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CEMEX SAB DE CV Audit Report / Information 2021

Dec 22, 2022

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Audit Report / Information

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Publication

CEMEX Deutschland AG

Rüdersdorf bei Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

CEMEX Deutschland AG

Lagebericht 2021

Inhaltsverzeichnis

1    Grundlagen des Konzerns

1.1   Geschäftsmodell des Konzerns

1.2   Ziele und Strategien

1.3   Zielsetzung zur gleichberechtigten Teilhabe an Führungspositionen sowie Veränderungen in Führungspositionen

1.4   Steuerungssystem

1.5   Forschung und Entwicklung

2    Wirtschaftsbericht 

2.1   Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2   Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche

2.2.1     Geschäftsbereich Zement

2.2.2     Geschäftsbereich Mineralische Rohstoffe

2.2.3     Geschäftsbereich Beton

2.2.4     Fazit 

3    Lage

3.1   Ertragslage

3.2   Finanzlage

3.3   Vermögenslage

4    Chancen- und Risikobericht 

4.1   Erfassung von Risiken

4.2   Risikomanagementsystem

4.3   Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.3.1     Krieg Russland gegen Ukraine und folgende Sanktionen und eventuell drohende Auswirkungen

4.3.2     Markt und Wettbewerb

4.3.3     Witterungsrisiko

4.3.4     Energiekosten

4.3.5     Finanzierungsrisiken

4.3.6     Ressourcen

4.3.7     Risiken aus dem Personalbereich

4.3.8     Compliance Risiken

4.3.9     Coronavirus-Epidemie

4.4   Chancen der zukünftigen Entwicklung

5    Prognosen/Planungen der Geschäftsbereiche

1       Grundlagen des Konzerns

1.1      Geschäftsmodell des Konzerns

Der Jahresabschluss 2021 der CEMEX Deutschland AG spiegelt neben den Holdingfunktionen wesentliche Teile des Transportbetongeschäfts der deutschen CEMEX-Gruppe wider. Daneben enthält er die Beteiligungsergebnisse des in Beteiligungsunternehmen geführten Transportbetongeschäftes sowie der Geschäftsbereiche Zement und Mineralische Rohstoffe. Geschäftsverlauf, Lage und zukünftige Entwicklung der CEMEX Deutschland AG sind im Wesentlichen geprägt durch die Unternehmensstrategie, die Mitarbeiter (hiermit meinen wir stets unsere weiblichen und männlichen Beschäftigten), das konjunkturelle Umfeld, die Forschung und Entwicklung sowie die Chancen und Risiken in der gesamten Gruppe. Die CEMEX Deutschland AG ist strategisch eingebettet in den Gesamtkonzern, dabei insbesondere in die CEMEX Region EMEAA.

Die deutsche CEMEX-Gruppe unterscheidet in ihrer Berichterstattung die drei großen Geschäftsbereichen Zement, Transportbeton und Mineralische Rohstoffe. Ein zusätzlicher Geschäftsbereich der deutschen CEMEX-Gruppe ist der Bereich Bauchemie. Der Bereich Zement umfasst die Herstellung und den Verkauf von Zementen aus dem Klinkerwerk in Rüdersdorf sowie aus dem Mahlwerk in Eisenhüttenstadt. Der Bereich Transportbeton umfasst die Herstellung und den Verkauf von Transportbeton von 57 Werken in Deutschland. Dazu gehört auch die Betonförderung, d.h. die Beförderung des angelieferten Transportbetons vom Lieferfahrzeug zum konkreten Einbauort an der Baustelle. Der Bereich Mineralische Rohstoffe umfasst Produktion, Vertrieb und Handel von Sand, Kies und Splitt aus 15 Werken in Deutschland. Außerdem zählt weiterhin noch das Verfüllgeschäft dazu. Darunter verstehen wir den Einbau andernorts anfallender Böden an Standorten, in denen zuvor Mineralische Rohstoffe gewonnen wurden. Der Bereich Bauchemie produziert und handelt chemische Zusatzstoffe für die Baustoffindustrie vor allem im Einsatzbereich Betonherstellung und Betonweiterverarbeitung.

Die Hauptabsatzmärkte der CEMEX-Produkte lagen hauptsächlich in Deutschland, Polen, Frankreich, der Tschechischen Republik, sowie für die Bauchemie in weiteren Ländern weltweit.

Die Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsbereichen ist von verschiedenen externen Faktoren abhängig. Einen großen Einfluss hat die konjunkturelle Entwicklung der Bauwirtschaft in den Bereichen Wohnbau, Nichtwohnbau und Tiefbau. Auch die Situation der privaten und öffentlichen Hand spiegelt sich in der Geschäftsentwicklung wider. Der größte Einflussfaktor ist traditionell immer noch die Witterung. Ausfalltage durch ungünstige Witterungsbedingungen, meist extremes Winterwetter, sind oft nur schwer zu kompensieren. In jüngerer Zeit oder aktuell durch die Invasion Russlands in der Ukraine hervorgerufene Risiken für unsere Tätigkeit werden im weiteren Verlauf des Lageberichtes erörtert. Wesentliche Auswirkungen auf den Produktabsatz aufgrund der Corona Pandemie sind im Jahr 2021 für die deutsche Cemex Gruppe nicht zu verzeichnen. Im Bereich unserer Absatzmärkte und Branchen sind die Bautätigkeiten nicht behindert bzw. durch Ausfälle beeinflusst gewesen.

Eine Besonderheit des deutschen Baustoffmarktes ist die hohe Wettbewerbsdichte in allen drei Geschäftsbereichen. Ein weiterer externer Einflussfaktor ist die Entwicklung der Energiekosten, die wir sehr aufmerksam beobachten und die beginnend im Q3 bzw. Q4 auch Einflüsse auf die Kostensituation im Bereich Energie und Treibstoffkosten hatten.

1.2      Ziele und Strategien

Im Zentrum unserer Unternehmensstrategie stehen die bedingungslose Kundenausrichtung sowie die konsequente Ausschöpfung von Verbundvorteilen. Das bestmögliche Leistungspaket für unsere Kunden und wettbewerbsfähige Kosten sind der Leitfaden für unser unternehmerisches Handeln zur nachhaltigen Steigerung von Ertragskraft und Unternehmenswert sowie zur Sicherung der Arbeitsplätze. Kooperation, Loyalität und kooperativer Führungsstil sind die Werte, an denen wir uns orientieren. Unsere Strategien haben wir im Jahr 2021 nachhaltig weiterverfolgt.

1.3      Zielsetzung zur gleichberechtigten Teilhabe an Führungspositionen sowie Veränderungen in Führungspositionen

Das Ziel, ein weibliches Mitglied im Aufsichtsrat zu haben, ist bereits seit Juni 2018 erfüllt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Februar 2022 ist Frau Pilar Ruiz Castresana, Madrid, Spanien als Nachfolgerin von Frau Maria Garcia Villan in den Aufsichtsrat als Vertreterin der Aktionäre berufen worden.

Aufsichtsrat und Vorstand hatten bereits Ziele formuliert, um der Förderung von Frauen in Führungspositionen im Unternehmen gerecht zu werden. Hierüber wurde u.a. im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 ausführlicher berichtet. Für den Aufsichtsrat gilt diese Beschlusslage unverändert.

Das Ziel, bis 30.06.2017 den Vorstand, der satzungsgemäß aus zwei Personen zu bestehen hat, mit einem weiblichen Mitglied zu besetzen, konnte bislang nicht erreicht werden. Im Januar 2020 hat der Aufsichtsrat mangels anderer geeigneter Kandidatinnen oder Kandidaten Herrn Rüdiger Kuhn zum Vorsitzenden des Vorstandes bestellt.

Das Ziel, die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes mit mindestens 20 % weiblichen Führungskräften zu besetzen, kann seit der grundlegenden Restrukturierung und Überleitung von landesbezogener Organisation der Aktivitäten hin zu einer einheitlichen Organisation einzelner Geschäftsfelder innerhalb der Region CEMEX Europa seit September 2018 durch den Vorstand nicht erreicht werden.

Die Festlegung der Führungsebenen innerhalb der länderübergreifend gestalteten Organisation erfolgt seitdem nicht mehr durch den Vorstand. Es existieren keine Führungsebenen unterhalb des Vorstandes mehr. Diese Ebenen werden durch die für das Geschäftsfeld für die gesamte Region CEMEX Europa jeweils gesondert festgelegt. Dabei ist es nicht selten der Fall, dass erste oder zweite Führungsebenen unterhalb des auf der Ebene Europa verantwortlich Managers, der seinen Dienstsitz nicht in Deutschland hat, nicht mit Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Gesellschaft besetzt sind.

