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CANCOM SE Interim / Quarterly Report 2002

Mar 18, 2003

71_10-q_2003-03-18_58a85131-3067-4864-9a79-4fec482d876f.pdf

Interim / Quarterly Report

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QUARTALSBERICHT

INHALTSVERZEICHNIS

RUBRIK SEITE
INHALTSVERZEICHNIS 02
GRUSSWORT – KENNZAHLENÜBERSICHT 03
GESCHÄFTSENTWICKLUNG Q 1-3 04-09
2)
Geschäftsverlauf seit Beginn des Geschäftsjahres
04
2.1)
Umsatz- und Ergebnisentwicklung
06
2.2)
Auftragslage
07
2.3)
Entwicklung von Kosten und Erlösen
07
2.4)
Liquiditätsausstattung
07
2.5)
Wesentliche Änderungen bei Risiken der zukünftigen Ertragslage
07
2.6)
Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte
07
2.7)
Investitionen
08
2.8)
Mitarbeiterentwicklung
08
2.9)
Aussichten für das laufende Geschäftsjahr
08
3)
Aktienbesitz von Organmitgliedern
09
4)
Erläuterungen zu Aktien und Bezugsrechten
09
5)
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Quartalsende
09
BILANZ 10-11
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 12
KAPITALFLUSSRECHNUNG 13
EIGENKAPITALENTWICKLUNG 14
ANHANG 15-20

GRUßWORT – KENNZAHLENÜBERSICHT

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das derzeitige Börsenumfeld verlangt zurecht nach mehr als nur reinen Unternehmensvisionen. Fundierte und vor allem tragfähige Zukunftskonzepte zur Optimierung der Ertragskraft sind gefragt.

Trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen innerhalb der IT-Branche konnte die CANCOM IT Systeme AG ihre Position als europäischer

Marktführer im Desktop Publishing und Media-Umfeld in diesem Jahr weiter festigen und zudem im Windows-Umfeld weiter wachsen.

Das Resultat: im Ranking der deutschen Systemhäuser konnte CANCOM von Platz 10 auf Platz 5 vorrücken. Dies beweist, dass CANCOM zur rechten Zeit auf das richtige Konzept gesetzt hat.

Es darf aber nicht verleugnet werden, dass wir mit der momentanen Ertragskraft von CANCOM noch nicht zufrieden sein können.

Daher gelten unsere konzentrierten Bemühungen ganz im Sinne eines aktiven Handelns der nachhaltigen Ertragssteigerung der CANCOM IT Systeme AG.

Ihr Klaus Weinmann Vorstandsvorsitzender

Dabei setzen wir natürlich einerseits auf eine gezielte Optimierung unserer Kostenstruktur und andererseits auf den Ausbau besonders aussichtsreicher Geschäftsbereiche mit großem Ertragspotenzial.

Die CANCOM IT Systeme AG betreibt daher ab sofort als Erweiterung ihrer Unternehmensstrategie eine verstärkte Fokussierung auf Kunden im Media-

Umfeld, die auf Windows basierten PC-Systemen arbeiten.

Diesem lukrativen und relativ wettbewerbsschwachen Marktsegment wird CANCOM als europäischer IT-Marktführer im Media- und Desktop Publishing Umfeld noch gezielter als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Hard- und Software, IT-Beratung, Service und Schulung zur Seite stehen.

Daher rechnen wir für 2003 selbst bei gleichbleibender Marktlage im IT-Umfeld mit einem deutlich verbesserten Ergebnis und damit natürlich auch mit deutlich verbesserten Aussichten für die CANCOM-Aktie.

Kennzahlenübersicht

Neunmonatszahlen 2002 in Mio. Euro

Kennzahlenübersicht
Neunmonatszahlen 2002 in Mio. Euro
9-Monatsbericht
01.01. - 30.09.2002
9-Monatsbericht
01.01. - 30.09.2001
Veränderung
zum Vorjahr
Key Figures
First 9 months in Euro million
Konzernumsatz 201,5 167,8 +20,1 % Consolidated Sales
EBITA CANCOM Konzern 0,3 1,1 -72,7 % EBITA CANCOM Group
EBITDA CANCOM Konzern 2,3 2,3 +/- 0 % EBITDA CANCOM Group
DVFA/SG-Ergebnis je Aktie in € -0,27 0,04 - Earnings per Share (DVFA/SG) in €
30.09.2002 31.12.2001
Bilanzsumme 89,5 101,4 -11,7 % Balance Sheet Total
Eigenkapitalquote 47,1 % 42,0 % +12,1 % Equity Ratio
Mitarbeiter zum 30.06.2002 565 620 -8,9 % Workforce (31.03.2002)
Auslandsanteil 31 % 31 % +/- 0 % International Business

1) Geschäftsverlauf seit Beginn des Geschäftsjahres

Der Konzernumsatz der CANCOM-Gruppe konnte in den ersten 9 Monaten 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,1 % von 167,8 Mio. Euro auf 201,5 Mio. Euro gesteigert werden.

Damit ergibt sich für das dritte Quartal 2002 ein Umsatz in Höhe von 70,1 Mio. Euro (Q3/2001: 67,4 Mio. Euro).

In einem gegenwärtig stagnierenden IT-Markt liegt das erzielte Umsatzwachstum im Rahmen der Erwartungen.

Das EBITDA beläuft sich in den ersten neun Monaten in 2002 auf 2,3 Mio. Euro (Vergleichszeitraum 2001: 2,3 Mio. Euro).

Vor planmäßigen Goodwillabschreibungen ergibt sich ein EBITA in Höhe von 0,3 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres hatte sich ein EBITA von 1,1 Mio. Euro ergeben.

Anmerkung:

Aus Gründen der Bilanzkontinuität wurde der vorliegende Quartalsbericht der CANCOM IT Systeme AG nach den Bilanzierungsvorschriften der International Accounting Standards (IAS) erstellt, obwohl sich bei Bilanzierung nach US-GAAP aufgrund der wegfallenden Abschreibungen auf Goodwill ein optisch besseres EBIT ergeben hätte. Wir erwarten jedoch, dass diese benachteiligende IAS-Regelung demnächst geändert wird. Um mit nach US-GAAP bilanzierenden Firmen vergleichbar zu sein, haben wir uns zu einer Ergebnisdarstellung vor Firmenwertabschreibungen (EBITA) entschlossen.

Der Auslandsanteil reduzierte sich bedingt durch die Übernahme der hauptsächlich in Deutschland tätigen VendIT-Gruppe von 32 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 31 %. Zum Jahresende 2001 hatte der Auslandsanteil 31 % betragen.

Der kontinuierliche Zugewinn von Marktanteilen versetzt CANCOM als Markt- und Kostenführer in eine strategisch aussichtsreiche Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2003 und bildet damit die langfristige Grundlage für den weiteren Erfolg des Unternehmens.

Im vierten Quartal rechnet CANCOM saisonbedingt im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2002 mit einem entsprechend verbesserten Umsatz und Ergebnis.

Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwikklungen innerhalb des CANCOM-Konzerns und seiner Geschäftsbereiche CANCOM Systemhaus und Tendi AG im dritten Quartal des Jahres 2002:

CANCOM ab sofort mit neuem Online-Shop unter http://shop.cancom.de

Die CANCOM IT Systeme AG (WKN 541 910) bietet seinen Kunden mit dem neuen Online-Shop seit Anfang August unter http://shop.cancom.de eine noch bequemere und bessere Einkaufsmöglichkeit im Internet.

Der neue Shop mit seinem umfangreichen Angebot aus den Bereichen Mac und PC zeichnet sich durch übersichtliche Produktkategorien und ausführliche Artikelbeschreibungen mit vielen zusätzlichen Informationen aus.

Dazu zählen viele nützliche und neue Features, wie Angebotsanforderung, Merkzettel, Newsletter und ein persönliches Konto mit sicherem Zugriff!

Die intuitive Benutzerführung garantiert zudem ein schnelles Finden der gewünschten Produkte.

Insgesamt umfasst das Angebot über 5.000 lagernde Artikel, die rund um die Uhr zu tagesaktuellen Preisen frachtkostenfrei (schon ab 50 Euro Bestellwert!) bestellbar sind.

Bei näheren Fragen stehen zudem kompetente und freundliche Vertriebsmitarbeiter telefonisch Rede und Antwort.

CANCOM rechnet damit, dass sich die Einführung des neuen Webshops nach und nach auch positiv auf den Umsatz des Konzerns auswirken wird.

Wie im letzten Quartalsbericht geschildert wurde, hat Apple Europa zum 1. Oktober 2002 seine Grundverträge mit allen Handelspartnern im Professional Business, so auch mit CANCOM, gekündigt. Zwischenzeitlich konnte mit Apple Europa ein neuer Händlervertrag mit Gültigkeit für den gesamten CANCOM-Konzern vereinbart werden.

Das Grundkapital der CANCOM IT Systeme AG in Höhe von 7.481.733 Euro wurde aufgrund eines Kapitalerhöhungsbeschlusses des Vorstands vom 25.06.2002 um 354.610 Euro auf 7.836343 Euro durch Ausgabe von 354.610 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem auf sie entfallenden Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von je 1,00 Euro und mit Gewinnberechtigung ab dem 01.01.2002 erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde durch Sacheinlage erbracht. Gegenstand der Sacheinlage sind 218.750 Aktien der Tendi AG, München.

Grundlage der Kapitalerhöhung ist der Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 17. Juli 2001, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital bis zum 15.07.2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe bis zu 3.122.599 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 3.122.599,00 Euro zu erhöhen.

Der Aufsichtsrat hat der Kapitalerhöhung am 17., 18. und 19 Juli 2002 im Wege des Umlaufverfahrens zugestimmt.

CANCOM kauft eigene Aktien zurück

Ende Juni beschloss der Vorstand der CANCOM IT Systeme AG, eigene Aktien zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf diente der Bezahlung der Anfang Juni erfolgten Übernahme des Geschäftsbetriebs der Tasha Computer Ltd., London.

Der Aktienrückkauf erfolgte aufgrund einer Ermächtigung durch die Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 17.07.2001 und mit Genehmigung des Aufsichtsrats.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie durfte den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Der Aktienrückkauf von insgesamt 19.022 Stück wurde am 30. Juli 2002 abgeschlossen. Die näheren Details hierzu können Punkt 4 dieses Quartalsberichts entnommen werden.

CANCOM

unter »Europe's 500«- Ehrung durch Bayerisches Wirtschaftsministerium

Am 12. September wurde die CANCOM IT Systeme AG im Rahmen der Bekanntgabe der deutschen Wachstumsunternehmen 2002 von GrowthPlus »Europe's 500« in München durch Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner und Martin Schoeller, dem Chairman von GrowthPlus Deutschland ausgezeichnet.

Die unabhängige europäische Vereinigung GrowthPlus erstellt jährlich die sogenannte »Europe's 500«, eine Liste der dynamischsten und wachstumsstärksten Unternehmen Europas. Kerngrößen waren hierbei die Steigerung des Umsatzes und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

CANCOM belegt dabei auf europäischer Ebene den ausgezeichneten 71. Platz und unter den geehrten deutschen Unternehmen Rang 33. In Bayerisch-Schwaben nimmt CANCOM sogar die Spitzenposition ein.

Dazu Klaus Weinmann,

Vorstandsvorsitzender der CANCOM IT Systeme AG:

»Diese Auszeichnung beweist, dass wir uns auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit unserer auf langfristigen Erfolg ausgelegten Unternehmensstrategie auf dem richtigen Weg befinden. Natürlich werden wir auch in Zukunft alles daran setzen, um weiter nachhaltig zu wachsen. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen dabei natürlich die Bedürfnisse unserer Kunden.«

2.1) Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2.2) Auftragslage

Die Marktlage im IT-Umfeld hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres nicht merklich verbessert. Nach wie vor ist eine starke Investitionszurückhaltung spürbar.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte der Konzernumsatz der CANCOM-Gruppe unter Einbeziehung der akquirierten Unternehmen in den ersten neun Monaten diesen Jahres um 20,1 % von 167,4 Mio. Euro auf 201,5 Mio. Euro gesteigert werden.

Der Auslandsanteil reduzierte sich dabei bedingt durch die Übernahme der hauptsächlich in Deutschland tätigen VendIT-Gruppe von 32 % im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 31%.

Angesichts der äußerst angespannten Lage innerhalb der IT-Branche, aber auch innerhalb der Hauptabsatzbereiche liegt das erzielte Umsatzwachstum im Rahmen der Erwartungen.

Das EBITDA beläuft sich in den ersten neun Monaten diesen Jahres auf 2,3 Mio. Euro und liegt damit auf Vorjahresniveau.

Vor planmäßigen Goodwillabschreibungen ergibt sich ein EBITA in Höhe von 0,3 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte sich ein EBITA von 1,1 Mio. Euro ergeben.

Daraus ergibt sich für die ersten neun Monate ein Ergebnis pro Aktie (nach DVFA/SG) von -0,27 Euro gegenüber 0,04 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Da bei CANCOM eingehende Aufträge in der Regel spätestens innerhalb einer Woche abgewickelt werden, stellt die gegenwärtige Auftragslage generell nur einen sehr eingeschränkten Indikator für die weitere geschäftliche Entwicklung dar.

Im vierten Quartal rechnet CANCOM saisonbedingt im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2002 mit einem entsprechend verbesserten Umsatz und Ergebnis.

2.3) Entwicklung von Kosten und Erlösen

Aufgrund der veränderten konjunkturellen Rahmenbedingungen, beschloss CANCOM im Oktober 2001 sofortige Kosteneinsparungen. Zudem wurden unrentable Teilbereiche im Laufe des Jahres 2001 konsequent und schnell geschlossen.

Die beschlossene reduzierte Kostenplanung konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres daher voll eingehalten werden.

2.4) Nach wie vor gute Liquiditätsausstattung

Die Liquiditätsausstattung des CANCOM-Konzerns ist nach wie vor gut. Im dritten Quartal 2002 wurde ein leicht negativer Cash Flow generiert. Dieser ist vor allem auf unser Wachstum und das hierdurch notwendige Umlaufvermögen zurückzuführen.

