Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Clariant AG Audit Report / Information 2005

Apr 26, 2006

856_10-k_2006-04-26_44b892ae-c6eb-490b-a45b-26cfd88a6647.pdf

Audit Report / Information

Open in viewer

Opens in your device viewer

Rechnungsabschluss des Clariant Konzerns

Konzern-Bilanzen

per 31. Dezember 2005 und 2004

Aktiven 2005 20042
Erläuterungen1
Anlagevermögen
Mio. CHF % Mio. CHF %
Sachanlagen
4
2 605 2 440
Immaterielle Anlagen
5
418 405
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
6
282 277
Finanzanlagen
7
47 47
Vorauszahlungen für Personalvorsorge
15
77 49
Latente Steuerguthaben
8
250 259
Total Anlagevermögen 3 679 50.2 3 477 42.9
Umlaufvermögen
Vorräte
9
1 535 1 325
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
10
1 488 1 374
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
11
344 419
Flüssige Mittel
12
223 1 477
Steuerguthaben 55 28
Total Umlaufvermögen 3 645 49.8 4 623 57.1
Total Aktiven 7 324 100.0 8 100 100.0
Passiven 2005 2004
Erläuterungen1 Mio. CHF % Mio. CHF %
Aktionären zurechenbares Kapital und Reserven
Aktienkapital
13
1 093 1 151
Eigene Aktien (Nennwert)
13
- 18 - 17
Andere Reserven 663 529
Zurückbehaltene Gewinne 793 595
2 531 2 258
Anteil Minderheitsaktionäre 60 56
Total Eigenkapital 2 591 35.4 2 314 28.6
Fremdkapital
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten
14
599 1 723
Latente Steuerverbindlichkeiten
8
390 388
Verpfl ichtungen für Personalvorsorge
15
507 479
Rückstellungen für langfristige Verbindlichkeiten
16
289 319
Total langfristige Verbindlichkeiten 1 785 24.4 2 909 35.9
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
17
1 205 1 165
Finanzielle Verbindlichkeiten
18
1 137 1 172
Steuerverbindlichkeiten 175 175
Rückstellungen für kurzfristige Verbindlichkeiten
19
431 365
Total kurzfristige Verbindlichkeiten 2 948 40.2 2 877 35.5
Total Fremdkapital 4 733 64.6 5 786 71.4
Total Passiven 7 324 100.0 8 100 100.0

1 Die Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil der Konzernrechnung.

Konzern-Erfolgsrechnungen

für die Jahre 2005 und 2004

2005 20042
Erläuterungen1 Mio. CHF % Mio. CHF %
Umsatz 20, 21 8 181 100.0 8 530 100.0
Herstellkosten der verkauften Waren - 5 765 - 5 823
Bruttoergebnis 2 416 29.5 2 707 31.7
Marketing und Vertrieb - 1 303 - 1 262
Administration und Gemeinkosten - 402 - 561
Forschung und Entwicklung - 218 - 274
Erträge von assoziierten Gesellschaften 6 23 26
Gewinn/Verlust aus der Veräusserung von nicht fortgeführten Aktivitäten 22 - 2 95
Gewinn/Verlust aus der Veräusserung von Tochtergesellschaften
und assoziierten Gesellschaften
23 40 - 32
Restrukturierung und Wertminderung 27 - 186 - 136
Abschreibungen auf Goodwill 5 - 30
Operatives Ergebnis 368 4.5 533 6.2
Zinsaufwand - 132 - 154
Übriger Finanzaufwand und -ertrag 25 34 - 79
Gewinn vor Steuern 270 300
Steuern 8 - 78 - 141
Konzerngewinn 192 2.3 159 1.9
zurechenbar zu
Aktionären der Gesellschaft 184 152
Minderheitenanteilen 8 7
Konzerngewinn 192 2.3 159 1.9
Gewinn je Aktie, den Aktionären des Unternehmens zurechenbar
Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) 26 0.81 0.72
Verwässerter Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) 26 0.81 0.72

1 Die Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil der Konzernrechnung.

Konzern-Geldfl ussrechnungen

für die Jahre 2005 und 2004

2005 20042
Erläuterungen1 Mio. CHF Mio. CHF
Konzerngewinn 192 159
Abschreibungen auf Sachanlagen
4
273 306
Wertberichtigungen auf Sachanlagen und Aufl ösung von Wertberichtigungen
4
59 39
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen (2004 inkl. Gooodwill)
5
10 40
Veränderung Rückstellungen und Steuerverbindlichkeiten 115 216
Bezahlte Zinsen - 165 - 161
Bezahlte Ertragssteuern - 89 - 104
Gewinn/Verlust aus der Veräusserung von nicht fortgeführten Aktivitäten,
22
vor Wechselkursdifferenzen und Steuern
2 - 95
Gewinn/Verlust aus der Veräusserung von Tochtergesellschaften und assoziierten
23
Gesellschaften vor Wechselkursdifferenzen und Steuern
- 40 32
Übrige nicht geldwirksame Veränderungen - 84 37
Cashfl ow vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens 273 469
Veränderung Vorräte - 137 15
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 6 52
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65 90
Veränderung sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 14 193
Cashfl ow aus betrieblichen Aktivitäten 209 819
Investitionen in Sachanlagen
4
- 348 - 289
Investitionen in Finanzanlagen und assoziierte Gesellschaften - 4
Investitionen in immaterielle Anlagen
5
- 5 - 8
Veräusserungen von Sach- und immateriellen Anlagen 10 10
Akquisitionen von Firmen, Aktivitäten und Minderheiten
24
- 33 - 24
Einnahmen aus Veräusserungen von nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten
22
- 7 335
Einnahmen aus Veräusserungen von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften
23
71 50
Erhaltene Dividenden 24 31
Erhaltene Zinsen 42 23
Cashfl ow aus Investitionsaktivitäten - 250 128
Einnahmen aus Kapitalerhöhung 877
Rückzahlung von Aktienkapital - 58
Transaktionen mit eigenen Aktien
13
- 8 16
Aufnahmen von Finanzschulden 614 80
Rückzahlung von Finanzschulden - 1 772 - 1 322
Bezahlte Dividende - 5 - 37
Cashfl ow aus Finanzierungsaktivitäten - 1 229 - 386
Währungsdifferenzen auf fl üssigen Mitteln 16 - 13
Nettoveränderung der fl üssigen Mittel - 1 254 548
Flüssige Mittel am Anfang der Periode
12
1 477 929
Flüssige Mittel am Ende der Periode
12
223 1 477

1 Die Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil der Konzernrechnung.

Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals

für die Jahre 2005 und 2004

Mio. CHF Andere Reserven
Total
Aktien-
kapital
Eigene
Aktien
(Nenn-
wert)
Reserve Agio Hedging- Kumulierte
Umrech-
reserve
Total
nungs- Reserven Gewinne
Zurück- Total den
andere behaltene Aktionären
zurechen-
bares Eigen-
kapital
Minder-
heiten-
anteile
Total
Eigen-
kapital
Stand 31. Dezember 2003 767 - 18 274 - 8 - 243 23 404 1 176 64 1 240
Fehlerkorrektur und
Änderungen in den
Bilanzierungsgrundsätzen
(Erläuterungen 1.03/1.04)
- 1 47 46 46
Angepasster Stand
31. Dezember 2003
767 - 19 274 - 8 - 243 23 451 1 222 64 1 286
Cashfl ow Hedges, nach Steuern
Gewinne (Verluste)
aus Marktwertveränderungen
3 3 3 3
Hedges von Nettoinvestionen 30 30 30 30
Wechselkursdifferenzen - 20 - 20 - 20 - 2 - 22
Direkt im Eigenkapital
erfasstes Nettoergebnis
0 0 0 3 10 13 0 13 - 2 11
Konzerngewinn 152 152 7 159
Total der in der Periode erfassten
Erträge und Aufwendungen
0 0 0 3 10 13 152 165 5 170
Kauf von Minderheitsanteilen - 6 - 6
Dividenden an Dritte - 30 - 30 - 7 - 37
Kapitalerhöhung 384 493 493 877 877
Transaktionen mit eigenen Aktien
Aktien- und Optionsplan
für Mitarbeiter:
2 14 16 16
Wert der Arbeitsleistung
(Erläuterung 29)
8 8 8
Stand 31. Dezember 2004 1 151 - 17 767 - 5 - 233 529 595 2 258 56 2 314
Cashfl ow Hedges, nach Steuern
Transfer zum Konzerngewinn 5 5 5 5
Hedges von Nettoinvestionen
Wechselkursdifferenzen
- 35
164
- 35
164
- 35
164
15 - 35
179
Direkt im Eigenkapital
erfasstes Nettoergebnis
0 0 0 5 129 134 0 134 15 149
Konzerngewinn 184 184 8 192
Total der in der Periode erfassten
Erträge und Aufwendungen
0 0 0 5 129 134 184 318 23 341
Kauf von Minderheitsanteilen 14 14 - 14 0
Dividenden an Dritte - 5 - 5
Rückzahlung von Aktienkapital - 58 - 58 - 58
Transaktionen mit eigenen Aktien - 1 - 7 - 8 - 8
Aktien- und Optionsplan
für Mitarbeiter:
Wert der Arbeitsleistung
(Erläuterung 29)
7 7 7
Stand 31. Dezember 2005 1 093 - 18 767 0 - 104 663 793 2 531 60 2 591

Die Erläuterungen im Anhang sind integraler Bestandteil der Konzernrechnung.

Im Jahr 2004 gab Clariant neue Aktien aus im Wert von nominal 384 Millionen CHF (76 720 000 Aktien zu 5 CHF je Aktie). Transaktionskosten in Höhe von 44 Millionen CHF im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktien wurden vom Agio abgezogen.

2005 reduzierte Clariant das nominale Aktienkapital um CHF 0.25 pro Aktie, was eine Kapitalrückzahlung von 58 Mio CHF ergab.

1. Grundsätze für die Konzernrechnungslegung

1.01 Allgemeine Informationen. Die Clariant AG (die «Gesellschaft») einschliesslich ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften (zusammen der «Konzern») ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Spezialitätenchemie. Der Konzern entwickelt, produziert, vertreibt und verkauft ein breites Spektrum an Spezialchemikalien, die eine wichtige Rolle in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen seiner Kunden spielen oder deren Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften verleihen. Clariant verfügt weltweit über Produktionsstätten und vertreibt ihre Produkte vorwiegend in Europa, Amerika und Asien.

Die Gesellschaft ist eine in der Schweiz eingetragene und ansässige Aktiengesellschaft. Der Firmensitz ist an der Rothausstrasse 61, CH-4132 Muttenz, Schweiz. Die Gesellschaft ist an der Swiss Stock Exchange (SWX) kotiert.

Der Verwaltungsrat hat den Konzernabschluss am 24. Februar 2006 zur Veröffentlichung freigegeben.

1.02 Einleitung. Der Konzernabschluss des Clariant Konzerns wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und der International Accounting Standards (IAS) sowie den Interpretationen seiner Vorgängerorganisation, dem International Accounting Standards Committee (IASC), erstellt. Er entspricht den nachfolgend dargestellten wesentlichen Grundsätzen für die Konzernrechnungslegung. Der konsolidierte Konzernabschluss wurde auf Basis historischer Werte und unter Berücksichtigung etwaiger Wertänderungen von Finanzanlagen und -verbindlichkeiten – einschliesslich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter derivativer Instrumente («derivative instruments at fair value through profi t or loss») - erstellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach den Vorschriften von IFRS verlangt, dass zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfl uss auf die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erlösen und Aufwendungen während der Berichtsperiode. Obwohl diese Schätzungen auf den jüngsten Erkenntnissen des Managements über aktuelle Entwicklungen und Ereignisse basieren, können die tatsächlichen Werte von diesen Schätzungen abweichen. Bereiche, die besondere Komplexität aufweisen oder in denen umfangreichere Schätzungen notwendig sind oder die getroffenen Annahmen und Schätzungen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, sind in Erläuterung 3 dargestellt.

1.03 Fehler. Im Laufe des Jahres 2005 hat sich herausgestellt, dass eine Veränderung der Konzernstruktur für das Jahr 2002 aus steuerlicher Sicht nicht korrekt berücksichtigt wurde. Es war eine Steuerbefreiung als permanent angesehen worden, die sich jedoch als nur vorübergehend erwies. Infolgedessen hätte 2002 ein zusätzlicher Betrag in Höhe von 9 Mio. CHF als latente Steuerverbindlichkeit ausgewiesen werden müssen. In Übereinstimmung mit IAS 8 wurde die Korrektur zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfasst und somit in der Korrektur des Eigenkapital-Anfangsbestandes zum 1. Januar 2004 berücksichtigt.

1.04 Im Jahr 2005 in Kraft getretene International Financial Reporting Standards. 2004 veröffentlichte das IASB IFRS 2 «Share-based Payment», IFRS 3 «Business Combinations», IFRS 4 «Insurance Contracts» und IFRS 5 «Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations». Darüber hinaus wurden im Zusammenhang mit dem IASB- Improvement Projekt überarbeitete Versionen von IAS 36 «Impairment of Assets», IAS 38 «Intangible Assets», IAS 28 «Investments in Associates», IAS 1 «Presentation of Financial Statements», IAS 19 «Employee Benefi ts» sowie SIC 12 «Employee Compensation Plans» und weitere Änderungen für IAS 39 und IAS 21 herausgegeben. Der Konzern hat diese neuen und überarbeiteten Standards mit Wirkung zum 1. Januar 2005 übernommen. Dies führte zu einer Reihe von Umgliederungen im Konzernabschluss. Folgendes waren die Auswirkungen:

    • IFRS 2 «Share-based Payment»: Die Umsetzung von IFRS 2 hat zu einer Veränderung der Rechnungslegungsgrundsätze für aktienbasierte Vergütungen geführt. Bis zum 31. Dezember 2004 wurden Rechnungsabgrenzungen für aktienbasierte Vergütungen in der Erfolgsrechnung als Aufwand und in der Bilanz als Rückstellung verbucht. Die Ausgabe von Aktienoptionen wurde nicht im Aufwand ver bucht. Im Rahmen der Umsetzung von IFRS 2 wurden Rückstellungen in Höhe von 39 Mio. CHF und latente Steuerguthaben in Höhe von 9 Mio. CHF jeweils in das Eigenkapital umgegliedert, wodurch sich eine Anpassung der Eigenkapitalposition zum 31. Dezember 2004 in Höhe von 30 Mio. CHF ergab. 22 Mio. CHF von diesem Betrag beziehen sich auf Berichtsperioden vor dem 31. Dezember 2003, 8 Mio. CHF beziehen sich auf das Jahr 2004. Die Auswirkung von IFRS 2 auf die Erfolgsrechnung belief sich im Jahr 2004 auf 2 Mio. CHF.
    • Die Übernahme von IFRS 3, IAS 36 (überarbeitet) und IAS 38 (überarbeitet) verursachte eine Änderung der Rechnungslegungsgrundsätze für Goodwill. Bis zum 31. Dezember 2004 wurde der Goodwill über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren linear abgeschrieben und zu jedem Bilanzstichtag auf die Notwendigkeit einer Wertberichtigung überprüft.
    • IFRS 3 «Business Combinations»: Gemäss den Bestimmungen von IFRS 3:
  • bucht der Konzern ab 1. Januar 2005 keine Abschreibungen auf Goodwill mehr;
  • wurden die kumulierten Abschreibungen per 1. Januar 2005 mit dem Goodwill-Anschaffungswert verrechnet;
  • erfolgt ab dem am 31. Dezember 2004 endenden Geschäftsjahr eine Prüfung der Notwendigkeit zur Wertberichtigung des Goodwills auf jährlicher Basis sowie zusätzlich bei Vorliegen von einer möglichen Beeinträchtigung der Werthaltigkeit.
    • IAS 39 , «Financial Instruments»: Erfassung und Bemessung (überarbeitet): Die überarbeitete Version von IAS 39 enthält unter anderem einen klareren Fokus bezüglich der Kriterien für die Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus der Bilanz. Mit Blick auf die diesbezüglichen neuen Richtlinien und als Folge einer Analyse bezüglich Übertragung von Risiken und Chancen werden nun Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den USA und Deutschland in Asset Backed Securities (ABS)-Programmen verbrieft sind, in der Bilanz erfasst. Demzufolge stiegen in der Bilanz zum 31. Dezember 2004 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 241 Mio. CHF.
    • IAS 21 «The Effects of changes in foreign exchange rates»: Ende 2005 wurde dieser Standard dahingehend angepasst, dass Darlehen zwischen einzelnen Tochtergesellschaften eines Konzerns als ausländische Nettoinvestitionen betrachtet werden, sofern die Rückzahlung eines solchen Darlehens nicht für die nächste Zukunft geplant oder wahrscheinlich ist. Der Standard legt ferner fest, dass Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung einer Geldposition, die weder auf die funktionale Währung der berichtenden noch der ausländischen Einheit lautet, im konsolidierten Abschluss als Eigenkapital ausgewiesen werden, sofern die entsprechende Position die Kriterien für ausländische Nettoinvestitionen erfüllt.

Die Änderungen von IAS 21 gelten für alle Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2006 oder danach beginnen. Da jedoch eine bereits frühere Übernahme empfohlen wurde, hat der Konzern die Änderungen bereits zum 1. Januar 2005 übernommen.

    • IAS 28 «Investments in Associates» (überarbeitet): Infolge der Überarbeitung dieses Standards wurden die Rechnungslegungsgrundsätze der at equity bewerteten deutschen Infraserv-Gesellschaften angepasst, um sie mit allen IFRS-Anforderungen in Einklang zu bringen. Aufgrund dessen wurde die Jahresrechnung angepasst, was zu einer Veränderung der konsolidierten Eigenkapitalposition per 1. Januar 2004 in Höhe von 39 Mio. CHF führte. Die Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften erhöhten sich um 51 Mio. CHF. Die grössten Bewertungsanpassungen waren bei Sachanlagen und Rückstellungen zu verzeichnen.
    • IAS 1 «Presentation of Financial Statements»: Die überarbeitete Fassung von IAS 1 schreibt vor, dass Minderheitsbeteiligungen in die Eigenkapitalposition eingehen. Die Übernahme dieser Bestimmung führte in der Bilanz per 1. Januar 2004 dementsprechend zu einer Umbuchung von 64 Mio. CHF in das Eigenkapital in der Bilanz. Darüber hinaus fordert die überarbeitete Fassung von IAS 1, dass der Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung auch den auf Minderheitsanteile entfallenden Teil des Konzerngewinns ausweist. Infolgedessen enthält der Konzerngewinn der Geldfl ussrechnung jetzt auch die Minderheitsanteile am Konzerngewinn.
    • IFRS 5 «Non-current assets held for sale and discontinued operations»: IFRS 5 ist seit dem 1. Januar 2005 in Kraft. Dieser Standard schreibt vor, dass langfristige Vermögensgegenstände und die entsprechenden Verbindlichkeiten in der Bilanz separat ausgewiesen werden, sofern das Management die Veräusserung dieser Aktiva nachweisbar durch einen Plan beabsichtigt und diese Veräusserung voraussichtlich in den kommenden zwölf Monaten erfolgt.
  • IAS 19 «Employee benefi ts» (überarbeitet): Die Änderungen der Absätze 32A, 34–34B und 61 wurden frühzeitig übernommen, hatten jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns. Auch die Änderungen der Absätze 120–121 wurden frühzeitig übernommen. Dies hatte Auswirkungen auf die Darstellung der Abstimmung zwischen Eröffnungs- und Abschlussbilanz hinsichtlich des Marktwertes der Planvermögenswerte, der festgelegten Vorsorgeverpfl ichtungen sowie der verbuchten Kostenelemente des Pensionsplans. Darüber hinaus führte dies zu einer erweiterten Offenlegung hinsichtlich des Vermögens der Vorsorgeeinrichtungen und der versicherungsmathematischen Annahmen.

Die in den Absätzen 93A–93D enthaltene Option wurde nicht frühzeitig übernommen. Wäre sie frühzeitig übernommen worden, so hätte dies zu einer Reduzierung der Eigenkapitalposition per 1. Januar 2004 um 267 Mio. CHF und zu einer Erhöhung des Betriebsergebnisses um 9 Mio. CHF (2005) bzw. 13 Mio. CHF (2004) geführt. Der Konzern hat jedoch noch nicht entschieden, ob diese Option 2006 angewandt wird.

  • SIC 12 «Equity Compensation Plans» (überarbeitet): Zum 1. Januar 2005 sind Änderungen des Standing Interpretations Committee SIC 12 in Kraft getreten, denen zufolge die Konsolidierung von aktienbasierenden Vergütungsprogrammen vorgeschrieben ist. Bis dato bestand nach IFRS keine Verpfl ichtung zur Konsolidierung dieser Programme. Clariant hat ihre Mitarbeiterbeteiligungsstiftung demzufolge rückwirkend zum 1. Januar 2004 konsolidiert. Aufgrund der Konsolidierung reduziert sich die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien um 266 020. Dies entspricht der festgelegten Menge an Clariant-Aktien, die der bis dato nicht konsolidierte Employee Participation Fund für Mitarbeitervergütungsprogramme (Employee Compensation Plans) hält. Darüber hinaus verringerte sich die Bilanzposition «Übrige kurzfristige Vermögenswerte» um 5 Mio. CHF. Die Konsolidierung des Fonds hat weder nennenswerte Auswirkungen auf den Gewinn pro Aktie (earnings per share, EPS), noch einen Einfl uss auf die Geldfl ussrechnung.

Insgesamt hatten die Änderungen folgenden Einfl uss auf die Bilanzpositionen:

Eröffnungsbilanz am 1. Januar 2004

    • Eine Zunahme der Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften um 51 Mio. CHF.
  • -Eine Abnahme der latenten Steuerguthaben um 21 Mio. CHF.
    • Eine Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 241 Mio. CHF.
    • Eine Abnahme der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte um 5 Mio. CHF.
  • -Eine Zunahme der latenten Steuerverbindlichkeiten um 15 Mio. CHF.
    • Eine Abnahme der Rückstellung für langfristige Verbindlichkeiten um 30 Mio. CHF.
    • Eine Zunahme der kurzfristigen fi nanziellen Verbindlichkeiten um 241 Mio. CHF.
  • -Eine Abnahme der Steuerverbindlichkeiten um 6 Mio. CHF.
    • Eine Zunahme des Eigenkapitals um 110 Mio. CHF, davon 64 Mio. CHF als Folge der Einbeziehung der Anteile Minderheitsaktionäre in die Darstellung des Eigenkapitals.

Schlussbilanz am 31. Dezember 2004

  • -Eine Zunahme der latenten Steuerguthaben um 1 Mio. CHF.
    • Eine Abnahme der Finanzanlagen um 49 Mio. CHF wegen der separaten Darstellung der Vorauszahlungen für Personalvorsorge in der Bilanz.
    • Eine Abnahme der Rückstellung für langfristige Verbindlichkeiten um 488 Mio. CHF, davon 479 Mio. CHF wegen der separaten Darstellung der Verpfl ichtungen für Personalvorsorge in der Bilanz.
    • Eine Zunahme der Steuerverbindlichkeiten um 28 Mio. CHF wegen der separaten Darstellung der Steuerguthaben in der Bilanz.
    • Eine Zunahme des Konzerngewinns um 9 Mio. CHF, davon 7 Mio. CHF we gen der Einbeziehung des den Anteilen der Minderheitsak tionären zuweisbaren Gewinns und 2 Mio. CHF wegen der Einführung von IFRS 2.
    • Eine Zunahme des Eigenkapitals um 112 Mio. CHF, davon 56 Mio. CHF als Folge der Einbeziehung der Anteile Minderheitsaktionäre in die Darstellung des totalen Eigenkapitals.

Alle notwendigen Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze wurden unter Einhaltung der Übergangsbestimmungen der entsprechenden Standards vorgenommen. Alle von der Gruppe übernommenen Standards sind rückwirkend anzuwenden, mit Ausnahme von:

    • IFRS 2: Rückwirkende Anwendung für alle nach dem 7. November 2002 gewährten Eigenkapitalinstrumente, die am 1. Januar 2004 noch nicht verfallen sind,
    • IFRS 3: Anwendung für alle nach dem 31. März 2004 beginnenden Berichtsperioden,
    • IFRS 5: Anwendung für alle nach dem 1. Januar 2005 beginnenden Berichtsperioden.

Andere neue oder überarbeitete Standards hatten keine Auswirkungen auf den konsolidierten Konzernabschluss.