Der Vorstand der CEMEX Deutschland AG ist 2021 unverändert.

1.4      Steuerungssystem

Die Ergebnisse sämtlicher Aktivitäten der deutschen CEMEX-Gruppe fließen direkt oder über die Übernahme der Beteiligungsergebnisse in das Jahresergebnis der CEMEX Deutschland AG ein. Im Folgenden werden die Ergebniseinflüsse der einzelnen operativen Bereiche dargestellt.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungskennzahlen, die zur Unternehmenssteuerung der CEMEX Deutschland AG dienen, sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Die Umsatzerlöse werden gestützt durch die Mengen- und Preisentwicklung.

1.5      Forschung und Entwicklung

Die produkt- und anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung erfolgt im Wesentlichen durch und in Zusammenarbeit mit dem CEMEX R&D Centrum in Biel, Schweiz. Die Bereiche Produkttechnologie, Qualitätswesen, Produktion und Vertrieb der jeweiligen Geschäftsbereiche unterstützen dabei die Anwendung der jeweiligen Lösungen für Anforderungen der Kunden.

Nach einer Analyse bestehender Lösungsangebote der einzelnen Produktsparten und einer möglichen Verknüpfung zu übergreifenden Angeboten wurden neue Lösungsangebote auf der Basis der Kundenanforderungen je Segment entwickelt. Ein gutes Beispiel ist die Entwicklung der VERTUA-Produktfamilie, die CO²-reduzierte Zemente und Betone für die Dekarbonisierung der Baustoffindustrie anbietet.

2       Wirtschaftsbericht

2.1      Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche BIP stieg 2021 um +2,7 % zum Vorjahr. Im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Ausnahme war das Baugewerbe, das sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung mit +3,3 % im Vergleich zu 2019 merklich steigern konnte.

Im Jahresdurchschnitt 2021 waren rund 44,9 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2021 auf gleichem Niveau (+7 000 Personen; 0,0 %) wie im Vorjahr.

Der Umsatz im Baugewerbe ist im Jahr 2021 um 1,0 % gegenüber dem Jahr 2020 gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten wuchs gegenüber dem Vorjahr um 1,4 %. 

Im Jahr 2021 wurde in Deutschland der Bau von 380.914 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 3,3 % oder 12.325 zusätzliche Baugenehmigungen als im Jahr 2020. In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. Im längeren Zeitvergleich befand sich die Zahl genehmigter Wohnungen damit weiter auf einem hohen Niveau. Mehr genehmigte Wohnungen in einem Jahr hatte es zuletzt 1999 mit 437.084 gegeben.

Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden, die im Jahr 2021 genehmigt wurden, erhöhte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 % auf 235,4 Millionen Kubikmeter. Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude.

Auch im Jahr 2021 waren die niedrigen Zinsen wesentliche Einflussfaktoren der günstigen Bauentwicklung. Negative Wirkung auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen hatten die Unsicherheiten zur Entwicklung der Wirtschaft (Auswirkungen Corona Krise).

CEMEX befindet sich in ihren Absatzgebieten weiterhin im starken Wettbewerb zu anderen Unternehmensgruppen im Bereich Zement und zu mittelständig geprägten Unternehmen in den Bereichen Mineralische Rohstoffe und Transportbeton. Im Bereich Zement nimmt CEMEX in den nördlichen und östlichen Landesteilen eine stärkere Position ein als in den anderen Landesteilen. Die Wettbewerbssituation hat sich im Wesentlichen nicht geändert.

2.2      Geschäftsverlauf der Geschäftsbereiche

Im Folgenden wird die Entwicklung der operativen Geschäftsbereiche der ergebnisabführenden Gesellschaften an die CEMEX Deutschland AG in der deutschen CEMEX-Gruppe beschrieben.

2.2.1     Geschäftsbereich Zement

Die Gesamtabsatzmengen blieben aufgrund geringerer Mengen im Inlandsmarkt unter Vorjahr und damit leicht über den geplanten Absatzmengen. Die Absatzmengen im Export konnten leicht gesteigert werden.

Die durchschnittlichen Verkaufspreise konnten leicht erhöht werden. Die absoluten Umsatzerlöse lagen leicht unter Vorjahr aber leicht über Plan.

Die Ergebnisse des Geschäftsbereiches Zement fließen als Beteiligungsergebnis in die CEMEX Deutschland AG ein. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das prognostizierte Ergebnis wurde stark übertroffen. Hauptgründe waren vor allem leicht erhöhte Durchschnittserlöse auf dem Inlands- und Auslandsmarkt gekoppelt mit geringeren variablen Produktionskosten in allen Produktionsbereichen. Zudem wurden unentgeltlich erhaltene und nicht benötigte CO² -Zertifikate in die Unternehmensgruppe verkauft.

2.2.2     Geschäftsbereich Mineralische Rohstoffe

Der Geschäftsbereich Mineralische Rohstoffe betrifft unsere Geschäfte aus der Produktion und dem Handel mit mineralischen Rohstoffen sowie der Verfüllung von Abbauflächen. Der Umsatz der Mineralischen Rohstoffe im Jahr 2021 konnte gegenüber dem Plan leicht erhöht werden. Gegenüber Vorjahr ist ein starker Rückgang der Umsatzgröße aufgrund stark verminderten Handelsvolumens und leicht geringeren Absatzmengen aus eigener Produktion zu verzeichnen. Die Durchschnittserlöse konnten gegenüber Vorjahr und Plan leicht gesteigert werden.

Im Kerngeschäft „Absatz aus eigener Produktion ab Werk“ lag der Umsatz moderat über Plan und Vorjahr. Insgesamt (Produktion und Handel) erzielten wir 2021 einen Umsatz, der stark unter dem Vorjahr aber über den Erwartungen lag. Im Handelsgeschäft blieb der Umsatz moderat über der geplanten Größenordnung und ging gegenüber dem Vorjahr stark zurück. Die Verkaufsmengen aus Verfüllung lagen weit über Plan und über Vorjahr. Die Erlöse und Kosten aus Verfüllung lagen stark über Vorjahr und Plan.

Insgesamt wurde im Geschäft der Verfüllung im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr und Plan ein wesentlich höherer Ergebnisanteil erreicht.

Die Ergebnisse des Geschäftsbereiches Mineralische Rohstoffe fließen über die CEMEX Kies & Splitt GmbH als Beteiligungsergebnis in die CEMEX Deutschland AG ein. Sie sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Die Prognose für 2021 konnte ebenfalls übertroffen werden.

2.2.3     Geschäftsbereich Beton

Der Geschäftsbereich Beton umfasst die Produktions- und Vertriebstätigkeiten des Transportbeton sowie der Betonförderung (Beton & Pumpe). Der Gesamtbereich Beton & Pumpe besteht aus verschiedenen Gesellschaften. Der Hauptteil der Aktivitäten spielt sich in der CEMEX Deutschland AG ab, jedoch sind auch die Aktivitäten in den Beteiligungsgesellschaften zu beachten, um die gesamten Aktivitäten Beton & Pumpe in Deutschland abzubilden. Alle folgenden Kennzahlen beziehen sich auf die gesamten Aktivitäten im Geschäftsfeld Beton & Pumpe, d. h. CEMEX Deutschland AG und deren Beton-Beteiligungen.

Die abgesetzten Mengen sind gegenüber Vorjahr und Prognose moderat zurückgegangen.

Die Durchschnittserlöse haben sich im Beton gegenüber dem Vorjahr moderat und gegenüber den Erwartungen leicht verbessert. Gegenüber der Prognose zeigte der Geschäftsbereich einen leichten mengenbedingten Umsatzrückgang. Aufgrund der nicht erreichten Absatzmenge bei leicht erhöhten Durchschnittserlösen konnte der Vorjahresumsatz nicht erreicht werden.

Die Ergebnisse des Geschäftsbereiches Transportbeton fließen sowohl über das direkte Geschäft als auch über Beteiligungsergebnisse in die Gewinn- und Verlustrechnung der CEMEX Deutschland AG ein. Die Ergebnisse blieben auf Niveau von 2020 aufgrund wesentlich verbesserter Durchschnittserlöse und entsprachen damit unseren Prognosen.

