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Commerzbank AG Annual Report 2009

Mar 24, 2010

81_10-k_2010-03-24_5192f769-d6b7-404d-ac87-ea25f3b517ab.pdf

Annual Report

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Gemeinsam mehr erreichen

Geschäftsbericht 2009

Kennzahlen

Gewinn- und Verlustrechnung 2009 20081
Operatives Ergebnis (Mio €) –2 270 –382
Operatives Ergebnis je Aktie (€) –2,20 –0,56
Ergebnis vor Steuern (Mio €) –4 659 –407
Konzernergebnis2 (Mio €) –4 537 0
Gewinn je Aktie (€) –4,40 0,00
Operative Eigenkapitalrendite (%) –7,6 –2,6
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 82,2 77,1
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis2, 3 (%) –15,6 0,0
Bilanz 31.12.2009 31.12.20081
Bilanzsumme (Mrd €) 844,1 625,2
Risikotragende Aktiva (Mrd €) 280,1 221,8
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd €) 26,6 19,8
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd €) 46,5 34,8
Kapitalquoten
Kernkapitalquote (%) 10,5 10,1
Eigenmittelquote (%) 14,8 13,9
Lang- / Kurzfrist-Rating
Moody's Investors Service, New York Aa3 / P-1 Aa3 / P-1
Standard & Poor's, New York A/A-1 A/A-1
Fitch Ratings, London A+ / F1+ A/ F1

1 Nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2. 2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar. 3 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie abzüglich des laufenden Konzernergebnisses.

Das ist die neue Commerzbank

Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland. Mit der Verschmelzung der Dresdner Bank auf die Commerzbank im Mai 2009 steht unseren Kunden mit künftig rund 1 200 Filialen das dichteste Filialnetz aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt hat die neue Commerzbank rund 15 Millionen Privat- und Firmenkunden weltweit, die von einem noch breiteren und attraktiveren Produkt- und Beratungsangebot der neuen Commerzbank profitieren.

Gerade für Firmenkunden, insbesondere den exportstarken Mittelstand, ist die neue Commerzbank ein noch stärkerer und zuverlässigerer Partner, der die Kompetenz der beiden Häuser im deutschen Markt unter einem Dach vereint. Darüber hinaus baut die neue Commerzbank ihre Position als wichtigster Exportfinanzierer aus und begleitet ihre Kunden in Deutschland wie auch weltweit.

Das ist unsere Vision

Unsere Vision fasst zusammen, woran wir glauben und was wir erreichen wollen. Sie ist unser gemeinsames Ziel und bildet das Fundament für unser Handeln:

Als Marktführer für Privat- und Firmenkunden mit europäischer Ausrichtung wollen wir die beste Bank in Deutschland werden – und damit erste Wahl für unsere Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Wir verstehen uns als die Hausbank für Deutschland und stehen für langfristige Partnerschaft sowie herausragende Leistung.

Das ist unsere Mission

Die Commerzbank hat sich strategisch neu aufgestellt. Bei dieser Neuausrichtung haben wir uns von unserer Vision, die beste Bank in Deutschland zu sein, leiten lassen. Den Weg dorthin soll uns unser strategisches Programm, die "Roadmap 2012", ebnen, mit der die Commerzbank nachhaltig profitabel wird. Die neue Commerzbank wird dann schneller, schlagkräftiger und schlanker sein als je zuvor.

Struktur des Commerzbank-Konzerns
Vorstand
Segmente
Privatkunden Mittelstandsbank Central & EasternEurope Corporates & Markets Asset BasedFinance PortfolioRestructuringUnit
Operative Einheiten
Privat- undGeschäftskundenWealth ManagementDirect BankingKredit MittelstandGroßkundenCorporate BankingCorporates InternationalFinancial Institutions BRE BankCentral EuropeEastern Europe Equity Markets &CommoditiesFixed Income TradingCorporate FinanceFixed Income SalesClient RelationshipManagementResearchLondonAmerica CRE GermanyCRE InternationalPublic FinanceReal EstateAsset ManagementShip FinanceEurohypo Retail PortfolioRestructuringUnit
Alle Stabs- und Steuerungsfunktionen sind im Unternehmensbereich Group Management zusammengefasst.Group Security & Group Support werden vom Unternehmensbereich Group Services bereitgestellt. Die Unterstützungsfunktionen Group Information Technology, Group Organisation, Group Banking Operations, Group Market Operations,

Gemeinsam können wir mehr erreichen

Mit einem starken Partner kann man mehr erreichen. Deshalb verbinden wir Partnerschaftlichkeit und Leistungskraft. Wir realisieren für unsere Kunden überzeugende Ergebnisse – durch unsere Kombination aus Kompetenz, umfassenden Finanzlösungen und persönlichem Einsatz. Zum Beispiel bei Persönlichkeiten, wie wir sie in diesem Bericht vorstellen.

Das gelbe Band symbolisiert unser Leitmotiv und vereint alle Teile dieses Berichts zu einem Ganzen. Es steht für die kontinuierliche und partnerschaftliche Verbundenheit mit Kunden und Geschäftspartnern – getreu unserem Markenversprechen "Gemeinsam mehr erreichen".

Eine neue Bank formiert sich. Mit der Zusammenlegung zweier großer deutscher Traditionsinstitute bringen wir das Beste aus zwei Welten zusammen und führen die Bank zur neuen Stärke. Bereits seit dem 1. September 2009 agieren wir im Investmentbanking unter einer einheitlichen Marke und schon ab dem zweiten Quartal 2010 werden wir alle unsere künftig 1 200 Filialen in Deutschland unter dem Namen Commerzbank führen.

Integration Die neue Bank

Mit der Zusammenführung von zwei deutschen Großbanken zu einem neuen Marktführer in und für Deutschland haben wir ein äußerst ambitioniertes Projekt in Angriff genommen.

Die Integration der Dresdner Bank verlangt von allen Beteiligten auf beiden Seiten ein hohes Maß an Anstrengungen. Dabei sind wir 2009 gut vorangekommen. Neben dem Abschluss der Übernahme der Dresdner Bank und ihrer Verschmelzung auf die Commerzbank sind hier in erster Linie die Integration der Zentralen und die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern über den Interessenausgleich für die Integration der Mitarbeiter und der regionalen Standorte der Dresdner Bank in die neue Commerzbank hervorzuheben.

Und mit unserem neuen, gemeinsamen Markenauftritt setzen wir ein deutliches Zeichen. Die letzten Monate haben es gezeigt: Wir wachsen zusammen.

Strategie Die neue Bank

In schwierigen Zeiten haben wir die Commerzbank erfolgreich stabilisiert. Und mit unserer neuen Strategie werden wir gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Im vergangenen Jahr haben wir die neue Commerzbank nicht nur rechtlich und organisatorisch, sondern in erster Linie auch strategisch auf den Weg gebracht. Im Mai 2009 verabschiedeten wir das Strategieprogramm "Roadmap 2012". Mit unserer neuen Konzernstruktur fokussieren wir uns in der Kernbank auf unser kundenorientiertes Kerngeschäft. Das Asset-basierte Finanzgeschäft wollen wir dagegen optimieren und redimensionieren. In der Portfolio Restructuring Unit haben wir Portfolios separiert, von denen wir uns trennen. Mit dieser Aufstellung konzentrieren wir uns auf drei wesentliche Aufgaben:

Erhöhung der Profitabilität, Realisierung von Kostensynergien und Reduzierung von Risiken. Diese Maßnahmen setzen wir seitdem konsequent um. Diese Strategie ist unsere Antwort auf die Herausforderungen der Finanzmarktkrise.

Roadmap 2012. Das ist unser strategisches Programm auf dem Weg zur besten Bank Deutschlands. Die "Roadmap 2012" weist unseren Mitarbeitern den Weg, um die Commerzbank nachhaltig profitabel aufzustellen. Die neue Commerzbank wird schneller, schlagkräftiger und effizienter sein als je zuvor.

Unser Ziel ist oben. Die Veränderungen des Marktes geben der Commerzbank die historische Chance, sich als starker Finanzdienstleister in einer der größten Volkswirtschaften der Welt neu zu positionieren. Für Privat- und Firmenkunden sind wir in Deutschland erster Ansprechpartner sowie ein dauerhaft verlässlicher und leistungsstarker Partner.

Zielsetzung Die neue Bank

Mit unserer neuen Strategie und tragfähigen Strukturen wollen wir die führende Hausbank in Deutschland sein.

Wir werden unsere herausragende Position im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter ausbauen. Auf dieser Basis werden wir aus heutiger Sicht spätestens 2011 wieder Gewinne erwirtschaften und 2012 unser Mittelfristziel mit einer geplanten Eigenkapitalrendite von mehr als 12% nach Steuern erreichen.

Partnerschaftlichkeit und Leistungskraft Die neue Bank

Diese Kombination macht uns einzigartig: Denn nur die Commerzbank verbindet in Deutschland Partnerschaftlichkeit mit Leistungskraft.

Partnerschaftlichkeit heißt für uns, die Kunden zu begleiten. Wir wollen ihnen auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam die beste Lösung für sie finden. Mit unserem persönlichen Einsatz sorgen wir dafür, dass sie ihre Ziele erreichen können.

Leistungskraft bedeutet für uns, dass wir unsere Kunden mit Stärke und Erfahrung zum Erfolg führen. Bereits heute gehören wir zu den führenden Banken in Deutschland und bündeln die Kräfte zweier erfolgreicher Institute.

Mit unserer Kompetenz und Innovationskraft können wir speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und Lösungen für sie entwickeln. Dies macht uns zu einem leistungsfähigen Partner.

Gemeinsam mehr erreichen. Mit einem starken Partner kann man mehr erreichen. Deshalb verbinden wir Partnerschaftlichkeit mit Leistungskraft. Das Ergebnis: der Erfolg unserer Kunden. Denn verlässlich, initiativ und konsequent erreichen wir gemeinsam deren finanzielle Ziele.

Ein Name, ein Zeichen, eine Bank. Unser neues Markenzeichen zeigt, wie aus der Zusammenführung zweier Traditionsmarken etwas Neues, Wegweisendes und Modernes entsteht.

Die neue Marke Die neue Bank

Als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur neuen Commerzbank haben wir im Herbst 2009 unseren neuen Markenauftritt präsentiert. Damit signalisieren wir Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern, dass wir uns neu positioniert haben.

Zentrales Symbol der neuen Marke ist unser neues Markenzeichen, das aus drei wesentlichen Elementen besteht: dem Namen "Commerzbank" mit neuem, modernem Schrifttyp, dem energiegeladenen Gelb und dem dreidimensionalen Band. Unser Markenzeichen strahlt Qualität und Souveränität aus und bringt unser Selbstverständnis als starke Marke zum Ausdruck. Unser neues Markenversprechen "Gemeinsam mehr erreichen" bringt unsere zentralen Werte "Partnerschaftlichkeit" und "Leistungskraft" auf den Punkt.

Im zweiten Quartal 2010 starten wir mit der Umstellung unserer Filialen auf die neue Marke und präsentieren unseren Kunden die neue Commerzbank in einem modernen und dynamischen Auftritt.

Commerzbank im Überblick Umschlag 2 bis Umschlag 8

An unsere Aktionäre Seite 16 bis Seite 38

Unternehmerische Verantwortung Seite 40 bis Seite 64

Konzernlagebericht Seite 66 bis Seite 150

Konzernrisikobericht Seite 153 bis Seite 186

Konzernabschluss Seite 191 bis Seite 316

Weitere Informationen Seite 318 bis Seite 322

Inhaltsverzeichnis

U2–U8 U2Kennzahlen
U3 Das ist die neue Commerzbank
U4 Konzernstruktur
U5 Commerzbank weltweit
U7 Fünfjahresübersicht
U8 Finanztermine, Kontaktadressen
14 Das Wichtigste 2009
16–38 16 Brief des Vorstandsvorsitzenden
24 Das Vorstandsteam
26 Bericht des Aufsichtsrats
31 Aufsichtsrat und Ausschüsse
33Unsere Aktie
40–64 40 Corporate Governance-Bericht
44 Vergütungsbericht
55 Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)
63 Corporate Responsibility
66 Geschäft und Rahmenbedingungen 123Asset Based Finance
66–150 73 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 129Portfolio Restructuring Unit
85 Entwicklung der Segmente 131Sonstige und Konsolidierung
85 Privatkunden 132 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
95 Mittelstandsbank 140 Nachtragsbericht
105 Central & Eastern Europe 141 Prognose- und Chancenbericht
115 Corporates & Markets
153–186 153 Organisation des Risikomanagements 177 Intensive Care / Ertragsbelastungen
155 Risikosteuerung 180 Operationelle Risiken
158 Adressenausfallrisiken 182 Sonstige Risiken
173 Markt- und Liquiditätsrisiken 184 Ausblick
191–316 191 Gesamtergebnisrechnung
195Bilanz
196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
198 Kapitalflussrechnung
200 Anhang (Notes)
316 Bestätigungsvermerk
318–322 318 Zentraler Beirat
319Glossar

Das Wichtigste 2009

Zuverlässiger Partner Mitte des Jahres betreut die neue Commerzbank insgesamt knapp 15 Millionen Kunden.

Q1/09 Q2/09

Anfang Januar vereinbart die Commerzbank mit dem SoFFin, das Eigenkapital der Bank zu stärken. Damit wird die Bank ihrer Verantwortung für die Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft gerecht und bleibt verlässlicher Partner ihrer Kunden. Mitte Januar vollzieht die Commerzbank die Übernahme der Dresdner Bank.

Im Februar gibt die Bank ein ausgeglichenes Konzernergebnis für 2008 bekannt. Die Kernkapitalquote (nach IFRS) liegt Ende 2008 bei 10,1%. Commerzbank und Dresdner Bank betreuen zusammen rund elf Millionen Privatkunden in Deutschland. Ende März einigen sich Bank und Arbeitnehmervertreter über die Integration der Zentralen von Commerzbank, Dresdner Bank und Dresdner Kleinwort am Standort Frankfurt.

Mit der im Mai bekannt gegebenen "Roadmap 2012" will die Bank ihre Position als Marktführer in Deutschland im Privatund Firmenkundengeschäft weiter stärken. Der Fokus liegt auf einer profitablen Kernbank, dazu kommen die Optimierung des Asset-basierten Kreditgeschäfts sowie die Reduzierung nicht zum Kerngeschäft passender Portfolios. Gemäß der "Roadmap 2012" sollen die Bruttoerträge 2012 bei knapp unter 14 Mrd Euro liegen, die Kostenbasis soll weniger als 8 Mrd Euro betragen. Das schafft die Grundlage für ein operatives Ergebnis von über 4 Mrd Euro.

Am 11. Mai wird die Verschmelzung der Dresdner Bank AG auf die Commerzbank AG ins Handelsregister eingetragen. Die Mitte Mai stattfindende Hauptversammlung beschließt eine Kapitalerhöhung für die 25-prozentige Beteiligung des SoFFin am Grundkapital der Bank.

Roadmap 2012 Martin Blessing stellt am 8. Mai die "Roadmap 2012" vor. Die Commerzbank will damit ihre Position als Marktführer in Deutschland im Privat- und Firmenkundengeschäft weiter stärken.

Beste Mittelstandsbank 2009 Zum zweiten Mal in Folge ist die Commerzbank "Mittelstandsbank des Jahres". Am Volumen der ausgereichten Mittelstandskredite gemessen, sind wir Marktführer.

Einheitliche Marke Commerzbank Corporates & Markets und Dresdner Kleinwort werden unter der einheitlichen Marke Commerzbank zusammengeführt.

Anfang Juli schließen Commerzbank und Arbeitnehmervertreter einen Interessenausgleich über die Integration der Mitarbeiter und der regionalen Standorte der Dresdner Bank in die Commerzbank ab.

Mitte des Jahres betreut die Commerzbank insgesamt knapp 15 Millionen Kunden. Im Juli wird eine Reihe nicht strategischer Tochtergesellschaften verkauft. Anfang September werden Commerzbank Corporates & Markets und Dresdner Kleinwort unter der einheitlichen Marke Commerzbank zusammengeführt.

Im für deutsche Unternehmen wichtigen Markt China eröffnet die Bank in Tianjin ihre dritte chinesische Filiale. Die Commerzbank ist in 60 Ländern an allen wichtigen Wirtschafts- und Finanzzentren präsent.

Q3/09 Q4/09

Im Oktober veräußert die Commerzbank weitere Tochtergesellschaften, die nicht mehr zu ihrem strategischen Fokus passen. Ende Oktober stellt die Commerzbank ihren neuen Markenauftritt vor. Alle bisherigen Commerzbank- und Dresdner Bank-Filialen werden ab dem zweiten Quartal 2010 unter dem Namen Commerzbank geführt. Die zentralen Serviceleistungen werden dann in allen Filialen angeboten.

Vor dem Hintergrund des Aufwands für die Integration der Dresdner Bank und der auch 2009 äußerst schwierigen Marktbedingungen schließt die Bank das Jahr mit einem deutlich negativen Ergebnis ab.

An unsere Aktionäre 16 Commerzbank Geschäftsbericht 2009 Brief des Vorstandsvorsitzenden

wie erwartet, war 2009 ein schwieriges Jahr, das für uns zudem unter dem Zeichen der Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank stand.

Der Verlauf unseres Aktienkurses war für Sie wie für uns im Vorstand der Commerzbank erneut äußerst enttäuschend. Nach dem deutlichen Kursrückgang im Vorjahr gab die Aktie 2009 noch einmal um über 10 % nach. Insbesondere die im Kapitalmarkt vorhandene Unsicherheit über die künftige Kapitalstruktur belastet den Kurs der Aktie, seit wir unser Kernkapital durch die Stillen Einlagen und die Minderheitsbeteiligung des SoFFin beziehungsweise des Bundes gestärkt haben. Dieser Schritt war vor dem Hintergrund des vorherrschenden Umfelds jedoch unumgänglich und hat die Commerzbank in schwierigen Zeiten nachhaltig stabilisiert. Er ermöglichte uns im vergangenen Jahr, uns stärker auf die Integration der Dresdner Bank konzentrieren zu können, als es sonst möglich gewesen wäre.

An unsere Aktionäre 17

  • 16 Brief des Vorstandsvorsitzenden

Dabei haben wir wichtige Meilensteine planmäßig erreicht, einige sogar vorzeitig. So haben wir die Dresdner Bank im Mai 2009 auf die Commerzbank verschmolzen und konnten mit den Arbeitnehmervertretern Einigungen über die Integration der Konzernzentralen, den Sozialplan und den Interessenausgleich für die Flächenorganisation erzielen. Ferner agiert das Investmentbanking des Commerzbank-Konzerns seit dem 1. September unter der einheitlichen Marke Commerzbank. Als weiteren Meilenstein haben wir Ende Oktober unseren neuen Markenauftritt vorgestellt. Zentral ist dabei das neue Logo, das gelbe, dreidimensionale Band. Es entwickelt die Bildmarke der Dresdner Bank weiter und verbindet Elemente beider Banken. Dazu kommt das neue Markenversprechen "Gemeinsam mehr erreichen", das für unsere zentralen Werte Partnerschaftlichkeit und Leistung steht. Zugleich haben wir beschlossen, die Integration in den Filialen um ein halbes Jahr vorzuziehen. Damit werden ab dem zweiten Quartal 2010 alle Filialen unter dem Namen Commerzbank geführt und die häufigsten zentralen Serviceleistungen in jeder Filiale angeboten. Ein weiterer Wir haben reagiert

Unsere Herausforderung Unsere Antwort Unser Ziel Unsere Strategie Tiefgreifende Finanz- und Wirtschaftskrise und Integration der Dresdner Bank Strategisches Programm »Roadmap 2012« Die Hausbank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland Wir fokussieren: Bildung einer »Kernbank« mit profitablen Kernsegmenten Wir optimieren: Redimensionierung des Asset-basierten Kreditgeschäfts Wir reduzieren: Wertmaximierung durch aktives Management von Abbau-Portfolien

An unsere Aktionäre 19

16 Brief des Vorstandsvorsitzenden

Erfolg im Rahmen der Integration ist, dass wir im zweiten Halbjahr 2009 bereits erste Kostensynergien realisieren konnten. Abschließend ein Punkt zur Integration, der mir ganz besonders wichtig ist: Es ist uns gelungen, unsere Kunden an uns zu binden. Bisher konnten wir keine signifikanten Abwanderungen von Kunden feststellen, wie es sonst für Zusammenschlüsse dieser Art so typisch ist. Dafür, sowie für den gesamten gebrachten Einsatz im vergangenen Jahr – der sehr oft über dem lag, was man normalerweise erwarten kann –, möchte ich mich, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, ganz herzlich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken!

Neben der Integration war 2009 unser neues strategisches Programm "Roadmap 2012" von zentraler Bedeutung. Wir haben es im Vorstandsteam gemeinsam erarbeitet und im Mai 2009 verabschiedet. Es umfasst ein Bündel von Maßnahmen, um im Jahr 2012 zur vollen Profitabilität zurückzukehren und eine Eigenkapitalrendite von mehr als 12% nach Steuern zu erzielen. Zur Umsetzung unseres strategischen Programms "Roadmap 2012" ist seit dem dritten Quartal die neue Konzernstruktur etabliert, die den Konzern in drei Bereiche aufteilt: Kernbank, Asset Based Finance und Abbau-Portfolio. Die Kernbank bündelt das kundenorientierte Kerngeschäft der Commerzbank. Im Einzelnen gehören dazu die vier Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe. Das Segment Asset Based Finance umfasst im Wesentlichen die gewerbliche Immobilienfinanzierung, die Commerz Real AG, das Staatsfinanzierungsgeschäft und Schiffsfinanzierungen. Im Abbau-Portfolio – dem neuen Segment Portfolio Restructuring Unit – separieren wir Portfolios, von denen wir uns trennen werden. Dabei handelt es sich sowohl um problembehaftete Aktiva als auch um Positionen, die nicht mehr zu unserem Geschäftsmodell passen, weil sie nicht auf Kundenbeziehungen basieren.

Zu den Maßnahmen der "Roadmap 2012" gehört auch der Verkauf nicht strategischer Beteiligungen. Hier sind wir mit der Umsetzung bereits sehr gut vorangekommen. So haben wir die Verkaufsverhandlungen über die Commerzbank (Schweiz) AG, die Dresdner Bank (Schweiz), die Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft sowie im Wealth Management die Dresdner Van Moer Courtens, die Filiale Belgien der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL), die britische Wealth Management-Einheit Kleinwort Benson – die Investmentbanking-Aktivitäten sind von der Transaktion unberührt –, die Privatinvest Bank AG mit Hauptsitz in Salzburg und Niederlassung in Wien sowie die Dresdner Bank Monaco S.A.M. erfolgreich abgeschlossen. Die meisten dieser Veräußerungen sind inzwischen nach Zustimmung der jeweiligen Aufsichtsbehörden bereits vollzogen. Durch die Trennung von diesen nicht mehr zu unserer Strategie passenden Einheiten haben wir teilweise auch Auflagen der EU im Rahmen des SoFFin-Engagements erfüllt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wie bereits angesprochen, war 2009 erneut ein sehr schwieriges Jahr. Wegen seiner hohen Abhängigkeit von den Auslandsmärkten und der Nachfrage nach Investitionsgütern ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland unter den Industrieländern mit am stärksten eingebrochen. Im Jahresdurchschnitt schrumpfte die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 5%, wir erlebten die größte Rezession der Nachkriegszeit. Zudem wurde deutlich, dass die Finanzmarktkrise trotz deutlicher Erholungstendenzen noch nicht vorbei ist. Auch die Commerzbank konnte sich diesem äußerst herausfordernden Umfeld nicht entziehen. Das Konzernergebnis 2009 beträgt minus 4,5 Mrd Euro, das ist unbefriedigend. Wir zahlen für 2009 keine Dividende und wir bedienen auch die Stillen Einlagen des SoFFin und andere Instrumente nicht. Das entspricht den Vereinbarungen, aber auch das ist unbefriedigend. Die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise bedingten Ertragsbelastungen konnten wir zwar gegenüber dem kombinierten Vorjahreswert von Commerzbank und Dresdner Bank deutlich reduzieren. Allerdings waren diese insbesondere aufgrund der gestiegenen Risikovorsorge immer noch sehr hoch. Zudem belastete die Integration das Nettoergebnis mit 1,9 Mrd Euro. Insgesamt wird uns die Integration, wie angekündigt, 2,5 Mrd Euro kosten. Aber es ist eine Investition, die sich lohnt. Wenn der Umbau abgeschlossen ist, werden wir Jahr für Jahr 2,4 Mrd Euro an Synergien realisieren.

An unsere Aktionäre

16 Brief des Vorstandsvorsitzenden

Trotz des Marktumfelds ist es uns im Privatkundengeschäft 2009 in allen Quartalen gelungen, profitabel zu bleiben. Das operative Ergebnis von 170 Mio Euro ist vor diesem Hintergrund sehr respektabel. Die Integration liegt im Plan. Die konsequente Umsetzung unserer kundenorientierten Ausrichtung zeigt Erfolge: Die Kundenzahl liegt stabil bei 11 Millionen. Wir sind führend im Anlagegeschäft und auch nach Depotvolumen. Im Wealth Management in Deutschland verfügen wir über das dichteste Standortnetz.

Auch die Leistung der Mittelstandsbank kann sich sehen lassen. Das Geschäft ist sehr robust und die Mittelstandsbank war 2009 erneut unsere mit Abstand profitabelste Einheit. Sie hat im vergangenen Jahr gut 500 Mio Euro verdient. Unser starkes Bekenntnis zum deutschen Mittelstand haben wir jetzt noch einmal unterstrichen: Zum Beispiel mit unserem 5 Mrd Euro-Kreditprogramm für den Mittelstand. Aber auch durch die Berufung unseres Sonderbeauftragten für Mittelstandskredite.

Im Investmentbanking haben wir 2009 große Fortschritte gemacht. Zum einen ist die Integration hier sehr weit fortgeschritten. Zum anderen ist Corporates & Markets heute eine klar auf das Kundengeschäft ausgerichtete Division mit europäischem Format.

Im Segment Central & Eastern Europe hat uns die stark gestiegene Risikovorsorge ins Minus gezogen. Die Ukraine entwickelt sich schlechter als erwartet, was weitere Anpassungen, an denen wir derzeit intensiv arbeiten, notwendig macht. Das operative Kundengeschäft läuft jedoch sehr dynamisch, besonders bei der BRE-Bank in Polen, die trotz Krise mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen hat. Zudem konnten wir unsere Kundenzahl in Mittel- und Osteuropa 2009 um deutlich mehr als eine halbe Million auf rund 3,7 Millionen steigern.

21

Unser Segment Asset Based Finance ist 2009 hoch defizitär geblieben. Die im vergangenen Jahr eingeleitete Neuordnung der Aktivitäten im Segment ist inzwischen weit fortgeschritten. Die gewerbliche Immobilienfinanzierung der Eurohypo haben wir neu ausgerichtet und auf Kernmärkte fokussiert. Unser Staatsfinanzierungsbuch haben wir reduziert. Diese Maßnahmen werden sich schon im laufenden Jahr positiv bemerkbar machen.

Bei der Portfolio Restructuring Unit geht unser Konzept des wertmaximierenden Abbaus auf. Wir haben die Bilanzsumme dort im vergangenen Jahr deutlich heruntergefahren und das Segmentergebnis verbessert.

Im Konzern konnten wir im vergangenen Jahr wichtige Ziele unserer "Roadmap 2012" erreichen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit war das, was wir "De-Risking" oder Risikoreduzierung nennen: Die Bilanzsumme konnten wir um 19% auf rund 844 Mrd Euro abbauen, wobei die Kundenforderungen in erster Linie im Ausland gesunken sind. Gleichzeitig haben wir die Risikoaktiva um 17% auf 280 Mrd Euro reduziert. Dadurch setzen wir auch Kapital frei, was uns die Möglichkeit gibt, in unseren Kerngeschäften selektiv zu wachsen. Zudem ging die Reduzierung nicht zu Lasten der Erträge, im Gegenteil: Die Bruttoerträge stiegen trotz Krise und Integrationsanstrengungen um 4 Mrd Euro auf 10,9 Mrd Euro.

Unsere Liquiditätsausstattung ist unverändert komfortabel und die Kernkapitalquote liegt per Jahresende 2009 bei guten 10,5%. Das ist mehr, als wir für unser kundengetriebenes, stabiles Geschäftsmodell auf lange Sicht brauchen. Wir haben die Bank vor gut einem Jahr mit Mitteln des SoFFin wetterfest gemacht, das war richtig und wichtig. Und wir werden spätestens 2012 mit der Rückzahlung der Stillen Einlagen starten – dabei bleibt es.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Commerzbank ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet, der Januar ist sehr gut gelaufen. Wo wir Ende 2010 unter dem Strich genau stehen werden, hängt An unsere Aktionäre

jedoch in hohem Maße von der Entwicklung der Finanzmärkte ab. Die Integration wird im Jahr 2010 mit Aufwendungen von über 300 Mio Euro zu Buche schlagen, 2009 waren es noch 1,9 Mrd Euro. Dafür werden wir im laufenden Jahr bereits signifikante Kostensynergien realisieren. Unsere Risikovorsorge war im vergangenen Jahr sehr hoch und wird auch 2010 noch hoch bleiben, da uns die Konjunktur nur ein Stück entgegenkommen wird. Insgesamt wird das laufende Jahr ein weiteres schwieriges Jahr werden, daher können wir für 2010 zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Gewinn versprechen. Dieses Ziel werden wir spätestens im Jahr 2011 erreichen. Ab 2012 wollen wir dann ein operatives Ergebnis von mehr als 4 Mrd Euro pro Jahr und eine Nachsteuerrendite von über 12% erreichen. Das ist für unser Geschäftsmodell und unser Risikoprofil angemessen. Auch alle anderen Ziele der "Roadmap 2012" gelten unverändert. Das Ergebnis unserer Kernbank im schwierigen Jahr 2009 hat gezeigt: Wir haben ein robustes Geschäftsmodell mit einem soliden und nachhaltigen Ertragspotenzial. Im laufenden Jahr werden wir in allen Bereichen weitere sichtbare Fortschritte machen und in der Kernbank 2010 ein positives Ergebnis erzielen.

Zu unserer Hauptversammlung am Mittwoch, dem 19. Mai 2010, in der Jahrhunderthalle in Frankfurt lade ich Sie auch in diesem Jahr ein und freue mich auf Ihr Kommen.

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender

Gemeinsam mehr erreichen. Das Vorstandsteam An unsere Aktionäre 24 Commerzbank Geschäftsbericht 2009

Frank Annuscheit Chief Operating Officer Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Markus Beumer Mittelstandsbank Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Michael Reuther Corporates & Markets Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006

Dr. Stefan Schmittmann Chief Risk Officer Mitglied des Vorstands seit 1.11.2008

Ulrich Sieber Group Human Resources, Group Integration Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009

An unsere Aktionäre

  • 24 Vorstandsteam

Dr. Achim Kassow Privatkunden, Central & Eastern Europe Mitglied des Vorstands seit 10.11.2004 Jochen Klösges Asset Based Finance

Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009

Mitglied des Vorstands seit 1.11.2001

Dr. Eric Strutz Chief Financial Officer

Martin Blessing Vorsitzender

Mitglied des Vorstands seit 1.4.2004

An unsere Aktionäre

Bericht des Aufsichtsrats

An unsere Aktionäre

Klaus-Peter Müller Vorsitzender

während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung sowie die strategische Ausrichtung der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäfte der Bank und im Konzern unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr fanden insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen statt, davon drei außerordentliche Sitzungen und zwei Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen.

Gegenstand sämtlicher ordentlicher Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit war in der ersten Jahreshälfte die Verschmelzung der Dresdner Bank AG auf die Commerzbank und die Vereinbarung mit dem SoFFin über eine weitere Stille Einlage sowie die Zeichnung von Stammaktien, in der zweiten Jahreshälfte die Diskussion und die Verabschiedung

  • 26 Bericht des Aufsichtsrats

»Einer der Schwerpunkte unserer Tätigkeit war die Verschmelzung der Dresdner Bank AG auf die Commerzbank AG. « An unsere Aktionäre

eines neuen Vergütungsmodells für den Vorstand. Ein weiterer Schwerpunkt war die intensive Befassung mit dem jeweils aktuellen Stand der Integration der Dresdner Bank in den Commerzbank-Konzern. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden.

In den Sitzungen am 6. und 8. Januar befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank, insbesondere im Zusammenhang mit der bekannt gewordenen verschlechterten finanziellen Situation der Dresdner Bank, die zu einer Anpassung des ursprünglich vereinbarten Kaufpreises führte.

In der Sitzung am 17. Februar 2009 standen die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 sowie die zu erwartenden Ertragsbelastungen der neuen Commerzbank für das Geschäftsjahr 2009 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. In der anschließenden Diskussion überzeugten wir uns von der Plausibilität der vorgetragenen Erwartungen und Ziele – insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzkrise und dem daraus resultierenden Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft – und erörterten die verschiedenen Handlungsalternativen.

In der Sitzung am 26. März 2009 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2008; hierüber haben wir bereits im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet. Ferner haben wir uns intensiv mit dem Vertrag über die Verschmelzung der Dresdner Bank AG auf die Commerzbank AG beschäftigt und unsere Zustimmung zu diesem Vertrag beschlossen.

Gegenstand der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 7. Mai 2009 waren insbesondere die Gespräche mit dem SoFFin und der EU-Kommission über die weitere Stille Einlage und die Zeichnung von Stammaktien im Hinblick auf die Hauptversammlung im Mai.

Die Sitzung am 15. Mai 2009 diente der Vorbereitung auf die anschließende Hauptversammlung. Da mit Ablauf der Hauptversammlung das Mandat von drei Aufsichtsratsmitgliedern endete und der Hauptversammlung drei neue Mitglieder zur Wahl vorgeschlagen worden waren, wurde für den Fall ihrer Wahl deren Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats festgelegt. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse finden Sie auf Seite 32 in diesem Geschäftsbericht.

In der Sitzung am 1. Juli 2009 erläuterte uns der Vorstand anhand ausführlicher Unterlagen die Geschäftsentwicklung sowie den weiteren Gang der Integration der Dresdner Bank. Aufgrund der Verabschiedung des VorstAG sowie der veröffentlichten Beschlüsse der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex behandelte der Aufsichtsrat außerdem die Erhöhung des Selbstbehalts für Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen der D&O-Versicherung.

In einer außerordentlichen Sitzung am 7. Oktober 2009 befasste sich der Aufsichtsrat unter Einbeziehung externer Vergütungsberater sowohl mit den neuen Vergütungsmodellen für die Mitarbeiter der Commerzbank als auch insbesondere mit der Neustruktur der Vorstandsvergütung.

In der ordentlichen Sitzung am 4. November 2009 lag der Schwerpunkt unserer Beratungen auf dem Bericht über die Geschäftslage und daneben turnusgemäß auf Strategie und Planung einschließlich Budget für das Jahr 2010 und der Mittelfristplanung. Wir haben uns auf Basis der Geschäftszahlen die Ziele für die Bank und den Konzern darstellen lassen und ausführlich mit dem Vorstand besprochen. Außerdem haben wir uns über den aktuellen Stand der Integration der Dresdner Bank informiert. Ein weiteres Thema dieser Sitzung war die Corporate Governance der Bank: Wir haben die Anpassungen der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aufgrund der Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex im Juni 2009 vorgenommen. Die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durch einen externen Berater war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank sowie zur Effizienzprüfung des Aufsichtsrats finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 40 bis 43.

Am 14. Dezember 2009 behandelte der Aufsichtsrat in einer weiteren außerordentlichen Sitzung abschließend die neue Vergütungsstruktur für den Vorstand und beschloss über die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG. Sofern dies im Einzelfall wegen der besonderen Eilbedürftigkeit geboten war, wurden zusätzlich Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

In mehreren Sitzungen beschäftigten wir uns nach vorheriger Beratung im Präsidialausschuss mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere mit der Ernennung von Herrn Blessing zum Vorsitzenden des Vorstands, der Beendigung des Vorstandsmandats von Herrn Hartmann sowie mit der Neubestellung der Herren Klösges und Sieber zu Mitgliedern des Vorstands.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 32 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr achtmal, in drei Fällen handelte es sich um außerordentliche Sitzungen, in einem Fall um eine Telefonkonferenz. Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage. Anders als in den Vorjahren spielte aufgrund der EU-Auflagen für die Genehmigung der Übernahme der Dresdner Bank die sonst regelmäßige Diskussion von strategischen Beteiligungen im Finanzbereich keine dominierende Rolle.

An unsere Aktionäre

  • 26 Bericht des Aufsichtsrats
  • standsvergütung, insbesondere auch vor dem Hintergrund der SoFFin-Auflagen. Ein weiteres Thema war die Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2009 zu insgesamt zehn Sitzungen zusammen. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank und die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein und erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er vereinbarte mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte und das Honorar. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nicht-Prüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte in der zweiten Jahreshälfte jeweils die Zwischenfinanzberichte vor ihrer Veröffentlichung. Die Arbeit der Zentralen Stäbe Interne Revision und Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung der Bank. Neben diesen üblichen Tätigkeiten beschäftigte sich der Prüfungsausschuss in einer Sondersitzung mit der prüferischen Tätigkeit von PwC zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 der Dresdner Bank AG. In der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses nach der Hauptversammlung wurde Herr Dr. Perlet zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. An den Sitzungen nahmen jeweils Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten.

Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt fünfmal. Er befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit Markt-, Kredit- und operationellen Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ausführlich mit dem Vorstand diskutiert.

Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit dem neuen Vergütungsmodell für die Mitarbeiter, dem Thema Interessenausgleich und Sozialplan im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank und dem Bericht über die Tätigkeit des neu gegründeten Stiftungszentrums der Commerzbank beschäftigte.

Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Hervorzuheben sind die Leitlinien, die der Ausschuss für seine Tätigkeit verabschiedet hat.

Der gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildete Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2009 nicht zusammentreten. Über die Arbeit der Ausschüsse wurde dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig berichtet. Die Offenlegung eines Interessenkonflikts, die gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zu geschehen hätte, ist im Berichtsjahr von keinem unserer Aufsichtsratsmitglieder erfolgt.

Jahres- und Konzernabschluss

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank AG sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und An unsere Aktionäre

Darüber hinaus beschäftigte sich der Präsidialausschuss turnusgemäß mit Fragen der Vor-

Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 22. März 2010 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Plenum den Jahresund Konzernabschluss der Commerzbank AG sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 23. März 2010 ebenfalls geprüft. Die Abschlussprüfer nahmen an den beiden Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Plenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.

Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 16. Mai 2009 endete die Amtszeit der Herren Lürßen, Müller-Gebel und Dr. Weiss als Aufsichtsratsmitglied durch Niederlegung der Mandate. Herr Lürßen als geschäftsführender Gesellschafter einer bedeutenden Werft hat sich in besonderer Weise für die Interessen der mittelständischen Wirtschaft eingesetzt. Herr Müller-Gebel hat insbesondere als langjähriger Vorsitzender des Prüfungsausschusses die Arbeit der Bank eng begleitet. Herr Dr. Weiss hat dem Aufsichtsrat 22 Jahre angehört und war viele Jahre Mitglied des Risikoausschusses. Wir danken ihnen für ihre vertrauensvolle und engagierte Mitarbeit in unserem Gremium. Für die verbleibende Amtsdauer der ausgeschiedenen Mitglieder wurden Herr Dr. von Bomhard, Herr Dr. Meister und Herr Dr. Perlet von der Hauptversammlung neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Herr Hartmann, dem ich für seine langjährige Tätigkeit danke, schied mit Wirkung zum 7. Mai 2009 aus dem Vorstand der Commerzbank AG aus. Mit Wirkung zum 1. Juni 2009 bestellte der Aufsichtsrat die Herren Klösges und Sieber zu Mitgliedern des Vorstands.

Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im schwierigen Geschäftsjahr 2009, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank.

Für den Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender Frankfurt am Main, 23. März 2010

An unsere Aktionäre 31

  • 31 Aufsichtsrat und Ausschüsse

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender Frankfurt am Main

Uwe Tschäge * stellv. Vorsitzender Commerzbank AG Düsseldorf

Hans-Hermann Altenschmidt * Commerzbank AG Essen

Dott. Sergio Balbinot Managing Director Assicurazioni Generali S.p.A. Triest

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands E.ON Ruhrgas AG Hattingen

Herbert Bludau-Hoffmann * Dipl.-Volkswirt Gewerkschaft ver.di Fachbereich Finanzdienstleistungen, Unternehmensbetreuer Commerzbank Essen/Berlin

Dr. Nikolaus von Bomhard (seit 16. Mai 2009) Vorsitzender des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG München

Karin van Brummelen * Commerzbank AG Düsseldorf

Astrid Evers * Commerzbank AG Hamburg

Uwe Foullong * Mitglied des ver.di-Bundesvorstands Berlin

Daniel Hampel * Commerzbank AG Berlin

Dr.-Ing. Otto Happel Unternehmer Luserve AG Luzern

Sonja Kasischke * Commerzbank AG Braunschweig

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Essen

Alexandra Krieger * Dipl.-Kauffrau Leiterin Referat Wirtschaft I Mitbestimmungsförderung Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf

Friedrich Lürßen (bis 16. Mai 2009) Sprecher der Geschäftsführung Fr. Lürssen Werft GmbH &Co. KG Bremen

Dr. h.c. Edgar Meister (seit 16. Mai 2009) Rechtsanwalt Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank Kronberg im Taunus

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp AG Düsseldorf

Klaus Müller-Gebel (bis 16. Mai 2009) Rechtsanwalt Frankfurt am Main

Dr. Helmut Perlet (seit 16. Mai 2009) Ehemaliges Mitglied des Vorstands Allianz SE München

Barbara Priester * Commerzbank AG Frankfurt am Main

Dr. Marcus Schenck Mitglied des Vorstands E.ON AG Düsseldorf

Dr.-Ing. E.h. Heinrich Weiss (bis 16. Mai 2009) Vorsitzender der Geschäftsführung SMS GmbH Düsseldorf

Dr. Walter Seipp Ehrenvorsitzender Frankfurt am Main

* Von den Arbeitnehmern gewählt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Präsidialausschuss

Klaus-Peter Müller, Vorsitzender Hans-Hermann Altenschmidt Dr. h.c. Edgar Meister Uwe Tschäge

Prüfungsausschuss

Dr. Helmut Perlet, Vorsitzender Hans-Hermann Altenschmidt Karin van Brummelen Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel Prof. h.c. Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

Risikoausschuss

Klaus-Peter Müller, Vorsitzender Dr. h.c. Edgar Meister Dr. Helmut Perlet Dr. Marcus Schenck

Nominierungsausschuss

Klaus-Peter Müller, Vorsitzender Dott. Sergio Balbinot Dr.-Ing. Otto Happel

Sozialausschuss

Klaus-Peter Müller, Vorsitzender Dr.-Ing. Burckhard Bergmann Karin van Brummelen Astrid Evers Dr. h.c. Edgar Meister Uwe Tschäge

Vermittlungsausschuss

(§ 27 Abs. 3 MitbestG) Klaus-Peter Müller, Vorsitzender Hans-Hermann Altenschmidt Dott. Sergio Balbinot Uwe Tschäge

  • 33 Unsere Aktie

Unsere Aktie

Commerzbank-Aktie weiterhin unter Druck

Der Kursverlauf der Commerzbank-Aktie war im gesamten Jahresverlauf durch die weiterhin hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten geprägt. So war zu Beginn des Jahres 2009 ein deutlich verschlechtertes Umfeld für Aktien spürbar. Dies zeigte sich insbesondere im Kursverlauf des DAX sowie in noch stärkerem Maße für Finanzwerte in Deutschland und im Euroraum. Davon war auch die Aktie der Commerzbank betroffen. Zusätzlich unter Druck geriet der Aktienkurs der Commerzbank durch die Bekanntgabe des zweiten SoFFin-Pakets. Vom ersten Handelstag 2009 bis Anfang März verlor die Aktie knapp 62%. Mit einem Kurs von 2,22 Euro erreichte die Aktie am 6. März ihr historisches Jahrestief. Auch der DAX und der Dow Jones EURO STOXX Banken erreichten an diesem Tag ihre niedrigsten Notierungen im Jahr 2009.

Positive Marktnachrichten großer internationaler Banken sowie Bekenntnisse der wichtigsten Regierungen zur Unterstützung systemischer Banken sorgten zum Ende des ersten Quartals wieder für eine leicht aufhellende Stimmung und die Märkte erholten sich. Kurssteigerungen bei Finanzwerten und in geringerem Umfang auch beim DAX waren die Folge. Diese positive Entwicklung hat sich zunächst fortgesetzt, ehe Gewinnmitnahmen diese Kurserholung Mitte Mai vorübergehend gestoppt haben. Ab Anfang Juli kam es zu einem mehrwöchigen Kursanstieg. Hintergrund dieser Entwicklung war, dass viele Indikatoren für die Stimmung in der Wirtschaft wieder aufwärts zeigten, die Unsicherheit der Marktteilnehmer

Wertpapier-Kürzel
Inhaberaktien 803 200
Reuters CBKG.DE
Bloomberg CBK GR
ISIN DE0008032004

Indizes, die die Commerzbank enthalten

Blue-Chip-Indizes

DAX

  • Dow Jones EURO STOXX
  • Banken

Nachhaltigkeitsindizes

ASPI Eurozone-Index
An unsere Aktionäre Ethibel Excellence
Europe-Index
ECPI Ethical Index Euro

gesunken ist und die Risikoneigung der Investoren zugenommen hat. Besonders die im Verlauf der Finanzkrise stark gefallenen Bankaktien zeigten dabei eine überproportionale Erholung. Die Commerzbank-Aktie erreichte am 10. September mit 9,64 Euro ihren Jahreshöchstwert. Damit notierte sie fast viereinhalb Mal so hoch wie gegenüber dem Jahrestiefstkurs Anfang März. Während sich allerdings der DAX und der Dow Jones EURO STOXX Banken in den letzten Wochen des Jahres eher stabil seitwärts entwickelten, zeigte die Aktie der Commerzbank aufgrund der zurückhaltenden Einschätzung vieler Investoren einen wieder etwas schwächeren Kursverlauf.

Vor dem Hintergrund der Erholungstendenzen an den Finanzmärkten ab dem zweiten Quartal kam es bei Finanzwerten 2009 weltweit zum Teil zu äußerst starken Kurszuwächsen, die den Rückgang der Börse im ersten Quartal überkompensierten. So gewann der Dow Jones EURO STOXX Banken rund 49% gegenüber dem Schlusskurs 2008. Der durch Industrieunternehmen dominierte DAX konnte demgegenüber vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen konjunkturellen Situation lediglich um 19% zulegen. Die Commerzbank-Aktie gab im Jahr 2009 nochmals gut 11% nach. Die durchschnittlichen täglichen Handelsumsätze unserer Aktie an den deutschen Börsen stiegen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 21% auf 12,9 Millionen Stück.

Kapitalmarktmaßnahmen und Kennzahlen

Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag Ende 2009 bei 7,0 Mrd Euro verglichen mit 4,3 Mrd Euro ein Jahr zuvor. Die Gewichtung im DAX betrug 0,8%, damit lag die Commerzbank an 26. Stelle. Im europäischen Branchenvergleichsindex Dow Jones EURO STOXX Banken betrug das Gewicht der Commerzbank zum Jahresende 1,0%, wodurch sie an 15. Stelle notierte. Zudem ist die Bank in den drei Nachhaltigkeitsindizes "ASPI Eurozone-Index", "Ethibel Excellence Europe-Index" und dem "ECPI Ethical Index Euro" vertreten, die neben ökonomischen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.

An unsere Aktionäre 35

  • 33 Unsere Aktie

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank erhielt die Allianz als eine Komponente des Kaufpreises für die Dresdner Bank Anfang des Jahres 2009 rund 163,5 Millionen neue Commerzbank-Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Die Zahl der ausstehenden Aktien der Commerzbank erhöhte sich somit auf 886,0 Millionen Stück. Mit der Zustimmung der Hauptversammlung vom 16. Mai 2009 wurde das Grundkapital der Commerzbank um 25% plus eine Aktie durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage an den SoFFin erneut erhöht. Die Emission der rund 295 Millionen Stammaktien erfolgte zum Preis von 6 Euro pro Aktie. Die Zahl der ausstehenden Aktien stieg dadurch auf 1 181,4 Millionen Stück.

Trotz des schwierigen Marktumfelds im Berichtsjahr war die Commerzbank in der Lage, sowohl im unbesicherten als auch im besicherten Kapitalmarkt – über die Konzerntochter Eurohypo AG – erfolgreich Anleihen zu platzieren. Im Jahr 2009 konnte ein Gesamtvolumen an Kapitalmarktemissionen von rund 33 Mrd Euro platziert werden. Hierunter fielen sowohl Benchmark- und Jumboemissionen als auch zahlreiche Privatplatzierungen.

Im unbesicherten Bereich sind neben der im Januar begebenen staatsgarantierten 3-jährigen Anleihe über 5 Mrd Euro insbesondere zwei Benchmarkemissionen im Gesamtvolumen von 2,5 Mrd Euro zu nennen. Mit diesen öffentlich platzierten Anleihen ließ sich eine internationale Diversifizierung der Investorenbasis erzielen; insbesondere durch die staatsgarantierte Anleihe konnte eine Vielzahl neuer Investoren gewonnen werden. Über das Privatkundennetz der Commerzbank wurden darüber hinaus Anleihen im Wert von mehr als 7 Mrd Euro nachgefragt. Insgesamt betrug das Emissionsvolumen im unbesicherten Bereich rund 20 Mrd Euro.

Im besicherten Bereich wurden über die Eurohypo Hypothekenpfandbriefe in Höhe von knapp 10 Mrd Euro und Öffentliche Pfandbriefe über 3 Mrd Euro begeben. Neben Privatplatzierungen konnten fünf Jumbo-Pfandbriefe mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren erfolgreich platziert werden. Die Eurohypo profitierte dabei von der Belebung des Pfandbriefmarktes durch das im Juli gestartete Ankaufprogramm der EZB für Covered Bonds. Die begebenen Emissionen wurden vom Markt gut aufgenommen, was durch die schnelle Platzierung, eine hohe europaweite Nachfrage und attraktive Konditionen dokumentiert wurde.

Keine Dividende für das Geschäftsjahr 2009

Unabhängig vom Geschäftsverlauf wird es für das Geschäftsjahr 2009 – wie auch bereits für das Geschäftsjahr 2008 – keine Dividendenausschüttungen geben. Dies ist eine Bedingung der Inanspruchnahme der Mittel aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin).

Aktionärsbasis ausgeweitet

Gemäß unserer letzten Aktionärserhebung befinden sich nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Commerzbank-Aktien im Besitz von institutionellen Investoren; zum Ende des Jahres 2008 lag dieser Anteil noch bei knapp 80%. Der Rückgang beruht auf der Tatsache, dass seit Mitte des Jahres 2009 der Bund über den SoFFin als neuer Anteilseigner mit einem Viertel (plus einer Aktie) an der Commerzbank beteiligt ist. Der Rest entfällt auf unsere überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre und unsere Großaktionäre Allianz und Generali. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, liegt bei 60%. Der Anteil der Aktien, der von Anlegern aus Deutschland gehalten wurde, stieg aufgrund der neuen Anteilseignerstruktur auf 54%, entsprechend ging der Auslandsanteil auf 46% zurück.

An unsere Aktionäre 37

  • 33 Unsere Aktie

Kommunikation mit dem Kapitalmarkt verstärkt

Im Jahr 2009 gab es etwa 40 Analysten, die regelmäßig über die Commerzbank berichteten. Die ausgesprochenen Empfehlungen bezüglich der Commerzbank-Aktie waren vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen Branchenumfelds sowie der aktuellen Situation der Commerzbank zurückhaltender als noch vor einem Jahr. So handelte es sich im Dezember 2009 nur bei 18% der Empfehlungen um Kaufempfehlungen (buy/overweight/outperform), 12% der Analysten empfahlen das Halten unserer Aktie (neutral/hold/in line) und 70% der Analysten rieten zum Verkauf unserer Aktie (underperform/reduce).

Gerade in dem für die Finanzbranche schwierigen Marktumfeld haben wir im Geschäftsjahr 2009 den Kontakt zu unseren Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie den Analysten auf hohem Niveau gehalten, um ein Höchstmaß an Transparenz zu bieten. Durch die Teilnahme an 17 internationalen Investorenkonferenzen und die Durchführung von 36 Roadshows haben das Management und das Investor Relations-Team den Markt regelmäßig informiert und standen den Investoren als Gesprächspartner zur Verfügung. So führten wir 419 Gespräche, sowohl Einzelgespräche als auch Gruppen-Meetings und Telefonkonferenzen, bei denen die Geschäftsentwicklung und die strategische Zielrichtung der Bank präsentiert und diskutiert wurden. Auf diesem Weg erreichten wir insgesamt rund 920 Investoren und Analysten. Zudem organisierten wir Gespräche mit Experten der Commerzbank, um bestimmte Themenwünsche vertieft zu besprechen.

Besondere Beachtung fand der am 25. November 2009 mittlerweile schon zum siebten Mal durchgeführte Investors' Day. Den etwa 60 Investoren und Analysten wurde wieder ein tiefgehender Einblick in die Strategie und die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns ermöglicht. Insbesondere Informationen zu den Ertrags- und Ergebniszielen der "Roadmap 2012" als Antwort auf die Herausforderungen der Finanzkrise standen im Mittelpunkt des Interesses. Insgesamt erhielten wir zu dieser Veranstaltung eine überwiegend positive Resonanz. So wurden das hohe Maß an Transparenz sowie die Bereitschaft aller Vorstände, sich den Fragen der Investoren und Analysten zu stellen, wiederum sehr positiv bewertet. Auch für das laufende Jahr 2010 ist geplant, einen Investors' Day zu veranstalten, der genaue Termin steht bislang noch nicht fest.

Börsennotierungen der Commerzbank-Aktie

Deutschland

Berlin-Bremen
Düsseldorf
Frankfurt
Hamburg
Hannover
München
Stuttgart
Xetra
Europa
London
Schweiz
Nordamerika
Sponsored ADR (CRZBY)CUSIP: 202597308

Mit unserem bereits vor einigen Jahren entwickelten Newsletter "IR Monthly" haben wir auch im Jahr 2009 Analysten und Investoren regelmäßig und proaktiv über die wichtigsten Vorkommnisse im Commerzbank-Konzern im jeweils gerade zu Ende gegangenen Monat informiert und auf neue Präsentationen sowie bevorstehende Termine hingewiesen. Zu besonders wichtigen Anlässen informieren wir unabhängig hiervon taggleich per Investor Relations-Mitteilung beziehungsweise Ad-hoc-Meldung. Das Factbook "Commerzbank – Zahlen, Fakten, Ziele" berichtet zudem unverändert viermal im Jahr über Entwicklung, Strategie und Ziele der Bank. Darüber hinaus bieten wir eine Vielzahl von Informationen im Internet auf unserer Investor Relations-Seite an.

Im Berichtsjahr haben wir den Dialog mit unseren Fixed Income-Investoren weiter ausgebaut. Durch zeitnahe Roadshows haben wir unsere Quartalszahlen sowie unser Strategie-Programm "Roadmap 2012" erläutert. Der Schwerpunkt unserer Non-Deal-Roadshows – also Einzelgespräche mit institutionellen Investoren ohne die konkrete Absicht, eine Neuemission zu vermarkten – lag in Europa.

Um die Kapitalmarktkommunikation permanent weiterzuentwickeln, unterzieht sich das Investor Relations-Team regelmäßig einem externen Benchmarking-Prozess. Diese unabhängige Analyse bescheinigt uns, trotz des schwierigen Marktumfelds des letzten Jahres die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt auf hohem Niveau verbessert zu haben. Das Ergebnis ist für uns ein Ansporn, auch 2010 alle Anstrengungen zu unternehmen, um unsere Investor Relations-Arbeit weiter zu optimieren.

Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie

2009 2008
Ausstehende Aktien
in Mio Stück 1 181,4 722,6
Xetra-Schlusskurse in Euro
Hoch 9,64 25,89
Tief 2,22 5,40
Jahresende 5,89 6,64
Börsenumsätze pro Tag1 in Mio Stück
Hoch 56,0 52,6
Tief 2,7 2,2
Durchschnitt 12,9 10,7
Index-Gewicht in Prozent
DAX 0,8 1,0
Dow Jones EURO STOXX Banken 1,0 1,6
Gewinn je Aktie (EPS) in Euro –4,40 0,0
Buchwert je Aktie2 in Euro 8,51 16,42
Marktwert/Buchwert zum 31.12. 0,69 0,40

1 Deutsche Börsen gesamt; 2 ohne Stille Einlagen, Anteile in Fremdbesitz und Cash Flow Hedges.

Unternehmerische Verantwortung

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind und erfüllen nahezu alle dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 40 bis 43 Auskunft.

Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 63 bis 64.

40 Corporate Governance | 44 Vergütungsbericht | 55 Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB) | 63 Corporate Responsibility

Corporate Governance-Bericht

Verantwortungsvolle Corporate Governance hat in der Commerzbank seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir – Aufsichtsrat und Vorstand – den Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat entsprachen schon bei Erlass des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend dessen Anforderungen. Soweit das noch nicht der Fall war, haben wir sie den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (siehe unten) fortlaufend angepasst. Satzung und Geschäftsordnungen sind im Internet verfügbar.

Corporate Governance-Beauftragter der Commerzbank ist Günter Hugger, Bereichsvorstand Group Legal. Er ist der Ansprechpartner für alle Fragen der Corporate Governance und hat die Aufgabe, Vorstand und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex zu beraten und über die Umsetzung durch die Bank zu berichten.

Die Corporate Governance in der Commerzbank erläutern wir gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex:

Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Bank erklärt jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird oder erläutert, welche Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf der Internetseite der Commerzbank veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde am 15. Dezember 2009 abgegeben.

Die Commerzbank erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:

Ziffer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise wird die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf der Internetseite der Commerzbank veröffentlicht.

40 Corporate Governance

Nach der Aufnahme des Abfindungs-Caps als Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des Kodex wurde aufgrund der mit dem SoFFin 2008 geschlossenen Rahmenvereinbarung eine grundsätzliche Neustrukturierung der Vorstandsvergütung erforderlich. Daher wurde bei Neubestellungen von Vorständen und bei Vertragsverlängerungen zunächst auf die isolierte Aufnahme eines Abfindungs-Caps verzichtet. Die neue Vergütungsstruktur, die ab 2010 gelten wird, sieht einen Abfindungs-Cap gemäß der Kodex-Empfehlung 4.2.3 vor.

Nach Ziffer 5.3.2 des Kodex soll sich der Prüfungsausschuss (Audit Committee) neben den Fragen der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung auch mit Fragen des Risikomanagements der Bank befassen. Da das Risikomanagement bei Banken eine besondere Rolle spielt, hat der Aufsichtsrat bereits vor Jahren – über die Anforderungen des Kodex hinaus – einen eigenständigen Risikoausschuss gebildet, der sich mit der Behandlung von Risiken wie Kredit-, Markt- und operationellen Risiken der Bank befasst. Die umfassende Information des Prüfungsausschusses über die Fragen des Risikomanagements wird dadurch sichergestellt, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zugleich Mitglied des Risikoausschusses ist.

Die Regelungen zum Selbstbehalt bei einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat in Ziffer 3.8 des Kodex wurden fristgemäß zum 1. Januar 2010 umgesetzt. Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Ziffern 5.1.2 und 5.4.1) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen.

Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Commerzbank erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:

Abweichend von Ziffer 2.3.3 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.

In Ziffer 2.3.4 wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet zu übertragen. Wir übertragen die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte. Zum einen erscheint die vollständige Übertragung angesichts der Dauer von Hauptversammlungen nicht angemessen, zum anderen sind auch die Persönlichkeitsrechte der Redner zu berücksichtigen.

Ziffer 3.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex regt an, regelmäßig getrennte Anteilseigner- und Arbeitnehmervorbesprechungen durchzuführen. Wir führen solche Vorbesprechungen bei Bedarf durch.

Schließlich wird in Ziffer 5.4.6 des Kodex angeregt, die variable Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder auch an den langfristigen Unternehmenserfolg anzuknüpfen. In der Commerzbank ist die variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an die Dividende gekoppelt. Dies halten wir für ein transparentes und nachvollziehbares System.

Vorstand

Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts sowie den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand führt die Geschäfte der Commerzbank nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank und den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen.

Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf den Seiten 24 und 25 dargestellt.

Die Offenlegung eines Interessenkonflikts im Sinne von Ziffer 4.3.4 des Deutschen Corporate Governance Kodex, die gemäß § 9 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Vorstands zu geschehen hätte, ist im Berichtsjahr von keinem der Vorstandsmitglieder erfolgt.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 44 bis 50 ausführlich dargestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 31 und 32 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 26 bis 30. Die Amtsperiode der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013.

Die Effizienz seiner Tätigkeit hatte der Aufsichtsrat bislang alle zwei Jahre mittels eines detaillierten Fragebogens überprüft. Nachdem Ende 2007 auf dieser Basis eine ausführliche Erhebung durchgeführt worden war und mehrere Aufsichtsratsmitglieder erst im Mai 2008 neu in den Aufsichtsrat gewählt worden sind, folgte 2008 eine verkürzte Prüfung. Für das Jahr 2009 wurde erstmals eine externe Beratungsgesellschaft mit der Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats beauftragt. Die Beratungsgesellschaft kommt zu dem Ergebnis, dass die Arbeit des Aufsichtsrats in der Commerzbank professionell erfolgt und die Aufgabenverteilung zwischen Plenum und Ausschüssen als sinnvoll und effizient angesehen wird. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden im Plenum diskutiert und werden, soweit mehrheitlich gewünscht, für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.

Die Offenlegung eines Interessenkonflikts im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex, die gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zu geschehen hätte, ist im Berichtsjahr von keinem der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 51 bis 53 detailliert erläutert.

40 Corporate Governance

Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS); der Einzelabschluss der Commerzbank AG wird gemäß den Vorschriften des HGB aufgestellt. Konzern- und AG-Abschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer.

Zum Jahresabschluss gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 152 bis 186 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt.

Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation

Ein Mal pro Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über – soweit ausgewiesen – die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.

Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Auf der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Eine außerordentliche Hauptversammlung kann auch auf Antrag der Aktionäre einberufen werden. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.

Die Commerzbank informiert die Öffentlichkeit – und damit auch die Aktionäre – vier Mal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; weitere kursrelevante Unternehmensnachrichten werden als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank verstärkt die Möglichkeiten des Internets; unter www.commerzbank.de bieten wir weitere umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und folgende Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung.

Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.

Vergütungsbericht

Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach IFRS sowie dem am 11. August 2005 in Kraft getretenen Gesetz über die Offenlegung von Vorstandsvergütungen (VorstOG) Rechnung.

Vorstand

Grundzüge des Vergütungssystems

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2009 ein neues Vergütungssystem für den Vorstand beschlossen, welches ab 2010 umgesetzt wird. Über die ab Januar 2010 geltende Vergütungsstruktur werden wir in der Hauptversammlung für 2010 sowie im Geschäftsbericht 2010 berichten. In diesem Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2009 werden daher die für den Berichtszeitraum maßgeblichen Vergütungsregelungen dargestellt.

Die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: der erfolgsunabhängigen Vergütung, einer erfolgsbezogenen variablen Tantieme, Vergütungsbestandteilen mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Performance-Pläne) und Pensionszusagen. Die Vergütungsstruktur berücksichtigt dabei insbesondere die Lage und den Erfolg des Unternehmens sowie die Leistung des Vorstands. Die aktuelle Vergütungsstruktur für die Mitglieder des Vorstands wurde im Juli 2004 vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrats beschlossen und im November 2006 sowie im Februar 2007 ergänzt. Das Aufsichtsratsplenum ist seit Inkrafttreten des Gesetzes über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) für die Festlegung und ggf. Änderung der Vergütungsstruktur zuständig und bei Vertragsänderungen oder -verlängerungen beziehungsweise bei Neuverträgen wird seitdem auch über die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder durch den Gesamtaufsichtsrat entschieden.

Die Commerzbank hat Ende 2008 und 2009 Mittel aus dem Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) in Anspruch genommen. Der SoFFin hat die Gewährung dieser Mittel unter anderem unter die Bedingung gestellt, dass die monetäre Vergütung der Organmitglieder der Bank für die Geschäftsjahre vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 sowie vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 500 Tsd Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit für den Konzern nicht übersteigt (SoFFin-Cap)1. Dieser Cap gilt auch für die Vergütung 2010, falls der Coupon auf die Stillen Einlagen des SoFFin für das Jahr 2010 nicht voll bedient wird. Nicht von diesem Cap erfasst sind Ansprüche auf Altersversorgung und Vergütungsbestandteile, die sich auf einen vor dem 1. Januar 2008 endenden Zeitraum beziehen, sowie Sachbezüge, soweit diese nach Art und Umfang nicht über das vor dem 1. November 2008 bestehende Maß hinausgehen und die Gesamtvergütung hierdurch nicht unangemessen wird.

1 Für unterjährig bestellte Vorstandsmitglieder gilt der Cap proratarisch.

Unternehmerische Verantwortung 45

44 Vergütungsbericht

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das Grundgehalt und die Sachbezüge.

Das Grundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausgezahlt wird, beläuft sich für den Vorsitzenden des Vorstands im Berichtszeitraum an sich auf 760 Tsd Euro p.a., die anderen Vorstandsmitglieder haben ein Grundgehalt in Höhe von 480 Tsd Euro p.a. Aufgrund der Auflagen des SoFFin wurde das Grundgehalt des Vorstandsvorsitzenden für das Jahr 2009, wie auch schon für 2008, auf 500 Tsd Euro p.a. reduziert.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen, darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben. Die konkrete Höhe variiert bei den einzelnen Vorstandsmitgliedern je nach der persönlichen Situation.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile

Aufgrund der Ertragslage der Bank hat der Aufsichtsrat die variable Vergütung für die Vorstandsmitglieder für das Jahr 2009 auf 0 Euro festgesetzt. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der Commerzbank AG übersteigt damit nicht den mit dem SoFFin vereinbarten Cap einer Gesamtvergütung von jeweils höchstens 500 Tsd Euro.

Das 2009 geltende Vergütungssystem sieht für die Mitglieder des Vorstands neben den Festbezügen grundsätzlich eine variable Tantieme vor, die auf Basis folgender Ergebniskennzahlen ermittelt wird: Return on Equity (RoE) vor Steuern, Cost Income Ratio (CIR) und operatives Ergebnis vor Steuern (ohne Sondereinflüsse). Für diese drei gleich gewichteten Parameter werden jeweils Zielgrößen und eine Zieltantieme für die Vorstandsmitglieder festgelegt; die aus diesen Vorgaben resultierende Tantieme ist auf das Doppelte der Zieltantieme begrenzt. Zur Würdigung der individuellen Leistung des einzelnen Vorstandsmitglieds und zur Berücksichtigung von außergewöhnlichen Entwicklungen kann der Präsidialausschuss zusätzlich die errechnete Tantieme um bis zu 20% erhöhen oder ermäßigen. Die Tantieme für ein Geschäftsjahr wird jeweils im Folgejahr ausgezahlt. Auf die Tantieme werden Vergütungen aus der Wahrnehmung von Mandaten bei konsolidierten Tochtergesellschaften angerechnet.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Tochtergesellschaften

Die den einzelnen Vorstandsmitgliedern zugeflossenen Bezüge für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Tochterunternehmen (Konzernmandate) werden auf die variable Vergütung im Folgejahr angerechnet. Da für das Geschäftsjahr 2009 keine variable Vergütung gezahlt wird, kann eine solche Anrechnung der im Jahr 2009 zugeflossenen Bezüge für Konzernmandate nicht stattfinden. Die in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeiten in Organen von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet. Soweit daher die Organbezüge insoweit höher als 20 Tsd Euro sind, werden von den jeweiligen Vorstandsmitgliedern die überschießenden Bezüge an die Commerzbank beziehungsweise die jeweiligen Tochtergesellschaften abgeführt, dadurch wird erreicht, dass der SoFFin-Cap für die Gesamtbezüge von höchstens 500 Tsd Euro nicht überschritten wird.

in Tsd € Vergütung für die Übernahme vonOrganfunktionen in konsolidierten Tochter-gesellschaften (ohne Umsatzsteuer) Davon abgeführtgem. SoFFin-Auflage
Martin Blessing
Frank Annuscheit 23 3
Markus Beumer 19
Dr. Achim Kassow 232 212
Jochen Klösges
Michael Reuther
Dr. Stefan Schmittmann 7
Ulrich Sieber
Dr. Eric Strutz 48 28
Summe 329 243

Die den Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2009 zugeflossenen Bezüge für die Übernahme von Konzernmandaten verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

Long Term Performance-Pläne

Die Mitglieder des Vorstands hatten, ebenso wie andere Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns, die Möglichkeit, sich an sogenannten Long Term Performance-Plänen (LTP) zu beteiligen. Diese bis 2008 jährlich angebotenen virtuellen Aktienoptionsprogramme enthalten ein Zahlungsversprechen für den Fall, dass die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie nach drei, vier oder fünf Jahren die des Dow Jones Euro Stoxx Banken Index übertrifft und/oder die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie mindestens 25% beträgt. Sind diese Schwellen auch nach fünf Jahren nicht erreicht, verfällt das Zahlungsversprechen. Kommt es zu Auszahlungen, werden von den Vorstandsmitgliedern jeweils 50% des Bruttoauszahlungsbetrages in Commerzbank-Aktien investiert. Die Teilnahme an den LTP ist mit einer Eigenbeteiligung der Teilnehmer in Commerzbank-Aktien verbunden. Die Mitglieder des Vorstands konnten mit bis zu 2 500 Aktien, der Vorsitzende des Vorstands mit bis zu 5 000 Aktien teilnehmen.

Die Vorstandsmitglieder nehmen gegenwärtig nur noch an den noch laufenden LTP 2006 und LTP 2007 teil. Die realisierbaren Vergütungen aus der Teilnahme an den LTP können deutlich von den im Anhang ausgewiesenen Zeitwerten abweichen und auch ganz entfallen, da der endgültige Auszahlungsbetrag erst am Ende der Laufzeit des jeweiligen LTP feststeht. Mögliche Vergütungen aus den LTP 2006 und LTP 2007 werden nicht auf den SoFFin-Cap angerechnet, da sie vor Inkrafttreten des SoFFin-Vertrages vereinbart wurden.

Aufgrund der Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie kam es im Berichtsjahr nicht zu einer Auszahlung eines LTPs.

Unternehmerische Verantwortung 47

  • 44 Vergütungsbericht

Altersversorgung

Vorstandsmitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands oder deren Hinterbliebenen gewährt die Bank eine Altersversorgung. Eine Pension wird gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank

  • das 62. Lebensjahr vollendet hat oder
  • dauerhaft dienstunfähig ist oder
  • das Anstellungsverhältnis nach Vollendung des 58. Lebensjahres beendet wird und das Vorstandsmitglied dem Vorstand mindestens zehn Jahre angehört hat oder
  • dem Vorstand mindestens 15 Jahre angehört hat.

Die Pension beträgt 30% des letzten vereinbarten Jahresgrundgehalts ab der ersten Bestellungsperiode, 40% ab der zweiten und 60% des letzten vereinbarten Jahresgrundgehalts ab der dritten Bestellungsperiode. Die Pensionen werden in Anlehnung an die gesetzlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung gekürzt, wenn ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus dem Vorstand ausscheidet. Die Unverfallbarkeit richtet sich ebenfalls grundsätzlich nach den gesetzlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauerhafter Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres Pension bezieht, ohne dienstunfähig zu sein, wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Aus einer anderen Tätigkeit erzielte Einkünfte werden bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Pensionszahlungen an die Vorstandsmitglieder werden ab Pensionsbeginn jährlich um ein Prozent erhöht. Unter bestimmten Voraussetzungen wird eine darüber hinausgehende Erhöhung geprüft; ein Anspruch auf eine solche Erhöhung besteht jedoch nicht.

in Tsd € PensionsansprücheJahresbezug beiEintritt des PensionsfallsStand 31.12.20091 Barwert derPensionsansprücheStand 31.12.20091
Martin Blessing 456 2 084
Frank Annuscheit 288 487
Markus Beumer 288 408
Dr. Achim Kassow 288 1 089
Jochen Klösges 288 144
Michael Reuther 288 990
Dr. Stefan Schmittmann 288 503
Ulrich Sieber 288 125
Dr. Eric Strutz 288 1 218
Summe 7 048

In der nachstehenden Tabelle sind die Pensionsansprüche der im Geschäftsjahr 2009 aktiven Vorstandsmitglieder aufgeführt:

1 Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung außer bei Dienstunfähigkeit erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zum Pensionsbeginn fortgeführt wird.

Die Pensionsansprüche der Mitglieder des Vorstands fallen nicht unter den SoFFin-Cap.

Die Hinterbliebenenpension für den Ehepartner beträgt 662 ⁄3% der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25% der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden im Wege eines sogenannten Contractual Trust Arrangement auf den Commerzbank Pension-Trust e.V. übertragen. Zum 31. Dezember 2009 deckt dieses Pensionsvermögen vollständig die Pensionsverpflichtungen der Commerzbank AG gegenüber ihren Vorstandsmitgliedern, sodass keine Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen (defined benefit liabilities) zu bilden waren. Im Berichtsjahr wurden keine Vermögenswerte auf den Commerzbank Pension-Trust e.V. übertragen. Allerdings ist im Juli 2009 der Pension Trust der Dresdner Bank e.V. auf den Commerzbank-Pension Trust e.V. verschmolzen worden.

Zum 31. Dezember 2009 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank AG auf insgesamt 7,0 Mio Euro (siehe auch Tabelle der Einzelansprüche).

Change of Control

Für den Fall des Eintritts eines Aktionärs, der mindestens die Mehrheit der in der Hauptversammlung vertretenen Stimmrechte hält, bei Abschluss eines Unternehmensvertrages mit der Commerzbank als abhängigem Unternehmen sowie im Falle einer Eingliederung oder Verschmelzung (Change of Control) hat jedes Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Sofern ein Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch macht und der Aufsichtsrat der Niederlegung des Vorstandsmandats zustimmt oder die Vorstandstätigkeit im Zusammenhang mit dem Change of Control aus anderen i.e. definierten Gründen endet, hat das Vorstandsmitglied bisher Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode in Höhe von 75% seiner durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge (Grundgehalt und variable Tantieme) sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre nicht übersteigen.

Ein Abfindungsanspruch besteht nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit dem Change of Control Leistungen von dem Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung vom anderen Rechtsträger erhält.

Bei den Herren Annuscheit, Beumer und Dr. Schmittmann dürfen Abgeltung und Abfindung zusammen weder die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für drei Jahre noch 150% der Gesamtbezüge für die bei Beendigung des Anstellungsvertrags verbleibende Restdauer der dann laufenden Bestellungsperiode übersteigen. Mit den Herren Klösges und Sieber, die 2009 neu in den Vorstand berufen wurden, beziehungsweise bei der Vertragsverlängerung von Herrn Reuther wurde keine Change of Control-Regelung vereinbart.

  • 44 Vergütungsbericht

In keinem Fall dürfen Abgeltung und Abfindung zusammen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres übersteigen. Hinsichtlich Ruhegeldzahlung und Long Term Performance-Plänen wird das Vorstandsmitglied im Wesentlichen so behandelt, als ob es bis zum Ende seiner letzten Bestellungsperiode dem Vorstand angehört hätte. Ein Abfindungsanspruch entsteht nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit dem Change of Control Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder vom anderen Rechtsträger im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung erhält.

Im Zusammenhang mit dem vom Aufsichtsrat für 2010 beschlossenen neuen Vergütungssystem für den Vorstand gibt es bei Neubestellungen oder Vertragsverlängerungen keine Change of Control-Klauseln in den Anstellungsverträgen für Vorstandsmitglieder. Weiterhin wird ein Abfindungs-Cap entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart.

Sonstige Regelungen

Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder enden bislang automatisch mit dem Ende der Organstellung. Davon abweichend werden Vorstandsmitglieder, die vor 2002 in den Vorstand der Commerzbank eingetreten sind, im Fall einer vorzeitigen Beendigung ihrer Organstellung – außer bei einer Kündigung aus wichtigem Grund – für die restliche Laufzeit ihres Vorstandsdienstvertrages freigestellt und erhalten ihr Grundgehalt für die Restlaufzeit ihrer Bestellungsperiode fort. 2 Wird der Anstellungsvertrag nach einer Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, erhält das betroffene Vorstandsmitglied sein Grundgehalt für weitere sechs Monate. Vorstandsmitglieder, die vor 2004 in den Vorstand bestellt wurden, 3 erhalten in diesem Fall ab dem Ende der zweiten Bestellungsperiode ihr Grundgehalt für weitere zwölf Monate. Diese Gehaltsfortzahlung entfällt, wenn das jeweilige Vorstandsmitglied Zahlungen aufgrund der oben unter "Altersversorgung" genannten Regelungen beansprucht.

Die organschaftliche Bestellung von Herrn Hartmann wurde im Mai 2009 beendet. Für die aktive Vorstandstätigkeit von Herrn Hartmann im Jahr 2009 wird daher die vereinbarte feste Vergütung nur zeitanteilig in Höhe von 200 Tsd Euro ausgewiesen. Allerdings hat Herr Hartmann für die Restdauer seiner ursprünglichen Bestellung einen vertraglichen Anspruch auf Fortzahlung der vereinbarten festen Vergütung.

Herr Knobloch erhielt im Hinblick auf die Dresdner Bank-Transaktion aufgrund einer entsprechenden Bestimmung der Aufhebungsvereinbarung vom 31. August 2008 eine Zahlung in Höhe von 1 113 Tsd Euro, die Höhe der Ansprüche ist jedoch zwischen den Parteien umstritten; die Bank fordert nach einer Herabsetzung gemäß § 87 Abs. 2 AktG eine Teilrückzahlung, Herr Knobloch die Zahlung eines zusätzlichen Betrags.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten; gleiches gilt auch für Leistungen und Zusagen von Unternehmen, mit denen der Commerzbank-Konzern bedeutende geschäftliche Beziehungen unterhält.

2 Blessing, Hartmann. 3 Blessing, Hartmann, Dr. Strutz.

Zusammenfassung

In der folgenden Tabelle werden das Grundgehalt, die variable Vergütung, die Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen sowie die sonstigen Vergütungen der einzelnen Mitglieder des Vorstands für 2009 und zum Vergleich für 2008 dargestellt:

Beträgein Tsd € Grund-gehalt VariableVergütung3 Vergütungfür dieÜbernahmevon Organ-funktionen davonRückfüh-rung gem.SoFFin-Auflage4 AuszahlungaktienbasierteVergütungspläne5 Sonstiges6 Gesamt7
Martin Blessing 2009 500 72 572
2008 500 43 100 86 729
Klaus-Peter Müller 20092
20081 317 119 200 35 671
Frank Annuscheit 2009 480 23 –3 45 545
2008 480 23 40 51 594
Markus Beumer 2009 480 19 110 609
2008 480 18 365 863
Wolfgang Hartmann 20091 200 32 232
2008 480 77 100 112 769
Dr. Achim Kassow 2009 480 232 –212 64 564
2008 480 246 100 277 1 103
Jochen Klösges 20091 280 18 298
20082
Bernd Knobloch 20092 1 113 1 113
20081 360 20 615 4 137 5 132
Michael Reuther 2009 480 75 555
2008 480 78 71 629
Dr. Stefan Schmittmann 2009 480 7 55 542
20081 80 8 7 95
Ulrich Sieber 20091 280 28 308
20082
Dr. Eric Strutz 2009 480 48 –28 39 539
2008 480 95 100 41 716
Nicholas Teller 20092
20081 200 14 100 592 906
Gesamt 2009 4 140 329 –243 1 651 5 877
2008 4 337 741 1 355 5 774 12 207

1 p.r.t. für den Zeitraum ab Bestellung bzw. bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.

3 Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses. Aufgrund der Ertragslage der Bank kam es in 2008 und 2009 nicht zur Auszahlung einer variablen Vergütung.

4 Aufgrund der Beteiligung des Sondervermögens Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), erfolgte in 2008 und 2009 eine Begrenzung der monetären Vergütung für alle zum Abschlussstichtag aktiven Vorstandsmitglieder auf 500 Tsd Euro.

5 Im Berichtsjahr 2009 wurde kein LTP ausbezahlt. Im Vorjahr wurde der LTP 2005 ausbezahlt.

6 Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge ausgewiesen. Herr Knobloch hat im Berichtsjahr 1 113 Tsd Euro und im Vorjahr 4 040 Tsd Euro sowie Herr Teller im Vorjahr 548 Tsd Euro erhalten, die ihnen gemäß Aufhebungsvereinbarung zugesagt wurden. Die Herren Beumer und Dr. Kassow erhielten im Vorjahr eine Kostenerstattung für den Einbau von Sicherungstechnik, Herr Beumer zusätzlich eine Kostenerstattung für einen Umzug.

7 Abweichend von der angegebenen Gesamtvergütung wurden im Berichtsjahr 2009 insgesamt 59 Tsd Euro weniger für Vergütungen aus Organfunktionen und aktienbasierte Vergütungen erfolgswirksam erfasst.

Unternehmerische Verantwortung 51

  • 44 Vergütungsbericht

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstände wurden mit Laufzeiten von b.a.w. bis zur Fälligkeit im Jahr 2038 sowie Zinssätzen zwischen 3,2% und 8,1% gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen soweit erforderlich mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 2 304 Tsd Euro; im Vorjahr waren es 6 356 Tsd Euro. Die Vorstandsmitglieder standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen in keinen Haftungsverhältnissen mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für 2009

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich wie folgt zusammensetzt:

    1. eine feste Vergütung von 40 Tsd Euro pro Jahr und
    1. eine variable Vergütung von 3 Tsd Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zwei Mal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.

Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende zahlt, entfällt die variable Vergütung für das Jahr 2009. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2009 eine Vergütung von netto insgesamt 1 681 Tsd Euro (Vorjahr: 1 677 Tsd Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 240 Tsd Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd Euro) und auf das Sitzungsgeld 441 Tsd Euro (Vorjahr: 437 Tsd Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer von 293 Tsd Euro (Vorjahr: 285 Tsd Euro) wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet. Insgesamt beträgt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder somit 1 974 Tsd Euro (Vorjahr: 1 962 Tsd Euro).

für 2009in Tsd Euro Feste VariableVergütung Vergütung Summe Sitzungs-geld Umsatz-steuer1 Summe
Klaus-Peter Müller 200,0 200,0 39,0 45,4 284,4
Uwe Tschäge 100,0 100,0 28,5 24,4 152,9
Hans-Hermann Altenschmidt 80,0 80,0 40,5 22,9 143,4
Dott. Sergio Balbinot 47,5 47,5 21,0 68,5
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann 40,0 40,0 16,5 10,7 67,2
Herbert Bludau-Hoffmann 40,0 40,0 15,0 10,4 65,4
Dr. Nikolaus von Bomhard(ab 16.5.2009) 25,0 25,0 3,0 5,3 33,3
Karin van Brummelen 60,0 60,0 30,0 17,1 107,1
Astrid Evers 40,0 40,0 16,5 10,7 67,2
Uwe Foullong 40,0 40,0 13,5 10,2 63,7
Daniel Hampel 40,0 40,0 15,0 10,5 65,5
Dr.-Ing. Otto Happel 47,5 47,5 24,0 71,5
Sonja Kasischke 40,0 40,0 10,5 9,6 60,1
Prof. Dr. Hans-Peter Keitel 60,0 - 60,0 27,0 16,5 103,5
Alexandra Krieger 40,0 40,0 15,0 10,4 65,4
Friedrich Lürßen(bis 16.5.2009) 15,0 15,0 9,0 4,6 28,6
Dr. h.c. Edgar Meister(ab 16.5.2009) 50,0 50,0 13,5 12,1 75,6
Prof. h.c. (CHN) Dr. rer.oec.Ulrich Middelmann 52,5 52,5 19,5 13,7 85,7
Klaus Müller-Gebel(bis 16.5.2009) 37,5 37,5 22,5 11,4 71,4
Dr. Helmut Perlet(ab 16.5.2009) 62,5 62,5 15,0 14,7 92,2
Barbara Priester 40,0 40,0 15,0 10,5 65,5
Dr. Marcus Schenck 60,0 60,0 22,5 15,7 98,2
Dr.-Ing. E.h. Heinrich Weiss(bis 16.5.2009) 22,5 22,5 9,0 6,0 37,5
Gesamt 2009 1 240,0 1 240,0 441,0 292,8 1 973,8
Gesamt 2008 1 240,0 1 240,0 436,5 285,5 1 962,0

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

1 Aufgrund ihres Wohnsitzes außerhalb Deutschlands wird für die Herren Dr. Happel und Dott. Balbinot keine Umsatzsteuer fällig, sondern deutsche Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag einbehalten.

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2009 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

  • 44 Vergütungsbericht

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Kredite an Mitglieder des Aufsichtrats wurden mit Laufzeiten b.a.w. bis zur Fälligkeit im Jahr 2039 sowie zu Zinssätzen zwischen 4,7% und 6,3%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,0%, herausgelegt. Die Kredite wurden marktüblich teilweise ohne Besicherung, gegen Grundschulden oder Pfandrechte gewährt.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 650 Tsd Euro; im Vorjahr waren es 314 Tsd Euro.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen im Berichtsjahr nicht in einem Haftungsverhältnis mit der Commerzbank AG.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsratsmitglieder beträgt der Selbstbehalt eine Jahresfestvergütung, für Vorstandsmitglieder 25% einer Jahresfestvergütung. Der Selbstbehalt wurde per 1. Januar 2010 entsprechend der Regelung im VorstAG beziehungsweise der Empfehlung im Deutschen Corporate Governance Kodex für die Mitglieder beider Gremien angepasst auf 10% des Schadens bis höchstens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd Euro p.a. unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Jahr 2009 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank die folgenden Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet4:

Geschäfts-tag Name des Meldepflichtigen Ange-höriger Teilnehmer-kreis Kauf /Verkauf Stück-zahl Preisin € Geschäftsvolumenin €
09.01.2009 Altenschmidt, Hans-Hermann AR-Mitglied K 1 000 5 000 5 000,00
12.01.2009 Hampel, Daniel AR-Mitglied K 1 200 4 665 5 598,00
21.09.2009 Sulmana Vermögensverwaltung GmbHPerson, die die Meldepflicht auslöst:Dr. Hans-Peter Keitel AR-Mitglied V 1 000 8 780 8 780,00
21.09.2009 Sulmana Vermögensverwaltung GmbHPerson, die die Meldepflicht auslöst:Dr. Hans-Peter Keitel AR-Mitglied V 2 000 8 500 17 000,00
30.10.2009 Sulmana Vermögensverwaltung GmbHPerson, die die Meldepflicht auslöst:Dr. Hans-Peter Keitel AR-Mitglied K 2 152 7 010 15 085,52
30.10.2009 Sulmana Vermögensverwaltung GmbHPerson, die die Meldepflicht auslöst:Dr. Hans-Peter Keitel AR-Mitglied K 848 7 015 5 948,72
26.11.2009 Sulmana Vermögensverwaltung GmbHPerson, die die Meldepflicht auslöst:Dr. Hans-Peter Keitel AR-Mitglied K 2 000 6 500 13 000,00

4 Die Directors' Dealings wurden im Berichtsjahr auf der Internetseite der Commerzbank unter der Rubrik "Directors' Dealings" veröffentlicht.

Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2009 nicht mehr als 1% der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank AG.

Frankfurt am Main

Commerzbank Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat

  • 55 Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 3 071 517 607,60 Euro. Es ist eingeteilt in 1 181 352 926 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 AktG und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 AktG gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 S. 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, welche nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 670 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2009/I) sowie um 460 000 000,00 Euro nach § 4 Abs. 6 (Genehmigtes Kapital 2009/II) der am 31. Dezember 2009 geltenden Satzung ermächtigt.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen oder von Genussrechten (diese mit und ohne Wandlungs- oder Optionsrecht) mit Ausschluss des Bezugsrechts ermächtigt. Hierfür steht nach § 4 Absatz 4 und 5 der Satzung ein bedingtes Kapital zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2008/I und Bedingtes Kapital 2008/II). Weiter ist das Kapital nach § 4 Abs. 8 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung im Mai 2009 um bis zu 390 000 000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten durch den Finanzmarktstabilisierungsfonds.

Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 71, 70 und 29.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Change of Control-Klauseln

Im Falle eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank (Change of Control) hat jedes Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Sofern ein Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch macht oder die Vorstandstätigkeit im Zusammenhang mit dem Change of Control aus anderen Gründen endet, haben die meisten Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der kapitalisierten durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für zwei bis fünf Jahre. Mit Vorstandsmitgliedern, die 2009 neu in den Vorstand berufen wurden, wurde keine Change of Control-Regelung vereinbart. Hinsichtlich Ruhegeldzahlung und Long Term Performance-Plänen wird das Vorstandsmitglied im Wesentlichen so behandelt, als ob es bis zum Ende seiner letzten Bestellungsperiode dem

  • 55 Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Vorstand angehört hätte. Ein Abfindungsanspruch entsteht nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit dem Change of Control Leistungen von dem Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder vom anderen Rechtsträger im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung erhält.

In wenigen Ausnahmefällen wurde vereinzelt auch Führungskräften im In- und Ausland für eine gewisse Übergangszeit ab Beginn ihrer Tätigkeit für die Bank eine Absicherung ihrer Bezüge für bis zu fünf Jahren für den Fall zugesagt, dass sie im Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel bei der Commerzbank aus der Bank ausscheiden.

Beteiligungen am Kapital von mehr als zehn vom Hundert der Stimmrechte

An der Commerzbank AG sind der Finanzmarktstabilisierungsfonds mit fünfundzwanzig vom Hundert zuzüglich einer Aktie sowie der Allianz-Konzern laut WpHG-Meldung mit mehr als zehn und weniger als fünfzehn vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.

Weitere nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 (5) des Handelsgesetzbuchs

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems ist die Sicherstellung der Einhaltung von für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und rechtlichen Vorschriften, im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Commerzbank, die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Abschlusserstellung und der zu veröffentlichenden Jahres- und Quartalsabschlüsse im Einklang mit den allgemein anerkannten Rechnungslegungsprinzipien. Risiken im Zusammenhang mit dem Rechnungslegungsprozess sind Fehlangaben in der Finanzberichterstattung. Daher sind die Prozesse in der Abschlusserstellung grundsätzlich mit entsprechenden Kontrollen unterlegt. Die Risikobeurteilung wird anhand von vordefinierten Kriterien vorgenommen.

Organisation

Das interne Kontrollsystem der Commerzbank berücksichtigt die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems. Die Bank orientiert sich bei der Gestaltung des internen Kontrollsystems am international anerkannten Kontrollmodell des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission).

Das interne Kontroll- und das Risikomanagementsystem hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses liegen im Verantwortungsbereich des Vorstands und des Managements. Das Management verantwortet sowohl das interne Führungs- und Steuerungssystem zur Lenkung der Unternehmensaktivitäten als auch das interne Kontrollsystem einschließlich der Kontrolleinheiten, mit dem Ziel der prozessbezogenen Überwachung der Einhaltung der Unternehmensregeln, der organisatorischen und technischen Maßnahmen, der Kontrollen und der Bewertung ihrer Effektivität.

Der Bereich Group Finance ist für eine Abschlusserstellung zuständig, die in Einklang mit Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien steht. Darüber hinaus unterstehen Group Compliance und die Interne Revision (Group Audit) direkt dem Finanzvorstand. Die Bündelung dieser Bereiche in einem Ressort erlaubt eine effiziente Steuerung und Kontrolle des Rechnungswesens der Commerzbank.

Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss ist insbesondere zuständig für Fragen der Rechnungslegung, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Die Interne Revision berichtet entsprechend der regulatorischen Anforderungen sowie mittels zusammenfassender Berichte auch unterjährig über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats fordert, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen soll.

Die Interne Revision erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Sie unterstützt den Vorstand, indem sie die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausspricht. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. Die Interne Revision ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig.

Die Interne Revision ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und berichtspflichtig. Sie nimmt ihre Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist sie keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit der Internen Revision auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. Die Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements umfasst die Risikomanagement- und -controllingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie den Rechnungslegungsprozess. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben hat die Interne Revision ein uneingeschränktes Informationsrecht.

Über jede Prüfung erstellt die Interne Revision zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert die Interne Revision die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt die Interne Revision einen Jahresbericht über die von ihr im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Die Aufbauorganisation des Group Accounting der Commerzbank orientiert sich an dem Prozess der Jahresabschlusserstellung. Dabei werden in einem ersten Schritt für die Commerzbank AG und ihre Meldestellen im In- und Ausland die originären Buchungsbelege systematisch erfasst und weiterverarbeitet. Die Zumeldungen der unterschiedlichen Tochtergesellschaften werden auf Ebene des Konzerns über ein einheitlich gestaltetes Berichts-

  • 55 Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

system aufgenommen. Die auf diese Weise aufbereiteten Daten werden über den gesamten Konzern hinweg verdichtet und hinsichtlich unterschiedlicher Erfordernisse konsolidiert, sodass im Ergebnis die finalen Zahlen für den Einzelabschluss der Commerzbank AG sowie den Konzernabschluss vorliegen.

Komponenten des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

In der Commerzbank tragen verschiedene aufbauorganisatorische Maßnahmen zur Überwachung im Rahmen des internen Kontrollsystems bei:

Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit eines Überwachungssystems ist eine schriftlich fixierte Ordnung der Commerzbank. Die Aufgabenverteilung zwischen den Unternehmensbereichen ist in der Verfassung der Commerzbank sowie in den Organisationsrichtlinien der Bank festgehalten. Die Verfassung der Commerzbank definiert die Verantwortungsbereiche und Handlungsvorgaben vor allem für die Zusammenarbeit der Konzernführung und der Gremien. Die Leitgedanken der Verfassung sind eng mit den konzernweit gültigen "ComWerten" verbunden.

Das Rechnungswesen der Commerzbank ist nach dem Prinzip der Funktionstrennung organisiert. Die Funktionstrennung separiert die vollziehenden von den verwaltenden Tätigkeiten. So werden zum Beispiel im Rahmen eines Independent Price Verification-Prozesses der Commerzbank Preise gehandelter Wertpapiere durch eine unabhängige Stelle festgestellt, mit denen die Wertpapiere in den Rechnungslegungsprozess (Bewertung) eingehen. Die Positionen müssen in regelmäßigen Zeitabständen an die zentral zuständige Stelle gemeldet werden, welche eine konsistente Bewertung innerhalb des Konzerns sicherstellt und mögliche Feststellungen zurückmeldet. In den Prozess sind eine Vollständigkeitskontrolle sowie eine Pflicht zur Dokumentation integriert.

In der Commerzbank existieren klare Kompetenzregelungen, die eine Zuordnung von fachlichen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ermöglichen. Hierfür sind unter anderem klar abgegrenzte Stellenbeschreibungen implementiert, die die Aufgabenverteilung zwischen Unternehmens- und Funktionsbereichen und einzelnen Stellen gemäß dem Geschäftsverteilungsplan konkretisieren. Genehmigungsbefugnisse grenzen die Kompetenzen auch hierarchiebezogen für einzelne Geschäftsvorfälle ab. Entscheidungen werden ausschließlich entsprechend der erteilten Vollmachten getroffen.

Neben aufbauorganisatorischen Maßnahmen tragen auch ablauforganisatorische Maßnahmen zu einem wirksamen internen Kontrollsystem bei. Dazu gehören prozessintegrierte Kontrollen beziehungsweise Kontrollmaßnahmen. Kontrollen sind die einzelnen Vorgänge, Methoden und Maßnahmen, die im Rahmen des Prozessdesigns festgelegt werden, um Prozessfehler aufzudecken. Sie sind dem Arbeitsgang vor-, gleich- oder nachgelagert. Der Umfang von Kontrollen reicht von repräsentativen Stichproben bis zur Prüfung aller Vorfälle eines bestimmten Sachverhalts.

