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Clariant AG — Annual Report 2000
Jan 1, 2001
856_10-k_2001-01-01_7c82a97b-47b0-408a-909b-c8f76eeccacc.pdf
Annual Report
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Impressum
Internet
Herausgeber:
Clariant AG Rothausstrasse 61 CH-4132 Muttenz 1
Schweiz
Schweiz
Clariant International AG
Rothausstrasse 61 CH-4132 Muttenz 1
Tel. +41 61 469 51 11 Fax +41 61 469 59 99
Tel. +41 61 469 69 69 Fax +41 61 469 69 99
Investor Relations Tel. +41 61 469 67 40/47 Fax +41 61 469 67 67
Unternehmenskommunikation
Muttenz/Schweiz
Konzept/Design:
Fotos:
Litographie und Druck: Multicolor Print AG, Kündig Druck, Baar
Clariant International AG Unternehmenskommunikation
http://www.clariant.com
Gruner & Brenneisen AG, Basel
Walter Imber, Günsberg/Schweiz Clariant: Thomas Cojaniz,
Walter Kloos, Hardy Rougier
Deutscher Originalbericht.
Sprache erhältlich.
Wella Schweiz Lou Dick, Basel Annette Fischer, Basel
Digitalvision
Hermann Dornhege, Norman Hochheimer,
Der Geschäftsbericht ist auch in englischer
Geschäftsbericht 2000
1066330
| Jahresübersicht Konzern | 2000 | 1999 | Verän | |
|---|---|---|---|---|
| angepasst | derung | |||
| Umsatz der Divisionen | Mio. CHF | 10 583 | 9 158 | +16% |
| Operatives Ergebnis vor Abschreibung | ||||
| auf Goodwill | 1 135 | 1 082 | +5% | |
| Konzerngewinn | 505 | 587 | –14% | |
| Konzerngewinn und Abschreibungen | ||||
| auf Sach- und immateriellen Anlagen | 1 152 | 1 169 | –1% | |
| Bilanzsumme | 12 947 | 10 388 | +25% | |
| Eigenkapital | 3 567 | 2 773 | +29% | |
| Investitionen in Sachanlagen | 535 | 425 | +26% | |
| Forschung und Entwicklung | 414 | 362 | +14% | |
| Personalaufwand | 2 935 | 2 168 | +10% | |
| Mitarbeiter (am Jahresende) | Anzahl | 31 546 | 28 993 | +9% |
| Gewinn pro Aktie | CHF | 34.14 | 41.13 | –17% |
| Dividende pro Aktie | 11.001 | 10.0 | +10% |
1 gemäss Antrag an die Generalversammlung
Clariant in Kürze
Clariant ist ein weltweit führendes Unternehmen der Fein- und Spezialitätenchemie mit rund 31 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Schweizer Franken. Das junge Unternehmen entstand durch Verselbständigung der Division Chemikalien von Sandoz mittels Börsengang im Sommer 1995 und wurde durch die Übernahme des Geschäfts mit Spezialchemikalien von Hoechst im Sommer 1997 wesentlich erweitert. Durch die Akquisition des britischen Feinchemikalienunternehmens BTP im Frühjahr 2000 wurde Clariant überdies zu einem führenden Anbieter von Zwischenprodukten und Wirkstoffen für die Pharma- und Agroindustrie. Das Unternehmen ist weltweit tätig und operiert mit über 100 Gesellschaften in fünf Kontinenten. Sitz und Konzernleitung befinden sich in Muttenz bei Basel/Schweiz. Die Produkte und Dienstleistungen der sechs Divisionen Textil-, Leder- & Papierchemikalien, Pigmente & Additive, Masterbatches, Funktionschemikalien, Life Science & Elektronikchemikalien sowie Celluloseether & Polymerisate basieren auf Spezialchemikalien, die in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle spielen oder den Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften verleihen. Dass Clariant dabei erfolgreich ist, liegt am breiten chemischen und technischen Know-how und am Bestreben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, neue Herausforderungen der Märkte frühzeitig zu erkennen und dafür gemeinsam mit den Kunden effiziente Lösungen zu erarbeiten: Clariant – Exactly your chemistry.
Die Clariant Welt auf Ihrem Computer
unsichtbare Rolle die Produkte des Unternehmens im täglichen Leben spielen. Neben Anwendungsbeispielen betont der Film die Internationalität und die globale Verantwortung von Clariant. Gedreht wurde in Korea, Mexiko, den USA, Marokko, Deutschland und der Schweiz.
Systemvoraussetzungen: Windows 95/98/NT4 (Service Pack 5)/2000, Microsoft Media Player 6.4, Pentium II 266 oder AMD K6/350, 64 MB RAM, Grafik 640x480 VGA; 16 Bit Farbtiefe (256 Farben), 8 x CD-ROM Laufwerk, Maus, Soundkarte – Die CD-ROM startet automatisch. Ist dies nicht der Fall, wählen Sie unter «Start – Ausführen – Durchsuchen» den Laufwerksbuchstaben Ihres CD-Laufwerks und doppelklicken Sie die Anwendungsdatei «clariant.exe» im Ordner «\clariant». Weitere Informationen finden Sie in der Datei «liesmich.txt».
«All around you» – der Unternehmensfilm von Clariant findet nicht nur bei Interessierten Anklang, sondern feiert auch Erfolge in der Medienwelt. Beim «New York Festival» gewann der Film unter 1200 eingereichten Arbeiten aus 43 Ländern in der Sparte Industriefilm Gold für die «Beste Kamera» sowie Bronze für die «Beste Regie». Das «World Media Festival» in Hamburg verlieh «All around you» gleich zwei Ehrungen: den «Silver Globe» in der Kategorie Public Relations/Image und den «Inforfilm International Special Award». Beim «Festival Comunica 2000» im französischen Deauville erhielt der Clariant Film den «Silbernen Delphin», ebenfalls Silber gab es in Köln beim «ITVA-Festival 2000» in der Kategorie Corporate Image. Auch der deutschsprachige Medienwettbewerb «Corporate Media» in München verlieh dem Film den «Master of Excellence» und für die beste DVD-Lösung den Sonderpreis «Award of Masters». «All around you» zeigt in zehn Minuten mit eindrucksvollen Bildern, welche
Umsatz nach Divisionen Total 2000: CHF 10 583 Mio.

Umsatz nach Regionen Total 2000: CHF 10 583 Mio.

Investitionen nach Regionen Total 2000: CHF 535 Mio.

Mitarbeiter nach Regionen Total 2000: 31 546

Inhalt


Den Wandel als Chance nutzen
Clariant hat ein wechselvolles Jahr mit Erfolgen und Enttäuschungen hinter sich: Einerseits hat uns die erfolgreiche Übernahme des britischen Unternehmens BTP im Bereich der zukunftsträchtigen Feinchemikalien strategisch einen grossen Schritt weitergebracht und zu einem führenden Partner der pharmazeutischen und agrochemischen Industrie gemacht. Andererseits erlitt unsere Aktie als Folge einer Abkehr der Börse von den traditionellen Industriewerten starke Kurseinbussen. Erfreulicherweise liessen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diesem Auf und Ab nur wenig beeindrucken und haben ihre Anstrengungen beharrlich darauf konzentriert, die Leistungskraft und das Wachstumspotential des Unternehmens weiter zu stärken. Dafür möchte ich Ihnen schon an dieser Stelle Dank und Anerkennung aussprechen.
Der Umsatz der Divisionen wurde im Jahr 2000 um +16% von CHF 9 158 Mio. auf CHF 10 583 Mio. gesteigert. Dieser Zuwachs ist einerseits auf die wieder gewonnene Dynamik mit ihrer Steigerung der Absatzvolumen und andererseits auf akquisitorisches Wachstum und eine günstige Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen auf Goodwill erhöhte sich um CHF 53 Mio. von CHF 1082 Mio. auf CHF 1135 Mio. Bereinigt um einmalige Erträge des Vorjahres beträgt die Verbesserung CHF 118 Mio. bzw. +12%. Der drastische Anstieg der Preise für Rohmaterialien in der Grössenordnung von CHF 200 Mio. konnte nur teilweise und mit Verzögerung durch Preiserhöhungen wettgemacht werden. Durch Massnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung, welche sich auch in Zukunft vorteilhaft auswirken werden, konnte die Schmälerung des Ertrags jedoch verringert werden. Der Konzerngewinn nach Minderheitsanteilen reduzierte sich insbesondere aufgrund der akquisitionsbedingten, zusätzlichen Abschreibungen auf Goodwill und der gestiegenen Finanzkosten – beides im Zusammenhang mit der Übernahme der BTP – um –14% von CHF 587 Mio. auf CHF 505 Mio. Entsprechend tiefer fiel mit CHF 34.14 gegenüber CHF 41.13 der Gewinn pro Aktie aus. Dagegen erhöhte sich der Gewinn der Aktie vor Abschreibungen auf Goodwill leicht von CHF 42.39 auf CHF 42.61. Aufgrund der positiven Aussichten für die weitere Zukunft beantragt der Verwaltungsrat den Aktionärinnen und Aktionären dennoch eine Erhöhung der Dividende um +10% von CHF 10 auf CHF 11 pro Aktie.
Eine generelle, massive Herabstufung der Titel der Spezialchemikalien-Firmen durch die Börse führte auch bei der Clariant Aktie zu Kursverlusten. Investoren begründeten diese für uns nicht nach zu vollziehende Entwicklung mit kurzfristig attraktiveren Investitionsmöglichkeiten in anderen Branchen, mit der nach ihrer Meinung geringeren Wachstumsdynamik in der Chemie und den stark gestiegenen Rohstoffpreisen. Dank unserer breit abgestützten Geschäftstätigkeit und rechtzeitigem unternehmerischem Reagieren sahen wir uns jedoch nie gezwungen, vor einem Gewinneinbruch zu warnen. Dennoch sank der Kurs im Jahresverlauf auf ein Jahrestiefst von CHF 461, erholte sich dann aber wieder auf ein Niveau von CHF 581.
Auf strategischer Ebene wurde die 1999 begonnene Umsetzung des Strategischen Plans weiter vorangetrieben: Mit der Übernahme des Unternehmens BTP erfolgte bereits im Frühjahr ein bedeutender Schritt. Die Produktsortimente, das chemisch-technologische Know-how und die beiden Führungsteams ergänzen sich in idealer Weise. Wir sind überzeugt, dass die Pharma- und Agroindustrie ihre Zwischenprodukte und Wirkstoffe in zunehmendem Masse von darauf spezialisierten Feinchemikalienunternehmen herstellen lassen wird. Zusammen mit den Elektronikmaterialien verfügt Clariant damit in zwei Zukunftsmärkten mit grossem Wachstumspotential über starke Positionen. Parallel zum weiteren Ausbau des strategischen Wachstumsbereichs werden wir im laufenden Jahr Desinvestitionen von Aktivitäten im Bereich Semispezialitäten und Spezialitäten vornehmen, um so unser Portfolio zu straffen. Dafür kommen neben Geschäftsfeldern mit ungenügendem Wachtums- und Ertragspotential insbesondere auch solche Tätigkeiten in Frage, die für Clariant trotz intakter Leistungen von geringem strategischen Interesse sind, sich aber in einem geeigneteren Umfeld besser entfalten können.
Der Zuwachs ist einerseits auf die wieder gewonnene Dynamik mit ihrer Steigerung der Absatzvolumen und andererseits auf akquisitorisches Wachstum und eine günstige Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen.
Mit Feinchemikalien und Elektronikmaterialien verfügt Clariant in zwei Zukunftsmärkten mit grossem Wachstumspotential über starke Positionen. Es ist unser Ziel, den Wandel in der Chemischen Industrie als Chance zu nutzen.
Das Unternehmen ist dafür gerüstet, die Herausforderungen der Zukunft zuversichtlich anzugehen und zu meistern.
Auf operativer Ebene stimmen die guten Leistungen in den Divisionen und Konzerngesellschaften zuversichtlich: Produktionsanlagen wurden weiter optimiert und den Anforderungen der Märkte angepasst. Der Anteil von neuen Produkten am Gesamtumsatz ist erfreulich gestiegen. Diese Erfolge dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch das Jahr 2001 voller Herausforderungen sein wird. Noch ist in der Chemischen Industrie vieles in Bewegung, und das Umfeld wird sich weiter verändern. Es ist unser Ziel, diesen Wandel als Chance zu nutzen, nicht nur zur weiteren Optimierung unseres Leistungsangebots, sondern auch zur Straffung unserer Organisationen. Dies betrifft zur Zeit insbesondere unsere Gesellschaften und Werke in Deutschland. Nachdem dort im Rahmen der Divisionalisierung die operative Verantwortung auf die Divisionen übertragen wurde, wird nun durch eine tiefgreifende Restrukturierung die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts wesentlich verbessert. All diese Massnahmen werden letztlich auch dazu führen, dass das Unternehmen durch die verstärkte Generierung von flüssigen Mitteln und den beschleunigten Abbau der Schulden seine Bilanzstärke zurückgewinnt und seinen finanziellen Handlungsspielraum erweitert.
Clariant befindet sich in ihrem 7. Lebensjahr in einer gefestigten Position: sie gehört zu den führenden Unternehmen der Spezialitätenchemie, verfügt über hochstehende Produkte und eine weltweite Präsenz. Sie kann auf ein breites Know-how in den verschiedensten Technologien zurückgreifen und auf fähige und engagierte Mitarbeiter zählen. Das Unternehmen ist deshalb bestens dafür gerüstet, die Herausforderungen der Zukunft zuversichtlich anzugehen und zu meistern.
Dr. Rolf W. Schweizer Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates


Organe der Gesellschaft
| Verwaltungsrat | |||
|---|---|---|---|
| Dr. Rolf W. Schweizer/* Präsident und Delegierter | |||
| Eric André | |||
| Truls Berg | |||
| Pierre Borgeaud* | |||
| Dr. Reinhard Handte | |||
| Markus Kündig* | |||
| Roland Lösser | |||
| Tony Reis | |||
| Dr. Herbert Wohlmann | Sekretär | ||
| Konzernleitung | |||
| Dr. Reinhard Handte** | Chief Operating Officer | ||
| Roland Lösser** | Chief Financial Officer | ||
| Peter Brandenberg** | Clariant in Deutschland | ||
| Dr. Ulrich Cuntze | Special Regions | ||
| Dr. François Darrort | Life Science & Elektronikchemikalien | ||
| Dr. François Dennefeld | Textil-, Leder- & Papierchemikalien | ||
| Steve Hannam | Life Science & Elektronikchemikalien | ||
| Dr. Günther Hencken | Masterbatches | ||
| Joachim Mahler | Celluloseether & Polymerisate | ||
| Reinhart S. Meyer | Funktionschemikalien | ||
| Dr. Victor Sanahuja | Pigmente & Additive | ||
| Dr. Hartmut Wiezer | Forschung & Entwicklung/ | ||
| New Business Development | |||
| Walter Vaterlaus | Sekretär | ||
| Revisionsstelle/ | |||
| Konzernprüfer | PricewaterhouseCoopers, Basel | ||
* Mitglieder des Präsidiums
** Mitglieder des Konzernleitungsausschusses
Stand 1. Januar 2001
Aktionäre stimmen Anträgen zu
Die Aktionärinnen und Aktionäre der Clariant AG haben an der 5. Ordentlichen Generalversammlung der Gesellschaft vom 18. April 2000 in Basel vom stabilen Verlauf des Geschäftsjahres 1999 Kenntnis genommen und allen Anträgen des Verwaltungsrates mit deutlichen Mehrheiten zugestimmt. So entlasteten sie den Verwaltungsrat und die Konzernleitung und genehmigten unter anderem eine um +11% höhere Dividende von CHF 10.00 pro Namenaktie à CHF 50.00. Anstelle der zurückgetretenen Klaus-Jürgen Schmieder und Claudio Sonder, wurden die Clariant Manager Reinhard Handte, Chief Operating Officer, und Roland Lösser, Chief Financial Officer, neu in den Verwaltungsrat gewählt.
Änderungen in der Konzernführung
Rolf W. Schweizer gab bekannt, auf das Datum der Generalversammlung vom 16. Mai 2001 als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Clariant AG zurücktreten zu wollen. Der Verwaltungsrat der Clariant beschloss, die von ihm ausgeübte Doppelfunktion aufzuteilen, auf einen «non-executive» Präsidenten des Verwaltungsrates und einen Konzernleiter und CEO. Reinhard Handte, der als Chief Operating Officer (COO) die Verantwortung für die operationellen Tätigkeiten im Konzern trägt, wird ab Datum der Generalversammlung 2001 neu die Funktion als Konzernleiter und Chief Executive Officer (CEO) übernehmen. Die Bekanntgabe des neuen Präsidenten des Verwaltungsrates erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Im weiteren hat der Verwaltungsrat Rolf W. Schweizer mit Wirkung ab seinem Rücktritt zu seinem Ehrenpräsidenten ernannt, um seine Erfahrung und sein Wissen weiterhin nutzen zu können.
Roland Lösser wird auf das Datum der Generalversammlung 2001 als Chief Financial Officer (CFO) der Clariant zurücktreten. Er wird jedoch im Verwaltungsrat der Clariant weiterhin aktiv mitwirken. Nachfolger von Roland Lösser wird François Note, der bereits zuvor für diese Funktion vorgesehen war. Er ist zur Zeit Leiter Corporate Human Resources.
Auf das gleiche Datum hin wird Steve Hannam die aktive Leitung der Division Life Science & Elektronikchemikalien abgeben. Er ist jedoch bereit, ein Mandat als Mitglied des Verwaltungsrates der Clariant anzunehmen, um so den vorgesehenen Ausbau des Feinchemikalien-Geschäfts der Clariant mit seiner grossen Erfahrung weiter zu unterstützen. Steve Hannam wird deshalb der Generalversammlung 2001 zur Wahl in den Clariant Verwaltungsrat vorgeschlagen werden. Als Nachfolger von Steve Hannam ist vom Verwaltungsrat François Darrort bestimmt worden, derzeit Chief Operating Officer (COO) der Division.
Ferner hat der Verwaltungsrat Peter Brandenberg, Leiter Konzerngesellschaften, vollamtlich die Verantwortung für die Clariant Gesellschaften in Deutschland übertragen.
Von der Entdeckung zur Marktreife
Clariant hat nach einem erfolgreichen öffentlichen Übernahmeangebot mit Wirkung vom 1. März 2000 das britische Unternehmen BTP plc übernommen. Durch die Zusammenführung der Feinchemikalienaktivitäten beider Unternehmen in der neuen Geschäftseinheit Clariant Life Science Molecules ist ein weltweit führender Anbieter von Zwischenprodukten und Wirkstoffen für die pharmazeutische und agrochemische Industrie entstanden.
Die Geschäftseinheit Clariant Life Science Molecules (LSM) der Division Life Science & Elektronikchemikalien ist eine wertintegrierte Organisation, die ihr Geschäft weltweit betreibt und den forschenden und entwickelnden Pharma- und Agrounternehmen als Partner umfassende Dienstleistungen in der Entwicklung und Herstellung hochwertiger Produkte anbieten kann. Ziel dabei ist, die Produktivität und Wirtschaftlichkeit beim Kunden zu erhöhen, wo immer dies möglich ist. Basis dieser Tätigkeit bilden hervorragende Leistungen, weltweite Forschung und Entwicklung und das Beherrschen vieler chemischer Synthesen. Unterstützt werden diese Anstrengungen durch führende Technologien, Anlagen auf dem neusten Stand der Technik und innovative Prozessentwicklung.
Clariant LSM besteht aus drei globalen Gruppen, deren Tätigkeiten sich auf drei wichtige Segmente konzentrieren: Pharmazeutika, Agrochemikalien und feinchemische Spezialitäten. Zwei Gruppen beschäftigen sich dabei mit den frühesten Stufen in der Entwicklung marktfähiger Produkte: Lancaster und das Clariant Life Science Molecules Synthesis Centre (MSC).
In jeder Phase Werte schaffen Clariant Life Science Molecules bietet in jeder Phase des Produktentwicklungszyklus wertvolle Unterstützung – von Basismaterialien und Zwischenprodukten bis hin zu Wirkstoffen und Endformulierungen. Sie verfügt sowohl über Expertise, Fachkräfte, Technologien und Infrastruktur, um komplexe Projekte voranzutreiben und neue Produkte rasch zur Marktreife zu bringen. Sie ist damit ein kompetenter Partner führender Unternehmen der Pharmaindustrie, betreibt für diese wichtige Synthesen, bietet Entwicklungsunterstützung an und liefert hochwertige Produkte. Sie bringt diese vom Labor auf die Versuchsanlagen und schliesslich in die Grossproduktion. Die Herstellung kann auf insgesamt 11 Anlagen in Europa und in den USA auch nach «Current Good Manufacturing Practices»-Standard (cGMP) erfolgen. Als Mehrzweckanlagen ausgelegt, bieten sie sozusagen «Chemie ohne Grenzen» für komplexe, mehrstufige Synthesen. Clariant LSM verfügt auch über das Wissen zur Herstellung von chiralen Verbindungen auf chemischem und enzymatischem Wege oder Fähigkeiten in der Biotechnologie bei der Nucleotidchemie.
Die pharmazeutische Produktion wird unterstützt durch zertifizierte Anlagen, die eine volle Rückwärtsintegration der verschiedenen Stufen bei der Entwicklung von Arzneien erlauben. Diese können in Italien, Frankreich, USA formuliert werden – aus Basismaterialien und Zwischenprodukten, die in einer der 23 Produktionsstätten weltweit in gewünschter Menge von wenigen Gramm bis zu Tonnen hergestellt werden.
Die Spezialisten von Clariant für die pharmazeutische Industrie kennen die hohen Anforderungen, ein Pharmaprodukt zur Marktreife zu bringen. Ihre grosse Erfahrung ermöglicht ihnen, ihr Wissen schon in den frühesten Phasen des Entwicklungsprozesses vertraulich einzubringen und schliesslich mit dem Erstellen der wichtigen Stammdatei einer Arznei, eine schnelle und einwandfreie Markteinführung zu gewährleisten.
Suche nach Wirtschaftlichkeit Für die Agroindustrie stellt Clariant LSM hochwertige Zwischenprodukte und Wirkstoffe für eine breite Palette kommerzieller Produkte her, wie z.B. Insektizide, Herbizide und Fungizide. Die Produktion umfasst sowohl verschiedene kommerziell erhältliche Chemikalien als auch geschützte Verbindungen, die unter Exklusivabkommen entwickelt wurden.
Wichtigste Aufgabe der Gruppe ist die Identifizierung und Implementierung der besten technischen Lösung für neue Moleküle, wobei in Zusammenarbeit mit dem Kunden die Spezifikationen eines Produkts so optimiert werden, dass es schneller auf den Markt gebracht werden kann und – über den ganzen Lebenszyklus – eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielt.
Agrochemische Zwischenprodukte werden von Clariant LSM in 11 Produktionsstätten auf vier Kontinenten mit einer äusserst breiten Palette von Technologien gefertigt. Dies ist eine der Stärken von Clariant: Rund um den Globus stehen Reaktorkapazitäten zur Verfügung, die eine schnelle Abwicklung von Projekten mit einem Minimum an zusätzlicher Prozessinvestition ermöglichen. Die Vielzweckanlagen offerieren Flexibilität und rasche Reaktion auf ändernde Markterfordernisse. Chemiker, Verfahrenstechniker und Ingenieure stellen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden die rasche Implementierung der kommerziellen Produktion sicher.
Quer durch alle Märkte Die Gruppe der feinchemischen Spezialitäten bietet quer durch alle Märkte sowohl Kundenproduktion als auch ein breites Portfolio von technologieintensiven Produkten an. Zur Herstellung unverzichtbarer Zwischenprodukte stehen umfassende Synthesen und Prozessentwicklungen zur Verfügung, die einem forschungsintensiven Produkt letztlich zum Erfolg in den Märkten verhelfen.
In fast jeder Anwendung, die fortschrittliche Technologie erfordert, ist die Prozessexpertise und die umfassende Kenntnis chemischer Produktionstechnologien von entscheidender Bedeutung. Sie erlaubt, vorhandene Mittel zu optimieren und nach innovativen Wegen zur schnellen Markteinführung mit besserer Wirtschaftlichkeit zu suchen. Clariant kann dabei den Kunden einen wichtigen Vorteil bieten: die Versorgungssicherheit. Produkte können in verschiedenen Werken auf der ganzen Welt produziert werden.
Die Gruppe der feinchemischen Spezialitäten ist überdies ein führender Anwender der Siliziumchemie. Sie liefert Siliziumzwischenprodukte wie Funktionssilane, Siloxane und Silazane für den Einsatz in Siliziumprodukten, elektronischen und Verbundwerkstoffen. Die Gruppe verfügt auch über eine starke Position bei Kolloidsilizum mit der Highlink® OG Produktlinie,




die mit nanotechnischen Effekten die mechanischen und optischen Eigenschaften von Oberflächen in Beschichtungssystemen verbessern. Aber auch bei Glyoxal und Glyoxylprodukten, die für eine grosse Zahl von Anwendungen eingesetzt werden, konnte eine führende Position aufgebaut werden.
14 000 Laborchemikalien Lancaster ist einer der führenden Lieferanten von katalogisierten Laborchemikalien mit über 14 000 Verbindungen, von denen rund 3 000 nur schwer anderweitig zu beziehen sind. Der Lancaster Katalog enthält in Mengen von Gramm bis Kilogramm viele führende Produkte, insbesondere im Bereich von Borsäuren, Fluoren, Silanen und Chiralverbindungen. Zahlreiche Produkte können einzig bei Lancaster bezogen werden. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, der chemischen Forschung weltweit den besten Service zu bieten. Über 90% der Bestellungen werden deshalb noch am gleichen Tag verarbeitet und spediert. Lancaster verfügt über Servicezentren in Grossbritannien, USA, Frankreich, Deutschland, Indien und Japan sowie Distributoren in 11 weiteren Ländern.
Zusätzlich zur breiten Palette von Chemikalien und zur kundenorientierten Infrastruktur bietet Lancaster wissenschaftliche und technische Unterstützung an, indem sie der Industrie Fachleute und umfangreiche technische Literatur zur Verfügung stellt. Die Gruppe ermöglicht
auch den Zugang zur neuesten Chemie und zu neuartigen Verbindungen. Mit der Erfahrung in fast jeder organischen Reaktion wird in Grossbritannien und USA ständig daran gearbeitet, das chemische Angebot zu vertiefen und mit neuen Verbindungen zu erweitern.
Entdeckungen unterstützen Das Clariant Life Science Molecules Synthesis Centre (MSC) ist eine einzigartige Dienstleistungsorganisation, die Entdeckungs- und Entwicklungsprogramme in den Märkten für Pharmazeutika, Agrochemikalien und feinchemische Spezialitäten unterstützt. Das MSC ist integraler Bestandteil der Geschäftseinheit Life Science Molecules und kann die Aktivitäten der Kunden von der Entdeckung über die Entwicklung bis hin zur Markteinführung eines Produkts begleitet. Die Gruppe arbeitet dabei auf Projekt- oder Produktionsbasis und transferiert Technologie, sobald der Kunde dies wünscht. Ihre Dienstleistungen umfassen aber auch Kundensynthesen, Screening, Vertragsforschungund -entwicklung sowie Prozessidentifikation und -optimierung.
Treibende Kräfte des MSC sind hochqualifizierte Forscher mit jahrelanger Erfahrung in organischen Synthesen, lokalisiert in Deutschland, Grossbritannien und USA. Den Teams stehen modernste Einrichtungen zur Verfügung. Eine sehr gut ausgerüstete Pilotanlage in Grossbritannien erlaubt Kundensynthesen von wenigen Gramm bis mehreren Kilogramm. Auch cGMP-Produktionen werden in den Frühphasen unterstützt. MSC hat sich verpflichtet, hervorragende Leistungen zu erbringen, die Vertraulichkeit zu waren und führende Technologien einzusetzen.
Chemisch-technisches Know-how
Halogenierung
- Chlorierung
- Chlor
- Sulfurylchlorid, Thionylchlorid – Phosphoroxichlorid, Phosphortrich-
- lorid, Phosphorpentachlorid • Bromierung
- Brom, Chlorbrom (Kern, Seitenkette)
- Bromwasserstoff, Alkylbromide
- Fluorierung
- Halogenexchange – Fluor elementar
- Iodierung
- Iodaromaten Direktiodierung, Sandmeierreaktion
- Iodaliphaten (Methyliodid, Iodoform etc.)
Reduktion
- Wasserstoff Pd, Pt, Raney-Ni
- Hydride: Natriumborhydrid, Boran,
- Lithiumaluminiumhydrid • Natriumsulfit, Natriumsulfid, Hydrazin
Oxidation
- Salpetersäure
- Luftoxidation
Metallorganische Chemie
- Grignard, Wurtz
- Borsäure
- C-C-Coupling (Suzuki, Heck etc.)
Aromatenchemie
- Friedl Crafts-Acylierung, -Alkylierung
- Ullmann-Reaktion
- Chlormethylierung, Vilsmeierreaktion • Nitrierung (kontinuierlich,
- diskontinuierlich)
- Chlorsulfonierung
- Carboxylierung
- Diazoniumsalzchemie (Phenyl-
- hydrazine, Sandmeierreaktionen)
- O, N-Alkylierung
Spezielle Technologien
- Cyanierung
- Phosgenierung
- Silanchemie
- aromatische Schwefelverbindungen
• Alkylphosphonsäurederivate
- Reaktionen der Carbonyl-,
- Carboxylfunktion
- Veresterung
- Amidierung, Nitrilbildung • Säurechloride
- Kondensation (Knoevennagel, Mannich)
Heterocyclen u.a.
- Piperazine
- Pyridine, Nikotinsäurederivate
- Thiophenderivate
- Benzimidazole, Benzoxazole, Pyrazole
- Nukleinsäuren, Nukleoside
Chirale Zwischenprodukte
- Enantiomerentrennung
- chirale Hydrierung
- enantioselektive Cyanhydrine u. Derivate
- chirale Epoxidöffnung

Wertsteigerung durch Innovation
Zündende Ideen und kreative Lösungen allein sich noch keine Garantie für den Erfolg. Entscheidend ist, wie schnell ein verbessertes oder völlig neues Produkt seinen Weg vom Labor in den Markt findet. Dazu ist es nötig, Fachwissen, Anwendungserfahrung und Marktkenntnisse geschickt zusammenzuführen – eine Fähigkeit, die zu den besonderen Stärken von Clariant zählt.
Über 15 000 Patente und Patentanmeldungen sichern das Wissen über Produkte und Verfahren, von denen Kunden weltweit profitieren. Beispiel Katalyse: Moderne Katalysatoren steigern die Geschwindigkeit der Umsetzung und sorgen dafür, dass einfache, kostengünstige Ausgangsmaterialien verwendet werden können. Clariant setzt in manchen Prozessen zum Beispiel Luft an Stelle teurer Oxidationsmittel als Reaktionspartner ein.
Darüber hinaus stellt Clariant die derzeit modernste Katalysatorgeneration – die Metallocene – im Kundenauftrag her. In einem eigenen Verfahren werden Metallocene zur Herstellung von Wachsen verwendet, die im Vergleich mit klassischen Produkten bessere Eigenschaftsprofile aufweisen und dadurch neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen.
Für den Markterfolg sind nicht nur die Produkte wichtig, sondern auch wie man sie herstellt. Clariant überarbeitet die Verfahren kontinuierlich, damit Kosten- und Technologieführerschaft erhalten bleiben. Ein Beispiel dafür ist die Herstellung von Diketen – einem Vorprodukt, das unter anderem für Pigmente wichtig ist: Die Produktion wurde in allen Detailschritten eingehend verbessert und stellt heute
weltweit das produktionstechnische Optimum dar. Auch die Biotechnologie gewinnt an Bedeutung – zum Beispiel in der Textilchemie. So gelingt es mit Hilfe eines enzymatischen Verfahrens, die Oberflächen von Textilien deutlich im Wert zu steigern. «Stonewashed» Jeans erhalten auf diese Weise ihr charakteristisches Aussehen.
Um möglichst nah an den Anforderungen der Kunden zu arbeiten, werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte dezentral durchgeführt und sind meist direkt den betreffenden Geschäftseinheiten zugeordnet. Projekte, die sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken können, werden zentral koordiniert, um die übergreifende Forschungsarbeit zu fördern. Zudem werden die laufenden Arbeiten regelmässig auf ihre Zielerfüllung und ihre Marktrelevanz überprüft.
Clariant beschäftigt in der Forschung und Entwicklung mehr als 1 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem in Forschungs- und Entwicklungszentren, von denen sich die grössten in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Japan und den USA befinden. Insgesamt investiert das Unternehmen jährlich rund 4% des Gesamtumsatzes in die Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2000 wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um CHF 42 Mio. oder +14% auf CHF 414 Mio. erhöht. Dabei wurden zukunftsträchtige Produkte mit überdurchschnittlich hohem Aufwand gefördert, während sich Investitionen für Produkte und Technologien im Reifestadium auf niedrigerem Niveau bewegen.




