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CANCOM SE Annual Report 2010

Mar 24, 2011

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Annual Report

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Virtualisierung Cloud Computing Skalierbarkeit Managed Services Agility Dynam ic Infrastructure Service DE sk Cloud Services Applicati ons Architecture Opt imized Processes Zentralisierung Private Cloud Data Center Geschäftsbericht 2010

CANCOM IT Systeme AG

Über CANCOM…

Komplettlösungen für IT-Architektur, Integration, Consulting & Services

Die börsennotierte CANCOM IT Systeme AG ist seit ihrer Gründung im Jahr 1992 zu einem der drei größten deutschen IT-Komplettanbieter gewachsen. Das ganzheitliche Produkt- und Dienstleistungsportfolio richtet sich an den Anforderungen und Bedürfnissen von mittelständischen als auch Großunternehmen aus. Es reicht von der Beratung und dem Design von IT-Architekturen über die IT-Beschaffung und Integration bis hin zum Betrieb der Systeme.

Dabei versteht sich CANCOM als zuverlässiger und qualifizierter IT-Partner, der den Kunden Mehrwert bietet. Mit führenden Herstellern wie HP, Microsoft, IBM, SAP, Symantec, Citrix, VMware, Apple und Adobe unterhält CANCOM höchste Partnerzertifizierungen und verfügt damit über entscheidende Kompetenzen in richtungsweisenden IT-Zukunftsthemen.

Zum zweiten Mal in Folge das "Bestes Systemhaus" Deutschlands

COMPUTERWOCHE, die führende deutsche Wochenzeitung für den gesamten Bereich der Informationstechnik, hat auch in 2010 wieder zusammen mit dem Fachmagazin ChannelPartner die bei den Kunden beliebtesten Systemhäuser ermittelt.

In der Umsatzklasse ab 250 Millionen Euro übertraf CANCOM erneut die Konkurrenz deutlich und belegte nach dem Erfolg in 2009 erneut Platz 1 der Wahl zum "Besten Systemhaus 2010".

Kennzahlenübersicht CANCOM Konzern (in Mio.€)

2010 2009 2008 2007 2006 2005
Umsatzerlöse 549,3 422,5 364,1 300,1 265,0 226,1
Rohertrag 151,0 119,3 107,8 88,3 66,1 42,9
Rohertragsmarge in % 27,5 28,2 29,6 29,4 24,9 19,0
EBITDA Konzern 19,2 10,4 8,8 8,0 5,8 3,8
EBIT Konzern 13,7 7,0 5,4 6,2 4,3 2,4
Periodenergebnis 7,9 5,1 2,7 4,7 2,4 1,0
Ergebnis je Aktie in € 0,80* 0,49 0,27 0,45 0,24 0,11
Bilanzsumme 177,4 134,9 120,7 100,4 86,5 70,1
Eigenkapital 51,0 43,9 38,9 36,3 33,4 26,9
Eigenkapitalquote in % 28,7 32,5 32,2 36,2 38,9 38,4
Durchschnittliche Aktienzahl
(in 1.000) (verwässert)
10.321 10.387 10.391 10.391 9.924 9.462
Mitarbeiter zum 31.12. 2.039 1.870 1.778 1.319 1.254 567
Liquide Mittel zum 31.12. 31,5 25,8 18,3 11,8 7,3 11,9

* Bereinigt um einen Sondereinfluss in Höhe von 0,04 €, der eine Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern aufgrund eines EU-Verfahrens zum § 8c KStG auf zum Bilanzstichtag nicht bewertbare Verlustvorträge betrifft.

Umsatzerlöse 2005-2010 (in Mio. €) EBITDA 2005-2010 (in Mio. €)

2 | Impressum

Herausgeber

CANCOM IT Systeme AG Messerschmittstraße 20 D–89343 Jettingen-Scheppach Germany www.cancom.de

Investor Relations

Beate Rosenfeld Telefon: +49 8225 996-1015 Fax: +49 8225 996-4-1015 E-Mail: [email protected]

Konzeption / Gestaltung

CANCOM IT Systeme AG, Jettingen-Scheppach E-Mail: [email protected]

Bildnachweise

Umschlag: istockphoto © shironosov fotolia.de © zentilia istockphoto © nyul istockphoto © benoitb istockphoto © skynesher fotolia.de © pressmaster istockphoto © alexsl © Daniel Biskup

Seite 5: fotolia.de © imageteam Seite 8: © Andreas Brücklmair Seite 29: © Christina Bleier Seite 48: © Kreativagentur Thomas GmbH Seite 79: fotolia.de © ArtmannWitte Seite 83: © Eckhart Matthäus

Druck / Bindung

F&W Mediencenter GmbH Holzhauser Feld 2 D–83361 Kienberg Germany

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlenübersicht

1

4 Aktionärsbrief
5 – 7 Bericht zur Aktie
8 – 28 Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und
des Konzerns der CANCOM Gruppe
29 – 31 Bericht des Aufsichtsrats
32 – 37 Corporate Governance bei CANCOM
38 – 47 Konzernabschluss
48 – 76 Anhang Konzern
77 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
78 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
79 – 85 Jahresabschluss AG
86 – 93 Anhang AG
94 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
95 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
96 Finanzkalender

4 | Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

2010 war für CANCOM ein richtungsweisendes und erneut sehr erfolgreiches Jahr. Der Erfolg spiegelt sich dabei eindeutig in den vorliegenden Geschäftszahlen wider. Und er ist Ausdruck einer, den aktuellen IT-Entwicklungen angepassten, strategischen Ausrichtung des Konzerns.

Cloud Computing prägte und prägt die IT-Welt und damit auch CANCOM als eines der drei größten Systemhäuser in Deutschland. Wir haben uns deshalb seit Jahren intensiv damit auseinander gesetzt und verfügen nun als einer von wenigen IT-Dienstleistern über eine eigene, praxiserprobte Private Cloud Lösung insbesondere für den Mittelstand. Die Übernahme des Geschäftsbereichs SAP-Hosting und IT-Services der Plaut im vergangenen November bedeutet für die CANCOM Gruppe eine zusätzliche, signifikante Verstärkung im Bereich Cloud Services. Denn wir können unseren Kunden nun ganzheitlich ihre komplette IT "as a Service" aus dem erworbenen Ismaninger Rechenzentrum zur Verfügung stellen. Die Akquisition ist daher ein bedeutender Schritt, um unsere Marktposition als Komplettanbieter und verlässlicher Partner für hochwertige IT-Dienstleistungen und Services weiter auszubauen. Diesen hohen Qualitätsanspruch unterstreicht insbesondere der im Dezember 2010 von SAP verliehene Gold-Status, die höchste Stufe im SAP PartnerEdge Programm.

Eine große Freude und Ehre zugleich machten uns unsere Kunden mit der erneuten Wahl zum "Besten Systemhaus", durchgeführt von den renommierten Fachmagazinen COMPUTERWOCHE und ChannelPartner. CANCOM gewinnt den Titel damit bereits zum zweiten Mal in Folge.

Auch in 2010 legten wir wie schon in den vergangenen Jahren besonderen Wert auf den Erhalt unserer bilanziellen Stärke und punkteten mit unserer guten Bonität bei Banken, Kreditversicherern und Kunden. Unsere komfortable Liquiditätsausstattung war und ist eine gute Basis für weiteres Wachstum. An unserem Ziel einer nachhaltigen Dividendenpolitik halten wir auch weiterhin fest.

Unseren geschätzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihr Engagement und ihre Leistungen im vergangenen Jahr. Wir möchten sie motivieren, optimistisch in die Zukunft zu blicken und mit CANCOM auch die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.

Bei Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionären, bedanken wir uns für Ihr Vertrauen!

Klaus Weinmann Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

6 | Bericht zur Aktie

Kapitalmarktorientierte Kennzahlen (in €)

31.12.2010 31.12.2009 Veränderung in %
Börsenkurs Geschäftsjahresende (Schlusskurs Xetra) 9,35 3,90 + 139,7
Aktienanzahl (Geschäftsjahresende, in Mio.) 10,39 10,39 + 0,0
Marktkapitalisierung (Geschäftsjahresende, in Mio.) 97,15 40,52 + 139,7
Ergebnis je Aktie 0,80* 0,49 + 63,3

*bereinigt um einen Sondereinfluss in Höhe von 0,04 €

Entwicklung des deutschen Aktienmarktes

Der Aufschwung der Wirtschaft hat Deutschlands Aktienmarkt 2010 mit einem deutlichen Plus schließen lassen. Der deutsche Aktienindex DAX konnte seit Jahresbeginn um 16 Prozent zulegen und ließ damit viele andere internationale Aktienindizes hinter sich. Trotz Schuldenkrise in der Euro-Zone und anhaltender Skepsis gegenüber der Konjunkturentwicklung in den USA wurden die Erwartungen der Anleger und Analysten klar übertroffen. Nach einem kurzzeitigen Kursrückgang zum Jahresbeginn stieg der deutsche Aktienindex DAX im Jahresverlauf kontinuierlich und schloss nach seinem Jahreshoch Anfang Dezember von knapp über 7.000 Punkten schließlich bei 6.914 Punkten. Der TecDax verzeichnete im Jahresverlauf einen Anstieg um circa 33 auf 850,67 Punkte. Das Jahresplus beträgt damit rund vier Prozent. Der Tec All Share stieg ebenfalls um rund 9 % auf 1.017,33 Punkte.

Kursentwicklung der CANCOM-Aktie

Hinter uns liegt ein sehr erfreuliches Börsenjahr. Die CANCOM Aktie startete mit einem Eröffnungskurs von 4,00 Euro in das Jahr 2010. Wie auch der Leitindex DAX startete die CANCOM Aktie zunächst schwächer, legte nach ihrem Jahrestief bei 3,85 Euro (21.01.2010) dann allerdings einen rasanten Kursanstieg bis zu ihrem Zwischenhoch im August auf über 8,00 Euro hin. Nach einer kurzen Verschnaufpause im September startete die CANCOM Aktie dann ab Mitte Oktober einen erneuten Anlauf bis zu ihrem Jahreshoch bei 10,24 Euro am 06.12.2010. Gestützt von der positiven Stimmung am deutschen Aktienmarkt schloss die CANCOM Aktie schließlich zum Jahresende bei 9,35 Euro.

Nachdem der DAX bereits Mitte Januar die Marke von 7.000 Punkten nachhaltig zurückerobert hatte, stiegen die Kurse bis März mehr oder weniger stetig. Auch der TecDAX legte zum Jahresbeginn weiter zu auf über 900 Punkte. Insgesamt sind die Aussichten für den deutschen Aktienmarkt aufs Gesamtjahr 2011 nach Ansicht vieler Börsenexperten weiterhin optimistisch.

Für die CANCOM Aktie startete das Börsenjahr gleichermaßen positiv. Der Kurs stieg bis Anfang Februar auf über 11,00 Euro, gab dann aber bis zur Drucklegung am 16. März nach.

Bericht zur Aktie Bericht zur Aktie | 7

Investor und Public Relations

CANCOM versteht aktive Finanzkommunikation seit jeher als zentrale Managementaufgabe. Daher wird größter Wert auf Offenheit und Transparenz gelegt.

Über die Pflichtbestandteile wie Ad-hoc-Publizität und Quartalsberichterstattung hinaus, betreibt CANCOM intensive Investor und Public Relations Arbeit. Neben einem umfassenden Internetauftritt gehört die Kontaktpflege zu Aktionären, Investoren, Analysten sowie der Wirtschafts- und Fachpresse zu den wesentlichen Aufgaben.

Im Jahr 2010 führte CANCOM mehrere Roadshows in Deutschland sowie im europäischen Ausland durch und präsentierte sich auf dem Deutschen Eigenkapitalforum 2010 in Frankfurt und der Münchner Kapitalmarktkonferenz. Darüber hinaus veranstaltete CANCOM Analystenkonferenzen in München und Frankfurt.

Aktuelle Informationen rund um die CANCOM Aktie finden Sie im Bereich Investor Relations auf der Internetseite unter www.cancom.de.

Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM-Gruppe

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Organisatorische und rechtliche Struktur der CANCOM Gruppe

Innerhalb der CANCOM Gruppe übernimmt die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft mit Sitz in Jettingen-Scheppach die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen.

Das Geschäftssegment e-commerce/trade beinhaltet die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, HOH Home of Hardware GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Ltd. abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH zuzuordnenden Kostenstellen. Dieses Geschäftssegment umfasst schwerpunktmäßig die auf Internet, Katalog, Telesales und Direktvertrieb transaktionsorientierten Geschäfte des Konzerns.

Das Geschäftssegment IT Solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM NSG GmbH, CANCOM NSG GIS GmbH, CANCOM NSG ICP GmbH, CANCOM NSG SCS GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, acentrix GmbH, CANCOM SCC GmbH, CANCOM Plaut Managed Services GmbH, CANCOM IT Solutions GmbH sowie die dieser zugeordneten Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH. Mit diesem Geschäftssegment bietet die CANCOM Gruppe eine umfassende Betreuung rund um IT-Infrastruktur und -Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, Projektplanung und –durchführung, die Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT.

Tätigkeitsschwerpunkte und Absatzmärkte

Die zu den drei größten herstellerunabhängigen Systemhäusern Deutschlands zählende CANCOM Gruppe versteht sich als IT-Architekt, Systemintegrator und Managed Services Provider. Als Komplettlösungsanbieter steht neben dem Verkauf von Hard- und Software namhafter Hersteller vor allem die Erbringung von IT-Dienstleistungen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Zum IT-Dienstleistungsangebot zählen u. a. das Design von IT-Architekturen und -Landschaften, die Konzeption und Integration von IT-Systemen sowie der Betrieb der Systeme.

Der Kundenkreis der CANCOM Gruppe umfasst entsprechend vor allem gewerbliche Endanwender, angefangen bei Selbständigen, über Mittelständler und Großbetriebe bis hin zu Einrichtungen der öffentlichen Hand. Über die E-Commerce Plattform www.hoh.de der HOH Home of Hardware GmbH bedient die CANCOM Gruppe überwiegend Privatkunden und kleinere Gewerbetreibende.

Erläuterung des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems

Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften analysiert CANCOM u. a. monatlich deren Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis und vergleicht diese Kennzahlen mit der ursprünglichen Planung sowie mit dem quartalsweise zu erstellenden Forecast. Darüber hinaus werden zur Unternehmenssteuerung regelmäßig externe Indikatoren wie Inflationsraten, Zinsniveau, allgemeine Konjunkturentwicklung und Geschäftsentwicklung innerhalb der IT-Branche sowie Prognosen hierzu herangezogen. Das Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Statusermittlung.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Innovationen sind für die wirtschaftliche Dynamik und das Wachstum von großer Bedeutung. CANCOM fokussiert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die IT-Trendbereiche und hat im Jahr 2010 in die Entwicklung marktnaher neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen investiert.

So wurde im Bereich des Cloud Computing eine technologisch hochwertige Plattform entwickelt, die Standardtechnologien integriert, und darauf aufbauend eine Out of the Box-Lösung als Middleware Plattform umgesetzt. Die CANCOM AHP Private Cloud verbindet Management Services, Provisioning Services und Datenarchitektur. Durch die zentrale Bereitstellung von Applikationen und Desktops entstehen enorme Vorteile für Unternehmen, die Unternehmens-IT und die User.

Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist in 2010 infolge höherer Exporte, Investitionen und Konsumausgaben wieder deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % (2009: -4,7 %). Im vierten Quartal hat sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft allerdings etwas abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund 0,5 Prozent zu. Im dritten Quartal war die Wirtschaftskraft nach früheren Angaben noch um 0,7 Prozent gestiegen.

Bruttoinlandsprodukt 2010*

(reale Veränderung zum Vorjahr in %)

*Prognose: Deutsche Bank, Economic Research Bureau Frankfurt, 20. Januar 2011

Die Inflationsrate in Deutschland lag nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2010 bei 1,1 %.

Der Leitzins für Euroland wurde von der Europäischen Zentralbank zuletzt am 07. Mai 2009 um 0,25 Punkte auf 1,0 % gesenkt und befindet sich seitdem auf einem Rekordtief. In Großbritannien senkte die Bank of England zuletzt am 05. März 2009 ihren Leitzins auf 0,5 %.

Die Arbeitslosenquote sank laut der Bundesagentur für Arbeit in 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% auf nunmehr 7,7 %.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet die Bundesregierung aus heutiger Sicht einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,3 %.

Die Entwicklung des Informationstechnologie-Sektors

Nach den neuesten Prognosen des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) (endgültige Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Aufstellung noch nicht vor) wuchs der deutsche IT-Markt im Jahr 2010 um 2,7 %.

Im Bereich IT-Hardware zeigte sich der Nachholbedarf bei den IT-Investitionen am Deutlichsten. Im Einzelnen wuchs der Bereich IT-Hardware um 5,1 %, der Bereich IT-Software um 2,4 % sowie der Bereich IT-Services um 1,4 %

Entwicklung der deutschen IT-Branche 2010**

(reale Veränderung zum Vorjahr in %)

**Prognose: BITKOM, Oktober 2010

Der Geschäftsverlauf der CANCOM Gruppe im Überblick

Die CANCOM Gruppe konnte ihren Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2010 weiter fortsetzen. Konzernumsatz und operatives Konzernergebnis übertrafen die jeweiligen Vorjahreswerte und erreichten die jeweils besten Werte der Unternehmensgeschichte.

Im Einzelnen gelang im Geschäftsjahr 2010 eine Steigerung des Konzernumsatzes um 30,0 % von 422,5 Mio. Euro auf 549,3 Mio. Euro.

Der Konzernrohertrag verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 26,6 % von 119,3 Mio. Euro auf 151,0 Mio. Euro. Die Rohertragsmarge reduzierte sich im Jahresverlauf von 28,2 % auf 27,5 %,

Das Konzern-EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr um 84,6 % von 10,4 Mio. Euro auf 19,2 Mio. Euro verbessert werden.