Das angesprochene Wachstum macht einen entsprechenden Lagerbestand erforderlich. Dieser garantiert jedoch gleichzeitig unsere schnelle Lieferfähigkeit und stellt damit oftmals den entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber unserer Konkurrenz dar. Unsere Forderungen stellen einen werthaltigen und beleihungsfähigen Vermögensgegenstand dar. Unsere unveränderten und bei weitem nicht ausgeschöpften Kreditlinien erlauben es uns, im Bedarfsfall kurzfristig größere Summen an Barmitteln aufzubringen. Dies ermöglicht es CANCOM zugleich, das weitere Unternehmenswachstum zu finanzieren.

2.5) Wesentliche Änderungen bei den Risiken der künftigen Entwicklung (seit Beginn des Geschäftsjahres)

Seit Beginn des Geschäftsjahres hat es bei CANCOM keine wesentlichen Änderungen bei den Risiken der künftigen Entwicklung gegeben. Eine detaillierte Aufstellung dieser Risiken kann unserem aktuellen Geschäftsbericht ab Seite 18 entnommen werden.

2.6) Ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte

Da der Handelssektor das Kerngeschäft des CANCOM-Konzerns darstellt beschränken sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von CANCOM auf die im Geschäftsbereich CANCOM Systemhaus eingegliederte Entwicklung der ff-eCommerce Software und auf die Weiterentwicklung des Internetshops.

2.7) Investitionen

Neben den üblichen Investitionen in die ständige Verbesserung der internen Infrastruktur standen in den ersten neun Monaten in 2002 kleinere Investitionen in unsere im Herbst 2001 bezogene Firmenzentrale mit angegliedertem Logistikzentrum in Jettingen-Scheppach im Vordergrund unserer Investitionstätigkeit. Des weiteren konnten wir unsere Beteiligung an der Tendi AG weiter aufstocken.

2.8) Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterzahl von 565 zum 30. September 2002 gegenüber 644 zum 30. September 2001 entspricht einem Rückgang um ca. 12 %. Zum 31. Dezember 2001 hatte die Mitarbeiterzahl 620 betragen.

2.9) Aussichten für das laufende Geschäftsjahr

Der CANCOM-Konzern will auch im laufenden Geschäftsjahr und in den kommenden Jahren sein Wachstum auf hohem Niveau fortsetzen.

Der Konzentrationsprozess im Marktumfeld versetzt CANCOM als Markt- und Kostenführer in eine strategisch aussichtsreiche Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2003 und bildet damit die langfristige Grundlage für den weiteren Erfolg des Unternehmens.

Während der gesamte IT-Markt nach Angaben des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) bis zum Jahresende um 1,3 Prozent schrumpfen soll, zeigen sich die Marktforschungsunternehmen bei den weiteren Konjunkturaussichten für die IT-Branche leicht optimistisch.

Während die neueste Studie des European Information Technology Observatory (EITO) für Deutschland im nächsten Jahr nur ein sehr geringes Wachstum prognostiziert, soll der westeuropäische ITK-Markt in 2003 nach EITO-Angaben aber um 3,2 Prozent anziehen.

In der Medienindustrie, einem der wichtigsten Absatzmärkte der CANCOM IT Systeme AG zeichnet sich ebenfalls eine Erholung ab. So gehen die Analysten des Basler Marktforschungsunternehmens Prognos in ihrem aktuellen Gutachten ab dem 2. Halbjahr 2003 von einer Steigerung der Anzeigenumsätze aus, die sich in den Jahren 2004 bis 2006 in weiteren Umsatzsteigerungen fortsetzen soll.

Die Unternehmensberater von PricewaterhausCoopers sehen laut ihrer jährlich erscheinenden Studie »Global Entertainment and Media Outlook: 2002-2006« spätestens ab 2004 einen Aufschwung des Werbemarktes. In den nächsten fünf Jahren sieht PWC für die Medien- und Unterhaltungsindustrie sogar weltweit eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,2 Prozent pro Jahr.

Für 2003 rechnet CANCOM mit einem im Vergleich zum Gesamtmarkt weiterhin starken Wachstum und einem Anstieg der Umsatzrendite auf bis zu 3%.

Aus Sicht des Vorstandes wird in 2003 durch den im Marktumfeld weiter fortschreitenden Konzentrationsprozess ein organisches Wachstum von 15% möglich sein.

3) Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats (Stand 30. Sept. 2002)

Vorstand: Aufsichtsrat:
Raymond Kober 705.091 (8,998 %) Willy Kober 11.880 (0,152 %)
Stefan Kober 523.599 (6,682 %) Walter von Szczytnicki 6.252 (0,080 %)
Klaus Weinmann 523.599 (6,682 %)

4) Erläuterungen zu eigenen Aktien und Bezugsrechten von Organmitgliedern und Arbeitnehmern

Im Berichtszeitraum wurden an Organmitglieder und Arbeitnehmer keine Optionsrechte für Aktien ausgegeben. (weitere Angaben zu Stock Options s. Anhang)

Eigene Aktien der CANCOM IT Systeme AG:

Kaufdatum Stück Kaufpreis/Aktie Nennbetrag/Aktie Anteil am Grundkapital
(gesamt 7.836.343)
Kauf eigener Aktien 02.07.02 5.000 2,81€ 1€ 0,0638%
Kauf eigener Aktien 05.07.02 5.000 3,015€ 1€ 0,0638%
Kauf eigener Aktien 15.07.02 4.000 2,73€ 1€ 0,0510%
Kauf eigener Aktien 17.07.02 2.000 2,90€ 1€ 0,0255%
Kauf eigener Aktien 30.07.02 3.022 2,5631€ 1€ 0,0385%
Summe 19.022 1€ 0,2427%

5) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Quartalsende

CANCOM mit Strategieerweiterung – verstärkter Fokus auf Media-Kunden im PC-Umfeld

Die CANCOM IT Systeme AG wird ab Oktober 2002 als Erweiterung ihrer Unternehmensstrategie eine verstärkte Fokussierung auf Kunden im Media-Umfeld betreiben, die auf Windows basierten PC-Systemen arbeiten.

Diesem lukrativen und relativ wettbewerbsschwachen Marktsegment wird CANCOM als europäischer IT-Marktführer im Media- und Desktop Publishing Umfeld ab sofort noch gezielter als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Hard- und Software, IT-Beratung, Service und Schulung zur Seite stehen.