1.05 Noch nicht in Kraft getretene International Financial Reporting Standards

Einige veröffentlichte neue Standards bzw. Änderungen und Auslegungen bestehender Standards, deren Umsetzung für alle zum 1. Januar 2006 oder danach beginnenden Berichtsperioden vorgeschrieben ist, wurden nicht vorzeitig vom Konzern übernommen. Es handelt sich dabei um folgende Bestimmungen:

    • IAS 39 (Änderung) «Cash Flow Hedge Accounting of Forecast Intragroup Transactions» (seit 1. Januar 2006 in Kraft): Der Änderung zufolge kann das Fremdwährungsrisiko einer geplanten, höchstwahrscheinlich stattfi ndenden konzerninternen Transaktion im konsolidierten Konzernabschluss als gesichertes Grundgeschäft (Hedged Item) berücksichtigt werden, sofern: (a) die Transaktion nicht auf die funktionale Währung der Gesellschaft lautet, die die Transaktion eingeht, und (b) das Fremdwährungsrisiko sich auf den konsolidierten Gewinn oder Verlust auswirkt. Nach Ansicht des Konzerns wird diese Änderung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Einstufung von Finanzinstrumenten haben.
    • IAS 39 (Änderung) «The Fair Value Option» (seit 1. Januar 2006 in Kraft): Durch diese Änderung wird die Defi nition von Finanzinstrumenten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert be-

wertete Instrumente eingestuft wurden, geändert sowie die Möglichkeit der Einordnung von Finanzinstrumenten in dieser Kategorie begrenzt. Nach Ansicht des Konzerns wird diese Änderung keine nennenswerten Auswirkungen auf die Einstufung von Finanzinstrumenten haben.

  • IFRS 7 «Financial Instruments: Disclosures» (seit 1. Januar 2006 in Kraft): Dieser Standard enthält neue Offenlegungsbestimmungen zur Verbesserung der Informationen über Finanzinstrumente. Er schreibt die Offenlegung quantitativer und qualitativer Informationen über die Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten vor, einschliesslich vorgegebener Mindestangaben über Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktrisiko sowie einer Sensitivitätsanalyse des Marktrisikos. Der Standard ersetzt IAS 30 «Disclosures in the Financial Statements of Banks and Similar Financial Institutions» sowie die Offenlegungsvorschriften «Disclosure and Presentation» in IAS 32 «Financial Instruments» und gilt für alle Gesellschaften, die gemäss IFRS berichten. Der Konzern hat die Auswirkungen von IFRS 7 analysiert und den Standard nicht frühzeitig übernommen, da keine der darin enthaltenen Offenlegungsvorschriften Auswirkungen auf die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns hat.

Die oben genannten Standards werden angewandt, sobald sie in Kraft treten. Andere neue oder überarbeitete Standards bleiben ohne Auswirkung auf den konsolidierten Konzernabschluss.

1.06 Konsolidierungskreis

  • Tochtergesellschaften: Als Tochtergesellschaften gelten all diejenigen Gesellschaften, bei denen der Konzern mit mehr als der Hälfte der Stimmrechte beteiligt ist oder über beherrschenden Einfl uss auf die Finanz- und Geschäftspolitik verfügt. Diese Gesellschaften sind konsolidiert. Bei der Beurteilung, ob der Konzern eine andere Gesellschaft beherrscht, werden die Existenz und die Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt werden können oder gegenwärtig umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an konsolidiert, zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergeht. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle endet.

Der Konzern bilanziert die Übernahme neuer Tochtergesellschaften nach der Purchase-Methode. Die Kosten einer Übernahme bemessen sich aus dem Marktwert der vorhandenen Aktiva, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der zum Zeitpunkt der Gegenleistung eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zuzüglich der direkt zuordenbaren Akquisitionskosten. Die im Rahmen eines Geschäftszusammenschlusses übernommenen separat identifi zierbaren Vermögensgegenstände («Identifi able Assets»), Verbindlichkeiten sowie latente Verbindlichkeiten werden – ungeachtet des Umfangs eines etwaigen Minderheitsanteils – zunächst zu ihrem Marktwert am Übernahmestichtag bewertet. Der Betrag, um den die Übernahmekosten den Marktwert des vom Konzern übernommenen Anteils des separat identifi zierbaren Nettovermögens übersteigen, wird als Goodwill verbucht. Sind die Übernahmekosten geringer als der Marktwert des Nettovermögens der übernommenen Einheit, wird diese Differenz direkt in der Erfolgsrechnung verbucht (siehe Erläuterung 1.11).

  • Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften: Als assoziierte Gesellschaften gelten Gesellschaften, an denen der Konzern zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält oder auf die er bedeutenden Einfl uss hat, ohne sie jedoch zu beherrschen. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bilanziert und zu Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligung des Konzerns an assoziierten Gesellschaften beinhaltet auch den beim Übernahmezeitpunkt ermittelten Goodwill (abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungen).

Der auf den Konzern entfallende Anteil an den Gewinnen oder Verlusten der assoziierten Gesellschaften wird erfolgswirksam verbucht und Veränderungen ihrer Reserven nach dem Erwerbszeitpunkt in den Reserven erfasst. Die kumulierten Veränderungen seit dem Zeitpunkt des Erwerbs werden um die Anschaffungskosten der Beteiligung reduziert. Übersteigen die auf den Konzern entfallenden Verluste einer assoziierten Gesellschaft den Wert seiner Beteiligung einschliesslich etwaiger ungesicherter Forderungen, verbucht der Konzern keine weiteren Verluste, mit Ausnahme von Fällen, in denen er entsprechende Verpfl ichtungen eingegangen ist oder Zahlungen im Namen der assoziierten Gesellschaft geleistet hat.

Für alle assoziierten Gesellschaften gelten dieselben Rechnungslegungsgrundsätze (IFRS), die auch auf die konsolidierten Konten des Konzerns angewendet werden.

1.07 Konsolidierungsgrundsätze. Bilanzstichtag aller Einzelabschlüsse ist jeweils der 31. Dezember. Die Abschlüsse sind mit Ausnahme von Marktwertveränderungen bestimmter Finanzanlagen und -verbindlichkeiten auf Basis historischer Werte nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Konzerninterne Erträge und Aufwendungen, einschliesslich unrealisierter Bruttogewinne aus internen Konzerntransaktionen sowie der zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten, werden eliminiert. Die Ergebnisse von Minderheitsbeteiligungen werden in der Erfolgsrechnung und der Bilanz gesondert ausgewiesen.

1.08 Umgliederungen

Bestimmte Vorjahreswerte sind auf die Gliederung des Berichtsjahres angepasst worden.

1.09 Erfassung von Erlösen

Umsatzerlöse für Waren und Erzeugnisse werden erfasst, wenn die wesentlichen mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbundenen Risiken und Chancen auf eine Drittpartei übertragen worden sind, und werden abzüglich verkaufsbezogener Steuern und Rabatte verbucht. Rückstellungen für Kundenrabatte werden in derselben Periode wie die entsprechenden Erlöse gemäss den Vertragsbedingungen gebildet.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung des ausstehenden Betrags und der Effektivverzinsung bis zur Fälligkeit zeitanteilig abgegrenzt, sobald der Anspruch des Konzerns auf derartige Erträge festgestellt wurde. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

1.10 Wechselkursdifferenzen

    • Funktionale Währung: Positionen in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen werden mit der Währung des Landes erfasst, in dem die jeweilige Gesellschaft primär tätig ist («funktionale Währung»). Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken, der Berichtswährung der Muttergesellschaft, dargestellt.
    • Laufende Geschäftstätigkeit und Bilanzpositionen: Geschäftstätigkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Wechselkurs der funktionalen Währung zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste, welche aus der Buchung derartiger Geschäftstätigkeiten sowie aus der Umrechnung monetärer, auf fremde Währung lautender Vermögensgegenstände und Schulden resultieren, werden erfolgswirksam erfasst, sofern sie nicht als Cashfl ow Hedge oder Hedge einer Nettoinvestition gelten und im Eigenkapital abgegrenzt werden. Umrechnungsdifferenzen aus Schuldtiteln und sonstigen zum Marktwert bewerteten Finanzvermögenswerten werden als Fremdwährungsgewinne bzw. -verluste erfasst.
    • Konzerngesellschaften: Die Erfolgs- und Geldfl ussrechnungen von ausländischen Gesellschaften werden mit umsatzgewichteten Jahresdurchschnittskursen und ihre Bilanzen mit den Stichtagskursen zum 31. Dezember umgerechnet. Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften und von Darlehen und anderen Währungsinstrumenten, die als Hedges derartiger Investitionen dienen, werden direkt im Eigenkapital verbucht. Nettoinvestitionen umfassen auch Darlehen, deren Abwicklung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist. Bei der Veräusserung einer ausländischen Tochtergesellschaft werden derartige Wechselkursdifferenzen als Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Verkauf erfolgswirksam erfasst.

Goodwill- und Marktwertanpassungen, die sich nach dem 31. März 2004 im Rahmen der Übernahme ausländischer Tochtergesellschaften ergeben, werden als Aktiva und Passiva der ausländischen Tochtergesellschaft behandelt und zum Schlusskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

1.11 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und auf Basis der Konzernrichtlinien über folgende maximale Nutzungsdauern linear zulasten der Erfolgsrechnung abgeschrieben.

    • Gebäude 40 Jahre -Betriebseinrichtungen, Maschinen 16 Jahre
  • -Mobiliar, Fahrzeuge, EDV-Anlagen 5 bis 10 Jahre
  • -Auf Grundstücke erfolgt keine Abschreibung.

Finanzierungskosten für im Bau befi ndliche Anlagen werden nicht aktiviert.

Folgekosten werden entweder in den Buchwert des entsprechenden Vermögensgegenstands eingerechnet oder als separate Vermögensposition erfasst, allerdings nur dann, wenn die mit dem Vermögensgegenstand verbundenen künftigen Einnahmen dem Konzern zu Gute kommen und die Kosten des Gegenstands genau ermittelbar sind. Alle übrigen Reparatur- und Unterhaltskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

Gewinne und Verluste aus Veräusserungen werden durch Abzug des Erlöses vom Buchwert des jeweiligen Gegenstands ermittelt und erfolgswirksam verbucht.

1.12 Immaterielle Anlagen

Goodwill ist der Betrag, um den die Übernahmekosten den Marktwert des Konzernanteils am separat identifi zierbaren Nettovermögen der übernommenen Tochtergesellschaft bzw. der assoziierten Gesellschaft zum Übernahmezeitpunkt übersteigen. Goodwill aus der Übernahme assoziierter Gesellschaften wird unter der Position «Beteiligung an assoziierten Gesellschaften» erfasst. Der Goodwill wird auf jährlicher Basis auf seine Werthaltigkeit geprüft und zu Kosten abzüglich kumulierter Wertverluste geführt. Gewinne und Verluste aus der Veräusserung einer Gesellschaft enthalten den Buchwert des Goodwill der veräusserten Gesellschaft.

Zum Zweck eines Wertminderungstests wird der Goodwill auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash generating units [CGUs]) verteilt. Jede dieser CGUs repräsentiert die Investition des Konzerns in das jeweilige Geschäftssegment.

Marken und Lizenzen werden zu historischen Werten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, längstens aber über 10 Jahre, erfolgswirksam linear abgeschrieben.

Erworbene Softwarelizenzen werden auf Basis der Anschaffungs- und Inbetriebnahmekosten der jeweiligen Software aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Software (drei bis fünf Jahre) erfolgswirksam linear abgeschrieben. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Wartung von Computersoftware werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand verbucht. Kosten, die im direkten Zusammenhang mit der Erstellung separat identifi zierbarer einzelner Softwareprodukte entstehen, die vom Konzern kontrolliert werden und voraussichtlich für länger als ein Jahr höhere Umsatzerlöse als Erträge erwirtschaften, werden als immaterielle Anlagen erfasst. Die direkten Kosten beinhalten die Personalkosten für die Softwareentwicklung sowie einen angemessenen Anteil der relevanten Gemeinkosten.

1.13 Wertminderung von Vermögensgegenständen

Sachanlagen und sonstige langfristige Vermögensgegenstände, einschliesslich Goodwill und sonstiger immaterieller Anlagen, werden auf ihre Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert nicht dem erzielbaren Ertrag entspricht. Ein Abwertungsverlust (Impairment Loss) wird für den Betrag verbucht, um den der Buchwert des Vermögensgegenstands den erzielbaren Ertrag übersteigt, das heisst, der Vermögensgegenstand wird zum höheren Wert aus Nettoveräusserungspreis und seinem Nutzungswert verbucht. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Vermögensgegenstände auf der untersten Ebene zusammengefasst, für die sich Cashfl ows ermitteln lassen (CGUs).

Wertminderungen werden als Aufwand in der Erfolgsrechnung erfasst und zunächst gegen den Goodwill der betroffenen CGU verrechnet. Verbleibende Restbeträge werden auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt. Eine Wertminderung von Vermögensgegenständen (ausgenommen Goodwill) kann in späteren Perioden nur dann rückgängig gemacht werden, wenn und soweit sich die zugrunde liegenden Annahmen der Ermittlung des erzielbaren Ertrags des Vermögenswertes verändert haben.

1.14 Vorräte

Gekaufte Produkte werden zu Anschaffungskosten, selbst gefertigte Produkte zu Herstellkosten inklusive entsprechender Produktionsgemeinkosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag basiert auf Standardkosten, welche in der Regel den effektiven Kosten auf gewichteter Durchschnittsbasis entsprechen. Dieser Bewertungsansatz wird auch für die Bemessung der Herstellkosten in der Erfolgsrechnung herangezogen. Bei schwer verkäufl icher Ware und bei Waren mit geringeren Marktpreisen kommen Wertminderungen in Abzug. Unverkäufl iche Waren werden voll abgeschrieben.

1.15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Marktwert angesetzt. Eine Rückstellung für Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird gebildet, wenn objektive Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Konzern nicht den vollen Betrag der ursprünglichen Forderungen realisieren kann. Der Rückstellungsbetrag bildet die Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Ertrag, der sich aus dem Barwert der erwarteten Zahlungen – abgezinst mit dem Marktzins für vergleichbare Schuldner – ergibt. Der Rückstellungsbetrag wird in der Erfolgsrechnung verbucht.

1.16 Flüssige Mittel

Die fl üssigen Mittel enthalten Kassenbestände, Sicht- und Depositengelder sowie kurzfristige Anlagen mit einer Laufzeit von 90 Tagen oder weniger. Kontokorrentlinien sind in der Bilanz als Finanzverbindlichkeiten als Bestandteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

1.17 Derivative Finanzinstrumente und Hedging

Finanzinstrumente werden gemäss IAS 39 erstmalig am Tag des Vertragsabschlusses mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und in den Folgeperioden zum Marktwert bewertet. Je nach Art des Finanzinstruments gibt es eine Reihe verschiedener Verfahren zur Bestimmung des Marktwerts. Dazu zählen u.a. Börsenkurse, Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme (z.B. Zinsswaps) oder entsprechende Wechselkurse am Bilanzstichtag (z.B. Devisenterminkontrakte). Die Art und Weise der Verbuchung dabei entstehender Gewinne und Verluste hängt davon ab, ob das derivative Geschäft als Hedge für ein spezielles Risiko bestimmt ist und ob dafür Hedge Accounting zulässig ist.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses eines Derivategeschäfts entscheidet Clariant, ob dieses Geschäft a) als Fair Value Hedge einer bestehenden Bilanzposition, b) als Hedge einer zukünftigen Transaktion (Cashfl ow Hedge) oder c) als Hedge einer Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft geführt werden soll.

Veränderungen im Marktwert von Finanzinstrumenten, welche als Fair Value Hedges bestimmt und als effektiv eingestuft wurden, werden über die Erfolgsrechnung verbucht, desgleichen die Wertveränderungen des abgesicherten Bilanzpostens.

Marktwertveränderungen von Derivaten zur Absicherung künftiger Cashfl ows werden in der Hedging-Reserve im Eigenkapital verbucht. Wenn die abgesicherte Transaktion oder die feste Verpfl ichtung als Vermögenswert oder Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst wird, werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Gewinne und Verluste in die Bemessung des Erstansatzes des Aktiv- oder Passivpostens mit einbezogen. Ansonsten werden die im Eigenkapital ausgewiesenen Beträge in derselben Periode als Aufwand bzw. Kosten in der Erfolgsrechnung erfasst, in welcher die abgesicherte Transaktion in die Erfolgsrechnung einfl iesst. Der ineffektive Teil der Wertänderung wird direkt in der Erfolgsrechnung verbucht.

Hedges von Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften werden ähnlich behandelt wie Cashfl ow Hedges. Clariant sichert gewisse Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften mit Währungsswaps und Fremdwährungsdarlehen ab. Alle Wechselkursgewinne und –verluste aus dem effektiven Anteil der Hedges werden direkt im Eigenkapital in der Position kumulierte Umrechnungsreserve verbucht. Gewinne und Verluste aus dem ineffektiven Teil gehen direkt in die Erfolgsrechnung ein. Im Fall der Veräusserung einer ausländischen Tochtergesellschaft werden die im Eigenkapital kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam verbucht.

Wenn ein Absicherungsgeschäft fällig oder verkauft wird oder die Kriterien für Hedge Accounting nicht länger erfüllt werden, verbleiben alle bis dahin verbuchten Gewinne und Verluste im Eigenkapital. Zu einer ergebniswirksamen Berücksichtigung kommt es erst, wenn die abgesicherte Transaktion in die Erfolgsrechnung einfl iesst. Wird jedoch erwartet, dass ein künftiger Cashfl ow nicht eintritt, werden die bis dahin im Eigenkapital kumulierten Marktwertveränderungen des Hedges sofort in der Erfolgsrechnung erfasst.

Gewisse derivative Instrumente erfüllen die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht, obwohl sie aus Sicht von Clariant wirtschaftliche Risiken absichern. Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nach IAS 39 nicht als Cashfl ow Hedge gelten, werden sofort erfolgswirksam gebucht.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit geht der Konzern vertragliche Vereinbarungen zur Absicherung von Risikopositionen aus Wechselkurs-, Zinssatz- oder Marktpreisschwankungen ein. Die unterschiedlichen Risikopositionen, welche aus bestehenden Vermögensund Verbindlichkeitsposten sowie aus zukünftigen vertraglichen Verpfl ichtungen bestehen, werden auf Konzernebene zentral erfasst und verwaltet. Zur Minimierung des Adressenausfallrisikos werden alle Transaktionen ausschliesslich mit erstklassigen internationalen Bankinstituten abgewickelt. Die Auswirkungen der im Risikomanagementprogramm verwendeten Finanzinstrumente werden fortlaufend überwacht, geprüft und der Konzernleitung mitgeteilt.

1.18 Leasing

Leasingverträge, bei denen der Clariant Konzern alle wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt, werden als Finance Lease eingestuft. Der Leasinggegenstand und die Leasingverpfl ichtung werden zum Zeitpunkt des Zugangs zum niedrigeren vom Barwert, Marktwert oder den Leasingzahlungen bilanziert. In gleicher Höhe erfolgt die Passivierung einer Leasingverbindlichkeit. In den Folgeperioden wird das Leasingobjekt analog zu anderen Gegenständen des Sachanlagevermögens linear über den kürzeren der beiden Zeiträume – geschätzte Nutzungsdauer oder Laufzeit des Leasingverhältnisses – abgeschrieben. Die Abschreibungen auf das Leasingobjekt und der Zinsaufwand aus der Leasingverbindlichkeit werden als Aufwand in der Erfolgsrechnung erfasst.

Sofern die Leasingvereinbarungen nicht die Voraussetzungen von Finanzierungsleasingverträgen erfüllen, werden sie als Operating Lease behandelt. Leasingzahlungen im Rahmen eines Operating Lease werden über den Leasingzeitraum linear in der Erfolgsrechnung verbucht.

1.19 Laufende Ertragssteuern

Die Ermittlung der zu versteuernden Gewinne (Verluste) der Konzerngesellschaften, auf deren Basis die Ertragssteuerzahlungen (-erstattungen) des Berichtszeitraums anhand geltender nationaler Steuersätze kalkuliert werden, erfolgt unter Beachtung der Steuergesetze der jeweiligen Länder, in denen die Gesellschaften tätig sind. Laufende Ertragssteuern für die aktuelle Periode und frühere Zeiträume werden, sofern noch nicht gezahlt, als Verbindlichkeit bilanziert. Sofern die bereits gezahlten Ertragssteuern für die aktuelle und frühere Perioden die Ertragssteuerverbindlichkeit für diese Zeiträume übersteigen, wird der Differenzbetrag auf der Aktivseite der Bilanz verbucht. Ertragssteuerguthaben und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern ein rechtlich durchsetzbarer Anspruch zur Saldierung der erfassten Beträge besteht und die Absicht besteht, eine Verrechnung vorzunehmen oder das Guthaben und die Verbindlichkeit zeitgleich auszugleichen.

1.20 Latente Ertragssteuern

Zur Berechnung latenter Ertragssteuern gelangt die Comprehensive Liability Method zur Anwendung. Basis hierfür bilden die ertragssteuerwirksamen Abweichungen zwischen Steuerbilanz und der für die Konsolidierung erstellten Bilanz der Konzerngesellschaften und die sich daraus ergebenden Unterschiede aus zeitlichen Abgrenzungen. Eine Ausnahme besteht dahingehend, dass für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften keine latenten Ertragssteuern ermittelt werden, sofern der Anteilseigner (Muttergesellschaft) den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz steuern kann und gleichzeitig eine Umkehr der temporären Differenz in absehbarer Zeit unwahrscheinlich ist. Darüber hinaus werden Quellensteuern oder sonstige Steuern auf mögliche spätere Ausschüttungen aus zurückbehaltenen Gewinnen der Konzerngesellschaften nur dann berücksichtigt, wenn eine Dividendenzahlung geplant ist, da diese Gewinne in der Regel reinvestiert werden.

Die auf Basis der entsprechenden lokalen Steuersätze berechneten latenten Ertragssteuern sind im Anlagevermögen resp. in den langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Alle während des Jahres anfallenden Änderungen werden in der Erfolgsrechnung verbucht. Veränderungen bei latenten Ertragssteuern von Eigenkapitalpositionen werden im Eigenkapital erfasst.

Die Höhe der latenten Ertragssteuern wird anhand des Steuersatzes (und gemäss der Steuergesetzgebung) bemessen, der zum Bilanzstichtag rechtlich oder faktisch gilt und der zum Zeitpunkt der Realisierung des Steuerguthabens beziehungsweise der Erfüllung der Steuerverbindlichkeit erwartungsgemäss gelten wird.

Ein latentes Ertragssteuerguthaben wird nur in der Höhe verbucht, in der zu einem späteren Zeitpunkt voraussichtlich steuerpfl ichtige Gewinne realisiert werden, denen die temporären Differenzbeträge gegenübergestellt werden können.

1.21 Aktienbasierte Vergütungen

2005 ersetzte Clariant die zwei aktienbasierten Vergütungsprogramme, den Clariant Executive Stock Option Plan (CESOP) und den Management Stock Incentive Plan (MSIP) durch den Clariant Executive Bonus Plan (CEBP). In diesem neuen Programm werden ausgewählten Gruppen des oberen und erweiterten Kaders eine gewisse Anzahl von Namenaktien der Clariant AG abgegeben. Die unter den alten Programmen bis Februar 2005 zugesprochenen Aktien und Optionen laufen weiter. Der Marktwert der Mitarbeiterleistungen, welche im Austausch für die Zuteilung von Aktien und Optionen erhalten wurde, wird als Aufwand verbucht.

Der Totalbetrag, welcher als Aufwand über die Bemessungsperiode und die Periode erfasst wird, über welche der Rechtsanspruch erworben wird (Vesting period), errechnet sich aus dem Marktwert der zugeteilten Aktien und Optionen. Eine Anpassung wird für die Dividende vorgenommen, welche während der Vesting period nicht ausbezahlt wird. Nicht marktbezogene Aufl agen bezüglich des Erwerbs des Rechtsanspruches werden in die Annahmen über die Anzahl Aktien eingerechnet, welche bei Fälligkeit effektiv abgegeben werden. Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern diese Annahmen bezüglich der bei Fälligkeit effektiv abzugebenden Anzahl Aktien und Optionen. Die Auswirkung der Überprüfung dieser Annahmen wird gegebenenfalls in der Erfolgsrechnung und entsprechend im Eigenkapital über die restliche Vesting period erfasst.