Wichtigste Projekte
| Textil-, Leder- & Papierchemikalien | – Neue Silikonemulsionen, die den «Griff» von Textilien verbessern und ihnen besondere Eigenschaften verleihen – Öl- und wasserabstossende Mittel auf der Basis von Fluorcarbonderivaten – Umweltfreundliche optische Aufheller mit geringem Stickstoffgehalt |
|---|---|
| Pigmente & Additive | – Weiterentwicklung von Metallocen-Wachsen für ein neues, komplettes Sortiment an leistungsfähigen Wachsen – Weltweit erste halogenfreie Flammschutzmittel für elektrische und elektro nische Anwendungen nach UL V-0 Kriterien – Neue Additivsysteme mit niedriger Dosierung und neue Generation von Prozessstabilisatoren für Polyolefine |
| Masterbatches | – Waschresistente Additiv-Masterbatches mit besonderen Eigenschaften wie UV-, Flamm-, Geruchs- oder antimikrobischem Schutz für die Faserher stellung – Speziell formulierte Masterbatches zur Optimierung von farbigen Lasermar kierungen wie Logos, Text oder Barcodes auf Kunststoffen – Entwicklung einer Internet Software («e-Design») zur Sicherstellung der Farbkonstanz zwischen Design mit CAD-Systemen und Endprodukt – Einsatz von Nanotechnologie zur Verbesserung der Eigenschaften von Kunststoffen |
| Funktionschemikalien | – Gemeinsame Projekte mit Kunden zur Entwicklung von neuen Performance Additiven im Bereich Waschmittelrohstoffe – Erweiterung der Produktpalette der Polyalkylenglykole im Spezialitätenbe reich – Entwicklung neuer Polymere für den Kosmetikbereich und neuer Additive zur Verminderung der Einsatzmengen von Pflanzenschutzmitteln – Neue Generation von Bohr- und Zementierhilfsmitteln zur Beeinflussung von Wasser- bzw. Öl- und Gasdurchlässigkeit von Gestein |
| Life Science & Elektronikchemikalien |
– Bearbeitung von rund 170 Projekten weltweit in enger Zusammenarbeit mit Kunden – Clariant Synthesis Center für die Synthetisierung neuer Moleküle für Tests bei Pharmakunden – Neue Klasse von Photoresists zur Anwendung in Lichtmanagementfolien, ferroelektrischen Flüssigkristallen und HDTV-Bildschirmen |
| Celluloseether & Polymerisate | – Entwicklung und Herstellung von Celluloseethern auf Basis modifizierter Produktionsverfahren zur Anwendung in Polymerisation, Pharma- und Anstrichindustrie – Verfeinerung der Verfahren zur Herstellung von Hydroxyethyl-Cellulose (HEC) mit neuen Produkteigenschaften in einer neuen Anlage |

Clariant mit Omnexus™
Die Division Masterbatches von Clariant beteiligt sich seit Dezember 2000 an Omnexus™, dem wichtigsten elektronischen Marktplatz für die Spritzgussindustrie. Dieser kann damit sein Angebot mit einem breiten Spektrum von Farb- und Additivkonzentraten erweitern. Omnexus wurde ursprünglich von BASF, Bayer, Dow, DuPont und Ticona/ Celanese gegründet und umfasst heute rund 25 weltweit tätige Unternehmen, die ihre Produkte der Kunststoffindustrie via Internet anbieten.
Informationen:
www.omnexus.com

Das blaue Wunder von Sidney Als in Sydney das olympische Feuer mit der Fackel entzündet wurde, war Clariant mit einem speziellen Farbstoff dabei. Für die Spiele wurde eine Fackel entworfen, die in ihrer leicht gebogenen Form einem Bumerang ähnelt. Die Designer träumten davon, das tiefe Blau des Pazifischen Ozeans in der Fackel zu verewigen. Bei der Lösung kam ein Clariant Produkt ins Spiel: Der Brennstofftank der Fackel besteht aus Aluminium, das in einem speziell Prozess blau eingefärbt wurde. Dafür lieferte Clariant den Farbstoff Sanodal® Türkis PLW Flüssig, der über eine hohe Strahlkraft und exzellente Lichtechtheit verfügt.
Weil die Farbschicht dank speziellen Verfahren intensiv mit dem Metall verbunden ist, widersteht sie auch den härtesten Klimabedingungen – in den tropischen Regenwäldern der Inselwelt Ozeaniens genauso wie unter der brennenden Sonne der Wüsten Australiens.
Informationen:
www.clariant.de (Presse) bzw. pa.clariant.com (Special Applications)

Neues Höchster Wahrzeichen
Die Clariant GmbH im Industriepark Höchst bei Frankfurt/Deutschland hat ein neues Wahrzeichen: die für rund DEM 14 Mio. modernisierte Müllerei für Hochechtpigmente. Schon vor der Sanierung der Fassade war das 95 Meter lange, 30 Meter breite und 25 Meter hohe Gebäude eines der imposantesten im Industriepark. Künstlerisch wertvoll wurde es aber erst durch Professor Friedrich Ernst von Garnier. Der bekannte Künstler gestaltete die Fassade farblich vollkommen neu. Der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete von Garnier verwendete dabei ausschliesslich Farben, in denen Pigmente enthalten sind, die in der Müllerei gemahlen werden. Bevor die Pigmente in Lacken, Kunststoffen, Druckfarben, Tonern, Ink Jet-Tinten oder Kosmetika für die richtige Farbe sorgen, werden sie hier auf Qualität geprüft, nach Rezeptur gemischt und danach entsprechend der Anwendung gemahlen und abgefüllt. Zur Zeit verarbeitet der Betrieb in seinen Mischern und Mahlanlagen rund 80 verschiedene Pigmente.
Informationen: www.clariant.de (Presse)

Wärmflasche für Clariant Haus
Die Hauptverwaltung der Clariant in Sulzbach/Deutschland wird als weltweit erste Immobilie mit mobilen Wärmespeichern beheizt. Das von der Bensheimer Firma Eureca entwickelte und patentierte Heizkonzept «TransHeat» nutzt die Abwärme, die etwa Kraftwerke oder Industriebetriebe produzieren, und erhitzt damit ein Speichermedium. Dabei handelt es sich um eine Natriumacetat-Lösung, eine Verbindung aus Natronlauge und Essigsäure. Sie kann grosse Wärmemengen aufnehmen und über lange Zeiträume speichern. Ihre Energie holt sich die «Wärmflasche» in einem Clariant Betrieb im nahe gelegenen Industriepark Höchst, von wo sie – aufgeheizt – per Lastwagen mehrmals täglich nach Sulzbach transportiert wird. «TransHeat» spart fast 25% der bisherigen Energiekosten, und der Ausstoss des Treibhausgases Kohlendioxid verringert sich jährlich um rund 2000 Tonnen.
Informationen: www.clariant.de (Presse)

FDA-Zulassung für Lichtschutzmittel
Das hochwirksame Lichtschutzmittel Hostavin® N30 aus dem Bereich Additive von Clariant hat kürzlich
die Zulassung der FDA erlangt, die für Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, nötig ist. Der Anwendungsbereich dieses Produkts, das bereits erfolgreich in Kunststoffen z.B. für den Lichtschutz von Treibhausfolien in der Landwirtschaft oder in Stadionsitzen eingesetzt wird, kann damit wesentlich erweitert werden: Verpackungsfolien für Lebensmittel, Haushaltgegenstände, Trinkwasserrohre, usw. Die Zulassung öffnet Hostavin N30 aber auch die Tür, um die weltweite technische Zulassung bei multinationalen Konzernen zu erlangen. Das Produkt wird von Clariant exklusiv vertrieben und ist in verschiedenen Formen wie Pulver oder Granulat zur Weiterverarbeitung verfügbar.
Informationen: pa.clariant.com (Additives, Polymer Additives, Applications)

«Backpulver» für Kunststoffe Backpulver in Rohrisolierungen, in Schuhsohlen oder Lebensmittelverpackungen! Hydrocerol® ist nicht nur von seiner Funktion, sondern auch von seiner chemischen Zusammensetzung her dem Backpulver (Natriumhydrogencarbonat) sehr ähnlich. Nur dass es eben nicht dem Kuchenteig, sondern Kunststoffen beigemischt wird. Genau wie Backpulver setzt Hydrocerol dann bei er Erwärmung Kohlensäuregas frei – im Polymer entsteht eine feine Blasenstruktur. Kunststoffe gewinnen auf diese Art besondere Eigenschaften. So sind z.B. geschäumte Bodenbeläge sowohl wärme- als auch schalldämmend. Der Korken in der Weinflasche ist nicht mehr aus dem knapp gewordenen Naturkork: Mit Hydrocerol geschäumte Kunststoffkorken reproduzieren exakt die Luftdurchlässigkeit und die Druckbeständigkeit des Naturprodukts. Um das starke Wachstum dieses Geschäfts bewältigen zu können, hat Clariant im Werk Ahrensburg bei Hamburg/Deutschland eine neue Produktionsanlage in Betrieb genommen. Dazu konnten 40 hochqualifizierte, neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Informationen:
www.masterbatches.com (Products Overview, Additive Masterbatches, Hydrocerol®)

Globale Markenstrategie
Die Division Masterbatches hat fünf globale Handelsmarkennamen eingeführt, die von der weltweiten Organisation für alle Angebote von Farb- und Additivmischungen verwendet werden. Diese globale Markenstrategie folgt dem erfolgreichen Abschluss eines drei Jahre dauernden Programms zur Einführung einer einheitlichen Firmenidentität unter dem Namen Clariant. Die Initiative soll die Effektivität der Kundenbetreuung erhöhen, indem Produktnamen, die für Länder oder Regionen spezifisch sind, abgeschafft werden, was den Technikern und Verarbeitern erlaubt, das geeignete Produkte leichter auszuwählen und bei Clariant zu bestellen. Die fünf globalen Produktmarkennamen von Clariant Masterbatches lauten:
- Remafin® Masterbatches für die Verwendung in Anwendungen auf Olefinbasis;
- Renol® Masterbatches für Nichtolefinprodukte und -anwendungen;
- Cesa™ für Standard- und Spezialadditivmischungen;
- Hydrocerol® für chemische Treibund Kristallisationsmittel;
- Omnicolor® für Vielzweckfarbmischungen.
Informationen:
www.masterbatches.com (Products Overview)

Photoresist für feinste Strukturen
IMEC, Europas führendes Zentrum für Mikroelektronikforschung, hat für die kritischen Halbleiterstrukturen in den 248-Nanomillimeter-Pilotanlagen den im fernen UV-Licht einsetzbaren Photoresist AZ® DX 5105P von Clariant gewählt. «Lithografie ist der Schlüsselfaktor für die Herstellung von Mikrochips der nächsten Generation. Dieser Photoresist wurde für unsere kritischste 248-Nanomillimeter-Schaltungsebene gewählt, weil der für das Abbilden von Merkmalen im Bereich 150 Nanomillimeter und darunter sowie bezüglich der Rauheit der Kanten mehr leistet», sagte Kurt Ronse, Direktor der IMEC-Lithografieabteilung. Die Partnerschaft mit IMEC gibt Clariant in Europa Zugang zur am weitesten entwickelten technischen Ausrüstung und zur Vorreitertechnologie.
Informationen:
| www.imec.be | |
|---|---|
| bzw. lse.clariant.com | |
| (Electronic Materials, | |
| Deep-UV Photoresist) |

Umweltfreundliche Pigmentpaste
Reflexblau A&L-G 31 MF ist eine neue «geflushte» Pigmentpaste auf der Grundlage von Pigment Blau 61. Das Produkt erfüllt die höchsten Ansprüche bezüglich ökologischer Sicherheit. Es ist aus Pflanzenölen hergestellt und enthält daher keine Mineralöle oder andere flüchtige organische Verbindungen. Die neue Flushpaste zeigt ausgezeichnete Farbechtheit. Das Produkt wird für Bogenoffset- und Zeitungsdruckfarben empfohlen, ist aber auch für Heissdruckfarben geeignet. Die Paste wird in diesen Systemen hauptsächlich für das Abtönen von «umweltfreundlichen» schwarzen Tinten verwendet und kann ebenso für die Herstellung von blauen Offset-Tinten verwendet werden.
Informationen: pa.clariant.com
(Pigments, Ink Pigments, Products)

Phantastische Haarfarben Mal schnell die Haarfarbe verändern ist heute kein Problem mehr. Tönen oder Färben, beides ist möglich. Beim Tönen werden farbige Substanzen in das Haarinnere gebracht. Diese Farbmoleküle sind sehr klein und lassen sich leicht wieder aus den Haaren herauslösen: mehrmals Waschen, und man sieht von der Tönung nichts mehr.
Bei der Färbung ist dagegen alles möglich: Wasserstoffperoxyd bleicht das Haar aus: Gleichzeitig lagern sich Farbwirkstoffe ab und bilden sehr grelle Farbmoleküle, die sich nicht auswaschen lassen. Die Färbung muss also «auswachsen». Der Trend, die Haare farblich zu verändern, hält seit Jahren an. In der Division Funktionschemikalien von Clariant werden die dafür notwendigen Zwischenprodukte hergestellt: Pfiffige Pulver, aus denen Hunderte verschiedener Tönungen gezaubert werden können. 28 Tonnen dieser hochreinen Farbstoffe wurden im Jahr 2000 produziert – 8 Tonnen mehr als noch vor drei Jahren. Dabei reichen maximal 5 Gramm für eine Färbung aus. Derzeit sind Rotnuancen – eine Spezialität von Clariant – gross in Mode.
Informationen:
fun.clariant.com (Markets, Personal Care, Hair Care)

Problemloser Jahreswechsel Clariant hat weltweit den Wechsel
ins Jahr 2000 ohne Schwierigkeiten vollzogen. Das Wiederanfahren sämtlicher Anlagen verlief wie geplant und störungsfrei. Einen entscheidenden Anteil an diesem erfreulichen Resultat hatten die im gesamten Konzern aktiven Y2K-Teams. Diese waren in den zurückliegenden beiden Jahren von einer Vielzahl weiterer Mitarbeiter innerhalb der Organisation unterstützt worden. Für die besonders spannende Nacht von Silvester auf Neujahr standen ausserdem spezielle Notfallteams bereit. Gebraucht wurden sie glücklicherweise nicht.

Fest verbunden
Man nehme eine wässrige Lösung aus Polyvinylalkohol, gebe Butyraldehyd und ein wenig Säure als Katalysator dazu. Heraus kommt eine milchigweisse, wässrige Suspension. Diese freilich ist nur ein Zwischenstadium, denn Mowital®, eines der Hauptprodukte der Division Celluloseether & Polymerisate, muss trocken und feinpulvrig sein. Die Kunst der Herstellung besteht darin, die chemische Reaktion genau so zu steuern, dass ein Produkt mit exakt reproduzierbaren Eigenschaften entsteht – der gewünschte Mowital-Typ eben. Damit sich ein feinkörniges Pulver bildet, wie es die Kunden für High Tech-Anwendungen in den verschiedensten Bereichen benötigen, müssen bei der Produktion bestimmte Temperaturen eingehalten werden. Sind sie zu hoch, bilden sie Klumpen. Die Reaktion erfolgt in grossen Rührkesseln, den Acetalisierern. Die weitere Aufbereitung: Waschen, Filtrieren, Zentrifugieren und Trocknen im Luftstrom – alles kontinuierlich. Schliesslich gelangt Mowital in Druckfarben, Bindemitteln für Lacke und Korrosionsschutz sowie Verbundglas für Hochhäuser, Bildschirme und Autos zur Anwendung.
Informationen:
cep.clariant.com (Brands & Products, Mowital®)

Gesteuertes Licht
Flüssigkristallanzeigen sind aus der modernen Kommunikationselektronik nicht mehr wegzudenken. Unter der Bezeichnung LCD (Liquid Crystal Displays) sind sie jedermann ein Begriff. Bislang unbefriedigend sind allerdings ihre optischen Eigenschaften. Die Geschäftseinheit Elektronikmaterialien ist an Forschungsprojekten beteiligt, die hier entscheidende Verbesserungen bringen sollen. Eine Möglichkeit sind Diffuser-Folien, in die kompliziert aufgebaute Moleküle eingebettet sind. Diese streuen und bündeln das von hinten kommende Licht so, dass der Hauptteil nach oben und unten gelenkt wird und nicht zur Seite. Die Anzeige eines Mobiltelefons zum Beispiel erscheint so insgesamt deutlicher und heller. Aber auch auftreffendes Tageslicht muss «gesteuert» werden. Die Lösung ist eine raffinierte Schicht, in der eine winzige Prismenstruktur das Licht auf den rechten Weg bringt: ins Auge des Betrachters. Für einen Fernseher oder Computerbildschirm sind die Anforderungen wieder anders. Hier muss das Bild auch von der Seite gut zu sehen sein. Immer wieder müssen die Produkte weiterentwickelt und angepasst werden – eben massgeschneidert, wie es der Kunde und letztlich der Verbraucher wünschen.
Informationen: www.azresist.com (Products)

Wissen austauschen Auf dem internationalen Clariant Innovationsforum präsentierten mehr als 50 Wissenschaftler Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus allen Bereichen des Unternehmens. Die Teilnehmer hatten den Sinn der Veranstaltung schnell verinnerlicht: Wissen quer über alle Divisionen, Geschäftseinheiten und Konzerngesellschaften von Clariant auszutauschen. Das Programm orientierte sich an den Märkten, für die neue Produkte und Anwendungen kreiert werden. In Workshops gingen die Wissenschaftler aber auch der Frage nach, wie Gewinn bringende Innovationsprozesse beschleunigt und verbessert werden können. Chief Operating Officer Reinhard Handte forderte die Teilnehmer auf, bei ihrer Forschungsarbeit wie Unternehmer zu denken: «Ziel ist, mindestens 30% des Umsatzes mit neuen Produkten zu erzielen.»
Informationen: www.clariant.com (Innovation)

Unerreicht brillantblau Rein und brillant ist der Ton des neuen Papierfarbstoffs Cartasol® Brillantblau RF Flüssig aus der bewährten Küche der Basler Farbenforschung. Nüchtern präsentiert er sich als hochsubstantives anionisches Blau, vorzugsweise geeignet
zum Färben von holzfreiem Papier und Karton und zum Abtönen von hochweissen Papieren. Das Produkt gehört zur neuen Generation von Farbstoffen, die keine Azogruppierung mehr enthalten und demzufolge von der Freisetzung bedenklicher Amine nicht mehr tangiert sind. Er ist überdies frei von Schwermetallen und Harnstoff. Durch seine umweltgerechte Formulierung – nur Wirkstoff und Wasser – enthält es keine Hilfsmittel, die das Abwasser belasten. Der Farbstoff zieht restlos auf Fasern auf. Dank seiner neuartigen Molekularstruktur zeigt er eine hohe Lichtechtheit und eine unerreicht reine, brillantblaue Nuance.
Informationen:


Kleine Menge – grosse Wirkung Pflanzenschutzmittel werden heute immer wirkungsvoller: Brauchte man in den sechziger Jahren noch ungefähr 25 Kilogramm Wirkstoff je Hektar Anbaufläche, können heute schon 25 Gramm oder weniger ausreichend sein. Die Vorteile dieser Entwicklung liegen auf der Hand: Der Landwirt spart Geld, und die Umwelt wird weniger belastet. Der Fortschritt im Pflanzenschutz basiert aber nicht nur auf besseren Wirkstoffen, sondern auch auf einer grossen Vielfalt chemischer Hilfsstoffe, wie sie zum Beispiel die Branche Pflanzenschutz der Division Funktionschemikalien von Clariant entwickelt und vermarktet. Hier werden immer wieder neue Antworten auf die gleiche Frage gefunden: Wie verteilt man einen kleinen Löffel voll Wirkstoff so auf einem Fussballfeld, dass der Stoff auf den Pflanzen seine Wirkung optimal entfalten kann? Neben Emulgatoren
und Dispergiermitteln gelangen sogenannte Adjuvants zum Einsatz. Das sind Additive, welche die Wirksamkeit und die Anwendungsbreite des Pflanzenschutzmittels verbessern. Mit ihrem Einsatz werden die aufzuwendenden Mengen minimiert und die Anwendersicherheit erhöht. Chemische Spezialitäten, die sogenannten «Bio-Enhancer», greifen die Wachsschicht der Blätter an und sorgen dafür, dass die Wirkstoffmoleküle möglichst rasch und intensiv ihre Wirkung entfalten können. Gute Ideen sind im hart umkämpften Pflanzenschutzmarkt gefragt wie nie. Denn auslaufende Patente, hohe Kosten für Neuentwicklungen, Globalisierung des Geschäfts und strenge Umweltschutzbestimmungen sind nicht nur für die Wirkstoffproduzenten eine Herausforderung, sondern auch für Zulieferer wie Clariant.
Informationen:
fun.clariant.com (Crop Protection)

Der Widerspenstigen Zähmung Neuartige Medikamente und Pflanzenschutzmittel verdanken ihre Wirkung nicht zuletzt Bausteinen, die das Element Fluor enthalten. Innovative Katalysatorsysteme von Clariant ermöglichen dabei neue Verbindungen, die bislang mit anderen Verfahren nur schwer oder gar nicht hergestellt werden konnten. Eine Verbindungsklasse, die besonders effektiv arbeitet, sind die Fluoraromaten. Dabei handelt es sich um ringförmige Verbindungen aus Kohlenstoff und Wasserstoff, an denen ein oder mehrere Fluoratome gebunden sind. Die Geschäftseinheit Life Science Molecules von Clariant ist bei der Entwicklung und Herstellung dieser Moleküle schon
seit längerer Zeit führend. Mit einer neuen Technologie können nun auch aussichtsreiche Fluorverbindungen grosstechnisch zu Preisen hergestellt werden, die völlig neue Anwendungsfelder eröffnen. Vergleichsweise leicht erhältliche Chlorverbindungen sind der «Rohstoff» der Fluoraromaten. Was jedoch auf dem Papier nur ein kleiner Federstrich ist, gestaltet sich in der Praxis ungleich schwerer: Die Rede ist vom Austausch von Chlorgegen Fluoratome. In der Fachsprache heisst dieser Austausch auch HALEX-Reaktion. Seit einiger Zeit ist an diesen Reaktionen stets auch ein «Reaktionshelfer» beteiligt, der sogenannte Phasentransferkatalysator. Besonders stabile aromatische und zugleich vielversprechende Chlorverbindung blieben bislang aber dennoch standhaft – das Fluor hatte keine Chance auszutauschen. Am Standort Griesheim in Deutschland wird seit einiger Zeit an Katalysatorsystemen geforscht, die auch solch «widerspenstige» Chloraromaten in die fluorhaltigen Moleküle verwandeln, die vom Kunden gewünscht sind. Diese neuartigen Phasentransferkatalysatoren vollführen wahrhaft einen chemischen Spagat. Sie müssen den «Fluorlieferanten» – einen anorganischen Feststoff wie etwa Kaliumfluoridsalz – und den organischen Aromaten zueinander bringen. Mittlerweile hat das Griesheimer Forscherteam eine ganze Palette dieser Katalysatorsysteme entwickelt und durch Patente schützen lassen. Damit ist es möglich, chemisches Neuland zu betreten: der Phasentransferkatalysator bringt das Fluoratom genau dorthin, wo es mit herkömmlichen Methoden bisher nicht eingebaut werden konnte.
Informationen:
lse.clariant.com (Products)

Celluloseether in Nordamerika
Die Division Celluloseether & Polymerisate hat ihre Präsenz auf die nordamerikanischen Märkte ausgeweitet, wo insbesondere den Kunden aus der Bauindustrie eine umfassende Palette an Produkten angeboten wird. Bearbeitet werden aber auch Anwendungsgebiete wie Oberflächenbeschichtung, Surfactants, Papier, Textilien oder Pharmazeutika. Die Division verfügt weltweit über 26 Produktionsstätten und eines der komplettesten Angebote. Marken wie Tylose®, Hostapur®, Mowilith®, Mowiol® oder Mowital® geniessen seit Jahren einen ausgezeichneten Ruf.
Informationen:
nafta.clariant.com (Products)
Clariant übernimmt Christianson
Clariant hat in Mexiko das Unternehmen Christianson S.A. mit Wirkung vom 1. Juni 2000 übernommen und verstärkte damit sein Geschäft im Bereich der Performance Chemicals in der NAFTA Region wesentlich. Mit 120 Mitarbeitern und einer breiten Palette von Produkten erzielte das Unternehmen einen Jahresumsatz von über CHF 30 Millionen. Die Übernahme entspricht der Strategie der Division Funktionschemikalien von Clariant, Standardprodukte zunehmend durch höherwertige Spezialitäten zu ersetzen und sich zudem regional gezielt zu verstärken. Die Produkte von Christianson gelangen in den verschiedensten Gebieten zur Anwendung: im Pflanzenschutz, in Haarund Körperpflegeprodukten, in Waschmittelrohstoffen, in Industriellen Produkten, im Textil und Leder, in der Ölindustrie und im Bergbau.
Ein bedeutender Anteil der Produkte wird für den Export nach USA und Lateinamerika hergestellt. Durch die Übernahme wird die Division zum grössten Produzenten von Produkten auf der Basis von Amin- und Ethylenoxid Derivaten vor Ort. Der Division Funktionschemikalien ist es mit dieser Akquisition gelungen, neue Anwendungsgebiete, die bislang in diesen Märkten nicht bearbeitet werden konnten, zu erschliessen.
Informationen: nafta.clariant.com (Top Stories)

Aufrichte gefeiert
Clariant hat im Werk Muttenz in der Schweiz im Sommer das traditionelle Richtfest für den Neubau zur Produktion von Spezialchemikalien gefeiert. Innert acht Monaten wurde im bestehenden Werksareal ein markantes, rund 40 Meter hohes Gebäude mit einem Volumen von 58 000 m3 und einer Geschossfläche von 9 300 m2 in Stahlbeton und Stahlskelettbauweise erstellt, das mit einer Metallverkleidung umschlossen wird. Der Betrieb der Anlage wird ab Mitte 2001 ganzjährig im Schichtbetrieb durch eine Belegschaft von ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgen. Mit dem Bau der neuen Produktionsanlage, der im September 1999 in Angriff genommen wurde und der rund CHF 100 Millionen kostet, wird die Kapazität für die Herstellung von neuen Produkten wesentlich erweitert. Auch diese Investition ist Teil der Strategie der Division Funktionschemikalien, zunehmend Spezialitäten mit hohem Kundennutzen herzustellen.

Kerngeschäft deutlich gewachsen
Clariant hat seine Ausrichtung in ein führendes Unternehmen der Fein- und Spezialitätenchemie im Jahr 2000 mit entscheidenden Schritten fortgesetzt: durch die Übernahme der BTP stiess das Unternehmen unter die führenden Anbieter von Life Science Molekülen vor und mit erweiterten Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung wurde der Umsatzanteil neuer Produkte und innovativer Lösungspakete weiter erhöht. Überdies wurden die Strukturen weiter optimiert und damit eine hervorragende Ausgangslage für zukünftiges Wachstum geschaffen.
Investitionen nach Regionen Total 2000: CHF 535 Mio.
Das Kerngeschäft von Clariant ist im Jahr 2000 deutlich gewachsen. Die Division Textil-, Leder- & Papierchemikalien erzielte eine Umsatzsteigerung von +15%. Dank effizienter Beschaffung konnte der Anstieg der Kosten für Rohmaterialien im Rahmen gehalten werden. Durch die weitere Konzentration auf hochmargige Produkte und restriktives Kostenmanagement verbesserte sich auch das Ergebnis deutlich um +15%. Die Division Pigmente & Additive verzeichnete das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr. Die starke Ausweitung der Mengen, der verbesserte Produktemix und die konsequente Optimierung der Supply Chain Prozesse liessen den Umsatz um +11% und den operativen Gewinn gar um +19% steigen, was einer EBIT-Marge von 15,8% entspricht. Die Division Masterbatches konnte sich trotz wachsenden Geschäfts mit einer Umsatzsteigerung von +8% den teilweise ungünstigen Marktbedingungen mit teilweise höheren Rohstoffpreisen nicht ganz entziehen: Das Geschäft wies aufgrund von Marktänderungen einen ungünstigeren Produktmix auf und musste deutliche Preissteigerungen bei einigen Rohstoffen verkraften. Trotzdem konnte das Ergebnis des Vorjahres dank strikter Kostenkontrolle, Effizienzsteigerungen und Neuentwicklungen fast erreicht werden. Die Division Funktionschemikalien konnte ihren Umsatz aufgrund der Bereinigung der Produktepalette im Bereich der Waschmittelrohstoffe nur um +6% steigern. Der Prozess der Neuausrichtung, der einerseits den Rückzug aus reifen Märkten und Semispezialitäten und andrerseits den Aufbau von wachstumsstarken Spezialitäten umfasst, wurde jedoch erfolgreich fortgesetzt. Die Übernahme des Feinchemikaliengeschäfts von
Europa CHF 365 Mio. Amerika CHF 116 Mio.
68%
22%
BTP liessen den Umsatz der Division Life Science & Elektronikchemikalien um +52% und den Betriebsgewinn um +47% ansteigen. Die Position von Clariant wurde dadurch insbesondere bei Aktivsubstanzen für die Pharmaindustrie deutlich gestärkt. Allerdings wirkten sich Verzögerungen bei Produkteinführungen und Lagerabbau bei Kunden negativ auf die Leistungen der Geschäftseinheit Life Science Molecules dämpfend aus. Dank der engen Zusammenarbeit mit den Kunden konnten jedoch neue Projekte in Angriff genommen werden. Gegenwärtig werden 170 Projekte verfolgt, von denen sich fast die Hälfte in der klinischen Phase III oder in der Markteinführung befindet. Die Geschäftseinheit Elektronikmaterialien erreichte aufgrund der unverändert hohen Nachfrage nach Produkten für die Halbleiterherstellung und Photoresist für Flachbildschirme ein zweistelliges Umsatzwachstum. Die Division Celluloseether & Polymerisate steigerte ihren Umsatz um 13%, was die deutlich gesteigerten Mengen als Folge der Erhöhung der Marktanteile reflektiert. Die Erfolge im Markt wurden jedoch durch den starken Anstieg der Rohstoffpreise so beeinträchtigt, so dass der operative Gewinn um –12% sank.
Asien / Afrika/Australien CHF 54 Mio. 10% Textil-, Leder- & Papierchemikalien CHF 2 589 Mio. Pigmente & Additive CHF 2 108 Mio. Masterbatches CHF 1 145 Mio. Funktionschemikalien CHF 1 935 Mio. Life Science & Elektronikchemikalien CHF 1 651 Mio. Celluloseether & Polymerisate CHF 1 155 Mio. 24% 20% 11% 18% 16% 11% Umsatz nach Divisionen Total 2000: CHF 10 583 Mio.
Akquisitionen rasch integriert Die vom Feinchemikalienunternehmen BTP plc übernommenen Geschäfte mit ihren ungefähr 2 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden rasch und erfolgreich integriert. Die Aktivitäten im Bereich Pharma und Agro wurden mit jenen von Clariant in der neu geschaffenen Geschäftseinheit Life Science Molecules der Division Life Science & Elektronikchemikalien zusammengeführt (siehe Seiten 8/9). Die Ledergeschäfte von Hodgson und Earnshaw wurden in die entsprechende Geschäftseinheit der Division Textil-, Leder- & Papierchemikalien eingebracht, während die Biozide als eigenständige Geschäftseinheit der Division Funktionschemikalien angeschlossen wurden.
In Wachstum investiert Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Jahr 2000 auf CHF 535 Mio. (1999: CHF 425 Mio.), was 5,1% (4,6%) des Umsatzes entspricht. Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei erneut in den strategischen Wachstumsgebieten Feinchemikalien und Elektronikmaterialien. Die grössten Einzelprojekte waren die nun abgeschlossenen Erweiterungen der Anlagen für AZ® Photoresist in Branchburg/New Jersey sowie die neue Produktionsanlage für Spezialitäten im Bereich Waschmittelrohstoffe in Muttenz/ Schweiz, die im Sommer 2001 ihren Betrieb aufnehmen wird. Clariant beabsichtigt, auch in Zukunft rund 4–5% des Umsatzes in den Bau neuer und den Unterhalt bestehender Anlagen zu investieren.
Gesteigerte Innovationsrate Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung wurden mit unverminderter Intensität fortgesetzt. Im Jahr 2000 wurden dafür CHF 414 Mio. (1999: 362 Mio.) aufgewendet, was einer Zunahme von +14% bzw. fast 4% vom Umsatz entspricht. Clariant gehört damit zu den forschungsintensivsten Unternehmen in der Spezialitätenchemie. Ein bedeutender Anteil des im vergangenen Jahr erzielten Wachstums ist denn auch auf die Einführung neuer Spezialitäten zurückzuführen. So wurde
z.B. bei den Elektronikmaterialien ein Drittel des Umsatzes mit Produkten erzielt, die erst in den letzten drei Jahren im Markt eingeführt wurden. Noch höher war die Innovationsrate bei den Masterbatches. Auch bei den Life Science Molekülen wird sie dank vielversprechender Neuentwicklungen überdurchschnittlich ansteigen. Die aktive Erneuerung des Produkteportfolios wird auch im laufenden Jahr unverändert fortgesetzt. Reife, traditionelle Produkte werden in zunehmenden Masse durch attraktivere oder wirkungsstärkere Produkte ersetzt, die für die Kunden Vorteile in ihren Märkten und damit einen Mehrwert bewirken. Die Entwicklungsarbeit schliesst dabei auch bereichsübergreifende Projekte ein, wie z.B. das Erarbeiten eines interdivisionalen Farbkonzepts für die Automobilindustrie. Grundlage dieser Prozesse ist das grosse Know-how, die breite Technologiebasis, die marktorientierte Organisation sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, in enger Zusammenarbeit mit den Kunden rasch attraktive Lösungen zu entwickeln. Clariant rechnet deshalb im laufenden Jahr insbesondere in den strategischen Wachstumsbereichen mit einer dynamischen Entwicklung des Geschäfts.
e-Business Pilotprojekte
Clariant konzentriert seine Aktivitäten im e-Business auf verschiedene Pilotprojekte, die von einem Steuerungsausschuss aus Mitgliedern der Konzernleitung überwacht werden. Die wichtigsten Projekte sind:
- • e-Procurement: Bei Clariant in den USA startete ein Pilotprojekt für die Beschaffung von Leitungen, Ventilen und Zubehör, in Deutschland eines für Laborchemikalien und -ausrüstung. Dabei wird ein spezielles SAP-Modul genutzt, das einen Web-Browser und einen Clariant Katalog enthält. Das System gilt als sehr benutzerfreundlich und vereinfacht die Materialbeschaffung und Bezahlung erheblich.
- • e-Marktplatz: Clariant beteiligt sich an Omnexus™, dem wichtigsten elektronischen Marktplatz für die Spritzgussindustrie. Das Angebot soll Polymere, Masterbatches, Maschinen und Serviceleistungen für weltweit mehr als 100 000 Spritzgussfabrikanten umfassen.
- • Business Center: Kunden mit einer Zugangsberechtigung können in diesem virtuellen Zentrum Produkte bestellen, den Stand eines Auftrags überprüfen, technische Unterstützung, Produktinformationen und Schulungsprogramme oder sonstige auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Serviceleistungen anfordern. Die Division Masterbatches testet die Anwendung unter dem Domännamen «myclariant.com».
- • Farbservice per Internet: Online-Technologien für das Farbmanagement, den Farbabgleich und andere Serviceleistungen rund um die Farbe eröffnen beträchtliche Marktchancen. Das Pilotprojekt beschäftigt sich in erster Linie mit der technischen Machbarkeit und dem Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen zu grossen, multinationalen Unternehmen.
- • Supply Chain Management: Das Sparpotenzial einer verbesserten Steuerung der Beschaffungskette soll nachgewiesen und ausgenützt werden. Darüber hinaus wird geprüft, bis zu welchem Grad die EDV-Systeme von Geschäftspartnern integriert werden müssen, um die Auftragsabwicklung online verfolgen zu können.
- • CPFR: CPFR steht für «Collaborative Planning, Forecasting & Replenishment» – die Zusammenarbeit mit dem Kunden bei Planung, Bedarfsermittlung und Vorratsmanagement. Dieses System nutzt auf vertraulicher Basis Daten wichtiger Kunden wie Produktionsprognosen, Lagerbestände oder die Planung unvorhergesehener Ereignisse.
Führende Positionen erreichen


Die Geschäfte von Clariant werden über sechs operativ eigenständige, weltweit tätige und aufeinander abgestimmte Divisionen mit strategischen Zielsetzungen abgewickelt: Textil-, Leder- & Papierchemikalien, Pigmente & Additive, Masterbatches, Funktionschemikalien, Life Science & Elektronikchemikalien sowie Celluloseether & Polymerisate. Die Divisionen tragen als oberste Profit Centers weltweit die Verantwortung für ihr Geschäft. Ihr Ziel ist es, in allen Tätigkeitsgebieten mit hohem Wachstums- und Ertragspotential führende Positionen zu erreichen und dauerhaft aufrechtzuerhalten. Dazu verfügen sie über alle notwendigen operativen Mittel wie z.B. Forschung & Entwicklung, Produktion, Marketing, Verkauf und Controlling. Jede Division umfasst drei oder mehrere Geschäftseinheiten, die in Übereinstimmung mit spezifischen Anforderungen und Opportunitäten ihrer Märkte organisiert und nötigenfalls teilweise vertikal integriert sind.
Für Lebensqualität sorgen In vielen Produkten des täglichen Lebens ist ein kleiner, oft sogar unverzichtbarer Beitrag von Clariant enthalten. Clariant Produkte sind dabei, wenn Computer ihre Leistung steigern, Navigationssysteme den Weg durch die Stadt finden, wenn Häuser gebaut oder Autos lackiert werden. Sie helfen mit, wo man Textilien färbt, Wände verputzt, Geldscheine druckt, Leder verarbeitet oder Medikamente produziert. Sie machen Beton gegen Lösemittel beständig, helfen beim Geschirrspülen und im Pflanzenschutz, machen Stadionsitze haltbarer, Autobahnen leiser, Fassaden bunter, Glasscheiben bruchsicher und lassen Flugzeuge auch bei Eis und Schnee sicher starten und landen. Spezialchemikalien von Clariant sorgen für Wertsteigerung und Lebensqualität – fast überall im Alltag.
Als Anbieter von Fein- und Spezialchemikalien wird die Geschäftstätigkeit von Clariant im wesentlichen durch die Qualität der Produkte, die Produktdifferenzierung, den Dienst am Kunden, die Entwicklung neuer Lösungen und die kundenbezogene Wertschöpfung bestimmt. Über ein Netz von Konzerngesellschaften, Servicebüros, Handelsvertreter und Vertragshändler werden die Produkte in mehr als 100 Ländern verkauft. Spezialisten der verschiedensten Anwendungsgebiete reagieren schnell auf Veränderungen in den Märkten und entwickeln in Zusammenarbeit mit den Abnehmern massgeschneiderte Lösungspakete. Clariant ist deshalb ständig darum bemüht, sein Produktportfolio, seine Fertigungs- und Anwendungsverfahren und seinen Service zu verbessern.
Organisation orientiert sich an den Märkten