Als Konsequenz daraus erschien der aktuelle »MacSolutions« Katalog unter dem neuen Namen »MediaSolutions« und dem Motto »X und XP«. Alle Kunden aus dem Medienbereich werden zukünftig plattformübergreifend angesprochen. Natürlich erstreckt sich das darin enthaltene Produktangebot insbesondere auch auf den Peripherie- und Softwarebereich der beiden Systemlandschaften. Hierdurch erscheint erstmalig im deutschen Windows Umfeld ein Katalog, der auf die Bedürfnisse der Kunden im Medienumfeld spezialisiert ist. Die CANCOM media solutions GmbH rechnet angesichts des vorhandenen und wachsenden Marktvolumens an Medienkunden, die auf Windows basierten Systemen arbeiten, im nächsten Jahr mit einem eigenen Umsatzwachstum von ca. 20 – 30 % im deutschen Medienumfeld. Der hier erzielte Umsatz wird in 2002 ca. 90 Mio. Euro betragen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass das Geschäft mit Apple basierten Systemen aufgrund unseres hohen Marktanteiles von 25 % in Deutschland nur entsprechend dem Markt wachsen wird. Aus diesem Grund wird das deutsche Apple Geschäft zur cash-cow ausgebaut. Das Wachstum wird zukünftig vorwiegend durch Windows basierende Systeme erzielt werden. Diese Wachstumsstrategie wird von namhaften Partnern unterstützt, insbesondere HP, Microsoft und Adobe. Wie im letzten Quartalsbericht geschildert wurde, hat Apple Europa zum 1. Oktober 2002 Apple Europa seine Grundverträge mit allen Handelspartnern im Professional Business, so auch mit CANCOM, gekündigt. Zwischenzeitlich konnte mit Apple Europa ein neuer Händlervertrag mit Gültigkeit für den gesamten CANCOM-Konzern vereinbart werden.

BILANZ (NACH IAS) – AKTIVA

Aktiva 9-Monatsbericht
30.09.02 (TEuro)
Jahresabschluss
31.12.2001 (TEuro)
Assets
Kurzfristige Vermögensgegenstände Current assets
Liquide Mittel 5.941 10.915 Cash and cash equivalents
Short-term investments/
Wertpapiere des Umlaufvermögen 408 1.141 Marketable securities
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 23.367 28.254 Trade account recieveable
Forderungen Accounts recievable
im Verbundbereich 0 0 due from related parties
Vorräte 10.236 8.847 Inventories
Latente Steuern 0 0 Deferred tax asset
Rechnungsabgrenzungsposten und Prepaid expenses and
sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 5.113 7.660 other current assets
Kurzfristige Vermögens
gegenstände, gesamt 45.065 56.817 Total current assets
Langfristige Vermögensgegenstände Long-term assets
Sachanlagevermögen 9.689 10.529 Property, plant and equipment
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.290 3.162 Intangible assets
Geschäfts- oder Firmenwert 26.602 26.662 Goodwill
Finanzanlagen 4 132 Investments
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 0 Investment accounted for by the equity method
Ausleihungen 0 484 Notes receivable/loans
Latente Steuern 3.950 3.523 Deferred taxes
Sonstige Vermögensgegenstände 893 79 Other assets
Langfristige Vermögens
gegenstände, gesamt 44.428 44.571 Total long-term assets
Aktiva, gesamt 89.493 101.388 Total assets

BILANZ (NACH IAS) – PASSIVA

9-Monatsbericht Jahresabschluss
Passiva 30.09.02 (TEuro) 31.12.2001 (TEuro) Liabilities and shareholders' equity
Kurzfristige Verbindlicheiten Current liabilities
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an Short term debt and
langfristigen Darlehen 10.961 10.444 current portion of long-term debt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 17.838 19.717 Trade accounts payable
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 0 0 Accounts payable due to related parties
Erhaltene Anzahlungen 45 161 Advance payments received
Rückstellungen 4.648 7.138 Accrued expenses
Umsatzabgrenzungsposten 4 85 Deferred revenues
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 472 1.136 Income tax payable
Latente Steuern 0 0 Deferred tax liability
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.820 9.362 Other current liabilities
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 36.788 48.043 Current liabilities, total
Langfristige Verbindlicheiten Long-term liabilities
Langfristige Darlehen 7.140 7.345 Long-term debt, less current portion
Langfristige Capital lease obligations,
Finanzleasingverpflichtungen 0 0 less current portion
Umsatzabgrenzung 0 0 Deferred revenues
Latente Steuern 504 403 Deferred tax liability
Pensionsrückstellungen 575 596 Pension accrual
Übrige 91 70 Others
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 8.310 8.414 Long-term liabilities, total
Eigenkapital Shareholders' equity
Minderheitenanteile 2.225 2.337 Minority interest
Gezeichnetes Kapital 7.836 7.482 Share capital
Kapitalrücklage 35.178 33.955 Additional paid-in capital
Bilanzgewinn/Bilanzverlust (inklusive Retained earnings /
Gewinnrücklagen) -856 1.145 accumulated deficit
Übrige 12 12 Others
Eigenkapital, gesamt 42.170 42.594 Total shareholders' equity
Total liabilities and
Passiva, gesamt 89.493 101.388 shareholders' equity

GUV (NACH IAS)

Zahlenangaben in T€
Gewinn- u. Verlustrechnung
01.07.02
bis 30.09.02
01.07.01
bis 30.09.01
01.01.02
bis 30.09.02
01.01.01
bis 30.09.01
Income Statement
01.01.01.-30.06.01
Umsatzerlöse 70.108 67.375 201.489 167.813 Revenues
Sonstige betriebliche Erträge 516 579 1.346 1.513 Other operating income
Andere aktivierte Eigenleistungen 187 169 561 476 Prod. for own fixed assets capitalized
Materialaufwand/Aufwand Cost of purchased materials
für bezogene Leistungen -58.904 -56.229 -167.046 -137.575 and services
Personalaufwand -5.961 -5.640 -18.730 -15.875 Personnel expenses
Abschreibungen auf Sachanlagen
u. immater. Vermögensgegenstände* -1.287 -498 -3.700 -1.463 Depreciation and amortization
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.112 -3.608 -15.349 -11.790 Other operating expenses
Betriebsergebnis** -453 2.148 -1.429 3.099 Operating income/loss
Zinsaufwendungen -202 -66 -701 -42 Interest expense
Währungsgewinne/-verluste -41 0 -41 0 Foreign currency exch. gains/losses
Ergebnis vor Steuern Result before income taxes
(und Minderheitenanteilen) -696 2.082 -2.171 3.057 (and minority interest)
Steuern vom Einkommen und Ertrag 40 82 189 -122 Income tax
Außerord. Erträge/Aufwendungen -36 -413 -36 -526 Extraordinary expenses
Ergebn. v. Minderheitenanteilen -692 1.751 -2.018 2.409 Result before minority interest
Minderheitenanteile 101 61 17 91 Minority interest
Einzustellende Bereiche 0 -1.978 0 -2.253 discontinued operations
Periodenüberschuss/-fehlbetrag -591 -166 -2.001 247 Net income/loss
Ergebnis je Aktie (unverwässert) -0,08 0,02 -0,27 0,04 Net income per share (basic)
Ergebnis je Aktie (verwässert) -0,08 0,02 -0,27 0,04 Net income per share (diluted)
Ergebnis je Aktie nach DVFA -0,08 0,02 -0,27 0,04 Net income per share after DVFA
Durchschnittliche im Umlauf Weigthed average shares
befindliche Aktien (unverwässert) 7.481.733 6.904.450 7.481.733 6.9041.450 outstanding (basic)
Durchschnittliche im Umlauf Weigthed average shares
befindliche Aktien (verwässert) 7.487.670 6.909.164 7.487.670 6.909.164 outstanding (diluted)

