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CANCOM SE — Interim / Quarterly Report 2002
Mar 18, 2003
71_10-q_2003-03-18_58a85131-3067-4864-9a79-4fec482d876f.pdf
Interim / Quarterly Report
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QUARTALSBERICHT

INHALTSVERZEICHNIS
| RUBRIK | SEITE |
|---|---|
| INHALTSVERZEICHNIS | 02 |
| GRUSSWORT – KENNZAHLENÜBERSICHT | 03 |
| GESCHÄFTSENTWICKLUNG Q 1-3 | 04-09 |
| 2) Geschäftsverlauf seit Beginn des Geschäftsjahres |
04 |
| 2.1) Umsatz- und Ergebnisentwicklung |
06 |
| 2.2) Auftragslage |
07 |
| 2.3) Entwicklung von Kosten und Erlösen |
07 |
| 2.4) Liquiditätsausstattung |
07 |
| 2.5) Wesentliche Änderungen bei Risiken der zukünftigen Ertragslage |
07 |
| 2.6) Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte |
07 |
| 2.7) Investitionen |
08 |
| 2.8) Mitarbeiterentwicklung |
08 |
| 2.9) Aussichten für das laufende Geschäftsjahr |
08 |
| 3) Aktienbesitz von Organmitgliedern |
09 |
| 4) Erläuterungen zu Aktien und Bezugsrechten |
09 |
| 5) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Quartalsende |
09 |
| BILANZ | 10-11 |
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 12 |
| KAPITALFLUSSRECHNUNG | 13 |
| EIGENKAPITALENTWICKLUNG | 14 |
| ANHANG | 15-20 |



GRUßWORT – KENNZAHLENÜBERSICHT
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das derzeitige Börsenumfeld verlangt zurecht nach mehr als nur reinen Unternehmensvisionen. Fundierte und vor allem tragfähige Zukunftskonzepte zur Optimierung der Ertragskraft sind gefragt.
Trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen innerhalb der IT-Branche konnte die CANCOM IT Systeme AG ihre Position als europäischer
Marktführer im Desktop Publishing und Media-Umfeld in diesem Jahr weiter festigen und zudem im Windows-Umfeld weiter wachsen.
Das Resultat: im Ranking der deutschen Systemhäuser konnte CANCOM von Platz 10 auf Platz 5 vorrücken. Dies beweist, dass CANCOM zur rechten Zeit auf das richtige Konzept gesetzt hat.
Es darf aber nicht verleugnet werden, dass wir mit der momentanen Ertragskraft von CANCOM noch nicht zufrieden sein können.
Daher gelten unsere konzentrierten Bemühungen ganz im Sinne eines aktiven Handelns der nachhaltigen Ertragssteigerung der CANCOM IT Systeme AG.

Ihr Klaus Weinmann Vorstandsvorsitzender
Dabei setzen wir natürlich einerseits auf eine gezielte Optimierung unserer Kostenstruktur und andererseits auf den Ausbau besonders aussichtsreicher Geschäftsbereiche mit großem Ertragspotenzial.
Die CANCOM IT Systeme AG betreibt daher ab sofort als Erweiterung ihrer Unternehmensstrategie eine verstärkte Fokussierung auf Kunden im Media-
Umfeld, die auf Windows basierten PC-Systemen arbeiten.
Diesem lukrativen und relativ wettbewerbsschwachen Marktsegment wird CANCOM als europäischer IT-Marktführer im Media- und Desktop Publishing Umfeld noch gezielter als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Hard- und Software, IT-Beratung, Service und Schulung zur Seite stehen.
Daher rechnen wir für 2003 selbst bei gleichbleibender Marktlage im IT-Umfeld mit einem deutlich verbesserten Ergebnis und damit natürlich auch mit deutlich verbesserten Aussichten für die CANCOM-Aktie.
Kennzahlenübersicht
Neunmonatszahlen 2002 in Mio. Euro
| Kennzahlenübersicht Neunmonatszahlen 2002 in Mio. Euro |
9-Monatsbericht 01.01. - 30.09.2002 |
9-Monatsbericht 01.01. - 30.09.2001 |
Veränderung zum Vorjahr |
Key Figures First 9 months in Euro million |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 201,5 | 167,8 | +20,1 % | Consolidated Sales |
| EBITA CANCOM Konzern | 0,3 | 1,1 | -72,7 % | EBITA CANCOM Group |
| EBITDA CANCOM Konzern | 2,3 | 2,3 | +/- 0 % | EBITDA CANCOM Group |
| DVFA/SG-Ergebnis je Aktie in € | -0,27 | 0,04 | - | Earnings per Share (DVFA/SG) in € |
| 30.09.2002 | 31.12.2001 | |||
| Bilanzsumme | 89,5 | 101,4 | -11,7 % | Balance Sheet Total |
| Eigenkapitalquote | 47,1 % | 42,0 % | +12,1 % | Equity Ratio |
| Mitarbeiter zum 30.06.2002 | 565 | 620 | -8,9 % | Workforce (31.03.2002) |
| Auslandsanteil | 31 % | 31 % | +/- 0 % | International Business |

1) Geschäftsverlauf seit Beginn des Geschäftsjahres
Der Konzernumsatz der CANCOM-Gruppe konnte in den ersten 9 Monaten 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,1 % von 167,8 Mio. Euro auf 201,5 Mio. Euro gesteigert werden.
Damit ergibt sich für das dritte Quartal 2002 ein Umsatz in Höhe von 70,1 Mio. Euro (Q3/2001: 67,4 Mio. Euro).
In einem gegenwärtig stagnierenden IT-Markt liegt das erzielte Umsatzwachstum im Rahmen der Erwartungen.
Das EBITDA beläuft sich in den ersten neun Monaten in 2002 auf 2,3 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2001: 2,3 Mio. Euro).
Vor planmäßigen Goodwillabschreibungen ergibt sich ein EBITA in Höhe von 0,3 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres hatte sich ein EBITA von 1,1 Mio. Euro ergeben.
Anmerkung:
Aus Gründen der Bilanzkontinuität wurde der vorliegende Quartalsbericht der CANCOM IT Systeme AG nach den Bilanzierungsvorschriften der International Accounting Standards (IAS) erstellt, obwohl sich bei Bilanzierung nach US-GAAP aufgrund der wegfallenden Abschreibungen auf Goodwill ein optisch besseres EBIT ergeben hätte. Wir erwarten jedoch, dass diese benachteiligende IAS-Regelung demnächst geändert wird. Um mit nach US-GAAP bilanzierenden Firmen vergleichbar zu sein, haben wir uns zu einer Ergebnisdarstellung vor Firmenwertabschreibungen (EBITA) entschlossen.
Der Auslandsanteil reduzierte sich bedingt durch die Übernahme der hauptsächlich in Deutschland tätigen VendIT-Gruppe von 32 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 31 %. Zum Jahresende 2001 hatte der Auslandsanteil 31 % betragen.
Der kontinuierliche Zugewinn von Marktanteilen versetzt CANCOM als Markt- und Kostenführer in eine strategisch aussichtsreiche Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2003 und bildet damit die langfristige Grundlage für den weiteren Erfolg des Unternehmens.
Im vierten Quartal rechnet CANCOM saisonbedingt im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2002 mit einem entsprechend verbesserten Umsatz und Ergebnis.
Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwikklungen innerhalb des CANCOM-Konzerns und seiner Geschäftsbereiche CANCOM Systemhaus und Tendi AG im dritten Quartal des Jahres 2002:
CANCOM ab sofort mit neuem Online-Shop unter http://shop.cancom.de
Die CANCOM IT Systeme AG (WKN 541 910) bietet seinen Kunden mit dem neuen Online-Shop seit Anfang August unter http://shop.cancom.de eine noch bequemere und bessere Einkaufsmöglichkeit im Internet.
Der neue Shop mit seinem umfangreichen Angebot aus den Bereichen Mac und PC zeichnet sich durch übersichtliche Produktkategorien und ausführliche Artikelbeschreibungen mit vielen zusätzlichen Informationen aus.
Dazu zählen viele nützliche und neue Features, wie Angebotsanforderung, Merkzettel, Newsletter und ein persönliches Konto mit sicherem Zugriff!
Die intuitive Benutzerführung garantiert zudem ein schnelles Finden der gewünschten Produkte.
Insgesamt umfasst das Angebot über 5.000 lagernde Artikel, die rund um die Uhr zu tagesaktuellen Preisen frachtkostenfrei (schon ab 50 Euro Bestellwert!) bestellbar sind.
Bei näheren Fragen stehen zudem kompetente und freundliche Vertriebsmitarbeiter telefonisch Rede und Antwort.
CANCOM rechnet damit, dass sich die Einführung des neuen Webshops nach und nach auch positiv auf den Umsatz des Konzerns auswirken wird.
Wie im letzten Quartalsbericht geschildert wurde, hat Apple Europa zum 1. Oktober 2002 seine Grundverträge mit allen Handelspartnern im Professional Business, so auch mit CANCOM, gekündigt. Zwischenzeitlich konnte mit Apple Europa ein neuer Händlervertrag mit Gültigkeit für den gesamten CANCOM-Konzern vereinbart werden.