Starke Position durch Innovation festigen



| Daten und Fakten | 2000 1999 |
|||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz: | CHF 2 589 Mio. | CHF 2 259 Mio. | ||
| Operatives Ergebnis: | CHF 341 Mio. | CHF 299 Mio. | ||
| Operative Marge: | 13.2% | 13.2% | ||
| Sitz: | Muttenz/Schweiz | |||
| Geschäftseinheiten: | Textilfarbstoffe | |||
| Textilchemikalien | ||||
| Leder | ||||
| Papier |
Kernkompetenzen:
- Einer der weltweit führenden Anbieter von Spezialchemikalien und Farben für die Textil-, Leder- und Papierindustrie
- Weltweit dezentralisierte Strukturen, breite Produktpalette und effiziente Kundenbetreuung
- Systemorientierte Lösungen dank grossen technischen Know-hows und kontinuierlicher Innovation
Wichtigste Produkte:
- Farbstoffe und Chemikalien für die Textil-, Leder- und Papierindustrie
- Reaktiv-, Direkt-, Schwefel-, Dispersions-, Säure- und Metallkomplexfarbstoffe
- Vorbehandlungs-, Färbe-, Druck- und Veredelungschemikalien
- Optische Aufheller
- Prozesschemikalien, Zellstoffchemikalien
Geschäftsverlauf 2000:
- Deutliche Erholung des Geschäfts insbesondere in den Wachstumsregionen Asien und Lateinamerika
- Gestärkte Wettbewerbsfähigkeit durch verbesserten Kundenservice und gezielte Optimierung des Produktportfolios
- Weltweit hohe Auslastung der Anlagen durch fortgesetzte, erfolgreiche Kapazitätsoptimierung
- Deutliche Ergebnisverbesserung bei Textilfarbstoffen durch geschickte Positionierung der Produkte sowie Optimierung von Rohmaterialkosten und Verfahren
- Unverändert hohe Innovationsrate und weiterer Ausbau der führenden Marktposition bei den Textilchemikalien
- Zunehmender Ersatz konventioneller Ausrüstungsprodukte auf Fettsäurebasis durch fortschrittliche Siliconweichmacher
- Erfolgreiche Integration des von BTP übernommenen Geschäfts mit Lederprodukten von Hodgson und von Earnshaw und entsprechende Erweiterung des Angebots
- Verstärkte Nachfrage nach anspruchsvollen Produkten für die Zurichtung von Qualitätsleder für Oberbekleidung und Schuhe
- Anhaltender Trend der Papierindustrie nach brillanten Farbstoffen und optischen Aufhellern für hochweisse Papiere
- Stagnation des NAFTA Marktes aufgrund von Migration und Konzentration der Abnehmerindustrien und verschärftem Konkurrenzdruck
Ständig neue Farbtöne Textilfarbstoffe
(dyes.clariant.com) verleihen Kleidungsstücken modisch-bunte Akzente. Die besondere Stärke von Clariant sind Farbstoffe für Polyester, Wolle, Seide und Baumwolle. Jeans zum Beispiel erhalten ihre typische Farbe mit Hilfe moderner Schwefelfarbstoffe. Für Polyester werden Dispersionsfarbstoffe verwendet, die direkt in die Faser diffundieren. Wolle, Nylon und Seide werden mit Säurefarbstoffen eingefärbt, die eine direkte Verbindung zu den basischen Gruppen der Fasern bilden. Je nach Modetrend und Kundenwunsch entwickelt Clariant ständig neue Farbtöne und verbesserte Produkte. Die neuen Schwefelfarbstoffe Diresul® EV beispielsweise sind nicht nur ökologisch vorteilhafter, sondern reduzieren auch die Färbezeit und sind farbechter.
Weniger Wasser und Energie Für die Herstellung von Textilien hat Clariant mehr als 5000 verschiedene Textilchemikalien (chemicals.clariant.com) im Programm. Das beginnt bereits, wenn aus der einzelnen Faser ein textiles Gewebe entstehen soll. Spezialflüssigkeiten, sogenannte Faserpräparationen, machen den Faden so geschmeidig, dass er den Verarbeitungsgeschwindigkeiten einer modernen Webmaschine standhält. Das fertige Gewebe kann dann zum Beispiel mit dem optischen Aufheller Hostalux® ERE/ETB behandelt werden, der unter anderem Vorhängen ein strahlendes Weiss verleiht. Oder mit der Färbereichemikalie Sandofix® EC, welche die Wirkung der Farben erhöht.
Und schliesslich bietet Clariant eine breite Palette von Chemikalien für die Textilveredelung. Dazu
gehören UV-Filter für Fasern, damit die Stoffe in der Sonne nicht ausbleichen, Chemikalien, die das Auswaschen der Farben verhindern, oder Produkte, die Textilien schmutz- und wasserabweisend machen und extremen Bedingungen standhalten lassen. Auch bei der Fahrzeugausstattung sind Textilchemikalien im Einsatz. So enthält das textile Isolationsmaterial im Motorraum Stoffe, die es hitzebeständig und wasserdicht machen und Verschmutzungen durch Öl oder Benzin verhindern. Zudem eröffnet die Biotechnologie neue Möglichkeiten für umweltfreundliche Produkte und Prozesse. In Bactosol® AP zum Beispiel helfen Enzyme beim Färben, indem sie Bleichmittelreste aus der Faser entfernen. Das spart erhebliche Mengen Wasser, weil weniger Spülvorgänge notwendig sind.
Höhere Wertschöpfung Als weltweit führender Anbieter von Farbstoffen und Chemikalien für das Färben, Nachgerben und Zurichten von gegerbtem Leder (leather.clariant.com) hat Clariant eine breit gefächerte Palette von Produkten für Nassanwendungen sowie Veredelungschemikalien für die Lederindustrie im Programm. Nuva® Marken zum Beispiel machen Leder wasserabweisend. Mit Hilfe von Sandoderm® Farbstoffen wird Leder modisch bunt.
Für Rohware, die zum Teil Oberflächenfehler aufweist, hat Clariant ein patentiertes Verfahren entwickelt, das durch optimale Abdeckung dieser Fehler eine höhere Wertschöpfung ermöglicht: Das Melio® Schaumauftragsverfahren verbessert die Lederqualität und reduziert damit den Ausschuss. Es wird für die Zurichtung von Polsterleder, aber auch für Schuhoberleder
und modische Accessoires verwendet.
Bei Lacksystemen für Leder gehört Clariant ebenfalls zu den Marktführern. Hier geht der Trend vor allem zu lösemittelfreien Lacken auf Wasserbasis. Allgemein konnten Angebot, Kompetenz und Märkte durch die Integration der Geschäfte von Hodgson (www.hodgson-polymers.com) und Earnshaw, die im Zuge der Übernahme des Unternehmens BTP zu Clariant stiessen, stark ausgebaut werden.
Farbstoffe für bunte Blätter Clariant beliefert die Papierund Zellstoffindustrie (paper.clariant.com) mit Farbstoffen, optischen Aufhellern und Spezialchemikalien für die Oberflächenbehandlung. Denn bevor aus Holz oder Altpapier ein blütenweisses Blatt entsteht, muss Papier gebleicht, gefärbt und optisch aufgehellt werden. Für bunte Blätter sorgen unter anderem die umweltfreundlichen Farbstoffe Cartasol® . Andere Zusätze schützen den Bogen gegen statische Aufladung, machen die Oberfläche glatt und bedruckte Seiten gegen Verwischen beständig oder sorgen dafür, dass Tinte nicht zu Klecksen verläuft.
Dank weltweiter Ausrichtung kann Clariant als Zulieferer der multinationalen Grosskunden auftreten, die durch die Konsolidierung in der Papierindustrie entstanden sind.
Dem attraktiven Wachstum verpflichtet
| Daten und Fakten | 2000 1999 |
|---|---|
| Umsatz: CHF 2 108 Mio. CHF 1 896 Mio. |
|
| Operatives Ergebnis: CHF 333 Mio. CHF 279 Mio. |
|
| Operative Marge: 15.8% 14.7% |
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| Sitz: Sulzbach am Taunus/Deutschland |
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| Geschäftseinheiten: Pigmente Druckpigmente Additive |
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| Kernkompetenzen: | |
| • Breites Angebot an organischen Hochechtpigmenten und Pigmenten für Farben, Kunststoffe und Spezialanwendungen, wie z.B. berührungslose Druckverfahren • Innovative Teams von Wissenschaftlern, Anwendungstechnikern und Marketing fachleuten für die Entwicklung kundenorientierter Lösungen • Wachse, Polymeradditive und halogenfreie Flammschutzmittel für die verschiedensten Spezialanwendungen |
|
| Wichtigste Produkte: • Pigmente zum Einsatz in Lacken, Druckfarben, Anstrichfarben, Kunststoffen sowie in Spezialgebieten, z.B. Kosmetika • Spezielle Farbmittel, z.B. elektrofotografische Toner, Drucktinten, Thermotransfer druckfarben sowie Aluminiumfarbstoffe |
|
| • Wachse, Lichtschutzmittel, Antioxidantien, Antistatika, Flammschutzmittel, Prozess stabilisatoren und Phosporspezialitäten für den Einsatz in Kunststoffen, Druckfarben, Lacken, Anstrichfarben, synthetischen Fasern und einer Vielzahl technischer Anwen dungen |
|
| Geschäftsverlauf 2000: | |
| • Erfolgreiches Ausnützen von Synergien zwischen Pigmenten und Additiven in | |
| Schlüsselmärkten wie Lacken und Kunststoffen • Steigender Bedarf an Azopigmenten in Asien erfordert den Ausbau der Kapazität im chinesischen Joint-venture-Werk in Tianjin |
|
| • Erfolgreiche Neueinführung von Duasyn®-Farbstoffen für Ink Jet-Tinten und staub armen DrizPearls®-Pigmenten für die Kunststoffindustrie |
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| • Erfreuliche Absatzentwicklung bei hochwertigen Pigmenten für den Dekor- und Ver packungsdruck |
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| • Auslieferung erster Grossversuchsmengen von Montanwachsen für die Anwendung im Pflanzenschutz |
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| • Markantes Umsatzwachstum mit halogenfreien Flammschutzmitteln | |
| • Integration ausgewählter Pigmentvorprodukte aus der Division Life Science & Elektronikchemikalien |
|
| • Erste e-Business Workshops mit Kunden erfolgreich durchgeführt | |
| • Hohe Innovationsrate dank verstärkter Forschungs- und Entwicklungstätigkeit • Verlangsamung des Wachstums gegen Jahresende aufgrund der Absatzprobleme in |
|
| der Automobilindustrie und der Reduzierung von Lagerbeständen bei Kunden |
Pipeline mit trendigen Pigmenten
Pigmente (pigments.clariant.com) bringen Farbe ins Leben. Clariant stellt organische Pigmente und Pigmentpräparationen in rund 100 Farbtönen her. Die Farbpalette reicht von Gelb über Orange, Rot und Violett bis hin zu Blau, Grün und Braun – darunter mehr als 30 Rottöne. Pigmente sind unlösliche Farbmittel, die als Feststoff in den Farbträger eingebracht werden. Sie können unter anderem in Lacken, Druck- und Anstrichfarben eingesetzt werden oder färben Kunststoffe und Kosmetika ein. Zu den bedeutendsten Abnehmerbranchen gehören die Lack- und die Kunststoffindustrie sowie Hersteller von Druckfarben.
Organische Pigmente, die in Azo-Pigmente und polyzyklische Pigmente unterteilt werden, zeichnen sich durch eine intensive Farbstärke aus. Zum Beispiel Chinacridon-Pigmente: sie verleihen Lacken violettrote Farbnuancen. Ein weiterer Schwerpunkt des Geschäfts bilden Hochechtpigmente wie PV Echtgelb HGR oder PV Echtgelb HG. Diese hochspezialisierten, licht- und wetterechten Pigmente eignen sich besonders zum Einfärben von Kunststoffen. Aus der Pipeline sind im übrigen zunehmend trendige Farbpigmente zu erwarten: So gelang mit der Herstellung eines chemisch neuartigen, blauen Triphendioxazine Pigments, das einen violettroten Ton aufweist, in einem neuen Segment ein Durchbruch.
Darüber hinaus stellt Clariant mehr als 100 Farbstoffe für nichttextile Anwendungen her. Mit diesen wasserlöslichen Farbmitteln werden beispielsweise Seifen, Geschirrspülmittel, Kunststoffe und Mineralöl eingefärbt. Die Produktreihe der Sanodal® Farbstoffe hingegen eignet sich besonders zum Färben von Aluminium. Für berührungslose Druckverfahren per Laser- oder Ink-Jet hat Clariant ausserdem spezielle Farbmittel wie Duasyn® und Savinyl® entwickelt.
Bunte Zeitschriften und Kataloge
Wenn Zeitschriften, Kataloge, CDs und Verpackungen immer bunter werden, sind ebenfalls organische Pigmente im Spiel. Die Clariant Pigmente der Reihen Hostaperm®, Novoperm® und Hansa® färben nicht nur Autolacke oder Anstrichfarben, sie eignen sich auch als Druckpigmente (inkpigments. clariant.com). Ausschliesslich für die Produktion von Druckfarben wurden die Reflex-Blau-Marken entwickelt, die unter anderem für die Brillanz in der schwarzen Druckfarbe sorgen. Ein Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei Clariant sind Druckpigmente für den Verpackungsdruck.
Bestimmte Eigenschaften Additive (additives.clariant.com) sind Chemikalien, die einem Produkt zugefügt werden, um ihm bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Clariant produziert drei Gruppen von Additiven: Wachse, Flammschutzmittel und Polymeradditive.
Licowax® steht für eine Vielzahl von Wachsen. Clariant stellt synthetische Polyolefinwachse und Montanwachse auf der Basis wachshaltiger Braunkohle her. Synthetische Wachse in Druckfarben verhindern, dass sich beim Zeitunglesen die Finger schwarz färben. Montanwachse hingegen sind zum Beispiel in Schuhcremes und Autopolituren enthalten und bringen Leder und Lack auf Hochglanz. Aktiv wird nach neuen Anwendungsgebieten gesucht, insbesondere für jene Wachse, die nach dem von Clariant patentierten Metallocen-Verfahren hergestellt werden.
Clariant ist einer der wenigen Hersteller umweltfreundlicher, halogenfreier Flammschutzmittel auf Phosphorbasis. Hauptabnehmer dieser speziellen Additive der Produktlinie Exolit® sind die Bau-, Fahrzeug- und Flugzeugindustrie. Exolit wird aber auch in Kunststoffen, Fasern und Elektronikgeräten verarbeitet. Es sorgt zum Beispiel dafür, dass sich eine brennende Zigarette auf dem Teppich nicht sofort zum Grossbrand ausweitet. Eine ähnliche Funktion haben Intumeszenzfarben. Diese Lacke enthalten Flammschutzmittel, die bei grosser Hitze einen Schaum bilden, der die Stahl- oder Holzkonstruktion isoliert, damit sie dem Feuer länger standhält.
Polymeradditive werden in kleinen Mengen Kunststoffen oder Lacken beigemischt, um diese vor Umwelteinflüssen zu schützen. Hindered Amine Light Stabilizer (HALS) zum Beispiel schützen Kunststoffe vor UV-Strahlen. Oder das farblose Sanduvor® PR-25, das ein Ausbleichen von PVC verhindert. Ausserdem wirken Polymeradditive als Antistatika oder als Hitze- und Prozessstabilisatoren. Die Produktlinie fokussiert ihre Aktivitäten auf technische Thermoplaste und auf das multifunktionale Additiv Nylostab® S-EED zur Stabilisierung von Polyamiden.
Technologische Kompetenz vor Ort umsetzen
| Daten und Fakten | 2000 1999 |
|---|---|
| Umsatz: CHF 1 145 Mio. CHF 1 065 Mio. |
|
| Operatives Ergebnis: CHF 120 Mio. CHF 125 Mio. |
|
| Operative Marge: 10.5% 11.7% |
|
| Sitz: Muttenz/Schweiz |
|
| Geschäftseinheiten: Europa Asien/Pazifik Amerika |
|
| Kernkompetenzen: • Verbesserung der technischen Eigenschaften von Polymeren, umfangreiche Technologiebasis und hohe Flexibilität in der Produktion • Geographisch komplette Abdeckung des Marktes durch weltweit über 50 Produktionsstätten mit hohem Mass an Service • Weltweite Farbkonstanz und Vorteile in der Beschaffung und Logistik durch divisionsweites Color Matching Expert System (Expertensystem zur Farbabstimmung) |
|
| Wichtigste Produkte: • Hochkonzentrierte Pigment- und Additivpräparationen für technische Kunststoffe, Spinnfärbung und Kunststoffverpackungen • Clariant arbeitet mit einem weltweiten Netzwerk lokaler Gesellschaften, die sich schnell auf die Anforderungen ihrer Kunden in der Region einstellen können |
|
| Geschäftsverlauf 2000: • Starkes Geschäft mit der Automobil-, Elektronik- und Verpackungsindustrie; Verlangsamung in den USA gegen Jahresende • Aufbau einer führenden Position im Bereich von PET Kunststoffflaschen • Attraktive Neugeschäfte mit farbigen Masterbatches und Compounds für die elektro nische Industrie und für Haushaltsgeräte • Deutliches Umsatzwachstum im Verpackungssektor durch enge Zusammenarbeit mit Herstellern von Körperpflegemitteln und Kosmetika • Aufnahme des Verkaufs von Standardprodukten über e-Commerce in den USA; Bei tritt zum elektronischen Internet-Marktplatz Omnexus™ • Inbetriebnahme einer neuen Anlage zur Herstellung von chemischen Treibmitteln in Ahrensburg/Deutschland (Hydrocerol®) • Markteinführung neuer Masterbatches zur Einfärbung von Compact Disc Rohlingen • Zunehmende Verlagerung des einst starken Geschäfts mit Teppichfasern von Europa nach Asien • Preisanstieg bei Rohmaterialen wie z.B. Titandioxid, Polymere und Russ |
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Weltweite Konstanz
Masterbatches (www.masterbatches.com) sind eine Mischung aus Pigmenten, Additiven und Kunststoffträgern mit exakt abgestimmtem Farbton. Sie werden nach kundenspezifischen Rezepten hergestellt und geben Kunststoffartikeln und Synthesefasern alle nur denkbaren Farben. Die zugefügten Additive verleihen den Endprodukten eine Vielzahl von Eigenschaften, machen sie beispielsweise lichtbeständig oder feuerfest.
Die bunten Plastikgranulate, Pulver und Flüssigkeiten werden unter anderem in der Verpackungsindustrie eingesetzt, wo sie Folien, Flaschen und Verschlüsse einfärben. Clariant gewährleistet, dass die vom Kunden gewünschten Farben weltweit im exakt gleichen Ton geliefert werden. Auch Automobil-, Elektronik-, Faser- und Spielzeughersteller verwenden Masterbatches. Da sie gesundheitlich unbedenklich sind, können damit sogar Lebensmittelverpackungen oder Spielwaren hergestellt werden: Remafin® Masterbatches machen unter anderem Playmobil-Figuren zum bunten Spielvergnügen. Insgesamt stellt Clariant pro Jahr mehrere 10 000 Tonnen Masterbatches in 5 000 verschiedenen Spezifikationen her, darunter solche mit speziellen Farbeffekten für modische Sportartikel oder Renol® AT Marken für die Spinnfärbung von Polyesterfasern. Im Büro verleihen sie Filzstiften, Computergehäusen, Tastaturen und Mobiltelefonen eine konstante Farbe. Selbst CD-Rohlinge, wie sie von der Computer- und Unterhaltungsindustrie verwendet werden, können bereits in zehn verschiedenen Farben eingefärbt werden.
Mit Hydrocerol® ist Clariant auch auf dem lukrativen Markt für Treibund Nukleierungsmittel vertreten. Dieses Produkt ist nicht nur von seiner Funktion, sondern auch von seiner chemischen Zusammensetzung her dem Backpulver sehr ähnlich. Kunststoffen beigemischt wird es zum Aufschäumen von Rohrisolierungen, Schuhsohlen oder Lebensmittelverpackungen verwendet.
Alle Masterbatches Produktionsanlagen sind an das Color Matching Expert System angeschlossen, das der exakten Abstimmung von Farben und Formulierungen dient. Dadurch kann global operierenden Kunden die Konstanz der Lieferung garantiert werden. Dieses System ist von strategischem Vorteil auf einem Markt, in welchem die Abnehmerindustrien ihren Bedarf in zunehmendem Masse weltweit decken.
Masse durch Qualität ersetzen




| Daten und Fakten | 2000 1999 Umsatz: CHF 1 935 Mio. CHF 1 825 Mio. |
|---|---|
| Operatives Ergebnis: CHF 192 Mio. CHF 212 Mio. |
|
| Operative Marge: 9.9% 11.6% |
|
| Sitz: Sulzbach am Taunus/Deutschland |
|
| Geschäftseinheiten: Waschmittelrohstoffe Performance Chemicals Prozesschemikalien Biozide |
|
| Kernkompetenzen: • Umfassende Kenntnis chemischer und technischer Verfahren zur Entwicklung und Herstellung vieler verschiedener Arten von Funktionschemikalien • Führender Anbieter von Bleichaktivatoren und Katalysatoren mit neuen Technologien für ein grösseres Wirkungsspektrum gegen Schmutz und niedrigen Waschtempera turen |
|
| • Rasche Umsetzung der Anforderungen von Kunden in hochwertige Produkte oder Formulierungen sowie Eigenentwicklung neuer innovativer Produkte für zahlreiche Geschäftsfelder |
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| Wichtigste Produkte: | |
| • Grund- und Hilfsstoffe für die Herstellung von Waschmitteln sowie Reinigungs-, Haar- und Körperpflegeprodukten • Emulgatoren für Pflanzenschutzmittel • Poliermittel für Siliziumwafer (Halbleiter- und Elektronikindustrie) |
|
| • Chemikalien für den Einsatz in der Erdöl- und Erdgasexploration sowie bei der Produktion von Rohöl und in Raffinerien |
|
| • Hilfsmittel für die metallbearbeitende Industrie (Rohstoffe für Kühlschmiermittel) • Flotationsreagenzien für die Bergbauindustrie |
|
| • Glykolspezialitäten zum Einsatz in der Flugzeug- und Pistenenteisung, als Frost schutzmittel, Brems- und Hydraulikflüssigkeiten |
|
| • Chemikalien für chemisch-technische Prozesse • Biozide für Farben, Oberflächenbeschichtungen, Reinigungsmittel und Körperpflege produkte |
|
| Geschäftsverlauf 2000: • Anpassung der Produktepalette an geänderte Kundenbedürfnisse im Bereich der Waschmittelrohstoffe; Voraussetzung für starkes inneres Wachstum geschaffen • Rege Nachfrage nach Spezialitäten für Haar- und Körperpflegemittel • Erschliessung neuer Anwendungsgebiete in der Region NAFTA durch Übernahme des mexikanischen Unternehmens Christianson • Volle Auslastung der Produktionsanlagen für Klebosol®, einem Poliermittel für Siliziumwafer, in USA und Europa • Schwache Volumen bei Chemikalien für den Pflanzenschutz. Belebung durch neue Formulierungsmittel • Erfreuliche Entwicklung des Geschäfts mit Produkten für die Metallbearbeitung |
|
| • Zunehmender Trend von regionalen zu globalen Kontrakten bei Erdölchemikalien |
• Starker Anstieg einiger Rohstoffpreise
Weniger Schmutz und Flecken An Wasch- und Geschirrspülmittel werden hohe Ansprüche gestellt. Sie sollen hart gegen Schmutz, sanft zur Umwelt und darüber hinaus noch gut hautverträglich sein. Clariant produziert eine Vielzahl von Waschmittelrohstoffen (fun.clariant.com).
Zum Beispiel Tenside. Diese waschaktiven Substanzen sind der Bestandteil in Reinigungsmitteln, der Schmutz und Flecken zu Leibe rückt. Wasserenthärter, sogenannte Builder, schützen Waschmaschine und Wäsche vor Kalkablagerungen und verbessern die Wirkung der reinigungsaktiven Tenside. Der Clariant Enthärter SKS-6® findet aber auch in Spülmaschinenreinigern Anwendung. Gegen hartnäckigen Schmutz helfen schliesslich Bleichmittel. Damit sie auch bei niedriger Waschtemperatur wirken, entwickelt Clariant fortschrittliche Bleichaktivatoren.
Effizienz durch kleine Mengen In Sachen Schönheit und Körperpflege bieten Clariant Performance Chemicals (fun.clariant.com) einiges. Zu den mehr als 100 verschiedenen Grundstoffen für Haar- und Körperpflegeprodukte gehören Tenside, Emulgatoren und andere Hilfsstoffe, die in Flüssigseifen, Dusch- und Schaumbädern, Haarshampoos und Hautcremes enthalten sind. Die Genapol® Marken von Clariant zum Beispiel sind Grundlagen für Shampoos und Schaumbäder. Für milde, umweltfreundliche Produkte entwickelt Clariant ständig verbesserte Substanzen, darunter chlorfreie Emulgatoren, Wirkstoffe zur Verbesserung dermatologischer Eigenschaften oder schweisshemmende Mittel für Deodorants.
Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Produktion von Spezialchemikalien für Pflanzenschutzmittel. Hierzu gehören neben Dispergiermitteln und Emulgatoren auch Produkte, durch deren Einsatz die Wirkstoffmenge reduziert und damit die Umweltbelastung gesenkt wird.
Das Kerngeschäft der Funktionsflüssigkeiten (fun.clariant.com) bildet die Herstellung von Fertigprodukten für die Automobil-, die Luftfahrt- und die Elektronikindustrie, den Anlagenbau und die chemische Industrie selbst. Damit Flugzeuge auch im Winter sicher starten und landen, hat Clariant spezielle Enteisungsmittel entwickelt: Safewing® für die Enteisung von Flugzeugen und Safeway® für die Landebahnenteisung. Andere Glykolspezialitäten dienen als Kühlerfrostschutzmittel, Bremsflüssigkeit oder Wärmeträger: zum Beispiel die Antifrogen® Produkte, die in Solar- und Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Mit Poliermitteln der sehr erfolgreichen Reihe Klebosol® werden dagegen Siliziumscheiben für Computerchips poliert. Clariant bietet den Kunden massgeschneiderte Chemikalien auf Basis Amine, Polyethylenglykole (PEG) und anderen Ausgangsprodukten an.
Für extreme Bedingungen Öl- und Bergbaugesellschaften benötigen in ihren Produktionsprozessen eine Vielzahl von Prozesschemikalien (fun.clariant.com). Clariant liefert Bohr- und Zementadditive an die Erdölindustrie, die es ermöglichen, unter extremen Bedingungen zu arbeiten – zum Beispiel bei hohen Temperaturen oder bei hohem Druck. Die Produktpalette für die Raffinerie umfasst Fliessverbesserer, Wachsdispergatoren und Additive zur Verbesserung der Schmierfähigkeit von schwefelarmem Dieselöl. Für den Bergbau liefert Clariant zum Beispiel Flotationsreagenzien, die bei der Förderung von Edelmetallen, Industriemineralien und Kohle eingesetzt werden.
Auch die Metallindustrie benötigt Prozesschemikalien. So werden in der Metallbearbeitung Emulgatoren, Schmiermittel und Korrosionsinhibitoren eingesetzt. Die Anlagen zur Erzeugung von Ethylenoxid und Fettaminen dienen nicht nur der Eigenversorgung, sondern Clariant tritt damit auch als Lieferant am Markt auf. Wichtig ist ausserdem das Geschäft mit Monoethylenglykol, einem wichtigen Rohstoff für die Herstellung von Polyester.
Antimikrobische Lösungen Die neue Geschäftseinheit Biozide umfasst im wesentlichen die Aktivitäten der von BTP übernommenen Nipa Laboratories (www.nipa.com), einem führenden Hersteller von industriellen Bioziden und Konservierungsmitteln für Kosmetika und Hygieneartikel. Die Schwergewichte liegen dabei auf der antimikrobischen Wirkung der Produkte sowie der Verbesserung der Hautverträglichkeit zum Beispiel von Sonnencremes oder Salben. Biozide mit speziellen Eigenschaften finden aber auch Verwendung in industriellen Produkten wie Farben, Spülmitteln, Reinigern.
Neue Produkte setzen Wachstumsimpulse
| Umsatz: | CHF 1,651 Mio. | CHF 1 087 Mio. | |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis: | CHF 125 Mio. | CHF 85 Mio. | |
| Operative Marge: | 7.6% | 7.8% | |
| Sitz: | Manchester/Grossbritannien | ||
| Geschäftseinheiten: | Elektronikmaterialien Life Science Molecules Spezialitäten Zwischenprodukte |
||
| Kernkompetenzen: Science Industrie neustem Stand der Technik Wichtigste Produkte: |
lagen (cGMP) mit Kapazitäten von Gramm bis 1 000 Tonnen Division als Bausteine für Produkte des täglichen Lebens |
• Einzigartig breites Portfolio an Schlüsseltechnologien und Produkten für die Life • Globales Netzwerk von Kompetenzzentren und modernen Mehrzweckproduktionsan • Spezialitäten Zwischenprodukte aus dem breiten chemischen Know-how der • Produktionsstätten zur Herstellung von Produkten für die Elektronikindustrie nach |
|
| Qualitätsanforderungen Chiralverbindungen essigsäure und Derivate) und Flachbildschirmen |
• Auftragsforschung und Entwicklung von Synthesen | • Organische Syntheseprodukte für die Weiterverarbeitung zu Pharmazeutika, Pflan zenschutzmitteln, Fasern, Kunststoffen, Pigmenten und Farbstoffen • Zwischenprodukte, Wirkstoffe und Exklusivsynthesen für die Pharma- und Agroindu strie, hergestellt nach "current good manufacturing practice" (cGMP) und nach FDA • Katalog für über 14 000 Laborchemikalien inklusive Borsäuren, Fluore, Silane und • Führender Anbieter für C2-Bausteine (Keten, Diketen, Glyoxal, Glyoxylsäure, Chlor • Photoresists, Zusatzstoffe und Polyimide für die Herstellung von Halbleitern/Chips |
|
| Geschäftsverlauf 2000: Molecules lauf der Evaluationen bei Kunden tungen |
durchschnittlichem Umsatz- und Ertragspotential • Einführung von sieben neuen Exklusivmolekülen einführungen und Lagerabbau bei Kunden Flachbildschirme von Computern und Fernsehgeräten |
• Erfolgreiche Übernahme des britischen Feinchemikalienunternehmens BTP und rasches Zusammenführen der Geschäfte zur neuen Geschäftseinheit Life Science • Wachsende Akzeptanz für das kombinierte Geschäft und zunehmend positiver Ver • Gut gefüllte Pipeline von 170 Projekten für die Pharma- und Agroindustrie mit über • Vorübergehende Stagnation durch unerwartete Verzögerungen bei Produkt • Geschäft mit Glyoxal und entsprechenden Derivaten sowie Aminen über den Erwar • Weiterer Ausbau der Führerschaft im stark wachsenden Markt mit Photoresists für • Erste Umsätze mit neuen Lichtmanagementfolien, z.B. für Mobiltelefone |
|
| 30 Exactly your chemistry. |
nahme neuer Produktionsanlagen | • Ausnützen des Aufschwungs in der Elektronikindustrie durch rechtzeitige Inbetrieb |
Daten und Fakten 2000 1999
Lichtempfindliche Lacke Bei der Produktion von Mikrochips, Flachbildschirmen und elektronischen Geräten spielen Elektronikmaterialien (lse.clariant.com) eine massgebliche Rolle. Wichtigste Produkte der gleichnamigen Geschäftseinheit sind sogenannte Photoresists – lichtempfindliche Lacke, mit denen beispielsweise Siliziumscheiben beschichtet sind, die zu Mikrochips verarbeitet werden. Wichtigste Produktionsbedingung für die AZ® Photoresists von Clariant (www.azresist.com) ist eine absolut staubfreie Umgebung, denn Verunreinigungen sind später in der Chipproduktion eines der grössten Risiken. Aber auch alle anderen Elektronikchemikalien von Clariant, etwa Entwickler- oder Verdünnungsflüssigkeiten, erfüllen hohe Reinheitsstandards. Sie durchlaufen unter anderem hochempfindliche Filteranlagen, die nur Teilchen durchlassen, die kleiner sind als ein zehntausendstel Millimeter.
Standardrezepte und Kundensynthesen
Die Herstellung von Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln basiert unter anderem auf sogenannten Life Science Molecules (lse.clariant.com). In dieser neuen Geschäftseinheit sind die Aktivitäten von Clariant und BTP (www.archimica.com) erfolgreich zusammengeführt worden (vgl. Seiten 8/9). An Unternehmen der pharmazeutischen und agrochemischen Industrie liefert Clariant eine Vielzahl solcher Vor- und Zwischenprodukte in Standardrezepten oder speziell nach den Erfordernissen der Kunden synthetisiert. Eines dieser Zwischenprodukte ist das aus Essigsäure gewonnene Diketen. Es wird über mehrere Prozessstufen
weiterverarbeitet und ist Vorstufe für so unterschiedliche Endprodukte wie Vitamin E, Süssstoff, Insektenschutzmittel oder Pharmazeutika. Mit Hilfe von Diketen stellt Clariant selbst zum Beispiel Acetessigsäuremethylester her, ein Vorprodukt für das Schmerzmittel Novalgin oder das breit wirksame Antibiotikum Amoxicillin.
Pflanzenschutzmittel helfen, begrenzte Anbauflächen optimal zu nutzen, Ernten gegen Schädlinge zu schützen und den Ertrag zu erhöhen. Clariant produziert diverse Vorprodukte für die Herstellung von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden. Dazu gehören unter anderem Agrochemikalien auf der Basis von Glyoxylsäure. Mit der Produktion von Highlink® DM aus Glyoxalderivaten hat Clariant eine Klasse von umweltfreundlichen Vernetzern entwickelt, die in der Klebstoff-, Textilund Beschichtungsindustrie verwendet werden.
Lancaster Synthesis (www.lancaster.co.uk), eine frühere Tochtergesellschaft von BTP, liefert Tausende von Laborchemikalien, die für die Forschung und die Herstellung von kleinen, kundenspezifischen Mengen komplexer Chemikalien benötigt werden. Ihr hervorragender Ruf ermöglicht die Zusammenarbeit mit wichtigen Kunden bereits in einem sehr frühen Stadium der Produktentwicklung.
Für die industrielle Fertigung In der Geschäftseinheit Spezialitäten Zwischenprodukte (lse.clariant.com) stellt Clariant Vorprodukte für die industrielle Fertigung von Fasern, Kunststoffen und Pigmenten sowie für die Herstellung von weiteren Spezialchemikalien her. So ist der Konzern ein bedeutender Lieferant von Monochloressigsäure.
Dieses vielseitig einsetzbare Zwischenprodukt wird zum Beispiel für die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln, Klebstoffen und Farben oder synthetischen Koffein für die pharmazeutische Industrie verwendet.
Einen schönen Erfolg erzielten die Produktentwickler auch bei Haarfärbemitteln: Zwischenprodukte, zu denen etwa der Oxidationshaarfarbstoff HC Blue AC® gehört, machten Clariant zu einem der weltweit bedeutendsten Lieferanten von Vorstufen für Haarfarbstoffe.
Verfahren und Prozesse optimieren




| Daten und Fakten | 2000 | 1999 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz: | CHF 1 155 Mio. | CHF 1 026 Mio. | ||
| Operatives Ergebnis: | CHF 106 Mio. | CHF 121 Mio. | ||
| Operative Marge: | 9.2% | 11.8% | ||
| Sitz: | Muttenz/Schweiz | |||
| Geschäftseinheiten: | Celluloseether/Dispersionspulver Dispersionen Polyvinylalkohol/Polyvinylbutyral (PVA/PVB) |
Kernkompetenzen:
- Bedeutender Hersteller von Hilfsstoffen zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften von wasserhaltigen Systemen unterschiedlichster Art
- Steigerung der Qualität unzähliger Baustoffe, Klebstoffe und Anstrichfarben, u.a. durch den Ersatz lösungsmittelhaltiger Produkte mit umweltfreundlichen Formulierungen
- Umfassendes Know-how, zuverlässige Rohmaterialbeschaffung, modernes Prozessengineering und individuell zugeschnittene Produkte für verschiedene Industrien
Wichtigste Produkte:
- Celluloseether, Dispersionspulver und Kunststoffdispersionen zur Herstellung von Anstrichfarben, Mörtelmassen, Baustoffen, Klebstoffen sowie zur Verwendung in den Bereichen Nahrung, Hygiene und Pharma
- Polyvinylalkohol und Polyvinylbutyral zur Herstellung von Klebstoffen und Papier und zur Verwendung in der Textilverarbeitung, für Druckfarben, Lacke und als Zwischenfolie für Sicherheitsglas
Geschäftsverlauf 2000:
- Dynamische Entwicklung der drei Geschäftseinheiten aufgrund der Umstrukturierung des Vorjahres mit ihrer Verbesserung der operativen Abläufe
- Ausweitung der Exporte von Celluloseethern/Dispersionspulvern nach Übersee
- Verstärkte Präsenz mit biostabiler Hydroxyethylcellulose für Anstrichfarben in Asien
- Vergrösserung des Anteils neuer Produkte mit höheren Margen am Sortiment
- Polyvinylalkohol/Polyvinylbutyral mit Rekordumsätzen in allen Produktegruppen, insbesondere auch mit Folien für Sicherheitsglas
- Trotz deutlichen Volumenwachstums, fortlaufender Preiserhöhungen und Massnahmen zur Reduktion des Rohstoff- und Energieverbrauchs nur teilweise Abfederung der Auswirkungen der massiv gestiegenen Rohstoffkosten
Überall im Alltag
Celluloseether (cep.clariant.com) sind in nahezu allen Lebensbereichen zu finden. Sie sorgen dafür, dass Papier stabil und Joghurt angenehm cremig ist, dass Tabletten im Körper die gewünschte Wirkung entfalten und Tapeten nicht von der Wand fallen. Aus besonders reiner Zellulose stellt Clariant rund 150 verschiedene Celluloseether her, die je nach dem verwendeten Veretherungsmittel zu einer von drei Produktgruppen gehören: Methyl-, Carboxymethyl- und Hydroxyethyl-Cellulose. Unter den Markennamen Tylose®, Tylomer®, Tylopur® und Tylodrill® gibt es sie als Pulver oder Granulat.
Celluloseether haben zudem die Eigenschaft, das Wasserrückhaltevermögen des jeweiligen Materials zu beeinflussen und eine gleichbleibende Konsistenz und Viskosität zu gewährleisten. Sie fehlen deshalb auf keiner Baustelle, denn Mörtel, Kleber und Spachtelmassen sind damit besser zu verarbeiten und haften gut.
Auch Dispersionspulver (cep.clariant.com) haben haftende und dazu filmformende Eigenschaften, die bei Bindemitteln und Beschichtungen eingesetzt werden. Mowilith® Pulver von Clariant eignet sich zur Herstellung von Klebern für Keramikfliesen und Wärmedämmungen, aber auch als Bindemittel in Fertigputzmischungen und Fugenmassen. Etwa drei Viertel der Kunden der Geschäftseinheit Celluloseether/Dispersionspulver kommen aus der Baustoffindustrie. Aber auch die Klebstoff-, Textil-, Papier-, Leder-, Kosmetik-, Pharmaund Lebensmittelindustrie verarbeitet ihre Produkte.
Auf jeder Baustelle
Dispersionen (cep.clariant.com) enthalten ausser Wasser keine Lösungsmittel und eignen sich daher besonders zur Herstellung umweltfreundlicher Produkte. Mowilith® Druckdispersionen zum Beispiel eignen sich als Bindemittel für geruchsarme Anstrichfarben. Dispersionen sind darüber hinaus wichtiger Bestandteil von Holzlasuren, Parkett- und Möbellacken und verschiedener Klebstoffe. In der Bauindustrie werden sie bei der Produktion von Mörtel und Beton eingesetzt, weil sie die Elastizität und die Beständigkeit gegen Chemikalien und Säuren verbessern. Eine besondere Anwendung ist die Herstellung von «Flüsterbeton», ein Strassenbelag, dessen Struktur so verändert ist, dass er die Abrollgeräusche von Autoreifen um etwa die Hälfte reduziert.
Hohe Bindekraft
Polyvinylalkohol (PVA) (cep.clariant.com) ist ein wichtiges Vorprodukt für die Papier-, Textilund Klebstoffindustrie. Mowiol® Granulat von Clariant ist wasserlöslich und biologisch abbaubar. Es verbessert in Verbindung mit optischen Aufhellern den Weissgrad von Papier und verklebt die Fasern zu einer glatten Oberfläche. Als Emulgator und Bindemittel wird PVA zur Herstellung von Salben und Emulsionen oder auch wasserlöslichen Verpackungsfolien verwendet.
Polyvinylbutyral (PVB) (cep.clariant.com) wird als Pulver angeboten. Es zeichnet sich durch eine elastische Filmbildung und hohe Bindekraft aus und ist ein Vorprodukt für Lacke, Druckfarben, Metallgrundierungen und Korrosionsschutz, aber auch für Klebstoffe und wieder abziehbare Beschichtungen. Eine der wichtigsten Anwendungen ist die Herstellung von Folien für Verbundsicherheitsglas im Automobil- und Bauglassektor. Das sichernde Element einer Windschutzscheibe zum Beispiel ist eine aus Mowital® hergestellte Folie, die zwischen zwei Glasschichten gepresst wird.




