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CANCOM SE — Interim / Quarterly Report 2008
Aug 11, 2008
71_10-q_2008-08-11_4f92ea13-8056-44e5-9482-1b8a09dedd4f.pdf
Interim / Quarterly Report
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6-Monatszahlen 2008
»Führender Anbieter von IT-Infrastruktur und Professional Services«
»Leading provider of IT infrastructure and professional services«
Inhalts verzeichnis
| RU BRIK S |
eite |
|---|---|
| Inh alts verzeichnis |
02 |
| Gru ßwort – Kennz ahlenü bersicht |
03 |
| Geschäftsentwicklun g Q2 |
04-09 |
| 1) Geschäft und Rahmenbedingungen |
04-05 |
| 2) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CANCOM-Gruppe |
05-07 |
| 3) Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats |
07 |
| 4) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag |
08 |
| 5) Risikobericht |
08 |
| 6) Chancenbericht |
08 |
| 7) Prognosebericht |
08 |
| 8) Versicherung der gesetzlichen Vertreter |
09 |
| Bilanz | 10-11 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 12 |
| Kapitalflussrechnung | 13 |
| Eigenkapitalentwicklung | 14-15 |
| Anhang | 16-25 |
INHALT
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
auch zum Ende des 1. Halbjahres 2008 präsentiert sich die CANCOM in glänzender Verfassung. Wieder einmal wuchsen wir schneller als der Markt. Die Gründe hierfür liegen neben unserem organischen Wachstum in unserer erfolgreichen Akquisitionspolitik. Im Visier sind dabei Unternehmen, die einen hohen und margenträchtigen Dienstleistungsanteil mitbringen oder im Bereich
des Hardwarehandels Kostensenkungspotentiale durch Kostenoptimierungen oder die Erzielung von Einkaufsvorteilen erwarten lassen. In Ihrem Interesse achten wir darauf, dass die aus dem Kaufpreis abgeleiteten Multiples unterhalb der Bewertungsmultiples der CANCOM liegen.
Genau diesen Vorstellungen entspricht die Sysdat GmbH in Köln, die wir noch zum Ende des Halbjahres erwerben konnten. Diese Akquisition ist für uns von besonderer strategischer Bedeutung. Mit einem Schlag betreten wir
die IBM-Welt und das gleich als relevanter Partner. Unser Geschäft ist damit auf breitere Beine gestellt und wir werden unabhängiger von einzelnen Partnern.
Die allgemeine Konjunktureintrübung hat in unseren Büchern noch keine Spuren hinterlassen und wir sind auch für das laufende Quartal verhalten optimistisch. Auf eine Abschwächung der Konjunktur sind wir dank fortlaufender Kostenoptimierungen und nicht zuletzt aufgrund unserer bilanziellen Stärke gut vorbereitet und können daher mit Zuversicht in die Zukunft schauen und
vertrauen darauf, dass die Börse unser Potential richtig einzuschätzen weiß.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Weinmann, Vorsitzender des Vorstandes
Kennzahlenübersicht
| Kennzahlenübersicht CANCOM Konzern | Veränderungen/ | Overview of key figures CANCOM group | ||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 01.01. - 30.06.2008 | 01.01. - 30.06.2007 | Change | in € million |
| Umsatzerlöse | 157,1 | 137,8 | + 14,0% | Revenue |
| Rohertrag | 47,9 | 41,6 | + 15,1% | Gross profit |
| Rohertragsmarge | 30,5% | 30,2% | + 1,0% | Gross margin |
| EBITDA | 3,8 | 3,3* | + 16,4% | EBITDA |
| EBIT | 2,8 | 2,5* | + 12% | EBIT |
| Periodenüberschuss | Net profit after | |||
| nach Minderheitenanteilen | 1,5 | 1,7* | - 15,45% | minority interests |
| Ergebnis pro Aktie (in €) | 0,14 | 0,17* | - 15,45% | Earnings per share (in €) |
| Durchschnittliche Aktienzahl | Adjusted average number of shares | |||
| (in 1.000) (verwässert) | 10.391 | 10.391 | +/- 0% | (in 1,000) (diluted) |
| Mitarbeiter zum 30.06. | 1.337 | 1.287 | + 3,9% | Employees as of 30 June |
| Veränderungen/ | ||||
| in Mio. € | 30.06.2007 | 31.12.2006 | Change | in € million |
| Bilanzsumme | 94,6 | 100,4 | - 5,8% | Balance sheet total |
| Eigenkapital | 37,9 | 36,3 | + 4,4% | Equity |
| Eigenkapitalquote | 40,1 | 36,2 | + 10,8% | Equity ratio |
* Zum besseren Periodenvergeich sind die vorstehenden Vergleichszahlen für den Zeitraum 01.01.-30.06.2007 um den einmaligen nicht zu versteuernden Gewinn in Höhe von 633 T€ aus der im 2. Halbjahr 2007 erfolgten Veräußerung der Maily Distribution Gmbh bereinigt und mit * gekennzeichnet.
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Organisatorische und rechtliche Struktur der CANCOM-Gruppe
Innerhalb der CANCOM-Gruppe übernimmt die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft mit Sitz in Jettingen-Scheppach die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen.
Tätigkeitsschwerpunkte und Absatzmärkte
Die zu den größten unabhängigen Systemhäusern Deutschlands zählende CANCOM-Gruppe wandelte sich in den letzten Jahren von einem Systemhaus mit schwerpunktmäßigem Hard- und Softwareangebot zu einem IT-Komplettlösungsanbieter. Daher steht nun neben dem Verkauf von Hard- und Software namhafter Hersteller vor allem die Erbringung von IT-Dienstleistungen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Zum IT-Dienstleistungsangebot zählen u. a. die Konzeption und Systemintegration von IT-Systemen sowie der Betrieb der Systeme.
Der Kundenkreis der CANCOM-Gruppe umfasst vor allem gewerbliche Endanwender, angefangen bei Selbständigen, über Klein-, mittelständische und Großbetriebe bis hin zu Einrichtungen der öffentlichen Hand.
Erläuterung des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems
Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften analysiert CANCOM u. a. monatlich deren Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis und vergleicht diese Kennzahlen mit der ursprünglichen Planung sowie mit dem quartalsweise zu erstellenden Forecast. Darüber hinaus werden zur Unternehmenssteuerung regelmäßig externe Indikatoren wie Inflationsraten, Zinsniveau, allgemeine Konjunkturentwicklung und Geschäftsentwicklung innerhalb der IT-Branche sowie Prognosen hierzu herangezogen.
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Da sich die Geschäftstätigkeit der CANCOM-Gruppe auf den Vertrieb von Hardware und Software sowie auf die Erbringung von Services beschränkt, fallen keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungskosten an.
Der Geschäftsverlauf der CANCOM-Gruppe im Überblick
Die CANCOM-Gruppe konnte ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2008 fortsetzen. Der Konzernumsatz übertraf den Vorjahreswert deutlich, das Konzernergebnis übertraf operativ den Vorjahreswert.
Im ersten Halbjahr gelang gegenüber dem Vorjahreshalbjahr eine Steigerung des Konzernumsatzes um 14,0 % von 137,8 Mio. Euro auf 157,1 Mio. Euro. Das Konzern-EBIT des ersten Halbjahres 2008 verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,7% von 3,1 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro.
Wichtige Vorkommnisse und Investitionen
Apple macht seit Juni 2008 Rückforderungsansprüche in nicht konkret bezifferter Höhe gegen die englische Tochtergesellschaft CANCOM Ltd. wegen angeblich zu Unrecht gegenüber Apple über Garantie abgerechneter Ersatzteile geltend. Betroffen sind vorwiegend Geschäftsvorfälle aus dem zwischenzeitlich von CANCOM Ltd. eingestellten Refurbishment-Geschäft. CANCOM Ltd. geht von einer einvernehmlichen Lösung aus, die nur zu einem einmaligen Aufwand aus aufgegebenen Geschäftsbereichen führen kann. Zum 30.06.2008 wurde daher bereits eine Rückstellung gebildet und im Halbjahresergebnis berücksichtigt. Ob diese Rückstellung ausreichend hoch ist, kann auf Basis des derzeitigen Verhandlungsstandes nicht mit Sicherheit gesagt werden.
Investitionen in nennenswertem Umfang wurden keine getätigt.
