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CEWE Stiftung & Co. KGaA — Annual Report 2020
Mar 25, 2021
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Annual Report
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GESCHÄFTSBERICHT 2020


CEWE AUF EINEN BLICK
- 1 Statement
- 2 Markenübersicht
- 3 Die CEWE-Gruppe
- 4 Präsent in Europa
- 5 Unternehmenskennzahlen CEWE-Gruppe
- 6 Resultate 2020
- 7 Entwicklung Finanzkennzahlen 2020
AN DIE AKTIONÄRE
- 10 Der Vorstand
- 11 Brief an die Aktionäre
- 14 Bericht des Aufsichtsrates
- 19 Interview mit Dr. Christian Friege
- 22 CEWE-Aktie
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
- 26 Grundlagen des Konzerns
- 33 Wirtschaftsbericht
- 61 Nachtragsbericht
- 62 Prognose-, Chancen- und Risikobericht
- 67 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
- 69 Übernahmerelevante Angaben
- 72 Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA
- 74 Vergütungsbericht
NAVIGATION IM BERICHT PER MAUSKLICK
KONZERNABSCHLUSS 4
- 98 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 99 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 100 Konzernbilanz
- 102 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- 103 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 104 Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern
- 105 Anhang
- 164 Bilanzeid
- 165 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
- 172 Die CEWE-Gruppe – Struktur und Organe
WEITERE INFORMATIONEN
- 175 Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA
- 178 Mehrjahres-Übersicht
- 184 Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen
- 186 Finanzkalender
- 187 Impressum
BERICHTSNAVIGATION
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5
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STATEMENT
"Mit dem CEWE FOTOBUCH als Nr. 1 im Markt, mit Fotokalendern, Wandbildern, Grußkarten, CEWE SOFORTFOTOS und weiteren Fotoprodukten ist CEWE der führende Omni-Channel-Fotoanbieter in Europa. Im Kommerziellen Online-Druck sind wir mit unserer hocheffizienten Produktion ein Top-Anbieter von qualitativ hochwertigen und doch kostengünstigen Druckprodukten. Gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten wir täglich an neuen Produkten und weiteren Innovationen. Dabei steht die Kundenzufriedenheit als Leitidee immer im Mittelpunkt unserer Arbeit."
DR. CHRISTIAN FRIEGE, VORSTANDSVORSITZENDER DER NEUMÜLLER CEWE COLOR STIFTUNG

PREMIUMQUALITÄT MIT FÜHRENDEN MARKEN

DIE CEWE-GRUPPE
EUROPAS FÜHRENDER FOTO-SERVICE UND ONLINE-DRUCK-ANBIETER
Aus den Anfängen im Jahr 1912 hat sich CEWE als erste Adresse im Foto-Service für alle entwickelt, die mehr aus ihren Fotos machen wollen. Dafür steht insbesondere das vielfach ausgezeichnete CEWE FOTOBUCH mit jährlich weit mehr als sechs Millionen verkauften Exemplaren. Weitere personalisierte Fotoprodukte erhalten Kunden z. B. unter den Marken CEWE, WhiteWall und Cheerz – sowie bei vielen führenden europäischen Einzelhändlern. Rund um ihre persönlichen Fotos werden sie in diesen Markenwelten zu vielfältigen kreativen Gestaltungen inspiriert und vertrauen dem Unternehmen jährlich mehr als 2,3 Mrd. Fotos an.
Zusätzlich hat die CEWE-Gruppe für den noch jungen Online-Druck-Markt eine hocheffiziente Produktion für Werbe- und Geschäftsdrucksachen aufgebaut. Über die Vertriebsplattformen SAXOPRINT, CEWE-PRINT.de, LASERLINE und viaprinto erreichen jährlich Milliarden Qualitätsdruckprodukte zuverlässig ihre Kunden.
Die CEWE-Gruppe ist auch durch die Gründerfamilie Neumüller als Ankeraktionär auf nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet und wurde dafür bereits mehrfach ausgezeichnet: wirtschaftlich langfristig orientiert; partnerschaftlich und fair mit Kunden, Mitarbeitern sowie Lieferanten; gesellschaftlich verantwortlich und umweltsowie ressourcenschonend. So werden beispielsweise alle CEWE-Markenprodukte klimaneutral hergestellt.
Die CEWE-Gruppe ist mit gut 4.000 Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern präsent und wuchs 2020 im Umsatz auf 727,3 Mio. Euro. Die CEWE-Aktie ist im SDAX notiert.
Präsent in Europa
An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen
PRÄSENT IN EUROPA
BETRIEBSSTÄTTEN MIT VERTRIEBSNIEDERLASSUNGEN
Oldenburg, (Hauptsitz ), Bad Kreuznach, Dresden, Freiburg (Eschbach), Frechen, München (Germering), Budapest (HU), Koźle (PL), Paris (FR), Prag (CZ), Warwick (UK)
BETRIEBSSTÄTTEN
Mönchengladbach, Montpellier (Fabrègues (FR)), Rennes (Vern-sur-Seiche (FR))
VERTRIEBSNIEDERLASSUNGEN
Aarhus (Åbyhøj (DK)), Berlin, Bratislava (SK), Bukarest (RO), Göteborg (SE), Köln, Ljubljana (SI), Madrid (ES), Mechelen (BE), Münster, Nunspeet (NL), Oslo (NO), Warschau (PL), Wien (AT), Zagreb (HR), Zürich (Dübendorf (CH))
LIEFERGEBIET CEWE-PRODUKTE
Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn
siehe Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen, Seite 184

Unternehmenskennzahlen CEWE-Gruppe
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN CEWE-GRUPPE

RESULTATE 2020
ABSATZ FOTOFINISHING
- » Corona-bedingt geändertes Urlaubsreiseverhalten reduziert das Fotovolumen besonders bei Multi-Foto-Produkten
- » Gesamt-Fotovolumen liegt mit 2,34 Mrd. Fotos leicht unter Vorjahr (2019: 2,40 Mrd. Fotos, – 2,6 %)
- » 6,52 Mio. CEWE FOTOBUCH Exemplare abgesetzt (2019: 6,62 Mio. Exemplare, – 1,6 %)
- » Fotokalender, Wandbilder und weitere Fotogeschenke legen erneut zu und stärken Trend zu höherwertigen Produkten
- » Die Hälfte aller Fotos werden in Ladengeschäften abgeholt, die andere Hälfte per Postversand zugestellt
UMSATZ FOTOFINISHING
- » Alle CEWE-Markenprodukte wachsen weiter und stärken Fotofinishing-Umsatz
- » Umsatz je Foto steigt weiter: + 11,8 % auf 26,46 Eurocent pro Foto
- » 618,8 Mio. Euro Fotofinishing-Umsatz 2020: Ordentlicher Zuwachs von + 8,9 % zum Vorjahr
- » Umsatz im vierten Quartal legt erneut um starke 12,7 % auf 283,0 Mio. Euro zu
ERGEBNIS FOTOFINISHING
- » Fotofinishing 2020 mit signifikanter Ergebnissteigerung: EBIT erreicht 88,6 Mio. Euro (2019: 66,9 Mio. Euro, + 32,4 %)
- » Operative Fotofinishing-Marge steigt im Gesamtjahr 2020 auch durch Kosteneinsparungen – auf 15,1 % (2019: 12,4 %)
- » Viertes Quartal liefert 90 % des Gesamtjahres-EBIT im Fotofinishing
RESULTATE KOMMERZIELLER ONLINE-DRUCK
- » Kommerzieller Online-Druck stark von Pandemie betroffen: Umsatz geht 2020 um 34,3 % auf 67,8 Mio. Euro zurück (2019: 103,2 Mio. Euro)
- » Straffes Kostenmanagement hält Ergebnis im Griff: EBIT mit – 3,7 Mio. Euro besser als Restrukturierungskosten-belastetes Vorjahr (2019: – 7,7 Mio. Euro)
- » Wiederanschub nach der Krise: Straffung des Markenportfolios und Konzentration auf SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE
- » Integration der Berliner LASERLINE-Produktion in den Dresdner Standort von SAXOPRINT 2020 erfolgreich umgesetzt
RESULTATE EINZELHANDEL
- » CEWE RETAIL stark betroffen von Corona-bedingten Ladenschließungen: Umsatz sinkt 2020 auf 34,1 Mio. Euro (2019: 43,7 Mio. Euro)
- » Leicht positives bereinigtes EBIT (230 TEuro) im Vorjahresvergleich sogar etwas verbessert (2019: 35 TEuro)
- » Beschleunigte Fortsetzung der Optimierungsstrategie mit Fokussierung auf das Fotofinishing- und Online-Geschäft: Restrukturierungsrückstellungen für Filialschließungen und Wertberichtigungen auf Vorräte belasten EBIT mit – 4,4 Mio. Euro
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
» Weiteres Wachstum und "Stay-at-home" im Fotofinishing lassen trotz Corona-bedingter Rückgänge in KOD und Retail Gruppenumsatz auf 727,3 Mio. Euro steigen (2019: 720,4 Mio. Euro)
- » Gruppen-EBIT dank starkem Fotofinishing-Ergebnis und konsequentem Kostenmanagement 22,8 Mio. Euro besser als im Vorjahr: 79,7 Mio. Euro (2019: 56,8 Mio. Euro)
- » Hervorragendes Weihnachtsgeschäft im Fotofinishing liefert erneut das Jahresergebnis: Q4-Gruppen-EBIT steigt auf 80,3 Mio. Euro (2019: 58,8 Mio. Euro)
- » Steuerquote auf erwartet normalem Niveau von 31,9 %
- » Ergebnis je Aktie steigt auf 7,20 Euro (2019: 4,40 Euro)
BILANZ UND FINANZIERUNG
- » Positive Geschäftsentwicklung trotzt Corona und lässt Eigenkapitalquote auf 48,1 % steigen
- » Capital Invested: Deutlicher Eigenkapitalanstieg maßvolle Erhöhung der Konzernverschuldung
CASH FLOW
- » Positive Geschäftsentwicklung trotzt Corona und lässt Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit auf 142,3 Mio. Euro steigen
- » Free-Cash Flow vor allem durch Zahlungen von Mailorderkunden und Steuerzahlungen um 67,7 Mio. Euro verbessert
KAPITALRENTABILITÄT
- » Durchschnittliches Capital Employed mit 385,9 Mio. Euro nahezu unverändert
- » Positive Ergebnisentwicklung lässt ROCE auf 20,6 % steigen
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN 2020




» Unser CEWE FOTO-BUCH ist eine superschöne Erinnerung. « Julie und Moritz Löffler



AN DIE AKTIONÄRE
Der Vorstand
DER VORSTAND

Von links nach rechts: Dr. Reiner Fageth, Carsten Heitkamp, Patrick Berkhouwer, Dr. Christian Friege (Vorstandsvorsitzender), Dr. Olaf Holzkämper, Thomas Mehls, Frank Zweigle
Brief an die Aktionäre
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
ein sehr denkwürdiges Jahr liegt hinter uns allen. Auch Sie, die Eigentümer von CEWE, sind hoffentlich so weit gesund durch die Pandemie gekommen. Ihrem Unternehmen ist der Weg durch diese Zeit im Jahr 2020 gut geglückt.
Die Gesundheit der Mitarbeitenden und die Funktionsfähigkeit von CEWE stehen ganz oben
Bereits in dem Brief an Sie vor einem Jahr hatten wir klare Prioritäten definiert: "In der Pandemie bemühen wir uns um die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Lieferund Servicefähigkeit für unsere Kunden. CEWE arbeitet auch in dieser Zeit daran, weiter funktionsfähig zu bleiben und die Wünsche der Kundinnen und Kunden zu erfüllen." Und genau nach dieser Maßgabe hat sich Ihr Unternehmen im vergangenen Jahr verhalten. Durch umfassende Vorsichtsmaßnahmen und hohes Engagement aller Mitarbeitenden ist es CEWE gelungen, Covid-19 aus dem Unternehmen weitestgehend fernzuhalten und vor allem eine Verbreitung des Virus im Unternehmen zu unterbinden.
Dank an alle Mitarbeitenden – so hat CEWE das Virus kontrolliert
Auch wenn dies viele hinderliche Einschränkungen für jeden Einzelnen im CEWE-Team mit sich bringt, ziehen doch wirklich alle Mitarbeitenden an einem Strang. Für diesen persönlichen Einsatz danken wir allen Kolleginnen und Kollegen … und dürfen das hoffentlich auch in Ihrem Namen, dem Namen der CEWE-Aktionärinnen und -Aktionäre, tun. Dieser große Einsatz ist die Basis für den geschäftlichen Erfolg in der Pandemie.
Mannigfaltige Wirkungen der Pandemie bei CEWE – viel Negatives, aber auch Positives
Nachfrageseitig hat CEWE die Auswirkungen der Pandemie massiv und sehr unterschiedlich gespürt. Zum einen waren zu vielen Zeitpunkten die CEWE-Geschäftsfelder sehr unterschiedlich betroffen. Zum anderen war es selbst innerhalb jedes unserer Segmente eine wahre Achterbahnfahrt mit unglaublichem Auf und Ab.
Im Kommerziellen Online-Druck (KOD) leidet die ganze Branche enorm
Wer niemanden trifft, benötigt keine neuen Visitenkarten. Wenn keine Konzerte oder Flohmärkte stattfinden, werden dafür auch keine Werbeplakate oder -flyer gedruckt. Geschlossene Restaurants benötigen keine Menü-Karten usw. Diese Beispiele zeigen anschaulich, wie sehr das Geschäft des Kommerziellen Online-Drucks unter der Pandemie leidet. Auch bei CEWE hat der KOD für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzrückgang von mehr als einem Drittel auf 67,8 Mio. Euro hinnehmen müssen.
Der Kommerzielle Online-Druck hat in der Pandemie seine Hausaufgaben gemacht
Das CEWE-Management hat in diesem Geschäftsfeld einen wirklich guten Job gemacht. Die Verantwortlichen haben gemeinsam die Kostensituation – wo immer möglich – an diesen starken Umsatzrückgang angepasst. In der Folge liegt das EBIT des KOD im Geschäftsjahr 2020 bei – 3,7 Mio. Euro und damit sogar deutlich besser als im Vorjahr, in dem umfangreiche Restrukturierungskosten verbucht werden mussten. KOD 2020 war nichts für Schönwetterkapitäne. Vor diesem Hintergrund: Hut ab vor der Leistung aller Verantwortlichen!
Der Einzelhandel konnte Lockdown-Phasen der Ladengeschäfte teils online ausgleichen
Der Umsatz und Ertrag mit Foto-Hardware (Kameras, Objektive etc.), der bei CEWE als "Einzelhandel" ausgewiesen wird, geht bereits seit Jahren zurück, da man sich dort auf das Geschäft mit Fotofinishing-Produkten fokussiert, das im Segment "Fotofinishing" ausgewiesen wird. Daher fährt CEWE den Umsatz im Einzelhandel seit längerem um etwa 10 % pro Jahr aktiv zurück. Die Umsatzveränderung von rund – 22 %, die wir 2020 gesehen haben, ist natürlich zusätzlich den diversen Lockdown-Wellen zuzuschreiben. Auch wenn das Geschäft zunehmend online verläuft, so macht sich Corona hier doch bemerkbar.
Der Fokus auf "Online" wurde im Einzelhandel weiter verstärkt
Um genau dieses Online-Element des Geschäftes noch weiter zu stärken, das auch die Basis für die dort vertriebenen Fotofinishing-Produkte ist, wurde daher 2020 die Entscheidung gefällt, die Filialzahl im Einzelhandel um etwas mehr als 40 Ladengeschäfte auf rund 100 weiter zurückzufahren. Dies hat natürlich Sonderaufwendungen zur Folge gehabt, die 2020 das EBIT im Einzelhandel auf – 4,2 Mio. Euro reduziert haben. Ohne diese speziellen Aufwendungen hat der Einzelhandel sogar 0,2 Mio. Euro besser abgeschnitten als im Vorjahr (0,0 Mio. Euro). Bei allem Corona-Gegenwind: Auch hier eine gute Leistung!
CEWE-Fotofinishing: Von "zu Tode betrübt" …
Die unglaublichste Achterbahnfahrt aber hat das Segment "Fotofinishing" 2020 hinter sich: Auf einen bis dahin guten Jahresstart folgte ein nahezu völliger Stillstand des Geschäfts beim Beginn des ersten Lockdowns im März 2020. Erfreulicher war wieder ein sehr gutes zweites Quartal mit Fotogeschenken statt Osterbesuchen bei den Lieben, das aber in ein maues drittes Quartal mündete, mit fehlenden Fernreisen für die ganz besonderen Fotos. Und schließlich – wie in allen Jahren seit der Analog/Digital-Transformation – überstrahlte ein nochmal ertragsstärkeres Weihnachtsgeschäft wieder einmal den gesamten Jahresverlauf.
… bis "himmelhoch jauchzend" – das starke Weihnachtsgeschäft bestimmt das Jahresergebnis
So konnte das Fotofinishing im vierten Quartal im Umsatz um + 12,7 % zulegen und steigerte damit das Wachstum des Gesamtjahres auf + 8,9 %. Auf dieses Wachstum sind wir besonders stolz. Nach einem dritten Quartal mit sehr eingeschränkten Urlaubsreisen haben wir die Kommunikationskampagne für das Weihnachtsgeschäft schon frühzeitig klar ausgerichtet, um uns an die geänderten Marktbedingungen anzupassen. Auch gerade in den Produktionsabläufen wurden Meisterleistungen vollbracht, damit das nochmals gesteigerte Volumen bewältigt werden konnte … und das – in Pandemiezeiten unter "Lockdownbedingungen" – gesundheitlich sicher und immer entsprechend den gerade lokal geltenden, wechselnden Regeln. Eine herausragende Leistung der Kolleginnen und Kollegen!
Das Fotofinishing-EBIT um fast ein Drittel erfolgreich erhöht
Das Umsatzplus des Fotofinishings von 8,9 % übersetzt sich in ein EBIT-Plus von 32,4 % auf 88,6 Mio. Euro. Diese – durchaus sehr merkbare – Steigerung resultiert natürlich ganz offensichtlich nicht allein aus dem Ertrag der Umsatzsteigerung direkt. Der immer stärker steigende Umsatz der vierten Quartale hat seit Jahren zunehmende Skaleneffeke im Weihnachtsgeschäft zur Folge – auch als "Operating Leverage" bezeichnet. Diese tragen zur positiven EBIT-Entwicklung bei.
Diese Steigerung entspringt aus mehreren Quellen
Außerdem haben wir im gesamten Jahr 2020 mit großem Respekt auf das Weihnachtsgeschäft geblickt. Dieses einigermaßen verlässlich zu prognostizieren, ist schon in "normalen" Jahren sehr schwierig – unter Pandemie-Umständen war dies unmöglich. Daher haben wir mit Argusaugen auf alle Kostenpositionen geschaut. Auch diese mannigfaltigen Kostenreduktionen haben unterm Strich deutlich positiv zum Ergebnis beigetragen. Die Pandemie war dabei teils "hilfreich", z. B. durch reduzierte Reisekosten, Messeauftritte etc., teils jedoch auch kostentreibend durch Mehraufwendungen für Plexiglas-Installationen, für den stark gesteigerten Verbrauch von Desinfektionsmitteln, für Extra-Essenszelte zur Sicherstellung der notwendigen Abstände zwischen den Kantinen-Gästen usw. Schließlich ist das zweite Quartal zu nennen, das in den vergangenen Jahren stetig seinen EBIT-Beitrag reduziert hatte als Folge der Saisonverschiebung in das vierte Quartal hinein. 2020 hat der "Lockdown-Sondereffekt" des Frühjahrs diesen Trend unterbrochen und so auch positiv zum Jahresergebnis beigetragen.
2020 war in Summe ein sehr besonderes und sehr erfolgreiches Jahr für CEWE
Über alle drei Segmente und inklusive des Fortschritts im Bereich "Sonstiges" (darin vor allem der Fortschritt des Online-Geschäfts futalis) ist der Gruppen-Umsatz fast konstant geblieben: + 1,0 % auf 727,3 Mio. Euro. Der Anstieg im Fotofinishing hat also den Umsatzrückgang im Kommerziellen Online-Druck und im Einzelhandel gut ausgeglichen. Das Gruppen-EBIT hat um 22,9 Mio. Euro zugelegt, davon alleine 21,7 Mio. Euro aus dem Fotofinishing aufgrund der soeben beschriebenen, vielfältigen Ergebnisquellen. Es stieg somit auf 79,7 Mio. Euro (+ 40,2 %).
Viel Neues wurde 2020 probiert … und teils liebgewonnen
Das "Social Distancing" hat 2020 große Effekte auf viele Bereiche des Berufslebens gehabt: Kommunikation unter Mitarbeitenden, geschäftliche Besuche bei CEWE oder bei Geschäftspartnern, die CEWE-Hauptversammlung, Fachkonferenzen usw. In allen Bereichen ist CEWE betroffen – wie alle anderen Unternehmen auch. In allen Bereichen haben wir den Aspekt der Effizienz durchaus zu schätzen gelernt – es sei nochmal auf die Kosteneinsparungen oben verwiesen. Viele Unternehmensbereiche und -abteilungen haben ihre Ziele erreicht, auch ohne dass man sich persönlich getroffen hat. Nach unserer Einschätzung war dies möglich, weil zwischen den interagierenden Menschen ein Vertrauensverhältnis bestand, das meist noch aus früheren, persönlichen Treffen resultierte.
Wir freuen uns darauf, Sie wieder zu treffen – in welchem Rahmen auch immer
Wir freuen uns über Effizienz. Wir würden aber auch gerne wieder Vertrauensverhältnisse durch persönliche Interaktion weiter pflegen. Daher freuen wir uns darauf, unsere Aktionärinnen und Aktionäre wieder persönlich zu treffen, sobald das möglich ist.
Auch 2021 setzen wir den Weg des Jahres 2020 fort
Seien Sie in jedem Fall gewiss: CEWE wird sich auch 2021 in der noch anhaltenden Pandemie-Phase weiter genauso vorsichtig verhalten wie im erfolgreichen Jahr 2020 … und wie eigentlich immer. Gerade in dieser Phase der allgemein großen Unsicherheit haben viele Mitarbeitende ihrem Vertrauen in das Unternehmen Ausdruck gegeben: "Es macht Freude, in einem soliden Unternehmen mit guter Zukunftsperspektive zu arbeiten. Ich fühle mich sicher." Vertrauen auch Sie auf die Solidität und starke Substanz Ihres Unternehmens.
Was auch immer 2021 noch bringt: Das Weihnachtsgeschäft 2021 wird bei CEWE bereits jetzt vorbereitet.
Für das gesamte Team von CEWE
Dr. Christian Friege
Bericht des Aufsichtsrates
BERICHT DES AUFSICHTSRATES
das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 war aufgrund der Corona-Krise in hohem Maße durch Unwägbarkeiten, veränderte Arbeitsprozesse, Eingriffe des Gesetzgebers und eine reduzierte Reisetätigkeit unserer Kunden geprägt. Die erheblichen Einbrüche in den Bereichen Druck und Einzelhandel konnten durch das Segment Fotofinishing wettgemacht werden. Insgesamt können Sie sich als Aktionäre über ein erneut gestiegenes Jahresergebnis freuen, dessen wesentlicher Treiber ein überproportional gutes Weihnachtsgeschäft war.
Der Aufsichtsrat dankt sehr herzlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstandsteam für den persönlichen Einsatz, die Beweglichkeit und das gegenseitige Verständnis bei der Bewältigung der wechselnden Herausforderungen, die sich durch Covid-19 für CEWE ergeben haben.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Insbesondere haben wir die Arbeit des Vorstandes sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet.

OTTO KORTE Aufsichtsratsvorsitzender der CEWE Stiftung & Co. KGaA und Mitglied des Kuratoriums der Neumüller CEWE COLOR Stiftung Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat als Plenum sechs Sitzungen, und zwar am 12. Februar, 18. März (Bilanzsitzung), 17. Juni, 11. August, 9. September und 11. November, abgehalten. Während die Sitzung im Februar noch bei physischer Anwesenheit aller Mitglieder stattfand, wurden die übrigen Sitzungen virtuell durchgeführt.
Die Mitglieder des Vorstandes haben an den Sitzungen des Aufsichtsrates teilgenommen. Bei Bedarf hat der Aufsichtsrat im Anschluss an die Sitzungen intern getagt.
Die Entwicklung der Pandemie machte es erforderlich, die für den 10. Juni 2020 geplante Hauptversammlung auf den 6. Oktober 2020 zu verschieben und als virtuelle Hauptversammlung durchzuführen. Die entsprechenden Beschlüsse wurden in den Sitzungen am 18. März und 17. Juni 2020 gefasst.
Schwerpunkte der im Aufsichtsratsplenum behandelten Themen
In allen Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand für die einzelnen Segmente des Unternehmens unter Einbeziehung der Vorjahreszahlen und Planzahlen (ohne Corona-Effekte) die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis sowie der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage im Konzern dargestellt. Der Aufsichtsrat hat sich in jeder Sitzung den Risikobericht und die Auswirkungen der unterschiedlich starken Beeinträchtigungen durch Corona erläutern lassen.
In der Sitzung am 12. Februar 2020 wurde mit dem Vorstand vertiefend die Unternehmensstrategie erörtert. Ferner erläuterte der Vorstand in diesem Zusammenhang die Struktur des absehbaren Jahresergebnisses 2019 und die daraus für die Strategie abzuleitenden Schlussfolgerungen. Die Unternehmensplanung wurde vom Vorstand vorgestellt und im Aufsichtsrat eingehend erörtert.
In der Bilanzsitzung im März wurden die Prüfungsergebnisse zum Jahres- und Konzernabschluss, zum Nachhaltigkeitsbericht und zur zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, zur Corporate Governance und zum Risikomanagement sowie zum Abhängigkeitsbericht zustimmend zur Kenntnis genommen.
Auf Wunsch des Aufsichtsrates berichtete der Vorstand im Rahmen entsprechender Präsentationen über die nationale und internationale Marktentwicklung im Geschäftsfeld Fotofinishing, über den Status von SAXOPRINT und viaprinto, über die erfolgreiche Integration der WhiteWall Media GmbH sowie die Entwicklungen der ständig wachsenden mobilen Bestellwege und die daraus folgenden Auswirkungen für das Produktportfolio.
Der Gewinnverwendungsvorschlag wurde, nachdem die Hauptversammlung auf den 6. Oktober 2020 terminiert war, durch den Aufsichtsrat in der Sitzung am 3. August 2020 bestätigt.
In der Sitzung am 9. September 2020 wurde das Thema Personalentwicklung und Frauenförderung vertieft. Der Aufsichtsrat billigte das Mitarbeiteraktienprogramm 2020, mit dem allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (außer Vorstände und Geschäftsführer) drei Gratisaktien bei gleichzeitiger Übernahme aller Abgaben durch die Gesellschaft angeboten wurden.
Während der Sitzung am 11. November 2020 stellte der Vorstand eine Analyse der Märkte in China, Indien und USA vor. Ferner berichtete eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik über die Tätigkeit ihrer Behörde im Bereich der Cybersicherheit für Unternehmen.
Mit Ausnahme eines einmal verhinderten Mitgliedes waren in allen Sitzungen sämtliche Mitglieder anwesend oder digital zugeschaltet.
Aufgrund neuer rechtlicher Anforderungen haben Aufsichtsrat und Vorstand über interne Verfahren gesprochen, Geschäfte mit nahestehenden Personen (Related Party Transactions) zu identifizieren und zu bewerten. Im Berichtsjahr hat es keine zustimmungs- oder veröffentlichungspflichtigen Geschäfte gegeben.
Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt.
Bericht des Aufsichtsrates
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr nicht getagt. Mitglieder des Ausschusses sind Herr Otto Korte (Vorsitzender), Herr Dr. Hans-Henning Wiegmann und Herr Paolo Dell'Antonio.
Dem Prüfungsausschuss gehören Frau Patricia Geibel-Conrad (Vorsitzende), Herr Markus Schwarz (Stellvertretender Vorsitzender), Herr Otto Korte und Frau Marion Gerdes an. Er hat am 17. März, 3. August und 10. November 2020 jeweils in Anwesenheit aller Mitglieder des Ausschusses, verschiedener Mitglieder des Vorstandes sowie unter Beteiligung des Abschlussprüfers getagt. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die vorbereitende Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses samt zusammengefasstem Lagebericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020. Den vorbereitenden Empfehlungen an den Aufsichtsrat zu diesen Beschlüssen wurde zugestimmt. Im Beisein des Abschlussprüfers wurde dessen Bericht über die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses zum 30. Juni 2020 nebst Zwischenlagebericht gemeinsam mit dem Vorstand intensiv diskutiert. Bei Bedarf fand auch zwischen den Sitzungen ein Informationsaustausch zwischen der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mit dem Abschlussprüfer statt. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten standen zusätzlich die Leiter relevanter Zentralfunktionen in den Ausschusssitzungen für Berichte und Fragen zur Verfügung.
Breiten Raum nahmen in der Sitzung am 17. März 2020 die Auswirkungen der Corona-Krise auf die schwer absehbare Geschäftsentwicklung 2020, die damit einhergehende Berichterstattung in den Abschlüssen des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die Terminierung und Ausgestaltung der Hauptversammlung 2020 ein.
Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss in Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstandes sowie des Abschlussprüfers vorbereitend mit der Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA, mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019, dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie dem Abhängigkeitsbericht. Der Prüfungsausschuss ließ sich detailliert die Prüfungstätigkeiten und -ergebnisse der Abschlussprüfer bei der Muttergesellschaft und den in- und ausländischen Tochtergesellschaften erläutern, insbesondere auch in Bezug auf die Key Audit Matters und die festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Auch die Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie des Risikofrüherkennungssystems waren Gegenstand intensiver Diskussionen.
Nach den Feststellungen der Abschlussprüfer ergeben sowohl das Risikofrüherkennungssystem als auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem keinen Grund zu Beanstandungen.
Die in Zusammenhang mit den Abschlüssen stehenden Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat wurden vorbereitet.
Zur Vorbereitung der Prüfung hatte der Aufsichtsrat die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zusätzlich beauftragt, die nichtfinanzielle Berichterstattung inhaltlich mit begrenzter Sicherheit zu prüfen und hierüber eine Prüfbescheinigung zu erteilen. Auch über diese Prüfung berichtete der Abschlussprüfer eingehend, gefolgt von einer ausführlichen Diskussion der wesentlichen Ergebnisse und Feststellungen.
Vorstand und Abschlussprüfer berichteten über die in 2019 erbrachten und die für 2020 geplanten Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers; es ergaben sich keine Beanstandungen.
Der Prüfungsausschuss überwachte die Unabhängigkeit, Qualifikation und Rotation des Abschlussprüfers und gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für dessen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020.
In der Sitzung am 3. August 2020 berichtete der Abschlussprüfer über die prüferische Durchsicht des Halbjahresberichtes zum 30. Juni 2020. Nach seinen Feststellungen sind keine Sachverhalte bekannt geworden, die zu der Annahme veranlassen, der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht stehe nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben des WpHG.
Für die Geschäftsbereiche Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck wurde ein unterjähriger Impairment Test durchgeführt. Auswirkungen auf die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte haben sich nicht ergeben.
Der Abschlussprüfer berichtete ferner über mögliche Auswirkungen von Covid-19 auf die Forderungsbewertung und die bestehenden Mietverträge.
Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Prüfungsschwerpunkten 2020, insbesondere der Bewertung des Sachanlagevermögens und verschiedenen bilanziellen und steuerlichen Themen der Tochtergesellschaften.
In der Sitzung am 10. November 2020 berichtete der Abschlussprüfer über das Ergebnis der Vorprüfung 2020 und die Ergebnisse der PS 330 Prüfung. Die Schwerpunkte der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2020 wurden gemeinsam mit den Prüfern besprochen und festgelegt.
Der Prüfungsausschuss diskutierte die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Hinblick auf die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und beschloss, dem Aufsichtsrat eine Umstellung auf die weithin übliche Festvergütung vorzuschlagen.
Der Prüfungsausschuss hat sich fortlaufend über die Veränderungen des regulatorischen Umfeldes informieren lassen und sich über die Maßnahmen ausgetauscht, die sich für CEWE aus den Anforderungen der ESEF-VO, der Weiterentwicklung der CSR-Berichterstattung und den Neuregelungen zum Risikomanagementsystem ergeben.
Schließlich wurde das Budget für die Nichtprüfungsleistungen 2021 gebilligt.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat war im Berichtsjahr mit sieben Frauen besetzt und erfüllte damit weiterhin die gesetzlich geforderte Quote.
Der Aufsichtsrat hat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses im Rahmen der Befassung mit dem geänderten DCGK beschlossen, der nächsten Hauptversammlung eine Satzungsänderung vorzuschlagen, mit der eine Festvergütung geregelt wird.
Vorstand und Aufsichtsrat haben für das Geschäftsjahr 2020 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die seit dem 23. November 2020 auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht. Darüber hinaus berichtet der Vorstand im Corporate-Governance-Bericht, den sich der Aufsichtsrat inhaltlich zu eigen macht, über die Corporate Governance bei CEWE.
Interessenkonflikte
Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf. Alle derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrates sind als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 DCGK in der Fassung vom 7. Februar 2017 beziehungsweise der Empfehlung C.7 des DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 anzusehen.
Effizienzprüfung
Der Aufsichtsrat hat beschlossen, im Frühjahr 2021 eine Effizienzprüfung durchzuführen.
Veränderungen in der Besetzung der Organe
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.
Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung
Der Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA wurde vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den ergänzend gemäß § 315e Abs. (1) HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.
Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer des Wirtschaftsjahres 2020 gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den mit dem Lagebericht der CEWE Stiftung & Co. KGaA zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen seit dem Geschäftsjahr 2019 Jörg Sabath und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Tobias Härle seit dem Geschäftsjahr 2014. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Abhängigkeitsbericht Gegenstand der eigenständigen Prüfung durch den Aufsichtsrat war außerdem der von der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Berichtsjahr. Der Abhängigkeitsbericht wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem folgenden Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
- bei keinem der im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte die Leistung der Gesellschaft unangemessen hoch war."
Abhängigkeitsbericht sowie Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht haben dem Prüfungsausschuss in der Sitzung am 16. März 2021 sowie sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern in der Bilanzsitzung am 17. März 2021 vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat auch nach der Erörterung mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gegen die Erklärung der persönlich haftenden Gesellschafterin am Ende des Abhängigkeitsberichtes keine Einwendungen erhoben. Er hat das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichtes durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen.
Oldenburg, 17. März 2021
Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA
Otto Korte, Vorsitzender
Der Prüfungsausschuss überzeugte sich auf der Sitzung vom 16. März 2021 zunächst auf der Basis der Prüfungsberichte und des Berichts des Vorstandes davon, dass beide Abschlüsse gemeinsam mit dem zusammengefassten Lagebericht unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften ein Bild vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entspricht. Der Abschlussprüfer erläuterte ausführlich in der Sitzung Ablauf und wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes einschließlich der Key Audit Matters und Prüfungsschwerpunkte sowie der Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung und stand für darüberhinausgehende Fragen zur Verfügung. Er berichtete insbesondere auch über die Ausgestaltung der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen und das Risikomanagementsystem. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete im Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Verhandlungen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns 2020 sowie den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2020, auch seinerseits geprüft. Sämtliche Unterlagen wurden rechtzeitig zugestellt. Vertreter des Abschlussprüfers waren ebenfalls bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 17. März 2021 zugegen und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Weitere Fragen der Aufsichtsratsmitglieder führten zu einer vertiefenden Diskussion der Ergebnisse.
Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin für die Verwendung des Bilanzgewinnes auch unter Beachtung der durch Covid-19 veränderten Geschäftslage der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage angemessen ist, und hat ihm nach Beratung in Anwesenheit des Abschlussprüfers zugestimmt. Schließlich hat der Aufsichtsrat seine Prüfungspflicht nach § 171 Abs. 1 Satz 4 AktG in Bezug auf die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung wahrgenommen und keine Beanstandungen festgestellt.
Nach der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 16. März 2021 billigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 17. März 2021 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie den zusammengefassten Lagebericht, verbunden mit der Feststellung, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat sich nach Diskussion in der Bilanzsitzung am 17. März 2021 dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an die Hauptversammlung angeschlossen, den Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA festzustellen, und hat dem Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin zugestimmt, der eine erneut gestiegene Dividende von 2,30 Euro vorsieht.
Interview Interview
mit Dr. Christian Friege
INTERVIEW MIT DR. CHRISTIAN FRIEGE
VORSTANDSVORSITZENDER DER NEUMÜLLER CEWE COLOR STIFTUNG
Lieber Herr Friege, wie oft sind Sie schon gefragt worden, ob Sie ein "Krisengewinnler" sind? Bisher noch nicht. Warum?
Nun ja, in einem Jahr, in dem andere Unternehmen mit dem Überleben ringen, weisen Sie Rekordzahlen aus.
Mmhh – das sagen Sie mal den Kolleginnen und Kollegen bei CEWE, die eine ganze Schicht in unseren Produktionsbetrieben unter einer Maske verbringen und danach froh sind, draußen mal wieder richtig Luft zu schnappen. Das sagen Sie mal denen von uns, die mit Kleinkindern in einer Großstadt-Wohnung in Paris oder Wien im Lockdown verharren und irgendwie Kinderbetreuung und Job bei CEWE balancieren müssen. Das sagen Sie mal den vielen Kolleginnen und Kollegen, die vielleicht zwar einen funktionierenden Arbeitsplatz haben (ob daheim oder im Büro), aber nonstop von einem virtuellen Meeting zum nächsten hetzen, denen abends regelmäßig der Kopf schwirrt und die endlich mal wieder einen echten Menschen treffen wollen. Alle unsere Mitarbeitenden haben sich so sehr reingehängt, dass CEWE 2020 funktioniert hat, und wir haben alle gemeinsam den Erfolg hart erarbeitet … und da reden Sie von "Krisengewinnlern"?
Okay – verstanden. Es geht auch mehr um CEWE im Vergleich zu anderen Unternehmen. Da stehen Sie schon besser da.
Ja, nur besteht letzten Endes eigentlich jedes Unternehmen vor allem aus Menschen. Aber gut, ich setze mal die Kapitalmarktbrille auf.
Zu Ihrer Frage also: "Gewinnler" hat etwas von "in den Schoß gefallen". Und wenn Sie sich nur die Beispiele oben anschauen, dann wird Ihnen schnell klar, dass das vorzeigbare Ergebnis 2020 niemandem bei CEWE in den Schoß gefallen ist.

Aber im Detail – nehmen wir zuerst mal die Umsatzseite: Aufgrund der Pandemie haben wir Bereiche mit sehr einschneidenden Umsatzeinbußen gehabt, denken Sie an die mehr als 30 % Minus im Kommerziellen Online-Druck oder den Rückgang im Einzelhandel, der doppelt so stark ausgefallen ist, wie in den vergangenen Jahren strategisch gesteuert. Und auch im Fotofinishing hatten wir schwierige Umsatzphasen, wie die Schockstarre im März oder das sehr flaue Sommergeschäft mit der unklaren Frage, ob das Weihnachtsgeschäft 2020 wenigstens annähernd so stark wird wie im Vorjahr. Wo sollten die Fotos herkommen, wenn die Kundinnen und Kunden keine tollen Urlaubsreisen machen konnten? Das Umsatzplus von 1 % in Summe bei CEWE würde ich mal eher Stillstand als Fortschritt nennen. Rückenwind sieht anders aus! Selbst das 8,9 %ige Plus im Fotofinishing ist nicht riesig. Im Vorjahr waren es noch +13,8 %! Und in den 8,9 % ist bereits eine gewisse Corona-Lockdown-Sonderkonjunktur im zweiten Quartal enthalten.
Wechseln wir auf die Kostenseite: Kostenreduktionen kommen nicht von selbst, sondern müssen oftmals eng begleitet werden. Das haben wir gemacht. Denken Sie auch hier an den Kommerziellen Online-Druck! Bei einem Umsatzminus von mehr als 35 Mio. Euro sinkt das Ergebnis – operativ vergleichbar – nur um ganz wenige Millionen. Wegen Sondereffekten im Vorjahr wird sogar eine Ergebnissteigerung ausgewiesen. Das war allerhärtestes Kostenmanagement, vor dem man nur Hochachtung haben kann. Im Einzelhandel mussten wir ebenfalls die harte Restrukturierungsarbeit der sinkenden Filialzahl fortsetzen. Und auch im Fotofinishing wurde jeder Euro dreimal umgedreht. Da sind nicht nur Kongressteilnahmen oder Seminare wegen "Social Distancing" weggefallen, sondern auch zur Kosteneinsparung. Das Mitarbeiteraktienprogramm im Herbst wurde zwar durchgeführt, aber mit kleinerem Volumen als in den Vorjahren. Außerdem hatten wir einen Einstellungsstopp verhängt und so weiter. Und im Anlauf auf Weihnachten sind wir bewusst ins Risiko gegangen und haben das Marketing und die Werbung als Investition in das Jahresendgeschäft wieder auf das hohe Vorjahresniveau hochgefahren. Es hat sich offenbar gelohnt – aber auch das war eine schwierige Entscheidung.
Aber zumindest das Kurzarbeitergeld hat Ihnen doch geholfen, oder?
Das Kurzarbeitergeld ist letztlich eine Versicherungsleistung. Alle CEWE-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie CEWE als Arbeitgeber haben zusammen in der Vergangenheit im Rahmen der Sozialabgaben jährlich immer wieder aufs Neue nahezu so viel als "Versicherungsprämie" eingezahlt, wie nun einmalig Leistungen in Form von Kurzarbeitergeld gewährt wurden. Also eigentlich kein gutes Geschäft, aber im Rahmen der Solidarität und als Versicherung natürlich sinnvoll. Und der Versicherungsfall ist ja ganz offensichtlich eingetreten, wenn in einer Lockdown-Schockstarre niemand etwas bestellt oder wenn die Ladengeschäfte unserer Handelspartner geschlossen sind und sie unsere Außendienstkolleginnen und -kollegen gar nicht empfangen können. Um gegenüber allen Anspruchsgruppen genauso verlässlich zu bleiben, wie der Staat es mit dem Kurzarbeitergeld war, haben wir z. B. auch unsere Spendenaktivität auf konstant hohem Niveau fortgesetzt. So waren wir 2020 unter anderem wieder einer der großen Unterstützer und Spender für die SOS Kinderdörfer. Wir stehen aus Überzeugung dazu, auch in solch schwierigen Phasen ein verlässlicher Partner zu sein. Diese Zuverlässigkeit gilt auch gegenüber unseren Aktionären. Ein fairer Interessenausgleich zwischen allen Stakeholdern ist aus unserer Sicht unabdingbar. Uns kommt es auf die Langfrist-Perspektive und die Nachhaltigkeit an.
Gut. Verstanden. Herr Friege, Sie haben den Kommerziellen Online-Druck als Feld erwähnt, das von der Pandemie ganz besonders schwer getroffen ist. Auch in den Vorjahren war dies bereits – völlig unabhängig von der Pandemie – kein einfaches Feld. Ist das jetzt doppelt schwierig? Wie soll's mit dem Kommerziellen Online-Druck weitergehen?
Ja. Absolut berechtigte Frage. Wie Sie richtig gesagt haben, war das Geschäft im Kommerziellen Online-Druck schon vor der Pandemie nicht einfach. Wir hatten uns jedoch gerade in unserem Hauptgeschäft SAXOPRINT auf unsere extrem effiziente Produktionskapazität in Dresden konzentriert und waren dabei, diese entsprechend am Markt zu positionieren, als die Pandemie über uns hereinbrach. Wir denken weiterhin, dass wir mit den Schritten auf dem richtigen Weg waren. Zum Jahresende 2020 waren wir mit einem klaren Fokus auf die höchst effiziente Kostensituation unseres Unternehmens SAXOPRINT/LASERLINE, die wir 2020 zusammengeführt haben, und der unverändert klaren Ausrichtung unserer Marke viaprinto auf den Service für KMU deutlich besser aufgestellt als zuvor. Und wir haben die Marke CEWE freigespielt für das Fotofinishing. Insofern sehen wir nicht ohne Hoffnung dem Ende der Pandemie entgegen. Dann werden auch wieder Flyer und Plakate für Restauranteröffnungen, Konzerte, Zirkusauftritte usw. gedruckt werden. Und für diesen sich wieder belebenden Markt fühlen wir uns gut positioniert.
Ein anderes Detailthema: futalis. Das ehemalige Start-up ist augenscheinlich auf einem guten Weg. Wollen Sie dies jetzt doch behalten?
Zunächst einmal freuen wir uns mit den Kolleginnen und Kollegen von futalis über die Fortschritte. Das ist ein toller Erfolg des Teams dort. Gleichzeitig gilt, dass in verschiedenen Lebensphasen eines Unternehmens unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden müssen. In der Start-up-Phase war sicher der Hightech-Gründerfonds ein toller Partner für futalis. Für die Phase der Industrialisierung der Produktion war sicher CEWE genau der richtige Partner. Die Idee von futalis ist die Mass Customization von Hundefutter. CEWE ist – praktisch seit Gründung – Spezialist in der Mass Customization. Der Fit war offensichtlich. In der nächsten Phase wird es darum gehen, futalis im Hundefuttermarkt groß werden zu lassen, und zwar auf internationaler Ebene, gerne gepaart mit einem Think-big-Ansatz. Jetzt kommen strategische Spieler aus dem Tierfuttermarkt oder Tierbedarfsumfeld als Partner in Frage. Auch Finanzmarktinvestoren, die das nun gefragte "Scaling-up" beherrschen, könnten passende Begleiter sein. Aber natürlich haben Sie recht. Wir freuen uns sehr über den aktuellen Erfolg des Teams!
Darf ich noch eine typische Finanzmarktfrage stellen? Dann man los …
Mehr als 100 Mio. Euro Free-Cash Flow. 100 Mio. Euro auf der Bank. Und dann nur eine Dividendensteigerung auf 2,30 Euro? Herr Friege, was wollen Sie mit dem ganzen Geld machen?
Den Anlass für diese Frage kann ich sehen. Die Antwort muss mehrteilig sein. Erstens sind wir ganz technisch gesprochen durch ein spezielles Jahr in diese Situation gekommen, weil viel mehr Bestellungen bei unseren Handelspartnern pandemiebedingt online erfolgten und direkt ausgeliefert und zeitnah bei uns bezahlt wurden. Dadurch haben wir Weihnachten viel Geld eingenommen, von dem wir nun einiges an unsere Handelspartner auszahlen, anstelle von unseren Partnern Rechnungsüberweisungen aus dem POS-Geschäft zu erzielen. Zudem konnten wir uns im Jahresverlauf nicht darauf verlassen, dass das Fotofinishing so gut läuft, und haben deswegen Möglichkeiten genutzt, Steuervorauszahlungen zu reduzieren, um einen Liquiditätspuffer aufzubauen. Wir schätzen den auf den Cash Flow 2020 wirkenden Effekt bei rund 25 Mio. Euro, der im Cash Flow 2021 zu zusätzlichen Zahlungsmittelabflüssen wird. Außerdem ist im Jahresverlauf zum Jahresende hin die Cash-Position saisonalitätsbedingt am stärksten. Jetzt wird investiert, zur Jahresmitte kommen die flauen Monate. Alles sind rein Cash-Flow-technische Gründe, diese Zahl nicht zu überinterpretieren.
Zweitens – und dies ist wohl das wichtigste Argument – ist uns allen sehr bewusst, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist. Wir sehen immer wieder die berüchtigten Super-Spreader-Events. Die diversen Mutationen kreisen mit unklaren Konsequenzen durch die Welt. Staaten, die gestern noch Musterknaben der Pandemie-Bekämpfung waren, rufen heute um Hilfe. Niemand weiß, wohin uns das noch führen wird. Vor einem Jahr spielte bei Pandemie-Start fast die ganze Unternehmenslandschaft richtigerweise Existenz-Notfall-Pläne durch. Aus heutiger Sicht war das – zumeist – nicht notwendig, für die Luftfahrtgesellschaften und manch andere aber schon. Daher wollen wir weiter sehr vorsichtig sein … in der Hoffnung, dass es – im Nachhinein – als übervorsichtig gesehen wird.
Drittens haben wir 2020, auch zum Teil pandemiebedingt, nicht die ca. 30 Mio. Euro für spezielle Investments ausgegeben wie 2019 oder 2018. In den vergangenen Jahren sind so z. B. Cheerz und WhiteWall erfolgreich zu CEWE gekommen. Beides Ergänzungen, über die wir uns heute sehr freuen. Einen solchen Schritt würden wir gerne auch wieder durchführen, wenn die Gelegenheit sich bietet. Auch dafür ist es gut, die finanziellen Möglichkeiten zu haben.
Und viertens ist es unser Ziel, CEWE stetig wachsen zu lassen und dem auch durch eine stetig wachsende Dividende Ausdruck zu verleihen, wenn die Unternehmensfinanzen dies hergeben. Daher wollen wir auch nach dem – sicher bemerkenswert guten – Jahr 2020 keine zu großen Sprünge in der Dividende machen, sondern diese so weiterentwickeln, dass wir die zwölfte Dividendenerhöhung zur Zahlung in 2021 anbieten können und gleichzeitig bereits die 13. und 14. Erhöhung im Blick haben und als durchaus realistisch befinden.
Sonst noch Fragen?
(Lacht) Worauf freuen Sie sich 2021?
Ich freue mich auf ein "New normal". Was auch immer dies genau bedeuten wird. Es wird wieder mehr Spaß machen. Wir sind als Menschen soziale Wesen. Und die soziale Interaktion, die kommt derzeit viel zu kurz. Wir haben inzwischen alle gelernt, mit Teams, Zoom, Webex usw. umzugehen. Wir werden das auch sicher weiter nutzen. Aber das sehr virtuelle Leben kann die realen Begegnungen nicht ersetzen. Auf die freue ich mich schon!
Und dort werden dann auch wieder noch mehr Fotos gemacht werden! Genau! (Lacht)
Herr Friege, vielen Dank für das Gespräch! Sehr gerne.
CEWE-AKTIE
Aktienmärkte behaupten sich 2020 in insgesamt schwieriger Weltwirtschaftslage
Waren die Aktienmärkte Anfang 2020 noch mit positiver Performance in das neue Jahr gestartet, folgte mit dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie Ende des ersten Quartals ein echter Rückschlag. Der Lockdown in vielen Ländern der Welt führte zu einem heftigen Einbruch der Wirtschaftsleistung. Regierungen und Notenbanken initiierten große Unterstützungspakete, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Relativ bald kam dann die Trendwende: So war es für viele Marktteilnehmer überraschend, wie schnell sich die Finanzmärkte am Ende doch erholten und das Jahr 2020 noch mit neuen Allzeit-Hochs und Rekordständen abgeschlossen werden konnte.
Kennzahlen der Aktie
| Wertpapiertyp | Stückaktie |
|---|---|
| Marktsegment | Geregelter Markt PRIME STANDARD |
| Index | SDAX (ab 23. März 2009) |
| ISIN | DE 0005403901 |
| Symbol | CWC |
| Reuters | CWCG.DE |
| Bloomberg | CWC GR |
| Datum Erstnotierung | 24. März 1993 |
| Aktienanzahl | 7.423.919 Stück |
| Tagesvolumen (Durchschnitt 2020) | 10.512 Stück |
| Jahreshöchstkurs 2020 | 110,80 Euro |
| Jahrestiefstkurs 2020 | 78,30 Euro |
| Jahresendkurs 2020 | 92,50 Euro |

CEWE-Aktie erreicht nach Kursrückgang zum Jahresende 2020 neues Rekordhoch im ersten Quartal 2021
Mit einem Jahresendkurs von 92,50 Euro verlor die CEWE-Aktie zwar in der Stichtagsbetrachtung zum 31. Dezember 2020 rund 12,6 % im Vergleich zum Jahresendkurs 2019, jedoch legte der Aktienkurs Anfang Februar 2021 nach Bekanntgabe erster, vorläufiger Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020 auf ein neues Rekordhoch von über 115 Euro zu. Ein Wertzuwachs von über 20 % im Vergleich zum Jahresendkurs 2020. Die Vergleichsindizes DAX, MDAX und SDAX konnten im Kalenderjahr 2020 mit 3,6 %, 8,8 % und 18,0 % zulegen.
Dividende für 2020 soll zum zwölften Mal in Folge steigen
Im Sinne der Dividendenkontinuität strebt CEWE eine jährlich mindestens absolut konstante, idealerweise steigende Dividende an, so die Solidität der Bilanz dies weiter zulässt. Im Jahr 2020 konnte CEWE seinen Aktionärinnen und Aktionären mit 2,00 Euro je Aktie eine zum elften Mal in Folge gestiegene Dividende bieten. Mit dieser Dividende erhielten Aktionäre auf Basis des Jahresendkurses 2019 zusätzlich eine Dividendenrendite von 1,9 %.
Vorstand und Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA schlagen der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 die Anhebung der Dividende auf 2,30 Euro je dividendenberechtigte Aktie vor. Auf Basis des Jahresendkurses 2020 von 92,50 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,5 %. Stimmt die am 9. Juni 2021 tagende Hauptversammlung diesem Vorschlag zu, ist es die zwölfte Dividendenerhöhung in Folge und zugleich die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte. Seit 2008 ist die Dividende von damals 1,00 Euro pro Aktie auf nun 2,30 Euro kontinuierlich Jahr für Jahr gestiegen.
Täglich für rund 1,0 Mio. Euro CEWE-Aktien im Jahr 2020 gehandelt
Das Stück-Handelsvolumen der CEWE-Aktie an den deutschen Börsenplätzen lag 2020 mit durchschnittlich 10.512 Aktien pro Tag fast exakt unverändert auf dem durchschnittlichen Tagesvolumen des Vorjahres (2019: 10.565 Aktien pro Tag). Dabei war das tägliche Euro-Handelsvolumen mit durchschnittlich rund 1,0 Mio. Euro etwas höher als im Vorjahr (2019: 0,9 Mio. Euro pro Tag). So bestätigt das CEWE-Handelsvolumen weiterhin das für viele institutionelle Investoren anlageentscheidende Niveau von etwa 1 Mio. Euro pro Tag. Die CEWE-Aktie bleibt damit auch für weitere, größere institutionelle Investoren nachhaltig attraktiv.
Alle Analysten empfehlen die CEWE-Aktie zum Kauf
Alle CEWE begleitenden Analysten sind sich in ihrem positiven Anlageurteil weiter einig. Sämtliche sechs Analysten stufen die CEWE-Aktie mit "Kaufen" ein. Eine Übersicht der Analysten und Empfehlungen ist online im Investor-Relations-Bereich der CEWE-Homepage verfügbar. ir.cewe.de
| Übersicht der aktuellen Analystenurteile | |||
|---|---|---|---|
| Analysten urteil |
Datum | ||
| Baader Bank | Kaufen | 28.01.2021 | |
| montega | Kaufen | 27.01.2021 | |
| Frankfurt Main Research AG | Kaufen | 25.01.2021 | |
| Kepler Cheuvreux | Kaufen | 25.01.2021 | |
| Warburg Research | Kaufen | 25.01.2021 | |
| GSC Research | Kaufen | 08.12.2020 |
CEWE weiter solide im SDAX positioniert
Nach dem Kriterium "Handelsvolumen" belegte CEWE im Ranking der Deutschen Börse im Dezember 2020 die 155. Position (Dezember 2019: 148. Position), nach der Marktkapitalisierung die 149. Position (Dezember 2019: 138. Position). Damit ist die CEWE-Aktie weiter eine feste Größe im Index SDAX, der in der aktuellen Struktur typischerweise Aktien ab der Position 165 – und besser – berücksichtigt.
Stabile Aktionärsstruktur stärkt den Kurs des Managements
Die Erben des Firmengründers Heinz Neumüller – Alexander Neumüller (AN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg) und Dr. Caroline Neumüller (CN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg) – sind mit zusammen 27,2 % die größten CEWE-Aktionäre, mit denen das Unternehmen schon seit vielen Jahren eine hohe Stabilität auf der Eigentümerseite aufweist. Darüber hinaus zählen Union Investment Privatfonds GmbH, Lupus Alpha Investment GmbH und Allianz Global Investors GmbH zu der Gruppe der meldepflichtigen Investoren mit über 3 % Anteilsbesitz, die mit ihrer Small- und Mid-Cap-Orientierung bestens zu CEWE passen.
CEWE ist für seine Aktionäre da
Die Investor-Relations-Arbeit bei CEWE hat das klare Ziel, alle Marktteilnehmer nach den Prinzipien des "Fair Disclosure" zeitnah, umfassend und gleichmäßig zu informieren sowie insgesamt eine hohe Transparenz sicherzustellen.
So veröffentlicht CEWE selbstverständlich sämtliche Geschäftsund Zwischenberichte sowie Kapitalmarktinformationen auch im Internet unter ir.cewe.de/publikationen. Alle Analysten-Telefonkonferenzen werden als Web- und Audio-Cast nach Durchführung auf der CEWE-Internetseite bereitgestellt, auf der auch die CEWE-Unternehmenspräsentation in der stets aktuellen Fassung verfügbar ist.
Der Vorstand und das Investor-Relations-Team präsentieren das Unternehmen auf den wichtigen Kapitalmarktkonferenzen und sind auf Roadshows in den europäischen und US-amerikanischen Finanzmarktzentren unterwegs. Der Corona-Situation geschuldet, fanden diese Termine im Jahr 2020 fast ausschließlich virtuell als Online-Konferenzen oder -Roadshows statt. Den aktuellen Stand der Termine für 2021 finden Sie im Finanzkalender auf Seite 186 dieses Berichts oder der IR-Webseite direkt unter ir.cewe.de.
Aktionärsstruktur in % (100 % beziehen sich auf 7,4 Mio. Aktien)

CEWE GESCHÄFTSBERICHT 2020 CEWE auf einen Blick An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen



» Das CEWE FOTOBUCH ist eine Liebeserklärung. «
Sarah Bierau und Mehmet Cem Ates


3 26 GRUNDLAGEN DES KONZERNS
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
- 26 Geschäftsmodell
- 27 Organisation und Steuerungssysteme
- 28 Ziele und Strategien
- 31 Forschung und Entwicklung
33 WIRTSCHAFTSBERICHT
- 33 Märkte
- 35 Resultate
- 44 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 48 Bilanz und Finanzierung
- 55 Cash Flow
- 58 Kapitalrentabilität
- 59 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
- 60 Nachhaltigkeit
61 NACHTRAGSBERICHT
62 PROGNOSE-, CHANCEN-UND RISIKOBERICHT
67 INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
69 ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
69 Angaben nach § 315a Abs. 1 HGB
72 JAHRESABSCHLUSS DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
72 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
74 VERGÜTUNGSBERICHT
86 BERICHTE ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
- 86 Erklärung zur Unternehmensführung
- 92 Schlusserklärung des Vorstandes
- 92 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
93 BESCHREIBUNG WESENTLICHER KENNZAHLEN
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL
CEWE operiert in drei strategischen Geschäftsfeldern: Fotofinishing, Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck. Nach diesen strategischen Geschäftsfeldern richtet sich auch neben einem weiteren Geschäftsfeld Sonstiges die Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern.
Das Kerngeschäft: Fotofinishing
Als Fotofinishing wird das Geschäft mit Fotoprodukten bezeichnet. CEWE ist europäischer Marktführer im Fotofinishing, früher auf Basis analoger Filme, heute auf Basis digitaler Daten. Dabei hat sich das CEWE FOTOBUCH als Hauptprodukt etabliert. Darüber hinaus hat CEWE das Produktsortiment konsequent erweitert, sodass inzwischen auch Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weitere Fotogeschenke sowie das Direktdruckgeschäft am Point of Sale mit CEWE SOFORTFOTOS zu wichtigen Umsatz- und Wachstumsträgern geworden sind.
CEWE entwickelt mit dem Produkt-Management aber nicht nur neue Produkte, sondern stärkt durch Produkt- und Markenkommunikation die Nachfrage und den Absatz. CEWEs Fotofinishing-Produkte können von Konsumenten bei von CEWE belieferten Handelspartnern und auch direkt bei CEWE bezogen werden. Für den weitaus größten Teil der bei CEWE bestellten Fotofinishing-Produkte übernimmt CEWE auch die Auftragsannahme und die Kundenkommunikation.
CEWE betreibt das Fotofinishing-Geschäft zu fast 100 % in Europa.
CEWE RETAIL: Eigener Hardware-Einzelhandel ist auch Vertriebskanal für Fotofinishing-Produkte
Mit einem Multi-Channel-Retailing für Foto-Hardware und Fotofinishing-Produkte ist CEWE in Polen, Tschechien, der Slowakei sowie in Skandinavien aktiv. Neben dem Verkauf von Foto-Hardware sind die stationären Läden sowie die Online-Shops ein wichtiger Vertriebskanal für CEWE-Fotoprodukte direkt zum Endkonsumenten. Diese Umsätze und Erträge mit Fotofinishing-Produkten werden im Geschäftsfeld Fotofinishing gezeigt.
Kommerzieller Online-Druck: Druckprodukte für den gewerblichen Einsatz
Im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck ist CEWE mit der Produktion und Vermarktung von Werbedrucksachen über die Vertriebsplattformen SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE aktiv. CEWE war mit dem Kommerziellen Online-Druck für Werbedrucksachen in Deutschland gestartet und hat dieses Geschäftsmodell in weitere europäische Länder ausgerollt, in denen lokale Websites präsent sind und dort zunehmend Geschäft generieren. Die Wertschöpfungstiefe im Kommerziellen Online-Druck ist dem Fotofinishing sehr ähnlich. CEWE liefert hier jedoch weniger Software zur Erstellung des Druckproduktes (anders als etwa beim CEWE FOTOBUCH).
ORGANISATION UND STEUERUNGSSYSTEME
Organisationsstruktur
Die CEWE-Unternehmensgruppe gliedert sich wie folgt:

siehe Vorstand, Seite 10
Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung wurde 2020 durch sieben Vorstände vertreten. Die verbleibenden 4.170 Mitarbeiter des Konzerns (Durchschnittswert für 2020) waren in der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie in den nachgelagerten Konzerngesellschaften beschäftigt.
Rechtliche Struktur kombiniert Vorteile von Kapitalmarkt und Familie
Die Rechtsform der KGaA bietet für die CEWE-Gruppe gleichzeitig die typischen Stärken von kapitalmarktorientierten Unternehmen und Familienunternehmen.
Der Unternehmensgründer Senator h. c. Heinz Neumüller wollte sicherstellen, dass seine unternehmerischen Prinzipien dauerhaft im Unternehmen verankert werden und der Bestand des Unternehmens nachhaltig gewährleistet wird. Hierzu dienen die Neumüller CEWE COLOR Stiftung sowie die hohe Beteiligung der AN Assets GmbH & Co. KG und der CN Assets GmbH & Co. KG (Erben des Firmengründers Heinz Neumüller – Alexander Neumüller und Dr. Caroline Neumüller, größte Aktionäre mit zusammen 27,2 % siehe Aktionärsstruktur, Seite 23). Erstere gewährleistet, dass die Unternehmensgruppe im Sinne des Vermächtnisses von Heinz Neumüller weitergeführt wird, und unterstützt hierdurch den Charakter des Familienunternehmens. Sie steht für eine langfristige Ausrichtung der Unternehmenspolitik. Aus diesem Grund obliegt ihr auch die Geschäftsführungsfunktion.
Der Unternehmensgründer forderte auch immer, dass die CEWE-Unternehmensgruppe innovativ und ertragsoptimiert agiert. Diese unternehmerischen Ziele werden effektiv durch den Kapitalmarkt gefördert. Die Wahrung der Interessen der Aktionäre an einem attraktiven Investment fordert und fördert die Entscheidungen der Gremien, also der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats, mit dem Ziel einer anhaltend soliden und auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichteten Entwicklung des Unternehmens und damit des Investments.
siehe Resultate, ab Seite 35
Die Kombination beider Vorteile ermöglicht nach unserer Ansicht ein wirtschaftlich nachhaltig und ertragsorientiert geführtes, innovatives Unternehmen, das auch seiner gesellschaftlichen Rolle als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor gerecht wird.
Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung hat als Komplementärin gegenüber der CEWE Stiftung & Co. KGaA Anspruch auf Ersatz beziehungsweise Übernahme all ihrer sich im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit ergebenden Aufwendungen. Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung erhält für die Übernahme der Geschäftsführung und der persönlichen Haftung eine gewinn- und verlustunabhängige jährliche Vergütung in Höhe von 50.000 Euro zuzüglich etwaig anfallender Umsatzsteuer.
CEWE operiert in insgesamt 32 Tochtergesellschaften
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft der gesamten CEWE-Konzernaktivitäten. Der Einzelhandel ist direkt mit dem Fotofinishing in den Ländern verknüpft, in denen eine Produktionsstätte besteht, andernfalls operiert er autark. Operativ werden in den Einzelhandelsgesellschaften auch die Fotoprodukte vertrieben. In der strategischen Steuerung sind diese jedoch zum Geschäftsfeld Fotofinishing zu zählen, da sie einem völlig anderen Wachstumspfad folgen und eine andere strategische Bedeutung haben als die unter Einzelhandel ausgewiesene Foto-Hardware.
Führung der CEWE-Gruppe
Der Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung ist für die Gesamtplanung und Realisierung der Ziele der CEWE-Gruppe verantwortlich. Die Verteilung der Zuständigkeiten ist im Anhang unter den "Sonstigen Angaben", siehe Seite 157 dargestellt.
Regelmäßige Strategiearbeit: Wirtschaftliche Prognose basierend auf auszumachenden Trends
Die langfristige Strategie der CEWE-Gruppe wird durch den Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung festgelegt. Diese orientiert sich an den Entwicklungen des Wettbewerbs-, Absatzmarkt- und Technologieumfelds. Seit der Analog/Digital-Transformation ist dieses Umfeld von großer Dynamik geprägt, sodass der Vorstand mehrmals im Jahr die strategische Ausrichtung überprüft und die sich daraus ergebenden taktischen und operativen Umsetzungsmaßnahmen diskutiert. An diesen Gesprächen nehmen bei Bedarf auch externe Experten teil. Mindestens jährlich wird die aktuelle Strategie mit den Aufsichtsgremien und den Führungskräften diskutiert und die Eckpfeiler im Unternehmen kommuniziert.
Investitionen auf Basis von Rentabilitätsrechnungen
Bestandteil der Unternehmensplanung sind auch die Investitionen, die konsequent Rentabilitätsrechnungen voraussetzen und durch ein mitlaufendes und nachlaufendes Controlling begleitet werden.
Enges Monitoring durch monatliche Plan/ Ist-Vergleiche
Monatlich wird für die strategischen Geschäftsfelder sowie für jedes der Profitcenter und die CEWE-Gruppe in Summe ein Plan/Ist-Vergleich durchgeführt. Diese Plan-/Vorjahr-/Ist-Vergleiche ermöglichen ein engmaschiges Monitoring der Zielerreichung sowie eine frühzeitige Reaktion des Vorstandes und der Geschäftsführung. Gleichzeitig werden diese und weitere operative Kennzahlen der Betriebsstätten und Vertriebsgesellschaften allen Leitern dieser Profitcenter zum internen Benchmarking und Erfahrungsaustausch zur Verfügung gestellt. Die wichtigsten bei CEWE verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren sind im Abschnitt "Ziele und Strategien", siehe Seite 28 beschrieben.
ZIELE UND STRATEGIEN
Die in der Marktforschung und der Strategiearbeit gewonnenen Erkenntnisse werden in das langfristige CEWE-Prognosemodell eingepflegt und geben dem CEWE-Management dort eine Perspektive auf mögliche zukünftige Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen, Cash Flows und den Unternehmenswert.
Kontinuierliche Unternehmensweiterentwicklung: CEWE definiert Initiativen und setzt diese konsequent um
Auf Basis dieser Prognose definiert CEWE Initiativen, um die zukünftige Entwicklung im Sinne des Unternehmens und aller Stakeholder voranzutreiben. Die Wirkung dieser Initiativen wird ebenfalls in das CEWE-Prognosemodell eingepflegt. In der Folge überwacht das Management in den oben beschriebenen Strukturen kontinuierlich die Umsetzung dieser Initiativen. So arbeitet CEWE permanent an seiner Weiterentwicklung.
Langfristigen Gewinn und Unternehmenswert im Blick
Mit diesen Maßnahmen zielt CEWE klar auf die Optimierung der langfristigen Unternehmensperformance. Das Ergebnis eines Quartals und auch eines Jahres ist der langfristigen Entwicklung des Unternehmens untergeordnet. CEWE denkt in Dekaden.
Ziel: Profitables und kapitaleffizientes Wachstum soll Unternehmenswert steigern
Das oberste langfristige Ziel der CEWE-Gruppe ist nachhaltig profitables und kapitaleffizientes Wachstum. Dafür verfolgt CEWE nichtfinanzielle und finanzielle Leistungsindikatoren, für die Jahreszielwerte veröffentlicht werden. Für die zusätzlichen bilanzbezogenen Leistungsindikatoren werden keine Zielwerte veröffentlicht.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Anzahl der Fotos und CEWE FOTOBUCH Exemplare
Als nichtfinanzieller Leistungsindikator im Fotofinishing verwendet CEWE die Gesamtzahl der Fotos. Zu den Fotos zählen auch dabei alle Bilder, die in Mehrwertprodukten (z. B. CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken) verwendet werden. Aufgrund der großen Bedeutung dieses Produktes wird die Anzahl der produzierten Exemplare des CEWE FOTOBUCHs als separate Kennzahl ausgewiesen. All diese Kennzahlen analysiert das CEWE-Management mindestens wöchentlich, teilweise täglich. Auch im Geschäftsbericht informiert CEWE als Plan/Ist-Vergleich über die Entwicklung und diskutiert sie im Kapitel "Resultate" siehe Seite 35. In der Prognose wird ein Zielwert für das Folgejahr genannt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren spielen beim Kommerziellen Online-Druck keine vergleichbar große Rolle und werden daher nicht in der Außenkommunikation diskutiert.
| Internes Reporting | Externes Reporting | Jahres-Prognose | |
|---|---|---|---|
| Gesamtzahl der Fotos | Woche | Quartal | ja |
| CEWE FOTOBUCH Exemplare | ja | ||
| Umsatz | Tag | Quartal | ja |
| EBIT Monat |
ja | ||
| EBT | ja | ||
| Investitionen | Monat /Quartal | Quartal | ja |
| Nachsteuerergebnis | Quartal | Quartal | ja |
| Ergebnis je Aktie | ja | ||
| ROCE | Quartal | Quartal | — |
| Free-Cash Flow | — | ||
| Operatives Working Capital | — | ||
| Eigenkapitalquote | — | ||
| Dividende | Jahr | Jahr | — |
Auch Umsatz und EBIT/EBT operativ sehr eng überwacht
CEWE analysiert in allen Einheiten die Umsatzentwicklung täglich (jedoch nicht konsolidiert) und die Ergebnisse bis zum EBT monatlich als wichtigste Steuergrößen. Hierbei werden die von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellten Abschlüsse ebenso konsolidiert und in einem Plan/Ist/Vorjahr-Vergleich analysiert. Plan- und Vorjahresabweichungen werden hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die finanziellen Ziele untersucht und im Rahmen eines Kommentars bereits bei der Erstellung des Berichtswesens von den verantwortlichen Personen erläutert. Sowohl die Ergebnisse der strategischen Geschäftsfelder und des Gesamtkonzerns als auch die Detailzahlen der einzelnen Profitcenter werden im Vorstand monatlich diskutiert. Umsatz, EBIT und EBT werden auch im Geschäftsbericht im Plan/Ist-Vergleich dargestellt und in den Resultaten diskutiert; es wird ein Prognosewert für das Folgejahr bekannt gegeben.
Investitionen
Investitionen sind eine wichtige Kennzahl, da sie einen wesentlichen (und für die Nutzungsdauer des Anlageguts praktisch unumkehrbaren) Effekt auf das eingesetzte Kapital haben bzw. neben dem Ergebnis den wichtigsten Effekt auf den Free-Cash Flow haben. Dies ist beim zusätzlichen Indikator "operatives Working Capital" anders, wie unten erläutert wird. Daher werden Investitionen bei CEWE sehr eng kontrolliert. Über das freigegebene Maß hinaus sind relevante nachträgliche Erhöhungen nicht möglich, ohne dass weitere Freigaben der Investitionsverantwortlichen erteilt werden. Ein konsolidiertes Investitionsreporting erfolgt in der ersten Jahreshälfte mindestens quartalsweise. In der Phase höherer Investitionen, d. h. in der Vorbereitung auf das Jahresendgeschäft, kontrolliert das Management diese Kenngröße auf monatlicher Basis.
Zusätzliche Indikatoren: ROCE, Free-Cash Flow und operatives Working Capital
Mit jeder Quartalsmitteilung, jedem Quartals- und Geschäftsbericht analysiert CEWE den ROCE, um nachzuvollziehen, wie sich das im Unternehmen eingesetzte Kapital verzinst hat. Seit Jahren erzielt CEWE Werte oberhalb von 10 %. Da der für CEWE anzusetzende Vorsteuer-Kapitalkostensatz nach den Berechnungen der Analysten in den Research-Berichten seit Jahren klar unter 10 % liegt, operiert CEWE zweifelsfrei wertsteigernd. Langfristiges Ziel ist ein weiterhin klar über den Kapitalkosten liegender ROCE.
Der Free-Cash Flow ist eine für den Unternehmenswert entscheidende Einflussgröße und wird daher im Geschäftsbericht transparent analysiert. Neben den – wie beschrieben eng kontrollierten – Investitionen und dem EBIT ist die Entwicklung des operativen Working Capital ein wichtiger Einflussfaktor für das eingesetzte Kapital und den Free-Cash Flow. Daher wird diese Größe in einem Zug mit ROCE und Free-Cash Flow erläutert. Wie beschrieben, muss dies nicht häufiger erfolgen, da stichtagsbedingt ungewollte Effekte im Working Capital meist kurzfristig wieder ausgeglichen werden können. Ein um wenige Tage verspäteter Zahlungseingang eines Handelspartners zum Jahresende beispielsweise kann leicht den Free-Cash Flow um einige Millionen Euro senken. Auch wenn eine solche Entwicklung selbstverständlich aufmerksam beobachtet wird, so ist sie operativ meist bedeutungslos – zumal andere operative Kontrollsysteme solche Verzögerungen viel unmittelbarer anzeigen als die Cash Flow-Rechnung. Auch ist – auf der Seite des Liquiditätsabflusses argumentiert – CEWE so liquiditätsstark, dass das Unternehmen eine Ergebnisopportunität auch kurzfristig auf Kosten der Liquidität zu nutzen vermag.
Solide Bilanz: Eigenkapitalquote als weiterer Indikator CEWE hat das Ziel einer nachhaltigen und stetigen Unternehmensentwicklung. Kennzeichen einer starken Bilanz sind beispielsweise ausreichende Cash-Reserven bzw. nutzbare Kreditlinien ebenso wie eine solide Eigenkapitalquote. CEWE hält sich gegenwärtig mit einer Eigenkapitalquote von über 50 % für stabil kapitalisiert. Eine ausreichende Liquidität oder ausreichende Kreditlinien einerseits und eine auch im Wettbewerbsvergleich äußerst solide Eigenkapitalausstattung andererseits erhöhen nach der Überzeugung von CEWE nicht nur die Stabilität und Krisenresilienz des Unternehmens, sondern versetzen CEWE zudem in die Lage, sich bietende strategische Optionen – wie etwa attraktive Akquisitionsgelegenheiten – entschlossen zu nutzen.
Der ROCE, der Free-Cash Flow, das Working Capital und die Eigenkapitalquote werden jeweils zu den Quartalsabschlüssen detaillierter analysiert. Aufgrund möglicher kurzfristiger Verschiebungen, die – wie beschrieben – im Cash Flow oder im Working Capital auftreten können, werden für diese zusätzlichen Indikatoren keine exakten Plangrößen angegeben. Aufgrund ihrer Bedeutung werden diese Kennzahlen ausführlich im Kapitel "Resultate" diskutiert. siehe Seite 35
Ziel: Möglichst stabile oder sogar steigende Dividende
CEWE hat das erklärte Ziel, seinen Aktionärinnen und Aktionären auf Basis des erwirtschafteten Ergebnisses eine mindestens konstante oder möglichst leicht steigende Dividende zu bieten, wenn es die wirtschaftliche Situation des Unternehmens erlaubt. Die Ausschüttungsquote ist dabei explizit keine Steuergröße, sondern das Residuum dieser Dividendenpolitik.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Smartphones generieren immer mehr digitale Inhalte pro Gerät und Nutzer als klassische digitale Kameras. Bilder von Smartphones sind auf allen Bestellwegen bei CEWE die größte Datenquelle. Auch deshalb hat CEWE zum einen die Funktion des Assistenten in den CEWE FOTOWELT Applikationen auf den Rechnern und in den Apps auf den Smartphones nochmals verbessert und um neue unterstützende Funktionen bei der Bildauswahl erweitert. Zum anderen wurden die Online-Bestellwege (COPS) für weitere Handelspartner auch außerhalb der DACH-Region sehr erfolgreich im Berichtsjahr ausgerollt und auf den Browsern in den Smartphones noch einfacher bedienbar gemacht.
Direkt auf den Smartphones wurden weitere mittels künstlicher Intelligenz (KI) unterstützte Funktionen in den Apps installiert, welche den Konsumenten neben den wichtigen Ereignissen nun auf Wunsch auch vollautomatisch die besten Bilder im CEWE FOTOBUCH platzieren und präsentieren. Diese Anwendungen wurden im MAIC (Mobile und Artificial Intelligence Campus) bei CEWE entwickelt, welcher 2018 als interner Inkubator genau für die Umsetzung solcher Forschungsarbeiten in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Hochschulen gegründet wurde. Auch dadurch wurde CEWE als erstes Unternehmen als "Digitaler Ort Niedersachsens" ausgezeichnet und ernannt.
Zur Weihnachtssaison 2020 wurde ein KI-basierter Bot für den Kundendienst live gestellt. Er unterstützt die Mitarbeitenden dort, indem er einfache Fragen nach dem Bestellstatus, aber auch schon Reklamationen wie Transportbeschädigungen bearbeiten kann. Kommt der Bot nicht zu einer Lösung oder der Kunde reagiert unzufrieden, übergibt er automatisch an einen Mitarbeitenden im Kundendienst.
Diese und alle anderen Anwendungen der künstlichen Intelligenz (auch kombiniert mit klassischen Algorithmen) sind in der CEWE-Kunden-Charta unter www.cewe.ai transparent dargestellt. Dabei stehen stets der Nutzen des Kunden und die Sicherung der Privatsphäre im Vordergrund. Die Bilder werden in keine öffentlichen Alben, auf keinen Server außerhalb des Zugriffs der DSGVO oder an Dritte zur Vermarktung übertragen. Der Konsument hat nach wie vor die volle Kontrolle über den Verbleib seiner Bilder.
Meine "CEWE FOTOWELT mobile" und weitere Apps
Die App "CEWE FOTOWELT mobile" hat zu Weihnachten wie im letzten Jahr schon Spitzenplätze in den beiden App Stores (Android und iOS) erzielt. Dies zeigt die Relevanz, aber auch die Akzeptanz von Bestellmöglichkeiten direkt vom Smartphone.
Meine CEWE FOTOWELT
Ein CEWE FOTOBUCH wird in der Regel von Konsumenten mit der Software "Meine CEWE FOTOWELT" erstellt, die für Windows, Mac und Linux verfügbar ist. Aufgrund der Benutzerfreundlichkeit und Leistungsfähigkeit der Software auf dem eigenen Rechner transferieren Kund*innen ihre Bilder von den Smartphones vorher auf ihre Rechner. Mit der Software ist es über den neu gestalteten CEWE FOTOBUCH-Assistenten möglich, einen Vorschlag zu bekommen und den dann ggf. zu bearbeiten, oder mit den vielen Gestaltungsmöglichkeiten Seite für Seite individuell zu gestalten. Außerdem können Kunden ein CEWE FOTOBUCH über eine Online-Software erstellen. Diese ist Bestandteil des COPS und funktioniert praktisch auf allen Geräten im entsprechenden Browser.
Es wurden neue Produkte in allen Kategorien integriert, das CEWE FOTOBUCH mit zusätzlichen Designs und Vorlagen für die Jahrbuchkampagne und Veredelungen ausgestattet sowie CEWE KALENDER vor allem um attraktive Designs erweitert. Diese zusätzlichen Möglichkeiten wurden sehr schnell von den Konsumenten genutzt, um noch attraktivere Geschenke zu Weihnachten zu erstellen. Rechtzeitig zu Weihnachten wurde die Software in Deutschland eingeführt, und diese hat somit auch zum Erfolg der Weihnachtssaison 2020 beigetragen. In dieser Version wurde der Editor des Vorjahres nur leicht modifiziert.
Grundlagen des Konzerns
COPS – das CEWE ONLINE PRINTING SYSTEM
Der Rollout des CEWE ONLINE PRINTING SYSTEMs auf ein Gerät-angepasstes bzw. responsives, d. h. auf verschiedene Bildschirmgrößen optimiertes Design ist 2020 in Deutschland abgeschlossen und in den Ex-DACH Regionen begonnen worden. Für den Handelspartner Boots in UK wurde der erste internationale Auftritt schon im ersten Halbjahr 2020 ausgerollt. Dieser internationale Rollout hat die Nutzung der Onlineplattform nochmals überdurchschnittlich in der Weihnachtssaison vorangebracht. Die Performance des Systems hat dabei die Erwartungen wiederum übertroffen und es konnte ein "all time high" in Aufträgen pro Tag erzielt werden.
CEWE myPhotos
CEWE myPhotos findet besonders bei CEWE-Bestandskunden nach wie vor erfreuliches Feedback und immer mehr Nutzung. Da die Bilder in diesen bei CEWE bestellten Produkten meist sehr wichtig für Kunden sind, ist eine sichere Speicherung in Deutschland nach deutschem Datenschutzgesetz für CEWE gesetzt. Diese Dienstleistung ermöglicht es aber in erster Linie, digitale Bilder und Videos in der Cloud sicher zu speichern, zu teilen, zu organisieren, zu bearbeiten und zu bestellen – und das immer, überall und mit jedem Gerät. CEWE liefert damit ein offenes ECO-System, bei dem Bilder über alle rechner- und mobilbasierten Betriebssysteme (für Windows, MacOS, Linux/ Android, iOS) ausgetauscht werden können. Zusätzlich wurde der Import von gescannten Negativen der Image-CD ermöglicht. Über alle Bestellwege kann auf die integrierte Gesichtsund Objekterkennung zugegriffen werden. Die auf der photokina 2018 vorgestellten KI-basierten Features stehen somit auf Wunsch allen Konsumenten über alle Bestellwege zur Verfügung und vereinfachen das Suchen nach relevanten Bildern. Eine neue attraktive Benutzeroberfläche mit einem Dashboard macht den Nutzen dieser Features noch besser sichtbar und damit stieg auch die aktive Nutzung.
Leistungsstarkes Backend weiter optimiert und um KI-basierte Funktion erweitert
In der Weihnachtssaison konnte die CEWE-Plattform wieder neue Rekorde vermelden. Alle beschriebenen Applikationen und die Bestellungen in den Ladengeschäften der CEWE-Handelspartner über die CEWE Fotostation liefern die erstellten Aufträge auf dem CEWE-Backend ab. Das Backend ist nach wie vor auf zwei unabhängige und redundante Rechenzentren verteilt. Um diese Datenmengen schnell von den zentralen Rechenzentren in die Produktionsbetriebe zu leiten, wurden die dazu notwendigen zusätzlichen Server rechtzeitig vor der Weihnachtssaison weiter optimiert bzw. neu installiert. Auch wurde die automatisierte Überwachung der Prozesse und zugehörige Hardware nochmals ausgebaut.
Auch die Nachhaltigkeit in den IT-Prozessen wurde weiter optimiert. Durch die weitere Virtualisierung und durch neue leistungsfähigere Server und Speicher konnte der Bedarf an Racks und somit auch der Stromverbrauch in den Rechenzentren erneut gesenkt werden. So setzt CEWE z. B. im Rechenzentrum auf dem Betriebsgelände in Oldenburg auf neue innovative Kühltechniken zur Verringerung des Energiebedarfes.
WIRTSCHAFTSBERICHT
MÄRKTE
Weltwirtschaft durch Covid-19-Pandemie unter Druck – Wirtschaft in Deutschland schrumpft deutlich
Der Internationale Währungsfonds (IWF) verzeichnet aufgrund der Covid-19-Pandemie deutliche Einbrüche für die Weltwirtschaft: Für das Jahr 2020 berechnen die Experten ein weltweites Minus des Bruttoinlandsprodukts von – 3,5 % (2019: + 2,9 %). Eine negative Tendenz ist in allen Weltregionen mit Ausnahme von China zu verzeichnen. Die Euro-Zone gehört zu den besonders stark betroffenen Regionen mit einem negativen Wert von – 7,2 % (2019: 1,2 %). Der deutsche BIP-Rückgang um – 5,4 % ist dabei im Vergleich zu den anderen großen Volkswirtschaften des Euro-Raums noch moderat (2019: + 0,5 %). Von den wichtigsten europäischen Volkswirtschaften konstatieren die Experten insbesondere in Spanien mit – 11,1 % eine besonders negative Entwicklung. 1 Die Arbeitslosenquote in Deutschland belief sich im Dezember 2020 auf 5,9 % und damit um einen Prozentpunkt höher als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt (Dezember 2019: 4,9 %). 2 Die Bruttolöhne und -gehälter entwickelten sich aufgrund der Pandemie real mit – 1,2 % erstmals seit 2005 negativ (2019: 4,1 %). 3
Inflation pandemiebedingt negativ
Die Inflationsrate lag im Eurogebiet Stand November 2020 aufgrund einer pandemiebedingt gesunkenen Nachfrage, vor allem im Tourismus- und Reisesektor sowie eines geringen Lohndrucks bei – 0,3 % (2019: 1,2 %). Der EZB-Rat beließ den Leitzins unverändert bei 0,0 % und beschloss ein inzwischen auf 1,85 Mrd. Euro aufgestocktes Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP). 4 In Deutschland lag die Inflation im Jahresdurchschnitt mit 0,5 % deutlich niedriger als im Vorjahr (2019: 1,4 %), blieb aber im positiven Bereich. 5 Die Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber den für CEWE wichtigsten Währungen außerhalb des Euro-Raumes waren im Jahr 2020 trotz der starken Entwicklung des Euro vergleichsweise moderat. 6
CEWE weitgehend unabhängig von konjunkturellen Einflüssen
Die gute Entwicklung der Unternehmenszahlen beweist die Unabhängigkeit von CEWE gegenüber der pandemiebedingten gesamtwirtschaftlichen Lage. Der emotionale Faktor hochwertiger Fotoprodukte und die immer selbstverständlichere Nutzung digitaler Endgeräte in allen Altersgruppen führen zu einem positiven, konjunkturunabhängigen Trend. In der pandemiebedingten Krise zeigt sich zudem, dass Menschen gerade in einer solchen Zeit mit Fotos die Erinnerung an schönere Momente suchen, was CEWE nach unserer Einschätzung zu einem stabilen "Stay-at-home-Wert" macht.
FOTOFINISHING-MARKT
In den vergangenen Jahren wurden mehr Fotos als jemals zuvor gemacht. Die Zahl der Aufnahmen stieg durch mobile Endgeräte deutlich an. Wurden 2013 weltweit noch 660 Mrd. Fotos aufgenommen, stieg dieser Wert bereits im Jahr 2017 auf 1.200 Mrd. Fotos an (Quelle: Bitkom Research).
Diese Entwicklung zeigt sich auch am Interesse der deutschen Bevölkerung für Fotografie: 2019 gaben 36,49 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren an, dass sie (besonderes) Interesse an Fotografie haben. In 2020 lag dieser Wert bei 37,08 Millionen (Quelle: IfD Allensbach, AWA 2020).
Neben dem Anstieg des Interesses für Fotografie führten die besonderen Umstände durch Corona aber auch dazu, dass sich der Stellenwert von selbstgeschossenen Fotos verändert hat: 31 % der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage von Forsa gaben an, dass die persönliche Bedeutung von Fotos von Verwandten und Bekannten, denen man nicht unmittelbar nah sein kann, zugenommen hat.
Durch die lange Zeit zu Hause sehnen sich die Deutschen nach Abwechslung und Ablenkung. Rund zwei Drittel (65 %) nutzen ihre Fotos als kreativen Zeitvertreib. Dazu zählen vor allem: Betrachten ihrer Fotos (45 %), Sortieren von Bildern (27 %) und das Erstellen eines Fotoprodukts, z. B. Fotobuch oder Kalender (11 %).
- 1 IWF World Economic Outlook, Januar 2021, S. 4
- 2 Bundesagentur für Arbeit Presseinfo "Der Arbeitsmarkt im Dezember 2020", Januar 2021
- 3 Statistisches Bundesamt Fachserie 18 Reihe 1.1 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Inlandsproduktberechnung, Erste Jahresergebnisse 2020, S. 21
- 4 EZB Wirtschaftsbericht Ausgabe 8 2020, S. 5 – 7
- 5 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 025 vom 19. Januar 2021
- 6 Deutsche Bundesbank Wechselkursstatistik
Lockdown, Kontakt- und Reisebeschränkungen spiegeln sich auch in der Wahl der Fotomotive wider: Naturmotive konnten einen Zuwachs von 20 % verzeichnen. Familienfeiern, Sehenswürdigkeiten und Porträts von Freunden wurden um jeweils mehr als 30 % weniger fotografiert. Die in einem CEWE FOTO-BUCH festgehaltenen Jahresrückblicke und durch persönliche Fotos geteilten Erlebnisse erhalten damit eine ganz neue Bedeutung – Nähe in der Distanz. Aus Rücksicht lassen 37 % der Deutschen ihre Liebsten durch Fotos am eigenen Leben teilhaben und verschicken Fotos an Freunde und Familie. Unter Familien mit Kindern sind es sogar 52 %, die diese Möglichkeit nutzen, um die physische Distanz zu überbrücken (Quelle: Forsa 2020).
ONLINE-DRUCK-MARKT
Geschäftsklimaindex im Jahr 2020 unter Druck
Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex hatte im April 2020 mit 82 Punkten sein Tief erreicht und stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 5,8 %. Mit 96,4 Punkten erreichte der Index im Dezember 2020 den höchsten Wert seit neun Monaten und notierte damit nur noch 4 % unter seinem Vorjahresniveau.
Während die im Dezember vom ifo Institut befragten Druckund Medienunternehmen im Dezember ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im November beurteilten, fielen ihre Erwartungen bezüglich ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung wesentlich hoffnungsvoller als im Vormonat aus. Allerdings verschlechtere sich der Saldo bei der Geschäftssituation im Vorjahresvergleich um rund 28 %. Angesichts des in der Zwischenzeit angeordneten harten Lockdowns, der von den Umfrageteilnehmern nicht berücksichtigt werden konnte, muss die verbesserte Erwartungshaltung der Unternehmer jedoch mit Vorsicht bewertet werden. So gaben im Dezember 61 % der Unternehmen an, in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu wollen. Daher ist es auch wenig überraschend, dass rund ein Drittel der Befragten von einem Rückgang der Produktionsaktivitäten in den kommenden Monaten ausgeht (Quelle: BVDM-Konjunkturtelegramm Dezember 2020).
Speziell der Online-Druck innerhalb der Druck- und Medienindustrie bietet seinen Kunden aber weiter erhebliche Vorteile: Neben hoher gleichbleibender Druckqualität, bequemer Internet-Bestellung und schneller Lieferung ist es vor allem der Preisvorteil gegenüber klassischen Offline-Druckereien. So dürfte der Online-Druck insgesamt als Gewinner der Krise hervorgehen, da er vor allem Kostenvorteile für seine Kunden in einer Zeit offeriert, wo Budgets gekürzt werden. Bei vielen Anbietern im Online-Druckmarkt ist weiterhin eine Diversifizierung in den Bereich sogenannter drucknaher Produkte zu beobachten. Hintergrund ist regelmäßig, dass die jeweilige Kundenbeziehung intensiviert bzw. ausgebaut und damit einhergehend weiteres Wachstumspotenzial erschlossen werden soll.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2020 kam es zu keinen erkennbaren Engpässen an den relevanten Rohstoffmärkten. Insbesondere war die Verfügbarkeit von Druckpapieren und Druckplatten zu keiner Zeit gefährdet.
Online-Druck-Markt: Hohe Markteintrittsbarrieren
Die Entwicklung eines neuen Marktteilnehmers mit eigener Fertigung hin zu einem relevanten Wettbewerber als "Online-Drucker" war auch 2020 nicht zu verzeichnen. Die Barrieren für den Markteintritt in den Online-Druck, wie z. B. notwendige Investitionen und Werbeaufwendungen sowie das mittlerweile übliche kompetitive Preisniveau und damit der Druck zur Nutzung von Größenvorteilen, stellen weiterhin wirksame Hemmnisse für neue Marktteilnehmer dar.
Es ist weiterhin davon auszugehen, dass Preisbewegungen im Markt zu verzeichnen sind und das Geschäftsfeld in großer Abhängigkeit zu potenziellen Lockdown-Maßnahmen steht.
EINZELHANDELSMARKT
Die Corona-Pandemie hat 2020 die durchschnittlichen jährlichen Einzelhandelsumsätze in der EU um 0,8 % sinken lassen. Im Euroraum ist mit – 1,2 % sogar ein noch höherer Rückgang der durchschnittlichen jährlichen Einzelhandelsumsätze zu verzeichnen (Quelle: Eurostat).
Wie wichtig eine gute Verzahnung von stationärem Handel und Online-Handel nach unserer Einschätzung ist, wurde durch die Corona-Pandemie nochmal unterstrichen. Trotz rückläufiger Kundenfrequenz wird die Möglichkeit, Waren anfassen und an-/ausprobieren zu können, sehr geschätzt. Das Ladengeschäft nimmt in Zeiten der Digitalisierung daher immer öfter die Funktion als Erlebnisort und Showroom für Information und Inspiration wahr, während die Bedeutung als reiner Point of Sale, beschleunigt durch Corona, in den Hintergrund rückt. Der stationäre Einzelhandel lebt nach unserer Einschätzung von der lokalen Frequenz und muss diese durch eine aktive Sortimentspolitik, mit der er Kundenbedürfnisse abdeckt und Kaufideen vermittelt, entwickeln.
Der in den letzten Jahren zu erkennende Trend hin zu steigenden Durchschnittspreisen im Kamerasegment hat sich auch in 2020 fortgesetzt. Während Kompaktkameras (mit fest eingebautem Objektiv) und Spiegelreflexkameras (DSLR) in Stückmengen weiterhin rückläufig sind, ist der Absatz von höherwertigen spiegellosen Systemkameras (CSC) auf konstant hohem Niveau, was insbesondere dem spezialisierten Foto-Fachhandel zugutekommt, da dieser für diese Modelle die notwendige Beratungskompetenz (offline und online) aufweist.
GESCHÄFTSFELD FOTOFINISHING
ENTWICKLUNGEN FOTOFINISHING
Um den hohen Erwartungen der Kunden gerecht zu werden, wird gerade das Markenprodukt CEWE FOTOBUCH stetig weiterentwickelt und sichert so die Marktführerschaft nachhaltig. Auch in 2020 konnten zahlreiche Innovationen dazu beitragen, für jeden Kunden eine Basis für seine Fotobuchprojekte anzubieten: Die Erweiterung der Seitenpakete von 178 Seiten auf 202 Seiten im Digitaldruck und von 114 auf 130 Seiten bei der Wahl von Fotopapier gibt den Kunden noch mehr Raum, ihre persönlichen Geschichten zu erzählen. Matte Einbände und neue hochwertige Buchvorlagen zum Thema Jahrbuch schaffen einen Rahmen, der zusammen mit den vielfältigen Papierqualitäten, Formaten, über 6.000 Designs und Cliparts sowie einer Vielzahl an Passepartouts, Hintergründen und Layouts den Kunden das Richtige für ihren Geschmack bietet.
Dass die stetige CEWE FOTOBUCH Weiterentwicklung bei den Kunden gut ankommt, zeigte sich auch durch ein besonderes Highlight in 2020: Die im Vorjahr eingeführten Leder- und Leineneinbände für CEWE FOTOBUCH wurden durch die Technical Image Press Association (TIPA) besonders gewürdigt und CEWE bereits zum vierten Mal mit dem renommierten TIPA World Award als Best Photo Service Worldwide ausgezeichnet.
Ausgezeichnet wurden auch weitere Fortschritte bei der Produktentwicklung in puncto Nachhaltigkeit: Das CEWE FOTOBUCH Pure erhielt die Zertifizierung "Blauer Engel" für das eingesetzte Digitaldruckpapier. Aus der Produktkategorie Wandbilder konnte für die Posterleisten und Fotoleinwände die FSC-Zertifizierung erreicht werden.
Die Vermarktung der CEWE-Fotoprodukte findet europaweit über lokal angepasste Kampagnen zu den verschiedenen Anlässen in den Ländern statt und wird im Sinne einer 360-Grad-Kommunikation über alle Kanäle ausgespielt. Im Fokus steht dabei der Bedarf des Kunden, auf den gerade im Jahr 2020, welches stark im Zeichen der Corona-Pandemie stand, flexibel reagiert wurde.
CEWE Photo Award – der weltgrößte offene Fotowettbewerb
Einreichungen aus zahlreichen Ländern, zehn verschiedene Kategorien und die persönlichen Blickwinkel von unzähligen Hobby- und Profifotografen – der CEWE Photo Award steht für eine beeindruckende Vielfalt unter dem Motto "Our world is beautiful". Bereits in den letzten Jahren hat der Fotowettbewerb bewiesen, dass Fotos als Universalsprache Menschen auf der ganzen Welt verbinden – eine Eigenschaft, die gegenwärtig stark an Bedeutung gewonnen hat. Das Motto soll die Augen in allen Lebenslagen für die schönen und schützenswerten Dinge öffnen. Dabei trägt jeder Teilnehmer seinen Teil dazu bei, die Welt ein Stückchen besser zu machen: Je eingereichtes Foto spendet CEWE 10 Cent an SOS-Kinderdörfer weltweit. Im vorherigen Turnus wurde der CEWE Photo Award dabei mit 448.152 eingesendeten Bildern zum größten Fotowettbewerb der Welt.
RESULTATE FOTOFINISHING
Fotofinishing mit prägnantem Saisonprofil und Schwerpunkt im vierten Quartal
Der Absatz-, stärker noch der Umsatz- und vor allem der Ertragsschwerpunkt des CEWE-Kerngeschäfts Fotofinishing liegen im vierten Quartal. Viele Konsumenten schätzen das CEWE FOTOBUCH sowie Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weitere Fotoprodukte als Weihnachtsgeschenke. Darüber hinaus lässt sich aus dem Nachfrageverhalten vieler CEWE-Kundinnen und -Kunden erkennen, dass das "bestellfreundliche Wetter", also die Vorliebe vieler Konsumenten, sich verstärkt in der kühlen und dunklen Jahreszeit mit Fotobestellungen am heimischen PC oder über mobile Bestellapplikationen zu beschäftigen, ebenso das erste Quartal grundsätzlich stärkt.
Anteil der Mehrwertprodukte wächst unverändert
Schon seit Jahren verändert sich der Produktmix von CEWE zunehmend zugunsten der "Mehrwertprodukte": Es werden weniger "einfache" Fotoabzüge nachgefragt, der Anteil der Marken- und Mehrwertprodukte (CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weitere Fotogeschenke) wird stetig größer. Auch die CEWE SOFORTFOTOS, also die Fotos, die von Kunden direkt im Ladengeschäft der CEWE-Handelspartner ausgedruckt und gekauft werden, legen seit Jahren zu. Da CEWE mit diesen Mehrwertprodukten einen tendenziell höheren Umsatz und ein höheres Ergebnis pro Bild erzielt, stützt der Trend von "Masse" (viele einzelne Labor-Fotos mit geringerer Wertigkeit) zu "Klasse" (wenige hochwertige Fotoprodukte in absoluter Zahl, jedoch mit höherer Wertigkeit pro Foto) weiterhin die Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld Fotofinishing. Die Pandemie hat diese Trends nicht grundsätzlich verändert, sondern teilweise variiert. So kam durch den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 eine gewisse Sonderkonjunktur hinzu. Die diversen Lockdowns haben zu geschlossenen Ladengeschäften geführt und damit das Geschäft mit CEWE SOFORTFOTOS erschwert. Ebenso haben die limitierten Urlaubsreisen den Absatz des klassischen Multi-Foto-Produkts CEWE FOTOBUCH erschwert, Single-Foto-Produkte jedoch als Alternative gestärkt, so z. B. Wandbilder.
ABSATZ FOTOFINISHING
- » Corona-bedingt geändertes Urlaubsreiseverhalten reduziert das Fotovolumen besonders bei Multi-Foto-Produkten
- » Gesamt-Fotovolumen liegt mit 2,34 Mrd. Fotos leicht unter Vorjahr (2019: 2,40 Mrd. Fotos, – 2,6 %)
- » 6,52 Mio. CEWE FOTOBUCH Exemplare abgesetzt (2019: 6,62 Mio. Exemplare, – 1,6 %)
- » Fotokalender, Wandbilder und weitere Fotogeschenke legen erneut zu und stärken Trend zu höherwertigen Produkten
- » Die Hälfte aller Fotos werden in Ladengeschäften abgeholt, die andere Hälfte per Postversand zugestellt
Fotovolumen leicht reduziert
In der Volumenzahl "Fotos" sind neben den einzelnen Fotoabzügen auch die Bilder in anderen Fotoprodukten – also z. B. dem CEWE FOTOBUCH, Fotokalendern, Wandbildern, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken – enthalten. Mit 2,34 Mrd. Fotos hat CEWE im Geschäftsjahr 2020 insgesamt etwas weniger Fotos über alle Produkte gezählt als im Vorjahr (2019: 2,40 Mrd. Fotos, – 2,6 %). Dabei profitierte das Kerngeschäftsfeld Fotofinishing zunächst im April und Mai 2020 vom ersten Lockdown. Zwar war der Sofortdruck am POS durch eine reduzierte Besucherfrequenz betroffen, im Online-Fotofinishing-Geschäft führte der "Stay-at-home"-Effekt jedoch zu einem guten Auftragseingang und steigendem Fotovolumen. Durch die starke Verlagerung des Lebens in das eigene Zuhause nutzten viele Menschen diese zusätzliche Zeit für Fotoerinnerungen.

Gerade in schwierigen Zeiten mit Kontaktbeschränkungen sind Fotoerinnerungen und -geschenke für die Menschen ein wichtiger emotionaler Anker. So haben viele CEWE-Kundinnen und -Kunden die Zeit zu Hause genutzt, um Fotoprodukte – auch mit mehr älteren Fotos aus zurückliegenden Jahren als gewöhnlich – zu bestellen. Im dritten Quartal dominierte das Corona-bedingt geänderte Urlaubsreise- und Fotografierverhalten und führte zu weniger Fotoaufträgen und damit auch zu weniger Fotos in CEWE-Produkten. Corona-bedingt fehlten z. B. die Fernreisen, auf denen tendenziell viel fotografiert wird. Zwar konnte darauf folgend das vierte Quartal 2020 mit einer Fotoanzahl von 891 Mio. Fotos nahezu den Vorjahreswert erreichen (Q4 2019: 892 Mio. Fotos, – 0,2 %), den kumulierten Rückgang zum Ende des dritten Quartals damit jedoch nicht ausgleichen.
Insgesamt setzt sich aber auch im Corona-Jahr 2020 der langfristige Trend der Saisonverschiebung mit einem steigenden Volumenanteil im vierten Quartal auf jetzt 38,1 % fort (2014: 33,3 %, 2015: 34,7 %, 2016: 34,9 %, 2017: 35,9 %, 2018: 36,6 %, 2019: 37,2 %).
CEWE FOTOBUCH Absatz erreicht fast das Vorjahresniveau
Nach 6,62 Mio. abgesetzten CEWE FOTOBUCH Exemplaren im Vorjahr 2019 lagen die Verkaufszahlen des CEWE FOTOBUCHs mit 6,52 Mio. Exemplaren im Jahr 2020 nur leicht unter diesem Niveau. War die Anzahl der CEWE FOTOBUCH Exemplare zum ersten Halbjahr 2020 auch aufgrund des "Stay-at-home"-Effekts im ersten Lockdown mit einem Plus von 6,4 % gewachsen, so litt das Multi-Foto-Produkt CEWE FOTOBUCH mit einem
Wirtschaftsbericht
Rückgang von 15,6 % doch besonders im dritten Quartal aufgrund des Corona-bedingt geänderten Urlaubsreiseverhaltens. Zwar setzte sich dieser Rückgang nicht ins vierte Quartal fort, in dem traditionell die Nachfrage nach einem CEWE FOTOBUCH als Weihnachtsgeschenk dominiert. Die Verfügbarkeit von insgesamt weniger aufgenommenen Fotos führte aber trotzdem zu einem leichten Rückgang von 2,0 %.
Kunden wählen durch Lockdown-Situation verstärkt den Postversand
Die Quote der über das Internet bestellten Digitalfotos legt schon seit vielen Jahren stetig zu. Im Berichtsjahr 2020 stieg sie – sicher auch Corona-bedingt – beschleunigt von 70,9 % im Vorjahr 2019 auf 77,2 % (1.805 Mio. Fotos). Von den per Internet bestellten Fotos wurden 40,1 % als Fertigprodukte in den Ladengeschäften der von CEWE belieferten Händler abgeholt (2019: 43,4 %). 59,9 % wählten die Zustellung per Post nach Hause (2019: 56,6 %). Damit haben Kunden insgesamt 49,9 % aller Fotos (analoge und digitale, bestellt über das Internet und im Ladengeschäft inklusive der in Ladengeschäften an der CEWE Fotostation ausgedruckten Fotos) in den Ladengeschäften der CEWE-Handelspartner abgeholt (2019: 59,9 %). Auch in Corona-Zeiten bestätigt dies erneut die Stärke der CEWE-Positionierung "clicks and bricks", nämlich die strategische Verbindung zwischen stationären Geschäften und Internet: CEWE ermöglicht als "Omnichannel-Anbieter" einerseits den Einkauf in Ladengeschäften und andererseits – bei Online-Käufen – neben dem Postversand zum Kunden die Abholung von Fotos im Laden.
UMSATZ FOTOFINISHING
- » Alle CEWE-Markenprodukte wachsen weiter und stärken Fotofinishing-Umsatz
- » Umsatz je Foto steigt weiter: + 11,8 % auf 26,45 Eurocent pro Foto
- » 618,8 Mio. Euro Fotofinishing-Umsatz 2020: Ordentlicher Zuwachs von + 8,9 % zum Vorjahr
- » Umsatz im vierten Quartal legt erneut um starke 12,7 % auf 283,0 Mio. Euro zu
Mehrwertprodukte stärken Fotofinishing-Umsatz weiter
Auch im Jahr 2020 stieg der Anteil der CEWE-Marken- bzw. Mehrwertprodukte am Gesamtumsatz. Damit stärkt der Trend zu höherwertigen Fotoprodukten weiterhin die Umsatzentwicklung. Im Berichtsjahr 2020 wurde dabei der – auch Coronabedingte – Erfolg von Ein-Foto-Produkten besonders sichtbar. So ist der Umsatz pro Foto 2020 erneut gestiegen: von 23,65 Eurocent pro Foto im Jahr 2019 zweistellig um 11,8 % auf 26,45 Eurocent pro Foto im Berichtsjahr. Auch das vierte Quartal 2020 bekräftigte diesen positiven Trend erneut: Im wichtigen Weihnachtsquartal stieg der Umsatz pro Foto, und zwar von 28,14 Eurocent im Vorjahresquartal um 17,1 % auf 31,78 Eurocent. Dabei übertrafen 2020 alle Produktgruppen – CEWE FOTO-BUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weitere Fotogeschenke – ihre jeweiligen Umsatzwerte des Vorjahres.

Umsatz im Fotofinishing legt um 8,9 % auf 618,8 Mio. Euro zu
2017
2018
2019
2020
+ 11,8 %
+ 5,5 %
+ 6,2 %
+ 4,3 %
2016
+ 9,1 %
Wie schon im Abschnitt zum Absatz beschrieben, verliefen die einzelnen Quartale 2020 durchaus unterschiedlich: Das erste Quartal zeigte sich nahezu "normal", bis Mitte März die Corona-Pandemie auch Europa in den Griff nahm. Im zweiten Quartal beeinflusste die Covid-Situation das CEWE-Kerngeschäftsfeld, das Sofortdruck-Geschäft am POS war durch Ladenschließungen belastet, im Online-Fotofinishing führte der "Stay-athome"-Effekt zu steigenden Umsätzen. Im dritten Quartal dominierte das geänderte Urlaubsreiseverhalten und führte zu weniger (Urlaubs-)Fotos und damit auch zu weniger Fotoaufträgen und Umsatz. Ganz wesentlich für die Gesamtjahresentwicklung war ein erneut stärkeres, im Vergleich zum Vorjahr nochmal gewachsenes Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal. So wuchs das Geschäftsfeld Fotofinishing mit + 8,9 % in 2020 auf einen Gesamtjahresumsatz von 618,8 Mio. Euro (2019: 568,0 Mio. Euro). Der im Juni 2019 akquirierte Wandbildspezialist WhiteWall trug zu diesem Wachstum in den Monaten Januar bis Mai noch anorganisch bei.

Umsatz Fotofinishing in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %
Durch den gestiegenen Mengenanteil des vierten Quartals insgesamt hat das Weihnachtsgeschäft auch im Jahr 2020 weiter an Bedeutung gewonnen. So stieg der Umsatz des wichtigen vierten Quartals von 251,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal um 12,7 % auf nunmehr 283,0 Mio. Euro. Damit bestätigt sich der langfristige Trend der Saisonverschiebung erneut auch auf der Umsatzseite: Der Umsatzanteil des vierten Quartals steigt weiter auf jetzt 45,7 % (2014: 40,4 %, 2015: 42,3 %, 2016: 42,0 %, 2017: 42,5 %, 2018: 43,7 %, 2019: 44,2 %).
ERGEBNIS FOTOFINISHING
- » Fotofinishing 2020 mit signifikanter Ergebnissteigerung: EBIT erreicht 88,6 Mio. Euro (2019: 66,9 Mio. Euro, + 32,4 %)
- » Operative Fotofinishing-Marge steigt im Gesamtjahr 2020 auch durch Kosteneinsparungen – auf 15,1 % (2019: 12,4 %)
- » Viertes Quartal liefert 90 % des Gesamtjahres-EBIT im Fotofinishing
Fotofinishing-EBIT steigt 2020 mit einem guten Weihnachtsgeschäft auf 88,6 Mio. Euro
CEWE erwirtschaftete den größten Anteil des Jahresgewinns vor allem im Weihnachtsquartal (viertes Kalenderquartal). Der Geschäftsbereich Fotofinishing konnte mit einem EBIT von 88,6 Mio. Euro seine Ertragsstärke nach einem Vorjahres-EBIT von 66,9 Mio. Euro dabei signifikant um + 21,7 Mio. Euro weiter ausbauen. Ein im Vergleich zu den Vorjahren weiter gestiegenes Jahresergebnis. Insbesondere das gestiegene Onlinegeschäft mit Fotoprodukten wirkte sich positiv auf das Ergebnis im Geschäftsfeld Fotofinishing aus. Dabei sind zusätzliche Deckungsbeiträge aus dem gestiegenen Umsatz vor allem im Weihnachtsgeschäft durch starke Skaleneffekte in der Produktion entstanden. Zusätzlich hat auch das bereits mit Einsetzen der Corona-Pandemie im März 2020 initiierte Kostensenkungsprogramm das EBIT verbessert. So wurden Einsparungen vor allem in Unternehmensteilen realisiert, die durch den Lockdown mit Ladenschließungen besonders negativ von der Corona-Pandemie betroffen waren, so auch im Fotofinishing z. B. der Bereich, der sich um das Geschäft mit direkt in Ladengeschäften ausgedruckten Fotos kümmert, oder der Außendienst, der aufgrund von Ladenschließungen nicht seinen Aufgaben nachkommen konnte. Die aufgrund des Beschäftigungsrückgangs vor allem in diesen Bereichen in Anspruch genommene Leistung der Sozialversicherung in Form von Kurzarbeitergeld in Höhe von insgesamt 1,3 Mio. Euro konnte die hier entstandenen Personalkosten teilweise kompensieren.
EBIT Fotofinishing in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 sind dabei insgesamt rund – 5,0 Mio. Euro Sondereffekte im Rahmen der Abschreibungen aus den Kaufpreisallokationen von DeinDesign (– 0,2 Mio. Euro), Cheerz (– 2,0 Mio. Euro) und WhiteWall (– 2,1 Mio. Euro) und Restrukturierungskosten (– 0,7 Mio. Euro) angefallen. Im Vorjahr 2019 waren als Sonderaufwendungen zusammen – 3,6 Mio. Euro für Abschreibungen aus diesen Kaufpreisallokationen (DeinDesign – 0,4 Mio. Euro, Cheerz – 1,9 Mio. Euro und White-Wall – 1,2 Mio. Euro) gebucht worden.
Bereinigt um diese Sondereffekte fiel das operative EBIT des Geschäftsfelds Fotofinishing 2020 mit 93,6 Mio. Euro um rund 23,1 Mio. Euro besser aus als im Vorjahr (bereinigtes operatives EBIT 2019: 70,5 Mio. Euro).
Operative Fotofinishing-EBIT-Marge erneut gestiegen
Der im Fotofinishing seit Jahren anhaltende Produktmixwandel (also der Austausch von einzelnen Fotoabzügen durch Foto-Mehrwertprodukte wie das CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten sowie weitere Fotogeschenke), die zusätzlichen – starken – Deckungsbeiträge aus dem Umsatzzuwachs vor allem im Dezember-Weihnachtsgeschäft und auch die realisierten Kosteneinsparungen führten 2020 zu einer weiter steigenden operativen EBIT-Marge (vor oben beschriebenen Sonderaufwendungen): 15,1 % nach 12,4 % im Vorjahr.
EBIT des vierten Quartals trägt Großteil der Gesamtverbesserung
Wie wichtig das Weihnachtsgeschäft im Fotofinishing ist, zeigt die Ergebnisverteilung auf die Quartale des Kalenderjahres eindrucksvoll: 16,4 Mio. Euro der Ergebnisverbesserung des Gesamtjahres von 22,4 Mio. Euro kommen aus dem vierten Quartal. So stieg das EBIT im Weihnachtsquartal auf 80,7 Mio. Euro (Q4 2019: 64,3 Mio. Euro). Auf der Ergebnisebene zeigt sich – getrieben durch den im Weihnachtsgeschäft zunehmenden Absatz höhermargiger Mehrwertprodukte in Kombination mit Skalenvorteilen in der Produktion – die Nachfrageverschiebung am kräftigsten, wie die Grafik zur Saisonverteilung des Fotofinishing-EBIT deutlich macht:
Entwicklung der EBIT-Saisonverteilung vor Restrukturierung in Mio. Euro

GESCHÄFTSFELD KOMMERZIELLER ONLINE-DRUCK
ENTWICKLUNGEN KOMMERZIELLER ONLINE-DRUCK
CEWE mit dem Kommerziellen Online-Druck in zehn Ländern aktiv
Mit den Marken SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE ist CEWE im Kommerziellen Online-Druck in zehn Ländern aktiv: Neben Online-Shops in den DACH-Ländern bietet CEWE auch in England, Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden, Belgien und Polen Geschäftsdrucksachen an.
Fokussierung der Online-Druck-Marken auf unterschiedliche Zielgruppen mit zielgruppenorientierter B2B-Vermarktung
CEWE ist mit den Online-Druck-Marken SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE im europäischen Markt mit dem Schwerpunkt in der DACH-Region für online bestellte Werbe- und Geschäftsdrucksachen aufgestellt: SAXOPRINT bedient preiswert Kunden primär im Offsetdruck sowohl im Inland als auch in den anderen internationalen Märkten, viaprinto ist als Anbieter hochwertiger Druckprodukte in kleinen Auflagen im Digitaldruck positioniert und LASERLINE ist besonders stark im Berliner und Brandenburger Raum aufgestellt und bedient dort regional ansässige Kunden.
Die durch die Covid-19-Pandemie verursachten Lockdowns reduzierten die Geschäfts- und damit die Werbeaktivität in vielen Ländern Europas deutlich. Der Online-Druck hatte insbesondere durch die Schwäche der Veranstaltungs-, Tourismusund Reisebranche mit erheblichen Umsatzschwankungen im Jahr 2020 zu kämpfen. Die Fokussierung der Marken hat CEWE im Kommerziellen Online-Druck deshalb weiter beschleunigt und gleichzeitig die Neukundengewinnung und -vermarktung zielgruppengenau intensiviert. Mit CEWE-PRINT.de konzentriert sich CEWE in Deutschland jetzt ausschließlich auf einen Druckservice mit Editor, der Vorlagen bestimmt für Kleinunternehmen oder den Privatgebrauch nutzt. SAXOPRINT stärkt seine Positionierung als Preisführer durch eine klare Kommunikation der Best-Preis Strategie in Deutschland, LASERLINE konzentriert sich beratend auf regionale Kunden und viaprinto wendet sich an anspruchsvolle B2B-Kunden.
Ausbau der Produktion von SAXOPRINT in Dresden
CEWE hat im Jahr 2020 bei SAXOPRINT in Dresden für alle KOD-Marken die Produktion von Drucksachen konzentriert. Damit wird der Druckstandort in Dresden weiter gestärkt. Die jetzige Konzentration der Produktion bei SAXOPRINT wird die Produktionseffizienz noch weiter steigern und das Ergebnis im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck insgesamt verbessern. Alle Marken hatten 2020 an der durch die Corona-Pandemie bedingten, marktseitig getriebenen Umsatzschwäche zu leiden.
RESULTATE KOMMERZIELLER ONLINE-DRUCK
- » Kommerzieller Online-Druck stark von Pandemie betroffen: Umsatz geht 2020 um 34,3 % auf 67,8 Mio. Euro zurück (2019: 103,2 Mio. Euro)
- » Straffes Kostenmanagement hält Ergebnis im Griff: EBIT mit – 3,7 Mio. Euro besser als Restrukturierungskosten-belastetes Vorjahr (2019: – 7,7 Mio. Euro)
- » Wiederanschub nach der Krise: Straffung des Markenportfolios und Konzentration auf SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE
- » Integration der Berliner LASERLINE-Produktion in den Dresdner Standort von SAXOPRINT 2020 erfolgreich umgesetzt
Corona-Krise führt im Kommerziellen Online-Druck zu signifikantem Geschäftsrückgang
Der Kommerzielle Online-Druck ist von der Corona-Pandemie voll getroffen. Die gesunkene Geschäftstätigkeit im Allgemeinen wirkte sich dabei deutlich auf die Nachfrage von Druckerzeugnissen wie z. B. Werbedrucksachen aus. Unter diesem Einfluss verzeichnete der Geschäftsbereich Kommerzieller Online-Druck 2020 einen starken Umsatzrückgang von 34,3 % auf 67,8 Mio. Euro (2019: 103,2 Mio. Euro). Noch per Ende Februar – vor dem Corona-Shutdown – hatte CEWE im Geschäftsdruck ein leichtes einstelliges Umsatzwachstum verzeichnet.
Veränderung zum Vorjahr in %
EBIT Kommerzieller Online-Druck in Mio. Euro /
Umsatz Kommerzieller Online-Druck in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Straffes Kostenmanagement in der Corona-Krise hält Ergebnis im Griff
Mit einem berichteten EBIT von – 3,7 Mio. Euro erzielte der Geschäftsbereich Kommerzieller Online-Druck 2020 ein um 4,1 Mio. Euro besseres Ergebnis als im Vorjahr 2019, das mit 5,0 Mio. Euro Restrukturierungsrückstellungen für die Zusammenlegung der LASERLINE-Produktion mit dem Dresdner Standort von SAXOPRINT besonders belastet war.
Das um Sondereffekte bereinigte operative EBIT fällt 2020 mit – 4,6 Mio. Euro "nur" rund 2,4 Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr (2019: – 2,2 Mio. Euro): Dank eines straffen Kostenmanagements konnte der Ergebnisrückgang angesichts des heftigen Corona-bedingten Umsatzeinbruchs im Griff gehalten werden. Kosteneinsparungen wurden entlang aller GuV-Positionen erreicht: bei den Mailorder-Logistikkosten, bei den Personalkosten, im sonstigen betrieblichen Aufwand oder bei den Abschreibungen. Dabei halfen rund 1,3 Mio. Euro Leistungen der Sozialversicherung in Form von Kurzarbeitergeld, die – angesichts des starken Umsatzeinbruchs – ohne Arbeitsleistung angefallenen Personalkosten teilweise zu kompensieren.
– 1,6
—
– 3,7
– 7,7
– 399 %
+ 52,6 %
Als Sondereffekte bereinigt wurden bei dieser Betrachtung für 2020 zum einen die nicht operative Belastung aus der Kaufpreisallokation von LASERLINE in Höhe von rund – 0,2 Mio. Euro. Zum anderen war es – Corona-bedingt – geboten, die Abschreibungsverfahren vor allem für die großen Online-Offset-Druckanlagen von einem zeitbasierten auf ein leistungsorientiertes Verfahren umzustellen. Dies verminderte die Abschreibungen um rund 0,6 Mio. Euro. Ferner wurde als Sondereffekt die ergebniswirksame Auflösung des nicht mehr benötigten Rests der Restrukturierungsrückstellung für LASERLINE aus dem Jahr 2019 in Höhe von 0,6 Mio. Euro bei der Ermittlung des operativen EBITs abgezogen. In Summe also eine Bereinigung um gerundet 0,9 Mio. Euro für 2020.
Als Sondereffekte im Vorjahr 2019 waren neben den oben ausgeführten – 5,0 Mio. Euro Sonderkosten für die Optimierungsund Restrukturierungsmaßnahmen bei LASERLINE noch die fortlaufenden Abschreibungen aus den Kaufpreisallokationen von SAXOPRINT (– 0,2 Mio. Euro) und LASERLINE (– 0,3 Mio. Euro) angefallen. Insgesamt für 2019 also eine Bereinigung von gerundet – 5,6 Mio. Euro.
Gestärkt aus der Corona-Krise: Konzentrierter Wiederanschub der Marken
Um den Wiederanschub der Online-Druck-Marken nach der Corona-Krise fokussiert und effizient zu gestalten, hat CEWE im zweiten Halbjahr 2020 das Markenportfolio im Kommerziellen Online-Druck gestrafft und vor allem auf die Marken SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE konzentriert. Mit CEWE-PRINT.de konzentriert sich CEWE in Deutschland jetzt ausschließlich auf einen Druckservice mit Editor, der Vorlagen bestimmt für Kleinunternehmen oder den Privatgebrauch nutzt. CEWE ist davon überzeugt, mit dieser Strategie sowie der nachhaltig optimierten Kostenstruktur gestärkt aus der Corona-Krise hervorzugehen. Zudem wurde auch die zu Jahresbeginn eingeleitete Integration der Berliner LASERLINE-Produktion in den Dresdner Standort von SAXOPRINT im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich umgesetzt.
GESCHÄFTSFELD EINZELHANDEL
ENTWICKLUNGEN EINZELHANDEL
CEWE RETAIL mit stationären Ladengeschäften und Online-Shops
CEWE betreibt in Polen, Tschechien, der Slowakei sowie Norwegen und Schweden Multi-Channel-Retailing in Form von stationären Läden und Online-Shops. Der CEWE RETAIL bietet seinen Kunden eine Auswahl an Kameras, Objektiven und Zubehör, Dienstleistungen sowie das gesamte CEWE-Fotofinishing-Sortiment – nicht nur in attraktiven Innenstadt- und Shoppingcenterlagen, sondern auch im Internet.
CEWE RETAIL ist Vertriebskanal für Fotofinishing-Produkte
Der klare Fokus des CEWE RETAIL liegt auf der Vermarktung von CEWE FOTOBUCH, CEWE KALENDERN, CEWE WANDBILDERN, CEWE CARDS und weiteren Fotogeschenken. Der Umsatzund Ergebnisbeitrag dieses Fotofinishing-Sortiments wird dabei im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen. Im Geschäftsfeld Einzelhandel verbleiben lediglich Umsatz und Ergebnis aus dem Foto-Hardware-Geschäft mit eher hochwertigen Kameras, Objektiven und weiterem Fotozubehör. Dieses Handelswarengeschäft wird CEWE auch zukünftig margenoptimal unter bewusstem Verzicht auf unprofitable Umsätze entwickeln.
Mit Fokus auf Fotohobbyisten im relevanten Markt gut behauptet
Trotz Corona-Pandemie konnte der CEWE RETAIL auch 2020 seine Marktstellung behaupten, weil er mit seinem Produktsortiment weiterhin eine Anlaufstelle für Fotohobbyisten ist. Im Berichtsjahr halfen dem CEWE RETAIL dabei seine Vorteile aus der Kombination von attraktiven Einzelhandelsgeschäften mit gut ausgebildetem Personal und jahrelang etablierten und stetig verbessertem Internetgeschäft. Statt auf Expansion setzte der CEWE RETAIL auf die Optimierung des bestehenden Filialnetzwerkes. So gelingt es zunehmend, neben den Bestandskunden auch neue fotoaffine Kundengruppen anzusprechen.
RESULTATE EINZELHANDEL
- » CEWE RETAIL stark betroffen von Corona-bedingten Ladenschließungen: Umsatz sinkt 2020 auf 34,1 Mio. Euro (2019: 43,7 Mio. Euro)
- » Leicht positives bereinigtes EBIT (230 TEuro) im Vorjahresvergleich sogar etwas verbessert (2019: 35 TEuro)
- » Beschleunigte Fortsetzung der Optimierungsstrategie mit Fokussierung auf das Fotofinishing- und Online-Geschäft: Restrukturierungsrückstellungen für Filialschließungen und Wertberichtigungen auf Vorräte belasten EBIT mit – 4,4 Mio. Euro
CEWE RETAIL: Stark betroffen von den Schließungen im Einzelhandel
Das Geschäft im Einzelhandel war 2020 vor allem von den Corona-bedingten Ladenschließungen während der Lockdowns betroffen: Der erzielte Umsatz fiel mit 34,1 Mio. Euro und einem Rückgang von – 21,8 % deutlich unter den Wert des Vorjahres (2019: 43,7 Mio. Euro). Währungsbereinigt reduziert sich der Rückgang etwas auf – 17,3 % (währungsbereinigter Umsatz 2020: 36,1 Mio. Euro).
Die Umsätze des Bereichs Einzelhandel wurden durch den bewussten Verzicht auf margenschwaches Geschäft ohnehin seit Jahren geplant zurückgeführt. Doch durch die Auswirkungen der Pandemie auf den gesamten Einzelhandel zeigt sich der Rückgang deutlich ausgeprägter. Durch die Fokussierung auf das Fotofinishing-Geschäft und den Verzicht auf margenschwaches Hardwaregeschäft lag die aktive Umsatzreduktion vor Einsetzen der Corona-Krise strategiegemäß noch bei nur rund – 10 %.
Das gleiche Bild zeigt sich auch für das isolierte vierte Quartal 2020: Mit 10,1 Mio. Euro blieb der CEWE RETAIL um 18,8 % unter dem Umsatz des Vorjahresquartals (Q4 2019: 12,4 Mio. Euro). Währungsbereinigt reduziert sich der Rückgang etwas auf 10,7 Mio. Euro und – 13,8 % zum Vorjahresquartal.
Umsatz Einzelhandel in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Das bereinigte EBIT des Geschäftsbereichs Einzelhandel zeigte sich mit einem leicht positiven Ergebnis von 230 TEuro im Vorjahresvergleich sogar etwas verbessert (2019: 35 TEuro). Kosteneinsparungen entlang aller GuV-Positionen sowie eine teilweise Kompensation der Personalkosten durch rund 1,2 Mio. Euro Leistungen der Sozialversicherung in Form von Kurzarbeitergeld haben dabei geholfen, diese operative Ergebnisleistung trotz der starken Corona-bedingten Umsatzeinbußen zu erzielen.

