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CENIT AG — Annual Report (ESEF) 2023
May 24, 2024
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Download source fileCENIT AG Zusammengefasster (Konzern-)Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
Der Lagebericht der CENIT Aktiengesellschaft (nachfolgend CENIT AG genannt) und der Konzernlagebericht des CENIT Konzerns (nachfolgend CENIT oder CENIT Konzern genannt) für das Geschäftsjahr 2023 wurden nachfolgend zusammengefasst. Bestandteil des zusammengefassten (Konzern-)Lageberichts ist ebenso die Erklärung zur Unternehmensführung. Der zum 31. Dezember 2023 von CENIT erstellte Konzernabschluss erfüllt die am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und ergänzend die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) in Verbindung mit dem deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS).
1 Grundlagen des Konzerns
1.1 Organisation und Konzernstruktur
Die CENIT AG hat ihren Stammsitz in Deutschland (Stuttgart) und ist dort u. a. in den Ballungszentren (Berlin, Hamburg, Hannover, München und Frankfurt) vertreten. Darüber hinaus ist der CENIT Konzern in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, USA, Schweiz, Rumänien und China vertreten. Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den CENIT Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konsolidiert. Die Tochterunternehmen sind – wie das Mutterunternehmen – auf den Verkauf und die Integration von Software sowie IT-Dienstleistungen und Services in den Segmenten Product Lifecycle Management (kurz: PLM) und Enterprise Information Management (kurz: EIM) spezialisiert.
Darüber hinaus ist die CENIT AG zu einem Drittel an dem Joint Venture CenProCS AIRliance GmbH beteiligt. Das Joint Venture erbringt Service- und Beratungsleistungen für einen gemeinsamen Großkunden des PLM-Segments.
Im Januar 2023 erwarb die CENIT AG 100% der Anteile der mip GmbH (kurz: mip). Durch die Akquisition der mip GmbH gewinnt CENIT ein Team aus agilen Datenmanagement-Experten hinzu, wodurch es CENIT gelingt das Portfolio im EIM-Bereich weiter auszubauen und dadurch die Marktposition auf dem Weg zur „Nummer Eins“ der Dokumentenlogistik und des Informationsmanagements weiter zu stärken.
Im Juli 2023 erwarb die CENIT AG im SAP Marktumfeld 100% der Anteile der PI Informatik GmbH (kurz: PII). Damit baut die CENIT seine Kompetenz als SAP Komplettanbieter aus. Durch die vorhandenen Kompetenzen, verbunden mit einem Kundenportfolio aus der Industrie, Logistik und der öffentlichen Hand ist die PI Informatik GmbH als Spezialist für komplexe Softwareentwicklungen, SAP-Beratungsleistungen sowie als langjähriger Partner für Managed Services und IT-Infrastrukturlösungen etabliert, wodurch sich beiderseitig sowohl strategische als auch operative Potenziale ergeben.
Im August 2023 erwarb die CENIT AG 60% der Anteile an der in Wien ansässigen ACTIVE BUSINESS CONSULT Informationstechnologie GmbH (kurz: ABC). Als „SAP Recognized Expert“ im Bereich SAP S/4HANA komplettiert CENIT durch die Beteiligung an der ABC das CENIT SAP Skill-Portfolio mit weiteren Chancen zur weiteren Diversifikation und stärkt die Marktposition in der DACH-Region.
Im Dezember 2023 erwarb die CENIT AG 100% der Anteile an der CCE b:digital GmbH (kurz: CCE). Bei der CCE handelt es sich um eine Mantelgesellschaft ohne eigene Geschäftstätigkeit. Der Erwerb der Gesellschaft dient dem Formwandel der CCE b:digital GmbH & Co. KG.
Das gesellschaftsrechtliche Organigramm des CENIT Konzerns stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
| Unternehmen | Beteiligungsquote |
|---|---|
| CENIT AG | |
| - CENIT Deutschland GmbH | 100% |
| - CENIT Software Development GmbH | 100% |
| - CENIT France SAS | 100% |
| - CENIT USA Inc. | 100% |
| - CENIT Nederland B.V. | 100% |
| - CENIT Belgium NV/SA | 100% |
| - CENIT Shanghai Trading Co., Ltd. | 100% |
| - CENIT Switzerland AG | 100% |
| - CENIT Romania S.R.L. | 100% |
| - CenProCS AIRliance GmbH | 33,3% |
| - mip GmbH | 100% |
| - PI Informatik GmbH | 100% |
| - ACTIVE BUSINESS CONSULT | 60% |
| Informationstechnologie GmbH | |
| - CCE b:digital GmbH | 100% |
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis durch die Akquisitionen der mip GmbH, PI Informatik GmbH, ABC Informationstechnologie GmbH und der CCE b:digital GmbH erweitert.
Der Vorstand der CENIT AG setzte sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
- Peter Schneck, CEO und Vorstandsvorsitzender
- Axelle Mazé, CFO
Axelle Mazé hat ihr Amt als CFO zum 31.10.2023 niedergelegt und scheidet zum 31.12.2023 aus dem Vorstand aus.
Der Aufsichtsrat der CENIT AG setzte sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
- Rainer Koppitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Regina Weinmann, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates
- Laura Schmidt, Arbeitnehmervertreterin im Aufsichtsrat
1.2 Geschäftstätigkeit
CENIT hat fünf Geschäftsbereiche, die unter den Segmenten PLM und EIM zusammengefasst werden. Dem Segment PLM werden die Bereiche 3DS Solutions, SAP-PLM, Digital Business Services und Digital Factory Solutions zugeordnet. Der PLM-Bereich fokussiert sich unter Nutzung der Dassault Systèmes Software auf PLM-Plattformen und Applikationen in der klassischen Fertigungsindustrie und optimiert wesentliche Fertigungsprozesse wie Produktentwicklung, Produktion oder Änderungsmanagement auch mit zusätzlichen CENIT eigenen Softwarelösungen. So erbringt CENIT als Value Added Integrator seinen Kunden einen erheblichen Mehrwert im Gegensatz zu bloßen Software-Resellern.
Demgegenüber konzentriert sich der EIM-Bereich auf Prozesse rund um 360-Grad-Kundenkommunikation, Vorgangsbearbeitung, Akten- und Dokumentenmanagement vornehmlich in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Mit dem Erwerb der Beteiligung an der ISR im Geschäftsjahr 2022 ist eine Ausweitung auf den Einzelhandel sowie die öffentliche Hand eingeleitet worden.
CENIT ist der Spezialist für die Kernprozesse ihrer Kunden und konzentriert sich auf die Fertigungsindustrie und die Finanzdienstleistungsbranche. Das Beratungs-, Service- und Softwareangebot des CENIT Konzerns beruht auf Standardprodukten seiner Softwarepartner sowie darauf basierenden CENIT-eigenen Lösungen. Führende Softwareanbieter, wie Dassault Systèmes, IBM und SAP sind strategische Partner des Unternehmens. Die Mitarbeiter im CENIT Konzern unterstützen die Kunden branchenorientiert bei der Planung, Implementierung und Optimierung ihrer Geschäfts- und IT-Prozesse. Damit die Kunden sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können, übernimmt der CENIT Konzern zudem das Management der Applikationen (AMS) und der damit verbundenen IT- Infrastrukturen.
1.3 Märkte
CENIT gliedert seine Absatzmärkte in die Regionen Deutschland, Rest of Europe (kurz: RoE) und Rest of World (kurz: RoW). Im Geschäftsjahr stellte die Region Deutschland den größten Absatzmarkt dar, gefolgt von RoE mit Schwerpunkt Frankreich und RoW.
1.4 Ziele und Strategien
Die Vision und das Leitbild von CENIT konzentrieren sich auf die Digitalisierung, da diese für CENIT von zentraler Bedeutung ist. Bereits der Firmenname bringt diese Vision “CENter for IT and Digitalization” zum Ausdruck. Der Unternehmenszweck, der sogenannte „Purpose“ der CENIT, besteht darin unseren Kunden aber auch CENIT selbst eine nachhaltige Digitalisierung zu ermöglichen. Die Vision ist es, der „Champion“ für die Prozessdigitalisierung in den Bereichen Dokumentenprozesse und Produktionsprozesse zu werden. CENIT strebt an, der vertrauenswürdige Berater, sogenannter “trusted advisor” für unsere Kunden zu sein. Die Mission beschreibt die täglichen Aktivitäten in den Bereichen Beratung, Integrationsleistungen, Optimierung durch Fremd- oder eigene Softwarelösungen sowie das Management digitaler Prozesse für unsere Kunden.
Die CENIT-Strategie ist auf nachhaltiges profitables Wachstum ausgelegt. Deshalb stehen in den CENIT-Zielsetzungen sowohl die Mitarbeiter als auch Technologiekooperationen mit den Partnern genauso im Fokus wie das Bestreben, den Kunden durch CENIT-eigene Lösungen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Die CENIT-2025-Strategie basiert dabei auf folgenden fünf strategischen Pfeilern, den jeweiligen Geschäftsbereichen:
(1) CENIT wird der führende Integrator für Business-Prozesse auf SAP- und Dassault Systèmes Plattformen und baut diese Bereiche durch eigene proprietäre Software-Applikationen weiter aus, um so auch seine Abhängigkeit von den Editoren zu verringern.
(2) CENIT wird im Bereich Digital Factory Solutions (DFS) ein führender Anbieter für die Kommunikation von Robotik Lösungen auf der CENIT eigenen Robotik Plattform.
(3) CENIT wird im Bereich Enterprise Information Management (EIM) seine Partnerschaft mit IBM ausbauen und mit seiner eigenen KI-basierten-Lösung der “Dokumentenheld” in Europa.
(4) CENIT wird mit dem Bereich Digital Business Solutions (DBS) spezifische IT – Serviceleistungen sogenannte Application Managed Services (AMS) erbringen und so die Kundenbindung erhöhen.
(5) CENIT wird ein attraktiver Arbeitgeber mit multikulturellen und begeisterten Mitarbeitern.
Die Umsetzung der oben genannten strategischen Kernpunkte der CENIT 2025-Strategie soll zum einen mit Hilfe eines geschäftsfeldbezogenen, organischen Wachstums sowie zum anderen durch signifikante Akquisitionen erzielt werden. Das Wachstumsziel für 2025 ist eine Umsatzerreichung von ca. 300 mEUR bei einer EBIT-Marge von 8 – 10%. Der Plan für das anorganische Wachstum basiert auf zwei bis drei Akquisitionen jährlich, um eine Verwässerung der CENIT-Kultur zu vermeiden. Die Finanzierung dieses Wachstums erfolgt durch Barmittel und externe Finanzierungsinstrumente. Etwaige Kapitalerhöhungen sind zweckgebunden auf konkrete Akquisitionen beschränkt, sofern der Erwerbsbetrag mehr als 50,0 mEUR übersteigt. Für alle unsere Geschäftsbereiche erwarten wir ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 5% p.a, welches durch das vorhandene Marktpotenzial gedeckt ist.
Bezüglich der Strategie 2025 befindet sich CENIT auf einem guten Weg. Dabei spielt vor allem die fortschreitende Diversifizierung der CENIT, aber auch Fokusthemen wie zum Beispiel Nachhaltigkeit, Cross-Selling, Stärkung der Partnerschaften sowie die Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes für die Lösung von Herausforderungen im Rahmen der Digitalisierung, eine wesentliche Rolle.
1.5 Steuerungssystem
Der Vorstand der CENIT AG ist für die Gesamtplanung und die Realisierung der langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum.# Die zur Steuerung der beiden Segmente PLM und EIM erforderliche Planung sowie die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich unter Einbeziehung der Entwicklungen des Wettbewerbs- und Marktumfelds aus der langfristigen Unternehmensplanung ab.
Der jährliche Planungsprozess erfolgt im Gegenstromverfahren, wobei zunächst einmal sowohl seitens des Vorstands (Top-Down) als auch seitens der jeweiligen Geschäftsfeldverantwortlichen (Bottom-Up) unabhängig voneinander geplant wird. Dabei dienen der Umsatz und das EBIT als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20. Anschließend werden die erarbeiteten Einschätzungen in gemeinsamen Planungsrunden diskutiert, plausibilisiert und konsolidiert sowie final vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Die aktuelle 5-Jahresplanung wird regelmäßig überprüft und aktualisiert. Unterjährig erfolgt die wirtschaftliche Steuerung des CENIT Konzerns mit Hilfe einer monatlich erfolgenden Soll-/Ist-Abweichungsanalyse auf Einzelabschluss- und Konzernabschlussebene sowie einem quartalsweise erfolgenden Forecast. Hierbei analysiert der Vorstand regelmäßig die Geschäftsentwicklung der Segmente, um etwaig erforderliche Korrekturmaßnahmen zeitnah einleiten zu können.
Zum Teil sind jedoch erfolgskritische Kenngrößen nicht oder nur indirekt quantifizierbar. Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit und Qualifikation von Mitarbeitern. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren gewinnen auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren weiter an Bedeutung. Wesentlicher Bestandteil der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren bildet der Themenkomplex ESG/CSR. Die nächsten Schritte im Rahmen der CENIT ESG/CSR-Strategie zur Erweiterung des Nachhaltigkeitsberichts nach der CSRD, inkl. der Berichterstattung im Rahmen der EU-Taxonomie, wurden erfolgreich in die Wege geleitet. Weiterführende Maßnahmen wie zum Beispiel die Entwicklung eines nachhaltigen Verhaltenskodex für Lieferanten, Schulungen der Mitarbeiter zum Thema Compliance, sowie die Integration der „Sustainable development goals“ befinden sich in der Entstehung.
Aufgrund der nach wie vor anhaltenden gesellschaftlich und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es im Rahmen des Steuerungssystems mehr denn je erforderlich, in Szenarien zu denken und zu arbeiten. Konkret bedeutet dies für den Steuerungs- und Planungsprozess der CENIT, dass möglichst sensitiv Chancen und Risiken miteinander abgewogen werden, infolgedessen bestenfalls Investitionen durchgeführt und Wachstum unterstützt, aber ebenso in schwierigeren Situationen auch Kostendisziplin geübt und somit ein aktives Margen-Management betrieben wird. In diesem Zusammenhang besitzt eine, der Konzerngröße angemessene, Liquiditätsplanung bereits seit geraumer Zeit eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Liquiditätsrisiken.
1.6 Forschung & Entwicklung
Ein fortwährendes Ziel ist die Steigerung der Innovationskraft des CENIT Konzerns. Hierzu wurden im Geschäftsjahr 2023 eigene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) in Höhe von 10,1 mEUR (Vj. 9,3 mEUR) aufgebracht. Die Geschäftsfelder des CENITKonzerns konzentrieren sich mit ihren FuE-Anstrengungen auf die nächste Generation ihrer Produkte und Lösungen und bereiten deren erfolgreiche Markteinführung vor. Durch die enge Zusammenarbeit mit den produkt- und kundennahen Bereichen gelingt es dem CENIT Konzern, kundenorientierte Lösungen anzubieten. Neben dem Vertrieb von Standardsoftware von Drittanbietern entwickelt der CENIT Konzern auch eigene Programme zur mehrwertstiftenden Ergänzung und Erweiterung dieser Lösungen. Die Software- Expertise und jahrzehntelange Branchenerfahrung ermöglicht es dem CENIT Konzern, die Produktivität und Datenqualität seiner Kunden durch eigene CENIT Lösungen zu optimieren. Forschung und Entwicklung sind für die weitere Erreichung der gesetzten Unternehmensziele von zentraler Bedeutung. Damit stärkt der CENIT Konzern gleichzeitig seine Marktpositionierung. Daher plant der Vorstand auch weiterhin konstant in die Forschung und Entwicklung zu investieren.
