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CENIT AG — Annual Report 2024
Apr 28, 2025
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Download source fileCENIT AG Zusammengefasster (Konzern-)Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 Der Lagebericht der CENIT Aktiengesellschaft (nachfolgend auch CENIT genannt) und der Konzernlagebericht des CENIT Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 wurden nachfolgend zusammengefasst. Bestandteil des zusammengefassten (Konzern-) Lageberichts ist ebenso die Erklärung zur Unternehmensführung. Der zum 31. Dezember 2024 von CENIT erstellte Konzernabschluss erfüllt die am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und ergänzend die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) in Verbindung mit dem deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS). 1 Grundlagen des Konzerns 1.1 Organisation und Konzernstruktur Die CENIT AG hat ihren Stammsitz in Deutschland (Stuttgart) und ist dort u. a. in den Ballungszentren (Berlin, Hamburg, Hannover, München und Frankfurt) vertreten. Durch den Erwerb der KEONYS-Gruppe im Jahr 2017 hat die CENIT ihre Präsenz in Europa ausgebaut. Seitdem ist CENIT durch KEONYS neben Frankreich auch in den Niederlanden und Belgien mit eigenen Ländergesellschaften vertreten. Weitere Standorte unterhält CENIT in den USA, der Schweiz, Rumänien und in China. Mit Kaufvertrag vom 3. Januar 2024 hat die CCE b:digital GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der CENIT AG, 100% der Kommanditanteile an der CCE b:digital GmbH & Co. KG erworben. Durch zeitgleichen Rücktritt des Komplementärs fand eine Anwachsung des Vermögens der CCE b:digital GmbH &Co. KG bei der CCE b:digital GmbH statt. Die CCE, mit Hauptsitz in Bissendorf, fungiert als Experte für digitale Lösungen und Services für das Engineering und die Fertigung - schwerpunktmäßig auf Basis des Dassault Systèmes Portfolios. Durch die Akquisition der CCE b:digital GmbH & Co. KG baut CENIT die Marktanteile als Spezialist für zukunftsfähige 3DEXPERIENCE-Lösungen in Deutschland weiter aus und stärkt die Position als einer der weltweit führenden strategischen Platinum Partner von Dassault Systèmes. Im Juli 2024 erwarb die CENIT AG mittelbar 60% der Anteile an der US-Amerikanischen Analysis Prime LLC (kurz: Analysis Prime). Durch die Akquisition der Analysis Prime gewinnt CENIT einen weltweit führenden SAP Planning and Analytics Partner. Mit der Übernahme diversifiziert die international agierende CENIT Gruppe ihr SAP-Geschäft, und verzeichnet einen umfassenden Expertise-Zugewinn im Bereich SAP Analytics Cloud (SAC). Im November 2024 wurde die CENIT France SARL rückwirkend zum 01. Januar 2024 auf die KEONYS SAS verschmolzen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den CENIT Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konsolidiert. Bei den Unternehmen werden – wie im Mutterunternehmen – dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt. Die Tochterunternehmen sind – wie das Mutterunternehmen – auf den Verkauf und Integration von Software sowie IT- Dienstleistungen und Services in den Segmenten Product Lifecycle Management (kurz: PLM) und Enterprise Information Management (kurz: EIM) spezialisiert. Darüber hinaus ist die CENIT zu einem Drittel an dem Joint Venture CenProCS AIRliance GmbH beteiligt. Das Joint Venture erbringt Service- und Beratungsleistungen für einen gemeinsamen Großkunden des PLM-Segments. Das gesellschaftsrechtliche Organigramm des CENIT Konzerns stellt sich zum Stichtag wie folgt dar: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis durch die Akquisition der Analysis Prime erweitert. Aufgrund der Verschmelzung der CENIT France SARL auf die KEONYS SAS ist die CENIT France SARL aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Der Vorstand der CENIT AG setzte sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen: § Peter Schneck, CEO und Vorstandsvorsitzender § Axel Otto, CFO Der Aufsichtsrat der CENIT AG setzte sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt zusammen: § Rainer Koppitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates § Regina Weinmann, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates § Laura Schmidt, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat 1.2 Geschäftstätigkeit Die CENIT hat fünf Geschäftsbereiche, die unter den Segmenten PLM und EIM zusammengefasst werden. Dem Segment PLM werden die Bereiche 3DS Solutions, SAP-PLM, Digital Business Services und Digital Factory Solutions zugeordnet. Der PLM-Bereich fokussiert sich unter Nutzung der Dassault Systèmes Software auf PLM-Plattformen und Applikationen in der klassischen Fertigungsindustrie und optimiert wesentliche Fertigungsprozesse wie Produktentwicklung, Produktion oder Änderungsmanagement auch mit zusätzlichen CENIT eigenen Softwarelösungen. So erbringt CENIT als Value Added Integrator seinen Kunden einen erheblichen Mehrwert im Gegensatz zu bloßen Software-Resellern. Demgegenüber konzentriert sich der EIM-Bereich auf Prozesse rund um 360-Grad-Kundenkommunikation, Vorgangsbearbeitung, Akten- und Dokumentenmanagement vornehmlich in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Mit dem Erwerb der Beteiligung an der ISR im Jahr 2022 ist eine Ausweitung auf den Einzelhandel sowie die öffentliche Hand eingeleitet worden. CENIT ist der Spezialist für die Kernprozesse ihrer Kunden und konzentriert sich auf die Fertigungsindustrie und die Finanzdienstleistungsbranche. Das Beratungs-, Service- und Softwareangebot des CENIT Konzerns beruht auf Standardprodukten seiner Softwarepartner sowie darauf basierenden CENIT-eigenen Lösungen. Führende Softwareanbieter, wie Dassault Systèmes, IBM und SAP sind strategische Partner des Unternehmens. Die Mitarbeiter im CENIT Konzern unterstützen die Kunden branchenorientiert bei der Planung, Implementierung und Optimierung ihrer Geschäfts- und IT-Prozesse. Damit die Kunden sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können, übernimmt der CENIT Konzern zudem das Management der Applikationen (AMS) und der damit verbundenen IT- Infrastrukturen. 1.3 Märkte CENIT gliedert seine Absatzmärkte in die Regionen Deutschland, Rest of Europe (kurz: RoE) und Rest of World (kurz: RoW). Im Geschäftsjahr stellte die Region Deutschland den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von RoE mit Schwerpunkt Frankreich und RoW. 1.4 Ziele und Strategien Die Vision und das Leitbild von CENIT konzentrieren sich auf die Digitalisierung, da diese für CENIT von zentraler Bedeutung ist. Bereits der Firmenname bringt diese Vision “CENter for IT and Digitalization” zum Ausdruck. Der Unternehmenszweck, der sogenannte „Purpose“ der CENIT, besteht darin unseren Kunden aber auch CENIT selbst eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen. Die Vision ist es, der Champion für die Prozessdigitalisierung in den Bereichen Dokumentenprozesse und Produktionsprozesse zu werden. CENIT strebt an, der vertrauenswürdige Berater, sogenannter “trusted advisor” für unsere Kunden zu sein. Die Mission beschreibt die täglichen Aktivitäten in den Bereichen Beratung, Integrationsleistungen, Optimierung durch Fremd- oder eigene Softwarelösungen sowie das Management digitaler Prozesse für unsere Kunden. Die CENIT-Strategie ist auf nachhaltiges profitables Wachstum ausgelegt. Deshalb stehen in den CENIT Zielsetzungen sowohl die Mitarbeiter als auch Technologiekooperationen mit den Partnern genauso im Fokus wie das Bestreben, den Kunden durch CENIT-eigene Lösungen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Die CENIT 2025-Strategie basiert dabei auf folgenden fünf strategischen Pfeilern, den jeweiligen Geschäftsbereichen: (1) CENIT wird der führende Integrator für Business-Prozesse auf SAP- und Dassault Systèmes Plattformen und baut diese Bereiche durch eigene proprietäre Software-Applikationen weiter aus, um so auch seine Abhängigkeit von den Editoren zu verringern. (2) CENIT wird im Bereich Digital Factory Solutions (DFS) ein führender Anbieter für die Kommunikation von Robotik Lösungen auf der CENIT eigenen Robotik Plattform. (3) CENIT wird im Bereich Enterprise Information Management (EIM) seine Partnerschaft mit IBM ausbauen und mit seiner eigenen KI-basierten Lösung der “Dokumentenheld” in Europa. (4) CENIT wird mit dem Bereich Digital Business Solutions (DBS) spezifische IT – Serviceleistungen sogenannte Application Managed Services (AMS) erbringen und so die Kundenbindung erhöhen. (5) CENIT wird ein attraktiver Arbeitgeber mit multikulturellen und begeisterten Mitarbeitern. Die Umsetzung der oben genannten strategischen Kernpunkte der CENIT 2025-Strategie soll zum einen mit Hilfe eines geschäftsfeldbezogenen, organischen Wachstums sowie zum anderen durch signifikante Akquisitionen erzielt werden. Als Wachstumsziel für 2025 war eine Umsatzerreichung von ca. 300 mEUR bei einer EBIT-Marge von 8 – 10% hinterlegt. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass wir dieses Umsatzziel aller Voraussicht nach für das Geschäftsjahr 2025 nicht erreichen werden. Zu näheren Ausführungen verweisen wir auf den Prognosebericht. Der Plan für das anorganische Wachstum basiert auf zwei bis drei Akquisitionen jährlich, um eine Verwässerung der CENIT-Kultur zu vermeiden. Die Finanzierung dieses Wachstums erfolgt durch Barmittel und externe Finanzierungsinstrumente. Etwaige Kapitalerhöhungen sind zweckgebunden auf konkrete Akquisitionen beschränkt, sofern der Erwerbsbetrag mehr als 50,0 mEUR übersteigt. Für das Geschäftsjahr 2025 sind zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Akquisitionen geplant. Für alle unsere Geschäftsbereiche erwarten wir ein organisches Wachstum von mindestens 5% p.a. Da die Digitalisierung für alle Unternehmen im regionalen Fokus planmäßig verläuft, liegt das Marktpotenzial jenseits dieser Ziellinie von 5%. Auch wenn wir die in der Strategie 2025 formulierten Umsatz- und Rentabilitätsziele, insbesondere aufgrund des temporären Aussetzens unserer Buy-and-Built-Strategie, voraussichtlich nicht erreichen werden, sehen wir die CENIT auf einem guten Weg. Dabei spielt vor allem die fortschreitende Diversifizierung der CENIT, aber auch Fokusthemen wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Cross-Selling, Stärkung der Partnerschaften sowie die Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes für die Lösung von Herausforderungen im Rahmen der Digitalisierung, eine wesentliche Rolle. Aktuell erarbeitet der Vorstand die Strategie 2030. Aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes und aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen ist diese noch nicht verabschiedet. 1.5 Steuerungssystem Der Vorstand der CENIT ist für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum. Die zur Steuerung der beiden Segmente PLM und EIM erforderliche Planung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich unter Einbeziehung der Entwicklungen des Wettbewerbs- und Marktumfelds aus der langfristigen Unternehmensplanung ab. Der jährliche Planungsprozess erfolgt im Gegenstromverfahren, wobei zunächst einmal sowohl seitens des Vorstands (Top-Down) als auch seitens der jeweiligen Geschäftsfeldverantwortlichen (Bottom-Up) unabhängig voneinander geplant wird. Dabei dienen jeweilig Umsatz und EBIT als zentrale Ziel- und Steuerungsgrößen. Anschließend werden die erarbeiteten Einschätzungen in gemeinsamen Planungsrunden diskutiert, plausibilisiert und konsolidiert sowie final vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die aktuelle 5-Jahresplanung wird regelmäßig überprüft und aktualisiert. Unterjährig erfolgt die wirtschaftliche Steuerung des CENIT Konzerns mit Hilfe einer monatlich erfolgenden Soll-/Ist-Abweichungsanalyse auf Einzelabschluss- und Konzernabschlussebene sowie einem quartalsweise erfolgenden Forecast. Hierbei analysiert der Vorstand regelmäßig die Geschäftsentwicklung der Segmente, um etwaig erforderliche Korrekturmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Wesentliche Steuerungsgrößen bildeten bisher der Umsatz und das EBIT. Durch die aktuelle M&A Strategie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung wird zukünftig zusätzlich das EBITA („EBIT vor PPA-Abschreibung“) als wesentliche Steuerungsgröße hinzugezogen. Zum Teil sind jedoch erfolgskritische Kenngrößen nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit und Qualifikation von Mitarbeitern. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren gewinnen auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren weiter an Bedeutung. Wesentlicher Bestandteil der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren bildet der Themenkomplex ESG/CSR. Die nächsten Schritte im Rahmen der CENIT ESG/CSR-Strategie zur Erweiterung des Nachhaltigkeitsberichts nach der ESRS, inkl. der Berichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie, wurden erfolgreich in die Wege geleitet. Weiterführende Maßnahmen wie zum Beispiel die Entwicklung eines nachhaltigen Verhaltenskodex für Lieferanten, Schulungen der Mitarbeiter zum Thema Compliance, sowie die Integration der „Sustainable development goals“ befinden sich in der Entstehung. Aufgrund der nach wie vor anhaltenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausnahmesituation ist es im Rahmen des Steuerungssystems mehr denn je erforderlich, in Szenarien zu denken und zu arbeiten. Konkret bedeutet dies für den Steuerungs- und Planungsprozess der CENIT, dass möglichst sensitiv Chancen und Risiken miteinander abgewogen werden, infolgedessen bestenfalls Investitionen durchgeführt und Wachstum unterstützt, aber ebenso in schwierigeren Situationen auch Kostendisziplin geübt und somit ein aktives Margen- Management betrieben wird. In diesem Zusammenhang besitzt eine, der Konzerngröße angemessene Liquiditätsplanung bereits seit geraumer Zeit eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Liquiditätsrisiken. 1.6 Forschung & Entwicklung Ein fortwährendes Ziel ist die Steigerung der Innovationskraft des CENIT Konzerns. Hierzu wurden im Geschäftsjahr 2024 eigene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) in Höhe von 11,2 mEUR (Vj. 10,1 mEUR) aufgebracht. Die Geschäftsfelder des CENIT Konzerns konzentrieren sich mit ihren FuE-Anstrengungen auf die nächste Generation ihrer Produkte und Lösungen und bereiten deren erfolgreiche Markteinführung vor. Durch die enge Zusammenarbeit mit den produkt- und kundennahen Bereichen gelingt es dem CENIT Konzern, kundenorientierte Lösungen anzubieten. Neben dem Vertrieb von Standardsoftware von Drittanbietern entwickelt der CENIT Konzern auch eigene Programme zur mehrwertstiftenden Ergänzung und Erweiterung dieser Lösungen. Die Software- Expertise und jahrzehntelange Branchenerfahrung ermöglicht es dem CENIT Konzern, die Produktivität und Datenqualität seiner Kunden durch eigene CENIT-Lösungen zu optimieren. Da Innovation auch Fortschritt bedeutet, sind FuE für die weitere Erreichung der gesetzten Unternehmensziele von zentraler Bedeutung. Damit stärkt der CENIT Konzern gleichzeitig seine Marktpositionierung. Daher plant der Vorstand auch weiterhin Entwicklungsausgaben in bisheriger Höhe. 1.7 Mitarbeiter a) Überblick Am 31. Dezember 2024 waren im Konzern 984 (Vj. 893) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die CENIT AG beschäftigte zum selben Zeitpunkt 375 Mitarbeiter (Vj. 386). Grund für den weiteren Zuwachs zum Vorjahr im Konzern war im Wesentlichen die Akquisition der Analysis Prime. Gegenüber dem Vorjahr haben sich kaum Veränderungen bzgl. der globalen Verteilung der Mitarbeiter ergeben. Aktuell sind knapp 3/4 aller Mitarbeiter des CENIT Konzerns in Deutschland angestellt. Folgende Tabelle zeigt die Mitarbeiterzahlen der einzelnen Konzerngesellschaften: Gesellschaft 31.12.2024 31.12.2023 CENIT AG Stuttgart / Deutschland 375 386 KEONYS SAS Suresnes / Frankreich 112 93 CENIT SRL Iasi / Rumänien 51 49 CENIT North America Inc. Auburn Hills / USA 12 16 CENIT France SARL Toulouse / Frankreich 0 17 CENIT (Schweiz) AG Effretikon / Schweiz 15 14 CORISTO GmbH Mannheim / Deutschland 10 10 KEONYS Belgique SPRL Waterloo / Belgien 9 8 KEONYS NL BV Houten / Niederlande 7 6 CENIT Software Technology Co., Ltd. Suzhou / China 4 4 ISR AG Braunschweig / Deutschland 248 231 mip GmbH München / Deutschland 18 16 PI Informatik GmbH Berlin / Deutschland 30 27 ABC Informationstechnologie GmbH Wien / Österreich 19 16 