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Capsensixx AG

Annual Report May 8, 2024

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Annual Report

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capsensixx AG

Frankfurt am Main

Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023

Inhalt

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss: Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bericht des Aufsichtsrats

Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen der Entwicklungen des Angriffskrieges auf die Ukraine, des Nahostkonflikts und der Herausforderungen aus den Rahmenbedingungen der Finanzdienstleistungsbranche.

Der Aufsichtsrat hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung der capsensixx AG sorgfältig überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir standen und stehen im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand der Gesellschaft. Wir haben uns vom Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen sowie durch zusätzliche schriftliche und mündliche Berichte über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie über die aktuelle Geschäftspolitik, das Risikomanage- mentsystem und die Risikosituation unterrichten lassen. Dies geschah regelmäßig, zeitnah und umfassend. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und rechtzeitig eingebunden.

Im Berichtszeitraum fanden in regelmäßigen Abständen insgesamt elf Sitzungen des Aufsichtsrats in Präsenz oder als Video- oder Telefonkonferenz statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. An allen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats vollständig teilgenommen.

Hierbei hat der Aufsichtsrat die Geschäftslage der Gesellschaft, die strategische Ausrichtung sowie die Entwicklungschancen und Geschäftsrisiken eingehend mit dem Vorstand beraten. Den Maßnahmen, die nach Satzung und/oder Gesetz der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Personen besteht, wurden keine Ausschüsse gebildet. Im Lauf des Geschäftsjahres 2023 hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit den folgenden Sachverhalten befasst:

Entscheidungen im Jahresverlauf

Die Organisationsstruktur des Unternehmens war Inhalt mehrerer Sitzungen. Vorstand und Aufsichtsrat haben darüber beraten, wie sich die Einnahmen steigern lassen und die Effizienz erhöht werden kann. Der Aufsichtsrat billigte einstimmig die Berichte des Vorstandes zu den angefallenen Geschäftsvorfällen. In der AR-Sitzung im Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, Constantin Stürner mit Wirkung zum 15.02.2024 in den Vorstand der capsensixx AG bis Februar 2027 zu bestellen.

Vorgänge der ordentlichen Hauptversammlung 2022

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Juni 2023 in Frankfurt wurden Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 entlastet und die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Die Hauptversammlung hat der Satzungsänderung zur Ermöglichung einer virtuellen Hauptversammlung und einer Anpassung der Satzung, damit die Abhaltung der ordentlichen Hauptversammlung innerhalb der ersten acht Monate des Geschäftsjahres erfolgen kann, zugestimmt. Für alle Beschlüsse lag die Zustimmung jeweils bei mehr als 99% der abgegebenen gültigen Stimmen.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Oktober 2023 in Frankfurt wurde ein Beschluss zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien gefasst. Die Hauptversammlung hat dem Beschluss mit mehr als 99% der abgegebenen Stimmen zugestimmt.

Jahresabschluss und Lagebericht

Der gemäß den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der capsensixx AG und der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurden von BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat bei seiner Bilanzsitzung vor. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung einschließlich seiner Unabhängigkeit. Den Bericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat

  • hat nach Abschluss seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben und sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers angeschlossen.
  • hat in seiner Sitzung vom 08. Mai 2024 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss
    • gebilligt, der Jahresabschluss ist damit festgestellt und
    • schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, den Bilanzgewinn der capsensixx AG von 1.130.059,64 Euro folgendermaßen zu verwenden: Verteilung an die Aktionäre durch Ausschüttung einer Dividende von 0,35€ je dividendenberechtigter Stückaktie 1.046.500,00€ Einstellung in die Gewinnrücklage 0,00€ Gewinnvortrag 83.559,64€ Bilanzgewinn 1.130.059,64€

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand, Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Den Kunden und Aktionären der capsensixx AG dankt der Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen.

Frankfurt, 08. Mai 2024

Rudolf Locker

capsensixx AG,

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Konzerns

  • 1.1 Geschäftsmodell
  • 1.2 Geschäftsbereiche
  • 1.3 Steuerungssystem

2. Wirtschaftsbericht

  • 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
  • 2.2 Geschäftsverlauf
  • 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
  • 2.3.1 Ertragslage des Konzerns
  • 2.3.2. Finanz- und Vermögenslage des Konzerns
  • 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der capsensixx AG
  • 2.4.1. Ertragslage der Gesellschaft
  • 2.4.2. Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft
  • 2.5 Vorgänge der ordentlichen Hauptversammlung 2023

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

  • 3.1 Allgemeine Anmerkungen
  • 3.2 Kreditrisiko
  • 3.3 Liquiditätsrisiko
  • 3.4 Marktrisiko
  • 3.5 Zusammenfassung der Risikosituation
  • 3.6 Zukünftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung
  • 3.7 Zukünftige Branchensituation
  • 3.8 Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

4. Erklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

  • 5. Übernahmerelevante Angaben
  • 6. Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289f und 315d HGB)
  • 7. Vergütungsbericht (§162 AktG)
  • 8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

1 Grundlagen des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2023 erstellt der capsensixx AG Konzern (kurz "cpx Konzern") einen zusammengefassten Lagebericht für die Gruppe und für die Konzernmutter, capsensixx AG (kurz "cpx"). Die cpx bündelt als Muttergesellschaft wesentliche unternehmerische Aufgaben des Konzerns, sodass die Chancen und Risiken der cpx und der Gruppe weitestgehend identisch sind.

Die capsensixx AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard (ISIN DE000A2G9M17) notiert.

Die Gesellschaft gilt daher nach § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft wendet die Vorschriften für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften i.S.d. § 264d HGB an.

1.1 Geschäftsmodell

Die cpx hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eine Holdinggesellschaft mit unmittelbaren beziehungsweise mittelbaren Beteiligungen im In- und Ausland. Sie hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 Anteile an Unternehmen, die Finanzdienstleistungen (Axxion S.A. / Oaklet GmbH) erbringen, gehalten.

1.2 Geschäftsbereiche

Der cpx Konzern konzentriert sich auf verschiedene Produkte und Dienstleistungen innerhalb der Finanzindustrie und bietet "Financial Administration as a Service" an.

Der cpx Konzern teilt sich zum 31. Dezember 2023 in zwei Segmente mit folgenden Tätigkeitsschwerpunkten auf:

  • Funds Management, Administration & Accounting (nachfolgend: Fondsverwaltung): Das Segment umfasst Fondsadministration und Fondsbuchhaltung
  • Capital Markets & Corporate Services (nachfolgend: Verbriefung): Beratungsleistungen im Bereich Financial Engineering, Verbriefungen und Bereitstellung von Direktoren- und Verwaltungsdiensten für Firmenkunden in Luxemburg als regulierter Corporate Service Provider

Diese Segmentierung richtet sich nach den operativen Geschäftsfeldern. Die cpx ist die Konzernmuttergesellschaft und gehört als Holdinggesellschaft keinem Segment an.

Weitere Einzelheiten erläutern wir im Wirtschaftsbericht, sowie im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht.

Steuerungssystem

Der zusammengefasste Lagebericht und der Abschluss der cpx und des cpx Konzerns werden nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt.

Die cpx erzielt als Holdinggesellschaft hauptsächlich Erträge im Zusammenhang mit dem Halten von Anteilen an verbundenen Unternehmen, sodass die Beteiligungserträge eine wesentliche Steuerungsgröße für die cpx darstellt.

Der cpx Konzern veröffentlicht zusätzlich zu den durch die geltenden Rechnungslegungsstandards geforderten Angaben und Kennzahlen alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM), die diesen Regulierungen nicht unterliegen und für die es keinen allgemein akzeptierten Berichtsstandard gibt. Der cpx Konzern ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Dies erfolgt durch bestimmte Anpassungen der nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellten Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnungsposten. Die Anpassungen können dabei aus unterschiedlichen Berechnungs- und Bewertungsmethoden, uneinheitlichen Geschäftsaktivitäten sowie Sondereffekten resultieren, die sich auf die Aussagekraft dieser Posten auswirken. Die so ermittelten alternativen Leistungskennzahlen gelten für alle Perioden und werden sowohl intern zur Steuerung des Geschäfts als auch extern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens durch Analysten, Investoren und Ratingagenturen eingesetzt.

Der cpx Konzern ermittelt folgende APM:

  • EBITDA
  • Assets under Administration

Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird auf Basis des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit (vor Ertragsteuern) zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und Wertpapieren, sowie der Hinzurechnung der Zinsaufwendungen und des Abzugs der Zinserträge ermittelt.

Überleitungsrechnung EBITDA

Ergebnis normale Geschäftstätigkeit (vor Ertragsteuern)

    • Abschreibungen Wertpapiere
  • Wertaufholungen Wertpapiere
    • Abschreibungen immaterielle Anlagewerte u. Sachanlagen
  • Wertaufholungen immaterielle Anlagewerte u. Sachanlagen
    • Abschreibungen / Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile verbundene Unternehmen
  • Zinserträge
    • Zinsaufwendungen
  • = EBITDA

Die Assets under Administration (AuA) basieren auf stichtagsbezogenen Daten zum administrierten Gesamtvolumen des Geschäftsbereiches Funds Management, Administration & Accounting. Auf Basis der Entwicklung des Gesamtvolumens lassen sich Prognosen für die laufenden Einnahmen und die Entwicklung des Geschäftsbereiches ableiten. In diese Entwicklung fließen sowohl marktbedingte Veränderungen (Kursgewinne und -verluste) als auch Mittelzu- oder -abflüsse ein.

Nicht-finanzielle Leistungskennziffern spielten im Geschäftsjahr 2023 keine Rolle.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Weltwirtschaft 2023

Die Weltwirtschaft hat auch im Jahr 2023 weiter an Schwung verloren. Nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 wurde eine deutliche Verlangsamung der Weltkonjunktur über den Sommer beobachtet. Diese resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, welche vor allem die Wohnungsbauinvestitionen hemmen. Als weiterer dämpfender Faktor wird die verhaltene Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert, ausgemacht. Sind kurzfristig geldpolitische Straffungen, Haushaltskonsolidierungen und Basiseffekte aus der Erholung nach der Corona-Pandemie die wesentlichen Faktoren, so dürften auf mittlere Sicht die schwache Produktivitätsentwicklung, geringes Tempo bei Strukturreformen und die Gefahr einer geoökonomischen Fragmentierung wachstumshemmend wirken. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürften zudem die demografischen Herausforderungen zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung beitragen.

Lieferkettenschwierigkeiten sind weitgehend durch neue Probleme abgelöst. Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen. Darüber hinaus haben die nach der Pandemie eingetretene Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die erhöhte Unsicherheit über die künftige geoökonomische Lage zu einer Investitionszurückhaltung geführt.

Diese Entwicklungen hatten zur Folge, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,3 % gesunken ist.

Entwicklung der Finanzbranche 2023

Die Rahmenbedingungen in der Finanzdienstleistungsbranche sind im Vergleich zum Vorjahr nochmals schwieriger geworden. Insbesondere der anhaltende Ausbau der Regulierungsmaßnahmen erfordert zunehmend Kapazitäten und bedeutet damit einen deutlich höheren Aufwand. Zusätzlich sorgen disruptive Technologien für anhaltenden Margen- und Wettbewerbsdruck in der Branche.

2.2 Geschäftsverlauf

Für die cpx gingen wir im Vorjahr vor dem Hintergrund einer erwarteten leichten konjunkturellen Erholung und der Geschäftsentwicklung unter Einfluss des Krieges in der Ukraine davon aus, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Dies konnte bei höheren sonstigen betrieblichen Erträgen und höheren Erträgen aus Beteiligungen erreicht werden. Der Jahresüberschuss ist um TEUR 2.502 auf T€ 3.993 (Vorjahr: TEUR 1.491) gestiegen.

Insgesamt ist die Lage der cpx aufgrund des positiven Ergebnisses als gut zu bezeichnen.

Für den cpx Konzern waren wir im Vorjahr vor dem Hintergrund der weltweiten unsicheren Wirtschaftslage und der Geschäftsentwicklung unter Einfluss des Krieges in der Ukraine davon ausgegangen, dass für die APM (EBITDA, AuA) von einem leichten Anstieg zwischen 2 - 5 % auszugehen ist. Die AuA haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 8,8% erhöht und damit den erwarteten Anstieg der AuA um 2 - 5 % übertroffen. Das EBITDA ist im Geschäftsjahr 2023 um 16,0 % von TEUR 10.286 auf TEUR 8.638 gesunken und hat somit den erwarteten Anstieg um 2 - 5 % verfehlt.

Insgesamt ist die Lage des cpx Konzerns trotz des Rückgangs des EBITDA, jedoch aufgrund der positiven Entwicklung der AuA als gut zu bezeichnen.

2.3 Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns

2.3.1 Ertragslage des Konzerns

Die nachfolgenden Erläuterungen sind im Zusammenhang mit dem Abschluss der cpx zu sehen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des cpx Konzerns gibt einen vollständigen Überblick für 2023.

Die Assets under Administration haben sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR 11,3 Mrd. (per 31. Dezember 2022) auf EUR 12,3 Mrd. (per 31. Dezember 2023) erhöht, was einen Anstieg um 8,8 % bedeutet. Das EBITDA wird mit TEUR 8.638 (Vorjahr: TEUR 10.286) ausgewiesen.

Die Provisionserlöse sind mit TEUR 126.952 im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: TEUR 119.751)

gestiegen. Die Provisionsaufwendungen zeigten ebenfalls einen Anstieg um TEUR 5.925 auf TEUR 97.349 (Vorjahr: TEUR 91.424). Damit konnte der Nettoumsatz um 4,5 % auf TEUR 29.603 (Vorjahr: TEUR 28.327) gesteigert werden. Der Personalaufwand wird im Jahr 2023 mit TEUR 13.777 (Vorjahr: TEUR 11.821) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf TEUR 1.707 (Vorjahr: TEUR 788). Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf TEUR 9.090 (Vorjahr: TEUR 7.006). Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.693, wohingegen diese im Vorjahr mit TEUR 1.524 ausgewiesen wurden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern 2023 wird mit TEUR 7.789 (Vorjahr: TEUR 8.627) ausgewiesen. Das auf Anteilseigner entfallende Ergebnis wird mit TEUR 2.946 (Vorjahr: TEUR 2.845) ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten basiert auf dem "Management Approach". Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium ("Chief Operating Decision Maker"). Im Konzern ist der Vorstand der cpx verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne des IFRS 8.

Diese Aufteilung richtet sich nach den operativen Geschäftsfeldern.

Das Segment Fondsverwaltung beinhaltet die Axxion S.A. (einschließlich ihrer luxemburgischen Tochtergesellschaften navAXX S.A. sowie IT4Funds S.A. und ihrer deutschen Tochtergesellschaft Axxion Deutschland Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen). Das Segment erzielte im Jahr 2023 Netto-Provisionserlöse in Höhe von TEUR 26.524 (Vorjahr: TEUR 23.488). Durch die Umsetzung der gestiegenen aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sind die Personalkosten (2023: TEUR 10.671; 2022 TEUR 9.046) im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Das Segmentergebnis wird für das Jahr 2023 mit TEUR 6.075 (Vorjahr: TEUR 7.153) ausgewiesen. Das EBITDA im Segment ist von TEUR 6.569 auf TEUR 5.045 gesunken.

Die Assets under Administration haben sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR 11,3 Mrd. (per 31. Dezember 2022) auf EUR 12,3 Mrd. (per 31. Dezember 2023) erhöht, was einen Anstieg um 8,8% bedeutet.