Mitarbeiter
Zum 30. Juni 2008 wurden in der CANCOM-Gruppe 1.337 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Mitarbeiter waren in folgenden Bereichen tätig (jeweils zum 30. Juni 2008): Administration 109 Logistic & Customer Service 46 Marketing & Product Management, Purchasing 55
| 1.337 |
|---|
| 198 |
| 929 |
Der Personalaufwand stellte sich für das erste Halbjahr wie folgt dar (in TEuro):
| 1. Hj. 2008 | 1. Hj. 2007 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 28.073 | 24.096 |
| Sozialabgaben | 4.963 | 4.366 |
| davon Aufwendungen für Altersversorgung | 45 | 60 |
| Summe | 33.036 | 28.462 |
2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CANCOM-Gruppe
a) Ertragslage
Die CANCOM-Gruppe erreichte im ersten Halbjahr 2008 eine spürbare Umsatzverbesserung. Grund ist neben der erfolgreichen Akquisitionsstrategie die verstärkte Nachfrage nach IT-Dienstleistungen sowie nach Hard- und Softwareprodukten.
Der Konzernumsatz der CANCOM-Gruppe stieg im Halbjahresvergleich um 14,0 % von 137,8 Mio. Euro auf 157,1 Mio. Euro.
Hinweis: Da die mit Wirkung zum 31. März 2008 veräußerte SOFT-MAL IT AG nach IFRS-Regularien als so genannte Discontinued Operation behandelt wird, sind die Konzernumsätze und Ergebnisse im vorliegenden Bericht für die Jahre 2007 und 2008 entsprechend um die Umsätze und Ergebnisse der SOFT-MAIL IT AG bereinigt.
Umsatz CANCOM-Gruppe 1. Halbjahr 2007 – 1. Halbjahr 2008 (in Mio. Euro)
In Deutschland erhöhte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 % auf 136,6 Mio. Euro. Das Wachstum ist unter anderem auf die erfreuliche Entwicklung im Geschäft mit IT-Dienstleistungen zurückzuführen.
Im internationalen Geschäft erhöhte sich der Umsatz der CANCOM-Gruppe um 50,9% von 13,6 Mio. Euro auf 20,5 Mio. Euro, die Steigerung rührt im Wesentlichen aus der Akquisition der CANCOM a+d IT solutions GmbH.
Im Bereich business solutions erhöhte sich der Umsatz um 13,5 % von 89,9 Mio. Euro auf 102,1 Mio. Euro. Im Bereich IT solutions erhöhte sich der Umsatz um 15,0 % von 47,8 Mio. Euro auf 55,0 Mio. Euro.
Der Konzernrohertrag des ersten Halbjahres 2008 konnte im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % von 41,6 Mio. Euro auf 47,9 Mio. Euro gesteigert werden. Das entspricht einer Rohertragsmarge von 30,5 % nach 30,2% im Vorjahreszeitraum.
Rohertrag CANCOM-Gruppe 1. Halbjahr 2007 – 1. Halbjahr 2008 (in Mio. Euro)
Das Konzern-EBITDA veränderte sich im ersten Halbjahr 2008 um 2,6 % auf 3,8 Mio. Euro nach 3,9 Mio. Euro im Vorjahr.
EBITDA CANCOM-Gruppe 1. Halbjahr 2007 – 1. Halbjahr 2008 (in Mio. Euro)
Das Konzern-EBIT veränderte sich im Halbjahr 2008 zum Vorjahr um 9,7% von 3,1 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro.
EBIT CANCOM-Gruppe 1. Halbjahr 2007 – 1. Halbjahr 2008 (in Mio. Euro)
Im ersten Halbjahr 2008 wurde ein Jahresüberschuss von 1,5 Mio. Euro nach 2,4 Mio. Euro im Vorjahr erzielt. Daraus ergibt sich für das erste Halbjahr 2008 ein Gewinn pro Aktie von 0,14 Euro nach 0,23 Euro im Vorjahr.
Auftragslage
Im Geschäft mit Handelsware wird der größte Teil der eingehenden Aufträge aufgrund hoher Lieferverfügbarkeit innerhalb von zwei Wochen zu Umsatz. Daher geben die absoluten Stichtagszahlen in diesem Bereich kein objektives Bild der aktuellen Auftragslage wieder, weshalb sie nicht veröffentlicht werden.
b) Vermögens- und Finanzlage
Ziele des Finanzmanagements
Das Kernziel des Finanzmanagements der CANCOM-Gruppe ist die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebs. Darüber hinaus wird die Optimierung der Rentabilität und damit verbunden eine möglichst hohe Bonität zur Sicherung einer günstigen Refinanzierung angestrebt.
Erläuterung der Kapitalstruktur
Auf der Aktivseite der Konzernbilanz sanken die kurzfristigen Vermögenswerte zum 30. Juni 2008 gegenüber dem 31. Dezember 2007 um 9,9% auf 61,2 Mio. Euro. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich nur leicht um 2,3% auf 38,4 Mio. Euro, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente reduzierten sich durch saisonale Effekte von 11,8 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2007 um 2,7% auf 33,4 Mio. Euro.
Auf der Passivseite der Bilanz ist ein Rückgang der kurzfristigen Schulden um 18,7% auf 37,3 Mio. Euro zu verzeichnen. Dieser ist vor allem auf die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.
Die langfristigen Schulden, bei denen es sich um Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr handelt, erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2007 um 5,6 % auf 19,4 Mio. Euro.
Die Relation zwischen kurz- und langfristigem Fremdkapital verschob sich daher seit Jahresanfang in Richtung langfristiger Finanzierung.
Die Bilanzsumme konnte im Vergleich zum 31. Dezember 2007 von 100,4 Mio. Euro auf 94,5 Mio. Euro reduziert werden.
Das nominelle Eigenkapital konnte seit Jahresanfang vor allem durch Zuführungen zum Bilanzgewinn von 36,3 Mio. Euro auf 37,9 Mio. Euro erhöht werden. Insgesamt ergibt sich damit zum 30. Juni 2008 eine weiter verbesserte Eigenkapitalquote von 40,1% nach 36,2% zum 31. Dezember 2007.
07
Geschäftsentwicklung
Erläuterung der Liquiditätsentwicklung
Der Cash Flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, der unterjährig traditionell negativ ist, weist zum 30. Juni 2008 mit 4,7 Mio. Euro – im Vergleich zum Vorjahresstichtag mit minus 2,5 Mio. Euro – einen erhöhten Negativsaldo aus. Diese Entwicklung resultiert aus einem im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr erhöhten Forderungsbestand.
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit verbesserte sich von minus 1,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2007 auf 0,6 Mio. Euro zum 30. Juni 2008.
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich auf 0,0 Mio. Euro nach minus 0,1 Mio. Euro im Vorjahr.
Die liquiden Mittel zum 30. Juni 2008 verringerten sich gegenüber dem Vorjahreshalbjahr von 8,0 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro.
3. Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 30. Juni 2008
| Aktienanzahl gesamt: | 10.390.751 | 100% |
|---|---|---|
| In Vorstandsbesitz: | ||
| Klaus Weinmann: | 286.145 | 2,754% |
| Paul Holdschik: | 13.056 | 0,126% |
| In Aufsichtsratsbesitz: | ||
| Walter von Szczytnicki | 6.252 | 0,060% |
| Dr. Klaus F. Bauer | 1.500 | 0,014% |
| Stefan Kober | 526.289 | 5,065% |
| Raymond Kober | 620.891 | 5,975% |
| Walter Krejci | 2.000 | 0,019% |
4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
• Veräußerung der Soft-Mail IT AG, Schweiz
Die CANCOM IT Systeme AG hat ihre hundertprozentige, schweizerische Tochtergesellschaft Soft-Mail IT AG per Management-Buy-out Anfang Juli 2008 veräußert. Die Soft-Mail IT AG betreibt in der Schweiz einen Direktvertrieb von u.a. Übersetzungsprogrammen, Telfonbuch CDs und Routenplaner für Endverbraucher. Die Geschäftstätigkeit der Soft Mail passte nicht mehr zum Kerngeschäft der CANCOM.
• Übernahme der SYSDAT GmbH
Die CANCOM IT Systeme AG hat am 29.07.2008 100% der Geschäftsanteile an der SYSDAT GmbH mit Sitz in Köln übernommen. Der Kaufpreis in Höhe von 5,95 Mio. Euro wird aus den bestehenden liquiden Mitteln beglichen.
Mit diesem Schritt baut die CANCOM IT Systeme AG ihre Position im deutschen Systemhausumfeld deutlich aus. Die SYSDAT GmbH ist als IBM Premier Business Partner und als HP Preferred Partner eines der 15 größten Systemhäuser in Deutschland. Die SYSDAT erzielte 2007 mit 283 Mitarbeitern einen Umsatz von 80,3 Mio. Euro bei einem Rohertrag von 20,7 Mio. Euro und einem EBITDA von 1,5 Mio. Euro (HGB).