Das Konzern-EBIT stieg im Jahresvergleich um 95,7 % von 7,0 Mio. Euro auf 13,7 Mio. Euro.

Das Konzernjahresergebnis erhöhte sich von 5,1 Mio. Euro auf 7,9 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,76 Euro nach 0,49 Euro im Vorjahr. Bereinigt um einen Sondereinfluss in Höhe von 0,04 Euro ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von 0,80 Euro. Der Bereinigung liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Die EU-Kommission betrachtet die sog. Sanierungsklausel in § 8 c KStG (Fortbestehen der Verlustvorträge eines Unternehmens beim Gesellschafterwechsel im Sanierungsfall unter bestimmten Bedingungen) als rechtswidrige Beihilfe. Dies hatte zur Konsequenz, dass im Konzern aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wertberichtigt werden mussten. CANCOM ergänzt die Angaben zum Ergebnis pro Aktie daher um ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie. Auf vorstehende Ausführungen wird verwiesen.

Die im Berichtsjahr neu erworbene CANCOM Plaut Managed Services GmbH wurde ab dem 31.12.2010 konsolidiert.

Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des weiteren Unternehmenswachstums im Jahresvergleich von 134,9 Mio. Euro auf 177,4 Mio. Euro. Das nominelle Eigenkapital erhöhte sich dabei von 43,9 Mio. Euro auf 51,0 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 28,7 % nach 32,5 % im Vorjahr.

Das starke Wachstum und der damit verbundene Anstieg des kurzfristigen Umlaufvermögens führte unter anderem durch die Ausweitung des Factoringvolumens dennoch zu einem deutlich positiven betrieblichen Cash Flow für das Geschäftsjahr 2010 mit 16,9 Mio. Euro nach 10,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Die liquiden Mittel zum 31.12.2010 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von 25,8 Mio. Euro auf 31,5 Mio. Euro.

Die gute Auftragslage in 2010 setzte sich bis zur Drucklegung des Geschäftsberichts auch im ersten Quartal 2011 weiter fort.

Wichtige Vorkommnisse und Investitionen

CANCOM optimiert regelmäßig seine Unternehmensstruktur, um die Position in bestehenden Märkten zu sichern und auszubauen und um neue Märkte zu erschließen. Zu diesem Zweck verfolgte CANCOM auch im Geschäftsjahr 2010 eine aktive Akquisitionspolitik. Nachfolgend geben wir einen Überblick über wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf sowie zu weiteren wichtigen Vorkommnissen im Geschäftsjahr 2010:

  • Am 11. Februar 2010 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2010 die CANCOM SYSDAT GmbH auf die CANCOM IT Solutions GmbH, Jettingen-Scheppach, verschmolzen. In der neuen Einheit, die künftig als CANCOM IT Solutions firmiert, wird das Lösungsgeschäft der CANCOM Gruppe konzentriert.
  • Die CANCOM IT Systeme AG hat am 17. März 2010 eine Beteiligung in Höhe von 17,73 % an der Plaut Aktiengesellschaft mit Sitz in Wien, Österreich, erworben. Die börsennotierte Plaut ist eine Management- und IT-Beratung und entwickelt innovative Business-Lösungen in den Bereichen Controlling, Logistik, IT-Governance sowie SAP-Beratung und IT-Services. Sie zählt aufgrund einer mehr als 20-jährigen Zusammenarbeit und über 1.000 abgewickelten Projekten zu den erfahrensten und bevorzugten SAP-Partnern. Bis 21. Juni 2010 hat die CANCOM IT Systeme AG ihren Anteil an der Plaut Aktiengesellschaft, Wien, auf über 20 % aufgestockt.
  • Mit Vertrag vom 7. Mai 2010 hat die CANCOM IT Systeme AG über ihre Tochtergesellschaft CANCOM Bürotex GmbH ihre Beteiligung an der Live Netzwerk und Computer GmbH von 75 % auf 100 % erhöht.

  • Mit Vertrag vom 7. Mai 2010 wurde die CANCOM Bürotex IT solutions GmbH sowie die Live Netzwerk und Computer GmbH mit Wirkung zum 01. Januar 2010 auf die CANCOM Bürotex GmbH verschmolzen.

  • Am 27. Juli 2010 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2010 die CANCOM Bürotex GmbH, Nürtingen, auf die CANCOM SCC GmbH, Stuttgart, verschmolzen.
  • Mit Vertrag vom 29. November 2010 hat die CANCOM IT Systeme AG über ihre Tochtergesellschaft CANCOM IT Services GmbH den Geschäftsbereich SAP-Hosting und IT-Services von der Plaut Systems & Solutions GmbH, einer deutschen Tochtergesellschaft der Plaut Aktiengesellschaft, Wien, übernommen. Mit diesem Schritt erweitert CANCOM sein Produktportfolio um Cloud Services (IT as a Service) und baut dadurch seine Positionierung im Bereich Cloud Computing weiter aus.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich 2.015 Mitarbeiter (im Vorjahr 1.777) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2010 wurden in der CANCOM Gruppe 2.039 (im Vorjahr 1.870) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiter waren in folgenden Bereichen tätig (jeweils zum 31.12.):

Professional Services 1.365
Vertrieb 353
Marketing & Product Services 31
Einkauf, Logistik & Auftragsabwicklung 128
Zentrale Dienste 162

Anzahl Mitarbeiter CANCOM-Gruppe 2008 – 2010

(jeweils zum 31.12.)

Der Personalaufwand stellte sich wie folgt dar (in TEuro):

2010 2009
Löhne und Gehälter 84.079 69.965
Sozialabgaben 16.045 12.842
davon Aufwendungen für Altersversorgung 330 198
Summe 100.124 82.807

Umweltbericht

Als IT-Handels- und Dienstleistungsunternehmen ist es CANCOMs Ziel, die Produkte und Dienstleistungen in exzellenter Qualität und zu einem attraktiven Preis, aber auch so umweltfreundlich wie möglich anzubieten. CANCOM legt daher großen Wert auf schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen.

Mit innovativen Lösungen im Bereich "Green IT" leistet CANCOM zudem einen professionellen Beitrag zur umweltund ressourcenschonenden Nutzung von Informationstechnik (IT) bzw. Informations- und Kommunikationstechnologie über deren gesamten Lebenszyklus. CANCOM bietet seinen Kunden zum Beispiel die Vorteile moderner, energieeffizienter Rechenzentren, die nicht nur aus ökologischer Sicht Nutzen stiften, sondern auch in erheblichem Maße Einsparungen bei den Energiekosten eines Unternehmens bewirken.

Auch CANCOM ist sich seiner Umweltverantwortung bewusst. In der CANCOM-Firmenzentrale sorgt neueste Technik für den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen, senkt den CO2 -Ausstoss und schafft ein gesundes Raumklima für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch den Einsatz von modernen Virtualisierungslösungen im CANCOM Rechenzentrum wird bei gleichzeitig erhöhter Verfügbarkeit Energie gespart und Umweltbelastung minimiert. Im Sinne von "Green through IT" sorgt der Einsatz von modernen und intelligenten Systemen, Energie und Ressourcen zu schonen, beispielsweise durch den Einsatz von Videokonferenzen. Die infolgedessen verringerte Reisetätigkeit der Mitarbeiter führt neben der Prozessoptimierung und enormen Kosteneinsparung auch zu weniger CO2 -Emissionen.

2. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage der CANCOM Gruppe

a) Ertragslage

Der Umsatz der CANCOM Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2010 um 30,0 % von 422,5 Mio. Euro auf 549,3 Mio. Euro.

Umsatz CANCOM Gruppe 2009 – 2010 (in Mio. Euro)

Der Rohertrag der CANCOM Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 um 26,6 % auf 151,0 Mio. Euro, nach 119,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Rohertragsmarge reduzierte sich im Jahresvergleich von 28,2 % auf 27,5 %, bedingt durch das starke Wachstum im Handelsgeschäft aufgrund von Nachholinvestitionen in IT bei den Unternehmen.

Rohertrag CANCOM Gruppe 2009 – 2010 (in Mio. Euro)

In Deutschland erhöhte sich der Umsatz um 29,9 % von 386,1 Mio. Euro auf 501,6 Mio. Euro.

Im internationalen Geschäft erhöhte sich der Umsatz der CANCOM Gruppe um 31,0 % von 36,4 Mio. Euro auf 47,7 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war die gesamtwirtschaftliche Erholung und die gestiegenen Nachfrage seitens der Unternehmen sowie in Deutschland außerdem der Erwerb der Bürotex/SCC.

Im Bereich e-commerce/trade stieg der Umsatz um 13,0 % auf 245,2 Mio. im Vergleich zu 217,0 Mio. Euro im Vorjahr. Im Bereich IT solutions erhöhte sich der Umsatz, von 205,5 Mio. Euro um 48,0 % auf 304,1 Mio. Euro.

Akquisitionsbedingt sowie aufgrund der deutlichen Ausweitung der Dienstleistungsaktivitäten wurde im Geschäftsjahr ein überproportionaler Anstieg der Personalaufwendungen von 82,8 Mio. Euro auf 100,1 Mio. Euro verzeichnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich vor allem akquisitionsbedingt auf 31,7 Mio. Euro.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2010 um 84,6 % von 10,4 Mio. Euro auf 19,2 Mio. Euro.

EBITDA CANCOM Gruppe 2009 – 2010 (in Mio. Euro)

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich spürbar um 95,7 % von 7,0 Mio. Euro auf 13,7 Mio. Euro.

EBIT CANCOM Gruppe 2009 – 2010 (in Mio. Euro)

Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich von 5,1 Mio. Euro auf 7,9 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,76 Euro nach 0,49 Euro im Vorjahr. Bereinigt um einen Sondereinfluss in Höhe von 0,04 Euro ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von 0,80 Euro. Der Bereinigung liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Die EU-Kommission betrachtet die sog. Sanierungsklausel in § 8 c KStG (Fortbestehen der Verlustvorträge eines Unternehmens beim Gesellschafterwechsel im Sanierungsfall unter bestimmten Bedingungen) als rechtswidrige Beihilfe. Dies hatte zur Konsequenz, dass im Konzern aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wertberichtigt werden mussten. CANCOM ergänzt die Angaben zum Ergebnis pro Aktie daher um ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie. Auf vorstehende Ausführungen wird verwiesen.

Auftragslage

Im Bereich e-commerce/trade und in Teilen des Bereiches IT Solutions wird der größte Teil der eingehenden Aufträge aufgrund hoher Lieferverfügbarkeit innerhalb von zwei Wochen zu Umsatz. Daher geben die absoluten Stichtagszahlen in diesem Bereich kein objektives Bild der aktuellen Auftragslage wieder, eine Veröffentlichung findet aus diesem Grunde nicht statt.

Im Bereich IT Solutions werden Aufträge oftmals über längere Zeiträume vergeben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt zeichnet sich eine leicht steigende Auftragslage ab.

Aufgrund des stabilen Dienstleistungsgeschäftes, das mittlerweile rund zwei Drittel zum Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand und bezogene Leistungen) beiträgt, und der guten Bilanzsituation sieht sich das Management in einer guten Position innerhalb der IT-Branche.

Erläuterung zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Weitere Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung".

b) Vermögens- und Finanzlage Ziele des Finanzmanagements

Das Kernziel des Finanzmanagements der CANCOM Gruppe ist die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebs. Darüber hinaus wird die Optimierung der Rentabilität und damit verbunden eine möglichst hohe Bonität zur Sicherung einer günstigen Refinanzierung angestrebt.

Erläuterung der Kapitalstruktur

Unter den kurzfristigen Schulden in Höhe von 89,8 Mio. Euro (Vj. 67,5 Mio. Euro) sind u. a. der innerhalb eines Jahres fällige Teil langfristiger Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und sonstige kurzfristige Schulden zusammengefasst. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden im Vergleich zum Vorjahr beruht auf einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, denen jedoch eine Erhöhung des Forderungsbestandes sowie der liquiden Mittel gegenübersteht.

Bei den langfristigen Schulden in Höhe von 36,6 Mio. Euro (Vj. 23,5 Mio. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr.

Im Geschäftsjahr 2010 hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft eine Zusage über Mittel in Höhe von insgesamt 8,8 Mio. Euro im Rahmen des ERP-Innovationsprogramms der KfW erhalten. Mit dem ERP-Innovationsprogramm werden sowohl Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen (Programmteil 1) als auch die Markteinführung (Programmteil 2) neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen finanziert. Es besteht zur Hälfte aus einem klassischen Kredit (Fremdkapitaltranche) und einem Nachrangdarlehen (Nachrangtranche).

Bereits im Geschäftsjahr 2007 wurde am 27.12.2007 ein Mezzaninekapitalvertrag zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG über ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 abgeschlossen. Es ist zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a.

Die CANCOM Gruppe beteiligte sich bereits im Geschäftsjahr 2005 an zwei, durch die HypoVereinsbank vermittelten, Preferred Pooled Shares Programmen, kurz PREPS genannt. PREPS wird in Form eines Genussrechts ausgereicht, über ein eigenes Vehikel ("SPV") verbrieft und anschließend über den Kapitalmarkt refinanziert. PREPS gehört zu den sog. Mezzanine Produkten. Aufgrund der vertraglichen Gestaltung (Genussrecht) sind über PREPS ausgereichte Mittel als nachrangig und unbesichert zu klassifizieren.

Die Finanzierungsstruktur wurde im Jahresverlauf weiter in Richtung langfristiger Finanzierung verschoben. Die zinstragenden Verbindlichkeiten bestanden mit 24,0 Mio. Euro (Vj. 18,0 Mio. Euro) im Wesentlichen aus langfristigen Darlehen, die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen beträgt lediglich 1,6 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro). Darüber hinaus konnte das Haftkapital durch Gewinnthesaurierung und die Aufnahme von Nachrangdarlehen erhöht werden.

Das nominelle Eigenkapital konnte im Jahresverlauf durch Zuführungen zum Bilanzgewinn spürbar auf 51,0 Mio. Euro erhöht werden. Aufgrund des Unternehmenswachstums im Geschäftsjahr und der infolge dessen erhöhten Bilanzsumme zum Stichtag 31.12.2010 ergibt sich trotz der Zunahme des nominellen Eigenkapitals eine im Vergleich zum Vorjahr leicht reduzierte Eigenkapitalquote von 28,7 %.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 120,3 Mio. Euro. Grund sind neben einer Erhöhung der Vorräte vor allem die Erhöhung der liquiden Mittel um 22,1 % auf 31,5 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 44,1 % auf 68,0 Mio. Euro durch die auch in 2010 weiterhin starke Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 57,2 Mio. Euro. Der Anstieg ist auf die Erhöhung des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögenswerte durch den Zukauf der CANCOM Plaut Managed Services GmbH sowie die Erhöhung der Finanzanlagen durch den Beteiligungserwerb an der Plaut Aktiengesellschaft in Wien zurückzuführen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 177,4 Mio. Euro nach 134,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Detailliertere Angaben zu den einzelnen Bilanzpositionen können dem Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz" entnommen werden.

Erläuterung der Liquiditätsentwicklung

Aufgrund der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten, die mit einer Erhöhung der Verbindlichkeiten und des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden bzw. Forderungen einhergehen und einem verbesserten Periodengewinn vor Steuern und Minderheitenanteilen beträgt der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 16,9 Mio. Euro nach 10,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich insbesondere aufgrund der genannten Akquisitionen auf -17,3 Mio. Euro nach -2,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt, im Wesentlichen beeinflusst durch die Aufnahme der Darlehen bei der KfW, 5,9 Mio. Euro nach -1,1 Mio. Euro im Vorjahr. In Summe resultieren daraus nach 25,8 Mio. Euro im Vorjahr liquide Mittel in Höhe von 31,5 Mio. Euro.

Insgesamt haben sich im Geschäftsjahr 2010 im Konzern die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage weiter verbessert.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Innerhalb der CANCOM Gruppe übernimmt die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Die Chancen und Risiken der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ergeben sich somit aus den Chancen und Risiken ihrer Beteiligungen. Diese werden in den Abschnitten "Chancen der künftigen Entwicklung" und "Risiken der künftigen Entwicklung" näher erläutert.

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft erzielte im Jahr 2010 Umsatzerlöse in Höhe von 6,6 Mio. Euro (Vj. 5,6 Mio. Euro) und weist einen Jahresüberschuss von 8,0 Mio. Euro (Vj. 3,8 Mio. Euro) aus.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2010 stieg um 5,8 % auf 68,0 Mio. Euro (Vj. 64,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich um 17,6 % von 39,1 Mio. Euro auf 46,0 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote der AG verbesserte sich folglich auf 67,6 % (Vj. 60,7 %).

Das Grundkapital der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft blieb im Jahresverlauf 2010 mit 10.390.751,00 Euro aufgeteilt in 10.390.751 Aktien zu 1 Euro unverändert.

Die liquiden Mittel zum 31.12.2010 reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr von 16,6 Mio. Euro auf 12,9 Mio. Euro. Die Netto-Liquidität (liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) beträgt 7,3 Mio. Euro nach 10,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Insgesamt verfügt die CANCOM IT Systeme AG im Geschäftsjahr 2010 über eine weiterhin gute Vermögenslage, die Ertragsund Finanzlage der AG haben sich sogar weiter verbessert.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Lageberichts der CANCOM IT Systeme AG und des CANCOM Konzerns durch den Vorstand keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

5. Angaben gemäß Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz

Der Deutsche Standardisierungsrat (DSR) hat mit dem am 5. Januar 2010 verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Änderungs Standard Nr. 5 (DRÄS 5) die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) zur Lageberichterstattung weiterentwickelt und hierfür im DRS 15 unter anderem hinsichtlich der übernahmerelevanten Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB eine Verweismöglichkeit aufgenommen. Bezüglich einzelner übernahmerelevanter Angaben verweisen wir demnach auf unsere Ausführungen im Konzernanhang bzw. Anhang der AG.