1.22 Rückstellungen für Vorsorge und ähnliche Verpfl ichtungen

Die verschiedenen Konzerngesellschaften unterhalten unterschiedliche Vorsorgeprogramme. Der Konzern verfügt sowohl über leistungsals auch beitragsorientierte Pensionspläne. Vorsorgepläne mit Leistungsprimat sind Pensionspläne, in denen ein bestimmter Pensionsbetrag festgelegt ist, den ein Mitarbeiter nach seiner Pensionierung erhält. Dieser Betrag ist üblicherweise von einem oder mehreren Faktoren abhängig, wie Alter, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und Höhe der Vergütung. Ein Vorsorgeplan mit Beitragsprimat dagegen ist ein Pensionsplan, bei dem der Konzern festgelegte Beiträge in einen vom Konzern unabhängigen Fonds einzahlt. Der Konzern hat dabei keine rechtliche oder faktische Verpfl ichtung zur Zahlung zusätzlicher Beiträge, falls die Mittel des Fonds nicht ausreichen, um allen Mitarbeitenden die Beträge auszuzahlen, die ihren in der laufenden oder einer früheren Periode erbrachten Arbeitsleistungen entsprechen.

Einige Konzerngesellschaften bieten ihren Pensionären eine medizinische Vorsorgeeinrichtung. Voraussetzung für die Berechtigung zu diesen Leistungen ist normalerweise, dass der Mitarbeitende bis zum Pensionsalter im Unternehmen tätig ist und seine Unternehmenszugehörigkeit eine bestimmte Mindestdauer überschreitet. Die erwarteten Kosten für diese Leistungen werden über den Zeitraum der Unternehmenszugehörigkeit hinweg zurückgestellt. Dazu wird eine ähnliche Bilanzierungsmethode wie für Pensionspläne mit Leistungsprimat herangezogen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen sowie etwaige Veränderungen der versicherungsmathematischen Annahmen werden über die er wartete durchschnittlich verbleibende Lebensarbeitszeit der betroffenen Mitarbeitenden als Aufwand bzw. Ertrag verbucht. Diese Verpfl ichtungen werden auf jährlicher Basis von unabhängigen qualifi zierten Versicherungsexperten bewertet.

Für Vorsorgepläne mit Beitragsprimat zahlt der Konzern auf rechtsverbindlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Beiträge an öffentliche oder private Rentenversicherungsträger. Über die Zahlung der Beiträge hinaus unterliegt der Konzern keinen weiteren Zahlungsverpfl ichtungen. Beiträge an Vorsorgepläne mit Beitragsprimat werden in der Erfolgsrechnung der jeweiligen Periode ausgewiesen.

Zur Bestimmung des Rückstellungsbetrags für Vorsorgepläne mit Leistungsprimat wird das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) herangezogen, wobei für jeden Leistungszeitraum eines Mitarbeiters ein zusätzlicher Teilanspruch entsteht und jeder Teilanspruch bei der Ermittlung der endgültigen Vorsorgeverpfl ichtungen separat bewertet wird. Der Buchwert der Vorsorgeverpfl ichtungen wird auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Bewertungsmethoden ermittelt, die demografi sche und fi nanzielle Annahmen berücksichtigen. Diese Bewertungen erfolgen durch unabhängige Versicherungsexperten.

Als Aufwand oder Ertrag wird der Teil der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste erfasst, der sich aus der Differenz des Saldos der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode und den höheren der folgenden Beträge ergibt: 10% des Barwerts der Verpfl ichtung nach Leistungsprimat zu diesem Zeitpunkt und 10% des Marktwertes des entsprechenden Planvermögens zu diesem Zeitpunkt. Dieser Betrag wird dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Mitarbeiter.

Rückstellungen für Abgangsentschädigungen werden gemäss den gesetzlichen Vorschriften einzelner Länder gebildet. Abgangsentschädigungen werden fällig, wenn ein Beschäftigungsverhältnis vor Eintritt des regulären Pensionsalters beendet wird oder wenn ein Mitarbeitender im Austausch gegen eine solche Entschädigung freiwillig seiner Freistellung zustimmt. Der Konzern verbucht Abgangsentschädigungen, wenn er nachweislich zu einer der beiden folgenden Varianten verpfl ichtet ist: entweder zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses eines bestehenden Mitarbeitenden nach Massgabe eines detaillierten formalen Plans, sofern keine Möglichkeit einer Pensionierung besteht, oder zur Zahlung einer Abgangsentschädigung im Rahmen eines unterbreiteten Angebots, um ein freiwilliges Ausscheiden eines Mitarbeitenden aus dem Unternehmen zu erwirken. Entschädigungen, die erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf den Barwert abgezinst.

Die Aufwendungen für leistungs- und beitragsorientierte Pensionspläne sowie für Abgangsentschädigungen sind im Personalaufwand der Funktionsbereiche der betroffenen Mitarbeitenden und in den Aufwendungen für Restrukturierungen und Wertminderungen enthalten.

1.23 Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige bindende Verpfl ichtungen des Konzerns gebildet. Verpfl ichtungen können rechtlicher Art sein, wenn sie sich aus einem Vertrag, Gesetzen oder sonstigen unmittelbaren Auswirkungen von Gesetzen ableiten, oder faktischer Natur sein, wenn der Konzern bei anderen Parteien eine berechtigte Erwartung hinsichtlich der Übernahme gewisser Verpfl ichtungen geweckt hat. Für den bilanziellen Ansatz einer derartigen Verpfl ichtung muss der Abfl uss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpfl ichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpfl ichtung möglich sein. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung (das wahrscheinlichste Ergebnis) der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpfl ichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn die Wirkung wesentlich ist.

1.24 Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung wird so weit aktiviert, wie die Kritierien von IAS 38 erfüllt sind. Der Konzern geht davon aus, dass gesetzgeberische und sonstige mit der Entwicklung von wichtigen neuen Produkten verbundene Unsicherheiten eine Aktivierung von Entwicklungskosten ausschliessen. Zum Bilanzstichtag hat kein Forschungs- und Entwicklungsprojekt die Kriterien für die Aktivierung erfüllt. Die in den Sachanlagen berücksichtigten Laborgebäude und -einrichtungen werden über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Grund dafür liegt darin, dass die Struktur von F&E in den Geschäftsfeldern von Clariant eine Zuordnung des künftigen wirtschaftlichen Nutzens auf einzelne immaterielle Güter (Patente) erheblich erschwert.

1.25 Segmentberichterstattung

Geschäftsdivisionen: Der Clariant Konzern ist in folgende fünf Divisionen gegliedert:

  • -Textile, Leather & Paper Chemicals
  • -Pigments & Additives
  • -Functional Chemicals
  • -Life Science Chemicals
  • -Masterbatches

Diese auf internen Managementstrukturen basierenden Divisionen lassen sich folgendermassen beschreiben:

Die Division Textile, Leather & Paper Chemicals liefert Spezialchemikalien und Farben an die Textil-, Leder- und Papierindustrie. Zu den Textilfarbstoffen zählen unter anderem Dispersions-, Reaktiv-, Säureund Schwefelfarbstoffe. Das Business Textile umfasst Spezialchemikalien zur Vorbehandlung, zum Färben, Bedrucken und Veredeln von Textilien. Optische Aufheller und Chemikalien zur funktionalen Behandlung gehören ebenfalls zum Angebot. Das Business Paper liefert Papierfarbstoffe, optische Aufheller sowie Prozess- und Aufschlusschemikalien. Veredelungschemikalien werden vom Business Leather produziert. Das Angebot dieses Business umfasst alle Chemikalien für Zurichtung, Färbung und die komplette Nasschemie.

Die Division Pigments & Additives entwickelt und produziert Pigmente für Lacke und Anstrichfarben, für Kunststoffe und für Spezialanwendungen. Die Produktpalette umfasst Hochleistungspigmente, um auch die hohen Anforderungen der Automobil- und Elektronikindustrie erfüllen zu können. Druckpigmente fi nden ihren Absatz in der Druckfarbenindustrie und in wachsendem Umfang auch im Sektor der berührungslosen Druckverfahren, Tintenstrahl- und Laserdruck. Zum Geschäft zählen ausserdem Additive zur Verbesserung der Hitzebeständigkeit sowie der Licht- und Wetterechtheit von Kunststoffen und Lacken. Halogenfreie Flammschutzmittel werden in Schutzbeschichtungen, in Harzen, in Thermoplasten und in Polyesterfasern eingesetzt. Zudem zählen hochwertige Wachse auf Basis verschiedener Rohstoffe zum Portfolio der Division.

Die Produkte der Division Functional Chemicals basieren auf Tensiden und Polymeren. Das Business Detergents ist mit anionischen und kationischen Tensiden sowie mit Bleichaktivatoren Partner der Waschmittelindustrie. Das Business Performance Chemicals fi ndet seine Abnehmer in unterschiedlichen Industrien wie Körperpfl ege, Pfl anzenschutz, Farben, Lacke oder Kunststoffe. Das Business Process Chemicals vermarktet Produkte für die öl- und erdgaserzeugende und -verarbeitende Industrie sowie für die Metallbearbeitung, den Bergbau und die Luftfahrt- und Automobilindustrie.

Die Division Life Science Chemicals umfasst zwei Businesses: Das Business Pharmaceutical Fine Chemicals ist Servicepartner bei der Einführung neuer Medikamente und liefert kundenspezifi sche Vorprodukte auf hoher Synthesestufe, patentgeschützte Wirkstoffe und rund 30 verschiedene generische Wirkstoffe. Die Specialty Fine Chemicals dagegen decken mit Silanderivaten, Derivaten der Glyoxalsäure und auf Diketen basierenden Chemikalien ganz unterschiedliche industrielle Anwendungen ab. Ausserdem liefert dieses Business Vorprodukte und Wirkstoffe für Pfl anzenschutzmittel.

Die Division Masterbatches liefert Farb- und Additivkonzentrate sowie spezielle Mischungen dieser Komponenten hauptsächlich für Kunst stoffverarbeiter. Auf lokaler Ebene bieten Fertigungsstätten der Division einen kompletten technischen Service für alle Produkte und Anwendungen.

Corporate: Aufwand und Ertrag auf Ebene Corporate umfassen die Kosten für die Konzernzentrale sowie die Koordinationsfunktionen in den wichtigsten Ländern. Darüber hinaus sind hier bestimmte Ertragsund Aufwandsposten angesiedelt, die nicht bestimmten Divisionen direkt zuordenbar sind.

Die Konzerndivisionen bestehen aus mehreren Businesses, die jeweils verschiedene Produkte anbieten. Die Divisionen werden unabhängig geführt, da sie jeweils eigenständige Produkte herstellen und vertreiben, die verschiedene Technologien und Marketingstrategien erfordern.

Die Erstellung bzw. Erbringung der von den einzelnen Geschäftssegmenten angebotenen Produkte ist mit jeweils speziellen Chancen und Risiken verbunden, die sich von den Produkten der übrigen Geschäftssegmente unterscheiden. Ein geografi sches Segment erstellt Produkte innerhalb eines spezifi schen wirtschaftlichen Umfeldes und ist Chancen und Risiken ausgesetzt, die sich von Aktivitäten in anderen wirtschaftlichen Umfeldern unterscheiden. Der Konzern betrachtet die Geschäftssegmente als primäre Segmentierung und die geografi schen Segmente als sekundäre Segmentierung.

Segmenterlöse sind die in der Erfolgsrechnung der Gesellschaft dargestellten Umsätze, die einem Segment direkt zugeordnet werden können, und der relevante Teil der Erlöse, welcher sich sinnvoll einem Segment zuweisen lässt, unabhängig davon, ob es sich dabei um Verkäufe an externe Kunden oder Transaktionen mit anderen Segmenten handelt.

Segmentaufwendungen sind Aufwendungen aus der betrieblichen Tätigkeit eines Segments, die dem Segment direkt zugeordnet werden können, und der relevante Teil der Aufwendungen, welcher sich sinnvoll einem Segment zuweisen lässt, einschliesslich der Aufwendungen, die sich auf Verkäufe an externe Kunden und auf Transaktionen mit anderen Segmenten beziehen.

Umsätze zwischen Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen (Arm's-Length-Prinzip).

Das Nettobetriebsvermögen der Divisionen und Geschäftseinheiten besteht vorwiegend aus Sachanlagen, immateriellen Anlagen, Vorräten und Forderungen, abzüglich betrieblicher Verbindlichkeiten. Die Aktiva und Passiva des Segments Corporate setzen sich in erster Linie aus Nettoliquidität (fl üssige Mittel, kurzfristige Geldanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich fi nanzieller Verbindlichkeiten) sowie latenten und laufenden Steuern zusammen.

1.26 Eigene Aktien

Eigene Aktien werden zu ihrem Nennwert von 4.75 CHF je Aktie vom Eigenkapital abgezogen. Unterschiede zwischen diesem Betrag und dem bei Erwerb bzw. Veräusserung eigener Aktien bezahlten bzw. erhaltenen Betrag werden in den zurückbehaltenen Gewinnen ausgewiesen.

1.27 Dividendenausschüttung

Die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der Gesellschaft wird als Verbindlichkeit im Abschluss des Jahres ausgewiesen, in welchem die Aktionäre der Gesellschaft der Dividende zustimmen.

1.28 Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte (oder nicht fortgeführte Geschäftsbereiche)

Langfristige Vermögenswerte (oder nicht fortgeführte Geschäftsbereiche) werden als zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte eingestuft und zum niedrigeren der beiden Werte Buchwert oder Marktwert abzüglich Veräusserungskosten geführt, sofern ihr Buchwert durch eine Veräusserung und nicht durch die Fortführung ihres Betriebs realisiert werden kann.

Der Konzern hatte zum Bilanzstichtag keine zur Veräusserung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte (oder nicht fortgeführte Geschäftsbereiche).

1.29 Aktienkapital

Alle ausgegebenen Aktien sind Stammaktien und somit Bestandteil des Eigenkapitals.

Kosten, die der Emission neuer Aktien oder Optionen direkt zurechenbar sind, werden – abzüglich anfallender Steuern – als entsprechende Erlösminderung im Eigenkapital ausgewiesen. Kosten, die der Emission neuer Aktien oder Optionen oder der Übernahme eines Unternehmens direkt zurechenbar sind, werden in den Akquisitionskosten des Übernahmeszenarios berücksichtigt.

Erwirbt eine Konzerngesellschaft Aktienkapital des eigenen Unternehmens (eigene Aktien), wird der aufgewendete Betrag einschliesslich aller direkt zurechenbaren Zusatzkosten (abzüglich Ertragssteuern) von dem auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapital abgezogen, bis die Aktien annulliert, wieder ausgegeben oder veräussert werden. Werden diese Aktien in der Folge veräussert oder erneut ausgegeben, geht der dafür eingenommene Ertrag abzüglich aller direkt zurechenbaren Transaktionskosten und der relevanten ertragssteuerlichen Auswirkungen in das auf die Aktionäre entfallende Eigenkapital ein.

1.30 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden anfänglich zum Marktwert abzüglich angefallener Transaktionskosten erfasst und in der Folge zu fortgeschriebenen Anschaffungswerten angesetzt. Etwaige Differenzbeträge zwischen dem Mittelzufl uss (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden über die Laufzeit der Verbindlichkeit periodengerecht erfolgswirksam verbucht.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeit eingestuft, wenn sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Dies schliesst auch langfristige Verbindlichkeiten mit ein, die innerhalb dieses Zwölfmonatszeitraums fällig werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als langfristige Verbindlichkeiten eingestuft, wenn die Gruppe über ein vorbehaltsloses Recht auf Zahlungsaufschub der Verbindlichkeit für mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag verfügt.

1.31 Finanzanlagen

Der Konzern gliedert seine Finanzanlagen in folgende Kategorien: Erfolgswirksam zum Marktwert bewertete Finanzinstrumente (Financial assets at fair value through profi t or loss), Kredite und Forderungen, Held-to-Maturity Investments (HtM) sowie zur Veräusserung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte. Die Zuordnung zu diesen Kategorien erfolgt je nach Zweck, zu dem die Kapitalanlage erworben wurde. Die Konzernleitung legt die Einstufung ihrer Finanzanlagen bei der Ersterfassung fest und führt zu jedem Bilanzstichtag eine erneute Prüfung dieser Entscheidung durch.

    • Erfolgswirksam zum Marktwert bewertete Finanzinstrumente (Financial assets at fair value through profi t or loss): Zu dieser Kategorie zählen zwei Unterkategorien: Handelsbestand (Held-for-trading fi nancial assets) und Finanzinstrumente, die bei Erstansatz als «Fair value through profi t or loss» designiert wurden. Ein fi nanzieller Vermögenswert wird in diese Kategorie eingestuft, wenn er primär erworben wurde, um kurzfristig wieder veräussert zu werden, oder auf Entscheid der Konzernleitung. Auch Derivate werden als Handelsbestand eingestuft, sofern sie nicht als Hedges dienen. Als Umlaufvermögen werden Vermögenswerte dieser Kategorie dann klassifi ziert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.
    • Kredite und Forderungen: Kredite und Forderungen sind nichtderivative fi nanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie ergibt sich, wenn der Konzern liquide Mittel, Waren oder Dienstleistungen direkt an einen Gläubiger leistet und nicht beabsichtigt, die resultierenden Forderungen zu Handelszwecken zu nutzen. Sie gehen als Umlaufvermögen in die Bilanz ein.
    • Held-to-Maturity Investments: Held-to-Maturity Investments sind nichtderivative fi nanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die die Konzernleitung bis zu ihrer Fälligkeit zu halten beabsichtigt und dazu auch generell in der Lage ist.
    • Zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen (Available-for-sale fi nancial assets): Hierbei handelt es sich um nicht-derivative fi nanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet werden oder in keine der anderen drei genannten Kategorien eingestuft wurden. Sie werden dem Anlagevermögen zugeordnet, sofern die Konzernleitung nicht ihre Veräusserung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beabsichtigt. In der hier betrachteten Berichtsperiode sind keine Transaktionen dieser Kategorie angefallen.

Erwerb und Veräusserung von Finanzanlagen werden am Abwicklungstermin erfasst, d.h. dem Datum, an dem der Konzern die Vermögenswerte erhält bzw. abgibt. Alle erfolgswirksam zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente werden anfänglich zum Marktpreis zuzüglich Transaktionskosten verbucht. Ausgebucht werden sie zu dem Zeitpunkt, an dem die Rechte auf Zahlungen aus den Finanzanlagen verfallen oder übertragen wurden und der Konzern alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Vorteile abgegeben hat. Zur Veräusserung verfügbare Vermögenswerte sowie erfolgswirksam zum Marktwert bewertete Vermögenswerte werden anschliessend zum Marktwert geführt. Kredite und Forderungen sowie Held-to-Maturity Investments werden zu Anschaffungswerten auf Basis der Effektivzins-Methode angesetzt. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aufgrund von Marktwertänderungen der Kategorie der erfolgswirksam zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumente fl iessen periodengerecht in die Erfolgsrechnung ein. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Marktwertänderungen nichtmonetärer Werte von «zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen» werden im Eigenkapital verbucht. Bei Veräusserung oder Wertberichtigung von Wertpapieren von «zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlagen» werden die kumulierten Marktwertanpassungen erfolgswirksam als Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen erfasst.

Die Marktwerte notierter Finanzanlagen basieren auf dem jeweiligen aktuellen Geldkurs. Ist der Markt für einen fi nanziellen Vermögenswert nicht aktiv bzw. handelt es sich um nicht börsennotierte Finanzanlagen, ermittelt der Konzern den Marktpreis anhand von Bewertungstechniken. Dazu zählt die Heranziehung marktüblicher Transaktionen, die Bezugnahme auf andere, im Wesentlichen vergleichbare Instrumente, Ertragswertanalysen (DCF-Analysen) oder Optionspreismodelle, in denen die spezifi schen Rahmenbedingungen des Emittenten berücksichtigt werden.

Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte für die Wertminderung eines einzelnen oder einer Gruppe von fi nanziellen Vermögenswerten vorliegen. Bei Dividendenpapieren, die als zur Veräusserung verfügbar eingestuft sind, wird eine Wertminderung im Fall eines deutlichen oder dauerhaften Falls des Marktpreises des Wertpapiers unter seine Anschaffungskosten in Betracht gezogen. Liegt ein Anhaltspunkt für eine derartige Wertminderung zur Veräusserung verfügbarer Vermögenswerte vor, werden ihre kumulierten Kosten aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Erfolgsrechnung erfasst. Die kumulierten Kosten ergeben sich dabei als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen Marktwert abzüglich etwaiger bereits früher realisierter Verluste aus Wertberichtigungen des betreffenden Vermögenswertes. In der Erfolgsrechnung erfasste Wertberichtigungsverluste aus Eigenkapitalinstrumenten werden nicht über die Erfolgsrechnung zurückgebucht.

1.32 Emissionsrechte

Im Jahr 2005 startete die Europäische Union ein System, bei dem Unternehmen mengenmässig begrenzte Rechte zum Ausstoss von Kohlendioxid eingeräumt bekommen. Diese Rechte werden anfänglich kostenlos erteilt und können anschliessend zwischen den Unternehmen gehandelt werden. Die rechnungslegungstechnische Behandlung dieser Emissionsrechte ist nicht durch IFRS geregelt. Clariant behandelt diese Rechte folgendermassen:

Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern Emissionsrechte von einer Regierung erhält, werden diese als immaterielle Vermögenswerte zum Marktwert angesetzt (der normalerweise durch den Marktpreis bestimmt wird). Die Differenz zwischen dem gezahlten Betrag – normalerweise Null, da die Rechte kostenlos von den Regierungen vergeben werden – und dem Marktwert der Emissionsrechte wird als Verbindlichkeit erfasst.

Wenn die Rechte im Rahmen der Geschäftstätigkeit verbraucht werden, wird dies durch Verbuchung eines Aufwands in proportionaler Höhe in der Erfolgsrechnung und einer entsprechenden Verbindlichkeit in der Bilanz berücksichtigt. Gleichzeitig wird die bei der ursprünglichen Gewährung des Emissionsrechts verbuchte Verbindlichkeit proportional zur Erfolgsrechnung aufgelöst. Am Ende der Berichtsperiode werden die infolge der Nutzung der Emissionsrechte verbuchte Verbindlichkeit und die ursprünglich für die Emissionsrechte erfasste Vermögensposition miteinander saldiert. Beim Kauf von Emissionsrechten von Dritten werden diese zu historischen Kosten, die üblicherweise in Höhe des Marktwertes liegen, erfasst.

Der Buchwert der Emissionsrechte und die entsprechende Verbindlichkeit werden nicht an Marktpreisveränderungen angepasst.

Bei der Veräusserung von Emissionsrechten werden die entsprechenden als immaterieller Vermögenswert und als Verbindlichkeit in der Bilanz erfassten Beträge ausgebucht. Die Differenz zwischen dem bei der Veräusserung erlösten Verkaufspreis und dem Nettobetrag aus immateriellem Vermögenswert und ausgebuchter Verbindlichkeit geht als Aufwand oder Ertrag in die Erfolgsrechnung ein.

2. Finanzrisikomanagement

2.1 Finanzielle Risikofaktoren: Der Konzern ist bei seinen Tätigkeiten einer Reihe fi nanzieller Risiken ausgesetzt: Marktrisiko (einschliesslich Wechselkursrisiko, Cashfl ow-Risiko, Zinsrisiko und Preisrisiko), Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Erfüllungsrisiko. Der allgemeine Risikomanagementansatz des Konzerns konzentriert sich auf die Unvorhersagbarkeit der Finanzmärkte und verfolgt das Ziel, potenziell nachteilige Auswirkungen auf die fi nanzielle Leistungsfähigkeit des Konzerns zu angemessenen Hedging-Kosten zu minimieren. Zur Absicherung bestimmter Risikokategorien verwendet Clariant derivative Finanzinstrumente.

Der Funktionsbereich Finanzrisikomanagement ist in einer zentralen Treasury-Abteilung (Group Treasury) angesiedelt und verfährt nach Richtlinien, die von Konzernleitung und Verwaltungsrat verabschiedet wurden. In enger Kooperation mit den operativen Konzerneinheiten identifi ziert und bewertet Group Treasury Finanzrisiken und sichert diese ab. Schriftliche Grundsätze bezüglich des allgemeinen Wechselkursrisikos, des Kreditrisikos sowie der Nutzung derivativer und nichtderivativer Finanzinstrumente und der Verwendung überschüssiger Liquidität (Ausfallrisiko) sind im Einsatz.

Marktrisiko

  • Wechselkursrisiko: Der Konzern ist international tätig und somit durch das Engagement in verschiedenen Währungen einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Euro und US-Dollar. Das Wechselkursrisiko ergibt sich aus künftigen Geschäftstransaktionen, verbuchten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie ausländischen Nettoinvestitionen.