2.2.4     Fazit

Unsere prognostizierten Absatzmengen konnten bis auf Zement nicht erreicht werden. Alle Geschäftsfelder lagen im Gesamtumsatz unter Vorjahr und bis auf das Geschäftsfeld Beton über Plan. Die verbesserten Ergebnisbeiträge sind überwiegend aufgrund der Kompensation der Mengenrückgänge durch verbesserte Durchschnittserlöse und Kosteneinsparungen erreicht worden.

Aufgrund der gestiegenen Ergebnisse im Geschäftsbereich Zement und Mineralische Rohstoffe verzeichnete die gesamte deutsche CEMEX-Gruppe eine deutliche Verbesserung des Gesamtergebnisses zum Vorjahr und eine wesentliche Verbesserung zur Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.

Das für das Geschäftsjahr 2021 prognostizierte Ergebnis vor Gewinnabführung konnte erreicht bzw. übertroffen werden. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt deutlich über dem Vorjahr.

Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2021 als sehr positiv beurteilt.

Negative witterungsbedingte Auswirkungen sind im Geschäftsjahr 2021 nicht zu verzeichnen.

3       Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CEMEX Deutschland AG spiegelt neben den Holdingfunktionen für Steuerung, Controlling, Personalführung, Investitionen, Finanzierung, Recht und Steuern auch Funktionen wider, die zentral für die operativen Einheiten der CEMEX-Gruppe durchgeführt werden. Hierzu gehören u. a. das Rechnungswesen, die Personalabrechnung sowie andere verwaltungstechnische Bereiche. Soweit es sich um 100 % Organschaftsgesellschaften handelt, verzichten wir aus Vereinfachungsgründen auf die Weiterbelastung entsprechender Dienstleistungen.

3.1      Ertragslage

Die Ergebnisse aus den oben beschriebenen Geschäftsbereichen Zement, Transportbeton und Mineralische Rohstoffe fließen in unterschiedlicher Weise in das Ergebnis nach Steuern der CEMEX Deutschland AG ein. Die Transportbetonaktivitäten wirken sich im Wesentlichen unmittelbar auf die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft aus, während Zement, Mineralische Rohstoffe und sonstige Aktivitäten nur mittelbar über die anteiligen Beteiligungsergebnisse in das Ergebnis der CEMEX Deutschland AG einfließen.

Die CEMEX Deutschland AG weist für das Berichtsjahr 2021 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 29,5 Mio. (Vj. EUR 17,5 Mio.) aus. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der CEMEX Central Europe GmbH wird dieser Gewinn abgeführt.

Die Umsatzerlöse der CEMEX Deutschland AG haben sich im Geschäftsbereich Beton im Vergleich zum Vorjahr um EUR 10,6 Mio. auf EUR 116,2 Mio. vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 11,7 Mio. erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr leicht um EUR 0,3 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 57,4 Mio. verminderten sich um EUR 5,6 Mio. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus rückläufigen Frachtaufwendungen und Rückdeckungsversicherungsbeiträgen.

Die Abschreibungen lagen mit EUR 1,72 Mio. auf Vorjahresniveau (Vj. EUR 1,76 Mio.).

Die Ergebnisübernahmen aus den Organschaftsgesellschaften der CEMEX Deutschland-Gruppe lagen, unter Berücksichtigung der Erträge aus Steuerumlagen, um EUR 13,7 Mio. über dem Vorjahr. Hierbei zeigte sich der Geschäftsbereich Zement über den Prognosen und dem Vorjahr, der Geschäftsbereich Kies und Transmobil (Gesellschaft des Geschäftsbereiches Beton) war ebenfalls über Vorjahr und Prognose.

Das Zinsergebnis weist für das Berichtsjahr einen Wert in Höhe von EUR +0,05 Mio. aus (Vj. EUR +0,7 Mio.). Die Zinserträge haben sich um EUR 1,4 Mio. auf EUR 9,7 Mio. vermindert. Die Zinsaufwendungen verminderten sich um EUR 0,7 Mio. auf EUR 9,6 Mio. Die Veränderung der Zinserträge zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem verminderten Zinsertrag aus verbundenen Unternehmen. Die Verminderung der Zinsaufwendungen resultiert aus dem Rückgang der Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen und deren Cash-Pooling.

Zusammenfassend lässt sich die positive Ergebnisentwicklung der Gesellschaft im Wesentlichen auf die erhöhten Ergebnisübernahmen der CEMEX Kies & Splitt GmbH und der CEMEX Zement GmbH, sowie der Transmobil GmbH zurückführen.

3.2      Finanzlage

Durch das Cash-Pooling Verfahren mit den Unternehmen der CEMEX Deutschland-Gruppe und der CEMEX Central Europe GmbH optimiert die CEMEX Deutschland AG den Finanzmitteleinsatz. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Berichtsjahres gesichert. Zum Bilanzstichtag betrug die Kreditlinie unverändert EUR 700 Mio. mit einer Laufzeit bis Mai 2023.

Die Lomez International B.V hat den revolvierenden Darlehensvertrag an die CEMEX Innovation Holding Ltd., Zug, Schweiz abgetreten.

Zum 31. Dezember 2021 beträgt der in Anspruch genommene Betrag der Kreditlinie einschließlich der aufgelaufenen Zinsen EUR 193,7 Mio.

3.3      Vermögenslage

Die Bilanzsumme der CEMEX Deutschland AG betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2021 EUR 760,7 Mio. und lag damit um EUR 0,2 Mio. über dem Vorjahr.

Die Veränderung des Anlagevermögens war im Vergleich zum Vorjahr mit EUR -0,7 Mio. unwesentlich. Das Verhältnis von Anlagevermögen zu Gesamtkapital hat sich mit 21% im Jahr 2021 gegenüber 2020 (21,1 %) unwesentlich verändert.

Die Vorräte betrugen im Berichtsjahr insgesamt EUR 2,4 Mio. und lagen damit leicht über Vorjahresniveau (EUR 2,2 Mio.).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,3 Mio. gesunken.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,6 Mio. angestiegen.

Die Veränderung der Passivseite um EUR +0,2 Mio. kommt im Wesentlichen aus dem Anstieg der Pensionsverpflichtungen um EUR +0,8 Mio. und der sonstigen Rückstellungen um EUR +0,6 Mio. Rückläufig dazu haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 0,9 Mio entwickelt.

Die Eigenkapitalquote hat sich mit 64,8 % zum Vorjahr nicht verändert.

Insgesamt bestanden Rückstellungen in Höhe von EUR 118,2 Mio. (Vj. EUR 116,9 Mio.). Diese dienen zur Abdeckung aller erkennbaren Verpflichtungen, insbesondere für Pensionen, Rückbau, sonstige Personalkosten sowie für noch nicht abgeschlossene Personalmaßnahmen. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um EUR 0,8 Mio.

Die Verbindlichkeiten sind leicht unter Vorjahresniveau (EUR -1,1 Mio.). Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Konzernfinanzverkehr lagen um EUR 12,6 Mio. (-10,9 %) unter Vorjahr. Gegenläufig dazu haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der CEMEX Central Europe GmbH aus der Ergebnisabführung entwickelt. Diese sind um EUR 12,0 Mio. angestiegen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2021 stellt sich weiterhin auch im Vergleich zum Vorjahr als gut dar.

4       Chancen- und Risikobericht

4.1      Erfassung von Risiken

Die Erfassung von Risiken ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. So wurden und werden potenzielle Risiken, wie z.B. konjunkturelle Entwicklungen, Marktrisiken oder außergewöhnliche Preissteigerungen für Energie, regelmäßig in Abstimmungen zwischen den verantwortlichen Fachabteilungen und dem regionalen Management vorgenommen und analysiert.

4.2      Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der CEMEX Deutschland AG und ihrer Tochtergesellschaften ist durch internationale (u.a. Sarbanes Oxley) und nationale (KonTraG) Anforderungen geprägt und ist regelmäßig Gegenstand interner und externer Überprüfungen.

Im Rahmen der Risikoidentifizierung, -analyse und -bewertung des Geschäftsjahres 2021 fanden wie in den Vorjahren geeignete Frühwarnindikatoren Verwendung, die auch zur Überwachung der strategischen Risiken eingesetzt wurden. Bestandsgefährdungen im Sinne des KonTraG ergaben sich nicht. Für unterjährig festgestellte Prozessschwächen und Risiken wurden in Abstimmung mit den Prozessverantwortlichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung und/oder -beseitigung eingeleitet bzw. implementiert.