1.7 Mitarbeiter
a) Überblick
Am 31. Dezember 2023 waren im Konzern 893 (Vj. 861) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die CENIT AG beschäftigte zum selben Zeitpunkt 386 Mitarbeiter (Vj. 441). Grund für den weiteren Zuwachs zum Vorjahr im Konzern waren im Wesentlichen die weiteren Unternehmenszukäufe. Der Unterschied bei der Anzahl der Mitarbeiter in der CENIT AG resultiert größtenteils aus der Umstrukturierung der Mitarbeiter aus dem EIM-Bereich, die der ISR AG zugewiesen wurden. Gegenüber dem Vorjahr haben sich kaum Veränderungen bzgl. der globalen Verteilung der Mitarbeiter ergeben. Aktuell sind 3/4 aller Mitarbeiter des CENIT Konzerns in Deutschland angestellt.
Folgende Tabelle zeigt die Mitarbeiterzahlen der einzelnen Konzerngesellschaften:
| Gesellschaft | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| CENIT AG Stuttgart / Deutschland | 386 | 441 |
| KEONYS SAS Suresnes / Frankreich | 93 | 99 |
| CENIT SRL Iasi / Rumänien | 49 | 47 |
| CENIT North America Inc. Auburn Hills / USA | 16 | 18 |
| CENIT France SARL Toulouse / Frankreich | 17 | 17 |
| CENIT (Schweiz) AG Effretikon / Schweiz | 14 | 13 |
| CORISTO GmbH Mannheim / Deutschland | 10 | 7 |
| CENIT Japan K.K. Tokyo / Japan | 0 | 7 |
| KEONYS Belgique SPRL Waterloo / Belgien | 8 | 7 |
| KEONYS NL BV Houten / Niederlande | 6 | 7 |
| CENIT Software Technology Co., Ltd. Suzhou / China | 4 | 4 |
| ISR AG Braunschweig / Deutschland | 231 | 194 |
| MIP GmbH München / Deutschland | 16 | - |
| PI Informatik GmbH Berlin / Deutschland | 27 | - |
| ABC Informationstechnologie GmbH Wien / Österreich | 16 | - |
| Gesamt | 893 | 861 |
Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtszeitraum auf 78,6 mEUR im CENIT Konzern (Vj. 67,3 mEUR) und auf 35,8 mEUR in der CENIT AG (Vj. 37,9 mEUR). Auf Konzernebene hat sich der Personalaufwand im Wesentlichen aufgrund der getätigten Akquisitionen, aber auch durch Gehaltsanpassungen erhöht.
b.) Personalpolitik (ungeprüft)
An unserem Ziel, "Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber", halten wir weiterhin fest. Unsere engagierten Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg unseres Unternehmens bei, und daher stellen wir sie konsequent in den Mittelpunkt unserer Personalstrategie. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter, um sie bestmöglich auf zukünftige Herausforderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten. Unsere Weiterbildungsangebote erstrecken sich von fachspezifischen Trainings zur individuellen Kompetenzerweiterung bis hin zu umfassenden Bildungsprogrammen im Rahmen unseres "CENIT Campus". Neben der fachlichen Qualifikation fördern wir hier auch die Entwicklung von Soft Skills, um die täglichen Aufgaben noch sicherer bewältigen zu können. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiter und bieten verschiedene Personalentwicklungsprogramme an. Dazu gehören Entwicklungsprogramme im Job wie das "CENIT Skill and Organizational Development", welches wir im Jahr 2023 intensiv überarbeitet und gemeinsam mit unseren Fachbereichen weiterentwickelt haben. Ebenso engagieren wir uns in der Förderung unserer Talente und Nachwuchsführungskräfte durch das einjährige Programm "Talente@CENIT". Im Jahr 2023 haben insgesamt 27 engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter daran teilgenommen. Erstmals konnten wir neben unserem DACH Talente Programm auch ein internationales und ein Executive Talente Programm starten.
Das Mitarbeitergespräch "PZG@CENIT" bildet ein weiteres wichtiges Element zur Motivation und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter, wobei die persönliche Entwicklung im Mittelpunkt steht. Das Erkennen des eigenen Beitrags zum Gesamterfolg des Unternehmens ist ein weiteres zentrales Ziel unserer Programme. In unserer festen Überzeugung, dass die Leitungsebene eine Schlüsselrolle bei der Förderung und Motivation unserer Mitarbeiter spielt, haben wir das Hogan Assessment als ein Instrument zur Auswahl und Weiterentwicklung neuer Führungskräfte in unser Unternehmen integriert. Diese Assessments gewähren einen eingehenden Einblick in die Führungskompetenz einer Person, ihre individuellen Herausforderungen und die wesentlichen Antriebskräfte. Unsere Führungskräfte erlangen dadurch ein strategisches Selbstverständnis, das es ihnen ermöglicht, ihre Stärken effektiv zu nutzen.
Ein wichtiger Meilenstein war ebenso der Beitritt zur „Charta der Vielfalt“. Dies war ein klares Bekenntnis zu den Werten der CENIT und der Vielfalt der Kulturen im Unternehmen. Wir möchten damit unsere Diversity-Strategie nachhaltig vorantreiben und im nächsten Jahr weiter ausbauen. Wir setzen auf eine offene Kommunikation und kontinuierliches Feedback von unseren Mitarbeitern zur aktuellen Arbeitssituation, zur CENIT-Strategie und zu unseren Prozessen. Im Jahr 2023 haben wir aktiv auf das Feedback unserer weltweiten Mitarbeiterumfrage "YOUR FEEDBACK" reagiert. Die Sozialleistungen bei CENIT wurden weiter verbessert und ausgebaut. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung eines neuen Verabschiedungsprozesses für langjährige Mitarbeiter, die in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Für die persönliche Verabschiedung erhalten die Mitarbeiter unter anderem einen persönlichen Brief des Vorstands sowie ein Geschenk. Auch im Jahr 2023 haben wir unser seit Jahren bestehendes CENIT Gesundheitsmanagement fortgeführt. Neben einem dedizierten Gesundheitstag mit Workshops, Vorträgen und der Möglichkeit von Einzelgesprächen mit Beratern und Coaches, ermuntern wir unsere Mitarbeiter über regelmäßige Blog-Einträge in unserer internen Kommunikationsplattform, mit Tipps und Tricks zu einem gesunden Lebensstil. Im Jahr 2023 haben wir einen bedeutenden Schritt im Bereich Kompensation unternommen. Um den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, haben wir eine Inflationsprämie eingeführt, die im Januar an alle Mitarbeiter ausgezahlt wurde. Wir sind uns bewusst, dass die Auswirkungen der Inflation vor allem die Mitarbeiter mit niedrigeren Einkommen spüren, daher haben wir die Sonderzahlung entsprechend gestaffelt.# Zusätzliche Informationen und Vergütungssystem
Zusätzlich haben wir im Jahr 2023 ein neues Bonusmodell eingeführt, das sicherstellen soll, dass alle Mitarbeiter am Erfolg von CENIT teilhaben können. Dieses innovative Modell wurde in Übereinstimmung mit marktüblichen Standards und bewährten Praktiken entwickelt und trägt zur Umgestaltung von CENIT bei, indem es sich auf zentrale Leistungskennzahlen stützt. Es fördert außerdem die interne Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Geschäftseinheiten, was zu mehr Transparenz und Fairness im Unternehmen führt. Ein besonders erfreulicher Effekt dieses neuen Prozesses ist die deutliche Reduzierung des administrativen Aufwands für unsere Führungskräfte. Dies ermöglicht ihnen, sich verstärkt auf strategische Aufgaben und die Förderung eines motivierenden Arbeitsumfelds zu konzentrieren. Mit diesem Bonusmodell schaffen wir somit nicht nur Anreize für unsere Mitarbeiter, sondern optimieren auch die Arbeitsprozesse im Unternehmen.
Im Jahr 2023 lag ein bedeutender Schwerpunkt unserer Personalstrategie weiterhin auf der Rekrutierung hochqualifizierter Talente. Dies diente der Förderung des Erfolgs und des kontinuierlichen Wachstums unseres Unternehmens und der gesamten Unternehmensgruppe. Um diesem Ziel gerecht zu werden, haben wir im Jahr 2023 an einer Vielzahl von Rekrutierungsveranstaltungen teilgenommen und innovative Ansätze zur Gewinnung von talentierten Mitarbeitern verfolgt. Ein Beispiel dafür ist weiterhin unsere Nutzung von Online-Plattformen, die es uns ermöglicht hat, Teile oder den gesamten Bewerbungsprozess virtuell durchzuführen. Dies hat nicht nur die Bewerbungserfahrung für unsere Kandidaten verbessert, sondern auch den administrativen Aufwand reduziert und die Bewerbungsprozesse beschleunigt. Des Weiteren gibt es nun die Möglichkeit, sich mit wenigen Klicks über das Smartphone mittels WhatsApp zu bewerben. Zusätzlich haben wir verstärkt Marketingtools und Social-Media-Plattformen wie XING und LinkedIn genutzt, um unsere Präsenz zu stärken und potenzielle Kandidaten anzusprechen. Ein neu eingeführtes Marketingtool zur automatisierten Ausspielung von Stellenausschreibungen auf verschiedenen Kanälen im Internet unterstützte uns zudem bei der Rekrutierung im vergangenen Jahr. Weiterhin haben wir unsere Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit intensiviert und unser erfolgreiches "Mitarbeiter werben Mitarbeiter"-Programm kontinuierlich ausgebaut, was uns im Jahr 2023 die Gewinnung von fünf neuen Kollegen ermöglichte. Die Optimierung unserer Touchpoints, einschließlich unserer Präsenz auf nationalen und internationalen Arbeitgeberportalen, blieb ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie.
Unsere Berufsausbildung bleibt ein zentraler und strategischer Investitionsbereich für unser Unternehmen. Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern und sie auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten. Im Jahr 2023 haben wir daher an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen, um potenziellen Auszubildenden und Studierenden unsere Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vorzustellen. Am Ende des Jahres 2023 hatten wir insgesamt 52 junge Menschen in verschiedenen Berufen ausgebildet, insbesondere in technischen Studiengängen wie Informatik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Von diesen absolvierten neun erfolgreich ihre Ausbildung bzw. ihr Studium bei uns, fünf von ihnen konnten wir im Anschluss als festangestellte Mitarbeiter in unserem Unternehmen begrüßen. Ein Auszubildender wird im Anschluss ein Duales Studium bei der CENIT absolvieren. Wir legen großen Wert auf die Qualität unserer Ausbildung und bieten unseren Auszubildenden regelmäßige interne und externe Schulungen an. Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr zehn Praktikanten und Bacheloranden beschäftigt, um ihnen wertvolle Praxiserfahrungen zu ermöglichen.
Vergütungssystem - Beteiligung am Unternehmenserfolg (ungeprüft)
Neben leistungsorientierten Aufstiegschancen und frühzeitiger Übernahme von Verantwortung bietet CENIT ihren Mitarbeitern eine attraktive Vergütungspolitik, welche regelmäßig gegenüber dem Markt überprüft und angepasst wird. Außer dem festen Gehalt, das durch den individuellen Arbeitsvertrag geregelt ist, gibt es Vergütungsbausteine, deren Höhe sich am operativen Betriebsergebnis sowie weiteren quantitativen und qualitativen Zielen bemisst.
Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
a) Global
2023 war in vielerlei Hinsicht ein äußerst schwieriges und herausforderndes Jahr. Geopolitische Unsicherheiten, Ukraine-Krieg, Israel-Palästina-Konflikt, Inflation, Lieferkettenproblematik, Migrationskrise und Arbeitskräftemangel beeinträchtigten die Weltwirtschaft stark. Dennoch fiel trotz all dieser Herausforderungen das Wachstum moderat aus. So wuchs die Weltwirtschaft nach ersten Schätzungen der meisten Wirtschaftsinstitute 2023 um rund 3,1%, was vor allem an der robusten Konjunktur der BRICS-Staaten lag. Das höchste BIP-Wachstum erreichte dabei Indien mit 7,3% und China mit 5,4%. Als überraschend stark erwies sich auch die US-Wirtschaft, die trotz der hohen Leitzinsen ein Wachstum von 2,5% verzeichnen konnte. Dazu trugen größtenteils die privaten Konsumausgaben sowie die Exporte bei. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum hat sich hingegen zuletzt wieder abgeschwächt und konnte laut der Europäischen Zentralbank lediglich um 0,6% wachsen. Dies war vor allem auf die restriktiveren Finanzierungsbedingungen sowie die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, die den privaten Konsum gebremst haben, zurückzuführen.
b) Europa
Nach einer kräftigen Erholung im Nachgang der Pandemie befindet sich die Wirtschaft im Euroraum derzeit in einer Flaute. Nachdem die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten den privaten Verbrauch gebremst haben, die Finanzierungsbedingungen im Zuge der raschen geldpolitischen Straffung ungünstiger geworden sind und zuletzt auch das außenwirtschaftliche Umfeld kaum Unterstützung bot, sind die wirtschaftlichen Auftriebskräfte erlahmt. Nach 3,4% Wachstum im Jahr 2022 wuchs die Wirtschaft im Euroraum, nach vorläufiger Einschätzung der meisten Wirtschaftsexperten um nur noch rund 0,5% in 2023. Nach den Inflationsrekordwerten der vorigen Jahre betrug die Teuerungsrate 2023 im Euroraum durchschnittlich 5,4%.
c) Deutschland
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 um 0,3% gesunken, die Inflationsrate betrug 5,9%. Nach Angaben der ifo-Experten klagten die Unternehmen in fast allen Wirtschaftsbereichen über eine rückläufige Nachfrage. In der Industrie und im Baugewerbe ist das Auftragspolster, das die Unternehmen noch zu Corona-Zeiten aufbauen konnten, inzwischen aufgebraucht. Die Auftragseingänge sind seit Monaten rückläufig, insbesondere der Wohnungsbau hatte eine Stornierungswelle zu verkraften. Hinzu kommt die restriktive Geldpolitik. Im Kampf gegen die Inflation haben die Notenbanken in Europa und Nordamerika die Leitzinsen kräftig angehoben. Dadurch verteuerte sich die Finanzierung von Investitionen deutlich. Der deutsche Arbeitsmarkt hingegen zeigte sich weiterhin robust. Noch nie war die Anzahl der erwerbstätigen Menschen in Deutschland höher als im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2022 nahm die Anzahl der Erwerbstätigen um rund 333.000 auf insgesamt 45,9 Millionen zu. Die Arbeitslosenquote stieg allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7%.
Die oben genannten Einflussfaktoren prägten auch die globalen Finanzmärkte, die sich aber vielerorts trotzdem überraschend positiv entwickelten. So schloss der DAX eines seiner erfolgreichsten Jahre am deutschen Aktienmarkt zum 31.12.2023 bei 16.751,64 Punkten und einem Plus von 20,3%. Auch der Dow Jones konnte das Jahr positiv abschließen mit einem Plus von rund 13,7%. Im Gegensatz zu vielen Small- und Mid-Cap-Werten konnte sich auch die Aktie der CENIT AG solide behaupten und schloss das Jahr 2023 mit einem Kurs von 12,25 EUR ungefähr auf Niveau des Eröffnungskurses 2023 ab.
2.2 Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Völlig unbeeindruckt von dem schwierigen gesamtkonjunkturellen Umfeld zeigt sich die Digitalwirtschaft. Auch im vergangenen Geschäftsjahr erwies sich die Branche als äußerst stabil und entwickelte sich besser als die Gesamtwirtschaft. So stiegen die ITK-Umsätze (Informationstechnologie und Kommunikation) im Jahr 2023 in Deutschland um 2,0% auf 215,0 Milliarden Euro. Der Arbeitsmarkt in der Digitalbranche hat sich ebenfalls weiterhin positiv entwickelt. Laut Bitkom entstanden 2023 in Deutschland 28.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Damit waren rund 1,33 Millionen Menschen in der ITK-Branche beschäftigt. Laut Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst ist die Digitalisierung die Antwort auf aktuelle Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat. Lediglich der Fachkräftemangel erweise sich hier immer wieder als Hemmschuh.