5.1. Höhe und Einteilung des Grundkapitals

Das Grundkapital der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beträgt zum 31.12.2010 10.390.751,00 Euro. Es ist eingeteilt in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Die Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind in Globalurkunden verbrieft. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung ist daher ausgeschlossen.

In der Hauptversammlung gewährt jede Stückaktie eine Stimme. Es liegen keine Vorzugsaktien vor. Ferner gibt es keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Bezüglich des genehmigten und bedingten Kapitals verweisen wir auf Seite 68 des Konzernanhangs.

5.2. Erwerb eigener Aktien

Bezüglich des Erwerbs eigener Aktien verweisen wir auf Seite 69 des Konzernanhangs.

5.3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital ab 10 %

Bezüglich der direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital ab 10 % verweisen wir auf Seite 92 des Anhangs der AG.

5.4. Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands

Bezüglich der Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands gelten die Vorschriften der §§84 und 85 AktG. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstands.

5.5. Änderung der Satzung

Bezüglich der Änderung der Satzung gelten die Vorschriften der §§133 und 179 AktG.

5.6. Wesentliche Vereinbarungen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen

Für den Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Klaus Weinmann, besteht in dessen Vorstandsvertrag eine Change-of-Control-Klausel. Diese besagt, dass der Vorstand im Falle eines Kontrollwechsels berechtigt ist, sein laufendes Vorstandsmandat innerhalb von neun Monaten nach Rechtswirksamkeit des Kontrollwechsels mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Vertrag zu kündigen. Die Bezüge werden im Falle der Kündigung, unter Anrechnung auf eine Karenzentschädigung aus dem geänderten Wettbewerbsverbot, für die Dauer von zwei Jahren, höchstens aber für die Restlaufzeit des Mandates, von der Gesellschaft ausbezahlt.

Ein Kontrollwechsel birgt damit das Risiko einer Kündigung des Vorstandsvorsitzenden verbunden mit einer Sonderbelastung im Bereich der Vorstandsbezüge im Jahre seines Ausscheidens.

6. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Anwendung finden und erläutert die Höhe sowie die Struktur der Vorstandseinkommen.

Außerdem werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach dem Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG).

6.1. Vergütung des Vorstands

Die Festlegung der Vorstandsvergütung obliegt dem Aufsichtsrat und orientiert sich u. a. an der Größe des Unternehmens, seiner finanzwirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert. Bei Herrn Klaus Weinmann, Herrn Rudolf Hotter und Herrn Paul Holdschik setzt sie sich im Geschäftsjahr 2010 jeweils aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Herr Paul Holdschik ist mit Eintragung im Handelsregister am 29.07.2010 aus dem Vorstand der CANCOM IT Systeme AG ausgeschieden.

Die feste Vergütung wird jeweils als monatliches Gehalt ausbezahlt. Die Bezahlung sowie die Höhe des variablen Bonus sind vom Grad des Erreichens des EBIT-Planziels des CANCOM Konzerns im Geschäftsjahr 2010 abhängig.

Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und der Deutsche Corporate Governance Kodex verlangen, dass die variablen Vergütungsbestandteile bei Vorständen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl der positiven als auch der negativen Entwicklung Rechnung getragen werden soll. Daher hat der Aufsichtsrat die bestehenden bzw. die neuen Vorstandsverträge an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) mit Wirkung zum 01.01.2011 angepasst.

Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die variable Vergütung, die sich zur einen Hälfte aus einer, an der Zielerreichung orientierten kurzfristigen (Geschäftsjahr) sowie zur anderen Hälfte aus einer langfristigen Tantieme (für drei Geschäftsjahre) zusammensetzt. Die Höhe der jeweiligen Tantieme beträgt bei Herrn Klaus Weinmann ein Prozent des erzielten EBITDA und bei Herrn Rudolf Hotter 0,5 Prozent des erzielten EBITDA. Die Tantiemenzahlung ist betragsmäßig nach oben im Geschäftsjahr begrenzt. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnisse im Abrechnungszeitraum von jeweils drei Geschäftsjahren im Vergleich zu den jeweiligen Planzahlen als Referenzgröße ist der Vorstand zur ganzen oder teilweisen Rückzahlung erhaltener Tantiemenzahlungen verpflichtet (Malusregelung).

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 280 TEuro und einem Jahresbonus in Höhe von 315 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 22 TEuro, in Summe 617 TEuro.

Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Rudolf Hotter setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 145 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 5 TEuro, in Summe 350 TEuro. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Paul Holdschik setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 110 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 4 TEuro in Summe 314 TEuro.

Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2010 1.281 TEuro.

6.2. Vergütung des Aufsichtsrats

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird und so lange gültig bleibt, bis die Hauptversammlung eine Änderung beschließt. Es wird satzungsgemäß ein Betrag von 10 TEuro zzgl. eines Sitzungsgeldes in Höhe von 750 Euro gewährt. Der Vorsitzende erhält das Zweifache der sich hiernach ergebenden Beträge. Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Jahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrates die mit der Wahrnehmung des Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt 26,0TEuro. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus F. Bauer, Stefan Kober, Raymond Kober, Walter Krejci und Regina Weinmann betragen jeweils 13,0 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 91,0 TEuro.

6.3. Sonstiges

Die Gesellschaft hat zu Gunsten des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitender Mitarbeiter eine Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Vorstands-, Aufsichtsrats- und Leitungstätigkeit abdeckt.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht seit dem 01.07.2007 ein nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von 60.000 Euro p.a. vorsieht. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2010 beläuft sich folglich auf 60.000 Euro.

Am 27.06.2007 genehmigte der Aufsichtsrat gemäß § 114 I AktG einen am 07.03.2007 geschlossenen M&A Beratervertrag mit der Auriga Corporate Finance GmbH München anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG. Im Geschäftsjahr 2010 sind von der Gesellschaft keine Zahlungen auf Grundlage des Beratervertrages geleistet worden.

7. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch (HGB)

Mit dem am 29. Mai 2009 in Kraft getreten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, kurz BilMoG, wurde der § 289a HGB in das Handelsgesetzbuch neu aufgenommen. Danach haben u.a. börsennotierte Aktiengesellschaften eine Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft hat die nach § 289a HGB vorgeschriebene Erklärung den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.cancom.de öffentlich zugänglich gemacht.

8. Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der europaweiten Geschäftstätigkeit in verschiedenen Bereichen der IT- Branche ist CANCOM Risiken ausgesetzt, die direkt mit dem unternehmerischen Handeln einhergehen. Nachfolgend ein Überblick über das Risikomanagementsystem und die als wesentlich eingestuften Risiken:

CANCOMs Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab. Natürlich stehen unternehmerischen Chancen auch immer entsprechende Risiken gegenüber. CANCOMs Ziel ist es daher, über ein möglichst optimales Chance-Risikoverhältnis den Unternehmenswert im Sinne der Anteilseigner zu steigern. Die Geschäftsentwicklung, die damit einhergehende Finanzlage und das Ergebnis könnten durch verschiedene Risiken erheblich negativ beeinflusst werden.

Zur Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings hat der Vorstand Risikogrundsätze formuliert und einen zentralen Risikobeauftragten eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht, misst und gegebenenfalls steuert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse werden Risiken bei CANCOM regelmäßig nach den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert, bewertet und im Rahmen einer Risikomatrix eingeordnet. Alle Risiken werden in diesem Zusammenhang einem Verantwortlichen zugeordnet. Soweit Risiken über quantifizierbare Größen sinnvoll kontrollierbar sind, dienen entsprechend definierte Kennzahlen zu deren Bewertung. Stehen für Risiken keine exakt definierbaren Messgrößen zur Verfügung, werden diese von den Verantwortlichen beurteilt.

Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems Frühwarnindikatoren definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung kontinuierlich überprüft und in Risikomanagementmeetings diskutiert werden. Die regelmäßig stattfindenden Risikomanagementmeetings zwischen Vorstand und Risikobeauftragten stellen ein dauerhaftes und zeitnahes Controlling bestehender und zukünftiger Risiken sicher.

Zudem wird so bestmöglich sichergestellt, dass Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über mögliche wesentliche Risiken informiert werden.

Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren, könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Außerbetriebliche Geschäftsrisiken

Aufgrund der europaweiten Geschäftstätigkeit steht CANCOM auf den verschiedenen nationalen Absatzmärkten in einem harten Wettbewerb in Bezug auf das Produkt- und Dienstleistungsangebot. Zudem ist die IT-Branche durch schnelle und häufige Veränderungen gekennzeichnet, sodass neue Entwicklungen zu spät erkannt oder falsch interpretiert werden können. Außerdem besteht das Risiko von Markt- und Wachstumseinbrüchen, die in der Regel mit verminderten Auftragseingängen einhergehen und zu einem verschärften Wettbewerbsdruck führen können.

Zudem besteht das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. CANCOM verfügt durch seine Marktpositionierung über eine breite Kundenbasis. Im Bereich IT Solutions hängt der Geschäftserfolg jedoch im Normalfall von wenigen großen Kunden ab.

Der mit Abstand größte Kunde der CANCOM Gruppe ist der Siemens Konzern, und hierbei insbesondere die Siemens AG. Eine deutlich reduzierte Beauftragung durch Unternehmen des Siemens Konzerns kann die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CANCOM Gruppe erheblich negativ beeinflussen. Daher wird das Risiko einer Abhängigkeit vom Siemens Konzern als wesentlich eingestuft.

Um dem Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Großkunden generell entgegenzuwirken, baut CANCOM den Eigenvertrieb im Bereich IT Solutions kontinuierlich aus, wodurch sich die Kundenbasis hier sukzessive verbreitern wird.

CANCOM stößt sowohl durch seine Beteiligungen, als auch durch den Erwerb von Firmen bzw. Firmenteilen in neue Geschäftsfelder vor. Ein Risiko, dass sich diese Geschäftsfelder schlechter als geplant entwickeln, besteht. Durch ein schwerpunktmäßiges Engagement im Kerngeschäft wird versucht, dieses Risiko zu reduzieren. Die langjährigen fundierten Kenntnisse der Marktlage kommen dem Unternehmen dabei zugute. Aus neuen Geschäftsfeldern entstehende Folgerisiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Die strategische Ausrichtung des CANCOM Konzerns an sich birgt ebenfalls Risiken. So können sich beispielsweise Akquisitionen schlechter als erwartet entwickeln und die Geschäftsentwicklung von CANCOM beeinträchtigen. Auch eine signifikante Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen kann einen bedeutenden negativen Einfluss auf die weiteren Geschäftsaussichten haben.

Lieferantenrisiko

Bei der Versorgung mit Hard- und Software ist CANCOM auf die Belieferung durch die Hersteller bzw. durch Distributoren angewiesen. Unerwartete Lieferengpässe oder Preiserhöhungen z.B. in Folge von Marktengpässen können Umsatz und Ergebnis beeinträchtigen, da die Warenbestände der Logistikzentren aus Optimierungsgründen auf kurze Zeiträume ausgelegt sind. Durch enge Kontakte zu wichtigen Herstellern und langfristige Lieferverträge wird versucht, diese Risiken zu reduzieren. Insbesondere ein breit gefasster Kreis an Herstellern und Distributoren erlaubt es, relativ schnell auf alternative Hersteller oder alternative Bezugsquellen zurückzugreifen.

Innerbetriebliche Risiken

Die Wertschöpfungskette der CANCOM Gruppe umfasst alle Schritte der Geschäftstätigkeit vom Marketing über die Beratung, den Vertrieb, die Logistik bis hin zur Schulung und Wartung. Störungen innerhalb bzw. zwischen diesen Bereichen können zu Problemen bis hin zum vorübergehenden Erliegen von Arbeitsabläufen in einzelnen oder mehreren Bereichen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko von Qualitätsproblemen insbesondere im beratungsintensiven Bereich der IT Solutions.

Des Weiteren beinhaltet ein zügiges Unternehmenswachstum das Risiko, dass die Verwaltungsstrukturen sowie die Aufbauund Ablauforganisation nicht im gleichen Tempo angepasst werden können und die Gesamtkonzernsteuerung darunter leidet. Erfahrene Mitarbeiter, bewährte Verwaltungs- und Steuerungssysteme und das bestehende Risikomanagementsystem, das laufend den aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen angepasst wird, sorgen hier für ein möglichst hohes Maß an Kontrolle.

Personalrisiken

Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen und Bekanntheit der Erfolg CANCOMs zumindest über kürzere Sicht abhängt. CANCOM versucht daher seine Mitarbeiter durch verschiedenste Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, so dass der unerwartete Ausfall eines Mitarbeiters, so weit möglich, keine ausgeprägten negativen Konsequenzen nach sich ziehen sollte. Durch permanentes Monitoring der Leistungsfähigkeit der einzelnen Mitarbeiter ist es jederzeit möglich, die Leistungsträger zu analysieren und ihnen ein besonderes Augenmerk zukommen zulassen.

Informationstechnische Risiken

Der Erfolg und die Funktionsfähigkeit von Unternehmen hängen heutzutage in erheblichem Maße von deren informationstechnischer Ausstattung ab. Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, E-Commerce, Controlling und Finanzbuchhaltung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall dieser IT-Systeme können den Arbeitsablauf im Extremfall zum Erliegen bringen und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. So könnte beispielsweise ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit von IT-Systemen nicht mehr gewährleistet ist, die für einen reibungslosen Bestellablauf notwendig sind. CANCOM ist sich dieses Risikos bewusst. Daher unternimmt das Unternehmen intensive Anstrengungen zur Risikominimierung. Trotz aller Sorgfalt können die oben genannten negativen Folgen nicht ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

• Liquiditäts- und Bonitätsrisiken

Eine Verschlechterung der Liquidität kann für Unternehmen wesentliche bzw. bestandsgefährdende Risiken zur Folge haben. CANCOM verfügt zum Berichtszeitpunkt über eine gute Liquiditätsausstattung und ausreichende kurzfristige Kredit- und Avallinien bei Banken in Höhe von insgesamt 12,9 Mio. Euro, von denen unter Berücksichtigung von Avalen 11,8 Mio. Euro zum Bilanzstichtag frei verfügbar waren. Selbstverständlich werden die Entwicklung der Kreditlinien und deren Ausschöpfung laufend überwacht. Neben der mittelfristigen Finanzplanung verfügt der Konzern über eine monatliche Liquiditätsplanung. In den Planungssystemen ist jeweils der gesamte Konsolidierungskreis abgebildet.

Eine ausreichende Bonität ist dabei notwendige Grundlage für die Gewährung von Fremdkapital, insbesondere durch Banken, und damit auch für das langfristige Bestehen des Unternehmens. Daher stellt eine deutliche Verschlechterung der Bonität ein wesentliches Risiko für den Fortbestand des Unternehmens dar.

Da die Höhe der Eigenkapitalquote (nach Berechnungsmethode der Banken) bei der Gewährung von Bankdarlehen eine entscheidende Kenngröße darstellt, wird deren Entwicklung regelmäßig überwacht, um so rechtzeitig etwaige Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Aus heutiger Sicht bestehen nach Einschätzung des Unternehmens keine Risiken aus der Finanzierung oder sonstige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die CANCOM IT Systeme AG ist im Wesentlichen über langfristige Darlehen und insbesondere über Nachrangdarlehen finanziert. Die Zusage der KfW Mittelstandsbank für das ERP-Innovationsprogramm bzw. das Programm "Kapital für Arbeit und Investitionen" im Herbst 2010 zeigt den weiterhin positiven Zugang der CANCOM IT Systeme AG zum Finanzmarkt.

• Forderungsausfallrisiken

Forderungsausfälle stellen ein latentes Risiko dar. Diese können in ihrer Kumulation im Extremfall den Fortbestand eines Unternehmens gefährden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden CANCOM Kunden im Regelfall erst nach erfolgter Prüfung beliefert. Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden bereits in 2009 die internen Richtlinien für die Kreditversicherung sowie der Vergabe von Kreditlimiten sowohl hinsichtlich der absoluten Limithöhen als auch hinsichtlich der freigabeberechtigten Personen verschärft.

• Preisänderungsrisiken

Bei den in unseren Logistikzentren eingelagerten Waren handelt es sich meist um hochmoderne Hard- und Software, die aufgrund der traditionell sehr kurzen Produktlebenszyklen innerhalb der IT-Branche einem schnellen Wertverfall unterliegen. Der dadurch drohenden Wertminderung des Lagerbestandes versucht CANCOM mit Hilfe eines kontinuierlich überarbeiteten Maßnahmenkatalogs zu begegnen.

Konkret findet u. a. eine monatliche Inventur mit monatlicher Neubewertung des Lagerbestandes statt. Darüber hinaus wird im Rahmen einer Produkt-Reichweitenanalyse eine automatische Abverkaufsstatistik inklusive rollierender Lagerabwertung erstellt, um das Risiko unerwartet hoher Lagerabwertungen zu minimieren. Des Weiteren hat CANCOM unter dem Schlagwort Retourenmanagement mit seinen Hauptlieferanten ein 30-tägiges Rückgaberecht für Lagerware vereinbart.

• Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Die internationale Geschäftstätigkeit der CANCOM Gruppe bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich. Der Großteil der Geschäfte wird jedoch im Euro-Raum getätigt, weshalb das Währungsrisiko begrenzt ist.

Im Jahre 2006 wurde ein Kredit in Schweizer Franken aufgenommen. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2010 beläuft sich auf 0,8 Mio. Schweizer Franken.

Durch konzerninternen Finanzausgleich wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und damit eine Optimierung des Zinsmanagements des CANCOM Konzerns mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht. Basis der Vorteile aus der konzerninternen Geldanlage- und Geldaufnahmemöglichkeit sind die im Rahmen des Cash Management Systems eingesetzten Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, die zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt werden können. Trotzdem kann eine wesentliche Abwertung des Euros gegenüber anderen Währungen zu Währungsverlusten führen.

• Zinsrisiken

Die CANCOM IT Systeme AG hat neben Kontokorrentkreditlinien ausschließlich festverzinsliche Darlehen oder Darlehen, die eine kalkulierbare Zinsveränderung auf Basis des Ergebnisses der Gesellschaft beinhalten.