4.3      Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die folgenden Risiken, bei denen aufgrund vielfältiger Entwicklungen für die Szenarien keine zuverlässige Quantifizierung durchgeführt werden kann, werden in Rangfolge ihrer Bedeutsamkeit aufgeführt, wobei das bedeutsamste Risiko zuerst dargestellt wird.

4.3.1     Krieg Russland gegen Ukraine und folgende Sanktionen und eventuell drohende Auswirkungen

Seit Ende Februar 2022 werden extreme internationale wie nationale wirtschaftliche Auswirkungen aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung Russlands mit der Ukraine und den folgenden Sanktionen seitens der internationalen Gemeinschaft und der russischen Regierung befürchtet. Erste Auswirkungen sind bereits im Energiemarkt und deren Preisentwicklung spürbar.

Die daraus folgenden Auswirkungen auf internationale Wirtschaftsbeziehungen und deren Einfluss auf die jeweilige Binnenwirtschaften der beteiligten Nationen ist im Moment kaum absehbar und sehr schwer zu prognostizieren.

Kunden- wie lieferantenseitig gibt es keine Beziehungen zu Russland, die durch das Embargo zu stoppen wären.

Gerade die Frage der Energieversorgung und Energiepreisentwicklung kann wesentliche Einflüsse auf die Ergebnissituation und zukünftigen Entwicklungen aller Branchen mit Energie- und Transportintensiven Geschäftsbereichen mit sich bringen.

Die vorliegenden Wirtschaftsprognosen sind schwer zu bewerten, oft unterschiedlich, aus verschiedenen Quellen und zeigen immer nur einen Blickwinkel bzw. eine Momentaufnahme.

Die Planung der CEMEX Deutschland und deren Geschäftsfelder ist auf Basis einer bereits prognostizierten Erhöhung der Strompreise entstanden. Der neuerlich extreme Anstieg (Anfang März 2022) für flüssige Brenn – und Treibstoffe sind in den unten beschrieben Planungen nicht eingerechnet und werden gerade in deren Auswirkungen und Kompensationsmöglichkeiten geprüft.

Ein drohendes Gas/Öl Embargo gegen Russland würde hier zusätzliche extreme Teuerungen mit sich bringen, die im Moment von keinem Sachverständigen zu prognostizieren sind.

CEMEX sieht -Stand Ende März 2022- Auswirkungen darüber hinaus im Bereich steigender Transportkosten die mittel- oder unmittelbar an den Endkunden weitergegeben werden müssten. Diese notwendigen Kostensteigerungen und notwendigen Preisanpassungen beim Endkunden lassen sich aber aus heutiger Sicht auf die unterschiedlichen Absatzgebiete schwer beurteilen. Entsprechende Analysen der Auswirkungen auf die Kostensituationen und geplanten Preisanpassungen sind Mitte März eingeleitet worden.

4.3.2     Markt und Wettbewerb

Die Bautätigkeit ist im privatwirtschaftlichen und öffentlichen Nichtwohnbau sowie dem Tiefbau mit der konjunkturellen Entwicklung verknüpft; deshalb hat diese auch mittelbaren Einfluss auf unsere Baustoffmärkte Zement, Beton und Mineralische Rohstoffe. Eine konjunkturelle Schwäche würde einen Absatzmengenverlust und damit gleichzeitig eine Reduzierung des Ergebnisses nach sich ziehen. Inwieweit die erhöhte Inflation und die Folgen der Energiepreisentwicklung auch die konjunkturelle Situation der Bauwirtschaft beeinflusst, kann zum heutigen Zeitpunkt nicht sicher prognostiziert werden.

Die Perspektive für das Jahr 2022 bleibt insgesamt aufwärtsgerichtet. Dafür spricht die anhaltend hohe Nachfrage bei einem ohnehin hohen Genehmigungseingang. Die Finanzierungsbedingungen bleiben zurzeit günstig, so dass weiter mit einer nachhaltigen Nachfrage zu rechnen ist. Die Umsatzentwicklung der gesamten Bautätigkeit wird sich im Maß der Preisentwicklung für Wohnbauarbeiten auf Vorjahresniveau bewegen. Für das Bauinvestitionsvolumen wird im Bereich Wohnungsbau ein leichter Rückgang und im Bereich des Nichtwohnungsbau eine leichte Steigerung erwartet. (Prognose Ifo-Institut).

4.3.3     Witterungsrisiko

Die Witterung ist für die Jahresbetrachtung ein entscheidender Risikofaktor. Ausfalltage durch ungünstige Witterungsbedingungen (z. B. während des Winters) sind fast unmöglich zu kompensieren. Deswegen kann das Wetter Mengenentwicklung, Umsatzerlöse und Jahresergebnis signifikant beeinflussen. Zum Jahresbeginn 2022 waren keine witterungsbedingten Einflüsse zu verzeichnen.

4.3.4     Energiekosten

Den aktuell an der Energiebörse (EEX-Leipzig) gestiegenen Energie-Einkaufspreisen konnte durch langfristige Energieeinkäufe in den Vorjahren entgegengewirkt werden. Gesetzliche Abgaben und Netzkosten zeigen im Jahr 2022 keine großen Auswirkungen für CEMEX in Deutschland.

Eine Chance den zukünftig steigenden Energiekosten zu begegnen, bietet die Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung von Lastmanagement sowie unser hoher Einsatz an Sekundärbrennstoffen sowie die kostengünstige Energieversorgung des Zementwerkes in Rüdersdorf bei Berlin.

4.3.5     Finanzierungsrisiken

Die CEMEX Deutschland AG ist, wie in den letzten Jahren auch, über den Gesellschafter CEMEX Central Europe GmbH, Rüdersdorf bei Berlin, mittelbar in die Konzernfinanzierung der CEMEX S.A.B. de C.V. einbezogen. Die Zahlungsfähigkeit wird über die an CCE gewährte interne Konzernfinanzierungslinie abgesichert. Zum Bilanzstichtag betrug diese EUR 700 Mio. mit einer Laufzeit bis Mai 2023.

4.3.6     Ressourcen

Wir sehen Risiken bei der Erlangung von Genehmigungen zur Erschließung neuer Rohstoffvorräte und bei der Verlängerung bestehender Verträge. Für den Erhalt bestehender Reserven und die Genehmigung von neuen Lagerstätten haben wir eine Abteilung implementiert, die die Prozesse betreut und überwacht.

4.3.7     Risiken aus dem Personalbereich

Die Personalsituation in den operativen Bereichen der Gesellschaft ist weiterhin gekennzeichnet durch eine hohe Altersstruktur. Insbesondere in den Altersgruppen unterhalb von 40 Jahren sind die Anteile eher gering.

Gleichzeitig ist die Zahl der Schulabgänger infolge der demographischen Entwicklung rückläufig, bei einem Arbeitsmarkt, der durch eine geringe Arbeitslosenquote gekennzeichnet ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die Baustoffbranche in der allgemeinen Einschätzung als eher unattraktiv gilt.

Bereits jetzt steht die Gesellschaft vor dem Problem, ausreichend gute Bewerber für Ausbildungsplätze zu erreichen sowie qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Wir bilden streng nach unserer Nachfolgeplanung aus und stellen nur dort ein, wo wir nach Ausbildungsende Vakanzen erwarten. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Bindung unserer Auszubildenden während und nach der Ausbildung ins Leben gerufen, z.B. Weiterbildungsbudget für ausgelernte Auszubildende, geschäftsfeldübergreifende Praktika etc.

4.3.8     Compliance Risiken

Verstöße gegen Rechtsvorschriften, insbesondere gegen Wettbewerbsgesetze, stellen ein grundsätzliches Risiko für jede kommerzielle Tätigkeit und damit auch für CEMEX dar. Zur Vermeidung von Verstößen gegen rechtliche Vorschriften werden bei CEMEX sogenannte Compliance Instrumente eingesetzt. Diese umfassen, neben dem weltweit vorgegebenen CEMEX Ethik- und Verhaltenskodex, Einzelmaßnahmen wie z. B. Schulungen zu Einzelthemen des Wettbewerbsrechts und anderen Rechtsgebieten, Hinweis und Schulung im Bereich Cyber Security.

4.3.9     Coronavirus-Epidemie

Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Epidemie). Die Einschränkungen auch mit wirtschaftlichen Auswirkungen werden zum Ende des Q1 2022 wesentlich zurückgenommen. Eine größere Auswirkung aus neuerlichen Corona bedingten Restriktionen werden im Moment nicht gesehen.