Divisionen im Internet
| Textil-, Leder- & Papierchemikalien: | ||
|---|---|---|
| Weitere Informationen: | http://tlp.clariant.com | |
| Pigmente & Additive: | ||
| Weitere Informationen: | http://pa.clariant.com | |
| Masterbatches: | ||
| Weitere Informationen: | http://clariant.masterbatches.com | |
| Funktionschemikalien: | ||
| Weitere Informationen: | http://fun.clariant.com | |
| Life Science & Elektronikchemikalien: | ||
| Weitere Informationen: | http://lse.clariant.com | |
| Celluloseether & Polymerisate: | ||
| Weitere Informationen: | http://cep.clariant.com | |
Produktinformationen
Clariant verfügt über eine breite Palette von chemischen Spezialitäten. Zu den folgenden Produktgruppen sind zusätzliche Informationen im Internet unter http://www.clariant.com erhältlich:
| • Gerüststoffe |
|---|
| • Kühlmittel |
| • Lederchemikalien |
| • Lederfarbstoffe |
| • Lichtstabilisatoren |
| • Lösungsmittel |
| • Masterbatches |
| • Optische Aufheller |
| • Papierfarbstoffe |
| • Photoresists |
| • Pigmente |
| • Poliermittel |
| • Prozessstabilisatoren |
| • Schmiermittel |
| • Sicherheitsglasfolien |
| • Tenside |
| • Textilchemikalien |
| • Textilfarbstoffe |
| • Wachse |
| • Wärmeübertragungsmittel |
| • Waschmittelzusätze |
| • Weichspülmittel |
| • Zwischenprodukte |

Wachstum lokaler Märkte ausgenützt
Umstrukturierung in Deutschland
Kundenorientierung war das entscheidende Stichwort bei der Divisionalisierung der Clariant in Deutschland. Seit dem 1. Juli 2000 wickeln die Divisionen Pigmente & Additive, Funktionschemikalien, Life Science & Elektronikchemikalien sowie Celluloseether & Polymerisate ihre Geschäfte als operativ eigenständige Einheiten ab. Sie sind damit für ihre finanzielle Performance und ihren Personaleinsatz selbst verantwortlich. Die verschiedenen Produktionsstandorte wurden jeweils der vor Ort dominierenden Division zugeordnet. Damit sollen flexible, überschaubare Strukturen mit klaren Verantwortungen und möglichst wenig kostenintensiven Doppelfunktionen geschaffen werden. Neben der Kundenorientierung wird dadurch aber auch die Produktivität gestärkt und weiteres Wachstum ermöglicht. Die Division Textil-, Leder- & Papierchemikalien wird wie bisher von der Clariant (Deutschland) GmbH betreut, die Division Masterbatches von der Clariant Masterbatch GmbH & Co. KG.
Die Serviceleistungen für die Divisionen werden separat angeboten: In der Clariant Verwaltungsgesellschaft sind die überwiegend konzernbezogenen Aufgaben (z.B. Umwelt, Sicherheit & Gesundheit oder Rechtsfragen) konzentriert, in der Clariant Service GmbH auf das deutsche Geschäft abgestellte Funktionen wie Personal, Kommunikation oder Finanz- und Rechnungswesen. Insgesamt arbeiten in Deutschland fast mehr als 10 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 13 Standorten.
Die Clariant Konzerngesellschaften in aller Welt konzentrierten ihre Tätigkeit nicht nur auf die laufende Verbesserung von Produktivität und Effizienz, sondern insbesondere auch auf das gezielte Ausnützen von Wachstumschancen in lokalen Märkten. Zugute kamen ihnen dabei die stabile Entwicklung in Europa und in Nordamerika, die rasche wirtschaftliche Erholung in Asien und der Aufwärtstrend in Lateinamerika.
In Europa verzeichneten die meisten Clariant Gesellschaften dank der stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine günstige Entwicklung. In den Benelux Länder konnte der hohe Marktanteil mit Farben und Chemikalien für Teppichtextilien gehalten werden. Starke Umsätze wurden in Belgien mit Sanitized® Produkten für die Konfektionierung von Matratzen erzielt. In den Raffinerien der grossen Ölgesellschaften in den Niederlanden herrschte eine grosse Nachfrage nach Dodiflow® Fliessverbesserern. Dagegen litten Masterbatches für Spinnfasern unter der zunehmenden Verlagerung der Produktion nach dem Mittleren Osten.
Deutschland stand ganz im Zeichen der Divisionalisierung (siehe Kasten). Die neue Struktur soll eine flexiblere Reaktion auf Marktentwicklungen ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Zum Oktober 2000 übertrug die Clariant GmbH ihre Aktivitäten in der Logistik auf die InfraServ Logistics GmbH. Diese bewältigt ein vielfältiges Spektrum von Aufgaben: Logistik von Materialien aller Art, die für die Produktion benötigt werden, ebenso wie das Kommissionieren, Konfektionieren, Verpacken und die Abwicklung von Transporten, inklusive Management von Gefahrengut. Zur Beseitigung von Kapazitätsengpässen wurden insbesondere bei den Pigmenten und Life Science Molecules im Werk Höchst grössere Investitionen getätigt.
In Grossbritannien bauten die Textilchemikalien und die Pigmente ihre starken Positionen weiter aus. Im Rahmen einer Konsolidierung wurde das Werk Stainland der Funktionschemikalien an die McIntyre Gruppe verkauft. T.R. Oil Services Ltd., die Clariant eigene Servicegesellschaft für die Erdölindustrie, profitierte von der Akquisition der kleinen kalifornischen Gesellschaft Technical Services Company Inc. Mit einer Reihe von organisatorischen Änderungen wurden das Management der Betriebsmittel verbessert.
In Skandinavien wurden die rechtlichen Strukturen durch eine Reduktion von 9 auf 4 Gesellschaften gestrafft und die Lagerhaltung – mit Ausnahme Finnlands – in Schweden zentralisiert. Verstärkte Marketinganstrengungen in den Baltischen Staaten brachten eine Belebung des Geschäfts in allen Divisionen.
Im Werk Cuise-Lamotte in Frankreich wurde ein modernes Zentrallager in Betrieb genommen, das nicht nur eine effizientere und zeitgerechte Abwicklung der Auslieferungen, sondern auch einen sicheren Umgang mit den chemischen Produkten gewährleistet. Zwecks Verbesserung der Leistungsfähigkeit wird die Produktion von Feinchemikalien gegen Jahresmitte von Lillebonne nach Cuise-Lamotte transferiert, wo bereits die Forschung tätig ist. Obwohl die Geschäfte in Italien erfreulich verliefen, wurden weitere Massnahmen zur Produktivitätssteigerung getroffen: Die Produktions-

anlage in Turin wurde geschlossen und nach Palazzolo verlagert, wo nun auch die Hauptverwaltung untergebracht ist. In Arbeit sind derzeit noch die Konzentration der Verteileinrichtungen sowie verschiedene Outsourcing-Projekte. In Spanien konnte die Konsolidierung verschiedener Gesellschaften abgeschlossen werden. Die im Masterbatches Geschäft tätige Tochtergesellschaft Disper SA erzielte deutliche Fortschritte. Das Werk in Prat übernahm die weltweite Produktion von Schwarzfarben für Leder. In Portugal wurde im Werk Resiquimica die neue Abwasserbehandlungsanlage mit einem Tag der Offenen Tür und mehreren hundert Besuchern eingeweiht.
In der Türkei normalisierte sich die Lage nach den verheerenden Erdbeben des Vorjahres zusehends. Insbesondere in den Bereichen Pigmente, Leder und Dispersionen übertrafen die Umsätze die Erwartungen. Die Geschäfte in Ägypten wurden durch eine zunehmende Geldabwertung beeinträchtigt. Dagegen nahmen die Umsätze auf der Arabischen Halbinsel stark zu. Überdies wurde mit der Lieferung von Textilfarbstoffen und -chemikalien nach Zentralasien (Turkmenistan und Uzbekistan) begonnen.
In Indien beteiligte sich Clariant mit grossem Erfolg an der erstmals durchgeführten internationalen Chemiefachmesse Indiachem 2000, die eine ideale Plattform für die Präsentation des breiten Angebots bot. Pakistan verzeichnete insbeson-

dere in den zwei traditionellen Märkten Textil und Leder hohes Wachstum. In beiden Ländern wirkte sich die Integration der Lederaktivitäten von BTP belebend aus.
In China erzielten die drei Joint venture-Gesellschaften für Textilfarbstoffe, Pigmente und Masterbatches deutliche Fortschritte. Die Clariant Niederlassung in Beijing konnte bereits ihr 20jähriges Jubiläum feiern. Mit neuen Elektronikmaterialien konnte in Japan ein markantes Umsatzwachstum erzielt werden, insbesondere mit Photoresists für Flachbildschirme sowie Deep-UV-Resists und Antireflex-Beschichtungen. In Korea stabilisierte sich die Wirtschaft zusehends. Die Integration von Songwon Color, einem anerkannten Hersteller von Pigmenten, wurde erfolgreich abgeschlossen. Mit den Elektronikgeräteherstellern Hyundai und Samsung wurden interessante Zusammenarbeitsverträge im Bereich Photoresists vereinbart, die im Werk Ansung produziert werden.
In der Region ASEAN entwickelten sich die Umsätze dank der raschen Erholung der Wirtschaft und der gestiegenen Nachfrage in den lokalen Märkten wieder erfreulich. In Indonesien, Thailand und Bangladesch wurde das Ledergeschäft von Hodgson erfolgreich integriert, und in Singapur wurden die Kapazitäten für Masterbatches ausgebaut.
In Australien führte die Durchführung der Olympischen Sommerspiele zu einem Bauboom mit entsprechend grossen Aufträgen für

die Bau- und Zulieferindustrien. Zur Verbesserung von Produktivität, Effizienz und Kundenzufriedenheit führte die Gesellschaft einen Value Improvement Process ein. Das Geschäft in Südafrika litt zwar unter den Strukturproblemen der lokalen Textilindustrie, konnte dagegen in Bereichen wie Masterbatches die lokale Produktion erhöhen.
In Lateinamerika konzentrierten sich die Gesellschaften auf das Ausnützen des deutlichen Aufwärtstrends sowie die weitere Verbesserung von Profitabilität und Marktanteilen. Diese Bestrebungen wurden durch Investitionen in verbesserte Produktionsanlagen in den beiden Werken Suzano und Resende in Brasilien unterstützt. Dort konnte auch das Masterbatches Geschäft, insbesondere im Verpackungsbereich, um fast die Hälfte gesteigert werden. Die Optimierung der Infrastruktur wurde fortgesetzt. In Argentinien wurden Verwaltung, Marketing, Anwendungslabors, Lager sowie ein Teil der Produktion am Standort Anilsud konzentriert. Die Divisionen Textil-, Leder- & Papierchemikalien sowie Pigmente & Additive wurden ISO 9002 zertifiziert.
In Nordamerika trieb Clariant die Initiativen für strategisches Wachstum weiter voran. In den USA wurde in Branchburg/N.J. die neue Produktionsanlage für Elektronikmaterialien rechtzeitig in Betrieb genommen, um der steigenden Nachfrage der Halbleiterindustrie gerecht werden zu können. Im Werk Martin/S.C. wurde die Kapazität für

das Poliermittel Klebosol® verdoppelt. Für die sich langsam erholende Textilindustrie wurde eine Reihe von besonders wirtschaftlichen Reaktivfarbstoffen mit kürzerer Behandlungszeit und geringerem Wasserverbrauch erfolgreich im Markt eingeführt. Über den Erwartungen verliefen die Geschäfte in Kanada. Insbesondere die Bereiche Papier, Textil und Masterbatches, aber auch Enteisungsmitteln für die Luftfahrt zeigten starkes Wachstum. In Mexiko konnten durch die Übernahme des Unternehmens Christianson neue Anwendungsgebiete im Bereich der Funktionschemikalien erschlossen und die Basis der Division in der Region NAFTA und Lateinamerika beträchtlich erweitert werden. Die Versorgung wird überdies durch den Bau einer neuen leistungsfähigen Ethoxylierungsanlage in Coatzacoalcos verstärkt.
In Osteuropa wurden die Geschäfte dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Nischenmärkten weiter ausgebaut. So wurden insbesondere mit der Lieferung von Erdölchemikalien nach Russland und Kasachstan deutliche Umsatzsteigerungen erzielt. Eine gute Entwicklung ist auch in Tschechien zu verzeichnen, dies vor allem dank des Wachstums im Papiersektor sowie mit Pigmenten und Masterbatches für die Faserindustrie.
Kreativ, kompetent, weltoffen




Unternehmerisches Denken und Kundenorientierung ist die unverwechselbare Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Clariant, sei es in der Forschung, der Anwendungstechnik, in der Produktion, im Marketing und Vertrieb oder in der Verwaltung.
Kreativität und Kompetenz, kombiniert mit dem Sinn für das Machbare sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. Clariant gehört zu den Unternehmen, die der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung der Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert einräumen. Unternehmerisches Denken, Erfindergeist und Engagement für den Kunden werden gefördert. Eine Vergütung auf Basis individuell vereinbarter Ziele sowie die Beteiligung am Unternehmenserfolg gehört bei Clariant zu den Führungsgrundsätzen. So sind die Vergütungen der oberen Führungskräfte direkt an das Erreichen der finanziellen und strategischen Ziele des Konzerns geknüpft. Der variable Teil reicht
dabei von einem Drittel bis zu zwei Dritteln und wird durch den Erfolg des Konzerns, der Division oder der Geschäftseinheit bestimmt, wobei die Höhe des Bonus vom Erreichen der finanziellen und persönlichen Ziele abhängig ist.
Clariant beschäftigte Ende 2000 weltweit 31 546 (1999: 28 993) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer deutlichen Zunahme von +9%. Hauptgrund für die Steigerung ist die Übernahme des Feinchemikalienunternehmens BTP und der Firma Christianson in Mexiko. Der Personalaufwand im ganzen Konzern stieg deshalb um +10% auf CHF 2 395 Mio. (1999: CHF 2168 Mio.).
Die meisten «Clarianter» arbeiten in klassischen Chemieberufen: vom Chemikanten und Chemielaboranten bis zum Diplomchemiker. Für die Installation und Wartung der Anlagen sorgen Techniker verschiedener Fachrichtungen, Kaufleute und Verwaltungsfachleute kümmern sich um Prozessorganisation und Vertrieb.
Andere Denkweisen respektieren Als global arbeitendes Unternehmen, das in fast allen Ländern dieser Erde vertreten ist, wird grosser Wert auf die Weltoffenheit und Teamfähigkeit der Mitarbeitenden gelegt. Clariant betrachtet es als eine Bereicherung der Tätigkeit und ein Schlüssel zum Erfolg, Erfahrungen aus unterschiedlichsten Kulturkreisen in die Arbeit einfliessen zu lassen und andere Denkweisen und Wertvorstellungen zu verstehen und
zu respektieren.
Wissen kontinuierlich erweitern
Auch Clariant muss sich mit immer komplexeren Herausforderungen und Veränderungen der weltweiten Märkte und des Wettbewerbs auseinandersetzen. Um trotzdem ambitionierte Ziele erreichen zu können, müssen Mitarbeiter und Führungskräfte ihr Wissen und ihre Fähigkeiten kontinuierlich erweitern. Andere führen, Arbeiten in Teams, Reagieren auf Veränderungen oder Umgehen mit kulturellen Unterschieden sind nur einige der Kompetenzen, die sich jeder aneignen muss.
Clariant will deshalb auf allen Führungsstufen Vorgesetzte heranbilden:
- die fähig sind, rechtzeitig zukünftigen Entwicklungen, Opportunitäten und Probleme zu erkennen und Massnahmen vorauszuplanen;
- die ihre Ziele und Absichten klar ausdrücken und in einer nachvollziehbaren Form kommunizieren können;
- die über die für eine erfolgreiche Ausübung ihrer Führungsfunktion notwendige Professionalität und Expertise verfügen;
- die es verstehen, für ihre Mitarbeiter die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, damit diese ihre Ziele erfolgreich erreichen können;
- die sich in der Bewältigung ihrer Aufgaben durch Einfallsreichtum, Mut und Entschlossenheit auszeichnen.
Diese Ziele bilden die Basis eines neuen Programms zur Entwicklung von Führungskräften bei Clariant, das schrittweise eingeführt wird. Im Rahmen des dazugehörenden Clariant Pioneer Programs trafen sich im September 2000 in der Schweiz 26 vielversprechende Clariant Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 15 Ländern zu einem Workshop, der unter anderem die Verbesserung des strategischen und operativen Denkens sowie den Dialog mit Mitgliedern der Konzernleitung zum Ziel hatte.
Der Umwelt verpflichtet
Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz sind eine ständige Verpflichtung für Clariant und integraler Bestandteil der Konzernpolitik. Ein neu erstelltes Positionspapier dokumentiert dies für Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre und breite Öffentlichkeit an Hand konkreter Beispiele.
Das Managementsystem zu Umwelt, Sicherheit und Gesundheit (USG) wurde durch Herausgabe von weiteren konzernweit gültigen Richtlinien speziell auf dem Gebiet des Umweltschutzes vervollständigt. Kleine, bestehende Lücken werden im laufenden Jahr geschlossen. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten verlagerte sich nach Abschluss der konzeptionellen Phase auf die Umsetzung an den Standorten, die dabei von den USG Funktionen des Konzerns und der Divisionen unterstützt wurden. Dazu wurden u.a. regionale Trainingskurse und Workshops durchgeführt. Die Integration der Betriebe der früheren BTP in das USG Konzept von Clariant konnte ohne wesentliche Probleme zügig abgeschlossen werden.
Besondere Aufmerksamkeit kam jenen Altlasten zu, die sich durch die oft jahrzehntelangen industriellen Aktivitäten ergeben haben. An verschiedenen Standorten wurden deshalb Sanierungen durchgeführt oder begonnen. Als Grundlage für weitere, allenfalls erforderliche Massnahmen erfolgte eine konzernweite Bestandsaufnahme.
Auf einem hohen Stand Wesentlicher Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses waren die vom Konzern, den Divisionen und Gesellschaften an den Standorten durchgeführten Audits. Dafür wurde die fundierte Ausbildung der Auditoren konsequent weitergeführt. Zur Rationalisierung dieser regelmässig erfolgenden Kontrollen wurden erstmals kombinierte interne und Legal Compliance Audits unter Zuzug von externen Experten durchgeführt. Auch das gemeinsam mit den Versicherungsgesellschaften absolvierte Risk Engineering Programm verlief sehr erfolgreich und dokumentierte den hohen Stand der Vorkehrungen im Bezug auf Umwelt, Sicherheit und Gesundheit im Konzern.
Das Notfall-Management System wurde weiter verbessert. Einerseits wurde eine zentrale Datenbank aufgebaut, die im Ereignisfall relevante Informationen über sämtliche Standorte beinhaltet. Andererseits wurden regionale Ausbildungskurse und Übungen durchgeführt, in die zahlreiche Stellen bis zur Konzernleitung mit einbezogen waren.
Die Massnahmen zur Verminderung der Arbeitsunfälle zeigten nachhaltige Wirkung. Gegenüber der Vorperiode konnte sowohl die Anzahl der Unfälle als auch der verlorenen Arbeitstage weiter verringert werden. Die Unfallsituation wurde allerdings durch einige Transportunfälle im Jahr 2000 beeinträchtigt.
Das Clariant Positionspapier zu Umwelt, Sicherheit und Gesundheit ist unter www.clariant.com, Rubrik «About Us», Kapitel «Environment», abrufbar.
1999
21.2

Anzahl von unfallbedingt verlorenen Arbeitstagen pro 200 000 Arbeitsstunden

Von Additive bis Tenside


Additive: Chemikalien, die einem Produkt zugefügt werden, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen oder zu unterdrücken, z.B. Weichmacher oder Flammschutzmittel für Kunststoffe, aber auch Fliessverbesserer für Diesel.
Azopigmente: Pigmente, die eine Azo-Gruppe enthalten und im Anwendungsmedium unlöslich sind. Sie zeichnen sich durch hohe Farbstärke aus.
Biozide: Chemische Stoffe, die vor Einflüssen von schädlichen Organismen schützen.
Bleichaktivatoren: Ermöglichen die oxidative Bleiche zwischen 40 und 60°C, wobei gleichzeitig eine keimmindernde Wirkung gewährleistet ist.
Celluloseether: Veretherte Cellulose, die u.a. Verwendung findet in Klebstoffen, Emulgatoren, Stabilisatoren, Plastifizierungs-, Wasch- und Reinigungsmitteln, Kosmetika, weiterhin in der Pharmazie, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie in Kleb-, Bau- und Anstrichstoffen usw.
Compounding: Kombination eines Basiskunststoffs mit Farben, Modifikatoren, Additiven, Verstärkungen, Füllstoffen und/oder anderen Kunststoffen zur Verbesserung der verschiedensten Eigenschaften.
Derivate: Abkömmlinge einer chemischen Verbindung, die aus dieser häufig in nur einem Reaktionsschritt gebildet werden und die zu ihr in einem engen chemischen Verwandtschaftsgrad stehen.
Dispersionen: Disperse Systeme von zwei oder mehreren miteinander nicht mischbaren Flüssigkeiten. Die eine der flüssigen Phasen bildet dabei das Dispersionsmittel, in dem die andere Phase in Form feiner Tröpfchen verteilt ist.
Emulgatoren: Hilfsmittel zur Herstellung und Stabilisierung von Emulsionen, die in der Regel als ölige bis wachsartige, aber auch pulverförmige Stoffe vorliegen.
Essigsäure: Wichtigster Vertreter aus der Reihe der Fettsäuren, sie ist die älteste von den Menschen genutzte Carbonsäure. Ihre Salze dienen als Hilfsmittel in der Textilund Lederindustrie, in der Färberei und Medizin. In Form von Chloressigsäure findet sie Verwendung für zahlreiche organische Synthesen.
Extrusion: Ein kontinuierlicher Verarbeitungsprozess in einer Presse zur Herstellung von Plastikformen wie Folien, Bogen, Stränge, Fasern, Röhren, Stäbe etc.
Glykole: Werden verwendet als Lösungsmittel, mineralölfreie Schmiermittel, in Brems- und Hydraulik-Flüssigkeiten, als Zusatz zu Gefrierschutzmitteln, in organischen Synthesen, zur Herstellung von Lösungsmitteln, Waschrohstoffen, Textilhilfsmitteln usw.
Glyoxal: Der einfachste Dialdehyd. Er wird wegen der Reaktionsfähigkeit seiner beiden Aldehyd-Gruppen insbesondere für Kondensationsund Vernetzungsreaktionen bei der Herstellung von Zwischenprodukten für die Pharma- und Agroindustrie eingesetzt.
Keten/Diketen: Ausgangsprodukt für die Herstellung von Pharmazeutika, Farbstoffen, Pigmenten und Insektiziden.
Masterbatch: Eine Kunststoffmischung, die eine hohe Konzentration von Pigmenten oder Additiven enthält und in geeigneter Menge einem Basiskunststoff beigemischt wird (z.B. Farb-Masterbatches).
Optische Aufheller: Fluoreszierende Chemikalien, die eingesetzt werden, um Textilien und Papier strahlend weiss erscheinen zu lassen.
Pigmente: Farbmittel, die in Lösungs- und Bindemitteln unlöslich sind und als Feststoff auf oder in den Träger eingebracht werden.
Polyvinylalkohol (PVA): Wird u.a. verwendet als Emulgator, Bindemittel für Schutzhäute und Klebstoffe, Appreturen, Schlichtemittel, zur Herstellung von Salben und Emulsionen, Verpackungsmittel, Verdickungsmittel in Pharma- und Kosmetikprodukten.
Polyvinylbutyral (PVB): Wird in Pulver- oder Dispersionsform angeboten und zu Folien verarbeitet für die Herstellung von Verbundglasfolien, als Lackrohstoffe, in Dispersionsform für Textilbeschichtungen, Klebstoff usw.
Schwefelfarbstoffe: Schwefelhaltige Farbstoffe, die zum Färben von Baumwolle, insbesondere Denim (Jeans), dienen.
Surfactants/Tenside: Substanzen, welche die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen. Das Einsatzgebiet ist überaus vielfältig. Sie werden u.a. beim Waschen und Reinigen verwendet, in kosmetischen Produkten, im Bergbau, in der Erdölförderung usw.