• Finanzmarktrisiken

Die CANCOM IT Systeme AG hat als wesentlichen Unternehmensgegenstand den Erwerb, das Halten und Veräußern von Beteiligungen an Unternehmen sowie Tätigkeiten, die mit der Kapitalbeschaffung in Zusammenhang stehen.

Das Handeln mit Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten ist kein Kerngeschäft des Unternehmens und wird – sofern überhaupt genutzt – nur zu Absicherungen von werthaltigen Grundgeschäften wie Währungsabsicherungen verwendet. Zum Bilanzstichtag war die CANCOM IT Systeme AG nicht im Besitz von strukturierten Produkten. Das Finanzmarktrisiko beschränkt sich auf das Kursrisiko der von der Gesellschaft zum Bilanzstichtag gehaltenen Wertpapiere.

Berechtigungen für den Erwerb und die Veräußerung von strukturierten Produkten bei den Banken sind über das Vier-Augen-Prinzip hinaus beschränkt auf Vorstand und den Director Finance. Dadurch sollen Transaktionen in diesem Bereich von unerfahrenen Personen vermieden werden.

• Börsenkursrisiko

Aktienkursschwankungen können negative Auswirkungen auf die Vermögenslage der CANCOM IT Systeme AG haben. CANCOM versteht aktive Finanzkommunikation daher als zentrale Managementaufgabe und legt großen Wert auf Offenheit und Transparenz. Neben einem umfassenden Internetauftritt gehört die intensive Kontaktpflege zu Aktionären, Investoren, Analysten sowie der Wirtschafts- und Fachpresse zu den wesentlichen Maßnahmen der Investor Relations Arbeit im Sinne einer nachhaltigen Aktienkurspflege.

Rechtsrisiken

Das Geschäft der CANCOM Gruppe könnte durch laufende oder zukünftige Rechtsstreitigkeiten beeinträchtigt werden. Sofern CANCOM im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten involviert ist, sind zu erwartende Effekte auf das Konzernergebnis gemäß vorsichtiger anwaltlicher Einschätzung adäquat berücksichtigt.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der CANCOM IT Systeme AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • Es gibt bei der CANCOM IT Systeme AG neben einem Geschäftsverteilungsplan eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen über die CANCOM IT Systeme AG zentral gesteuert.
  • Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet.
  • Die Integrität und Verantwortlichkeit in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem eine Verpflichtung dazu in die gesellschaftseigenen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) aufgenommen wurde.
  • Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
  • Es existiert ein ganzheitlicher Corporate Governance Ansatz, in dem alle Elemente – Risikomanagement, Compliance Management, Interne Revision sowie Internes Kontrollsystem (IKS) – regelmäßig im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft werden und sich wechselseitig beeinflussen.
  • Ein adäquates Richtlinienwesen (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert. Die wesentlichen Vermögensgegenstände aller Gesellschaften werden regelmäßig auf Werthaltigkeit geprüft, es existiert eine Anleitung zur Kontrolle aller rechnungslegungsrelevanten Vorgänge.
  • Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
  • Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden durch die (prozessunabhängige) interne Revision überprüft.
  • Das Risikomanagementsystem sowie das Interne Kontrollsystem (IKS) beinhalten adäquate Maßnahmen zur Kontrolle von rechnungslegungsrelevanten Prozessen.

  • Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

  • Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z.B. durch Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt, z.B. im Rahmen von Zahlungsläufen. Der Prüfprozess ist zeitlich geregelt, zudem gibt es ein dreistufiges Prüfungssystem für die Korrektheit der Abschlüsse. Einzelabschlüsse werden von der Abschlussbuchhaltung erstellt, die Konzernbuchhaltung und Konsolidierung stellt eine weitere Kontrollinstanz dar, bevor die Finanzleitung einen dritten Review durchführt.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche sowie unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontrollund Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.

Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

9. Chancen der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der europaweiten Geschäftstätigkeit in verschiedenen Bereichen der IT-Branche eröffnen sich für CANCOM zahlreiche Chancen.

Nachfolgend ein Überblick über mögliche Chancen der künftigen Entwicklung:

Umsatz- und Ergebnissteigerung durch Ausbau der bestehenden Geschäftsaktivitäten

Mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs SAP-Hosting und IT-Services von Plaut baut CANCOM das Geschäft mit Cloud Computing deutlich aus. CANCOM erweitert das Produktportfolio um Cloud Services (IT as a Service), was bedeutet, dass CANCOM den Kunden mithilfe der CANCOM AHP Private Cloud Plattform nun ganzheitlich die komplette IT als Cloud Service zum monatlichen Festpreis anbieten kann.

CANCOM's Geschäftspolitik sieht eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses vor. Dazu ist eine Fokussierung und Verstärkung der bestehenden Geschäftsaktivitäten in Richtung hochwertiger ITK-Komplettlösungen sowohl durch organisches als auch akquisitionsbedingtes Wachstum geplant.

Dies eröffnet die Chance auf eine weitere Steigerung des Umsatzes. Durch Ausnutzung von Synergien und Größenvorteilen, z.B. im Rahmen verbesserter Einkaufskonditionen, einem besseren Zugang zu Großprojekten und im Bereich der zentralisierten administrativen Aufgaben, kann dies zu einer überproportionalen Ergebnisverbesserung beitragen. Darüber hinaus kann die beabsichtigte Ausdehnung des Dienstleistungsgeschäfts die Abhängigkeit von einer negativen Preisentwicklung im Hardwarebereich mindern.

Chancen im gesamtwirtschaftlichen Aufschwung nach der Finanzkrise

Das Auflösen des Investitionsstaus bei den Unternehmen setzte bereits wieder in 2010 ein, dürfte aber nach Ansicht des Marktforschungsunternehmens IDC auch in 2011 noch andauern. Nach wie vor im Trend liegen dabei kostensparende IT-Lösungen und –Services, die die IT-Produktivität der Unternehmen nachhaltig steigern. Zusätzlich rückt die bessere Ausrichtung der IT an den Bedürfnissen der Fachabteilungen wieder stärker in den Vordergrund.

Gleichzeitig hält der Konzentrationsprozess in einzelnen Branchen auch nach der Wirtschaftskrise an, so dass zunehmende Übernahmeaktivitäten mit ihren nachgelagerten IT-Umstrukturierungen dem Markt zusätzliche Impulse verleihen, von denen auch CANCOM profitieren sollte.

Insbesondere die steigenden Anforderungen an die IT sowie die IT-Infrastruktur der Unternehmen, um beispielsweise Compliance-Richtlinien zur Kreditvergabe nach Basel II bzw. Basel III künftig besser zu erfüllen, könnten die Nachfrage im Hardware-, Software- und Servicebereich positiv beeinflussen.

Der Branchenverband BITKOM identifiziert die wichtigsten IT-Trends der Zukunft. Demnach bleiben Technologien im Fokus, die den IT-Anwendern bessere Leistung und mehr Effizienz bringen. Als wichtigster Trend wird das Thema Cloud Computing genannt, bei dem die Nutzung von IT-Leistungen (z.B. Speicherplatz, Rechnerkapazitäten oder einzelne Anwendungen) in Echtzeit über Datennetze in der "Wolke" anstatt auf lokalen Rechnern erfolgt. Die Unternehmen können durch den Einsatz von Cloud Computing ihre IT-Kosten deutlich senken, die Effizienz steigern und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Das Marktforschungsunternehmen IDC erwartet für den deutschen Cloud Services Markt bis 2014 ein jahresdurchschnittliches Wachstum von 41 %. CANCOM verfügt mit der CANCOM AHP Private Cloud über eine eigene, praxiserprobte Lösung im Bereich Cloud Computing und kann sich damit im Anwenderumfeld als starker und verlässlicher IT-Partner positionieren.

Weiteres Top-Thema sind Mobile Applikationen. Es wird immer wichtiger, dass von zu Hause oder mobil von unterwegs auf die Unternehmensdaten und -anwendungen zugegriffen werden kann. Dies steigert die Agilität und Produktivität der Unternehmen. Mit der steigenden Verbreitung mobiler Geräte muss auch die IT-Infrastruktur immer leistungsfähiger werden. Dies wird auch das Geschäft von CANCOM als führenden Anbieter von IT-Infrastruktur und Professional Services positiv beeinflussen.

Mit dem Thema Cloud Computing und Mobility steigen auch die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit und damit der Bedarf an IT-Security Lösungen. Mit ihrem Lösungsportfolio im Bereich Security eröffnen sich dadurch auch positive Chancen für die Geschäftsentwicklung der CANCOM Gruppe.

Virtualisierungs- und Konsolidierungslösungen bieten wirksame Instrumente zur Senkung der IT-Kosten. Die zentrale übergreifende Nutzung von IT-Ressourcen bis hin zur gemeinsamen Nutzung ganzer Rechenzentren wird laut BITKOM ein weiterer Treiber für IT-Investitionen bleiben. Auch bei Computern am Arbeitsplatz geht der Trend zu "schlankeren" Rechnern, sogenannten Thin Clients. Durch Desktop Virtualisierung beziehen die abgespeckten PCs am Arbeitsplatz nicht nur einzelne Anwendungen, sondern ihre komplette Arbeitsumgebung von einem zentralen Rechner. Laut BITKOM soll der Markt für Desktop-Virtualisierung in Deutschland im Jahr 2011 um 13 Prozent wachsen. CANCOM wird mit professionellen Lösungen im Bereich Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung den steigenden Anforderungen an integrierte Systemlandschaften gerecht, sichert die Geschäftskontinuität und steigert die IT-Effizienz seiner Kunden.

Weiterer Trend ist das Thema Social Media in Unternehmen. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing werden für die Unternehmenskommunikation immer wichtiger. Sie erleichtern den schnellen, direkten Austausch mit Kunden, Geschäftspartnern, potenziellen Mitarbeitern oder anderen Interessensgruppen. Unternehmen müssen für die Social-Media-Nutzung die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen. Insbesondere bei der technologischen Umsetzung und der Einbindung in bestehende IT-Landschaften kann CANCOM seine Kunden als führender IT-Architekt, Systemintegrator und Managed Services Provider kompetent begleiten und betreuen.

Outsourcing von Dienstleistungen sowie Managed Services von IT-Systemen oder bestimmter Geschäftsprozesse bleiben nach Ansicht der Marktforscher von Pierre Audoin Consultants (PAC) auch in 2011 besonders gefragt. Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, die Kosten zu variabilisieren, indem IT-Ausgaben ausschließlich als Betriebskosten zu Buche schlagen und keine kapitalbindenden Investitionen in die IT getätigt werden müssen. Für CANCOM bietet dieses Geschäftsfeld nicht nur attraktive Wachstumsperspektiven, sondern es reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die Konjunkturabhängigkeit und erhöht die Planbarkeit der Geschäftsentwicklung. Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts.

Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene bestimmen weiterhin Themen wie Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit die Unternehmenspolitik. Dazu zählen Green IT, die umwelt- und ressourcenschonende Nutzung von Informationstechnik (IT) bzw. Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie E-Energy, die Optimierung der Stromversorgung mithilfe von intelligenten Stromnetzen (Smart Grids). Vorteile von Green IT-Lösungen liegen nach Einschätzung des Verbandes nicht nur in Umweltaspekten, sondern in erheblichem Einsparpotential bei den Energiekosten eines Unternehmens. Um die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, bietet CANCOM ein innovatives Angebot an emissionsarmen und energieeffizienten IT-Lösungen und –Produkten und vereint damit Wirtschaftlichkeit, Qualität und Umweltschutz gleichermaßen.

CANCOM vereinigt rund zwei Jahrzehnte Erfahrung in IT-Beratung und Integration mit innovativen Dienstleistungen, berät herstellerunabhängig und schafft wirtschaftlich und technisch optimierte Systeminfrastrukturen. Die CANCOM Mitarbeiter verfügen über langjährige Projekterfahrung sowie wichtige Herstellerzertifizierungen für aktuelle Technologien. CANCOM hat darüber hinaus verschiedene Maßnahmen zur Gewinnung, Weiterentwicklung und Bindung von High Potentials, d.h. gut ausgebildeten Fach- und Führungskräfte, etabliert.

In den vom Branchenverband BITKOM genannten Trendbereichen hat sich CANCOM mit seinem Dienstleistungsportfolio positioniert. Fachvertriebe unterstützen die Spezialisierung auf einzelne IT-Bereiche mit dediziertem fachlichem Knowhow. Die spezifische Expertise der Fachvertriebe wird den Vertriebs- und Serviceeinheiten aller CANCOM Gesellschaften zur Verfügung gestellt.

CANCOM Konzepte und Lösungen unterstützen die schnelle Amortisation der IT-Investitionen seiner Kunden, beinhalten die Integration neuer Technologien und Verfahren, um einen unterbrechungsfreien Betrieb von geschäftskritischen Anwendungen sicherzustellen, bieten Kunden geschäftliche Flexibilität und unterstützen Kunden dabei, anpassungsfähige Unternehmen aufzubauen, die geschäftliche Abläufe und IT miteinander synchronisieren.

Mit einem umfassenden ITK Serviceportfolio bietet CANCOM mit rund 1.400 qualifizierten Mitarbeitern im Dienstleistungsbereich (Professional Service) auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte IT-Lösungen und Managed Services und schafft damit Mehrwert für die Kunden.

Im Handelsbereich ergeben sich Chancen im E-Commerce Umfeld.

Laut einer Studie des britischen Centre for Retail Research im Auftrag des Preisvergleichers Kelkoo zählt Deutschland auf Europaebene klar zur E-Commerce Spitzengruppe mit in 2010 erzielten Onlineumsätzen in Höhe von 39,2 Milliarden Euro und einer Wachstumsrate für 2011 von 15 %. Damit liegt die Entwicklung des E-Commerce deutlich über dem des stationären Einzelhandels.

Mit seiner Einheit HOH Home of Hardware GmbH (www.hoh.de) verfügt CANCOM über ein leistungsfähiges E-Commerce-Modell und kann damit von diesem Trend überdurchschnittlich profitieren.

10. Prognosebericht

Die Wirtschaftsexperten zeigen sich nach der dynamischen Erholung der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr auch für 2011 optimistisch. Die Bundesbank sieht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011 Ende des Jahres möglicherweise wieder auf Vorkrisenniveau. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert für das Jahr 2011 ein Wachstum von 2,2 %, die Bundesregierung erwartet ein Anstieg des BIP 2011 um 2,3 %.

Bruttoinlandsprodukt 2011*

(reale Veränderung zu Vorjahr in %)

* Prognose: Deutsche Bank, Research Büro Frankfurt, 27. Januar 2011

Nach den vorliegenden Marktzahlen des Branchendienstes BITKOM erwarten die Experten in 2011 für den deutschen IT-Markt ein Wachstum im Bereich Informationstechnik von 4,3 % nach 2,7 % in 2010.

Im Einzelnen wird für den Bereich IT-Services ein Wachstum von 4,6 % nach 1,4 % im Vorjahr prognostiziert, für den Bereich Software ein Wachstum von 4,2 % nach 2,4 % im Vorjahr und für den Bereich Hardware ein Plus von 4,0 % nach 5,1 % im Jahr 2010.

Eine ähnliche Erwartungshaltung findet man beim IT Research Spezialisten IDC. Die Experten von IDC gehen in einer Studie vom Oktober 2010 von einem jährlichen Wachstum im IT-Service Bereich von 2,6 % für die Jahre 2011 bis 2014 aus. Die Marktforscher von Pierre Audoin Consultants (PAC) bestätigen dieses Wachstum. Im Bereich Outsourcing sollen die Ausgaben bei den Unternehmen jährlich sogar um 6,8 % steigen.

Der deutsche Markt für SAP-Services zeigte bereits in 2010 wieder ein Wachstum von 4,4 % gegenüber 2009. Für 2011 erwarten die Marktforscher von PAC in Deutschland einen weiteren, deutlichen Anstieg von 7,7 %. Davon sollte auch CANCOM profitieren, denn die CANCOM Plaut Managed Services GmbH unterstützt SAP Anwender beim SAP Betrieb sowie der dazu eingesetzten Infrastruktur.

Angesichts der künftigen Wachstumschancen im E-Commerce verstärkt CANCOM seine Aktivitäten im Bereich E-Procurement und der Customized Shops. Bei Customized Shops handelt es sich um webbasierte Kundenshops, die ein festgelegtes, individuelles Produktsortiment enthalten. Customized Shops bieten den Kunden den Vorteil, bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der Infrastruktur sicherzustellen. Das wiederum eröffnet CANCOM die Chance auf eine nachhaltige Festigung der Kundenbindung.

CANCOM hat seine Geschäftspolitik frühzeitig auf die bereits ausgeführten IT-Trends der Zukunft ausgerichtet und seine Vertriebs- und Servicestruktur entsprechend zielgerichtet gestaltet. Zur effizienten Nutzung und Umsetzung der Trends bei den Kunden unterstützt CANCOM permanent die professionelle Fortbildung und Zertifizierung seiner Mitarbeiter. CANCOM baut in diesem Zusammenhang auf starke und enge Partnerschaften mit Herstellern führender Technologien.

Im Rahmen eines Nachwuchskonzepts werden zum einen gut ausgebildete Fachkräfte (High Potentials) als Mitarbeiter gewonnen und zum anderen Potenzialträger aus dem Konzern in Richtung Management- und Projektskills weiterentwickelt.

28 | Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM Gruppe

CANCOM hat sowohl Marktpräsenz als auch Kundennähe im deutschsprachigen Raum deutlich ausgebaut und ist mit seinen Service- und Consulting-Standorten in Deutschland und Österreich flächendeckend vertreten. Auch zukünftig plant CANCOM, die Marktposition im deutschsprachigen IT-Umfeld durch gezielte Akquisitionen zu stärken. Das derzeitige Marktumfeld bietet hierfür nach wie vor gute Bedingungen, da zahlreiche kleinere, zumeist eigentümergeführte Systemhäuser und IT-Dienstleister auf der Suche nach Kaufinteressenten sind.