EBIT Einzelhandel in Mio. Euro
Gestärkt aus der Krise: Beschleunigte Fortsetzung der Optimierungsstrategie
Die Corona-Pandemie beschleunigt die ohnehin laufende Fokussierung auf das Fotofinishing- und Online-Geschäft im CEWE RETAIL. So schließt CEWE insgesamt etwas mehr als 40 Filialen in allen Ländern, in denen CEWE Einzelhandel betreibt. Für Ladenschließungen waren bereits im zweiten Quartal rund 1,7 Mio. Euro Restrukturierungsrückstellungen gebildet und rund 1,5 Mio. Euro Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen vorgenommen worden. Im vierten Quartal 2020 wurden darüber hinaus weitere 1,2 Mio. Euro Restrukturierungsaufwendungen für Ladenschließungen zurückgestellt. Entsprechend sank das ausgewiesene EBIT des Geschäftsfelds Einzelhandel 2020 auf insgesamt – 4,2 Mio. Euro (2019: 35 TEuro).
Viertes Quartal liefert mit 0,8 Mio. Euro wichtigen operativen Ergebnisbeitrag auf Vorjahresniveau
Auch im Einzelhandel ist das Weihnachtsgeschäft und damit das vierte Quartal entscheidend für die Ergebnisentwicklung im Gesamtjahr. Mit einem vor allem im Dezember-Weihnachtsgeschäft erzielten operativen EBIT (vor Restrukturierungsrückstellungen) von 0,8 Mio. Euro konnte der CEWE-Einzelhandel seine Q4-Profitabilität mit einer EBIT-Marge von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar steigern (EBIT Q4 2019: 0,8 Mio. Euro; EBIT-Marge Q4 2019: 6,5 %). Inklusive der Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro betrug das ausgewiesene EBIT im vierten Quartal – 0,4 Mio. Euro. Im Vorjahr waren keine entsprechenden Sondereffekte angefallen.
GESCHÄFTSFELD SONSTIGES
Struktur- und Gesellschaftskosten, Immobilien und Beteiligungen im Geschäftsfeld Sonstiges zusammengefasst
CEWE führt seine Struktur- und Gesellschaftskosten sowie das Ergebnis aus Immobilienbesitz und sonstigen Beteiligungen im Geschäftsfeld "Sonstiges". Als Struktur- und Gesellschaftskosten fallen im Wesentlichen Gremienkosten sowie Hauptversammlungskosten und Kosten aus der Investor-Relations-Tätigkeit geschäftsfeldübergreifend an.
Ferner werden die Ergebnisse der Konzerngesellschaft futalis in diesem Geschäftsfeld ausgewiesen, da sich die geschäftliche Tätigkeit nicht den anderen Geschäftsfeldern zuordnen lässt. futalis erzeugt und vermarktet online über www.futalis.de als Premiummarke hochindividuell und veterinärmedizinisch auf die speziellen Bedürfnisse eines Tieres abgestimmtes Tierfutter.
EBIT nach Geschäftsfeldern in Mio. Euro
| 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Fotofinishing | 52,0 | 53,9 | 57,8 | 66,9 | 88,6 |
| Einzelhandel | 0,6 | 0,3 | 0,1 | 0,0 | – 4,2 |
| Kommerzieller Online-Druck |
1,6 | 1,6 | – 1,6 | – 7,7 | – 3,7 |
| Sonstiges | – 7,2 | – 6,6 | – 2,6 | – 2,4 | – 1,1 |
| Konzern | 47,0 | 49,2 | 53,7 | 56,8 | 79,7 |
Im Jahr 2020 hat CEWE im Geschäftsfeld Sonstiges Umsätze in Höhe von 6,6 Mio. Euro erzielt (2019: 5,5 Mio. Euro, + 19,3 %). Diese Umsätze sind vollständig der Gesellschaft futalis zuzuordnen.
Der EBIT-Beitrag zum Konzernergebnis aus den Aufwandspositionen der Struktur- und Gesellschaftskosten sowie dem Ergebnis aus Immobilienbesitz und Beteiligungen verbesserte sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf – 1,1 Mio. Euro (2019: – 2,4 Mio. Euro). Die Verbesserung resultiert vor allem aus der Ergebnisverbesserung bei futalis, die sich mit einem Ergebnis auf Break-even-Niveau weiterhin sehr erfreulich entwickelte.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
- » Weiteres Wachstum und "Stay-at-home" im Fotofinishing lassen trotz Corona-bedingter Rückgänge in KOD und Retail Gruppenumsatz auf 727,3 Mio. Euro steigen (2019: 720,4 Mio. Euro)
- » Gruppen-EBIT dank starkem Fotofinishing-Ergebnis und konsequentem Kostenmanagement 22,8 Mio. Euro besser als im Vorjahr: 79,7 Mio. Euro (2019: 56,8 Mio. Euro)
- » Gutes Weihnachtsgeschäft im Fotofinishing liefert erneut das Jahresergebnis: Q4-Gruppen-EBIT steigt auf 80,3 Mio. Euro (2019: 58,8 Mio. Euro)
- » Steuerquote auf erwartet normalem Niveau von 31,9 %
- » Ergebnis je Aktie steigt auf 7,20 Euro (2019: 4,40 Euro)
Gruppenumsatz legt 2020 mit + 1,0 % insgesamt leicht auf 727,3 Mio. Euro zu
Der Umsatzzuwachs im Geschäftsfeld Fotofinishing konnte die Umsatzrückgänge in den Geschäftsfeldern Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel vollständig kompensieren und führte im Geschäftsjahr 2020 zu einem Gruppenumsatz (1) von 727,3 Mio. Euro (2019: 720,4 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der hier dargestellte CEWE-Gruppenumsatz wie auch alle anderen GuV-Positionen oberhalb des Nachsteuerergebnisses gemäß IFRS 5 wieder inklusive der bisher zur Veräußerung gehaltenen Konzerngesellschaft futalis gezeigt werden, da – auch aufgrund der anhaltenden Corona-Situation – im zurückliegenden Geschäftsjahr keine weiteren Verkaufsgespräche geführt wurden.

Gruppen-EBIT verbessert sich deutlich um 22,9 Mio. Euro
Umsatz in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %
Das EBIT der CEWE-Gruppe verbesserte sich im Geschäftsjahr 2020 deutlich um 22,9 Mio. Euro auf 79,7 Mio. Euro (2019: 56,8 Mio. Euro). Dabei überkompensiert ganz maßgeblich die Ergebnisverbesserung im Geschäftsfeld Fotofinishing – zusammen mit einem konsequenten Kostenmanagement in allen Unternehmensbereichen – die von den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflussten Ergebnisse der Geschäftsfelder Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck.
Gruppen-EBIT-Marge steigt auf 11,0 %
Die EBIT-Marge auf Basis des ausgewiesenen Gruppen-EBIT stieg im Berichtsjahr auf 11,0 % (2019: 7,9 %). Auf Basis des Gruppen-EBIT vor Sondereffekten (die in den Kapiteln zu den einzelnen Geschäftsfeldern im Detail ausgeführt wurden, vor allem Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen auf Vorräte) betrug die operative EBIT-Marge sogar 12,1 % (operative EBIT-Marge 2019: 9,2 %).
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Gesamtjahr in Mio. Euro
| 2019 | 2020 | Abweichung in % |
|
|---|---|---|---|
| EBIT | 56,8 | 79,7 | + 40,2 |
| EBT | 53,3 | 76,4 | + 43,3 |
| Nachsteuerergebnis | 31,7 | 51,9 | + 63,7 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro/Stück) |
4,40 | 7,20 | + 63,6 |
Veränderungen einzelner GuV-Positionen folgen maßgeblich der – unter Corona-Einfluss stehenden – Geschäftsentwicklung
Die Veränderung in der Position "Bestandsveränderung" (2) resultiert aus einem höheren Abbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen als im Vorjahr, der sich vor allem aufgrund der Auftragseingänge in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester 2020 sowie der in dieser Zeit verfügbaren Produktionskapazitäten ergibt.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. Euro
Der leichte Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (3) um rund 0,8 Mio. Euro erklärt sich zu einem großen Teil aus der Auflösung von Rückstellungen und Gewinnen aus Währungskursdifferenzen. Da auch die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesenen Verluste aus Währungskursdifferenzen in fast gleicher Größenordnung zugenommen haben, ist der Saldo aus Kursgewinnen und -verlusten im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
Absatzziele in Mrd. Stück
| 2019 | 2020 | Abweichung in % |
|
|---|---|---|---|
| Fotos gesamt | 2,40 | 2,34 | – 2,6 |
| CEWE FOTOBUCH in Mio. Stück |
6,62 | 6,52 | – 1,6 |
Viertes Quartal mit starkem Weihnachtsgeschäft generiert das Jahresergebnis
Das vierte Quartal hat für das Jahres-EBIT vor allem aufgrund der ausgeprägten Saisonspitze im Fotofinishing eine große Bedeutung. So stieg im Berichtsquartal das ausgewiesene Konzern-EBIT auf 80,3 Mio. Euro (Q4 2019: 58,8 Mio. Euro). Eine hervorragende Ergebnisentwicklung im vierten Quartal, die die Reihe der Vorjahre mit stets steigenden Q4-Ergebnisbeiträgen eindrucksvoll fortsetzt.
| 2019 | in % vom | |
|---|---|---|
| 2019 | in % vom Umsatz |
2020 | in % vom Umsatz |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 720,4 | 100 | 727,3 | 100 | + 1,0 | + 6,9 |
| Bestandsveränderung | (2) | 0,2 | 0,0 | – 0,4 | – 0,1 | — | – 0,6 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1,0 | 0,1 | 1,3 | 0,2 | + 28,3 | + 0,3 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 22,2 | 3,1 | 23,0 | 3,2 | + 3,8 | + 0,8 |
| Materialaufwand | (4) | – 187,5 | – 26,0 | – 170,1 | – 23,4 | + 9,3 | + 17,3 |
| Rohergebnis | 556,4 | 77,2 | 581,1 | 79,9 | + 4,5 | + 24,8 | |
| Personalaufwand | (5) | – 197,0 | – 27,4 | – 196,1 | – 27,0 | + 0,5 | + 0,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (6) | – 245,4 | – 34,1 | – 249,9 | – 34,4 | – 1,9 | – 4,5 |
| EBITDA | 113,9 | 15,8 | 135,1 | 18,6 | + 18,6 | + 21,1 | |
| Abschreibungen | (7) | – 57,1 | – 7,9 | – 55,4 | – 7,6 | + 3,0 | + 1,7 |
| EBIT | 56,8 | 7,9 | 79,7 | 11,0 | + 40,2 | + 22,9 | |
| Finanzerträge | (8) | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | – 47,9 | – 0,0 |
| Finanzaufwendungen | (8) | – 3,7 | – 0,5 | – 3,4 | – 0,5 | + 8,0 | + 0,3 |
| EBT | 53,3 | 7,4 | 76,4 | 10,5 | + 43,4 | + 23,1 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 21,6 | – 3,0 | – 24,4 | – 3,4 | – 13,3 | – 2,9 | |
| Ergebnis nach Steuern Konzern | 31,7 | 4,4 | 51,9 | 7,2 | + 63,8 | + 20,2 |
Die Materialaufwandsquote (4) sinkt mit der veränderten Umsatzstruktur von 26,0 % im Vorjahr auf 23,4 % im Berichtsjahr: Vor allem die Corona-bedingten Umsatzrückgänge im Einzelhandel mit hohen Wareneinsatzquoten in Verbindung mit steigendem Fotofinishing-Geschäft mit niedrigeren Wareneinsatzquoten reduzieren die Wareneinsatzquote insgesamt. Zudem wird auch innerhalb des Fotofinishings weiterhin durch die verstärkte Nachfrage nach Mehrwertprodukten (CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weitere Foto-Geschenkartikel) und weniger einzelne Fotoabzüge die Materialeinsatzquote tendenziell verringert.
Der absolut leicht gesunkene Personalaufwand (5) resultiert zum einen aus Stellenreduzierungen in den Geschäftsfeldern Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel und großer Zurückhaltung bei Einstellungen. Zum anderen haben die gezahlten Versicherungsleistungen der Sozialversicherung im Rahmen der Kurzarbeitergeldregelung die Personalkosten in den Bereichen teilweise kompensiert, in denen aufgrund der Corona-Pandemie die Ausübung der Tätigkeit nicht oder nur teilweise möglich war. Gegenläufig erhöhten sich die Personalkosten durch die Neueinstellungen vor allem im Geschäftsfeld Fotofinishing sowie durch Tarifanpassungen insgesamt.


Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 4.016 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der CEWE-Gruppe beschäftigt (2019: 4.105). Davon arbeiteten 2.652 Mitarbeiter und damit rund 66 % (2019: 2.749 Mitarbeiter bzw. 67 %) in den inländischen und 1.364 Mitarbeiter und damit 34 % (2019: 1.357 Mitarbeiter bzw. 33 %) in den internationalen Betrieben der CEWE-Gruppe. Der insgesamt leichte Rückgang des Durchschnittswerts resultiert dabei vor allem aus der Integration von LASERLINE in den Druckstandort von SAXOPRINT in Dresden und der damit verbundenen Stellenreduzierung. Zusätzlich hat im Kommerziellen Online-Druck auch SAXOPRINT selbst weniger Mitarbeiter als im Vorjahr. Auch im Geschäftsfeld Einzelhandel waren weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr. Gegenläufig wirkt der leichte Personalaufbau im Geschäftsfeld Fotofinishing, der vor allem aus Neueinstellungen im Bereich der Zentralfunktionen am Hauptstandort Oldenburg kommt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (6) legen vor allem geschäftsgetrieben um rund 4,5 Mio. Euro zu. Vor allem die Mailorder-Versandkosten des gewachsenen Fotofinishing-Onlinegeschäfts treiben dabei diese Entwicklung. Mit dem gestiegenen Fotofinishing-Umsatz sind auch die in dieser Position ausgewiesenen Handelspartner-Provisionen höher als im Vorjahr. Zudem sind, wie schon bei den "sonstigen betrieblichen Erträgen" ausgeführt, die Verluste aus Währungskursdifferenzen im Vorjahresvergleich erhöht. Auch wurden umsatzproportional leicht mehr Wertberichtigungen auf Forderungen im Berichtsjahr gebucht. Gegenläufig wirken die über alle Geschäftsfelder insgesamt leicht niedrigeren Werbekosten als im Vorjahr.
Die im Vorjahresvergleich um 1,7 Mio. Euro reduzierten Abschreibungen (7) resultieren vor allem aus der Aufgabe des LASERLINE-Produktionsstandortes in Berlin. Nicht nur dass für den dort abgebauten Maschinenpark keine Abschreibungen mehr anfielen, sondern auch dass ein Großteil der 5,0 Mio. Euro Sonderkosten für Optimierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen bei LASERLINE im Vorjahr 2019 in den Abschreibungen angefallen war, senkt diese Position im Vorjahresvergleich. Darüber hinaus hat auch die Umstellung der Abschreibungsmethode auf ein leistungsorientiertes Verfahren bei SAXOPRINT im Kommerziellen Online-Druck die Abschreibungen reduziert. Gegenläufig erhöhten die im Geschäftsfeld Einzelhandel gebuchten Restrukturierungsrückstellungen für die Optimierung der Filialstruktur und die ausgebaute Basis an installierten CEWE FOTOKIOSKEN bei Handelspartnern die Abschreibungsposition für die CEWE-Gruppe.
Ergebnis nach Steuern in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %
+ 35,7 %
Konzernsteuerquote bei 31,9 %
Finanzierungsbedarf.
Die Konzernsteuerquote auf das ausgewiesene EBT beträgt 31,9 % für das Geschäftsjahr 2020 und liegt damit auf dem erwarteten, normalen Niveau. Für den Vorjahreswert 2019 in Höhe von 39,7 % ist zu beachten, dass vor allem die Sonderkosten für Optimierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen bei LASERLINE in Höhe von 5,0 Mio. Euro, die aufgrund des auch operativ negativen LASERLINE-Ergebnisses nicht steuerrelevant waren, zu einer Erhöhung der ausgewiesenen Konzernsteuerquote geführt haben. Bereinigt um diesen bilanziellen Sondereffekt ergibt sich für das Vorjahr 2019 eine normalisierte Steuerquote von 31,7 %.
Die kleine Verbesserung im Finanzergebnis (8) resultiert aus weniger Zinszahlungen für den insgesamt leicht reduzierten
Nachsteuerergebnis von 51,9 Mio. Euro führt zu 7,20 Euro Ertrag je Aktie
Mit 51,9 Mio. Euro erreicht die CEWE-Gruppe für das Geschäftsjahr 2020 ein um 20,2 Mio. Euro verbessertes Nachsteuerergebnis (2019: 31,7 Mio. Euro). Daraus folgend lag das (unverwässerte) Ergebnis je Aktie mit 7,20 Euro deutlich über dem Vorjahreswert (2019: 4,40 Euro). Im Vorjahr 2019 waren (wie weiter oben bereits erläutert) vor allem die gebuchten Restrukturierungsrückstellungen für LASERLINE in der Steuerermittlung nicht abzugsfähig. Bereinigt um allein diese 5,0 Mio. Euro Restrukturierungskosten wären 2019 rechnerisch sowohl das Nachsteuerergebnis mit 36,7 Mio. Euro als auch das Ergebnis je Aktie mit 5,11 Euro etwas höher ausgefallen.

+ 10,9 %
Ergebnis je Aktie in Euro /
2016 2017

2018
+ 10,6 %
2019
– 12,7 %
2020
+ 63,8%
Veränderung zum Vorjahr in %
BILANZ UND FINANZIERUNG
- » Positive Geschäftsentwicklung trotzt Corona und lässt Eigenkapitalquote auf 48,1 % steigen
- » Capital Invested: Deutlicher Eigenkapitalanstieg maßvolle Erhöhung der Konzernverschuldung
Die Kommentierung der Bilanz und der Finanzierung von CEWE bezieht sich im Wesentlichen auf die Entwicklung der Management-Bilanz innerhalb des vergangenen Geschäftsjahres. Soweit es dem tieferen Verständnis dient, wird zusätzlich der Vergleich zum 30. September 2020 kommentiert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Konzernbilanz nach IFRS 5 futalis nicht mehr als zur Veräußerung gehaltene Konzerngesellschaft zeigt, sondern als vollkonsolidiertes Gruppenunternehmen. Vorangestellt wird ein Abschnitt zu den generellen Entwicklungslinien der Konzernbilanz im Vergleich zum 31. Dezember 2019.
Weiteres Wachstum im Fotofinishing lässt Bilanzsumme steigen
Nachdem die Entwicklung der Vorjahresbilanz vor allem durch die Einführung der neuen Bilanzierungsvorschriften im Leasing (IFRS 16) und durch die Akquisition von WhiteWall geprägt war, zeigten sich im Geschäftsjahr 2020 in erster Linie die Auswirkungen der operativen Geschäftstätigkeit in Zeiten der Corona-Pandemie. Wie schon im Kapitel zur Gewinn- und Verlustrechnung erläutert, prägte weiteres Wachstum im Fotofinishing das Geschäftsjahr 2020, sodass die kurzfristigen Vermögenswerte um 64,9 Mio. Euro auf 253,6 Mio. Euro zunahmen. Von diesem Anstieg entfielen alleine 69,9 Mio. Euro auf die liquiden Mittel (102,8 Mio. Euro), die das starke Mailordergeschäft widerspiegelten und damit verbundene Zahlungsmethoden, die den Umsatz des Weihnachtsgeschäfts am Jahresende schneller in Cash umwandelten. Die langfristigen Vermögenswerte zeigten einen Rückgang von – 6,6 Mio. Euro vor allem durch planmäßige Abschreibungen von im Rahmen von Unternehmenserwerben erworbenen immateriellen Vermögenswerten sowie von IFRS 16 Leasing-Nutzungsrechten. Gegenläufig wirkten als Folge der positiven Geschäftsentwicklung die aktiven latenten Steuern. Die Bilanzsumme verlängerte sich durch diese Effekte in Summe um 58,4 Mio. Euro auf 625,5 Mio. Euro.
Bilanzdaten Aktiva in Mio. Euro

Bilanzdaten Passiva in Mio. Euro

Positive Geschäftsentwicklung trotzt Corona und lässt Eigenkapitalquote auf 48,1 % steigen
Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 erhöhte sich das Eigenkapital um insgesamt 31,4 Mio. Euro auf 301,0 Mio. Euro, vor allem durch das positive Gesamtergebnis von 49,1 Mio. Euro – gemindert um eigentümerbezogene Eigenkapitalveränderungen in Höhe von – 17,7 Mio. Euro, die vor allem die Dividendenausschüttung in Höhe 14,5 Mio. Euro trugen. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende trotz der genannten Bilanzverlängerung in Höhe von 58,4 Mio. Euro mit 48,1 % über dem Vorjahreswert von 47,5 %.
Die Konzernverschuldung stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 27,0 Mio. Euro auf 324,5 Mio. Euro. Hier zeigt sich vor allem der Anstieg der kurzfristigen Schulden um 28,6 Mio. Euro auf 230,7 Mio. Euro durch Steuerschulden (infolge der positiven Geschäftsentwicklung), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (vor allem durch die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern) sowie kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten (darin enthalten Umsatzsteuerposten sowie Verpflichtungen gegenüber eigenen Mitarbeitern). Die Rückführung der anderen langfristigen Verbindlichkeiten um 6,2 Mio. Euro kompensierte den Anstieg der Pensionsverpflichtungen. Infolge dieser Entwicklungen stiegen die kurzfristigen Schulden um 28,6 Mio. Euro auf 230,7 Mio. Euro und die langfristigen Schulden sanken um 1,7 Mio. Euro auf 93,8 Mio. Euro.
Capital Employed steigt durch Aufbau liquider Mittel um 98,1 Mio. Euro
Das Capital Employed (1) lag am 31. Dezember 2020 bei 405,6 Mio. Euro und damit um 29,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Wie in den folgenden Absätzen erläutert wird, stiegen die darin enthaltenen liquiden MIttel (2) um 69,9 Mio. Euro auf 405,6 Mio. Euro. Das Netto-Working Capital (3) lag im Berichtsjahr bei – 69,1 Mio. Euro (Vorjahr: – 34,9 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte (4) reduzierten sich um 6,6 Mio. Euro auf 371,9 Mio. Euro.
Management-Bilanz – Capital Employed in Mio. Euro (Stichtag 31. Dezember)

Capital Employed in Mio. Euro
| 31.12.2019 | % v. Capital Employed |
31.12.2020 | % v. Capital Employed |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | (4) | 378,5 | 101 | 371,9 | 91,7 | – 1,7 | – 6,6 |
| + Netto-Working Capital | (3) | – 34,9 | – 9,3 | – 69,1 | – 17,0 | – 98,1 | – 34,2 |
| + Liquide Mittel | (2) | 33,0 | 8,8 | 102,8 | 25,3 | 212,0 | + 69,9 |
| Capital Employed | (1) | 376,6 | 100 | 405,6 | 100 | + 7,7 | + 29,0 |
Langfristiger Vermögenseinsatz durch planmäßige Abschreibungen von im Rahmen von Unternehmenskäufen erworbenen immateriellen Vermögenswerten sowie von IFRS 16 Leasing-Nutzungsrechten gesunken
Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte (5) um 6,6 Mio. Euro ist vor allem auf die planmäßigen Abschreibungen von im Rahmen früherer Unternehmenskäufe erworbenen immateriellen Vermögenswerten (6) (– 7,6 Mio. Euro), die planmäßigen Abschreibungen von nach IFRS 16 als Nutzungsrechte aus Leasingverträgen zu bilanzierenden Sachanlagen (7) (– 5,9 Mio. Euro) sowie gegenläufig auf infolge der positiven Geschäftsentwicklung zu bildende aktive latente Steuern (8) (+ 4,7 Mio. Euro). Für operative Sachanlageninvestitionen hat das Unternehmen 11,1 Mio. Euro in die Präsenz am Point of Sale, 8,6 Mio. Euro in den Digitaldruck und seine Weiterverarbeitung, 5,4 Mio. Euro in die IT-Infrastruktur, 3,3 Mio. Euro in den Offsetdruck und seine Weiterverarbeitung und 5,1 Mio. Euro in diverse Sachanlagen investiert. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrafen mit 3,9 Mio. Euro hauptsächlich Software. In Summe wurden 2020 38,5 Mio. Euro nach 39,3 Mio. Euro im Vorjahr investiert. Auf Zugänge zu Nutzungsrechten nach IFRS 16 entfielen 13,4 Mio. Euro.
Zum Abbau des Netto-Working Capital (9) trugen sowohl das operative Netto-Working Capital (10) als auch das sonstige Netto-Working Capital (11) bei, wie in den folgenden Abschnitten im Einzelnen erläutert wird.
Langfristige Vermögenswerte in Mio. Euro
| 31.12.2019 | % v. Capital Employed |
31.12.2020 | % v. Capital Employed |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen (7) |
222,5 | 59,1 | 216,7 | 53,4 | – 2,6 | – 5,9 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 17,2 | 4,6 | 17,4 | 4,3 | + 0,7 | + 0,1 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 77,8 | 20,6 | 77,8 | 19,2 | + 0,0 | + 0,0 |
| Immaterielle Vermögenswerte (6) |
39,1 | 10,4 | 31,5 | 7,8 | – 19,3 | – 7,6 |
| Finanzanlagen | 5,6 | 1,5 | 7,0 | 1,7 | + 26,2 | + 1,5 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1,5 | 0,4 | 1,5 | 0,4 | +4,9 | + 0,1 |
| Langfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte |
0,7 | 0,2 | 1,2 | 0,3 | + 79,4 | + 0,5 |
| Aktive latente Steuern (8) |
14,2 | 3,8 | 18,9 | 4,7 | + 32,9 | + 4,7 |
| Langfristige Vermögenswerte (5) |
378,5 | 101 | 371,9 | 91,7 | – 1,7 | – 6,6 |


1 Bereinigt um Zugänge zu Nutzungsrechten nach IFRS 16
Netto-Working Capital in Mio. Euro
| 31.12.2019 | % v. Capital Employed |
31.12.2020 | % v. Capital Employed |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Operatives Netto-Working Capital | (10) | 26,3 | 7,0 | 14,1 | 3,5 | – 46,3 | – 12,2 |
| – Sonstiges Netto-Working Capital | (11) | – 61,2 | – 16,3 | – 83,3 | – 20,5 | – 36,1 | – 22,1 |
| Netto-Working Capital | (9) | – 34,9 | – 9,3 | – 69,1 | – 17,0 | – 98,1 | – 34,2 |
Operatives Netto-Working Capital in Mio. Euro
Operatives Netto-Working Capital wird um 46,3 % reduziert
Im Vergleich zum 31. Dezember 2020 wurde das operative Netto-Working Capital (12) um 12,2 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro zurückgeführt. Der trotz des Umsatzanstiegs zu verzeichnende Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) um 6,6 % zeigt, dass der Trend hin zum Postversand durch die Corona-Pandemie gestärkt wurde, denn damit verbunden war die Wahl einer Zahlungsmethode, die zu einer schnelleren Monetarisierung der Umsätze für CEWE im Vergleich zum Geschäft über den Point of Sale führte. Die um 7,2 % gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (14) beinhalten zum einen umsatzbedingt gestiegene Konditionsverbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern, aber auch solche Verbindlichkeiten, die aus für die Handelspartner vereinnahmten Endkundenzahlungen des erfolgreichen Weihnachtsgeschäftes entstanden waren, die ihrerseits bald nach dem Jahresende an die Handelspartner auszukehren sind. Der Vorratsbestand (15) entwickelte sich gegenläufig zum Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und wurde vor allem zur Sicherung einer uneingeschränkten Lieferbereitschaft während der Corona-Pandemie um 4,4 % aufgebaut. Im Vergleich zum 30. September 2020 lag der Abbau des operativen Netto-Working Capital bei – 11,3 Mio. Euro. Infolgedessen hatten sich die Reichweiten, die auf Basis des Umsatzes des Vorquartals berechnet werden, positiv verändert, sodass sich die Reichweite des operativen Netto-Working Capital in Summe per Ende Dezember 2020 von 8 auf 4 Tage reduzierte.
31.12.2019 % v. Capital Employed 31.12.2020 % v. Capital Employed Veränderung in % Veränderung in Mio. Euro Vorräte (15) 48,8 12,9 50,9 12,5 + 4,4 + 2,1 + Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) 91,4 24,3 85,3 21,0 – 6,6 – 6,0 Operatives Brutto-Working Capital 140,1 37,2 136,2 33,6 – 2,8 – 3,9 – Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (14) 113,9 30,2 122,1 30,1 + 7,2 + 8,2 Operatives Netto-Working Capital (12) 26,3 7,0 14,1 3,5 – 46,3 – 12,2
Reichweiten des Working Capitals bezogen auf Umsatz des vorangegangenen Quartals in Tagen
| 31.12.2019 | 30.09.2020 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 15 | 32 | 15 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28 | 24 | 24 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 35 | 40 | 35 |
| Operatives Netto-Working Capital | 8 | 17 | 4 |
Treiber dieser Reichweitenreduktion waren neben dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und dem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich der Umsatzanstieg des vierten Quartals im Fotofinishing, sodass einerseits die Vorratsreichweite mit 15 Tagen unverändert blieb und andererseits die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 28 Tagen auf 24 Tage zurückging. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wirkte sich das gestiegene Geschäftsvolumen positiv auf die Kreditorenlaufzeit aus, die ebenfalls unverändert bei 35 Tagen lag.
Sonstiges Netto-Working Capital in Mio. Euro
Sonstiges Netto-Working Capital trägt stärker zur Finanzierung bei
Seit Jahresbeginn ist das sonstige Netto-Working Capital (16) weiter um 22,1 Mio. Euro gesunken und trägt mit – 83,3 Mio. Euro stärker zur Finanzierung bei. Das sonstige Brutto-Working Capital (17) reduzierte sich um 1,0 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro hauptsächlich wegen der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte (18) (– 2,2 Mio. Euro) durch die darin enthaltenen Forderungen an Zahlungsdienstleister. Gegenläufig wirkte ein Anstieg der kurzfristigen übrigen Forderungen und Vermögenswerte (19) um 1,7 Mio. Euro auf 10,3 Mio. Euro wegen darin enthaltener kurzfristiger Umsatzsteuerforderungen sowie transitorischer Posten. Die vom sonstigen Brutto-Working Capital abzuziehenden kurzfristigen Steuerschulden (20) stiegen aufgrund der geschäftlichen Entwicklung um 16,5 Mio. Euro und leisteten somit den stärksten Finanzierungsbeitrag im sonstigen Netto-Working Capital. Die kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten (21) erhöhten sich um 5,2 Mio. Euro. Hierunter fällt der geschäftsgetriebene Aufbau Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich. Im Zusammenhang mit der Optimierungsstrategie im Einzelhandel, die die Schließung von Ladenfilialen nach sich zog, wurden unter den kurzfristigen übrigen Rückstellungen (22) Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro gebildet. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (23) beinhalteten vorwiegend zum beizulegenden Zeitwert bewertete Put-/Call-Optionen aus Unternehmenserwerben.
| 31.12.2019 | % v. Capital Employed |
31.12.2020 | % v. Capital Employed |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1,5 | 0,4 | 1,0 | 0,3 | – 32,0 | – 0,5 | |
| (18) | 5,4 | 1,4 | 3,2 | 0,8 | – 41,1 | – 2,2 |
| (19) | 8,6 | 2,3 | 10,3 | 2,5 | + 19,2 | + 1,7 |
| (17) | 15,5 | 4,1 | 14,5 | 3,6 | – 6,6 | – 1,0 |
| (20) | 7,5 | 2,0 | 23,9 | 5,9 | + 221 | + 16,5 |
| (22) | 6,3 | 1,7 | 6,0 | 1,5 | – 5,2 | – 0,3 |
| (23) | 11,2 | 3,0 | 10,9 | 2,7 | – 2,4 | – 0,3 |
| (21) | 51,7 | 13,7 | 56,9 | 14,0 | + 10,0 | + 5,2 |
| 76,7 | 20,4 | 97,8 | 24,1 | + 27,4 | + 21,0 | |
| (16) | – 61,2 | – 16,3 | – 83,3 | – 20,5 | – 36,1 | – 22,1 |
Capital Invested: Deutlicher Eigenkapitalanstieg – maßvolle Erhöhung der Konzernverschuldung
Das Capital Invested (24) lag – definitionsgemäß identisch mit dem Capital Employed – zum 31. Dezember 2020 bei 405,6 Mio. Euro und damit um 29,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg war hauptsächlich bedingt durch den Anstieg des Eigenkapitals (25) um 31,4 Mio. Euro auf 301,0 Mio. Euro und der nicht operativen Schulden (26) um 2,3 Mio. Euro auf 44,2 Mio. Euro. Darin enthalten ist die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen (27) und gegenläufig der der Verfristung folgende Rückgang der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (28). Die Brutto-Finanzschulden (29) sanken lediglich um 4,7 Mio. Euro auf 60,4 Mio. Euro, hauptsächlich wegen der mietbedingten Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (30).

Capital Invested in Mio. Euro
| 31.12.2019 | % v. Capital Invested |
31.12.2020 | % v. Capital Invested |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital (25) |
269,6 | 71,6 | 301,0 | 74,2 | + 11,6 | + 31,4 |
| Langfristige Rückstellungen für Pensionen (27) |
35,5 | 9,4 | 40,1 | 9,9 | + 12,7 | + 4,5 |
| + Langfristige passive latente Steuern | 3,5 | 0,9 | 2,8 | 0,7 | – 20,6 | – 0,7 |
| + Langfristige übrige Rückstellungen | 0,5 | 0,1 | 0,5 | 0,1 | – 7,4 | – 0,0 |
| + Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (28) |
1,9 | 0,5 | 0,3 | 0,1 | – 84,3 | – 1,6 |
| + Langfristige übrige Verbindlichkeiten | 0,5 | 0,1 | 0,6 | 0,2 | + 38,8 | +0,2 |
| Nicht operative Schulden (26) |
41,9 | 11,1 | 44,2 | 10,9 | + 5,6 | + 2,3 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1,1 | 0,3 | 0,8 | 0,2 | – 30,9 | – 0,3 |
| + Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing (30) | 52,5 | 13,9 | 48,8 | 12,0 | – 7,0 | – 3,7 |
| + Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0,8 | 0,2 | 0,4 | 0,1 | – 51,1 | – 0,4 |
| + Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing (30) | 10,7 | 2,8 | 10,4 | 2,6 | – 2,1 | – 0,2 |
| Brutto-Finanzschulden (29) |
65,1 | 17,3 | 60,4 | 14,9 | – 7,2 | – 4,7 |
| Capital Invested (24) |
376,6 | 100 | 405,6 | 100 | + 7,7 | + 29,0 |
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit dreht Netto-Finanzschuld in eine Netto-Cash-Position von – 42,4 Mio. Euro
Die Netto-Finanzschuld (31) drehte sich von 32,1 Mio. Euro um – 74,5 Mio. Euro in eine Netto-Cash Position von – 42,4 Mio. Euro, dies wegen des starken Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit des Jahres 2020, der die liquiden Mittel (32) um 69,9 Mio. Euro erhöhte, was im Rahmen der Ausführungen zum Cash Flow näher erläutert wird (siehe Abschnitt Cash Flow auf Seite 55). Durch die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16 Leasingbilanzierung) verringerten sich die Brutto-Finanzschulden (33) um 4,7 Mio. Euro.
Netto-Cash-Position in Mio. Euro
| 31.12.2019 | % v. Capital Invested |
31.12.2020 | % v. Capital Invested |
Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto-Finanzschulden | (33) | 65,1 | 17,3 | 60,4 | 14,9 | – 7,2 | – 4,7 |
| – Liquide Mittel | (32) | 33,0 | 8,8 | 102,8 | 25,3 | + 212 | + 69,9 |
| Netto-Finanzschuld (+)/ Netto-Cash-Position (–) |
(31) | 32,1 | 8,5 | – 42,4 | – 10,5 | + 232 | – 74,5 |
Finanzielle Flexibilität gewährt strategischen Spielraum
Die bestehenden Kreditfazilitäten sichern CEWE einen erweiterten finanziellen Spielraum. Die gesamte Kreditlinie der CEWE-Gruppe lag zum Jahresende bei 180,0 Mio. Euro (Vorjahr: 180,0 Mio. Euro). Nach Abzug der gesamten Kreditinanspruchnahme (1,2 Mio. Euro, Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) lagen die nicht gezogenen Kreditlinien bei 178,8 Mio. Euro (Vorjahr: 178,1 Mio. Euro). Die Finanzierungsstruktur gewährt einen großen strategischen Spielraum. Neben gezogenen Festkrediten (1,2 Mio. Euro, Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) bestehen langfristig bis zu sieben Jahren zugesagte, revolvierende Kreditlinien sowie laufend erneuerte Einjahreslinien, die insgesamt der Finanzierung des unterjährig saisonal stark schwankenden Liquiditätsbedarfs dienen. Neben diesem Gesamtvolumen bestehen für Akquisitionsprojekte zusätzliche Fazilitäten bis zu 120,0 Mio. Euro.
Alle langfristigen Kreditzusagen unterliegen aktuell banküblichen Vereinbarungen; es wurden keine Financial Covenants vereinbart. Sonstige wesentliche Sicherheiten wurden nicht gewährt. Es bestehen übliche Change-of-Control- sowie Sanktionsklauseln. Die Vereinbarungen gewähren einen ausreichend großen strategischen Bewegungsspielraum. Die Bedingungen für die Kredite bewegen sich auf marktüblichem Niveau. Das laufende Investitionsbudget der CEWE-Gruppe wird derzeit vollständig aus dem operativen Cash Flow finanziert, sodass die Kreditfazilitäten neben dem unterjährigen Liquiditätsausgleich für strategische Schritte zur Verfügung stehen.
CASH FLOW
- » Positive Geschäftsentwicklung trotzt Corona und lässt Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit auf 142,3 Mio. Euro steigen
- » Free-Cash Flow vor allem durch Zahlungen von Mailorderkunden und Steuerzahlungen um 67,7 Mio. Euro verbessert
Positive Geschäftsentwicklung trotzt Corona und lässt Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit auf 142,3 Mio. Euro steigen
Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit (1) lag im Geschäftsjahr 2020 mit 142,3 Mio. Euro um 39,6 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums (102,7 Mio. Euro). Die folgenden Erläuterungen erfolgen in absteigender Reihenfolge ihrer Wirkung auf den Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit. Die EBITDA-Steigerung (2) (+ 21,1 Mio. Euro) folgt der Ergebnisverbesserung im Fotofinishing und den Kosteneinsparungen in allen Bereichen. Das operative Netto-Working Capital (3) hat im Berichtsjahr mit 12,2 Mio. Euro um 11,6 Mio. Euro mehr Cash freigesetzt als im Vorjahr (0,6 Mio. Euro). Wie schon im Abschnitt zur Bilanz ( siehe Seite 48) erläutert, führte die Corona-bedingte Ausweitung des Postversands zum einen zu einer schnelleren Monetarisierung der Fotofinishing- und Einzelhandels-Umsätze. Dadurch bestanden zum Bilanzstichtag auch höhere Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern aus der Übernahme des Inkassos im Corona-bedingt deutlich gesteigerten Postversand.
| 2019 | 2020 | Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| EBITDA (2) |
113,9 | 135,1 | + 18,6 | + 21,1 |
| +/– Zahlungsunwirksame Effekte | 3,5 | – 1,6 | — | – 5,0 |
| + Abnahme Operatives Netto-Working Capital (3) |
0,6 | 12,2 | > + 1.000 | + 11,6 |
| + Abnahme sonstiges Netto-Working Capital (5) |
5,7 | 8,6 | + 48,9 | + 2,8 |
– Gezahlte Steuern (4) – 21,1 – 12,0 43,3 +9,1 + Erhaltene Zinsen 0,1 0,0 – 45,9 – 0,0 = Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit (1) 102,7 142,3 + 38,5 + 39,6
Um einen Liquiditätspuffer in der Corona-Krise zu bilden, wurden Steuerzahlungen durch Stundungen bzw. andere Maßnahmen in das Jahr 2021 verlegt, sodass in 2020 um 9,1 Mio. Euro weniger Steuerzahlungen (4) zu leisten waren als im Jahr 2019. Sowohl die im Cash Flow des Jahres 2020 positiv wirkenden Effekte aus dem Aufbau von Verbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern als auch der sich aus den positiven Ergebnissen ergebende Aufbau von Steuerschulden werden im Geschäftsjahr 2021 zu Zahlungsabflüssen führen. Das sonstige Netto-Working Capital (5) führte im Berichtsjahr zu 8,6 Mio. Euro Zahlungseingängen nach 5,7 Mio. Euro im Vorjahr, hierzu führten hauptsächlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten, die aufgrund von Kundenzahlungen schon im vierten Quartal vereinnahmt wurden, aber erst im ersten Quartal 2021 zu Zahlungsabflüssen werden.
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. Euro
54 55
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit im vierten Quartal um 37,9 Mio. Euro gestiegen
Das EBITDA im vierten Quartal 2020 lieferte mit 94,8 Mio. Euro 19,0 Mio. Euro mehr Cash als im Vorjahresquartal. Hierin waren die Cash Flows aus der saisonüblichen Abnahme des Vorratsbestands mit – 1,8 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahr (– 3,0 Mio. Euro). Obwohl das Geschäftsvolumen des vierten Quartals weiter angestiegen ist, haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wegen des oben bereits erläuterten geänderten Zahlungsverhaltens 2,6 Mio. Euro Cash freigesetzt (Vorjahr: – 6,9 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden um 10,5 Mio. Euro aufgebaut, zum einen, weil der darin enthaltene Anstieg von Konditionenverbindlichkeiten gegenüber Handelspartnern bereits im Vorjahr erfolgt ist, und zum anderen wegen des für Handelspartner von Postversandkunden bereits inkassierten Geldes. Hinzu kam der Aufbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Postversanddienstleistern. Das sonstige Working Capital lieferte hauptsächlich wegen der eingenommenen Umsatzsteuer-Beträge + 11,2 Mio. Euro mehr Cash. Die gezahlten Steuern gingen um + 4,6 Mio. Euro zurück. Die Steigerung des Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit im vierten Quartal 2020 um 37,9 Mio. Euro ergibt sich somit gleichermaßen aus allen genannten Bereichen.
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Free-Cash Flow in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Akquisitionsfreies Jahr reduziert Cash Flow aus Investitionstätigkeit
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (6) wurde 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 28,1 Mio. Euro auf 39,0 Mio. Euro reduziert. Hauptsächlich sind für Käufe von konsolidierten Anteilen (7) mit – 3,5 Mio. Euro 29,4 Mio. Euro weniger gezahlt worden als im Vorjahr (WhiteWall). Die verbliebenen Käufe betrafen noch vorhandene Minderheitenanteile an Cheerz. Die operativen Abflüsse aus Investitionen in das Anlagevermögen (8) erhöhten sich um 2,9 Mio. Euro geringfügig und beinhalten diverse operative Verzögerungen aus dem Vorjahr. So hatten sich beispielsweise die Installation von CEWE Fotostationen bei Handelspartnern sowie ein Immobilienumbau im Geschäftsjahr 2019 verzögert und wurden 2020 nachgeholt. Aus dem Verkauf von Sachanlagen (9) sind im Geschäftsjahr mit 2,9 Mio. Euro 1,8 Mio. Euro mehr zugeflossen als im Vorjahr. Die genannten Effekte heben sich zum Teil gegenseitig auf, sodass die beschriebenen operativen Themen den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit um 28,1 Mio. Euro reduzieren.
Free-Cash Flow vor allem durch Zahlungen von Mailorderkunden und Steuerzahlungen um 67,7 Mio. Euro verbessert
In Summe erhöhte sich der Free-Cash Flow um 67,7 Mio. Euro auf 103,3 Mio. Euro. Dies war eine Folge der Steigerung des Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit um 39,6 Mio. Euro auf 142,3 Mio. Euro, der wie oben erläutert durch der Corona-Pandemie geschuldete temporale Effekte um rund 25,0 Mio. Euro gestärkt wurde, sowie des vor allem durch das Ausbleiben von weiteren Unternehmenskäufen im Geschäftsjahr 2020 bei lediglich – 39,0 Mio. Euro liegenden Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit.
Cash Flow aus Investitionstätigkeit in Mio. Euro
| 2019 | 2020 | Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
||
|---|---|---|---|---|---|
| – Abflüsse aus Investitionen in das Anlagevermögen | (8) | – 35,6 | – 38,5 | – 8,1 | – 2,9 |
| – Abflüsse aus Käufen von konsolidierten Anteilen/Akquisitionen | (7) | – 32,8 | – 3,5 | 89,5 | 29,4 |
| +/– Abflüsse aus Investitionen in Finanzanlagen | 0,3 | 0,1 | – 79,9 | – 0,3 | |
| +/– Zuflüsse aus Investitionen in langfristige Finanzinstrumente | – 0,2 | – 0,1 | 67,0 | 0,1 | |
| + Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten |
(9) | 1,1 | 2,9 | 159 | + 1,8 |
| = Cash Flow aus Investitionstätigkeit | (6) | – 67,2 | – 39,0 | + 41,9 | + 28,1 |
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. Euro
| 2019 | 2020 | Veränderung in % |
Veränderung in Mio. Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| – Gezahlte Dividenden (13) |
– 14,1 | – 14,5 | – 2,7 | – 0,4 |
| – Erwerb von eigenen Anteilen (11) |
0,0 | – 2,4 | – | – 2,4 |
| + Einzahlungen aus Aktienoptionsplänen | – 1,1 | – 0,8 | 28,8 | 0,3 |
| + Zuflüsse aus der Veränderung der Finanzschulden (12) |
– 12,7 | – 14,1 | – 11,2 | – 1,4 |
| – Gezahlte Zinsen | – 2,8 | – 1,4 | 50,5 | 1,4 |
| + Sonstige Finanztransaktionen | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 |
| = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (10) |
– 30,7 | – 33,2 | – 8,1 | – 2,5 |
Erwerb von eigenen Anteilen lässt Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit um – 2,5 Mio. Euro steigen
Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (10) lag 2020 bei 33,2 Mio. Euro, 2,5 Mio. Euro mehr Cash-out als im Vorjahr. Dies ergibt sich hauptsächlich durch den Erwerb von eigenen Anteilen (11) im Wert von 2,4 Mio. Euro. Darin enthalten sind die Tilgungen in Höhe von 13,3 Mio. Euro aus den nach IFRS 16 als Finanzschulden auszuweisenden Leasingverbindlichkeiten (12). Die Dividendenzahlung (13) lag im Berichtsjahr bei 14,5 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Euro erhöht. Der im Rahmen der Saisonalität immer anfallende unterjährige Liquiditätsbedarf konnte jederzeit mit den zur Verfügung stehenden Finanzierungsmitteln bedient werden, wie im Abschnitt "Bilanz und Finanzierung", siehe Seite 48 erläutert wird.
KAPITALRENTABILITÄT
- » Durchschnittliches Capital Employed mit 385,9 Mio. Euro nahezu unverändert
- » Positive Ergebnisentwicklung lässt ROCE auf 20,6 % steigen
Durchschnittliches Capital Employed mit 385,9 Mio. Euro nahezu unverändert
Das Capital Employed lag zum 31. Dezember 2020, wie im Bilanzkapitel siehe Seite 53 erläutert, bei 405,6 Mio. Euro und damit um 29,0 Mio. Euro über dem Wert zum 31. Dezember 2019. Dies resultiert vor allem aus dem hohen Liquiditätsstand. Das auf Basis der vier Quartalsstichtage eines 12-Monats-Zeitraums ermittelte durchschnittliche Capital Employed lag zum 31. Dezember 2019 mit 385,9 Mio. Euro lediglich 1,2 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres.
Positive Ergebnisentwicklung lässt ROCE auf 20,6 % steigen
Der Return on Capital Employed (ROCE) als Kennzahl der Kapitalrentabilität erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2019 von 14,8 % auf 20,6 %. Der Wert von 20,6 % ergibt sich aus dem 12-Monats-EBIT von 79,7 Mio. Euro und dem durchschnittlichen Capital Employed von 385,9 Mio. Euro. Damit hatte die Erhöhung des ROCE den seit 2019 bestehenden Capital Employed steigernden Effekt aus den IFRS 16-Nutzungsrechten vollständig kompensiert. siehe Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Seite 44