* davon planmäßige Goodwill-Abschreibungen in den ersten neun Monaten: 1,722 Mio. Euro

** das Betriebsergebnis vor planmäßigen Goodwill-Abschreibungen (EBITA) in den ersten neun Monaten beträgt: +0,293 Mio. Euro. Die künftige Verwendung der Bilanzkennzahlen EBITA anstelle des EBIT erfolgt im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit mit nach US-GAAP bilanzierenden Unternehmen, der den EBIT planmäßige Goodwill-Abschreibungen nicht berücksichtigt

KAPITALFLUSSRECHNUNG

01.01. - 01.01. -
Kapitalfluss 30.09.02 (TEuro) 30.09.01 (TEuro) Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: Cash flows from operating acivities:
Jahresergebnis -2.001 247 Net profit/loss (period)
Anpassungen für: adjustments for:
Minderheitenanteile -17 -91 Minortiy interest
Außerord. Erträge/Aufwend. (IPO-Kosten Tendi) 0 526 Extraordinary income/expenses (IPO-costs Tendi)
Abschreibungen 3.700 1.463 Depreciation and amortization
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -3.154 6.578 increase/decrease in provisions
Zunahme/Abnahme der Wertberichtigungen 0 0 increase/decreaseand in accruals
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 62 0 Lasses on the disposal of fixed assets
Fremdwährungsgewinne/-verluste 41 0 Foreign exchange gains/losses
Zunahme/Abnahme der latenten Steuern -326 -1.562 Increase/decrease in deferred tax asset
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -1.841 -9.028 Change in net working capital
Sonstige -814 -479 Other
Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete/ Net cash provided by
eingesetzte Zahlungsmittel -4.350 -2.346 operating activities
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: Cash flows from investing activities
Erwerb von Tochterunternehmen,
abzüglich erworbener liquider Mittel -95 1.267 Acquisition of subsidiaries, net of cash aquired
Erlöse aus dem Verkauf von Tochterunternehmen, Proceeds from disposal of a subsidiary,
abzüglich übertragener liquider Mittel 0 0 net of cash transferred
Erwerb von Anlagevermögen -2.412 -23.279 Purchase of property, plant and equipment
Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen 35 0 Proceeds of property, plant and equiment
Sonstige 0 0 Other
Für Investitionen eingesetzte Zahlungsmittel -2.472 -22.012 Net cash used in investing activities
Cashflow aus der Finanzierungtätigkeit: Cash flows from financing activities
Erlöse aus Eigenkapitalzuführungen 1.577 0 Proceeds from issuance of share capital
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- oder
langfristigen Darlehen 0 10.639 Proceeds from short or long-term borrowings
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -246 0 Cash repayments of mounts borrowed
Auszahlungen für Finanzierungsleasing 0 0 Payment of capital lease liabilities
Auszahlung an Unternehmenseigner 0 0 Payment of enterprice owner
Sonstige 0 -526 Other
Aus der Finanzierungstätigkeit erzielte/ Net cash used in
eingesetzte Zahlungsmittel 1.331 16.896 financing activities
Erhöhung/Verminderung der liquiden Mittel -5.491 -7.462 Net increase/decr. in cash and cash equivalents
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 471 7.370 Cash and cash equivalents at beginning of period
Liquide Mittel am Ende der Periode -5.020 -92 Cash and cash equivalents at and of period

EIGENKAPITALENTWICKLUNG

Zahlenangaben in T€ Einstellungen und Konzernjahres
Kapital- Entnahmen sonstige überschuss vom
01.01.2002 erhöhungen Kapitalrücklagen Veränderungen 01.01.-30.09.02 30.09.2002
Gezeichnetes Kapital 7.482 354 7.836
Kapitalrücklage 33.955
Kapitalerhöhung Tendi Deutschland
GmbH & Co. KG 1.330
abzüglich Kapitalerhöhungskosten -173
zzgl. Steuerersp. aus Kap.-Erh.-Kosten 66
-107 35.178
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 6 6
Andere Rücklagen 116 116
Unterschiedsbetrag aus
Kapitalkonsolidierung 12 12
Konzernbilanzgewinn
Konzernbilanzgewinn zu Beginn
der Periode 1.023
Konzernjahresüberschuss -2.001 -978
42.594 1.648 -107 +/- 0 -2001 42.170
Zahlenangaben in T€ Kapital- Einstellungen und
Entnahmen
sonstige Konzernjahres
überschuss vom
01.01.2001 erhöhungen Kapitalrücklagen Veränderungen 01.01.-30.09.01 30.09.2001
Gezeichnetes Kapital 6.552
Kapitalerhöhung 1:
Sacheinlage VendIT 930
7.482 7.428
Kapitalrücklage 24.293
Kapitalerhöhung 1:
Sacheinlage VendIT 9.709
9.709 34.002
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 7 7
andere Rücklagen 116 116
Unterschiedsbetrag aus 12 -12 0
Kapitalkonsolidierung
Konzerngewinnvortrag
Konzernjahresüberschuss
Konzernbilanzgewinn 2.149 248 2.397
33.129 7.482 9.709 -12 248 44.004

ANHANG für den Quartalsbericht zum 30.09.2002

A. Angewandte Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der International Accounting Standards (IAS) erstellt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere die Softwareentwicklungskosten für interne Softwareprojekte, werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Herstellungskosten beinhalten die direkten Personalkosten der jeweils eingesetzten Mitarbeiter sowie der Produktentwicklung zuordenbare Gemeinkosten, soweit diese eindeutig ermittelbar waren, notwendigerweise anfielen und es sich nicht um Vertriebsgemeinkosten handelte.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt deren Verwendung; dies ist im allgemeinen der Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Fertigstellung der selbst geschaffenen Vermögenswerte. Die Abschreibung erfolgt konzerneinheitlich linear (in der Regel 3-5 Jahre) über den Zeitraum, in dem der wirtschaftliche Nutzen des Vermögenswertes durch das Unternehmen verbraucht wird. (IAS 38.88).

Der positive Goodwill aus der Kapitalkonsolidierung wird linear auf eine Nutzungsdauer von 15 - 20 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer begründet sich insbesondere durch den Umstand der längerfristigen Nutzbarkeit des erworbenen Kundenstamms und des damit verbundenen Marktzugangs.

Gemäß IAS 22.25 zählen zusätzlich zur Gegenleistung für den Erwerb von Beteiligungen auch direkte Kosten (externe Beratungskosten für Wirtschaftsprüfer, Rechtsberater usw., u.a. für Kaufpreisprüfungen), die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb entstehen, zu den Anschaffungskosten.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Zeitdauer der Abnutzung ist konzerneinheitlich an international üblichen Nutzungsdauern, die im Falle der Konzerngesellschaft zwischen 4 und 10 Jahre betragen, ausgerichtet worden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zuund Abgang sowie als Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres gezeigt.