2.3 Zusammenfassender Geschäftsverlauf
Für den CENIT Konzern war 2023 ein sehr positives Jahr. Während sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Kunden in den Branchen Automotive und Anlagen- und Maschinenbau unverändert schwierig darstellen, haben sich die Rahmenbedingungen in der Luft- und Raumfahrtbranche positiv entwickelt. Dies hat, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, sowie im späteren Jahresverlauf der Konflikt im Nahen Osten nicht zu einer entsprechenden Erholung der Investitionen beigetragen. In diesem schwierigen Umfeld stieg der Umsatz organisch, inkl. ISR, um 9,1%. Gleichzeitig haben die geopolitischen Herausforderungen Umsatzsteigerungen bei bestehenden Kundenbeziehungen im Umfeld der Verteidigungsgüter ausgelöst. Insgesamt konnte CENIT sich in dem schwierigen Umfeld daher gut behaupten. CENIT hat die Schwankungen der Sektoren, in denen sie historisch stark etabliert sind, durch bedeutende Akquisitionen, sowohl im EIM-Segment (mip) als auch im PLM-Segment (PII & ABC) gezielt abgefangen.# Den Akquisitionskosten sowie den damit verbundenen Auswirkungen auf die Kapitalstruktur und die Liquidität wird mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung begegnet.
Diese strategischen Akquisitionen stärken nicht nur die Position des Konzerns in der DACH-Region sowie in wesentlichen Technologiebereichen, sondern werden kurzfristig auch wesentliche Beiträge zur Profitabilität von CENIT beisteuern. Trotz der geschilderten schwierigen Marktbedingungen stieg der Konzernumsatz von 162,2 mEUR im Vorjahr auf 184,7 mEUR (+22,6 mEUR; +13,9%) stark an. Der Umsatz mit Softwarelizenzen konnte trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten gegenüber dem Vorjahr (105,7 mEUR) um 3,8 mEUR auf 109,5 mEUR gesteigert werden. Ebenfalls konnte der Umsatz aus dem Service-Vertrieb mit einem Wachstum von +33% erheblich gesteigert werden. Die operativen Aufwendungen (OPEX) blieben, bereinigt um die Effekte aus den Akquisitionen, im Vergleich zum Vorjahr stabil. Dabei ist es gelungen, neben erheblichen Investitionen in die digitale Transformation, auch die interne Reorganisation voranzutreiben. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in 2023 zum einen durch den Entkonsolidierungseffekt der CENIT Japan (0,9 mEUR) und zum anderen durch den Verkauf der Immobilie in Oelsnitz beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Jahr 2023 rund 2,9 mEUR (Vj. 1,4 mEUR). Vor diesem Hintergrund hat sich das Konzern-EBIT deutlich auf 9,2 mEUR (Vj. 6,3 mEUR) erhöht.
Hierbei ergibt sich mit Blick auf die beiden Segmente von CENIT im Vergleich zum Vorjahr und Plan das folgende Bild:
(1) Das PLM-Segment mit seinen Kunden aus den teilweise weiterhin von der Pandemie belasteten Branchen (u.a. Automotive, Plant und Maschinenbau) konnte im Vergleich zum Vorjahr (134,6 mEUR) einen starken Umsatzanstieg von +9,8 mEUR (+7,3%) auf 144,3 mEUR erzielen und lag damit über dem ambitionierten Plan (140,0 mEUR). Das realisierte EBIT lag mit 5,5 mEUR deutlich über dem Vorjahresniveau (3,5 mEUR) und über der für 2023 angestellten Prognose (5,0 mEUR)
(2) Der Umsatz im EIM-Segment stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich um 12,8 mEUR (+46,3%). Möglich wurde diese Entwicklung durch die Beteiligung an der ISR, welche in 2023 das erste Mal für das vollständige Geschäftsjahr dem CENIT Konzern zuzurechnen ist sowie durch die Beteiligung an der mip, wodurch CENIT die eigene Marktstellung in der DACH-Region untermauert. Der Umsatz im Jahr 2023 (40,4 mEUR) übertraf die Budgetprognosen, welche bei 35,0 mEUR lagen. Es wurde ein Segment-EBIT von 3,7 mEUR erzielt (Vj. 2,7 mEUR), wodurch die Prognose in Höhe von 4,0 mEUR knapp unterschritten wurde
Das Ergebnis je Aktie (EPS) reduzierte sich aufgrund eines geringeren Finanzergebnisses auf 0,54 EUR/Aktie gegenüber 0,75 EUR/Aktie im Vorjahr. Da dem Mutterunternehmen CENIT AG auch ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung des CENIT Konzerns zukommt, ähnelt sich die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CENIT AG der des Konzerns, wonach das für 2023 geplante Umsatzziel von 96,0 mEUR um 0,5 mEUR (+0,5%) übertroffen wurde. Gegenüber dem Vorjahr konnte in der CENIT AG der Umsatz aus dem Beratungs- und Servicegeschäft um 1,5 mEUR gesteigert werden. Die Umsätze aus dem Softwareumfeld blieben nahezu unverändert. Unter Berücksichtigung von erhöhten Aufwendungen (+4,6%) reduzierte sich das EBIT um 1,3 mEUR auf 1,9 mEUR (Vj. 3,2 mEUR) und lag damit deutlich über der Prognose von 1,0 mEUR.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich der CENIT Konzern trotz widriger Umstände unbeeindruckt auf dem Wachstumspfad befindet und durch das Vorantreiben der Strategie 2025 sich weitere Wachstumschancen bieten.
3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des CENIT Konzerns
3.1 Ertragslage
Der Umsatz der CENIT lag im Geschäftsjahr 2023 bei 184,7 mEUR und damit um 13,9% über dem Vorjahreswert. Bezogen auf die beiden Segmente PLM und EIM ergibt sich folgendes Bild:
Die Umsätze nach Produkt- / Erlösarten gliedern sich wie folgt:
| Umsätze nach Produkt- / Erlösarten | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Fremdsoftware | 92.697 | 88.139 | |
| davon Software | 6.429 | 6.713 | |
| davon Software-Miete | 15.392 | 12.856 | |
| davon Softwarepflege | 70.876 | 68.570 | |
| CENIT Beratung und Services | 74.380 | 55.719 | |
| CENIT Software | 16.788 | 17.710 | |
| davon Software | 4.186 | 6.230 | |
| davon Software-Miete | 1.880 | 372 | |
| davon Softwarepflege | 10.722 | 11.108 | |
| Handelsware | 855 | 584 | |
| Gesamt | 184.720 | 162.152 |
Mit einem Anteil von 50,2% (Vj. 54,3%) am Gesamtumsatz bleibt der Verkauf von Fremdsoftware der größte Bestandteil des Umsatzes. Durch die weiteren Akquisitionstätigkeiten konnte die Verteilung der Umsätze zwischen Software- und Serviceumsätzen ausbalanciert werden. Bezogen auf die Art des Umsatzes weist die Softwarepflege und Software-Miete für Dritt- und proprietäre Software mit einem Anteil von 53,5% (Vj. 57,3%) am Gesamtumsatz weiterhin ein deutliches Gewicht auf. CENIT verfügt damit weiterhin über eine stabile wiederkehrende Umsatzbasis, nun aber kombiniert mit einem komplementären Serviceangebot (+ 33,5% gegenüber Vorjahr). So sorgt der Umsatzmix zwischen Softwarevertrieb und Servicevertrieb für eine Diversifizierung und bessere Kontrolle der Margen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit von Partnersoftware erheblich.
Beim Blick auf die Umsatzverteilung nach Regionen wird deutlich, dass sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verschiebung der Umsatzanteile von Rest of Europe und Rest of World nach Deutschland ergeben hat: In Deutschland wurden 63,5% (Vj. 61,0%) der Gesamtumsätze, im restlichen Europa 32,7% (Vj. 33,7%) und in den übrigen Ländern 3,8% (Vj. 5,3%) erzielt. Die leichte Veränderung der Umsatzverteilung nach Regionen ist im Wesentlichen auf Verschiebungen bedingt durch die M&A Aktivitäten sowie dem Verkauf der CENIT Japan zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr 2,9 mEUR (Vj. 1,4 mEUR). Dies steht im Zusammenhang mit Ergebniseffekten aus der Entkonsolidierung der CENIT Japan sowie dem Verkauf der Immobilie in Oelsnitz.
Der Materialaufwand beträgt im Berichtsjahr 77,0 mEUR gegenüber 71,5 mEUR im Vorjahr (+7,7%). Die Erhöhung resultiert maßgeblich aus einem größeren Umsatzvolumen (+13,9%) und einem einhergehenden Produktmix-Effekt.
Der Personalaufwand liegt im Jahr 2023 mit 78,6 mEUR ca. 16,8% über dem Vorjahreswert von 67,3 mEUR, was im Wesentlichen auf die Einbeziehung der ISR für ein ganzes Jahr als auch auf die Neuakquisitionen der mip, PII und ABC zurückzuführen ist. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich somit von 41,1% im Jahr 2022 auf 42,5% im Berichtsjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 mEUR auf 15,4 mEUR. Auch hier liegt der Grund im Wesentlichen in der Einbindung der zum Konsolidierungskreis hinzugestoßenen Gesellschaften. Gleichzeitig haben sich auch die Reisekosten um 0,6 mEUR und aufgrund des Wachstumskurses in Verbindung mit der M&A Strategie der CENIT die Beratungskosten gegenüber dem Vorjahr um 0,5 mEUR erhöht.
Somit erwirtschaftete CENIT ein deutlich erhöhtes EBITDA in Höhe von 16,4 mEUR (Vj. 11,9 mEUR). Die EBITDA-Marge erhöhte sich ebenfalls deutlich von 7,4% auf 8,9%. Die Abschreibungen beliefen sich auf 7,2 mEUR. Darin enthalten waren Abschreibungen in Höhe von 2,0 mEUR im Zusammenhang mit der Purchase Price Allocation im Rahmen der Akquisitionstätigkeiten. Nichtsdestotrotz konnte das EBIT von 6,3 mEUR im Vorjahr auf 9,2 mEUR gesteigert werden. Ferner beinhaltet das Konzernjahresergebnis von 5,0 mEUR (Vj. 6,6 mEUR) einen Steueraufwand von 1,9 mEUR (Vj. 2,6 mEUR).
Der Auftragseingang bei CENIT lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bei 196,1 mEUR (Vj. 167,5 mEUR, +17,1%). Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2023 belief sich auf 57,5 mEUR (Vj. 46,1 mEUR, +24,7%).
3.2 Finanzlage
a) Grundzüge und Ziele des Finanzmanagements
Ziel des Finanzmanagements im CENIT Konzern ist es, die finanzielle Stabilität und Flexibilität im Zusammenhang mit der für die Erreichung der strategischen Ziele notwendigen Liquidität zu sichern. Eine, trotz der intensiven Wachstumsstrategie, stabile Eigenkapitalbasis bildet hierfür das Fundament. Der Vorstand strebt eine stetige Beibehaltung der Eigenkapitalquote von größer als 25%, auch trotz der Wachstumsstrategie an. Die Finanzierungspolitik und das Finanzmanagement stellten sich im Vergleich zu den Vorjahren unverändert dar. Zur Zinssicherung im Rahmen der Re- bzw. Neufinanzierung wurde ein Fix-Payer-Zinsswap als Sicherungsinstrument abgeschlossen. Neben der Liquiditäts- und Cashflow-Analyse sind auch die Steuerung von Liquiditäts- und Wechselkursrisiken im Rahmen des Devisenmanagements wesentliche Bestandteile des Finanzmanagements.
b) Kapitalstruktur des Konzerns
Die Bilanzsumme des CENIT Konzerns beträgt zum Stichtag 153,6 mEUR (Vj. 127,0 mEUR) und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 26,6 mEUR, was im Wesentlichen im Zuge der Finanzierung der Wachstumsstrategie auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen ist. Die Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich nach Fristigkeit gegliedert wie folgt dar:
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital verringerte sich von 35% im Vorjahr auf 29% im Berichtsjahr, wenngleich sich der absolute Betrag um 0,2 mEUR erhöhte (+0,5%). Zum Bilanzstichtag haben sich die kurzfristigen Schulden auf 55,9 mEUR (-12,4 mEUR; -18,1 % gegenüber dem Vorjahr) reduziert. Begründen lässt sich dies im Wesentlichen durch eine neue Finanzierungstruktur im Zusammenhang mit den Akquisitionstätigkeiten. Waren die im Jahr 2022 getätigten Akquisitionen zunächst durch kurzfristige Bankdarlehen finanziert, wurden diese in 2023 durch eine mehrjährige Finanzierung abgelöst, die auch geplante Akquisitionen für das Jahr 2023 beinhaltete. Zum Abschlussstichtag weist die Gesellschaft daher keine kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.## 3.3 Vermögenslage
Die Vermögenslage des Konzerns für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 wird nachfolgend gegliedert nach Fristigkeit dargestellt:
Die langfristigen Vermögenswerte machten zum Bilanzstichtag ca. 45% (Vj. 49%) aller Vermögenswerte aus, die sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 mEUR erhöhten. Wesentlich geprägt werden die langfristigen Vermögenswerte durch das Anlagevermögen in Höhe von 64,4 mEUR (Vj. 54,2 mEUR). Neben den leicht reduzierten Sachanlagen (13,0 mEUR; Vj. 13,4 mEUR) haben sich die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 47,6 mEUR (Vj. 37,6 mEUR) erhöht, was im Wesentlichen durch den Einbezug der neuakquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss begründet ist.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 mEUR und lagen somit bei 84,0 mEUR (Vj. 65,0 mEUR). Dabei haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Geschäftsvolumen zum Jahresende, auf 35,4 mEUR (Vj. 26,0 mEUR) und die Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen auf 4,3 mEUR (Vj. 3,9 mEUR) erhöht. Die Zahlungsmittel haben sich um 4,4 mEUR auf 24,3 mEUR erhöht.
3.4 Fazit Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Vorstand der CENIT AG beurteilt vor dem Hintergrund der nach wie vor schwierigen Umstände im Zuge der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland und den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten die Geschäftsentwicklung des CENIT Konzerns im Geschäftsjahr 2023 als „gut“, wobei es in den kommenden Monaten und Jahren darum gehen wird, gemäß der Strategie 2025, das organische Wachstum zu beschleunigen und mit adäquatem anorganischem Wachstum zu unterstützen. Demzufolge kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich der CENIT Konzern trotz widriger Umstände weiterhin auf dem Wachstumspfad befindet und die sich im Zuge der Digitalisierung der Industrie bietenden Chancen nutzt.
4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CENIT AG
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die CENIT AG als Muttergesellschaft des CENIT Konzerns. Die Angaben erfolgen auf der Grundlage des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von großen Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes. Das Ergebnis der CENIT AG ist von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften sowie des Joint Ventures CenProCS Airliance GmbH beeinflusst.
4.1 Ertragslage
Der Umsatz der CENIT AG lag im Geschäftsjahr 2022 bei 96,5 mEUR und lag damit ca. 1,5% über dem Vorjahresumsatz von 95,1 mEUR.
