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Commerzbank AG Annual Report 2012

Apr 17, 2013

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Annual Report

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Commerzbank AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Die Bank an Ihrer Seite

Lagebericht der Commerzbank Aktiengesellschaft

Struktur und Organisation

Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist das zweitgrößte Kreditinstitut sowie eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland. Unseren Kunden steht eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 14 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit. Ziel der Commerzbank ist es, ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter zu stärken.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt auf den vier Kernsegmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe. In dem Mitte des Jahres 2012 neu geschaffenen Abbausegment Non-Core Assets hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt.

Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Finance Operations, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Als bereichsübergreifende Funktionseinheit wurde zum 1. September 2012 das Koordinations- und Tracking-Office etabliert, in dem das Kosten- und Ertragsmanagement der Bank koordiniert und deren Fortschritt überprüft wird. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation, Group Security und Group Support. Unter gemeinsamer Leitung von Group Management und Group Services ist das Programm "Commerzbank Exzellenz" aufgesetzt. In der externen Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Hypothekenbank Frankfurt AG (vormals Eurohypo AG). Im Ausland ist die Bank mit 7 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 35 Repräsentanzen in 53 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Unternehmerische Verantwortung

Unternehmerische Verantwortung kontinuierlich ausgebaut

Der "Statusbericht zur unternehmerischen Verantwortung 2012" stellt die wesentlichen Fortschritte unserer Handlungsfelder der Nachhaltigkeit im Berichtsjahr vor. Der Statusbericht steht im Nachhaltigkeitsportal zur Verfügung. Er entspricht den Anforderungen eines Fortschrittsberichts zur Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie im laufend aktualisierten Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank unter: www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.

Die Commerzbank bekennt sich auch weiterhin zum kontinuierlichen Ausbau ihrer unternehmerischen Verantwortung mit dem Ziel, stets verantwortungsvoll und nachhaltig zu agieren. Dies hat sie im Berichtsjahr - bei gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen - erneut unter Beweis gestellt.

Reputationsrisiko-Management

Alle Finanzierungen, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielen, werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank intensiv geprüft und gegebenenfalls mit Auflagen versehen oder abgelehnt. Dazu zählen sensible Bereiche wie Waffen und Rüstungsgüter, Energieerzeugung, Kundenzufriedenheit und Rohstoffgewinnung. Im Geschäftsjahr 2012 erreichten das Reputationsrisiko-Management rund 2 500 Anfragen, die analysiert und schriftlich votiert wurden. Die hohe Zahl der Anfragen spiegelt die weiter steigende Bedeutung dieser Themen in der Öffentlichkeit wider. Etwa 10 % der Anfragen erhielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung.

Ein wesentliches Thema des Berichtsjahres waren weiterhin Agrarrohstoffe: Die Commerzbank hat sich im November 2011 dazu entschieden, keine neuen börsennotierten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln zu emittieren. Die am 30. Juli 2012 erfolgte Änderung der Zusammensetzung des ComStage Rohstoff-ETF (WKN ETF090) stand in Zusammenhang mit dieser Entscheidung. Der Fonds, der ehemals zu 25 % in die Agrarrohstoffe Zucker, Soja, Weizen und Mais investierte, enthält nun ausschließlich Edel- und Industriemetalle sowie Energierohstoffe.

Um die Mitarbeiter der Commerzbank für reputationsrelevante Themen zu sensibilisieren, finden regelmäßig interne Präsentationen im In- und Ausland statt.

Compliance

Zu den wesentlichen Aufgaben von Group Compliance zählt die Erfüllung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen zur Verhinderung der Geldwäsche. Um größtmögliche Transparenz bei Geschäftsbeziehungen und Finanztransaktionen zu gewährleisten, ist in der Commerzbank das Know-Your-Customer-Prinzip stets einzuhalten: Dies umfasst nicht nur die eindeutige Feststellung und Dokumentation der Identität des Kunden - bei Bedarf wird auch die Herkunft des Vermögens, das im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt wird, risikobasiert abgeklärt. Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verwendet die Bank besondere Sorgfalt auf Geschäfte mit politisch exponierten Personen, da sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, für illegale Transaktionen benutzt zu werden. Zu dieser Gruppe zählen natürliche Personen, die wichtige öffentliche Ämter ausüben beziehungsweise ausgeübt haben, sowie deren unmittelbare Familienmitglieder und sonstige nahestehende Personen. Gemeinsam mit dem Bereich Financial Institutions stellt Group Compliance sicher, dass bei der Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs für ausländische Kreditinstitute die globalen Standards in Bezug auf Geldwäscheprävention, Verhinderung von Terrorismusfinanzierung und betrügerische Handlungen eingehalten werden. Hierzu wurde im Jahr 2012 die Global Policy für Financial Institutions aktualisiert, die die zu wahrenden Sorgfaltspflichten im Kundenannahmeprozess umfasst.

Privatkunden und Mittelstandsbank

Die Finanzmarkt- und Staatschuldenkrise hat Kunden verunsichert und das Vertrauen in ihre Bank beeinträchtigt. Mit der im November 2012 vorgestellten neuen Strategie trägt die Commerzbank diesen Veränderungen Rechnung. Das gilt insbesondere für das Privatkundengeschäft, in dem bereits im Laufe des Berichtsjahres verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Beratungsqualität eingeführt wurden. Ihre Wirkung zeigt sich in der deutlich gestiegenen Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden, die monatlich in Telefoninterviews erfragt wird. Die Commerzbank arbeitet hierbei mit dem sogenannten Net Promoter Score, einem international anerkannten Standard zur Bewertung der Kundenzufriedenheit. Er ist als Messgröße ein zentraler Bestandteil der variablen Vergütung aller Mitarbeiter und Führungskräfte im Privatkundenvertrieb.

Eine wichtige Aufgabe bei der Umsetzung der neuen Strategie kommt dem Kundenbeirat der Commerzbank zu. Im Jahr 2012 lief die 3-jährige Amtszeit des ersten Kundenbeirats aus, der im Schwerpunkt die Integration der Dresdner Bank begleitet hatte. Im Mai 2012 wurden als Querschnitt unserer Kundenstruktur 25 Frauen und Männer aus dem Privat- und Geschäftskundenbereich sowie dem Wealth Management für die nächsten drei Jahre in den zweiten Kundenbeirat gewählt. Sie sind gleichermaßen Interessenvertretung der Kunden sowie Impulsgeber und Diskussionspartner für die kundenorientierte Weiterentwicklung der Commerzbank.

Engagierte Kunden hat auch die Mittelstandsbank. Unter dem Motto "Unternehmer packen an" organisiert die Commerzbank deutschlandweit tatkräftige Unterstützung für renovierungsbedürftige Spielplätze, Kindergärten oder Grundschulen. Im Jahr 2012 wurden sieben solcher Engagements realisiert, insgesamt haben 116 Unternehmer und Bankberater mit angepackt. Die Commerzbank stellte dafür Baumaterial im Wert von über 55 000 Euro zur Verfügung.

Aber auch außerhalb Deutschlands unterstützt die Commerzbank ihr Kerngeschäft mit verschiedenen Initiativen. Einen wichtigen Markt bildet dabei der afrikanische Kontinent. 2012 erhielt die Commerzbank den "Best of European Business Award" der internationalen Strategieberatung Roland Berger für ihre erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensstrategie in Afrika. Entsprechend wichtig ist es der Commerzbank, vor Ort Verantwortung auch durch soziales Engagement zu übernehmen. So unterstützt die Commerzbank Aktiengesellschaft die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer mit insgesamt 100 000 Euro in den Jahren 2012 und 2013. Die Förderung kommt ausgewählten Bildungs- und Nachhaltigkeitsprojekten in SOS-Kinderdörfern zugute, darunter die Anschaffung von modernem IT-Equipment und von Photovoltaik-Anlagen für Kinderdörfer in Ghana.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld, mit dem die Mittelstandsbank unternehmerische Verantwortung übernimmt, ist die seit über 25 Jahren betriebene Förderung Erneuerbarer Energien. Mit dem Center of Competence Renewable Energies (CoC RE) gehört die Commerzbank zu den weltweit größten Finanzierern Erneuerbarer Energien. Zum Kerngeschäft des CoC RE zählt neben der Betreuung von Firmen dieser Branche insbesondere die Begleitung von Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien. 2012 erhielt das Bankenkonsortium unter der Beteiligung der Commerzbank als Lead Arranger für die Finanzierung des Offshore-Windparks "Meerwind" die Auszeichnung "European Offshore Wind Deal of the Year" des "Project Finance Magazine". Der Windpark, der voraussichtlich Anfang 2014 fertig gestellt wird, soll ab diesem Zeitpunkt rund 400 000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen und pro Jahr etwa eine Million Tonnen CO2 einsparen.

Ökologie

Zu den wesentlichen Zielen des betrieblichen Umweltschutzes zählen die Optimierung des Ressourcenverbrauchs, der vermehrte Einsatz Erneuerbarer Energien und die Reduzierung der CO2 - beziehungsweise Treibhausgasemissionen. Übergeordnetes Ziel ist es, die Commerzbank schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen zu machen. Das nimmt Einfluss auf viele Bereiche der Bank und wird unter anderem vom zertifizierten Umweltmanagementsystem unterstützt. Im Wirkungsfeld von "Green IT" geht es beispielsweise darum, Informations- und Kommunikationstechnik möglichst energie- und ressourceneffizient zu betreiben. In der Folge konnte 2012 ein Rechenzentrum bereits komplett eingespart werden. Daneben kommt einer nachhaltigen Beschaffung hoher Stellenwert zu. Der bankweite "Standard für nachhaltige Beschaffung" hat dazu geführt, dass auch das Travel-Management noch stärker nach Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet wurde. Der Bezug von Ökostrom hatte im Jahr 2012 bereits einen Anteil von über 90 % und wird ab Januar 2013 zu 100 % den Strombedarf der Commerzbank decken.

Der Konzernumweltausschuss erarbeitet derzeit ein neues Klimaziel mit verschiedenen Maßnahmen für die Umsetzung. Das bisherige Klimaziel - eine Reduzierung der konzernweiten CO2 -Emission um 30 % bis 2011 bezogen auf das Basisjahr 2007 - wurde mit 52 % Einsparung deutlich übertroffen.

Gesellschaft

Die Commerzbank kam ihrer gesellschaftlichen Verantwortung 2012 durch eine umfangreiche Stiftungs- und Spendentätigkeit sowie weitere Engagements und Initiativen nach. Mit der erstmaligen Beteiligung am Malteser Social Day wurde 2012 auch das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter gezielt gefördert: Die Commerzbank stellte mehr als 400 Kollegen für einen Tag frei, um in 17 Städten bei rund 30 verschiedenen Projekten in gemeinnützigen Einrichtungen praktische Unterstützung zu leisten. Nahezu 800 Mitarbeiter folgten im Berichtsjahr außerdem einem Aufruf, nicht mehr benötigte Mobiltelefone abzugeben. Das Recycling der Geräte brachte einen Erlös von 2 500 Euro, die an die Schülerinitiative "Plant for the Planet" gespendet wurden. Durch die Spende der Commerzbank konnten 2 500 Bäume gepflanzt werden, die jährlich rund 25 Tonnen CO2 absorbieren. Für 2013 ist ein weiterer Ausbau des Corporate-Volunteering-Angebots geplant.

Gern folgte das "Praktikum für die Umwelt" im Jahr 2012 der Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck, das Programm im Rahmen der "Woche der Umwelt" im Schloss Bellevue vorzustellen. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Commerzbank Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate in Deutschland mit dem von der UNESCO ausgezeichneten Projekt.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für den Erfolg unserer Bank. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Commerzbank machen uns stark für den Wettbewerb. Wir wollen unsere führende Position in den Kernmärkten Deutschland und Polen nachhaltig festigen. Dafür verbinden wir modernes Banking und innovative Strategien mit traditionellen Werten wie Fairness, Vertrauen und Kompetenz. Diesen Anspruch unterstützen wir von der Personalseite her, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Beschäftigten kontinuierlich entwickeln und ausbauen.

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft ging zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1 499 oder 3,5 % auf 41 378 zurück.

Einheitliches Qualifizierungskonzept: die Commerzbank-Akademie

Wir fördern die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bauen deren Fähigkeiten und Fertigkeiten kontinuierlich und systematisch aus, denn sie sind die Grundlage unseres unternehmerischen Erfolgs. Im Berichtsjahr haben wir unser ganzheitliches und bereichsübergreifendes Qualifizierungs- und Entwicklungskonzept in der Commerzbank-Akademie weiterentwickelt. Rund 1 500 Angebote sind seit April 2012 in einem Onlinequalifizierungskatalog verfügbar. Damit wird das Weiterbildungsangebot transparenter und übersichtlicher. Darüber hinaus haben wir eine bankweite Grundlagenqualifizierung eingeführt, das Basis-Banking. In den ersten neun Monaten seit Einführung wurde die Qualifizierung über Präsenz- und Onlinemodule mehr als 4 000-mal absolviert.

Mitarbeiter von morgen: Schülermarketing der Commerzbank

Wir wollen kontinuierlich junge Nachwuchskräfte für unsere Bank gewinnen, Schülerinnen und Schülern berufliche Orientierung bieten und als attraktiver Arbeitgeber noch stärker sichtbar werden. Deshalb sind wir in sozialen Netzwerken aktiv, bieten mit der interaktiven Internetseite www.probier-dich-aus.de Einblicke in das Berufsleben und präsentieren auf Messen und bei Bewerbertrainings unsere vielfältige Arbeitswelt. Im Jahr 2012 haben wir unser Engagement für "Business@school", eine Initiative der Boston Consulting Group, ausgeweitet: Wir begleiteten Oberstufenschüler dabei, sich praxisnah mit Wirtschaftsthemen zu befassen. Schüler mit der Wirtschaft vertraut zu machen, ist auch ein Ziel, das wir mit unserem neuen Zielschulkonzept "Commerzbank meets school" verfolgen. Mehr als 50 Filialleiterinnen und -leiter sind als "Zielschulcaptains" in den Schulen vor Ort unterwegs und bauen Kooperationen auf. Um vielen jungen Menschen beruflichen Erfolg zu eröffnen, unterstützen wir das Stipendiatenprogramm "Start", das talentierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund höhere Schulbildung bietet. Als Partner der Initiative "Joblinge" geben wir ausbildungssuchenden Menschen die Möglichkeit, sich in unserem Unternehmen durch ein Praktikum zu beweisen - unabhängig von Noten und klassischen Bewerbungsgesprächen.

Vielfalt in der Bank: Frauen stehen im Fokus

Die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein Wert für sich. Sie wirkt sich positiv auf Motivation, Innovationskraft, Leistung und Betriebsklima aus. Wir akzeptieren unterschiedliche Persönlichkeiten und sorgen dafür, dass sie sich entfalten können. Mit dem "Global Diversity Management" haben wir im Berichtsjahr eine Plattform geschaffen, um unsere Aktivitäten auch international in der Bank zu verankern. Es wurden sechs regionale Gremien, die "Regional Diversity Councils", gegründet, die Projekte lokal umsetzen und eigene Themen einbringen. Unter Leitung des Personalvorstands treffen sich Executives aus allen Segmenten, um etwa das Projekt "Frauen in Führungspositionen" voranzutreiben. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist das Commerzbank-Mentoring, bei dem sowohl der Vorstand als auch die erste und zweite Führungsebene ein Jahr lang bis zu zwei Mentees betreuen. Die Hälfte der Mentees soll weiblich sein. Im September 2012 endete das erste Programmjahr, in dem 353 Mentoren 573 Mentees begleiteten.

Seit März 2012 bieten wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit "Keep in Touch" und "Management Experience" an. Bei "Keep in Touch" haben sie mit einem Teilzeitvertrag von 10 oder 20 % die Option, etwa an Schulungen teilzunehmen und in Kontakt mit der Bank zu bleiben. Bei "Management Experience" können Potenzialkandidaten für drei bis zwölf Monate Führungskräfte vertreten und dabei Managementerfahrungen sammeln. Mit dem Programm "Rückkehrgarantie nach Elternzeit" geben wir Führungskräften, Projektleitern und Spezialisten die Sicherheit, auf dieselbe Funktion zurückkehren zu können.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Kinderbetreuung ausgebaut

Um Familie und Beruf noch besser zu vereinbaren, haben wir das Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen in Frankfurt erheblich ausgebaut. In den Regionen bieten wir zusätzlich zum Krippenangebot seit Mitte 2012 an 13 Standorten auch Kindergartenplätze an, zudem haben wir die Ferienbetreuung ausgeweitet. 2012 startete überdies der zweite Schülerhortjahrgang, in dem Grundschüler nach dem Unterricht verpflegt und betreut werden.

Im Berichtsjahr haben wir die Familienpflegezeit eingeführt. Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen können bis zu vierundzwanzig Monate lang ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 15 Stunden verringern. In dieser Zeit stocken wir das Gehalt um 50 % des entfallenen Entgelts auf. Wird die Arbeitszeit zum Beispiel von 100 auf 50 % gesenkt, erhält der Mitarbeiter 75 % des bisherigen Gehalts. Seit September 2012 ist in der Betriebsvereinbarung zur Vereinbarung von Pflege und Beruf auch festgeschrieben, dass die Bank die Prämie für die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung für Beschäftigte in der Familienpflegezeit übernimmt.

Bei den Commerzbank-Netzwerken stand im Jahr 2012 ein Jubiläum an: Das schwullesbische Netzwerk "Arco" feierte sein 10-jähriges Bestehen. Und das Frauennetzwerk "Courage" wurde internationaler: So fand die zweite Global Conference in London statt. Für Commerzbank-Väter wurden in Frankfurt und Hamburg Vorträge, Erfahrungsaustausch oder Workshops angeboten. Nachdem die Commerzbank im Jahr 2010 für ihr Engagement für homosexuelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Max-Spohr-Preis erhielt, richteten wir im Jahr 2012 die Verleihung aus - und freuten uns auch darüber, dass die Bank zum sechsten Mal das Total-E-Quality-Prädikat für "Chancengleichheit in der Personalpolitik" bekam.

Leistungsfähig und motiviert: Gesundheit als Grundlage

Mit umfangreichen Angeboten und einem innovativen Gesundheitsmanagement tragen wir dazu bei, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leistungsfähig und motiviert sind und sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Unser Gesundheitsmanagement passt seine Aktivitäten ständig an die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt an. Wir nehmen damit unsere Fürsorgepflicht wahr und machen Gesundheitsförderung als Bestandteil unserer Unternehmenskultur erlebbar. Die Krankheitsquote in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) lag im Jahr 2012 bei 4 %, die durchschnittliche Krankheitsdauer bei knapp 10 Tagen.

Weil uns dieses Thema sehr wichtig ist, haben wir unsere Führungskräfteentwicklung um spezielle Seminarbausteine ergänzt. Mit der Betriebsvereinbarung zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen bauen wir seit dem Jahr 2012 den Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Prävention weiter aus. Damit wollen wir physische und psychische Belastungen am Arbeitsplatz identifizieren und reduzieren beziehungsweise von vorneherein verhindern.

Seit dem Jahr 2012 arbeitet unser Gesundheitsmanagement noch enger und intensiver mit den regionalen Kompetenzteams zusammen. Diese setzen sich jeweils aus Managementberatung, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertreter, Betriebsarzt sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit zusammen und setzen gesundheitsfördernde Maßnahmen vor Ort um. Darin unter stützt sie das Gesundheitsmanagement seit dem Jahr 2012 mit entsprechenden Konzepten und Schulungsangeboten, etwa zur Stressbewältigung, und stellt ein eigenes Budget für sie bereit.

Innovation, Führung und Vergütung: Neue Wege sind gefragt

Wir bündeln unsere Ideen. Mit "WikIdee" haben wir eine interne Onlineplattform geschaffen, auf der Verbesserungsvorschläge gesammelt, diskutiert und damit "veredelt" werden. Nach einem Jahr haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 3 000 Ideen eingereicht, weitere 2 000 mit rund 9 000 Kommentaren diskutiert und fast 60 000 Bewertungen abgegeben. Inzwischen ist das ebenfalls onlinegestützte Vorschlagsportal "ComIdee" in "WikIdee" überführt worden. Jetzt können Verbesserungsvorschläge direkt bei der Fachabteilung eingereicht oder im Dialog mit Kollegen weiterentwickelt werden. Die Plattform steht seit dem Jahr 2012 zusätzlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in London zur Verfügung.

Auch bei der Entwicklung unserer Führungskräfte gehen wir neue Wege und haben dafür unser Commerzbank-Management-Programm (CMP) optimiert. Ein einheitlicher Vorbereitungsworkshop vor dem Auswahlverfahren gewährleistet für die Teilnehmer Transparenz und Chancengleichheit. Durch die neue Vertiefungsreihe in der Führungskräftequalifizierung wird der Praxisaustausch durch feste Gruppen verstärkt. Alle Qualifizierungselemente wurden inhaltlich und methodisch verbessert, neue Führungsthemen und -bausteine ergänzt.

Eine weitere Neuerung, die besondere Aufmerksamkeit erzielte, war die variable Vergütung in Aktien. Dabei wurde die Geldkomponente auf freiwilliger Basis in Anteilen der Commerzbank gezahlt. Knapp 90 % der Bezugsberechtigten entschieden sich dafür und stärkten das Eigenkapital um mehr als 200 Mio. Euro. Der eigenständige Vergütungsbericht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auf der Internetseite unter www.commerzbank.de veröffentlicht.

Innovationsstärke bewiesen wir auch mit diesem Thema: Im Jahr 2012 haben wir auf Fachkongressen und in Publikationen die Trendarbeit unseres Personalbereichs vorgestellt. Wir haben Trendscouts etabliert, die die Bedeutung von Trends und Megatrends für unsere Personalarbeit bewerten. Daraus ergeben sich Handlungsempfehlungen für die Bereiche und die Gesamtbank, um weiterhin erfolgreich die Bank an der Seite unserer Kunden zu sein.

Vergütungsbericht

Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) Rechnung.

Vorstand

Grundzüge des Vergütungssystems

Kernbestandteile des seit dem 1. Januar 2010 gültigen Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten. Die Hauptversammlung 2010 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gemäß § 120 Abs. 4 Aktiengesetz gebilligt.

Am 9. August 2011 hat der Aufsichtsrat eine Anpassung dieses Systems an die Erfordernisse der Instituts-Vergütungsverordnung beschlossen, die anschließend vertraglich umgesetzt wurde.

Ferner hat der Aufsichtsrat Ende 2011/Anfang 2012 beschlossen, die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder zu ändern. Die Neuregelung beinhaltet insbesondere eine beitragsorientierte Leistungszusage. Zudem knüpft die Altersversorgung nunmehr in der Regel an die Vollendung des 65. Lebensjahres und nicht mehr an die Vollendung des 62. Lebensjahres an. Die neuen Pensionsverträge wurden von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet.

Eine ursprünglich mit dem SoFFin für die Jahre 2008 und 2009 vereinbarte Begrenzung der monetären Vergütung von Vorstandsmitgliedern auf 500 Tsd. Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit im Konzern (SoFFin-Cap) wurde auch für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 fortgeführt. Eine rechtliche Pflicht zur Fortführung dieses Caps gab es bereits nach Inkrafttreten des Restrukturierungsgesetzes ab dem Jahr 2011 nicht mehr, da die Bank 2011 mehr als die Hälfte der Rekapitalisierungen zurückbezahlt hatte. Für das Geschäftsjahr 2012 gab es keinen sogenannten SoFFin-Cap.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile (festes Jahresgrundgehalt)

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge.

Das feste Jahresgrundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausbezahlt wird, beträgt 750 Tsd. Euro1 . Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts wird regelmäßig im Abstand von jeweils zwei Jahren überprüft.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)

Das Vergütungssystem sieht als erfolgsbezogene variable Vergütungskomponenten ein Short Term Incentive mit einem Gesamtzielwert von 400 Tsd. Euro pro Vorstandsmitglied und ein Long Term Incentive mit einem Gesamtzielwert von 600 Tsd. Euro pro Vorstandsmitglied vor. Der Zielwert der variablen Vergütungskomponenten für ein Vorstandsmitglied liegt damit insgesamt bei 1 Mio. Euro. Die maximale Zielerreichung liegt bei 200 %, was bei dem Short Term Incentive insgesamt 800 Tsd. Euro und bei dem Long Term Incentive 1 200 Tsd. Euro entspricht2 . Die Mindestgesamtwerte betragen jeweils 0 Euro.

Short Term Incentive (STI) Der STI hat eine Laufzeit von einem Jahr. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine die STI-Leistungskomponente ist und die andere an den Economic Value Added (EVA)3 anknüpft. Ein Anspruch auf Zahlung des STI entsteht aufschiebend bedingt nach Feststellung des Jahresabschlusses für das betreffende Jahr sowie der STI-Zielerreichung des Vorstandsmitglieds durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des STI zu 50 % fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50 % in Commerzbank-Aktien - oder aktienbasiert in bar - nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des STI beträgt 400 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten liegt bei jeweils 200 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann grundsätzlich zwischen 0 und 200 % liegen.

STI-EVA-Komponente Für die STI-EVA-Komponente legt der Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres einen Zielwert für den Konzern-EVA nach Steuern fest, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht. Außerdem wird festgelegt, welche EVA-Werte einer Zielerreichung von 0 % und von 200 % entsprechen. Als EVA-Berechnungsgrundlage wird grundsätzlich das Investorenkapital herangezogen.
STI-Leistungskomponente Die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitglieds wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung von Kriterien beurteilt, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festlegt.

1 Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt das feste Jahresgrundgehalt 1 312 500 Euro.

2 Für den Vorstandsvorsitzenden liegen die Zielwerte beim 1,75-Fachen der genannten Beträge.

3 EVA ist der Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheitenanteilen abzüglich der Kapitalkosten der Bank (Produkt aus Investorenkapital ohne Fremdanteile und Kapitalkostensatz nach Steuern).

Long Term Incentive (LTI) Der LTI hat eine Laufzeit von vier Jahren. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA) anknüpft (LTI-EVA-Komponente) und die andere aktienbasiert ist (LTI-Aktienkomponente). Ein Anspruch auf Zahlung des LTI entsteht aufschiebend bedingt nach Feststellung des Jahresabschlusses für das letzte Geschäftsjahr der vierjährigen Laufzeit des jeweiligen LTI sowie nach Feststellung der LTI-Zielerreichung durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des LTI zu 50 % fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50 % in Commerzbank-Aktien -oder aktienbasiert in bar - nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des LTI beträgt 600 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 300 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann insgesamt zwischen 0 und 200 % liegen; jede der beiden Komponenten kann demzufolge zwischen 0 und 600 Tsd. Euro betragen. Der vorläufige LTI-Auszahlungsbetrag der beiden LTI-Komponenten wird dahingehend modifiziert, dass er sich jeweils um den hälftigen Prozentsatz erhöht oder reduziert, um den die Zielerreichung für den leistungsorientierten Teil des STI im ersten Jahr der 4-jährigen LTI-Laufzeit 100 % über- oder unterschreitet. Diese Anpassung kann +/- 20 % des ursprünglichen Zielwerts der LTI-Komponenten nicht überschreiten. Der LTI setzt ein dauerhaftes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds in Commerzbank-Aktien in Höhe von jeweils 350 Tsd. Euro voraus. Bis zum Erreichen des Eigeninvestments sind jeweils 50 % der Nettoauszahlungen aus dem LTI in Commerzbank-Aktien zu investieren.

LTI-Aktienkomponente Der vorläufige Auszahlungsbetrag der LTI-Aktienkomponente ergibt sich einerseits aus der relativen Total-Shareholder-Return-(TSR-)Performance der Commerzbank im Vergleich zur TSR-Performance der anderen Banken des Dow Jones EURO STOXX Banken und andererseits aus der absoluten Kursperformance der Commerzbank-Aktie. Der Aufsichtsrat legt vor Beginn der LTI-Laufzeit die Anzahl der Commerzbank-Aktien fest, die das Vorstandsmitglied bei einer Zielerreichung von 100 % nach dem Ende der 4-jährigen LTI-Laufzeit gegebenenfalls erhält. Außerdem definiert er, welche TSR-bezogene Platzierung der Commerzbank im Vergleich zu den anderen relevanten Banken welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die relative TSR-Performance bestimmt also die Anzahl der virtuell zugeteilten Aktien; die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie während der LTI-Laufzeit bestimmt deren Gegenwert, der statt einer Übertragung von Aktien bar ausbezahlt werden kann.
LTI-EVA-Komponente Die Zielwerte der EVA-basierten LTI-Komponente werden vom Aufsichtsrat vorab für die gesamte LTI-Laufzeit festgesetzt und können für die einzelnen Jahre der Laufzeit differieren. Der Aufsichtsrat definiert außerdem vorab, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die Zielerreichung wird während der 4-jährigen LTI-Laufzeit jährlich festgestellt, wobei die Zielerreichung der einzelnen Jahre grundsätzlich zwischen minus 100 und plus 200 % liegen kann. Nach dem Ende der 4-jährigen LTI-Laufzeit ermittelt der Aufsichtsrat die durchschnittliche Zielerreichung, die zwischen 0 und 200 % liegen kann, und den sich daraus ergebenden vorläufigen Auszahlungsbetrag.

Im Falle außerordentlicher Entwicklungen mit erheblichem Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte von STI oder LTI kann der Aufsichtsrat diesen positiven oder negativen Einfluss durch Anpassung der Ziele neutralisieren.

Long-Term-Performance-Pläne Die Mitglieder des Vorstands hatten, ebenso wie andere Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns, in der Vergangenheit die Möglichkeit, sich an Long-Term-Performance-Plänen (LTP) zu beteiligen. Ein LTP wurde zuletzt im Jahr 2008 angeboten; die Vorstandsmitglieder hatten jedoch bereits im Februar 2009 ihre sämtlichen Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet. Der insoweit einzige im Jahr 2012 noch laufende Plan war der LTP 2007, der im Jahr 2012 ohne Auszahlung ausgelaufen ist.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden

Das feste Jahresgrundgehalt und die Zielwerte der variablen Vergütungskomponenten liegen für den Vorstandsvorsitzenden beim 1,75-Fachen der für Vorstandsmitglieder genannten Beträge.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen

Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet. Diese Anrechnung erfolgt jeweils zum Auszahlungszeitpunkt nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr entgegennimmt, in dem dem Vorstandsmitglied die Vergütung aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten zugeflossen ist.

Die in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von verbundenen Unternehmen wurden in der Vergangenheit in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet. Daher werden diese Vergütungen in der Tabelle unter der Überschrift "Zusammenfassung" dem Vorjahr zugeordnet. Soweit diese Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von verbundenen Unternehmen bei einem Vorstandsmitglied zu einer monetären Gesamtvergütung von über 500 Tsd. Euro geführt haben, wurden diese an die Commerzbank abgeführt.

Altersversorgung

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2011 ein neues System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beschlossen, das eine beitragsorientierte Leistungszusage beinhaltet.

Nach dem neuen Bausteinsystem wurde jedem Vorstandsmitglied für die bis zum Überleitungsstichtag am 1. Januar 2011 abgeleistete Zeit als Vorstandsmitglied der Bank ein Initialbaustein auf einem sogenannten Versorgungskonto gutgeschrieben. Der Initialbaustein wird in der Zeit zwischen dem Überleitungsstichtag und der Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank dynamisiert.

Für die Zeit ab dem Überleitungsstichtag bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension mittels einer Transformationstabelle. Bei der Einführung des neuen Vergütungssystems im Jahre 2010 wurde die Höhe der Altersversorgung nicht angepasst. Auch bei der Einführung des neuen Altersversorgungssystems im Jahr 2011 wurden der Initialbaustein und die Versorgungsbausteine so bestimmt, dass eine Äquivalenz zu den zuvor bestehenden Vorstandszusagen gegeben ist.

Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:

als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder
als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit.

Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt.

Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.

Jedes Vorstandsmitglied kann anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in neun Jahresraten wählen, für den Fall, dass es nach Vollendung des 62. Lebensjahres ausscheidet. Dabei errechnet sich der Auszahlungsbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Die Witwenpension beträgt - ebenso wie nach dem bisherigen System - 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Der Pensionsvertrag für neu eintretende Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet und vom Aufsichtsrat am 2. Dezember 2011 verabschiedet. Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank

das 65. Lebensjahr vollendet oder vollendet hat (Alterskapital),
das 62. Lebensjahr vollendet oder vollendet hat (vorzeitiges Alterskapital) oder
vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist.

Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds aus der Bank auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Vorstandsmitglied bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben.

Ein in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds zu bestimmender Anteil des Jahresbeitrags wird in Investmentfonds angelegt und auf ein virtuelles Depot des Vorstandsmitglieds eingebracht.

Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts.

Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens fünf Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hat.

In der nachstehenden Tabelle haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2012 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2012 sowie die zinsbereinigten Änderungen der Erfüllungsbeträge für das Jahr 2012 aufgeführt:

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Tsd. € Erreichte Pensionsanwartschaft auf Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres Stand 31.12.2012 Barwert der erreichten Pensionsanwartschaften Stand 31.12.2012 Zinsbereinigte Änderung des Erfüllungsbetrags 2012
Martin Blessing 240 3 265 269
Frank Annuscheit 107 1 403 300
Markus Beumer 99 1 231 301
Stephan Engels 181 242 2422
Jochen Klösges 83 989 317
Michael Reuther 140 2 098 297
Dr. Stefan Schmittmann 135 2 076 549
Ulrich Sieber 79 927 306
Martin Zielke 67 798 400
Gesamt 13 029 2 981

1 Kapitalleistung verrentet.

2 Anteilig für neun Monate.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände wurden mittels eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen. Zum 31. Dezember 2012 deckt dieses Pensionsvermögen weitgehend die Pensionsverpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft gegenüber ihren Vorstandsmitgliedern, sodass rechnerisch nur ein unwesentlicher Teil der gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen auf die aktiven Mitglieder des Vorstands entfällt.

Zum 31. Dezember 2012 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft vor Saldierung mit dem Pensionsvermögen auf insgesamt 13 Mio. Euro (siehe auch Tabelle der Einzelansprüche).

Change of Control

Das seit dem Jahr 2010 gültige Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Lediglich der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthielt noch eine Change-of-Control-Regelung. Diese entfiel mit Ablauf der Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds am 31. März 2012.

Sonstige Regelungen

Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von sechs Monaten ab dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das feste Jahresgrundgehalt, STIs und LTIs - vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB - bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode, höchstens aber bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen (Cap), weiter gewährt.

Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied zudem für die Dauer von sechs Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode das feste Grundgehalt als Übergangsgeld. Diese Gehaltsfortzahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.

Endet der Anstellungsvertrag aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages zugesagten STI und LTI bleiben unberührt. Der am Ende der Laufzeit festgestellte Auszahlungsbetrag für STI und LTI des Beendigungsjahres wird anteilig reduziert.

Beendet die Bank die Organstellung vorzeitig oder verlängert sie diese bei Ablauf der Bestellungsperiode nicht aufgrund von Umständen, die die Voraussetzungen des § 626 BGB erfüllen, gibt es keine Ansprüche aus den für das Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI.

Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung werden höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen gezahlt (Cap). Auszahlungen auf den im Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI unterliegen dem Cap anteilig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten; Gleiches gilt auch für Leistungen und Zusagen von Unternehmen, mit denen der Commerzbank-Konzern bedeutende geschäftliche Beziehungen unterhält.

Zusammenfassung

Der ursprünglich mit dem SoFFin für die Jahre 2008 und 2009 vereinbarte SoFFin-Cap, also die Begrenzung der monetären Vergütung von Vorstandsmitgliedern auf 500 Tsd. Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit im Konzern, wurde auch für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 fortgeführt. Eine rechtliche Pflicht zur Fortführung dieses Caps gab es bereits nach Inkrafttreten des Restrukturierungsgesetzes ab dem Jahr 2011 nicht mehr, da die Bank 2011 mehr als die Hälfte der Rekapitalisierungen zurückbezahlt hatte. Für das Geschäftsjahr 2012 gab es keinen sogenannten SoFFin-Cap.

Zur besseren Beurteilung der Vorstandsvergütung insgesamt haben wir in der folgenden Darstellung neben der durchschnittlichen monetären Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds (ohne Einbeziehung des Vorstandsvorsitzenden) im Jahr 2012 (kurzfristige und tatsächlich erwartete langfristige Vergütung ohne Sachbezüge und besondere Entschädigungszahlungen) auch die entsprechenden Durchschnittswerte der Jahre 2005 bis 2007 (ohne SoFFin-Cap) und 2008 bis 2011 (Cap für die monetäre Vergütung von 500 Tsd. Euro per annum) abgebildet. Die Darstellung zeigt, dass die Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder für das Jahr 2012 bei einer Zielerreichung von 100 % um rund 150 Tsd. Euro unter der durchschnittlichen Vergütung der Jahre 2005 bis 2007 liegen würde. Die tatsächliche durchschnittliche Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds für das Jahr 2012 beträgt gemäß DRS 17 rund 1 200 Tsd. Euro und liegt damit rechnerisch um insgesamt 31 % unter dem Zielwert von 1 750 Tsd. Euro.

Durchschnittliche Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds (ohne Vorsitzenden) Tsd. €

Gegenüber der durch den SoFFin-Cap reduzierten Vergütung der Jahre 2008 bis 2011 zeigt sich zwar ein Anstieg für das Jahr 2012, gegenüber der durchschnittlichen Vergütung der Jahre 2005 bis 2007 ergibt sich aber ein signifikanter Rückgang um rund 700 Tsd. Euro beziehungsweise mehr als 35 % je Vorstandsmitglied.