Zum Segment Verbriefung gehört die Oaklet GmbH zusammen mit ihrer luxemburgischen Tochtergesellschaft Oaklet S.A. Das Segment erzielte im Jahr 2023 Netto-Provisionserlöse in Höhe von TEUR 5.674 (Vorjahr: TEUR 5.696). Die Personalkosten (2023: TEUR 3.106; Vorjahr: TEUR 2.775) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Segmentergebnis wird für das Jahr 2023 mit TEUR 1.793 (Vorjahr: TEUR 2.028) ausgewiesen. Das EBITDA im Segment hat sich somit von TEUR 2.083 auf TEUR 1.445 verringert.

2.3.2 Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

Alle wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bestehen in Euro. Absicherungen von Fremdwährungen auf Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden nicht eingesetzt.

Das Eigenkapital hat sich von TEUR 24.735 auf TEUR 24.325 verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,6 % (Vorjahr: 55,9 %).

Die Bilanzsumme hat sich auf TEUR 48.063 (Vorjahr: TEUR 44.228) erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte werden mit TEUR 9.380 (Vorjahr: TEUR 7.534) ausgewiesen. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich auf TEUR 38.683 (Vorjahr: TEUR 36.693) erhöht. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 15.436 (Vorjahr: TEUR 10.695).

Auf der Passivseite werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 13.055 (Vorjahr: TEUR 9.762) ausgewiesen.

Der cpx Konzern weist zum 31. Dezember 2023 Bankguthaben in Höhe von TEUR 13.743 (Vorjahr: TEUR 18.459) und Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 5.870 (Vorjahr: TEUR 5.238) aus. Er hat damit ausreichende Liquiditätspuffer und war jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.4 Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der capsensixx AG

2.4.1 Ertragslage der Gesellschaft

Die cpx erzielt als Holdinggesellschaft hauptsächlich Erträge im Zusammenhang mit dem Halten von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betrugen im aktuellen Geschäftsjahr TEUR 4.186 (Vorjahr TEUR 2.000). Der Jahresüberschuss ist um TEUR 722 auf TEUR 2.213 (Vorjahr: TEUR 1.491) gestiegen.

Der Personalaufwand betrug TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0), da die cpx auch im Jahr 2023 keine Mitarbeiter beschäftigte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit TEUR 532 (Vorjahr: TEUR 523) ausgewiesen. Laufende Erträge aus Beteiligungen setzen sich aus den Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2022 der UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 0), der Axxion S.A. in Höhe von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 2.000) sowie der Oaklet GmbH in Höhe von TEUR 1.686 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen.

Aus Sicht des Managements ist die Entwicklung der Ertragslage der cpx als positiv zu bewerten.

2.4.2 Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in Euro. Absicherungen von Nettopositionen in Fremdwährung für Fremdwährungsverbindlichkeiten werden nicht eingesetzt, da zum 31.12.2023 keine Positionen in Fremdwährung bestanden.

Das Grundkapital ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 3.430.000 auf EUR 3.090.000 gesunken. Grund hierfür war die Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 3.430.000 um EUR 340.000 auf EUR 3.090.000 durch Einziehung von 340.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 je Aktie, die die Gesellschaft erworben hat. Die Einziehung wurde im September 2023 durchgeführt. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 im Rahmen eines Rückkaufangebots 100.000 Stück capsensixx AG Aktien für EUR 15,40 je Aktie erworben. Die Aktien wurden der capsensixx AG im Dezember 2023 gutgeschrieben. Damit ist im Jahr 2023 der Anteil der Aktien am Grundkapital von EUR 340.000,00 auf EUR 100.000,00 gesunken und entspricht 3,24%.

Das Eigenkapital hat sich mit TEUR 9.410 gegenüber TEUR 6.957 im Vorjahr erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 97,4 % (Vorjahr: 96,9 %).

Die Bilanzsumme hat sich auf TEUR 9.661 (Vorjahr: TEUR 7.179) erhöht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen um TEUR 1.016 auf TEUR 4.016 (Vorjahr: TEUR 3.000). Außerdem sind in den Finanzanlagen Beteiligungen in Höhe von TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.730) zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang einer Kaufpreisforderung im Rahmen der Veräußerung der coraixx in Höhe von TEUR 1.730, die im Jahr 2023 fällig wurde. Das Bankguthaben hat sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.741 (Vorjahr: TEUR 1.810) vermindert. Der Bestand an Wertpapieren in Höhe von TEUR 2.662 hat sich gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 637) erhöht.

Die cpx hat ausreichende Liquiditätspuffer und war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Auf der Passivseite werden sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 179) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 42) ausgewiesen.

Aus Sicht des Managements ist die Entwicklung der Eigenkapitalquote sowie die allgemeine Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der cpx als positiv zu bewerten.

2.5 Vorgänge der ordentlichen Hauptversammlung 2023

Die Hauptversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022.

Der Hauptversammlung wurde der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 zu Erörterung vorgelegt.

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurde zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt.

Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2023 endete die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Gregor Langer und Rudolf Locker. Diese wurden erneut zu Aufsichtsratsmitgliedern gewählt. Die Amtszeit endet damit mit der Beendigung der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2028.

3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Allgemeine Anmerkungen

Aus unseren Finanzinstrumenten sind wir (begrenzt) den folgenden Hauptrisiken ausgesetzt: Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktrisiko (einschließlich Währungsrisiko und Zinsänderungsrisiko). Daher haben wir Richtlinien und Verfahren zur Messung, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung von Risiken implementiert, die regelmäßig vom Vorstand überprüft werden. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Überwachung unseres Risikomanagements. Dieses unterscheidet vier Risikokategorien: strategisch, operativ, Reporting / Finanzen und Compliance. Die periodische Berichterstattung in Bezug auf die vier Risikokategorien erfolgt zu folgenden Punkten:

  • Berichterstattung über vordefinierte Hauptrisikoindikatoren;
  • Berichterstattung über Vorfälle; und
  • Berichterstattung über regelmäßige Risiko-Self-Assessments,

Wir haben ein Drei-Stufen-Modell eingeführt, um unser Risiko zu steuern:

  • Die erste Ebene des Risikomanagements wird vom Unternehmen durchgeführt. Die primäre Verantwortung für das Strategie-, Performance- und Risikomanagement liegt beim Vorstand und den Tochtergesellschaften.
  • Die zweite Stufe des Risikomanagements ist die Risikoüberwachung. Dies erfolgt auf Ebene der Tochtergesellschaften und deren Compliance-Beauftragten, Steuer- und Rechtsberatern sowie den Relationship Managern, um sicherzustellen, dass die Compliance-Verfahren und Richtlinien im Hinblick auf die Kunden- und Geschäftsakzeptanz gemäß einem definierten Risikoprofil eingehalten werden.
  • Die dritte Stufe des Risikomanagements betrifft die Sicherstellung der Wirksamkeit der internen Kontrollen und der allgemeinen Führung unserer Gruppe durch unsere interne Revision. Ziel ist, dass unsere interne Revision mindestens einmal im Dreijahreszyklus alle Tochtereinheiten besucht. Unsere interne Revision überprüft jede Operation in erster Linie auf die Qualität der Geschäftsprozesse, Finanzen, Compliance, IT, Personal und Governance mit dem Fokus auf die Verbesserung der Prozesse und Kontrollen.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen.

Daher ist vom Vorstand sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder eines fehlerhaften Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass durch das implementierte interne Kontrollsystem Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausgeschlossen werden können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit geboten wird.

Wir haben umfassende Maßnahmen getroffen, die sicherstellen, dass die Rechnungslegung des cpx Konzerns den einschlägigen Gesetzen und Normen entspricht. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen in Bezug auf die IFRS-Bilanzierung und deren Auswirkungen auf unsere Finanzabschlüsse. Unser internes Kontrollsystem sieht sowohl präventive als auch nachträglich aufdeckende Kontrollen vor. Hierzu gehören IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Einrichtung von Funktionstrennungen (Vier-Augen-Prinzip), Zugriffsregelungen in unseren Softwaresystemen sowie weitere Überwachungstätigkeiten im Tagesgeschäft.

Die Abteilung Group Accounting verantwortet die Aktualität, Einheitlichkeit sowie Anwendung der einschlägigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese Richtlinien sowie der Abschlussterminkalender bilden die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Nach diesem erstellen wir die Abschlüsse für alle cpx Konzernunternehmen, teilweise mit Unterstützung externer Dienstleister.

Darüber hinaus nehmen wir zur bilanziellen Beurteilung komplexer Einzelsachverhalte, wie zum Beispiel der Durchführung von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben, die Unterstützung externer Dienstleister in Anspruch.

Neben den dargestellten Risiken in Verbindung mit den Geschäftsaktivitäten unserer Tochtergesellschaften unterliegt cpx den nachfolgend dargestellten Risikoklassen.

3.2 Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Kontrahent seinen Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder einem Kundenvertrag nicht nachkommt, was zu einem finanziellen Verlust führt. Kreditrisiken bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die von uns gehaltenen liquiden Mittel werden im Wesentlichen bei Banken gehalten, die von Standard & Poor's Rating Services oder Fitch Ratings Ltd. mit "BBB" oder höher eingestuft werden. Kurzfristige Vermögenswerte bestanden zum Stichtag des 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 38.683 (Vorjahr: TEUR 36.693). Diese setzten sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 15.436), Bankguthaben in Höhe von TEUR 13.743, Wertpapieren (TEUR 5.870), Steuererstattungsansprüchen (TEUR 730) und sonstigen Forderungen (TEUR 2.903).

Den Kreditrisiken werden aus unserer Sicht angemessene Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial werden sowohl für Kreditrisken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für Kreditrisken aus Guthaben bei Kreditinstituten als gering eingestuft.

3.3 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko einer Geldknappheit und das Risiko, dass wir Schwierigkeiten haben, unseren Verpflichtungen im Zusammenhang mit unseren finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen. Wir überwachen unser Risiko einer Mittelknappheit anhand einer wiederkehrenden Liquiditätsplanung. Außerdem wird jeweils im Dezember eine Cash-Flow-Prognose für die nächsten zwölf Monate erstellt. Das Bankguthaben per Stichtag des 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 13.743 (Vorjahr: TEUR 18.459). Unsere Tochtergesellschaften erstellen eigene Cashflow-Prognosen und werden vom Vorstand konsolidiert. Es bestehen aktuell konzerninterne Kreditlinien, die sich die capsensixx AG und die PEH Wertpapier AG wechselseitig gewähren. Kreditlinien durch Kreditinstitute bestehen zum Stichtag nicht. Der Vorstand überwacht die rollierenden Prognosen unserer Liquiditätsanforderungen sowie unsere tatsächliche Liquiditätsposition, um sicherzustellen, dass wir über ausreichende liquide Mittel verfügen, um den operativen Bedarf zu decken. Wir halten die Beträge, die für das Working-Capital-Management erforderlich sind, und der Vorstand bestimmt die bestmögliche Verwendung von überschüssigen liquiden Mitteln (Rückzahlung von Krediten, Einlagen usw.).

Dem Liquiditätsrisiko wird aus unserer Sicht angemessene Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial werden als gering eingestuft.

3.4 Marktrisiko

Das Marktrisiko resultiert aus der Unsicherheit über Veränderungen von Marktpreisen und Marktkursen und den zwischen ihnen bestehenden Korrelationen und Volatilitäten. Das Marktpreisrisiko im engeren Sinne ist die Gefahr eines Verlusts, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Das Marktliquiditätsrisiko ist die Gefahr eines Verlusts, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität – zum Beispiel durch Marktstörungen – eintreten kann. Marktpreisrisiken entstehen bei cpx in geringem Umfang durch die Aktivitäten im Liquiditätsmanagement. Im Bestand befindliche Wertpapiere können durch Marktpreisschwankungen einem Kursrisiko ausgesetzt sein. Über eine ständige Überwachung und Bewertung des Portfolios werden mögliche Ergebnisauswirkungen starker Kursschwankungen frühzeitig adressiert. So stellen wir zeitnahe Reaktionen auf Marktveränderungen sicher. Der Ausweis der Eigenkapitalanforderungen für Marktrisiken ist für die cpx nicht relevant. Es bestehen im Wesentlichen keine Fremdwährungs- und Warenpositionsrisiken. Die Barwertveränderungen aller Positionen im Verhältnis zu den Eigenmitteln werden kontinuierlich abgebildet. Die Simulation erfolgt automatisiert über alle Positionen. Die dabei ermittelten Wertveränderungen blieben im Berichtszeitraum stets unter der Schwelle von 5 % der Eigenmittel. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken.

Dem Marktrisiko wird aus unserer Sicht angemessene Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial werden als gering eingestuft.

3.5 Zusammenfassung der Risikosituation

Auch die Geschäftsentwicklung der cpx wird durch Risiken beeinflusst. Dies ist vorstehend dargestellt. Durch unsere Systeme und ein umfangreiches Reporting stellen wir die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung unserer Risiken der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher. Die gelieferten Informationen stellen die Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen zeitnah sicher.

Sowohl die cpx als auch der gesamte cpx Konzern haben sich im Jahr 2023 im Rahmen ihrer ökonomischen Risikotragfähigkeit bewegt.

Bestandsgefährdende Risiken waren und sind unter Berücksichtigung unserer prognostizierten Geschäftsentwicklung nicht gegeben.

Auch bei möglichen Störungen ist ein geregelter Geschäftsbetrieb gesichert. Über unsere Risikoüberwachungs- und -steuerungssysteme und die konsequente Ausrichtung unseres Geschäftsmodells an der Risikotragfähigkeit können wir gewährleisten, dass die im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken mit entsprechendem Risikokapital unterlegt sind. Die Wirksamkeit unseres Risikomanagements und deren aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch externe Prüfer und durch die Interne Revision turnusmäßig überprüft. Das Risikomanagement- und Controllingsystem wird insbesondere hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität unseres Geschäfts stets weiterentwickelt.

Die dargestellten Risiken und solche, die uns noch nicht bekannt sind oder bis zum jetzigen Zeitpunkt als unwesentlich eingeschätzt wurden, könnten einen negativen Einfluss auf unsere im Ausblick abgegebenen Prognosen haben.

3.6 Zukünftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, als auch der jüngste Nahost-Konflikt und deren wirtschaftliche Auswirkungen stellen weiterhin den größten Unsicherheitsfaktor für die Prognose dar. Es wird angenommen, dass es infolge dieser Entwicklungen nicht zu verschärften wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften im Euro-Raum im Prognosehorizont kommen wird. Jedoch ist davon auszugehen, dass es unabhängig vom weiteren Verlauf des Krieges auf absehbare Zeit keine Normalisierung der Handelsbeziehungen zu Russland geben und das Sanktionsregime der Europäischen Union bestehen bleiben werden.

Die Inflation sinkt nur langsam von dem sehr hohen Niveau, jedoch wird mittelfristig ein weiterer Rückgang erwartet. In den USA wird die Erreichbarkeit der 2 %-Inflationsmarke für Mitte 2024, für Europa gegen Ende 2024 erwartet. Auch der Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der OECD prognostizieren, dass sich die Weltwirtschaft verlangsamt, wobei die Inflation gegenüber dem Mehrjahreshoch des letzten Jahres zurückgeht. Der IWF sieht die Inflationsraten von 6,9 % in 2023 auf 5,8 % in 2024 sinken, wobei die meisten Länder nicht vor 2025 in die Nähe der Zielmarken ihrer Zentralbanken kämen. Auch die OECD erwartet im Jahresmittel 2024 weder in den USA noch in der Eurozone eine Inflationsrate von kleiner gleich 2 %.

Hinsichtlich des Wachstums des Welthandels erwartet der IWF einen Anstieg auf 3,5 % für 2024. Damit läge des Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000–2019 von 4,9 %. Außerdem soll vor allem aufgrund der nachlassenden Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen das globale Wachstum laut der Prognose des IWF in 2024 auf 2,9 % sinken.