Das Grundkapital der CANCOM IT Systeme AG in Höhe von 7.481.733 Euro wurde aufgrund eines Kapitalerhöhungsbeschlusses des Vorstands vom 25.06.2002 um 354.610 Euro auf 7.836343 Euro durch Ausgabe von 354.610 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem auf sie entfallenden Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von je 1,00 Euro und mit Gewinnberechtigung ab dem 01.01.2002 erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde durch Sacheinlage erbracht. Gegenstand der Sacheinlage sind 218.750 Aktien der Tendi AG, München.
Grundlage der Kapitalerhöhung ist der Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 17. Juli 2001, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital bis zum 15.07.2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe bis zu 3.122.599 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 3.122.599,00 Euro zu erhöhen.
Der Aufsichtsrat hat der Kapitalerhöhung am 17., 18. und 19 Juli 2002 im Wege des Umlaufverfahrens zugestimmt.
CANCOM kauft eigene Aktien zurück
Ende Juni beschloss der Vorstand der CANCOM IT Systeme AG, eigene Aktien zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf diente der Bezahlung der Anfang Juni erfolgten Übernahme des Geschäftsbetriebs der Tasha Computer Ltd., London.
Der Aktienrückkauf erfolgte aufgrund einer Ermächtigung durch die Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 17.07.2001 und mit Genehmigung des Aufsichtsrats.
Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie durfte den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Der Aktienrückkauf von insgesamt 19.022 Stück wurde am 30. Juli 2002 abgeschlossen. Die näheren Details hierzu können Punkt 4 dieses Quartalsberichts entnommen werden.
CANCOM
unter »Europe's 500«- Ehrung durch Bayerisches Wirtschaftsministerium
Am 12. September wurde die CANCOM IT Systeme AG im Rahmen der Bekanntgabe der deutschen Wachstumsunternehmen 2002 von GrowthPlus »Europe's 500« in München durch Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner und Martin Schoeller, dem Chairman von GrowthPlus Deutschland ausgezeichnet.
Die unabhängige europäische Vereinigung GrowthPlus erstellt jährlich die sogenannte »Europe's 500«, eine Liste der dynamischsten und wachstumsstärksten Unternehmen Europas. Kerngrößen waren hierbei die Steigerung des Umsatzes und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
CANCOM belegt dabei auf europäischer Ebene den ausgezeichneten 71. Platz und unter den geehrten deutschen Unternehmen Rang 33. In Bayerisch-Schwaben nimmt CANCOM sogar die Spitzenposition ein.
Dazu Klaus Weinmann,
Vorstandsvorsitzender der CANCOM IT Systeme AG:
»Diese Auszeichnung beweist, dass wir uns auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit unserer auf langfristigen Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie auf dem richtigen Weg befinden. Natürlich werden wir auch in Zukunft alles daran setzen, um weiter nachhaltig zu wachsen. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen dabei natürlich die Bedürfnisse unserer Kunden.«

2.1) Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2.2) Auftragslage
Die Marktlage im IT-Umfeld hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres nicht merklich verbessert. Nach wie vor ist eine starke Investitionszurückhaltung spürbar.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte der Konzernumsatz der CANCOM-Gruppe unter Einbeziehung der akquirierten Unternehmen in den ersten neun Monaten diesen Jahres um 20,1 % von 167,4 Mio. Euro auf 201,5 Mio. Euro gesteigert werden.
Der Auslandsanteil reduzierte sich dabei bedingt durch die Übernahme der hauptsächlich in Deutschland tätigen VendIT-Gruppe von 32 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 31%.
Angesichts der äußerst angespannten Lage innerhalb der IT-Branche, aber auch innerhalb der Hauptabsatzbereiche liegt das erzielte Umsatzwachstum im Rahmen der Erwartungen.
Das EBITDA beläuft sich in den ersten neun Monaten diesen Jahres auf 2,3 Mio. Euro und liegt damit auf Vorjahresniveau.
Vor planmäßigen Goodwillabschreibungen ergibt sich ein EBITA in Höhe von 0,3 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte sich ein EBITA von 1,1 Mio. Euro ergeben.
Daraus ergibt sich für die ersten neun Monate ein Ergebnis pro Aktie (nach DVFA/SG) von -0,27 Euro gegenüber 0,04 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Da bei CANCOM eingehende Aufträge in der Regel spätestens innerhalb einer Woche abgewickelt werden, stellt die gegenwärtige Auftragslage generell nur einen sehr eingeschränkten Indikator für die weitere geschäftliche Entwicklung dar.
Im vierten Quartal rechnet CANCOM saisonbedingt im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2002 mit einem entsprechend verbesserten Umsatz und Ergebnis.
2.3) Entwicklung von Kosten und Erlösen
Aufgrund der veränderten konjunkturellen Rahmenbedingungen, beschloss CANCOM im Oktober 2001 sofortige Kosteneinsparungen. Zudem wurden unrentable Teilbereiche im Laufe des Jahres 2001 konsequent und schnell geschlossen.
Die beschlossene reduzierte Kostenplanung konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres daher voll eingehalten werden.