5. Risikobericht
Seit Beginn des Geschäftsjahres hat es bei CANCOM keine wesentlichen Änderungen bei den Risiken der künftigen Entwicklung gegeben. Eine detaillierte Aufstellung dieser Risiken kann dem aktuellen Geschäftsbericht für 2007 ab Seite 37 entnommen werden. Der Geschäftsbericht kann im Internet unter www.cancom.de/berichte heruntergeladen und darüber hinaus kostenlos bei der Gesellschaft angefordert werden.
6. Chancenbericht
Seit Beginn des Geschäftsjahres hat es bei CANCOM keine wesentlichen Änderungen bei den Chancen der künftigen Entwicklung gegeben. Eine detaillierte Aufstellung dieser Chancen kann dem aktuellen Geschäftsbericht für 2007 ab Seite 41 entnommen werden.
7. Prognosebericht
Die positive Entwicklung der deutschen IT-Branche soll sich 2008 nach Einschätzung des Bundesverbands Informationswirtschaft und Neue Medien e.V. (Bitkom) auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Zum ersten Mal seit langem rechnet Bitkom wieder mit einem Umsatzanstieg im IT-Hardwaregeschäft. Im Bereich der IT-Dienstleistungen und vor allem im Softwarebereich sehen die Branchenexperten ein Umsatzwachstum von 5,3 % bzw. 6,6 %.
Zudem wird nach Firmenansicht der Trend in Richtung Komplettlösungen aus einer Hand anhalten.
Entwicklung der deutschen IT-Branche 2008* (reale Veränderung zu Vorjahr in %)
Quelle: Bitkom, April 2008
CANCOM hat seine Geschäftspolitik frühzeitig auf diese Trends ausgerichtet und beabsichtigt aufgrund der Erfolg versprechenden Aussichten auch in Zukunft auf diese Trends zu setzen.
Die Unternehmensplanung sieht daher organisches Wachstum u. a. durch Einstellung neuer IT-Consultants und Techniker vor, um so vorrangig die bestehenden Standorte im Bereich IT-Dienstleistungen zu stärken.
Im Geschäft mit Medienkunden wird CANCOM verstärkt auf IT-Infrastrukturlösungen und Dienstleistungen setzen. Die in 2007 vollzogene Strukturänderung im Vertrieb soll jetzt auch den Mitarbeitern aus dem Medienumfeld die Möglichkeit geben, mit einem größeren Produktportfolio größere Umsatzpotentiale beim Kunden zu realisieren und eine höhere Wertschöpfung zu erzielen.
Im Geschäft mit windowsbasierter Hard- und Software sollen die bestehenden Einheiten, z.B. durch Ausbau des Key Account Managements weiter gestärkt werden. Die Vergrößerung der einzelnen Vertriebseinheiten und die Einführung der Position von Regional Key Account Managern werden Garanten dafür sein, den qualitativen Ansatz im go-to-market weiter zu beschleunigen.
Darüber hinaus soll die Marktposition der CANCOM-Gruppe im deutschen IT-Umfeld durch gezielte Akquisitionen ausgebaut werden. Das derzeitige Marktumfeld bietet hierfür nach wie vor gute Bedingungen.
Im Rahmen des Qualitätsmanagement strebt CANCOM u. a. die kontinuierliche Steigerung der Kundenzufriedenheit und der Effizienz bestimmter Handlungs- und Arbeitsprozesse an. Durch die Einführung des ERP Systems Microsoft® Dynamics AXTM im Juli 2007 ergeben sich für die gesamte Supply Chain eine Vielfalt neuer Möglichkeiten wie z.B. Direktlieferungen von der Distribution direkt zum Kunden oder die deutliche Verbesserung im Thema eprocurement. Insgesamt soll die Verbesserung und Verschlankung in den logistischen Prozessen und Konzentration auf die Unternehmenszentrale eine signifikante Kostenersparnis in diesem Bereich zur Folge haben. Durch Cross Selling sowie durch die Nutzung von Synergien und Best Practises sollen Kosten gespart und Energien gebündelt werden, um in Zukunft noch wettbewerbsfähiger agieren zu können. Die daraus resultierenden Vorteile sollen CANCOM und seinen Kunden und Geschäftspartnern Mehrwerte bieten.
Die geplante strategische Ausrichtung birgt jedoch auch Risiken. So können sich beispielsweise beabsichtigte oder bereits erfolgte Akquisitionen schlechter als erwartet entwickeln und die Geschäftsentwicklung von CANCOM beeinträchtigen. Auch eine unerwartete Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen kann einen bedeutenden negativen Einfluss auf die weiteren Geschäftsaussichten haben.
Für die Geschäftsjahre 2008 sowie 2009 geht der Vorstand unter Berücksichtigung der heute zur Verfügung stehenden Prämissen von einem weiteren Umsatzwachstum bei überproportionaler Ergebnissteigerung und weiter verbesserter Finanzlage aus.
8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Jettingen-Scheppach, im August 2008 CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dieses Dokument unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beruhen. Diese Aussagen sind unter anderem durch typische Formulierungen wie "planen", "beabsichtigen" "wollen", "werden", "erwarten", "einschätzen" o. ä. ersichtlich und beruhen auf heutigen Erwartungen, Annahmen und Schätzungen. Obwohl wir davon ausgehen, dass es sich bei diesen Äußerungen um realistische Erwartungen handelt, können wir nicht für die Richtigkeit der Erwartungen garantieren. Die Annahmen können eine Vielzahl an internen und externen Risiken und Unsicherheiten enthalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ erheblich von den tatsächlich genannten vorausschauenden Aussagen und Ergebnissen abweichen. In diesem Zusammenhang sind u. a. die folgenden Einflussfaktoren von Bedeutung: Änderungen der allgemeinen Konjunktur- und Geschäftslage, Änderungen des Zinsniveaus und der Wechselkursraten, Änderungen der Wettbewerbsposition und –situation, z. B. durch Auftreten neuer Wettbewerber, neuer Produkte und Dienstleistungen, neuer Technologien, Änderung des Konsumverhaltens der Kundenzielgruppen, etc., Änderungen der Geschäftsstrategie.
Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch CANCOM ist weder geplant noch übernimmt CANCOM die Verpflichtung dazu.