Im Folgenden wird die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2012 und zum Vergleich für das Jahr 2011 dargestellt.

Die Tabelle zeigt die Bezüge gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17), der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Vorstandsvergütung konkretisiert. Die aktienbasierten Bezüge "leistungsabhängige STI-Komponente", soweit in Aktien vergütet, und "aktienbasierte LTI-Komponente", in bar und in Aktien vergütet, sind nach DRS 17 ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit dem ursprünglichen Wert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Jahres 2012 darzustellen. Sie spiegeln somit die Vergütung bei 100 % Zielerreichung wider. In seiner besonderen Verantwortung als Vorstandsvorsitzender hat Martin Blessing dem Aufsichtsrat mitgeteilt, seine Ansprüche aus erfolgsabhängiger variabler Vergütung für 2012 nicht wahrzunehmen. Darüber hinaus haben alle Vorstandsmitglieder auf die vom Economic Value Added (EVA) abhängigen STI- und LTI-Komponenten formell verzichtet, damit diese Komponenten, die beim STI zu keinen und beim LTI wahrscheinlich nur zu geringen Ansprüchen geführt hätten, in der folgenden Tabelle realitätsnah angegeben werden können und nicht mit lediglich theoretischen Beträgen dargestellt werden müssen (dieser Verzicht wurde auch bei der oben genannten durchschnittlichen Gesamtvergütung 2012 gemäß DRS 17 berücksichtigt):

Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2012 und zum Vergleich für das Jahr 2011

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Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten kurzfristige Anreizwirkung (STI)
Tsd. € Grundgehalt Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen2 Verrechnung von Vergütungen aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten im Folgejahr2 Sonstiges3 Variable Vergütung in bar4 abhängig von EVA-Zielerreichung
--- --- --- --- --- --- ---
Martin Blessing 2012 1 313 - - 79 -
2011 500 - - 69 -
Frank Annuscheit 2012 750 - - 47 -
2011 500 - - 50 -
Markus Beumer 2012 750 - - 39 -
2011 500 - - 59 -
Stephan Engels 20121 563 32 - 32 1 515 -
2011 - - - - -
Dr. Achim Kassow 2012 - - - - -
20111 292 - - 44 -
Jochen Klösges 2012 750 - - 36 -
2011 500 - - 39 -
Michael Reuther 2012 750 - - 69 -
2011 500 - - 69 -
Dr. Stefan Schmittmann 2012 750 - - 49 -
2011 500 - - 46 -
Ulrich Sieber 2012 750 50 - 50 59 -
2011 500 - - 68 -
Dr. Eric Strutz 20121 187 10 - 10 15 -
2011 500 - - 33 -
Martin Zielke 2012 750 - - 62 -
2011 500 - - 74 -
Gesamt 2012 7 313 92 -92 1 970 -
2011 4 792 - - 551 -

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Erfolgsabhängige Komponenten kurzfristige Anreizwirkung (STI) Erfolgsabhängige Komponenten langfristige Anreizwirkung (LTI)
Tsd. € Variable Vergütung in bar4 Variable Vergütung mit Ausgleich in Aktien5 Variable Vergütung in bar6 Variable Vergütung5
--- --- --- --- --- --- ---
Aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich
--- --- --- --- --- --- ---
abhängig von der Erreichung individueller Ziele abhängig von EVA-Zielerreichung abhängig von der Erreichung individueller Ziele abhängig von EVA-Zielerreichung im 4-Jahres-Zeitraum abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres-Zeitraum
--- --- --- --- --- --- ---
Martin Blessing 2012 - - - - -
2011 - - - - -
Frank Annuscheit 2012 50 - 100 - 150
2011 - - - - -
Markus Beumer 2012 65 - 100 - 150
2011 - - - - -
Stephan Engels 20121 41 - 75 - 113
2011 - - - - -
Dr. Achim Kassow 2012 - - - - -
20111 - - - - -
Jochen Klösges 2012 40 - 100 - 150
2011 - - - - -
Michael Reuther 2012 50 - 100 - 150
2011 - - - - -
Dr. Stefan Schmittmann 2012 45 - 100 - 150
2011 - - - - -
Ulrich Sieber 2012 50 - 100 - 150
2011 - - - - -
Dr. Eric Strutz 20121 13 - 25 - 37
2011 - - - - -
Martin Zielke 2012 45 - 100 - 150
2011 - - - - -
Gesamt 2012 399 - 800 - 1 200
2011 - - - - -

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Erfolgsabhängige Komponenten langfristige Anreizwirkung (LTI)
Tsd. € Variable Vergütung5 Gesamtbezüge gemäß DRS 177
--- --- --- --- ---
Mit Ausgleich in Aktien
--- --- --- --- ---
abhängig von EVA-Zielerreichung im 4-Jahres-Zeitraum abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres-Zeitraum
--- --- --- --- ---
Martin Blessing 2012 - - 1 392
2011 - - 569
Frank Annuscheit 2012 - 150 1 247
2011 - - 550
Markus Beumer 2012 - 150 1 254
2011 - - 559
Stephan Engels 20121 - 113 2 420
2011 - - -
Dr. Achim Kassow 2012 - - -
20111 - - 336
Jochen Klösges 2012 - 150 1 226
2011 - - 539
Michael Reuther 2012 - 150 1 269
2011 - - 569
Dr. Stefan Schmittmann 2012 - 150 1 244
2011 - - 546
Ulrich Sieber 2012 - 150 1 259
2011 - - 568
Dr. Eric Strutz 20121 - 37 314
2011 - - 533
Martin Zielke 2012 - 150 1 257
2011 - - 574
Gesamt 2012 - 1 200 12 882
2011 - - 5 343

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Die erhaltenen Vergütungen aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten werden im Folgejahr auf die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder angerechnet. Die Verrechnung im Jahr 2013 ist daher bereits 2012 dargestellt. Aufgrund des SoFFin-Caps wurden diese Vergütungen bis einschließlich 2011 dem jeweiligen Vorjahr zugeordnet.

3 Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen. Ferner wird hier die an Herrn Engels gezahlte Entschädigung für den Verlust seiner Daimler-Phantom-Shares infolge des Wechsels zur Commerzbank Aktiengesellschaft (1 266 Tsd. Euro) gezeigt.

4 Jeweils auszahlbar im Folgejahr nach Feststellung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr. "EVA-Zielerreichung" beschreibt die Erreichung des für den Commerzbank-Konzern im Jahr 2011 geplanten Economic Value Added (EVA) für das Geschäftsjahr 2012.

5 Die aktienbasierten Vergütungen werden zunächst als vorläufige Auszahlungsbeträge ermittelt. Anschließend errechnet sich außer beim Barausgleich die Anzahl der zu gewährenden Aktien durch Division durch einen zukünftigen durchschnittlichen Aktienkurs. Nach DRS 17 erfolgt die Darstellung dieser Vergütungskomponenten zum Teil ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit der ursprünglich erwarteten Zielerreichung von 100 %.

6 Die Auszahlungen sind insbesondere von der Entwicklung des Economic Value Added (EVA) eines 4-Jahres-Zeitraums abhängig und erfolgen vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses des letzten Jahres dieses 4-Jahres-Zeit-raums im darauffolgenden Jahr, erstmals somit im Jahr 2016 für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015. Die Bandbreiten der möglichen Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2012 liegen für ein Vorstandsmitglied zwischen 0 und 300 Tsd. Euro und für den Vorstandsvorsitzenden zwischen 0 und 525 Tsd. Euro; für den im Geschäftsjahr 2012 ausgeschiedenen Herrn Dr. Strutz gilt dies ebenfalls - entsprechend pro rata temporis. Tatsächlich werden für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015 keine Auszahlungen erfolgen.

7 Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 beinhalten die aktienbasierten Vergütungsbestandteile zum Teil mit einer bei Gewährung erwarteten Zielerreichung von 100 %. Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 beinhalten dagegen nicht die mögliche langfristige variable Vergütung, sondern lediglich tatsächlich erhaltene Zahlungen (siehe Fußnote 6).

Über die in der Tabelle dargestellten Gesamtbezüge hinaus hat Herr Dr. Strutz nach der Beendigung seiner Tätigkeit per Ende März die vertraglich vorgesehene Karenzzahlung für die Einhaltung des vertraglichen Wettbewerbsverbots in Höhe von 250 Tsd. Euro sowie das vertraglich vorgesehene Übergangsgeld in Höhe von insgesamt 375 Tsd. Euro erhalten.

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,1 und 7,6 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 13,2 %, gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen, soweit erforderlich, mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 4 008 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 1 773 Tsd. Euro. Die Vorstandsmitglieder standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen in keinen Haftungsverhältnissen zur Commerzbank Aktiengesellschaft.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2012

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:

einer festen Vergütung von 40 Tsd. Euro pro Jahr und
einer variablen Vergütung von 3 Tsd. Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zweimal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.

Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2012 keine Dividende zahlt, entfällt die variable Vergütung für das Jahr 2012. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von netto insgesamt 1 640 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 619 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 251 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 199 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 389 Tsd. Euro (Vorjahr: 420 Tsd. Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet.

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

2012 Tsd. €

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Feste Vergütung Variable Vergütung Sitzungsgeld Summe
Klaus-Peter Müller 200 - 37,5 237,5
Uwe Tschäge 100 - 27,0 127,0
Hans-Hermann Altenschmidt 80 - 36,0 116,0
Dott. Sergio Balbinot (bis 23. Mai 2012)1 - - - -
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann 40 - 13,5 53,5
Dr. Nikolaus von Bomhard 40 - 12,0 52,0
Karin van Brummelen 60 - 25,5 85,5
Astrid Evers 40 - 13,5 53,5
Uwe Foullong 40 - 12,0 52,0
Daniel Hampel 40 - 13,5 53,5
Dr.-Ing. Otto Happel 60 - 13,5 73,5
Beate Hoffmann 40 - 10,5 50,5
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel 60 - 22,5 82,5
Alexandra Krieger 40 - 13,5 53,5
Dr. h. c. Edgar Meister 80 - 33,0 113,0
Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann 60 - 22,5 82,5
Dr. Helmut Perlet 100 - 28,5 128,5
Barbara Priester 40 - 13,5 53,5
Mark Roach 40 - 12,0 52,0
Dr. Marcus Schenck 60 - 18,0 78,0
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell (seit 1. Juni 2012) 31 - 10,5 41,5
Gesamt 2012 1 251 - 388,5 1 639,5
Gesamt 2011 1 199 - 420,0 1 619,0

1 Dott. Balbinot hat in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 auf seine Vergütung verzichtet.

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2012 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2038 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,5 und 6,3 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,1 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 605 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 322 Tsd. Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen im Berichtsjahr in keinem Haftungsverhältnis zur Commerzbank Aktiengesellschaft.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd. Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Jahr 2012 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank die folgenden Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet:1

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Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Angehöriger Teilnehmerkreis Kauf/

Verkauf
Stückzahl Preis

Geschäfts-

volumen |

2.7.2012 Hans-Hermann Altenschmidt AR Kauf 6 370 1,21104 7 714,32
2.7.2012 Daniel Hampel AR Kauf 1 744 1,21104 2 112,05
2.7.2012 Beate Hoffmann AR Kauf 2 180 1,21104 2 640,07
2.7.2012 Karin van Brummelen AR Kauf 4 955 1,21104 6 000,70
2.7.2012 Uwe Tschäge AR Kauf 13 328 1,21104 16 140,74
2.7.2012 Uwe Tschäge AR Verkauf 13 328 1,26048 16 799,68
2.7.2012 Silke Tschäge w/Uwe Tschäge x AR Kauf 4 469 1,21104 5 412,14
2.7.2012 Silke Tschäge w/Uwe Tschäge x AR Verkauf 4 469 1,26048 5 633,09
2.7.2012 Astrid Evers AR Kauf 5 568 1,21104 6 743,07
2.7.2012 Astrid Evers AR Verkauf 5 568 1,26048 7 018,35
28.8.2012 Daniel Hampel AR Kauf 5 256 1,26900 6 669,86
21.11.2012 Daniel Hampel AR Kauf 3 000 1,28900 3 867,00

Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2012 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

1 Die Directors' Dealings wurden im Berichtsjahr auf der Internetseite der Commerzbank unter der Rubrik "Directors' Dealings" veröffentlicht.

Angaben gemäß § 289 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53 a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 5 829 513 857,00 Euro. Es war eingeteilt in 5 829 513 857 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 1 462 936 397,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2011) und in Höhe von insgesamt 1 150 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 6 (Genehmigtes Kapital 2012/I) der am 31. Dezember 2012 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen. Ferner ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 2 455 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage und/oder teilweiser oder vollständiger Einbringung der Stillen Einlagen aus von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften nach § 4 Abs. 7 (Genehmigtes Kapital 2012/II) der Satzung ermächtigt. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen darf der Vorstand nur Gebrauch machen, um die dadurch der Gesellschaft zufließenden Geldmittel zur Rückzahlung der Stillen Einlagen zu verwenden.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und/oder von Genussrechten (diese mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 8 400 000 000,00 Euro ermächtigt. Hierfür steht nach § 4 Absatz 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 2 750 000 000,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2012/I). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen. Weiter ist das Kapital nach § 4 Abs. 5 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 um bis zu 709 312 132,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/III) und nach § 4 Abs. 8 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 935 000 000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 20012/II). Das Bedingte Kapital 2011/III und das Bedingte Kapital 2012/II dienen der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung.

Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 29 und 30.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 18. Mai 2015 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Change-of-Control-Klauseln

Das im Jahr 2010 eingeführte Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Lediglich der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthielt noch eine Change-of-Control-Regelung, diese entfiel mit Ablauf der Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds am 31. März 2012.

Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte

An der Commerzbank Aktiengesellschaft ist der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung mit 25 vom Hundert zuzüglich einer Aktie am stimmberechtigten Kapital beteiligt.

Weitere nach § 289 Abs. 4 HGB angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung -in Methodik und Durchführung integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 48 bis 88 entnommen werden.

Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist durch die Existenz von Risiken gefährdet, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. In diesem Zusammenhang betrachtet die Bank eine Information als wesentlich, wenn ihr Fehlen oder ihre falsche Angabe die wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen könnte. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.

Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass trotz aller Maßnahmen der Bank die implementierten Methoden und Verfahren des IKS niemals eine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten können.

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 289 Abs. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.

Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:

Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattungrichtet sich die Bank nach den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).

Organisation

Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist ein detailliertes Rahmenwerk (Governance Framework).

Das Governance Framework legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:

Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
Geschäftsordnungen
Organigramme
Geschäftsaufträge
Stellenbeschreibungen
Kompetenzregelungen

Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen nach dem Vieraugenprinzip durchgeführt.

Die Verantwortung für die Implementierung, Umsetzung und Durchführung des bankweiten IKS liegt primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse sowie die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.

Der Aufsichtsrat überwacht die Finanzberichterstattung vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss. Zusätzlich ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, für die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Honorarvereinbarung. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.

Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien sind die direkt dem CFO unterstellten Bereiche Group Management Finance (GM-F) und Group Management Finance Operations (GM-FO) zuständig. Dabei verantwortet GM-FO die Aufstellung des Abschlusses der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland. GM-F ist zuständig für den Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und konsolidiert die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Konzernabschluss.

Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting Policies & Guidelines mit der Erarbeitung und Kommunikation von konzernweiten Bilanzierungsrichtlinien betraut. Sie unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung durch das Aufstellen und Abstimmen von Bilanzierungsrichtlinien. Die veröffentlichten Richtlinien werden fortlaufend aktualisiert. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zu relevanten Themen für die Mitarbeiter durchgeführt. Ergänzt wird dieses Angebot durch weiterführende Arbeitsanweisungen im Intranet der Bank.

GM-F und GM-FO werden im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Unternehmensbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Unternehmensbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung ist durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und von technischen Maßnahmen (Vergabe von IT-Berechtigungen) sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. GM-A unterstützt den Vorstand, indem es systematisch und zielgerichtet die Wirksamkeit und die Angemessenheit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausspricht. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig.

GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. Die Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht.

Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland, Tochtergesellschaften und ausländische Niederlassungen) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels eines separaten Onlinesystems direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung und die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.

Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.

Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck ist in GM-F/ GM-FO als dauerhafte Maßnahme die "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Ziel von CEI ist die risikoorientierte Steuerung der Prozesse durch den Einsatz einer einheitlichen Methode zur Risiko- und Kontrolldarstellung und -bewertung. Darüber hinaus soll das IKS mit Blick auf die Finanzberichterstattung durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Kontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt werden.

Basis für CEI ist die Weiterentwicklung der sogenannten "Prozesslandkarte" von GM-F/ GM-FO. In dieser Prozesslandkarte werden auf Top-down-Basis alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, die mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert werden. Dazu werden die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gemäß dem COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:

Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;
Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;
Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrolle durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung.

Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.

Angaben gemäß § 289 a HGB

Die Angaben gemäß § 289 a HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind auf der Internetseite der Commerzbank Aktiengesellschaft unter www.commerzbank.de öffentlich zugänglich.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2012 mit etwa 3 % deutlich schwächer als in den Vorjahren gewachsen. Von diesem Trend konnten sich nur wenige Regionen abkoppeln. Zu den Ausnahmen zählen die USA, wo die Wirtschaft mit 2,2 % sogar einen halben Prozentpunkt stärker zulegte als im Jahr zuvor. Vermutlich sind in den USA die Übertreibungen der Vergangenheit bei der Verschuldung der privaten Haushalte und im Immobiliensektor weitgehend korrigiert, sodass die sehr expansiv ausgerichtete Geldpolitik zunehmend durchschlägt.

In den Emerging Markets war das Wachstumstempo zwar immer noch deutlich höher als in den Industrieländern, mit knapp 5 % lag die durchschnittliche Zuwachsrate aber mehr als einen Prozentpunkt unter dem Wert des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür war neben einer schwächeren Auslandsnachfrage die deutliche Straffung der Geldpolitik im Verlauf des Vorjahres.

Am stärksten hat sich die Konjunktur im Euroraum abgeschwächt, wo die Wirtschaft im abgelaufenen Jahr um etwa 0,5 % geschrumpft ist, nach einem Wachstum von 1,5 % im Jahr 2011. Offenbar hat die Staatsschuldenkrise die Wirtschaft noch stärker belastet, was weniger auf die Finanzpolitik - die ähnlich restriktiv ausgerichtet war wie im Vorjahr - zurückzuführen sein dürfte. Allerdings hat die von der Krise ausgehende Unsicherheit die Unternehmen mehr und mehr von Investitionen abgehalten.

Mit einem leichten Wachstum von 0,7 % hat sich die deutsche Wirtschaft erneut wesentlich besser entwickelt als der Durchschnitt des Euroraums. Allerdings hat auch hier die Krise deutliche Spuren hinterlassen. So ist im vierten Quartal auch das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Ausschlaggebend für die schwächere Konjunktur waren weniger die Exporte, denn die geringere Nachfrage aus den Ländern der Europeripherie wurde durch die weiterhin deutlich zunehmende Nachfrage von außerhalb des Euroraums mehr als ausgeglichen. Entscheidend war, dass die Unternehmen wegen der großen Planungsunsicherheit bei Investitionen sehr zögerlich waren; diese sind im Jahr 2012 trotz der sehr niedrigen Finanzierungskosten und einer weiter lebhaften Auslandsnachfrage deutlich gefallen.

Anders die Situation an den Finanzmärkten: Obwohl gerade im Euroraum und in Deutschland aus der Realwirtschaft eher schlechte Nachrichten kamen, hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten in der zweiten Jahreshälfte deutlich verbessert. Ausschlaggebend hierfür war, dass die Europäische Zentralbank Anfang des zweiten Halbjahres ankündigte, "alles Notwendige zu tun, um den Euro zu erhalten". Nach dieser deutlichen Aussage ihres Präsidenten entspannte sich die Lage an den Zinsmärkten in Spanien und Italien, und die Kurse von Finanztiteln stabilisierten sich wieder. Die zusätzlichen Erklärungen aus Berlin und Paris einen Tag später, "alles Mögliche zu tun, um die Eurozone zu schützen", leitete die Wende in der Kursentwicklung von Finanztiteln ein. Darüber hinaus hat die EZB im Sommer ihre Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt Staatsanleihen der Krisenländer zu kaufen und so den Zusammenhalt der Währungsunion zu garantieren. Danach legten die Aktienkurse deutlich zu, und die Risikoaufschläge bei den Renditen von Staatsanleihen der Peripherieländer gingen gegenüber deutschen Staatsanleihen deutlich zurück. Der Euro konnte ebenfalls wieder zulegen. Auch wenn ein neues Krisenszenario nicht ausgeschlossen werden kann: Die Chancen, dass sich das Abebben der Staatsschuldenkrise als nachhaltig erweisen wird, stehen gut. Denn anders als in vergleichbaren früheren Phasen haben sich die Kapitalströme gedreht. Seit dem Sommer ist per saldo Kapital in die Peripherieländer geflossen. Die mehr als ein Jahr anhaltende Kapitalflucht aus diesen Ländern hat also vorerst ein Ende gefunden.

Branchenumfeld

Die europäische Staatsschuldenkrise hatte sich im ersten Halbjahr 2012 ausgeweitet und zeitweise sogar zugespitzt. Während sich der Kreis der betroffenen Länder zunächst auf Zypern und Spanien ausdehnte, erreichte die Krise dann mit der Verfestigung der Anspannungen auf den Anleihemärkten in Spanien und Italien im Sommer einen neuen Höhepunkt. Marktteilnehmer und Kunden aus der Realwirtschaft betrachteten mit Spannung das politische Geschehen aus Krisengipfeln, Schuldenschnitten und Last-Minute-Rettungsprogrammen. Da eine Verschärfung der Staatsschuldenkrise bisher regelmäßig auch das deutsche Finanzsystem in Mitleidenschaft gezogen hat, schwächte sich die Ertragslage der großen deutschen international tätigen Kreditinstitute im ersten Halbjahr sichtlich ab, zumal parallel auch die Weltkonjunktur weiter an Fahrt verlor. Wichtige Ursachen dieser Ertragsentwicklung, an deren Grundkonstellation sich auch im zweiten Halbjahr kaum etwas geändert hat, waren rückläufige Zinsen und Zinsspannen sowie zurückhaltende Dispositionen von Anlegern und unternehmerischen Investoren.

Parallel hierzu hat sich im Verlauf der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres das Eskalationsrisiko der Krise in der Wahrnehmung der Märkte durch ungewöhnlich weitreichende geldpolitische Schritte deutlich reduziert. Mit dem Rettungsschirm "Europäischer Stabilitätsmechanismus", dem Outright-Monetary-Transactions-Programm der EZB und den Sondermaßnahmen des Eurosystems zur Liquiditätssteuerung wurden Eckpfeiler geschaffen, die Extremszenarien wie ein Auseinanderbrechen des Euroraums verhindern sollen. In der Folge haben sich Risikoaufschläge für betroffene Staatsanleihen merklich verringert und die Kapital- und Depositenflucht aus diesen Ländern hat sich verlangsamt. Für die Gewinnentwicklung im Bankensektor 2012 kam diese Entspannung der Krise allerdings zu spät, zumal die Ertragslage der Kreditwirtschaft auch durch strukturelle Entwicklungen - auf den Gebieten Regulatorik und Wettbewerbsintensität - belastet ist. Dennoch ist das deutsche Bankensystem durch deutliche geringere Forderungen gegenüber den Krisenländern, einer merklichen Erhöhung der Kernkapitalquoten und durch den Rückgang des Verschuldungsgrades im vergangenen Jahr widerstandsfähiger geworden. Die Refinanzierungskosten der Banken im Euroraum sind vor diesem Hintergrund seit dem Sommer des vergangenen Jahres gesunken und der Zugang zu Refinanzierungsmitteln hat sich etwas gebessert.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

Das Geschäftsjahr 2012 war für die Commerzbank erneut ein ereignisreiches Jahr. Zu Beginn des Geschäftsjahres hat die Bank ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem es gelang, die Kapitalanforderungen der European Banking Authority aus eigener Kraft zu erfüllen. Hierzu gehörte auch die Ausnutzung des günstigen Kapitalmarktumfeldes, um eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchzuführen. Zusammen mit der Erfüllung der individuellen Vergütungsansprüche der außertariflich Beschäftigten durch die Ausgabe von Aktien konnte die Bank damit ihre Kapitalstruktur weiter stärken. Mitte des Berichtsjahres hat sich die Commerzbank aufgrund der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten dazu entschlossen, ihre Fokussierung auf das Kerngeschäft schneller als geplant umzusetzen und ihre Aufstellung weiter zu schärfen. Neben Anpassungen in der Segmentstruktur kam es auf Vorstandsebene dadurch zu einzelnen Veränderungen im Zuständigkeitsbereich. Mit welchen Maßnahmen die Bank die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts steigern möchte, wurde im Rahmen eines Investorentags im November erläutert.

Maßnahmen zur Deckung der EBA-Anforderungen

Mitte Januar 2012 hat die Commerzbank ein umfangreiches Maßnahmenpaket präsentiert, um die Anforderung der European Banking Authority (EBA) - das harte Kernkapital um 5,3 Mrd. Euro zu stärken - aus eigener Kraft zu erfüllen.

Zur Erfüllung der durch die EBA vorgegebenen Core-Tier-I-Quote von 9 % (bei Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen) hatte die Commerzbank bereits zum Ende des Jahres 2011 umfassende Maßnahmen eingeleitet. Im ersten Quartal 2012 konnte insbesondere durch das konsequent fortgesetzte RWA-Management sowie unter Berücksichtigung des Zwischengewinns das EBA-Kapitalziel bereits übererfüllt werden. Durch die zusätzlich kapitalerhöhend wirkenden Effekte aus der Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur vom Februar 2012 hat die Commerzbank ihre Kapitalausstattung weiter gestärkt.

Weitere Optimierung der Kapitalstruktur

Im Februar 2012 hat der Vorstand der Commerzbank mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung um rund 7 % des Grundkapitals (360 509 967 Aktien) zur Einbringung ausgewählter Wertpapiere als Sacheinlage beschlossen. Bei den zur Einbringung ausgewählten Wertpapieren handelte es sich um von der Commerzbank und weiteren Gesellschaften begebene hybride, nachrangige und andere Finanzinstrumente im Nominalvolumen von 965 Mio. Euro. Goldman Sachs International ("Goldman Sachs") hat als Intermediär die Wertpapiere von qualifizierten Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika zwecks Umauschs in neue Commerzbank-Aktien erworben.

Gegen die Einbringung der so erworbenen Finanzinstrumente in die Commerzbank hat Goldman Sachs die für den Umtausch auszugebenden 360 509 967 neuen Commerzbank-Aktien vollständig gezeichnet und diese Aktien nach Durchführung und der am 7. März 2012 erfolgten Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister an die betreffenden qualifizierten Investoren weitergereicht. Auf Basis des durchschnittlichen täglichen volumengewichteten Xetra-Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie im Zeitraum vom 24. Februar bis zum 2. März 2012, 15.00 Uhr (MEZ), erfolgte der Umtausch zu einem rechnerischen Preis der neuen Commerzbank-Aktien von 1,9128 Euro je Aktie.

Mit der Transaktion hat die Commerzbank - unabhängig von dem EBA-Maßnahmenpaket -ein günstiges Marktumfeld genutzt, um ihre Kapitalstruktur weiter zu stärken.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat einen Teil seiner Stillen Einlage im Nominalbetrag von gut 230,8 Mio. Euro in 120 169 989 Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten. Nach dieser Transaktion hat sich die Stille Einlage des SoFFin an der Commerzbank auf rund 1,71 Mrd. Euro reduziert.

Hartes Kernkapital der Commerzbank durch Auszahlung variabler Vergütung in Aktien gestärkt

Wie zu Jahresbeginn 2012 bereits angekündigt, hat die Commerzbank 213,8 Mio. Euro der individuellen variablen Vergütungsansprüche ihrer außertariflichen Mitarbeiter in Aktien der Commerzbank erfüllt. Ende Juni 2012 hat der Vorstand der Commerzbank mit Zustimmung des Aufsichtsrats die endgültige Anzahl der neu auszugebenden Aktien zur Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlage - unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre - mit 176 553 636 Aktien festgelegt.

Von den teilnahmeberechtigten außertariflichen Mitarbeitern haben sich knapp 90 % für die Auszahlung der variablen Vergütung in Aktien entschieden. Damit wurden als Sacheinlage Forderungen von Mitarbeitern des Commerzbank-Konzerns aus der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 im Gesamtnennwert von 213,8 Mio. Euro eingebracht, was unmittelbar zu einer Stärkung des Core-Tier-I-Kapitals führte. Im Rahmen eines koordinierten Veräußerungsgeschäfts wurden 128 335 357 der neu begebenen Aktien von der Commerzbank Aktiengesellschaft und der Deutsche Bank AG als Joint Bookrunner platziert.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat im Anschluss daran einen Teil seiner Stillen Einlage in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten. Damit wurde ein Teil der Stillen Einlage im Nominalbetrag von rund 80,1 Mio. Euro in 58 851 212 Aktien aus dem in der Hauptversammlung 2011 geschaffenen Bedingten Kapital gewandelt. Somit reduzierte sich die verbleibende Stille Einlage des SoFFin an der Commerzbank auf rund 1,63 Mrd. Euro.

Mit Durchführung dieser beiden Kapitalmaßnahmen erhöhte sich die Aktienanzahl der Commerzbank auf insgesamt 5 829 513 857 Aktien. Die neuen Aktien wurden am 2. Juli 2012 erstmals in den Börsenhandel einbezogen.

Commerzbank beschleunigt Fokussierung auf das Kerngeschäft

Angesichts der unsicheren Situation an den Finanzmärkten, der Verschärfung der Staatsschuldenkrise sowie der zunehmenden regulatorischen Anforderungen hat die Commerzbank den bereits eingeschlagenen Weg der Fokussierung auf kundengetriebenes und profitables Kerngeschäft, der Minimierung von Risiken und der Reduzierung von Komplexität beschleunigt fortgesetzt. Der Vorstand hat deshalb Ende Juni 2012 beschlossen, neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft (Public Finance) alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und der Schiffsfinanzierung über die Zeit vollständig abzubauen. Zudem wurden ein Großteil der Commerz Real sowie das Portfolio der privaten Baufinanzierung der ehemaligen Eurohypo AG in das Kernbanksegment Privatkunden integriert.

Die gewerbliche Immobilienfinanzierung und die Schiffsfinanzierung haben wir vollständig in das neue Abbausegment Non-Core Assets (NCA) übertragen. Wesentliche Gründe dafür waren die hohe Kapitalbindung und die steigenden Liquiditätsanforderungen unter Basel III, gerade auch für Langfristfinanzierungen, sowie die auch künftig zu erwartenden starken zyklischen Schwankungen im Ergebnis. Im Privat- und Firmenkundengeschäft wird die Commerzbank weiterhin Immobilienfinanzierungen anbieten.

Das Public-Finance-Geschäft der Hypothekenbank Frankfurt AG wurde ebenfalls zur Abwicklung organisatorisch in das Segment NCA übertragen. Rechtlich bleiben sowohl das Portfolio der gewerblichen Immobilienfinanzierung als auch das Public-Finance-Portfolio wie geplant in der Hypothekenbank Frankfurt AG.

Anpassungen in der Segmentstruktur

Die Segmentstruktur der Commerzbank hat sich zum 1. Juli 2012 geändert. Zu diesem Stichtag wurden die vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen zur Restrukturierung der Eurohypo AG, die seit dem 31. August unter dem Namen "Hypothekenbank Frankfurt AG" firmiert, umgesetzt und das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) implementiert, das das bisherige Segment Asset Based Finance ersetzt. Ein Großteil der Commerz Real sowie das Portfolio der privaten Baufinanzierung der ehemaligen Eurohypo AG wurden in das Segment Privatkunden integriert.

Gleichzeitig wurde das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU), nach signifikanten Fortschritten beim Abbau des Portfolios, als eigenständiges Segment aufgelöst und das noch verbleibende Portfolio - mit Ausnahme des an NCA übertragenen Teilportfolios der öffentlichen Infrastrukturinvestitionen - in das Kernsegment Corporates & Markets (CM) umgegliedert.

Bereits zum 1. Januar 2012 erfolgte die Umgliederung der bislang dem Segment Central & Eastern Europe zugeordneten Filialen in Tschechien und der Slowakei, der Commerzbank Eurasija in Russland sowie der ungarischen Commerzbank Zrt. in das Segment Mittelstandsbank. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Neue Geschäftsverteilung im Vorstand

Im Zuge der Anpassung der Segmentstruktur haben wir auch die Zuständigkeiten im Vorstand der Commerzbank neu geordnet. Ulrich Sieber hat zusätzlich zu Group Human Resources gemeinsam mit Jochen Klösges die Gesamtverantwortung für den erweiterten Bereich NCA übernommen. Um sich auf den wertschonenden Abbau der Portfolios im neuen Segment NCA zu konzentrieren, gab Ulrich Sieber die Segmentverantwortung für Central & Eastern Europe an Martin Blessing ab. Im Gegenzug gab Martin Blessing den Bereich Treasury an Michael Reuther ab, der diesen Bereich nun zusätzlich zum Segment Corporates & Markets übernommen hat. Die neue Aufgabenteilung im Vorstand trat per 9. August in Kraft.

Eurohypo AG in "Hypothekenbank Frankfurt AG" umbenannt

Die Umbenennung der Eurohypo AG in "Hypothekenbank Frankfurt AG" ist mit der Eintragung in das Handelsregister am 31. August wirksam geworden. Mit der Aufgabe der Marke hat die Commerzbank eine Forderung der Europäischen Kommission aus der Abwicklungsauflage für die Eurohypo AG erfüllt. Der neue Name wirkt sich auch auf die Tochtergesellschaften der Hypothekenbank Frankfurt aus: Die Eurohypo Europäische Hypothekenbank S. A. mit Sitz in Luxemburg firmiert nunmehr unter "Hypothekenbank Frankfurt International S. A.", die EH Estate Management GmbH unter "HF Estate Management GmbH". Die Umbenennung hat keine Auswirkungen auf bestehende Verträge mit Kunden oder Geschäftspartnern. Konto- und Referenznummern, Bankleitzahl und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bleiben weiterhin unverändert gültig, ebenso die Anschriften und Kontaktdaten.

Commerzbank schließt Verkauf ihres Minderheitsanteils an der russischen Promsvyazbank ab

Mitte Juni hat die Commerzbank den Verkauf ihres mittelbaren Minderheitsanteils von rund 14,4 % an der russischen Promsvyazbank abgeschlossen. Käufer ist die Promsvyaz Capital B. V., die Mehrheitsgesellschafterin der Promsvyazbank ist. Die Commerzbank hatte mit Blick auf die Veräußerungsabsicht bereits eine vertraglich mit der Promsvyaz Capital B. V. fixierte Put-Option aktiviert.

Das Russlandgeschäft der Commerzbank bleibt von der Transaktion unberührt. Im Firmenkundengeschäft wird die Bank sowohl russischen Kunden mit Geschäftsbezug zu Deutschland als auch deutschen Unternehmen mit Geschäft in Russland unverändert als zuverlässiger Partner zur Seite stehen. Wie bisher wird die Commerzbank in Russland durch ihre Tochter Commerzbank (Eurasija) SAO und die Repräsentanzen in Moskau und Nowosibirsk vertreten sein.

Commerzbank veräußert Bank Forum an die ukrainische Smart Group

Ende Oktober hat die Commerzbank den Verkauf ihres mittelbar gehaltenen Anteils von rund 96 % an der ukrainischen Bank Forum an die ukrainische Smart Group abgeschlossen. Über die vertraglichen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die Commerzbank hatte den Mehrheitsanteil an der Bank Forum im Frühjahr 2008 erworben. In den vergangenen Jahren war die Entwicklung der Ukraine weit weniger dynamisch als erwartet. Wir rechnen für die nahe Zukunft auch nicht mit einer nachhaltigen Verbesserung. Im Zuge der laufenden Überprüfung der Konzernstrategie hat die Commerzbank daher entschieden, ihren Anteil an der Bank Forum zu veräußern. In der Ukraine wird die Commerzbank auch künftig mit einer Repräsentanz in Kiew vertreten sein und im Firmenkundengeschäft weiterhin ukrainischen Kunden mit Geschäftsbezug zu Deutschland ebenso wie deutschen Unternehmen mit Geschäft in der Ukraine unverändert als zuverlässiger Partner zur Seite stehen.

Commerzbank schließt Integration der Deutschen Schiffsbank ab

Im Mai 2012 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft die Integration der Deutsche Schiffsbank AG mit der Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister abgeschlossen. Damit ist die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2012 wirksam geworden und die Commerzbank tritt die Gesamtrechtsnachfolge der Deutsche Schiffsbank AG an. Darüber hinaus hat die Commerzbank von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Verschmelzung die Erlaubnis zur Begebung von Öffentlichen Pfandbriefen und Schiffspfandbriefen erhalten. Die Erlaubnis schafft für die Commerzbank die Voraussetzungen, die Emissionstätigkeit der Deutsche Schiffsbank AG fortzusetzen.