Bezogen auf die beiden Segmente PLM und EIM ergibt sich folgendes Bild:
Die Umsätze nach Produkt- / Erlösarten gliedern sich wie folgt:
| Umsätze nach Produkt- / Erlösarten | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Fremdsoftware | 47.614 | 46.226 |
| davon Software | 6.686 | 8.019 |
| davon Software-Miete | 6.238 | 4.743 |
| davon Softwarepflege | 34.690 | 33.464 |
| CENIT Beratung und Services | 34.139 | 32.682 |
| CENIT Software | 14.017 | 14.949 |
| davon Software | 3.656 | 5.028 |
| davon Software-Miete | 783 | 286 |
| davon Softwarepflege | 9.578 | 9.635 |
| Handelsware | 92 | 581 |
| Sonstiges | 642 | 657 |
| Gesamt | 96.504 | 95.095 |
Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2023 auf 96,5 mEUR gegenüber 95,1 mEUR im Vorjahr (+1,5%). Dabei zeichneten sich folgende Trends ab:
(1) Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze aus Software-Miete und Softwarepflege am Gesamtumsatz konnte um 2,5% auf 53,1% gesteigert werden (Vj. 50,6%).
(2) Die Umsätze aus Beratung und Service konnten erneut gesteigert werden (+4,5%). Ihr Anteil am Gesamtumsatz beträgt im Geschäftsjahr 35,4% gegenüber 34,4% im Vorjahr.
(3) Der Neuverkauf von Fremd- als auch Eigensoftware reduzierte sich um rund 20,7% gegenüber dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf den bestehenden Trend zu Subscription Modellen zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtsjahr 2,1 mEUR (Vj. 0,9 mEUR). Dieser Anstieg steht im Zusammenhang mit Erträgen aus dem Verkauf der Beteiligung an der CENIT Japan sowie dem Verkauf der Immobilie in Oelsnitz.
Der Materialaufwand beträgt im Berichtsjahr 47,5 mEUR gegenüber 42,2 mEUR im Vorjahr, (+12,4%). Die Erhöhung resultiert maßgeblich aus einem sich verändernden Produktmix und damit verbunden deutlich gestiegenen Aufwendungen bezogen auf das CENIT Partnernetzwerk. Dies führt zu einer Materialaufwandsquote von 48,1% (Vj. 44,1%).
Der Personalaufwand lag 2023 mit 35,8 mEUR um 2,1 mEUR unter dem Vorjahreswert. Positiv hat sich im Wesentlichen ein Rückgang der durchschnittlich über das Geschäftsjahr angestellten Mitarbeitenden, bedingt durch den Übergang einiger Mitarbeitenden von der CENIT AG zur ISR, ausgewirkt. Die Personalaufwandsquote liegt damit im Berichtsjahr bei 37,1% nach 39,5% im Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen zum Stichtag bei 13,1 mEUR gegenüber 11,8 mEUR im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Beratungskosten im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen sowie ein nach der Pandemie wieder gesteigertes Reiseaufkommen.
Die CENIT AG erreichte ein EBITDA in Höhe von 2,5 mEUR (Vj. 3,9 mEUR), infolgedessen sich die EBITDA-Marge von 4,1% im Vorjahr auf 2,5% reduziert hat. Ebenso reduzierte sich das EBIT von 3,3 mEUR im Vorjahr auf 1,9 mEUR im Berichtsjahr, wodurch die EBIT-Marge von 3,3% im Vorjahr auf 2,0% im Berichtsjahr zurückging.
Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr 0,5 mEUR (Vj. 3,2 mEUR). Der wesentliche Grund für den Rückgang ist zum einen der Rückgang der Erträge aus Beteiligungen und zum anderen der Anstieg der Zinsaufwendungen im Rahmen der Finanzierungsstrategie
Ferner beinhaltet das Jahresergebnis von 2,3 mEUR (Vj. 5,4 mEUR) einen Steueraufwand von 0,0 mEUR (Vj. 1,0 mEUR). Für die Berechnung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 31% (Vj. 31%) zugrunde zu legen. Die Steuerquote beträgt im Geschäftsjahr 27,6 % (Vj. 28,2%).
4.2 Finanzlage
Die Investitionstätigkeit der CENIT AG war im Berichtsjahr 2023 im Wesentlichen durch die Investitionen in das Finanzanlagevermögen (12,8 mEUR) geprägt. Die stichtagsbezogene Liquidität hat sich von 6,9 mEUR auf 6,1 mEUR verringert.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden, auf Basis der Finanzierungsstrategie in Bezug auf zukünftige Unternehmenszukäufe, auf der Hauptversammlung am 06. Juni 2024 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,04 EUR je Aktie auszuschütten. Grundsätzlich ist die Finanzstrategie weiterhin auf die Beibehaltung einer guten und langfristigen Bonität ausgerichtet, die jedoch auch die Interessen der Aktionäre an einer Dividende berücksichtigt.
4.3 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der CENIT AG hat sich zum Bilanzstichtag von 75,4 mEUR auf 90,8 mEUR erhöht. Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten lässt sich der nachfolgenden Abbildung entnehmen:
Die Aktivseite der Bilanz der CENIT AG ist zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 wesentlich geprägt durch das Anlagevermögen, welches sich aufgrund der erworbenen Anteile an der mip, PII, ABC und CCE deutlich erhöht hat (+14,0 mEUR). Der Bestand an offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war zum Bilanzstichtag um rund 1,1 mEUR höher als im Vorjahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren zum Stichtag mit 5,3 mEUR auf Vorjahresniveau.Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich, im Wesentlichen durch um 1,5 mEUR höhere Erstattungsansprüche auf Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, von 3,7 mEUR im Vorjahr auf 5,1 mEUR erhöht. Auf der Passivseite wird die Bilanz der CENIT AG vom Eigenkapitalanteil und den Verbindlichkeiten bestimmt, wobei sich die Eigenkapitalquote zum Stichtag auf 33,8% gegenüber 43,3% im Vorjahr beläuft. Die Rückstellungen haben sich nur marginal von 5,5 mEUR im Vorjahr auf 5,7 mEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch die Aufnahme von Krediten erhöht. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entwickelt und sich von 5,2 mEUR im Vorjahr auf 3,3 mEUR zum Bilanzstichtag reduziert.
4.4 Fazit Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Vorstand der CENIT AG beurteilt vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage in Verbindung mit dem immer noch aktiven Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten und der insgesamt angespannten geopolitischen Situation die Geschäftsentwicklung der CENIT AG im Geschäftsjahr 2023 als „sehr gut“, wobei es in den kommenden Monaten und Jahren darum gehen wird, gemäß der Strategie 2025 das organische Wachstum weiter zu beschleunigen. Demzufolge kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich die CENIT AG trotz anspruchsvoller Umstände auf dem ambitionierten Wachstumspfad befindet und die sich im Zuge der Digitalisierung der Industrie bietenden Chancen nutzen wird.
5 Prognosebericht
Der vorliegende (Konzern-) Lagebericht enthält Aussagen und Informationen, die in die Zukunft gerichtet sind. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“, „schätzen“ oder ähnlichen Begriffen. Solche Aussagen beruhen auf bestimmten Erwartungen und Annahmen, die entsprechende Risiken und Ungewissheiten enthalten. Viele Faktoren, die Einfluss auf das Geschäftsmodell, die Geschäftsaktivität, die Geschäftsstrategie und den Erfolg des CENIT Konzerns haben, liegen nicht immer im Einflussbereich des CENIT Konzerns. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des CENIT Konzerns wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen direkt oder indirekt angesprochenen Ergebnissen abweichen.
5.1 Erwartete, gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung
Die letzten Prognosen zur weltweiten Wirtschaftsleistung des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Anfang Februar 2024 waren ein wenig optimistischer als das noch im Herbst letzten Jahres der Fall war. Für 2024 wird nunmehr ein Anstieg der Weltkonjunktur um 3,1% erwartet. Das sei laut IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas vor allem der unerwartet hohen Widerstandsfähigkeit vieler Industrie- und Schwellenländer, allen voran den USA, geschuldet. Damit seien die Risiken für das globale Wachstum angesichts sinkender Inflationsraten und eines stabilen Wachstums mittlerweile ausbalanciert. Laut IWF entfällt dabei das größte Wachstum im laufenden Jahr erneut auf Indien (+6,5%) und auch China soll trotz anhaltender Immobilienkrise und gedämpfter Auslandnachfrage um 4,6% wachsen. Besser als erwartet schneiden auch Brasilien (+1,7%) und Russland (+2,6%) ab. Für die größte Volkswirtschaft USA sieht der IWF eine Zunahme des Wirtschaftswachstums um 2,1% während für die Eurozone ein Wachstum von 0,9% prognostiziert wird.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem letzten World Economic Outlook (WEO) vom Januar 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Oktober 2023 erwartet. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,5% wachsen. Im Oktober hatte der IWF für 2024 noch ein Wachstum um 0,9% vorausgesagt. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland belastet die Entscheidungssicherheit für Unternehmen, zum Beispiel bei Investitionen.
Positiv lässt sich aus den Prognosen die Entwicklung der Verbraucherpreise herauslesen, denn in den Industrieländern – inklusive der Bundesrepublik – dürfte die Teuerung in diesem Jahr auf 2,6% fallen. Mit 2,0% Jahresinflation hat die Teuerung, wenn sich die Prognosen der IWF-Experten bestätigen, im Jahr 2025 dann das Niveau erreicht, bei dem Notenbanken üblicherweise von Preisstabilität sprechen.
Die Prognosen für 2024 unterliegen weiterhin zahlreichen Risiken, die sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken könnten. Dazu gehören vor allem eine Verschlechterung der ohnehin schon sehr schwierigen geopolitischen Lage sowie starke Rohstoffpreiserhöhungen oder anhaltende Inflation. Auch eine Verschärfung der Probleme in Chinas Immobiliensektor, Steuererhöhungen und Ausgabekürzungen sind hier weitere Risiken. Andererseits könne das Wachstum auch höher als erwartet ausfallen, wenn etwa die Inflation beschleunigt sinke und sich dadurch die Finanzierungsbedingungen verbesserten.
Nach Aussage des IWF besteht die Aufgabe für die Geldpolitik nun darin, den Rückgang der Inflation auf den Zielwert erfolgreich zu Ende zu bringen und dort, wo Lohn- und Preisdruck dies erlauben, eine weniger restriktive Haltung einzunehmen. Wo möglich, sollten die Regierungen außerdem in den Modus der Haushaltskonsolidierung zurückkehren.
Die Digitalbranche zeigt sich weiterhin unbeeindruckt von den weltweiten Krisen und setzt auf Wachstum. So soll laut Bitkom der Umsatz mit ITK in 2024 weltweit um 5,6% auf 4,91 Billionen Euro steigen. Dabei entfällt der dominierende Marktanteil mit 38% auf die USA. Deutschland besetzt mit 4,0% Marktanteil lediglich den fünften Platz hinter Großbritannien (4,3%). Das größte Wachstum verbucht dabei Indien mit einem Plus von 7,9%. Dahinter folgen die USA (+6,3%), China (+5,7%) und Großbritannien (5,6%). In Deutschland soll der Umsatz mit ITK, trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds um 4,4% auf 224,3 Milliarden Euro steigen. Auch die Beschäftigtenzahl in der Digitalwirtschaft soll bis Ende 2024 um 36.000 auf 1.368.000 zulegen.
5.2 Erwartete Entwicklungen des CENIT Konzerns und der CENIT AG
Für den CENIT Konzern wird im Geschäftsjahr 2024 ein Jahr des Wachstums und der Effizienz erwartet. In den folgenden Prognosen sind mögliche Akquisitionseffekte nicht enthalten. Auf Basis der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und sektoralen Entwicklungen (5.1) wird ein Konzernumsatz zwischen 195,0 - 202,0 mEUR erwartet. Die EBIT-Margen Prognose liegt bei mindestens 6,0%, gleichbedeutend mit einer Steigerung des EBIT auf mindestens 11,7 – 12,2 mEUR. Um dieses Ziel nachhaltig zu erreichen, wurde ein Plan entwickelt, der Effizienzsteigerungspotenziale in allen Bereichen des Konzerns aufzeigt, aus dem Maßnahmen zur direkten Umsetzung eingeleitet wurden. Im EIM-Segment wird ein Umsatz von rund 44,0 mEUR und ein EBIT von rund 5,5 mEUR erwartet. Im PLM-Segment wird ein Umsatz von rund 155,0 mEUR und ein EBIT von rund 6,5 mEUR angestrebt.
Die CENIT AG wird im Jahr 2024 voraussichtlich einen Umsatz zwischen 99,0 mEUR – 101,0 mEUR erwirtschaften. Das EBIT wird voraussichtlich bei knapp 1,0 mEUR liegen. Dies ist bedingt durch Investitionen in interne Projekte zur Steigerung der operativen Effizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.
Die dargestellte Planung basiert angesichts der geopolitischen Situation auf der jeweiligen Annahme, dass sich durch den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie dem Konflikt im Nahen Osten keine wesentlichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen (Unterbrechung der Lieferketten, Nachfragerückgang etc.) auf unsere Industrie und unsere Hauptkundensegmente (Luft- und Raumfahrt, Automotive, Anlagen- und Maschinenbau) ergeben werden und wir unsere Wachstumsziele erreichen können.
Wie in den Vorjahren wird die Softwareentwicklung, insbesondere bei der Digital-Factory-Lösung FASTSUITE E2 und der SAP-Integration, gestärkt. Die gesamte Fertigungsindustrie (PLM) sowie Finanzdienstleister (MEPs) stehen durch die Digitalisierung und die damit verbundenen Investitionen in den Umbau der IT-Landschaft vor Herausforderungen, zu denen der CENIT Konzern mit seinen Software- und Serviceangeboten als Anbieter innovativer und zuverlässiger Lösungen beitragen wird. Darüber hinaus bietet CENIT einen "One-Stop-Shop" für alle Digitalisierungsprozesse entlang der Produktionskette sowie Dokumentenverarbeitung an.
Die Strategie des Unternehmens beinhaltet ein anorganisches Wachstum, um die eigene Marktposition zu stärken und sich von Drittanbietern unabhängiger zu machen, Marktanteile zu gewinnen und gleichzeitig die Rentabilität zu verbessern. Die oben beschriebenen Ziele werden durch entsprechende Akquisitionen von zwei bis drei Gesellschaften pro Jahr unterstützt, um die jeweiligen Unternehmensbereiche weiter zu stärken. Zu diesem Zweck wurde eine Portfolioanforderung erstellt, welche fortwährend auf Basis der Strategie, der realen Handlungsoptionen und den zugrundeliegenden Rahmenbedingungen aktualisiert wird.
Darüber hinaus plant CENIT, dass die eigens entwickelte Software einen wesentlichen Teil des Gesamtportfolios ausmacht. Durch die bisher stark im Servicesegment stattfindenden M&A-Aktivitäten ergibt sich eine Verwässerung des softwarebezogenen Umsatzes im Verhältnis zum Gesamtumsatz des CENIT Konzerns. Der Vorstand formuliert die Zielsetzung der Strategie 2025 vor diesem Hintergrund auf einen Umsatzanteil durch Eigensoftware am Gesamtsoftwareumsatz von 20%. Für das Jahr 2023 liegt dieser Wert bei 15,3%.