CCE b:digital GmbH Bissendorf / Deutschland 15 - Analysis Prime LLC Philadelphia / USA 59 - Gesamt 984 893 Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtszeitraum auf 88,0 mEUR im CENIT Konzern (Vj. 78,6 mEUR) und auf 33,7 mEUR in der CENIT AG (Vj. 35,8 mEUR). Auf Konzernebene hat sich der Personalaufwand im Wesentlichen aufgrund der getätigten Akquisition, aber auch durch Gehaltsanpassungen erhöht. b.) Personalpolitik (ungeprüft) An unserem Ziel, "Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber", halten wir weiterhin fest. Unsere engagierten Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg unseres Unternehmens bei, und daher stellen wir sie konsequent in den Mittelpunkt unserer Personalstrategie. Auch im Jahr 2024 war die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter ein zentrales Element dieser Strategie. In unserem internen Bildungsprogramm „CENIT Campus“, bieten wir eine Reihe unterschiedlicher Seminare für die Weiterbildung an, sowohl für fachliche Themen als auch für die persönliche Weiterentwicklung mit Hilfe sogenannter Core Skills, um die täglichen Herausforderungen noch besser bewältigen zu können. Personalentwicklungsprogramm Zur persönlichen Entwicklung unserer Mitarbeiter bieten wir unterschiedliche Entwicklungsprogramme an. Im Jahr 2024 haben wir das Programm „Professional Development and Organizational Growth“ implementiert. Dieses bietet vielfältige Entwicklungspfade für alle Mitarbeiter, auch abseits einer Führungslaufbahn. Dazu formuliert das Programm klare Rahmenparameter und ein festes Budget, um größtmögliche Transparenz und Klarheit bei allen Karrierepfaden zu schaffen. Führungsleitbild Ein wichtiger Baustein für die persönliche Entwicklung unserer Leader ist unser Führungsleitbild – „Role of the Leader“. Um Leadern eine eindeutige Rollenbeschreibung und mit der Rolle verknüpfte Erwartungen zur Verfügung zu stellen, haben wir 2024 unser überarbeitetes Führungsleitbild eingeführt. Dazu gehören unter anderem jährliche Trainings, um unsere Leader bestmöglich in ihrer Rolle zu unterstützen und auf Herausforderungen in ihrer Rolle vorzubereiten. Wir sind davon überzeugt, dass den Leadern eine Schlüsselrolle bei der Förderung und Motivation unserer Mitarbeiter zukommt. Deshalb haben wir 2024 ein Hogan Assessment für jeden Leader durchgeführt, um Selbstreflektion zu fördern und mögliche Handlungsfelder aufzuzeigen. Dieses Assessment gibt Einblicke in die Führungskompetenz, die Herausforderungen und wesentliche Antriebskräfte einer Person und zeigt sowohl deren Stärken als auch Entwicklungsmöglichkeiten auf. Wir begreifen das Hogan Assessment als wichtiges Instrument zur Auswahl und Weiterentwicklung unserer Leader. Talente-Programm Auch im Jahr 2024 haben wir verstärkt unsere Nachwuchskräfte und Talente gefördert. Unter dem Motto „weltweit vernetzt, gemeinsam stark“ haben 27 engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter das Talente-Programm im Jahr 2024 erfolgreich absolviert. Ebenso konnten wir neben unserem DACH-Talente-Programm, auch ein internationales und ein Executive-Talente- Programm, erfolgreich durchführen. Persönliches Zielgespräch Das persönliche Zielgespräch für Mitarbeiter "PZG@CENIT" war auch 2024 ein wichtiges Element zur Motivation und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Persönliche Entwicklung sowie das Erkennen des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg sind wesentliche Bestandteile der Zielgespräche. Vielfalt im Unternehmen Wir sind überzeugt davon, dass gelebte Vielfalt im Unternehmen die Meinungsvielfalt und Innovationskraft steigert und uns so langfristig Wettbewerbsvorteile sichert. Seit 2023 sind wir deshalb Unterzeichner der Charta der Vielfalt. Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Im Jahr 2024 haben wir uns aufbauend auf unseren Werten und Grundsätzen verstärkt mit den unterschiedlichen Facetten von Vielfalt beschäftigt. Dazu haben wir Diversity Guidelines definiert, die unser Verständnis von gelebter Vielfalt im Unternehmen festhalten und die Grundlage unseres Handelns sind. In diesem Zusammenhang haben wir die Diversity Round Tables ins Leben gerufen. Mit diesem Format bieten wir ein Forum für den Austausch von Erfahrungen und Best Practices an. Wir wollen eine offene Diskussion und Engagement ermöglichen und wo möglich, konkrete Maßnahmen zur Förderung einer vielfältigen Arbeitswelt entwickeln. Stattgefunden haben 2024 die Round Tables: „Berufs- und Lebensphasen“ und „Women@CENIT - Breaking Gender Barriers" Des Weiteren haben wir am jährlichen Aktionstag „Diversity Day 2024” der Charta der Vielfalt teilgenommen. In diesem Zusammenhang haben wir einen internen Vielfaltssteckbrief mit mehreren Fragen erstellt. Mit unserer Aktion verfolgten wir gleich drei wichtige Ziele: Stärkung des Teamzusammenhalts, interne Vernetzung und Stolz auf Vielfalt: Gemeinsam zeigten wir, wie vielfältig die CENIT ist. Jede und jeder von uns bringt eine einzigartige Perspektive ein, die unser Unternehmen stärkt und erfolgreich macht. Gleichzeitig wollen wir für die unterschiedlichen Dimensionen der Vielfalt sensibilisieren. Soziale Verantwortung Mit Hilfsprojekten im Rahmen unserer Initiative “CENIT Cares” übernehmen wir soziale Verantwortung im Unternehmen. CENIT CARES wurde 2013 ins Leben gerufen und fördert seitdem Hilfsprojekte im In- und Ausland. Im Fokus stehen dabei Projekte zur Hilfe von Menschen in Not, zu denen unsere Mitarbeiter einen persönlichen Bezug haben und sich selbst aktiv mit einbringen. Wir unterstützen dabei ausdrücklich das soziale Engagement unserer Mitarbeiter durch unsere Spenden und Sonderurlaubstage. 2024 haben wir sieben soziale Projekte in Deutschland, Frankreich und Uganda unterstützt. Mitarbeiterbefragung Zu unseren Grundsätzen gehören die offene Kommunikation und kontinuierliches Feedback von unseren Mitarbeitern zur aktuellen Arbeitssituation, zur CENIT Strategie und zu unseren Prozessen. Im Jahr 2024 haben wir erneut unsere weltweite Mitarbeiterbefragung “YOUR FEEDBACK” durchgeführt, um wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Meinungen unserer Belegschaft zu gewinnen. Diese Umfrage findet 100 Prozent anonym statt und wird von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen, was die hohe Teilnahmequote von knapp 80 Prozent unterstreicht. Die hohe Anzahl der Teilnehmer belegt das Engagement unserer Mitarbeiter und zeigt, dass Feedback und Kommunikation im Unternehmen aktiv gelebt werden. Die Ergebnisse der Umfrage bilden wichtige Grundlagen, um gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und unserer Unternehmenskultur umzusetzen. Die Umfrage wurde in Deutschland, Schweiz, Rumänien, USA, Frankreich und bei unserer Tochtergesellschaft KEONYS in Frankreich, Belgien und den Niederlanden durchgeführt. Benefits Als weiteren Benefit für unsere Mitarbeiter und als Zeichen der Wertschätzung, haben wir im Jahr 2024 die Edenred City Karte eingeführt. Unsere Mitarbeiter erhalten monatlich eine Aufladung von 25 € auf die CENIT gebrandete Guthabenkarte. Mit der Edenred City Karte haben die Mitarbeiter die Möglichkeit bei einer Vielzahl an Einzelhandelsgeschäften, Tankstellen oder Restaurants zu bezahlen. Talentakquise Mit unserer Personalstrategie verfolgten wir 2024 das Ziel des kontinuierlichen Wachstums und der Förderung des Erfolgs unseres Unternehmens und der gesamten Unternehmensgruppe. Einer unserer Schwerpunkte lag daher weiterhin auf der Rekrutierung hochqualifizierter neuer Talente. Wir haben 2024 an mehreren Rekrutierungs-Veranstaltungen teilgenommen, die sowohl in Online-Formaten als auch in Präsenz in Form von Messen stattgefunden haben. Weitere innovative Ansätze zur Gewinnung von talentierten Mitarbeitern wurden weiterentwickelt und etabliert. Dazu gehört die Nutzung von Online-Plattformen, die es uns ermöglicht hat, Teile oder den gesamten Bewerbungsprozess virtuell durchzuführen. Zum einen treffen wir damit die Bedürfnisse insbesondere der jungen Generation, was die Bewerbungserfahrung für unsere Kandidaten verbessert, zum anderen wird der administrative Aufwand reduziert und der Bewerbungsprozess beschleunigt. Social-Media-Plattformen wie XING und LinkedIn waren auch 2024 wichtige Plattformen für unser Recruiting, um unsere Präsenz zu stärken und potenzielle Kandidaten anzusprechen. Eine mittlerweile etablierte Automatisierung der Ausspielung von Stellenausschreibungen auf verschiedenen Online-Kanälen unterstützte uns zudem bei der Rekrutierung. Auch unsere langjährige Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit haben wir kontinuierlich intensiviert. Unser internes Programm, „Mitarbeiter werben Mitarbeiter”, brachte uns im Jahr 2024 erneut einen erfreulichen Zuwachs von sechs neuen Kolleginnen und Kollegen. Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Touchpoints, einschließlich unserer Präsenz auf nationalen und internationalen Arbeitgeberportalen. Zur Erhöhung und Festigung unserer Professionalität im Bewerbungsprozess, haben wir unseren Leadern zusätzliche Schulungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Dabei werden neben einer durch Wertschätzung geprägten Gesprächsführung auch aktuelle Informationen und Trends vermittelt. Ausbildung und Studium Auch 2024 bildete die Berufsausbildung einen wichtigen und strategischen Investitionsbereich für unser Unternehmen. Jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und auf ihrem weiteren Weg zu begleiten, betrachten wir als unsere gesellschaftliche Verantwortung, der wir sehr gerne nachgehen. Zur Gewinnung von neuen Talenten und engagierten jungen Mitarbeitern, nahmen wir an mehreren Veranstaltungen und Messen teil, um unsere Ausbildungsberufe und dualen Studiengängen vorzustellen. Vergütungssystem - Beteiligung am Unternehmenserfolg (ungeprüft) Neben leistungsorientierten Aufstiegschancen und frühzeitiger Übernahme von Verantwortung bietet CENIT ihren Mitarbeitern eine attraktive Vergütungspolitik, welche regelmäßig gegenüber dem Markt überprüft und angepasst wird. Außer dem festen Gehalt, das durch den individuellen Arbeitsvertrag geregelt ist, gibt es Vergütungsbausteine, deren Höhe sich am operativen Betriebsergebnis sowie weiteren quantitativen und qualitativen Zielen bemisst. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen a) Allgemein Die globale Wirtschaftsentwicklung blieb 2024 trotz zahlreicher Herausforderungen stabil. Während Deutschland und andere europäische Länder mit einer schwachen Konjunktur kämpften, verzeichnete die Weltwirtschaft laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von 3,2%. Besonders die BRICS-Staaten trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Indien wuchs mit einer beeindruckenden Rate von 6,5% und zählte damit zu den wachstumsstärksten großen Volkswirtschaften, gefolgt von China mit einem Wachstum von 4,8% und Russland mit einem Plus von 3,8%. Auch die US-Wirtschaft zeigte eine überraschend robuste Entwicklung und erzielte ein Wachstum von 2,5%. Diese Dynamik wurde maßgeblich durch starke private Konsumausgaben gestützt, die über zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen. Zudem trugen steigende Exporte sowie höhere Unternehmens- und Staatsausgaben zur positiven Entwicklung bei. Im Euroraum betrug das Wirtschaftswachstum 0,8%. Die sinkende Inflation trug zur Erholung der Kaufkraft bei, Investitionen und Konsum hingegen blieben verhalten. b) Europa Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum verlief im Jahr 2024 weiterhin schleppend. Nach einer Phase der Stagnation kehrte die Wirtschaft nur zu einem moderaten Wachstum zurück. Das Bruttoinlandsprodukt des Euro-Währungsgebiets stieg um 0,8% und verzeichnete damit eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Dennoch blieb das Wachstum hinter den ursprünglichen Prognosen zurück. Laut den Wirtschaftsexperten sind insbesondere die verhaltene Konsumnachfrage, die geringe Investitionstätigkeit in vielen Mitgliedsstaaten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten – insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten – für diese Entwicklung verantwortlich. Die Inflation im Euroraum setzte ihren Rückgang fort, blieb jedoch weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Die durchschnittliche Inflationsrate für 2024 lag bei 2,5%, was sich dämpfend auf die Kaufkraft auswirkte und eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung verzögerte. c) Deutschland Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 das zweite Jahr in Folge einen Rückgang. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,2%, nachdem bereits im Vorjahr ein Rückgang von 0,3% zu verzeichnen war. Mehrere Faktoren trugen zu dieser negativen Entwicklung bei. Hohe Energiekosten und ein gestiegenes Zinsniveau belasteten Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen. Die erwartete Erholung des privaten Konsums infolge steigender Reallöhne blieb aus, da Kaufkrafteinbußen der Vorjahre noch nicht vollständig kompensiert werden konnten. Zudem führten Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt zu einer weiterhin hohen Sparneigung der Verbraucher. Die Baubranche verzeichnete ebenfalls eine anhaltend schwache Nachfrage. Viele potenzielle Bauherren sahen sich aufgrund hoher Finanzierungs- und Materialkosten nicht in der Lage, geplante Bauvorhaben umzusetzen. Zusätzlich erschwerte die schwache Nachfrage aus China die Exportgeschäfte deutscher Unternehmen. Politische Unsicherheiten, darunter der anhaltende Krieg in der Ukraine, haushaltspolitische Herausforderungen der Bundesregierung sowie Instabilitäten innerhalb der Regierungskoalition, wirkten sich ebenfalls dämpfend auf das Wirtschaftswachstum aus. Positiv zu vermerken ist der deutliche Rückgang der Inflationsrate. Während sie im Jahr 2023 noch bei 5,9% lag, sank sie im Jahr 2024 auf durchschnittlich 2,2%. Dies könnte mittelfristig zur Stabilisierung der Kaufkraft und einer moderaten wirtschaftlichen Erholung beitragen. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin als äußerst robust. Laut der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2024 um 72.000 angestiegen. Trotz der zuletzt schwachen Wirtschaftsentwicklung ist die Beschäftigung in Deutschland auf einem Höchststand. Im Jahresdurchschnitt waren 2024 rund 46,1 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2024 waren in Deutschland damit 2.787.000 Menschen als arbeitslos gemeldet. Auch die globalen Finanzmärkte entwickelten sich weitestgehend positiv. So schloss der DAX erneut eines seiner erfolgreichsten Jahre am deutschen Aktienmarkt zum 30.12.2024 bei 19.909,14 Punkten und einem Plus von 18,9% ab. Der Dow Jones konnte das Jahr ebenso mit einem Plus von rund 13% und 42.544,22 Punkten positiv beenden. Viele Small- und Mid-Cap- Werte in Deutschland schnitten 2024 konjunkturell bedingt unterdurchschnittlich ab. So auch die Aktie der CENIT AG, die das Jahr mit einem Kurs von 7,25 EUR schloss, nachdem sie mit 12,00 EUR ins Jahr 2024 gestartet war. 2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Deutschland steuert auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu, die Digitalwirtschaft hingegen bleibt weiterhin auf Wachstumskurs. So erwies sich die Branche auch im vergangenen Geschäftsjahr als äußerst stabil und entwickelte sich besser als die Gesamtwirtschaft. Dabei stiegen die ITK-Umsätze (Informationstechnologie und Kommunikation) im Jahr 2024 in Deutschland um 3,3% auf 222,6 Milliarden Euro. Der Arbeitsmarkt in der Digitalbranche entwickelte sich ebenfalls weiterhin positiv. Laut Bitkom entstanden 2024 in Deutschland 9.000 zusätzliche Arbeitsplätze (+0,7%). Damit waren insgesamt rund 1,35 Millionen Menschen in der ITK-Branche beschäftigt. 