Commerzbank präsentiert strategische Agenda

Im Rahmen eines Investorentags hat die Commerzbank Anfang November ihre strategische Agenda bis zum Jahr 2016 vorgestellt. Die Commerzbank wird ihr Geschäftsmodell in den kommenden Jahren an die veränderten Rahmenbedingungen in der Finanzbranche anpassen und fokussiert wachsen. Bis zum Jahr 2016 investiert die Bank mehr als 2,0 Mrd. Euro in die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts, hält dabei durch zusätzliche Effizienzmaßnahmen ihre Kosten stabil und optimiert ihre Kapitalausstattung weiter. Im Jahr 2016 will die Bank in ihrem Kerngeschäft eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von mehr als 10 % erreichen. Die Aufwandsquote der Kernbank mit den operativen Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe soll auf rund 60 % reduziert werden. Die Core-Tier-I-Quote des Konzerns soll auch unter Berücksichtigung von Basel III - bei Anwendung der Übergangsregelungen - bis Ende des Jahres 2016 stets deutlich über 9 % liegen. Zudem ist geplant, die Portfolios im Nichtkernsegment Non-Core Assets (NCA) bis zum Jahr 2016 um rund 40 % zu verringern.

Das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen wird die wichtigste Aufgabe aller Banken in den kommenden Jahren sein. Für uns heißt das: Wir wollen eine neue Bank, die moderne Technologien und traditionelle Werte vereint. Wir richten unser Geschäftsmodell strikt an den Bedürfnissen der Realwirtschaft aus und passen unsere Beratung, unsere Produkte und unsere Dienstleistungen an.

Zum Anstieg der Erträge soll insbesondere die strategische Neuausrichtung des Privatkundengeschäfts beitragen. Ziel ist der Aufbau einer Multikanalbank, die moderne Technologien mit traditionellen Werten wie Fairness, Vertrauen und Kompetenz verbindet. Insgesamt wird die Commerzbank bis zum Jahr 2016 etwa 1,0 Mrd. Euro in die Plattformen, das Produkt- und Serviceangebot, den Beratungsprozess und die Qualifizierung der Mitarbeiter im Privatkundengeschäft investieren. Damit soll der Ertrag pro Kunde gesteigert, die Anzahl der Kunden von heute 11 Millionen auf 12 Millionen erhöht und so im Jahr 2016 ein Operatives Ergebnis in Höhe von mehr als 500 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern soll dann bei über 12 % liegen.

Die Mittelstandsbank wird ihr erfolgreiches Geschäftsmodell und ihre führende Marktposition weiter ausbauen. Der Wachstumsfokus liegt dabei sowohl auf der Gewinnung von Neukunden, insbesondere im kleinen und mittelgroßen Firmenkundensegment, als auch auf der Ausweitung des Geschäfts mit Bestandskunden in Deutschland. Zudem wird die "Cash Management & International Business"-Plattform weiter ausgebaut. So soll die Kundenreichweite bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen von heute mehr als 30 % weiter verbessert und die Position als Marktführer bei Großunternehmen - die Kundenreichweite liegt hier bei über 90 % - nachhaltig gesichert werden. Im Ausland wird das Geschäft an den bestehenden Standorten weiterentwickelt und in den Ausbau der Position als führende Trade-Service-Bank in Europa investiert. Insgesamt soll im Jahr 2016 auch bei einer unterstellten Normalisierung der Risikovorsorge weiterhin eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von über 20 % erreicht werden. Die Aufwandsquote soll dabei trotz der Investitionen auf einem im Wettbewerbsvergleich niedrigen Niveau von unter 45 % bleiben.

Corporates & Markets wird seine Position als ein international führender Nischenanbieter weiter ausbauen und dafür auch die enge Verzahnung mit dem Privat- und Firmenkundengeschäft der Commerzbank nutzen. Dabei wird das bereits im Jahr 2004 eingeführte risikokontrollierte Geschäftsmodell konsequent fortgeführt. Corporates & Markets wird seine traditionelle Stärke im Bereich der Kapitalmarktfinanzierung und der Risikoabsicherung im Anleihen- und Kreditbereich weiter ausbauen und die führende Marktposition bei Anlageprodukten im Aktien- und Rohstoffbereich durch ausgewählte Asset-Management-Produkte stärken. Auch das Geschäft mit institutionellen Kunden wird weiter intensiviert. Im Jahr 2016 will die Commerzbank im Investmentbanking eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mehr als 15 % erwirtschaften und ihre Aufwandsquote auf unter 65 % absenken.

Im Segment Central & Eastern Europe wird die Commerzbank ihren erfolgreichen organischen Wachstumskurs bei der polnischen BRE Bank fortführen, deren bewährtes Universalbankmodell ausbauen und das Direktbankangebot der mBank weiter ausbauen. Das Mobile-Banking-Angebot der mBank wird erweitert und ihre Position als eine der führenden Internetbanken Europas ausgebaut. Die BRE Bank wird zudem durch das verstärkte Zusammenspiel von Firmenkundengeschäft und Investmentbanking ihr Produktangebot verbreitern und konsequent auf den Mittelstand ausrichten. Der Markenauftritt der BRE-Bank-Gruppe wird bis zum Jahr 2016 unter dem Namen "mBank" vereinheitlicht. Central & Eastern Europe soll einen stabil wachsenden Wertbeitrag im Konzern leisten und im Jahr 2016 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mehr als 15 % sowie eine Aufwandsquote von weniger als 55 % erzielen.

Die bei Non-Core Assets (NCA) gebündelten Konzernbereiche Public Finance, Commercial Real Estate und Deutsche Schiffsbank werden wie geplant im Wesentlichen ohne Verkäufe und wertschonend abgebaut. Ziel ist es, das NCA-Portfolio in Höhe von derzeit 151 Mrd. Euro bis Ende des Jahres 2016 um rund 40 % zu reduzieren. Als Ergebnis des Abbauprozesses soll im Segment NCA Kapital freigesetzt und in die Kernbanksegmente reallokiert werden. Der bei NCA geplante Stellenabbau wird entsprechend dem Portfolioabbau umgesetzt.

Trotz des fokussierten Wachstums im Kerngeschäft soll die Risikovorsorge im Konzern bis zum Jahr 2016 weiter auf rund 1,4 Mrd. Euro reduziert werden. Die risikogewichteten Aktiva dürften sich bis zum Jahr 2016 rechnerisch auf etwa 240 Mrd. Euro erhöhen. Dies ist im Wesentlichen auf die Umsetzung der neuen Eigenkapitalregeln gemäß Basel III zurückzuführen. Mit Blick auf die neuen Eigenkapitalvorschriften gemäß Basel III und vor dem Hintergrund des sich verändernden Marktumfeldes wird der Fokus auch weiterhin auf der Stärkung des Eigenkapitals liegen.

Bis zum Jahr 2016 soll der Verwaltungsaufwand trotz der Investitionen in das Kerngeschäft, höherer Lohnabschlüsse und steigender Sachkosten bei etwa 7,1 bis 7,3 Mrd. Euro liegen. Dafür wird die Bank ihr striktes Kostenmanagement fortsetzen und in den kommenden Jahren unter anderem durch die effizientere Gestaltung von Prozessen, die Einführung der neuen Filialstruktur und die Anpassung der Personalkapazitäten Kosten einsparen. Hierfür werden entsprechende Restrukturierungsaufwendungen anfallen.

Mit der Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung reagiert die Commerzbank auf die Herausforderungen der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise und die daraus resultierende "neue Normalität" in der Finanzbranche, das heißt steigende Anforderungen an die Kapitalausstattung von Banken, ein anhaltend niedriges Zinsniveau und Vertrauensverluste der Kunden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Für das Geschäftsjahr 2012 weist die Commerzbank Aktiengesellschaft einen Jahresüberschuss von 102 Mio. Euro aus, gegenüber einem Jahresfehlbetrag von - 3 619 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss enthält bereits die Zahlungen für die vorgesehene Bedienung der Stillen Einlagen von SoFFin und Allianz sowie aller von der Commerzbank Aktiengesellschaft emittierten Genussscheine, inklusive kumulierten Kupons und die Class B Preferred Securities der Commerzbank Capital Funding LLCs I - III für das Geschäftsjahr 2012.

Die einzelnen Ergebniskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen - einschließlich der Laufenden Erträge aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen - lag mit 5 463 Mio. Euro um 6,4 % über dem Vorjahr. Dabei nahm der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen um knapp 1 Mrd. Euro ab, wozu das sehr niedrige Zinsumfeld mit einem deutlichen Rückgang der Einlagenmargen entscheidend beitrug. Des Weiteren wirkte auch die Wiederaufnahme der Bedienung von Stillen Einlagen und Hybridinstrumenten aufwandssteigernd. Demgegenüber stiegen die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen um 1 321 Mio. Euro auf 1 612 Mio. Euro, im Wesentlichen durch die konzerninterne Anpassungen der Holdingstruktur.

Der Provisionsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % auf 2 592 Mio. Euro ab. Dafür war weitestgehend ein Rückgang bei den Provisionserträgen - in erster Linie verursacht durch die Zurückhaltung unserer Kunden im Wertpapiergeschäft - ursächlich.

Der Nettoertrag des Handelsbestands belief sich im Berichtsjahr 2012 auf 1 460 Mio. Euro nach 869 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen betrug für den Berichtszeitraum 553 Mio. Euro nach - 711 Mio. Euro im Vorjahr. Im Jahr 2012 ist für die Commerzbank Aktiengesellschaft ein Nettoertrag von 685 Mio. Euro aus den 2011 und 2012 durchgeführten Optimierungsmaßnahmen zur Kapitalstruktur angefallen. Der Negativausweis im Vorjahr beruhte in erster Linie auf der Ausgleichszahlung an den SoFFin in Höhe von 1 030 Mio. Euro im Rahmen der vorzeitigen Rückzahlung eines Großteils der erhaltenen Stillen Einlage. Darüber hinaus sind die Zuführungen zu Rückstellungen - insbesondere für Prozess- und Regressrisiken - im Berichtsjahr angestiegen, während die Auflösungen von Rückstellungen, besonders im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen, zurückgingen.

Der Verwaltungsaufwand ging im Berichtsjahr deutlich um 14,7 % auf 5 617 Mio. Euro zurück. Haupttreiber waren die Anderen Verwaltungsaufwendungen, die sich - insbesondere aufgrund signifikant geringerer IT-Aufwendungen im Rahmen der abgeschlossenen Integration der ehemaligen Dresdner Bank - um 28,4 % auf 2 249 Mio. Euro verringerten. Aufgrund des strikten Kostenmanagements konnte auch ein Großteil der übrigen Sachkostenarten deutlich zurückgeführt werden. Der Personalaufwand nahm um 2,1 % auf 3 368 Mio. Euro ab. Hierbei wirkten sich in erster Linie niedrigere Aufwendungen für leistungsbezogene Vergütungen aus; der rückläufigen Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wirkten die Tariferhöhungen entgegen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen reduzierten sich um 6,7 % auf - 208 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Rückgang beruhte insbesondere auf niedrigeren planmäßigen Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beliefen sich im Berichtsjahr auf - 1 567 Mio. Euro, während im Vorjahr ein Betrag von 319 Mio. Euro bei den Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft anfiel. Grund dieser Entwicklung war zum einen der Anstieg der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft. Zum anderen nahm das Ergebnis aus unserem Wertpapierliquiditätsbestand im Vergleich zum Vorjahr deutlich ab, was maßgeblich aus Erträgen aus umstrukturierten Krediten im Vorjahr resultierte.

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren betrugen für das Berichtsjahr 181 Mio. Euro aufgrund erzielter Veräußerungsgewinne. Im Vorjahr waren bei verbundenen Unternehmen Bewertungsanpassungen vorzunehmen; dies bedingte bei den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere einen Ausweis von - 187 Mio. Euro.

Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich auf 29 Mio. Euro nach 5 607 Mio. Euro im Vorjahr. Für den hohen Ausweis im Geschäftsjahr 2011 war der Verlustausgleich bei der Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH maßgeblich. Dieser war in erster Linie durch die Verlustübernahme des Ergebnisses 2011 bei unserer Tochtergesellschaft Eurohypo AG, der heutigen Hypothekenbank Frankfurt AG, sowie durch eine Abschreibung auf die Anteile an derselbigen bedingt.

Als Resultat der beschriebenen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erzielte die Commerzbank-Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2 769 Mio. Euro, im Vorjahr betrug es - 4 171 Mio. Euro. Das Außerordentliche Ergebnis des Berichtsjahres in Höhe von - 148 Mio. Euro beinhaltete einen aus der Verschmelzung mit der Deutsche Schiffsbank AG entstandenen Verschmelzungsverlust in Höhe von 100 Mio. Euro sowie eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen im Zusammenhang mit den Vorschriften des BilMoG in Höhe von - 46 Mio. Euro, analog zum Vorjahr.

Die Position Steuern vom Einkommen und Ertrag wird in Höhe von - 2 516 Mio. Euro ausgewiesen. Darin enthalten ist ein Effekt in Höhe von - 2 094 Mio. Euro, der daraus resultierte, dass das Wahlrecht nach § 274 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht mehr angewendet wird. Dadurch hat sich der ausschüttungsgesperrte Betrag auf 825 Mio. Euro signifikant reduziert. Im Vorjahr war ein Steuerertrag in Höhe von 597 Mio. Euro angefallen.

Für das Geschäftsjahr 2012 ergab sich ein Jahresüberschuss von 102 Mio. Euro, nach einem Jahresfehlbetrag von - 3 619 Mio. Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres wird teilweise in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt sowie insbesondere zur Wiederauffüllung einer Stillen Einlage verwendet, sodass sich ein Bilanzgewinn von 0,00 Euro ergab. Für das Geschäftsjahr 2012 wird keine Dividende ausgeschüttet.

Bilanz

Die Bilanzsumme der Commerzbank Aktiengesellschaft ging gegenüber dem Jahresultimo 2011 leicht um 0,5 Mrd. Euro auf 527,5 Mrd. Euro zurück.

Auf der Aktivseite stieg die Barreserve deutlich um 8,8 Mrd. Euro auf 13,4 Mrd. Euro. Dies resultierte aus einem stichtagsbedingten Anstieg bei den Guthaben gegenüber Zentralnotenbanken. Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,9 % auf 120,5 Mrd. Euro. Ursächlich für den Rückgang waren insbesondere rückläufige Forderungen aus dem Geldhandel sowie Kreditforderungen, die einen Anstieg der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos deutlich überkompensierten. Demgegenüber stiegen die Forderungen an Kunden gegenüber dem Vorjahresstichtag um 9,1 % auf 181,3 Mrd. Euro, was im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Reverse Repos sowie Grund- und Hypothekendarlehen zurückzuführen war. Der Anstieg der Kundenforderungen entfiel vollständig auf Kunden im Ausland. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erhöhten sich um 2,1 Mrd. Euro auf 34,1 Mrd. Euro. Der Anstieg um 6,7 % resultierte im Wesentlichen aus höheren Beständen an Anleihen und Schuldverschreibungen, die um 1,3 Mrd. Euro gestiegen sind, sowie aus gestiegenen Eigenen Schuldverschreibungen in Höhe von 1,0 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank. Der Handelsbestand wies ein Volumen von 159,4 Mrd. Euro aus. Der Rückgang um 5,8 % beruhte insbesondere auf rückläufigen Marktwerten von derivativen Finanzinstrumenten - im Wesentlichen bei zins- und währungsbezogenen Derivaten - sowie auf geringeren Schuldverschreibungen - insbesondere im Ausland. Die Anteile an verbundenen Unternehmen gingen als Saldo aus mehreren gegenläufigen Effekten im Vergleich zum Jahresultimo 2011 um 11,0 % auf 10,3 Mrd. Euro zurück.

Auf der Passivseite zeigte sich ein deutlicher Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - insbesondere im Ausland - um 15,5 % auf 108,5 Mrd. Euro. Knapp die Hälfte davon entfiel auf höhere besicherte Geldmarktgeschäfte wie Repos und Cash Collaterals. Ebenfalls kräftig gestiegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Der Zuwachs um 12,3 % auf 218,6 Mrd. Euro resultierte sowohl aus gestiegenen kurzfristigen Einlagen als auch aus höheren besicherten Geldmarktgeschäften wie Repos. Die Verbrieften Verbindlichkeiten fielen gegenüber dem Jahresende 2011 um 22,6 % auf 34,2 Mrd. Euro. Die Neuemission im Geschäftsjahr wurde durch die fälligkeitsbedingte Reduktion der begebenen Schuldverschreibungen und Geldmarktpapiere überkompensiert. Der Handelsbestand der Passiva wies ein Volumen von 118,5 Mrd. Euro aus, nach 140,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Das geringere Volumen resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang der negativen Marktwerte aus derivativen Zins- und Währungsinstrumenten. Die Nachrangigen Verbindlichkeiten betrugen 10,6 Mrd. Euro und lagen damit um 1,6 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Das Genussrechtskapital stieg um 0,1 auf 0,8 Mrd. Euro. Das Eigenkapital lag mit 17,4 Mrd. Euro um 3,4 % über dem Vorjahresultimo.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen waren im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig: Die Eventualverbindlichkeiten fielen leicht um 1,1 auf 34,9 Mrd. Euro, die unwiderruflichen Kreditzusagen reduzierten sich um 5,7 auf 47,8 Mrd. Euro.

Eigenkapital

Das in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem Jahresende 2011 um 0,6 Mrd. Euro auf 17,4 Mrd. Euro gestiegen.

Das Gezeichnete Kapital erhöhte sich leicht um 0,1 Mrd. Euro auf 8,7 Mrd. Euro. Die Zunahme beruhte vor allem auf den im ersten Halbjahr durchgeführten Kapitalmaßnahmen. Bei der im ersten Quartal 2012 durchgeführten Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur wurden hybride, nachrangige und andere Finanzinstrumente als Sacheinlage gegen aus Genehmigtem Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien in die Commerzbank eingebracht. Zusätzlich wirkte die im zweiten Quartal erfolgte Sachkapitalerhöhung zur Erfüllung der individuellen variablen Vergütungsansprüche außertariflicher Mitarbeiter für das Jahr 2011 in Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft eigenkapitalstärkend. Bei beiden Maßnahmen hat der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) einen Teil seiner Stillen Einlage in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten. Die Stille Einlage des SoFFin an der Commerzbank reduzierte sich entsprechend um 0,3 Mrd. Euro auf rund 1,6 Mrd. Euro. Unverändert zeigte sich die Stille Einlage der Allianz mit 750 Mio. Euro. Die ebenfalls zum Gezeichneten Kapital zählende Beteiligung der HT1 Funding GmbH hat sich im Zusammenhang mit den Kapitalmaßnahmen auf 0,4 Mrd. Euro halbiert.

Die Kapitalrücklage erhöhte sich um 0,5 Mrd. Euro auf 8,7 Mrd. Euro, insbesondere als Folge der im ersten Halbjahr durchgeführten Kapitalmaßnahmen.

Die Bank nimmt seit dem Jahr 2007 die Befreiungsvorschriften des § 2 a KWG - die sogenannte Waiver-Regelung - in Anspruch, das heißt, sie meldet der Bankenaufsicht risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten nur noch für die Institutsgruppe insgesamt. Hier gingen die Risikoaktiva per 31. Dezember 2012 gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 28,5 auf 208,1 Mrd. Euro zurück, insbesondere aufgrund planmäßiger Abbaumaßnahmen, Verbriefungen und Sicherheitenmanagement sowie der Zertifizierung unseres neu entwickelten integrierten OpRisk-Modells durch die Aufsichtsbehörden. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital nahm gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 1,1 auf 27,2 Mrd. Euro zu. In Verbindung mit den niedrigeren Risikoaktiva stieg die Kernkapitalquote (Tier-I-Quote) auf 13,1 %. Das im Zusammenhang mit Basel III wichtige Core-Tier-I-Kapital belief sich auf 25,0 Mrd. Euro beziehungsweise auf eine Quote von 12,0 %. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 17,8 %.

Resümee Geschäftslage 2012

Die Commerzbank ist im vergangenen Jahr operativ weiter vorangekommen. Es ist uns gelungen, unsere Kapitalausstattung zu stärken und unsere Kosten deutlich zu reduzieren. Zudem verläuft der Abbau der nicht strategischen Portfolios planmäßig. Die Ergebnisentwicklung der Commerzbank Aktiengesellschaft für das Jahr 2012 war von einem anhaltend schwierigen Marktumfeld und einem zunehmenden Vertrauensverlust vonseiten der Kunden gegenüber dem Bankensektor geprägt - zwei Faktoren, die sich unmittelbar auswirkten. In diesem Umfeld haben wir - nach einem deutlichen Jahresfehlbetrag im Vorjahr - im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss ausgewiesen, in dem bereits die Zahlungen für die Bedienung der Stillen Einlagen des SoFFin und der Allianz AG sowie der Hybridinstrumente enthalten sind. Im Zusammenhang mit dem Verzicht auf die Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 2 Satz 1 HGB und den sich dadurch ergebenden Effekt auf die latenten Steuern, hat sich der ausschüttungsgesperrte Betrag deutlich reduziert. Die Bank ist damit auf dem Weg zur Rückkehr zur Dividendenfähigkeit einen großen Schritt vorangekommen.

Nachtragsbericht

Kostensenkungsmaßnahmen belasten Ergebnis im ersten Quartal 2013

Im Zusammenhang mit der am 8. November 2012 vom Vorstand der Commerzbank vorgestellten strategischen Agenda bis zum Jahr 2016 haben Mitte Januar die Gespräche mit den Arbeitnehmergremien über Kostensenkungsmaßnahmen in der AG Inland begonnen. Im Rahmen der im November 2012 angekündigten Kosteneinsparungen im Sach- und Personalbereich geht die Bank derzeit im Konzern von einem Stellenabbau in einer Größenordnung von 4 000 bis 6 000 Vollzeitkapazitäten bis zum Jahr 2016 aus. Hierfür wird im ersten Quartal 2013 ein Restrukturierungsaufwand in der Größenordnung von rund 500 Mio. Euro erwartet.

Commerzbank-Vorstand beschließt Grundsatzerklärung zum geplanten Stellenabbau

Gemäß einer am 22. Februar 2013 veröffentlichten Grundsatzerklärung soll in der Filialbank des Privatkundengeschäfts bis spätestens 31. Dezember 2015 ein Abbau von 1 800 Stellen erfolgen. Die Bank wird sich Ende 2014 gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern zusammensetzen, um auf der Grundlage der bis zu diesem Zeitpunkt erreichten strategischen Wachstumsziele über gegebenenfalls notwendige weitergehende Maßnahmen Gespräche aufzunehmen.

Weitere Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung sind nicht aufgetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Der Ausblick für die Weltwirtschaft - und insbesondere für die Wirtschaft in Deutschland und den anderen Euroländern - hängt in großem Maße von der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum ab. Sollte sich die seit dem vergangenen Sommer wahrzunehmende Beruhigung der Krise als nachhaltig erweisen - wofür die in den vergangenen Monaten zu beobachtende zunehmende Rückkehr von Kapital in die Europeripherie spricht -, gehen wir von einer wieder stärker wachsenden Weltwirtschaft aus.

Dadurch, dass die Notenbanken im Verlauf des vergangenen Jahres weltweit ihre Geldpolitik noch weiter gelockert haben und größtenteils einen sehr expansiven Kurs verfolgen, dürfte insbesondere in den Emerging Markets die Wirtschaft in den Jahren 2013 und 2014 wieder schneller wachsen.

Auch für die USA ist davon auszugehen, dass der Aufschwung an Dynamik gewinnen wird. Denn die Übertreibungen der Vergangenheit bei der Verschuldung der privaten Haushalte und am Immobilienmarkt sollten weitgehend korrigiert sein und werden die Wirtschaft wohl immer weniger beeinträchtigen. Zum Jahresbeginn dürfte zwar die Finanzpolitik die Wirtschaft noch bremsen. Im weiteren Verlauf der Jahre 2013 und 2014 dürften die Zuwachsraten dann aber zunehmen.

Reales Bruttoinlandsprodukt Veränderung ggü. Vorjahr

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2012 20131 20141
USA 2,2 % 2,0 % 2,8 %
Euroraum - 0,5 % 0,3 % 1,5 %
Deutschland 0,7 % 1,0 % 2,5 %
Mittel- und Osteuropa 1,8 % 2,9 % 3,4 %
Polen 2,0 % 0,5 % 2,8 %

1 Werte für die Jahre 2013 und 2014 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Auch im Euroraum dürfte sich die Konjunktur allmählich verbessern und die Wirtschaft sich im ersten Halbjahr 2013 aus der Rezession befreien. Denn bei einem nachhaltigen Abebben der Staatsschuldenkrise bekämen die Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit, womit gerade in den Kernländern die größte Konjunkturbremse gelöst würde. In den Peripherieländern würden die Finanzierungskosten wohl deutlich sinken. Allerdings werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Euroländern weiterhin sehr groß sein. Während in Deutschland und seinen kleineren Nachbarländern im Verlauf des Jahres 2013 angesichts der sehr expansiven Geldpolitik der EZB und des besseren weltwirtschaftlichen Umfeldes voraussichtlich ein kräftiger Aufschwung einsetzen wird - der auch im Jahr 2014 anhalten dürfte -, werden sich die Peripherieländer nur allmählich aus der Rezession lösen können. Denn dort wird die Wirtschaft noch einige Zeit von einer sehr restriktiven Finanzpolitik gebremst werden. Hinzu kommt die - anders als in den USA - noch lange nicht abgeschlossene Korrektur der Übertreibungen der Vergangenheit.

Von der wieder etwas freundlicheren Konjunktur im Euroraum dürften auch die Länder Mittel- und Osteuropas profitieren. Dies gilt auch für Polen, wo das Wachstum nach einer recht schwachen Entwicklung im Jahr 2013 wieder merklich anziehen dürfte.

An den Kapitalmärkten würden ein Ende der Staatsschuldenkrise und ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft Risikoanlagen merklich begünstigen. So dürften die Aktienmärkte ihren in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres eingeschlagenen Aufwärtstrend fortsetzen und die Risikoaufschläge von Anleihen der Peripherieländer des Euroraums weiter fallen, wenn sie auch weit höher bleiben dürften als vor Ausbruch der Staatsschuldenkrise. Im Gegenzug werden die Renditen der Staatsanleihen von Ländern mit der besten Bonität zulegen. Dieser Anstieg dürfte aber eher moderat ausfallen, da davon auszugehen ist, dass die Notenbanken in den wichtigsten Währungsgebieten in den kommenden beiden Jahren ihre Leitzinsen kaum anheben werden. Allerdings rechnen wir damit, dass die US-Notenbank im laufenden Jahr zumindest ihre Anleihekäufe zurückfahren wird, sodass der US-Dollar gegenüber dem Euro voraussichtlich wieder an Boden gewinnen wird.

Wechselkurse

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31.12.2012 31.12.20131 31.12.20141
Euro/US-Dollar 1,32 1,28 1,20
Euro/Pfund 0,82 0,84 0,81
Euro/Zloty 4,07 4,05 3,85

1 Werte für die Jahre 2013 und 2014 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Künftige Situation der Bankbranche

Mit ihren längerfristigen Refinanzierungsgeschäften, der Ankündigung von potenziellen Anleihekäufen auf Sekundärmärkten und den Sondermaßnahmen des Eurosystems zur Liquiditätssteuerung ist es der Europäischen Zentralbank gelungen, die Refinanzierungsbedingungen der Banken tendenziell zu verbessern, einen ungeordneten Abbau von Bankenaktiva zu verhindern und die Renditen von Anleihen aus den Peripherieländern der Eurozone zu reduzieren. Die Refinanzierungskosten der Banken im Euroraum sind so gesunken und ihr Zugang zu Refinanzierungsmitteln verbesserte sich im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres. Auf den Finanzmärkten setzte sich ein unerwarteter Höhenflug durch, der im Berichtsjahr fast allen Anlageformen zum Teil kräftige Gewinne bescherte.

Für eine vorzeitige Entwarnung hinsichtlich des bankgeschäftlichen Umfeldes ist es dennoch zu früh. Die Eingriffe der Notenbank und der europäischen Politik verfehlen ihre stabilisierende Wirkung zwar nicht, können gleichzeitig aber die Funktion der Marktpreise als verlässliches Risikomaß beeinträchtigen. Das konjunkturelle Umfeld ist nach wie vor labil, zumal sich die vollen Effekte der außerordentlichen geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank auf die Realwirtschaft erst mit der Zeit abschätzen lassen werden. Ein Ende der Verunsicherung bezüglich der mittel- bis längerfristigen Stabilitätskultur in der Währungsunion ist vor dem Hintergrund des ungewissen Ausgangs der unkonventionellen Geldpolitik so schnell nicht zu erwarten. Das Jahr 2013 wird so alles in allem noch ein Jahr des Übergangs werden. Wenn es der Politik gelingt, die Weichen für die weitere Integration in Europa richtig zu stellen, wird sich das Vertrauen weiter festigen können, mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf das Bankgeschäft im Jahr 2014. Für die Branche wird sich zudem entlastend auswirken, dass im Trend der Jahre 2013/2014 die hohen Kursschwankungen auf den Finanzmärkten der vergangenen Jahre vermutlich nachlassen werden.

Die Ertragslage der europäischen Banken dürfte sich - bei anhaltend unterschiedlicher Lage in den einzelnen Ländern - vor diesem Hintergrund in nächster Zeit nur graduell verbessern können. Denn bereits angestoßene Regulierungsprozesse und fortbestehender hoher Wettbewerbsdruck beschränken Ertragspotenziale und stehen der abklingenden Staatsschuldenkrise gegenüber. Belastend wirken die restriktive Fiskalpolitik und die insgesamt hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone. Der eingeleitete Entschuldungsprozess in vielen Staaten und Haushalten führt zu einer zunächst noch rückläufigen Kreditnachfrage und wird den Druck im Einlagengeschäft erhöhen. In diesem Jahr dürften die unternehmerischen Investitionen und damit auch die Kreditnachfrage noch schwach bleiben. Das Zinsergebnis wird durch das flache Zinsgefälle und den damit verbundenen engen Spielraum zur Erwirtschaftung eines (Fristen-)Strukturbeitrags auch in diesem Jahr belastet. Der reichlichen Liquiditätsversorgung mit Zentralbankgeld stehen unter der Bedingung der Risikoreduktion nur eingeschränkte Verwendungsmöglichkeiten auf der Aktivseite der Bankbilanz gegenüber. Darüber hinaus nehmen die feststellbaren Tendenzen zur Renationalisierung des europäischen Bankenmarkts den Instituten Geschäfts- und Ertragsmöglichkeiten. Vor allem steigende Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und die Liquidität werden die Branche im Zuge einer - trotz der kürzlich vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossenen Lockerung der Liquiditätsvorgaben - verschärften Regulierung weiterhin belasten. In diesem und dem nächsten Jahr werden einige neue Regelwerke für den gesamten Finanzmarkt umgesetzt werden, die teilweise erhebliche Wechselwirkungen haben. Die fortbestehenden Unsicherheiten über weitere Regulierungsschritte und die Gefahr, dass bereits vereinbarte Regeln wieder verändert werden, stellen extreme Anforderungen an die strategische Planung in den Banken.

Das Bankgeschäft in Europa wird in Zukunft voraussichtlich weniger profitabel sein als in den Jahren bis 2007. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Erneuerungsdrucks, der aus Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb resultiert, stehen die Banken in Europa unverändert vor der Herausforderung, ihre Eigenkapitalausstattung zu stärken und ihre Bilanzvolumina zu reduzieren. Gleichzeitig werden in den nächsten Jahren zudem hohe Volumina von Bankanleihen fällig, die mit dem weiter starken Finanzbedarf der Staaten kollidieren werden. Wichtige Gewinntreiber der Vergangenheit wie beispielsweise Kreditwachstum und rückläufige Kreditausfallraten werden zudem für weitere Gewinnsteigerungen in deutlich geringerem Maße als bisher ausschlaggebend sein. Im Zuge der noch anhaltenden schwachen Wirtschaftsentwicklung wird die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft - auch aufgrund rückläufiger Risikovorsorgeauflösungen - zunächst eher wieder zu einer Belastung führen, was die Ergebniszuwächse im Firmenkundengeschäft begrenzen wird. Auch in Deutschland werden sich die Forderungsverluste im Unternehmenssektor wieder normalisieren. Hinzu kommen dämpfende Impulse von der Nachfrageseite für das Kreditneugeschäft mit inländischen Firmenkunden. Erst im Jahr 2014 dürfte sich die unternehmerische Investitionstätigkeit durch die wieder Fahrt aufnehmende Weltkonjunktur und den konjunkturellen Rückenwind auch im Euroraum beleben und der Kreditnachfrage damit Impulse geben. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis angesichts der noch immer starken Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen tendenziell unter Druck bleiben. Aggressiver Preiswettbewerb vor allem um Einlagen, wachsende Preissensibilität der Kunden sowie die zunehmende Konkurrenz von Onlinebanken erschweren zudem die schnelle Ausweitung von Ertragspotenzialen. Im Investmentbanking sehen wir angesichts weiter zurückhaltender Aktivitäten beim Begleiten von Börsengängen, Fusionen und Übernahmen eine anhaltend schwere Zeit und erwarten global eine Marktbereinigung durch Fokussierung auf Kernkompetenzen und auf die jeweilige Heimatregion. Zu Unsicherheiten führt derzeit auch die wiederbelebte Diskussion über die Einführung eines Trennbankensystems, das heißt die rechtlich-organisatorische Abtrennung des Kapitalmarktgeschäfts vom klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft. Die Commerzbank verfolgt die aktuelle Trennbankendiskussion und analysiert Vorschläge der Liikanen-Expertengruppe und Gesetzesinitiativen kontinuierlich im Hinblick auf mögliche Auswirkungen.

Auch wenn die Marktteilnehmer dauerhaft von einer tragfähigen Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise überzeugt werden können, bleiben zwei wesentliche das Bankenumfeld prägende Entwicklungen wirksam: Der Bankensektor muss sich zum einen dem Mangel an sicheren Vermögenswerten anpassen, der sowohl von staatlicher als auch von privater Seite ausgegangen ist. Die Investition von überschüssiger Liquidität in Staatsanleihen war und ist einer der Eckpfeiler des Geschäfts von Banken und Versicherungen gleichermaßen. Zum anderen muss sich die Bankenbranche darauf einstellen, dass der notwendige Entschuldungsprozess bei Staaten und Haushalten nicht gleichmäßig, sondern in Schüben vor sich gehen wird. Dies wird das gesamtwirtschaftliche Trendwachstum reduzieren sowie immer wieder temporäre Verunsicherung an den Finanzmärkten produzieren.

Die Wettbewerbslage wird sich vor diesem Hintergrund weiter verschärfen - sowohl hinsichtlich des Wettbewerbs um Einlagen als Grundpfeiler einer vom Interbankenmarkt unabhängigen Refinanzierung als auch mit Blick auf deutsche mittelständische Unternehmen, die als vergleichsweise krisenresistente Kunden zunehmend umworben werden und deren Ergebnisbeiträge durch ausbleibende Wertberichtigungen in den vergangenen Jahren begünstigt worden sind. An der fragmentierten und teilweise von Überkapazitäten gekennzeichneten Marktstruktur wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, was die Wettbewerbslage nicht erleichtert und die Möglichkeit, Kapital aus einbehaltenen Gewinnen zu generieren, begrenzt. Hinzu kommt, dass die Ertragspotenziale durch den Trend zur Umschichtung der Aktivitäten in risiko- und margenarme Geschäftsfelder auch mittelfristig begrenzt sein dürften. Insgesamt werden die Aussichten - insbesondere in den Kerngeschäftsfeldern -stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, verloren gegangenes Kundenvertrauen wieder aufzubauen.

Chancenmanagement in der Commerzbank

Die Commerzbank reagiert strategisch auf die veränderten Umfeldbedingungen wie stärkere Regulierung, niedrige Zinsen und verändertes Kundenverhalten, indem sie ihre Kapitalausstattung optimiert, ihr striktes Kostenmanagement fortsetzt und gleichzeitig in die Ertragskraft ihrer Kernaktivitäten investiert. Durch die konsequente Ausrichtung ihres Geschäftsmodells an den Bedürfnissen ihrer Kunden und der Realwirtschaft sollte sie die erwartete Beruhigung der Staatsschuldenkrise in diesem Jahr und die zyklische Erholung der Weltwirtschaft im nächsten Jahr zur Erhöhung ihrer Ertragskraft nutzen können. Die Commerzbank sollte damit ihre Position als führende Bank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland und in Polen auch in einem herausfordernden Umfeld festigen.

Weil die Bank Kapital freisetzt, Portfolios wertschonend abbaut und ihre Kosten stabil hält, kann sie in neue Produkte und Dienstleistungen investieren und sollte ihre Ertragskraft steigern können. Dabei orientiert sie sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden und an ihren traditionellen Werten. Im Privatkundengeschäft reagiert sie auf die geschilderten verschärften Umfeldbedingungen durch den Aufbau einer modernen Multikanalbank und die Orientierung an der Kundenzufriedenheit; im Mittelstandsgeschäft durch die Fortführung ihres erfolgreichen Geschäftsmodells; im Bereich Corporates & Markets durch den Ausbau der Position eines international führenden Nischenanbieters; im Geschäftsfeld Central & Eastern Europe durch die Fortführung ihres erfolgreichen organischen Wachstumskurses und den Ausbau des bewährten Universalbankmodells. Zugleich rechnet die Bank infolge der geplanten Liquidation von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktiva im Laufe der Zeit mit einer Kapitalentlastung.