Inhalt
| Seite | |
|---|---|
| Jahresübersicht | 45 |
| Finanzieller Lagebericht | 46 |
| Rechnungsabschluss 2000 des Clariant Konzerns | |
| Konzern-Bilanzen | 58 |
| Konzern-Erfolgsrechnungen | 60 |
| Konzern-Geldflussrechnungen | 61 |
| Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals | 62 |
| Anhang der Konzernrechnung | 63 |
| Bericht der Konzernprüfer | 88 |
| Statistischer Überblick Konzern | |
| 5-Jahres-Übersicht Konzern 1996–2000 | 89 |
| Entwicklung des Umsatzes nach Divisionen | 90 |
| Entwicklung des Umsatzes nach Regionen | 91 |
| Aktieninformationen | 92 |
| Die wichtigsten Gesellschaften des Clariant Konzerns | 94 |
| Rechnungsabschluss 2000 der Clariant AG, Muttenz | |
| Bilanzen der Clariant AG (vor Gewinnverwendung) | 96 |
| Erfolgsrechnungen der Clariant AG | 98 |
| Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes der Clariant AG | 99 |
| Anhang der Jahresrechnung der Clariant AG | 100 |
| Bericht der Revisionsstelle | 105 |
Konzern
| 2000 | 1999 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| angepasst | ||||
| Umsatz Divisionen | Mio CHF | 10 583 | 9 158 | +16% |
| Operatives Ergebnis vor Abschreibung auf Goodwill | 1 135 | 1 082 | +5% | |
| Konzerngewinn | 505 | 587 | –14% | |
| Konzerngewinn und Abschreibungen auf Sach- und immateriellen Anlagen | 1 152 | 1 169 | –1% | |
| Bilanzsumme | 12 947 | 10 388 | +25% | |
| Eigenkapital | 3 567 | 2 773 | +29% | |
| Investitionen in Sachanlagen | 535 | 425 | +26% | |
| Personalaufwand | 2 395 | 2 168 | +10% | |
| Mitarbeiter (am Jahresende) | Anzahl | 31 546 | 28 993 | +9% |
| Gewinn pro Aktie | CHF | 34.14 | 41.13 | –17% |
| Dividende pro Aktie | 11.00 1 | 10.00 | +10% | |
1Gemäss Antrag an die Generalversammlung.
Anforderungsreiches Jahr erfolgreich bewältigt
Clariant im Jahr 2000 – Überblick
Clariant hat seine Ausrichtung in ein führendes Unternehmen der Fein- und Spezialitätenchemie im Jahr 2000 mit entscheidenden Schritten fortgesetzt:
- Übernahme des Feinchemikalienunternehmens BTP plc: Clariant stiess damit unter die führenden Anbieter von Life Science Molekülen vor;
- Fortgesetztes Engagement für Forschung & Entwicklung: der Umsatzanteil neuer Produkte und innovativer Lösungspakete wurde weiter erhöht;
- Steigerung des Umsatzes über die Schwelle von CHF 10 Mrd., Betriebsergebnis überschritt erneut die Milliardengrenze;
- Konzerngewinn vor Abschreibungen auf Goodwill von CHF 630 Mio.: dies entspricht einem Gewinn von CHF 42.61 pro Aktie («Cash Earnings per Share»).
Clariant optimierte die Unternehmensstrukturen weiter und schuf damit eine gestärkte Ausgangslage für weiteres Wachstum. Dank der breiten technologischen Plattform und einer ausgeprägten Kundenorientierung ist das Unternehmen auf die Herausforderungen der Märkte bestens vorbereitet und kann im laufenden Jahr, insbesondere in den strategischen Wachstumsgebieten, von einer dynamischen Entwicklung des Geschäfts ausgehen.
Marktbedingungen
Wirtschaftliche Entwicklung
Das Jahr 2000 war von einem guten wirtschaftlichen Umfeld geprägt; der im zweiten Halbjahr 1999 einsetzende Aufschwung setzte sich im Berichtsjahr fort. In der zweiten Jahreshälfte musste allerdings eine Verlangsamung des Wachstums hingenommen werden.
Verschiedene Endmärkte von Clariant verzeichneten einen hervorragenden Geschäftsverlauf, insbesondere die Elektronikindustrie. Aber auch die Bauindustrie, das Textilgeschäft, die Verpackungsbranche und der Drucksektor können auf ein gutes Jahr zurückblicken. Der Markt für Haushalt- und Körperpflegeprodukte war stabil, mit schwierigen Rahmenbedingungen hatten hingegen die Automobilbranche und die Agroindustrie zu kämpfen. Letztere durchlief wie die Pharmaindustrie einen intensiven Konsolidierungsprozess.
Geographische Entwicklung
In Europa verliefen die Geschäfte in sämtlichen Märkten auf einem erfreulichen Niveau, wobei sich die Aktivität
gegen das Jahresende etwas abschwächte. Nordamerika zeigte ein gemischtes Bild: Währenddem die Halbleiterindustrie den Aufschwung ungebrochen fortsetzte, schwächte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr ab. Insbesondere litten die Automobilindustrie und deren Zulieferer unter deutlichen Umsatzrückgängen. Das Textilgeschäft war ebenfalls schwach und ist zusätzlich strukturellen Veränderungen unterworfen. Südamerika verzeichnete bei fast allen Aktivitäten gute Geschäfte auf erfreulich hohem Niveau. Asien wies über das ganze Jahr hinweg hohe Wachstumsraten auf. Das Elektronikgeschäft zeichnete sich durch eine fortgesetzte hohe Dynamik aus. Die Länder in Südostasien profitierten von guten Bedingungen für die exportorientierte Industrie und wiesen besonders bei Konsumgütern und Textilien gute Zuwachsraten auf.
Währungsentwicklung
Die Wechselkurse entwickelten sich im Jahr 2000 insgesamt vorteilhaft und beeinflussten die Jahresrechnung positiv.
Die umsatzgewogenen Durchschnittskurse, welche für die Erstellung der Konzern-Erfolgsrechnungen und der Konzern-Geldflussrechnungen verwendet werden, veränderten sich teilweise markant: Der US Dollar notierte mit 1.69 CHF im Vergleich zum Vorjahreswert von 1.50 CHF deutlich höher. Umsatz und Ertragslage wurden dadurch positiv beeinflusst. Der Euro war hingegen im Jahresvergleich schwächer: Im Berichtsjahr wurde zu CHF 1.56 umgerechnet, nachdem im Vorjahr ein Kurs von CHF 1.60 zur Anwendung kam. Dies tangierte den Umsatz negativ; die Ertragslage hingegen wurde nur unbedeutend beeinflusst, da ein überdurchschnittlicher Anteil der Kosten ebenfalls in Euro anfällt. Im weiteren waren der Wechselkurs des Japanischen Yen und des Mexikanischen Pesos vorteilhaft.
Die Kurse, welche für die Umrechnung der Konzern-Bilanzen verwendet werden, waren am 31. Dezember 2000 im Vergleich zum 31. Dezember 1999 mit Ausnahme des US Dollars leicht tiefer und hatten damit einen verkürzenden Einfluss auf die Bilanz.
Umsatz
Der Umsatz wurde im Jahr 2000 auf CHF 10 583 Mio. gesteigert, gegenüber dem Vorjahreswert von CHF 9 256 Mio. entspricht dies einer Erhöhung um 14%. Der Umsatz des Vorjahres enthält einen Beitrag von CHF 98 Mio. aus Handelsgeschäften, welche gezielt abgebaut
wurden und im Geschäftsjahr keine Umsätze mehr verzeichneten.
Das Kerngeschäft – der Umsatz der Divisionen – weist folglich gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von CHF 9 158 Mio. einen Zuwachs von 16% aus. Dieser Zuwachs setzt sich aus einer Volumensteigerung (inklusive Verschiebungen im Produktmix) von drei Prozentpunkten und einem akquisitorischen Wachstum von neun Prozentpunkten zusammen. Weitere vier Prozentpunkte sind auf die günstige Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen. Trotz Preiserhöhungen bei verschiedenen Produktlinien waren die Preise über das gesamte Portfolio betrachtet etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen von Goodwill stieg um CHF 53 Mio. auf CHF 1 135 Mio.; im Vorjahr belief sich der Wert auf 1 082 Mio.. Das Vorjahresergebnis enthielt einmalige, nicht wiederkehrende Erträge im Umfang von CHF 65 Mio. Das vergleichbare Betriebsergebnis beläuft sich damit auf CHF 1 017 Mio.; die entsprechende Steigerung im Berichtsjahr beträgt demnach CHF 118 Mio. oder 12%.
Diese Steigerung ist das Resultat folgender Einflussfaktoren: Die Umsatzzunahme durch organisches und akquisitorisches Wachstum hat einen Ergebnisbeitrag im Bereich von CHF 150 Mio. geleistet. Die ölpreisbedingte Steigerung der Rohmaterialpreise schmälerte den Ertrag in der Grössenordnung von CHF 200 Mio. Trotz Preiserhöhungen in einzelnen Segmenten waren die Verkaufspreise für das gesamte Aktivitätenportfolio stabil. Der Saldo der Veränderung von Rohmaterialpreisen und Verkaufspreisen hatte somit einen negativen Einfluss von 2 Prozentpunkten auf die operative Marge. Infolge von Abnahmeverzögerungen in einzelnen Bereichen des Feinchemikaliengeschäftes entstanden zusätzliche Kosten durch nicht ausgelastete Kapazitäten von etwa CHF 20 Mio. Durch Kostensenkungsmassnahmen und verschiedene Effizienzsteigerungen, welche sich auch in Zukunft vorteilhaft auswirken, konnten die Ertragsschmälerungen um rund CHF 110 Mio. verringert werden. Zusätzlich verbesserte sich das operative Ergebnis, dank im Vergleich zum Vorjahr vorteilhaften Währungsrelationen, um etwa CHF 80 Mio.
Divisionen
Division Textil-, Leder & Papierchemikalien Die Division Textil-, Leder- und Papierchemikalien steigerte ihren Umsatz um 15% in Schweizerfranken bzw. 9% in Lokalwährungen auf CHF 2 589 Mio. Dazu trug neben der operativen Ausweitung des Geschäfts auch der Akquisitionseffekt bei Leder und Textilchemikalien bei.
Durch Konzentration auf hochmargige Produkte sowie restriktives Management von Kosten und Anlagen wurde das Ergebnis nachhaltig verbessert. Gegenüber dem Vorjahr wurde das operative Ergebnis um 14% auf CHF 341 Mio. gesteigert.
| Textil-, Leder- & | ||
|---|---|---|
| Papierchemikalien | 2000 | 1999 |
| in Mio CHF | ||
| Umsatz | 2 589 | 2 259 |
| Wachstum in CHF | +15% | |
| Wachstum in Lokalwährungen | +9% | |
| Operatives Ergebnis | 341 | 299 |
| Operative Marge | 13.2% | 13.2% |
| Investitionen | 89 | 64 |
Die in der zweiten Jahreshälfte 1999 festgestellte Belebung der Märkte setzte sich in 2000 fort, wobei die Zunahme im zweiten Halbjahr etwas schwächer ausfiel. Mit zahlreichen Produktinnovationen und kundenorientierten Prozesslösungen wurde die Division den wachsenden Anforderungen ihrer Märkte gerecht. Verstärkter Kundenservice und gezielte Optimierung des Produktportfolios minderten den Preisdruck in einzelnen Segmenten.
Während sich die europäischen Märkte stabil oder leicht zunehmend entwickelten, wurden in den Wachstumsregionen Lateinamerika und Asien erhebliche Steigerungen erzielt. Besonders kräftig wuchsen Brasilien und die Region China. Ebenso setzten sich die positiven Entwicklungen in Osteuropa sowie in Indien und Pakistan fort. Unter den Erwartungen verlief dagegen die Entwicklung in den USA, wo insbesondere die Textilindustrie mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Auch in Südeuropa herrschte eine eher verhaltene Nachfrage.
In der Produktion wurde eine weitere Phase der Standortkonsolidierung erfolgreich abgeschlossen. Diese betraf insbesondere die Standorte der Textilfarbstoffe in Nordamerika sowie die der Textilchemikalien in Europa.
In Japan wurde die Produktion in einem Werk zusammengelegt und das nicht mehr benötigte Gelände verkauft.
Geschäftseinheit Textilfarbstoffe. Die Geschäftseinheit Textilfarbstoffe musste sich mit der weiteren Konsolidierung in der Textilveredelung auseinandersetzen. In Europa wurde durch das Zusammenführen von Textilbetrieben die Produktivität gesteigert, ohne dass die Volumen einen Einbruch erlitten. Steigende Kosten führten auch bei den Textilveredlern in den USA zu Rationalisierungen oder zu Verlagerungen von Betrieben nach Süd- und Mittelamerika sowie Asien. Der Aufschwung in Südamerika, vor allem in Brasilien, wirkte sich dagegen positiv auf die Auftragslage aus. Im asiatischen Raum wurden speziell in China grosse Fortschritte erzielt.
Die in der zweiten Jahreshälfte eingeführten neuen Farbstoffe für die Automobilindustrie sowie die neuen hochfixierenden Reaktivfarbstoffe für die Veredelung von Baumwolle erschlossen neue Anwendungsbereiche und zusätzliches Potential für Wachstum im Bereich hochwertiger Farbstoffe. Der gezielte Ausbau der Farbstoffgammen mit Spezialitäten für Baumwolle, Polyamid und Polyester wurde fortgesetzt und durch neue Produkte zielstrebig ergänzt. Ein grosser Erfolg war den ökologisch vorteilhaften Diresul® EV Farbstoffen beschieden. Durch geschickte Positionierung der Produkte, wirtschaftliche Beschaffung der Rohmaterialien und Optimierung von Produktionskosten wurde das Ergebnis bei nur leicht gestiegenem Umsatz deutlich verbessert.
Geschäftseinheit Textilchemikalien. Die Geschäftseinheit Textilchemikalien erreichte das stärkste Wachstum in Asien und Südamerika, während sich die Umsätze in Europa auf einem erfreulich hohen Niveau stabilisierten. Beeinträchtigungen infolge von Schliessungen von Textilbetrieben in den USA wurden durch einen verstärkten Absatz in Mexiko teilweise ausgeglichen. Das in den USA übernommene Textilgeschäft von BTP wurde vollständig in die Geschäftseinheit integriert. Insgesamt wurde die führende Marktposition weiter ausgebaut.
Positive Impulse verlieh die Einführung von 30 neuen Produkten und Verfahren mit verbesserter Wirtschaftlichkeit, ebenso die vermehrte Promotion von Systemlösungen an Stelle von Einzelprodukten. Die Zusammenarbeit mit Textilmaschinenherstellern im Bereich der Vorbehandlungschemikalien wurde weiter vertieft. Fortschritte gab es auch bei den Färberei- und Textildruckchemikalien und UV-Absorbern. Die Nachfrage nach höheren Gebrauchsechtheiten kam den Spezialitäten für Färbereien zugute. In der Ausrüstung verdrängten Silikonweichmacher weiterhin konventionelle Produkte auf Fettsäurebasis. Bei den optischen Aufhellern wurde die Gamme durch Hostalux® Marken für Synthese-Fasern entscheidend erweitert.
Im Gegensatz zu den klassischen Textilien weisen die technischen Textilien in den Industrieländern hohe Zuwachsraten auf. Die grösste Steigerung wurde mit Locron®' für Keramikfasern erzielt. Eine starke Zunahme verzeichnete auch Fluorcarbon für die Ausrüstung von technischen Geweben und Textilien.
Geschäftseinheit Leder. Die Geschäftseinheit Leder konnte weltweit auf eine gestiegene Nachfrage zählen. Dazu trug die Bekleidungsindustrie mit Ledern für die Oberbekleidung und für Schuhe bei. Auch im Automobilsektor wurden gute Umsätze erzielt, wo Leder zunehmend auch in kleineren Modellen eingesetzt wird.
Durch die Übernahme des Ledergeschäftes von BTP, welches die Unternehmen Hodgson, Earnshaw und OPCA umfasste, konnte Clariant das Produktsortiment bedeutend erweitern und die Verkaufskanäle optimieren. Im Zuge der Integration von BTP wurde überdies eine Neuausrichtung im Bereich Leder vorgenommen. Mit der Errichtung von Core Competence Centers in Leinfelden/Deutschland für Finishing, Beverly/Grossbritannien für Nassendchemikalien und in Prat/Spanien für Färberei wurden die Ressourcen gebündelt.
Mit der Neueinführung der Neosan® 2000 Reihe wurde die Verarbeitung durch den Gerber massgeblich verbessert. Konstantes Pigmentvolumen, hohe Deckkraft verbunden mit exzellenten Echtheiten zeichnen dieses neue Zurichtsystem aus. In der Mode steht Schwarz noch immer an oberster Stelle: Hochkonzentrierte, flüssige Farbstoffe, welche tiefstes Schwarz mit ausgezeichneten Echtheiten kombinieren, verzeichneten grosse Nachfrage. Schwerpunkt aus dem Nassbereich ist ein neues System zur Herstellung chromfreier, weisser Leder. Mit Granofin® FC Process steht ein innovatives Gerbverfahren zur Verfügung, welches neuesten ökologischen Anforderungen Rechnung trägt.
Geschäftseinheit Papier. Die Geschäftseinheit Papier erfreute sich einer guten Nachfrage. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere durch überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen in Südamerika, Asien und Osteuropa. Die Verstärkung der Präsenz im schnell wachsenden chinesischen Wirtschaftsraum trug wesentlich zu den Fortschritten bei. Zudem wurde im Werk Tianjin erstmals ein Farbstoff für industrielles Verpackungspapier hergestellt.
Optische Aufheller profitierten von der anhaltend starken Nachfrage nach hochweissen Papieren und erzielten ein überdurchschnittliches Wachstum. Gleichermassen erfreulich hat sich die Nachfrage nach Nuancierungsfarbstoffen und -pigmenten entwickelt. Grosses Interesse fanden Papierchemikalien für die Verbesserung von Oberflächeneigenschaften, beispielsweise zur Verbesserung der Bedruckbarkeit. Das Geschäft mit multinationalen Grosskunden gewann durch die anhaltende Konsolidierung und Globalisierung der Papierindustrie weiter an Bedeutung. Die Suche nach stets kostengünstigeren Lösungen sowie ein intensiver Wettbewerb unter den Anbietern von Chemikalien für die Papierindustrie bewirkte einen anhaltenden Preisdruck.
Die kundenorientierte Innovationskraft wurde weiter verstärkt. So wurden mehrere hochwertige und umweltverträgliche Farbstoffe sowie Additive für die Verbesserung der Lauf- und Qualitätseigenschaften gestrichener Papiere neu entwickelt und im Markt eingeführt.
Division Pigmente & Additive
Die Division Pigmente & Additive kann auf das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr zurückblicken. Der Umsatz überschritt mit CHF 2 108 Mio. die 2-Milliarden-Schwelle deutlich. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 11% in Schweizer Franken und 6% in Lokalwährungen. Nach einer sehr dynamischen Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten verlangsamte sich das Wachstum im letzten Quartal. Ein verstärkt branchenorientiertes Marketing und die gezielte Nutzung von Wachstumsmöglichkeiten, vor allem durch die Einführung zahlreicher Produktinnovationen, waren wesentliche Erfolgsfaktoren der positiven Entwicklung. Die deutliche Mengenausweitung, ein verbesserter Produktemix und die konsequente Optimierung der Supply Chain Prozesse liessen den Betriebsgewinn um stattliche 19% auf CHF 333 Mio. steigen.
| Pigmente & Additive | 2000 | 1999 |
|---|---|---|
| in Mio CHF | ||
| Umsatz | 2108 | 1896 |
| Wachstum in CHF | +11% | |
| Wachstum in Lokalwährungen | +6% | |
| Operatives Ergebnis | 333 | 279 |
| Operative Marge | 15.8% | 14.7% |
| Investitionen | 89 | 64 |
Die Division verzeichnete ein erfreuliches Wachstum in Europa und Lateinamerika. Nordamerika entwickelte sich stabil, während die Positionen in Asien deutlich ausgebaut wurden.
Geschäftseinheit Pigmente. Das Umsatzwachstum der Geschäftseinheit Pigmente lag über dem Marktwachstum. Bei Spezialitäten für die Lack- und Kunststoffindustrie setzte sich der erfreuliche Trend fort. Äusserst positiv entwickelten sich auch Produkte für berührungslose Druckverfahren sowie Aluminiumfarbstoffe. Die erste Jahreshälfte brachte vor allem in Nordamerika wegen des starken Dollars einen Druck auf die Marktpreise. Regional verzeichneten vor allem die Länder Asiens und Osteuropas eine sehr gute Umsatzentwicklung. Trotz eher stagnierender Wirtschaftslage wurde auch in Japan die Marktstellung erheblich ausgebaut. In den USA blieben die Volumen auf Vorjahresniveau, das Ergebnisziel wurde jedoch aufgrund von Preisnachlässen nicht ganz erreicht. Insgesamt gut präsentierte sich die Situation in Europa.
Unterstützt wurde das gute Ergebnis durch die Markteinführung zahlreicher neuer Produkte. Beispielsweise wurden Duasyn® Farbstoffe für Tintenstrahldrucker, staubarme, gut dispergierbare DrizPearls® Pigmente für die Kunststoffindustrie, ökologisch vorteilhafte Pigmentpräparationen, sowie neuartige Hostaperm® Gelbmarken für Lacke und Kunststoffe neu eingeführt. Die Ertragslage wurde durch teilweisen Preisdruck negativ beeinflusst, doch wurde dies durch erhöhte Produktivität und weitere Verbesserungen der Herstellprozesse mehr als wettgemacht. Verschiedene Investitionsprojekte bei Hochechtpigmenten legen die Basis für weiteres überdurchschnittliches Umsatzwachstum.
Geschäftseinheit Druckpigmente. Auch der Geschäftseinheit Druckpigmente gelang eine überdurchschnittliche Umsatzsteigerung. Besonders erfreulich entwickelte sich der Absatz von hochwertigen Pigmenten für den Dekor- und Verpackungsdruck. In Asien, wo Produkte aus dem Werk Tianjin besonders gefragt waren, wurde ein deutliches Wachstum erzielt. Daher wurde dort mit dem Ausbau der Kapazitäten für klassische Azopigmente begonnen. Europa zeigte ebenfalls erfreuliche Ergebnisse. Durch die Schwäche des Euro wurde das eigene Exportgeschäft begünstigt, ebenso profitierten die belieferten europäischen Druckfarbenhersteller von der schwachen Heimwährung. Hingegen litt das Geschäft in den USA unter der ungünstigen Währungssituation. Dank der guten Mengenkonjunktur und des strikten Kostenmanagements wurde gegenüber dem Vorjahr ein verbessertes Ergebnis erreicht.
Geschäftseinheit Additive. In der Geschäftseinheit Additive nahm der Umsatz mit Wachsen weiter zu. Die Anlagen waren so stark ausgelastet, dass Engpässe beseitigt werden mussten. Metallocenwachse aus der Pilotanlage in Frankfurt-Höchst erfreuten sich einer guten Resonanz. Anwendungstechnische Prüfungen brachten gute Resultate für bisher nicht bearbeitete Anwendungsgebiete. Eine Grossanlage befindet sich in Planung.
Polymeradditive verzeichneten besonders bei Lichtschutzmitteln eine positive Entwicklung. Speziell hervorzuheben sind Hostavin® Produkte für Polyolefine, Nylostab® S-EED für Polyamid und Sanduvor® Produkte für Lacke. Andererseits beeinflusste der grosse Preisdruck bei Prozessstabilisatoren das Ergebnis negativ. Halogenfreie Flammschutzmittel nahmen weiter stark zu. Sehr positiv war die Marktresonanz auch bei Produkten für technische Kunststoffe. Die Anstrengungen im technischen Marketing der letzten Jahre zahlten sich aus und führten allgemein zu positiven Kundenreaktionen.
Division Masterbatches
Die Division Masterbatches erzielte im Jahr 2000 einen Umsatz von CHF 1 145 Mio. und übertraf damit den Vorjahreswert um 8% in Schweizerfranken und 4% in Lokalwährungen. Der Betriebsgewinn erreichte mit CHF 120 Mio. den Vorjahreswert von CHF 125 Mio. nicht ganz.
| Masterbatches | 2000 | 1999 |
|---|---|---|
| in Mio CHF | ||
| Umsatz | 1145 | 1065 |
| Wachstum in CHF | +8% | |
| Wachstum in Lokalwährungen | +4% | |
| Operatives Ergebnis | 120 | 125 |
| Operative Marge | 10.5% | 11.7% |
| Investitionen | 39 | 41 |
Der zunehmende Einsatz von Farben bei Verpackungen für Kosmetika, Armaturen für Automobile bis hin zu Computern und Mobiltelefonen wirkte sich belebend aus. Die Division bietet den Kunden zunehmend auch Designerdienstleistungen an und berät die Kunden bei der Kreation und Konzeption von Farben und Oberflächenstrukturen. Das Geschäft mit global tätigen Kunden, denen dank kompletter regionaler Abdeckung eine weltweite Farbkonstanz sowie vereinfachte Beschaffung und Logistik garantiert werden kann, wurde weiter ausgebaut. Um die Auswahl, Verarbeitung und Lieferung des geeigneten Materials zu vereinfachen, wurden im Rahmen einer globalen Marketingstrategie fünf verschiedene Handelsmarken eingeführt. Neue Geschäftsmethoden wurden erfolgreich eingeführt: so wurde das elektronische Clariant Online Technical Center in Betrieb genommen, und seit Dezember 2000 beteiligt sich die Division an Omnexus™, dem wichtigsten virtuellen Marktplatz für die Spritzgussindustrie.
Trotz des wachsenden Geschäfts konnte sich die Division den teilweise ungünstigen Marktbedingungen nicht ganz entziehen: Ihre Aktivitäten wiesen infolge des Rückgangs in der Faserindustrie einen ungünstigeren Produktmix auf. Dennoch wurde das Ergebnis des Vorjahres dank strikter Kostenkontrolle, Effizienzsteigerungen und Neuentwicklungen fast erreicht.
Die Division führte eine Vielzahl neuer Produkte ein, dazu gehören auch antimikrobielle Masterbatches für den Einsatz in Badezimmerausstattungen oder Sportartikeln sowie metallfarbene Spezialmasterbatches zur Einfärbung von Skischuhen und Kosmetikartikeln.
Geschäftseinheit Europa. Die Geschäftseinheit Europa verzeichnete einen guten Geschäftsgang, der zum Jahresende in der kunststoffverarbeitenden Industrie gar noch leicht zulegte. Der hohe Marktanteil wurde erfolgreich gehalten. Das Geschäft mit Hydrocerol® Treibmitteln für geschäumte Kunststoffe wurde durch den Bau einer neuen Anlage im Werk Ahrensburg/Deutschland zielstrebig ausgebaut. Die in den USA bereits erfolgreich eingeführten Produkte für attraktive Drei-Schicht-Flaschen für den Körperpflegebereich fanden auch in Europa grosses Interesse. Das einst starke Geschäft mit Teppichfasern verlagerte sich dagegen weiter von Europa in den Mittleren Osten.
Geschäftseinheit Asien/Pazifik. Die Märkte der Geschäftseinheit Asien/Pazifik blieben auf Erfolgskurs. Sehr gute Wachstumsraten wurden in Korea, China, Taiwan und Singapur erreicht. Die Verkäufe für technische Kunststoffe erfreuten sich ebenso wie Masterbatches für Produkte der Unterhaltungselektronik und Mobilkommunikation einer sehr guten Nachfrage. Andererseits wirkte sich ein Einbruch in der PET Faserindustrie negativ aus.
Geschäftseinheit Amerika. Das Geschäft in der Geschäftseinheit Amerika startete sehr dynamisch, musste aber im zweiten Halbjahr eine deutliche Verlangsamung hinnehmen. Eine der wichtigsten Ursachen war der Produktionsrückgang der nordamerikanischen Automobilindustrie. Die Abflachung auf grosser Breite betraf aber auch Verpackungen für Konsumgüter und die Elektroindustrie. Dank neuer Produkte und einem hervorragenden Service wurde die Marktposition dennoch
gestärkt. Ab Mitte 2001 wird mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage gerechnet. Als weltweit führender Lieferant von Farb- und Additiv-Masterbatches nützte die Division den Trend zur Globalisierung und baute die Marktposition in Lateinamerika weiter aus.
Division Funktionschemikalien
Der Umsatz der Division Funktionschemikalien lag mit CHF 1 935 Mio. um CHF 110 Mio. über dem Vorjahreswert. Das Wachstum belief sich damit auf 6% in Schweizerfranken bzw. 4% in Lokalwährungen. Die Geschäftseinheiten Performance Chemicals und Prozesschemikalien trugen ebenso wie das akquisitorische Wachstum zum Umsatzzuwachs bei, während die Geschäftseinheit Waschmittelrohstoffe infolge Bereinigung der Produktpalette deutlich tiefere Umsätze verzeichnete. Das Betriebsergebnis lag mit CHF 192 Mio. unter dem Vorjahreswert von CHF 212 Mio. Hauptgrund für den Rückgang waren höhere Rohstoffkosten.
| Funktionschemikalien | 2000 | 1999 | |
|---|---|---|---|
| in Mio CHF | |||
| Umsatz | 1935 | 1825 | |
| Wachstum in CHF | +6% | ||
| Wachstum in Lokalwährungen | +4% | ||
| Operatives Ergebnis | 192 | 212 | |
| Operative Marge | 9.9% | 11.6% | |
| Investitionen | 109 | 68 |
Der Prozess der Neuausrichtung wurde im Jahr 2000 erfolgreich fortgesetzt. Dieser beinhaltet einerseits den Rückzug aus reifen Märkten und Halbspezialitäten, andererseits den massiven Ausbau von wachstumsstarken Spezialitäten.
Geschäftseinheit Waschmittelrohstoffe. Die Aktivitäten der Geschäftseinheit Waschmittelrohstoffe waren durch die Neuausrichtung des Produkteportfolios geprägt. Produkte im Umfang von mehr als CHF 100 Mio. wurden aus dem Sortiment entfernt und die entsprechenden Produktionsanlagen geschlossen. Andererseits haben sich der multifunktionelle Waschmittelbuilder SKS-6 sowie Spezialtenside für Waschpulver sehr positiv entwickelt. Die Geschäftseinheit investierte bedeutende Mittel in den Bau einer neuen Produktionsanlage für zukunftsträchtige Spezialitäten im Werk Muttenz/ Schweiz, das Mitte das Jahres 2001 den Betrieb aufnehmen wird. Neue Entwicklungsprojekte im Segment der Performance Additive für Waschmittel wurden vorangetrieben. Für zwei Grossprojekte wurde der Zuschlag
erteilt, entsprechende Anlagen werden im Jahr 2002 anlaufen.
Geschäftseinheit Performance Chemicals. Die Geschäftseinheit Performance Chemicals verzeichnete eine erfreuliche Umsatzentwicklung. Zur Steigerung trugen starke Verkäufe des Waferpoliermittels Klebosol® aus der neuen Produktionsanlage in Martin/USA bei. Die Lieferungen in die Halbleiterindustrie wiesen sehr hohe Zuwachsraten auf. Durch den Kauf der Christianson S.A./Mexiko wurde die Marktposition in der Region Nordamerika erheblich gestärkt. Dank dieser Akquisition kann der Markt mit einem breiteren Produktsortiment, insbesondere mit Polyethylenglykolen, Aminen und Derivaten versorgt werden, die bislang nur in Europa und Brasilien hergestellt wurden. Das Geschäft im Bereich Pflanzenschutz belebte sich erst zum Jahresende wieder, insbesondere auch durch Verkäufe mit neuen Formulierungsmitteln, die in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt wurden. Die Anstrengungen zur Verbesserung der Geschäftsbasis wurden fortgeführt. Die damit verbundenen Umsatzeinbussen wurden durch den Ausbau von Spezialitäten in den Geschäftssegmenten Personal Care und Kosmetik voll ausgeglichen.
Geschäftseinheit Prozesschemikalien. Die Geschäftseinheit Prozesschemikalien schloss das Jahr mit einer sehr guten Umsatzentwicklung in allen Branchen ab. Das Erdölgeschäft profitierte von der guten Entwicklung der Produkte für die Förderung von Öl und Gas in Russland. Dort wurde das Geschäft weiter ausgebaut und die Produktpalette auf neue Anwendungsgebiete ausgedehnt. Die Tochtergesellschaft T.R. Oil Services eröffnete nach Kalifornien nun auch in Texas eine Vertretung, um den interessanten Markt im Golf von Mexiko bearbeiten zu können. Produkte für die Exploration fanden aufgrund der starken Bohrtätigkeit der Ölgesellschaften eine rege Nachfrage. Der Raffineriebereich erreichte in Asien ein gutes Mengenwachstum, während sich in Europa der Wettbewerbsdruck erhöhte. Erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit Produkten für die Metallverarbeitung. Gestützt vom gutem Umsatz- und Mengenwachstum in USA und Südostasien richtete die Branche ihr Geschäft noch konsequenter auf die Anforderungen der global tätigen Kundschaft aus. Das europäische Geschäft verlief stabil. Im Bereich Bergbau verzeichneten Flotationsreagenzien für Erze, Kohle und Industriemineralien ein gutes Wachstum, insbesondere in Lateinamerika und in Russland. Auch wurde eine ganze Reihe neuer Additive für die Düngemittelindustrie entwickelt und am Markt in Europa und Südamerika eingeführt. Das Rohstoffgeschäft, vor allem mit Monoethylenglykol und Ethylenoxid, stand im Zeichen der stürmischen Entwicklungen in der Petrochemie. Das Ergebnis der Geschäftseinheit profitierte von den Mengensteigerungen und von Verbesserungen des Produktmix.
Geschäftseinheit Biozide. Im Rahmen der Akquisition von BTP wurde die neue Geschäftseinheit Biozide geschaffen, welche die Geschäfte der früheren Nipa Laboratories Ltd. umfasst und über gute Marktpositionen bei Konservierungs- und Desinfektionsmitteln verfügt. Besonders in den Segmenten Farben und Lacke sowie Körperpflegemittel wurden gute Umsätze verzeichnet. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag auf dem Ausbau von massgeschneiderten Lösungen, deren Akzeptanz im Markt wuchs. Auch in Zukunft werden kundenspezifische Formulierungen, welche über den Verkauf einzelner aktiver Substanzen hinausgehen, verstärkt. Durch die Integration der Biozide in die Division können Synergien genützt werden, z.B. bei gemeinsamen Kunden im Bereich Personal Care. Zur Unterstützung der steigenden Nachfrage nach neuen Formulierungen wurden in Lateinamerika und USA Labors eingerichtet.
Division Life Science & Elektronikchemikalien Die Tätigkeit der Division Life Science & Elektronikchemikalien wurde durch die Übernahme und Integration der Feinchemieaktivitäten von BTP plc geprägt. Die akquirierten Geschäfte liessen den Umsatz der Division auf CHF 1 651 Mio. ansteigen, was einer Zunahme von 52% in Schweizerfranken und 47% in Lokalwährungen entspricht. Ohne Akquisitionseffekt betrug das Wachstum 7% in Schweizerfranken und 2% in Lokalwährungen. Der Betriebsgewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 47% auf CHF 125 Mio. Die operative Gewinnmarge lag mit 7,6% knapp unter dem Vorjahr und erreichte das gewünschte Niveau noch nicht. Der Ertrag wurde u.a. durch Kosten für nicht ausgelastete Kapazitäten und steigende Rohmaterialpreise beeinträchtigt. Notwendige Massnahmen zur Verbesserung der Situation wurden eingeleitet.
| Life Science & Elektronikchemikalien 2000 | 1999 | ||
|---|---|---|---|
| in Mio CHF | |||
| Umsatz | 1651 | 1087 | |
| Wachstum in CHF | +52% | ||
| Wachstum in Lokalwährungen | +47% | ||
| Operatives Ergebnis | 125 | 85 | |
| Operative Marge | 7.6% | 7.8% | |
| Investitionen | 158 | 114 |
Die Akquisition der Aktivitäten von BTP verstärkte die Position von Clariant insbesondere bei Aktivsubstanzen für die Pharmaindustrie deutlich. Mit der Übernahme wurden Produktionsstätten in den USA, Italien, Frankreich und Grossbritannien erworben, wodurch die Basis von Clariant mit Werken in Deutschland, Frankreich, Brasilien und Indien in idealer Weise ergänzt wurde.
Geschäftseinheit Elektronikmaterialien. Die Geschäftseinheit Elektronikmaterialien kann als Resultat von guten Marktbedingungen und der Einführung einer grossen Anzahl neuer Produkte auf ein sehr erfolgreiches Jahr mit einem zweistelligen Umsatzwachstum und einer überproportionalen Steigerung des Ergebnisses zurückblicken. In den USA wurde in Branchburg/N.J. eine neue Produktionsanlage in Betrieb genommen und von Beginn weg gut ausgelastet. Das Halbleitersegment verzeichnete weltweit gute Geschäfte. Nachdem in Asien der Aufschwung bereits 1999 eingesetzt hatte, wurde auch in den USA eine bedeutende Steigerung registriert. Eine neue Generation von Deep UV Photoresist für minimalste Strukturen wurde bei mehreren Kunden erfolgreich eingeführt. Besonders gefragt waren Photoresiste für die Herstellung von Flachbildschirmen, bei denen sich das Wachstum ungebrochen fortsetzte und die Geschäftseinheit ihre Marktführerschaft weiter ausbauen konnte. Das Geschäft mit Antireflexionsschichten legte in allen Bereichen zu. Mit neuartigen Folien für Flüssigkeitskristallanzeigen wurde ein neues Marktsegment erschlossen.
Geschäftseinheit Life Science Molecules. Im Zuge der Integration der Aktivitäten von BTP wurde die neue Geschäftseinheit Life Science Molecules gebildet. Diese umfasst die Geschäfte der bisherigen Clariant Geschäftseinheit Life Science Zwischenprodukte sowie das von BTP stammende Feinchemikaliengeschäft, das unter dem Dach von Archimica zusammengefasst war. Die Aktivitäten wurden schnell und erfolgreich integriert und auf verschiedene Marktsegmente ausgerichtet, um einen einheitlichen, kundenorientierten Marktauftritt zu gewährleisten. Dazu wurden die Sektoren Pharma, Agro und Spezialitäten Feinchemikalien gebildet.
Als Folge der regen Fusionsaktivitäten in der Pharmaindustrie entstanden überdurchschnittlich hohe Lagerbestände, und allzu ambitiöse Verkaufspläne wirkten sich negativ auf die Abnahmemenge der Kunden aus. Zusätzliche, vorübergehende Negativeffekte ergaben sich aus zeitlichen Verzögerungen bei der Zulassung neuer Produkte und neuer Anlagen. Dank der guten Zusammenarbeit und der wachsenden Akzeptanz der neuen Geschäftseinheit bei den Kunden von Clariant konnten jedoch neue
Projekte initiiert werden. Ein gutes Drittel der verfolgten Pharmaprojekte befindet sich gegenwärtig in der klinischen Phase III oder in der Markteinführung.
Die Agroindustrie war durch Restrukturierungen und Fusionsaktivitäten geprägt. Durch die Kombination der bisherigen starken Position von Clariant mit den Aktivitäten von BTP zählen die namhaften Vertreter der Agroindustrie praktisch lückenlos zur Kundschaft. Die Geschäftseinheit ist damit hervorragend für einen Aufschwung gerüstet und wird den Trend der Industrie, die Produktion von Zwischenprodukten auszulagern, vorteilhaft nützen können. Trotz Verzögerungen in einem bedeutenden Projekt, in welchem der Kunde auf die Bewilligung der Behörden für das Endprodukt wartet, wurden im Geschäft mit Agrozwischenprodukten gute Fortschritte erzielt, speziell bei Fungiziden. Zu den Erfolgen zählt auch die Neueinführung von sieben neuen Molekülen, die auf exklusiver Basis produziert werden.
Die Geschäftseinheit tätigte bedeutende Investitionen in neue Produktionsanlagen für Fluoraromaten, Phenylhydrazine und Isochromanon, welche in Zukunft wesentlich zum Wachstum beitragen werden.
Das Geschäft mit Feinchemikalien Spezialitäten verzeichnete ein erfolgreiches Jahr. Dazu trug ein gutes Wachstum von Glyoxalsäure und von Produkten auf Silikonbasis bei. Für die Photoindustrie wurde eine Anzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten identifiziert; zur Erschliessung dieses Potentials wurde ein neues Team gebildet.
Geschäftseinheit Spezialitäten Zwischenprodukte. Die Geschäftseinheit Spezialitäten Zwischenprodukte verzeichnete ein sehr schwieriges Geschäftsjahr, wodurch das Ergebnis der gesamten Division negativ beeinflusst wurde. Diese der Division aus technischen und logistischen Gründen zugeordnete Geschäftseinheit stellt standardisierte, relativ gering veredelte Zwischenprodukte für die chemische Industrie her, die von intensivem Wettbewerb mit Druck auf die Preise und von teilweisen Volumenrückgängen geprägt waren. Zusätzlich litt die Geschäftseinheit vor allem im zweiten Halbjahr unter deutlich gestiegenen Rohmaterialpreisen, insbesondere für Essigsäure. Ausserdem führte ein ungeplanter Produktionsunterbruch zu einem Ertragsausfall. Massnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der unbefriedigenden Ertragssituation wurden eingeleitet.
Division Celluloseether & Polymerisate Die Division Celluloseether & Polymerisate erzielte im Jahr 2000 einen Umsatz von CHF 1 155 Mio., was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 13% in Schweizerfranken und 12% in Lokalwährungen entspricht. Darin widerspiegeln sich die deutlich gesteigerten Mengen als Folge der Erhöhung der Marktanteile sowie in geringerem Umfang die gestiegenen Preise. 2000 war für die Division ein Jahr, in dem die grossen Erfolge bei der Verbesserung der operativen Abläufe sowie im Ausbau der Marktpositionen durch drastische Preiserhöhungen bei den Schlüsselrohstoffen stark geschmälert wurden. Als Folge ging der Betriebsgewinn auf CHF 106 Mio. zurück.
| Celluloseether & Polymerisate | 2000 | 1999 |
|---|---|---|
| in Mio CHF | ||
| Umsatz | 1155 | 1026 |
| Wachstum in CHF | +13% | |
| Wachstum in Lokalwährungen | +12% | |
| Operatives Ergebnis | 106 | 121 |
| Operative Marge | 9.2% | 11.8% |
| Investitionen | 28 | 58 |
Schwerpunkt der Tätigkeit war die Effizienzsteigerung in der Produktion. Mit gezieltem Mitteleinsatz wurden durch Prozessverbesserungen und Beseitigung von Engpässen deutliche Kapazitätsausweitungen erreicht. Diese Massnahmen, das Mengenwachstum und realisierte Preiserhöhungen reichten jedoch nicht aus, um die massiven Preissteigerungen bei den Rohstoffen auszugleichen. Dennoch ist die Division für das laufende Jahr optimistisch. Zwar stiegen die Preise für den Hauptrohstoff Vinylacetatmonomer weiter. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass dieser Anstieg im zweiten Quartal 2001 zum Stillstand kommt. Durch konsequentes Ausweiten der Massnahmen zur Steigerung der Effizienz an allen Standorten erhofft sich die Division eine deutliche Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und der Ertragssituation.
Geschäftseinheit Celluloseether/Dispersionspulver. Die Geschäftseinheit Celluloseether/Dispersionspulver arbeitete verstärkt daran, die neu geschaffenen Kapazitäten für ein gesteigertes Wachstum zu nutzen. Die neue Anlage für Hydroxiethylcellulose (HEC) erfüllte die Erwartungen und ermöglichte ein qualitativ hochstehendes Angebot zusätzlicher Handelsmarken. Mit dem erweiterten HEC-Sortiment wurde in allen Regionen ein überdurchschnittliches Marktwachstum
erzielt. Bei Methylcellulose (MC) wurde der hohe Marktanteil in Europa gehalten, die Geschäfte in Nord- und Südamerika entwickelten sich positiv. Die neue Anlage für Mowilith® Pulver erreichte bereits im ersten Jahr ihre Nennproduktionsleistung. Die erfolgreiche Einführung neuer Typen sicherte einen überdurchschnittlichen Marktzuwachs. Insgesamt entwickelte sich die Geschäftseinheit sowohl beim Umsatz sowie auch beim Ertrag sehr gut.
Geschäftseinheit Dispersionen. In der Geschäftseinheit Dispersionen lag der Schwerpunkt der Tätigkeit in der Verbesserung der Effizienz. Als besondere Erfolge können die Massnahmen zur Prozessverbesserung als auch zur Beseitigung von Engpässen in Produktionsanlagen angeführt werden. Mit geschickten Investitionen wurden an mehreren Standorten deutliche Kapazitätserhöhungen erreicht. Ausserdem führte die Optimierung der Supply Chain Prozesse zu einer erheblichen Erhöhung der Verfügbarkeit der Anlagen. Durch Integration der Managementprozesse mit modernen Informationssystemen wurden Durchlaufzeiten verkürzt, die Auslastung der Anlagen erhöht, sowie die Anzahl der mit den Supply Chain Prozessen betrauten Mitarbeiter verringert. Dieser Erfolg ist um so bemerkenswerter, als es bei der deutlich erhöhten Auslastung weiterhin möglich ist, bei einem stark durch Auftragsproduktion geprägten Geschäft die rechtzeitige Lieferung sicherzustellen.
Forschung und Entwicklung wurden so ausgerichtet, dass nunmehr die Schwerpunkte auf der schnellen Markteinführung von neuen Lösungen auf der Basis des umfangreichen Know-hows in der Polymerisation liegen. Durch konsequente Ausrichtung aller Projekte auf konkrete Kundenbedürfnisse und durch enge Kooperation mit Kunden wurde eine Reihe von neuen Produkten im Markt eingeführt, die mit attraktiven Margen zum Ergebnis beitrugen. Infolge starker Preiserhöhungen bei Monomeren wurde das höchste Preisniveau seit der ersten Hälfte der 80er Jahre erreicht. Entsprechend fiel das Ergebnis im Jahr 2000 unbefriedigend aus. Die konsequente Fortführung der Massnahmen zur Effizienzsteigerung wird in 2001 zu einer deutlichen Verbesserung führen.
Geschäftseinheit Polyvinylalkohol/Polyvinylbutyral. In der Geschäftseinheit Polyvinylalkohol/Polyvinylbutyral wurde das gute Ertragsniveau der vergangenen Jahre, jedoch auf einem etwas niedrigeren Niveau, gehalten. In der Produktionsanlage von Polyvinylalkohol wurde durch eine erneute Investition der Energieverbrauch im Regenerationskreislauf deutlich gesenkt.
Dieser Produktionsprozess sucht hinsichtlich der Effizienz der Energieausbeute seinesgleichen. Bei Polyvinylbutyral wurde zu Beginn des Jahres ein Engpass in einer Produktionsstrasse beseitigt, wodurch die Kapazität dieser Anlage verdoppelt wurde. Erfreulicherweise wurde diese Zusatzkapazität schon im ersten Jahr voll ausgelastet. Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden die Anstrengungen deutlich erhöht. So weist das gegenwärtige Projektportfolio eine Reihe von neuen Produkten auf, die im nächsten Jahr mit nennenswerten Mengen zur Markteinführung kommen werden.
Corporate
Der Konzernaufwand betrug CHF 82 Mio., währenddem im Vorjahr ein Aufwand von CHF 42 Mio. ausgewiesen wurde. Der Vorjahreswert wurde durch einen ausserordentlichen Ertrag im Zusammenhang mit dem Ausgleich der gegenseitigen Ansprüche betreffend dem Kauf des Geschäftsbereichs Spezialchemikalien von Hoechst in der Höhe von CHF 34 Mio. begünstigt. Auf vergleichbarer Basis war der Konzernaufwand damit relativ konstant.
Goodwillamortisation
Die Abschreibung auf dem Goodwill betrug CHF 125 Mio. gegenüber CHF 18 Mio. des Jahres 1999. Die Steigerung ist in der Übernahme der BTP plc begründet. Der Goodwill aus dieser Transaktion beträgt CHF 2 702 Mio. und wird im Hinblick auf die strategische Bedeutung der Akquisition über eine Zeitspanne von 20 Jahren amortisiert. Im Jahr 2000 wurde der Goodwill seit der Konsolidierung am 1. März, also für einen Zeitraum von 10 Monaten, abgeschrieben.
Clariant adaptierte im Jahr 2000 die revidierte Regel IAS 22. Gemäss dieser Rechnungslegungsvorschrift wurde der Goodwill aus der Mitte 1997 erfolgten Übernahme des Geschäftsbereiches Spezialchemikalien von Hoechst retroaktiv abgeschrieben. Damit entfällt die entsprechende, jährlich wiederkehrende Amortisation von CHF 34 Mio. Die Jahresrechnung des Vorjahres wurde dementsprechend angepasst; sämtliche Vergleiche in diesem Lagebericht erfolgen gegen die angepasste Rechnung des Vorjahres.
Im Hinblick auf die gegenwärtige intensive Diskussion über die Behandlung des Goodwills in der Konzernbilanz wird Clariant im Laufe des Jahres die Behandlung des Goodwills überprüfen.
Finanzergebnis
Die Nettofinanzschuld ist im vergangenen Jahr durch den Erwerb von BTP stark angestiegen und betrug per Ende des Jahres CHF 5 138 Mio. gegenüber CHF 2 779 Mio. am Bilanzstichtag des Vorjahres. Die Nettofinanzschuld, welche sich zur Jahresmitte auf CHF 5 999 Mio. belief, wurde im zweiten Semester um CHF 861 Mio. abgebaut. Davon ist mit CHF 420 Mio. knapp die Hälfte der Reduktion den erfolgreichen Umtausch der Wandelanleihe zurückzuführen. Die Generierung von freiem Cashflow aus operativer Tätigkeit stellte das andere wesentliche Element für die Rückführung der Finanzschulden im zweiten Halbjahr dar.
Das Finanzergebnis verzeichnete einen Aufwand von CHF 273 Mio. gegenüber CHF 193 Mio. im Vorjahr. Hauptgrund für die Veränderung ist die Zunahme des Nettozinsaufwandes, welcher infolge der höheren Nettoverschuldung auf CHF 257 Mio. gegenüber CHF 177 Mio. des Vorjahres anstieg. Bezogen auf die durchschnittliche Nettofinanzschuld betrug die Verzinsung 5.2% und war damit gegenüber dem Vorjahr um 0.8% tiefer. Diese Reduktion reflektiert die Allokation der zusätzlichen Verschuldung in niedrig verzinslichen Währungen. Der überwiegende Teil der finanziellen Verpflichtungen ist langfristig zu festen Zinssätzen finanziert.
Das operative Ergebnis deckte den Nettozinsaufwand 3.9 mal, damit ist der Zinsdeckungsgrad nach wie vor solid. Gegenüber dem deutlich höheren Vorjahresfaktor von 6.0 mal widerspiegelt dies jedoch die Nutzung der kostengünstigen Finanzierung mit Fremdkapital. Der Zinsdeckungsgrad auf Basis des Gewinnes vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) ermässigte sich von 9.3 mal auf 6.4 mal.
Steuern
Clariant etablierte und unterhält eine steuerlich effiziente Organisationsstruktur. Der Steueraufwand reduzierte sich auf CHF 224 Mio. gegenüber CHF 275 Mio. im Vorjahr. Der Steuersatz vor Goodwillabschreibung reduzierte sich von 30.9% auf 26.0%.
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Gewinn vor Steuern und | ||
| Minderheitsanteilen | 737 | 871 |
| Steuern | 224 | 275 |
| Effektiver Steuersatz | 30.4% | 31.6% |
| Gewinn vor Goodwillabschreibung, | ||
| Steuern und Minderheitsanteilen | 862 | 889 |
| Steuern | 224 | 27 |
| Steuersatz vor Goodwillabschreibung | 26.0% | 30.9% |
Hauptgrund für die tiefere Steuerbelastung war die deutsche Steuerreform. Durch die Auflösung von nicht mehr benötigten latenten Steuerrückstellungen im Jahr 2000 konnte eine einmalige, nicht wiederkehrende Reduktion des Steueraufwandes um CHF 43 Mio. erreicht werden.
Infolge des Wegfalles dieses Sonderfaktors wird die Steuerrate vor Goodwillabschreibung im Jahr 2001 voraussichtlich in der Grössenordnung von 32% liegen.
Gewinn pro Aktie und Dividende
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien stieg per Jahresende auf 15 344 000 Titel an, die Differenz zum Vorjahreswert von 14 600 828 Titeln erklärt sich durch den vollständigen Umtausch der Wandelanleihe in Aktien. Vom statutarischen Aktienkapital von 15 344 000 Titeln waren am Jahresende 15 287 524 Aktien im Umlauf, die übrigen 56 476 Titel waren im Eigenbesitz des Konzerns.
Die für die Berechnung des Gewinns pro Aktie massgebende durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien belief sich im Jahr 2000 auf 14 786 367 Titel gegenüber 14 273 300 im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie beträgt demnach CHF 34.14 gegenüber CHF 41.13 im Vorjahr.
Der zunehmend beachtete Gewinn pro Aktie vor Goodwillamortisation, die sogenannten «Cash Earnings per share», erhöhte sich auf CHF 42.61 gegenüber CHF 42.39 im Vorjahr.
Der Verwaltungsrat schlägt den Aktionären vor, eine Dividende von CHF 11 pro Namenaktie auszubezahlen. Dies ergibt eine Dividendensumme von CHF 169 Mio. und entspricht 33% des Konzerngewinnes. Die Ausschüttungsquote vom Konzerngewinn vor Goodwillabschreibung beträgt 27%.
Bilanz
Die Bilanzsumme erhöhte sich als Folge der Übernahme von BTP plc deutlich und belief sich am Jahresende auf CHF 12 947 Mio.. Die Eigenkapitalquote lag am Jahresende bei 27.6% und übertraf damit den Vorjahreswert von 26.7% leicht.
Das erhöhte Nettobetriebsvermögen widerspiegelt den Erwerb von BTP plc ebenfalls und belief sich am Jahresende auf CHF 8 805 Mio. gegenüber CHF 5 658 Mio. im Vorjahr. Der Kapitalumschlag, welcher den Umsatz ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Nettobetriebsvermögen setzt, betrug unverändert 1.5 mal.
Das Verhältnis der Nettofinanzschulden zu Eigenkapital (Gearing) betrug zur Jahresmitte 204% und wurde im zweiten Halbjahr durch finanzielle und operative Massnahmen zielstrebig auf 144% reduziert. Die Steigerung
gegenüber dem Vorjahreswert von 100% reflektiert die Nutzung der Bilanz zur kostengünstigen Fremdfinanzierung des Konzerns.
Das Nettoumlaufsvermögen, definiert als Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, betrug am Jahresende CHF 3 087 Mio.. Zur Jahresmitte lag der Wert bei CHF 3 509 Mio., im zweiten Halbjahr wurden verschiedene Massnahmen zur Reduktion der Warenlager und Debitoren getroffen und erfolgreich umgesetzt. Eine weitere Verbesserung der Bewirtschaftung des Umlaufvermögens wird erlauben, in Zukunft weitere Mittel freizusetzen.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf CHF 535 Mio., was rund 5.1% des Umsatzes entspricht. Im Vorjahr wurden CHF 425 Mio. oder 4.6% vom Umsatz investiert.
Die bedeutendsten Investitionen betrafen neue Anlagen für Fluoraromaten, Phenylhydrazine und Isochromanone für die Life Science Industrie sowie eine neue Produktionsanlage für zukunftsträchtige Spezialitäten, welche in der Waschmittelindustrie zum Einsatz kommen werden.
Clariant wird auch in Zukunft eine Investitionsquote von etwa 4–5% des Umsatzes beibehalten.
Personal
Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belief sich am Jahresende 31 546. Im Vergleich zum Vorjahresbestand von 28 993 entspricht dies einer Zunahme um 2 553 oder 9%. Die Veränderung widerspiegelt einerseits den Zugang infolge Akquisitionen um rund 2 900 Mitarbeitende, andererseits die Reduktion infolge von Optimierungs- und Reorganisationsmassnahmen.
Der Personalaufwand lag mit CHF 2 395 Mio. um 10% über dem Vorjahreswert von CHF 2 168 Mio.
Forschung und Entwicklung
Innovative Produkte ermöglichen neuartige, hervorragende Effekte, erleichtern dem Kunden die Anwendung und zeichnen sich durch hohe Umweltfreundlichkeit aus. Neue Produkte sind daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Clariant. Aus diesem Grund werden die Initiativen für Forschung und Entwicklung mit unverminderter Intensität fortgesetzt. Im Jahr 2000 wurden für Forschung und Entwicklung CHF 414 Mio. aufgewendet, gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um CHF 52 Mio. oder 14%.
| Forschung und Entwicklung | 2000 | 1999 |
|---|---|---|
| Aufwand in Mio CHF | 414 | 362 |
| in % vom Umsatz | 3.9% | 3.9% |
Clariant hat bisher etwa 4% des Umsatzes in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investiert und beabsichtigt, dies in Zukunft beizubehalten. Diese Investitionen sind Grundlage für weiteres Wachstum und zukünftige Rentabilitätsverbesserungen.
Entsprechend der strategischen Ausrichtung von Clariant werden die Forschungsmittel vor allem in den Wachstumsgebieten Feinchemikalien und Spezialitäten zum Ausbau der Produktepalette eingesetzt, hingegen wird der unterdurchschnittliche Aufwand bei Semispezialitäten vor allem zur Prozessoptimierung verwendet. Schwerpunkte der Innovationstätigkeit liegen in der Division Life Science & Elektronikchemikalien, welche mehr als einen Viertel der Aufwendungen beansprucht, sowie bei Pigmenten & Additiven.
Die Forschungs- und Entwicklungsstrategie des Konzerns besteht darin, sich sowohl auf neuen als auch auf bestehenden Märkten mit innovativen, auf Kundenbedürfnisse abgestimmten Lösungen vom Wettbewerb abzuheben. Dazu werden Produkte, Produktionsverfahren, Anwendungs- und Prozesstechnologien stetig verbessert.
Garantie für die maximale Marktnähe ist die direkte Einbindung der Forschungsaktivitäten, welche durch mehr als 1 650 motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbracht werden, in die einzelnen Geschäftseinheiten. Eine zentrale Koordination stellt sicher, dass bereichsübergreifende Synergien genutzt, das Wissen ausgetauscht und darüber hinaus neue Technologieentwicklungen frühzeitig erkannt und rechtzeitig in die divisionalen Strategien einbezogen werden. Zudem werden Forschungsprojekte regelmässig auf Zielerfüllung und Marktrelevanz überprüft.
Umstellung auf den Euro
Im Hinblick auf die Einführung des Euro als Zahlungsmittel in elf Mitgliedstaaten der Europäischen Union ab dem 1. Januar 2002 wurden umfangreiche Vorbereitungsarbeiten geleistet. Sämtliche Geschäftsabläufe, insbesondere auch Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und
Banken sowie Preislisten und Verträge, wurden auf Auswirkungen im Hinblick auf die Einführung des Euro überprüft. Entsprechende Vorkehrungen, speziell auch im Bereich der Informationssysteme, wurden weltweit in sämtlichen betroffenen Gesellschaften des Konzerns vorgenommen.
Die Massnahmen verliefen bisher plangemäss und Clariant erwartet keine operationellen oder technischen Schwierigkeiten in bezug auf die Einführung des Euro.
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Ab dem 1. Januar 2001 wird Clariant den IAS Rechnungslegungsstandard 39 betreffend der Rechnungslegung von derivativen Instrumenten und Absicherungsaktivitäten anwenden. Die dafür notwendigen Massnahmen wurden getroffen. Die Konzernleitung ist der Ansicht, dass die Anwendung dieses Standards keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.
Ausblick