Absatz und Ertrag wurden bislang durch die Pandemie im Jahr 2021 bzw. Anfang 2022 nicht beeinträchtigt und die gesetzten Ziele für 2022 werden in allen Geschäftsbereichen bislang als erreichbar eingeschätzt.

4.4      Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Perspektive für das Jahr 2022 bleibt insgesamt aufwärtsgerichtet mit gedämpfter Ergebniserwartung. Dafür spricht die anhaltend hohe Nachfrage bei einem ohnehin hohen Genehmigungsüberhang. Entsprechend dürfte sich die Bautätigkeit im Wohnbau gleichbleibend fortsetzten. Im Nichtwohnbau/Industriebau sehen wir ebenfalls gleichbleibende Genehmigungswerte und Bautätigkeiten. Unterbrechungen durch die Corona Pandemie sowie durch die neuerlichen Entwicklungen auf dem Energiemarkt sind im Moment nicht absehbar aber jederzeit möglich.

Impulse für den Wohnbau kommen aus den Umfeldbedingungen mit einem niedrigen Zinsniveau und der starken Attraktivität von Ballungsräumen. Auswirkungen der vorliegenden Situation der Preisentwicklung und Versorgungslage der Energieträger auf die Gesamtwirtschaft und damit auch auf die Bauwirtschaft sind im Moment schwer in eine Prognose zu fassen.

Ende Oktober 2020 erweiterte die CEMEX Deutschland AG ihr Produktportfolio um eine besonders klimaschonende Betonfamilie. Die Vertua®-Betone bringen einen deutlich geringeren CO²-Fußabdruck mit als herkömmliche Betone. Zusätzlich haben Anwender die Option, das verbleibende Kohlendioxid, das sich heute technisch noch nicht vermeiden lässt, vollständig auszugleichen und so einen komplett klimaneutralen Beton zu erwerben, bei dem alle Emissionen reduziert und auf Null kompensiert wurden. Hieraus sieht CEMEX die Chance, in der stärker werdenden Nachhaltigkeitsdiskussion der Baustoffindustrie bei Kunden (zum Beispiel auch bei Ausschreibungen) ein Zeichen zu setzen und einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern zu generieren.

5       Prognosen/Planungen der Geschäftsbereiche

Die unten genannten Planungen wurden in unserem Planungsprozess im November 2021 erstellt. Sie zeigen die Prognosen für die drei Hauptgeschäftsbereiche (Zement, Kies und Beton).

Auf Grund der aktuellen Entwicklungen durch die Corona Pandemie und jetzt der aktuellen politischen und folgenden wirtschaftlichen Lage werden die Planungen laufend aktualisiert und überprüft. Auf Basis der Geschäftsentwicklung im ersten Quartal zum Aufstellungszeitpunkt sowie auf Basis der derzeitigen Prognosen gehen wir weiterhin davon aus, dass diese Planungswerte erreichbar und zutreffend sind. Die Gesellschaft geht im Jahr 2022 insgesamt von moderat steigenden Umsatzerlösen aufgrund leicht steigender Absatzmengen und moderat erhöhten Durchschnittserlösen aus. Weiter erwartet die Gesellschaft moderat erhöhte variable Kosten, vor allem im Bereich Energie und Fracht, sowie leicht sinkenden fixen Kosten. Insgesamt erwarten wir ein leicht höheres Jahresergebnis vor Ergebnisabführung im Vergleich zu 2021.

Geschäftsbereich Zement

Für das Jahr 2022 prognostizieren wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht erhöhte Umsatzerlöse hauptsächlich aufgrund erhöhter Durchschnittserlöse (Inland und Export) bei deutlich rückläufigen Exportmengen. Die Ergebnisübernahme aus dem Geschäftsbereich Zement wird sich aufgrund der erwarteten Kostenerhöhungen (Energie, Transport, CO2) auf gleichem Niveau wie 2021 bewegen.

Geschäftsbereich Mineralische Rohstoffe

Im Geschäftsbereich Mineralische Rohstoffe erwarten wir moderat steigende Umsatzerlöse (eigene Produktion und Handel) durch moderat erhöhte Durchschnittserlöse und leicht gesteigerten Mengenabsatz. Auch hier werden stark erhöhte Transportkosten erwartet. Wir prognostizieren einen im Vergleich zu 2021 aufgrund der erwarteten Logistikkosten trotz Erlösanpassung moderat reduzierte Ergebnisübernahme aus dem Geschäftsbereich Kies.

Geschäftsbereich Beton

Im Geschäftsbereich Beton prognostizieren wir eine moderate Erhöhung der Umsatzerlöse aufgrund von moderat Preissteigerungen bei im Wesentlichen gleichbleibenden Mengen. Moderate Kostensteigerungen im Rohstoffbereich sowie im Transport und Energie werden erwartet. Trotz dieser Kostensteigerungen erwarten wir eine stark erhöhte Ergebnisübernahme.

CEMEX Deutschland AG

Insgesamt prognostizieren wir für die CEMEX Deutschland AG einen leichten Anstieg des operativen Ergebnisses. Eine belastbare Prognose für 2022 ist in Anbetracht der Situation rund um die Corona Pandemie und politischen Lage und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft (Thema Energie) schwer abzugeben. Es wird eine Erhöhung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr auf vergleichbarer Basis prognostiziert. Wichtig ist dabei, inwieweit es gelingt, die zu erwartenden Preissteigerung im Energie- und Transportbereich abzufangen.

Geplant ist, das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung im Jahr 2022 aufgrund von Umsatzsteigerung bei bisher guten Vorzeichen bei den Bautätigkeiten leicht zu erhöhen. In Abhängigkeit von den momentan schwer prognostizierbaren Energiekosten kann allerdings das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung bei ungünstiger Entwicklung auch unter dem des Jahres 2021 liegen.

Rüdersdorf bei Berlin, 5. Mai 2022

Rüdiger Kuhn                         Benedikt Jodocy

Bilanz

#### Aktiva
31.12.2021

EUR
31.12.2020

EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen 159.553.355,97 160.207.091,49
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 135.802,18 237.066,88
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.802,18 237.066,88
II. Sachanlagen 11.681.815,92 12.034.447,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.229.034,29 6.606.235,07
2. technische Anlagen und Maschinen 2.770.728,48 2.006.807,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.929.633,12 2.311.363,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 752.420,03 1.110.041,39
III. Finanzanlagen 147.735.737,87 147.935.577,11
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 147.570.144,89 147.596.144,89
2. Beteiligungen 165.592,98 339.432,22
B. Umlaufvermögen 600.764.444,11 599.812.038,21
I. Vorräte 2.400.174,78 2.177.797,19
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.361.174,78 2.134.807,04
2. Waren 39.000,00 42.990,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 594.573.940,66 593.651.075,64
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.175.679,54 2.694.959,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 588.210.252,50 589.500.953,67
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 148.236,01 56.251,27
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.039.772,61 1.398.910,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.790.328,67 3.983.165,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 417.080,30 468.191,80
Summe Aktiva 760.734.880,38 760.487.321,50
#### Passiva
31.12.2021

EUR
31.12.2020

EUR
--- --- ---
A. Eigenkapital 493.129.249,43 493.129.249,43
I. Gezeichnetes Kapital 384.000.000,00 384.000.000,00
II. Kapitalrücklage 27.177.259,78 27.177.259,78
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 81.951.989,65 81.951.989,65
1. gesetzliche Rücklage 11.271.889,68 11.271.889,68
2. andere Gewinnrücklagen 70.680.099,97 70.680.099,97
B. Rückstellungen 118.246.017,36 116.894.952,53
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 106.524.040,00 105.744.134,00
2. Steuerrückstellungen 468.117,76 468.117,76
3. sonstige Rückstellungen 11.253.859,60 10.682.700,77
C. Verbindlichkeiten 149.359.613,59 150.463.119,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 163.453,83 96.390,01
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.711.998,96 4.624.524,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138.430.072,88 138.546.324,66
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 767.805,17 983.542,92
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.286.282,75 6.212.337,49
davon aus Steuern 623.190,52 768.793,72
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.832,34 0,00
Summe Passiva 760.734.880,38 760.487.321,50