Prozessintegrierte Kontrollen sind als technische (programmierte IT-Kontrollen und manuelle Kontrollen) oder als organisatorische Kontrollen direkt in die betrieblichen Abläufe integriert und stellen in der Regel die wirksamsten und wirtschaftlichsten Kontrollen dar. Programmierte IT-Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen, Prüfziffern oder Plausibilitätsprüfungen. Ergänzt werden die programmierten IT-Kontrollen um die manuellen Kontrollen wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben. Bei der IT-Ersterfassung von Daten ist sicherzustellen, dass nur geprüfte beziehungsweise freigegebene Daten für die Weiterverarbeitung verwendet werden. Bei der weiteren Verarbeitung von Datensätzen werden Kontrollsummen gebildet und an nachfolgende Verarbeitungssysteme zwecks Überprüfung der Vollständigkeit weitergegeben.

Zu den organisatorischen Kontrollmaßnahmen zählt das Vier-Augen-Prinzip. Nach dem Vier-Augen-Prinzip ist grundsätzlich jede Handlung wie zum Beispiel die Erfassung von großen Zahlungsbeträgen einer Kontrolle durch einen zweiten Mitarbeiter zu unterziehen. Soweit im Rahmen der Kontrolle ein Fehler festgestellt wird, muss der Geschäftsvorfall berichtigt und erneut der Kontrolle unterzogen werden.

Die Kontrolle wird grundsätzlich neutral durchgeführt, das heißt nicht von einem Mitarbeiter, der den Kontrollgegenstand selbst veranlasst hat oder dafür verantwortlich ist, und wird vom Kontrolldurchführenden nachvollziehbar dokumentiert.

In der Commerzbank sind klare Verantwortlichkeiten für Prozessdokumentation, Controlling und Management von Risiken und die Kontrollen festgelegt:

Die Dokumentation von Prozessen und den darin integrierten Kontrollschritten ist einem spezifischen Bereich zugeordnet. Dieser gibt über ein IT-Tool im Rahmen des Geschäftsprozessmanagements Standards für Beschreibung und Darstellung der Prozesse und Kontrollen vor. Die Dokumentation der Prozesse, der Kontrollen sowie der Risiken obliegt schließlich den jeweiligen Einheiten.

Das konzernweite Controlling der Risiken der Prozesse wird durch die zuständigen Einheiten für die jeweiligen Risikoarten vorgenommen. Die konzernweiten Vorgaben für die Erhebung und Bewertung der operationellen Risiken erfolgen im Rahmen des fortgeschrittenen Messansatzes nach Basel II.

Die Unternehmensbereiche und Konzerneinheiten sind für das Management der Risiken und der Behebung von Schwachstellen verantwortlich. Die Einheiten treffen auf Basis strukturierter Analysen Entscheidungen bezüglich des Umgangs mit den identifizierten Risiken.

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank hängen stark von den IT-Systemen ab. Deshalb müssen auch die IT-Systeme den Anforderungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess genügen. Der Bereich IT identifiziert und benennt die in ihrem Einflussbereich stehenden relevanten Prozesse und Kontrollziele und legt geeignete Metriken zu ihrer regelmäßigen Überprüfung und Überwachung der Einhaltung fest.

Im Rahmen der Erstellung der Abschlüsse werden in der Commerzbank unterschiedliche Softwaresysteme eingesetzt. Neben Standardsoftware verwendet das Rechnungswesen auch speziell auf die individuellen Anforderungen der Bank abgestimmte Programme. Die innerhalb der Finanzfunktion eingesetzten Systeme sind durch Vorgaben zur Zugriffsberechtigung geschützt. Die Administration der Berechtigungen für die im Rechnungswesen wesentlichen Systeme wird von einer neutralen Stelle wahrgenommen, Erfassung und Freigabe der Berechtigungen erfolgt nach dem Vier-Augen-Prinzip.

Neben den Überwachungs-, Steuerungs- und Kontrollaktivitäten sind Information und Kommunikation Bestandteile des internen Kontrollsystems der Commerzbank. Die unabhängige Kontrolle von Führungsverantwortlichen beziehungsweise Management beruht auf deren Fachkenntnis und Wahrnehmung der Führungs- und Überwachungsaufgaben. Daher erhalten alle Hierarchieebenen im Rechnungswesen der Commerzbank regelmäßig stufengerechte Performance-Berichte und prüfen diese kritisch (zum Beispiel Controlling- oder Revisionsberichte).

  • 55 Angaben gemäß §§ 289, 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Zur Information und Schulung von Mitarbeitern gelten innerhalb der Commerzbank klare und verbindliche Bilanzierungsrichtlinien, die eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung gewährleisten. Sie werden ständig auf ihren Aktualisierungsbedarf hin überprüft und gegebenenfalls angepasst. Hierzu werden auch regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiter angeboten. Darüber hinaus stehen den Mitarbeitern Arbeitsanweisungen über Intranetanwendungen zur Verfügung.

Ein wichtiger Bestandteil des Kontrollsystems hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses ist das sogenannte Konten-IKS, für das eigens eine organisatorische Einheit gebildet wurde. Ziel ist es, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung für Konten der Bank sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, wurden sowohl prozessorientierte als auch operative Maßnahmen implementiert.

Die prozessorientierten Maßnahmen beinhalten die Einhaltung der Organisationsrichtlinien der Bank im Hinblick auf durchgeführte Buchungen und prozessintegrierte Kontrollen mit dem Ziel, die korrekte Dokumentation der Buchungsprozesse sicherzustellen. Hierbei werden auch Berechtigungskonzepte für buchungsrelevante Systeme implementiert. Darüber hinaus wird das Konten-IKS grundsätzlich bei der Entwicklung neuer Produkte eingebunden, sodass deren korrekte Abbildung auf den Konten der Bank sichergestellt ist. Zusätzlich findet eine Bewertung der neuen IT-Systeme seitens Konten-IKS hinsichtlich korrekter Buchungslogiken und Rechtevergaben statt.

Die operativen Maßnahmen dienen allgemein der aktiven Überwachung des Geschäftsbetriebs. Im Einzelnen werden im Rahmen dieser Maßnahmen interne Betrugsfälle über Konten aktiv identifiziert beziehungsweise verhindert. Dabei werden durch unterschiedliche untergeordnete Elemente auf Konten sogenannte maschinelle Kontrollen durchgeführt. Darüber hinaus wird regelmäßig die Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung durch entsprechende Kontrollen überprüft. Weiteres Element der operativen Maßnahmen sind die Strukturkontrollen, bei denen die Qualität der kontobezogenen Stammdaten geprüft wird. Durch die Kombination und fortlaufende Weiterentwicklung der Maßnahmen wird eine korrekte Finanzberichterstattung gewährleistet.

Das interne Kontrollsystem besteht innerhalb des Risikomanagements schwerpunktmäßig aus der Risikobewertung und den Maßnahmen zur Risikosteuerung. Die Risikobewertung erfolgt auf Basis der Prozesse und implementierten Kontrollen. Daher wird die durchgängige Transparenz der wesentlichen Prozesse sowie die Festlegung von Aufgaben und Verantwortungen wie zum Beispiel im Rahmen der Prozessdokumentation sichergestellt. Aufgabe der Risikosteuerung ist die aktive Beeinflussung der Risiken, die im Rahmen von Risikoidentifikation, -messung und -bewertung ermittelt worden sind, durch entsprechende Kontrollen und Maßnahmen.

Mit der Überwachung des internen Kontrollsystems durch das Management beziehungsweise durch interne und externe Prüfungen ist auch eine Bewertung des internen Kontrollsystems verbunden, um die Qualität der Gestaltung der Steuerungs- und Kontrollinstrumente festzustellen und die Umsetzung und Wirksamkeit derselben zu beurteilen. Dies erfolgt zum Beispiel im Rahmen eines "Quality Self Assessment" sowie eines "Szenario-basierten Risk Assessment".

Im Zuge der Integration wird das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess auf den neuen Gesamtkonzern angepasst und weiterentwickelt.

Perspektiven eröffnen. Wie durch gemeinsames Handeln für alle Beteiligten mehr erreicht werden kann, wissen Elisabeth Koop vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und die Commerzbank sehr genau. Seit 1990 sponsert die Bank das Praktikum für die Umwelt in diesem Nationalpark, der gerade als Weltnaturerbe der UNESCO anerkannt wurde, und weiteren 26 Nationalen Naturlandschaften (www.praktikum-fuer-die-umwelt.de). So wird auf Basis von Vertrauen und Verlässlichkeit gemeinsam die Umweltbildung gefördert – wie hier mit dem Praktikanten Jan Wildefeld –, jungen Menschen zu einzigartigen Erfahrungen verholfen und häufig eine berufliche Perspektive eröffnet.

  • 63 Corporate Responsibility

Corporate Responsibility

C gommerzbank setzt weiter auf Nachhaltigkeit und forciert Klimaschutz

Der neue "Bericht zur unternehmerischen Verantwortung 2009" stellt das Nachhaltigkeits-Engagement der Commerzbank ausführlich dar. Er liegt in gedruckter Fassung vor und steht im Internet unter http://nachhaltigkeit2009.commerzbank.de in einer interaktiven Version und im PDF-Format zur Verfügung. Der Nachhaltigkeitsbericht versteht sich zugleich als Fortschrittsbericht für den Global Compact der Vereinten Nationen, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Als erster Bericht zur unternehmerischen Verantwortung der Commerzbank wurde er von der Global Reporting Initiative überprüft und erfüllt die Anforderungen der höchsten Kategorie "Application Level A".

Unternehmerische Verantwortung ist bei der Commerzbank seit vielen Jahren – und nicht erst seit der Finanzmarktkrise – eine Richtschnur für das tägliche Handeln. Regelmäßig überprüfen wir die Fortschritte in diesem Bereich und gleichen sie mit unseren eigenen Ansprüchen und denen unserer Stakeholder ab. Die gesamte Führungsmannschaft der neuen, durch die Übernahme der Dresdner Bank, gewachsenen Commerzbank ist sich der großen Verantwortung bewusst, die die Bank als Teil und Partner der Wirtschaft sowie als Mitglied der Gesellschaft trägt. So übt die Commerzbank mit ihrer Finanzierungstätigkeit bereits seit langem eine wichtige "Hebelfunktion" für Investitionen in nachhaltige Projekte und klimaschonende Technologien aus. Diese Einflussmöglichkeit wollen wir unter anderem mittels unserer Klimastrategie in Zukunft weiter ausbauen.

Im Folgenden stellen wir einige wesentliche Aspekte aus den vier Handlungsfeldern der Nachhaltigkeit – Markt & Kunden, Ökologie, Mitarbeiter und Gesellschaft – vor und berichten über wesentliche Entwicklungen.

Markt & Kunden

Die Commerzbank verfügt über ein vielfältiges Angebot nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen. Kernstück sind die Unternehmens- und Projektfinanzierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich erneuerbarer Energien. Das bankeigene Center of Competence Renewable Energies ist Marktführer in Deutschland und zählt zu den weltweit zehn größten Finanzierern erneuerbarer Energien. Sein Portfolio umfasste 2009 rund 4 Mrd Euro. Als neue innovative Dienstleistung wurde im ersten Quartal 2009 der klima:coach der Mittelstandsbank am Markt eingeführt – das erste Finanzprodukt seiner Art in Deutschland. Der klima:coach stellt sowohl Klima- als auch Finanzexpertise für mittelständische Kunden bereit. So analysiert er die Energieeffizienz und CO2-Intensität der Unternehmensprozesse und vergleicht diese anhand von Benchmarks mit branchenähnlichen Unternehmen. Auf dieser Datenbasis zeigt er Einsparpotenziale auf und liefert individuell auf das Unternehmen zugeschnittene Handlungs- und Finanzierungsempfehlungen. Eines der zentralen Instrumente zur Begrenzung des Klimawandels ist der Handel mit CO2-Emissionsrechten. Ein eigenes Team für den Emissionshandel konnte sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre als einer der weltweit führenden Anbieter von Klimaschutzlösungen etablieren. Darüber hinaus ist die Commerzbank an Mikrofinanzbanken in Südosteuropa beteiligt, die unter anderem an kleine und mittelständische Unternehmen Kredite vergeben. Die Bank unterstützt auch Aktivitäten in Entwicklungs- oder Schwellenländern. So beschloss sie im September 2009, sich mit 750 Mio US-Dollar am Global Trade Liquidity Program der Weltbank zu beteiligen. Die Initiative soll die Handelsfinanzierung in Entwicklungsländern unterstützen und wird insbesondere afrikanischen Ländern südlich der Sahara zugutekommen.

Ökologie

Beim Thema Ökologie hat die Commerzbank mit der Verabschiedung ihrer Klimastrategie, der Umweltleitlinien sowie der Zusammenführung der Umweltmanagementsysteme von Dresdner Bank und Commerzbank die Fundamente für ein nachhaltiges Umwelt- und Klimamanagement gelegt. Mitte 2009 wurde das gemeinsame Umweltmanagementsystem erneut zertifiziert. Seit dem 1. Januar 2010 beträgt die Ökostromquote für beide Häuser 90%. Darüber hinaus wurde der sogenannte CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint) der neuen Bank ermittelt und darauf aufbauend das CO2-Reduktionsziel für 2011 festgelegt: Die konzernweiten CO2-Emissionen sollen um 30% gegenüber dem Basisjahr 2007 gesenkt werden, und die neue Commerzbank soll schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen gemacht werden.

Mitarbeiter

Auch gegenüber ihren Mitarbeitern steht die Bank zu ihrer Verantwortung. Mit der Übernahme der Dresdner Bank stemmt die Commerzbank die größte Fusion ihrer Geschichte. Dabei wird der Integrationsprozess für alle Beteiligten so transparent und fair wie möglich gestaltet. Ein wesentliches Ziel ist es, schnell Orientierung zu bieten. Durch den verstärkten Fokus auf Change Management wird den Mitarbeitern die Bedeutung der Integration intensiv vermittelt. Im Rahmen von kontinuierlichen Befragungen nimmt die Commerzbank die Stimmung im Integrationsprozess regelmäßig auf und leitet gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ein. Dabei fördert unsere Unternehmenskultur, die ComWerte, Offenheit sowie schnelle und lösungsorientierte Entscheidungen. Mit einer individuellen Karriereplanung, umfassenden Qualifizierungsangeboten und einem transparenten, systematischen Talent Management bietet die Commerzbank ihren Beschäftigten darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten, ihre Talente und Interessen zu entfalten. Weitere, ausführliche Informationen zum Engagement für unsere Mitarbeiter finden Sie im Kapitel "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" auf den Seiten 132 bis 140 dieses Geschäftsberichts.

Gesellschaft

Die Commerzbank engagiert sich vor allem über ihre Stiftungen in den Bereichen Bildung und Forschung, Kunst und Kultur sowie Soziales. Das Fördervolumen allein der Commerzbank-Stiftung lag auch 2009 bei circa 1,5 Mio Euro, seit ihrer Gründung im Jahr 1970 betrug es insgesamt rund 22,8 Mio Euro. Mit der Zusammenführung der Stiftungen von Dresdner Bank und Commerzbank unter einem gemeinsamen Dach erreicht das Gesamtdotationskapital rund 100 Mio Euro. Damit wird die neue Commerzbank ihr gesellschaftliches Engagement künftig weiter ausbauen. Die Stiftungsaktivitäten sollen in Zukunft noch stärker auf den Bereich Bildung konzentriert werden. Im Bildungsbereich hat die Commerzbank beispielsweise schon heute mit dem 1990 ins Leben gerufenen "Praktikum für die Umwelt" sowie der Initiative "Campus of Excellence" zwei bundesweit überaus erfolgreiche Projekte initiiert.

Konzernlagebericht

Im Konzernlagebericht erläutern wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf die Geschäfte und die wirtschaftliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns. Darüber hinaus geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung sowohl der Rahmenbedingungen als auch der Commerzbank selbst. Im Geschäftsjahr 2009 wurde das Ergebnis des Konzerns durch die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die Kosten für die Integration der Dresdner Bank spürbar belastet.

In einem weiterhin schwierigen Umfeld werden wir im Jahr 2010 mit der Integration der Dresdner Bank fortfahren und intensiv daran arbeiten, unsere in der "Roadmap 2012" definierten Ziele zu erreichen.

66 Geschäft und Rahmenbedingungen | 73 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 85 - 131 Entwicklung der Segmente | 85 Privatkunden | 95 Mittelstandsbank | 105 Central & Eastern Europe | 115 Corporates & Markets 123 Asset Based Finance | 129 Portfolio Restructuring Unit | 131 Sonstige und Konsolidierung | 132 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 140 Nachtragsbericht | 141 Prognose- und Chancenbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Struktur und Organisation des Konzerns

Die Commerzbank ist das zweitgrößte Kreditinstitut in Deutschland und eines der bedeutenden in Europa. In Deutschland ist sie eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken. Insgesamt hat die neue Commerzbank nach der Übernahme der Dresdner Bank rund 15 Millionen Privat- und Firmenkunden weltweit.

Vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sowie der Integration der Dresdner Bank hat sich die Commerzbank im Frühjahr 2009 strategisch, operativ und personell neu aufgestellt. Mit dem Drei-Punkte-Programm "Roadmap 2012" will die Bank ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter stärken. Der Fokus liegt auf einer profitablen Kernbank mit den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe. Dazu kommen die Optimierung des Asset-basierten Kreditgeschäfts in den Bereichen Immobilien- und Staatsfinanzierung in dem Segment Asset Based Finance sowie die Reduzierung nicht zum Kerngeschäft passender Portfolien durch aktives Abbau-Management im Segment Portfolio Restructuring Unit. Diese Segmente werden von jeweils einem Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG geführt.

Alle Stabs- und Steuerungsfunktionen – Group Development & Strategy (Konzernentwicklung), Group Communications (Konzernkommunikation), Group Legal (Rechtsabteilung), Group Treasury, Group Human Resources (Personalabteilung), Group Finance Architecture, Group Finance, Group Compliance, Group Audit (Revision) sowie die zentralen Risikofunktionen – sind im Unternehmensbereich Group Management gebündelt.

Die Unterstützungsfunktionen – Group Information Technology, Group Organisation, Group Banking und Market Operations, Group Security und Group Support – werden vom Unternehmensbereich Group Services bereitgestellt. Für diese Unternehmensbereiche tragen insbesondere der Vorstandsvorsitzende (Chief Executive Officer) sowie der Chief Financial Officer, der Chief Risk Officer und der Chief Operating Officer als Mitglieder des Vorstands die konzernweite Verantwortung. Im Inland steuert die Commerzbank AG aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die Eurohypo, die comdirect bank und die Commerz Real AG. Im Ausland ist die Bank mit 25 operativen Auslandsniederlassungen, 33 Repräsentanzen und neun wesentlichen Tochtergesellschaften in 46 Ländern vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt auf Europa.

  • 1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmenssteuerung

Ziel der Commerzbank ist es, für ihre Aktionäre eine attraktive Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Um die Profitabilität und den Unternehmenswert zu steigern, richtet die Bank ihre Geschäftsstruktur aktiv an den sich ändernden Marktverhältnissen aus. Wesentliche Kriterien sind hierbei, dass die eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sind und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet wird. Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der Planungsprozess, in dem durch den Vorstand Zielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt und die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite gezielt auf die Segmente zugeordnet werden. Die Einhaltung der Geschäftsplanungen wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht. Als Controllinggrößen dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Ergebnis vor Steuern sowie die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Aufwandsquote und Value Added. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist definiert als Verhältnis aus Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge. Der Value Added gibt den durch die Segmente geschaffenen Unternehmenswert an und errechnet sich als Differenz zwischen dem operativen Ergebnis und den Kapitalkosten vor Steuern. Die Kapitalkosten entsprechen der Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist im Corporate Governance-Bericht enthalten (Seiten 44 bis 54). Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und erläuternder Bericht

Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten (Seiten 55 bis 57). Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 (5) des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 (5) HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten (Seiten 57 bis 61). Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2009 war aus Sicht der Weltwirtschaft zweigeteilt: Während sich in den ersten Monaten des Jahres die Talfahrt gerade in den Industrieländern ungebremst fortsetzte, begann im Frühjahr eine teilweise recht kräftige Erholung. Nachdem die westlichen Regierungen und Notenbanken den Unsicherheitsschock nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers beseitigen konnten, begannen die Unternehmen, einen Teil der zuvor unterlassenen Investitionen nachzuholen und die reduzierten Lager wieder aufzufüllen. Dabei haben die Emerging Markets in Asien die Krise am schnellsten und mit den geringsten Einbußen überwunden, unter anderem, weil ihr Finanzsystem nur in geringem Umfang von der Finanzkrise betroffen war. In Mittel- und Osteuropa hat sich die Krise dagegen deutlich bemerkbar gemacht. Eigene Probleme wie zum Beispiel in der Ukraine die hohe Verschuldung der privaten Haushalte in Fremdwährung und die wegbrechende Nachfrage aus Westeuropa ließen die Wirtschaft deutlich schrumpfen; nur Polen konnte 2009 einen leichten Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes verzeichnen. Auch in Westeuropa hat sich die Wirtschaft ab dem Frühjahr nach und nach wieder belebt. In einigen Ländern wie Spanien und Großbritannien, wo es zuvor einen Immobilienboom gegeben hatte, wurde die Rezession aber wohl erst zum Jahresende überwunden. Für alle Industrieländer gilt, dass das Produktionsniveau vor Ausbruch der Krise noch lange nicht wieder erreicht ist, weshalb die Arbeitslosigkeit teilweise deutlich stieg und der Inflationsdruck weiter abnahm.

Wegen seiner hohen Abhängigkeit von den Auslandsmärkten und der Nachfrage nach Investitionsgütern ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland unter den Industrieländern mit am stärksten eingebrochen. Im Jahresdurchschnitt schrumpfte die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 5%. Allerdings folgte auch hier – einem seit Gründung der Bundesrepublik beispiellosen Einbruch im ersten Quartal – eine recht kräftige Erholung, die von der zuvor auch besonders stark betroffenen Industrie angeführt wurde. Am Anfang wurde diese Aufwärtsbewegung durch die von der Abwrackprämie und ähnlichen staatlichen Programmen in anderen Ländern angeschobenen Nachfrage nach Pkws und das – für den Beginn eines Aufschwungs typische – Drehen des Lagerzyklus' getragen. In der zweiten Jahreshälfte hat aber auch die Nachfrage nach Investitionsgütern allmählich angezogen, wodurch die Erholung auf einer breiteren Basis steht. Positiv überrascht hat die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt; verglichen mit dem deutlichen Produktionsrückgang hielt sich der Beschäftigungsrückgang in Grenzen. Hierzu beigetragen hat die deutliche Ausweitung der Kurzarbeit. Allerdings scheint die inzwischen sehr viel größere Flexibilität bei den Arbeitszeiten – vermehrte Nutzung von Arbeitszeitkonten etc. – eine noch wesentlich größere Bedeutung gehabt zu haben.

Auch an den Finanzmärkten war das Jahr zweigeteilt. Bis Anfang März war Sicherheit Trumpf: Die Kurse von Aktien und Unternehmensanleihen stürzten weiter ab, gesucht waren Anleihen mit höchster Bonität und Liquidität. Daher kam es auch bei Staatsanleihen zu einer zunehmenden Differenzierung: Innerhalb der Währungsunion stiegen die Renditeabstände spürbar an, einige Mitgliedsländer hatten sogar Probleme, neue länger laufende Anleihen zu platzieren. Mit den ersten Anzeichen für eine Stabilisierung der Weltwirtschaft kam die Wende: Aktien und Unternehmensanleihen konnten deutlich an Wert zulegen. Ein deutlicher Zinsanstieg blieb allerdings aus, da sich die Inflationsgefahren aus Sicht der Märkte sehr in Grenzen hielten und darum auch mit keiner schnellen Reaktion der Notenbanken gerechnet wurde. Da dies auch für die amerikanische Notenbank galt und damit der US-Dollar gegenüber vielen anderen Währungen bei kurzen Laufzeiten einen Zinsnachteil aufwies, blieb der US-Dollar unter Druck.

  • 1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Branchenumfeld

Das Branchenumfeld für Banken war 2009 durch eine Konsolidierungs- und Stabilisierungsphase nach der größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte in Deutschland, Europa und der Welt geprägt. Ausgelöst durch eine Krise der Subprime-Immobilien in den USA entwickelte sich eine globale Finanzkrise, aus der wiederum eine globale Wirtschaftskrise hervorging. Nach einer Studie des IWF hatten die Banken des Euroraums seit Beginn der Finanzkrise bis zum zweiten Quartal 2009 erfolgswirksame Wertminderungen in Höhe von 350 Mrd US-Dollar zu verkraften.

Die Bankenbranche wurde 2008 und 2009 durch zahlreiche Staaten mit umfangreichen Hilfsmaßnahmen, die von Kapitalinjektionen, Asset-Ankäufen bis hin zu Staatsgarantien reichten, stabilisiert. Auch die Zentralbanken weiteten die Liquiditätsversorgung der Geschäftsbanken substanziell aus. Ab Mitte 2009 zeigten die öffentlichen Maßnahmenbündel erste Wirkung, die Geld- und Kapitalmärkte stabilisierten sich. Die Risikoaversion der Investoren in Bezug auf die Bonität des Bankensektors – gemessen an der Entwicklung des iTraxx CDS-Index für Finanzwerte – begann ab Frühjahr 2009 wieder zu sinken, nachdem sie zuvor historische Höchststände erreicht hatte.

Auch die fundamentalen Ergebnisse der Banken verbesserten sich im Verlauf des Jahres 2009 leicht: Der Median des RoE der großen EU-Banken lag im ersten Quartal 2009 nach Daten der EZB bei 6,5%, nach 5,8% im Jahr 2008 und 14,2% 2007.

Im zweiten und dritten Quartal 2009 setzte sich die moderate Erholung der Eigenkapitalrenditen der europäischen Kreditinstitute fort. Die großen Wertberichtigungen auf verbriefte Positionen und die Verluste im Handelsgeschäft kamen im Jahr 2009 nicht mehr in der Intensität des Vorjahres zum Tragen. Außerdem setzten viele Institute ihre 2008 eingeleiteten Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramme fort. Die EZB erwartet eine Fortsetzung der Kostenreduzierung und den Abbau bestehender Überkapazitäten bei EU-Banken.

Die Bundesbank, aber auch der Finanzgipfel der G-20 Staaten, fordert eine stärkere Ausrichtung der Anreizstrukturen an der nachhaltigen Entwicklung der Finanzinstitute. Die Commerzbank reagierte mit einer Neuordnung ihres Bonussystems auf diese Anforderungen.

Ein großer Belastungsfaktor für die Ergebnisse war im Berichtsjahr der Anstieg der Risikovorsorge bei den Banken. Die rezessionsbedingten Kreditausfälle erreichten ein erhebliches Ausmaß. Diese Verschlechterung der Kreditqualität betraf auch die Commerzbank.

Hinsichtlich der Wettbewerbssituation in der europäischen Bankbranche muss nach unterschiedlichen Segmenten differenziert werden:

Gemäß einer Aussage der EZB ist der Wettbewerb im Retailbanking insbesondere im Einlagengeschäft unvermindert intensiv, weil die Institute sich stärker über Kundeneinlagen anstatt kurzfristiger Interbankenkredite refinanzieren wollen. Von September 2008 bis Mai 2009 verringerten die EU-Banken ihre Refinanzierungslücken aus Kundeneinlagen um 700 Mrd Euro. Dies bedingte eine Erosion der Einlagenmargen mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf das Privatkundengeschäft der Commerzbank. Zudem gibt es für Anlageprodukte eine von Vorsicht geprägte Haltung der privaten Kunden.

Demgegenüber sind laut EZB die Margen im Kreditgeschäft der europäischen Banken gestiegen. Davon kann auch das Zinsergebnis der Commerzbank profitieren.

Auch im Investmentbanking-Geschäft der europäischen Banken gab es deutliche Erholungstendenzen. Dies betraf insbesondere das Emissionsgeschäft von Anleihen. Die hohe Emissionstätigkeit, sowohl des Staates als auch des Unternehmenssektors, kommt laut Deutscher Bundesbank den Provisionserträgen der Banken zugute. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass einige Wettbewerber aus dem Markt ausschieden, stiegen die Margen im Investmentbanking bis zur Mitte des Jahres auf historische Höchststände und lagen auch zum Jahresende immer noch signifikant über dem Vorkrisenniveau.

Das Bilanz- und Kapitalmanagement der europäischen Banken – und auch das der Commerzbank – stand und steht weiterhin unter dem Zeichen des Deleveraging, das heißt des Abbaus von Fremdkapital. Auch steht die Rückführung von öffentlichen Garantien und Kapitalhilfen auf der Agenda vieler Institute. Einige Banken führten hierzu umfangreiche Kapitalerhöhungen durch. Darüber hinaus muss die Branche den gestiegenen Eigenkapitalanforderungen des Marktes Rechnung tragen.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht überwunden ist. Das Risiko von Rückfällen kann nicht ausgeschlossen werden.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

Übernahme der Dresdner Bank

Das wichtigste geschäftspolitische Ereignis im Jahr 2009 war der Abschluss der Dresdner Bank-Übernahme im Januar. Der Kaufpreis für die Dresdner Bank betrug insgesamt 4,7 Mrd Euro. Neben einer Barkomponente und der Übertragung der cominvest an die Allianz erhielt die Allianz im Zuge der Transaktion rund 163,5 Millionen neue Commerzbank-Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Am 11. Mai 2009 wurde die Dresdner Bank auf die Commerzbank verschmolzen. Seitdem konnten weitere wichtige Fortschritte bei der Integration erzielt werden. So hat sich die Commerzbank zum Beispiel mit den Arbeitnehmervertretern über die Integration der Zentralen von Commerzbank, Dresdner Bank und Dresdner Kleinwort am Standort Frankfurt geeinigt. Zudem wurde eine Einigung über den Interessenausgleich für die Integration der Mitarbeiter und der regionalen Standorte der Dresdner Bank in die neue Commerzbank erzielt. Die getroffenen Vereinbarungen sehen unter anderem vor, dass der ursprünglich bis Ende 2011 vereinbarte Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei Erreichen vereinbarter Ziele bis 2013 verlängert wird. Ferner agiert das Investmentbanking des Commerzbank-Konzerns seit dem 1. September unter der einheitlichen Marke Commerzbank.

  • 1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Roadmap 2012: Commerzbank stellt sich neu auf

Vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sowie der Integration der Dresdner Bank hat sich die Commerzbank im Frühjahr 2009 neu aufgestellt. Mit dem Drei-Punkte-Programm "Roadmap 2012" will die Bank ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter stärken. Der Fokus liegt auf einer profitablen Kernbank, dazu kommen die Optimierung des Asset-basierten Kreditgeschäfts in den Bereichen Immobilien- und Staatsfinanzierung sowie die Reduzierung nicht zum Kerngeschäft passender Portfolios durch aktives Abbau-Management. Die Segmente Privatkunden und Mittelstandsbank, die kundenbezogenen Corporates & Markets-Aktivitäten sowie Mittelund Osteuropa bilden das Herzstück der neuen Commerzbank.

Im Segment Privatkunden wird die neue Commerzbank in der Zielaufstellung in rund 1 200 Filialen über das größte Beraternetz im deutschen Bankenmarkt verfügen. Die starke Marktposition wird durch die schnelle Integration der Dresdner Bank und strikte Kostendisziplin weiter ausgebaut. Das Segment Mittelstandsbank wird sich auf die Begleitung deutscher Unternehmen im In- und Ausland konzentrieren. Die Position als wichtigster Exportfinanzierer der deutschen Wirtschaft soll weiter ausgebaut werden. In Osteuropa wird die Wirtschaft mittel- und langfristig stärker wachsen als in Westeuropa und in den USA. In ihrem Segment Central & Eastern Europe (CEE) wird sich die Commerzbank besonders auf ihre starke Stellung in Polen konzentrieren. Corporates & Markets (C&M) wird kundennahe Dienstleistungen für die Kernzielgruppen der Bank in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellen. Andere Geschäftsfelder werden reduziert beziehungsweise eingestellt. Hauptstandorte sind Frankfurt und London. Im Segment Asset Based Finance werden in den Bereichen Commercial Real Estate, Public Finance und Shipping die Risikoaktiva reduziert und die Aktivitäten fokussiert. In der Immobilienfinanzierung ist geplant, das Portfolio bis Ende 2012 auf etwa 60 Mrd Euro zu reduzieren. Im Bereich Public Finance wird bis 2010 ein Abbau auf maximal 100 Mrd Euro angestrebt. Auch die Aktivitäten im Bereich Schiffsfinanzierungen werden konzentriert. Nicht zur neu aufgestellten Kernbank passende Portfolios (verschiedene Arten von strukturierten Produkten und Kreditderivaten) sind in dem Segment Portfolio Restructuring Unit zusammengefasst. Sie werden aktiv gemanagt und möglichst wertoptimiert reduziert.

Die Commerzbank baut auf ihre Stärken als Hausbank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland und richtet ihr Geschäftsmodell entsprechend aus. Spätestens 2011 will die Bank wieder profitabel arbeiten. Ab 2012 will die Commerzbank ein operatives Ergebnis von mehr als 4 Mrd Euro pro Jahr und eine Nach-Steuer-Rendite von rund 12% erreichen. Das ist für das Geschäftsmodell und das Risikoprofil der Commerzbank angemessen. Die risikogewichteten Aktiva sollen bis 2012 auf unter 290 Mrd Euro sinken.

Kapitalstützende Maßnahmen

Anfang Mai hat die EU-Kommission das im Januar vereinbarte zweite Paket des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) insbesondere mit den Auflagen genehmigt, dass wir unsere Bilanzsumme reduzieren und die Eurohypo bis 2014 abgeben. Nach der Zustimmung der Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung für den SoFFin wurde diese zwischenzeitlich eingetragen, und die Stillen Einlagen des SoFFin sowie der Allianz in Höhe von etwa 8,2 Mrd Euro beziehungsweise 750 Mio Euro wurden an die Commerzbank geleistet. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch die Emission von rund 295 Millionen Stammaktien zum Preis von 6 Euro pro Aktie. Dadurch hält der SoFFin 25% und eine Aktie an der neuen Commerzbank.

Konzentration auf Kerngeschäfte

Bei der Konzentration auf das Kerngeschäft sowie der Erfüllung der SoFFin-Auflagen, sich von bestimmten Beteiligungen zu trennen, wurden Fortschritte erzielt. So hat sich die Commerzbank Ende Juli von der Dresdner Bank (Schweiz) getrennt. Käufer ist die liechtensteinische LGT Group. Zum 31. Dezember 2008 waren bei der Dresdner Bank (Schweiz) 311 Mitarbeiter beschäftigt, das verwaltete Vermögen lag bei 9,4 Mrd Schweizer Franken. Des Weiteren hat die Commerzbank Ende Juli auch die Commerzbank (Schweiz) AG veräußert. Erwerber ist die Vontobel-Gruppe. Die Commerzbank (Schweiz) mit Hauptsitz in Zürich sowie einer Niederlassung in Genf und einer Tochtergesellschaft in Wien ist im gehobenen Privatkundengeschäft tätig. Zum 31. Dezember 2008 hatte sie 127 Mitarbeiter und verwaltete ein Vermögen von 4,5 Mrd Schweizer Franken. Ebenfalls Ende Juli hat die Commerzbank sämtliche Anteile an der Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft an die Conrad Hinrich Donner Bank AG verkauft. Zum 31. Dezember 2008 hatte die Reuschel & Co. Kommanditgesellschaft 425 Mitarbeiter und wies einen Jahresüberschuss von 8,8 Mio Euro aus. Die Aufsichtsbehörden haben diesen Transaktionen mittlerweile zugestimmt.

Zudem hat die Commerzbank, vor dem Hintergrund, dass sie sich im Zuge der Integration der Dresdner Bank strategisch neu aufgestellt hat und sich im Wealth Management auf ausgewählte Standorte konzentriert, weitere Verkaufsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

So hat sie Anfang Oktober Dresdner Van Moer Courtens sowie die Filiale Belgien der Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) an Mitglieder des Managements veräußert. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der entsprechenden behördlichen Genehmigungen. Dresdner Van Moer Courtens konzentriert sich auf die Betreuung vermögender Privatkunden sowie den Wertpapierhandel. Die Filiale Belgien der Commerzbank International S.A. Luxembourg ist ebenfalls in diesem Bereich tätig. Zum Jahresende 2008 verwalteten beide Institute zusammen Assets in Höhe von 615 Mio Euro und beschäftigten 48 Mitarbeiter. Die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Brüsseler Filiale der Commerzbank AG Frankfurt wird von der Commerzbank weitergeführt.

Mitte Oktober hat die Commerzbank die britische Wealth Management-Einheit Kleinwort Benson an RHJ International veräußert. Dies umfasst die Gesellschaften Channel Islands Holdings Limited und Kleinwort Benson Private Bank Limited. Deren Geschäftsausrichtung war auf Vermögensverwaltung und Treuhandgeschäfte in Großbritannien spezialisiert. Per Ende 2008 verfügten die Einheiten im Wealth Management über ein verwaltetes Vermögen (Assets under Management) von 5,4 Mrd britischen Pfund (5,7 Mrd Euro) und ein verwaltetes Treuhand-Vermögen (Assets under Administration) von 15,7 Mrd britischen Pfund (16,5 Mrd Euro). Per Ende Dezember 2008 hatten sie rund 650 Mitarbeiter. Die Investmentbanking-Aktivitäten bleiben von der Transaktion unberührt. Der Verkauf steht unter dem üblichen Vorbehalt der erforderlichen aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen und soll im ersten Halbjahr 2010 abgeschlossen werden.

Zudem verkauft die Commerzbank die von ihr gehaltenen 74% der Anteile an der österreichischen Privatinvest Bank an die Zürcher Kantonalbank. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Genehmigungen der Kartell- und Aufsichtsbehörden. Die zuvor über Reuschel & Co. Privatbankiers gehaltene Privatinvest Bank AG mit Hauptsitz in Salzburg und Niederlassung in Wien ist im Private Banking, insbesondere in der Finanzplanung, der Vermögensverwaltung und dem Liquiditätsmanagement tätig. Per Ende Juni 2009 verwaltete sie mit rund 50 Mitarbeitern ein Vermögen (Assets under Management) in Höhe von etwa 600 Mio Euro. Die Aktivitäten der Filiale Wien der Commerzbank AG Frankfurt sind von der Transaktion nicht betroffen.

Informationen zu weiteren Veräußerungen finden sich im Nachtragsbericht.

  • 73 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach Abschluss des Berichtsjahres verfügen wir im Commerzbank-Konzern weiterhin über eine solide Kapitalbasis sowie eine komfortable Liquiditätsausstattung, zudem schreitet der Abbau von Bilanzsumme und Risikopositionen voran. Allerdings hatte der Konzern im Berichtsjahr auch erhebliche Belastungen zu verkraften.

Gewinn- und Verlustrechnung des Commerzbank-Konzerns

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise insbesondere durch einen deutlichen Anstieg der Risikovorsorge, aber auch durch ein negatives Handelsergebnis belastet. Zudem fielen für die Integration der Dresdner Bank Restrukturierungsaufwendungen und laufender Verwaltungsaufwand in einer Gesamthöhe von 1 864 Mio Euro an, im neuen Segment Asset Based Finance kam es zu Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen in Höhe von 768 Mio Euro. Aufgrund des schwierigen Umfelds und des Aufwands für die Integration der Dresdner Bank kam es 2009 zu einem deutlich negativen, den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis von –4,54 Mrd Euro.

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den teilweise sehr hohen Veränderungsraten einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Ferner haben wir durch den Kauf der Dresdner Bank zu unseren ursprünglichen 40% indirekt weitere 40% an der Deutschen Schiffsbank AG erworben. Daher wird auch die Schiffsbank vollkonsolidiert. Dagegen sind insbesondere die im Rahmen der Dresdner Bank-Übernahme veräußerten cominvest-Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Weitere Informationen zur Veränderung des Konsolidierungskreises sowie Einzelheiten zu den sich ergebenden Bewertungseffekten gemäß IFRS 3 im Rahmen der Kaufpreisallokation sind den Seiten 202 bis 207 dieses Berichts zu entnehmen.

Die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss nahm gegenüber dem Vorjahr um 52,0% auf 7,19 Mrd Euro im Jahr 2009 zu. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft um 2,36 Mrd Euro auf 4,21 Mrd Euro. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge stieg um 3,5% auf 2,98 Mrd Euro. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 30,8% auf 3,72 Mrd Euro. Das Handelsergebnis verbesserte sich im Jahr 2009 um 21,1% auf –358 Mio Euro. Das Ergebnis aus Finanzanlagen lag 2009 bei 417 Mio Euro, nachdem es im Vorjahr –665 Mio Euro betragen hatte. Das Sonstige Ergebnis stieg um 18,5% auf –22 Mio Euro.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich insgesamt um 81,7% auf 9,00 Mrd Euro. Der Personalaufwand stieg um 88,0% auf 4,70 Mrd Euro – wir beschäftigten im Commerzbank-Konzern Ende 2009 mit 62 671 Mitarbeitern rund 19 500 mehr als ein Jahr zuvor. Der Sachaufwand erhöhte sich um 75,3% auf 3,77 Mrd Euro.

Als Saldo aller vorgenannten Erträge und Aufwendungen weisen wir ein operatives Ergebnis von –2,27 Mrd Euro aus, nach –382 Mio Euro im Vorjahr.

Insbesondere für die Integration der Dresdner Bank, aber zu einem geringen Teil auch im Bereich Commercial Real Estate der Eurohypo AG, fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,62 Mrd Euro an, nach Restrukturierungsaufwendungen von 25 Mio Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern beträgt daher –4,66 Mrd Euro, nach –407 Mio Euro im Jahr 2008. Der Steuerertrag reduzierte sich von 466 Mio Euro auf 26 Mio Euro im Berichtsjahr. Den konzernfremden Gesellschaftern ist ein Verlust von 96 Mio Euro zurechenbar.

Damit ergibt sich ein den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis von –4,54 Mrd Euro – das durch Entnahme aus den Rücklagen ausgeglichen wurde –, gegenüber 0 Euro im Jahr 2008. Der Gewinn je Aktie sank von 0 Euro 2008 auf –4,40 Euro. Aufgrund der Inanspruchnahme des Programms der Bundesregierung zur Stabilisierung des Finanzmarkts war es der Commerzbank unabhängig von der Gewinnsituation untersagt, für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 eine Dividende auszuschütten.

Die Eigenkapitalrendite – das heißt der den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernüberschuss bezogen auf das auf sie entfallende durchschnittlich gebundene Eigenkapital – sank von 0% im Vorjahr auf –15,6%. Die Aufwandsquote – das heißt der Quotient aus Verwaltungsaufwendungen und gesamten Erträgen ohne Abzug der Risikovorsorge im Kreditgeschäft – stieg von 77,1% im Vorjahr auf 82,2% im Berichtsjahr.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Der Zinsüberschuss blieb im Jahr 2009 mit 7 189 Mio Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahreswertes von 7 220 Mio Euro. Vor allem die Mittelstandsbank hat bei deutlich gestiegenen Kreditmargen ein gutes Zinsergebnis erzielt. Dagegen waren insbesondere die Margen, aber auch die Volumen bei den Einlagen segmentübergreifend erheblich gesunken. Der Zinsüberschuss profitierte im Berichtsjahr von den Stillen Einlagen des SoFFin und der Allianz.

Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise haben wir 2009 zusätzliche Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von netto 4 214 Mio Euro gebildet nach 3 553 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei kam es in fast allen Segmenten zu einem erheblichen Anstieg. Im Segment Central & Eastern Europe wurde der äußerst schlechten konjunkturellen Situation in der Region durch deutlich erhöhte Risikovorsorgeaufwendungen Rechnung getragen. Das Segment Asset Based Finance war vor allem im Bereich Commercial Real Estate in den Ländern USA und Spanien betroffen. Hinzu kam ein hoher Vorsorgebedarf im Zuge der allgemeinen Krise der Seeschifffahrt und damit einhergehend der Verschlechterung unseres Schiffsfinan-

  • 73 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

zierungsportfolios. In der Mittelstandsbank machten sich Ausfälle bei Banken sowie gestiegene Insolvenzzahlen im Mittelstand – als Auswirkungen der Wirtschaftskrise – in einer deutlich erhöhten Risikovorsorge bemerkbar. Auch im Segment Privatkunden machte die Rezession einen höheren Risikovorsorgebedarf erforderlich. In den Segmenten Portfolio Restructuring Unit sowie Corporates & Markets waren vor allem finanzkrisenbedingt Risikovorsorgebildungen zu verkraften; dabei ging die Risikovorsorge von Corporates & Markets gegenüber dem sehr hohen Vorjahreswert um rund 80% zurück.

Der Provisionsüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr um 20,4% auf 3 722 Mio Euro. Insbesondere die Marktverwerfungen im ersten Quartal 2009 belasteten den Provisionsüberschuss, der aber auch in den folgenden Quartalen hinter den Vorjahreswerten zurückblieb. Kunden aus allen Segmenten waren in dem schwierigen Marktumfeld sehr zurückhaltend bei Wertpapiergeschäften. Vor allem das Privatkundengeschäft war hiervon betroffen, jedoch bekam auch das Segment Mittelstandsbank das schwierige Umfeld im Jahresverlauf zu spüren. Im Segment Corporates & Markets führte die Einstellung von einigen Brokerage-Aktivitäten zu einem deutlich niedrigeren Provisionsüberschuss. Des Weiteren kam es durch stark zurückgefahrenes Neugeschäft im Bereich Commercial Real Estate des Segments Asset Based Finance zu niedrigeren Provisionserträgen.

Das Handelsergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich: Der Verlust konnte im Jahr 2009 um 92,3% auf –358 Mio Euro reduziert werden. Hauptgrund waren die signifikant niedrigeren Bewertungsverluste auf ABS-Portfolios. Dabei spiegelte der Verlauf im Jahr 2009 die Kapitalmarktentwicklung wider: Während von Januar bis März ein Verlust von –527 Mio Euro anfiel, führte die Entspannung an den Märkten im zweiten und dritten Quartal zu einem positiven Handelsergebnis von 71 beziehungsweise 659 Mio Euro. Im vierten Quartal kam es zu einem negativen Handelsergebnis von –561 Mio Euro, das neben dem schwachen Umfeld vor allem durch Wertkorrekturen bei Monolinern getrieben war. Das Handelsergebnis des Segments Corporates & Markets fiel 2009 deutlich niedriger aus als im Vorjahr, hier kam es zu Belastungen aus De-Risking-Maßnahmen, die mit rund 0,5 Mrd Euro zu Buche schlugen. Auch im Segment Portfolio Restructuring Unit kam es zu erheblichen Bewertungsverlusten – im Wesentlichen auf das ABS-Portfolio. Im Vergleich zum Vorjahr waren diese jedoch beträchtlich reduziert.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen stieg von 81 Mio Euro im Jahr 2008 auf 417 Mio Euro im Berichtsjahr. Erträgen aus der Übertragung beziehungsweise dem Verkauf von Beteiligungen wie cominvest, Linde und ThyssenKrupp standen Impairments auf Bestände des ABS-Buchs gegenüber. Das Sonstige Ergebnis verbesserte sich von –118 Mio Euro im Vorjahr auf –22 Mio Euro.

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich gegenüber 2008 um 1,3% auf 9 004 Mio Euro. Dabei sank der Personalaufwand um 4,8% auf 4 698 Mio Euro, bedingt durch die Abnahme der Mitarbeiterzahl um 9,7% auf 62 671. Im Jahr 2009 kam es zu einmalig höheren Beiträgen für den Pensionssicherungsverein. Der Sachaufwand einschließlich laufender Abschreibungen stieg um 2,9% auf 4 306 Mio Euro. Hierin enthalten sind auch der laufende Umsetzungsaufwand für die Integration der Dresdner Bank in Höhe von 316 Mio Euro – vor allem Kosten der IT-Integration – sowie erhöhte Beiträge für den Einlagensicherungsfonds.

Die beschriebenen Entwicklungen führten 2009 zu einem operativen Ergebnis von –2,27 Mrd Euro nach –5,45 Mrd Euro im Vorjahr. Im Berichtszeitraum fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,62 Mrd Euro an. Davon entfielen 1,55 Mrd Euro auf die Integration der Dresdner Bank und 73 Mio Euro auf die strategische Neuausrichtung der Eurohypo. Zudem kam es zu Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen – letztere ergaben sich aus der Vollabschreibung der Marken Eurohypo und Dresdner Kleinwort – in Höhe von 768 Mio Euro. Mit 690 Mio Euro dominierten dabei die Wertminderungen auf den Goodwill im Segment Asset Based Finance. Nach Abzug der Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von –4,66 Mrd Euro (Vorjahr: –5,51 Mrd Euro). Aufgrund der schwierigen Situation in den USA, Großbritannien und Spanien und daraus folgend reduzierten Geschäftsaussichten haben wir in diesen Ländern teilweise latente Steuern wertberichtigt und darauf verzichtet, neue zu aktivieren. Insgesamt ergibt sich im Berichtszeitraum ein Steuerertrag in Höhe von 26 Mio Euro. Nach Steuern beträgt das Konzernergebnis –4,63 Mrd Euro. Vom Konzernergebnis entfallen –96 Mio Euro auf die Minderheitenanteile, den Commerzbank-Aktionären sind –4,54 Mrd Euro zuzurechnen. Die sogenannte Gesamtergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, zeigt für 2009 einen Wert in Höhe von –4,56 Mio Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von 69 Mio Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage (+638 Mio Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (–352 Mio Euro) und der Rücklage aus der Währungsumrechnung (–217 Mio Euro) zusammen. Das operative Ergebnis je Aktie beträgt –2,20 Euro, der Gewinn je Aktie –4,40 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 ohne Dresdner Bank ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den teilweise sehr hohen Veränderungsraten einzelner Posten der Bilanz.

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns nahm im Vergleich zum Jahresultimo 2008 um 35,0% auf 844,1 Mrd Euro zu. Auf der Aktivseite stiegen die Forderungen an Kreditinstitute um 69,4% auf 106,7 Mrd Euro und die Kundenforderungen um 23,7% auf 352,2 Mrd Euro. Die Handelsaktiva weisen wir nach einem kräftigen Zuwachs um 84,5% mit 218,7 Mrd Euro aus, während der Zuwachs bei den Finanzanlagen um 3,0% auf 131,3 Mrd Euro moderat ausfiel. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 55,5% auf 264,6 Mrd Euro und die Handelspassiva um 100,4% auf 193,0 Mrd Euro überdurchschnittlich. Dagegen waren die Zuwächse bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den verbrieften Verbindlichkeiten mit 9,4% beziehungsweise 3,3% unterproportional. Auch die Zuwächse sowohl beim Nachrangkapital als auch beim Hybridkapital um 33,9% beziehungsweise 29,2% beruhten insbesondere auf der Erstkonsolidierung der Dresdner Bank.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Volumenentwicklung zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen zum 31. Dezember 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits zum Jahresultimo 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Proforma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Auf Pro-forma-Basis konnten wir die Bilanzsumme im Jahresverlauf 2009 deutlich zurückführen. Sie verminderte sich gegenüber dem Vorjahresultimo um 19,3% auf 844,1 Mrd Euro. Der kräftige Abbau um 202,2 Mrd Euro betraf auf der Aktivseite vornehmlich die Kundenforderungen sowie die Handelsaktiva.

73 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Barreserve ging gegenüber dem Vorjahresultimo um 11,7 Mrd Euro auf 10,3 Mrd Euro – insbesondere bei den Guthaben gegenüber Zentralbanken – zurück. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich vornehmlich aufgrund des signifikant rückläufigen Bankenkreditvolumens im Vergleich zum Vorjahresende um 16,0 Mrd Euro auf 106,7 Mrd Euro reduziert. Der Rückgang der Forderungen an Kunden um 65,3 Mrd Euro auf 352,2 Mrd Euro beruhte ebenfalls auf einem deutlich geringeren Kreditvolumen. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute insgesamt lag zum Berichtsstichtag bei 368,4 Mrd Euro und wies damit gegenüber dem Jahresultimo einen Rückgang um 71,2 Mrd Euro auf. Die Kredite an Kreditinstitute beliefen sich auf 25,0 Mrd Euro, 34,7% unter dem Vorjahresbestand (38,3 Mrd Euro). Das Kundenkreditgeschäft war mit einem Volumen zum Jahresultimo von 343,4 Mrd Euro um 14,4% rückläufig. Dies resultierte überwiegend aus der Rückführung des Auslandsportfolios im Rahmen der Fokussierung auf das strategische Kerngeschäft der Bank; daneben spielte auch ein Nachlassen der Kreditnachfrage im Inland eine Rolle. Zum Berichtsstichtag belief sich das Volumen der Handelsaktiva auf 218,7 Mrd Euro, ein Rückgang gegenüber dem Stand zum Jahresende 2008 um 82,4 Mrd Euro oder 27,4%. Hierzu haben im Wesentlichen die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten mit 63,7 Mrd Euro beigetragen. Die Finanzanlagen lagen mit 131,3 Mrd Euro um 12,9% unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere nahmen dabei um 18,6 Mrd Euro auf 128,0 Mrd Euro ab, die Bestände an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren gingen um 0,9 Mrd Euro zurück.

Auf der Passivseite zeigte sich der Volumenabbau insbesondere bei den Kunden- und Bankeneinlagen, den verbrieften Verbindlichkeiten und den Handelspassiva.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 54,1 Mrd Euro auf 140,6 Mrd Euro, insbesondere im kurzfristigen Laufzeitenbereich. Dies betraf sowohl Banken im Inland als auch im Ausland. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen um 55,4 Mrd Euro auf 264,6 Mrd Euro zurück; davon entfielen rund 85% auf kurzfristige Einlagen. Rückläufig entwickelten sich auch die verbrieften Verbindlichkeiten; mit einem Volumen von 171,4 Mrd Euro lagen sie um 10,8% unter dem Vorjahresniveau. Während die Schuldverschreibungen um 21,9 Mrd Euro auf 148,7 Mrd Euro zurückgingen, stiegen die Geldmarktpapiere um 1,2 Mrd Euro auf 22,6 Mrd Euro an. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Rückgang um 63,5 Mrd Euro auf 193,0 Mrd Euro. Dies resultierte – analog der Entwicklung bei den Handelsaktiva – hauptsächlich aus dem Rückgang der Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten.

Die Commerzbank hat im Rahmen ihres Strategie-Programms "Roadmap 2012" die Bilanzsumme nach der Erstkonsolidierung der Dresdner Bank stetig über die einzelnen Quartale um insgesamt rund 202 Mrd Euro deutlich verringert. Damit konnten die Auflagen der EU-Kommission, bis zum Jahr 2012 die Konzernbilanzsumme auf rund 900 Mrd Euro zu reduzieren, bereits deutlich früher erfüllt werden. Der Volumenabbau stand klar im Fokus einer Risikoreduzierung; er betraf besonders das Segment Corporates & Markets aufgrund geringerer Handelsaktivitäten, den im Segment Asset Based Finance ausgewiesenen Konzernbereich Public Finance und den Portfolioabbau im Segment Portfolio Restructuring Unit. Aufgrund der aufgezeigten Entwicklungen ist die Leverage Ratio, also das Verhältnis des den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals zu den genetteten Aktiva, zum Jahresende 2009 auf 24 gesunken, gegenüber 36 vor einem Jahr.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem Jahresende 2008 um 33,9% beziehungsweise 6,7 Mrd Euro auf 26,6 Mrd Euro gestiegen. Haupttreiber waren die zwei Kapitalerhöhungen in der ersten Jahreshälfte sowie höhere Stille Einlagen. Gegenläufig wirkte im Wesentlichen der für das laufende Geschäftsjahr auszuweisende Konzernfehlbetrag.

Der Anstieg des gezeichneten Kapitals um 1,2 Mrd Euro sowie der Zuführungsbetrag zur Kapitalrücklage von 1,3 Mrd Euro beruhte zum einen auf der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im ersten Quartal, wodurch die Allianz – als eine Komponente des Kaufpreises für die Dresdner Bank – rund 163,5 Millionen neue Commerzbank-Aktien erhielt. Zum anderen spiegelt dies die Kapitalerhöhung gegen Bareinlage durch den SoFFin wider, nachdem die EU-Kommission das zweite SoFFin-Paket genehmigt hatte und die Hauptversammlung der Kapitalerhöhung zustimmte. Durch die Emission von rund 295 Millionen Stammaktien zu einem Preis von 6 Euro pro Aktie hält der SoFFin einen Anteil an der Commerzbank AG von 25% plus eine Aktie. Durch diese zwei Maßnahmen beträgt die Zahl der ausstehenden Aktien zum Jahresende 1 181,4 Millionen Stück.

Die Stillen Einlagen erhöhten sich um knapp 9 Mrd Euro. Im zweiten Quartal leistete der SoFFin eine zweite Tranche von 8,2 Mrd Euro, zusätzlich legte die Allianz 750 Mio Euro ein. Beide Einlagen werden mit 9% verzinst, sofern ein Bilanzgewinn der Commerzbank AG nach HGB vorliegt. Für das Berichtsjahr hat die Commerzbank – gemäß den EU-Auflagen – zum einen auf die Stillen Einlagen keine gewinnabhängige Vergütung geleistet; zum anderen jedoch Rücklagen aufgelöst, um die Herabsetzung des Buchwerts der Stillen Einlagen zu vermeiden. Auch für das Jahr 2010 wird die Commerzbank gemäß den EU-Auflagen gewinnabhängige Vergütungen nur leisten, wenn sie dazu ohne Auflösung von Rücklagen oder Sonderposten nach § 340g HGB verpflichtet ist. Soweit erforderlich und rechtlich zulässig, wird die Commerzbank jedoch auch 2010 Rücklagen auflösen, um die Herabsetzung des Buchwerts ihrer Eigenkapitalinstrumente durch Verlustpartizipation zu vermeiden.

Aufgrund der Auflösung von Rücklagen zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages nahmen – trotz der Kapitalerhöhungen – Kapital- und Gewinnrücklagen zusammengenommen im Vergleich zum Vorjahresultimo um 3,2 Mrd Euro ab.

Zum Jahresende belasteten die Neubewertungsrücklage sowie die Rücklagen aus Cash Flow Hedges und der Währungsumrechnung das Eigenkapital mit 3,5 Mrd Euro nur geringfügig mehr als zum Jahresende 2008. Der negative Wert der Neubewertungsrücklage hat sich gegenüber dem Jahresende 2008 um 0,4 Mrd Euro auf –1,8 Mrd Euro reduziert. Dies resultierte insbesondere aus den deutlichen Erholungstendenzen der Kapitalmärkte. Die zinstragenden Finanzanlagen schlagen jedoch mit –2,1 Mrd Euro weiterhin negativ zu Buche. Dieser Wert ist auch durch die gemäß der Mitteilung des IASB vom 13. Oktober 2008 erfolgten Umwidmungen beeinflusst. Nach den Umwidmungen im Vorjahr hatten wir am 31. Januar sowie am 31. Mai erneut Wertpapiere des Public Finance-Bestands, die keinen aktiven Markt mehr aufweisen, aus der IAS 39-Kategorie Available for Sale (AfS) in die IAS 39-Kategorie Loans and Receivables (LaR) umkategorisiert. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Wertpapiere öffentlicher Schuldner in Europa.

Die Risikoaktiva erreichten zum Jahresende 280,1 Mrd Euro. Dies ist im Vergleich zum Ausweis des Jahresendes 2008 ein Anstieg um 58,3 Mrd Euro, der in erster Linie konsolidierungsbedingt war. Demgegenüber lag die untestierte Pro-forma-Zahl einschließlich der Dresdner Bank bei 338,0 Mrd Euro. Insofern sind wir – im Einklang mit der dargestellten Entwicklung der Bilanzsumme – im Verlauf des Jahres 2009 auch bei unserem Ziel, der Reduzierung von Risikoaktiva, deutlich vorangekommen. Der Rückgang beruhte in erster Linie auf

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der Umsetzung des Abbaus von Risikopositionen, die nicht mehr zu unseren strategischen Aktivitäten zählen. Darüber hinaus spielten bei dem Rückgang auch Fremdwährungseffekte eine Rolle, während das Thema Rating-Migration dem entgegenlief.

Unser aufsichtsrechtlich anrechenbares Kernkapital nahm im Jahresverlauf – in erster Linie durch die beschriebenen eigenkapitalstärkenden Maßnahmen sowie den Wegfall der Vorschrift zur Anrechnung der Neubewertungsrücklage – um 31,2% auf 29,5 Mrd Euro zu; damit einhergehend stieg die Kernkapitalquote von 10,1% auf 10,5%. Die gesamte Eigenmittelquote betrug zum Berichtsstichtag 14,8%.

Liquidität und Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns

Liquiditätsmanagement im Berichtsjahr

Das Liquiditätsmanagement des Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury. Im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank und der damit verbundenen organisatorischen Neuausrichtung des Konzerns ist der Bereich Group Treasury seit Anfang 2009 der Konzernsteuerung zugeordnet und berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Der Bereich Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften.

Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien und Limite für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom Zentralen Asset-Liability-Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion.

Das Liquiditätsmanagement in der Group Treasury gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus befasst sich das operative Liquiditätsmanagement mit dem Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt und dem Management unseres Liquiditätsportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Aufstellung und Auswertung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva inklusive der Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen – den sogenannten Bodensätzen –, die daraus abgeleiteten Emissionsstrategien des Konzerns sowie die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten, die in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Bank einfließen.

Zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse unterhält die Group Treasury ein zentrales Liquiditätsportfolio hochliquider und zentralbankfähiger Wertpapiere, die mit einer mittel- bis langfristigen Refinanzierung unterlegt sind. Darüber hinaus hält die Commerzbank eine Liquiditätsreserve aus frei verfügbaren Barmitteln und liquiden Wertpapierpositionen. Der Konzern stützt sich bei der kurz- und mittelfristigen Refinanzierung auf eine angemessen breite Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen.

Die Überwachung des Liquiditätsrisikos in der Commerzbank erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion anhand eines internen Modells. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.

Wesentliche Bestandteile der Liquiditätssteuerung sind das interne Modell (Available Net Liquidity (ANL)-Konzept) mit einem Betrachtungshorizont bis zu einem Jahr und das Stable Funding-Konzept mit einem Betrachtungshorizont größer als ein Jahr. Als Grundlage der täglichen Liquiditätssteuerung wird das ANL-Konzept verwendet. Dieses ermittelt die verfügbare Nettoliquidität (ANL) für die nächsten zwölf Monate auf Basis von vertraglichen und ökonomischen Zahlungsströmen bilanzieller und außerbilanzieller Transaktionen sowie den liquidierbaren Vermögenswerten, indem es die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenüberstellt.

Zur Überwachung und Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die Commerzbank ein vierstufiges Limitkonzept. Neben dem Konzernlimit bestehen weitere Limite für Tochtergesellschaften, Konzernbereiche und deren Untereinheiten. Liquiditätsrisiken aus Fremdwährungen werden zusätzlich limitiert. Durch das bestehende Limitkonzept wird gewährleistet, dass ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass möglichst frühzeitig erkannt wird und entsprechende Maßnahmen zu deren Beseitigung rechtzeitig ergriffen werden können.

Einen wichtigen Baustein des internen Liquiditätsrisikomodells stellt das Stresstesting dar, das die Auswirkungen unplanmäßiger Entwicklungen auf die Liquiditätssituation aufgrund von institutsspezifischen und marktbedingten Ursachen sowie einer Kombination von diesen simuliert. Die Ergebnisse des Stresstestings fließen in die Definition des Limitkonzepts und die Erarbeitung eines nachhaltigen Notfallplans ein. Die Stressszenarien werden täglich neu berechnet. Die den Stressszenarien zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft und den Veränderungen des Marktumfelds angepasst.

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Das interne Liquiditätsrisikomodell hat sich gerade in der Krisensituation als risikosensitives und zuverlässiges Instrument zur Überwachung und Steuerung der Liquidität bewährt. Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank war im Berichtszeitraum – auch unter den Annahmen von Stressszenarien – jederzeit gegeben. Die entsprechenden regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten; zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2009 lag die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung der Commerzbank AG mit 1,20 deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank stellt eine ausgewogene Diversifikation der Refinanzierungsstruktur hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen sicher. Das Refinanzierungsprofil wird auf Basis regelmäßiger Strukturanalysen aktiv gesteuert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Liquiditätssituation der Commerzbank kontinuierlich verbessert. Dazu beigetragen haben eine weiter erholte Lage auf den Finanzmärkten, die Mittelzuflüsse durch den SoFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung), ein fortgesetzt stabiles Einlagengeschäft und die Fokussierung der Commerzbank auf ihre Kerngeschäftsfelder.

Nach einem volatilen Jahresende 2008 setzte im Berichtsjahr, unterstützt durch die weltweit eingeleiteten Stützungsmaßnahmen, eine spürbare Erholung der Refinanzierungsmärkte ein.

Dies führte zu einer Stabilisierung der Spreads für verschiedene Absicherungsinstrumente wie beispielsweise Cross Currency Swaps oder Basis-Swaps. Ebenso hat sich der Euribor-Eonia-Spread, der als Indikator für das im Markt antizipierte Liquiditätsrisiko im Interbankenmarkt gesehen wird, deutlich reduziert. Der 3-Monats-Spread engte sich von den Höchstständen zu Beginn des Jahres bei etwa 120 Basispunkten auf etwas über 30 Basispunkte ein. Der Markt für Termingelder im Interbankenmarkt hat sich über alle Laufzeiten bis hin zu einem Jahr deutlich entspannt, und der Kapitalmarkt zeigte sich aufnahmebereit.

Die Bank konnte sich ausreichend am Interbankenmarkt refinanzieren und ihre langfristige Refinanzierungskraft durch verschiedene Kapitalmarktemissionen im besicherten und unbesicherten Bereich unter Beweis zu stellen.

Refinanzierungsstruktur im Berichtsjahr

Das Jahr 2009 war, insbesondere im ersten Halbjahr, durch die Einflüsse der Finanzkrise gekennzeichnet, die auch die Refinanzierungsmöglichkeiten der Bank beeinflusste. Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise schlossen der SoFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung) als Garantiegeber und die Commerzbank als Garantienehmerin im Dezember 2008 einen Vertrag über die Einräumung eines Garantiekreditrahmens für bestimmte Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 15 Mrd Euro. Damit sollte die Refinanzierung des Konzerns am Kapitalmarkt erleichtert werden. Hiervon machte die Bank am 9. Januar 2009 Gebrauch und begab als erstes deutsches Institut eine dreijährige vom SoFFin garantierte Anleihe im Gesamtnennbetrag von 5 Mrd Euro. Der verbliebene Garantierahmen in Höhe von 10 Mrd Euro wurde aufgrund der guten Liquiditätslage der Bank und der zwischenzeitlich deutlich verbesserten Lage an den Refinanzierungsmärkten im August und September 2009 in zwei Schritten an den SoFFin zurückgegeben.

Darüber hinaus beteiligte sich der SoFFin im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 25% und einer Aktie an der Commerzbank. Im Zuge der dafür durchgeführten Kapitalerhöhung gegen Bareinlage flossen der Commerzbank rund 1,8 Mrd Euro zu. Weiterhin gewährte der SoFFin der Commerzbank eine Stille Einlage in Höhe von etwa 8,2 Mrd Euro zur Stärkung der Kapitalbasis, die im Juni 2009 voll liquiditätswirksam zuflossen. Somit summieren sich die in den Jahren 2008 und 2009 vom SoFFin erhaltenen Stillen Einlagen auf insgesamt 16,4 Mrd Euro.

Die langfristige Refinanzierung wird im Wesentlichen durch Kapitalmarktprodukte sowohl auf besicherter als auch unbesicherter Basis sowie durch als stabil anzusehende und der Bank langfristig zur Verfügung stehende Kundeneinlagen sichergestellt.

Trotz der im ersten Halbjahr 2009 deutlichen Auswirkungen der Finanzkrise war die Commerzbank in der Lage, auch aus eigener Kraft sowohl im unbesicherten als auch über die Konzerntochter Eurohypo AG im besicherten Kapitalmarkt erfolgreich Anleihen zu platzieren. Hierunter fielen sowohl Benchmark- und Jumboemissionen als auch zahlreiche Privatplatzierungen.

Im Jahr 2009 konnte für den Konzern ein Gesamtvolumen an besicherten und unbesicherten Kapitalmarktemissionen von insgesamt rund 33 Mrd Euro platziert werden, womit der ursprüngliche Emissionsplan für das Gesamtjahr deutlich übertroffen wurde. Wie bereits in den Vorjahren lag die volumengewichtete durchschnittliche Laufzeit der Kapitalmarktemissionen deutlich über fünf Jahren.

Im unbesicherten Bereich sind neben der im Januar begebenen staatsgarantierten dreijährigen Anleihe insbesondere die beiden 5- und 5½-jährigen Benchmarkemissionen im Gesamtvolumen von 2,5 Mrd Euro zu nennen. Mit diesen öffentlich platzierten Anleihen ließ sich eine internationale Diversifizierung der Investorenbasis erzielen. Insbesondere durch die staatsgarantierte Anleihe konnte eine Vielzahl neuer Investoren gewonnen werden. Über das Privatkundennetz der Commerzbank wurden darüber hinaus Anleihen im Wert von mehr als 7 Mrd Euro nachgefragt, die Teil der insgesamt 12,2 Mrd Euro an unbesicherten Privatplatzierungen sind. Insgesamt betrug das Emissionsvolumen im unbesicherten Bereich rund 20 Mrd Euro.

Im besicherten Bereich wurden über die Eurohypo Hypothekenpfandbriefe in Höhe von knapp 10 Mrd Euro und Öffentliche Pfandbriefe über rund 3 Mrd Euro begeben. Neben Privatplatzierungen konnten fünf Jumbo-Pfandbriefe mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren erfolgreich platziert werden. Die volumengewichtete durchschnittliche Laufzeit der Neuemissionen im Pfandbriefbereich beträgt mehr als sieben Jahre.

Die Eurohypo profitierte von der Belebung des Pfandbriefmarktes durch das im Juli gestartete Ankaufprogramm der EZB für Covered Bonds, das in einer erhöhten Marktliquidität und sich einengenden Credit Spreads resultierte.

Die begebenen Emissionen wurden vom Markt gut aufgenommen, was durch die schnelle Platzierung, eine hohe europaweite Nachfrage und attraktive Konditionen dokumentiert wird.

Im Juli 2009 hat die EZB den ersten von drei Einjahres-Tendern auf dem Geldmarkt platziert. Die Commerzbank nutzte die Geldmarktgeschäfte der Zentralbank vorrangig zur kurzfristigen Steuerung ihrer Liquidität und sieht die zur Verfügung gestellten Liquiditätsfazilitäten nicht als Surrogat einer langfristigen Refinanzierung. Die Bank hat daher langfristige Tendergeschäfte der EZB nur sehr zurückhaltend wahrgenommen.

Eine wesentliche Refinanzierungsquelle stellen unsere Kundeneinlagen dar, die im kundenorientierten Kerngeschäft generiert werden. Die Bank verfügt dabei über eine weitgefächerte Angebotspalette von Anlageprodukten.

Durch den guten Zugang zum Kapitalmarkt verbunden mit den stabilen Kundeneinlagen konnte die Mittelaufnahme am Interbankenmarkt und damit die Abhängigkeit von einer schwankungsabhängigen Refinanzierungsquelle im Jahresverlauf zurückgeführt werden.

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Resümee Geschäftslage 2009

Der Ausweis eines Jahresfehlbetrags für das Geschäftsjahr 2009 kann uns nicht zufriedenstellen, auch wenn wir mit sehr großen Herausforderungen konfrontiert wurden: Zum einen die Folgen der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzmarktkrise, die sich insbesondere in einer deutlich gestiegenen Risikovorsorge niedergeschlagen haben, zum anderen waren Belastungen aus der Integration der Dresdner Bank, aus der strategischen Neuausrichtung der Eurohypo sowie aus dem Abbau von Risiken zu verkraften. Insofern haben wir aber auch Fortschritte im Berichtsjahr verzeichnen können: Wir haben Risiken reduziert, die Kapitalbasis nachhaltig gestärkt und die Integration der Dresdner Bank weit vorangetrieben. Konkret zeigt sich dies in dem signifikanten Abbau der risikogewichteten Aktiva und der Bilanzsumme, in einer Kernkapitalquote von 10,5% sowie in der planmäßigen, teilweise sogar vorzeitigen, Umsetzung zentraler Meilensteine bei der Zusammenführung von Commerzbank und Dresdner Bank. Die Kernsegmente Privatkunden und Mittelstandsbank erwirtschafteten in allen Quartalen des Jahres 2009 ein positives operatives Ergebnis.

Spitzenleistung erbringen. Michael Käfer (rechts), Hauptgesellschafter der Käfer Unternehmensgruppe, und Felix Akontz vom Wealth Management sowie Andrea Lange vom Corporate Banking der Commerzbank wissen, dass sie gemeinsam mehr erreichen können. Schon seit Jahrzehnten arbeiten der international agierende Anbieter von Spitzenleistungen im Bereich Food, Service und Retail und die Dresdner Bank sowie heute die Commerzbank verlässlich und partnerschaftlich zusammen. So kann sich Michael Käfer aufgrund der zuverlässigen und fachkompetenten Bankberatung aus einer Hand voll auf sein Geschäft konzentrieren.

  • 5 Entwicklung der Segmente
  • 5 Privatkunden

Entwicklung der Segmente

Privatkunden

Im Segment Privatkunden bündelt die Commerzbank die Aktivitäten der Konzernbereiche Privat- und Geschäftskunden, Wealth Management, Direct Banking (zuvor comdirect bank AG) und Kredit. Seit dem dritten Quartal 2009 wird das Privatkundengeschäft der Eurohypo nicht mehr im Segment Privatkunden sondern im Segment Asset Based Finance ausgewiesen.

Ergebnisentwicklung

Privatkunden

2009 2008 2008 Pro-forma
Gebundenes Eigenkapital (Mio €) 3 256 1 30 2 567
Operative Eigenkapitalrendite 5,2% 1,2% 32,1%
Aufwandsquote im operativen Geschäft 90,3% 76,1% 1,%

Auch das Segment Privatkunden konnte sich den belastenden Umfeldbedingungen des Jahres 2009 nicht entziehen. Das breit aufgestellte Kundengeschäft erwies sich jedoch als stabil, sodass selbst vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise operativ schwarze Zahlen geschrieben werden konnten.

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den teilweise sehr hohen Veränderungsraten einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die operativen Erträge vor Risikovorsorge lagen mit 4 278 Mio Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (2 457 Mio Euro). Während der Zinsüberschuss um 83,4% auf 2 223 Mio Euro zunahm, stieg der Provisionsüberschuss um 67,1% auf 2 147 Mio Euro. Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich im gleichen Zeitraum stark um 227 Mio Euro auf 246 Mio Euro. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1 993 Mio Euro auf 3 862 Mio Euro. Insgesamt erzielte das Segment Privatkunden ein operatives Ergebnis in Höhe von 170 Mio Euro (Vorjahr: 569 Mio Euro).

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Der Zinsüberschuss verringerte sich um 4,0% auf 2 223 Mio Euro. Insbesondere die Einlagemarge stand aufgrund des niedrigen Zinsniveaus unter Druck. Die Kreditmarge hat sich im Jahresverlauf dagegen verbessert. Die Risikovorsorge erhöhte sich, vor allem aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise, um 177 Mio Euro auf 246 Mio Euro. Der Provisionsüberschuss sank um 15,9% auf 2 147 Mio Euro. Ursächlich war in erster Linie das rückläufige Wertpapiergeschäft. Das sonstige Ergebnis verschlechterte sich um 48,5% auf –98 Mio Euro. Hierfür waren insbesondere Rückstellungen für Rechtsrisiken verantwortlich. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich um 1,2% auf 3 862 Mio Euro. Einerseits kam es zu Belastungen aus erhöhten Zahlungen an den Einlagensicherungsfonds und im Jahr 2009 einmalig höheren Zahlungen an den Pensionssicherungsverein. Zudem gab es im Berichtszeitraum laufenden Umsetzungsaufwand für die Integration der Dresdner Bank. Durch ein striktes Kostenmanagement konnten diese Belastungseffekte jedoch kompensiert werden. Insgesamt lieferte das Segment mit einem operativen Ergebnis von 170 Mio Euro (Vorjahr: 824 Mio Euro) einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis.

Für die Integration der Dresdner Bank fielen im Berichtsjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 338 Mio Euro an.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Führende Bank für Privatkunden

Die neue Commerzbank ist mit rund 11 Millionen Kunden führend im gehobenen deutschen Privatkundengeschäft. Unsere Konzernbereiche nehmen Top-Positionen im deutschen Markt ein: Im Bereich Privat- und Geschäftskunden ist die Commerzbank die Nr. 1 Filialbank mit dem dichtesten Filialnetz. Im Wealth Management ist sie mit der höchsten Flächenpräsenz in Deutschland einer der führenden Anbieter. Die comdirect Gruppe ist mit 1,4 Millionen Depots der Nr. 1 Online-Broker. Im Kreditgeschäft mit Privatkunden ist die Commerzbank mit einem Volumen von 59 Mrd Euro einer der größten nationalen Anbieter.

Wichtige Meilensteine der Integration erreicht

Bereits kurz nach der Übernahme im Januar 2009 waren wir in beiden Banken mit dem ersten gemeinsamen Produkt vertreten. Im Laufe des Jahres wurden erste Standorte in den Konzernbereichen Kredit sowie Privat- und Geschäftskunden zusammengelegt und die Integration der Callcenter-Aktivitäten von Commerzbank und Dresdner Bank zum Commerz Direktservice abgeschlossen. Im November 2009 konnten wir beide Bankzentralen in Frankfurt zusammenführen und die Stellenbesetzung für die zentralen Einheiten in unserem Segment abschließen. Sukzessive wird nun das neue Geschäftsmodell umgesetzt, das sich klar an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiert.

Im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank haben wir ebenfalls die Fokussierung auf das Kerngeschäft in unserem Segment vorangetrieben und die cominvest-Gruppe an die Allianz verkauft. Ebenfalls getrennt haben wir uns von der Privatbank Reuschel & Co. und verschiedenen Auslandsaktivitäten in der Schweiz, Belgien, Österreich, Monaco und Großbritannien.

    • 5 Entwicklung der Segmente
    • 5 Privatkunden

Kunden begleiten Integrationsprozess

Am 11. März fand die konstituierende Sitzung des Commerzbank-Kundenbeirats statt. Seitdem beraten 40 Kunden von Commerzbank und Dresdner Bank den Privatkundenvorstand zu verschiedenen kundenrelevanten Belangen. Erste Empfehlungen des Beirats konnten bereits umgesetzt werden. So entstand beispielsweise eine Kundenbroschüre mit Informationen zur Finanzmarktkrise sowie eine Veranstaltungsreihe, bei der rund 3 000 Kunden mit Vorstandsmitgliedern zu aktuellen Fragen rund um die Finanzmarktkrise und Integration ins Gespräch kamen. Außerdem wurden Verbesserungen im Online-Banking und in der Kundenkommunikation umgesetzt. Die Beiräte sind eng in die Projekte des Segments eingebunden und helfen mit ihren Empfehlungen, Leistungen und Services zu optimieren.

Privat- und Geschäftskunden

Der Konzernbereich Privat- und Geschäftskunden umfasst das inländische Filialgeschäft mit unseren Privatkunden, Private Banking-Kunden und Geschäftskunden. Durch die Zusammenführung der Filialnetze bieten wir unseren Kunden das dichteste Filialnetz unter Deutschlands Privatbanken. Mit kompetenter Beratung, die auf die individuellen Ziele unserer Kunden eingeht, werden wir den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Kundengruppen gerecht und bieten einen echten Mehrwert als Finanzdienstleister für gehobene Ansprüche.

In schwierigem Marktumfeld behauptet

Nach dem Rekordjahr 2008 haben wir 2009 vor allem die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise im Geschäftsergebnis unseres Konzernbereichs gespürt. In einem schwierigen Marktumfeld waren für das Geschäftsjahr 2009 Rückgänge bei den Erträgen zu verzeichnen. Die Kundenanzahl war über das Jahr betrachtet stabil.

Infolge der Finanzkrise legen unsere Kunden mehr denn je Wert auf hochwertige Beratung und einen verlässlichen Partner in Sachen Finanzdienstleistung. Entsprechend lag unser Fokus im Berichtsjahr auf unseren Bestandskunden: Umfassende Beratungs- und Produktkompetenz sichert uns hier Erfolg. Um die spezifischen Anforderungen aller Kundengruppen bedienen zu können, haben wir eine klare Abgrenzung der Kundensegmente vorgenommen. Entsprechend unserer Aufstellung im Konzernbereich können wir nun den unterschiedlichen Ansprüchen unserer Zielgruppen – Privatkunden, Private-Banking-Kunden und Geschäftskunden – besser gerecht werden.

Bei der Beratung unserer Kunden stehen deren individuellen Bedürfnisse im Vordergrund. Jeder Kunde stellt spezielle Anforderungen an die Beratungsleistung unserer Mitarbeiter. Seit April 2009 setzen wir an dieser Stelle mit der Commerzbank-Ereignisberatung an. Ziel ist dabei die Unterstützung des Kunden bei wichtigen Ereignissen in seinem Leben. Gleichzeitig haben wir 2009 die Grundlage für eine stärkere branchenspezifische Ausrichtung des Leistungs- und Beratungsangebots für Geschäftskunden gelegt. Neben zielgruppenspezifischen Produkten bieten unsere Beratungskompetenz – zum Beispiel im Bereich der Ärzte und Steuerberater – sowie bankunübliche Zusatzleistungen, wie eine Online-Servicebibliothek für beratende Berufe, einen Mehrwert für unsere Kunden.

Leistungsangebot ausgebaut

Die veränderten Bedürfnisse unserer Kunden durch die anhaltenden Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten waren Hauptthema im Wertpapiergeschäft. Den hieraus resultierenden Beratungsbedarf haben wir mit hoher Beratungskompetenz und mit innovativen, zu jeder Anlegermentalität passenden Anlageprodukten bedient. Den Schwerpunkt bildeten Vermögensmanagementprodukte, die eine gute Anlagestrukturierung und eine wettbewerbsfähige Performance bieten. Insbesondere unsere Produktlösungen für konservative Anlagestrategien fanden bei einer Vielzahl von Kunden Zuspruch.

Im Einlagengeschäft haben wir bereits zwei Wochen nach Übernahme der Dresdner Bank im Januar 2009 die Topzinsanlage mit 3,5% Zinsen als erstes gemeinsames Produkt für Neuund Bestandskunden von Commerzbank und Dresdner Bank angeboten. Der Erfolg der ersten gemeinsamen Kampagne gab den gemeinsamen Anstrengungen beider Häuser recht.

Als zweites gemeinsames Produkt bieten wir seit Ostern 2009 mit dem kostenlosen Girokonto eines der erfolgreichsten Standardprodukte der jüngeren Commerzbank-Vergangenheit auch allen Dresdner Bank-Kunden an.

Seit Mitte 2009 geben wir erfolgreich wiederaufladbare Kreditkarten, die Commerzbank Prepaid-Kreditkarten, heraus. Auch die Kartenkooperationen konnten ausgebaut werden, zum Beispiel um die BahnCard-Kreditkarte in Verbindung mit dem bahn.bonus Programm der Deutschen Bahn. Die Commerzbank hat hier die Chance, über vier Millionen BahnCard-Inhaber von ihrer Leistungsstärke zu überzeugen.

Auch im Vorsorgegeschäft konnten wir unsere Kompetenz ausbauen. Unsere Vorsorgespezialisten unterstützen die Kundenberater mit ihrer spezialisierten Produktkompetenz. So konnte zum Beispiel der Absatz von betrieblichen Altersvorsorgeprodukten im Geschäftskundensegment durch unsere Vorsorgespezialisten deutlich gesteigert werden.

Im Lebensversicherungsbereich war das Einmalbeitragsgeschäft marktbedingt Ursache eines erheblichen Geschäftsrückgangs. Auch interessante Vorsorgelösungen wie zeitlich befristete Rentenversicherungen auf Zertifikatebasis konnten diese Entwicklung nicht aufhalten. Die Aktivitäten der Kundenberater wurden daher verstärkt auf das laufende Beitragsgeschäft konzentriert. Dieses Geschäft wurde durch die erfolgreiche Produkteinführung einer Vorsorgelösung für Kinder sowie die staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte unterstützt.

Beratung gestärkt

Die Commerzbank setzt konsequent auf das bewährte Filialmodell der Zukunft. Modernste Filialtechnik eingebettet in eine ansprechende und offene Raumgestaltung zählen zu den Erfolgsfaktoren des Konzeptes. Selbstbedienungstechnik sowie die Verlagerung administrativer Tätigkeiten ermöglichen eine intensive Kundenbetreuung mit Fokus auf der Beratung. Seit 2009 können nun auch größere Filialen diese Vorzüge nutzen: Das Filialmodell Filiale der Zukunft PLUS ging an den Start. 2009 wurden insgesamt über 200 Filialen auf die Filialmodelle der Zukunft umgestellt. Damit sind bereits nahezu zwei Drittel des bisherigen Commerzbank-Filialnetzes zukunftsweisend aufgestellt – 2010 kommen weitere Filialen hinzu.

Zur Stärkung unserer Beratungsleistung haben wir mit dem Beratungs- und Informationstool die Vermögensanlageberatung für unsere Kunden nachvollziehbarer und transparenter gestaltet. Die Anwendung vereinfacht die vollumfängliche Beratung unter Berücksichtigung der individuellen Anlagestrategie des Kunden und bietet optimal darauf abgestimmte Handlungs- und Produktempfehlungen. Außerdem wurde das Beratungsprotokoll, das seit dem 1. Januar 2010 laut Novelle des Wertpapierhandelsgesetzes Bestandteil jeder Anlageberatung ist, in die Anwendung integriert.

  • 5 Entwicklung der Segmente
  • 5 Privatkunden

Neben der Steigerung der Qualität in den Beratungsprozessen haben wir umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt. So wurden unter anderem alle 14 000 Mitarbeiter in beratender Tätigkeit auf den Einsatz des Beratungsprotokolls und die Führungskräfte auf die im Rahmen der Integration bevorstehenden Aufgaben vorbereitet.

Um die Vertriebskraft auch während der Zusammenlegung von Standorten im Rahmen der Integration der Dresdner Bank ab 2011 aufrechtzuerhalten, wurden als Pilotprojekt erste Filialen an den Standorten Einbeck, Dortmund-Hörde und Kelkheim zusammengeführt. Dort sind Commerzbank und Dresdner Bank seit Dezember 2009 gemeinsam unter einem Dach. Lerneffekte und Erfahrungen mit Kunden und Mitarbeitern aus diesen ersten Filialzusammenlegungen fließen direkt in die Umsetzungsvorbereitungen zur weiteren Gestaltung des gemeinsamen Filialnetzes ein.

Ausblick

Im Konzernbereich Privat- und Geschäftskunden ist das Jahr 2010 vor allem vom Zusammenwachsen der Vertriebswege von Commerzbank und Dresdner Bank geprägt. Ab Sommer 2010 treten wir erstmals unter einer gemeinsamen Marke auf. Dann sind wir als Commerzbank mit dem dichtesten Filial- und Beraternetzwerk unter Deutschlands Großbanken präsent. Die in der Commerzbank erfolgreich etablierten Filialmodelle der Zukunft sind dabei Zielbild für unser Filialnetz. Nach und nach werden bis Mitte 2014 alle Filialen auf die neuen Modelle umgestellt.

Grundsätzlich steht 2010 die Verbesserung der Ertragslage durch die Intensivierung der Beratung in allen Produktfeldern im Fokus. Vor allem im Wertpapier- und Einlagengeschäft sollten wir von einer Stabilisierung der Aktienmärkte und einem steigenden Zinsniveau profitieren. Ab September 2010 wird die Allianz alleiniger Produktgeber für Versicherungsund Vorsorgeprodukte. Diese Kooperation ermöglicht uns einen weiteren Ausbau des Leistungsangebots im Vorsorge- und Versicherungsgeschäft.

Mit einer kompetenten Beratung werden wir unser Profil als führender Anbieter für Private Banking- und Geschäftskunden weiter schärfen. Um uns gegenüber unseren Wettbewerbern abzusetzen, haben wir für 2010 ein Maßnahmenpaket entwickelt, mit dem wir die Qualität im Beratungsprozess weiter steigern werden. Dabei binden wir unsere Kunden eng ein.

Wealth Management

Im Wealth Management der neuen Commerzbank haben wir das Angebot für besonders vermögende Privatkunden gebündelt, die komplexe Anforderungen an ihren Finanzdienstleister stellen. Die Zusammenführung unserer beiden Häuser, Commerzbank und Dresdner Bank, macht dieses Angebot noch leistungsfähiger: Gemeinsam gehören wir zu den führenden Anbietern im deutschen Markt mit rund 1 000 Mitarbeitern und bundesweit 41 Standorten. Im Zuge der Integration konnten wir die Beratungsqualität weiter verbessern, die Kapitalmarktexpertise vergrößern und das Dienstleistungsangebot erweitern.

Trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten konnte das Wealth Management erneut einen positiven Beitrag zum Segmentergebnis leisten. Gemeinsam hatten wir am Jahresende in Deutschland und Luxemburg rund 37 000 Kundenmandate, die uns ein Vermögen von 47 Mrd Euro anvertraut haben.

Im Wealth Management konzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft und damit auf Wachstum in Deutschland. Hier gibt es keinen Personalabbau in der Kundenbetreuung und wir behalten die hohe Flächenpräsenz bei. Außerhalb Deutschlands legen wir den Fokus auf die Commerzbank International S.A. in Luxemburg, die künftig als Drehscheibe für das internationale Geschäft im Wealth Management dient. Daneben gibt es in Frankfurt ein Spezialistenteam für die Betreuung internationaler Kunden.

Kunde im Fokus

Der Ausbau des gemeinsamen Angebots im Wealth Management wird von den Kundenbedürfnissen bestimmt: Wir haben die Kundenberater dabei eng eingebunden, aber auch Kunden direkt befragt. Im Ergebnis bietet zum Beispiel die neu aufgestellte Vermögensverwaltung unseren Kunden nun ein aktives Risikomanagement mit ganzheitlichem Vermögensansatz und konservativer Grundausrichtung. Außerdem werden die in der Dresdner Bank erfolgreich etablierten Family Office-Lösungen jetzt auch für Commerzbank-Kunden angeboten. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Mittelstandsbank sind wir zudem in der Lage, maßgeschneiderte Angebote für Unternehmer anzubieten, die gleichermaßen private und unternehmerische Vermögensfragen unserer Kunden betrachten. Im Kern geht es immer darum, eine für den Kunden individuell optimale Lösung zu finden. Hierzu verbindet das duale Betreuungsmodell die breite Kundenkenntnis des Relationship Managers mit der tiefen Fachkenntnis von Wealth Management-Spezialisten.

Ausblick

Nachdem im Berichtsjahr bereits die Kundenansprache von Commerzbank und Dresdner Bank im Wealth Management weitestgehend vereinheitlicht wurde, geht es zum Jahresbeginn 2010 vor allem um die Umsetzung der neuen Angebote. Zur Jahresmitte werden schließlich auch die Beratungsteams zusammengeführt. Dann wird das Wealth Management an 41 integrierten Standorten unter der neuen Marke erlebbar sein.

Kredit

Der Konzernbereich Kredit verantwortet im Segment Privatkunden marktseitig alle Themenstellungen rund um das Kreditgeschäft. Diese integrierte Aufstellung ermöglicht die Bereitstellung kundengerechter Produkte für die Konzernbereiche Privat- und Geschäftskunden sowie Wealth Management, die Umsetzung effizienter Bearbeitungsprozesse sowie ein wertorientiertes Portfoliomanagement.

Im Kreditgeschäft mit Privat- und Geschäftskunden konnten wir im Jahr 2009 unsere Ertragslage verbessern. Bei nahezu unveränderten Kreditvergabestandards haben wir die durchschnittlichen Margen weiter ausgebaut. Die planmäßigen Abgänge konnten wir jedoch erwartungsgemäß nicht vollständig kompensieren, so dass sich der Kreditbestand leicht verringert hat.

Im Rahmen der Zusammenlegung von Leistungsangeboten der Commerzbank und der Dresdner Bank wurden 2009 wesentliche Voraussetzungen geschaffen, um unseren Kunden künftig ein noch attraktiveres Produktspektrum anzubieten. So wurde beispielsweise im Konsumentenkreditgeschäft die strategische Kooperation mit der BNP Paribas Personal Finance auf neue vertragliche Grundlagen gestellt. Mit derartigen Aktivitäten und Maßnahmen bauen wir unsere Position als einer der marktführenden Kreditgeber für Privat- und Geschäftskunden aus. Im Zuge der Integration der Dresdner Bank wurden darüber hinaus erste Kreditbearbeitungseinheiten beider Häuser zusammengelegt. Bereits seit November 2009 arbeiten am Standort Rüsselsheim die Mitarbeiter aus den beiden Banken gemeinsam unter einem Dach.

  • 5 Entwicklung der Segmente
  • 5 Privatkunden

Produktangebot überzeugt

Obwohl der Kreditbestand leicht rückläufig ist, konnten wir mit einigen Schwerpunktprodukten Erfolge erzielen: Das Ratenkreditgeschäft profitierte 2009 von der Abwrackprämie und dem dadurch stimulierten Neuwagenkauf. In der Immobilienfinanzierung und im Kreditgeschäft mit Geschäftskunden konnten wir in schwierigem Marktumfeld eine stabile Geschäftsentwicklung verzeichnen. Parallel haben wir die Weiterentwicklung bei Immobilienund Geschäftskundenkrediten vorangetrieben. Im Sinne unserer Kunden wollen wir die Kreditprozesse von der Kundenberatung über die Bearbeitung und Entscheidung bis hin zur Auszahlung vereinfachen, um dem Qualitätsanspruch unserer Kunden jederzeit gerecht zu werden.

Ausblick

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Konzernbereichs Kredit wird in den kommenden Jahren auf dem Ausbau des privaten Immobilienfinanzierungsgeschäfts liegen. So wollen wir durch attraktive Konditionen und kompetente Beratung die Marktposition der neuen Commerzbank nachhaltig stärken. Die Integration der Dresdner Bank bringt uns bei diesem Ziel entscheidend voran: Im Jahr 2010 werden weitere Standorte zusammengelegt. Voraussichtlich ab Frühjahr 2011 wird die komplette Kreditbearbeitung über unsere leistungsfähige Bearbeitungsplattform erfolgen, die bereits heute in der Commerzbank im Einsatz ist. Um unseren Kunden einen umfassenden, individuellen und bedarfsorientierten Service zum Thema Kredit für die eigenen vier Wände bieten zu können, werden die Kundenberater dann in den Filialen stärker durch Kreditspezialisten unterstützt.

Direct Banking

Im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank ist der Konzernbereich Direct Banking entstanden. Dieser bündelt die Aktivitäten der comdirect Gruppe (comdirect bank AG und ebase GmbH) und der Commerz Direktservice GmbH. Die comdirect Gruppe ist die führende Direktbank im Online-Wertpapiergeschäft. Die comdirect bank fokussiert sich auf den modernen Privatanleger in Deutschland. Finanzvertriebe, Versicherungen und Banken finden in der ebase GmbH insbesondere im Fondsgeschäft einen Full-Service-Partner. In der Commerz Direktservice GmbH sind die Callcenter-Dienstleistungen der Commerzbank und der Dresdner Bank gebündelt.

comdirect Gruppe: Ausbau des Geschäftsmodells

Die comdirect Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 das stärkste Wachstum in der Geschichte der Bank und erzielte ein sehr gutes Ergebnis. Zum einen vollzog sich das Wachstum anorganisch. So kamen durch die Übernahme der ebase von der Commerz Asset Management Holding rund 700 000 Endkunden mit Depotwerten von mehr als 13 Mrd Euro hinzu; hierdurch wurde die Marktführerschaft im Online-Wertpapiergeschäft gefestigt und das Geschäftsmodell um professionelle Dienstleistungen für institutionelle Partner erweitert. Zum anderen ist die comdirect – trotz des ungünstigen Zins- und Kapitalmarktumfelds – organisch gewachsen und konnte über das im Berichtsjahr gestartete Programm complus neue Kunden hinzugewinnen.