Zur Reduzierung des Wechselkursrisikos durch künftige Geschäftstransaktionen und verbuchte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nutzen die Konzerngesellschaften Termingeschäfte und Devisenoptionen in Übereinstimmung mit den Konzerngrundsätzen zu Wechselkursrisiken. Wechselkursrisiken entstehen dann, wenn künftige Geschäftstransaktionen und verbuchte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf eine andere als die funktionale Währung der betreffenden Gesellschaft lauten. Group Treasury ist dafür verantwortlich, in enger Abstimmung mit den operativen Konzerneinheiten die Höhe der Nettopositionen aller ausländischen Währungen durch geeignete Absicherungsgeschäfte zu steuern.

Die Risikomanagementpolitik des Konzerns besteht darin, die Netto-Fremdwährungspositionen aus Transaktionen in allen Hauptwährungen entsprechend dem festgelegten Hedging-Quotienten selektiv abzusichern.

Der Konzern hält einige Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften, deren Nettovermögen einem Umrechnungsrisiko unterliegt. Die aus dem Nettovermögen der ausländischen Konzerngesellschaften resultierenden Währungsrisiken werden primär durch entsprechende Kreditaufnahme in den relevanten Währungen gesteuert.

  • Cashfl ow-Risiko und Marktwert-Zinsrisiko: Da der Konzern über keine umfangreichen verzinslichen Vermögenswerte verfügt, sind seine Erträge und sein Cashfl ow aus betrieblichen Aktivitäten weitgehend unabhängig von der Entwicklung des Marktzinsniveaus.

Das Zinsrisiko des Konzerns resultiert vor allem aus seinen fi nanziellen Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz führen zu einem Cashfl ow-Zinsrisiko für den Konzern. Finanzielle Verbindlichkeiten mit festem Zinssatz dagegen führen zu einem Marktwert-Zinsrisiko. Die Konzernpolitik besteht darin, über 50% der Kreditaufnahmen in festverzinslichen Instrumenten zu platzieren, wenn das Risiko eines Zinsanstiegs als gross angesehen wird. Bei einer Aussicht auf Zinssenkungen ist ein geringerer Anteil festverzinslicher fi nanzieller Verbindlichkeiten zulässig. Zum Jahresende waren 43% der fi nanziellen Verbindlichkeiten zu festen Zinssätzen abgeschlossen.

Kreditrisiko

Der Konzern unterliegt keiner grösseren Konzentration von Kreditrisiken. Er verfügt über eine Kreditrisikopolitik, um sicherzustellen, dass ein Produktverkauf an einen Kunden erst nach Zuweisung eines Kreditlimits im Rahmen eines geeigneten Verfahrens möglich ist. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente und die Durchführung von Bartransaktionen erfolgen ausschliesslich mit erstklassigen Finanzinstituten. Der Konzern hat Grenzbeträge festgelegt, die den Betrag der bei einer Bank gehaltenen fl üssigen Mittel und der offenen Transaktionen mit der Bank nach Massgabe ihres Kreditratings limitieren.

Liquididätsrisiko

Ein umsichtiges Liquiditätsrisikomanagement erfordert das Halten einer ausreichenden, aber nicht übermässigen Menge an fl üssigen Mitteln und börsengängigen Wertpapieren, die Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln durch zugesagte Kreditfazilitäten in angemessener Höhe sowie die Möglichkeit zur Glattstellung von Marktpositionen. Aufgrund der dynamischen Natur der Geschäfte strebt Group Treasury nach Erhaltung einer ausreichenden Finanzierungsfl exibilität, indem zugesagte Kreditlinien in angemessener Höhe zur Verfügung stehen.

Erfüllungsrisiko

Hierbei geht es um das Risiko, dass eine Zahlung in einem Transfersystem nicht erwartungsgemäss erfolgt. Es handelt sich um einen Teilbereich des operativen Risikos, das verschiedenste Risikokategorien enthält, angefangen von nicht ausreichend leistungsfähigen oder ungeeigneten internen Prozessen innerhalb des Konzerns bis hin zu menschlichem Versagen oder Systemfehlern.

Der Konzern steuert Erfüllungsrisiken mit Hilfe eines sicheren und effi zienten Zahlungssystems und indem Finanztransaktionen ausschliesslich mit etablierten Partnern eingegangen werden, die technisch zur Durchführung der Transaktionen in der Lage sind. Ferner erfolgt eine zusätzliche Prüfung der Einzelheiten von Abschlüssen (Derivate und Kredite) durch das Treasury Middle Offi ce.

2.2 Bestimmung des Marktwertes

Der Marktwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden (wie öffentlich gehandelte Derivate, Handelsbestände oder zur Veräusserung verfügbare Wertpapiere), basiert auf den entsprechenden notierten Kursen am Bilanzstichtag. Als notierter Kurs für die vom Konzern gehaltenen Finanzvermögenspositionen gilt der aktuelle Geldkurs, als notierter Kurs für die fi nanziellen Verbindlichkeiten der aktuelle Briefkurs.

Der Marktwert von Finanzinstrumenten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden (z.B. Over-the-counter-Derivate), wird mit Hilfe von Bewertungstechniken bestimmt. Der Konzern nutzt eine Reihe verschiedener Bewertungsmethoden und trifft dabei Annahmen, die auf den jeweiligen Marktbedingungen am Bilanzstichtag basieren. Für langfristige Verbindlichkeiten werden notierte Kurse oder Handelsangebote für ähnliche Instrumente herangezogen. Für die übrigen Finanzinstrumente werden andere Techniken zur Bestimmung des Marktwertes verwendet, wie z.B. geschätzte diskontierte Cashfl ows. Der Marktwert von Zinsswaps wird als Barwert der geschätzten künftigen Cashfl ows berechnet. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurs berechnet.

3. Kritische Schätzungen und Bewertungen im Rahmen der Bilanzierung

Schätzungen und Bewertungen werden auf kontinuierlicher Basis geprüft und basieren unter anderem auf Vergangenheitswerten. Daneben berücksichtigen sie auch Erwartungen bezüglich künftiger Ereignisse, deren Eintreten unter den gegebenen Umständen für wahrscheinlich gehalten wird.

3.1 Kritische Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Bilanzierung. Der Konzern macht Schätzungen und trifft Annahmen im Hinblick auf künftige Entwicklungen. Die resultierenden geschätzten Buchwerte entsprechen per Defi nition nur selten den später tatsächlich eintreffenden Ergebnissen. Diejenigen Schätzungen und Annahmen, die im folgenden Geschäftsjahr zu weitreichenden Anpassungen der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten führen können, werden im Folgenden dargestellt.

(1) Geschätzte Wertminderung des Goodwill und der Sachanlagen

Der Konzern prüft gemäss den unter Erläuterung 1.12 dargestellten Rechnungslegungsgrundsätzen den Goodwill einmal jährlich auf potentielle Wertminderungen. Die von den CGUs erzielbaren Erträge werden auf der Grundlage von Nutzwertberechnungen ermittelt. Im gleichen Verfahren wird auch der erzielbare Betrag von Sachanlagen unter Anwendung der gleichen Vorschriften ermittelt. Diese Berechnungen erfordern die Anwendung von Schätzungen, speziell in Bezug auf die erwartete Wachstumsrate des Umsatzes, Diskontierungssätze, die Entwicklung von Rohmaterialpreisen und den Erfolg der Restrukturierungsmassnahmen, die im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm eingeführt wurden (siehe Erläuterungen 5 und 27).

(2) Umweltverbindlichkeiten

Der Konzern unterliegt in einer Vielzahl von Ländern unterschiedlichen Umweltvorschriften. Zur Festlegung der Rückstellung für die weltweiten Umweltschutzmassnahmen sind umfangreiche Schätzungen erforderlich. Die Standorte des Konzerns werden laufend auf Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften überwacht. Darüber hinaus werden kontinuierlich die Verbindlichkeiten evaluiert, die sich aus dem Anpassungsbedarf an neue Rechtsvorschriften ergeben. Der Konzern verbucht diese Verbindlichkeiten für Umweltschutzmassnahmen auf der Grundlage der jüngsten Bewertungen der Umweltsituation der einzelnen Standorte und der jeweils aktuell geltenden Rechtsvorschriften. Weichen die tatsächlichen Aufwendungen für Umweltschutzmassnahmen von den ursprünglich angesetzten Beträgen ab, wird der Differenzbetrag in der Periode, in der die Abweichung festgestellt wird, erfolgswirksam verbucht (siehe Erläuterungen 16, 19 und 32).

(3) Ertragssteuern

Der Konzern ist in einer Vielzahl von Ländern ertragssteuerpfl ichtig. Zur Festlegung der Rückstellung für die weltweit fälligen Ertragssteuern sind umfangreiche Schätzungen erforderlich. Für viele Transaktionen und Berechnungen ist die Bestimmung des endgültigen Steuerbetrags im Rahmen des laufenden Geschäfts nicht genau möglich. Der Konzern erfasst die notwendigen Mittel für erwartete Steuerprüfungsfragen auf der Grundlage einer Abschätzung, ob eine zusätzliche Steuerbelastung anfallen wird. Unterscheidet sich das endgültige steuerliche Ergebnis von den ursprünglich erfassten Beträgen, werden in der Periode, in der die Abweichung festgestellt wird, die Rückstellungen für Ertragssteuern und latente Steuern in Höhe des ermittelten Differenzbetrags angepasst.

(4) Schätzungen für die Erfassung von Leistungen an Mitarbeiter

Gemäss IAS 19 «Employee benefi ts» müssen zur Ermittlung des Betrags, der für Vorsorgeverpfl ichtungen und Pensionspläne – insbesondere für Vorsorgepläne mit Leistungsprimat – zu verbuchen ist, bestimmte Annahmen getroffen werden. Es handelt sich dabei hauptsächlich um versicherungsmathematische Annahmen wie erwartete Infl ationsraten, die langfristige Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, die Mitarbeiterfl uktuation, die erwartete Rendite auf das Vermögen der Vorsorgepläne sowie Diskontierungsfaktoren. Deutliche Veränderungen der für diese Variablen angenommenen Entwicklungen können beträchtliche Auswirkungen auf Vorsorgeverpfl ichtungen und das Vermögen der Pensionspläne haben (vgl. Erläuterung 15).

4. Sachanlagen

Mio. CHF Grundstücke Gebäude Betriebs-
einrich-
tungen
Mobiliar
Fahrzeuge
EDV-
Anlagen
im Bau
Total Versicherter
Wert am
31. Dezember
Maschinen Anlagen
Stand 1. Januar 2004
Anschaffungskosten 637 2 392 5 132 577 163 8 901
Abschreibungen kumuliert - 151 - 1 508 - 3 983 - 483 - 6 125
Buchwert 486 884 1 149 94 163 2 776
Zugänge 3 25 95 18 148 289
Umbuchungen - 1 27 102 10 - 138 0
Abgänge - 27 - 73 - 78 - 12 - 23 - 213
Abschreibungen - 64 - 207 - 35 - 306
Wertminderungen - 17 - 21 - 1 - 39
Wechselkursdifferenzen - 17 - 21 - 26 0 - 3 - 67
Stand 31. Dezember 2004 444 761 1 014 74 147 2 440
Anschaffungskosten 593 2 274 4 893 508 147 8 415
Abschreibungen kumuliert - 149 - 1 513 - 3 879 - 434 - 5 975
Buchwert 444 761 1 014 74 147 2 440 9 862
Zugänge 6 21 78 18 225 348
Akquisitionen 5 1 6
Umbuchungen - 7 51 109 10 - 163 0
Abgänge - 4 - 4 - 23 - 1 - 2 - 34
Abschreibungen - 61 - 182 - 30 - 273
Wertminderungen - 5 - 17 - 54 - 76
Aufl ösung von Wertminderungen 1 16 17
Wechselkursdifferenzen 24 76 62 7 8 177
Stand 31. Dezember 2005 463 828 1 021 78 215 2 605
Anschaffungskosten 619 2 480 5 088 526 215 8 928
Abschreibungen kumuliert - 156 - 1 652 - 4 067 - 448 - 6 323
Buchwert 463 828 1 021 78 215 2 605 10 074

Geleaste Sachanlagen (Finance Lease) waren am 31. Dezember 2005 mit einem Anschaffungswert von 27 Mio. CHF und einem Buchwert von 25 Mio. CHF (2004: 25 Mio. CHF und 10 Mio. CHF) aktiviert. Bei den geleasten Sachanlagen handelt es sich grösstenteils um Gebäude. Die entsprechende Verpfl ichtung im Zusammenhang mit Finance Lease Verträgen ist in der Erläuterung 14 dargestellt.

Am 31. Dezember 2005 betrugen die Abnahmeverpfl ichtungen für Sachanlagen 41 Mio. CHF (2004: 45 Mio. CHF).

5. Immaterielle Anlagen

Mio. CHF Goodwill Übrige Total
Stand 1. Januar 2004
Anschaffungskosten 2 807 129 2 936
Abschreibungen kumuliert - 2 388 - 97 - 2 485
Buchwert 419 32 451
Zugänge 17 8 25
Abgänge - 17 - 12 - 29
Abschreibungen - 30 - 10 - 40
Wechselkursdifferenzen - 2 - 2
Stand 31. Dezember 2004 387 18 405
Anschaffungskosten 2 807 113 2 920
Abschreibungen kumuliert - 2 420 - 95 - 2 515
Buchwert 387 18 405
Zugänge 12 5 17
Abschreibungen - 10 - 10
Wechselkursdifferenzen 4 2 6
Stand 31. Dezember 2005 403 15 418
Anschaffungskosten1 403 122 525
Abschreibungen kumuliert - 107 - 107
Buchwert 403 15 418

1 Per 1. Januar 2005 wurden die kumulierten Abschreibungen auf Goodwill mit den Anschaffungskosten für Goodwill saldiert.

Der ausgewiesene Goodwill entstand in Folge einer Reihe von Akquisitionen in verschiedenen Divisionen. Der grösste Betrag entfällt auf den Goodwill aus der Akquisition von BTP im Jahr 2000 und betrifft mit einem Buchwert von 330 Mio. CHF die Division Textile, Leather & Paper Chemicals . Der gesamte Goodwill wird jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Die übrigen immateriellen Anlagen umfassen Patente, Marken, Software, etc. Clariant weist keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte aus.

Die Zugänge im Goodwill im Jahr 2005 enthielten 3 Mio. CHF aus übernommenen Geschäftsaktivitäten (siehe Erläuterung 24) und 8 Mio. CHF aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen an der Colour-Chem Ltd,

Eine Zusammenfassung der Goodwill-Zuordnung auf CGU-Ebene ist nachstehend dargestellt:

Mumbai, einer voll konsolidierten Tochtergesellschaft des Konzerns. Daneben wurden 1 Mio. CHF Goodwill aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen an einer Reihe sonstiger voll konsolidierter Tochtergesellschaften des Konzerns verbucht.

Wertminderungstest für Goodwill

Der Goodwill wird den identifi zierten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-generating units, CGUs) des Konzerns zugeordnet. CGUs bestehen entweder aus Business-Segmenten in Übereinstimmung mit dem Segment-Reporting des Konzerns oder, für die Fälle, wo unabhängige Cashfl ows identifi ziert werden können, aus Teilen von den entsprechenden Business-Segmenten.

Nettobuchwert am 31. Dezember 2005 403 387
Functional Chemicals 7 2
Masterbatches 30 27
Pigments & Additives 29 24
Leather 331 331
Textiles 6 3
Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004

Die erzielbaren Erträge der CGUs werden auf der Grundlage von Nutzwertberechnungen ermittelt. Diese Berechnungen erfolgen anhand von Cashfl ow-Projektionen auf Basis des von der Konzernleitung genehmigten Fünfjahresbudgets. Die über diesen Fünfjahreszeitraum hinausreichenden Cashfl ows werden extrapoliert.

Die wichtigsten im Rahmen der Cashfl ow-Projektionen getroffenen Annahmen betrafen den prozentualen EBITDA-Anteil am Umsatz sowie die Wachstumsrate des Umsatzes. Diese Annahmen basieren auf Vergangenheitserfahrungen der Konzernleitung sowie auf der von ihr erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung. Die angesetzten Diskontierungssätze (vor Steuern) basieren auf den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns und wurden um spezifi sche Länder- und Währungsrisiken angepasst, die aus den Cashfl ow-Prognosen hervorgehen. Der angenommene Diskontierungssatz betrug für alle CGUs 9%.

Den grössten Anteil der Goodwill-Position bilden die verbleibenden 330 Mio. CHF aus der BTP-Akquisition aus dem Jahr 2000. Dieser Goodwill wird der CGU Leather zugerechnet. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit wurde angenommen, dass die CGU in der Planperiode ein Wachstum über dem Marktwachstum erzielt. Es wurde auch angenommen, dass der EBITDA in Prozent des Umsatzes gegenüber heute zunimmt als Ergebnis der Optimierung der Strukturkosten. Verringert man die Wachstumsannahmen um 1.0%, würde dadurch der Buchwert der CGU Leather den von ihr erzielbaren Ertrag um rund 19 Mio. CHF übersteigen. Bei einer Senkung der Wachstumsannahmen um 0.6% lägen erzielbarer Ertrag und Buchwert der CGU Leather genau auf gleicher Höhe.

Die CGU Masterbatches hält Goodwill im Betrag von 30 Mio. CHF. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit wurde angenommen, dass die CGU ein Umsatzwachstum leicht über dem Marktwachstum erzielt. Es wurde auch angenommen, dass der EBITDA in Prozent des Umsatzes gegenüber heute als Ergebnis der umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen zunimmt.

Die CGU Pigments & Additives hält Goodwill im Betrag von 29 Mio. CHF. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit wurde angenommen, dass die CGU ein Umsatzwachstum über dem Marktwachstum erzielt. Es wurde auch angenommen, dass der EBITDA in Prozent des Umsatzes gegenüber heute als Ergebnis der umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen zunimmt.

6. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

Mio. CHF 2005 2004
Anfang des Jahres 277 312
Anpassungseffekt1 51
Anfang des Jahres (angepasst) 277 363
Akquisitionen und Verkäufe 3 - 69
Anteil am Gewinn (Verlust) 23 26
Erhaltene Dividenden - 24 - 31
Umbuchung anderer Vermögenswerte - 2 - 5
Wechselkursdifferenzen 5 - 7
Ende des Jahres 282 277

1 S. Erläuterung 1.04.

Finanzkennzahlen der wesentlichen assoziierten Gesellschaften des Konzerns:

Sitz der Aktiven Verbind- Umsatz Gewinn/ % Betei
Mio. CHF
2004
Gesellschaft lichkeiten (Verlust) ligung
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Deutschland 1 088 557 1 399 45 32
Infraserv GmbH & Co. Gendorf KG Deutschland 183 83 291 9 50
Infraserv GmbH & Co. Knapsack KG Deutschland 170 64 233 6 21
Übrige 95 50 373 4
Total 1 536 754 2 296 64
Sitz der Aktiven Verbind- Umsatz Gewinn/ % Betei
Mio. CHF Gesellschaft lichkeiten (Verlust) ligung
2005
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG Deutschland 1 039 525 1 260 35 32
Infraserv GmbH & Co. Gendorf KG Deutschland 195 99 306 8 50
Infraserv GmbH & Co. Knapsack KG Deutschland 169 64 240 8 21
Übrige 113 61 239 8
Total 1 516 749 2 045 59

In den Jahren 2004 und 2005 bestanden keine nicht verbuchten Verluste. Es bestehen auch keine akkumulierten nicht verbuchten Verluste zum Bilanzstichtag.

7. Finanzanlagen

Mio. CHF 2005 20041
Jahresanfang 47 2
Wechselkursdifferenzen - 1 - 1
Abgegrenzte Zinsen 3
Umbuchungen von
assoziierten Gesellschaften
5
Zugänge 41
Kapitalrückzahlungen und
Veräusserungen
- 2
Jahresende 47 47

Die Finanzanlagen umfassen die folgenden Positionen:

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.20041
Vendor Loan Note 44 41
Übrige Finanzanlagen 3 6
Total 47 47

1 Angepasst. Vorauszahlung für Personalvorsorge wird separat in der Bilanz gezeigt.

Die Vendor Loan Note wurde im Rahmen der Veräusserung von Elektronikmaterialien im Jahr 2004 dem Käufer als Teil der Finanzierung gewährt.

Die Buchwerte obiger Positionen sind wie folgt klassifi ziert:

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004
Held to maturity 44 41
Erfolgswirksam zum
Marktwert verbuchte
Finanzanlagen
3 6
Total 47 47

8. Steuern

Mio. CHF 2005 20041
Laufende Ertragssteuern - 68 - 139
Latente Ertragssteuern - 10 - 2
Total - 78 - 141

1 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

Folgendes sind die wesentlichen Faktoren, die zur Differenz zwischen dem erwarteten Steueraufwand/-satz und dem effektiven Steueraufwand/-satz des Konzerns beigetragen haben:

2005 20041
Mio. CHF % Mio. CHF %
Gewinn vor Steuern
und Minderheitsanteilen
270 300
Erwarteter Steueraufwand/
-satz2
- 75 27.8 - 96 32.0
Effekt von steuerlich nicht
abzugsfähigen
Aufwendungen
- 34 12.6 - 46 15.5
Effekt aus Realisierung und
Neubewertung von steuer
lichen Verlustvorträgen
und Steuerguthaben
40 - 14.8 15 - 5.1
Effekt aus im aktuellen
Jahr nicht berück
sichtigten steuerlichen
Verlustvorträgen und
Steuerguthaben
- 8 3.0 - 4 1.3
Effekt aus Anpassungen
laufender Steuern aufgrund
früherer Perioden
10 - 3.7 - 8 2.6
Effekt von steuerfreien
Erlösen
2 - 0.8 14 - 4.7
Andere Positionen - 13 4.8 - 16 5.4
Effektiver Steueraufwand/
-satz
- 78 28.9 - 141 47.0

Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

1

2

Basierend auf dem Gewinn vor Steuern aller Tochtergesellschaften (gewichteter Durchschnitt).

Verglichen mit 2004, war die erwartete Steuerquote 2005 deutlich tiefer, da ein grösserer Teil des Ergebnisses in Ländern mit tiefer Steuerrate anfi el.

Die Nettoposition der latenten Steuern entwickelte sich wie folgt:

Mio. CHF 2005 2004
Jahresanfang - 129 - 128
Wechselkursdifferenzen - 1 1
Aufwand gemäss
Erfolgsrechnung
- 10 - 2
Jahresende - 140 - 129

8. Steuern (fortgesetzt)

Die latenten Steuerguthaben und -verbindlichkeiten ergaben sich wie folgt aus den verschiedenen Arten von zeitlichen Differenzen:

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.20041
Latente Steuerver
bindlichkeiten auf
Sachanlagen und
immateriellen Anlagen
380 318
Vorauszahlungen für
Personalvorsorge,
übrige Abgrenzungen
und Rückstellungen
10 70
Total latente
Steuerverbindlichkeiten
390 388
Latente Steuerguthaben auf:
Sachanlagen und
immateriellen Anlagen
68 63
Rückstellungen für
Pensionsverpfl ichtungen
84 83
Steuerliche Verlustvorträge
und Steuerguthaben
41 45
Übrige Abgrenzungen
und Rückstellungen
57 68
Total latente Steuerguthaben 250 259

1 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

Latente Steuerguthaben, welche auf steuerlichen Verlustvorträgen aktiviert wurden, umfassen auch einen aktivierten Verlustvortrag der französischen Tochtergesellschaften in Höhe von 18 Mio CHF. Der Konzern ist von der Werthaltigkeit dieses Verlustvortrages überzeugt. Er soll durch die Massnahmen des Restrukturierungsprogramms und die Einführung des Prinzipalmodells wieder eingebracht werden.

Die Summe der temporären Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Konzerngesellschaften, für die keine latenten Steuern erfasst wurden, belief sich zum 31. Dezember 2005 auf 1 024 Mio. CHF (31. Dezember 2004: 1 173 Mio. CHF).

Steuerliche Verluste, auf welchen keine latenten Steuern erfasst wurden:

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004
Verfall bis:
2005 34
2006 32 32
2007 31 31
2008 699 930
2009 640
nach 2009 (2004: nach 2008) 753 1 289
Total 2 155 2 316
Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004
Nicht bilanzierte
Steuergutschriften
6 3

Die Steuergutschriften verfallen zwischen 2006 und 2011.

9. Vorräte

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004
Rohmaterial, Verbrauchs-
material, Ware in Arbeit
597 522
Fertigprodukte 938 803
Total 1 535 1 325
Mio. CHF 2005 2004
Veränderungen der
Bestandsabwertungen
Jahresanfang 68 100
Bestandsabwertungen 71 48
Aufl ösung von
Bestandsabwertungen
- 64 - 80
Jahresende 75 68

Die Kosten für Vorräte, die als Aufwand verbucht und in die Herstellkosten der verkauften Waren eingerechnet wurden, beliefen sich auf 3 593 Mio. CHF (2004: 3 538 Mio. CHF).