Im Rahmen des Qualitätsmanagement strebt CANCOM u. a. die kontinuierliche Steigerung der Kundenzufriedenheit und der Effizienz bestimmter Handlungs- und Arbeitsprozesse an.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine weitere Verbesserung der Finanzlage erzielt. Der Umsatz und das operative Ergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Damit wurde die Ergebnisprognose des Vorjahres übertroffen.

CANCOM wird bei anhaltend guter oder sogar weiter steigender IT-Nachfrage aufgrund seiner ausgewiesenen Expertise und exponierten Marktstellung in den aufgeführten IT-Trendbereichen auch weiterhin stärker wachsen als der IT-Markt.

Der Vorstand geht deshalb vor dem Hintergrund der getätigten Akquisitionen und des guten Geschäftsverlaufes, der guten Positionierung im Wachstumsmarkt Cloud Computing sowie der positiven Konjunkturaussichten aus heutiger Sicht für die Jahre 2011 und 2012 von einer weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerung bei weiterhin guter Finanzlage aus.

Jettingen-Scheppach, den 14. März 2011

Klaus Weinmann Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Dieses Dokument enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beruhen. Diese Aussagen sind unter anderem durch typische Formulierungen wie "planen", "beabsichtigen" "wollen", "werden", "erwarten", "einschätzen" o. ä. ersichtlich und beruhen auf heutigen Erwartungen, Annahmen und Schätzungen. Obwohl wir davon ausgehen, dass es sich bei diesen Äußerungen um realistische Erwartungen handelt, können wir nicht für die Richtigkeit der Erwartungen insbesondere im Prognosebericht garantieren. Die Annahmen können eine Vielzahl an internen und externen Risiken und Unsicherheiten enthalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ erheblich von den tatsächlich genannten vorausschauenden Aussagen und Ergebnissen abweichen. In diesem Zusammenhang sind u. a. die folgenden Einflussfaktoren von Bedeutung: Änderungen der allgemeinen Konjunktur- und Geschäftslage, Änderungen des Zinsniveaus und der Wechselkursraten, Änderungen der Wettbewerbsposition und –situation, z. B. durch Auftreten neuer Wettbewerber, neuer Produkte und Dienstleistungen, neuer Technologien, Änderung des Konsumverhaltens der Kundenzielgruppen, etc., Änderungen der Geschäftsstrategie.

Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus durch CANCOM ist weder geplant noch übernimmt CANCOM die Verpflichtung dazu.

30 | Bericht des Aufsichtrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

haben wir in 2009 noch von der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit gesprochen, stand das Jahr 2010 bereits wieder im Zeichen des Aufschwungs. Erfreulicherweise kam die Trendwende schneller als erwartet. So ist es uns einmal mehr gelungen, ein wachstumsstarkes und erfolgreiches Geschäftsjahr auszuweisen. Mit 549,3 Millionen Euro konnte CANCOM den höchsten Umsatz in der nun fast 20-jährigen Unternehmensgeschichte erzielen. Der CANCOM Vorstand hat mit der frühzeitigen Positionierung auf den IT-Megatrend Cloud Computing unternehmerische Kompetenz und Weitsicht bewiesen. Der Kapitalmarkt honorierte das mit einer steigenden Nachfrage in CANCOM Aktien und damit mit deutlich ansteigenden Kursen vor allem ab der zweiten Jahreshälfte.

Beherrschende Themen in unseren Aufsichtsratssitzungen waren die gesetzlichen Anforderungen nach BilMoG (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz), ARUG (Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie) sowie VorstAG (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung) und in der Dezembersitzung die Übernahme des Geschäftsbereichs SAP-Hosting und IT-Services der Plaut. Kern der Akquisition war der Erwerb des in Ismaning bei München sitzenden Rechenzentrums der Plaut Systems & Solutions GmbH, einer Tochtergesellschaft der österreichischen Plaut Aktiengesellschaft, in dem Plaut circa 70 Kunden mit SAP-Hosting, SAP-Wartung und SAP-Basis Consulting betreut. Damit erweitert der Cloud-Architekt CANCOM sein Produktportfolio um sogenannte Cloud Services, das heißt CANCOM kann diesen Kunden mithilfe der eigenen Cloud Lösung CANCOM AHP Private Cloud nun ganzheitlich die komplette IT als Service "aus der Wolke" anbieten.

Intensiv diskutiert wurde ebenfalls die Dividendenpolitik der Gesellschaft. Nach Abzeichnen des guten Ergebnisses und dessen verfestigter Nachhaltigkeit hat sich die Verwaltung entschlossen, der Hauptversammlung auch in diesem Jahr die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 15 Cent pro Aktie vorzuschlagen. Dies unterstützt sinnvoll die Wachstumsstrategie des Unternehmens, zu der auch weiterhin geeignete Akquisitionen zählen.

Allgemeines zur Tätigkeit des Aufsichtsrats

Im Rahmen der gewohnt engen Zusammenarbeit hat der Vorstand den Aufsichtsrat in den Sitzungen am 10. März 2010, 22. Juni 2010, 28. September 2010 und 07. Dezember 2010, sowie darüber hinaus regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und in persönlichen Gesprächen über die Lage und Perspektiven, die Grundsätze der Geschäftspolitik, die Rentabilität der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle des Unternehmens berichtet. Zudem wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats vom Vorstand laufend über relevante Entwicklungen informiert und bei wichtigen Entscheidungen eingebunden. Bei Bedarf wurden Beschlüsse auch im Umlaufverfahren herbeigeführt.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand gemäß den Vorgaben aus Gesetz und Satzung regelmäßig überwacht und sich bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen Bericht erstatten lassen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Es wurden keine Ausschüsse gebildet. Interessenkollisionen lagen bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht vor beziehungsweise wurden von den Aufsichtsratsmitgliedern pflichtgemäß angezeigt.

Themenschwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats

Der Konsolidierungsprozess in der deutschen Systemhauslandschaft schreitet weiter voran. CANCOM, als mittlerweile eines der drei größten Systemhäuser in Deutschland, möchte diesen aktiv mitgestalten. Grund genug für Diskussionen über die strategische Ausrichtung und der Befassung mit potentiellen Übernahmekandidaten. Diese Thematik sowie das an Bedeutung gewinnende Thema Compliance, spiegeln sich in der Arbeit des Aufsichtsrats wider.

In jeder der vier turnusmäßigen Sitzungen nahm der Aufsichtsrat folgende Berichte des Vorstands entgegen und erörterte diese eingehend:

  • Bericht über den Markt und Wettbewerb,
  • Bericht des Vorstands gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 2 AktG sowie gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 3 AktG über den Gang der Geschäfte mit Vorlage des Monatsberichts der CANCOM IT Systeme AG und des aktuellen Monatsberichts des CANCOM Konzerns,
  • Bericht des Vorstands gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 4 AktG, insbesondere zu geplanten Akquisitionen und Desinvestitionen.

  • In der turnusmäßigen Sitzung im März wurde der Jahresabschluss der CANCOM IT Systeme AG und der Konzernjahresabschluss gebilligt sowie der Jahresabschluss der CANCOM IT Systeme AG festgestellt und das Risikomanagement der Gruppe beleuchtet. In dieser Sitzung stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb der noch ausstehenden Anteile an der Bürotex-Tochter Live Netzwerk und Computer GmbH sowie dem Beteiligungserwerb an der Plaut Aktiengesellschaft in Wien zu. Weiter stimmte der Aufsichtsrat einer Verschmelzung der CANCOM Bürotex GmbH auf die CANCOM SCC GmbH zu.

  • In der am 22. Juni 2010 direkt nach der Hauptversammlung abgehaltenen Sitzung wurde u.a. der mit Auslaufen des Vorstandsvertrags von Paul Holdschik neu aufzustellende Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand beschlossen.
  • Jeweils im Umlaufverfahren wurde im Juli 2010 die Beendigung des Aktienrückkaufprogramms der CANCOM IT Systeme AG beschlossen sowie im August 2010 der Verschmelzung der CANCOM Bürotex IT solutions GmbH und der Live Netzwerk und Computer GmbH auf die CANCOM Bürotex GmbH zugestimmt.
  • In der turnusmäßigen Sitzung im September stimmte der Aufsichtsrat Investitionen in einen Web Shop in einstelliger Millionenhöhe zu.
  • Die Geschäftsordnung für den Vorstand wurde überarbeitet und im Umlaufverfahren im Oktober 2010 beschlossen.
  • In der Dezembersitzung berichtete der Vorstand ausführlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen und der Wirtschaftsplan für 2011 genehmigt. Schwerpunktthemen der Sitzung im Dezember waren die Verlängerung des Vorstandsvertrags von Herrn Klaus Weinmann sowie die Übernahme des Geschäftsbereichs SAP-Hosting und IT-Services der Plaut Systems & Solutions in Ismaning bei München. Die jeweils erforderlichen Beschlüsse wurden gefasst. Der Risikobeauftragte der CANCOM IT Systeme AG stellte dem Aufsichtsrat den ganzheitlichen Corporate Governance Ansatz der CANCOM IT Systeme AG vor, der das Compliance Management, das Risikomanagement, das Interne Kontrollsystem sowie die Interne Revision abdeckt und in einem Risikohandbuch niedergelegt ist. Der Aufsichtsrat stimmte einer Kreditaufnahme bei der KfW zu und beschloss die Anpassung des Vorstandsvertrags von Herrn Rudolf Hotter bei der variablen Vergütung im Hinblick auf die durch den Deutschen Corporate Governance Kodex notwendigen Änderungen. Entsprechend der Empfehlung des Corporate Governance Kodex formulierte der Aufsichtsrat Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der CANCOM IT Systeme AG.

Die aktuellen Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden im Hinblick auf ihre Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit besprochen und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, dessen Empfehlungen mit vier Ausnahmen entsprochen wird. Weiter untersuchte der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Wege der Selbstprüfung, die zu keinen Beanstandungen führte, und bewilligte die Themen für die interne Revision 2011. Im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder wurden die Verdienste von dem ehemaligen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Klaus F. Bauer gewürdigt, der die Niederlegung seines Amtes zum 31.12.2010 fristgemäß angekündigt hatte.

Jahresabschluss festgestellt

Für die Aufsichtsratssitzung am 15. März 2011 lagen der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sowie der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und der zusammengefasste Lagebericht von Konzern und AG vor. Die Abschlüsse und Lageberichte wurden von der, durch die Hauptversammlung bestellte S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Er war bei der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses in der Sitzung zur Bilanzfeststellung am 15. März 2011 anwesend, berichtete ausführlich über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eingehender Erörterung der Prüfungsberichte, Jahresabschlüsse und Lageberichte hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Er billigte die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse, die damit nach § 172 AktG festgestellt sind.

Dank

Die CANCOM Gruppe hat die Herausforderungen des Marktes im vergangenen Geschäftsjahr mit Bravur gemeistert. So können wir einerseits auf hervorragende Zahlen zurückblicken und andererseits im Hinblick auf unser weiteres Unternehmenswachstum optimistisch nach vorne blicken.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats möchten dem Vorstand zu dieser Leistung gratulieren und ihm gleichzeitig für die verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2010 danken.

Das Können und das herausragende Engagement der CANCOM Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Deshalb gilt allen CANCOM Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein ganz besonderer Dank.

Den Aktionärinnen und Aktionären dankt der Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen in CANCOM.

32 | Corporate Governance bei CANCOM

Gemeinsamer Bericht des Aufsichtsrats und des Vorstands

1. Allgemeines

Gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung sind bei CANCOM traditionell ein gewichtiger Teil der Unternehmenskultur. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der intensive und kontinuierliche Dialog zwischen beiden Gremien bildet bei CANCOM die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung. Dieser Dialog wurde Schritt für Schritt vertieft und unter Berücksichtigung internationaler und nationaler Standards weiter verbessert.

CANCOM begrüßt und unterstützt deshalb ausdrücklich den Deutschen Corporate Governance Kodex, der im Jahr 2002 erlassen und zuletzt im Juli 2010 geändert wurde. Bis auf lediglich vier Ausnahmen folgt CANCOM den darin geäußerten Empfehlungen gemäß der derzeit gültigen Fassung des Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich am 07. Dezember 2010 intensiv mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex befasst. Auf Grundlage dieser Besprechung wurde die auf Seite 34 aufgeführte Entsprechungserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert.

CANCOM ist sich nicht nur seiner wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Um diese Haltung zu unterstreichen, verabschiedete CANCOM im Herbst 2005 einen Verhaltenskodex, der den Umgang mit Kollegen, Kunden, Lieferanten, Herstellern, sonstigen Geschäftspartnern und Behörden festlegt.

"Der Kodex spiegelt das Ziel des Vorstands wider, unternehmensweit ethische Normen zu stärken und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das auf Integrität, Respekt und fairem Handeln basiert" heißt es in der Präambel des Verhaltenskodex. Unter dem Motto "Fair geht vor!" werden Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen dazu angehalten, sich an gesetzliche Vorschriften zu halten und den hohen moralischen und qualitativen Standards des Unternehmens gerecht zu werden.

Der Verhaltenskodex ist für alle CANCOM Mitarbeiter via Intranet frei zugänglich. Bei offensichtlicher oder vermuteter Missachtung können sich Betroffene an den Compliance Officer wenden, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. CANCOM schätzt und ermutigt ausdrücklich zu offenen und sachlichen Rückäußerungen.

2. Grundzüge unserer Unternehmensführung

Aktionäre und Hauptversammlung

Im Kompetenzgefüge der CANCOM IT Systeme AG ist die Hauptversammlung das Willensbildungsorgan, bei der unsere Aktionäre ihre Stimmrechte ausüben können. Dabei gewährt satzungsgemäß jede Stückaktie eine Stimme. Die Hauptversammlung beschließt über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und wählt den Abschlussprüfer. Darüber hinaus entscheidet die Hauptversammlung über die Satzung und den Gegenstand der Gesellschaft, über Satzungsänderungen und wesentliche unternehmerische Maßnahmen wie insbesondere Unternehmensverträge, über die Ausgabe von neuen Aktien und von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien.

Auf der jährlichen Hauptversammlung haben unsere Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder einen Bevollmächtigten ihrer Wahl mit der Stimmausübung zu beauftragen. Darüber hinaus bietet CANCOM seinen Aktionären den besonderen Service, einen weisungsgebundenen Vertreter der Gesellschaft mit der Ausübung ihres Stimmrechts zu bevollmächtigen. Wie schon in den Vorjahren werden die Aktionäre selbstverständlich auch auf der kommenden Hauptversammlung am 08. Juni 2011 in Augsburg von diesem Angebot Gebrauch machen können. Die Tagesordnung einschließlich der notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung werden den Aktionären im Internet unter www.cancom.de zur Einsicht und zum Herunterladen bereitgestellt.

Die Aktionäre der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht (siehe Seite 96) sowie im Internet veröffentlicht ist, über wesentliche Termine informiert.

Abschlussprüfung durch die S&P Wirtschaftsprüfung

Die Hauptversammlung am 22. Juni 2010 hat für das Geschäftsjahr 2010 die S&P Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Augsburg zum Abschlussprüfer gewählt.

Der Vorstand – enge Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat

Der Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ist das Leitungsorgan des Konzerns und besteht aus den zwei Mitgliedern, Dipl.-Kaufmann Klaus Weinmann (Vorsitzender des Vorstands) und Dipl.-Betriebswirt Rudolf Hotter. Herr Weinmann verantwortet unter anderem die Bereiche Finance/Controlling, Investor Relations/Public Relations, Mergers & Acquisitions, Legal, Corporate Strategy, Human Capital, Marketing und Purchasing/Logisitics. Herr Hotter zeichnet sich unter anderem für Sales, Consulting und Service sowie die Corporate Information Systeme zuständig.

Die Arbeit des Vorstands richtet sich ganz im Sinne einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts an den Interessen des Unternehmens aus. Zu den Vorstandsaufgaben zählen u.a. die Ausrichtung der Unternehmensstrategie, die Planung und Feststellung des Unternehmensbudgets und die Aufstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und des CANCOM Konzerns. Der Vorstand arbeitet dabei natürlich intensiv mit dem Aufsichtsrat zusammen und informiert diesen regelmäßig zeitnah und umfassend über relevante Themen. So werden beispielsweise die Halbjahres- und Quartalsberichte vom Vorstand in Telefonkonferenzen vor der Veröffentlichung erörtert. Wichtige Vorstandsbeschlüsse bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat – Beratung und Überwachung des Vorstands

Der Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Er setzt sich seit 01.01.2011 aus den fünf Mitgliedern Walter von Szczytnicki (Vorsitzender), Stefan Kober (stellvertretender Vorsitzender), Raymond Kober, Walter Krejci und Regina Weinmann zusammen, die jeweils ihre ausgewiesene berufliche Expertise zum Nutzen des Unternehmens einbringen. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat u.a. die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresabschlüsse der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und des CANCOM Konzerns unter Beachtung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Wichtige Vorstandsbeschlüsse setzen eine Zustimmung durch den Aufsichtsrat voraus.

Corporate Governance und Compliance sind regelmäßig von besonderem Interesse in den Aufsichtsratssitzungen und sonstigen Besprechungen:

Entsprechend der Anregung in Ziff. 3.4 des Corporate Governance Kodex wurde bereits im Jahr 2008 eine Informationsordnung verabschiedet, die die Informationsversorgung im Verhältnis Vorstand und Aufsichtsrat und innerhalb des Aufsichtsrats regelt. Darin wurden die bisher bei der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft praktizierten – und im Übrigen zum Teil über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehenden – Verfahren schriftlich fixiert und transparent gemacht.

Erstmals wurden in 2010 entsprechend der Empfehlung des Kodex in Ziff. 5.4.1 konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats benannt, die insbesondere unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

In der Dezembersitzung untersuchte der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Tätigkeit im Wege der Selbstprüfung, die zu keinen Beanstandungen führte. Die aktuellen Änderungen des Corporate Governance Kodex wurden im Hinblick auf ihre Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit besprochen und die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex beschlossen, dessen Empfehlungen mit vier Ausnahmen entsprochen wird.