Bei der Verbraucherpreisinflation ist mit einem Rückgang auf 3,0 % im Jahr 2024 zu rechnen. Vor dem Hintergrund eines anziehenden Lohnwachstums dürften die Realeinkommen dann wieder deutlich steigen. Die leichte konjunkturelle Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfelds dürfte die Warenexporte stützen. Die weiterhin erhöhte Inflation, verschlechterte Finanzierungsbedingungen sowie Fachkräfteengpässe verhindern allerdings einen starken Aufschwung. Vor diesem Hintergrund ist im Jahr 2024 mit einem Wachstum des BIP von 0,2 % zu rechnen.

3.7 Zukünftige Branchensituation

Die Unsicherheit der privaten und institutionellen Anleger in Bezug auf die Neuregelungen durch die neuen gesetzlichen Regelungen, die allgemeine Marktentwicklung und über den weiteren Verlauf des Angriffskrieges auf die Ukraine als auch der jüngste Nahost-Konflikt könnten zu unterschiedlichen Reaktionen führen. Im festverzinslichen Bereich rechnen wir auf absehbare Zeit weiterhin mit relativ niedrigen Renditen. Das birgt die große Gefahr einer "schleichenden Enteignung", weshalb wir die Anlageklasse "Aktien" auch für das vor uns liegende Anlegerjahr 2024 favorisieren. Sie dienen, trotz temporärer Kursschwankungen, durch den unternehmerischen Beteiligungsansatz der langfristigen Vermögenssicherung / Vermögenssteigerung. Hierin liegen auch Chancen für die weitere Entwicklung der cpx, soweit sie von Provisionserlösen durch eine weitere konjunkturelle Erholung durchsteigende Aktienkurse profitieren kann.

Voraussetzung dafür ist, dass sich der im Februar 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine mit Russland als auch der jüngste Nahost-Konflikt nicht weiter ausweitet und die daraus bereits jetzt resultierenden negativen Auswirkungen auf die betroffenen Menschen möglichst schnell beendet werden. Die weiteren Auswirkungen auf die Finanz- und Kapitalmärkte sind jedoch noch ungewiss.

Daneben verweisen wir auch auf den Nachtragsbericht im Anhang zum Konzernabschluss.

3.8 Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Der Ausblick der cpx wird weiterhin von Trends und Einflussfaktoren geprägt sein, die wir hier beschrieben und dargestellt haben. Davon wird auch das Ergebnispotenzial für 2024 bestimmt werden.

Unsere wirtschaftliche Entwicklung 2024 hängt in hohem Maße davon ab, wie sich die internationalen Kapitalmärkte entwickeln werden. Sollte es erneut zu stärkeren Turbulenzen an den Finanz- und Kapitalmärkten kommen, würden sich jedoch entsprechend negative Auswirkungen auf die Finanzdienstleistungsbranche und auch auf unser Unternehmen nicht ausschließen lassen. Der Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt sowie die noch relativ hohe Inflation führen derzeit auch weiterhin dazu, dass die Volkswirtschaften erneute massive Einschränkungen verkraften müssen. Vor diesem Hintergrund ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichtes noch nicht absehbar, welche Folgen sich daraus für die Entwicklung der Volkswirtschaften und der internationalen Finanzmärkte im Jahresverlauf 2024 ergeben werden. Hierdurch könnten Änderungen im Anlageverhalten der Investoren entstehen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2024 in weiterer Folge belasten würden. Die konkrete Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2024 ist zurzeit noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar.

Cpx konnte sich in diesen besonderen Zeiten gut an die Lage anpassen und geht trotz der Unsicherheiten jedoch aufgrund einer erwarteten leichten konjunkturellen Erholung und der bisherigen Geschäftsentwicklung unter Einfluss der verschiedenen Faktoren wiederum davon aus, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften.

Für den cpx Konzern planen wir aus den gleichen Gründen mit einem leichten Anstieg der APM (EBITDA, AuA) zwischen je 2 – 5 %. Wir werden auch künftig die Entwicklung von Chancen und Risiken des Konzerns und der Gesellschaft fortlaufend kritisch prüfen.

Voraussetzung für die voraussichtliche Entwicklung ist, dass sich der Ukrainekrieg und der Nahostkonflikt nicht weiter ausweiten und die daraus bereits jetzt resultierenden negativen Auswirkungen auf die Menschen möglichst schnell beendet werden. Die Gesellschaft selbst ist bis auf die Auswirkungen auf die AuA nicht unmittelbar von den Implikationen des Krieges betroffen.

Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Erneute Verwerfungen an den Finanzmärkten, politische Entwicklungen und andere äußere Ereignisse sind nicht vorhersehbar – auf die damit zusammenhängende Prognoseunsicherheit ist hinzuweisen.

Segment Fondsverwaltung

Das Segment "Fondsverwaltung" will wie auch im Vorjahr organisch wachsen, indem neue Kunden und Nettozuflüsse generiert werden. Aufgrund ihrer Fähigkeit, in Deutschland domizilierte Fonds zu verwalten, und der (absoluten) Wachstumsrate deutscher Fonds im Vergleich zu Luxemburger Fonds, bleibt Deutschland eine wichtige Wachstumsregion für das Segment. Da sich die Fondsindustrie in Luxemburg in der Konsolidierung befindet, bietet das Segment seine BackOffice-Dienstleistungen extern für Fondsverwaltungsgesellschaften und -verwalter an. Vor dem Hintergrund der weltweiten unsicheren Wirtschaftslage, infolge des Russland-Ukraine-Krieges und des Nahostkonflikts erwarten wir dennoch einen leichten Anstieg des EBITDA und der AuA zwischen je 2 – 5 % aus dem Segment im Geschäftsjahr 2024.

Segment Verbriefung

Im Segment "Verbriefung" wurden im Vorjahr neue Projekte gestartet, um das Angebot zu verbessern und neue Kunden anzusprechen. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir, vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, infolge des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahostkonfliktsund der damit einhergehenden Entwicklung an den Kapitalmärkten, einen leichten Anstieg des EBITDA zwischen je 2 – 5 %.

4 Erklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die capsensixx AG war im Geschäftsjahr 2023 ein von der PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der capsensixx AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erkläre ich als Vorstand der cpx, dass die Gesellschaft bei dem im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch nicht benachteiligt wurde. Im Jahr 2023 wurden darüber hinaus keine Maßnahmen getroffen bzw. unterlassen.

5 Übernahmerelevante Angaben

    1. Aktiengattungen: Die Gesellschaft hat nur eine Aktiengattung ausgegeben. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 3.090.000. Es ist eingeteilt in 3.090.000 namenlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte.
    1. Es gibt keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragungen von Aktien betreffen. Am Bilanzstichtag hatte die cpx 100.000 Stück eigene Aktien im Bestand. Die eigenen Aktien betragen 3,24 % des Grundkapitals. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte, insbesondere keine Stimmrechte zu (siehe Anhang, Erläuterungen zur Bilanz ("Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien").
    1. Eine Beteiligung an der cpx, die 10 % übersteigt, hält die PEH Wertpapier AG, Frankfurt, Deutschland. Sie hält aktuell 89,26 % (Berechnung ex eigene Anteile) der Stimmrechte an der cpx.
    1. Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten.
    1. Es gibt keine Aktien, die mit Stimmrechtskontrollen ausgestattet sind oder die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
    1. Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes erfolgt satzungsgemäß durch den Aufsichtsrat. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstandes. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstandes sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen. Es können stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, vertritt es die Gesellschaft allein. Besteht der Vorstand aus mehreren Personen, so vertreten jeweils zwei Vorstandsmitglieder die Gesellschaft oder ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, ob einzelne Vorstandsmitglieder allein zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind und / oder Rechtsgeschäfte zugleich mit sich als Vertreter eines Dritten vornehmen können (Befreiung von dem Verbot der Mehrfachvertretung des § 181 BGB). Der Vorstand gibt sich durch einstimmigen Beschluss eine Geschäftsordnung, welche die Verteilung der Geschäfte unter den Mitgliedern des Vorstandes sowie die Einzelheiten der Beschlussfassung des Vorstandes regelt. Eine Geschäftsordnung des Vorstandes bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates.

Zur Vornahme von Satzungsänderungen bedarf es eines Hauptversammlungsbeschlusses. Sofern das Gesetz nicht zwingend etwas anderes vorschreibt, ist die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen gemäß § 17 Abs. 2 Satz 1 der Satzung der Gesellschaft ausreichend. Darüber hinaus gilt gemäß § 17 Abs. 2 Satz 2 der Satzung, dass in den Fällen, in denen das Gesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erfordert, die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch das Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist.

    1. Der Vorstand war gemäß § 4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. März 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, um bis zu insgesamt EUR 1.220.000,00 zu erhöhen. Im Geschäftsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Somit beträgt das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag EUR 0.
    1. Die Gesellschaft wurde mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung 2023 für eine Laufzeit bis zum 29. Oktober 2028 zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals ermächtigt. Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen eines Rückkaufangebots 100.000 Stück capsensixx AG Aktien für EUR 15,40 je Aktie erworben. Der Anteil der Aktien am Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 100.000 und entspricht 3,24%.
    1. Wesentliche Vereinbarungen, die unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, sind nicht getroffen.
    1. Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebotes mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Wir verweisen ferner auf Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang zum Konzernabschluss.

6 Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 315d und 289f HGB)

Die Erklärung wurde von der cpx vollständig abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft (https:// www.capsensixx.de/berichte/) öffentlich zugänglich gemacht.

Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024

Martin Stürner Constantin Stürner

Vorstand Vorstand

7 Vergütungsbericht (§ 162 AktG)

Der nach § 162 AktG vorgeschriebene Vergütungsbericht wurde von der capsensixx AG erstellt und auf der Homepage der Gesellschaft (https://www.capsensixx.de/berichte/) zugänglich gemacht.

Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024

Martin Stürner Constantin Stürner

Vorstand Vorstand

8 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024

Martin Stürner Constantin Stürner Vorstand Vorstand

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ Anhang
angabe
01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Provisionserträge B.1 126.952 119.751
Provisionsaufwendungen B.2 -97.349 -91.424
Netto-Provisionsergebnis 29.603 28.327
Sonstige betriebliche Erträge B.3 1.707 788
Finanzerträge 1.017 253
Finanzierungsaufwendungen -174 -388
Finanzergebnis B.4 843 -135
Löhne und Gehälter -12.055 -10.336
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und -1.722 -1.485
Unterstützung
Personalaufwand B.5 -13.777 -11.821
Andere Verwaltungsaufwendungen B.6 -9.090 -7.006
Abschreibungen
Ergebnis aus At-Equity bewerteten Beteiligungen
B.7
B.8
-1.693
195
-1.524
-
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.789 8.627
Ertragsteueraufwendungen B.9 -2.205 -2.505
Periodenergebnis 5.584 6.123
Das Periodenergebnis entfällt auf:
Anteilseigner 2.946 2.845
Nicht beherrschende Anteile 2.638 3.277
Ergebnis je Aktie
bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des
Mutterunternehmen zuzurechnende Ergebnis
B.10 0,96 0,92
Ergebnis je Aktie
bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des
Mutterunternehmen zuzurechnende Ergebnis aus
fortzuführenden Geschäftsbereichen
0,96 0,92

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in T€ Anhang
angabe
01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Periodenergebnis 5.584 6.123
Sonstiges Ergebnis - -
Sonstiges Ergebnis für die Periode, abzüglich Steuern - -
Gesamtergebnis für die Periode 5.584 6.123
Gesamtergebnis entfällt auf:
Anteilseigner 2.946 2.845
Nicht beherrschende Anteile 2.638 3.277

Konzernbilanz

in T€ Anhang
AKTIVA angabe 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte C.1 1.446 1.580
Sachanlagen C.2 6.840 5.698
Nach At-Equity bilanzierte Finanzanlagen C.3 846 -
Langfristige finanzielle Vermögenswerte C.4 235 232
Aktive latente Steuern C.15 13 24
Summe langfristige Vermögenswerte 9.380 7.534
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C.5 15.436 10.695
Steuerforderungen 730 145
Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte C.6 5.870 5.238
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte C.7 2.903 2.156
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C.8 13.743 18.459
Summe kurzfristige Vermögenswerte 38.683 36.693
Summe Aktiva 48.063 44.228
In T€ Anhang
PASSIVA angabe 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C.9 3.090 3.430
Rücklagen für eigene Anteile C.9 -1.540 -4.798
Kapitalrücklage C.9 4.848 4.848
Gewinnrücklage C.9 9.968 11.404
Auf die Eigentümer der PEH entfallendes Kapital und
Rücklagen
16.366 14.884
Nicht beherrschende Anteile C.9 7.959 9.852
Eigenkapital 24.325 24.735
Langfristige Schulden
Leasingverbindlichkeiten C.10 4.919 4.390
Langfristige Rückstellungen C.11 769 544
Summe langfristige Schulden 5.688 4.934
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen C.13 13.055 9.762
Leasingverbindlichkeiten C.10 1.148 898
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 1
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten C.14 3.344 2.636
Steuerverbindlichkeiten C.12 502 1.227
Kurzfristige Rückstellungen C.11 - 34
Summe kurzfristige Schulden 18.050 14.558
Summe Schulden 23.738 19.492
Summe Passiva 48.063 44.228

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Auf Anteilseigner entfallendes Kapital Nicht
in T€ Gezeichnetes
Kapital
Rücklagen
für eigene
Anteile
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Eigenkapital beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand 01.01.2022 3.430 -4.798 4.848 8.558 12.039 8.574 20.613
Periodenergebnis - - - 2.845 2.845 3.277 6.123
Sonstiges Ergebnis - - - - - - -
Gesamtergebnis der Periode - - - 2.845 2.845 3.277 6.123
Gezahlte Dividenden - - - - -2.000 -2.000
Stand 31.12.2022 3.430 -4.798 4.848 11.404 14.884 9.852 24.735
Auf Anteilseigner entfallendes Kapital Nicht
in T€ Gezeichnetes
Kapital
Rücklagen
für eigene
Anteile
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Eigenkapital beherr
schende
Anteile
Summe
Eigenkapital
Stand 01.01.2023 3.430 -4.798 4.848 11.404 14.884 9.852 24.735
Periodenergebnis - - - 2.946 2.946 2.638 5.584
Sonstiges Ergebnis - - - - - - -
Gesamtergebnis der Periode - - - 2.946 2.946 2.638 5.584
Gezahlte Dividenden - - - - - -3.439 -3.439
Kapitalherabsetzung -340 340 - - - - -
Erwerb eigener Anteile - 2.918 - -4.458 -1.540 - -1.540
Veränderung der Beteiligungen an
Tochtergesellschaften
- - - 76 76 -1.091 -1.016
Stand 31.12.2023 3.090 -1.540 4.848 9.968 16.366 7.959 24.325

Konzern-Kapitalflussrechnung

in T€ Anhang
angabe
2023 2022
1. Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.789 8.627
Anpassungen:
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagenvermögens 1.693 1.524
Finanzergebnis
Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle
-843
-2
135
-
Veränderungen der operativen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten:
Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und
geleisteten Anzahlungen
-5.488 60.585
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
sowie sonstiger Passiva
4.023 -60.312
Zunahme/(Abnahme) der Rückstellungen 191 151
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -195 -
Gezahlte Zinsen -69 -73
Gezahlte Ertragsteuern -3.504 -1.727
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 3.592 8.911
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -275 -651
Auszahlungen für Sachanlagen -634 -337
Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren -3.283 -305
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen - 25
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen
Vermögenswerten
1 -
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 1.293 57
Auszahlungen für Kauf von langfr. Finanzvermögenswerten -4 -0
Einzahlungen aus der Rückzahlung von Krediten 148 20
Erhaltene Dividenden 116 37
Erhaltene Zinsen 334 -
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.317 -1.153
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen zum Erwerb von eigenen Anteilen -1.540 -
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen -1.012 -905
An nicht beherrschende Anteile von Tochterunternehmen
gezahlte Dividenden
-3.439 -2.000
Einzahlungen aus erhaltenen Zuwendungen - -4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.991 -2.909
Nettozunahme/(-abnahme) der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
-4.715 4.849
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 18.459 13.610
Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 13.743 18.459