Erwartete Entwicklung der Commerzbank Aktiengesellschaft

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hat die Commerzbank Wachstumsinitiativen und Kostenprogramme aufgesetzt, die wir im Jahr 2013 und in den Folgejahren konsequent umsetzen werden. Die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells wird begleitet von einem nach wie vor herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld, weshalb sich eine verlässliche Aussage zur Ergebnisentwicklung für das laufende Jahr 2013 und für das Folgejahr 2014 schwierig gestaltet. Da die Steuerung der Bank über die Segmente erfolgt, stellen wir in den folgenden Abschnitten des Prognoseberichts auf die Entwicklung des Commerzbank-Konzerns ab. Hier erwarten wir für das Geschäftsjahr 2013 folgende Entwicklung:

Für den Zinsüberschuss gehen wir von einer weiteren leichten Abschwächung aus, da die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr vorherrschenden Belastungsfaktoren wie niedriges Marktzinsniveau und die weiterhin verhaltene Kreditnachfrage voraussichtlich bis auf Weiteres anhalten werden. Im laufenden Jahr erwartet die Commerzbank weitere Fortschritte beim Abbau nicht strategischer Bestände, die die zinstragenden Aktiva und damit die Zinserträge im Segment Non-Core Assets nochmals verringern. Die derzeitige Entspannung bei den Refinanzierungskosten über den Kapitalmarkt sehen wir als noch nicht nachhaltig an. Ein Anhalten des Trends könnte aber künftig den Zinsüberschuss stützen. Unabhängig davon setzt die Commerzbank auf die Erhöhung des Anteils kostengünstigerer besicherter Fundinginstrumente.

Für den Provisionsüberschuss sind wir vorsichtig zuversichtlich. Wir erwarten erste positive Auswirkungen aus unserem noch stärker kundenorientierten Beratungsansatz im Privatkundengeschäft sowie dem weiter verbesserten Dienstleistungsangebot für Mittelstandskunden - insbesondere im Auslandsgeschäft und im Cash-Management. Das Ausmaß der Verbesserung wird aber wesentlich durch die Kapitalmarktentwicklung bestimmt werden. Die seit der Finanzkrise hohe Kursvolatilität hat sich in den vergangenen Jahren in deutlich reduzierten Kundenaktivitäten im Wertpapiergeschäft mit negativen Auswirkungen auf den Provisionsüberschuss niedergeschlagen.

Eine Prognose des Handelsergebnisses gestaltet sich angesichts der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. Die Commerzbank behält aber ihren risikoorientierten Ansatz mit einem Verzicht auf Eigenhandelsaktivitäten bei.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft dürfte für das Jahr 2013 etwas höher ausfallen als im abgelaufenen Geschäftsjahr. In der Kernbank gehen wir von weniger günstigen Rahmenbedingungen vor allem im Firmenkundengeschäft aus. Signifikante Auflösungen von Wertberichtigungen wie im Vorjahr aufgrund des aktiv verringerten Problemkreditvolumens dürften sich im Jahr 2013 nicht in diesem Ausmaß wiederholen. Des Weiteren könnte die anhaltend unsichere Konjunkturlage in unseren Kernmärkten - trotz der erwarteten leichten Verbesserung im Jahresverlauf - zu einem Anstieg des Volumens an Problemkrediten führen. Im Abbausegment Non-Core Assets rechnen wir unverändert mit einem sehr schwierigen Umfeld insbesondere in der Schiffsfinanzierung und einem weiterhin hohen Niveau an notwendiger Kreditrisikovorsorge.

Kosten mit Investitionscharakter zur Steigerung der künftigen Profitabilität bewirken, dass die gesamten Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2013 im Vergleich zum Berichtsjahr etwas zunehmen dürften. Die Commerzbank wird ihr striktes Kostenmanagement fortführen, um den möglichen Anstieg in engen Grenzen zu halten. Im Zusammenhang mit den beschlossenen und in diesem Jahr und den Folgejahren umzusetzenden Effizienzsteigerungsmaßnahmen fällt im ersten Quartal 2013 ein Restrukturierungsaufwand in der Größenordnung von rund 500 Mio. Euro an.

Im laufenden Geschäftsjahr konzentriert sich die Commerzbank darauf, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und zu optimieren. Strategische Wachstumsinitiativen im Kerngeschäft mit den beiden Kernmärkten Deutschland und Polen, Kostensenkungsmaßnahmen sowie die Neupositionierung der Marke Commerzbank vor allem im Privatkundengeschäft legen die Grundlage dafür, unser Ertragspotenzial nachhaltig zu erhöhen. Einen Teil des für künftiges Wachstum notwendigen Kapitals werden wir mittelfristig durch die fortgesetzte wertschonende Reduktion des Nichtkernportfolios im Segment Non-Core Assets generieren.

Dem Vertrauensverlust der Kunden gegenüber der Finanzbranche begegnen wir im Privatkundengeschäft mit einer Neuausrichtung des Beratungsansatzes mit einem noch stärkeren Kundenfokus, auch wenn dies möglicherweise zunächst mit einem teilweisen Verzicht auf transaktionsgetriebene Erträge einhergeht. Neben der Erweiterung des Kundenstamms zielen wir auf eine höhere Kundenzufriedenheit und stärkere Durchdringung der bestehenden Kundenbasis durch neue Produkte und verstärktes Wachstum im Kreditgeschäft ab, zum Beispiel in der Immobilienfinanzierung. Diese auf eine Ertragsstärkung abzielenden strategischen Maßnahmen dürften wegen der anhaltend negativen Effekte aus dem Niedrigzinsumfeld und den zurückhaltenden Kundenaktivitäten erst mit einer zeitlichen Verzögerung wirken. Im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir im Privatkundengeschäft mit nicht mehr als einem ausgeglichenen Ergebnis, erwarten aber, dass unsere Initiativen zur Rentabilitätssteigerung ab dem Geschäftsjahr 2014 eine zunehmend spürbare Wirkung entfalten.

Aufbauend auf der dank unseres klaren Bekenntnisses zum deutschen Mittelstand auch in Krisenzeiten starken Marktposition der Mittelstandsbank wollen wir in den kommenden Jahren die Erträge sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft steigern, vor allem bei kleineren Unternehmen. Des Weiteren sehen wir weiteres Potenzial im Auslandsgeschäft, wo wir die Marktführerschaft in der Handelsfinanzierung in Europa anstreben. In der Mittelstandsbank bleibt unser Fokus auf die Aufrechterhaltung der hohen Qualität des Kreditportfolios und den Ausbau unserer Marktanteile gerichtet. Wir erwarten jedoch für das Jahr 2013 geringere Auflösungen von Kreditwertberichtigungen und eine gedämpfte Kreditnachfrage des Unternehmenssektors. Für das laufende Jahr 2013 rechnen wir im Segment Mittelstandsbank damit, dass das Niveau des Operativen Ergebnisses des Vorjahres nicht erreicht wird. Im Falle einer freundlicheren Konjunkturlage dürfte im Folgejahr 2014 eine zunehmende Kreditnachfrage die Ertragsaussichten im Segment wieder begünstigen.

Unsere zu den führenden polnischen Universalbanken zählende Tochter BRE Bank im Segment Central & Eastern Europe verfügt über eine starke Stellung im Onlinebanking, die wir künftig über eine Vereinheitlichung des Marktauftritts unter dem gemeinsamen Namen "mBank" der Direktbank und das Angebot neuer innovativer Leistungen profitabilitätssteigernd nutzen wollen. Im Jahr 2013 halten wir allerdings eine vorübergehende Unterbrechung des Wachstumstrends für realistisch, da sich die polnische Wirtschaft nicht von der gegenwärtigen Konjunkturschwäche Westeuropas abkoppeln kann. Folglich erwarten wir für das Segment CEE im laufenden Jahr ein Ergebnis etwas unterhalb des im Geschäftsjahr 2012 erzielten Niveaus. Mit Rückkehr der polnischen Wirtschaft auf einen im Vergleich zu Westeuropa überdurchschnittlichen Wachstumspfad könnten unsere mittel- und osteuropäischen Aktivitäten im Jahr 2014 an die positive Ergebnisentwicklung früherer Jahre anknüpfen.

Für das Segment Corporates & Markets stehen im insgesamt herausfordernden Kapitalmarktumfeld - sowie weiter zunehmenden regulatorischen Anforderungen - die Stabilisierung der Erträge, die Optimierung der Kapitalbindung und ein konsequentes Kostenmanagement im Vordergrund. Dank der gestärkten Kundenbasis und des am Markt anerkannten Produkt-Know-hows erwarten wir, unsere Position als konkurrenzfähiger Investmentbank-Partner zu festigen. Unter der Annahme zunehmender Stabilisierung der Märkte und wieder steigender Kundenaktivitäten an den Primär- und Sekundärmärkten, gehen wir vor dem Hintergrund des im laufenden und im nächsten Jahr zu erwartenden moderaten Anstiegs der Erträge - bei Annahme gleichzeitig sinkender Kosten und stabil bleibender Risikovorsorge -von einem sich weiter verbessernden Operativen Ergebnis aus. Unsicherheiten bestehen aber im Zusammenhang mit den aktuellen regulatorischen Initiativen, wie zum Beispiel der geplanten Finanztransaktionssteuer sowie der aktuellen Trennbankendiskussion.

Im laufenden Jahr 2013 werden wir den Volumen- und Risikoabbau des im Segment Non-Core Assets zusammengefassten langfristigen Kreditportfolios der Bereiche Public Finance, Schiffs- und gewerbliche Immobilienfinanzierung mit dem Ziel fortsetzen, die strategische Neuausrichtung des Commerzbank-Konzerns zu unterstützen. Das frei werdende Kapital werden wir innerhalb der Kernbank für Wachstum in Bereichen mit einem günstigeren Ertrags-Risiko-Verhältnis einsetzen. Gemessen am Exposure at Default (inklusive Problemkredite) streben wir im Segment Non-Core Assets eine weitere Volumenreduktion von 151 Mrd. Euro zum Jahresende 2012 um rund 40 % auf 93 Mrd. Euro bis Ende des Jahres 2016 an. Neben dem direkten Abbau zum Beispiel über Verkäufe von Kreditportfolios wollen wir die Rentabilität und den Risikogehalt der verbleibenden Bestände durch Margenerhöhungen und zusätzliche Sicherheiten verbessern, wenn eine vorzeitige Beendigung oder Ablösung des Kreditengagements an Prolongationsterminen nicht gelingt.

Nach unseren derzeitigen Erwartungen gehen wir für das Jahr 2013 im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft davon aus, einen positiven Jahresüberschuss erzielen zu können. Die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2013 halten wir für unwahrscheinlich.

Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells sowie der in der jüngeren Vergangenheit gemachten Fortschritte bei der Optimierung unserer Kapitalstruktur gehen wir davon aus, während des gesamten Jahres 2013 eine Basel-III-Kernkapitalquote von deutlich über 9 % ("phase-in", das heißt unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen) auszuweisen.

Diesen Anspruch bezüglich unserer Kapitalposition halten wir auch für das Geschäftsjahr 2014 aufrecht, wo wir im Einklang mit der erwarteten Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen zunehmende Ertragschancen sehen. Zusammen mit wachsenden Erfolgen aus der Umsetzung der Maßnahmen zur Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells gehen wir mit Blick auf die Geschäftsentwicklung 2014 davon aus, ein gutes Stück auf dem Weg zu einer nachhaltig höheren Profitabilität voranzukommen.

Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Commerzbank auf Konzern- beziehungsweise Segmentebene. Basis hierfür sind die für den Konzern nach IFRS ermittelten Finanzdaten sowie die Risikokennzahlen gemäß den regulatorischen Anforderungen. Auf die Commerzbank Aktiengesellschaft beziehen sich hauptsächlich die Finanzdaten und Risikokennzahlen der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets und des Bereichs Deutsche Schiffsbank, der dem Abbausegment Non-Core Assets (NCA) zuzurechnen ist. Die Kennzahlen des Segmentes Central & Eastern Europe beziehen sich hauptsächlich auf die BRE Bank SA in Warschau, die Kennzahlen der Bereiche Commercial Real Estate und Public Finance des Segments NCA beziehen sich zum größten Teil auf die Hypothekenbank Frankfurt AG.

Executive Summary 2012

Risikotragfähigkeit | Mrd. €

Solide Kapitalausstattung und deutlich verbesserte Risikotragfähigkeit

Kapitalanforderungen der European Banking Authority übererfüllt; Core-Tier-I-Quote per Jahresende bei 12,0 %.
Ökonomische Risikotragfähigkeit mit einer Risikotragfähigkeitsquote von 161 % im Vergleich zum Vorjahr (123 %) deutlich verbessert.

EaD | Mrd. €

Exposure vor allem im Bereich Non-Core Assets signifikant abgebaut

Fokus der Portfolioreduzierung lag 2012 in den Bereichen Commercial Real Estate (-22 %), Public Finance (-13 %) und Schiffsfinanzierungen (-21 %).
In der Kernbank stieg das Exposure auf 321 Mrd. Euro an. Die Portfolioqualität konnte mit einer Risikodichte von 27 Basispunkten (2011: 31 Basispunkte) weiter verbessert werden.

Risikovorsorge | Mio. €

Risikovorsorge für die Gesamtbank wie erwartet auf einem Niveau von 1,7 Mrd. Euro

Kernbank aufgrund von Auflösungen mit insgesamt 0,3 Mrd. Euro auf sehr niedrigem Niveau.
In NCA belasten vor allem die Portfolios der Deutschen Schiffsbank mit 0,7 Mrd. Euro. Die Risikovorsorge für CRE liegt mit 0,6 Mrd. Euro zwar weiterhin auf hohem Niveau, ist aber im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

VaR | Mio. €

Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2012 nochmals deutlich reduziert

VaR im Handelsbuch seit Anfang 2009 um zwei Drittel signifikant reduziert.
Der VaR im Handelsbuch betrug zum Jahresende 28 Mio. Euro im Vergleich zu 59 Mio. Euro per Ende 2011.

ErC | Mrd. €

Operationelle Risiken im Rahmen der Erwartungen

Gesamtbelastung aus OpRisk-Ereignissen in Höhe von 310 Mio. Euro im Jahr 2012 hauptsächlich geprägt von produktbezogenen Schäden aus Beraterhaftung.
Ökonomisch erforderliches Kapital für OpRisk um 0,4 auf 1,9 Mrd. Euro reduziert.

Der Risikobericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Organisation des Risikomanagements

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren - also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren - und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Nachdem die Risikomanagementaktivitäten bislang auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt waren, hat der Gesamtvorstand der Commerzbank im Oktober 2012 die Anpassung der Organisationsstruktur des Risikomanagements an den Bedarf des Abbausegments Non-Core Assets (NCA) beschlossen. Dazu trennte die Risikofunktion die Marktfolge des NCA-Portfolios von der Marktfolge für die Kernbank. Das Kreditrisikomanagement für das Segment NCA ist hiermit organisatorisch über alle Ratingstufen hinweg in einer Einheit zusammengeführt. Alle Bereiche haben eine konzernweite Ausrichtung und eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Das operative Risikomanagement hat der Vorstand an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees.

Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und drei weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken.

Das Risk Management Board behandelt als Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet die Schaffung und Einhaltung einer einheitlichen Risikokultur.

Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements unterhalb des Gesamtvorstands, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Vorsitzender des Group Credit Committees ist der ranghöchste Teilnehmer, der die Marktfolge vertritt; gegen seine Stimme kann das Group Credit Committee Krediten nicht zustimmen. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie und trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.

Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken konzernweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Fokus ist neben der Risikominimierung beziehungsweise Verlustvermeidung die Optimierung des Rendite-Risiko-Profils auf aggregierter Ebene.

Das Group OpRisk Committee befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und definiert bei Bedarf abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen. Die Standards zur Governance sowie Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank sind eng mit dem OpRisk-Management verbunden. Vor diesem Hintergrund fungiert das Group OpRisk Committee auch bezüglich dieser Standards als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands.

Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.

Das zentrale Asset Liability Committee überwacht unter anderem die Risikotragfähigkeit im Konzern. Es ist aufgrund der Zuständigkeiten für die konzernübergreifende Steuerung der Portfoliozusammensetzung sowie der Kapitalallokation und der RWA-Entwicklung wichtiger Ausgangspunkt unseres Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP).

Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung und der Reputationsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich.

Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Gesamtrisikostrategie werden, Hand in Hand mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit und in der Lage ist. Leitgedanke ist die Sicherstellung einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet.

Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem der anderen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien) oder der USA, eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft oder der Wegfall der Grundfunktionalität der EZB (Repo). Diese Risiken werden bei der Verfolgung des Geschäftszieles in Kauf genommen und liegen außerhalb der im Rahmen der Risikostrategie festgelegten Steuerung.

Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und operationalisiert. Im jährlich durchzuführenden Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle erkennbaren, für den Konzern wesentlichen Risiken identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.

Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen Risikoarten limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft und bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt.

Das Vermeiden von Risikokonzentrationen ist eine der originären Aufgaben des Risikomanagements. Risikokonzentrationen können sowohl durch den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch durch den Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten hinweg (durch gemeinsame Risikotreiber oder durch Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten - "Inter-Risikokonzentrationen") entstehen.

Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen gewährleisten, wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risikokonzentrationen zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Zum Management und zur Steuerung von Commerzbank-spezifischen Inter-Risikokonzentrationen verwendet die Commerzbank eine Kombination von Portfolio- und Szenarioanalysen. Mithilfe von Stresstests werden die Analysen von Risikokonzentrationen vertieft und gegebenenfalls neue Treiber für Risikokonzentrationen identifiziert. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Gemäß dem Prinzip "Three Lines of Defense" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Die Marktseite stellt die erste Verteidigungslinie dar und hat bei Geschäftsentscheidungen Risikoaspekte zu berücksichtigen. Zweite Verteidigungslinie ist die Risikofunktion, deren ureigenste Aufgabe in der Steuerung, Beschränkung und Überwachung von Risiken liegt. Die dritte Verteidigungslinie bilden interne und externe Kontrollinstanzen (interne Revision, Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsbehörden).

Mitarbeiter, die einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank haben (sogenannte Risk Taker), werden zudem im Rahmen der Regelungen zu den Vergütungsprozessen identifiziert. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für das Gesamtergebnis der Bank gelten für diese Mitarbeiter gesonderte Regelungen in Bezug auf die Messung ihrer Performance und die Bemessung ihrer variablen Vergütung. Hierbei spielen insbesondere die Einhaltung von Regeln und Anweisungen (Code of Conduct), die Nachhaltigkeit der zugrunde liegenden Performance und das Risikoverhalten des Risk Takers eine Rolle. Aber auch kollektive Kriterien aus den Bereichen Konzernerfolg und Liquiditätsrisiko können dazu führen, dass Ansprüche auf langfristig auszahlbare Gehaltskomponenten nicht oder nicht in vollem Umfang entstehen.

Darüber hinaus hat die Bank spezielle Leitlinien für die Risikofunktion (sogenannte "RiskWerte") aufgestellt. Als strategischer globaler Partner leistet die Risikofunktion mit einem leistungsstarken, vorausschauenden und ganzheitlichen Risikomanagement gemeinsam mit der Marktseite einen unter Risk-Return-Gesichtspunkten wertschaffenden und nachhaltigen Beitrag für die Gesamtbank. Die enge Verzahnung von Methoden und Modellen mit Portfolioexpertise ermöglicht die Analyse und Steuerung aller Teilportfolios und quantifizierbaren Risikoarten mit Fokus unter anderem auf Konzentrationsrisiken, Portfolioreagibilität und eine insgesamt risikooptimierte Kapitalallokation. Recovery-Erfolge leisten einen Beitrag zur Reduzierung unserer Risikokosten. In Verbindung mit konsistenten Risikostrategien, Policies und Prozessen sind dies die Eckpfeiler für eine ergebnisorientierte Risikosteuerung und stellen eine nachhaltige Geschäftspolitik sicher.

Risikokennziffern

Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System an Kennziffern und Verfahren; die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:

Das ökonomisch erforderliche Kapital oder Economically required Capital (ErC) ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.

Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.

Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestandes wird als EaD das Nominal ausgewiesen.

Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.

Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.

Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel 1 Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.

Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.

Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt.

Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben.

Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige - über den Erwartungen liegende - Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten.

Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind und reflektiert überdies portfoliospezifische Wechselwirkungen. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.

Zum Jahresanfang 2012 wurden die Ergebnisse der jährlichen Validierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes umgesetzt. Dies beinhaltete unter anderem die Einführung eines weiterentwickelten Modells zur Messung und Abbildung des Geschäftsrisikos1 im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse. Es erfolgten methodische Adjustierungen zur Abgrenzung und Erhöhung der Stabilität dieses Risikomaßes. Damit verbunden wird das Geschäftsrisiko seither nicht mehr im ökonomisch erforderlichen Kapital, sondern als potenzielle Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial berücksichtigt. Das sogenannte Reserverisiko, das heißt das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen, wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Zudem erfolgt der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse seit Jahresanfang 2012 anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2012 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 161 % per 31. Dezember 2012. Die im Jahresverlauf angestiegene RTF-Quote reflektiert im Wesentlichen die Beruhigung der europäischen Staatsschuldenkrise im zweiten Halbjahr 2012, die auch zu einer deutlichen Reduzierung des ökonomisch erforderlichen Kapitals für das Marktrisiko geführt hat.

1 Unter Geschäftsrisiko wird ein potenzieller Verlust verstanden, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge (negative Abweichung) und Aufwendungen (positive Abweichung) von den jeweiligen Planzahlen resultiert.

Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. €

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31.12.20121 31.12.2011
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 29 27
Ökonomisch erforderliches Kapital 17 22
davon für Kreditrisiko 13 13
davon für Marktrisiko 4 8
davon für OpRisk 2 2
davon für Geschäftsrisiko2 - 2
davon Diversifikationseffekte - 2 - 4
RTF-Quote3 161 % 123 %

1 Auf Basis aktueller Methodik; nur eingeschränkt vergleichbar mit Werten für 2011.

2 Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt seit 2012 im Risikodeckungspotenzial.

3 RTF-Quote = Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital.

Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds werden makroökonomische Stresstests genutzt. Die zugrunde liegenden Szenarien, die quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee verabschiedet werden, beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft und werden risikoartenübergreifend angewendet. In den Szenariorechnungen werden folglich die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen Risikoarten in Abhängigkeit von der erwarteten makroökonomischen Entwicklung simuliert. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarien auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst und darauf aufbauend die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit wird die Einhaltung des Limits für die gestresste RTF-Quote, das in der Gesamtrisikostrategie festgelegt ist, laufend überwacht und ist Bestandteil des internen Berichtwesens.

Ergänzend zu den regulären Stresstests wurden sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarien und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken.

Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:

Risikoaktiva Konzern per 31.12.2012 | Mrd. €

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Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Gesamt
Kernbank 108 11 22 140
Privatkunden 20 0 9 29
Mittelstandbank 49 0 4 54
Central & Eastern Europe 14 0 1 15
Corporates & Markets 20 6 4 30
Sonstige und Konsolidierung 5 5 3 12
Non-Core Assets 67 0 1 68
Commercial Real Estate 30 0 1 31
Deutsche Schiffsbank 20 0 0 20
Public Finance 16 0 0 16
Konzern 175 11 23 208

Regulatorisches Umfeld

Mitte Januar 2012 hat die Commerzbank ein umfangreiches Maßnahmenpaket präsentiert, um die Anforderung der European Banking Authority (EBA) - das harte Kernkapital um 5,3 Mrd. Euro zu stärken - aus eigener Kraft zu erfüllen.

Zur Erfüllung der durch die EBA vorgegebenen Core-Tier-I-Quote von 9 % (bei Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen) hatte die Commerzbank bereits zum Ende des Jahres 2011 umfassende Maßnahmen eingeleitet. Im ersten Quartal 2012 konnte insbesondere durch das konsequent fortgesetzte RWA-Management sowie unter Berücksichtigung des Zwischengewinns das EBA-Kapitalziel bereits übererfüllt werden. Durch die zusätzlich kapitalerhöhend wirkenden Effekte aus der Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur vom Februar 2012 hat die Commerzbank ihre Kapitalausstattung weiter gestärkt.

Am 14. Dezember 2012 hat die BaFin die vierte Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Diese sind zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Neue Anforderungen sind grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2013 umzusetzen. Die Commerzbank hat bereits mit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs zur MaRisk-Novelle begonnen, den Anpassungsbedarf in den betroffenen Bereichen zu analysieren und plant, die neuen Anforderungen im vorgegebenen Zeitrahmen umzusetzen.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Unter den Adressenausfallrisiken subsumiert die Commerzbank neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

Strategie und Organisation

Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und ist aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und leistet so einen Beitrag zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Als Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die jeweils den spezifischen Anforderungen von Kernbank- und Abbauportfolios Rechnung tragen.

Die quantitative Steuerung erfolgt dabei über fest definierte (ökonomische und regulatorische) Kennzahlen auf Konzern- und Segment- beziehungsweise Konzernbereichsebene mit dem Ziel, neben der Risikotragfähigkeit auch eine angemessene Portfolioqualität und -granularität sicherzustellen.

Qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies definieren das Zielgeschäft der Bank und regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert: Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.

Die Kreditrisikostrategie beschreibt die risikostrategischen Handlungsfelder und gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement - insbesondere zur Steuerung der wichtigsten Risikokonzentrationen (Verbünde, Länder, Branchen).

Das Kreditrisikomanagement in der Kernbank unterscheidet sich organisatorisch vom Risikomanagement im Segment NCA. In der Kernbank sind, basierend auf der Trennung der Zuständigkeit nach Weißbereich einerseits und Intensive Care andererseits, eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich.

Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktfolgeseite für das Risiko, die der Marktseite für den Ertrag besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.

Risikoauffällige Kunden werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Überleitung in diese Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Übergabekriterien erfüllt sind. Neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Insolvenz, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen die wichtigsten Gründe für die Überleitung in den Intensive-Care-Bereich. Hierdurch wird sichergestellt, dass Kunden, die ihre Darlehen nicht bedienen, zeitnah von Spezialisten in fest definierten, einheitlichen Prozessen weiter betreut werden können.

Im Rahmen der operativen Bearbeitung der Engagements in den Intensive-Care-Bereichen kommen verschiedene Strategien zur Restrukturierung/Sanierung zum Einsatz. In Abhängigkeit von der spezifischen Problemstellung werden geeignete Maßnahmen eingeleitet. Die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen (planmäßige Rückführung/laufende Tilgung) erfolgt durch enge Engagement-Begleitung. Ziel ist die Gesundung des Kunden und Rückgabe an den Weißbereich. Maßnahmen im Rahmen von Stundungen und Restrukturierungen/ Sanierungen der Kunden umfassen beispielsweise:

Tolerierung zeitlich befristeter Überziehungen, sofern der Grund für die Überziehung sowie Art und Zeitpunkt des Ausgleiches nachvollziehbar beziehungsweise absehbar sind.
Rückführungsvereinbarungen: Nicht gezahlte Darlehensraten, die zu einer Überziehung des Kontokorrentkontos führen, werden als Betrag separiert und im Rahmen einer Rückführungsvereinbarung in monatlichen Raten zurückgeführt.
Restrukturierung bestehender Kredite/Darlehen: Kredite/Darlehen des Kunden werden -mit dem Ziel der Reduzierung der laufende Belastung für den Kunden - umfinanziert. Dies kann unter anderem mit einer Änderung der Tilgungsmodalitäten und/oder der Darlehensstruktur/Kreditlaufzeit einhergehen.
Sanierung/Neukreditvergabe: Finanzielle Begleitung des Sanierungsprozesses eines in der Krise befindlichen Unternehmens mit dem Ziel der nachhaltigen Gesundung. Dies bedeutet in der Regel einen tief greifenden Eingriff in die Finanzierungsstrukturen und Haftungsverhältnisse und kann auch zum Aussprechen eines Kapitalverzichts, zur Veränderung der Sicherheitenpositionen oder zur Vergabe eines Sanierungszinses führen, der unter den marktüblichen Konditionen liegt.

Im Segment NCA dagegen sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care nicht getrennt, sondern das Kreditrisikomanagement ist über alle Ratingstufen hinweg in einer Einheit zusammengefasst, um auf die Anforderungen des Portfolioabbaus beziehungsweise von Restrukturierungen flexibler reagieren zu können.

Risikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems bestehend aus Aufbauorganisation, Methoden und Modellen, Risikostrategie mit quantitativen und qualitativen Steuerungsinstrumenten sowie Regularien und Prozessen. Das Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene.

Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab und werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Eine risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Managementfokus der höchsten Entscheidungsgremien auf beispielsweise Konzentrationsrisiken beziehungsweise Abweichungen von der Risikostrategie.

Das Management der Risikokonzentrationen innerhalb des Adressenausfallrisikos umfasst sowohl engagementbezogene Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) als auch Länderund Branchen- sowie Sicherheitenkonzentrationen.

Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement zielt weiterhin auf den Erhalt einer angemessenen Portfolioqualität ab. Neben dem weiteren De-Risking bei Konzentrationsrisiken, dem Management der Auswirkungen aus der Euro- und Staatsschuldenkrise, sowie der Reduktion von Risiken im Non-Investment-Grade-Bereich stand ebenso die Begleitung attraktiven Neugeschäfts in unseren Wachstumssegmenten im Fokus. Darüber hinaus überprüfen wir kontinuierlich unsere Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten.

Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken sind die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind. Sowohl die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden als auch die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Erfahrungen des laufenden Jahres sind die Basis für die jährliche Rekalibrierung der Verfahren.

Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios.

Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt und fokussiert auf die Risikosteuerung schwächerer Ratings. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Gesamt- und Teilportfolioebenen unmittelbar nachzugehen und diese direkt auf Ebene der Einzelkredite zu übertragen, zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. Hierin begründet sich ein erheblicher Fortschritt sowohl bei Geschwindigkeit als auch Effizienz von Präventionsmaßnahmen ebenso wie bei der Prognosequalität zur Risikoentwicklung.

Krisenhafte Entwicklungen sowie die stark verkürzte Gültigkeitsdauer regulatorischer Bestimmungen verstärken die Notwendigkeit eines reagiblen Kreditportfolios. Die Sicherstellung einer hohen Portfolioreagibilität war und bleibt daher eines der wesentlichen risikostrategischen Handlungsfelder im Kreditrisikomanagement.

Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

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Risikostrategien und Policies Limit- und Leitplankensysteme Portfolioüberwachung und Reporting Aufbau und Gremienstrukturen
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Gesamtbank
Gesamtrisikostrategie nebst Teilstrategien für wesentliche Risikoarten Verankerung allgemeines Risikoverständnis und Schaffung einer einheitlichen Risikokultur Definition risikoartenübergreifender Gesamtbanklimite zur Kapital- und Liquiditätssteuerung Zusätzliche Definition von Leitplanken als Eckpunkte des angestrebten Zielportfolios Group Risk & Capital Monitor nebst risikoartenspezifischen Gesamtbankformaten (inkl. Flash-Berichterstattung) Einheitlicher, konsolidierter Datenhaushalt als Ausgangsbasis für Gesamtbankreporting Sicherstellung Informationsaustausch und Vernetzung in risikoartenübergreifenden Komitees Sicherung qualifizierten Personalbestandes mit fortschreitender Produktinnovation oder regulatorischen Anpassungen
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Teilportfolios
Klare Formulierung der Risikopolitik in Policies (Portfolios, Assetklassen etc.) Differenzierte Kompetenzen in Abhängigkeit von Übereinstimmung der Geschäfte mit der Risikopolitik der Bank Steuerungsgrößen auf Risikoarten- und Teilportfolioebene Ergänzung der konzernweiten Steuerungsgrößen um teilportfoliospezifische Kennzahlen Portfoliobatches gemäß etabliertem Portfoliokalender Asset Quality Review und Analyse des High Attention Parts (HAP) Triggerüberwachung mit klaren Eskalations- und Berichtslinien Interdisziplinäre Besetzung von Segmentgremien Sicherstellung einheitlicher volkswirtschaftlicher Meinung
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Einzelengagement
Rating- beziehungsweise klumpensensitive Kompetenzordnung mit klaren Eskalationsprozessen Begrenzung von Klumpenrisiken und einheitliche Steuerung nach modellunabhängiger All-in-Definition Limitüberwachung auf Einzelengagementebene Monatlicher Bericht zur Entwicklung der Klumpenrisiken an den Vorstand Review von Einzeladressen aus Asset-Quality- oder HAP-Analysen Deal-Team-Strukturen Institutionalisierter Austausch innerhalb der Risikofunktion, auch unter Einbezug volkswirtschaftlicher Entwicklungen Branchenorganisation im inländischen Firmenkundengeschäft

Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung

Mit dem Ziel einer angemessenen Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns werden für das ökonomische Risikokapital (Economically required Capital, ErC) alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernübergreifend mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung der Limiteinhaltung wichtig, die erwartete Entwicklung des Kreditrisikos (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Plan-/Forecastwerte der Kapitalkenngrößen sowie der Abgleich mit der beobachteten Ist-Entwicklung in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Dabei ist sicherzustellen, dass aus der Plan-/Forecasteinhaltung die Limiteinhaltung folgt. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Kreditkonzernlimits auf Segmente/Geschäftsfelder, wird verzichtet.

Bei der Operationalisierung der Kapitalsteuerung für das Adressenausfallrisiko spielt der Expected Loss (EL) eine maßgebliche Rolle, da er wesentliche Inputfaktoren des CVaR zu einer aussagekräftigen Kennzahl verdichtet, deren Einsatz in der Risikosteuerung seit Langem etabliert ist.

Ratingklassifizierung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingstufen für nicht ausgefallene Kredite (1.0 bis 5.8) und fünf Default-Klassen (6.1 bis 6.5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren unterliegen einer jährlich durchzuführenden Validierung und Rekalibrierung, sodass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuellste Einschätzung widerspiegeln.

Entsprechend dem Ansatz der Masterskala bleiben zum Zwecke der Vergleichbarkeit bei der Commerzbank-Masterskala die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder unverändert (zeit- und portfoliostabil). Zur Orientierung sind externe Ratings gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung aber nicht möglich.

Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt. Wichtigste Steuerungsgröße für das Adressenausfallrisiko sind die aus den Ratings abgeleiteten erwarteten Verluste (EL). Die Kreditrisikostrategie gibt Zielwerte für einzelne Portfolioteile vor. Dadurch wird gewährleistet, dass die zu erwartende Risikovorsorge im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Bank, wie zum Beispiel dem Zielrating der Ratingagenturen oder der angestrebten Portfolioqualität und -zusammensetzung, gehalten wird.

Commerzbank-Masterskala

Management von Risikokonzentrationen

Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass Ausfälle einzelner großer Marktteilnehmer erhebliche Risiken für die Stabilität des Finanzsystems bergen können. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen unter anderem bei einzelnen Großkunden (Klumpen) sowie in Ländern oder Kundengruppen durch eine aktive Steuerung unter Berücksichtigung segmentspezifischer Besonderheiten gesteuert.

Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme.

Klumpen oberhalb einer fest definierten Ausschlussschwelle sind dauerhaft nicht gewollt und werden konsequent reduziert. Das Management der Risikokonzentrationen innerhalb des Adressenausfallrisikos umfasst neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) auch Länder- und Branchenkonzentrationen.

Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Risikominderung

Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten liegen überwiegend in der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der Hypothekenbank Frankfurt AG und belaufen sich auf rund 113 Mrd. Euro für die Positionen im Weiß- und Graubuch sowie auf gut 9 Mrd. Euro im Defaultportfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich dabei im Segment Privatkunden überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Grundpfandrechte auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Mittel- und Osteuropaportfolio im Segment Central & Eastern Europe dienen sowohl im gewerblichen als auch im Retailbereich vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Die Besicherung des Corporates-&-Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Sicherungsübereignungen sowie aus Verpfändungen zusammen. Im Segment None-Core Assets entfallen die Sicherheitenwerte im Bereich Commercial Real Estate überwiegend auf gewerbliche Grundschulden und Grundschulden bei eigen- und fremdgenutztem Wohneigentum, für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken.

Commerzbank-Konzern

Angesichts der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten sowie der zunehmenden regulatorischen Belastungen hat die Commerzbank im Juni 2012 beschlossen, den bereits eingeschlagenen Weg der Fokussierung auf kundengetriebenes und profitables Kerngeschäft, der Minimierung von Risiken und der Reduzierung von Komplexität beschleunigt fortzusetzen und die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance über Zeit vollständig abzubauen. Diese Konzernbereiche wurden deshalb komplett in das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) übertragen. In der Kernbank verbleiben somit die Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe.

Im Rahmen der Beschreibung des Commerzbank-Konzerns werden wir detailliert auf Kreditrisikokennzahlen, die Verteilung des Portfolios nach Regionen, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie auf das Default-Portfolio und die Überziehungen im Weißbuch eingehen.

Kreditrisikokennzahlen Die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 - 5.8 wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR

Mio. €
Kernbank 321 869 27 7 571
Non-Core Assets 139 912 66 5 626
Konzern 460 1 781 39 13 198

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Konzernportfolios auf die internen Ratingklassifizierungen auf Basis von PD-Ratings:

Ratingverteilung per 31.12.2012 EaD in %

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1.0 - 1.8 2.0 - 2.8 3.0 - 3.8 4.0 - 4.8 5.0 - 5.8
Kernbank 32 47 16 3 2
Non-Core Assets 31 36 20 8 6
Konzern 31 44 17 5 3

Im Rahmen der Länderrisikoermittlung des Konzerns werden sowohl die Transferrisiken als auch die regionalspezifischen, von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Länderrisikosteuerung umfasst dabei Entscheidungen, Maßnahmen und Prozesse, die die Beeinflussung der Länderportfoliostruktur zur Erreichung der Geschäfts-, Risiko- und Renditeziele bezwecken. Die Steuerung und Limitierung der Länderrisiken erfolgt seit 2012 auf Basis des Loss at Default auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt.