Compliancemanagement

Als Folge der Einrichtung eines Compliance-Systems wurden und werden beispielsweise allen Mitarbeitern der CANCOM Gruppe der Verhaltenskodex "Fair geht vor!" zur Kenntnis gebracht, soweit dies nicht bereits der Fall war. Ein Compliance-Officer ist benannt, der einerseits für die Einhaltung des Verhaltenskodex Sorge trägt und andererseits Ansprechpartner für alle Compliance relevanten Themen und Fragen ist. Um die Bedeutung der Compliance für die CANCOM Gruppe zu unterstreichen, wurden die Geschäftsordnungen für die Geschäftsführer der Konzernunternehmen überarbeitet und an die aktuellen Erfordernisse angepasst.

Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

Die CANCOM IT Systeme AG verfügt über ein umfangreiches System zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken, das in einem Risikohandbuch dokumentiert ist. Die Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind dafür ausgelegt, die wesentlichen unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Sie können Risiken jedoch nicht grundsätzlich vermeiden und bieten daher keinen absoluten Schutz gegen Verluste oder betrügerische Handlungen.

Interne Revision

Als zentrale Funktion der internen Unternehmensüberwachung bewertet die Interne Revision der CANCOM IT Systeme AG die Effektivität des Risikomanagements, der internen Kontrollen und des Compliancemanagements und hilft, diese zu verbessern. Der Vorstand der CANCOM IT Systeme AG definiert jeweils im vierten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres die Themen für das kommende Jahr, die im Interesse der Gesellschaft näher analysiert werden sollen.

3. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex durch die CANCOM IT Systeme AG

Aufsichtsrat und Vorstand der CANCOM IT Systeme AG haben in ihrer Sitzung am 07. Dezember 2010 die folgende, gleichermaßen vergangenheits- und zukunftsorientierte, Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

1. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2009 hat die CANCOM IT Systeme AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009, bis zum Inkrafttreten der neuen Fassung am 2. Juli 2010 mit folgenden Abweichungen entsprochen:

1.1. Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat hat die bestehenden Vorstandsverträge an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) mit Wirkung zum 01.01.2011 angepasst.

1.2. Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, bei so genannten D&O-Versicherungen für den Aufsichtsrat einen angemessenen Selbstbehalt vorzusehen. Die CANCOM IT Systeme AG vertritt nicht die Ansicht, dass Arbeitseinstellung und Verantwortung der Mitglieder des CANCOM-Aufsichtsrats durch einen solchen Selbstbehalt verbessert würden. Die durch CANCOM abgeschlossene D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht daher keinen Selbstbehalt vor.

1.3. Bildung von Ausschüssen

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder, fachlich qualifizierte Ausschüsse zu bilden. Der Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG besteht in angemessenem Verhältnis zur Unternehmensgröße aus sechs Mitgliedern. Nach Auffassung der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft führt die Bildung von Ausschüssen aus diesem sechsköpfigen Gremium zu keiner Effizienzsteigerung, weshalb auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet wird. Der Aufsichtsrat befasst sich im Gesamtgremium intensiv mit den Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Von der Bildung eines eigenen Nominierungsausschusses wird abgesehen, da dem Aufsichtsrat derzeit nur Anteilseigner oder von Anteilseignern nominierte Personen angehören.

1.4. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in einen fixen und in einen erfolgsorientierten Anteil zu untergliedern und bei der Höhe der Vergütung den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zu berücksichtigen. Die CANCOM IT Systeme AG weicht insofern hiervon ab, als die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder aus einer festen Vergütung besteht und die Position des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden nicht entsprechend bei der Höhe der Vergütung berücksichtigt wird.

2. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 hat die CANCOM IT Systeme AG seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 mit Ausnahme der unter den Ziffern 1.1. bis 1.4. aufgeführten Abweichungen entsprochen.

Jettingen-Scheppach, 07.12.2010

Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat Klaus Weinmann Walter von Szczytnicki

4. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Anwendung finden und erläutert die Höhe sowie die Struktur der Vorstandseinkommen.

Außerdem werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach dem Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG).

4.1. Vergütung des Vorstands

Die Festlegung der Vorstandsvergütung obliegt dem Aufsichtsrat und orientiert sich unter anderem an der Größe des Unternehmens, seiner finanzwirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert. Bei Herrn Klaus Weinmann, Herrn Rudolf Hotter und Herrn Paul Holdschik setzt sie sich im Geschäftsjahr 2010 jeweils aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Paul Holdschik ist mit Eintragung im Handelsregister am 29.07.2010 aus dem Vorstand der CANCOM IT Systeme AG ausgeschieden.

Die feste Vergütung wird jeweils als monatliches Gehalt ausbezahlt. Die Bezahlung sowie die Höhe des variablen Bonus sind vom Grad des Erreichens des EBIT-Planziels des CANCOM Konzerns im Geschäftsjahr 2010 abhängig.

Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und der Deutsche Corporate Governance Kodex verlangen, dass die variablen Vergütungsbestandteile bei Vorständen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl der positiven als auch der negativen Entwicklung Rechnung getragen werden soll. Daher hat der Aufsichtsrat die bestehenden bzw. die neuen Vorstandsverträge an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) mit Wirkung zum 01.01.2011 angepasst.

Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die variable Vergütung, die sich zur einen Hälfte aus einer, an der Zielerreichung orientierten kurzfristigen (Geschäftsjahr) sowie zur anderen Hälfte aus einer langfristigen Tantieme (für drei Geschäftsjahre) zusammensetzt. Die Höhe der jeweiligen Tantieme beträgt bei Herrn Klaus Weinmann ein Prozent des erzielten EBITDA und bei Herrn Rudolf Hotter 0,5 Prozent des erzielten EBITDA. Die Tantiemenzahlung ist betragsmäßig nach oben im Geschäftsjahr begrenzt. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnisse im Abrechnungszeitraum von jeweils drei Geschäftsjahren im Vergleich zu den jeweiligen Planzahlen als Referenzgröße ist der Vorstand zur ganzen oder teilweisen Rückzahlung erhaltener Tantiemenzahlungen verpflichtet (Malusregelung).

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 280 TEuro und einem Jahresbonus in Höhe von 315 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 22 TEuro, in Summe 617 TEuro.

Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Rudolf Hotter setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 145 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 5 TEuro, in Summe 350 TEuro. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Paul Holdschik setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 110 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 4 TEuro, in Summe 314 TEuro.

Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2010 1.281 TEuro.

36 | Corporate Governance bei CANCOM

4.2. Vergütung des Aufsichtsrats

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird und so lange gültig bleibt, bis die Hauptversammlung eine Änderung beschließt. Es wird satzungsgemäß ein Betrag von 10 TEuro zzgl. eines Sitzungsgeldes in Höhe von 750 Euro gewährt. Der Vorsitzende erhält das Zweifache der sich hiernach ergebenden Beträge. Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Jahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrates die mit der Wahrnehmung des Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt 26,0 TEuro. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus F. Bauer, Stefan Kober, Raymond Kober, Walter Krejci und Regina Weinmann betragen jeweils 13,0 TEuro.

Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 91,0 TEuro.

4.3. Sonstiges

Die Gesellschaft hat zu Gunsten des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitender Mitarbeiter eine Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Vorstands-, Aufsichtsrats- und Leitungstätigkeit abdeckt.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht seit dem 01.07.2007 ein nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von 60.000 Euro p.a. vorsieht. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2010 beläuft sich folglich auf 60.000 Euro.

Am 27.06.2007 genehmigte der Aufsichtsrat gemäß § 114 I AktG einen am 07.03.2007 geschlossenen M&A Beratervertrag mit der Auriga Corporate Finance GmbH München anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG. Im Geschäftsjahr 2010 sind von der Gesellschaft keine Zahlungen auf Grundlage des Beratervertrages geleistet worden.

Corporate Governance bei CANCOM | 37

5. Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31.12.2010

Aktien im Besitz des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands hielten am 31. Dezember 2010 insgesamt 428.864 Stück CANCOM Aktien – dies entspricht 4,1% des Grundkapitals der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.

Im Einzelnen stellt sich der Aktienbesitz des Vorstands wie folgt dar:

Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital
Klaus Weinmann 353.864 3,4%
Rudolf Hotter 75.000 0,7%

Aktien im Besitz des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten am 31.12.2010 unmittelbar oder zurechenbar insgesamt 1.329.932 Stück CANCOM Aktien – dies entspricht 12,8% des Grundkapitals der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.

Im Einzelnen stellt sich der Aktienbesitz des Aufsichtsrats wie folgt dar:

Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital
Walter von Szczytnicki 6.252 0,1 %
Dr. Klaus F. Bauer 1.500 0,01 %
Raymond Kober 720.891 6,9 %
Stefan Kober 601.289 5,8 %
Walter Krejci 0 0,0 %
Regina Weinmann 0 0,0 %

6. Finanzkalender

12.05.2011 Veröffentlichung des 3-Monatsberichts 2011

08.06.2011 Ordentliche Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG in Augsburg

11.08.2011 Veröffentlichung des 6-Monatsberichts 2011

10.11.2011 Veröffentlichung des 9-Monatsberichts 2011

38 | Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva Anhang Jahresabschluss Jahresabschluss
(in T€) 31.12.2010 31.12.2009
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C.1. 31.472 25.836
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C.2. 68.014 47.191
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte C.3. 4.663 3.223
Vorräte C.4. 13.363 12.589
Aufträge in Bearbeitung C.5. 730 990
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige
kurzfristige Vermögenswerte C.6. 2.025 3.384
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 120.267 93.213
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagevermögen C.7.1. 9.677 6.529
Immaterielle Vermögenswerte C.7.2. 18.860 6.730
Geschäfts- oder Firmenwert C.7.3. 23.682 24.812
Finanzanlagen C.7.4. 3.211 157
Ausleihungen C.7.5. 43 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 920 822
Latente Steuern aus temporären Differenzen C.8. 406 338
Latente Steuern aus steuerlichem Verlustvortrag C.8. 294 2.224
Sonstige Vermögenswerte 81 77
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 57.174 41.689
Aktiva, gesamt 177.441 134.902

Jahresabschluss Konzern | 39

Passiva Anhang Jahresabschluss Jahresabschluss
(in T€) 31.12.2010 31.12.2009
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil
an langfristigen Darlehen C.9. 1.196 707
Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen
kurzfristiger Anteil 413 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.437 47.852
Erhaltene Anzahlungen 1.525 1.140
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden C.10. 3.460 3.158
Rückstellungen C.11. 1.579 3.905
Rechnungsabgrenzungsposten 989 908
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern C.12. 1.634 438
Sonstige kurzfristige Schulden C.13. 14.614 9.437
Kurzfristige Schulden, gesamt 89.847 67.545
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen C.14. 9.607 5.194
Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen C.15. 14.364 12.784
Rechnungsabgrenzungsposten C.16. 5.048 1.767
Latente Steuern aus temporären Differenzen C.17. 4.309 1.967
Pensionsrückstellungen C.18. 80 26
Sonstige langfristige finanzielle Schulden C.19. 1.519 491
Sonstige langfristige Schulden 1.654 1.259
Langfristige Schulden, gesamt 36.581 23.488
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital C.20. 10.391 10.391
Kapitalrücklage C.20. 15.904 15.441
Bilanzgewinn (inkl. Gewinnrücklagen) 24.768 18.476
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
und Kursdifferenz –134 –279
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten C.20. 0 -165
Minderheitenanteile C.21. 84 5
Eigenkapital, gesamt 51.013 43.869
Passiva, gesamt 177.441 134.902

40 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – IFRS Konzern-Gesamtergebnisrechnung – IFRS

(in T€) Anhang 01.01.2010 01.01.2009
bis 31.12.2010 bis 31.12.2009
Umsatzerlöse D.2. 549.295 422.478
Sonstige betriebliche Erträge D.3. 3.352 2.679
Andere aktivierte Eigenleistungen D.4. 1.270 953
Gesamtleistung 553.917 426.110
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen –402.947 –306.843
Rohertrag 150.970 116.267
Personalaufwand D.5. –100.124 –82.807
Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände –5.520 –3.404
davon Abschreibung auf den Goodwill –1.314 –56
Sonstige betriebliche Aufwendungen D.6. –31.664 –26.100
Betriebsergebnis 13.662 6.956
Zinsen und ähnliche Erträge D.7. 132 164
Zinsen und ähnliche Aufwendungen D.7. –2.109 –1.468
Beteiligungserträge 1 0
Gewinn-Verlustanteile aus Joint Ventures, die
nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 11
Währungsgewinne/-verluste –48 –5
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.638 5.658
Ertragsteuern D.8. –3.740 –556
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 7.898 5.102
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen D.9. 0 –3
Periodenergebnis 7.898 5.099
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 7.820 5.060
davon entfallen auf Minderheiten D.10. 78 39
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (Stück) unverwässert 10.320.712 10.387.139
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (Stück) verwässert 10.320.712 10.387.139
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (unverwässert) 0,76 0,49
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (verwässert) 0,76 0,49
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (unverwässert) 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (verwässert) 0,00 0,00
Bereinigt um Sondereinflüsse (Erläuterung im Anhang) D.11.
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (unverwässert) 0,80 0,49
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (verwässert) 0,80 0,49
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (unverwässert) 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (verwässert) 0,00 0,00

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – IFRS Konzern-Gesamtergebnisrechnung – IFRS | 41

(in T€) 01.01.2010
bis 31.12.2010
01.01.2009
bis 31.12.2009
Periodenergebnis 7.898 5.099
Übriges Ergebnis
Unterschied aus Währungsumrechnung -14 65
Unterschied aus Kursdifferenz Wertpapiere 224 0
Ertragsteuern –64 -20
Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) 146 45
Gesamtergebnis der Periode 8.044 5.144
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 7.966 5.105
davon entfallen auf Minderheiten 78 39

42 | Kapitalflussrechnung (gemäß IAS 7)

(in T€) Anhang 01.01.2010 01.01.2009
bis 31.12.2010 bis 31.12.2009
Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit
Periodengewinn vor Steuern und Minderheitenanteilen 11.638 5.658
Berichtigungen
+/–
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
5.520 3.404
+/–
Veränderungen der langfristigen Rückstellungen
284 –233
+/–
Veränderungen der kurzfristigen Rückstellungen
–1.705 239
+/–
Ergebnis aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen und Finanzlagen 39 66
+/–
Zinsaufwand
1.977 1.304
+/–
Veränderungen der Vorräte
311 –929
+/–
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Forderungen
-15.228 814
+/–
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden
17.119 2.748
+/–
Gezahlte und erstattete Zinsen
–592 –335
+/–
Gezahlte und erstattete Ertragsteuern
–179 –102
+/–
Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
–2.264 –1.983
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 16.920 10.651
Cashflow aus Investitionstätigkeit
+/–
Erwerb von Tochterunternehmen und von Eigenkapitalinstrumenten
anderer Unternehmen –10.502 –409
+/–
Beim Kauf von Anteilen erworbene Zahlungsmittel
E 776 1.791
+/–
Zahlungen für Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen
–8.076 –4.660
+/–
Erlöse aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen und Finanzanlagen 361 498
+/–
Erhaltene Zinsen
132 164
+/–
Ein-/Auszahlungen aufgegebene Geschäftsbereiche
0 –4
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel –17.309 –2.620
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
+/–
Aufnahme von langfristigen Finanzschulden
8.935 3.284
+/–
Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden
(einschl. kurzfristig gewordene Anteile) –596 –2.272
+/–
Veränderung kurzfristiger Finanzschulden
–48 –712
+/–
Gezahlte Zinsen
–1.367 –1.133
+/–
Gezahlte Dividenen
–1.547 0
+/–
Einzahlung aus der Veräußerung eigener Anteile
C.21. 722 0
+/–
Auszahlung für Erwerb eigener Anteile
C.21. –94 –165
+/–
Ein-/Auszahlungen aus Finanzierungs-Leasingverträgen
–221 –229
+/–
Ein-/Auszahlungen aufgegebener Geschäftsbereiche
100 123
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 5.884 –1.104
Nettozunahme/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelaquivalente 5.495 6.927
+/–
Wechselkursbedingte Wertänderungen
141 32
+/–
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
25.836 18.877
Finanzmittelbestand am Ende der Periode E 31.472 25.836
Zusammensetzung:
Liquide Mittel 31.472 25.836
Liquide Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0
31.472 25.836

Kapitalflussrechnung (gemäß IAS 7) Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung – IFRS | 43

Aktien Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Rücklage Währungsumrechnung Rücklage Kursdifferenz Wertpapiere Neubewertungsrücklage Bilanzgewinn Eigene Anteile zu Anschaffungskosten Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen Minderheitenanteile Eigenkapital gesamt
TStück in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€ in T€
31. Dezember 2008 10.391 10.391 15.441 122 –324 –153 13.447 0 38.924 –8 38.916
Erwerb eigene Anteile –165 –165 –165
Gesamtergebnis der Periode 45 5.060 5.105 39 5.144
Effekt aus Abgang Minderheiten 0 –26 –26
31. Dezember 2009 10.391 10.391 15.441 122 –279 0 –153 18.507 –165 43.864 5 43.869
Veränderung der Rücklagen:
Umbuchung Bilanzgewinn/
Gewinnrücklage 10.483 –10.483 0 0
Erwerb eigene Anteile –94 –94 –94
Veräußerung eigener Anteile 463 259 722 722
Ausschüttung im Geschäftsjahr –1.546 –1.546 –1.546
Gesamtergebnis der Periode –10 155 7.820 7.965 78 8.043
Erwerb Minderheitenanteile 18 18 129 147
Effekt aus Abgang Minderheiten 0 –128 –128