Konzernbilanz (nach ifrs) – Aktiva
| Zahlenangaben in T€ Aktiva |
30.06.2008 | 31.12.2007 | Figures in € '000 Assets |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | Current assets | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.622 | 11.778 | Cash and cash equivalents |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 38.395 | 39.316 | Trade accounts receivable |
| Vorräte | 8.281 | 8.551 | Inventories |
| Aufträge in Bearbeitung | 1.961 | 932 | Orders in process |
| Rechnungsabgrenzungsposten und | Prepaid expenses and | ||
| sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4.933 | 7.372 | other current assets |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 61.192 | 67.949 | Total current assets |
| Langfristige Vermögenswerte | Long-term assets | ||
| Sachanlagevermögen | 3.878 | 3.019 | Property, plant and equipment |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.699 | 3.817 | Intangible assets |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 22.054 | 21.889 | Goodwill |
| Finanzanlagen | 57 | 140 | Investments |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 13 | 14 | Investments accounted for by the equity method |
| Ausleihungen | 182 | 182 | Notes receivable/loans |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen | 371 | 404 | Deferred taxes arising from temporary differences |
| Latente Steuern aus steuerlichem Verlustvortrag | 2.266 | 2.663 | Deferred taxes arising from tax loss carryover |
| Sonstige Vermögenswerte | 836 | 349 | Other assets |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 33.356 | 32.477 | Total long-term assets |
| Aktiva, gesamt | 94.548 | 100.426 | Total assets |
Konzernbilanz (nach ifrs) – Passiva
| Zahlenangaben in T€ | Figures in € '000 | ||
|---|---|---|---|
| Passiva | 30.06.2008 | 31.12.2007 | Equity and liabilities |
| Kurzfristige Schulden | Current liabilities | ||
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an | Short term debt and | ||
| langfristigen Darlehen | 1.398 | 1.935 | current portion of long-term debt |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||
| und Leistungen | 22.267 | 27.522 | Trade accounts payable |
| Erhaltene Anzahlungen | 203 | 815 | Advanced payments redeived |
| Rückstellungen | 6.546 | 6.671 | Accrued expenses |
| Umsatzabgrenzungsposten | 1.406 | 1.594 | Deferred revenues |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 932 | 1.236 | Income tax payable |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 4.532 | 6.056 | Other current liabilities |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 37.284 | 45.829 | Total current liabilities |
| Langfristige Schulden | Long-term liabilities | ||
| Langfristige Darlehen | 5.428 | 4.510 | Long-term debt, less current portion |
| Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen | 11.563 | 11.563 | Profit-participation capital and subordinated loans |
| Umsatzabgrenzungsposten | 988 | 867 | Deferred revenues |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen | 703 | 675 | Deferred taxes from temporary differences |
| Pensionsrückstellungen | 168 | 168 | Pension provisons |
| Sonstige langfristige Schulden | 527 | 560 | Other long-term liabilities |
| Langfristige Schulden, gesamt | 19.377 | 18.343 | Total Long-term liabilities |
| Eigenkapital | Equity | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.391 | 10.391 | Shared capital |
| Kapitalrücklage | 15.441 | 15.441 | Additional paid-in capital |
| Bilanzgewinn/Bilanzverlust | Net profit | ||
| (inklusive Gewinnrücklagen) | 12.188 | 10.721 | (incl. retained earnings) |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -180 | -294 | Currency translation difference |
| Minderheitenanteile | 47 | -5 | Minority interests |
| Eigenkapital, gesamt | 37.887 | 36.254 | Total equity |
| Passiva, gesamt | 94.548 | 100.426 | Total equity and liabilities |
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (nach ifrs)
| Zahlenangaben in T€ | 01.04.08 | 01.04.07 | 01.01.08 | 01.01.07 | Figures in € '000 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | -30.06.08 | -30.06.07 | -30.06.08 | -30.06.07 | Income Statement |
| Umsatzerlöse | 78.837 | 69.687 | 157.064 | 137.763 | Revenues |
| Sonstige betriebliche Erträge | 146 | 907 | 325 | 1.144 | Other operating income |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 122 | 1 | 305 | 1 | Other capitalised services rendered for own account |
| Gesamtleistung | 79.105 | 70.595 | 157.694 | 138.908 | Total operating revenue |
| Materialaufwand / | Cost of purchased | ||||
| Aufwand für bezogene Leistungen | -54.866 | -49.296 | -109.762 | -97.271 | materials and services |
| Rohertrag | 24.239 | 21.299 | 47.932 | 41.637 | Gross profit |
| Personalaufwand | -16.597 | -14.344 | -33.036 | -28.462 | Personnel expenses |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | Depreciation of property, plant and equipment | ||||
| und immaterielle Vermögensgegenstände | -525 | -394 | -1.027 | -788 | and amortisation of intangible assets |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.753 | -4.882 | -11.113 | -9.292 | Other operating expenses |
| Betriebsergebnis | 1.364 | 1.679 | 2.756 | 3.095 | Operating income |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 49 | 41 | 121 | 69 | Interest and similar income |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -354 | -238 | -685 | -476 | Interest and other expenses |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -3 | 0 | -5 | 0 | Write-downs of financial assets |
| Gewinn-Verlustanteile aus Joint Ventures, | Share in profit or loss from joint ventures | ||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 1 | 1 | -1 | -5 | accounted for by the equity method |
| Währungsgewinne / -verluste | 9 | 26 | -20 | 19 | Foreign currency exchange income / losses |
| Ergebnis vor Steuern | Profit before taxes | ||||
| (und Minderheitenanteile) | 1.066 | 1.509 | 2.166 | 2.702 | (and minority interests) |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -349 | 107 | -626 | -90 | Income tax expense |
| Ergebnis nach Steuern aus | |||||
| aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 717 | 1.616 | 1.540 | 2.612 | |
| Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -144 | -183 | -21 | -60 | Loss from discontinued operations |
| Jahresüberschuss | 573 | 1.433 | 1.519 | 2.552 | Net profit for the year??? |
| davon entfallen auf Gesellschafter | thereof attributable to the | ||||
| des Mutterunternehmens | 557 | 1.376 | 1.467 | 2.368 | shareholders of the parent |
| davon entfallen auf Minderheiten | 16 | 57 | 52 | 184 | thereof attributable to minority interests |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche | Average number of | ||||
| Aktien (Stück) unverwässert | 10.390.751 | 10.390.751 | 10.390.751 | 10.390.751 | shares outstanding (basic) |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche | Average number of | ||||
| Aktien (Stück) verwässert | 10.390.751 | 10.390.751 | 10.390.751 | 10.390.751 | shares outstanding (diluted) |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | 0,05 | 0,13 | 0,14 | 0,23 | Earnings per share (basic) |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | 0,05 | 0,13 | 0,14 | 0,23 | Earnings per share (diluted) |
konzernkapitalflussrechnung (nach ifrs)
| Zahlenangaben in T€ | 01.01.08 | 01.01.07 | Figures in € '000 |
|---|---|---|---|
| Kapitalfluss | -30.06.08 | -30.06.07 | Cashflow |
| Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit: | Cash flow from ordinary activities: | ||
| Periodengewinn vor Steuern- und Minderheitenanteilen | 2.166 | 2.702 | Net profit for the period before taxes and minority interests |
| Berichtigungen: | Adjustments: | ||
| +/- Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle | +/- Depreciation of property, plant and | ||
| Vermögensgegenstände | 1.027 | 788 | equipment, and amortisation of intangible assets |
| +/- Veränderungen der langfristigen Rückstellungen | -33 | 0 | +/- Changes in long-term accruals |
| +/- Veränderungen der kurzfristigen Rückstellungen | -83 | -1.870 | +/- Changes in current accruals |
| +/- Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 23 | 38 | +/- Profit/ losses on the disposal of fixed assets |
| +/- Zinsaufwand | 564 | 407 | +/- Interest expense |
| +/- Veränderungen der Vorräte | 159 | -259 | +/- Changes in inventories |
| +/- Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen | +/- Changes in trade accounts receivable | ||
| und Leistungen sowie anderer Forderungen | -868 | 4.207 | and other accounts receivables |
| +/- Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen | +/- Changes in trade accounts payables | ||
| und Leistungen sowie anderer Schulden | -7.064 | -3.163 | and other accounts payable |
| +/- Gezahlte Zinsen | -104 | -90 | +/- Interest paid |
| +/- Gezahlte und erstattete Ertragsteuern | -442 | -219 | +/- Income tax payments and rebates |
| +/- Ertrag / Aufwand aus Entkonsolidierung | 0 | 0 | |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | -4.655 | 2.541 | Net cash from operating activities |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | Cash flow from investing activities | ||
| +/- Erwerb von Tochterunternehmen | -205 | -388 | +/- Acquisition of subsidiaries |
| +/- Beim Kauf von Anteilen erworbene Zahlungsmittel | 0 | 0 | |
| +/- Zahlungen für Zugänge zu immateriellen | +/- Payments for additions to intangible assets as | ||
| Vermögenswerten sowie Sachanlagen | -1.802 | -1.066 | well as property, plant and equipment |
| +/- Zahlungen für Zugänge und Abgänge | +/- Payments for additions to and disposal | ||
| zu anderen Finanzanlagen | 0 | -63 | of financial assets |
| +/- Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen | +/- Proceeds from disposal of property, plant and | ||