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte der globalen Geschäftstätigkeit der Bank wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden beziehungsweise die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist.

Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 231 564 24
Westeuropa 113 446 39
Mittel- und Osteuropa 41 207 51
Nordamerika 33 69 21
Sonstige 42 496 119
Konzern 460 1 781 39

Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes:

EaD1 per 31.12.2012 Mrd. €

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Sovereign2 Banken CRE Corporates/Sonstige Gesamt 2012 Gesamt 2011
Griechenland 0,0 0,0 0,2 0,1 0,2 1,1
Irland 0,0 0,6 0,1 0,9 1,6 2,0
Italien 8,8 0,9 2,2 2,3 14,2 14,0
Portugal 0,9 0,3 1,6 0,3 3,0 3,4
Spanien 2,6 3,7 3,6 2,9 12,8 14,6

1 Ohne Exposure aus Schiffsfinanzierungen.

2 Inklusive Subsovereigns.

Risikovorsorge Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1 660 Mio. Euro. In diesem Betrag ist ein einmaliger Effekt aus der Überprüfung und Aktualisierung von Parametern in Höhe von netto 69 Mio. Euro enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2012 um 270 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Konzern-Risikovorsorge:

Risikovorsorge Mio. €

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2012
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- --- ---
Kernbank 283 102 47 116 18
Non-Core Assets 1 374 512 383 301 178
Konzern1 1 660 614 430 404 212

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2011
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- --- ---
Kernbank 482 174 175 50 83
Non-Core Assets 903 181 255 231 236
Konzern1 1 390 381 413 278 318

1 Inklusive Risikovorsorge der PRU in Höhe von insgesamt 3 Mio. Euro im Jahr 2012 und 5 Mio. Euro im Jahr 2011.

Für 2013 wird im Konzern ein leichter Anstieg der Risikovorsorge erwartet. Wir gehen davon aus, dass sich die niedrige Risikovorsorge der Kernbank im Geschäftsjahr 2012 in 2013 auf höherem Niveau normalisieren wird, da die für das sehr gute Risikovorsorgeergebnis 2012 maßgeblichen hohen Auflösungen sich nicht fortsetzen werden. Für NCA wird aufgrund der anhaltenden Krise am Schiffsmarkt eine weiterhin hohe Belastung aus der Risikovorsorge erwartet.

Die Risiken für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin hoch. Sollte es durch Auswirkungen der anhaltenden Staatschuldenkrise auf die Realwirtschaft zu einem massiven Konjunktureinbruch oder zu Ausfällen von Finanzadressen kommen, kann unter Umständen eine deutliche höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Default-Portfolios im Konzern:

Default-Portfolio | Mio. €

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2012 2011
Konzern Kernbank NCA Konzern1 Kernbank NCA
--- --- --- --- --- --- ---
Default-Volumen 18 926 6 799 12 128 19 703 8 516 10 536
Risikovorsorgebestand 7 148 3 264 3 884 7 657 3 963 3 362
GLLP 887 470 417 948 612 332
Sicherheiten 9 296 1 451 7 845 9 278 2 335 6 773
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 87 69 97 86 74 96
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 92 76 100 91 81 99
NPL-Ratio (%)2 4,0 2,1 8,1 3,8 2,7 5,8

1 Inklusive Default-Volumen der PRU in Höhe von 652 Mio. Euro.

2 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zu Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Das Default-Portfolio konnte per Ende 2012 gegenüber dem Vorjahr trotz eines Anstiegs in NCA aufgrund der erfolgreichen Abbaumaßnahmen in der Kernbank um 0,8 Mrd. Euro reduziert werden. Das Volumen entspricht den ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit. Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:

Ratingstufe 6.1: Drohende Zahlungsunfähigkeit (mehr als 90 Tage überfällig).
Ratingstufen 6.2/6.3: Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit oder ohne Sanierungsbeiträge.
Ratingstufen 6.4/6.5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Default-Klassen:

Ratingstufen per 31.12.2012 | Mio. €

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6.1 6.2/6.3 6.4/6.5 Konzern
Default-Volumen 1 311 11 723 5 892 18 926
Risikovorsorgebestand 98 3 711 3 339 7 148
Sicherheiten 1 043 6 142 2 111 9 296
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 87 84 92 87

Überziehungen im Weißbuch Zur Vermeidung eines Anstiegs des Default-Portfolios werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein DV-technisch unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2012:

Überziehungen | Mio. €

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> 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Kernbank 2 434 292 112 90 2 927
Non-Core Assets 609 164 165 53 991
Konzern 3 043 456 277 143 3 918

Im Jahr 2012 wurde der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 54 auf 116 Mio. Euro (Zugänge 104 Mio. Euro, Abgänge 219 Mio. Euro, kumulierte Veränderung aus der Bewertung 61 Mio. Euro) reduziert. Vom Jahresendbestand entfiel der überwiegende Anteil der Immobilien im Wert von rund 116 Mio. Euro auf unsere Hypothekentochter Hypothekenbank Frankfurt. Die Objekte werden in Gesellschaften, an denen die Hypothekenbank Frankfurt über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut und verwaltet. In der Regel ist dies die HF Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch das Immobilien-Know-how der HF Estate Management GmbH eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig wieder am Markt zu platzieren.

Kernbank

Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.

Kreditrisikokennzahlen Die Kreditrisikokennzahlen verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 - 5.8 wie folgt auf die Segmente der Kernbank:

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR

Mio. €
Privatkunden 76 206 27 815
Mittelstandsbank 111 313 28 2 986
Central & Eastern Europe 25 150 59 539
Corporates & Markets 68 139 20 2 094
Sonstige und Konsolidierung 41 61 15 1 137
Kernbank 321 869 27 7 571

In der Kernbank ist, vor allem aufgrund der Integration der Portfolio Restructuring Unit, das Exposure auf 321 Mrd. Euro angestiegen. Die Portfolioqualität konnte mit einer Risikodichte von 27 Basispunkten (2011: 31 Basispunkte) weiter verbessert werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kernbankportfolios auf die internen Ratingklassifizierungen auf Basis von PD-Ratings:

Ratingverteilung per 31.12.2012 EaD in %

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1.0 - 1.8 2.0 - 2.8 3.0 - 3.8 4.0 - 4.8 5.0 - 5.8
Privatkunden 28 49 17 4 2
Mittelstandsbank 13 60 20 4 2
Central & Eastern Europe 26 38 24 9 3
Corporates & Markets 46 40 12 1 1
Kernbank1 32 47 16 3 2

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Risikovorsorge Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge in den Segmenten der Kernbank:

Risikovorsorge Mio. €

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2012
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- --- ---
Privatkunden 95 16 45 26 8
Mittelstandsbank 30 42 - 9 32 - 35
Central & Eastern Europe 105 24 28 35 18
Corporates & Markets 52 19 - 17 23 27
Sonstige und Konsolidierung 1 1 0 0 0
Kernbank 283 102 47 116 18

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2011
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- --- ---
Privatkunden 61 - 55 33 38 45
Mittelstandsbank 190 149 58 - 28 11
Central & Eastern Europe 86 24 26 9 27
Corporates & Markets 146 56 59 31 0
Sonstige und Konsolidierung - 1 0 - 1 0 0
Kernbank 482 174 175 50 83

Im Geschäftsjahr 2012 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 283 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr war die Belastung somit um 199 Mio. Euro beziehungsweise 41 % stark rückläufig. Die Kernbank profitierte insbesondere von Auflösungen aufgrund erfolgreicher Restrukturierungen und eines weiterhin sehr guten wirtschaftlichen Umfeldes in Deutschland.

Default-Portfolio positive Risikovorsorgesituation spiegelt sich auch in der Entwicklung des Default-Portfolios wider. Das Default-Portfolio der Kernbank profitierte von hohen Outflows durch erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen.

Default-Portfolio Kernbank | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 6 799 8 516
Risikovorsorgebestand 3 264 3 963
GLLP 470 612
Sicherheiten 1 451 2 335
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 69 74
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 76 81
NPL-Ratio (%) 2,1 2,7

Überziehungen im Weißbuch Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios nach Segmenten basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2012:

Überziehungen | Mio. €

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> 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Privatkunden 575 81 44 16 715
Mittelstandsbank 1 508 139 35 9 1 691
Central & Eastern Europe 243 60 23 66 391
Corporates & Markets 106 12 10 0 127
Kernbank1 2 434 292 112 90 2 927

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, unter dem das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst sind, das Direct Banking und die seit dem vierten Quartal 2012 zur Kernbank gehörenden Geschäfte der Commerz Real.

Die Steuerung und Überwachung der Risiken, die von der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes, der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Preisentwicklung am Immobilienmarkt abhängig sind, erfolgt unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes und ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus werden auffällige Kredite über ausgewählte Trigger identifiziert und im Bereich Risikofrüherkennung spezialisiert bearbeitet.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Private Baufinanzierung 46 92 20
Renditeobjekte 5 11 21
Individualkredite 12 46 40
Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten 10 41 43
Inländische Tochtergesellschaften 3 7 28
Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige 1 8 73
Privatkunden 76 206 27

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von 51 Mrd. Euro). Weitere Hauptaktivität ist die Sicherstellung der Kreditversorgung unserer Geschäftskunden (Individualkredite 12 Mrd. Euro). Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten 10 Mrd. Euro).

Der Portfolioanstieg um 11 auf 76 Mrd. Euro ist überwiegend auf die Integration der Commerz Real und Teilen des Baufinanzierungsgeschäftes der Hypothekenbank Frankfurt in das Segment Privatkunden zurückzuführen.

Das im Jahr 2012 weiter optimierte Risikomanagement, insbesondere die Umsetzung konsequenter Steuerungsmaßnahmen in schwächeren Bonitätsklassen und der Ausbau der Risikofrüherkennung, haben ebenso zu einer Absenkung der Risikodichte auf 27 Basispunkte geführt wie der inzwischen höhere Anteil risikoärmerer Baufinanzierungen und die positive Marktentwicklung.

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft ist im Vergleich zum Vorjahr um 34 Mio. Euro höher. Bereinigt um die Parameteraktualisierung im vierten Quartal 2011, ist die operative Risikovorsorge insgesamt stabil und unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Abbau des Default-Portfolios war im Privatkundengeschäft mit über 21 % beziehungsweise mehr als 309 Mio. Euro sehr deutlich. Bei den Sicherheiten im Segment Privatkunden handelt es sich überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum.

Default-Portfolio Segment Privatkunden | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 1 135 1 444
Risikovorsorgebestand 392 493
GLLP 128 164
Sicherheiten 527 669
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 81 80
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 92 92
NPL-Ratio (%) 1,5 1,9

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit schwerpunktmäßig mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden (sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind). Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Aus dem Segment Central & Eastern Europe wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2012 die Commerzbank Eurasija in Russland, die Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie die Commerzbank Zrt. in Ungarn in die Mittelstandsbank transferiert. Entsprechend der Ausrichtung des Segments Mittelstandsbank auf deutsche Firmenkunden und internationale Firmenkunden mit Konnektivität zu Deutschland als Kerngeschäft, ist in den genannten Bereichen Wachstum gewollt. Der Risikoappetit orientiert sich zum einen an der Einschätzung der jeweiligen Branche, zum anderen aber auch an den Umfeldbedingungen für die Unternehmen in den Hauptländern ihrer Tätigkeit. Unabhängig von diesen Umfeldbedingungen unterliegt jedes Engagement aber letztlich der Einzelanalyse im Hinblick auf Bonität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells des Kunden.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Financial Institutions 18 52 30
Corporates Inland 78 214 27
Corporates Ausland 15 46 31
Mittelstandsbank 111 313 28

Die derzeitige positive konjunkturelle Situation in Deutschland drückt sich im Teilportfolio Corporates Inland durch eine Verbesserung der Risikokennziffern im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Risikodichte in diesem Bereich liegt per 31. Dezember 2012 auf einem vergleichsweise niedrigen Wert von 27 Basispunkten. Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 31. Dezember 2012 auf 15 Mrd. Euro. Die Risikodichte lag hier bei 31 Basispunkten.

Trotz einer geringen Kreditnachfrage aufgrund der guten konjunkturellen Lage blieb der EaD der Mittelstandsbank im Gesamtjahr 2012 insgesamt mit 111 Mrd. Euro, bei einer leicht verbesserten Risikodichte, relativ konstant. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios siehe Seite 75.

Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank bewegte sich 2012 auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 160 Mio. Euro weniger Risikovorsorge gebildet. Haupttreiber sind erfolgreiche Restrukturierungen und rückläufige Portfoliorisikovorsorge infolge sehr guter Portfolioqualität.

Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank reduzierte sich im Einklang mit der Risikovorsorgeentwicklung um 556 Mio. Euro.

Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 2 632 3 188
Risikovorsorgebestand 1 439 1 753
GLLP 232 302
Sicherheiten 482 653
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 73 75
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 82 85
NPL-Ratio (%) 2,3 2,6

Segment Central & Eastern Europe

Nach dem im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossenen Verkauf der ukrainischen Bank Forum sind die Aktivitäten des Segments CEE hauptsächlich auf die operative Einheit BRE Bank in Polen konzentriert. Die Hauptgeschäftsfelder der BRE-Bank-Gruppe umfassen das Privatkundengeschäft mit ergänzenden Direktbankeinheiten in Polen, in der Tschechischen Republik und in der Slowakei sowie das Corporate-Geschäft mit einem breiten Produktangebot, wie zum Beispiel Corporate Finance, Corporate Treasury Sales, Leasing und Factoring. Der strategische Fokus des Segments liegt insbesondere auf dem weiteren Ausbau des polnischen Mittelstandsgeschäfts sowie des Cross-Border-Geschäfts.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Central & Eastern Europe 25 150 59

Nach mehreren Jahren eines überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums verlor die Konjunktur in Polen im Jahr 2012 an Dynamik. Wir erwarten aber trotzdem im nächsten Jahr weiterhin ein positives Wirtschaftswachstum.

Vor diesem Hintergrund konnte die Risikodichte im Jahr 2012 weiter reduziert werden. Für das Jahr 2013 erwarten wir, unter der Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds, eine leichte Verschlechterung der Portfolioqualität.

Im Jahr 2012 stieg die Risikovorsorge für das Segment Central & Eastern Europe um 19 Mio. Euro auf 105 Mio. Euro. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass im Vorjahr eine Auflösung aus einem Portfolioverkauf der BRE Bank sowie eine einmalige Auflösung wegen Parametereffekten in der Risikovorsorge vereinnahmt wurden.

In dem Segment Central & Eastern Europe ist das Default-Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 697 Mio. Euro gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Beteiligung der Bank Forum zurückzuführen.

Default-Portfolio Segment CEE | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 1 069 1 766
Risikovorsorgebestand 579 934
GLLP 54 67
Sicherheiten 383 953
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 90 107
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 95 111
NPL-Ratio (%) 4,0 7,2

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) inklusive des kommerziellen Geschäfts mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) des Konzerns. Zum 1. Juli 2012 hat die Commerzbank die bislang nicht zur Kernbank gehörende Abbaueinheit Portfolio Restructuring Unit (PRU) aufgelöst und das noch verbleibende Portfolio in das operative Geschäft des Segments Corporates & Markets integriert. Die Private Finance Initiatives/Infrastruktur-Finanzierungen waren davon ausgenommen und wurden vom Segment NCA übernommen. Die Integration des PRU-Portfolios spiegelte sich per 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahr in einem höheren EaD von 68 Mrd. Euro (Vorjahr: 61 Mrd. Euro) für Corporates & Markets wider.

Der regionale Schwerpunkt des Segments liegt in Deutschland und Westeuropa, wo sich knapp drei Viertel des Exposures befinden; der Anteil Nordamerikas lag Ende Dezember 2012 bei rund 9 Mrd. Euro.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 23 45 20
Westeuropa 27 54 20
Mittel- und Osteuropa 2 4 25
Nordamerika 9 26 28
Sonstige 7 10 15
Corporates & Markets 68 139 20

Corporates & Markets ist unter anderem darauf fokussiert, seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten (zum Beispiel Equity, Bonds, Syndicated Loans) mithilfe seiner Serviceleistungen bezüglich Underwriting und Marktbegebung aktiv zu begleiten. Die erforderliche Begrenzung des Underwriting-Risikos für alle Produktarten erfolgt durch stringente Richtlinien und definierte Limite. Die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker auf den eigenen Büchern verbleiben, werden unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten sowohl auf Kontrahenten- als auch Portfolioebene streng überwacht.

Ein Augenmerk liegt auch auf dem gezielten Abbau von Klumpenrisiken, insbesondere bei Banken und Versicherungen. Das Risikomanagement bezüglich Börsen und Clearinghäusern ist aufgrund der geänderten regulatorischen Anforderungen für Derivate ebenfalls stärker in den Fokus gerückt.

Seit Jahresanfang wurde das Nominalvolumen des Teilportfolios Structured Credit um 8,5 auf 10,8 Mrd. Euro und die Risikowerte1 um 4,5 auf 5,4 Mrd. Euro (jeweils inklusive Default-Portfolio) nahezu halbiert. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Zusammensetzung und Entwicklung des Structured-Credit-Portfolios.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

Structured-Credit-Portfolio

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31.12.2012 31.12.2011
Nominalwerte

Mrd. €
Risikowerte

Mrd. €
Markdown Ratio

%
Nominalwerte Mrd.

Risikowerte

Mrd. €
Markdown Ratio1

%
--- --- --- --- --- --- ---
RMBS 1,6 1,1 30 3,2 1,9 40
CMBS 0,2 0,1 51 0,6 0,3 43
CDO 4,5 3,1 30 9,8 5,9 40
Sonstige ABS 1,3 1,1 20 2,1 1,7 19
CIRC 0,0 0,0 - 0,0 0,0 -
Andere Structured-Credit-Positionen 3,2 0,0 - 3,6 0,1 -
Gesamt 10,8 5,4 50 19,3 9,9 49

1 Markdown Ratio = 1-(Risikowert/Nominalwert).

Der größte Teil des Portfolios entfällt auf Collateralised Debt Obligations (CDO). Diese verbriefen überwiegend US-Subprime-RMBS (CDO of ABS) sowie Unternehmenskredite in den USA und in Europa (CLO). Bei Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) handelt es sich um Verbriefungen von privaten, überwiegend europäischen Immobilienkrediten.

Über die Restlaufzeit des Portfolios werden weiter Wertaufholungen erwartet. Mögliche zukünftige Wertverluste, zum Beispiel bei den bereits stark abgeschriebenen US-RMBS und US CDO of ABS, werden durch positive Wertentwicklungen anderer Assets voraussichtlich kompensiert, sind aber auch aufgrund des deutlichen Abbaus im bisherigen Jahresverlauf limitiert. Der zwischenzeitlich lange Zeitraum seit Emission der Strukturen bildet eine zunehmend verlässliche Basis für die Prognose der künftigen Portfolio-Performance. Zudem verläuft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den für uns maßgeblichen Volkswirtschaften im Rahmen unserer Risikoeinschätzung.

In dem stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägten Segment Corporates & Markets war die Nettorisikovorsorge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 94 Mio. Euro deutlich rückläufig.

Das Default-Portfolio des Segments Corporates & Markets konnte im Jahr 2012 um 155 Mio. Euro abgebaut werden.

Default-Portfolio Segment Corporates & Markets | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 1 961 2 116
Risikovorsorgebestand 853 772
GLLP 54 78
Sicherheiten 59 60
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 47 39
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 49 43
NPL-Ratio (%) 2,8 3,3

Non-Core Assets

Die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance wurden im Jahr 2012 im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Das Exposure at Default des Segments beläuft sich per Ende 2012 auf 139 Mrd. Euro und damit 31 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert für das NCA-Portfolio per Ende 2011.

Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012

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Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR

Mio. €
Commercial Real Estate 47 272 58
Deutsche Schiffsbank 14 435 302
Public Finance 77 206 27
Non-Core Assets 139 912 66 5 626

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge im Segment Non-Core Assets:

Risikovorsorge Mio. €

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2012
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- --- ---
Commercial Real Estate 625 224 213 131 57
Deutsche Schiffsbank 741 296 160 170 114
Public Finance 8 - 9 10 0 7
Non-Core Assets 1 374 512 383 301 178

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2011
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
--- --- --- --- --- ---
Commercial Real Estate 697 72 189 246 190
Deutsche Schiffsbank 232 112 63 - 15 71
Public Finance - 26 - 4 3 0 - 25
Non-Core Assets 903 181 255 231 236

In dem Segment Non-Core Assets waren im Jahresverlauf 2012 weiterhin erhebliche Belastungen zu verzeichnen. Insgesamt stieg die Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr um 471 Mio. Euro. Maßgeblich zurückzuführen ist dies auf eine deutlich gestiegene Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank infolge der anhaltend schwierigen Umfeldbedingungen am Schiffsmarkt.

Das Default-Volumen für Non-Core Assets ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mrd. Euro angestiegen, maßgeblich getrieben durch Ausfälle im Schiffsportfolio.

Default-Portfolio Segment Non-Core Assets | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 12 128 10 536
Risikovorsorgebestand 3 884 3 362
GLLP 417 332
Sicherheiten 7 845 6 773
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 97 96
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 100 99
NPL-Ratio (%) 8,1 5,8

Commercial Real Estate Im Jahr 2012 wurden die Bestände, in erster Linie in der Hypothekenbank Frankfurt AG, strategiekonform reduziert. Im Jahresverlauf konnte der EaD im Weißbuch um 13 auf 47 Mrd. Euro verringert werden. Die relative Portfoliozusammensetzung nach Nutzungsarten ist unverändert. Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (17 Mrd. Euro), Handel (15 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (8 Mrd. Euro). Die Reduktion des Exposures im vierten Quartal 2012 ist auf Rückzahlungen von Darlehen, Wechselkursschwankungen sowie Überleitungen in das Default-Portfolio zurückzuführen.

Die mit der Staatsschuldenkrise einhergehenden Unsicherheiten haben weiter deutlich nachgelassen, jedoch belastet die anhaltende Rezession im Euroraum unverändert die Immobilienmärkte - vor allem in den südlichen Peripherieländern. Dort bleibt die Entwicklung der CRE-Marktwerte deutlich negativ, zumal sich die Vermietungsmärkte weiterhin im Abschwung befinden. Die solide Nachfrage nach hochwertigen Immobilien stützt das Preisniveau, wovon die liquiden Investmentmärkte wie London, Deutschland und auch die USA nach wie vor profitieren. Weniger hochwertige Objekte sind demgegenüber deutlich schwieriger am Markt zu platzieren.

CRE-Portfolio nach Regionen per 31.12.2012 | Mrd. €

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Exposure at Default
Deutschland 22
Westeuropa 18
Mittel- und Osteuropa 4
Nordamerika 2
Sonstige 1

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Risikovorsorge 2012 für Commercial Real Estate um 72 Mio. Euro leicht reduziert werden, liegt jedoch mit 625 Mio. Euro weiterhin auf hohem Niveau.

Das Default-Portfolio für den Konzernbereich Commercial Real Estate ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Neuen Inflows stehen Rückführungen von Darlehen sowie Wechselkursschwankungen gegenüber. Der positive Trend auf dem deutschen Markt ist weiterhin erkennbar.

Default-Portfolio CRE nach Ländern | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Gesamt Deutschland Spanien UK USA Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Default-Volumen 7 643 2 286 1 949 1 337 603 7 577
Risikovorsorgebestand 2 672 509 966 279 106 2 627
GLLP 130 37 14 9 7 189
Sicherheiten 5 056 1 646 1 051 1 088 514 4 888
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 101 94 103 102 103 99
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 103 96 104 103 104 102
NPL-Ratio (%) 14,0 9,3 34,7 20,0 26,8 11,2

Deutsche Schiffsbank Die Deutsche Schiffsbank AG wurde im Mai 2012 auf die Commerzbank Aktiengesellschaft verschmolzen. Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 18 auf 14 Mrd. Euro reduziert.

Das Exposure verteilt sich in weitgehend unveränderten Anteilen auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (5 Mrd. Euro), Tanker (4 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (3 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Die Marktentwicklung war im Jahr 2012 geprägt von weiterem, teilweise drastischem Charterratenrückgang und damit einhergehenden steigenden Insolvenzzahlen.

Die weitere konsequente Reduzierung des Risikos im Bestandsgeschäft steht im Rahmen der definierten wertschonenden Abbaustrategie auch im Jahr 2013 im Fokus unser Aktivitäten. Eine Erholung an den Schifffahrtsmärkten ist für das Jahr 2013 nicht abzusehen.

Die Nettorisikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank ist im Vergleich zum Vorjahr signifikant um 509 Mio. Euro angestiegen. Darin enthalten ist ein Einmaleffekt aus der Überprüfung der Parameter für die Risikovorsorgeberechnung von 145 Mio. Euro im vierten Quartal.

Das Default-Portfolio ist im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch die unsichere wirtschaftliche Lage auf den Schifffahrtsmärkten, deutlich angestiegen.

Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Gesamt Container Tanker Bulker Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Default-Volumen 4 482 2 157 1 104 579 2 945
Risikovorsorgebestand 1 211 521 359 138 722
GLLP 272 158 61 36 135
Sicherheiten 2 789 1 334 635 424 1 885
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 89 86 90 97 89
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 95 93 96 103 93
NPL-Ratio (%) 23,7 30,9 23,7 16,0 12,1

Public Finance Die Commerzbank bündelt im Segment NCA einen Großteil der Positionen im Staatsfinanzierungsgeschäft sowie die als Ersatzdeckung für Pfandbriefemissionen dort vorgehaltenen besicherten und unbesicherten Bankenanleihen/Darlehen. Das Public-Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren zusammen, die in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt AG und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK) gehalten werden.

Im dritten Quartal wurde das vorher in der Portfolio Restructuring Unit angesiedelte Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (3 Mrd. Euro EaD) in das Segment NCA übertragen. Es umfasst die private langfristige Finanzierung und den Betrieb von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben in Großbritannien. Das PFI-Portfolio ist weitgehend besichert und soll über die Zeit wertschonend abgebaut werden.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (50 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa.

Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (24 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (circa 93 %) liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Der Public-Finance-EaD, der bereits in den Jahren 2010 und 2011 überwiegend durch die Nutzung von Fälligkeiten, aber auch durch aktive Portfolioreduzierung um 40 auf 89 Mrd. Euro abgebaut werden konnte, wurde im Jahr 2012 weiter auf 77 Mrd. Euro reduziert. Es ist geplant, das Portfolio bis Ende 2016 auf rund 55 Mrd. Euro zu reduzieren. Der Bestand an griechischen Anleihen war bereits im zweiten Quartal 2012 nach dem Anleihentausch Griechenlands im Rahmen des Private Sector Involvement (PSI) vollständig veräußert worden.

Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Public Finance ist gegenüber dem Vorjahr von - 26 auf 8 Mio. Euro angestiegen. Der maßgeblich auf einen Einzelfall zurückzuführenden Risikovorsorgeauflösung in 2011 stehen im Jahr 2012 im Wesentlichen Belastungen aus Portfoliowertberichtigungen gegenüber.

Das Default-Portfolio von Public Finance ist gegenüber Vorjahr um 11 auf 2 Mio. Euro zurückgegangen.

Weitere Portfolioanalysen

Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits vollständig in den Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Corporates-Exposures nach Branchen unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit:

Teilportfolio Corporates nach Branchen

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31.12.2012 31.12.2011
Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default

Mrd. €
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstoffe/Energie/Metall 25 130 51 25 96 38
Konsum 22 85 39 21 82 40
Chemie/Verpackung 11 48 43 11 33 29
Transport/Tourismus 11 22 20 10 38 38
Technologie/Elektronik 9 25 27 10 23 23
Automobil 9 21 23 11 26 25
Dienstleistungen/Medien 8 29 35 9 50 53
Maschinen 8 20 26 8 25 32
Bau 4 17 39 4 17 41
Sonstige 15 34 23 17 58 34
Gesamt 122 430 35 126 447 36

Financial-Institutions-Portfolio

Der Fokus der Risikostrategie für das Teilportfolio Financial Institutions lag im Jahr 2012 unverändert auf proaktiver Risikoreduzierung vor allem im Public-Finance-Geschäft sowie auf selektivem Neugeschäft mit Adressen von guter Bonität. Letzteres kam entweder durch Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank oder durch Kapitalmarktaktivitäten aus Corporates & Markets zustande. Hierbei spielte die Berücksichtigung von Länderrisiken eine große Rolle. Klumpenrisiken im Portfolio konnten weiter reduziert werden. Trotz der leichten Entspannung an den Märkten wird die Risikoentwicklung des Portfolios unverändert durch den weiteren Verlauf der Euro- und Staatsschuldenkrise beeinflusst werden.

FI-Portfolio nach Regionen1

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31.12.2012 31.12.2011
Exposure at Default

Mrd.€
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default

Mrd.€
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 14 8 6 17 10 6
Westeuropa 28 49 18 28 81 29
Mittel- und Osteuropa 9 22 25 8 52 62
Nordamerika 1 <1 3 3 1 6
Sonstige 13 41 31 16 41 26
Gesamt 65 121 19 72 185 26

1 Ohne Ausnahmeschuldner.

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Im Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio standen im gesamten Berichtszeitraum sowohl attraktives Neugeschäft mit Adressen guter Bonität als auch die weitere Portfoliooptimierung im Fokus. Die Bonität der Teilbranche Versicherungen profitierte von einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Großschadensbelastung aus Naturkatastrophen. Trotz überwiegend positiver Ergebnisse im operativen Geschäft unserer Kunden erachten wir die Unsicherheiten aus der in Europa weiterhin bestehenden Staatsschuldenkrise als Belastungsfaktor für die Branche.

NBFI-Portfolio nach Regionen

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31.12.2012 31.12.2011
Exposure at Default

Mrd.€
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default

Mrd.€
Expected Loss

Mio. €
Risikodichte Bp.
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 11 24 22 10 22 22
Westeuropa 18 41 23 13 22 18
Mittel- und Osteuropa 1 4 27 1 6 43
Nordamerika 8 22 29 5 42 92
Sonstige 2 4 23 3 3 11
Gesamt 40 96 24 32 95 30

Originatorenpositionen

Überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements haben Commerzbank und Hypothekenbank Frankfurt AG im Laufe der letzten Jahre Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden der Bank mit einem aktuellen Volumen von 7,5 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,1 Mrd. Euro zurückbehalten, der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,9 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen.

Verbriefungspool Mrd. €

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Volumen Commerzbank1
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen1

31.12.2012
Gesamtvolumen1

31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Corporates 2020 - 2022 4,5 0,1 <0,1 5,0 4,5
MezzCap 2036 <0,1 <0,1 <0,1 0,1 0,2
RMBS 2048 <0,1 <0,1 <0,1 0,1 0,2
CMBS 2013 - 2084 0,4 <0,1 <0,1 2,3 4,0
Gesamt 4,9 0,1 0,1 7,5 8,9

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Im Folgenden wird auf Conduit Exposure aus dem strategischen Kundengeschäft, das auch zukünftig der Kernbank zugeordnet bleibt, und sonstige Asset-backed Exposures eingegangen.

Conduit und sonstige Asset-backed Exposures | Mrd. €

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31.12.2012 31.12.2011
Nominalwerte Risikowerte Nominalwerte Risikowerte
--- --- --- --- ---
Conduit Exposure 3,1 3,1 3,3 3,3
Sonstige Asset-backed Exposures 5,5 5,4 6,1 5,8
Gesamt 8,6 8,5 9,4 9,1

Die hier ausgewiesenen Conduit Exposures bestehen vor allem aus Liquiditätsfazilitä-ten/Back-up-Linien zugunsten der Zweckgesellschaft "Silver Tower". Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Handels- und Leasingforderungen. Unter dem von der Commerzbank gesponserten Conduit strukturiert, arrangiert und verbrieft die Commerzbank Forderungen von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Das Conduit finanziert sich in der Regel durch Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP). Bei den sonstigen Asset-backed Exposures handelt es sich überwiegend um staatsgarantierte ABS-Papiere der Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance und der Commerz Europe (Ireland).

Marktrisiken

Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen, oder im Fall von Anlagebuchpositionen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden. Zusätzlich berücksichtigt die Commerzbank das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Strategie und Organisation

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise wurden mit der Marktrisikostrategie umfassende Leitlinien zur Steuerung und Überwachung von Marktpreisrisiken verankert. Die Marktrisikostrategie leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab und legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber des Konzerns, die unabhängige Messung und Bewertung dieser Risiken sowie die auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen aufbauende risiko- und ertragsorientierte Steuerung für den Commerzbank-Konzern.

Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktpreisrisiken für den gesamten Commerzbank-Konzern verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen.

In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert, in denen Vertreter der Geschäftsfelder mit der Risikofunktion und dem Finanzbereich aktuelle Fragen der Risikopositionierung diskutieren und Steuerungsmaßnahmen beschließen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition im Konzern. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellsten Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment Market Risk Committee mit dem Fokus auf handelsintensive Segmente (Corporates & Markets und Treasury) tagt in wöchentlichem Turnus. Darüber hinaus wurde im November 2012 ein separates Marktrisikokomitee mit monatlichem Turnus zur Steuerung der Marktrisiken im Segment Non-Core Assets eingerichtet.

Der Risikomanagementprozess (Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting) liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird durch dezentrale Marktrisikomanagementeinheiten auf Segmentebene sowie die regionalen Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften ergänzt. Durch die enge Verzahnung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für ein aktives Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.

Risikosteuerung

Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindestratings zielen auf die Sicherstellung der Qualität der Marktrisikopositionen ab. Um der unterschiedlichen Bedeutung der verschiedenen Faktoren für die Steuerung der Segmente abgestimmt auf die Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen, wird im Rahmen der Marktrisikostrategie je Segment die Gewichtung der Kennzahlen hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt.

Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Dabei werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt sowie Handelsbuch- und Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und ein Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung.

Die das Marktpreisrisiko begrenzenden quantitativen und qualitativen Faktoren werden von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.

Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise werden auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite und spezifische Prozesse, ergänzt.

Marktrisiken im Handelsbuch

Zur internen Steuerung des Marktrisikos wird ein einheitliches Value-at-Risk-Marktrisikomodell verwendet, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5 % und eine Haltedauer von 1 Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen und ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.

Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von 10 Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer 1-Tages-Halteperiode berechnet. Um eine konsistente Darstellung der Risikokennziffern im Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 1 Tag.

Der VaR im Handelsbuch verringerte sich zum Jahresende 2012 deutlich von 59 auf 28 Mio. Euro. Maßgebliche Ursache ist ein weiterer Abbau nicht strategischer Risikopositionen. Darüber hinaus war im Jahr 2012 eine geringere Volatilität der Märkte im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, was zu einem weiteren Rückgang des VaR führte.

VaR der Portfolios im Handelsbuch1 | Mio. €

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2012 2011
Minimum 21 38
Mittelwert 39 66
Maximum 70 102
Jahresendziffer 28 59

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Zins- und Credit-Spread-Risiken trotz deutlichen Rückgangs mit 15 beziehungsweise 7 Mio. Euro nach wie vor die dominierenden Anlageklassen. In der Risikoart Zinsen sind auch Basis- und Inflationsrisiken enthalten. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch1 | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Credit Spreads 7 18
Zinsen 15 31
Aktien 2 4
FX 3 4
Rohwaren 1 3
Gesamt 28 59

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden im Rahmen der sogenannten Basel-2.5-Berichterstattung weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR, bei der das Risiko aus der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode bewertet wird. Der Stressed VaR ging im Jahresvergleich um 17 auf 35 Mio. Euro zurück. Der hierbei angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Eine entsprechende Anpassung erfolgte im ersten Halbjahr 2012.

Durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren wird die Verlässlichkeit des internen Modells auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden die sich aufgrund der am Markt tatsächlich eingetretenen Preisänderungen ergebenden Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dies liefert die Basis zur Bewertung der internen Risikomodelle durch die Aufsichtsbehörden. Hierbei spricht man von einem sogenannten negativen Backtest-Ausreißer, wenn der sich ergebende Verlust das auf Basis des Value-at-Risk-Modells prognostizierte Risiko überschreitet. Im umgekehrten Fall spricht man von einem positiven Backtest-Ausreißer, wenn der sich ergebende Gewinn den prognostizierten Ertrag überschreitet.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert wichtige Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Darüber hinaus werden alle negativen Ausreißer im Rahmen eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und auf Gruppenebene unter Angabe von Ausmaß und Ursache an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden keine negativen Ausreißer gemessen.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Im Jahr 2012 wurden die VaR- und Stresstest-Modelle permanent validiert. Es wurden Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.

Marktrisiken im Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Staatsfinanzierung mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt AG und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK). Dieser Geschäftsbereich wurde im Jahr 2012 dem Segment Non-Core Assets zugeordnet und wird systematisch weiter abgebaut. Darüber hinaus beeinflussen insbesondere die Portfolios der Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch.