Die Zusammenarbeit mit den Partnern Dassault Systèmes, IBM und SAP wird nachhaltig vorangetrieben, um den CENIT Konzern weiterhin als strategischen Partner zu positionieren.# 5.3 Gesamtaussagen zur zukünftigen Entwicklung
Trotz des weiterhin unsicheren Marktumfeldes infolge der aktuellen Wirtschaftslage, des Krieges in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten und den generellen geopolitischen Spannungen, blickt der Vorstand positiv in die Zukunft. Getragen wird diese Sicht durch die langfristig stabilen Wachstumstrends in relevanten Märkten und Branchen sowie die nach der Einschätzung des Vorstands starke aktuelle und zukünftige Positionierung des Konzerns in zahlreichen europäischen Ländern wie z. B. Deutschland mit enormem Nachholbedarf in Bezug auf die Digitalisierung der Industrie. Die zukünftigen Auswirkungen der weltweiten Ereignisse sind weiterhin nur sehr schwer verlässlich abzuschätzen. Des Weiteren zeigen die getätigten Akquisitionen, dass durch gezielte strategische Beteiligungen neue Marktsegmente erschlossen werden können, die eine Vielzahl von Neukunden für alle Geschäftsbereiche der CENIT ergeben oder auch die eigene Marktposition gestärkt werden kann. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von einzelnen Industriesegmenten reduziert und dadurch die Vorhersehbarkeit der Planungen stabilisiert. Durch den hohen Anteil an wiederkehrenden Umsätzen, insbesondere aus Verträgen zur Softwarepflege, hat CENIT eine solide Basis für die geplante Umsatzentwicklung in 2024. Darüber hinaus verfügt der CENIT Konzern über eine solide Kapitalstruktur, die ihren Beitrag zur Wachstumsfinanzierung leistet. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen unsicheren Rahmenbedingungen, die sich jederzeit wieder kurzfristig ändern können, erwartet der Vorstand aus aktueller Sicht ein weiteres Wachstumsjahr, in dem ein Anstieg der EBIT-Marge auf mindestens 6,0% angestrebt wird. Die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass sich die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem aufgrund der Wirtschaftslage in Deutschland, der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten sowie der Spannungen rund um Taiwan, nicht wesentlich verändern bzw. keine signifikanten wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Branche sowie unsere Hauptkundensegmente haben wird.
6 Chancen- und Risikobericht
6.1 Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (ungeprüft)
Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil unternehmerischen Handelns. Im Rahmen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, welches auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung miteinschließt, versucht CENIT diesen Risiken in angemessener Art und Weise zu begegnen. Dabei gilt es nicht Risiken zu meiden oder vollständig eliminieren zu wollen, sondern vielmehr durch ein adäquates und den Verhältnissen nach angemessenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bereitzustellen, um den auftretenden Risiken entgegenwirken zu können. Um dies gewährleisten zu können, ist bei der CENIT ein Kontroll- und Risikomanagementsystem vorhanden, welches über einen fortlaufenden Prozess die Vermögenswerte sichert und den gesetzlichen und regulatorischen Bestimmungen entspricht. Bestandteil dieses Systems sind u.a. die Definition von Kontrollhandlungen, eine regelmäßige Risikoinventur sowie entsprechende daraus abgeleitete Maßnahmen. Die wesentlichen Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems des CENIT Konzerns sind nachfolgend erläutert.
6.2 Chancen- und Risikomanagement
Durch die Vielfalt der Geschäftstätigkeit ist das unternehmerische Handeln des CENIT Konzerns sowohl mit Chancen als auch mit Risiken versehen. Um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und den richtigen Umgang mit ihnen zu gewährleisten, wird im CENIT Konzern ein entsprechendes Management- und Kontrollsystem eingesetzt. Sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig ist das Ziel, nachhaltig und profitabel zu wachsen und dadurch den Unternehmenswert im Sinne aller Stakeholder zu steigern. Um dies sicherzustellen, sollen Chancen bestmöglich genutzt und Risiken frühestmöglich erkannt werden, um adäquate Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Verantwortung für das frühzeitige Erkennen von Risiken sowie dem Ergreifen geeigneter Gegenmaßnahmen obliegt dem Vorstand der CENIT. Mit Hilfe eines implementierten Risikomanagementsystems werden Risiken konzernweit identifiziert sowie sowohl quantitativ als auch qualitativ nach einheitlichen Kriterien und Kategorien bewertet. Im Rahmen eines Risk-Assessments wird die aktuelle Risikolage halbjährlich aktualisiert, analysiert und dokumentiert. Das Risikomanagementsystem umfasst im Wesentlichen Finanzrisiken, operative Risiken, strategische Risiken und Compliance-Risiken. Dabei geht das System von der CENIT AG als Mutterunternehmen des CENIT Konzerns aus und bezieht ferner sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften mit ihren maßgeblichen Prozessen mit in die Betrachtung ein. Dabei spielen für die Risikobewertung die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie im Wesentlichen die damit verbundenen (prognostizierten) Auswirkungen auf Umsatz, EBIT und Liquidität eine entscheidende Rolle. Um ein funktionierendes Risikomanagementsystem gewährleisten zu können, sind neben der Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und der Funktionstrennung, die Zuordnung von Verantwortlichkeiten, Kontrollen bei der Abschlusserstellung, konzernweite Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung sowie geeignete Zugriffsregelungen auf EDV-Systeme ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems.
6.3 Risikobewertung und -reporting
Wesentlicher Baustein des Systems ist ein detailliertes Planungssystem, eine jährliche Budgetplanung, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Unterstützt wird dieses Risikomanagement durch regelmäßige Sitzungen des Managements, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden. Die Risikogrundsätze bei der CENIT (Leitsätze) lauten wie folgt:
- Unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden.
- Wir akzeptieren keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen.
- Jeder einzelne Mitarbeiter ist zu einem selbstverantwortlichen, bewussten Umgang mit Risiken aufgefordert.
- Nicht nur die reine Pflichterfüllung der gesetzlichen Vorgaben, sondern darüber hinaus ein proaktives Risikomanagement ist unser Ziel.
- Das Sicherheitsbewusstsein aller Mitarbeiter, die Akzeptanz notwendiger Maßnahmen und die aktive Mitwirkung bilden den Kern der Sicherheit in der Unternehmensgruppe.
- Führungskräfte sorgen dafür, dass sowohl die Richtlinien als auch mitgeltende Regelungen im eigenen Verantwortungsbereich bekannt sind und beachtet werden.
- Mitarbeiter müssen sich über Sicherheitsvorschriften und -vorkehrungen informieren und ihr Verhalten danach ausrichten.
- Alle Mitarbeiter sind verpflichtet die Informationen zu schützen damit dem Unternehmen durch die unberechtigte Nutzung von Informationen kein Schaden entsteht.
- Die Funktionen für Sicherheit vor Ort unterstützen Mitarbeiter und Führungskräfte bei der Umsetzung aller Sicherheitsthemen.
Die Risikokultur bei der CENIT AG wird getragen von den folgenden drei Risikogrundsätzen:
(1) Bereitschaft und Fähigkeit der Identifikation von wesentlichen Risiken in den jeweiligen Beobachtungs- und Verantwortungsbereichen.
(2) Durchgängige Kommunikation in der gesamten Organisation über die Bewertung der Risiken zur Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses und einer abgestimmten Vorgehensweise.
(3) Effizientes Risikomanagement in den Beobachtungs- und Verantwortungsbereichen sowie in der konsolidierten Form auf der Ebene der Geschäftsbereiche und des CENIT Konzerns.
Die Umsetzung des Risikomanagements erfolgt nach einem standardisierten Prozess, der gemäß nachstehender Abbildung im Wesentlichen die folgenden Schritte umfasst:
Im CENIT Konzern werden Risiken systematisch analysiert und bewertet. Dazu werden die Risiken in einzelne Risikokategorien eingeteilt. Die Risikokategorien werden im neu eingeführten Risikomanagement-Tool gepflegt und verwaltet. Das gesamte Risikobewertungsverfahren wird vom zentralen Risikomanagement koordiniert. Anhand der beiden Dimensionen (1) zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit und (2) zu erwartende Schadenshöhe werden die Risiken bewertet und in die Auswirkungsklassen gering, mittel, hoch und existenzbedrohend eingestuft. Hieraus werden anschließend die Risikoklassen “niedrig” und “mittel” abgeleitet, die als akzeptable Risiken beurteilt werden. Risiken der Klasse “hoch” sollten mit geeigneten Maßnahmen zur Reduktion des Risikos ausgestattet sein. Risiken der Klasse „existenzbedrohend“ sind nicht akzeptabel und sind zwingend mit geeigneten Maßnahmen zu behandeln. Zudem sind die Risiken zwingend nach quantitativen Gesichtspunkten zu bewerten, wobei als Risikoverteilungsfunktion eine Dreiecksverteilung präferiert wird und unter gegebenen Umständen auch ein Einfachwert herangezogen wird. Ferner werden die beiden Bewertungszeiträume (1) nächste zwölf Monate und (2) in den Monaten 13-24 unterschieden.
Gestützt auf den vorgenommenen Bewertungen wird eine entsprechende Risikomatrix erstellt:
| Gering | Mittel | Hoch | Existenzbedrohend | |
|---|---|---|---|---|
| Gering | Niedrig | Niedrig | Mittel | Hoch |
| Mittel | Niedrig | Mittel | Hoch | Existenzbedrohend |
| Hoch | Mittel | Hoch | Hoch | Existenzbedrohend |
| Existenzbedrohend | Hoch | Hoch | Existenzbedrohend | Existenzbedrohend |
Der Vorstand entscheidet anhand der Matrix, welche Risiken als bestandsgefährdend einzustufen sind, ggfs. werden hierzu Risiken zu Gruppen zusammengefasst. Bei der Risikobehandlung geht es um die Formulierung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Behandlung der Risiken mit identifiziertem Handlungsbedarf. Dazu werden im Risikoportfolio den Risiken entsprechende Maßnahmen zugeordnet und dokumentiert.# Im Rahmen des Risikomanagementprozesses erfolgen nach initialer Bestimmung der Risikotragfähigkeit eine regelmäßige und ihre fortlaufende Überprüfung. Die entsprechende Tragfähigkeit wird auf Gesellschaftsebene systemseitig gepflegt. Über systemgestützte Simulationen (Monte-Carlo-Simulation) und Aggregation von Risiken erfolgt eine Beurteilung einer möglichen Bestandsgefährdung. Der Vorstand kontrolliert mit den Bereichsleitern und Geschäftsfeldverantwortlichen die klassifizierten Risiken. Zusätzlich wird im Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage berichtet und eingehend diskutiert.
6.4 Risikosituation
a) Allgemeines
Aus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das Konzernergebnis bzw. die Liquidität wird für die folgenden Risiken die entsprechende Klassifizierung des Schadenerwartungswerts des Risikos angegeben, der nach Ergreifen von Gegenmaßnahmen vorliegt. Die Risikosituation stellt sich für den CENIT Konzern wie folgt dar:
| Risikokategorie | Risikobewertung |
|---|---|
| Finanz- und Steuerrisiken | |
| Finanzierung / Bonität | gering |
| Währungsrisiken | gering |
| M&A | mittel |
| Marktrisiken | |
| Kundenabhängigkeit | gering |
| (Globale) Krisen | mittel |
| Strategische Risiken | |
| Lieferantenabhängigkeit | mittel |
| IT Security | gering |
| Legal & Vertragsrisiken | gering |
| Compliance-Risiken | gering |
b) Finanz- und Steuerrisiken
Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern Bonitäts-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Zins- und Währungsschwankungen ausgesetzt, die im Rahmen des Risikomanagements identifiziert, beurteilt und gegebenenfalls durch Maßnahmen reduziert werden. Dazu zählt unter anderem der Abschluss eines Zinssicherungsgeschäfts im Rahmen der Finanzierungsstrategie der CENIT. Der CENIT Konzern hat seit Jahren eine Eigenkapitalquote von über 25% und ist somit solide finanziert. Ferner werden bei Bedarf zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. In diesem Zusammenhang ist ein adäquates Debitorenmanagement eingerichtet. Der CENIT Konzern wickelt Geschäftstransaktionen größtenteils in Landeswährung ab. Da den Verkäufen in Landeswährung auch entsprechende Ausgaben in Landeswährung gegenüberstehen, ist das Risiko durch Währungsschwankungen gering. Gerade in der aktuellen Zeit kommt der Steuerung von Liquiditätsrisiken eine besondere Bedeutung zu. Liquiditätsrisiken entstehen dann, wenn die Kunden des CENIT Konzerns nicht imstande sind, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Um dieses Risiko frühzeitig zu erkennen und somit so gering wie möglich zu halten, führt der CENIT Konzern regelmäßige Analysen zur Einschätzung der Zahlungsfähigkeit seiner Kunden durch. Im Rahmen der Wachstumsstrategie verfolgt CENIT eine Finanzierung auf einer soliden wirtschaftlichen Basis. Die geordnete Kapitalstruktur der CENIT hilft dabei, im Falle eines entsprechenden Kapitalbedarfs, eine erfolgreiche Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße sicher zu stellen. Währungsrisiken aus der Beschaffung im CENIT Konzern entstehen dann, wenn die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erfolgt. Die Minimierung dieses Risikos erreichen wir, indem wir hier korrespondierende Einkaufs- und Verkaufsverträge in gleicher Währung abschließen. Währungsrisiken aus der Beschaffung bei dem Mutterunternehmen entstehen nur in Ausnahmefällen, da im Regelfall innerhalb der Eurozone eingekauft wird. Die Volatilität an den Devisenmärkten und die daraus resultierende Ungewissheit über die Wechselkursentwicklung haben auch Einfluss auf die CENIT. Die Geschäftstätigkeit des CENIT Konzerns generiert unter anderem auch Forderungen in US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Rumänischen Leu (RON), Chinesischen Yuan (CNY) und Japanischen Yen (JPY). Damit ist CENIT einem gewissen Währungsrisiko ausgesetzt. Aufgrund eines i. d. R. engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Rechnungsstellung und Zahlung sowie der Durchsetzung von Anzahlungen wird das residuale Währungsrisiko im Rahmen einer wirtschaftlichen Kosten- und Nutzenabwägung beurteilt und im Bedarfsfall auch abgesichert. Im Berichtsjahr 2023 wurden keine Geschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken getätigt. Die von CENIT aktuell vorangetriebene M&A-Strategie, mit dem Ziel von 2-3 Akquisitionen pro Jahr, birgt sowohl organisatorische als auch finanzielle Risiken. Diesen Risiken wird durch einen klar definierten Stage-/Gate-Prozess sowie sehr strengen Auswahlverfahren in Bezug auf potenzielle „targets“ Rechnung getragen. Zu vordefinierten Quality Gates müssen bestimmte Qualitätskriterien erreicht sein, damit eine M&A-Opportunity weiterverfolgt wird. Auf der Basis eines sorgfältig ausgearbeiteten Kriterienkataloges werden von der Evaluierung über Due Diligence bis hin zur Ausarbeitung der Kaufverträge inklusive der Einholung aller Gremien Genehmigung mit Checklisten alle Schritte mehrfach validiert. Die Due-Diligence-Phase wird dabei immer durch erfahrene externe Berater begleitet, die mit Schwerpunkt Finanzen, Steuer und Recht alle potenziellen Risiken beleuchten und entsprechende Audit-Berichte erstellen. Nach Abschluss einer Transaktion erfolgt die Post-Merger-Integration-Phase, ebenfalls auf der Basis vordefinierter Ablaufpläne (u.a. CENIT99), die durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess stets mit den Erfahrungen vorangegangener PMI-Projekte verbessert werden. Insgesamt werden die Risiken im Bereich der Finanz- und Steuerrisiken als gering bis mittel angesehen.