10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.20041
Forderungen brutto 1 555 1 439
Abzüglich Rückstellung
für Wertminderung
- 67 - 65
Total netto 1 488 1 374

1 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

Es besteht kein erhöhtes Kreditrisiko in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, da der Konzern über eine grosse Anzahl über verschiedene Länder verteilter Kunden verfügt.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr per 31. Dezember 2005 einen Abwertungsverlust für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22 Mio. CHF (2004: 17 Mio. CHF) verbucht. Dieser Verlust wurde in der Erfolgsrechnung unter «Marketing und Vertrieb» erfasst.

Der für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angesetzte Betrag entspricht dem Marktwert der betreffenden Lieferungen und Leistungen.

11. Übrige kurzfristige Vermögenswerte

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.20041
Übrige Forderungen 229 226
Kurzfristige Finanzanlagen 45 153
Rechnungsabgrenzungen 70 40
Total 344 419

1 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

Die übrigen Forderungen enthalten u.a. Mitarbeiterdarlehen, geleistete Anzahlungen und Einlagen.

Zu den kurzfristigen Finanzanlagen zählen Anlagen mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen, Wertpapiere und Darlehen an Dritte. Diese werden erfolgswirksam zu Marktwerten bewertet.

13. Entwicklung des Aktienkapitals und der eigenen Aktien

12. Flüssige Mittel

Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004
Bankguthaben und
Kassenbestand
215 306
Kurzfristige Depositengelder 8 1 171
Total 223 1 477

Der effektive Zinssatz auf kurzfristige Bankeinlagen in CHF betrug 0.68% (2004: 0.46%). Diese Einlagen haben eine durchschnittliche Laufzeit von 70 Tagen.

Der effektive Zinssatz auf kurzfristige Bankeinlagen in EUR betrug 2.07% (2004: 2.0%). Diese Einlagen haben eine durchschnittliche Laufzeit von 1.7 Tagen.

In der Berichtsperiode bestanden keine wesentlichen Cashfl ows auf kurzfristigen Bankeinlagen in anderen Währungen.

Namenaktien mit einem Anzahl Aktien Nennwert Anzahl Aktien Nennwert
Nennwert von je 4.75 CHF (2004: 5 CHF) 2005 2005 2004 2004
Mio. CHF Mio. CHF
Stand 1. Januar 230 160 000 1 093 153 440 000 767
Kapitalerhöhung 76 720 000 384
Stand 31. Dezember 230 160 000 1 093 230 160 000 1 151
Eigene Aktien - 3 867 293 - 18 - 3 388 421 - 17
Ausstehendes Aktienkapital per 31. Dezember 226 292 707 1 075 226 771 579 1 134
Bestand am 31. Dezember 3 867 293 3 388 421
An Mitarbeiter übertragene Aktien - 431 128 - 332 110
Zu Marktpreisen veräusserte Aktien - 150 000 - 800 000
Zu Marktpreisen gekaufte Aktien 1 060 000 721 642
Bestand am 1. Januar (angepasst) 3 388 421 3 798 889
Anpassung aufgrund der Konsolidierung der
Mitarbeiterbeteiligungsstiftung
266 020
Bestand am 1. Januar 3 388 421 3 532 869
Eigene Aktien (Anzahl) 2005 2004

Alle Aktien sind zum Handel zugelassen und voll einbezahlt.

Die Dividende wird zum Zeitpunkt der Beschlussfassung ausgeschüttet und zu gleichen Teilen auf alle Aktien ausgeschüttet, einschliesslich der eigenen Aktien.

Gemäss Artikel 5 der Statuten besteht für die Eintragung von Namenaktien, welche in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erworben werden, keine Beschränkung. Für Nominees gelten besondere Regelungen.

Gemäss Artikel 12 der Statuten berechtigt jede Aktie zu einer Stimme. Ein Aktionär kann jedoch für eigene und vertretene Aktien zusammen höchstens die Stimmen von 10% des Aktienkapitals abgeben.

14. Langfristige fi nanzielle Verbindlichkeiten

Mio. CHF Zinssatz
in %
Laufzeit Ursprungsbetrag Zurückgekauft Nettobetrag
31.12.2005
Nettobetrag
31.12.2004
Obligationenanleihe 4.125 1996–2006 200 - 41 159 154
Obligationenanleihe 3.750 1997–2007 200 - 25 175 175
Obligationenanleihe 3.000 1998–2005 250 - 250 201
Obligationenanleihe 4.250 2000–2008 500 - 116 384 384
Total Obligationenanleihen 1 150 - 432 718 914
Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Finanzinstitutionen1 57 1 424
Leasingverbindlichkeiten 22 7
Zwischentotal 797 2 345
Abzüglich des kurzfristigen Teils - 198 - 622
Total 599 1 723
Fälligkeitsstruktur 2006 345
2007 180 644
2008 393 555
2009 171
2010
später 26 8
Total 599 1 723
Währungsstruktur CHF 559 793
EUR 24 287
USD 3
JPY 603
übrige 13 40
Total 599 1 723
Vergleich mit Marktwerten (inklusive kurzfristiger Anteile)
Obligationenanleihe 744 950
Übrige 79 1 507
Total 823 2 457
Gesamtwert der belehnten Vermögenswerte als Sicherung für Finanzverbindlichkeiten 101 66
Total gesicherte fi nanzielle Verbindlichkeiten 22 28

1 Durchschnittlicher Zinssatz im Jahr 2005: 4.3% (2004: 4.7%).

Zum Abbau der Finanzschulden zahlte Clariant 2005 Obligationen im Betrag von 201 Mio. CHF bei Verfall zurück (2004: 250 Mio. CHF).

Darüber hinaus wurden 2005 in Anspruch genommene Mittel zweier Kreditlinien im Gesamtbetrag von 964 Mio. CHF vor Fälligkeit zurückgezahlt.

Covenants. Nachdem Bankschulden in bedeutendem Ausmass zurückbezahlt worden sind, bleibt die Clariant AG unter Aufl age einiger Covenants Schuldnerin und garantiert alle Verpfl ichtungen im Rahmen einer syndizierten Kreditlinie. Diese Linie ist gleichberechtigt mit allen nicht nachrangigen Fremdverbindlichkeiten.

Die Kreditvereinbarung enthält die übliche Covenants mit Einschränkungen bezüglich Verkäufen von Vermögensgegenständen, Firmenzusammenschlüssen, Grundstücksbelastungen, Sale-Leaseback-Trans aktionen. Sie verpfl ichten den Konzern ferner zur Einhaltung bestimmter Zinsdeckungsgrade. Letztere werden zum Ende jedes Geschäftshalbjahres geprüft. Die Kreditzusage legt dem Konzern keine Beschränkungen bei der Verbriefung von Forderungen auf. Der Konzern hält alle Covenants ein.

Zinssensitivität der Konzernschulden

  • -Anleihen: Alle Anleihen haben eine feste Verzinsung.
    • Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Finanzinstitutionen: vorwiegend Konsortialkredite mit variabler Verzinsung (LI-BOR plus massgebliche Marge auf Basis einer festgelegten Preisspanne in Abhängigkeit von der Performance des Konzerns).
    • Übrige Finanzschulden: vorwiegend kurzfristige Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung.

15. Personalvorsorgeeinrichtungen

Neben den gesetzlich geregelten Sozialversicherungen bestehen im Konzern mehrere unabhängige Personalvorsorgeeinrichtungen. Deren Vermögen wird vorwiegend ausserhalb der Gesellschaften gehalten. Einige Konzerngesellschaften führen keine unabhängigen Pläne. Wo dies der Fall ist, werden für die Vorsorgeleistungen Rückstellungen gebildet, welche Bestandteil der langfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz sind.

Vorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat.

Die Mehrheit der Konzernangestellten ist durch Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat gedeckt. Die zukünftigen Verpfl ichtungen und entsprechenden Vermögenswerte der nach IAS 19 als Leistungsprimat geltenden Einrichtungen werden jährlich neu ermittelt und mindestens alle drei Jahre von einer unabhängigen Stelle überprüft. Das Vermögen wird zu Marktwerten bewertet. Die in den USA

Die folgenden Angaben geben einen Überblick über die Finanzlage der Personalvorsorgeeinrichtungen:

aus dem Geschäftsbereich Spezialchemikalien von Höchst zu Clariant übergetretenen Mitarbeiter bleiben für ihre bis zum 30. Juni 1997 erworbenen Ansprüche bei Höchst versichert.

Medizinische Personalvorsorgeeinrichtung

Der Konzern unterhält in den USA, Kanada und Frankreich Programme für die medizinische Versorgung nach Pensionseintritt. Die Bilanzierungsmethode für die mit diesen Programmen verbundenen Verbindlichkeiten entspricht weitgehend der Methode, die für Vorsorgeprogramme mit Leistungsprimat angewendet wird. Für diese Verpfl ichtungen bestehen keine externen Vermögenswerte. Sie werden durch die Bildung von Rückstellungen in den Bilanzen der betreffenden Konzerngesellschaften gedeckt.

Die Aufwendungen für Nettoleistungen werden in derselben Zeile und Funktion verbucht wie Personalkosten.

Mio. CHF Personalvorsorge- Medizinische Vorsorge
einrichtungen
(ohne Kapitaldeckung)
einrichtungen
(mit und ohne Kapitaldeckung)
2005 2004 2005 2004
Anfangsbestand 1 828 1 764 86 113
In der laufenden Periode erworbene Vorsorgeansprüche 54 61 2 2
Zinsaufwand auf dem Barwert der Vorsorgeansprüche 83 85 5 6
Arbeitnehmerbeiträge 11 12
Auszahlungen an Berechtigte in der Berichtsperiode - 92 - 64 - 5 - 3
In der laufenden Periode entstandene versicherungs-
mathematische Verluste und Gewinne (-)
155 12
Aufwendungen und Erträge (-) aus früheren Perioden - 24
Abgangsentschädigungen 24
Auswirkungen von Plankürzungen 2 - 2 - 1
Abbau der Verpfl ichtung durch Veräusserungen - 7 - 24
Wechselkursdifferenzen 63 - 28 13 - 7
Schlussbestand 2 097 1 828 113 86

Veränderung der Vermögenswerte der Vorsorgepläne:

Mio. CHF 2005 2004
Anfangsbestand 1 310 1 243
Erwarteter Gewinn auf den Vermögenswerten 72 67
Arbeitnehmerbeiträge 11 12
Arbeitgeberbeiträge 69 40
Auszahlungen an Berechtigte während der Berichtsperiode - 66 - 43
In der laufenden Periode entstandene verischerungsmathematische Gewinne und (Verluste) 123 31
Abgangsentschädigungen - 6
Auswirkungen von Plankürzungen - 2
Abgang von Vermögenswerten aufgrund von Veräusserungen - 9
Wechselkursdifferenzen 48 - 23
Schlussbestand 1 567 1 310

Der Konzern wird 2006 voraussichtlich 44 Mio. CHF in seine Vorsorgepläne mit Leistungsprimat einzahlen.

Das Vermögen der Vorsorgeeinrichtung umfasst von der Gesellschaft ausgegebene Namenaktien, auf die per 31. Dezember 2005 ein Marktwert von 397 000 CHF entfi el (2004: 124 000 CHF).

In der Bilanz sind folgende Werte enthalten:

Mio. CHF Vorsorgeeinrichtungen
mit Leistungsprimat
Medizinische
Vorsorgeeinrichtungen
Total
2005 2004 2005 2004 2005 2004
Barwert der Vorsorgeverpfl ichtungen
in unabhängigen Einrichtungen
- 1 653 - 1 475 - 1 653 - 1 475
Marktwert der Vermögenswerte 1 567 1 310 1 567 1 310
Unterdeckung - 86 - 165 - 86 - 165
Barwert der ungedeckten Vorsorgeansprüche - 444 - 353 - 113 - 86 - 557 - 439
Nicht verbuchte versicherungs-
mathematische Verluste (Gewinne)
251 219 16 3 267 222
Nicht verbuchte Vorsorgeansprüche
aus früheren Perioden (Gewinne)
- 20 - 20 - 20 - 20
In der Bilanz als Verpfl ichtung
verbuchte Vorsorgeansprüche
- 279 - 299 - 117 - 103 - 396 - 402

Diese sind in den folgenden Bilanzpositionen verbucht:

Mio. CHF 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Verpfl ichtungen für Personalvorsorge - 356 - 348 - 117 - 103 - 473 - 451
Vorauszahlungen für Personalvorsorge 77 49 77 49
Netto in der Bilanz als Verpfl ichtung
verbuchte Vorsorgeansprüche
- 279 - 299 - 117 - 103 - 396 - 402

In den Konzernerfolgsrechnungen sind folgende Werte enthalten:

Mio. CHF 2005 2004 2005 2004 2005 2004
In der laufenden Periode
erworbene Vorsorgeansprüche
- 54 - 61 - 2 - 2 - 56 - 63
Zinsaufwand - 83 - 85 - 5 - 6 - 88 - 91
Erwarteter Gewinn auf den Vermögenswerten 72 67 72 67
In der laufenden Periode verbuchte
versicherungsmathematische Verluste
- 9 - 13 - 9 - 13
In der laufenden Periode
verbuchte Ansprüche aus früheren Perioden
3 2 3 2
Abgangsentschädigungen - 30 - 30
Auswirkung von Plankürzungen und Vergleichen - 1 - 9 - 1 - 9
Gesamtaufwand - 75 - 131 - 4 - 6 - 79 - 137
Tatsächlicher Ertrag auf den Vermögenswerten 195 98 195 98

Überleitung zu den in der Bilanz aufgeführten Werten für Verpfl ichungen und Vorauszahlungen für Personalvorsorge:

Mio. CHF 2005 2004
Pensionsverpfl ichtungen mit Leistungsprimat - 473 - 451
Pensionsverpfl ichtungen mit Beitragsprimat - 34 - 28
Verpfl ichtung für Personalvorsorge - 507 - 479
Vorauszahlungen für Personalvorsorge 77 49
Bilanzierte Nettoverpfl ichtung für Personalvorsorge - 430 - 430

Die wichtigsten Kategorien von Anlagen der Vermögenswerte in Prozenten des Totalvermögens der Vorsorgeeinrichtungen:

2005 2004
% %
Aktien 46 46
Festverzinsliche Wertpapiere 31 27
Flüssige Mittel 7 12
Immobilien 9 9
Alternative Anlagen 7 6

Den Berechnungen der zukünftigen Verpfl ichtungen der Vorsorgeeinrichtungen wurden folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:

2005 2004
% %
Diskontierungszinssatz 4.0 4.6
Erwartete langfristige Rendite auf den Vermögenswerten 5.4 5.3
Erwartete Infl ationsrate 2.4 2.8
Erwarteter langfristiger Anstieg der medizinischen Versorgungskosten 9.5 9.4

Der Anstieg der erwarteten medizinischen Versorgungskosten um einen zusätzlichen Prozentpunkt hätte die folgenden Auswirkungen:

Mio. CHF Rückgang
Anstieg um einen um einen
Prozentpunkt Prozentpunkt
Auswirkung auf in der Periode erworbene Vorsorgeansprüche und Zinskosten 1 - 1
Auswirkung auf die Gesamtverpfl ichtung für medizinische Vorsorge 8 - 6

Übersicht über die Eckdaten der Personalvorsorgeeinrichtungen der letzten beiden Jahre:

Pensionsverpfl ichtungen mit Leistungsprimat 2005 2004
Mio. CHF
Pensionsverpfl ichtungen mit Leistungsprimat, mit und ohne Kapitaldeckung - 2 097 - 1 828
Marktwert der Vermögenswerte 1 567 1 310
Unterdeckung - 530 - 518
Anpassung zwischen erwarteten und effektiv eingetroffenen Werten der Pensionsverpfl ichtungen 155
Anpassung zwischen erwarteten und effektiv eingetroffenen Werten der Vermögenswerte 123 31
Medizinische Personalvorsorgeeinrichtungen 2005 2004
Mio. CHF
Verpfl ichtungen für medizinische Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat - 113 - 86
Anpassung zwischen erwarteten und effektiv eingetroffenen Werten der Vorsorgeverpfl ichtungen 12

Vorsorgeeinrichtungen mit Beitragsprimat. 2005 wurden in den Erfolgsrechnungen der Konzerngesellschaften 34 Mio. CHF als Beiträge für Vorsorgepläne mit Beitragsprimat verbucht (2004: 34 Mio. CHF).

Mio. CHF Langfristige Langfristige
Rückstellungen Langfristige Rückstellungen Sonstige Total langfristige Total langfristige
für Umwelt-
schutz
Rückstellungen
für Personal1
für Restruk-
turierungen
langfristige
Rückstellungen
Rückstellungen
2005
Rückstellungen
20042
Stand 1. Januar 204 77 38 319 356
Zugänge 1 18 1 14 34 57
Umbuchungen - 26 - 20 2 1 - 43
Verbrauch von Rückstellungen - 9 - 14 - 4 - 27 - 72
Aufl ösung nicht benötigter
Rückstellungen
- 1 - 12 - 5 - 18 - 15
Diskontierungseffekte 3 1 1 5 3
Wechselkursdifferenzen 9 3 7 19 - 10
Stand 31. Dezember 181 50 6 52 289 319
Fälligkeit der Verbindlichkeiten
1 bis 3 Jahre 39 11 5 12 67 65
3 bis 5 Jahre 15 21 1 8 45 35
Mehr als 5 Jahre 127 18 32 177 219
Stand 31. Dezember 181 50 6 52 289 319

16. Entwicklung der Rückstellungen für langfristige Verbindlichkeiten

1 Angepasst, die Verpfl ichtungen für Personalvorsorge werden in der Bilanz separat

ausgewiesen.

2 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

Rückstellungen für Umweltschutz. Rückstellungen für Umweltschutzverpfl ichtungen werden gebildet, wenn eine gesetzliche oder faktische Verpfl ichtung des Konzerns besteht, die zu einem Mittelabfl uss führt. Der von Clariant in Zukunft zu leistende Aufwand, um die Auswirkungen früherer Ablagerungen oder Emissionen chemischer Substanzen durch Clariant oder Dritte gemäss den Umweltgesetzen und -verordnungen zu beseitigen, sowie die damit verbundenen Kosten lassen sich nur schwer abschätzen. Die wesentlichen Komponenten der Um weltschutzrückstellungen umfassen Sanierung und Rekultivierung kontaminierter Standorte sowie Behandlung und Eindämmung von Kontaminierungen an Standorten, an denen die Umweltbeeinträchtigung weniger schwerwiegend ist. Die künftigen Sanierungskosten des Konzerns hängen von einer Reihe von Faktoren ab, zu denen – keinesfalls ausschliesslich – Art und Umfang der Sanierung und der – im Verhältnis zu anderen Parteien – auf Clariant entfallende prozentuale Materialanteil an den betroffenen Standorten gehören.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Umweltschutzrückstellungen betreffen eine Anzahl ver schiedener Verpfl ichtungen, in erster Linie in der Schweiz, den USA, in Deutschland, Grossbritannien, Brasilien und Italien.

Rückstellungen werden in denjenigen Fällen gebildet, in denen eine Verpfl ichtung zur Sanierung von Umweltschäden besteht, sowie für Eindämmungsmassnahmen, sofern Umweltbestimmungen dies erfordern. Sämtliche Rückstellungen betreffen Umweltverpfl ichtungen in Zusammenhang mit Aktivitäten, die vor dem Zeitpunkt lagen, zu dem Clariant die Kontrolle über den betreffenden Standort übernahm.

Langfristige Rückstellungen für Personal. Langfristige Personalrückstellungen betreffen u.a. Vorsorge für Lohnfortzahlungen bei längerer Abwesenheit wie etwa Sabbaticals, Jubiläumszulagen oder sonstige aus der Dauer des Dienstverhältnisses erwachsende Ansprüche, Berufsunfähigkeitsleistungen sowie Gewinnbeteiligungen und Bonuszahlungen, die zwölf oder mehr Monate nach Entstehen des Anspruchs fällig werden.

Rückstellungen für Restrukturierungen. Rückstellungen für Restrukturierungen werden gebildet, wenn eine gesetzliche oder faktische Verpfl ichtung des Konzerns vorliegt, die zu einem Mittelabfl uss führt und die voraussichtlich erst zwölf oder mehr Monate nach Ende der Berichtsperiode entsteht. Der Begriff Restrukturierung bezieht sich auf Massnahmen, in deren Folge es zu einem Stellenabbau und der Stilllegung von Produktionsbereichen oder ganzen Standorten kommt. Verpfl ichtungen aus Abgangsentschädigungen, welche von Personalvorsorgestiftungen bezahlt werden, sind jedoch in den Pensionsverpfl ichtungen verbucht.

Sonstige langfristige Rückstellungen. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen decken u.a. Verpfl ichtungen aus steuerlichen und recht lichen Verfahren in verschiedenen Ländern, in denen eine Entscheidung erst zwölf Monate oder länger nach Ende des Berichtszeitraums erwartet wird.

Alle langfristigen Rückstellungen werden, falls wesentlich, diskontiert, um den Zeitwert des Geldes abzubilden. Die Diskontierungssätze widerspiegeln die jeweilige Marktbewertung des Zeitwertes des Geldes und des Risikos des spezifi schen Landes und der Art der Rückstellung.

17. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Total 1 205 1 165
Sonstige Verbindlichkeiten 151 166
Passive Rechnungsabgrenzung 308 353
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 746 646
Mio. CHF 31.12.2005 31.12.2004

18. Kurzfristige fi nanzielle Verbindlichkeiten

Banken und andere Finanzinstitute (inkl. Guthaben Mitarbeiter)
939
Kurzfristiger Anteil an langfristigen fi nanziellen Verbindlichkeiten
198
Mio. CHF 31.12.2005 31.12.20041
550
622
Total 1 137 1 172

19. Entwicklung der Rückstellungen für kurzfristige Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Umweltschutz. Rückstellungen für Umweltschutzverpfl ichtungen werden gebildet, wenn eine gesetzliche oder faktische Verpfl ichtung des Konzerns besteht, die zu einem Mittelabfl uss führt. Der von Clariant in Zukunft zu leistende Aufwand, um die Auswirkungen früherer Ablagerungen oder Emissionen chemischer Substanzen durch Clariant oder Dritte gemäss den Umweltgesetzen und -verordnungen zu beseitigen, sowie die damit verbundenen Kosten lassen sich nur schwer abschätzen. Die wesentlichen Komponenten der Umweltschutzrückstellungen umfassen Sanierung und Rekultivierung kontaminierter Standorte sowie Behandlung und Eindämmung von Kontaminierungen an Standorten, an denen die Umweltbeeinträchtigung weniger schwerwiegend ist. Die künftigen Sanierungskosten des Konzerns hängen von einer Reihe von Faktoren ab, zu denen – keinesfalls ausschliesslich – Art und Umfang der Sanierung und der – im Verhältnis zu anderen Parteien – auf Clariant entfallende prozentuale Materialanteil an den betroffenen Standorten gehören. Die in der Bilanz ausgewiesenen Umweltschutzrückstellungen betreffen eine Anzahl verschiedener Verpfl ichtungen, in erster Linie in der Schweiz, den USA, in Deutschland, Grossbritannien, Brasilien und Italien.

Rückstellungen werden in denjenigen Fällen gebildet, in denen eine Verpfl ichtung zur Sanierung von Umweltschäden besteht, sowie für Eindämmungsmassnahmen, sofern Umweltbestimmungen dies erfordern. Sämtliche Rückstellungen betreffen Umweltverpfl ichtungen in Zusammenhang mit Aktivitäten, die vor dem Zeitpunkt lagen, zu dem Clariant die Kontrolle über den betreffenden Standort übernahm.

Rückstellungen für Restrukturierungen. Rückstellungen für Restrukturierungen werden gebildet, wenn eine gesetzliche oder faktische Verpfl ichtung des Konzerns vorliegt, die zu einem Mittelabfl uss innerhalb der kommenden zwölf Monate führt. Der Begriff Restrukturierung be zieht sich auf Massnahmen, in deren Folge es zu einem Stellenabbau und der Stilllegung von Produktionsbereichen oder ganzen Standorten kommt. Verpfl ichtungen aus Abgangsentschädigungen, welche von Personalvorsorgestiftungen bezahlt werden, sind jedoch in den Pensionsverpfl ichtungen verbucht (siehe Punkt 15).