| und Finanzanlagen | 11 | -24 | equipment as well as financial assets |
| - Beim Verkauf von Anteilen hingegebene Zahlungsmittel | -212 | -214 | - Cash used in disposal of equity holdings |
| +/- Erhaltene Zinsen | 121 | 69 | +/- Interest received |
| +/- Einzahlungen / Auszahlungen aufgegebene Geschäftsbereiche | 2.675 | -195 | +/- Cash inflow / outflow from discontinued |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | 588 | -1.105 | Net cash used in investing activities |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | Cash flow from financing activities | ||
| +/- Erlöse aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital | 0 | 0 | +/- Income from issuance of share capital |
| +/- Kapitalerhöhungskosten | 0 | 0 | +/- Costs of capital increase |
| +/- Ein/Auszahlungen für aufgenommene Kredite | 381 | -353 | +/- Inflows/ outflows from borrowings |
| +/- Gezahlte Zinsen | -581 | -386 | +/- Interest paid |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -200 | -739 | Net cash used in financing activities |
| Nettozu-/abnahme von Zahlungsmitt. u. Zahlungmittelaqivalente | -4.267 | 697 | Net change in cash and cash equivalents |
| +/- Wechelkursbedingte Wertänderungen | 111 | -12 | +/- Changes in value resulting from foreign currency exchange |
| +/- Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 11.778 | 7.302 | +/- Cash and cash equivalents as at beginning of period |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.622 | 7.987 | Cash and cash equivalent sat end of period |
| Zusammensetzung: | Breakdown: | ||
| Liquide Mittel | 7.622 | 7.987 | Cash |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (nach ifrs)
| Aktien/ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen/ | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | |
|---|---|---|---|---|---|
| Shares | Issued capital | Capital reserves | Revenue reserves | Treasury shares | |
| TStück/Quantity '000 | T€ /'000 | T€ /'000 | T€ /'000 | T€ /'000 | |
| 31. Dezember 2006 | 10.391 | 10.391 | 15.441 | 122 | 0 |
| Kapitalerhöhungen | 0 | 0 | 0 | ||
| Veränderung der kumulierten | |||||
| Währungsdifferenzen | |||||
| Veränderung der Rücklagen: | |||||
| - Veränderung stock options | |||||
| - IPO Kosten | |||||
| Ergebnis des Berichtszeitraums | |||||
| Minderheitenanteile | |||||
| - Minderheitenanteile-Ergebnisteil | |||||
| - Ausschüttungen | |||||
| - Veränderungen durch Erwerb/Veräußerungen | |||||
| 31. Dezember 2007 | 10.391 | 10.391 | 15.441 | 122 | 0 |
| Kapitalerhöhungen | 0 | 0 | 0 | ||
| Veränderung der kumulierten | |||||
| Währungsdifferenzen | |||||
| Veränderung der Rücklagen: | |||||
| - Veränderung stock options | |||||
| - IPO Kosten | 0 | ||||
| Ergebnis des Berichtszeitraums | |||||
| Minderheitenanteile | |||||
| - Mindreheitenanteile-Ergebnisanteil | |||||
| - Ausschüttungen | |||||
| - Veränderungen durch Erwerb/Veräußerungen | |||||
| 30. Juni 2008 | 10.391 | 10.391 | 15.441 | 122 | 0 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (nach ifrs)
| Eigenkapital gesamt/Total |
Minderheitenanteile | Bilanzgewinn/ | Eigenkapitaldiff. aus der erstmaligen Anwendung |
Eigenkapitaldiff. aus der Währungsumrechnung/ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| equity | Minority interests | Earned surplus | von IFRS | Translation reserve | |
| T€ /'000 | T€ /'000 | T€ /'000 | T€ /'000 | ||
| 31 December 2006 | 33.404 | 1.671 | 6.070 | -153 | -138 |
| Capital increase | 0 | ||||
| Change in accumulated foreign | |||||
| currency exchange difference | -156 | -156 | |||
| Change in reserves: | |||||
| - change in stock options | 0 | ||||
| 0 | |||||
| Net profit for the period | 4.682 | 4.682 | |||
| 0 | |||||
| Result of minority interests | 523 | 523 | |||
| -349 | -349 | ||||
| Change by acquisition/sale | -1.850 | -1.850 | |||
| 31 December 2007 | 36.254 | -5 | 10.752 | -153 | -294 |
| 0 | |||||
| Change in accumulated foreign | |||||
| currency exchange difference | 114 | 114 | |||
| - change in stock options | 0 | ||||
| 0 | |||||
| Net profit for the period | 1.467 | 1.467 | |||
| Result of minority interests | 52 | 52 | |||
| 0 | |||||
| Change by acquisition/sale | 0 | ||||
| 37.887 | 47 | 12.219 | -153 | -180 | |
ANHANG
für den Quartalsbericht zum 30. Juni 2008
A. Grundlagen des Konzernabschlusses
1. Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden: "CANCOM Konzern", "CANCOM Gruppe" oder "Konzern") wurde im Geschäftsjahr 2008 nach den International Financial Reporting Standards bzw. die International Accounting Standards (IFRS/IAS) aufgestellt.
Gegenstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften ist im Wesentlichen der Vertrieb von kompletten IT-Systemlösungen (Hard-, Software- und Netzwerkprodukte) und die Erbringung einer breiten Palette an IT-Services (z.B. in den Bereichen Beratung, Systemintegration, Service&Support und Schulung).
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend € ("T€") angegeben.
Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008. Adresse des eingetragenen Sitzes ist: Messerschmittstraße 20, 89343 Jettingen-Scheppach.
Die Aktien werden im Geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse unter ISIN-Code DE0005419105 gehandelt und sind zum Prime Standard zugelassen.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden neben der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft alle Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Diese Tochterunternehmen wurden vollkonsolidiert.
In den Konzernabschluss zum 30. Juni 2008 der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sind die in der folgenden Übersicht aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:
| Sitz der Gesellschaft |
Beteiligungs- quote in % |
|||
|---|---|---|---|---|
| 1. CANCOM Deutschland GmbH sowie | Jettingen-Scheppach | 100,0 | ||
| deren Tochtergesellschaften | ||||
| • CANCOM Computersysteme GmbH | Graz/Thondorf/Österreich | 100,0 | ||
| sowie deren Tochtergesellschaft | ||||
| – CANCOM a+d IT solutions GmbH | Perchtoldsdorf/Österreich | 100,0 | ||
| • CANCOM Switzerland AG | Caslano/Schweiz | 100,0 | ||
| 2. | CANCOM NSG GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | |
| 3. CANCOM IT Solutions GmbH | München | 100,0 | ||
| 4. CANCOM physical infrastructure GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | ||
| sowie deren Tochtergesellschaft | ||||
| – Novodrom People Value Service GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | ||
| 5. acentrix GmbH | Jettingen-Scheppach | 51,0 | ||
| 6. CANCOM EN GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | ||
| 6. CANCOM Ltd. | Guildford/Großbritannien | 100,0 |
Mit Kaufvertrag vom 04. Juli 2008 wurde das gesamte Aktienkapital zum Nennwert von CHF 100.000 der SOFT-MAIL IT AG verkauft. Der Übertragungsstichtag war der 31. März 2008. Der Jahresüberschuss der SOFT-MAIL IT AG im ersten Quartal 2008 und im Vorjahr wurde in der Position discontinued operations dargestellt.
Die Auswirkungen des Wegfalls der SOFT-MAIL IT AG auf den Konsolidierungskreis stellen sich wie folgt dar:
| Bilanz per 31.03.2008 |
Bilanz per 31.12.2007 |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -212 | -160 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -260 | -120 |
| Vorräte | -111 | -68 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und | ||
| sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -122 | -117 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | -705 | -465 |
| Sonstige Vermögenswerte | -12 | -13 |
| Langfristige Vermögenswerte | -12 | -13 |
| Vermögenswerte gesamt | -717 | -478 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -581 | -127 |
| Erhaltene Anzahlungen | -9 | -9 |
| Rückstellungen | -24 | -28 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | -6 | -9 |
| Kurzfristige Schulden | -620 | -173 |
| Langfristige Darlehen | 0 | 0 |
| Langfristige Schulden | 0 | 0 |
| Schulden gesamt | -620 | -173 |
| Verkauftes Nettovermögen | -97 | -305 |
Mit Kaufvertrag vom 29.07.2008, URNr. B1230/2008 des Notars Dr. Thomas Braun hat die CANCOM IT System AG 100% der Geschäftsanteile im Nominalbetrag von insgesamt DM 5.000.000,00 (EUR 2.556.459,41) an der SYSDAT GmbH Gesellschaft für IT-Lösungen gekauft.
Der Kaufpreis beträgt EUR 5.950.000,00 Mio. und ist am 12. August 2008 fällig. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird der 01.08.2008 sein, da aus dem Kaufvertrag hervorgeht, dass die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft bereits mit Vertragsunterzeichnung (29.07.2008) faktisch die Kontrolle über die SYSDAT GmbH Gesellschaft für IT-Lösungen erlangt hat.
3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Es wurden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007. Dieser ist im Internet unter www.cancom.de abrufbar.
Grundlagen der Währungsumrechnung
| Währung | Q2/2008 | Q2/2007 | Q2/2006 |
|---|---|---|---|
| Schweizer Franken • Stichtagskurs • Durchschnittskurs |
1€=1,606 SFR 1€=1,606 SFR |
1€=1,544 SFR 1€=1,632 SFR |
1€=1,567 SFR 1€=1,561 SFR |
| Britisches Pfund • Stichtagskurs • Durchschnittskurs |
1€=0,793 GBP 1€=0,775 GBP |
1€=0,673 GBP 1€=0,675 GBP |
1€=0,693 GBP 1€=0,687 GBP |
Klassifizierung der Finanzinstrumente
Als Sicherungsinstrument im Sinne von IFRS 7.22-23 wurde im Geschäftsjahr 2008 ein Zinssicherungsswap für ein Darlehen mit variablem Zinssatz eingesetzt, der Barwert des SWAPs betrug zum 30.06.2008 T Euro 33.
B. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (liquide Mittel)
Die liquiden Mittel enthalten ausschließlich jederzeit fällige Bankguthaben sowie Kassenbestände.
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
3. Vorräte
Die Vorräte enthalten fast ausschließlich Waren, insbesondere Hardwarekomponenten und Software. Ein Großteil davon lagert im Logistikzentrum in Scheppach.