Konzern-Anhang

A. Allgemeine Angaben

  • A.1. Grundlegende Informationen zum Unternehmen
  • A.2. Allgemeine Angaben zum Abschluss
  • A.3. Grundlagen der Bilanzierung und Bewertung
  • A.4. Schätzungen und Ermessensausübungen

A.5. Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und veröffentlichte und noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

  • B.1. Provisionserträge
  • B.2. Provisionsaufwendungen
  • B.3. Sonstige betriebliche Erträge
  • B.4. Finanzergebnis
  • B.5. Personalaufwand
  • B.6. Andere Verwaltungsaufwendungen
  • B.7. Abschreibungen
  • B.8. Ergebnis aus At-Equity bewerteten Beteiligungen
  • B.9. Ertragsteuern
  • B.10. Ergebnis je Aktie

C. Erläuterungen zur Bilanz

  • C.1. Immaterielle Vermögenswerte
  • C.2. Sachanlagen
  • C.3. At-Equity bewertete Beteiligung
  • C.4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte
  • C.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • C.6. Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte
  • C.7. Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte
  • C.8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
  • C.9. Eigenkapital
  • C.10. Leasingverbindlichkeiten
  • C.11. Rückstellungen
  • C.12. Steuerverbindlichkeiten
  • C.13. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • C.14. Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten
  • C.15. Latente Steuern

D. Sonstige Angaben

  • D.1. Mitarbeiter
  • D.2. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
  • D.3. Finanzinstrumente
  • D.4. Leasing
  • D.5. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
  • D.6. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
  • D.7. Segmentberichterstattung
  • D.8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  • D.9. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Konzern-Anhang

A. Allgemeine Angaben

A.1. Grundlegende Informationen zum Unternehmen

Die capsensixx AG ("capsensixx" oder "der Konzern") ist eine Holdinggesellschaft mit unmittelbaren beziehungsweise mittelbaren Beteiligungen im In- und Ausland. Der satzungsmäßige Gegenstand des Unternehmens ist das Halten von Anteilen an Unternehmen im In-/Ausland, die Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Softwareentwicklungen und sonstige Dienstleistungen aller Art erbringen außer staatlich genehmigungspflichtige Geschäfte.

Die capsensixx ist eine nach deutschem Recht gegründete Aktiengesellschaft und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 110258 eingetragen. Der satzungsmäßige Sitz der Gesellschaft ist in Frankfurt am Main, Deutschland und die Geschäftsanschrift lautet Bettinastraße 57-59, 60325 Frankfurt am Main, Deutschland. Die capsensixx wurde am 10. November 2017 gegründet. Mit Einbringungsvertrag vom 28. März 2018 hat die PEH Wertpapier AG das Grundkapital durch Sacheinlage der Anteile an der Axxion S.A. und an der Oaklet GmbH erhöht. Seit dem 8. Juni 2022 ist die Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard (ISIN DE000A2G9M17) notiert.

Die capsensixx wird in den Konzernabschluss der PEH Wertpapier AG einbezogen. Der Sitz der PEH Wertpapier AG ist in der Bettinastraße 57-59, Frankfurt am Main. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

A.2. Allgemeine Angaben zum Abschluss

Die capsensixx stellt als kapitalmarktorientiertes Unternehmen einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") auf, wie sie die Europäische Union fordert. Der vorliegende Konzernabschluss steht im Einklang mit den IFRS und berücksichtigte alle für am 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen ("IFRS IC") wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht gemäß §§ 315-315d HGB sowie um zusätzliche Erläuterungen gemäß § 315e Abs. 1 HGB ergänzt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und für die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Beträge werden – soweit erforderlich - kaufmännisch gerundet; ist die erste wegfallende Ziffer eine fünf oder größer, erfolgt eine Aufrundung, ansonsten eine Abrundung. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich Rundungsdifferenzen ergeben und sich dadurch einzelne Werte in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht exakt die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Der Vorstand gab den Konzernabschluss am 08. Mai 2024 zur Veröffentlichung frei.

A.3. Grundlagen der Bilanzierung und Bewertung

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst die capsensixx und ihre Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2023. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

• die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund derzeit bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben)

  • eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen
  • die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen so zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und wenn der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen besitzt, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:

  • vertragliche Vereinbarungen mit den anderen Stimmberechtigten
  • Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren
  • Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, im Konzernabschluss erfasst.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses werden Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet, selbst wenn dies zu einem negativen Saldo der nicht beherrschenden Anteile führt. Bei Bedarf werden Anpassungen an den Abschlüssen von Tochterunternehmen vorgenommen, um deren Rechnungslegungsmethoden denen des Konzerns anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Cashflows aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Im Berichtsjahr wurden neben der capsensixx die folgenden wesentlichen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (Anteilsbesitz):

Name Haupttätigkeit Sitz 2023 2022
Oaklet GmbH Erbringen von
Finanzdienstleistungen
Frankfurt,
Deutschland
60,75% 53,86%
Oaklet S.A. Erbringen von
Finanzdienstleistungen
Wasserbillig,
Luxemburg
60,75% 53,86%
Axxion S.A. Erbringen von
Finanzdienstleistungen
Grevenmacher,
Luxemburg
50,01% 50,01%
navAXX S.A. Erbringen von
Finanzdienstleistungen
Grevenmacher,
Luxemburg
50,01% 50,01%
IT4Funds S.A. Erbringen von
Finanzdienstleistungen
Grevenmacher,
Luxemburg
50,01% 0,00%
Axxion Deutschland InvAG Anlage und Verwaltung
eigener Mittel
Frankfurt,
Deutschland
50,01% 50,01%

Assoziierte Unternehmen sind alle Unternehmen, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung bzw. gemeinschaftliche Führung ausübt. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn der Konzern zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält.

Im Berichtsjahr wurde folgendes assoziiertes Unternehmen mithilfe der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:

Anteil am Kapital
Name Haupttätigkeit Sitz 2023 2022
UF Beteiligungs UG
(haftungsbeschränkt)
Halten und Verwalten von
Beteiligungen
Frankfurt,
Deutschland
50,00% 0,00%

Nicht beherrschende Anteile

Nicht beherrschende Anteile werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Verpflichtungen (inkl. Eventualschulden) ausgewiesen. Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen zu jedem Tochterunternehmen aufgeführt, bei dem nicht beherrschende Anteile bestehen, die für den Konzern wesentlich sind. Die Beträge verstehen sich vor konzerninternen Eliminierungen.

Axxion Teilkonzern Oaklet Teilkonzern
in T€ 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Kurzfristige Vermögenswerte 26.420 23.477 7.346 9.037
Langfristige Vermögenswerte 7.678 6.596 314 395
Vermögenswerte gesamt 34.100 30.072 7.660 9.432
Kurzfristige Verbindlichkeiten 16.696 12.944 1.103 1.393
Langfristige Verbindlichkeiten 5.656 4.839 32 96
Verbindlichkeiten gesamt 22.352 17.782 1.134 1.489
Kumulierte nicht
beherrschende Anteile
5.931 6.188 2.043 3.664
Axxion Teilkonzern Oaklet Teilkonzern
in T€ 2023 2022 2023 2022
Provisionserträge 121.211 114.000 5.762 5.769
Periodenergebnis 4.457 5.271 1.207 1.391
Gesamtergebnis 4.457 5.271 1.207 1.391
Auf nicht beherrschende
Anteile entfallendes Ergebnis
2.244 3.613 409 642
An nicht beherrschende
Anteile gezahlte Dividenden
2.500 2.000 939 -
Axxion Teilkonzern Oaklet Teilkonzern
in T€ 2023 2022 2023 2022
Cashflows aus betrieblicher
Tätigkeit
4.738 7.410 -243 1.767
Cashflows aus
Investitionstätigkeit
-648 -1.221 143 11
Cashflows aus
Finanzierungstätigkeit
-5.872 -4.776 -2.765 -133
Netto-Zunahme/(Abnahme)
der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
-1.782 1.413 -2.865 1.644

Assoziierte Unternehmen

Die UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) verfolgt den Geschäftszweck des Haltens und Verwaltens von Beteiligungen an anderen Unternehmen und ergänzt somit das Geschäftsfeld der cpx. Dies ist eine strategische Beteiligung für den Konzern.

Die nachstehende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über das assoziierte Unternehmen, das für den Konzern wesentlich ist. Die Angaben bilden die im Abschluss des relevanten assoziierten Unternehmens dargestellten Beträge ab.

UF Beteiligungs UG
in T€ 31.12.2023
Kurzfristige Vermögenswerte 103
Langfristige Vermögenswerte 776
Vermögenswerte gesamt 879
Kurzfristige Verbindlichkeiten 4
Langfristige Verbindlichkeiten -
Verbindlichkeiten gesamt 4
UF Beteiligungs UG
in T€ 2023
Erträge aus Beteiligungen 394
Periodenergebnis 391
Gesamtergebnis 391

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichenden Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jener nicht beobachtbaren Inputfaktoren möglichst gering zu halten.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

  • Stufe 1: in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise
  • Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist
  • Stufe 3: Bewertungsverfahren, bei denen der Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerten und Schulden, die im Abschluss auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Um die Angabepflichten für die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Klassen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Bemessungshierarchie festgelegt.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Fremdwährungstransaktionen werden von Konzernunternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Geschäftsvorfall erstmals ansetzbar ist, mit dem jeweils gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern ist in den Bereichen Funds Management, Adminstration & Accounting (Fondsverwaltung) und Capital Markets & Corporate Services (Verbriefung) tätig.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die jeweilige Leistungsverpflichtung erfüllt ist, d.h. die Verfügungsgewalt über die Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Dies ist erfüllt, wenn der Kunde die Möglichkeit hat, den Vermögenswert zu nutzen und im Wesentlichen sämtliche verbleibenden wirtschaftlichen Vorteile aus dem Vermögenswert erhält (zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum).

Der Konzern erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im Rahmen von Fondsadministration, Fondsbuchhaltung sowie Verbriefungen. Die entsprechenden Erlöse hieraus sind im Wesentlichen zeitraumbezogen zu realisieren, da dem Kunden der Nutzen aus der Dienstleistung gleichzeitig zufließt, während diese erbracht wird. Bei Dienstleistungen wird eine lineare Umsatzlegung als Abbildung des Leistungsfortschrittes als geeignet angesehen, weil dem Kunden der Nutzen aus der Dienstleistung im Rahmen der Fondadministration, Fondsbuchhaltung sowie Verbriefungen über die Vertragslaufzeit gleichermaßen zufließt. In der Regel sind die Zahlungen monatlich zu erbringen. Lediglich im Falle von separaten Beratungsleistungen liegen teilweise zeitpunktbezogene Dienstleistungen vor, deren Umsatzrealisierung erst nach vollständiger Erbringung und Abnahme der Dienstleistung erfolgt. Die Bestimmung des Transaktionspreises ist von der zu erwartenden Gegenleistung des Kunden für die zu erbringende Leistung abhängig. Variable Gegenleistungen, bspw. in Form von Performancegebühren, werden mittels der Erwartungswertmethode ermittelt. Weiterhin wird beurteilt, ob es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner signifikanten Stornierung von Erlösen kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird davon ausgegangen, dass die variable Gegenleistung so lange vollständig begrenzt ist, bis der tatsächliche Bewertungsstichtag eintritt und die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Konzern prüft, ob vertragliche Vereinbarungen bestehen, die eigenständige Leistungsverpflichtungen darstellen, auf die ein Teil des Transaktionspreises zu allokieren ist. Zum Vertragsbeginn beurteilt die Gruppe alle zugesagten Dienstleistungen und identifiziert die Leistungsverpflichtung.

Regelmäßig stellen die einzelnen Leistungszusagen des Konzerns (bspw. Portfolioverwaltung, Risikomanagement, Zentralverwaltung, Tätigkeit als Register- und Transferstelle) nur eine einzige Leistungsverpflichtung dar, da die Kunden aus den einzelnen Leistungszusagen zwar regelmäßig gesondert oder zusammen mit anderen, für ihn jederzeit verfügbaren Ressourcen einen Nutzen ziehen kann. Diese Zusagen des Unternehmens sind aber nicht von anderen Zusagen aus dem Vertrag trennbar, d.h. im Vertragskontext eigenständig abgrenzbar, da diese in hohem Maße voneinander abhängig sind und der Konzern seine Verpflichtung zur Anlagenverwaltung inkl. der Erfüllung aller relevanten (rechtlichen) Anforderungen, nur durch Erbringung dieser Tätigkeiten in Summe erbringen kann.

Einzelne Leistungszusagen stellen separate Leistungsverpflichtungen oder eine Reihe von separaten Leistungsverpflichtungen dar, bspw. im Falle von separaten Beratungsleistungen oder Set-up Fees.

Soweit für Verträge des Konzerns von Verträgen mit ausschließlich einer Leistungsverpflichtung ausgegangen werden kann, wird der Transaktionspreis, welcher auf die jeweilige Leistungsverpflichtung entfällt, als Umsatz erfasst, sobald die entsprechende Leistungsverpflichtung erfüllt ist. Da die Leistungsverpflichtungen i.d.R. deutlich kürzer als ein Jahr sind, wird auf eine Darstellung der zum Stichtag offenen Verpflichtungen im Anhang verzichtet. Dies ist darin begründet, dass die abgeschlossenen Dienstleistungsverpflichtungen fast ausschließlich kurzfristig kündbar sind und somit keine langfristigen durchsetzbaren Rechte und Pflichten bestehen.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob eine Leistungsverpflichtung darin besteht, selbst die entsprechende Dienstleistung zu erbringen (sodass der Konzern als Prinzipal auftritt) oder, ob diese darin besteht eine andere Partei mit der Erbringung der Dienstleistung zu beauftragen (sodass der Konzern als Agent auftritt). Der Konzern ist befugt in seiner Rolle als Verwaltungsgesellschaft für diverse Fonds sich für die Erfüllung der damit einhergehenden Verpflichtungen selbst Dienstleistern zu bedienen.

Der Konzern ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass er bei seinen Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da er üblicherweise die Verfügungsgewalt über die Dienstleistungen innehat, bevor diese auf den Kunden übergehen. Dies ist weiterhin darin begründet, dass der Konzern Dienstleistungen zwar auslagern kann, jedoch für etwaige Fehler des Dienstleiters gegenüber dem Kunden der Gesellschaft gleichermaßen haftet wie für eigene Fehler. Darüber hinaus ist die Gesellschaft befugt einem eingesetzten Dienstleister Weisungen zu erteilen und in dessen Tätigkeiten einzugreifen sowie den Preis festzulegen.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Anschaffungskosten der im Bilanzposten Sachanlagen bilanzierten Leasingverhältnissen entsprechen dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen. Informationen zu Leasingverhältnissen können dem Abschnitt D.4. entnommen werden. Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

In Jahren Minimum Maximum
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 8
Nutzungsrecht Leasing (IFRS 16) 1 6
In Jahren Nutzungsdauer Amortisationssatz in
%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 8 13 - 50

Die Abschreibungen sowie Wertminderungen werden in der GuV-Position Abschreibungen erfasst. Die Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauern betragen für:

In Jahren Minimum Maximum
EDV-Software 3 5
EDV-Lizenzen 3 5
Kundenverträge 5 5
In Jahren Nutzungsdauer Amortisationssatz in
%
EDV-Software 3 bis 5 20 - 33
EDV-Lizenzen 3 bis 5 20 - 33
Kundenverträge 5 20

Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung ein künftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können.