2.3 Zusammenfassender Geschäftsverlauf Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich für unsere Kunden im Jahr 2024 weiterhin als schwierig dargestellt. Dies ist zum einen weiterhin auf die geopolitischen Auseinandersetzungen und Spannungen, sowie zum anderen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zurückzuführen. Dennoch war 2024 für den CENIT Konzern, trotz vieler Herausforderungen ein positives Jahr. In diesem schwierigen Umfeld stieg der Umsatz organisch, also ohne Berücksichtigung der CCE und Analysis Prime, um solide 5,2%. Die in 2024 getätigten Akquisitionen stärken nicht nur die Position des Konzerns in der DACH- Region, sondern schaffen ebenfalls die Basis für ein stabiles wirtschaftliches Fundament in Nordamerika. Den Akquisitionskosten sowie den damit verbundenen Auswirkungen auf die Kapitalstruktur und die Liquidität wird mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung begegnet. Trotz der geschilderten schwierigen Marktbedingungen stieg der Konzernumsatz von 184,7 mEUR im Vorjahr auf 207,3 mEUR (+22,6 mEUR; +12,2%) stark an. In unserem Prognosebericht für das Jahr 2024 haben wir einen Umsatz in Höhe von 195,0 bis 202,0 mEUR prognostiziert. Diese Prognose wurde aber lediglich für den Konzernumsatz der Gesellschaften abgegeben, die zum 31. Dezember 2023 zum Konsolidierungskreis der CENIT AG gehörten. Diese Gesellschaften haben einen Umsatz von 194,4 mEUR erwirtschaftet und liegen somit an der unteren Spanne unserer Prognose. Die Umsatzanteile neu hinzugekommener Gesellschaften (Analysis Prime und CCE: Digital) hatten wir der Prognose nicht hinzugerechnet. Der Umsatz mit Softwarelizenzen konnte trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten gegenüber dem Vorjahr (109,5 mEUR) um 12,4 mEUR auf 121,9 mEUR gesteigert werden. Ebenfalls konnte der Umsatz aus dem Service-Vertrieb mit einem Wachstum von +14,7% erheblich gesteigert werden. Die betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund der getätigten Akquisitionen auf Konzernebene entsprechend erhöht, dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vergleich zu Deutschland die Nebenkosten beim Unternehmenserwerb in den USA deutlich höher sind. Im „CENIT-Kern“, also bereinigt um die Akquisitionen seit 2022, blieben die betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2024 zum einen durch erhaltene Forschungszulagen und zum anderen durch positive Währungseffekte aus einem Darlehen zur Finanzierung der Akquisitionen beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Jahr 2024 rund 2,5 mEUR (Vj. 2,9 mEUR). Vor diesem Hintergrund hat sich das Konzern-EBIT von 9,2 mEUR im Vorjahr auf 7,4 mEUR im Berichtsjahr reduziert. Für das Geschäftsjahr 2024 hatten wir eine Prognose in Höhe von 11,7 bis 12,2 mEUR abgegeben. Entsprechend der Ausführungen bei den Umsatzerlösen wurde diese Prognose nur für die Unternehmen abgegeben, die zum 31.12.2023 zum Konsolidierungskreis der CENIT AG gehörten. Diese Gesellschaften haben für das Geschäftsjahr einen EBIT in Höhe von 8,0 mEUR erwirtschaftet, welcher um 4,7 mEUR von der unteren Prognosespanne abweicht. Begründet ist diese Abweichung zur Prognose insbesondere in den zuvor bereits erläuterten niedrigeren Umsatzerlösen sowie in den hohen Akquisitionskosten insbesondere in den USA. Hierbei ergibt sich mit Blick auf die beiden Segmente von CENIT im Vergleich zum Vorjahr und Plan das folgende Bild: (1) Das PLM-Segment mit seinen Kunden aus den teilweise von der schwachen Konjunktur belasteten Branchen (u.a. Automotive, Plant und Maschinenbau) konnte, auch bedingt durch die getätigten Akquisitionen, im Vergleich zum Vorjahr (144,3 mEUR) einen starken Umsatzanstieg von +20,7 mEUR (+14,3%) auf 165,0 mEUR erzielen und lag damit über dem Plan (155,0 mEUR). Das realisierte EBIT lag mit 2,0 mEUR unter Vorjahresniveau (5,4 mEUR) und unter Planniveau (6,5 mEUR). Dies lag unter anderem an Einmaleffekten aus den Akquisitionstätigkeiten. (2) Der Umsatz im EIM-Segment stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 mEUR (+4,7%). Der Umsatz im Jahr 2024 (42,3 mEUR) lag unterhalb des Plans (44,0 mEUR). Es wurde ein Segment-EBIT von 3,9 mEUR erzielt (Vj. 3,7 mEUR), wodurch der Plan von 5,5 mEUR nicht erreicht wurde. Das Ergebnis je Aktie (EPS) reduzierte sich auf -0,23 EUR je Aktie gegenüber 0,54 EUR/Aktie im Vorjahr. Das für die CENIT AG geplante Umsatzziel für 2024 von 99,0 mEUR wurde um 0,6 mEUR (-0,6%) verfehlt. Während sich die Umsätze aus dem Beratungs- und Servicegeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 mEUR (-7,0%) reduzierten, konnten die Umsätze bezogen auf Software um 4,3 mEUR bzw. 7,0% gesteigert werden. Unter Berücksichtigung von erhöhten Aufwendungen (+3,2%) reduzierte sich das EBIT um 2,7 mEUR auf -0,8 mEUR (Vj. 1,9 mEUR; Plan 1,0 mEUR). Neben den finanziellen Leistungsindikatoren gewinnen auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren weiter an Bedeutung. Auch wenn die gesetzten Ziele für das Geschäftsjahr 2024 und auch das in der Strategie 2025 genannte Umsatzziel verfehlt wird, kann man festhalten, dass die CENIT AG trotz erneut widriger Umstände ihren Wachstumskurs fortsetzt. Wichtig wird nun sein, dass der Vorstand mit der Strategie die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft an die aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen anpasst. 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des CENIT Konzerns 3.1 Ertragslage Der Umsatz der CENIT lag im Geschäftsjahr 2024 bei 207,3 mEUR und damit um 12,2% über dem Vorjahreswert. Bezogen auf die beiden Segmente PLM und EIM ergibt sich folgendes Bild: Die Umsätze nach Produkt- / Erlösarten gliedern sich wie folgt: Umsätze nach Produkt- / Erlösarten 2024 2023 in TEUR Fremdsoftware 102.592 92.697 davon Software 7.021 6.429 davon Software-Miete 16.795 15.392 davon Softwarepflege 78.776 70.876 CENIT Beratung und Services 85.338 74.380 CENIT Software 19.270 16.788 davon Software 5.357 4.186 davon Software-Miete 2.801 1.880 davon Softwarepflege 11.112 10.722 Handelsware 133 855 Gesamt 207.333 184.720 Mit einem Anteil von 49,5% (Vj. 50,2%) am Gesamtumsatz bleibt der Verkauf von Fremdsoftware der größte Bestandteil des Umsatzes. Durch die weiteren Akquisitionstätigkeiten konnte die Verteilung der Umsätze zwischen Software- und Serviceumsätzen weiter ausbalanciert werden. Bezogen auf die Art des Umsatzes weist die Softwarepflege und Software-Miete für Dritt- und proprietäre Software, bedingt durch die Akquisition der CCE Anfang 2024 sowie einem starken Wachstum im Softwarepflege und Software-Miete Bereich, mit einem Anteil von 67,3% (Vj. 53,5%) am Gesamtumsatz weiterhin ein deutliches Gewicht auf. CENIT verfügt damit weiterhin über eine stabile wiederkehrende Umsatzbasis, nun aber kombiniert mit einem komplementären Serviceangebot (+ 14,7% gegenüber Vorjahr). So sorgt der Umsatzmix zwischen Softwarevertrieb und Servicevertrieb für eine Diversifizierung und bessere Kontrolle der Margen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von Partnersoftware erheblich. Beim Blick auf die Umsatzverteilung nach Regionen wird deutlich, dass sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verschiebung der Umsatzanteile von Deutschland und Rest of Europe nach Rest of World ergeben hat: In Deutschland wurden 61,7% (Vj. 63,5%) der Gesamtumsätze, im restlichen Europa 31,3% (Vj. 32,7%) und in den übrigen Ländern 7,0% (Vj. 3,8%) erzielt. Die leichte Veränderung der Umsatzverteilung nach Regionen ist im Wesentlichen bedingt durch M&A Aktivitäten. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr 2,5 mEUR (Vj. 2,9 mEUR). Dies steht im Zusammenhang mit Effekten aus der Zuteilung von Forschungszulagen sowie Währungskurseffekte im Zusammenhang mit einem Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der Analysis Prime. Der Materialaufwand beträgt im Berichtsjahr 85,3 mEUR gegenüber 77,0 mEUR im Vorjahr (+10,8%). Die Erhöhung resultiert maßgeblich aus einem größeren Umsatzvolumen (+12,2%) und einem einhergehenden Produktmix-Effekt. Die Materialaufwandsquote liegt im Berichtsjahr bei 41,2% gegenüber 41,7% im Vorjahr. Der Personalaufwand liegt im Jahr 2024 mit 88,0 mEUR ca. 12,0% über dem Vorjahreswert von 78,6 mEUR, was im Wesentlichen auf die getätigten Akquisitionen sowie Gehaltsanpassungen zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote liegt mit 42,5% auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 mEUR auf 18,5 mEUR. Auch hier liegt der Grund im Wesentlichen in der Einbindung der zum Konsolidierungskreis hinzugestoßenen Gesellschaften. Weitere Effekte ergeben sich aus gestiegenen Reisekosten, Kosten der IT-Infrastruktur sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der M&A Strategie in Form von Anwalts- und Beratungskosten (+ 1,5 mEUR). Somit erwirtschaftete CENIT ein EBITDA (EBIT vor Abschreibungen) in Höhe von 17,3 mEUR (Vj. 16,4 mEUR). Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 8,9% im Vorjahr auf 8,3% im Berichtsjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf 9,9 mEUR (Vj. 7,2 mEUR). Darin enthalten waren Abschreibungen in Höhe von 4,0 mEUR (Vj. 2,0 mEUR) im Zusammenhang mit der Purchase Price Allocation im Rahmen der Akquisitionstätigkeiten. Dementsprechend beträgt das EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) im Berichtsjahr 11,4 mEUR gegenüber 11,2 mEUR im Vorjahr. Das EBIT reduzierte sich von 9,2 mEUR auf 7,4 mEUR im Berichtsjahr. Ferner beinhaltet das Konzernjahresergebnis von -1,6 mEUR (Vj. 5,0 mEUR) einen Steueraufwand von 0,9 mEUR (Vj. 1,9 mEUR), sowie einen Aufwand in Bezug auf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente in Höhe von 5,6 mEUR (Vj. 0,7 mEUR). Der Auftragseingang bei CENIT lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 bei 230,9 mEUR (Vj. 196,1 mEUR, +17,7%). Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2024 belief sich auf 81,1 mEUR (Vj. 57,5 mEUR, +41,0%). 3.2 Finanzlage a) Grundzüge und Ziele des Finanzmanagements Ziel des Finanzmanagements im CENIT Konzern ist es, die finanzielle Stabilität und Flexibilität im Zusammenhang mit der für die Erreichung der strategischen Ziele notwendigen Liquidität zu sichern. Eine, trotz der intensiven Wachstumsstrategie, stabile Eigenkapitalbasis bildet hierfür das Fundament. Der Vorstand strebt eine stetige Beibehaltung der Eigenkapitalquote von größer als 25%, auch trotz der Wachstumsstrategie, an. Die Finanzierungspolitik und das Finanzmanagement stellten sich im Vergleich zu den Vorjahren unverändert dar. Demzufolge sind neben der Liquiditäts- und Cashflow-Analyse auch die Steuerung von Liquiditäts- und Wechselkursrisiken im Rahmen des Devisenmanagements wesentliche Bestandteile des Finanzmanagements. b) Kapitalstruktur des Konzerns Die Bilanzsumme des CENIT Konzerns beträgt zum Stichtag 156,5 mEUR (Vj. 153,6 mEUR) und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr nur gering um 2,9 mEUR. Die Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich nach Fristigkeit gegliedert wie folgt dar: Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital erhöhte sich von 29,3% im Vorjahr auf 30,3% im Berichtsjahr, was einem Anstieg von 2,4 mEUR entspricht (+5,4%). Zum Bilanzstichtag haben sich die kurzfristigen Schulden auf 52,3 mEUR (-3,6 mEUR; -6,4% vs. Vj.) reduziert. Diese Entwicklung wird im Wesentlichen durch geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-3,3 mEUR) sowie durch um 1,0 mEUR geringere Vertragsverbindlichkeiten unterstützt. Gegenläufig haben sich die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten erhöht, welche zum Bilanzstichtag 0,6 mEUR höher als im Vorjahr waren. Die langfristigen Schulden haben sich von 52,7 mEUR im Vorjahr auf 56,7 mEUR im Berichtsjahr erhöht (+7,5%). Dies ist maßgeblich bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+1,8 mEUR) sowie höhere passive latente Steuern (+2,7 mEUR) im Zusammenhang mit der Akquisition der Analysis Prime. Gegenläufig entwickelten sich die langfristigen Leasingverbindlichkeiten, welche sich um 1,0 mEUR reduzierten. c) Liquiditätsanalyse Der Finanzmittelbestand des Konzerns hat sich im Jahresvergleich zum Stichtag von 24,3 mEUR im Vorjahr auf 16,5 mEUR reduziert. Dabei überstiegen der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 16,3 mEUR und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,0 mEUR den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 10,3 mEUR. Vorderstes Ziel bezüglich der Anlage der Finanzmittel hat die kurzfristige und risikolose Verfügbarkeit, um im Falle eines kurzfristigen Bedarfs sehr zeitnah über die vorhandenen Finanzmittel verfügen zu können und somit das Wachstum zu unterstützen. Ebenso wird dadurch zugleich das finanzielle Risikoprofil des Konzerns auf einem niedrigen Niveau gehalten. Die detaillierte Entwicklung des Finanzmittelbestandes stellt sich wie folgt dar: Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 mEUR auf 10,3 mEUR erhöht. Strukturelle Veränderungen bei der Zusammensetzung des Cashflows aus operativer Tätigkeit ergaben sich hauptsächlich durch Veränderungen der zum Working Capital gehörenden Bilanzposten. Zur Veränderung des Working Capital haben dabei im Wesentlichen die im Vorjahresvergleich um rund 7,0 mEUR niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beigetragen. Ebenso wirkten sich um ca. 2,7 mEUR höhere Abschreibung positiv aus. Gegenläufig wirkte sich ein, im Vergleich zum Vorjahr, niedrigeres Konzernergebnis (-6,6 mEUR) aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit -16,3 mEUR deutlich höher als im Vorjahr (-8,2 mEUR) und wurde im Berichtsjahr im Wesentlichen erneut durch die Investitionen im Rahmen der M&A Aktivitäten geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -2,0 mEUR (Vj. 7,2 mEUR). Maßgeblich verantwortlich für den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zeigte sich im Berichtsjahr die weitere Aufnahme von Bankverbindlichkeiten (3,7 mEUR). Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur hat der Konzern im Geschäftsjahr das bisherige Darlehen in eine Konsortialstruktur gewandelt und sich weitere Kreditlinien für künftige Akquisitionen gesichert. Das Konsortialdarlehen weist zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen von 40,0 mEUR aus und hat eine initiale Laufzeit von drei Jahren, welche zweimal um ein weiteres Jahr, mit Zustimmung des Bankenkonsortiums, verlängert werden kann. Der Sollzinssatz für diese Finanzierung wird berechnet auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR, welcher mindestens 0% beträgt, zuzüglich einer Marge. Die im Vorjahr abgeschlossenen Zinssicherungsinstrumente wurden beibehalten und decken zum Bilanzstichtag 80% des Finanzierungsvolumen bei annährend gleicher Laufzeit, ab. Bei den oben genannten weiteren Kreditlinien handelt es sich um zwei weitere revolvierende Kredite von jeweils 15,0 mEUR, welche die CENIT jederzeit in Anspruch nehmen kann. Für dieses Darlehen wurden Garantieerklärungen einzelner Konzerngesellschaften abgegeben. Darüber hinaus ist die CENIT verpflichtet Covenants in Bezug auf Nettoverschuldung und Eigenkapitalquote einzuhalten. Daneben hat der Konzern Kreditlinien, um jederzeit die für den operativen Geschäftsverlauf benötigte Liquidität sicherzustellen. Zum Bilanzstichtag wurden diese Kreditlinien in Höhe von 1,1 mEUR in Anspruch genommen. Gegenläufig waren im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Tilgungsleistungen aus dem laufenden Finanzierungsleasing (-4,6 mEUR; Vj. -4,2 mEUR)) sowie Dividendenauszahlungen (-1,1 mEUR; Vj. -4,7 mEUR). 3.3 Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wird nachfolgend gegliedert nach Fristigkeit dargestellt: Die langfristigen Vermögenswerte machten zum Bilanzstichtag ca. 53% (Vj. 45%) aller Vermögenswerte aus, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 mEUR erhöhten. Wesentlich geprägt werden die langfristigen Vermögenswerte durch das Anlagevermögen in Höhe von 81,0 mEUR (Vj. 64,4 mEUR). Neben den leicht reduzierten Sachanlagen (12,6 mEUR; Vj. 13,0 mEUR) haben sich die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 66,5 mEUR (Vj. 47,6 mEUR) wesentlich erhöht, was im Wesentlichen durch den Einbezug der neuakquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss begründet ist. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben sich aufgrund der Abwertung der Beteiligung an der ASCon Systems Holding GmbH sowie der Bewertung der Put/Call Option um 5,4 mEUR reduziert. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 mEUR und lagen somit bei 73,3 mEUR. Dabei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 33,1 mEUR (Vj. 35,4 mEUR) und die Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen auf 3,1 mEUR (Vj. 4,3 mEUR) reduziert. Die Zahlungsmittel haben sich um 7,9 mEUR auf 16,5 mEUR ebenfalls reduziert. Der Vorstand der CENIT AG beurteilt vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen Umstände im Zuge der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland und den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten die Geschäftsentwicklung des CENIT Konzerns im Geschäftsjahr 2024 als „gut“, wobei es in den kommenden Monaten und Jahren darum gehen wird, gemäß der Strategie 2025 das organische Wachstum zu beschleunigen. Demzufolge kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich der CENIT Konzern trotz widriger Umstände weiterhin auf dem Wachstumspfad befindet und die sich im Zuge der Digitalisierung der Industrie bietenden Chancen (intensiv) nutzt. 