2.4) Nach wie vor gute Liquiditätsausstattung
Die Liquiditätsausstattung des CANCOM-Konzerns ist nach wie vor gut. Im dritten Quartal 2002 wurde ein leicht negativer Cash Flow generiert. Dieser ist vor allem auf unser Wachstum und das hierdurch notwendige Umlaufvermögen zurückzuführen.
Das angesprochene Wachstum macht einen entsprechenden Lagerbestand erforderlich. Dieser garantiert jedoch gleichzeitig unsere schnelle Lieferfähigkeit und stellt damit oftmals den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber unserer Konkurrenz dar. Unsere Forderungen stellen einen werthaltigen und beleihungsfähigen Vermögensgegenstand dar. Unsere unveränderten und bei weitem nicht ausgeschöpften Kreditlinien erlauben es uns, im Bedarfsfall kurzfristig größere Summen an Barmitteln aufzubringen. Dies ermöglicht es CANCOM zugleich, das weitere Unternehmenswachstum zu finanzieren.
2.5) Wesentliche Änderungen bei den Risiken der künftigen Entwicklung (seit Beginn des Geschäftsjahres)
Seit Beginn des Geschäftsjahres hat es bei CANCOM keine wesentlichen Änderungen bei den Risiken der künftigen Entwicklung gegeben. Eine detaillierte Aufstellung dieser Risiken kann unserem aktuellen Geschäftsbericht ab Seite 18 entnommen werden.
2.6) Ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte
Da der Handelssektor das Kerngeschäft des CANCOM-Konzerns darstellt beschränken sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von CANCOM auf die im Geschäftsbereich CANCOM Systemhaus eingegliederte Entwicklung der ff-eCommerce Software und auf die Weiterentwicklung des Internetshops.

2.7) Investitionen
Neben den üblichen Investitionen in die ständige Verbesserung der internen Infrastruktur standen in den ersten neun Monaten in 2002 kleinere Investitionen in unsere im Herbst 2001 bezogene Firmenzentrale mit angegliedertem Logistikzentrum in Jettingen-Scheppach im Vordergrund unserer Investitionstätigkeit. Des weiteren konnten wir unsere Beteiligung an der Tendi AG weiter aufstocken.
2.8) Mitarbeiterentwicklung
Die Mitarbeiterzahl von 565 zum 30. September 2002 gegenüber 644 zum 30. September 2001 entspricht einem Rückgang um ca. 12 %. Zum 31. Dezember 2001 hatte die Mitarbeiterzahl 620 betragen.
2.9) Aussichten für das laufende Geschäftsjahr
Der CANCOM-Konzern will auch im laufenden Geschäftsjahr und in den kommenden Jahren sein Wachstum auf hohem Niveau fortsetzen.
Der Konzentrationsprozess im Marktumfeld versetzt CANCOM als Markt- und Kostenführer in eine strategisch aussichtsreiche Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2003 und bildet damit die langfristige Grundlage für den weiteren Erfolg des Unternehmens.
Während der gesamte IT-Markt nach Angaben des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bis zum Jahresende um 1,3 Prozent schrumpfen soll, zeigen sich die Marktforschungsunternehmen bei den weiteren Konjunkturaussichten für die IT-Branche leicht optimistisch.
Während die neueste Studie des European Information Technology Observatory (EITO) für Deutschland im nächsten Jahr nur ein sehr geringes Wachstum prognostiziert, soll der westeuropäische ITK-Markt in 2003 nach EITO-Angaben aber um 3,2 Prozent anziehen.
In der Medienindustrie, einem der wichtigsten Absatzmärkte der CANCOM IT Systeme AG zeichnet sich ebenfalls eine Erholung ab. So gehen die Analysten des Basler Marktforschungsunternehmens Prognos in ihrem aktuellen Gutachten ab dem 2. Halbjahr 2003 von einer Steigerung der Anzeigenumsätze aus, die sich in den Jahren 2004 bis 2006 in weiteren Umsatzsteigerungen fortsetzen soll.
Die Unternehmensberater von PricewaterhausCoopers sehen laut ihrer jährlich erscheinenden Studie »Global Entertainment and Media Outlook: 2002-2006« spätestens ab 2004 einen Aufschwung des Werbemarktes. In den nächsten fünf Jahren sieht PWC für die Medien- und Unterhaltungsindustrie sogar weltweit eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,2 Prozent pro Jahr.
Für 2003 rechnet CANCOM mit einem im Vergleich zum Gesamtmarkt weiterhin starken Wachstum und einem Anstieg der Umsatzrendite auf bis zu 3%.
Aus Sicht des Vorstandes wird in 2003 durch den im Marktumfeld weiter fortschreitenden Konzentrationsprozess ein organisches Wachstum von 15% möglich sein.


3) Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats (Stand 30. Sept. 2002)
| Vorstand: | Aufsichtsrat: | |||
|---|---|---|---|---|
| Raymond Kober | 705.091 (8,998 %) | Willy Kober | 11.880 (0,152 %) | |
| Stefan Kober | 523.599 (6,682 %) | Walter von Szczytnicki | 6.252 (0,080 %) | |
| Klaus Weinmann | 523.599 (6,682 %) |
4) Erläuterungen zu eigenen Aktien und Bezugsrechten von Organmitgliedern und Arbeitnehmern
Im Berichtszeitraum wurden an Organmitglieder und Arbeitnehmer keine Optionsrechte für Aktien ausgegeben. (weitere Angaben zu Stock Options s. Anhang)
Eigene Aktien der CANCOM IT Systeme AG:
| Kaufdatum | Stück | Kaufpreis/Aktie | Nennbetrag/Aktie | Anteil am Grundkapital (gesamt 7.836.343) |
|---|---|---|---|---|
| Kauf eigener Aktien 02.07.02 | 5.000 | 2,81€ | 1€ | 0,0638% |
| Kauf eigener Aktien 05.07.02 | 5.000 | 3,015€ | 1€ | 0,0638% |
| Kauf eigener Aktien 15.07.02 | 4.000 | 2,73€ | 1€ | 0,0510% |
| Kauf eigener Aktien 17.07.02 | 2.000 | 2,90€ | 1€ | 0,0255% |
| Kauf eigener Aktien 30.07.02 | 3.022 | 2,5631€ | 1€ | 0,0385% |
| Summe | 19.022 | 1€ | 0,2427% |
5) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Quartalsende
CANCOM mit Strategieerweiterung – verstärkter Fokus auf Media-Kunden im PC-Umfeld
Die CANCOM IT Systeme AG wird ab Oktober 2002 als Erweiterung ihrer Unternehmensstrategie eine verstärkte Fokussierung auf Kunden im Media-Umfeld betreiben, die auf Windows basierten PC-Systemen arbeiten.
Diesem lukrativen und relativ wettbewerbsschwachen Marktsegment wird CANCOM als europäischer IT-Marktführer im Media- und Desktop Publishing Umfeld ab sofort noch gezielter als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Hard- und Software, IT-Beratung, Service und Schulung zur Seite stehen.
Als Konsequenz daraus erschien der aktuelle »MacSolutions« Katalog unter dem neuen Namen »MediaSolutions« und dem Motto »X und XP«. Alle Kunden aus dem Medienbereich werden zukünftig plattformübergreifend angesprochen. Natürlich erstreckt sich das darin enthaltene Produktangebot insbesondere auch auf den Peripherie- und Softwarebereich der beiden Systemlandschaften. Hierdurch erscheint erstmalig im deutschen Windows Umfeld ein Katalog, der auf die Bedürfnisse der Kunden im Medienumfeld spezialisiert ist. Die CANCOM media solutions GmbH rechnet angesichts des vorhandenen und wachsenden Marktvolumens an Medienkunden, die auf Windows basierten Systemen arbeiten, im nächsten Jahr mit einem eigenen Umsatzwachstum von ca. 20 – 30 % im deutschen Medienumfeld. Der hier erzielte Umsatz wird in 2002 ca. 90 Mio. Euro betragen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass das Geschäft mit Apple basierten Systemen aufgrund unseres hohen Marktanteiles von 25 % in Deutschland nur entsprechend dem Markt wachsen wird. Aus diesem Grund wird das deutsche Apple Geschäft zur cash-cow ausgebaut. Das Wachstum wird zukünftig vorwiegend durch Windows basierende Systeme erzielt werden. Diese Wachstumsstrategie wird von namhaften Partnern unterstützt, insbesondere HP, Microsoft und Adobe. Wie im letzten Quartalsbericht geschildert wurde, hat Apple Europa zum 1. Oktober 2002 Apple Europa seine Grundverträge mit allen Handelspartnern im Professional Business, so auch mit CANCOM, gekündigt. Zwischenzeitlich konnte mit Apple Europa ein neuer Händlervertrag mit Gültigkeit für den gesamten CANCOM-Konzern vereinbart werden.