Das Einlagevolumen ging leicht zurück, während das Depotvolumen einen deutlichen Anstieg zeigte. Der marktbedingte Rückgang beim Zins- und Provisionsüberschuss wurde durch ein positives Ergebnis aus Finanzanlagen und konsequentes Kostenmanagement in allen Bereichen der comdirect bank zum größten Teil kompensiert.

Auf besonders starke Nachfrage stießen das Girokonto und das Tagesgeld PLUS Konto. Außerdem hat die comdirect bank im Rahmen ihres Wachstumsprogramms zwei wichtige Meilensteine erreicht: Das Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie stieß vom Start weg auf sehr erfreuliche Kundenresonanz, während die Anlageberatung PLUS durch provisionsfreie Beratungsleistungen auf Basis systemgestützter Empfehlungen überzeugt.

Commerz Direktservice: Zusammenwachsen von Kompetenzen

Bereits früh im Integrationsprozess wurden die Call-Center-Aktivitäten der Commerzbank und Dresdner Bank zusammengeführt. Der Commerz Direktservice bewies durch eine entschlossene Integration und Restrukturierung der Standorte, verbunden mit gezielten veränderungsbegleitenden Entwicklungsmaßnahmen, eine hohe Betriebsstabilität. Operative und qualitative Ziele wurden ausnahmslos erreicht. Heute ist Commerz Direktservice mit 600 Mitarbeitern und über 9 Millionen Kundenkontakten einer der größten Servicedienstleister der deutschen Bankenbranche.

Ausblick

Die comdirect Gruppe verfolgt seit dem Erwerb der ebase eine Zweimarkenstrategie – mit der comdirect als Marke im Direktbankgeschäft mit Privatkunden und der ebase für institutionelle Partner. Im Vordergrund stehen dabei vier Stoßrichtungen.

Erstens gilt es, durch eine Verbesserung des Produkt- und Leistungsangebots sowie der Erreichbarkeit von Kundenservice und Direktbank-Beratung die Entwicklung zur Hauptbankverbindung mit Nachdruck fortzuführen.

Zweitens strebt die comdirect Gruppe an, ihre Marktführerschaft im Online-Wertpapiergeschäft auszubauen und Marktanteile im Banking hinzuzugewinnen. Hierbei kommt der Erweiterung der Brokerage-Services um neue Funktionalitäten und Assetklassen besondere Bedeutung zu.

Drittens sollen durch das Zusammenwirken von comdirect und ebase identifizierte Ertrags- und Kostensynergien gehoben werden. Besonderes Augenmerk gilt der Erhöhung der Schlagkraft im organisatorisch wie personell verstärkten B2B-Vertrieb und dem Ausbau des Produkt- und Dienstleistungsangebots der ebase. Unser Ziel ist es, durch die intensive Marktbearbeitung der unterschiedlichen Kundensegmente die ebase als führende B2B-Direktbank auf dem deutschen Markt zu etablieren.

Vierte Stoßrichtung ist die weitere Optimierung der IT-Architektur mit dem Ziel, Effizienzvorteile zu realisieren und den Zugang der Kunden zum Angebot der comdirect Gruppe zu erleichtern.

Aufgrund der Fokussierung auf die direktbankfähige Beratung zieht sich die comdirect Gruppe bis Mitte 2010 aus der Vor-Ort-Beratung über die Geschäftsstellen der comdirect private finance vollständig zurück.

Der Commerz Direktservice wird 2010 die Integration der beiden Standorte weiter vorantreiben, die markenübergreifende Kompetenz der Agenten ausbauen und eine zukunftsweisende technische Plattform etablieren. Durch gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und durch Kostensynergien wird Commerz Direktservice die Wirtschaftlichkeit seiner internen Leistung steigern.

  • 5 Entwicklung der Segmente
  • 5 Privatkunden

Ausblick Privatkunden

In den nächsten Jahren verfolgen wir drei zentrale Ziele: die erfolgreiche Umsetzung der Integration der Dresdner Bank, eine nachhaltige Steigerung des operativen Ergebnisses und die konsequente Weiterentwicklung unserer Qualitätsprozesse.

In der Integration der Dresdner Bank werden wir 2010 wichtige Meilensteine erreichen: Mit der Umstellung der Filialen auf die gemeinsame Marke ab Juni 2010 sind wir erstmals als die neue Commerzbank auch für unsere Kunden sichtbar. Parallel zur Markenmigration werden wir ebenfalls das Stellenbesetzungsverfahren in der Fläche abschließen und als ein Team mit mehr Mitarbeitern, gesteigerter Kompetenz und attraktiverem Leistungsangebot den Markt bearbeiten.

Die Integration beider Häuser legt den Grundstein für unser Wachstum in den kommenden Jahren und ist ein wichtiger Motor für unsere Ertragsentwicklung. Bereits 2010 werden wir weitere Integrationssynergien realisieren und die Kosten insgesamt trotz Markenumstellung weitgehend stabil halten. Allerdings werden wir die Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2010 noch weiter spüren: Aufgrund verzögert ansteigender Privatinsolvenzen sowie einer zunehmenden Arbeitslosigkeit rechnen wir mit einer erhöhten Risikovorsorge. Mittelfristig erwarten wir – begünstigt durch die wirtschaftliche Erholung – eine Stabilisierung der Kapitalmärkte und einen Anstieg des Zinsniveaus. Davon können wir bereits 2010 vor allem im Vermögensanlagegeschäft profitieren.

Die Finanzmarktkrise hat uns gezeigt, dass sich die Ansprüche unserer Kunden an ihre Bank entscheidend verändert haben. Daher werden wir ein marktführendes Qualitätsmanagement entlang aller Systeme und Geschäftsprozesse etablieren und im Dialog mit unseren Kunden unsere Leistungen und Services verbessern. Dadurch steigern wir maßgeblich die Beratungsqualität und streben mit einer höheren Kundenzufriedenheit einen nachhaltigen Geschäftserfolg an. Dabei verfolgen wir weiterhin das Ziel, die "Beste Bank" für gehobene Privatkunden in Deutschland zu sein.

Lösungen entwickeln. Oscar McAven (rechts), geschäftsführender Gesellschafter der ROKAFlex Zahn GmbH, einer der führenden deutschen Anbieter hochwertiger Lüftungskomponenten, und Axel Köppen, Firmenkundenbetreuer der Commerzbank, wissen: Durch Partnerschaftlichkeit und großes gegenseitiges Vertrauen erreicht man mehr. Und durch ihre ausgezeichnete Branchenkenntnis steht die Commerzbank ihrem Kunden ROKAFlex mit maßgeschneiderten Produktlösungen immer zur Seite.

  • 85 Entwicklung der Segmente
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Mittelstandsbank

Das Segment Mittelstandsbank ist in die Konzernbereiche Corporate Banking und Financial Institutions aufgeteilt. Das Center of Competence Global Shipping, das bis 2008 der Mittelstandsbank zugeordnet war, wurde Anfang 2009 in das neu gegründete Segment Asset Based Finance integriert.

Im Konzernbereich Corporate Banking ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, Großkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken.

Ergebnisentwicklung

Mittelstandsbank

2009 2008 2008 Pro-forma
Gebundenes Eigenkapital (Mio €) 5 06 3 67 855
Operative Eigenkapitalrendite 10,8% 20,7% 2,0%
Aufwandsquote im operativen Geschäft 6,% ,8% 1,8%

Das schwierige Marktumfeld hat 2009 auch im Segment Mittelstandsbank seine Spuren hinterlassen. Jedoch konnte die Mittelstandsbank durch ihr stabiles Geschäftsmodell und ihre starke Kundenbasis den Ertrag vor Risikovorsorge auf hohem Niveau halten. Selbst unter Berücksichtigung der hohen Risikovorsorgenotwendigkeiten im Kreditgeschäft erwirtschaftete das Segment ein operatives Ergebnis von mehr als einer halben Milliarde Euro.

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den teilweise sehr hohen Veränderungsraten einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die operativen Erträge vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft lagen mit 2 872 Mio Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (1 821 Mio Euro). Während der Zinsüberschuss um 70,1% auf 2 143 Mio Euro zunahm, stiegen die Erträge aus dem provisionsabhängigen Geschäft lediglich um 36,4% auf 880 Mio Euro, dies insbesondere aufgrund konjunkturbedingt und kapitalmarktinduziert rückläufiger Geschäftsmöglichkeiten. Bewertungseffekte aus Kreditsicherungsgeschäften waren ursächlich für den negativen Ergebnisausweis im Handelsergebnis. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft ergab sich im Zusammenhang mit der schwierigen Wirtschaftslage für das Geschäftsjahr 2009 ein starker Anstieg auf 954 Mio Euro. Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 1 334 Mio Euro um 63,5% über dem Niveau des Vorjahres (816 Mio Euro). Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank ein operatives Ergebnis in Höhe von 584 Mio Euro (Vorjahr: 719 Mio Euro).

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 von 1 944 Mio Euro auf 2 143 Mio Euro. Während das mittelständische Kreditgeschäft von gestiegenen Margen profitierte, führte das niedrige Zinsniveau zu einem Rückgang des Beitrags des Einlagengeschäfts am Zinsüberschuss.

Für die Risikovorsorge haben wir im Jahr 2009 erwartungsgemäß mit 954 Mio Euro einen um 398 Mio Euro höheren Betrag als im Vorjahr aufwenden müssen. Dies resultierte vor dem Hintergrund einer gestiegenen Anzahl von Unternehmensinsolvenzen sowohl aus dem inländischen Firmenkundengeschäft als auch aus gestiegenen Vorsorgenotwendigkeiten gegenüber Finanzdienstleistern im Ausland.

Der Provisionsüberschuss nahm aufgrund konjunkturbedingt und kapitalmarktinduziert rückläufiger Geschäftsmöglichkeiten auf 880 Mio Euro nach 1 000 Mio Euro im Vorjahr ab.

Das Handelsergebnis belief sich für das Berichtsjahr auf –93 Mio Euro, bedingt durch die rückläufige Bewertung von Kreditabsicherungsgeschäften.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 334 Mio Euro um 8,0% über dem Vorjahreswert in Höhe von 1 235 Mio Euro. Der Anstieg ist primär auf zwei Sondereffekte zurückzuführen: zum einen auf erhöhte Zahlungen an den Einlagensicherungsfonds, zum anderen auf integrationsbedingte Belastungen. Durch ein striktes Kostenmanagement konnten diese teilweise kompensiert werden.

Das Segment Mittelstandsbank erzielte insgesamt ein operatives Ergebnis von 584 Mio Euro und damit den höchsten Beitrag aller Kernsegmente. Der Rückgang um 581 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr erklärt sich im Wesentlichen aus der konjunkturell bedingt höheren Risikovorsorge.

Im Zusammenhang mit den Maßnahmen aus der Integration fielen im Berichtsjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 74 Mio Euro an.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Starke Marktposition weiter ausgebaut

Durch den Zusammenschluss von Commerzbank und Dresdner Bank sind wir zu einem noch stärkeren Partner für unsere Kunden geworden. Das Geschäftsfeld Corporate Banking verfügt jetzt im Mittelstand über einen Marktanteil von rund 13% und wickelt rund 30% des deutschen Trade Service-Geschäfts ab. Im Geschäftsfeld Financial Institutions lag aufgrund der hohen Kundenüberschneidungsquote die wesentliche Herausforderung in der Stabilisierung des gemeinsamen Marktanteils. Dies ist uns gelungen und wir haben die Position als eine der führenden Euro-Transaktionsbanken und Anbieter umfassender Zahlungsverkehrsdienstleistungen gehalten.

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Integration mit erlebbaren Erfolgen

Im Konzernbereich Corporate Banking wird unser etablierter kundenorientierter Betreuungsansatz konsequent fortgeführt. Mit der Entscheidung, unser inländisches Vertriebsnetz für unsere mittelständischen Kunden auf 150 Standorte sowie für Großkunden auf sieben Center zu erweitern, rücken wir noch näher an unsere Kunden heran. International begleiten wir unsere Kunden weltweit. Dabei konzentrieren wir uns auf Geschäfte mit klarem Bezug auf Deutschland. Aus dem Geschäft mit internationalen Kunden ohne Konnektivität zu unserem Heimatmarkt ziehen wir uns hingegen zurück; einen signifikanten Anteil dieses nicht strategischen Portfolios haben wir 2009 bereits aktiv reduziert. Als weitere wichtige Maßnahme zur Zusammenführung beider Häuser haben wir Produkte und Preise harmonisiert und stellen damit eine einheitliche und abgestimmte Betreuung gegenüber unseren Kunden sicher. Die erfolgreiche Einführung der "Doppelkundenbetreuung" im vergangenen Jahr zeigt sich in den stabilen Kunden- und Ertragszahlen innerhalb dieser Kundengruppe. Bei der Realisierung von Kostensynergien liegen wir aufgrund unseres konsequenten Kostenmanagements im Plan.

Der Konzernbereich Financial Institutions war aufgrund der hohen Erwartungen des Kundenstamms auf ein möglichst schnelles Zusammenwachsen angewiesen. Daher wurden die Betreuerzuordnung und die Kundenüberleitung bereits sehr früh angestoßen und konnten mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden. Seit Mitte des Jahres 2009 gibt es einheitliche Konditionen. Seit Ende des Jahres ist der Konzernbereich in der Lage, sämtliche Zahlungsströme der Kunden über den einheitlichen SWIFT-Code COBADEFF zu senden und das gesamte dokumentäre Neugeschäft über die Commerzbank-Plattform abzuwickeln.

Auszeichnungen

Die Mittelstandsbank wurde 2009 zum zweiten Mal in Folge zur "Mittelstandsbank des Jahres" durch die Leser von "Markt und Mittelstand" gewählt. Wir sehen diese Auszeichnung als Erfolg für unser Geschäftsmodell und gleichzeitig als Ansporn, die beste Bank für unsere Kunden zu bleiben. Diese Topplatzierung haben wir Anfang des Jahres 2010 wieder unter Beweis gestellt: Von "Focus Money" sind wir bei einem Test vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) als "Beste Mittelstandsbank" ausgezeichnet worden.

Corporate Banking

Im Konzernbereich Corporate Banking ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden (ab einem Jahresumsatz von 2,5 Mio Euro), Großkunden – sofern sie nicht als Multinational Clients dem Segment Corporates & Markets zugeordnet sind –, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Des Weiteren ist in dem Konzernbereich das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Bereich Renewable Energies angesiedelt. Durch unsere ausländischen Niederlassungen in Westeuropa und Asien sind wir der strategische Partner sowohl für internationale Aktivitäten unserer deutschen Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem Heimatmarkt.

Die Commerzbank konnte ihre Marktanteile in ihren Kernkundensegmenten signifikant erhöhen. Um auch weiterhin der Auszeichnung "Beste Mittelstandsbank" gerecht zu werden, setzen wir unser erfolgreiches Geschäftsmodell mit unserem kundenorientierten und auf Partnerschaft beruhenden Betreuungsansatz fort.

Stabiles Geschäftsmodell mit Fokus auf Kernkompetenzen

Kern unseres Geschäftsmodells ist der kundenorientierte Betreuungsansatz, mit dem wir bedarfsgerechte Lösungen für unsere Firmenkunden entwickeln. Hierfür können wir durch die Bündelung der Stärken und des Know-how zweier Traditionshäuser auf ein noch breiteres und verbessertes Produkt- und Leistungsangebot zurückgreifen. Wichtig für uns ist dabei auch die Nähe zum Kunden. Mit der Erweiterung unseres inländischen Filialnetzes auf 150 Standorte für mittelständische Firmen und sieben Großkundencenter erhöhen wir unsere Kundenerreichbarkeit weiter.

International richten wir unsere Betreuung gezielt auf deutsche Firmenkunden mit internationalem Geschäft aus und unterstützen so den deutschen Mittelstand in all seinen Auslandsaktivitäten. Zudem begleiten wir ausländische Unternehmen auf den deutschen Markt. Im Gegensatz zu anderen Großbanken fokussieren wir uns auf das "Cross Border"-Geschäft. Wir schärfen unsere Leistungen, indem wir das Ausland auf Basis des bewährten Geschäftsmodells der Mittelstandsbank sehr eng mit dem Inland vernetzen. Im Ausland ist die Commerzbank in allen Wirtschaftszentren der Welt vertreten – in West-, Mittel- und Osteuropa genauso wie in Asien und Nordamerika. Neben den eigenen Filialen verfügen wir in Osteuropa über zwei Tochterbanken, die BRE Bank in Polen und die Bank Forum in der Ukraine. In China haben wir im Herbst 2009 in Tianjin unsere dritte chinesische Filiale eröffnet. Hinzu kommt ein Netz von 40 Repräsentanzen weltweit, mit dem wir insbesondere das Exportgeschäft deutscher Unternehmen unterstützen.

Das Investmentbanking arbeitet als integraler Bestandteil eng mit der Mittelstandsbank zusammen. Im Unterschied zur klassischen Aufstellung von Investmentbanken haben wir mit unserer Corporate-Finance-Advisory eine Einheit geschaffen, die Kunden mit Blick auf ihre strategischen Ziele zunächst produktneutral berät. Zur Umsetzung einer bedarfsgerechten Lösung stehen wir unseren Kunden mit unseren Client-Service-Teams, die neben dem Relationship-Manager die relevanten Branchen- und Produktspezialisten einbinden, zur Seite.

Commerzbank als verlässlicher Finanzierungspartner

Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele und zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit haben wir eine Reihe von Vertriebsmaßnahmen initiiert und ausgerollt. Mit diesen Maßnahmen stellen wir uns gleichzeitig unserer besonderen Verantwortung als wichtigster Kreditgeber des deutschen Mittelstands: So stehen wir auch in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation dem Mittelstand als verlässlicher Finanzierungspartner zur Seite und setzen darauf, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden den Aufschwung schaffen.

Unseren Bestandskunden bieten wir den sogenannten "Hausbankkredit" an. Hiermit sichern wir den Liquiditätsbedarf mittelständischer Kunden und gewähren eine Planungssicherheit durch feste mittelfristige Laufzeitenzusagen. Wir verzichten dabei für drei Jahre auf unser ordentliches Kündigungsrecht.

Im Bewusstsein ihrer Verantwortung für die Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft und zur Vermeidung einer drohenden Kreditklemme bei der Finanzierung des Aufschwungs 2010 hat die Commerzbank Ende 2009 ein zusätzliches Kreditprogramm mit einem Volumen von 5 Mrd Euro aufgelegt. Wir fokussieren uns dabei auf Unternehmen mit zukunftsfähigen Geschäftsmodellen. Darüber hinaus nutzt die Commerzbank auch die Kreditprogramme aus den Konjunkturpaketen I und II über die staatliche KfW Bank. Zudem wurden Globalrahmenkredite mit der Europäischen Investitionsbank sowie Förderbanken der Bundesländer vereinbart. Diese Kredite sind für Unternehmen eine besonders günstige Finanzierungsform, weil die Commerzbank den Zinsvorteil der Förderprogramme komplett an ihre Kunden weitergibt.

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Zu unserem Maßnahmenpaket gehört darüber hinaus ein Sonderbeauftragter des Vorstands für Mittelstandskredite. Er ist Ansprechpartner für Kunden, deren Kreditwunsch durch die Commerzbank nicht erfüllt wurde. In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem Bereich Financial Engineering wird dann nach konstruktiven Lösungen für den Kunden gesucht. Der Sonderbeauftragte erhält dabei auch eine Kreditkompetenz. Er ist zudem nicht nur direkte Anlaufstelle für unsere Kunden, sondern auch Ansprechpartner des Kreditmediators der Bundesregierung.

Mit der Analyse der Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen wollen wir unsere ratingorientierte Kreditentscheidung, die sich auf die durch das konjunkturelle Umfeld stark belasteten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Kunden stützt, ergänzen. Die zusätzliche Bewertung ermöglicht uns, frühzeitig nachhaltige Geschäftsmodelle zu identifizieren und unsere Kunden auch in Krisenzeiten zu begleiten. Dabei beziehen wir positive Entwicklungen und Rahmenbedingungen mit ein, die sich noch nicht in der Bilanz der Kunden ausgewirkt haben, wie die Attraktivität des Marktes, in dem der Kunde aktiv ist, genauso wie die strategische Positionierung, das Geschäfts- und Kundenportfolio sowie die Kostenposition der Kunden. Nach erfolgreichem Test und bundesweiter Einführung für die Automobilbranche ist eine sukzessive Ausweitung auf andere Branchen 2010 in Erarbeitung. Mit diesem Ansatz stellen wir erneut unser Bekenntnis als verlässlicher Partner des Mittelstands unter Beweis und legen gleichzeitig die Basis für neue Ertragspotenziale.

Beratungsleistungen mit Fokus auf bedarfsorientierten Lösungen

Neben unserer Rolle als zuverlässiger Finanzierungspartner verfolgen wir auch das Ziel, unsere Kunden verstärkt bei ihren Trade Finance-Aktivitäten sowie im Anlage-, Währungsund Commoditygeschäft zu unterstützen. Hierfür stehen wir mit unseren Produktspezialisten aus den Bereichen Cash Management & International Banking (CMIB), Interest Currency & Liquidity Management (ICLM) und Financial Engineering (FE) zur Verfügung.

Der Bereich CMIB bietet das gesamte Produktspektrum für Trade Finance-Aktivitäten, wie die Abwicklung des inländischen und ausländischen Zahlungsverkehrs, das Management von Konten und Zahlungsströmen, die Liquiditätssteuerung, die Abwicklung des dokumentären Geschäfts, die Außenhandelsfinanzierung und andere. Wir erwarten, dass mit Verbesserung des konjunkturellen Umfelds auch die Trade Finance-Aktivitäten unserer Kunden wieder zunehmen werden und wir aufgrund unserer starken Position im Außenhandel besonders davon profitieren werden. Wir haben dafür unsere CMIB-Spezialisten auch mit Standorten im Ausland international aufgestellt. Eine effektive Abwicklung wird dabei durch unser dichtes Netz von über 6 000 Korrespondenzbanken ermöglicht.

Im Bereich ICLM werden das gesamte Anlage-, Währungs- und Commoditygeschäft sowie die Risikomanagementprodukte verantwortet. Zudem umfasst der Bereich das Depotbankgeschäft und den Bereich der Zeitwertkonten und betriebliche Altersvorsorge. Das Währungsgeschäft konnte im vergangenen Jahr stabil gehalten werden. Während sich das Anlagegeschäft konjunkturbedingt rückläufig entwickelte, wurden im Commoditygeschäft erneut überdurchschnittliche Zuwachsraten erzielt. Die Risikosensibilisierung unserer Corporates schreitet in dieser Assetklasse weiter fort, wobei wir unsere Kunden mit einem verbreiterten Produktangebot und Absicherungsstrategien begleiten. Durch unsere starke Basis im Einlagengeschäft werden wir bei anziehenden Zinsen profitieren. Mit zunehmender Marktaktivität wird auch der Bedarf nach Risikomanagementprodukten wieder steigen. Hier bieten unsere Spezialisten umfassende Lösungen, die entlang der Wertschöpfungskette entstandenen Risiken zu quantifizieren und steuerbar zu machen. In einem sich erholenden Marktumfeld erwarten wir, dass wir in allen Produktfeldern wachsen werden.

Unsere Spezialisten im Bereich Financial Engineering stehen unseren Kunden mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen zur Seite. Dabei ist das Leistungsangebot von Financial Engineering durch Innovation bestimmt. Der Anspruch der Commerzbank im Financial Engineering ist es, den Märkten nicht zu folgen, sondern diese maßgeblich als "Frontrunner" bei strukturierten Finanzierungen zu prägen. Neben der strukturierten Finanzierung werden auch Konsortialfinanzierungen, Mezzanine und Beratungsleistungen, wie zum Beispiel Nachfolge- und Ratingberatung angeboten. In einem konjunkturell schwachen Umfeld hat zudem ein intelligentes Liquiditätsmanagement für viele Unternehmen eine zentrale Bedeutung. In diesem Zusammenhang bieten wir bedarfsgerechte Lösungen zur Liquiditätssicherung an; Ansatzpunkte sind hier beispielsweise die Optimierung des Forderungsmanagements, ein effizientes Cash Management oder Cash on Demand. Aus dem vergangenen Jahr besonders hervorzuheben sind die erfolgreichen Abschlüsse der Produkte Club Deals und Borrowing Base. Club Deals werden derzeit im Mittelstand besonders nachgefragt, da im aktuellen Marktumfeld das Angebot an syndizierten Krediten mit großen Underwritings knapp ist. Mit dem Club Deal decken die Banken gemeinsam über konsortiale Strukturen den Finanzierungsbedarf der Unternehmen. Mit dem Produkt Borrowing Base kann der Kunde sein Umlaufvermögen flexibel finanzieren, indem er seine Kreditlinie "atmen" lassen und den gegebenenfalls saisonalen Anforderungen anpassen kann; die Bank kann dafür das Umlaufvermögen als Sicherheit berücksichtigen.

Branchenwissen für ein tief greifendes Kundenverständnis

Für die ganzheitliche Betreuung unserer Kunden ist ein hohes Kundenverständnis und intensives Branchenwissen notwendig, um die individuelle Situation des Unternehmens unter Berücksichtigung der Herausforderungen der Branche und volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen angemessen einschätzen zu können. Hierzu arbeiten unsere Betreuer, Marktund Branchenanalysten in Branchennetzwerken Hand in Hand. In diesen Netzwerken bündelt die Commerzbank ihre Expertise in den jeweiligen Branchen und bietet maßgeschneiderte Lösungen aus Corporate- und Investmentbanking-Produkten an.

Darüber hinaus gehen wir mit unserer vor einigen Jahren gegründeten Initiative Unternehmer-Perspektiven in einen intensiven Dialog mit Großkunden und Mittelstand. Wir verdeutlichen damit, dass wir es mit dem Engagement für den Mittelstand ernst meinen, indem wir im Rahmen von Studien die Themen und Fragen aufnehmen, die Unternehmer in Deutschland in ihrer täglichen Praxis bewegen, diese anschließend diskutieren und dann in die Öffentlichkeit tragen. So schaffen wir ein breites Netzwerk aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Politik. Im Jahr 2009 griff unsere siebte Studie "Abschied vom Jugendwahn? Unternehmerische Strategien für den demografischen Wandel" das Thema auf, wie sich der deutsche Mittelstand für die Folgen des demografischen Wandels wappnet.

Ausblick

Für 2010 bleibt das Marktumfeld weiterhin herausfordernd. Dennoch werden wir alles daran setzen, der Auszeichnung zur "besten Mittelstandsbank" für unsere Kunden gerecht zu werden.

Zum Ausbau unserer starken Position richten wir unseren kundenorientierten Betreuungsansatz noch stärker auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse in unseren Kernkundensegmenten aus und wollen insbesondere mit unseren größeren mittelständischen Kunden sowie den Großkunden den Ergebnisbeitrag durch Stärkung unserer Hausbankfunktion erhöhen. Unsere kapitalmarktaffinen Großkunden werden dabei von der intensiveren Zusammenarbeit mit unserem Investmentbanking profitieren. Bei den kleineren Firmenkunden wollen wir durch Neukundengewinnung unsere Marktanteile weiter steigern. Insbesondere bei unseren

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institutionellen Kunden und den Unternehmen aus der Renewable-Energies-Branche wollen wir unsere Rolle als strategischer Partner weiter stärken; dafür haben wir klare Zielgruppen definiert sowie das Angebot und das Betreuungsmodell optimiert. Durch eine enge Verzahnung der Auslandsfilialen unterstützen wir unsere Kunden beim Ausbau ihres Auslandsgeschäfts und stehen unseren ausländischen Kunden für ihre Aktivitäten in Deutschland zur Seite.

Gleichzeitig streben wir mittel- und langfristig eine Verbesserung unserer Profitabilität an und führen dafür unsere selektive Wachstumsstrategie fort, die auf Nachhaltigkeit, wertorientiertes Ertragswachstum wie auch Risikoreduzierung abzielt.

Financial Institutions

Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Er bietet diesen Kunden eine umfassende Betreuung und Beratung an, wobei die Abwicklung des Außenhandels strategischer Schwerpunkt ist. Zusätzlich fördert Financial Institutions durch ein Netz von über 6 000 Korrespondenzbanken sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern die weltweiten Außenhandelsaktivitäten des Konzerns und unterstützt andere Konzernbereiche in deren internationalen Aktivitäten.

Starke Marktposition verteidigt

Sowohl Commerzbank als auch Dresdner Bank waren im Geschäftsfeld Financial Institutions mit hohen Marktanteilen vertreten. Die wesentliche Herausforderung des vergangenen Jahres 2009 lag daher in der Sicherung des gemeinsamen Marktanteils – dies ist gelungen.

Im Bereich Cash Services konnten wir unsere Position als eine der führenden Euro-Transaktionsbanken und Anbieter umfassender Zahlungsverkehrsdienstleistungen in allen relevanten Währungen behaupten. Belastend auf den Bereich Cash Services wirkte das niedrige Zinsniveau, was zu einem starken Sinken der Rentabilität von Sichteinlagen führte. Der höhere Marktanteil der neuen Commerzbank erlaubt es uns, von der infolge der Ausbildung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums (Single European Payment Area – SEPA) stattfindenden Anbieterkonzentration zu profitieren. Die Commerzbank wird somit von Kunden außerhalb Europas als "Entry Point" in den europäischen Zahlungsverkehrsraum genutzt. Der Marktaustritt von Auslandsbanken aus dem deutschen Markt wirkt ebenfalls unterstützend. Auf Neuerungen in diesem Markt infolge des Inkrafttretens der Payment Service Directive und SEPA haben wir uns gut vorbereitet und bieten alle damit verbundenen Produkte und Dienstleistungen auch Banken an.

Auch im Produktbereich Trade Services konnte Financial Institutions seine starke Position halten. Die Commerzbank ist in diesem Bereich in Deutschland Marktführer. Zwar sank das deutsche Exportvolumen, allerdings stieg das Bedürfnis der deutschen Exportindustrie, dieses Exportvolumen – etwa durch Abgabe einer Akkreditivbestätigung – durch die Commerzbank absichern zu lassen. Das gestiegene Risikobewusstsein im Markt erlaubte es Financial Institutions, die Margen in diesem Geschäft auszuweiten. Zusätzlich hat sich der in den letzten Jahren begonnene Aufbau der Risk-Distribution-Fähigkeiten bezahlt gemacht: Wir konnten unseren Geschäftspartnern stetig und verlässlich mit Produkten im Bereich Trade Finance zur Verfügung stehen, da wir in der Lage waren, einen Teil der damit verbundenen Risiken an andere Banken weiterzusyndizieren.

Der Bereich Banking Products war – wie schon im Vorjahr – von den erschwerten Bedingungen der Liquiditätskrise beeinflusst. Trotzdem gelang es, bilaterale Kredite zur Finanzierung von Handelsgeschäften bereitzustellen und auch syndizierte Transaktionen für unsere Kunden zu begleiten. Volumenrückgänge in diesem Bereich konnten durch Ausweitung der Margen kompensiert werden.

Im Bereich Market Products profitiert Financial Institutions am stärksten von Produktentwicklungen der Dresdner Bank, so wird die von der Dresdner Bank erfolgreich eingeführte Plattform "Click and Trade", ein marktführendes Produkt im Bereich FX-Online, fortgeführt. Auf dieser Plattform können Finanzinstitutionen weltweit Devisen- und Geldhandelsgeschäfte online 24 Stunden an fünf Tagen der Woche abschließen. "Click and Trade" bedient sich der neuesten Technologien wie zum Beispiel "Live Streaming Pricing" und "One Click Trading". Anwendungen wie Limit-Order-Management, historisches Reporting, individuelle Nutzerprofile, Onlineassistenz sowie Marktstudien und Währungsanalysen runden den Service ab. Diese Plattform wird bereits von vielen unserer Kunden aktiv genutzt, sie werden dabei durch einen 24-Stunden-Helpdesk unterstützt. Die intensive und enge Zusammenarbeit zwischen Financial Institutions mit den speziell auf das Geld- und Devisengeschäft mit Kundenbanken ausgerichteten Betreuungstischen in unseren Handelsbereichen in Frankfurt, London, New York, Tokio und Singapur ermöglicht es, das Liquiditätsmanagement für unsere Kundenbanken effizient zu gestalten.

Globale Präsenz durch weit verzweigtes Vertriebsnetz

Das zentrale Relationship-Management mit Sitz in Frankfurt verfolgt einen globalen Betreuungsansatz. Es arbeitet dabei mit einem weltweiten Vertriebsnetz von 34 Repräsentanzen, sechs Financial Institutions Desks in Auslandsstützpunkten sowie der Niederlassung in Dubai zusammen. Damit ist Financial Institutions in allen wichtigen Wirtschaftsräumen weltweit präsent und ergänzt das operative Stützpunktnetz der Commerzbank im Ausland.

Financial Institutions bietet seinen Kunden eine umfassende Beratung, wobei eine bevorzugte Einschaltung in den internationalen Zahlungsverkehr und die Abwicklung des Außenhandels strategischer Schwerpunkt ist. Diese umfassende Betreuung erfolgt durch die Financial-Institutions-Relationship-Manager. Diesen stehen auch Produkt- und Risikospezialisten – auch aus anderen Einheiten der Commerzbank – zur Verfügung. Der Ansatz einer engen partnerschaftlichen Kundenbeziehung mit einem breiten Produktangebot und umfassendem Know-how wird durch Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter von Partnerbanken aus Emerging Markets und einem einheitlichen Marketingauftritt "financial institutions: Partnership meets expertise" begleitet.

Ausblick

Der Konzernbereich Financial Institutions geht für 2010 von einer deutlich normalisierten Risikovorsorge aus. Ferner hat der Konzernbereich ein Abkommen mit der IFC (International Finance Corporation) im Rahmen des Global-Trade-Liquidity-Programms erreicht, das die teilweise Refinanzierung von auf US-Dollar lautenden Trade-Finance-Forderungen sicherstellt und einen Finanzierungsspielraum von bis zu 1,25 Mrd US-Dollar in den kommenden Jahren eröffnet. Geldmarkt, Syndizierungsmarkt und das Sichteinlagengeschäft werden sich jedoch nur allmählich erholen, wesentliche Effekte erwarten wir für 2010 noch nicht.

Es bleibt das strategische Ziel von Financial Institutions, eine möglichst hohe Einbindung in die kundenseitigen Cash- und Trade-Flows sowie in die Anlage- und Hedging-Flows zu erreichen, um gemeinsam mit dem Konzernbereich Corporate Banking und dem Segment Corporates & Markets zu wachsen. Financial Institutions sichert der Commerzbank dabei

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 95 Mittelstandsbank

durch seine nahezu vollständige Abdeckung von Partnerbanken und Partnerländern ein Alleinstellungsmerkmal im Bankgeschäft mit dem deutschen Mittelstand. Die Herausforderung für das Jahr 2010 wird darin bestehen, bei einem Wiederanspringen des deutschen Exports dem exportierenden Mittelstand proaktiv als innovativer Partner zur Seite zu stehen und neue Marktanteile von Auslandsbanken sowie deutschen Landesbanken zu erobern.

Ausblick Mittelstandsbank

Das Ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Januar 2010 etwas stärker gestiegen als erwartet. Sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage haben sich verbessert. Dies deutet darauf hin, dass sich die Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal 2010 fortsetzen dürfte. Gleichwohl dürfte sich die Dynamik ab dem Frühjahr etwas verringern, da die deutsche Wirtschaft ihre noch als Spätfolge der Krise nicht voll ausgelasteten Kapazitäten abbauen muss.

Vor dem Hintergrund eines sich korrigierenden Umfeldes sehen wir als wichtigste Herausforderungen für die Bank im Jahr 2010, das Vertrauen der Kunden für den Finanzsektor zu verbessern und für eine stabile Kreditvergabe zu sorgen. Hierfür haben wir bereits im Jahr 2009 durch das Auflegen bedarfsgerechter Finanzierungsprodukte die Voraussetzungen geschaffen.

Durch die Stärkung unserer Hausbankfunktion streben wir für 2010 ein stabiles Ertragswachstum an. Auf der Risikoseite erwarten wir ausgehend von einem hohen Niveau der Risikovorsorge für das laufende Jahr insgesamt eine leichte Entlastung, mittelfristig rechnen wir indes mit einer Normalisierung und dadurch mit einem deutlich positiven Ergebniseffekt. Die operativen Kosten wollen wir kontinuierlich durch die systematische Realisierung von Kostensynergien senken.

Mit unseren fokussierten Maßnahmen im Vertrieb und der konsequenten Umsetzung von Synergien streben wir eine signifikante Verbesserung unserer Profitabilität an und werden weiterhin einen bedeutenden Beitrag zur Performance des Commerzbank-Konzerns leisten.

Kapital strukturieren. Mit langfristiger und partnerschaftlicher Zusammenarbeit kann man gemeinsam mehr erreichen. Davon sind Martin Kubů (links), CEO, Petr Voborník (rechts), General Manager, und Jan Lisa (2. v. links), Investment Director des tschechischen Biodieselproduzenten PREOL, a.s., ebenso überzeugt wie Luboš Křen (2. v. rechts) vom Corporate Banking der Commerzbank Prag. PREOL gehört zur Agrofert-Gruppe, dem viertgrößten tschechischen Unternehmen und bedeutendsten Investor in Deutschland, mit dem die Commerzbank seit Jahren eng verbunden ist. So übernahm sie die Strukturierung eines komplexen Konsortialkredits zum Bau der umweltfreundlichen Anlagen von PREOL.

85 Entwicklung der Segmente

105 Central & Eastern Europe

Central & Eastern Europe

Zum Segment Central & Eastern Europe gehören die Aktivitäten unserer polnischen Tochter BRE Bank, der ukrainischen Bank Forum, der russischen Commerzbank (Eurasija) SAO, der ungarischen Commerzbank Zrt., unserer Filialen in Tschechien und in der Slowakei sowie unserer Beteiligungen an sieben Mikrofinanzbanken und der russischen Promsvyazbank. Diese sind unter dem Dach einer Management-Holding zusammengefasst. Die Holding agiert als operative Steuerungseinheit und Schnittstelle zwischen den lokalen Einheiten und den inländischen Zentralabteilungen sowie als strategischer Entscheider. Geschäftsschwerpunkte sind das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie das kundenbezogene Investmentbanking. Unsere Einheiten sind Ansprechpartner sowohl für lokales Geschäft in Mittel- und Osteuropa als auch für grenzüberschreitende Aktivitäten unserer nationalen und internationalen Kunden.

Ergebnisentwicklung

Central & Eastern Europe

2009 2008 2008 Pro-forma
Gebundenes Eigenkapital (Mio €) 1 602 1 809 1 820
Operative Eigenkapitalrendite –23,3% 17,3% 17,6%
Aufwandsquote im operativen Geschäft 52,7% 52,3% 52,3%

Die Region Mittel- und Osteuropa litt im Jahr 2009 erheblich unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Finanzkrise, was sich spürbar im Ergebnis des Segments Central & Eastern Europe niederschlug. Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Einheiten fiel dabei sehr unterschiedlich aus. Während die Ergebnisse in Osteuropa und hier insbesondere in der Ukraine durch einen hohen Risikovorsorgeaufwand belastet waren, zeigte sich das Geschäft in Mitteleuropa vergleichsweise stabil und konnte zuletzt von der leichten Erholung an den Finanzmärkten profitieren. Die BRE Bank, auf die rund zwei Drittel der Erträge des Segments entfallen, konnte auch im Berichtsjahr ein positives operatives Ergebnis beitragen.

Die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank hatte im Segment Central & Eastern Europe nur geringe Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung. Daher stellen wir bei dem Vorjahresvergleich auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab. Beim Vergleich der Ergebnisse ist auch zu beachten, dass die lokalen Währungen des Segments sich gegenüber dem Euro im Jahr 2009 deutlich abgeschwächt haben, was sich neben der Entwicklung des operativen Geschäfts zusätzlich auf die ausgewiesenen Ergebniskomponenten ausgewirkt hat.

Der Zinsüberschuss stieg von 667 Mio Euro im Vorjahreszeitraum auf 681 Mio Euro 2009. In lokalen Währungen war ein Anstieg insbesondere der Kreditvolumina bei gleichzeitig signifikant steigenden Margen zu verzeichnen. In der Risikovorsorge spiegelten sich in allen Einheiten die Auswirkungen der weltweiten Krise und die extrem schwierige Situation in der Region wider. Besonders betroffen war dabei Osteuropa. Die Risikovorsorge des gesamten Segments stieg um 622 Mio Euro auf 812 Mio Euro im Jahr 2009. Der Provisionsüberschuss ging insbesondere aufgrund von Währungseffekten um 11,7% auf 174 Mio Euro zurück. Der deutliche Rückgang des Ergebnisses aus Finanzanlagen resultiert aus Beteiligungsverkäufen im Jahr 2008. Im Berichtszeitraum sank der Verwaltungsaufwand gegenüber 2008 um 11,6% auf 488 Mio Euro. Hier haben die Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramme bereits Wirkung gezeigt und werden wie geplant fortgeführt. Aufgrund der hohen Belastungen aus der Risikovorsorge kam es im Jahr 2009 zu einem operativen Verlust von –374 Mio Euro gegenüber einem operativen Gewinn von 313 Mio Euro im Vorjahr.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Ein Pro-forma-Vergleich führt – wie bereits erläutert – für das Segment Central & Eastern Europe nur zu geringfügigen Unterschieden. Vollständigkeitshalber ergänzen wir eine kurze Pro-forma-Darstellung. Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen. Gemäß den untestierten Pro-forma-Zahlen sanken die operativen Erträge vor Risikovorsorge um 13,5% auf 926 Mio Euro im Jahr 2009. Die Risikovorsorge stieg im gleichen Zeitraum um 623 Mio Euro auf 812 Mio Euro. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich um 12,9% auf 488 Mio Euro. Insgesamt verschlechterte sich das operative Ergebnis von 321 Mio Euro im Vorjahr auf –374 Mio Euro im Jahr 2009.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Strategisch haben wir uns im Berichtsjahr in allen Einheiten frühzeitig auf die Implementierung von Restrukturierungsinitiativen und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz konzentriert. Schwerpunkte waren dabei die Reduzierung von Risiken und Kosten, die Optimierung von Refinanzierung und Liquidität sowie die Stabilisierung bestehender und die Erschließung neuer Ertragsquellen.

Die Integration der Dresdner Bank in Mittel- und Osteuropa verlief planmäßig. Das Geschäft der Commerzbank AG Filiale Ungarn wurde in die Commerzbank Zrt. integriert. Auch die Integrationsprojekte in Polen und Russland wurden weiter zügig vorangetrieben.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnten wir eine wachsende Kundenzahl von unserem attraktiven Produkt- und Leistungsangebot überzeugen. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Kunden um knapp 570 000 auf über 3,7 Millionen. Die Commerzbank ist damit das führende deutsche Kreditinstitut in Mittel- und Osteuropa. Knapp 9 800 Mitarbeiter betreuen unsere Kunden in über 600 Geschäftsstellen.

Besonderes Augenmerk lag auf der Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen für mittelständische Kunden im grenzüberschreitenden (Cross-Border) Geschäft. Zwar führten geringere Import- und Exportaktivitäten im Jahr 2009 insgesamt zu einem Rückgang von Cross-Border-Erträgen; jedoch konnte im zurückliegenden Berichtsjahr aufgrund des verbesserten Produkt- und Leistungsangebots die Kundenbasis weiter gestärkt werden. Über 3 200 internationale Cross-Border-Kunden werden mittlerweile im Segment Central & Eastern Europe betreut.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 105 Central & Eastern Europe

BRE Bank-Gruppe

Die wirtschaftliche Entwicklung in Polen hob sich im vergangenen Jahr positiv von der Entwicklung anderer Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa ab. Dennoch konnte sich die BRE Bank-Gruppe den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht gänzlich entziehen. Während die Kreditportfolios der BRE Bank sich auch in der globalen Finanzkrise ausgesprochen robust zeigten und nur im Konsumentenkreditbereich der steigenden Arbeitslosigkeit Rechnung getragen werden musste, belastete das in Polen verbreitete Geschäft mit Fremdwährungsoptionen. Aufgrund der Schwächephase der polnischen Währung erlitten Firmenkunden, die sich mit Optionsderivaten gegen einen steigenden polnischen Zloty absicherten, teilweise hohe Verluste. Dies führte auch bei der BRE Bank zu einem erhöhten Abschreibungsbedarf auf Kundenkredite. Durch intensive Zusammenarbeit mit den betroffenen Firmenkunden konnten in der Mehrzahl der Fälle stabilisierende Lösungen gefunden und die Thematik abgeschlossen werden.

Mit 44 Mio Euro erzielte die BRE Bank einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis des Segments, der deutlich unterhalb des Vorjahreswertes von 264 Mio Euro lag. Dabei erreichten in lokaler Währung die Erträge vor Risikovorsorge und Einmaleffekten den höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte. Die Kostendisziplin wurde erfolgreich gewahrt. Die BRE Bank berichtete die beste Cost Income Ratio der letzten fünf Jahre. Der Kundenanstieg setzte sich mit über 480 000 auf 3,3 Millionen Kunden fort, maßgeblich wegen einer weiterhin dynamischen Entwicklung bei der Direktbank mBank in Polen, aber auch in Tschechien und der Slowakei. Die Kundenzahl in diesen Einheiten der mBank konnte um über 400 000 auf 2,7 Millionen gesteigert werden.

2009 im Zeichen von BREnova

Insgesamt stand das Jahr 2009 bei der BRE Bank unter dem Zeichen von BREnova, einem Programm zur strategischen Neuausrichtung und zur Reaktion auf die Auswirkungen der wirtschaftlichen Abschwächung. Das bereits Ende 2008 initiierte Programm steht auf zwei Säulen: Ertragsoptimierung und Kostenreduzierung.

Im Firmenkundengeschäft zielt BREnova auf eine Stabilisierung der Ertragsbasis insbesondere durch den Ausbau des nicht kapitalbindenden Geschäfts.

Im Privatkundengeschäft, das bisher stark von der Entwicklung des Baufinanzierungsgeschäftes abhängig war, wurde seit Beginn 2009 die Diversifikation der Ertragsquellen vorangetrieben. Hierzu wurden verstärkte Kundengewinnung über Girokonten sowie ein intensives Cross-Selling in den Mittelpunkt der Anstrengungen gestellt.

Im Rahmen des Kostenmanagements wurden die Bereiche Personal, Informationstechnologie und Logistik optimiert. Im Logistikbereich konnten wesentliche Einsparungen durch die Überprüfung der Mietbedingungen für Büroflächen und der Kosten des Fahrzeugparks sowie durch die Restrukturierung von Filialen erzielt werden. Zusätzlich wurden Synergieeffekte zwischen Commerzbank und BRE Bank im Rahmen einer gemeinsamen Einkaufsplattform ARIBA/PIAZZA realisiert.

Im Retail-Bereich wurden die Abwicklungsstrukturen deutlich effizienter gestaltet. So wurden die Backoffice-Aktivitäten von mBank und Multibank zusammengeführt.

Produkt- und Leistungsangebot ausgebaut

Durch die Weiterentwicklung des Produkt- und Leistungsangebots konnte die BRE Bank ihre Wettbewerbsposition 2009 weiter stärken und die Auswirkungen der Finanzkrise reduzieren.

Im Firmenkundengeschäft führte die BRE Bank mit CRM Drive ein neues Customer Relationship Management-System ein. Die Anwendung ermöglicht eine ganzheitliche Kundenbetreuung sowie hierdurch ein verstärktes Cross-Selling und forciert so den Vertrieb nicht kapitalbindender Produkte. Ganz im Zeichen des Ausbaus des nicht kapitalbindenden Geschäfts standen auf der Produktseite auch die Verbesserung der Cash Management-Anwendungen und der Zahlungsverkehrslösungen im Vordergrund. Die internetbasierte Electronic Banking-Plattform für Firmenkunden iBRE wurde um weitere Funktionalitäten ergänzt. Zusätzlich wurde ein direkter Datenaustausch zwischen Commerzbank und BRE Bank etabliert, auf dessen Basis Aufträge gemeinsamer Kunden beider Banken sofort miteinander verarbeitet werden können.

Das Produkt- und Leistungsangebot für Firmenkunden wurde darüber hinaus durch die Einführung von PrePaid-Karten sowie durch neue Lösungen für das Liquiditätsmanagement durch Cash-Pooling ausgebaut.

Das Angebot im Privatkundengeschäft wurde ebenfalls erneut erweitert. Kunden von mBank und Multibank können über MasterCard-Zahlungskarten kontaktlose Transaktionen tätigen. Hierbei werden Zahlungen durch Auflegen der Karte auf bestimmte Lesegeräte zeitsparend ausgelöst.

Mit dem sogenannten Active Funds Portfolio bietet die Multibank in Zusammenarbeit mit AXA Życie TU S.A. ihren Kunden eine Art des Vermögensmanagements, das zuvor nur gehobeneren Kundensegmenten im Private Banking oder Wealth Management vorbehalten war.

Mit Aspiro startete die mBank im November des vergangenen Jahres eine offene Vertriebsplattform für Finanzprodukte. Als Teil der BRE Bank-Gruppe beinhaltet Aspiro das Vertriebsnetzwerk der mBank und zum Teil der Multibank.

Leistungsstärke ausgezeichnet

Beleg für die Leistungsstärke und Anerkennung nicht nur der BRE Bank im polnischen Markt, sondern auch ihrer Tochtergesellschaften, waren erneut zahlreiche Auszeichnungen im vergangenen Jahr. Die BRE Bank gewann die 10. Auflage des vom Warsaw Institute of Banking und der Polish-American Small Business Advisory Foundation initiierten Wettbewerbs "Unternehmensfreundliche Bank". Zudem wurden die hohe fachliche Kompetenz und Transparenz unseres polnischen Managements ausgezeichnet und mit der Auszeichnung "Best Managed Company in Poland" von der Zeitschrift Euromoney prämiert.

Die Leistungsfähigkeit der iBRE Electronic Banking-Plattform wurde ebenfalls mehrfach ausgezeichnet. Das internationale Magazin Global Finance stellte das Angebot als "Beste Integrierte Corporate Banking"-Plattform heraus.

Im Privatkundengeschäft wurde das BRE Private Banking & Wealth Management von der Zeitschrift Euromoney erneut als bestes Private Banking-Institut in Polen ausgezeichnet.

Ausblick

Die 2009 mit BREnova eingeleiteten Maßnahmen wird die BRE Bank im Jahr 2010 fortführen. Dabei werden insbesondere Effizienzsteigerungen in den Bereichen IT und Operations sowie Maßnahmen zur Ertragserhöhung im Retail und Corporate Banking im Fokus stehen. Hierzu plant die BRE Bank 2010 die Vernetzung innerhalb der BRE Bank-Gruppe auszubauen,

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 105 Central & Eastern Europe

das Cross-Selling zu intensivieren und die iBRE-Plattform dynamisch zu entwickeln. Dabei wird der Schwerpunkt im Firmenkundengeschäft auf der Weiterentwicklung des nicht kapital-bindenden Geschäftes unter anderem mit Cash Management-Dienstleistungen und neuen Cash Pooling-Strukturen liegen. Im Privatkundengeschäft werden der Ausbau des Einlagenund Kreditangebots für Privatkunden und kleine Unternehmen sowie eine Stärkung der Wettbewerbsposition des Private Bankings fortgesetzt. Insbesondere wird die mBank ihr Produktangebot um Baufinanzierungen in Euro erweitern. Zudem sollen die Aktivitäten im Bereich Konsumentenkredite ausgebaut werden. Im Investmentbanking wollen wir den kundengetriebenen Orderflow stärken und das Geschäft mit polnischen institutionellen Kunden weiter ausbauen. Insgesamt gehen wir daher von einer steigenden Profitabilität bei gleichzeitig verbesserter Ertragsqualität aus.

Eastern Europe

Bank Forum

Das Geschäftsjahr unserer ukrainischen Tochtergesellschaft war geprägt durch die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Für 2009 erwarten Analysten einen Rückgang des ukrainischen Bruttoinlandsprodukts im Jahresvergleich um 14,5%. Wir haben diesem Umstand durch Portfolioabbau und eine signifikant erhöhte Risikovorsorge für das Kreditportfolio Rechnung tragen müssen, die zu einem deutlich negativen Ergebnisbeitrag der Bank Forum im Segment CEE führte.

Die Kundenzahl der Bank Forum stieg 2009 um rund 87 000 auf über 441 000 Kunden. Hierzu hat unter anderem eine Werbekampagne für das neu entwickelte Einlagenprodukt "Dekade" beigetragen, für die die Bank Forum im Dezember 2009 die international angesehene Marketing-Auszeichnung "Effie" in Silber im Bereich Finanzdienstleistungen in der Ukraine erhielt.

Restrukturierungsprogramm aufgesetzt In der stark angespannten wirtschaftlichen Lage der Ukraine haben wir bei der Bank Forum ein Restrukturierungsprogramm aufgesetzt, besonders mit Blick auf eine Begrenzung der Kreditrisiken. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Gründung einer neuen Abteilung für Restrukturierungen und Workout mit der Implementierung professioneller Prozesse, der Neuordnung von Kreditkompetenzen mit einem stark zentralisierten Ansatz sowie der Einführung zukunftsgerichteter Methoden der Risikobewertung und -erkennung. Im Ergebnis konnte das Kreditportfolio der Bank Forum mit Firmen und Privatpersonen signifikant reduziert werden.

Besonderes Augenmerk im wirtschaftlichen Umfeld der Ukraine erforderte die Sicherung der Refinanzierungsbasis und der Liquidität. Alle Finanzierungsverpflichtungen wurden vertragsgemäß beglichen und Eurobonds planmäßig bedient. Zum einen haben sich die Kundeneinlagen deutlich erhöht. Zum anderen konnte im Laufe des Jahres von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) ein Nachrangkredit in Höhe von 80 Mio US-Dollar zur Stärkung des Eigenkapitals gewonnen werden.

Zur Steigerung der Effizienz haben wir die Bankprozesse optimiert sowie die Zahl der Vertriebseinheiten von 331 auf 285 reduziert. In diesem Zusammenhang wurde die Zahl der Mitarbeiter um rund 10% verringert. Die operativen Kosten konnten so trotz einer Inflationsrate von rund 13% unter das Niveau des Vorjahres gesenkt werden.

Ausblick Im Jahr 2010 rechnen wir mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld in der Ukraine. Unser Schwerpunkt wird daher unverändert auf der Fortführung des Restrukturierungsprogramms mit einer klaren Zielgruppenorientierung liegen. Dabei stehen Portfolioabbau und eine Fokussierung des Risikomanagements auf ungestörte und notleidende Kredite in getrennten Strängen im Vordergrund. Daneben fokussieren sich die Aktivitäten auf eine Zentralisierung der Backoffice-Einheiten und die damit einhergehende Verbesserung der Kostenstruktur.

Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau

Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise hatten im Berichtsjahr die Themen Risikoreduzierung und aktives Downsizing höchste Priorität.

Bereits 2008 wurden die Kapazitäten im Risikomanagement verstärkt und ein lokales Intensive Care-Team aufgebaut. So konnten 2009 große Teile des betroffenen Portfolios abgebaut oder restrukturiert werden, um die Geschäftsverbindung mit den Kunden zu stabilisieren. Durch proaktive Frühwarnsysteme, die die relevanten Risikoparameter je Kunden ermitteln – zum Beispiel Sensitivität gegenüber schwächeren Rubel- oder Rohstoffpreisen – wurde frühzeitig mit den betroffenen Kunden Kontakt aufgenommen und in einer Vielzahl der Fälle potenzielles Risiko vermieden. Insgesamt wurde das Portfolio um circa 30% auf das Kerngeschäft reduziert.

Ein weiterer Schwerpunkt im zurückliegenden Geschäftsjahr war die Integration der Dresdner Bank ZAO in die Commerzbank verbunden mit einer Erweiterung der Produktpalette für Kunden der ehemaligen Dresdner Bank und einem Ausbau der Kundenbeziehungen. Hier zeigten sich erste Erfolge im Berichtsjahr: Kunden der Dresdner Bank SAO erhielten die Möglichkeiten, auf das moderne Cash Management und auf Handelsfinanzierungsprodukte zuzugreifen. Die Kundenbasis der neuen Commerzbank (Eurasija) SAO wurde hierdurch nachhaltig gestärkt.

Ausblick Die 2009 eingeleiteten Maßnahmen sollten im Jahr 2010 weiter Wirkung zeigen. Strategisch wird sich die Bank auf Dienstleistungen für russische Blue Chips sowie Top-Adressen des russischen Mittelstands konzentrieren, die das Rückgrat der russischen Wirtschaft bilden. Darüber hinaus zählen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen zur Kernzielgruppe der Commerzbank (Eurasija) SAO.

Central Europe

Tschechien und Slowakei

Im zurückliegenden Jahr konnten wir unsere Position bei grenzüberschreitenden Bankdienstleistungen für tschechische und slowakische Unternehmen ungeachtet des wirtschaftlichen Umfelds insbesondere im Geschäft mit Garantien zur Absicherung von internationalen Handelsgeschäften weiter ausbauen und die Erträge in diesem Geschäftsbereich erheblich steigern. Obwohl die Krise Tschechien und die Slowakei bisher in geringerem Ausmaß getroffen hat als die meisten osteuropäischen Länder, haben wir unser Kreditportfolio zugunsten des mittelständischen Firmenkundengeschäfts umgebaut und insgesamt spürbar reduziert. Nach erfolgreicher Restrukturierung von einzelnen Kreditengagements konnte die Risikovorsorge insgesamt auf niedrigem Niveau gehalten werden.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 105 Central & Eastern Europe

Die Commerzbank hat 2009 weitere Arbeitsprozesse aus anderen europäischen Standorten, inklusive Deutschland, nach Tschechien verlagert und somit das Regionalcenter für Zahlungsverkehrsdienstleistungen in Prag ausgebaut. Wie schon 2008 für Paris, Brüssel und Amsterdam wurde im Herbst des zurückliegenden Jahres die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für die Filiale Mailand übernommen. Für 2010 ist die Übernahme dieser Tätigkeit von der Filiale Madrid geplant. Zusätzlich wird sich die Integration der Dresdner Bank an den genannten Standorten positiv auf einen Kapazitätsaufbau in Prag auswirken.

Im vergangenen Jahr wurde zudem das gesellschaftliche Engagement der Commerzbank in Tschechien ausgezeichnet. Die Commerzbank war unter den drei Finalisten der Auszeichnung VIA BONA in der Kategorie "Langjährige Partnerschaft". Mit dem VIA Bona-Preis werden Unternehmen für ihr starkes Engagement über einen langen Zeitraum für Non Profit-Organisationen in Tschechien ausgezeichnet; konkret betraf dies die 15-jährige Unterstützung der Musikfakultät der Akademie der musischen Künste in Prag.

Ausblick Im Jahr 2010 werden wir uns weiterhin vor allem auf das Geschäft mit dem deutschen sowie dem tschechischen und slowakischen Mittelstand konzentrieren. Zudem sehen wir Chancen darin, deutschen mittelständischen Kunden der ehemaligen Dresdner Bank, die nicht in Tschechien und der Slowakei vertreten war, ein umfangreiches Produkt- und Leistungsspektrum in diesen Ländern anzubieten. Daneben werden wir unsere Position im Private Banking durch neue Produkte ausbauen.

Commerzbank Zrt., Budapest

Wie auch die anderen Einheiten konzentrierte sich unsere ungarische Tochtergesellschaft im zurückliegenden Geschäftsjahr vorrangig auf das Risikomanagement.

Daneben stand die Integration der ehemaligen Dresdner Bank-Filiale im Fokus der Anstrengungen. Dabei konnte in Ungarn die Integration als erste im Commerzbank-Konzern an einem Auslandsstandort erfolgreich abgeschlossen werden. Nach Genehmigung durch die ungarischen Behörden werden Finanzdienstleistungen der Commerzbank in Ungarn seit dem 1. September 2009 ausschließlich durch die Commerzbank Zrt. erbracht.

Das Leistungsspektrum für Firmenkunden hat die Commerzbank Zrt. weiter gestärkt. Mit dem neuen System "Elektra" wurden die Electronic Banking-Dienstleistungen für unsere Kunden noch kundenfreundlicher und sicherer gestaltet.

Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds benötigen Unternehmen zur Finanzierung von Projekten Unterstützung durch öffentliche Finanzierungshilfen. Die Commerzbank Zrt. unterstützt Unternehmen bei der Auswahl und Beantragung von Fördermitteln der Europäischen Union. Auch im 2008 gestarteten Private Banking haben wir das Produkt- und Leistungsspektrum weiter ausgebaut.

Im Jahr 2009 wurde die positive Wahrnehmung der Commerzbank Zrt. erneut bestätigt. Unsere Tochtergesellschaft erhielt die Auszeichnung "Business Superbrands 2009". Damit zeichnete die unabhängige Organisation "Superbrands" das Tochterunternehmen als eine der besten und stärksten ungarischen Unternehmensmarken im Bereich Business-to-Business aus. "Superbrands" ist eine unabhängige, weltweite Organisation mit Hauptsitz in London. Seit über 14 Jahren zeichnet sie in 85 Ländern die besten und stärksten Produkt- beziehungsweise Unternehmensmarken aus.

Ausblick Für das Kalenderjahr 2010 erwarten wir ein weiterhin schwieriges Umfeld. Daher werden auch in diesem Jahr die Themen Risikomanagement und Kostenoptimierung im Zentrum unserer Anstrengungen stehen. Durch eine verbesserte Ausschöpfung bestehender Cross-Selling-Potenziale wollen wir unsere Ertragsbasis verbreitern und unsere Position im ungarischen Markt insgesamt ausbauen.

Weitere Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa

Mikrofinanzbanken

Die Commerzbank ist mit Minderheitsbeteiligungen zwischen 7 und 21% an sechs ProCredit-Banken in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Rumänien und Serbien beteiligt. Diese Banken haben sich auf die Förderung von sehr kleinen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen durch Kredite und andere Finanzdienstleistungen in ihren jeweiligen Ländern spezialisiert. Zusätzlich bieten sie Spar- und Termineinlagen sowie laufende Konten für Privatkunden an. Mehrheitsgesellschafter ist die ProCredit Holding AG, die Holding Gesellschaft der ProCredit-Bankengruppe. Im Falle der ProCredit Bank Rumänien sind zusätzlich internationale Finanzinstitute wie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die KfW-Bankengruppe und die International Finance Corporation Gesellschafter. Ungeachtet der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise verlief die Entwicklung dieser Banken relativ stabil.

In Weißrussland verfügt die gemeinsam mit internationalen Förderinstituten, der US-amerikanischen Shorebank International und Shore Cap International gegründete Belarusian Bank for Small Business neben dem Standort in Minsk über vier regionale Center in Grondno, Mogilev, Brest und Lida. Bislang wurden mehr als 1 000 Kredite landesweit vergeben.

Es ist weiterhin unser Ziel, den dynamisch wachsenden Mikrofinanzsektor in Mittel- und Osteuropa zu begleiten und dabei Chancen für die Commerzbank zu realisieren.

Promsvyazbank

Mit 15,3% hält die Commerzbank eine Minderheitsbeteiligung an der russischen Promsvyazbank. Die 1995 gegründete OJSC Promsvyazbank ist eine der führenden russischen Privatbanken und in den Bereichen Firmenkundengeschäft, Privatkundengeschäft, Private Banking, Investmentbanking sowie dem Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen aktiv. Per 31. Dezember 2009 stellte die Bank ihre Dienstleistungen über einer Million Privatkunden und etwa 80 000 Firmenkunden zur Verfügung.

Im zurückliegenden Jahr haben wir unsere Teilnahme an einer Kapitalerhöhung der Bank im Rahmen unserer aktuellen Beteiligungsquote zugesagt. Im Zuge der Kapitalmaßnahme über insgesamt 5,4 Mrd Rubel soll die EBRD neuer Aktionär des Instituts mit einem Anteil in Höhe von 11,7% werden.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 105 Central & Eastern Europe

Ausblick Central & Eastern Europe

Für das Jahr 2010 erwarten wir weiterhin eine sehr heterogene Entwicklung in den einzelnen Ländern. Für Polen, das auch 2009 ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnete, gehen Marktbeobachter wie in den anderen Ländern Mitteleuropas von einer Erholung der Wirtschaft und des Bankenmarktes aus. Für Russland und insbesondere die Ukraine wird ein weiterhin schwieriges Marktumfeld erwartet.

Alle geplanten Maßnahmen zielen daher unverändert darauf ab, die Geschäftsaktivitäten im Segment Central & Eastern Europe zu stabilisieren, Risiken zu reduzieren und eine effiziente Plattform für profitables Wachstum nach Ende der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zu schaffen. Daher werden wir 2010 schwerpunktmäßig die Maßnahmen zur Restrukturierung, Portfoliooptimierung und zur Steigerung der Effizienz in den Einheiten fortsetzen.

Daneben werden wir die Integration der ehemaligen Einheiten der Dresdner Bank in Mittel- und Osteuropa fortführen. Nach Erhalt der Zustimmung des lokalen Regulators werden wir in Polen mit der operativen Integration des Filialbetriebs der ehemaligen Dresdner Bank-Filiale in die BRE Bank beginnen. Auch in Russland wollen wir möglichst schnell und reibungslos unsere lokalen Tochtergesellschaften zusammenführen und die Integrationsaktivitäten im Jahr 2010 weitestgehend abschließen. Entsprechende Anträge werden wir zeitnah bei den Aufsichtsbehörden einreichen.

Von dem gegen Ende 2009 begonnenen Cross-Border-Projekt mit der polnischen BRE Bank erwarten wir 2010 eine weitere Verbesserung unseres Produkt- und Leistungsspektrums sowie eine Intensivierung in der grenzüberschreitenden Kundenbetreuung auch mit den anderen Einheiten in Mittel- und Osteuropa. Unter anderem planen wir für das erste Quartal 2010 die Optimierung des Angebots eines grenzüberschreitenden Cash Poolings unter Einbindung der BRE Bank. Darüber hinaus liegt ein besonderer Fokus auf der kontinuierlich weiter verbesserten Zusammenarbeit mit den Segmenten Mittelstandsbank und Corporates & Markets der Commerzbank.

Wachstum gestalten. Arnd Zinnhardt (rechts), CFO der Software AG, und Herbert Tracht, Großkundenbetreuer der Commerzbank, schaffen es gemeinsam, Wachstum zu gestalten. Die Software AG ist mit mehr als 10 000 Kunden in 70 Ländern weltweit führend im Bereich Business Process Excellence – die Commerzbank seit Jahrzehnten ihr Geschäftspartner. Die Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und großem Vertrauen. So bietet die Commerzbank dem Unternehmen für jedes Marktumfeld die optimalen Finanzierungslösungen – damit die Software AG weiter expandieren kann.

85 Entwicklung der Segmente

  • 115 Corporates & Markets

Corporates & Markets

Das Segment Corporates & Markets umfasst die Investmentbanking-Aktivitäten der Commerzbank und die Betreuung von kapitalmarktaffinen Kunden. In den nachfolgenden Abschnitten wird auf die vier Konzernbereiche Fixed Income & Currencies, Equity Markets & Commodities, Corporate Finance und Client Relationship Management näher eingegangen. Im Rahmen der konzernweiten Neuausrichtung Mitte des Jahres 2009 wurden Group Treasury in die Konzernsteuerung und Public Finance in das Segment Asset Based Finance integriert. Die strukturierten Kreditportfolios und Kredithandelsbücher sind in das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) übertragen worden, um sukzessive abgebaut zu werden. Risiken aus nicht strukturierten Kreditportfolios werden weiterhin durch Corporates & Markets betreut.

Ergebnisentwicklung

Corporates & Markets

2009 2008 2008 Pro-forma
Gebundenes Eigenkapital (Mio €) 63 1 927 5 133
Operative Eigenkapitalrendite –9,1% –3,3% –25,1%
Aufwandsquote im operativen Geschäft 107,1% 71,3% 90,9%

Bedingt durch den Abbau von Risikopositionen kam es im Segment Corporates & Markets zu Belastungen, insbesondere im Handelsergebnis. Ohne dies hätte das Segment im Berichtsjahr 2009 ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielt.

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den teilweise sehr hohen Veränderungsraten einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die operativen Erträge vor Risikovorsorge lagen mit 1 848 Mio Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (1 045 Mio Euro). Der Zinsüberschuss betrug 784 Mio Euro gegenüber 257 Mio Euro im Vorjahr. Ebenfalls kräftig zugelegt hat der Provisionsüberschuss; mit 351 Mio Euro war ein Zuwachs um 230 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Das Handelsergebnis erreichte 671 Mio Euro nach 585 Mio Euro im Vorjahr. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft ergab sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Rückgang auf 289 Mio Euro. Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 1 980 Mio Euro um mehr als das Zweieinhalbfache über dem Niveau des Vorjahres (745 Mio Euro). Insgesamt war im Segment Corporates & Markets ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von –421 Mio Euro (Vorjahr: –63 Mio Euro) auszuweisen.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Der Zinsüberschuss lag mit 784 Mio Euro um 7,2% unter dem Vorjahreswert (845 Mio Euro). Der Rückgang resultierte insbesondere aus geringeren Zinserträgen im Structured Finance- und Leveraged Finance-Geschäft.

Die Risikovorsorge sank im Vergleich zum Vorjahr um 81% auf insgesamt 289 Mio Euro. Im Berichtszeitraum waren Aufwendungen für den Abbau des LBO-Portfolios enthalten. Im Vorjahr resultierte die sehr hohe Risikovorsorge im Wesentlichen aus Vorsorgeerfordernissen im Zusammenhang mit der Finanzkrise, unter anderem auf das Engagement bei isländischen Banken sowie auf den Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers.

Der Provisionsüberschuss ging um 220 Mio Euro auf 351 Mio Euro zurück. Hier spiegelte sich neben der insgesamt schwierigen Kapitalmarktsituation auch die Refokussierung der Geschäftsaktivitäten des Segments Corporates & Markets wider; so wurde das Equity Brokerage in Großbritannien 2009 deutlich zurückgefahren. Darüber hinaus war ein markt- und strategiebedingter Rückgang der Erträge aus internationalen M&A-Mandaten zu verzeichnen.

Die Auswirkungen der von der Bank eingeleiteten De-Risking-Strategien haben sich in dem deutlichen Rückgang des Handelsergebnisses um 481 Mio Euro auf 671 Mio Euro niedergeschlagen. Sowohl im Bereich Fixed Income & Currencies (FIC) als auch im Bereich Equity Markets & Commodities führte der konsequente Abbau der Risiken zu einer signifikanten Belastung des Handelsergebnisses. Im Gegensatz dazu entwickelten sich das kundengetriebene Geschäft mit Aktienderivaten einerseits sowie mit Fixed Income- und Devisenprodukten andererseits weiterhin positiv.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug 27 Mio Euro, nach einer Belastung in Höhe von –62 Mio Euro im Vorjahr aus Abschreibungen im Zusammenhang mit der Finanzkrise.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 348 Mio Euro auf 1 980 Mio Euro zurück. Die Kostenreduzierung – sowohl im Personal- als auch im Sachaufwand – beruhte hauptsächlich auf rückläufigen Mitarbeiterkapazitäten, Synergien und strikten Maßnahmen zur Kostenkontrolle im Rahmen der Integrations- und Restrukturierungsaktivitäten.

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Für das Berichtsjahr 2009 ergab sich vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen insgesamt ein negatives operatives Ergebnis in Höhe von –421 Mio Euro, ein Rückgang um rund zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr (–1 286 Mio Euro). Ohne die Belastungen aus dem erforderlichen Risikoabbau hätte C&M ein positives operatives Ergebnis in Höhe von 255 Mio Euro erzielt.

Im Zusammenhang mit den Maßnahmen aus der Integration fielen für das Berichtsjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 128 Mio Euro an.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Integration weit fortgeschritten

Zu den besonderen Leistungen des Segments zählt die schnelle Integration des Investmentbank-Geschäfts der Dresdner Bank in das Segment Corporates & Markets. So ist die Zusammenführung beider Bereiche bereits zum Jahresende 2009 weit fortgeschritten. Die geplante Personal- und Organisationsstruktur wurde größtenteils umgesetzt, alle internationalen Standorte zusammengeführt und die IT- und Asset-Migration auf die Zielsysteme mehrheitlich ausgeführt. Gemeinsam verfügt das Segment nun über einen stark erweiterten Kundenstamm insbesondere Dank der Zuführung der Firmen- und auch der institutionellen Kunden der Dresdner Bank. Insgesamt können wir unseren Kunden eine erweiterte Produktplattform und ein stärkeres Serviceangebot anbieten. Seit 1. September 2009 firmiert Corporates& Markets einheitlich unter der Marke Commerzbank.

Bereits im Geschäftsjahr 2009 konnten wir erste gemeinsame Erfolge verzeichnen. Insbesondere in Corporate Finance stieg die Beteiligung an Mandaten und Transaktionen deutlich an. Die Konzernbereiche Equity Markets & Commodities und Fixed Income & Currencies haben vor allem von den neu hinzugewonnenen Vertriebskanälen profitiert.

Kundengeschäft im Fokus

Die Strategie der Commerzbank im Investmentbanking bleibt nach wie vor, den Handel auf das kundenbezogene Geschäft auszurichten und somit stabile Ertragszuflüsse zu generieren. Schon vor der Integration der Dresdner Bank hatte sich das Investmentbanking der Commerzbank auf das kundennahe Geschäft fokussiert und diese Ausrichtung auch konsequent im Zuge der Finanzkrise weitergeführt. Dieses Ziel wurde auch während der Integration der Investmentbank der Dresdner Bank verfolgt. Die Reduktion des Eigenhandels und die Fokussierung auf die Risikoabsicherung für Kunden spiegelt sich auch in dem Value-at-Risk-Wert des kombinierten Segmentes wider, der zum Jahresende 2009 dem Niveau des Investmentbank-Geschäfts der Commerzbank vor Übernahme der Dresdner Kleinwort entspricht.

Fixed Income & Currencies

Der Konzernbereich Fixed Income & Currencies (FIC) verzeichnete im Bereich der kundengetriebenen Handelsaktivitäten mit Zins- und Devisenprodukten und ihren jeweiligen Derivaten ein gutes Geschäftsjahr. Aufgrund der regen Emissionsaktivität im Euroland fanden Zinssicherungsgeschäfte für Emittenten großen Zuspruch.

Gemeinsame Produktplattformen

Im Berichtsjahr hat sich der Konzernbereich FIC vor allem auf den Ausbau einer gemeinsamen Produktplattform von Dresdner Bank und Commerzbank sowie auf die Zusammenführung der Kundenstämme konzentriert. Gemeinsam ist der Konzernbereich an den wichtigsten Finanzplätzen der Welt vertreten und kann somit den Kunden einen Rund-um-die-Uhr-Service anbieten. Mit ausschlaggebend für den Erfolg des Konzernbereichs FIC sind die konzernweiten Vertriebskanäle, durch die dessen Produkte und Dienstleistungen auch den Firmenkunden der Mittelstandsbank sowie den Privatkunden der neuen Commerzbank angeboten werden können. Die in der Dresdner Bank entwickelten elektronischen Plattformen eBond und Click&Trade FX stehen nun dem gesamten Kundenkreis zur Verfügung, was dem Konzernbereich zusätzliches Entwicklungspotenzial verschafft.

Vertriebsstrategie von Kunden honoriert

Einen besonderen Erfolg feierten wir dank unserer großen Kundenzufriedenheit mit dem neuen Vertriebsansatz der Bank. Unsere Kunden schätzen den Aufbau und die Expertise der neuen Vertriebseinheit im FIC-Sales-Bereich, der sich darauf spezialisiert hat, die Bedürfnisse eines jeden Kunden ganzheitlich zu erfüllen. Diese Wertschätzung der Expertise spiegelt sich auch im Ergebnis der Umfrage der "Deutsche Risk-Derivate" wider. Unsere Kunden haben uns auf Platz 2 insgesamt und auf Platz 1 in der Sparte Risk-Management und Währungen gewählt. Des Weiteren wurde die Commerzbank auch außerhalb Deutschlands mit zwei "Treasury Management International (TMI)" Awards ausgezeichnet, in den Bereichen "Best Bank for Risk Management in Europe" und – zum ersten Mal – "Best Bank for Financial Supply Chain in Eastern Europe".

Ausblick

Wir werden uns im Jahr 2010 weiter darauf fokussieren, unseren Stamm an Firmen-, Retailsowie institutionellen Kunden auszubauen und die konzernweiten Vertriebskanäle noch stärker zu nutzen. Ziel ist es, unsere Position als bevorzugter Partner für Risikomanagement und strukturierte Lösungen weiter zu festigen. Für FIC stellen die erweiterten Vertriebskanäle eine große Chance dar, unsere Produkte noch effektiver am Markt platzieren zu können.

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Equity Markets & Commodities

Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities (EMC) hat im Berichtsjahr seine Führungsposition im Geschäft mit Aktienderivaten in Deutschland behauptet und beendete das Berichtsjahr mit stabilen Ergebnissen über das Geschäftsjahr hinweg sehr erfolgreich. Beständige Ergebnisse haben wir insbesondere in den Bereichen Flow Trading, Exotics und Funds sowie in dem saisonabhängigen Bereich Securities Finance verzeichnen können. Auch die neu implementierte Plattform für Exchange Traded Funds (ETF) fand bei unseren privaten Kunden wie auch bei institutionellen Anlegern große Nachfrage.

Erweitertes Produktangebot durch Integration

Die Integration mit der Dresdner Bank ermöglichte es schon in diesem Berichtsjahr, auf einen durch die institutionellen Anleger erweiterten Kundenstamm zurückzugreifen. Ebenso konnte die Produktexpertise beider Häuser ausgeschöpft werden und eine gemeinsame Produktplattform definiert werden. Vereint stehen dem Bereich auch breitere Vertriebskanäle zur Verfügung, um konzernweit die Kunden mit unseren Produkten zu versorgen, zum Beispiel wird jetzt in allen Dresdner Bank-Filialen eine deutlich größere Anzahl Zertifikate angeboten als dies bisher der Fall war. Die mittlerweile mehr als 90 000 Produkte belegen die traditionell starke Position der Commerzbank bei Aktienderivaten und ihre Qualität wird durch mehrere Auszeichnungen sowohl in Deutschland als auch in Europa bestätigt. Als Anerkennung erhielten wir mehrere Auszeichnungen namhafter Zeitschriften in Deutschland sowie in Europa und wurden zum dritten Mal in Folge zum "Best German Certificate Issuer" gewählt (Zertifikate-Award 2009).

Ausblick

Ziel ist es, im Jahr 2010 unsere führende Rolle als Market Maker im Konzernbereich EMC mit strukturierten Finanzprodukten sowie Fonds und Comstage ETF-Produkten weiter auszubauen. Im Konzernbereich EMC erwarten wir, im laufenden Jahr dank unserer umfangreichen Produktpalette von den Entwicklungen am Markt profitieren zu können; das zurückkehrende Kundenvertrauen sollte sich positiv auswirken.

Corporate Finance

Der Konzernbereich Corporate Finance erzielte im abgelaufenen Berichtsjahr ein Rekordergebnis im Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden. Auch hier konnten erste Früchte des Zusammenschlusses geerntet und eine große Anzahl Kapitalmarkttransaktionen in Deutschland begleitet werden. Unsere umfangreichen Produktkenntnisse und unsere sehr gute Marktposition bei deutschen Firmenkunden machen uns zu einem sehr attraktiven Partner. Dies gilt auch für die institutionellen Kunden der Mittelstandsbank.

Beteiligung an Mandaten und Transaktionen nimmt deutlich zu

Die Einheiten Debt Capital Markets Bonds und Debt Capital Markets Loans erhielten schon im ersten Quartal 2009 zahlreiche Führungsmandate bei Unternehmensanleihen sowie bei mittel- und langfristigen syndizierten Darlehen in Deutschland und Europa. Allein bei den "Benchmark-Deals" mit einem Volumen von über 500 Mio Euro konnte DCM Bonds im Berichtsjahr 92 Mal das Führungsmandat übernehmen.

Die gute Positionierung dieser Bereiche wird auch in diversen Ranglisten ersichtlich. So ist Corporates & Markets unter anderem Nummer-1-Bookrunner für German Bank Bonds und für German Pfandbriefe und Nummer-3-Bookrunner German DCM. Die Bank ist darüber hinaus Nummer-1-Bookrunner für syndizierte Kredite in Deutschland und wurde erneut mit dem angesehenen "Euroweek Award" als bester Arranger für deutsche Konsortialkredite ausgezeichnet. Die Einheiten Equity Capital Markets (ECM) und Structured Finance profitierten im letzten Halbjahr stark von der Erholung an den Märkten. Als Nummer-1-Bookrunner German ECM führt Corporates & Markets auch hier die Rangliste an.

Ausblick

Im Jahr 2010 will Corporate Finance weiterhin eine dominierende Rolle im deutschen Markt und europäischen Kernländern spielen und die führende Marktposition bei Finanzierungslösungen für Unternehmen weiter verstärken. Corporate Finance wird seine Präsenz am Markt weiter ausbauen und somit die Beteiligung an Transaktionen erhöhen.

Client Relationship Management

Der Konzernbereich Client Relationship Management betreut im Zielbild der neuen Commerzbank namhafte deutsche multinationale Unternehmen, ausgewählte deutsche Familienunternehmen in allen wichtigen Industriezweigen sowie Unternehmen aus dem internationalen Versicherungssektor. Daneben obliegt dem Konzernbereich die Betreuung führender Private-Equity-Investoren sowie die des Bundes und der Länder. Um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können, arbeiten wir Hand in Hand mit den jeweiligen Produktspezialisten aus allen Bereichen der Bank zusammen.

Das Jahr 2009 war durch die erfolgreiche Integration der Client Relationship Management-Bereiche von Dresdner Kleinwort und der Commerzbank geprägt. Wir haben das Investmentbanking-Know-how beider Häuser in einem sektorbasierten Betreuungsansatz vereint.

Die Vielzahl und die Bedeutung der an uns übertragenen Mandate in den Einheiten Debt und Equity Capital Markets und die damit aus Kundensicht einhergehende gewachsene Wahrnehmung der Commerzbank als starker Partner im Investmentbanking haben maßgeblich zu dem Geschäftserfolg in diesem Konzernbereich beigetragen. Aber auch im klassischen Firmenkundengeschäft konnten wir unseren Marktanteil erheblich ausweiten.

Ausblick

Im Jahr 2010 wollen wir die individuellen Stärken beider Häuser in einem neuen Betreuungsmodell für das Corporate Banking in der Investmentbank zusammenführen und unsere Kundenbeziehungen erfolgreich weiterentwickeln.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 115 Corporates & Markets

Ausblick Corporates & Markets

Das Segment Corporates & Markets wird die im Berichtsjahr schon weit vorangetriebene Integration des Investmentbank-Geschäfts der Dresdner Bank 2010 abschließen. Darüber hinaus wird das Segment das neue Jahr nutzen, um die Position der Commerzbank als starker Investmentbank-Partner für die Kunden zu festigen und eine Stabilisierung der Erträge sowie eine weitere Reduzierung der Kosten zu erreichen.

Wir werden uns weiter auf unser kundengetriebenes Geschäft fokussieren und Eigenhandelsaktivitäten meiden. Zudem streben wir an, mittelfristig den Kapitalbedarf durch ein niedriges Risikoprofil zu reduzieren. Allerdings dürfte der Abbau von Risiken (De-Risking) im Bereich Leveraged Finance auch im neuen Jahr aufgrund der illiquiden Märkte und der vertraglichen Laufzeiten das Ergebnis belasten. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Marktumfelds ist davon auszugehen, dass die Risikovorsorge im laufenden Jahr ansteigen wird.

Gemeinsam können wir von der Konsolidierung am Finanzmarkt profitieren. Der Vorteil einer erweiterten Kunden- und Produktplattform wird uns auch in Zukunft am Markt auszeichnen.

Erfolge erzielen. Durch Zuhören, Verstehen, Professionalität und Verlässlichkeit gemeinsam mehr erreichen: Auf dieser Grundlage arbeiten Angeliki Frangou, CEO von Navios Maritime Holdings Inc., und Claas Ringleben, Relationship Manager der Commerzbank, erfolgreich zusammen. Als Partner haben sie Navios, mit rund 60 Schiffen einer der weltweit führenden Betreiber von Massengutfrachtern, auch 2009 sicher durch schweres Wetter gelotst – zum Beispiel mit Kreditstrukturen, die sich den rasch wechselnden Bedingungen anpassen.

    • 85 Entwicklung der Segmente
    • 123 Asset Based Finance

Asset Based Finance

Das Segment Asset Based Finance (ABF) umfasst sämtliche gewerbliche Immobilienaktivitäten des Commerzbank-Konzerns, bestehend aus ABF Banking (im Wesentlichen Eurohypo AG) und ABF Asset Management/Leasing (Commerz Real AG) sowie seit Beginn 2009 die Schiffsfinanzierungsaktivitäten (ABF Ship Finance). Seit dem dritten Quartal 2009 werden Public Finance (im Wesentlichen Eurohypo AG) und das private Baufinanzierungsgeschäft der Eurohypo (Abbau Portfolio) ebenfalls diesem Segment zugeordnet.

Ergebnisentwicklung

Asset Based Finance

2009 2008 2008 Pro-forma
Gebundenes Eigenkapital (Mio €) 6 821 6 77 6 771
Operative Eigenkapitalrendite –12,3% –1,1% –12,5%
Aufwandsquote im operativen Geschäft 6,9% 108,0% 87,8%

Das negative gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die Verwerfungen an den Geld- und Kapitalmärkten im Jahresverlauf 2009 haben die relevanten Märkte, in denen das Segment ABF tätig ist, beeinflusst. Insbesondere die deutlich gestiegene Risikovorsorge hat das operative Ergebnis stark belastet.

Da die Dresdner Bank in den Geschäftsfeldern des Segments ABF – abgesehen von der 40%-Beteiligung an der Schiffsbank – nicht in nennenswertem Umfang vertreten war, stellen wir bei dem Vorjahresvergleich auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab.

Der Zinsüberschuss ging im Vergleich zum Vorjahr um –110 Mio Euro auf 1 073 Mio Euro zurück. Hierfür waren zum einen im Zuge der Finanzkrise deutlich gestiegene Refinanzierungskosten verantwortlich, zum anderen auch der Bestandsabbau im Public Finance-Geschäft. Die Risikovorsorge stieg aufgrund der schwierigen Lage an den Immobilien- und Schiffsmärkten deutlich um –688 Mio Euro auf –1 588 Mio Euro. Maßgeblich für diese Entwicklung waren hohe Wertberichtigungen auf Immobilienengagements in Spanien und den USA sowie ein hoher Risikovorsorgebedarf im Kreditgeschäft im Zuge der allgemeinen Krise der Seeschifffahrt. Der Provisionsüberschuss ging von 414 Mio Euro auf 297 Mio Euro zurück; ursächlich waren das geringere Neugeschäft bei gewerblichen Immobilien sowie eine rückläufige Nachfrage nach Fonds unserer Immobilien Asset Management-Tochter.

Demgegenüber verbesserte sich das Handelsergebnis deutlich und erreichte einen Gewinn im Berichtszeitraum von 197 Mio Euro nach einem Verlust von –821 Mio Euro im Jahr 2008. Im Vorjahreszeitraum war das Handelsergebnis durch Sondereffekte im Zusammenhang mit der Finanzkrise, insbesondere Verluste auf Total Return Swaps, belastet. Positive Bewertungseffekte auf Derivate sowie die gewinnbringende Auflösung der Total Return Swap-Position trugen zum positiven Handelsergebnis im Berichtszeitraum bei. Der im Ergebnis aus Finanzanlagen auszuweisende Verlust konnte im Vergleich zum Vorjahr von –126 Mio Euro auf –87 Mio Euro reduziert werden. Während 2008 durch eine Wertberichtigung auf ein Island-Engagement belastet war, fielen im Berichtsjahr unter anderem Wertanpassungen auf Assets der Commerz Real und Veräußerungsverluste an.

Der Verwaltungsaufwand stieg leicht um 2,6% auf 664 Mio Euro. Ursächlich hierfür war unter anderem die Erstkonsolidierung der Deutschen Schiffsbank. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen lag das operative Ergebnis bei –837 Mio Euro gegenüber –948 Mio Euro im Vorjahr. Angesichts der veränderten Aussichten für die Geschäftsentwicklung des Segments ABF wurde der Firmenwert (Goodwill) dieses Segments vollständig um –690 Mio Euro abgeschrieben. Zudem wurde der Markenname der Eurohypo in Höhe von 55 Mio Euro vollständig abgeschrieben.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Da ein Pro-forma-Vergleich für das Segment ABF nur geringe Unterschiede in den Zahlen aufzeigt, verzichten wir an dieser Stelle auf eine ausführliche Pro-forma-Darstellung. Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen. Die einzige wesentliche Abweichung betrifft den Verwaltungsaufwand, der gemäß den untestierten Pro-forma-Zahlen von 681 Mio Euro im Jahr 2008 auf 664 Mio Euro im Jahr 2009 rückläufig war. Dies resultierte unter anderem aus dem Wegfall der im Vorjahr angefallenen Integrationskosten der Hypothekenbank in Essen. Der Zinsüberschuss ging von 1 293 Mio Euro auf 1 073 Mio Euro im Berichtsjahr zurück. Demgegenüber stieg die Risikovorsorge von 944 Mio Euro auf 1 588 Mio Euro im gleichen Zeitraum. Der operative Verlust verringerte sich von –849 Mio Euro im Jahr 2008 auf –837 Mio Euro im Jahr 2009.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Zur Optimierung des Asset-basierten Kreditgeschäfts im Bereich ABF-Banking ist unsere Strategie auf einen signifikanten Bilanzabbau, die Reduktion der Risikopositionen (De-Risking) sowie auf eine Steigerung der Profitabilität ausgerichtet. Dies berücksichtigt auch die SoFFin-Auflage betreffend den Bilanzsummenabbau in den Bereichen Commercial Real Estate und Public Finance. Als Portfolio-Zielgrößen im Jahr 2012 gelten für das Portfolio der gewerblichen Immobilienfinanzierung 60 Mrd Euro und für das Public Finance-Geschäft 100 Mrd Euro.

Als Reaktion auf die Finanzkrise wurden die Risiko- und Portfoliomanagement-Aktivitäten weiter verstärkt, die Geschäftsmodelle der operativen Einheiten überprüft und neu ausgerichtet.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 123 Asset Based Finance

Commercial Real Estate und Public Finance

Die Eurohypo ist als international agierende Spezialbank innerhalb des Commerzbank-Konzerns in der Immobilien- und Staatsfinanzierung aktiv.

In ihrem Konzernbereich Commercial Real Estate konzentriert sie sich auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung in Deutschland sowie in weiteren internationalen Märkten.

Der Konzernbereich Public Finance gliedert sich in die klassische Finanzierung der öffentlichen Hand, das heißt Zentralstaaten, Länder und Kommunen oder durch diese garantierte Kreditnehmer, in die Finanzierung und Beratung von Public-Private-Partnership-Projekten als Teil des "Center of Competence" des Commerzbank-Konzerns sowie die Pfandbriefrefinanzierung und Steuerung des Deckungsstocks.

Die Schwerpunkte beider Konzernbereiche liegen auf der individuellen Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungslösungen.

Strategische Neuausrichtung von Commercial Real Estate erfolgreich auf den Weg gebracht

Die schwierigen Rahmenbedingungen führten dazu, dass das Ergebnis im Konzernbereich Commercial Real Estate deutlichen Belastungen ausgesetzt war. Dennoch konnte ein gewerbliches Finanzierungsvolumen von 3 Mrd Euro zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt belief sich das Neugeschäftsvolumen in Deutschland auf 1,3 Mrd Euro und auf 1,7 Mrd Euro auf den internationalen Immobilienmärkten. Zudem wurden Darlehen in Höhe von 6,6 Mrd Euro im vergangenen Jahr für die Kunden prolongiert.

Die Eurohypo konzentriert sich auf die Betreuung ihrer Zielkunden: Professionelle Immobilieninvestoren und Immobilienentwickler mit einem kontinuierlichen Finanzierungsbedarf und einem hohen Anspruch an die Fähigkeit des Finanzierungspartners, komplexe Finanzierungslösungen anzubieten, mit einem Finanzierungsvolumen ab 10 Mio Euro im Inland und 20 Mio Euro im Ausland. Die strategische Neuausrichtung des CRE-Geschäfts wurde im Jahresverlauf planmäßig entwickelt und befindet sich in der Umsetzungsphase.

Neue Engagements wird die Bank in allen Feldern des Asset-basierten Kreditgeschäfts nur selektiv eingehen. Die Eurohypo wird das gewerbliche Immobiliengeschäft künftig auf zehn Zielmärkte – anstatt rund 30 wie bisher – weltweit fokussieren. Bis Ende 2011 sollen die Kosten um etwa ein Drittel – das entspricht rund 110 Mio Euro – reduziert werden.

Das Ergebnis im Konzernbereich Public Finance zeigte aufgrund der konsequenten Ausrichtung auf die Staatsfinanzierung gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung. Zudem wurden die geplanten Portfolioabbauziele für 2009 sowohl durch Fälligkeiten als auch durch aktives Management ertragsschonend erreicht.

Bedeutende Refinanzierungsleistung

Als größter Pfandbrief-Emittent in Europa und Marktführer im deutschen Jumbo-Pfandbriefmarkt spielt die Eurohypo eine bedeutende Rolle für die Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns. 2009 platzierte die Eurohypo 6,5 Mrd Euro Jumbo-Pfandbriefe (darunter 5,5 Mrd Euro Jumbo-Hypothekenpfandbriefe) am Markt. Das gesamte Pfandbrief-Emissionsvolumen lag bei 13 Mrd Euro.

Die erfolgreiche Emission von fünf Jumbo-Pfandbriefen ist ein Indiz für die eingetretene Normalisierung an den Märkten und ein Beleg für das hohe Kapitalmarkt-Standing der Eurohypo. Dieses Vertrauen in das besonders sichere Refinanzierungsinstrument Pfandbrief wird auch weiterhin einen großen Beitrag zu den Funding-Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns leisten.

Ausblick

Die Erwartung einer insgesamt nur langsam verlaufenden Konjunkturbelebung lässt auf kurzfristig negative Auswirkungen für die weltweiten Immobilienmärkte schließen; zumal diese der Konjunktur mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung folgen. Entsprechend ist davon auszugehen, dass in diesem weiterhin mit Risiken behafteten Umfeld die schwere Rezession auf die Immobilienmärkte noch nachwirken wird. Die Geschäftsmöglichkeiten stellen sich für Immobilienfinanzierer dadurch weiterhin als begrenzt dar. Jedoch wird die Situation in Deutschland im internationalen Vergleich weniger dramatisch ausfallen, da es keine vergleichbare Blase auf dem Immobilienmarkt gab und zunehmende Inflationsängste sogar positive Impulse geben könnten.

Auf der Staatsfinanzierungsseite ist eine Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte in Rekordhöhe festzustellen, da einerseits Steuerausfälle sowie andererseits Belastungen aus dem Arbeitsmarkt, den Sozialkassen und den Konjunkturpaketen kompensiert werden müssen. Die Aktivmargen im Staatsfinanzierungsgeschäft dürften deshalb auch im laufenden Jahr höher bleiben als in den Jahren vor der Finanzkrise.

Mit der Neuausrichtung und konsequenten Fokussierung auf das wertsteigernde Kerngeschäft, die mit einer deutlichen Redimensionierung der Aktiva einhergeht, stellt sich die Eurohypo neu auf. Die Bank zieht mit diesen grundlegenden strategischen Weichenstellungen ihre Konsequenzen aus der Finanzmarkt- und Immobilienkrise, die die Ertragslage deutlich belastet hat.

Ship Finance

Commerzbank bündelt Ship Finance-Aktivitäten

Im Zuge der Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank werden alle Ship Finance-Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns in der Deutschen Schiffsbank mit Hauptsitz in Hamburg zusammengeführt. Mit einem Gesamt-Exposure at Default (EaD) für Schiffs- und Reedereifinanzierungen von 23 Mrd Euro ist die Commerzbank-Gruppe einer der führenden Schiffsfinanzierer. Die neue Deutsche Schiffsbank vereint eine der weltweit größten Expertisen in maritimen Finanzierungsfragen sowie die traditionellen Stärken von Deutscher Schiffsbank, Commerzbank und Dresdner Bank. Das Kreditportfolio ist nach Kundengruppen, Schiffstypen und Ländern gut diversifiziert.