Kurzfristige Rückstellungen für Personal. Verpfl ichtungen im Bereich der Personalaufwendungen beinhalten Urlaubsansprüche, Lohnfortzahlungen bei Abwesenheit wie z.B. Jahresurlaub, innerhalb von zwölf Monaten fällige Gewinnbeteiligungen und Bonuszahlungen sowie innerhalb von zwölf Monaten zu erbringende Sachleistungen wie Gesundheitsfürsorge, Unterbringung und Fahrzeuge für bestehende Mitarbeiter. Diese Rückstellungen werden proportional zur Leistungserbringung der betreffenden Angestellten gebildet.

Sonstige kurzfristige Rückstellungen. Sonstige kurzfristige Rückstellungen werden für Verbindlichkeiten gebildet, die aus steuerlichen, rechtlichen oder sonstigen Gründen in verschiedenen Ländern resultieren und die in den nächsten zwölf Monaten fällig werden, für die jedoch am Bilanzstichtag noch keine Rechnung vorliegt und/oder deren Höhe nur verlässlich geschätzt werden kann.

Mio. CHF Rückstellungen Rückstellungen Kurzfristige Sonstige Total kurzfristige Total kurzfristige
für für Restruk- Rückstellungen kurzfristige Rückstellungen Rückstellungen
Umweltschutz turierungen für Personal Rückstellungen 2005 2004
Stand 1. Januar 60 114 191 365 363
Zugänge und Umbuchungen 27 37 189 114 367 312
Verbrauch von Rückstellungen - 6 - 24 - 148 - 112 - 290 - 284
Aufl ösung nicht benötigter - 1 - 5 - 5 - 18 - 29 - 33
Rückstellungen
Wechselkursdifferenzen 1 1 10 6 18 7
Stand 31. Dezember 21 69 160 181 431 365

20. Informationen nach Regionen

Regionen Umsatz1 Operatives Ergebnis2,5 Anzahl Mitarbeiter
Mio. CHF per 31. Dezember
2005 2004 2005 2004 2005 2004
Fortgeführte Geschäftsaktivitäten
Europa 4 111 4 154 123 209 12 664 13 595
davon Deutschland 1 253 1 244 120 97 6 096 7 027
davon Schweiz 177 181 43 28 1 627 1 280
Amerika 2 269 2 191 141 181 5 372 5 651
davon USA 1 082 1 107 45 27 1 923 2 051
Asien/Afrika/Australien 1 801 1 799 104 101 5 347 5 523
Total fortgeführte Geschäftsaktivitäten 8 181 8 144 368 491 23 383 24 769
Nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten
Europa 60 - 14
davon Deutschland 40 - 4
Amerika 66 3
davon USA 65 3
Asien/Afrika/Australien 260 53
Total nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten 386 42
Total Konzern 8 181 8 530 368 533 23 383 24 769
Regionen Investitionen
in Sachanlagen
und immaterielle
Anlagen4
Abschreibungen
auf Sachanlagen
und immaterielle
Anlagen4
Nettobetriebs-
vermögen
per 31. Dezember3,4
Mio. CHF 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Fortgeführte Geschäftsaktivitäten
Europa 250 186 253 269 2 353 2 226
davon Deutschland 134 111 81 141 721 767
davon Schweiz 42 16 39 39 287 161
Amerika 69 45 59 64 908 720
davon USA 32 16 35 45 362 295
Asien/Afrika/Australien 34 40 30 30 838 699
Total fortgeführte Geschäftsaktivitäten 353 271 342 363 4 099 3 645
Nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten
Europa 3 3
davon Deutschland 3 2
Amerika 15 8
davon USA 15 8
Asien/Afrika/Australien 8 11
Total nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten 26 22
Total Konzern 353 297 342 385 4 099 3 645

1 Verteilt nach Regionen der Empfänger.

2 Verteilt nach Standorten der Produktions- und Verkaufsgesellschaften. 4 Angepasst, um immaterielle Anlagen einzubeziehen.

3 Anlage- und Umlaufvermögen (ohne fl üssige Mittel), abzüglich unverzinslicher

5 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

Verbindlichkeiten.

21. Informationen nach Divisionen

Am 30. September 2004 wurde das Business Electronic Materials verkauft und wird daher für 2004 als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen.

Seit 2005 werden bei Clariant keine Waren mehr zwischen verschiede-

nen Divisionen derselben Gesellschaft verkauft. 2004 enthielten die Umsätze der Divisionen noch derartige Transaktionen in Höhe von 175 Mio. CHF. Das neue Vorgehen hatte 2005 Auswirkungen auf die divisionalen Umsätze, nicht jedoch auf den Gesamtumsatz des Konzerns.

Die Werte für 2004 sind angepasst, siehe Erläuterung 1.04.

Divisionen, fortgeführte Geschäftsaktivitäten
Mio. CHF
Textile, Leather & Paper
Chemicals (TLP)
Pigments
& Additives (PA)
Masterbatches
(MB)
2005 2004 2005 2004 2005 2004
Umsatz der Divisionen 2 204 2 239 1 925 1 902 1 145 1 110
Interdivisionaler Umsatz - 12 - 36 - 46 - 74 - 1 - 2
Umsatz 2 192 2 203 1 879 1 828 1 144 1 108
Betriebsaufwand - 2 019 - 2 046 - 1 723 - 1 642 - 1 058 - 1 007
Erträge von assoziierten Gesellschaften - 1 1 18 17 2 1
Gewinn / Verlust aus der Veräusserung von nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten
Gewinn / Verlust aus der Veräusserung von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften - 25 - 1
Restrukturierung und Wertminderung - 19 - 48 - 9 - 35 - 16 - 8
Abschreibungen auf Goodwill - 22 - 5 - 3
Operatives Ergebnis 153 63 165 162 72 91
Zinsaufwand
Übriger Finanzaufwand und -ertrag
Gewinn vor Steuern
Steuern
Konzerngewinn
Total Aktiven 2 004 1 778 1 812 1 651 614 562
Fremdkapital - 186 - 166 - 144 - 157 - 88 - 76
Total Eigenkapital und Minderheitsanteile 1 818 1 612 1 668 1 494 526 486
Nettoschulden3
Netto-Betriebsvermögen1 1 818 1 612 1 668 1 494 526 486
Darin enthalten:
Investitionen der Periode in Sachanlagen und immaterielle Anlagen 91 56 87 72 33 35
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 4 7 208 207 3 4
Operatives Ergebnis 153 63 165 162 72 91
zuzüglich laufender Abschreibungen auf Sachanlagen 72 75 71 75 29 28
zuzüglich Wertminderungen auf Sachanlagen 3 8 - 12 8 5 1
zuzüglich Abschreibungen auf Goodwill 22 5 3
zuzüglich sonstiger Abschreibungen auf immateriellen Anlagen 1 1
EBITDA2 228 168 224 250 107 124
zuzüglich Restrukturierung und Wertminderung 19 48 9 35 16 8
abzgl. Abschreibung auf Sachanlagen (ausgewiesen unter Restrukturierung und Wertminderungen) - 3 - 8 12 - 8 - 5 - 1
abzüglich Gewinn / Verlust aus der Veräusserung von nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten,
Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften
25 1
EBITDA vor Restrukturierung und Veräusserungen 244 233 245 278 118 131
Operatives Ergebnis 153 63 165 162 72 91
zuzüglich Restrukturierung und Wertminderungen 19 48 9 35 16 8
abzüglich Gewinn / Verlust aus der Veräusserung von nicht fortgeführten
Geschäftsaktivitäten, Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften
25 1
zuzüglich Abschreibungen auf Goodwill 22 5 3

1 Unter dem Nettobetriebsvermögen wurden den Divisionen die Sachanlagen inkl. Infrastruktur, die Vorräte sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Goodwill zugeordnet. Die übrigen für die Berechnung des Nettobetriebsvermögens relevanten Bilanzpositionen sind unter Corporate aufgeführt.

3 Berechnung der Nettoschulden
Mio. CHF
2005 2004
Langfristige fi nanzielle Verbindlichkeiten 599 1 723
Zuzüglich kurzfristiger fi nanzieller Verbindlichkeiten 1 137 1 172
Abzüglich fl üssiger Mittel - 223 - 1 477
Abzüglich kurzfristiger Anlagen zwischen 90 und 365 Tagen - 5 - 87
Nettoschulden 1 508 1 331

2 EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation. Übertragungen und Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu normalen Geschäftsbedingungen, die auch im Geschäftsverkehr mit Dritten gelten würden. Die Vermögenswerte der Segmente bestehen primär aus Sachvermögen, Goodwill, Vorräten, Forderungen sowie Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften. Sie beinhalten keine Steuerguthaben, Finanzanlagen und fl üssigen Mittel aus betrieblichen Aktivitäten. Bei den Verbindlichkeiten der Segmente handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Nicht darin enthalten sind Positionen wie Steuern, Rückstellungen für Verbindlichkeiten oder Darlehen des Konzerns. Als Investitionen werden Erweiterungen des Sachvermögens und des immateriellen Vermögens erfasst.

Total Konzern Nicht fortgeführte
Geschäfts-
aktivitäten
Total fortgeführte
Geschäfts-
aktivitäten
Corporate Total Divisionen,
fortgeführte
Geschäftsaktivitäten
Life Science
Chemicals (LSC)
Functional
Chemicals (FUN)
2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005
8 772 8 261 386 8 386 8 261 8 386 8 261 1 101 892 2 034 2 095
- 242 - 80 - 242 - 80 - 242 - 80 -73 - 9 - 57 - 12
8 530 8 181 386 8 144 8 181 8 144 8 181 1 028 883 1 977 2 083
- 7 920 - 7 688 - 344 - 7 576 - 7 688 - 118 - 140 - 7 458 - 7 548 - 1 005 - 868 - 1 758 - 1 880
26 23 26 23 2 - 3 24 26 5 7
95 - 2 95 - 2 - 2 95 89 6
- 32 40 - 32 40 12 - 32 28 - 6 28
- 136 - 186 - 136 - 186 - 24 - 50 - 112 - 136 - 11 - 79 - 10 - 13
- 30 - 30 - 30
533 368 42 491 368 - 140 - 183 631 551 95 - 36 220 197
- 154 - 132 - 154 - 132
- 79 34 - 79 34
300 270 42 258 270
- 141 - 78 -7 - 134 - 78
159 192 35 124 192
8 100 7 324 8 100 7 324 2 357 1 102 5 743 6 222 836 633 916 1 159
- 5 786 - 4 733 - 5 786 - 4 733 - 5 156 - 4 085 - 630 - 648 -84 - 68 - 147 - 162
2 314 2 591 2 314 2 591 - 2 799 - 2 983 5 113 5 574 752 565 769 997
1 331 1 508 1 331 1 508 1 331 1 508
3 645 4 099 3 645 4 099 - 1 468 - 1 475 5 113 5 574 752 565 769 997
297 353 26 271 353 29 31 242 322 36 47 43 64
277 282 277 282 11 11 266 271 3 3 45 53
533 368 42 491 368 - 140 - 183 631 551 95 - 36 220 197
306 273 20 286 273 5 14 281 259 54 38 49 49
39 59 39 59 39 59 15 61 7 2
30 30 30
10 10 2 8 10 7 9 1 1
918 710 64 854 710 - 128 - 160 982 870 164 63 276 248
136 186 136 186 24 50 112 136 11 79 10 13
- 39 - 59 - 39 - 59 - 39 - 59 - 15 - 61 - 7 - 2
- 63 - 38 - 63 - 38 - 10 - 63 - 28 - 83 - 28 - 6
952 799 64 888 799 - 104 - 120 992 919 77 53 273 259
533 368 42 491 368 - 140 - 183 631 551 95 - 36 220 197
136 186 136 186 24 50 112 136 11 79 10 13
- 63 - 38 - 63 - 38 - 10 - 63 - 28 - 83 - 28 - 6
30 30 30
636 516 42 594 516 - 116 - 143 710 659 23 15 224 210

22. Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und nicht fortgeführte Geschäfte

IFRS 5 «Non-current assets held for sale and discontinued operations» wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2005 übernommen.

Zum 31. Dezember 2005 waren keine langfristigen Vermögenswerte als «zur Veräusserung gehalten» eingestuft, und es wurden 2005 keine Geschäftsbereiche als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifi ziert.

Die Cashfl ows vom Verkauf der veräusserten Geschäftsaktivitäten beinhalten 2005 eine Zahlung von 7 Mio. CHF in Bezug auf das Business Elektronikmaterialien, das 2004 verkauft wurde.

Elektronikmaterialien. Am 30. September 2004 verkaufte Clariant das zur Division Life Science Chemicals gehörende Business Elektronikmaterialien an die Carlyle Group.

Noch vor diesem Verkauf übernahm Clariant die Minderheitsanteile der koreanischen Tochtergesellschaft Clariant Industries (Korea) Ltd für einen Gesamtbetrag von 24 Mio. CHF, wodurch ein Goodwill in Höhe von 17 Mio. CHF generiert wurde. Clariant Industries (Korea) Ltd wurde anschliessend im Rahmen der Veräusserung des Elektronikmaterialiengeschäfts mitverkauft.

Die Transaktion umfasste die Übertragung von Gesellschaftsanteilen (share deals) in Deutschland, Korea, Taiwan und China sowie die Übertragung von Unternehmens- und Betriebsteilen (asset deals) in Japan, den USA, Frankreich, Hongkong und Grossbritannien. Im Rahmen der Veräusserung des Elektronikmaterialiengeschäfts gewährte Clariant dem Käufer eine Vendor Loan Note über 40 Mio. CHF.

Die infolge des Verkaufs des Elektronikmaterialiengeschäfts aufgelösten Währungsdifferenzen führten zu einem Gesamtaufwand von 26 Mio. CHF.

Die Beteiligung an der Infraserv GmbH & Co. Wiesbaden KG wurde infolge des Verkaufs des Elektronikmaterialiengeschäfts an Carlyle von 23% auf 8% reduziert.

Cellulose Ethers. Am 31. Dezember 2003 verkaufte Clariant ihr Celluloseether Geschäft, das zur Division Functional Chemicals gehörte, an den Shin-Etsu Konzern. Ein zusätzlicher Ertrag von 6 Mio. CHF und ein Geldzufl uss von 10 Mio. CHF, die aus der Verrechnung dieser Transaktion folgten, sind 2004 gebucht worden.

Das Ergebnis der nicht fortgeführten Geschäfte stellt sich wie folgt dar:

2004
Mio. CHF
Umsatz
2005 386
Betriebsaufwand - 344
Operatives Ergebnis 42
Finanzergebnis
Gewinn vor Steuern 42
Steuern - 7
Gewinn nach Steuern 35
Cashfl ow der veräusserten Aktivitäten 2005 2004
Cashfl ow aus betrieblichen Aktivitäten 21
Cashfl ow aus Investitionsaktivitäten - 26
Cashfl ow aus Finanzierungsaktivitäten - 4
Total Cashfl ow - 9
Nettowert von Aktiven und Passiven
der veräusserten Geschäftsaktivitäten1
:
2005 2004
Sachanlagen 195
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 24
Goodwill 17
Übrige immaterielle Anlagen 12
Umlaufvermögen 161
Gesamtverbindlichkeiten - 121
Total Nettowert von Aktiven und Passiven
der veräusserten Geschäftsaktivitäten
288
Anzahl Mitarbeiter der veräusserten Geschäftsaktivitäten 543
Nettoergebnis und Cashfl ow der
veräusserten Geschäftsaktivitäten
2005 2004
Mio. CHF
Verkauferlös - 7 404
Nettowert der verkauften Aktiven und Passiven,
inklusive verkaufsbezogener Aufwendungen
5 - 309
Gewinn vor Währungsdifferenzen und Steuern - 2 95
Erfolgswirksame Rezyklierung von Währungsdifferenzen - 26
Steueraufwand - 21
Gewinn - 2 48
Der Cashfl ow aus Veräusserungen errechnet sich wie folgt:
Verkaufserlöse insgesamt - 7 404
Abzüglich: Vendor Loan Note und ausstehender Forderungen - 57
Abzüglich: Flüssige Mittel in den verkauften Gesellschaften - 12
Cashfl ow aus Veräusserungen - 7 335

1 Nettowert des Betriebsvermögens im Zeitpunkt des Verkaufs.

23. Verkauf von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften

Am 21. Juni 2005 gab der Konzern den Verkauf seiner Tochtergesellschaft Clariant (Acetyl Building Blocks) GmbH & Co. KG (CABB) an den Gilde Buy-out Fund bekannt. CABB fokussierte sich mit ihrem Hauptprodukt Monochloressigsäure (MCAA) auf die Herstellung von Produkten auf Basis von Chlor- und Acetylchemie. Die Transaktion wurde am 29. Juli 2005 mit dem Verkauf der zur Division Life Science Chemicals gehörenden internationalen MCAA-Geschäftsaktivitäten abgeschlossen.

Am 21. Dezember 2005 wurden die Aktien an Fuchs do Brasil S.A., einer assoziierten Gesellschaft des Konzerns, an der Clariant eine 39%ige Beteiligung gehalten hatte, an die Fuchs Petrolub AG veräussert.

Am 30. September 2004 wurden die britischen und US-amerikanischen Geschäftsaktivitäten der zur Division Life Science Chemicals gehörenden Lancaster Synthesis Ltd verkauft.

Am 30. September 2004 verkaufte Clariant ihre Beteiligung an SF-Chem.

Am 30. November 2004 verkaufte Clariant die zur Division Leather & Paper Chemicals gehörende Tochtergesellschaft Clariant Polymers, Japan.

Ergebnis und Cashfl ow aus dem Verkauf von Veräusserungen 2005 Total 2005 Total 20041
Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften CABB Fuchs andere
Mio. CHF
Verkaufserlös 68 12 5 85 52
Nettowert der verkauften Aktien und Passiven, - 40 - 2 - 3 - 45 - 84
inklusive verkaufsbezogener Aufwendungen
Gewinn vor Steuern 28 10 2 40 - 32
Steueraufwand - 6 - 1 - 7 - 2
Gewinn 22 9 2 33 - 34
Der Cashfl ow aus Veräusserungen errechnet sich wie folgt:
Verkaufserlös insgesamt 68 12 5 85 52
Abzüglich: Flüssige Mittel in den verkauften Gesellschaften - 13 - 13 - 2
Abzüglich: Steuern durch den Käufer bezahlt, - 1 - 1
aber zu Lasten des Verkäufers
Cashfl ow aus Veräusserungen 55 11 5 71 50

1 Angepasst, da der Verkauf von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesell-

schaften jetzt als Einzelposten in der Erfolgrechnung bilanziert wird.

24. Kauf von Geschäftsaktivitäten und Minderheiten

Am 26. Mai 2005 wurden Data Chem, Inc., ein in Louisiana ansässiges US-amerikanisches Unternehmenn sowie einige zur Aufrechterhaltung des Betriebs dieser Einheit nach der Transaktion erforderlichen Gegenstände des Anlagevermögens übernommen und in die Division Functional Chemicals integriert. Goodwill in Höhe von 3 Mio. CHF – als Differenz zwischen den Gesamt-Akquisitionskosten von 11 Mio. CHF und dem Marktwert der übernommenen Nettovermögenswerte in Höhe von 8 Mio. CHF – wurde verbucht.

Im Jahr 2005 wurden ausserdem für 22 Mio. CHF weitere Minderheitsanteile an der Colour-Chem Ltd, Indien, erworben, was einen Goodwill von 8 Mio. CHF ergab.

Im Jahr 2004 wurden für 24 Mio. CHF alle von Minderheitsaktionären gehaltenen Aktien von Clariant in Korea erworben, was einen Goodwill von 17 Mio. CHF ergab.

25. Übriger Finanzaufwand und -ertrag

Mio. CHF 2005 2004
Finanzertrag
Zinsertrag 28 18
Realisierter Gewinn aus Marktbewertung bei der vorzeitigen Rückzahlung von Bankdarlehen 13
Übriger Finanzertrag 9 9
Total Finanzertrag 50 27

25. Übriger Finanzaufwand und -ertrag (Fortsetzung)

Mio. CHF 2005 2004
Finanzaufwand
Konventionalstrafe aus der vorzeitigen Rückzahlung von Bankdarlehen - 43
Übriger Finanzaufwand - 28 - 31
Total Finanzaufwand - 71 - 31
Netto-Währungsergebnis 55 - 75
Total 34 - 79

Im übrigen Finanzertrag sind vorwiegend Dividenden aus Wertpapieren enthalten.

Im übrigen Finanzaufwand sind Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren, Bankgebühren und sonstige Finanzkosten enthalten.

26. Gewinn pro Aktie (EPS)

Der Gewinn pro Aktie wurde aus dem Konzerngewinn und der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien (ausgegebene Aktien abzüglich Aktien im Eigenbesitz) ermittelt.

2005 20041
Konzerngewinn, den Aktionären des Unternehmens zurechenbar (Mio. CHF) 184 152
Verwässerter Konzerngewinn, den Aktionären des Unternehmens zurechenbar (Mio. CHF) 184 152
Aktien
Bestand am 1. Januar2 226 771 579 172 536 201
Auswirkungen der Kapitalerhöhung sowie der Aktienrückkäufe/-verkäufe
auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien
- 339 847 38 050 609
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien 226 431 732 210 586 810
Adjustierung für zugesagte Clariant Aktien 1 248 678 1 455 150
Adjustierung für Verwässerungseffekt aus Aktienoptionen 58 934 37 463
Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender 227 739 344 212 079 423
Aktien inklusive Verwässung
Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) 0.81 0.72
Verwässerter Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) 0.81 0.72

1 Angepasst, s. Erläuterung 1.04.

2 Angepasst um Auswirkungen der Kapitalerhöhung (Adjustierungsfaktor 1.15).

Bei der Berechnung des Gewinns pro Aktie wurde für die Ermittlung der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien für den Zeitraum 1. Januar bis 20. April 2004 (Datum der Kapitalerhöhung mittels Bezugsrechts) ein Adjustierungsfaktor von 1.15 verwendet.

Der verwässerte Gewinn pro Aktie wird berechnet, indem zu Rechenzwecken ein Umtausch aller verwässernden potenziellen Stammaktien angenommen und die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien entsprechend anpasst wird.

Der Verwässerungseffekt ist auf zwei unterschiedliche Faktoren zurückzuführen. Der erste Effekt besteht darin, dass im Rahmen des aktienbasierten Vergütungsplans Clariant Aktien zugesagt werden, die zunächst noch gesperrt sind. Zur Berechnung des Verwässerungspotenzials wird angenommen, dass ab 1. Januar der betrachteten Periode keine dieser Aktien mehr gesperrt wäre. Der zweite Effekt bezieht sich darauf, dass im Rahmen des aktienbasierten Vergütungsplans Optionen gewährt werden, die zunächst noch gesperrt sind. Zur Berechnung dieses Verwässerungspotenzials wird angenommen, dass alle bis zum Ende der betrachteten Periode insgesamt ausgegebenen Optionen am 1. Januar der Periode ausgeübt worden wären.

Der Gewinn für 2004 wurde um den Effekt von IFRS 2 mit dem Betrag von 2 Mio. CHF angepasst.

Durch die Konsolidierung der Mitarbeiter-Beteiligungsstiftung änderte sich die Anzahl ausgewiesener Aktien. Dies führte zu einer Reduzierung der ausgegebenen Aktien um 266 020 Stück.

27. Restrukturierung und Wertminderung

Zur nachhaltigen Steigerung der Ertragskraft hat Clariant ein breit angelegtes Programm gestartet, mit dem die Performance verbessert werden soll. Die Massnahmen zielen auf eine Erhöhung des operativen Konzernergebnisses und eine Reduzierung des Nettoumlaufvermögens. Die zur Zielerreichung erforderlichen Veränderungen in den Abläufen und Strukturen führen konzernweit zu einem Abbau von 4000 Arbeitsplätzen in den Jahren 2004 bis 2006.

Restrukturierung. Im Rahmen des Programms zur Performancesteigerung kam es 2005 vor allem in Deutschland, Frankreich, Spanien, Grossbritannien und den USA zu einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl und zur Schliessung von Standorten. Die Aufwendungen für den Arbeitsplatzabbau in diesen Ländern wurden als Restrukturierungskosten erfasst.

Wertminderung. Als Folge des Programms zur Performancesteigerung und des damit verbundenen Personalabbaus wurden Sachanlagen auf möglicherweise notwendige Wertminderungen überprüft. In einer Reihe von Fällen war aufgrund einer fehlenden weiteren Verwendung eine Wertminderung dieser Aktiva offenkundig, die daraufhin abgeschrieben wurden. In Frankreich wurden Produktionsstandorte der Divisionen Pigments & Additives, Life Science Chemicals und Masterbatches geschlossen oder restrukturiert, was zu einer Abschreibung auf Sachanlagen in Höhe von 20 Mio. CHF führte.