BILANZ (NACH IAS) – AKTIVA
| Aktiva | 9-Monatsbericht 30.09.02 (TEuro) |
Jahresabschluss 31.12.2001 (TEuro) |
Assets |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | Current assets | ||
| Liquide Mittel | 5.941 | 10.915 | Cash and cash equivalents |
| Short-term investments/ | |||
| Wertpapiere des Umlaufvermögen | 408 | 1.141 | Marketable securities |
| Forderungen aus | |||
| Lieferungen und Leistungen | 23.367 | 28.254 | Trade account recieveable |
| Forderungen | Accounts recievable | ||
| im Verbundbereich | 0 | 0 | due from related parties |
| Vorräte | 10.236 | 8.847 | Inventories |
| Latente Steuern | 0 | 0 | Deferred tax asset |
| Rechnungsabgrenzungsposten und | Prepaid expenses and | ||
| sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 5.113 | 7.660 | other current assets |
| Kurzfristige Vermögens | |||
| gegenstände, gesamt | 45.065 | 56.817 | Total current assets |
| Langfristige Vermögensgegenstände | Long-term assets | ||
| Sachanlagevermögen | 9.689 | 10.529 | Property, plant and equipment |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.290 | 3.162 | Intangible assets |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 26.602 | 26.662 | Goodwill |
| Finanzanlagen | 4 | 132 | Investments |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 0 | 0 | Investment accounted for by the equity method |
| Ausleihungen | 0 | 484 | Notes receivable/loans |
| Latente Steuern | 3.950 | 3.523 | Deferred taxes |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 893 | 79 | Other assets |
| Langfristige Vermögens | |||
| gegenstände, gesamt | 44.428 | 44.571 | Total long-term assets |
| Aktiva, gesamt | 89.493 | 101.388 | Total assets |


BILANZ (NACH IAS) – PASSIVA
| 9-Monatsbericht | Jahresabschluss | ||
|---|---|---|---|
| Passiva | 30.09.02 (TEuro) | 31.12.2001 (TEuro) | Liabilities and shareholders' equity |
| Kurzfristige Verbindlicheiten | Current liabilities | ||
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an | Short term debt and | ||
| langfristigen Darlehen | 10.961 | 10.444 | current portion of long-term debt |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||
| und Leistungen | 17.838 | 19.717 | Trade accounts payable |
| Verbindlichkeiten im Verbundbereich | 0 | 0 | Accounts payable due to related parties |
| Erhaltene Anzahlungen | 45 | 161 | Advance payments received |
| Rückstellungen | 4.648 | 7.138 | Accrued expenses |
| Umsatzabgrenzungsposten | 4 | 85 | Deferred revenues |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 472 | 1.136 | Income tax payable |
| Latente Steuern | 0 | 0 | Deferred tax liability |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.820 | 9.362 | Other current liabilities |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 36.788 | 48.043 | Current liabilities, total |
| Langfristige Verbindlicheiten | Long-term liabilities | ||
| Langfristige Darlehen | 7.140 | 7.345 | Long-term debt, less current portion |
| Langfristige | Capital lease obligations, | ||
| Finanzleasingverpflichtungen | 0 | 0 | less current portion |
| Umsatzabgrenzung | 0 | 0 | Deferred revenues |
| Latente Steuern | 504 | 403 | Deferred tax liability |
| Pensionsrückstellungen | 575 | 596 | Pension accrual |
| Übrige | 91 | 70 | Others |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 8.310 | 8.414 | Long-term liabilities, total |
| Eigenkapital | Shareholders' equity | ||
| Minderheitenanteile | 2.225 | 2.337 | Minority interest |
| Gezeichnetes Kapital | 7.836 | 7.482 | Share capital |
| Kapitalrücklage | 35.178 | 33.955 | Additional paid-in capital |
| Bilanzgewinn/Bilanzverlust (inklusive | Retained earnings / | ||
| Gewinnrücklagen) | -856 | 1.145 | accumulated deficit |
| Übrige | 12 | 12 | Others |
| Eigenkapital, gesamt | 42.170 | 42.594 | Total shareholders' equity |
| Total liabilities and | |||
| Passiva, gesamt | 89.493 | 101.388 | shareholders' equity |

GUV (NACH IAS)
| Zahlenangaben in T€ Gewinn- u. Verlustrechnung |
01.07.02 bis 30.09.02 |
01.07.01 bis 30.09.01 |
01.01.02 bis 30.09.02 |
01.01.01 bis 30.09.01 |
Income Statement |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.01.-30.06.01 | |||||
| Umsatzerlöse | 70.108 | 67.375 | 201.489 | 167.813 | Revenues |
| Sonstige betriebliche Erträge | 516 | 579 | 1.346 | 1.513 | Other operating income |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 187 | 169 | 561 | 476 | Prod. for own fixed assets capitalized |
| Materialaufwand/Aufwand | Cost of purchased materials | ||||
| für bezogene Leistungen | -58.904 | -56.229 | -167.046 | -137.575 | and services |
| Personalaufwand | -5.961 | -5.640 | -18.730 | -15.875 | Personnel expenses |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | |||||
| u. immater. Vermögensgegenstände* | -1.287 | -498 | -3.700 | -1.463 | Depreciation and amortization |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.112 | -3.608 | -15.349 | -11.790 | Other operating expenses |
| Betriebsergebnis** | -453 | 2.148 | -1.429 | 3.099 | Operating income/loss |
| Zinsaufwendungen | -202 | -66 | -701 | -42 | Interest expense |
| Währungsgewinne/-verluste | -41 | 0 | -41 | 0 | Foreign currency exch. gains/losses |
| Ergebnis vor Steuern | Result before income taxes | ||||
| (und Minderheitenanteilen) | -696 | 2.082 | -2.171 | 3.057 | (and minority interest) |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 40 | 82 | 189 | -122 | Income tax |
| Außerord. Erträge/Aufwendungen | -36 | -413 | -36 | -526 | Extraordinary expenses |
| Ergebn. v. Minderheitenanteilen | -692 | 1.751 | -2.018 | 2.409 | Result before minority interest |
| Minderheitenanteile | 101 | 61 | 17 | 91 | Minority interest |
| Einzustellende Bereiche | 0 | -1.978 | 0 | -2.253 | discontinued operations |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag | -591 | -166 | -2.001 | 247 | Net income/loss |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | -0,08 | 0,02 | -0,27 | 0,04 | Net income per share (basic) |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | -0,08 | 0,02 | -0,27 | 0,04 | Net income per share (diluted) |
| Ergebnis je Aktie nach DVFA | -0,08 | 0,02 | -0,27 | 0,04 | Net income per share after DVFA |
| Durchschnittliche im Umlauf | Weigthed average shares | ||||
| befindliche Aktien (unverwässert) | 7.481.733 | 6.904.450 | 7.481.733 | 6.9041.450 | outstanding (basic) |
| Durchschnittliche im Umlauf | Weigthed average shares | ||||
| befindliche Aktien (verwässert) | 7.487.670 | 6.909.164 | 7.487.670 | 6.909.164 | outstanding (diluted) |
* davon planmäßige Goodwill-Abschreibungen in den ersten neun Monaten: 1,722 Mio. Euro
** das Betriebsergebnis vor planmäßigen Goodwill-Abschreibungen (EBITA) in den ersten neun Monaten beträgt: +0,293 Mio. Euro. Die künftige Verwendung der Bilanzkennzahlen EBITA anstelle des EBIT erfolgt im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit mit nach US-GAAP bilanzierenden Unternehmen, der den EBIT planmäßige Goodwill-Abschreibungen nicht berücksichtigt