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CENIT AG Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die CENIT AG als Muttergesellschaft des CENIT Konzerns. Die Angaben erfolgen auf der Grundlage des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von großen Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes. Das Ergebnis der CENIT AG ist von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften sowie des Joint Ventures CenProCS Airliance GmbH beeinflusst. 4.1 Ertragslage Der Umsatz der CENIT AG lag im Geschäftsjahr 2024 bei 98,4 mEUR und lag damit ca. 1,9% über dem Vorjahresumsatz von 96,5 mEUR. Bezogen auf die beiden Segmente PLM und EIM ergibt sich folgendes Bild: Die Umsätze nach Produkt- / Erlösarten gliedern sich wie folgt: Umsätze nach Produkt- / Erlösarten 2024 2023 in TEUR Fremdsoftware 50.219 47.614 davon Software 7.234 6.686 davon Software-Miete 6.445 6.238 davon Softwarepflege 36.540 34.690 CENIT Beratung und Services 31.750 34.139 CENIT Software 15.710 14.017 davon Software 4.722 3.656 davon Software-Miete 1.088 783 davon Softwarepflege 9.900 9.578 Handelsware 23 92 Sonstiges 662 642 Gesamt 98.364 96.504 Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2024 auf 98,4 mEUR gegenüber 96,5 mEUR im Vorjahr (+1,9%). Dabei zeichneten sich folgende Trends ab: (1) Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze aus Software-Miete und Softwarepflege am Gesamtumsatz konnte um 1,8% auf 54,9% gesteigert werden (Vj. 53,1%). (2) Die Umsätze aus Beratung und Service reduzierten sich um 2,4 mEUR (-7,0%). Ihr Anteil am Gesamtumsatz beträgt im Geschäftsjahr 32,3% gegenüber 35,4% im Vorjahr. (3) Der Neuverkauf von Fremd- als auch Eigensoftware erhöhte sich um rund 15,6% gegenüber dem Vorjahr, was unter anderem auf alternierende Sales-Zyklen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr 0,4 mEUR (Vj. 2,1 mEUR). Der Materialaufwand beträgt im Berichtsjahr 48,2 mEUR gegenüber 47,5 mEUR im Vorjahr, (+1,6%). Die Erhöhung spiegelt die Erhöhung der Umsatzerlöse wider. Die Materialaufwandsquote liegt im Berichtsjahr mit 49,1% auf Vorjahresniveau (Vj. 49,2%). Der Personalaufwand liegt 2024 mit 33,7 mEUR um 2,1 mEUR unter dem Vorjahreswert. Positiv hat sich im Wesentlichen ein Rückgang der durchschnittlich über das Geschäftsjahr angestellten Mitarbeitenden ausgewirkt. Die Personalaufwandsquote liegt damit im Berichtsjahr bei 34,2% nach 37,1% im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen zum Stichtag bei 17,2 mEUR gegenüber 13,1 mEUR im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus um 1,7 mEUR höheren Beratungskosten, im Wesentlichen im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen, sowie höheren Kosten des Geldverkehrs im Zusammenhang mit der Refinanzierung (+0,6 mEUR). Die CENIT AG erreichte ein EBITDA in Höhe von -0,4 mEUR (Vj. 2,5 mEUR), infolgedessen sich die EBITDA-Marge von 2,5% im Vorjahr auf -0,4% reduziert hat. Ebenso reduzierte sich das EBIT von 1,9 mEUR im Vorjahr auf -0,8 mEUR im Berichtsjahr, wodurch die EBIT-Marge von 2,0% im Vorjahr auf -0,8% im Berichtsjahr zurückging. Ferner beinhaltet das Jahresergebnis von 1,6 mEUR (Vj. 2,3 mEUR) einen Steueraufwand von 0,0 mEUR (Vj. 0,1 mEUR), sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 2,8 mEUR (Vj. 0,0 mEUR). Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr 2,3 mEUR (Vj. 0,5 mEUR). Der wesentliche Grund für den Anstieg sind um 5,1 mEUR höhere Erträge aus Beteiligungen. Gegenläufig sind die Zinsaufwendungen von 1,4 mEUR im Vorjahr auf 2,3 mEUR im Berichtsjahr angestiegen. Ebenfalls erhöhten sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen von 0,0 mEUR im Vorjahr auf 2,8 mEUR im Berichtsjahr. Für die Berechnung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 31% (Vj. 31%) zugrunde zu legen. Die Steuerquote beträgt im Geschäftsjahr 74,9% (Vj. 27,6 %). 4.2 Finanzlage Die Investitionstätigkeit der CENIT AG war im Berichtsjahr 2024 im Wesentlichen durch die Investitionen in das Finanzanlagevermögen (11,7 mEUR) sowie durch Investitionen zur Erneuerung des Anlagevermögens (0,7 mEUR) geprägt. Die stichtagsbezogene Liquidität hat sich von 6,1 mEUR auf 3,7 mEUR verringert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden, auf Basis der Finanzierungsstrategie in Bezug auf zukünftige Unternehmenszukäufe, auf der Hauptversammlung am 4. Juni 2025 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten. Grundsätzlich ist die Finanzstrategie weiterhin auf die Beibehaltung einer guten und langfristigen Bonität ausgerichtet, die jedoch auch die Interessen der Aktionäre an einer Dividende berücksichtigt. 4.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der CENIT AG hat sich zum Bilanzstichtag von 90,8 mEUR auf 95,1 mEUR erhöht. Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten lässt sich der nachfolgenden Abbildung entnehmen: Die Aktivseite der Bilanz der CENIT AG ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2024 wesentlich geprägt durch das Anlagevermögen, welches sich um 8,2 mEUR erhöht hat. Maßgeblich hierfür war der mittelbare Erwerb der Anteile an der Analysis Prime. Der Bestand an offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war zum Bilanzstichtag um rund 0,5 mEUR geringer als im Vorjahr. Auf der Passivseite wird die Bilanz der CENIT AG vom Eigenkapitalanteil und den Verbindlichkeiten bestimmt, wobei sich die Eigenkapitalquote zum Stichtag auf 33,6% gegenüber 33,8% im Vorjahr beläuft. Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch die Aufnahme von Krediten erhöht. Der Vorstand der CENIT AG beurteilt vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage in Verbindung mit dem immer noch aktiven Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten und der insgesamt angespannten geopolitischen Situation die Geschäftsentwicklung der CENIT AG im Geschäftsjahr 2024 als „gut“, wobei es in den kommenden Monaten und Jahren darum gehen wird, gemäß der Strategie 2025 das organische Wachstum zu beschleunigen. Demzufolge kann zusammenfassend festgehalten werden, dass die CENIT AG trotz anspruchsvoller Umstände entsprechende Initiativen ergreift, um kurz- und mittelfristig auf dem ambitionierten Wachstumspfad zu bleiben und die sich im Zuge der Digitalisierung der Industrie bietenden Chancen (intensiv) nutzen wird. 5 Prognosebericht Der vorliegende (Konzern-) Lagebericht enthält Aussagen und Informationen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“, „schätzen“ oder ähnlichen Begriffen. Solche Aussagen beruhen auf bestimmten Erwartungen und Annahmen, die entsprechende Risiken und Ungewissheiten enthalten. Viele Faktoren, die Einfluss auf das Geschäftsmodell, die Geschäftsaktivität, die Geschäftsstrategie und den Erfolg des CENIT Konzerns haben, liegen nicht immer im Einflussbereich des CENIT Konzerns. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des CENIT Konzerns wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen direkt oder indirekt angesprochenen Ergebnissen abweichen. 5.1 Erwartete, gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2025 seine Wachstumsprognosen für Deutschland nach unten korrigiert. Für das Jahr 2025 wird nun ein Wirtschaftswachstum von 0,3% erwartet, was eine Reduzierung um 0,5 Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Prognose darstellt. Damit gehört Deutschland weiterhin zu den schwächeren Volkswirtschaften unter den führenden Industrienationen. Die Gründe dafür liegen vor allem darin, dass Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft stärker unter der allgemeinen Schwäche des Welthandels leide als andere Länder. Zudem wirken sich die anhaltend hohen Energiepreise weiterhin belastend auf die industrielle Produktion aus. Aufgrund der aktuellen Wahlkampfphase wird erwartet, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen erst nach der Regierungsbildung im März in den Fokus rücken werden. Im internationalen Vergleich fällt die Prognose für die Weltwirtschaft günstiger aus. Der IWF erwartet für 2025 ein globales Wachstum von 3,3%, eine leichte Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte gegenüber der Herbstprognose. Besonders die US-Wirtschaft zeigt eine positive Entwicklung mit einer erwarteten Wachstumsrate von 2,7%, was eine Anhebung der Prognose um 0,5 Prozentpunkte bedeutet. Für die Eurozone wurde die Prognose hingegen nach unten angepasst, und es wird nun mit einem Wachstum von 1,0% für 2025 gerechnet. China und Indien bleiben weiterhin bedeutende Wachstumstreiber mit prognostizierten Wachstumsraten von 4,6% bzw. 6,5%. Ein weiterer bedeutender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung ist die Inflation. Der IWF geht davon aus, dass die weltweite Inflationsrate weiter sinken wird, was den Zentralbanken möglicherweise Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik bietet. Allerdings bleiben geopolitische Unsicherheiten und potenzielle Handelskonflikte weiterhin relevante Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Digitalbranche zeigt sich von den weltweiten Krisen unbeeindruckt und setzt auf Wachstum. Laut Bitkom wird der Umsatz mit ITK 2025 weltweit um 6,6% auf 5,2 Billionen Euro steigen, wobei der dominierende Marktanteil mit 38,8% auf die USA entfällt. Deutschland und Großbritannien besetzen mit 4,1% Marktanteil lediglich den vierten Platz. Indien verzeichnet das höchste Wachstum mit einer prognostizierten Steigerung von 8,0%. Es folgen die USA (+7,3%), Großbritannien (6,7%), Japan (5,9%) und China (+5,8%). In Deutschland wird trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds ein Umsatzwachstum von 4,6% auf 232,8 Milliarden Euro erwartet. Zudem wird ein Anstieg der Beschäftigtenzahl in der Digitalwirtschaft um rund 20.000 auf 1.371.000 bis Ende 2025 prognostiziert. 5.2 Erwartete Entwicklungen des CENIT Konzerns und der CENIT AG Für den CENIT Konzern wird das Jahr 2025 erneut ein herausforderndes Jahr. Der Fokus wird allerdings nicht auf dem anorganischen Wachstum verbunden mit weiteren Unternehmenserwerben liegen, sondern auf der Verbesserung der operativen Wettbewerbsfähigkeit. In den folgenden Prognosen sind mögliche Akquisitionseffekte nicht enthalten. Auf Basis der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und sektoralen Entwicklungen (5.1) wird ein Konzernumsatz zwischen 229,0 – 234,0 mEUR erwartet. Das EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) wird für 2025 mit einer Höhe von rund 12,4 mEUR erwartet. Die EBIT-Margen Prognose liegt bei mindestens 3,0% gleichbedeutend mit einer EBIT-Prognose von 6,8 – 7,3 mEUR. Damit wird den aktuellen schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen Rechnung getragen. Das Jahr 2025 steht unter der Prämisse eines moderaten Umsatzwachstums, sowie diversen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Um dieses Ziel nachhaltig zu erreichen, wurde ein Plan entwickelt, der Effizienzsteigerungspotenziale in allen Bereichen des Konzerns aufzeigt, aus dem Maßnahmen zur direkten Umsetzung eingeleitet wurden. Im EIM-Segment wird ein Umsatz von rund 46,9 mEUR, ein EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) von rund 6,6 mEUR und ein EBIT von rund 5,5 mEUR erwartet. Im PLM-Segment wird ein Umsatz von rund 186,1 mEUR, ein EBITA (EBIT vor PPA-Abschreibungen) von rund 5,8 mEUR und ein EBIT von rund 1,5 mEUR angestrebt. Die CENIT AG wird im Jahr 2025 voraussichtlich einen Umsatz von rund 97,0 mEUR erwirtschaften. Das EBIT wird voraussichtlich bei -1,7 mEUR liegen. Dies ist bedingt durch Einmal-Aufwendungen in interne Projekte zur Steigerung der operativen Effizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern und mittelfristig entsprechende EBIT-Potenziale zu heben. Die dargestellte Planung basiert angesichts der geopolitischen Situation auf der jeweiligen Annahme, dass sich durch den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine, sowie dem Konflikt im Nahen Osten und der aktuell angespannten ökonomischen Lage in Deutschland keine wesentlichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen (Unterbrechung der Lieferketten, Nachfragerückgang etc.) auf unsere Industrie und unsere Hauptkundensegmente (Luft- und Raumfahrt, Automotive, Anlagen- und Maschinenbau) haben wird und wir unsere Wachstumsziele erreichen können. Wie in den Vorjahren wird die Softwareentwicklung, insbesondere bei der Digital-Factory-Lösung FASTSUITE E2 und der SAP-Integration, gestärkt. Die gesamte Fertigungsindustrie (PLM) sowie Finanzdienstleister (MEPs) stehen durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Investitionen in den Umbau der IT-Landschaft vor Herausforderungen, zu denen der CENIT Konzern mit seinen Software- und Serviceangeboten als Anbieter innovativer und zuverlässiger Lösungen beitragen wird. Darüber hinaus bietet CENIT einen "One-Stop-Shop" für alle Digitalisierungsprozesse entlang der Produktionskette sowie Dokumentenverarbeitung an, was CENIT gegenüber den Wettbewerbern im Markt als Alleinstellungsmerkmal weltweit abhebt. Die Strategie des Unternehmens beinhaltet grundsätzlich ein anorganisches Wachstum, um die eigene Marktposition zu stärken und sich von Drittanbietern unabhängiger zu machen, Marktanteile zu gewinnen und gleichzeitig die Rentabilität zu verbessern. Im Jahr 2025 wird der strategische Fokus allerdings auf der Konsolidierung der Konzernstrukturen liegen, um mittelfristig nachhaltige EBIT-Potenziale heben zu können. Darüber hinaus plant CENIT, dass die eigens entwickelte Software einen wesentlichen Teil des Gesamtportfolios ausmacht. Durch die bisher stark im Servicesegment stattfindenden M&A Aktivitäten ergibt sich eine Verwässerung des softwarebezogenen Umsatzes im Verhältnis zum Gesamtumsatz des CENIT Konzerns. Der Vorstand formuliert die Zielsetzung der Strategie 2025 vor diesem Hintergrund auf einen Umsatzanteil durch Eigensoftware am Gesamtsoftwareumsatz von 20%. Für das Jahr 2024 liegt dieser Wert bei 16,0% gegenüber 15,3% im Vorjahr. Die Zusammenarbeit mit den Partnern Dassault Systèmes, IBM und SAP wird nachhaltig vorangetrieben, um den CENIT Konzern weiterhin als strategischen Partner zu positionieren. Zudem wird durch die die Berichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie und der Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Compliance und Nachhaltigkeitsschulungen, die Bedeutung nicht-finanzieller Leistungsindikatoren weiter vorangetrieben. 5.3 Gesamtaussagen zur zukünftigen Entwicklung Trotz des weiterhin unsicheren Marktumfeldes infolge der aktuellen Wirtschaftslage, des Krieges in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten und den generellen geopolitischen Spannungen, blickt der Vorstand positiv in die Zukunft. Getragen wird diese Sicht durch die langfristig stabilen Wachstumstrends in relevanten Märkten und Branchen sowie die nach der Einschätzung des Vorstands starke aktuelle und zukünftige Positionierung des Konzerns in zahlreichen europäischen Ländern wie z. B. Deutschland mit enormem Nachholbedarf in Bezug auf die Digitalisierung der Industrie. Die zukünftigen Auswirkungen der weltweiten Ereignisse sind weiterhin nur sehr schwer verlässlich abzuschätzen. Des Weiteren zeigen die getätigten Akquisitionen, dass durch gezielte strategische Beteiligungen neue Marktsegmente erschlossen werden können, die eine Vielzahl von Neukunden für alle Geschäftsbereiche der CENIT ergeben oder auch die eigene Marktposition gestärkt werden kann. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von einzelnen Industriesegmenten reduziert und dadurch die Vorhersehbarkeit der Planungen stabilisiert. Durch den hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen, insbesondere aus Verträgen zur Softwarepflege, hat CENIT eine solide Basis für die geplante Umsatzentwicklung im Jahr 2025. Darüber hinaus verfügt der CENIT Konzern über eine solide Kapitalstruktur, die ihren Beitrag zur Wachstumsfinanzierung leistet. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen unsicheren Rahmenbedingungen, die sich jederzeit wieder kurzfristig ändern können, erwartet der Vorstand aus aktueller Sicht ein Jahr der Konsolidierung, in dem eine EBIT-Marge von mindestens 3,0% angestrebt wird. Die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem aufgrund der Wirtschaftslage in Deutschland, der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten sowie der Spannungen rund um Taiwan, nicht wesentlich verändern bzw. keine signifikanten wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Branche sowie unsere Hauptkundensegmente haben wird. 6 Chancen- und Risikobericht 6.1 Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (ungeprüft) Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil unternehmerischen Handelns. Im Rahmen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung miteinschließt, versucht CENIT diesen Risiken in angemessener Art und Weise zu begegnen. Dabei gilt es nicht Risiken zu meiden oder vollständig eliminieren zu wollen, sondern vielmehr ein adäquates und den Verhältnissen nach angemessenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bereitzustellen, um den auftretenden Risiken entgegenwirken zu können. Um dies gewährleisten zu können, ist bei der CENIT ein Kontroll- und Risikomanagementsystem vorhanden, welches über einen fortlaufenden Prozess die Vermögenswerte sichert und den gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen entspricht. Bestandteil dieses Systems sind u.a. die Definition von Kontrollhandlungen, eine regelmäßige Risikoinventur sowie entsprechende daraus abgeleitete Maßnahmen. Die wesentlichen Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems des CENIT Konzerns sind nachfolgend erläutert. 6.2 Chancen- und Risikomanagement Durch die Vielfalt der Geschäftstätigkeit ist das unternehmerische Handeln des CENIT Konzerns sowohl mit Chancen als auch mit Risiken versehen. Um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und den richtigen Umgang mit ihnen zu gewährleisten, wird im CENIT Konzern ein entsprechendes Management- und Kontrollsystem eingesetzt. Sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig ist das Ziel, nachhaltig und profitabel zu wachsen und dadurch den Unternehmenswert im Sinne aller Stakeholder zu steigern. Um dies sicherzustellen, sollen Chancen bestmöglich genutzt und Risiken frühestmöglich erkannt werden, um adäquate Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Verantwortung für das frühzeitige Erkennen von Risiken sowie dem Ergreifen geeigneter Gegenmaßnahmen obliegt dem Vorstand der CENIT. Mit Hilfe eines implementierten Risikomanagementsystems werden Risiken konzernweit identifiziert sowie sowohl quantitativ als auch qualitativ nach einheitlichen Kriterien und Kategorien bewertet. Im Rahmen eines Risk-Assessments wird die aktuelle Risikolage halbjährlich aktualisiert, analysiert und dokumentiert. Das Risikomanagementsystem umfasst im Wesentlichen Finanz- und Steuerrisiken, Marktrisiken, strategische Risiken sowie Legal & Compliance-Risiken. Dabei geht das System von der CENIT AG als Mutterunternehmen des CENIT Konzerns aus und bezieht ferner sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften mit ihren maßgeblichen Prozessen mit in die Betrachtung ein. Dabei spielen für die Risikobewertung die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie im Wesentlichen die damit verbundenen (prognostizierten) Auswirkungen auf Umsatz, EBIT und Liquidität eine entscheidende Rolle. Um ein funktionierendes Risikomanagementsystem gewährleisten zu können, sind neben der Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und der Funktionstrennung, die Zuordnung von Verantwortlichkeiten, Kontrollen bei der Abschlusserstellung, konzernweite Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung sowie geeignete Zugriffsregelungen auf EDV-Systeme ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems. Wesentliche Chancen ergeben sich aus der Wachstumsstrategie von CENIT. Damit verbunden sind vor allem die Erschließung neuer Markt- und Kundensegmente sowie die Stärkung der eigenen Position gegenüber den langjährigen Partnern. Weitere Chancen werden in der engeren Verzahnung der eigenen Geschäftsmodelle und den damit steigenden Cross-Selling Potenzialen gesehen. Die CENIT Gesellschaften sind in Märkten tätig, die sich in einem fortlaufenden, dynamischen Entwicklungsprozess befinden, aus dem sich stets neue Chancen ergeben können. Die Beurteilung potenzieller Chancen und hiermit zusammenhängender möglicher Risiken, fällt in den Aufgabenbereich des Risikomanagements. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die zunehmende Digitalisierung und die hiermit zusammenhängende Entwicklung neuer Technologien und Produkte, die zusätzliche Wertschöpfungspotenziale bieten, aber auch eine ständige Anpassungsfähigkeit erfordern. Aus der Strategie des weiterhin geplanten anorganischen Wachstums, werden zudem weitere Potenziale und positive Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Marktposition des CENIT Konzerns erwartet. 6.3 Risikobewertung und -reporting Wesentlicher Baustein des Systems ist ein detailliertes Planungssystem, eine jährliche Budgetplanung, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Unterstützt wird dieses Risikomanagement durch regelmäßige Sitzungen des Managements, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden. Die Risikogrundsätze bei der CENIT (Leitsätze) lauten wie folgt: • Unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden. • Wir akzeptieren keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen. • Jeder einzelne Mitarbeiter ist zu einem selbstverantwortlichen, bewussten Umgang mit Risiken aufgefordert. • Nicht nur die reine Pflichterfüllung der gesetzlichen Vorgaben, sondern darüber hinaus ein proaktives Risikomanagement ist unser Ziel. • Das Sicherheitsbewusstsein aller Mitarbeiter, die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen und die aktive Mitwirkung bilden den Kern der Sicherheit in der Unternehmensgruppe. • Führungskräfte sorgen dafür, dass sowohl die Richtlinien als auch mitgeltende Regelungen im eigenen Verantwortungsbereich bekannt sind und beachtet werden. • Mitarbeiter müssen sich über Sicherheitsvorschriften und -vorkehrungen informieren und ihr Verhalten danach ausrichten. • Alle Mitarbeiter sind verpflichtet die Informationen zu schützen damit dem Unternehmen durch die unberechtigte Nutzung von Informationen kein Schaden entsteht. • Die Funktionen für Sicherheit vor Ort unterstützen Mitarbeiter und Führungskräfte bei der Umsetzung aller Sicherheitsthemen. Die Risikokultur bei der CENIT AG wird getragen von den folgenden drei Risikogrundsätzen: (1) Bereitschaft und Fähigkeit der Identifikation von wesentlichen Risiken in den jeweiligen Beobachtungs- und Verantwortungsbereichen. (2) Durchgängige Kommunikation in der gesamten Organisation über die Bewertung der Risiken zur Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses und einer abgestimmten Vorgehensweise. (3) Effizientes Risikomanagement in den Beobachtungs- und Verantwortungsbereichen sowie in der konsolidierten Form auf der Ebene der Geschäftsbereiche und des CENIT Konzerns. Die Umsetzung des Risikomanagements erfolgt nach einem standardisierten Prozess, der gemäß nachstehender Abbildung im Wesentlichen die folgenden Schritte umfasst: Im CENIT Konzern werden Risiken systematisch analysiert und bewertet. Dazu werden die Risiken in einzelne Risikokategorien eingeteilt. Die Risikokategorien werden im neu eingeführten Risikomanagement-Tool gepflegt und verwaltet. Das gesamte Risikobewertungsverfahren wird vom zentralen Risikomanagement koordiniert. Anhand der beiden Dimensionen (1) zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und (2) zu erwartende Schadenshöhe werden die Risiken bewertet und in die Auswirkungsklassen gering, mittel, hoch und existenzbedrohend eingestuft. Hieraus werden anschließend die Risikoklassen “niedrig” und “mittel” abgeleitet, die als akzeptable Risiken beurteilt werden. Risiken der Klasse “hoch” sollten mit geeigneten Maßnahmen zur Reduktion des Risikos ausgestattet sein. Risiken der Klasse „existenzbedrohend“ sind nicht akzeptabel und sind zwingend mit geeigneten Maßnahmen zu behandeln. Zudem sind die Risiken zwingend nach quantitativen Gesichtspunkten zu bewerten, wobei als Risikoverteilungsfunktion eine Dreiecksverteilung präferiert wird und unter gegebenen Umständen auch ein Einfachwert herangezogen wird. Ferner werden die beiden Bewertungszeiträume (1) nächste 12 Monate und (2) in den Monaten 13-24 unterschieden. Gestützt auf den vorgenommenen Bewertungen wird eine entsprechende Risikomatrix erstellt: Der Vorstand entscheidet anhand der Matrix welche Risiken als bestandsgefährdend einzustufen sind, ggfs. werden hierzu Risiken zu Gruppen zusammengefasst. Bei der Risikobehandlung geht es um die Formulierung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Behandlung der Risiken mit identifiziertem Handlungsbedarf. Dazu werden im Risikoportfolio den Risiken entsprechende Maßnahmen zugeordnet und dokumentiert. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses erfolgen nach initialer Bestimmung der Risikotragfähigkeit eine regelmäßige und ihre fortlaufende Überprüfung. Die entsprechende Tragfähigkeit wird auf Gesellschaftsebene systemseitig gepflegt. Über systemgestützte Simulationen (Monte-Carlo-Simulation) und Aggregation von Risiken erfolgt eine Beurteilung einer möglichen Bestandsgefährdung. Der Vorstand kontrolliert mit den Bereichsleitern und Geschäftsfeldverantwortlichen die klassifizierten Risiken. Zusätzlich wird im Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage berichtet und eingehend diskutiert. 6.4 Risikosituation a) Allgemeines Aus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das Konzernergebnis bzw. die Liquidität wird für die folgenden Risiken die entsprechende Klassifizierung des Schadenerwartungswerts des Risikos angegeben, der nach Ergreifen von Gegenmaßnahmen vorliegt. Die Risikosituation stellt sich für den CENIT Konzern wie folgt dar: Risikokategorie Risikobewertung Finanz- und Steuerrisiken Finanzierung / Bonität Gering Währungsrisiken Gering Marktrisiken Kundenabhängigkeit Gering (Globale) Krisen Mittel Strategische Risiken Lieferantenabhängigkeit Gering IT Security Mittel Legal & Compliance-Risiken Vertragsrisiken Gering Compliance Gering b) Finanz- und Steuerrisiken Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern Bonitäts-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt, die im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und beurteilt werden. Der CENIT Konzern hat seit Jahren eine Eigenkapitalquote von über 30% und ist somit solide finanziert. Ferner werden bei Bedarf zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. In diesem Zusammenhang ist ein adäquates Debitorenmanagement eingerichtet. Der CENIT Konzern wickelt Geschäftstransaktionen größtenteils in Landeswährung ab. Da den Verkäufen in Landeswährung auch entsprechende Ausgaben in Landeswährung gegenüberstehen, ist das Risiko durch Währungsschwankungen gering. Gerade in der aktuellen Zeit kommt der Steuerung von Liquiditätsrisiken eine besondere Bedeutung zu. Liquiditätsrisiken entstehen dann, wenn die Kunden des CENIT Konzerns nicht imstande sind, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Um dieses Risiko frühzeitig zu erkennen und somit so gering wie möglich zu halten, führt der CENIT Konzern regelmäßige Analysen zur Einschätzung der Zahlungsfähigkeit seiner Kunden durch. Im Rahmen der Wachstumsstrategie verfolgt CENIT eine Finanzierung auf einer soliden wirtschaftlichen Basis. Die geordnete Kapitalstruktur der CENIT hilft dabei, im Falle eines entsprechenden Kapitalbedarfs, eine erfolgreiche Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße sicher zu stellen. Währungsrisiken aus der Beschaffung im CENIT Konzern entstehen dann, wenn die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erfolgt. Die Minimierung dieses Risikos erreichen wir, indem wir hier korrespondierende Einkaufs- und Verkaufsverträge in gleicher Währung abschließen. Währungsrisiken aus der Beschaffung bei dem Mutterunternehmen entstehen nur in Ausnahmefällen, da im Regelfall innerhalb der Eurozone eingekauft wird. Die Volatilität an den Devisenmärkten und die daraus resultierende Ungewissheit über die Wechselkursentwicklung haben auch Einfluss auf die CENIT. Die Geschäftstätigkeit des CENIT Konzerns generiert unter anderem auch Forderungen in US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Rumänischen Leu (RON), Chinesischen Yuan (CNY) und Japanischen Yen (JPY). Damit ist CENIT einem gewissen Währungsrisiko ausgesetzt. Aufgrund eines i. d. R. engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Rechnungsstellung und Zahlung sowie der Durchsetzung von Anzahlungen wird das residuale Währungsrisiko im Rahmen einer wirtschaftlichen Kosten- und Nutzenabwägung beurteilt und im Bedarfsfall auch abgesichert. Im Berichtsjahr 2024 wurden keine Geschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken getätigt. c) Marktrisiken Dem anhaltenden Preisdruck begegnet die Gesellschaft durch Investition in die laufende Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Auch hilft der Fachkräftemangel in der IT-Industrie sich dem Preisdruck zu entziehen. Durch ein angepasstes Recruiting mit neuen (virtuellen) Instrumenten in der Personalbeschaffung wird dem Fachkräftemangel begegnet und das Leistungsrisiko minimiert. Der CENIT Konzern setzt Vertrauen in seine Partner und Lieferanten und möchte hiermit zu einer fairen und langfristigen Zusammenarbeit beitragen. Leistungen, Gegenleistungen und Risiken stehen dabei in einem ausgewogenen Verhältnis. Von den Partnern und Lieferanten wird erwartet, dass gemeinsam Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung identifiziert und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang verfolgt CENIT eine auf den konkreten Bedarf eines Projekts zugeschnittene Einkaufspolitik. Der Vorstand überwacht fortlaufend die Abhängigkeit von Großkunden. Kein Kunde trägt im Geschäftsjahr 2024 mehr als rund 5% zum Konzernumsatz bei. Verbleibende Restrisiken stellen die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, der Konflikt im Nahen Osten sowie die Spannungen um Taiwan, dar. d) Strategische Risiken CENIT pflegt intensiv strategische Partnerschaften. Diese strategischen Partnerschaften schaffen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. CENIT ist aufgrund seiner Größe als Partner für Dassault Systèmes gut positioniert, da der Kundenzugang zu mehreren Tausend Kunden nur über das Vertriebsnetz des CENIT Konzerns sichergestellt ist. Die Abhängigkeiten sind somit gegenseitig. Dennoch wird diese Abhängigkeit durch gezielte Akquisitionen in anderen Geschäftsbereichen stark reduziert werden. Die IT überwacht kontinuierlich den Systembetrieb, überprüft regelmäßig die bestehenden Berechtigungen der einzelnen Anwender und passt gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf die einzelnen Systeme an. Aus diesem Grund wird das Risiko im IT-Bereich als herausfordernd, aber beherrschbar eingeschätzt und entsprechend als „mittel“ bewertet. Unter Einbezug der genannten geopolitischen Spannungen und der damit einhergehenden Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in den für CENIT wesentlichen Branchen Automotive, Aerospace sowie Anlagen- und Maschinenbau, ist entsprechend auch die Planung für das Geschäftsjahr 2025 sowie folgender Jahre von Unsicherheit geprägt. Diesbezüglich werden die relevanten Entwicklungen Umsatz- und EBIT- seitig monatlich analysiert sowie mit Hilfe von Szenario-Planungen und Sensitivitätsanalysen versucht, bestmöglich zu prognostizieren. e) Legal- & Compliance-Risiken Der CENIT Konzern schließt mit seinen Kunden marktübliche Verträge. Vertragliche Risiken werden hierbei durch Anwendung von standardisierten AGBs begrenzt. Zusätzlich hat der CENIT Konzern eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen, um das Risiko weiter zu minimieren. Unter Compliance-Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Die Compliance-Risiken werden insgesamt als gering eingestuft. 