Das laufende Jahr wird für Clariant neue Herausforderungen bringen: Nach etwas schwächerem Jahresbeginn, im wesentlichen verursacht durch die schwierige Situation der Automobilindustrie, wird davon ausgegangen, dass im Jahresverlauf die Märkte für Clariant Produkte an Dynamik gewinnen. Nach mehreren Quartalen mit deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen wird sich voraussichtlich ab dem zweiten Quartal eine Entspannung einstellen. Schwierig zu prognostizieren ist der Einfluss der Wechselkurse. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich diese im laufenden Jahr weniger positiv auswirken. Clariant blickt dennoch optimistisch in die Zukunft: Die starke Basis erlaubt es, die Herausforderungen der Märkte mit Zuversicht anzupacken. Insbesondere in den strategischen Wachstumsgebieten rechnet Clariant mit einer dynamischen Entwicklung des Geschäfts.
Vorausschauende Aussagen
Es können bestimmte Ereignisse eintreten, die zu einer materiellen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht gemachten Voraussagen führen könnten; deswegen sind sämtliche in diesem Bericht enthaltenen, vorausschauenden Aussagen eingeschränkt. Investoren werden darauf hingewiesen, dass alle vorausschauenden Aussagen Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Verschiedene Umstände können zu materiellen Abweichungen in den tatsächlichen Ergebnissen führen. Dazu gehören auch der Zeitpunkt und die Bedeutung neuer Produkteinführungen, Preisstrategien von Konkurrenten, die Fähigkeit des Konzerns, weiterhin von den Lieferanten adäquate Produkte zu akzeptierbaren Bedingungen zu erhalten, die Fähigkeit, die Finanzierungsbedürfnisse zu befriedigen und die Liquidität sicherzustellen, Veränderungen der gesetzlichen Vorschriften oder im politischen und sozialen Umfeld, in welchem sich der Konzern bewegt, oder wirtschaftliche und technische Trends, oder Bedingungen einschliesslich Währungsschwankungen, Inflation und Konsumverhalten auf globaler, regionaler und nationaler Ebene.
Konzern-Bilanzen
per 31. Dezember 2000 und 1999
| Total Aktiven | 12 947 | 100.0 | 10 388 | 100.0 | 10 980 | 100.0 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Total Umlaufvermögen | 4 773 | 36.9 | 5 156 | 49.6 | 5 156 | 47.0 | |
| Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen | 309 | 824 | 824 | ||||
| Andere Forderungen | 10 | 516 | 439 | 439 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9 | 1 680 | 1 810 | 1 810 | |||
| Vorräte | 8 | 2 268 | 2 083 | 2 083 | |||
| Umlaufvermögen | |||||||
| Total Anlagevermögen | 8 174 | 63.1 | 5 232 | 50.4 | 5 824 | 53.0 | |
| Übrige finanzielle Anlagen | 7 | 97 | 62 | 62 | |||
| Latente Steuern | 6 | 451 | 480 | 480 | |||
| Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften | 5 | 451 | 471 | 471 | |||
| Immaterielle Anlagen | 4 | 2 755 | 160 | 752 | |||
| Sachanlagen | 3 | 4 420 | 4 059 | 4 059 | |||
| Anlagevermögen | |||||||
| Aktiven | * | ||||||
| Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | ||
| angepasst | |||||||
| 2000 | 1999 | 1999 | |||||
| 31. Dezember | 31. Dezember | 31. Dezember |
* Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil des Konzern-Rechnungsabschlusses.
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
| Eigenkapital | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktienkapital | 12 | 767 | 730 | 730 | |||
| Eigene Aktien (Nennwert) | –3 | –14 | –14 | ||||
| Reserven | 2 803 | 2 057 | 2 649 | ||||
| Total Eigenkapital | 3 567 | 27.5 | 2 773 | 26.7 | 3 365 | 30.6 | |
| Anteile Minderheitsaktionäre | 100 | 0.8 | 106 | 1.0 | 106 | 1.0 | |
| Fremdkapital | |||||||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 13 | 3 888 | 2 789 | 2 789 | |||
| Latente Steuern | 6 | 746 | 808 | 808 | |||
| Andere Verbindlichkeiten | 14 | 868 | 730 | 730 | |||
| Total langfristige Verbindlichkeiten | 5 502 | 4 327 | 4327 | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 861 | 852 | 852 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 15 | 1 559 | 814 | 814 | |||
| Geschuldete Steuern | 125 | 41 | 41 | ||||
| Andere Verbindlichkeiten | 16 | 1 233 | 1 475 | 1 475 | |||
| Total kurzfristige Verbindlichkeiten | 3 778 | 3 182 | 3 182 | ||||
| Total Fremdkapital | 9 280 | 71.7 | 7 509 | 72.3 | 7 509 | 68.4 | |
| 12 947 | 100.0 | 10 388 | 100.0 | 10 980 | 100.0 |
* Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil des Konzern-Rechnungsabschlusses.
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
Konzern-Erfolgsrechnungen
2000 und 1999
| 2000 | 1999 | 1999 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| angepasst | |||||||
| Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | ||
| * | |||||||
| Umsatz | 10 583 | 100.0 | 9 256 | 100.0 | 9 256 | 100.0 | |
| Herstellkosten der verkauften Waren | –6 948 | –5 997 | –5 997 | ||||
| Bruttoergebnis | 3 635 | 34.3 | 3 259 | 35.2 | 3 259 | 35.2 | |
| Marketing und Vertrieb | –1 534 | –1 359 | –1 359 | ||||
| Forschung und Entwicklung | –414 | –362 | –362 | ||||
| Erträge von assoziierten Gesellschaften | 5 | 50 | 86 | 86 | |||
| Administration und allgemeine Unkosten | –602 | –542 | –542 | ||||
| Operatives Ergebnis vor Abschreibung auf Goodwill | 1 135 | 10.7 | 1 082 | 11.7 | 1 082 | 11.7 | |
| Abschreibungen auf Goodwill | –125 | –18 | –52 | ||||
| Operatives Ergebnis nach Abschreibung auf Goodwill | 1 010 | 9.5 | 1 064 | 11.5 | 1 030 | 11.1 | |
| Finanzergebnis | 20 | –273 | –193 | –193 | |||
| Gewinn vor Steuern und Minderheitsanteilen | 737 | 871 | 837 | ||||
| Steuern | 21 | –224 | –275 | –275 | |||
| Gewinn vor Minderheitsanteilen | 513 | 4.9 | 596 | 6.4 | 562 | 6.1 | |
| Minderheitsanteile | –8 | –9 | –9 | ||||
| Konzerngewinn | 505 | 587 | 553 | ||||
| Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) | 22 | 34.14 | 41.13 | 38.77 | |||
| Verwässerter Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) | 22 | 33.22 | 39.32 | 37.08 | |||
* Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil des Konzern-Rechnungsabschlusses. Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
Konzern-Geldflussrechnungen
2000 und 1999
| 2000 | 1999 | 1999 | |
|---|---|---|---|
| angepasst | |||
| Mio CHF | Mio CHF | Mio CHF | |
| Konzerngewinn | 505 | 587 | 553 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 506 | 546 | 546 |
| Abschreibungen auf immateriellen Anlagen | 141 | 36 | 70 |
| Veränderung langfristige Verbindlichkeiten | –64 | 186 | 186 |
| Übrige nicht geldwirksame Veränderungen | 18 | –84 | –84 |
| Geldfluss vor Veränderung des Netto-Umlaufvermögens | 1 106 | 1 271 | 1 271 |
| Veränderung Vorräte | –102 | 71 | 71 |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übriges Umlaufvermögen | 194 | 204 | 204 |
| Veränderung kurzfristige Finanzanlagen | – | 3 | 3 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –92 | –122 | –122 |
| Übrige | –154 | –383 | –383 |
| Geldfluss aus betrieblichen Aktivitäten | 952 | 1 044 | 1 044 |
| Investitionen in Sachanlagen | –535 | –425 | –425 |
| Veränderung immaterielle Anlagen und Finanzanlagen | –38 | –19 | –19 |
| Veräusserung von Sach- und immateriellen Anlagen | 92 | 47 | 47 |
| Akquisitionen von Firmen, Arbeitsgebieten und Anteilen | |||
| (ohne erworbene flüssige Mittel) | –2 942 | –94 | –94 |
| Akquisitionen von Minderheitsanteilen | – | –31 | –31 |
| Erhaltene Dividenden | 50 | 56 | 56 |
| Geldfluss aus Investitions-Aktivitäten | –3 373 | –466 | –466 |
| Kapitalerhöhung | 424 | 31 | 31 |
| Transaktionen mit eigenen Aktien | 130 | 15 | 15 |
| Veränderung langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1 210 | –218 | –218 |
| Veränderung kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 295 | 44 | 44 |
| Dividendenausschüttung an Dritte | –146 | –131 | –131 |
| Geldfluss aus Finanzierungs-Aktivitäten | 1 913 | –259 | –259 |
| Währungsdifferenz auf flüssigen Mitteln | –7 | 15 | 15 |
| Netto-Veränderung der flüssigen Mittel und kurzfristigen Geldanlagen | –515 | 334 | 334 |
| Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen am Anfang der Periode | 824 | 490 | 490 |
| Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen am Ende der Periode | 309 | 824 | 824 |
| Zusätzliche Informationen zu den Konzern-Geldflussrechnungen: | |||
| Bezahlte Zinsen | –243 | –177 | –177 |
| Bezahlte Ertragssteuern | –221 | –146 | –146 |
Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil des Konzern-Rechnungsabschlusses. Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals
| in Mio CHF | Agio | Zurück- behaltene Gewinne |
Kumulative Umrech- nungs- |
Total Reserven |
Total Aktien- kapital |
Eigene Aktien Nennwert |
Total Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31. Dezember 1998 | 1 339 | 733 | differenzen –86 |
1 986 | 727 | –15 | 2 698 |
| Auswirkung des revidierten IAS 19 | 4 | 4 | 4 | ||||
| Dividende an Dritte | –131 | –131 | –131 | ||||
| Dividende auf eigene Aktien | 2 | 2 | 2 | ||||
| Kapitalerhöhung aus Ausübung von Wandelrechten | 29 | 29 | 3 | 32 | |||
| Transaktionen mit eigenen Aktien | 14 | 14 | 1 | 15 | |||
| Umrechnungsdifferenzen | 192 | 192 | 192 | ||||
| Konzerngewinn | 553 | 553 | 553 | ||||
| Stand 31. Dezember 1999 | 1 382 | 1 161 | 106 | 2 649 | 730 | –14 | 3 365 |
| Auswirkung des revidierten IAS 22 | –592 | –592 | –592 | ||||
| Dividende an Dritte | –146 | –146 | –146 | ||||
| Dividende auf eigene Aktien | 1 | 1 | 1 | ||||
| Kapitalerhöhung aus Ausübung von Wandelrechten | 387 | 387 | 37 | 424 | |||
| Transaktionen mit eigenen Aktien | 119 | 119 | 11 | 130 | |||
| Umrechnungsdifferenzen | –120 | –120 | –120 | ||||
| Konzerngewinn | 505 | 505 | 505 | ||||
| Stand 31. Dezember 2000 | 1 888 | 929 | –14 | 2 803 | 767 | –3 | 3 567 |
Die Erläuterungen im Anhang sind Bestandteil des Konzern-Rechnungsabschlusses.
Anhang der Konzernrechnung
1. Grundsätze für die Konzern-Rechnungslegung
Einleitung
Die finanzielle Berichterstattung des Clariant Konzerns erfolgt in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Committee (IASC) formulierten Normen.
Konsolidierungskreis
In die Konsolidierung werden jene Gesellschaften vollumfänglich einbezogen, bei denen die Clariant AG, Muttenz, eine direkte oder indirekte mehrheitliche Kapital-Beteiligung hält und im Besitz der Mehrheit der Stimmrechte ist oder anderweitig direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss ausübt.
Assoziierte Unternehmen, das heisst Minderheitsbeteiligungen mit einem Kapitalanteil von 20% bis 50%, werden nach der Equity-Methode konsolidiert, sofern ein massgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Die übrigen Minderheitsbeteiligungen werden zum Anschaffungswert abzüglich angemessener Wertberichtigungen erfasst.
Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses in der Regel auf der Basis historischer Werte aufgestellt, wobei einheitliche Grundsätze bezüglich Bewertung und Darstellung zur Anwendung gelangen. Akquirierte Gesellschaften werden gemäss Purchase-Methode konsolidiert.
Konzerninterner Aufwand und Ertrag und konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten wurden gegeneinander aufgerechnet. Die am Jahresende noch nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen wurden eliminiert.
Die Anteile der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Ergebnis konsolidierter Gesellschaften werden in der Bilanz und Erfolgsrechnung gesondert ausgewiesen.
Kursdifferenzen
Erträge, Aufwendungen und Geldflüsse der konsolidierten Gesellschaften werden zu umsatzgewogenen Jahres-Durchschnittskursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzpositionen erfolgt zu Jahresendkursen. Die aus Wechselkursveränderungen gegenüber dem Vorjahr entstandenen Umrechnungsdifferenzen («translation») auf dem Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften, die Kursdifferenzen auf langfristigen konzerninternen Finanzierungen und die Differenzen aus der Ergebnisumrechnung werden den Reserven zugewiesen. Ausgenommen davon sind die Konzerngesellschaften in Hochinflationsländern, deren gesamte Kursdifferenzen der
Erfolgsrechnung belastet werden. Kursdifferenzen aus laufender Geschäftstätigkeit («transactions») werden zum approximativen Wechselkurs im Zeitpunkt der entsprechenden Tätigkeit über die Erfolgsrechnung gebucht.
Hochinflationsländer
Die finanzielle Berichterstattung der in Hochinflationsländern ansässigen Konzerngesellschaften erfolgt nach dem Tageswertprinzip. Ausgenommen sind all diejenigen Länder, in denen die Rechnungslegung in einer anderen funktionalen Währung (meist dem US Dollar) als der lokalen Währung ein konsistenteres Bild der tatsächlichen finanziellen Lage ergibt.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet und auf Grund der geschätzten Nutzungsdauer und den darauf basierenden Richtlinien des Konzerns über folgende maximale Lebensdauer linear zu Lasten der Erfolgsrechnung abgeschrieben:
- Gebäude 40 Jahre
- Betriebseinrichtungen,
- Maschinen 16 Jahre • Mobiliar, Fahrzeuge,
- EDV-Anlagen 5 bis 10 Jahre
Sachanlagen, welche durch Leasingverträge mit eigentumsähnlichem Charakter finanziert sind, werden zum geschätzten Barwert bei Vertragsbeginn aktiviert und wie die übrigen Anlagen abgeschrieben. Finanzierungskosten für sich im Bau befindliche Anlagen werden nicht aktiviert.
Immaterielle Werte
Der beim Erwerb von Beteiligungen oder Anlagegütern über den inneren Wert hinaus bezahlte Goodwill wird aktiviert und über eine Zeitspanne von höchstens 20 Jahren abgeschrieben. Erworbene immaterielle Werte – wie Patente, Marken und andere Rechte – werden zu historischen Werten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, längstens aber über 10 Jahre, zu Lasten der Erfolgsrechnung linear abgeschrieben. Bei dauernder Wertminderung wird eine Wertberichtigung vorgenommen.
Finanzanlagen
Assoziierte Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital erfasst. Die übrigen Minderheitsbeteiligungen werden zum Anschaffungswert, Darlehen zum Nominalwert ausgewiesen. Bei dauernder Wertverminderung wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Das Nettoergebnis dieser Position ist im übrigen Aufwand und Ertrag enthalten.
Vorräte
Die zugekauften Produkte werden zu Anschaffungskosten, die selbstfabrizierten Produkte zu Herstellkosten, inklusive entsprechender Produktionsgemeinkosten, bewertet. Die Bewertung der Vorräte in der Bilanz bzw. die Belastung der Einstandspreise in der Erfolgsrechnung erfolgt zu Standardkosten, welche in der Regel den effektiven Kosten entsprechen. Bei schwer verkäuflicher Ware und bei Waren mit tieferen Marktpreisen kommen Wertberichtigungen in Abzug. Unverkäufliche Waren werden voll abgeschrieben.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der ausgewiesene Wert entspricht den fakturierten Beträgen abzüglich Wertberichtigungen für dubiose Debitoren.
Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen
Die flüssigen Mittel und kurzfristigen Geldanlagen enthalten Kassabestände, Bankguthaben, Sicht- und Depositengelder sowie innert 90 Tagen realisierbare Wertschriften.
Wertschriften und Finanzinstrumente
Die Wertschriften-Portfolios sind zu Anschaffungskosten oder, falls dieser tiefer ist, zum Marktwert bewertet. Der Ertrag dieser Position ist im Finanzergebnis enthalten.
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit geht der Konzern vertragliche Vereinbarungen zur
Absicherung von Risikopositionen aus Wechselkurs-, Zinssatz- oder Marktpreisschwankungen ein. Die unterschiedlichen Risikopositionen, welche aus bestehenden Vermögens- und Verbindlichkeitsposten sowie aus zukünftigen vertraglichen Verpflichtungen bestehen, werden zentral auf Stufe Gesamtkonzern erfasst und verwaltet. Alle Transaktionen werden mit erstklassigen internationalen Bankinstituten abgewickelt. Die Auswirkungen der im Risiko-Management-Programm verwendeten Finanzinstrumente werden fortlaufend überwacht, geprüft und der Unternehmensführung mitgeteilt.
Finanzinstrumente, die zu Absicherungszwecken gehalten werden, hauptsächlich Zinssatz- und Währungs-Swaps, werden in Übereinstimmung mit der Bewertung des zugrunde liegenden Geschäfts bewertet.
Bei Finanzinstrumenten, die zur Absicherung anderer Risiken dienen, wird das Ergebnis entsprechend der Fälligkeit der abgesicherten Position zeitlich abgegrenzt und erfolgswirksam erfasst. Die Verbuchung von Gebühren oder Prämien für Optionen erfolgt bei Zahlung resp. Erhalt.
Alle übrigen Finanzinstrumente werden zu Marktwerten bewertet und der sich ergebende Gewinn oder Verlust im Finanzergebnis verbucht.
Latente Steuern
Zur Berechnung latenter Steuern gelangt die «Comprehensive Liability Method» zur Anwendung. Basis hierfür bilden die ertragssteuerwirksamen Abweichungen zwischen Steuer-Bilanz und der für die Konsolidierung erstellten Bilanz der Konzerngesellschaften und die sich daraus ergebenden Unterschiede aus zeitlichen Abgrenzungen. Nicht berücksichtigt sind Quellensteuern auf möglichen späteren Ausschüttungen aus zurückbehaltenen Gewinnen der Konzerngesellschaften, da diese Gewinne in der Regel reinvestiert werden. Die latenten Steuern, berechnet auf der Basis entsprechender lokaler Steuersätze, sind im Anlagevermögen resp. in den langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Der auf das Berichtsjahr entfallende Betrag wird in der Erfolgsrechnung berücksichtigt.
Personalvorsorge-Einrichtungen
(a) Pensionsfonds mit Leistungsprimat
Die Verpflichtungen der Personalvorsorge-Einrichtungen mit Leistungsprimat entsprechen der «Defined Benefit Obligation». Sie werden periodisch von unabhängigen Versicherungsexperten berechnet. Der in der Erfolgsrechnung im Personalaufwand erfasste Betrag
entspricht den «Net Periodic Pension Cost».
(b) Versicherungsleistungen bei Krankheit und Unfall für pensionierte Mitarbeiter Bei einigen Konzerngesellschaften ist die Mehrzahl der pensionierten Mitarbeiter und deren Angehörige bei Krankheit und Unfall durch einen firmenspezifischen Versicherungsplan versichert. Die Verpflichtungen für künftige Versicherungsleistungen, welche auf Grund versicherungstechnischer Regeln berechnet wurden, sind in den langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Der Aufwand ist im Personalaufwand erfasst.
(c) Abgangsentschädigungen Die Rückstellungen für Abgangsentschädigungen sind gemäss den gesetzlichen Erfordernissen einzelner Länder gebildet worden.
Forschung und Entwicklung Mit Ausnahme der Sachanlagen, welche über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben werden, wird der Aufwand für Forschung und Entwicklung vollumfänglich der Erfolgsrechnung belastet.
2. Änderungen im Konsolidierungskreis
Zugänge
Per 1.3.2000 hat Clariant das gesamte ausgegebene Aktienkapital der BTP plc, England übernommen. Der Umsatz belief sich für die Zeit vom 1.3.–31.12.2000 auf CHF 765 Mio. Davon entfielen CHF 486 Mio auf die Division Life Science & Elektronikchemikalien, CHF 180 Mio auf die Division Textil-, Leder- & Papierchemikalien und CHF 99 Mio auf die Division Funktionschemikalien.
Mit Wirkung ab 1.6.2000 erwarb Clariant die Christianson S.A. Mexiko. Der Umsatz betrug für die Zeit vom 1.6.–31.12.2000 CHF 24 Mio und ist in der Division Funktionschemikalien enthalten.
3. Entwicklung der Sachanlagen
| in Mio CHF | Grund- stücke |
Gebäude | Betriebs- einrich- tungen, |
Mobiliar, Fahrzeuge, EDV |
Anlagen im Bau |
Total 2000 |
Total 1999 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Maschinen | Anlagen | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellkosten | |||||||
| Stand 1. Januar | 684 | 2 477 | 5 910 | 735 | 312 | 10 118 | 9 344 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 10 | 233 | 573 | 15 | 1 | 832 | 153 |
| Zugänge und Umbuchungen | 1 | 119 | 308 | 55 | 52 | 535 | 425 |
| Abgänge | –7 | –117 | –226 | –57 | – | –407 | –193 |
| Umrechnungsdifferenzen | –31 | –62 | –208 | –26 | –9 | –336 | 389 |
| Stand 31. Dezember | 657 | 2 650 | 6 357 | 722 | 356 | 10 742 | 10 118 |
| Abschreibungen kumuliert | |||||||
| Stand 1. Januar | – | –1 260 | –4 230 | –569 | – | –6 059 | –5 445 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | – | –35 | –212 | –8 | – | –255 | –47 |
| Zugänge und Umbuchungen | – | –107 | –333 | –65 | – | –505 | –546 |
| Abgänge | – | 76 | 187 | 52 | – | 315 | 144 |
| Umrechnungsdifferenzen | – | 21 | 144 | 17 | – | 182 | –165 |
| Stand 31. Dezember | – | –1 305 | –4 444 | –573 | – | –6 322 | –6 059 |
| Buchwerte 31. Dezember | 657 | 1 345 | 1 913 | 149 | 356 | 4 420 | 4 059 |
| Versicherungswerte 31. Dezember | 13 279 | 14 173 |
Geleaste Sachanlagen (Financial Lease) belaufen sich per 31. Dezember 2000 auf einen kapitalisierten Anschaffungswert von CHF 12 Mio bzw. CHF 1 Mio Buchwert (1999: CHF 10 Mio bzw. CHF 2 Mio).
Am 31. Dezember 2000 betrugen die Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen CHF 72 Mio (1999: CHF 83 Mio).
4. Entwicklung der immateriellen Anlagen
| in Mio CHF | Goodwill | Übrige | Total | Total |
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | |||
| angepasst | ||||
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar | 834 | 94 | 928 | 847 |
| Auswirkung des revidierten IAS 22 | –675 | – | –675 | –675 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 2 702 | – | 2 702 | – |
| Zugänge | – | 38 | 38 | 69 |
| Abgänge | – | –1 | –1 | –1 |
| Umrechnungsdifferenzen | –3 | –7 | –10 | 13 |
| Stand 31. Dezember | 2 858 | 124 | 2 982 | 253 |
| Abschreibungen kumuliert | ||||
| Stand 1. Januar | –117 | –59 | –176 | –104 |
| Auswirkung des revidierten IAS 22 | 83 | – | 83 | 83 |
| Abschreibungen | –125 | –16 | –141 | –70 |
| Abgänge | – | 1 | 1 | – |
| Umrechnungsdifferenzen | 4 | 2 | 6 | –2 |
| Stand 31. Dezember | –155 | –72 | –227 | –93 |
| Buchwerte 31. Dezember | 2 703 | 52 | 2 755 | 160 |
Aus dem Erwerb der BTP plc. ergab sich ein Goodwill von CHF 2 702 Mio. Im Hinblick auf die strategische Bedeutung der Akquisition für Clariant wird dieser Goodwill über eine Zeitspanne von 20 Jahren abgeschrieben.
Auswirkungen des IAS 22 (revised)
Am 1. Januar 2000 trat der revidierte IAS 22 «Business Combinations» in Kraft. Dies hatte für Clariant Auswirkungen auf die Verbuchung der 1997 getätigten Akquisition des Geschäftsbereichs Spezialchemikalien des Hoechst Konzerns. Der 1997 und 1998 aktivierte Goodwill von CHF 675 Mio wurde rückwirkend den Konzern-Erfolgsrechnungen 1997 und 1998 belastet. Entsprechend reduzierten sich die Abschreibungen auf Goodwill in den Jahren 1997–1999 um insgesamt CHF 83 Mio. Per 31.12.1999 stand der Goodwill aus der Übernahme des Geschäftsbereichs Spezialchemikalien des Hoechst Konzerns mit CHF 592 Mio zu Buche. Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde die Jahresrechnung per 1.1.1999 angepasst.
| 5. Beteiligungen an | |
|---|---|
| assoziierten Gesellschaften |
| Bilanzwert Einfluss auf die Erfolgsrechnung |
||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12. 2000 Mio CHF |
31.12.1999 Mio CHF |
2000 Mio CHF |
1999 Mio CHF |
|
| InfraServ GmbH & Co. Höchst KG | 193 | 199 | 14 | 13 |
| Säurefabrik Schweizerhall AG | 70 | 68 | 4 | 39 |
| InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG | 51 | 55 | 7 | 8 |
| InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG | 42 | 43 | 7 | 6 |
| Harco Harlow Chemical Company Ltd. | 25 | 33 | 11 | 16 |
| InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG | 22 | 22 | 2 | 1 |
| Perstorp-Clariant AB | 10 | 11 | 2 | 2 |
| Übrige | 38 | 40 | 3 | 1 |
| Total | 451 | 471 | 50 | 86 |
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten auf: | ||
| Abschreibungen Sach- und immaterielle Anlagen | 622 | 653 |
| Vorauszahlungen für Pensionsverpflichtungen | 9 | 14 |
| Übrige Abgrenzungen und Rückstellungen | 115 | 141 |
| Steuerverbindlichkeiten | 746 | 808 |
| Latente Steuerguthaben auf: | ||
| Abschreibungen Sach- und immaterielle Anlagen | 37 | 42 |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 141 | 120 |
| Übrige Abgrenzungen und Rückstellungen | 273 | 318 |
| Steuerguthaben | 451 | 480 |
| 7. Übrige finanzielle Anlagen | 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | ||
| Vorausbezahlte Pensionsverpflichtungen | 94 | 59 | |
| Übrige Beteiligungen | 3 | 3 | |
| Total | 97 | 62 | |
6. Latente Steuern
8. Vorräte
| Total | 2 268 | 2 083 |
|---|---|---|
| Fertigprodukte | 1 357 | 1 213 |
| Rohmaterial, Verbrauchsmaterial, Ware in Arbeit | 911 | 870 |
| Mio CHF | Mio CHF | |
| 31.12.2000 | 31.12.1999 |
Forderungen brutto 1 794 1 950 Wertberichtigungen für dubiose Debitoren –114 –140
Total netto 1 680 1 810
10. Andere Forderungen
9. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
| Total 516 |
439 |
|---|---|
| Rechnungsabgrenzungen 90 |
74 |
| Kurzfristige Finanzanlagen 70 |
29 |
| Übrige Forderungen 356 |
336 |
| Mio CHF | Mio CHF |
| 31.12.2000 | 31.12.1999 |
11. Finanzinstrumente Instrumente des Risiko-
Managements (Absicherung) und Ausserbilanz-Risiken Clariant bedient sich zur Absicherung von Währungs- und Zinssatzrisiken wie auch zur Verbesserung der Rendite auf den liquiden Vermögenswerten, Devisentermin- und Optionskontrakten, Zinssatz- und Währungsswaps und anderer Finanzinstrumente. Risikopositionen, welche aus bestehenden Vermögens- und Verbindlichkeitsposten sowie aus erst zukünftig entstehenden Engagements resultieren, werden zentral verwaltet.
Management der Zinsrisiken Der Konzern macht Gebrauch von Zinssicherungsgeschäften zur Verminderung der Finanzierungskosten oder zur Umwandlung von Zinsrisiken.
Management der Wechselkursrisiken
31.12.2000 31.12.1999 Mio CHF Mio CHF
Zum Schutz vor einer Wertminderung der Geldflüsse in Fremdwährung werden Programme zur teilweisen Absicherung der Bilanz- und Einkommenspositionen durchgeführt. Diese umfassen Devisentermingeschäfte und Währungsswaps in den verschiedenen Hauptwährungen. Aus Kostengründen werden jedoch nicht alle Positionen permanent abgesichert.
Management der Gegenparteirisiken Die Gegenparteirisiken umfassen das Ausfallrisiko bei derivaten Finanzinstrumenten und Geldmarktkontrakten. Clariant vermindert dieses Ausfallrisiko, indem als Gegenpartei nur Banken und Finanzinstitute gewählt werden, die mindestens ein A-rating aufweisen. Die Gegenparteirisiken werden streng überwacht, so dass der Konzern diesbezüglich keine materiellen Verluste in der Zukunft erwartet.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen, nach Kategorien aufgelistet, Kontraktwerte bzw. den Finanzinstrumenten zugrunde liegende Nominalbeträge und den Wiederbeschaffungswert einzelner Finanzinstrumente per 31. Dezember 2000. Kontraktwerte bzw. die den Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Nominalbeträge stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen per Bilanzstichtag.
Der Wiederbeschaffungswert stellt den Gewinn oder Verlust der Verträge dar, der erzielt worden wäre zu den Kursen per 31. Dezember 2000, oder den Wert, der auf Grund von Standard-Preisbestimmungsmodellen ermittelt wurde.
Für die Einführung von IAS 39 per 1.1.2001 wurden die notwendigen Massnahmen durchgeführt.
| Kontraktwert Positiver |
Negativer | |||
|---|---|---|---|---|
| oder | Wiederbe- | Wiederbe | ||
| Nominalbetrag | schaffungswert | schaffungswert | ||
| Mio CHF | Mio CHF | Mio CHF | ||
| Für Absicherungszwecke gehaltene | ||||
| Währungsinstrumente | ||||
| Devisenterminkontrakte und Währungsswaps | 1 224 | 7 | –138 | |
| Zinsinstrumente | ||||
| Zinsswaps | 1 823 | 19 | –19 | |
| Total Finanzinstrumente | 3 047 | 26 | –157 | |
Alle Gewinne und Verluste werden in der Erfolgsrechnung nach den Richtlinien des Hedge Accounting verbucht, d.h. die Verbuchung erfolgt im Zusammenhang mit der Realisierung der zur Grunde liegenden Bilanz- und Einkommenspositionen.
Finanzinstrumente nach Fälligkeiten
| 1–12 Monate | 1–5 Jahre | über 5 Jahre | Total | |
|---|---|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | Mio CHF | Mio CHF | |
| Für Absicherungszwecke gehaltene Währungsinstrumente |
||||
| Devisenterminkontrakte und Währungsswaps | 345 | 837 | 42 | 1 224 |
| Zinsinstrumente | ||||
| Zinsswaps | 400 | 951 | 472 | 1 823 |
| Total Finanzinstrumente | 745 | 1 788 | 514 | 3 047 |
Finanzinstrumente nach Währungen
| Devisen- | Total | |
|---|---|---|
| termin | ||
| kontrakte | ||
| Mio CHF | Mio CHF | |
| USD 676 |
676 | |
| JPY 314 |
314 | |
| GBP 208 |
208 | |
| EUR 25 |
25 | |
| Übrige 1 |
1 | |
| Total 1 224 |
1 224 | |
| Zinsswaps | 1 823 | |
| Total Finanzinstrumente | 3 047 |
Alle Gegenparteien weisen mindestens ein A-rating auf.
12. Entwicklung des Aktienkapitals und der eigenen Aktien
Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 50
| Anzahl Aktien | Nennwert Mio CHF |
Anzahl Aktien | Nennwert Mio CHF |
|
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 2000 | 1999 | 1999 | |
| Stand 1. Januar | 14 600 828 | 730 | 14 545 636 | 727 |
| Kapitalerhöhung aus Ausübung von Wandelrechten |
743 172 | 37 | 55 192 | 3 |
| Stand 31. Dezember | 15 344 000 | 767 | 14 600 828 | 730 |
| Eigene Aktien | –56 476 | –3 | –289 816 | –14 |
| Ausstehendes Aktienkapital | ||||
| 31. Dezember | 15 287 524 | 764 | 14 311 012 | 716 |
Eigene Aktien (Anzahl)
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Bestand am 1. Januar | 289 816 | 304 466 |
| Zu Marktpreisen erworbene Aktien | 88 689 | 43 190 |
| Zu Marktpreisen veräusserte Aktien | –322 029 | –57 840 |
| Bestand am 31. Dezember | 56 476 | 289 816 |
13. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
| Zinssatz | Laufzeit | frühestens rückzahlbar |
Betrag 31.12.2000 |
Betrag 31.12.1999 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | ||||
| Wandelanleihe1 | 1% | 1997–2002 | 2000 | – | 424 |
| Obligationenanleihe | 41 ⁄4% |
1995–2000 | – | 150 | |
| Obligationenanleihe | 45 ⁄8% |
1996–2003 | 150 | 150 | |
| Obligationenanleihe | 41 ⁄8% |
1996–2006 | 200 | 200 | |
| Obligationenanleihe | 33 ⁄8% |
1997–2004 | 300 | 300 | |
| Obligationenanleihe | 33 ⁄4% |
1997–2007 | 200 | 200 | |
| Obligationenanleihe | 3% | 1998–2005 | 250 | 250 | |
| Obligationenanleihe | 41 ⁄4% |
2000–2008 | 500 | – | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Finanz-Institutionen | 2 307 | 1 288 | |||
| Leasing-Verbindlichkeiten | 1 | 1 | |||
| Zwischentotal | 3 908 | 2 963 | |||
| Abzüglich kurzfristiger Teil | –20 | –174 | |||
| Total | 3 888 | 2 789 | |||
| Fälligkeitsstruktur | 2001 | – | 45 | ||
| 2002 | 28 | 449 | |||
| 2003 | 484 | 152 | |||
| 2004 | 313 | 315 | |||
| 2005 | 830 | – | |||
| später | 2 233 | 1 828 | |||
| Total | 3 888 | 2 789 | |||
| Währungsstruktur | CHF | 1 906 | 1 730 | ||
| EUR | 586 | 618 | |||
| USD | 391 | 396 | |||
| JPY | 984 | 14 | |||
| Übrige | 21 | 31 | |||
| Total | 3 888 | 2 789 | |||
| Vergleich mit Marktwerten | |||||
| Wandelanleihe | – | 566 | |||
| Obligationenanleihe | 1 610 | 1 104 | |||
| Übrige | 2 399 | 1 265 | |||
| Total | 4 009 | 2 935 | |||
| Gesamtwert der belehnten Aktiven, hauptsächlich Sachanlagen | 210 | 230 | |||
| Total gesicherte langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 56 | 61 |
1Die Clariant AG hat von der vorzeitigen Kündigungsmöglichkeit Gebrauch gemacht. Der noch ausstehende Anleihensbetrag wurde am 19.8.2000 gewandelt.
14. Entwicklung der anderen langfristigen Verbindlichkeiten
| in Mio CHF | Verbindlichkeiten | Rückstellungen | Übrige | Total |
|---|---|---|---|---|
| aus Personal- | für Umwelt- | langfristige | 2000 | |
| vorsorge- | schutz | Verbindlich | ||
| Einrichtungen | keiten | |||
| Stand 1. Januar | 458 | 105 | 167 | 730 |
| Zugänge aus Akquisitionen | – | 47 | 25 | 72 |
| Zugänge und Umbuchungen | 113 | 60 | 69 | 242 |
| Verbrauch von Rückstellungen | –87 | –9 | –34 | –130 |
| Auflösung nicht benötigter Rückstellungen | –16 | –1 | –12 | –29 |
| Diskonteffekt | 10 | – | 2 | 12 |
| Währungsdifferenzen | –22 | –3 | –4 | –29 |
| Stand 31. Dezember | 456 | 199 | 213 | 868 |
Im Rahmen der Einführung von IAS 37 «Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets» per 1. Januar 2000 wurde auf die Anpassung der Vorjahrszahlen verzichtet.
| 31.12.2000 | 31.12.1999 |
|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF |
| Banken und andere Finanzinstitute | |
| (inkl. Guthaben Mitarbeiter) 1 539 |
640 |
| Kurzfristiger Anteil an langfristigen Verbindlichkeiten 20 |
174 |
| Total 1 559 |
814 |
16. Andere kurzfristige Verbindlichkeiten
15. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| Rückstellungen für Restrukturierungen | 120 | 274 |
| Verbindlichkeiten Personalkosten | 167 | 183 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen | 164 | 248 |
| Total kurzfristige Rückstellungen | 451 | 705 |
| Rechnungsabgrenzungen | 583 | 477 |
| Übrige Kreditoren | 199 | 293 |
| Total | 1 233 | 1 475 |
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde die Darstellung des Vorjahres angepasst.
Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen
| in Mio CHF | Rückstellungen | Verbindlich- | Übrige | Total |
|---|---|---|---|---|
| für Restruk- | keiten | kurzfristige | 2000 | |
| turierungen | Personalkosten | Rückstellungen | ||
| Stand 1. Januar | 274 | 183 | 248 | 705 |
| Zugänge aus Akquisitionen | – | 1 | 15 | 16 |
| Zugänge und Umbuchungen | – | 142 | 81 | 223 |
| Verbrauch von Rückstellungen | –154 | –122 | –141 | –417 |
| Auflösung nicht benötigter Rückstellungen | – | –32 | –33 | –65 |
| Währungsdifferenzen | – | –5 | –6 | –11 |
| Stand 31. Dezember | 120 | 167 | 164 | 451 |
Im Rahmen der Einführung von IAS 37 «Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets» per 1. Januar 2000 wurde auf die Anpassung der Vorjahrszahlen verzichtet.
17. Personalvorsorge-Einrichtungen
Neben den gesetzlich geregelten Sozialversicherungen bestehen im Konzern mehrere unabhängige Personalvorsorge-Einrichtungen. Deren Vermögen wird vorwiegend ausserhalb der Gesellschaften gehalten. Einige Konzerngesellschaften führen keine unabhängigen Pläne. Wo dies der Fall ist, werden für die Vorsorgeleistungen Rückstellungen gebildet, welche Bestandteil der langfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz sind.
| Total –456 |
–458 |
|---|---|
| Andere Personalvorsorge-Einrichtungen –119 |
–115 |
| mit Leistungsprimat –312 |
–317 |
| Pensionsverpflichtungen mit Beitragsprimat –25 |
–26 |
| Summe der in der Bilanz enthaltenen Verpflichtungen: | |
| Mio CHF | Mio CHF |
| 31.12.2000 | 31.12.1999 |
| Vorsorgeeinrichtungen mit Beitragsprimat |
Die durch die Konzerngesellschaf ten geleisteten Beiträge an diese Fonds beliefen sich im Jahre |
2000 auf CHF 27 Mio (1999: CHF 25 Mio). |
|
|---|---|---|---|
| Vorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat |
Pensionspläne mit Leistungs primat Die Mehrheit der Konzernangestell ten ist durch Personalvorsorge Einrichtungen mit Leistungsprimat gedeckt. Die zukünftigen Verpflich tungen und entsprechenden Vermö genswerte der nach IAS 19 als Leis tungsprimat geltenden Einrichtun gen werden jährlich neu ermittelt |
und mindestens alle drei Jahre von einer unabhängigen Stelle über prüft. Das Vermögen wird zu Markt werten bewertet. Die Verpflichtun gen aller Vorsorge-Einrichtungen sind ausreichend durch Vermögen gedeckt. Die in den USA aus dem Geschäftsbereich Spezialchemika |
lien der Hoechst zu Clariant überge tretenen Mitarbeiter bleiben für ihre bis zum 30. Juni 1997 erworbe nen Ansprüche bei Hoechst versi chert. Die folgenden Angaben geben einen Überblick über die Finanzlage der Personalvorsorge-Einrichtun gen: |
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| Barwert der Vorsorgeansprüche in unabhängigen Einrichtungen | –1 189 | –939 |
| Marktwert der Vermögenswerte | 1 457 | 1 131 |
| Überschuss | 268 | 192 |
| Barwert der nicht gedeckten Ansprüche | –261 | –254 |
| Nicht verbuchte versicherungsmathematische (Gewinne) Verluste | –319 | –255 |
| In der Bilanz als Verpflichtung verbuchte Vorsorgeansprüche | –312 | –317 |
Die Vermögenswerte am 31. Dezember 2000 beinhalten eigene Aktien mit einem Marktwert von CHF 20 Mio.
In den Konzern-Erfolgsrechnungen sind folgende Werte enthalten:
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| In der laufenden Periode hinzuerworbene Vorsorgeansprüche | –92 | –80 |
| Zinsaufwand auf dem Barwert der Vorsorgeansprüche | –65 | –44 |
| Erwarteter Gewinn auf den Vermögenswerten | 82 | 57 |
| In der laufenden Periode berücksichtigte versicherungsmathematische (Gewinne) Verluste | –1 | – |
| Änderungen in den Vorsorgeplänen und Abgeltung von Vorsorgeansprüchen | – | –1 |
| Gesamtaufwand, in den Konzern-Erfolgsrechnungen unter | ||
| den Personalkosten erfasst | –76 | –68 |
Der tatsächliche Ertrag auf den Vermögenswerten belief sich 2000 auf CHF 115 Mio.
Veränderung der bilanzierten Verpflichtungen:
| 31.12.2000 | 31.12.1999 |
|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF |
| Stand am Jahresanfang –317 |
–281 |
| Umrechnungsdifferenzen 18 |
–11 |
| Zugang von Verpflichtungen aus Akquisitionen – |
–15 |
| Gesamtaufwand (wie oben) –76 |
–68 |
| Beitragszahlungen 65 |
55 |
| Übrige Veränderungen –2 |
3 |
| Stand am Jahresende –312 |
–317 |
Den Berechnungen der zukünftigen Verpflichtungen der Vorsorge-Einrichtungen wurden folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
gewichteter Durchschnitt %
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Diskontierungs-Zinssatz | 5.2% | 4.8% |
| Erwartete langfristige Rendite auf den Vermögenswerten | 6.2% | 5.8% |
| Erwartete Inflationsrate | 2.5% | 2.7% |
Medizinische Personalvorsorge-Einrichtungen In den Konzerngesellschaften in USA, Kanada und Frankreich bestehen Vorsorgepläne für die medizinische Versorgung nach der Pensionierung. Die Berechnungsmethoden für die Verpflichtungen sind ähnlich denen für die Pensionseinrichtungen mit Leistungsprimat. Für diese Verpflichtungen bestehen keine externen Vermögenswerte. Sie sind jedoch durch Rückstellungen in den Bilanzen der betreffenden Konzerngesellschaften gedeckt.
In der Bilanz sind folgende Beträge ausgewiesen:
| 2000 | 1999 |
|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF |
| Barwert der Ansprüche –119 |
–115 |
In der Konzern-Erfolgsrechnung sind folgende Werte enthalten:
| Gesamtaufwand unter den Personalkosten erfasst | –10 | –9 |
|---|---|---|
| Zinsaufwand | –7 | –6 |
| Vorsorgeansprüche | –3 | –3 |
| In der laufenden Periode hinzuerworbene | ||
| Mio CHF | Mio CHF | |
| 2000 | 1999 |
Veränderung der bilanzierten Verpflichtungen:
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| Stand am Jahresanfang | –115 | –90 |
| Umrechnungsdifferenzen | –2 | –14 |
| Gesamtaufwand in der laufenden Periode | –10 | –9 |
| Ausbezahlte Entschädigungen | 3 | 2 |
| Übrige | 5 | –4 |
| Stand am Jahresende | –119 | –115 |
Zusätzlich zu den für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen angewandten versicherungsmathematischen Annahmen wurde für die medizinische Vorsorge eine langfristige jährliche Erhöhung der Gesundheitskosten von 8.0% angenommen (gewichteter Durchschnitt).
18. Mitarbeiterbeteiligung I. Executive Stock Option Plan «ESOP» 1999 wurde in der Clariant Gruppe ein neuer Executive Stock Option Plan eingeführt. Im Rahmen dieses Programmes erhalten bestimmte Mitglie-
der des oberen Kaders jährlich zusätzlich zum Gehalt wahlweise:
- a Optionen Die gewährten Optionen berechtigen zum Bezug einer Namenaktie Clariant AG pro Option und haben eine Laufzeit von 10 Jahren. Sie haben einen im voraus festgelegten Ausübungspreis und sind für 3 Jahre gesperrt.
- b Aktien Die zugeteilten Namenaktien der Clariant AG sind für 3 Jahre gesperrt.
- II. Management Stock Incentive Plan «MSIP»
1999 wurde in der Clariant Gruppe ein Management Stock Incentive Plan «MSIP» eingeführt. Im Rahmen dieses Programmes erhalten bestimmte Kadermitglieder jährlich zusätzlich zum Gehalt Namenaktien der Clariant AG. Die Aktien sind für 3 Jahre gesperrt.
Die Anzahl der zugeteilten Optionen und Aktien richtet sich in beiden Programmen nach der individuellen Zielerreichung der Geschäftsbereiche, für welche die Berechtigten tätig sind.
Die Kosten der ab 1999 abgegebenen Programme (I.b) und (II.) werden über die Erfolgsrechnung verbucht. Für die im Jahr 2001 voraussichtlich zuzuteilenden Aktien wurde eine Rückstellung gebildet. Die Vergabe von Optionen (I.a) ist ergebnisneutral.
Die 1998 abgegebenen Optionen werden vollumfänglich von der autonomen Mitarbeiter-Beteiligungs-Stiftung getragen.
Ausstehende Optionen und Aktien per 31. Dezember 2000
| Optionen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisjahr | Ausgabejahr | Gesperrt bis | Laufzeit bis | Ausübungs- | Anzahl | Anzahl |
| preis | 31.12.2000 | 31.12.1999 | ||||
| 1997 | 1998 | 2001 | 2007 | 286.50 | 15 974 1 | 15 974 |
| 1997 | 1998 | 2001 | 2007 | 421.50 | 15 456 1 | 16 036 |
| 1998 | 1999 | 2002 | 2008 | 695.00 | 34 092 2 | 36 281 |
| 1999 | 2000 | 2003 | 2009 | 540.00 | 10 382 2 | – |
| Total | 75 904 2 | 68 291 | ||||
| Aktien | ||||||
| 1996 | 1997 | 2000 | – | 5 408 | ||
| 1998 | 1999 | 2002 | 8 596 2 | 8 619 | ||
| 1999 | 2000 | 2003 | 19 379 2 | – | ||
| Total | 27 975 2 | 14 027 | ||||
1 Die entsprechende Anzahl Namenaktien sind bei der Mitarbeiter-Beteiligungs-Stiftung hinterlegt.
2 Die entsprechende Anzahl Namenaktien sind im Bestand eigener Aktien der Clariant AG enthalten, resp. durch Optionen mit Banken gedeckt.
19. Konzern-Geldflussrechnung
Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss der Zugänge durch Akquisitionen:
| 2000 | |
|---|---|
| Mio CHF | |
| Sachanlagen | –577 |
| Übriges Anlagevermögen | –35 |
| Vorräte | –232 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | –282 |
| Übriges Umlaufvermögen | –101 |
| Wertschriften, flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen | –41 |
| Langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten an Dritte | 490 |
| Lieferanten und übrige Verbindlichkeiten | 496 |
| Verminderung der flüssigen Mittel | –282 |
| Zuzüglich erworbene flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen | 42 |
| Zwischentotal | –240 |
| Goodwill | –2 702 |
| Netto Geldfluss | –2 942 |
20. Finanzergebnis
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| Zinsertrag | 22 | 12 |
| Übriger Finanzertrag | 8 | 22 |
| Finanzertrag | 30 | 34 |
| Zinsaufwand | –279 | –189 |
| Übriger Finanzaufwand | –22 | –29 |
| Finanzaufwand | –301 | –218 |
| Währungsverluste netto | –2 | –9 |
| Total | –273 | –193 |
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde die Darstellung des Vorjahres angepasst.
21. Steuern
| Total | –224 | –275 |
|---|---|---|
| Latente Ertragssteuern | 38 | –106 |
| Laufende Ertragssteuern | –262 | –169 |
| Mio CHF | Mio CHF | |
| 2000 | 1999 |
Der Steueraufwand auf dem konsolidierten Gewinn vor Steuern weicht wie folgt von der maximalen Steuerrate für in der Schweiz domizilierte Aktiengesellschaften ab:
| 2000 | 1999 | 1999 |
|---|---|---|
| angepasst | ||
| Schweizerische maximale Steuerrate 24.8% |
24.8% | 24.8% |
| Effekt von abweichenden Steuerraten in anderen Ländern 9.4% |
9.5% | 10.8% |
| Effekt von steuerlich zusätzlich abzugsfähigen Aufwendungen (1999) | ||
| und steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen (2000) 0.4% |
–4.9% | –5.1% |
| Effekt von bisher nicht verwendeten steuerlichen Verlustvorträgen –2.6% |
–0.8% | –0.8% |
| Übrige Posten –1.5% |
3.0% | 3.1% |
| Effektiver Steuersatz 30.5% |
31.6% | 32.8% |
Im Zusammenhang mit der deutschen Steuerreform sind per Saldo CHF 43 Mio latente Steuern aufgelöst worden. Sie schlagen sich im Effekt von steuerlich zusätzlich abzugsfähigen Aufwendungen nieder.
Steuerliche Verlustvorschläge und Steuergutschriften, auf welchen keine latente Steuern berechnet wurden, bestehen wie folgt:
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | |
| Nicht verwendete Verlustvorträge | 212 | 178 |
| Nicht verwendete Steuergutschriften | 29 | 16 |
Alle diese Verlustvorträge und Steuergutschriften verfallen zwischen 2001 und 2007.
22. Gewinn pro Aktie (EPS)
Der Gewinn pro Aktie wurde aus dem Gewinn der Gruppe und der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien (ausgegebene Aktien abzüglich Aktien im Eigenbesitz) ermittelt.
| 2000 | 1999 | 1999 | |
|---|---|---|---|
| angepasst | |||
| Mio CHF | Mio CHF | Mio CHF | |
| Gewinn | 505 | 587 | 553 |
| Rückgerechneter Finanzaufwand für die konvertierbare Anleihe | – | 5 | 5 |
| Restabschreibung Emmissionskosten für die konvertierbare Anleihe | – | –1 | –1 |
| Verwässerter Gewinn | 505 | 591 | 557 |
| Aktien | |||
| Anfangsbestand | 14 311 012 | 14 241 170 | 14 241 170 |
| Auswirkung der Wandlungen und der Transaktionen mit eigenen | |||
| Aktien auf den durchschnittlichen Bestand an Aktien im Umlauf | |||
| während des Jahres | 475 355 | 32 130 | 32 130 |
| Effektiver durchschnittlicher Bestand an Aktien | |||
| im Umlauf während des Jahres | 14 786 367 | 14 273 300 | 14 273 300 |
| Effekt auf den durchschnittlichen Bestand, wenn alle | |||
| konvertierbaren Obligationen zum frühestmöglichen | |||
| Datum konvertiert worden wären | 411 304 | 743 172 | 743 172 |
| Durchschnittlicher verwässerter Aktienbestand | |||
| während des Jahres | 15 197 671 | 15 016 472 | 15 016 472 |
| Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) | 34.14 | 41.13 | 38.77 |
| Verwässerter Gewinn pro Aktie (CHF/Aktie) | 33.22 | 39.32 | 37.08 |
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
23. Personalaufwand
| Total | –2 395 | –2 168 |
|---|---|---|
| Personalvorsorge-Einrichtungen und Sozialaufwand | –504 | –485 |
| Löhne und Gehälter | –1 891 | –1 683 |
| Mio CHF | Mio CHF | |
| 2000 | 1999 |
24. Informationen nach Divisionen 2000 und 1999 (in Mio CHF)
| Divisionen | Textil-, Leder- & Papierchemikalien |
Pigmente & Additive |
Masterbatches | Funktions chemikalien |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | ||
| Umsatz der Divisionen | 2 616 | 2 284 | 2 182 | 1 937 | 1 147 | 1 065 | 2 028 | 1 881 | |
| Interdivisionaler Umsatz | –27 | –25 | –74 | –41 | –2 | – | –93 | –56 | |
| Umsatz der Divisionen mit Dritten | 2 589 | 2 259 | 2 108 | 1 896 | 1 145 | 1 065 | 1 935 | 1 825 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | –109 | –130 | –74 | –79 | –26 | –31 | –83 | –106 | |
| Abschreibungen auf immateriellen Anlagen | –1 | – | – | – | –1 | –1 | – | – | |
| Erträge von assoziierten Gesellschaften | 5 | 36 | 10 | 10 | 1 | – | 9 | 9 | |
| Übriger Betriebsaufwand | –2 143 | –1 866 | –1 711 | –1 548 | –999 | –908 | –1 669 | –1 516 | |
| Operatives Ergebnis | 341 | 299 | 333 | 279 | 120 | 125 | 192 | 212 | |
| Total Aktiven | 2 147 | 2 079 | 1 702 | 1 717 | 580 | 649 | 1 375 | 1 265 | |
| Fremdkapital | –156 | –155 | –153 | –157 | –89 | –107 | –160 | –189 | |
| Total Eigenkapital und Minderheitsanteile | 1 991 | 1 924 | 1 549 | 1 560 | 491 | 542 | 1 215 | 1 076 | |
| Nettoschulden | – | – | – | – | – | – | – | – | |
| Nettobetriebsvermögen 1 | 1 991 | 1 924 | 1 549 | 1 560 | 491 | 542 | 1 215 | 1 076 | |
| Im Nettobetriebsvermögen sind enthalten: | |||||||||
| Investitionen der Periode in Sachanlagen | 89 | 64 | 89 | 64 | 39 | 41 | 109 | 68 | |
| Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften | 76 | 74 | 105 | 107 | 4 | 3 | 69 | 71 | |
1Unter dem Nettobetriebsvermögen wurden den Divisionen das Anlagevermögen inkl. Infrastruktur, die Vorräte sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugeordnet. Die übrigen für die Berechnung des Nettobetriebsvermögens relevanten Bilanzpositionen, insbesondere der Goodwill, sind unter Corporate aufgeführt.
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
| Life Science & Elektronik- chemikalien |
Celluloseether & Polymerisate |
Total Divisionen | Übrige (vorwiegend Handel) |
Corporate | Total Konzern | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 1999 | 2000 | 1999 | 1999 |
| ange- passt |
ange passt |
||||||||||||
| 1 832 | 1 294 | 1 201 | 1 075 | 11 006 | 9 536 | – | 98 | – | – | – | 11 006 | 9 634 | 9 634 |
| –181 | –207 | –46 | –49 | –423 | –378 | – | – | – | – | – | –423 | –378 | –378 |
| 1 651 | 1 087 | 1 155 | 1 026 | 10 583 | 9 158 | – | 98 | – | – | – | 10 583 | 9 256 | 9 256 |
| –144 | –121 | –39 | –41 | –475 | –508 | – | –1 | –31 | –37 | –37 | –506 | –546 | –546 |
| –1 | – | – | – | –3 | –1 | – | – | –138 | –35 | –69 | –141 | –36 | –70 |
| 4 | 4 | 20 | 28 | 49 | 87 | – | – | 1 | –1 | –1 | 50 | 86 | 86 |
| –1 385 | –885 | –1 030 | –892 | –8 937 | –7 615 | – | –94 | –39 | 13 | 13 | –8 976 | –7 696 | –7 696 |
| 125 | 85 | 106 | 121 | 1 217 | 1 121 | – | 3 | –207 | –60 | –94 | 1 010 | 1 064 | 1 030 |
| 2 305 | 1 552 | 802 | 827 | 8 911 | 8 089 | – | 12 | 4 036 | 2 287 | 2 879 | 12 947 | 10 388 | 10 980 |
| –199 | –125 | –103 | –119 | –860 | –852 | – | – | –8 420 | –6 657 | –6 657 | –9 280 | –7 509 | –7 509 |
| 2 106 | 1 427 | 699 | 708 | 8 051 | 7 237 | – | 12 | –4 384 | –4 370 | –3 778 | 3 667 | 2 879 | 3 471 |
| – | – | – | – | – | – | – | – | 5 138 | 2 779 | 2 779 | 5 138 | 2 779 | 2 779 |
| 2 106 | 1 427 | 699 | 708 | 8 051 | 7 237 | – | 12 | 754 | –1 591 | –999 | 8 805 | 5 658 | 6 250 |
| 158 | 114 | 28 | 58 | 512 | 409 | – | – | 23 | 16 | 16 | 535 | 425 | 425 |
| 76 | 78 | 120 | 130 | 450 | 463 | – | – | 1 | 8 | 8 | 451 | 471 | 471 |
25. Informationen nach Regionen 2000 und 1999 (in Mio CHF)
| Regionen | Umsatz1 | Operatives Ergebnis vor Abschreibung Goodwill2 |
Anzahl Mitarbeiter per 31.12. |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | ||
| Europa | 5 152 | 4 780 | 703 | 768 | 18 893 | 17 132 | |
| davon Deutschland | 1 522 | 1 464 | 232 | 224 | 10 249 | 10 451 | |
| Amerika | 3 093 | 2 596 | 216 | 190 | 6 366 | 5 656 | |
| davon USA | 1 795 | 1 518 | 101 | 81 | 2 816 | 2 160 | |
| Asien/Afrika/Australien | 2 338 | 1 880 | 216 | 124 | 6 287 | 6 205 | |
| Total Konzern | 10 583 | 9 256 | 1 135 1 082 |
31 546 | 28 993 |
| Regionen | Investitionen in Sachanlagen |
Abschreibungen auf Sachanlagen |
Nettobetriebsvermögen per 31.12.3 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | 2000 | 1999 | 2000 | 1999 angepasst |
1999 | ||
| Europa | 365 | 267 | 337 | 389 | 5 583 | 3 171 | 3 502 | |
| davon Deutschland | 177 | 175 | 210 | 291 | 1 616 | 1 632 | 1 803 | |
| Amerika | 116 | 115 | 108 | 86 | 2 127 | 1 272 | 1 405 | |
| davon USA | 67 | 76 | 75 | 55 | 1 410 | 643 | 710 | |
| Asien/Afrika/Australien | 54 | 43 | 61 | 71 | 1 095 | 1 215 | 1 343 | |
| Total Konzern | 535 | 425 | 506 | 546 | 8 805 | 5 658 | 6 250 |
1Verteilt auf Regionen der Empfänger.
2Verteilt auf Standorte der Produktions- und Verkaufsgesellschaften.
3Anlage- und Umlaufvermögen, ohne flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen, abzüglich unverzinsliche Verbindlichkeiten.
Zwecks Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr wurde 1999 angepasst.
26. Verpflichtungen und hängige Verfahren, pendente Rechtsfälle
Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Mietverträgen (operationelles Leasing, hauptsächlich bei InfraServ-Gesellschaften), mit fester Laufzeit, Stand 31.12.:
| 2000 | 1999 | ||
|---|---|---|---|
| Mio CHF | Mio CHF | ||
| 2000 | – | 83 | |
| 2001 | 102 | 76 | |
| 2002 | 91 | 68 | |
| 2003 | 76 | 57 | |
| 2004 | 65 | 49 | |
| 2005 | 38 | – | |
| später | 32 | 31 | |
| Total | 404 | 364 | |
Hängige Verfahren, pendente Rechtsfälle
Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften kommt es zur Beteiligung an Behördenverfahren irgendwelcher Art und zu Zivilprozessen, in welchen eine Clariant Gesellschaft als beklagte Partei auftritt.
Die Geschäftsleitung ist der Auffassung, dass aus den geschilderten Umständen keine massgeblich nachteiligen finanziellen Folgen für den Konzern entstehen können.
27. Konzerngesellschaften, Joint Ventures und assoziierte Gesellschaften
Die wichtigsten Konzerngesellschaften, Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften sind auf den Seiten 94 und 95 aufgeführt.
28. Transaktionen mit verbundenen Parteien
Transaktionen mit Unternehmen, die nach der Kapitalzurechnungsmethode bewertet werden:
| Aufwand und Ertrag | 2000 Mio CHF |
1999 Mio CHF |
|---|---|---|
| Ertrag aus Verkauf von Gütern | 52 | 45 |
| Ertrag aus erbrachten Dienstleistungen | 21 | 11 |
| Aufwand für Kauf von Gütern | –22 | –14 |
| Aufwand für bezogene Dienstleistungen | –653 | –738 |
| Forderungen und Verbindlichkeiten | 31.12. 2000 Mio CHF |
31.12.1999 Mio CHF |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 22 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 89 | 94 |
Übriges:
Der Marktwert der an Mitglieder des Verwaltungsrates bezahlten Vergütungen (inkl. Optionen) betrug im Jahre 2000 CHF 760 000 (1999: CHF 790 000).
Es bestanden keine Darlehen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Verwaltungsrates.
29. Kurse für Währungsumrechnung
| Kurse für die Konzern-Bilanzen Schlusskurs am Bilanzstichtag |
31.12.2000 | 31.12.1999 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 USD | 1.64 | 1.60 | ||
| 100 DEM | 77.84 | 82.00 | ||
| 100 | FRF | 23.21 | 24.45 | |
| 1 | GBP | 2.44 | 2.58 | |
| 1 000 | ITL | 0.79 | 0.83 | |
| 100 | JPY | 1.42 | 1.56 | |
| 100 | BEF | 3.77 | 3.98 | |
| 100 | ESP | 0.92 | 0.96 | |
| 100 | EUR | 152.25 | 160.38 |
Umsatzgewogene Durchschnittskurse für die Konzern-Erfolgsrechnungen und die Konzern-Geldflussrechnungen:
| 2000 | 1999 | ||
|---|---|---|---|
| 1 USD | 1.69 | 1.50 | |
| 100 DEM | 79.60 | 81.81 | |
| 100 | FRF | 23.76 | 24.39 |
| 1 | GBP | 2.56 | 2.43 |
| 1 000 | ITL | 0.80 | 0.83 |
| 100 | JPY | 1.57 | 1.34 |
| 100 | BEF | 3.87 | 3.97 |
| 100 | ESP | 0.94 | 0.96 |