c) Marktrisiken
CENIT sieht sich in seinen Zielmärkten gut positioniert. In ihren beiden Segmenten PLM und EIM verfügt CENIT nach eigener Einschätzung bei ihren A- und B-Kunden über eine starke Marktstellung. Der Vorstand überwacht fortlaufend die Abhängigkeit von Großkunden. Kein Kunde trägt im Geschäftsjahr 2023 mehr als rund 5% zum Konzernumsatz bei. Die sich hierbei bietenden Chancen beabsichtigt CENIT zukünftig noch konsequenter zu nutzen, um seine Marktstellung zu festigen bzw. weiter auszubauen. Die sich hieraus potenziell ergebenden Chancen werden als mittel bis hoch eingeschätzt. Hierzu sollen insbesondere eigene Softwarelösungen beitragen, welche die Kundenbindungen erhöhen sollen. Dabei wird die Kundenbindung u. a. auch durch die strategischen Partnerschaften mit großen international aufgestellten Global Playern, wie z. B. Dassault Systèmes, IBM und SAP unterstützt. Zudem eruiert, bewertet und überwacht der Konzern regelmäßig sich bietende Chancen und (möglicherweise) auftretende Risiken in Bezug auf alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und -prozesse. Bezogen auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen, verursacht durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten sowie den Spannungen um Taiwan, und der damit einhergehenden Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung in den für CENIT wesentlichen Branchen Automotive, Aerospace sowie Anlagen- und Maschinenbau, ist entsprechend auch die Planung für das Geschäftsjahr 2024 sowie folgender Jahre von Unsicherheit geprägt. Diesbezüglich werden die relevanten Entwicklungen Umsatz- und EBIT-seitig monatlich analysiert sowie mit Hilfe von Szenario-Planungen und Sensitivitätsanalysen versucht, bestmöglich zu prognostizieren. Insgesamt werden die Risiken im Bereich der Marktrisiken als gering bis mittel angesehen.
d) Strategische Risiken
Der CENIT Konzern setzt Vertrauen in seine Partner und Lieferanten und möchte hiermit zu einer fairen und langfristigen Zusammenarbeit beitragen. Leistungen, Gegenleistungen und Risiken stehen dabei in einem ausgewogenen Verhältnis. Von den Partnern und Lieferanten wird erwartet, dass gemeinsam Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung identifiziert und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang verfolgt CENIT eine auf den konkreten Bedarf eines Projekts zugeschnittene Einkaufspolitik. Dennoch schaffen strategischen Partnerschaften auch Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. CENIT ist aufgrund seiner Größe als Partner für Dassault Systèmes gut positioniert, da der Kundenzugang zu mehreren Tausend Kunden nur über das Vertriebsnetz des CENIT Konzerns sichergestellt ist. Die Abhängigkeiten sind somit gegenseitig. Dennoch wird diese Abhängigkeit durch gezielte Akquisitionen in anderen Geschäftsbereichen stark reduziert werden. Die IT überwacht kontinuierlich den Systembetrieb, überprüft regelmäßig die bestehenden Berechtigungen der einzelnen Anwender und passt gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf die einzelnen Systeme an. Risiken im Zusammenhang mit Cybersecurity wird mit entsprechenden Maßnahmen wie z.B. „Penetration-Test“ Rechnung getragen. Aus diesem Grund wird das Risiko im IT-Bereich als beherrschbar eingeschätzt. Insgesamt werden die Risiken im Bereich der strategischen Risiken als gering bis mittel angesehen.
e) Legal- & Compliance-Risiken
Der CENIT Konzern schließt mit seinen Kunden marktübliche Verträge. Vertragliche Risiken werden hierbei durch Anwendung von standardisierten AGBs begrenzt. Zusätzlich hat der CENIT Konzern eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen, um das Risiko weiter zu minimieren. Unter Compliance-Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Die Compliance-Risiken werden insgesamt als gering eingestuft. Insgesamt werden die Risiken im Bereich der Legal- & Compliance Risiken als gering angesehen.
6.5 Chancensituation
Wesentliche Chancen ergeben sich aus der Wachstumsstrategie von CENIT.# 6.6 Gesamtbild der Chancen – und Risikolage des CENIT Konzerns
Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation und die Bestimmung der Risikotragfähigkeit haben ergeben, dass im Berichtszeitraum keine existenzgefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft keine, den Fortbestand des Konzerns, gefährdenden Risiken erkennbar sind. Alle erkannten Risiken wurden im Konzernabschluss angemessen berücksichtigt und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus sind zum Bilanzstichtag keine weiteren Risiken bekannt, die voraussichtlich einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Das Risikomanagement und Frühwarnsystem erlauben eine transparente Unternehmenssteuerung und Risikofrüh-erkennung. Die Gesamtbetrachtung der Chancen und Risiken ergibt, dass der CENIT Konzern im Wesentlichen neben strategischen Risiken auch vom operativen Risiko, geprägt durch die aktuellen geopolitischen Spannungen, betroffen ist. Letzteres umfasst die Unsicherheit bzgl. der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung relevanter Branchen sowie die damit verbundenen Absatzchancen. Demgegenüber richten sich die strategischen Risiken u. a. auf die Abhängigkeit von der Entwicklung bei wichtigen strategischen Lieferanten sowie in der Spezialisierung auf Technologiepartner und der damit verbundenen Abhängigkeit von deren Geschäftsentwicklung.
Durch qualitativ hochwertigen Service und Prozess-Know-how bietet sich die Chance, die erzielbaren Tagessätze zu optimieren und auszubauen. Dies ist nur aufgrund der nachhaltigen Ausbildung unserer Mitarbeiter umsetzbar. CENIT nutzt durch erhöhtes Engagement am Arbeitsmarkt die sich bietenden Chancen, um qualitativ hochwertige Fachkräfte zu rekrutieren. Aufgrund der weiter voranschreitenden Digitalisierung der Fertigungsindustrie sowie der weiterhin nachhaltigen Fokussierung auf eigene Software und den damit verbundenen Service bieten sich CENIT am Markt erhebliche Chancen. Neben den beschriebenen Risiken eröffnen die immer kürzer werdenden Innovationszyklen die Möglichkeit, die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben und unseren Geschäftskunden mit unseren eigenen Softwareprodukten Lösungen anzubieten, welche sie wettbewerbsfähiger machen. Daher sind unsere Aktivitäten rund um Innovation und Produktentwicklung entscheidend, wenn es darum geht, Chancen zu erkennen, zu nutzen und sie im zunehmenden Wettbewerb zu etablieren.
6.7 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungs- und Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 4 HGB (CENIT AG: § 289 Abs. 4 HGB)
Einen wichtigen Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikosystem des CENIT Konzerns dar. Demnach werden unter dem internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung gerichtet sind.
In den einzelnen Konzerngesellschaften ist ein den jeweiligen Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem implementiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rechnungswesen besteht das Prinzip der Funktionstrennung. Das Finanz- und Rechnungswesen ist weitestgehend am Standort in Stuttgart zentralisiert. Es besteht eine klare Aufgabenzuordnung sowohl bei der Erstellung des Einzelabschlusses als auch bei der Erstellung des Konzern- abschlusses. Darüber hinaus sind Kontrollen, nach dem Vier-Augen-Prinzip oder in Form von Systemkontrollen implementiert, um Unrichtigkeiten zu vermeiden. Der Vorstand trägt die Verantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess.
6.8 Qualitätssicherheit und Informationssicherheit (ungeprüft)
a) Qualitätssicherheit
Der Erfolg des CENIT Konzerns hängt in erster Linie davon ab, ob die Anforderungen der Kunden erfüllt werden. Im Bereich der Geschäftsprozessberatung möchten wir mit qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Lösungen überzeugen. Durch die Übernahme von Betriebstätigkeiten für den Kunden oder beim Kunden vor Ort soll die Effizienz des übernommenen Betriebs gesteigert werden. Um dies zu erreichen, hat der CENIT Konzern seine eigenen Prozesse so gestaltet, dass sie den Kundenanforderungen nach Einschätzung von CENIT bestmöglich gerecht werden. Dazu hat der CENIT Konzern wichtige für den Konzern in der Gesamtheit geltenden Prozessbeschreibungen erarbeitet und in Kraft gesetzt. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, diese Prozesse umzusetzen und durch methodisch festgelegte Vorgehensweisen ständig zu verbessern. Die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung ist somit ein wichtiger Baustein des Qualitätsmanagementsystems. Durch diesen fortwährenden Prozess werden Verbesserungs- potenziale aufgezeigt, bewertet und umgesetzt.
Die Leitung des Qualitätsmanagements obliegt dem Vorstand. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Unternehmensführung direkten Einfluss und Kontrolle auf das Qualitätsmanagementsystem des Konzerns hat und somit auch sehr schnell und flexibel Fehlentwicklungen entgegenwirken kann. Im Managementhandbuch hat der CENIT Konzern Regelungen für das Qualitätsmanagement aufgestellt. Grundlage hierfür ist die Norm DIN EN ISOꢀ9001:2015. Der Vorstand legt die Qualitätspolitik und -ziele fest und sorgt dafür, dass sie auf allen Ebenen des Konzerns bekannt sind. Weiterhin definiert der Vorstand die Organisation und die Verantwortungsbereiche und stellt die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung. Der Vorstand überprüft regelmäßig, mindestens jedoch jährlich, ob die vereinbarten Ziele und Prozesse sowie Gesetze und Normen eingehalten werden. Die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 wird jährlich, sowohl durch interne Audits als auch durch eine externe unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, überprüft. Die Rezertifizierung wurde erfolgreich durchgeführt und ein neues Zertifikat bis zum Jahr 2026 ausgestellt.
b) Informationssicherheit
Um die Einhaltung von gesetzlichen, behördlichen und vertraglichen Anforderungen, sowie den Schutz der eigenen und der Kundeninformationen sicherzustellen, wurde auf Basis DIN EN ISO/IEC 27001:2017 ein Informationssicherheits-Managementsystem implementiert. Die DIN ISO 27001 ist ein international anerkannter Standard und versteht sich als ein systematischer prozessorientierter Ansatz, ein Informationssicherheits-Managementsystem umzusetzen, das sowohl die Technik als auch die Mitarbeiter berücksichtigt und gleichzeitig einen kontinuierlichen Überwachungs- und Optimierungsprozess etabliert. Das Informationssicherheit-Managementsystem ergänzt somit das Qualitätsmanagementsystem um konkrete, technische und organisatorische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit von Informationen, wie etwa die physikalische und personelle Sicherheit mittels Zutritts- und Zugangsschutz oder der Verschlüsselung von kritischen Daten.
Die Mitarbeiter werden in Informationsveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen des Unternehmens informiert. Für das Tagesgeschäft notwendige Informationen werden entweder in Regelmeetings oder in Einzelbesprechungen kommuniziert. Es wird auf eine offene, dialogorientierte Kommunikation Wert gelegt. Die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 27001:2017 wird jährlich sowohl durch interne Audits als auch durch eine externe unabhängige Zertifizierungsgesellschaft, überprüft. Die Rezertifizierung wurde erfolgreich durchgeführt und ein neues Zertifikat bis zum Jahr 2026 ausgestellt.
6.9 Stellungnahme zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (ungeprüft)
Basierend auf den wesentlichen Kernelementen bezogen auf das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowie den uns vorliegenden Informationen, liegen im internen Kontrollsystem keine kritischen internen Kontrollschwächen vor, die wesentliche Auswirkungen auf die CENIT AG haben könnten. Ebenso gehen weder aus dem internen Risikomanagement noch aus unserer internen Qualitätssicherung Sachverhalte hervor, die ein Erreichen der gesetzten Unternehmensziele gefährden und die nicht angemessen durch unsere Prozesse behandelt wurden. Sowohl die Prozesse im Rahmen des internen Kontrollsystems als auch bezogen auf das Risikomanagementsystem werden in regelmäßigen Abständen sowohl durch das Total Quality Management als auch im Rahmen von externen Audits überprüft. Insgesamt gibt es keine bekannten Hinweise, die darauf schließen lassen, dass das im CENIT Konzern eingesetzte interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagementsystem, welche auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse miteinbeziehen, nicht angemessen sind oder zum Bilanzstichtag nicht wirksam funktioniert haben.
7 Sonstige Angaben
7.1.# Erklärung zur Unternehmensführung (ungeprüft)
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben für 2023 die nach § 289f bzw. § 315d HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben und diese auf der Homepage im Internet unter folgendem Link dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.CENIT.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html.
7.2. Nichtfinanzielle Konzernerklärung (CSR- bzw. Nachhaltigkeitsbericht) (ungeprüft)
Der Vorstand wird die nach § 315b HGB vorgeschriebene nichtfinanzielle Konzernerklärung erstellen und wird diese bis zum 30. April 2024 auf der Homepage im Internet unter folgendem Link dauerhaft zugänglich machen: http://www.CENIT.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html.
8 Erläuterungen des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289a und 315a HGB
(1) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das Grundkapital der CENIT AG beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 8.367.758,00 EUR.
(2) Beschränkungen die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen nicht.
(3) Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten
Direkte oder indirekte Beteiligungen am gezeichneten Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten sind im Anhang zum Jahresabschluss bzw. im Konzernanhang zum Konzernabschluss der CENIT AG dargestellt.
(4) Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
(5) Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Stimmrechtskontrollen für Arbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind, bestehen nicht.
(6) Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung
Die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in § 84 AktG geregelt. Darüber hinaus bestimmt § 7 Ziffer 1 und 2 der Satzung, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt und ihre Zahl bestimmt. Nach § 7 Ziffer 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Ergänzend hierzu ist in § 21 Ziffer 1 der Satzung geregelt, dass Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit nicht eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 16 der Satzung ermächtigt.
(7) Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben und zurückzukaufen
Zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien bedarf die Gesellschaft gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, soweit nicht gesetzlich ausdrücklich zugelassen, einer besonderen Ermächtigung durch die Hauptversammlung. Der Vorstand der CENIT AG versichert, dass im zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.
(8) Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen und hieraus folgende Wirkungen
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.