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Auf Basis der Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 beurteilt der Vorstand die wirtschaftliche Lage des Konzerns weiter positiv.
Im Kapitel "Resultate" werden die Entwicklungen in Umsatz und Ergebnissen nach Geschäftsfeldern, in der GuV-Struktur, in der Bilanz und Finanzierung sowie in Cash Flow und Kapitalrentabilität ausführlich diskutiert. siehe Resultate, Seite 35
Im Kerngeschäft Fotofinishing setzt sich der Produktmixwandel von einfachen Fotoabzügen zu den Mehrwertprodukten CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken immer noch leicht fort. Bei diesen Mehrwertprodukten, die von Konsumenten bei diversen Handelspartnern und auch direkt bei CEWE bezogen werden, hat CEWE eine größere Wertschöpfung und geht mit hohen Aufwendungen zur Vorbereitung des Weihnachtsgeschäfts in den ersten zehn Monaten jedes Jahres sehr stark "in Vorleistung". Daher hat CEWE hier die Chance, eine leicht höhere Marge zu erzielen. Die Verwendung des Mobiltelefons als vollwertige Kamera und Bestellapplikation zugleich wird von CEWE als Chance begriffen, und das Unternehmen stellt sich in allen Funktionen auf diesen Wandel ein.
Der Einzelhandel spielt – wie in der Beschreibung des Geschäftsmodells dargestellt – nicht primär durch das Foto-Hardware-Geschäft eine wichtige Rolle. Vielmehr ist er an seinen Standorten verstärkt Vertriebskanal für Fotofinishing-Produkte – auch hier direkt an Konsumenten. Diese Rollen nimmt er erfolgreich wahr, wie der zunehmende Umsatz mit Fotofinishing-Produkten zeigt, die mittels der Online-Webshops bzw. in den Filialen des CEWE-Einzelhandels verkauft worden sind. Dieses Fotofinishing-Geschäft des CEWE-Einzelhandels wird im Segmentbericht im Geschäftsfeld Fotofinishing gezeigt. Insofern gibt das im Geschäftsfeld Einzelhandel ausgewiesene, allein mit Foto-Hardware (Kameras, Objektiven usw.) erwirtschaftete Ergebnis nur einen Teil der Gesamtleistung des Einzelhandels wieder.
Als drittes Geschäftsfeld hat CEWE den Kommerziellen Online-Druck entwickelt. Dies ist ein wachsendes Marktsegment innerhalb des Akzidenz-Druckmarktes, in das CEWE eine Reihe von bereits im Fotofinishing erworbenen Kompetenzen einbringt: Online-Marketing, Online-Bestellsysteme und -Auftragsannahme, Verarbeitung digitaler Aufträge, Digitaldruckproduktion, Mailorder-Versand sowie alle unterstützenden Systeme wie Online-Payments, Kundendienst auf diversen Kommunikationswegen usw. gehören im Bereich Fotofinishing seit Jahren zu den Kernkompetenzen von CEWE. Mit der Online-Druckerei von SAXOPRINT hat CEWE dieses Kompetenzprofil um den Online-Offsetdruck erweitert, um auch größere Auflagen effizient produzieren zu können. Die Geschäftsentwicklung 2020 war mit einem signifikantem Umsatzrückgang maßgeblich geprägt von der anhaltenden, weltweiten Corona-Pandemie. Durch die stark automatisierte und hocheffiziente Produktion bei SAXOPRINT in Dresden hat CEWE eine gute Chance, sich in diesem Markt nach Überwindung der derzeit überwiegend vorherrschenden Lockdown-Situation erfolgreich weiterzuentwickeln. Die große Stärke des Fotofinishing-Geschäfts erlaubt CEWE, mit Geduld die weiteren Schritte im Kommerziellen Online-Druck zu gehen.
Die CEWE-Geschäftsentwicklung verlief auch zu Beginn des Jahres 2021 entsprechend den Erwartungen des Vorstandes. Seit Jahren gewinnt im Hauptgeschäftsfeld Fotofinishing – nach der Saisonspitze im Weihnachtsgeschäft – auch das erste Quartal an Bedeutung. Insgesamt sieht sich der Vorstand damit in der Festlegung der im Kapitel "Prognosebericht" genannten Ziele für das Geschäftsjahr 2021 bestärkt.
siehe Prognosebericht, Seite 64
CEWE setzt auf nachhaltigen Erfolg, der durch einen strategischen Ansatz und zahlreiche Maßnahmen entlang von fünf Dimensionen kontinuierlich ausgebaut wird.
Als eines der ersten SDAX-Unternehmen hatte CEWE seine Nachhaltigkeitsberichterstattung etabliert und dokumentiert inzwischen seit über zehn Jahren jährlich seine Aktivitäten. Grundlage dafür sind die aktuellen Leitlinien der Global Reporting Initiative, die GRI-Standards. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsaspekte in allen Unternehmensebenen zu verankern und als festen Bestandteil jeglichen Handelns zu integrieren.
Ehrliches und faires Verhalten
Erklärtes Ziel ist es, den wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit einer Verantwortung gegenüber Menschen und der Umwelt zu sichern und auszubauen. Dafür sind hohe ethische Grundsätze für CEWE von großer Bedeutung. Die Einhaltung von Compliance wird stets überprüft.
Geschäftsleitung und Aufsichtsrat haben sich den Grundsätzen einer modernen Corporate Governance verpflichtet. Die Umsetzung des Corporate-Governance-Kodex wird regelmäßig überprüft und angepasst. Bereits 2009 wurde ein externer Ombudsmann berufen, an den sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch Geschäftspartner und Dritte wenden können, wenn sie vertraulich Hinweise auf Verdachtsfälle von Korruption, Untreue oder andere Unregelmäßigkeiten geben wollen. Der Schutz der Kundendaten ist ein weiterer Schwerpunkt.
Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit
In der Fotobranche setzt CEWE durch Innovationen rund um die Freude am Foto kontinuierlich neue Impulse. Der Erfolg dieser Ausrichtung wird u. a. durch eine stetig steigende Markenbekanntheit und eine hohe Kundenzufriedenheit deutlich.
Umweltschutz und Ressourcenschonung
CEWE hat den Anspruch, seinen CO2-Fußabdruck signifikant zu verringern und damit das Abkommen der UN-Klimakonferenz von Paris und die globale Entwicklungsagenda aktiv mitzutragen. Seit September 2016 werden sämtliche CEWE-Markenprodukte klimaneutral hergestellt. Die CO2-Emissionen, die bei der Herstellung entstehen, werden kompensiert. Auch die Produktion und die Logistikprozesse werden seit Jahren stetig umweltgerechter ausgerichtet.
Verantwortung für Mitarbeiter
Ein qualifiziertes Personalmanagement sowie die intensive Förderung des fachlichen Nachwuchses unterstützen CEWE dabei, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die Beteiligung am Firmenerfolg mithilfe des Belegschaftsaktienprogramms sowie die Unterstützung jedes Einzelnen bei der Vermögensbildung für das Alter sind wesentliche Ziele des Unternehmens. Mit einer Teilnahmequote von mehr als 73,5 % am Mitarbeiteraktienprogramm zeigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie sehr sie dem Unternehmen vertrauen und den Erfolg aktiv mitgestalten wollen.
Gesellschaftliches Engagement
Gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln und soziales Engagement gehören seit jeher zur DNA und Unternehmenskultur von CEWE. Thematisch lassen sich die Förderschwerpunkte von CEWE in die drei Bereiche Menschen, Umwelt und Fotokultur einteilen. Länderübergreifend angelegt ist die Partnerschaft mit den SOS-Kinderdörfern weltweit, die seit 2013 besteht.
Mit ausgewählten Umwelt-Partnern macht CEWE sein Engagement für den Erhalt unseres Lebensraumes sichtbar. Seit 2013 gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit lokalen NABU-Gruppen, die überregional auf Projekte mit dem gesamten NABU-Bundesverband ausgeweitet wurde.
Als Europas führender Fotodienstleister ist CEWE dem Kulturgut Fotografie traditionell verbunden. Die hohe Emotionalität, mit der Kunden fotografieren und Fotoprodukte gestalten, ist Ansporn für das Unternehmen, das "Kulturgut Fotografie" zu bewahren und zu fördern. Der eigene "CEWE Photo Award" avancierte 2019 mit fast 450.000 Einsendungen zum größten Fotowettbewerb der Welt. 2020 startete der neue Wettbewerb, der bis Ende Mai 2021 laufen wird. Für jedes Foto spendet CEWE 10 Cent an die SOS-Kinderdörfer weltweit.
Weiterführende Informationen im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht
CEWE hat den Anspruch, seine Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern. Seit 2010 berichtet CEWE mit dem Nachhaltigkeitsbericht im Jahresrhythmus über die unternehmensweiten Fortschritte. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist zeitgleich mit diesem Geschäftsbericht erschienen und unter https://company.cewe.de/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsberichte.html online verfügbar. Ein gedrucktes Exemplar in Deutsch oder Englisch kann per E-Mail an [email protected] bestellt werden.
CEWE GESCHÄFTSBERICHT 2020 CEWE auf einen Blick An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen
Nachtragsbericht
NACHTRAGSBERICHT
BESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES
Neben der auch zu Jahresbeginn 2021 weiter anhaltenden Corona-Pandemie liegen keine weiteren besonderen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres vor. Die potenziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung von CEWE sind im Rahmen des gegenwärtigen Kenntnisstands in den Prognose-, Chancen- und Risikobericht eingeflossen.
Risikobericht
PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
RISIKOBERICHT
Chancen zu ergreifen sowie die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu analysieren und mit geeigneten Strategien zu reduzieren, sind wichtige Faktoren des unternehmerischen Handelns. Systematisches Chancen- und Risikomanagement ist die fortwährende Aufgabe des Vorstandes und Führungsaufgabe in jedem Verantwortungsbereich.
Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch die Unternehmensleitung
Chancen und Risiken werden regelmäßig jeweils einzeln erfasst und beschrieben. Ihre Bewertung erfolgt mit der Einschätzung ihres maximalen Auswirkungswertes, ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und des daraus resultierenden Erwartungswertes. Zur Steuerung der Risiken werden die einzelnen Maßnahmen erfasst; schließlich werden auch die zur Früherkennung implementierten Indikatoren dokumentiert.
Die Corona-Pandemie stellt ein Großereignis dar, das bewirken kann, dass Einzelrisiken durch die Kombination, das Zusammenwirken und durch gegenseitige Wechselwirkungen eine verstärkende Wirkung entfalten können. CEWE hat dem bei der Beurteilung und Bewertung der Risiken besonders Rechnung getragen.
Aus der regelmäßigen Risikoeinschätzung zum 31. Dezember 2020 ergibt sich, dass einzelne Risiken oder solche in Wechselwirkung mit anderen trotz der besonderen Wirkung der Corona-Pandemie keine existenzgefährdende Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CEWE-Gruppe erkennen lassen.
Im Folgenden werden zunächst die im Risikomanagementsystem geführten Risikokategorien näher erläutert:
Strategische Risiken
Die Kerngeschäftsbereiche Fotofinishing, Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel beinhalten strategische Risiken.
Im Bereich des Kerngeschäfts setzen sich die wesentlichen strategischen Risiken aus dem Technologie- und Innovationsrisiko, den Risiken im Bereich des Kommerziellen Online-Drucks, den sich durch den Brexit möglicherweise ergebenden Risiken, den mit der Marke CEWE im Zusammenhang stehenden Risiken sowie dem Risiko der Investition in kerngeschäftsnahe Start-ups zusammen. Um dem Wandel durch die mobilen Geräte und der hohen Bedeutung des Internets als Bestellweg gerecht zu werden, hat CEWE die Programmier- und Entwicklungskapazitäten in diesem Bereich verstärkt. Investitionen in kerngeschäftsnahe Start-ups sind Maßnahmen zur mittel- und langfristigen Stützung des Kerngeschäfts und werden durch die Unternehmensleitung eng begleitet.
Im Segment Kommerzieller Online-Druck werden zur Steuerung des Risikos die Möglichkeiten weiterer Kooperationen laufend geprüft. Die Entwicklung des Segments wird durch die Unternehmensleitung eng begleitet.
Operative Risiken
Sowohl im Fotofinishing als auch im Kommerziellen Online-Druck bestehen die wesentlichen operativen Risiken aus allgemeinen Preisrisiken sowie aus verschiedenen Risiken der technischen Infrastruktur und der Funktionalität der produktions- und kundennahen Systeme. Für das Preisrisiko spielt in allen Bereichen ein konsequentes Preiscontrolling eine wichtige Rolle.
Die technische Infrastruktur wird grundsätzlich durch gruppenweit standardisierte IT-Strukturen, Hochverfügbarkeits-Techniken, Back-up-Rechenzentren sowie Back-up-Leitungen für die Datenübertragung sichergestellt. Viren- und Zugangsschutz sowie Verschlüsselungssysteme sind wichtige Techniken zum Schutz gegen unbefugten Zugriff von außen und innen. Auch die Produktionskapazitäten werden durch redundante Prozesse an verschiedenen Standorten sichergestellt. Dabei spielt auch die Möglichkeit, die Kapazität zentral steuern zu können, eine wichtige Rolle. Als weniger wesentlich wird das allgemeine Risiko der Materialversorgung und -beschaffung angesehen. In allen Beschaffungslinien gelten die Mehrlieferantenstrategie und Mehrjahresverträge als angemessene Maßnahmen.
Im Bereich des Umweltrisikos wurden 2020 keine Verstöße gegen Umweltauflagen festgestellt. Das Risiko wird durch regelmäßige interne Kontrollen an allen Produktionsstandorten überwacht; es wird als niedrig eingestuft.
Das Risiko, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten, ist weniger von seiner unmittelbaren als vielmehr von seiner mittelbaren Wirkung wesentlich. Hier spielt die Präsenz der Dachmarke CEWE auch im Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. In enger Begleitung durch die Unternehmensleitung werden Aus- und Weiterbildung sowohl im fachnahen Bereich wie im Bereich der Persönlichkeits- und Führungskompetenz konsequent angeboten.
Finanzrisiken
Die zu den Finanzrisiken zählenden Risiken aus Zinsänderungen, Währungsschwankungen, Kreditversorgung, Silbervermarktung und Forderungsausfall zählen für CEWE nicht zu den existenzgefährdenden Risiken. Durch die geringe zinsbelastete Fremdfinanzierung und den hohen Bestand an liquiden Mitteln aus dem saisonalen Geschäftsverlauf würden auch stark steigende Marktzinsen keine Gefährdung darstellen. Soweit Kapitalflüsse im Nicht-Euroraum stattfinden, betreffen sie ganz überwiegend lokales Geschäft, das währungskongruent abgewickelt wird, sodass auch Kursschwankungen keine ausgeprägt nachhaltige Belastung darstellen. Für die nachhaltig gesicherte Kreditversorgung der CEWE-Gruppe sorgen zentral verhandelte, mittel- bis langfristige Kreditverträge. Die Bedeutung der Silbervermarktung für das Geschäftsergebnis von CEWE hat sich mit den anteilig stark reduzierten Silberhalogenid-Produkten ebenfalls sehr stark verringert.
Die Bedeutung des Forderungsausfallrisikos nimmt durch die stete Zunahme des Konsumentengeschäftes weiter ab. Forderungen gegenüber Geschäftskunden werden eng betreut und sind marktüblich und ausreichend versichert. Konsumentenforderungen stellen für sich kein Risiko dar und unterliegen einem professionellen Inkassomanagement.
Sonstige Forderungen bestehen u. a. gegenüber der öffentlichen Hand, gegenüber Mitarbeitern und Versicherungen; u. a. das Risiko potenzieller Wertminderungen durch Ausfälle ist bei CEWE von untergeordneter Bedeutung. Es wird reduziert, indem in enger Abstimmung mit allen befassten Stellen des Unternehmens die Bonität und das Zahlungsverhalten der Schuldner ständig überwacht wird. Gegebenenfalls auftretende Einzelrisiken wurden durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt, wenn und soweit der Eintritt des Ausfalls ausreichend wahrscheinlich ist.
Rechtliche Risiken
Zu den rechtlichen Risiken zählen ganz wesentlich interne wie externe dolose Handlungen sowie Risiken aus dem Datenschutz und dem gewerblichen Rechtsschutz. Bei diesen Risiken greifen Maßnahmen und Prozesse des engmaschigen Corporate-Governance-Systems, des internen Kontrollsystems, der internen Revision sowie des Konzerncontrollings. Darüber hinaus werden regelmäßige Informationen und Schulungen eingesetzt, um Risiken aufzuzeigen und Maßnahmen umzusetzen.
CHANCENBERICHT
Das Chancen- und das Risikomanagementsystem der CEWE-Gruppe sind eng miteinander verknüpft. Als Chancen werden mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer positiven Planabweichung führen können.
CEWE ist mit seinen Geschäftsfeldern in dynamischen, sich schnell wandelnden Marktfeldern tätig. Chancen in diesen Geschäftsfeldern durch Innovationen, Konsolidierung oder organisches Wachstum zu nutzen oder weitere Chancen in angrenzenden, artverwandten, neuen Geschäftsfeldern zu erkennen und dabei unnötige Risiken zu vermeiden, ist die Basis für ein nachhaltiges Wachstum der CEWE-Gruppe. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Potenziale handeln.
Soweit es wahrscheinlich ist, dass die Chancen eintreten, hat CEWE sie in der Unternehmensplanung und im Ausblick für 2021 berücksichtigt. Insoweit bezieht sich der Chancenbericht auf Ereignisse, die zu einer potenziell positiven Abweichung von diesen Planzahlen führen können.
Das Chancenmanagement wird bei CEWE als Kern des unternehmerischen Handelns verstanden. Chancen zu suchen, abzuwägen und aufzugreifen, ist wesentlicher, laufender Teil der Managementarbeit. Insoweit sind die Dokumentationen der Konzepte und Protokolle Teil des Chancenmanagements.
Chancen im Bereich Fotofinishing
Chancen sieht CEWE in Mehrerträgen aus zusätzlichem Umsatz durch verbesserte oder neue Bestellapplikationen für mobile Endgeräte, soweit diese noch stärkere Akzeptanz bei den Endverbrauchern finden.
Chancen im Bereich Kommerzieller Online-Druck
Während der Corona-Pandemie wird in verstärktem Maße an der Effizienz der kundenbezogenen Prozesse und an den Kostenstrukturen gearbeitet. Mit SAXOPRINT expandiert CEWE im Kommerziellen Online-Druck auch in benachbarte europäische Länder. Hier liegen Chancen der neuen Portale, über die Planung hinaus Umsätze und Erträge zu erwirtschaften.
Chancen im Bereich Einzelhandel
Im eigenen Einzelhandel in Norwegen, Schweden, Polen, Tschechien und in der Slowakei betreibt CEWE eigene Foto-Einzelhandelsgeschäfte. Grundsätzlich besteht das Ziel, die Präsenz des Einzelhandels durch eigene Läden im Markt entsprechend dem Kaufverhalten der Endverbraucher zu optimieren. In Norwegen, Schweden und Polen hat CEWE Webshops für Artikel rund um die Fotografie aufgebaut, bei deren Optimierung Chancen auf weitere Umsatzsteigerungen und Erträge im Onlinebereich gesehen werden.
CEWE GESCHÄFTSBERICHT 2020 CEWE auf einen Blick An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Prognose-, Chancen- und Risikobericht
PROGNOSEBERICHT
Auch zu Beginn des Jahres 2021 steht die Weltgemeinschaft weiter unter dem Einfluss der globalen Verbreitung des Corona-Virus. Staatliche Maßnahmen und Restriktionen zur Eindämmung des Virus bestimmen nach wie vor den Alltag in vielen Ländern. Auch CEWE hat aus Verantwortung, der Verbreitung des Virus nach Möglichkeit entgegenzutreten, umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um eine Ansteckung von Mitarbeitern und den Ausfall von Betrieben oder Bereichen zu verhindern.
Im Geschäftsjahr 2020 hat auf der Umsatzseite die Schließung von Verkaufsstellen negativ auf POS-basierte Umsätze wie das Hardwaregeschäft im Einzelhandel und den Betrieb von CEWE Fotostationen gewirkt. Auch die Anzahl der von Konsumenten aufgenommenen Fotos, die die Basis für zukünftige Fotoproduktbestellungen bilden, kann von der Dauer bestehender Lockdown-Situationen negativ beeinflusst werden. Durch den Nachfragerückgang bei Geschäftskunden, wie z. B. durch die Absage von Veranstaltungen, Messen, Konzerten u. Ä., können Umsätze im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck weiter ausbleiben. Durch Grenzschließungen und Lockdown-Situationen können Lieferketten im Beschaffungsbereich, aber auch im Absatzbereich gestört werden. Die gegenwärtige Situation kann bei Geschäftspartnern zu Liquiditätsproblemen führen, da operative Finanzierungsmöglichkeiten unterbrochen werden.
Mit den ergriffenen Maßnahmen ist CEWE gut vorbereitet, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen und die Bestell- und Lieferbarkeit für Produkte sicherzustellen. Mit 13 Produktionsbetrieben im Fotofinishing ist CEWE europaweit gut aufgestellt. Selbst wenn ein Betrieb nicht oder nicht in vollem Umfang produzieren sollte, können Kundenaufträge elektronisch direkt zu anderen Produktionsbetrieben umgeleitet und von dort produziert und versendet werden. Auch bei potenziellen Einschränkungen der von CEWE belieferten Handelspartner können Kunden weiterhin über das Internet bei diesen Partnern oder auch bei CEWE direkt bestellen. CEWE liefert über die Versandpartner direkt zu den Kunden nach Hause. So führte das verstärkte Online-Geschäft und auch der "Stay-at-home"-Effekt bereits im Geschäftsjahr 2020 zu Wachstum in allen Produktkategorien des CEWE-Kerngeschäftsfelds Fotofinishing.
Langfristige Unternehmensentwicklung durch drei Elemente
Unabhängig von der anhaltenden Corona-Pandemie verfolgt CEWE die Weiterentwicklung der CEWE-Gruppe unverändert entlang folgender drei strategischer Prioritäten:
(1) Markenstärkung und Innovationsführerschaft im Kerngeschäft Fotofinishing
Im Fotofinishing setzt CEWE als Omni-Channel-Anbieter seine Ausrichtung fort, die im Premiumsegment positionierten CEWE-Marken neben den Kernmärkten in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich auch in allen anderen von CEWE belieferten europäischen Ländern weiter auszubauen. Ziel ist es, die positive Konsumentenhaltung und hohe Markenbekanntheit des CEWE FOTOBUCH als Nr. 1 im Markt auch für die übrigen Produktgruppen und das Unternehmen CEWE insgesamt zu nutzen. Die Differenzierungsvorteile der Leistungs- und Qualitätsversprechen, für die die Marke CEWE steht, sollen schrittweise für ein wachsendes Produktportfolio genutzt werden. Ergänzend zur Marke CEWE adressieren weitere Marken der Unternehmensgruppe spezielle Kundengruppen oder bieten spezielle Produkte an (z. B. WhiteWall, Cheerz oder DeinDesign).
Die von CEWE angebotenen Produkte und Dienstleistungen werden permanent und dauerhaft weiterentwickelt. Innovationen waren bereits die wesentliche Triebkraft der Analog/ Digital-Transformation. CEWE strebt danach, diese Innovationsdynamik in allen Geschäftsfeldern aufrechtzuerhalten, um auf dieser Basis die marktführende Position weiter auszubauen. Dazu gehören z. B. umfassende Software-Updates, die Weiterentwicklung mobiler Applikationen oder diverse Produktverfeinerungen.
(2) Profitables Wachstum im Kommerziellen Online-Druck
Der Kommerzielle Online-Druck bei CEWE bietet eine Reihe von Vorteilen für den Besteller: Qualitätsgewinn und Preisvorteile durch hochmoderne Druck-Großanlagen, die mit ihrer konstanten Qualität niedergelassenen Druckereien typischerweise überlegen sind, zusätzlich einen Zeitgewinn durch bedienerfreundliche Internet-Bestellung, schnelle Produktion und zügige Lieferung. CEWE sieht hier eine gute Chance, sich in diesem Markt erfolgreich zu entwickeln. Die große Stärke des Fotofinishing-Geschäfts erlaubt es CEWE, mit Geduld die weiteren Schritte im Kommerziellen Online-Druck anzugehen.
(3) Weiterentwicklung der Geschäftsfelder
Bei potenziellen Beteiligungsmöglichkeiten sucht CEWE insbesondere nach Online-Geschäftsmodellen, die – genauso wie CEWE – individualisierte, hochwertige Produkte mit hohem Kundennutzen fertigen und damit eine starke Marke aufbauen und zugleich CEWE in Zukunft unternehmerisch weiterentwickeln können.
Weiterhin Fokus auf Europa
CEWE betreibt sein Geschäft zu nahezu 100 % in Europa und plant derzeit keine Veränderung der regionalen Präsenz.
Weltwirtschaft: Erholung von der Corona-Pandemie wahrscheinlich
Auch wenn aufgrund möglicher Virusmutationen noch Unsicherheiten für die Prognose vorherrschen, gehen die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) davon aus, dass sich die Weltwirtschaft mit zunehmenden Impfquoten 2021 langsam von der Pandemie erholen wird. Nach der negativen Entwicklung von 2020 mit einem Weltwirtschaftswachstum von – 3,5 % erwarten die Experten für 2021 ein Wachstum von 5,5 %.
In den entwickelten Volkswirtschaften fällt das Wachstum in der Regel etwas geringer aus. Hier geht der IWF für 2021 von einem Wachstum von 4,3 % aus (2020: – 4,9 %), für 2022 liegt die Prognose bei + 3,1 %. Die Eurozone wird 2021 mit erwarteten 4,2 % auf ähnlichem Niveau liegen und 2022 noch 3,1 % erreichen (2020: – 7,2 %). Etwas stärkere Wachstumsimpulse erwarten die Experten des IWF in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo 2021 ein Wachstum von 6,3 % erwartet wird (2020: – 2,4 %).
Auch für Deutschland erwartet der IWF eine leichte Erholung: Nach einem Minus von – 5,4 % im Jahr 2020 prognostiziert der IWF für 2021 ein Wachstum von + 3,5 %. 1
Einschätzung des Managements von CEWE zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Entscheidend für CEWE sind die europäischen Absatzmärkte. Hier hat sich gerade im abgelaufenen Jahr 2020 gezeigt, dass der Markt für hochwertige Fotoprodukte weitestgehend konjunkturunabhängig ist. Der "Stay-at-home"-Effekt hat sich sogar positiv auf die Resultate im Fotofinishing ausgewirkt. Es ist daher zu erwarten, dass sich der Kerngeschäftsbereich Fotofinishing auch 2021 insgesamt positiv entwickeln sollte.
Die Geschäftsbereiche Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel sind von Pandemie und Lockdowns eher negativ betroffen. Hier bleibt abzuwarten, wie schnell sich das Geschäft 2021 erholt. Bisher wurde diese Entwicklung vom starken Ergebnis im Geschäftsfeld Fotofinishing deutlich überkompensiert. Durch die weiter niedrigen Zinsen und Inflationsraten ist eine weitere positive Entwicklung der privaten Kaufkraft zu erwarten. Auch die Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen trotz Pandemie nur gering gestiegen sind, lässt dies vermuten. Daher geht das Management davon aus, dass sich die positive Entwicklung im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing fortsetzen wird.
Das geringe Leitzinsniveau und die Ankaufprogramme der EZB ermöglichen CEWE auch weiterhin günstige Fremdfinanzierungsoptionen, die alle operativen Verpflichtungen absichern und für Akquisitionen relevant werden könnten. Das organische Wachstum und alle damit verbundenen Investitionen sowie die seit Jahren kontinuierlich steigende Dividende sollen auch künftig über den operativen Cash Flow des Unternehmens finanziert werden.
Fotofinishing soll sich weiter positiv entwickeln
Mit dem europäischen Marktführer CEWE FOTOBUCH sowie den weiteren CEWE-Markenprodukten und der starken Internet-Kompetenz ist CEWE wie in den vergangenen Jahren gut positioniert, um den anhaltenden Produktmixwandel von einfachen Fotoabzügen zu den Mehrwertprodukten wie Fotobüchern, Fotokalendern, Wandbildern, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken aktiv zu fördern. Im Ergebnis sollte dieser Trend zu Mehrwertprodukten das Fotofinishing auch 2021 stärken und die Chance für eine stabile, idealerweise weiter leicht ansteigende EBIT-Marge bieten.
Bedeutung des vierten Quartals sollte weiter zunehmen
Innerhalb eines Kalenderjahres nahm der Umsatz- und Ergebnisanteil des zweiten und des dritten Quartals in den letzten Jahren tendenziell weiter ab, wenn auch 2020 teilweise durch Corona-Sondereffekte verzerrt. Ausgeglichen wurde dies durch die wachsende Bedeutung des vierten Quartals für das Jahresgeschäft, auf das sich der Absatz der margenstärkeren Mehrwertprodukte zunehmend konzentrierte, sowie eine tendenziell auch steigende Ergebnisbedeutung des ersten Quartals. Dieser Trend im Hauptgeschäft Fotofinishing hält – Corona-Effekte ausgeblendet – seit Jahren an und bestimmt damit auch die große Linie im Gesamtkonzern. Auch der Kommerzielle Online-Druck steuerte dieser Entwicklung nur mäßig gegen: Wenn auch weniger ausgeprägt, so bildete sich doch auch beim Kommerziellen Online-Druck ein Schwerpunkt im vierten Quartal heraus, der auf die Werbematerialien für das Weihnachtsgeschäft der Druckkunden ihrerseits zurückzuführen war, die vor allem zu Beginn des vierten Quartals bestellt wurden – auch diese Sicht lässt Corona-Effekte außen vor.
Einzelhandel setzt Fokussierung auf den Absatz von Fotofinishing-Produkten und Onlinegeschäft fort
Der Einzelhandel hat auch 2020 wieder durch den Absatz von CEWE-Fotoprodukten einen signifikanten Umsatzbeitrag erwirtschaftet. Diese über den eigenen Einzelhandel vertriebenen Fotofinishing-Produkte werden umsatz- und ergebnisseitig im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen. Der im Geschäftsfeld Einzelhandel ausgewiesene Hardware-Umsatz mit Kameras, Objektiven, Fotozubehör usw. wird von CEWE seit einigen Jahren bewusst reduziert und weiter konsequent ergebnismargenerhöhend optimiert. Zusätzlich ist der Hardware-Einzelhandel auch zu Beginn des Jahres 2021 weiter durch Corona-bedingte Geschäftsschließungen von anhaltenden Lockdowns betroffen. Vor diesem Hintergrund werden not-1 IWF – World Economic Outlook, Januar 2021 wendige Anpassungen auch im Geschäftsjahr 2021 fokussiert
vorgenommen: Mit den im Jahresabschluss 2020 rückgestellten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,9 Mio. Euro hat CEWE bereits im abgeschlossenen Berichtsjahr begonnen, insgesamt gut 40 Filialen des eigenen Einzelhandels aufzugeben. CEWE wird diese Flächenreduzierung auf etwa rund 100 Ladengeschäfte im weiteren Jahresverlauf 2021 abschließen.
Kommerzieller Online-Druck gut aufgestellt
Der Geschäftsbereich Kommerzieller Online-Druck steht gegenwärtig weiter unter starkem Corona-Einfluss im B2B-Druckgeschäft. Schon 2020 verlor das Geschäftsfeld Corona-bedingt gut 30 % im Umsatz. So hatte CEWE bereits im zurückliegenden Geschäftsjahr notwendige Maßnahmen ergriffen, die den Kommerziellen Online-Druck gestärkt aus der Corona-Krise führen sollen: Ein konsequentes Kostenmanagement soll die Gesamtkostenbasis nachhaltig verbessern, die 2020 realisierte Zusammenlegung der Produktion von LASERLINE mit dem Druckstandort von SAXOPRINT hat die Produktionseffizienz insgesamt erhöht und die Straffung des Markenportfolios vor allem auf die Marken SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE soll es ermöglichen, den Wiederanschub der Online-Druck-Marken nach der Corona-Krise fokussiert und effizient zu gestalten.
EBIT-Ergebniszielkorridor 2021: 72 bis 84 Mio. Euro
Der Konzernumsatz soll 2021 von 727,3 Mio. Euro im Vorjahr 2020 auf 710 Mio. Euro bis 770 Mio. Euro im Mittel leicht zulegen. Dabei soll sich der Umsatz im Stammgeschäft Fotofinishing im Mittel leicht steigend entwickeln. Das Geschäftsfeld Einzelhandel soll geplant weiterhin eine rückläufige Umsatzlinie mit Foto-Hardware zeigen und der Kommerzielle Online-Druck soll nach einer Beruhigung der Lockdown-Situation in den meisten Märkten leicht im Umsatz zulegen können. Das Konzern-EBIT soll 2021 im Korridor von 72 Mio. Euro bis 84 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 70 Mio. Euro und 82 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 48 Mio. Euro und 56 Mio. Euro. Wegen des gestiegenen Geschäftsvolumens und insbesondere wegen der anhaltenden pandemiebedingten Unsicherheit wurde die traditionelle 6-Mio.-Euro-EBIT-Zielbandbreite auf 12 Mio. Euro vergrößert.
Die Bandbreiten dieser Ziele für das Geschäftsjahr 2021 stellen in etwa erwartete Größenordnungen dar und reflektieren dabei die Unsicherheit, die sich derzeit aus der allgemeinen Corona-Lage und potenziellen Auswirkungen auf die CEWE-Geschäftsentwicklung ergibt. Es ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts nicht verlässlich prognostizierbar, wann und wie schnell sich ein Ende der Pandemie abzeichnet oder ob sogar eine Verschärfung, z. B. durch die fortschreitende Verbreitung von Virus-Mutationen, zu erwarten ist.
Die für 2021 geplanten operativen Investitionen (d. h. Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe) sollten auf dem Niveau von etwa 48 Mio. Euro liegen.
Zielsetzung für 2021 CEWE-Konzern
| 2021 | Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Fotos | Mrd. Stck. | ~2,3 bis ~2,4 | – 2 bis + 3 |
| CEWE FOTOBUCH | Mio. Stck. | ~ 6,4 bis ~ 6,7 | – 2 bis + 3 |
| Operative Investitionen 1 | Mio. Euro | ~ 48 | |
| Umsatz | Mio. Euro | 710 bis 770 | – 2 bis + 6 |
| EBIT | Mio. Euro | 72 bis 84 | – 10 bis + 5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio. Euro | 70 bis 82 | – 8 bis + 7 |
| Nachsteuerergebnis | Mio. Euro | 48 bis 56 | – 8 bis + 7 |
| Ergebnis je Aktie | Euro/Stck. | 6,60 bis 7,73 | – 8 bis + 7 |
1 Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe
Mindestens Dividendenkontinuität angestrebt
CEWE verfolgt grundsätzlich das Ziel der Dividendenkontinuität. Soweit dies angesichts der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens, der vorhandenen Investitionsmöglichkeiten und der gegenwärtigen Corona-Pandemie möglich erscheint, bedeutet dies eine mindestens konstante, idealerweise steigende absolute Dividende. Die absolute Höhe der Dividende ist dabei klar im Fokus, die Ausschüttungsquote ist ein Residuum dieser Politik.
CEWE gibt mit diesem Geschäftsbericht einen zusammengefassten Lagebericht sowohl für die CEWE-Gruppe als auch für die Einzelgesellschaft CEWE Stiftung & Co. KGaA ab. Daher ist – den rechtlichen Anforderungen entsprechend – für die Einzelgesellschaft CEWE Stiftung & Co. KGaA auch eine Prognose zu spezifizieren: CEWE erwartete für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz der CEWE Stiftung & Co. KGaA in der Bandbreite von 350 Mio. Euro bis 400 Mio. Euro. Dabei wird ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen zwischen 60 Mio. Euro und 72 Mio. Euro für 2021 erwartet.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
COMPLIANCE
Die Gesellschaft misst der Compliance im Sinne von Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch die Konzernunternehmen große Bedeutung bei. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin hat im Rahmen seiner diesbezüglichen Verantwortlichkeiten verschiedene Mechanismen implementiert, die die Compliance bestmöglich sicherstellen sollen.
Der für diesen Bereich bestellte Compliance-Beauftragte befasst sich ständig mit der anforderungs- und unternehmensgemäßen Pflege und Weiterentwicklung der Compliance-Organisation der Gesellschaft bzw. des Konzerns. Hierbei stehen besonders die Mitarbeiterschulung und das rechtliche Risikomanagement im Fokus. Er berichtet an den Gesamtvorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin. Für spezifische Fragestellungen zieht der Compliance-Beauftragte die hierfür im Unternehmen jeweils ressortverantwortlichen Personen sowie bei Bedarf externen Rechtsrat bei.
Es wurde ferner ein externer Rechtsanwalt als Ombudsmann beauftragt, an den sich jeder Mitarbeiter und auch Dritte wenden können, um auf mögliche Gesetzes- oder Richtlinienverstöße in Unternehmen des Konzerns hinzuweisen. Im Berichtszeitraum wurde an den Ombudsmann keine Mitteilung herangetragen. Auch die hausinterne Überprüfung hat keinen Gesetzesoder Richtlinienverstoß ergeben.
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Ziele und Strategie des Risikomanagementsystems
Als international agierende Unternehmensgruppe unterliegen die CEWE Stiftung & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften verschiedenen Risiken, die nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. CEWE hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Chancen zu erkennen, Risiken zu bewerten und erforderlichenfalls mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern. Das Kontroll- und Risikomanagement ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der CEWE-Gruppe eingebunden und ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems der CEWE-Gruppe. Das Kontroll- und Risikomanagement basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung.
Organisatorischer und struktureller Aufbau des Risikomanagementsystems
Mit der Aufgabe des Kontroll- und Risikomanagements sind der Vorstand, die Leiter der regionalen Profitcenter im In- und Ausland sowie die Zentralabteilungen und Projektverantwortlichen betraut. Die federführende Verantwortung für die Gestaltung des Kontroll- und Risikomanagements liegt beim Vorstand.
Das Risikomanagementsystem erfasst die Chancen und Risiken der einzelnen Risikofelder in einer jährlichen konzernweiten Risikoinventur. Auf Grundlage der Risikoinventur wird der jährliche Chancen- und Risikobericht erstellt. Unterjährig erfolgt mindestens quartalsweise eine Überprüfung der Chancen- und Risikobewertungen. Diese werden mindestens quartalsweise an den Aufsichtsrat berichtet. Neu auftretende Chancen und Risiken werden nach Meldung an den Risikobeauftragten in das Risikomanagementsystem aufgenommen und einem Risikoverantwortlichen zugewiesen. Soweit die Einschätzungen von Einzelrisiken zur Bildung entsprechender Rückstellungen geführt haben, werden diese bei der Risikobewertung nicht mehr berücksichtigt.
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse der CEWE-Gruppe, umfasst eine Vielzahl von Überwachungs- und Steuerungsmechanismen und beruht im Wesentlichen auf fünf Prinzipien:
- » Vier-Augen-Prinzip
- » Unterschriftenrichtlinien
- » IT-Berechtigungskonzept
- » Funktionstrennung
- » Integriertes Berichtswesen
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das Vier-Augen-Prinzip wird durch Regelungen wie Satzungen, Richtlinien, Geschäftsordnungen, Anweisungen, Vertretungs- sowie Zeichnungsbefugnisse gewährleistet. Wichtiger Ausdruck dieser Regelungen sind die operativ wirksamen Unterschriftenrichtlinien. Einen weiteren Steuerungs- und Überwachungsmechanismus stellt das bei der CEWE-Gruppe vorliegende abgestimmte IT-Berechtigungskonzept dar, welches konkret den Zugang und die Tätigkeiten einzelner Personen und Personengruppen zu den überwiegend SAP-basierten Anwendungen und zu deren Funktionsbereichen regelt.
Um die Sicherheit von Abläufen und in der Folge die Qualität der einzelnen Prozesse zu gewährleisten, wird bei der CEWE-Gruppe eine strikte Funktionstrennung von kritischen Geschäftsprozessen vorgenommen. Bestimmten Fachbereichen sind zudem zentrale Aufgabenstellungen zugewiesen, sodass auch eine gegenseitige Kontrollverantwortung implementiert ist. Das integrierte Berichtswesen umfasst ein detailliertes Planungs-, Steuerungs- und Berichtskonzept zur Lage und zum Ausblick des Konzerns. Der Planungsprozess erfolgt aus einer Kombination von Bottom-up- und Top-down-Ansatz und ist auf monatliche Planwerte ausgerichtet. Das bestehende Konzerninformationssystem wird sowohl auf Ebene der einzelnen Profitcenter als auch auf Vorstandsebene durch einen monatlichen Plan/Ist/Vorjahres-Vergleich und ergänzend durch standortübergreifende Business Reviews gewährleistet. Dort werden Entwicklungen, Chancen, Risiken sowie Maßnahmen diskutiert und entsprechend dokumentiert.
Die CEWE-Gruppe überwacht im Rahmen des Kontroll- und Risikomanagementsystems auch die Werthaltigkeit ihrer Beteiligungen an Tochterunternehmen. Die Beteiligungswerte werden regelmäßig sowie anlassbezogen entsprechenden Impairment-Tests unterzogen.
Weiterhin werden in regelmäßigen zeitlichen Abständen alle Gesellschaften und Profitcenter, die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, IT, technische Sicherheit und Versicherungen sowie die übrigen Funktionsbereiche fachbezogenen, eingehenden Revisionen unterzogen, die entweder durch externe oder interne Fachkräfte durchgeführt werden.
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist als Teil des gesamten internen Kontrollsystems (IKS) der CEWE-Gruppe in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet. Es dient dazu, das Risiko einer materiellen Falschaussage in der Rechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung zu minimieren, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen. Hierdurch wird gewährleistet, dass konzernrelevante Sachverhalte gesetzeskonform und normengerecht in den Einzelabschlüssen und im Konzernabschluss dargestellt werden.
Die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich sämtlicher Konsolidierungsschritte erfolgt durch die Einheit "Konzernbilanzen" im Zentralbereich Finanzen. Der Abschlussprozess der CEWE-Gruppe basiert auf einer konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die regelmäßig den rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst wird. Die Richtlinienkompetenz bezüglich der Bilanzierungsrichtlinie liegt ausschließlich beim Vorstand.
Die Konzernbilanzierungsrichtlinie regelt die Rechnungslegung nach IFRS für alle Konzerngesellschaften im In- und Ausland, um für den IFRS-Konzernabschluss die Anwendung einheitlicher Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden zu gewährleisten. Für die konzerninternen Abstimmungen und übrigen Abschlussarbeiten sind verbindliche Anweisungen vorgegeben. In der Konzernrichtlinie sind auch alle wesentlichen Termine gruppenweit festgelegt.
Die lokalen Gesellschaften sind für die Einhaltung der relevanten Regelungen verantwortlich und werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt und überwacht. Die Konsolidierung der überwiegend in SAP erstellten Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften wird zentral durch das Konzernrechnungswesen in einem spezifischen Konsolidierungsmodul durchgeführt.
Die im Rahmen der Rechnungslegung notwendigen Arbeitsschritte werden vielfältigen automatischen und manuellen Kontrollen und Plausibilitätsprüfungen unterzogen. Seitens der internen Revision wird zusätzlich kontinuierlich die Effektivität der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen überprüft. Dies erfolgt sowohl durch interne als auch durch beauftragte externe Revisoren. Im Rahmen eines rollierenden Verfahrens ist sichergestellt, dass alle Gesellschaften des Konsolidierungskreises dem Kontrollprozess unterliegen. Die Resultate der Effektivitätsprüfungen werden regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse werden von unterschiedlichen lokalen Abschlussprüfern geprüft. Hierbei werden die Einhaltung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sowie die Richtigkeit und Vollständigkeit aller anderen dezentral erstellten konzernabschlussrelevanten Dokumente sichergestellt. Die im Rahmen der Abschlussprüfungen auf Einzel- und Konzernabschlussebene zur Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der CEWE-Gruppe getroffenen Feststellungen werden vom externen Konzernabschlussprüfer zusammengefasst und an den Aufsichtsrat berichtet.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
ANGABEN NACH § 315A ABS. 1 HGB
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (§ 315a Abs. 1 Nr. 1 und 2 HGB)
Das gezeichnete Kapital der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, setzt sich aus folgenden Aktiengattungen zusammen:
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
| Aktienart | ISIN | Aktienform | Anzahl der Gattung |
Anteil am Gezeichneten Kapital in Euro |
Anteil am Gezeichneten Kapital in % |
Rechte und Pflichten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Inhaberaktien | DE 0005403901 | Stückaktien | 7.423.919 | 19.302.189,40 | 100,0 | Die Aktien sind voll stimm- und dividendenberechtigt, soweit nicht zwingende Regelungen des Aktiengesetzes dagegensprechen (z. B. Aktien als eigene Anteile der Gesellschaft). |
| 7.423.919 | 19.302.189,40 | 100,0 |
Im Berichtsjahr wurde das Grundkapital im Rahmen des bestehenden Bedingten Kapitals 2020 um 23.248,00 Euro und um 8.980 Stückaktien erhöht. Die Erhöhung diente dem Mitarbeiteraktienprogramm 2020. Aktien, die im Rahmen von Mitarbeiteraktienprogrammen an Mitarbeiter ausgegeben wurden, unterliegen Haltefristen. Für insgesamt 42.681 Aktien gilt die Haltefrist bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres des Mitarbeiteraktionärs oder bis zu seinem Bezug einer gesetzlichen Rente (Vorjahr: 37.730). Wegen des geänderten Angebots an die Mitarbeiter gibt es noch fünf Aktien in Mitarbeiterhand, die eine Haltefrist bis zum Ende des der Übertragung folgenden Jahres haben (Vorjahr: 7.872 Aktien). Darüber hinausgehende Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen im Sinne des § 315a Abs. 1 Nr. 1 HGB sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital (§ 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB)
Nach den veröffentlichten Mitteilungen und den vorliegenden Informationen gibt es an der Gesellschaft folgende direkte und indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
Mitteilungspflichtiger
| Art der Beteiligung | Anteil der angezeigten Stimmrechte am Gezeichneten Kapital in % |
|
|---|---|---|
| AN Assets GmbH & Co. KG und CN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg | Direkt | 27,2 |
| Neumüller Beteiligungsgesellschaft mbH, Oldenburg | Indirekt | 27,2 |
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (§ 315a Abs. 1 Nr. 4 HGB) Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen (§ 315a Abs. 1 Nr. 5 HGB)
Soweit Arbeitnehmer der CEWE-Gruppe als Aktionäre an der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, beteiligt sind, bestehen nach Kenntnis der Gesellschaft keine Besonderheiten bei der Möglichkeit der Stimmrechtsausübung. Weder sind Rechtsgemeinschaften von Arbeitnehmern an einer oder mehreren Aktien (§ 69 Abs. 1 AktG) noch Stimmbindungsvereinbarungen zwischen Arbeitnehmeraktionären bekannt.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (§ 315a Abs. 1 Nr. 6 HGB)
Bei der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, liegen die Geschäftsführungs- und die Vertretungsbefugnis in der Kompetenz der persönlich haftenden Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg (§ 8 der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA). Die Rechtsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und der persönlich haftenden Gesellschafterin werden, soweit sie sich nicht zwingend aus Satzung oder Gesetz ergeben, durch gesonderte Vereinbarung geregelt; dabei wird die Gesellschaft durch den Aufsichtsrat vertreten. Das Ausscheiden der persönlich haftenden Gesellschafterin wird durch § 9 der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA geregelt. Danach hat die Neumüller CEWE COLOR Stiftung diese Stellung unabhängig von einer Vermögenseinlage; andererseits bleiben aber die zwingenden gesetzlichen Ausscheidungsgründe für die persönlich haftende Gesellschafterin unberührt (§ 9 Abs. 1 der Satzung). Im Falle des Ausscheidens hat sie keinen Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben (§ 9 Abs. 2 der Satzung). Für den Fall, dass die Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin aus der Gesellschaft ausscheidet oder dass ihr Ausscheiden absehbar ist, enthält § 9 Abs. 3 zur Vermeidung einer Auflösung der CEWE Stiftung & Co. KGaA die folgende Regelung: Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist berechtigt und verpflichtet, unverzüglich bzw. zum Zeitpunkt des Ausscheidens eine Kapitalgesellschaft, deren sämtliche Anteile von der CEWE Stiftung & Co. KGaA gehalten werden, als neue, allein geschäftsführungsbefugte und vertretungsberechtigte persönlich haftende Gesellschafterin in die CEWE Stiftung & Co. KGaA aufzunehmen (Satz 1). Scheidet die Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin aus der Gesellschaft aus, ohne dass gleichzeitig eine solche neue persönlich haftende Gesellschafterin aufgenommen wird, soll die CEWE Stiftung & Co. KGaA übergangsweise von den Kommanditaktionären allein fortgesetzt werden (Satz 2). Der Aufsichtsrat soll in diesem Fall beim zuständigen Gericht unverzüglich die Bestellung eines Notvertreters beantragen, der die Gesellschaft bis zur Aufnahme einer neuen persönlich haftenden Gesellschafterin vertritt, insbesondere für den Fall, dass eine Kapitalgesellschaft für die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin von der CEWE Stiftung & Co. KGaA erst noch erworben oder gegründet werden muss (Satz 3). Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Wechsel der persönlich haftenden Gesellschafterin zu berichtigen (Satz 4).
Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung wird durch ihren Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Damit obliegt ihm auch die Führung der Geschäfte der CEWE Stiftung & Co. KGaA. Der Vorstand der Stiftung wird durch das Kuratorium bestimmt, wobei ein Mitglied des Vorstandes – jenes, das sich um die Eigengeschäfte der Stiftung kümmert – durch die satzungsmäßigen Destinatäre der Stiftung bestimmt wird. Die Mitglieder des Vorstands werden für eine Funktionsperiode von bis zu fünf Jahren berufen. Über dienstrechtliche Fragen entscheidet das Kuratorium.
Für die Änderung der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA gelten die gesetzlichen Bestimmungen (§§ 179 ff., 285 Abs. 2 und 181 AktG).
Befugnisse des Vorstandes zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (§ 315a Abs. 1 Nr. 7 HGB)
Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hat eine Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals bis zum 30. Mai 2022 beschlossen. Die Ermächtigung ist erteilt worden, um die Aktien
- » mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) wieder über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre zu verkaufen;
- » mit Zustimmung des Aufsichtsrates, ganz oder zum Teil, einmal oder mehrfach, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden;
- » mit Zustimmung des Aufsichtsrates gegen Sachleistung zu veräußern; insbesondere können sie Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen angeboten oder gewährt werden;
- » mit Zustimmung des Aufsichtsrates Arbeitnehmern der Gesellschaft oder von anderen verbundenen Unternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG zum Erwerb anzubieten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als einem Jahr zuzusagen bzw. zu übertragen; die eigenen Aktien dürfen den Erwerbsberechtigten auch zur Erfüllung von Dividendenansprüchen aus Aktien der Gesellschaft zugesagt und übertragen werden.
- » mit Zustimmung des Aufsichtsrates Arbeitnehmern einschließlich den Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung im Rahmen eines Aktienoptionsprogrammes zum Erwerb anzubieten. In diesem Fall beträgt die Wartezeit vier Jahre. Die Einzelheiten der aktienbasierten Vergütung für die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt.
- » mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Veräußerung der aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworbenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
(§ 315a Abs. 1 Nr. 8 HGB)
In den mit den wesentlichen Bankpartnern abgeschlossenen Finanzierungsverträgen gibt es die üblichen Change-of-Control-Regelungen; diese machen unter Umständen eine Änderung, Ergänzung oder Neuregelung der bestehenden Kreditverträge erforderlich. Darüber hinaus gibt es keine Vereinbarungen der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, mit Dritten, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen und die für sich allein oder in ihrer Gesamtheit hieraus folgende Wirkungen haben könnten.
Entschädigungsvereinbarungen (§ 315a Abs. 1 Nr. 9 HGB)
Vereinbarungen der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung oder Arbeitnehmern getroffen wurden und zu Entschädigungen oder anderen Leistungen der Gesellschaft führen können, bestehen nicht.
der CEWE Stiftung & Co. KGaA
JAHRESABSCHLUSS DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
ERTRAGSLAGE
Das operative Geschäft der CEWE Stiftung & Co. KGaA stellt nur einen Ausschnitt der Geschäftstätigkeit der gesamten CEWE-Gruppe dar; die folgenden Absätze beziehen sich nur auf den Einzelabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA.
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2020 um 24,9 Mio. Euro bzw. 6,94 % auf 383,3 Mio. Euro. Wesentliche Ursache hierfür war das Wachstum des Geschäftsfeldes Fotofinishing im Inland.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 6,6 Mio. Euro im Vorjahr um 1,2 Mio. Euro auf 7,8 Mio. Euro, entsprechend 2,0 % vom Umsatz (Vorjahr: 1,8 %) bedingt durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Die Materialquote stieg geringfügig um 1,2 % auf 26,5 % (Vorjahr: 25,3 %). Absolut steigt der Materialaufwand auf 101,7 Mio. Euro (Vorjahr: 90,9 Mio. Euro) durch ein erhöhtes Geschäftsvolumen.
Entsprechend steigt auch der Personalaufwand um 4,4 Mio. Euro auf 103,5 Mio. Euro (Vorjahr: 99,1 Mio. Euro) bei einer um 0,7 % gesunkenen Personalaufwandsquote von 27,0 % (Vorjahr: 27,7 %).
Die Abschreibungen sind gegenüber Vorjahr um 1,7 Mio. Euro auf 21,6 Mio. Euro (Vorjahr: 20,0 Mio. Euro) gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen leicht um 0,9 Mio. Euro auf 105,9 Mio. Euro (Vorjahr: 105,0 Mio. Euro); quotal zum Umsatz sinken sie jedoch um 1,7 % auf 27,6 % (Vorjahr: 29,3 %) trotz gestiegener Mailorder-Logistikkosten in 2020.
Das Finanzergebnis verbessert sich von 9,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 11,9 Mio. Euro. Ursache hierfür ist im Wesentlichen das Beteiligungsergebnis an verbundenen Unternehmen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern steigt erneut auf jetzt 70,4 Mio. Euro (Vorjahr: 59,5 Mio. Euro), entsprechend 18,4 % vom Umsatz (Vorjahr: 16,6 %).
Durch das erhöhte Vorsteuerergebnis steigt der Steueraufwand auf 22,1 Mio. Euro (Vorjahr: 18,9 Mio. Euro), hiervon Ertragsteuern 22,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,7 Mio. Euro) bei konstanter Ertragsteuerquote.
So ist auch der Jahresüberschuss erneut verbessert mit 48,3 Mio. Euro (2019: 40,7 Mio. Euro) bei einer Umsatzrentabilität nach Steuern von 12,6 % (Vorjahr: 11,3 %).
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme der CEWE KGaA erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 97,9 Mio. Euro auf 624,1 Mio. Euro.
Dabei bleibt der Anteil des Anlagevermögens konstant mit 272,1 Mio. Euro (Vorjahr: 275,4 Mio. Euro).
Das Umlaufvermögen steigt um 100,0 Mio. Euro auf 348,0 Mio. Euro. Das resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der liquiden Mittel um 59,7 Mio. Euro auf 73,7 Mio. Euro sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 36,4 Mio. Euro auf 198,0 Mio. Euro. Der Vorratsbestand stieg ebenfalls um 6,8 Mio. Euro auf 20,2 Mio. Euro.
Das Eigenkapital erhöht sich durch den erzielten Bilanzgewinn abzüglich der im Geschäftsjahr 2020 für 2019 gezahlten Dividende um 30,4 Mio. Euro auf 342,2 Mio. Euro bei einer Eigenkapitalquote von jetzt 54,8 % (Vorjahr: 59,3 %). Weitere Erläuterungen im Anhang.
Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA
Wie im Vorjahr prägen auch 2020 die Entwicklung der Steuerrückstellungen mit + 11,3 Mio. Euro und die Pensionsrückstellung mit + 3,3 Mio. Euro die Rückstellungsentwicklung. Die Summe der Rückstellungen ist zum Stichtag 69,6 Mio. Euro (Vorjahr: 52,8 Mio. Euro).
Die Verbindlichkeiten steigen um 50,8 Mio. Euro auf 211,9 Mio. Euro, ursächlich sind im Wesentlichen der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 41,5 Mio. Euro (davon Cashpool-Verbindlichkeiten + 41,3 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 9,8 Mio. Euro auf 40,0 Mio. Euro).
Investitionen
Die Investitionen in das Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen verteilen sich über alle Standorte der KGaA mit 25,3 Mio. Euro auf Sachanlagen und 1,9 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mit 10,8 Mio. Euro ein Großteil der Sachanlageinvestitionen in den Bereich POS-Aktivitäten investiert, gefolgt von 6,9 Mio. Euro in Digitaldruck und 3,7 Mio. Euro in die EDV-Infrastruktur. Weitere Investitionen verteilen sich auf Gebäude, Fuhrpark und sonstige Einrichtungsgegenstände.
Die Finanzanlagen mindern sich gegenüber Vorjahr um 1,8 Mio. Euro durch Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungserwerb.
Zum 31. Dezember 2020 bestand ein Bestellobligo von 1,6 Mio. Euro, das sich mit 1,4 Mio. Euro auf Sachanlagen, hiervon 0,8 Mio. Euro in Verpackungstechnik, und 0,2 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände aufteilt.
Finanzierung
Die bestehenden Kreditfazilitäten sichern CEWE einen erweiterten finanziellen Spielraum. Die gesamte Kreditlinie der CEWE-Gruppe lag zum Jahresende bei 180,0 Mio. Euro (Vorjahr: 180,0 Mio. Euro). Nach Abzug der gesamten Kreditinanspruchnahme (1,2 Mio. Euro, Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) lagen die nicht gezogenen Kreditlinien bei 178,8 Mio. Euro (Vorjahr: 178,1 Mio. Euro). Die Finanzierungsstruktur gewährt einen großen strategischen Spielraum. Neben gezogenen Festkrediten (1,2 Mio. Euro, Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) bestehen langfristig bis zu sieben Jahren zugesagte, revolvierende Kreditlinien sowie laufend erneuerte Einjahreslinien, die insgesamt der Finanzierung des unterjährig saisonal stark schwankenden Liquiditätsbedarfs dienen. Neben diesem Gesamtvolumen bestehen für Akquisitionsprojekte zusätzliche Fazilitäten bis zu 120,0 Mio. Euro.
Alle langfristigen Kreditzusagen unterliegen banküblichen Vereinbarungen; es wurden keine Financial Covenants vereinbart. Sonstige wesentliche Sicherheiten wurden nicht gewährt. Es bestehen übliche Change-of-Control- sowie Sanktionsklauseln. Die Vereinbarungen gewähren einen ausreichend großen strategischen Bewegungsspielraum. Die Bedingungen für die Kredite bewegen sich auf marktüblichem Niveau. Das laufende Investitionsbudget der CEWE-Gruppe wird vollständig aus dem operativen Cash Flow finanziert, sodass die Kreditfazilitäten neben dem unterjährigen Liquiditätsausgleich für strategisch größere Schritte zur Verfügung stehen.
Für die CEWE Stiftung & Co. KGaA verbessert sich der nach DRS 21 ermittelte Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2020 auf 98,6 Mio. Euro (2019: 67,6 Mio. Euro). Er lag damit über dem Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von – 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: – 48,9 Mio. Euro). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ermittelt sich mit – 21,7 Mio. Euro (Vorjahr: – 15,3 Mio. Euro), sodass sich der Finanzmittelfonds auf 73,7 Mio. Euro verbessert (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro).
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht erläutert entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (§§ 285 Satz 1 Nr. 9, 289a Abs. 2, 314 Abs. 1 Nr. 6 und 315a Abs. 2 des Handelsgesetzbuches), den Regeln des DRS 17.10 und 14 ff. sowie den Hinweisen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 16. Dezember 2019 und früheren Fassungen die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung als Komplementärin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie deren Aufsichtsrat. Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurde kein externer Vergütungsexperte hinzugezogen, der die Angemessenheit der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat beurteilt hätte.
Der Kreis der Vorstandsmitglieder, über den zu berichten ist, bezieht sich auf den Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin und alleinige Geschäftsführerin in der CEWE Stiftung & Co. KGaA.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Vergütungssystem
Die Vergütungen für die Vorstandsmitglieder werden durch das Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung festgelegt. Sie setzen sich unverändert aus festen und erfolgsabhängig variablen Bezügen zusammen. Kriterien für die Bemessung der Gesamtvergütung sind neben den Vorstandsaufgaben der wirtschaftliche Erfolg und das Vergleichsumfeld der CEWE-Gruppe. Die Vergütungsstruktur soll eine nachhaltige und langfristige, positive Unternehmensentwicklung fördern. Vergütungselemente, die eine Verwässerung des Stammkapitals bewirken können, bestehen nicht. Ebenso gibt es keine Vereinbarungen über diskretionäre oder garantierte Bonuszahlungen. Die Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) werden dabei berücksichtigt. Bezüge von anderen Gesellschaften der CEWE-Gruppe wurden nicht gewährt.
Bestandteile des Vergütungssystems für den Vorstand
Die Vorstandsmitglieder erhalten als Vergütung für ihre Tätigkeit eine Festvergütung und variable Vergütung, die, ohne die Nebenleistungen, maximal die Höhe der Festvergütung betragen können. Die Festvergütungen bestehen aus einem monetären Fixum sowie aus Sachbezügen; die variablen Vergütungen enthalten eine Tantieme sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Die Festvergütung ist erfolgsunabhängig und wird als monatlich gleichbleibendes Gehalt ausgezahlt. Weiterhin erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die in Höhe der zu versteuernden Werte angesetzt sind. Im Wesentlichen handelt es sich um die Nutzung eines Dienstwagens sowie um berufsbezogene Versicherungsbeiträge; die Sachbezüge stehen ihnen in gleicher Weise zu und werden von den einzelnen Vorstandsmitgliedern versteuert. Schließlich haben sie Anspruch auf Erstattung von Bewirtungsaufwendungen und Reisekosten in Höhe der steuerlichen Höchstsätze, soweit sie ausschließlich im Interesse der Stiftung anfallen.
Die variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsteile sind aufgeteilt in drei Komponenten und bestehen aus einem jährlich auszuzahlenden Tantiemeanteil (Tantieme I), einem mehrjährigen Tantiemeanteil (Tantieme II) sowie einem langfristigen, aktienbasierten Vergütungsbestandteil. Die Vergütungsteile haben folgenden wesentlichen Inhalt.
Die Tantieme in ihrem jährlichen sowie ihrem mehrjährigen Anteil (Tantieme I und Tantieme II) orientiert sich für das Berichtsjahr und das Vorjahr am Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie an den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte der CEWE-Gruppe. Sie ist insgesamt begrenzt auf maximal 100 % der Festbezüge desselben Jahres. Dabei werden nur solche abschreibungsrelevanten Tantiemeanteile berücksichtigt, die durch das Vorsteuerergebnis verdient wurden (verdiente Abschreibungen). Eine mehrjährige Bemessungsgrundlage für die variablen Vergütungsbestandteile wird für die überwiegende Mehrzahl der Dienstverträge dadurch hergestellt, dass die Tantieme I (jährliche Sonderzahlung) und die Tantieme II (mehrjährige Sonderzahlung) jeweils getrennt berechnet werden. So orientiert sich der einjährige Tantiemeanspruch (Tantieme I) am Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie an den Abschreibungen der CEWE-Gruppe. Der mehrjährige Tantiemeanspruch (Tantieme II) wird dagegen direkt mit dem Ergebnis vor Steuern (EBT) berechnet, wobei eine Verzinsung nicht stattfindet. Das Guthaben aus der Tantieme II wird für die mehrjährige Dauer der persönlichen Vertragslaufzeit zurückbehalten und endfällig ausgezahlt. Für Herrn Berkhouwer besteht für das Berichtsjahr letztmalig die Regelung für die variablen Vergütungsbestandteile von Tantieme I und Tantieme II, dass nur 80 % des errechneten Gesamtanspruchs im Folgejahr des relevanten Geschäftsjahres ausbezahlt wird (Tantieme I). Der Rest von 20 % (Tantieme II) wird dem Konto der persönlichen Bonusbank gutgeschrieben.
Anzahl Ausgegebene Rechte
Zeitwert Euro/Opt.
AOP 2019 Vorstand 7 8.400 12,82 107.688,00 81,00 125 101,25 AOP 2017 Vorstand 7 8.400 20,20 169.680,00 74,00 125 92,50 AOP 2016 Vorstand 8 9.600 18,06 173.376,00 74,00 125 92,50
Zeitwert in Euro
Basispreis Euro/Opt.
Erfolgsaufschlag in % Erfolgsziel Euro/Opt.
Die Bonusbankguthaben werden mit 5,0 % p. a. verzinst und einschließlich der Zinsgutschrift endfällig ausgezahlt. Der mit Herrn Berkhouwer für das folgende Geschäftsjahr 2021 abgeschlossene Dienstvertrag enthält die gleiche Regelung für die variablen Vergütungsbestandteil, wie bei den übrigen Vorstandsmitgliedern. Wirtschaftlich besteht zwischen den leicht unterschiedlichen Tantieme-Regelungen kein wesentlicher Unterschied.
Im Falle des vorzeitigen Ausscheidens gelten Regeln für eine anteilige Auszahlung. Bei der Ermittlung von Tantieme I und Tantieme II gehen außergewöhnliche Entwicklungen (etwa die Veräußerung von Unternehmensanteilen und die Hebung stiller Reserven) nicht ein. Im Falle der Verschlechterung der Lage der CEWE Stiftung & Co. KGaA kann die Neumüller CEWE COLOR Stiftung die Bezüge auf eine angemessene Höhe herabsetzen, wenn die Weitergewährung ansonsten unbillig wäre.
Zur Einrichtung einer weiteren langfristigen, erfolgsabhängigen Vergütungskomponente, die den Berichtszeitraum betrifft, wurden in den Jahren 2014 bis 2017 und 2019 Aktienoptionsprogramme aufgelegt, an denen die jeweils aktiven Vorstandsmitglieder teilnehmen konnten. Alle Aktienoptionsprogramme (AOP 2015, AOP 2016, AOP 2017 und AOP 2019) hatten und haben im Wesentlichen die gleichen Bedingungen. Die Teilnahme selbst und der Umfang des Optionserwerbs waren den Mitgliedern des Vorstandes bis zu einer maximalen Gesamtzahl freigestellt. An den Programmen AOP 2015, AOP 2016, AOP 2017 und AOP 2019 haben alle Vorstandsmitglieder in dem ihnen angebotenen vollen Umfang teilgenommen. Basispreise, Erfolgsziele und Fair Value der Optionsrechte aus den zurzeit laufenden Optionsprogrammen sind wie nachfolgend dargestellt; zu den näheren Angaben über die Programme siehe Seiten 137 ff.
Nach Ablauf der Wartezeit von vier Jahren wurde im Berichtsjahr 2020 das AOP 2015 abgewickelt.
Aktienoptionsprogramme – Zeitwerte, Basispreise und Erfolgsziele
Anzahl Teilnehmer
Gesamt Vorstand 26.400 450.744,00
Für alle Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte der CEWE-Gruppe im In- und Ausland unterhält die Gesellschaft eine Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung. Sie wird jährlich abgeschlossen bzw. verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird (D & O-Versicherung). Der Deckungsschutz für die Vorstandsmitglieder und die Aufsichtsratsmitglieder der CEWE Stiftung & Co. KGaA wurde so gestaltet, dass er den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entspricht. So verbleiben 10 % eines möglichen Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung bei dem versicherten Vorstand. Dem einzelnen Vorstandsmitglied bleibt es überlassen, privat auf eigene Rechnung für ergänzenden Deckungsschutz zu sorgen. Versicherungsschutz besteht außerdem im Rahmen von Versicherungen für Manager-Haftpflicht und Strafrechtsschutz für sämtliche Betriebsangehörige (Jahresgesamtaufwand 85 TEuro, Vorjahr: 62 TEuro). Mitversichert sind hier auch die gesetzlichen Vertreter und die Mitglieder des Aufsichtsorgans gegen Verstöße, die sie in Ausübung ihrer dienstlichen Verrichtung begehen oder begangen haben sollen. Schließlich besteht eine Unfallversicherung (Jahresgesamtaufwand 7 TEuro, Vorjahr: 7 TEuro) für alle leitenden Angestellten, in die auch alle Vorstandsmitglieder aufgenommen sind.
Individuelle Vergütung für den Vorstand für das Jahr 2020
Der nachfolgende Ausweis der Vergütungen des Geschäftsjahres 2020 berücksichtigt zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen auch die Hinweise des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). So orientiert sich die Darstellung der gewährten und der zugeflossenen Zuwendungen an den bisher vom Kodex empfohlenen Mustertabellen. Dabei werden auch die Werte, die im Maximum erreicht werden können, angegeben. Ansprüche auf Minimalwerte bestehen außer den Festvergütungen nicht. In den beiden Tabellen soll unterschieden werden zwischen den möglichen und in Aussicht gestellten Bezügen (gewährten Zuwendungen) und den tatsächlich realisierten Bezügen für das Geschäftsjahr (zugeflossenen Zuwendungen). Die dargestellten Zeitwerte der gewährten aktienbasierten Vergütungen wurden nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt.
Die gewährten Gesamtvergütungen der Mitglieder des Vorstandes der Neumüller CEWE COLOR Stiftung für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen als feste und variable Vergütungen im Geschäftsjahr 2020 belaufen sich auf insgesamt 5.539 TEuro (Vorjahr: 4.855 TEuro). Für die einzelnen Vorstandsmitglieder gliedern sich die gewährten Bezüge wie folgt:
Gewährte Vergütungen in Euro
| Dr. Christian Friege Vorstandsvorsitzender und Vorstand Vertrieb In- und Ausland in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Patrick Berkhouwer Vorstand Ausland und Expansion in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Dr. Reiner Fageth Vorstand Technik und F & E in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Carsten Heitkamp Vorstand deutsche Betriebe in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | |||||||||
| Feste Vergütung | ||||||||||||||||
| Festvergütung | 360.000 | 420.000 | 420.000 | 420.000 | 240.000 | 270.000 | 270.000 | 270.000 | 258.000 | 270.000 | 270.000 | 270.000 | 252.000 | 270.000 | 270.000 | 270.000 |
| Nebenleistungen | 14.570 | 14.621 | 14.621 | 14.621 | 25.323 | 15.308 | 15.308 | 15.308 | 16.654 | 17.328 | 17.328 | 17.328 | 16.903 | 16.806 | 16.806 | 16.806 |
| Feste Vergütung gesamt |
374.570 | 434.621 | 434.621 | 434.621 | 265.323 | 285.308 | 285.308 | 285.308 | 274.654 | 287.328 | 287.328 | 287.328 | 268.903 | 286.806 | 286.806 | 286.806 |
| Variable Vergütung | ||||||||||||||||
| Einjährige variable Vergütung |
143.376 | 149.762 | 0 | 420.000 | 112.390 | 144.078 | 0 | 216.000 | 97.086 | 117.498 | 0 | 270.000 | 112.390 | 117.498 | 0 | 270.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||||||||||
| Tantieme II | 35.844 | 86.074 | 0 | 28.097 | 36.019 | 0 | 54.000 | 48.532 | 70.424 | 0 | 28.097 | 70.424 | 0 | |||
| Aktienoptionsplan | 11.478 | 15.324 | 0 | 15.324 | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 |
| Variable Vergütung gesamt |
190.698 | 251.160 | 0 | 435.324 | 154.713 | 195.421 | 0 | 285.324 | 159.844 | 203.246 | 0 | 285.324 | 154.713 | 203.246 | 0 | 285.324 |
| Versorgungsaufwand | 423.660 | 462.653 | 462.653 | 462.653 | 318.535 | 375.973 | 375.973 | 375.973 | 313.257 | 356.989 | 356.989 | 356.989 | 298.731 | 324.552 | 324.552 | 324.552 |
| Gesamtvergütung (DCGK) |
988.928 | 1.148.434 | 897.274 | 1.332.598 | 738.571 | 856.702 | 661.281 | 946.605 | 747.755 | 847.563 | 644.317 | 929.641 | 722.347 | 814.604 | 611.358 | 896.682 |
| Gewährte Vergütungen in Euro | ||
|---|---|---|
| -- | ------------------------------ | -- |
| Dr. Olaf Holzkämper Vorstand Finanzen und Controlling in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Thomas Mehls Vorstand Marketing und Akquisition in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Frank Zweigle Vorstand Verwaltung der Stiftung in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Gesamt Gewährte Vergütungen Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | |||||||||
| Feste Vergütung | ||||||||||||||||
| Festvergütung | 258.000 | 270.000 | 270.000 | 270.000 | 252.000 | 270.000 | 270.000 | 270.000 | 96.000 | 96.000 | 96.000 | 96.000 | 1.716.000 | 1.866.000 | 1.866.000 | 1.866.000 |
| Nebenleistungen | 13.712 | 15.512 | 15.512 | 15.512 | 15.253 | 15.985 | 15.985 | 15.985 | 11.425 | 9.301 | 9.301 | 9.301 | 113.840 | 104.861 | 104.861 | 104.861 |
| Feste Vergütung gesamt |
271.712 | 285.512 | 285.512 | 285.512 | 267.253 | 285.985 | 285.985 | 285.985 | 107.425 | 105.301 | 105.301 | 105.301 | 1.829.840 | 1.970.861 | 1.970.861 | 1.970.861 |
| Variable Vergütung | ||||||||||||||||
| Einjährige variable Vergütung |
97.086 | 117.498 | 0 | 270.000 | 112.390 | 117.498 | 0 | 270.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 674.718 | 763.831 | 0 | 1.716.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||||||||||
| Tantieme II | 48.827 | 70.424 | 0 | 28.097 | 70.424 | 0 | 0 | 0 | 0 | 217.494 | 403.790 | 0 | 54.000 | |||
| Aktienoptionsplan | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 | 96.834 | 107.268 | 0 | 107.268 |
| Variable Vergütung gesamt |
160.139 | 203.246 | 0 | 285.324 | 154.713 | 203.246 | 0 | 285.324 | 14.226 | 15.324 | 0 | 15.324 | 989.046 | 1.274.890 | 0 | 1.877.268 |
| Versorgungsaufwand | 328.464 | 379.068 | 379.068 | 379.068 | 353.237 | 393.526 | 393.526 | 393.526 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.035.884 | 2.292.761 | 2.292.761 | 2.292.761 |
| Gesamtvergütung (DCGK) |
760.315 | 867.826 | 664.580 | 949.904 | 775.203 | 882.757 | 679.511 | 964.835 | 121.651 | 120.625 | 105.301 | 120.625 | 4.854.770 | 5.538.512 | 4.263.622 | 6.140.890 |
Die Festvergütungen der amtierenden Vorstandsmitglieder wurden in Einzelfällen so angepasst, dass sie mit Ausnahme der Herren Dr. Friege und Zweigle mit dem 1. Januar 2020 gleich hoch waren. Sie blieben bis zum Stichtag 31. Dezember 2020 unverändert. Herr Zweigle bezieht ausschließlich Festvergütungen; für ihn bestehen keine Tantiemeregelungen und keine vorstandstypische Versorgungszusage. Die Nebenleistungen enthalten übernommene Kosten bzw. den geldwerten Vorteil, etwa für die Bereitstellung von Dienstwagen oder den Abschluss von Versicherungen.
Die variablen, erfolgsabhängig gewährten Vergütungen für die aktiven Vorstandsmitglieder lagen im Berichtsjahr bei insgesamt 1.275 TEuro und damit über denen des Vorjahres (989 TEuro). Bei den einjährigen variablen Vergütungen betreffen die gewährten Werte das Geschäftsjahr, in dem die Voraussetzungen für die tatsächlichen Ansprüche auf die Bezüge (hier das Vorsteuerergebnis und die Beträge der Abschreibungen) eingetreten sind (Tantieme I). Die auf dieser Basis festgestellten Beträge fließen erst im Folgejahr zu. Die mehrjährigen variablen Vergütungen betreffen die Anteile der Tantieme II sowie den in den Jahren der Wartezeit für die Aktienoptionsprogramme gemäß IFRS 2.10 ff. erfassten Aufwand aus der Zugangsbewertung der aktienbasierten Vergütung; maßgeblich ist hier der beizulegende Zeitwert am Zusagetag. Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstandsmitglied keinem der Herren Leistungen gewährt worden. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der Neumüller CEWE COLOR Stiftung für das Geschäftsjahr 2020 mit Auszahlung im Jahr 2021 (Tantieme I) werden in Höhe von 764 TEuro über denen des Jahres 2020 (675 TEuro) liegen.
In die Konten der persönlichen Ansprüche aus der Tantieme II wurden insgesamt 404 TEuro eingestellt (Vorjahr: 217 TEuro). Die Konten der Vorstandsmitglieder wiesen zum 31. Dezember 2020 einschließlich der anteiligen vertraglichen Zinsen im Einzelnen folgenden Stand aus:
Tantieme II in Euro
| Anfangs | Zuführung | Auszahlung | Endbestand | Zuführung | Auszahlung | Endbestand | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| bestand 01.01.2019 |
2019 | 2019 | 31.12.2019 | 2020 | 2020 | 31.12.2020 | |
| Dr. Christian Friege (Vorsitzender) |
63.012 | 35.844 | 0 | 98.856 | 86.074 | – 103.504 | 81.426 |
| Patrick Berkhouwer | 73.803 | 28.097 | 0 | 101.900 | 36.019 | 0 | 137.920 |
| Dr. Reiner Fageth | 115.008 | 48.532 | – 114.713 | 48.826 | 70.424 | 0 | 119.251 |
| Carsten Heitkamp | 50.104 | 28.097 | 0 | 78.201 | 70.424 | – 81.469 | 67.156 |
| Dr. Olaf Holzkämper | 50.427 | 48.827 | 0 | 99.254 | 70.424 | 0 | 169.678 |
| Thomas Mehls | 50.104 | 28.097 | 0 | 78.201 | 70.424 | – 81.469 | 67.156 |
| Frank Zweigle | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt aktive Vorstandsmitglieder |
402.457 | 217.494 | – 114.713 | 505.238 | 403.790 | – 266.443 | 642.585 |
Die Auszahlungsbeträge für Ansprüche aus der Tantieme II betrugen im Berichtsjahr 404 TEuro (Vorjahr: 217 TEuro).
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss im Geschäftsjahr 2020 aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung sowie den Versorgungsaufwand aus. Abweichend von der oben dargestellten, für das Geschäftsjahr gewährten Vergütung beinhaltet diese Tabelle die tatsächlichen Beträge der in den Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2020 zugeflossenen Vergütungen. Bei den Zuflüssen aus dem Aktienoptionsprogramm 2015 sind sowohl solche aus der Barausübung als auch jene aus dem privilegierten Kauf von CEWE-Aktien in Summe der jeweiligen geldwerten Vorteile enthalten.
Im Geschäftsjahr 2020 sind den aktiven Mitgliedern des Vorstandes der Neumüller CEWE COLOR Stiftung Gesamtvergütungen als feste und variable Bestandteile von insgesamt 5.584 TEuro (Vorjahr: 4.826 TEuro) zugeflossen. Bei den gesamten festen Vergütungen entsprechen die zugeflossenen Beträge denen der gewährten Werte (siehe oben). Für die einzelnen Vorstandsmitglieder gliedern sich die Bezüge wie folgt:
Vergütungsbericht
Zugeflossene Vergütungen in Euro
| Dr. Christian Friege Vorstandsvorsitzender und Vorstand Vertrieb In- und Ausland in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Patrick Berkhouwer Vorstand Ausland und Expansion in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Dr. Reiner Fageth Vorstand Technik und F & E in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Carsten Heitkamp Vorstand deutsche Betriebe in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Dr. Olaf Holzkämper Vorstand Finanzen und Controlling in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Thomas Mehls Vorstand Marketing und Akquisition in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Frank Zweigle Vorstand Verwaltung der Stiftung in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
Gesamt Color Stiftung |
Zugeflossene Vergütungen Vorstand der Neumüller CEWE |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | |||||
| Feste Vergütung | ||||||||||||||||||||
| Festvergütung | 360.000 | 420.000 | 240.000 | 270.000 | 258.000 | 270.000 | 252.000 | 270.000 | 258.000 | 270.000 | 252.000 | 270.000 | 96.000 | 96.000 | 1.716.000 | 1.866.000 | ||||
| Nebenleistungen | 14.570 | 14.621 | 25.323 | 15.308 | 16.654 | 17.328 | 16.903 | 16.806 | 13.712 | 15.512 | 15.253 | 15.985 | 11.425 | 9.301 | 113.840 | 104.861 | ||||
| Feste Vergütung gesamt |
374.570 | 434.621 | 265.323 | 285.308 | 274.654 | 287.328 | 268.903 | 286.806 | 271.712 | 285.512 | 267.253 | 285.985 | 107.425 | 105.301 | 1.829.840 | 1.970.861 | ||||
| Variable Vergütung | ||||||||||||||||||||
| Einjährige variable Vergütung |
132.641 | 143.376 | 104.771 | 112.390 | 104.771 | 97.086 | 104.771 | 112.390 | 85.420 | 97.086 | 104.771 | 112.390 | 0 | 0 | 637.145 | 674.718 | ||||
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||||||||||||||
| Tantieme II | 0 | 103.504 | 0 | 0 | 114.713 | 0 | 0 | 81.469 | 0 | 0 | 0 | 81.469 | 0 | 0 | 114.713 | 266.443 | ||||
| Aktienoptionsplan | 0 | 0 | 35.160 | 66.420 | 35.996 | 64.260 | 33.720 | 58.680 | 33.525 | 63.420 | 34.500 | 64.260 | 35.130 | 62.535 | 208.031 | 379.575 | ||||
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| Variable Vergütung gesamt |
132.641 | 246.880 | 139.931 | 178.810 | 255.480 | 161.346 | 138.491 | 252.539 | 118.945 | 160.506 | 139.271 | 258.119 | 35.130 | 62.535 | 959.889 | 1.320.736 | ||||
| Versorgungs aufwand |
423.660 | 462.653 | 318.535 | 375.973 | 313.257 | 356.989 | 298.731 | 324.552 | 328.464 | 379.068 | 353.237 | 393.526 | 0 | 0 | 2.035.884 | 2.292.761 | ||||
| Gesamtvergütung (DCGK) |
930.871 | 1.144.154 | 723.789 | 840.091 | 843.391 | 805.663 | 706.125 | 863.897 | 719.121 | 825.086 | 759.761 | 937.630 | 142.555 | 167.836 | 4.825.613 | 5.584.358 |
Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstandsmitglied keinem der Herren Leistungen zugeflossen.
Zusagen an den Vorstand für den Fall der Beendigung der Tätigkeit
Für die Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionszusagen. Die Höhe der Pensionsansprüche ermittelt sich aus den zuletzt bezogenen Festbezügen für die Tätigkeit als Vorstand in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung. Insgesamt ist der Versorgungsanspruch nach mindestens 15 Jahren Vorstandstätigkeit auf zwei Drittel bzw. auf 60 % der zuletzt bezogenen Festbezüge begrenzt. Die Struktur der Altersversorgung gilt mit Ausnahme von Herrn Zweigle gleichermaßen für alle Vorstandsmitglieder der Neumüller CEWE COLOR Stiftung.
Eine Hinterbliebenenversorgung ist grundsätzlich nicht Teil der gegebenen Zusagen. Für die Herren Dr. Reiner Fageth, Dr. Olaf Holzkämper und Patrick Berkhouwer wurde aber abweichend von der oben beschriebenen Versorgungsregelung eine Hinterbliebenenversorgung eingerichtet, die unter versicherungsmathematischen Gesichtspunkten durch eine Absenkung der Altersleistungen im Vergleich zu den im Grundsatz bestehenden Regelungen kostenneutral ist. Der Dienstzeitaufwand für Altersversorgung im Jahr 2020 stellt sich unter einem Rechnungszins von 0,7 % (Vorjahr: 1,8 %) gemäß der Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens nach IFRS wie unten gezeigt dar.
Schließlich wird für die Herren Dr. Reiner Fageth und Dr. Olaf Holzkämper im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zusätzlich eine Lebensversicherung mit Kapitalzahlung im vorzeitigen Todesfall als Hinterbliebenenversorgung oder im Erlebensfall als Altersversorgung über eine Versicherungssumme von jeweils 38 TEuro unterhalten. Die jährlichen Aufwendungen hierfür betragen pro Vorstandsmitglied jeweils 1 TEuro (Vorjahr: 1 TEuro). Kredite und Vorschüsse sind nicht gewährt worden. Des Weiteren wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder des Vorstandes eingegangen.
Vorstandspensionen Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung in TEuro
| 2019 | 2020 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erworbene Pensions ansprüche |
Pensions ansprüche 31.12.2019 |
Dienstzeit aufwand für Alters versorgung |
Zurück gestellte Pensions verpflichtung |
Erworbene Pensions ansprüche |
Pensions ansprüche 31.12.2020 |
Dienstzeit aufwand für Alters versorgung |
Zurück gestellte Pensions verpflichtung |
||||
| Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung | |||||||||||
| Dr. Christian Friege (Vorsitzender) | 15 | 58 | 316 | 1.700 | 26 | 84 | 428 | 2.321 | |||
| Patrick Berkhouwer | 9 | 36 | 253 | 1.279 | 14 | 50 | 322 | 1.889 | |||
| Dr. Reiner Fageth | 24 | 87 | 258 | 2.458 | 13 | 100 | 316 | 3.130 | |||
| Carsten Heitkamp | 11 | 67 | 249 | 1.799 | 17 | 84 | 302 | 2.281 | |||
| Dr. Olaf Holzkämper | 10 | 64 | 258 | 2.195 | 12 | 76 | 332 | 2.903 | |||
| Thomas Mehls | 10 | 60 | 275 | 2.129 | 16 | 76 | 357 | 2.766 | |||
| Frank Zweigle | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |||
| Gesamt aktive Vorstände | 79 | 372 | 1.609 | 11.560 | 98 | 470 | 2.057 | 15.290 | |||
| Dr. Rolf Hollander (bis 30.06.2017) | 0 | 312 | 0 | 7.026 | 12 | 324 | 0 | 7.230 | |||
| Andreas F. L. Heydemann (bis 31.12.2015) | 0 | 97 | 0 | 2.100 | 0 | 97 | 0 | 2.086 | |||
| Harald H. Pirwitz (bis 31.12.2015) | 0 | 110 | 0 | 2.161 | 0 | 110 | 0 | 2.135 | |||
| Gesamt ehemalige Vorstände | 0 | 519 | 0 | 11.287 | 12 | 531 | 0 | 11.451 | |||
| Gesamt CEWE Stiftung & Co. KGaA | 79 | 891 | 1.609 | 22.847 | 110 | 1.001 | 2.057 | 26.741 |
Vergütungsbericht
Betriebliche Altersversorgung in TEuro
| 2019 | 2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erworbene Pensions ansprüche |
Pensions ansprüche 31.12.2019 |
Dienstzeit aufwand für Alters versorgung |
Erworbene Pensions ansprüche |
Pensions ansprüche 31.12.2020 |
Dienstzeit aufwand für Alters versorgung |
|
| Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung |
||||||
| Dr. Christian Friege (Vorsitzender) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Patrick Berkhouwer | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Dr. Reiner Fageth | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Carsten Heitkamp | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Dr. Olaf Holzkämper | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Thomas Mehls | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Frank Zweigle | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamt aktive Vorstände | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Andreas F. L. Heydemann (bis 31.12.2015) | 0,0 | 3,0 | 0,0 | 0,0 | 3,0 | 0,0 |
| Gesamt ausgeschiedene Vorstände | 0,0 | 3,0 | 0,0 | 0,0 | 3,0 | 0,0 |
| Gesamt CEWE Stiftung & Co. KGaA | 0,0 | 3,0 | 0,0 | 0,0 | 3,0 | 0,0 |
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses gelten für die Vorstandsmitglieder folgende Regelungen: Bei einer Abberufung aus wichtigem Grund ist der Vertrag zum Zeitpunkt der Abberufung beendet. Erfolgt die Abberufung nicht aus wichtigem Grund oder hat das Vorstandsmitglied diesen nicht zu vertreten, so werden die Festbezüge bis zum Ende der Vertragslaufzeit gezahlt. Darüber hinaus erhält das Vorstandsmitglied in diesem Fall eine Abfindung in Höhe der Hälfte eines Jahresfestgehaltes, wenn der Zeitraum bis zum Pensionsbeginn mindestens zwölf Monate beträgt, ansonsten einen anteiligen Ausgleichsbetrag. Für die Auszahlung eines etwaigen positiven Guthabens für Tantieme II gelten Regeln für eine anteilige Auszahlung. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstandes für den Fall eines Übernahmeangebotes (§ 315a Abs. 1 Nr. 9 HGB siehe Seite 69).
Schließlich wurde für alle Vorstandsmitglieder ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart. Sofern dieses zur Anwendung kommt, erhalten die Vorstände für die Dauer von maximal zwei Jahren für jedes Jahr der sie jeweils betreffenden Geltung des Wettbewerbsverbots die Hälfte aller zuletzt bei der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bezogenen vertragsmäßigen Leistungen (Karenzentschädigung). Die Entschädigung wird monatlich ratierlich ausgezahlt. Im Falle der Zahlung von Versorgungsbezügen werden die zu zahlenden Karenzentschädigungen gekürzt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich aus der Satzung und setzt sich aus einem festen und drei variablen Bestandteilen zusammen. Die feste Vergütung beläuft sich auf 6.000 Euro jährlich, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrates das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache des genannten Betrages erhält. Weiterhin erhält jedes Aufsichtsratsmitglied ein Sitzungsgeld von 1.000 Euro für jede Sitzungsteilnahme. Diese Beträge sind nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar.
Daneben erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgs- und eine dividendenabhängige jährliche Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung bemisst sich an dem unverwässerten Gewinn pro Kommanditaktie nach IFRS und beträgt 250,00 Euro je 0,05 Euro desjenigen Teils des Gewinns, der den Gewinn von 0,25 Euro je Kommanditaktie übersteigt. Die dividendenabhängige Vergütung wird wie folgt berechnet: Soweit eine Dividende von mehr als 0,25 Euro je Kommanditaktie beschlossen wird, beträgt die Vergütung 500,00 Euro je 0,05 Euro desjenigen Teils der Dividende, der die Dividende von 0,25 Euro je Kommanditaktie übersteigt. Auch hier erhält der Vorsitzende des Aufsichtsrates das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der erfolgs- und dividendenabhängigen Vergütung. Für alle ist sie zahlbar zehn Tage nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das betreffende Geschäftsjahr beschließt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.
CEWE GESCHÄFTSBERICHT 2020 CEWE auf einen Blick An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen
Folgende Vergütungen sind an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt worden:
Aufsichtsrat Bezüge, Aktienbesitz, Optionsrechte in TEuro
| 2019 1 | 2020 2 | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fest vergütung |
Sitzungs gelder |
Erfolgs abhängige |
Dividen denab |
Bezüge gesamt |
Aktien besitz |
Options rechte |
Fest vergütung |
Sitzungs gelder |
Erfolgs abhängige |
Dividen denab |
Bezüge gesamt |
Aktien besitz |
Options rechte |
||
| Vergütung | hängige Vergütung |
Anzahl | Anzahl | Vergütung | hängige Vergütung |
Anzahl | Anzahl | ||||||||
| Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA | |||||||||||||||
| Otto Korte (Vorsitzender) | 12,0 | 7,0 | 48,0 | 34,0 | 101,0 | 550 | 0 | 12,0 | 8,0 | 41,5 | 35,0 | 96,5 | 550 | 0 | |
| Paolo Dell' Antonio | 6,0 | 5,0 | 24,0 | 17,0 | 52,0 | 0 | 0 | 6,0 | 4,0 | 20,8 | 17,5 | 48,3 | 0 | 0 | |
| Patricia Geibel-Conrad (seit 06.06.2018) | 6,0 | 7,0 | 14,0 | 9,9 | 36,9 | 0 | 0 | 6,0 | 8,0 | 20,8 | 17,5 | 52,3 | 0 | 0 | |
| Prof. Dr. Christiane Hipp | 6,0 | 5,0 | 24,0 | 17,0 | 52,0 | 0 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 0 | 0 | |
| Corinna Linner (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 10,0 | 7,1 | 17,1 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | |
| Prof. Dr. Michael Paetsch (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 10,0 | 7,1 | 17,1 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | |
| Dr. Birgit Vemmer (seit 06.06.2018) | 6,0 | 5,0 | 14,0 | 9,9 | 34,9 | 0 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 0 | 0 | |
| Dr. Hans-Henning Wiegmann | 6,0 | 5,0 | 24,0 | 17,0 | 52,0 | 0 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 0 | 0 | |
| Zwischensumme | 42,0 | 34,0 | 168,0 | 119,0 | 363,0 | 550,0 | 0,0 | 42,0 | 35,0 | 145,3 | 122,5 | 344,8 | 550,0 | 0,0 | |
| Vera Ackermann (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 10,0 | 7,1 | 17,1 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | |
| Petra Adolph (seit 06.06.2018) | 6,0 | 4,0 | 14,0 | 9,9 | 33,9 | 0 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 0 | 0 | |
| Dr. Christina Debus (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 10,0 | 7,1 | 17,1 | 0 | 900 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 600 | |
| Angelika Eßer (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 10,0 | 7,1 | 17,1 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | |
| Marion Gerdes (seit 06.06.2018) | 6,0 | 7,0 | 14,0 | 9,9 | 36,9 | 36 | 1.850 | 6,0 | 8,0 | 20,8 | 17,5 | 52,3 | 40 | 1.100 | |
| Insa Lukaßen (seit 06.06.2018) | 6,0 | 5,0 | 14,0 | 9,9 | 34,9 | 28 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 31 | 0 | |
| Philipp Martens (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 10,0 | 7,1 | 17,1 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | |
| Alexander Oyen (seit 06.06.2018) | 6,0 | 5,0 | 14,0 | 9,9 | 34,9 | 0 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 0 | 0 | |
| Markus Schwarz (stellvertretender Vorsitzender) | 9,0 | 7,0 | 31,0 | 22,0 | 69,0 | 45 | 0 | 9,0 | 8,0 | 31,1 | 26,3 | 74,4 | 45 | 0 | |
| Thorsten Sommer (bis 06.06.2018) | 0,0 | 0,0 | 15,0 | 10,6 | 25,6 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | |
| Elwira Wall (seit 06.06.2018) | 6,0 | 5,0 | 14,0 | 9,9 | 34,9 | 45 | 0 | 6,0 | 5,0 | 20,8 | 17,5 | 49,3 | 48 | 0 | |
| Zwischensumme | 39,0 | 33,0 | 156,0 | 110,5 | 338,5 | 155 | 2.750 | 39,0 | 36,0 | 134,9 | 113,8 | 323,6 | 164 | 1.700 | |
| Aufsichtsrat CEWE Stiftung & Co. KGaA | 81,0 | 67,0 | 324,0 | 229,5 | 701,5 | 705 | 2.750 | 81,0 | 71,0 | 280,1 | 236,3 | 668,4 | 714 | 1.700 |
1 Festvergütung und Sitzungsgelder für 2019, zahlbar nach Geschäftsjahresende in 2020; erfolgs- und dividendenabhängige Vergütung für das Geschäftsjahr 2018, zahlbar 10 Werktage nach der Hauptversammlung 2019
2 Festvergütung und Sitzungsgelder für 2020, zahlbar nach Geschäftsjahresende in 2021; erfolgs- und dividendenabhängige Vergütung für das Geschäftsjahr 2019, zahlbar 10 Werktage nach der Hauptversammlung 2020
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern etwaige auf ihre Vergütung entfallende Umsatzsteuer. Die vorgenannten Beträge verstehen sich ohne Umsatzsteuer. Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied keinem der Mitglieder des Aufsichtsrates Leistungen gewährt worden oder zugeflossen. Schließlich sind an keines der Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gewährt oder gezahlt worden.
Auch Aufsichtsratsmitglieder sind in den Schutz der D & O-Versicherung einbezogen. Für sie wurde ein Selbstbehalt von 10 % des möglichen Schadens bis zur Höhe von insgesamt dem Eineinhalbfachen der festen Aufsichtsratsvergütung eingerichtet. Kredite und Vorschüsse an Aufsichtsräte sind nicht gewährt worden. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten eingegangen.
VERGÜTUNG FRÜHERER MITGLIEDER DES VORSTANDS
Vergütung ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands
Die ehemaligen Vorstandsmitglieder Andreas F. L. Heydemann und Harald Pirwitz sind mit dem 31. Dezember 2015 ausgeschieden. Entsprechend den Bedingungen der Aktienoptionspläne haben die Herren Dr. Hollander, Heydemann und Pirwitz ihre Optionsrechte aus dem Programm 2015 behalten; sie wurden vollständig ausgeübt. Die gewährten mehrjährigen variablen Vergütungen werden in den Jahren der Wartezeit für die Aktienoptionsprogramme gemäß IFRS 2.10 ff. in Höhe des erfassten Aufwands aus der Zugangsbewertung der aktienbasierten Vergütung gezeigt. Im Einzelnen stellen sich die Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder, soweit es sich nicht um Versorgungsbezüge handelt, insgesamt wie folgt dar:
Vergütungsbericht
Gewährte Vergütungen ehemaliger Vorstandsmitglieder in Euro
| Dr. Rolf Hollander Vorsitzender des Vorstandes der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bis 30.06.2017 |
Andreas F. L. Heydemann Harald H. Pirwitz Vorstand EDV und Recht in der Vorstand Vertrieb in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung Neumüller CEWE COLOR Stiftung bis 31.12.2015 bis 31.12.2015 |
Gesamt Gewährte Vergütungen ausgeschiedene Vorstände der Neumüller CEWE Color Stiftung |
||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | 2019 | 2020 Min. 2020 Max. 2020 | |||||||||
| Feste Vergütung | ||||||||||||||||
| Festvergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Feste Vergütung gesamt |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Variable Vergütung | ||||||||||||||||
| Einjährige variable Vergütung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||||||||||
| Bonusbank | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktienoptionsplan | 8.166 | 5.418 | 0 | 5.418 | 2.748 | 0 | 0 | 0 | 2.748 | 0 | 0 | 0 | 13.662 | 5.418 | 0 | 5.418 |
| Variable Vergütung gesamt |
8.166 | 5.418 | 0 | 5.418 | 2.748 | 0 | 0 | 0 | 2.748 | 0 | 0 | 0 | 13.662 | 5.418 | 0 | 5.418 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) |
8.166 | 5.418 | 0 | 5.418 | 2.748 | 0 | 0 | 0 | 2.748 | 0 | 0 | 0 | 13.662 | 5.418 | 0 | 5.418 |
Vergütungsbericht
Zugeflossene Vergütungen ehemaliger Vorstandsmitglieder in Euro
| Dr. Rolf Hollander Vorsitzender des Vorstandes der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bis 30.06.2017 |
Andreas F. L. Heydemann Vorstand EDV und Recht in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bis 31.12.2015 |
Harald H. Pirwitz Vorstand Vertrieb in der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bis 31.12.2015 |
Gesamt Zugeflossene Vergütungen Vorstand der Neumüller CEWE Color Stiftung |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | |
| Feste Vergütung | ||||||||
| Festvergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Feste Vergütung gesamt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Variable Vergütung | ||||||||
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | |||||||
| Bonusbank | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktienoptionsplan | 33.340 | 63.720 | 30.055 | 64.900 | 36.360 | 61.823 | 99.755 | 190.443 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Variable Vergütung gesamt | 33.340 | 63.720 | 30.055 | 64.900 | 36.360 | 61.823 | 99.755 | 190.443 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung (DCGK) | 33.340 | 63.720 | 30.055 | 64.900 | 36.360 | 61.823 | 99.755 | 190.443 |
Die Zuflüsse aus den Aktienoptionsplänen werden in Summe der jeweiligen geldwerten Vorteile angegeben.
Versorgungszusagen und Ruhegehälter ehemaliger Mitglieder des Vorstands
Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG sowie der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2020 Pensionsrückstellungen in Höhe von 19.136 TEuro (Vorjahr: 18.894 TEuro). Die Pensionsbezüge für das Geschäftsjahr 2020 beliefen sich auf 1.034 TEuro (Vorjahr: 1.019 TEuro). Mit Wirkung ab dem 1. April 2007 wurden die Pensionszusagen der zu diesem Zeitpunkt bereits im Ruhestand befindlichen ehemaligen Vorstände auf die CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden, übertragen. Sie wird in den Konzernabschluss einbezogen. Für die übrigen ehemaligen Vorstände wurden die Versorgungszusagen in Form einer Direktzusage beibehalten. Kredite, Vorschüsse und Haftungsverhältnisse wurden für ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG bzw. der jetzigen CEWE Stiftung & Co. KGaA nicht gewährt.
Ehemaligen Mitgliedern des Aufsichtsrates sind keine Bezüge gewährt worden.
BERICHTE ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d des Handelsgesetzbuchs umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Ferner beinhaltet sie die Angaben zu den Festlegungen nach § 76 Abs. 4 AktG und nach § 111 Abs. 5 AktG sowie eine Beschreibung des Diversitätskonzepts.
Zur Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA misst den Regeln ordnungsgemäßer Corporate Governance große Bedeutung bei.
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab deren Bekanntmachung am 24. April 2017 ("DCGK 2017") seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 1. Februar 2020 mit der nachfolgenden Ausnahme entsprochen wurde:
Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat (Abweichung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK 2017)
Die Festlegung einer Regelzugehörigkeitsdauer und deren Berücksichtigung im Rahmen von Vorschlägen an die Hauptversammlung schränkt das gesetzliche Recht der Aktionäre und Arbeitnehmer zur Wahl ihrer jeweiligen Vertreter im Aufsichtsrat unverhältnismäßig ein. Mit einer entsprechenden Festsetzung würde zudem ein Ausscheiden gerade von solchen Mitgliedern befördert, die aufgrund ihrer langjährigen Branchenund Unternehmenskenntnis der Gesellschaft einen besonders hohen Nutzen bringen können.
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 ("DCGK 2019") mit den nachfolgenden Ausnahmen gegenwärtig und zukünftig entsprochen wird:
Modifikationen aufgrund der Rechtsform der KGaA
Bei der CEWE Stiftung & Co. KGaA handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft auf Aktien ("KGaA"). Die Aufgaben eines Vorstands einer Aktiengesellschaft ("AG") obliegen bei einer KGaA der persönlich haftenden Gesellschafterin. Alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist die Neumüller CEWE COLOR Stiftung, deren Vorstand die Führung der Geschäfte der CEWE Stiftung & Co. KGaA obliegt.
Im Vergleich zu dem Aufsichtsrat einer AG sind die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats einer KGaA eingeschränkt. Insbesondere hat der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA keine Kompetenz zur Bestellung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin, zur Regelung der vertraglichen Bedingungen des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin, zum Erlass einer Geschäftsordnung für den Vorstand oder zur Festlegung von zustimmungspflichtigen Geschäften. Diese Aufgaben werden vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung wahrgenommen.
Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA sind der Ansicht, dass, soweit der DCGK 2019 Empfehlungen zu den Aufgaben und Zuständigkeiten des Aufsichtsrats enthält, die rechtsformbedingt vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung wahrgenommen werden, diese Empfehlungen auf die CEWE Stiftung & Co. KGaA weder direkt noch entsprechend anwendbar sind. Dies gilt für die Empfehlungen des DCGK 2019 bezüglich der Besetzung des Vorstands (Empfehlungen B.1 bis B.5) und dessen Vergütung (Empfehlungen G.1 bis G.16). Soweit von diesen Empfehlungen künftig rechtsformbedingt abgewichen wird, wird dies mangels Anwendbarkeit der Empfehlungen nicht explizit in dieser Entsprechenserklärung offengelegt. Die gesetzlichen Regelungen bleiben unberührt.
Unter Berücksichtigung der vorgenannten rechtsformspezifischen Besonderheiten entspricht die Gesellschaft mit folgenden Ausnahmen sämtlichen Empfehlungen des DCGK 2019:
Aufsichtsratswahlen: Beifügung und Inhalt der Lebensläufe (Abweichung von Empfehlung C.14 DCGK 2019)
Die Erweiterung der Einladung zur Hauptversammlung im Falle von anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat um Lebensläufe aller Kandidaten würde dieses ohnehin schon sehr lange Dokument nur unnötig um viele zusätzliche Seiten verlängern und unübersichtlicher machen. Daher soll der Kodex-Empfehlung, dass die Lebensläufe den Kandidatenvorschlägen "beigefügt" werden sollen, nicht gefolgt werden. Die von der Empfehlung angestrebte Verbesserung der Informationsgrundlage für die Aktionäre wird effizienter dadurch erreicht, dass die Lebensläufe aller Kandidaten auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar sind und auf diese Informationsmöglichkeit in der Einladung zusätzlich hingewiesen wird.
Wir sehen in diesem Zusammenhang auch von der Empfehlung ab, die "wesentlichen Tätigkeiten" der Kandidaten im Lebenslauf aufzuführen. Die §§ 124 Abs. 3 Satz 4 und 125 Abs. 1 Satz 5 AktG enthalten abschließende und ausreichende Vorgaben für die bei Vorschlägen zur Wahl eines Aufsichtsrates beizubringenden Informationen. Hiernach müssen bereits ausgeübter Beruf und Mandate in anderen Kontrollgremien dargelegt werden; diese Angaben vermitteln einen weitgehenden Eindruck von Inhalt und Umfang anderer Tätigkeiten eines Kandidaten und seiner fachlichen Qualifikation. Weitere Angaben zu fordern, würde über den Gesetzeswortlaut hinausgehen und im Gegenteil letztlich zu mehr Rechtsunsicherheit führen, auch weil der Begriff der "wesentlichen Tätigkeiten" zu unbestimmt ist und bei der Vielzahl unterschiedlicher Lebensentwürfe doch sehr unterschiedlich interpretiert werden kann.
Geschäftsordnung des Aufsichtsrats: Zugänglichmachung der Geschäftsordnung auf der Internetseite der Gesellschaft (Abweichung von Empfehlung D.1 DCGK 2019)
Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Bei der Geschäftsordnung handelt es sich um ein wesentliches Instrument zur Organisation des Aufsichtsrats, das Verfahrensfragen innerhalb des Aufsichtsrats regelt. Wir sind daher der Ansicht, dass es sich bei der Geschäftsordnung um ein internes Dokument des Gremiums Aufsichtsrat handelt, welches nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist.
Vergütung des Aufsichtsrats: Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats (Abweichung von Empfehlung G.18 S. 2 DCGK 2019)
Die Vergütung des Aufsichtsrats der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Nach § 14 Abs. 1 S. 2 der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsund eine dividendenabhängige jährliche Vergütung, die sich auf das abgelaufene Geschäftsjahr bezieht. Rechtsformbedingt hat der Aufsichtsrat mangels Personalkompetenz nur eingeschränkte Möglichkeiten, die langfristige Entwicklung der Gesellschaft zu beeinflussen. Wir halten es daher für angemessen, den Aufsichtsrat am – variablen – Erfolg des vorherigen Geschäftsjahres zu beteiligen.
Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die CEWE-Gruppe führt ihre Geschäfte traditionell in Übereinstimmung mit nationalen und internationalen Gesetzen sowie allgemein anerkannten ethischen Grundsätzen.
Bekenntnis zu sozialer Verantwortung als Teil der Unternehmenskultur
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA bekennt sich zu ihrer sozialen Verantwortung und ist überzeugt, dass soziale Verantwortung ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg des Unternehmens ist. In diesem Zusammenhang hat die CEWE-Gruppe ein Leitbild entwickelt, welches ihre Unternehmenskultur verdeutlicht, die durch Integrität, Vertrauenswürdigkeit und Verantwortung geprägt wird. Die Grundwerte und Grundsätze dieses Leitbildes können im Internet unter https://company.cewe.de/ de/ueber-uns/verantwortung/compliance.html abgerufen werden.
Ferner hat die CEWE Stiftung & Co. KGaA wesentliche Leitlinien in einem Verhaltenskodex zusammengefasst, der auf ethischen Werten und darauf basierenden Geschäftsgrundsätzen beruht, die von Integrität und Loyalität geprägt sind. Dieser Verhaltenskodex gilt für sämtliche Mitarbeiter konzernweit und dient der Umsetzung der folgenden Verhaltensgrundsätze:
- » Integrität und rechtmäßiges Verhalten bestimmen unser Handeln.
- » Unser Handeln ist davon geprägt, die Spitzenposition der CEWE–Gruppe als Europas führender Foto-Dienstleister zu sichern und auszubauen.
- » Unsere Geschäftsbeziehungen sind sachbezogen und frei von unlauteren Methoden.
- » Konflikte zwischen den Interessen der CEWE–Gruppe und privaten Interessen vermeiden wir.
- » Mit Geschäftsinformationen oder Betriebsgeheimnissen gehen wir vertraulich um.
- » Wir dulden keinen Missbrauch der eigenen Position zu persönlichem Vorteil, zugunsten Dritter oder zum Nachteil der CEWE–Gruppe.
Weitergehende Informationen zu dem Verhaltenskodex sind auf der folgenden Website öffentlich zugänglich: https:// company.cewe.de/de/ueber-uns/verantwortung/compliance.html
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA unterstützt zudem die Prinzipien der Compliance-Initiative des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME). Weitergehende Informationen zu den Prinzipien des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) finden Sie unter www.bme.de/Compliance.
Zur Arbeitsweise von Geschäftsleitung und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Aufgrund der Vorschriften des Aktiengesetzes, der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA und der Geschäftsordnungen der verschiedenen Gremien bestehen bei der CEWE Stiftung & Co. KGaA Regeln für die Geschäftsleitung und deren Überwachung, die den Anforderungen des Kodex gerecht werden. Der vom Kodex beabsichtigte Schutz der Kapitalgeber, die das unternehmerische Risiko tragen, wird erreicht.
Der Vorstand, das Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und der Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens vertrauensvoll und eng zusammen. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle werden mit den zuständigen Gremien gemeinsam behandelt. Die Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und Aufsichtsrat, auch Zustimmungsvorbehalte für die Tätigkeit des Vorstandes, sind insbesondere in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.
Geschäftsleitung
Am Grundkapital der CEWE Stiftung & Co. KGaA hält die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung ("Geschäftsleitung") 20.020 auf den Inhaber lautende Stückaktien und damit rund 0,27 %, die Kommanditaktionäre halten den Rest. Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung führt die Geschäfte durch ihren Vorstand nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie gemäß ihrer eigenen Satzung und der Geschäftsordnung für ihren Vorstand. Aufgrund der unbeschränkten persönlichen Haftung hat die Neumüller CEWE COLOR Stiftung ein großes Interesse an der Ordnungsmäßigkeit und Effizienz des Geschäftsbetriebs der CEWE Stiftung & Co. KGaA und übt entsprechenden Einfluss aus. Die vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung erlassene Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in seinen Sitzungen, die regelmäßig einmal pro Woche stattfinden. Jedes Mitglied des Vorstands unterrichtet die übrigen Mitglieder rechtzeitig über wichtige Maßnahmen und Vorgänge aus seinem Geschäftsbereich. Bestimmte Aufgaben sind durch einen Geschäftsverteilungsplan einzelnen Vorstandsmitgliedern zugewiesen.
Die Geschäftsleitung bestimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, plant und legt das Unternehmensbudget fest, verantwortet die Mittelverteilung und kontrolliert die Geschäftsentwicklung. Sie ist zuständig für die Aufstellung des Jahresabschlusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA, des Konzernabschlusses und der Quartals- und Halbjahresabschlüsse. Die Geschäftsleitung sorgt ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensintern geltenden Regelungen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Gesellschaften der CEWE-Gruppe hin. Die Geschäftsleitung unterrichtet den Aufsichtsrat mindestens vierteljährlich über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Zusätzlich informiert die Geschäftsleitung den Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich über die Jahresplanung und die strategischen Konzepte des Unternehmens. Die Geschäftsleitung unterrichtet den Aufsichtsrat überdies regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance und kommt somit ihrer Berichtspflicht umfassend nach. Darüber hinaus berichtet die Geschäftsleitung regelmäßig, umfassend und zeitnah in schriftlicher oder mündlicher Form über alle Vorgänge, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind. Nähere Einzelheiten regeln die Geschäftsordnungen des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie die Satzung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bei der Unternehmensführung. In der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sind die Aufgaben des Aufsichtsrats festgelegt. Zu den wesentlichen Aufgaben des Aufsichtsrats gehört die Erörterung der Quartalsberichte, die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie die Vorbereitung des Beschlusses der Hauptversammlung zur Feststellung des Jahresabschlusses. Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA wird nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes besetzt.
Auf der Grundlage der Informationen der Geschäftsleitung befasst sich der Aufsichtsrat mindestens vierteljährlich mit dem Gang der Geschäfte und der Lage des Unternehmens. Zu den Sitzungen des Aufsichtsrats werden die Mitglieder des Vorstands der Neumüller CEWE COLOR Stiftung geladen, soweit der Aufsichtsrat im Einzelfall nicht etwas anderes beschließt. Der Aufsichtsrat setzt sich auf jeder seiner Sitzungen planmäßig zudem mit folgenden Themen auseinander:
- » Corporate Governance
- » Compliance
- » Risikosituation des Unternehmens
In wesentliche Entscheidungen des Vorstands werden informativ der Aufsichtsrat sowie das Stiftungskuratorium frühzeitig eingebunden. Auch außerhalb der Sitzungen besprechen sich Geschäftsleitung und Aufsichtsrat regelmäßig zu Fragen zur Strategie und Planung sowie zur aktuellen Geschäftsentwicklung. Der Aufsichtsrat steht in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsleitung, um sich frühzeitig über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle zu informieren. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig, ob Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Stiftungskuratoriums im Hinblick auf die Tätigkeit für die CEWE Stiftung & Co. KGaA bestehen könnten.
Im Berichtszeitraum nahm ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) die Aufgaben wahr, die ihm durch seine vom Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit erlassene Geschäftsordnung übertragen wurden.
Der Prüfungsausschuss bereitet die Verhandlungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrates über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie die Verabschiedung des Vorschlages an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Auch behandelt er Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance.
Frau Patricia Geibel-Conrad nimmt den Vorsitz in diesem Ausschuss auch aufgrund ihrer Stellung als Financial Expert wahr. Weitere Mitglieder des Prüfungsausschusses sind Herr Otto Korte, Frau Marion Gerdes und Herr Markus Schwarz.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtszeitraum an drei Terminen getagt. Bei diesen Sitzungen waren sämtliche Mitglieder des Prüfungsausschusses anwesend. Weiterhin waren neben dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und die Abschlussprüfer zu den Terminen geladen und standen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses jederzeit mit entsprechenden Auskünften zur Verfügung.
Weiterhin hat der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss gebildet. Der Nominierungsausschuss bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsrates über Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Kommanditaktionäre vor. Dabei orientiert er sich an den vom Aufsichtsrat benannten Kriterien für die Zusammensetzung und an dem vom Aufsichtsrat beschlossenen Kompetenzprofil. Der Nominierungsausschuss wird von Herrn Otto Korte geleitet. Weitere Mitglieder sind hier Herr Dr. Hans-Henning Wiegmann und Herr Paolo Dell'Antonio. Der Nominierungsausschuss hat im Berichtszeitraum nicht getagt.
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse unterziehen sich regelmäßig einer eigenen Effizienzprüfung und lassen die Ergebnisse in die zukünftige Arbeit einfließen. Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum keine Selbstevaluation der Wirksamkeit der Aufsichtsratstätigkeit im Sinne von Empfehlung D.13 DCGK 2019 durchgeführt. Diese ist für das Geschäftsjahr 2021 vorgesehen.
Weitergehende Informationen können dem Bericht des Aufsichtsrates (im Geschäftsbericht auf den Seiten 14 ff. und im Internet unter https://company.cewe.de/de/ueber-uns/verantwortung/compliance.html) entnommen werden.
Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Ein Teil der Kompetenzen, die in einer Aktiengesellschaft beim Aufsichtsrat liegen, werden bei CEWE von der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und hierbei vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung wahrgenommen. Daher soll nachfolgend auch das Kuratorium beschrieben werden.
Das Kuratorium besteht aus sechs Mitgliedern. Das Kuratorium hat den Vorstand zu beraten und zu überwachen. Es unterrichtet sich sowohl über die Angelegenheiten der Neumüller CEWE COLOR Stiftung als auch der CEWE Stiftung & Co. KGaA und kann zu diesem Zweck die Handelsbücher und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft sowie die Vermögenswerte einsehen und prüfen. Nach § 7 Abs. 2 der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA bedarf die Geschäftsleitung für bestimmte Geschäfte, die über den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb hinausgehen, der Zustimmung des Aufsichtsrats. Auch die Satzung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung sieht für bestimmte außergewöhnliche Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Kuratoriums vor. Das Kuratorium wird nach Bedarf einberufen, tagt jedoch mindestens viermal im Jahr.
Die Hauptversammlung der CEWE Stiftung & Co. KGaA
Die ordentliche Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Gleichzeitig steht der Hauptversammlung Beschlusskraft für Satzungsänderungen zu. Die Kommanditaktionäre der CEWE Stiftung & Co. KGaA nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr.
Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG sowie Mindestanteile bei der Besetzung des Aufsichtsrats
Da die Gesellschaft gemäß § 278 AktG keinen Vorstand besitzt, findet die Bestimmung des § 111 Abs. 5 AktG hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstands auf die Gesellschaft keine Anwendung. Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen wurde für den Vorstand keine Zielquote festgelegt.
Die Geschäftsleitung hatte für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung als Ziel beschlossen, bis zum 30. Juni 2017 einen Frauenanteil mit einer Quote von 20 % zu erreichen. Für die zweite Führungsebene hatte die Geschäftsleitung als Ziel beschlossen, bis zum 30. Juni 2017 einen Frauenanteil mit einer Quote von 35 % zu erreichen. Im Berichtszeitraum konnten diese Ziele aufgrund der bestehenden arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen und der Organisationsstruktur der Unternehmensgruppe noch nicht erreicht werden. Zur Erreichung der genannten Ziele hat die Geschäftsleitung eine weitere Umsetzungsfrist von fünf Jahren beschlossen, die damit am 30. Juni 2022 endet.
Der Aufsichtsrat setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen, die zur Hälfte von den Aktionären und zur Hälfte von den Arbeitnehmern gewählt werden. Auf der Hauptversammlung am 6. Juni 2018 wurden die Mitglieder der Anteilseignerseite letztmalig gewählt, auch die Arbeitnehmer haben neue Aufsichtsratsmitglieder turnusgemäß gewählt. Es gehören derzeit von der Anteilseignerseite drei und von der Arbeitnehmerseite vier weibliche Mitglieder dem Aufsichtsrat an. Die von den Anteilseignern gewählten Mitglieder haben beschlossen, die vorgeschriebene Frauenquote unabhängig von den Arbeitnehmervertretern erreichen zu wollen. Entsprechendes wurde durch die Arbeitnehmerseite festgelegt. Die gesetzlichen Zielvorgaben wurden demnach erfüllt.
Diversitätskonzept im Hinblick auf die Zusammensetzung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats
Die Empfehlungen A.1, B.1 und C.1 S. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 behandeln das Thema Vielfalt (Diversity), und zwar betreffend die Besetzung des Vorstandes, die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen und die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Im Rahmen einer guten Corporate Governance haben sich Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA ausführlich mit diesem Thema beschäftigt, soweit ihre Zuständigkeiten reichen. Der Aufsichtsrat hat sich daher nicht mit der Besetzung des Vorstandes beschäftigt.
Vorstandsbesetzung
Der derzeitige Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung besteht aus sieben männlichen Mitgliedern. Sämtliche Mitglieder des Vorstandes verfügen über einen internationalen Erfahrungshorizont.
Bei der Auswahl von Vorstandsmitgliedern wird eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt sowie allgemein auf Vielfalt (Diversity) geachtet.
Aufsichtsratsbesetzung
Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA besteht aus zwölf Mitgliedern. Er ist traditionell mit international erfahrenen Mitgliedern besetzt.
Für die Mitglieder des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist in § 2.1. der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat eine Altersgrenze vorgesehen. Danach soll die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat grundsätzlich am 31. Dezember des Jahres enden, in dem das Aufsichtsratsmitglied das 71. Lebensjahr vollendet. Abweichend hiervon kann durch Beschluss der übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats, der mit einer ¾-Mehrheit zu fassen ist, die Mitgliedschaft verlängert werden, nicht jedoch über den Ablauf des Jahres hinaus, in dem das betreffende Mitglied das 75. Lebensjahr vollendet.
Ziele und Kompetenzprofil des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat sich im November 2018 ein Kompetenzprofil gegeben und auf der Unternehmenshomepage https:// company.cewe.de/de/ueber-uns/unternehmensgruppe.html veröffentlicht. Die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats entsprechen diesem Kompetenzprofil. Frau Geibel-Conrad nimmt als Wirtschaftsprüferin und Financial Expert die Aufgabe der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wahr.
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Besetzung weitestgehend die Vorgaben der Empfehlungen C.1 bis C.12 des DCGK 2019. Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeit seiner Mitglieder geprüft. Herr Otto Korte gehört dem Aufsichtsrat zwar länger als 12 Jahr an. Im Rahmen dieser langen Tätigkeit hat er jedoch gegenüber den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates und dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin durch sein Handeln seine Unabhängigkeit nachgewiesen. Auch alle weiteren Aufsichtsratsmitglieder der CEWE Stiftung & Co. KGaA sind als unabhängig im Sinne der Empfehlungen C.6 bis C.12 DCGK 2019 einzuschätzen.
Einhaltung der Mindestanteile von Frauen und Männern im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist mit drei Frauen auf der Seite der Anteilseignervertreter und vier Frauen auf der Seite der Arbeitnehmervertreter besetzt. Damit ist das vom Gesetzgeber eingeführte Erfordernis eines Anteils von 30 % weiblichen Mitgliedern im Aufsichtsrat mehr als erfüllt. Unter Wahrung der gesetzlichen Vorgaben wird der Aufsichtsrat auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen das Vorliegen der erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufsichtsratstätigkeit angemessen berücksichtigen.
Besetzung von Führungspositionen
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA hat zur Umsetzung von Empfehlung A.1 DCGK 2019 bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, die die Vielfalt (Diversity) – insbesondere einen höheren Anteil von Frauen – in Führungsfunktionen fördern sollen.
So hat die CEWE Stiftung & Co. KGaA beispielsweise folgende konkrete Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie umgesetzt:
- » Vertrag mit dem AWO-Eltern- und Seniorenservice in Oldenburg für eine kostenlose Beratung von Mitarbeitern, die Kinder oder auch Eltern unterbringen müssen;
- » Angebot einer Kindertagesstätte auf dem Gelände der CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg.
Ferner hat der Vorstand der CEWE COLOR Holding AG in der Sitzung vom 31. Januar 2011 Folgendes beschlossen:
Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen wird eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt sowie allgemein auf Vielfalt (Diversity) geachtet. Neben den bereits bestehenden Maßnahmen zur Förderung dieses Kriteriums sollen ferner folgende Maßnahmen implementiert werden:
Erarbeitung und Durchführung eines Programms, das sich insbesondere mit dem Thema "Frauen in Führungspositionen", "Förderung von Frauen als Nachwuchsführungskräfte" sowie "Internationalität auf der Führungsebene" befasst.
Dieser Beschluss besitzt für die Vergabe von Führungspositionen weiterhin Gültigkeit.
Bei Vorschlägen für die Besetzung von Führungspositionen berücksichtigt die CEWE Stiftung & Co. KGaA zudem unter anderem das Alter, Geschlecht, kulturelle Herkunft, Bildungsoder Berufshintergrund und strebt eine möglichst vielfältige Zusammensetzung an.
CEWE GESCHÄFTSBERICHT 2020 CEWE auf einen Blick An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Berichte zur Unternehmensführung
SCHLUSSERKLÄRUNG DES VORSTANDES
der persönlich haftenden Gesellschafterin zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Stellung des persönlich haftenden Gesellschafters führt grundsätzlich zur Annahme einer Abhängigkeit der CEWE Stiftung & Co. KGaA von ihrer Komplementärin, der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, im Sinne von § 17 AktG. Da mit der CEWE Stiftung kein Beherrschungsvertrag gemäß § 291 AktG besteht, hat der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung als Geschäftsführungsorgan der CEWE Stiftung & Co. KGaA gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben:
"Wir erklären hiermit, dass bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."
ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung übt die Stellung einer geschäftsführenden Komplementärin aus. Am Kapital der Gesellschaft ist sie nicht beteiligt. Zur Regelung dieses Verhältnisses besteht mit der CEWE Stiftung & Co. KGaA ein Geschäftsführungs- und Aufwandsübernahmevertrag. Er bestimmt, dass ihr alle Aufwendungen, die sich im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit ergeben, insbesondere bei den Organen Vorstand, Geschäftsführung und Kuratorium, ersetzt werden. Darüber hinaus steht ihr für die Geschäftsführungsund Vertretungstätigkeit und für die Übernahme ihres persönlichen Haftungsrisikos eine jährliche, angemessene und gewinnund verlustunabhängige Vergütung zu.
Oldenburg, 17. März 2021
CEWE Stiftung & Co. KGaA Für die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung – Der Vorstand –
Dr. Christian Friege (Vorstandsvorsitzender)