Bericht der Konzernprüfer an die Generalversammlung der Clariant AG, Muttenz
Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Geldflussrechnung, Erfolgsrechnung, Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals und Anhang, Seiten 58 bis 87 des Clariant Konzerns für das am 31. Dezember 2000 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Für die konsolidierte Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.
Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Berufsstandes sowie nach den International Standards on Auditing der International Federation of Accountants (IFAC), wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.
Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Accounting Standards (IAS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.
Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.
PricewaterhouseCoopers AG
U. Vogt Dr. R. Gerber
Basel, 16. März 2001
5-Jahres-Übersicht Konzern 1996–2000
| 2000 | 1999 | 1999 | 1998 | 1997 | 1996 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| angepasst | Pro forma | Pro forma | |||||
| Umsatz Divisionen | Mio CHF | 10 583 | 9 158 | 9 158 | 9 341 | 9 912 | 8 276 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | |||||||
| in Schweizer Franken | Prozent | 16 | –2 | –2 | –6 | 20 | – |
| in Lokalwährung | Prozent | 12 | –4 | –4 | –1 | 13 | – |
| Konzernumsatz 1 | Mio CHF | 10 583 | 9 256 | 9 256 | 9 535 | 10 184 | 8 902 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | |||||||
| in Schweizer Franken | Prozent | 14 | –3 | –3 | –6 | 14 | – |
| in Lokalwährung | Prozent | 10 | –5 | –5 | –2 | * | – |
| Operatives Ergebnis vor Abschreibung Goodwill | Mio CHF | 1 135 | 1 082 | 1 082 | 1 097 | 1 030 | 614 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | 5 | –1 | –1 | 7 | 68 | – |
| in Prozent vom Umsatz | 10.7 | 11.7 | 11.7 | 11.5 | 10.1 | 6.9 | |
| Operatives Ergebnis nach Abschreibung Goodwill | Mio CHF | 1 010 | 1 064 | 1 030 | 1 057 | 989 | 510 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | –5 | 1 | –3 | 7 | 94 | – |
| in Prozent vom Umsatz | 9.5 | 11.5 | 11.1 | 11.1 | 9.7 | 5.7 | |
| EBITDA | Mio CHF | 1 657 | 1 646 | 1 646 | 1 672 | 1 592 | 1 115 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | 1 | –2 | –2 | 5 | 43 | – |
| in Prozent vom Umsatz | 15.7 | 17.8 | 17.8 | 17.5 | 15.6 | 12.5 | |
| Konzerngewinn vor Minderheitsanteilen | Mio CHF | 513 | 596 | 562 | 524 | 428 | 126 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | –14 | 14 | 7 | 22 | 240 | – |
| in Prozent vom Umsatz | 4.9 | 6.4 | 6.1 | 5.5 | 4.2 | 1.4 | |
| Investitionen in Sachanlagen | Mio CHF | 535 | 425 | 425 | 464 | 473 | 566 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | 26 | –8 | –8 | –2 | –16 | – |
| in Prozent vom Umsatz | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 6 | |
| Personalaufwand | Mio CHF | 2 395 | 2 168 | 2 168 | 2 117 | 2 134 | – |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | 10 | 2 | 2 | –1 | * | – |
| in Prozent vom Umsatz | 23 | 23 | 23 | 22 | 21 | – | |
| Personalbestand am Jahresende | Anzahl | 31 546 | 28 993 | 28 993 | 29 279 | 30 862 | 32 505 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | Prozent | 9 | –1 | –1 | –5 | –5 | – |
1 Inkl. Handel. *Nicht vorhanden.
Entwicklung des Umsatzes nach Divisionen
| 2000 | 1999 | 1998 | 1997 Pro forma |
1996 Pro forma |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | |
| Divisionen | ||||||||||
| Textil-, Leder- & Papierchemikalien | 2 589 | 24 | 2 259 | 25 | 2 345 | 25 | 2 609 | 26 | 2 235 | 27 |
| Pigmente & Additive | 2 108 | 20 | 1 896 | 21 | 1 882 | 20 | 2 006 | 20 | 1 651 | 20 |
| Masterbatches | 1 145 | 11 | 1 065 | 11 | 977 | 11 | 986 | 10 | 818 | 10 |
| Funktionschemikalien | 1 935 | 18 | 1 825 | 20 | 2 057 | 22 | 2 094 | 21 | 1 706 | 20 |
| Life Science & Elektronikchemikalien | 1 651 | 16 | 1 087 | 12 | 1 117 | 12 | 1 189 | 12 | 980 | 12 |
| Celluloseether & Polymerisate | 1 155 | 11 | 1 026 | 11 | 963 | 10 | 1 028 | 11 | 886 | 11 |
| Total Divisionen | 10 583 | 100 | 9 158 | 100 | 9 341 | 100 | 9 912 | 100 | 8 276 | 100 |
| Übrige (vorwiegend Handel) | – | – | 98 | – | 194 | – | 272 | – | 626 | – |
| Total Konzern | 10 583 | – | 9 256 | – | 9 535 | – | 10 184 | – | 8 902 | – |
Entwicklung des Umsatzes nach Regionen
| 2000 | 1999 | 1998 | 1997 Pro forma |
1996 Pro forma |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | Mio CHF | % | |
| Region | ||||||||||
| Europa | 5 152 | 49 | 4 780 | 52 | 5 231 | 55 | 5 433 | 53 | * | – |
| Amerika | 3 093 | 29 | 2 596 | 28 | 2 729 | 29 | 2 857 | 28 | * | – |
| Asien/Australien | 2 143 | 20 | 1 683 | 18 | 1 361 | 14 | 1 668 | 17 | * | – |
| Afrika | 195 | 2 | 197 | 2 | 214 | 2 | 226 | 2 | * | – |
| Total | 10 583 | 100 | 9 256 | 100 | 9 535 | 100 | 10 184 | 100 | 8 902 | 100 |
*Nicht vorhanden.
Aktieninformation*
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | 31.12.1998 | 31.12.1997 | 31.12.1996 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ausgegebene Anzahl Namenaktien | |||||
| (Nennwert je CHF 50) | 15 344 000** | 14 600 828** | 14 545 636** | 14 544 000 | 8 000 000 |
| Durch Wandlung geschaffene Anzahl Aktien | |||||
| im Rahmen des bedingten Kapitals | 743 172 | 55 192 | 1 636 | ||
| Dividendenberechtigte Anzahl Aktien | 15 344 000 | 14 600 828 | 14 545 636 | 14 544 000 | 8 000 000 |
| Dividende pro Aktie in CHF | 11.00*** | 10.00 | 9.00 | 7.00 | 5.00 |
| Jahresschlusskurs in CHF | 581 | 759 | 642 | 610 | 286.50 |
| Börsenkapitalisierung in Mio CHF | 8 915 | 11 082 | 9 338 | 8 872 | 2 292 |
| Jahreshöchst/-tiefst in CHF | 799/461 | 793/622 | 1 054/540 | 627.50/280 | 293/183.50 |
* Sämtliche Angaben sind angepasst an den Aktiensplit 1:2 vom Juni 1998 (jede Namenaktie mit Nennwert CHF 100 wurde gesplittet in je 2 Namenaktien mit Nennwert CHF 50) und somit vergleichbar.
** Inklusive Aktien, welche im entsprechenden Jahr durch Wandlung geschaffen wurden.
*** Gemäss Vorschlag des Verwaltungsrates.
Aktionärsstruktur nach Anzahl Aktien per 31. Dezember 2000
| Anzahl Aktien | Aktionäre | in % | Titel | in % |
|---|---|---|---|---|
| 1–99 | 28 988 | 78.0 | 890 572 | 5.8 |
| 100–999 | 7 516 | 20.2 | 1 567 653 | 10.2 |
| 1 000–9 999 | 574 | 1.5 | 1 435 951 | 9.4 |
| 10 000 und mehr | 95 | 0.3 | 5 449 761 | 35.5 |
| Total eingetragene Aktien | 9 343 937 | 60.9 | ||
| Nicht eingetragene Aktien | – | – | 6 000 063 | 39.1 |
| Total | 37 173 | 100.0 | 15 344 000 | 100.0 |
Aktionärsstruktur nach Regionen per 31. Dezember 2000
| Total | 37 173 | 100.0 | 15 344 000 | 100.0 |
|---|---|---|---|---|
| Nicht eingetragene Aktien | – | – | 6 000 063 | 39.1 |
| davon USA | 64 | 0.2 | 113 826 | 0.7 |
| Ausserhalb Europa | 203 | 0.5 | 135 640 | 0.9 |
| Europa | 1 632 | 4.4 | 3 043 041 | 19.8 |
| Schweiz | 35 338 | 95.1 | 6 165 256 | 40.2 |
| Regionen | Aktionäre | in % | Titel | in % |
Aktionäre mit 5% und mehr der ausgegebenen Titel
Frankfurter Spezialchemikalien Verwaltungs GmbH & Co. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hoechst AG, Frankfurt, die ihrerseits eine 97%ige Beteiligung der Aventis, Strasbourg, ist 1 818 000 Aktien
Die wichtigsten Gesellschaften des Clariant Konzerns
Tochtergesellschaften und sonstige Beteiligungen, Stand 31. Dezember 2000
| Beteiligung | Holding/ Finanzen |
Vertrieb | Produktion | Forschung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ägypten | Clariant (Egypt) S.A.E., Kairo | |||||
| The Egyptian German Company for Dyes and Resins S.A.E., Kairo | ||||||
| Argentinien | Clariant (Argentina) S.A., Buenos Aires | |||||
| Australien | Clariant (Australia) Pty Ltd., Melbourne | |||||
| Belgien | Clariant (Benelux) S.A., Louvain-La-Neuve | |||||
| Brasilien | Clariant S.A., São Paulo und Resende | |||||
| Chile | Clariant Colorquímica (Chile) Ltda., Santiago de Chile | |||||
| China | Clariant Chemicals (China) Ltd., Shanghai | |||||
| Clariant (China) Ltd., Hongkong | ||||||
| Clariant Guangzhou Masterbatch Ltd., Guangzhou | ||||||
| Clariant (Tianjin) Ltd., Tianjin | ||||||
| Clariant (Tianjin) Pigments Co. Ltd., Tianjin | ||||||
| Tianjin Hua Shi Chemicals Co. Ltd., Tianjin | ||||||
| Dänemark | Clariant (Danmark) A/S, Karise | |||||
| Deutschland | Clariant (Deutschland) GmbH, Leinfelden-Echterdingen | |||||
| Clariant GmbH, Frankfurt | ||||||
| Clariant Masterbatch GmbH & Co. OHG, Lahnstein | ||||||
| Clariant Verwaltungsges. mbH, Leinfelden-Echterdingen | ||||||
| Ekuador | Clariant (Ecuador) S.A., Quito | |||||
| Finnland | Clariant (Finland) Oy, Helsinki | |||||
| Frankreich | Clariant (France), Paris La Défense | |||||
| Clariant Huningue, Huningue | ||||||
| Clariant Life Science Molecules (France) S.A.S., Nanterre | ||||||
| Griechenland | Clariant (Hellas) S.A., Lykovrisi | |||||
| Grossbritannien | BTP plc, Manchester | |||||
| BTP Chemicals plc, Manchester | ||||||
| Clariant Holdings UK Ltd., Horsforth/Leeds | ||||||
| Clariant UK Ltd., Horsforth/Leeds | ||||||
| Harco Harlow Chemical Company Ltd., Harlow | ||||||
| Lancaster Synthesis Ltd., Morecambe | ||||||
| TR Oil Services Ltd., Stockport | ||||||
| Guatemala | Clariant (Guatemala) S.A., Guatemala City | |||||
| Indien | BTP India Ltd., Chennai | |||||
| Clariant (India) Ltd., Mumbai | ||||||
| Colour-Chem Ltd., Mumbai | ||||||
| Indonesien | P.T. Clariant Indonesia, Tangerang | |||||
| P.T. Pulosynthetics, Jakarta | ||||||
| Irland | Masterplast Ltd., Naas | |||||
| Italien | Clariant (Italia) S.p.A., Mailand | |||||
| Clariant Life Science Molecules (Italia) S.p.A., Origgio | ||||||
| Japan | Clariant (Japan) K.K., Tokyo | |||||
| Clariant Polymers K.K., Tokyo | ||||||
| Kanada | Clariant (Canada) Inc., Québec |
- über 90%
- über 50 bis 90%
- 50% oder weniger
- 1 Management und Support
| Beteiligung | Holding/ Finanzen |
Vertrieb | Produktion | Forschung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kolumbien | Clariant (Colombia) S.A., Santa Fé de Bogotá | |||||
| Korea | Clariant Industries (Korea) Ltd., Seoul | |||||
| Clariant (Korea) Ltd., Seoul | ||||||
| Sang Ho Mercantile Co., Ltd., Yangsan-Si | ||||||
| Songwon Color Co., Ltd., Ulsan | ||||||
| Luxemburg | BTP World S.A., Luxembourg | |||||
| Malaysia | Clariant (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam | |||||
| Marokko | Clariant (Maroc) S.A., Casablanca | |||||
| Mexiko | Clariant (México) S.A. de C.V., Naucalpan de Juárez | |||||
| Clariant Productos Químicos S.A. de C.V., Santa Clara | ||||||
| Neuseeland | Clariant (New Zealand) Ltd., Takapuna-Auckland | |||||
| Niederlande | Dick Peters BV, Denekamp | |||||
| Nigeria | Clariant (Nigeria) Ltd., Ikeja-Lagos | |||||
| Norwegen | Clariant (Norge) AS, Oslo | |||||
| Österreich | Clariant (Österreich) GmbH, Wien | |||||
| Pakistan | Clariant (Pakistan) Ltd., Karachi | |||||
| Peru | Clariant (Perú) S.A., Lima | |||||
| Philippinen | Clariant (Philippines) Corp., Makati City-Manila | |||||
| Polen | Clariant Polska Sp. z.o.o., Warschau | |||||
| Portugal | Clariant Químicos (Portugal) Lda., Porto | |||||
| Schweden | Clariant (Sverige) AB, Mölndal | |||||
| Perstorp Clariant AB, Perstorp | ||||||
| Schweiz | Clariant International AG, Muttenz | 1 | ||||
| Clariant (Schweiz) AG, Muttenz | ||||||
| Säurefabrik Schweizerhall AG, Pratteln | ||||||
| Singapur | Clariant (Singapore) Pte. Ltd., Singapur | |||||
| Spanien | Clariant Ibérica S.A., Barcelona | |||||
| Disper S.A., Sant Andreu de la Barca | ||||||
| Südafrika | Clariant Southern Africa (Pty) Ltd., Weltevreden Park | |||||
| Taiwan | Clariant (Taiwan) Co. Ltd., Taipei | |||||
| Thailand | Clariant Chemicals Ltd., Bangkok | |||||
| Clariant Emulsions (Thailand) Ltd., Bangkok | ||||||
| Drycolor Pacific Co. Ltd., Bangkok | ||||||
| Tschechien | Clariant CR s.r.o., Prag | |||||
| Tunesien | Clariant Tunisie S.A., Cherguia-Tunis | |||||
| Türkei | Clariant A.S., Istanbul | |||||
| Ungarn | Clariant Hungaria Kft, Budapest | |||||
| USA | Clariant Corporation, Charlotte, N.C. | |||||
| Clariant Life Science Molecules (America) Inc., Elgin und Rock Hill, S.C. | ||||||
| Clariant Life Science Molecules (Florida) Inc., Gainesville, F.L. | ||||||
| Clariant Life Science Molecules (Missouri) Inc., Springfield, M.O. | ||||||
| Lancaster Synthesis Inc., Pelham, N.H. | ||||||
| Venezuela | Clariant (Venezuela) S.A., Maracay | |||||
Bilanzen der Clariant AG (vor Gewinnverwendung)
per 31. Dezember 2000 und 1999
| 31. Dezember | 31. Dezember | |||
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | |||
| CHF | % | CHF | % | |
| Aktiven | ||||
| Finanzanlagen | 6 577 035 202 | 4 664 323 447 | ||
| Total Anlagevermögen | 6 577 035 202 | 95.4 | 4 664 323 447 | 84.0 |
| Umlaufvermögen | ||||
| Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften | 172 618 813 | 178 845 552 | ||
| Forderungen gegenüber Dritten | 28 052 782 | 1 776 055 | ||
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 28 259 202 | 19 701 360 | ||
| Flüssige Mittel, Wertschriften und kurzfristige Geldanlagen | 85 171 661 | 690 069 122 | ||
| 16.0 | ||||
| Total Umlaufvermögen | 314 102 458 | 4.6 | 890 392 089 | |
Die Erläuterungen bilden einen integrierenden Bestandteil der Jahresrechnung.
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| 31. Dezember | 31. Dezember | |||
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 1999 | |||
| CHF | % | CHF | % | |
| Passiven | ||||
| Eigenkapital | ||||
| Total Aktienkapital | 767 200 000 | 730 041 400 | ||
| Reserven | ||||
| Gesetzliche Reserven | 1 919 911 489 | 1 342 954 598 | ||
| Reserve für eigene Aktien | 36 106 311 | 226 613 762 | ||
| Total Reserven | 1 956 017 800 | 1 569 568 360 | ||
| Bilanzgewinn | ||||
| Vortrag aus dem Vorjahr | 48 662 784 | 43 636 721 | ||
| Jahresgewinn | 177 271 207 | 151 034 343 | ||
| Total Bilanzgewinn | 225 933 991 | 194 671 064 | ||
| Total Eigenkapital | 2 949 151 791 | 42.8 | 2 494 280 824 | 44.9 |
| Fremdkapital | ||||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Wandelanleihe | – | 423 605 000 | ||
| Obligationenanleihen | 1 600 000 000 | 1 100 000 000 | ||
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 1 284 828 051 | 1 176 229 361 | ||
| Total langfristige Verbindlichkeiten | 2 884 828 051 | 2 699 834 361 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| 41 ⁄4% Obligationenanleihe 1995–2000 |
– | 150 000 000 | ||
| Rückstellungen | 16 780 124 | 4 581 597 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften | 30 068 531 | 836 103 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 813 461 890 | 41 063 014 | ||
| Passive Rechnungsabgrenzungen | 196 847 273 | 164 119 637 | ||
| Total kurzfristige Verbindlichkeiten | 1 057 157 818 | 360 600 351 | ||
| Total Fremdkapital | 3 941 985 869 | 57.2 | 3 060 434 712 | 55.1 |
| Total Passiven | 6 891 137 660 | 100.0 | 5 554 715 536 | 100.0 |
Die Erläuterungen bilden einen integrierenden Bestandteil der Jahresrechnung.
Erfolgsrechnungen der Clariant AG
2000 und 1999
| 2000 | 1999 |
|---|---|
| CHF | CHF |
| Ertrag | |
| Ertrag aus Finanzanlagen 445 831 630 |
384 644 328 |
| Ertrag aus flüssigen Mitteln, Wertschriften und kurzfristigen Geldanlagen 183 383 255 |
142 094 752 |
| Übrige Erträge 49 071 200 |
155 775 776 |
| Total Ertrag 678 286 085 |
682 514 856 |
| Aufwand | |
| Finanzaufwand 376 520 943 |
300 121 531 |
| Verwaltungsaufwand 3 136 305 |
2 242 316 |
| Wertberichtigungen auf Finanzanlagen 79 501 115 |
223 690 489 |
| Übriger Aufwand einschliesslich Steuern 41 856 515 |
5 426 177 |
| Total Aufwand 501 014 878 |
531 480 513 |
| Gewinn 177 271 207 |
151 034 343 |
Die Erläuterungen bilden einen integrierenden Bestandteil der Jahresrechnung.
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinnes der
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| CHF | CHF | |
| Bilanzgewinn | ||
| Jahresgewinn | 177 271 207 | 151 034 343 |
| Vortrag aus dem Vorjahr | 48 662 784 | 43 636 721 |
| Total Bilanzgewinn | 225 933 991 | 194 671 064 |
| Gewinnverwendung | ||
| Ausschüttung einer Dividende von brutto CHF 11.00 auf | ||
| 15 344 000 Namenaktien im Nennwert von CHF 50 | ||
| (1999: CHF 10.00 brutto auf 14 600 828 Namenaktien) | –168 784 000 | –146 008 280 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 57 149 991 | 48 662 784 |
| 1. Grundsätze für die Rechnungslegung |
Einleitung Die Rechnungslegung der Clariant AG erfolgt in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Aktienrecht. |
|---|---|
| Kursdifferenzen Positionen des Nettoumlaufvermögens in Fremdwährung werden zu Jahres endkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die daraus resultierenden Kursdifferenzen und jene aus laufender Geschäftstätigkeit werden über die Erfolgsrechnung gebucht. |
|
| Finanzanlagen Diese sind zum Anschaffungswert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert. |
|
| Rückstellungen Die Rückstellungen dienen der Deckung bestehender Verpflichtungen. |
|
| 2. Finanzanlagen | Die Finanzanlagen beinhalten Darlehen an Konzerngesellschaften im Betrage von CHF 3 188.8 Mio (Vorjahr: CHF 2 936.8 Mio). Die wichtigsten direkten und indirekten Beteiligungen der Clariant AG sind auf den Seiten 94 und 95 dieses Berichtes dargestellt. |
| 3. Flüssige Mittel, Wertschrif ten und kurzfristige Geld anlagen |
In den Wertschriften sind eigene Aktien zum Marktwert von CHF 33 Mio ent halten (siehe auch Anhang Punkt 5). |
4. Aktienkapital
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|
| Anzahl Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 50 | 15 344 000 | 14 600 828 |
| in Schweizer Franken | 767 200 000 | 730 041 400 |
Kapitalerhöhung
Im Jahr 2000 wurde der noch ausstehende Anleihebetrag der 1%-Wandelanleihe 1997–2002 von CHF 456 000 000 in 743 172 Namenaktien Clariant AG im Nominalwert von je CHF 50 gewandelt.
Das Aktienkapital erhöhte sich entsprechend um CHF 37 158 600.
Bedingtes Kapital
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |
|---|---|---|
| Anzahl Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 50 | 800 000 | 1 543 172 |
| in Schweizer Franken | 40 000 000 | 77 158 600 |
Im Jahr 2000 wurde der noch austehende Anleihebetrag der 1%-Wandelanleihe 1997–2002 in 743 172 Namenaktien gewandelt. 800 000 Namenaktien stehen für die Ausgabe zukünftiger Wandel- oder Optionsanleihen zur Verfügung.
5. Eigene Aktien (Anzahl mit einem Nominalwert von je CHF 50)
6. Veränderung des Eigenkapitals
| 2000 | 1999 | |
|---|---|---|
| Bestand am 1. Januar | 289 816 | 304 466 |
| Zu Marktpreisen erworbene Aktien | 88 689 | 43 190 |
| Zu Marktpreisen veräusserte Aktien | –322 029 | –57 840 |
| Bestand am 31. Dezember | 56 476 | 289 816 |
| Aktienkapital | Gesetzliche | Reserve für | Bilanzgewinn | Total | |
|---|---|---|---|---|---|
| Reserve | eigene Aktien | ||||
| CHF | CHF | CHF | CHF | CHF | |
| Stand 31. Dezember 1999 | 730 041 400 | 1 342 954 598 | 226 613 762 | 194 671 064 | 2 494 280 824 |
| Kapitalerhöhung aus Ausübung | |||||
| von Wandelrechten | 37 158 600 | 386 449 440 | 423 608 040 | ||
| Transaktionen mit eigenen Aktien | 190 507 451 | –190 507 451 | – | ||
| Dividende für 1999 | –146 008 280 | –146 008 280 | |||
| Reingewinn des Geschäftsjahrs | 177 271 207 | 177 271 207 | |||
| Stand 31. Dezember 2000 | 767 200 000 | 1 919 911 489 | 36 106 311 | 225 933 991 | 2 949 151 791 |
7. Gesetzliche Reserven
Diese Reserven setzen sich aus anlässlich der Gründung im Jahre 1995 sowie der Kapitalerhöhung im Jahre 1997 und infolge der Ausübung von Wandelrechten einbezahlten Agio von Aktionären zusammen.
8. Reserve für eigene Aktien
Für die eigenen Aktien wurde die gemäss Art. 659a Abs. 2 OR vorgeschriebene Reserve für eigene Aktien aus den gesetzlichen Reserven, welche über die vom Gesetz vorgesehene Grenze von 20% des Aktienkapitals geäufnet wurden, gebildet.
9. Wandel- und Obligationen-Anleihen
| Zinssatz | Laufzeit | Betrag | Betrag | |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |||
| Mio CHF | Mio CHF | |||
| Wandelanleihe1 | 1% | 1997–2002 | – | 424 |
| Obligationenanleihe | 41 ⁄4% |
1995–2000 | – | 150 |
| Obligationenanleihe | 45 ⁄8% |
1996–2003 | 150 | 150 |
| Obligationenanleihe | 41 ⁄8% |
1996–2006 | 200 | 200 |
| Obligationenanleihe | 33 ⁄8% |
1997–2004 | 300 | 300 |
| Obligationenanleihe | 33 ⁄4% |
1997–2007 | 200 | 200 |
| Obligationenanleihe | 3% | 1998–2005 | 250 | 250 |
| Obligationenanleihe | 41 ⁄4% |
2000–2008 | 500 | – |
| Total | 1 600 | 1 674 | ||
1Die Clariant AG hat von der vorzeitigen Kündigungsmöglichkeit Gebrauch gemacht. Der noch ausstehende Anleihebetrag wurde am 19.8.2000 gewandelt.
| 10. Eventualverbindlichkeiten | Ausstehende | Ausstehende | ||
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | Verbindlichkeiten | |||
| 31.12.2000 | 31.12.1999 | |||
| Mio CHF | Mio CHF | |||
| Garantien zu Gunsten von | ||||
| Konzerngesellschaften 30 |
32 | |||
| 11. Eintragungs- und Stimm rechtsbeschränkungen |
Gemäss Artikel 5 der Statuten besteht für die Eintragung von Namenaktien, welche in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erworben werden, keine Beschränkung. Besondere Regelungen bestehen für Nominees. Gemäss Artikel 12 der Statuten berechtigt jede Aktie zu einer Stimme. Ein Aktionär kann jedoch für eigene und vertre |
tene Aktien zusammen höchstens die Stimmen von 10% des Aktienkapitals abgeben.
Gemäss den uns zur Verfügung stehenden Informationen war die Frankfurter Spezialchemikalien Verwaltungs GmbH & Co. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hoechst AG, Frankfurt, die ihrerseits eine 97%ige Beteiligung der Aventis, Strasbourg, ist, am 31.12.2000 im Besitze, von 11.8 % (1999: 12.5%) des Aktienkapitals. 12. Aktionäre mit 5 Prozent oder mehr des Aktienkapitals
Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der Clariant AG, Muttenz
Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 96 bis 104) der Clariant AG für das am 31. Dezember 2000 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Für die Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.
Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.
Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes Gesetz und Statuten.
Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
PricewaterhouseCoopers AG
Dr. R. Gerber B. Haid
Basel, 16. März 2001
Weltweit vernetzt
Argentinien: Clariant (Argentina) S.A. Avda. José Garibaldi 2871, (B1832KGG) Lomas de Zamora Prov. Bs. As., T +54 11 4239 0600, F +54 11 4239 0630 • Australien: Clariant (Australia) Pty. Ltd., 4–10 Jamieson Street, 3192 Cheltenham, Victoria, T +61 39 581 8200, F +61 39 254 1065 • Benelux: Clariant (Benelux) S.A., Parc Scientifique Fleming, 1, rue Fond Jean Pâques, 1348 Louvain-la-Neuve, T +32 1048 0511, F +32 1048 0666 • Brasilien: Clariant S.A., Av. das Nações Unidas, 18.001 São Paulo SP 04795-900, T +55 11 5683 7233, F +55 11 5642 1654 • China: Clariant (China) Ltd., 1–5/F Sandoz Centre, 178-182 Texaco Road, Tsuen Wang, Hongkong, T +852 2406 4111, F +852 2407 6046. – Clariant Chemicals (China) Ltd. 1–4/F Block 25, 69 Gui Qin Road, Caohejing Hi-Tech Park, 200233 Shanghai, T +86 21 6485 1000, F +86 21 6485 3000 • Deutschland: Clariant GmbH, Am Unisyspark 1, 65843 Sulzbach, T +49 6196 7570, F +49 6196 757 8856. – Clariant Masterbatch GmbH & Co. OHG, Hohenrhein 1, 56112 Lahnstein, T +49 4192 487-0, F +49 4102 487 169 • Frankreich: Clariant (France), 70, avenue du Général de Gaulle, 92058 Paris La Défense Cedex, T +33 1 4696 9600, F +33 1 4696 9601. – Clariant Huningue, avenue de Bâle, 68331 Huningue Cedex, T +33 389 89 6000, F +33 389 89 6195 • Grossbritannien: Clariant UK Ltd., Calverley Lane, Horsforth, Leeds LS18 4RP, T +44 113 258 4646, F +44 113 239 8473. – Clariant Plc, LSE Division, Hayes Road, Cadishead, Manchester M44 5BX, T +44 161 775 3945, F +44 161 775 3970. – TR Oil Services Ltd., 3rd Floor, St. James House, 192, Wellington Road North, Stockport, Cheshire SK4 2QN, T +44 161 431 9099, F +44 161 431 9044 • Indien: Clariant (India) Ltd., Sandoz House, Dr. Annie Besant Road, Worli, Mumbai 400 018, T +91 22 496 5678, F +91 22 493 5657. – Colour-Chem Ltd., 194, Churchgate Reclamation, Mumbai 400 020, T +91 22 202 2161, F +91 22 202 9781 • Italien: Clariant (Italia) S.p.A., Via A. Manzoni n. 37, 20030 Palazzolo Milanese, T +39 02 9918 1, F +39 02 9918 8789 • Japan: Clariant (Japan) K.K., Center Office 9F, Bunkyo Green Court, 2-28-8 Hon Komagome, Bunkyo-ku, Tokio 113-8662, T +81 3 5977 7880, F +81 3 5977 7886 • Kanada: Clariant (Canada) Inc., 4600 Rue Cousens, Ville St. Laurent, Québec H4S 1X3, T +1 514 334 1117, F +1 514 334 6232 • Korea: Clariant (Korea) Ltd., Clariant House, 84-7 Chung Dam-Dong, Kangnam-Ku, Seoul, 135-100, T +82 2510 8000, F +82 2540 4807 • Mexiko: Clariant (Mexico) S.A. de C.V., Boulevard Toluca 46, Col. El Conde, 53500 Naucalpan de Juárez,
Edo. de Mex., T +52 5329 1800, F +52 5576 3259 • Pakistan: Clariant (Pakistan) Ltd., Plot 1-A/1, Sector 20, Korangi Industrial Area, Karachi 74900, T +92 21 504 6710, F +92 21 504 6712 • Portugal: Clariant Químicos (Portugal) Lda., E.N. Lisboa-Sintra, Apartado 191, 2726-901 Mem Martins, T +351 21 926 9700, F +351 21 926 9780 • Österreich: Clariant (Österreich) GmbH, Breitenfurter Strasse 239, 1231 Wien, T +43 1 80 122-0, F +43 1 80 122 900 • Schweiz: Clariant (Schweiz) AG, Rothausstrasse 61, 4132 Muttenz 1, T +41 61 469 5111, F +41 61 469 5999 • Singapur: Clariant (Singapore) Pte. Ltd., 1, International Business Park, #03–15/16, The Synergy, Singapore 609917, T +65 563 0288, F +65 563 0200 • Skandinavien: Clariant (Sverige) AB, Göteborgsvägen 91B, 43137 Mölndal, T +46 3167 8500, F +46 3187 7960 • Spanien: Clariant Ibérica S.A., Via Augusta, 252–260, 08017 Barcelona, T +34 93 306 8121, F +34 93 201 1322 • Südafrika: Clariant Southern Africa (Pty.) Ltd., Parkview House, Constantia Park, c/r Hendrik Potgieter St. & 14th Ave., 1715 Weltevreden Park, T +21 11 471 7220, F +27 11 475 3940 • Tschechische Republik: Clariant CR s.r.o., Národní trida 10, 110 00 Prag 1, T +420 2 2197 6111, F +420 2 2491 3504 • Türkei: Clariant A.S., Basin Ekspres Yolu, Ziyal Is Merkezi, 34540 Gunesli Istanbul, T +90 212 693 9420, F +90 212 693 9407 • USA: Clariant Corporation, 4000 Monroe Road, Charlotte, NC 28205, T +1 704 331 7000, F +1 704 377 1063 • Venezuela: Clariant (Venezuela) S.A., Avenida Anton Philips, Zona Industrial San Vicente, Maracay/Edo. Aragua, T +58 43 53 7111, F +58 43 53 7547
Weitere Kontakte sind im Internet unter http://www.clariant.com, "Where we are", verfügbar.
Die Clariant Welt auf Ihrem Computer
Clariant ist ein weltweit führendes Unternehmen der Fein- und Spezialitätenchemie mit rund 31 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Schweizer Franken. Das junge Unternehmen entstand durch Verselbständigung der Division Chemikalien von Sandoz mittels Börsengang im Sommer
1995 und wurde durch die Übernahme des Geschäfts mit Spezialchemikalien von Hoechst im Sommer 1997 wesentlich erweitert. Durch die Akquisition des britischen Feinchemikalienunternehmens BTP im Frühjahr 2000 wurde Clariant überdies zu einem
führenden Anbieter von Zwischenprodukten und Wirkstoffen für die Pharma- und Agroindustrie. Das Unternehmen ist weltweit tätig und operiert mit über 100 Gesellschaften in fünf Kontinenten. Sitz und Konzernleitung befinden sich in Muttenz bei Basel/Schweiz. Die Produkte und Dienstleistungen der sechs Divisionen Textil-, Leder- & Papierchemikalien, Pigmente & Additive, Masterbatches, Funktionschemikalien, Life Science & Elektronikchemikalien sowie Celluloseether & Polymerisate basieren auf Spezialchemikalien, die in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle spielen oder den Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften verleihen. Dass Clariant dabei erfolgreich ist, liegt am
breiten chemischen und technischen Know-how und am Bestreben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, neue Herausforderungen der Märkte frühzeitig zu erkennen und
dafür gemeinsam mit den Kunden effiziente Lösungen zu erarbeiten:
Clariant – Exactly your chemistry.
Clariant in Kürze
«All around you» – der Unternehmensfilm von Clariant findet nicht nur bei Interessierten Anklang, sondern feiert auch Erfolge in der Medienwelt. Beim «New York Festival» gewann der Film unter 1200 eingereichten Arbeiten aus 43 Ländern in der Sparte Industriefilm Gold für die «Beste Kamera» sowie Bronze für die «Beste Regie». Das «World Media Festival» in Hamburg verlieh «All around you» gleich zwei Ehrungen: den «Silver Globe» in der Kategorie Public Relations/Image und den «Inforfilm International Special Award». Beim «Festival Comunica 2000» im französischen Deauville erhielt der Clariant Film den «Silbernen Delphin», ebenfalls Silber gab es in Köln beim «ITVA-Festival 2000» in der Kategorie Corporate Image. Auch der deutschsprachige Medienwettbewerb «Corporate Media» in München verlieh dem Film den «Master of Excellence» und für die beste DVD-Lösung den Sonderpreis «Award of Masters». «All around you» zeigt in zehn Minuten mit eindrucksvollen Bildern, welche unsichtbare Rolle die Produkte des Unternehmens im täglichen Leben spielen. Neben Anwendungsbeispielen betont der Film die Internationalität und die globale Verantwortung von Clariant. Gedreht wurde in Korea, Mexiko, den USA, Marokko, Deutschland und der Schweiz.
Systemvoraussetzungen: Windows 95/98/NT4 (Service Pack 5)/2000, Microsoft Media Player 6.4, Pentium II 266 oder AMD K6/350, 64 MB RAM, Grafik 640x480 VGA; 16 Bit Farbtiefe (256 Farben), 8 x CD-ROM Laufwerk, Maus, Soundkarte – Die CD-ROM startet automatisch. Ist dies nicht der Fall, wählen Sie unter «Start – Ausführen – Durchsuchen» den Laufwerksbuchstaben Ihres CD-Laufwerks und doppelklicken Sie die Anwendungsdatei «clariant.exe» im Ordner «\clariant». Weitere Informationen finden Sie in der Datei «liesmich.txt».
Clariant AG
Rothausstrasse 61 CH-4132 Muttenz 1 Schweiz
Clariant International AG
Rothausstrasse 61 CH-4132 Muttenz 1 Schweiz Tel. +41 61 469 51 11 Fax +41 61 469 59 99
Unternehmenskommunikation
Tel. +41 61 469 69 69 Fax +41 61 469 69 99
Investor Relations
Tel. +41 61 469 67 40/47 Fax +41 61 469 67 67
Internet
http://www.clariant.com
Impressum
Herausgeber: Clariant International AG Unternehmenskommunikation Muttenz/Schweiz
Konzept/Design: Gruner & Brenneisen AG, Basel
Litographie und Druck: Multicolor Print AG, Kündig Druck, Baar
Fotos:
Walter Imber, Günsberg/Schweiz Clariant: Thomas Cojaniz, Hermann Dornhege, Norman Hochheimer, Walter Kloos, Hardy Rougier Wella Schweiz Lou Dick, Basel Annette Fischer, Basel Digitalvision
Deutscher Originalbericht. Der Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich.
Geschäftsbericht 2000
1066330

