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Cash.Medien AG

Management Reports May 23, 2012

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Management Reports

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### Cash.Medien AG

#### Hamburg

### Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG

#### 1. Rahmendaten der Cash-Gruppe

Die Cash.Medien AG ist die Muttergesellschaft der Cash.Print GmbH (Cash.Print), der Cash.TV Filmproduktions GmbH (Cash.-TV), der G.U.B. Gesellschaft für Unternehmensanalyse und Beteiligungsmanagement mbH (G.U.B.) und der DFI Deutsches Finanzdienstleistungs-Informationszentrum GmbH (DFI). Alle Gesellschaften sind einhundertprozentige Tochtergesellschaften der Cash.Medien AG und mit Ausnahme des DFI mittels Ergebnisabführungsverträgen an die Cash.Medien AG gebunden.

Die Unternehmen der Cash.Gruppe befassen sich mit dem Markt der langfristigen Kapitalanlage: Lebensversicherungen, Investmentfonds, Immobilien, geschlossene Fonds und verwandte Themen. Kernzielgruppe sind neben den Entscheidern auf Ebene der Produktanbieter vor allem Finanzdienstleister. Themen der Anlageberatung und des Vertriebs stellen daher einen weiteren Schwerpunkt dar und bilden die Klammer um das Informationsangebot. Die Erlöse speisen sich zum größten Teil aus Werbeaufwendungen der Produktanbieter.

#### 2. Wirtschaftliches Umfeld der Cash.Gruppe

Allgemein wird für 2012 lediglich ein mäßiges Wirtschaftswachstum erwartet. Differenziert, per Saldo aber eher schwach, stellt sich die Lage für die Finanzbranche und damit auch bezüglich deren Werbeaufwendungen dar:

Für den für Cash. besonders wichtigen Markt der Versicherungen erwartet der Branchenverband GDV für 2012 ein moderates Wachstum, das Vorjahr hatte noch einen Rückgang bei den Beitragseinnahmen gebracht. Besonders belastend für die Lebensversicherungswirtschaft ist die anhaltende Niedrigzinsphase, die es erschwert, den Garantiezins zu erwirtschaften.

Vom geringen Zinsniveau wiederum profitiert die Immobilienbranche in Form niedriger Hypothekenzinsen. Allerdings wächst die Sorge bezüglich eines möglichen Abschwungs einerseits und einer Überhitzung des Marktes andererseits.

Vorsichtig in ihren Einschätzungen gibt sich die Branche der Investmentfonds. In 2011 hatten die Privatanleger per Saldo Mittel aus derartigen Anlagen abgezogen. Die ersten beiden Monate 2012 zeigten zumindest wieder Nettozuflüsse seitens der Privatanleger.

Gedämpft ist unverändert die Stimmung bei den Anbietern und vor allem Vermittlern geschlossener Fonds, dem zweiten besonders wichtigen Markt der Cash.Gruppe. Die vom Verband Geschlossene Fonds (VGF) unter seinen Mitgliedern erhobenen Platzierungszahlen für das erste Quartal 2012 zeigen zwar eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 18 Prozent, dies ist jedoch ausschließlich auf die Aktivitäten institutioneller Investoren zurückzuführen. Die für die überwiegende Anzahl der Anbieter und auch für freie Finanzdienstleister wesentlich wichtigere Platzierung an private Investoren ist im Quartalsvergleich gegenüber Vorjahr um rund 19 Prozent zurückgegangen. Nahezu zum Erliegen gekommen ist das Geschäft mit Schiffsbeteiligungs-Neuemissionen.

#### 3. Ertragslage

Trotz des insgesamt erfolgreichen Verlaufs des Jahres 2011 hatte der Vorstand eine eher zurückhaltende Planung für 2012 vorgelegt, denn im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2011 hatte sich angedeutet, dass das umsatzstarke erste Halbjahr lediglich ein Zwischenhoch sein würde. Diese Einschätzung hat sich als richtig erwiesen, der bisherige Verlauf des Jahres 2012 muss in Bezug auf die Akquisition durchaus als zäh bezeichnet werden. Die Gründe sind aus dem unter 2. Dargestellten unmittelbar ersichtlich.

Insbesondere die G.U.B. konnte erwartungsgemäß nicht an das sehr erfolgreiche Vorjahr anknüpfen. Derzeit liegt das Geschäft sogar noch unter dem gegenüber Vorjahr reduzierten Plan.

Im Anzeigenverkauf der Cash.Print - dem wichtigsten Umsatzträger der Gruppe - sind erhöhte Anstrengungen erforderlich, um die Umsatzziele zu erreichen. Der Bereich liegt per Saldo in etwa auf Plan und Vorjahr. Dies gelingt durch die seit einigen Jahren aktiv betriebene weitere Differenzierung der werblichen Angebote über den reinen Anzeigenverkauf hinaus. In 2012 erlebt die Produktlinie „Cash.Extra“ einen Aufschwung und kann damit Schwächen im klassischen Anzeigengeschäft kompensieren.