KAPITALFLUSSRECHNUNG
| 01.01. - | 01.01. - | ||
|---|---|---|---|
| Kapitalfluss | 30.09.02 (TEuro) 30.09.01 (TEuro) | Cashflow | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: | Cash flows from operating acivities: | ||
| Jahresergebnis | -2.001 | 247 | Net profit/loss (period) |
| Anpassungen für: | adjustments for: | ||
| Minderheitenanteile | -17 | -91 | Minortiy interest |
| Außerord. Erträge/Aufwend. (IPO-Kosten Tendi) | 0 | 526 | Extraordinary income/expenses (IPO-costs Tendi) |
| Abschreibungen | 3.700 | 1.463 | Depreciation and amortization |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -3.154 | 6.578 | increase/decrease in provisions |
| Zunahme/Abnahme der Wertberichtigungen | 0 | 0 | increase/decreaseand in accruals |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | 62 | 0 | Lasses on the disposal of fixed assets |
| Fremdwährungsgewinne/-verluste | 41 | 0 | Foreign exchange gains/losses |
| Zunahme/Abnahme der latenten Steuern | -326 | -1.562 | Increase/decrease in deferred tax asset |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | -1.841 | -9.028 | Change in net working capital |
| Sonstige | -814 | -479 | Other |
| Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete/ | Net cash provided by | ||
| eingesetzte Zahlungsmittel | -4.350 | -2.346 | operating activities |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit: | Cash flows from investing activities | ||
| Erwerb von Tochterunternehmen, | |||
| abzüglich erworbener liquider Mittel | -95 | 1.267 | Acquisition of subsidiaries, net of cash aquired |
| Erlöse aus dem Verkauf von Tochterunternehmen, | Proceeds from disposal of a subsidiary, | ||
| abzüglich übertragener liquider Mittel | 0 | 0 | net of cash transferred |
| Erwerb von Anlagevermögen | -2.412 | -23.279 | Purchase of property, plant and equipment |
| Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 35 | 0 | Proceeds of property, plant and equiment |
| Sonstige | 0 | 0 | Other |
| Für Investitionen eingesetzte Zahlungsmittel | -2.472 | -22.012 | Net cash used in investing activities |
| Cashflow aus der Finanzierungtätigkeit: | Cash flows from financing activities | ||
| Erlöse aus Eigenkapitalzuführungen | 1.577 | 0 | Proceeds from issuance of share capital |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- oder | |||
| langfristigen Darlehen | 0 | 10.639 | Proceeds from short or long-term borrowings |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -246 | 0 | Cash repayments of mounts borrowed |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing | 0 | 0 | Payment of capital lease liabilities |
| Auszahlung an Unternehmenseigner | 0 | 0 | Payment of enterprice owner |
| Sonstige | 0 | -526 | Other |
| Aus der Finanzierungstätigkeit erzielte/ | Net cash used in | ||
| eingesetzte Zahlungsmittel | 1.331 | 16.896 | financing activities |
| Erhöhung/Verminderung der liquiden Mittel | -5.491 | -7.462 | Net increase/decr. in cash and cash equivalents |
| Liquide Mittel zu Beginn der Periode | 471 | 7.370 | Cash and cash equivalents at beginning of period |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | -5.020 | -92 | Cash and cash equivalents at and of period |

EIGENKAPITALENTWICKLUNG
| Zahlenangaben in T€ | Einstellungen und | Konzernjahres | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapital- | Entnahmen | sonstige | überschuss vom | |||
| 01.01.2002 | erhöhungen | Kapitalrücklagen | Veränderungen | 01.01.-30.09.02 | 30.09.2002 | |
| Gezeichnetes Kapital | 7.482 | 354 | 7.836 | |||
| Kapitalrücklage | 33.955 | |||||
| Kapitalerhöhung Tendi Deutschland | ||||||
| GmbH & Co. KG | 1.330 | |||||
| abzüglich Kapitalerhöhungskosten | -173 | |||||
| zzgl. Steuerersp. aus Kap.-Erh.-Kosten | 66 | |||||
| -107 | 35.178 | |||||
| Gewinnrücklagen | ||||||
| Gesetzliche Rücklage | 6 | 6 | ||||
| Andere Rücklagen | 116 | 116 | ||||
| Unterschiedsbetrag aus | ||||||
| Kapitalkonsolidierung | 12 | 12 | ||||
| Konzernbilanzgewinn | ||||||
| Konzernbilanzgewinn zu Beginn | ||||||
| der Periode | 1.023 | |||||
| Konzernjahresüberschuss | -2.001 | -978 | ||||
| 42.594 | 1.648 | -107 | +/- 0 | -2001 | 42.170 |
| Zahlenangaben in T€ | Kapital- | Einstellungen und Entnahmen |
sonstige | Konzernjahres überschuss vom |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2001 | erhöhungen | Kapitalrücklagen | Veränderungen | 01.01.-30.09.01 | 30.09.2001 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.552 | |||||
| Kapitalerhöhung 1: | ||||||
| Sacheinlage VendIT | 930 | |||||
| 7.482 | 7.428 | |||||
| Kapitalrücklage | 24.293 | |||||
| Kapitalerhöhung 1: | ||||||
| Sacheinlage VendIT | 9.709 | |||||
| 9.709 | 34.002 | |||||
| Gewinnrücklagen | ||||||
| gesetzliche Rücklage | 7 | 7 | ||||
| andere Rücklagen | 116 | 116 | ||||
| Unterschiedsbetrag aus | 12 | -12 | 0 | |||
| Kapitalkonsolidierung | ||||||
| Konzerngewinnvortrag | ||||||
| Konzernjahresüberschuss | ||||||
| Konzernbilanzgewinn | 2.149 | 248 | 2.397 | |||
| 33.129 | 7.482 | 9.709 | -12 | 248 | 44.004 |