(9) Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Stuttgart, am 03. April 2024
CENIT Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Peter Schneck
Sprecher des Vorstands
Axel Otto
Mitglied des Vorstands
CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart BILANZ 31.12.2023 31.12.2022
| AKTIVA | EUR | EUR |
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | 293.518,93 | 325.666,43 |
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und | ||
| Werten | ||
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der | 6.221,99 | 385.959,22 |
| Bauten auf fremden Grundstücken | ||
| 2. Technische Anlagen | 671.019,60 | 325.724,62 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und | 53.946,15 | 68.990,19 |
| Geschäftsausstattung | 731.187,74 | 780.674,03 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 53.040.791,72 | 39.004.816,75 |
| 2. Beteiligungen | 2.802.757,89 | 2.802.757,89 |
| 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 273.000,00 | 429.000,00 |
| 56.116.549,61 | 42.236.574,64 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Unfertige Leistungen | 438.332,67 | 279.014,13 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 69.014,61 | 70.178,78 |
| 507.347,28 | 349.192,91 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.820.857,49 | 9.672.138,18 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.050.838,78 | 1.471.050,85 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen | 4.271.172,79 | 3.857.782,50 |
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 5.146.217,03 | 3.705.637,60 |
| 21.289.086,09 | 18.706.609,13 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 6.093.371,34 | 6.920.446,05 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 5.759.342,71 | 6.068.818,06 |
| 90.790.403,70 | 75.387.981,25 |
CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart BILANZ 31.12.2023 31.12.2022
| PASSIVA | EUR | EUR |
|---|---|---|
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 8.367.758,00 | 8.367.758,00 |
| II. Kapitalrücklage | 1.058.017,90 | 1.058.017,90 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Gewinnrücklage | 418.387,90 | 418.387,90 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 13.870.955,48 | 13.870.955,48 |
| IV. Bilanzgewinn | 7.014.781,41 | 8.915.353,54 |
| 30.729.900,69 | 32.630.472,82 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 381.967,00 | 345.967,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 5.286.583,10 | 5.173.983,65 |
| 5.668.550,10 | 5.519.950,65 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 37.391.304,36 | 21.350.000,00 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.145.888,38 | 382.040,53 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | 3.328.720,52 | 5.194.931,95 |
| Leistungen | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | 864.384,30 | 662.171,10 |
| Unternehmen | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | 27.474,53 | 26.092,51 |
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.802.407,08 | 3.162.741,26 |
| davon im Rahmen der soz. Sicherheit: 0,00 EUR (Vj. 10.687,25 EUR) | ||
| davon aus Steuern: 1.023.114,16 EUR (Vj. 631.923,68 EUR) | ||
| 48.560.179,17 | 30.777.977,35 | |
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 5.831.773,74 | 6.459.580,43 |
| 90.790.403,70 | 75.387.981,25 |
CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2023 2022
| EUR | EUR | |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 96.503.842,52 | 95.094.909,34 |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen (im Vj. Verminderung) | 159.318,54 | -113.102,91 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 2.134.248,29 | 879.850,96 |
| davon Erträge aus der Währungsumrechnung: 87.398,92 EUR (Vj. 95.486,85 EUR) | ||
| Gesamtleistung | 98.797.409,35 | 95.861.657,39 |
| 4. Materialaufwand | ||
| a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für | 37.413.209,78 | 36.200.870,59 |
| bezogene Waren | ||
| b. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.084.822,75 | 6.040.600,48 |
| 47.498.032,53 | 42.241.471,07 | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a. Gehälter | 30.393.051,42 | 32.299.079,78 |
| b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 5.397.500,47 | 5.578.333,89 |
| 35.790.551,89 | 37.877.413,67 | |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | 565.125,83 | 721.278,12 |
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | ||
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 13.057.750,27 | 11.818.643,72 |
| davon aus Währungsumrechnung: 190.429,71 EUR (Vj. 152.980,79 EUR) | ||
| Operatives Ergebnis | 1.885.948,83 | 3.202.850,81 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 1.776.729,29 | 3.375.552,20 |
| davon aus verb. Unternehmen: 1.776.729,29 EUR (Vj. 3.375.552,20 EUR) | ||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 131.344,55 | 50.967,86 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 15.550,11 EUR (Vj. 50.967,86 EUR) | ||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.440.252,95 | 247.678,21 |
| davon aus der Aufzinsung: 7.690,00 EUR (Vj. 7.152,00 EUR) | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -10.968,32 | 1.021.616,11 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 2.364.738,04 | 5.360.076,55 |
| 14. Sonstige Steuern | 81.431,17 | 46.642,73 |
| 15. Jahresüberschuss | 2.283.306,87 | 5.313.433,82 |
CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart Anhang für 2023
A Allgemeine Hinweise
Die CENIT AG hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 19117). Es handelt sich um eine große börsennotierte Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit §264d HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Standards des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees e.V., Berlin, (DRSC) wurden beachtet, soweit sie für den Jahresabschluss der Gesellschaft einschlägig sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugebenden Davon-Vermerke teilweise in den Anhang aufgenommen.
B Rechnungslegungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Hierbei erfolgt eine Orientierung an den vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlichten AfA-Tabellen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahre.# Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1.
Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Hierbei erfolgt eine Orientierung an den vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlichten AfA-Tabellen. Die Nutzungsdauer auf Sachanlagen beträgt zwischen drei und zehn Jahre. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 150 EUR wurden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagegegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen wird jährlich in Form der Berechnung eines beizulegenden Zeitwerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen, die auf vom Management erstellten 5- Jahres-Finanzpläne basieren, geprüft (Discounted Cashflow Verfahren). Bei der Ableitung mehrjähriger Finanzpläne werden Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen getroffen, welche von den tatsächlichen Entwicklungen in der Zukunft abweichen können. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bzw., sofern es sich um Fremdleistungen handelt, zu Anschaffungskosten bewertet. Die eigenen Leistungen umfassen neben Personaleinzelkosten angemessene anteilige Gemeinkosten für Personal, Abschreibungen und Mieten sowie die allgemeinen Verwaltungskosten. Ist am Abschlussstichtag ein geringerer Marktpreis festzustellen, so werden die unfertigen Leistungen mit diesem angesetzt. Die Bewertung von Waren und geleisteten Anzahlungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich werden Abschläge auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% (Vj. 1%) gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Erwartete künftige Preis- und Kostensteigerungen fließen in die Rückstellungsbewertung ein. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Ausweis des Abzinsungsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis, dagegen werden Effekte aus der Änderung des Zinssatzes oder aus der Veränderung der Laufzeit im operativen Ergebnis dargestellt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (sog. Verlustrückstellung) werden für künftige, noch nicht realisierte Verluste gebildet. Ein Verlust aus einem schwebenden Geschäft droht, wenn sich Erträge und Aufwendungen aus demselben noch nicht abgewickelten Geschäft nicht ausgleichen, sondern per Saldo ein Verpflichtungsüberschuss besteht. Im Geschäftsjahr wurde hierfür keine Rückstellung (Vj. 4 TEUR) gebildet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Im Rahmen der Bewertung wird jeweils der vereinbarte Kurs mit dem Terminkurs gleicher Fälligkeit zum Bilanzstichtag verglichen. Ein sich daraus ergebender unrealisierter Verlust wird zurückgestellt. Eine positive Differenz wird nicht berücksichtigt. Eine Aufrechnung von Gewinnen und Verlusten erfolgt nicht. Das Bewertungsergebnis wird auf den Barwert abgezinst. Die Zeitwerte der Derivate entsprechen im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz ermittelt. Soweit möglich werden Grundgeschäfte und zu Sicherungszwecken geschlossene derivative Finanzinstrumente mit vergleichbaren Risiken zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Folglich findet in dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgleichen keine buchhalterische Erfassung der Bewertung statt. Die Bewertung der nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen Geschäfte erfolgt einzeln zu Marktwerten. Sich ergebende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. CENIT erzielt Umsatzerlöse aus der Lizenzierung von (Standard-) Software (Eigen- und Fremdsoftware), der Softwarepflege (für Eigen- und Fremdsoftware), der Erbringung von IT-Dienstleistungen sowie der Erbringung von Beratungsleistungen für die Planung, Implementierung und Optimierung von Geschäfts- und IT- Prozessen. Außerdem werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren erzielt. Bei CENIT werden die unterschiedlichen Produkte nach den folgenden Vertragstypen kategorisiert: - Lizenzerträge – diese umfassen die Umsatzerlöse aus Software- und Softwarepflege - Verkauf von Waren und Dienstleistungen – dies umfasst Umsatzerlöse aus Dienstleistungs- und Beratungsprojekten, die auch Hardwareverkäufe umfassen - Festpreisprojekte - Waren Softwarelizenzen Lizenzerlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter Lizenzen, soweit die Software ein Recht auf Nutzung des geistigen Eigentums mit Stand zum Zeitpunkt der Lizenzerteilung gewährt, und Erlöse aus dem Verkauf zeitlich unbegrenzter Lizenzen werden dann erfasst, wenn die Software dem Kunden zur Verfügung gestellt wurde (zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung). Erlöse aus Softwaremiete werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. In der Regel werden Erlöse für Softwaremiete jährlich oder quartalsweise im Voraus abgerechnet. Die im Voraus erhaltenen Zahlungen für zukünftige Leistungserbringung werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Softwarepflege Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Verträgen, die dem Kunden Zugang zu Softwareaktualisierungen gewähren. Diese Aktualisierungen betreffen im Wesentlichen die Fehlerbehebung, Leistungsverbesserungen der vorhandenen Funktionen der Software oder Anpassungen an geänderte Rahmenbedingungen. Erlöse aus Softwarepflege werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert. In der Regel werden Erlöse für Softwarepflege jährlich oder quartalsweise im Voraus abgerechnet. Die im Voraus erhaltenen Zahlungen für zukünftige Leistungserbringung werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Dienstleistungen (Beratung & Service) Umsätze aus Dienstleistungen, die auf Stundenbasis vergütet werden, umfassen Beratungsleistungen, Schulungen, Applikations- und Anwenderbetreuung. Für diese Dienstleistungen erfolgt die Erlösrealisierung in der Regel monatlich nach erbrachten Stunden. Liegen Mehrkomponentenverträge vor, die den Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen umfassen, werden diese daraufhin untersucht, ob eine oder mehrere Leistungsverpflichtungen vorliegen. Die Allokation des Transaktionspreises erfolgt in den Fällen, in denen mehrere Leistungsverpflichtungen identifiziert werden, gemäß den relativen Einzelveräußerungspreisen. CENIT orientiert sich bei der Ableitung an eigenen Einzelveräußerungspreisen, beziehungsweise soweit diese nicht vorliegen, an relativen Einzelveräußerungspreise vergleichbarer Branchen-Transaktionen. Die Umsatzrealisierung für die einzelnen Leistungsverpflichtungen kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erfolgen, je nachdem, wann der Kunde über die Leistung verfügen kann. Festpreisprojekte/Werkverträge Erträge aus Verträgen, bei denen ein Festpreis vereinbart wurde (in der Regel Werkverträge im Zusammenhang mit Programmierung oder Implementierung von Software) und die Werksvertragscharakter haben, werden vereinnahmt, wenn die Abnahme und damit der Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist. Waren Die Umsatzerlöse aus Waren betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Endgeräten. Verkäufe von Waren werden erfasst, wenn die Leistungsverpflichtung durch Auslieferung an den Käufer erbracht wird.# Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Seite 20 und 21).
2. Finanzanlagen
Die Angaben zum Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:
| Nr. | Name und Sitz | Währung | Eigenkapital TEUR | Beteiligung in % | Gez. Kapital TEUR | Ergebnis TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CENIT (Schweiz) AG Effretikon/Schweiz | CHF | 100,0 | 313 | 886 | -528 | |
| 1 | CENIT North America Inc. Auburn Hills/USA | USD | 100,0 | 28 | 1.814 | 195 |
| 2 | CENIT SRL Iasi/Rumänien | RON | 100,0 | 105 | 1.137 | 818 |
| 3 | CENIT France SARL Toulouse/Frankreich | EUR | 100,0 | 10 | 426 | 54 |
| 4 | KEONYS SAS Suresnes/Frankreich | EUR | 100,0 | 155 | 4.454 | 2.147 |
| 5 | KEONYS Belgique SPRL Waterloo/Belgien | EUR | 100,0 | 19 | 1.988 | 257 |
| 5a | KEONYS NL BV Houten/Niederlande | EUR | 100,0 | 18 | 840 | 283 |
| 5b | CENIT Software Technology (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou/China | CNY | 100,0 | 662 | 24 | -126 |
| 6 | CORISTO GmbH Mannheim/Deutschland | EUR | 100,0 | 25 | 2.489 | 445 |
| 7 | CenProCS AIRliance GmbH Stuttgart/Deutschland | EUR | 33,3 | 150 | 168 | -2 |
| 8 | ISR Information Products AG Braunschweig/Deutschland | EUR | 74,9 | 170 | 4.279 | 2.816 |
| 9 | MIP Management Informations Partner Gesellschaft für EDV - Beratung und Management- Training mbH, München/Deutschland | EUR | 100 | 26 | 526 | 954 |
| 10 | PI Informatik Projektierung von Informationssystemen & Informatikservice GmbH Berlin/Deutschland | EUR | 100 | 26 | 1.263 | 217 |
| 11 | ACTIVE BUSINESS CONSULT Informationstechnologie GmbH Wien/Österreich | EUR | 60 | 100 | 143 | 43 |
| 12 | CCE b:digital GmbH Stuttgart/Deutschland | EUR | 100 | 25 | 1.825 | 0 |
| 13 |
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten ein Darlehen in Höhe von 273 TEUR (Vj. 429 TEUR) an die CENIT SRL. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von zwei Jahren.
3. Vorräte
Die Vorräte in Höhe von 507 TEUR (Vj. 349 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus den unfertigen Leistungen in Höhe von 438 TEUR (Vj. 279 TEUR). Darüber hinaus bestanden zum Abschlussstichtag geleistete Anzahlungen in Höhe von 69 TEUR (Vj. 70 TEUR).
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.051 TEUR (Vj. 1.471 TEUR) sowie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 4.271 TEUR (Vj. 3.858 TEUR) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen im Rahmen der Forschungszulage in Höhe von 144 TEUR (Vj. 65 TEUR), aus Erstattungsansprüchen auf Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 in Höhe von 1.539 TEUR (Vj. 322 TEUR), aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen in Höhe von 127 TEUR (Vj. 0 TEUR), aus Rückzahlungsansprüchen in Höhe von 170 TEUR (Vj. 72 TEUR) und aus Kautionsforderungen in Höhe von 30 TEUR (Vj. 29 TEUR). Daneben wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ein Optionsrecht in Höhe von 3.188 TEUR (Vj. 3.188 TEUR) ausgewiesen. Dieses Optionsrecht spiegelt den Wert des Andienungsrechtes auf die restlichen 25,1% der Anteile an der ISR Information Products AG wider. Der Ausübungszeitraum dieser Option liegt zwischen dem 1. Oktober 2029 und 30. September 2032. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme des Optionsrechts analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
5. Rechnungsabgrenzungsposten in TEUR
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Abgegrenzte Nutzungsrechte Lizenzen und Softwarewartung | 4.724 | 5.130 |
| Andere abgegrenzte Aufwendungen | 1.035 | 939 |
| Gesamt | 5.759 | 6.069 |
Es handelt sich im Wesentlichen um Abgrenzungen von Lizenz- und Wartungsentgelten, sowie für Nutzungsrechte und Versicherungen.
6. Latente Steuern
Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz. Diese Unterschiede betreffen vor allem die sonstigen Rückstellungen. Insgesamt ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern, dessen Aktivierung, in Ausübung des bestehenden Wahlrechts, unterbleibt. Für die Berechnung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 31% (Vj. 31%) zugrunde zu legen.
7. Eigenkapital
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt seit der Handelsregistereintragung vom 14. August 2006 8.367.758,00 EUR und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 8.367.758 Stückaktien zu je 1,00 EUR. Die Aktien lauten auf den Inhaber und es handelt sich ausschließlich um nennwertlose Stammaktien.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt im Geschäftsjahr unverändert 1.058 TEUR.
Gesetzliche Rücklage
Die gesetzliche Rücklage ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert mit 418 TEUR dotiert.
Andere Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 13.871 TEUR haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 2.283 | 5.313 |
| Bilanzgewinn Vorjahr | 8.915 | 9.877 |
| Dividende | 4.184 | 6.275 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.731 | 3.602 |
| Bilanzgewinn | 7.015 | 8.915 |
8. Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen entfallen mit 109 TEUR (Vj. 109 TEUR) auf Rückstellungen für Körperschaftsteuer aus Vorjahren und mit 273 TEUR (Vj. 237 TEUR) auf Gewerbesteuernachzahlungen für Vorjahre. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von 819 TEUR (Vj. 683 TEUR) und Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 4.034 TEUR (Vj. 4.132 TEUR).
9. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 37.391 TEUR (Vj. 21.350 TEUR) betreffen ausschließlich verzinsliche Bankdarlehen und haben eine Restlaufzeit von fünf Jahren und sechs Monaten. Der Sollzinssatz für diese Finanzierung wird berechnet auf Basis des Drei-Monats-EURIBOR. Zur Absicherung künftiger Zahlungsströme dieser variabel verzinslichen Darlehen wurden derivative Finanzinstrumente (Fix- Payer-Zinsswaps) verwendet. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 37.391 TEUR. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Auf Grund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten, Zinssätze, Zins- und Tilgungstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen beziehungsweise Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Im Vorjahr bestanden keine Sicherungsbeziehungen. Dieses Darlehen wurde durch Garantieerklärungen von Tochtergesellschaften besichert. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen auf Kundenbestellungen in Höhe von 2.146 TEUR (Vj. 382 TEUR) mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 864 TEUR (Vj. 662 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27 TEUR (Vj. 26 TEUR). Die entsprechenden Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind keine antizipativen Posten enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten eine Optionsverpflichtung in Höhe von 2.463 TEUR (Vj. 2.463 TEUR) in Zusammenhang mit dem möglichen Erwerb der restlichen 25,1% der ISR Information Products AG. Der Ausübungszeitraum dieser Option liegt zwischen dem 01. April 2026 und dem 31. März 2029. Die weiteren sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.339 TEUR (Vj. 700 TEUR) haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind keine Beträge (Vj. 0 TEUR) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
| in TEUR | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.217 | 20.870 | 11.304 | 37.391 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.146 | 0 | 0 | 2.146 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.329 | 0 | 0 | 3.329 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 864 | 0 | 0 | 864 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 27 | 0 | 0 | 27 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.339 | 2.463 | 0 | 4.802 |
| Gesamt | 13.922 | 23.333 | 11.304 | 48.559 |
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse in TEUR
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| Fremdsoftware | 47.614 | 46.226 |
| davon Software | 6.686 | 8.019 |
| davon Software-Miete | 6.238 | 4.743 |
| davon Softwarepflege | 34.690 | 33.464 |
| CENIT Beratung und Service | 34.139 | 32.682 |
| CENIT Software | 14.017 | 14.949 |
| davon Software | 3.656 | 5.028 |
| davon Software-Miete | 783 | 286 |
| davon Softwarepflege | 9.578 | 9.635 |
| Handelsware | 92 | 581 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 642 | 657 |
| Gesamt | 96.504 | 95.095 |
85% (Vj. 86%) der Umsätze wurden im Inland, 7% (Vj. 7%) im EU-Ausland und 8% (Vj. 7%) in den übrigen Ländern erzielt. In den Umsatzerlösen sind keine periodenfremde Umsatzerlöse (Vj. 260 TEUR) enthalten.
2. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 31 TEUR (Vj. 391 TEUR) enthalten. Daneben handelt es sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im Wesentlichen um Erträge aus dem Verkauf des 100%-igen Anteils an der CENIT Japan K.K. in Höhe von 904 TEUR, aus Erträgen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 516 TEUR (Vj. 0 TEUR), aus der Forschungs- und Entwicklungszulage für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 79 TEUR (Vj. 65 TEUR), Versicherungserstattungen von 7 TEUR (Vj. 11 TEUR), Marketing- und Vertriebszuschüsse von Partnerunternehmen von 144 TEUR (Vj. 60 TEUR) und Währungsgewinne in Höhe von 87 TEUR (Vj. 95 TEUR). Die Währungsgewinne sind analog Vorjahr vollständig realisiert.
3.# Personalaufwand
| Personalaufwand in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Gehälter | 30.393 | 32.299 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 5.398 | 5.578 |
| Gesamt | 35.791 | 37.877 |
Die in den sozialen Abgaben enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 2.582 TEUR (Vj. 2.805 TEUR). Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 247 TEUR (Vj. 0 TEUR) aus der Bonusauszahlung für das Geschäftsjahr 2022 enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Raumkosten in Höhe von 2.011 TEUR (Vj. 1.962 TEUR), Kfz-Kosten von 1.481 TEUR (Vj. 1.407 TEUR), Reisekosten von 672 TEUR (Vj. 479 TEUR), Marketingkosten in Höhe von 552 TEUR (Vj. 843 TEUR) und Währungsverluste von 190 TEUR (Vj. 153 TEUR). Von den Währungsverlusten sind bereits 183 TEUR (Vj. 153 TEUR) realisiert.
Finanz- und Zinsergebnis
Das Finanz- und Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Erträge aus Beteiligungen
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Dividende CENIT (Schweiz) AG, Schweiz | 0 | 1.550 |
| Gewinnausschüttung CENIT SRL, Rumänien | 379 | 266 |
| Gewinnausschüttung ISR, Braunschweig | 1.398 | 1.560 |
| Gesamt | 1.777 | 3.376 |
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Bankeinlagen | 115 | 0 |
| Zinsen aus der Darlehenshingabe an Tochtergesellschaft | 16 | 51 |
| Gesamt | 131 | 51 |
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Avalprovision | 8 | 6 |
| Zinsaufwand aus langfristigen Krediten | 914 | 0 |
| Zinsaufwand aus kurzfristigen Krediten | 510 | 235 |
| Zinsaufwand aus Aufzinsung der Rückstellungen | 8 | 7 |
| Gesamt | 1.440 | 248 |
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Laufender Körperschaftsteueraufwand | 0 | -70 |
| Laufender Kapitalertragsteueraufwand | 0 | -390 |
| Laufender Solidaritätszuschlagsaufwand | 0 | -25 |
| Laufender Gewerbesteueraufwand | -36 | -496 |
| Quellensteuer | -7 | -4 |
| Steuern Vorjahre | 54 | -37 |
| Gesamt | 11 | -1.022 |
Für das Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer und den Solidaritätszuschlag (Vj. 485 TEUR). Der laufende Gewerbesteueraufwand von 36 TEUR (Vj. 496 TEUR) entfällt auf den steuerpflichtigen Gewinn des Geschäftsjahres 2023. Die Erträge, welche Vorjahre betreffen, resultieren aus dem steuerlichen Verlustrücktrag in Höhe von 48 TEUR (Vj. 0 TEUR) und aus Anpassungen durch eine steuerliche Betriebsprüfung in Höhe von 6 TEUR (Vj. -37 TEUR). Die CENIT hatte im Geschäftsjahr keine Steueraufwendungen oder Steuererträge in Zusammenhang mit dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen und rechnet auch in der Zukunft mit keinen Auswirkungen.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
| 31.12.2023 in TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn | 7.015 |
| Dividendenausschüttung (0,04 EUR je 8.367.758 dividendenberechtigter Stückaktie) | 335 |
| Ergebnisvortrag | 6.680 |
Honorar des Abschlussprüfers
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistung (Jahres- und Konzernabschluss) | 186 | 151 |
| davon periodenfremd | 9 | 0 |
| Gesamt | 186 | 151 |
D Sonstige Angaben
1. Personal
Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 355 (Vj. 387) Angestellte und 44 (Vj. 52) Führungskräfte beschäftigt. Darüber hinaus befinden sich zum Stichtag 35 (Vj. 28) Mitarbeiter in Ausbildung bei der CENIT AG.
2. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen nicht.
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:
| in TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Miet- und Leasingverpflichtungen | ||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 2.234 | 2.294 |
| Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | 2.962 | 3.733 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 | 0 |
| Gesamt | 5.196 | 6.027 |
Im Wesentlichen setzen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den eingegangenen Mietverhältnissen für angemietete Bürogebäude 3.708 TEUR (Vj. 4.865 TEUR) und Kfz-Leasingverträge von 653 TEUR (Vj. 623 TEUR) zusammen. Es bestehen geschäftsübliche Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln. Die Firmenfahrzeuge und Kommunikationsanlagen wurden über Mietleasingverträge angemietet, um den aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten und eine Bindung von Liquidität zu vermeiden. Durch die Anmietung der Büroflächen wird eine Bindung liquider Mittel ebenfalls vermieden. Aus diesen Verträgen resultieren in den zukünftigen Perioden Zahlungsabflüsse, die in der oberen Aufstellung enthalten sind.
4. Organe der Gesellschaft
Zu Vorständen waren im Geschäftsjahr bestellt:
- Peter Schneck, Stuttgart, Sprecher des Vorstands der CENIT AG, Aufgabenbereich: Operatives Geschäft, Investor Relations und Marketing.
- Axelle Mazé, Garche/Frankreich, Mitglied des Vorstands der CENIT AG bis 31. Dezember 2023, abberufen mit Wirkung zum 31. Oktober 2023. Aufgabenbereich: Finanzen, Organisation und Personal.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
- Rainer-Christian Koppitz (CEO), München, Vorsitzender seit 20. Mai 2021
- Prof. Dr. rer. pol. Isabell M. Welpe (Universitätsprofessorin), München, stellvertretende Vorsitzende bis 17. Mai 2023
- Dipl.-Ing. Ricardo Malta (Service Manager der CENIT Aktiengesellschaft), München, Vertreter der Arbeitnehmer, bis 17. Mai 2023
- Regina Weinmann (Partnerin der PRIMEPULSE SE), München, stellvertretende Vorsitzende, seit 17. Mai 2023
- Laura Schmidt (Global Director Professional Services SAP der CENIT Aktiengesellschaft), Eppingen, Vertreterin der Arbeitnehmer, seit 17. Mai 2023
Herr Rainer-Christian Koppitz war Vorstandsvorsitzender der KATEK SE Group (bis 29. Februar 2024) und ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der NFON AG, Mitglied des Aufsichtsrats der i-pointing Ltd. und Gigaset AG. Prof. Dr. rer. pol. Isabell M. Welpe ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deloitte Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ist Mitglied des Aufsichtsrats der CANCOM SE. Alle weiteren Aufsichtsräte hatten während des Berichtsjahres keine weiteren Aufsichtsratspositionen oder waren in keinen anderen Kontrollgremien tätig.
Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der CENIT AG sind im Vergütungsbericht individualisiert dargestellt. Das Vergütungssystem des Vorstands der CENIT AG setzt sich aus einem erfolgsunabhängigen und einem erfolgsabhängigen Teil zusammen. Der kurzfristige erfolgsabhängige Teil orientiert sich am operativen Konzernjahresergebnis (EBIT) nach IFRS, der langfristige erfolgsabhängige Teil umfasst ein mehrjähriges Performance-Stock Programm.
Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands beträgt im Berichtsjahr 1.296 TEUR (Vj. 788 TEUR). Dabei entfallen auf erfolgsunabhängige Komponenten 687 TEUR (Vj. 497 TEUR) und auf kurzfristige erfolgsbezogene Komponenten 362 TEUR (Vj. 291 TEUR). Im Rahmen der langfristigen Vergütung wurden dem Vorstand 14.965 Performance Shares gewährt. Der beizulegende Zeitwert des Performance-Stock Programm beträgt zum Stichtag 247 TEUR. Die Gesamtbezüge enthalten im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge nach Maßgabe des § 285 Nr. 9b HGB an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder (Vj. 812 TEUR zuzüglich 190 TEUR aus Gründen der Vertragsbeendigung).
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist laut Satzung eine fixe Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung. Bis zum 31. Mai 2023 hat diese Vergütung 20 TEUR betragen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat den doppelten Betrag, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache des Betrags erhalten. Seit 1. Juni 2023 erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine Grundvergütung von 30 TEUR. Der Vorsitzende erhält den vierfachen Betrag, sein Stellvertreter das Doppelte des Betrags. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen für das Jahr 2023 nach § 14 der Satzung 160 TEUR (Vj. 90 TEUR).
Für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie für weitere leitende Angestellte bestand weiterhin im Jahr 2023 eine D&O Versicherung. Die Beiträge in Höhe von 98 TEUR (Vj. 99 TEUR) wurden von der Gesellschaft übernommen. Zum Bilanzstichtag hielt der Vorstand 25.788 Aktien (0,31%). Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 13.000 Aktien.
5. Veränderungen auf Anteilseignerebene
Mit Schreiben vom 22. Dezember 2023 teilte uns die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, die Schwelle von 5% überschritten hat:
Gemäß §40 Abs. 1 WpHG teilen wir Ihnen mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH an der CENIT AG, Industriestraße, 70565 Stuttgart, Deutschland am 22. Dezember 2023 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag insgesamt, mit einer Aktienzahl von 427.000 Stück, 5,10% beträgt, bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte (8.367.758). Davon sind uns direkt 0,65% (54.000 Stück) nach §33 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, dessen Stimmrechtsanteile an der CENIT AG 3% oder mehr beträgt, werden uns dabei Stimmrechte nach §34 WpHG zugerechnet: Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte (4,46%, 373.000 Stück).
Mit Schreiben vom 29. Oktober 2015 teilte uns die MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg, mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, die Schwelle von 5% überschritten hat:
Die MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 29. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland, am 28. Oktober 2015 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05% (das entspricht 422.792 Stimmrechten) betragen hat.
Während des Geschäftsjahres 2021 gingen mehrere Mitteilungen nach § 40 Abs. 1 WpHG von der PRIMEPULSE SE ein. Die letzte Mitteilung ist vom 11. August 2021 und lautet wie folgt:
Die PRIMEPULSE SE, München, Deutschland hat uns gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CENIT AG, Stuttgart, Deutschland am 10.# E Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft erstellt gemäß § 315e Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Konzernabschluss der CENIT AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
F Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 hat der CENIT Aufsichtsrat Axel Otto in den Vorstand der CENIT AG berufen. Axel Otto folgt damit Axelle Mazé, welche zum 31. Dezember 2023 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, und übernimmt die Verantwortung für die Ressorts Finanzen/Controlling, IT sowie Personal.
G Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben für 2023 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Homepage der Gesellschaft (http://www.cenit.com/de_DE/investoren/corporate-governance.html) zugänglich gemacht.
Stuttgart, 03. April 2024
CENIT Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Peter Schneck
Axel Otto
Sprecher des Vorstands
Mitglied des Vorstands
CENIT Aktiengesellschaft, Stuttgart
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Anschaffungs- und Herstellungskosten
| Zu-/Abgänge | Stand am 01.01.2023 | Zugänge | Verschmelzung | Umbuchung | Abgänge | Stand am 31.12.2023 | in EUR | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.910.927,56 | 219.497,77 | 0,00 | 0,00 | 3.356,24 | 3.127.069,09 | ||
| Gesamt | 2.910.927,56 | 219.497,77 | 0,00 | 0,00 | 3.356,24 | 3.127.069,09 | ||
| II. Sachanlagen | ||||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.696.622,77 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 704.055,68 | 992.567,09 | ||
| 2. Technische Anlagen | 5.229.538,37 | 567.226,25 | 0,00 | 0,00 | 28.070,57 | 5.768.694,05 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 355.350,68 | 53.633,04 | 0,00 | 0,00 | 83.102,07 | 325.881,65 | ||
| Gesamt | 7.281.511,82 | 620.859,29 | 0,00 | 0,00 | 815.228,32 | 7.087.142,79 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 39.647.152,43 | 14.035.974,97 | 0,00 | 0,00 | 642.335,68 | 53.040.791,72 | ||
| 2. Beteiligungen | 2.802.757,89 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.802.757,89 | ||
| 3. Anzahlungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| 4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 429.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 156.000,00 | 273.000,00 | ||
| Gesamt | 42.878.910,32 | 14.035.974,97 | 0,00 | 0,00 | 798.335,68 | 56.116.549,61 | ||
| Anlagevermögen Gesamt | 53.071.349,70 | 14.876.332,03 | 0,00 | 0,00 | 1.616.920,24 | 66.330.761,49 |
Kumulierte Abschreibungen
| Zugänge | Zugänge | Abgänge | Verschmelzung | Stand am 31.12.2023 | Stand am 31.12.2022 | Buchwerte Stand am 01.01.2023 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.585.261,25 | 251.641,19 | 0,00 | 3.352,16 | 2.833.550,16 | 293.518,93 | 325.666,43 |
| II. Sachanlagen | 1.310.663,55 | 24.519,12 | 0,00 | 348.837,57 | 986.345,10 | 6.221,99 | 385.959,22 |
| III. Finanzanlagen | 4.903.813,75 | 221.255,55 | 0,00 | 27.394,85 | 5.097.674,45 | 671.019,60 | 325.724,62 |
| Gesamt | 6.500.837,79 | 313.484,64 | 0,00 | 458.367,38 | 6.355.955,05 | 731.187,74 | 780.674,03 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 642.335,68 | 0,00 | 0,00 | 642.335,68 | 0,00 | 53.040.791,72 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.802.757,89 |
| 3. Anzahlungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 273.000,00 | 429.000,00 | 0,00 | 0,00 | 642.335,68 | 0,00 |
| Gesamt | 42.236.574,64 | 9.728.434,72 | 565.125,83 | 0,00 | 1.104.055,22 | 9.189.505,33 |
| Gesamt | 43.342.915,10 |