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.

In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer (inkl. Geschäfts- oder Firmenwert) wird der erzielbare Betrag unabhängig von Anhaltspunkten einmal jährlich ermittelt. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert, wobei der höhere der beiden Werte maßgeblich ist. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows.

Als Diskontierungszinssatz für die Berechnung des Nutzungswerts wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Units) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden den Cash Generating Units zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Cash Generating Units (CGU) stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte durch das Management für interne Zwecke überwacht werden. Derzeit stellen die rechtlichen Einheiten einzelne CGUs dar. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Wertberichtigung. Wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis von Cash Generating Units ermittelt, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthalten, werden zunächst die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird der Rest der Wertminderung proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die sich ohne die Wertberichtigungen in der Vergangenheit ergeben hätten. Wertaufholungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht zulässig.

Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam in den Abschreibungen erfasst.

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

Der Posten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige hoch liquide Einlagen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Risiko von Wertschwankungen unterliegen.

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentkredite, da diese integrale Bestandteile der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns sind.

Finanzielle Vermögenswerte

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Hierzu gehören grundsätzlich einerseits originäre Finanzinstrumente und andererseits derivative Finanzinstrumente. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf finanzieller Vermögenswerte wird bei der capsensixx zum Erfüllungstag angesetzt bzw. ausgebucht.

Klassifizierung und Bewertung:

Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind, addiert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.

Im Sinne des IFRS 9 gilt der Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows, widerspiegelt. Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft:

  • Schuldinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten;
  • Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (fair value through other comprehensive income, FVOCI) bewertet werden, wobei die kumulierten Gewinne und Verluste bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts in die GuV umgegliedert werden (mit Umgliederung);
  • Schuldinstrumente, Derivate und Eigenkapitalinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (fair value through profit or loss, FVTPL) bewertet werden;
  • Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wobei die Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bleiben (ohne Umgliederung).

Für den Konzern sind die Bewertungskategorien "fortgeführte Anschaffungskosten" und "FVTPL" von Relevanz.

Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten, und
  • die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen und Guthaben bei Kreditinstituten in der Form von Bar- und Sichteinlagen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als zum FVTPL klassifiziert und entsprechend bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Nettogewinne und verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die Gruppe der zum FVTPL bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält im Wesentlichen Investmentfondsanteile, verschiedene Zertifikate sowie Genussrechte.

Wertminderung:

Der Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht zum FVTPL bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (ECL). Die Höhe der Verlusterfassung sowie die Zinsvereinnahmung bestimmen sich dabei anhand der Zuordnung des Instruments in die folgenden Stufen:

  • Stufe 1: Erfassung von erwarteten Kreditverlusten der nächsten 12 Monate
  • Stufe 2: Erfassung von während der Laufzeit erwarteten Kreditverlusten, Zinsvereinnahmung auf Basis des Bruttobuchwerts
  • Stufe 3: Erfassung von während der Laufzeit erwarteten Kreditverluste, Zinsvereinnahmung auf Basis des Nettobuchwerts

In Stufe 1 sind grundsätzlich alle Instrumente bei Zugang einzuordnen. Falls sich das Kreditrisiko eines Instruments zum Abschlussstichtag signifikant erhöht, erfolgt ein Transfer in Stufe 2. In Stufe 3 werden Finanzinstrumente aufgenommen, sobald ein zusätzlich objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt. Anzeichen auf Wertminderung werden laufend überwacht und ausgewertet, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können. Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten, berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen und fundierten Einschätzungen, inklusive zukunftsgerichteter Informationen beruhen. Der Konzern nimmt grundsätzlich an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Die Beurteilung erfolgt für jedes Finanzinstrument individuell.

Objektive Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität beeinträchtig ist, umfassen die folgenden beobachtbaren Daten:

  • signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Kunden
  • ein Vertragsbruch, wie beispielsweise Ausfall oder eine Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen
  • Restrukturierung eines Darlehens oder Kredits durch den Konzern, die er andernfalls nicht in Betracht ziehen würde
  • es ist wahrscheinlich, dass der Kunde in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, oder
  • durch finanzielle Schwierigkeiten bedingtes Verschwinden eines aktiven Marktes für ein Wertpapier.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert des Vermögenswerts abgezogen. Der Konzern wendet zur Ermittlung des erwarteten Kreditausfalls für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß IFRS 9 den vereinfachten Ansatz zur Ermittlung der Risikovorsorge ("expected credit loss model") an, wonach der Kreditausfall auf Basis der Gesamtlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes berechnet wird. Generell gilt im capsensixx-Konzern, dass bei Forderungen die mehr als 90 Tage überfällig, von einem Ausfall ausgegangen wird. Anzeichen auf Wertminderung werden laufend überwacht und ausgewertet, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können.

Zur Schätzung der erwarteten Kreditverluste im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat der Konzern – basierend auf historischen Daten und den Erwartungen für die Zukunft (forward-looking information) eine Vorsorgematrix definiert. Die Bestimmung des Anpassungsfaktors für zukunftsgerichtete Informationen wird zu jedem Abschlussstichtag durch das Management überprüft und angepasst. Hierzu werden u.a. Informationen zur Konjunkturentwicklung zur Entwicklung der Höhe und zur Fälligkeit der einzelnen Forderungsbestände im Vergleich zum historischen Durchschnitt herangezogen und innerhalb der Branche verifiziert. Im Geschäftsjahr waren keine Anpassungen erforderlich. Eine Differenzierung der Forderungsbestände wird derzeit als nicht notwendig erachtet.

Assoziierte Unternehmen (At-Equity Beteiligungen)

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Bei der Equity-Methode werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile entsprechend dem Anteil der capsensixx am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens. Der Anteil der capsensixx am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens wird im Gewinn und Verlust und der Anteil an den Veränderungen des sonstigen Ergebnisses des Beteiligungsunternehmens wird im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Von assoziierten Unternehmen erhaltene Dividenden werden als Verminderung des Buchwerts der Beteiligung bilanziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities measured at amortised cost, FLAC) oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (financial liabilities at fair value through profit or loss, FVTPL) klassifiziert. Die Kategorisierung als FVTPL erfolgt grundsätzlich, wenn diese als zu Handelszwecken gehalten eingestuft werden, es sich um Derivate handelt oder die Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert werden.

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten im Konzern wurden als FLAC bewertet eingestuft und bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die Verbindlichkeit des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet, wenn der Eintritt wahrscheinlich ist und die Schätzung der Höhe hinreichend zuverlässig möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern hieraus ein wesentlicher Effekt entsteht.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach feststehen und bei denen hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Fälligkeit lediglich unwesentliche Restunsicherheiten bestehen, etwa weil der Auftragnehmer diese noch nicht endgültig abgerechnet hat, werden als abgegrenzte Schulden ausgewiesen.

Ertragsteuern

Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS- und Steuerbilanz und auf realisierbare Verlustvorträge gebildet. Der Berechnung liegen, die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde, die zum Bilanzstichtag gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nur in dem Maße angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Leasing

Der Konzern ist nur als Leasingnehmer tätig. Der Konzern least verschiedene Vermögenswerte, darunter Immobilien und Fahrzeuge.

Bei Abschluss eines Vertrags stellt der Konzern fest, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts (oder der Vermögenswerte) für eine bestimmte Zeit im Austausch für eine Gegenleistung überträgt. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts überträgt, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zu Grunde.

Bei Abschluss oder Neubeurteilung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, hat der Konzern entschieden, von der Trennung von Nichtleasingkomponenten für alle Leasingverhältnisse abzusehen.

Der Konzern erfasst am Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet. Diese ergeben sich aus dem Anfangsbetrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um etwaige Leasingzahlungen vor oder zum Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses, zuzüglich etwaiger anfänglich anfallender direkter Kosten und einer Schätzung der Kosten für Abbau, Beseitigung, oder Wiederherstellung des zugrundeliegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet und abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasingverhältnisse abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern von Vermögenswerten mit Nutzungsrecht werden auf der gleichen Grundlage wie die von Sachanlagen bestimmt. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Am Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem im Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, falls dieser Satz nicht ohne Weiteres

bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Im Allgemeinen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz.

Der Konzern bestimmt seinen Grenzkapitalfremdzinssatz auf Grundlage eines am Laufzeitadäquaten, am Markt verfügbaren Zinssatzes für Schuldner mittlerer Bonität mit einem Aufschlag für das Ausfallrisiko ermittelt.

Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:

  • feste Zahlungen, einschließlich de-facto feste Zahlungen;
  • variable Leasingraten, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder Zinssatzes vorgenommen wird;
  • Leasingzahlungen eines optionalen Verlängerungszeitraums, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, dass er die Verlängerungsoption ausübt sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen.

Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Eine Neubewertung erfolgt, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Änderung des Index oder des Zinssatzes ändern, oder wenn sich die Schätzung des Konzerns hinsichtlich des Betrags ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, oder wenn der Konzern seine Einschätzung ändert, ob eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird. Wenn eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungswerts vorgenommen oder der Anpassungsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null reduziert wurde.

Der Konzern weist in der Bilanz Nutzungsrechte als separaten Bilanzposten in den Sachanlagen und kurzfristige sowie langfristige Leasingverbindlichkeiten als eigenen Bilanzposten aus.

Einige Leasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, die bis zu einem Jahr vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Nach Möglichkeit strebt der Konzern beim Abschluss neuer Leasingverhältnisse die Aufnahme von Verlängerungsoptionen an, um operative Flexibilität zu gewährleisten. Die Verlängerungsoptionen sind nur von der capsensixx und nicht vom Leasinggeber ausübbar. Der Konzern beurteilt am Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. Die capsensixx bestimmt erneut, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen, dass bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt, eintritt.

Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse von geringem Wert

Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von höchstens 12 Monaten und für Leasingverhältnisse von geringem Wert (z.B. Büroausstattung) nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung.

A.4. Schätzungen und Ermessensausübungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und ggf. angepasst.

Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zu Grunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten:

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern erhält für seine Leistungen im Bereich der Fondsverwaltung teilweise zusätzlich variable Gebühren als Performancegebühren. Die Performancegebühren werden in der Ausprägung als High-Watermark oder Hurdle Rate in Abhängigkeit von der Wertentwicklung des betreuten Investmentfonds in der Regel am Jahresende gezahlt. In der Ausprägung High-Watermark wird eine zusätzliche Performancegebühr nur dann ausgezahlt, wenn der um Ausschüttungen bereinigte Anteilspreis am Jahresende einen neuen Höchststand erreicht hat.

In der Ausprägung Hurdle Rate wird eine Performancefee dann fällig, wenn der um Ausschüttungen bereinigte Anteilspreis eine vorher festgelegte Marke überschreitet. In beiden Ausprägungen ist die Zahlung einer Performancegebühr von der Entwicklung der im Fonds befindlichen Wertpapieren abhängig und damit auch unter Umständen großen Schwankungen unterworfen. Daher verzichtet der Konzern auf die Schätzung von etwaigen Performancegebühren, sondern erfasst diese erst am Tag ihres Entstehens (Ende der Abrechnungsperiode des Fonds).

Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte eingetreten ist. Dafür ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Annahmen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 war durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen deutlich in Stocken geraten. Die Weltkonjunktur hat sich unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit abgeschwächt. Die capsensixx konnte dagegen keine signifikanten Auswirkungen feststellen, die zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes geführt hätten. Die Einschätzung unterliegt allerdings Unsicherheiten. Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine hinreichend verlässlichen Aussagen darüber getroffen werden, wie die wirtschaftliche Erholung verläuft oder welche dauerhaften strukturellen Auswirkungen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nach sich zieht.

Werthaltigkeit der Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag hat der capsensixx-Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage oder eines sonstigen immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung des diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen, in denen der Konzern tätig ist und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten.

Die capsensixx konnte - auch in Bezug auf den Russland-Ukraine-Konflikt - keine signifikanten Auswirkungen feststellen, die als Indikator für eine Wertminderung gewertet werden müssten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Rechtliche Risiken

Die Konzernunternehmen der capsensixx sind in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten involviert. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen Unternehmen der capsensixx Gruppe oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.

Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Sofern Marktpreise an aktiven Märkten für Finanzinstrumente quotiert und veröffentlich sind, werden diese verwendet. Ein Markt wird dann als aktiv angesehen, wenn Transaktionen für den jeweiligen Vermögenswert oder die jeweilige Verbindlichkeit in ausreichender Frequenz und in ausreichendem Umfang stattfinden, sodass Preisinformationen fortlaufend zur Verfügung stehen. Sofern keine notierten Preise auf einem aktiven Markt existieren, verwendet der Konzern Bewertungstechniken, die die Verwendung relevanter, beobachtbarer Inputfaktoren maximieren und die Verwendung nicht beobachtbarer Inputfaktoren minimieren. In die verwendete Bewertungstechnik fließen alle Faktoren ein, die die Marktteilnehmer bei der Preisfindung einer solchen Transaktion berücksichtigen würden. Die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen (z.B. Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise) werden unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Model (z.B. Optionspreismodell, DCF-Verfahren) berechnet.

Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Das Konzernrechnungswesen hat die allgemeine Verantwortung für die Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert, einschließlich der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3, und berichtet direkt an den Vorstand.

Das Konzernrechnungswesen führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Brokern oder Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft das Konzernrechnungswesen die von den Dritten erlangten Nachweise für die Schlussfolgerung, dass derartige Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, der diese Bewertungen zuzuordnen sind.

Bestimmung der Laufzeit der Leasingverhältnisse

Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt der Vorstand sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist.

A.5. Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und veröffentlichte und noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Änderungen von Rechnungslegungsmethoden

Für das Berichtsjahr 2023 waren die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden:

Standard Änderungen
IFRS 17 Änderungen an IFRS 17 - Versicherungsverträge
IAS 8 Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen
IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 Angaben von Rechnungslegungsmethoden
IAS 12 Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und
Schulden aus einer einzelnen Transaktion
IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 -
Vergleichsinformationen
IAS 12 Internationale Steuerreform - Pillar II Model

Änderungen aus den Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der capsensixx.

Veröffentlichte und noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Verschiedene neue und geänderte Rechnungslegungsstandard sowie Interpretationen wurden bereits vom IASB veröffentlicht, treten jedoch erst in späteren Berichtsperioden in Kraft und wurden vom Konzern nicht vorzeitig angewendet. Der Konzern beabsichtigt auch weiterhin nicht, diese vorzeitig anzuwenden:

Standard Änderungen Wirksam ab EU Endorsement Status
IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten in einer
Sale-und-Leaseback-Transaktion
1. Januar 2024 Bestätigt
IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten
als kurz- oder langfristig
Langfristige Verbindlichkeiten mit
Covenants
1. Januar 2024 Bestätigt
IAS 7 und
IFRS 7
Angaben: Reverse-Factoring
Vereinbarungen
1. Januar 2024 Noch nicht bestätigt
IAS 21 Mangelnde Umtauschbarkeit einer
Währung
1. Januar 2025 Noch nicht bestätigt
IFRS 18 Darstellung und Offenlegung in
Finanzberichten
1. Januar 2027 Noch nicht bestätigt

Die capsensixx erwartet von den Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf ihren Konzernabschluss.

B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

B.1. Provisionserträge

Die Provisionserträge werden ausschließlich aus Verträgen mit Kunden generiert und resultieren aus Dienstleistungen der Segmente Funds Management, Adminstration & Accounting (Fondsverwaltung) und Capital Markets & Corporate Services (Verbriefung).

Die Provisionserlöse werden jeweils in dem Land generiert, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat und werden dementsprechend zugeordnet.