Das nebenstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) des Commerzbank-Konzerns. Die Reduzierung des Public-Finance-Portfolios im Rahmen der De-Risking-Strategie sowie verringerte Marktwerte des Staatsanleihenportfolios haben zu einer rückläufigen Entwicklung mit einer Gesamtposition am Jahresende von 58 Mio. Euro geführt. Knapp 80 % der Credit Spreads entfallen auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Credit-Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Credit-Spread-Sensitivitäten Downshift 1 Bp. | Mio. €

Darüber hinaus bestanden im Jahr 2012 Aktienrisiken im Anlagebuch, die durch größere Beteiligungspositionen hervorgerufen wurden. Diese wurden zum Jahresende weitestgehend abgebaut, sodass das Aktienrisiko im Anlagebuch am Jahresende nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zwei für alle Institute einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.

Die anzuwendenden Zinsänderungen wurden gemäß aufsichtsrechtlichen Anforderungen auf + 200 beziehungsweise - 200 Basispunkte festgelegt. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde ein potenzieller Verlust von 1 621 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 118 Mio. Euro ermittelt. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten. Der definierte Grenzwert für einen potenziellen Rückgang des haftenden Eigenkapitals wurde deutlich unterschritten.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Das Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Aufgrund der extrem langen Duration der Verbindlichkeiten (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) befindet sich der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko, speziell Zins- und Inflationsrisiken kompensieren sich teilweise. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

Das Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Das Marktliquiditätsrisiko wird gemessen, indem für jedes Portfolio ein Abbauprofil erstellt wird, sodass eine Klassifikation der Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen Marktliquiditätsfaktor vorgenommen werden kann. Zur Berechnung des Marktliquiditätsrisikos wird das Marktrisiko auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.

Zum Jahresende 2012 setzte die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch an. Bei Wertpapieren, die in höherem Maße dem Marktliquiditätsrisiko unterliegen, handelt es sich insbesondere um Asset-backed Securities und andere Abbauportfolios.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Strategie und Organisation

Den globalen Rahmen für das Handeln des Liquiditätsrisikomanagements bildet die aus der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank abgeleitete Liquiditätsrisikostrategie. Diese vom Vorstand der Bank beschlossene Strategie, in der die Richtlinien für das Liquiditätsrisikomanagement inklusive der Risikotoleranz definiert sind, berücksichtigt zudem die zunehmenden regulatorischen Anforderungen. Da die jederzeitige Zahlungsfähigkeit eine existentielle Voraussetzung darstellt, zielt das Liquiditätsrisikomanagement auf eine Kombination von Liquiditätsvorsorge und Risikolimitierung. Auf den Vorgaben der Liquiditätsrisikostrategie setzen Regelwerke wie die Liquidity Risk Policy, die Model Validation Policy, die Model Change Policy sowie die Limit Policy auf.

Die operative Steuerung der Liquiditätsrisiken obliegt der Group Treasury der Commerzbank. Die Überwachung der unterjährigen Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung werden durch das zentrale Asset Liability Committee beschlossen. Dies umfasst unter anderem die Festlegung von Liquiditätsrisikolimiten und die Definition der Liquiditätsreserve.

Im Rahmen der Notfallplanung kann das zentrale Asset Liability Committee verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung beschließen. Die Notfallplanung beruht auf einem integrierten Prozess, der sich aus dem Liquidity Risk Contingency Plan (Notfallplan) und den ergänzenden Liquidity Contingency Measures (Maßnahmenplan) der Treasury zusammensetzt. Dieses Konzept erlaubt eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall nebst hinreichender Konkretisierung der gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Risikosteuerung

Zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung trifft das zentrale Asset Liability Committee. Auf operativer Ebene gibt es weitere Subkomitees, die Liquiditätsrisikofragen auf lokaler Ebene sowie methodische Fragen zur Quantifizierung und Limitierung von Liquiditätsrisiken mit geringerer Bedeutung für den Konzern behandeln.

Durch ein umfassendes Limitkonzept wird gewährleistet, dass ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass möglichst frühzeitig erkannt wird und entsprechende Maßnahmen zu dessen Beseitigung rechtzeitig ergriffen werden können. Im Rahmen des Limitkonzepts werden die Liquiditätsrisikolimite des Commerzbank-Konzerns aus der Risikotoleranz abgeleitet, die in der Liquiditätsrisikostrategie definiert wurde. Diese Konzernlimite werden dann auf die einzelnen Konzerneinheiten heruntergebrochen, sowohl für die einzelnen Währungen als auch über alle Währungen hinweg. Neben den Liquiditätslimiten für den Zeithorizont bis zu einem Jahr hat die Bank einen Zielkorridor für die strukturellen längerfristigen Liquiditätsrisiken definiert.

Quantifizierung und Stresstesting

Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet das bankinterne Liquiditätsrisikomodell. Bezogen auf einen Stichtag ermittelt dieses Risikomessverfahren die verfügbare Nettoliquidität (ANL - Available Net Liquidity) für die nächsten zwölf Monate auf Grundlage verschiedener Szenarien. Die verfügbare Nettoliquidität der Commerzbank wird für verschiedene Stressszenarien aus folgenden drei Bestandteilen ermittelt: deterministische, das heißt vertraglich vereinbarte Zahlungsströme, statistisch erwartete ökonomische Cashflows für das jeweilige Szenario und die im jeweiligen Szenario liquidierbaren Vermögenswerte.

Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante Stressszenario berücksichtigt bei der Berechnung der Liquidität und in der Limitierung sowohl die Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Die Parametrisierung des Stressszenarios leitet sich aus der Risikotoleranz ab, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie festgelegt wurde. Dazu gehört auch die Definition von Szenarien, die nicht von der Risikotoleranz abgedeckt sind.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen und damit zu einem erhöhten Liquiditätsrisiko. Risikokonzentrationen treten im Umfeld der Liquiditätsrisikosteuerung in vielfältiger Form auf, zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen. Das Liquiditätsrisikomanagement findet zentral im Rahmen der bestehenden Liquiditätsrisikolimitstruktur und unter Berücksichtigung der Liquiditätsrisikotoleranz statt. Unterstützt durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden hierdurch Risikokonzentrationen in der Refinanzierung bereits zeitnah erkannt und können in großen Teilen vermieden werden.

Weitere Bestandteile des Liquiditätsrisikomanagements sind eine Survival-Period-Berechnung im Sinne der MaRisk sowie die Analyse zusätzlicher inverser Stressszenarien.

Die steuerungsrelevanten Stressszenarien des ANL-Modells werden täglich berechnet und an das Management berichtet. Die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und die gesetzten Limite werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den veränderten Marktgegebenheiten angepasst. Die beschriebenen Stressszenarien bilden darüber hinaus die Grundlage für die oben dargestellte Notfallplanung, im Rahmen derer das zentrale Asset Liability Committee verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung beschließen kann.

Die nachfolgende Darstellung der ANL zeigt, dass im berechneten steuerungsrelevanten Stressszenario per 31. Dezember 2012 über den gesamten Betrachtungszeitraum ausreichende Liquiditätsüberhänge bestanden.

Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des internen Liquiditätsrisikomodells Mrd. €

Die zunehmende Überschussliquidität im Geldmarkt spiegelte sich im Jahr 2012 auch in den internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank wider, die sich stets deutlich oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite befanden. Gleiches gilt für die Erfüllung der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung sowie der von den MaRisk vorgegebenen Survival-Period-Berechnung. Wir profitieren hierbei weiterhin von unseren Kerngeschäftsaktivitäten im Privat- und Firmenkundenbereich sowie von den hinsichtlich Produkten, Regionen und Investoren breit diversifizierten Refinanzierungsquellen am Geld- und Kapitalmarkt. Zur Absicherung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen verfügt die Bank über einen Liquiditätspuffer an zentralbankfähigen Aktiva und Cash-Reserven, deren Zusammensetzung, freie Verfügbarkeit sowie Höhe täglich überprüft und berichtet werden. Bei den regelmäßigen Analysen liegt besonderes Augenmerk auf der Qualität der enthaltenen Aktiva und einer angemessenen Diversifikation. Zum 31. Dezember 2012 betrug das Volumen der frei verfügbaren zentralbankfähigen Aktiva nach Haircut, die in die ANL-Modellierung einfließen, inklusive Zentralbankguthaben 83,4 Mrd. Euro. Darüber hinaus hat die Bank Maßnahmen getroffen, um auf einen potenziell möglichen Euro-Breakup zu reagieren und die damit verbundenen Liquiditätseffekte zu mitigieren.

Das interne ANL-Modell mit einem Betrachtungshorizont bis zu einem Jahr wird durch das Stable-Funding-Konzept mit einem Betrachtungshorizont größer als ein Jahr ergänzt. Das Stable-Funding-Konzept bildet die Basis für die interne Verrechnung von Liquiditätskosten und ist die Grundlage zur Ermittlung der Emissionsplanung im Kapitalmarkt. Hierbei wird der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kernaktivgeschäft der Bank den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln, inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen, gegenübergestellt.

Die Bank beschäftigt sich eingehend mit den zentralen Fragestellungen aus Basel III, der Liquiditätskostenverrechnung und der Steuerung der Liquiditätsrisiken im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells. Die Weiterentwicklung des Steuerungsinstrumentariums wird im Rahmen eines strategischen Projektes konsequent betrieben. In diesem Rahmen erweitert die Bank die vorhandenen Analysemöglichkeiten im Liquiditätsrisikoberichtswesen durch die fortlaufende Weiterentwicklung der hierfür genutzten Infrastruktur.

Operationelle Risiken

Die Commerzbank misst und steuert das operationelle Risiko (OpRisk) aktiv auf Basis eines konzernweit konsistenten Rahmenwerks mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigierung zu definieren und priorisieren. Dabei wird das operationelle Risiko in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten.

In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden. Diese Verzahnung erfolgt vor dem Hintergrund, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein wirksames IKS dazu bei, operationelle Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS risikoorientiert und konsistent zum OpRisk-Management auszurichten.

Strategie und Organisation

Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Vorstand der Commerzbank nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee verabschiedet. Sie beschreibt Risikoprofil, Eckpunkte der angestrebten Risikokultur (inklusive Risikolimit), Steuerungsrahmen und Maßnahmen der Commerzbank im Hinblick auf operationelle Risiken. Mit der Umsetzung der OpRisk-Strategie verfolgt die Commerzbank folgende Ziele:

Weitgehende Vermeidung hoher OpRisk-Schadensfälle (vor deren Eintreten), unter anderem durch proaktive Maßnahmen, und damit den Schutz der Bank vor bedeutenden negativen Auswirkungen.
Aufzeigen von potenziellen Problembereichen in der Ablauforganisation und damit von Ansatzpunkten zur Optimierung.

Die OpRisk-Organisation der Commerzbank mit einer klaren Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben schafft die aufbauorganisatorischen Grundvoraussetzungen und die Strukturen für ein zielgerichtetes und wirkungsvolles OpRisk-Management und -Controlling. Dabei basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen ("Three Lines of Defence"), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zum Erreichen der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist:

Die Segmente beziehungsweise Group-Services-, Group-Management- und Group-Risk-Management-Einheiten übernehmen als "First Line of Defence" die direkte Verantwortung für die Identifizierung und das Management der operationellen Risiken in ihren Verantwortungsbereichen und sorgen für eine effektive und zeitnahe Segmentrisikosteuerung.
Der Bereich OpRisk & IKS stellt den Einheiten der Bank in seiner Funktion als "Second Line of Defence" einheitliche und verbindliche Methoden und Systeme zur Identifikation, Bewertung und Überwachung der operationellen Risiken zur Verfügung. Diese werden von den Einheiten der Bank konzernweit angewandt, durch Instrumente und Regelwerke der weiteren Überwachungsfunktionen ergänzt und zwecks Mitigierung der operationellen Risiken eingesetzt.
Die "Third Line of Defence" bilden interne und externe Kontrollinstanzen, wie zum Beispiel die interne Revision. Ihre Aufgabe ist die unabhängige Überprüfung der OpRisk-Methodik und -Umsetzung in der Commerzbank.

Das Group OpRisk Committee tagt vierteljährlich unter Vorsitz des CRO und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Segment OpRisk Committees befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten, der strukturierten Analyse die Einheit betreffender OpRisk-Themen, zum Beispiel Verlustereignisse, sowie der Definition abzuleitender Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.

Risikosteuerung

Die Steuerung und Limitierung der operationellen Risiken unterscheiden sich systematisch von der Begrenzung der Kredit- und Marktrisiken, da weder einzelne Kunden noch Positionen, sondern interne Prozesse die relevanten Steuerungseinheiten bilden. Der Fokus liegt in dieser Risikoart auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten auf Basis einer übergreifenden Risikostrategie für operationelle Risiken und deren spezifische Ausprägungen.

Die Steuerung der OpRisk-Kennzahlen auf Konzernebene erfolgt über die Kenngrößen ökonomisches (ErC) und regulatorisches (RWA) Kapital. Zur OpRisk-Steuerung verwendet die Commerzbank verschiedene Methoden, darunter:

Jährliche Bewertung des IKS der Bank und Durchführung von Risk Scenario Assessments.
Kontinuierliche Analyse der OpRisk-Schadensfälle.
Durchführung von Lessons-Learned-Aktivitäten bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro.
Systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern.

Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden sowohl monats- als auch quartalsbezogen erstellt und sind Teil der Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand. Sie beinhalten eine Darstellung der aktuellen Risikoeinschätzung der Segmente, deren wesentliche Verlustereignisse, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen.

OpRisk-Entwicklung

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des vierten Quartals 2012 eine Gesamtbelastung in Höhe von 310 Mio. Euro (Gesamtjahr 2011: 250 Mio. Euro)1 . Wie auch in den Vorjahren waren die Ereignisse im Wesentlichen geprägt durch "produktbezogene Schäden" (Beratungshaftung).

OpRisk-Ereignisse | Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Interner Betrug - 1 3
Externer Betrug 7 9
Sachschäden und Systemausfälle - 4 1
Produktbezogene Schäden 214 231
Prozessuale Fehler 19 7
Das Arbeitsverhältnis betreffende Schadensfälle 75 1
Konzern 310 250

Die Risikoaktiva (RWA) aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2012 auf Basis des internen AMA-Modells 22,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2011: 26,3 Mrd. Euro). Der im Jahresendwert 2011 enthaltene und mit der Aufsicht abgestimmte Sicherheitsaufschlag zur Abdeckung etwaiger Restunsicherheiten aus der getrennten Modellrechnung ist seit der Zertifizierung des neuen Modells im zweiten Quartal 2012 nicht mehr in Anwendung gebracht worden. Das integrierte AMA-Modell ermöglicht die Steuerung der regulatorischen RWA und des ErC für Operationelle Risiken aus einem Modellansatz.

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Außerhalb der Zuständigkeit des CRO liegen nachfolgend aufgeführte Risiken.

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß § 269 Abs. 1 SolvV. Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem wird regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ beobachtet.
Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernissen, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend.

Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie erfolgt im Rahmen eines strukturierten Strategieprozesses. Basierend auf den Ergebnissen dieses Strategieprozesses wird eine nachhaltige Geschäftsstrategie festgelegt, in der die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten.

Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf>1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch das Investment and Resources Allocation Committee.

Reputationsrisiken

Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlustes der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu diesen Anspruchsgruppen zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Mitarbeiter und Kunden, Ratingagenturen, Anteilseigner und Geschäftspartner. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.

Die operativen Unternehmensbereiche, Filialen und Tochtergesellschaften tragen im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit entstehen. Reputationsrisiken können auch aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Innerhalb von Group Communications ist eine spezielle Abteilung für die Steuerung des Reputationsrisiko-Managements im Sinne der Gesamtbank zuständig. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem das frühzeitige Beobachten, Erkennen und Adressieren interner und externer Reputationsrisiken (Frühwarnfunktion).

Vor diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten einer sorgfältigen Prüfung. Insbesondere vermeidet die Commerzbank geschäftspolitische Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtliche steuerliche oder rechtliche Risiken sowie ethische, ökologische oder soziale Risiken bergen. Alle entsprechenden Kreditentscheidungen werden einzeln bezüglich einhergehender Reputationsrisiken votiert. Diese Voten können zur Ablehnung von Geschäften führen.

Compliancerisiken

Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank. Dieses Vertrauen basiert insbesondere auf der Einhaltung der jeweiligen Vorschriften sowie der Beachtung marktüblicher Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Die Nichteinhaltung von gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und sonstigen Vorschriften, denen die Commerzbank bei der Ausübung ihrer geschäftlichen Tätigkeiten unterliegt, führt zu Compliancerisiken. Diese umfassen insbesondere:

Vorschriften zur Verhinderung der Geldwäsche und Terrorfinanzierung.
Einhaltung verhängter Sanktionen.
Verhaltensregelungen bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen.
Betrugs- und Korruptionsbekämpfung.

Sofern Compliancerisiken quantifizierbar sind, werden sie zusammen mit dem Rechts-, Personal- und IT-Risiko unter dem Operationellen Risiko erfasst.

Um das Vertrauen in die Integrität des Konzerns weiterhin zu stärken, werden sämtliche hieraus entstehenden Risiken effektiv gesteuert. Der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze, Regelungen und Marktstandards tragen wir durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerung der Compliancerisiken und durch die Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen Rechnung.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

der Commerzbank Aktiengesellschaft

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Mio. € 2012 2011
Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 9 020 10 688
b) Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 828 1 100
9 848 11 788
Zinsaufwendungen - 6 105 - 7 077
3 743 4 711
Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2 4
b) Beteiligungen 15 22
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 91 108
108 134
Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 1 612 291
Provisionserträge 3 079 3 359
Provisionsaufwendungen - 487 - 544
2 592 2 815
Nettoertrag des Handelsbestands 1 460 869
darunter: Zuführung gemäß § 340 e Abs. 4 HGB - 162 - 97
Sonstige betriebliche Erträge 2 300 716
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter - 2 742 - 2 842
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 626 - 600
darunter: für Altersversorgung - 214 - 194
- 3 368 - 3 442
b) Andere Verwaltungsaufwendungen - 2 249 - 3 140
- 5 617 - 6 582
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen - 208 - 223
Aufwand aus der Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals - 104 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1 747 - 1 427
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft - 1 567 -
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft - 319
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere - - 187
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 181 -
Aufwendungen aus Verlustübernahme - 29 - 5 607
Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 45 -
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2 769 - 4 171
Außerordentlicher Aufwand - 148 - 45
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 2 516 557
darunter: Veränderung latenter Steuern - 2 546 485
Sonstige Steuern - 3 40
- 2 519 597
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 102 - 3 619
Entnahmen aus der Kapitalrücklage - 3 159
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen - 460
Einstellungen in die Kapitalrücklage - - 2 142
Einstellung in andere Gewinnrücklagen - 17 -
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung - 2 142
Nettoverlust aus dem Handel mit eigenen Aktien - 19 -
Wiederauffüllung von stillen Einlagen - 66 -
Bilanzgewinn - -

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2012

der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aktivseite Mio. €

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31.12.2012 31.12.2011
Barreserve
a) Kassenbestand 1 631 1 484
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 11 750 3 055
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 5 080 628
13 381 4 539
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 390 370
390 370
Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig 24 412 25 811
b) Andere Forderungen 96 053 107 849
darunter: Hypothekendarlehen - -
Kommunalkredite 188 -
120 465 133 660
Forderungen an Kunden 181 277 166 159
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert (Hypothekendarlehen) 31 342 25 857
Kommunalkredite 5 054 4 868
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) Von öffentlichen Emittenten 474 251
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 474 251
ab) Von anderen Emittenten - 474 259
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - -
510
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) Von öffentlichen Emittenten 8 255 6 602
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 7 670 6 194
bb) Von anderen Emittenten 24 306 32 561 24 816
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 19 448 19 496
31 418
c) Eigene Schuldverschreibungen 1 036 7
Nennbetrag 1 033 Mio. €
34 071 31 935
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 829 1 295
Handelsbestand 159 403 169 185
Beteiligungen 435 616
darunter: an Kreditinstituten 302 308
an Finanzdienstleistungsinstituten 2 4
Anteile an verbundenen Unternehmen 10 267 11 530
darunter: an Kreditinstituten 2 806 565
an Finanzdienstleistungsinstituten 495 495
Treuhandvermögen 628 685
darunter: Treuhandkredite 570 626
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 278 149
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64 82
342 231
Sachanlagen 600 1 032
Sonstige Vermögensgegenstände 4 196 3 220
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 284 344
b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 282 344
566 688
Aktive latente Steuern - 2 547
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 603 219
Summe der Aktiva 527 453 527 911
Passivseite Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Täglich fällig 45 749 37 100
b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 62 773 56 882
darunter: begebene Namensschiffspfandbriefe 104 -
begebene öffentliche Namenspfandbriefe - -
108 522 93 982
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 9 920 4 478
ab) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 128 173
10 048 4 651
b) Andere Verbindlichkeiten
ba) Täglich fällig 129 428 114 142
bb) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 79 133 75 818
208 561 189 960
darunter: begebene Namensschiffspfandbriefe 1 744 -
begebene öffentliche Namenspfandbriefe 886 -
218 609 194 611
Verbriefte Verbindlichkeiten
a) Begebene Schuldverschreibungen 33 919 39 648
aa) Schiffspfandbriefe 1 539 -
ab) Öffentliche Pfandbriefe 167 -
ac) Sonstige Schuldverschreibungen 32 213 -
b) Andere verbriefte Verbindlichkeiten 289 4 563
ba) Geldmarktpapiere 279 4 552
bb) Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 10 11
34 208 44 211
Handelsbestand 118 512 140 497
Treuhandverbindlichkeiten 628 685
darunter: Treuhandkredite 570 626
Sonstige Verbindlichkeiten 14 272 19 905
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft 48 47
b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 364 386
412 433
Passive latente Steuern - -
Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 141 156
b) Steuerrückstellungen 208 362
c) Andere Rückstellungen 2 612 3 013
2 961 3 531
Nachrangige Verbindlichkeiten 10 568 12 161
Genussrechtskapital 842 707
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig - -
Fonds für allgemeine Bankrisiken 476 314
Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital
aa) Grundkapital 5 829 5 114
Eigene Anteile - 1 - 1
(Bedingtes Kapital 4 394 Mio. €) 5 828 5 113
ab) Einlagen stiller Gesellschafter 2 868 3 529
8 696 8 642
b) Kapitalrücklage 8 730 8 232
c) Gewinnrücklagen
ca) Gesetzliche Rücklage - -
cb) Andere Gewinnrücklagen 17 -
17 -
d) Bilanzgewinn - -
17 443 16 874
Summe der Passiva 527 453 527 911
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechsel 5 1
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 34 868 35 968
34 873 35 969
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften - -
b) Unwiderrufliche Kreditzusagen 47 759 53 479
47 759 53 479

Anhang

Allgemeine Angaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) aufgestellt worden. Die Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft mit der Commerzbank Aktiengesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2012 wurde zum 22. Mai 2012 vollzogen. Hierdurch sind erstmals zum 31. Dezember 2012 die Angaben gemäß Pfandbriefgesetz (PfandBG) berücksichtigt. Aufgrund der Verschmelzung mit der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft erhöht sich das Bilanzvolumen im Geschäftsjahr leicht um 2 %. Im Wesentlichen betrifft der Anstieg die Forderungen an Kunden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Neben dem Jahresabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Bilanz und Anhang - wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro angegeben.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve ist zu Nennbeträgen bilanziert. Schuldtitel öffentlicher Stellen sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt worden. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten ausgewiesen, gebildete Wertberichtigungen wurden abgesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und Nennbeträgen, denen Zinscharakter zukommt, werden in die Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Laufzeit ratierlich erfolgswirksam im Zinsergebnis berücksichtigt.

Die Risiken im Kreditgeschäft werden für alle bilanziellen Forderungsbestände und außerbilanziellen Geschäfte auf Einzelgeschäftsebene beziehungsweise Portfoliobasis unter Heranziehung interner Parameter und Modelle berechnet. Dabei wird zwischen signifikanten und nicht signifikanten Engagements unterschieden. Länderrisiken sind im Rahmen dieser Berechnungen abgedeckt. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderung und dem nach der Discounted-Cash-Flow-Methode berechneten Barwert. Dieser wird aus den zu erwartenden zukünftigen Zahlungseingängen unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten auf diese Forderungen ermittelt; die Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen erfolgt modellbasiert. Die regelmäßige Risikovorsorgeauflösung, die sich aus der Erhöhung des Barwertes ergibt, wird innerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Zinsertrag ausgewiesen.

In den Schiffshypothekendarlehen waren auch solche Bauzeitfinanzierungen enthalten, bei denen die Eintragung einer Schiffshypothek planmäßig zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird.

Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden - soweit sie nicht als Bewertungseinheit abgebildet werden - nach den Vorschriften für das Umlaufvermögen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und beizulegendem Wert bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip behandelt.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten.

Abschreibungen und Wertberichtigungen werden saldiert mit Wertaufholungen ausgewiesen. Bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens sind die Aufwendungen in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere ausgewiesen.

Die Bewertung des Handelsbestands erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags gemäß § 340 e Abs. 3 HGB. Der Risikoabschlag wird auf Basis des aufsichtsrechtlichen Value at Risk für Marktpreisrisiken berechnet. Zeitwertänderungen des Handelsbestands werden saldiert im Nettoergebnis des Handelsbestands ausgewiesen. Zurückgekaufte eigene Emissionen des Handelsbestands sowie eigene Schuldverschreibungen sind saldiert ausgewiesen, soweit eine Schuld nicht mehr besteht.

Pensionsgeschäfte werden nach den geltenden Grundsätzen des § 340 b HGB ausgewiesen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden verliehene Wertpapiere aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bei der Commerzbank Aktiengesellschaft bilanziert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, gemindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Höhe der hierfür angefallenen Entwicklungskosten aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind nach den jeweiligen lokalen steuerrechtlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungs- und Auszahlungsbetrag werden als Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst. Langfristige, abgezinste Verbindlichkeiten (Zerobonds) werden mit dem Barwert angesetzt.

Pensionsrückstellungen werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Die Parameter für die Berechnung sind in der Angabe zu den Rückstellungen beschrieben. Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den hierfür gebildeten Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Gleiches gilt für die zugehörigen Aufwendungen und Erträge. Ergibt sich aus der Verrechnung von Deckungsvermögen mit den hierfür gebildeten Rückstellungen für Pensionen oder Altersteilzeit ein Aktivüberhang, wird dieser in der Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der erforderliche Zuführungsbetrag gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB wird bis spätestens 31. Dezember 2024 zugeführt.

Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit ihrem Barwert angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente werden sowohl zur Absicherung von Bilanzposten als auch für Handelszwecke eingesetzt und am Bilanzstichtag einzeln bewertet. Bewertungseinheiten werden unter Einbezug derivativer Sicherungsgeschäfte entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der Mikro-Bewertungseinheiten der Liquiditätsreserve wird die sogenannte Durchbuchungsmethode angewendet. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten der Passivseite werden nach der Festbewertungsmethode bilanziert. Die bilanzielle Abbildung von Portfolio-Bewertungseinheiten erfolgt mittels der sogenannten Einfrierungsmethode.

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente außerhalb des Handelsbuchs (im sogenannten Bankbuch) wurden in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat hierzu einen barwertigen Ansatz genutzt. Die Bewertung ergab unverändert keine Notwendigkeit zur Bildung einer Drohverlustrückstellung. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte werden innerhalb der Sonstigen Vermögensgegenstände und Sonstigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen. Die Berücksichtigung interner Geschäfte erfolgt im Rahmen des sogenannten Stellvertreterprinzips.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Die zugrunde liegenden temporären Differenzen beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen Wertansätzen bei Wertpapieren, Handelsaktiva und -passiva sowie Rückstellungen und führen zu einer aktiven latenten Steuer. Ab dem Geschäftsjahr 2012 wird das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung latenter Steuern nicht mehr ausgeübt.

(3) Währungsumrechnung

Die Umrechnung von fremden Währungen in Euro erfolgt nach den Vorschriften der §§ 256 a und 340 h HGB. Bilanzposten und Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die auf fremde Währung lauten, sowie schwebende Kassageschäfte sind zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Dies gilt auch für die Umrechnung der Kapitaltauschbeträge von Cross-Currency-Swaps des Nichthandelsbestands. Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte des Handelsbestands werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aufgrund der besonderen Deckung in derselben Währung werden Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse unserer Auslandsfilialen in die Berichtswährung erfolgt zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag. Sortenbestände werden mit den zum Bilanzstichtag gültigen Kursen umgerechnet.

(4) Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir vom Wahlrecht nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und die aktive latente Steuer nicht in der Bilanz angesetzt. Durch die im Vergleich zu den Vorjahren geänderte Ausübung des Ansatzwahlrechts wird die Vermögens- und Ertragslage sachgerechter dargestellt.

Durch die Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft mit der Commerzbank Aktiengesellschaft wurden erstmals zum 31. Dezember 2012 erweiterte Angaben zu Forderungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz sowie Angaben gemäß § 28 Pfandbriefgesetz (PfandBG) aufgenommen.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(5) Erträge nach geografischen Märkten

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Mio. € 2012 2011
Europa einschließlich Deutschland 16 368 16 303
Amerika 199 348
Asien 228 215
Afrika - -
Gesamt 16 795 16 866

Der Gesamtbetrag enthält die Posten Zinserträge, Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Provisionserträge, Nettoertrag des Handelsbestands und Sonstige betriebliche Erträge der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

(6) Abschlussprüferhonorar

Wir haben von dem Wahlrecht gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht, das Abschlussprüferhonorar im Konzernabschluss auszuweisen.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen von 2 300 Mio. Euro (Vorjahr: 716 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr durchgeführt Kapitalmaßnahmen von 1 702 Mio. Euro sowie aus der Auflösung von Rückstellungen von 218 Mio. Euro (Vorjahr: 355 Mio. Euro) enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 1 747 Mio. Euro (Vorjahr: 1 427 Mio. Euro) waren 1 017 Mio. Euro Aufwendungen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr durchgeführten Kapitalmaßnahmen enthalten. Darüber hinaus fielen Zuführungen und sonstiger Aufwand im Zusammenhang mit Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken von 345 Mio. Euro (Vorjahr: 225 Mio. Euro) an.

(9) Außerordentlicher Aufwand

Der Außerordentliche Aufwand von 148 Mio. Euro (Vorjahr: 45 Mio. Euro) enthält einen aus der Verschmelzung mit der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft entstandenen Verschmelzungsverlust von 100 Mio. Euro sowie die erforderliche Zuführung zu Pensionsrückstellungen von 46 Mio. Euro (Vorjahr: 45 Mio. Euro).

(10) Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Für Dritte wurden nachstehende wesentliche Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erbracht:

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Depotverwaltung Wertpapierkommissionsgeschäft
Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen Investmentgeschäft
Vermögensverwaltung Abwicklung von Zahlungsverkehr
Verwaltung von Treuhandvermögen Vermittlung von Hypothekendarlehen

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Restlaufzeitengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Andere Forderungen an Kreditinstitute 96 053 107 849
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 51 116 54 942
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 16 951 21 963
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 23 016 23 646
mehr als fünf Jahren 4 970 7 298
Forderungen an Kunden 181 277 166 159
mit unbestimmter Laufzeit 21 125 17 059
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 35 421 32 979
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 25 197 18 658
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 45 115 45 010
mehr als fünf Jahren 54 419 52 453

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 62 773 56 882
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 21 445 22 125
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 6 788 5 308
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 21 481 15 157
mehr als fünf Jahren 13 059 14 292
Spareinlagen
mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 128 173
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 22 31
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 46 49
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 49 79
mehr als fünf Jahren 11 14
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 79 133 75 818
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 48 327 50 402
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 12 796 13 505
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 8 831 4 580
mehr als fünf Jahren 9 179 7 331
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 289 4 563
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 191 3 735
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 98 828
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren - -
mehr als fünf Jahren - -

Von den Begebenen Schuldverschreibungen von 33 919 Mio. Euro (Vorjahr: 39 648 Mio. Euro) werden 5 916 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013 fällig.

(12) Zur Deckung von Schiffspfandbriefen und Öffentlichen Pfandbriefen bestimmte Aktiva

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Mio. € 31.12.2012
Forderungen an Kreditinstitute 195
Forderungen an Kunden 4 694
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 616
Gesamt 5 505

Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

(13) Wertpapiere

Zum 31. Dezember 2012 teilten sich die börsenfähigen Wertpapiere folgendermaßen auf:

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Börsennotiert Nicht börsennotiert
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 23 147 18 486 10 924 13 449
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 258 673 558 -
Beteiligungen 3 4 29 -
Anteile an verbundenen Unternehmen 2 377 - - -

Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren von 34 071 Mio. Euro (Vorjahr: 31 935 Mio. Euro) werden 3 780 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013 fällig.

(14) Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2012 gliederte sich der Handelsbestand folgendermaßen:

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Handelsaktiva 159 403 169 185
Derivative Finanzinstrumente 111 214 126 864
Forderungen 2 718 3 128
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 25 072 26 450
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 20 488 12 941
Risikoabschlag Value at Risk - 89 - 198

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Handelspassiva 118 512 140 497
Derivative Finanzinstrumente 108 523 128 622
Verbindlichkeiten 9 989 11 875

Für die Finanzinstrumente des Handelsbestands wird der beizulegende Zeitwert ermittelt. Nach § 255 Abs. 4 HGB entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktpreis. Dieser ist bei börsennotierten Produkten der Börsenpreis, für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise und indikative Preise von Preisagenturen oder anderen Kreditinstituten herangezogen. Nicht derivative Finanzinstrumente, für die keine Börsenkurse vorliegen, werden mit marktüblichen Verfahren unter Anwendung instrumentenspezifischer Marktparameter bewertet. Zur Anwendung kommt dabei insbesondere die Barwertmethode. Lässt sich der beizulegende Zeitwert auf diese Weise nicht ermitteln, werden gemäß § 255 Abs. 4 HGB die Anschaffungskosten angesetzt. Zur Bewertung derivativer Finanzinstrumente des Handelsbestands verweisen wir auf die Ausführungen in der Angabe zu Termingeschäften.

Gemäß § 340 e Abs. 3 HGB wird bei der Bewertung des Handelsbestands ein Marktpreisrisikoabschlag auf Basis der risikoadjustierten Mark-to-Market-Betrachtung berücksichtigt. Der Marktpreisrisikoabschlag wird auf Basis des aufsichtsrechtlich ermittelten Value-at-Risk-Ansatzes berechnet und ist dabei so bemessen, dass ein zu erwartender maximaler Verlust aus diesen Handelsbüchern mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99 % bei einer Haltedauer von zehn Tagen nicht überschritten wird. Es wird ein historischer Beobachtungszeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Der Value at Risk wird für den Gesamtbestand des Portfolios zentral ermittelt und in der Bilanz innerhalb der Handelsaktiva abgesetzt. Das Zins- und Dividendenergebnis des Handelsbestands ist im Nettoertrag des Handelsbestands ausgewiesen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft verrechnet positive und negative Marktwerte einschließlich darauf entfallende Ausgleichszahlungen mit zentralen Kontrahenten.

Die institutsinternen festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert.

Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Berichtsjahr 2012 einen Betrag von 162 Mio. Euro (Vorjahr: 97 Mio. Euro) aus dem Nettoertrag des Handelsbestands zugeführt.

(15) Bewertungseinheiten

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen werden Mikro- und Portfolio-Bewertungseinheiten zur Absicherung der hieraus bestehenden Risiken gebildet.

Für Wertpapiere der Liquiditätsreserve gebildete Mikro-Bewertungseinheiten sichern im Wesentlichen das allgemeine Zinsänderungsrisiko ab. Zinsinduzierte Wertänderungen der Wertpapiere werden durch die Wertänderung der zugehörigen Sicherungsgeschäfte nahezu vollständig ausgeglichen. Bei für eigene Emissionen des Nichthandelsbestands gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten erfolgt eine vollständige Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- sowie sonstigen Preisrisiken. Bei beiden Absicherungen entsprechen die Konditionen der Sicherungsinstrumente jeweils nahezu vollständig den Konditionen der abgesicherten Bestände (beispielsweise Volumen, Laufzeit, Zahlungstermine).

Die Effektivität der Bewertungseinheiten für Wertpapiere der Liquiditätsreserve wird mit der Methode der Regressionsanalyse prospektiv und retrospektiv nachgewiesen. Die Restlaufzeit dieser Mikro-Bewertungseinheiten betrug durchschnittlich vier Jahre (Vorjahr: vier Jahre). Bei den Bewertungseinheiten für eigene Emissionen des Nichthandelsbestands wird die Effektivitätsmessung über einen vereinfachten Test auf Basis einer portfoliobasierten Sensitivitätsanalyse beziehungsweise einem qualitativen Vergleich der Ausgestaltungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäften durchgeführt. Diese Bewertungseinheiten wiesen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von vier Jahren (Vorjahr: fünf Jahren) auf.

Portfolio-Bewertungseinheiten werden für die Absicherung von Zinsrisiken bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve gebildet. Dies bedeutet, dass für in einem Portfolio zusammengefasste einzelne gleichartige Grundgeschäfte die Gesamtzinsposition des Portfolios abgesichert wird. Die Effektivität wird über die Analyse von Zinssensitivitäten nachgewiesen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der gebildeten Portfolio-Bewertungseinheiten betrug zwei Jahre (Vorjahr: drei Jahre).

Der Buchwert der insgesamt mit Bewertungseinheiten abgesicherten Vermögensgegenstände betrug zum Abschlussstichtag 17 057 Mio. Euro (Vorjahr: 12 416 Mio. Euro), der Buchwert der abgesicherten Schulden 56 958 Mio. Euro (Vorjahr: 63 960 Mio. Euro). Das Nominalvolumen der Bewertungseinheiten der Aktivseite betrug zum Stichtag 16 770 Mio. Euro (Vorjahr: 12 174 Mio. Euro), für die Bewertungseinheiten der Passivseite 58 293 Mio. Euro (Vorjahr: 65 453 Mio. Euro).