Angaben unter der Bilanz

CEMEX Deutschland AG, Rüdersdorf bei Berlin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1/1/2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 1,427,623.02 0.00 7,970.00 0.00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 18,233,890.92 178,923.09 793,999.59 0.00
2. Technische Anlagen und
Maschinen 37,209,143.87 1,053,578.46 4,511,690.01 739,385.31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 7,268,141.12 29,128.87 206,819.03 217,488.61
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 1,110,041.39 599,252.56 0.00 -956,873.92
63,821,217.30 1,860,882.98 5,512,508.63 0.00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 148,040,147.00 0.00 26,000.00 0.00
2. Beteiligungen 1,920,913.68 0.00 173,839.24 0.00
149,961,060.68 0.00 199,839.24 0.00
215,209,901.00 1,860,882.98 5,720,317.87 0.00
Abschreibungen
31.12.2021 1/1/2021 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 1,419,653.02 1,190,556.14 101,264.70 7,970.00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 17,618,814.42 11,627,655.85 209,568.13 447,443.85
2. Technische Anlagen und
Maschinen 34,490,417.63 35,202,336.17 791,298.61 4,273,945.63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 7,307,939.57 4,956,777.78 620,903.45 199,374.78
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 752,420.03 0.00 0.00 0.00
60,169,591.65 51,786,769.80 1,621,770.19 4,920,764.26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 148,014,147.00 444,002.11 0.00 0.00
2. Beteiligungen 1,747,074.44 1,581,481.46 0.00 0.00
149,761,221.44 2,025,483.57 0.00 0.00
211,350,466.11 55,002,809.51 1,723,034.89 4,928,734.26
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2021 31/12/2020
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-
gegenstände
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 1,283,850.84 135,802.18 237,066.88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks-
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 11,389,780.13 6,229,034.29 6,606,235.07
2. Technische Anlagen und
Maschinen 31,719,689.15 2,770,728.48 2,006,807.70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 5,378,306.45 1,929,633.12 2,311,363.34
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0.00 752,420.03 1,110,041.39
48,487,775.73 11,681,815.92 12,034,447.50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 444,002.11 147,570,144.89 147,596,144.89
2. Beteiligungen 1,581,481.46 165,592.98 339,432.22
2,025,483.57 147,735,737.87 147,935,577.11
51,797,110.14 159,553,355.97 160,207,091.49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021

EUR
1.1.2020 - 31.12.2020

EUR
1. Umsatzerlöse 116.208.893,90 126.812.450,85
2. sonstige betriebliche Erträge 11.666.428,29 11.345.869,33
3. Materialaufwand 71.753.674,57 80.189.287,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 70.472.077,32 78.517.816,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.281.597,25 1.671.470,63
4. Personalaufwand 32.223.016,06 27.108.956,46
a) Löhne und Gehälter 28.293.821,43 24.042.660,39
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.929.194,63 3.066.296,07
5. Abschreibungen 1.723.034,89 1.759.584,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.723.034,89 1.759.584,62
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 57.433.590,85 63.050.548,97
davon Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 1.869.012,00 1.869.012,00
7. Erträge aus Beteiligungen 2.129.788,94 1.860.309,14
davon aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 1.981.792,85 1.724.917,12
8. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 62.745.319,26 49.069.936,56
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.699.496,42 11.077.463,59
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 9.656.189,44 11.074.056,21
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 31.256,22 211.105,01
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.648.411,85 10.338.734,01
davon an verbundene Unternehmen 1.373.527,72 2.191.948,93
12. Ergebnis nach Steuern 29.636.942,37 17.507.813,32
13. sonstige Steuern 115.398,54 -23.528,62
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 29.521.543,83 17.531.341,94
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

CEMEX Deutschland AG, Rüdersdorf bei Berlin

Allgemeine Angaben

Die CEMEX Deutschland AG hat ihren Sitz in Rüdersdorf bei Berlin. Sie ist unter der Nummer HRB 15672 FF im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) eingetragen.

Die Konzernobergesellschaft CEMEX, S.A.B. de C.V., San Pedro Garza García/Mexiko, stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, der auf der Web-Site der CEMEX, S.A.B. de C.V. (www. cemex.com) erhältlich ist. Die CEMEX España, S.A., Madrid/Spanien, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der CEMEX España, S.A. wird in deutscher Sprache unter CEMEX Central Europe GmbH, Rüdersdorf bei Berlin, im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Die Gesellschaft ist damit gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.

Der Konzernabschluss der CEMEX España, S.A. wird nach spanischem Recht aufgestellt. Wesentliche Abweichungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum deutschen Handelsrecht sind:

Anwendung unterschiedlicher Nutzungsdauern im Sachanlagevermögen
Bilanzierung von Pauschalwertberichtigungen
Zugrundelegung unterschiedlicher Zinssätze für die Abzinsung von Rückstellungen
Bilanzierung von Rückbauverpflichtungen
Bilanzierung von Pensionsrückstellungen
Bilanzierung von Wertpapieren zur Sicherung von Altersteilzeitansprüchen

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der CEMEX Central Europe GmbH, Rüdersdorf bei Berlin.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt, wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit die Gründe, die zu einer außerplanmäßigen Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Wertaufholung.

Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach Anlagenklassen belaufen sich wie folgt:
Anlagenklassen Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 Jahre
Sachanlagen
Grundstücke & Bauten 10 - 50 Jahre
Technische Anlagen & Maschinen 3 - 20 Jahre
Andere Anlagen 3 - 11 Jahre

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden (Projected Unit Credit Methode) auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Hierbei wurde von einem erwarteten Gehaltstrend von 2,25 % (i. Vj. 2,25 %) sowie einem Rententrend von 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) ausgegangen. Der auf den Inventurstichtag 1. Oktober 2021 der Berechnung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegte Rechnungszins wurde gemäß RückAbzinsV unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 1,87 % (i. Vj. 2,31 %) angesetzt. Der angesetzte Zinssatz entspricht grundsätzlich dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz betrug zum 31. Dezember 2021 auch 1,87 %.

Für die Ermittlung des Unterschiedsbetrags gemäß § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Zinssatz von 1,35 % (i. Vj. 1,61 %) angesetzt. Der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz betrug zum 31. Dezember auch 1,35 %. Der Unterschiedsbetrag auf Basis des Zinssatzes von 1,35 % beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 6.989 (i. Vj. TEUR 9.480). Bei dem Unterschiedsbetrag handelt es sich grundsätzlich um ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 253 Abs. 6 HGB. Diese Beträge führen aber nicht zu einer Abführungssperre im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages zur Cemex Central Europe GmbH.

Aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Vorschriften ergab sich bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 2010 ein Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 28.038. Dieser Umstellungsbetrag wird entsprechend Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über 15 Jahre verteilt. Der auf das Berichtsjahr entfallende Anteil in Höhe von TEUR 1.869 wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 4.880 (i. Vj.TEUR 6.749).

Von den Rückstellungen für Pensionen werden die Zeitwerte von solchen Rückdeckungsversicherungen abgesetzt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsrückstellungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Der Ansatz der beizulegenden Zeitwerte erfolgt in Höhe des vom jeweiligen Versicherungsunternehmen bekannt gegebenen Wertes der jeweiligen Rückdeckungsversicherung zum Bilanzstichtag.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Der Bewertung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene, ihren Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der letzten sieben Jahre für die Abzinsung und eine jährliche Preis- und Kostensteigerung von 3,14 % (i. Vj. 2,69 %) zugrunde gelegt. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird auf die Abzinsung verzichtet.

Für Risiken im Personalbereich, wie beispielsweise für Jubiläumszuwendungen, Personalanpassungsmaßnahmen und Aufstockungsbeträge für Altersteilzeitverpflichtungen, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Die Erfüllungsrückstände aus abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen und die Verpflichtungen aus nicht genommenem Urlaub und Mehrarbeit werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bildung von Abbruch- und Rückbaurückstellungen erfolgt grundsätzlich in zeitanteiligen Raten.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem am Abschlussstichtag anzusetzenden Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Das Anteilsverzeichnis gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist in Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Posten betrifft im Wesentlichen konzerninterne Finanzierungsvorgänge in Höhe von TEUR 521.978 (i. Vj. TEUR 533.840), Forderungen aus Ergebnisabrechnungen in Höhe von TEUR 48.397 (i. Vj. TEUR 38.201) und Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von TEUR 17.162 (i. Vj. TEUR 13.960).

Wie im Vorjahr sind alle Forderungen innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabrechnungen in Höhe von TEUR 147 (i. Vj. TEUR 55) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 31) enthalten.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind insgesamt TEUR 3.011 (i. Vj. TEUR 3.117) zu Sicherungszwecken an die jeweiligen kontoführenden Kreditinstitute verpfändet.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zum 31. Dezember 2021 bestanden keine Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 384.000.000,00 und ist voll eingezahlt. Es besteht aus 7.500.000 Stückaktien, die von der CEMEX Central Europe GmbH gehalten werden.