Die Provisionserträge gliedern sich nach Segmenten wie folgt:

2023 Fonds Konso
in T€ verwaltung Verbriefung lidierung Gesamt
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung
Zu einem bestimmten Zeitpunkt - - - -
Über einen Zeitraum 124.055 5.762 -2.864 126.952
Gesamt 124.055 5.762 -2.864 126.952
Geografische Märkte
Deutschland - 4.391 - 4.391
Luxemburg 124.055 1.371 -2.864 122.562
Gesamt 124.055 5.762 -2.864 126.952
Erträge
Mit fremden Dritten 124.190 5.762 - 126.952
Mit anderen Segmenten 2.864 - -2.864 -
Gesamt 124.055 5.762 -2.864 126.952

Im Vorjahr gliederten sich die Provisionserträge nach Segmenten wie folgt:

2022 Fonds Konso
in T€ verwaltung Verbriefung lidierung Gesamt
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung
Zu einem bestimmten Zeitpunkt - - - -
Über einen Zeitraum 115.250 5.769 -1.268 119.751
Gesamt 115.250 5.769 -1.268 119.751
Geografische Märkte
Deutschland - 4.388 - 4.388
Luxemburg 115.250 1.381 -1.268 115.363
Gesamt 115.250 5.769 -1.268 119.751
Erträge
Mit fremden Dritten 113.982 5.769 - 119.751
Segmentintern 1.268 - -1.268 -
Gesamt 115.250 5.769 -1.268 119.751

B.2. Provisionsaufwendungen

Der Provisionsaufwand beträgt 2023 T€ 97.349 (2022: T€ 91.424) und beinhaltet vor allem Vermögensverwaltungsgebühren für externe Portfolio Manager in Höhe von T€ 79.593 (2022: T€ 75.801), Provisionen in Höhe von T€ 11.674 (2022: T€ 11.849) und Performancegebühren in Höhe von T€ 3.374 (2022: T€ 1.527).

B.3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Auslagenerstattung 880 -
Erträge aus Entschädigungszahlungen 162 449
Erträge aus Sachbezügen 58 61
Sonstige Mieterträge 4 4
Versicherungsentschädigungen 54 6
Erträge aus Zuwendungen öffentlicher Hand 49 -
Sonstige 499 269
Gesamt 1.707 788

Die Position "Sonstige" enthält im Wesentlichen Erträge aus Erstattungen von gezahlten Löhnen.

B.4. Finanzergebnis

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Zinsertrag 744 182
Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren 31 17
Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren 196 26
Sonstiges 47 29
Finanzerträge 1.017 253
Zinsaufwand -2 -13
Zinsaufwand Leasing -67 -73
Aufwendungen aus der Bewertung von Wertpapieren -95 -296
Sonstiges -10 -6
Finanzaufwendungen -174 -388
Finanzergebnis 843 -135

B.5. Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug in 2023 T€ 13.777 (Vorjahr: T€ 11.821). Der Konzern hat im Geschäftsjahr Aufwand aus Beiträgen aus beitragsorientierten Plänen in Form von Zahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung in Höhe von T€ 1.000 (Vorjahr: T€ 935) erfasst.

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Löhne und Gehälter 12.055 10.336
Soziale Abgaben 1.722 1.485
Gesamt 13.777 11.821

B.6. Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Verwaltungskosten Fonds 2.157 1.843
Betriebsbedarf 1.157 1.346
Raumkosten und Instandhaltung 1.021 890
Rechts-, Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 1.810 1.497
Werbekosten, Public Relations 428 360
Zahlungen an Bloomberg 457 321
Reisekosten und Auslagen 98 83
Versicherungen, Beiträge 287 229
Sonstige personalbezogene Kosten 114 188
Nicht abziehbare Vorsteuer 1.173 -55
Wertberichtigungen sonstige Forderungen 112 68
Sonstige 275 237
Gesamt 9.090 7.006

B.7. Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Planmäßige Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögenswerte
411 299
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 250 298
Planmäßige Abschreibung Nutzungsrecht 1.032 928
Gesamt 1.693 1.524

B.8. Ergebnis aus At-Equity bewerteten Beteiligungen

Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Jahresüberschuss der UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) 391 -5
Beteiligungsquote (in %) 50,00% 0,00%
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 195 -

B.9. Ertragsteuern

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Tatsächliche Steuern 2.194 2.547
Steuern für das laufende Jahr 2.183 2.553
Steuern für Vorjahre 10 -6
Latente Steuern 11 -42
Ertragsteueraufwendungen 2.205 2.505

Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wird auf ausgeschüttete und einbehaltene Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15,00% (Vorjahr: 15,00%) und darauf ein Solidaritätssatz von 5,50% (Vorjahr: 5,50%) zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Die Gewerbesteuer wird aufgrund des Steuermessbetrags mit einem Hundertsatz (Hebesatz) festgesetzt und erhoben, der von der Gemeinde zu bestimmen ist.

Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Gewerbesteuerhebesatz für die Stadt Frankfurt am Main 460,00%. Unter Berücksichtigung der Nichtabzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ergibt sich für die Gewerbesteuer ein Steuersatz von 16,10% (Vorjahr: 16,10%), sodass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von rund 32% (Vorjahr: 32%) resultiert.

Überleitungsrechnung zwischen dem Steueraufwand (Steuerertrag) und dem Produkt aus dem bilanziellen Ergebnis vor Steuern und dem anzuwendenden Steuersatz

Die nachfolgende Tabelle stellt die Beziehung zwischen den aus dem Ergebnis vor Steuern abgeleiteten Ertragsteuern und den in der Ergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern dar (Überleitungsrechnung).

in T€ 01.01.2023
- 31.12.2023
01.01.2022
- 31.12.2022
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.789 8.627
Zu erwartender Steueraufwand/(-ertrag) 2.487 2.755
Steuereffekt aus nichtabzugsfähigen Aufwendungen 260 166
Abweichende Steuersätze von ausländischen Tochtergesellschaften -453 -435
Sonstiges -99 25
Steuern vom Einkommen und Ertrag laufendes Jahr 2.195 2.511
Steuererstattung Vorjahre 10 -6
Ertragsteuern 2.206 2.505

Steuerliche Verluste

Zum Bilanzstichtag wurden keine aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Es haben zum Bilanzstichtag körperschaft- und gewerbesteuerliche Verluste bestanden, für welcher kein latenter Steueranspruch aktiviert worden ist. Davon entfielen auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge T€ 3.119 (Vorjahr: T€ 3.050) und auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge T€ 3.094 (Vorjahr: T€ 3.038). Die steuerlichen Verluste können unbegrenzt vorgetragen werden.

B.10. Ergebnis je Aktie

Das auf die Anteilseigner entfallende Ergebnis 2023 beträgt T€ 2.946 (Vorjahr: T€ 2.845). Im Jahr 2023 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 3.079.286 Stück (Vorjahr: 3.090.000). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Erwerb von 100.000 eigenen Anteilen im November 2023. Im Geschäftsjahr und in der Vergleichsperiode gibt es keine Positionen, die einen verwässernden Effekt auf die Berechnung des Ergebnisses je Aktie haben.

in €/Aktien in Stück 2023 2022
Periodengewinn/-verlust (Anteil auf Gesellschafter entfallend) 2.946 2.845
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien
(Stück)
3.085 3.090
Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden
Stammaktien (Stück)
3.085 3.090
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,96 0,92
Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,96 0,92

Die capsensixx AG plant für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 0,35 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und 83,6 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1. Immaterielle Vermögenswerte

Der Anlagespiegel für immaterielle Vermögensgegenengstände ergibt sich auf nachfolgender Tabelle für das Geschäftsjahr 2023:

in T€ Bruttowert
01.01.2023
Zugänge Abgänge Bruttowert
31.12.2023
Geschäfts- oder Firmenwerte 587 - - 587
EDV-Software 5.488 185 - 5.673
Anzahlungen 1 - -1 -
Schutzrechte - 90 - 90
Summe 6.077 275 -1 6.350
Abschreibungen
in T€ Bruttowert
01.01.2023
Zugänge Bruttowert
31.12.2023
Buchwert
31.12.2023
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - 587
EDV-Software 4.497 404 4.901 772
Anzahlungen - - -
Schutzrechte - 3 3 87
Summe 4.497 407 4.904 1.446

Der Anlagespiegel für das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T€ Bruttowert
01.01.2022
Umgliede
rungen
Zugänge Abgänge Bruttowert
31.12.2022
Geschäfts- oder Firmenwerte 587 - - - 587
EDV-Software 4.837 - 651 - 5.488
Anzahlungen - 1 - - 1
Summe 5.425 1 651 - 6.077
Abschreibungen
in T€ Bruttowert
01.01.2022
Zugänge Bruttowert
31.12.2022
Buchwert
31.12.2022
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - 587
EDV-Software 4.198 299 4.497 992
Anzahlungen - - - 1
Summe 4.198 299 4.497 1.580

Geschäfts- oder Firmenwert

Durch den Erwerb der Oaklet GmbH ist ein Geschäfts- und Firmenwert von T€ 544 entstanden. Aus dem Erwerb der Oaklet S.A. von der Oaklet GmbH zum 1. Juli 2015 ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 44 entstanden.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist dem Segment "Verbriefung" zugeordnet:

Cash Generating Unit in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Oaklet GmbH, Frankfurt am Main 587 587
Summe 587 587

Die Bestimmung des erzielbaren Betrags dieser CGU erfolgt grundsätzlich durch Ermittlung der Nutzungswerte mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und vom Management der capsensixx genehmigten Dreijahresplanung der CGU verwendet. Die Cashflows jenseits der Dreijahresperiode werden grundsätzlich auf Grundlage des letzten Planjahres ermittelt. Für die ewige Rente erfolgt die Abzinsung der erzielten Cashflows unter Berücksichtigung eines Wachstumsabschlags von 1,0% (Vorjahr: 1,0%). Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 2,00%), auf Risikozuschlägen für Eigenkapital von 10,53%-Punkten (Vorjahr: 9,40%) und für Fremdkapital von 2,75% (Vorjahr: 1,34%). Darüber hinaus wird individuell für die CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor in Höhe von 0,98 (Vorjahr: 0,94) sowie die Kapitalstruktur der Peer-Group berücksichtigt.

Zur Diskontierung der Cashflows wurden für die CGU ein gewichteter Kapitalkostenkostensatz (WACC) i.H.v. 10,09% (im Vorjahr 9,02%) zugrunde gelegt.

Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags der jeweiligen CGU wurde auf den Nutzungswert abgestellt. Zu ihrer Ermittlung wurden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen.

Die wesentlichen Annahmen beruhen auf einer Kombination aus internen und externen Quellen (insb. externe Marktstudien). Die wesentlichen Annahmen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsleitung und stellen sich wie folgt dar:

  • Gleichbleibende bis leicht steigende Kundenvolumina bei gleichbleibenden Margen
  • Nahezu gleichbleibende Kosten, da das geplante steigende Kundenvolumina mit den vorhandenen Ressourcen abgewickelt werden kann
  • Unsicherheiten in Bezug auf das aufsichtsrechtliche Umfeld sowie in Bezug auf Fluktuation und Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen in bestimmten Sektoren

Auf Basis der durchgeführten Wertminderungstests, dem die vom Management der Gesellschaft vorgelegten Planungsrechnungen zugrunde liegen, ergaben sich keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der CGUs. Auch eine mögliche Änderung einer wesentlichen Annahme würde keine Wertminderung verursachen, was aus Sensitivitätsanalysen hervorgeht.

Anzahlungen

Anzahlungen wurden im Vorjahr für den Erwerb und die externe Entwicklung von Softwarelizenzen für ein Reporting Tool sowie für eine Archivierungssoftware und die Implementierung dieser Software in die vorhandene Softwareumgebung getätigt. Siehe zur Entwicklung der Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte den Anlagespiegel.

C.2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen beinhaltet zum 31.12.2023 im Wesentlichen die Nutzungsrechte aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 5.992 (Vorjahr: T€ 5.232), Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 756 (Vorjahr: T€ 429) sowie Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 38) und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von T€ 55 (Vorjahr: T€ 0).

in T€ Bruttowert
01.01.2023
Zugänge Abgänge Bruttowert
31.12.2023
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.300 557 -1 2.856
Einbauten in fremde
Grundstücke
1.285 22 - 1.307
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
- 55 - 55
Nutzungswerte aus
Leasing
8.531 1.792 2 10.326
Summe 12.116 2.426 1 14.544

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Abschreibungen
in T€ Bruttowert
01.01.2023
Zugänge Abgänge Bruttowert
31.12.2023
Buchwert
31.12.2023
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.871 230 -1 2.100 756
Einbauten in fremde
Grundstücke
1.247 23 - 1.270 37
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
- - - - 55
Nutzungswerte aus
Leasing
3.300 1.034 - 4.334 5.992
Summe 6.418 1.287 -1 7.704 6.840

Anschaffungs- und Herstellungskosten

in T€ Bruttowert
01.01.2022
Umgliede
rungen
Zugänge Abgänge Bruttowert
31.12.2022
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.052 -4 327 -76 2.300
Einbauten in fremde
Grundstücke
1.276 - 9 - 1.285
Nutzungswerte aus
Leasing
8.200 - 331 - 8.531
Summe 11.528 -4 668 -76 12.116
Abschreibungen
in T€ Bruttowert
01.01.2022
Zugänge Abgänge Bruttowert
31.12.2022
Buchwert
31.12.2022
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.716 206 -51 1.871 429
Einbauten in fremde
Grundstücke
1.157 90 - 1.247 38
Nutzungswerte aus
Leasing
2.364 936 - 3.300 5.232
Summe 5.237 1.232 -51 6.418 5.698

C.3. At-Equity bewertete Beteiligung

Der Buchwert an der at-equity bewerteten Beteiligung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Anschaffungskosten 735 -
- Ausgezahlte Dividende -85 -
+ Anteil am Gewinn und Verlust 195 -
At-Equity bewertete Beteiligung 846 -

C.4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Mietkautionen 218 214
Sonstige 17 17
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 235 232

C.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Am 31.12.2023 beträgt der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 15.436 (Vorjahr: T€ 10.695). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich. Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr (wie im Vorjahr). Es bestehen keine wesentlichen, überfälligen Forderungen. Im Berichtsjahr haben sich bei der Gesellschaft Forderungsausfälle in Höhe von T€ 112 (Vorjahr: T€ 68) ergeben. Auf Basis der Altersstruktur der Forderungen und der Erfahrungen der Vergangenheit rechnet die Gesellschaft am Bilanzstichtag nicht mit weiteren Forderungsausfällen. Details zum Kreditrisiko können der Anhangangabe D.3. entnommen werden.

C.6. Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Investmentfondsanteile 2.979 965
Genussrecht 2.508 2.089
Zertifikate 369 306
Kaufpreisforderung coraixx - 1.730
Darlehen UF Beteiligungs UG - 148
Sonstiges 15 1
Gesamt 5.870 5.238

Unter dem Posten werden 2023 in Höhe von T€ 3.077 (Vorjahr: T€ 950) börsennotierte Investmentfondsanteile und Zertifikate ausgewiesen. Bei T€ 272 (Vorjahr: T€ 321) handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Fondsanteile bei der Register- und Transferstelle verwahrt werden.

Bei Wertpapieren von T€ 2.508 (Vorjahr: T€ 2.089) handelt es sich um ein Genussrecht, das nicht an einer Börse gehandelt wird. Bei Wertpapieren von T€ 369 (2022: T€ 306) handelt es sich um Zertifikate, die an der Börse gehandelt werden. Zum Bilanzstichtag bestehen, ebenso wie im Vorjahr, keine Wertpapiere in Fremdwährungen.