Die Finanzmarktkrise und die weitreichende Rezession haben die Weltwirtschaft, den Welthandel und damit die Seeschifffahrt und die Schiffsfinanzierung in eine tiefe Krise geführt. Die Schifffahrt als wichtigster Träger des Welthandels ist nach dem hohen Niveau bis Mitte 2008 vom Einbruch des Welthandels besonders hart getroffen. Die rückläufigen Ladungsmengen sowie die sinkende Transportnachfrage verbunden mit den sich stetig vergrößernden Flotten haben das Tonnageüberangebot im Seehandel wachsen lassen. In der Folge erhöhte sich der Druck auf die Fracht- und Charterraten, teilweise waren massive Einbrüche auf den Containerschiff- und Tankermärkten zu verzeichnen. Die Containerfahrt erholte sich überwiegend auf niedrigem Niveau im vierten Quartal 2009. Der Massenguttransport (Bulker) hat sich insbesondere dank der Nachfrage aus dem asiatischen Raum auf ermäßigtem Niveau bisher als relativ stabil erwiesen.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 123 Asset Based Finance

Durch die Finanzmarkt- und die Schifffahrtskrise verschlechterten sich trotz staatlicher Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte weltweit die Bedingungen der Schiffsfinanzierung sowohl auf der Fremdkapital- als auch auf der Eigenkapitalseite. Die Nachfrage nach neuen Schiffsfinanzierungen reduzierte sich massiv angesichts der verschlechterten Marktaussichten. Die Eigenkapitalbeschaffung für Neubauprojekte kam 2009 nahezu zum Erliegen. Der Markt für den An- und Verkauf von Tankern und Containerschiffen brach ein.

Die Aktivitäten von Ship Finance konzentrierten sich auf das Management bestehender Kreditzusagen sowie erforderliche Umstrukturierungen laufender Engagements. Die Commerzbank trug mit der Bündelung der Aktivitäten im Bereich Ship Finance dafür Sorge, dass ein integriertes Risikomanagement erfolgreich den erschwerten Marktbedingungen Rechnung tragen kann.

Der Markteinbruch führte zu einem starken Anstieg der Risikovorsorge im Bereich Ship Finance von –48 Mio Euro im Jahr 2008 auf –394 Mio Euro im Jahr 2009. Weiterhin wurde das Geschäft durch gesteigerte Refinanzierungskosten belastet.

Ausblick

Der IWF sagt der Weltwirtschaft für das Jahr 2010 eine Wachstumsrate von 3,1% voraus. Nach einem Rückgang von 1,1% im Jahr 2009 dürfte das Wachstum die Transportnachfrage auf Seeschiffen beleben und eine Entlastung der Märkte begünstigen.

Die Commerzbank wird den Fokus im nächsten Jahr weiter auf ein konsequentes Risikomanagement legen, das Geschäftsmodell weiter optimieren und die für 2011 geplante Integration der Schiff-Finanzierungsaktivitäten in der Deutschen Schiffsbank AG weiter vorbereiten. Mit der im August 2009 eingetragenen Kapitalerhöhung durch die Commerzbank verfügt die Schiffsbank über eine solide Basis, um die gegenwärtige Phase wachsender Kreditrisiken erfolgreich zu bewältigen und an einer künftigen Belebung der Schiffsmärkte wieder maßgeblich zu partizipieren.

Commerz Real (Asset Management und Leasing)

hausInvest europa zum dritten Mal in Folge mit Scope-Award ausgezeichnet

Mit einem verwalteten Vermögen von 45 Mrd Euro gehört die Commerz Real AG zu den größten Immobilien-Assetmanagern und Anbietern von Leasing- und Investitionslösungen. Rund 1 000 Mitarbeiter sind an 20 Standorten im In- und Ausland tätig. Die Commerz Real bietet Möglichkeiten für Investitionen in Offene und Geschlossene Immobilienfonds, Immobilien-Spezialfonds sowie Geschlossene Fonds für mobile Wirtschaftsgüter, wie zum Beispiel regenerative Energien. Zum Leistungsspektrum gehört darüber hinaus ein breit gefächertes Spektrum an Finanzierungskonzepten. Es werden individuelle Lösungen entwickelt und strukturiert. Hierzu gehören auch Gesamtkonzepte, die das Immobilienleasing, das Großmobilienleasing und strukturierte Finanzierungen umfassen, sowie das Mobilienleasing. Die Commerz Real ist damit Partner sowohl für institutionelle Investoren und Privatanleger als auch für Firmenkunden und die öffentliche Hand.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise waren die Rahmenbedingungen 2009 auf den für die Commerz Real relevanten Märkten schwierig. Die Investitionszurückhaltung bei Anlegern und Kunden sowie eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten setzten dem Neugeschäftspotenzial enge Grenzen. Risikopositionen im Bestand ließen sich aufgrund der konjunkturellen Belastungen nur bedingt reduzieren und führten zu hohen Impairments auf Immobilien- und Schiffsassets. Gleichwohl konnten im Berichtszeitraum in allen Leistungsbereichen respektable operative Erträge erzielt werden.

Aufgrund starker Nettomittelzuflüsse aus dem Privatkundengeschäft wuchs das Fondsvolumen des hausInvest europa im Jahresverlauf von 8,5 auf über 10 Mrd Euro an. Der Fonds konnte zum dritten Mal in Folge den "Scope Investment Award" als bester deutscher Offener Immobilienfonds mit Zielmarkt Europa gewinnen.

Ausblick

Seit dem Jahr 2008 haben sich die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Commerz Real insbesondere vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gewandelt. Auch im Jahr 2010 ist mit Volatilitäten und Unsicherheiten an den für die Commerz Real wichtigen Märkten zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wurde im November 2009 ein Strategieprojekt gestartet, in dessen Zuge das Geschäftsmodell weiterentwickelt und damit die Voraussetzung für eine Stärkung der Marktposition in einem herausfordernden Umfeld geschaffen werden soll.

Ausblick Asset Based Finance

Mit der Fortführung der begonnenen, in Teilen bereits in Umsetzung befindlichen strategischen Neuausrichtungen der einzelnen Konzernbereiche von ABF werden wir 2010 auf dem Optimierungsweg der Roadmap 2012 einen weiteren Schritt vorankommen: In einem weiterhin schwierigen Umfeld werden wir den effizienten Einsatz unserer Kernressourcen, insbesondere Kapital- und Risikopositionen, weiter optimieren und somit eine qualitative Verbesserung des Segmentergebnisses herbeiführen.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 129 Portfolio Restructuring Unit

Portfolio Restructuring Unit

Die Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurde Mitte des Jahres 2009 als Antwort auf die Verschärfung der Finanzmarktkrise und deren Folgen gegründet und bildet ein eigenständiges Segment innerhalb der Commerzbank. Die operativen Einheiten der PRU befinden sich in London und New York.

Ergebnisentwicklung

Im Rahmen der Zielsetzung und Ausgestaltung der Portfolio Restructuring Unit, einen wertoptimierenden Abbau der übertragenen Assets durchzuführen, wurden im Berichtsjahr große Fortschritte erzielt, wobei die Auswirkung der Finanzmarktkrise weiterhin spürbar war.

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab. Bei diesem Vergleich wirkte sich die Erstkonsolidierung der Dresdner Bank im Jahr 2009 spürbar aus; deutlich wird dies in den sehr hohen Veränderungsraten einzelner Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die operativen Erträge vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft waren sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr negativ; sie lagen bei –990 Mio Euro beziehungsweise –840 Mio Euro. Ursächlich war in beiden Jahren der Negativausweis der Positionen Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im Berichtsjahr um 259 Mio Euro auf 327 Mio Euro. Die Verwaltungsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 146 Mio Euro. Insgesamt kam es im Jahr 2009 zu einem negativen operativen Ergebnis von –1 463 Mio Euro gegenüber –908 Mio Euro im Vorjahr.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Der Zinsüberschuss ging im Berichtsjahr leicht um 8 Mio Euro auf 254 Mio Euro zurück. Die Risikovorsorge wurde um 63 Mio Euro auf 327 Mio Euro angehoben; im Berichtsjahr fielen hohe Belastungen aus einzelnen Kreditstrukturen an. Der Provisionsüberschuss blieb auf niedrigem Niveau fast unverändert. Das Handelsergebnis des Berichtsjahres war mit –813 Mio Euro zwar weiterhin negativ, jedoch deutlich unter dem Vorjahresausweis von –5 325 Mio Euro. Dieser extrem hohe Handelsverlust war in erster Linie durch Wertkorrekturen auf RMBS- und CDO-Bestände sowie Monoline-Risiken hervorgerufen. Im Berichtsjahr wirkten sich Wertkorrekturen auf Monoliner aus; des Weiteren waren Wertkorrekturen auf CMBS-, RMBS- und sonstige ABS-Bestände vorzunehmen. Dagegen konnten positive GuV-Effekte auf Corporate Bonds und High Grade ABS Bonds vereinnahmt werden. Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug –441 Mio Euro nach –799 Mio Euro im Vorjahr. Der Abschreibungsbedarf, besonders auf RMBS-Bestände, konnte deutlich reduziert werden. Die Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Für das Jahr 2009 ist insgesamt ein operativer Verlust von –1 463 Mio Euro angefallen nach –6 268 Mio Euro im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Innerhalb der PRU wurden 2009 mehrere Assetklassen, die nicht mehr in die kundenorientierte Strategie der Commerzbank passen, gebündelt. Den größten Anteil bilden Portfolios aus dem Segment Corporates & Markets, die im Zusammenhang mit eingestellten Eigenhandels- und Investment-Aktivitäten in die PRU übertragen wurden. Die Positionen, die durch die PRU aktiv gemanagt werden, beinhalten zum Beispiel nicht staatlich gesicherte Asset Backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Firmenund Finanzanleihen sowie Kreditderivate.

Das strategische Managementziel der PRU liegt im wertoptimierenden Portfolioabbau. Die Strategie der PRU beinhaltet ein aktives Management der Portfolios mit klar definierten Reduktionszielen für Bilanzsumme und risikogewichtete Aktiva. Ein gleichrangiges Ziel stellt der Kapitalerhalt dar. Ein beschleunigter Verkauf um "jeden Preis" ist nicht Bestandteil der festgelegten Strategie der PRU, da er dem Ziel der Wertmaximierung bei den gegebenen Marktkonstellationen in bestimmten Sektoren grundsätzlich entgegenläuft. Vielmehr sollen für den Abbau Marktgegebenheiten proaktiv ausgenutzt beziehungsweise Restrukturierungen vorgenommen werden. Neue Eigenpositionen werden ausschließlich zu Hedge- beziehungsweise Risikomanagement-Zwecken eingegangen. Auf dieser Basis unterstützt die PRU eine an Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik im Sinne einer Stabilisierung des Geschäftsmodells durch Rückführung von Risikopositionen und somit eine verstärkte Fokussierung der Gesamtbank auf das jeweilige Kundengeschäft.

Beim Abbau der auf die PRU übertragenen Portfolios konnten bereits 2009 große Erfolge verzeichnet werden. Insbesondere das Credit-Trading-Portfolio konnte in beträchtlichem Umfang reduziert werden. Bei strukturierten Kreditprodukten kam es in erster Linie zu Restrukturierungserfolgen und vorzeitigen Terminierungen.

Ausblick Portfolio Restructuring Unit

Für die Entwicklung der Verbriefungsmärkte wird weiterhin eine hohe Abhängigkeit von makroökonomischen Einflussfaktoren – wie zum Beispiel der internationalen Geld- und Kreditpolitik sowie dem regulatorischen Umfeld – sowie spezifischen Faktoren wie zum Beispiel der Liquidität in den jeweiligen Märkten erwartet. Im dritten Quartal des vergangenen Jahres zeigten sich vereinzelte schwache Signale eines wiederkehrenden Investoreninteresses, das zu einer sichtbaren Verbesserung der Marktliquidität bei diversen "High grade"-Asset-unterlegten Investments geführt hat. Diese Entwicklung, die sich im laufenden Jahr fortgesetzt hat, bleibt jedoch weiterhin extrem anfällig, da Investments in diese Sektoren von der Entwicklung von Fundamentaldaten sowie vom regulatorischen Umfeld abhängen. Mittelfristig erwarten wir jedoch eine weitere Erholung in diesen Märkten.

Für das Credit Trading hat sich der Markt seit dem zweiten Quartal 2009 spürbar positiv entwickelt. Für das Jahr 2010 erwarten wir bei konstanter Marktentwicklung eine nur noch graduelle Verbesserung, sofern die allgemeine Wirtschaftsentwicklung weiterhin positiv verläuft. Sollte sich das Marktumfeld stark negativ verändern, wird dies entsprechende Auswirkungen haben.

  • 85 Entwicklung der Segmente
  • 131 Sonstige und Konsolidierung

Sonstige und Konsolidierung

Im Segment Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, die verbliebenen internationalen Asset Management-Aktivitäten und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der geschäftsunterstützenden Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Ergebnisentwicklung

Das operative Ergebnis des Segments Sonstige und Konsolidierung war im Jahr 2009 von diversen Sondereffekten beeinflusst.

Gemäß dem Ausweis im Konzernabschluss stellen wir bei dem Vorjahresvergleich zunächst auf die Ist-Zahlen des Jahres 2008 – angepasst an die neue Segmentstruktur, jedoch ohne Dresdner Bank – ab.

Die operativen Erträge vor Risikovorsorge lagen mit 599 Mio Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (292 Mio Euro). Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft ergab sich für das Geschäftsjahr 2009 ein geringer Auflösungsbetrag in Höhe von 2 Mio Euro. Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 530 Mio Euro um 62,1% über dem Niveau des Vorjahres (327 Mio Euro). Insgesamt war im Segment Sonstige und Konsolidierung ein operatives Ergebnis in Höhe von 71 Mio Euro (Vorjahr: –64 Mio Euro) auszuweisen.

Entwicklung auf Pro-forma-Basis

Aus Transparenzgründen haben wir zusätzlich die Ergebnisentwicklung 2009 im Vergleich zu den untestierten Pro-forma-Zahlen 2008 dargestellt, das heißt unter der Annahme, dass die Dresdner Bank bereits im Jahr 2008 Teil des Commerzbank-Konzerns gewesen wäre. Weitere Erläuterungen zur Ermittlung der Pro-forma-Zahlen sind der Seite 150 dieses Berichts zu entnehmen.

Die operativen Erträge vor Risikovorsorge sind im Vergleich zum Vorjahr (916 Mio Euro) auf 599 Mio Euro zurückgegangen. Dabei standen Erträgen der Treasury und Gewinnen aus Beteiligungsverkäufen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Belastungen gegenüber. Hierbei handelte es sich insbesondere um konzernübergreifende Effekte im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank, die nicht einzelnen Segmenten zugeordnet werden konnten, sowie um negative Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accounting gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen. Die auszuweisenden Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 530 Mio Euro (Vorjahr: 259 Mio Euro) betrafen im Wesentlichen konzernübergreifende Integrationsaufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie die nicht auf die Geschäftssegmente zu verrechnenden Kosten. Das operative Ergebnis des Berichtsjahres belief sich auf 71 Mio Euro nach 646 Mio Euro im Vorjahr.

Für das Berichtsjahr 2009 fielen Restrukturierungsaufwendungen für die Service- und Steuerungsfunktionen des Konzerns in Höhe von 1 018 Mio Euro an.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unser Anspruch ist es, die beste Bank für unsere Kunden zu sein. Die beste Bank braucht die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich für den Erfolg der Commerzbank einsetzen: kompetent, engagiert, zuverlässig und stets am Kunden orientiert. Unser Personalbereich hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, um diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen sowie bestmöglich zu begeistern und weiterzuentwickeln. Der Konzernbereich Human Resources (GM-HR) verfolgt mit seiner strategischen Ausrichtung das Ziel, für die internen Kunden die Personalarbeit optimal zu gestalten: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nachhaltig unterstützt werden, damit sie zum Erfolg der gesamten Commerzbank beitragen.

Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte der Commerzbank-Konzern 62 671 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegenüber dem auf Pro-forma-Basis ermittelten Jahresende 2008 (das heißt einschließlich der Dresdner Bank) entspricht dies einem Rückgang um 6 747 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mitarbeiterzahlen der Commerzbank

Kopfzahlen 31.12.2009 31.12.20081
Gesamtzahl Beschäftigte Konzern 62 671 69 418
Gesamtzahl Beschäftigte AG 44 227 45 648

1 Stichtagszahlen per 31.12.2008 auf Pro-forma-Basis

Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte betrugen die Mitarbeiterkapazitäten 53 231 nach 59 358 im Vorjahr. Nachfolgende Tabelle zeigt die Vollzeitbeschäftigten pro Segment zum Jahresultimo:

Vollzeitkräfte 31.12.2009 31.12.20081
Privatkunden 18 580 19 948
Mittelstandsbank 4 791 4 943
Central & Eastern Europe 8 748 9 807
Corporates & Markets 2 256 3 327
Asset Based Finance 1 745 1 939
Portfolio Restructuring Unit 60 54
Sonstige und Konsolidierung 17 051 19 340
Konzern gesamt 53 231 59 358

1 Stichtagszahlen per 31.12.2008 auf Pro-forma-Basis

  • 132 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Rückgang der Mitarbeiterkapazitäten um 6 127 Stellen entfiel zu rund 60% auf die Kernsegmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe und Corporates & Markets.

Fokus Integration – aus zwei Banken wird Deutschlands beste Bank

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich 2009 außerordentlich engagiert. Die Integration der Dresdner Bank hatte Auswirkungen auf alle Bereiche und Ebenen, zudem forderten die Folgen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise unsere Beschäftigten ebenfalls in hohem Maße. Das Jahr 2009 war auch eine besondere Herausforderung für das Personalressort. Human Resources kam in der Integration eine Schlüsselrolle zu, und das in einem Prozess, der gemessen an Größe, Komplexität und Zeitrahmen in der deutschen Bankenlandschaft einzigartig ist. Die Beschäftigten des Dresdner Bank-Konzerns galt es, im Rahmen des Projektes "Zusammen Wachsen" zu integrieren. Mit der Verschmelzung waren in der neuen Commerzbank zahlreiche Funktionen doppelt besetzt. Zwei Unternehmenswelten mussten harmonisiert werden, mit unterschiedlichen Produkten, Standards, Systemen und Kulturen. Zudem gab es eine klare Vorgabe: Die neue Commerzbank möchte die Besten aus beiden Unternehmen gewinnen – und: Sämtliche Beschäftigte haben auf Basis ihrer Qualifikation die gleiche Chance, dazuzugehören.

Daher waren die Personalverantwortlichen von Anfang an in die Planungen der Integration eingebunden, um die gesamte personalwirtschaftliche Umsetzung zu steuern. Dazu zählt auch, dass rund 9 000 Vollzeitstellen sozialverträglich, also ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen, abgebaut werden sollen. Der Prozess der Stellenbesetzung startete nach außen sichtbar im Jahr 2008 mit der ersten und zweiten Führungsebene. Wichtig war es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Führungskräften beider Häuser so schnell wie möglich klare Perspektiven für ihre persönliche Zukunft in der neuen Commerzbank zu bieten.

Im vergangenen Jahr wurden zunächst sämtliche Positionen der dritten und vierten Führungsebene in der Zentrale besetzt, rund 45% davon mit ehemaligen Dresdner Bank-Kolleginnen und -Kollegen. Dann folgte die dritte Ebene der Filialen, Mitte 2010 werden dann die Führungskräfte der vierten Führungsebene in der Fläche benannt. Um insgesamt die Neustrukturierung und damit gegebenenfalls verbundene Stellenwechsel für die Beschäftigten so einfach wie möglich zu gestalten, hat Human Resources mehrere Konzepte entwickelt. So gibt es unter anderem in den Hauptregionen sogenannte "Clearing-Stellen", an die sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden können und die aktiv dabei unterstützen, den internen Stellenmarkt optimal auszuschöpfen.

Der mit dem Integrationsprozess einhergehende Change-Prozess setzte von vornherein auf die enge Einbindung der Führungskräfte beider Häuser. Sie wurden als sogenannte "Change Agents" Botschafter der neuen Commerzbank und entsprechend qualifiziert, um Themen des Integrationsprozesses kompetent begleiten zu können. In umfangreichen Integrationsmaßnahmen (Schulungen, Workshops, segmentspezifischen Veranstaltungen etc.) wurden die Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "grünen" mit der "gelben" Welt vertraut gemacht. Parallel mussten wesentliche Meilensteine der Integration geklärt werden, beispielsweise wie die betriebliche Altersversorgung der Dresdner Bank weitergeführt wird. Zugleich galt es, ein Vergütungssystem zu entwickeln, das nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten fördert – und keinen Anreiz für überzogene Risikoneigung bietet (siehe Seiten 138 und 139).

Ein zentraler Meilenstein des Projekts "Zusammen Wachsen" waren die Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretern über Interessenausgleich und Sozialplan für die Zentrale und die Fläche: Unter Steuerung des HR-Bereichs gelang mit dem Interessenausgleich Zentrale eine zügige Neuordnung der Einheiten am Unternehmenssitz in Frankfurt am Main und insgesamt kam es zu einer Übereinkunft über einen möglichst sozialverträglichen Stellenabbau. Der Sozialplan regelt den Ausgleich von wirtschaftlichen Nachteilen, die gegebenenfalls Mitarbeitern im Zusammenhang mit der Umsetzung des Integrationsprojektes entstehen.

Schon mit Bekanntgabe der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank hatte der Vorstand eine "Personalpolitische Grundsatzerklärung" abgegeben, die unter anderem einen Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis Ende 2011 beinhaltet. Ergänzend wurde auch eine "zeitliche Staffelung" vereinbart: Läuft der Abbau wie geplant, verlängert sich der Kündigungsschutz bis 2012 beziehungsweise 2013. Bisher scheinen die Ziele erreichbar, mehrere Tausend Mitarbeiter sind bereits in Altersteilzeit, nutzten Abfindungsangebote oder orientierten sich neu. GM-HR unterstützt die Mitarbeiter dabei aktiv durch verschiedene Personalinstrumente, unter anderem durch Newplacement-Angebote.

Trotz all dieser Anstrengungen, die im vergangenen Jahr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Führungskräfte in besonderem Maße forderten, galt es, auch die grundlegenden Anforderungen an GM-HR bestmöglich weiter zu erfüllen. Der HR-Bereich stellte sich dem Anspruch, die internen Kunden eng zu begleiten, interne Talente und Potenziale zu fördern, die externe Talentegewinnung sicherzustellen sowie die Prozesse zur Personalentwicklung zu optimieren und effizienter zu gestalten.

Menschen und Commerzbank nach vorne bringen – mit Qualifizierung

Die Qualifizierung und Personalentwicklung soll die Ziele der Bank und jedes einzelnen Beschäftigten vereinen. Dafür muss sie stimmige und bedarfsgerechte Formate anbieten, die stetig an die Anforderungen der Beschäftigten, der Bank und des Marktes angepasst werden. Qualifizierung und Personalentwicklung verstehen wir als wichtige strategische Aufgaben, die entscheidend dazu beitragen, den gemeinsamen Erfolg zu sichern – 2009 haben wir hierfür entscheidende Schritte getan.

Unter dem Konzept der neuen Commerzbank-Akademie werden bankübergreifende und segmentspezifische Programme zur Qualifizierung (sowie die dahinterliegenden Prozesse) von Mitarbeitern, Projektleitern sowie Führungskräften zusammengeführt und gebündelt. Jede Einheit der Bank wird künftig ein eigenes Kolleg mit sämtlichen Angeboten beisteuern, die speziell für diesen Bereich relevant sind. Die Akademie basiert auf unseren Werten und der strategischen Ausrichtung und zeichnet sich durch die Angebotstransparenz sowie die hohe Qualität der Qualifizierungsprozesse aus. Den Anfang machten 2009 in einem Pilotprojekt drei Einheiten, weitere werden sukzessive folgen.

Erfolgreich startete im Januar 2009 die neue Führungskräfteentwicklung – die Commerzbank-Management-Programme (CMP). Die CMP unterscheiden zwischen Development- und Professional-Programmen für die Führungsebenen eins bis vier. Während die Development-Programme angehende Führungskräfte in ihrer Entwicklung begleiten, unterstützen die Professional-Programme unsere Führungskräfte in ihrer Funktion. Bereits im zweiten Quartal 2009 wurden die Führungskräfte der Dresdner Bank in die CMP integriert.

Ein fester Bestandteil der persönlichen Entwicklung bei Führungskräften ist seit 2007 das 360°-Feedback. Die Einschätzung von Kompetenzen durch die Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeiter und den Teilnehmer selbst ergibt eine multidimensionale Perspektive über Verhalten

  • 132 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

und Potenziale – die ideale Ausgangsbasis für individuelle Entwicklungsplanung. 2009 nahmen alle Vorstände und Executives an einem 360°-Feedback teil. Für 2010 werden die Feedbackrunden auch für die zweite Führungsebene sowie ausgewählte Projektleiter angeboten.

Als strategischer Partner der Bereiche hat Human Resources die Aufgabe, die Personalplanung vorausschauend zu gestalten und freie Stellen optimal und vor allem zügig zu besetzen. Um hier die Anforderungen bestmöglich zu erfüllen, werden die Fähigkeiten und Potenziale, aber auch Ziele und Karrierewünsche der Mitarbeiter erfasst. Das ermöglicht eine zielgerichtete interne Stellenbesetzung, verringert die Anzahl externer Einstellungen und verkürzt Einarbeitungszeiten. Gleichzeitig werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Perspektiven und Entwicklungswege transparent gemacht, die uns zu einem langfristig attraktiven Arbeitgeber machen. Dazu gehört die Steuerung von Karriereschritten wie beispielsweise Auslandseinsätze, vor allem aber sollen die Beschäftigten zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden.

Menschen für unsere Bank begeistern – das Talent-Management

Die Nachwuchsgewinnung war auch in Zeiten der Integration ein wichtiges Thema. Nur so lässt sich die Zukunftsfähigkeit der Commerzbank sichern. Und das Werben um die besten Nachwuchskräfte wird immer wichtiger. Der demografische Wandel macht auch vor den Banken nicht halt. Um die Besten für uns zu gewinnen, haben wir das Talent-Management neu strukturiert. Schüler und Studenten sowie Hochschulabsolventen werden wieder regional betreut. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein Ansprechpartner für die regionalen Führungskräfte zu allen Nachwuchsthemen, höhere Betreuungsintensität für Teilnehmer der Studienkreise, Trainees etc., individuellere Begleitung des Nachwuchses mit speziellen Bindungsmaßnahmen, ein einheitliches Marketing sowie schlanke und effiziente Prozesse. Die neue Struktur stellt sicher, dass die jungen Frauen und Männer zielgruppenspezifisch beraten werden. Gleichzeitig sorgt sie für ein klares Rollenverständnis bei den Nachwuchs- und Führungskräften.

Mit unserem Bindungsmanagement zeigen wir den Nachwuchskräften, dass sie bei uns in guten Händen sind. Es fördert Engagement, Motivation und Commitment zur Commerzbank. Ein Beispiel dafür ist das Azubi-Paket. Darin findet der Berufsstarter zum Einstieg alles, was er benötigt, um sich bei uns zurechtzufinden. Zudem veranstalteten wir 2009 den ersten "NewCom Day" für akademische Nachwuchskräfte in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Rund 300 Teilnehmer von Dresdner Bank und Commerzbank lernten sich in den anderthalb Tagen kennen, nahmen an Workshops teil und erweiterten ihr Netzwerk. Unsere Vorstände und zahlreiche weitere Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene standen dabei Rede und Antwort und tauschten sich intensiv mit den Nachwuchskräften aus: "Integration zum Anfassen." Die Jobstarter-Tour richtete sich an insgesamt 2024 Auszubildende und BA-Studierende und machte sie unter anderem zum Thema Integration fit. Schließlich startete 2009 die Internetplattform "Yes!". Hier kann sich unser Nachwuchs exklusiv virtuell austauschen, informieren und vernetzen.

Im vergangenen Jahr richtete sich das Augenmerk auch auf die Erarbeitung eines Karriereweges für Projektmanager. Mit dem Commerzbank-Projektmanagement-Programm (CPP) wurde ein bankweites Qualifizierungs- und Entwicklungsprogramm als gleichwertige Karrierealternative zur Führungslaufbahn eingeführt. Der erste Schritt war die Pilotierung eines Professional-Programms für erfahrene Projektmanager. Diese Weiterbildung, die mit einer international anerkannten Zertifizierung abschließt, geht 2010 in den Regelbetrieb. Darüber hinaus wird parallel an einem weiterführenden Entwicklungsprogramm für Mitarbeiter gearbeitet, die sich aus der Fach- oder Führungskarriere in die Projektkarriere oder innerhalb der Projektkarriere entwickeln möchten. Die Einführung des Development-Programms ist für 2010 geplant.

Ein weiterer Fokus galt dem forcierten Aufbau von HR-Portfolios. In ihnen werden Potenzialträger und Nachfolgekandidaten für die Fach-, Führungs- und Projektkarriere identifiziert. Jährliche Personalentwicklungsforen sollen künftig für eine Top-down-Personalportfolio-Betrachtung sorgen. Im Oktober traf sich der Gesamtvorstand zum "Executive Development Day", um über die persönliche Weiterentwicklung der Executives zu sprechen. Anfang 2010 kommen je Bereich Fachvorstände und Executives zusammen, um an den "Career Development Days" die Entwicklung der Führungskräfte der zweiten Führungsebene zu besprechen. In den weiteren Führungsebenen werden danach ebenfalls Potenzialträger identifiziert, die in speziellen Talentepools gefördert werden sollen. Dank der HR-Portfolios lässt sich künftig spezifische Personalentwicklung sowohl für die Stelleninhaber als auch deren Nachfolgekandidaten umsetzen.

Gemeinsam Verantwortung für die Gesundheit übernehmen – mit System

Unser betriebliches Gesundheitsmanagement ist Vorbild für andere deutsche Unternehmen. Daher wurde es Anfang November mit dem erstmals vergebenen "Corporate Health Award 2009" prämiert. Mehr als 150 Firmen beteiligten sich an der Ausschreibung, wir überzeugten in der Sparte "Finanzen/Versicherungen". Eine Anerkennung für eine Arbeit, die weit über Blutdruckmessen und Obstverteilen hinausgeht und dank der Zusammenarbeit mit Fachdienstleistern ein bundesweit einheitlich hohes Level besitzt. Das umfassende Angebot unseres Gesundheitsmanagements schätzen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr, es wird rege genutzt.

Inzwischen sorgt der Wandel in der Arbeitswelt dafür, dass die psychischen Belastungen immer mehr in den Fokus des betrieblichen Gesundheitsmanagements rücken. Mit dem von Bank und Betriebsrat gemeinsam initiierten Projekt "Im Lot – Ausgeglichen bei der Arbeit" haben wir ein Idealbild gesundheitlicher Arbeit entworfen und gleichzeitig die Belastungsund Beanspruchungsfaktoren für unsere Beschäftigten identifiziert. 2009 wurden dazu umfangreiche Studien ausgewertet und Maßnahmen entwickelt, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig bewahren soll. Diese werden 2010 gemeinsam mit umfangreichen Maßnahmen zur Prävention gesundheitlicher Gefährdungen umgesetzt. Dabei geht es sowohl um bankweite Projekte als auch um Ideen, wie in den einzelnen Bereichen der Bank gezielt Belastungen verringert werden können.

Unser Gesundheitsmanagement verstehen wir als strategische Kernaufgabe der Bank, denn angesichts der Veränderungen in Arbeitswelt und Gesellschaft sind kluge und flexible Konzepte gefragt, um die Bank dauerhaft erfolgreich zu machen. Weil das nur mit gesunden und motivierten Mitarbeitern gelingt, haben wir auch 2009 mit Seminaren, Workshops und zahlreichen Aktionen dafür gesorgt, dass unsere Beschäftigten aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Im vergangenen Jahr stellten wir das Thema Suchtprävention in den Mittelpunkt. So beteiligten wir uns an der Suchtwoche "Alkohol? Kenn' Dein Limit", veranstalteten spezielle Fortbildungen für Führungskräfte und installierten ein Suchtkrankenhelfer-Netzwerk. Da zum gesunden Leben Bewegung gehört, haben wir 2009 die traditionell starken Betriebssportangebote von Dresdner Bank und Commerzbank zusammengeführt und den Betriebssport und das Gesundheitsmanagement noch stärker miteinander verzahnt.

  • 132 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Vielfalt, die bunter ist als grün und gelb – unser Diversity-Management

Unsere Beschäftigten sind so vielfältig wie unsere Kunden. Ihre Individualität spiegelt die Gesellschaft mit all ihren Unterschieden wider und bereichert unsere Bank. Diversity, zu Deutsch Vielfalt, wurde sowohl in der Dresdner Bank als auch in der Commerzbank gelebt. Die Commerzbank selbst setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten dafür ein, dass die bei uns beschäftigten Menschen ihre persönlichen Lebensmodelle verfolgen können. Wir respektieren ihre Ansichten, Ausrichtungen und Werte. Keine leeren Worte: So gehören wir zum Beispiel zu den Unterzeichnern der "Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" und engagieren uns seit vielen Jahren, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Familie und Beruf vereinbaren können. Wir möchten für eine ausgeglichene Work-Life-Balance sorgen, eine gute Unternehmenskultur und faire Chancen für alle bieten. Dass wir dabei auf einem guten Weg sind, beweist das Total-E-Quality-Prädikat, mit dem wir 2009 zum fünften Mal in Folge ausgezeichnet wurden. Beim deutschlandweiten Ranking "TOP-Arbeitgeber" belegten wir einen hervorragenden vierten Platz von 105 teilnehmenden Unternehmen.

Besonderes Augenmerk liegt auf einer Kinderbetreuung, die mit der Lebenswirklichkeit und den Bedürfnissen unserer Beschäftigten in Einklang ist. In Frankfurt gibt es mit Kids & Co. eine Kindertagesstätte, deren Plätze aufgrund der Integration der Dresdner Bank 2009 aufgestockt wurden. Wie wertvoll die Kita für Eltern ist, bewies eine externe wissenschaftliche Studie, die im Juni 2009 erschien. Sie belegte mit der Evaluation von Kids & Co., dass zum Beispiel Mütter und Väter nach der Elternzeit wieder früher als geplant in den Beruf einstiegen, weil sie ihren Nachwuchs gut aufgehoben wissen. Die Studie zeigte die hohe pädagogische Qualität der Einrichtung – und dass sich der finanzielle Einsatz für die Kinderbetreuung unter dem Strich in Euro und Cent für die Commerzbank auszahlt. Gute Gründe also, um den Ausbau professioneller Kinderbetreuung konsequent weiterzuverfolgen. In Zusammenarbeit mit dem seit 1994 für uns tätigen Pme-Familienservice stellten wir 2009 die Kinderbetreuung unserer Filiale in Prag sicher. Ziel ist nun, die Betreuung in der Fläche kontinuierlich auszubauen. Ende 2009 boten wir insgesamt 200 Kita-Plätze an, seit 2010 sind es 220.

Ein wichtiges Vorhaben war 2009 der Start des Projekts "Diverse Leadership – Frauen in gehobenen Positionen". Bei einem Frauenanteil von 50% in der Bank sind Frauen in gehobenen Positionen – trotz guter Ausbildung – immer noch unterrepräsentiert. Im Rahmen des Projekts werden nach einer genauen Analyse der Ursachen spezifische Maßnahmen für Rahmenbedingungen vorgeschlagen, die es Frauen ermöglichen, gehobene Fach-, Projektleitungs- und Führungspositionen wahrzunehmen.

Doch Diversity ist noch viel mehr. Beispiel Netzwerke: 2008 feierte unser Frauennetzwerk Courage sein zehnjähriges Bestehen, es gibt mit Fokus Väter ein Männernetzwerk und mit Arco seit sieben Jahren eines für Homosexuelle mit bundesweit ca. 300 Mitgliedern. Im vergangenen Jahr war es unsere Aufgabe, die Kolleginnen und Kollegen der Dresdner Bank in diese Netzwerke zu integrieren. Bei einem großen Netzwerkertreffen Ende September kamen Hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Banken in Frankfurt zusammen, um sich kennenzulernen und gemeinsam nach vorne zu blicken. Weitere wichtige Punkte waren 2009 die Vereinbarkeit von Beruf und der Pflege Angehöriger. Das Angebot mit professioneller Beratung durch den Pme-Familienservice und spezielle Workshops zum Thema Pflege wurde ausgebaut und wird intensiv genutzt. Und: Unsere Veranstaltungsreihe "Forum Diversity" wird von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Häuser gerne angenommen. Deren Workshops tragen mit dem Kennenlernen und Netzwerkknüpfen ebenfalls zur Integration von "gelb" und "grün" bei.

Die neue Vergütung: nachhaltig und transparent

Aufgrund der Integration der Dresdner Bank sowie verstärkte politische Regulierung im Zuge der Finanzkrise hatte Human Resources im Jahr 2009 die Aufgabe, für die neue Commerzbank ein innovatives Vergütungssystem zu konzipieren, das verantwortungsvolles und nachhaltiges Verhalten fördert, kurzfristige Risikoneigung hingegen unterbindet. Entwickelt wurde ein Bonus-Malus-System, das in der Finanzwelt vorbildlich ist.

In dem neuen Vergütungssystem wurden langfristige, variable Komponenten verankert, die insbesondere drei Aspekte vereinen: den angemessenen Umgang mit Risiken, Nachhaltigkeit und Transparenz. Darüber hinaus werden zukünftig die Ziele Leistungsorientierung und -differenzierung noch stärker berücksichtigt. Statt Anreize für den individuellen Vorteil zu setzen, sind jetzt die Interessen des Unternehmens, der Mitarbeiter und der Anteilseigner maßgeblich.

Das innovative Vergütungssystem orientiert sich sowohl am langfristigen Erfolg der neuen Commerzbank als auch an der persönlichen Leistung. Kern der neuen Vergütungssystematik sind drei auf verschiedene Mitarbeitergruppen zugeschnittene Modelle, die 2010 eingeführt werden. Auch die Vergütung in unseren Tochterunternehmen wird sukzessive und bei Bedarf an die neuen Modelle angepasst.

Management-Modell

Das neue Management-Modell gilt für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank (ausgenommen Investmentbanking). 60% der variablen Vergütung sind von der individuellen Leistung, 40% von der Konzernperformance abhängig. Entwickelt sich die Konzernperformance negativ, reduziert das auch die individuelle Leistungskomponente der Manager (Malus). Als zusätzliche Nachhaltigkeitskomponente wird ein Teil der variablen Vergütung in Share Awards umgewandelt, die mit einer Verzögerung von drei Jahren ausgezahlt werden.

AT-Modell

Das AT-Modell gilt für alle außertariflich bezahlten Mitarbeiter der Commerzbank (ohne Investmentbanking). Die Höhe der variablen Vergütung hängt sowohl von der individuellen Leistung als auch von der Konzernperformance ab. Hierbei besteht die variable Vergütung der AT-Mitarbeiter zu 60% aus einer individuellen leistungsorientierten Bezahlung und einem Konzernzuschlag. Der als Konzernzuschlag zu verteilende Betrag hängt vom Gesamtvolumen der ausgezahlten individuellen leistungsorientierten Bezahlung ab.

Investmentbanking-Modell

Das neue Investmentbanking-Modell umfasst sämtliche außertariflich bezahlten Mitarbeiter sowie alle Führungsebenen aus den Bereichen Corporates & Markets und Treasury. Die variable Vergütung kommt zum Teil erst zeitverzögert zur Auszahlung und berücksichtigt sowohl eine positive als auch eine negative Konzern-, Segment- und Konzernbereichsperformance. Ein Drittel der gesamten variablen Vergütung wird zunächst in eine Bonusbank eingestellt und von der künftigen Performance abhängig gemacht. Diese Bonusbank soll die gemeinsame Ergebnisverantwortung fördern und trägt dazu bei, individuelle Fehlanreize im Investmentbanking zu vermeiden. Die individuelle variable Vergütung wird zur Hälfte in Share Awards gewandelt und mit drei Jahren Verzögerung ausgezahlt, die andere Hälfte kommt direkt zur Auszahlung.

Mit der Überarbeitung der Vergütungsmodelle hat die Commerzbank auch einen Vergütungsausschuss, bestehend aus dem Compensation Committee und dem Executive Compensation Committee, eingeführt. Er überprüft die konzernweite Vergütungspolitik hinsichtlich der regulatorischen Anforderungen, entscheidet über die Höhe und Verteilung der variablen

  • 132 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Vergütungsbestandteile und berät bei Einzelfallentscheidungen. Das Compensation Comittee setzt sich aus dem Personal-, Finanz- und Risikovorstand sowie aus den Bereichsvorständen Human Resources, Compliance, Revision und von Marktabteilungen zusammen. Das Executive Compensation Committee ist der Gesamtvorstand ergänzt um den Bereichsvorstand Human Resources. Die beiden Compensation Committees reduzieren Risiken bei Vergütungsentscheidungen und wahren gleichzeitig die Ausgewogenheit von Aktionärsinteressen und der Geschäftspolitik.

Vergütung 2009: Executives und Investmentbanking

Tabelle 1: Vergütung 2009 – Executives

Executives (Anzahl Begünstigte) in Mio €
a) Gesamtbetrag der Vergütungen (64) 29,15
davon fixe Vergütung 22,27
davon variable Vergütung1 6,88
b) Gesamtbetrag der variablen Vergütung, der über einen Zurück
behaltungszeitraum von mindestens drei Jahren gestreckt wird 6,88
davon ausgezahlte Gesamtbeträge 0,00
davon zurückbehaltene Gesamtbeträge 6,88
c) Anteil der variablen Vergütung, der von einer
nachhaltigen Wertentwicklung des Instituts abhängig ist n.a.
d) Gesamtbetrag der garantierten Bonuszahlungen
im Rahmen der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses (0) 0,00
e) Gesamtbetrag der geleisteten bedeutenden
vertraglichen Abfindungszahlungen (1) 0,32
davon höchste geleistete Abfindung 0,32

Tabelle 2: Vergütung 2009 – Investmentbanking (Corporates & Markets und Treasury)

Investmentbanking (Anzahl Begünstigte in C&M und Treasury) in Mio €
a) Gesamtbetrag der Vergütungen (2 445) 557,18
davon fixe Vergütung 472,90
davon variable Vergütung1 84,28
(davon DKIB Stock Pläne und Festzusagen) (80,48)
b) Gesamtbetrag der variablen Vergütung, der über einen Zurück
behaltungszeitraum von mindestens drei Jahren gestreckt wird 79,00
davon ausgezahlte Gesamtbeträge 78,02
davon zurückbehaltene Gesamtbeträge 0,98
c) Anteil der variablen Vergütung, der von einer
nachhaltigen Wertentwicklung des Instituts abhängig ist 92,6%
d) Gesamtbetrag der garantierten Bonuszahlungen
im Rahmen der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses (11) 0,85
e) Gesamtbetrag der geleisteten bedeutenden
vertraglichen Abfindungszahlungen (52)2 41,03
davon höchste geleistete Abfindung 4,70

1 Die in Tabelle 1 und 2 unter den Positionen a) variable Vergütung ausgewiesenen Beträge in Höhe von insgesamt 91,16 Mio Euro bestehen zu 80,48 Mio Euro aus in Jahren vor 2009 einzelvertraglich vereinbarten Festzusagen bzw. garantierten Bonuszahlungen. Diese resultieren zum weit überwiegenden Teil aus der Historie der ehemaligen Dresdner Bank, wie z.B. aus DKIB Stock Plänen der Jahre 2005-2007 und aus in 2008 vereinbarten Garantien. Der verbleibende Betrag in Höhe von 10,68 Mio Euro entfällt auf individuelle pauschale Zahlungen, die in Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank geleistet wurden. Ergebnisabhängige variable Vergütungen fallen für 2009 nicht an.

2 Die den Abfindungszahlungen in Tabelle 2 e) zugrunde liegenden Aufhebungsverträge sind zum überwiegenden Teil bereits vor dem Legal Merger im November 2008 durch den Vorstand der Dresdner Bank oder das DKIB Executive Committee geschlossen worden.

Dank an die Mitarbeiter

Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Führungskräften, Betriebsräten, Vertretern der leitenden Angestellten, Vertrauensleuten der Schwerbehinderten und Jugendvertreter, die in einem herausfordernden Jahr 2009 mit ihrer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit erfolgreiche Personalarbeit ermöglicht haben. Vor allem danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass und wie sie sich für den gemeinsamen Erfolg und die Werte der neuen Commerzbank eingesetzt haben – der Wille aller Kollegen zum "Zusammen Wachsen" war spürbar.

Nachtragsbericht

Mitte Januar gaben die Commerzbank und Bank Audi sal-Audi Saradar Gruppe bekannt, dass sie einen Vertrag zum Verkauf der Dresdner Bank Monaco S.A.M. unterzeichnet haben. Über Einzelheiten der Transaktion, die unter dem Vorbehalt der entsprechenden behördlichen Genehmigungen steht, wurde Stillschweigen vereinbart. Die Dresdner Bank Monaco S.A.M., eine Tochtergesellschaft der Dresdner Bank Luxembourg S.A., wurde im Jahr 2006 gegründet und ist im gehobenen Privatkundengeschäft mit Schwerpunkt Monaco, Südfrankreich und Norditalien tätig. Zum Jahresende 2008 verwaltete sie Vermögenswerte (Assets under Control) in Höhe von 233 Mio Euro und beschäftigte 18 Mitarbeiter.

Anfang Februar wurden sowohl der Verkauf der noch bei der Commerzbank verbliebenen Anteile an der österreichischen Privatinvest Bank AG an die Zürcher Kantonalbank als auch der Verkauf des niederländischen Vermögensverwalters Dresdner VPV an das Management vollzogen. Die Aufsichtsbehörden haben beiden Transaktionen zugestimmt. Die Privatinvest Bank AG verwaltete per Ende Juni 2009 mit rund 50 Mitarbeitern ein Vermögen (Assets under Management) in Höhe von etwa 600 Mio Euro. Die Dresdner VPV hatte per Jahresende 2008 in der Gruppe rund 60 Mitarbeiter und verwaltete ein Vermögen (Assets under Management) von 1,2 Mrd Euro.

Am 1. März hat die polnische BRE Bank eine Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss von voraussichtlich 2 Mrd Zloty (rund 500 Mio Euro) angekündigt. Die Commerzbank wird ihre Bezugsrechte bei der geplanten Kapitalerhöhung der polnischen BRE Bank, an der die Commerzbank rund 69,8% der Aktien hält, in vollem Umfang ausüben. Die Beschlussfassung über die Kapitalerhöhung steht auf der Tagesordnung der am 30. März 2010 in Warschau stattfindenden Hauptversammlung der BRE Bank.

Anfang März hat die Commerzbank weitere 26,25% an der ukrainischen Bank Forum erworben und somit ihren Anteil auf 89,3% erhöht. Die Anteile stammen aus dem indirekten Besitz eines bisherigen Minderheitsaktionärs, der mit dem Verkauf seiner Anteile aus dem Aktionärskreis ausscheidet. Über den Kaufpreis sowie weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart. Auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung haben die Aktionäre der Bank Forum am 4. März eine Kapitalerhöhung um 2,42 Mrd Hrywnja (rund 240 Mio Euro) beschlossen. Die Commerzbank beabsichtigt, sich daran gemäß ihrer Quote zu beteiligen.

Nachdem die Commerzbank AG im November 2009 mitgeteilt hat, dass aufgrund der schlechten Ergebnislage 2009 keine Ausschüttungen auf gewinnabhängige Instrumente wie Genussscheine und Stille Einlagen im Jahr 2010 geleistet werden können, wurde Anfang

  • 141 Prognose- und Chancenbericht

März 2010 bekanntgegeben, dass auch auf Trust Preferred-Strukturen, deren Bedienung abhängig vom Bilanzgewinn der Commerzbank AG ist, generell keine Ausschüttungen erfolgen werden.

Investoren des Commerzbank Capital Funding Trusts III allerdings können aufgrund der vierteljährlichen Zahlungsweise eventuell mit Ausschüttungen an den letzten beiden Quartalszahlungsterminen im Jahr 2010 rechnen. Inwieweit hierfür die Voraussetzungen erfüllt sein werden, kann zurzeit nicht abschließend festgestellt und muss daher zu gegebener Zeit zu diesen Zahlungszeitpunkten bestimmt werden.

Weitere Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung sind nicht aufgetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Im Jahr 2010 wird die Weltwirtschaft wieder spürbar wachsen. Die größte Dynamik werden dabei wohl die Emerging Markets in Asien aufweisen, aber auch die Länder Mittel- und Osteuropas dürften sich von dem Einbruch des Vorjahres erholen. Gerade in den Industrieländern dürften die Folgen der geplatzten Schuldenblase aber noch lange zu spüren sein, sodass das Wachstumstempo nach einem guten zweiten Halbjahr 2009 wieder abnehmen dürfte. Die vorhergehenden Übertreibungen im Immobiliensektor und bei der Verschuldung von Unternehmen sowie privaten Haushalten sind in vielen Ländern noch nicht vollständig korrigiert. Zusammen mit den weiterhin bestehenden Problemen im Finanzsektor werden diese Faktoren wieder in den Vordergrund treten, sobald das nach dem Abebben des Lehman-Schocks erfolgte Zurückpendeln der Nachfrage ausläuft.

In Deutschland hat es in den vergangenen Jahren zwar keinen Bauboom gegeben und die Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten in Relation zum Bruttoinlandsprodukt ist sogar eher gefallen. Trotzdem wird auch die deutsche Wirtschaft von den nach-

Reales Bruttoinlandsprodukt

Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent

2009 2010 2011
USA –2,5 2,5 3,0
Euroraum –3,9 1,5 1,7
Deutschland –5,0 2,3 1,5
Mittel- und Osteuropa –4,5 2,3 4,2
Polen 1,5 3,0 4,8

Wechselkurse

jeweils Jahresendstände

2009 2010 2011
Euro / Dollar 1,44 1,40 1,20
Euro / Pfund 0,89 0,88 0,86
Euro / Zloty 4,10 3,90 3,70

Werte für 2010 und 2011 jeweils Prognosen der Commerzbank

laufenden Auswirkungen der Krise beeinträchtigt werden, zumal das Finanzsystem noch mit den Folgen der Krise kämpft. Die Probleme in anderen Ländern werden über eine schwächere Entwicklung der Exporte ebenfalls die inländische Konjunktur bremsen. Für dieses Jahr erscheint in Deutschland zwar ein Wachstum von gut 2% möglich; dies ist jedoch zu einem beträchtlichen Teil auf die positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2009 zurückzuführen. Aber auch dann wird das reale Bruttoinlandsprodukt Ende des Jahres immer noch etwa 3½% niedriger liegen als zu Beginn der Rezession Anfang 2008. Aus diesem Grund dürfte die Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf deutlich zunehmen, und mit einem stärkeren Preisauftrieb ist auf absehbare Zeit nicht zu rechnen.

An den Finanzmärkten dürfte das Jahr 2010 durch die Diskussion geprägt sein, wann die wichtigsten Notenbanken in den Industrieländern beginnen, die Leitzinsen wieder anzuheben. Das in den kommenden Quartalen wohl eher verhaltene Wirtschaftswachstum und die auch deshalb vorerst geringen Inflationsgefahren sprechen dafür, dass dies frühestens in der zweiten Jahreshälfte der Fall sein wird. Darum besteht vorerst die Chance auf weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten, und das Umfeld strukturell niedriger Renditen bei langlaufenden Staatsanleihen mit erstklassiger Bonität sollte in den kommenden Monaten fortbestehen. Sobald sich die Anzeichen für eine Wende in der Geldpolitik mehren, dürfte dies zwar die Aktienmärkte belasten, bei den Anleiherenditen ist aber auch dann nur mit einem leichten Anstieg zu rechnen. An den Devisenmärkten könnten solche Signale eine Renaissance des Dollar einleiten, da die US-Zentralbank die Zinsen wohl stärker anheben dürfte als beispielsweise die EZB.

Künftige Situation der Bankbranche

Das gesamtwirtschaftliche Branchenumfeld sollte sich im Zuge einer zu erwartenden konjunkturellen Erholung verbessern. Entsprechend prognostiziert die Commerzbank nach dem starken Einbruch 2009 eine Erholung des Bruttoinlandsprodukts für die Jahre 2010 und 2011. Die Verbesserung des makroökonomischen Umfelds sollte sich auf alle Branchen positiv auswirken und unter anderem zu einer höheren Kreditnachfrage, geringeren Kreditausfällen und stärkeren Provisionserträgen führen.

  • 141 Prognose- und Chancenbericht

Der IWF erwartet eine Erholung der Kreditnachfrage von Nichtbanken im Euroraum für das Jahr 2010.

Dies sollte für die europäischen Banken einen moderat positiven Volumeneffekt im Zinsüberschuss nach sich ziehen. Davon kann wahrscheinlich auch die Commerzbank profitieren.

Im Vergleich zu der Margenerhöhung im Kreditgeschäft im Verlauf des Jahres 2009, kann es 2010 – in Folge abnehmender implizierter Risikoerwartungen des Marktes – wieder zu einer Margenverringerung kommen. Die angespannte Margensituation im Einlagengeschäft der Banken wird wohl eher anhalten, da sich die Institute verstärkt über Kundeneinlagen refinanzieren wollen.

Prognosen über die künftigen Ergebnisbelastungen der Kreditinstitute sind schwer zu treffen. Der IWF erwartet, dass die Banken des Euroraums – ausgehend vom dritten Quartal 2009 – bis Ende 2010 weitere Wertberichtigungen in Höhe von 470 Mrd US-Dollar bilden müssen. Die Bundesbank schätzt, dass die Verluste deutscher Finanzinstitute aus Verbriefungsinstrumenten ihren Höhepunkt bereits überschritten haben, erwartet jedoch weitere Wertberichtigungen von etwa 10 bis 15 Mrd Euro – fast ausschließlich in CDOs. Die Abschreibungswelle auf Buchkredite dürfte laut Deutscher Bundesbank ihren Höhepunkt noch nicht erreicht haben. Sie schätzt einen noch ausstehenden Wertberichtigungsbedarf von 50 Mrd bis 75 Mrd Euro allein für die deutschen Kreditinstitute.

Die Eigenkapitalrentabilität der großen EU-Banken lag laut EZB im Jahr 2008 im Median bei 5,8% auf einem Tiefpunkt. 2009 sollte die Rentabilität wieder angestiegen sein. Für das Jahr 2010 erwarten Brokerhäuser und andere Experten durchschnittliche Eigenkapitalrenditen der europäischen Banken etwa bei 10% bis 15% und damit unter dem Niveau der Zeit vor der Krise.

US-Präsident Obama machte Ende Januar 2010 eine Reihe von Vorschlägen, die auf eine verstärkte Regulierung verschiedener Geschäftsbereiche des Investmentbankings zielen. Den einlagenehmenden amerikanischen Banken soll insbesondere der Eigenhandel sowie der Besitz und die Unterstützung von Hedgefonds und Private-Equity-Fonds untersagt werden. Mit einer Verschärfung des regulatorischen Umfelds für Banken in den USA – und möglicherweise in der Folge auch in Europa – ist generell zu rechnen, wenngleich das genaue Ausmaß der Einschränkungen derzeit noch nicht absehbar ist. Dies kann das Investmentbanking weltweit – aber auch das Geschäft der Commerzbank – beeinträchtigen.

Für die europäischen Banken sollte 2010 weiterer erheblicher Kapitalbedarf aufgrund höherer Anforderungen des Marktes und der Regulatoren bestehen. Außerdem müssen Wertverluste und die Bildung von Risikovorsorge ausgeglichen werden. Falls die Kreditinstitute des Euroraums eine Kernkapitalquote von 10% erreichen wollen, so geht der IWF von einem zusätzlichen Kapitalbedarf von 380 Mrd US-Dollar aus.

Die Wettbewerbssituation der Branche dürfte weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr sein. In einigen Geschäftsbereichen hat das Ausscheiden oder eine defensive Geschäftspolitik einiger Marktteilnehmer zu geringerer Wettbewerbsintensität geführt, wobei die zunehmende Konsolidierung der Branche einzelnen Instituten höhere Marktanteile gewährte. Dagegen leiden Geschäftsbereiche wie das Retailbanking weltweit unter verschärftem Wettbewerb, vor allem durch aggressiveres Verhalten der Marktteilnehmer.

Erwartete Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Für den Zinsüberschuss erwarten wir für das Geschäftsjahr 2010 keine signifikante Veränderung gegenüber 2009. Es gilt, die im Jahr 2009 verbesserten Zinsmargen im Kreditgeschäft im Jahr 2010 zu stabilisieren. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sollte sich 2010 verringern und etwa auf dem Niveau der addierten Werte von Commerzbank und Dresdner Bank im Jahr 2008 – plus Unwinding-Effekt – liegen. Insbesondere im Segment Asset Based Finance und in Osteuropa erwarten wir aber weiterhin sehr hohen Risikovorsorgebedarf. Im Segment Mittelstandsbank gehen wir dagegen davon aus, dass steigende Risikovorsorge im Inland – aufgrund der der Rezession nachlaufenden Unternehmensinsolvenzen – durch eine rückläufige Entwicklung im Bereich Financial Institutions im Ausland überkompensiert wird. Der Provisionsüberschuss sollte 2010 vor allem vor dem Hintergrund eines verbesserten Marktumfelds steigen. Eine Prognose des Handelsergebnisses ist insbesondere aufgrund der hohen Volatilität an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die Bewertung der entsprechenden Finanzinstrumente nur bedingt möglich. Wir erwarten jedoch insbesondere eine deutliche Verbesserung beim Handelsergebnis der Segmente Corporates & Markets sowie Portfolio Restructuring Unit, sodass 2010 ein besseres Konzern-Handelsergebnis zu erwarten ist. Die Verwaltungsaufwendungen werden im Jahr 2010 durch zwei gegenläufige Entwicklungen beeinflusst: Auf der einen Seite wirken das anhaltend strikte Kostenmanagement und realisierte Synergieeffekte aufwandsmindernd. Auf der anderen Seite belastet weiterhin laufender Umsetzungsaufwand für die Integration der Dresdner Bank. In Summe sollten die Verwaltungsaufwendungen aber leicht sinken. Das operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns dürfte sich vor dem Hintergrund der oben gemachten Aussagen im Jahr 2010 signifikant gegenüber dem Wert des Vorjahres verbessern. Insgesamt erwarten wir jedoch noch ein schwieriges Jahr, das weiterhin durch die Integration beeinflusst sein wird. Bei unserer angesetzten Planung können wir daher für das Jahr 2010 zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen operativen Gewinn versprechen. Spätestens im Jahr 2011 werden wir aber wieder einen Gewinn ausweisen.

Weitere Kosten für die Integration der Dresdner Bank in Form von Restrukturierungsaufwendungen sollten 2010 nicht mehr anfallen.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Die Grundlage für die Emissionsplanung im Kapitalmarkt sind die Ergebnisse aus dem Stable Funding-Konzept. In diesem Konzept werden der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kern-Aktivgeschäft der Bank sowie die nicht innerhalb eines Jahres liquidierbaren Aktiva ermittelt und den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln – inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen – gegenübergestellt. Ziel ist es, die nicht liquiden Aktiva sowie das Kerngeschäft der Bank weitestgehend durch langfristig verfügbare Passivmittel zu finanzieren.

Die Refinanzierungsstruktur des Commerzbank-Konzerns stützt sich auf eine breite Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen. Der weitere Auf- und Ausbau stabiler und langfristiger Kundenbeziehungen ist erklärtes Ziel des strategischen Programms "Roadmap 2012". Das Liquiditätsmanagement führt regelmäßig Struk-

  • 141 Prognose- und Chancenbericht

turanalysen der diversen Refinanzierungsquellen durch, um auf dieser Basis das Refinanzierungsprofil aktiv zu steuern. Die langfristige Refinanzierung wird im Wesentlichen durch Kapitalmarktprodukte sowohl auf besicherter als auch unbesicherter Basis sowie durch stabil anzusehende und der Bank langfristig zur Verfügung stehende Kundeneinlagen sichergestellt.

Es wird weiterhin von einem volatilen Kapitalmarktumfeld ausgegangen. Jedoch sollten die durchschnittlichen Refinanzierungskosten am Kapitalmarkt im Jahr 2010 unter denen des Vorjahres liegen. Für 2010 sieht der Commerzbank-Konzern eine Mittelaufnahme am Kapitalmarkt in Höhe von insgesamt circa 20 Mrd Euro vor, von denen etwa 30-40% über unbesicherte und etwa 60-70% über besicherte Emissionen begeben werden sollen. Durch die im Jahr 2009 über Plan liegende Refinanzierungstätigkeit sowie den im Rahmen der strategischen Planung weiter vorangetriebenen Abbau von Aktiva und planmäßigen Fälligkeiten in den Bereichen Public Finance und Portfolio Restructuring Unit besteht keine Notwendigkeit, das gesamte im Jahr 2010 fällig werdende Volumen von Kapitalmarktemissionen in Höhe von rund 48 Mrd Euro – davon 15 Mrd Euro unbesichert und 33 Mrd Euro besichert – zu ersetzen. Diese Logik gilt auch in den Folgejahren.

Die besicherte Refinanzierung wird über Pfandbriefe der Eurohypo erfolgen, wobei der Schwerpunkt auf Hypothekenpfandbriefen liegen wird. Bei besicherten Kapitalmarktemissionen werden sowohl Benchmark- (Jumbo-Pfandbriefe) als auch Privatplatzierungen zum Einsatz kommen. Bei der Platzierung unbesicherter Anleihen wird der Schwerpunkt auf Privatplatzierungen liegen. Öffentliche Transaktionen werden wir selektiv zur Verbreiterung unserer Investorenbasis in Erwägung ziehen oder für die Abdeckung von in Fremdwährungen bestehenden Refinanzierungserfordernissen.

Durch regelmäßige Überprüfung und Adjustierung der getroffenen Annahmen für das Liquiditätsmanagement wird Group Treasury den Veränderungen des Marktumfelds weiterhin voll Rechnung tragen und eine solide Liquiditätsausstattung und eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Die Investitionstätigkeiten in den kommenden Jahren sind vor allem durch die Integration der Dresdner Bank geprägt. Für die Integration sind insgesamt 2,5 Mrd Euro vorgesehen. Dadurch werden künftig Einsparungen gegenüber 2008 erzielt, die nach vollständiger Umsetzung auf jährlich 2,4 Mrd Euro anwachsen werden. Von den Investitionen für die Integration entfielen bereits rund 1,9 Mrd Euro auf das Jahr 2009; 1 548 Mio Euro als Restrukturierungsaufwendungen und 316 Mio Euro als laufender Aufwand. Bis 2012 sind weitere 0,6 Mrd Euro als laufender Aufwand für die Integration geplant.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Eurohypo im Bereich Commercial Real Estate fielen 2009 Restrukturierungsaufwendungen von 73 Mio Euro und Umsetzungsaufwendungen von 10 Mio Euro an. In den Jahren 2010 und 2011 ist hierfür mit einem laufenden Umsetzungsaufwand von weiteren 61 Mio Euro zu rechnen.

Darüber hinaus wird das 2009 initiierte Programm Group Finance Architecture (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion im Commerzbank-Konzern fortgeführt. Für 2010 sind Investitionen in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags geplant.

Eng mit den genannten Investitionsschwerpunkten im Commerzbank-Konzern sind die Investitionstätigkeiten der einzelnen Bereiche der Bank verbunden:

Im Segment Privatkunden steht auch 2010 die Zusammenführung von Commerzbank und Dresdner Bank zur neuen Commerzbank im Fokus. Geplant sind wesentliche Investitionen in die Migration der IT-Infrastruktur, in die Kundensysteme im Filialgeschäft und einen einheitlichen Markenauftritt. Im zweiten Quartal wird das Filialnetz von Dresdner Bank und Commerzbank optisch zusammengeführt. Im Zuge der Umstellung auf die gemeinsame Marke erhalten im Juni alle Dresdner Bank-Filialen einen neuen Filialauftritt, der neben dem Einsatz des neuen Markenzeichens auf eine Modernisierung des Erscheinungsbildes der Filiale setzt. In den folgenden zwei Monaten wird dann der Großteil der Commerzbank-Filialen ebenfalls auf den neuen Filialauftritt umgestellt. Die Modelle "Filiale der Zukunft" und "Filiale der Zukunft PLUS" dienen der neuen Commerzbank als Zielmodell für alle Filialen. Hier stärken wir unser Beratungsangebot, weiten die Services der SB-Zone aus und steigern außerdem die Kosteneffizienz unserer Filialen. 2010 konzentrieren wir uns weiterhin auch auf die kontinuierliche Verbesserung unserer Qualität im Beratungsprozess. Hierzu haben wir ein spezielles Maßnahmenpaket entwickelt, das wir in den kommenden Jahren sukzessive umsetzen werden.

In Vorbereitung auf die Zusammenführung der IT-Systeme beider Banken im zweiten Quartal 2011 investieren wir auch im Segment Privatkunden umfangreich in Maßnahmen zum reibungslosen Übergang von Daten und Systemen.

Für das Segment Mittelstandsbank war 2009 durch die Integration des Firmenkundengeschäfts der Dresdner Bank in das erfolgreiche Geschäftsmodell der Commerzbank geprägt. Diesen Weg will das Segment Mittelstandsbank 2010 durch eine weitere Optimierung der gemeinsamen Vertriebsstruktur fortführen. Einen wichtigen Schritt in der Entwicklung sehen wir in der Integration unseres inländischen Filialnetzes und dessen Umstellung auf einen gemeinsamen, kundennahen Auftritt. Um eine unserer Kernkompetenzen – bedarfsorientierte Kundenberatung – im Produktfeld Interest, Currency & Liquidity Management (ICLM) weiter zu stärken, werden wir in unsere Fähigkeit zur Analyse von Kundenportfolios und -bedarfen investieren. Wir versprechen uns hiervon eine weitere Verbesserung unserer Beratungsqualität, eine effizientere Gesprächsvor- und -nachbereitung, zusätzliche Erträge durch die

  • 141 Prognose- und Chancenbericht

Erhöhung des Cross-Sellings zwischen verschiedenen ICLM-Assetklassen sowie die Verkürzung unserer Reaktionszeit bei Produktideen und Marktfenstern – auch, um schneller auf extreme Marktveränderungen im Interesse unserer Kunden reagieren zu können.

Das Segment Corporates & Markets investiert im Rahmen der Integration der Dresdner Bank weiterhin in eine robuste und flexible IT- und Backoffice-Infrastruktur. Nur mittels kontinuierlicher Investitionen in die entsprechenden Plattformen können Flexibilität, Kosteneffizienz und die Kontrolle operationaler Risiken als Basis für eine reibungslose Integration gewährleistet werden. Darüber hinaus wollen wir im Bereich Fixed Income die in der Dresdner Bank bereits etablierten eFX- und eBond-Plattformen – die Kunden eine direkte Anbindung an den Online-Handel ermöglichen – nutzen sowie in der neuen Commerzbank auf- und ausbauen. Die höhere Flexibilität und Präsenz auf diesem Markt wird unseren Kunden zugutekommen. Im Bereich Aktienderivate werden wir eine Handelsplattform für CFDs "Contracts for Difference" in der strategischen IT-Landschaft von Corporates & Markets implementieren. In einem weiteren Schritt soll dieses Produkt auch privaten Investoren in Form einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt werden. Der Schwerpunkt wird in den Jahren 2010 und 2011 auf der Integration der ehemaligen Dresdner Bank-Handelsaktivitäten in die C&M-Plattform liegen.

Im Segment Central & Eastern Europe werden bei der BRE Bank die 2009 mit BREnova eingeleiteten Maßnahmen fortgeführt. Dabei werden insbesondere Effizienzsteigerungen in den Bereichen IT und Operations sowie Maßnahmen zur Ertragserhöhung im Retail und Corporate Banking im Fokus stehen. Bei der Bank Forum liegt der Schwerpunkt auf der Fortführung des Restrukturierungsprogramms. Daneben fokussieren sich die Aktivitäten hier auf eine Zentralisierung der Backoffice-Einheiten und die damit einhergehende Verbesserung der Kostenstruktur.

Im Segment Asset Based Finance wird die strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells der Eurohypo fortgesetzt. Durch die Optimierung der Portfoliostruktur und die Fokussierung auf Kernmärkte wird die Komplexität des Geschäfts weiter reduziert. Ziel ist die konsequente Beschränkung auf das wertsteigernde Kerngeschäft. Im Jahr 2010 werden im Segment Asset Based Finance weitere Aufwendungen aus einem Restrukturierungsprogramm in der Commerz Real erwartet.

2010 werden wir das im letzten Jahr initiierte Programm Group Finance Architecture (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion im Commerzbank-Konzern fortführen. Ziele des Programms sind der Aufbau einer Multi-Gaap fähigen Lösung, die Integration von Financial und Management Accounting und damit insbesondere auch eine deutliche Beschleunigung des Abschlussprozesses sowie eine Verbesserung der Analysefähigkeiten. Damit soll die Grundlage für eine noch stärker proaktive Unternehmenssteuerung durch den Bereich Finanzen zur Unterstützung des Managements geschaffen werden.

Der Aufbau der neuen Architektur umfasst unter anderem die Einführung von Standardsoftware, die damit einhergehende Prozessstandardisierung sowie den Aufbau eines Data Warehouse, wodurch die Qualitätssicherung der den Stakeholdern zur Verfügung gestellten Finanzdaten optimiert wird. Mit Letzterem wird auch eine engere Verzahnung von Finanzund Risikobereich in der Unternehmenssteuerung angestrebt. Als erster von mehreren Programmabschnitten wird bis Ende 2014 die Architektur für den Funktionsbereich Accounting der Commerzbank AG Inland etabliert werden.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Die Entwicklung der Liquidität im Jahr 2010 wird davon beeinflusst sein, in welchem Umfang die Zentralbanken beginnen, ihre Exit-Strategien zur Absorption der Überschussliquidität im Markt zu vollziehen und ob diese mit Zinsänderungen verbunden sein werden. Bei diesen Maßnahmen wird es entscheidend auf den Zeitpunkt der Umsetzung ankommen, damit auf der einen Seite weiterhin eine ausreichende Liquiditätsversorgung des Gesamtmarktes gewährleistet ist, andererseits die zurzeit außerordentliche Rolle der Zentralbanken als Liquiditätsanbieter für Teile des Finanzmarktes zurückgeführt werden kann. Die Commerzbank verfügt über eine gute Liquiditätsausstattung und berücksichtigt mögliche Auswirkungen dieser Ausstiegsszenarien im Rahmen ihrer Liquiditätsplanung.

Im Bereich der Geld-, Repo-, FX- und Geldmarktswapmärkte sehen wir die Finanzmarktkrise größtenteils als überwunden an, wenngleich die Märkte nicht auf das Niveau vor der Krise zurückgekehrt sind. Die Markttiefe hinsichtlich Volumen und Laufzeiten wird maßgeblich durch das individuelle Kontrahentenrisiko eines Marktteilnehmers bestimmt. Für die Commerzbank stehen die angeführten liquiden Märkte in vollem Umfang zur Liquiditäts- und Zinsrisikosteuerung zur Verfügung. Für das Jahr 2010 sehen wir für uns keine Beeinträchtigung.

Die Anforderungen an das Liquiditätsmanagement sowie die künftige Entwicklung der Liquiditätsausstattung der Bank sowie des gesamten Finanzsystems werden durch die Umsetzung der derzeit diskutierten Verschärfung der regulatorischen Erfordernisse in Bezug auf Kapital- und Liquiditätsmanagement, wie beispielsweise das Einhalten von Liquiditätskennzahlen, Verschuldungsquoten – den sogenannten Leverage Ratios – oder Volumen- und Qualitätsanforderungen an die Wertpapiere der Liquiditätsreserve, nachhaltig beeinflusst. Die Commerzbank unterstützt diese Entwicklungen zur Erhöhung der Stabilität der Finanzmärkte grundsätzlich, da sie bereits heute das Liquiditätsrisiko mit einem seit mehreren Jahren bewährten Liquiditätsmodell steuert. Die Commerzbank ist national und international aktiv in Verbänden und Arbeitsgruppen vertreten, um im Austausch mit Institutionen und Marktteilnehmern zu einer Etablierung angemessener und harmonisierter Standards für das Liquiditätsmanagement beizutragen.

Chancenmanagement in der Commerzbank

Die systematische Identifikation und Nutzung von Chancen ist für die Commerzbank eine zentrale Managementaufgabe. Dies gilt sowohl operativ im täglichen Wettbewerb als auch strategisch für die Identifikation von Wachstums- oder Effizienzpotenzialen. Aus diesem Verständnis heraus hat sich in der Commerzbank ein dreistufiges Chancenmanagement entwickelt:

    1. Zentrales strategisches Chancenmanagement: Identifikation strategischer Handlungsoptionen für den Gesamtkonzern durch den Vorstand und im Bereich Group Development & Strategy (zum Beispiel Entwicklung des Markt- und Geschäftsfeldportfolios)
    1. Zentrales strategisches und operatives Chancenmanagement für die Konzernbereiche: Definition strategischer und operativer Wachstums- und Effizienzsteigerungsinitiativen für die Konzernbereiche durch die jeweiligen Verantwortlichen (zum Beispiel Entwicklung der Produkt- und Kundenportfolios)
  • 141 Prognose- und Chancenbericht

    1. Dezentrales operatives Chancenmanagement:

Kunden- und geschäftsvorfallbasierte Identifikation operativer Chancen durch alle Mitarbeiter (zum Beispiel regionale Nutzung von Marktchancen und Kundenpotenzialen, Kundenberatungskonzepte)

Unabhängig davon, auf welcher Ebene etwaige Chancen für den Konzern identifiziert wurden, werden diese Chancen als Maßnahmen konkretisiert im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses beurteilt. Ziel ist dabei die Weiterentwicklung des Konzernbereichsportfolios mit ausgewogenem Chancen- und Risikoprofil.

Die Realisierung der identifizierten Chancen und daraus abgeleiteter strategischer wie operativer Maßnahmen obliegt dann den jeweiligen Konzernbereichsverantwortlichen. Die Erfolgskontrolle erfolgt einerseits anhand der internen Controlling- und Risikocontrolling-Instrumente sowie der individuellen Zielvereinbarungen und andererseits gestützt auf externe Beurteilungen (zum Beispiel Rating, Marktforschungsergebnisse, Benchmarking, Kundenbefragungen).

Das Chancenmanagement zur Schaffung innovativer Lösungen für Kunden wird darüber hinaus durch das interne Wertesystem der Commerzbank immer stärker in der Unternehmenskultur verankert.

Zudem hat die Commerzbank im Bereich Group Communications ein Früherkennungssystem etabliert. Hier werden potenziell interessante Themen, die für die Commerzbank Risiken aber auch Chancen mit sich bringen könnten, frühzeitig identifiziert, systematisch verfolgt und an die Verantwortlichen im Konzern weitergeleitet.

Welche Chancen die Commerzbank im Einzelnen identifiziert hat, haben wir in den Abschnitten zu den jeweiligen Segmenten dargelegt.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem volatilen Kapitalmarktumfeld aus. Die Wirtschaft in Deutschland wird von den nachlaufenden Auswirkungen der Krise beeinträchtigt werden, zumal das Finanzsystem noch mit den Folgen der Krise kämpft. Darüber hinaus wird das Finanzsystem durch die Umsetzung der derzeit diskutierten Verschärfung der regulatorischen Erfordernisse in Bezug auf Kapital- und Liquiditätsmanagement beeinflusst. Insofern sehen wir ein weiteres schwieriges Jahr vor uns.

Trotzdem wollen wir im Jahr 2010 auf Basis unseres robusten Geschäftsmodells, welches ein nachhaltiges Ertragspotenzial besitzt, in allen Bereichen sichtbare Fortschritte erzielen. Wir werden uns weiter darauf konzentrieren, unser Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Deutschland auszubauen. Das Segment Corporates & Markets sollte seine Profitabilität deutlich verbessern. Im Segment Central & Eastern Europe wird die BRE Bank in Polen auf Wachstumskurs bleiben; in Osteuropa werden wir dagegen mit unserem Konsolidierungskurs fortfahren. Das intensive Restrukturierungsprogramm im Segment Asset Based Finance und den Abbau im Segment Portfolio Restructuring Unit werden wir konsequent fortsetzen. Des Weiteren werden wir die Integration der Dresdner Bank und die Realisierung von Synergien vorantreiben.

Für den Commerzbank-Konzern werden die kritischen Märkte zum einen die gewerbliche Immobilienfinanzierung besonders in den USA und die Schiffsfinanzierung sein sowie zum anderen die Ukraine, in der wir mit der Bank Forum vertreten sind. Vor diesem Hintergrund wird der Risikovorsorgebedarf weiterhin relativ hoch sein, insgesamt jedoch rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Auch die Belastungen aus der Finanzmarktkrise und dem Abbau von Risikoportfolien erwarten wir auf einem niedrigeren Niveau. Zudem fallen die Restrukturierungsaufwendungen für die Integration der Dresdner Bank weg.

Das Andauern der Krise mit ihren direkten Folgen für die Kredit- und Finanzmärkte wird viele der beschriebenen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung maßgeblich beeinflussen. Insofern ist eine genaue Ergebnisprognose nicht möglich und wir können für das Jahr 2010 zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Gewinn versprechen. Dieses Ziel werden wir spätestens im Jahr 2011 erreichen.

Konzernrisikobericht

Der Konzernrisikobericht ist auf den Seiten 153 bis 186 abgebildet. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Details zu den Pro-forma-Angaben

Die Pro-forma-Anpassungen dienen der Vergleichbarkeit der Abschlusszahlen 2008 und 2009. Wir haben in den Pro-forma-Angaben – soweit möglich – simuliert, dass der Erwerbsvorgang der Dresdner Bank bereits zum 12. Januar 2008 stattgefunden hätte.

Für die Bilanz haben wir die Konzernabschlüsse 2008 der Commerzbank und der Dresdner Bank als Basis verwendet. Weiterhin haben wir Konsolidierungen zwischen den beiden Banken durchgeführt, den Abgang der cominvest-Gruppe und der Oldenburgische Landesbank an die Allianz sowie die Vollkonsolidierung der Schiffsbank für das Geschäftsjahr 2008 simuliert. Weiterhin haben wir die Erst- und Folgebewertungen aus der finalen Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) den Bilanzpositionen zugeordnet.

In der Pro-forma-Gewinn- und Verlustrechnung wurde dieselbe Annahme unterstellt. Auch hier wurde als Basis die Gewinn- und Verlustrechnungen der Commerzbank und der Dresdner Bank für das Geschäftsjahr 2008 als Basis unterstellt. Der Ergebnisbeitrag der cominvest-Gruppe und der Oldenburgische Landesbank für das Geschäftsjahr 2008 wurden eliminiert, hingegen wurden die Ergebnisbeiträge der Schiffsbank hinzugerechnet, als hätten diese Transaktionen bereits im Geschäftsjahr 2008 stattgefunden. Die Effekte aus der Kaufpreisallokation, im Wesentlichen Aufzinsung der in der Kaufpreisallokation neu bewerteten Verbindlichkeiten und Abschreibungen auf Marken und Kundenstämme, sowie die Nichtberücksichtigung der ersten zwölf Januar-Tage wurden zudem in der Pro-forma-Gewinn- und Verlustrechnung simuliert.

Konzernrisikobericht

Im Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen unsere Portfolien ausgesetzt sind. Das Jahr 2009 stand dabei ganz im Zeichen der Integration der Dresdner Bank, die große Herausforderungen an die Leistungsfähigkeit der neuen integrierten Risikomanagementfunktion stellt. Unser vorrangiges Ziel war es dabei sicherzustellen, dass alle Risiken des neu entstandenen, integrierten Gesamtportfolios jederzeit vollständig und auf Basis adäquater Prozesse identifiziert, überwacht und gesteuert werden.

153 Organisation des Risikomanagements | 155 Risikosteuerung | 158 Adressenausfallrisiken 173 Markt- und Liquiditätsrisiken | 177 Intensive Care / Ertragsbelastungen | 180 Operationelle Risiken 182 Sonstige Risiken | 184 Ausblick

Inhalt

– 155 Organisation des Risikomanagements

    1. Integration der Dresdner Bank
    1. Neuaufstellung der Risikofunktion
    1. Komitees

– 157 Risikosteuerung

    1. Risikotragfähigkeit und Stresstesting
    1. Risikostrategie und Risikoappetit
    1. Operative Risikosteuerung

– 173 Adressenausfallrisiken

    1. Commerzbank-Konzern nach Segmenten
    • 1.1 Segment Privatkunden
    • 1.2 Segment Mittelstandsbank
    • 1.3 Segment Central&Eastern Europe
    • 1.4 Segment Corporates& Markets
    • 1.5 Segment Asset Based Finance
    • 1.6 Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU)
    1. Segmentübergreifende Portfolioanalysen
    • 2.1 Asset Backed Securities-Portfolio
    • 2.2 Leveraged Acquisition Finance-Portfolio
    • 2.3 Financial Institutions und Non-Bank Financial Institutions Portfolio
    • 2.4 Länderklassifizierung
    • 2.5 Ratingklassifizierung
    • 2.6 Branchenklassifizierung

– 177 Markt- und Liquiditätsrisiken

    1. Marktrisiken
    • 1.1 Marktrisiken im Handelsbuch
    • 1.2 Marktrisiken im Bankbuch
      1. Liquiditätsrisiken

– 180 Intensive Care / Ertragsbelastungen

– 181 Operationelle Risiken

– 183 Sonstige Risiken

    1. Geschäftsrisiko
    1. Nicht quantifizierbare Risiken
    • 2.1 Personalrisiken
    • 2.2 Geschäftsstrategische Risiken
    • 2.3 Reputationsrisiken
    • 2.4 Compliancerisiken

– 186 Ausblick

Der nachfolgende Konzernrisikobericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Bei den mit "*" gekennzeichneten Werten per Dezember 2008 handelt es sich um nicht geprüfte Proforma-Zahlen.

153

  • 153 Organisation des Risikomanagements

Organisation des Risikomanagements

Die Risikosteuerung ist ein elementarer Bestandteil aller Geschäftsprozesse der Commerzbank und darauf ausgerichtet, die Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Risiken werden identifiziert, gemessen und entsprechend der Risikoneigung der Bank gesteuert und überwacht.

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren – also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren – und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

1. Integration der Dresdner Bank

Das Jahr 2009 stand für die Commerzbank ganz im Zeichen der Integration der Dresdner Bank, die große Herausforderungen an die Leistungsfähigkeit der neuen integrierten Risikomanagementfunktion stellt. Unser vorrangiges Ziel war es dabei sicherzustellen, dass alle Risiken des neu entstandenen, integrierten Gesamtportfolios jederzeit vollständig und auf Basis adäquater Prozesse identifiziert, überwacht und gesteuert werden können.

Bei der Zusammenführung der Risikostrategie und -überwachung sowie in den Bereichen der Komitee-Strukturen und Einzelgeschäftssteuerung haben wir bereits in 2009 weitgehend auch die Festigung unseres ICAAP-Prozesses für die neue Commerzbank umgesetzt. Um schon deutlich vor der endgültigen Datenmigration, die wir seitens der Risikofunktion eng begleiten, eine vollständige Sicht auf das Gesamtrisikoprofil der neuen Commerzbank zu erhalten, haben wir bereits Anfang 2009 alle für die Risikosteuerung wichtigen Daten und Informationen – teilweise noch auf aggregierter Ebene – in unserem zentralen Risikodatenhaushalt zusammengeführt. Bei der Analyse der Risikokennzahlen auf den folgenden Seiten ist zu berücksichtigen, dass die Harmonisierung der Methoden- und Modellunterschiede im Rahmen der Integration bereits weit fortgeschritten, jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Im dritten Quartal wurden zusätzlich die Segmentzugehörigkeiten im Rahmen der Neuaufstellung der Bank umgeordnet, wodurch ein rückwirkender Vergleich teilweise nicht möglich beziehungsweise nicht sinnvoll ist.

Ein weiterer wesentlicher Schritt aus Sicht der Risikofunktion ist die Aufteilung der neuen Commerzbank in die drei Säulen Fokus (Kernbank), Optimization (Asset Based Finance) und Downsize (PRU) mit jeweils eigenen risikostrategischen Leitplanken. Ziel ist eine zunehmende Fokussierung unserer Aktivitäten auf die Kernbank und die Schaffung von Ressourcenfreiräumen für unsere Zielmärkte.

Im Bereich der Adressenrisiken lag nach der Zusammenlegung der Portfolien von Commerzbank und Dresdner Bank ein besonderer Schwerpunkt auf der Steuerung unserer Klumpenund Konzentrationsrisiken. Unmittelbar nach Schaffung der neuen Commerzbank haben wir daher Anfang 2009 einen umfassenden integrierten Steuerungsrahmen mit klar definierten Warnschwellen, Obergrenzen und Kompetenzregeln für Klumpenrisiken etabliert und im Laufe des Jahres 2009 fest in den Steuerungs-, Überwachungs- und Entscheidungsprozessen verankert. Aufgrund ihrer Bedeutung für das Risikoprofil der neuen Commerzbank werden Konzentrationsrisiken ausschließlich im Gesamtvorstand oder im Group Credit Committee entschieden. Wesentlicher weiterer Meilenstein im Rahmen der Integration war die Zusammenführung und Verzahnung von Kreditkompetenzen, Kreditpolitik und Kreditrisikostrategie der neuen Commerzbank. Hierzu haben wir im Februar 2009 unsere Kompetenzordnung überarbeitet und über vereinheitlichte Policies sowie eindeutige Eskalationsregeln die kreditpolitische Ausrichtung klar definiert. Aufbauend auf der Anfang 2010 weitgehend abgeschlossenen Integration der Ratingsysteme für Kreditnehmer der Commerzbank und Dresdner Bank werden sich die Weiterentwicklungen im Kreditrisikobereich in 2010 insbesondere auf eine Verfeinerung unseres internen Kreditrisikomodells sowie der dazugehörigen Stresstest-Architektur konzentrieren.

Auch im Bereich der Marktrisiken lag ein Fokus der Integration auf der frühzeitigen Zusammenführung der Risikoüberwachung auf Basis einer gemeinsamen Plattform, die bereits im zweiten Quartal 2009 umgesetzt werden konnte. Inzwischen ist das integrierte Überwachungs- und Steuerungssystem der Marktpreisrisiken ein eingespielter Prozess mit täglichen und wöchentlichen Berichten an das Management bis hin zum Vorstand.

Stresstests sowohl auf Portfolio- als auch auf Gesamtbankebene wurden weiterentwickelt und implementiert. Unsere Value at Risk (VaR)- und Stresstestlimite haben wir im Rahmen der Integration der neuen Portfoliostruktur angepasst; die Einhaltung der Limite auf allen Ebenen der Konzernstruktur unterliegt selbstverständlich auch für die neue Commerzbank einer täglichen Überwachung.

Bereits zum Ende des ersten Quartals 2009 wurde durch die Integration der Geschäftsvolumina der Dresdner Bank in das Liquiditätsrisikomodell der Commerzbank eine Sicht auf die Liquiditätssituation des neuen Gesamtkonzerns realisiert. Das im Rahmen des Integrationsprojektes weiterentwickelte interne Liquiditätsrisikomodell hat sich in der Krisensituation als risikosensitives und zuverlässiges Instrument bewährt. Eine Zertifizierung unseres Modells durch die BaFin wird nach Abschluss des Integrationsprojektes angestrebt.

Im Bereich der operationellen Risiken wurden die Zusammenführung der Verlustdatenbanken beider Häuser sowie die daraus resultierenden Adjustierungen der Modellparameter zur Sicherstellung der OpRisk-Analysefähigkeit für die neue Commerzbank umgesetzt. Der Einsatz des integrierten und intern parallel in der Anwendung befindlichen Modells zur Bestimmung der regulatorischen Risikoaktiva wird derzeit mit den Aufsichtsbehörden diskutiert.

Die neuen MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement), die im August 2009 veröffentlicht wurden, bedeuten eine Erweiterung der qualitativen Vorgaben für die Ausgestaltung und die prozessuale Steuerung des institutseigenen Risikomanagements. Im Rahmen der Integration wurden Maßnahmenpakete zur Umsetzung der neuen Vorgaben im Konzern aufgesetzt. Die daraus intern resultierenden Anforderungen wurden zum 31. Dezember 2009 bereits weitestgehend umgesetzt.

2. Neuaufstellung der Risikofunktion

Der Chief Risk Officer (CRO) ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise wurde die Aufstellung des konzernweiten Risikomanagements der Commerzbank zum 1. Oktober 2009 zielgerichtet angepasst. Die Risikomanagementaktivitäten wurden in die Bereiche Kreditrisikomanagement, Marktrisikomanagement, Intensive Care sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement fokussiert – alle vier mit konzernweiter Ausrichtung und direkter Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den vier Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Ziel dieser Weiterentwicklung der Risikofunktion ist es, durch eine funktionale Aufstellung mögliche Reibungsverluste an den Schnittstellen zu beseitigen, die Komplexität weiter zu reduzieren und Aufgaben risikoadäquat und segmentübergreifend zu bündeln. Ferner wird

  • 155 Risikosteuerung

mit der neuen Organisationsstruktur das Ziel verfolgt, die Voraussetzungen für eine umfassende und nachhaltige Umsetzung der segmentübergreifenden Kreditrisiko- und Marktrisikostrategie und der Policies innerhalb der neuen Commerzbank zu verbessern und ferner die Prozesslandschaft zu vereinheitlichen.

3. Komitees

Das operative Risikomanagement wurde vom Vorstand an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, Group Market Risk Committee und das Group OpRisk Committee. Zusätzlich ist für 2010 die Etablierung des Group Strategic Risk Committee geplant. In allen Komitees hat der CRO den Vorsitz und Vetorecht.

Darüber hinaus ist das Asset Liability Committee aufgrund der Zuständigkeiten für die konzernübergreifende Steuerung der Portfoliozusammensetzung sowie der Kapitalallokation und der RWA-Entwicklung wichtiger Ausgangspunkt unseres ICAAP-Prozesses.

Risikosteuerung

Maßgebliche Voraussetzungen für die Begrenzung und Steuerung der Risiken sind die Identifikation aller wesentlichen Risiken und Risikotreiber, die unabhängige Messung und Bewertung dieser Risiken bei sich verändernden makroökonomischen, portfoliospezifischen aber auch bankaufsichtsrechtlichen Bedingungen sowie eine hierauf aufbauende risiko-/ ertragsorientierte Steuerung im Rahmen einer zukunftsorientierten Risikostrategie.

1. Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Das aggregierte Gesamtrisikoprofil unseres Portfolios ist zentraler Ausgangspunkt unserer Risikosteuerung. Dem sich aus dem Risikoprofil ergebenden Kapitalbedarf wird zur Überwachung der Risikotragfähigkeit die Risikodeckungsmasse, also das zur Abfederung schlagend werdender Risiken verfügbare Kapital, gegenübergestellt. Dazu analysieren wir den Kapitalbedarf sowohl im regulatorischen als auch im ökonomischen Kapitalmodell. Die Berechnung des ökonomischen Kapitalmodells zielt genau wie die des regulatorischen Kapitalmodells darauf ab, extreme unerwartete Verluste als Basis für die Bestimmung einer ausreichenden Kapitalunterlegung zu quantifizieren. Mit unserem Konfidenzanspruch von 99,95% gehen wir im ökonomischen Kapitalmodell über die regulatorischen Anforderungen hinaus und berücksichtigen überdies portfoliospezifische Wechselwirkungen. Bei der Definition der disponiblen Risikodeckungsmasse orientierten wir uns 2009 aus Gründen der Vergleichbarkeit an der regulatorischen Betrachtungsweise und verwenden das gesetzlich definierte Kernkapital. Die Angemessenheit aller Annahmen und Definitionen wird laufend überprüft.

Zur Einschätzung der Sensitivitäten sowie als Frühwarnindikator kommen umfangreiche Stresstests zum Einsatz. Dabei wird eine Verschlechterung aller relevanten Risikoparameter unterstellt. Zusätzlich analysieren wir auch das hypothetische Szenario, dass sämtliche Verlustpotenziale der einzelnen Risikoarten gleichzeitig eintreten würden (Vollkorrelation zwischen den Risikoarten).

Wir werden unsere Methodik zur Simulation makroökonomischer Stressszenarien und deren Auswirkungen auf den Kapitalbedarf, die Ertragsseite und die Risikodeckungsmasse im Rahmen der risikoartenübergreifenden Analyse auch im laufenden Geschäftsjahr weiter ausbauen.

Risikotragfähigkeit im Commerzbank-Konzern
-------------------------------------------- --
in Mrd € Dezember 2009 März 2009 Dezember 2008
Risikodeckungsmasse 30 21 23
Regulatorische RWA 280 316 222
davon Kreditrisiko 246 286 207
davon Marktrisiko 14 13 5
davon operationelles Risiko 20 17 9
Ökonomische RWA
exkl. Diversifikationseffekte 283 302 132
davon Kreditrisiko 173 188 63
davon Marktrisiko 63 74 46
davon operationelles Risiko 31 26 15
davon Geschäftsrisiko 16 13 7
Diversifikationseffekte zwischen
den Risikoarten 43 42 32
Ökonomische RWA
inkl. Diversifikationseffekte 240 260 100
Ökonomische RWA im Stressfall 358 358 203
davon Kreditrisiko 206 219 90
davon Marktrisiko 79 78 69
davon operationelles Risiko 53 45 34
davon Geschäftsrisiko 20 16 10
Regulatorische Kernkapitalquote 10,5% 6,8% 10,1%
Ökonomische Kapitalquote
inkl. Diversifikationseffekte 12,3% 8,2% 22,6%
Ökonomische Kapitalquote
exkl. Diversifikationseffekte 10,4% 7,1% 17,1%
Ökonomische Kapitalquote im Stressfall 8,2% 6,0% 11,1%

Werte 2008: Commerzbank (alt) auf Basis aktueller Methodik

Die signifikante Erhöhung der ökonomischen Kapitalbindung in 2009 resultiert primär aus zwei Effekten: Das neue Kreditportfoliomodell der Commerzbank führte ab Januar 2009 zu einem deutlich höheren Credit-VaR und damit ökonomischen RWA im Konzern. Darüber hinaus erhöhten sich die ökonomischen RWA durch die Integration der Dresdner Bank um etwa die Hälfte.

Die zum Jahresende gegenüber März beobachtbare Verbesserung der Kernkapitalquoten ist auf zusätzliche Kapitalmaßnahmen (u.a. zweite SoFFin-Tranche) sowie die plangemäß sinkenden Kapitalbindungen zurückzuführen.

2. Risikostrategie und Risikoappetit

Die Risikoplanung ist ein integrierter Teil unseres laufenden Geschäftsplanungsprozesses im Rahmen der Mittelfristplanung, sodass die Gesamtrisikostrategie direkt aus der Geschäftsstrategie abgeleitet ist. Die Gesamtrisikostrategie wird in Form von Teilrisikostrategien für die einzelnen Risikoarten weiter detailliert und über darunter liegende Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen / Richtlinien konkretisiert und operationalisiert.

In enger Abstimmung mit dem Planungsprozess entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang die Risikotragfähigkeit der Bank ausgeschöpft werden soll. Dabei fließen neben Ertragsaspekten auch Risk /Return-Überlegungen ein. Dieser bewusst zur Verfügung gestellte Kapitalrahmen als Teil der verfügbaren Risikodeckungsmasse legt den Risikoappetit des Vorstands auf Gesamtbankebene fest. Er wird in einem zweiten Schritt für die einzelnen Risikoarten auf Teilportfolien heruntergebrochen und limitiert.

157

  • 155 Risikosteuerung

3. Operative Risikosteuerung

Mit der Neuorganisation im Risikomanagement wurden Teilportfolien mit gleichgelagerten Risiken unter einer Leitung zusammengeführt. Damit ist sichergestellt, dass segmentübergreifend die für die jeweiligen Teilportfolien maßgeblichen Steuerungsimpulse direkt und ohne Verzögerung gesetzt werden.