Gewinnrücklagen
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
1.   Gesetzliche Rücklage 11.272 11.272
2.   Andere Gewinnrücklagen 70.680 70.680
81.952 81.952

Die anderen Gewinnrücklagen betreffen mit TEUR 1.242 die gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB eingestellten Beträge aus der im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG zum 1. Januar 2010 erfolgten Abzinsung langfristiger Rückstellungen.

Pensionsrückstellungen

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Verpflichtungen aus Pensionszusagen zum 31. Dezember 2021 teilweise mit Rückdeckungsansprüchen verrechnet. Der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung zum 31. Dezember 2021 und beträgt TEUR 5.295.

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag Pensionen 111.819 111.530
Rückdeckungswerte -5.295 -5.786
106.524 105.744
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen für:
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Abbruch- und Rückbauverpflichtungen 4.513 4.464
Sondervergütungen 2.529 1.511
Personalanpassungen 1.879 2.163
Schadenersatz und Rechtsstreitigkeiten 840 407
Kundenboni 305 415
10.066 8.960
Übrige 1.188 1.723
11.254 10.683
Verbindlichkeiten
31.12.2021 davon Restlaufzeit

bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit

1 bis 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
1.   Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164 164 0
2.   Verbindlichkeiten aus Lieferungen

      und Leistungen
4.712 4.712 0
3.   Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

      Unternehmen
138.430 138.430 0
4.   Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

      mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
768 768 0
5.   Sonstige Verbindlichkeiten 5.286 4.479 807
149.360 148.553 807

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen in Höhe von TEUR 103.717 (i. Vj. TEUR 116.366) und aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 29.521 (i. Vj. TEUR 17.531) an die Gesellschafterin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Ergebnisabrechnungen in Höhe von TEUR 713 (i. Vj. TEUR 757), sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 55 (i. Vj. TEUR 178) und konzerninternen Finanzierungsvorgängen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 49).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen TEUR 807 (i. Vj. TEUR 1.079), alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen fast ausschließlich das Transportbetongeschäft und wurden im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.218 (i. Vj. TEUR 3.023) früheren Geschäftsjahren zuzuordnen. Davon betreffen TEUR 537 (i. Vj. TEUR 2.326) Erträge aus den Auflösungen von sonstigen Rückstellungen und TEUR 1.175 (i. Vj. TEUR 523) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sach- und Finanzanlagevermögens.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden TEUR 534 (i. Vj. TEUR 462) Währungskursgewinne ausgewiesen.

Personalaufwand
2021 2020
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 28.293 24.043
Soziale Abgaben 4.938 4.706
Aufwendungen (Erträge) für Altersversorgung -1.008 -1.640
Insgesamt 32.223 27.109
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer hat sich wie folgt entwickelt:
2021 2020
Angestellte 383 382
Gewerbliche Arbeitnehmer 57 56
Insgesamt 440 438
Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 1.869 (i. Vj. TEUR 1.869).

Im Berichtsjahr sind TEUR 182 (i. Vj. TEUR 594) periodenfremde Aufwendungen angefallen. Diese resultieren aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden TEUR 428 (i. Vj. TEUR 242) Währungskursverluste ausgewiesen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 8.101 (i. Vj. TEUR 8.020) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Davon betreffen TEUR 8.019 netto (i. Vj. TEUR 8.019) den Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 394 (i. Vj. TEUR 394) für Konzerngesellschaften gegenüber Fremden.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wird aufgrund von Sicherungsübereignungen oder der wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen Hauptschuldner als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
An Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:
Gesamt davon

gegenüber

verbundenen

Unternehmen
TEUR TEUR
2022 2.397 91
2023 - 2026 1.966 24
2027 und später 110 0
Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und ihren Hinterbliebenen werden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 40.016 bilanziert, denen ein Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 4.934 gegenübersteht. Die Rentenzahlungen im Jahr 2021 betrugen TEUR 3.595.

Die aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Vorschriften zum 1. Januar 2010 nicht gebildete Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 2.182.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 10 (brutto) an Aufsichtsratvergütungen für das Geschäftsjahr 2020 gezahlt.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben hinsichtlich des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der CEMEX España, S.A. zum 31. Dezember 2021.

Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand der CEMEX Deutschland AG war im Jahre 2021 wie folgt besetzt:

Rüdiger Kuhn, Vice-President Materials Central Europe und Vorstandsvorsitzender, Berlin
Benedikt Jodocy, Director Legal, Berlin

Der Aufsichtsrat der CEMEX Deutschland AG war im Jahre 2021 wie folgt besetzt:

Antonio Iván Sánchez Ugarte, VP Legal EMEA, Madrid/Spanien

– Vorsitzender des Aufsichtsrates
Maria Garcia Villan, Corporate Strategy Planning Director, Madrid/Spanien

(bis 18. Februar 2022)
Maria Pilar Ruiz Castresana, Compensation & Benefits Director for EMEA, Human

Resources Director for Spain (ab 25. Februar 2022)
Uwe Pommer, Berlin – als Vertreter der Arbeitnehmer

Rüdersdorf bei Berlin, 5. Mai 2022

Rüdiger Kuhn    Benedikt Jodocy

Bericht des Aufsichtsrats

CEMEX Deutschland AG

Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2021

94. Aufsichtsratssitzung, 13. Mai 2022

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 die Arbeit des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllte der Aufsichtsrat aufgrund der ausführlichen Berichterstattung des Vorstands über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie ihrer Beteiligungen und über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung sowie alle bedeutenden Geschäftsvorfälle.

Zukunftsgerichtete Verbesserungen durch den Vorstand in Hinblick auf die Arbeitssicherheit wurden in jeder Sitzung dem Aufsichtsrat berichtet.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 der Gesellschaft und der Lagebericht 2021 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die letzte ordentliche Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Prüfungsarbeiten beauftragten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft. Die Prü- fung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Die Prüfer haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten rechtzeitig vor der Bilanzsitzung die Jahresabschlussunterlagen. Der Bericht des Jahresabschlussprüfers wurde allen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung gestellt. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats hat der Abschlussprüfer der Gesellschaft zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teilgenommen. Er hat dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Abschlussprüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht 2021 im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft. Er schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2021 in der Bilanzsitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2021 ist damit gemäß §172 AktG festgestellt.

Den Mitgliedern des Vorstands, den Betriebsräten und allen Mitarbeitern spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Der Aufsichtsrat

Antonio Iván Sánchez Ugarte

(Vorsitzender)

Berlin, im Mai 2022

sonstige Berichtsbestandteile

CEMEX Deutschland AG, Rüdersdorf bei Berlin

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021

Das Verzeichnis der CEMEX Deutschland AG entspricht § 285 Nr.11 HGB. Die Anteile am Kapital verstehen sich auf den Anteil der CEMEX Deutschland AG bzw. eines oder mehrerer von ihr abhängiger Unternehmen