Patrick Berkhouwer Dr. Reiner Fageth
Carsten Heitkamp
Dr. Olaf Holzkämper
Frank Zweigle
Thomas Mehls
Beschreibung wesentlicher Kennzahlen
BESCHREIBUNG WESENTLICHER KENNZAHLEN
Inhaltliche Definition wesentlicher, im Bericht verwendeter Kennzahlen
Anlagevermögen
Sachanlagen zuzüglich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, der Geschäfts- oder Firmenwerte, immateriellen Vermögenswerte und der Finanzanlagen
Brutto-Cash Flow
Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Brutto-Finanzschulden
Summe aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten; siehe auch Finanzverbindlichkeiten
Brutto-Working Capital Kurzfristige Vermögenswerte ohne liquide Mittel
Capital Employed (CE)
Netto-Working Capital zuzüglich der langfristigen Vermögenswerte und der liquiden Mittel
Capital Invested (CI) Eigenkapital zuzüglich der nicht operativen Schulden und der Brutto-Finanzschulden
Days Working Capital
Laufzeit des Netto-Working Capital in Tagen, gemessen am Umsatz des abgelaufenen Quartals
EBIT
Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis
EBITDA
Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen
EBT
Ergebnis vor Steuern
Eigenkapital
Rechnerisch der gemäß IAS 32 geltende Residualanspruch auf das nach Abzug der Schulden verbleibende Nettovermögen
Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital; rechnerisch das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme
Finanzverbindlichkeiten
Als solche ausgewiesene langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ohne bilanziell unter anderen Linien ausgewiesene verzinsliche Rückzahlungsansprüche
wesentlicher Kennzahlen
Free-Cash Flow
Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich Cash Flow aus Investitionstätigkeit (beides gemäß Kapitalflussrechnung)
Freefloat
Auch Streubesitz, bezeichnet den Anteil der frei handelbaren Aktien des Unternehmens am Markt
Fremdkapital
Summe der unter den Passiva als langfristige und kurzfristige Schulden ausgewiesenen Werte
GuV
Gewinn- und Verlustrechnung
Kapitalrentabilität
Siehe Return on Capital Employed
Kurzfristige übrige Schulden
Kurzfristige Steuerrückstellungen, kurzfristige übrige Rückstellungen, kurzfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten sowie kurzfristige übrige Verbindlichkeiten
Liquiditätsquote
Rechnerisch die liquiden Mittel im Verhältnis zur Bilanzsumme
Netto-Cash Flow Brutto-Cash Flow abzüglich der Investitionen
Netto-Cash-Position/Netto-Finanzschulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten zuzüglich kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel; wenn die Differenz negativ ist, spricht man von Netto-Cash-Position, andernfalls von Netto-Finanzschulden
Netto-Working Capital
Kurzfristige Vermögenswerte ohne liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Schulden ohne kurzfristige Sonderposten für Investitionszuwendungen und ohne kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Nicht operative Schulden
Lang- und kurzfristige Sonderposten für Investitionszuwendungen, langfristige Rückstellungen für Pensionen, langfristige passive latente Steuern, langfristige übrige Rückstellungen, langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie langfristige übrige Verbindlichkeiten
NOPAT
EBIT abzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern
Operative Investitionen
Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe
Operatives Netto-Working Capital
Vorräte plus kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
wesentlicher Kennzahlen
POS
Point of Sale ist der Verkaufsort, d. h. die Ladengeschäfte der Handelspartner und die eigenen Einzelhandelsfilialen
Return on Capital Employed (ROCE)
Ergebnis vor Steuern und vor dem Finanzergebnis (EBIT) im Verhältnis zum Capital Employed; rechnerisch wird zur Ermittlung grundsätzlich die 12-Monats-Perspektive gewählt, um eine rollierende Jahresrentabilität zu zeigen
Return on Capital Employed (ROCE) vor Restrukturierung
Ergebnis vor Steuern und vor dem Finanzergebnis (EBIT) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen im Verhältnis zum Capital Employed
Sonstige betriebliche Cash Flows
Veränderungen aus den gezahlten Steuern sowie Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen
Sonstiges Brutto-Working Capital
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte
Sonstiges Netto-Working Capital
Sonstiges Brutto-Working Capital abzüglich der kurzfristigen übrigen Schulden
Working Capital-induzierter Cash Flow Veränderungen aus dem Netto-Working Capital Hinweis:
Wenn in diesem Finanzbericht über Digitalfotos gesprochen wird, beinhaltet die Zahl immer die CEWE FOTOBUCH Prints sowie die Bilder der Foto-Geschenkartikel.
Alle Zahlenangaben werden grundsätzlich mit möglichst exakten Werten gerechnet und in der Darstellung kaufmännisch gerundet. Dadurch können speziell z. B. bei Summenbildungen Rundungsabweichungen entstehen.
CEWE GESCHÄFTSBERICHT 2020 CEWE auf einen Blick An die Aktionäre Zusammengefasster Lagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen



» Es ist wichtig, dass man die Erinnerungen zusammenhält. «
Julia Kahlke und Philipp Brügmann