6.5 Gesamtbild der Chancen – und Risikolage des CENIT Konzerns Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass im Berichtszeitraum keine existenzgefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft keine, den Fortbestand des Konzerns, gefährdenden Risiken erkennbar sind. Alle erkannten Risiken wurden im Konzernabschluss angemessen berücksichtigt und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus sind zum Bilanzstichtag keine weiteren Risiken bekannt, die voraussichtlich einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risikomanagement und Frühwarnsystem erlauben eine transparente Unternehmenssteuerung und Risikofrüh- erkennung. Die Gesamtbetrachtung der Chancen und Risiken ergibt, dass der CENIT Konzern im Wesentlichen neben strategischen Risiken auch vom operativen Risiko, geprägt durch die aktuellen geopolitischen Spannungen, betroffen ist. Letzteres umfasst die Unsicherheit bzgl. der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung relevanter Branchen sowie die damit verbundenen Absatzchancen. Demgegenüber richten sich die strategischen Risiken u. a. auf die Abhängigkeit von der Entwicklung bei wichtigen strategischen Lieferanten sowie in der Spezialisierung auf Technologiepartner und der damit verbundenen Abhängigkeit von deren Geschäftsentwicklung. Durch qualitativ hochwertigen Service und Prozess-Know-how bietet sich die Chance, die erzielbaren Tagessätze zu optimieren und auszubauen. Dies ist nur aufgrund der nachhaltigen Ausbildung unserer Mitarbeiter umsetzbar. CENIT nutzt durch erhöhtes Engagement am Arbeitsmarkt die sich bietenden Chancen, um qualitativ hochwertige Fachkräfte zu rekrutieren. CENIT sieht sich in seinen Zielmärkten gut positioniert. In ihren beiden Segmenten PLM und EIM verfügt CENIT nach eigener Einschätzung bei ihren A- und B-Kunden über eine starke Marktstellung. Die sich hierbei bietenden Chancen beabsichtigt CENIT zukünftig noch konsequenter zu nutzen, um seine Marktstellung zu festigen bzw. weiter auszubauen. Die sich hieraus potenziell ergebenden Chancen werden als mittel bis hoch eingeschätzt. Hierzu sollen insbesondere eigene Softwarelösungen beitragen, welche die Kundenbindungen noch erhöhen sollen. Dabei wird Letztere u. a. auch durch die strategischen Partnerschaften mit großen international aufgestellten Global Playern, wie z. B. Dassault Systèmes, IBM und SAP unterstützt. Zudem eruiert, bewertet und überwacht der Konzern regelmäßig sich bietende Chancen und (möglicherweise) auftretende Risiken in Bezug auf alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und -prozesse. Aufgrund der weiter voranschreitenden Digitalisierung der Fertigungsindustrie sowie der weiterhin nachhaltigen Fokussierung auf eigene Software und den damit verbundenen Service bieten sich CENIT am Markt erhebliche Chancen. Neben den beschriebenen Risiken eröffnen die immer kürzer werdenden Innovationszyklen die Möglichkeit, die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben und unseren Geschäftskunden mit unseren eigenen Softwareprodukten Lösungen anzubieten, welche sie wettbewerbsfähiger machen. Daher sind unsere Aktivitäten rund um Innovation und Produktentwicklung entscheidend, wenn es darum geht, Chancen zu erkennen, zu nutzen und sie im zunehmenden Wettbewerb zu etablieren. 6.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungs- und Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 4 HGB (CENIT AG: § 289 Abs. 4 HGB) Einen wichtigen Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikosystem des CENIT Konzerns dar. Demnach werden unter dem internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung gerichtet sind. In den einzelnen Konzerngesellschaften ist ein den jeweiligen Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem implementiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rechnungswesen besteht das Prinzip der Funktionstrennung. Das Finanz- und Rechnungswesen ist weitestgehend am Standort in Stuttgart zentralisiert. Es besteht eine klare Aufgabenzuordnung sowohl bei der Erstellung des Einzelabschlusses als auch bei der Erstellung des Konzern- abschlusses. Darüber hinaus sind Kontrollen, nach dem Vier-Augen-Prinzip oder in Form von Systemkontrollen implementiert, um Unrichtigkeiten zu vermeiden. Der Vorstand trägt die Verantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. 6.7 Qualitätsmanagement und Informationssicherheit (ungeprüft) a) Qualitätsmanagement Der Erfolg des CENIT Konzerns hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Anforderungen der Kunden erfüllt werden. Im Bereich der Geschäftsprozessberatung streben wir danach, mit qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Lösungen zu überzeugen. Durch die Übernahme von Betriebstätigkeiten beim Kunden vor Ort oder im Rahmen von Outsourcing-Projekten soll die Effizienz der übernommenen Abläufe gesteigert werden. Um dies zu erreichen, hat der CENIT Konzern seine Prozesse so gestaltet, dass sie den Kundenanforderungen bestmöglich gerecht werden. Dazu wurden wichtige Prozessbeschreibungen erarbeitet und in Kraft gesetzt, die für den gesamten Konzern gelten. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, diese Prozesse umzusetzen und durch festgelegte Methoden ständig zu verbessern. Die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung ist somit ein wichtiger Baustein des Qualitätsmanagementsystems. Durch diesen fortwährenden Prozess werden Verbesserungspotenziale aufgezeigt, bewertet und umgesetzt. Das Qualitätsmanagement liegt in der Verantwortung des Vorstands. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Unternehmensführung direkten Einfluss und Kontrolle auf das Qualitätsmanagementsystem des Konzerns hat und somit auch sehr schnell und flexibel Fehlentwicklungen entgegenwirken kann. Im Managementhandbuch hat der CENIT Konzern Regelungen für das Qualitätsmanagement aufgestellt. Grundlage hierfür ist die Norm DIN EN ISO 9001. Der Vorstand legt die Qualitätspolitik und -ziele fest und sorgt dafür, dass sie auf allen Ebenen des Konzerns bekannt sind. Weiterhin definiert der Vorstand die Organisation und die Verantwortungsbereiche und stellt die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung. Der Vorstand überprüft regelmäßig, mindestens jedoch jährlich, ob die vereinbarten Ziele und Prozesse sowie Gesetze und Normen eingehalten werden. Die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001 wird jährlich, sowohl durch interne Audits als auch durch eine externe unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, überprüft. b) Informationssicherheit Um die Einhaltung von gesetzlichen, behördlichen und vertraglichen Anforderungen, sowie den Schutz der eigenen und der Kundeninformationen sicherzustellen, wurde auf Basis DIN EN ISO/IEC 27001 ein Informationssicherheits-Managementsystem implementiert. Die DIN ISO 27001 ist ein international anerkannter Standard und versteht sich als ein systematischer prozessorientierter Ansatz, ein Informationssicherheits-Managementsystem umzusetzen, das sowohl die Technik als auch die Mitarbeiter berücksichtigt und gleichzeitig einen kontinuierlichen Überwachungs- und Optimierungsprozess etabliert. Das Informationssicherheit-Managementsystem ergänzt somit das Qualitätsmanagementsystem um konkrete, technische und organisatorische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit von Informationen, wie etwa die physikalische und personelle Sicherheit mittels Zutritts- und Zugangsschutz oder der Verschlüsselung von kritischen Daten. Ein Awareness-Programm mittels E-Learning vermittelt die notwendigen Kenntnisse im geeigneten Umgang mit Informationen. Diese verpflichtenden Schulungen werden ergänzt um Simulationen von möglichen Angriffsszenarien. Des Weiteren werden die Mitarbeiter über aktuelle Entwicklungen hingewiesen und informiert. Für das Tagesgeschäft notwendige Informationen werden entweder in Regelmeetings, in Einzelbesprechungen oder über das Intranet kommuniziert. Es wird auf eine offene, dialogorientierte Kommunikation Wert gelegt. Die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 27001 wird jährlich sowohl durch interne Audits als auch durch eine externe unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, überprüft. 6.8 Stellungnahme zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (ungeprüft) Basierend auf den wesentlichen Kernelementen bezogen auf das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowie den uns vorliegenden Informationen, liegen im internen Kontrollsystem keine kritischen internen Kontrollschwächen vor, die wesentliche Auswirkungen auf den CENIT Konzern haben könnten. Ebenso gehen weder aus dem internen Risikomanagement noch aus unserem internen Qualitätsmanagement Sachverhalte hervor, die ein Erreichen der gesetzten Unternehmensziele gefährden und die nicht angemessen durch unsere Prozesse behandelt wurden. Sowohl die Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems als auch bezogen auf das Risikomanagementsystem werden in regelmäßigen Abständen sowohl durch die interne Revision (TQM) als auch im Rahmen von externen Audits überprüft. Insgesamt gibt es keine bekannten Hinweise, die darauf schließen lassen, dass das im CENIT Konzern eingesetzte interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagementsystem, welche auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse miteinbeziehen, nicht angemessen sind oder zum Bilanzstichtag nicht wirksam funktioniert haben. 7 Sonstige Angaben 7.1. Erklärung zur Unternehmensführung (ungeprüft) Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben für 2024 die nach § 289f bzw. § 315d HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben und diese auf der Homepage im Internet unter folgendem Link dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.CENIT.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html. 7.2. Gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht (ungeprüft) Der Vorstand wird den nach § 315b HGB vorgeschriebenen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht erstellen und wird diesen bis zum 30. April 2025 auf der Homepage im Internet unter folgendem Link dauerhaft zugänglich machen: http://www.CENIT.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html. 8 Erläuterungen des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a und 315a HGB (1) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der CENIT AG beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 8.367.758,00 EUR. Der Nennbetrag je Aktie beläuft sich auf 1 EUR. Dementsprechend beträgt die Anzahl der Aktien 8.367.758. Es handelt sich dabei um Inhaberaktien. (2) Beschränkungen die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nicht. (3) Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten Direkte oder indirekte Beteiligungen am gezeichneten Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten sind im Anhang zum Jahresabschluss bzw. im Konzernanhang zum Konzernabschluss der CENIT AG dargestellt. (4) Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. (5) Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Stimmrechtskontrollen für Arbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind, bestehen nicht. (6) Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in § 84 AktG geregelt. Darüber hinaus bestimmt § 7 Ziffer 1 und 2 der Satzung, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt und ihre Zahl bestimmt. Nach § 7 Ziffer 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Ergänzend hierzu ist in § 21 Ziffer 1 der Satzung geregelt, dass Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit nicht eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 16 der Satzung ermächtigt. (7) Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben und zurückzukaufen Auf der Hauptversammlung am 6. Juni 2024 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 5. Juni 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu Euro 1.673.551,00 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 1.673.551 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2024). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer besonderen Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Der Vorstand der CENIT AG versichert, dass im zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind. (8) Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen und hieraus folgende Wirkungen Der im Dezember 2024 unterschriebene Konsortialkredit sieht unter der Ziffer 9.2 Regelungen hinsichtlich eines Kontrollwechsels vor, sollte eine Person oder gemeinsam handelnde Personen direkt oder indirekt mindesten 30% der Stimmrechte gemäß §§ 39 Abs. 2, 30 WpÜG an der Gesellschaft übernehmen oder auf andere Weise die Kontrolle über die Gesellschaft ausüben oder diese kontrollieren. Dies kann dazu führen, dass kein Darlehensgeber zu einer Bereitstellung einer weiteren Inanspruchnahme verpflichtet ist. Von dieser Regelung ist die PRIMEPULSE SE vertraglich ausgenommen. Weitere wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. (9) Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Stuttgart, am 09. April 2025 CENIT Aktiengesellschaft Der Vorstand Peter Schneck Axel Otto Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart BILANZ 31.12.2024 31.12.2023 AKTIVA EUR EUR EUR A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 382.662,32 293.518,93 ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der 4.454,76 6.221,99 Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen 782.496,33 671.019,60 3. Andere Anlagen, Betriebs- und 52.257,18 53.946,15 Geschäftsausstattung 839.208,27 731.187,74 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 53.248.919,71 53.040.791,72 2. Beteiligungen 52.554,25 2.802.757,89 3. Ausleihungen an verbundene 10.533.704,87 273.000,00 Unternehmen 63.835.178,83 56.116.549,61 B. UMLAUFVERMÖGEN I. Vorräte 1. Unfertige Leistungen 387.638,60 438.332,67 2. Geleistete Anzahlungen 118.797,12 69.014,61 506.435,72 507.347,28 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und 10.302.270,51 10.820.857,49 Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene 1.736.757,25 1.050.838,78 Unternehmen 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit 3.091.736,95 4.271.172,79 denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.905.880,22 5.146.217,03 20.036.644,93 21.289.086,09 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.671.216,50 6.093.371,34 C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.800.114,89 5.759.342,71 95.071.461,46 90.790.403,70 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart BILANZ 31.12.2024 31.12.2023 PASSIVA EUR EUR EUR A. EIGENKAPITAL I. Gezeichnetes Kapital 8.367.758,00 8.367.758,00 II. Kapitalrücklage 1.058.017,90 1.058.017,90 III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Gewinnrücklage 418.387,90 418.387,90 2. Andere Gewinnrücklagen 13.870.955,48 13.870.955,48 IV. Bilanzgewinn 8.271.775,12 7.014.781,41 31.986.894,40 30.729.900,69 B. RÜCKSTELLUNGEN 1. Steuerrückstellungen 0,00 381.967,00 2. Sonstige Rückstellungen 4.638.987,56 5.286.583,10 4.638.987,56 5.668.550,10 C. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber 40.012.090,23 37.391.304,36 Kreditinstituten 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.534.216,15 2.145.888,38 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 3.681.330,86 3.328.720,52 Leistungen 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 4.305.185,41 864.384,30 Unternehmen 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein 32.808,60 27.474,53 Beteiligungsverhältnis besteht 6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.511.599,30 4.802.407,08 davon im Rahmen der soz. Sicherheit: 76,86 EUR (Vj. 0,00 EUR) davon aus Steuern: 729.054,94 EUR (Vj. 1.023.114,16 EUR) 53.077.230,55 48.560.179,17 D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.368.348,95 5.831.773,74 95.071.461,46 90.790.403,70 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2024 2023 EUR EUR EUR 1. Umsatzerlöse 98.364.943,16 96.503.842,52 2. Minderung des Bestands an unfertigen Leistungen (im Vj. -50.694,07 159.318,54 Erhöhung) 3. Sonstige betriebliche Erträge 440.911,19 2.134.248,29 davon Erträge aus der Währungsumrechnung: 160.220,45 EUR (Vj. 95.486,85 EUR) Gesamtleistung 98.755.160,28 98.797.409,35 4. Materialaufwand a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für 39.104.429,71 37.413.209,78 bezogene Waren b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.143.615,31 10.084.822,75 48.248.045,02 47.498.032,53 5. Personalaufwand a. Gehälter 28.415.679,23 30.393.051,42 b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.258.708,85 5.397.500,47 33.674.388,08 35.790.551,89 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 510.904,60 565.125,83 des Anlagevermögens und Sachanlagen 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.170.589,24 13.057.750,27 davon aus Währungsumrechnung: 190.282,58 EUR (Vj. 190.429,71 EUR) Operatives Ergebnis -848.766,66 1.885.948,83 8. Erträge aus Beteiligungen 6.894.811,61 1.776.729,29 davon aus verb. Unternehmen: 6.894.811,61 EUR (Vj. 1.776.729,29 EUR) 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 481.492,10 131.344,55 davon aus verbundenen Unternehmen: 338.484,45 EUR (Vj. 15.550,11 EUR) 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.750.203,64 0,00 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.304.509,37 1.440.252,95 davon aus der Aufzinsung: 8.186,00 EUR (Vj. 7.690,00 EUR) davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 35.810,60 EUR (Vj. 0,00 EUR) 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -146.225,90 -10.968,32 13. Ergebnis nach Steuern 1.619.049,94 2.364.738,04 14. Sonstige Steuern 27.345,91 81.431,17 15. Jahresüberschuss 1.591.704,03 2.283.306,87 CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart Anhang für 2024 A Allgemeine Hinweise Die CENIT AG hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 19117). Es handelt sich um eine große börsennotierte Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264d HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Standards des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees e.V., Berlin, (DRSC) wurden beachtet, soweit sie für den Jahresabschluss der Gesellschaft einschlägig sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugebenden Davon-Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen. B Rechnungslegungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hierbei erfolgt eine Orientierung an den vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlichten AfA-Tabellen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahre. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Hierbei erfolgt eine Orientierung an den vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlichten AfA-Tabellen. Die Nutzungsdauer auf Sachanlagen beträgt zwischen drei und zehn Jahre. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150 EUR wurden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagegegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen wird jährlich in Form der Berechnung eines beizulegenden Zeitwerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen, die auf den vom Management erstellten, 5-Jahres-Finanzpläne basieren, geprüft (Discounted Cashflow Verfahren). Bei der Ableitung mehrjähriger Finanzpläne werden Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen getroffen, welche von den tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bzw., sofern es sich um Fremdleistungen handelt, zu Anschaffungskosten bewertet. Die eigenen Leistungen umfassen neben Personaleinzelkosten angemessene anteilige Gemeinkosten für Personal, Abschreibungen und Mieten sowie die allgemeinen Verwaltungskosten. Ist am Abschlussstichtag ein geringerer Marktpreis festzustellen, so werden die unfertigen Leistungen mit diesem angesetzt. Die Bewertung von Waren und geleisteten Anzahlungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich werden Abschläge auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% (Vj. 1%) gebildet. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Optionsrechte werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Erwartete künftige Preis- und Kostensteigerungen fließen in die Rückstellungsbewertung ein. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Ausweis des Abzinsungsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis, dagegen werden Effekte aus der Änderung des Zinssatzes oder aus der Veränderung der Laufzeit im operativen Ergebnis dargestellt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (sog. Verlustrückstellung) werden für künftige, noch nicht realisierte Verluste gebildet. Ein Verlust aus einem schwebenden Geschäft droht, wenn sich Erträge und Aufwendungen aus demselben noch nicht abgewickelten Geschäft nicht ausgleichen, sondern per Saldo ein Verpflichtungsüberschuss besteht. Im Geschäftsjahr wurde hierfür eine Rückstellung in Höhe von 425 TEUR (Vj. 0 TEUR) gebildet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Im Rahmen der Bewertung wird jeweils der vereinbarte Kurs mit dem Terminkurs gleicher Fälligkeit zum Bilanzstichtag verglichen. Ein sich daraus ergebender unrealisierter Verlust wird zurückgestellt. Eine positive Differenz wird nicht berücksichtigt. Eine Aufrechnung von Gewinnen und Verlusten erfolgt nicht. Das Bewertungsergebnis wird auf den Barwert abgezinst. Die Zeitwerte der Derivate entsprechen im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz ermittelt. Soweit möglich werden Grundgeschäfte und zu Sicherungszwecken geschlossene derivative Finanzinstrumente mit vergleichbaren Risiken zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Folglich findet in dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgleichen keine buchhalterische Erfassung der Bewertung statt. Die Bewertung der nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen Geschäfte erfolgt einzeln zu Marktwerten. Sich ergebende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. CENIT erzielt Umsatzerlöse aus der Lizenzierung von (Standard-) Software (Eigen- und Fremdsoftware), der Softwarepflege (für Eigen- und Fremdsoftware), der Erbringung von IT-Dienstleistungen sowie der Erbringung von Beratungsleistungen für die Planung, Implementierung und Optimierung von Geschäfts- und IT-Prozessen. Außerdem werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren erzielt. Bei CENIT werden die unterschiedlichen Produkte nach den folgenden Vertragstypen kategorisiert: - Lizenzerträge – diese umfassen die Umsatzerlöse aus Softwarelizenzen und Softwarepflege - Verkauf von Waren und Dienstleistungen – dies umfasst Umsatzerlöse aus Dienstleistungs- und Beratungsprojekten, die auch Hardwareverkäufe umfassen - Festpreisprojekte - Waren Softwarelizenzen Lizenzerlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter Lizenzen, soweit die Software ein Recht auf Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung gewährt, und Erlöse aus dem Verkauf zeitlich unbegrenzter Lizenzen werden dann erfasst, wenn die Software dem Kunden zur Verfügung gestellt wurde (zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung). Erlöse aus Softwaremiete werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. In der Regel werden Erlöse für Softwaremiete jährlich oder quartalsweise im Voraus abgerechnet. Die im Voraus erhaltenen Zahlungen für zukünftige Leistungserbringung werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Softwarepflege Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Verträgen, die dem Kunden Zugang zu Softwareaktualisierungen gewähren. Diese Aktualisierungen betreffen im Wesentlichen die Fehlerbehebung, Leistungsverbesserungen der vorhandenen Funktionen der Software oder Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen. Erlöse aus Softwarepflege werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. In der Regel werden Erlöse für Softwarepflege jährlich oder quartalsweise im Voraus abgerechnet. Die im Voraus erhaltenen Zahlungen für zukünftige Leistungserbringung werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Dienstleistungen (Beratung & Service) Umsätze aus Dienstleistungen, die auf Stundenbasis vergütet werden, umfassen Beratungsleistungen, Schulungen, Applikations- und Anwenderbetreuung. Für diese Dienstleistungen erfolgt die Erlösrealisierung in der Regel monatlich nach erbrachten Stunden. Liegen Mehrkomponentenverträge vor, die den Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen umfassen, werden diese daraufhin untersucht, ob eine oder mehrere Leistungsverpflichtungen vorliegen. Die Allokation des Transaktionspreises erfolgt in den Fällen, in denen mehrere Leistungsverpflichtungen identifiziert werden, gemäß den relativen Einzelveräußerungspreisen. CENIT orientiert sich bei der Ableitung an eigenen Einzelveräußerungspreisen, beziehungsweise soweit diese nicht vorliegen, an relativen Einzelveräußerungspreisen vergleichbarer Branchen-Transaktionen. Die Umsatzrealisierung für die einzelnen Leistungsverpflichtungen kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erfolgen, je nachdem, wann der Kunde über die Leistung verfügen kann. Festpreisprojekte/Werkverträge Erträge aus Verträgen, bei denen ein Festpreis vereinbart wurde (in der Regel Werkverträge im Zusammenhang mit Programmierung oder Implementierung von Software) und die Werksvertragscharakter haben, werden vereinnahmt, wenn die Abnahme und damit der Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist. Waren Die Umsatzerlöse aus Waren betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Endgeräten. Verkäufe von Waren werden erfasst, wenn die Leistungsverpflichtung durch Auslieferung an den Käufer erbracht wird. C Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage). 2. Finanzanlagen Die Angaben zum Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2024 stellen sich wie folgt dar: Eigen- Beteili- Gez. Kapital Ergebnis Nr. Name und Sitz Währung kapital gung in % TEUR TEUR TEUR CENIT (Schweiz) AG 1 CHF 100,0 313 260 -604 Effretikon/Schweiz CENIT North America Inc. 2 USD 100,0 28 2.381 434 Auburn Hills/USA Analysis Prime LLC 2a USD 60 3.105 2.942 252 Naperville/USA CENIT SRL 3 RON 100,0 105 417 920 Iasi/Rumänien KEONYS SAS 4 EUR 100,0 155 3.028 6.404 Suresnes/Frankreich KEONYS Belgique SPRL 4a EUR 100,0 19 1.390 202 Waterloo/Belgien KEONYS NL BV 4b EUR 100,0 18 873 283 Houten/Niederlande CENIT Software Technology 5 (Suzhou) Co., Ltd. CNY 100,0 662 -74 -97 Suzhou/China CORISTO GmbH 6 EUR 100,0 25 817 329 Mannheim/Deutschland CenProCS AIRliance GmbH 7 EUR 33,3 150 167 -1 Stuttgart/Deutschland ISR Information Products AG 8 EUR 74,9 170 4.817 3.424 Braunschweig/Deutschland MIP Management Informations Partner Gesellschaft für EDV - Beratung und Management- 9 EUR 100 26 1.016 262 Training mbH, München/Deutschland PI Informatik Projektierung von Informationssystemen & 10 EUR 100 26 1.353 490 Informatikservice GmbH Berlin/Deutschland ACTIVE BUSINESS CONSULT Informationstechnologie GmbH 11 EUR 60 100 34 -109 Wien/Österreich CCE b:digital GmbH 12 EUR 100 25 1.816 -7 Bissendorf/Deutschland mittelbare Beteiligung Der im Vorjahr unter den Beteiligungen ausgewiesene Anteil von 3,73% der Geschäftsanteile an der Ascon Systems Holding GmbH wurde im Geschäftsjahr wertberichtigt. Die Anschaffungskosten von 2.750 TEUR wurden um den vollen Betrag von 2.750 TEUR, aufgrund der Insolvenzanmeldung der Gesellschaft, außerplanmäßig abgeschrieben. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten ein Darlehen in Höhe von 117 TEUR (Vj. 273 TEUR) an die CENIT SRL mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren. Im Geschäftsjahr wurde an die CENIT North America ebenfalls ein Darlehen in Höhe von 12.000 TUSD zum Zwecke des Erwerbs einer Tochtergesellschaft ausgereicht. Dieses Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit 10.417 TEUR und hat eine Restlaufzeit von vier Jahren und sechs Monaten. 3. Vorräte Die Vorräte in Höhe von 506 TEUR (Vj. 507 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus den unfertigen Leistungen in Höhe von 388 TEUR (Vj. 438 TEUR). Darüber hinaus bestanden zum Abschlussstichtag geleistete Anzahlungen in Höhe von 119 TEUR (Vj. 69 TEUR). 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.737 TEUR (Vj. 1.051 TEUR) sowie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 3.092 TEUR (Vj. 4.271 TEUR) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen im Rahmen der Forschungszulage in Höhe von 115 TEUR (Vj. 144 TEUR), aus Erstattungsansprüchen auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 1.898 TEUR (Vj. 1.539 TEUR), aus Rückzahlungsansprüchen in Höhe von 23 TEUR (Vj. 170 TEUR) und aus Kautionsforderungen in Höhe von 31 TEUR (Vj. 30 TEUR). Daneben wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ein Optionsrecht in Höhe von 2.840 TEUR (Vj. 3.188 TEUR) ausgewiesen. Dieses Optionsrecht spiegelt den Wert des Andienungsrechtes auf die restlichen 25,1% der Anteile an der ISR Information Products AG wider. Der Ausübungszeitraum dieser Option liegt zwischen dem 1. Oktober 2029 und 30. September 2032. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme des Optionsrechts analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 5. Rechnungsabgrenzungsposten in TEUR 31.12.2024 31.12.2023 Abgegrenzte Nutzungsrechte Lizenzen und 4.719 4.724 Softwarewartung Andere abgegrenzte Aufwendungen 1.081 1.035 Gesamt 5.800 5.759 Es handelt sich im Wesentlichen um Abgrenzungen von Lizenz- und Wartungsentgelten, sowie für Nutzungsrechte und Versicherungen. 6. Latente Steuern Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz. Diese Unterschiede betreffen vor allem die sonstigen Rückstellungen. Insgesamt ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern, dessen Aktivierung, in Ausübung des bestehenden Wahlrechts, unterbleibt. Für die Berechnung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 31% (Vj. 31%) zugrunde zu legen. 7. Eigenkapital Grundkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt seit der Handelsregistereintragung vom 14. August 2006 8.367.758,00 EUR und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 8.367.758 Stückaktien zu je 1,00 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber und es handelt sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien. Genehmigtes Kapital Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung am 06. Juni 2024 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 5. Juni 2029 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 1.673.551,00 EUR durch Ausgabe von insgesamt bis zu 1.673.551 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2024). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre insbesondere auszuschließen: · für Spitzenbeträge, · zur Gewinnung von Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder zur Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen, · wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zehn vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet §186 Abs. 3 Satz 4 AktG; beim Gebrauch von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals durch Ausübung des genehmigten Kapitals und nach Ablauf der Ermächtigungsfrist zu ändern. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt im Geschäftsjahr unverändert 1.058 TEUR. Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert mit 418 TEUR dotiert. Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13.871 TEUR haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt: in TEUR 2024 2023 Jahresüberschuss 1.592 2.283 Bilanzgewinn Vorjahr 7.015 8.915 Dividende 335 4.184 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.680 4.731 Bilanzgewinn 8.272 7.015 8. Rückstellungen Die im Vorjahr ausgewiesenen Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer (Vj. 109 TEUR) und Gewerbesteuer (Vj. 273 TEUR) wurden im Geschäftsjahr veranlagt. Zum Bilanzstichtag wurden keine Steuerrückstellungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von 949 TEUR (Vj. 819 TEUR), Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 2.699 TEUR (Vj. 4.034 TEUR) und eine Drohverlustrückstellung für Mietleerstand in Höhe von 425 TEUR (Vj. 0). 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 40.012 TEUR (Vj. 37.391 TEUR) betreffen mit 40.000 TEUR (Vj. 37.391 TEUR) verzinsliche Bankdarlehen. Im Geschäftsjahr wurde die bis dato bestehende Finanzierung in eine Konsortialfinanzierung gewandelt und auf 40.000 TEUR aufgestockt. Die Darlehensvereinbarung sieht eine dreijährige Grundlaufzeit vor, welche mit Zustimmung der Banken zweimal um ein weiteres Jahr verlängert werden kann. Die CENIT stuft dieses Darlehen daher mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren ein. Der Sollzinssatz für diese Finanzierung wird berechnet auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR zuzüglich Marge. Die derivativen Finanzinstrumente (Fix-Payer-Zinsswaps), welche im Vorjahr zur Absicherung künftiger Zahlungsströme variabel verzinslicher Darlehen abgeschlossen wurden, bestehen unverändert fort. Die Bewertungseinheit nach §254 HGB wurde auf die neue Finanzierung übertragen. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 33.478 TEUR. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Auf Grund weiterhin bestehender Kongruenz der Laufzeiten, Zinssätze, Zins- und Tilgungstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen beziehungsweise Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Der beizulegende Zeitwert der Fix-Payer-Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag -1.204 TEUR (Vj. -1.212 TEUR). Weiterhin wurde das Darlehen durch Garantieerklärungen von Tochtergesellschaften besichert. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen auf Kundenbestellungen in Höhe von 1.534 TEUR (Vj. 2.146 TEUR) mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.205 TEUR (Vj. 864 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen und haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 3.100 TEUR (Vj. 0 TEUR) außerdem kurzfristige Darlehen enthalten, welche eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 33 TEUR (Vj. 27 TEUR). Die entsprechenden Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Posten enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten eine Optionsverpflichtung in Höhe von 2.463 TEUR (Vj. 2.463 TEUR) in Zusammenhang mit dem möglichen Erwerb der restlichen 25,1% der ISR Information Products AG. Der Ausübungszeitraum dieser Option liegt zwischen dem 01. April 2026 und dem 31. März 2029. Die weiteren sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.049 TEUR (Vj. 2.339.TEUR) haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind keine Beträge (Vj. 0 TEUR) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. in TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe 6.012 34.000 0 40.012 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vj. 5.217) (Vj. 20.870) (Vj. 11.304) (Vj. 37.391) 1.534 0 0 1.534 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vj. 2.146) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 2.146) 3.681 0 0 3.681 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. 3.329) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 3.329) 4.305 0 0 4.305 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vj. 864) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 864) Verbindlichkeiten gegenüber 33 0 0 33 Unternehmen, mit denen ein (Vj. 27) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 27) Beteiligungsverhältnis besteht 1.049 2.463 0 3.512 Sonstige Verbindlichkeiten (Vj. 2.339) (Vj. 2.463) (Vj. 0) (Vj. 4.802) 16.614 36.463 0 53.077 Gesamt (Vj. 13.922) (Vj. 23.333) (Vj. 11.304) (Vj. 48.559) II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse in TEUR 2024 2023 Fremdsoftware 50.219 47.614 davon Software 7.234 6.686 davon Software-Miete 6.445 6.238 davon Softwarepflege 36.540 34.690 CENIT Beratung und Service 31.750 34.139 CENIT Software 15.710 14.017 davon Software 4.722 3.656 davon Software-Miete 1.088 783 davon Softwarepflege 9.900 9.578 Handelsware 23 92 Sonstige Umsatzerlöse 662 642 Gesamt 98.364 96.504 86% (Vj. 85%) der Umsätze wurden im Inland, 6% (Vj. 7%) im EU-Ausland und 8% (Vj. 8%) in den übrigen Ländern erzielt. In den Umsatzerlösen sind keine periodenfremden Umsatzerlöse (Vj. 0 TEUR) enthalten. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 20 TEUR (Vj. 31 TEUR) enthalten. Daneben handelt es sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen um Erträge aus der Forschungs- und Entwicklungszulage für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 36 TEUR (Vj. 79 TEUR), aus Versicherungserstattungen von 8 TEUR (Vj. 7 TEUR), aus Marketing- und Vertriebszuschüssen von Partnerunternehmen von 30 TEUR (Vj. 144 TEUR), aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 4 TEUR (Vj. 516 TEUR) und aus Währungsgewinnen in Höhe von 160 TEUR (Vj. 87 TEUR). Die Währungsgewinne sind in Höhe von 115 TEUR (Vj. 87 TEUR) vollständig realisiert. 3. Personalaufwand in TEUR 2024 2023 Gehälter 28.416 30.393 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für 5.258 5.398 Unterstützung Gesamt 33.674 35.791 Die in den sozialen Abgaben enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 2.560 TEUR (Vj. 2.582 TEUR). Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 187 TEUR (Vj. 247 TEUR) aus der Bonusauszahlung für das Geschäftsjahr 2023 enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Betriebskosten 4.375 TEUR (Vj. 2.060 TEUR), Raumkosten in Höhe von 2.416 TEUR (Vj. 2.011 TEUR), Kfz-Kosten von 1.482 TEUR (Vj. 1.481 TEUR), Reisekosten von 760 TEUR (Vj. 672 TEUR), Marketingkosten in Höhe von 638 TEUR (Vj. 552 TEUR) und Währungsverluste von 190 TEUR (Vj. 190 TEUR). Von den Währungsverlusten sind bereits 190 TEUR (Vj. 183 TEUR) realisiert. 5. Finanz- und Zinsergebnis Das Finanz- und Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen: in TEUR 2024 2023 Erträge aus Beteiligungen Gewinnausschüttung CENIT SRL, Rumänien 634 379 Gewinnausschüttung ISR, Braunschweig 2.161 1.398 Gewinnausschüttung Coristo GmbH, Mannheim 2.000 0 Gewinnausschüttung PI Informatik GmbH, Berlin 400 0 Gewinnausschüttung Keonys SAS, Frankreich 1.500 0 Gewinnausschüttung MIP GmbH, München 200 0 Gesamt 6.895 1.777 in TEUR 2024 2023 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinserträge aus Bankeinlagen 143 115 Zinsen aus der Darlehenshingabe an Tochtergesellschaft 338 16 Gesamt 481 131 in TEUR 2024 2023 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Avalprovision 8 8 Zinsaufwand aus langfristigen Krediten 2.243 914 Zinsaufwand aus kurzfristigen Krediten 46 510 Zinsaufwand aus Aufzinsung der Rückstellungen 8 8 Gesamt 2.305 1.440 in TEUR 2024 2023 Abschreibungen auf Finanzanlagen Abwertung Beteiligung Ascon Systems Holding GmbH 2.750 0 Gesamt 2.750 0 Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB in Höhe von 2.750 TEUR (Vj. 0 TEUR). 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in TEUR 2024 2023 Laufender Gewerbesteueraufwand 0 36 Quellensteuer -12 -7 Steuern Vorjahre 158 54 Gesamt 146 11 Für das Geschäftsjahr 2024 ergaben sich keine Aufwendungen für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag (Vj. 0 TEUR) sowie die Gewerbesteuer (Vj. 36 TEUR). Die Erträge, welche Vorjahre betreffen, resultieren aus dem steuerlichen Verlustrücktrag in Höhe von 158 TEUR (Vj. 48 TEUR). Die CENIT hatte im Geschäftsjahr keine Steueraufwendungen oder Steuererträge in Zusammenhang mit dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen und rechnet auch in der Zukunft mit keinen Auswirkungen. 7. Gewinnverwendungsvorschlag Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen den Bilanzgewinn in Höhe von 8.272 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen und keine Dividende für das Geschäftsjahr 2024 auszuschütten. 8. Honorar des Abschlussprüfers in TEUR 2024 2023 Abschlussprüfungsleistung (Jahres- und Konzernabschluss) 201 186 davon periodenfremd 9 TEUR (Vj. 9 TEUR) Gesamt 201 186 D Sonstige Angaben 1. Personal Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 385 (Vj. 399) Arbeitnehmer beschäftigt. Diese teilen sich auf in 345 (Vj. 355) Angestellte und 40 (Vj. 44) Führungskräfte. Darüber hinaus befinden sich zum Stichtag 37 (Vj. 35) Mitarbeiter in Ausbildung bei der CENIT AG. 2. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen nicht. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt: in TEUR 2024 2023 Miet- und Leasingverpflichtungen Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.072 2.234 Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 3.899 2.962 Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0 Gesamt 6.971 5.196 Im Wesentlichen setzen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den eingegangenen Mietverhältnissen für angemietete Bürogebäude 2.909 TEUR (Vj. 3.708 TEUR) und Kfz-Leasingverträge von 1.326 TEUR (Vj. 653 TEUR) zusammen. Es bestehen geschäftsübliche Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln. Die Firmenfahrzeuge und Kommunikationsanlagen wurden über Mietleasingverträge angemietet, um den aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten und eine Bindung von Liquidität zu vermeiden. Durch die Anmietung der Büroflächen wird eine Bindung liquider Mittel ebenfalls vermieden. Aus diesen Verträgen resultieren in den zukünftigen Perioden Zahlungsabflüsse, die in der oberen Aufstellung enthalten sind. 4. Organe der Gesellschaft Zu Vorständen waren im Geschäftsjahr bestellt: • Peter Schneck, Stuttgart, Sprecher des Vorstands der CENIT AG, Aufgabenbereich: Operatives Geschäft, Investor Relations und Marketing. • Axel Otto, Bretten, Mitglied des Vorstands der CENIT AG seit 01. Januar 2024. Aufgabenbereich: Finanzen/Controlling, IT, Personal und Organisation. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: • Rainer-Christian Koppitz (CEO), München, Vorsitzender seit 20. Mai 2021 • Regina Weinmann (Partnerin der PRIMEPULSE SE), München, stellvertretende Vorsitzende, seit 17. Mai 2023 • Laura Schmidt (Vice President Professional Services SAP Solutions der CENIT Aktiengesellschaft), Eppingen, Vertreterin der Arbeitnehmer, seit 17. Mai 2023 Herr Rainer-Christian Koppitz war Vorstandsvorsitzender der KATEK SE Group (bis 29. Februar 2024) und ist Geschäftsführer der TeleAlarm Holding GmbH. Er ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrates der NFON AG, Mitglied des Aufsichtsrats der i-pointing Ltd. sowie Gigaset AG und ist im Beirat der Circus SE. Alle weiteren Aufsichtsräte hatten während des Berichtsjahres keine weiteren Aufsichtsratspositionen oder waren in keinen anderen Kontrollgremien tätig. Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der CENIT AG sind im Vergütungsbericht individualisiert dargestellt. Das Vergütungssystem des Vorstands der CENIT AG setzt sich aus einem erfolgsunabhängigen und einem erfolgsabhängigen Teil zusammen. Der kurzfristige erfolgsabhängige Teil orientiert sich am operativen Konzernjahresergebnis (EBIT) nach IFRS, der langfristige erfolgsabhängige Teil umfasst ein mehrjähriges Performance-Stock Programm. Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands beträgt im Berichtsjahr 1.013 TEUR (Vj. 1.296 TEUR). Dabei entfallen auf erfolgsunabhängige Komponenten 701 TEUR (Vj. 687 TEUR) und auf kurzfristige erfolgsbezogene Komponenten 237 TEUR (Vj. 362 TEUR). Im Rahmen der langfristigen Vergütung wurden dem Vorstand 38.598 (Vj. 14.965) Performance Shares gewährt. Der beizulegende Zeitwert des Performance-Stock Programm beträgt zum Stichtag 217 TEUR (Vj. 247 TEUR). Der in der Gesamtvergütung des Vorstands berücksichtigte beizulegende Wert der für das Geschäftsjahr 2024 gewährten Performance Shares beläuft sich auf 75 TEUR (Vj. 247 TEUR). Die Gesamtbezüge enthalten im Geschäftsjahr 2024 keine Bezüge nach Maßgabe des § 285 Nr. 9b HGB an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist laut Satzung eine fixe Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung. Seit 1. Juni 2023 erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine Grundvergütung von 30 TEUR. Der Vorsitzende erhält den vierfachen Betrag, sein Stellvertreter das Doppelte des Betrags. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen für das Jahr 2024 nach § 14 der Satzung 210 TEUR (Vj. 160 TEUR). Für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie für weitere leitende Angestellte bestand weiterhin im Jahr 2024 eine D&O Versicherung. Die Beiträge in Höhe von 99 TEUR (Vj. 98 TEUR) wurden von der Gesellschaft übernommen. Zum Bilanzstichtag hielt der Vorstand 46.788 (0,56%) Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 13.000 Aktien. 5. Veränderungen auf Anteilseignerebene Mit Schreiben vom 17. Mai 2024 teilte uns die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Tübingen, Deutschland gemäß §40 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, am 14. Mai 2024 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,61% (das entspricht 469.666 Stimmrechten). Während des Geschäftsjahres 2024 gingen mehrere Mitteilungen nach §40 Abs. 1 WpHG von der Mainfirst SICAV, ein. Die letzte Mitteilung datiert vom 18. November 2024 und lautet wie folgt: Die Mainfirst SICAV, Strassen, Luxemburg hat uns gemäß §40 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland am 14. November 2024 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 248.975 Stimmrechten) betragen hat. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2024 teilte uns die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland gemäß §40 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, am 09. Dezember 2024 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,04% (das entspricht 254.735 Stimmrechten) betragen hat. Während des Geschäftsjahres 2021 gingen mehrere Mitteilungen nach §40 Abs. 1 WpHG von der PRIMEPULSE SE ein. Die letzte Mitteilung ist vom 11. August 2021 und lautet wie folgt: Die PRIMEPULSE SE, München, Deutschland hat uns gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland am 10. August 2021 die Schwelle von 20% überschritten hat und an diesem Tag 25,01% (das entspricht 2.092.950 Stimmrechten) betragen hat. E Konzernverhältnisse Die Gesellschaft erstellt gemäß § 315e Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss der CENIT AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. F Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die CENIT AG hat im ersten Quartal 2025 auf die aktuellen Marktveränderungen und den spürbaren Wettbewerbsdruck reagiert. Um zukunftsfähig zu bleiben wurde die Organisation und der Personalbestand an die aktuelle Situation angepasst. Für diese Anpassungsmaßnahmen werden im ersten Quartal bei der CENIT AG mit Aufwendungen in Höhe von 3,0 mEUR gerechnet. Im weiteren Jahresverlauf erwartet die CENIT AG Einsparungen aus diesen Maßnahmen in Höhe von 1,8 mEUR, sodass ein Ergebniseffekt von 1,2 mEUR das Jahresergebnis 2025 beeinflussen wird. Dieser Effekt ist Teil der Unternehmensplanung 2025 und ist im Prognosebericht des Lageberichts enthalten. G Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben für 2024 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Homepage der Gesellschaft (http://www.cenit.com/de_DE/investoren/corporate- governance.html) zugänglich gemacht. Stuttgart, 9. April 2025 CENIT Aktiengesellschaft Der Vorstand Peter Schneck Axel Otto Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am Zu-/Abgänge Umbuchu Stand am in EUR Zugänge Abgänge 01.01.2024 Verschmelzung ng 31.12.2024 I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 3.127.069,09 275.437,51 0,00 0,00 23.597,28 3.378.909,31 Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Gesamt 3.127.069,09 275.437,51 0,00 0,00 23.597,28 3.378.909,31 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten 992.567,09 0,00 0,00 0,00 0,00 992.567,09 auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen 5.768.694,05 403.682,44 0,00 0,00 448.195,45 5.724.181,04 3. Andere Anlagen, Betriebs- 325.881,65 29.069,45 0,00 0,00 13.651,08 341.300,02 und Geschäftsausstattung Gesamt 7.087.142,79 432.751,89 0,00 0,00 461.846,53 7.058.048,15 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen 53.040.791,72 208.127,99 0,00 0,00 0,00 53.248.919,71 Unternehmen 2. Beteiligungen 2.802.757,89 0,00 0,00 0,00 0,00 2.802.757,89 3. Ausleihungen an 273.000,00 11.521.490,12 0,00 0,00 1.260.785,25 10.533.704,87 verbundene Unternehmen Gesamt 56.116.549,61 11.729.618,11 0,00 0,00 1.260.785,25 66.585.382,47 Anlagevermögen 66.330.761,49 12.437.807,51 0,00 0,00 1.746.229,06 77.022.339,96 - Gesamt - Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Zugänge Stand am Stand am Stand am Stand am Zugänge Verschmelzun Abgänge 01.01.2024 31.12.2024 31.12.2024 31.12.2023 g 2.833.550,16 186.287,99 0,00 23.591,16 2.996.246,99 382.662,32 293.518,93 2.833.550,16 186.287,99 0,00 23.591,16 2.996.246,99 382.662,32 293.518,93 986.345,10 1.767,23 0,00 0,00 988.112,33 4.454,76 6.221,99 5.097.674,45 292.094,02 0,00 448.083,76 4.941.684,71 782.496,33 671.019,60 271.935,50 30.755,36 0,00 13.648,02 289.042,84 52.257,18 53.946,15 6.355.955,05 324.616,61 0,00 461.731,78 6.218.839,88 839.208,27 731.187,74 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 53.248.919,71 53.040.791,72 0,00 2.750.203,64 0,00 0,00 2.750.203,64 52.554,25 2.802.757,89 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 10.533.704,87 273.000,00 0,00 2.750.203,64 0,00 0,00 2.750.203,64 63.835.178,83 56.116.549,61 9.189.505,33 3.261.108,24 0,00 485.322,94 11.965.290,51 65.057.049,42 57.141.256,28