Gesellschaft Sitz Anteil am

Kapital
Eigen-

kapital
Ergebnis
% TEUR TEUR
CEMEX Zement GmbH Rüdersdorf bei Berlin 100.00 116,449 0 3
CEMEX Logistik GmbH Rüdersdorf bei Berlin 100.00 3,599 0 3
Readymix Transportbeton GmbH  Berlin Berlin 100.00 28 2 1
CEMEX Trockenmörtel GmbH Rüdersdorf bei Berlin 100.00 31 0 3
BPB Beton-Prüfinstitut Bayreuth GmbH Rüdersdorf bei Berlin 100.00 26 0 3
Transmobil Baustoff GmbH Rüdersdorf bei Berlin 100.00 77 0 3
CEMEX Kies Mecklenburg-Strelitz GmbH Neustrelitz 100.00 -2,585 -215 1
CEMEX Kies & Splitt GmbH Rüdersdorf bei Berlin 100.00 31,396 0 3
Kieswerk GmbH Immelborn Immelborn 100.00 1,875 -57 1
CEMEX Kies Rogätz GmbH Rogätz 100.00 2,577 0 3
Betonkies Isingerode Verwaltungsges. mbH Schladen 80.00 18 0 1
Betonkies Isingerode GmbH & Co. KG Schladen 80.00 36 -2 1
Mixbeton Vermögensgesellschaft mbH & Co. KG Berlin 66.75 540 39 1
Kieswerk Wernshausen Verwaltungs-GmbH Barchfeld-Immelborn 66.67 28 0 1
Kieswerk Wernshausen GmbH & Co. KG Barchfeld-Immelborn 66.60 256 -1 1
CEMEX & Beuerlein Verwaltungs-GmbH Rüdersdorf bei Berlin 55.00 36 3 1
CEMEX & BeuerleinGmbH&Co.KG Rüdersdorf bei Berlin 55.00 2,512 72 1
CEMEX Südostbayern GmbH & Co. KG Beratzhausen 51.00 1,847 1,150 2
Transportbeton Hütten GmbH & Co. KG Bechtsrieth 50.00 310 381 1
TBI Transportbeton Ingolstadt GmbH & Co. KG Ingolstadt 50.00 1,534 1,865 1
TBM Transportbeton GmbH & Co. KG Mallersdorf 50.00 389 245 2
TBM Transportbeton Verwaltungs-GmbH Mallersdorf 50.00 28 2 2
Transportbeton Hütten Verwaltungs GmbH Bechtsrieth 50.00 27 1 1
Transportbeton Ingolstadt GmbH Ingolstadt 50.00 39 4 2
CEMEX Südostbayern Verwaltungs GmbH Beratzhausen 50.00 27 1 2
Quarzsandwerk Wellmersdorf GmbH & Co. KG Neustadt bei Coburg 50.00 540 973 1
Quarzsandwerk Wellmersdorf Verwaltungs-GmbH Neustadt bei Coburg 50.00 28 2 1
DMK Donaumoos Kies Verwaltungs-GmbH Weichering 50.00 51 0 1
DMK Donaumoos Kies GmbH & Co. KG Weichering 50.00 3,149 1,581 1
Kieswerk Roith Verwaltungs- GmbH Straubing 50.00 47 2 2
Kieswerk Roith Wolf GmbH & Co. KG Straubing 50.00 3,292 8 2
Waldheim Beton Verwaltungs GmbH Waldheim 45.50 38 1 2
Waldheim Beton GmbH & Co. KG Waldheim 45.13 349 129 2
Münchner Mörtel GmbH & Co. KG München 20.00 103 75 2
Münchner Mörtel Verwaltungsges. mbH München 20.00 35 1 2
1 Die Angaben zum EK und Ergebn. der Ges. betr. GJ 2021
2 Die Angaben zum EK und Ergebn. der Ges. betr. GJ 2020
3 Ergebnis nach vertraglicher Gewinnabführung

CEMEX Deutschland AG

Rüdersdorf bei Berlin

Zahlungs- und Konzernzahlungsbericht für das Geschäftsjahr 2021

Grundlagen und Methoden

Dieser Konzernzahlungsbericht wurde entsprechend den Vorschriften der §§ 341q bis 341y HGB für das Geschäftsjahr 2021 erstellt.

Der Konzernzahlungsbericht wurde in Euro aufgestellt und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Mit der Umsetzung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 17. Juli 2015 wurde das Handelsgesetzbuch unter anderem um Offenlegungspflichten für Zahlungen an staatliche Stellen erweitert. Unternehmen des Rohstoffsektors, d.h. die in der mineralgewinnenden Industrie tätig sind, haben für Geschäftsjahre, die nach dem 23. Juli 2015 beginnen oder begonnen haben, jährlich entsprechende Berichte zu veröffentlichen (§§ 341q ff. HGB i.V.m. Artikel 75 Abs. 3 EGHGB).

Nach § 341v Abs. 1 HGB hat die CEMEX Deutschland AG; Rüdersdorf i.S.d. § 290 HGB i.V.m. § 341q HGB jährlich einen Konzernzahlungsbericht zu erstellen und offenzulegen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis der in den Konzernzahlungsbericht einbezogenen Unternehmen umfasst gemäß § 341v Abs. 3 HGB das Mutterunternehmen und alle Tochterunternehmen i.S.v. § 290 HGB.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der CEMEX Central Europe GmbH, Rüdersdorf bei Berlin.

Zahlungen

Bei allen im vorliegenden Zahlungsbericht aufgeführten Zahlungen handelt es sich um Geldleistungen. Sachleistungen wurden im Berichtszeitraum nicht getätigt.

Der Bericht beinhaltet direkte Zahlungen der CEMEX Deutschland AG und deren Tochtergesellschaften an staatliche Stellen.

Zahlungen im Sinne dieses Berichts umfassen entsprechend § 341r Nr. 3 HGB als Geldleistung entrichtete Beträge im Zusammenhang mit Tätigkeiten in der mineralgewinnenden Industrie, wenn sie auf einem der nachfolgend bezeichneten Gründe beruhen:

1. a) Produktionszahlungsansprüche,
2. b) Steuern, die auf die Erträge, die Produktion oder die Gewinne von Kapitalgesellschaften erhoben werden; ausgenommen sind Verbrauchsteuern, Umsatzsteuern, Mehrwertsteuern sowie Lohnsteuern der in Kapitalgesellschaften beschäftigten Arbeitnehmer und vergleichbare Steuern,
3. c) Nutzungsentgelte,
4. d) Dividenden und andere Gewinnausschüttungen aus Gesellschaftsanteilen,
5. e) Unterzeichnungs-, Entdeckungs- und Produktionsboni,
6. f) Lizenz-, Miet- und Zugangsgebühren sowie sonstige Gegenleistungen für Lizenzen oder Konzessionen sowie
7. g) Zahlungen für die Verbesserung der Infrastruktur.

Berücksichtigt wurden nur die im Berichtszeitraum tatsächlich geleisteten Zahlungen an staatliche Stellen. Rückzahlungen wurden nur berücksichtigt soweit sie im Berichtsjahr geleistet wurden und eine Erstattung für im Berichtszeitraum geleistete Zahlungen an die staatliche Stelle für ein und denselben Sachverhalt darstellen.

Staatliche Stellen

Staatliche Stellen i.S.d. § 341r Nr. 4 HGB sind nationale, regionale oder lokale Behörden eines Mitgliedstaats der Europäischen Union, eines anderen Vertragsstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Drittstaats einschließlich der von einer Behörde kontrollierten Abteilungen oder Agenturen sowie Unternehmen, auf die eine Behörde i.S.d. § 290 HGB beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Konzernüberblick

Die folgende Übersicht zeigt die Summe der konsolidierten Gesellschaften der tatsächlich geleisteten Zahlungen an staatliche Stellen im Geschäftsjahr 2021 in Euro, gegliedert nach Ländern, staatlichen Stellen und Zahlungsgründen:

Konsolidierter Zahlungsbericht des Konzerns 2021
In EUR Steuern auf Erträge, Produktion oder Gewinne von Kapitalgesellschaften Lizenz-, Miet- und Zugangsgebühren sowie sonstige Gegenleistungen für Lizenzen oder Konzessionen Summe
Deutschland 4,609,571.20 4,609,571.20
Zahlungsbericht Cemex Deutschland AG
In EUR Steuern auf Erträge, Produktion oder Gewinne von Kapitalgesellschaften Lizenz-, Miet- und Zugangsgebühren sowie sonstige Gegenleistungen für Lizenzen oder Konzessionen,Zölle Summe
SWN Stadtwerke Neustadt GmbH 692,888.57 692,888.57
Hauptzollamt Frankfurt/Oder 884,575.52 884,575.52
Stadt Regensburg 163,257.38 163,257.38
SWN Stadtwerke Neustadt GmbH 672,234.31 672,234.31
Marktgemeinde Helmstadt 280,582.56 280,582.56
SWN Stadtwerke Neustadt GmbH 787,196.12 787,196.12
Landeshauptkasse Sachsen-Anhalt 172,095.58 172,095.58
SWN Stadtwerke Neustadt GmbH 488,631.25 488,631.25
SWN Stadtwerke Neustadt GmbH 177,517.31 177,517.31
Gemeinde Weichering 119,228.23 119,228.23
Hauptzollamt Hamburg-Hafen 171,364.37 171,364.37
Summe 4,609,571.20 4,609,571.20

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CEMEX Deutschland AG, Rüdersdorf bei Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CEMEX Deutschland AG, Rüdersdorf bei Berlin,

– bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CEMEX Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 1.3 im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 1.3 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-schließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Düsseldorf, den 5. Mai 2022

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Simon

Wirtschaftsprüfer

Schunke

Wirtschaftsprüferin