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- KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
- KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
- KONZERNBILANZ
- KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
- KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
- SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSFELDERN
ANHANG
- A. Allgemeine Angaben
- B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
- C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
- D. Erläuterungen zur Bilanz
- E. Sonstige Angaben
- BILANZEID
- BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
- DIE CEWE-GRUPPE STRUKTUR UND ORGANE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
| in TEuro | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anhang | 2019 | 2020 | Veränderung in % | |
| Umsatzerlöse | C27 | 720.398 | 727.258 | 1,0 |
| Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 181 | – 401 | — | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.038 | 1.332 | 28,3 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | C28 | 22.187 | 23.032 | 3,8 |
| Materialaufwand | C29 | – 187.454 | – 170.113 | 9,3 |
| Rohergebnis | 556.350 | 581.108 | 4,5 | |
| Personalaufwand | C30 | – 197.038 | – 196.101 | 0,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | C31 | – 245.386 | – 249.935 | – 1,9 |
| Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) | 113.926 | 135.072 | 18,6 | |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen | C32 | – 57.089 | – 55.381 | 3,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 56.837 | 79.691 | 40,2 | |
| Finanzerträge | C33 | 73 | 38 | – 47,9 |
| Finanzaufwendungen | C33 | – 3.656 | – 3.364 | 8,0 |
| Finanzergebnis | – 3.583 | – 3.326 | 7,2 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 53.254 | 76.365 | 43,4 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | C34 | – 21.553 | – 24.429 | – 13,3 |
| Ergebnis nach Steuern Konzern | 31.701 | 51.936 | 63,8 | |
| Ergebnis je Aktie Konzern (in Euro) | ||||
| Unverwässert | C35 | 4,40 | 7,20 | 63,7 |
| Verwässert | C35 | 4,36 | 7,15 | 64,0 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
| in TEuro | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | 2019 | 2020 | Veränderung in % | |||
| Ergebnis nach Steuern | 31.701 | 51.936 | 63,8 | |||
| Unterschied aus Währungsumrechnung | A5 | 733 | – 2.339 | — | ||
| Beträge, die gegebenenfalls in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 733 | – 2.339 | — | |||
| Versicherungsmathematische Verluste | D54, D55 | – 4.994 | – 2.945 | 41,0 | ||
| Ertragsteuern auf erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen | 1.411 | 893 | – 36,7 | |||
| Sonstiges Ergebnis von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten | – 1.034 | 1.518 | — | |||
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | – 4.617 | – 534 | 88,4 | |||
| Sonstiges Ergebnis | – 3.884 | – 2.873 | 26,0 | |||
| Gesamtergebnis | 27.817 | 49.063 | – 76,4 |
Konzernbilanz
KONZERNBILANZ
ZUM 31. DEZEMBER 2020 DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
| in TEuro | ||||
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2020 | Veränderung in % |
| Sachanlagen | D36 | 222.543 | 216.654 | – 2,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | D37 | 17.240 | 17.368 | 0,7 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | D38 | 77.758 | 77.758 | — |
| Immaterielle Vermögenswerte | D39 | 39.083 | 31.532 | – 19,3 |
| Finanzanlagen | D40 | 5.579 | 7.038 | 26,2 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | D41 | 1.468 | 1.540 | 4,9 |
| Langfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte | D41 | 655 | 1.175 | 79,4 |
| Aktive latente Steuern | D42 | 14.203 | 18.875 | 32,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 378.529 | 371.940 | – 1,7 | |
| Vorräte | D43 | 48.757 | 50.885 | 4,4 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | D44 | 91.379 | 85.342 | – 6,6 |
| Kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen | D45 | 1.520 | 1.034 | – 32,0 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D46 | 5.354 | 3.153 | – 41,1 |
| Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte | D47 | 8.644 | 10.300 | 19,2 |
| Liquide Mittel | D48 | 32.958 | 102.809 | 212 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 188.612 | 253.523 | 34,4 | |
| Aktiva | 567.141 | 625.463 | 10,3 |
in TEuro
| PASSIVA | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2020 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | D49, D50 | 19.279 | 19.302 | 0,1 |
| Kapitalrücklage | D51, D52 | 76.491 | 75.065 | – 1,9 |
| Eigene Anteile zu Anschaffungskosten | D53 | – 6.655 | – 8.491 | – 27,6 |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | D54 | 180.529 | 215.127 | 19,2 |
| Eigenkapital | 269.644 | 301.003 | 11,6 | |
| Langfristige Rückstellungen für Pensionen | D55 | 35.546 | 40.051 | 12,7 |
| Langfristige passive latente Steuern | D56 | 3.500 | 2.779 | – 20,6 |
| Langfristige übrige Rückstellungen | D57 | 501 | 464 | – 7,4 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | D58 | 1.115 | 771 | – 30,9 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | D59 | 52.453 | 48.769 | – 7,0 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D60 | 1.865 | 293 | – 84,3 |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | D61 | 451 | 626 | 38,8 |
| Langfristige Schulden | 95.431 | 93.753 | – 1,8 | |
| Kurzfristige Steuerschulden | D62 | 7.456 | 23.945 | 221 |
| Kurzfristige übrige Rückstellungen | D63 | 6.347 | 6.015 | – 5,2 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | D64 | 832 | 407 | – 51,1 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | D59 | 10.668 | 10.442 | – 2,1 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | D65 | 113.850 | 122.099 | 7,2 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | D66 | 11.201 | 10.933 | – 2,4 |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | D67 | 51.712 | 56.866 | 10,0 |
| Kurzfristige Schulden | 202.066 | 230.707 | 14,2 | |
| Passiva | 567.141 | 625.463 | 10,3 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
in TEuro
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Erwirt schaftetes Konzern eigenkapital |
Versicherungs mathematische Gewinne und Verluste |
Ausgleichs posten aus Währungs umrechnung |
Erfolgsneutral berücksichtigte Ertragsteuern |
Gewinn rücklagen und Bilanzgewinn |
Summe | Eigene Anteile zu Anschaf fungskosten |
Konzern eigenkapital |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 | 19.240 | 75.334 | 179.344 | – 11.189 | – 5.220 | 3.867 | 166.802 | 261.376 | – 7.176 | 254.200 |
| Gesamtergebnis | — | — | 30.667 | – 4.994 | 733 | 1.411 | 27.817 | 27.817 | — | 27.817 |
| Kapitalerhöhung | 39 | — | — | — | — | — | — | 39 | — | 39 |
| Gezahlte Dividende | — | — | – 14.090 | — | — | — | – 14.090 | – 14.090 | — | – 14.090 |
| Aktienoptionspläne | — | 1.157 | — | — | — | — | — | 1.157 | 521 | 1.678 |
| Eigentümerbezogene Eigenkapitalveränderungen |
39 | 1.157 | – 14.090 | — | — | — | – 14.090 | – 12.894 | 521 | – 12.373 |
| Stand 31.12.2019 | 19.279 | 76.491 | 195.921 | – 16.183 | – 4.487 | 5.278 | 180.529 | 276.299 | – 6.655 | 269.644 |
| Gesamtergebnis | — | — | 53.454 | – 2.945 | – 2.339 | 893 | 49.063 | 49.063 | — | 49.063 |
| Kapitalerhöhung | 23 | — | — | — | — | — | — | 23 | — | 23 |
| Gezahlte Dividende | — | — | – 14.465 | — | — | — | – 14.465 | – 14.465 | — | – 14.465 |
| Erwerb eigener Anteile | — | — | — | — | — | — | — | — | – 2.431 | – 2.431 |
| Aktienoptionspläne | — | – 1.426 | — | — | — | — | — | – 1.426 | 595 | – 831 |
| Eigentümerbezogene Eigenkapitalveränderungen |
23 | – 1.426 | – 14.465 | — | — | — | – 14.465 | – 15.868 | – 1.836 | – 17.704 |
| Stand 31.12.2020 | 19.302 | 75.065 | 234.910 | – 19.128 | – 6.826 | 6.171 | 215.127 | 309.494 | – 8.491 | 301.003 |
Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A, Seite 108).
Konzern-Kapitalflussrechnung
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
| in TEuro | ||
|---|---|---|
| 2019 | 2020 | Veränderung in % 18,6 |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA | 113.926 | 135.072 | |||
| +/– Zahlungsunwirksame Effekte | 3.474 | – 1.574 | — | ||
| + Abnahme Operatives Netto-Working Capital | 595 | 12.158 | > 1.000 | ||
| + Abnahme Sonstiges Netto-Working Capital (ohne Ertragsteuerpositionen) | 5.743 | 8.552 | 48,9 | ||
| – Gezahlte Steuern | – 21.087 | – 11.955 | 43,3 | ||
| + Erhaltene Zinsen | 61 | 33 | – 45,9 | ||
| = Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 102.712 | 142.286 | 38,5 | ||
| – Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | – 35.618 | – 38.519 | – 8,1 | ||
| – Abflüsse aus Käufen von konsolidierten Anteilen/Akquisitionen | – 32.824 | – 3.454 | 89,5 | ||
| + Zuflüsse aus Investitionen in Finanzanlagen | 344 | 69 | 79,9 | ||
| – Abflüsse aus Investitionen in langfristige Finanzinstrumente | – 215 | – 71 | 67,0 | ||
| + Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1.140 | 2.949 | 159 | ||
| = Cash Flow aus Investitionstätigkeit | – 67.173 | – 39.026 | 41,9 | ||
| = Free-Cash Flow | 35.539 | 103.260 | – 191 | ||
| – Gezahlte Dividenden | – 14.090 | – 14.465 | – 2,7 | ||
| – Erwerb von eigenen Anteilen | 0 | – 2.431 | — | ||
| – Auszahlungen aus Aktienoptionsplänen | – 1.135 | – 808 | 28,8 | ||
| = Abflüsse an Anteilseigner | – 15.225 | – 17.704 | — | ||
| – Abflüsse aus der Veränderung der Finanzschulden | – 12.656 | – 14.079 | 11,2 | ||
| – Gezahlte Zinsen | – 2.793 | – 1.382 | 50,5 | ||
| + Sonstige Finanztransaktionen | 5 | 0 | — | ||
| = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | – 30.669 | – 33.165 | – 8,1 | ||
| Liquide Mittel zum Beginn der Berichtsperiode | 28.061 | 32.958 | 17,5 | ||
| + Wechselkursbedingte Änderungen der liquiden Mittel | 26 | – 244 | — | ||
| + Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 102.712 | 142.286 | 38,5 | ||
| – Cash Flow aus Investitionstätigkeit | – 67.173 | – 39.026 | 41,9 | ||
| – Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | – 30.669 | – 33.165 | – 8,1 | ||
| = Liquide Mittel zum Ende der Berichtsperiode | 32.958 | 102.809 | 212 |
Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSFELDERN 1
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
in TEuro
| Fotofinishing | Einzelhandel | Kommerzieller Online-Druck |
Sonstiges | CEWE-Gruppe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 2020 | 618.767 | 34.135 | 67.791 | 6.565 | 727.258 |
| 2019 | 567.991 | 43.673 | 103.230 | 5.504 | 720.398 | |
| Außenumsatzerlöse währungsbereinigt | 2020 | 1.911 | 1.998 | – 144 | — | 3.765 |
| 2019 | 567.991 | 43.673 | 103.230 | 5.504 | 720.398 | |
| EBIT vor Restrukturierungen | 2020 | 89.340 | – 1.250 | – 3.673 | – 1.091 | 83.326 |
| 2019 | 66.915 | 35 | – 2.746 | – 2.367 | 61.837 | |
| Restrukturierungen | 2020 | – 728 | – 2.907 | — | — | – 3.635 |
| 2019 | — | — | – 5.000 | — | – 5.000 | |
| EBIT | 2020 | 88.612 | – 4.157 | – 3.673 | – 1.091 | 79.691 |
| 2019 | 66.915 | 35 | – 7.746 | – 2.367 | 56.837 | |
| Planmäßige Abschreibungen | 2020 | 43.728 | 2.765 | 7.589 | 533 | 54.615 |
| 2019 | 38.290 | 5.978 | 9.826 | 774 | 54.868 | |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 2020 | 487 | 279 | — | 766 | |
| 2019 | 50 | — | 2.171 | — | 2.221 |
1 Die Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern ist integraler Bestandteil des Anhangs, siehe D 73.
Erläuterung der Segmente
» Fotofinishing inkl. der Umsätze und Ergebnisse aus CEWE-Fotoarbeiten des eigenen Einzelhandels.
» Einzelhandel beinhaltet nur das Handelswarengeschäft ohne eigene CEWE-Fotoarbeiten.
» Sonstiges beinhaltet Holding-/Strukturkosten (vor allem AR- und IR-Kosten), Immobilien, futalis.
ANHANG
Anhang: A. Allgemeine Angaben
A. ALLGEMEINE ANGABEN 1 UNTERNEHMENSINFORMATION Die CEWE Stiftung & Co. KGaA (im Folgenden: CEWE KGaA) ist eine börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien deutschen Rechts mit Sitz in Deutschland (Meerweg 30 – 32, 26133 Oldenburg).
Die CEWE KGaA ist Muttergesellschaft der CEWE-Gruppe (im Folgenden: CEWE). CEWE ist ein international tätiger Konzern, dessen Schwerpunkte als Technologie- und Marktführer im Bereich Fotofinishing, im Kommerziellen Online-Druck sowie im Fotoeinzelhandel liegen.
Der vorliegende Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 wurden vom Vorstand der CEWE KGaA aufgestellt und werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.
2 GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Konzernabschluss der CEWE KGaA für das Berichtsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 ist in Übereinstimmung mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Accounting Interpretation Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften erstellt.
Folgende Standards und Überarbeitungen sowie Interpretationen waren seit dem Berichtsjahr erstmals anzuwenden:
Änderung/Standard
| Datum der Veröffent lichung |
Datum der Übernahme in EU-Recht |
Anwendungs zeitpunkt (EU) |
|
|---|---|---|---|
| Änderungen von Verweisen auf den konzeptionellen | |||
| Rahmen in IFRS-Standards | 28.03.2018 | 29.11.2019 | 01.01.2020 |
| Änderungen zu IAS 1 und IAS 8: Definition von "wesentlich" | 31.10.2018 | 29.11.2019 | 01.01.2020 |
| Änderungen zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7: Reform des Zinssatz-Benchmarks |
26.09.2019 | 16.01.2020 | 01.01.2020 |
| IFRS 3: Änderung an den Vorgaben zu Unternehmens zusammenschlüssen – Definition eines Geschäftsbetriebes |
22.10.2018 | 21.04.2020 | 01.01.2020 |
| Änderung IFRS 16: Covid-19-bezogene Mietkonzessionen 1 | 28.05.2020 | 09.10.2020 | 01.06.2020 |
1 Eine frühere Anwendung ist zulässig, und zwar auch auf Abschlüsse, die am 28. Mai 2020 noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben waren (IFRS 16.C1A).
Die genannten Standards sind in dem Berichtsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden.
Anhang: A. Allgemeine Angaben
Bei der Bilanzierung aller Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit Covid-19, die der CEWE als Leasingnehmer von Leasinggebern gewährt worden sind, wird die durch das IASB im Rahmen der Änderung an IFRS 16 "Covid-19 Related Rent Concessions" gewährte praktische Erleichterung angewendet. Daher werden Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit Covid-19 so behandelt, als läge keine Änderung des jeweiligen Leasingverhältnisses vor.
Im Kommerziellen Online-Druck wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 die Abschreibungsmethode, von Offsetmaschinen von linearen zeitabhängigen Abschreibungen auf leistungsbezogene Abschreibungen, geändert. Durch die Corona-bezogene Unterauslastung seit Beginn der Corona-Krise wurde deutlich, dass sich der Werteverzehr von Offsetdruckmaschinen besser über die erbrachte Druckleistung darstellen lässt als über die zeitabhängige Abschreibung. Wenn diese Methode schon im Vorjahr angewendet worden wäre, hätte sich eine um 380 TEuro geringere Abschreibung im Geschäftsjahr 2019 ergeben. Wenn die lineare Abschreibungsmethode im Geschäftsjahr beibehalten worden wäre, wären die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2020 um 1.036 TEuro höher ausgefallen. Das Mehrergebnis bei rückwirkender Anwendung der verbrauchsabhängigen Abschreibungen betrüge für das Geschäftsjahr 2020 380 TEuro. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.
Folgende, in EU-Recht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden.
Änderung/Standard
| Datum der Veröffent lichung |
Datum der Übernahme in EU-Recht |
Anwendungs zeitpunkt (EU) |
|
|---|---|---|---|
| Änderung an IFRS 4 Versicherungsverträge: Verlängerung der befristeten Freistellung von der Anwendung von IFRS 9 |
25.06.2020 | 15.12.2020 | 01.01.2021 |
| Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16: Reform der Referenzzinssätze – Phase 2 |
27.08.2020 | 13.01.2021 | 01.01.2021 |
Die Angaben beschreiben Standards und Änderungen, die zum Bilanzstichtag bereits beschlossen wurden. Jedoch sind die Inhalte noch nicht in Kraft getreten, die Effekte werden erst in einem späteren Bilanzierungsjahr erkennbar.
Aus den neuen Standards und Änderungen bestehender Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Nachfolgende Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die ebenfalls vom IASB zum Bilanzstichtag herausgegeben wurden, sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Deren Anwendung setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens ("Endorsement") der EU angenommen werden:
Änderung/Standard
| Datum der Veröffent lichung |
Datum der Übernahme in EU-Recht |
Anwendungs zeitpunkt (EU) |
|
|---|---|---|---|
| IFRS 17 Versicherungsverträge | 18.05.2017 | offen | 01.01.2023 |
| IAS 1: Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Schulden als lang- oder kurzfristig |
23.01.2020 | offen | 01.01.2023 |
| Annual Improvements, Zyklus 2018 – 2020 | 14.05.2020 | offen | 01.01.2022 |
| Änderungen an – IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Querverweise auf das Rahmenkonzept – IAS 16 Sachanlagen: Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung – IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen: Belastende Verträge – Kosten der Vertragserfüllung |
14.05.2020 | H2/2021 | 01.01.2022 |
Die Angaben zeigen Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend in der EU anzuwenden sind. Die genannten Inhalte sind jedoch verpflichtend beschlossen und werden zurzeit in einem Endorsementverfahren der EU in staatliches Recht übernommen.
Soweit weitere neue Standards, die für das Jahr 2020 noch keine Gültigkeit haben, auf freiwilliger Basis angewendet werden könnten, wird von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht. Die Anwendung der zum Bilanzstichtag herausgegebenen, aber noch nicht verbindlich umzusetzenden Standards wird im Hinblick auf zukünftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage noch geprüft. Unter Umständen werden aufgrund einiger Standards zusätzliche Anhangsangaben erforderlich sein. Die neuen Standards werden erst nach Abschluss des Endorsementverfahrens in der EU angewendet.
Anhang: A. Allgemeine Angaben
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet CEWE so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:
» Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.
Bestimmung von beizulegenden Zeitwerten
- » Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
- » Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivate werden im vorliegenden Abschluss sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten und Schulden stellen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz eine gute Näherung an den beizulegenden Zeitwert dar.
Die bilanzierten ausgewiesenen Derivate sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die von den Kreditinstituten ermittelten Marktwerte ergeben sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Verträge auf Basis individueller, nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3 nach IFRS 7). Die Effekte sind von untergeordneter Bedeutung.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden sämtliche Wertinformationen in TEuro gemacht.
3 KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 sind neben der CEWE Stiftung & Co. KGaA die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen die CEWE Stiftung & Co. KGaA unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Unternehmen vorliegen und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31. Dezember 2020 neben der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, als Obergesellschaft 11 inländische und 20 ausländische Gesellschaften (vgl. E 69, Seite 157). Daneben werden die auf die CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden, ausgelagerten Pensionsverpflichtungen gemäß IAS 19 in den Konzernabschluss einbezogen. Es liegt kein Treuhandmodell (Contractual Trust Arrangement – CTA) vor, da die Pensionsverpflichtungen rechtlich bei der CEWE KGaA verbleiben. Insoweit die Versorgungskasse ihren Verpflichtungen nicht aus eigenen Mitteln nachkommen kann, werden ihr diese durch die CEWE KGaA zur Verfügung gestellt.
Wegen untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde, wie im Vorjahr, die nicht operativ tätige Bilder-planet.de GmbH, Köln.
Bilanz in TEuro
Anhang:
A. Allgemeine Angaben
Aufgegebene Geschäftsbereiche
Die Tochtergesellschaft futalis GmbH wurde zum 30. Juni 2019 aufgrund des Vorhandenseins konkreter Veräußerungsabsichten und der Billigung durch die entsprechenden Gremien als aufgegebener Geschäftsbereich berichtet und als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Da ein Verkauf bis zum 30. Juni 2020 nicht erfolgte, wurde der Veräußerungsplan aufgegeben. Die Zwölf-Monats-Frist wurde nicht ausgedehnt. Daher erfolgte eine Umwidmung in den fortgeführten Bereich, die retrospektiv vorgenommen wurde. Die Vermögenswerte und Schulden werden mit den bisherigen Buchwerten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen auf das langfristige Vermögen angesetzt. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, wie der nachstehenden Tabelle zu entnehmen ist. Die futalis GmbH wird im Segment "Sonstiges", Seite 43 dargestellt.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in TEuro
| 31.12.2019 | |||
|---|---|---|---|
| Anpassung futalis | Gesamtänderung | ||
| Sachanlagen | 1.413 | 1.413 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 91 | 91 | |
| Vorräte | 399 | 399 | |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 217 | 217 | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 34 | 34 | |
| Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte | 79 | 79 | |
| Liquide Mittel | 601 | 601 | |
| Vermögenswerte klassifiziert als zur Veräußerung gehalten | – 2.951 | – 2.951 | |
| Aktiva | – 117 | – 117 | |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | – 117 | – 117 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 0 | 0 | |
| Kurzfristige übrige Rückstellungen | 18 | 18 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 92 | 92 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 298 | 298 | |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 94 | 94 | |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 3 | 3 | |
| Verbindlichkeiten klassifiziert als zur Veräußerung gehalten | – 505 | – 505 | |
| Passiva | – 117 | – 117 |
| 2019 | |||
|---|---|---|---|
| Anpassung futalis | Gesamtänderung | ||
| Umsatzerlöse | 5.504 | 5.504 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 109 | 109 | |
| Materialaufwand | – 1.985 | – 1.985 | |
| Rohergebnis | 3.628 | 3.628 | |
| Personalaufwand | – 2.200 | – 2.200 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 2.112 | – 2.112 | |
| Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) | – 684 | – 684 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen |
– 314 | – 314 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | – 998 | – 998 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | ||
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | – 998 | – 998 | |
| Gewinn/Verlust nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs |
881 | 881 | |
| Ergebnis nach Steuern Konzern | – 117 | – 117 |
Anhang: A. Allgemeine Angaben
4 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Der Konzernabschluss wurde aus den einbezogenen in- und ausländischen Abschlüssen der Tochterunternehmen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entwickelt. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet.
Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IFRS 9 bewertet, und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs sowie eventuell dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt.
Beim Hinzuerwerb von Anteilen an bereits im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen erfolgt die Erfassung erfolgsneutral. Der Ansatz von Vermögenswerten, Schulden wie auch Firmenwerten des bereits konsolidierten Unternehmens wird nicht geändert. Die jährlich vorzunehmenden Werthaltigkeitstests (Impairment-Tests) für Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der Discounted-Cash-Flow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cash Flows aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Umsatzwachstumsraten sowie Annahmen über die Margen- und Ergebnisentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der Unternehmenseinheit abgezinst. Getestet wird auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Während des Jahres wird zusätzlich dann ein Impairment-Test durchgeführt, wenn Ereignisse die Annahme nahelegen, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischengewinne aus Konzernlieferungen werden konsolidiert, soweit sie von Bedeutung für die Darstellung des Bildes der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen werden sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen berechnet, die auf der Grundlage des Fremdvergleichs ("dealing at arm's length") ermittelt wurden. Soweit erforderlich, wird bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen eine Steuerabgrenzung vorgenommen.
Aktienoptionspläne wurden als ausgegebene Eigenkapitalinstrumente für künftige Arbeitsleistungen nach IFRS 2 mit dem Fair Value bewertet. Die sich daraus ergebenden Effekte wurden aufwandsmäßig über die Laufzeit verteilt, im Personalaufwand gezeigt und gegen das Eigenkapital gebucht. Soweit die Bedingungen der Optionen nicht erfüllt werden, ist die Bewertungsposition innerhalb des Eigenkapitals erfolgsneutral aufzulösen.
Anhang: A. Allgemeine Angaben
Unternehmen, die nicht mehr als zu konsolidierende Unternehmen zu klassifizieren sind, werden von der Konsolidierung ausgeschlossen. Der Zeitpunkt wird durch den Stichtag des Ausscheidens, d. h. durch den Zeitpunkt des Verlustes der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik, bestimmt. Bis zum Abgang entstandene Aufwendungen und Erträge des konsolidierten Unternehmens werden noch in die Konzern-GuV einbezogen. Als Abgangswert werden alle das konsolidierte Unternehmen repräsentierenden Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt unmittelbar vor dem Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis berücksichtigt. Der Ertragseffekt aus der Entkonsolidierung ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Veräußerungsoder Liquiditätserlös und dem Abgangswert. Die Konsolidierungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.
Auch das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt, sondern in einem separaten Posten des Eigenkapitals. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung langfristiger Darlehen an Konzerngesellschaften werden ebenfalls erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst.
Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden wesentlichen Kurse zugrunde:
Währungsumrechnung
| 2019 | 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanz-Kurs | GuV-Kurs | Bilanz-Kurs | GuV-Kurs | ||
| CHF | Schweizer Franken | 1,08540 | 1,11245 | 1,08020 | 1,07052 |
| CZK | Tschechische Krone | 25,41000 | 25,67001 | 26,24500 | 26,45885 |
| DKK | Dänische Krone | 7,47150 | 7,46606 | 7,44090 | 7,45421 |
| GBP | Britisches Pfund Sterling | 0,85080 | 0,87777 | 0,89903 | 0,88970 |
| HUF | Ungarischer Forint | 330,52000 | 325,37106 | 365,13000 | 351,16579 |
| NOK | Norwegische Krone | 9,86380 | 9,85109 | 10,47030 | 10,72279 |
| PLN | Polnischer Zloty | 4,25880 | 4,29912 | 4,52720 | 4,44606 |
| SEK | Schwedische Krone | 10,44680 | 10,58908 | 10,03430 | 10,48475 |
| USD | US-Dollar | 1,12340 | 1,11947 | 1,22710 | 1,14220 |
5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Berichtswährung und funktionale Währung des Konzerns ist der Euro.
Vermögenswerte und Schulden der einzubeziehenden ausländischen Unternehmen werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag (Bilanz-Kurs), die Erträge und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnitt der jeweiligen Mittelkurse (GuV-Kurs) umgerechnet.
Geschäfts- oder Firmenwerte, die bei ausländischen Tochtergesellschaften aus der Kapitalkonsolidierung entstehen, werden zu historischen Anschaffungswerten fortgeführt.
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
6 ALLGEMEINE ANGABEN
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden – unverändert zum Vorjahr – grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen.
Der Vorstand muss zur Erstellung des Konzernabschlusses eine Reihe von Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die Einfluss auf die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Nachstehend angeführte Schätzungen und damit zusammenhängende Annahmen können Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Sofern Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögenswerte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben werden, sind der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt sowie die erwartete Nutzungsdauer zu schätzen. Sowohl die Ermittlung der Zeitwerte als auch der Nutzungsdauern basiert auf Beurteilungen des Managements.
Um Wertminderungen von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten sowie Geschäfts- oder Firmenwerten zu bestimmen, müssen Schätzungen bezüglich der Ursache, des Zeitpunkts und der Höhe der Wertminderungen und, soweit zulässig, Zuschreibungen vorgenommen werden. Die Beurteilung von Hinweisen, die auf Wertminderungen hindeuten, die Schätzung künftiger Cash Flows und die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten sind abhängig von Einschätzungen hinsichtlich der erwarteten Cash Flows, der Nutzungsdauern, der Diskontierungssätze sowie der Restwerte. Die Entwicklung der künftigen Cash Flows wird hauptsächlich durch die Entwicklung der zukünftigen Nachfrage nach den Produkten bestimmt. Sollte die tatsächliche Entwicklung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Umsätze und Cash Flows. Dadurch könnten sich weitere Wertberichtigungsaufwendungen ergeben, die sich negativ auf die zukünftige Ertragslage auswirken.
Um dem Ausfallrisiko von Forderungen zu begegnen, werden neben der Kreditrisikovorsorge (Expected Credit Loss) Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet. Basis für die Ermittlung der Kreditrisikovorsorge sind die Fälligkeitsstruktur, aktuelle Marktsituationen sowie vergangenheitsbezogene Erfahrungswerte. Sofern sich die Finanzlage der Kunden verschlechtert, könnten die tatsächlichen Forderungsausfälle über den erwarteten Forderungsausfällen liegen.
Die CEWE-Gruppe ist in verschiedenen Ländern (im Wesentlichen in Europa) zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Deshalb sind wesentliche Annahmen erforderlich, um die gruppenweiten Ertragsteuerschulden zu ermitteln. Die Ertragsteuern werden ermittelt, indem für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer sowie die sich aus temporären Differenzen zwischen den Bilanzposten des Konzernabschlusses und den steuerrechtlichen Abschlüssen ergebenden Steuerlatenzen errechnet werden. Hierzu müssen Annahmen zur Auslegung der geltenden Steuervorschriften im In- und Ausland getroffen werden. Außerdem muss eingeschätzt werden, ob die Möglichkeit besteht, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichend hohes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Es gibt Geschäftsvorfälle und Berechnungen, bei denen die endgültige Besteuerung nicht abschließend ermittelt werden kann. Der Konzern bemisst die Höhe der Rückstellungen für erwartete Steuerprüfungen auf Basis von Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzlich Ertragsteuern fällig werden. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben. Würden die endgültigen Werte (in den von Schätzungen betroffenen Bereichen) um 10 % von den Schätzungen des Managements abweichen, müsste der Konzern die Steuerschulden um 2.394 TEuro und die latente Steuerverbindlichkeit um 278 TEuro erhöhen, wenn die Abweichung nachteilig ist, oder die Steuerschulden um 2.394 TEuro und die latente Steuerverbindlichkeit um 278 TEuro reduzieren, wenn die Abweichung vorteilhaft ist. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Diese Bewertungen fußen im Wesentlichen auf Annahmen zu Abzinsungsfaktoren, zu Gehalts- und Rententrends sowie zu Lebenserwartungen. Es kann zu wesentlichen Veränderungen der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen kommen, sofern diese Annahmen aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen wesentlich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen.
Der Ansatz und die Bewertung von sonstigen Rückstellungen und Eventualschulden hängen in hohem Maße von der Komplexität des zugrunde liegenden Geschäftsvorfalls und von Schätzungen ab. Hierzu müssen Annahmen zu Eintrittswahrscheinlichkeiten und zur Höhe der Inanspruchnahme getroffen werden, die von Erfahrungswerten, von Einschätzungen von Kostenentwicklungen und von der Einschätzung von anderen Informationen abhängen. Änderungen dieser Schätzungen können sich erheblich auf die Ertragslage auswirken.
Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden.
7 ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNG
Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der CEWE-Gruppe liegt in der Erbringung von Fotofinishing- bzw. sonstigen Druckleistungen sowie im Handel mit Foto-Hardware und Fotofinishing-Produkten und -Dienstleistungen. Dabei hat CEWE überwiegend Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und nur in geringfügigem Umfang aus der Erbringung von Dienstleistungen. Alle Erträge, die im Zusammenhang mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stehen, werden als Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Alle anderen Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge gezeigt (vgl. C 28, Seite 119). Umsatzerlöse werden anhand eines fünfstufigen Modells erfasst. Hiernach sind diejenigen Beträge als Umsatzerlöse zu erfassen, die als Gegenleistung für die Übertragung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen an einen Kunden erwartet werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt, wenn (oder sobald) die Verfügungsgewalt über Waren oder Dienstleistungen entweder über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt an einen Kunden übertragen wurde. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Umsatzbezogene Aufwendungen oder Rückstellungen werden grundsätzlich zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse berücksichtigt; das beinhaltet auch geschätzte Beträge für Rabatte und Skonti und andere Erlösschmälerungen. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
8 SACHANLAGEN
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit Abnutzungen vorliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Im Kommerziellen Online-Druck wurde zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 die Abschreibungsmethode für Offsetmaschinen von linearen zeitabhängigen Abschreibungen auf leistungsbezogene Abschreibungen geändert (vgl. A2, Seite 105). Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst.
9 BILANZIERUNG VON LEASINGVERHÄLTNISSEN
Für Leasingvereinbarungen setzt CEWE zur Ersteinbuchung eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts der bestehenden Zahlungsverpflichtung an, angepasst um aktivisch oder passivisch abgegrenzte Leasingzahlungen. Variable Leasingzahlungen fallen nur in unwesentlichem Umfang an. Die Folgebilanzierung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Für die Barwertbestimmung erfolgt die Abzinsung mit einem risiko- und laufzeitäquivalenten Grenzfremdkapitalzinssatz, wenn die Bestimmung des impliziten Zinssatzes nicht möglich ist. Der in der Bilanz separat auszuweisende kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeit wird über den in den Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteil der nächsten zwölf Monate bestimmt.
Alle Nutzungsrechte aus den Leasingvereinbarungen werden von CEWE zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über den kürzeren Zeitraum von Leasinglaufzeit und wirtschaftlicher Nutzungsdauer des identifizierten Vermögenswerts. Wenn Ereignisse oder veränderte Umstände eine Wertminderung vermuten lassen, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36.
gangen wird.
genutzt werden.
Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird im Wesentlichen durch die Einschätzung zur Laufzeit beeinflusst. Im Rahmen der Bestimmung der Leasinglaufzeit werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von bestehenden Optionen bieten. Die unterstellte Laufzeit umfasst daher auch Perioden, die von Verlängerungsoptionen abgedeckt sind, wenn mit einer hinreichenden Sicherheit von einer Ausübung ausge-
Anhang: B. Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze
10 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Stilllegung oder der Veräußerung erfasst.
Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses als Vermieter mit einer anderen Partei belegt wird.
11 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung findet darüber hinaus immer dann statt, wenn Ereignisse eingetreten sind, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten.
12 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte sind gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, entgeltlich erworbene Software, selbst erstellte Software, Kundenstämme sowie -listen, Markenrechte sowie auf die aufgezählten Vermögenswerte entfallende geleistete Anzahlungen. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bestimmt und bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert, da keine Vermögenswerte mit sich über einen längeren Zeitraum erstreckender Erstellungs- bzw. Herstellungsphase vorliegen. Sonstige Entwicklungskosten werden ebenfalls nicht aktiviert, da die Bedingungen für die Aktivierung in der Regel nicht erfüllt sind. Immaterielle Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – niedriger ist als der Buchwert. Wertminderungen werden im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen erfasst. Bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Neuentwicklungen im Bereich gruppenweit einsetzbarer vertriebs- und produktionsspezifischer Softwaresysteme.
13 WERTMINDERUNGEN
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern in Jahren
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Anlagegut | ||
| Kundenstämme und Kundenlisten | 5 | 5 |
| Software und andere immaterielle Vermögenswerte | 3 bis 8 | 3 bis 8 |
| ERP-Software | 5 | 5 |
| Gebäude | 25 bis 50 | 25 bis 50 |
| Maschinen | ||
| Klebebindegeräte und -maschinen | 8 | 8 |
| Offsetdruckmaschinen | 8 bis 10 | 8 bis 10 |
| Digitaldruckmaschinen | 4 bis 7 | 4 bis 7 |
| Sortieranlagen | 5 bis 8 | 5 bis 8 |
| EDV-Anlagen | 3 bis 7 | 3 bis 7 |
| Pkw | 5 | 5 |
| Büromöbel | 13 | 13 |
Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wird aufgrund der bisherigen Nutzungserfahrungen mit dem Anlagegut, seinen aktuellen und voraussichtlichen Einsatzmöglichkeiten sowie der spezifischen technischen Entwicklung vorgenommen.
Die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung überprüft. Sind derartige Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierender Einheiten) sind. In diesem Fall wird die Ermittlung auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchgeführt, der der jeweilige Vermögenswert zugeordnet ist. Die Verteilung erfolgt dabei auf angemessener und stetiger Grundlage auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. auf die kleinste Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer oder solchen, die noch nicht genutzt werden können, wird ein Wertminderungstest mindestens jährlich und bei Anhaltspunkten einer Wertminderung durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.
Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die zukünftigen Zahlungsströme aus der fortgeführten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem risikoangepassten Zinssatz diskontiert. Die Zahlungsströme werden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen, vom Vorstand verabschiedeten Planung bestimmt. Diese Planungen basieren auf Erwartungen auf zukünftige Marktanteile, das Wachstum auf den jeweiligen Märkten sowie die Profitabilität der Produkte. Über den Detailplanungszeitraum hinausgehende Zahlungsstrom-Prognosen werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Diese berücksichtigen dabei sowohl die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes als auch die den Vermögenswert betreffenden Risiken, sofern diese nicht bereits in der Schätzung der Zahlungsströme Berücksichtigung gefunden haben. Die für die Diskontierung der Zahlungsströme herangezogenen risikoangepassten Zinssätze vor Steuern liegen im Geschäftsfeld Fotofinishing zwischen 6,8 % und 12,9 %, im Geschäftsfeld Einzelhandel zwischen 7,3 % und 10,1 %, im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck bei 8,0 %. Dem risikoangepassten Zinssatz der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC – Weighted Average Cost of Capital) zugrunde. Deren Ermittlung erfolgt auf Basis des Capital Asset Pricing Model (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung des risikoangepassten Zinssatzes für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden spezifische Peergroup-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie der Fremdkapitalkostensatz verwendet. Nicht in den Planungsrechnungen enthaltene Perioden werden durch Ansatz eines Restwerts (Terminal Value) abgebildet. Darüber hinaus werden verschiedene Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Sofern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit dessen Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages vorgenommen. Ist der Nutzungswert niedriger als der Buchwert, wird zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Für den Fall, dass sich der Wertminderungsaufwand wieder aufholen sollte, wird der Buchwert des Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den neu ermittelten erzielbaren Betrag erhöht. Der erhöhte Buchwert darf jedoch den Buchwert nicht übersteigen, der ermittelt worden wäre (abzüglich planmäßiger Abschreibungen), wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird sofort erfolgswirksam erfasst.
Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der dieser zugeordnet ist, auf eine Wertminderung hin untersucht. Hierfür wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich Synergien aus dem Zusammenschluss zieht. Dabei entspricht die maximale Größe der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem operativen Geschäftsfeld, wie es auch Teil der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger ist, und knüpft somit am internen Berichtswesen an. Der Werthaltigkeitstest erfolgt mindestens einmal im Jahr und zusätzlich, sofern Anhaltspunkte einer Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorliegen.
Für den Fall, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dem der Geschäftsoder Firmenwert zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag übersteigt, ist dieser zugewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe der festgestellten Differenz abzuschreiben. Einmal vorgenommene Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes dürfen nicht mehr rückgängig gemacht werden. Übersteigt der festgestellte Differenzbetrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes, erfolgt in Höhe des verbleibenden Wertminderungsbetrags eine anteilige Wertminderung der Buchwerte der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte.
14 FINANZANLAGEN
Das Finanzanlagevermögen ist zum Fair Value bewertet. CEWE prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Im Finanzanlagevermögen enthaltene Rückdeckungsversicherungen werden mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Hierbei handelt es sich nicht um Planvermögen.
15 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sind Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten, deren Buchwerte innerhalb der nächsten zwölf Monate hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch betriebliche Nutzung realisiert werden sollen. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Sofern sich der beizulegende Zeitwert zu einem späteren Zeitpunkt erhöht, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der erfassten Wertminderung.
16 VORRÄTE
Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Materialund Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, sofern sie der Produktion zuzurechnen sind. Angeschaffte Gegenstände des Vorratsvermögens werden nach der Durchschnittswertmethode mit dem gewichteten Durchschnittswert bewertet. Sofern der Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Bestände, die aufgrund von Überalterung oder technischem Fortschritt selten verwendet werden, werden durch Gängigkeitsabschläge abgewertet. Langfristige Fertigungsaufträge liegen nicht vor.
17 ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE
Originäre Finanzinstrumente setzen sich aus finanziellen Vermögenswerten (Forderungen, übrigen Vermögenswerten, ausgereichten Krediten und Zahlungsmitteln) sowie finanziellen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten) zusammen. Sie werden nach den Vorschriften des IFRS 9 bilanziert und bewertet. Danach erfolgt der Ansatz eines Finanzinstruments, wenn eine Gegenleistung in Zahlungsmitteln bzw. finanziellen Vermögenswerten erbracht wird. Die Einbuchung bzw. Ausbuchung erfolgt hierbei grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten. Unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden, soweit sie langfristig sind, abgezinst. Die Folgebewertung ist gemäß IFRS 9 abhängig von der nachstehenden Kategorisierung der Finanzinstrumente.
Kredite und Forderungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert werden, werden grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Hierunter fallen langfristige finanzielle
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige übrige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte. Bestehen an der Einbringlichkeit von einzelnen Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderung. Im Übrigen werden Forderungen nach dem Expected-Loss-Ansatz bewertet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Finanzbeteiligungen werden zum Fair Value mit
Erfassung von Wertänderungen im Sonstigen Gesamtergebnis bewertet.
Liquide Mittel werden zum Zeitwert angesetzt. Bestände und Guthaben in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
18 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Derivative Finanzinstrumente wie Zins- und Fremdwährungsoptionen, Zinsswaps, kombinierte Zins- und Währungsswaps sowie Rohstofftermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken werden in eng definierten Grenzen eingesetzt. Gemäß den Risikomanagementgrundsätzen werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Handelszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz zunächst zu Anschaffungskosten und in der Folge zu ihrem Marktwert erfasst. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten hängt von der Art der zu sichernden Position ab. Für die Bestimmung des Marktwerts werden anerkannte Bewertungsmodelle angewandt. Bei Derivaten, bei denen kein Hedge Accounting angewendet wird, erfolgt der Ansatz zum Fair Value.
19 LATENTE STEUERN
Gemäß IAS 12 werden aktive und passive latente Steuern für alle temporären Abweichungen von Aktiva und Passiva zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz, für Steuergutschriften und Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Zur Berechnung werden die zum Bilanzstichtag jeweils geltenden oder die zukünftig geltenden nationalen Steuersätze angewendet. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung erfasst. Aktive latente Steueransprüche auf Verlustvorträge werden nur insoweit berücksichtigt, als ihre Realisierung hinreichend konkretisiert und wahrscheinlich ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.
Latente Steuerschulden werden im Rahmen der Rückstellungen ausgewiesen. Sie werden auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode) berechnet und weisen die steuerlichen Effekte aus den Bewertungsunterschieden zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und dem Konzernabschluss aus. Weder aktive noch passive latente Steuern werden abgezinst.
Die Abgrenzungen werden mit den Steuersätzen berechnet, die bei Umkehr der zeitlich befristeten Unterschiede nach heutigem Kenntnisstand zu erwarten sind.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Durchschnittliche Steuersätze zur Ermittlung der latenten Steuern in %
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Deutschland | 30,88 | 32,00 |
| Belgien | 29,00 | 25,00 |
| Dänemark | 22,00 | 22,00 |
| Frankreich | 28,00 | 28,00 |
| Großbritannien | 17,00 | 19,00 |
| Niederlande | 25,00 | 22,55 |
| Norwegen | 22,00 | 22,00 |
| Polen | 19,00 | 19,00 |
| Schweden | 21,40 | 20,60 |
| Schweiz | 25,00 | 25,00 |
| Slowakische Republik | 21,00 | 21,00 |
| Tschechische Republik | 19,00 | 19,00 |
| Ungarn | 9,00 | 9,00 |
| USA | 21,00 | 21,00 |
20 EIGENKAPITAL
Unter dem Eigenkapital wird das gezeichnete Kapital zum Nennbetrag angesetzt. Das Agio aus der erstmaligen Aktienemission ist als Kapitalrücklage mit dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der ausgegebenen Inhaberstammaktien und dem erzielten Ausgabebetrag bewertet.
Gezeichnetes Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und werden wie bei dieser ausgewiesen. Durch den offen vom Eigenkapital abgezogenen Posten für eigene Anteile werden die eigenen Anteile in Höhe ihrer vollständigen, ursprünglichen Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten zum Zeitpunkt ihres Rückkaufs als Abzugsposten ausgewiesen (siehe Punkt D 53, Seite 141). Die Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn sind nach Gesetz und Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, gebildet und mit dem
sich aus der Fair-Value-Bewertung von Sicherungsgeschäften und Aktienoptionsplänen ergeben (siehe Punkt D 51, Seite 137), sowie die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen und versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste. Die im Rahmen von sukzessiven Anteilserwerben erfasste Veränderung der stillen Reserven wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Nominalwert angesetzt. Daneben enthalten sie die über die handelsrechtlichen Ergebnisse hinaus sich ergebenden Unterschiede zu der Rechnungslegung nach IFRS. Ebenso werden solche Effekte ausgewiesen, die aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten entstehen, die
21 PENSIONSVERPFLICHTUNGEN
Die Pensionsrückstellungen werden entsprechend dem in IAS 19 rev. 2011 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungszusagen ermittelt. Hiernach wird die zukünftige Verpflichtung ausgehend von den bis zum Bilanzstichtag erworbenen Ansprüchen aus den Zusagen unter Berücksichtigung zusätzlicher Parameter auf ihren Barwert abgezinst. Abweichungen zwischen den Schätzannahmen und den tatsächlich eingetretenen Entwicklungen sowie Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Diese werden direkt im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der laufende Dienstzeitaufwand sowie die in den Pensionsaufwendungen enthaltenen Zinsaufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Die genannten Angaben beziehen sich nur auf den Kreis von Mitarbeitern, für die als Pensionsberechtigte eine Pensionsverpflichtung zu passivieren ist.
Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen "Heubeck-Richttafeln 2018 G" bzw. vergleichbaren ausländischen Sterbetafeln ermittelt. Für einige der bilanzierten Pensionszusagen bestehen in geringem Umfang Rückdeckungsversicherungen. Für Pensionszusagen in Frankreich ist ein zu verrechnendes Planvermögen vorhanden, mit dem die dortigen Pensionsverpflichtungen abgegolten werden können.
25 EVENTUALSCHULDEN UND EVENTUALFORDERUNGEN
Als Eventualschulden werden Schulden ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht in der Bilanz erfasst wurde, weil
- » der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder
- » die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualschuld offengelegt.
Eventualforderungen werden nicht bilanziert und nur dann angegeben, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. Sie beinhalten mögliche Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten unsicherer künftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle der Gesellschaft stehen.
26 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.
22 RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht. Voraussetzung ist, dass diese Verpflichtung künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich die Belastungen zuverlässig schätzen lassen. Der Ansatz erfolgt, wenn die Wahrscheinlichkeit höher als 50 % liegt, auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden, soweit sie wesentlich sind, in Höhe des Barwerts des erwarteten Vermögensabflusses angesetzt. Die Abzinsungssätze entsprechen den marktüblichen Kapitalmarktsätzen. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.
23 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG
Zur bilanziellen Behandlung von Aktienoptionsplänen wird IFRS 2 beachtet. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zusagezeitpunkt ("grant date") wird auf der Grundlage von Marktpreisen (Kursen der Deutschen Börse AG, Frankfurt) unter Berücksichtigung der Ausgabebedingungen sowie allgemein anerkannter Bewertungstechniken für Finanzinstrumente ermittelt. Bei der Bewertung werden der Ausübungspreis, die Laufzeit, der augenblickliche Marktwert des Optionsgegenstandes (CEWE-Aktie), die erwartete Volatilität des Marktpreises, die zu erwartenden Dividenden auf die Aktien sowie der risikofreie Zinssatz für die Laufzeit der Optionen einbezogen. Als Besonderheiten der Ausübungsmöglichkeit werden weiterhin die notwendige Wartezeit (Sperrfrist) sowie ggf. die möglichst frühzeitige Optionsausübung durch die Berechtigten beachtet. In der folgenden Bilanzierung wird der ermittelte Wert der Aktienoptionen auf die Laufzeit unter Berücksichtigung der angenommenen Dienstzeit bzw. Fluktuation der Berechtigten aufwandsmäßig verteilt. Die im Rahmen der ausgegebenen Optionsrechte eingenommenen Optionsprämien werden in den Gewinnrücklagen erfasst.
24 FORSCHUNGS- UND NICHT AKTIVIERUNGSFÄHIGE ENTWICKLUNGSKOSTEN
Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst.
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
27 UMSATZERLÖSE
Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern in TEuro
| 2019 | Anteil | 2020 | Anteil | |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse Fotofinishing | 567.991 | 78,8 | 618.767 | 85,1 |
| Veränderung zum Vorjahr (in %) | 13,8 | 8,9 | ||
| Erlöse Einzelhandel | 43.673 | 6,1 | 34.135 | 4,7 |
| Veränderung zum Vorjahr (in %) | – 10,3 | – 21,8 | ||
| Erlöse Kommerzieller Online-Druck | 103.230 | 14,3 | 67.791 | 9,3 |
| Veränderung zum Vorjahr (in %) | 1,6 | – 34,3 | ||
| Sonstiges | 5.504 | 0,8 | 6.565 | 0,9 |
| Veränderung zum Vorjahr (in %) | 38,7 | 19,3 | ||
| Erlöse gesamt | 720.398 | 100,0 | 727.258 | 100,0 |
Die Umsätze fallen größtenteils durch den Verkauf der Produkte von CEWE an, daher erfolgt die Aufteilung in vorstehender Tabelle nach Geschäftsfeldern.
Der Umsatz nach geografischen Regionen teilt sich nach folgender Zuordnung auf. Die Zuordnung der Umsätze mit externen Kunden erfolgt nach dem geografischen Ort des Geschäftsbetriebs des Kunden.
Umsatz nach geografischen Regionen in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Inland | 386.096 | 397.688 |
| Ausland | 334.302 | 329.570 |
| Gesamt | 720.398 | 727.258 |
Die Umsätze mit Handelspartnern werden nach Abzug aller Erlösschmälerungen gezeigt. Hierbei werden oftmals retrospektiv wirkende Rabatte vereinbart, die auf dem Gesamtumsatz eines Zeitraums basieren. Die Erlöse aus diesen Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises abzüglich der vereinbarten Rabatte erfasst. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit (ausgewiesen in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) wird für voraussichtlich an den Kunden zu zahlende Rabatte für bis zum Ende der Berichtsperiode getätigte Verkäufe erfasst. Verkäufe über den Mailorderversand werden im Fotofinishing und Kommerziellen Online-Druck überwiegend mittels Vorkasse erfasst. Über die von CEWE betriebenen Einzelhandelsgeschäfte werden Foto-Hardware sowie Fotofinishing-Produkte verkauft. Die Zahlung des Transaktionspreises ist sofort fällig, wenn der Kunde das Produkt erwirbt und die Lieferung im Ladengeschäft abnimmt. Sonstige Erlöse, die nicht aus der Lieferung und Leistung typischer Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen stammen (gewöhnliche Geschäftstätigkeit der CEWE-Gruppe), werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Zum Stichtag liegen keine Verträge vor, bei denen der Zeitraum zwischen der Übertragung des versprochenen Guts bzw. der Dienstleistungen auf den Kunden und der Zahlung durch den Kunden ein Jahr überschreitet. Entsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst.
28 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Sonstige betriebliche Erträge in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.378 | 3.519 |
| Erträge aus Währungsumrechnungen | 1.452 | 3.036 |
| Erträge aus weiterberechneten Aufwendungen | 3.477 | 2.776 |
| Nebenerlöse aus Verkäufen an Dritte | 4.292 | 2.720 |
| Mieteinnahmen | 2.393 | 2.525 |
| Kostenerstattungen eigenes Personal | 1.156 | 1.075 |
| Erträge aus dem Eingang wertberichtigter Forderungen | 916 | 944 |
| Erträge aus Mahngebühren | 594 | 510 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 274 | 168 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 5.255 | 5.759 |
| Sonstige betriebliche Erträge gesamt | 22.187 | 23.032 |
Die Nebenerlöse aus Verkäufen an Dritte betreffen die Erlöse aus Aluminiumverkäufen aus der Vermarktung von im Offsetdruck genutzten Druckplatten sowie Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens.
Die Erträge aus weiterberechneten Aufwendungen beinhalten insbesondere Weiterberechnungen von Verkaufshilfsmitteln, Werbeleistungen, Logistik- und sonstigen Transportleistungen.
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen verschiedene Einzelposten im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. Rückstellungen wurden aufgelöst, wenn nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag nicht mehr oder mit einer geringeren Inanspruchnahme zu rechnen war.
Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt oder der Bewertung monetärer Posten zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (siehe Punkt C 31, Seite 121) ausgewiesen.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge sowie sonstige, anderen Erläuterungspositionen nicht zuzuordnende Sachverhalte enthalten.
29 MATERIALAUFWAND
Materialaufwand in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | – 159.180 | – 147.321 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | – 28.274 | – 22.792 |
| Materialaufwand gesamt | – 187.454 | – 170.113 |
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten im Geschäftsfeld Fotofinishing insbesondere Bezüge von Fotopapier, Fototaschen, Chemie und sonstigen Verpackungen, während im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck im Wesentlichen Aufwendungen für Druckplatten, Papier und Frachtaufwand ausgewiesen werden. Für den Bereich Einzelhandel beinhaltet diese Position den Bezug von Handelswaren.
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Fremdarbeiten in den Geschäftsfeldern Fotofinishing und Kommerzieller Online-Druck enthalten.
30 PERSONALAUFWAND
Personalaufwand in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | – 162.450 | – 161.882 |
| Soziale Abgaben | – 31.382 | – 30.797 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | – 3.207 | – 3.422 |
| Personalaufwand gesamt | – 197.039 | – 196.101 |
Mitarbeiter Anzahl
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 2.440 | 2.418 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.497 | 1.434 |
| Mitarbeiter gesamt | 3.937 | 3.852 |
Mitarbeiter nach Geschäftsfeldern Anzahl
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Fotofinishing | 2.677 | 2.701 |
| Einzelhandel | 509 | 515 |
| Kommerzieller Online-Druck | 692 | 583 |
| Sonstige | 59 | 53 |
| Mitarbeiter gesamt | 3.937 | 3.852 |
Die obigen Angaben beziehen sich auf den Jahresdurchschnitt. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 waren insgesamt 4.182 Arbeitnehmer im Konzern beschäftigt (31. Dezember 2019: 4.198 Arbeitnehmer).
Auf Löhne gewerblicher Arbeitnehmer entfallen 56.470 TEuro (Vorjahr: 56.587 TEuro), auf Gehälter angestellter Arbeitnehmer entfallen 105.412 TEuro (Vorjahr: 105.863 TEuro).
In den Personalaufwendungen sind Restrukturierungskosten in Höhe von 1.905 TEuro enthalten (Vorjahr: 2.589 TEuro).
Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betreffen überwiegend Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen; für Organmitglieder der geschäftsführenden Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg, als persönlich haftende Gesellschafterin hat sich die Pensionsrückstellung um 3.729 TEuro erhöht (Vorjahr: 4.298 TEuro erhöht). Im Übrigen wird auf die Ausführungen zu den langfristigen Rückstellungen für Pensionen verwiesen (siehe Punkt D 55, Seite 143 ff.).
Die Zugangsbewertung der Aktienoptionspläne erfolgt anhand der in der folgenden Tabelle dargestellten Parameter:
Parameter Aktienoptionspläne
| 2016 | 2017 | 2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert | in TEuro | 1.924 | 1.856 | 357 |
| Sonstiger Personalaufwand p.a. |
in TEuro | 481 | 464 | 89 |
| Ende der Sperrfrist | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2023 | |
| Erfolgsziel | in % vom Basispreis |
125 | 125 | 125 |
| Exit Rate | in % | 3,00 | 3,00 | 3,00 |
| Risikoloser Zinssatz | in % | – 0,52 | – 0,20 | – 0,70 |
| Historische Volatilität | in % | 27,99 | 28,17 | 27,90 |
Die sich aus der Zugangsbewertung der Aktienoptionspläne (IFRS 2.10 ff.) ergebenden Zeitwerte werden zeitanteilig bis zum Ende der jeweiligen Sperrfrist abgegrenzt, als "Sonstiger Personalaufwand" berücksichtigt und gegen die Rücklagen im Eigenkapital gebucht. Zu der Struktur der Aktienoptionspläne wird auf die Erläuterungen zum Eigenkapital verwiesen (siehe Punkt D 51, Seite 137). Im Einzelnen wurde für die Bewertungen jeweils eine Monte-Carlo-Simulation eingesetzt. Dabei wurde eine Simulation des lognormalverteilten Prozesses für den Kurs der CEWE-Aktie durchgeführt, um das Erfolgsziel in Form der Steigerung des durchschnittlichen Schlusskurses gegenüber dem Basispreis an zehn aufeinander folgenden Handelstagen abzubilden.
Ebenso wurden in den Simulationen entsprechend dem von Hull und White vorgeschlagenen Ansatz auf modifizierter Basis die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung unter Berücksichtigung der Ausübungsfenster und das sogenannte frühzeitige Ausübungsverhalten der Berechtigten berücksichtigt. Es wurde simuliert, dass nach der Sperrfrist pro Jahr über eine Exit Rate in % Aktienoptionen bei entsprechender Möglichkeit wegen Ausscheidens aus dem Unternehmen sofort ausgeübt werden. Der risikofreie Zinssatz für die Laufzeit wurde zum jeweiligen Stichtag des 30. Dezember des Jahres angenommen. Es wurde mit diskreten Dividenden gerechnet; als Berechnungsbasis wurden die öffentlich verfügbaren Schätzungen verwendet. Schließlich wurde die historische Volatilität herangezogen und auf den 30. Dezember des jeweiligen Jahres angesetzt. Direkte Leistungen für Unterstützung sind nicht angefallen.
31 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Sonstige betriebliche Aufwendungen in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Vertriebskosten | – 160.185 | – 165.603 |
| Verwaltungskosten | – 35.484 | – 33.902 |
| Raumkosten | – 12.345 | – 11.773 |
| Betriebskosten | – 10.584 | – 10.280 |
| Aufwendungen aus Währungsumrechnungen | – 2.127 | – 3.605 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen | – 2.442 | – 3.592 |
| KFZ-Kosten | – 2.374 | – 2.111 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | – 19.845 | – 19.069 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt | – 245.386 | – 249.935 |
Als wesentliche Position enthalten die Vertriebskosten Aufwendungen für die Fahrdienste und den Versand für Filial- und Mailordergeschäft im Mailordergeschäft des Fotofinishings sowie Marketingaufwendungen. Die Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen betreffen überwiegend Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (2020: 2.581 TEuro, 2019: 1.414 TEuro), die sich aus der Einschätzung des Ausfalls zukünftiger Rückflüsse ergeben.
Die genannten Kursverluste enthalten im Wesentlichen Währungsverluste aus Kursveränderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursgewinne aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (siehe Punkt C 28, Seite 119) ausgewiesen.
In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr neben den Kosten für fremde Dienstleistungen und Personal in Höhe von 3.345 TEuro (Vorjahr: 4.025 TEuro) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 945 TEuro (Vorjahr: 634 TEuro) sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 1.174 Mio Euro (Vorjahr: 240 TEuro) enthalten.
Honorare Abschlussprüfer in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 309 | 298 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 103 | 83 |
| Gesamt | 412 | 381 |
Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Entgelte für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Einzelabschlüsse der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und ihrer inländischen Tochtergesellschaften. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen die prüferische Durchsicht von Quartalsabschlüssen und die prüferische Durchsicht der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung.
32 ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN
Die Aufteilung der Abschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen ist dem Anlagespiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2020 sowie im Vorjahr wurden auf Geschäfts- oder Firmenwerte keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
33 FINANZERTRÄGE UND FINANZAUFWENDUNGEN
Finanzerträge/Finanzaufwendungen in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 5 | 5 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 68 | 33 |
| Finanzerträge | 73 | 38 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 2.793 | – 2.246 |
| Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten | – 863 | – 1.118 |
| Finanzaufwendungen | – 3.656 | – 3.364 |
Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten erfolgswirksam zu erfassende Aufwendungen aus der Fair-Value-Bewertung von Put-Optionen in Höhe von 1.881 TEuro (Vorjahr: 2.433 TEuro).
34 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Effektive und latente Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Effektive Steuern Inland 1 | – 20.943 | – 27.440 |
| Effektive Steuern Ausland 2 | – 2.096 | – 1.435 |
| Effektive Steuern gesamt | – 23.039 | – 28.875 |
| Latente Steuern Inland | 989 | 4.094 |
| Latente Steuern Ausland | 497 | 352 |
| Latente Steuern gesamt | 1.486 | 4.446 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag gesamt | – 21.553 | – 24.429 |
| 1 Davon periodenfremd Inland | 298 | – 20 |
| 2 Davon periodenfremd Ausland | – 236 | 95 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen im Inland die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer. Im Ausland sind die vergleichbaren Ertragsteuern der Tochtergesellschaften enthalten.
Die bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern entfielen auf Wertunterschiede bei folgenden Bilanzpositionen sowie auf Verlustvorträge:
Zuordnung der latenten Steuerabgrenzungen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
||
| Verlustvorträge und Steuergutschriften | 6.889 | 7.199 | |||
| Sachanlagen | 533 | – 6.844 | 154 | – 8.302 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 685 | – 4.950 | 2.594 | – 5.112 | |
| Vorräte | 373 | – 2 | 379 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 421 | – 266 | 469 | – 193 | |
| Sonderposten für Investitionszuwendungen (Investitionszuschüsse) |
88 | – 120 | 91 | – 85 | |
| Pensionsrückstellungen | 7.519 | 8.730 | |||
| Anpassung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19 |
|||||
| Sonstige Rückstellungen | 594 | – 315 | 616 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten | 6.146 | 9.588 | |||
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | – 48 | – 32 | |||
| Steuerabgrenzungen auf temporäre Differenzen |
23.248 | – 12.545 | 29.820 | – 13.724 | |
| Saldierung | – 9.045 | 9.045 | – 10.945 | 10.945 | |
| Bilanzposten | 14.203 | – 3.500 | 18.875 | – 2.779 |
Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen aus Steuersatzänderungen oder aus der Einführung neuer nationaler oder ausländischer Steuern.
Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand lässt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt entwickeln:
Überleitung Ertragsteueraufwand in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 53.254 | 76.365 |
| Theoretischer Steuersatz (in %) | 30,0 | 30,0 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 15.976 | 22.910 |
| Erhöhung und Minderung der Ertragsteuerbelastung durch: | ||
| Abweichung durch Anwendung des lokalen Steuersatzes | 72 | 1.149 |
| Abweichung durch unterschiedliche Bemessungsgrundlagen | ||
| – Steuerfreie Erträge (–) | – 184 | – 169 |
| – Sonstige steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen | 854 | 397 |
| – Nicht abzugsfähige Aufwendungen (+) | 980 | 809 |
| – Abschreibungen auf steuerlich nicht ansetzbare Posten | 216 | 0 |
| Ansatz und Bewertung latenter Steuern | ||
| – Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge | 4.676 | 1.478 |
| – Zuschreibung/Nachträglicher Ansatz latenter Steuern | – 729 | – 1.849 |
| Aperiodische Effekte | ||
| – Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen (–) | – 534 | – 285 |
| – Andere aperiodische Effekte | – 267 | 60 |
| Sonstige Effekte | 493 | – 71 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 21.553 | 24.429 |
Für die Gesamtertragsteuerbelastung wird ein theoretischer Steuersatz von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %) zugrunde gelegt. Er setzt sich aus einem Steuersatz von 15,0 % für Körperschaftsteuer (Vorjahr: 15,0 %), 5,5 % für den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuerschuld (Vorjahr: 5,5 %) sowie einem pauschalen Durchschnitt von rund 14 % für Gewerbeertragsteuer (Vorjahr: 14,0 %) zuzüglich geringfügiger Rundung zusammen.
Sämtliche Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern waren im Geschäftsjahr und im Vorjahr mit Ausnahme eines Teils der aktiven latenten Steuern bei den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam. Die erfolgsneutrale Veränderung der aktiven latenten Steuern bei den Pensionsrückstellungen beträgt im Geschäftsjahr – 893 TEuro (Vorjahr: – 1.411 TEuro).
Der gesamte Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste beläuft sich auf 70.757 TEuro (Vorjahr: 67.649 TEuro) und betrifft im Wesentlichen die Gesellschaft in Frankreich. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 26.784 TEuro (Vorjahr: 27.338 TEuro) wurden aktive latente Steuern bilanziert. Für die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge ist die künftige Realisierbarkeit ausschlaggebend, die im Wesentlichen von künftigen steuerlichen Gewinnen während jener Perioden, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können, abhängt. Für die Aktivierung wird von jenen Gewinnerwartungen ausgegangen, die für wahrscheinlich gehalten werden. Auf Basis der genehmigten Budgets und Geschäftspläne geht CEWE davon aus, dass die latenten Steueransprüche unter Verwendung des geschätzten zukünftigen zu versteuernden Einkommens realisierbar sind. Von den Verlustvorträgen sind 70.412 TEuro (Vorjahr: 67.511 TEuro) unbegrenzt vortragsfähig. Die übrigen Verlustvorträge haben eine Vortragsfähigkeit bis längstens 2024.
Gesamtertragsteueraufwand im Eigenkapital in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| In der GuV ausgewiesener Ertragsteueraufwand | – 21.553 | – 24.429 |
| Im Eigenkapital direkt ausgewiesener Steueraufwand | 1.411 | 893 |
| Gesamtertragsteueraufwand im Eigenkapital | – 20.142 | – 23.536 |
35 ERGEBNIS JE AKTIE
Ergebnis je Aktie Konzern
| Q4 2019 | 2019 | Q4 2020 | 2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | in TEuro | 32.877 | 31.701 | 52.053 | 51.936 |
| Gewichteter Durchschnitt unverwässerte Aktienzahl |
in Stück | 7.212.065 | 7.208.133 | 7.210.636 | 7.212.257 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | in Euro | 4,56 | 4,40 | 7,22 | 7,20 |
| Konzernergebnis nach Ergebnisanteilen Dritter |
in TEuro | 32.877 | 31.701 | 52.053 | 51.936 |
| Gewichteter Durchschnitt verwässerte Aktienzahl |
in Stück | 7.212.065 | 7.208.133 | 7.210.636 | 7.212.257 |
| Verwässernder Effekt der ausgegebenen Aktienoptionen |
in TEuro | 81.818 | 58.785 | 38.813 | 48.166 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | in Euro | 4,51 | 4,36 | 7,18 | 7,15 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Ergebnis nach Steuern und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl abzüglich der eigenen Anteile ermittelt.
Die Angabe des verwässerten Ergebnisses je Aktie zum 31. Dezember 2020 erfolgt zu Vergleichszwecken. Die eigenen Anteile werden bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht einbezogen.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
Entwicklung 2020 in TEuro
| Sachanlagen | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
Geschäfts- oder Firmenwerte |
Immaterielle Vermögenswerte |
Langfristige Finanzanlagen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Stand am 01.01. | 516.732 | 32.400 | 120.146 | 154.278 | 6.136 | 829.692 |
| Währungsänderungen | – 3.807 | — | — | – 397 | — | – 4.204 |
| Zugänge | 46.916 | 1.087 | — | 3.913 | 1.966 | 53.882 |
| Abgänge | – 22.980 | — | — | – 3.864 | – 406 | – 27.250 |
| Umbuchungen | 450 | – 520 | — | 70 | — | — |
| Stand am 31.12. | 537.311 | 32.967 | 120.146 | 154.000 | 7.696 | 852.120 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand am 01.01. | 294.189 | 15.160 | 42.388 | 115.195 | 557 | 467.489 |
| Währungsänderungen | – 1.828 | — | — | – 340 | — | – 2.168 |
| Zugänge planmäßig | 43.185 | 467 | — | 11.063 | 0 | 54.715 |
| Zugänge außerplanmäßig | 524 | — | — | 141 | 101 | 766 |
| Abgänge | – 15.386 | — | — | – 3.589 | — | – 18.975 |
| Umbuchungen | 30 | – 28 | — | – 2 | — | — |
| Zuschreibungen | – 57 | — | — | — | — | – 57 |
| Stand am 31.12. | 320.657 | 15.599 | 42.388 | 122.468 | 658 | 501.770 |
| Buchwert am 31.12. | 216.654 | 17.368 | 77.758 | 31.532 | 7.038 | 350.350 |
Entwicklung 2019 in TEuro
| Sachanlagen | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
Geschäfts- oder Firmenwerte |
Immaterielle Vermögenswerte |
Langfristige Finanzanlagen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Stand am 01.01. | 416.395 | 32.344 | 102.106 | 132.996 | 7.412 | 691.253 |
| Korrektur Vortrag | 70.093 | — | — | — | — | 70.093 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 1.334 | — | — | 14.739 | — | 16.073 |
| Währungsänderungen | 771 | — | — | 74 | — | 845 |
| Zugänge | 39.960 | 56 | 18.040 | 7.408 | 1.756 | 67.220 |
| Abgänge | – 11.870 | — | — | – 893 | – 3.032 | – 15.795 |
| Umbuchungen | 49 | — | — | – 46 | — | 3 |
| Stand am 31.12. | 516.732 | 32.400 | 120.146 | 154.278 | 6.136 | 829.692 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand am 01.01. | 256.153 | 14.701 | 42.388 | 104.507 | 557 | 418.306 |
| Korrektur Vortrag | 453 | — | — | — | — | 453 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 60 | — | — | — | — | 60 |
| Währungsänderungen | 608 | — | — | 90 | — | 698 |
| Zugänge planmäßig | 44.462 | 459 | — | 9.941 | — | 54.862 |
| Zugänge außerplanmäßig | 686 | — | — | 1.535 | — | 2.221 |
| Abgänge | – 8.233 | — | — | – 880 | — | – 9.113 |
| Umbuchungen | — | — | — | 2 | — | 2 |
| Stand am 31.12. | 294.189 | 15.160 | 42.388 | 115.195 | 557 | 467.489 |
| Buchwert am 31.12. | 222.543 | 17.240 | 77.758 | 39.083 | 5.579 | 362.203 |
36 SACHANLAGEN
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen. Die dort gezeigten planmäßigen Abschreibungen sowie die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen gezeigt. Aufgrund von Werthaltigkeitstests wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf technisch nur noch eingeschränkt nutzbare Anlagen in Höhe von 245 TEuro vorgenommen (Vorjahr: 520 TEuro).
Im Zusammenhang mit Restrukturierungen im Einzelhandel sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 279 TEuro (Vorjahr: 686 TEuro im Zusammenhang mit der Restrukturierung LASERLINE) angefallen.
Der Buchwert des nur zeitweise ungenutzten Sachanlagevermögens ist von untergeordneter Bedeutung; Gleiches gilt für das Sachanlagevermögen, das endgültig nicht mehr genutzt wird. Es wird davon ausgegangen, dass der Zeitwert der Sachanlagen nicht wesentlich vom Buchwert abweicht. Verpfändetes Sachanlagevermögen besteht nicht. Der Betrag der Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen (Bestellobligo) beläuft sich auf 1.434 TEuro (Vorjahr: 3.309 TEuro).
Entwicklung der Sachanlagen 2020 in TEuro
| Entwicklung der Sachanlagen 2019 in TEuro | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | ------------------------------------------- | -- | -- |
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand am 01.01. | 157.346 | 261.571 | 95.113 | 2.702 | 516.732 |
| Währungsänderungen | 1.960 | – 846 | – 986 | – 15 | – 3.807 |
| Zugänge | 13.961 | 20.018 | 10.917 | 2.020 | 46.916 |
| Abgänge | – 7.433 | – 8.010 | – 7.537 | — | – 22.980 |
| Umbuchungen | 694 | 2.302 | 146 | – 2.692 | 450 |
| Stand am 31.12. | 162.608 | 275.035 | 97.653 | 2.015 | 537.311 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01. | 40.453 | 180.417 | 73.319 | — | 294.189 |
| Währungsänderungen | – 423 | 700 | – 705 | — | – 1.828 |
| Zugänge planmäßig | 11.904 | 21.069 | 10.212 | — | 43.185 |
| Zugänge außerplanmäßig | 7 | 127 | 390 | — | 524 |
| Abgänge | – 2.233 | – 6.121 | – 7.032 | — | – 15.386 |
| Umbuchungen | 26 | 3 | 1 | — | 30 |
| Zuschreibungen | — | – 57 | — | — | – 57 |
| Stand am 31.12. | 49.734 | 194.738 | 76.185 | — | 320.657 |
| Buchwert am 31.12. | 112.874 | 80.297 | 21.468 | 2.015 | 216.654 |
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand am 01.01. | 85.539 | 241.188 | 83.213 | 6.455 | 416.395 |
| Korrektur Vortrag | 65.919 | 1.643 | 2.531 | — | 70.093 |
| Änderungen Konsolidierungskreis |
18 | 1.121 | 195 | — | 1.334 |
| Währungsänderungen | 160 | 348 | 262 | 1 | 771 |
| Zugänge | 9.084 | 17.929 | 10.384 | 2.563 | 39.960 |
| Abgänge | – 3.427 | – 6.731 | – 1.709 | – 3 | – 11.870 |
| Umbuchungen | 53 | 6.073 | 237 | – 6.314 | 49 |
| Stand am 31.12. | 157.346 | 261.571 | 95.113 | 2.702 | 516.732 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01. | 28.803 | 163.232 | 64.118 | — | 256.153 |
| Korrektur Vortrag | — | 299 | 154 | — | 453 |
| Änderungen Konsolidierungskreis |
— | 45 | 15 | — | 60 |
| Währungsänderungen | 84 | 304 | 220 | — | 608 |
| Zugänge planmäßig | 11.682 | 22.438 | 10.342 | — | 44.462 |
| Zugänge außerplanmäßig | 105 | 520 | 61 | — | 686 |
| Abgänge | – 221 | – 6.431 | – 1.581 | — | – 8.233 |
| Umbuchungen | — | 10 | – 10 | — | — |
| Stand am 31.12. | 40.453 | 180.417 | 73.319 | — | 294.189 |
| Buchwert am 31.12. | 116.893 | 81.154 | 21.794 | 2.702 | 222.543 |
126 127
Zum 31. Dezember 2020 schließen die Sachanlagen die folgenden Beträge mit ein, bei denen der Konzern nach IFRS 16 Leasingnehmer war:
Zugänge, Abschreibungen und sonstige Veränderungen bei geleasten Sachanlagen 2020 in TEuro
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand am 01.01. | 67.794 | 1.669 | 4.534 | — | 73.997 |
| Währungsänderungen | – 1.251 | – 59 | – 41 | — | – 1.351 |
| Zugänge | 10.838 | — | 2.559 | — | 13.397 |
| Abgänge | – 6.816 | – 96 | – 1.736 | — | – 8.648 |
| Stand am 31.12. | 70.565 | 1.514 | 5.316 | — | 77.395 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01. | 8.985 | 439 | 1.828 | — | 11.252 |
| Währungsänderungen | – 163 | – 54 | – 20 | — | – 237 |
| Zugänge planmäßig | 9.298 | 417 | 2.090 | — | 11.805 |
| Abgänge | – 1.700 | – 60 | – 1.541 | — | – 3.301 |
| Stand am 31.12. | 16.420 | 742 | 2.357 | — | 19.519 |
| Buchwert am 31.12. | 54.145 | 772 | 2.959 | — | 57.876 |
| in TEuro | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt | |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand am 01.01. | 65.919 | 1.413 | 2.393 | — | 69.725 |
| Währungsänderungen | — | 12 | — | — | 12 |
| Zugänge | 5.300 | 266 | 2.564 | — | 8.130 |
| Abgänge | – 3.425 | – 22 | – 423 | — | – 3.870 |
| Stand am 31.12. | 67.794 | 1.669 | 4.534 | — | 73.997 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01. | — | — | — | — | — |
| Währungsänderungen | 22 | 11 | – 1 | — | 32 |
| Zugänge planmäßig | 9.183 | 450 | 2.204 | — | 11.837 |
| Abgänge | – 220 | – 22 | – 375 | — | – 617 |
| Stand am 31.12. | 8.985 | 439 | 1.828 | — | 11.252 |
| Buchwert am 31.12. | 58.809 | 1.230 | 2.706 | — | 62.745 |
Zugänge, Abschreibungen und sonstige Veränderungen bei geleasten Sachanlagen 2019
Anhang:
Aufteilung zwischen im Eigentum befindlichen Sachanlagen und geleasten Sachanlagen 2020 in TEuro
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Im Eigentum befindliche Sachanlagen |
58.729 | 79.525 | 18.509 | 2.015 | 158.778 |
| Geleaste Sachanlagen | 54.145 | 772 | 2.959 | — | 57.876 |
| Buchwert am 31.12.2020 | 112.874 | 80.297 | 21.468 | 2.015 | 216.654 |
Aufteilung zwischen im Eigentum befindlichen Sachanlagen und geleasten Sachanlagen 2019 in TEuro
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Im Eigentum befindliche Sachanlagen |
58.084 | 79.924 | 19.088 | 2.702 | 159.798 |
| Geleaste Sachanlagen | 58.809 | 1.230 | 2.706 | — | 62.745 |
| Buchwert am 31.12.2019 | 116.893 | 81.154 | 21.794 | 2.702 | 222.543 |
Folgende Beträge sind in der Berichtsperiode für Leasingaktivitäten angefallen:
in TEuro
| 2019 Betrag |
2020 Betrag |
|
|---|---|---|
| Aufwand für kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 1.006 | 0 |
| Aufwand für Leasingverbindlichkeiten über Vermögenswerte von geringem Wert |
151 | 200 |
| Aufwand für variable Leasingzahlungen, der in die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten nicht einbezogen wurde |
150 | 262 |
| Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse im Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit |
1.307 | 462 |
| Zahlungsmittelabflüsse für Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | 9.537 | 10.668 |
| Zahlungsmittelabflüsse für Zinsen im Zusammenhang mit Leasingverbindlichkeiten |
863 | 1.118 |
Der im Geschäftsjahr 2020 erfolgswirksam erfasste Betrag aus der Anwendung des Covid-19 Amendments beträgt 326 TEuro.
Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen (z. B. Digitaldruckmaschinen, CEWE Fotostationen usw.) werden auf der Basis sowohl von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen vorgenommen, die auf der Grundlage des "Dealing at arm's length"-Grundsatzes (Fremdvergleichsgrundsatz) ermittelt wurden. Im Anlagevermögen enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Bei den erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und entsprechend latente Steuern in Ansatz gebracht.
Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in TEuro
Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz
37 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich um Gewerbeimmobilien in Bad Schwartau und Berlin sowie um die Teile des Betriebsgrundstücks des Dresdner Produktionsstandortes, die fremdvermietet und nicht mehr betrieblich genutzt werden. Die nicht betrieblich genutzten Gebäude werden gemäß IAS 40 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die den planmäßigen linearen Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern liegen bei 25 bis 50 Jahren. Die Zugänge des Geschäftsjahres setzen sich zusammen aus nachträglichen Anschaffungskosten in Höhe von 988 TEuro (Vorjahr: 55 TEuro) und dem vermieteten Teil des Dresdner Produktionsstandortes in Höhe von 99 TEuro (Vorjahr: 1 TEuro). Im Geschäftsjahr betrugen die Mieteinnahmen 1.909 TEuro (Vorjahr: 1.875 TEuro). Auf die vermieteten Objekte entfielen einschließlich Abschreibungen, Instandhaltung und Nebenkosten Aufwendungen in Höhe von 1.612 TEuro (Vorjahr: 1.680 TEuro).
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt 20.353 TEuro (Vorjahr: 20.021 TEuro). Der beizulegende Zeitwert wird dabei grundsätzlich auf Stufe 3 (der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13) ermittelt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Bilanzstichtag wurde auf Basis eines im Jahr 2017 von externen, unabhängigen Immobiliengutachtern erstellten Gutachtens ermittelt. Der für die Bewertung hinzugezogene Gutachter verfügt über eine einschlägige berufliche Qualifikation und aktuelle Erfahrung mit der Lage und der Art der zu bewertenden Immobilien. Für die Ermittlung des Zeitwertes zum Bilanzstichtag wurde die Berechnung des Gutachtens intern an die aktuellen Verhältnisse angepasst.
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| Stand am 01.01. | 32.344 | 32.400 |
| Zugänge | 56 | 1.087 |
| Umbuchungen | — | – 520 |
| Stand am 31.12. | 32.400 | 32.967 |
| Abschreibungen | ||
| Stand am 01.01. | 14.701 | 15.160 |
| Zugänge planmäßig | 459 | 467 |
| Umbuchungen | — | – 28 |
| Stand am 31.12. | 15.160 | 15.599 |
| Buchwert am 31.12. | 17.240 | 17.368 |
38 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Übernahme von Geschäftsbetrieben. Die Entwicklung der Werte nach Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:
Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte 2020 in TEuro
| Fotofinishing | Einzelhandel Kommerzieller Online-Druck |
Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand am 01.01. | 55.234 | 366 | 22.158 | 77.758 |
| Stand am 31.12. | 55.234 | 366 | 22.158 | 77.758 |
Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte 2019 in TEuro Fotofinishing Einzelhandel Kommerzieller
| Fotofinishing | Einzelhandel Kommerzieller Online-Druck |
Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand am 01.01. | 37.194 | 366 | 22.158 | 59.718 |
| Zugänge | 18.040 | — | — | 18.040 |
| Stand am 31.12. | 55.234 | 366 | 22.158 | 77.758 |
Für die CEWE-Gruppe wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte sind den folgenden Geschäftsfeldern am Bilanzstichtag zugeordnet:
Geschäftsfeld und zahlungsmittelgenerierende Einheit in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Kommerzieller Online-Druck SAXOPRINT | 17.809 | 17.809 |
| Kommerzieller Online-Druck LASERLINE | 2.680 | 2.680 |
| Kommerzieller Online-Druck viaprinto | 1.668 | 1.668 |
| Fotofinishing Cheerz | 31.198 | 31.198 |
| Fotofinishing WhiteWall | 18.040 | 18.040 |
| Fotofinishing Diginet | 2.874 | 2.874 |
| Fotofinishing DeinDesign | 2.515 | 2.515 |
Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag durch die Bestimmung des Nutzungswerts ermittelt. Hierzu werden Zahlungsstromprognosen verwendet, die auf der verabschiedeten Unternehmensplanung basieren. Über fünf Jahre hinausgehende Zahlungsströme werden in Anwendung unten aufgeführter Wachstumsraten extrapoliert.
Im Folgenden werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit mit einem wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwert die langfristige Wachstumsrate und Diskontierungsrate für die Nutzwertkalkulation angegeben sowie der erzielbare Betrag im Falle von Wertberichtigungen.
2020 in %
| SAXOPRINT LASERLINE | viaprinto | Cheerz | WhiteWall | Diginet DeinDesign | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Wachstumsrate |
1,0 | 1,0 | 1,0 | 0,75 | 0,75 | 0,75 | 0,75 |
| Vorsteuer zinssatz |
8,0 | 8,0 | 8,0 | 7,88 | 7,3 | 7,3 | 7,3 |
2019 in %
| SAXOPRINT LASERLINE | viaprinto | Cheerz | WhiteWall | Diginet DeinDesign | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Wachstumsrate |
1,0 | 1,0 | 1,0 | 0,75 | 0,75 | 0,75 | 0,75 |
| Vorsteuer zinssatz |
8,4 | 8,4 | 8,4 | 10,2 | 8,9 | 8,9 | 8,9 |
Die Bandbreite der Diskontierungszinssätze vor Steuern liegt in den jeweiligen Geschäftsfeldern wie folgt:
Geschäftsfelder 2020
| Geschäfts- oder Firmenwert in TEuro |
Bandbreite des Diskontierungs zinssatzes in % |
|
|---|---|---|
| Fotofinishing | 55.234 | 6,8 bis 12,9 |
| Einzelhandel | 366 | 7,3 bis 10,1 |
| Kommerzieller Online-Druck | 22.158 | 8,0 |
| Gesamt | 77.758 | 6,8 bis 12,9 |
Geschäftsfelder 2019
| Geschäfts- oder Firmenwert |
Bandbreite des Diskontierungs zinssatzes |
|
|---|---|---|
| in TEuro | in % | |
| Fotofinishing | 55.234 | 7,5 bis 13,3 |
| Einzelhandel | 366 | 8,2 bis 10,4 |
| Kommerzieller Online-Druck | 22.158 | 5,6 |
| Gesamt | 77.758 | 5,3 bis 13,3 |
Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen CEWE tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Zahlungsströme für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu zusätzlichen Wertberichtigungen oder, falls sich die erwarteten Entwicklungen umkehren sollten, zu Wertaufholungen führen können, sofern es sich nicht um Geschäfts- oder Firmenwerte handelt.
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für zahlungsmittelgenerierende Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wurden eine Minderung der EBIT-Margen in der ewigen Rente um 10 % sowie eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um 1 Prozentpunkt angenommen. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit SAXOPRINT hätte sich bei einer Minderung der EBIT-Margen in der ewigen Rente kein Wertminderungsbedarf ergeben und bei der Erhöhung des Diskontierungssatzes eine Wertminderung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwertes um 2.975 TEuro. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. für die Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergibt sich auf dieser Grundlage kein Wertminderungsbedarf.
Im verkürzten Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde davon berichtet, dass anlässlich der Corona-Pandemie ein Werthaltigkeitstest durchgeführt wurde. Bei der Planung der Ergebnisse der kommenden 5 Jahre wurde von einem negativen Effekt aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 ausgegangen. Aktuell wird für das Jahr 2021 ebenfalls mit einem negativen Effekt gerechnet. Für die Folgejahre wird eine Rückkehr auf das ursprünglich geplante Niveau erwartet. Die Bandbreite der Diskontierungszinssätze im Einzelhandel lag zu dem Zeitpunkt bei 6,59 % bis 10,68 % und im Kommerziellen Online-Druck bei 7,98 %.
39 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Bei Software und ähnlichen Schutzrechten handelt es sich um erworbene ERP-Software, verschiedene Office-Produkte für Arbeitsplatzrechner sowie Neu- und Nachaktivierungen bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten für den internen Gebrauch und zur Marktunterstützung in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Kommerzieller Online-Druck. Im Rahmen der selbst erstellten Software wurden Eigenleistungen von 990 TEuro (Vorjahr: 607 TEuro) aktiviert.
Aufgrund von Werthaltigkeitstests wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 141 TEuro – Geschäftsfeld Fotofinishing – auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen (Vorjahr: 1.535 TEuro – Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck).