ANHANG für den Quartalsbericht zum 30.09.2002
A. Angewandte Rechnungslegungsgrundsätze
Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Accounting Standards (IAS) erstellt.
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere die Softwareentwicklungskosten für interne Softwareprojekte, werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Herstellungskosten beinhalten die direkten Personalkosten der jeweils eingesetzten Mitarbeiter sowie der Produktentwicklung zuordenbare Gemeinkosten, soweit diese eindeutig ermittelbar waren, notwendigerweise anfielen und es sich nicht um Vertriebsgemeinkosten handelte.
Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt deren Verwendung; dies ist im allgemeinen der Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Fertigstellung der selbst geschaffenen Vermögenswerte. Die Abschreibung erfolgt konzerneinheitlich linear (in der Regel 3-5 Jahre) über den Zeitraum, in dem der wirtschaftliche Nutzen des Vermögenswertes durch das Unternehmen verbraucht wird. (IAS 38.88).
Der positive Goodwill aus der Kapitalkonsolidierung wird linear auf eine Nutzungsdauer von 15 - 20 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer begründet sich insbesondere durch den Umstand der längerfristigen Nutzbarkeit des erworbenen Kundenstamms und des damit verbundenen Marktzugangs.
Gemäß IAS 22.25 zählen zusätzlich zur Gegenleistung für den Erwerb von Beteiligungen auch direkte Kosten (externe Beratungskosten für Wirtschaftsprüfer, Rechtsberater usw., u.a. für Kaufpreisprüfungen), die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb entstehen, zu den Anschaffungskosten.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Zeitdauer der Abnutzung ist konzerneinheitlich an international üblichen Nutzungsdauern, die im Falle der Konzerngesellschaft zwischen 4 und 10 Jahre betragen, ausgerichtet worden.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zuund Abgang sowie als Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres gezeigt.
Anteile an Tochterunternehmen, bei denen eine Beherrschung nur vorübergehend begründet wird, weil das Tochterunternehmen im Sinne von IAS 27.13a ausschließlich zum Zwecke der Weiterveräußerung in naher Zukunft gehalten wird, werden gemäß IAS 39.73 mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und regelmäßig auf Anzeichen einer Wertminderung überprüft. Ebenso werden sonstige unwesentliche Beteiligungen bewertet.
Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie liquide Mittel ebenso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen (im Falle eines Vermögenswertes) oder erhaltenen (im Falle einer Schuld) Gegenleistung entsprechen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden o.g. Vermögenswerte und Schulden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; die Vermögenswerte werden regelmäßig auf einen Wertminderungsbedarf überprüft. Dabei entsprechen bei kurzfristigen Forderungen in der Regel die Anschaffungskosten dem ursprünglichen Rechnungsbetrag und bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden direkte Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen ist berücksichtigt worden, dass die Forderungen im wesentlichen durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind und somit nur ein Restrisiko pro Forderung besteht.
Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 (latente Steuern) berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOM-einheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungs-vorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden bilanziert, da mit zukünftigen positiven Ergebnissen gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Gemäß SIC 17 werden die direkt zurechenbaren externen Aufwendungen für IPO und für Kapitalerhöhung nach Abzug von latenten Steuern als Abzug vom Eigenkapital bilanziert.
Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger Kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung notwendig ist, um alle gegenwärtigen rechtlichen und faktischen Verpflichtungen des Konzerns zum Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken, sind im Rückstellungsbetrag berücksichtigt, sofern diese objektiv und hinreichend sicher vorausgesagt werden können.


Die Umsatzrealisierung ergibt sich aus IAS 11 und 18. Sie ist abzüglich der Umsatzsteuer, Gutschriften und sonstigen Erlösschmälerungen angesetzt. Leasing-Zahlungen innerhalb eines Operate-Leasing Verhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für die Gesellschaft. Operate-Leasing liegt vor, wenn durch den Leasingvertrag nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Leasing-Nehmer übertragen werden. Die Gesellschaft überprüft regelmäßig alle Leasingverträge, ob Operate- oder Finance-Leasing vorliegt.
2. Grundlagen der Währungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, bei Deckung durch Termingeschäfte mit dem Terminkurs bewertet.
Jahresabschlüsse in Fremdwährung werden nach der Stichtagskursmethode umgerechnet. Dabei werden Jahresabschlüsse von Ländern, die nicht der europäischen Währungsunion angehören, insbesondere Schweiz und Großbritannien, mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Ergebnisauswirkung aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit den Stichtagskursen zum Ende und zum Beginn des Geschäftsjahres bzw. zum unterjährigen Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss wird wegen Geringfügigkeit nicht berücksichtigt. Umrechnungsunterschiede aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam ausgewiesen. Insgesamt ist das Ergebnis durch die Währungsdifferenzen nur unwesentlich belastet.
3. Veränderung der Konzernstruktur im dritten Quartal 2002
Akquisitionen im dritten Quartal
Gemäß Einbringungsvertrag zwischen der CANCOM IT Systeme AG und der Concord Effekten AG vom 25.06.2002 wurden 218.750 Stück Tendi AG Aktien zu NW 437.500 € von der Concord an die CANCOM übereignet. Die Beteiligungsquote der CANCOM IT Systeme AG erhöhte sich somit auf 87,8 %.
4. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 30.09.2002 der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sind die in der folgenden Übersicht aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:
| Beteiligungs quote |
||
|---|---|---|
| 1. | CANCOM media solutions GmbH, Jettingen-Scheppach sowie deren Tochtergesellschaften |
100,0 % |
| • CANCOM Computersysteme Ges.m.b.H., Graz/Österreich • CANCOM (Switzerland) AG, Schweiz |
100,0 % 100,0 % |
|
| 2. | CANCOM business solutions GmbH, Jettingen-Scheppach, | 100,0 % |
| 3. 4. |
Tendi AG, München (einschließlich folgender Gesellschaften) • Tendi Deutschland GmbH & Co. KG (vormals Software Wings GmbH & Co. KG) • Software Wings GmbH + Co. KG, Vils / Österreich • SoftMail IT AG, Caslano/Schweiz eBizcuss.com S.A:, Genneviliers/Frankreich (einschließlich folgender Gesellschaften) • C.G.M. S.A., Paris • KA-Phenix Assistance S.A.R.L., Paris • EIRE Services S.A.R.L., Paris |
87,8 % 58,3 % |
| 5. | Novodrom GmbH, Jettingen-Scheppach | 100 % |
| 6. | CANCOM Ltd., Guilford/Großbritannien | *73,3 % |
| 7. | TechConsult GmbH (vormals Adservice GmbH), Hamburg | 100 % |
| 8. | Maily Software GmbH & Co. KG, Sindelfingen | 100 % |
| 9. | Bytehouse International Deutschland GmbH, Sindelfingen | 100 % |
* Die Stimmanteile weichen von den Kapitalanteilen ab und betragen 60 %
Mit Verschmelzungsvertrag vom 18.12.2001 (UR.Nr.: S1966/2002-se) wurde die Pfannstiel's Logibyte GmbH & Co. KG auf die Software Wings GmbH + Co. KG zum 30.09.2001 verschmolzen. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 16.05.2002.
Mit Verschmelzungsvertrag vom 25.06.2002 (UR.Nr.: S 885/2002-se) wurde die TechConsult GmbH (vormals Adservice GmbH) auf die CANCOM media solutions GmbH zum 31.03.2002 verschmolzen. Der Eintrag ins Handelsregister erfolge am 26.09.2002.
Nicht konsolidiert wurde folgendes unmittelbare Tochterunternehmen:
• IT Consult GmbH (vormals TechConsult GmbH), Jettingen-Scheppach 100,0 %
Die Einbeziehung des vorgenannten Tochterunternehmens in den Konzernabschluss zum 30.09.2002 wurde nicht vorgenommen, da seine Weiterveräußerung beabsichtigt ist.
• Computer Zones Ltd., England 99,0 %