Die Kaufpreisforderung ist im Rahmen der Veräußerung der coraixx im Dezember 2019 entstanden und wurde zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderung wurde in Form eines langfristigen Darlehens an den Erwerber ausgegeben. Das Darlehen mit einem Nominalvolumen von T€ 1.750 ist durch erstrangige Verpfändung von Unternehmensanteilen besichert. Das Darlehen war am 1. Januar 2023 fällig.

Das Darlehen an die UF Beteiligungs UG, Frankfurt am Main war am 31. Januar 2023 fällig und wurde für den Erwerb von Oaklet-Anteilen an nicht beherrschende Anteilseigner in den Jahren 2014 und 2016 gewährt. Details zu den Finanzinstrumenten können dem Abschnitt D.3. entnommen werden.

Mit vertraglicher Vereinbarung vom 29. Dezember 2022 erfolgte durch die capsensixx AG der Erwerb der bislang als Sicherheit gewährten Unternehmensanteile der Oaklet GmbH vom Darlehensnehmer unter Anrechnung auf die Rückzahlung der Darlehensverbindlichkeit mit Wirkung zum 2. Januar 2023.

Der Kaufpreis für die Anteile an der Oaklet GmbH sowie der UF Beteiligungs UG wurden somit gemäß dem Anteils- und Übertragungsvertrag nicht durch unmittelbare Zahlung, sondern durch die beschriebene Anrechnung beglichen.

C.7. Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

In den sonstigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Forderungen aus verauslagten Kosten, Steuerforderungen sowie Rechnungsabgrenzungsposten enthalten.

C.8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten beinhaltet Einlagen bei Kreditinstituten mit einer Höhe von T€ 13.743 (Vorjahr: T€ 18.459), die täglich fällig sind. Beträge in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 16) sind auf ein USD-Bankkonto zurückzuführen.

C.9. Eigenkapital

Die capsensixx verfolgt mit ihrem Kapitalmanagement das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu stärken und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das buchhalterische Eigenkapital des Konzerns fungiert hierbei jedoch lediglich als passives Steuerungskriterium, während das EBITDA als aktive Steuerungsgrößen herangezogen werden.

Die Zusammensetzung des Eigenkapitals und die Entwicklung der Eigenkapitalbestandteile sowie der im Umlauf befindlichen Aktienanzahl der capsensixx-Gruppe sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt € 3.090.000 (Vorjahr: € 3.430.000) und ist eingeteilt in 3.090.000 (Vorjahr: 3.430.000) Stückaktien zu je € 1,00. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 340.000 eigene Aktien eingezogen und weitere 100.000 eigene Aktien erworben. Zum 31.12.2023 hält sie insgesamt 100.000 Stück eigene Anteile (zu Anschaffungskosten von T€ 1.540). Die eigenen Anteile betragen insgesamt 3,24% (Vorjahr: 9,91%) des Grundkapitals. Der Marktwert der eigenen Anteile beträgt zum 31.12.2023 T€ 1.620 (Vorjahr: T€ 5.406).

Genehmigtes Kapital

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. März 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. März 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt € 1.550.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. In 2023 hat der Vorstand von der ihm erteilten Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals keinen Gebrauch gemacht. Somit beträgt das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag T€ 0.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzlichen Rücklagen betragen zum 31.12.2023 wie im Vorjahr T€ 13.

Rücklagen für eigene Anteile

Die Rücklage für die eigenen Anteile des Unternehmens umfasst die Anschaffungskosten der vom Konzern gehaltenen Anteile des Unternehmens. Am 31.12.2023 hielt der Konzern unverändert insgesamt 180.143 Stück eigene Aktien (zu Anschaffungskosten von T€ 3.465).

C.10. Leasingverbindlichkeiten

Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen T€ 4.919 (Vorjahr: T€ 4.390). Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen T€ 1.148 (Vorjahr: T€ 898).

C.11. Rückstellungen

Die Position umfasst langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 769 (Vorjahr: T€ 578) aus Risiken der Fondverwaltung sowie aus der Aufbewahrungspflicht.

in T€ Risiken aus
Fonds
verwaltung
Belastende
Verträge
Aufbewah
rungspflicht
Gesamt
01.01.2023 541 34 3 578
Zuführung 247 3 - 250
Auflösung -22 -37 - -59
31.12.2023 766 - 3 769
kurzfristig - - - -
langfristig 766 - 3 769
Gesamt 766 - 3 769
in T€ Risiken aus
Fonds
verwaltung
Belastende
Verträge
Aufbewah
rungspflicht
Gesamt
01.01.2022 424 - 3 427
Zuführung 189 34 - 223
31.12.2022 541 34 3 578
kurzfristig
langfristig
-
541
34
-
-
3
34
544
Gesamt 541 34 3 578

Risiken aus Fondverwaltung

Bei einer Vielzahl von verwalteten Fonds übt Axxion die Funktion des Asset-Managers aus. Das hauptsächliche und unmittelbar eintretende Risiko aus dieser Tätigkeit resultiert aus der Nichtbeachtung von gesetzlichen oder prospektualen Anlagegrenzen und aus Fehlern bei der Ordererteilung. Diese können durch menschliche Fehler, falsche Stammdaten im Datenhaushalt, der Zulieferung von fehlerhaften Daten, die zu Prüfungszwecken verwendet werden oder dem Versagen von Prüfungssystemen oder einer Kombination dieser Faktoren ausgelöst werden. Aufgrund der häufig großen Ordervolumen können hier je nach Kursveränderung der zugrundeliegenden Investitionsziele in kurzer Zeit hohe Verluste entstehen.

Belastende Verträge

Die Rückstellung war bedingt durch drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Aufbewahrungspflicht

Die Rückstellung enthält Verpflichtungen für die Aufbewahrung von Belegen, Handelsbriefen und -büchern sowie Jahresabschlüssen bzw. die Dokumentation bestimmter Geschäftsvorfälle.

C.12. Steuerverbindlichkeiten

Der Bilanzposten enthält laufende Ertragssteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 502 (Vorjahr: T€ 1.227).

C.13. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am 31.12.2023 T€ 13.055 (Vorjahr: T€ 9.762). Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb von 3 Monaten fällig.

C.14. Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Lohn- und Kirchensteuer
sowie Sozialversicherung
662 529
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 621 415
Verbindlichkeiten für:
Tantiemen 576 522
Ausstehende Rechnungen 198 190
Jahresabschluss-/ Prüfungs-/ Beratungskosten 324 301
ausstehender Urlaub und sonstige Personalkosten 777 679
Gesamt 3.344 2.636
in T€ 31.12.2023 31.12.2022
kurzfristig 3.344 2.636
langfristig - -

Gesamt 3.344 2.636

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

C.15. Latente Steuern

Zusammensetzung der latenten Steueransprüche in der Bilanz für jede Art von temporären Unterschieden:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Leasingverbindlichkeiten 1.650 1.443
Aktive latente Steuern vor Saldierung 1.650 1.443
Saldierung -1.637 -1.419
Aktive latente Steuern nach Saldierung 13 24

Die Änderungen der latenten Steuern sind im Berichtsjahr und im Vorjahr jeweils erfolgswirksam erfasst worden.

Latente Steuerverbindlichkeiten

Zusammensetzung der latenten Steuerschulden in der Bilanz für jede Art von temporären Unterschieden:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Nutzungsrechte 1.629 1.419
Finanzinstrumente 9 -
Passive latente Steuern vor Saldierung 1.638 1.419
Saldierung -1.638 -1.419
Passive latente Steuern nach Saldierung - -

D. Sonstige Angaben

D.1. Mitarbeiter

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 118 Mitarbeiter beschäftigt, im Vorjahr waren es 119. Diese unterteilen sich nach Gruppen wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 118 119
Davon in den Segmenten
Fondsverwaltung 98 96
Verbriefung 20 23
Funktionen im Segment Fondsverwaltung 31.12.2023 31.12.2022
Front Office 20 18
Back Office 78 78
Gesamt 98 96
Funktionen im Segment Verbriefung 31.12.2023 31.12.2022
Front Office - 2
Back Office 20 21
Gesamt 20 23

D.2. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen, sowie nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse.

D.3. Finanzinstrumente

Angaben zum beizulegenden Zeitwert und zu den Bewertungskategorien

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten , einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige unwesentliche finanzielle Forderungen sowie andere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und sind in der folgenden Tabelle nicht enthalten. Deren Buchwert ist ein angemessener Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes. Es sind ebenso keine Angaben zum Zeitwert von Leasingverbindlichkeiten enthalten.

31.12.2023 Beizulegender Zeitwert
in T€ Buchwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
Kaufpreisforderung coraixx AC - - -
Darlehen UF Beteiligungs UG AC - - -
Wertpapiere
Investmentfondsanteile FVTPL 2.979 2.979 2.979
Genussrechte FVTPL 2.508 2.508 2.508
Zertifikate FVTPL 369 369 369
Finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
AC 13.055
Leasingverbindlichkeiten AC 6.068
Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten
AC 1
31.12.2022 Beizulegender Zeitwert
in T€ Kategorie Buchwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte
Kaufpreisforderung coraixx AC 1.730 1.730 1.730
Darlehen UF Beteiligungs UG AC 148 148 148
Wertpapiere
Investmentfondsanteile FVTPL 965 965 965
Genussrechte FVTPL 2.089 2.089 2.089
Zertifikate FVTPL 306 306 306
Finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
AC 9.762
Leasingverbindlichkeiten AC 5.288
Verbindlichkeiten ggü.
Kreditinstituten
AC 1

Das Finanzinstrument in der Stufe 2 umfasst Genussrechte an einer Beteiligungsgesellschaft. Die Genussrechte beinhalten schuldrechtliche Beteiligungen und werden auf Basis der erwarteten Ausschüttungen bewertet.

Die Kaufpreisforderung der coraixx war durch Verpfändung von Geschäftsanteilen an der Oaklet GmbH und UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) abgesichert. Mit vertraglicher Vereinbarung vom 29. Dezember 2022 und mit Wirkung zum 2. Januar 2023 wurden diese Anteile von der capsensixx AG erworben. Der Kaufpreis für die Anteile wurde nicht durch unmittelbare Zahlung, sondern durch Anrechnung auf die Rückzahlung der Kaufpreisforderung beglichen.

Es erfolgten im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Umgruppierungen zwischen den Stufen 1 und 2.

Nettogewinne und -verluste

Die capsensixx Gruppe hat folgende Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erzielt:

in T€ 2023 2022
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam
zum beizulegendem Zeitwert bewertet werden
565 -87
Finanziellen Vermögenswerte die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden
-112 -68
Finanzielle Verbindlichkeiten die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden
- -
Summe 454 -154

Änderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit

Es haben sich folgende Änderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit ergeben:

in T€ 01.01.2023 Tilgung Neue
Leasing
verhältnisse
Abgang Umglie
derung
31.12.2023
Leasingverbindlichkeiten
Davon kurzfristige
Leasingverbindlichkeiten
898 -1.012 297 - 966 1.148
Davon langfristige
Leasingverbindlichkeiten
4.390 - 1.495 - -966 4.919
Gesamt 5.288 -1.012 1.792 - - 6.068
in T€ 01.01.2022 Tilgung Neue
Leasing
verhältnisse
Abgang Umglie
derung
31.12.2022
Leasingverbindlichkeiten
Davon kurzfristige
Leasingverbindlichkeiten
861 -905 44 - 898 898
Davon langfristige
Leasingverbindlichkeiten
5.005 - 283 - -898 4.390
Gesamt 5.866 -905 327 - - 5.288

Der Konzern stuft gezahlte Zinsen im Zusammenhang mit den Leasingverbindlichkeiten als Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit ein.

Kapitalrisikomanagement

Der capsensixx-Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus flüssige Mittel und kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Schulden) mit dem Ziel, die Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit des Konzerns und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur auf Monatsbasis.

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Buchmäßiges Eigenkapital 24.325 24.735
+ Liquiditätskonten 13.743 18.459
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.436 10.695
./. kurzfristige Verbindlichkeiten -18.050 -14.558
Gesamt 35.454 39.331

Als flüssige Mittel sieht die Gesellschaft die täglich fälligen Bankguthaben an. Bei den Verbindlichkeiten werden alle kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Finanzrisikomanagement

Der capsensixx-Konzern unterliegt folgenden finanziellen Risiken, die im Einzelnen wie folgt gesteuert werden:

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Der Konzern steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse.

Da die finanziellen Verpflichtungen der capsensixx aus der laufenden Geschäftstätigkeit kurzfristig zu begleichen sind, ist es für die capsensixx von zentraler Bedeutung, jederzeit über eine ausreichende Liquidität zu verfügen, um den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.

Die capsensixx begegnet dem Liquiditätsrisiko durch zeitnahe Fakturierung, regelmäßige Überwachung und Bewertung der offenen Forderungen inkl. der Durchführung des Mahnwesens. Die Geschäftsleitung ermittelt durch eine Liquiditätsplanung den voraussichtlichen lang-, mittel- und kurzfristigen Liquiditätsbedarf. Mögliche Konzentrationen werden identifiziert und durch ausreichende Diversifikation der Refinanzierungsquellen und der Liquiditätspuffer begrenzt. Das Management erwartet, dass der Konzern seine finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

Nachfolgend werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 aufgeführt. Hierbei handelt es sich um nicht diskontierte Zahlungsströme:

31.12.2023 0-6 Monate 6 Monate
bis 1 Jahr
1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Finanzielle
Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 622 593 4.325 736 6.276
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
13.055 - - - 13.055
Summe 13.678 593 4.325 736 19.331

Die vertraglichen undiskontierten Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 stellen sich wie folgt dar:

31.12.2022 0-6 Monate 6 Monate
bis 1 Jahr
1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Finanzielle
Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 481 478 3.246 1.302 5.507
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
9.762 - - - 9.762
Summe 10.244 478 3.246 1.302 15.269

Kreditrisiko/Adressausfallrisiko

Das Kreditrisiko bzw. das Adressausfallrisiko der capsensixx besteht darin, dass ihr ein finanzieller Schaden zugefügt werden könnte, wenn ein Schuldner seine Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in vollem Umfang erfüllt. Diese Finanzinstrumente, bei denen der Schuldner grundsätzlich ausfallen könnte, sind bilanziell in der Position flüssigen Mittel in der Form von Bar- und Sichteinlagen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Wertpapieren sowie in den kurz- und langfristigen finanziellen Forderungen enthalten. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.

Nach den Vorschriften des IFRS 9 müssen Wertberichtigungen in der Höhe der erwarteten Kreditverluste für Finanzinstrumente die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gebildet werden.

Flüssige Mittel bestehen in der Form von täglich fälligen Bar- und Sichteinlagen bei deutschen und luxemburgischen Banken. Diese sind durch einen Einlagensicherungsfonds gesichert, weshalb von der Bildung einer Risikovorsorge abgesehen wird.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Basis einer Wertberichtigungsmatrix wie in Abschnitt A.3. beschrieben, berechnet. Auf Basis der Einschätzung des Managements von historisch sehr geringen Ausfallwahrscheinlichkeiten konnte von einer Bildung in 2023 und 2022 abgesehen werden. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.

Konzentrationen von Risiken werden vermieden, indem die Gesellschaft Risikoeinstufungen für ihre Geschäftspartner vornimmt und Adresslimits für Produkte, Konditionen des Engagements und andere Faktoren vorgibt, die nicht überschritten werden dürfen.

Marktrisiken

Marktrisiken können grundsätzlich aus Währungskursrisiken, Zinsrisiken oder anderen Preisrisiken bestehen.

Wesentliche Länderrisiken bestehen nicht, da sich die Forderungen hauptsächlich auf in der

Bundesrepublik Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg ansässige Adressen beschränken. Der Konzern ist Währungsrisiken daher nur in äußerst geringem Umfang ausgesetzt.