Anteile an Tochterunternehmen, bei denen eine Beherrschung nur vorübergehend begründet wird, weil das Tochterunternehmen im Sinne von IAS 27.13a ausschließlich zum Zwecke der Weiterveräußerung in naher Zukunft gehalten wird, werden gemäß IAS 39.73 mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und regelmäßig auf Anzeichen einer Wertminderung überprüft. Ebenso werden sonstige unwesentliche Beteiligungen bewertet.

Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie liquide Mittel ebenso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen (im Falle eines Vermögenswertes) oder erhaltenen (im Falle einer Schuld) Gegenleistung entsprechen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden o.g. Vermögenswerte und Schulden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; die Vermögenswerte werden regelmäßig auf einen Wertminderungsbedarf überprüft. Dabei entsprechen bei kurzfristigen Forderungen in der Regel die Anschaffungskosten dem ursprünglichen Rechnungsbetrag und bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden direkte Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen ist berücksichtigt worden, dass die Forderungen im wesentlichen durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind und somit nur ein Restrisiko pro Forderung besteht.

Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 (latente Steuern) berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOM-einheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungs-vorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden bilanziert, da mit zukünftigen positiven Ergebnissen gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Gemäß SIC 17 werden die direkt zurechenbaren externen Aufwendungen für IPO und für Kapitalerhöhung nach Abzug von latenten Steuern als Abzug vom Eigenkapital bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger Kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung notwendig ist, um alle gegenwärtigen rechtlichen und faktischen Verpflichtungen des Konzerns zum Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken, sind im Rückstellungsbetrag berücksichtigt, sofern diese objektiv und hinreichend sicher vorausgesagt werden können.

Die Umsatzrealisierung ergibt sich aus IAS 11 und 18. Sie ist abzüglich der Umsatzsteuer, Gutschriften und sonstigen Erlösschmälerungen angesetzt. Leasing-Zahlungen innerhalb eines Operate-Leasing Verhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für die Gesellschaft. Operate-Leasing liegt vor, wenn durch den Leasingvertrag nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Leasing-Nehmer übertragen werden. Die Gesellschaft überprüft regelmäßig alle Leasingverträge, ob Operate- oder Finance-Leasing vorliegt.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, bei Deckung durch Termingeschäfte mit dem Terminkurs bewertet.

Jahresabschlüsse in Fremdwährung werden nach der Stichtagskursmethode umgerechnet. Dabei werden Jahresabschlüsse von Ländern, die nicht der europäischen Währungsunion angehören, insbesondere Schweiz und Großbritannien, mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Ergebnisauswirkung aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit den Stichtagskursen zum Ende und zum Beginn des Geschäftsjahres bzw. zum unterjährigen Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss wird wegen Geringfügigkeit nicht berücksichtigt. Umrechnungsunterschiede aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam ausgewiesen. Insgesamt ist das Ergebnis durch die Währungsdifferenzen nur unwesentlich belastet.

3. Veränderung der Konzernstruktur im dritten Quartal 2002

Akquisitionen im dritten Quartal

Gemäß Einbringungsvertrag zwischen der CANCOM IT Systeme AG und der Concord Effekten AG vom 25.06.2002 wurden 218.750 Stück Tendi AG Aktien zu NW 437.500 € von der Concord an die CANCOM übereignet. Die Beteiligungsquote der CANCOM IT Systeme AG erhöhte sich somit auf 87,8 %.

4. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30.09.2002 der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sind die in der folgenden Übersicht aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Beteiligungs
quote
1. CANCOM media solutions GmbH, Jettingen-Scheppach
sowie deren Tochtergesellschaften
100,0 %
• CANCOM Computersysteme Ges.m.b.H., Graz/Österreich
• CANCOM (Switzerland) AG, Schweiz
100,0 %
100,0 %
2. CANCOM business solutions GmbH, Jettingen-Scheppach, 100,0 %
3.
4.
Tendi AG, München
(einschließlich folgender Gesellschaften)
• Tendi Deutschland GmbH & Co. KG
(vormals Software Wings GmbH & Co. KG)
• Software Wings GmbH + Co. KG, Vils / Österreich
• SoftMail IT AG, Caslano/Schweiz
eBizcuss.com S.A:, Genneviliers/Frankreich
(einschließlich folgender Gesellschaften)
• C.G.M. S.A., Paris
• KA-Phenix Assistance S.A.R.L., Paris
• EIRE Services S.A.R.L., Paris
87,8 %
58,3 %
5. Novodrom GmbH, Jettingen-Scheppach 100 %
6. CANCOM Ltd., Guilford/Großbritannien *73,3 %
7. TechConsult GmbH (vormals Adservice GmbH), Hamburg 100 %
8. Maily Software GmbH & Co. KG, Sindelfingen 100 %
9. Bytehouse International Deutschland GmbH, Sindelfingen 100 %

* Die Stimmanteile weichen von den Kapitalanteilen ab und betragen 60 %

Mit Verschmelzungsvertrag vom 18.12.2001 (UR.Nr.: S1966/2002-se) wurde die Pfannstiel's Logibyte GmbH & Co. KG auf die Software Wings GmbH + Co. KG zum 30.09.2001 verschmolzen. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 16.05.2002.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 25.06.2002 (UR.Nr.: S 885/2002-se) wurde die TechConsult GmbH (vormals Adservice GmbH) auf die CANCOM media solutions GmbH zum 31.03.2002 verschmolzen. Der Eintrag ins Handelsregister erfolge am 26.09.2002.

Nicht konsolidiert wurde folgendes unmittelbare Tochterunternehmen:

• IT Consult GmbH (vormals TechConsult GmbH), Jettingen-Scheppach 100,0 %

Die Einbeziehung des vorgenannten Tochterunternehmens in den Konzernabschluss zum 30.09.2002 wurde nicht vorgenommen, da seine Weiterveräußerung beabsichtigt ist.

• Computer Zones Ltd., England 99,0 %

• Mac Supplies Ltd., England 99,0 %

• Mac Zones Ltd., England 99,0 % Die Einbeziehung der vorgenannten Tochterunternehmen in den Konzernabschluss zum 30.09.2002 wurde nicht vorgenommen, da es sich ausschließlich um Gesellschaften mit passiver Tätigkeit handelt.

5. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Quartalsabschlusses der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft aufgestellt worden.

6. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode (Buchwertmethode). Danach werden die Anschaffungskosten der konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet, das dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Zeitpunkt des Erwerbs der Gesellschaftsanteile der Tochtergesellschaften entspricht.

Übersteigen die Anschaffungskosten das anteilige, entsprechend den Bewertungsvorschriften der IAS angepasste Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt, so wird der sich ergebende aktive Unterschiedsbetrag entsprechend seinem Charakter als Geschäftswert aktiviert und grundsätzlich linear über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren, beginnend mit dem Jahr, in dem erstmalig Anteile an der betreffenden Gesellschaft erworben worden sind, abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sobald sich ergibt, dass der wirtschaftliche Vorteil aus dem Erwerb der Geschäftswerte die Anschaffungskosten langfristig unterschreitet.