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Clariant AG Rothausstrasse 61 CH-4132 Muttenz 1
Schweiz
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Unternehmenskommunikation
Muttenz/Schweiz
Konzept/Design:
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Litographie und Druck: Multicolor Print AG, Kündig Druck, Baar
Clariant International AG Unternehmenskommunikation
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Gruner & Brenneisen AG, Basel
Walter Imber, Günsberg/Schweiz Clariant: Thomas Cojaniz,
Walter Kloos, Hardy Rougier
Deutscher Originalbericht.
Sprache erhältlich.
Wella Schweiz Lou Dick, Basel Annette Fischer, Basel
Digitalvision
Hermann Dornhege, Norman Hochheimer,
Der Geschäftsbericht ist auch in englischer
Geschäftsbericht 2000
Textil-, Leder- & Papierchemikalien
Umsatz nach Divisionen Total 2000: CHF 10 583 Mio.

Pigmente & Additive
Masterbatches
Investitionen nach Regionen Total 2000: CHF 535 Mio.

Umsatz nach Regionen Total 2000: CHF 10 583 Mio.

Mitarbeiter nach Regionen Total 2000: 31 546

Clariant ist ein weltweit führendes Unternehmen der Fein- und Spezialitätenchemie mit rund 31 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von über 10 Milliarden Schweizer Franken. Das junge Unternehmen entstand durch Verselbständigung der Division Chemikalien von Sandoz mittels Börsengang im Sommer 1995 und wurde durch die Übernahme des Geschäfts mit Spezialchemikalien von Hoechst im Sommer 1997 wesentlich erweitert. Durch die Akquisition des britischen Feinchemikalienunternehmens BTP im Frühjahr 2000 wurde Clariant überdies zu einem führenden Anbieter von Zwischenprodukten und Wirkstoffen für die Pharma- und Agroindustrie. Das Unternehmen ist weltweit tätig und operiert mit über 100 Gesellschaften in fünf Kontinenten. Sitz und Konzernleitung befinden sich in Muttenz bei Basel/Schweiz. Die Produkte und Dienstleistungen der sechs Divisionen Textil-, Leder- & Papierchemikalien, Pigmente & Additive, Masterbatches, Funktionschemikalien, Life Science & Elektronikchemikalien sowie Celluloseether & Polymerisate basieren auf Spezialchemikalien, die in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle spielen oder den Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften verleihen. Dass Clariant dabei erfolgreich ist, liegt am breiten chemischen und technischen Know-how und am Bestreben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, neue Herausforderungen der Märkte frühzeitig zu erkennen und dafür gemeinsam mit den Kunden effiziente Lösungen zu erarbeiten: Clariant – Exactly your chemistry.
Clariant in Kürze
Die Clariant Welt auf Ihrem Computer
«All around you» – der Unternehmensfilm von Clariant findet nicht nur bei Interessierten Anklang, sondern feiert auch Erfolge in der Medienwelt. Beim «New York Festival» gewann der Film unter 1200 eingereichten Arbeiten aus 43 Ländern in der Sparte Industriefilm Gold für die «Beste Kamera» sowie Bronze für die «Beste Regie». Das «World Media Festival» in Hamburg verlieh «All around you» gleich zwei Ehrungen: den «Silver Globe» in der Kategorie Public Relations/Image und den «Inforfilm International Special Award». Beim «Festival Comunica 2000» im französischen Deauville erhielt der Clariant Film den «Silbernen Delphin», ebenfalls Silber gab es in Köln beim «ITVA-Festival 2000» in der Kategorie Corporate Image. Auch der deutschsprachige Medienwettbewerb «Corporate Media» in München verlieh dem Film den «Master of Excellence» und für die beste DVD-Lösung den Sonderpreis «Award of Masters». «All around you» zeigt in zehn Minuten mit eindrucksvollen Bildern, welche unsichtbare Rolle die Produkte des Unternehmens im täglichen Leben spielen. Neben Anwendungsbeispielen betont der Film die Internationalität und die globale Verantwortung von Clariant. Gedreht wurde in Korea, Mexiko, den USA, Marokko, Deutschland und der Schweiz.
Systemvoraussetzungen: Windows 95/98/NT4 (Service Pack 5)/2000, Microsoft Media Player 6.4, Pentium II 266 oder AMD K6/350, 64 MB RAM, Grafik 640x480 VGA; 16 Bit Farbtiefe (256 Farben), 8 x CD-ROM Laufwerk, Maus, Soundkarte – Die CD-ROM startet automatisch. Ist dies nicht der Fall, wählen Sie unter «Start – Ausführen – Durchsuchen» den Laufwerksbuchstaben Ihres CD-Laufwerks und doppelklicken Sie die Anwendungsdatei «clariant.exe» im Ordner «\clariant». Weitere Informationen finden Sie in der Datei «liesmich.txt».