Für den Konzern besteht das Marktrisiko hauptsächlich darin, dass finanzielle Vermögenswerte durch geänderte Marktpreise nicht in der erwarteten Höhe zu Zahlungsmittelzuflüssen führen. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung des Treasury und eine monatliche Berichterstattung an das Management. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für den Konzern wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko von schwankenden Börsenkursen. Sinkende Börsenkurse haben tendenziell sinkende Kundenforderungen zur Folge, da die von der Gesellschaft erzielten Provisionserträge meist vom verwalteten Volumen abhängig sind. Dies wiederum wird durch sinkende Börsenkurse beeinflusst.

Daneben werden bei sinkenden Börsenkursen auch die beizulegenden Werte der von der Gesellschaft gehaltenen Wertpapiere und Genussrechte sinken. Als gegenläufigen Effekt zu den sinkenden Provisionseinnahmen sinken die von der Gesellschaft zu zahlenden Provisionsaufwendungen, da auch diese von Börsenkursen abhängig sind.

Die capsensixx hat per 31.12.2023 Assets under Management (AuA) i.H.v. 12,3 Mrd. € (Vorjahr: 11,3 Mrd. €). Daraus resultieren derzeit T€ 29.603 (Vorjahr: T€ 28.327) Nettoprovisionserlöse, was einer Nettomarge von 0,24% (Vorjahr: 0,25%) entspricht. Würden sich die AuA zukünftig in Folge von Kursveränderungen um 10% verändern, würde dies die Nettoprovisionserlöse in Höhe von T€ 2.962 beeinflussen. Bei einer Erhöhung / Verminderung der Börsenkurse um 10%, würde sich hinsichtlich der durch den Konzern gehaltenen Wertpapiere eine Auswirkung in Höhe von T€ + 308 / T€ - 308 (Vorjahr: T€ + 95 / T€ - 95) auf das Ergebnis und Eigenkapital des Konzerns ergeben.

D.4. Leasing

In der Bilanz erfasste Beträge

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Nutzungsrechte
Davon Raum- und Stellplatz 5.912 5.126
Davon Kfz 80 107
Nutzungsrechte gesamt 5.992 5.234

Die Zugänge an Nutzungsrechten im Jahr 2023 betrugen T€ 1.792 (Vorjahr: T€ 331).

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Leasingverbindlichkeiten
Davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1.148 898
Davon langfristige Leasingverbindlichkeiten 4.919 4.390
Leasingverbindlichkeiten gesamt 6.068 5.288

In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge

in T€ 2023 2022
Abschreibungen für Nutzungsrechte
Raum- und Stellplatz 946 842
Kfz 86 86
Gesamte Abschreibung 1.032 928
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 67 73
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (IFRS 16.6) 57 -
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 124 73
Summe 1.157 1.000

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen beliefen sich 2023 auf T€ 1.080 (Vorjahr: T€ 978).

D.5. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Muttergesellschaft der capsensixx ist die PEH Wertpapier AG. Die capsensixx wird in den Konzernabschluss der PEH Wertpapier AG einbezogen, die gleichzeitig den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen bildet, dem die Gesellschaft als Tochterunternehmen angehört.

Nahestehende Unternehmen

Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen im Konzern zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Rahmen dieser Geschäftsbeziehungen bieten wir die gleichen Dienstleistungen, die wir unseren Kunden im Allgemeinen erbringen.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen nehmen Positionen in anderen Unternehmen ein, infolge derer sie maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Unternehmen haben.

Werte der
Geschäftsvorfälle
in T€ 2023 2022
PEH Wertpapier AG 1.190 1.258
Erträge aus Bestandscourtagen 163 208
Erträge aus gewährten Darlehen 37 -
Erträge aus IT-Dienstleistungen 93 94
Sonstige Dienstleistungen 10 8
Überlassung von Geschäftsräumen 65 65
Aufwendungen für Ausgabeaufschläge, Bestandscourtagen,
Fondsmanagementleistungen
821 882
PEH Vermögensmanagement GmbH 180 177
Erträge aus IT-Dienstleistungen 88 88
Sonstige Dienstleistungen 5 17
Aufwendungen für Ausgabeaufschläge, Bestandscourtagen,
Fondsmanagementleistungen
87 72
Gesamt 1.370 1.435

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Rudolf Locker, Schmitten, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Vorsitzender und unabhängiger Finanzexperte (Aufsichtsratsvorsitzender: btu beraterpartner Holding AG Steuerberatungsgesellschaft, Oberursel; PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main; Aufsichtsratsmitglied der PEH Wertpapier AG Österreich i.A., Wien, Österreich).

Gregor Langer, Kelkheim, Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main; PEH Wertpapier AG, Österreich i.A., Wien, Österreich).

Prof. Dr. Hermann Wagner, Frankfurt am Main, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater (Aufsichtsratsvorsitzender: Aareal Bank AG, Wiesbaden, Aufsichtsratsmitglied: Squadra Immobilien GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main; PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main).

In 2023 wurde eine Vergütung für den Aufsichtsrat i. H. v. T€ 40 (Vorjahr: T€ 40) bezahlt.

Vorstand

Martin Stürner, Frankfurt am Main, Kaufmann, Vorsitzender, einzelvertretungsbefugt. (Verwaltungsratsvorsitzender Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg; Aufsichtsratsvorsitzender: Axxion Deutschland Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt am Main).

Constantin Stürner, Frankfurt am Main, Vorstandsmitglied (seit 15.02.2024). (Chief Operating Officer der PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main).

Die aktiven Vorstandsmitglieder der capsensixx haben kurzfristig fällige Leistungen zur Wahrung ihrer Aufgaben in der capsensixx in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) erhalten.

Stimmrechte

Es bestehen zum 31.12.2023 folgende Stimmrechtsanteile von nahestehenden Personen und Unternehmen an der capsensixx AG (soweit der capsensixx Mitteilungen vorliegen):

Stimmrechtsanteil
Name/Firma Direkt
gehalten
Zurechnung Gesamt
PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main 89,26% 89,26%

D.6. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

in T€ 2023 2022
Abschlussprüfungsleistungen 83 70
Andere Bestätigungsleistungen - -
Sonstige Leistungen - -
Gesamt 83 70

Die als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses belaufen sich in 2023 auf T€ 83 (Vorjahr: T€ 70).

D.7. Segmentberichterstattung

Beschreibung der Segmente und Hauptgeschäftstätigkeiten

Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten basiert auf dem "Managementansatz". Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an die verantwortliche Unternehmensinstanz ("Chief Operating Decision Maker"). Im Konzern ist der Vorstand der capsensixx verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente und gilt entsprechend als verantwortliche Unternehmensinstanz.

Die capsensixx berichtet über zwei operative Segmente, die entsprechend der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, Marken, Vertriebswege und Kundenprofile eigenständig von segmentverantwortlichen Gremien geführt werden. Die capsensixx als Holding Gesellschaft ist selbst kein Teil eines Segments.

Die Geschäftsleitung hat sich dabei entschieden, die Segmente grundsätzlich nach der Art der erbrachten Dienstleistungen voneinander abzugrenzen. Hierzu werden die Dienstleistungen Fondsadministration und Verbriefung unterschieden.

Die Zusammensetzung der Segmente sowie deren Ergebnisentwicklung wird regelmäßig vom Vorstand der capsensixx überprüft, analysiert und kontrolliert und es werden ggfls. notwendigen Anpassungsmaßnahmen beschlossen.

Die Unternehmen des Segments Fondsadministration sind die Axxion S.A. inkl. navAXX S.A., IT4Funds S.A. und Axxion InvAG.

Das Segment Capital Markets & Corporate Services (Verbriefung) umfasst Beratungsleistungen im Bereich Financial Engineering, Verbriefungen und als regulierter Corporate Service Provider stellt er Direktoren- und Verwaltungsdienste für Firmenkunden in Luxemburg. Die Unternehmen Oaklet GmbH inklusive Oaklet S.A. bilden das Segment "Verbriefung".

Die beiden Segmente Fondsverwaltung und Verbriefung erbringen Dienstleistungen der Finanzbranche.

In 2023 existiert ein Großkunde (Vorjahr: zwei Großkunden), welche jeweils ein Volumen von mehr als 10% des Gesamtumsatzes ausgemacht haben. Es handelt sich dabei um Kunden mit einem Betrag von insgesamt T€ 21.097 (2022: T€ 31.067), die dem Segment "Fondsverwaltung" zuzurechnen sind.

Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der capsensixx liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zu Grunde. Die capsensixx beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des EBITDA.

Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die den Segmenten zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zu den Segmentschulden alle kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten sowie wesentliche Rückstellungen. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Segmentbericht zum 31.12.2023

2023
in T€ Fond
verwaltung
Verbriefung Summe Anpassung Gesamt
Finanzergebnis 2.541 529 3.071 -2.227 843
Finanzerträge 2.668 531 3.200 -2.182 1.017
davon Zinserträge 258 437 695 48 744
Finanzaufwendungen -127 -2 -129 -45 -174
davon Zinsaufwendungen -67 -2 -69 - -69
Netto-Provisionserlöse 26.524 5.674 32.198 -2.595 29.603
Mit fremden Dritten 23.929 5.674 29.603 - 29.603
mit anderen Segmenten 2.595 - 2.595 -2.595 -
Segmentaufwendungen -
Personalaufwendungen -10.671 -3.106 -13.777 - -13.777
Sonstige betriebliche Erträge 1.681 106 1.786 -79 1.707
Andere
Verwaltungsaufwendungen
-12.489 -1.228 -13.717 4.627 -9.090
Abschreibungen -1.511 -181 -1.693 - -1.693
Ergebnis aus at-equity
Beteiligung
- - - 195 195
Segmentergebnis 6.075 1.793 7.868 -79 7.789
Ertragsteueraufwendungen -1.618 -586 -2.204 -1 -2.205
EBITDA 5.045 1.445 6.490 2.148 8.638
in T€ Fond
verwaltung
Verbriefung Summe Anpassung Gesamt
Vermögenswerte
01.01.2023 30.083 9.432 39.515 4.712 44.228
31.12.2023 34.913 7.660 42.573 5.490 48.063
Zugänge zu langfristigen
Vermögenswerten
Nach der Equity-Methode
2.601 100 2.701 - 2.701
bilanzierte Finanzanlagen
Schulden
- - - 846 846
01.01.2023 17.793 1.489 19.281 211 19.492
31.12.2023 22.166 1.134 23.300 438 23.738

Segmentbericht zum 31.12.2022

2022
in T€ Fond
verwaltung
Verbriefung Summe Anpassung Gesamt
Finanzergebnis 1.953 101 2.053 -2.188 -135
Finanzerträge 2.042 207 2.249 -1.995 253
davon Zinserträge 12 169 182 - 182
Finanzaufwendungen -89 -106 -195 -193 -388
davon Zinsaufwendungen -83 -3 -86 - -86
Netto-Provisionserlöse 23.488 5.696 29.184 -858 28.327
Mit fremden Dritten 22.630 5.696 28.327 - 28.327
mit anderen Segmenten 858 - 858 -858 -
Segmentaufwendungen -
Personalaufwendungen -9.046 -2.775 -11.821 - -11.821
Sonstige betriebliche Erträge 1.380 48 1.428 -640 788
Andere
Verwaltungsaufwendungen
-9.253 -886 -10.139 3.132 -7.006
Abschreibungen -1.368 -156 -1.524 - -1.524
Segmentergebnis 7.153 2.028 9.181 -554 8.627
Ertragsteueraufwendungen -1.882 -637 -2.519 14 -2.505
EBITDA 6.569 2.083 8.652 1.634 10.286
in T€ Fond
verwaltung
Verbriefung Summe Anpassung Gesamt
Vermögenswerte
01.01.2022 90.407 8.215 98.622 1.675 100.297
31.12.2022 30.083 9.432 39.515 4.712 44.228
Zugänge zu langfristigen
Vermögenswerten
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen
1.252
-
67
-
1.319
-
-
-
1.319
-
Schulden
01.01.2022
79.388 1.663 81.051 -1.366 30.795
31.12.2022 17.793 1.489 19.281 211 19.492

D.8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

D.9. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Die capsensixx AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und jeweils auf ihrer Homepage dauerhaft unter "Investor Relations" öffentlich zugänglich gemacht (https:// www.capsensixx.de/berichte/).

Frankfurt am Main, 08. Mai 2024

Vorstand Vorstand

Martin Stürner Constantin Stürner

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die capsensixx AG, Frankfurt am Main

PRÜFUNGSURTEILE

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der capsensixx AG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden — geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der capsensixx AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht er-streckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Be-standteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSS-PRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europa-rechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben den folgenden Sachverhalt als den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, der in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen ist:

BEWERTUNG DER ZUM MARKTWERT BEWERTETEN GENUSSRECHTE

Sachverhalt

Die in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 im Posten "Finanzinstrumente und sonstige finanziellen Vermögenswerte" ausgewiesenen Genussrechte betragen TEUR 2.508 (Vorjahr TEUR 2.089) und damit 5,2 % (Vorjahr 4,7 %) der Bilanzsumme. Die Genussrechte werden gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (fair value through profit or loss) bilanziert.

Die Ermittlung des jeweiligen beizulegenden Zeitwerts ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, der Diskontierungssätze sowie weiterer Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der capsensixx AG zu dem im Posten "Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesenen und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Genussrecht sind in den Abschnitten "A.3. Grundlagen der Bilanzierung und Bewertung" im Unterabschnitt "Finanzielle Vermögenswerte", "A.4. Schätzungen und Ermessensausübungen" im Unterabschnitt "Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes", "C.6. Finanzinstrumente und sonstige

finanzielle Vermögenswerte" sowie "D.3. Finanzinstrumente" des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen unseres Prüfungsansatzes haben wir zunächst eine Risikoeinschätzung in Bezug auf die von der Gesellschaft ausgewiesenen Genussrechte vorgenommen. Auf Basis dieser Risikoeinschätzung haben wir uns im Rahmen der Prüfungshandlungen zum internen Kontrollsystem zu-nächst ein Verständnis über den Bewertungsprozess zur Ermittlung des beizulegenden Werts verschafft.

Anschließend haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen zur Angemessenheit des Bewertungsmodells sowie der wesentlichen Bewertungsparameter und -annahmen vorgenommen.

Dabei haben wir die zur Bewertung herangezogenen Unterlagen, insbesondere die bei der Ermittlung der vertraglich fixierten Zahlungsströme verwendeten Inputparameter mit dem zugrundeliegenden Vertrag abgeglichen. Ferner haben wir die rechnerische Richtigkeit der durchgeführten Bewertung geprüft.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

  • die in Abschnitt 6 "Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 315d und 289f HGB)" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung
  • den gesondert veröffentlichen Vergütungsbericht i. S. d. § 162 AktG, auf den in Abschnitt 7 des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird
  • die in Abschnitt 8 des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische

Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich an-gesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER FÜR ZWECKE DER OFFENLEGUNG ERSTELLTEN ELEKTRONISCHEN WIEDERGABEN DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS NACH § 317 ABS. 3A HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "capsensixx_AG_KA_2023.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter — Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach-weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
  • gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
  • beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
  • beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.
  • beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄẞ ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Dezember 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Konzernabschlussprüfer der capsensixx AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT — VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht — auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen — sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Tobias Bordt.

Frankfurt am Main, 13. Mai 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schmidt gez. Bordt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter ("Bilanz- und Lageberichtseid") zum Einzelabschluss und Lagebericht der capsensixx AG gemäß §§ 264 Absatz 2 Satz 3, 289 Absatz 1 Satz 5 HGB (§ 114 Abs. 2 Nr. 3 WpHG)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024

Vorstand Vorstand

Martin Stürner Constantin Stürner

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