Im Vorjahr sind in den außerplanmäßigen Abschreibungen die im Zusammenhang mit der Restrukturierung von LASERLINE angefallenen Abschreibungen auf obsolet gewordene immaterielle Vermögenswerte (z. B. Softwareprogramme) enthalten.
Für immaterielle Vermögenswerte bestand ein Bestellobligo in Höhe von 177 TEuro (Vorjahr: 143 TEuro).
CEWE verfügt gegenwärtig über Kundenstämme, Kundenlisten sowie Markenrechte in den drei Geschäftsfeldern Fotofinishing, Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck. Die übrigen Kundenstämme, Kundenlisten und Markenrechte stammen aus früheren Käufen kleinerer Wettbewerber. CEWE ist der Auffassung, dass sie zwar für die Entwicklung des Geschäftes wichtig, aber in keinem Einzelfall entscheidend sind.
Nicht aktivierte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 13.739 TEuro (Vorjahr: 15.408 TEuro) angefallen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2020 in TEuro
| Erworbene Software |
Selbst geschaffene immaterielle Vermögens werte |
Kunden stamm /-liste / Markenrechte |
Geleistete Anzahlungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand am 01.01. | 72.824 | 25.126 | 55.195 | 1.133 | 154.278 |
| Währungsänderungen | – 207 | — | – 190 | — | – 397 |
| Zugänge | 2.134 | 990 | 502 | 287 | 3.913 |
| Abgänge | – 2.672 | – 1.037 | – 155 | — | – 3.864 |
| Umbuchungen | 589 | 218 | — | – 737 | 70 |
| Stand am 31.12. | 72.668 | 25.297 | 55.352 | 683 | 154.000 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01. | 58.698 | 23.019 | 33.478 | — | 115.195 |
| Währungsänderungen | – 190 | — | – 150 | — | – 340 |
| Zugänge planmäßig | 5.550 | 839 | 4.674 | — | 11.063 |
| Zugänge außerplanmäßig | 141 | — | — | — | 141 |
| Abgänge | – 2.525 | – 988 | – 76 | — | – 3.589 |
| Umbuchungen | – 2 | — | — | — | – 2 |
| Stand am 31.12. | 61.672 | 22.870 | 37.926 | — | 122.468 |
| Buchwert am 31.12. | 10.996 | 2.427 | 17.426 | 683 | 31.532 |
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2019 in TEuro
| Erworbene Software |
Selbst geschaffene immaterielle Vermögens werte |
Kunden stamm /-liste / Markenrechte |
Geleistete Anzahlungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand am 01.01. | 64.117 | 23.488 | 43.823 | 1.568 | 132.996 |
| Änderungen Konsolidierungskreis |
3.414 | — | 11.325 | — | 14.739 |
| Währungsänderungen | 34 | — | 40 | — | 74 |
| Zugänge | 5.844 | 607 | 7 | 950 | 7.408 |
| Abgänge | – 851 | – 42 | — | — | – 893 |
| Umbuchungen | 266 | 1.073 | — | – 1.385 | – 46 |
| Stand am 31.12. | 72.824 | 25.126 | 55.195 | 1.133 | 154.278 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01. | 53.662 | 21.519 | 29.326 | — | 104.507 |
| Währungsänderungen | 32 | — | 58 | — | 90 |
| Zugänge planmäßig | 5.138 | 759 | 4.044 | — | 9.941 |
| Zugänge außerplanmäßig | 1.188 | 297 | 50 | — | 1.535 |
| Abgänge | – 845 | – 35 | — | — | – 880 |
| Umbuchungen | – 477 | 479 | — | — | 2 |
| Stand am 31.12. | 58.698 | 23.019 | 33.478 | — | 115.195 |
| Buchwert am 31.12. | 14.126 | 2.107 | 21.717 | 1.133 | 39.083 |
40 FINANZANLAGEN
Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz
Die Finanzanlagen im Konzern beinhalten Anteile an sonstigen Beteiligungen in Höhe von 6.708 TEuro (Vorjahr: 5.249 TEuro). Darin enthalten sind die Beteiligungen an den Fonds Capnamic United Venture Fund I GmbH & Co. KG sowie High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG.
Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 330 TEuro (Vorjahr: 330 TEuro) betreffen im Wesentlichen den Rückkaufswert der betrieblichen Rückdeckungsversicherung.
Entwicklung der langfristigen Finanzanlagen 2020 in TEuro
| Langfristige Anteile an verbundenen Unternehmen |
Langfristige Beteiligungen |
Langfristige sonstige Ausleihungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand am 01.01. | 43 | 5.763 | 330 | 6.136 |
| Zugänge | — | 1.966 | — | 1.966 |
| Abgänge | — | – 406 | — | – 406 |
| Stand am 31.12. | 43 | 7.323 | 330 | 7.696 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand am 01.01. | 18 | 539 | — | 557 |
| Zugänge außerplanmäßig | — | 101 | — | 101 |
| Stand am 31.12. | 18 | 640 | — | 658 |
| Buchwert am 31.12. | 25 | 6.683 | 330 | 7.038 |
Entwicklung der langfristigen Finanzanlagen 2019 in TEuro
| Langfristige Anteile an verbundenen Unternehmen |
Langfristige Beteiligungen |
Langfristige sonstige Ausleihungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand am 01.01. | 43 | 7.082 | 287 | 7.412 |
| Zugänge | — | 1.713 | 43 | 1.756 |
| Abgänge | — | – 3.032 | — | – 3.032 |
| Stand am 31.12. | 43 | 5.763 | 330 | 6.136 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand am 01.01. | 18 | 539 | — | 557 |
| Stand am 31.12. | 18 | 539 | — | 557 |
| Buchwert am 31.12. | 25 | 5.224 | 330 | 5.579 |
41 LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Kautionen und Sicherheitsleistungen. Die langfristigen übrigen Forderungen und Vermögenswerte betreffen ausschließlich aktive Abgrenzungen.
42 AKTIVE LATENTE STEUERN
Gesamt
Aus steuerlichen Verlustvorträgen
Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz
Vorräte in TEuro
43 VORRÄTE
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 24.122 | 35.174 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 1.134 | 795 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 23.472 | 14.906 |
| Geleistete Anzahlungen | 29 | 10 |
| Gesamt | 48.757 | 50.885 |
Aktive latente Steuern 2019 Zusammensetzung und Entwicklung in TEuro
Aktive latente Steuern 2020 Zusammensetzung und Entwicklung in TEuro
| Aus temporären Differenzen |
Aus steuerlichen Verlustvorträgen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 6.764 | 5.525 | 12.289 |
| Zuführung | 720 | 1.743 | 2.463 |
| Auflösung | – 170 | – 379 | – 549 |
| Stand zum 31.12. | 7.314 | 6.889 | 14.203 |
Aus temporären Differenzen
Stand zum 01.01. 7.314 6.889 14.203 Währungsänderung – 6 0 – 6 Zuführung 4.456 1.878 6.334 Auflösung – 88 – 1.568 – 1.656 Stand zum 31.12. 11.676 7.199 18.875
Aktivierte Steuerlatenzen weisen im Wesentlichen Bewertungsunterschiede bei den Pensionsund sonstigen Rückstellungen sowie Ergebniseffekte aus der Konsolidierung aus. Die Aktivierung von latenten Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen wurde nur in solchen Fällen vorgenommen, in denen die Ergebniserwartungen der jeweiligen Konzerngesellschaft eine Verlustnutzung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit und in ausreichender zeitlicher Nähe zulassen. Im Berichtsjahr sind latente Steuern in Höhe von 7.199 TEuro (Vorjahr: 6.889 TEuro) auf Verlustvorträge aktiviert. Für nähere Erläuterungen wird auf die Erläuterungen zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verwiesen (siehe Punkt C 34, Seite 122).
Die Zuschreibung auf Vorräte beträgt – 284 TEuro (Vorjahr: Zuschreibung – 82 TEuro).
Abschreibungen auf unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Materialaufwand enthalten. Im Geschäftsjahr sind Vorräte der CEWE Norge AS, Oppegård, Norwegen, mit einem Buchwert von 258 TEuro (Vorjahr: 274 TEuro) zur Absicherung von Mietkautionen verpfändet.
44 KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 75.974 | 58.949 |
| davon durch Versicherungen gedeckter Betrag | 42.509 | 44.844 |
| Bruttobetrag der wertgeminderten Forderungen | 18.132 | 30.187 |
| Höhe der gebildeten Wertberichtigungen | 2.727 | 3.794 |
| Gesamt | 91.379 | 85.342 |
Unmittelbare Forderungen aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen sind vollständig kurzfristiger Natur und bestehen gegenüber fremden Dritten. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben unterjährig folgende Entwicklung genommen:
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 3.176 | 2.727 |
| Währungsänderungen | 1 | – 9 |
| Zuführung | 1.617 | 2.594 |
| Auflösung | – 804 | – 910 |
| Inanspruchnahme | – 1.263 | – 608 |
| Stand zum 31.12. | 2.727 | 3.794 |
Zuführungen zu den Wertberichtigungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen, Auflösungen über die sonstigen betrieblichen Erträge gezeigt. Die direkten Ausfälle bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ebenfalls unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt; sie belaufen sich im Geschäftsjahr auf 1.011 TEuro (Vorjahr: 1.027 TEuro).
CEWE wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über eine Periode von 36 Monaten vor dem 31. Dezember 2020 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Im Geschäftsjahr sind Kundenforderungen der CEWE Norge AS, Oppegård, Norwegen, mit einem Buchwert von 96 TEuro (Vorjahr: 101 TEuro) verpfändet. Eine endgültige Ausbuchung erfolgt dann, wenn die Ausbuchungsregelungen nach IFRS 9 erfüllt sind.
45 KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERERSTATTUNGEN
Hier handelt es sich im Wesentlichen um Erstattungsansprüche aus im aktuellen Jahr geleisteten Steuervorauszahlungen für das Berichtsjahr.
46 KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Debitorische Kreditoren | 1.149 | 472 |
| Forderungen an Mitarbeiter | 269 | 233 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte | 3.936 | 2.448 |
| Gesamt | 5.354 | 3.153 |
47 KURZFRISTIGE ÜBRIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE
Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Kurzfristiger aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 4.503 | 5.043 |
| Steuererstattungsansprüche | 4.140 | 5.247 |
| Kurzfristige Forderungen gegenüber Versicherungen | 1 | 10 |
| Gesamt | 8.644 | 10.300 |
Anhang:
D. Erläuterungen zur Bilanz
48 LIQUIDE MITTEL
Ausgewiesen werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände. Euro-Guthaben wurden bei verschiedenen Kreditinstituten zu 0,25 % verzinst (Vorjahr: 0,0 %). Währungsguthaben (2020: 17.207 TEuro, Vorjahr: 12.902 TEuro) wurden entsprechend ihren spezifisch verhandelten Sätzen verzinst; sie sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
49 GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital wie auch die Kapitalrücklage der CEWE-Gruppe betreffen die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und werden wie bei dieser ausgewiesen.
Das Grundkapital beträgt nach der Kapitalerhöhung 19.302.189,40 Euro und ist in 7.423.919 Inhaberaktien eingeteilt.
Jede Inhaberaktie der CEWE Stiftung & Co. KGaA gewährt eine Stimme. Die Gesamtzahl der Stimmrechte beträgt 7.423.919.
Im Umlauf befindliche Anteile in Stück
| Entwicklung des Geschäftsjahres 2019 |
Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 |
|
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 7.183.324 | 7.214.140 |
| Käufe eigener Anteile | — | – 27.953 |
| Verkäufe eigener Anteile | 15.897 | 14.031 |
| Kapitalerhöhung | 14.919 | 8.980 |
| Stand zum 31.12. | 7.214.140 | 7.209.198 |
50 GENEHMIGTES KAPITAL
Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 30. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt 3.848.010,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Über den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet die persönlich haftende Gesellschafterin mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Hierbei besteht die Ermächtigung, Stammaktien und/oder auch stimmrechtslose Vorzugsaktien zu begeben, deren Einzelheiten, insbesondere auch die Höhe der Vorabdividende bei Vorzugsaktien, die persönlich haftende Gesellschafterin mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegt. Auch wenn die Kapitalerhöhung in mehreren Stufen erfolgt, können Vorzugsaktien in einer späteren Stufe ausgegeben werden, die solchen einer vorangegangenen Stufe vorgehen oder gleichgestellt werden. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Darüber hinaus wurde das Grundkapital um bis zu 650.000 Euro bedingt erhöht, durch die Ausgabe von bis zu 250.000 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien (Bedingtes Kapital 2020). Aus diesem bedingten Kapital wurden in 2020 insgesamt 8.980 neue auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien ausgegeben.
51 AKTIENOPTIONSPLÄNE
Aktienoptionsprogramme seit 2014
Seit dem Jahr 2014 hat der Vorstand Aktienoptionsprogramme aufgelegt (AOP 2015, AOP 2016, AOP 2017, AOP 2019). Grundlage der Programme ist der Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juni 2014; die dort genannten Bedingungen wurden eingehalten. Die erforderlichen Zustimmungsbeschlüsse des Aufsichtsrats der Gesellschaft liegen jeweils vor.
Alle Programme sind in gleicher Weise strukturiert. Jedes der Aktienoptionsprogramme hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Nach dem Ablauf einer vierjährigen Wartezeit (Sperrfrist) können im fünften Jahr der Laufzeit die Optionsrechte ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung ist die Erreichung des Erfolgsziels, wenn also die Schlussauktionspreise der CEWE-Aktie im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen mindestens den Basispreis zuzüglich des jeweiligen Erfolgsaufschlages erreicht bzw. überschritten haben.
Die Ausübung der Optionsrechte sowie der spätere Verkauf von Aktien aus dem Optionsgeschäft sind nur innerhalb von sechs Ausübungszeiträumen von jeweils vier Wochen erlaubt. Die Ausübungszeiträume beginnen jeweils mit der Veröffentlichung des Ergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres, mit der Bilanzpressekonferenz, mit der ordentlichen Hauptversammlung sowie am Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Einhaltung der Fristen wird vom Compliance-Beauftragten der CEWE-Gruppe überwacht.
Die Optionen wurden einem festgelegten Kreis der obersten Führungs- und Expertenebene der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie anderer Gruppenunternehmen im In- und Ausland zu einer Optionsprämie von jeweils 0,50 Euro je Option angeboten. Die Anzahl der angebotenen Optionsrechte ist beschränkt. Die Maximalzahl für ein Vorstandsmitglied beträgt 1.200 Rechte, für andere Führungskräfte und Experten liegt sie je nach Führungsebene und Nähe zum Unternehmenserfolg darunter.
Im Einzelnen stellen sich die Bedingungen der aktuellen Aktienoptionsprogramme wie folgt dar:
Aktienoptionsprogramme Struktur
| Anzahl Teilnehmer |
Anzahl ausgegebene Rechte |
Wartezeit Beginn |
Wartezeit Ende |
Ausübungszeit Ende |
Basispreis Euro/Opt. |
Erfolgsaufschlag in % |
Erfolgsziel Euro/Opt. |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AOP 2019 | Vorstand 1 | 7 | 8.400 | 01.01.2020 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |||
| Andere Führungskräfte | 26 | 19.500 | |||||||
| Gesamt | 33 | 27.900 | 81,00 | 125 | 101,25 | ||||
| AOP 2017 | Vorstand 1 | 7 | 8.400 | 01.01.2018 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | |||
| Andere Führungskräfte | 178 | 83.600 | |||||||
| Gesamt | 185 | 92.000 | 74,00 | 125 | 92,50 | ||||
| AOP 2016 | Vorstand 1 | 8 | 9.600 | 01.01.2017 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | |||
| Andere Führungskräfte | 208 | 97.100 | |||||||
| Gesamt | 216 | 106.700 | 74,00 | 125 | 92,50 |
1 Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Die Aktienoptionsprogramme sind entsprechend IFRS 2.10 ff. zu bewerten. Der jeweilige Zeitwert ist zeitanteilig als sonstiger Personalaufwand auf die Periode der Wartezeit (Sperrfrist) abzugrenzen und gegen die Rücklagen im Eigenkapital zu buchen. Die Werte für die laufenden Programme sind wie folgt:
Aktienoptionsprogramme Zeitwert und Abgrenzungsaufwand
| Zeitwert Euro/Opt. |
Vergebene Optionen |
Zeitwert in Euro |
Einnahmen Optionsprämie (0,50 Euro/Opt.) |
Abzugrenzender Personalaufwand 2017 in Euro |
Abzugrenzender Personalaufwand 2018 in Euro |
Abzugrenzender Personalaufwand 2019 in Euro |
Abzugrenzender Personalaufwand 2020 in Euro |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AOP 2019 | Vorstand | 12,82 | 8.400 | 107.688 | 4.200 | ||||
| Andere Führungskräfte | 12,79 | 19.500 | 249.405 | 9.750 | |||||
| Gesamt | 27.900 | 357.093 | 13.950 | 0 | 0 | 0 | 89.273 | ||
| AOP 2017 | Vorstand | 20,20 | 8.400 | 169.680 | 4.200 | ||||
| Andere Führungskräfte | 20,17 | 83.600 | 1.686.212 | 41.800 | |||||
| Gesamt | 92.000 | 1.855.892 | 46.000 | 0 | 463.968 | 463.968 | 463.968 | ||
| AOP 2016 | Vorstand | 18,06 | 9.600 | 173.376 | 4.800 | ||||
| Andere Führungskräfte | 18,03 | 97.100 | 1.750.713 | 48.550 | |||||
| Gesamt | 106.700 | 1.924.089 | 53.350 | 481.020 | 481.020 | 481.020 | 481.029 | ||
| Gesamt | 113.300 | 481.020 | 944.988 | 944.988 | 1.034.270 |
An Aufsichtsratsmitglieder oder Mitglieder anderer zur Aufsicht bestimmter Organe der CEWE Stiftung & Co. KGaA wurden zu den Ausgabezeitpunkten wie folgt vergeben:
Aktienoptionspläne
| Anzahl Aktienoptionen in Stück |
|
|---|---|
| 2019 | 0 |
| 2017 | 350 |
| 2016 | 750 |
Die Anzahl der ausgegebenen Aktienoptionen im Rahmen der laufenden Programme hat sich wie folgt ermittelt:
Ausgegebene Aktienoptionen Anzahl
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Zum 01.01. ausstehend | 386.650 | 313.650 |
| Während des Jahres verfallen | 5.350 | 14.100 |
| Während des Jahres ausgeübt | 95.550 | 93.300 |
| Während des Jahres zugesagt | 27.900 | 0 |
| Zum 31.12. ausstehend | 313.650 | 206.250 |
Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs der ausgeübten Optionen betrug 103,26 Euro (Vorjahr: 83,26 Euro).
52 KAPITALRÜCKLAGE
Ausgewiesen werden das Agio, welches bei der Ausgabe der 600.002 Inhaberaktien (nach dem 1999 durchgeführten Aktiensplit 1 : 10 6.000.020 Inhaberaktien) über den Nennbetrag der Aktien hinaus erzielt wurde (29.144 TEuro), die Einstellung aus Kapitalherabsetzung (1.560 TEuro), die Dotierung im Rahmen der Wandlung der atypisch stillen Gesellschafteranteile (27.868 TEuro), die durch die Endabrechnung dieser Wandlung im Laufe des Geschäftsjahres 2007 um 2.375 TEuro reduziert wurde, das Agio, welches bei der Ausübung des Aktienbezugsrechts der Stiftung entstanden ist (415 TEuro) sowie der Gewinn aus dem Verkauf eigener Anteile (12.689 TEuro).
Die Kapitalrücklage enthält den Zeitwert der für die Aktienprogramme ausgegebenen Aktienoptionen, die zwischen dem jeweiligen Ausgabezeitpunkt und der Fälligkeit der Aktienoptionsprogramme ratierlich der Kapitalrücklage zugeführt werden, nebst den einbehaltenen Optionsprämien. Zusätzlich werden dort die Auswirkungen der Ausgabe von Belegschaftsaktien erfasst.
140
Eigene Anteile
53 EIGENE ANTEILE ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN
| Gesamt | Verkauf | Gesamt | Verkauf | Gesamt | Rückkauf | Verkauf | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zeitraum des Rückkaufs | Stichtag 31.12.2017 |
01.01.2018 bis 31.12.2018 |
Stichtag 31.12.2018 |
01.01.2019 bis 31.12.2019 |
Stichtag 31.12.2019 |
01.01.2020 bis 31.12.2020 |
01.01.2020 bis 31.12.2020 |
Stichtag 31.12.2020 |
|
| Eigene Aktien im Bestand | Anzahl | 240.040 | – 23.344 | 216.696 | – 15.897 | 200.799 | 27.953 | – 14.031 | 214.721 |
| Anteil am Grundkapital zum Stichtag | in TEuro | 624 | – 61 | 563 | – 42 | 521 | 71 | – 37 | 555 |
| Anteil am Grundkapital zum Stichtag | in % | 3,2 | – 0,32 | 2,93 | – 0,22 | 2,71 | 0,37 | – 0,19 | 2,89 |
| Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie | in Euro | 33,08 | 32,74 | 33,11 | 32,74 | 33,14 | 86,97 | 42,42 | 39,54 |
| Gesamtwert der zurückgekauften Aktien | in TEuro | 7.940 | – 764 | 7.176 | – 520 | 6.655 | 2.431 | – 595 | 8.491 |
Die eigenen Anteile werden in einer eigenen Zeile innerhalb des Eigenkapitals als sogenannte Contra-Equity-Position gezeigt. Sie werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bewertet und mindern damit das Eigenkapital (Cost-Methode).
Auf der Basis des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 28. Mai 2008 begann die CEWE KGaA am 16. Juni 2008 mit einem Aktienrückkaufprogramm.
Die Erwerbsermächtigung für eigene Anteile wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 erneuert und gilt nunmehr bis zum 30. Mai 2022. Die von der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endete mit Beginn der Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 10.890 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft sowie aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 bis zum 28. Oktober 2011 weitere 248.787 Stückaktien zurückgekauft. Im Ergebnis sind im Jahr 2011 insgesamt 237.897 eigene Anteile hinzugekommen.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 15.489 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 16.796 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 10.654 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen. Im Rahmen der Ausübung des Aktienoptionsplans wurden 2014 insgesamt 26.065 eigene Anteile benötigt.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 11.087 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen. Im Rahmen der Ausübung des Aktienoptionsplans wurden 2014 insgesamt 3.800 eigene Anteile benötigt.
Weiterhin hat der Vorstand im Jahr 2016 beschlossen, den Mitarbeitern der inländischen Tochtergesellschaften der CEWE KGaA Aktien der Gesellschaft zu einem vergünstigten Preis als Belegschaftsaktien zum Erwerb anzubieten. Dafür waren insgesamt 8.410 Aktien erforderlich. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen. Im Rahmen des Aktienrückkaufs wurden 2016 insgesamt 21.500 eigene Aktien zurückgekauft.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 16.548 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 5.586 Stückaktien für den Erwerb von Cheerz verwendet sowie im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 17.758 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE KGaA genommen.
Im Jahr 2019 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 17.100 Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage sowie der Ausgabe eigener Anteile aus dem Bestand der CEWE KGaA.
Im Jahr 2020 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 8.980 neue Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage.
Der nach deutschem Aktienrecht maßgebliche Bestand eigener Anteile zum 31. Dezember 2020 in der CEWE KGaA lag bei 101.969 Aktien (Vorjahr: 88.047 Aktien). Die von der CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden, gehaltenen 112.752 Aktien gelten nicht als eigene Anteile im Sinne des deutschen Aktienrechts. Nach IAS 19 sind sie in den Konzernabschluss einzubeziehen. Danach weist der Abzugsposten für eigene Anteile nach IAS 32 entsprechend 214.721 Stückaktien – zu einem Gesamtwert von 8.491 TEuro (Vorjahr: 6.655 TEuro) – aus.
Im Einzelnen entwickeln sich die eigenen Anteile wie folgt:
Entwicklung der eigenen Anteile in Stück
| CEWE Stiftung & Co. KGaA |
CEWE COLOR Versorgungskasse e. V. |
CEWE-Gruppe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | |
| Stand zum 01.01. | 103.944 | 88.047 | 112.752 | 112.752 | 216.696 | 200.799 |
| Käufe eigener Anteile | — | 27.953 | — | — | — | 27.953 |
| Verkäufe eigener Anteile | – 15.897 | – 14.031 | — | — | – 15.897 | – 14.031 |
| Stand zum 31.12. | 88.047 | 101.969 | 112.752 | 112.752 | 200.799 | 214.721 |
54 GEWINNRÜCKLAGEN UND BILANZGEWINN
Der Bilanzgewinn entspricht der Position Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital und beinhaltet das jeweilige Ergebnis nach Steuern nach Abzug der für 2019 gezahlten Dividende. Zur Ausschüttungsbemessung ist der handelsrechtlich ermittelte Bilanzgewinn der CEWE KGaA maßgeblich. Zum 31. Dezember 2020 betrug nach Dotierung der Gewinnrücklagen gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Bilanzgewinn der CEWE KGaA 48.383 TEuro (Vorjahr: 40.758 TEuro). Ausschüttungssperren bestehen für die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien (2020: 101.969 Stückaktien; Vorjahr: 88.047 Stückaktien). 2020 wurden Dividenden in Höhe von insgesamt 14.465 TEuro (Vorjahr: 14.090 TEuro) gezahlt. Dies entspricht einer Ausschüttung von 2,00 Euro (Vorjahr: 1,95 Euro) je dividendenberechtigte Stückaktie.
Die Bestandteile der anderen Gewinnrücklagen sind der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen. Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung betrifft alle Fremdwährungsunterschiede, die aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe entstehen. Erfolgsneutral berücksichtigte Ertragsteuern betrafen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr ausschließlich die im Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung enthaltenen erfolgsneutral erfassten Währungsdifferenzen aus langfristigen Darlehen zwischen Konzerngesellschaften sowie die latenten Steuern bezüglich des versicherungsmathematischen Ergebnisses.
55 LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Langfristige Pensionsrückstellungen in TEuro
| Entwicklung des Geschäftsjahres 2019 |
Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 |
|
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 29.150 | 35.546 |
| Verbrauch | – 1.138 | – 546 |
| Zuführung | 7.534 | 5.051 |
| Stand zum 31.12. | 35.546 | 40.051 |
Für derzeitige und frühere Mitarbeiter von CEWE sowie deren Hinterbliebene bestehen in Deutschland und Frankreich unterschiedliche Formen betrieblicher Versorgungszusagen. Die betriebliche Altersversorgung basiert auf leistungsorientierten Versorgungszusagen ("defined benefit") sowie in geringem Umfang auch auf Beitragszusagen ("defined contribution"). Weiterhin besteht für Mitarbeiter die Möglichkeit, an Entgeltumwandlungsplänen teilzunehmen. Die Rückstellungsbewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.
Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird den Begünstigten durch das Unternehmen oder über einen externen Versorgungsträger eine bestimmte Leistung zugesagt; im Gegensatz zu den Beitragszusagen sind die vom Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen nicht im Vorhinein festgelegt. In Deutschland sind die Vorstandszusagen in Form von Endgehaltsplänen ausgestaltet; zudem wurden einigen Leitenden Angestellten Festrentenzusagen erteilt. In Frankreich werden abhängig von der Dauer der Dienstzugehörigkeit Kapitalzusagen gewährt, die mit Rückdeckungsversicherungen hinterlegt sind. Die Aufwendungen aus den Zusagen werden auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen über die Dienstzeit der Beschäftigten verteilt und sind nach Vorschrift des IAS 19 rev. 2011 in laufenden Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand (den Saldo aus rechnungsmäßiger Verzinsung des Verpflichtungsumfangs und Erträgen aus dem Deckungsvermögen) aufzuteilen. Zum jeweiligen Bilanzstichtag (dem 31. Dezember eines Jahres) wird der Rechnungszins anhand von aktuellen Kapitalmarktdaten sowie langfristigen Trendannahmen nach dem Prinzip der bestmöglichen Schätzung festgelegt. CEWE verfügt über mehrere leistungsorientierte Pläne und hat grundsätzlich aggregierte Angaben bezüglich dieser Pläne zur Verfügung gestellt, da diese Pläne keinen wesentlich voneinander abweichenden Risiken ausgesetzt sind. Durch die Pläne in Deutschland und Frankreich ist der Konzern üblicherweise folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: Investitionsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Gehaltsrisiko.
Investitionsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Sofern die Erträge aus dem Planvermögen unter diesem Zinssatz liegen, führt dies zu einer Unterdeckung des Plans.
Zinsänderungsrisiko: Ein Rückgang des Abzinsungssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.
Langlebigkeitsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.
Gehaltsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.
Sonstige Leistungen an diese Arbeitnehmer sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen.
In Deutschland besteht kein Planvermögen im Sinne der IAS 19 rev. 2011 zur Absicherung der Versorgungsleistungen. In Frankreich wird die erreichbare Versorgungsleistung teilweise durch den Abschluss entsprechender Rückdeckungsversicherungen abgesichert (es besteht somit eine direkte Kopplung der Risiken von Aktiv- und Passivseite).
dargestellt:
Einkommen) zugesagt und gezahlt. Der Arbeitgeber hat über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung. Bei Beitragszusagen ist keine Rückstellungsbildung in der Bilanz erforderlich. Es wird lediglich der zu zahlende Beitrag des Unternehmens in der Gewinn-
Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz
Dagegen werden bei Beitragszusagen fest definierte Beiträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche
Insgesamt ergibt sich der folgende Finanzierungsstatus:
Finanzierungsstatus in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Barwert der erdienten Pensionsansprüche zum Ende des Wirtschaftsjahres | 35.641 | 40.119 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Wirtschaftsjahres | – 95 | – 68 |
| Bilanzwert zum Ende des Wirtschaftsjahres | 35.546 | 40.051 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche (DBO) |
445 | 1.006 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens |
– 1 | – 2 |
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne (Aufwendungen abzüglich Erträgen) setzt sich wie folgt zusammen:
Netto-Pensionsaufwand in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.804 | 2.369 |
| Zinsaufwand | 514 | 342 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | – 2 | 0 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 226 | 0 |
| Gesamt | 2.542 | 2.711 |
Im Wirtschaftsjahr 2020 sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 2.945 TEuro entstanden (Vorjahr: versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 4.994 TEuro), die im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Die versicherungsmathematischen Verluste im Jahr 2020 sind größtenteils (mit einem Anteil von 2.011 TEuro) auf die Absenkung des IAS-19-Rechnungszinssatzes zurückzuführen. Die Prämissen für die versicherungsmathematische Bewertung des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche sowie des Netto-Pensionsaufwands richten sich nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde.
Im Folgenden werden die wesentlichen Kenngrößen für die leistungsorientierten Pensionen
Entwicklung des Verpflichtungsumfangs in TEuro
und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Barwert der erdienten Pensionsansprüche zu Beginn des Wirtschaftsjahres | 29.284 | 35.641 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.804 | 2.379 |
| Zinsaufwand | 514 | 342 |
| Versicherungsmathematische Verluste (+) | 4.994 | 2.947 |
| Zahlung von Leistungen | – 1.181 | – 1.190 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 226 | 0 |
| Barwert der erdienten Pensionsansprüche zum Ende des Wirtschaftsjahres | 35.641 | 40.119 |
| Davon direkt zugesagt (ohne Planvermögen) | 33.730 | 38.094 |
| Davon mit Planvermögen hinterlegt | 1.911 | 2.025 |
Zusammenfassend zeigt sich folgende Entwicklung dieser Vermögenswerte:
Entwicklung des Planvermögens in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Wirtschaftsjahres | 134 | 95 |
| Erwartete Erträge des Planvermögens | 2 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) | 1 | 2 |
| Zahlung von Leistungen | – 42 | – 29 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Wirtschaftsjahres | 95 | 68 |
Anhang:
Bei den Berechnungen werden aktuelle versicherungsmathematisch ermittelte biometrische Wahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt. Des Weiteren kommen Annahmen über die künftige Fluktuation in Abhängigkeit von Alter und Dienstjahren ebenso zur Anwendung wie konzerninterne Pensionierungswahrscheinlichkeiten und Gehalts- und Rententrends.
Bezogen auf den Barwert der erdienten Pensionsansprüche ergeben sich die folgenden gewichteten Bewertungsannahmen:
Gewichtete Annahmen für die Ermittlung des Barwerts
der erdienten Pensionsansprüche in %
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 1,00 | 0,70 |
| Gehaltstrend/Anwartschaftsdynamik | 2,50 | 2,50 |
| Rentendynamik | 2,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 1,50 | 1,50 |
Als biometrische Wahrscheinlichkeit wurden die in den jeweiligen Ländern gültigen Wahrscheinlichkeiten angesetzt. Als Pensionierungszeitpunkt wurde der Zeitpunkt angenommen, an dem eine frühestmögliche Inanspruchnahme der Leistungen möglich ist.
Das Planvermögen besteht für die französischen Verpflichtungen aus Rückdeckungsverträgen. Somit richten sich die Anlagestrategie sowie der zu erwartende Ertrag nach deren Vorgaben sowie den gesetzlichen Bestimmungen. Die Beiträge für 2021 in den französischen Plan werden sich voraussichtlich auf 0 TEuro belaufen. Die tatsächlichen Erträge des Planvermögens beliefen sich auf 2 TEuro (Vorjahr: 3 TEuro).
Barwert der Verpflichtungen und Zeitwert der Planvermögen in TEuro
| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Barwert der Verpflichtung | 27.311 | 29.284 | 35.641 | 40.119 |
| Zeitwert Planvermögen 1 | 148 | 134 | 95 | 68 |
| Fehlbetrag | 27.163 | 29.150 | 35.546 | 40.051 |
1 Ohne die Finanzinstrumente der CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden
Erfahrungsbedingte Anpassungen in TEuro
| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Planschulden | 918 | 113 | 445 | 1.006 |
| Planvermögen | – 3 | – 2 | – 1 | – 2 |
Sensitivitätsanalyse
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.
Die folgenden Tabellen geben Auskunft über die Sensitivitäten bezüglich der wichtigsten Bewertungsparameter (Auswirkungen auf den Verpflichtungsumfang) und die erwarteten Pensionsleistungen der folgenden zehn Wirtschaftsjahre.
Sensitivitätsanalyse in %
| Veränderungen | Erhöhung | Minderung | |
|---|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 1,0 | – 15,8 | 20,7 |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 0,5 | 2,2 | – 2,1 |
| Zukünftige Pensionserhöhungen | 0,5 | 6,4 | – 6,2 |
einem und fünf Jahren.
Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz
Die Veränderungen in den latenten Steuern betreffen hauptsächlich die Veränderung der temporären Differenzen. Die Fristigkeit der Steuerlatenzen bewegt sich weitestgehend zwischen
57 LANGFRISTIGE ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Position betrifft die Rückbauverpflichtungen für Sanierungsmaßnahmen bei Mietereinbauten. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
Langfristige übrige Rückstellungen 2020 in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 0 | 501 |
| Währungsänderungen | 0 | – 20 |
| Verbrauch | 0 | – 15 |
| Zuführung | 501 | 3 |
| Auflösung | 0 | – 5 |
| Stand zum 31.12. | 501 | 464 |
58 LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die im Geschäftsjahr 2018 verhandelten Kreditfazilitäten wurden mit insgesamt zehn Banken des privaten wie des öffentlich-rechtlichen Sektors vereinbart. Die gezogenen Kredite haben zum Stichtag eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren (Vorjahr: ein bis sechs Jahren). Zum Jahresende lag die gesamte Kreditlinie der CEWE-Gruppe bei 180 Mio. Euro (Vorjahr: 180,0 Mio. Euro). Nach Abzug der gesamten Kreditinanspruchnahme (1,2 Mio. Euro, Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) – es handelt sich nicht um eine liquiditätsrelevante Inanspruchnahme, sondern um die Anrechnung seitens der Kreditinstitute für die bereitgestellten Avale – und unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität (102,8 Mio. Euro, Vorjahr: 33,0 Mio. Euro) betrug das Liquiditätspotenzial insgesamt 280,7 Mio. Euro (Vorjahr: 211,1 Mio. Euro). Neben gezogenen Festkrediten (0 Mio. Euro, Vorjahr: 0 Mio. Euro) bestehen langfristig bis zu fünf Jahren zugesagte, revolvierende Kreditlinien sowie laufend erneuerte Einjahreslinien, die insgesamt der Finanzierung des unterjährig saisonal
Für die kommenden zehn Geschäftsjahre werden folgende Auszahlungen von Pensionsleistungen erwartet:
Auszahlungen von Pensionsleistungen in %
| Betrag | |
|---|---|
| 2021 | 1.257 |
| 2022 | 1.259 |
| 2023 | 1.204 |
| 2024 | 1.154 |
| 2025 | 1.263 |
| 2026 bis 2030 | 6.771 |
Im Geschäftsjahr 2020 wurden Aufwendungen für Beitragszusagen in Höhe von 3.086 TEuro (Vorjahr: 3.041 TEuro) getätigt. Es wurden Beiträge zu gesetzlichen oder staatlichen beitragsorientierten Plänen in Höhe von 14.000 TEuro (Vorjahr: 13.169 TEuro) gezahlt. Hierbei besteht keine rechtliche oder faktische Verpflichtung von CEWE zur Zahlung dieser künftigen Leistungen.
Für 2021 wird mit Aufwendungen in ähnlicher Höhe gerechnet.
56 LANGFRISTIGE PASSIVE LATENTE STEUERN
Langfristige passive latente Steuern in TEuro
| Entwicklung des Geschäftsjahres 2019 |
Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 |
|
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 2.945 | 3.500 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 1.162 | 0 |
| Währungsänderungen | 0 | – 5 |
| Verbrauch | – 285 | – 1.123 |
| Zuführung | 202 | 458 |
| Auflösung | – 524 | – 51 |
| Stand zum 31.12. | 3.500 | 2.779 |
stark schwankenden Liquiditätsbedarfs dienen. Es bestehen grundsätzlich keine Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung der Kreditlinien. Damit ist sichergestellt, dass CEWE seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.
Alle langfristigen Kreditzusagen unterliegen banküblichen Vereinbarungen; es wurden keine Financial Covenants vereinbart. Wesentliche Sicherheiten wurden nicht gewährt. Die Zinsbedingungen für Kontokorrentkredite beruhen auf dem EONIA als Basiszins zuzüglich einer marktüblichen Marge in Deutschland; bei sonstigen Finanzierungen stützt sie sich ganz überwiegend auf den 1- bis 3-Monats-EURIBOR als Basiszinsen, zuzüglich einer marktüblichen Marge in Deutschland. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Punkt D 64, Seite 149) sowie die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht verwiesen ( Seite 53).
59 LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN AUS LEASING
Den Nutzungsrechten von 57.876 TEuro (Vorjahr: 62.745 TEuro) stehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 Leasingverbindlichkeiten mit einem Barwert von 59.211 TEuro (Vorjahr: 63.121 TEuro) gegenüber. Der langfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten beträgt 48.769 TEuro (Vorjahr: 52.453 TEuro). Der kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeit beträgt 10.442 TEuro (Vorjahr: 10.668 TEuro). Die Zahlungsverpflichtungen weisen die folgende Fälligkeitsstruktur auf:
Leasingverbindlichkeiten diskontiert in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Leasingzahlung IFRS 16 | ||
| Fällig innerhalb eines Jahres | 10.668 | 10.442 |
| Fällig zwischen zwei und fünf Jahren | 30.455 | 28.725 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 21.998 | 20.044 |
60 LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber verbliebenen Altgesellschaftern von verbundenen Unternehmen.
61 LANGFRISTIGE ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Abgrenzungsposten aus Investitionen.
62 KURZFRISTIGE STEUERSCHULDEN
Die Position enthält zurückgestellte Ertragsteuerverpflichtungen. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
Kurzfristige Steuerschulden 2020 in TEuro
| Ertragsteuern | |
|---|---|
| Stand zum 01.01. | 7.456 |
| Währungsänderungen | – 15 |
| Verbrauch | – 1.182 |
| Zuführung | 17.686 |
| Stand zum 31.12. | 23.945 |
Kurzfristige Steuerschulden 2019 in TEuro
| Ertragsteuern | |
|---|---|
| Stand zum 01.01. | 8.221 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 178 |
| Währungsänderungen | 15 |
| Verbrauch | – 5.555 |
| Zuführung | 4.907 |
| Auflösung | – 310 |
| Stand zum 31.12. | 7.456 |
sonstige Verpflichtungen.
Zurückgestellte übrige sonstige Verpflichtungen betreffen laufende Rechtsstreitigkeiten und
Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz
Garantie Archivierungskosten Verpflichtungen im Arbeitnehmerbereich Aufwendungen für Kuratoriumsmitglieder
63 KURZFRISTIGE ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Kurzfristige übrige Rückstellungen 2020 in TEuro
| Aufsichtsrats vergütungen |
Prüfung Jahresabschluss einschließlich interner Abschluss kosten |
Garantie und Kulanz |
Archivie rungskosten |
Verpflich tungen im Arbeitnehmer bereich |
Aufwen dungen für Kuratoriums mitglieder |
Restrukturie rungskosten |
Steuer erklärungen |
Prozesskosten | Übrige sonstige Verpflich tungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01. nach Anpassungen | 638 | 858 | 49 | 219 | 448 | 355 | 2.829 | 63 | 29 | 859 | 6.347 |
| Währungsänderungen | — | – 5 | — | — | — | — | — | — | — | – 11 | – 16 |
| Verbrauch | – 516 | – 700 | – 40 | — | – 105 | – 287 | – 2.079 | – 22 | – 23 | – 385 | – 4.157 |
| Zuführung | 665 | 586 | 129 | 4 | 272 | 369 | 2.191 | 25 | 420 | 195 | 4.855 |
| Auflösung | – 122 | – 101 | — | – 6 | – 15 | – 68 | – 556 | – 3 | – 1 | – 143 | – 1.015 |
| Stand zum 31.12. | 665 | 638 | 138 | 217 | 600 | 369 | 2.385 | 63 | 425 | 515 | 6.015 |
Kurzfristige übrige Rückstellungen 2019 in TEuro
| Aufsichtsrats vergütungen |
Prüfung Jahresabschluss einschließlich interner Abschluss kosten |
Garantie und Kulanz |
Archivie rungskosten |
Verpflich tungen im Arbeitnehmer bereich |
Aufwen dungen für Kuratoriums mitglieder |
Restrukturie rungskosten |
Steuer erklärungen |
Prozesskosten | Übrige sonstige Verpflich tungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 583 | 550 | 39 | 212 | 361 | 322 | — | 83 | 11 | 1.312 | 3.473 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | — | 147 | 4 | — | — | — | — | — | — | — | 151 |
| Währungsänderungen | — | 3 | — | — | — | — | — | — | — | 2 | 5 |
| Verbrauch | – 553 | – 426 | – 27 | — | – 97 | – 307 | — | – 37 | — | – 645 | – 2.092 |
| Zuführung | 638 | 652 | 37 | 8 | 206 | 355 | 2.829 | 36 | 29 | 687 | 5.477 |
| Auflösung | – 30 | – 68 | – 4 | – 1 | – 22 | – 15 | — | – 19 | – 11 | – 497 | – 667 |
| Stand zum 31.12. nach Anpassungen | 638 | 858 | 49 | 219 | 448 | 355 | 2.829 | 63 | 29 | 859 | 6.347 |
64 KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Darlehen von Banken | 0 | 0 |
| Kontokorrentgeführte Konten bei Banken | 832 | 407 |
| Gesamt | 832 | 407 |
Überleitungsrechnung IAS 7 2020 in TEuro
| Stand zum 01.01. |
Zahlungs wirksamer Cash Flow |
Zahlungs unwirksam |
Stand zum 31.12. |
|
|---|---|---|---|---|
| Erwerb | ||||
| Langfristige Schulden | 1.115 | – 344 | 0 | 771 |
| Kurzfristige Schulden | 11.822 | – 425 | 0 | 11.397 |
| Leasingverbindlichkeiten | 63.029 | – 13.310 | 9.400 | 59.119 |
| Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit |
75.966 | – 14.079 | 9.400 | 71.287 |
Überleitungsrechnung IAS 7 2019 in TEuro
| Stand zum |
Zahlungs wirksamer 01.01. Cash Flow |
Stand zum 31.12. |
||
|---|---|---|---|---|
| Erwerb | ||||
| Langfristige Schulden | 1.148 | – 465 | 432 | 1.115 |
| Kurzfristige Schulden | 12.823 | – 1.833 | 832 | 11.822 |
| Leasingverbindlichkeiten | 64.986 | – 9.537 | 7.580 | 63.029 |
| Summe der Schulden aus Finanzierungstätigkeit |
78.957 | – 11.835 | 8.844 | 75.966 |
65 KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 122.099 TEuro (Vorjahr: 113.850 TEuro).
66 KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere die Stichtagsbewertung von Put-Optionen.
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Put-Option | 9.899 | 9.806 |
| Earn-out-Komponente | 342 | 0 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 960 | 1.127 |
| Gesamt | 11.201 | 10.933 |
67 KURZFRISTIGE ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung | 19.090 | 21.090 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 27.974 | 30.486 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2.651 | 3.118 |
| Abgrenzungsposten | 625 | 698 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 1.372 | 1.474 |
| Gesamt | 51.712 | 56.866 |
Zum 31. Dezember 2020 verfügt die CEWE-Gruppe über folgende Kreditlinien:
Kreditlinien 2020 in Mio. Euro
| Inland | Ausland | Gesamt per 31.12. |
|
|---|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 95,00 | 0,00 | 95,00 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr | 85,00 | 0,00 | 85,00 |
| Gesamt | 180,00 | 0,00 | 180,00 |
Kreditlinien 2019 in Mio. Euro
| Inland | Ausland | Gesamt per 31.12. |
|
|---|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 90,00 | 0,00 | 90,00 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr | 90,00 | 0,00 | 90,00 |
| Gesamt | 180,00 | 0,00 | 180,00 |
68 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist der Konzern finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Liquiditäts-, Währungs-, Zins- und Kreditrisiken. Diese Risiken werden durch das Management gesteuert und begrenzt. Die Überwachung erfolgt durch das konzernweite Risikomanagement.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Diesem Risiko wird durch die Liquiditätsplanung sowie durch das Cash-Management begegnet, indem die Mittelzu- und -abflüsse laufend überwacht und gesteuert werden. Hauptsächliche Quellen von Liquidität sind das operative Geschäft sowie externe Finanzierungen. Mittelabflüsse werden im Wesentlichen zur Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen verwendet.
Von diesen Kreditlinien sind zum Stichtag 177,9 Mio. Euro (Vorjahr: 178,1 Mio. Euro) nicht in Anspruch genommen worden und standen neben den liquiden Mitteln in Höhe von 102,8 Mio. Euro (Vorjahr: 33,0 Mio. Euro) zur Abdeckung zukünftiger Liquiditätsbedarfe zur Verfügung. Es handelt sich nicht um eine liquiditätsrelevante Inanspruchnahme, sondern um die Anrechnung seitens der Kreditinstitute für die bereitgestellten Avale.
Eine Übersicht über die Fälligkeiten der zu den finanziellen Verbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus den derivativen Finanzinstrumenten gehörenden undiskontierten Zahlungsströme unter Berücksichtigung der zugehörenden Zinszahlungen zeigt die erwarteten Zahlungsabflüsse aus Sicht des Bilanzstichtags zum 31. Dezember 2020:
Cash Flows aus finanziellen Verbindlichkeiten 2020 in TEuro
| 31.12.2020 Buchwert |
Bis zu 1 Jahr | Über 1 bis 5 Jahre |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.178 | 407 | 771 | 1.178 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
122.099 | 122.099 | 0 | 122.099 |
| Sonstige Finanzinstrumente | 54.703 | 54.703 | 0 | 54.703 |
| Gesamt | 177.980 | 177.209 | 771 | 177.980 |
Cash Flows aus finanziellen Verbindlichkeiten 2019 in TEuro
| 31.12.2019 Buchwert |
Bis zu 1 Jahr | Über 1 bis 5 Jahre |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.947 | 832 | 1.115 | 1.947 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
113.850 | 113.850 | 0 | 113.850 |
| Sonstige Finanzinstrumente | 49.719 | 49.719 | 0 | 49.719 |
| Gesamt | 165.516 | 164.401 | 1.115 | 165.516 |
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der CEWE-Gruppe ergeben sich Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Währungsrisiken ergeben sich aus Umsätzen, die in einer anderen Währung fakturiert werden als die zugehörigen Kosten, aus den in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerten und Schulden in fremder Währung, deren Zeitwert durch eine Veränderung der Wechselkurse negativ beeinflusst werden kann, sowie aus schwebenden Fremdwährungsgeschäften, deren zukünftige Zahlungsströme sich aufgrund von Wechselkursveränderungen nachteilig auswirken können. Das Risikomanagementsystem überwacht laufend die Risikopositionen aus Währungsrisiken. Um diese zu begrenzen, werden auf Euro lautende Geschäftsbeziehungen von Gesellschaften in Ländern, die nicht dem Euroraum angehören, außerhalb des Lieferungs- und Leistungsbereiches nach Möglichkeit reduziert. Nach eingehender Prüfung werden fallweise auflaufende, den Währungsraum übergreifende Sicherungsgeschäfte mit den Hausbanken abgeschlossen.
Das wesentliche Marktrisiko im Fremdwährungsbereich liegt bei stichtagsbedingt offenen Währungspositionen. Wesentliche Fremdwährungsposten bestehen bei der schweizerischen, tschechischen sowie britischen Landesgesellschaft. Zur Sensitivitätsanalyse werden die entsprechenden Fremdwährungsposten mit hypothetischen Kursen bewertet. Würden sich die drei Fremdwährungen gegenüber dem Euro jeweils um 20 % abwerten, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):
Währungssensitivität in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | – 7.767 | – 27.248 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 3.288 | 14.270 |
Würden sich die drei Fremdwährungen gegenüber dem Euro jeweils um 20 % aufwerten, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):
Währungssensitivität in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | 5.178 | – 12.589 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | – 2.192 | 21.241 |
Anhang:
D. Erläuterungen zur Bilanz
Die CEWE-Gruppe unterliegt Zinsrisiken gegenüber dritten Parteien in nicht sehr ausgeprägtem Maße. Zinssensitive Vermögenswerte bestehen aus Darlehen an Kunden und Mitarbeiter sowie kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Zinssensitive Finanzschulden bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Hieraus ergaben sich aufgrund der gegenwärtigen Zinsentwicklung keine wesentlichen Risikopositionen. Ziel der Zinssicherungsstrategie ist der regelmäßige Abschluss neuer mittel- bis langfristiger Kreditverträge mit Festzinsvereinbarung. Würden sich die Zinsen für variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten jeweils um 10 % reduzieren, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):
Zinssensitivität in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Zinserträge | – 6,6 | – 3,2 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 0,0 |
Würden sich die Zinsen für variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten jeweils um 10 % erhöhen, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):
Zinssensitivität in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Zinserträge | 6,6 | 3,2 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 0,0 |
Es bestehen keine Sicherungsgeschäfte.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte führten im Geschäftsjahr 2020 zu Nettoergebnissen in Höhe von – 2.649 TEuro (Vorjahr: – 1.526 TEuro). Die Nettoergebnisse aus den vorliegenden Finanzinstrumenten enthalten insbesondere Wertberichtigungen, Erträge aus abgeschriebenen Forderungen sowie die Ergebnisse aus der Fair-Value-Bewertung. Dividendenerträge und Zinsen sind nicht enthalten. Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten liegen im Geschäftsjahr 2020 bei – 3.263 TEuro (Vorjahr: – 3.656 TEuro).
Zinserträge, die im Zusammenhang stehen mit nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten, belaufen sich auf 33 TEuro (Vorjahr: 61 TEuro), entsprechende Zinsaufwendungen auf 1.890 TEuro (Vorjahr: 2.455 TEuro). Wertminderungen auf Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, betrugen im Geschäftsjahr 1.011 TEuro (Vorjahr: 1.027 TEuro); sie wurden aufgrund von Abschreibungen auf Forderungen gebucht.
Zusätzlich dazu sind im Geschäftsjahr 1.118 TEUR (Vorjahr: 863 TEuro) an Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten enthalten (siehe Punkt B 9, Seite 112).
Die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2020 stellt sich wie folgt dar:
Aufgliederung der Finanzinstrumente 31.12.2020 in TEuro
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) |
Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) |
Auf Basis individueller nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3) |
||||
| Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert in der Bilanz |
|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzanlagen | 7.038 | 7.038 | ||||
| FVTOCI | 6.780 | 6.780 | ||||
| FVTPL | 330 | 330 | ||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.540 | 1.540 | ||||
| AC | 1.540 | 1.540 | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 85.342 | 85.342 | ||||
| AC | 85.342 | 85.342 | ||||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 3.153 | 3.153 | ||||
| AC | 3.153 | 3.153 | ||||
| Zahlungsmittel | 102.809 | 102.809 | ||||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 771 | 771 | ||||
| AC | 771 | 771 | ||||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 48.769 | 48.769 | ||||
| AC | 48.769 | 48.769 | ||||
| Langfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 293 | 293 | ||||
| AC | 293 | 293 | ||||
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 407 | 407 | ||||
| AC | 407 | 407 | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 10.442 | 10.442 | ||||
| AC | 10.442 | 10.442 | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 122.099 | 122.099 | ||||
| AC | 122.099 | 122.099 | ||||
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 10.933 | 10.933 | ||||
| AC | 10.933 | 10.933 | ||||
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 56.866 | |||||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 56.866 | 56.866 | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 0 | 0 |
AC: At Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten); FVTOCI: At Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral); FVTPL: At Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)
Aufgliederung der Finanzinstrumente 31.12.2019 in TEuro
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) |
Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) |
Auf Basis individueller nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3) |
||||
| Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert in der Bilanz |
|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzanlagen | 5.579 | 5.579 | ||||
| FVTOCI | 5.249 | 5.249 | ||||
| FVTPL | 330 | 330 | ||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.468 | 1.468 | ||||
| AC | 1.468 | 1.468 | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 91.379 | 91.379 | ||||
| AC | 91.379 | 91.379 | ||||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.354 | 5.354 | ||||
| AC | 5.354 | 5.354 | ||||
| Zahlungsmittel | 32.958 | 32.958 | ||||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.115 | 1.115 | ||||
| AC | 1.115 | 1.115 | ||||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 52.453 | 52.453 | ||||
| AC | 52.453 | 52.453 | ||||
| Langfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.865 | 1.865 | ||||
| AC | 1.865 | 1.865 | ||||
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 832 | 832 | ||||
| AC | 832 | 832 | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 10.668 | 10.668 | ||||
| AC | 10.668 | 10.668 | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 113.850 | 113.850 | ||||
| AC | 113.850 | 113.850 | ||||
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 11.201 | 11.201 | ||||
| AC | 11.201 | 11.201 | ||||
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 51.712 | |||||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 51.712 | 51.712 | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 0 | 0 |
AC: At Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten); FVTOCI: At Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral); FVTPL: At Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)
Die nicht nach IFRS 9 bewerteten Finanzanlagen betreffen Rückdeckungsversicherungen. Sie werden mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Die Buchwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Zahlungsmittel sowie die Buchwerte der Kontokorrentverbindlichkeiten, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der übrigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bilden jeweils einen angemessenen Näherungswert an die beizulegenden Zeitwerte. Ursächlich hierfür ist dabei vor allem die kurze Laufzeit dieser Instrumente. Bei der Ermittlung der Buchwerte wurden risikobedingte Wertberichtigungen berücksichtigt. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen nicht.
CEWE bewertet festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf der Basis unterschiedlicher Parameter, wie bspw. Zinssatz und Bonität des Darlehensnehmers. Auf der Grundlage dieser Bewertung werden ggf. erforderliche Wertberichtigungen bei der Ermittlung des Buchwertes berücksichtigt. Für lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme der Kontokorrentverbindlichkeiten) besteht eine Festzinsvereinbarung, sodass auch hier der Buchwert dem Zeitwert entspricht.
Die Buchwerte werden mit banküblichen Methoden bestimmt.
Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und es zu einem Ausfall der Forderung kommt. Im Rahmen des Forderungsmanagements als Bestandteil des Risikomanagementsystems werden Forderungen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften monatlich umfassend analysiert sowie auf Ebene der Konzernzentrale im Rahmen des Delkredere-Reportings an die zentrale Unternehmensleitung berichtet. Für mittlere und große Kunden werden Kreditsicherungsverträge abgeschlossen. Soweit kein Versicherungsschutz oder ein Versicherungsselbstbehalt besteht, werden Forderungen einzelwertberichtigt, sofern es objektivierbare Anzeichen dafür gibt, dass die Forderung ganz oder teilweise mit überwiegender Wahrscheinlichkeit uneinbringlich wird. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch auf Erfahrungswerten basierende Einzelwertberichtigungen begegnet. Das maximale Kreditrisiko aus einer möglichen Zahlungsunfähigkeit von Schuldnern aus Ausleihungen und Forderungen beträgt zum 31. Dezember 2020 90.035 TEuro (Vorjahr: 98.201 TEuro) und setzt sich wie folgt zusammen:
Kreditrisiko in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Langfristige Forderungen | 1.468 | 1.540 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Forderungen |
96.733 | 88.495 |
| Gesamt | 98.201 | 90.035 |
Die wertberichtigten Ausleihungen und Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:
Wertberichtigte Ausleihungen und Forderungen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Bruttowert | 18.132 | 30.187 |
| Wertberichtigung | – 2.728 | – 3.794 |
| Gesamt | 15.404 | 26.393 |
Weitere 13.682 TEuro (Vorjahr: 16.791 TEuro) waren bereits überfällig, aber nicht wertberichtigt. Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Altersstruktur der überfälligen Forderungen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Bis zu 30 Tagen | 13.867 | 12.342 |
| Zwischen 30 und 90 Tagen | 1.472 | 687 |
| Älter als 90 Tage | 1.452 | 653 |
| Gesamt | 16.791 | 13.682 |
Anhang:
D. Erläuterungen zur Bilanz
Im Rahmen des Forderungsmanagements werden diese Posten sehr eng begleitet, sodass nach Einschätzung der einzelnen Risiken die Vornahme von Teilwertberichtigungen in der oben genannten Höhe ausreicht. Die nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden als werthaltig angesehen. Das Risiko von Ausfallrisiken wird reduziert, indem in enger Abstimmung mit den marktorientierten Stellen des Unternehmens die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht und, wenn möglich, versichert werden; außerdem wird bei auffälligen Adressen das Geschäftsvolumen durch Einzelentscheidungen gesteuert. Wertminderungen bei Konsumentenforderungen werden durch ein professionelles Inkassomanagement sowie durch Systemeinstellungen zur Risikovermeidung und Informationsgewinnung minimiert. Diese automatischen Systemeinstellungen sowie die zusätzlichen qualitativen Informationen bilden eine informative Basis, die für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen hinzugezogen wird.
Nachfolgend werden die wesentlichen Kapitalpositionen dargestellt. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Saldierung der Brutto-Finanzverbindlichkeiten mit den liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag.
Kapitalpositionen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 567.141 | 625.463 |
| Eigenkapital | 269.644 | 301.003 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 47,5 | 48,1 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.115 | 771 |
| Langfristige Verbindlichkeit aus Leasing | 52.453 | 48.769 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 832 | 407 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | 10.668 | 10.442 |
| Liquide Mittel | 32.958 | 102.809 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 32.110 | – 42.420 |
Das vorrangige Ziel des Kapitalmanagements der CEWE-Gruppe ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben. Neben der Sicherung der langfristigen Liquiditätsversorgung wurde das Zinsänderungsrisiko begrenzt und erneut eine flexible Kreditstruktur zur Abdeckung der unterjährigen Saisonalität des Geschäftsverlaufes geregelt. Es wurden keine Sicherheiten gestellt. Für weitere Informationen vergleiche die Anmerkungen im Risikobericht auf Seite 62 ff.
Die CEWE KGaA unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Bezüglich des genehmigten Kapitals und der Verpflichtung zur Veräußerung oder Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit Aktienoptionsplänen wird auf die entsprechenden Passagen dieses Anhangs verwiesen (siehe Punkt D 49, D 50, D 51, D 52, Seiten 137 – 140).
E. SONSTIGE ANGABEN
der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
69 ANTEILSBESITZ
Anteilsbesitz in %
Die Beteiligungsquoten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind
5. CEWE Magyarország Kft., Budapest, Ungarn 1 100,00 100,00 6. CeWe Color a. s., Prag, Tschechische Republik 1 100,00 100,00 7. CEWE a. s., Bratislava, Slowakische Republik 1 100,00 100,00 8. CEWE AG, Dübendorf, Schweiz 1 100,00 100,00 9. CEWE Danmark ApS, Åbyhøj, Dänemark 1 100,00 100,00 10. CEWE Sp. z o. o., Koźle, Polen 1 100,00 100,00 11. CEWE NORGE AS, Oslo, Norwegen 1 100,00 100,00 12. CEWE-PRINT NORDIC A/S, Åbyhøj, Dänemark 2 100,00 100,00 13. CEWE Sverige AB, Göteborg, Schweden 3 100,00 100,00 14. CEWE Limited, Warwick, Großbritannien 1 100,00 100,00 15. Diginet GmbH & Co. KG, Köln 100,00 100,00 16. Bilder-planet.de GmbH, Köln 4, 7 100,00 100,00 17. Diginet Management GmbH, Köln 100,00 100,00 18. Wöltje GmbH & Co. KG, Oldenburg 5 100,00 100,00 19. Wöltje Verwaltungs-GmbH, Oldenburg 5 100,00 100,00 20. DIRON Wirtschaftsinformatik Beteiligungs-GmbH, Münster 100,00 100,00 21. CeWe Color Inc., Delaware, USA 1 100,00 100,00 22. cewe-print GmbH, Oldenburg 10 100,00 0,00
Anhang: E. Sonstige Angaben
31.12.2019 Kapital 31.12.2020 Kapital 1. CEWE Beteiligungs GmbH, Oldenburg 100,00 100,00 2. CEWE S. A. S., Paris, Frankreich 1 100,00 100,00 3. CEWE Belgium NV, Mechelen, Belgien 1 100,00 100,00 4. CEWE Nederland B. V., Nunspeet, Niederlande 1 100,00 100,00
Anteilsbesitz in %
| 31.12.2019 Kapital |
31.12.2020 Kapital |
|
|---|---|---|
| 23. Saxoprint GmbH, Dresden | 100,00 | 100,00 |
| 24. Saxoprint Ltd., London, Großbritannien 6 | 100,00 | 100,00 |
| 25. Saxoprint AG, Zürich, Schweiz 6 | 100,00 | 100,00 |
| 26. Saxoprint EURL, Paris, Frankreich 6 | 100,00 | 100,00 |
| 27. LASERLINE GmbH, Berlin 6 | 100,00 | 100,00 |
| 28. CEWE Baski Servis ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei 8 | 100,00 | 0,00 |
| 29. DeinDesign GmbH, Bad Kreuznach | 100,00 | 100,00 |
| 30. futalis GmbH, Leipzig | 81,64 | 81,64 |
| 31. Stardust Media and Communications, SAS, Paris, Frankreich 1 | 83,90 | 87,90 |
| 32. CEWE Fotovertriebsgesellschaft mbH, Wien, Österreich 1 | 100,00 | 100,00 |
| 33. WhiteWall Media GmbH, Frechen | 100,00 | 100,00 |
| 34. Whitewall USA Inc., Delaware, USA 9 | 100,00 | 100,00 |
1 Beteiligung über die CEWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Oldenburg
2 Beteiligung über die CEWE Danmark ApS, Åbyhøj, Dänemark
3 Beteiligung über die CEWE Norge AS, Oslo, Norwegen
4 Beteiligung über die Diginet GmbH & Co. KG, Köln
5 Beteiligung über die CEWE AG, Dübendorf, Schweiz
6 Beteiligung über die Saxoprint GmbH, Dresden
7 Nicht in den Konzernabschluss einbezogen
8 Liquidiert mit Wirkung zum 28. September 2020
9 Beteiligung über die WhiteWall Media GmbH, Frechen
10 Verschmelzung mit Wirkung zum 1. Januar 2020 auf die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
| 이용 이 이 | |
|---|---|
Anhang: E. Sonstige Angaben
70 BESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES
Neben der auch zu Jahresbeginn 2021 weiter anhaltenden Corona-Pandemie liegen keine weiteren besonderen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres vor. Die potenziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung von CEWE sind im Rahmen des gegenwärtigen Kenntnisstands in den Prognose-, Chancen- und Risikobericht eingeflossen.
71 ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns in den Geschäftsjahren 2020 und 2019 verändert haben. Entsprechend IAS 7 wurde dabei zwischen Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit, Cash Flow aus Investitionstätigkeit sowie Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die ausgewiesenen Zahlungsmittel umfassen die Bilanzpositionen Bankguthaben mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und Kassenbestände einschließlich etwaiger Festgeldguthaben. Sie entsprechen den in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln.
Die Zuflüsse und Abflüsse aus der Veränderung der Finanzschulden ergeben sich aus Tilgungen, fristigkeitsbedingten Umgliederungen sowie Aufnahmen von Darlehen wie folgt:
Veränderung Finanzschulden 2020 in TEuro
| Kurzfristige Finanz verbindlichkeiten |
Langfristige Finanz verbindlichkeiten |
Brutto finanzschulden |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 832 | 1.115 | 1.947 |
| Tilgungen | – 425 | – 344 | – 769 |
| Stand zum 31.12. | 407 | 771 | 1.178 |
Veränderung Finanzschulden 2019 in TEuro
| Kurzfristige Finanz verbindlichkeiten |
Langfristige Finanz verbindlichkeiten |
Brutto finanzschulden |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 2.665 | 1.148 | 3.813 |
| Tilgungen | – 1.833 | – 33 | – 1.866 |
| Stand zum 31.12. | 832 | 1.115 | 1.947 |
72 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN AUS LEASINGVERTRÄGEN
Es bestehen Miet- und Pachtverhältnisse, die von ihrem wirtschaftlichen Gehalt her Operating-Lease-Verhältnisse darstellen, sodass die Leasinggegenstände nicht der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen sind. Im Wesentlichen handelt es sich um Verträge über die Nutzung von Produktions- und Büroflächen, Kraftfahrzeugen sowie vereinzelt Vereinbarungen über Bürogeräte und IT-Hardware. Die im Geschäftsjahr gezahlten Mieten betragen 526 TEuro (Vorjahr: 686 TEuro). Die Laufzeiten der Verträge liegen zwischen einem und sechs Jahren.
Anhang: E. Sonstige Angaben
Leasingzahlungen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen | 1.261 | 1.349 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 487 | 448 |
| Fällig zwischen zwei und fünf Jahren | 682 | 812 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 92 | 89 |
Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Lease-Verhältnissen vermietet sind, haben einen Buchwert von insgesamt 17.368 TEuro (Vorjahr: 17.240 TEuro). Die Leasingverträge enthalten keine Klauseln (z. B. Verlängerungs-, Kauf- oder Preisanpassungsoptionen), die zu der Annahme von Finanzleasing beim Leasingnehmer führen würden. Die Summen der künftigen Mindestleasingeinnahmen als Leasinggeber aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen betragen:
Leasingeinnahmen in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen | 16.507 | 15.144 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 5.522 | 2.109 |
| Fällig zwischen zwei und fünf Jahren | 9.130 | 7.800 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 1.855 | 5.235 |
Hier handelt es sich um die Vermietung von gewerblichen Nutzflächen sowie Geräten, die den Kunden mietweise überlassen werden. Die im Geschäftsjahr vereinnahmten Raten belaufen sich auf 1.926 TEuro (Vorjahr: 2.092 TEuro). Sie werden unter der Position "Übrige sonstige betriebliche Erträge", Seite 119 gezeigt. Im Rahmen eines systematischen Vertragsmanagements werden eventuelle Leasingkomponenten in den bestehenden Verträgen erfasst und gemeldet.
73 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSFELDERN
Der Konzern verfügt mit diesem Abschluss über vier berichtspflichtige Geschäftsfelder; drei davon stellen die strategischen Geschäftsfelder des Konzerns dar. Im Einzelnen sind das die Geschäftsfelder Fotofinishing, Kommerzieller Online-Druck sowie Einzelhandel. Die strategischen Geschäftsfelder bieten unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen an und erfordern unterschiedliche Technologien, Investitions- und Marketingstrategien. Für jedes strategische Geschäftsfeld überprüft der Vorstand des Konzerns interne Managementberichte mindestens vierteljährlich. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Geschäftsfelder entsprechen den in Abschnitt B erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Entsprechend der internen Berichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Konsolidierungseffekten gezeigt.
Der Umsatz teilt sich auf die in Abschnitt C 27, Seite 119 dargestellten geografischen Regionen auf.
Die Umsatzkategorien sind Fotofinishing-Erlöse, Einzelhandelserlöse sowie Erlöse aus Kommerziellem Online-Druck. Ihre Aufteilung geht aus dem Segmentbericht nach Geschäftsfeldern hervor. Von den Segmentumsätzen entfallen 397.688 TEuro (Vorjahr: 386.096 TEuro) auf inländische Umsätze sowie 329.570 TEuro (Vorjahr: 334.302 TEuro) auf ausländische Umsätze.
Der Umsatz mit einem wesentlichen Kunden liegt im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr bei über 10 %. Die Umsatzerlöse mit diesem Kunden sind überwiegend dem Geschäftsfeld Fotofinishing zuzuordnen.
Anhang:
E. Sonstige Angaben
Das immaterielle und das Sachanlagevermögen teilen sich auf folgende geografische Regionen auf:
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach geografischen Regionen in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Inland | 206.412 | 206.390 |
| Ausland | 55.214 | 41.796 |
| Gesamt | 261.626 | 248.186 |
74 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
Es bestanden Eventualschulden aus der Hingabe von Bürgschaften und Garantien für Dritte, aus möglichen Prozessrisiken und aus anderen Sachverhalten in Höhe von 1.098 TEuro (Vorjahr: 1.100 TEuro). Das Risiko, aus diesen Eventualschulden in Anspruch genommen zu werden, wird als gering bis weniger wahrscheinlich eingestuft. Die Einschätzung der Beträge und des jeweiligen Grades der Eintrittswahrscheinlichkeit wird laufend überwacht. Eventualforderungen bestanden nicht. Im laufenden Geschäftsjahr erhielt die CEWE-Gruppe Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.247 TEuro. Sämtliche Zuwendungen wurden anlässlich der Corona-Pandemie gewährt und betrafen mit 746 TEuro Personalkostenzuschüsse für Mitarbeiter, die aufgrund von coronabedingten Betriebsschließungen nicht arbeiten konnten (Polen, Tschechien, Slowakische Republik). Es wurden in Höhe von 297 TEuro staatliche Zuschüsse für geschlossene Einzelhandelsfilialen gewährt (Tschechien, Slowakei). Darüber hinaus wurden allgemeine Kostenzuschüsse in Höhe von 203 TEuro gewährt (Niederlande, Norwegen, Tschechien).
Für die aktiven Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands sowie des Aufsichtsrates wurden für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben folgende Gesamtbezüge gezahlt:
Zugeflossene Vergütung in TEuro
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Feste Vergütung | ||
| Festvergütung | 1.716 | 1.866 |
| Nebenleistungen | 114 | 105 |
| Feste Vergütung gesamt | 1.830 | 1.971 |
| Variable Vergütung | ||
| Einjährige variable Vergütung | 637 | 675 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||
| Tantieme II | 115 | 266 |
| Aktienoptionsplan 2014 – 2015 | 208 | 380 |
| Sonstiges | 0 | 0 |
| Variable Vergütung gesamt | 960 | 1.321 |
| Leistungen nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | ||
| (Versorgungsaufwand) | 2.036 | 2.293 |
| Gesamtvergütung Vorstand | 4.826 | 5.584 |
| Bezüge des Aufsichtsrates | 702 | 668 |
| Gesamtvergütung Vorstand und Aufsichtsrat | 5.527 | 6.253 |
Die Tabelle weist den Zufluss im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr aus Festbezügen, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung sowie den Versorgungsaufwand aus. Die Bezüge aus der Bonusbank betreffen fällig gewordene Ansprüche einschließlich der vertraglichen Zinsen. Der Dienstzeitaufwand wurde nach IAS 19 ermittelt; er stellt keinen Zufluss im engeren Sinne dar, wird aber zur Verdeutlichung der Gesamtvergütung aufgenommen.
Anhang:
E. Sonstige Angaben
Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder für ihre Gremientätigkeiten ergeben sich aus der Satzung und setzen sich aus festen und variablen Bestandteilen zusammen; sie sind ausschließlich kurzfristiger Natur.
Über die oben beschriebenen Vergütungen hinaus gibt es keine weiteren Bezüge oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr oder Vorjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind.
Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts dargestellt ( Seiten 74 ff.).
Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstandsmitglied keinem der aktiven oder ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Leistungen zugeflossen; Gleiches gilt für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Kredite und Vorschüsse sind in keinem Fall gewährt worden. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder des Vorstandes oder des Aufsichtsrats eingegangen.
Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrates wurden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr erbracht.
Vergütungen an ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands wurden in Höhe von 190 TEuro gezahlt (Vorjahr: 100 TEuro). Die Versorgungsbezüge für frühere Mitglieder der Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG belaufen sich auf 1.037 TEuro (Vorjahr: 1.019 TEuro). Die für sie gebildeten Pensionsrückstellungen betragen 19.175 TEuro (Vorjahr: 18.894 TEuro). Es gibt keine Verpflichtungen gegenüber dieser Personengruppe, für die keine Rückstellungen gebildet wurden.
Als nahestehende Personen werden in der CEWE-Gruppe die Mitglieder des Vorstandes und des Kuratoriums der Neumüller CEWE COLOR Stiftung sowie des Aufsichtsrates definiert. Ebenfalls zu dieser Gruppe gehören die nahen Familienangehörigen und nahestehende Unternehmen dieses Personenkreises.
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind marktüblich und entsprechen der Drittvergleichbarkeit.
75 INANSPRUCHNAHME VON BEFREIUNGSMÖGLICHKEITEN DURCH TOCHTERUNTERNEHMEN
Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 HGB und die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts und Anhangs nach § 264b HGB in Anspruch:
- » Diginet GmbH & Co. KG, Köln
- » Wöltje GmbH & Co. KG, Oldenburg
Anhang: E. Sonstige Angaben
76 ORGANE DER GESELLSCHAFT
AUFSICHTSRAT
Inklusive Aufsichtsratsmandaten sowie Mandaten in vergleichbaren und ausländischen Kontrollgremien der CEWE Stiftung & Co. KGaA
Otto Korte, wohnhaft in Oldenburg (Vorsitzender)
Februar 2007 1
Rechtsanwalt/Steuerberater/Fachanwalt für Steuerrecht und Partner der Anwaltskanzlei Hühne Klotz & Partner mbB, Oldenburg
- » Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Mitglied des Kuratoriums der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg
- » Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Wirtschaftsakademie Ost-Friesland, Leer
Paolo Dell'Antonio, wohnhaft in Düsseldorf
Januar 2017 1
Sprecher des Vorstandes der Wilh. Werhahn KG, Neuss
- » Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Mitglied des Gesellschafterausschusses der Th. Simon GmbH & Co. KG (vormals: Bitburger Holding GmbH) und der Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg 2
- » Sprecher des Vorstandes der Wilh. Werhahn KG, Neuss
- » Sprecher des Vorstandes der Werhahn Industrieholding SE, Neuss
- » Mitglied des Aufsichtsrates der Bankhaus Werhahn GmbH, Neuss 2, 3
- » Mitglied des Aufsichtsrates der Bank11 für Privatkunden und Handel GmbH, Neuss 2, 3
- » Mitglied des Verwaltungsrates der abcfinance GmbH, Köln 2, 3
- » Mitglied des Aufsichtsrates der abcbank GmbH, Köln 2, 3
- » Vorsitzender des Aufsichtsrates der Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen 2, 3
- » Mitglied des Aufsichtsrates der Basalt-Actien-Gesellschaft, Linz 2, 3
- » Mitglied des Aufsichtsrates der Yareto GmbH, Neuss 2, 3
- » Mitglied des Beirates der Rathscheck Schiefer und Dachsysteme, Mayen 2, 4
- » Vorsitzender des Beirates der ZWILLING Beauty Group GmbH, Düsseldorf 2, 4
-
» Mitglied des Beirates der United Salon Technologies GmbH, Solingen 2, 4
-
2 Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
- 3 Konzernmandat
- 4 Freiwillige Gremien
Patricia Geibel-Conrad, wohnhaft in Leonberg
Juni 2018 1
Wirtschaftsprüfer/Steuerberaterin in eigener Praxis, Unternehmensberatung
- » Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzende des Prüfungsausschusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Mitglied des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen 2
- » Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzende des Prüfungsausschusses der DEUTZ AG, Köln 2
Prof. Dr. Christiane Hipp, wohnhaft in Cottbus
Juni 2012 1
Seit 1. Februar 2020 Professorin für Organisation und Unternehmensführung
- » Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Mitglied des Kuratoriums der DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Dr. Birgit Vemmer, wohnhaft in Bielefeld
Juni 2018 1
Managementberaterin und Coach
» Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Dr. Hans-Henning Wiegmann, wohnhaft in Schlangenbad
Juni 2012 1
Dipl.-Kaufmann
» Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Petra Adolph, wohnhaft in Hannover
Juni 2015 1
Gewerkschaftssekretärin der IG BCE
- » Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Mitglied des Aufsichtsrates der K+S Aktiengesellschaft, Kassel
Marion Gerdes, wohnhaft in Berne
Juni 2015 1
Industriekauffrau/Leiterin Personal der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
» Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
1 Beginn der Aufsichtsratstätigkeit
Anhang: E. Sonstige Angaben
Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für die Bereiche Technik, IT, Forschung und Entwicklung
- » Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE COLOR Inc., Delaware, USA 2, 3
- » Mitglied des Beirates der ELA Container GmbH, Haren (Ems)
Carsten Heitkamp, wohnhaft in Oldenburg
Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für die deutschen Betriebe, SAXOPRINT, Personal, Logistik sowie Einkauf und Materialwirtschaft
Dr. Olaf Holzkämper, wohnhaft in Oldenburg
Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für die Bereiche Finanzen & Controlling, Unternehmensentwicklung, Investor Relations, Corporate Information Management, Recht und On-Site Finishing » Mitglied des Aufsichtsrats der Remmers Gruppe AG, Löningen
Thomas Mehls, wohnhaft in Oldenburg
Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den Bereich Marketing, Online Photo Service, CEWE-Print, viaprinto, Akquisition New Business und Nachhaltigkeit
» Mitglied des Aufsichtsrates der Baskets Oldenburg GmbH & Co. KG, Oldenburg
Frank Zweigle, wohnhaft in Oldenburg
Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für die Verwaltungsgeschäfte der Stiftung » Vorsitzender des Beirates der Carl Willh. Meyer GmbH & Co. KG, Oldenburg
Im Übrigen wird auf die Erläuterungen im Vergütungsbericht auf den Seiten 74 ff. verwiesen.
1 Beginn der Aufsichtsratstätigkeit 2 Konzernmandat
Insa Lukaßen, wohnhaft in Oldenburg
Juni 2015 1 Abteilungsleitung Mailorder-Versand
» Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Alexander Oyen, wohnhaft in Bremen
Juni 2015 1 Bezirksleiter IG BCE Oldenburg » Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Markus Schwarz, wohnhaft in Oldenburg (stellvertretender Vorsitzender) Juni 2015 1
Freigestelltes Betriebsratsmitglied der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
» Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Elwira Wall, wohnhaft in Hatten
Juni 2015 1
Projektleitung DMS-System, Datenschutz
» Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA:
» Neumüller CEWE COLOR Stiftung
VORSTAND
162 163
Dr. Christian Friege, wohnhaft in Oldenburg
Vorstandsvorsitzender der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den nationalen und internationalen Vertrieb
- » Mitglied des Beirates der enportal GmbH, Hamburg
- » Mitglied des Aufsichtsrates der Vierol AG, Oldenburg
Patrick Berkhouwer, wohnhaft in Bremen
Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den Bereich Ausland und Expansion
3 Freiwillige Gremien
Anhang: E. Sonstige Angaben/Bilanzeid
77 FREIGABE UND VERÖFFENTLICHUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Der vom Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung zum 31. Dezember 2020 aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der
78 ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären im Internet unter www.cewe.de zugänglich gemacht.
CEWE-Gruppe werden mit Unterzeichnung durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Oldenburg, 17. März 2021
ZUM 31. DEZEMBER 2020
CEWE Stiftung & Co. KGaA Für die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg – Der Vorstand –
BILANZEID
Erklärung gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4, 315 Abs. 1 Satz 6 HGB (Bilanzeid)
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernanhang die notwendigen Angaben und besonderen Umstände enthält, die die Lage des Konzerns zutreffend beschreiben.
Ebenso versichern wir nach bestem Wissen, dass der zusammengefasste Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im neuen Geschäftsjahr beschrieben sind.
Oldenburg, 17. März 2021
CEWE Stiftung & Co. KGaA
Für die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung – Der Vorstand –
Dr. Christian Friege (Vorstandsvorsitzender)
Patrick Berkhouwer Dr. Reiner Fageth
Dr. Olaf Holzkämper Thomas Mehls
Carsten Heitkamp
Frank Zweigle
Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk umfasst auch einen "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Abschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB" ("ESEF-Vermerk"). Der dem ESEF-Vermerk zugrunde liegende Prüfungsgegenstand (zu prüfende ESEF-Unterlagen) ist nicht begefügt. Die geprüften ESEF-Unterlagen können im Bundesanzeiger eingesehen bzw. aus diesem abgerufen werden.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS AN DIE CEWE STIFTUNG & CO. KGAA, OLDENBURG
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzerngewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der CEWE Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
» entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und
» vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden
im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Wir haben folgende Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte identifiziert:
-
- Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing
-
- Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte in dem Segment Kommerzieller Online-Druck
1. Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing
Sachverhalt
Zum 31. Dezember 2020 weist die Gesellschaft im Konzernabschluss Umsatzerlöse im Segment Fotofinishing in Höhe von EUR 619 Mio. aus (85,1 % der Gesamtumsatzerlöse). Bedingt durch den diesen Umsatzerlösen zugrunde liegenden hochautomatisierten Prozessablauf, das sehr hohe zu verarbeitende Datenvolumen sowie die aufgrund der differenzierten Produktpalette verschiedenen IT-Systeme sehen wir hier besondere Anforderungen an die IT-Systeme bezüglich der zutreffenden Erfassung und Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse. Angesichts dessen waren die IT-Systeme bei der Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing für uns im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Angaben der CEWE Stiftung & Co. KGaA zu den Umsatzerlösen im Segment Fotofinishing sind im Abschnitt "C 27" des Konzernanhangs enthalten.
Prüferische Reaktion
Zur Adressierung des Risikos im Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing haben wir für alle Teilbereiche einheitliche Prüfungshandlungen durchgeführt. Wir haben die Umsetzung der Konzernregelungen zur Umsatzrealisierung in den IT-Systemen dahingehend beurteilt, ob die jeweilige Software geeignet ist, die Geschäftsvorfälle ordnungsgemäß abzubilden. Unser Prüfungsansatz umfasste neben der Aufbauprüfung auch Funktionsprüfungen relevanter Kontrollen und Einzelfall- sowie analytische Prüfungshandlungen. Insbesondere haben wir bei konzernweit eingesetzten IT-Systemen, mittels derer die Rechnungsstellung durchgeführt wird, sowie deren Schnittstellen zum jeweiligen Hauptbuch die angemessene Ausgestaltung des IT-Kontrollsystems beurteilt. Zur Prüfung von dessen Wirksamkeit haben wir Kontrolltests der in den Prozessen implementierten Kontrollaktivitäten durchgeführt. Bei den Prüfungshandlungen haben wir interne Spezialisten hinzugezogen. Darüber hinaus haben wir uns mittels Stichproben von der korrekten Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse überzeugt.
2. Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte in dem Segment Kommerzieller Online-Druck
Sachverhalt
Zum 31. Dezember 2020 weist die Gesellschaft im Konzernabschluss Geschäfts- oder Firmenwerte in dem Segment Kommerzieller Online-Druck in Höhe von EUR 22,2 Mio. aus.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 neben den jährlich durchzuführenden Wertminderungstests bereits zum 30. Juni 2020 zusätzlich anlassbezogene Wertminderungstests vorgenommen.
Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die jeweiligen Nutzungswerte werden mittels des Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Planung des Konzerns den Ausgangspunkt für die Ermittlung. Die über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden zukünftigen Zahlungsströme werden mit Hilfe langfristiger Wachstumsraten fortgeschrieben. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Die Ermittlung des jeweiligen Nutzungswertes ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der verwendeten Diskontierungssätze, der Wachstumsraten sowie von weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund sowie der insbesondere durch die Corona-Pandemie ausgelösten Unsicherheit der Prognose der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung war die Werthaltigkeit der Geschäftsoder Firmenwerte im Segment Kommerzieller Online-Druck im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Angaben der CEWE Stiftung & Co. KGaA zu den Geschäfts- oder Firmenwerten im Segment Kommerzieller Online-Druck sind in den Abschnitten A4 Konsolidierungsgrundsätze, B6 Allgemeine Angaben, B11 Geschäfts- oder Firmenwerte, B13 Wertminderungen, D. Erläuterungen zur Bilanz (Entwicklung des Anlagevermögens) und D38 Geschäfts- oder Firmenwerte des Konzernanhangs enthalten.
Prüferische Reaktion
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir ein Verständnis über den Planungsprozess erlangt und dessen Angemessenheit gewürdigt. Wir haben eine Analyse der Planung in der Vergangenheit durchgeführt und dabei die Planungen der letzten Jahre mit den tatsächlichen Ergebnissen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert. Ferner haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests sowie die Berechnung nachvollzogen und die mathematische Richtigkeit der Berechnung und des verwendeten Modells geprüft.
Die verabschiedete Planung des Konzerns bzw. den aktuellen Forecast zum 30. Juni 2020 sowie die angenommenen langfristigen Wachstumsraten haben wir mit dem Vorstand erörtert. Dabei haben wir insbesondere auch die angemessene Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Planungsrechnungen gewürdigt. Wir haben die der Planung zugrunde liegenden Annahmen und die unterstellten Wachstumsraten durch Abgleich mit vergangenen Entwicklungen und aktuellen branchenspezifischen Markterwartungen nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand der durchschnittlichen Kapitalkosten einer Peer Group kritisch hinterfragt. Unsere Prüfung umfasste auch die von der Gesellschaft vorgenommenen Sensitivitätsanalysen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
- » auf die in Abschnitt "Nachhaltigkeit" des zusammengefassten Lageberichts verwiesene, gesondert veröffentlichte zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung,
- » die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung,
- » die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
- » den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und
- » die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- » wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- » anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ver-
mittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
» identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- » gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- » beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- » ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- » beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
- » holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
- » beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
- » führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER FÜR ZWECKE DER OFFENLEGUNG ERSTELLTEN ELEKTRONISCHEN WIEDERGABEN DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS NACH § 317 ABS. 3B HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei [CEWE_KA20_ESEF.zip: 1a12e4c5e6b0fb850370d654bbbc6c941e 09f6492e8c457484308cf8694edcba] enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Oktober 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 6. Oktober 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Konzernabschlussprüfer der CEWE Stiftung & Co. KGaA tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Tobias Härle.
Hamburg, 22. März 2021
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- » identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
- » gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
- » beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h., ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
- » beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.
- » beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.
gez. Sabath gez. Härle Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Die CEWE-Gruppe – Struktur und Organe
DIE CEWE-GRUPPE – STRUKTUR UND ORGANE
NEUMÜLLER CEWE COLOR STIFTUNG
Kuratorium
- » Dr. Rolf Hollander, Oldenburg (Vorsitzender)
- » Otto Korte, Oldenburg (stellv. Vorsitzender)
- » Helmut Hartig, Oldenburg
- » Dr. Kay Hafner, Essen (seit 1. Januar 2019)
- » Matthias Peters, Hamburg
- » Katharina Le Thierry (seit 1. Januar 2019)
Vorstand
- » Dr. Christian Friege, Oldenburg (Vorsitzender)
- » Patrick Berkhouwer, Bremen
- » Dr. Reiner Fageth, Oldenburg
- » Carsten Heitkamp, Oldenburg
- » Dr. Olaf Holzkämper, Oldenburg
- » Thomas Mehls, Oldenburg
- » Frank Zweigle, Oldenburg
CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
Aufsichtsrat
- » Otto Korte, Oldenburg (Vorsitzender) Rechtsanwalt/Steuerberater/Fachanwalt für Steuerrecht und Partner der Anwaltskanzlei Hühne Klotz & Partner mbH, Oldenburg
- » Paolo Dell'Antonio, Braunschweig Sprecher des Vorstandes der Wilh. Werhahn KG, Neuss
- » Patricia Geibel-Conrad, Leonberg Wirtschaftsprüfer/Steuerberaterin in eigener Praxis, Unternehmensberatung
- » Prof. Dr. Christiane Hipp, Berlin Seit 1. Februar 2020 Professorin für Organisation und Unternehmensführung
- » Dr. Hans-Henning Wiegmann, Schlangenbad Dipl.-Kaufmann
- » Petra Adolph, Hannover Gewerkschaftssekretärin der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Oldenburg
- » Marion Gerdes, Berne Industriekauffrau/Leiterin Personal der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Insa Lukaßen, Oldenburg Abteilungsleitung Mailorder-Versand der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Alexander Oyen, Bremen Bezirksleiter Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Oldenburg
- » Markus Schwarz, Oldenburg (stellvertretender Vorsitzender) Freigestelltes Betriebsratsmitglied der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
- » Elwira Wall, Hatten Projektleitung DMS-System, Datenschutz der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA
» Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg






» Das CEWE FOTOBUCH hilft sehr, die Distanz zu überbrücken. «
Sophie und Benyamin Willoughby

WEITERE INFORMATIONEN
- ABSCHLUSS CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
- Gewinn- und Verlustrechnung der CEWE Stiftung & Co. KGaA
- Bilanz der CEWE Stiftung & Co. KGaA
- MEHRJAHRES-ÜBERSICHT
- BETRIEBSSTÄTTEN UND VERTRIEBSNIEDERLASSUNGEN
- IMPRESSUM
Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA
ABSCHLUSS CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
für das Geschäftsjahr 2020 (ermittelt nach HGB)
in TEuro
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 358.459 | 383.342 |
| Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 94 | – 122 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 169 | 195 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.559 | 7.836 |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | – 71.089 | – 76.810 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | – 19.776 | – 24.916 |
| – 90.865 | – 101.726 | |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | – 81.300 | – 84.885 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | – 17.843 | – 18.638 |
| – 99.143 | – 103.523 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | – 19.960 | – 21.625 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 105.018 | – 105.949 |
| Erträge aus Beteiligungen | 8.754 | 12.121 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 694 | 733 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.194 | 1.206 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | – 101 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 1.849 | – 2.006 |
| Erträge aus Gewinnabführung | 425 | 0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 59.513 | 70.381 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 18.700 | – 22.034 |
| Ergebnis nach Steuern | 40.813 | 48.347 |
| Sonstige Steuern | – 157 | – 91 |
| Jahresüberschuss | 40.656 | 48.256 |
| Verbleibender Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 102 | 127 |
| Bilanzgewinn | 40.758 | 48.383 |
Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA
BILANZ DER CEWE STIFTUNG & CO. KGAA
zum 31. Dezember 2020 (ermittelt nach HGB)
| in TEuro | ||
|---|---|---|
| AKTIVA | 2019 | 2020 |
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.434 | 7.686 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 8 | 5 |
| Geleistete Anzahlungen | 120 | 60 |
| 9.562 | 7.751 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 34.952 | 36.592 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 42.226 | 39.781 |
| Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.764 | 9.121 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.177 | 1.018 |
| 86.119 | 86.512 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 100.239 | 100.189 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 73.808 | 72.121 |
| Beteiligungen | 5.384 | 5.316 |
| Sonstige Ausleihungen | 246 | 253 |
| 179.677 | 177.879 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 12.777 | 19.416 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 231 | 281 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 436 | 526 |
| 13.444 | 20.223 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 50.899 | 49.070 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 161.583 | 197.960 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 75 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 8.057 | 6.911 |
| 220.539 | 254.016 | |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 14.018 | 73.738 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.839 | 3.983 |
| 526.198 | 624.102 |
Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA
| in TEuro | ||
|---|---|---|
| PASSIVA | 2019 | 2020 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 19.279 | 19.302 |
| Nennbetrag eigene Aktien | – 229 | – 265 |
| Ausgegebenes Kapital | 19.050 | 19.037 |
| Kapitalrücklage | 77.836 | 76.410 |
| Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 1.534 | 1.534 |
| Andere Gewinnrücklagen | 172.678 | 196.878 |
| 174.212 | 198.412 | |
| Bilanzgewinn | 40.758 | 48.383 |
| 311.856 | 342.242 | |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 215 | 196 |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 19.392 | 22.706 |
| Steuerrückstellungen | 4.620 | 15.893 |
| Sonstige Rückstellungen | 28.751 | 31.012 |
| 52.763 | 69.611 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 385 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 589 | 627 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30.203 | 39.982 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 113.754 | 155.084 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.263 | 16.256 |
| 161.194 | 211.949 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 170 | 104 |
| 526.198 | 624.102 |
MEHRJAHRES-ÜBERSICHT
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG IM GESAMTJAHR
in Mio. Euro
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 1 | 2019 1 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 536,2 | 523,8 | 554,2 | 593,1 | 599,4 | 653,3 | 720,4 | 727,3 |
| Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 0,3 | 0,2 | 0,4 | – 0,5 | 0,1 | – 0,1 | 0,2 | – 0,4 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1,0 | 0,9 | 0,9 | 0,8 | 0,9 | 1,1 | 1,0 | 1,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 24,6 | 21,4 | 19,6 | 20,8 | 23,2 | 25,1 | 22,2 | 23,0 |
| Materialaufwand | – 190,0 | – 162,7 | – 162,2 | – 168,6 | – 168,4 | – 178,7 | – 187,5 | – 170,1 |
| Rohergebnis | 372,2 | 383,6 | 412,8 | 445,6 | 455,1 | 500,7 | 556,4 | 581,1 |
| Personalaufwand | – 129,9 | – 135,9 | – 143,7 | – 153,4 | – 160,3 | – 178,1 | – 197,0 | – 196,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 175,4 | – 181,7 | – 194,0 | – 201,9 | – 205,5 | – 228,6 | – 245,4 | – 249,9 |
| Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) | 66,8 | 66,0 | 75,1 | 90,3 | 89,3 | 93,9 | 113,9 | 135,1 |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen | – 37,9 | – 33,5 | – 38,7 | – 43,3 | – 40,1 | – 40,2 | – 57,1 | – 55,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 1 | 28,9 | 32,6 | 36,4 | 47,0 | 49,2 | 53,7 | 56,8 | 79,7 |
| Finanzerträge | 0,3 | 0,4 | 0,4 | 0,9 | 0,5 | 0,7 | 0,1 | 0,0 |
| Finanzaufwendungen | – 2,2 | – 1,4 | – 0,9 | – 1,7 | – 0,8 | – 1,1 | – 3,7 | – 3,4 |
| Finanzergebnis | – 1,9 | – 1,0 | – 0,5 | – 0,9 | – 0,4 | – 0,4 | – 3,6 | – 3,3 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 27,1 | 31,5 | 35,9 | 46,2 | 48,9 | 53,3 | 53,3 | 76,4 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 4,8 | – 10,1 | – 14,1 | – 16,6 | – 16,0 | – 17,0 | – 21,6 | – 24,4 |
| Ergebnis nach Steuern | 22,3 | 21,4 | 21,8 | 29,6 | 32,8 | 36,3 | 31,7 | 51,9 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
CASH FLOW IM GESAMTJAHR
in Mio. Euro
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 1 | 2019 1 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 48,3 | 71,2 | 59,6 | 93,0 | 72,4 | 78,7 | 102,7 | 142,3 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | – 35,1 | – 43,1 | – 55,2 | – 46,6 | – 70,2 | – 76,2 | – 67,2 | – 39,0 |
| Free-Cash Flow | 13,1 | 28,1 | 4,4 | 46,4 | 2,2 | 2,5 | 35,5 | 103,3 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | – 12,3 | – 14,5 | – 10,3 | – 19,8 | – 11,7 | – 13,4 | – 30,7 | – 33,2 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel | 0,8 | 13,6 | – 5,9 | 26,7 | – 9,5 | – 10,9 | 4,9 | 70,1 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG IM VIERTEN QUARTAL
in Mio. Euro
| Q4 2013 | Q4 2014 | Q4 2015 | Q4 2016 | Q4 2017 | Q4 2018 1 | Q4 2019 1 | Q4 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 191,2 | 194,8 | 215,8 | 228,5 | 234,5 | 261,6 | 293,2 | 314,0 |
| Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 0,2 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,3 | 0,0 | 0,5 | 0,3 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,4 | 0,3 | 0,2 | 0,3 | 0,2 | 0,6 | 0,5 | 0,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7,8 | 9,0 | 6,1 | 7,0 | 9,2 | 7,2 | 7,2 | 8,4 |
| Materialaufwand | – 56,0 | – 52,4 | – 55,2 | – 55,7 | – 57,1 | – 60,8 | – 63,8 | – 61,9 |
| Rohergebnis | 143,6 | 151,7 | 167,1 | 180,2 | 187,2 | 208,5 | 237,5 | 261,0 |
| Personalaufwand | – 36,6 | – 40,3 | – 42,6 | – 45,5 | – 47,7 | – 53,0 | – 61,2 | – 61,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 61,5 | – 65,1 | – 70,7 | – 75,8 | – 79,5 | – 87,6 | – 100,4 | – 105,1 |
| Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) | 45,4 | 46,3 | 53,8 | 58,8 | 60,0 | 67,9 | 75,9 | 94,8 |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen | – 11,8 | – 9,0 | – 13,0 | – 15,9 | – 13,9 | – 10,4 | – 17,1 | – 14,5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 1 | 33,6 | 37,3 | 40,8 | 42,9 | 46,1 | 57,5 | 58,8 | 80,3 |
| Finanzerträge | 0,1 | 0,1 | 0,4 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Finanzaufwendungen | – 0,9 | – 0,3 | – 0,4 | – 1,3 | – 0,6 | – 0,2 | – 2,8 | – 2,5 |
| Finanzergebnis | – 0,7 | – 0,2 | 0,0 | – 1,3 | – 0,6 | – 0,1 | – 2,8 | – 2,4 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 32,9 | 37,2 | 40,8 | 41,7 | 45,5 | 57,3 | 56,0 | 77,9 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | – 5,1 | – 11,3 | – 15,4 | – 16,9 | – 14,8 | – 18,1 | – 23,2 | – 25,8 |
| Ergebnis nach Steuern | 27,7 | 25,9 | 25,3 | 24,8 | 30,7 | 39,2 | 32,9 | 52,1 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
CASH FLOW IM VIERTEN QUARTAL
in Mio. Euro
| Q4 2013 | Q4 2014 | Q4 2015 | Q4 2016 | Q4 2017 | Q4 2018 1 | Q4 2019 1 | Q4 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 41,1 | 48,3 | 49,1 | 59,6 | 67,6 | 77,3 | 92,2 | 130,1 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | – 10,7 | – 16,2 | – 11,2 | – 15,7 | – 13,3 | – 10,1 | – 11,0 | – 8,4 |
| Free-Cash Flow | 30,4 | 32,1 | 37,9 | 44,0 | 54,3 | 67,2 | 81,2 | 121,7 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | – 24,1 | – 16,3 | – 26,4 | – 10,8 | – 29,2 | – 52,1 | – 61,5 | – 35,9 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel | 6,3 | 15,8 | 11,5 | 33,2 | 25,1 | 15,0 | 19,7 | 85,8 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
MEHRJAHRES-ÜBERSICHT
KONZERNBILANZ
in Mio. Euro
| AKTIVA | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 98,6 | 102,5 | 108,6 | 124,5 | 148,1 | 160,2 | 222,5 | 216,7 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4,3 | 5,0 | 5,1 | 4,9 | 17,9 | 17,6 | 17,2 | 17,4 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 25,4 | 25,4 | 32,7 | 25,8 | 25,8 | 59,7 | 77,8 | 77,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 20,0 | 19,3 | 23,6 | 19,2 | 14,1 | 28,5 | 39,1 | 31,5 |
| Finanzanlagen | 1,2 | 3,3 | 4,3 | 6,2 | 6,8 | 6,9 | 5,6 | 7,0 |
| Langfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen | 1,6 | 1,1 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1,5 | 2,9 | 1,6 | 0,5 | 0,4 | 1,3 | 1,5 | 1,5 |
| Übrige sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 | 0,4 | 0,6 | 0,6 | 0,3 | 0,7 | 1,2 |
| Aktive latente Steuern | 9,4 | 8,1 | 7,3 | 6,8 | 7,8 | 12,3 | 14,2 | 18,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 162,0 | 167,8 | 184,1 | 188,6 | 221,5 | 286,7 | 378,5 | 371,9 |
| Vorräte | 59,1 | 48,9 | 50,7 | 49,4 | 50,3 | 49,0 | 48,8 | 50,9 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 88,8 | 84,3 | 90,4 | 84,2 | 84,5 | 92,9 | 91,4 | 85,3 |
| Kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen | 2,1 | 1,8 | 1,1 | 1,3 | 1,5 | 2,7 | 1,5 | 1,0 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 3,0 | 3,0 | 2,5 | 3,0 | 2,4 | 3,4 | 5,4 | 3,2 |
| Übrige sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 3,8 | 4,9 | 5,7 | 5,5 | 5,6 | 9,5 | 8,6 | 10,3 |
| Liquide Mittel | 14,0 | 27,7 | 21,7 | 48,6 | 38,8 | 28,1 | 33,0 | 102,8 |
| 170,8 | 170,5 | 172,1 | 191,9 | 183,1 | 185,5 | 188,6 | 253,5 | |
| Vermögenswerte klassifiziert als zur Veräußerung gehalten | 1,0 | 1,3 | 1,2 | 0,5 | 1,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 171,8 | 171,9 | 173,3 | 192,4 | 184,5 | 185,5 | 188,6 | 253,5 |
in Mio. Euro
| PASSIVA | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 19,2 | 19,3 | 19,2 | 19,2 | 19,2 | 19,2 | 19,3 | 19,3 |
| Kapitalrücklage | 56,6 | 69,3 | 70,2 | 71,2 | 73,1 | 75,3 | 76,5 | 75,1 |
| Eigene Anteile zu Anschaffungskosten | – 23,4 | – 8,5 | – 7,5 | – 8,5 | – 7,9 | – 7,2 | – 6,7 | – 8,5 |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 90,3 | 93,6 | 104,3 | 121,5 | 140,6 | 166,8 | 180,5 | 215,1 |
| Eigenkapital | 142,8 | 173,7 | 186,3 | 203,4 | 225,0 | 254,2 | 269,6 | 301,0 |
| Langfristige Rückstellungen für Pensionen | 17,9 | 21,9 | 22,9 | 25,5 | 27,2 | 29,2 | 35,5 | 40,1 |
| Langfristige passive latente Steuern | 3,3 | 2,8 | 4,1 | 2,9 | 1,5 | 2,9 | 3,5 | 2,8 |
| Langfristige übrige Rückstellungen | 0,4 | 0,2 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4,2 | 2,7 | 1,8 | 0,0 | 0,0 | 1,1 | 1,1 | 0,8 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | — | — | — | — | — | — | 52,5 | 48,8 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 3,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,1 | 1,6 | 1,9 | 0,3 |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | 0,2 | 0,2 | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,6 | 0,5 | 0,6 |
| Langfristige Schulden | 29,0 | 27,8 | 29,5 | 29,1 | 29,4 | 35,4 | 95,4 | 93,8 |
| Kurzfristige Steuerschulden | 4,2 | 4,5 | 7,7 | 12,6 | 5,9 | 8,2 | 7,5 | 23,9 |
| Kurzfristige übrige Rückstellungen | 4,2 | 3,3 | 2,9 | 3,5 | 3,5 | 3,5 | 6,3 | 6,0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 26,1 | 1,6 | 4,9 | 0,2 | 1,6 | 2,7 | 0,8 | 0,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing | — | — | — | — | — | — | 10,7 | 10,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 101,1 | 96,1 | 90,9 | 96,1 | 95,9 | 112,7 | 113,9 | 122,1 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 3,9 | 3,6 | 0,3 | 1,5 | 1,3 | 10,2 | 11,2 | 10,9 |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 22,7 | 29,2 | 34,8 | 34,6 | 43,5 | 45,4 | 51,7 | 56,9 |
| Kurzfristige Schulden | 162,1 | 138,2 | 141,6 | 148,4 | 151,7 | 182,6 | 202,1 | 230,7 |
| 333,9 | 339,7 | 357,3 | 381,0 | 406,1 | 472,2 | 567,1 | 625,5 |
Mehrjahres-Übersicht
MEHRJAHRES-ÜBERSICHT
KENNZAHLEN
Volumen und Mitarbeiter
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 1 | 2019 1 | 2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Digitalfotos | in Mio. Stück | 2.252,9 | 2.203,9 | 2.164,1 | 2.176,2 | 2.128,1 | 2.185,0 | 2.363,7 | 2.311,4 |
| Fotos von Filmen | in Mio. Stück | 114,4 | 88,6 | 70,7 | 56,0 | 47,0 | 41,1 | 37,5 | 27,4 |
| Fotos gesamt | in Mio. Stück | 2.367 | 2.293 | 2.235 | 2.232 | 2.175 | 2.226 | 2.401 | 2.339 |
| CEWE FOTOBUCH Exemplare | in Mio. Stück | 5,8 | 5,9 | 6,0 | 6,2 | 6,0 | 6,2 | 6,6 | 6,5 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | auf Vollzeit umgerechnet | 3.228 | 3.219 | 3.420 | 3.496 | 3.589 | 3.900 | 4.105 | 4.016 |
| Mitarbeiter (Stichtagsbetrachtung) | auf Vollzeit umgerechnet | 3.781 | 3.675 | 3.698 | 3.967 | 4.103 | 4.199 | 4.371 | 4.349 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
Ertrag
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 1 | 2019 1 | 2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. Euro | 536,2 | 523,8 | 554,2 | 593,1 | 599,4 | 653,3 | 720,4 | 727,3 |
| EBITDA | in Mio. Euro | 66,8 | 66,0 | 75,1 | 90,3 | 89,3 | 93,9 | 113,9 | 135,1 |
| EBITDA-Marge | in % vom Umsatz | 12,5 | 12,6 | 13,6 | 15,2 | 14,9 | 14,4 | 15,8 | 18,6 |
| EBIT | in Mio. Euro | 28,9 | 32,6 | 36,4 | 47,0 | 49,2 | 53,7 | 56,8 | 79,7 |
| EBIT-Marge | in % vom Umsatz | 5,4 | 6,2 | 6,6 | 7,9 | 8,2 | 8,2 | 7,9 | 11,0 |
| Restrukturierungsaufwand | in Mio. Euro | 3,3 | 0,0 | 1,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 5,0 | 3,6 |
| EBIT vor Restrukturierung | in Mio. Euro | 32,2 | 32,6 | 37,4 | 47,2 | 49,2 | 53,7 | 61,8 | 83,3 |
| EBT | in Mio. Euro | 27,1 | 31,5 | 35,9 | 46,2 | 48,9 | 53,3 | 53,3 | 76,4 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. Euro | 22,3 | 21,4 | 21,8 | 29,6 | 32,8 | 36,3 | 31,7 | 51,9 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).

Kapital
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 1 | 2019 1 | 2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | in Mio. Euro | 333,9 | 339,7 | 357,3 | 381,0 | 406,1 | 472,2 | 567,1 | 625,5 |
| Capital Employed (CE) | in Mio. Euro | 197,9 | 203,0 | 220,7 | 232,8 | 256,0 | 292,3 | 376,6 | 405,6 |
| Eigenkapital | in Mio. Euro | 142,8 | 173,7 | 186,3 | 203,4 | 225,0 | 254,2 | 269,6 | 301,0 |
| Eigenkapitalquote | in % von Bilanzsumme | 42,8 | 51,1 | 52,1 | 53,4 | 55,4 | 53,8 | 47,5 | 48,1 |
| Netto-Finanzschulden | in Mio. Euro | 16,3 | – 23,5 | – 15,0 | – 48,5 | – 37,2 | – 24,2 | 32,1 | – 42,4 |
| ROCE (vorhergehende 12 Monate) | in % vom durchschnittlichen Capital Employed | 15,0 | 16,8 | 17,2 | 21,4 | 20,3 | 17,9 | 14,8 | 20,6 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
Aktie
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 1 | 2019 1 | 2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Aktien (Nennwert 2,60 Euro) | in Stück | 7.380.020 | 7.380.020 | 7.400.020 | 7.400.020 | 7.400.020 | 7.400.020 | 7.400.020 | 7.423.919 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | in Euro | 3,36 | 3,07 | 3,05 | 4,12 | 4,54 | 5,01 | 4,36 | 7,15 |
| Jahresendkurs | in Euro | 42,75 | 51,51 | 54,61 | 84,57 | 88,05 | 62,10 | 105,80 | 92,50 |
| Dividende pro Aktie | in Euro | 1,50 | 1,55 | 1,60 | 1,80 | 1,85 | 1,95 | 2,00 | 2,30 2 |
| Dividendenrendite auf den Jahresendkurs | in % | 3,51 | 3,01 | 2,93 | 2,13 | 2,10 | 3,14 | 1,89 | 2,49 |
1 Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A).
2 Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung am 9. Juni 2021
Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen
BETRIEBSSTÄTTEN UND VERTRIEBSNIEDERLASSUNGEN
INLAND
Oldenburg
CEWE Stiftung & Co. KGaA Meerweg 30 – 32 D – 26133 Oldenburg Tel. +49 (0) 441/4 04 – 0 Fax +49 (0) 441/4 04 – 421
Dresden
SAXOPRINT GmbH Enderstraße 92c D – 01277 Dresden Tel. +49 (0) 351/2044 – 300 Fax +49 (0) 351/2044 – 322
Frechen
WhiteWall Media GmbH Europaallee 59 D – 50226 Frechen Tel. +49 (0) 30/22 38 14 62
Mönchengladbach
CEWE Stiftung & Co. KGaA Erftstraße 40 D – 41238 Mönchengladbach Tel. +49 (0) 2166/8 53 – 0 Fax +49 (0) 2166/8 53 – 109
Münster
viaprinto.de c/o CEWE Stiftung & Co. KGaA Martin-Luther-King-Weg 30a D – 48155 Münster Tel. +49 (0) 251/97920 – 200 Fax +49 (0) 251/97920 – 220
Freiburg
CEWE Stiftung & Co. KGaA Freiburger Straße 20 D – 79427 Eschbach Tel. +49 (0) 7634/505 – 0 Fax +49 (0) 7634/505 – 250
München
CEWE Stiftung & Co. KGaA Cewe-Straße 1 – 3 D – 82110 Germering Tel. +49 (0) 89/8 40 07 – 0 Fax +49 (0) 89/8 40 07 – 30
Bad Kreuznach
DeinDesign GmbH Otto-Meffert-Straße 3 D – 55543 Bad Kreuznach Tel. +49 (0) 671/970 80 70 Fax +49 (0) 671/970 80 71
AUSLAND
CEWE Danmark
Søren Frichs Vej 38K DK – 8230 Åbyhøj Tel. +45/86 99 14 22 Fax +45/86 99 24 33
CEWE Belgium N.V.
Generaal De Wittelaan 9/b9 B – 2800 Mechelen Tel. +32 15/29 56 00 Fax +32 15/29 56 99
CEWE S.A.S.
Immeuble Equinox 21, allées de l'Europe F – 92110 Clichy Tel. +33/1 80 21 04 50 Fax +33/1 80 21 04 48
CEWE S.A.S.
Z.A. de la Croix Rouge F – 35770 Vern-sur-Seiche (Rennes) Tel. +33/2 99 04 85 – 85 Fax +33/2 99 04 85 – 89
Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen
CEWE S.A.S.
Z.A.E. des Trois Ponts F – 34690 Fabrègues (Montpellier) Tel. +33/4 67 07 01 80 Fax +33/4 67 07 01 90
Stardust Media And Communication,
S.A.S. (Cheerz) 7, rue de Bucarest F – 75008 Paris
CEWE Nederland B.V.
Industrieweg 73 NL – 8071 CS Nunspeet Tel. +31/3 41 25 53 – 55 Fax +31/3 41 25 53 – 33
CEWE Norge AS
Postboks 4, Bjørndal NO – 1214 Oslo Tel. +47/66 82 26 60
CEWE Fotovertriebsgesellschaft mbH
Karl-Farkas-Gasse 22 A – 1030 Wien Tel. +43/1/934 69 65
CEWE Sp. zo. o.
ul. Strzelecka 11 PL – 47230 Kedzierzyn-Koźle Tel. +48/77/ 40 63 – 000 Fax +48/77/ 40 63 – 025
CEWE AG
Hochbordstrasse 9 CH – 8600 Dübendorf (Zürich) Tel. +41/1 802 90 – 30 Fax +41/1 802 90 – 40
CEWE Sverige AS
Norra Hamngatan 40 SE – 411 06 Göteborg Tel. +46/031 61 94 45
CEWE a.s.
Galvaniho 716 SK – 82104 Bratislava Tel. +421/2/68 20 44 11 Fax +421/2/68 20 44 23
CEWE COLOR a.s.
Kloknerova 2278/24 CZ – 14800 Prag 4 Tel. +420/2/7207 1111 Fax +420/2/7293 7346
CEWE Magyarország Kft.
Béke ut 21 – 29 H – 1135 Budapest Tel. +36/1/451 1088 Fax +36/1/238 07 09
CEWE Ltd
Unit 4, Spartan Close, Titan Business Centre, Tachbrook Park, UK – Warwick CV34 6RR Tel. +44 19 26 463 100 Fax +44 19 26 463 101
siehe Übersichtskarte mit allen Standorten Seite 4
Vertriebsansprechpartner:
https://company.cewe.de/de/ueber-uns/unternehmensgruppe.html unter Vertriebs- und Produktionsstandorte
Finanzkalender
FINANZKALENDER
(SOWEIT TERMINIERT)
| 12.05.2021 | Veröffentlichung Zwischenmitteilung Q1 – 2021 |
23.09.2021 | Baader Investment Conference 2021 |
|---|---|---|---|
| 12.05.2021 | Pressemitteilung zur Zwischenmitteilung Q1 – 2021 |
12.11.2021 | Veröffentlichung Zwischenmitteilung Q3 – 2021 |
| 09.06.2021 | Online-Hauptversammlung 2021 | 12.11.2021 | Pressemitteilung zur Zwischenmitteilung Q3 – 2021 |
| 10.06.2021 | Warburg Highlights Konferenz 2021 | 22.11.2021 | Deutsches Eigenkapitalforum 2021 |
| 10.08.2021 | Veröffentlichung Zwischenbericht Q2 – 2021 |
||
| 10.08.2021 | Pressemitteilung zum Zwischenbericht Q2 – 2021 |
company.cewe.de | Darüber hinaus finden Sie aktuelle Termine im Internet auf |
| 21.09.2021 | Berenberg & Goldman Sachs German Corporate Conference 2021 |
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IMPRESSUM
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Gelegentlich wird im Bericht von Mitarbeitern gesprochen. Dies dient zur Vereinfachung der Lesbarkeit und schließt alle Geschlechter ein.
Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
Die CEWE Stiftung & Co. KGaA ist Mitglied im Deutschen Investor Relations Kreis e. V.

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