44 | Segmentinformationen – IFRS

e-commerce/trade IT Solutions
31.12.10 31.12.09 31.12.10 31.12.09
T€ T€ T€ T€
Umsatzerlöse
– Umsatzerlöse von externen Kunden 245.243 217.017 304.052 205.461
– Umsätze zwischen den Segmenten 5.909 3.784 40.907 18.843
– Gesamte Erträge 251.152 220.801 344.959 224.304
– Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen –214.203 –188.430 –224.932 –136.322
– Personalaufwand –18.271 –17.106 –78.057 –62.623
– Übrige Erträge und Aufwendungen –9.017 –9.897 –26.796 –15.250
EBITDA 9.661 5.368 15.174 10.109
– planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 1.873 2.138 2.291 1.138
Betriebsergebnis (EBIT) 7.788 3.230 12.883 8.971
– Zinserträge 46 74 121 126
– Zinsaufwendungen –616 –390 –440 –230
– Abschreibungen auf Finanzanlagen
– GuV-Anteile aus Joint Ventures, die nach der
Equity Methode bilanziert werden
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.218 2.914 12.564 8.867
– außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0
– Währungsdifferenzen
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.218 2.914 12.564 8.867
– Ertragsteuern
– aufgegebene Geschäftsbereiche 0
Konzernjahresergebnis
davon entfallen auf Gesellschafter
des Mutterunternehmens
davon entfallen auf Minderheiten
Andere Informationen
– Vermögenswerte 1) 102.714 51.205 55.597 62.026
– Investitionen 1) 1.372 1.839 18.733 4.609

Segmentinformationen – IFRS Jahresabschluss Konzern | 45

konsolidiert Überleitungsrechnung sonstige Gesellschaften Summe Geschäftssegmente
31.12.09 31.12.10 31.12.09 31.12.10 31.12.09 31.12.10 31.12.09 31.12.10
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
0 0 422.478 549.295
–22.627 –46.816 0 0 22.627 46.816
422.478 549.295 –22.627 –46.816 0 0 445.105 596.111
–311.678 –402.947 13.074 36.188 0 0 –324.752 –439.135
–82.807 –100.124 0 –1 –3.078 –3.795 –79.729 –96.328
–22.468 –27.042 9.553 10.629 –2.039 –1.858 –25.147 –35.813
10.360 19.182 0 0 –5.117 –5.653 15.477 24.835
3.404 5.520 0 0 128 1.356 3.276 4.164
6.956 13.662 0 0 –5.245 –7.009 12.201 20.671
164 132 –322 –424 286 389 200 167
–1.468 –2.109 322 424 –1.170 –1.477 –620 –1.056
0 1 0 1 0 0 0
11 0 0 0 11 0 0 0
5.663 11.686 0 1 –6.118 –8.097 11.781 19.782
0 0 0 0 0 0
–5 –48 –5 –48 0 0 0
5.658 11.638 –5 –47 –6.118 –8.097 11.781 19.782
–556 –3.740 –556 –3.740
–3 0 0 0 0 0 0 0
5.099 7.898
5.060 7.820
39 78
Überleitung 2)
134.902 177.441 2.781 1.026 18.890 18.104 113.231 158.311

Entwicklung des Anlagevermögens – IFRS

46 |

Anschaffungs- / HerstellungskostenAbschreibungen Abschreibungen Buchwerte

Stand Zugänge aus Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2010 Erstkons. 2010 2010 2010 2010
16.737 1.365 5.057 4.730 42
10.419 10.941 2.967 1.729 11
43.277 273 0 583 0
167 8 3.279 233 0
0 43 0 0 0
70.600 12.630 11.303 7.275 53

Geschäftsjahr 2009

Anschaffungs- / HerstellungskostenAbschreibungen
(in T€) Stand Zugänge aus Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2009 Erstkons. 2009 2009 2009 2009
Sachanlagevermögen 12.977 923 3.302 961 496
Immaterielle Vermögenswerte 7.194 1.861 1.358 11 17
Geschäfts- oder Firmenwert 41.129 51 0 320 2.417
Finanzanlagen 129 26 2 –10 0
Nach Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 14 0 11 25 0
Ausleihungen 199 0 0 199 0
Summe 61.642 2.861 4.673 1.506 2.930

Entwicklung des Anlagevermögens – IFRS Jahresabschluss Konzern | 47

Abschreibungen
Stand Stand Zugänge aus Zugänge Abgänge Stand Stand Stand
31.12.2010 01.01.2010 Erstkons. 2010 2010 2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
18.471 10.208 692 2.472 4.578 8.794 9.677 6.529
22.609 3.689 40 1.734 1.734 3.749 18.860 6.730
42.967 18.465 0 1.314 494 19.285 23.682 24.812
3.221 10 0 0 0 10 3.211 157
43 0 0 0 0 0 43 0
87.311 32.372 732 5.520 6.786 31.838 55.473 38.228
Abschreibungen Buchwerte
Stand Stand Zugänge aus Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Stand Stand
31.12.2009 01.01.2009 Erstkons. 2009 2009 2009 2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
16.737 7.576 748 2.444 243 803 10.208 6.529 5.401
10.419 2.650 139 904 0 4 3.689 6.730 4.544
43.277 17.342 0 56 1.064 –3 18.465 24.812 23.787
167 0 0 0 0 –10 10 157 129
0 1 0 1 0 0 13
0 0 0 0 0 0 0 0 199
70.600 27.569 887 3.404 1.307 795 32.372 38.228 34.073

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

| 49 Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

A. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden: "CANCOM Konzern", "CANCOM Gruppe" oder "Konzern") wurde im Geschäftsjahr 2010 nach den International Financial Reporting Standards bzw. den International Accounting Standards (IFRS/IAS) aufgestellt.

Gegenstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften ist im Wesentlichen der Vertrieb von kompletten IT-Systemlösungen (Hard-, Software- und Netzwerkprodukte) und die Erbringung einer breiten Palette an IT-Services (z.B. in den Bereichen Beratung, Systemintegration, Service&Support und Schulung).

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010. Adresse des eingetragenen Sitzes ist: Messerschmittstraße 20, 89343 Jettingen-Scheppach, Deutschland.

Die Aktien werden im Geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse unter ISIN-Code DE0005419105 gehandelt und sind zum Prime Standard zugelassen.

2. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Alle für das Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwendenden IFRS und IAS sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretations Committee (SIC) werden uneingeschränkt berücksichtigt. Die weiterhin gültigen Vorschriften gem. § 315a Abs. 1 HGB wurden ebenfalls beachtet.

Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht erfolgt. Die Gesellschaft prüft aktuell die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC Interpretationen

Das IFRIC hat die folgenden Interpretationen herausgegeben, die Sachverhalte definieren, die die Gesellschaft zum derzeitigen Zeitpunkt nicht betreffen.

IFRIC 13 – Kundenbindungsprogramm – Änderungen bezüglich fair value von Prämienansprüchen (Änderung im Rahmen des AIP 2010):

Anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen

IFRIC 14 – Änderungen in Hinblick auf freiwillig vorausgezahlte Beträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften: Anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen

IFRIC 19 – Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente:

Anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen

IFRS und IAS Standards

Im Mai 2010 hat das IASB einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS Standards (Annual Improvements Projects (AIP) 2010) veröffentlicht. Die meisten Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen; Unternehmen dürfen sie allerdings auch früher anwenden. Der Konzern hat keine dieser Änderungen vorzeitig angewandt.

IFRS 1: Erstmalige Anwendung der International Reporting Standards: Angaben zur Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden im Jahr der Erstanwendung, Beizulegender Zeitwert als Ersatz für die Anschaffungskosten und Verwendung von Ersatz-Anschaffungskosten auch für Vermögenswerte zulässig, die aus Geschäftstätigkeiten stammen, welche einer Preisregulierung unterliegen.

IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse: Änderungen bezüglich der Erstbewertung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter, nicht ersetzte und freiwillig ersetzte anteilsbasierte Vergütungsprämien und bedingter Kaufpreiszahlungen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 1010 beginnen.

50 | Anhang Konzern

IFRS 7: Änderungen zu Angabepflichten in IFRS 7 (Finanzinstrumente) hinsichtlich Angaben der mit Finanzinstrumenten verbundenen Risiken, des maximalen Ausfallrisikos, der Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten, der Sicherheiten in Zusammenhang mit überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten und vom Unternehmen eingezogenen Sicherheiten.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Klarstellung, dass die Aufgliederung des auf die Eigenkapitalbestandteile entfallenden Anteiles des sonstigen Ergebnisses entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang erfolgen kann.

IAS 27 Konzern- und separate Abschlüsse: Klarstellung der Anwendungszeitpunkte der durch den überarbeiteten IAS 27 bedingten Folgeänderungen an IAS 21.48A-D und 21.49, IAS 28.18-19A sowie IAS 31.45-45B. Die Folgeänderungen sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

IAS 34 Zwischenberichterstattung: Klarstellung, dass wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle, die zwischen dem letzten Jahresabschluss und dem Zwischenbericht stattgefunden haben, zwingend im Anhang des Zwischenabschlusses zu erläutern sind und Erweiterung der Beispiele für angabepflichtige Sachverhalte aus IFRS 7.

Im Oktober 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente" zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2011 anzuwenden.

Im Dezember 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der Internationalen Financial Reporting Standards" in Bezug auf feste Zeitpunkte in der Ausnahme für Ausbuchungen und in Bezug auf ausgeprägte Hochinflation. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 01. Juli 2011 anzuwenden.

Im Dezember 2010 veröffentlichte das IASB eine begrenzte Änderung zu IAS 12 "Ertragsteuern" in Bezug auf die Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2012 anzuwenden.

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft alle Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Diese Tochterunternehmen wurden vollkonsolidiert.

Mit Kaufvertrag vom 21./22. Dezember 2009 des Notars Dr. Thomas Braun hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft 100 % der Geschäftsanteile im Nominalbetrag von EUR 120.000,00 an der CANCOM Bürotex GmbH (vormals BT IT-Systemhaus GmbH) gekauft.

Der Kaufpreis beträgt EUR 3.655.328,42. Ein Teilbetrag von EUR 96.000,00 war am 31.12.2010 noch offen. Erwerbsnebenkosten sind in Höhe von T€ 19 angefallen und unter der GuV Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 01. Januar 2010.

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und Vertrieb von Computer-, Telekommunikations-, IT- und Dokumentenverwaltungssystemen, sowie die verbundenen Serviceleistungen. Diese beinhalten Consulting, Wartung, Reparatur, Support und Projektmanagement.

Die Gesellschaft hält zum Erwerbszeitpunkt Beteiligungen an der CANCOM Bürotex IT solutions GmbH (vormals BT IT-Solutions GmbH), Nürtingen (100 %) und der live Netzwerk & Computer GmbH, München (75,0 %).

Der CANCOM Konzern erhöht mit dem Erwerb der Bürotex Gruppe seine Präsenz in Baden-Württemberg und erwirbt Zugang zu wichtigen Kunden in der Region. Die Akquisition stärkt damit die Position des CANCOM Konzerns auf dem deutschen Systemhausmarkt und unterstreicht die Rolle als aktiven Konsolidierer des deutschen Systemhausmarktes.

Veränderung des Konsolidierungskreises in 2010:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
Kapitalanteil
%
Stimmrechtsanteil
%
CANCOM Bürotex GmbH,
Nürtingen 01.01.2010 100 100
sowie deren Tochtergesellschaften
• CANCOM Bürotex
IT solutions GmbH,
Nürtingen 01.01.2010 100 100
• live Netzwerk &
Computer GmbH,
München 01.01.2010 75 75

Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2010 der CANCOM Bürotex GmbH wie folgt dar:

Anhang Konzern | 51

Zeitwerte Buchwerte
T€ T€
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 776 776
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.667 3.667
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände 571 571
Forderungen im Verbundbereich 1.255 1.255
Vorräte 760 760
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 714 714
Kurzfristige Vermögenswerte 7.743 7.743
Sachanlagevermögen 493 493
Immaterielle Vermögenswerte 1.965 43
Finanzanlagen 8 8
Sonstige Vermögenswerte 100 100
Langfristige Vermögenswerte 2.566 544
Vermögenswerte gesamt 10.309 8.287
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 34 34
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.865 2.865
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden 262 262
Rückstellungen 272 272
Rechnungsabgrenzungsposten 136 136
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 102 102
Sonstige kurzfristige Schulden 603 603
Kurzfristige Schulden 4.274 4.274
Langfristige Darlehen 1.500 1.500
Latente Steuern aus temporären Differenzen 591 0
Sonstige langfristige Schulden 116 116
Langfristige Schulden 2.207 1.616
Schulden gesamt 6.481 5.890
Erworbene Nettovermögenswerte 3.828 2.397

Die erworbenen Forderungen setzen sich zusammen aus Forderungen vor Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.839 und Wertberichtigungen in Höhe von T€ 172.

Im den erworbenen Nettovermögenswerten sind Minderheitenanteile in Höhe von T€ 130 (Zeitwert) und T€ 50 (Buchwert) enthalten. Es handelt sich dabei um 25 % des Nettovermögens der live Netzwerk & Computer GmbH.

Aus dem Unternehmenserwerb und den neu bewerteten erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden resultiert ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 43 sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.922. Der negative Unterschiedsbetrag wurde erfolgswirksam vereinnahmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Bei der Bewertung des Erwerbes ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag, da der Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bewerteten Beträge der erworbenen identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden bewertet zum beizulegenden Wert am Erwerbszeitpunkt den Kaufpreis (übertragene Gegenleistung) übersteigt. Der CANCOM Konzern hat nochmals beurteilt, ob alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden richtig identifiziert wurden, die Überprüfung der angewandten Verfahren führte zu keiner Bewertungsänderung.

Der im Konzernergebnis enthaltene Gewinn/Verlust der Bürotex Kostenstellen innerhalb der CANCOM SCC GmbH (aufnehmende Gesellschaft bei der Verschmelzung zum 01.01.2010; nachfolgend erläutert) seit Erwerbszeitpunkt beträgt T€ -576. Der im Konzernumsatz enthaltene Umsatz seit Erwerbszeitpunkt beträgt T€ 26.946.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 11. Februar 2010 des Notars Dr. Braun wurde die CANCOM SYSDAT GmbH auf die CANCOM IT Solutions GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der CANCOM IT Solutions GmbH am 22.07.2010 eingetragen.

52 | Anhang Konzern

Mit Geschäftsanteilskauf und –abtretungsvertrag vom 07. Mai 2010 des Notars Dr. Braun hat die CANCOM Bürotex GmbH den restlichen Geschäftsanteil an der live Netzwerk & Computer GmbH im Nominalbetrag von EUR 37.500,00 erworben. Der Kaufpreis beträgt EUR 110.000,00 und wurde am 17.05.2010 bezahlt.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 07. Mai 2010 des Notars Dr. Braun wurde die live Netzwerk & Computer GmbH auf die CANCOM Bürotex GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der CANCOM Bürotex GmbH am 08.07.2010 eingetragen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 07. Mai 2010 des Notars Dr. Braun wurde die CANCOM Bürotex IT solutions GmbH auf die CANCOM Bürotex GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der CANCOM Bürotex GmbH am 08.07.2010 eingetragen.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 27. Juli 2010 des Notars Dr. Braun wurde die CANCOM Bürotex GmbH auf die CANCOM SCC GmbH verschmolzen. Der Eintrag der Verschmelzung im Handelsregister der CANCOM SCC GmbH erfolgte am 13.08.2010.

Mit Vertrag vom 18. November 2010 des Notars Dr. Braun hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft die CANCOM VVM GmbH mit Sitz in Jettingen-Scheppach errichtet. Das Stammkapital beträgt € 25.000 und wurde zu 100 % von der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft übernommen. Die Einlage auf den Geschäftsanteil ist zur Hälfte am 09.12.2010 geleistet worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Die neu errichtete Firma wurde am 20.12.2010 in das Handelsregister eingetragen.

Veränderung des Konsolidierungskreises in 2010:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der Kapitalanteil Stimmrechtsanteil
Erstkonsolidierung % %
CANCOM VVM GmbH 09.12.2010 100 100

Mit Kaufvertrag vom 29.11.2010 übernahm die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft über ihre Tochtergesellschaft CANCOM Plaut Managed Services GmbH (vormals CANCOM IT Services GmbH) mit Wirkung zum 31.12.2010, 23:59 Uhr alle Unternehmensassets und Mitarbeiter der Firma Plaut Systems & Solutions GmbH, welche zum Bereich SAP Hosting Business, Outsourcing und IT-Services gehören, insbesondere das Application Management und die SAP Partner Edge – Wartungsverträge. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von EUR 4.000.000,00 vereinbart sowie ein variabler Kaufpreis (bedingte Gegenleistung) abhängig vom EBIT der Jahre 2011 bis einschließlich 2014 in Höhe von EUR 0,00 bis maximal EUR 1.600.000,00. Der abgezinste maximale Kaufpreis beträgt EUR 5.225.192,00, davon entfällt ein Teilbetrag in Höhe von € 1.225.192,00 auf die bedingte Gegenleistung.

Im Zusammenhang mit dem Asset Deal sind Erwerbsnebenkosten in Höhe von T€ 3 angefallen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Im Rahmen des Asset Deals wurden folgende Vermögenswerte erworben, die den Ansatz latenter Steuern wie folgt bewirken:

Zeitwerte
T€
Buchwerte
T€
Sachanlagevermögen 180 180
Immaterielle Vermögenswerte 8.937 3.820
Ausleihungen 43 43
Latente Steuern aus temporären Differenzen 2 2
Langfristige Vermögenswerte 9.162 4.043
Vermögenswerte gesamt 9.162 4.043
Sonstige kurzfristige Schulden 32 32
Kurzfristige Schulden 32 32
Latente Steuern aus temporären Differenzen 1.550 0
Pensionsrückstellungen 52 52
Langfristige Schulden 1.602 52
Schulden gesamt 1.634 84
Erworbene Nettovermögenswerte 7.528 3.959

Es resultieren ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.303 sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 8.937. Der negative Unterschiedsbetrag wurde erfolgswirksam vereinnahmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Da die erworbenen Nettovermögenswerte den vereinbarten Kaufpreis übersteigen, ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag.