Mio. CHF TLP PA MB
2005 2004 2005 2004 2005 2004
Geldwirksame Restrukturierungsaufwendungen 8 6 12 2 6 3
Nicht geldwirksame Aufwendungen für
Personalentschädigungen 9 31 14 12 5 2
Übrige - 1 3 - 5 13 2
Total nicht geldwirksame
Restrukturierungsaufwendungen
8 34 9 25 5 4
Total Restrukturierungsaufwendungen 16 40 21 27 11 7
Wertminderung von Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 2 1 2
Betriebseinrichtungen und Maschinen 1 8 4 6 5 1
Aufl ösung von Wertminderungen - 17
Total Wertminderung von Sachanlagen 3 8 - 12 8 5 1
Total Restrukturierung und Wertminderung 19 48 9 35 16 8
Davon nicht geldwirksame Aufwendungen 11 42 - 3 33 10 5

Clariant ermittelte 2005 ferner bei mehreren Cash generating units die Realisierbarkeit der Buchwerte von Gegenständen des Anlagevermögens. Zu diesem Zweck wurde das Anlagevermögen auf der niedrigsten Ebene, auf der separat identifi zierbare Cashfl ows ausweisbar sind, gruppiert. Eine Wertminderung wurde aufwandswirksam in der Erfolgsrechnung in der Höhe erfasst, in welcher der Buchwert der Vermögensgegenstände den erzielbaren Ertrag übersteigt, worunter der höhere Wert aus Nettoveräusserungspreis und Nutzungswert verstanden wird. Infolge dieses Verfahrens schrieb Clariant aus Wertminderungsgründen das Anlagevermögen der zur Division Life Science Chemicals gehörenden Geschäftseinheit Pharma um 55 Mio. CHF ab. Die für diesen Bereich ausgewiesenen Vermögenswerte entsprechen ihrem Nutzungswert. Der Diskontierungssatz, welcher zur Ermittlung des Nutzungswertes verwendet wurde, betrug 10% (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten vor Steuern).

Bei Prüfung der Realisierbarkeit der Buchwerte von Gegenständen des Anlagevermögens wurde überdies deutlich, dass die im Jahr 2003 vorgenommene Abwertung des Produktionsstandorts in Höchst (Deutschland) nicht länger gerechtfertigt ist. Die von den Cash generating units Pigments & Additives und Specialty Fine Chemicals erwirtschafteten Cashfl ows sind ausreichend, um den Buchwert der Aktiva, der angesetzt würde, wenn die Abwertung nie stattgefunden hätte, zu decken. Die Abwertung wurde somit rückgängig gemacht, und der Buchwert der Aktiva wurde in der Höhe angesetzt, wo er liegen würde, wenn die Abwertung nicht stattgefunden hätte. Die vorgenommene Rückbuchung führte zu einem Ertrag in Höhe von 17 Mio. CHF.

Total Konzern Corporate Total Divisionen LSC FUN
2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005
32 70 20 29 12 41 1 12 3
55 65 24 55 41 8 8 2 5
10 - 8 4 - 3 6 - 5 - 13 - 2 1 3
65 57 4 21 61 36 - 5 6 3 8
97 127 24 50 73 77 - 4 18 3 11
17 22 17 22 14 17 1 2
22 54 22 54 1 44 6
- 17 - 17
39 59 39 59 15 61 7 2
136 186 24 50 112 136 11 79 10 13
104 116 4 21 100 95 10 67 10 10

28. Finanzinstrumente

Instrumente des Risikomanagements (Absicherung) und Ausserbilanzrisiken

Clariant nutzt Devisentermin- und Optionskontrakte, Zinssatz- und Währungsswaps sowie andere Finanzinstrumente, um Währungs- und Zinsrisiken des Konzerns abzusichern und die Rendite auf die liquiden Vermögenswerte zu steigern. Risikopositionen, die aus bestehenden Vermögens- und Verbindlichkeitsposten sowie aus erst künftig entstehenden Engagements resultieren, werden zentral verwaltet.

Management der Zinsrisiken. Gemäss den Konzerngrundsätzen werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen, um die Finanzierungskosten zu senken oder Zinsrisiken umzuwandeln.

Management der Wechselkursrisiken. Zum Schutz vor einer Wertminderung der Geldfl üsse in Fremdwährung erfolgt eine partielle Absicherung der Bilanz- und Einkommenspositionen. Diese umfassen Devisentermingeschäfte und Währungsswaps in verschiedenen Hauptwährungen. Aus Kostengründen werden jedoch nicht alle Positionen permanent abgesichert.

Management der Gegenparteirisiken. Die Gegenparteirisiken umfassen das Ausfallrisiko bei derivativen Finanzinstrumenten und Geldmarktkontrakten. Aus diesem Grund wählt Clariant nur Banken und Finanzinstitute als Gegenpartei, die mindestens über ein A-Rating verfügen. Das Transaktionsvolumen mit diesen Gegenparteien unterliegt einer laufenden strengen Kontrolle, sodass der Konzern diesbezüglich keine nennenswerten Ausfälle erwartet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, nach Kategorien gegliedert, Kontraktwerte bzw. die den Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Nominalbeträge sowie den jeweils entsprechenden Wiederbeschaffungswert der einzelnen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag.

Kontraktwerte bzw. die den Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Nominalbeträge stellen das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag dar. Sie geben keine Auskunft über das jeweilige Marktrisiko. Der Wiederbeschaffungswert wird entweder anhand der Kurswerte per 31. Dezember 2005 bzw. 2004 oder mit Hilfe von Standard-Preisbestimmungsmodellen ermittelt.

Finanzinstrumente Kontraktwert
oder Nominalbetrag
Positiver Wieder-
beschaffungswert
Negativer Wieder
beschaffungswert
Mio. CHF
2005 2004 2005 2004 2005 2004
Für Absicherungszwecke gehaltene Währungsinstrumente
Devisenterminkontrakte und Währungsswaps 88 631 3 - 1 - 52
Total Finanzinstrumente 88 631 3 - 1 - 52
Finanzinstrumente nach Fälligkeiten 1 – 12 Monate
1 – 5 Jahre
Total
Mio. CHF
2005 2004 2005 2004 2005 2004
Für Absicherungszwecke gehaltene Währungsinstrumente
Devisenterminkontrakte und Währungsswaps 88 329 302 88 631
Total Finanzinstrumente 88 329 302 88 631
Finanzinstrumente nach Währungen 2005 2004
Devisenterminkontrakte und Währungsswaps
Mio. CHF
JPY 377
USD 87 250
EUR 1 3
Übrige 1
Total Finanzinstrumente 88 631
Absicherungsgeschäfte 2005 2004
Mio. CHF
Marktbewertung von Cashfl ow Hedges:
Kontrakte mit positivem Marktwert
Kontrakte mit negativem Marktwert
Währungsswaps - 49
Kontrakte zur Absicherung von Investitionen in Tochtergesellschaften:
Kontrakte mit positivem Marktwert
Kontrakte mit negativem Marktwert
Darlehen in ausländischer Währung - 527

Die Fremdkapitalaufnahme des Konzerns in US-Dollars ist als Absicherung der Nettoinvestition in eine der US-amerikanischen Tochtergesellschaften des Konzerns designiert. Per 22. Juli 2005 (Rückzahlungsdatum) belief sich die Fremdkapitalaufnahme auf einen Marktwert von 285 Mio. CHF (2004: 251 CHF). Der Wechselkursgewinn von 34 Mio. CHF (2004: 69 Mio. CHF) aus der Umrechnung der aufgenommenen Fremdmittel in CHF zum Bilanzstichtag wurden unter «kumulierte Umrechnungsreserven» im Eigenkapital erfasst.

Die Fremdkapitalaufnahme des Konzerns in EUR ist als Absicherung der Nettoinvestition in eine der deutschen Tochtergesellschaften des Konzerns designiert. Per 19. Dezember 2005 (Rückzahlungsdatum) belief sich die Fremdkapitalaufnahme auf einen Marktwert von 277 Mio. CHF (2004: 276 Mio. CHF). Der Wechselkursgewinn von 11 Mio. CHF (2004: 12 Mio. CHF) aus der Umrechnung der aufgenommenen Fremdmittel in CHF zum Bilanzstichtag wurden unter «kumulierte Umrechnungsreserven» im Eigenkapital erfasst.

Aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung eines abgesicherten JPY-Darlehens wurden als Cashfl ow Hedges designierte Währungsswaps geschlossen. Die bisher ins Eigenkapital abgegrenzten Bewertungsdifferenzen im Betrag von 5 Mio. CHF wurden durch die Erfolgsrechnung rezykliert.

Verbriefte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2005 2004
Mio. CHF
Forderungen auf Euro lautend 93 156
Forderungen auf US-Dollar lautend 95 85
Total 188 241

Verbriefung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Seit einigen Jahren verwendet Clariant das Instrument der Verbriefung als Finanzierungsmittel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von ausgewählten Gesellschaften werden in einem ABS-Programm verkauft. Clariant behält das Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die eingegangene Zinsrisiko-Verbindlichkeit

aufrecht. Aus diesem Grund werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht aus der Bilanz ausgebucht, bis die Zahlungen der Kunden eingegangen sind. Eine kurzfristige fi nanzielle Verbindlichkeit wird für die durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besicherte Fremdmittelaufnahme verbucht.

29. Mitarbeiterbeteiligung

Im Jahr 2005 wurden der frühere Clariant Executive Stock Option Plan (CESOP) und der Management Stock Incentive Plan (MSIP) durch einen neuen Vergütungsplan mit der Bezeichnung Clariant Executive Bonus Plan (CEBP) ersetzt.

Die Anzahl der im Rahmen von CEBP zugeteilten Aktien richtet sich sowohl nach der Performance des Konzerns als auch der Performance der Divisionen bzw. Funktionsbereiche, in denen die begünstigten Mitarbeiter tätig sind.

Die zugeteilten Namenaktien der Clariant AG sind für 3 Jahre gesperrt.

Die im Rahmen des bisherigen Programms CESOP gewährten Optionen berechtigen den Halter zum Bezug einer Namenaktie der Clariant AG pro Option zu einem im Voraus festgelegten Ausübungspreis. Diese Optionen sind für 3 Jahre gesperrt und haben eine Laufzeit von 10 Jahren. Im Rahmen von CEBP werden keine Optionen gewährt.

Durch die Verbuchung des Aufwands in der Erfolgsrechnung werden die Kosten für jede Zuteilung gleichmässig über die Bemessungsperiode und die Laufzeit verteilt. Hinsichtlich der Verfallsrate werden Annahmen getroffen, die während der Laufzeit angepasst werden, sodass zum Ende der Laufzeit nur eine Belastung in Höhe der tatsächlich erworbenen/berechtigten Beträge besteht. Gemäss den nach IFRS 2 zulässigen Übergangsregelungen wurden alle vor dem 7. November 2002 erfolgten Zuteilungen nicht mehr an IFRS 2 angepasst.

Im Lauf des Jahres 2005 wurden 7 Mio. CHF (2004: 8 Mio. CHF) für in Aktien beglichene Vergütungen und 1 Mio. CHF für in fl üssigen Mitteln beglichene Vergütungen (2004: 1 Mio. CHF) in der Erfolgsrechnung erfasst.

Am 31. Dezember 2005 betrug der Buchwert der Verbindlichkeiten für in Aktien beglichene Vergütungen insgesamt 23 Mio. CHF (2004: 15 Mio. CHF). Davon wurden im Eigenkapital 20 Mio. CHF (2004: 13 Mio. CHF) für die in Aktien beglichenen Vergütungen und in langfristigen Verbindlichkeiten 3 Mio. CHF (2004: 2 Mio. CHF) für die in fl üssigen Mitteln beglichenen Vergütungen verbucht.

Aktienoptionen für Mitglieder des Verwaltungsrates (nicht geschäftsführende Mitglieder) per 31. Dezember 2005
Basisjahr Ausgabe-
jahr
Gesperrt bis Laufzeit bis Ausübungs-
preis1
Aktienkurs im
Ausgabejahr2
Anzahl
31.12.2005
Anzahl
31.12.20043
1998 1998 2001 2008 53.80 56.76 10 137 10 137
1999 1999 2002 2009 61.80 60.76 10 418 10 418
2000 2000 2003 2010 48.00 47.97 6 229 6 229
Total 26 784 26 784

Aktienoptionen für Mitglieder der Konzernleitung per 31. Dezember 2005

Basisjahr Ausgabe-
jahr
Gesperrt bis Laufzeit bis Ausübungs-
preis1
Aktienkurs im
Ausgabejahr2
Anzahl
31.12.2005
Anzahl
31.12.20043
1997 1998 2001 2008 25.50 68.97 127 783 127 783
1997 1998 2001 2008 37.50 73.06 167 001 167 001
1998 1999 2002 2009 61.80 62.09 358 789 358 789
1999 2000 2003 2010 48.00 47.97 106 191 106 191
2000 2001 2004 2011 41.80 42.02 7 229 7 229
2001 2002 2005 2012 27.20 26.87 166 354 166 354
2002 2003 2006 2013 14.80 14.88 169 136 169 136
2003 2004 2007 2014 12.00 18.74 49 326 49 326
2003 2004 2007 2014 16.30 18.74 60 391 60 391
2004 2005 2008 2015 19.85 19.85 130 934
Total 1 343 134 1 212 200
Aktien für Mitglieder des Verwaltungsrates (nicht geschäftsführende Mitglieder) per 31. Dezember 2005
Basisjahr Ausgabe- Gesperrt bis Aktienkurs im Anzahl Anzahl
jahr Ausgabejahr2 31.12.2005 31.12.20043
2002 2002 2005 26.87 6 227
2003 2003 2006 14.88 13 163 15 863
2004 2004 2007 18.74 14 111 16 565
2005 2005 2008 19.85 17 634
Total 44 908 38 655

Aktien für Geschäftsleitungsmitglieder per 31. Dezember 2005

Basisjahr Ausgabe- Gesperrt bis Aktienkurs im Anzahl Anzahl
jahr Ausgabejahr2 31.12.2005 31.12.20043
2000 2001 2004 42.02 250
2001 2002 2005 26.87 294 794
2002 2003 2006 14.88 617 938 751 433
2003 2004 2007 18.74 317 028 370 018
2004 2005 2008 19.85 268 804
Total 1 203 770 1 416 495

1 Als Folge der Kapitalerhöhung im April 2004 wurde der Ausübungspreis aller vor April 2004 gewährten Optionen mit dem Adjustierungsfaktor von 0.8883 angepasst.

3 Um den Verwässerungseffekt aus der Kapitalerhöhung vom April 2004 zu berücksichtigen, haben alle Teilnehmer am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm zu den vor April 2004 zugeteilten Optionen/Aktien zusätzliche Anteile erhalten.

2 Als Folge der Kapitalerhöhung im April 2004 wurde der Ausgabepreis aller vor April 2004 abgegebenen Optionen und Aktien mit dem Adjustierungsfaktor von 0.8883 angepasst.

Die zugeteilte Anzahl Aktien ist im Bestand eigener Aktien der Clariant AG enthalten.

Gewichteter
durchschnitt-
licher Aus-
übungspreis
Optionen
2005
Aktien
2005
Gewichteter
durchschnitt-
licher Aus
übungspreis
Optionen
2004
Aktien
2004
Ausstehende Aktien/Optionen per 1. Januar 38.08 1 238 984 1 455 150 44.02 947 998 1 350 847
Zugeteilt (inkl. Bezugsrechtsanpassung) 19.85 130 934 286 438 18.74 290 986 542 831
Ausgeübt/ausgegeben - 487 549 - 420 605
Eingezogen - 5 361 - 17 923
Ausstehend per 31. Dezember 36.34 1 369 918 1 248 678 38.08 1 238 984 1 455 150
Ausübbar per 31. Dezember 44.90 960 131 48.61 793 777 250
Marktwert der Aktien/Optionen in CHF 3 444 599 24 161 919 3 289 750 26 702 003

Der Marktwert der im Geschäftsjahr 2005 gewährten Optionen betrug 1 Mio. CHF (2004: 1 Mio. CHF). Dieser Wert wurde am Ausgabetag auf Basis der trinomischen Bewertungsmethode (Trinomial Method) berechnet. Die wichtigsten Eingabedaten für das Modell waren der Aktienkurs zum Ausgabetag, das Ausübungsdatum (s. oben) sowie die oben dargestellte Laufzeit der Optionen. Ferner wurden eine Volatilität von 22% und ein risikofreier Zinssatz von 2.4% angenommen.

Der Marktwert der im Geschäftsjahr 2005 insgesamt ausgegebenen Aktien betrug 6 Mio. CHF (2004: 10 Mio. CHF). Die Berechnung dieses Wertes basiert auf dem Marktwert der Aktien zum Ausgabedatum.

Zusätzlich zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm wurden 2005 im Rahmen des Restrukturierungsprogramms insgesamt 198 000 Clariant Aktien im Marktwert von 3 Mio. CHF an Mitarbeiter ausgegeben, die ihren Wohnort wechseln mussten. Dieser Betrag wird über die dreijährige Sperrfrist der Aktien erfolgswirksam verbucht.

30. Personalaufwand

Mio. CHF 2005 2004
Löhne und Gehälter - 1 521 - 1 528
Lohnnebenkosten - 310 - 271
Aktien und Optionen für Verwaltungsräte und Mitarbeiter - 8 - 9
Personalvorsorgeaufwand – Einrichtungen mit Beitragsprimat - 34 - 34
Personalvorsorgeaufwand – Einrichtungen mit Leistungsprimat - 75 - 131
Übriger Personalvorsorgeaufwand - 4 - 6
Total - 1 952 - 1 979

31. Transaktionen mit verbundenen Parteien

Clariant unterhält im Wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu zwei Gruppen von verbundenen Parteien. Eine Gruppe besteht aus den assoziierten Gesellschaften, von denen die wichtigsten unter Erläuterung 6 im Anhang aufgeführt sind. Die wichtigsten Transaktionen mit diesen Gesellschaften sind der Bezug von Leistungen (z.B. Energie, Grundstücks- und Gebäudeanmietung) durch Clariant in Deutschland. Darüber hinaus besteht ein Waren- und Dienstleistungsaustausch mit assoziierten Gesellschaften, d.h. Unternehmen, an denen Clariant einen Anteil zwischen 20% und 50% hält. Im Rahmen der Geschäftsbeziehungen mit diesen Parteien werden alle Waren und Dienstleistungen zu marktüblichen Konditionen abgerechnet.

Die zweite Gruppe verbundener Parteien ist das Topmanagement, das Mitglieder des Verwaltungsrates (nicht geschäftsführende Mitglieder) und der Konzernleitung umfasst. Weitere Einzelheiten über die Beziehungen zu Mitgliedern des Verwaltungsrates fi nden sich im Kapitel Corporate Governance (non-audited).

Transaktionen mit assoziierten Gesellschaften 2005 2004
Mio. CHF
Ertrag aus Verkauf von Gütern 28 49
Ertrag aus erbrachten Dienstleistungen 12 21
Aufwand für Kauf von Gütern - 24 - 17
Aufwand für bezogene Dienstleistungen - 303 - 378
Forderungen, Verbindlichkeiten und Darlehen 31.12.2005 31.12.2004
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 11
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61 40
Darlehen 1
Transaktionen mit dem Topmanagement 2005 2004
Mio. CHF
Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen 6 5
Abfi ndungen 1 4
Vorsorgeleistungen 2 1
Aktienvergütungen 1 1
Total 10 11
Anzahl im Berichtszeitraum abgegebener Aktien 36 146 51 753
Anzahl im Berichtszeitraum gewährter Optionen 118 244 49 326

Es bestehen keine Darlehen an Mitglieder des Verwaltungsrates oder der Konzernleitung.

32. Verpfl ichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Leasingverpfl ichtungen. Der Konzern unterhält Mietverträge für Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Betriebseinrichtungen und Fahrzeuge. Für diese Mietverhältnisse gelten unterschiedliche Laufzeiten, Gleitklauseln und Verlängerungsoptionen.

Verpfl ichtungen aus befristeten operationellen Leasings betreffen hauptsächlich Gebäude in der Schweiz und in Deutschland, Wichtigster Partner bei operationellen Leasings von Gebäuden sind die Infraserv-Gesellschaften in Deutschland.

Mio. CHF 2005 2004
2005 75
2006 73 57
2007 56 46
2008 45 40
2009 32 32
2010 49
nach 2010
(2004: nach 2009)
37 39
Total 292 289
Garantien zugunsten
Dritter
60 31

Die Aufwendungen aus Mietverträgen (operationelles Leasing) beliefen sich 2005 auf 85 Mio. CHF (2004: 95 Mio. CHF).

Abnahmeverpfl ichtung. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält Clariant Beziehungen zu Lieferanten, gegenüber denen sich der Konzern zur Nutzung besserer Preiskonditionen zur Abnahme bestimmter Mindestmengen verpfl ichtet. Diese Verpfl ichtungen übersteigen nicht die gegenwärtige Marktpreise und widerspiegeln normale Geschäftstätigkeiten. Gegenwärtig belaufen sich die Abnahmeverpfl ichtungen aus derartigen Verträgen auf rund 100 Mio. CHF (2004: 85 Mio. CHF).

Hängige Verfahren, pendente Rechtsfälle. Clariant ist in Ländern tätig, in denen politische, wirtschaftliche, soziale, rechtliche und gesetzgeberische Entwicklungen Einfl uss auf die Geschäftstätigkeit haben können. Die Auswirkungen derartiger, im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auftretender Risiken auf die Ergebnisse der Gesellschaft sind nicht vorhersehbar und daher im vorliegenden Abschluss nicht berücksichtigt.

Bei der Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit hat es Clariant mit Klagen, Ansprüchen, Untersuchungen und Verfahren zu tun. Sie erstrecken sich unter anderem auf Fragen der Produkthaftung, des geistigen Eigentums sowie auf kommerzielle, ökologische, gesundheits- und sicherheitsrelevante Aspekte. Obwohl sich der Ausgang gerichtlicher Verfahren nicht mit Sicherheit voraussehen lässt, geht das Management davon aus, dass es derzeit keine anhängigen Verfahren gibt, die erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns haben könnten.

Umweltrisiken. Aufgrund von Aktivitäten in der Vergangenheit unterliegt Clariant gewissen Umweltschutzrisiken und -verpfl ichtungen, hauptsächlich in Bezug auf Instandstellungskosten. Rückstellungen für einmalige Instandstellungskosten werden gebildet, wenn eine gesetzliche Verpfl ichtung besteht oder die Erfordernisse der Geschäftstätigkeit dies notwendig machen und die Kosten verlässlich geschätzt werden können. Die von Clariant in Zukunft gemäss den Umweltgesetzen und -bestimmungen zu erbringenden Leistungen zur Beseitigung der Auswirkungen früherer Ablagerungen oder Emissionen chemischer Substanzen durch Clariant oder Dritte sowie die damit verbundenen Kosten lassen sich nur schwer abschätzen. Die wesentlichen Elemente der Umweltschutzrückstellungen umfassen die Sanierung und die Rekultivierung kontaminierter Standorte sowie Behandlung und Eindämmung von Kontaminierungen an Standorten, an denen die Umweltbeeinträchtigung weniger schwerwiegend ist. Die künftigen Sanierungskosten des Konzerns hängen von einer Reihe von Faktoren ab, zu denen – keinesfalls ausschliesslich – Art und Umfang der Sanierung und der – im Verhältnis zu anderen Parteien – auf Clariant entfallende prozentuale Materialanteil an den betroffenen Standorten gehören. Die verschiedenen, unter Umweltgesichtspunkten als potenziell risikobehaftet eingestuften Standorte werden vom Konzern regelmässig überprüft. Clariant geht davon aus, dass die gebildeten Rückstellungen aufgrund der heute verfügbaren Informationen ausreichend sind. In Anbetracht der Schwierigkeit, derartige Verpfl ichtungen verlässlich zu schätzen, kann allerdings nicht garantiert werden, dass keine zusätzlichen Kosten anfallen können.