Die Vorräte setzen sich folgendermaßen zusammen (unternehmensspezifische Untergliederung):
| 30.06.2008 T€ | 31.12.2007 T€ | |
|---|---|---|
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 8.220 | 8.465 |
| Geleistete Anzahlungen | 61 | 86 |
| 8.281 | 8.551 |
4. Aufträge in Bearbeitung
Die Aufträge in Bearbeitung betreffen die nach der "percentage-of-completion-method" bilanzierten teilerstellten Aufträge T€ 2.069 abzüglich erhaltener Anzahlungen T€ 108.
5. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Diese Position beinhaltet im Wesentlichen die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte. Im Einzelnen werden darunter u. a. Forderung für Urheberrechtsabgabe T€ 1.150, Bonusforderungen gegen Lieferanten T€ 1.136, Steuererstattungsbeträge T€ 342, debitorische Kreditoren T€ 272, Kaufpreisforderung T€ 227, Forderungen an Mitarbeiter T€ 202, Forderungen an Altgesellschafter T€ 199, Darlehensforderung an die SOFT-MAIL IT AG T€ 373, Marketingumsätze T€ 143, Forderungen an Lieferanten für Warenrücksendungen T€ 90 sowie Versicherungsentschädigungen T€ 40 ausgewiesen.
Die Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 663) beinhalten abgegrenzte Versicherungsprämien sowie vorausbezahlte Kosten.
6. Anlagevermögen
6.1 Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen die Betriebsausstattung für das automatische Kleinteilelager und das manuelle Palettenlager mit € 0,5 Mio. Darüber hinaus werden Computerequipment, Mietereinbauten und Büroausstattungen ausgewiesen.
Mit Werkvertrag vom 27. April 2007 des Notars Bernd Eilbrecht (UR.Nr. 177/20007) zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Jinova Hamburg-Harburg Grundstücks GmbH & Co. KG verpflichtete sich die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft auf dem Grundstück Messerschmittstraße 20 ein Bürogebäude mit Versandhalle als Erweiterungsbau zu erstellen.
Für die gesamten von der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft zu erbringenden Leistungen ist ein Pauschalfestpreis in Höhe von 4.025.000,00 € vereinbart. Die Gebrauchsfertigstellung und –abnahme erfolgte im Februar 2008. Der Kaufpreis wurde am 28.03.2008 bezahlt.
6.2 Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten entgeltlich erworbene Software (T€ 1.431), selbst geschaffene Software (T€ 730), Kundenstamm (T€ 1.506) und Auftragsbestände (T€ 32).
Der Buchwert der selbst geschaffenen Software enthält im Wesentlichen Kosten für die Entwicklung (Customizing) des integrierten ERP-Systems Microsoft® Dynamics AXTM. Den selbstgeschaffenen internen Softwareprojekten wurde ein hoher wirtschaftlicher Nutzen zugeordnet, resultierend aus Einsparpotentialen durch systemtechnische Automatisierungen in den unternehmerischen Prozessabläufen sowie branchen- und unternehmensspezifischen Anpassungen. Zudem besteht mit Microsoft® Dynamics AXTM nun die Möglichkeit, zukünftige Akquisitionen schneller systemtechnisch in den Unternehmensverbund zu integrieren und Synergiepotentiale zügig zu realisieren.
6.3 Geschäfts- und Firmenwert
Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die entsprechenden Werte aus der Konsolidierung der CANCOM Deutschland GmbH, der CANCOM IT Solutions GmbH, der CANCOM NSG GmbH, der CANCOM Ltd., Großbritannien und der CANCOM a + d IT solutions GmbH.
6.4 Ausleihungen
Die Ausleihungen enthalten den Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 182.
7. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Latente Steuer aus | temporäre | steuerlichem |
|---|---|---|
| Differenzen | Verlustvortrag | |
| T€ | T€ | |
| Stand 01.01.2008 | 404 | 2.663 |
| Zugang aus Aktivierung | 0 | |
| Steueraufwand durch | ||
| Gewinn- und Verlustrechnung | -33 | -397 |
| Stand 30.06.2008 | 371 | 2.266 |
Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden aufgrund der vorhandenen in- und ausländischen körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge in Höhe von ca. € 7,8 Mio. (31.12.07 € 9,2 Mio.) und den inländischen gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von ca. € 6,7 Mio. (31.12.07 € 8,3 Mio.) aktiviert.
Die latenten Steuern aus temporären Differenzen resultieren aus Abweichungen bei Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 226), immaterielle Vermögenswerte (T€ 72), sonstige Rückstellungen (T€ 61) und Pensionsrückstellungen (T€ 12).
8. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen
Unter den kurzfristigen Darlehen und dem kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um die Inanspruchnahme der von Banken eingeräumten Kreditlinien sowie um den innerhalb eines Jahres fälligen Teil von langfristigen Darlehen.
9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
10. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für noch ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 1.494), Urheberrechtsabgabe (T€ 1.228), Tantiemen und Provisionen (T€ 1.147), Abfindungen und Gehälter (T€ 1.015), Urlaubsansprüche (T€ 920), Kaufpreis Anteile verbundene Unternehmen (T€ 677), Berufsgenossenschaft (T€ 174), Rückstellungen für Abschlusskosten (103), Sozialversicherung und Lohnsteuer (T€ 98), ungewisse Risiken (T€ 92), Leasing-Mehrkosten (T€ 76), Instandhaltung (T€ 23) und Gewährleistungen (T€ 13).
Im Gesamtbetrag der Rückstellungen sind langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 524 enthalten, die unter sonstige langfristige Schulden ausgewiesen sind. Sie betreffen im Wesentlichen die in Österreich vorgeschriebene Rückstellung für Abfindungen (T€ 360) und Jubiläumsrückstellung (T€ 134).
11. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
Unter den Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern werden im Wesentlichen Verpflichtungen für 2006, 2007 und 2008 sowie aus der Betriebsprüfung für das Jahr 2000 ausgewiesen.
12. Sonstige kurzfristige Schulden
Unter den sonstigen kurzfristigen Schulden werden im Einzelnen Umsatzsteuerverbindlichkeiten (T€ 2.170), Lohn- und Kirchensteuer (T€ 1.178), kreditorische Debitoren (T€ 543), Lohn- und Gehalt (T€ 217), Sozialversicherung (T€ 155) und Kaufpreisverbindlichkeiten (T€ 15) ausgewiesen.
13. Langfristige Darlehen
Die langfristigen Darlehen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben. Der Anteil dieser Darlehen, die innerhalb der nächsten 12 Monate fällig sind, wird unter der Position "kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen" ausgewiesen.
14. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen
Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Genussrechte in Höhe von € 6.000.000,00 (PREPS 2005-1 und PREPS 2005-2), Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG) und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.650.000 (Sparkasse Günzburg-Krumbach Nr. 6005 000 119).
15. Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern wurden auf Abweichungen zu den Steuerbilanzen gebildet. Sie resultieren aus der Umbewertung von immateriellen Vermögenswerten (T€ 410), selbst geschaffener Software (T€ 215), Umsatzabgrenzungsposten (T€ 37) Genussrechtskapital und nachrangigen Darlehen (T€ 26), langfristigen Darlehen (T€ 9) sowie sonstige Rückstellungen (T€ 6).
Die Bewertung erfolgt mit dem jeweiligen individuellen Steuersatz zwischen 25 % (österreichische Tochtergesellschaft) und 31,26 %.
16. Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten Rückstellungen für Vorstandsmitglieder (T€ 132) und Rückstellung für Pensionen übriger Mitarbeiter (T€ 36).
Für ein Vorstandsmitglied existieren "leistungsorientierte" individuelle Einzelzusagen. Daneben bestehen weitere "leistungsorientierte" Zusagen für übrige Mitarbeiter, die im Rahmen einer Akquisition übernommen wurden.
Die Höhe der Versorgungszusagen aus den Pensionsplänen im Inland bemisst sich im Wesentlichen nach der Beschäftigungsdauer und der Vergütung der einzelnen Mitarbeiter.
17. Eigenkapital
Bezüglich der Eigenkapitalveränderungen wird auf Seite 15 verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. Juni 2008 € 10.390.751,00 und ist in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.
Genehmigtes und bedingtes Kapital
Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 30. Juni 2008 insgesamt € 4.838.671,00 und untergliedert sich wie folgt:
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2004 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 15. Juni 2009 durch Ausgabe bis zu 838.671 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 838.671,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Falle des Erwerbs einer Beteiligung oder von Unternehmensteilen ausgeschlossen werden kann. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital 2004/I -.
Des Weiteren ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
aa) für Spitzenbeträge,
bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II –.
Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2010 durch Ausgabe bis zu 3.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 3.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, im Falle des Erwerbs einer Beteiligung oder von Unternehmensteilen, ausgeschlossen werden kann. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates - Genehmigtes Kapital (2005) III) -.
Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 30. Juni 2008 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:
Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24. Juni 2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Der Vorstand hat im 2. Quartal 2008 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen gemacht.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
18. Minderheitenanteile
Die Minderheitenanteile betreffen den Teil des Eigenkapitals, der auf den Minderheitengesellschafter der acentrix GmbH entfällt.
19. Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen.
Ziele des Kapitalmanagement sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung und eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals. Zur Umsetzung wird das Kapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt.
Das Kapital wird auf Basis des wirtschaftlichen Eigenkapitals überwacht. Wirtschaftliches Eigenkapital ist das bilanzielle Eigenkapital. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie passiven Rechnungsabgrenzugsposten.
C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung
1. Segmentberichterstattung
Die CANCOM Gruppe vermittelt Segmentinformationen nach den Vorschriften des IAS 14.
Das primäre Segmentberichtsformat der CANCOM Gruppe basiert auf geografischen Segmenten, da die Risiken, die Eigenkapitalverzinsung und das Ertragspotential des Unternehmens im Wesentlichen von der Tatsache beeinflusst wird, ob die Unternehmung in Deutschland tätig ist oder im europäischen Ausland agiert.
Das sekundäre Segmentberichtsformat der CANCOM Gruppe basiert auf den Geschäftssegmenten business solutions und IT solutions.
Für die Aufstellung des Segmentberichts gelten dieselben Grundsätze wie im Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2007.
Interne Umsätze werden je nach Art der Leistung entweder auf Kostenbasis oder auf Basis aktueller Marktpreise erfasst.
In der primären Segmentberichterstattung für 2008 der CANCOM Gruppe befinden sich für Deutschland die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, CANCOM IT Solutions GmbH, CANCOM NSG GmbH, CANCOM physical infratructure GmbH, Novodrom People Value Service GmbH, acentrix GmbH, CANCOM EN GmbH sowie die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.
In Europa sind die Gesellschaften CANCOM Ltd., CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Computersysteme GmbH sowie die CANCOM a + d IT solutions GmbH enthalten.
Die interne Verrechnungspreisfindung für Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgt nach der Leistungspool-Methodik.
| Geographische Segmente | Deutschland | Europa | Eliminierung | Konsolidiert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.08 | 30.06.07 | 30.06.08 | 30.06.07 | 30.06.08 | 30.06.07 | 30.06.08 | 30.06.07 | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse | ||||||||
| - Externe Verkäufe | 136.581 | 124.193 | 20.483 | 13.570 | ||||
| - Verkäufe zwischen den Segmenten | 3.512 | 3.487 | 47 | 53 | -3.559 | -3.540 | ||
| - Gesamte Erträge | 140.093 | 127.680 | 20.530 | 13.623 | -3.559 | -3.540 | 157.064 | 137.763 |
| Ergebnis | ||||||||
| EBITDA | 3.539 | 3.874 | 244 | 9 | 3.783 | 3.883 | ||
| - Abschreibungen | 840 | 729 | 187 | 59 | 1.027 | 788 | ||
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.699 | 3.145 | 57 | -50 | 2.756 | 3.095 | ||
| - Zinserträge | 121 | 69 | ||||||
| - Zinsaufwendungen | -685 | -476 | ||||||
| - Abschreibungen auf Finanzanlagen | -5 | 0 | ||||||
| - Gewinn-Verlustanteile aus Joint Ventures, | ||||||||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | -1 | -5 | 0 | 0 | -1 | -5 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.186 | 2.683 | ||||||
| - Außerordentliches Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| - Währungsdifferenzen | -20 | 19 | ||||||
| - Ertragsteuern | -626 | -90 | ||||||
| - aufgegebene Geschäftsbereiche | -21 | 0 | 0 | 0 | -21 | 0 | ||
| Konzernjahresergebnis | 1.519 | 2.612 | ||||||
| davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.467 | 2.368 | ||||||
| davon entfallen auf Minderheiten | 52 | 184 | ||||||
| Andere Informationen | ||||||||
| - Segmentvermögen1,2 | 80.863 | 75.076 | 11.048 | 5.051 | 91.911 | 80.127 | ||
| - Kurzfristige Schulden | 31.776 | 31.001 | 5.508 | 2.476 | 37.284 | 33.477 | ||
| - Langfristige Schulden | 16.746 | 13.350 | 2.631 | 18 | 19.377 | 13.368 | ||
| - Investitionen1 | 1.784 | 1.043 | 213 | 86 | 1.997 | 1.129 |
1 Segmentvermögen und Investitionen inklusive Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung 2 Ohne aktive latente Steuer
In der sekundären Segmentberichterstattung enthält das Segment IT solutions die Tochtergesellschaft CANCOM NSG GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, Novodrom People Value Service GmbH, acentrix GmbH, CANCOM IT Solutions GmbH sowie die dieser zugeordneten Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH.
Das Segment business solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, CANCOM Deutschland GmbH, CANCOM EN GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Ltd. abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH zuzuordnenden Kostenstellen.
| Sekundäres Berichtssegment | business solutions | IT solutions | Eliminierung | Konsolidiert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.08 | 30.06.07 | 30.06.08 | 30.06.07 | 30.06.08 | 30.06.07 | 30.06.08 | 30.06.07 | |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Segmenterlöse | ||||||||
| - Externe Verkäufe | 102.055 | 89.938 | 55.009 | 47.825 | ||||
| - Verkäufe zwischen den Segmenten | 1.232 | 615 | 726 | 135 | -1.958 | -750 | ||
| - Gesamte Erträge | 103.287 | 90.553 | 55.735 | 47.960 | -1.958 | -750 | 157.064 | 137.763 |
| Segmentvermögen 1,2 | 61.477 | 53.677 | 30.434 | 26.448 | 91.911 | 80.125 | ||
| Investitionen 1 | 1.701 | 951 | 296 | 178 | 1.997 | 1.126 |
1 Segmentvermögen und Investitionen inklusive Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung 2 Ohne aktive latente Steuer
Informationen über dominante Kunden:
Die Kunden der Siemens-Gruppe (Siemens IT Solutions and Services sowie Fujitsu Siemens Computers) machen jeweils mehr als 5 % vom Gesamtumsatz des CANCOM-Konzerns aus und tragen deutlich mehr als 5 % vom Deckungsbeitrag.
2. Umsatzerlöse
In den Umsatzerlösen von T€ 157.064 sind mit Hilfe der POC-Methode ermittelte Auftragserlöse von T€ 1.029 enthalten.
3. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:
| Summe | 325 | 1.144 |
|---|---|---|
| sonstige betriebliche Erträge | 29 | 81 |
| Versicherungsentschädigung | 0 | 127 |
| periodenfremde Erträge | 210 | 236 |
| Erträge aus dem Verkauf Maily Distribution GmbH | 0 | 633 |
| Mieterträge | 86 | 67 |
| in T€ | 01.01. - 30.06.2008 | 01.01. - 30.06.2007 |
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Zahlungseingänge aus ausgebuchten Forderungen, Erträge aus Ausbuchungen von kreditorischen Debitoren und Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für Gewährleistungen.
4. Andere aktivierte Eigenleistungen
Ausgewiesen werden Leistungen eigener Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens.
Die Eigenleistungen teilen sich wie folgt auf:
| in T€ | |
|---|---|
| Selbst erstellte Leistungen für Microsoft® Dynamics AX™ | 103 |
| Aktivierung im Zusammenhang mit Neubau | 102 |
| Aktivierung im Zusammenhang mit Rechenzentrum | 100 |
5. Personalaufwand
Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 01.01. - 30.06.2008 | 01.01. - 30.06.2007 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 28.074 | 24.096 |
| soziale Abgaben | 4.917 | 4.306 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 45 | 60 |
| Summe | 33.036 | 28.462 |
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 01.01. - 30.06.2008 | 01.01. - 30.06.2007 |
|---|---|---|
| Raumkosten | 2.039 | 1.537 |
| Versicherungen und sonstige Abgaben | 410 | 407 |
| Kfz Kosten | 2.230 | 1.955 |
| Werbekosten | 661 | 767 |
| Börsen- und Repräsentationskosten | 336 | 245 |
| Bewirtungen und Reisekosten | 1003 | 756 |
| Kosten der Warenabgabe | 999 | 801 |
| Fremdleistungen | 1.468 | 914 |
| Reparaturen, Instandhaltung, Mietleasing | 211 | 478 |
| Kommunikations- und Bürokosten | 612 | 530 |
| Rechts- und Beratungskosten | 352 | 333 |
| Gebühren, Kosten des Geldverkehrs | 155 | 171 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 0 | 20 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 637 | 378 |
| Summe | 11.113 | 9.292 |
7. Zinserträge / Zinsaufwendungen
Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Bankguthaben und Zinserträgen von Kunden.