(16) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

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Verbundene Unternehmen Beteiligungen
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Forderungen an Kreditinstitute 51 066 67 698 172 347
Forderungen an Kunden 9 723 7 628 620 298
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 10 288 14 058 - -
Handelsaktiva 2 724 2 717 28 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17 504 17 265 17 35
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11 050 7 203 623 492
Verbriefte Verbindlichkeiten 1 580 1 280 - 8
Nachrangige Verbindlichkeiten 1 341 3 183 - -

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Beziehungen zu nahestehenden Personen sind in der Angabe zu Bezügen und Krediten der Organe sowie im Vergütungsbericht wiedergegeben.

(17) Treuhandgeschäfte

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen an Kunden 570 626
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - -
Sonstiges Treuhandvermögen - -
Commerzbank-Stiftung 58 59
darunter: Bankguthaben - Laufende Konten 1 -
Wertpapiere 57 58
Sonstige Vermögensgegenstände - 1
Treuhandvermögen 628 685
darunter: Treuhandkredite 570 626
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13 13
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 557 613
Commerzbank-Stiftung 58 59
darunter: Eigenkapital 57 57
Verbindlichkeiten 1 2
Stiftungsergebnis - -
Treuhandverbindlichkeiten 628 685
darunter: Treuhandkredite 570 626

(18) Entwicklung des Anlagevermögens

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Mio. € Immaterielle

Anlagewerte
Sachanlagen Wertpapiere

Anlagebestand
Beteiligungen1 Anteile an verbundenen Unternehmen1
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2012 1 280 3 080 959
Zugänge Geschäftsjahr 179 105 91
Abgänge Geschäftsjahr 17 789 168
Umbuchungen 9 12 -
Wechselkursänderungen 1 - 12
Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2012 1 452 2 408 894
Abschreibungen kumuliert 1 110 1 808 504
darunter: Abschreibungen Geschäftsjahr 69 139 27
Zuschreibungen Geschäftsjahr - - -
Restbuchwerte 31.12.2012 342 600 390 435 10 267
Restbuchwerte 31.12.2011 231 1 032 493 616 11 530

1 Von der Zusammenfassungsmöglichkeit nach § 34 Abs. 3 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.

Von den Grundstücken und Gebäuden mit einem Gesamtbuchwert von 190 Mio. Euro (Vorjahr: 567 Mio. Euro) entfielen 179 Mio. Euro (Vorjahr: 187 Mio. Euro) auf eigengenutzte. Die in den Sachanlagen enthaltene Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug 410 Mio. Euro (Vorjahr: 465 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2012 wurden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände von 278 Mio. Euro (Vorjahr: 149 Mio. Euro) aktiviert. Die Commerzbank Aktiengesellschaft betreibt keine Forschung im Rahmen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen.

(19) Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände von 4 196 Mio. Euro (Vorjahr: 3 220 Mio. Euro) enthielten im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen von 1 612 Mio. Euro (Vorjahr: 293 Mio. Euro), Forderungen gegenüber Finanzämtern aus Ertragsteuern von 753 Mio. Euro (Vorjahr: 594 Mio. Euro), Edelmetalle des Nichthandelsbestands von 590 Mio. Euro (Vorjahr: 804 Mio. Euro) sowie Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte von 296 Mio. Euro (Vorjahr: 269 Mio. Euro) und Zinsabgrenzungen aus Nichthandelsderivaten von 280 Mio. Euro (Vorjahr: 334 Mio. Euro).

(20) Nachrangige Vermögensgegenstände

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen an Kreditinstitute 120 465 133 660
darunter: nachrangig 804 1 268
Forderungen an Kunden 181 277 166 159
darunter: nachrangig 527 573
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 34 071 31 935
a) Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 24 306 24 816
darunter: nachrangig 179 221
b) Eigene Schuldverschreibungen 1 036 7
darunter: nachrangig - 7
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 829 1 295
darunter: nachrangig 257 654
Handelsaktiva1 159 403 169 185
darunter: nachrangig 236 149
Gesamt 2 003 2 872

1 Zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

(21) Pensionsgeschäfte

Der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen in Pension gegebenen Vermögensgegenstände betrug 10 683 Mio. Euro (Vorjahr: 14 677 Mio. Euro).

(22) Fremdwährungsvolumina

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände in fremder Währung beliefen sich am Stichtag auf 134 478 Mio. Euro (Vorjahr: 141 867 Mio. Euro). Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten von 100 849 Mio. Euro (Vorjahr: 124 188 Mio. Euro) lagen am Stichtag vor. Aus der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft ist bei den Vermögensgegenständen in fremder Währung ein Betrag in Höhe von etwa 9 % des Vorjahres, bei den Verbindlichkeiten in fremder Währung ein Betrag in Höhe von etwa 7 % zugegangen.

(23) Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50 126 49 429
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 37 158 27 047
Andere Verpflichtungen 9 159 10 292
Gesamt 96 443 86 768

Für die genannten Verbindlichkeiten waren Vermögensgegenstände als Sicherheiten in entsprechender Höhe übertragen. Die Sicherheitenstellung erfolgt für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte, für zweckgebundene Refinanzierungsmittel sowie im Rahmen von Offenmarktgeschäften des Eurosystems.

(24) Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 14 272 Mio. Euro (Vorjahr: 19 905 Mio. Euro) enthielten Verbindlichkeiten aus Filmfonds von 1 915 Mio. Euro (Vorjahr: 1 952 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Verbriefungstransaktionen von 9 272 Mio. Euro (Vorjahr: 10 462 Mio. Euro).

(25) Rückstellungen

a) Altersversorgungsverpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines von der Bundesbank festgelegten Rechnungszinsfußes von 5,05 % (Vorjahr: 5,14 %) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G gebildet. Dabei gehen wir von einer erwarteten allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerung einschließlich eines angenommenen Karrieretrends von 2,50 % per annum (Vorjahr: 2,50 % per annum) aus; für die Rentendynamik legen wir einen Zinssatz von 1,80 % per annum (Vorjahr: 1,80 % per annum) zugrunde. Die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze wird mit 2,00 % per annum (Vorjahr: 2,00 % per annum) angenommen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 19 Mio. Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro).

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat in Ausübung des Wahlrechts gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB den im Rahmen der geänderten Bewertung der Pensionen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 entstandenen Unterschiedsbetrag anteilig zugeführt, sodass zum Jahresende eine Unterdeckung von 359 Mio. Euro (Vorjahr: 399 Mio. Euro) verbleibt. Die Zuführung wurde im außerordentlichen Aufwand erfasst.

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Pensionen und Altersteilzeit mit den hierfür gebildeten Rückstellungen verrechnet.

Zum 31. Dezember 2012 ergaben sich vor Verrechnung folgende Werte:

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 5 021 4 439
Erfüllungsbetrag 4 841 4 696

Vor Verrechnung betrug der Aufzinsungsaufwand für gebildete Rückstellungen aus Pensionen und Altersteilzeit 236 Mio. Euro (Vorjahr: 232 Mio. Euro), denen ein Deckungsvermögen zur Sicherung gegenübersteht. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen beliefen sich vor Verrechnung auf 547 Mio. Euro (Vorjahr: 304 Mio. Euro). Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen 4 474 Mio. Euro (Vorjahr: 4 135 Mio. Euro).

Das Deckungsvermögen ist überwiegend in Spezialfonds angelegt, die insbesondere in festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien investieren. Darüber hinaus enthält es Anlagen in Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Kapitalisierungsprodukten, Exchange Traded Funds und Guthaben auf Bankkonten. Für die Spezial- und Publikumsfonds liegen Rücknahmepreise der Kapitalanlagegesellschaften und anerkannte Börsen- oder Marktpreise vor. Für die Bewertung der Private Equity Investments greifen wir auf die vom jeweiligen Fonds ermittelten Werte zurück. Der Aktivwert des Kapitalisierungsproduktes wird von der Versicherung nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik berechnet und setzt sich aus den gezahlten Beiträgen, den bisher aufgelaufenen garantierten Zinsen und den zugeteilten Überschüssen abzüglich der Kosten zusammen. Guthaben auf Bankkonten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Für die Bewertung der Derivate verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Angabe zu Termingeschäften.

b) Andere Rückstellungen

Die Anderen Rückstellungen enthielten hauptsächlich Rückstellungen für Restrukturierung, Prozess- und Regressrisiken sowie dem Personalbereich zugeordnete Sachverhalte. Die Restrukturierungsrückstellungen betrugen 344 Mio. Euro (Vorjahr: 500 Mio. Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung von Anderen Rückstellungen betrug für das Geschäftsjahr 49 Mio. Euro (Vorjahr: 69 Mio. Euro) und wird gemäß § 277 Abs. 5 HGB im Zinsaufwand ausgewiesen.

(26) Nachrangige Verbindlichkeiten

Die Nachrangigen Verbindlichkeiten von 10 568 Mio. Euro (Vorjahr: 12 161 Mio. Euro) dürfen im Fall einer Insolvenz oder einer Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eine Rückzahlungsverpflichtung oder Ansprüche auf Zinszahlungen bestehen solange nicht.

Die Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen sind nachrangige Verpflichtungen der Emittentin, die gleichrangig mit allen anderen Nachrangigen Verbindlichkeiten der Emittentin befriedigt werden. Die Kündigung der Teilschuldverschreibungen durch den Inhaber ist ausgeschlossen. Es gelten die Bedingungen für nachrangige Verpflichtungen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben.

Im Geschäftsjahr betrug der Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten 526 Mio. Euro (Vorjahr: 675 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2012 überstiegen folgende Mittelaufnahmen 10 % des Gesamtbetrages dieses Postens:

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Kennummer Währung Mio. € Zinssatz Fälligkeit
WKN CB83CE EUR 1 254 6,38 22.3.2019
WKN CB83CF EUR 1 250 7,75 16.3.2021

(27) Genussrechtskapital

Von dem in der Bilanz ausgewiesenen Genussrechtskapital dienten 840 Mio. Euro (Vorjahr: 707 Mio. Euro) als haftendes Eigenkapital im Sinne von § 10 Abs. 5 KWG.

Gemäß den Genussscheinbedingungen ist die Bedienung der Zins- und Rückzahlungsansprüche der Genussrechte insbesondere an das Bilanzergebnis (und nicht an etwaige Dividendenzahlungen) der Bank geknüpft. Reicht der Bilanzgewinn zur Zahlung der Zinsen auf die Genussscheine nicht aus, so vermindert sich diese nach Maßgabe der jeweiligen Genussscheinbedingungen. Nach Maßgabe der Genussscheinbedingungen nehmen Genussscheine an einem Bilanzverlust durch Herabsetzung des Rückzahlungsbetrags teil. Wird nach einer Verlustteilnahme während der Laufzeit der Genussscheine ein entsprechender Bilanzgewinn erzielt, werden nach Maßgabe der Genussscheinbedingungen ausgefallene Zinszahlungen nachgezahlt und/oder herabgesetzte Rückzahlungsbeträge wiederaufgefüllt.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden im Rahmen einer Optimierungsmaßnahme zur Stärkung der Kapitalstruktur Genussscheine (WKN DR2U70) zurückerworben und als Sacheinlage gegen Ausgabe von Commerzbank Aktien eingebracht. Zum Jahresende wurde dieses Genussrechtskapital, dessen Rückzahlungsbetrag herabgesetzt war, um 104 Mio. Euro wiederaufgefüllt. Das ausstehende Nominalvolumen der Genussscheinemission WKN DR2U70 betrug somit 662 Mio. Euro.

Die am 31. Dezember 2011 ausgelaufenen Genussrechte der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft in Höhe von 24,5 Mio. Euro wurden 2012 zurückbezahlt.

Im Insolvenzfall sind die Forderungen aus den Genussscheinen gegenüber allen nicht nachrangigen Gläubigern nachrangig, jedoch gegenüber Aktionären vorrangig. Die folgende Tabelle zeigt den Bestand des Genussrechtskapitals zum Geschäftsjahresende:

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Kennummer Währung Mio. € Zinssatz Laufzeitende 31.12.
Genussschein WKN DR2U70 EUR 662 5,39 2015
Genussschein WKN A0D4TQ91 EUR 50 4,70 2020
Genussschein WKN A0HGNA31 EUR 30 4,70 2020
Namensgenussschein WKN 422785 EUR 50 7,53 2014
Namensgenussschein WKN 422720 EUR 25 7,56 2014
Namensgenussschein WKN 901008000A1 EUR 10 5,38 2017
Namensgenussschein WKN 901008000B1 EUR 10 5,38 2017
Namensgenussschein WKN 9010081001 EUR 5 5,37 2017
842

1 Aus der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft.

(28) Eigenkapital

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31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital 17 442 959 785,97 16 873 951 399,99
a) Gezeichnetes Kapital 8 695 866 839,47 8 642 077 788,27
Grundkapital 5 829 513 857,00 5 113 429 053,00
Einlagen stiller Gesellschafter 2 867 546 335,47 3 529 511 745,27
Abzüglich Eigene Anteile im Bestand - 1 193 353,00 - 863 010,00
b) Kapitalrücklage 8 730 050 517,82 8 231 873 611,72
c) Gewinnrücklagen 17 042 428,68 -
Gesetzliche Rücklage - -
Satzungsmäßige Rücklagen - -
Andere Gewinnrücklagen 17 042 428,68 -
d) Bilanzgewinn - -

a) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Commerzbank Aktiengesellschaft in Höhe von 5,8 Mrd. Euro war zum 31. Dezember 2012 eingeteilt in 5 829 513 857 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro). Die Aktienanzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 716 084 804 Stück erhöht.

Im März 2012 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft das Grundkapital um 360,5 Mio. Euro durch die Ausgabe von 360 509 967 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro je Aktie aus Genehmigtem Kapital 2011 gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre erhöht. Die neuen Aktien wurden vollständig gegen Einbringung von hybriden, nachrangigen und anderen Finanzinstrumenten gezeichnet, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft und von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begeben wurden.

Grundlage für diese Kapitalmaßnahme waren die Beschlüsse des Vorstands vom 20. Februar und 2. März 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 22. Februar 2012 und des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats vom 2. März 2012 unter (teilweiser) Ausnutzung der Ermächtigung gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 7. März 2012 in das Handelsregister eingetragen.

Der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat in der Folge zur Beibehaltung seines Anteils (25 % plus 1 Aktie) Stille Einlagen im Nominalbetrag von 230,8 Mio. Euro in 120 169 989 neue auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien aus dem Bedingten Kapital gewandelt. Die Ausgabe der Bezugsaktien wurde am 8. Mai 2012 in das Handelsregister eingetragen.

Im Januar 2012 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ein Maßnahmenpaket beschlossen, um den erhöhten Eigenkapitalanforderungen der European Banking Authority (EBA) zum 30. Juni 2012 zu entsprechen. Dieses sah unter anderem die Erfüllung der individuellen variablen Vergütungsansprüche außertariflicher Mitarbeiter für das Jahr 2011 durch Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft vor. Am 29. Juni 2012 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft das Grundkapital um 176,6 Mio. Euro durch die Ausgabe von 176 553 636 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro je Aktie aus Genehmigtem Kapital 2011 gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre erhöht. Die Sacheinlagen bestanden aus Forderungen der außertariflichen Mitarbeiter des Commerzbank-Konzerns aus der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2011. Grundlage für diese Kapitalmaßnahme waren die Beschlüsse des Vorstands vom 28. Juni 2012 mit Zustimmung des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats am selben Tag unter (teilweiser) Ausnutzung der Ermächtigung gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 29. Juni 2012 in das Handelsregister eingetragen.

Der SoFFin hat zur Beibehaltung seines Anteils (25 % plus 1 Aktie) Stille Einlagen im Nominalbetrag von 80,1 Mio. Euro in 58 851 212 neue auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien aus dem Bedingten Kapital gewandelt. Die Ausgabe der Bezugsaktien wurde am 19. September 2012 in das Handelsregister eingetragen.

Grundlage der Stillen Einlagen sind der zuletzt am 29. Juni 2012 geänderte Vertrag vom 19. Dezember 2008 sowie die Ergänzungsvereinbarung vom 3. Juni 2009 über die Errichtung einer stillen Gesellschaft zwischen dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), und der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Stillen Einlagen werden mit 9 % jährlich verzinst und zu 100 % als Kernkapital angerechnet. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz der Stillen Einlagen. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der Gesamthöhe der ausgeschütteten Bardividende. Für jede volle 5 906 764 Euro Bardividende erhöht sich der Zinssatz so um 0,01 %. Die Einlagen stiller Gesellschafter sind innerhalb des Eigenkapitals gesondert bilanziert. Die Ausschüttung erfolgt nur, wenn und soweit ein Bilanzgewinn vorliegt. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde die Voraussetzung für die Festverzinsung erfüllt und somit fiel ein Aufwand von 153,7 Mio. Euro (Vorjahr: -) an.

An einem Bilanzverlust nimmt der SoFFin im Verhältnis des Buchwerts der Stillen Einlage zum Gesamtbuchwert aller am Bilanzverlust teilnehmenden Haftkapitalanteile (§ 10 Abs. 2 a, 4 und 5 KWG) der Gesellschaft teil. Nach einer Herabsetzung wird die Stille Einlage in den der Herabsetzung folgenden Geschäftsjahren bis zur vollständigen Höhe des Einlagennennbetrags wieder zugeschrieben, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entstehen oder dieser erhöht würde.

Die noch verbleibende Stille Einlage des SoFFin betrug 1 626 161 335,47 Euro.

Darüber hinaus schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz SE am 3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft, auf deren Basis die Allianz SE mittels einer Tochtergesellschaft eine Stille Einlage in Höhe von 750 000 000,00 Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte. Die Stille Einlage ist mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die zum einen aus einer auf den Einlagennennbetrag bezogenen Festverzinsung in Höhe von 9 % pro anno und zum anderen aus einer dividendenabhängigen Zusatzvergütung in Höhe von 0,01 % pro anno für jede volle 5 906 764 Euro Dividendensumme besteht. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde die Voraussetzung für die Festverzinsung erfüllt und somit war eine Vergütung von 67,5 Mio. Euro (Vorjahr: -) zu zahlen.

Die bestehende Stille Einlage der HT1 Funding GmbH wurde zum Jahresende auf 415 885 000,00 Euro wiederaufgefüllt.

Ferner bestehen diverse Stille Einlagen von insgesamt 75 500 000,00 Euro, die mit der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft übernommen wurden. Am 31. Dezember 2011 ausgelaufene Stille Einlagen der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft von 12 500,00 Euro wurden im Geschäftsjahr zurückbezahlt.

b) Kapitalrücklage

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Stand 31.12.2011 8 231 873 611,72
Zuführungen 498 176 906,10
Entnahme -
Stand 31.12.2012 8 730 050 517,82

In der Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen. Daneben werden Zuzahlungen aus der Emission von Wandlungs- und Optionsrechten zum Erwerb von Anteilen der Commerzbank Aktiengesellschaft berücksichtigt.

c) Gewinnrücklagen

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Gesamt Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen
Stand 31.12.2011 - - -
Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 17 042 428,68 - 17 042 428,68
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen - - -
Stand 31.12.2012 17 042 428,68 - 17 042 428,68

(29) Genehmigtes Kapital

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Jahr der Beschlussfassung Ursprüngliches Genehmigtes Kapital Verbleibendes Genehmigtes Kapital Befristung Gemäß Satzung bis
Mio. €
--- --- --- ---
2011 2 000 1 462 936 397,00 5.5.2016 § 4 Abs. 3 a. F.
2012 3 605 3 605 000 000,00 22.5.2017 § 4 Abs. 6, 7 n. F.
Stand 31.12.2012 5 605 5 067 936 397,00

Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich für die einzelnen Kapitalien zum 31. Dezember 2012 gemäß Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 8. August 2012.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 462 936 397,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
um in Höhe von bis zu 20 000 000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben;
um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 150 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von §18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung eines entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
um Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) gegen Sacheinlagen durch Einbringung von Ansprüchen auf variable Vergütungsbestandteile, Gratifikationen oder ähnlichen Forderungen gegen die Gesellschaft oder Konzernunternehmen auszugeben;
um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlage und/oder teilweise oder vollständige Einbringung der Stillen Einlagen aus von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 2 455 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/II gemäß § 4 Absatz 7 der Satzung). Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen darf der Vorstand nur Gebrauch machen, um die dadurch der Gesellschaft zufließenden Geldmittel nach Abzug der Emissionskosten zur vollständigen oder teilweisen Rückzahlung der bestehenden Stillen Einlagen zu verwenden. Dabei sind die aus einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft zufließenden Geldmittel stets überwiegend für die Rückzahlung der bestehenden Stillen Einlage des Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung zu verwenden. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, kann das Recht eingeräumt werden, bei Ausübung ihrer Bezugsrechte zur Leistung des Bezugspreises für jede bezogene Aktie anstelle einer Bareinlage Stille Einlagen aus von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH beziehungsweise dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften in entsprechender Höhe einzubringen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
um ausschließlich die AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und/oder den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, zur Zeichnung gegen teilweise oder vollständige Einbringung der stillen Einlagen aus den von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH beziehungsweise dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften zuzulassen.

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Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2011 Zugang Geschäftsjahr Verbrauch Geschäftsjahr Verfall Geschäftsjahr Verbleibendes Genehmigtes Kapital 31.12.2012
Gesamt 2 000 000 000,00 3 605 000 000,00 537 063 603,00 - 5 067 936 397,00

(30) Bedingtes Kapital

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Bedingtes Kapital 31.12.2011 Zugang Geschäftsjahr Verbrauch Geschäftsjahr Verfall Geschäftsjahr Bedingtes Kapital1 31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Gesamt 1 553 333 333,00 3 685 000 000,00 179 021 201,00 665 000 000,00 4 394 312 132,00

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darunter: darunter:
davon belegtes Bedingtes Kapital noch verfügbar
--- --- ---
Gesamt - 4 394 312 132,00

1 Von dem Bedingten Kapital dienen 1 644 312 132,00 Euro der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 2 750 000 000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 2 750 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 (Ermächtigung 2012) bis zum 22. Mai 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 935 000 000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 935 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/II gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 um bis zu 709 312 132,00 Euro, eingeteilt in bis zu 709 312 132 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/III gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt als der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Der letztjährige § 4 Abs. 4 der Satzung wurde auf Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 zum Zwecke der Schaffung einer neuen Ermächtigung gestrichen.

(31) Ausschüttungsgesperrte Beträge

Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2012 ausschüttungsgesperrten Beträge.

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 278 102
Unterschiedsbetrag aus der Aktivierung von Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert 547 203
Aktive latente Steuern - 2 695
Gesperrter Betrag 825 3 000

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir vom Wahlrecht nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und die aktive latente Steuer nicht in der Bilanz angesetzt.

(32) Bedeutende Stimmrechtsanteile

Der Bank ist bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG zugegangen:

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Meldepflichtiger Ort Direkt gehalten Mittelbar Gesamt Meldung vom
% % %
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Allianz SE München 2,52 0,32 2,84 28.3.2012

(33) Eigene Aktien

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Anzahl Aktien1 Rechnerischer Wert1 Anteil am Grundkapital
Stück Tsd. € %
--- --- --- ---
Bestand am 31.12.2012 1 193 353 1 193 0,02
Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr 38 917 378 38 917 0,67
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.12.2012 32 223 091 32 223 0,55
Im Geschäftsjahr erworbene Aktien 860 165 799 860 166 -
Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien 859 835 456 859 835 -

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

Die Hauptversammlung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft am 19. Mai 2010 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, zum Zweck des Wertpapierhandels Eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Diese Ermächtigung gilt bis zum 18. Mai 2015. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Zusammen mit den aus anderen Gründen erworbenen Eigenen Aktien, die sich im Besitz der Commerzbank Aktiengesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 d f. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft übersteigen. Der niedrigste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsen tagen um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Der höchste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf diesen Wert um nicht mehr als 10 % überschreiten.

Der durchschnittliche Ankaufspreis betrug im Geschäftsjahr 1,52 Euro (Vorjahr: 2,89 Euro), der durchschnittliche Verkaufspreis 1,50 Euro (Vorjahr: 2,82 Euro). Der rechnerische Wert von im Bestand gehaltenen zurückerworbenen Eigenen Anteilen wird von dem Gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden. Der Nettoverlust wird in der Ergebnisverwendungsrechnung nach § 158 AktG ausgewiesen.

Die Bank hat sich gegenüber dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 4 (Einkaufskommission), Nr. 7 oder Nr. 8 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.

Sonstige Erläuterungen

(34) Außerbilanzielle Transaktionen

a) Eventualverbindlichkeiten

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 5 1
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 34 868 35 968
Kreditbürgschaften 2 450 3 137
Sonstige Bürgschaften 24 529 25 678
Akkreditive 7 890 7 153
Gesamt 34 873 35 969

Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um originäres Bankgeschäft mit Kunden, aus dem Provisionserträge erzielt werden. Das Risiko besteht für die Commerzbank Aktiengesellschaft in einer Inanspruchnahme aus den vertraglichen Verpflichtungen aufgrund einer Bonitätsverschlechterung des Schuldners. Den Bonitätsrisiken wird bilanziell durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der gemäß Solvabilitätsverordnung umgesetzten Parameter der Kreditrisikosteuerung.

b) Andere Verpflichtungen

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Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Unwiderrufliche Kreditzusagen 47 759 53 479
Buchkredite an Kunden 45 629 46 092
Buchkredite an Kreditinstitute 1 069 5 954
Bürgschaften/Avalkredite/Akkreditive 1 061 1 433
Gesamt 47 759 53 479

Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Teil des Kreditgeschäfts der Commerzbank Aktiengesellschaft und werden unterhalb der Bilanz ausgewiesen. Risiken können sich aus der Verschlechterung der Bonität des Kunden ergeben, für die eine entsprechende Rückstellung in der Bilanz gebildet wird.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft verbrieft über Zweckgesellschaften sowohl bankeigene Forderungen, als auch Forderungsportfolios von und für Kunden. Die Transaktionen dienen unter anderem der Liquiditätsbeschaffung oder der Erweiterung der Refinanzierungsmöglichkeiten für den Kunden oder die Commerzbank Aktiengesellschaft.

Die für solche Verbriefungsgesellschaften gestellten Liquidi-tätsfazilitäten/Back-up-Linien sind ebenfalls unter den Unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesen. Zu einer Inanspruchnahme der Liquiditäts-/Back-up-Linien kann es kommen, wenn die Risiken aus den zugrunde liegenden Finanzinstrumenten steigen oder die Verbriefungswertpapiere nicht planmäßig am Markt platziert werden können.

c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft als Leasingnehmer auftritt, verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, sodass das Leasingobjekt nicht in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen wird. Die Verpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft aus Operating Leasing betreffen im Wesentlichen Gebäude und Geschäftsausstattung. Die bestehenden Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen am 31. Dezember 2012 für die Folgejahre insgesamt 3 346 Mio. Euro (Vorjahr: 3 705 Mio. Euro); hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen 1 225 Mio. Euro (Vorjahr: 1 406 Mio. Euro).

Einzahlungsverpflichtungen für Aktien, GmbH-Anteile und sonstige Anteile beliefen sich am Stichtag auf 23 Mio. Euro (Vorjahr: 56 Mio. Euro). Aus unserer Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH, Frankfurt am Main, bestand eine Nachschussverpflichtung gemäß § 26 GmbHG in Höhe von 96 Mio. Euro (Vorjahr: 96 Mio. Euro).

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der polnischen Aufsicht (Polish Financial Supervision Authority) verpflichtet, ihre verbundenden Unternehmen BRE Bank SA, Warschau, und BRE Bank Hipoteczny S.A., Warschau, derart mit Liquidität und Kapital auszustatten, dass diese jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

Gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V. von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von in unserem Mehrheitsbesitz stehenden Kreditinstituten anfallen.

Mit der Restrukturierungsfonds-Verordnung (RstruktFV) ist die Commerzbank Aktiengesellschaft verpflichtet, eine Bankenabgabe zu leisten.

Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 7 519 Mio. Euro (Vorjahr: 7 381 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.

d) Wertpapierleihgeschäfte

Die Commerzbank Aktiengesellschaft tätigt Wertpapierleihgeschäfte mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit des Wertpapierhandels sicherzustellen sowie bestehende Handelspositionen gegen Gebühr zu verleihen. Dabei werden die entliehenen Wertpapiere in der Bilanz nicht ausgewiesen, verliehene Wertpapiere werden aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bilanziert. Die Risiken aus diesen Geschäften bestehen im Absicherungsrisiko. Es lässt sich als Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Wertpapiere und den erhaltenen beziehungsweise gestellten Sicherheiten definieren. Vorteile ergeben sich für die Commerzbank Aktiengesellschaft aus den Zusatzerträgen der verliehenen Wertpapiere. Zum Bilanzstichtag waren Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert von 15 561 Mio. Euro (Vorjahr: 18 103 Mio. Euro) verliehen, der beizulegende Zeitwert entliehener Wertpapiere betrug 26 375 Mio. Euro (Vorjahr: 19 648 Mio. Euro). Im Rahmen dieser Wertpapierleihgeschäfte bestanden Sicherheiten für verliehene Wertpapiere von 17 292 Mio. Euro (Vorjahr: 18 501 Mio. Euro) und für entliehene Wertpapiere von 26 399 Mio. Euro (Vorjahr: 19 679 Mio. Euro).

e) Patronatserklärungen

Für die nachfolgend aufgeführten in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen trägt die Commerzbank Aktiengesellschaft, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

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Name Sitz
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg
Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) Eschborn

(35) Termingeschäfte

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31.12.2012 Nominalbetrag Restlaufzeiten
Mio. € täglich fällig bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC Produkte 3 284 090 158 916 171 325 117 516 731 850
Devisenkassa und -termingeschäfte - 227 603 77 972 21 702 614 327 891
Zins-/Währungsswaps - 19 696 44 372 135 082 109 603 308 753
Devisenoptionen - Käufe - 16 573 15 691 6 621 3 305 42 190
Devisenoptionen - Verkäufe - 19 627 19 655 7 164 2 985 49 431
Sonstige Devisenkontrakte 3 591 1 226 756 1 009 3 585
Börsengehandelte Produkte - 1 049 91 1 - 1 141
Devisenfutures - 1 033 91 - - 1 124
Devisenoptionen - 16 - 1 - 17
Gesamt 3 285 139 159 007 171 326 117 516 732 991
darunter: Handelsbestand 3 282 135 156 329 166 664 116 630 721 761
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC Produkte 16 495 234 1 964 734 2 025 198 1 728 171 6 213 353
Forward Rate Agreements - 129 298 1 309 830 248 - 1 439 376
Zinsswaps - 362 451 607 948 1 906 053 1 531 489 4 407 941
Zinsoptionen - Käufe - 1 513 26 657 58 103 87 911 174 184
Zinsoptionen - Verkäufe - 1 377 16 818 56 448 101 769 176 412
Sonstige Zinskontrakte 16 595 3 481 4 346 7 002 15 440
Börsengehandelte Produkte - 1 364 87 779 5 355 10 759 105 257
Zinsfutures - 471 32 940 3 980 8 781 46 172
Zinsoptionen - 893 54 839 1 375 1 978 59 085
Gesamt 16 496 598 2 052 513 2 030 553 1 738 930 6 318 610
darunter: Handelsbestand 15 484 618 2 020 863 1 929 856 1 672 104 6 107 456
Sonstige Termingeschäfte
OTC Produkte 1 005 19 331 57 217 1 1 2 257 17 201 207 011
Strukturierte Aktien- und Indexprodukte 1 001 9 200 12 671 14 100 1 461 38 433
Aktienoptionen - Käufe - 1 290 6 226 5 438 144 13 098
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 539 6 387 8 256 1 267 17 449
Kreditderivate 5 929 30 476 82 269 14 286 132 960
Edelmetallgeschäfte 4 722 585 668 - 1 979
Sonstige Geschäfte - 651 872 1 526 43 3 092
Börsengehandelte Produkte - 26 883 24 637 17 235 415 69 170
Aktienfutures - 12 034 261 23 - 12 318
Aktienoptionen - 11 533 17 042 14 795 415 43 785
Sonstige Futures - 1 805 2 032 1 008 - 4 845
Sonstige Optionen - 1 511 5 302 1 409 - 8 222
Gesamt 1 005 46 214 81 854 129 492 17 616 276 181
darunter: Handelsbestand 1 005 37 631 78 939 125 890 17 423 260 888
Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC Produkte 1 024 798 655 2 180 867 2 308 780 1 862 888 7 152 214
Börsengehandelte Produkte - 29 296 112 507 22 591 11 174 175 568
Gesamt 1 024 827 951 2 293 374 2 331 371 1 874 062 7 327 782

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31.12.2012 Beizulegender Zeitwert
Mio. € positiv negativ
--- --- ---
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC Produkte 12 730 13 100
Devisenkassa und -termingeschäfte 4 435 4 584
Zins-/Währungsswaps 6 566 6 945
Devisenoptionen - Käufe 1 414 -
Devisenoptionen - Verkäufe - 1 389
Sonstige Devisenkontrakte 315 182
Börsengehandelte Produkte - -
Devisenfutures - -
Devisenoptionen - -
Gesamt 12 730 13 100
darunter: Handelsbestand 1 2 628 12 858
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC Produkte 256 500 254 306
Forward Rate Agreements 416 393
Zinsswaps 243 295 240 355
Zinsoptionen - Käufe 10 298 12 083
Zinsoptionen - Verkäufe - 1 475
Sonstige Zinskontrakte 2 491 -
Börsengehandelte Produkte - -
Zinsfutures - -
Zinsoptionen - -
Gesamt 256 500 254 306
darunter: Handelsbestand 253 134 252 514
Sonstige Termingeschäfte
OTC Produkte 4 093 5 299
Strukturierte Aktien- und Indexprodukte 738 1 488
Aktienoptionen - Käufe 895 -
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 303
Kreditderivate 2 158 2 244
Edelmetallgeschäfte 59 87
Sonstige Geschäfte 243 177
Börsengehandelte Produkte - -
Aktienfutures - -
Aktienoptionen - -
Sonstige Futures - -
Sonstige Optionen - -
Gesamt 4 093 5 299
darunter: Handelsbestand 3 972 5 252
Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC Produkte 273 323 272 705
Börsengehandelte Produkte - -
Gesamt 273 323 272 705

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden wesentlich von der Wertentwicklung der zugrunde liegenden Basiswerte bestimmt. Basiswerte der Derivate sind insbesondere Aktien, Anleihen, Devisen, Edelmetalle und Rohstoffe sowie Indizes und Zinssätze. Darüber hinaus beeinflussen die zukünftig erwarteten Wertschwankungen des Basiswerts sowie die Restlaufzeit des Derivats selbst den beizulegenden Zeitwert.

Soweit vorhanden werden für die ausgewiesenen Derivate beizulegende Zeitwerte ermittelt, die sich aus von an aktiven Märkten bestimmten Preisen, insbesondere Börsenpreisen, ableiten.

Sofern keine Marktpreise aus einem aktiven Markt vorliegen, werden die beizulegenden Zeitwerte mittels unterschiedlicher Bewertungsmethoden einschließlich Bewertungsmodellen ermittelt. Sowohl die gewählten Bewertungsmethoden als auch die verwendeten Parameter sind vom einzelnen Produkt abhängig und entsprechen dem Marktstandard.

Beizulegende Zeitwerte für Termingeschäfte und Swaps werden mittels der Barwertmethode unter Berücksichtigung der Zinskurve der entsprechenden Handelswährung ermittelt.

Standard-Optionen und digitale Optionen werden grundsätzlich mit Black-Scholes-Modellen bewertet, während für komplexere Optionen als Bewertungsmethoden Baum- und Monte-Carlo-Verfahren Anwendung finden. Bei sonstigen strukturierten derivativen Geschäften werden ebenfalls Monte-Carlo-Simulationen genutzt.

Die erhaltenen und gezahlten Optionsprämien für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestands sind unter den Sonstigen Vermögensgegenständen und Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestands wurde eine Drohverlustrückstellung von 140 Mio. Euro (Vorjahr: 107 Mio. Euro) gebildet.

(36) Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt hat die Commerzbank Aktiengesellschaft 39 770 (Vorjahr: 40 822) Mitarbeiter (MA) beschäftigt. Die unter Vollzeitkräften (VZK) erfassten Zahlen enthalten Teilzeitkräfte mit der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit.

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Gesamt Männlich Weiblich
VZK MA VZK MA VZK
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 2012 32 935 36 074 17 587 17 784 15 348
2011 33 952 37 040 18 130 18 446 15 822
Ausland 2012 3 607 3 696 2 327 2 384 1 280
2011 3 678 3 782 2 292 2 356 1 386
Gesamt 2012 36 542 39 770 19 914 20 168 16 628
2011 37 630 40 822 20 422 20 802 17 208

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Weiblich MA
Inland 2012 18 290
2011 18 594
Ausland 2012 1 312
2011 1 426
Gesamt 2012 19 602
2011 20 020

Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 62 % (Vorjahr: 62 %). Bei den Mitarbeitern sind die Teilzeitkräfte voll berücksichtigt. In der Zahl der Arbeitnehmer sind die Auszubildenden nicht enthalten.