Unser Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf das Einzelengagement. Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab und werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt.

Die auf Konzernebene festgelegten risikostrategischen Leitplanken werden innerhalb von Segment- beziehungsweise Teilportfolioreports heruntergebrochen und zeitnah überwacht. Für die operative Steuerung der einzelnen Risikoarten werden geeignete Kennzahlen und Instrumente verwendet.

Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

Limitsysteme Risikostrategien undPolicies Aufbau- und Gremienstrukturen / qualitativeVerbesserungen Portfolioüberwachungund Reporting
Gesamtbank • Definition Gesamtbanklimite, z.B. Kapitallimite (risikoartenübergreifend), Expectedund Unexpected Loss,Value at Risk (risikoartenspezifisch) • Gesamtrisikostrategienebst Teilstrategien fürwesentliche Risikoarten•Verankerung allgemeines Risikoverständnisund Schaffung einereinheitlichen Risikokultur • Sicherstellung Informationsaustausch undVernetzung in risikoartenübergreifendenKomitees• Sicherung qualifiziertenPersonalbestands mitfortschreitenderProduktinnovationoder regulatorischenAnpassungen • Group Risk Reportnebst risikoartenspezifischen Gesamtbankformaten, insbesonderefür Adressenausfall-,Markt- und Operationelle Risiken•Einheitlicher, konsolidierter Datenhaushaltals Ausgangsbasis fürGesamtbankreporting
Teilportfolios • Teilportfoliolimite aufBasis der Gesamtbankziele•Ergänzung derkonzernweiten Steuerungsgrößen umteilportfoliospezifischeKennzahlen •Klare Formulierungder Risikopolitik inPolicies (Portfolios,Assetklassen, etc.)• Differenzierte Kompetenzen in Abhängigkeitvon Übereinstimmungder Geschäfte mit derRisikopolitik der Bank • InterdisziplinäreBesetzung vonSegmentgremien (z.B.Kredit- und Marktrisiko,Accounting)• Sicherstellung einheitlicher volkswirtschaftlicher Meinungen • Portfoliobatches gemäßetabliertem Portfoliokalender• Systemisches undoperatives AssetQuality Review• Triggerüberwachungmit klaren Eskalationsund Berichtslinien
Einzelengagement •Begrenzung vonKonzentrationsrisikenund einheitlicheSteuerung nach EaD,LaD und CVaR •RatingabhängigeKompetenzordnung mitklaren Eskalationsprozessen • Deal-Team Strukturen• InstitutionalisierterAustausch innerhalbder Risikofunktion,auch unter EinbezugvolkswirtschaftlicherEntwicklung • Limitüberwachungauf Einzelengagementebene• Monatlicher Berichtzur Entwicklung derKonzentrationsrisikenan den Vorstand

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von potenziellen Verlusten oder entgangenen Gewinnen aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Im Weiteren subsummieren wir unter Adressenausfallrisiken Länder-, Emittenten- sowie Kontrahenten- und Abwicklungsrisiken aus Handelsgeschäften.

1. Commerzbank-Konzern nach Segmenten

Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken nutzen wir die Risikokennzahlen Exposure at Default (EaD), Expected Loss (EL), Unexpected Loss (UL = Ökonomischer Kapitalverbrauch mit einem Konfidenzniveau von 99,95% und einer Haltedauer von einem Jahr) sowie Risikodichte (EL / EaD). Diese verteilen sich wie folgt auf die Segmente:

Kreditrisikokennzahlen nach Segmenten per 31. Dezember 2009
Exposure at Default in Mrd € Expected Lossin Mio € Risikodichtein bp Unexpected Lossin Mio €
Fokus: Kernbank 336 1 390 41 7 625
Privatkunden 78 262 34 1 155
Private Baufinanzierung 37 115 31
Renditeobjekte 5 18 35
Individualkredite 14 69 50
Verfügungskredite /
Ratenkredite / Kreditkarten 11 49 43
Inländische Tochtergesellschaften 4 6 13
Ausländische Tochtergesellschaften
und Sonstige 6 6 9
Mittelstandsbank 110 495 45 3 189
Financial Institutions 21 56 27
MSB Inland 62 332 53
MSB International 27 107 40
Central & Eastern Europe 24 295 122 931
BRE Group 19 149 77
CB Eurasija 2 46 302
Bank Forum 1 86 1 000
Sonstige 2 15 61
Corporates & Markets 89 323 36 2 046
Deutschland 30 141 47
Westeuropa (ohne Deutschland) 31 113 36
Mittel- und Osteuropa 3 5 18
Nordamerika 15 46 31
Sonstige 9 17 18
Sonstige und Konsolidierung 36 15 4 303
Optimization 253 722 29 4 412
Asset Based Finance 253 722 29 4 412
Commercial Real Estate 77 320 42
Eurohypo Retail 19 37 19
Shipping 28 283 102
davon Schiffsfinanzierungen 22 232 106
Public Finance 129 82 6
Downsize 32 234 73 1 760
PRU 32 234 73 1 760
Konzern 621 2 346 38 13 796

Auf Konzernebene betrug der EaD für die Commerzbank (ohne Dresdner Bank) per 31. Dezember 2008 533 Mrd Euro bei einem Expected Loss von 1 145 Mio Euro, einer Risikodichte von 21 Basispunkten und einem Unexpected Loss von 5 064 Mio Euro.

Konzernrisikobericht

  • 158 Adressenausfallrisiken

1.1 Segment Privatkunden

Im dritten Quartal 2009 wurde der Zuschnitt des Segments geändert und das vorwiegend erstrangig besicherte Eurohypo-Retailportfolio dem Segment Asset Based Finance zugeordnet. Dadurch reduzierte sich das EaD-Volumen um ca. 20 Mrd Euro bei geringfügigem Anstieg der Risikodichte. Aufgrund der weiterhin strikten Ausrichtung an wertschaffendem Neugeschäft ist das EaD-Volumen auch innerhalb des neuen Segmentzuschnitts 2009 leicht gesunken.

Das wirtschaftliche Umfeld 2009 war geprägt von der Rezession Ende 2008 / Anfang 2009, allerdings war der Effekt auf die relevanten makroökonomischen Risikotreiber im Jahresverlauf geringer als noch Anfang 2009 erwartet. Insbesondere die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung der Konjunktur sowie die deutliche Zunahme der Kurzarbeit konnten einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie der Unternehmensinsolvenzen bisher verhindern.

Die Risikovorsorge ist zwar erwartungsgemäß im Jahresverlauf angestiegen, jedoch wurde das Anfang 2009 erwartete Niveau aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der eingeleiteten risikomitigierenden Maßnahmen für Neu- und Bestandsgeschäft erfreulicherweise nicht erreicht. Die Risikodichte hat sich in diesem Umfeld und als Folge der ergriffenen Maßnahmen bis zur Jahresmitte reduziert mit einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte.

1.2 Segment Mittelstandsbank

Die Verlagerung von der Finanzmarkt- zur Wirtschaftskrise ist auch im Kreditportfolio der Mittelstandsbank erkennbar. Die Auswirkungen zeigen sich insbesondere in der negativen Ratingmigration der Einzelkunden. Für 2010 muss aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung von einer Fortsetzung dieser Tendenz ausgegangen werden. Parallel zur Ratingmigration ist ein erheblicher Anstieg der Anzahl der Restrukturierungsfälle und Insolvenzen in 2009 zu verzeichnen. Trotz der vorgenannten negativen Auswirkungen befinden sich aber weiterhin zwei Drittel des Gesamtportfolios im Investmentgrade-Bereich.

Im Jahresverlauf verzeichnet das Segment Mittelstandsbank eine wesentliche Reduktion der Kreditvolumina, vor allem begründet in einer rückläufigen Kreditnachfrage aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowie aktiver Volumensreduktion in unseren ausländischen Filialen in Westeuropa und Asien. Unsere Strategie im Ausland (Westeuropa, Asien) ist es, uns vor allem auf Kundenverbindungen mit einer starken Konnektivität zu Deutschland zu konzentrieren. Mit einem Exposure von 62 Mrd Euro (56% des Portfolios) bleibt das Corporate Banking in Deutschland das Kerngeschäft des Segments. Um die Geschäftsmodelle unserer Kunden auch im schwierigen Marktumfeld kompetent und aktiv begleiten zu können, haben wir unsere Rating- und Scoringplattform im Hinblick auf die Analyse der branchenspezifischen Unternehmensperspektiven ausgebaut. Auf dieser Basis stehen wir unseren Kunden mit zusätzlichem Kreditspielraum zur Verfügung und gehen für 2010 in Deutschland von einem BIP-Wachstum von 2% und einem Anstieg der Kreditvolumina aus.

Zur Entwicklung der Financial Institutions siehe Abschnitt 2.3.

1.3 Segment Central & Eastern Europe

Auch in Mittel- und Osteuropa war das Jahr 2009 wesentlich durch die Finanzkrise geprägt. Der dadurch ausgelöste wirtschaftliche Abschwung spiegelt sich erwartungsgemäß in einer Verschlechterung der Risikodaten wider. Insbesondere die Ukraine litt – trotz staatlicher Interventionen und internationaler Unterstützung – stark unter der Krise, was insbesondere im vierten Quartal zu signifikanten Kreditausfällen führte.

Unsere russische Einheit CB Eurasija musste hauptsächlich aufgrund weiterer Rating-Downgrades im Jahr 2009 eine Verschlechterung der Risikodichte auf 302 Basispunkte hinnehmen. Russland war in der Finanzkrise stark unter Druck geraten, zumal das vom Rohstoffexport abhängige Land gleichzeitig rückläufige Öl- und Gaspreise verkraften musste. Aufgrund der Erholung der Rohstoffpreise hat sich die Lage stabilisiert. Die Devisenreserven legen zu und die Wirtschaft verbucht wieder moderates Wachstum, daher erwarten wir im Jahr 2010 eine allgemeine Risikoverbesserung des Portfolios der CB Eurasija.

Wesentliches Teilportfolio im Segment ist mit einem Exposure von 19 Mrd Euro die polnische BRE Group, deren Risikodichte auf 77 Basispunkte anstieg. Insgesamt ist dies für Mittel- und Osteuropa ein vergleichsweise niedriger Wert, da Polen in der Region die internationale Finanzkrise mit am besten gemeistert hat. Getragen wird die positive Entwicklung durch den seit nunmehr einem Jahr gegenüber dem Euro aufwertenden Zloty sowie die mittlerweile wieder deutlich anziehende Industrieproduktion.

Die Wertberichtigungen stiegen insgesamt in 2009 – maßgeblich getrieben durch die Bank Forum, zum Teil auch durch BRE und Sondereffekte – deutlich an. Für 2010 erwarten wir hier eine Entspannung und Verringerung des Wertberichtigungsbedarfs.

1.4 Segment Corporates & Markets

Im Segment Corporates& Markets gab es im Jahresverlauf verschiedene Umstrukturierungen. So wurde der Bereich Public Finance in das Segment Asset Based Finance umgegliedert und Portfolios, die zum Abbau identifiziert wurden, an die Portfolio Restructuring Unit (PRU) übertragen.

Der regionale Fokus des Segments liegt mit 61 Mrd Euro in Deutschland und Westeuropa. Der im Segment zu verzeichnende Rückgang des Exposures auf 89 Mrd Euro ist im Wesentlichen auf den Abbau des Financial Institutions Portfolio sowie die Reduzierung von Handelsaktivitäten im Rahmen unserer De-Risking-Strategie zurückzuführen. Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung hat sich die Risikodichte des Segments zwar auf 36 Basispunkte erhöht, liegt aber weiterhin unter dem Gesamtwert des Commerzbank-Konzerns.

1.5 Segment Asset Based Finance

Das Segment Asset Based Finance (ABF) setzt sich aus den Teilportfolios Commercial Real Estate (CRE), Eurohypo Retail, Schiffsfinanzierung und Public Finance zusammen, die im Folgenden detailliert dargestellt sind.

Commercial Real Estate

Das Gesamtexposure für die Finanzierung von gewerblichen Immobilien, im Wesentlichen in der Eurohypo, beträgt zum 31. Dezember 2009 77 Mrd Euro. Hauptbestandteile sind die Teilportfolios Büro (25 Mrd Euro), Handel (20 Mrd Euro) und Wohnimmobilien (10 Mrd Euro). Die Abschmelzung gegenüber Ende 2008 in Höhe von rund 9 Mrd Euro resultiert aus Rückführungen, Wechselkursschwankungen und marktbedingten Überleitungen in das Default-Portfolio.

Das ungünstige wirtschaftliche Umfeld hat sich in 2009 auf alle wesentlichen Immobilienmärkte mit unterschiedlicher Intensität nachteilig ausgewirkt. Auch wenn Mitte des Jahres eine Stabilisierung der Märkte bei einem sich gleichzeitig belebenden Investoreninteresse zu verzeichnen war, ist die Eurohypo 2009 dennoch nur mit Neuzusagen in Höhe von 3 Mrd Euro bei ausgewählten Transaktionen im Markt. Strategiegemäß konzentrieren wir uns dabei genau wie unsere Kunden auf qualitativ hochwertige Objekte in besten Lagen mit langfristig gesichertem Cashflow.

  • 158 Adressenausfallrisiken

Im Zuge des Projekts "Fokus" der Eurohypo haben wir in 2009 Entscheidungen getroffen, die die unbefriedigende Risikosituation mittelfristig verbessern und das Portfolio insgesamt optimieren werden. Wichtige Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind:

  • die Konzentration auf wenige Kernmärkte
  • die Beendigung des Geschäfts mit Corporate Loans im CRE-Umfeld
  • die Einstellung des Bauträgergeschäfts sowie
  • die Beschränkung des Kundenspektrums auf große, professionelle Marktteilnehmer

Unser grundpfandrechtlich besichertes Finanzierungsportfolio zeigt trotz fortschreitender Marktwertkorrekturen weiterhin Loan to Value-Ratios, die unsere Forderungen überwiegend abdecken.

Insbesondere in den USA hält die negative Marktwertentwicklung – jedoch gedämpft – an. Diese Entwicklung lässt eine Zunahme der Kreditrisiken erwarten. In UK und Spanien sowie in unserem Kerngeschäft Deutschland liegen die Ausläufe überwiegend in einer Bandbreite von 60% bis 80%. Das Volumen der Corporate Loans (Discontinued Business) des CRE-Bereichs, die dinglich unbesichert auf große Immobilienportfolios (z.B. REITs – Real Estate Investment Trusts – und Fonds) gegen Financial Covenants oder Anteilsverpfändung herausgelegt sind, beträgt zum Stichtag 3 Mrd Euro.

Eurohypo Retail

Die Zuständigkeit für das Retail Banking der Eurohypo wurde in 2009 in das Segment ABF übertragen. Der EaD beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2009 19 Mrd Euro. Das Portfolio besteht überwiegend aus Eigenheimen (11 Mrd Euro), Eigentumswohnungen (4 Mrd Euro) und Mehrfamilienhäusern (3 Mrd Euro). Aufgrund der restlaufzeitbedingten guten Ausläufe in diesem überwiegend erstrangig besicherten Portfolio erwarten wir selbst bei einer problematischen makroökonomischen Umfeldentwicklung einen weitgehend stabilen Risikogehalt.

Schiffsfinanzierung

Ausgehend von der Finanzmarktkrise hat die Weltwirtschaft den Welthandel und damit die Seeschifffahrt und die Schiffsfinanzierung in eine spürbare Krise gestürzt. Rückgängige Ladungsmengen sowie sinkende Transportnachfrage verbunden mit den sich stetig vergrößernden Flotten haben das Tonnageüberangebot wachsen lassen. In der Folge erhöhte sich der Druck auf die Fracht- und Charterraten, überwiegend waren massive Einbrüche auf den Containerschiff- und Tankermärkten zu verzeichnen. Aufgelegte oder im Betrieb verlangsamte Schiffe sowie zunehmende Verschrottungen, Ablieferungsverschiebungen und Stornierungen bestehender Neubauaufträge konnten in 2009 nur geringfügig zur Entlastung der Märkte beitragen.

Negative Weiterungseffekte insbesondere im Containerschiffssegment sind teilweise deutliche Verluste der Linienreedereien sowie Kapitaldienststörungen bei Schiffsfinanzierungen. Erholungen bei den Frachtraten im Containerschiffsbereich schlagen noch nicht auf die Charterraten durch, die unverändert auf Betriebskostenniveau verharren. Zunehmende Öllieferungen und wetterabhängige Faktoren haben die unterhalb der vollen Kapitaldienstfähigkeit, aber oberhalb des Betriebskostenniveaus liegenden volatilen Marktraten im stark wachsenden Tankerbereich zuletzt stabilisiert. Der Bereich für Massengutfrachter (Bulker) wurde nach einem Tief zu Jahresbeginn 2009 im Laufe des Jahres vor allem durch den noch anhaltenden Boom der Schwellenländer aus Konjunkturprogrammen getragen.

Das Portfolio der Schiffsfinanzierungen wurde im Jahresverlauf um 3 Mrd Euro auf 22 Mrd Euro reduziert, wovon 12 Mrd Euro in der Deutschen Schiffsbank und 10 Mrd Euro in der Commerzbank AG verbucht sind. Dominierende Segmente im Portfolio sind Container (6 Mrd Euro), Tanker (5 Mrd Euro) und Bulker (5 Mrd Euro). Die wesentlichen Treiber für den Anstieg des Expected Loss (+160 Mio Euro) und der Risikodichte (+77 Basispunkte) sind marktbedingte negative Ratingveränderungen, insbesondere im Container- und Tankerbereich. Damit einhergehend hat sich der Anteil des Performing-Portfolios mit Ratings im Investment Grade-Bereich marktumfeldbedingt auf aktuell 38% des Exposures (nach PD-Rating) reduziert.

Unverändert liegt unser Fokus primär auf dem Bestandsmanagement, wobei wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden konsequent an der Reduzierung unserer Risiken arbeiten. Wo wirtschaftlich sinnvoll, suchen wir hier partnerschaftliche und marktschonende Lösungen. So befinden sich bei wesentlichen Bauzeitfinanzierungen Stabilisierungsmaßnahmen in Umsetzung, unterstützt durch Kapitaleinschüsse der Initiatoren / Kommanditisten, vereinzelte Einbindung öffentlicher Finanzierungsprogramme, Finanzierungsbeiträge durch Werften und Zusatzbesicherungen.

Trotz der Stabilisierungsmaßnahmen rechnen wir mit weiter anhaltenden marktbedingten Ratingverschlechterungen, einem Anstieg im Non-Investment Grade-Bereich und Problemkrediten sowie weiter deutlich steigenden Risikokosten im Schifffahrtsgeschäft.

  • 158 Adressenausfallrisiken

Public Finance

Das Public Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren mit überwiegend langen Laufzeiten zusammen, die teilweise in der Kategorie Available for Sale (AfS), zum größten Teil aber unter Loans and Receivables (LaR) durch Eurohypo und EEPK gehalten werden. Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft (84 Mrd Euro) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa, wobei vom Westeuropa-Exposure rund 24 Mrd Euro auf die Länder Irland, Italien, Portugal und Spanien sowie 3,2 Mrd Euro auf Griechenland entfallen.

Das restliche Portfolio entfällt auf Banken (45 Mrd Euro), wobei der Fokus in Deutschland und Westeuropa (ca. 92%) liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren / Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen / Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Der ergebnisschonende Portfolioabbau wird konsequent vorangetrieben. Im Jahr 2009 wurde der EaD bei leicht ansteigender Risikodichte weiter auf 129 Mrd Euro reduziert. Rund 2,3 Mrd Euro des Abbaus entfielen auf die fünf oben aufgeführten westeuropäischen Länder. Insgesamt streben wir einen Abbau auf 100 Mrd Euro bis Ende 2011 an.

1.6 Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU)

Die PRU managt ausschließlich Aktiva, die von der Commerzbank als nicht strategisch eingestuft wurden und deshalb abgebaut werden sollen. Es handelt sich dabei um Asset Backed Securities (ABS) mit einem Marktwert per 31. Dezember 2009 in Höhe von 21,7 Mrd Euro, die im Detail in Kapitel 2.1 dargestellt werden sowie um sonstige Nicht-Verbriefungspositionen in Höhe von 5,6 Mrd Euro netto.

Bei den sonstigen Positionen in der PRU handelt es sich größtenteils um Anleihen, Kredite, Credit Default Swaps und Tranchen auf Pools von Credit Default Swaps, die außerhalb des strategischen Fokus der Commerzbank liegen. Die Bündelung erlaubt ein einheitliches und effizientes Management dieser Positionen. Das Buch wird aktiv gegen Marktbewegungen immunisiert, wobei Credit Default Swaps sowie die standardisierten Credit-Indizes und Index-Tranchen verwendet werden. Es weist eine Konzentration in den Ratingklassen BBB und BB auf. Weiterhin besteht insgesamt nur ein geringes Risiko gegenüber Kontrahenten aus dem Finanzbereich. Das Management des Buches erfolgt dabei innerhalb enger Limite für VaR und Credit Spread-Sensitivitäten. Die positive Marktentwicklung mit fallenden Credit Spreads hat im Jahresverlauf zu einer absoluten Reduktion der Marktwerte sowohl von gekauften als auch verkauften Credit Default Swap-Positionen geführt. Im Berichtsjahr konnten Volumenreduktionen in Anleihen und Krediten von insgesamt 4,4 Mrd Euro nominal umgesetzt werden.

Ebenfalls auf die PRU übertragen wurde das Exposure in sogenannten Private Finance Initiatives (PFI) mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Nominalvolumen von 1,3 Mrd Euro. Das Portfolio umfasst die private Finanzierung und den Betrieb von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben. Sämtliche Finanzierungen im Bestand der PRU entfallen dabei auf Großbritannien und sind durch extrem lange Laufzeiten von 20 - 25 Jahren gekennzeichnet. Das Kreditrisiko des Bestandes ist teilweise durch Monoline-Versicherer abgesichert.

2. Segmentübergreifende Portfolioanalysen

Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits vollständig in den Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.

2.1 Asset Backed Securities-Portfolio

in Mrd € 31.12.20081 30.9.2009 31.12.2009
Nominal- Markt- Nominal- Markt- Nominal- Markt
werte werte werte werte werte werte
ABS-Exposure PRU 39,7 29,1 33,6 23,6 31,8 21,7
Sekundärmarkt-ABS 19,4 12,1 16,7 9,5 17,1 10,0
Conduits 4,7 4,7 2,9 2,9 2,0 2,0
ABS-Hedgebuch 13,7 10,3 12,9 10,0 11,7 8,7
CIRC 1,1 1,2 0,4 0,5 0,4 0,5
Sonstige 0,8 0,7 0,7 0,6 0,7 0,5
ABS-Exposure Non-PRU 14,0 13,6 13,5 13,0 13,1 12,7
Conduits 6,4 6,4 6,2 6,2 5,9 5,9
Sonstige 7,6 7,2 7,3 6,8 7,2 6,7
Commerzbank gesamt 53,7 42,7 47,0 36,6 45,0 34,3

1 Pro-forma Addition Commerzbank und Dresdner Bank.

2.1.1 ABS-Exposure PRU

In den ABS-Segmenten "Corporate CDOs", "CMBS" und "europäische ABS" waren in den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2009 rückläufige Spreads zu verzeichnen. Hiervon profitierten vor allem die Senior-Tranchen in den jeweiligen Verbriefungsstrukturen, während die Einengung der Spreads in den unteren Ratingkategorien weniger deutlich ausfiel. Markterholungen haben wir konsequent genutzt um den Exposure-Abbau systematisch und signifikant voranzutreiben. Im Jahresverlauf konnte so das Nominalvolumen von 39,7 Mrd Euro auf 31,9 Mrd Euro bei einer Reduzierung der Marktwerte von 29,1 Mrd Euro auf 21,7 Mrd Euro signifikant abgebaut werden. Das Anfang 2010 bestehende günstige Umfeld haben wir genutzt, um das Portfolio weiter abzubauen. Wir werden den Abbau des PRU-Portfolios auch weiterhin wertmaximierend vornehmen.

Sekundärmarkt-ABS

Hierbei handelt es sich um Investments in ABS-Papiere, die von der Commerzbank im Rahmen des Kreditersatzgeschäftes beziehungsweise in ihrer Funktion als Arranger und Marktteilnehmer im Handel mit diesen Produkten vorgenommen wurden.

Bedingt durch die weiterhin sehr hohe Zahl an Zwangsverwertungen von Immobilien sowie durch die gestiegene und anhaltende Arbeitslosigkeit in den USA ist dort mittelfristig keine Verbesserung der Häuserpreise zu erwarten. US RMBS werden somit auch in Zukunft für weitere Belastungen sorgen, auch wenn inzwischen eine Verlangsamung des Zuwachses rückständiger Hypothekenkredite zu beobachten ist.

Während staatsgarantierte ABS, Consumer ABS und SME CDO nicht in größerem Umfang abgeschrieben werden mussten und teilweise im Wert aufholten, waren US CDO of ABS, CMBS und US RMBS von weiteren Wertverlusten betroffen.

Die folgenden Analysen zeigen die Verteilung des Bestands an Sekundärmarkt-ABS nach Produkten, Ratings und Regionen der Underlyings.

165

  • 158 Adressenausfallrisiken
Portfolio nach Produkten in Mrd € 31.12.2009
Corporate CDO 2,0
Non-US RMBS 2,3
Consumer ABS 1,6
US CDO of ABS 0,9
CMBS / CRE CDO 1,0
Staatsgarantiert 0,5
SME CDO 0,5
US RMBS 0,4
sonstige ABS 0,7
Gesamt 10,0
Portfolio nach Regionen in Mrd € 31.12.2009
USA 4,3
UK und Irland 1,2
Italien 1,1
Spanien und Portugal 0,5
Benelux 0,8
Deutschland 0,3
Paneuropäisch 0,6
Sonstige 1,3
Gesamt 10,0
Ratingverteilung Sekundärmarkt-ABS in% 31.12.2009
AAA 50
AA 7
A 13
BBB 6
<bbb< td="">24</bbb<> 24

US RMBS-/CDO-Portfolio

Die Bestände an direkten und indirekten Verbriefungen von US-amerikanischen Wohnungsbaukrediten, wie US RMBS und CDO of US RMBS, sind bereits zu einem hohen Prozentsatz abgeschrieben. Trotz der derzeit aufgrund der Seniorität unserer Investments teilweise eingehenden Tilgungen ist in Abhängigkeit von der weiteren Performance dieses Sektors mit einzelnen weiteren Wertkorrekturen in 2010 zu rechnen. Das US RMBS-Portfolio hat zum Ende des Geschäftsjahres 2009 einen Marktwert von 0,4 Mrd Euro.

Das CDO of US ABS / RMBS-Portfolio hat zum Ende des Geschäftsjahres 2009 einen Marktwert von 0,9 Mrd Euro. Die Positionen in diesem Subsegment, die nicht in der obersten Seniorität der jeweiligen Transaktionsstruktur bedient werden, sind bereits vor geraumer Zeit nahezu vollständig abgeschrieben worden. Bei einem Teil der Transaktionen aus älteren Jahrgängen erhalten wir allerdings unverändert Tilgungen.

Vintagesin% US Non-PrimeRMBS CDO of US NonPrime ABS/RMBS
≤ 2004 3 7
2005 20 54
2006 43 39
2007 35 1
Ratingverteilungin% US Non-PrimeRMBS CDO of US NonPrime ABS/RMBS
AAA 18 0
AA 10 0
A 6 13
BBB 2 15
<bbb< td="">6572</bbb<> 65 72

Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS)/CRE CDO

Die CMBS weisen per Ende Dezember 2009 einen Marktwert von knapp unter einer Mrd Euro auf, die Underlyings stammen überwiegend aus Großbritannien / Irland (35%), den USA (21%) sowie Deutschland und Benelux (jeweils 12%). 52% weisen ein AAA-Rating auf; auf AA und A entfallen jeweils 16%.

Realisierte Kreditverluste in CMBS-Positionen sind derzeit erst in geringem Umfang eingetreten, wobei allerdings mittelfristig mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen ist. Das CMBS-Portfolio der PRU wurde bereits entsprechend stark im Wert korrigiert (Mark Down Ratio per 31. Dezember 2009: 40%).

PRU verwaltetes Conduit-Exposure

Das im Segment PRU verwaltete Conduit Exposure wurde im Jahresverlauf deutlich von 4,7 Mrd Euro auf 2,0 Mrd Euro per Ende Dezember 2009 reduziert. Der Rückgang ist einerseits auf die fortgesetzte vorzeitige, vollständige und verlustfreie Rückführung von ABS-Programmen beziehungsweise dauerhafte Teilreduktionen von Programmen zurückzuführen. Andererseits wurden aus dem Conduit "Beethoven" einzelne als kritisch einzustufende Transaktionen, bei denen die Bank einen Risikovorsorgebedarf sieht, aufgrund der bestehenden vertraglichen Regelungen zu par angekauft, um anschließend die Abwicklung und / oder eine Restrukturierung vorzunehmen. Die in der PRU verwalteten Positionen beziehen sich auf das komplette Conduit "Beethoven" (1,3 Mrd Euro) sowie je eine Transaktion aus "Silver Tower" (0,5 Mrd Euro) und "Kaiserplatz" (0,3 Mrd Euro). Wir planen weiterhin unter dem Management der PRU die teilweise als kritisch einzustufenden Positionen über die Zeit vollständig abzubauen.

Die den PRU Conduit-Exposures zugrunde liegenden Forderungen sind stark diversifiziert und spiegeln die unterschiedliche Geschäftsausrichtung der jeweiligen Forderungsverkäufer beziehungsweise Kunden wider.

167

  • 158 Adressenausfallrisiken
Conduits PRU nach Produkten in Mrd € 31.12.2009
Corporate Loans 0,5
Capital Commitments 0,5
Film Receivables 0,3
Div. Payment Rights 0,3
CRE CDO 0,3
RMBS 0,1
Trade Receivables <0,1
Gesamt 2,0
Ratingverteilung Conduits PRU in% 31.12.2009
AAA 22
AA 6
A 8
BBB 63
<bbb< td="">1</bbb<> 1

ABS-Hedgebuch

Wir haben zum 31. Dezember 2009 mittels Credit Default Swaps eigene ABS-Positionen mit einem Nominalvolumen von 11,7 Mrd Euro (Marktwertvolumen 8,7 Mrd Euro) abgesichert (davon rund 6,0 Mrd Euro durch Monoline-Versicherungen). Die Mark-to-Market-Bewertung (MtM) der Handelsbuchgeschäfte mit Monolinern betrug 0,7 Mrd Euro. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos von Monoliner-Versicherungen haben wir ergebniswirksame Reserven, die sogenannten "Counterparty Default Adjustments" (CDA), in Höhe von 0,3 Mrd Euro gebildet, sodass sich das resultierende Wiedereindeckungsrisiko aus diesen Positionen auf 0,4 Mrd Euro beläuft. Ursache für den Rückgang der gesamten CDA im Geschäftsjahr 2009 um 1,35 Mrd Euro auf 550 Mio Euro ist im Wesentlichen das Wegfallen der Absicherung durch einen Monoline-Versicherer und die daraus resultierende Auflösung von 943 Mio Euro CDA. Diese hat die korrespondierende MtM-Anpassung der zugrunde liegenden Positionen in Höhe von 1,2 Mrd Euro nur teilweise kompensiert. Damit hat die Bank den zu erwartenden Ausfällen und den daraus möglicherweise resultierenden Ergebnisbelastungen ausreichend Rechnung getragen. Bei Ausfällen von Monoline-Versicherungen erwarten wir insgesamt keine signifikanten weiteren Ertragsbelastungen.

Portfolio nach Produktenin Mrd € Monolineversichert andereVersicherungen
Non-US RMBS 2,5 0,4
US ABS CDO 1,8 0,1
Corporate CDO 0,8 2,0
Sonstige ABS 0,7 < 0,1
US RMBS 0,2
CMBS / CRE CDO 0,1 0,1
Gesamt 6,0 2,6
Ratingverteilungin% Monolineversichert andereVersicherungen
AAA 55 32
AA 8 34
A 25 11
BBB 2 5
BB 0 10
<bb< td="">107</bb<> 10 7

Credit Investment Related Conduits (CIRC)

Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2009 konnte das direkte Exposure gegenüber ABS-CIRC-Strukturen nach Abzug der First Loss-Position und der bislang geleisteten Nachschüsse (jeweils zu Lasten des Sponsors) ausgehend von den Jahresendwerten 2008 von nominal 1,1 Mrd Euro* auf 0,4 Mrd Euro reduziert werden. Eine der beiden Ende 2008 bestehenden CIRC-Strukturen wurde im Berichtsjahr aufgelöst und die finanzierten Assets im Nominalwert von 93 Mio Euro in die Bilanz übernommen.

2.1.2 ABS-Exposure Non-PRU

Im Folgenden wird auf ABS-Positionen aus unserem strategischen Kundengeschäft eingegangen, die auch zukünftig der Kernbank zugeordnet bleiben und deshalb nicht in die PRU transferiert wurden. Es handelt sich dabei um Conduit-Exposures des Segments Corporates& Markets sowie sonstige überwiegend staatsgarantierte Papiere, die in der Eurohypo und der CB Europe (Ireland) gehalten werden. Zusammen mit den Darstellungen in Kapitel 2.1.1 (ABS-Exposure PRU) ergibt sich damit eine Gesamtsicht auf die Produktkategorie ABS.

Conduit-Exposure

Das vollständig in der Bilanz der Commerzbank abgebildete, nicht durch die PRU verwaltete Asset Backed Commercial Paper (ABCP)-Conduit-Geschäft des Segments Corporates&Markets belief sich Ende 2009 auf 5,9 Mrd Euro (Dezember 2008: 6,5 Mrd Euro*). Der leichte Rückgang ist auf amortisierende ABS-Programme in den Conduits zurückzuführen. Die Positionen bestehen überwiegend aus Liquiditätsfazilitäten /Backup-Linien zugunsten der von der Commerzbank administrierten Conduits "Kaiserplatz" und "Silver Tower". Das Volumen gegenüber Drittbank-Conduits wurde im Berichtsjahr nahezu vollständig und verlustfrei abgebaut. Das geringe Restexposure besteht ausschließlich aus gestellten Liquiditätslinien für eine verbliebene Transaktion.

Die den ABCP-Programmen der Bank zugrunde liegenden Forderungen sind stark diversifiziert und spiegeln die unterschiedliche Geschäftsausrichtung der jeweiligen Forderungsverkäufer beziehungsweise Kunden wider. Diese Forderungsportfolien enthalten keine US Non-Prime RMBS-Anteile. Unverändert sind bislang bei keiner dieser Transaktionen Verluste eingetreten. Ein Bedarf an Risikovorsorge für die unter der IFRS-Kategorie Loans and Receivables geführten Liquiditätsfazilitäten /Backup-Linien ist derzeit nicht erkennbar.

169

  • 158 Adressenausfallrisiken
Conduits Non-PRU nach Produkten in Mrd € 31.12.2009
Corporate Loans 2,0
Trade Receivables 1,8
Auto Loans / Leases 1,6
Equipment Leasing 0,4
Consumer Loans 0,1
Gesamt 5,9
Ratingverteilung Conduits Non-PRU in% 31.12.2009
AAA 31
AA 27
A 37
BBB 3
<bbb< td="">3</bbb<> 3

Das Volumen der von "Silver Tower" finanzierten ABS-Strukturen beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf 5,0 Mrd Euro (per 31. Dezember 2008: 5,4 Mrd Euro*). Den ABS-Strukturen liegen Forderungsportfolios von Kunden, aber auch bankeigene Kreditforderungen (Silver Tower 125, Volumen 2,0 Mrd Euro), die im Rahmen eines aktiven Kreditrisikomanagements verbrieft wurden, zugrunde. Aus dem Silver Tower-Portfolio wurde eine CLO-Transaktion im Volumen von 0,5 Mrd Euro als kritisch eingestuft und im dritten Quartal in die PRU verlagert.

Das Volumen der unter "Kaiserplatz" finanzierten ABS-Strukturen beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf 0,9 Mrd Euro (per 31. Dezember 2008: 0,9 Mrd Euro). Nahezu sämtliche Assets entfallen hier auf die Verbriefung von Forderungsportfolios von und für Kunden. Insgesamt wurden aus diesem Conduit Assets im Volumen von 0,3 Mrd Euro als kritisch eingestuft und im dritten Quartal der PRU zugeführt.

Sonstige Asset Backed Exposures

Weitere ABS-Exposure mit einem Gesamtmarktwert von 6,7 Mrd Euro werden überwiegend von der Eurohypo im Bereich Public Finance (5,3 Mrd Euro) und der CB Europe (Ireland) (1,2 Mrd Euro) gehalten. Es handelt sich dabei vor allem um staatsgarantierte Papiere (5,9 Mrd Euro), wovon rund 4,3 Mrd Euro auf US Government Guaranteed Student Loans entfallen.

Weitere 0,6 Mrd Euro entfallen auf Non-US RMBS, CMBS sowie sonstige überwiegend europäische ABS-Papiere.

Originatorenpositionen

Zusätzlich zu den auf den vorigen Seiten dargestellten Sekundärmarktpositionen haben Commerzbank und Eurohypo im Laufe der letzten Jahre – überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements – Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden der Bank mit einem aktuellen Volumen von 14,0 Mrd Euro vorgenommen, wovon zum Stichtag 31. Dezember 2009 Risikopositionen in Höhe von 8,7 Mrd Euro zurückbehalten wurden. Der weitaus größte Teil dieser Positionen entfällt mit 8,3 Mrd Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig AAA-gerated sind.

Die aus der Originatorenrolle resultierenden Positionen spiegeln die Sicht des aufsichtsrechtlichen Meldewesens unter Berücksichtigung eines regulatorisch anerkannten Risikotransfers wider. Aufgeführt sind neben den verbrieften Kreditportfolios der Commerzbank auch die am Sekundärmarkt zurückerworbenen Wertpapiere beziehungsweise zurückbehaltenen Tranchen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Tranchen im Sinne eines handelbaren Wertpapiers strukturiert worden sind.

Volumen Commerzbank1
Verbriefungspoolin Mio € Fälligkeit Gesamt-volumen1 Senior Mezzanine First LossPiece
Corporates 2013 – 2027 8 117 7 387 81 177
MezzCap 2036 176 12 0 10
RMBS 2048 363 1 0 30
CMBS 2010 – 2084 5 297 920 55 33
Gesamt 13 952 8 321 135 250

1 Tranchen / Rückbehalte (nominal): Bank- und Handelsbuch

2.2 Leveraged Acquisition Finance-Portfolio

Das Exposure des Leveraged Acquisition Finance-Portfolio wurde in 2009 von 10,9 Mrd Euro* auf 5,4 Mrd Euro reduziert. Bei strikter Risikoauswahl wurden neue Transaktionen nur auf sehr selektiver Basis genehmigt. Der Markt zeigt seit der zweiten Jahreshälfte wieder verstärkte Aktivität, jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau.

Unsere aktuelle Risikostrategie beinhaltet u.a. den klaren Fokus auf die Kernmärkte Europas, die Reduzierung von noch vorhandenen Klumpenrisiken sowie auf Neugeschäft auf selektiver Basis.

Das gut diversifizierte Portfolio zeichnet sich weitestgehend durch eine hohe Granularität aus. Der geografische Schwerpunkt liegt unverändert in Europa (91%) mit besonderem Fokus auf Deutschland (48%). Mit Blick auf die regelmäßig hohen Verschuldungsgrade sind die Unternehmen in diesem Portfolio vergleichsweise rezessionsanfällig. Dies zeigt sich in negativen Ratingentwicklungen sowie der steigenden Zahl von Restrukturierungen im Vergleich zu 2008.

EaD nach Branchen in Mrd € 31.12.2009
Technologie / Elektronik 0,7
Konsum 0,6
Dienstleistungen / Medien 0,5
Chemie / Verpackung 0,5
Financial Institutions 0,4
Maschinen 0,4
Grundstoffe / Energie / Metall 0,3
Transport / Tourismus 0,3
Automobil 0,1
Bau 0,1
Sovereigns 0,1
Sonstige 0,2
Direktes LAF-Portfolio gesamt 4,1
  • 158 Adressenausfallrisiken

Das Exposure des direkten LAF-Portfolios ist in 2009 von 6,4 Mrd Euro auf 4,1 Mrd Euro zurückgegangen. Die Lage auf dem Syndizierungsmarkt hat sich im Laufe des Jahres etwas entspannt. Insbesondere institutionelle Anleger zeigen verstärktes Interesse, während bei Banken noch immer eine sehr verhaltene Nachfrage existiert.

Das indirekte LAF-Geschäft (Exposure per Dezember 2009: 1,3 Mrd Euro) wurde in der zweiten Jahreshälfte 2009 in die Portfolio Restructuring Unit übertragen und wird dort gemanagt und abgewickelt.

2.3 Financial Institutions und Non-Bank Financial Institutions Portfolio

Die folgenden Positionen werden mehrheitlich in den Segmenten Corporates& Markets und Asset Based Finance (Public Finance) gehalten, weitere Exposures entfallen auf die Segmente Mittelstandsbank und PRU sowie auf die Treasury und in geringem Umfang auf Mittel- und Osteuropa.

Im Teilportfolio der Financial Institutions wurde die aktive Reduzierung des Volumens im Geschäftsjahr 2009 strategiekonform weiter vorangetrieben. Ausgehend von einem konsolidierten Exposure von 152 Mrd Euro per 31. März 2009 wurde im Jahresverlauf ein Abbau in Höhe von ca. 40 Mrd Euro (26% des Gesamtvolumens) realisiert. Gleiches gilt für Non-Bank Financial Institutions, wo seit März 2009 eine Reduzierung um 17 Mrd Euro (25% des Gesamtvolumens) erreicht werden konnte.

Financial Institutions (FI) Non-Bank FinancialInstitutions (NBFI)
Exposureat Defaultin Mrd € ExpectedLossin Mio € Exposureat Defaultin Mrd € ExpectedLossin Mio €
Deutschland 39 3 9 11
Westeuropa (ohne Deutschland) 45 9 25 67
Zentral- und Osteuropa 7 34 <1 1
Nordamerika 6 2 8 49
Sonstige 16 26 10 122
Gesamt 113 75 52 251

Das FI-Portfolio nach Aktivaklassen wird wesentlich durch Wertpapier- und CDS-Bestände von Emittenten mit guter Bonität dominiert (45%). Das Kreditbuch (23%) ist geprägt von kurzfristigen Money-Market-Geschäften mit ausgesuchten Kunden guter Bonität zur Platzierung von Überschussliquidität. Im ebenfalls bedeutenden Derivategeschäft (18%) stehen Geschäfte mit den weltweit größten Kreditinstituten im Vordergrund, mit denen wir vorwiegend auf Grundlage von Besicherungsverträgen handeln. Aufgrund der strengen Regulierung sehen wir das Risikoprofil in den für uns maßgeblichen Industrieländern weniger kritisch, aber auch für Emerging Markets gehen wir nicht von Banken-Defaults aus.

Im NBFI-Portfolio setzen wir die De-Risking-Aktivitäten sowie Abbaumaßnahmen in nicht strategischen Geschäftsfeldern weiter fort. Unsere negative Einschätzung und die daraus abgeleitete erfolgreiche frühzeitige Portfoliobereinigung in Sektoren wie Finance Companies und Mortgage Lenders sehen wir nach wie vor bestätigt. Der gesamte NBFI-EaD in Höhe von 52 Mrd Euro setzt sich zusammen aus originärem NBFI-Geschäft in Höhe von 48 Mrd Euro und ABS- und LBO-Geschäfte mit NBFI-Bezug in Höhe von 4 Mrd Euro (inklusive PRU-Assets).

Das größte Teilportfolio Versicherungen (ohne Monoliner), das auch zukünftig im Zentrum unserer NBFI-Aktivitäten stehen wird, konzentriert sich auf Westeuropa. Der Schwerpunkt der Risikobegrenzungsmaßnahmen liegt nach wie vor auf der Reduzierung der für diesen Sektor typischen Klumpenrisiken. Einen weiteren Schwerpunkt im NBFI-Portfolio bildet die regulierte Fondsindustrie. Hier hat die Entwicklung der Finanzmärkte zu einer positiven Performance wesentlich beigetragen.

2.4 Länderklassifizierung

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund die Hälfte unseres Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 8% auf Nordamerika. Der Rest verteilt sich auf eine große Anzahl von Ländern in denen wir insbesondere unsere deutschen Exporteure begleiten beziehungsweise mit lokalen Einheiten vor Ort präsent sind.

Kreditrisikokennzahlen nach Ländern per 31. Dezember 2009

Exposure at Defaultin Mrd € Expected Lossin Mio € Risikodichtein bp
Deutschland 310 987 32
Europa (ohne Deutschland) 216 889 41
Nordamerika 48 189 39
Sonstige 47 281 60
Konzern 621 2 346 38

2.5 Ratingklassifizierung

Das Gesamtportfolio der Bank verteilt sich auf Basis von PD-Ratings anteilig wie folgt auf die internen Ratingklassifizierungen:

in % 1,0 – 1,8 2,0 – 2,8 3,0 – 3,8 4,0 – 4,8 5,0 – 5,8
Privatkunden 20 45 23 9 3
Mittelstandsbank 18 48 21 7 6
Central & Eastern Europe 19 37 27 14 3
Corporates & Markets 45 35 11 4 5
Asset Based Finance 49 32 13 4 2
Konzern1 39 37 15 5 4

1 Inkl. PRU und Sonstige und Konsolidierung.

2.6 Branchenklassifizierung

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung unseres Corporate Exposures nach Branchen unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit.

173

  • 173 Markt- und Liquiditätsrisiken

Teilportfolio "Corporates" nach Branchen per 31. Dezember 2009

Exposure at Defaultin Mrd € Expected Lossin Mio € Risikodichtein bp
Grundstoffe / Energie / Metall 29 123 43
Konsum 23 133 57
Technologie / Elektronik 12 56 46
Transport / Tourismus 12 58 49
Dienstleistungen / Medien 12 79 66
Maschinen 11 142 126
Chemie / Verpackung 9 71 76
Automobil 9 135 149
Bau 4 23 52
Sonstige 14 53 37
Teilportfolio "Corporates" gesamt 137 874 64

Die Detailanalyse unseres Teilportfolios Corporates zeigt einen gut diversifizierten Branchenmix mit Schwerpunkt im Bereich Grundstoffe / Energie / Metall und Konsum mit je 21% und 17%. Mit der Ausnahme des Bereichs Bau (3%) machen die sonstigen einzeln ausgewiesenen Branchen zwischen 7% und 9% des Corporates Teilportfolios aus.

Markt- und Liquiditätsrisiken

1. Marktrisiken

Marktpreisrisiken bezeichnen die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Spreads, Devisen- und Aktienkurse) oder preisbeeinflussenden Parametern (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar GuV-wirksam werden, z.B. bei Handelsbuchpositionen, oder sich in der Neubewertungsrücklage oder in den stillen Lasten / Reserven aus Bankbuchpositionen niederschlagen.

Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges qualitatives wie auch quantitatives Instrumentarium. Vorgaben zur Laufzeitbegrenzung sowie Mindest-Ratings zielen auf die Sicherstellung der Qualität der Marktrisikopositionen. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, VaR-Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Die das Marktpreisrisiko begrenzenden qualitativen und quantitativen Faktoren werden vom Group Market Risk Committee festgelegt. Auf täglicher Basis wird das Marktpreisrisiko ermittelt und die Limitausnutzung überwacht. Zusätzlich betrachten wir das Marktliquiditätsrisiko, das den Zeitraum berücksichtigt, in welchem risikobehaftete Positionen geschlossen oder abgesichert werden können.

Der besondere Schwerpunkt der Tätigkeit der Marktrisikofunktion in 2009 lag auf der intensiven Positions- und Risikoanalyse mit dem Ziel, Marktrisiken zu reduzieren. Durch gezielten Abbau einzelner Transaktionen in der PRU gelang es zudem, die Komplexität des gesamten Portfolios zu verringern.

1.1 Marktrisiken im Handelsbuch

Die erhebliche Reduktion des Marktrisikos im Verlauf des Jahres 2009 wird am besten durch den Vergleich der VaR-Werte per Ende Dezember 2009 und Ende März 2009 deutlich. Der Dezember 2008 ist als Basis für die Entwicklung des Marktrisikos im Handelsbuch im Jahresvergleich nicht aussagekräftig, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Portfolioeffekte zwischen Positionen von Commerzbank und Dresdner Bank berücksichtigt werden konnten. Darüber hinaus wurde das VaR-Modell im Rahmen der Integration im ersten Quartal erweitert, um Credit Spread-Risiken aus ABS-Transaktionen und komplexen Kreditderivaten verbessert abzubilden, was zu einer deutlichen Erhöhung der Credit Spread VaR-Werte führte.

Der Risikoabbau vollzog sich im Jahresverlauf durch alle Anlageklassen, war aber im Bereich der Credit Spread-Risiken besonders ausgeprägt. Ein wesentlicher Teil des Risikos in dieser Anlageklasse ist der PRU zuzurechnen. Insgesamt wurde der Risikoabbau durch das sich normalisierende Marktumfeld mit einhergehenden geringeren Volatilitäten begünstigt.

Das Marktrisikoprofil im Handelsbuch ist breit über alle Anlageklassen diversifiziert, mit weiterhin dominierenden Credit Spread-Risiken.

VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch

99% Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer

in Mio € 31.12.2009 31.3.2009 31.12.2008Commerzbank 31.12.2008Dresdner Bank
Credit Spread 32,6 38,2 6,4 10,6
Zinsen 13,9 15,2 10,3 11,2
Aktien 9,0 11,6 11,2 7,9
FX 3,5 3,6 2,2 4,0
Rohwaren 1,5 2,8 0,3 0,3
Summe 60,5 71,4 30,5 33,9

Als Folge der Finanzmarktkrise können Mark-to-Market-Bewertungsansätze noch nicht wieder vollständig genutzt werden. In solchen Fällen werden Mark-to-Model-Ansätze zur Bewertung der Risikopositionen eingesetzt. Hiervon sind insbesondere ABS-Positionen betroffen.

1.2 Marktrisiken im Bankbuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Bankbuch sind die Credit Spread-Risiken des Bereichs Staatsfinanzierung (Public Finance) mit den Positionen der Tochtergesellschaften Eurohypo und EEPK, die Portfolios von Treasury sowie das Aktienkursrisiko des Beteiligungsbestands. Die positiven Entwicklungen an den Finanzmärkten wurden in 2009 für einen gezielten

* Pro-forma

  • 173 Markt- und Liquiditätsrisiken

Positionsabbau insbesondere bei Beteiligungen genutzt. Die beschlossene Reduzierung des Public Finance-Portfolios wird im Rahmen unserer De-Risking-Strategie ebenfalls fortgeführt.

Das vorstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) im Bankbuch des Commerzbank-Konzerns. Der Rückgang aus dem ersten Halbjahr setzt sich trotz der Abbaumaßnahmen nicht weiter fort, da durch die gesunkenen langfristigen Zinsen die Barwerte der Positionen gestiegen sind. Dies verursacht eine höhere Credit Spread-Sensitivität. Etwa 69 Mio Euro der Gesamtsensitivität per Ende Dezember 2009 entfallen auf Wertpapierpositionen, die gemäß Finanzbuchhaltung als LaR klassifiziert sind. Credit Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und GuV.

2. Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko versteht die Commerzbank im engeren Sinne das Risiko, dass die Bank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann (Intraday Liquidity Risk). Im weiteren Sinne beschreibt das strukturelle Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können. Ergänzend beschreibt das Marktliquiditätsrisiko im Falle einer Liquiditätskrise das Risiko der eingeschränkten Verfügbarkeit von Refinanzierungsquellen wie dem Kapitalmarkt, Geldmarkt und Einlagen sowie der eingeschränkten Liquidierbarkeit von Aktiva.

Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Commerzbank wird auf Basis von zwei ineinandergreifenden Konzepten quantifiziert und überwacht, wobei seit Ende des ersten Quartals 2009 die Geschäftsvolumina der Dresdner Bank integriert sind:

  • Zeitraum bis zu einem Jahr: Available Net Liquidity (ANL)-Konzept
  • Zeitraum größer als ein Jahr: Stable Funding-Konzept

Den globalen Rahmen für das Handeln des Liquiditätsrisikomanagements bildet die Liquiditätsrisikostrategie, die aus der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank abgeleitet wurde und die zunehmenden regulatorischen Anforderungen mit Bezug zum Liquiditätsrisiko berücksichtigt.

Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet das interne Liquiditätsrisikomodell der Commerzbank. Dieses intern entwickelte Liquiditätsrisikomessverfahren ermittelt die verfügbare Nettoliquidität (ANL) für die nächsten 12 Monate auf Basis von vertraglichen und ökonomischen Cashflows (Forward Cash Exposure – FCE beziehungsweise Dynamic Trade Strategy – DTS) sowie den liquidierbaren Vermögenswerten (Balance Sheet Liquidity – BSL). Die folgende Grafik stellt die verfügbare Nettoliquidität (ANL) sowie deren Teilkomponenten in einem kombinierten Stressszenario per Ende 2009 dar.

Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des Internen Liquiditätsrisikomodells in Mrd Euro

Einen wichtigen Baustein des internen Liquiditätsrisikomodells bildet das Stresstesting, das die Auswirkungen unplanmäßiger Entwicklungen auf die Liquiditätssituation aufgrund von institutsspezifischen und marktweiten Ursachen darstellt und als dessen Resultat eine nachhaltige Notfallplanung erarbeitet wird. Die Stressszenarien werden täglich neu berechnet. Die den Stressszenarien zugrunde liegenden Annahmen, wie zum Beispiel ein in gewissen Teilen immer noch funktionierender Geldmarkt sowie kein übermäßiger Abzug von Kundeneinlagen (Bank-Run), werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den Veränderungen des Marktumfeldes angepasst.

Zur Deckung des Liquiditätsbedarfs in einem Stressszenario stehen zentralbankfähige Wertpapiere zur Verfügung, die als Balance Sheet Liquidity in die Berechnung der verfügbaren Nettoliquidität (ANL) einfließen. Zur besonderen Absicherung von plötzlichen, unerwarteten Zahlungsverpflichtungen, z.B. aus der Ziehung von Liquiditätslinien, hält die Treasury ein Portfolio an frei verfügbaren liquiden Wertpapieren, die bei der Zentralbank hinterlegt sind.

  • 177 Intensive Care / Ertragsbelastungen

Die Einordnung von zentralbankfähigen Wertpapieren als Liquiditätskriterium wird aktuell auf wöchentlicher Basis verifiziert, sodass regulatorische Änderungen bezüglich der Liquiditätsklassifizierung zeitnah in der bankinternen Liquiditätsrisikomessung und -steuerung umgesetzt werden.

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank war im Berichtszeitraum – auch unter den Annahmen der Stressszenarien – ebenso wie die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben gemäß Liquiditätsverordnung jederzeit gegeben. Aufgrund der guten Liquiditätsausstattung der Commerzbank konnten 10 Mrd Euro Staatsgarantien im dritten Quartal 2009 ohne wesentliche Auswirkungen auf das Liquiditätsprofil der Bank zurückgeführt werden.

Die kurz- und mittelfristige Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns stützt sich auf eine angemessen breite Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen und Produkten. Die langfristige Refinanzierung wird im Wesentlichen durch strukturierte und nicht strukturierte Kapitalmarktprodukte auf besicherter oder unbesicherter Basis sowie durch Kundeneinlagen sichergestellt.

Im Stable Funding-Konzept werden der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kern-Aktivgeschäft der Bank sowie die nicht innerhalb eines Jahres liquidierbaren Aktiva ermittelt und den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln (inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen) gegenübergestellt. Die Ergebnisse hieraus bilden die Grundlage für die Emissionsplanung im Kapitalmarkt. Ziel ist es, die nicht liquiden Aktiva sowie das Kerngeschäft der Bank hinsichtlich Volumen und Laufzeit weitestgehend durch langfristig verfügbare Passivmittel zu finanzieren.

Intensive Care / Ertragsbelastungen

Die Ertragsbelastungen 2009 haben sich mit 5,3 Mrd Euro gegenüber dem Vorjahreswert auf Pro-forma-Basis nahezu halbiert.

in Mrd € 2008gesamt 1 Q1–Q3kumuliert Q4 2009gesamt
Risikovorsorge LaR Kredit 3,7 (2,0) 2,9 1,3 4,2
Impairments AfS /Defaults Handelsbuch2 4,3 (1,3) 1,0 0,2 1,2
CDA-Belastung3 1,7 (0,0) –0,1 0,0 –0,1
Ertragsbelastungen gesamt 9,7 (3,3) 3,8 1,5 5,3

1 Werte 2008 Pro-forma Commerzbank inkl. Dresdner Bank, ( ) Commerzbank 2008 jeweils inkl. 148 Mio Euro Unwinding

2 2009 aus ABS-Portfolios (inkl. CDA-Bestandsveränderung und Handelsergebnis aus Positionen mit CDA für ABS)

3 Bestandsveränderung und Handelsergebnis aus Positionen mit CDA (ohne ABS-Portfolios)

Wesentlicher Treiber für den deutlichen Rückgang ist die Entwicklung der marktsensitiven Positionen. Obwohl im vierten Quartal teilweise wieder stärkere Bewegungen zu beobachten waren, haben sich die Märkte im Jahresverlauf 2009 insgesamt beruhigt. Die Positionen Impairments AfS / Defaults Handelsbuch und CDA-Belastung profitieren von dieser Stabilisierung. Sie liegen insgesamt bei 1,1 Mrd Euro und damit rund 5 Mrd Euro unter Vorjahresniveau. Bedingt durch die ökonomische Entwicklung liegt die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in 2009 nochmals 0,5 Mrd Euro über dem Wert von 2008. Die Aufteilung auf die Segmente stellt sich wie folgt dar:

in Mio € Q12008 Q22008 Q32008 Q42008 2008gesamt Q12009 Q22009 Q32009 Q42009 2009gesamt
Privat-kunden 34 40 –1 –4 69(19) 49 55 70 72 246
Mittel-standsbank 9 35 88 424 556(286) 90 236 330 298 954
Central &Eastern Europe 17 25 72 75 189(190) 173 201 142 296 812
Corporates &Markets 52 63 442 963 1 520(363) 254 –34 44 25 289
Asset BasedFinance 78 324 267 275 944(900) 207 358 372 651 1 588
PortfolioRestructuringUnit 8 0 0 256 264(68) 70 169 99 –11 327
Sonstige undKonsolidierung –7 1 30 –13 11(29) 1 8 –4 –7 –2
Konzern 191 488 898 1 976 3 553(1 855) 844 993 1 053 1 324 4 214

1 Werte 2008 Pro-forma Commerzbank inkl. Dresdner Bank, ( ) Commerzbank 2008 in aktueller Segmentstruktur;

ohne Unwinding in Höhe von 148 Mio Euro.

Wesentliche Risikotreiber in 2009 waren die Teilportfolios Central&Eastern Europe, CRE Ausland und Shipping. Besonders betroffen waren hierbei die Exposures in der Ukraine und die gewerblichen Immobilienfinanzierungen in Spanien und den USA, was die Segmentergebnisse für Central&Eastern Europe und Asset Based Finance prägt. Eine deutliche Reduzierung des Risikovorsorgebedarfs konnte im Segment Corporates& Markets verzeichnet werden.

Auch wenn im Jahr 2009 der Risikovorsorgebedarf wieder stark von großen Einzeladressen dominiert wurde, ist die Verklumpung im Vergleich zu 2008 deutlich zurückgegangen. Dieser Rückgang wurde jedoch durch einen Anstieg der Risikovorsorge im granularen Bereich überkompensiert.

sonstigeFälle <10Mio € ≥10 Mio €<20 Mio € ≥20 Mio €<50 Mio € ≥50 Mio € Einzelfälle≥10 Mio €gesamt
Jahr Netto-RV inMio € Netto-Mio € AnzahlRV in Engage-ments Netto-Mio € AnzahlRV in Engage-ments Netto-Mio € AnzahlRV in Engage-ments Netto-Mio € AnzahlRV in Engage-ments NettoRV gesamt inMio €
2008* 1 091 326 28 412 14 1 724 11 2 462 53 3 553
2009 2 107 652 48 495 22 960 10 2 107 80 4 214

* Pro-forma

In 2010 werden die Ertragsbelastungen insgesamt weiter zurückgehen. Auch für die Kreditrisikovorsorge erwarten wir eine Trendumkehr. Sofern keine Eventrisiken eintreten, wird diese mit erwarteten 3,8 Mrd Euro wieder etwa auf dem Niveau von 2008 liegen. Vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist allerdings auch eine deutlich höhere Ertragsbelastung nicht auszuschließen.

Der erhöhte Risikovorsorgebedarf spiegelt sich strukturell auch in der Entwicklung des Default-Portfolios wider, das sich zum Bilanzstichtag auf 21,8 Mrd Euro beläuft. Im Detail stellt sich der Bestand wie folgt dar:

Risikobericht
177 Intensive Care / Ertragsbelastungen

Default-Portfolio und Coverage Ratios nach Segmenten in Mio Euro – exkl. / inkl. GLLP

Das Default-Portfolio ist mit Sicherheiten in Höhe von insgesamt knapp 9 Mrd Euro unterlegt. Im Segment Privatkunden handelt es sich dabei überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Garantien und Grundpfandrechte auf gewerblichen Objekten decken dabei die weitaus größten Beträge ab. Darüber hinaus sind nennenswerte Portfolioanteile auch durch Sicherungsübereignungen sowie durch Verpfändungen von Guthaben und sonstige Verpfändungen besichert. Für das Segment Central&Eastern Europe dienen vorwiegend Grundschulden als Sicherheit, außerdem sind abgetretene Guthaben maßgeblich. Die Besicherung des Corporates& Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Verpfändungen von liquiden Assets und aus Garantien zusammen. Im Segment Asset Based Finance entfallen die Sicherheitenwerte überwiegend auf Grundschulden, auf kommerzielle Immobilien und auf Schiffshypotheken sowie auf Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztem Wohneigentum.

Insgesamt rechnen wir aus dem Default-Portfolio mit einer Recovery von etwa 20%, die dem Blankoanteil entspricht. Nahezu 90% dieser erwarteten Cashflows entfallen dabei auf Sanierungsengagements, die derzeit noch nicht gekündigt sind. Die Erlösannahmen basieren auf statistisch belegten Quoten (zertifiziertes LGD-Modell).

Zur Vermeidung eines Anstiegs des Default-Portfolios werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem 90 days-past-due Trigger-Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein DV-technisch unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen im Weißbuch per Dezember 2009:

179

Segment >0≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
PK 593 60 30 7 690
MSB 1 647 98 40 68 1 853
CEE 260 38 63 48 409
C& M 103 26 0 2 130
ABF 1 587 295 157 223 2 262
Konzern1 5 177 624 290 353 6 445

Überziehungen im Weißbuch per Dezember 2009 | EaD in Mio Euro

1 Inkl. Sonstige und Konsolidierung und PRU.

In 2009 stieg der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 187 Mio Euro auf 385 Mio Euro (Zugänge 207 Mio Euro, Abgänge 20 Mio Euro). Es handelt sich hierbei schwerpunktmäßig um Immobilien unserer Hypothekentochter Eurohypo. Die Objekte werden in Gesellschaften, an denen die Eurohypo über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut und verwaltet, in der Regel ist dies die EH Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch das Immobilien-Know-how der EH Estate eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig wieder am Markt zu platzieren.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko ist gemäß Solvabilitätsverordnung definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet rechtliche Risiken; Reputations- und strategische Risiken sind nicht berücksichtigt.

Wesentliche Entwicklung 2009

Im Zuge der Integration wurden die Systeme, Prozesse und Daten des Operational Risk Frameworks zusammengelegt sowie ein neues gemeinsames Modell zur Berechnung des Kapitalbedarfs für operationelle Risiken entwickelt, welches auf die Anforderungen der neuen Commerzbank angepasst wurde. Bis zur Zertifizierung durch die Aufsicht wird der Kapitalbedarf für die regulatorische Meldung und das interne Reporting noch getrennt in Einzelrechnungen für Commerzbank und Dresdner Bank berechnet und als Summe gemeldet.

Die Erfahrungen mit OpRisk Ereignissen in dem von der Finanzkrise geprägten Geschäftsjahr 2009 zeigen, dass Ereignisse aufgrund von Schwächen in Kontrollprozessen, unzureichenden Aufklärungs- und Dokumentationsverfahren oder betrügerischen Aktivitäten in Zeiten extremer Marktvolatilität mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit in signifikanten Verlusten resultieren. Wir haben daher einen Schwerpunkt auf die Überprüfung und kontinuierliche Verbesserung des Internen Kontrollsystems gelegt und entsprechende Maßnahmen umgesetzt, um das stets verbleibende Restrisiko aus menschlichem Versagen oder betrügerischen Handlungen weiter zu begrenzen.

Im Jahr 2009 entstanden OpRisk-Verluste in Höhe von 111 Mio Euro (2008: 83 Mio Euro), zusätzlich stiegen die kapitalwirksamen Rückstellungen für Operationelle Risiken und laufende Rechtsstreitigkeiten – auch bedingt durch die Hinzurechnung der Werte für die Dresdner

  • 180 Operationelle Risiken

Bank – um 161 Mio Euro (2008: 18 Mio Euro). Daraus ergibt sich eine Gesamtbelastung aus Operationellen Risiken für die neue Commerzbank in Höhe von 272 Mio Euro (2008: 101 Mio Euro).

Die Entwicklung der OpRisk-Verluste übertraf den erwarteten Verlust, der sich im Jahr 2009 primär aufgrund der Integration der Dresdner Bank von 62 Mio Euro auf 150 Mio Euro für die neue Commerzbank erhöhte.

Expected Loss nach Segmenten in Mio € 31.12.2009
Privatkunden 50
Mittelstandsbank 19
Central & Eastern Europe 9
Corporates & Markets 58
Asset Based Finance 3
Portfolio Restructuring Unit 6
Sonstige und Konsolidierung 5
Konzern 150

Die regulatorische Eigenkapitalbindung aus operationellen Risiken betrug zum Jahresende 2009 auf Basis des Advanced Measurement Approach (AMA) 1 559 Mio Euro. Davon entfielen – zeitlich relativ stabil – etwa 80% auf die Segmente Corporates& Markets, Mittelstandsbank und Privatkunden. Verlustdaten der externen Operational Riskdata eXchange (ORX), die wir regelmäßig für Benchmarkinganalysen verwenden, zeigen vergleichbare Risikoprofile.

Risikosteuerung und -limitierung

Die Limitierung von operationellen Risiken unterscheidet sich systematisch von der Begrenzung von Kredit- und Marktrisiko, da weder einzelne Kunden noch Positionen, sondern interne Prozesse das Portfolio bilden. Maßnahmen in Bezug auf Limit-Überschreitungen sind damit nur mit Zeitverzug wirksam. Unser Fokus liegt in dieser Risikoart daher noch stärker auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten.

Als qualitative Ziele sehen wir zur weiteren Optimierung des OpRisk-Profils im Konzern neben dem Abschluss der Implementierung der vereinheitlichten Methoden und Prozesse insbesondere die Weiterentwicklung unseres Frühwarnsystems.

Outsourcing

Die Bank hat im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank auch die Maßnahmen zum Controlling ihrer Outsourcing-Aktivitäten gebündelt. Dazu wurden die Informationen zu den ausgelagerten Aktivitäten und Prozesse der Dresdner Bank in die DV-gestützte Anwendung der Commerzbank überführt.

Rechtsrisiken

Rechtsrisiken sind in der Modellierung des operationellen Risikos enthalten. Die weltweite Steuerung der Rechtsrisiken im Commerzbank-Konzern wird durch Group Legal wahrgenommen. Die zentrale Aufgabe des Bereiches besteht darin, mögliche Verluste aus rechtlichen Risiken in einem frühen Stadium zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu deren Minimierung, Begrenzung oder Vermeidung aufzuzeigen sowie die erforderlichen Rückstellungen zu bilden. Im Bereich der Rechtsrisiken führte die zunehmende Produktkomplexität zu einem Anstieg des Schadenspotenzials.

Sonstige Risiken

1. Geschäftsrisiko

Unter Geschäftsrisiko wird ein potenzieller Verlust verstanden, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge (negative Abweichung) und Kosten (positive Abweichung) von den Planzahlen resultiert. Dieser Verlust wird wesentlich durch die Geschäftsstrategie und die bankinterne Budgetplanung sowie durch sich verändernde Rahmenbedingungen bei Geschäftsvolumina, technischen Prozessen und der Wettbewerbssituation der Bank und ihrer Mitbewerber um den Kunden determiniert. Das Management des Geschäftsrisikos erfolgt durch klare segmentspezifische Vorgaben zu Renditeanspruch sowie Aufwands-/ Ertragsrelation und unverändert flexiblem Kostenmanagement bei Nichterfüllung.

2. Nicht quantifizierbare Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des neuen Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien, die einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess unterliegen.

2.1 Personalrisiken

Die Commerzbank steuert Personalrisiken analog MaRisk in vier Kategorien:

  • Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte in- sowie externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
  • Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen gerade auch im Rahmen der Integration – versuchen wir, auf mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit unserer Mitarbeiter frühzeitig zu reagieren.
  • Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versuchen wir sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen unserer Betriebsabläufe führen kann. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ, als auch qualitativ, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Vergütungssystematik.
  • Engpassrisiko: Unsere quantitative und qualitative Personalausstattung orientiert sich – insbesondere aufgrund der hohen Beanspruchungen der Mitarbeiter im Rahmen der Zusammenführung beider Banken – an den betriebsinternen Erfordernissen, den Geschäftsaktivitäten, der Strategie sowie der Risikosituation der neuen Commerzbank.

2.2 Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko ist definiert als Gefahr negativer Abweichungen von gegebenen Geschäftszielen aus bisherigen oder zukünftigen geschäftsstrategischen Entscheidungen und aus Veränderungen der Umfeldbedingungen.

Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie erfolgt im Rahmen eines strukturierten Strategieprozesses, der dem jährlichen Planungsprozess der Bank zugrunde liegt. Dabei werden die konzernstrategischen Stoßrichtungen und strategischen Leitplanken festgelegt sowie quantitative Zielvorgaben als Aspirationsniveau für Konzern und Segmente bestimmt.

183

  • 182 Sonstige Risiken

Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der avisierten Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch quartalsweises Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Daneben werden laufend die Markt- und Wettbewerbsbedingungen, die Kapitalmarktanforderungen, die veränderten Regulierungsbedingungen etc. beobachtet, was bei relevanten Veränderungen zur Adjustierung der Konzernstrategie führen kann.

Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand, der bei strategischen Fragestellungen von Group Development & Strategy unterstützt wird. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch das Investment and Resources Allocation Committee.

2.3 Reputationsrisiken

Als Reputationsrisiko bezeichnen wir die Gefahr von Verlusten, sinkenden Erträgen oder verringertem Unternehmenswert aufgrund von Geschäftsvorfällen, die das Vertrauen in die Bank in der Öffentlichkeit oder in den Medien, bei Mitarbeitern oder Kunden, bei Ratingagenturen, Investoren oder Geschäftspartnern mindern.

Die operativen Unternehmensbereiche, Filialen und Tochtergesellschaften tragen im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit entstehen. Reputationsrisiken können auch aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Die Zuständigkeit von Group Communication für das Controlling sichert eine frühzeitige Marktwahrnehmung. Vor diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten einer sorgfältigen Prüfung. Insbesondere vermeidet die Commerzbank geschäftspolitische Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtliche steuerliche oder rechtliche Risiken sowie ethische, ökologische oder soziale Risiken bergen. Alle entsprechenden Kreditentscheidungen werden einzeln bezüglich einhergehender Reputationsrisiken votiert. Diese Voten können zur Ablehnung von Geschäften führen.

2.4 Compliancerisiken

Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank. Dieses Vertrauen basiert insbesondere auf der Einhaltung der jeweiligen Vorschriften sowie der Beachtung marktüblicher Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Um das Vertrauen in die Integrität des Konzerns weiterhin zu stärken, werden sämtliche, hieraus entstehenden Risiken effektiv gesteuert. Der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze, Regelungen und Marktstandards wird durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerung der Compliancerisiken und durch Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen Rechnung getragen.

Ausblick

Privatkunden

Für 2010 erwarten wir angesichts geringer Wachstumsraten für das Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie der Insolvenzen. In Folge der wirtschaftlichen Entwicklung seit Ende 2008 gehen wir von einem sukzessiven Anstieg der Risikovorsorge in allen Teilportfolios aus. Einer deutlichen Ausfallerhöhung durch eine sensitive Risikofrüherkennung entgegenzuwirken, ist eine der Kernherausforderungen für 2010. Bei den Immobilienpreisen für Wohnimmobilien erwarten wir aufgrund der im Laufe der letzten Jahre stabilen Entwicklung keinen signifikanten Rückgang und damit keine Belastung der Sicherheitenpositionen.

Mittelstandsbank

Seit dem zweiten Halbjahr 2009 zeigt sich die allgemeine wirtschaftliche Situation auf den Kernmärkten der Mittelstandsbank leicht erholt. Verschiedene Konjunkturindikatoren wie z.B. Auftragseingänge und Industrieproduktion zeigten Besserungstendenzen. Ob dieser Trend ausreicht, um 2010 eine nachhaltige und durchgreifende Erholung in der Realwirtschaft zu erzielen, bleibt abzuwarten. In unserem Kernmarkt Deutschland gehen wir aufgrund von Nachlaufeffekten von leicht steigender Risikovorsorge aus, sehen aber Spielraum für Kompensierungen im internationalen Geschäft. Im Sinne eines aktiven vorausschauenden Risikomanagements verfolgen wir weiter konsequent den Weg der zukunftsorientierten Branchenaufstellung und legen einen noch stärkeren Fokus auf die Analyse der Zukunftsfähigkeit der Geschäftsmodelle unserer Kunden.

Central & Eastern Europe

Die gesamtwirtschaftliche Situation in Mittel- und Osteuropa ist zwar nach wie vor angespannt, wir sehen aber erste Anzeichen einer Entspannung in einzelnen Ländern. Für Polen erwarten wir auf Basis der insgesamt relativ soliden ökonomischen Basis in 2010 ein weiteres Kreditwachstum mit guten Risiko-Ertrags-Relationen. Unser russisches Portfolio bei CB Eurasija sehen wir in 2010 ebenfalls leicht wachsend, hier ist die Abhängigkeit von der Entwicklung des Ölpreises und des US-Dollarkurses zu berücksichtigen. In der Ukraine zeichnet sich in den ersten Monaten 2010 eine erste Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ab, gleichwohl bleibt der Markt extrem instabil. Wir setzen die begonnene Portfoliobereinigung auch im aktuell wirtschaftlich wie politisch schwierigen Umfeld weiter um.

185

  • 184 Ausblick

Corporates & Markets

In einem nervösen Umfeld sorgten in 2009 staatliche Konjunkturmaßnahmen für erhebliche Beruhigung sowie Belebung im Bereich Financial Institutions. Ungeachtet der zeitlichen Befristung dieser staatlichen Sondereffekte wird in 2010 mit einem positiven, wenn auch geringen Wachstum und den entsprechenden positiven Effekten für den Bankensektor gerechnet. Wir werden unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen und Klumpenrisiken im Financial Institutions and Corporates Portfolio weiter reduzieren. Gleichwohl rechnen wir weiterhin mit höheren Risikokosten.

Sofern sich die wirtschaftliche Stabilisierung nicht verfestigt, ist auch im LAF-Portfolio mit weiteren Ertragsbelastungen zu rechnen; kritisch sind insbesondere die Risiken in der Automobilzulieferindustrie sowie in Branchen, welche der konjunkturellen Entwicklung erst mit Verzögerung folgen.

Für die Aktienmärkte erwarten wir in 2010 eine volatile Seitwärtsbewegung. Basierend auf diesen Rahmenbedingungen werden wir unser aktives und antizipatives Markt- und Liquiditätsrisikomanagement fortsetzen.

Asset Based Finance

Commercial Real Estate Das weiterhin mit Risiken belastete Umfeld wird noch länger auf die Immobilienmärkte nachwirken. Wir gehen deshalb auch für 2010 von einem substanziellen Risikovorsorgebedarf aus.

Schiffsfinanzierung Von einer alle Bereiche erfassenden Erholung der sehr schwer prognostizierbaren Schiffsmärkte im kommenden Jahr ist nicht auszugehen. Im strukturell krisenbehafteten Containerschiffsbereich erwarten wir vor 2012 keine auskömmlichen Verhältnisse. Im Tankerbereich rechnen wir mit weiterhin volatilen Marktraten auf niedrigem Niveau meist oberhalb des Zins-Break Even. Im Bulkerbereich erscheint abhängig von der weiteren Erholung der Weltwirtschaft ein gesundes Marktratenniveau denkbar. Insgesamt gehen wir von unverändert hoher Risikovorsorge aus.

Public Finance Der Abbau des Portfolios auf 100 Mrd Euro steht weiterhin im Fokus der Aktivitäten. Wir erwarten auch in 2010 keine nennenswerten Belastungen durch Risikovorsorge und gehen nicht davon aus, dass es zu Ausfällen von Ländern der OECD kommen wird.

Portfolio Restructuring Unit

Im Zuge der leichten Verbesserung der Liquiditätssituation auf den Sekundärmärkten für ABS in den letzten Monaten, konnte der geplante Abbau der als kritisch identifizierten ABS-Portfolios mit guten Erfolgen umgesetzt werden. Ungeachtet der Stabilisierung beziehungsweise teilweisen Erholung der Marktwerte können wir weitere Marktwertverluste bei einzelnen Veräußerungstransaktionen nicht ausschließen. Wir sehen die Gefahr einer erneuten Eintrübung der Märkte, die durch unerwartete Rückschläge in der Konjunkturentwicklung der wichtigen Industrienationen oder auch Ereignisse wie in Griechenland ausgelöst werden können.

Default-Portfolio

Aus heutiger Sicht wurde für das Default-Portfolio im Jahr 2009 der Peak erreicht, sodass ab dem nächsten Jahr an den vor der Krise begonnenen erfolgreichen, wertorientierten Abbau des Volumens angeknüpft werden kann. Auch wenn der Inflow zumindest 2010 noch auf vergleichsweise hohem Niveau bleiben wird, werden in der kommenden Zeit auch die Gesundungen wieder deutlich zunehmen. Wir gehen daher bereits für 2010 von einer Netto-Reduzierung des Default-Portfolios aus, die sich in 2011 noch verstärken sollte.

Regulatorische Rahmenbedingungen

Die angekündigten Maßnahmen der G20 und des Baseler Ausschusses werden neben den bereits verabschiedeten und diskutierten Neuregelungen auf europäischer Ebene zu einem deutlichen Anstieg der Kapitalanforderungen führen. Mit der derzeitigen Kapitalausstattung sehen wir uns gut aufgestellt, um auch unter verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen die bankaufsichtlichen Eigenmittelanforderungen zu erfüllen. Die derzeit laufenden Konsultationen und Auswirkungsstudien zu den neuen regulatorischen Vorgaben werden von uns aktiv begleitet.

Konzernabschluss

Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Accounting Standards (IAS) beziehungsweise den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das Standing Interpretations Committee beziehungsweise das International Financial Reporting Interpretation Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2009 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

191 Gesamtergebnisrechnung | 195 Bilanz | 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung 198 Kapitalflussrechnung | 200 Anhang (Notes) | 316 Bestätigungsvermerk

Abschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. Dezember 2009

Inhalt

191 Gesamtergebnisrechnung
----- ------------------------ --
  • Bilanz

  • Eigenkapitalveränderungsrechnung

  • Kapitalflussrechnung

  • Anhang (Notes)

    • Grundlagen der Konzernrechnungslegung
    • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
      • (1) Grundsätze
      • (2) Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Anpassung Counterparty Default Adjustments
      • (3) Konsolidierungskreis
      • (4) Konsolidierungsgrundsätze
      • (5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)
      • (6) Währungsumrechnung
      • (7) Barreserve
      • (8) Forderungen
      • (9) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
      • (10) Echte Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte
      • (11) Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedge
      • (12) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
      • (13) Handelsaktiva
      • (14) Finanzanlagen
      • (15) Immaterielle Anlagewerte
      • (16) Sachanlagen
      • (17) Leasinggeschäft
      • (18) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
      • (19) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten
      • (20) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
      • (21) Handelspassiva
      • (22) Rückstellungen
      • (23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
      • (24) Mitarbeitervergütungspläne
      • (25) Ertragsteuern
      • (26) Nachrang- und Hybridkapital
      • (27) Treuhandgeschäfte
      • (28) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
      • (29) Eigene Aktien
      • Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und stille Einlage der Allianz SE
  • Gesamtergebnisrechnung Bilanz

  • Eigenkapitalveränderungsrechnung

  • Kapitalflussrechnung

  • Anhang (Notes)

  • Bestätigungsvermerk

Anhang (Notes)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

  • (30) Zinsüberschuss
  • (31) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
  • (32) Provisionsüberschuss
  • (33) Handelsergebnis
  • (34) Ergebnis aus Finanzanlagen
  • (35) Sonstiges Ergebnis
  • (36) Verwaltungsaufwendungen
  • (37) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen
  • (38) Restrukturierungsaufwendungen
  • (39) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
  • (40) Nettoergebnis
  • (41) Ergebnis je Aktie
  • (42) Aufwandsquote
  • (43) Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

  • (44) Barreserve (45) Forderungen an Kreditinstitute (46) Forderungen an Kunden (47) Kreditvolumen (48) Risikovorsorge im Kreditgeschäft (49) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges (50) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (51) Handelsaktiva (52) Finanzanlagen (53) Immaterielle Anlagewerte (54) Sachanlagen (55) Anlagespiegel (56) Ertragsteueransprüche (57) Sonstige Aktiva Passiva (58) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (59) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (60) Verbriefte Verbindlichkeiten (61) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges (62) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (63) Handelspassiva (64) Rückstellungen (65) Ertragsteuerschulden
  • (66) Sonstige Passiva
  • (67) Nachrangkapital
  • (68) Hybridkapital

Anhang (Notes)

  • (69) Zusammensetzung des Eigenkapitals
  • (70) Bedingtes Kapital
  • (71) Genehmigtes Kapital
  • (72) Fremdwährungsvolumina

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

  • (73) Derivative Geschäfte
  • (74) Verwendung der derivativen Finanzinstrumente
  • (75) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
  • (76) Restlaufzeitengliederung
  • (77) Marktwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten
  • (78) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, auf welche die Fair Value Option angewendet wurde

Risikomanagement

  • (79) Risikosteuerung
  • (80) Adressenausfallrisiken
  • (81) Marktpreisrisiken
  • (82) Zinsänderungsrisiken
  • (83) Operationelle Risiken
  • (84) Kreditrisikokonzentration
  • (85) Liquiditätskennzahl der Commerzbank Aktiengesellschaft

Sonstige Erläuterungen

  • (86) Nachrangige Vermögenswerte
  • (87) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
  • (88) Volumen der verwalteten Fonds
  • (89) Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte) und Cash Collaterals
  • (90) Wertpapierleihgeschäfte
  • (91) Erhaltene Sicherheiten
  • (92) Treuhandgeschäfte
  • (93) Risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten
  • (94) Absicherung von Krediten
  • (95) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
  • (96) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
  • (97) Aktienbasierte Vergütungspläne
  • (98) Sonstige Verpflichtungen
  • (99) Angaben als Leasinggeber und Leasingnehmer
  • (100) Patronatserklärung
  • (101) Corporate Governance Kodex

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

191

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung

Erfolgsrechnung in Mio € Notes 1.1.–31.12.2009 1.1.–31.12.2008* Veränderung in %
Zinserträge 20 353 21 372 –4,8
Zinsaufwendungen 13 164 16 643 –20,9
Zinsüberschuss (30) 7 189 4 729 52,0
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (31, 48) –4 214 –1 855
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 975 2 874 3,5
Provisionserträge 4 511 3 529 27,8
Provisionsaufwendungen 789 683 15,5
Provisionsüberschuss (32) 3 722 2 846 30,8
Handelsergebnis (33) –358 –454 –21,1
Ergebnis aus Finanzanlagen (34) 417 –665
Sonstiges Ergebnis (35) –22 –27 –18,5
Verwaltungsaufwendungen (36) 9 004 4 956 81,7
Operatives Ergebnis –2 270 –382
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwertesowie Markennamen (37) 768
Restrukturierungsaufwendungen (38) 1 621 25
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit /Ergebnis vor Steuern –4 659 –407
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (39) –26 –466 –94,4
Konzernergebnis (41) –4 633 59
den Minderheitenanteilenzurechenbares Konzernergebnis –96 59
den Commerzbank-Aktionärenzurechenbares Konzernergebnis –4 537
Ergebnis je Aktie in € Notes 2009 2008* Veränderung in %
Gewinn je Aktie (41) –4,40 0,00

Der nach IAS 33 errechnete Gewinn je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernüberschuss. Im Geschäftsjahr und zum 31. Dezember 2009 waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Ein verwässertes Ergebnis war nicht zu berechnen.

Verkürzte Gesamtergebnisrechnung

in Mio € Notes 1.1.–31.12.2009 1.1.–31.12.2008* Veränderung in %
Konzernergebnis (41) –4 633 59
Veränderung der Neubewertungsrücklage (69) 638 –3 303
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges (69) –352 –920 –61,7
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung (69) –217 –324 –33,0
Sonstiges Periodenergebnis 69 –4 547
Gesamtergebnis –4 564 –4 488 1,7
den Minderheitenanteilen zurechenbares Periodenergebnis 75 –207
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis –4 639 –4 281 8,4
4. Quartal in Mio € 1.10.–31.12.2009 1.10.–31.12.2008* Veränderung in %
Konzernergebnis –1 911 –868
Veränderung der Neubewertungsrücklage 56 –1 127
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 51 –972
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 60 –449
Sonstiges Periodenergebnis 167 –2 548
Gesamtergebnis –1 744 –3 416 –48,9
den Minderheitenanteilen zurechenbares Periodenergebnis 43 –232
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis –1 787 –3 184 –43,9
Sonstiges Periodenergebnis 1.1.–31.12.2009 1.1.–31.12.2008
in Mio € vor Steuern Steuern nach Steuern vor Steuern Steuern nach Steuern
Veränderung der Neubewertungsrücklage 1 029 –391 638 –4 144 841 –3 303
Veränderung der Rücklage ausCash Flow Hedges –490 138 –352 –1 270 350 –920
Veränderung der Rücklage aus derWährungsumrechnung –217 –217 –324 –324
Sonstiges Periodenergebnis 322 –253 69 –5 738 1 191 –4 547
Sonstiges Periodenergebnis 4. Quartal 1.10.–31.12.2009 1.10.–31.12.2008
in Mio € vor Steuern Steuern nach Steuern vor Steuern Steuern nach Steuern
Veränderung der Neubewertungsrücklage 135 –79 56 –1 498 371 –1 127
Veränderung der Rücklage ausCash Flow Hedges 72 –21 51 –1 356 384 –972
Veränderung der Rücklage aus derWährungsumrechnung 60 60 –449 –449
Sonstiges Periodenergebnis 267 –100 167 –3 303 755 –2 548

* nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2

193

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)

316 Bestätigungsvermerk

Gewinn- und Verlustrechnung (Quartalsaufteilung)

in Mio € 2009*
IV. Quartal III. Quartal II. Quartal I. Quartal
Zinsüberschuss 1 890 1 769 1 838 1 692
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –1 324 –1 053 –993 –844
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 566 716 845 848
Provisionsüberschuss 972 953 947 850
Handelsergebnis –561 659 71 –527
Ergebnis aus Finanzanlagen –87 –54 172 386
Sonstiges Ergebnis –68 112 5 –71
Verwaltungsaufwendungen 2 396 2 264 2 263 2 081
Operatives Ergebnis –1 574 122 –223 –595
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen 52 646 70
Restrukturierungsaufwendungen 212 904 216 289
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit / Ergebnis vor Steuern –1 838 –1 428 –509 –884
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 73 –375 269 7
Konzernergebnis –1 911 –1 053 –778 –891
den Minderheitenanteilen
zurechenbares Konzernergebnis –54 2 –17 –27
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis –1 857 –1 055 –761 –864
in Mio € 2008*
IV. Quartal III. Quartal II. Quartal I. Quartal
Zinsüberschuss 1 325 1 211 1 174 1 019
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –638 –628 –414 –175
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 687 583 760 844
Provisionsüberschuss 677 720 717 732
Handelsergebnis –705 –297 375 173
Ergebnis aus Finanzanlagen –324 –229 –86 –26
Sonstiges Ergebnis –137 –15 91 34
Verwaltungsaufwendungen 1 024 1 237 1 373 1 322
Operatives Ergebnis –826 –475 484 435
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 25
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit /Ergebnis vor Steuern –826 –475 484 410
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 42 –202 –386 80
Konzernergebnis –868 –273 870 330
den Minderheitenanteilen
zurechenbares Konzernergebnis –56 12 53 50
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis –812 –285 817 280

195

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes) 316 Bestätigungsvermerk

Bilanz

Aktiva in Mio € Notes 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung 1.1.20081
in %
Barreserve (7, 44) 10 329 6 566 57,3 5 157
Forderungen an Kreditinstitute (8, 9, 10, 45, 47, 48, 76) 106 689 62 969 69,4 74 043
Forderungen an Kunden (8, 9, 10, 46, 47, 48, 76) 352 194 284 815 23,7 283 469
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedge (11, 49) –16
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten (12, 50) 6 352 10 528 –39,7 8 970
Handelsaktiva (13, 51, 76) 218 708 118 569 84,5 97 599
Finanzanlagen (14, 52, 55, 76) 131 292 127 450 3,0 132 192
Immaterielle Anlagewerte (15, 53, 55) 3 209 1 336 1 265
Sachanlagen (16, 54, 55) 1 779 1 240 43,5 1 293
Ertragsteueransprüche (25, 56) 5 637 6 726 –16,2 6 466
Sonstige Aktiva (17,18, 57) 7 930 5 025 57,8 6 047
Gesamt 844 103 625 224 35,0 616 501
Passiva in Mio € Notes 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung 1.1.20081
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (10, 19, 58, 76) 140 634 128 492 9,4 125 120
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (10, 19, 59, 76) 264 618 170 203 55,5 159 187
Verbriefte Verbindlichkeiten (19, 60, 76) 171 370 165 827 3,3 205 649
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedge (11, 61) –16
Negative Marktwerte aus derivativenSicherungsinstrumenten (20, 62) 11 345 21 463 –47,1 14 823
Handelspassiva (21, 63) 193 004 96 298 70 379
Rückstellungen (22, 23, 64) 5 115 2 030 2 919
Ertragsteuerschulden (25, 65) 2 586 3 161 –18,2 4 945
Sonstige Passiva (18, 66) 8 942 2 914 2 946
Nachrangkapital (26, 67, 76) 15 850 11 836 33,9 11 046
Hybridkapital (26, 68, 76) 4 079 3 158 29,2 3 414
Eigenkapital (29, 67, 68, 69) 26 576 19 842 33,9 16 073
Gezeichnetes Kapital (69) 3 071 1 877 63,6 1 708
Kapitalrücklage (69) 1 334 6 619 –79,8 5 709
Gewinnrücklagen (69) 7 878 5 842 34,9 6 099
stille Einlagen (69) 17 178 8 200
Neubewertungsrücklage (14, 69) –1 755 –2 221 –21,0 903
Rücklage aus Cash Flow Hedges (5, 69) –1 223 –872 40,3 34
Rücklage aus der Währungsumrechnung (6, 69) –477 –260 83,5 –34
Konzernergebnis 2 (69) 657
Gesamt vor Fremdanteilen 26 006 19 185 35,6 15 076
Anteile in Fremdbesitz (69) 570 657 –13,2 997
Gesamt 844 103 625 224 35,0 616 501

1 1.1.2008 entspricht 31.12.2007 nach Anpassung Counterparty Default Adjustments;

2 soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar

* nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2;

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Mio € Gezeich-netesKapital Kapital-rücklage Gewinn-rück-lagen stilleEinlagen Neu-bewer-tungs-rück-lage1 RücklageausHedges1 Rücklageaus derCashFlow Währungs-umrech-nung1 Konzern-ergebnis GesamtvorFremd-anteilen AnteileinFremdbesitz Eigenkapital
Eigenkapital
zum 31.12.2007 1 708 5 709 6 158 903 34 –34 657 15 135 997 16 132
Veränderung aufgrundAnpassung der CounterpartyDefault Adjustments –59 –59 –59
Eigenkapitalzum 1.1.2008 1 708 5 709 6 099 903 34 –34 657 15 076 997 16 073
Konzernergebnis 59 59
Entnahme aus denGewinnrücklagen –2 2
Ausschüttung stilleEinlagen –2 –2 –2
sonstiges
Periodenergebnis –3 120 –906 –255 –4 281 –266 –4 547
Kapitalerhöhungen 170 924 1 094 1 094
Gewinne / Verluste VorjahrEinstellung in die –8 –8
Gewinnrücklagen (Anteile imFremdbesitz) 53 53
Dividende –657 –657 –657
Veränderungen
im Anteilsbesitz –223 –223 –223
Veränderungen im Kon
solidierungskreis und
Sonstige Veränderungen2 –1 –14 –32 8 200 –4 29 8 178 –178 8 000
Eigenkapitalzum 31.12.2008 1 877 6 619 5 842 8 200 –2 221 –872 –260 19 185 657 19 842
Konzernergebnis –4 537 –4 537 –96 –4 633
Entnahme aus der
Kapitalrücklage / Einstellung in
die Gewinnrücklagen –6 619 2 082 4 537
Ausschüttung stille Einlagen
sonstiges
Periodenergebnis 466 –351 –217 –102 171 69
Kapitalerhöhungen 1 193 1 320 2 513 2 513
Gewinne / Verluste Vorjahr –59 –59
Einstellung in dieGewinnrücklagen (Anteile imFremdbesitz) 69 69
Dividende
Veränderungenim Anteilsbesitz –50 –50 –50
Veränderungen im Kon
solidierungskreis und
Sonstige Veränderungen2 1 14 4 8 978 8 997 –172 8 825
Eigenkapitalzum 31.12.2009 3 071 1 334 7 878 17 178 –1 755 –1 223 –477 26 006 570 26 576

1 Zum 31. Dezember 2009 sind darin 1 Mio Euro Neubewertungsrücklagen, –40 Mio Euro Rücklage aus Cash Flow Hedges und 23 Mio Euro Rücklage aus der Währungsumrechnung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthalten;

2 einschl. Veränderung eigene Aktien, Veränderung Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente und Einzahlung stille Einlagen.

197

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Für die Kapitalerhöhungen in 2009 sind Kosten in Höhe von 4,8 Mio Euro angefallen, die direkt vom Eigenkapital gekürzt wurden.

Zum 31. Dezember 2009 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß Satzung 3 071 Mio Euro und war in 1 181 352 926 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 2,60 Euro). Nach Abzug der zum 31. Dezember 2009 im Bestand befindlichen 863 905 Aktien betrug das Gezeichnete Kapital 3 069 Mio Euro.

Von der Ermächtigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2009 zum Erwerb eigener Aktien für Zwecke des Wertpapierhandels nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG wurde Gebrauch gemacht. Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien wurden erfolgsneutral behandelt.

Gewinnverwendung in Mio € Notes 2009 2008* Veränderung in %
Den Commerzbank-Aktionärenzurechenbares Konzernergebnis (41) –4 537
Ausschüttung stille Einlagen –2
Entnahme aus der Kapitalrücklage 6 619 2
Einstellung in die Gewinnrücklagen –2 082
Konzerngewinn

Die gemäß IAS 28 anteilig erfolgsneutral zu berücksichtigende Eigenkapitalveränderungen bei assoziierten Unternehmen sind in den sonstigen Veränderungen enthalten und betragen für die Gewinnrücklagen –151 Mio Euro sowie für die Veränderungen des sonstigen Periodenergebnisses +42 Mio Euro. Davon resultieren +42 Mio Euro aus der Neubewertungsrücklage.

Weitere Details zum Eigenkapital sind in den Notes 67, 68 und 69 enthalten.