Konzerninterne Gewinne, Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde verzichtet, da diese nur in unwesentlichem Umfang vorliegen.

B. Erläuterung abweichender Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden nach § 292 a Abs. 2 Nr. 4b HGB

Die Bilanzierungs- und Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des vorliegenden Abschlusses weichen wie folgt vom deutschen Recht der Konzernrechnungslegung ab:

• Kapitalerhöhungsaufwendungen

Gemäß SIC 17 sind die direkt zurechenbaren externen Aufwendungen für den IPO und für Kapitalerhöhungen nach Abzug latenter Steuern als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren.

• Anschaffungsnebenkosten

Gemäß IAS 22.25 zählen zusätzlich zur Gegenleistung für den Erwerb von Beteiligungen auch direkte Kosten (externe Beratungskosten für

Wirtschaftsprüfer, Rechtsberater usw., u.a. für Kaufpreisprüfungen), die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb entstehen, zu den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs.

• Softwareentwicklungskosten

Gemäß IAS 38 wird selbsterstellte Software aktiviert. Die Software betrifft im wesentlichen Kosten für die Weiterentwicklung des integrierten EDV-Systems »ff-eCommerce« für die Bereiche Auftragsabwicklung, Einkauf, Warenwirtschaft und Vertriebssteuerung samt Web-Shop.

Aktiviert wurden sämtliche mit der Entwicklungstätigkeit in Zusammenhang stehenden Einzel- und Gemeinkosten. Die aktivierten Entwicklungskosten werden planmäßig über einen Zeitraum von 3-5 Jahren ab Nutzungsbeginn (IAS 38.88) abgeschrieben.

• Latente Steuern

Nach IAS 12 sind latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge abzugrenzen, sofern und soweit sie in der Zukunft realisierbar erscheinen. In der Periode der Inanspruchnahme der Verlustvorträge wird die entsprechende Abgrenzung in Anspruch genommen. Aufgrund der vorhandenen Verlustvorträge werden im Berichtszeitraum aktive latente Steueransprüche bilanziert.

Aufgrund der Aktivierung der selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände und der damit verbundenen Bewertungsunterschiede zur Bilanzierung nach Steuerrecht wurden die daraus resultierenden latenten Steuern passiviert.

• Erfolgswirksamer Ausweis Effekte Sachkapitalerhöhungen

Im Rahmen der interessentheoretischen Auslegung der IAS-Rechnungslegungsvorschriften führen diese Vorgänge zu erfolgswirksamen Effekten beim Konzernergebnis, denn durch die Partizipation des Konzerns an den fair values der eingebrachten Vermögenswerte ist ein entsprechender Vermögenszuwachs im Konzern zu verzeichnen. Diese Ergebniseffekte sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

• Rückstellungen

Die Rückstellungsbewertung basiert auf »best estimate«.

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel enthalten ausschließlich jederzeit fällige Bankguthaben sowie Kassenbestände.

2. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten im wesentlichen Anteile an

verbundenen Unternehmen, die ausschließlich zum Zwecke ihrer Weiterveräußerung gehalten werden.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

4. Vorräte

Die Vorräte enthalten fast ausschließlich Waren, insbesondere Hardwarekomponenten und Software. Ein Großteil der Hardwarekomponenten lagert im neuen Logistikzentrum in Jettingen-Scheppach.

5. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenstände

Diese Position beinhaltet im wesentlichen die kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenstände. Im einzelnen werden darunter u. a. Steuererstattungsbeträge (T€ 1.344), Bonusforderungen gegen Lieferanten (ca. T€ 1.181), Forderungen an Tochterunternehmen, die nicht konsolidiert werden (T€ 609), Aktivwert Rückdeckversicherung (T€ 541) sowie Mitarbeiterdarlehen (T€ 191) ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten abgegrenzte Versicherungsprämien sowie vorausbezahlte Kosten.

6. Anlagevermögen

6.1 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen umfasst im wesentlichen Grund und Boden und Gebäude des neuen Logistikzentrums in Scheppach. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf € 6.4 Mio.

6.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Software, die entweder entgeltlich erworben oder selbst geschaffen wurde. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im wesentlichen mit ca. T€ 1.272 (31.12.01: T€ 1.160) Herstellungskosten für die Entwicklung (Customizing) des integrierten EDV-Systems »ff-eCommerce«. Die Wahrscheinlichkeit, dass den selbstgeschaffenen internen Softwareprojekten ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt, ergibt sich daraus, dass die zugrundeliegende Software bereits in der Gesellschaft genutzt wird und eine deutliche Optimierung der Abläufe erzielt werden konnte.

6.3 Geschäfts- und Firmenwert

Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten zum Bilanzstichtag im wesentlichen die entsprechenden Werte der VendIT AG, Teampoint Gesellschaften, SoftMail IT AG, Tendi AG und CANCOM U.K. Ltd. Der auf diese Gesellschaften entfallende Geschäftswert beläuft sich auf T€ 20.358.

7. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden aufgrund der vorhandenen Verlustvorträge in Höhe von ca. € 10,8 Mio. aktiviert. Im wesentlichen erfolgte die Bildung der aktiven latenten Steuern erfolgsneutral, durch Saldierung mit den entsprechenden Geschäfts- und Firmenwerten, sofern diese Verlustvorträge im Rahmen von Unternehmenskäufen übernommen wurden.

Die Bewertung erfolgt mit einem einheitlichen Steuersatz von ca. 36,3%. Der Steuersatz errechnet sich aus einem Gewerbesteuersatz von 15% und einem Körperschaftsteuersatz von 25% zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer.

8. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Unter den kurzfristigen Darlehen und dem kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen werden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um die Inanspruchnahme der von Banken eingeräumten Kreditlinien sowie um den innerhalb eines Jahres fälligen Teil von langfristigen Darlehen.

9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

10. Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen im wesentlichen Rückstellungen für noch ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 3.589). Daneben werden Rückstellungen für Urlaubsansprüche und sonstige Mitarbeiteransprüche ausgewiesen.

Der Gesamtbetrag der Rückstellungen ist bis auf die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von T€ 91 innerhalb eines Jahres fällig.

11. Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern

Unter den Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern werden Verpflichtungen für die Jahre 2000 und 2001 ausgewiesen.

12. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden im einzelnen Steuerverbindlichkeiten (T€ 3.475), Lohn und Gehalt (T€ 359) sowie Sozialversicherung (T€ 358) ausgewiesen.

13. Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben. Der Anteil dieser Darlehen, die innerhalb der nächsten 12 Monate fällig ist, wird unter der Position »kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen« ausgewiesen.

14. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern sind als Abgrenzung für die aktivierten Eigenleistungen gebildet worden.

Die Bewertung erfolgt mit einem einheitlichen Steuersatz von ca. 36,3%. Die Berechnung des Steuersatzes ergibt sich den Ausführungen zu den aktiven latenten Steuern.

15. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 7.836.342 Euro und ist eingeteilt in 7.836.342 Stückaktien.

D. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Der Personalaufwand umfasst Löhne und Gehälter (T€ 15.546), Sozialabgaben (T€ 3.175). Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen T€ 9.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Werbekosten, Fracht und Verpackung, Raumkosten inklusive Miet- und Mietnebenkosten, Kfz-, Reise- und Bewirtungskosten, Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten usw.

3. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Ertragssteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:

Werte in T€ Jan. - Sept. 2002 Jan. - Sept. 2001
Laufende Steueraufwendungen/-erträge:
Inland -16 279
Ausland 87 91
71 370
Latente Steuern:
Aktiv -427 -174
Passiv 167 -74
-260 -248
Steueraufwand Konzern -189 122

Der in- und ausländische Ertragssteueraufwand betrifft bei allen Tochtergesellschaften bis auf die Maily GmbH & Co. KG und die Tendi Deutschland GmbH & Co. KG ausschließlich Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Bei den zwei oben genannten Personengesellschaften ist die Gewerbesteuer im Ertragssteueraufwand enthalten.

Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 (latente Steuern) berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in Handelsund Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOMeinheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungsvorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden bilanziert, da mit zukünftigen positiven Ergebnissen gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.

Bei der Ermittlung latenter Steuern werden sämtliche temporären Differenzen in die Steuerabgrenzung einbezogen, unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Realisierung. Hierbei wurden die am Stichtag geltenden Steuersätze herangezogen. Die latenten Steuerforderungen betreffen ausschließlich künftige Steuerersparnisse aufgrund realisierbarer Verlustvorträge.

Aktive und passive Steuerabgrenzungen sind zusammen mit den Steueraufwendungen für das laufende Jahr unter der Bezeichnung »Steuern vom Einkommen und Ertrag« als saldierter Wert ausgewiesen.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Segmentsberichterstattung

Das primäre Segmentberichtsformat stellen die geographischen Segmente Deutschland und Europa dar.

Als sekundäres Segmentberichtsformat werden die Segmente Systemhaus und Beteiligungen gewählt.

2. Stock Options

Im Berichtszeitraum wurden an Mitarbeiter keine Optionsrechte für Aktien ausgegeben.

In 2001 sind an Mitarbeiter 24.600 Optionsrechte für Aktien (Tauschverhältnis 1:1) ausgegeben worden. Diese können erstmals in 2004 ausgeübt werden. In 2000 sind an Mitarbeiter insgesamt 59.750 Optionsrechte für Aktien (Tauschverhältnis 1:1) ausgegeben worden. Die erstmalige Ausübung ist hier in 2003. Mittlerweile sind 9.100 Optionsrechte wieder an die Gesellschaft zurückgeflossen, weil die begünstigten Mitarbeiter aus der Unternehmensgruppe ausgeschieden sind. Insgesamt sind somit bisher 75.250 von 180.000 möglichen Optionsrechten ausgegeben worden. Die verbleibenden 104.750 Optionsrechte können vom Vorstand noch bis zum 30. April 2003 ausgegeben werden.

Der Ausübungspreis beträgt für die in 2001 ausgegebenen Optionsrechte 8,99/Anteil (Vorjahr: € 19,27/Anteil). Bezugsberechtigt sind Vorstand und Geschäftsführung sowie leitende Angestellte der ersten und zweiten Führungsebene sowohl in der CANCOM IT Systeme AG als auch in den mit dieser verbundenen Unternehmen. Die Wartezeit beträgt grundsätzlich 3 Jahre; die maximale Ausübungsfrist endet mit dem 5. Jahr nach Ausgabe der Optionsrechte. Die Ausgabe der Optionsrechte ist nicht an die Erfüllung besonderer Erfolgsziele gebunden.

geographische Segmente Deutschland Europa Eliminierung konsolidiert
30.09.02 30.09.01 30.09.02 30.09.01 30.09.02 30.09.01 30.09.02 30.09.01
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Umsatzerlöse
- Externe Verkäufe 140.831 114.246 60.658 53.567
- Verkäufe zwischen den Segmenten 7.404 7.296 1.346 1.811 -8.750 -9.107
- Gesamte Erträge 148.235 121.542 62.004 55.378 -8.750 -9.107 201.489 167.813
Ergebnis
EBITDA 1.902 3.131 369 1.431 2.271 4.562
- Abschreibungen 3.132 1.155 568 308 3.700 1.463
Betriebsergebnis (EBIT)1 -1.230 1.976 -199 1.123 -1.429 3.099
- Zinserträge 80 143
- Zinsaufwendungen -781 -185
- Währungsverluste -41 0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.171 3.057
- außerordentliches Ergebnis -36 -224 0 -302 -36 -526
- Ertragsteuern 189 -122
- Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschaften 17 91
- Discontinuing operations 0 -2.253
Konzernjahresüberschuss -2.001 247
Andere Informationen
- Segmentvermögen2 65.926 72.599 23.567 19.844 89.493 92.443
- Kurzfristige Verbindlichkeiten 22.631 27.620 14.157 10.697 36.788 38.317
- Langfristige Verbindlichkeiten 8.056 7.597 254 39 8.310 7.636
- Investitionen2 2.139 21.296 175 1.971 2.314 23.267
1 EBIT und EBITDA bereinigt um Kosten für discontinued operations in 2001

2 Segmentvermögen und Investitionen inklusive Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung

3. Verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen

Die CANCOM IT Systeme AG erstellt diesen Konzernabschluss als Obergesellschaft. Dieser Konzernabschluss wird nicht in einen übergeordneten Konzernabschluss einbezogen. Im Sinne von IAS 24 kommen die Herren Klaus Weinmann, Raymond Kober und Stefan Kober in Betracht, die sowohl in ihrer Funktion als Vorstand und Gesellschafter der Muttergesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die CANCOM Gruppe ausüben können, außerdem zählt der Aufsichtsrat zu den nahestehenden Personen im Sinne von IAS 24.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand und den Unternehmen der CANCOM Gruppe. Die Transaktionen mit nahestehenden Personen wurden zu Marktpreisen abgerechnet.

4. Aktienbesitz der Organe (zum Bilanzstichtag)

Bezüglich der Aktionärsstruktur verweisen wir auf Seite 9 dieses Quartalsberichts.

Hinweis zu sekundären Segmentberichterstattung:

Die CANCOM IT Systeme AG verzichtet mit Beginn des 3. Quartals 2002 auf eine Darstellung der sekundären Segmentberichterstattung, da die darin vorgenommene Untergliederung nach »Systemhaus« und »Beteiligungen« aus heutiger Sicht nur noch sehr geringe Aussagekraft für die Geschäftstätigkeit der CANCOM IT Systeme AG hat.

IMPRESSUM

CANCOM IT SYSTEME AG ABTEILUNG INVESTOR RELATIONS

MESSERSCHMITTSTR. 20 89343 JETTINGEN-SCHEPPACH

TEL: 0 82 25/9 96-1051 FAX: 0 82 25/9 96-1033 EMAIL: [email protected]

CANCOM IT Systeme AG

Messerschmittstraße 20 89343 Scheppach

www.cancom.de

fon 0 82 25 / 9 96-1051 fax 0 82 25 / 9 96-1033