Auszubildende

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Gesamt Männlich Weiblich
2012 2 060 1 077 983
2011 2 147 1 078 1 069

(37) Bezüge und Kredite der Organe

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems und eine individualisierte Darstellung der Bezüge für die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (Seiten 10 ff.) wiedergegeben. Ohne Berücksichtigung der in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen enthaltenen zinsbereinigten Veränderung des Barwerts der Pensionsanwartschaften der Mitglieder des Vorstands beliefen sich die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB für die Organmitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats auf:

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Tsd. € 31.12.2012 31.12.2011
Vorstand 12 882 5 343
Aufsichtsrat 1 640 1 619
Gesamt 14 522 6 962

In der Vergütung für den Vorstand waren unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung (BVV)) enthalten.

Vorstand. Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden.

Der Barwert der Pensionsanwartschaften für aktive Vorstandsmitglieder betrug 13,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,9 Mio. Euro). Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung außer bei Dienstunfähigkeit erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zum Pensionsbeginn fortgeführt wird.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 6 100 Tsd. Euro (Vorjahr: 8 275 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 73,2 Mio. Euro (Vorjahr: 72,1 Mio. Euro). Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder aus verschmolzenen Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen lagen bei 14 731 Mio. Euro (Vorjahr: 11 567 Mio. Euro). Darüber hinaus bestanden Pensionsverpflichtungen für denselben Personenkreis in Höhe von 146,7 Mio. Euro (Vorjahr: 132,2 Mio. Euro). Für alle genannten Pensionsverpflichtungen hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Rückstellungen gebildet.

Die aktiven Vorstandsmitglieder hatten sich in der Vergangenheit an Long-Term-Performance-Plänen (LTP), die eine aktienbasierte Vergütungsform darstellen, beteiligt. Um an den einzelnen Plänen teilzunehmen, hatten die Vorstandsmitglieder nach individueller Entscheidung eine Eigenbeteiligung von bis zu 2 500 Aktien, der Vorstandsvorsitzende bis zu 5 000 Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft je Plan zu den jeweils geltenden Tageskursen erbracht. Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine Long-Term-Performance-Pläne mehr, da die Vorstandsmitglieder auch für den noch laufenden LTP 2008 sämtliche Aktien abgemeldet hatten. Rückstellungen für LTP wurden bereits im Jahr 2010 vollständig aufgelöst.

Aufsichtsrat. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2012 eine gesamte Vergütung von netto 1 640 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 619 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 251 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 199 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 389 Tsd. Euro (Vorjahr: 420 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wurde für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Sitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet. Für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wird keine Umsatzsteuer fällig.

Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2012 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellten sich wie folgt dar:

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31.12.2012 31.12.2011
Vorstand Aufsichtsrat Vorstand Aufsichtsrat
--- --- --- --- ---
Forderungen (Tsd. €) 4 008 605 1 773 322
Letzte Fälligkeit1 2042 2038 2042 2037
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)2 2,09- 7,56 2,45- 6,3 3,2- 8,3 2,6- 6,3

1 Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.

2 In Einzelfällen bei Überziehungen bis zu 13,2 % (Vorjahr: 10,9 %).

Die Besicherung der Barkredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

(38) Corporate Governance Kodex

Unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben. Sie ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung im Lagebericht und zudem im Internet veröffentlicht (www.commerzbank.de).

(39) Investmentfonds

Die angabepflichtigen Fondsanteile werden in der Liquiditätsreserve und im Handelsbestand geführt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht daher dem Buchwert. In Einzelfällen können Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen. Die folgende Tabelle zeigt die Werte der Investmentfonds je Kategorie zum 31. Dezember 2012, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft zu mehr als 10 % beteiligt ist:

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Beizulegender Zeitwert Erfolgte Ausschüttungen
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Indexfonds 3 245 5 118 3 22
Gemischte Fonds 854 754 - 1
Fonds auf Lebensversicherungen - 210 - -
Renten und rentenähnliche Fonds 79 111 3 5
Hedgefonds 9 82 - -
Aktien und aktienähnliche Fonds 31 21 - -
Sonstige 12 25 - -
Gesamt 4 230 6 321 6 28

(40) Deckungsrechnung Pfandbriefe

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Mio. € 31.12.2012
Nennwert Barwert Risikobarwert
--- --- --- ---
Schiffspfandbriefe
Zu deckende Verbindlichkeiten 3 440,0 3 840,4 3 932,4
darunter: Pfandbriefumlauf 3 348,6 3 723,0 3 814,1
darunter: Derivate1 91,4 117,5 118,3
Deckungswerte 4 237,7 4 501,0 4 511,3
darunter: Deckungsdarlehen 4 031,7 4 271,4 4 277,4
darunter: Deckungswerte § 26 PfandBG 106,0 115,0 115,9
darunter: Derivate1 - 8,2 8,1
Risikobarwert nach Zinsstresstest 578,9
Fehlbetrag aus Währungsstresstest - 58,0
Überdeckung 797,7 660,6 520,9
Öffentliche Pfandbriefe
Pfandbriefumlauf 1 032,7 1 323,0 1 443,8
Deckungswerte 1 294,9 1 468,1 1 532,4
darunter: Deckungsdarlehen 847,6 990,7 1 045,6
darunter: Deckungswerte § 20 Abs. 2 PfandBG 100,0 103,9 104,2
darunter: Derivate - - -
Überdeckung 262,2 145,1 88,6

1 Ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken.

Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

(41) Laufzeitstruktur Pfandbriefe

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Mio. € 31.12.2012
Schiffspfandbriefe
Pfandbriefumlauf mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr 320,4
mehr als einem bis zu zwei Jahren 367,3
mehr als zwei bis zu drei Jahren 426,8
mehr als drei bis zu vier Jahren 1 028,6
mehr als vier bis zu fünf Jahren 398,6
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 606,1
mehr als zehn Jahren 200,8
Gesamt 3 348,6
Deckungswerte mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von
bis zu einem Jahr 4 064,7
mehr als einem bis zu zwei Jahren 47,8
mehr als zwei bis zu drei Jahren 58,1
mehr als drei bis zu vier Jahren 12,1
mehr als vier bis zu fünf Jahren 5,0
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 50,0
mehr als zehn Jahren -
Gesamt 4 237,7
Öffentliche Pfandbriefe
Pfandbriefumlauf mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr - 3,6
mehr als einem bis zu zwei Jahren 28,3
mehr als zwei bis zu drei Jahren 121,1
mehr als drei bis zu vier Jahren 38,9
mehr als vier bis zu fünf Jahren 81,2
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 198,3
mehr als zehn Jahren 568,5
Gesamt 1 032,7
Deckungswerte mit einer restlichen Zinsbindungsfrist von
bis zu einem Jahr 487,6
mehr als einem bis zu zwei Jahren 166,7
mehr als zwei bis zu drei Jahren 48,7
mehr als drei bis zu vier Jahren 54,8
mehr als vier bis zu fünf Jahren 75,6
mehr als fünf bis zu zehn Jahren 246,5
mehr als zehn Jahren 215,0
Gesamt 1 294,9

Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

(42) Forderungen zur Deckung von Schiffspfandbriefen

Größenklassen | Mio. €

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31.12.2012
Bis zu 500 Tsd. € 4,9
Mehr als 500 Tsd. € bis zu 5 Mio. € 1 192,3
Mehr als 5 Mio. € 3 040,5
Gesamt 4 237,7

Registerland der beliehenen Schiffe und Schiffsbauwerke | Mio. €

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31.12.2012
Seeschiffe 4 031,7
Antigua und Barbuda 9,5
Bahamas 178,8
Chile -
Deutschland 1 619,5
Gibraltar 1,8
Griechenland 402,1
Großbritannien 52,5
Hongkong 180,1
Insel Man 55,5
Italien 125,0
Kaimaninseln -
Liberia 324,7
Malta 298,7
Marshallinseln 317,3
Niederlande 54,6
Norwegen 58,4
Panama 139,2
Singapur 34,5
Türkei 12,8
Zypern 166,7
Binnenschiffe -
Gesamt 4 031,7

Zwangsversteigerungen

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2012
Stück Binnenschiffe Seeschiffe Gesamt
--- --- --- ---
Durchgeführte Verfahren - 8 8
Anhängige Verfahren - 2 2

Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

Übernahmen von Schiffen oder Schiffsbauwerken

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat 2012 kein Schiff zur Verhütung von Verlusten übernommen. Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

Zinsrückstände

Rückstände auf die von Darlehensschuldnern zu entrichtenden Zinsen (Fälligkeiten bis zum 30. September des Berichtsjahres) bestanden in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Die Rückstände betreffen Seeschiffe. Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 waren die Vorjahreswerte null.

(43) Forderungen zur Deckung von Öffentlichen Pfandbriefen

Sitz der Schuldner bzw. der gewährleistenden Stellen | Mio. €

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31.12.2012
Staaten -
Italien -
Regionale Gebietskörperschaften 797,6
Deutschland 797,6
Spanien -
Sonstige Schuldner mit Sitz in 497,3
Deutschland 339,6
Frankreich 20,0
Großbritannien -
Japan -
Luxemburg 26,0
Niederlande 10,0
Österreich 100,0
Slowenien -
USA 1,7
Gesamt 1 294,9

Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

Rückständige Leistungen

Rückständige Leistungen lagen 2012 nicht vor. Aufgrund der Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft auf die Commerzbank Aktiengesellschaft zum 1. Januar 2012 sind die Vorjahreswerte null.

(44) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 285 Nr. 11 und 11 a HGB vor. Fußnoten und Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Angabe zusammengefasst.

a) Verbundene Unternehmen

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Name Sitz Kapitalanteil

% insg.
Währung Eigenkapital

Tsd.
Jahresergebnis

Tsd.
ADMERA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 23 - 3
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 78 367 - 6 717
AGV Allgemeine Grundstücksverwaltungs- und -verwertungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0 EUR 47 - *)
AJUNTA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR - 5 906 - 998
ALDUNA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR - 10 176 221
ALTEREGO Beteiligungs- gesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 173 - 786
ASBERGIA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 22 0
ASCARA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR - 1 069 - 381
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 3 788 - *)
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 243 239 - *)
BERGA Grundstücks- Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Grünwald 100,0 EUR - 1 372 58
Brafero-Sociedade Imobiliária, S.A. Lissabon, Portugal 100,0 EUR 25 378 3 600
BRE Agent Ubezpieczeniowy Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 10 798 10 748
BRE Bank Hipoteczny S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 498 213 8 718
BRE Bank SA Warschau, Polen 69,7 PLN 9 163 858 1 199 485
BRE Faktoring S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 66 690 14 114
BRE Finance France S.A. Levallois Perret, Frankreich 100,0 EUR 138 - 2
BRE Holding Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 537 212 26 471
BRE Leasing Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 168 632 39 673
BRE Ubezpieczenia Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 62 888 17 222
BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 83 878 16 775
BRE.locum S.A. Lodz, Polen 80,0 PLN 122 394 2 906
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda 100,0 USD 571 5
Brussels Urban Invest S.A. Brüssel, Belgien 100,0 EUR 7 650 - 8 380
CB Building Kirchberg GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 4 082 978
CBG Commerz Beteiligungs- gesellschaft Holding mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 137 - *)
CBG Commerz Beteiligungs- kapital GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 45 976 6 353
CFB-Fonds Transfair GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 - *)
CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 86 2
CG NL Holding B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 68 - 35
CG Real Estate Master FCP-SIF S.A.R.L. Luxemburg, Luxemburg 55,4 EUR 146 658 - 56 585
CGM Lux 1 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR -151 110 - 153 664
CGM Lux 2 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR - 61 077 - 60 733
CGM Lux 3 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR - 92 597 92 031
Coba Vermögens- verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 - *)
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn 81,1 EUR 467 641 71 053
Commerz (East Asia) Limited Hongkong, Hongkong 100,0 EUR 2 402 58
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd Singapur, Singapur 100,0 SGD 28 049 - 1 433
Commerz Bankenholding Nova GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 1 566 644 - 1) *)
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 84 - *)
Commerz Direktservice GmbH Duisburg 100,0 EUR 1 178 - *)
Commerz Europe (Ireland) Dublin, Irland 100,0 EUR 347 903 - 9 071 2)
Commerz Funds Solutions S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 8 441 2 969
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main 90,0 EUR 14 387 1 185
Commerz Japan Real Estate Finance Corporation Tokio, Japan 100,0 JPY 4 428 164 540 322 3)
Commerz Markets LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 429 625 5 518
Commerz Pearl Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 70 513 461
Commerz Real AG Eschborn 100,0 EUR 408 394 - *)
Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald 100,0 EUR 25 - *)
Commerz Real Bau- management GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 4 238 - 4) *)
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 151 - *)
Commerz Real Immobilien GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 12 936 - *)
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 21 968 - *)
Commerz Real IT-Leasing GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 1 954 - *)
Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf 100,0 EUR - 2 662 - *)
Commerz Real Spezialfondsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 5 948 - *)
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 - *)
Commerz Securities Hong Kong Limited Hongkong, Hongkong 100,0 EUR 20 170 1 459
Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 14 114 - *)
Commerz Systems GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 464 - *)
Commerz Transaction Services Mitte GmbH Erfurt 100,0 EUR 2 913 - *)
Commerz Transaction Services Nord GmbH Magdeburg 100,0 EUR 1 614 - *)
Commerz Transaction Services Ost GmbH Halle (Saale) 100,0 EUR 1 550 - *)
Commerz Transaction Services West GmbH Hamm 100,0 EUR 1 402 - *)
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau, Russland 100,0 RUB 12 165 512 1 165 019
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapur, Singapur 100,0 SGD 2 028 766
Commerzbank Auslands- banken Holding AG Frankfurt am Main 100,0 EUR 1 492 196 - *)
Commerzbank Capital Funding LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 2 0
Commerzbank Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware, USA 100,0 GBP 2 0
Commerzbank Capital Funding LLC III Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 2 0
Commerzbank Capital Funding Trust I Newark, Delaware, USA 100,0 EUR 1 0
Commerzbank Capital Funding Trust II Newark, Delaware, USA 100,0 GBP 1 0
Commerzbank Capital Funding Trust III Newark, Delaware, USA 100,0 EUR 1 0
Commerzbank Capital I nvestment Company Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Finance 2 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 367 - 18
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 649 7
Commerzbank Finance BV Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 1 343 - 150
Commerzbank Holdings (UK) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 502 383 18 426
Commerzbank Holdings France Paris, Frankreich 100,0 EUR 80 674 0
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungs- gesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 462 597 - *)
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 1 598 385 - *)
Commerzbank International S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 558 321 96 187
Commerzbank Investments (UK) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 112 712 82 941
Commerzbank Leasing 1 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 210 29
Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 32 445 24
Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 4 973 - 8
Commerzbank Leasing 5 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 10 202 63
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 GBP 93 26
Commerzbank Leasing December (1) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 333 1 353
Commerzbank Leasing December (10) London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (11) London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (12) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 356 494
Commerzbank Leasing December (13) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (15) London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (17) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 4 291
Commerzbank Leasing December (19) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 12 741
Commerzbank Leasing December (20) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 300
Commerzbank Leasing December (21) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (22) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (23) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 60
Commerzbank Leasing December (24) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (26) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 240
Commerzbank Leasing December (3) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 476 327
Commerzbank Leasing December (4) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (8) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December (9) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing Holdings Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 2 137 - 1 298
Commerzbank Leasing Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 962 - 1 776
Commerzbank Leasing March (3) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 9 5
Commerzbank Leasing September (5) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 17 9
Commerzbank Online Ventures Limited London, Großbritannien 100,0 EUR 0 0
Commerzbank Overseas Holdings Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Property Management & Services Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Securities Ltd London, Großbritannien 100,0 GBP 10 0
Commerzbank Securities Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 606 - 68
Commerzbank Zrt. Budapest, Ungarn 100,0 HUF 24 941 022 792 495
CommerzFactoring GmbH Mainz 50,1 EUR 1 099 - *)
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR - 41 365 - 40 175
CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY) LIMITED Johannesburg, Südafrika 100,0 ZAR 3 601 - 1 675
Dom Inwestycyjny BRE Banku S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 89 646 16 886
Dresdner Capital LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 1 707 42
Dresdner Capital LLC IV Wilmington, Delaware, USA 100,0 JPY 18 594 136
Dresdner Kleinwort - Grantchester, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 27 845 - 1
Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 231 580 - 639
Dresdner Kleinwort Capital Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 4 527 3 706
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0 BRL - 16 382 3
Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD - 18 0
Dresdner Kleinwort Finance Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 2 652 704
Dresdner Kleinwort Flags Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 140 479 0
Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 170 917 - 1
Dresdner Kleinwort Group LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 394 779 - 57
Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 83 147 633
Dresdner Kleinwort Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 376 641 51
Dresdner Kleinwort Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 11 647 11 283
Dresdner Kleinwort LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 34 165 - 2
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 790 566 - 15 577
Dresdner Kleinwort Moon LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 24 210 - 4 634
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0 GBP 2 0
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited Mumbai, Indien 75,0 INR 49 229 - 33 670
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg 100,0 EUR 32 109 - *)
Dresdner UK Investments 2 B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 966 0
Dresdner UK Investments N.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 1 738 1
DSB Vermögens- verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 25 - *)
EH MoLu IV, LLC Dover, Delaware, USA 100,0 USD 1 677 - 1 445
EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD - 3 758 231
Elco Leasing Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 445 132 77 900
Espacio Leon Propco S.L.U. Madrid, Spanien 100,0 EUR - 18 417 - 1 878
Eurohypo Capital Funding LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 1 0
Eurohypo Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 3 0
Eurohypo Capital Funding Trust I Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 1 0
Eurohypo Capital Funding Trust II Wilmington, Delaware, USA 100,0 EUR 1 0
European Bank for Fund Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung (ebase) Aschheim 100,0 EUR 26 981 3 999
European Venture Partners (Holdings) Ltd St. Helier, Jersey 85,0 GBP 0 0
European Venture Partners Ltd London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
FABA Vermietungs- gesellschaft mbH Düsseldorf 95,0 EUR 25 - *)
Felix (CI) Limited George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0 GBP 26 0
FHB - Immobilien- projekte GmbH Eschborn 100,0 EUR 52 - *)
Film Library Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA 51,0 USD 21 455 - 2 828
Forum Almada, Gestao de Centro Comercial, Sociedade Unipessoal Lda. II & Comandita Lissabon, Portugal 100,0 EUR 32 216 9 544
Forum Almada-Gestao de Centro Commercial, Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0 EUR - 65 480 - 28 974
Forum Montijo, Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon, Portugal 100,0 EUR - 50 419 - 25 343
Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0 EUR 5 952 - *)
General Leasing (No.16) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 546 249
G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH Eschborn 100,0 EUR 256 - *)
GO German Office GmbH Wiesbaden 100,0 EUR - 1 2 431 - *)
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus Frankfurt am Main 100,0 EUR 43 - 5
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 97 - 97
Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 965
Gresham Leasing March (2) Limited London, Großbritannien 25,0 GBP 2 392 219
Herradura Ltd London, Großbritannien 100,0 GBP 5 0
HF Estate Management GmbH Eschborn 100,0 EUR 3 280 - 5) *)
Hibernia Eta Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 85,0 EUR 31 058 - 8
Hibernia Gamma Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 60,6 EUR 102 634 - 1
Hurley Investments No.3 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 66
Hypothekenbank Frankfurt AG Eschborn 100,0 EUR 5 661 992 - 6) *)
Hypothekenbank Frankfurt International S.A. Senningerberg, Luxemburg 100,0 EUR 166 016 - 30 047 7)
IVV - Immobilien - Ver- waltungs- und Verwertungs- gesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 26 - *)
KENSTONE GmbH Eschborn 100,0 EUR 26 - *)
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 EUR 3 636 - 14 785
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 77,3 EUR 19 134 - 18 594
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 EUR 1 901 - 16 425
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 77,3 EUR 18 078 - 18 559
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 73,9 EUR 20 370 - 17 381
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 EUR 16 305 - 19 748
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 EUR 11 685 - 9 739
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungs- gesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG i.L. Ludwigshafen 94,5 EUR - 4 874 1 883 8)
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungs- gesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG i.L. Düsseldorf 94,5 EUR - 6 644 4 385 9)
LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR - 11 892 120
Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 47
Marylebone Commercial Finance Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 571
Max Lease S.à.r.l. & Cie. Secs Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 4 491 786
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 44 594 - *)
MLV 35 Sp. z o.o. SKA Warschau, Polen 100,0 PLN 289 962 - 50
Morris (S.P.) Holdings Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
NAVALIS Schiffs- betriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG Hamburg 93,6 EUR 17 641 1 202
NAVIPOS Schiffs- beteiligungsgesellschaft mbH Hamburg 100,0 EUR 231 - 671
NORA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lampertheim KG Düsseldorf 100,0 EUR 0 184
NORA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf 90,0 EUR - 436 90
Nordboden Immobilien- und Handelsgesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 315 - *)
NOVELLA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 11 176 - *)
Number X Real Estate GmbH Eschborn 100,0 EUR 8 773 - 8 364
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Jupiter KG Grünwald 100,0 EUR 27 552 2 096
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG Grünwald 100,0 EUR 1 491 336
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neptun KG Grünwald 100,0 EUR 18 045 1 589
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pluto KG Grünwald 100,0 EUR 30 701 3 533
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Uranus KG Grünwald 100,0 EUR 44 181 309
OLEANDRA Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Venus KG Grünwald 100,0 EUR 25 046 1 769
Pisces Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Property Invest Ferdinando di Savoia S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 13 601 - 1 143
Property Invest GmbH Eschborn 100,0 EUR 36 220 - 11 349
Property Invest Italy S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 47 169 - 9 797
Property Invest Roma S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 1 372 - 156
Real Estate Holdings Limited Hamilton, Bermuda 100,0 BMD 19 887 - 440
Real Estate TOP TEGEL Drei GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 - *)
Real Estate TOP TEGEL Eins GmbH Eschborn 94,0 EUR 421 - *)
Real Estate TOP TEGEL Sechs GmbH Eschborn 94,0 EUR 129 - *)
Real Estate TOP TEGEL Vier GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 - *)
Real Estate TOP TEGEL Zwei GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 - *)
REFUGIUM Beteiligungs- gesellschaft mbH Grünwald 100,0 EUR 8 508 - 337
Riverbank Trustees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 35
Rood Nominees Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Rook Finance LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 77 467 152
SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 201 0
SECUNDO Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 5 811 - *)
Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf Düsseldorf 100,0 EUR 153 - *)
South East Asia Properties Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 22 537 - 9 607
Space Park GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 90,0 EUR - 93 027 2 029
Sterling Energy Holdings Inc. Wilmington, Delaware, USA 76,2 USD 46 271 298
Sterling Energy II LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 57 862 4 173
Sterling Energy LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0 USD 134 457 205
TARA Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0 EUR 25 - *)
Thurlaston Finance Limited George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0 GBP 0 0
TOMO Vermögens- verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 22 778 - *)
Transfinance a.s. Prag, Tschechien 100,0 CZK 280 210 10 752
Twins Financing LLC Dover, Delaware, USA 60,0 USD 18 312 1 804
U.S. Residential Investment I, L.P. Wilmington, Delaware, USA 90,0 USD 19 891 - 9 062
Watling Leasing March (1) London, Großbritannien 100,0 GBP 0 - 46
WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien 100,0 INR 204 864 - 27 336
WESTBODEN - Bau- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0 EUR 55 - *)
Westend Grundstücks- gesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 260 - *)
Wohnbau-Beteiligungs- gesellschaft mbH Eschborn 90,0 EUR 291 - 3
Yarra Finance Limited George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0 GBP 0 0
Zelos Luxembourg S.C.S. Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 10 - 314

b) Assoziierte Unternehmen

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Name Sitz Kapitalanteil

% insg.
Währung Eigenkapital

Tsd.
Jahresergebnis

Tsd.
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 31,6 EUR 176 547 16 775
Argor-Heraeus S.A. Mendrisio, Schweiz 31,2 CHF 89 002 34 873
Capital Investment Trust Corporation Taipei, Taiwan 24,0 TWD - 3 106 323 - 514 217
Captain Holdings S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 46,0 GBP 3 852 71
Commerz Finanz GmbH München 49,9 EUR 402 038 - 11 424
Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft Frankfurt am Main 40,0 EUR 92 297 5 106
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf 49,9 EUR - 7 978 920
DTE Energy Center, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,5 USD 91 830 6 223
Exploitatiemaatschappij Wijkertunnel C.V. Amsterdam, Niederlande 33,3 EUR 14 523 7 451
GIE Northbail Puteaux, Frankreich 25,0 EUR 0 7
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG Düsseldorf 20,8 EUR 116 626 13 962
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH Düsseldorf 50,0 EUR 19 501 1 964
KGAL GmbH & Co. KG Grünwald 40,5 EUR 97 648 5 047
KGAL Verwaltungs-GmbH Grünwald 45,0 EUR 8 688 325
MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. BETA KG Grünwald 29,4 EUR - 63 291 3 008
RECAP/Commerz AMW Investment, L. P. New York, New York, USA 50,0 USD 8 688 - 1 311
Reederei MS "E.R. IN DIA" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG Hamburg 26,1 EUR 6 653 2 425

c) Gemeinschaftsunternehmen

scroll

Name Sitz/Sitz der Verwaltungsgesellschaft Kapitalanteil % insg. Währung Eigenkapital Tsd. Jahresergebnis Tsd.
Carbon Trade & Finance SICAR S.A. Senningerberg, Luxemburg 50,0 EUR 4 751 - 4 416
Delphi I LLC Wilmington, Delaware, USA 33,3 EUR - 380 981 - 23 032
FV Holding S.A. Brüssel, Belgien 60,0 EUR 10 892 2 190
Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 50,0 EUR 44 620 - 18 894

d) Zweckgesellschaften

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Name Sitz/Sitz der

Verwaltungsgesellschaft
Kapitalanteil

% insg.
Währung Eigenkapital

Tsd.
Honeywell Grundbesitzverwaltungs-GmbH & Co. Vermietungs-KG Grünwald 100,0 EUR - 14 860

e) Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet

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Name Sitz Kapitalanteil % insg. Stimmanteil % insg.
ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 13,9 13,9
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 13,9 13,9
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen 7,1 7,1

Fußnoten

1) Umfirmiert: von Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH nach Commerz Bankenholding Nova GmbH

2) Umfirmiert: von Commerzbank Europe (Ireland) nach Commerz Europe (Ireland)

3) Umfirmiert: von Eurohypo (Japan) Corporation nach Commerz Japan Real Estate Finance Corporation

4) Umfirmiert: von Commerz Real Baucontract GmbH nach Commerz Real Baumanagement GmbH

5) Umfirmiert: von EH Estate Management GmbH nach HF Estate Management GmbH

6) Umfirmiert: von Eurohypo Aktiengesellschaft nach Hypothekenbank Frankfurt AG

7) Umfirmiert: von EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. nach Hypothekenbank Frankfurt International S.A.

8) Umfirmiert: von LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG nach LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG i.L.

9) Umfirmiert: von LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG nach LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG i.L.

Anmerkungen und Erläuterungen

*) Ergebnisabführungsvertrag

Die Angaben gemäß § 285 Nr.11 a HGB sind wegen untergeordneter Bedeutung nach § 286 Abs. 3 Nr.1 HGB unterblieben.

Devisenkurse für 1 € zum 31.12.2012

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Bermuda BMD 1,3194
Brasilien BRL 2,7036
Großbritannien GBP 0,8161
Indien INR 72,5600
Japan JPY 113,6100
Polen PLN 4,0740
Russland RUB 40,3295
Schweiz CHF 1,2072
Singapur SGD 1,6111
Südafrika ZAR 11,1727
Taiwan TWD 38,3026
Tschechische Republik CZK 25,1510
Ungarn HUF 292,3000
USA USD 1,3194

(45) Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien im Inland

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Martin Blessing

Frank Annuscheit

a) comdirect bank Aktiengesellschaft1

stellv. Vorsitzender

Markus Beumer

a) ABB AG

(seit 1.7.2012)

Commerz Real AG1

(bis 19.6.2012)

Stephan Engels (seit 1.4.2012)

a) Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

stellv. Vorsitzender

(seit 1.4.2012)

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

(seit 10.8.2012)

b) BRE Bank SA1

(seit 1.4.2012)

Commerz Bankenholding Nova GmbH1

(vormals Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH)

Vorsitzender

(bis 30.10.2012)

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1

Vorsitzender

(bis 1.11.2012)

SdB - Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH

(seit 1.4.2012)

Jochen Klösges

a) Commerz Real AG1

Vorsitzender

(bis 13.8.2012)

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Vorsitzender

(bis 15.8.2012)

Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft1

Vorsitzender

(bis 22.5.2012)

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

(bis 9.8.2012)

b) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1

stellv. Vorsitzender

(bis 1.11.2012)

Michael Reuther

a) EUREX Deutschland AöR2

Frankfurter Wertpapierbörse AöR2

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

(bis 30.6.2012)

RWE Power AG2

(seit 1.7.2012)

b) Verlagsbeteiligungs- und Verlagsgesellschaft mit beschränkter Haftung

(seit 1.7.2012)

Dr. Stefan Schmittmann

a) Commerz Real AG1

stellv. Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

stellv. Vorsitzender

Schaltbau Holding AG2

Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Ulrich Sieber

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

stellv. Vorsitzender

BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

stellv. Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

Vorsitzender

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

Vorsitzender

(seit 1.7.2012)

b) BRE Bank SA1

stellv. Vorsitzender

BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

stellv. Vorsitzender

Dr. Eric Strutz (bis 31.3.2012)

a) ABB AG

(bis 30.6.2012)

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

stellv. Vorsitzender

(bis 31.3.2012)

RWE Power AG2

(bis 30.6.2012)

b) BRE Bank SA1

(bis 30.3.2012)

Commerz Bankenholding Nova GmbH1

(vormals Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH)

Vorsitzender

(bis 16.3.2012)

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1

Vorsitzender

(bis 16.3.2012)

Mediobanca Banca di Credito Finanziario S. p. A.2

Partners Group Holding AG2

SdB - Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH

(bis 31.3.2012)

Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

(bis 30.6.2012)

Martin Zielke

a) Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH

(bis 31.8.2012)

comdirect bank Aktiengesellschaft1

Vorsitzender

Commerz Real AG1

Vorsitzender

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Vorsitzender

1 Konzernmandat.

2 Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in einem Aufsichtsratsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß Ziffer 5.4.5 des Deutschen Corporate-Governance-Kodex).

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

a) Fresenius Management SE

Fresenius SE & Co. KGaA

Linde Aktiengesellschaft

b) Landwirtschaftliche Rentenbank

Parker Hannifin Corporation

Uwe Tschäge

Hans-Hermann Altenschmidt

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

Dott. Sergio Balbinot (bis 31.5.2012)

a) AachenMünchener Lebensversicherung AG1

AachenMünchener Versicherung AG1

Deutsche Vermögensberatung AG

Generali Deutschland Holding AG1

b) Europ Assistance Holding1

Future Generali India Insurance Co. Ltd.1

Future Generali India Life Insurance Co. Ltd.1

Generali Asia N.V.1

Generali China Insurance Company Ltd.1

stellv. Vorsitzender

Generali China Life Insurance Co. Ltd.1

stellv. Vorsitzender

Generali España, Holding de Entidades de Seguros, S.A.1

stellv. Vorsitzender

Generali España S.A. de Seguros y Reaseguros1

Generali Finance B.V.1

Generali France S.A.1

stellv. Vorsitzender

Generali Holding Vienna AG1

stellv. Vorsitzender

Generali Investments SpA1

Generali PPF Holding BV1

Vorsitzender

Generali (Schweiz) Holding1

stellv. Vorsitzender

Migdal Insurance & Financial Holdings Ltd.1

Participatie Maatschappij Graafschap Holland N.V.1

Transocean Holding Corporation1

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

a) Allianz Lebensversicherungs-AG

stellv. Vorsitzender

E.ON Energie AG

b) Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH

Jaeger Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG

Vorsitzender

OAO Novatek

Telenor

Dr. Nikolaus von Bomhard

a) ERGO Versicherungsgruppe AG1

Vorsitzender

Munich Health Holding AG1

Vorsitzender

Karin van Brummelen

Astrid Evers

Uwe Foullong

Daniel Hampel

Dr.-Ing. Otto Happel

Beate Hoffmann

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel

a) Deutsche Messe AG

National-Bank AG

ThyssenKrupp AG

b) Heitkamp & Thumann Group

RAG Stiftung

(bis 16.10.2012)

Alexandra Krieger

Dr. h. c. Edgar Meister

b) DWS Investment GmbH

Standard & Poor's Credit Market Services Europe Limited

Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

a) Deutsche Telekom AG

LANXESS AG

LANXESS Deutschland GmbH

b) Hoberg & Driesch GmbH

Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

a) Allianz SE

(seit 9.5.2012)

Allianz Deutschland AG

(bis 23.3.2012)

GEA GROUP AG

b) Allianz France S.A.

(bis 14.3.2012)

Allianz Life Insurance Company of North America

(bis 29.2.2012)

Allianz of America Inc.

(bis 29.2.2012)

Allianz S.p.A.

(bis 16.3.2012)

Fireman's Fund Ins. Co.

(bis 29.2.2012)

Barbara Priester

Mark Roach

a) Fiducia IT AG

Dr. Marcus Schenck

a) AXA S.A.

E.ON Ruhrgas AG1

(bis 21.8.2012)

b) E.ON Energy Trading SE1

E.ON IT GmbH1

SMS GmbH

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell (seit 1.6.2012)

a) Vienna Insurance Group AG

(seit 4.5.2012)

b) Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes Wien

Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH

Vorsitzende

(seit 29.6.2012)

Verein zur Förderung der BBRZ Gruppe, Linz

Wien Holding GmbH, Wien

1 Konzernmandat.

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB

Michael Bonacker

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

stellv. Vorsitzender

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

Manfred Breuer

Deutsche Edelstahlwerke GmbH

Gerold Fahr

Stadtwerke Ratingen GmbH

Martin Fischedick

Borgers AG

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Bernd Förster

SE Spezial Electronic Aktiengesellschaft

Jörg van Geffen

Häfen und Güterverkehr Köln AG

NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung

Sven Gohlke

Bombardier Transportation GmbH

Bernd Grossmann

Textilgruppe Hof AG

Detlef Hermann

Kaiser's Tengelmann GmbH

Ritzenhoff AG

Jochen H. Ihler

Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

Werner Lubeley

TNT Express GmbH

Michael Mandel

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Schufa Holding AG

Annegret Oerder

BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

Andreas Schmidt

Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

Sabine Schmittroth

comdirect bank Aktiengesellschaft1

Dirk Wilhelm Schuh

GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen

Dirk Schuster

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Berthold Stahl

Maincor AG

stellv. Vorsitzender

Rupert Winter

Klinikum Burgenlandkreis GmbH

Christoph Wortig

Commerz Real AG1

1 Konzernmandat.

(46) Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller

Vorsitzender

Uwe Tschäge1

Stellv. Vorsitzender

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Hans-Hermann Altenschmidt1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dott. Sergio Balbinot

(bis 23.5.2012)

Managing Director

Assicurazioni Generali S. p. A.

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands

E.ON Ruhrgas AG

Dr. Nikolaus von Bomhard

Vorsitzender des Vorstands

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Karin van Brummelen1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Astrid Evers1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Uwe Foullong1

Gewerkschaftssekretär

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

ver.di

Daniel Hampel1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Otto Happel

Unternehmer

Luserve AG

Beate Hoffmann1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel

Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger1

Ressortleiterin

Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Dr. h. c. Edgar Meister

Rechtsanwalt

Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank a.D.

Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands

ThyssenKrupp AG

Dr. Helmut Perlet

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Allianz SE

Barbara Priester1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Mark Roach1

Gewerkschaftssekretär

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

ver.di-Bundesverwaltung

Dr. Marcus Schenck

Mitglied des Vorstands

E.ON AG

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

(seit 1.6.2012)

Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank

Dr. Walter Seipp

Ehrenvorsitzender

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Blessing

Vorsitzender

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Stephan Engels

(seit 1.4.2012)

Jochen Klösges

Michael Reuther

Dr. Stefan Schmittmann

Ulrich Sieber

Dr. Eric Strutz

(bis 31.3.2012)

Martin Zielke

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 25. Februar 2013

Der Vorstand

Martin Blessing

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Stephan Engels

Jochen Klösges

Michael Reuther

Stefan Schmittmann

Ulrich Sieber

Martin Zielke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main

Vermerk zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Jahresabschluss

Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Buchführung und die Aufstellung dieses Jahresabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Jahresabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Jahresabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Lagebericht

Wir haben den beigefügten Lagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 26. Februar 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer

Peter Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

Inland

Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

comdirect bank AG, Quickborn

Commerz Real AG, Eschborn

Hypothekenbank Frankfurt AG, Eschborn

Ausland

BRE Bank SA, Warschau

Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau

Commerzbank International S.A., Luxemburg

Commerzbank Zrt., Budapest

Commerz Europe (Ireland), Dublin

Commerz Markets LLC, New York

Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank AG, Luxemburg

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago de Chile, São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Tripolis, Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Jahresabschluss und Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Die deutsche Fassung dieses Jahresabschlusses und Lageberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Lageberichts und des Jahresabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.

Finanzkalender 2013/2014

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19. April 2013 Hauptversammlung
7. Mai 2013 Zwischenbericht Q1 2013
8. August 2013 Zwischenbericht Q2 2013
7. November 2013 Zwischenbericht Q3 2013
Ende März 2014 Geschäftsbericht 2013

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Der Konzerngeschäftsbericht (nach den International Financial Reporting Standards) erscheint in deutscher und englischer Sprache.

VKI 02042