Kapitalflussrechnung

in Mio € Notes 2009 2008*
Konzernergebnis –4 633 59
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten undÜberleitung auf den Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagenund Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie
Bewertungsveränderungen aus dem Hedge Accounting 1 511 520
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten 6 470 –896
Verlust/ Gewinn aus der Veräußerung von Vermögenswerten (34) –417 665
Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen (35) 16 6
Sonstige Anpassungen (Zinsüberschuss) (30) –7 189 –4 729
Zwischensumme –4 242 –4 375
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an KreditinstituteForderungen an Kunden (45)(46) –43 974–71 335 10 823–739
Wertpapiere des Handelsbestands (48) –15 664 9 757
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit (52 – 54, 56, 57) –6 416 4 680
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (58) 12 142 3 372
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (59) 94 415 11 016
Verbriefte Verbindlichkeiten (60) 5 543 –39 822
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit (63 – 68) 15 464 –9 346
Erhaltene Zinsen (30) 20 295 21 268
Erhaltene Dividenden (30) 58 104
Gezahlte Zinsen (30) –13 164 –16 643
Ertragsteuerzahlungen (39) –199 –255
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit –7 077 –10 160
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Finanzanlagen (34, 52) 858 2 999
Sachanlagevermögen (35, 54, 55) 663 293
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen (52) –5 240 –4
Sachanlagevermögen (54, 55) –4 426 –624
Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises 2 453 –122
Cash Flow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittelbestand (44) 2 083 –376
Cash Flow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittelbestand (44) 370 254
Cash Flow aus Investitionstätigkeit –5 692 2 542
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen (69) 2 528 1 079
Dividendenzahlungen (69) –657
Mittelveränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit (Nachrangkapital) (67, 68) 13 913 8 734
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 16 441 9 156
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 6 566 5 157
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit –7 077 –10 160
Cash Flow aus Investitionstätigkeit –5 692 2 542
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 16 441 9 156
Effekte aus Wechselkursänderungen –5 –70
Effekte aus Minderheitenanteilen 96 –59
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode (44) 10 329 6 566
davon:Kassenbestand 1 338 892
Guthaben bei Zentralnotenbanken 7 842 5 294
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel,
die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 1 149 380

Im Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009 sind 615 Mio Euro (Vorjahr: 83 Mio Euro) aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten.

199

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist aufgeteilt in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.

Als Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie Wertpapieren des Handelsbestands und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt Zahlungsvorgänge für die Finanzanlagen, die immateriellen Vermögenswerte sowie für Sachanlagen. Darüber hinaus werden hier die Cash Flows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von Tochterunternehmen gezeigt.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen und Ein- und Auszahlungen für Nachrangund Hybridkapital. Auch ausgeschüttete Dividenden werden hier gezeigt.

Als Zahlungsmittelbestand sehen wir die Barreserve (vgl. Note 44) an, die sich aus Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind, zusammensetzt. Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (Notes)

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde in Einklang mit § 315a Abs. 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606 / 2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 sowie weiteren Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Accounting Standards (IAS) beziehungsweise International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das Standing Interpretations Committee (SIC) beziehungsweise International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2009 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt.

Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2010 oder später umzusetzen sind (IFRS 9, überarbeitete IFRS 1, 2, 3 und IAS 24, 27, 32, 39 sowie überarbeiteter IFRIC 12, 14, 15, 16, 17, 18, 19; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) haben wir zulässigerweise abgesehen. Durch IFRS 9 (ab 2013 verpflichtend anzuwenden), der erst teilweise durch das IASB veröffentlicht und noch nicht durch die EU verabschiedet wurde, könnten sich signifikante Effekte auf die Bilanzierung und Bewertung ergeben. Aus den anderen Standards und Interpretationen erwarten wir jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die im Geschäftsjahr 2009 erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen (IFRS 1 i.V.m. IAS 27, IFRS 2 und IAS 23, IAS 32 i.V.m. IAS 1 sowie IFRIC 13, IFRIC 9 i.V.m. IAS 39 und IFRIC

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Grundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung von Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Davon ausgenommen sind bestimmte Finanzinstrumente, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Geschäftspartner werden gegeneinander aufge14 i.V.m. IAS 19; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Von den im Geschäftsjahr erstmals anzuwendenden Standards hatten lediglich der IAS 1, der IFRS 8 sowie der überarbeitete IFRS 7 wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses.

Neben Änderungen in den Bezeichnungen der Abschlussbestandteile sieht der neue IAS 1 vor allem die Einführung der Darstellung des Periodenergebnisses in Form einer Gesamtergebnisrechnung vor, womit die bisherige Gewinn- und Verlustrechnung erweitert wurde. Die Änderungen am IFRS 7 führten insbesondere zu verbesserten Angaben im Hinblick auf die Liquiditätsrisiken und die Ermittlung der Fair Values von Finanzinstrumenten. Der den IAS 14 ersetzende IFRS 8 hat zu einer auf der internen Berichterstattung basierenden Darstellung der Segmente geführt. Zu den damit einhergehenden Veränderungen in der Segmentstruktur verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 43.

Neben der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, eine Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung und die Berichterstattung über das Risikomanagement erfolgen innerhalb des Anhangs (Note 43 beziehungsweise Notes 79 bis 85).

Der Konzern-Lagebericht einschließlich des separaten Berichts über die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 66 bis 186 unseres Geschäftsberichts abgedruckt.

Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio Euro dargestellt.

rechnet und entsprechend saldiert in der Bilanz ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit Begleichung der Verbindlichkeit erfolgt. Neben der Aufrechnung positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte).

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden.

Alle wesentlichen vollkonsolidierten Unternehmen haben ihren Jahresabschluss zum Stichtag 31. Dezember 2009 aufgestellt.

201

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung

200 Anhang (Notes)

316 Bestätigungsvermerk

Der Konzernabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt worden sind. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach heutigem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zu Grunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Schätzungsunsicherheiten ergeben sich bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen und des Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschafts-Barwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 64 Rückstellungen). Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten Ertragswert-Methode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zu Grunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Goodwill beziehungsweise des Fair Values von Finanzinstrumenten finden Sie in der Note 15 beziehungsweise Note 77. Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten im Wesentlichen bei aktiven latenten Steuern, der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und der auf Bewertungsmodellen beruhenden Fair Value-Ermittlung sowie bei der Bewertung insbesondere von Finanzinstrumenten. Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir auf den Risikobericht im Konzern-Lagebericht.

(2) Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungs-

methoden, Anpassung Counterparty Default Adjustments Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss 31. Dezember 2008 grundsätzlich beibehalten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Zinsüberschuss) und das Bewertungsergebnis aus zinstragenden Finanzanlagen (Ergebnis aus Finanzanlagen) ab dem Geschäftsjahr 2009 nach den Kategorien Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale) getrennt ausgewiesen. Die Vorjahreswerte haben wir entsprechend angepasst.

Im Provisionsüberschuss wurden bisher Erträge aus dem Einzugsgeschäft in den Sonstigen Provisionen ausgewiesen. Seit dem Geschäftsjahr 2009 werden diese den Provisionen aus dem Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft zugeordnet. Die Vorjahreswerte haben wir entsprechend angepasst. Die Umgliederung für das Geschäftsjahr 2008 beträgt 33 Mio Euro.

Seit dem Geschäftsjahr 2009 werden Eigenkapitalinstrumente des AfS-Bestandes abgeschrieben, wenn der Fair Value entweder signifikant (≥20%) oder dauerhaft (mind. 9 Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Bisher betrug die Signifikanzgrenze 30%.

Seit dem Geschäftsjahr 2009 nutzt der Commerzbank-Konzern für das Zinsrisikomanagement auch das Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Hierfür werden die aktivischen beziehungsweise passivischen Wertänderungen der Grundgeschäfte in den dafür neu aufgenommenen Bilanzposten erfasst. Weitere Details sind der Note 5 zu entnehmen.

Der Bilanzposten Handelsaktiva wird seitdem Geschäftsjahr 2009 detaillierter darstellt (siehe Note 51). Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Im Rahmen der Bewertung von Derivaten werden im Konzern für die Commerzbank Aktiengesellschaft und unsere Tochtergesellschaften erstmalig auch die Ausfallrisiken von Kontrahenten durch sogenannte Counterparty Default Adjustments (CDA) berücksichtigt. Für die Vorjahre haben wir entsprechend eine Korrektur gemäß IAS 8.41 vorgenommen.

Daraus ergibt sich für den 1. Januar 2008 rückwirkend ein Anpassungsbedarf der Handelspassiva von +86 Mio Euro, der Ertragsteueransprüche von +27 Mio Euro und der Gewinnrücklagen von –59 Mio Euro. Die Anpassungen zum 31. Dezember 2008 stellen sich wie folgt dar:

Bilanz zum31.12.2008Aktivain Mio € veröffentlichterKonzern-abschluss Anpassung angepassterKonzernabschluss
Ertragsteueransprüche 6 698 28 6 726
Summe Aktiva 625 196 28 625 224
Bilanz zum31.12.2008Passivain Mio € veröffentlichterKonzern-abschluss Anpassung angepassterKonzernabschluss
Handelspassiva 96 208 90 96 298
Gewinnrücklagen 5 904 –62 5 842
Summe Passiva 625 196 28 625 224
Gewinn- undVerlustrechnung2008in Mio € veröffentlichterKonzern-abschluss Anpassung angepassterKonzernabschluss
Handelsergebnis –450 –4 –454
operatives Ergebnis –378 –4 –382
Steuern vom Einkommenund Ertrag –465 –1 –466
Konzernüberschuss 62 –3 59
den CommerzbankAktionären zurechenbarerKonzernüberschuss 3 –3

Durch diese Anpassungen ergeben sich für das Geschäftsjahr 2008 keine Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie (IAS 33).

Für die ehemalige Dresdner Bank und ihre Tochtergesellschaften wurden bereits in der Vergangenheit CDA in der Derivatebewertung berücksichtigt. Die vollständige Vereinheitlichung in den Berechnungsmethodiken ist nun abgeschlossen.

(3) Konsolidierungskreis

In unseren Konzernabschluss einbezogen sind insgesamt – neben dem Mutterunternehmen – 368 Tochterunternehmen (2008: 167), an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50% der Stimmrechte hält oder einen beherrschenden Einfluss ausübt. Von diesen Unternehmen haben 147 ihren Sitz im Inland (2008: 110) und 221 ihren Sitz im Ausland (2008: 57). Im Berichtsjahr wurden 221 Tochterunternehmen erstmalig konsolidiert.

963 (2008: 607) Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden nicht konsolidiert beziehungsweise nicht at Equity bewertet, sondern als Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen oder Beteiligungen unter den Finanzanlagen bilanziert. Bezogen auf die Summenbilanz des Konzerns machen diese Unternehmen weniger als 0,2% (2008: 0,1%) aus.

Neben den 368 Tochterunternehmen haben wir im Geschäftsjahr 2009 73 (2008: 31) Zweckgesellschaften und 28 (2008: 17) Spezialfonds gemäß IAS 27 und SIC 12 in unserem Konzernabschluss vollkonsolidiert.

Zum 12. Januar 2009 (Erwerbsstichtag) haben wir 100% der Kapitalanteile und Stimmrechte an der Dresdner Bank AG für einen Kaufpreis von 4,7 Mrd Euro erworben. Der Kaufpreis setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Der Barkaufpreis beträgt 3,2 Mrd Euro, der Gegenwert der im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage von 163 461 537 Stück an die Allianz emittierten Aktien ist 0,8 Mrd Euro (Wert gemäß Xetra Schlusskurs zum 12. Januar 2009) und der Wert der vier getauschten Asset Management Gesellschaften – cominvest Asset Management GmbH, Frankfurt / Main; cominvest Asset Management S.A., Luxemburg; Münchener Kapitalanlage Aktiengesellschaft, München; MK LUXINVEST S.A., Luxemburg – beträgt 0,7 Mrd Euro.

Nach Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Dresdner Bank zum beizulegenden Zeitwert auf den Erwerbsstichtag wurde der Unterschiedsbetrag (2,4 Mrd Euro) zwischen den Anschaffungskosten und dem Eigenkapital (2,3 Mrd Euro) soweit wie möglich auf bilanzierte Vermögenswerte (saldiert 0,7 Mrd Euro stille Lasten), sonstige einzeln identifizierbare Werte (Kundenbeziehungen und Markennamen 0,8 Mrd Euro) und Schulden wie auch Eventualverbindlichkeiten (saldiert 0,6 Mrd Euro stille Reserven) verteilt. Weiterhin werden Minderheitenanteile einer Zweckgesellschaft in Höhe von 1,7 Mrd Euro in das Nachrang- und Hybridkapital umgegliedert. Nach Verteilung der stillen Reserven und Lasten, wie auch Ansatz der zusätzlichen einzeln identifizierbaren Vermögenswerte und Eventualverbindlichkeiten, ergibt sich ein der Commerzbank zuzurechnendes Eigenkapital von 3,0 Mrd Euro. Als Unterschiedbetrag zum Kaufpreis ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) von 1,7 Mrd Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich insbesondere durch die Nutzung des Mitarbeiter- und Bank-Know-hows, die Erschließung zusätzlicher zukünftiger Marktpotenziale sowie erwartete Kosteneinsparungen durch die Nutzung von Skaleneffekten.

Aufgrund der Komplexität der Transaktion wurden die Bewertungsparameter und Planungsprämissen für die Verteilung des Kaufpreises im dritten und vierten Quartal präzisiert. Die nach IFRS 3 mögliche 12-Monatsfrist für die Zeitwertermittlung wurde somit in Anspruch genommen.

Die vorgenommenen Änderungen der Zeitwertanpassung resultieren im Wesentlichen aus den nachfolgend beschriebenen Sachverhalten. Zum einen wirkt sich die geänderte Bewertung von Problemkrediten auf die Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden aus. Zum anderen führt die Änderung des Ausweises von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen und der damit verbundenen Bewertungsänderung zu Umgliederungen aus nahezu allen Bilanzposten in die Bilanzposten Sonstige Aktiva und Sonstige Passiva. Daneben ergeben sich weitere Bewertungsanpassungen des Postens Nachrang- und Hybridkapital. Die Anpassungen führen insgesamt zu einer Erhöhung des Goodwills um 0,9 Mrd Euro im Vergleich zum 31. März 2009. Die Zuordnung des Goodwills auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU's) wurde zum 31. Dezember 2009 finalisiert (Privatkunden, Mittelstandsbank und Corporates & Markets; für weitere Details siehe Note 53).

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Darüber hinaus wurde die vorläufige Bilanz zum 12.Januar 2009 um nicht bewertungsrelevante Bestandsänderungen zwischen dem 1. Januar und 12. Januar 2009 angepasst und ebenfalls zum 31. Dezember 2009 finalisiert.

Aktivseitein Mio € Aktiva12.01.2009 Zeitwert-anpassung Aktiva inkl.Zeitwertanpassung
Barreserve 5 170 5 170
Forderungen anKreditinstitute 84 982 –108 84 874
Forderungen an Kunden 129 148 –649 128 499
Positive Marktwerteaus derivativen
Sicherungsinstrumenten 872 872
Handelsaktiva 194 722 –365 194 357
Finanzanlagen 21 704 152 21 856
Immaterielle Anlagewerte 338 676 1 014
Sachanlagen 1 071 –67 1 004
Ertragsteueransprüche 964 964
Sonstige Aktiva 1 977 492 2 469
Summe Aktiva 440 948 131 441 079

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte unmittelbar vor sowie die final ermittelten Zeitwerte der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Dresdner Bank Konzerns unmittelbar nach dem Erwerbszeitpunkt.

Passivseitein Mio € Passiva12.01.2009 Zeitwert-anpassung Passiva inkl.Zeitwertanpassung
Verbindlichkeitengegenüber
Kreditinstituten 78 060 –231 77 829
Verbindlichkeitengegenüber Kunden 152 677 –425 152 252
VerbriefteVerbindlichkeiten 25 499 –74 25 425
Negative Marktwerteaus derivativen
Sicherungsinstrumenten 69 69
Handelspassiva 165 196 –91 165 105
Pensionsrückstellungen –15 703 688
übrige Rückstellungenund Eventualverbindlich
keiten 1 605 168 1 773
Ertragsteuerschulden 742 726 1 468
Sonstige Passiva 5 706 409 6 115
Nachrang- undHybridkapital 7 422 –38 7 384
Eigenkapital derCommerzbank 2 251 714 2 965
Eigenkapital derMinderheiten 1 736 –1 730 6
Summe Passiva 440 948 131 441 079

Der Beitrag zum Konzernergebnis vor Steuern bis zur Fusion im Mai 2009 seit der Vollkonsolidierung der Dresdner Bank zum 12. Januar 2009 belief sich auf –1,9 Mrd Euro. Bei voller Konsolidierung bereits zum 1. Januar 2009 wäre das Konzernergebnis vor Steuern um 0,7 Mrd Euro geringer ausgefallen.

Der Erwerb der Dresdner Bank AG führte zudem zur Aufnahme von 189 Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis.

Durch den Erwerb der Dresdner Bank AG wurden am 12. Januar 2009 indirekt weitere 40% der Kapitalanteile und Stimmrechte an der Deutsche Schiffsbank AG, Bremen / Hamburg übernommen, ein zusätzlicher Kaufpreis wurde hier nicht entrichtet. Somit halten wir zum 12. Januar 2009 insgesamt 80 % der Anteile an der Deutsche Schiffsbank AG, die wir von der 40-prozentigen at Equity Bewertung nun als Tochtergesellschaft in die Vollkonsolidierung übernehmen.

Nach Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der Deutsche Schiffsbank AG zum beizulegenden Zeitwert auf den Erwerbsstichtag wurden insgesamt 127 Mio Euro stille Reserven bei den Vermögenswerten und 113 Mio Euro stille Reserven bei den Schulden in der Zeitwertermittlung angesetzt. Der danach verbleibende Betrag von 42 Mio Euro wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Nach Ermittlung der Zeitwerte ergeben sich insgesamt Vermögenswerte von 16 957 Mio Euro und Schulden von 16 188 Mio Euro, so wie ein Eigenkapital von 769 Mio Euro. Wir haben wegen der Komplexität der Transaktion die nach IFRS mögliche 12-Monatsfrist für die Zeitwertermittlung in Anspruch genommen.

Der Beitrag zum Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2009 seit der Vollkonsolidierung der Deutsche Schiffsbank AG beläuft sich auf –44 Mio Euro.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte unmittelbar vor sowie die final ermittelten Zeitwerte der Vermögenswerte. Schulden und Eventualverbindlichkeiten der Deutsche Schiffsbank AG unmittelbar nach dem Erwerbszeitpunkt:

Aktivseitein Mio € Aktiva12.01.2009 Zeitwert-anpassung Aktiva inkl.Zeitwertanpassung
BarreserveForderungen anKreditinstitute und 40 40
KundenHandelsaktiva und 13 508 –37 13 471
Finanzanlagen 3 210 3 210
Sonstige Aktiva 72 164 236
Summe Aktiva 16 830 127 16 957
Passivseite Passiva12.01.2009 Zeitwert-anpassung Passiva inkl.Zeitwert
in Mio € anpassung
VerbindlichkeitengegenüberKreditinstituten undKunden 11 411 –283 11 128
Rückstellungen /Eventualverbindlichkeiten 48 48
Handelspassiva /Sonstige Passiva 4 228 246 4 474
Nachrang- undHybridkapital 614 –76 538
Eigenkapital 529 240 769
Summe Passiva 16 830 127 16 957
  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Daneben wurden folgende wesentlichen Tochtergesellschaften und Fonds in 2009 erstkonsolidiert:

Gesellschaften Kapital- undStimmrechtein % Anschaffungs-kostenin Mio € Vermögens-wertein Mio € Schuldenin Mio €
Hibernia Sigma Beteiligungsgesellschaft mbH,Frankfurt am Main 100,0 50,1 50,2 0,1
Hibernia Beta Beteiligungsgesellschaft mbH,Frankfurt am Main 100,0 70,2 70,6 0,1
Hibernia Eta Beteiligungsgesellschaft mbH,Frankfurt am Main 85,0 41,8 50,2 0,1
Commerzbank (Properties South Africa) (Proprietary)Limited, Johannesburg 100,0 0,1 124,2 124,2
ComStage ETF Commerzbank Commodity EWIndex TR, Luxemburg 93,9 87,3 98,3 0,1
ComStage ETF iBoxx € Liquid SovereignsDiversified 1-3 TR, Luxemburg 39,6 111,3 291,8 11,8
ComStage ETF iBoxx € Liquid SovereignsDiversified 3-5 TR, Luxemburg 48,9 137,1 292,2 12,0
ComStage ETF iBoxx € Sovereigns GermanyCapped 1-5 TR, Luxemburg 100,0 101,8 107,0 5,3
Real Estate Top Tegel Eins GmbH, Eschborn 94,0 0,0 5,7 5,6
Real Estate Top Tegel Zwei GmbH, Eschborn 94,0 0,0 3,0 5,9
Real Estate Top Tegel Drei GmbH, Eschborn 94,0 0,0 4,9 4,9
Real Estate Top Tegel Vier GmbH, Eschborn 94,0 0,0 3,1 3,1
Real Estate Top Tegel Sechs GmbH, Eschborn 94,0 0,0 56,9 56,8
TARA Immobiliengesellschaft, Eschborn 100,0 0,0 1,8 1,7
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 0,7 32,5 31,8
Commerz Real Partner Hannover GmbH, Düsseldorf 65,0 0,0 0,1 0,0
Commerz Real Partner Süd GmbH, Düsseldorf 65,0 0,0 0,1 0,1
Commerz Real Partner Nord GmbH, Düsseldorf 65,0 0,0 0,0 0,0
ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH,Düsseldorf 100,0 0,0 0,0 0,0
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0 3,8 60,7 51,2
U.S. Residential Investment I, LP, New York 90,0 26,4 31,6 4,2
CFB-Fonds Transfair GmbH, Düsseldorf 100,0 0,0 9,0 9,0
ALDUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH,Düsseldorf 100,0 0,0 42,7 47,8
EHNY Ashland LL, Dover/Delaware 100,0 2,1 20,0 17,9
EHNY IV LLC, Dover/Delaware 100,0 2,8 2,8 0,0
BRE Gold Fund, Warschau 100,0 25,6 27,8 0,0

Darüber hinaus haben wir zehn Kommanditgesellschaften zur Finanzierung von Containerschiffen sowie 55 Zweckgesellschaften und Spezialfonds (davon 53 aus dem Erwerb der Dresdner Bank) neu in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Aus den Erstkonsolidierungen resultieren keine als Geschäftsoder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge und es handelt sich grundsätzlich nicht um erworbene Gesellschaften, sondern um neu gegründete Gesellschaften, Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben oder Übernahmen aufgrund vertraglicher Verpflichtungen.

Die nachstehenden Fonds und Tochtergesellschaften wurden veräußert, liquidiert oder im Rahmen des Dresdner Bank Erwerbs getauscht und werden daher nicht mehr konsolidiert:

  • Veräußerung

    • Stampen S.A., Brüssel
    • Dresdner Kleinwort Leasing March (2) Limited, London
  • Commerzbank (Schweiz) AG, Zürich

  • Commerzbank (Schweiz) AG Private Banking, Wien

  • Dresdner Bank (Schweiz), Zürich

  • Reuschel & Co. Privatbankiers, München

  • Reuschel & Co. Finance-Service-GmbH, München

  • Dresdner Kleinwort Trading Holdings LLC, Wilmington/Delaware

  • Liquidation (einschließlich Gesellschaften, die die operative Geschäftstätigkeit eingestellt haben)

    • CICO-Fonds I, Frankfurt am Main
    • SUK-Cofonds, Frankfurt am Main
    • cominvest ABS active, Luxemburg
    • cominvest ABS Opportunity S.A., Luxemburg
    • Commerz Service Gesellschaft für Kundenbetreuung mbH, Quickborn
    • NAPEUS Schiffsbetriebsgesellschaft GmbH, Hamburg
    • NAUMOSA Schiffsbetriebsgesellschaft GmbH, Hamburg
    • Espacio León PropCo, S.L., Madrid
    • Forum Almada Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda., Lissabon
    • Forum Almada Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda. II & Comandita, Lissabon
    • Forum Montijo Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda., Lissabon
    • CG NL Holding B.V., Amsterdam
    • CG New Venture 1 Verwaltungsgesellschaft mbH, Wiesbaden
    • BRAFERO Sociedade Imobiliária, S.A., Lissabon
    • CGM Lux 1 S.à.r.l., Luxemburg
    • CGM Lux 2 S.à.r.l., Luxemburg
    • CGM Lux 3 S.à.r.l., Luxemburg
    • LOFRA GmbH & Co.KG, Frankfurt am Main
    • LUFRA Beteiligungs-Holding AG, Zürich
    • Mertus Zweite GmbH, Frankfurt am Main
    • Dresdner Kleinwort Wasserstein (South East Asia) Ltd., Singapur
    • Dresdner Kleinwort Finance BV, Amsterdam
    • Dresdner Advisors LLC, Wilmington / Delaware
    • Dresdner Capital LLC II, Wilmington / Delaware
    • Kleinwort Benson Gilts Limited, London
    • Doradztwo Gospodarcze Spolka Akcyjna, Warschau
    • 4274563 Canada Inc., Toronto
    • Dresdner Structured Products S.A., Luxemburg
    • Dresdner U.S. Finance Inc., Wilmington / Delware
    • Dresdner Kleinwort Securities (Asia) Ltd.,
    • Kleinwort Benson (USA) Inc., Wilmington / Delaware
    • Dresdner Kleinwort Capital LLC, Wilmington / Delaware
    • Dresdner Finanziaria S.p.A., Mailand
  • Tausch

    • cominvest Asset Management GmbH, Frankfurt am Main
    • cominvest Asset Management S.A., Luxemburg
    • Münchener Kapitalanlage Aktiengesellschaft, München
    • MK LUXINVEST S.A., Luxemburg

Das Ergebnis aus der Entkonsolidierung beträgt insgesamt 0,6 Mrd Euro.

Die nachstehenden Tochtergesellschaften werden mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres nach Einstufung als IFRS 5 Fall veräußert und werden deshalb als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen:

  • Dresdner Van Moer Courtens S.A., Luxemburg
  • Filiale Belgien der Commerzbank International S.A., Luxemburg
  • Privatinvest Bank AG, Salzburg
  • Kleinwort Benson Private Bank Limited Group, London
  • Kleinwort Benson Channel Islands Holdings Limited, St. Peter Port
  • Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Múltiplo, São Paulo
  • Dresdner VPV N.V., Gouda
  • Dresdner Bank Monaco S.A.M., Monaco

Bis zur endgültigen Übertragung der Anteile bewerten wir die Veräußerungsgruppen in Übereinstimmung mit IFRS 5 und weisen deren Vermögenswerte und Schulden in den Notes "Sonstige Aktiva" und "Sonstige Passiva" sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat aus.

31 (2008: 12) wesentliche assoziierte Unternehmen – davon 13 (2008: sieben) im Inland – werden nach der Equity-Methode bewertet. Es wurden 20 assoziierte Unternehmen neu aufgenommen; davon 13 aus dem Erwerb der Dresdner Bank AG:

  • Captain Holdings S.à.r.l., Luxemburg
  • Carbon Trade & Finance SICAR S.A, Senningerberg, Luxemburg
  • Dresdner-Cetelem Kreditbank GmbH, München
  • FV Holding S.A., Brüssel
  • GIE Céline Bail, Paris
  • GIE Morgane Bail, Paris
  • GIE Northbail, Paris
  • GIE Vulcain Energie, Paris
  • HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG, Düsseldorf
  • IGS Aerosols GmbH, Wehr/Baden
  • Irving Place Co-Investment, L.P., New York
  • KGAL GmbH & Co. KG, Grünwald (München)
  • KGAL Verwaltungs-GmbH, Grünwald (München)

207

  • 191 Gesamtergebnisrechnung

  • 195 Bilanz

  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung

  • 198 Kapitalflussrechnung

  • 200 Anhang (Notes)

  • 316 Bestätigungsvermerk

  • Linde Leasing GmbH, Wiesbaden

  • MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. BETA KG, Grünwald (München)

  • MM Cogène 2, Paris

  • RECAP/COMMERZ Alta Phoenix Lofts Investment, L.P., New York

  • RECAP/COMMERZ AMW Apartments Investment, L. P., New York

  • RECAP/COMMERZ Greenwich Park Investment, L.P., New York

  • Southwestern Co-Investment, L.P., New York

Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer wesentlichen assoziierten Unternehmen sind nachstehend aufgelistet:

in Mio € 2009 2008
Vermögenswerte 112 134
Verbindlichkeiten 56 72
Erträge 24 28
Aufwendungen 14 17

Aus dem Kreis der assoziierten Unternehmen ist folgende Gesellschaft ausgeschieden:

Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Bremen/Hamburg

Eine vollständige Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank Konzerns als Bestandteil des Anhangs wird im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt und ist ebenfalls im elektronischen Unternehmensregister einsehbar. Sie kann zudem unter unserer Internetadresse:

www.commerzbank.de/InvestorRelations/ Unternehmensberichtserstattung abgerufen werden.

(4) Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, an welchen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt die Stimmrechtsmehrheit hält oder die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmen und somit einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, um aus deren Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Stimmrechtsmehrheit oder einen beherrschenden Einfluss erlangt.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Verpflichtungen von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neubewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Als assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden alle Gesellschaften bilanziert, bei welchen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss oder über die gemeinsame Kontrolle mit anderen Unternehmen verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss beziehungsweise eine gemeinsame Kontrolle wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20% und 50% vermutet. Weitere Kriterien für die Maßgeblichkeit und gemeinsame Kontrolle sind beispielsweise wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen, die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium sowie die Mitwirkung auf die Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet und als Anteile an assoziierten Unternehmen in den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei werden die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften sinngemäß angewandt. Für die wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen basiert die erfolgswirksame und erfolgsneutrale Fortschreibung des Equity-Buchwertes auf nach unseren Instruktionen aufbereiteten und geprüften Nebenrechnungen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS.

Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen sind zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten in den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Bank den beherrschenden Einfluss verliert. Die Bewertung nach der Equity-Methode von assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Stimmrechtsanteile kleiner als 20% sind oder die sonstigen Einflussmöglichkeiten auf das assoziierte Unternehmen wegfallen.

Die Verpflichtung unter bestimmten Voraussetzungen Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) zu konsolidieren, ergibt sich aus SIC-12. Eine Konsolidierung ist erforderlich, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung

die Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft auf die Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet ist und dieses Nutzen daraus zieht;

  • das Unternehmen entscheiden kann, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen;
  • das Unternehmen das Recht hat, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen;
  • das Unternehmen die Mehrheit der Chancen und Risiken hält.

Im Commerzbank Konzern wird die Konsolidierungsverpflichtung im Rahmen der Gründung von Zweckgesellschaften geprüft; zudem wurde eine regelmäßige Überprüfung der Konsolidierungsentscheidung implementiert. Die Auflistung aller konsolidierten Zweckgesellschaften ist Bestandteil der Anteilsbesitzliste.

Auf Geschäftsbeziehungen von Unternehmen innerhalb des Konzerns basierende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Schuldensowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Im Konzern angefallene Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

(5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen und in Abhängigkeit von der ihnen zugewiesenen Kategorie zu bewerten. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) in der Bilanz angesetzt. Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem am Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt (mark-to-market). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, werden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungsmodelle eingesetzt (mark-to-model), die im größtmöglichen Umfang Marktdaten als Parameter verwenden.

Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des IAS 39 in der derzeit gültigen Fassung in unserem Konzern umgesetzt wurden:

a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten

Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verpflichtung erfolgt grundsätzlich, wenn der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Konzern erfolgt für alle Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang Trade Date Accounting.

Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht, wobei bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum Vorrang vor der Bewertung der Übertragung der Verfügungsmacht hat.

Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Continuing Involvement Ansatz zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem fortdauernden Engagement (Continuing Involvement) entspricht. Die Höhe des Continuing Involvement bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verpflichtung (oder ein Teil einer finanziellen Verpflichtung) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verpflichtung, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.

b) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables): Dieser Kategorie werden nicht-derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zugeordnet, für die kein aktiver Markt besteht. Dies gilt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder im Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellt werden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten sind. Die Bewertung erfolgt zu fortge-

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führten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen eines Impairments wird dieses bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held to Maturity):

Dieser Kategorie dürfen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie festgelegter Laufzeit dann zugeordnet werden, wenn die Absicht sowie die Fähigkeit besteht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen eines Impairments wird dieses bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Der Commerzbank-Konzern verwendet die Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte" auch im Geschäftsjahr 2009 nicht.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss):

Diese Kategorie umfasst zwei Unterkategorien:

– Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Held for Trading): Diese Kategorie umfasst die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden (Handelsaktiva und -passiva). Zu den Handelsaktiva zählen originäre Finanzinstrumente (insbesondere verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Schuldscheindarlehen), Edelmetalle sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert. Die Handelspassiva umfassen insbesondere derivative Finanzinstrumente mit einem negativen beizulegenden Zeitwert sowie Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sind nur dann in den Handelsaktiva beziehungsweise Handelspassiva enthalten, wenn diese die Bedingungen für die Anwendung des Hedge Accountings (vgl. unten in dieser Note) nicht erfüllen. Ansonsten werden sie als "Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten" ausgewiesen.

Handelsaktiva und Handelspassiva werden zu jedem Bilanzstichtag zum Fair Value bilanziert. Die Bewertungssowie Veräußerungsergebnisse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis erfasst.

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, bei der nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basieren. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als "Day-One Profit or Loss" bezeichnet. Der "Day-One Profit or Loss" wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte "Day-One Profit or Loss" unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus dem Handel erfasst.

– Zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente (Designated at Fair Value through Profit or Loss): Gemäß der sogenannten Fair Value Option ist es zulässig, jedes Finanzinstrument freiwillig einer Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Bewertungsergebnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung zu unterwerfen. Die Entscheidung zur Nutzung der Fair Value Option ist für ein Finanzinstrument im Zeitpunkt des Zugangs unwiderruflich zu treffen.

Voraussetzung für die Anwendung der Fair Value Option für ein Finanzinstrument ist, dass

  • eine Ansatz- oder Bewertungsinkongruenz (accounting mismatch) vermieden oder erheblich reduziert wird oder
  • das Management und die Performance-Messung eines Portfolios aus Finanzinstrumenten auf Fair Value Basis erfolgt oder
  • das Finanzinstrument ein oder mehrere trennungspflichtige eingebettete Derivate enthält.

Finanzinstrumente, für die die Fair Value Option angewandt wird, verbleiben in ihrem jeweiligen Bilanzposten. Die Bewertungsergebnisse werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Handelsergebnis erfasst, Zinserträge und -aufwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Weitere Ausführungen zu Art und Umfang der Anwendung der Fair Value Option im Commerzbank-Konzern finden sich in Note 78.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale):

Diese Kategorie umfasst alle nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der vorgenannten Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation als Available for Sale erfolgte. Dabei handelt es sich insbesondere um verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ist der beizulegende Zeitwert bei Eigenkapitalinstrumenten ausnahmsweise nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Das Ergebnis aus der Bewertung wird – nach Berücksichtigung latenter Steuern – erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Agien oder Disagien bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam über die Laufzeit im Zinsergebnis vereinnahmt. Bei einer Veräußerung des finanziellen Vermögenswerts wird das in der Neubewertungsrücklage bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Falle einer Wertminderung ist die Neubewertungsrücklage um den Wertminderungsbetrag anzupassen und der Betrag in der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen. Bei einer Wertaufholung unterscheiden wir zwischen Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten. Während Wertaufholungen für Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral durchgeführt werden, sind Wertaufholungen für Fremdkapitalinstrumente bei Wegfall des Impairmentgrundes erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten zu erfassen.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten:

Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht als Held for trading kategorisiert wurden und für die nicht die Fair Value Option angewandt wurde, fallen unter die Kategorie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Zu dieser Kategorie zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair Value Bewertungen, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge und nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten der jeweiligen oben beschriebenen IAS 39-Kategorie. Die Bestandteile werden in den Notes "Zinsüberschuss", "Risikovorsorge im Kreditgeschäft", "Handelsergebnis" und "Ergebnis aus Finanzanlagen" je IAS 39-Kategorie dargestellt.

c) Finanzgarantien (Financial Guarantee Contracts)

Eine Finanzgarantie ist gemäß IAS 39 ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen. Im Rahmen der Folgebewertung wird geprüft, ob eine Risikovorsorge erforderlich ist.

Sofern eine Finanzgarantie Bestandteil einer Finanzierungszusage ist, für die eine Handelsabsicht besteht, ist auch die Finanzgarantie als Held for Trading zu kategorisieren. Die Behandlung solcher Finanzgarantien erfolgt dann abweichend zu der vorhergehenden Beschreibung gemäß den Vorgaben der Kategorie Held for Trading (vgl. Note 5 b).

d) Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives)

IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren. Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt werden:

  • die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstrumentes verbunden
  • ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IAS 39, und
  • das originäre Finanzinstrument wird nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil des Handelsbestands anzusehen und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind

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erfolgswirksam im Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten innerhalb des Handelsergebnisses zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments.

Wenn die oben genannten drei Bedingungen nicht erfüllt werden, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde.

e) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting)

IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, das heißt der Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten (insbesondere Derivate) und den durch sie abgesicherten Grundgeschäften.

Nach den allgemeinen Regelungen werden Derivate als Handelsaktiva oder Handelspassiva klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Das Bewertungsergebnis wird im Handelsergebnis ausgewiesen.

Werden Derivate nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften eingesetzt, lässt IAS 39 unter bestimmten Bedingungen die Anwendung des Hedge Accounting (Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen) zu. Dabei werden vorwiegend zwei Formen des Hedge Accounting angewendet:

Fair Value Hedge Accounting:

IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accounting für Derivate vor, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dienen. Einem solchen Marktwertrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet.

Gemäß den Regelungen des Fair Value Hedge Accounting werden die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Fair Value als "Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten" bilanziert. Die Bewertungsänderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen" innerhalb des Handelsergebnisses erfasst. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair Value-Änderungen bilanziell zu erfassen und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen" zu vereinnahmen.

Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Mikro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden:

  • Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair Value Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuzuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.
  • Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolien können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separater Aktiv- bzw. Passivposten in der Bilanz erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss ohne Sicht- oder Spareinlagen bestimmt (die Regelungen des EU Carve-Out werden damit nicht in Anspruch genommen).
  • Cash Flow Hedge Accounting:

IAS 39 sieht die Anwendung des Cash Flow Hedge Accounting für Derivate vor, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme (Cash Flows) dienen. Einem solchen Cash Flow-Risiko unterliegen insbesondere variabel verzinsliche Kredite, Wertpapiere und Verbindlichkeiten sowie erwartete Transaktionen (zum Beispiel erwartete Geldaufnahmen oder erwartete Geldanlagen. Im Rahmen des Cash Flow Hedge Accounting eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden zum Fair Value als "Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten" bilanziert. Das Bewertungsergebnis wird in einen effektiven und einen ineffektiven Teil getrennt. Die effektiven Teile des Sicherungsgeschäfts werden erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern innerhalb des Eigenkapitals im der Rücklage aus Cash Flow Hedges erfasst. Der ineffektive Teil des Bewertungsergebnisses wird hingegen in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen" innerhalb des Handelsergebnisses ausgewiesen. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zugrunde liegenden Geschäfte ändern sich die oben beschriebenen allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht.

Die Anwendung der Regeln des Hedge Accounting ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme.

Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accounting den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs. Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderung des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) beziehungsweise Cash Flow zur Änderung des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise Cash Flow aus dem Sicherungsgeschäft verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung regelmäßig nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Eine hohe retrospektive Effektivität ist gegeben, wenn das Verhältnis der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte beziehungsweise der Cash Flows zwischen 0,8 und 1,25 liegt. Die Methoden zur Bestimmung der Effektivität sind dabei zu dokumentieren.

Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Mikro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundund Sicherungsgeschäft für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.

Portfolio Fair Value Hedge Accounting für Zinsrisiken

Die bilanzielle Abbildung der Absicherung der Zinsrisiken aus der Aktiv-/ Passivsteuerung erfolgte im Commerzbank-Konzern bis zum III. Quartal vorwiegend durch Cash Flow Hedges. Im IV. Quartal haben wir bis auf geringfügige Ausnahmen das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzen seitdem für das Zinsrisikomanagement Micro und Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Die Abbildung der Aktiv-/Passivsteuerung über den Portfolio Fair Value Hedge ermöglicht eine präzisere Darstellung des Risikomanagements zur Absicherung von Festzinsrisiken im Konzernabschluss.

Ab dem Umstellungszeitpunkt der Anwendung von Cash Flow Hedge Accounting auf Fair Value Hedge Accounting wird die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht.

(6) Währungsumrechnung

Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassakurs, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich mit Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge werden zum Sicherungskurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst.

Nicht monetäre Posten, zum Beispiel Anteile an konsolidierten Tochterunternehmen, werden grundsätzlich mit historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsgewinne und -verluste aus der Kapitalkonsolidierung weisen wir erfolgsneutral gesondert im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Vermögenswerte werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst.

Für die im Commerzbank-Konzern wichtigsten Währungen gelten die nachstehenden Umrechnungskurse zum Stichtag 31.12. (Betrag in Währung für 1 Euro):

2009 2008
USD 1,4406 1,3917
GBP 0,8881 0,9525
PLN 4,1045 4,1535
UAH 11,5908 10,692
JYP 133,16 126,14

(7) Barreserve

Die Barreserve umfasst den Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind. Mit Ausnahme der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert werden, sind alle Bestände zum Nennwert ausgewiesen.

(8) Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden der Commerzbank-Gruppe, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und nicht an einem aktiven Markt notiert sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Die Buchwerte von Forderungen, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesi-

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cherten Risiko zuzurechnenden Fair Value Änderungen angepasst. Forderungen, die im Rahmen der Fair Value Option angesetzt werden, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert worden. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair Value Änderungen in dem aktivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedge erfasst.

(9) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Den besonderen Adressenausfallrisiken im Kreditbereich tragen wir durch die Bildung von Einzel- und Portfoliowertberichtigungen Rechnung.

Für die bei Kunden- und Bankenforderungen vorhandenen Bonitätsrisiken sind nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Die Wertberichtigung eines Kredites ist notwendig, wenn es aufgrund beobachtbarer Kriterien wahrscheinlich ist, dass nicht alle Zins- und Tilgungsverpflichtungen vertragsmäßig geleistet werden können. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites abzüglich des Barwertes erwarteter Rückflüsse.

Weiterhin tragen wir Kreditrisiken in Form von Portfoliowertberichtigungen Rechnung. Die Höhe der zu bildenden Portfoliowertberichtigungen wird unter Verwendung von aus der Basel II-Systematik abgeleiteten Parametern ermittelt.

Der Gesamtbetrag der Risikovorsorge wird, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten gekürzt. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Avale, Indossamentsverbindlichkeiten, Kreditzusagen) wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen bestanden, werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst. Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von etwaigen bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-) abgeschrieben, wenn sich die teilweise oder vollständige Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Forderungsteile wertgeminderter Forderungen, die die bestehende Risikovorsorge übersteigen, werden im Falle der Uneinbringlichkeit ebenfalls direkt abgeschrieben.

(10) Echte Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte

Repo-Geschäfte sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand bilanziert und bewertet. Der Liquiditätszufluss aus dem RepoGeschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden in der Bilanz ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden, wenn sie nicht aus Handelsgeschäften resultieren, laufzeitgerecht als Zinsaufwendungen erfasst.

Die bei Reverse-Repos entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen an Kreditinstitute oder Kunden bilanziert und entsprechend bewertet. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und auch nicht bewertet. Vereinbarte Zinsen aus Reverse-Repos werden, wenn sie nicht aus Handelsgeschäften resultieren, laufzeitgerecht als Zinserträge erfasst. Eine Verrechnung von Forderungen aus Reverse-Repos und Verbindlichkeiten aus Repos mit demselben Kontrahenten wird nicht vorgenommen.

Wertpapierleihgeschäfte bilanzieren wir analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Durch uns gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten aus.

(11) Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedge

In diesen Posten werden die aktivischen beziehungsweise passivischen Wertänderungen der Grundgeschäfte erfasst, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird.

(12) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung eingesetzt sind und sich für das Hedge Accounting qualifizieren sowie einen positiven Marktwert aufweisen, werden in diesem Bilanzposten ausgewiesen. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Börsennotierte Sicherungsinstrumente werden mit Börsenkursen bewertet; bei den nicht börsennotierten erfolgt die Bewertung anhand von Vergleichspreisen und interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodelle). Die im Rahmen des Hedge Accounting für Fair Value Hedges ermittelten Bewertungsergebnisse werden im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen innerhalb des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Effektive Teile der Wertänderungen aus Cash Flow Hedges werden hingegen in der Rücklage aus Cash Flow Hedges im Eigenkapital gezeigt.

(13) Handelsaktiva

Handelszwecken dienende Finanzinstrumente (einschließlich Edelmetalle) werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) am Bilanzstichtag bewertet. Ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert sind hier alle derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt werden und einen positiven beizulegenden Zeitwert besitzen. Darüber hinaus werden Kreditzusagen mit positivem Marktwert in diesem Posten bilanziert.

Bei börsennotierten Produkten werden Börsenkurse verwendet; für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise, indikative Preise von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead Manager) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodelle) genutzt.

Alle realisierten Gewinne und Verluste sowie nicht realisierte Bewertungsergebnisse sind Teil des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung. Ebenfalls im Handelsergebnis ausgewiesen werden Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen sowie zugehörige Refinanzierungsaufwendungen.

(14) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Als Finanzanlagen weisen wir alle nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere, Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Beteiligungen und Anteile an assoziierten Unternehmen sowie Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, es sei denn, sie sind als zur Veräußerung gehalten im Sinne von IFRS 5 zu behandeln. Die Bilanzierung der wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode; die nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, werden in den Finanzanlagen unter Beteiligungen ausgewiesen.

In den Finanzanlagen enthaltene Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei umkategorisierten Beständen wird der Fair Value zum Umkategorisierungszeitpunkt wird als neuer Buchwert der Wertpapierbestände angesetzt. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern verbleibt im entsprechenden Posten im Eigenkapital und wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst.

Die Bilanzierung und Bewertung der Bestände, die der Kategorie Available for Sale zugeordnet sind, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Kann der beizulegende Zeitwert nicht einem aktiven Markt entnommen werden, erfolgt die Bewertung grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead Manager) oder interner Bewertungsverfahren (Barwertoder Optionspreismodelle). Sofern der beizulegende Zeitwert für Eigenkapitalinstrumente ausnahmsweise nicht zuverlässig bestimmt werden kann, erfolgt der Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen.

Bewertungsergebnisse werden bei Beständen der Kategorie Available for Sale – nach Berücksichtigung latenter Steuern – innerhalb des Eigenkapitals in die Neubewertungsrücklage eingestellt. Eine erfolgswirksame Realisierung von Gewinnen oder Verlusten findet erst bei Verkauf oder im Falle eines Impairments im Ergebnis aus Finanzanlagen statt.

Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Ebenfalls im Zinsergebnis werden Zinserträge aus Schuldverschreibungen, Dividendenzahlungen aus Aktien und aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie laufende Beteiligungsergebnisse gezeigt.

Sofern für hier bilanzierte Finanzinstrumente eine effektive Sicherungsbeziehung im Rahmen eines Fair Value Hedge zu einem derivativen Finanzinstrument besteht, wird der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam innerhalb des Ergebnisses aus Sicherungszusammenhängen im Handelsergebnis ausgewiesen. Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen, auf welche die Fair Value Option angewendet wird, weisen wir im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option aus, welches ebenfalls Bestandteil des Handelsergebnisses ist.

Für die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumente ist zu prüfen, ob objektive Hinweise gemäß IAS 39.59 (zum Beispiel Vertragsbruch, Schadensfall, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Sanierungsverfahren oder Insolvenz) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Cash Flows führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Cash Flows geringer als der Buchwert des betreffenden Finanzinstrumentes ist. Im Falle einer Wertminderung ist das Bewertungsergebnis nicht mehr erfolgsneutral im Eigenkapital als Neubewertungsrücklage, sondern als Wertminderungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus Finanzanlagen zu erfassen.

Bei Eigenkapitalinstrumenten liegt eine Wertminderung unter anderem vor, wenn der Fair Value entweder signifikant oder länger anhaltend unter den Anschaffungskosten liegt.

Im Commerzbank-Konzern werden Eigenkapitalinstrumente des AfS-Bestandes abgeschrieben, wenn der Fair Value entweder signifikant (≥20%) oder dauerhaft (mind. 9 Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger Events des IAS 39.59 herangezogen.

Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie Available for Sale nicht erfolgswirksam erfasst werden; vielmehr sind sie ergebnisneutral über die Neubewertungsrücklage zu buchen. Insofern ergeben sich ergebniswirksame Effekte hier nur bei Wertminderung oder Veräußerung. Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die ein verlässlicher Fair Value nicht regelmäßig ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf eine Wertaufholung überhaupt nicht vorgenommen werden.

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Bei Vorliegen von qualitativen Trigger Events (IAS 39.59) werden Fremdkapitalinstrumente des AfS-Bestandes einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht und sofern erforderlich wertberichtigt. Zur Operationalisierung der qualitativen Trigger Events wurden im Commerzbank-Konzern zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind z.B. Fremdkapitalinstrumente des AfS-Bestandes grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des Schuldners "CCC" oder schlechter aufweist (siehe Note 80; S&P Rating) und der Fair Value unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt.

Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung von Fremdkapitalinstrumenten der Kategorie Available for Sale ist eine Wertaufholung erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Der über die Anschaffungskosten hinausgehende Betrag ist in der Neubewertungsrücklage zu erfassen.

Für Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables wird eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft (beschrieben in Note 5) gebildet. Die Wertminderungen werden im Finanzanlageergebnis erfasst. Sollten die Indikatoren für eine Wertminderung von einzelnen Wertpapieren nicht mehr gegeben sein beziehungsweise nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so dürfen diese bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben werden. Ebenso kann ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen.

(15) Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, erworbene Markennamen, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen sowie die Marken aus dem Dresdner Bank Erwerb werden aufgrund ihrer begrenzten Nutzunsdauer linear abgeschrieben. Für die übrigen Marken sowie die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährliche Werthaltigkeitstests (Impairmenttests) durchgeführt.

Methode des Werthaltigkeitstests

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen werden zum Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit) allokiert. In der Folge werden diese Vermögenswerte mindestens jährlich zu jedem Bilanzstichtag auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen auf Basis der Cash Generating Units überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als Cash Generating Unit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (value in use) und Nettoveräußerungswert (fair value less cost to sell) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mittelfristplanungen der einzelnen Segmente, die in Note 43 beschrieben sind. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair value Less cost to sell) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt.

Annahmen im Werthaltigkeitstest

Die Ertragswertberechnungen beruhen auf der Mittelfristplanung der Segmente. Diese besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und anderer wesentlicher Parameter wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden ebenso Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit sowie eine Abwägung von Chancen und Risiken aus den Prognosen Eingang in die Planungen.

Die Mittelfristplanung beinhaltet grundsätzlich drei Planjahre. In den Segmenten Central & Eastern Europe (CEE und Asset Based Finance (ABF) rechnet die Bank damit, dass eine für die Ewige Rente repräsentative Ertragslage erst wieder nach fünf Planjahren erreicht wird und zieht daher bei diesen Segmenten im Rahmen der Impairmenttests einen Planungshorizont von sechs Jahren heran.

Bei der Ertragswertberechnung werden durchschnittliche risikoadäquate Zinssätze zwischen 12,1% (Vorjahr: 11,9%) und 13,4% (Vorjahr: 12,4%) angewandt. Als nachhaltige Wachstumsrate für die Berechnung der ewigen Rente wurde in allen Segmenten 2,0% angesetzt.

Sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass der ursprünglich erkennbare Nutzen nicht mehr erzielt werden kann, ist zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorzunehmen; der Ausweis erfolgt in einem separaten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Ein etwaig darüber hinaus gehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt.

Die erworbenen Rechte auf die Marken Dresdner Kleinwort und Dresdner Bank wurden im Geschäftsjahr 2009 größtenteils abgeschrieben. Die Marke Dresdner Kleinwort wird nicht mehr durch die Bank genutzt und wurde in 2009 voll abgeschrieben. Die Marke Dresdner Bank wird bis zum Ende des zweiten Quartals 2010 linear abgeschrieben. Eine fortgesetzte Nutzung dieser Marke ist dann nur noch in den Filialen auf Dresdner Stadtgebiet vorgesehen. Die Marke Eurohypo wurde im Rahmen des jährlichen Werthaltigkeitstests voll abgeschrieben.

Erworbene Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von sieben bis fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Für den Posten Software wird eine lineare Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren zu Lasten der Verwaltungsaufwendungen vorgenommen. Unter Software wird sowohl selbsterstellte wie auch erworbene Software bilanziert. Mit dem Kauf der Dresdner Bank erworbene Software wird linear bis zum Zeitpunkt der Migration abgeschrieben, sofern sie hiernach nicht weiter verwendet wird.

Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die immateriellen Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungsund Herstellungskosten zugeschrieben. Für Geschäfts- oder Firmenwerte sind Zuschreibungen unzulässig.

(16) Sachanlagen

Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen werden in der Höhe vorgenommen, in welcher der Buchwert den höheren Wert aus Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt.

Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben.

Die Bestimmung der Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Alle Sachanlagen werden linear über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:

VoraussichtlicheNutzungsdauerin Jahren
Gebäude 30 – 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 – 23

Mit dem Kauf der Dresdner Bank erworbene Betriebs- und Geschäftsausstattung wie zum Beispiel IT-Hardware, Inneneinrichtungen und Filialausstattungen wird linear bis zum Zeitpunkt der Migration abgeschrieben, sofern sie hiernach nicht weiter verwendet wird.

Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen sind aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwand erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.

(17) Leasinggeschäft

Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing. Zu den Leasingobjekten gehören insbesondere Immobilien und Kraftfahrzeuge.

Konzern als Leasinggeber

Operating-Leasing

Soweit die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben (Operating-Leasing), wird dieser weiterhin bilanziert. Die Leasinggegenstände werden in der Konzernbilanz unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesen. Die Bilanzierung der Leasingobjekte erfolgt zu Anschaffungsoder Herstellungskosten, vermindert um die über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig erfolgenden Abschreibungen oder Wertminderungen. Die Leasingerlöse werden, sofern in Einzelfällen nicht eine andere Verteilung geboten ist, linear über die Vertragslaufzeit vereinnahmt und im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Finanzierungsleasing

Wenn nahezu alle Chancen und Risiken an dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen (Finanzierungsleasing), weisen wir im Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Nettoinvestitionswertes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Vereinnahmte Leasingraten werden in einen ertragswirksamen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil aufgespalten. Die Erträge werden als Zinserträge auf der Basis einer periodengerechten Abgrenzung verteilt vereinnahmt.

Die Leasingverträge für Immobilien besitzen eine unkündbare Grundmietzeit und sind in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer ausgestattet. Berechnungsgrundlage für die Zahlungen des Leasingnehmers sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte. Während der unkündbaren Grundmietzeit trägt der Leasingnehmer alle objektbezogenen

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Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes trägt der Leasinggeber.

Die Leasingverträge für Mobilien (Fahrzeuge, EDV-Ausstattung) sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechte und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert.

Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber.

Konzern als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

(18) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist im Wesentlichen die im Rahmen der Sicherheitenverwertung erworbenen Immobilien aus.

Die Bewertung der Investment Properties erfolgt im Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Für die Folgebewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wird das Modell der beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) angewandt. Die Ermittlung der Fair Values basiert im Wesentlichen auf jährlich aktualisierten Bewertungen von internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sachoder vergleichswertorientiert bewertet. Ein Gewinn beziehungsweise Verlust, der durch die Änderung des Fair Values entsteht, wird im Sonstigen Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt.

Laufende Erträge und Aufwendungen werden entsprechend im Zinsüberschuss ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist.

Aufgrund von untergeordneter Bedeutung für den Commerzbank-Konzern werden beide Kategorien innerhalb der Sonstigen Aktiva beziehungsweise Sonstigen Passiva gezeigt.

(19) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die in den Verbindlichkeiten eingebetteten Derivate (Embedded Derivatives) wurden, sofern trennungspflichtig, abgespalten und mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet unter den Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen. Im Rahmen des Micro Fair Value Hedge Accounting wurden gesicherte Verbindlichkeiten um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair Value Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair Value Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedge erfasst. Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value Option angewendet wird, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

(20) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die zur Absicherung eingesetzt werden und sich für das Hedge Accounting qualifizieren, sofern sie einen negativen Marktwert haben. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Börsennotierte Sicherungsinstrumente werden mit Börsenkursen bewertet; bei den nicht börsennotierten erfolgt die Bewertung anhand von Vergleichspreisen und interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodelle). Im Rahmen von Fair Value Hedges werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Sicherungsinstrumente im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen innerhalb des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Effektive Teile der Wertänderungen aus Cash Flow Hedges werden hingegen im Bewertungsergebnis aus Cash Flow Hedges im Eigenkapital gezeigt.

(21) Handelspassiva

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt werden sowie Kreditzusagen des Handelsbuchs, die einen negativen Marktwert besitzen, werden unter den Handelspassiva ausgewiesen. Darüber hinaus werden auch Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen in diesem Posten bilanziert. Die Bewertung der Handelspassiva erfolgt ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Bei börsennotierten Finanzinstrumenten werden Börsenkurse verwendet; für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise oder interne Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodelle) genutzt. Alle realisierten Gewinne und Verluste sowie nicht realisierte Bewertungsergebnisse sind Teil des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung.

(22) Rückstellungen

Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen.

Abzinsung

Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt. Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt, soweit der Zinseffekt wesentlich ist.

Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden dem Risikovorsorge aufwand und Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zu Lasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert werden, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Die Position Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthält weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.

(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und Hinterbliebenen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie einiger inländischer Tochterunternehmen richtet sich nach verschiedenen Versorgungssystemen (beitrags- und leistungsorientierte Pläne).

Zum einen erwerben die Mitarbeiter eine Anwartschaft auf Versorgungsansprüche aufgrund einer beitragsorientierten Zusage über ein externes Versorgungswerk (Defined Contribution Plan). Zur Finanzierung leistet der Konzern unter Beteiligung der aktiven Mitarbeiter einen festgelegten Beitrag an externe Versorgungsträger (u.a. Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (BVV), Berlin, Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V., Berlin).

Die Höhe der gegenwärtigen und künftigen Pensionsleistungen wird hier durch die gezahlten Beiträge und die damit verbundenen Vermögenserträge bestimmt. Für diese mittelbaren Systeme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen beitragsorientierten Plan (Defined Contribution Plan) angewendet, das heißt die Beiträge an die externen Versorgungsträger im Personalaufwand erfasst. Rückstellungen werden nicht gebildet.

Zum anderen bestehen Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist (Defined Benefit Plan). Für diese Versorgungssysteme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen leistungsorientierten Plan angewendet, das heißt es werden Rückstellungen gebildet.

Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank AG und anderen konsolidierten Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen im Commerzbank Bausteinplan zur Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein – gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins – für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen. Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene

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Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Die Leistungen nach dem CKA setzen sich der Höhe nach aus einer beitragsorientierten Garantieleistung für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zuzüglich einer performanceabhängigen Zulage zusammen. Die Performancemessung erstreckt sich über den Zeitraum der Beitragszahlung bis zum Eintritt des Versorgungsfalles.

Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank AG wird ab 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen im Commerzbank Bausteinplan zur Altersvorsorge (CBA) durchgeführt. Die Überleitung der Mitarbeiter in den CBA zum 1. Januar 2010 ist dabei an das Vorgehen angelehnt, dass die Commerzbank im Jahre 2004 bei der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung für ihre damaligen Mitarbeiter angewendet hat. Insbesondere setzt sich die Versorgung der Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank AG aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2009 und aus einem Versorgungsbaustein – gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins – für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab 2010 zusammen. Der Initialbaustein richtet sich nach der Anwartschaft, die der Mitarbeiter entsprechend seiner bisherigen Versorgungszusage bei der ehemaligen Dresdner Bank AG bis zum 31. Dezember 2009 erworben hat.

Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen wurden Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e.V (CPT), übertragen. Dieser hat auch aufgrund der zum 3. Juli 2009 vollzogenen Verschmelzung des Pension Trust der Dresdner Bank e.V. auf den CPT das bis dahin vom Pension Trust der Dresdner Bank e.V. als Treuhänder gehaltenen Treuhandvermögen übernommen.

Beide jeweils vom CPT gehaltenen Treuhandvermögen qualifizieren als Planvermögen im Sinne von IAS 19.7. Gemäß IAS 19.54 sind die übertragenen Vermögenswerte mit den Pensionsrückstellungen zu saldieren, woraus eine entsprechende Reduzierung der Pensionsrückstellungen im Konzern resultiert.

Der im Personalaufwand zu erfassende Pensionsaufwand für die unmittelbaren Versorgungszusagen setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: zum einen aus dem Dienstzeitaufwand (Service Cost), der die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, zum anderen aus den Zinsaufwendungen (Interest Cost) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen, da der Zeitpunkt der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen eine Periode vorangeschritten ist. Dagegen mindern die erwarteten Nettoerträge aus dem Planvermögen den Pensionsaufwand. Weiterhin wird der Pensionsaufwand durch die Tilgung bisher nicht erfolgswirksam erfasster versicherungsmathematischer Gewinne beziehungsweise Verluste in seiner Höhe beeinflusst. Wurden die unmittelbaren Versorgungszusagen geändert und ergibt sich hieraus eine Änderung der Leistungsverpflichtung, ist ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand beziehungsweise -ertrag zu erfassen.

Die Höhe der Rückstellung berechnet sich gemäß IAS 19.54 folgendermaßen:

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung für Direktzusagen (DBO) abzüglich beizulegendem Zeitwert des Planvermögens abzüglich / zuzüglich nicht erfasster versicherungsmathematischer Verluste oder Gewinne abzüglich / zuzüglich eines gegebenenfalls bisher noch nicht erfassten, nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes oder -ertrages = Höhe der Pensionsrückstellung

Bei leistungsorientierten Plänen werden die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand, Jubiläen) jährlich von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei werden neben biometrischen Annahmen (zum Beispiel Heubeck-Richttafeln 2005G) insbesondere ein aktueller Marktzins für langfristige, festverzinsliche Industrieanleihen höchster Bonität, Fluktuation und Karrieretrends sowie künftig zu erwartende Gehalts- oder Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen.

Etwaige, noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste brauchen nach IAS 19.92 ff. erst in der Berichtsperiode erfasst zu werden, an deren Anfang sie den Korridor von 10% des Maximums aus DBO und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens übersteigen beziehungsweise unterschreiten. Sie müssen allerdings nur mit dem Teil aufwandswirksam erfasst werden, der sich aus dem außerhalb des Korridors ermittelten Betrages dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer ergibt.

(24) Mitarbeitervergütungspläne a) Commerzbank AG

Für Führungskräfte und ausgewählte weitere Mitarbeiter hat der Konzern jährlich "Long Term Performance-Pläne" (LTP) aufgelegt. Teilnahmeberechtigt waren Führungskräfte und Mitarbeiter in der Commerzbank Aktiengesellschaft, verschiedenen inländischen Tochtergesellschaften sowie ausgewählten operativen Auslandseinheiten. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine LTP vergütet. Im Vorjahr wurden 8 Mio Euro für den LTP 2005 ausgezahlt. Die noch laufenden Pläne LTP 2006 – 2008 ermöglichen unverändert eine an der Aktien-/ Indexkursentwicklung orientierte Vergütung. Im Geschäftsjahr 2009 wurde kein neuer LTP angeboten und wird b.a.w. nicht mehr angeboten.

Die Teilnahme an den LTP ist mit einer Eigenbeteiligung der Berechtigten an Commerzbank-Aktien verbunden. Die Höhe der Eigenbeteiligung für Mitarbeiter außerhalb des Vorstands ist abhängig von der Funktionsgruppe des Teilnehmers (mögliche Beteiligung: zwischen 100 und 1 200 Aktien). Voraussetzung für Zahlungen aus den LTP sind das Erreichen mindestens einer der folgenden Ausübungshürden:

  • Für 50% der als Eigenbeteiligung eingebrachten Aktien gilt: Die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie übertrifft die des Dow Jones Euro Stoxx® Bank (eine Outperformance von mindestens 1 Prozentpunkt wird mit 10 Euro honoriert, für jeden weiteren Prozentpunkt Outperformance gibt es zusätzlich 10 Euro bis maximal 100 Euro je Aktie).
  • Für 50% der als Eigenbeteiligung eingebrachten Aktien gilt: Absolute Kurssteigerung der Commerzbank-Aktie (eine Kurssteigerung um mindestens 25 Prozent wird mit 10 Euro honoriert, für jede weiteren 3 Prozentpunkte gibt es zusätzlich 10 Euro bis maximal 100 Euro je Aktie).

Der Berechtigte erhält maximal 100 Euro pro Aktie, die bar ausgezahlt werden.

Die Auszahlung der LTP ist an die Bedingung geknüpft, dass die Commerzbank Aktiengesellschaft eine Dividende im Geschäftsjahr der Auszahlung ausschüttet.

Ende März jedes Ausgabejahres wird der Basiswert des Index für den Performance-Vergleich wie auch der Basiskurs der Commerzbank-Aktie bestimmt.

  • Der Basiskurs der Commerzbank-Aktie ist der Durchschnitt der im Nachhinein um Kapitalmaßnahmen adjustierten täglichen Xetra-Schlusskurse im 1. Quartal des Ausgabejahres
  • Der Basiswert für den Index ist der Durchschnitt der täglichen Schlusskurse des Dow Jones Euro Stoxx® Bank (Kursindex) im 1. Quartal des Ausgabejahres

Nach drei Jahren werden die Basiswerte des Ausgabejahres mit den Daten des 1. Quartals des Berichtsjahres verglichen und festgestellt, ob eine Outperformance von mindestens einem Prozentpunkt gegenüber dem Dow Jones Euro Stoxx® Bank erzielt wurde und /oder die Kurssteigerung der Commerzbank-Aktie mindestens 25% im Vergleich zum Basiswert beträgt.

Sollte nach drei Jahren keines der Ausübungskriterien erreicht worden sein, wird der Abgleich jeweils im Jahresabstand wiederholt. Vergleichsbasis bleiben die Daten des Ausgabejahres. Wird nach einer Laufzeit von fünf Jahren keine der Erfolgshürden übersprungen, wird der Plan beendet. Kommt es zu Auszahlungen, werden von den Vorstandsmitgliedern jeweils 50% des Bruttozahlungsbetrages in Commerzbank-Aktien investiert. Die LTP sind als Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich bilanziert.

b) Eurohypo AG

Für die Führungskräfte der Eurohypo bestand aus dem Geschäftsjahr 2005 ein eigenständiger Langfrist Incentive Plan (LFI), der im Vorjahr als Vergütungstransaktion mit Barausgleich bilanziert und im Laufe des Geschäftsjahres 2009 vollständig abgewickelt wurde. Seit 2006 wurden keine neuen LFI aufgelegt. Statt dessen waren die Vorstandsmitglieder der Eurohypo seit 2006 und alle Führungskräfte der Eurohypo seit 2007 berechtigt, am LTP der Commerzbank AG teilzunehmen.

c) BRE Bank S.A.

Im März 2008 hat die BRE Bank S.A. für deren Vorstandsmitglieder zwei neue aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt. Während das erste Programm den Bezug von BRE Bank Aktien vorsieht, ermöglicht das zweite Programm den Bezug von Commerzbank Aktien. Die Vorstandsmitglieder können in den Jahren 2009–2018 an diesen Programmen teilnehmen. Die Teilnahme ist jedoch an verschiedene Bedingungen geknüpft, wie z.B. der Eigenkapitalrendite oder den Jahresüberschuss der BRE Bank.

Während das Programm zum Bezug der BRE Bank Aktien jedes Jahr die gleichen Bedingungen aufweist, ist der Bezug von Commerzbank Aktien jedes Jahr von deren Preis innerhalb der letzten 30 Tage vor dem jeweiligen Bezugstag maßgebend. Beide Programme sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen.

d) Sonstige konsolidierte Gesellschaften

Darüber hinaus besteht bei weiteren konsolidierten Unternehmen (zum Beispiel comdirect bank AG) für ausgewählte Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen von Beteiligungsmodellen an der typisierten Wertentwicklung der jeweiligen Gesellschaft zu partizipieren. Eine Vergütung ist dabei vom Erreichungsgrad vereinbarter Ziele abhängig. Zu diesen Modellen zählt auch die direkte Beteiligung an Aktien der entsprechenden Gesellschaft. Häufig werden diese zu vergünstigten Preisen und / oder in Kombination mit Call- beziehungsweise Put-Optionen angeboten. Darüber hinaus werden Optionsscheine und Bezugsrechte zum Aktienerwerb begeben. Auch Prämien werden gewährt, die entweder zur Aktienzeichnung verwandt werden können oder in bar vergütet werden. Die Einhaltung von Sperrfristen sowie spätere Rückkaufsvereinbarungen bedingen den Erhalt zusätzlicher Erträge.

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e) Dresdner Bank

Die bei der ehemaligen Dresdner Bank vorhandenen aktienbasierten Pläne (Group Equity Incentive-Programme GEI sowie der Dresdner Kleinwort Stock Plan) sind auf die Kursentwicklung der Allianz-Aktie bezogen, weshalb der IFRS 2 hierauf nicht anwendbar ist. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind unter den sonstigen Rückstellungen (Note 64) ausgewiesen.

Für die GEI-Pläne traten nach Bekanntgabe der Übernahme durch die Commerzbank AG die "Change-of-Control"-Klauseln in Kraft. Die Restricted Stock Units (RSU) wurden zum Übernahmestichtag (12. Januar 2009) vollständig ausgeübt. Mit Ausnahme weniger Sonderregelungen ist der wesentliche Teil der Stock Appreciation Rights (SAR) gemäß den GEI-Konditionen verfallen, da die Ausübungsvoraussetzungen nicht erfüllt waren. Die verbliebenen SAR sind, sofern die Ausübungsvoraussetzungen erfüllt sind, in den entsprechenden Laufzeiten ausübbar, längstens bis zum I. Quartal 2013.

Daneben besteht der Dresdner Kleinwort Stock Plan, der ausgewählten Mitarbeitern des bis zur Übernahme bestandenen Unternehmensbereichs Dresdner Kleinwort gewährt wurde. Hierfür trat ebenfalls eine "Change-of-Control"-Klausel in Kraft, nach deren Regeln die erste Hälfte der vorzeitig ausübbaren Rechte zum Tag der Übernahme fällig wurde. Die zweite Hälfte kommt zwölf Monate nach dem ersten Ausübungstermin zur Auszahlung, d.h. im I. Quartal 2010.

f) Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierung der hier beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung / Share-based Payment". IFRS 2 unterscheidet aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen zum beizulegenden Zeitwert im Jahresabschluss zu erfassen ist. Die Mehrzahl der beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne weden als Vergütungstransaktionen mit Barausgleich eingestuft und bilanziert.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Der beizulegende Zeitwert von aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist als Personalaufwand mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Kapitalrücklage) zu erfassen. Der beizulegende Zeitwert (ausgenommen der Effekt nicht marktbasierter Ausübungsbedingungen) ist zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte zu ermitteln und aufwandswirksam linear über die Laufzeit zu verteilen, in der der Mitarbeiter unwiderruflich Ansprüche auf die Rechte erwirbt. Der als Aufwand erfasste Betrag wird nur insoweit angepasst, als sich die von dem Bilanzierenden gemachten Schätzungen über die Anzahl der endgültig zu gewährenden Eigenkapitalinstrumente ändern.

Sofern Rechte infolge des Ausbleibens von Ausübungsbedingungen (zum Beispiel Nichterreichung einer Leistungsvorgabe) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich

Der Anteil des beizulegenden Zeitwerts von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird als Personalaufwand mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich des Auszahlungstages neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss am Auszahlungstag die Rückstellung möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird.

Bewertungsmodelle

Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für die in der Commerzbank-Gruppe bestehenden Mitarbeitervergütungspläne haben wir externe Aktuare beauftragt. Zur Bewertung werden entweder ein Monte Carlo-Modell oder ein Binominal-Modell verwendet.

Für die Bewertung der nach den LTP eingeräumten Rechte wird ein Monte Carlo-Modell genutzt, das kurssteigernde Änderungen der zukünftigen Aktienkurse simuliert. Das Modell basiert auf der Annahme, dass die Aktienrenditen um einen Mittelwert, der einer risikofreien Zinsanlage entspricht, statistisch normalverteilt sind.

Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der in den übrigen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Optionen aus den Mitarbeitervergütungsplänen wird in der Regel ein versicherungsmathematisches Binominal-Modell verwendet. Dieses berücksichtigt die Bedingungen und Konditionen, mit denen diese Rechte eingeräumt wurden. Der Aktienpreis zu jedem Bewertungsstichtag und der Ausübungspreis werden auf der Basis der in den Plänen enthaltenen spezifizierten Bedingungen und Formeln, die an den Nachsteuergewinn der jeweiligen Gesellschaft geknüpft sind, berechnet.

(25) Ertragsteuern

Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2009 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend.

Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, im dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjekts und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen.

Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt – in Abhängigkeit von der Behandlung des zu Grunde liegenden Sachverhaltes – entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral in der entsprechenden Eigenkapitalposition.

Der Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag ist in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden wurden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden.

Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in den Notes 56 und 65.

(26) Nachrang- und Hybridkapital

Als Nachrang- und Hybridkapital bilanzieren wir Genussrechtsemissionen, verbriefte und unverbriefte nachrangige Verbindlichkeiten sowie hybride Kapitalinstrumente. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien oder Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

(27) Treuhandgeschäfte

Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Provisionsüberschuss enthalten.

(28) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus.

Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei welchen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder Leistung beinhalten.

Als unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus welchen ein Kreditrisiko entstehen kann, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel extern dem Kunden bekannt gegebene Linien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen.

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsergebnis erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt.

(29) Eigene Aktien

Die von der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen eigenen Aktien werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Aus eigenen Aktien resultierende Gewinne oder Verluste sind ergebnisneutral verrechnet worden.

Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und stille Einlage der Allianz SE

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat der Commerzbank zum 31. Dezember 2008 sowie zum 4. Juni 2009 stille Einlagen in Höhe von je 8,2 Mrd Euro zur Verfügung gestellt.

Zudem erhielt der SoFFin aus der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2009 beschlossenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage 295 338 233 Stückaktien der Commerzbank

223

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Aktiengesellschaft zu einem Ausgabepreis von € 6,00 je Aktie. In Folge dieser Kapitalerhöhung hält der SoFFin seit dem 4. Juni 2009 einen Anteil von 25% plus einer Aktie an der Commerzbank Aktiengesellschaft. Der Ergänzungsvertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft vom 3. Juni 2009 räumt dem SoFFin im Falle einer Verwässerung seiner Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft in Folge einer Kapitalmaßnahme der Gesellschaft unter bestimmten Voraussetzungen ferner das Recht ein, die stille Einlage in Aktien der Gesellschaft umzutauschen.

Daneben schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz am 3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft, auf dessen Basis die Allianz mittels einer Tochtergesellschaft eine stille Einlage in Höhe von 750 Mio Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte.

Weitere Details zu diesen Kapitalmaßnahmen werden in Note 69 genannt.

Weiterhin räumte der SoFFin der Commerzbank-Gruppe am 31. Dezember 2008 eine Garantie für Schuldverschreibungen über bis zu 15 Mrd Euro ein.

Am 8. Januar 2009 begab die Bank erstmals eine dreijährige vom SoFFin garantierte Anleihe im Gesamtnennbetrag von 5 Mrd Euro mit einem Kupon in Höhe von 2,75 % p. a., fällig zum 13. Januar 2012. Der SoFFin gab eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die Zahlung von Zinsen und Kapital sowie für alle sonstigen auf die Schuldverschreibungen zahlbaren Beträge ab. Bei Ausgabe von garantierten Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten werden 0,5% p.a. berechnet. Für Laufzeiten von über einem Jahr sind rund 0,95% p.a. zu zahlen. Vom SoFFin garantierte Schuldverschreibungen haben eine Laufzeit von maximal 36 Monaten.

Der nicht in Anspruch genommene Garantierahmen von 10 Mrd Euro wurde im dritten Quartal 2009 zurückgegeben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(30) Zinsüberschuss

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowieaus dem Wertpapierbestand (Available for Sale) 2 905 6 341 –54,2
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften
sowie aus dem Wertpapierbestand (Loans and Receivables) 16 439 14 530 13,1
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus demWertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option) 305 169 80,5
Vorfälligkeitsentschädigungen 74 35
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Kreditensowie Verbindlichkeiten1 78
Dividenden aus Wertpapieren 58 104 –44,2
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und Tochterunternehmen 92 66 39,4
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen 15 40 –62,5
Laufende Erträge aus zur Veräußerung gehaltenenVermögenswerten und Schulden sowie aus Immobilien,
die als Finanzinvestition gehalten werden 98 87 12,6
Sonstige Zinserträge 289
Zinserträge 20 353 21 372 –4,8
Zinsaufwendungen für Nachrang- und Hybridkapital 981 784 25,1
Zinsaufwendungen für Verbriefte Verbindlichkeiten 5 757 7 184 –19,9
Zinsaufwendungen für sonstige Verbindlichkeiten 5 950 7 401 –19,6
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option2 332 35
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten(Loans and Receivables) sowie Verbindlichkeiten1 47
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten (ausder Anwendung der Fair Value Option) sowie Verbindlichkeiten1 25 2
Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenenVermögenswerten und Schulden sowie aus Immobilien, die
als Finanzinvestition gehalten werden 53 54 –1,9
Sonstige Zinsaufwendungen 19 1 183 –98,4
Zinsaufwendungen 13 164 16 643 –20,9
Gesamt 7 189 4 729 52,0

1 davon: 31 Mio Euro Gewinne und 6 Mio Euro Verluste aus der Veräußerung von Verbindlichkeiten im laufenden Geschäftsjahr

2 davon: 132 Mio Euro für Nachrang- und Hybridkapital

Für gekündigte Engagements und für impairte gewerbliche Immobilienfinanzierungen ergibt sich ein Unwinding in Höhe von 192 Mio. Euro

Aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht dem Handelsbuch zugehören sind 289 Mio Euro (Vorjahr: –1 183 Mio Euro) im Zinsüberschuss enthalten.

225

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Mieteinnahmen 73 65 12,3
sonstige Erträge 5
Summe Erträge 73 70 4,3
Gebäude- und Raumkosten für vermietete Objekte 32 41 –22,0
Gebäude- und Raumkosten für nicht vermietete Objekte
sonstige Aufwendungen 7 3
Summe Aufwendungen 39 44 –11,4

(31) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns wie folgt dar:

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Zuführung zur Risikovorsorge –5 305 –2 839 86,9
Auflösung von Risikovorsorge 1 315 1 580 –16,8
Direktabschreibungen –402 –639 –37,1
Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 178 43
Gesamt –4 214 –1 855

(32) Provisionsüberschuss

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Wertpapiergeschäft 1 406 947 48,5
Vermögensverwaltung 333 544 –38,8
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 971 640 51,7
Immobilienkreditgeschäft 247 412 –40,0
Bürgschaften 471 358 31,6
Ergebnis aus Syndizierungen 312 131
Treuhandgeschäfte 4 3 33,3
Übrige Erträge 767 494 55,3
Provisionserträge 4 511 3 529 27,8
Wertpapiergeschäft 131 67 95,5
Vermögensverwaltung 83 142 –41,5
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 81 64 26,6
Immobilienkreditgeschäft 43 81 –46,9
Bürgschaften 218 150 45,3
Ergebnis aus Syndizierungen 5 8 –37,5
Treuhandgeschäfte
Übrige Aufwendungen 228 171 33,3
Provisionsaufwendungen 789 683 15,5
Provisionsüberschuss
Wertpapiergeschäft 1 275 880 44,9
Vermögensverwaltung 250 402 –37,8
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 890 576 54,5
Immobilienkreditgeschäft 204 331 –38,4
Bürgschaften 253 208 21,6
Ergebnis aus Syndizierungen 307 123
Treuhandgeschäfte 4 3 33,3
Übriger Provisionsüberschuss 539 323 66,9
Gesamt 3 722 2 846 30,8

In den Provisionserträgen sind 911 Mio Euro und in den Provisionsaufwendungen sind 121 Mio Euro enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten resultieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der Rückgang in der Position Vermögensverwaltung resultiert im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung der vier Asset Management Gesellschaften der cominvest-Gruppe.

227

  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung

191 Gesamtergebnisrechnung

200 Anhang (Notes) 316 Bestätigungsvermerk

(33) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis haben wir in vier Komponenten aufgeteilt:

  • Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten
  • Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren
  • Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
  • Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option

Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Zur Bewertung börsennotierter Produkte verwenden wir Börsenkurse, für nicht börsengehandelte Handelsgeschäfte liegen der Bestimmung des Zeitwertes interne Preismodelle (insbesondere Barwert- und Optionspreismodelle) zu Grunde. Im Handelsergebnis sind, neben den realisierten und unrealisierten Ergebnissen, auch die auf Handelszwecken dienenden Geschäfte entfallenden Zins- und Dividendenerträge sowie Refinanzierungsaufwendungen enthalten.

in Mio € 2009 2008* Veränderung in %
Ergebnis aus dem Handel –1 245 734
Realisierungen –24 –136 –82,4
Bewertungsergebnis –1 861 –26
Zinsergebnis 640 896 –28,6
Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten –53 –1 007 –94,7
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 101 56 80,4
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option 839 –237
Realisierungen 1 032 –120
Bewertungsergebnis –193 –117 65,0
Gesamt –358 –454 –21,1

Das Zinsergebnis aus dem Handel setzt sich aus 4 882 Mio Euro Zinserträgen (Vorjahr: 5 896 Mio Euro) und 4 242 Mio Euro Zinsaufwendungen (Vorjahr: 5 000 Mio Euro) für die Refinanzierung von Handelsgeschäften zusammen. Das Zinsergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug im Geschäftsjahr –416 Mio Euro (Vorjahr: –176 Mio Euro).

Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen der dazugehörigen Derivate ausgewiesen.

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accounting (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus Cash Flow Hedges. Es setzt sich wie folgt zusammen:

in Mio € 2009 2008 Veränderung in % Fair Value Hedge Fair Value Änderungen an Sicherungsgeschäften 2 719 –4 340 . Micro Fair Value Hedges 2 717 –4 340 . Portfolio Fair Value Hedges 2– . Fair Value Änderungen aus Grundgeschäften –2 613 4 396 . Micro Fair Value Hedges –2 612 4 396 . Portfolio Fair Value Hedges –1 – . Cash Flow Hedge Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash Flow Hedges (nur ineffektiver Teil) –5 – . Gesamt 101 56 80,4

(34) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse (Wertminderungen) aus Wertpapieren der Kategorien Forderungen und Kredite sowie zur Veräußerung verfügbar, Beteiligungen, Anteilen an assoziierten Unternehmen und Anteilen an Tochterunternehmen, die nicht konsolidiert wurden, aus.

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft –610 –777 –21,5
der Kategorie Available for Sale –588 –580 1,4
Veräußerungsgewinne(Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 271 286 –5,2
Veräußerungsverluste(Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 –355 –304 16,8
Bewertungsergebnis –504 –562 –10,3
der Kategorie Kredite und Forderungen –22 –197 –88,8
Veräußerungsgewinne 5 4 25,0
Veräußerungsverluste –38
Bewertungsergebnis2 –27 –163 –83,4
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten 1 027 112
der Kategorie Available for Sale 738 194
Veräußerungsgewinne(Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 886 263
Veräußerungsverluste(Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 –148 –69
der Kategorie Available for Sale,die zu Anschaffungskosten bewertet wurden 542 264
Bewertungsergebnis –209 –346 –39,6
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis ausAnteilen an assoziierten Unternehmen –44
Gesamt 417 –665

1 Hierin sind Umbuchungen aus im Geschäftsjahr 2009 entstandener Neubewertungsrücklage in Höhe von 399 Mio Euro (Vorjahr: –114 Mio Euro) enthalten.

2 Hierin sind Portfoliowertberichtigungen von 25 Mio Euro (Vorjahr: 25 Mio Euro) auf Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen enthalten.

Im Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten sind +0,6 Mrd Euro enthalten, die aus der Veräußerung von Gesellschaften resultieren, die bis zum Verkaufszeitpunkt als IFRS 5 klassifiziert wurden.

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  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

(35) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing Verträgen sowie Zwischenmietaufwendungen und -erträge aus Mietkaufvereinbarungen enthalten. Aufwendungen und Erträge aus Bau- und Architektengebühren fallen im Rahmen des Baumanagements unseres Teilkonzerns Commerz Real AG an. Auch die Sonstigen Steuern sind in dieser Position enthalten.

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Wesentliche sonstige Aufwendungen 507 376 34,8
Aufwendungen aus Operating Lease-Verträgen 151 175 –13,7
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 58 47 23,4
Zuführungen zu Rückstellungen 257 126
Mietkaufaufwand und Zwischenmietaufwand 41 28 46,4
Wesentliche sonstige Erträge 461 435 6,0
Erträge aus Operating Lease-Verträgen 163 182 –10,4
Auflösungen von Rückstellungen(34) Ergebnis aus Finanzanlagen 190 134 41,8
Mietkauferlös und Zwischenmietertrag 38 37 2,7
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 63 55 14,5
Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- undErträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 7 assoziierten Unternehmen und Anteilen an Tochterunternehmen,27 –74,1
Bewertungsergebnisse (Wertminderungen) aus dem zur VeräußeÜbrige sonstige Aufwendungen / Erträge (saldiert)1 die nicht konsolidiert wurden, aus.24 –86
rung verfügbaren Wertpapierbestand, Beteiligungen, Anteilen anSonstiges Ergebnis –22 –27 –18,5

1 davon resultieren –10 Mio Euro (Vorjahr: 22 Mio Euro) aus Wechselkursveränderungen

(36) Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen von 9 004 Mio Euro im Konzern setzen sich zusammen aus Personalaufwand von 4 698 Mio Euro, Sachaufwand von 3 768 Mio Euro und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und sonstige immaterielle Anlagewerte von 538 Mio Euro. Die Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

Personalaufwand

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Löhne und Gehälter 4 341 2 366 83,5
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 357 133
Gesamt 4 698 2 499 88,0

Im Personalaufwand sind 501 Mio Euro Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten (Vorjahr: 322 Mio Euro).

Sachaufwand

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Raumaufwendungen 867 557 55,7
EDV-Aufwendungen 1 150 484
Pflichtbeiträge, Beratungsaufwendungen, sonstige Verwaltungsaufwendungen und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 780 448 74,1
Aufwendungen für Werbung, Öffentlichkeitsarbeitund Repräsentation 218 250 –12,8
Arbeitsplatzaufwendungen 276 197 40,1
Übriger Sachaufwand 477 213
Gesamt 3 768 2 149 75,3

Das im Geschäftsjahr in Deutschland als Aufwand erfasste Honorar (exklusive Umsatzsteuer) für den Abschlussprüfer in Höhe von 36,3 Mio Euro setzt sich wie folgt zusammen:

in Tsd € 2009 2008 Veränderung in %
Abschlussprüfung 17 358 11 905 45,8
Andere Bestätigungsleistungen 5 394 6 468 –16,6
Steuerberatungsleistungen 913 224
Sonstige Leistungen 12 608 2 156
Gesamt 36 273 20 753 74,8

Vom in 2009 erfassten Aufwand entfallen 180 Tsd Euro auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2008 erbracht wurden.

Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und sonstige immaterielle Anlagewerte

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 206 135 52,6
Immobilien 38 39 –2,6
Immaterielle Anlagewerte 294 134
Gesamt 538 308 74,7

In den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte ist eine Wertminderung von 25 Mio Euro (Vorjahr: –) enthalten, für die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde eine Wertminderung von 8 Mio Euro (Vorjahr: –) erfasst.

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes) 316 Bestätigungsvermerk

(37) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 690
Markennamen 78
Gesamt 768

Im Rahmen der Umstrukturierung der Segmente und der damit verbundenen Änderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) wurden alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Für das neue Segment Asset Based Finance wurde ein Wertminderungsbedarf von 690 Mio Euro ermittelt.

Die Wertminderung der Markennamen resultiert zum einen aus der Vollabschreibung der Marke Eurohypo im Rahmen des jährlichen Werthaltigkeitstests (siehe auch Note 53). Zum anderen wird seit dem 1. September 2009 die Marke Dresdner Kleinwort nicht mehr eingesetzt, sondern wurde in Commerzbank umbenannt und daher ebenfalls abgeschrieben.

(38) Restrukturierungsaufwendungen

in Mio € 2009 2008 Veränderung in %
Aufwendungen für eingeleitete
Restrukturierungsmaßnahmen 1 621 25
Gesamt 1 621 25

Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1 621 Mio Euro stehen überwiegend im Zusammenhang mit der Integration des Dresdner Bank Konzerns in den Commerzbank Konzern (1 548 Mio Euro) und entfallen im Wesentlichen auf den Personalbereich sowie auf die Bereiche Organisation und IT. Bereits Ende des 3. Quartals 2009 lag die Detailplanung des Projektes "Zusammen Wachsen" vor. Im diesem Zeitraum sind die wesentlichen Aufwendungen angefallen. Alle Maßnahmen im In- und Ausland wurden identifiziert.

Darüber hinaus sind Integrationsaufwendungen in Höhe von 316 Mio Euro angefallen, die im Verwaltungsaufwand erfasst wurden.

Die restlichen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 73 Mio Euro betreffen die strategische Neuausrichtung im Commercial Real Estate-Geschäft bei der Eurohypo.

(39) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteueraufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio € 2009 2008* Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteuern 199 242 –17,8
Steueraufwand /-ertrag für das laufende Jahr 314 236 33,1
Steueraufwand /-ertrag Vorjahre –115 6
Latente Ertragsteuern –225 –708 –68,2
Steueraufwand /-ertrag aufgrund der Veränderung
von temporären Differenzen und Verlustvorträgen –628 –143
Steuersatzdifferenzen 54 –158
Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf
bisher gebildete latente Steuern auf Verlustvorträge 349
Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten
steuerlichen Verlustvorträgen –407
Gesamt –26 –466 –94,4

Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 30,9%.

Im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank AG und der Finanzierung durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) wurde der Horizont der operativen Planung erheblich ausgeweitet. Dies führte zur entsprechenden Erweiterung des steuerlichen Planungshorizonts im Jahresabschluss 2008 für die Bewertung der latenten Ertragsteueransprüche. Die für den SoFFin erstellte erweiterte operative Ergebnisplanung wurde im Jahr 2009 nicht aktualisiert, sondern lediglich die operative Mittelfristplanung erstellt. Aus diesem Grund hat sich die Commerzbank entschieden, den steuerlichen Planungszeitraum wieder auf fünf Jahre zu begrenzen. Es handelt sich hierbei um eine Schätzungsänderung im Sinne von IAS 8, dessen Auswirkung wegen unterlassener zehnjähriger Steuerplanung nicht exakt ermittelbar ist. Der maximale zusätzliche Steuerertrag aus der Aktivierung weiterer latenter Ertragsteueransprüche im zehnjährigen Planungszeitraum würde rund 190 Mio Euro nicht übersteigen, weshalb der Konzernsteueraufwand ohne diese Schätzungsänderung –216 Mio Euro betragen hätte.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr.

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte, anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,0%. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 30,9%.

Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 0% (Dubai) und 46% (New York).

Zum 31. Dezember 2009 beträgt die Konzernsteuerquote 0,6% (Vorjahr: 115,4%). Die Volatilität ist im Wesentlichen auf die Behandlung der Steuerlatenzen im Zusammenhang mit der Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge beziehungsweise der laufenden Verluste des Jahres 2009 zurückzuführen.

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  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk
in Mio € 2009 2008*
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS –4 659 –407
Konzernertragsteuersatz (%) 30,9 30,9
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr –1 437 –125
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätzebei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen 54 –158
Auswirkungen aus dem Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträgeaufgrund der aktualisierten Langfristplanung –407
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgabenund steuerfreien Erträgen –62 180
Nicht angesetzte latente Steuern 1 506 34
Auswirkungen von Hinzurechnungen undKürzungen für Gewerbesteuer 9 20
Sonstige Auswirkungen –96 –10
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –26 –466

Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt im Eigenkapital gutgeschrieben bzw. belastet wurden:

Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteuern 36
Latente Ertragsteuern 1 347 1 605 –16,1
Bewertungsunterschiede aus Cash Flow Hedges 526 585 –10,1
Neubewertungsrücklage 856 1 071 –20,1
Verlustvorträge 100 42
Sonstiges –35 –93 –62,4
Gesamt 1 347 1 641 –17,9

(40) Nettoergebnis

Die Nettoerfolge setzen sich zusammen aus Wertminderungen / Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten (siehe Note 5). Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus den Notes "Zinsüberschuss" und "Handelsergebnis" je IAS 39 Kategorie dargestellt.

in Mio € 2009 2008* Veränderung in %
Nettoerfolge aus
Handelsaktiva und -passiva –1 837 –1 113 65,0
Anwendung der Fair Value Option 839 –237
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 439 –468
Kredite und Forderungen –4 236 –2 052
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten
Zinsergebnis aus
Handelsaktiva und -passiva 1 056 1 072 –1,5
Anwendung der Fair Value Option –27 134
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 2 905 6 341 –54,2
Kredite und Forderungen 16 513 14 565 13,4
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten –12 707 –15 369 –17,3

* nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2

(41) Ergebnis je Aktie

31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in %
Operatives Ergebnis (Mio €) –2 270 –382
Den Commerzbank-Aktionärenzurechenbarer Konzernüberschuss (Mio €) –4 537
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 1 031 871 714 677 026 389 52,4
Operatives Ergebnis je Aktie (€) –2,20 –0,56
Gewinn je Aktie (€) –4,40 0,00

Der gemäß IAS 33 errechnete Gewinn je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernüberschuss. Im Geschäftsjahr und zum 31. Dezember 2009 sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Ein verwässertes Ergebnis war nicht zu berechnen.

(42) Aufwandsquote

2009 2008* Veränderung in
in % in % Prozentpunkten
Aufwandsquote vorRestrukturierungsaufwendungen 82,2 77,1 5,1

Die Aufwandsquote spiegelt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Erträgen vor Risikovorsorge wider.

(43) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der im Commerzbank-Konzern eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten "Management-Ansatz" folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem "Chief Operating Decision Maker" dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des "Chief Operating Decision Maker" der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über sechs operative Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen bzw. den Kundenzielgruppen. Die Segmentberichter-

* nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2

stattung reflektiert die neue Konzernstruktur des Commerzbank-Konzerns, die zum 1. Juli 2009 umgesetzt wurde. Eine wesentliche Veränderung gegenüber der bis zu diesem Zeitpunkt geltenden Konzernstruktur liegt darin, dass alle inländischen und ausländischen gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierungsaktivitäten sowie das Public Finance-Geschäft im neuen Segment Asset Based Finance zusammengeführt wurden. Die Abbau-Portfolien des Konzerns, die sowohl problembehaftete Aktiva als auch werthaltige Positionen, die nicht mehr zu unserem kundenorientierten Geschäftsmodell passen, umfassen, wurden im Segment Portfolio Restructuring Unit konzentriert. Bisher im Bereich "Sonstige und Konsolidierung" ausgewiesene Bewertungseffekte aus der Übernahme der Dresdner Bank wurden nun den betroffenen Segmenten zugeordnet. Im Zuge der weiteren Verfeinerung der Geschäftsmodelle der Segmente wurde die Kundenzuordnung zwischen den Segmenten nochmals leicht angepasst. Ferne wurde im Rahmen der weiteren Harmonisierung der Personalkennziffern die Zählweise bestimmter Mitarbeitergruppen nunmehr verein-

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  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

heitlicht. Die Vergleichswerte der Vorquartale und des Vorjahres wurden jeweils entsprechend angepasst.

Die Zahlen des Jahres 2009 bilden den neuen Commerzbank-Konzern nach Akquisition der Dresdner Bank ab. Die Vergleichswerte des Vorjahres enthalten die Beiträge der Geschäftssegmente zum Konzernergebnis vor Akquisition der Dresdner Bank.