| • Mac Supplies Ltd., England | 99,0 % |
|---|---|
• Mac Zones Ltd., England 99,0 % Die Einbeziehung der vorgenannten Tochterunternehmen in den Konzernabschluss zum 30.09.2002 wurde nicht vorgenommen, da es sich ausschließlich um Gesellschaften mit passiver Tätigkeit handelt.
5. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Quartalsabschlusses der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft aufgestellt worden.
6. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode (Buchwertmethode). Danach werden die Anschaffungskosten der konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet, das dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Zeitpunkt des Erwerbs der Gesellschaftsanteile der Tochtergesellschaften entspricht.
Übersteigen die Anschaffungskosten das anteilige, entsprechend den Bewertungsvorschriften der IAS angepasste Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt, so wird der sich ergebende aktive Unterschiedsbetrag entsprechend seinem Charakter als Geschäftswert aktiviert und grundsätzlich linear über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren, beginnend mit dem Jahr, in dem erstmalig Anteile an der betreffenden Gesellschaft erworben worden sind, abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sobald sich ergibt, dass der wirtschaftliche Vorteil aus dem Erwerb der Geschäftswerte die Anschaffungskosten langfristig unterschreitet.
Konzerninterne Gewinne, Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde verzichtet, da diese nur in unwesentlichem Umfang vorliegen.
B. Erläuterung abweichender Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden nach § 292 a Abs. 2 Nr. 4b HGB
Die Bilanzierungs- und Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des vorliegenden Abschlusses weichen wie folgt vom deutschen Recht der Konzernrechnungslegung ab:
• Kapitalerhöhungsaufwendungen
Gemäß SIC 17 sind die direkt zurechenbaren externen Aufwendungen für den IPO und für Kapitalerhöhungen nach Abzug latenter Steuern als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren.
• Anschaffungsnebenkosten
Gemäß IAS 22.25 zählen zusätzlich zur Gegenleistung für den Erwerb von Beteiligungen auch direkte Kosten (externe Beratungskosten für
Wirtschaftsprüfer, Rechtsberater usw., u.a. für Kaufpreisprüfungen), die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb entstehen, zu den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs.
• Softwareentwicklungskosten
Gemäß IAS 38 wird selbsterstellte Software aktiviert. Die Software betrifft im wesentlichen Kosten für die Weiterentwicklung des integrierten EDV-Systems »ff-eCommerce« für die Bereiche Auftragsabwicklung, Einkauf, Warenwirtschaft und Vertriebssteuerung samt Web-Shop.
Aktiviert wurden sämtliche mit der Entwicklungstätigkeit in Zusammenhang stehenden Einzel- und Gemeinkosten. Die aktivierten Entwicklungskosten werden planmäßig über einen Zeitraum von 3-5 Jahren ab Nutzungsbeginn (IAS 38.88) abgeschrieben.
• Latente Steuern
Nach IAS 12 sind latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge abzugrenzen, sofern und soweit sie in der Zukunft realisierbar erscheinen. In der Periode der Inanspruchnahme der Verlustvorträge wird die entsprechende Abgrenzung in Anspruch genommen. Aufgrund der vorhandenen Verlustvorträge werden im Berichtszeitraum aktive latente Steueransprüche bilanziert.
Aufgrund der Aktivierung der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände und der damit verbundenen Bewertungsunterschiede zur Bilanzierung nach Steuerrecht wurden die daraus resultierenden latenten Steuern passiviert.
• Erfolgswirksamer Ausweis Effekte Sachkapitalerhöhungen
Im Rahmen der interessentheoretischen Auslegung der IAS-Rechnungslegungsvorschriften führen diese Vorgänge zu erfolgswirksamen Effekten beim Konzernergebnis, denn durch die Partizipation des Konzerns an den fair values der eingebrachten Vermögenswerte ist ein entsprechender Vermögenszuwachs im Konzern zu verzeichnen. Diese Ergebniseffekte sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
• Rückstellungen
Die Rückstellungsbewertung basiert auf »best estimate«.
C. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel enthalten ausschließlich jederzeit fällige Bankguthaben sowie Kassenbestände.
2. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten im wesentlichen Anteile an

verbundenen Unternehmen, die ausschließlich zum Zwecke ihrer Weiterveräußerung gehalten werden.
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
4. Vorräte
Die Vorräte enthalten fast ausschließlich Waren, insbesondere Hardwarekomponenten und Software. Ein Großteil der Hardwarekomponenten lagert im neuen Logistikzentrum in Jettingen-Scheppach.
5. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenstände
Diese Position beinhaltet im wesentlichen die kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenstände. Im einzelnen werden darunter u. a. Steuererstattungsbeträge (T€ 1.344), Bonusforderungen gegen Lieferanten (ca. T€ 1.181), Forderungen an Tochterunternehmen, die nicht konsolidiert werden (T€ 609), Aktivwert Rückdeckversicherung (T€ 541) sowie Mitarbeiterdarlehen (T€ 191) ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten abgegrenzte Versicherungsprämien sowie vorausbezahlte Kosten.
6. Anlagevermögen
6.1 Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen umfasst im wesentlichen Grund und Boden und Gebäude des neuen Logistikzentrums in Scheppach. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf € 6.4 Mio.
6.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Software, die entweder entgeltlich erworben oder selbst geschaffen wurde. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im wesentlichen mit ca. T€ 1.272 (31.12.01: T€ 1.160) Herstellungskosten für die Entwicklung (Customizing) des integrierten EDV-Systems »ff-eCommerce«. Die Wahrscheinlichkeit, dass den selbstgeschaffenen internen Softwareprojekten ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt, ergibt sich daraus, dass die zugrundeliegende Software bereits in der Gesellschaft genutzt wird und eine deutliche Optimierung der Abläufe erzielt werden konnte.
6.3 Geschäfts- und Firmenwert
Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten zum Bilanzstichtag im wesentlichen die entsprechenden Werte der VendIT AG, Teampoint Gesellschaften, SoftMail IT AG, Tendi AG und CANCOM U.K. Ltd. Der auf diese Gesellschaften entfallende Geschäftswert beläuft sich auf T€ 20.358.
7. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern wurden aufgrund der vorhandenen Verlustvorträge in Höhe von ca. € 10,8 Mio. aktiviert. Im wesentlichen erfolgte die Bildung der aktiven latenten Steuern erfolgsneutral, durch Saldierung mit den entsprechenden Geschäfts- und Firmenwerten, sofern diese Verlustvorträge im Rahmen von Unternehmenskäufen übernommen wurden.
Die Bewertung erfolgt mit einem einheitlichen Steuersatz von ca. 36,3%. Der Steuersatz errechnet sich aus einem Gewerbesteuersatz von 15% und einem Körperschaftsteuersatz von 25% zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer.
8. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen
Unter den kurzfristigen Darlehen und dem kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen werden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um die Inanspruchnahme der von Banken eingeräumten Kreditlinien sowie um den innerhalb eines Jahres fälligen Teil von langfristigen Darlehen.
9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
10. Rückstellungen
Die Rückstellungen umfassen im wesentlichen Rückstellungen für noch ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 3.589). Daneben werden Rückstellungen für Urlaubsansprüche und sonstige Mitarbeiteransprüche ausgewiesen.
Der Gesamtbetrag der Rückstellungen ist bis auf die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von T€ 91 innerhalb eines Jahres fällig.
11. Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern
Unter den Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern werden Verpflichtungen für die Jahre 2000 und 2001 ausgewiesen.
12. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden im einzelnen Steuerverbindlichkeiten (T€ 3.475), Lohn und Gehalt (T€ 359) sowie Sozialversicherung (T€ 358) ausgewiesen.
13. Langfristige Darlehen
Die langfristigen Darlehen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben. Der Anteil dieser Darlehen, die innerhalb der nächsten 12 Monate fällig ist, wird unter der Position »kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen« ausgewiesen.


14. Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern sind als Abgrenzung für die aktivierten Eigenleistungen gebildet worden.
Die Bewertung erfolgt mit einem einheitlichen Steuersatz von ca. 36,3%. Die Berechnung des Steuersatzes ergibt sich den Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern.
15. Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 7.836.342 Euro und ist eingeteilt in 7.836.342 Stückaktien.
D. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung
1. Personalaufwand
Der Personalaufwand umfasst Löhne und Gehälter (T€ 15.546), Sozialabgaben (T€ 3.175). Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen T€ 9.
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Werbekosten, Fracht und Verpackung, Raumkosten inklusive Miet- und Mietnebenkosten, Kfz-, Reise- und Bewirtungskosten, Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten usw.
3. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Als Ertragssteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:
| Werte in T€ | Jan. - Sept. 2002 | Jan. - Sept. 2001 | ||
|---|---|---|---|---|
| Laufende Steueraufwendungen/-erträge: | ||||
| Inland | -16 | 279 | ||
| Ausland | 87 | 91 | ||
| 71 | 370 | |||
| Latente Steuern: | ||||
| Aktiv | -427 | -174 | ||
| Passiv | 167 | -74 | ||
| -260 | -248 | |||
| Steueraufwand Konzern | -189 | 122 |
Der in- und ausländische Ertragssteueraufwand betrifft bei allen Tochtergesellschaften bis auf die Maily GmbH & Co. KG und die Tendi Deutschland GmbH & Co. KG ausschließlich Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Bei den zwei oben genannten Personengesellschaften ist die Gewerbesteuer im Ertragssteueraufwand enthalten.
Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 (latente Steuern) berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in Handelsund Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOMeinheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungsvorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden bilanziert, da mit zukünftigen positiven Ergebnissen gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.
Bei der Ermittlung latenter Steuern werden sämtliche temporären Differenzen in die Steuerabgrenzung einbezogen, unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Realisierung. Hierbei wurden die am Stichtag geltenden Steuersätze herangezogen. Die latenten Steuerforderungen betreffen ausschließlich künftige Steuerersparnisse aufgrund realisierbarer Verlustvorträge.
Aktive und passive Steuerabgrenzungen sind zusammen mit den Steueraufwendungen für das laufende Jahr unter der Bezeichnung »Steuern vom Einkommen und Ertrag« als saldierter Wert ausgewiesen.
E. Sonstige Pflichtangaben
1. Segmentsberichterstattung
Das primäre Segmentberichtsformat stellen die geographischen Segmente Deutschland und Europa dar.
Als sekundäres Segmentberichtsformat werden die Segmente Systemhaus und Beteiligungen gewählt.
2. Stock Options
Im Berichtszeitraum wurden an Mitarbeiter keine Optionsrechte für Aktien ausgegeben.
In 2001 sind an Mitarbeiter 24.600 Optionsrechte für Aktien (Tauschverhältnis 1:1) ausgegeben worden. Diese können erstmals in 2004 ausgeübt werden. In 2000 sind an Mitarbeiter insgesamt 59.750 Optionsrechte für Aktien (Tauschverhältnis 1:1) ausgegeben worden. Die erstmalige Ausübung ist hier in 2003. Mittlerweile sind 9.100 Optionsrechte wieder an die Gesellschaft zurückgeflossen, weil die begünstigten Mitarbeiter aus der Unternehmensgruppe ausgeschieden sind. Insgesamt sind somit bisher 75.250 von 180.000 möglichen Optionsrechten ausgegeben worden. Die verbleibenden 104.750 Optionsrechte können vom Vorstand noch bis zum 30. April 2003 ausgegeben werden.
Der Ausübungspreis beträgt für die in 2001 ausgegebenen Optionsrechte 8,99/Anteil (Vorjahr: € 19,27/Anteil). Bezugsberechtigt sind Vorstand und Geschäftsführung sowie leitende Angestellte der ersten und zweiten Führungsebene sowohl in der CANCOM IT Systeme AG als auch in den mit dieser verbundenen Unternehmen. Die Wartezeit beträgt grundsätzlich 3 Jahre; die maximale Ausübungsfrist endet mit dem 5. Jahr nach Ausgabe der Optionsrechte. Die Ausgabe der Optionsrechte ist nicht an die Erfüllung besonderer Erfolgsziele gebunden.

| geographische Segmente | Deutschland | Europa | Eliminierung | konsolidiert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.02 30.09.01 | 30.09.02 | 30.09.01 | 30.09.02 | 30.09.01 | 30.09.02 | 30.09.01 | ||
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse | ||||||||
| - Externe Verkäufe | 140.831 114.246 | 60.658 | 53.567 | |||||
| - Verkäufe zwischen den Segmenten | 7.404 | 7.296 | 1.346 | 1.811 | -8.750 | -9.107 | ||
| - Gesamte Erträge | 148.235 121.542 | 62.004 | 55.378 | -8.750 | -9.107 | 201.489 167.813 | ||
| Ergebnis | ||||||||
| EBITDA | 1.902 | 3.131 | 369 | 1.431 | 2.271 | 4.562 | ||
| - Abschreibungen | 3.132 | 1.155 | 568 | 308 | 3.700 | 1.463 | ||
| Betriebsergebnis (EBIT)1 | -1.230 | 1.976 | -199 | 1.123 | -1.429 | 3.099 | ||
| - Zinserträge | 80 | 143 | ||||||
| - Zinsaufwendungen | -781 | -185 | ||||||
| - Währungsverluste | -41 | 0 | ||||||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -2.171 | 3.057 | ||||||
| - außerordentliches Ergebnis | -36 | -224 | 0 | -302 | -36 | -526 | ||
| - Ertragsteuern | 189 | -122 | ||||||
| - Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschaften | 17 | 91 | ||||||
| - Discontinuing operations | 0 | -2.253 | ||||||
| Konzernjahresüberschuss | -2.001 | 247 | ||||||
| Andere Informationen | ||||||||
| - Segmentvermögen2 | 65.926 | 72.599 | 23.567 | 19.844 | 89.493 | 92.443 | ||
| - Kurzfristige Verbindlichkeiten | 22.631 | 27.620 | 14.157 | 10.697 | 36.788 | 38.317 | ||
| - Langfristige Verbindlichkeiten | 8.056 | 7.597 | 254 | 39 | 8.310 | 7.636 | ||
| - Investitionen2 | 2.139 | 21.296 | 175 | 1.971 | 2.314 | 23.267 | ||
| 1 EBIT und EBITDA bereinigt um Kosten für discontinued operations in 2001 |
2 Segmentvermögen und Investitionen inklusive Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
3. Verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen
Die CANCOM IT Systeme AG erstellt diesen Konzernabschluss als Obergesellschaft. Dieser Konzernabschluss wird nicht in einen übergeordneten Konzernabschluss einbezogen. Im Sinne von IAS 24 kommen die Herren Klaus Weinmann, Raymond Kober und Stefan Kober in Betracht, die sowohl in ihrer Funktion als Vorstand und Gesellschafter der Muttergesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die CANCOM Gruppe ausüben können, außerdem zählt der Aufsichtsrat zu den nahestehenden Personen im Sinne von IAS 24.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand und den Unternehmen der CANCOM Gruppe. Die Transaktionen mit nahestehenden Personen wurden zu Marktpreisen abgerechnet.
4. Aktienbesitz der Organe (zum Bilanzstichtag)
Bezüglich der Aktionärsstruktur verweisen wir auf Seite 9 dieses Quartalsberichts.
Hinweis zu sekundären Segmentberichterstattung:
Die CANCOM IT Systeme AG verzichtet mit Beginn des 3. Quartals 2002 auf eine Darstellung der sekundären Segmentberichterstattung, da die darin vorgenommene Untergliederung nach »Systemhaus« und »Beteiligungen« aus heutiger Sicht nur noch sehr geringe Aussagekraft für die Geschäftstätigkeit der CANCOM IT Systeme AG hat.


IMPRESSUM


CANCOM IT SYSTEME AG ABTEILUNG INVESTOR RELATIONS
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