Das Geschäft von Cash.-TV und DFI läuft auf plangemäß geringem Niveau. Bei Cash.-TV wurde in diesen Tagen ein Filmauftrag abgeschlossen.

Als Folge des verhaltenen Jahresauftakts liegen sowohl Umsatz als auch Ergebnis der Gruppe insgesamt per Ende April wie erwartet unter den Werten des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis ist aber gleichwohl, wie in den beiden Vorjahren, bereits positiv. Für das Gesamtjahr 2012 hatte der Vorstand bereits ein geringeres Ergebnis als für 2011 prognostiziert. An dieser Einschätzung hält der Vorstand grundsätzlich fest. Es gibt vorsichtige Signale z. B. aus dem Bereich der Geschlossenen Fonds, eine konkrete Erholung ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht erkennbar.

#### 4. Liquiditätslage

Trotz der etwas gedämpften Geschäftsentwicklung konnte auch in den ersten Monaten des Jahres 2012 der Abtrag von Altverbindlichkeiten fortgesetzt werden. Erneut soll der erwartete liquide Überschuss des Jahres 2012 nahezu vollständig dafür verwendet werden. Den Schwerpunkt werden in 2012 Darlehen und darlehensähnliche Verpflichtungen bilden, da der Abtrag von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inzwischen recht weit vorangeschritten ist.

Die Liquiditätslage hat sich weiter stabilisiert, bleibt aber angespannt. Ein Risiko besteht nach wie vor, insbesondere, weil der liquide Überschuss des operativen Geschäfts weiterhin nicht zur Rückführung aller Altverbindlichkeiten ausreicht. Cash. ist demnach auch in 2012 darauf angewiesen, Verbindlichkeiten ratierlich begleichen zu können. Für die größten Positionen ist Prolongation bis in das kommende Jahr hinein vereinbart. Der Vorstand hat derzeit keinen Anlass, an fortgesetzter Kooperationsbereitschaft der Gläubiger zu zweifeln. Bankschulden bestehen nicht. Bezüglich dieser Einschränkungen haben die Ausführungen im Geschäftsbericht 2011 unverändert Gültigkeit.

#### 5. Längerfristige Aussichten

Die vor rund einem Jahr zu beobachtende leichte Erholung der Märkte hat sich als nicht nachhaltig herausgestellt. Aus der derzeitigen Lage lassen sich keine sicheren Indizien für eine Erholung ableiten. Dennoch gibt es, wie bereits erwähnt, vorsichtige Signale für eine Belebung der Märkte, die sich allerdings noch bestätigen müssen.

Erfreulich ist, dass das Thema „Demografischer Wandel“ jüngst auch in der politischen Diskussion endlich etwas breiteren Raum als bisher eingenommen hat. Die von der Bundesregierung vorgestellten Ansätze zur Wohlstandssicherung im Alter können dabei jedoch nur ein Anfang sein.

Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung äußerten jüngst die Erwartung, dass in einigen Jahrzehnten eine Rente mit 72 Jahren der Regelfall sein müsse. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass selbst der derzeit beschlossene Anstieg des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre zu immer empfindlicheren Einbußen bei der gesetzlichen Rente führen muss, die nur durch private oder betriebliche Vorsorge ausgeglichen werden können.

Die weiter fortschreitende Regulierung der Finanzdienstleistungsbranche ist grundsätzlich ebenfalls positiv zu bewerten. Der erhöhte Qualifizierungsdruck wird nicht nur mittelfristig zu Verbesserungen bei der Beratungsqualität führen, sondern auch den Bedarf an qualifizierten Informationen erhöhen, wie sie die Cash.Gruppe bietet.

Angesichts dieser trotz aller aktuellen Widrigkeiten grundsätzlich guten Rahmenbedingungen und auch vor dem Hintergrund, dass bereits mit dem derzeit eher niedrigen Umsatzniveau auskömmliche Renditen erzielbar sind, darf der Vorstand an seiner grundsätzlich positiven Einschätzung der Zukunftsperspektiven der Cash.Gruppe festhalten.

#### 6. Weitere bedeutende Ereignisse

Die seit Dezember 2011 verfügbare kostenlose iPad-Applikation „Cash.Mobile“ hat in den ersten Monaten des Jahres 2012 eine sehr positive Marktakzeptanz gefunden und ergänzt das digitale Angebot von Cash.Print in idealer Art und Weise.

Hamburg, 21. Mai 2012

Der Vorstand

Ulrich Faust

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