  • Das Segment Privatkunden besteht aus den vier Konzernbereichen Privat- und Geschäftskunden, Wealth Management, Direct Banking und Kredit. Das klassische Filialgeschäft ist im Konzernbereich Privat- und Geschäftskunden gebündelt. Im Wealth Management betreuen wir vermögende Kunden im In- und Ausland, ebenso ist hier die Vermögensverwaltung angesiedelt. Das Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect bank-Gruppe und alle Call-Center-Leistungen für unsere Kunden. Im Konzernbereich Kredit ist das Kreditgeschäft mit den vorgenannten Kundengruppen zentral zusammengefasst.
  • Das Segment Mittelstandsbank umfasst die Konzernbereiche Corporate Banking und Financial Institutions. Im Konzernbereich Corporate Banking liegen die beiden Schwerpunkte auf der Betreuung von Mittelstandskunden sowie von Großkunden und internationalen Kunden. Des Weiteren ist in diesem Konzernbereich das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Bereich Renewable Energies angesiedelt und es betreut den öffentlichen Sektor sowie institutionelle Kunden. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investment Banking Lösungen. Durch unsere ausländischen Niederlassungen sind wir der strategische Partner sowohl für internationale Aktivitäten unserer deutschen Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem Heimatmarkt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Es bietet diesen Kunden eine umfassende Betreuung und Beratung an, wobei eine bevorzugte Einschaltung in die Abwicklung des Außenhandels strategischer Schwerpunkt ist. Durch ein Netz von über 6 000 Korrespondenzbanken sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern fördert Financial Institutions die weltweiten Außenhandelsaktivitäten des Konzerns und unterstützt andere Konzernbereiche in deren internationalen Strategien.
  • Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten von Tochtergesellschaften, Filialen und Beteiligungen in Mittelund Osteuropa (insbesondere BRE Bank und Bank Forum). Diese sind unter dem Dach einer Management-Holding zusammengefasst. Die Holding agiert als operative Steuerungseinheit und Schnittstelle zwischen den lokalen Einheiten und den inlän-

dischen Zentralabteilungen sowie als strategischer Entscheider. Geschäftsschwerpunkte sind das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie kundenbezogenes Investment Banking. Unsere Einheiten sind Ansprechpartner für sowohl lokale Unternehmen in Mittel- und Osteuropa, als auch für grenzüberschreitendes Geschäft.

  • . Corporates & Markets umfasst vier wesentliche Säulen. In Equity Markets & Commodities sind der Handel mit Aktien, Aktienderivaten und Rohstoffprodukten sowie die entsprechenden Vertriebs-Kapazitäten zusammengefasst. Fixed Income & Currencies umfasst Handel und Vertrieb von Zinsund Währungsinstrumenten sowie entsprechender Derivate und das zentrale Kreditportfoliomanagement des Segments Corporates & Markets. Corporate Finance umfasst Finanzierungs- und Beratungsleistungen für Eigen- und Fremdkapitalinstrumente. Zusätzlich ist in Corporates & Markets das Client Relationship Management mit Fokus auf die 100 größten deutschen Firmenkunden sowie Versicherungen angesiedelt.
  • Im Segment Asset Based Finance werden die Ergebnisse aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate (CRE) Germany, CRE International, Public Finance, Asset Management and Leasing sowie Ship Finance zusammengefasst. Dabei liegen CRE Germany, CRE International sowie Public Finance nahezu vollständig bei der Commerzbank-Tochter Eurohypo AG. Der Bereich Asset Management and Leasing beinhaltet vorrangig die Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft Commerz Real AG. Schließlich führt der Bereich Ship Finance die Schiffsfinanzierungen der Commerzbank-Gruppe in unserer Tochtergesellschaft Deutsche Schiffsbank AG zusammen.
  • Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) ist verantwortlich für die Zurückführung von Aktiva, die im Zusammenhang mit eingestellten Eigenhandels- und Investment-Aktivitäten stehen, welche nicht mehr in die kundenorientierte Strategie der Commerzbank AG passen. Die Zielsetzung des Segmentes besteht in der wertmaximierenden Zurückführung des Portfolios. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet werden, beinhalten nicht-staatlich gesicherte Asset Backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Firmen- und Finanzanleihen sowie exotische Kreditderivate. Diese Positionen wurden primär aus den Segmenten Corporates & Markets sowie ehemals Commercial Real Estate auf die Portfolio Restructuring Unit übertragen.
  • Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der operativen Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden Beteiligungen, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind, die verbliebenen internationalen Asset Management-Aktivitäten und das Group Treasury berichtet. Ferner sind

hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen derinternen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.

Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgt in 2009 nach Basel II-Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktivaäquivalente). Auf Konzernebene wird das Investorenkapital gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die für die Segmentberichterstattung unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 7%.

Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vor-Steuer-Ergebnisse der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Bei der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert.

Die laufenden Erträge aus Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von –30 Mio Euro (Vorjahr: 40 Mio Euro) betreffen die Segmente Privatkunden mit 11 Mio Euro (Vorjahr: –), Mittelstandsbank mit 4 Mio Euro (Vorjahr: 4 Mio Euro), Corporates & Markets mit –2 Mio Euro (Vorjahr: –), Asset Based Finance mit –44 Mio Euro (Vorjahr: 32 Mio Euro) und Sonstige und Konsolidierung mit 1 Mio Euro (Vorjahr: 4 Mio Euro). Die Buchwerte der assoziierten Unternehmen in Höhe von 378 Mio Euro (Vorjahr: 296 Mio Euro) verteilen sich auf die Segmente Privatkunden mit 174 Mio Euro (Vorjahr: –), Mittelstandsbank mit 40 Mio Euro (Vorjahr: 35 Mio Euro), Corporates & Markets mit 19 Mio Euro (Vorjahr: –), Asset Based Finance mit 71 Mio Euro (Vorjahr: 243 Mio Euro) und Sonstige und Konsolidierung mit 74 Mio Euro (Vorjahr: 18 Mio Euro).

Der im operativen Ergebnis ausgewiesene Verwaltungsaufwand beinhaltet den Personalaufwand, den Sachaufwand sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen werden unterhalb des operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung des Verwaltungsaufwands zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt bzw. führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten für die Geschäftsjahre 2009 und 2008.

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  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
    • 316 Bestätigungsvermerk

Aufteilung nach Segmenten

Geschäftsjahr 2009 Privat- Mittel-kunden standsbank & Eastern Central Corporates& Markets Asset PortfolioBased Restructur- SonstigeundKonso Konzern
in Mio € Europe Finance ing Unit lidierung
Zinsüberschuss 2 223 2 143 681 784 1 073 254 31 7 189
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –246 –954 –812 –289 –1 588 –327 2 –4 214
Zinsüberschussnach Risikovorsorge 1 977 1 189 –131 495 –515 –73 33 2 975
Provisionsüberschuss 2 147 880 174 351 297 8 –135 3 722
Handelsergebnis 10 –93 79 671 197 –813 –409 –358
Ergebnis aus Finanzanlagen –4 10 –14 27 –87 –441 926 417
Sonstiges Ergebnis –98 –68 6 15 –65 2 186 –22
Erträge vor Risikovorsorge 4 278 2 872 926 1 848 1 415 –990 599 10 948
Erträge nach Risikovorsorge 4 032 1 918 114 1 559 –173 –1 317 601 6 734
Verwaltungsaufwendungen 3 862 1 334 488 1 980 664 146 530 9 004
Operatives Ergebnis 170 584 –374 –421 –837 –1 463 71 –2 270
Wertminderungen auf Geschäfts- oderFirmenwerte sowie Markennamen 23 745 768
Restrukturierungsaufwendungen 338 74 5 128 56 2 1 018 1 621
Ergebnis vor Steuern –168 510 –379 –572 –1 638 –1 465 –947 –4 659
Aktiva 69 220 82 350 25 761 304 676 261 455 26 357 74 284 844 103
Durchschnittlich
gebundenes Eigenkapital 3 256 5 406 1 602 4 643 6 821 1 854 6 232 29 814
OperativeEigenkapitalrendite (%) 5,2 10,8 –23,3 –9,1 –12,3 –7,6
Aufwandsquote imoperativen Geschäft (%) 90,3 46,4 52,7 107,1 46,9 82,2
Eigenkapitalrendite
des Ergebnisses
vor Steuern (%) –5,2 9,4 –23,7 –12,3 –24,0 –15,6
Mitarbeiterdurchschnitt 22 781 5 665 10 513 3 006 1 995 57 19 250 63 267

Aufteilung nach Segmenten

Geschäftsjahr 2008* Privat- Mittel- Central Corporates Asset Portfolio Sonstige Konzern
in Mio € kunden standsbank & EasternEurope & Markets Finance Based Restructur-ing Unit undKonsolidierung
Zinsüberschuss 1 212 1 260 667 257 1 183 164 –14 4 729
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –19 –286 –190 –363 –900 –68 –29 –1 855
Zinsüberschuss
nach Risikovorsorge 1 193 974 477 –106 283 96 –43 2 874
Provisionsüberschuss 1 285 645 197 121 414 184 2 846
Handelsergebnis –1 2 93 585 –821 –245 –67 –454
Ergebnis aus Finanzanlagen –28 –12 69 19 –126 –757 170 –665
Sonstiges Ergebnis –11 –74 29 63 –51 –2 19 –27
Erträge vor Risikovorsorge 2 457 1 821 1 055 1 045 599 –840 292 6 429
Erträge nach Risikovorsorge 2 438 1 535 865 682 –301 –908 263 4 574
Verwaltungsaufwendungen 1 869 816 552 745 647 327 4 956
Operatives Ergebnis 569 719 313 –63 –948 –908 –64 –382
Wertminderungen auf Geschäfts- oderFirmenwerte sowie Markennamen
Restrukturierungs
aufwendungen 25 25
Ergebnis vor Steuern 569 719 313 –63 –973 –908 –64 –407
Aktiva 38 596 74 675 27 799 138 159 279 344 14 517 52 134 625 224
Durchschnittlich
gebundenes Eigenkapital 1 380 3 467 1 809 1 927 6 747 284 –905 14 709
OperativeEigenkapitalrendite (%)1 41,2 20,7 17,3 –3,3 –14,1 –2,6
Aufwandsquote im
operativen Geschäft (%) 76,1 44,8 52,3 71,3 108,0 77,1
Eigenkapitalrenditedes Ergebnisses
vor Steuern (%) 41,2 20,7 17,3 –3,3 –14,4 –2,8
Mitarbeiterdurchschnitt 11 980 4 359 9 538 1 974 2 011 9 377 39 239

239

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung

in Mio € 2009 2008
Sonstige Konsoli-dierung Sonstigeund Konso-lidierung Sonstige Konsoli-dierung Sonstigeund Konsolidierung
Zinsüberschuss –7 38 31 9 –23 –14
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2 2 –29 –29
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge –5 38 33 –20 –23 –43
Provisionsüberschuss –3 –132 –135 186 –2 184
Handelsergebnis –185 –224 –409 –50 –17 –67
Ergebnis aus Finanzanlagen 930 –4 926 170 170
Sonstiges Ergebnis 114 72 186 12 7 19
Erträge vor Risikovorsorge 849 –250 599 327 –35 292
Erträge nach Risikovorsorge 851 –250 601 298 –35 263
Verwaltungsaufwendungen 490 40 530 289 38 327
Operatives Ergebnis 361 –290 71 9 –73 –64
Wertminderungen auf Geschäfts- oderFirmenwerte sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 676 342 1 018
Ergebnis der gewöhnlichenGeschäftstätigkeit/Ergebnis vor Steuern –315 –632 –947 9 –73 –64
Aktiva 74 284 74 284 52 134 52 134

Für den Bereich Sonstige und Konsolidierung sind zwei Anmerkungen zu beachten:

  • aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit umfassen die Ergebnisse der Marktsegmente den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2009. Die Differenz zum Konzernergebnis – das für die Dresdner Bank nur den Zeitraum 13. Januar bis 31. Dezember 2009 beinhaltet – wird im Bereich Sonstige ausgewiesen
  • die Zuordnung von Sachverhalten zum Bereich Sonstige und Konsolidierung erfolgt auf Basis der aktuellen Struktur. Die im Laufe des zweiten Halbjahres 2009 erfolgte Prüfung, ob hier in Einzelfällen eine Zuordnung zu anderen Segmenten angebracht ist, ist abgeschlossen.

Unter Konsolidierung berichten wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

  • Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accounting gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt.
  • Das dem Segment Corporates & Markets aus steuerlich induzierten Transaktionen im Zinsüberschuss zugeordnete Vorsteueräquivalent wird unter Konsolidierung wieder eliminiert.
  • In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Bonds werden unter Konsolidierung eliminiert.
  • Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte werden ebenfalls hier berichtet.
  • Restrukturierungsaufwendungen der Konzernsteuerungseinheiten werden unter Konsolidierung ausgewiesen.

Quartalsergebnisse nach Segmenten

1. Quartal 2009*in Mio € Privat- Mittel-kunden standsbank & EasternEurope Central Corporates& Markets AssetFinance PortfolioBased Restructur- und Konsoing Unit Sonstigelidierung Konzern
Zinsüberschuss 567 546 166 179 252 72 –90 1 692
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –49 –90 –173 –254 –207 –70 –1 –844
Zinsüberschussnach Risikovorsorge 518 456 –7 –75 45 2 –91 848
Provisionsüberschuss 506 238 33 79 63 11 –80 850
Handelsergebnis 3 10 29 574 262 –1 260 –145 –527
Ergebnis aus Finanzanlagen –1 –5 –19 –43 –135 589 386
Sonstiges Ergebnis –3 –54 6 –15 3 –8 –71
Erträge vor Risikovorsorge 1 072 740 229 798 537 –1 312 266 2 330
Erträge nach Risikovorsorge 1 023 650 56 544 330 –1 382 265 1 486
Verwaltungsaufwendungen 980 332 115 501 168 33 –48 2 081
Operatives Ergebnis 43 318 -59 43 162 –1 415 313 –595
Wertminderungen auf Geschäfts- oderFirmenwerte sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 51 17 62 3 156 289
Ergebnis vor Steuern –8 301 –59 –19 162 –1 418 157 –884
2. Quartal 2009* Privat- Mittel-kunden standsbank & Eastern Central Corporates& Markets Asset PortfolioBased Restructur- und Konso Sonstige Konzern
in Mio € Europe Finance ing Unit lidierung
Zinsüberschuss 565 540 166 197 321 65 –16 1 838
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –55 –236 –201 34 –358 –169 –8 –993
Zinsüberschussnach Risikovorsorge 510 304 –35 231 –37 –104 –24 845
Provisionsüberschuss 536 210 47 92 75 1 –14 947
Handelsergebnis –3 –42 19 186 –73 23 –39 71
Ergebnis aus Finanzanlagen –7 –1 –1 –6 3 –130 314 172
Sonstiges Ergebnis –14 –5 5 18 –1 2 5
Erträge vor Risikovorsorge 1 077 702 236 487 325 –41 247 3 033
Erträge nach Risikovorsorge 1 022 466 35 521 –33 –210 239 2 040
Verwaltungsaufwendungen 962 342 116 521 169 32 121 2 263
Operatives Ergebnis 60 124 –81 –202 –242 118 –223
Wertminderungen auf Geschäfts- oderFirmenwerte sowie Markennamen 70 70
Restrukturierungsaufwendungen 43 8 63 46 –1 57 216
Ergebnis vor Steuern 17 116 –81 –63 –318 –241 61 –509

* nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2

241

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk
3. Quartal 2009in Mio € Privat- Mittel-kunden standsbank & EasternEurope Central Corporates& Markets AssetFinance PortfolioBased Restructur- und Konsoing Unit Sonstigelidierung Konzern
Zinsüberschuss 544 503 165 265 242 52 –2 1 769
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –70 –330 –142 –44 –372 –99 4 –1 053
Zinsüberschussnach Risikovorsorge 474 173 23 221 –130 –47 2 716
Provisionsüberschuss 562 215 47 94 66 –2 –29 953
Handelsergebnis 6 –55 15 48 69 696 –120 659
Ergebnis aus Finanzanlagen 13 7 –3 28 –2 –111 14 –54
Sonstiges Ergebnis –59 63 1 6 15 86 112
Erträge vor Risikovorsorge 1 066 733 225 441 390 635 –51 3 439
Erträge nach Risikovorsorge 996 403 83 397 18 536 –47 2 386
Verwaltungsaufwendungen 949 339 120 490 159 40 167 2 264
Operatives Ergebnis 47 64 –37 –93 –141 496 –214 122
Wertminderungen auf Geschäfts- oderFirmenwerte sowie Markennamen 21 624 1 646
Restrukturierungsaufwendungen 192 50 79 8 575 904
Ergebnis vor Steuern –145 14 –37 –193 –773 496 –790 –1 428
4. Quartal 2009 Privat- Mittel-kunden standsbank & Eastern Central Corporates& Markets Asset PortfolioBased Restructur- und Konso Sonstige Konzern
in Mio € Europe Finance ing Unit lidierung
Zinsüberschuss 547 554 184 143 258 65 139 1 890
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –72 –298 –296 –25 –651 11 7 –1 324
Zinsüberschuss
nach Risikovorsorge 475 256 –112 118 –393 76 146 566
Provisionsüberschuss 543 217 47 86 93 –2 –12 972
Handelsergebnis 4 –6 16 –137 –61 –272 –105 –561
Ergebnis aus Finanzanlagen –9 4 –5 24 –45 –65 9 –87
Sonstiges Ergebnis –22 –72 –6 6 –82 2 106 –68
Erträge vor Risikovorsorge 1 063 697 236 122 163 –272 137 2 146
Erträge nach Risikovorsorge 991 399 –60 97 –488 –261 144 822
Verwaltungsaufwendungen 971 321 137 468 168 41 290 2 396
Operatives Ergebnis 20 78 –197 –371 –656 –302 –146 –1 574
Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte sowie Markennamen 2 51 –1 52
Restrukturierungs
aufwendungen 52 –1 5 –76 2 230 212
Ergebnis vor Steuern –32 79 –202 –297 –709 –302 –375 –1 838

Ergebnisse nach geographischen Märkten

Die Zuordnung in die Segmente nach dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens ergibt nachfolgende Verteilung:

Geschäftsjahr 2009in Mio € Deutschland EuropaohneDeutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 4 644 2 109 334 101 1 7 189
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –1 915 –1 767 –512 –21 1 –4 214
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 729 342 –178 80 2 2 975
Provisionsüberschuss 3 131 495 64 32 3 722
Handelsergebnis 790 –910 –155 –83 –358
Ergebnis aus Finanzanlagen 691 –118 –170 14 417
Sonstiges Ergebnis –72 –6 78 –24 2 –22
Erträge vor Risikovorsorge 9 184 1 570 151 40 3 10 948
Erträge nach Risikovorsorge 7 269 –197 –361 19 4 6 734
Verwaltungsaufwendungen 6 908 1 698 271 124 3 9 004
Operatives Ergebnis 361 –1 895 –632 –105 1 –2 270
Risikoaktiva1 147 472 77 899 16 558 4 294 90 246 313

1 Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus.

Im Vorjahr erzielten wir in den geographischen Märkten folgende Ergebnisse:

Geschäftsjahr 2008*in Mio € Deutschland EuropaohneDeutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 3 010 1 257 385 76 1 4 729
Risikovorsorge im Kreditgeschäft –612 –827 –379 –39 2 –1 855
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 398 430 6 37 3 2 874
Provisionsüberschuss 2 341 510 –32 26 1 2 846
Handelsergebnis –740 416 –153 21 2 –454
Ergebnis aus Finanzanlagen –80 –13 –573 1 –665
Sonstiges Ergebnis –60 8 25 –27
Erträge vor Risikovorsorge 4 471 2 178 –373 149 4 6 429
Erträge nach Risikovorsorge 3 859 1 351 –752 110 6 4 574
Verwaltungsaufwendungen 3 759 1 013 109 69 6 4 956
Operatives Ergebnis 100 338 –861 41 –382
Risikoaktiva1 159 506 34 119 9 709 3 955 148 207 437

1 Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus.

Eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen wird bedingt durch die Übernahme der Dresdner Bank erst erfolgen, wenn die Produkt- und Dienstleistungsdefinitionen im neuen Commerzbank-Konzern vereinheitlicht sind.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 243
191 Gesamtergebnisrechnung
195 Bilanz
196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
198 Kapitalflussrechnung
200 Anhang (Notes)
316 Bestätigungsvermerk

Erläuterungen zur Bilanz

(44) Barreserve

Als Barreserve fassen wir folgende Posten zusammen:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Kassenbestand 1 338 892 50,0
Guthaben bei Zentralnotenbanken 7 842 5 294 48,1
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 1 149 380
Gesamt 10 329 6 566 57,3

Im Guthaben bei Zentralnotenbanken sind Forderungen in Höhe von 3 633 Mio Euro (Vorjahr: 4 136 Mio Euro) an die Deutsche Bundesbank enthalten. Das im Durchschnitt vorzuhaltende Mindestreserve-Soll betrug für die Erfüllungsperiode Dezember 2009 bis Januar 2010 4 349 Mio Euro (Vorjahr: 3 161 Mio Euro). Da sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht nach den durchschnittlichen Guthaben bemisst, gibt es keine Verfügungsbeschränkungen für Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

(45) Forderungen an Kreditinstitute

gesamt täglich fällig andere Forderungen
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränd. in % 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
Kreditinstitutein Deutschland 32 331 29 504 9,6 13 568 8 524 18 763 20 980
Kreditinstituteaußerhalb Deutschlands 74 878 33 731 22 996 10 516 51 882 23 215
Gesamt 107 209 63 235 69,5 36 564 19 040 70 645 44 195
darunter entfallenauf die Kategorie:Kredite und Forderungen 106 510 63 235 68,4
Zur Veräußerung verfügbarefinanzielle Vermögenswerte
Anwendung derFair Value Option 699

Die Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 106 689 Mio Euro (Vorjahr: 62 969 Mio Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kreditinstitute nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Besicherte Forderungen aus dem Geldmarktgeschäft 58 863 22 757
Forderungen aus dem Geldhandel 16 312 8 100
Schuldscheindarlehen 12 831 17 028 –24,6
Übrige Forderungen 19 203 15 350 25,1
Gesamt 107 209 63 235 69,5

In den Schuldscheindarlehen und den übrigen Forderungen an Kreditinstitute sind 10 080 Mio Euro (Vorjahr: 13 981 Mio Euro) Kommunaldarlehen der Pfandbrief- und Hypothekenbanken enthalten.

(46) Forderungen an Kunden

Die Kundenforderungen gliedern sich wie folgt:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Forderungen an Kunden in Deutschland 217 987 180 121 21,0
Forderungen an Kunden außerhalb Deutschlands 143 496 110 027 30,4
Gesamt 361 483 290 148 24,6
darunter entfallen auf die Kategorie:Kredite und Forderungen 358 347 286 030 25,3
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Anwendung der Fair Value Option 3 136 4 118 –23,8

Die Forderungen an Kunden belaufen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 352 194 Mio Euro (Vorjahr: 284 815 Mio Euro).

Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Besicherte Forderungen aus dem Geldmarktgeschäft 22 362 9 120
Forderungen aus dem Geldhandel 17 025 20 825 –18,2
Schuldscheindarlehen 36 836 49 508 –25,6
Hypotheken- und dinglich besicherte Forderungen 139 904 117 035 19,5
Übrige Forderungen 145 355 93 660 55,2
Gesamt 361 483 290 148 24,6

In den Schuldscheindarlehen und den übrigen Forderungen an Kunden sind Kommunalkredite in Höhe von 38 456 Mio Euro (Vorjahr: 51 304 Mio Euro) enthalten.

(47) Kreditvolumen

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Kredite an Kreditinstitute 25 011 30 089 –16,9
Kredite an Kunden 343 390 283 564 21,1
Gesamt 368 401 313 653 17,5

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

245

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  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
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(48) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle wurden Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel II Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt.

Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft nach Kategorien wie folgt:

in Mio € Stand1.1.2009 Zuführung Auflösungen Verbrauch Konsolidie-rungskreis Verände- Wechselkurs-rungen im änderungen /Umbuchung Stand31.12.2009
Risikovorsorge für bilanzwirksameRisiken im Kreditgeschäft 5 599 5 039 1 043 2 143 2 502 –145 9 809
Forderungen an Kreditinstitute 266 215 49 106 163 31 520
Forderungen an Kunden 5 333 4 824 994 2 037 2 339 –176 9 289
Rückstellungen für außerbilanzielleRisiken im Kreditgeschäft 446 266 272 1 201 2 642
Gesamt 6 045 5 305 1 315 2 144 2 703 –143 10 451

Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führen unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu einem Risikovorsorgeaufwand von 4 214 Mio Euro (Vorjahr: 1 855 Mio Euro).

Wertberichtigungenfür Einzelrisiken Wertberichtigungenfür Portfoliorisiken Wertberichtigungengesamt
in Mio € 2009 2008 2009 2008 2009 2008 Veränd. in %
Stand 1.1. 4 779 5 182 820 773 5 599 5 955 –6,0
Zuführungen 4 542 2 336 497 193 5 039 2 529 99,2
Abgängedarunter Inanspruchnahmendarunter Auflösungen 3 0042 143861 2 7211 5381 183 182–182 136–136 3 1862 1431 043 2 8571 5381 319 11,539,3–20,9
Veränderungen imKonsolidierungskreis 2 126 31 376 2 502 31
Wechselkursänderungen /Umbuchungen –98 –49 –47 –10 –145 –59
Stand 31.12. 8 345 4 779 1 464 820 9 809 5 599 75,2
Rückstellungenfür Einzelrisiken Rückstellungenfür Portfoliorisiken Rückstellungenim Kreditgeschäft
in Mio € 2009 2008 2009 2008 2009 2008 Veränd. in %
Stand 1.1. 232 252 214 200 446 452 –1,3
Zuführungen 209 147 57 163 266 310 –14,2
Abgängedarunter Inanspruchnahmendarunter Auflösungen 1801179 12912117 93–93 144–144 2731272 27312261 0,0–91,74,2
Veränderungen imKonsolidierungskreis 107 94 201
Wechselkursänderungen /Umbuchungen –4 –38 6 –5 2 –43
Stand 31.12. 364 232 278 214 642 446 43,9

Die Risikovorsorge für Adressenrisiken nach Kundengruppen gliedert sich wie folgt:

in Mio € Einzelwertberichtigungenund Rückstellungenfür das Kreditgeschäft Kreditausfälle1in 2009 Nettozuführung2 zu denWertberichtigungenund Rückstellungenim Kreditgeschäft
Kunden in Deutschland 4 452 1 309 1 367
Unternehmen und wirtschaftlichselbstständige Privatpersonen 3 620 934 958
Verarbeitendes Gewerbe 1 052 270 477
Baugewerbe 241 75 1
Handel 318 105 100
Dienstleistungen einschließlich freier Berufe und Übrige 2 009 484 380
Übrige Privatkunden 832 375 409
Kunden außerhalb Deutschlands 3 776 1 116 2 158
Firmenkunden und Privatkunden 3 762 1 114 2 152
Öffentliche Haushalte 14 2 6
Risikovorsorge Kunden 8 228 2 425 3 525
Kreditinstitute in Deutschland 14 16 –2
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 467 105 188
Risikovorsorge Kreditinstitute 481 121 186
Gesamt 8 709 2 546 3 711

1 Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft

2 Zuführung abzüglich Auflösung

Den Kreditausfällen und der Nettozuführung zur Risikovorsorge stehen Erträge aus Zuschreibungen von 7 Mio Euro und Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen von 171 Mio Euro gegenüber.

Kennziffern zur Kreditrisikovorsorge

in % 2009 2008
Zuführungsquote1 1,13 0,59
Ausfallquote2 0,63 0,68
Bestandsquote3 2,80 1,92

1 Nettorisikovorsorge (Neubildung abzüglich Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen für im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direkt-

abschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen

2 Kreditausfälle (Verbrauch von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen

3 Risikovorsorgebestand (Bestand an Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft) in Relation zum Kreditvolumen

Kreditvolumen = Forderungen aus besonderen Kreditvereinbarungen mit Kreditnehmern (Note 47)

(49) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften beträgt –16 Mio Euro. Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsgeschäfte wird auf der Passivseite unter dem Posten Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

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(50) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die positiven Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Positive Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 5 566 5 680 –2,0
Positive Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 786
Positive Marktwerte Cash Flow Hedges Accounting 4 848
Gesamt 6 352 10 528 –39,7

(51) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit

  • Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,
  • Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren,
  • Schuldscheindarlehen und sonstigen Forderungen,
  • Devisen und Edelmetallen,
  • derivativen Finanzinstrumenten und
  • Sonstiger Handelsaktiva.

Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich zusammen aus positiven Marktwerten von Kreditzusagen sowie Emissionsrechten. Die sonstigen Forderungen umfassen Schatzwechsel, Kredite und Geldhandelsgeschäfte.

Alle Handelsbestände werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

In den positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt werden können.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 28 898 17 352 66,5
Geldmarktpapierevon öffentlichen Emittentenvon anderen Emittenten 1 331551 276 1 132235897 17,6–76,642,3
Anleihen und Schuldverschreibungenvon öffentlichen Emittentenvon anderen Emittenten 27 5679 15218 415 16 2203 11713 103 70,040,5
Schuldscheindarlehen 850 1 110 –23,4
Sonstige Forderungen 2 643 1 650 60,2
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 8 982 5 475 64,1
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 177 307 92 982 90,7
Währungsbezogene GeschäfteZinsbezogene GeschäfteÜbrige Geschäfte 17 653146 48713 167 17 38263 15912 441 1,65,8
Sonstige Handelsaktiva 28
Gesamt 218 708 118 569 84,5

Von den Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren sowie Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren waren 31 745 Mio Euro (Vorjahr: 19 535 Mio Euro) börsennotiert.

Die übrigen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten setzen sich hauptsächlich aus 6963 Mio Euro Aktienderivaten und 5331 Mio Euro Kreditderivaten zusammen.

(52) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren, den Beteiligungen, Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 128 032 123 938 3,3
Geldmarktpapiere 6 452 7 685 –16,0
von öffentlichen Emittenten 510
von anderen Emittenten 5 942 7 685 –22,7
Anleihen und Schuldverschreibungen 121 580 116 253 4,6
von öffentlichen Emittenten 53 410 57 814 –7,6
von anderen Emittenten 68 170 58 439 16,7
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 1 530 1 999 –23,5
Beteiligungen 1 194 1 093 9,2
davon an Kreditinstituten 358 318 12,6
Anteile an assoziierten Unternehmen 378 296 27,7
davon an Kreditinstituten 11 227 –95,2
Anteile an Tochterunternehmen 158 124 27,4
davon an Kreditinstituten 3 3
Gesamt 131 292 127 450 3,0
darunter entfallen auf at Equity bewertete
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 378 296 27,7
darunter entfallen auf die Kategorie:
Forderungen und Kredite 79 194 83 563
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 44 998 41 534 8,3
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 492 576 –14,6
Anwendung der Fair Value Option 6 722 2 057

In den Finanzanlagen sind 492 Mio Euro (Vorjahr: 576 Mio Euro) eigenkapitalbezogene Wertpapiere enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert werden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von Marktwerten vorliegen.

Marktwerte des börsennotierten Bestands:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 109 012 97 347 12,0
Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 772 999 –22,7
Beteiligungen 752 641 17,3
Gesamt 110 536 98 987 11,7

In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB ein Amendment zur Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden den Geschäftsjahren 2008 und 2009 Wertpapiere des Public Finance Bestandes, die keinen aktiven Markt aufweisen, aus der Kategorie Available for Sale (AfS) in die Kategorie Loans and Receivables (LaR) umkategorisiert. Für die umkategorisierten Bestände bestand zum jeweiligen Umkategoriesierungzeitpunkt die Absicht und die Fähigkeit, die Wertpapiere für die vorhersehbare Zukunft beziehungsweise bis zur Fälligkeit zu halten. Der Fair Value zum Umkategorisierungszeitpunkt wurde als neuer Buchwert der Wertpapierbestände angesetzt. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Wertpapiere öffentlicher Schuldner (unter anderem europäische und nordamerikanische Gebietskörperschaften, öffentlich garantierte Asset Backed Securities) sowie von Financial Institutions. Die Möglichkeit zur rückwirkenden Umkategorisierung in 2008 hat der Commerzbank-Konzern nicht in Anspruch genommen. Finanzinstrumente der Kategorie Held for Trading (Investmentbanking Geschäft) blieben von dieser Maßnahme unberührt.

249

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Das Amendment des IASB vom 13. Oktober 2008 haben wir im Geschäftsjahr 2009 wie folgt angewendet:

Nach der Umkategorisierung in 2008 wurden am 31. Januar und am 31. Mai 2009 erneut Wertpapiere des Public Finance Portfolios aus der Kategorie "Available for Sale" in die Kategorie "Loans and Receivables" umkategorisiert.

Zu den Umkategorisierungszeitpunkten betrug das Nominalvolumen der ausgewählten Bestände 2,6 Mrd Euro beziehungsweise 0,8 Mrd Euro und der Fair Value 2,5 Mrd Euro beziehungsweise 0,9 Mrd Euro. Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern beläuft sich für die umkategorisierten Wertpapiere zu den jeweiligen Umkategorisierungszeitpunkten auf –0,2 Mrd Euro im Vergleich zu –0,4 Mrd Euro zum 31. Dezember 2008. Dieser negative Bestand verbleibt in der Neubewertungsrücklage und wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst. Durch die Bildung einer General Loan Loss Provision (GLLP) ergibt sich ein einmaliger Effekt von 25 Mio Euro auf die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2009; kumuliert beläuft sich der GLLP-Bestand auf 50 Mio Euro.

Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 hätte sich eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern für den gesamten Bestand von –1,4 Mrd Euro zum 31. Dezember 2009 ergeben; zum 31. Dezember 2009 beträgt der Buchwert 74,9 Mrd Euro, der Fair Value beläuft sich auf 74,6 Mrd Euro.

Die Geschäfte weisen durchschnittliche Effektivzinssätze zwischen 1,2% und 16,2% auf und es wird daraus ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 94,6 Mrd Euro erwartet.

(53) Immaterielle Anlagewerte

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 061 1 006
Selbsterstellte Anlagewerte (Software) 235 55
Sonstige erworbene immaterielle Anlagewerte 913 275
Gesamt 3 209 1 336

Von den Sonstigen erworbenen immateriellen Anlagewerten entfallen 243 Mio Euro (Vorjahr: 153 Mio Euro) auf Software.

Geschäfts- oder Firmenwerte Markennamen
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
Privatkunden 1 079 62 31
Mittelstandsbank 569 12
Central & Eastern Europe 272 291 8 9
Corporates & Markets1 138
Asset Based Finance 649 55
Portfolio Restructuring Unit
Sonstige und Konsolidierung 3 4
Gesamt 2 061 1 006 51 64

1 Der Firmenwert des Geschäftsfelds Public Finance (204 Mio Euro), der 2008 noch dem Segment Corporates & Markets zugeordnet war, wurde 2009 dem Segment Asset Based Finance zugeordnet und im Jahr 2009 abgeschrieben. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Zuge der Kaufpreisallokation der Dresdner Bank wurden die in der folgenden Tabelle dargestellten immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Durch den Erwerb der Dresdner Bank am 12. Januar 2009 erhöhte die Bank ihren Anteil an der Deutschen Schiffsbank AG von 40% auf 80%. Durch die damit verbundene Erstkonsolidierung wurde ebenfalls ein Firmenwert von 42 Mio Euro aktiviert, der zum 31. Dezember 2009 im Rahmen des Werthaltigkeitstest des Segments Asset Based Finance in voller Höhe abgeschrieben wurde.

in Mio € Privat-kunden Mittelstands-bank Corporates &Markets Asset BasedFinance Gesamt31.12.2009
Dresdner Bank
Geschäfts- oder Firmenwert 1 017 569 138 1 724
Kundenbeziehungen 244 325 569
Markennamen 31 12 43

Im früheren Segment Commercial Real Estate, das seit dem 30. September 2009 zum Segment Asset Based Finance zählt, wurde zum 30. Juni 2009 ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, bei dem es nach den Nutzungswertverfahren zu einer Unterdeckung von 70 Mio Euro kam. Im Rahmen eines weiteren Werthaltigkeitstests zum 30. September 2009 wies der Nutzungswert des neuen Segments Asset Based Finance erneut eine Unterdeckung aus, die zu einer vollständigen Abschreibung der verbliebenen Firmenwerte von 620 Mio Euro führte. Bei beiden Werthaltigkeitstests lag der Nettoveräußerungswert unter dem Nutzungswert, so dass für die Bestimmung der Wertminderung der Nutzungswert heranzuziehen war.

Die Wertminderungen sind auf eine konservativere Planung aufgrund der Finanzmarktkrise und der eingetrübten Konjunkturaussichten sowie auf gestiegene Kapitalkosten zurück zu führen.

Die Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt 690 Mio Euro in 2009 entfallen mit 632 Mio Euro auf die Eurohypo, mit 42 Mio Euro auf die Deutsche Schiffsbank, mit 9 Mio Euro auf die Commerz Real sowie mit 7 Mio Euro auf die Erste Europäische Pfandbrief und Kommunalkreditbank.

Bei der Bewertung wurden Beta-Faktoren für die Detailplanungsphase, wie in nachstehender Tabelle aufgeführt, angesetzt.

Privat- Mittelstands- Corporates & Central &
kunden bank Markets Eastern Europe
Angesetzte Beta-Faktoren 1,43 1,43 1,68 1,15

Bei der Variation der Beta-Faktoren auf 1,0 beziehungsweise 2,0 ergeben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Überdeckung und Buchwert:

in % Privat-kunden Mittelstands-bank Corporates &Markets Central &Eastern Europe
Realistischer Wert angesetzter Beta-Faktor 131,1 139,4 47,5 78,5
Sensitivierung Beta 1,00 137,4 146,0 53,4 80,2
Beta 2,00 123,1 131,0 44,8 69,5

Innerhalb der Sensitivitäten ergeben sich keine Auswirkungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte.

(54) Sachanlagen

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Grundstücke und Gebäude 1 018 786 29,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 761 454 67,6
Gesamt 1 779 1 240 43,5

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(55) Anlagespiegel

Die Entwicklung der immateriellen Anlagewerte, der Sachanlagen sowie der Beteiligungen, Anteile der at Equity bewerteten assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen
Geschäfts-oder SelbsterstellteAnlagewerte Sonstigeimmaterielle Grundstückeund Gebäude Betriebs- undGeschäfts
in Mio € Firmenwerte (Software) Anlagewerte ausstattung
Buchwert zum 1.1.2008 894 50 321 799 494
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
zum 1.1.2008 1 035 240 939 1 218 2 977
WechselkursveränderungenZugänge in 2008 –87340 –222 –2385 –5055 –22122
Abgänge in 2008 2 167 34 294
Umbuchungen / Veränderungen
Konsolidierungskreis –200 –1 613 22 –602
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
zum 31.12.2008 1 086 259 1 447 1 211 2 181
Zuschreibungen in 2008
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2008 141 190 618 419 2 483
Wechselkursveränderungen –2 –12 –32 –18
Zugänge in 2008 17 116 39 135
Abgänge in 2008 136 1 261
Umbuchungen / Veränderungen
Konsolidierungskreis –61 –1 586 –612
Kumulierte Abschreibungen
zum 31.12.2008 80 204 1 172 425 1 727
Buchwert zum 31.12.2008 1 006 55 275 786 454
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
zum 1.1.2009 1 086 259 1 447 1 211 2 181
Wechselkursveränderungen –20 45 4 17 19
Zugänge in 2009 1 765 128 155 15 184
Abgänge in 2009Umbuchungen / Veränderungen 1 56 92 152 378
Konsolidierungskreis 519 1 152 415 1 397
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
zum 31.12.2009 2 830 895 2 666 1 506 3 403
Zuschreibungen in 2009
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2009 79 204 1 172 425 1 727
Wechselkursveränderungen 21 3 14 7
Zugänge in 2009 690 95 286 37 227
darunter außerplanmäßig 690 25 78 1 7
Abgänge in 2009 39 52 110 352
Umbuchungen / Veränderungen
Konsolidierungskreis 379 344 122 1 033
Kumulierte Abschreibungen
zum 31.12.2009 769 660 1 753 488 2 642
Buchwert zum 31.12.2009 2 061 235 913 1 018 761
im laufenden Geschäftsjahr aktivierteFremdkapitalzinsen
Bandbreite angewendete Zinssätze (in %)
Beteiligungen Anteile an Anteile an
in Mio € assoziiertenUnternehmen Tochterunternehmen
Anschaffungskosten zum 1.1.2008 1 518 139 284
Wechselkursveränderungen 3 –14
Zugänge in 2008 59 16 21
Abgänge in 2008 89 3 43
Umbuchungen / Veränderungen Konsolidierungskreis –12 8
Anschaffungskosten zum 31.12.2008 1 479 160 248
Zuschreibungen in 2008
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2008 436 143
Wechselkursveränderungen 1 –1
Zugänge in 2008 89 11
Abgänge in 2008 9 31
Umbuchungen / Veränderungen Konsolidierungskreis 2 3
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2008 519 125
kumulierte Veränderungen aus der
Bewertung zum Fair Value oder at Equity 133 136 1
Beizulegender Zeitwert zum 1.1.2008 1 876 308 142
Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2008 1 093 296 124
Anschaffungskosten zum 1.1.2009 1 479 160 248
Wechselkursveränderungen –1 4
Zugänge in 2009 297 560 19
Abgänge in 2009 254 3 61
Umbuchungen / Veränderungen Konsolidierungskreis 48 –307 110
Anschaffungskosten zum 31.12.2009 1 569 410 320
Zuschreibungen in 2009
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2009 519 125
Wechselkursveränderungen
Zugänge in 2009 128 45
darunter außerplanmäßig 128 45
Abgänge in 2009 27 27
Umbuchungen / Veränderungen Konsolidierungskreis –7 64
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2009 613 45 162
kumulierte Veränderungen aus der
Bewertung zum Fair Value oder at Equity 238 13
Beizulegender Zeitwert zum 1.1.2009 1 093 296 124
Beizulegender Zeitwert zum 31.12.2009 1 194 378 158

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(56) Ertragsteueransprüche

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 1 267 684 85,2
in Deutschland 1 035 642 61,2
außerhalb Deutschlands 232 42
Latente Ertragsteueransprüche 4 370 6 042 –27,7
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche 2 950 2 714 8,7
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche 1 420 3 328 –57,3
Gesamt 5 637 6 726 –16,2

Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab. Für folgende steuerlichen Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2009 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.

Steuerliche Verlustvorträge in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Körperschaftsteuer /Corporation Tax / Federal Tax 12 560 387
unbegrenzt vortragsfähig 11 550 304
begrenzt vortragsfähig 1 010 83
davon Verfall in der Folgeperiode 117
Gewerbesteuer / Lokale Steuer 2 935 246
unbegrenzt vortragsfähig 1 948 242
begrenzt vortragsfähig 987 4
davon Verfall in der Folgeperiode

Die latenten Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge der Eurohypo Filiale New York sind trotz Verlusten in den Jahren 2007 bis 2009 als werthaltig anzusehen, da die Verluste im Wesentlichen aus der in 2007 begonnenen Finanzmarktkrise resultieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Eurohypo Filiale New York mit Erholung der US Wirtschaft wieder positive operative Ergebnisse erzielt, um die Verlustvorträge im Planungshorizont zu nutzen. Auch im inländischen Organkreis und anderen Konzerneinheiten sind in 2009 steuerliche Verluste aus der Finanzmarktkrise entstanden, die im Planungszeitraum genutzt werden können.

Latente Ertragsteueransprüche wurden in Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in %
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 774 2 216 –65,1
Handelsaktiva und -passiva 698 313
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 144 268 –46,3
Finanzanlagen 48 1 104 –95,7
Rückstellungen 343 135
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 90 25
Übrige Bilanzposten 1 071 715 49,8
Steuerliche Verlustvorträge 1 202 1 266 –5,1
Gesamt 4 370 6 042 –27,7

(57) Sonstige Aktiva

Die sonstigen Aktiva setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Einzugspapiere 632 764 –17,3
Edelmetalle 811 815 –0,5
Leasinggegenstände 554 358 54,7
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2 868 684
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 279 909 40,7
Übrige einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten 1 786 1 495 19,5
Gesamt 7 930 5 025 57,8

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beziehungsweise Veräußerungsgruppen setzen sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt zusammen:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 764 38
Forderungen an Kunden 782 2
Handelsaktiva 834
Finanzanlagen 51 179 –71,5
Sachanlagen 271 290 –6,6
Sonstige Aktivposten 166 175 –5,1
Gesamt 2 868 684

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Der Gesamtwert verteilt sich auf die in Note 3 genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften beziehungsweise Auslandsfiliale, die jeweils als Veräußerungsgruppe eingestuft wurden, sowie zur Veräußerung gehaltene Fondsanteile. In allen Fällen sind die Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor; die Abwicklung der Verträge soll voraussichtlich innerhalb des ersten Halbjahres 2010 erfolgen. Von den als Veräußerungsgruppe eingestuften Tochtergesellschaften entfallen sechs auf das Segment Privat- und Geschäftskunden und eines auf Corporates& Markets; die Fondsanteile werden dem Bereich Sonstiges zugerechnet.

Die Entwicklung der Leasinggegenstände, der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien stellt sich wie folgt dar:

Leasing-gegenstände Zur Veräußerunggehaltene Als Finanzinvestitiongehaltene
in Mio € Vermögenswerte Immobilien
Anschaffungskosten / Herstellungskosten zum 1.1.2008 378 2 448 273
Wechselkursveränderungen –3 –13
Zugänge in 2008 150 238 17
Abgänge in 2008 18 1 585 107
Umbuchungen / Veränderungen Konsolidierungskreis –3 –364 814
Anschaffungskosten / Herstellungskosten zum 31.12.2008 504 724 997
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2008 87 110
Wechselkursveränderungen
Zugänge in 2008 64 40
Abgänge in 2008 2 110
Umbuchungen / Veränderungen Konsolidierungskreis –3
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2008 146 40
kumulierte Veränderungen aus der
Bewertung zum Fair Value –88
Buchwert zum 1.1.2008 291 2 346 266
Buchwert zum 31.12.2008 358 684 909
Anschaffungskosten / Herstellungskosten zum 1.1.2009 504 724 997
Wechselkursveränderungen –2
Zugänge in 20091 97 750 278
Abgänge in 2009 46 4 922 7
Veränderungen Konsolidierungskreis 235 1 306 40
Umbuchungen 5 206 147
Anschaffungskosten / Herstellungskosten zum 31.12.2009 788 3 064 1 455
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2009 146 40
Wechselkursveränderungen
Zugänge in 2009 120 67
darunter außerplanmäßig 44
Abgänge in 2009 31 121
Veränderungen Konsolidierungskreis 1
Umbuchungen –1 152
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2009 234 139
kumulierte Veränderungen aus der
Bewertung zum Fair Value –57 –176
Buchwert zum 1.1.2009 358 684 909
Buchwert zum 31.12.2009 554 2 868 1 279
im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen
Bandbreite angewendete Zinssätze (in %)

1 davon 385 Mio Euro aus rettungshalber erworbenen Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten werden

(58) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Gesamt
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Kreditinstitute in Deutschland 54 188 62 817 –13,7
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 86 446 65 675 31,6
Gesamt 140 634 128 492 9,4
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Verbindlichkeiten 139 083 128 479 8,3
Anwendung der Fair Value Option 1 551 13
davon: täglich fällig andere Verbindlichkeiten
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
Kreditinstitute in Deutschland 11 989 6 097 42 199 56 720
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 35 521 13 797 50 925 51 878
Gesamt 47 510 19 894 93 124 108 598

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich in folgende wesentliche Geschäftsarten:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Besicherte Verbindlichkeiten aus dem Geldmarktgeschäft 31 556 31 008 1,8
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 51 785 43 450 19,2
Übrige Verbindlichkeiten 57 294 54 034 6,0
Gesamt 140 634 128 492 9,4

(59) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus Spareinlagen, täglich fälligen Geldern und Termineinlagen einschließlich Sparbriefen zusammen.

Gesamt
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Kunden in DeutschlandFirmenkundenPrivatkunden und Übrige 206 123139 90857 809 139 13384 75347 894 48,165,120,7
Öffentliche HaushalteKunden außerhalb DeutschlandsFirmen- und PrivatkundenÖffentliche Haushalte 8 40658 49554 8083 687 6 48631 07029 0801 990 29,688,388,585,3
Gesamt 264 618 170 203 55,5
darunter entfallen auf die Kategorie:Zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertete Verbindlichkeiten 262 960 169 848 54,8
Anwendung der Fair Value Option 1 658 355

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Spareinlagen andere Verbindlichkeiten
täglich fällig mit vereinbarter Laufzeitoder Kündigungsfrist
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
Kunden in Deutschland 5 242 7 658 105 155 44 137 95 726 87 338
Firmenkunden 40 67 77 424 23 524 62 444 61 162
Privatkunden und Übrige 5 202 7 591 26 768 19 897 25 839 20 406
Öffentliche Haushalte 963 716 7 443 5 770
Kunden außerhalb Deutschlands 2 187 2 163 26 618 13 746 29 690 15 161
Firmen- und Privatkunden 2 186 2 162 25 241 13 423 27 381 13 495
Öffentliche Haushalte 1 1 1 377 323 2 309 1 666
Gesamt 7 429 9 821 131 773 57 883 125 416 102 499

Die Spareinlagen sind wie folgt unterteilt:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfristvon drei Monaten 6 095 9 131 –33,2
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfristvon mehr als drei Monaten 1 334 690 93,3
Gesamt 7 429 9 821 –24,4

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gliedern sich in folgende wesentliche Geschäftsarten:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Besicherte Verbindlichkeiten aus dem Geldmarktgeschäft 17 619 8 945 97,0
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 48 791 63 878 –23,6
Übrige Verbindlichkeiten 198 208 97 380
Gesamt 264 618 170 203

(60) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (z.B. Certificates of Deposit, Euro-Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.

Die Geldmarktpapiere werden nominell zu Zinssätzen zwischen 0,19% und 6,91% (Vorjahr: 0,05% bis 11,0%) verzinst; Schuldverschreibungen zu 0,03 % bis 16,73 % (Vorjahr: 0,03 % bis 15,11%). Die Ursprungslaufzeiten betragen bei Geldmarktpapieren bis zu einem Jahr. Von den Schuldverschreibungen haben 109 Mrd Euro (Vorjahr: 124 Mrd Euro) eine Ursprungslaufzeit von mehr als vier Jahren. In den verbrieften Verbindlichkeiten sind Hypothekenpfandbriefe in Höhe von 33 506 Mio Euro (Vorjahr: 30 953 Mio Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe in Höhe von 63 885 Mio Euro (Vorjahr: 88 695 Mio Euro) enthalten.

Gesamt davon: begeben von Hypothekenbanken
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
Begebene Schuldverschreibungen 148 670 154 801 103 333 130 026
Begebene Geldmarktpapiere 22 612 10 923
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 88 103 75 79
Gesamt 171 370 165 827 103 408 130 105
darunter entfallen auf die Kategorie:Zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertete Verbindlichkeiten 167 867 164 560 103 408 130 105
Anwendung der Fair Value Option 3 503 1 267

Im Geschäftsjahr 2009 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 83,5 Mrd Euro begeben. Im gleichen Zeitraum beläuft sich das Volumen der Rückzahlungen und Rückkäufe auf 7,1 Mrd Euro und der fälligen Emissionen auf 96,7 Mrd Euro.

Die folgende Aufstellung enthält die wesentlichen, im Geschäftsjahr 2009 begebenen Schuldverschreibungen:

Gegenwert Währung Emittent Zinssatz Fälligkeit
in Mio € in %
5 000 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 2,750 2012
1 750 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 3,750 2016
1 500 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 4,375 2019
1 500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2014
1 388 USD Commerzbank Aktiengesellschaft 0,283 2010
1 388 USD Commerzbank Aktiengesellschaft 0,250 2010
1 250 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 3,750 2014
1 000 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 4,750 2015
1 000 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 3,000 2015
1 000 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 2,750 2014

(61) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften beträgt –16 Mio Euro. Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsgeschäfte wird auf der Aktivseite unter dem Posten Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

(62) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die negativen Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Negative Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 10 844 14 787 –26,7
Negative Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 449
Negative Marktwerte Cash Flow Hedge 52 6 676 –99,2
Gesamt 11 345 21 463 –47,1

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259

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(63) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt sind sowie Kreditzusagen mit negativen Marktwerten, ausgewiesen. Außerdem sind Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in %
Währungsbezogene Geschäfte 16 999 15 707 8,2
Zinsbezogene Geschäfte 145 764 63 351
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufenund negative Marktwerte von Kreditzusagen 14 632 4 504
Übrige Geschäfte 15 609 12 736 22,6
Gesamt 193 004 96 298

Die übrigen Geschäfte setzen sich im Wesentlichen aus 7 738 Mio Euro Aktienderivaten und 6 668 Mio Euro Kreditderivaten zusammen.

(64) Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 759 195
Sonstige Rückstellungen 4 356 1 835
Gesamt 5 115 2 030

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen folgendermaßen entwickelt:

in Mio € Stand1.1.2009 Pensions-leistungen Zuführung des Plan-vermögens1 Dotierung Umbuchungen /änderungen ÄnderungenWechselkurs- Konsolidierungs-kreis Stand31.12.2009
Anwartschaften deraktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowiePensionsansprüche
der Pensionäre 112 277 87 22 23 629 552
Vorruhestand 75 35 24 3 37 104
Altersteilzeit 8 35 42 25 111 2 103
Gesamt 195 347 153 47 137 668 759

1 soweit im Rahmen der Rückstellungsermittlung berücksichtigt

b) Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die zugrundeliegenden Prämissen richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde.

in % 31.12.2009 31.12.2008
In Deutschland
Rechnungszinsfuß 5,30 6,00
Gehaltsentwicklung 2,50 2,50
Rentenanpassung 1,80 1,60
Erwartete Rendite des Planvermögens 6,00 5,50
Außerhalb Deutschlands1
Rechnungszinsfuß 1,60 – 6,10 6,00
Gehaltsentwicklung 2,00 – 8,50 2,50
Rentenanpassung 0,40 – 3,75 1,60
Erwartete Rendite des Planvermögens 5,00 – 8,50 5,50

1 Im Vorjahr wurde für Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung die gleichen Parameter wie für die Pensionsverpflichtungen in Deutschland angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen haben sich folgendermaßen entwickelt:

in Mio € 2009 2008
Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 2 118 2 199
Dienstzeitaufwand 75 42
Zinsaufwand 289 111
Pensionsleistungen –277 –111
Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste 541 –112
Erfahrungsbedingte Anpassungen 3 1
Sonstige Anpassungen 538 –113
Veränderungen Konsolidierungskreis 2 983
Nachzuverrechnender Dienstaufwand 1
Plankürzungen –12
Wechselkursänderungen 4
Sonstige Veränderungen –23 –11
Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 5 699 2 118
davon vollständig oder teilweise durch Planvermögen finanziert 5 505 2 088
davon nicht durch Planvermögen finanziert 194 30

Entgegen der Darstellung im Vorjahr umfassen die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre, nicht aber Verpflichtungen aus Vorruhestand und Altersteilzeit. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.

Die Pensionsverpflichtungen können folgenden Regionen zugeordnet werden:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
Deutschland 4 721 2 005
Europa (ohne Deutschland) 894 109
Amerika 78 1
Asien und Sonstige 6 3
Gesamt 5 699 2 118

261

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Eine Anhebung des Diskontierungszinssatzes um 50 Basispunkte würde zu einem Rückgang der Pensionsverpflichtungen von rund 400 Mio Euro führen (davon in Deutschland: –320 Mio Euro; außerhalb Deutschlands: –80 Mio Euro). Aus einer Reduzierung des Diskontierungszinssatzes um 50 Basispunkte würden sich die Pensionsverpflichtungen um rund 450 Mio Euro erhöhen (davon in Deutschland +360 Mio Euro, außerhalb Deutschlands +90 Mio Euro).

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:

in Mio € 2009 2008
Dienstzeitaufwand 75 42
Zinsaufwand 289 111
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen –250 –112
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1
Plankürzungen –12
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne (–) / Verluste (+) 1
Sonstiges –16 3
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 87 45
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne 102 48
Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) 66 23
Sonstiger pensionsnaher Aufwand 102 17
Wechselkursveränderungen
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 357 133

Der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen orientiert sich im Fall von festverzinslichen Wertpapieren an den langfristigen Renditen des Kapitalmarktes am Abschlussstichtag und im Fall anderer Kapitalanlagen an den in der Vergangenheit beobachteten Kapitalmarktentwicklungen.

Das Planvermögen hat sich folgendermaßen entwickelt:

in Mio € 2009 2008
Beizulegender Zeitwert zum 1. Januar 2 039 1 832
Veränderung Konsolidierungskreis 2 354
Einstellung / Entnahme 21 276
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 250 112
Pensionsleistungen / Umbuchungen / Wechselkursänderungen 2
Versicherungsmathematischer Gewinne (–) / Verluste (+) 98 –181
Beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 4 764 2 039
Tatsächliche Erträge aus dem Planvermögen 348 –69

Entgegen der Darstellung im Vorjahr umfasst das ausgewiesene Planvermögen ausschließlich solches, welches zur Deckung der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen dient, nicht aber den Verpflichtungen aus Vorruhestand und Altersteilzeit. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.

Für das Geschäftsjahr 2010 werden im Konzern für leistungsorientierte Pensionspläne keine Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen sowie Pensionsleistungen von 280 Mio Euro erwartet.

Die Zusammensetzung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in % 31.12.2009 31.12.2008
Liquide Mittel 4,1 8,5
Aktien 12,9 10,0
Festverzinsliche Wertpapiere 73,7 67,5
Fondsanteile 4,3
Sonstige 5,0 14,0

Zusammenfassende Übersicht wesentlicher Komponenten leistungsorientierter Pensionspläne:

in Mio € 2009 2008 2007 2006 2005
Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert) 5 699 2 118 2 202 2 410 2 018
Fair Value des Planvermögens 4 764 2 039 1 831 1 617 108
Finanzierungsstatus 935 79 371 793 1 910
Nicht erfasste versicherungsmathematischeGewinne / Verluste (–) –416 33 71 –251 –351
Nachzuverrechnender Dienstzeitertrag / -aufwand (–)
Aktiviertes Planvermögen 33
Pensionsrückstellung 552 112 442 542 1 559

c) Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen:

in Mio € Stand1.1.2009 Zuführung Verbrauch Auflösung Umbuchung /ÄnderungKonsolidierungskreis Stand31.12.2009
Personalbereich 407 539 881 43 701 723
Restrukturierungsmaßnahmen 172 1 504 198 14 –102 1 362
Einzelrisiken aus dem Kreditgeschäft 232 209 1 179 103 364
Portfoliorisiken aus dem Kreditgeschäft 214 57 93 100 278
Bonifikation für Sondersparformen 85 27 52 1 59
Prozesse und Regresse 328 227 72 78 220 625
Übrige 397 604 376 59 379 945
Gesamt 1 835 3 167 1 580 467 1 401 4 356

Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, beinhalten unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden. Der Posten enthält 93 Mio Euro für Verpflichtungen der ehemaligen Dresdner Bank aus aktienbezogenen Vergütungsplänen, die auf die Kursentwicklung der Allianz-Aktie bezogen sind. Der wesentliche Teil davon wird im I. Quartal 2010 abgewickelt.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Rückstellungen im Kreditgeschäft orientiert sich an den in Note 87 angegebenen Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen. Bei Rechtsstreitigkeiten kann die Dauer des Verfahrens ebenso wie die Höhe des Betrags zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung nicht abschließend vorhergesagt werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf.

Die für Restrukturierungsmaßnahmen gebildeten Rückstellungen resultieren überwiegend aus Maßnahmen im Zusammenhang mit der Integration des Dresdner Bank-Konzerns in den Commerzbank-Konzern und entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf die Bereiche Organisation und IT. Die Rückstellungen verteilen sich im Wesentlichen über eine Laufzeit von bis zu vier Jahren, wobei der größte Teil voraussichtlich bis Ende 2012 in Anspruch genommen wird.

263

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(65) Ertragsteuerschulden

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 1 346 627
Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden aus Ertragsteuern 111 128 –13,3
Rückstellungen für Ertragsteuern 1 235 499
Latente Ertragsteuerschulden 1 240 2 534 –51,1
Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden 1 167 811 43,9
Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden 73 1 723 –95,8
Gesamt 2 586 3 161 –18,2

Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden. Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar.

Latente Ertragsteuerschulden wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Handelsaktiva und -passiva 261 278 –6,1
Beizulegende Zeitwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 28 1 636 –98,3
Finanzanlagen 326 33
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 123 76 61,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 236 184 28,3
Übrige Bilanzpositionen 266 327 –18,7
Gesamt 1 240 2 534 –51,1

(66) Sonstige Passiva

Gesamt 8 942 2 914
Übrige einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten 1 899 1 910 –0,6
Fremdkapital aus Minderheiten 1 985 675
Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenenVeräußerungsgruppen 2 839 329
Verbindlichkeiten für Filmfonds 2 219
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %

In den Übrigen Passiva sind unter anderem Verpflichtungen aus noch ausstehenden Rechnungen, abzuführenden Gehaltsabzügen sowie abgegrenzte Verbindlichkeiten enthalten.

Die Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen setzen sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt zusammen:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 74 2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2 365
Nachrang- und Hybridkapital 5
Sonstige Passivposten 400 322 24,2
Gesamt 2 839 329

(67) Nachrangkapital

Das Nachrangkapital ist wie folgt aufgeteilt:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Nachrangige Verbindlichkeiten 12 215 10 006 22,1
darunter: Drittrangmittel i.S. des § 10 Abs. 7 KWG 24 25 –4,0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 2 458 2 366 3,9
Genussrechtskapital 3 372 1 124
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 645 652 –1,1
Zinsabgrenzungen inklusive Disagien1 –277 225
Bewertungseffekte 540 481 12,3
Gesamt 15 850 11 836 33,9
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 15 821 11 836 33,7
Anwendung der Fair Value Option 29

1 einschließlich Effekte aus der Anpassung der Zeitwerte des Nachrangkapitals zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank

Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind Eigenmittel im Sinne des § 10 Abs. 5a KWG. Ansprüche von Gläubigern auf Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten sind gegenüber anderen Gläubigern nachrangig. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann nicht entstehen. Im Falle einer Insolvenz oder Liquidation dürfen sie erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

Im Geschäftsjahr 2009 beläuft sich das Volumen der Neuemissionen der nachrangigen Verbindlichkeiten auf 0,3 Mrd Euro und der fälligen nachrangigen Verbindlichkeiten auf 2,8 Mrd Euro. Bei den Genussrechten gab es keine nennenswerte Fälligkeiten oder Neuemissionen im Geschäftsjahr.

265

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Ende 2009 waren folgende wesentliche nachrangige Verbindlichkeiten im Umlauf:

Laufzeitbeginn Mio € Mio Währung Emittent Zinssatz in % Fälligkeit
2006 1 250 1 250 EUR Commerzbank AG 4,125 2016
2007 750 750 EUR Commerzbank AG 5,625 2017
2007 750 750 EUR Commerzbank AG 1,4851 2017
2000 600 600 EUR Commerzbank AG 6,500 2010
2001 500 500 EUR Commerzbank AG 6,125 2011
2008 500 500 EUR Commerzbank AG 6,250 2014
2009 347 500 USD Commerzbank AG 7,250 2015
2001 250 250 EUR Commerzbank AG 6,100 2011
2003 250 250 EUR Eurohypo AG 5,000 2016
2009 250 250 EUR Commerzbank AG 5,000 2017
2003 220 220 EUR Eurohypo AG 5,000 2014
2006 198 300 CAD Commerzbank AG 4,500 2016
1999 169 150 GBP Commerzbank AG 6,625 2019
2002 150 150 EUR Eurohypo AG 5,750 2012

1 variabel verzinslich

Im Berichtsjahr ist im Konzern ein Zinsaufwand für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 760 Mio Euro (Vorjahr: 528 Mio Euro) angefallen. Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen sind in Höhe von 325 Mio Euro (Vorjahr: 226 Mio Euro) ausgewiesen.

Das Genussrechtskapital ist Bestandteil des haftenden Eigenkapitals entsprechend den Vorschriften des § 10 Abs. 5 KWG. Es nimmt bis zur vollen Höhe am Verlust teil. Zinszahlungen erfolgen nur im Rahmen eines vorhandenen Bilanzgewinns der emittierenden Gesellschaft. Die Ansprüche der Genussrechtsinhaber auf Rückzahlung des Kapitals sind gegenüber den Ansprüchen der anderen Gläubiger nachrangig.

Ende 2009 waren folgende wesentliche nachrangige Genussrechte im Umlauf:

Laufzeitbeginn Mio € Mio Währung Emittent Zinssatz in % Fälligkeit
2003 1 671 2 408 USD DrK Holding LLC 3,267 unbefristet
2006 750 750 EUR Commerzbank AG 5,386 2016
2000 320 320 EUR Commerzbank AG 6,375 2010
1999 150 150 EUR Commerzbank AG 6,375 20091

1 Rückzahlung erfolgt in 2010

Zu zahlende Zinsen auf das Genussrechtskapital für das Geschäftsjahr 2009 sind in Höhe von 150 Mio Euro (Vorjahr: 90 Mio Euro) angefallen. Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen sind in Höhe von 79 Mio Euro (Vorjahr: 78 Mio Euro) ausgewiesen.

(68) Hybridkapital

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Hybridkapital 5 191 3 038 70,9
Zinsabgrenzungen inklusive Disagien1 –1 342 107
Bewertungseffekte 230 13
Gesamt 4 079 3 158 29,2
darunter entfallen auf die Kategorie:Zu fortgeführten Anschaffungskostenbewertete Verbindlichkeiten 4 079 3 158 29,2
Anwendung der Fair Value Option

1 einschließlich Effekte aus der Anpassung der Zeitwerte des Hybridkapitals zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank

Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Rückzahlung mit einem Volumen von 0,5 Mrd Euro vorgenommen.

Ende 2009 waren folgende wesentliche hybride Kapitalinstrumente im Umlauf:

Laufzeitbeginn Mio € Mio Währung Emittent Zinssatz in % Fälligkeit
2006 1 000 1 000 EUR Commerzbank Capital Funding Trust I 5,012 unbefristet
2006 1 000 1 000 EUR Commerzbank AG 6,932 unbefristet
2006 901 800 GBP Commerzbank Capital Funding Trust II 5,905 unbefristet
1999 694 1 000 USD Dresdner Capital LLC I 8,151 2031
2003 600 600 EUR Eurohypo Capital Funding Trust I 6,445 unbefristet
2006 300 300 EUR Commerzbank Capital Funding Trust III 2,268 unbefristet
2005 300 300 EUR Eurohypo Capital Funding Trust II 3,685 unbefristet

Für das Geschäftsjahr 2009 sind auf das Hybridkapital zu zahlende Zinsen in Höhe von 203 Mio Euro (Vorjahr: 174 Mio Euro) angefallen. Das Hybridkapital ist Bestandteil des haftenden Eigenkapitals. Zinszahlungen erfolgen nach Maßgabe der maßgeblichen Emissionsbedingungen. Die Ansprüche der Inhaber der hybriden Instrumente auf Rückzahlung des Kapitals sind nachrangig gegenüber den Ansprüchen der Gläubiger der unter nachrangigen Verbindlichkeiten und Genussrechtskapital ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

(69) Zusammensetzung des Eigenkapitals

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in %
a) Gezeichnetes Kapital 3 071 1 877 63,6
b) Kapitalrücklage 1 334 6 619 –79,8
c) Gewinnrücklagen 7 878 5 842 34,9
d) stille Einlagen 17 178 8 200
e) Neubewertungsrücklage –1 755 –2 221 –21,0
f) Rücklage aus Cash Flow Hedges –1 223 –872 40,3
g) Rücklage aus der Währungsumrechnung –477 –260 83,5
h) Konzerngewinn
Gesamt vor Fremdanteilen 26 006 19 185 35,6
Anteile im Fremdbesitz 570 657 –13,2
Eigenkapital 26 576 19 842 33,9

* nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2

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a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 2,60 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Stückzahl
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 1.1.2009 722 328 215
zuzüglich: Eigene Aktien im Bestand am 31.12. des Vorjahres 224 941
Ausgabe neuer Aktien 458 799 770
Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12.2009 1 181 352 926
abzüglich: Eigene Aktien im Bestand am Bilanzstichtag 863 905
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 31.12.2009 1 180 489 021

Vor Verrechnung der im Eigenbestand befindlichen eigenen Aktien beläuft sich das Gezeichnete Kapital auf 3 071 Mio Euro.

Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

Der Wert der ausgegebenen, im Umlauf befindlichen und genehmigten Aktien ergibt sich wie folgt:

31.12.2009 31.12.2008
Mio € Stückzahl Tsd Mio € Stückzahl Tsd
Ausgegebene Aktien 3 071 1 181 353 1 879 722 553
/. Eigene Aktien im Bestand 2 864 1 225
= im Umlauf befindliche Aktien 3 069 1 180.489 1 878 722 328
+ noch nicht ausgegebene Aktien aus genehmigtem Kapital 1 142 439 231 662 254 615
Gesamt 4 2111 619 720 2 540 976 943

Die Anzahl der autorisierten Aktien beträgt 1 620 584 Tsd Stück (Vorjahr: 977 168 Tsd Stück). Der rechnerische Wert der autorisierten Aktien beläuft sich auf 4 214 Mio Euro (Vorjahr: 2 541 Mio Euro).

Wir hatten zum 31. Dezember 2009 im Konzern 10 821 Tsd Stück Aktien (Vorjahr: 6 178 Tsd Stück Aktien) als Pfand genommen. Dies entspricht 0,9% (Vorjahr: 0,9%) der am Bilanzstichtag im Umlauf befindlichen Aktien.

Wertpapierhandelsgeschäfte in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 7 AktG

Anzahl AktienStück RechnerischerWert1 in Tsd Anteil am Grundkapital in %
Bestand am 31.12.2009 863 905 2 246 0,07
Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr 11 589 027 30 131 0,98
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.12.2009 10 820 611 28 134 0,91
Im Geschäftsjahr erworbene Aktien 301 047 728 782 724
Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien 300 408 764 781 063

1 rechnerischer Wert je Aktie 2,60 Euro

Die Bank hat sich gegenüber dem Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin), vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs.1 Nrn. 2, 4 (Einkaufskommission), Nr. 7 oder Nr. 8 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.

Am 3. Juni 2009 schlossen der SoFFin und die Commerzbank Aktiengesellschaft einen Aktienübernahmevertrag, durch den der SoFFin 295 338 233 neue auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 2,60 Euro und voller Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2009 übernahm. Die Neuen Aktien stammen aus der von der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. Mai 2009 beschlossenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlage in Höhe von 2 303 638 201,80 Euro um 767879405,80 Euro auf 3 071517607,60 Euro. Die Neuen Aktien wurden zu einem Ausgabebetrag von 6,00 Euro ausgegeben. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen.

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage werden neben Agiobeträgen aus der Ausgabe von Aktien auch beizulegende Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen ausgewiesen, für die ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, die aber noch nicht ausgeübt wurden. Außerdem sind die Beträge, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt wurden, in der Kapitalrücklage enthalten.

c) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklagen. In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen erfasst; die hier eingestellten Beträge unterliegen im Einzelabschluss einem Ausschüttungsverbot. Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen setzt sich aus 3 Mio Euro (Vorjahr: 3 Mio Euro) gesetzlichen und 7 875 Mio Euro (Vorjahr: 5 839 Mio Euro) anderen Gewinnrücklagen zusammen.

d) Stille Einlagen

Die Einlagen der stillen Gesellschaft Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, in Höhe von je 8,2 Milliarden Euro wurden zum 31. Dezember 2008 und 4. Juni 2009 erbracht. Grundlage dieser stillen Einlagen bildet der Vertrag vom 19. Dezember 2008 sowie die Ergänzungsvereinbarung vom 3. Juni 2009 über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft zwischen dem Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt und der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich gegenüber dem Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, verpflichtet, im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 sowie im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 für das jeweilige vorangegangene Geschäftsjahr keine Dividende zu zahlen. Die stillen Einlagen werden mit 9% jährlich verzinst und zu 100% als Kernkapital (Tier 1) angerechnet. Eine Rückzahlung der stillen Einlagen wird zum Nominalwert erfolgen. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz der stillen Einlagen. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der Gesamthöhe der ausgeschütteten Bardividende. Für je rund 5,9 Mio Euro Bardividende erhöht sich der Zinssatz so um 0,01 Prozentpunkte. Die Ausschüttung erfolgt nur, wenn und soweit ein Bilanzgewinn nach HGB vorliegt. Für 2009 wurden die Voraussetzungen für eine Vergütung nicht erfüllt und somit fielen keine Kosten an (Vorjahr: 2 Mio Euro).

An einem Bilanzverlust nimmt der SoFFin im Verhältnis des Buchwerts der stillen Einlage zum Gesamtbuchwert aller am Bilanzverlust teilnehmenden Haftkapitalanteile (§ 10 Abs. 2a, 4 und 5 KWG) der Gesellschaft teil. Nach einer Herabsetzung wird die stille Einlage in den der Herabsetzung folgenden Geschäftsjahren bis zur vollständigen Höhe des Einlagenennbetrags wieder hochgeschrieben, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entstehen oder erhöht würde.

Darüber hinaus schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz am 3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft, auf dessen Basis die Allianz mittels einer Tochtergesellschaft eine stille Einlage in Höhe von 750 Mio Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte. Die stille Einlage ist mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die zum einen aus einer auf den Einlagennennbetrag bezogenen Festverzinsung in Höhe von 9% p. a. und zum anderen aus einer dividendenabhängigen Zusatzvergütung in Höhe von 0,01% p. a. für je rund 5,9 Mio Euro Dividendensumme besteht. Die Ausschüttung erfolgt nur, wenn und soweit ein Bilanzgewinn nach HGB vorliegt.

Die Einlagen sind nach IFRS innerhalb des Eigenkapitals gesondert zu bilanzieren, die Vergütung der SoFFin wird ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

e) Neubewertungsrücklage

In die Neubewertungsrücklage werden die Ergebnisse aus der Bewertung der Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) nach Berücksichtigung latenter Steuern eingestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung der Gewinne oder Verluste erfolgt erst, wenn der Vermögenswert veräußert beziehungsweise wertgemindert worden ist.

f) Rücklage aus Cash Flow Hedges

Die aus Sicherungsinstrumenten zur Absicherung des Cash Flows ermittelten Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherungen sind nach Berücksichtigung latenter Steuern in diesem Eigenkapitalposten ausgewiesen. Im IV. Quartal 2009 haben wir bis auf geringfügige Ausnahmen das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzen seitdem für das Zinsrisikomanagement Micro und Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Ab dem Umstellungszeitpunkt wird die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht.

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  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

g) Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste, die im Rahmen der Kapitalkonsoli-

(70) Bedingtes Kapital

dierung entstanden sind. Einbezogen wurden dabei Wechselkursdifferenzen aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Das bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungsoder Optionsrechten vorgesehen.

Entwicklung des bedingten Kapitals:

davon
Mio € BedingtesKapital1.1.2009 Zugänge Verfall/Verbrauch BedingtesKapital131.12.2009 belegtesbedingtesKapital freieLinien
Wandel-/Optionsanleihen/Genussrechte 832 390 1 222 1 222
Gesamt 832 390 1 222 1 222

1 Die bedingte Kapitalerhöhung in Höhe von 390 Mio Euro dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 um bis zu Euro 416 000 000,00, eingeteilt in 160 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2008 / I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank AG oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank AG (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 Aktiengesetz) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 (Ermächtigung 2008 / I) bis zum 14. Mai 2013 ausgegeben beziehungsweise garantiert werden, von ihren Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechten Gebrauch machen beziehungsweise ihre entsprechenden Wandlungspflichten erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen oder Genussrechte (mit Wandlungs- oder Optionsrechten) benötigt wird.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 um bis zu Euro 416 000 000,00, eingeteilt in 160 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2008 / II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank AG oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank AG (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 Aktiengesetz) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2008 (Ermächtigung 2008 /II) bis zum 14. Mai 2013 ausgegeben beziehungsweise garantiert werden, von ihren Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechten Gebrauch machen beziehungsweise ihre entsprechenden Wandlungspflichten erfüllen und das bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen oder Genussrechte (mit Wandlungs- oder Optionsrechten) benötigt wird.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2009 um bis zu Euro 390 000 000,00, eingeteilt in bis zu 150 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

(71) Genehmigtes Kapital

Datum derBeschluss-fassung Ursprüng-licher BetragMio € In Vorjahren fürKapitalerhöhungenverbrauchtMio € 2009 für Kapital-erhöhungenverbrauchtMio € BefristungausgelaufenMio € verbleibenderBetragMio € Befristung
12.05.2004 225 225 30.04.2009
12.05.2004 225 225 30.04.2009
17.05.2006 170 170 30.04.2011
17.05.2006 200 200 30.04.2011
17.05.2006 12 12 30.04.2011
15. / 16.05.2009 670 670 14.05.2014
15. / 16.05.2009 460 460 14.05.2014
Gesamt 1 962 170 425 225 1 142

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 14. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um Euro 670 000 000,00, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009 / I). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank AG zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, Spitzenbeträge mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 14. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um Euro 460 000 000,00, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009 /II). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank AG zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in dem Umfang auszuschließen, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank AG oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank AG (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 Aktiengesetz) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungsverpflichtung zustehen würde. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Dieser Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Absatz 1, 186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz ist auf insgesamt höchstens 10% des Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2009 / II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2009 / II unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz ausgegeben werden. Darüber hinaus kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, soweit das Grundkapital zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Sacheinlagen erhöht wird. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um Euro 12 000 000,00, zu

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  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)

316 Bestätigungsvermerk

erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006 / III) und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre zum Zweck der Ausgabe von Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank AG und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank AG (Konzernunternehmen i.S.v. § 18 Absatz 1 Aktiengesetz) auszuschließen.

Im Geschäftsjahr wurde unter (teilweiser) Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2004 (§ 4 Absatz 6 der Satzung der Commerzbank AG in der Fassung vom 9. September 2008) für die Grundkapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen genehmigtes Kapital in Höhe von 224 999 998,60 Euro verwendet.

Im Geschäftsjahr wurde unter (teilweiser) Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 17. Mai 2006 (§ 4 Absatz 8 der Satzung der Commerzbank AG in der Fassung vom 9. September 2008) für die Grundkapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen genehmigtes Kapital in Höhe von 199 999 997,60 Euro verwendet.

(72) Fremdwährungsvolumina

Zum 31. Dezember 2009 wurden im Konzern folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (ohne Marktwerte aus Derivaten) in fremder Währung bilanziert:

31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
in Mio € USD PLN GBP andere Gesamt Gesamt in %
Barreserve 1 240 937 17 3 185 5 379 1 386
Forderungen an Kreditinstitute 15 311 257 1 994 4 101 21 663 28 577 –24,2
Forderungen an Kunden 49 386 5 859 17 154 19 522 91 921 68 790 33,6
Handelsaktiva 12 926 915 2 123 3 077 19 041 9 748 95,3
Finanzanlagen 23 583 3 871 2 925 5 053 35 432 33 718 5,1
Andere Bilanzposten 6 284 217 5 682 3 559 15 742 6 290
Fremdwährungsaktiva 108 730 12 056 29 895 38 497 189 178 148 509 27,4
Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten 31 730 932 3 133 7 004 42 799 49 938 –14,3
Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden 11 857 8 422 5 626 4 104 30 009 26 512 13,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 31 993 347 2 205 8 902 43 447 31 339 38,6
Handelspassiva 6 770 436 8 938 4 302 20 446 2 256
Andere Bilanzposten 10 662 283 7 099 7 671 25 715 6 558
Fremdwährungspassiva 93 012 10 420 27 001 31 983 162 416 116 603 39,3

Den offenen Bilanzposten stehen entsprechende laufzeitkongruente Devisentermingeschäfte oder Währungsswaps gegenüber.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(73) Derivative Geschäfte

Die nachstehenden Tabellen stellen das Geschäft des Commerzbank-Konzerns mit derivativen Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag dar.

Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem so genannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihenkurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei dem größten Teil der Derivattransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Gegenparteien ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen.

Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die in den Tabellen aufgeführten positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise der Gegenpartei für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat.

Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließt unsere Rechtsabteilung Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; Deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierenden Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.

Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte, Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/ -verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.

Die folgende Übersicht zeigt neben den Nominalbeträgen und Marktwerten des Derivategeschäfts, die nach zinsabhängigen, währungsabhängigen und von sonstigen Preisrisiken abhängigen Kontrakten aufgegliedert sind, auch die Laufzeitstruktur dieser Geschäfte. Als Marktwerte sind die Summen der positiven und negativen Beträge pro Kontrakt zunächst ohne Kürzung von Sicherheiten und ohne Berücksichtigung etwaiger Netting-Vereinbarungen angegeben, da diese produktübergreifend wirken. Bei verkauften Optionen ergeben sich definitionsgemäß keine positiven Marktwerte. Der Nominalbetrag stellt das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Die aufgeführte Fristengliederung der Geschäfte beruht dabei auf den Restlaufzeiten, wobei auf die Kontraktlaufzeit und nicht auf die Laufzeit des Underlyings abgestellt wird. Darüber hinaus zeigt die folgende Übersicht aber auch die sich aus dem in Note 1 beschriebenen saldierten Ausweis in der Bilanz ergebenden Marktwerte der Derivate.

273

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes) 316 Bestätigungsvermerk
31.12.2009 NominalbetragRestlaufzeiten Marktwert
in Mio € bis einJahr über ein bisfünf Jahre überfünf Jahre Summe positiv negativ
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 569 568 210 591 94 331 874 490 18 121 17 357
Devisenkassa- und -termingeschäfte 363 697 28 683 669 393 049 5 677 6 692
Zins- / Währungsswaps 84 856 144 436 83 462 312 754 8 815 7 795
Devisenoptionen – Käufe 58 077 17 807 5 458 81 342 3 417
Devisenoptionen – Verkäufe 61 304 19 417 3 657 84 378 2 687
Sonstige Devisenkontrakte 1 634 248 1 085 2 967 212 183
Börsengehandelte Produkte 1 855 1 855
Devisenfutures 1 855 1 855
Devisenoptionen
Gesamt 571 423 210 591 94 331 876 345 18 121 17 357
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 2 953 987 4 062 581 3.777 029 10 793 597 284 970 289 293
Forward Rate Agreements 770 675 1 894 772 569 398 399
Zinsswaps 2 105 395 3 921 755 3 638 619 9 665 769 279 452 281 937
Zinsoptionen – Käufe 34 156 62 963 55 171 152 290 4 844
Zinsoptionen – Verkäufe 42 526 69 708 80 447 192 681 6 334
Sonstige Zinskontrakte 1 235 6 261 2 792 10 288 276 623
Börsengehandelte Produkte 249 123 8 414 1 455 258 992
Zinsfutures 184 415 8 123 1 068 193 606
Zinsoptionen 64 708 291 387 65 386
Gesamt 3 203 110 4 070 995 3 778 484 11 052 589 284 970 289 293
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 170 164 447 984 71 942 690 090 17 331 19 830
Strukturierte Aktien- / Index-Produkte 15 003 14 074 2 610 31 687 929 2 093
Aktienoptionen – Käufe 28 049 11 795 1 637 41 481 6 035
Aktienoptionen – Verkäufe 32 024 18 081 2 485 52 590 5 650
Kreditderivate 88 225 400 473 65 150 553 848 9 494 10 883
Edelmetallgeschäfte 5 797 2 189 7 986 150 362
Sonstige Geschäfte 1 066 1 372 60 2 498 723 842
Börsengehandelte Produkte 104 748 59 050 2 141 165 939
Aktienfutures 6 300 6 300
Aktienoptionen 88 322 53 495 2 141 143 958
Sonstige Futures 3 795 1 306 5 101
Sonstige Optionen 6 331 4 249 10 580
Gesamt 274 912 507 034 74 083 856 029 17 331 19 830
Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC-Produkte 3 693 719 4 721 156 3 943 302 12 358 177 320 422 326 480
Börsengehandelte Produkte 355 726 67 464 3 596 426 786
Gesamt 4 049 445 4 788 620 3 946 898 12 784 963 320 422 326 480

Nettoausweis in der Bilanz 183 659 189 717

Konzernabschluss

31.12.2008 NominalbetragRestlaufzeiten Marktwert
in Mio € bis einJahr über ein bisfünf Jahre überfünf Jahre Summe positiv negativ
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 320 079 137 066 56 581 513 726 17 856 16 294
Devisenkassa- und -termingeschäfte 202 694 23 075 405 226 174 7 693 5 638
Zins- / Währungsswaps 51 465 96 684 52 719 200 868 8 135 8 794
Devisenoptionen – Käufe 31 299 7 859 1 722 40 880 1 955
Devisenoptionen – Verkäufe 33 420 9 237 700 43 357 1 759
Sonstige Devisenkontrakte 1 201 211 1 035 2 447 73 103
Börsengehandelte Produkte 1 270 13 1 283
Devisenfutures 1 270 13 1 283
Devisenoptionen
Gesamt 321 349 137 079 56 581 515 009 17 856 16 294
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 664 086 2 084 115 2 143 295 5 891 496 124 692 136 823
Forward Rate Agreements 462 651 6 504 469 155 1 095 991
Zinsswaps 1 166 959 2 008 008 2 069 764 5 244 731 120 090 131 724
Zinsoptionen – Käufe 18 194 32 346 32 337 82 877 3 264
Zinsoptionen – Verkäufe 14 978 32 806 38 757 86 541 3 535
Sonstige Zinskontrakte 1 304 4 451 2 437 8 192 243 573
Börsengehandelte Produkte 71 760 4 212 721 76 693
Zinsfutures 70 427 4 176 633 75 236
Zinsoptionen 1 333 36 88 1 457
Gesamt 1 735 846 2 088 327 2 144 016 5 968 189 124 692 136 823
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 63 258 114 051 24 715 202 024 13 634 12 812
Strukturierte Aktien- / Index-Produkte 6 718 9 997 2 348 19 063 3 483 2 126
Aktienoptionen – Käufe 9 585 5 406 570 15 561 4 022
Aktienoptionen – Verkäufe 10 119 5 289 426 15 834 4 918
Kreditderivate 27 316 92 263 21 371 140 950 5 402 5 184
Edelmetallgeschäfte 8 656 446 9 102 256 343
Sonstige Geschäfte 864 650 1 514 471 241
Börsengehandelte Produkte 40 855 22 916 1 615 65 386
Aktienfutures 2 597 2 597
Aktienoptionen 37 333 22 427 1 615 61 375
Sonstige Futures 556 269 825
Sonstige Optionen 369 220 589
Gesamt 104 113 136 967 26 330 267 410 13 634 12 812
Summe aller schwebenden Termingeschäfte
OTC-Produkte 2 047 423 2 335 232 2 224 591 6 607 246 156 182 165 929
Börsengehandelte Produkte 113 885 27 141 2 336 143 362
Gesamt 2 161 308 2 362 373 2 226 927 6 750 608 156 182 165 929
Nettoausweis in der Bilanz 103 510 113 257

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen

275

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Kreditgruppengliederung im derivativen Geschäft:

Die folgende Tabelle weist die positiven und negativen Marktwerte der derivativen Geschäfte des Commerzbank-Konzerns nach den jeweiligen Kontrahenten aufgegliedert auf. Der CommerzbankKonzern betreibt derivative Geschäfte überwiegend mit Kontrahenten einwandfreier Bonität. Der überwiegende Teil der Marktwerte konzentriert sich auf Kredit- und Finanzinstitute mit Sitz in einem OECD-Land.

31.12.2009 31.12.2008
Marktwert Marktwert
in Mio € positiv negativ positiv negativ
OECD Zentralregierungen 1 094 877 351 169
OECD Banken 167 040 178 872 93 700 105 777
OECD Finanzinstitute 140 706 140 637 54 351 55 949
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen 8 880 3 942 7 343 3 708
Nicht-OECD Banken 2 702 2 152 437 326
Gesamt 320 422 326 480 156 182 165 929

Das Volumen bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 281 956 Mio Euro (Vorjahr: 72 659 Mio Euro) beziehungsweise 271 892 Mio Euro (Vorjahr: 68 291 Mio Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zum Arbitrieren als auch im Anlagebereich zum Diversifizieren unserer Kreditportfolien eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht dabei unsere Risikostruktur bezogen auf die jeweils abgesicherten Risikoaktiva.

Gliederung nach Referenzaktiva:

31.12.2009 31.12.2008
Nominale Nominale
in Mio € SicherungsnehmerSicherungsgeber Sicherungsnehmer Sicherungsgeber
OECD Zentralregierungen 8 292 7 936 3 957 6 389
OECD Banken 16 29517 089 4 789 4 875
OECD Finanzinstitute 94 893 93 603 7 798 6 798
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen 160 480 152 111 55 134 49 814
Nicht-OECD Banken 1 996 1 153 981 415
Gesamt 281 956 271 892 72 659 68 291

(74) Verwendung der derivativen Finanzinstrumente

31.12.2009 31.12.2008
Marktwert Marktwert
in Mio € positiv negativ positiv negativ
Für Handelszwecke genutzte
derivative Finanzinstrumente 177 307 178 372 92 982 91 794
Als Sicherungsinstrumente
eingesetzte Derivate 6 352 11 345 10 528 21 463
für Micro Fair Value Hedge Accounting 5 566 10 844 5 680 14 787
für Portfolio Fair Value Hedge Accounting 786 449
für Cash Flow Hedge Accounting 52 4 848 6 676
Gesamt 183 659 189 717 103 510 113 257

In der vorstehenden Tabelle zeigen wir die Verwendung unserer derivativen Finanzinstrumente. Wir setzen Derivate sowohl für Handels- als auch für Absicherungszwecke ein. In den Notes 5, 11, 12, 13, 20 und 21 haben wir die vorgenannten Kriterien beschrieben.

(75) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte

Für folgende Verbindlichkeiten wurden Vermögenswerte als Sicherheit in Höhe der angegebenen Werte übertragen:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58 627 64 279 –8,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 35 948 7 999
Verbriefte Verbindlichkeiten 144 355 –59,4
Sonstige Passiva 3 096
Gesamt 97 815 72 633 34,7

Nachstehende Vermögenswerte waren als Sicherheiten für die vorgenannten Verbindlichkeiten übertragen:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 21 095 18 727 12,6
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen 79 395 57 248 38,7
Sonstige Aktiva 5
Gesamt 100 490 75 980 32,3

Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repos). Darüber hinaus wurden Sicherheiten für zweckgebundene Refinanzierungsmittel und Wertpapierleihgeschäfte gestellt. Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleihund -pensionsgeschäfte ausgeführt.

277

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

(76) Restlaufzeitengliederung

Restlaufzeiten zum 31.12.2009
in Mio € täglich fälligund unbefristet bisdrei Monate drei Monatebis ein Jahr ein Jahr bisfünf Jahre überfünf Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 36 564 37 968 14 525 13 059 5 093
Forderungen an Kunden 23 047 68 766 34 830 122 114 112 726
Schuldverschreibungen und anderezinsbezogene Wertpapiere sowieSchuldscheindarlehen der Handelsaktiva 2 822 2 986 11 575 12 365
Schuldverschreibungen undandere zinsbezogene Wertpapiereder Finanzanlagen 6 606 14 341 44 440 62 645
Gesamt 59 611 116 162 66 682 191 188 192 829
Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 47 510 44 485 19 580 14 216 14 843
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 131 773 64 249 15 736 17 045 35 815
Verbriefte Verbindlichkeiten 92 27 318 35 215 77 501 31 244
Nachrang- und Hybridkapital1 615 3 129 4 183 12 851
Gesamt 179 375 136 667 73 660 112 945 94 753

1 ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (–1 619 Mio Euro) und Bewertungseffekte (770 Mio Euro)

Restlaufzeiten zum 31.12.2008
in Mio € täglich fälligund unbefristet bisdrei Monate drei Monatebis ein Jahr ein Jahr bisfünf Jahre überfünf Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 19 040 18 964 8 916 10 148 6 167
Forderungen an Kunden 20 454 46 306 27 275 98 238 97 875
Schuldverschreibungen und anderezinsbezogene Wertpapiere sowieSchuldscheindarlehen der Handelsaktiva 1 691 2 096 8 344 6 331
Schuldverschreibungen undandere zinsbezogene Wertpapiereder Finanzanlagen 12 903 5 384 34 682 70 969
Gesamt 39 494 79 864 43 671 151 412 181 342
Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 19 894 70 252 13 677 11 398 13 271
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 57 883 55 056 18 517 12 826 25 921
Verbriefte Verbindlichkeiten 218 23 823 29 848 84 576 27 362
Nachrang- und Hybridkapital1 396 1 556 3 832 8 384
Gesamt 77 995 149 527 63 598 112 632 74 938

1 ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (332 Mio Euro) und Bewertungseffekte (494 Mio Euro)

Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden.

(77) Marktwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten

Ermittlung des Fair Values

Im Folgenden wird insbesondere auf die Fair Value Ermittlung von Finanzinstrumenten eingegangen, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber gemäß IFRS 7 zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden in den Bilanzierungs- und Bewerthungsmethoden (Notes 2 bis 29) sowie nachfolgend in den Abschnitten "Bewertung von Finanzinstrumenten" und "Fair Value Hierarchie" dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve, sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Klassen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Für Kredite und Einlagen stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Die Ermittlung des Fair Values für diese Instrumente erfolgt unter Anwendung finanzmathematisch anerkannter Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern. Bei Krediten kommt ein Discounted Cash Flow Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinstrukturkurve, Credit Spreads sowie einem pauschalen Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Bei Verbindlichkeiten wird für die Fair Value Ermittlung ebenfalls eine risikolose Zinsstrukturkurve herangezogen, wobei der eigene Creditspread der Commerzbank AG sowie ein Zuschlag für Verwaltungskosten gesondert berücksichtigt werden. Daneben werden die marktkonformen Credit Spreads für Hypothekenpfandbriefe, für Öffentliche Pfandbriefe und für aufgenommene Darlehen herangezogen.

Der Fair Value für verbriefte Verbindlichkeiten, nachrangige Verbindlichkeiten und Hybridkapital wird auf der Basis quotierter Marktpreise – sofern diese vorhanden sind – ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, u. a. die aktuellen Marktzinsen und das Kreditrating des Konzerns, berücksichtigt. Sind keine Preisquotierungen erhältlich, werden die Fair Values durch finanzmathematische Bewertungsmodelle (Discounted Cash Flows, Optionspreismodelle) ermittelt, die wiederum auf Zinskurven, Volatilitäten, Own Credit Spreads etc. aufsetzen. Insbesondere in Fällen, bei denen die Bank strukturierte Schuldverschreibungen, die zum Fair Value bewertet werden, emittiert hat, wird im Fair Value das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) berücksichtigt.

In der Phase der Integration der ehemaligen Dresdner Bank in den Commerzbank-Konzern nutzen beide Bereiche noch ihre bisherigen Modellrechnungen, die methodisch vergleichbar sind. Die in der ehemaligen Dresdner Bank angewandten Modellrechnungen wurden durch Kalibrierung auf die Commerzbank-Parameter angeglichen.

In der nachfolgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenübergestellt.