33. Kurse für Währungsumrechnung

Kurse für Konzernbilanzen, Schlusskurs am Bilanztag:

31.12.2005 31.12.2004
1 USD 1.31 1.13
1 GBP 2.27 2.18
100 JPY 1.12 1.10
1 EUR 1.56 1.54

Umsatzgewogene Durchschnittskurse für die Konzern-Erfolgsrechnung und die Konzern-Geldfl ussrechnungen:

2005 2004
USD 1.24 1.25
1 GBP 2.26 2.28
100 JPY 1.13 1.15
1 EUR 1.55 1.54
Land Name der Gesellschaft Beteiligung
%
Holding/
Finanzen
Vertrieb Produktion Forschung
Ägypten Clariant (Egypt) SAE, Kairo 85.6
The Egyptian German Co. for Dyes & Resins SAE, Kairo 100.0
Argentinien Clariant (Argentina) SA, Buenos Aires 100.0
Australien Clariant (Australia) Pty Ltd, Melbourne 100.0
Bangladesch Clariant (Bangladesh) Ltd, Dhaka 100.0
Belgien Clariant Benelux SA, Louvain-la-Neuve 100.0
Brasilien Clariant S.A., São Paulo 100.0
Chile Clariant Colorquimica (Chile) Ltda, Santiago de Chile 100.0
China Clariant (China) Ltd, Hongkong 100.0
Dänemark
Deutschland
Ecuador
Finnland
Frankreich
Griechenland
Grossbritannien
Guatemala
Indien
Indonesien
Irland
Italien
Clariant (Tianjin) Ltd, Tianjin 94.8
Clariant Chemicals Trading (Shanghai) Ltd, Schanghai 100.0
Clariant Pigments (Tianjin) Ltd, Tianjin 60.0
Tianjin Hua Shi Chemicals Co., Ltd, Tianjin 25.0
Clariant Chemicals (China) Ltd, Schanghai 100.0
Clariant Guangzhou Masterbatch Ltd, Guangzhou 100.0
Clariant (Denmark) A/S, Karise 100.0
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH, Frankfurt 100.0
Clariant Masterbatch Deutschland GmbH, Lahnstein 100.0
Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt 100.0
Clariant (Ecuador) S.A., Quito 100.0
Clariant (Finland) Oy, Vantaa 100.0
Clariant (France), Puteaux 100.0
Clariant Huningue, Huningue 100.0
Clariant Life Science Molecules (France) SAS, Puteaux 100.0
Clariant (Hellas) SA, Lykovrisi 100.0
Clariant Holdings UK Ltd, Horsforth/Leeds 100.0
Clariant UK Ltd, Horsforth/Leeds 100.0
Clariant (Guatemala) SA, Guatemala City 100.0
BTP India Private Ltd, Chennai 100.0
Clariant (India) Ltd, Mumbai 50.9
Colour-Chem Ltd, Mumbai 70.1
PT Clariant Indonesia, Tangerang 100.0
Masterplast Limited, Naas 100.0
Clariant (Italia) S.p.A., Mailand 100.0
Clariant Holding (Italia) S.p.A., Mailand 100.0
Clariant Life Science Molecules (Italia) S.p.A., Mailand 100.0
Japan Clariant (Japan) K.K., Tokio 100.0
Kanada Clariant (Canada) Inc., St-Laurent, Québec 100.0
Kolumbien Clariant (Colombia) SA, Santa Fé de Bogotá 100.0

34. Wichtigste Konzerngesellschaften und assoziierte Gesellschaften

Land Name der Gesellschaft Beteiligung
%
Holding/
Finanzen
Vertrieb Produktion Forschung
Korea Clariant (Korea) Ltd, Seoul 100.0
Clariant Sang Ho Ltd, Yangsan-Si 100.0
Clariant Songwon Color Co. Ltd, Ulsan 99.8
Malaysia Clariant (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam 100.0
Marokko Clariant (Maroc) S.A., Casablanca 100.0
Mexiko Clariant (Mexico) S.A. de C.V., Naucalpan de Juárez 100.0
Clariant Productos Químicos S.A. de C.V., Ecatepec de Morelos 100.0
Neuseeland Clariant (New Zealand) Ltd, Albany-Auckland 100.0
Niederlande Dick Peters BV, Denekamp 100.0
Norwegen Clariant (Norge) AS, Bergen 100.0
Österreich Clariant (Österreich) GmbH, Wien 100.0
Pakistan Clariant Pakistan Ltd, Korengi, Karachi 75.0
Panama Clariant Trading (Panamá), SA, Panamá 100.0
Peru Clariant (Perú) SA, Lima 91.4
Philippinen Clariant (Philippines) Corp., Makati City, Manila 100.0
Polen Clariant Polska Sp. z.o.o., Warschau 100.0
Portugal Clariant Químicos (Portugal) Lda, Porto 100.0
Schweden Clariant (Sverige) AB, Göteborg 100.0
Clariant Masterbatches Norden AB, Malmö 100.0
Schweiz Clariant Produkte (Schweiz) AG, Muttenz 100.0
Clariant International AG, Muttenz 100.0
Singapur Clariant (Singapore) Pte. Ltd, Singapore 100.0
Spanien Clariant Ibérica S.A., Barcelona 100.0
Clariant Masterbatch Ibérica S.A., Sant Andreu de la Barca 100.0
Südafrika Clariant Southern Africa (Pty) Ltd, Weltevreden Park, Johannesburg 100.0
Taiwan Clariant Chemicals (Taiwan) Co., Ltd, Taipei 100.0
Thailand Clariant Chemicals (Thailand) Ltd, Bangkok 100.0
Clariant Masterbatches (Thailand) Ltd, Bangkok 100.0
Tschechien Clariant CR s.r.o., Prag 100.0
Tunesien Clariant Tunisie SA, Cherguia-Tunis 49.9
Türkei Clariant (Türkiye) A.S., Istanbul 100.0
Ungarn Clariant Hungaria Kft, Budapest 100.0
USA Clariant Corporation, Charlotte, NC 100.0
Clariant Life Science Molecules (America) Inc., Elgin, SC 100.0
Clariant Life Science Molecules (Florida) Inc., Gainesville, FL 100.0
Clariant Life Science Molecules (Missouri) Inc., Springfi eld, MO 100.0
VAE Clariant (Gulf) FZE, Jebel Ali, Dubai 100.0
Venezuela Clariant Venezuela S.A., Maracay 100.0
Vietnam Clariant (Vietnam) Ltd, Ho-Chi-Minh-Stadt 100.0

35. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Februar 2006 wurde das US-amerikanische Unternehmen KiON zu einem Kaufpreis von rund 17 Mio. CHF übernommen. Die Geschäftsaktivitäten dieses Unternehmens werden in die Division Pigments & Additives integriert. Bei Erstellung des vorliegenden Geschäftsberichts war die Zuordnung des Kaufpreises auf die identifi zierten übernommenen Aktiva und Passiva noch nicht abgeschlossen.

Bericht des Konzernprüfers

Bericht des Konzernprüfers an die Generalversammlung der Clariant AG, Muttenz

Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldfl ussrechnung, Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals und Anhang, Seiten 60 bis 106) des Clariant Konzerns für das am 31. Dezember 2005 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die konsolidierte Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards sowie nach den International Standards on Auditing, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

D. Suter Dr. M. Jeger

Basel, 24. Februar 2006

Statistischer Überblick Konzern

5-Jahresübersicht

5-Jahresübersicht Konzern 2001–2005 2005 2004
(angepasst)
2004 2003 2002 2001
Umsatz Divisionen
Mio. CHF
8 261 8 772 8 772 8 783 9 606 10 195
Veränderung gegenüber Vorjahr
in Schweizer Franken
%
- 6 0 0 - 9 - 6 - 7
in Lokalwährung
%
- 8 2 2 - 4 2 - 2
Umsatz1
Mio. CHF
8 181 8 530 8 530 8 516 9 330 9 871
Veränderung gegenüber Vorjahr
in Schweizer Franken
%
- 4 0 0 - 9 - 5 - 7
in Lokalwährung
%
- 6 2 2 - 4 3 - 2
Operatives Ergebnis vor Restrukturierung, Veräusserungen
und Abschreibungen auf Goodwill
Mio. CHF
516 636 633 611 690 631
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
- 19 4 4 - 11 9 - 44
in Prozenten vom Umsatz 6.3 7.5 7.4 7.2 7.4 6.4
Operatives Ergebnis nach Restrukturierung,
Veräusserungen und Abschreibungen auf Goodwill
Mio. CHF
368 533 530 559 - 202 - 877
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
- 31 - 5 - 5
in Prozenten vom Umsatz 4.5 6.2 6.2 6.6 - 2.2 - 8.9
EBITDA nach Restrukturierung und Veräusserungen
Mio. CHF
710 918 915 1 119 1 193 1 395
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
- 23 - 18 - 18 - 6 - 14 - 16
in Prozenten vom Umsatz 8.7 10.8 10.7 13.1 12.8 14.1
Konzernergebnis vor Minderheitsanteilen
Mio. CHF
192 159 157 173 - 639 - 1 233
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
23 - 8 - 9
in Prozenten vom Umsatz 2.3 1.9 1.8 2.0 - 6.8 - 12.5
Investitionen in Sachanlagen
Mio. CHF
348 289 289 301 339 505
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
20 - 4 - 4 - 11 - 33 - 6
in Prozenten vom Umsatz 4 3 3 4 4 5
Personalaufwand
Mio. CHF
1 952 1 979 1 979 2 009 2 097 2 346
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
- 1 - 1 - 1 - 4 - 11 - 2
in Prozenten vom Umsatz 24 23 23 24 22 24
Personalbestand am Jahresende
Anzahl
23 383 24 769 24 769 27 008 27 849 28 904
Veränderung gegenüber Vorjahr
%
- 6 - 8 - 8 - 3 - 4 - 89

1 Inkl. Handel.

Entwicklung des Umsatzes 2005 2004 2003 2002 20011
nach Divisionen Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF %
Textile, Leather & Paper Chemicals 2 192 27 2 203 26 2 179 26 2 769 30 2 965 30
Pigments & Additives 1 879 23 1 828 21 1 745 20 1 814 19 1 872 19
Masterbatches 1 144 14 1 108 13 1 041 12 1 027 11 1 038 11
Functional Chemicals 2 083 25 1 977 23 2 033 24 2 102 23 2 183 23
Life Science Chemicals 883 11 1 414 17 1 518 18 1 618 17 1 616 17
Total Divisonen 8 181 100 8 530 100 8 516 100 9 330 100 9 674 100
Übrige (vorwiegend Handel) 197
Total Konzern 8 181 8 530 8 516 9 330 9 871
1
Angepasst.
Entwicklung des Umsatzes 2005 2004 2003 2002 2001
nach Regionen Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF %
Europa 4 111 50 4 214 49 4 239 50 4 564 49 4 867 49
Amerika 2 269 28 2 257 27 2 213 26 2 683 29 2 863 29
Asien/Australien/Afrika 1 801 22 2 059 24 2 064 24 2 083 22 2 141 22

Total 8 181 100 8 530 100 8 516 100 9 330 100 9 871 100

Rechnungsabschluss der Clariant AG, Muttenz

Bilanzen der Clariant AG

per 31. Dezember 2005 und 2004

Aktiven 2005 2004
CHF % CHF %
Anlagevermögen
Beteiligungen an Konzerngesellschaften 1 954 646 642 1 593 892 981
Darlehen gegenüber Konzerngesellschaften 1 358 913 816 1 440 850 262
Immaterielles Anlagevermögen 1 479 346 4 210 214
Total Anlagevermögen 3 315 039 804 90.5 3 038 953 457 62.9
Umlaufvermögen
Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften 210 790 456 468 919 596
Forderungen gegenüber Dritten 53 681 139 48 275 366
Aktive Rechnungsabgrenzungen 5 285 2 178 938
Wertschriften 69 684 631 57 296 059
Flüssige Mittel 11 856 468 1 216 179 842
Total Umlaufvermögen 346 017 979 9.5 1 792 849 801 37.1
Total Aktiven 3 661 057 783 100.0 4 831 803 258 100.0
Passiven 2005 2004
CHF % CHF %
Eigenkapital
Total Aktienkapital 1 093 260 000 1 150 800 000
Reserven
Allgemeine Reserven 646 595 631 646 595 631
Reserve für eigene Aktien 111 542 072 102 374 212
Freie Reserven 282 568 845 105 479 978
Total Reserven 1 040 706 548 854 449 821
Bilanzgewinn
Vortrag aus dem Vorjahr 0 0
Jahresgewinn 229 550 139 186 256 727
Total Bilanzgewinn 229 550 139 186 256 727
Total Eigenkapital 2 363 516 687 64.6 2 191 506 548 45.4
Fremdkapital
Langfristige Verbindlichkeiten
Obligationenanleihen 558 650 000 718 110 000
Übrige langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 1 000 368 050 000
Total langfristige Verbindlichkeiten 558 651 000 15.2 1 086 160 000 22.5
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 3 184 104 2 340 635
Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften 236 998 502 898 478 826
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 476 352 198 560 233 144
Passive Rechnungsabgrenzungen 22 355 292 93 084 105
Total kurzfristige Verbindlichkeiten 738 890 096 20.2 1 554 136 710 32.1
Total Fremdkapital 1 297 541 096 35.4 2 640 296 710 54.6
Total Passiven 3 661 057 783 100.0 4 831 803 258 100.0

Erfolgsrechnungen der Clariant AG

für die Jahre 2005 und 2004

2005 2004
CHF CHF
Ertrag
Ertrag aus Finanzanlagen 260 953 051 465 460 504
Ertrag aus fl üssigen Mitteln, Wertschriften und kurzfristigen Geldanlagen 15 579 500 31 993 034
Finanzertrag 90 862 338
Übrige Erträge 39 188 026 69 817 533
Total Ertrag 406 582 915 567 271 071
Aufwand
Finanzaufwand 145 351 544 200 874 300
Verwaltungsaufwand 2 987 484 2 106 130
Wertberichtigungen auf Finanzanlagen 149 350 000
Übriger Aufwand (einschliesslich Steuern) 28 693 748 28 683 914
Total Aufwand 177 032 776 381 014 344
Gewinn 229 550 139 186 256 727

1. Grundsätze für die Rechnungslegung

Einleitung. Die Rechnungslegung der Clariant AG erfolgt in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Aktienrecht.

Wechselkursdifferenzen. Bilanzpositionen in Fremdwährung werden zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die daraus resultierenden Wechselkursdifferenzen und jene aus laufender Geschäftstätigkeit werden über die Erfolgsrechnung gebucht.

Finanzanlagen. Diese sind zum Anschaffungswert abzüglich Wertminderungen bilanziert.

Rückstellungen. Die Rückstellungen dienen der Deckung bestehender Verpfl ichtungen.

2. Finanzanlagen

Die wichtigsten direkten und indirekten Beteiligungen der Clariant AG sind auf den Seiten 104 bis 105 des Finanzberichts des Clariant Konzerns dargestellt.

5. Aktienkapital

31.12.2005 31.12.2004 Anzahl Namenaktien mit einem Nennwert von je 4.75 CHF (2004: 5 CHF) 230 160 000 230 160 000 in CHF 1 093 260 000 1 150 800 000

Bedingtes Kapital 31.12.2005 31.12.2004
Anzahl Namenaktien mit einem Nennwert von je 4.75 CHF (2004: 5 CHF) 8 000 000 8 000 000
in CHF 38 000 000 40 000 000

6. Eigene Aktien (Anzahl mit einem Nennwert von je 4.75 CHF [2005: 5 CHF])

2005 2004
Bestand am 1. Januar 3 122 401 3 532 869
Zu Marktpreisen gekaufte Aktien 1 060 000 721 642
Zu Marktpreisen veräusserte Aktien - 150 000 - 800 000
Aktien an Mitarbeiter - 431 128 - 332 110
Bestand 31. Dezember 3 601 273 3 122 401

Der Durchschnittspreis der 2005 gekauften Aktien betrug 19.81 CHF (2004: CHF 13.54).

Der Durchschnittspreis der 2005 verkauften Aktien betrug 19.58 CHF (2004: CHF 17.76).

3. Flüssige Mittel, Wertschriften und kurzfristige Finanzanlagen

In den Wertschriften sind eigene Aktien zum Marktwert von 70 Mio. CHF (Vorjahr 57 Mio. CHF) enthalten (siehe auch Erläuterung 6). Während der routinemässigen Überprüfung der Werthaltigkeit aller Beteiligungen der Clariant AG wurde kein Wert abgeschrieben (2003: 149 Mio. CHF).

4. Nennwertrückzahlung

Die Generalversammlung genehmigte am 7. April 2005 die Rückzahlung von Aktienkapital in Höhe von 57 540 000 CHF. Das eingezahlte Aktienkapital nahm dadurch um 57 540 000 CHF auf 1 093 260 000 CHF ab.

7. Veränderung des Eigenkapitals

CHF Aktienkapital Allgemeine
Reserve
Reserve für
eigene Aktien
Freie
Reserven
Bilanzgewinn Total
Stand 31.12.2004 1 150 800 000 646 595 631 102 374 212 105 479 978 186 256 727 2 191 506 548
Transaktionen mit
eigenen Aktien
9 167 860 - 9 167 860 0
Zuweisung des
Gewinnvortrags
zu den Reserven
186 256 727 - 186 256 727 0
Nennwertrückzahlung - 57 540 000 - 57 540 000
Jahresgewinn 229 550 139 229 550 139
Stand 31.12.2005 1 093 260 000 646 595 631 111 542 072 282 568 845 229 550 139 2 363 516 687

8. Obligationenanleihen

Total 718 110 918 715
Obligationenanleihe 4.250 2000–2008 384 040 384 040
Obligationenanleihe 3.000 1998–2005 200 605
Obligationenanleihe 3.750 1997–2007 174 610 174 610
Obligationenanleihe 4.125 1996–2006 159 460 159 460
Tsd. CHF Zinssatz Laufzeit Betrag 31.12.2005 Betrag 31.12.2004

9. Allgemeine Reserven

10. Reserve für eigene Aktien

mäss Schweizerischem Obligationenrecht.

Die allgemeinen Reserven müssen gemäss Schweizerischem Obligationenrecht mindestens 20% des Aktienkapitals der Clariant AG betragen.

11. Eventualverbindlichkeiten

Mio. CHF Ausstehende Ausstehende
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten
31.12.2005 31.12.2004
Garantien zugunsten von Konzerngesellschaften 754
Garantien zugunsten Dritter 39 39

12. Eintragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen

Gemäss Artikel 5 der Statuten besteht für die Eintragung von Namenaktien, welche in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erworben werden, keine Beschränkung. Für Nominees gelten besondere Regelungen.

Gemäss Artikel 12 der Statuten berechtigt jede Aktie zu einer Stimme. Ein Aktionär kann jedoch für eigene und vertretene Aktien zusammen höchstens die Stimmen von 10% des Aktienkapitals abgeben.

13. Aktionäre mit 5 Prozent oder mehr des Aktienkapitals

Die Clariant AG erfüllt die gesetzlichen Aufl agen für eigene Aktien ge-

Gemäss den uns zur Verfügung stehenden Informationen war am 31. Dezember 2005 niemand im Besitz von mehr als 5% der Clariant Aktien. Am 31. Dezember 2004 besass die Artisan Partner Ltd Partnership, Milwaukee, Wisconsin (USA), 10.01% des Aktienkapitals.

Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns Beantragte Ausschüttung in Form

Der Verwaltungsrat beantragt, den Jahresgewinn 2005 in der Höhe von 229 550 139 CHF den freien Reserven zuzuweisen.

Bilanzgewinn CHF
Vortrag aus dem Vorjahr 0
Jahresgewinn 229 550 139
Total Bilanzgewinn 229 550 139
Ergebnisverwendung CHF
Zuweisung zu den freien Reserven - 229 550 139
Vortrag auf neue Rechnung 0

einer Nennwertreduktion

Der Verwaltungsrat schlägt vor, je Namenaktie 0.25 CHF durch Herabsetzung des Nennwertes von 4.75 CHF auf 4.50 CHF auszuschütten. Durch diese Ausschüttung reduziert sich das Aktienkapital um 57 540 000 CHF. Es ist vorgesehen, den Betrag der Nennwertreduktion von 0.25 CHF je Namenaktie voraussichtlich am 22. Juni 2006 auszuzahlen, vorbehältlich der Zustimmung der Generalversammlung der Aktionäre, der Erfüllung der erforderlichen Vorschriften und der Eintragung der Kapitalherabsetzung im Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft.

Bericht der Revisionsstelle

Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der Clariant AG, Muttenz

Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 110 bis 113) der Clariant AG für das am 31. Dezember 2005 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Dr. M. Jeger Ph. Speck

Basel, 24. Februar 2006

Vorausschauende Aussagen

Es können bestimmte Ereignisse eintreten, die zu einer materiellen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht gemachten Voraussagen führen könnten; deswegen sind sämtliche in diesem Bericht enthaltenen vorausschauenden Aussagen eingeschränkt. Investoren werden darauf hingewiesen, dass alle vorausschauenden Aussagen Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Verschiedene Umstände können zu materiellen Abweichungen in den tatsächlichen Ergebnissen führen. Dazu gehören auch der Zeitpunkt und die Bedeutung neuer Produkteinführungen, Preisstrategien von Konkurrenten, die Fähigkeit des Konzerns, weiterhin von den Lieferanten adäquate Produkte zu akzeptablen Bedingungen zu erhalten, die Fähigkeit, die Finanzierungsbedürfnisse zu befriedigen und die Liquidität sicherzustellen, Veränderungen der gesetzlichen Vorschriften oder im politischen und sozialen Umfeld, in welchem sich der Konzern bewegt, oder wirtschaftliche und technische Trends oder Bedingungen einschliesslich Währungsschwankungen, Infl ation und Konsumverhalten auf globaler, regionaler und nationaler Ebene.

Impressum

_700144_Umschlag_d_15.qxd 13.3.2006 9:57 Uhr Seite U7

Herausgeber
Clariant International AG
Group Communications
Konzept, Text, Gestaltung
Ramstein Ehinger Associates AG
Basel/Zürich
Lithografie
Blue Horizon AG, Winterthur
Druck
Neidhart + Schön Group AG, Zürich
© 2006 Clariant International AG
Rothausstrasse 61
CH-4132 Muttenz 1, Schweiz
Dieser Geschäftsbericht ist auch in
englischer Sprache erhältlich. Für den
finanziellen Lagebericht sowie den
Rechnungsabschluss ist der englische

www.clariant.com

Clariant International AG Rothausstrasse 61

CH-4132 Muttenz 1, Schweiz

Text massgeblich.

1 Auf vergleichbarer Basis

Umsatz nach Regionen Total 2005: 8 181 Mio. CHF

22% Asien/Afrika/Australien

28% Amerika 2 269 Mio. CHF

The way forward

Geschäftsbericht 2005

Geschäftsbericht 2005

1 801 Mio. CHF

auf Goodwill

Übersicht

Kurzporträt

Kunden.

Veräusserungen und Abschreibungen

Clariant ist ein global tätiges, weltweit führendes Unternehmen der Spezialitätenchemie. Die starken partnerschaftlichen Beziehungen, die Verpflichtung zu hervorragendem Service und das umfassende Anwendungs-Know-how machen Clariant zum bevorzugten Partner ihrer

Clariant ist auf 5 Kontinenten mit über 100 Konzerngesellschaften vertreten und beschäftigt rund 23 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kennzahlen 2005 20041 2004 Umsatz Divisionen mit Dritten Mio. CHF 8 181 7 973 8 530 Operatives Ergebnis vor Restrukturierung, 516 609 636

Konzerngewinn 192 149 159 Bilanzsumme 7 324 8 100 Eigenkapital 2 591 2 314 Investitionen in Sachanlagen 348 289 Forschung und Entwicklung 218 274 Personalaufwand 1 952 1 979 Mitarbeitende (am Jahresende) Anzahl 23 383 24 769 Gewinn pro Aktie CHF 0.81 0.65 0.72 Ausschüttung pro Aktie CHF 0.25 0.25

Umsatz nach Divisionen Total 2005: 8 181 Mio. CHF

Der Hauptsitz ist Muttenz bei Basel, Schweiz. Im Jahr 2005 erzielte Clariant einen Umsatz von

Clariant ist in fünf Divisionen gegliedert: Textile, Leather & Paper Chemicals, Pigments & Additives, Functional Chemicals sowie Life Science Chemicals und Masterbatches. Clariant setzt auf nachhaltiges Wachstum, das auf der eigenen Innovationskraft beruht. Die innovativen Produkte von Clariant spielen in

rund CHF 8.2 Milliarden CHF.

11% LSC5 883 Mio. CHF

14% MB4 1 144 Mio. CHF

50% Europa 4 111 Mio. CHF

1 Textile, Leather & Paper Chemicals

27% TLP1 2 192 Mio. CHF Umsatzentwicklung Mio. CHF 2005 20041

1 Auf vergleichbarer Basis

0 2 500 5 000 7 500 10 000

den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle oder verleihen deren Endprodukten wertsteigernde

Der Erfolg des Unternehmens beruht auf dem Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Fähigkeit, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit den Kunden innovative und effiziente Lösungen zu entwickeln. Clariant – Exactly your chemistry.

Eigenschaften.

25% FUN2 2 083 Mio. CHF

Functional Chemicals Pigments & Additives Masterbatches Life Science Chemicals

23% PA3 1 879 Mio. CHF