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Ertragssteuerquote für inländische Gesellschaften beläuft sich auf 29,04 % und betrifft Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die Abweichungen der ausgewiesenen Steueraufwendungen zu denen des Steuersatzes der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ergeben sich wie folgt:
| in T€ | 01.01. - 30.06.2008 | 01.01. - 30.06.2007 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.094 | 2.458 |
| Erwarteter Steueraufwand zum Steuersatz der | ||
| inländischen Gesellschaften (29,29 %; Vj. 37,98 %) | 613 | 934 |
| - Besteuerungsunterschied Ausland | -36 | -13 |
| - Veränderung der Wertberichtigung | ||
| auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 3 | -909 |
| - Veränderung der aktiven latenten Steuern wegen | ||
| Minderung des Steuersatzes ab 2008 | 0 | 276 |
| - steuerfreie Einnahmen | 45 | -43 |
| - periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 6 | -20 |
| - permanente Differenzen: nicht abzugsfähige | ||
| Betriebsausgaben sowie gewerbesteuerliche | ||
| Hinzurechnungen und Kürzungen | 9 | -245 |
| - sonstiges | -23 | 61 |
| - unter aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesene | ||
| Steuerersparnis | 9 | 49 |
| Gesamter Ertragsteueraufwand Konzern | 626 | 90 |
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | |
|---|---|
| Nutzung steuerlicher Verlustvorträge der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft | 563 |
| Latente Steuern aus Abweichungen zu Steuerbilanz | |
| CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft | 4 |
| Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft | 85 |
| Gewerbesteuer CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft | 85 |
| Steueraufwand CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Vorjahre | 2 |
| Latente Steuern aus Abweichungen zu Steuerbilanz CANCOM Deutschland GmbH | 13 |
| Steueraufwand CANCOM Deutschland GmbH Vorjahre | -7 |
| Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der CANCOM IT Solutions GmbH | -86 |
| Latente Steuern aus Abweichungen zu Steuerbilanz CANCOM IT Solutions GmbH | 34 |
| Steueraufwand CANCOM IT Solutions GmbH Vorjahre | -48 |
| Latente Steuern aus Abweichungen zu Steuerbilanz CANCOM NSG GmbH | -29 |
| Steueraufwand CANCOM NSG GmbH Vorjahre | 2 |
| Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der CANCOM physical infrastructure GmbH | -7 |
| Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag Novodrom People Value Service GmbH | 15 |
| Gewerbesteuer Novodrom People Value Service GmbH | 11 |
| Nutzung steuerlicher Verlustvorträge der acentrix GmbH | 5 |
| Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag acentrix GmbH | 20 |
| Gewerbesteuer acentrix GmbH | 13 |
| Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der | |
| CANCOM Computersysteme GmbH, Österreich | -13 |
| Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der CANCOM a + d IT solutions GmbH | -31 |
| Latente Steuern aus Abweichungen zu Steuerbilanz CANCOM a + d IT solutions GmbH 39 | |
| Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der CANCOM Ltd., Großbritannien | -83 |
| Unter aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesene | |
| Steuerersparnis CANCOM Ltd., Großbritannien | 39 |
| Nutzung steuerlicher Verlustvorträge der SOFT-MAIL Gruppe, Schweiz | 30 |
| Unter aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesene | |
| Steuerersparnis SOFT-MAIL Gruppe Schweiz | -30 |
| Summe | 626 |
Die tatsächliche Steuerquote ergibt sich wie folgt:
| Tatsächliche Steueraufwandsquote | 29,89 % |
|---|---|
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 626 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.094 |
| T€ |
Der Betrag der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 1,3 Mio. (IAS 12.81.e.)
Als Ertragssteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:
| Steueraufwand Konzern | 0 | 0 |
|---|---|---|
| 447 | -417 | |
| Passiv | 27 | -46 |
| Aktiv | 420 | -371 |
| Latente Steuern: | ||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 179 | 507 |
| in T€ | 01.01. - 30.06.2008 | 01.01. - 30.06.2007 |
Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOMeinheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungsvorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden teilweise aktiviert, da mit zukünftigen positiven Ergebnissen innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.
9. Aufgegebene Geschäftsbereiche
Der Effekt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung aus einzustellenden Bereichen belief sich auf T€ -21. Im Folgenden sind die wesentlichen Bereiche erläutert.
SOFT-MAIL Gruppe:
Der saldierte Effekt aus dem Verkauf der SOFT-MAIL Gruppe wurde in Höhe von T€ 69 als aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesen. Dieser Betrag untergliedert sich in Erlöse (incl. Sonstigen betrieblichen Erträge) in Höhe von T€ 886, Aufwendungen in Höhe von T€ -730, Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 156 und latente Steuerersparnis wegen bestehender steuerlicher Verlustvorträge in Höhe von T€ -49. Der Veräußerungsverlust beträgt T€ -38.
CANCOM Ltd. "Apple B stock":
Der unter aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesene Effekt belief sich auf T€ -90. Ende 2006 stellte die CANCOM Ltd. die Vermarktung von Apple B stock ein, da Apple diese in der Folgezeit selbst übernahm. Im Juni 2008 wurde die CANCOM Ltd. nun mit Nachforderungen seitens Apple für gelieferte Ersatzteile konfrontiert, die seitens CANCOM Ltd. bestritten werden. Der ausgewiesene Betrag betrifft vorsorglich durch das Management der CANCOM Ltd. gebildete Rückstellungen in Höhe von T€ 129 abzüglich latenter Steuerersparnis wegen bestehender steuerlicher Verlustvorträge in Höhe von T€ 39.
10. Minderheitenanteile
Auf die Minderheitsanteilseigner entfallen 49 % des Jahresüberschusses der acentrix GmbH (T€ 52).
D. Angaben zur Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Vorgaben des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität beinhaltet Barmittel und Bankguthaben.
Bei der Ermittlung des Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Methode gewählt. Der Cash flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um € 7,2 Mio. verringert.
Der Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 7.622 umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, in der sowohl Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten als auch die Bilanzposition Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen werden.
E. Sonstige Angaben
1. Verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen
Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft erstellt diesen Konzernabschluss als Obergesellschaft. Dieser Konzernabschluss wird nicht in einen übergeordneten Konzernabschluss einbezogen.
Nach IAS 24 stellt das im Januar 2006 mit der TRS Technology Refresh GmbH gründete Joint Venture Unternehmen, die CANCOM Financial Services GmbH, eine nahestehende Person dar. Die CANCOM-Gruppe beabsichtigt, ihren Kunden durch die Gründung der Gesellschaft einen qualitativen Mehrwert im Bereich Finanzierung bieten zu können, der zu einer verstärkten Kundenbindung beitragen soll. Die CANCOM Financial Services GmbH vermittelt die Leasingverträge, die von der TRS Technology Refresh GmbH abgeschlossen werden.
Im Sinne von IAS 24 kommt Herr Klaus Weinmann als nahe stehende Person in Betracht, der sowohl in seiner Funktion als Vorstand als auch als Aktionär der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die CANCOM-Gruppe ausüben kann. Ferner zählen die Vorstände Herr Rudolf Hotter und Herr Paul Holdschik zu den nahe stehenden Personen. Außerdem sind die Mitglieder des Aufsichtsrates nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand und den Unternehmen der CANCOM Gruppe.
Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht ein nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von € 60.000 p.a. vorsieht.
Am 27.06.2007 genehmigte der Aufsichtsrat gemäß § 114 I AktG einen am 07.03.2007 geschlossenen M&A Beratervertrag mit der Auriga Corporate Finance GmbH München anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG.
Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen wurden zu Marktpreisen abgerechnet.
2. Aktienbesitz der Organe (zum Bilanzstichtag)
Bezüglich der Aktionärsstruktur verweisen wir auf Seite 8 des Quartalsberichts.
3. Beteiligungen an der Gesellschaft im Sinne des § 20 IV AktG
Im Zeitraum vom 01.01. bis 30.06.2008 wurde der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft von keinem Gesellschafter eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 AktG schriftlich mitgeteilt.
Zwischenbericht 2. Quartal 2008
3-Monatszahlen 2007 6-Monatszahlen 2008
Impressum
CANCOM IT Systeme AG Abteilung Investor Relations
Messerschmittstr. 20 89343 Jettingen-Scheppach
Tel.: 0 82 25 / 9 96-1272 Fax: 0 82 25 / 9 96-4-1272 E-Mail: [email protected]