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk
Marktwert (Fair Value) Buchwert Differenz
in Mrd € 31.12.2009 31.12.20081 31.12.2009 31.12.2008* 31.12.2009 31.12.2008
Aktiva
Barreserve 10,3 6,6 10,3 6,6
Forderungen an Kreditinstitute 106,7 63,0 106,7 63,0 0,0 0,0
Besicherte Forderungen
aus dem Geldmarktgeschäft 58,9 22,8 58,9 22,8
Forderungen aus dem Geldhandel 16,3 8,1 16,3 8,1
SchuldscheindarlehenFair Value Option 12,30,7 17,0– 12,80,7 17,0– –0,5 0,0
Übrige Forderungen 19,0 15,4 18,5 15,4 0,5 0,0
Risikovorsorge –0,5 –0,3 –0,5 –0,3
Forderungen an Kunden 352,8 284,2 352,2 284,8 0,6 –0,6
Besicherte Forderungen aus dem
Geldmarktgeschäft 22,4 9,1 22,4 9,1
Forderungen aus dem Geldhandel 17,0 20,8 17,0 20,8
Schuldscheindarlehen 36,8 49,5 36,8 49,5
Hypotheken- und dinglich
besicherte ForderungenFair Value Option 139,63,1 115,54,1 139,93,1 117,04,1 –0,3 –1,5
Übrige Forderungen 143,1 90,5 142,2 89,6 0,9 0,9
Risikovorsorge –9,3 –5,3 –9,3 –5,3
Sicherungsinstrumente /
Wertanpassungen Portfolio Hedge 6,4 10,5 6,4 10,5
Handelsaktiva 218,7 118,6 218,7 118,6
Finanzanlagen 130,9 126,9 131,3 127,5 –0,4 –0,6
Forderungen und Kredite 78,8 83,0 79,2 83,6 –0,4 –0,6
Zur Veräußerung verfügbar 44,5 40,9 44,5 40,9
nicht börsennotiere Anteilean Unternehmen 0,5 0,6 0,5 0,6
at Equity bewertete Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen 0,4 0,3 0,4 0,3
Fair Value Option 6,7 2,1 6,7 2,1
Passiva
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 139,8 127,1 140,6 128,5 –0,8 –1,4
Besicherte Verbindlichkeiten aus
dem Geldmarktgeschäft 31,6 31,0 31,6 31,0
Verbindlichkeiten aus demGeldhandel 51,8 43,5 51,8 43,5
Fair Value Option 1,6 0,0 1,6 0,0
Übrige Verbindlichkeiten 54,9 52,6 55,7 54,0 –0,8 –1,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 263,8 169,4 264,6 170,2 –0,8 –0,8
Besicherte Verbindlichkeiten aus
dem Geldmarktgeschäft 17,6 8,9 17,6 8,9
Verbindlichkeiten aus dem
Geldhandel 48,8 63,9 48,8 63,9
Fair Value OptionÜbrige Verbindlichkeiten 1,7195,7 0,496,2 1,7196,5 0,497,0 –0,8 –0,8
Verbriefte Verbindlichkeitenzu fortgeführten Anschaffungs 171,0 164,0 171,4 165,8 –0,4 –1,8
kosten bewertet 167,5 164,6 167,9 166,4 –0,4 –1,8
Fair Value Option 3,5 1,3 3,5 1,3
Sicherungsinstrumente /
Wertanpassungen Portfolio Hedge 11,3 21,5 11,3 21,5
Handelspassiva 193,0 96,2 193,0 96,2
Nachrang- und Hybridkapital 18,1 11,9 19,9 15,0 –1,8 –3,1

Saldiert beläuft sich der Unterschied zwischen Buchwert und Marktwert (Fair Value) über alle Posten zum 31. Dezember 2009 auf 4,0 Mrd Euro (Vorjahr: 5,9 Mrd Euro).

Bewertung von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum Fair Value. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der Fair Value eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem dieses zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt. Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet.

Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten soweit möglich aus überprüfbaren Marktquellen stammen. Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die andere Eingangswerte heranziehen, für die nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese "nicht beobachtbaren" Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für die unabhängige Prüfung oder Validierung von Fair Values festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion verwaltet. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior Management und der Risikofunktion überprüft.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 7 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:

Level I: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis von notierten Preisen für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.

Level II: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird. Diese Bewertungsmethoden beinhalten Vergleiche mit notierten Preisen ähnlicher Finanzinstrumente an aktiven Märkten, Vergleiche mit notierten Preisen identischer oder ähnlicher Finanzinstrumente an inaktiven Märkten sowie die Anwendung von Bewertungsmodellen, bei denen alle wesentlichen Eingangswerte – soweit möglich – auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Level III: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für deren Eingangswerte nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen diese Eingangswerte den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflussen. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Die angewandten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungswerten und anderen Faktoren, wie z.B. Projektionen und Erwartungen oder Prognosen bezüglich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen angemessen erscheinen. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt ermittelbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Kategorien gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level I), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level II) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level III) basieren.

281

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk
Finanzielle Vermögenswerte Level I Level II Level III Gesamt Gesamt
in Mrd € 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen an Kreditinstitute Fair Value Option 0,7 0,7
Forderungen an Kunden Fair Value Option 0,7 2,2 0,2 3,1 4,1
Positive Marktwerte ausSicherungsinstrumenten Hedge Accounting 6,4 6,4 10,5
Handelsaktivadavon: Positive Marktwerte Held for Trading 28,6 185,0 5,1 218,7 118,6
aus Derivaten 173,8 3,5 177,3 93,0
Finanzanlagen Fair Value OptionAvailable for Sale 5,15,3 0,938,4 0,71,3 6,745,0 2,141,5
Gesamt 40,4 232,9 7,3 280,6 176,8
Finanzielle Verbindlichkeiten Level I Level II Level III Gesamt Gesamt
in Mrd € 31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeitengegenüber Kreditinstituten Fair Value Option 1,6 1,6 0,0
Verbindlichkeitengegenüber Kunden Fair Value Option 1,7 1,7 0,4
Verbriefte Verbindlichkeiten Fair Value Option 3,5 3,5 1,3
Negative Marktwerte ausSicherungsinstrumenten Hedge Accounting 11,3 11,3 21,5
Handelspassivadarunter: zinsbezogene Geschäfte Held for Trading 2,7– 187,8144,8 2,41,0 192,9145,8 96,263,4
Nachrangkapital Fair Value Option
Gesamt 9,5 199,1 2,4 211,0 119,4

Die dem Level III zugeordneten Finanzinstrumente haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Finanzielle Vermögenswerte
in Mio € Handelsaktiva Positive Markt-werte ausSicherungs-instrumente /WertanpassungenPortfolio Hedge Fair ValueOption Available forSaleFinanzanlagen Gesamt
Fair Value am 1.1.2009 578 233 2 511 3 322
Veränderungen im Konsolidierungskreis 4 024 5 805 1 748 147 11 724
Erfolgswirksam erfasste Gewinne / Verluste
der Periode –528 –284 –133 –945
Im Eigenkapital erfasste Gewinne / Verluste –10 –10
Käufe 448 2 184 634
Verkäufe –414 –5 –25 –444
Emissionen
Rückzahlungen
Transfers –2 818 –1 955 –640 –1 578 –6 991
Fair Value am 31.12.2009 1 290 3 799 972 1 229 7 290
darunter: erfolgswirksam erfasste
Gewinne / Verluste kumuliert –567 –259 –131 –957
Finanzielle Verbindlichkeiten
in Mio € Handelspassiva Negative Markt-werte ausSicherungsinstrumente /WertanpassungenPortfolio Hedge Fair ValueOption Gesamt
Fair Value am 1.1.2009 2 16 18
Veränderungen im Konsolidierungskreis 271 3 520 3 791
Erfolgswirksam erfasste Gewinne / Verlusteder Periode 4 582 586
Im Eigenkapital erfasste Gewinne / Verluste
Käufe 29 29
Verkäufe
Emissionen 25 13 38
Rückzahlungen
Transfers –275 –1 740 –2 015
Fair Value am 31.12.2009 27 2 391 29 2 447
darunter: erfolgswirksam erfassteGewinne / Verluste kumuliert 5 580 585

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern, kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert, wobei diese Parameter an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen liegen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Value.

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse nach Arten von Instrumenten.

in Mio € PositiveerfolgswirksameEffekte NegativeerfolgswirksameEffekte
Wertpapiere 236 287
ABS und MBS 188 239
andere Schuldverschreibungen 48 48
Derivate 126 58
Kreditderivate 19 8
zinsbezogene Geschäfte 21 21
währungsbezogene Geschäfte 86 29

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Day-One-P & L

Die aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert, der nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basiert (die sogenannte Day-One-P&L) betrifft im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente im Handelsbestand; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
in Mio € 2009 2008
Bestand zum 1. Januar 4 4
Erfolgsneutrale Zuführungen 2 24 26 7
Erfolgswirksame Auflösungen 1 13 14 3
Bestand zum 31. Dezember 5 11 16 4

(78) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, auf welche die Fair Value Option angewendet wurde

Im Commerzbank-Konzern wird die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung oder signifikanten Verringerung von Ansatzund Bewertungsinkongruenzen (accounting mismatch) aus Wertpapieren und Krediten, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten gesichert sind, angewendet. Das gilt gleichermaßen bei begebenen strukturierten Schuldverschreibungen, die mit Zinsund Fremdwährungsderivaten gesichert sind. Darüber hinaus wird die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Management und Performance-Messung auf Fair Value Basis erfolgt, beziehungsweise für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten genutzt.

Aus der Anwendung der Fair Value Option ergeben sich in den einzelnen Bilanzposten folgende Wertansätze:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 699
Forderungen an Kunden 3 136 4 118 –23,8
Finanzanlagen 6 722 2 057
Gesamt Aktiva 10 557 6 175 71,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 551 13
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 658 355
Verbriefte Verbindlichkeiten 3 503 1 267
Nachrang- und Hybridkapital 29
Gesamt Passiva 6 741 1 635

Das Bewertungsergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option beläuft sich insgesamt auf 839 Mio Euro (Vorjahr: –237 Mio Euro) (vgl. Note 33).

Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen von 3 136 Mio Euro werden 2 735 Mio Euro (Vorjahr: 3 541 Mio Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen ist, beträgt im Geschäftsjahr 510 Mio Euro (Vorjahr: –507 Mio Euro) und kumuliert –36 Mio Euro (Vorjahr: –545 Mio Euro). Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der zugehörigen risikobegrenzenden Kreditderivate beläuft sich im Geschäftsjahr auf –460 Mio Euro (Vorjahr: 381 Mio Euro) und kumuliert auf –50 Mio Euro (Vorjahr: 424 Mio Euro).

Für Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value Option angewendet wird, beträgt die im Geschäftsjahr 2009 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der beizulegenden Zeitwerte 142 Mio Euro (Vorjahr: –176 Mio Euro). Kumuliert beläuft sich die Veränderung auf –49 Mio Euro (Vorjahr: –191 Mio Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beträgt 7 161 Mio Euro (Vorjahr: 1 776 Mio Euro).

Die kreditrisikobedingten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen als Änderungen der beizulegenden Zeitwerte abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt.

Risikomanagement

(79) Risikosteuerung

Die Risikosteuerung ist ein elementarer Bestandteil aller Geschäftsprozesse der Commerzbank und darauf ausgerichtet, die Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Risiken werden identifiziert, gemessen und entsprechend der Risikoneigung der Bank gesteuert und überwacht.

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren – also messbaren – und nicht quantifizierbaren Risikoarten.

Der Vorstand der Bank definiert risikopolitische Leitlinien im Rahmen der von ihm festgelegten, jährlich überprüften Gesamtrisikostrategie für den Konzern, die sich aus Teilstrategien für die wesentlichen Risikoarten zusammensetzt. Die Gesamtrisikostrategie basiert auf der ebenfalls durch den Vorstand festgelegten Geschäftsstrategie und sichert damit den Gleichlauf der strategischen Ausrichtung des Konzerns mit seiner Risikosteuerung.

Innerhalb des Vorstandes ist der Chief Risk Officer (CRO) für das Controlling aller quantifizierbaren Risiken (insbesondere Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationelle Risiken) der Commerzbank-Gruppe sowie die Erarbeitung und die Umsetzung der Gesamtrisikostrategie verantwortlich. Im Rahmen der konzernweiten Marktfolgeverantwortung obliegt dem CRO außerdem die Managementfunktion für alle Kreditrisiken.

Das Controlling der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung und der Reputationsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken (Anlegerschutz, Insiderrichtlinien, Geldwäsche etc.) zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich.

Vorstand und Aufsichtsrat werden zeitnah durch eine umfassende, objektive Berichterstattung über die Risikosituation der Bank informiert.

Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, werden im Risikobericht beschrieben.

(80) Adressenausfallrisiken

Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken sind die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolien im Einsatz sind. Sowohl die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden, wie auch die Bewertung der Sicherheiten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Erfahrungen des laufenden Jahres sind die Basis für die jährliche Rekalibrierung der Verfahren.

Ratingverteilung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingstufen für nicht ausgefallene Kredite (1.0 bis 5.8) und fünf Default-Klassen (6.1 bis 6.5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu.

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Die Ratingverfahren unterliegen einer jährlich durchzuführenden Validierung und Rekalibrierung, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuellste Einschätzung widerspiegeln.

RatingCommerz-bank AG PD- undEL-Midpointin Prozent PD- undEL-Bereichin Prozent S&P IFD-Skala*
1.0 0 0
1.2 0,01 0 – 0,02 AAAAAA
1.4 0,02 0,02 – 0,03 AA+ Investment
1.6 0,04 0,03 – 0,05 AAAA, AA Grade
1.8 0,07 0,05 – 0,08 A+, A, I
2.0 0,11 0,08 – 0,13 AA
2.2 0,17 0,13 – 0,21 BBB+
2.4 0,26 0,21 – 0,31
2.6 0,39 0,31 – 0,47 BBBBBB II
2.8 0,57 0,47 – 0,68 BBB
3.0 0,81 0,68 – 0,96 BB+
3.2 1,14 0,96 – 1,34 BBBB III
3.4 1,56 1,34 – 1,81
3.6 2,10 1,81 – 2,40 BB IV
3.8 2,74 2,40 – 3,10 B+
4.0 3,50 3,10 – 3,90
4.2 4,35 3,90 – 4,86 Non-Invest
4.4 5,42 4,86 – 6,04 BB ment GradeV
4.6 6,74 6,04 – 7,52
4.8 8,39 7,52 – 9,35 B
5.0 10,43 9,35 – 11,64
5.2 12,98 11,64 – 14,48 CCC+
5.4 16,15 14,48 – 18,01 CCC VI
5.6 20,09 18,01 – 22,41 CCC to CC
5.8 47,34 22,41 – 99,99
6.1 Drohende Zahlungsunfähigkeit(> 90 Tage überfällig)
6.2 100 Sanierung/Restrukturierung C, D-I, D-II Default
6.3 Sanierung mit Sanierungsbeiträgen
6.4 Kündigung ohne Insolvenz
6.5 Insolvenz

* IFD = Initiative Finanzstandort Deutschland

Entsprechend dem Ansatz der Masterskala bleiben zum Zwecke der Vergleichbarkeit bei der Commerzbank-Masterskala die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder unverändert (zeit- und portfoliostabil). Zur Orientierung sind externe Ratings gegenübergestellt. Da bei externen Ratings die beobachteten Ausfallraten von Jahr zu Jahr und teilweise auch zwischen unterschiedlichen Portfolien schwanken, ist eine direkte Überleitung aber nicht möglich.

Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, SubKreditkomitees) sind nach Ratingklassen gestaffelt. Wichtigste Steuerungsgröße für das Kreditausfallrisiko sind die aus den Ratings abgeleiteten erwarteten Verluste (EL). Die Kreditrisikostrategie gibt Zielwerte für einzelne Portfolioteile vor. Dadurch wird gewährleistet, dass die zu erwartende Risikovorsorge im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Bank, wie zum Beispiel dem Zielrating der Ratingagenturen oder der angestrebten Portfolioqualität und -zusammensetzung, gehalten wird.

(81) Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken (Marktrisiken) umfassen die Gefahr von Verlusten durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Spreads, Devisen-, Aktienkurse und Commodities) oder preisbeeinflussenden Parametern (Volatilitäten, Korrelationen). Auch Risiken aus Beteiligungen im Bankbuch und Aktieneventrisiken (Modellierung von Aktienrisiken, die über den VaR hinausgehen wie zum Beispiel Insolvenz des Emittenten) stellen nach Definition der Commerzbank Marktpreisrisiken dar. Des Weiteren betrachten wir das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es der Bank aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang zu liquidieren oder abzusichern.

Die Marktrisikosteuerung beruht auf einem ausgereiften Limitsystem, in Verbindung mit bewährten und optimierten Risikomess- und Überwachungsmethoden. Die Commerzbank legt ihre Marktrisikolimite unter Berücksichtigung des ökonomischen Kapitalverbrauches (Risikotragfähigkeit) und der Geschäftserwartungen fest, wodurch eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung des Marktpreisrisikos vorgenommen wird. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten P&L-Zahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Bereichsvorstände berichtet.

Zur täglichen Quantifizierung und Überwachung der Marktpreisrisiken, insbesondere aus dem Eigenhandel, werden mathematisch-statistische Ansätze zur Berechnung der VaR-Werte herangezogen. Die zugrunde liegenden statistischen Parameter basieren auf einer Beobachtungsperiode der letzten 255 Handelstage, einer zehntägigen Haltedauer und einem Konfidenzniveau von 99%. Die VaR-Modelle werden kontinuierlich dem sich wandelnden Umfeld angepasst.

Bedingt durch die Übernahme der Dresdner Bank verwendet die Commerzbank in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) interimistisch zwei parallele, jeweils durch die Aufsicht zertifizierte Marktrisikomodelle zur Ermittlung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen. Für die Positionen der alten Commerzbank erfolgt die Berechnung des allgemeinen Marktrisikos auf Basis einer historischen Simulation, während das spezifische Zinsrisiko (spezifisches Marktrisiko) mittels Varianz-Kovarianz-Ansatz berechnet wird. Für die Positionen der ehemaligen Dresdner Bank wird im VaR-Modell aufgrund historischer Beobachtungen ein stochastisches Verhalten entsprechend der Gauß'schen Normalverteilung angenommen. Die Integration zu einem einheitlichen Marktrisikomodell auf Basis der Methodik der historischen Simulation wird bis zum Jahresende 2010 erfolgen. Zur internen, konsolidierten Marktrisikosteuerung wird vorübergehend ein Delta-Gamma VaR-Modell eingesetzt.

Durch die Anwendung von Backtestingverfahren wird die Zuverlässigkeit beider internen Modelle regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Ziel ist neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen die Beurteilung und kontinuierliche Verbesserung der Prognosegüte. Die Anzahl der signifikanten Abweichungen bildet auch die Grundlage für die von den Aufsichtsbehörden durchgeführte Bewertung der internen Risikomodelle.

In der folgenden Tabelle ist das konzernweite regulatorische Marktrisiko des Handelsbestands inklusive der FX-Risiken des Bankbuches dargestellt, so wie es auch im Rahmen der Berechnungen zur Eigenkapitalunterlegung Verwendung findet. Als VaR werden Verlustpotenziale ausgewiesen, die mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99% bei einer Haltedauer von zehn Tagen nicht überschritten werden:

Konzern
in Mio € 31.12.2009 31.03.2009 31.12.2008
Minimum 174,6 175,1 26,9
Median 270,6 245,8 43,5
Maximum 358,1 350,6 150,9
Jahresendziffer 199,8 262,9 96,3

Da das VaR-Konzept eine Prognose für die möglichen Verluste unter "normalen" Marktbedingungen liefert, wird es in der Commerzbank zur Berücksichtigung möglicher extremer Szenarien durch die Berechnung von Stresstests ergänzt. Die Zielsetzung von Stresstests besteht darin, die Wirkung von Krisen, extremen Marktsituationen und großen Veränderungen von Korrelationen und Volatilitäten zu simulieren.

Im Rahmen der täglichen Berichterstattung werden Stresstests angewendet, die je Geschäftsbereich individuell auf die Risikofaktoren der einzelnen Portfolien abgestimmt sind. Portfolioübergreifende Stresstests simulieren die Auswirkungen historischer und zukünftig denkbarer Krisenszenarien auf den Gesamtkonzern. Das Gesamtbild wird durch monatliche spezifische Szenario-Analysen je Anlageklasse (zum Beispiel hypothetische Zins-, Aktien-, FX- und Credit Spread-Szenarien) abgerundet.

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(82) Zinsänderungsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken des Commerzbank-Konzerns resultieren sowohl aus den Positionen des Handelsbuchs als auch des Bankbuchs. Im Bankbuch ergeben sich Zinsänderungsrisiken hauptsächlich aus Laufzeitinkongruenzen zwischen den zinstragenden Aktiva und Passiva der Bank, zum Beispiel aus der kurzfristigen Refinanzierung langlaufender Kredite. In die Messung der Zinsänderungsrisiken werden dabei die bilanziellen Zinspositionen sowie die zu ihrer Steuerung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente einbezogen.

Die Zinsänderungsrisiken auf Konzernebene werden derzeit auf der Grundlage eines Barwertkonzepts ebenfalls durch ein Delta-Gamma VaR-Modell gemessen:

31.12.2009Portfolio Haltedauer BankbuchMio € Konfidenzniveau: 99 %HandelsbuchMio € ZinsrisikengesamtMio €
Konzern 10 Tage 137,8 66,5 172,2
31.12.2008 Haltedauer Konfidenzniveau: 99 % Zinsrisiken
Portfolio Bankbuch Handelsbuch gesamt
Mio € Mio € Mio €
Konzern 10 Tage 97,3 43,3 101,2

Für die Bankbücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine für alle Institute einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderung vorgegeben. Die anzuwendende Zinsänderung beträgt derzeit +130 Basispunkte und –190 Basispunkte. Der maximale Rückgang infolge dieser Zinsänderungen betrug zum Jahresende 99 Mio Euro. Dies entspricht einem Rückgang des haftenden Eigenkapitals von 0,23% und liegt damit weit unter dem definierten Grenzwert von 20% für so genannte Ausreißerbanken.

(83) Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko ist gemäß Solvabilitätsverordnung (SolvV) definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet auch rechtliche Risiken.

Über die Risikosituation wird das Operational Risk Committee regelmäßig informiert. Es befasst sich insbesondere mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Ziel ist es, den "Erwarteten Verlust" aus OpRisk unter Kosten-Nutzen-Überlegungen zu optimieren sowie das Schadenspotenzial aus dem "Unerwarteten Verlust" zu minimieren. Hierbei verfolgt das Operational Risk Committee eine "End-to-end" Sicht auf die Prozesse in der Bank, mit dem Ziel der Risikofrüherkennung. Das Operational Risk Committee befasst sich ferner mit allen Themen, die in Zusammenhang mit der AMA-Umsetzung im Konzern stehen sowie sich aus den MaRisk zu OpRisk ergeben. Insbesondere ist es für die Umsetzung der Grundsätze gemäß § 280 SolvV verantwortlich, die operativ Aufgabe des Group Risk Control & Capital Management (GRM-CC) ist.

Das Operational Risk-Profil des Konzerns, ausgedrückt über die eingetretenen Verluste pro Ereigniskategorie gemäß § 287 SolvV, zeigt, dass rund 75% der Schäden in den beiden Ereigniskategorien "Produktbezogene Schäden" sowie "Prozessuale Fehler" eingetreten sind. Bei den produktbezogenen Schäden sind insbesondere die Verluste der Unterkategorie "Angemessenheit, Offenlegung und treuhänderische Pflichten" aufgrund eines eingetretenen Großereignisses signifikant angestiegen. GRM-CC führt regelmäßige Benchmarks der Werte im Vergleich zu Daten der Operational Riskdata eXchange, ORX, sowie öffentlichen Daten durch; diese zeigen vergleichbare Verteilungen.

31.12.2009 31.12.2008
in Mio € in % in Mio € in %
Interner Betrug Interner Diebstahl und Betrug 5,0 4,4 4,1 4,9
Externer Betrug Externer Diebstahl und Betrug 10,3 9,3 7,0 8,4
Externe Systemsicherheit 0,0 0,0 0,0
Systemausfälle Technik- und Systemausfälle 1,0 0,9 0,4 0,5
Sachschäden Mutwillige Zerstörung und Terrorismus 0,0 0,0 0,0 0,0
Katastrophen und andere Ereignisse 0,1 0,1 0,1 0,1
Unfälle und öffentliche Sicherheit 0,1 0,1 0,1 0,1
Produktbezogene Schäden
Angemessenheit, Offenlegung undtreuhänderische Pflichten 10,6 9,5 1,8 2,2
Unzulässige Geschäfts- oder Marktpraktiken 4,9 4,4 1,7 2,1
Produktfehler 9,1 8,2 1,2 1,4
Beratungstätigkeit 20,3 18,2 15,3 18,4
Kundenauswahl, Kreditleihe und Kundenlimit 0,4 0,4 0,0 0,0
Kundenfehler 0,0 0,0 0,0 0,0
Prozessuale Fehler
Erfassung, Abwicklung & Betreuungvon Transaktionen 48,9 43,9 48,8 58,5
Kundenaufnahme und Dokumentation 0,1 0,1 0,1 0,1
Kundenkontoführung 0,3 0,2 0,1 0,1
Überwachung und Meldung 0,1 0,1 2,7 3,2
Das Arbeitsverhältnis betreffende Fehler
Ereignisse im Rahmen des Arbeitnehmerverhältnisses 0,2 0,2 0,0 0,0
Sicherheit des Arbeitsumfeldes 0,0 0,0 0,0 0,0
Diskriminierung und Ausgrenzung am Arbeitsplatz 0,0 0,0 0,0 0,0
Konzern 111,4 100,0 83,4 100,0

(84) Kreditrisikokonzentration

Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben der Einholung von Sicherheiten und der Anwendung einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen, die das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicherstellen.

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  • 198 Kapitalflussrechnung
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  • 316 Bestätigungsvermerk

Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen an Kunden stellen sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2009 wie folgt dar:

Forderungen
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
Kunden in Deutschland 217 987 180 121
Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen 98 150 73 920
Verarbeitendes Gewerbe 26 674 14 778
Baugewerbe 4 146 2 203
Handel 8 738 6 003
Dienstleistungen einschließlich freie Berufe und Übrige 58 592 50 936
Öffentliche Haushalte 37 256 45 917
Übrige Privatkunden 82 581 60 284
Kunden außerhalb Deutschlands 143 496 110 027
Firmen- und Privatkunden 134 817 98 431
Öffentliche Haushalte 8 679 11 596
Zwischensumme 361 483 290 148
abzüglich Wertberichtigungen –9 289 –5 333
Gesamt 352 194 284 815

Die Kreditrisiken im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen stellen sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2009 wie folgt dar:

Eventualverbindlichkeiten,unwiderrufliche Kreditzusagen
in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
Kunden und Kreditinstitute in Deutschland 58 337 35 023
Kreditinstitute 1 166 597
Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen 55 319 33 028
Verarbeitendes Gewerbe 25 312 10 785
Baugewerbe 2 085 1 911
Handel 3 186 3 347
Dienstleistungen einschl. freie Berufe und Übrige 24 736 16 985
Öffentliche Haushalte 106 388
Übrige Privatkunden 1 746 1 010
Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 52 238 48 249
Kreditinstitute 7 827 7 844
Firmen- und Privatkunden 43 429 39 604
Öffentliche Haushalte 982 801
Zwischensumme 110 575 83 272
abzüglich Rückstellungen –539 –364
Gesamt 110 036 82 908

(85) Liquiditätskennzahl der Commerzbank Aktiengesellschaft

Die Liquidität eines Instituts gilt als ausreichend, wenn die zu ermittelnde Liquiditätskennzahl den Wert eins nicht unterschreitet. Die Liquiditätskennzahl gibt das Verhältnis zwischen den ab Meldestichtag bis zum Ende des folgenden Monats (Laufzeitband 1) zur Verfügung stehenden Zahlungsmitteln und den während dieses Zeitraums zu erwartenden Zahlungsabflüssen an.

In der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde 2009 das als Standardansatz umgesetzte Konzept der Liquiditätsverordnung angewendet.

Zum 31. Dezember 2009 betrug die von der Commerzbank Aktiengesellschaft ermittelte Liquiditätskennzahl 1,20 (Vorjahr: 1,14). Der Liquiditätsüberhang aus dem Laufzeitband 1 erreichte 52,0 Mrd Euro (Vorjahr: 19,5 Mrd Euro).

Liquiditätskennzahlen der Commerzbank Aktiengesellschaft 2009:

Stand am Monatsende Stand am Monatsende
Januar 1,13 Juli 1,32
Februar 1,21 August 1,31
März 1,16 September 1,33
April 1,18 Oktober 1,28
Mai 1,18 November 1,28
Juni 1,30 Dezember 1,20

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Sonstige Erläuterungen

(86) Nachrangige Vermögenswerte

In den Bilanzaktiva sind folgende nachrangige Vermögenswerte enthalten:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 62 112 –44,6
Forderungen an Kunden 214 229 –6,6
Anleihen und Schuldverschreibungen 75 653 –88,5
Andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere 63
Gesamt 414 994 –58,4
darunter: an Kreditinstitute, mit denenein Beteiligungsverhältnis besteht

Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen Gläubiger erfüllt werden dürfen.

(87) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form bereitgestellt werden: zum Beispiel durch Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert, durch Stand-by Letters of Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern, durch Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden, durch Stand-by-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel begeben können, ohne jedes mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen.

Gegebenenfalls dienen Sicherheiten für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauf folgenden Zahlungsverzug aller – unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind – abzuschreiben. Tatsächlich verfällt jedoch der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind diese Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko aus Finanzgarantien bzw. unwiderruflichen Kreditzusagen sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Risikobericht.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Eventualverbindlichkeiten 40 755 33 035 23,4
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 3 2 50,0
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 40 603 32 695 24,2
Kreditbürgschaften 14 748 4 166
Sonstige Bürgschaften 18 511 20 949 –11,6
Akkreditive 7 036 7 517 –6,4
Garantien für ABS-Verbriefungen 13 13 0,0
Sonstige Gewährleistungen 295 50
Sonstige Verpflichtungen 149 338 –55,9
Unwiderrufliche Kreditzusagen 69 281 49 873 38,9
Buchkredite an Kreditinstitute 899 1 403 –35,9
Buchkredite an Kunden 65 101 46 358 40,4
Avalkredite 3 247 1 872 73,5
Akkreditive 34 240 –85,8

Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Gesamt 110 036 82 908 32,7
täglich fällig 1 773 2 460 –27,9
bis drei Monate 34 409 24 082 42,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 24 162 14 511 66,5
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 45 529 35 290 29,0
mehr als fünf Jahre 4 163 6 565 –36,6

Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen von den entsprechenden Posten gekürzt.

(88) Volumen der verwalteten Fonds

Nach der Art der verwalteten Fonds setzt sich das von uns verwaltete Fondsvermögen wie folgt zusammen:

31.12.2009 31.12.2008
Anzahl Fonds FondsvermögenMrd € Anzahl Fonds FondsvermögenMrd €
Publikumsfonds 79 0,1 369 23,5
Aktien- und gemischte Fonds 48 0,0 170 6,3
Rentenfonds 17 0,1 73 3,9
Geldmarktfonds 6 0,0 29 6,9
Sonstige1 8 0,0 97 6,4
Spezialfonds 234 16,9
Immobilienfonds 1 0,0 2 0,0
Gesamt 80 0,1 605 40,4

1 enthält Dachfonds und AS-Fonds

293

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Die regionale Verteilung der Fondsauflage zeigt folgendes Bild:

31.12.2009 31.12.2008
Anzahl Fonds FondsvermögenMrd € Anzahl Fonds FondsvermögenMrd €
Deutschland 16 0,0 326 25,6
Großbritannien 2 0,0 1 0,0
Übrige 62 0,1 278 14,8
Gesamt 80 0,1 605 40,4

(89) Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte) und Cash Collaterals

Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte verkauft beziehungsweise kauft der Commerzbank-Konzern Wertpapiere mit einer Rücknahmeverpflichtung beziehungsweise Rückgabeverpflichtung. Die erhaltenen Gegenwerte aus Pensionsgeschäften, bei denen der Commerzbank-Konzern Pensionsgeber ist (Rücknahmeverpflichtung der Wertpapiere), werden als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden bilanziert.

Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten u.a. in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüberhinaus werden "Cash Collateral Out" im Zusammenhang mit Derivategeschäften als Sicherheiten hinterlegt.

Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen echten Pensionsgeschäfte sowie die Cash Collaterals stellten sich wie folgt dar:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber
(Repo-Agreements)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 643 26 244 –2,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 15 423 7 989 93,1
Erhaltene Sicherheitsleistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5 913 4 764 24,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2 196 955
Gesamt 49 175 39 952 23,1
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer
(Reverse-Repo-Agreements)
Forderungen an Kreditinstitute 42 336 8 978
Forderungen an Kunden 18 099 6 586
Gezahlte Sicherheitsleistungen
Forderungen an Kreditinstitute 16 527 13 779 19,9
Forderungen an Kunden 4 263 2 534 68,2
Gesamt 81 225 31 877

Die Buchwerte der im Rahmen eines Pensionsgeschäftes übertragenen Wertpapiere betragen zum 31.12.2009 56 711 Mio Euro (Vorjahr: 33 867 Mio Euro). Die Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten (Sicherheiten) belaufen sich nach Netting auf 41 066 Mio Euro (Vorjahr: 34 233 Mio Euro).

(90) Wertpapierleihgeschäfte

Wertpapierleihgeschäfte werden mit Kreditinstituten und Kunden getätigt, um dem Bedarf zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder am Geldmarkt Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Die verliehenen Wertpapiere weisen wir in unserer Bilanz im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen aus, während entliehene Wertpapiere nicht bilanziert werden. Die aus Wertpapierleihgeschäften resultierenden Aufwendungen und Erträge wurden, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, in der Gewinn- und Verlustrechnung laufzeitgerecht im Zinsergebnis berücksichtigt.

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Verliehene Wertpapiere 8 315 1 097
Entliehene Wertpapiere 11 595 1 699

Den Buchwerten der verliehenen Wertpapiere in Höhe von 8 315 Mio Euro (Vorjahr: 1 097 Mio Euro) stehen zugehörige Verbindlichkeiten von 8 109 Mio Euro (Vorjahr: 5 719 Mio Euro) und 2 919 Mio Euro Wertpapiere als Sicherheiten gegenüber.

(91) Erhaltene Sicherheiten

Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltene Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiterzuveräußern oder -zuverpfänden, stellen sich wie folgt dar:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten 86 977 17 724
davonweiterveräußert oder weiterverpfändet 17 735 7
davonmit Rückgabeverpflichtung

Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte sowie Darlehensgeschäfte ausgeführt.

(92) Treuhandgeschäfte

Die in der Bilanz nicht auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten am Bilanzstichtag folgenden Umfang:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 14 1
Forderungen an Kunden 530 95
Sonstige Vermögenswerte 777 435 78,6
Treuhandvermögen 1 321 531
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32 13
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 289 518
Treuhandverbindlichkeiten 1 321 531

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen

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(93) Risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten

Das novellierte Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverordnung als nationale Umsetzung von Basel II verpflichten die deutschen Institute zur Einhaltung von Mindestkapitalquoten. Danach müssen Kreditinstitute ihre gewichteten Risikoaktiva mit mindestens 8% Eigenmitteln unterlegen (Eigenmittelquote). Für die Unterlegung der Risikoaktiva mit Kernkapital wird durchgängig eine Quote von mindestens 4% verlangt (Kernkapitalquote).

Die Eigenmittel setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zuzüglich Drittrangmittel zusammen. Das Kernkapital besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen, den Stillen Einlagen, dem Hybridkapital sowie den Anteilen in Fremdbesitz, vermindert um Abzugposten wie Goodwill, Beteiligungen und immaterielle Vermögenswerte. Zum Ergänzungskapital gehören Genussrechtskapital und langfristige nachrangige Verbindlichkeiten. Unter den Drittrangmitteln werden kurzfristige nachrangige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:

  • Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe
  • Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank
  • Strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Konzernbereiche zur Nutzung von Wachstumschancen

Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank einen Zielkorridor für das regulatorische Kapital definiert; dieser liegt für das Kernkapital aktuell bei rd. 7 – 9%, der für die Eigenmittel zwischen 10,5 und 12,5%.

Die Allokation des Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Konzernbereiche sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden.

Alle Kapitalmaßnahmen – sowohl die Emission von Eigenkapital als auch ein potenzieller Aktienrückkauf – werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Zentralen Asset-Liability Committee der Bank vorgeschlagen und vom Gesamtvorstand beschlossen.

Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen, ebenso wie die deutlich strengeren Anforderungen der SoFFin jederzeit eingehalten.

Die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern zeigt folgendes Bild:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008* Veränderung in %
Kernkapital (TIER I)
gezeichnetes Kapital 3 071 1 877 63,6
Rücklage, Fremdanteile, eigene Aktien 6 025 9 858 –38,9
stille Einlagen 17 604 8 200
Hybrides Kapital 3 820 3 038 25,7
sonstiges –1 000 –535 86,9
Gesamt 29 520 22 438 31,6
Ergänzungskapital (TIER II)
Hybrides Kapital
Genussrechte 2 405 467
Reserven in Wertpapieren (Ansatz 45 %) 148
Nachrangige Verbindlichkeiten 10 338 8 424 22,7
sonstiges –998 –534 86,9
Gesamt 11 893 8 357 42,3
Drittrangmittel 24 25 –4,0
Anrechenbare Eigenmittel 41 437 30 820 34,4

295

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen und Kapitalquoten stellen sich wie folgt dar:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008*
Eigenmittelanforderung Kreditrisiko 19 705 16 595
Eigenmittelanforderung Marktrisiko 1 144 391
Eigenmittelanforderung Operationales Risiko 1 562 760
Eigenmittelanforderung gesamt 22 411 17 746
Anrechenbare Eigenmittel 41 437 30 820
Kernkapitalquote 10,5 10,1
Eigenmittelquote 14,8 13,9

Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen Kapital zu den anrechenbaren Eigenmitteln

31.12.2009 Kernkapital / Ergänzungs- / Drittrang- Gesamt
in Mio € Eigenkapital Nachrangkapital mittel
Bilanziell ausgewiesen 26 576 15 825 25 42 426
Neubewertungsrücklage 1 755 1 755
Bewertungsergebnis aus Cash Flow Hedges 1 223 1 223
Konzerngewinn
Nicht im Kernkapital auszuweisende Anteilein Fremdbesitz (u. a. Neubewertungsrücklage,Bewertungsergebnis aus Cash Flow Hedges)und Unterschiede im Konsolidierungskreis
und Firmenwerte –2 046 –2 046
Hybridkapital nicht innovativ 1 091 1 091
Hybridkapital innovativ 3 155 3 155
Nicht anrechenbare Teile des Nachrangkapitals wegen Restlaufzeitbeschränkung –2 117 –2 117
Umgliederung in Drittrangmittel
Latente Neubewertungsrücklagen für Wertpapiere 148 148
Allgemeine Rückstellungen /Reserven für Forderungsausfälle
Sonstiges –2 234 –1 963 –1 –4 198
Anrechenbare Eigenmittel 29 520 11 893 24 41 437

(94) Absicherung von Krediten

Konzernabschluss

Durch den Einsatz von Kreditderivaten (z.B. Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit Linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivates sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolien beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt i.d.R. im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swap (CDS) und / oder durch Credit Linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:

    1. Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken),
    1. Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen nach Solvabilitätsverordnung erreicht) und
    1. Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Fundinginstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen).

297

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  • 316 Bestätigungsvermerk

Zum Ende des Geschäftsjahres 2009 hatte der Commerzbank-Konzern (Commerzbank Aktiengesellschaft und drei Tochtergesellschaften) 6 Securitisations-Transaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt.

Die Laufzeit (legal maturity date) liegt zwischen zehn und 76 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2009 Kundenkredite in Höhe von 9,7 Mrd Euro abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 2,5 Mrd Euro.

Name derTransaktion Sicherungsnehmer Jahr desAbschlusses Laufzeit derTransaktionin Jahren Forderungsart KreditVolumenin Mio € Entlastung dergewichtetenRisikoaktivain Mio €
CoCo Finance2006-1 Commerzbank AG,CommerzbankInternational S.A.,Commerzbank(Eurasija) SAO 2006 10 nationale undinternationaleGroßkunden 4 457 388
CoSMO Finance2007-1 Commerzbank AG 2007 20 Mittelstandskunden 1 990 666
CoSMO Finance2008-1 Commerzbank AG 2008 14 Mittelstandskunden 1 494 801
Provide GEMS2002-1 PLC Eurohypo AG 2002 45 wohnungswirtschaftlichesPortfolio 322 101
Semper Finance2006-1 Eurohypo AG 2006 76 Project Castle –gewerbliches Portfolio 818 304
Semper Finance2007-1 Eurohypo AG 2007 36 gewerbliches Portfolio 591 271
9 672 2 531

(95) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

2009 2008
gesamt männlich weiblich gesamt männlich weiblich
im Konzern 63 267 34 680 28 587 39 239 21 436 17 803
in Deutschland 45 299 22 912 22 387 26 661 13 197 13 464
außerhalb Deutschlands 17 968 11 768 6 200 12 578 8 239 4 339

Die obigen Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Arbeitnehmer nicht enthalten sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung befindlich gewesenen Arbeitnehmer. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte beträgt 60% (Vorjahr: 60%) der Normalarbeitszeit.

gesamt männlich weiblich
2009 2008 2009 2008 2009 2008
Auszubildende 2 282 1 293 1 021 534 1 261 759

(96) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Geschäftsbeziehungen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen Commerzbank AG und / oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Gesellschaften, assoziierte Unternehmen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Alterversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank AG, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank AG.

Der Anteilsbesitz von 25% plus einer Aktie gewährt dem Bund als Träger der Finanzmarktstabilisierungsanstalt, die den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, die Möglichkeit eines maßgeblichen Einflusses auf die Commerzbank AG. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen.

299

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Aktiva und Passiva sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen (ohne Bundesunternehmen) und Personen haben sich im Berichtsjahr folgendermaßen entwickelt:

in Mio € 1.1.2009 Zugänge Abgänge VeränderungenKonsolidie-rungskreis Wechselkurs-änderungen 31.12.2009
Forderungen an Kreditinstitute 622 59 123 365 923
Tochterunternehmen
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 622 59 123 365 923
Forderungen an Kunden 885 585 251 –176 –1 1 042
Tochterunternehmen 328 330 54 –315 289
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 549 254 194 142 –1 750
Personen in Schlüsselpositionen 7 1 2 –3 3
Sonstige nahestehende Unternehmen / Personen 1 1
Finanzanlagen 37 12 9 –1 39
Tochterunternehmen 36 12 9 –1 38
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige nahestehende Unternehmen / Personen 1 1
Gesamt 1 544 656 383 189 –2 2 004
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 256 37 70 –217 6
Tochterunternehmen 34 34
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 256 3 36 –217 6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 885 236 155 –456 2 1 512
Tochterunternehmen 108 57 66 1 2 102
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 88 131 25 3 197
Personen in Schlüsselpositionen 36 3 2 –26 11
Sonstige nahestehende Unternehmen / Personen 1 653 45 62 –434 1 202
Gesamt 2 141 273 225 –673 2 1 518
Garantien und Sicherheiten gewährt an 322 43 358 124 131
Tochterunternehmen 21 7 2 16
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22 351 444 115
Personen in Schlüsselpositionen
Sonstige nahestehende Unternehmen / Personen 322 –322
Garantien und Sicherheiten erhalten von 10 27 2 35
Tochterunternehmen 9 12 1 20
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 15 1 15
Personen in Schlüsselpositionen
Sonstige nahestehende Unternehmen / Personen

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind unter den sonstigen nahe stehenden Unternehmen 1,2 Mrd Euro (Vorjahr: 1,2 Mrd Euro) für unternehmensexterne Versorgungsträger enthalten. Darüber hinaus bestanden im Commerzbank-Konzern zum 31. Dezember 2009 Handelsaktiva von 1 692 Mio Euro sowie Handelspassiva von 1 495 Mio Euro, die überwiegend aus nicht konsolidierten Fonds resultieren.

Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Aufwendungen und Erträge:

Aufwendungen Erträge
in Mio € 1.1.– 31.12.2009 1.1.– 31.12.2009
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Zinsen 7 12
Provisionen 15 16
Lieferungen und Leistungen 14 4
Abschreibungen /Wertminderungen
Assoziierte Unternehmen und Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Zinsen 10 59
Provisionen 21
Lieferungen und Leistungen 11 5
Abschreibungen /Wertminderungen
Personen in Schlüsselpositionen
Zinsen
Provisionen
Lieferungen und Leistungen
Abschreibungen /Wertminderungen
Sonstige nahestehenden Unternehmen oder Personen
Zinsen 59
Provisionen
Lieferungen und Leistungen
Abschreibungen /Wertminderungen
Summen
Zinsen 76 71
Provisionen 15 37
Lieferungen und Leistungen 25 9
Abschreibungen /Wertminderungen

Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellen sich wie folgt dar:

in Tsd € 1.1.2009 Zugänge Abgänge VeränderungPersonenkreis 31.12.2009
Vorstand 6 356 971 2 137 –2 886 2 304
Aufsichtsrat 314 358 22 650
Summe 6 670 1 329 2 159 –2 886 2 954

Barkredite an Vorstände wurden mit Laufzeiten von b. a.w. und letzter Fälligkeit in 2038 sowie Zinssätzen zwischen 3,2 % und 8,1% gewährt. Die Besicherung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Die Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats werden mit Laufzeiten b. a.w. und letzter Fälligkeit in 2039 sowie zu Zinssätzen zwischen 4,7% und 6,3%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,0 % herausgelegt. Die Besicherung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr, mit Ausnahme von Mietavalen, nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

301

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Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Einzelheiten der Beziehungen zum SoFFin sind in den Erläuterungen zum "Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und stille Einlage der Allianz SE" sowie in der Note 69 angegeben. Nachstehende Tabelle enthält die am 31. Dezember 2009 bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen:

in Mio € 31.12.2009
Barreserve 3 633
Forderungen an Kreditinstitute 213
Forderungen an Kunden 2 378
Handelsaktiva 2 628
Finanzanlagen 6 209
Gesamt 15 061
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24 260
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 90
Nachrangkapital 16 428
Gesamt 40 778
Garantien und Sicherheiten
– gewährt 3
– erhalten 5 000

Bei den unter Handelsaktiva beziehungsweise Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumenten handelt es sich um Fremd-

b) Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates kapitalinstrumente Das Nachrangkapital repräsentiert die stille Einlage des SoFFin.

wird im Vergütungsbericht wiedergegeben. Dieser ist Bestandteil des Lageberichts und auf den Seiten 44 ff. des Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2009 dargestellt.

Die gesamte Vergütung für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates beläuft sich auf:

in Tsd € 31.12.2009 31.12.2008
Vorstand 5 877 12 207
Aufsichtsrat 1 974 1 962

In der Vergütung für den Vorstand sind u. a. die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen DienstwagenNutzungen, Versicherungen, auf die Sachbezüge entfallende Steuern sowie Sozialabgaben) enthalten.

In der folgenden Tabelle wird die Vergütung in Form des Grundgehalts, der variablen Vergütung, der Vergütungen für die Übernahme von Organfunktionen bei im Konzernabschluss der Commerzbank AG konsolidierten Unternehmen, der Auszahlungen von aktienbasierten Vergütungsplänen (Long Term Performance-Pläne – LTP) sowie der sonstigen Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstandes dargestellt. Für das Geschäftsjahr 2009 wird keine variable Vergütung gewährt.

Beträgein Tsd € Grund-gehalt variable Vergütung fürVergütung3 die Übernahmefunktionen davonRückführungvon Organ- gemäß SoFFinAuflage4 AuszahlungaktienbasierteVergütungspläne5 Sonstiges6 Gesamt7
Martin Blessing 2009 500 72 572
2008 500 43 100 86 729
Klaus-Peter Müller 20092
20081 317 119 200 35 671
Frank Annuscheit 2009 480 23 –3 45 545
2008 480 23 40 51 594
Markus Beumer 2009 480 19 110 609
2008 480 18 365 863
Wolfgang Hartmann 20091 200 32 232
2008 480 77 100 112 769
Dr. Achim Kassow 2009 480 232 –212 64 564
2008 480 246 100 277 1 103
Jochen Klösges 20091 280 18 298
20082
Bernd Knobloch 20092 1 113 1 113
20081 360 20 615 4 137 5 132
Michael Reuther 2009 480 75 555
2008 480 78 71 629
Dr. Stefan Schmittmann 2009 20081 48080 –– 78 –– –– 557 54295
Ulrich Sieber 20091 280 28 308
20082
Dr. Eric Strutz 2009 480 48 –28 39 539
2008 480 95 100 41 716
Nicholas Teller 20092
20081 200 14 100 592 906
Gesamt 2009 4 140 329 –243 1 651 5 877
2008 4 337 741 1 355 5 774 12 207

1 p.r.t. für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag es Ausscheidens

2 Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.

3 Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses. Aufgrund der Ertragslage der Bank kam es für 2008 und 2009 nicht zur Auszahlung einer variablen Vergütung.

4 Aufgrund der Beteiligung des SoFFin, erfolgte in 2008 und 2009 eine Begrenzung der monetären Vergütung für alle zum Abschlussstichtag aktiven Vorstandsmitglieder auf 500 Tsd Euro.

5 Im Berichtsjahr 2009 wurde kein LTP ausgezahlt. Im Vorjahr wurde der LTP 2005 ausbezahlt.

6 Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge ausgewiesen. Herr Knobloch hat im Berichtsjahr 1 113 Tsd Euro und im Vorjahr 4 040 Tsd Euro sowie Herr Teller im Vorjahr 548 Tsd Euro erhalten, die ihnen gemäß Aufhebungsvereinbarung zugesagt wurden. Die Herren Beumer und Dr. Kassow erhielten im Vorjahr eine Kostenerstattung für den Einbau von Sicherungstechnik, Herr Beumer zusätzlich eine Kostenerstattung für einen Umzug.

7 Abweichend von der angegebenen Gesamtvergütung wurden im Berichtsjahr 2009 insgesamt 59 Tsd Euro weniger für Vergütungen aus Organfunktionen und aktienbasierten Vergütungen erfolgswirksam erfasst.

Die aktiven Vorstandsmitglieder hatten und haben sich an den in Note 24 erläuterten Long Term Performance-Plänen (LTP), die eine aktienbasierte Vergütungsform darstellen, beteiligt. Um an den einzelnen Plänen teilzunehmen, haben die Vorstandsmitglieder nach individueller Entscheidung eine Eigenbeteiligung von bis zu 2 500 Aktien, der Vorstandsvorsitzender bis zu 5 000 Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft je Plan zu den jeweils geltenden Tageskursen erbracht.

303

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

In der folgenden Tabelle sind für die einzelnen aktiven Vorstandsmitglieder und die laufenden LTP die Anzahl der Aktien (sowie die beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung der aktienbasierten Vergütung sowie deren Zeitwerte zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2009 dargestellt. Auf Basis der beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2009 werden für mögliche zukünftige Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Vorstandsmitgliedern zeitanteilig Rückstellungen gebildet. Die Vorstandsmitglieder haben im Februar 2009 sämtliche Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet und können daher keine Zahlungen aus diesem Plan erhalten. In 2009 erhielten die Vorstandsmitglieder auch keine Vergütungen aus anderen LTP. Vielmehr konnten Rückstellungen für die LTP im Umfang von 32 Tsd Euro aufgelöst werden.

Laufende Long Term Performance-Pläne

Anzahl dereingebrachten beizulegender Zeitwert ratierlich gebildeteRückstellung
LTP Aktienin Stück bei Gewährungin Tsd Euro am 31.12.2009in Tsd Euro am 31.12.2009in Tsd Euro
Martin Blessing 2008
2007 2 500 79 4 2,2
2006 2 500 87
Frank Annuscheit 2008
2007 1 200 38 2 1,1
2006 1 200 42
Markus Beumer 2008
2007
2006
Dr. Achim Kassow 2008
2007 2 500 79 4 2,2
2006 2 500 87
Jochen Klösges 2008
2007
2006
Michael Reuther 2008
2007 2 500 79 4 2,2
2006
Dr. Stefan Schmittmann 2008
2007
2006
Ulrich Sieber 2008
2007
2006
Dr. Eric Strutz 2008
2007 2 500 79 4 2,2
2006 2 500 87
Summen 2008
2007 11 200 354 18 9,9
2006 8 700 303
Gesamt 2009 19 900 657 18 9,9
Gesamt 2008 44 900 1 518 231 41,5

Die realisierbaren Vergütungen aus der Teilnahme an den LTP 2006 und 2007 können deutlich von denen in der vorstehenden Tabelle genannten Werten abweichen und insbesondere auch ganz entfallen, da die endgültigen Auszahlungsbeträge erst am Ende der Laufzeit des jeweiligen LTP feststehen (zu den Auszahlungsbedingungen vgl. Note 24).

Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 7 677 Tsd Euro (Vorjahr: 6 533 Tsd Euro).

Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte

insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e.V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2009 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder auf 7,0 Mio Euro (Vorjahr: 8,1 Mio Euro) und für ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene auf 75,7 Mio Euro (Vorjahr: 69,4 Mio Euro).

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte decken zum 31. Dezember 2009 vollständig die Verpflichtungen der Commerzbank AG gegenüber ihren Vorstandsmitgliedern ab, so dass keine Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zu bilden waren (Vorjahr: Rückstellungen 0,2 Mio Euro für aktive Vorstandsmitglieder und 1,6 Mio. Euro für ehemalige Vorstandsmitglieder oder deren Hinterbliebene).

Zu den Regelungen bezüglich der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses für die aktiven Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Darstellung im Vergütungsbericht unter "sonstige Regelungen".

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtrates wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das Geschäftsjahr 2009 eine gesamte Vergütung von netto 1 681 Tsd Euro (Vorjahr: 1 677 Tsd Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 240 Tsd Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd Euro) und auf das Sitzungsgeld 441 Tsd Euro (Vorjahr: 437 Tsd Euro). Das Sitzungsgeld wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer von 293 Tsd Euro (Vorjahr: 285 Tsd Euro) wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet. Insgesamt beträgt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder somit 1 974 Tsd Euro (Vorjahr: 1 962 Tsd Euro).

Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2009 insgesamt nicht mehr als 1% (Vorjahr: unter 1%) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

(97) Aktienbasierte Vergütungspläne

Im Geschäftsjahr 2009 wurde insgesamt ein aktienbasierter Vergütungsaufwand aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter von 1 Mio Euro berücksichtigt (im Vorjahr Ertrag: 8 Mio Euro). Davon entfallen auf Pläne mit Barausgleich 1 Mio Euro (im Vorjahr Ertrag: 12 Mio Euro). Für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten fiel kein Aufwand an (Vorjahr: 3 Mio Euro). Zum 31. Dezember 2009 betrugen die Rücklage für aktienbasierte Vergütungspläne im Eigenkapital 2 Mio Euro (Vorjahr: 2 Mio Euro) und die gebildeten Rückstellungen 2 Mio Euro (Vorjahr: 8 Mio Euro).

Nachfolgend werden die aktienbasierten Vergütungspläne "Long Term Performance-Plan (LTP)" der Commerzbank AG sowie der "Longfrist Incentive Plan (LFI)" der Eurohypo AG erläutert.

Außerdem bestehen bei weiteren Gesellschaften aktienbasierte Vergütungspläne mit Barausgleich und mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten. Der Aufwand für diese Pläne belief sich für das Jahr 2009 auf 1 Mio Euro (Vorjahr: 6 Mio Euro). Zum 31. Dezember 2009 werden für die anderen konsolidierten Gesellschaften 2 Mio Euro als Rückstellungen (Vorjahr: 2 Mio Euro) und 2 Mio Euro als Rücklage im Eigenkapital (Vorjahr: 2 Mio Euro) ausgewiesen.

Da die aktienbasierten Vergütungspläne der ehemaligen Dresdner Bank nicht auf die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie abstellen, entfallen die Angabepflichten nach IFRS 2.

Long Term Performance-Pläne der Commerzbank AG

Zum 31. Dezember 2009 betrug die Rückstellung für die LTP 1 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro). Im Berichtsjahr 2009 wurde kein LTP ausgezahlt und somit keine Rückstellung verbraucht (im Vorjahr: Auflösung 11 Mio Euro). Weitere Details und Bedingungen zu den LTP sind der Note 24 dieses Geschäftsberichts zu entnehmen. Gemäß IFRS 2 sind alle LTP als Vergütungspläne mit Barausgleich zu bilanzieren.

305

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Die geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2009 und die Veränderung der Anzahl der Rechte aus den LTP im Geschäftsjahr sind den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen:

Typ Tag der Gewährung Zeitwert pro Optionsrecht am
in € 31.12.2009 31.12.2008
2006 1. April 2006
2007 1. April 2007 1,76 3,90
2008 1. Mai 2008 4,60 8,87
Anzahl der Rechte in Stück 2009 2008
Bestand am Jahresanfang 1 033 500 886 300
im Jahresverlauf gewährt 434 250
im Jahresverlauf verwirkt 45 100 82 850
im Jahresverlauf ausgeübt 204 200
im Jahresverlauf verfallen
Bestand am Jahresende 988 400 1 033 500

Die erwartete Restlaufzeit der zum Jahresende bestehenden Rechte bewegt sich zwischen 15 und 28 Monaten (Vorjahr: zwischen 39 und 40 Monaten).

Die beizulegenden Zeitwerte für die Rechte aus den LTP wurden mit Hilfe eines Monte Carlo-Modells berechnet. Folgende Daten wurden herangezogen:

31.12.2009 31.12.2008
Volatilität des Commerzbank-Aktienkurses 82%–86% 54%–56%
Volatilität des DJ Euro Stoxx Banken Index 46%–48% 32%–33%
Korrelation des Commerzbank-Aktienkurses zum Index 82% 83%–84%
Dividendenrendite der Commerzbank-Aktie 1,3% 0,9%
Dividendenrendite des DJ Euro Stoxx Banken Index 2,0% 2,0%
Risikofreier Zinssatz 1,5%–1,7% 2,2%
Mitarbeiterfluktuation 4,5% 4,5%

Die Volatilität basiert auf der historischen Volatilität des Commerzbank-Aktienkurses und des Dow Jones (DJ) Euro Stoxx Banken-Index. Die Korrelation bezieht sich auf den Zeitablauf bis zum Bewertungsstichtag; die erwartete Restlaufzeit der Pläne wurde dabei berücksichtigt.

Langfrist Incentive-Pläne der Eurohypo AG (LFI)

Zum 31. Dezember 2009 bestand keine Rückstellung für den LFI (Vorjahr: 5 Mio Euro). Die Rückstellung wurde für die Auszahlung des LFI sowie dessen Verrechnung mit Sicherungsgeschäften in 2009 vollständig verbraucht. Weitere Details zum LFI sind in Note 24 enthalten.

(98) Sonstige Verpflichtungen

Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestehen in Höhe von 4,9 Mio Euro (Vorjahr: 4,9 Mio Euro).

Für die Liquiditäts-Konsortialbank (Liko) GmbH, Frankfurt / Main, besteht eine Nachschusspflicht von bis zu 96 Mio Euro (Vorjahr: 173 Mio Euro). Auch die einzelnen Bankenverbände haben Nachschussverpflichtungen gegenüber der Liko erklärt. Für die Erfüllung dieser Verbindlichkeiten haben sich Konzernunternehmen zu Gunsten ihres jeweiligen Verbandes selbstschuldnerisch gegenüber der Liko verbürgt.

Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen.

Für Terminbörsen und Clearingstellen, bei denen Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt wurden, bestehen Verpflichtungen in Höhe von 6 979 Mio Euro (Vorjahr: 5 351 Mio Euro).

307

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Angaben als Leasinggeber – Operating Leasing –

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasingverhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und Fahrzeuge.

Aus den gewährten Operating-Leasingverhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:

Fälligkeit in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
in bis zu einem Jahr 251 184
in einem bis fünf Jahren 707 689
in mehr als fünf Jahren 292 410
Gesamt 1 250 1 283

In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart.

Angaben als Leasinggeber – Finanzierungs-Leasing –

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und Geschäftsausstattung (z.B. Kraftfahrzeuge, Kopierer).

Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:

in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
Ausstehende Leasingzahlungen 2 142 1 823
+ garantierte Restwerte 28 28
= Mindestleasingzahlungen 2 170 1 851
+ Nicht garantierte Restwerte 19 21
= Bruttoinvestitionen 2 189 1 872
– Nicht realisierter Finanzertrag 263 207
= Nettoinvestitionen 1 926 1 665
– Barwert der nicht garantierten Restwerte 14 16
= Barwert der Mindestleasingzahlungen 1 912 1 649

Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich garantiertem Restwert. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende.

Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasingverhältnissen gliedern sich folgendermaßen:

Restlaufzeiten zum 31.12. Bruttoinvestitionen Barwert der Mindestleasingzahlungen
in Mio € 2009 2008 2009 2008
in bis zu einem Jahr 736 590 648 504
in einem bis fünf Jahren 1 153 1 140 1 013 1 021
in mehr als fünf Jahren 300 142 251 124
Gesamt 2 189 1 872 1 912 1 649

Angaben als Leasingnehmer – Operating Leasing –

Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führen im Geschäftsjahr 2009 zu Aufwendungen in Höhe von 700 Mio Euro (Vorjahr: 338 Mio Euro). Davon entfällt auf kündbare Miet- und Leasingverträge ein Aufwand von 8 Mio Euro (Vorjahr: 36 Mio Euro). Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:

Fälligkeit in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
in bis zu einem Jahr 651 346
in einem bis fünf Jahren 1 863 1 139
in mehr als fünf Jahren 1 531 1 075
Gesamt 4 045 2 560

Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit.

Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Erträge zu:

Fälligkeit in Mio € 31.12.2009 31.12.2008
in bis zu einem Jahr 50 24
in einem bis fünf Jahren 178 50
in mehr als fünf Jahren 405 10
Gesamt 633 84

Die Leasingverträge enthalten wie im Vorjahr keine Vereinbarungen über bedingte Mietzahlungen.

309

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

(100) Patronatserklärung

Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss unserer Bank einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

Name Sitz
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main
BRE Bank Hipoteczny SA Warschau
BRE Bank SA Warschau
BRE Leasing Sp. z o.o. Warschau
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerz (East Asia) Ltd. Hongkong
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank (South East Asia) Ltd. Singapur
Commerzbank Capital Markets Corporation New York
Commerzbank Europe (Ireland) Dublin
Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc Dublin
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Dresdner Kleinwort Securities LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg
Eurohypo Aktiengesellschaft Eschborn

Soweit in der Vergangenheit Patronatserklärungen von der Dresdner Bank AG abgegeben wurden, werden davon ausschließlich diejenigen aufrechterhalten, die in der obigen Aufstellung ausdrücklich aufgeführt sind.

(101) Corporate Governance Kodex

Unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) zugänglich gemacht.

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Klaus-Peter MüllerVorsitzender Uwe Foullong* Klaus Müller-Gebel(bis 16. Mai 2009)
Uwe Tschäge*stellv. Vorsitzender Daniel Hampel *Dr.-Ing. Otto Happel Dr. Helmut Perlet(seit 16. Mai 2009)
Hans-Hermann Altenschmidt * Sonja Kasischke* Barbara Priester *
Dott. Sergio Balbinot Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h.Hans-Peter Keitel Dr. Marcus Schenck
Dr.-Ing. Burckhardt Bergmann Dr.-Ing. E.h. Heinrich Weiss
Herbert Bludau-Hoffmann* Alexandra Krieger * (bis 16. Mai 2009)
Dr. Nikolaus von Bomhard(seit 16. Mai 2009) Friedrich Lürßen(bis 16. Mai 2009)
Karin van Brummelen* Dr. h.c. Edgar Meister(seit 16. Mai 2009)
Astrid Evers * Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec.Ulrich Middelmann Dr. Walter SeippEhrenvorsitzender

Vorstand

Martin Blessing Vorsitzender

* von den Arbeitnehmern gewählt

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Konzernabschluss

Wolfgang Hartmann (bis 7. Mai 2009)

Dr. Achim Kassow

Jochen Klösges (seit 1.Juni 2009)

Michael Reuther

Dr. Stefan Schmittmann

Ulrich Sieber (seit 1.Juni 2009)

Dr. Eric Strutz

311

  • 191 Gesamtergebnisrechnung 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB Stand: 31.12.2009

  • a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
  • b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Martin Blessing

. /.

Frank Annuscheit

a) Konzernmandat: comdirect bank AG

Markus Beumer

a) Konzernmandat:

Commerz Real AG

Dr. Achim Kassow

a) Generali Deutschland Holding AG*

Konzernmandate:

comdirect bank AG Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG Vorsitzender

b) Allianz Global Investors Deutschland GmbH

Konzernmandat:

BRE Bank SA

Jochen Klösges

a) Konzernmandate: Commerz Real AG Vorsitzender

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Vorsitzender

Deutsche Schiffsbank AG Vorsitzender

Eurohypo AG Vorsitzender

b) Konzernmandate:

Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH stellv. Vorsitzender

Michael Reuther

a) Konzernmandat:

Eurohypo AG

b) Konzernmandat:

Commerzbank Capital Markets Corporation

Dr. Stefan Schmittmann

a) Schaltbau Holding AG*

Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Konzernmandate:

Commerz Real AG stellv. Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG

Eurohypo AG

  • b) KG Allgemeine Leasing GmbH &Co. Vorsitzender
    • Konzernmandat:

BRE Bank

Ulrich Sieber

  • a) BVV Pensionsfonds AG
  • b) SWAB Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung GmbH

* Konzernexterne börsennotierte Gesellschaft (gemäß Ziff. 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).

Dr. Eric Strutz

a) ABB AG

RWE Power AG

Konzernmandat:

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG stellv. Vorsitzender

b) Mediobanca – Banca di Credito Finanziario S.p.A. *

SdB-Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH

Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH

Konzernmandate:

Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH Vorsitzender

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Vorsitzender

Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder

Wolfgang Hartmann

a) Konzernmandat:

Eurohypo AG (bis 31.05.2009)

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank AG

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB Stand: 31.12.2009

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren

Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

a) Fraport AG* Fresenius SE*

Linde AG*

b) Assicurazioni Generali S.p.A. * Landwirtschaftliche Rentenbank Parker Hannifin Corporation*

Uwe Tschäge

/.

Hans-Hermann Altenschmidt

b) BVV Pensionsfonds BVV Pensionskasse BVV Unterstützungskasse

Dott. Sergio Balbinot

a) Deutsche Vermögensberatung AG

Konzernmandate: AachenMünchener Lebensversicherung AG

AachenMünchener Versicherung AG

Generali Deutschland Holding AG

b) Konzernmandate:

Banco Vitalicio de España, C.A. de Seguros y Réaseguros

Europ Assistance Holding

Future Generali India Insurance Co. Ltd.

Future Generali India Life Insurance Co. Ltd.

Generali Asia N.V.

Generali China Insurance Company Ltd. stellv. Vorsitzender

Generali China Life Insurance Co. Ltd. stellv. Vorsitzender

Generali España, Holding de Entidades de Seguros, S.A. stellv. Vorsitzender

Generali Finance B.V.

Generali France S.A. stellv. Vorsitzender

Generali Holding Vienna AG stellv. Vorsitzender

Generali Investments SpA

Generali (Schweiz) Holding stellv. Vorsitzender

Generali PPF Holding BV Vorsitzender

La Centrale Finanziaria Generale S.p.A.

La Estrella S.A.

Migdal Insurance & Financial Holdings Ltd.

Participatie Maatschappij Graafschap Holland N.V.

Transocean Holding Corporation

  • 191 Gesamtergebnisrechnung
  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

  • a) Allianz Lebensversicherungs-AG stellv. Vorsitzender E.ON Energie AG
  • b) OAO Gazprom
    • Nord Stream AG
    • OAO Novatek

Telenor

Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH

Jaeger Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Vorsitzender

Herbert Bludau-Hoffmann

. /.

Dr. Nikolaus von Bomhard

a) Konzernmandate:

ERGO Versicherungsgruppe AG Vorsitzender

Munich Health Holding AG Vorsitzender

b) UniCredit S.p.A. (seit 29.04.2009)

Karin van Brummelen

/.

Astrid Evers

. /.

Uwe Foullong

. /.

Daniel Hampel

/.

Dr.-Ing. Otto Happel

. /.

Sonja Kasischke

. /.

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel

  • a) Hochtief AG
  • National-Bank AG
  • b) EQT Infrastructure Limited RAG Stiftung

Alexandra Krieger

. /.

Dr. Edgar Meister . /.

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

a) Deutsche Telekom AG*

E.ON Ruhrgas AG

LANXESS AG*

LANXESS Deutschland GmbH

Konzernmandate:

ThyssenKrupp Elevator AG Vorsitzender (bis 16.09.2009)

ThyssenKrupp Marine Systems AG (seit 01.10.2009)

ThyssenKrupp Materials International GmbH (seit 01.10.2009)

ThyssenKrupp Nirosta GmbH (vormals ThyssenKrupp Stainless AG Vorsitzender (bis 06.09.2009)

ThyssenKrupp Reinsurance AG Vorsitzender (bis 03.04.2009)

ThyssenKrupp Steel Europe AG (vormals ThyssenKrupp Steel AG) b) Hoberg & Driesch GmbH Vorsitzender

Konzernmandate:

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A.

ThyssenKrupp (China) Ltd.

ThyssenKrupp Risk and Insurance Services GmbH Vorsitzender (bis 03.04.2009)

Dr. Helmut Perlet

a) Allianz Deutschland AG*

Allianz Global Corporate & Specialty AG stellv. Vorsitzender (bis 31.08.2009)

Allianz Global Investors AG (bis 15.09.2009)

Allianz Investment Management SE stellv. Vorsitzender (bis 09.09.2009)

Dresdner Bank AG (bis 12.01.2009)

GEA GROUP AG

b) Allianz Life Insurance Company of North America

Fireman's Fund Ins. Co.

Allianz of America Inc.

Allianz S.p.A.

Allianz France S.A.

Barbara Priester

. /.

Dr. Marcus Schenck

  • a) Konzernmandat: E.ON Ruhrgas AG
  • b) Konzernmandate:
    • E.ON IS GmbH
    • E.ON Energy Trading

Ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder

Friedrich Lürßen

a) Atlas Elektronik GmbH

b) Finanzholding der Sparkasse in Bremen stellv. Vorsitzender

MTG Marinetechnik GmbH Vorsitzender

Klaus Müller-Gebel

a) comdirect bank AG stellv. Vorsitzender

Deutsche Schiffsbank AG stellv. Vorsitzender

Eurohypo AG stellv. Vorsitzender

Dr.-Ing. E.h. Heinrich Weiss

a) DB Mobility Logistics AG Deutsche Bahn AG

Voith AG

Konzernmandat:

SMS Siemag AG Vorsitzender

b) Thyssen-Bornemisza Group Bombardier Inc.

Mitarbeiter der Commerzbank AG

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziff. 1 HGB Stand: 31.12.2009

Manfred Breuer Deutsche Edel-Stahlwerke GmbH

Torsten Bonew Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Dr. Detlev Dietz

Commerz Real AG

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Martin Fischedick

Borgers AG

Commerz Real AG

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Bernd Förster SE Spezial Electronic AG

Bernd Grossmann Textilgruppe Hof AG

Detlef Hermann Kaiser's Tengelmann AG Ritzenhoff Cristal AG

Herbert Huber

Saarländische Investitionskreditbank AG

Rüdiger Maroldt

Allianz Dresdner Bauspar AG

Dr. Thorsten Reitmeyer

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Commerz Real AG

Dr. Markus Rose Allianz Dresdner Bauspar AG

Andreas Schmidt Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

Kerstin Scholz Allianz Dresdner Bauspar AG

Dirk Wilhelm Schuh GEWOBA Wohnen und Bauen AG

Rupert Winter Klinikum Burgenlandkreis GmbH

Martin Zielke comdirect bank AG

191 Gesamtergebnisrechnung

315

  • 195 Bilanz
  • 196 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 198 Kapitalflussrechnung
  • 200 Anhang (Notes)
  • 316 Bestätigungsvermerk

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 8. März 2010 Der Vorstand

Achim Kassow

Stefan Schmittmann Ulrich Sieber

Martin Blessing Frank Annuscheit Markus Beumer

Jochen Klösges

Michael Reuther

Eric Strutz

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 9. März 2010

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lothar Schreiber Clemens Koch (Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

Weitere Informationen

Wir informieren über die Zusammensetzung unseres Zentralen Beirats. Den Abschluss bildet ein Glossar zu den wichtigsten Begriffen aus der Finanzwelt.

318 Zentraler Beirat | 319 Glossar

Zentraler Beirat

Dr. Simone Bagel-Trah

Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses Henkel AG & Co. KGaA Düsseldorf

Dr. Olaf Berlien

Mitglied des Vorstands ThyssenKrupp AG Düsseldorf CEO Division Technologies Essen Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp Elevator AG Düsseldorf

Dominic Brenninkmeyer

Chairman Redevco B.V. Real Estate Investment & Development Company Amsterdam

Cathrina Claas-Mühlhäuser

Stellv. Vorsitzende des Gesellschafterausschusses CLAAS KGaA mbH Harsewinkel

Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann Persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter Peter Kölln KGaA Elmshorn

Dr. Hubertus Erlen Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Bayer Schering Pharma AG Berlin

Prof. Dr. Johanna Hey Direktorin Institut für Steuerrecht Universität zu Köln Köln

Prof. Dr. Edward G. Krubasik Vorsitzender des Aufsichtsrats Honsel AG Meschede

Uwe Lüders

Vorsitzender des Vorstands L. Possehl & Co. mbH Lübeck

Dipl.-Kfm. Friedrich Lürßen Geschäftsführender Gesellschafter Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG Bremen

Wolfgang Mayrhuber Vorsitzender des Vorstands Deutsche Lufthansa AG Köln / Frankfurt am Main

Dr.-Ing. E.h. Hartmut Mehdorn Frankfurt am Main

Friedrich Merz Rechtsanwalt Mayer Brown LLP Berlin

Dr. Christoph M. Müller Rechtsanwalt Mitglied des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats Vaillant GmbH Remscheid

Prof. Hans Georg Näder Geschäftsführender Gesellschafter Otto Bock HealthCare GmbH Duderstadt

Klaus M. Patig Königstein

Hans Dieter Pötsch Mitglied des Vorstands Volkswagen AG Wolfsburg

Dr. Helmut Reitze Intendant Hessischer Rundfunk Frankfurt am Main

Dr. Axel Frhr. v. Ruedorffer Bad Homburg

Dr. Ernst F. Schröder Persönlich haftender Gesellschafter Dr. August Oetker KG Bielefeld

Jürgen Schulte-Laggenbeck CFO OTTO (GmbH & Co. KG) Hamburg

Prof. Dennis J. Snower, Ph.D. Präsident Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Kiel

Dr. Dr. h.c. Edmund Stoiber Bayerischer Ministerpräsident a.D. Rechtsanwalt Wolfratshausen

Nicholas Teller CEO E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG Hamburg

Prof. Dr. Klaus Trützschler Mitglied des Vorstands Franz Haniel & Cie. GmbH Duisburg

Dr. Bernd W. Voss Frankfurt am Main / Kronberg

Dr. Michael Werhahn Mitglied des Vorstands Wilh. Werhahn KG Neuss

Dr. Wendelin Wiedeking Bietigheim-Bissingen

Weitere Informationen

Die Verzeichnisse der Mitglieder unserer Regionalbeiräte Nord, Nordwest, West, Ost, Mitte, Süd und Südwest finden Sie im Internet unter www.commerzbank.de > Über uns > Konzerninformationen > Beiräte.

319 Glossar

319

Glossar

Ad-hoc-Publizität

Ein vorrangiges Ziel der Ad-hoc-Publizität besteht in der Prävention von Insidergeschäften. Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) schreibt in § 15 vor, dass Emittenten, deren Wertpapiere an einer deutschen Börse zum Amtlichen Handel oder im Geregelten Markt zugelassen sind, Ad-hoc-Veröffentlichungspflichten unterliegen. Eine neue Tatsache ist dann meldepflichtig, wenn sie im Tätigkeitsbereich des Unternehmens eingetreten und nicht öffentlich bekannt ist. Des Weiteren muss sich die neue Tatsache auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten auswirken sowie geeignet sein, den Börsenpreis der zugelassenen Wertpapiere erheblich zu beeinflussen oder, im Fall zugelassener Schuldverschreibungen, die Fähigkeit des Emittenten, seinen Verpflichtungen nachzukommen, zu beeinträchtigen.

American Depositary Receipts (ADR)

Zur Erleichterung der Handelbarkeit nicht-US-amerikanischer Aktien werden von dortigen Banken Hinterlegungsscheine über in der Regel im Ursprungsland verwahrte Originalstücke ausgestellt. Sie sind an den amerikanischen Börsen wie Aktien handelbar, lassen sich jedoch in beliebigen Verhältnissen ausstellen. So kann ein ADR z.B. lediglich den Bruchteil einer Aktie verbriefen.

Asset Backed Securities (ABS)

Wertpapiere, deren Zins- und Tilgungszahlung durch den zugrunde liegenden Forderungspool gedeckt ("backed") sind. Sie werden in der Regel durch eine Zweckgesellschaft im Rahmen einer Verbriefung begeben.

Assoziiertes Unternehmen

Unternehmen, das weder durch Volloder Quotenkonsolidierung, sondern nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen ist, auf dessen Geschäfts- oder Finanzpolitik aber ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat.

Aufwandsquote

Sie stellt den Quotienten aus Verwaltungsaufwand und Erträgen vor Risikovorsorge dar und spiegelt die Kosteneffizienz des Unternehmens oder eines Geschäftsfelds wider.

Backtesting

Verfahren zur Überwachung der Güte von Value-at-Risk-Modellen. Hierzu wird über einen längeren Zeitraum geprüft, ob die über den VaR-Ansatz geschätzten potenziellen Verluste rückwirkend nicht wesentlich häufiger überschritten wurden, als gemäß dem angewandten Konfidenzniveau zu erwarten ist.

Benchmarks

Bezugsgrößen wie Indizes, die z.B. im Portfoliomanagement eingesetzt werden. Sie können zum einen die Ausrichtung der Anlagestrategie bestimmen, indem sie dem Portfoliomanager als Orientierung für die Zusammensetzung von Portfolios dienen. Zum anderen dienen sie als Maßstab für den Anlageerfolg.

Cash Flow Hedge

Hierunter wird die Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung zukünftiger Zahlungsströme (Cash Flows) insbesondere bei Zinszahlungen aus einem variabel verzinslichen Bilanzgeschäft mit einem Swap verstanden. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert (Fair Value).

Collateralised Debt Obligations (CDOs)

Mit einem Pool von unterschiedlichen Wertpapieren, insbesondere Krediten und sonstigen verbrieften Schuldtiteln, besicherte ABS.

Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS)

Mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte ABS.

Corporate Governance

Corporate Governance legt Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung von Unternehmen fest. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex schaffen Transparenz und stärken das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Unternehmensführung; sie dienen im Besonderen dem Schutz der Aktionäre.

Credit Default Swap (CDS)

Finanzinstrument zur Übertragung des Kreditrisikos aus einem Referenzaktivum (z.B. Wertpapier oder Kredit). Dafür zahlt der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber eine Prämie und erhält bei Eintritt eines vorab vereinbarten Kreditereignisses eine Ausgleichszahlung.

Credit-VaR

Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit-VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, diese jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen können.

Derivate

Finanzinstrumente, deren eigener Wert vom Wert eines anderen Finanzinstruments abhängt. Der Preis des Derivats wird vom Preis eines Basiswerts abgeleitet (z. B. Wertpapier, Zinssatz, Währung, Kredit). Diese Instrumente bieten erweiterte Möglichkeiten für Risikomanagement und -steuerung.

Due Diligence

So bezeichnet man den Prozess der intensiven Untersuchung der finanziellen und wirtschaftlichen Situation und Planung eines Unternehmens durch externe Experten (meist Banken, Anwälte, Wirtschaftsprüfer). Im Vorfeld eines Börsengangs oder einer Kapitalerhöhung ist die Durchführung einer Due Diligence die Voraussetzung für die Erstellung eines Emissionsprospekts.

Eigenkapitalrendite

Sie errechnet sich aus dem Verhältnis einer Ergebnisgröße zum durchschnittlichen Eigenkapital und gibt an, wie sich das im Unternehmen eingesetzte Kapital verzinst.

Embedded Derivatives

Eingebettete Derivate sind Bestandteil eines originären Finanzinstruments und mit diesem untrennbar verbunden, sogenannte Hybrid Financial Instruments wie z. B. Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien). Sie sind rechtlich und wirtschaftlich miteinander verbunden.

Equity-Methode

Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen, die als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen werden. Der anteilige Jahresüberschuss / Fehlbetrag des Unternehmens wird in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung als Beteiligungsertrag/-verlust übernommen. Der Bilanzansatz erfolgt in Höhe des anteiligen Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens.

Erwarteter Verlust

Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.

Fair Value

Betrag, zu dem Finanzinstrumente zu fairen Bedingungen verkauft oder gekauft werden können. Zur Bewertung werden entweder Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder – wenn diese fehlen – interne Bewertungsmodelle herangezogen.

Fair Value Hedge

Wird angewandt zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen festverzinslichen Bilanzposten (z. B. eine Forderung oder ein Wertpapier), der durch einen Swap gegen das Marktrisiko gesichert ist. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert (Fair Value).

Finanzinstrumente

Hierunter werden zum einen finanzielle Vermögenswerte, insbesondere Kredite bzw. Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen, zum anderen finanzielle Verpflichtungen wie z.B. Einlagen von Kreditinstituten und Kunden sowie emittierte Anleihen aber auch Derivate subsumiert.

Future

Der Future-Kontrakt ist ein verbindlicher Vertrag, der beide Vertragsparteien dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl oder Menge eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis zu einem vereinbarten Datum zu liefern bzw. zu übernehmen. Im Gegensatz zur Option ist der Future sehr stark standardisiert.

Genussschein

Verbriefung von Genussrechten, die von Unternehmen jeder Rechtsform ausgegeben und in den amtlichen (Börsen-) Handel eingeführt werden. Genussscheine können unter bestimmten

Voraussetzungen dem haftenden Eigenkapital der Kreditinstitute zugerechnet werden.

Goodwill

Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einer Beteiligungs- oder Unternehmensübernahme nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Wert des hierfür erworbenen Reinvermögens.

Handelsaktiva

In diesem Bilanzposten werden Handelszwecken dienende Wertpapiere, Schuldscheindarlehen, Devisen, Edelmetalle, Kredite und Kreditzusagen sowie derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Sie werden zum Fair Value bewertet.

Handelspassiva

In diesem Bilanzposten werden derivative Finanzinstrumente und Kreditzusagen des Handelsbestands, die einen negativen Marktwert besitzen, sowie Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value.

Hedge Accounting

bezeichnet die Bilanzierung zweier oder mehrerer Finanzinstrumente, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, wobei gegensätzliche Wertentwicklungen der Sicherungsgeschäfte (z.B. Zinsswaps) und der Grundgeschäfte (z.B. Kredite) dargestellt werden. Ziel des Hedge Accounting ist es, den Einfluss der erfolgswirksamen Bewertung und Erfassung der Bewertungsergebnisse aus derivativen Geschäften auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren.

Hedging

Eine Strategie, bei der Sicherungsgeschäfte mit dem Ziel abgeschlossen werden, sich gegen das Risiko von ungünstigen Preisentwicklungen (Zinsen, Kurse, Rohstoffe) abzusichern.

Hybride Finanzmittel

sind Finanzierungsmöglichkeiten, die flexibel an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden können. Vom Charakter her sind sie eine Mischform zwischen Fremd- und Eigenkapital, so dass im Interessenausgleich zwischen dem Wunsch nach Risikoübernahme und der Beschränkung der unternehmerischen Führung stets ein Optimum gefunden werden kann. Typische Vertreter der hybriden Finanzmittel sind: Nachrangdarlehen, stille Einlagen oder Genussscheine.

Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP)

Prozess, der gewährleistet, dass Kreditinstitute über genügend internes Kapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken verfügen.

International Financial Reporting Standards (IFRS) / International Accounting Standards (IAS)

Vom International Accounting Standards Board verabschiedete Rechnungslegungsvorschriften. Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS / IAS ist es, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens sowie deren Veränderungen im Zeitablauf zu vermitteln. Im Gegensatz dazu orientiert sich ein Jahresabschluss nach HGB vorrangig am Gläubigerschutzgedanken.

Kapitalflussrechnung

Sie zeigt Zusammensetzung und Veränderungen des Zahlungsmittelbestands eines Geschäftsjahres. Sie ist aufgeteilt in die Quellen der Veränderungen aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Konfidenzniveau

Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust eine durch den Value-at-Risk definierte Verlustobergrenze nicht überschreitet.

Kreditderivat

Finanzinstrument, dessen Wert von einer zugrunde liegenden Forderung abhängt, z.B. einem Kredit oder Wertpapier. In der Regel werden diese Kontrakte OTC abgeschlossen. Sie werden u. a. zur Risikosteuerung eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte kreditderivative Produkt ist der Credit Default Swap.

Latente Steuern

Latente Steuern sind zukünftige Steuerbe- bzw. Steuerentlastungen, die aus temporären Differenzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten bzw. Steuergutschriften resultieren. Dabei sind temporäre Differenzen unterschiedliche Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen der veröffentlichten Handels- oder IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz (Liability-Methode), die sich in späteren Wirtschaftsjahren ausgleichen und aus denen tatsächliche Steuerwirkungen resultieren. Abzugsfähige temporäre Differenzen sowie noch nicht genutzte steuerliche Verluste bzw. Steuergutschriften führen zu latenten Steueransprüchen; hingegen führen zu versteuernde temporäre Differenzen zu latenten Steuerschulden. Latente Steueransprüche /Steuerschulden sind getrennt von den tatsächlichen Steueransprüchen/Steuerschulden auszuweisen.

Mark-to-Market

Bewertung von Positionen zu aktuellen Marktpreisen einschließlich unrealisierter Gewinne – ohne Berücksichtigung der Anschaffungskosten.

Mergers & Acquisitions

Angelsächsischer Ausdruck für Fusionen und Übernahmen. Im Bankgeschäft steht "M&A" für die Beratung von Unternehmen bei solchen Transaktionen, insbesondere bei Käufen und Verkäufen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.

Mezzanine

Mezzanine-Kapital oder Mezzanine-Finanzierungen beschreibt Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Mezzanine-Kapital kann eigenkapitalähnlich (sog. Equity Mezzanine) in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen oder stillen Beteiligungen begeben werden. Es eignet sich besonders für mittelständische Unternehmen, die ihre Eigenmittelbasis stärken, aber nicht die Eigentümerstruktur verändern wollen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bezeichnet langfristiges, auf eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft gerichtetes Wirtschaften. Verantwortung für die Umwelt und ausgewogene soziale Beziehungen verstehen sich dabei als leitende Ziele.

Netting

Aufrechnung betrags- oder risikomäßig gegenläufiger Positionen.

Neubewertungsrücklage

In der Neubewertungsrücklage werden Marktwertänderungen von Wertpapieren und Beteiligungen im Finanzanlagebestand erfolgsneutral erfasst. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt nach Berücksichtigung latenter Steuern.

Ökonomisches Kapital

Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,95%) ausreicht. Nicht identisch mit dem bilanziellen oder regulatorischen Kapital.

Option

Die Option ist eine Vereinbarung, die dem einen Vertragspartner das einseitige Recht einräumt, eine im voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Werts zu einem vorab festgelegten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen.

OTC

Abkürzung für "Over the Counter"; damit wird der außerbörsliche Handel von Finanzinstrumenten bezeichnet.

Patronatserklärung

Üblicherweise Verpflichtung einer Konzern-Muttergesellschaft gegenüber Dritten (z. B. Banken), für die ordnungsgemäße Geschäftsführung und die Erfüllung von Verbindlichkeiten ihrer Tochtergesellschaft Sorge zu tragen.

Rating

Standardisierte Bonitätsbeurteilung / Risikoeinschätzung von Unternehmen, Staaten oder von diesen emittierten Schuldtiteln auf Basis standardisierter qualitativer und quantitativer Kriterien. Das Ergebnis des Ratingprozesses ist Grundlage für die Feststellung der Ausfallwahrscheinlichkeit, die wiederum in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko einfließt. Ratings können durch die Bank selbst (interne Ratings) oder durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Fitch oder Moody's ermittelt werden (externe Ratings).

Repo-Geschäfte

Abkürzung für Repurchase Agreement; sie sind Kombinationen aus Kassa-Käufen oder -Verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf der Wertpapiere auf Termin mit demselben Kontrahenten. Während diese Art von Geschäften aus Käufersicht als Repo-Geschäfte bezeichnet werden, stellen sie auf der Verkäuferseite sogenannte Reverse-Repo-Geschäfte dar.

Residential Mortgage Backed Securities (RMBS)

Mit privaten Immobilienkrediten besicherte ABS.

Shareholder Value

Das Shareholder Value-Konzept stellt die Interessen der Eigentümer bzw. bei börsennotierten Unternehmen die der Aktionäre in den Vordergrund. Es umfasst die Orientierung der Unternehmensführung an der langfristigen Mehrung des Unternehmenswerts und damit an der Steigerung des Aktienkurses. Es kontrastiert mit der "Stakeholder-Politik", die auf einen Ausgleich der Interessen von Aktionären mit

anderen Anspruchsgruppen wie Kunden, Mitarbeitern, Fremdkapitalgebern, Banken usw. abzielt. Ein wesentlicher Baustein des Shareholder-Value-Prinzips ist auch eine aktionärsorientierte und transparente Informationspolitik, die gerade in den großen börsenorientierten Unternehmen von Investor Relations gewährleistet wird.

Spread

Differenz zwischen zwei Preisen oder Zinssätzen, z. B. Spanne zwischen Anund Verkaufskurs von Wertpapieren oder bonitätsbedingter Aufschlag auf einen Marktzinssatz.

STOXX

Bei der "Indexfamilie" STOXX handelt es sich um ein System europäischer Benchmark-, Blue Chip- sowie Branchenindizes. Die STOXX Limited selbst ist ein Joint Venture zwischen Deutscher Börse AG, Dow Jones & Company, SBF-Bourse de France und Schweizer Börse.

Stresstesting

Über Stresstests versucht man, die verlustmäßigen Auswirkungen extremer Ereignisse zu modellieren, da diese in der Regel über VaR-Modelle nicht adäquat berücksichtigt werden können. VaR-Risikokennzahlen basieren üblicherweise auf einem "normalen" Marktumfeld und nicht auf sehr seltenen und damit statistisch nicht erfassbaren Extremsituationen, wie z. B. dem Börsencrash 1987 oder der Asienkrise 1997/98. Stresstests bilden damit eine sinnvolle und darüber hinaus von den Regulatoren geforderte Ergänzung zu den VaR-Analysen.

Swaps

Finanzinstrumente, bei denen der Austausch von Zahlungsströmen (Zinsen und / oder Währungsbeträge) über einen festgelegten Zeitraum vereinbart wird. Mittels Zinsswaps werden Zinszahlungsströme getauscht (z. B. fest gegen variabel). Währungsswaps bieten darüber hinaus die Möglicheit, das Wechselkursrisiko über einen Austausch von Kapitalbeträgen auszuschalten.

Tochterunternehmen

Von einer Muttergesellschaft beherrschtes Unternehmen, das vollkonsolidiert wird. Liegt eine geringfügige Bedeutung vor, erfolgt keine Konsolidierung. In diesem Fall wird das Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Value-at-Risk-Modell (VaR)

VaR bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Um aussagekräftig zu sein, muss zusätzlich immer die Haltedauer (z. B. 1 Tag) und das Konfidenzniveau (z. B. 97,5%) angegeben werden. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.

Verbriefung

Im Rahmen von Verbriefungen werden Forderungen (z. B. Kredite, Handelswechsel oder Leasingforderungen) in einem Pool gebündelt und in der Regel auf eine Zweckgesellschaft (SPV) übertragen. Das SPV refinanziert sich durch die Emission von Wertpapieren (z. B. ABS oder CLNs). Die Rückzahlung und Zinszahlung der Wertpapiere ist direkt an die Performance der zugrunde liegenden Forderungen geknüpft und nicht an die des Emittenten.

Volatilität

Mit dem Begriff "Volatilität" wird die Kursschwankung eines Wertpapiers bzw. einer Währung bezeichnet. Oftmals wird diese in Form der Standardabweichung aus der Kurshistorie berechnet, bzw. implizit aus einer Preissetzungsformel. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist das Halten der Anlage.

Eine Vielzahl weiterer Begriffserklärungen bietet unser Glossar im Internet unter www.commerzbank.de

Herausgeber

Commerzbank AG Zentrale Kaiserplatz Frankfurt am Main www.commerzbank.de

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.

ISSN 0414-0443 | VKI 02040

Konzept und Gestaltung wirDesign Berlin Braunschweig

Fotografie ddp images / Thomas Lohnes (S. 10) Markus Goetzke (S. 15) hiepler, brunier, fotografie (S. 9) Norbert Hüttermann (S. 2, S. 5, S. 6, S. 14) Claudia Kempf (Titelbild, S. 17, S. 24 / 25, S. 26, S. 62, S. 84, S. 94, S. 104, S. 114, S. 122) MetaDesign (U3)

Druck und Verarbeitung Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen

Dieser Geschäftsbericht wurde klimaneutral gestellt. Die durch die Produktion und Distribution verursachte Menge von 50 Tonnen CO2-Emissionen wurde durch Investitionen in Klimaschutzprojekte aus dem "myclimate International Portfolio" kompensiert. Diese hochwertigen Gold-Standard-Klimaschutzmaßnahmen tragen zur weltweiten Reduktion von Treibhausgasemissionen bei und unterliegen der Kontrolle einer durch die Vereinten Nationen anerkannten Prüfungsstelle.

Fünfjahresübersicht

Gewinn- und Verlustrechnung (Mio €) 2009 20081 2007 2006 2005
Zinsüberschuss 7 189 4 729 4 007 3 937 3 167
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 4 214 – 1 855 – 479 – 878 – 521
Provisionsüberschuss 3 722 2 846 3 150 2 927 2 415
Handelsergebnis – 358 – 454 879 1 111 685
Ergebnis aus Finanzanlagen 417 – 665 126 770 647
Sonstiges Ergebnis – 22 – 27 196 – 14 26
Verwaltungsaufwendungen 9 004 4 956 5 366 5 204 4 662
Operatives Ergebnis – 2 270 – 382 2 513 2 649 1 757
Wertminderungen auf Geschäftsoder Firmenwerte sowie Markennamen 768
Restrukturierungsaufwendungen 1 621 25 8 253 37
Ergebnis vor Steuern – 4 659 – 407 2 505 2 396 1 720
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 26 – 466 580 595 427
Konzernfremden Gesellschafternzustehende Gewinne / Verluste 96 –59 –8 – 197 – 106
Konzernergebnis 2 – 4 537 0 1 917 1 604 1 187
Kennzahlen
Gewinn je Aktie (€) – 4,40 0,00 2,92 2,44 1,97
Dividendensumme (Mio €) 657 493 328
Dividende je Aktie (€) 1,00 0,75 0,50
Operative Eigenkapitalrendite (%) – 7,6 – 2,6 18,7 21,8 17,2
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis 2, 3 (%) – 15,6 0,0 15,4 14,2 12,8
Operative Aufwandsquote (%) 82,2 77,1 64,2 59,6 67,2
Bilanz (Mrd €) 31.12.2009 31.12.20081 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Bilanzsumme 844,1 625,2 616,5 608,3 444,9
Kreditvolumen 368,4 313,7 316,6 316,4 164,6
Verbindlichkeiten 576,6 464,5 490,0 495,8 329,7
Eigenkapital 26,6 19,8 16,1 15,3 13,5
Kapitalquoten (%)
Kernkapitalquote 10,5 10,1 6,9 6,7 8,0
Eigenmittelquote 14,8 13,9 10,8 11,1 12,5
Lang- / Kurzfrist-Ratings
Moody's Investors Service, New York Aa3 / P-1 Aa3 / P-1 Aa3 / P-1 A2 / P-1 A2 / P-1
Standard & Poor's, New York A/A-1 A/A-1 A/A-1 A-/A-2 A-/A-2
Fitch Ratings, London A+ / F1+ A / F1 A / F1 A / F1 A-/ F2

1 Nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2. 2 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar. 3 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie abzüglich des laufenden Konzernergebnisses.

Finanzkalender 2010 / 2011
6. Mai 2010 Zwischenbericht Q1 2010
19. Mai 2010 Hauptversammlung
5. August 2010 Zwischenbericht Q2 2010
5. November 2010 Zwischenbericht Q3 2010
23. Februar 2011 Bilanzpressekonferenz
Ende März 2011 Geschäftsbericht 2010
18. Mai 2011 Hauptversammlung

Commerzbank AG

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