Kern der Akquisition ist der Erwerb des in Ismaning bei München sitzenden Rechenzentrums der Plaut Systems & Solutions GmbH. CANCOM kann mithilfe seiner CANCOM AHP Private Cloud Lösung nun ganzheitlich die komplette IT, wie zum Beispiel ein SAP ERP-System und eine Microsoft Office Umgebung einschließlich Mail-Infrastrukturen, als Cloud Service zum monatlichen Festpreis anbieten.

Unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt für alle Unternehmenszusammenschlüsse der 01.01.2010 wäre, würden im zusammengeschlossenen Unternehmen die Umsätze T€ 555.107 und der Jahresüberschuss T€ 8.758 betragen.

Der Kaufpreis für die im Vorjahr erworbenen Geschäftsanteile an der CANCOM SCC GmbH der in vorläufiger Höhe im Vorjahr mit EUR 807.637,00 angegeben war hat sich auf EUR 445.865,00 verringert.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sind die in der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes unter F.13 aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegen, wurden nicht vorzeitig angewendet. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen aus der vorzeitigen Anwendung von Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind auf den Bilanzstichtag der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft aufgestellt worden.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.

Gemäß IFRS 3.79 ist die Abschreibung zuvor angesetzter Geschäfts- oder Firmenwerte eingestellt worden. Der Buchwert der damit verbundenen kumulierten Abschreibungen ist mit einer entsprechenden Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts aufgerechnet worden. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 auf Wertminderung jährlich überprüft.

Die Einbeziehung der Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögens wird als Goodwill angesetzt. In Übereinstimmung mit den Standards IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" ist der Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abzuschreiben, sondern stattdessen mindestens einmal jährlich auf eine außerordentliche Wertminderung zu überprüfen (Impairment Test). Für den Geschäfts- oder Firmenwert ist die auf Marktwerten basierte Überprüfung auf der Ebene von Geschäftsbereichen (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) durchzuführen. Dabei ist ein Geschäftsbereich im Sinne dieser Vorschrift ein operatives Segment oder eine Ebene darunter.

Konzerninterne Gewinne, Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Schulden werden eliminiert. Anteile anderer Gesellschafter werden in einem separaten Ausgleichsposten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

54 | Anhang Konzern

Schätzungen und Annahmen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert:

  • Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt ebenso für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten sowie von finanziellen Vermögenswerten.
  • Es werden Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, um geschätzten Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit von Kunden Rechnung zu tragen.
  • Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der Erzielung entsprechend steuerpflichtiger Einkommen, eine wesentliche Rolle.
  • Bei der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen für Pensionen stellen die Abzinsungsfaktoren, erwartete Gehaltsund Rententrends, die Fluktuation sowie Sterbewahrscheinlichkeiten die wesentlichen Schätzgrößen dar.

Bei diesen Bewertungsunsicherheiten werden die bestmöglichen Erkenntnisse bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Bilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Anhang zu entnehmen.

Zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ist nicht von wesentlichen Änderungen der Bilanzierung und Bewertung zugrunde gelegten Annahmen auszugehen. Insofern sind aus gegenwärtiger Sicht keine nennenswerten Anpassungen der Annahmen und Schätzungen oder der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2010 zu erwarten.

Grundlagen der Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Kursgewinne und -verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Im CANCOM-Konzern sind sämtliche ausländische Tochtergesellschaften wirtschaftlich selbständig, so dass die jeweilige Landeswährung der Tochterunternehmung die funktionale Währung ist. Entsprechend werden die Vermögenswerte, Schulden und das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen werden mit dem unterjährigen Durchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen zu den Stichtagskursen des Vorjahres sowie zwischen dem Jahresergebnis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und dort gesondert ausgewiesen.

Währung 2 010 2009 2008
Schweizer Franken
Stichtagskurs 1 € = 1,252 SFR 1 € = 1,484 SFR 1 € = 1,486 SFR
Durchschnittskurs 1 € = 1,380 SFR 1 € = 1,510 SFR 1 € = 1,587 SFR
Britische Pfund
Stichtagskurs 1 € = 0,862 GBP 1 € = 0,889 GBP 1 € = 0,960 GBP
Durchschnittskurs 1 € = 0,858 GBP 1 € = 0,891 GBP 1 € = 0,796 GBP

Der Betrag der Umrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt T€ 48 an Aufwendungen. Der Betrag an Umrechnungsdifferenzen, die als separater Posten im Geschäftsjahr in das Eigenkapital eingestellt wurden, beträgt T€ -10 (Vj. T€ 45). Zum 31.12.2010 beträgt die Rücklage für Währungsumrechnung T€ -289 (Vj. T€ -279).

Realisierung von Erträgen/Umsatzrealisation

Umsätze für Hard- und Softwareverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich fixiert oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Umsätze im Bereich Professional Service werden erst nach Abnahme durch den Kunden bzw. nach erfolgter Installation, falls diese eine wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Produktes ist, realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen.

In Bearbeitung befindliche Dienstleistungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der "percentage-of-completion-methode" bewertet. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten, es sei denn, dies würde zu einer Verzerrung in der Darstellung des Leistungsfortschritts führen. Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden, so werden die Erlöse und Kosten entsprechend diesem Fertigstellungsgrades am Bilanzstichtag erfasst. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich erstattungsfähig sind. Hinsichtlich der Höhe der nach POC ermittelten Umsätze verweisen wir auf die Ausführungen unter D.2.

Leasing-Zahlungen innerhalb eines Operate-Leasing Verhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für die Gesellschaft. Operate-Leasing liegt vor, wenn durch den Leasingvertrag nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Leasing-Nehmer übertragen werden. Die Gesellschaft überprüft regelmäßig alle Leasingverträge, ob Operate- oder Finance-Leasing vorliegt.

Ist die Gesellschaft Leasingnehmer im Rahmen eines Finance Lease Verhältnisses, so werden die Leasingverhältnisse zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz angesetzt, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist.

Ist die Gesellschaft Leasinggeber im Rahmen eines Finance Lease Verhältnisses, so werden die Vermögenswerte des Leasingverhältnisses in der Bilanz angesetzt und als Forderung dargestellt, und zwar in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis.

Der für die Immobilie in Jettingen-Scheppach abgeschlossene Mietvertrag stellt eine wesentliche Leasingvereinbarung dar. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2021 und enthält weder eine Kaufnoch eine Verlängerungsoption.

Anhang Konzern | 55

Die Summe der Mindestleasingzahlungen in Finance Lease Verhältnissen als Leasinggeber beträgt T€ 1.621, abzüglich des in Summe noch nicht realisierten Zinsertrages in Höhe von T€ 121 ergibt sich eine Summe der Barwerte in Höhe von T€ 1.500. Die Summe der Mindestleasingzahlungen in Finance Lease Verhältnissen als Leasingnehmer beträgt T€ 516, abzüglich der Summe Abzinsungsbeträge in Höhe von T€ 32 ergibt sich eine Summe der Barwerte in Höhe von T€ 484.

Bezüglich der vorgenannten Leasingvereinbarungen bestehen in der Regel keine Verlängerungs- und Kaufoptionen. Abgesehen von einem Sale-and-Lease-Back Verhältnis des Firmengebäudes, bei denen Mietzahlungen über den amtlich festgestellten allgemeinen Verbraucherpreisindex indexiert sind, bestehen keine Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen dieses Mietverhältnisses fallen Nebenkosten an, in den Leasingvereinbarungen bestehen überdies keine weiteren auferlegten Beschränkungen, die Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse betreffen würden.

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst. Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs des Gesellschafters auf Zahlung erfasst.

Leasingverhältnisse
als Leasinggeber
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
noch nicht
realisierter
Finanzertrag
Summe
Mindest
leasing
zahlungen
<1 Jahr <1 Jahr >1 <5 Jahre >1 <5 Jahre >5 Jahre >5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Operate Lease 84 0 73 0 0 0 0 91
Finance Lease 661 594 907 854 53 52 121 0
Leasingverhältnisse
als Leasingnehmer
Nettobuch-
wert zum
31.12.2010
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Summe
Untermiet-
verhältnisse
Verbuchter
Leasings
zahlungs
aufwand in
2010*
<1 Jahr <1 Jahr >1 <5 Jahre >1 <5 Jahre >5 Jahre >5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Operate Lease 0 2.726 0 4.646 0 4.208 0 0 4.214
Finance Lease 483 258 234 258 250 0 0 695 0

*ausschließlich Mindestleasingzahlungen

56 | Anhang Konzern

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 "Earnings per Share" ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) berechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses abzgl. Minderheitenanteile durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Stammaktien.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsbzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert gemäß IAS 2.9. angesetzt. Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und, falls zutreffend, Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts sowie unter Einzelbewertung bei Berücksichtigung des Niederstwertprinzips berechnet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.

Sofern notwendig, werden Abwertungen für Überreichweiten, Überalterung sowie für verminderte Gängigkeit vorgenommen.

Sofern vorhanden werden auf die Herstellung entfallende Fremdkapitalkosten aktiviert.

Die Aufträge in Bearbeitungen sind unter Anwendung der "percentageof-completion-method" je nach Anarbeitungsstand im Verhältnis der erbrachten Aufwendungen zu den geschätzten Aufwendungen mit den vereinbarten Auftragserlösen gemäß IAS 11 bewertet.

Forderungen werden mit dem Nettoverkaufserlös unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Soweit bei langfristigen Forderungen der vereinbarte Zinssatz unter dem Marktwert liegt, wird der Nominalbetrag der Forderung diskontiert. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt keine Diskontierung. Ist die Einbringbarkeit der Forderungen unwahrscheinlich, erfolgt eine Wertberichtigung.

Sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die liquiden Mittel beinhalten Bankguthaben, Kassenbestände und innerhalb eines Zeitraums von maximal 3 Monaten liquidierbare Geldanlagen, die keinen wesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen gebildet und zum Nominalwert bewertet.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren um Abschreibungen verminderten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 16 bewertet. Die Abschreibung erfolgt planmäßig nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Die Anschaffungs-/Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Nachträgliche Anschaffungs-/Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermögenswertes oder – sofern einschlägig – als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bei dem die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten den Betrag von 150 Euro nicht übersteigen werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Eine Abschreibung wegen Wertminderung wird vorgenommen, wenn infolge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt die Gesellschaft eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Für den Fall, dass der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, entspricht der Nutzungswert des Vermögenswertes dem erzielbaren Betrag. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Die Wertminderungsaufwendungen werden ggf. in einer separaten Aufwandsposition erfasst.

Die Notwendigkeit der teilweisen oder vollständigen Wertaufholung wird überprüft, sobald Hinweise vorliegen, dass die Gründe für die in vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommenen Abschreibungen wegen Wertminderung nicht mehr bestehen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Ergebnis des Geschäftsjahres erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, erfolgt eine Anpassung des Abschreibungsaufwands in künftigen Berichtsperioden, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Im Berichtsjahr ergaben sich keine Wertminderungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden analog nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt konzerneinheitlich linear (in der Regel mit Nutzungsdauer 3-12 Jahre) über den Zeitraum, in dem der wirtschaftliche Nutzen des Vermögenswertes durch das Unternehmen verbraucht wird. Geschäftsoder Firmenwerte aus Akquisitionen und Markenrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle einer planmäßigen Abschreibung werden die Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte mindestens einmal im Jahr einem so genannten Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen (IFRS 3 zusammen mit IAS 36). IAS 38 unterscheidet zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Nur die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig abgeschrieben, dagegen werden die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Mit Ausnahme des Goodwills und der Markenrechte haben sämtliche immaterielle Vermögenswerte eine begrenzte Nutzungsdauer.

Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss die Gesellschaft die Absicht und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Anhang Konzern | 57

Erstkonsolidierung und Geschäfts- oder Firmenwert

Die Erstkonsolidierung von Konzernunternehmen wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Dabei werden die nach Vorschriften des IFRS 3 identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet und den Kosten des Erwerbers gegenübergestellt (Kaufpreisallokation). Die nicht erworbenen Anteile an den beizulegenden Zeitwerten von Vermögenswerten und Schulden werden unter den Minderheitenanteilen ausgewiesen.

Ein Überhang der Anschaffungskosten über den Wert des erworbenen Eigenkapitals wird als Firmenwert aktiviert und in der Folgezeit einem regelmäßigen, jährlichen Werthaltigkeitstest zum Ende des Geschäftsjahres unterzogen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Basis einer an der Segmentberichterstattung angelehnten Ebene der Berichtseinheit (zahlungsmittelgenerierende Einheit) nach IAS 36. Bei diesem Prozess werden die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenüber gestellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen Wertpapiere, Beteiligungen und sonstige Ausleihungen. Finanzanlagen werden zu dem Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses ein- und ausgebucht. Die erstmalige Erfassung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Kategorisierung von Finanzanlagen erfolgt in die folgenden Kategorien:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
  • Kredite und Forderungen.

58 | Anhang Konzern

Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang.

Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Beteiligungen werden der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Sofern keine Marktwerte verlässlich ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. ein mehrjähriger operativer Verlust einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwerts, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners.

Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen – nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus – getätigt. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitaltitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt keine Zuschreibungen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen dem Buchwert der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des steuerlichen Einkommens erfasst und nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Passive latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen bilanziert. Aktive latente Steuern werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für die die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steuern werden nicht angesetzt, wenn die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert resultieren.

Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch zu realisieren.

Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie in Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Rückstellungen und Schulden

Unter Rückstellungen für Zuwendungen an Arbeitnehmer fallen im Wesentlichen leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen, die auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens der laufenden Einmal-Prämien (sog. "projected unit credit method") ermittelt werden. Dabei werden zukünftige Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen betragserhöhend berücksichtigt. Beitragsorientierte Versorgungswerke führen lediglich in Höhe der zum Bilanzstichtag noch fälligen Beiträge zu einer Rückstellung. Durch unvorhergesehene Änderungen der Pensionsverpflichtung oder der Planvermögenswerte können versicherungsmathematische Gewinne und –Verluste entstehen, die nicht in der GuV berücksichtigt werden. Diese aufgelaufenen und noch nicht erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste sind in dem Umfang zu realisieren, in dem sie am Anfang des Geschäftsjahres einen Korridor überschreiten, der durch 10% des höheren Werts von Pensionsverpflichtung und Planvermögen bestimmt ist.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sobald eine ungewisse gegenwärtige Verpflichtung aus einem Ereignis der Vergangenheit vorliegt, die rechtlich oder faktisch verursacht ist, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist sowie deren Höhe zuverlässig quantifiziert werden kann. Die Bewertung erfolgt zum Betrag gemäß der bestmöglichen Schätzung, wobei Einzel- und Gemeinkosten berücksichtigt werden. Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden ebenso wenig berücksichtigt wie Entwicklungskosten.

Schulden werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt, der dem Marktwert entspricht.

In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als kurzfristige Darlehen unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt.

B. Angaben zu Finanzinstrumenten

Klassifizierung der Finanzinstrumente

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

Bewertungskategorie
nach IAS 39 und IFRS 7
Buchwert
31.12.2010
Fair Value
31.12.2010
Buchwert
31.12.2009
Fair Value
31.12.2009
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 31.472 31.472 25.836 25.836
Wertpapiere des Anlagevermögens AfS 3.211 3.211 157 157
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen LaR 68.014 68.014 47.191 47.191
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 5.583 5.583 4.045 4.045
Sonstige Vermögenswerte LaR 1.477 1.477 3.002 3.002
Passiva
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger
Anteil an langfristigen Darlehen FLAC 1.196 1.196 707 707
Genussrechtskapital und
nachrangige Darlehen FLAC 413 413 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen FLAC 64.437 64.437 47.852 47.852
Langfristige Darlehen FLAC 9.607 9.607 5.194 5.194
Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen FLAC 14.364 14.364 12.784 12.784
Sonstige finanzielle Schulden FLAC 4.979 4.979 3.649 3.649
Sonstige Schulden FLAC 16.268 16.268 10.696 10.696
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien
gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 106.546 106.546 80.074 80.074
Held-to-Maturity Investments (HtM) 0 0 0 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 3.211 3.211 157 158
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 0 0 0 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 111.264 111.264 80.882 80.882
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 0 0 0 0

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die als Available-for-sale klassifizierten Wertpapiere des Anlagevermögens sind nicht endfällig, werden nicht zu Handelszwecken gehalten und stehen jederzeit zur Veräußerung zur Verfügung.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere entsprechen den Stückzahlen multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschlussstichtag.

Die beizulegenden Zeitwerte von Darlehen, Genussrechtskapital und Nachrangdarlehen sowie sonstigen finanziellen Schulden werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen und auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt.

Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden.

60 | Anhang Konzern

Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden sind Nettogewinne oder -verluste gemäß IFRS 7.20 im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 waren am 31.12.2010 nicht eingesetzt.

Risikomanagement

CANCOMs Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab. Zu Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings hat der Vorstand Risikogrundsätze formuliert und einen zentralen Risikobeauftragten eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht, misst und gegebenenfalls steuert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse werden Risiken bei CANCOM regelmäßig nach den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert, bewertet und im Rahmen einer Risikomatrix eingeordnet. Alle Risiken werden in diesem Zusammenhang einem Verantwortlichen zugeordnet. Soweit Risiken quantifizierbar sind, dienen entsprechend definierte Kennzahlen zu deren Bewertung, stehen für Risiken keine exakt definierbaren Messgrößen zur Verfügung, werden diese von den Verantwortlichen beurteilt.

Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems Frühwarnindikatoren definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung kontinuierlich überprüft und in Risikomanagementmeetings diskutiert werden. Die regelmäßig stattfindenden Risikomanagementmeetings zwischen Vorstand und Risikobeauftragten stellen ein dauerhaftes und zeitnahes Controlling bestehender und zukünftiger Risiken sicher.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung und der langfristigen Finanzierungsstruktur ist CANCOM Liquiditätsrisiken nur in geringem Umfang ausgesetzt.

CANCOM setzt seit Jahren ein Liquiditätsmanagementsystem mit täglicher Überwachung der Liquiditätsentwicklung und Bewertung der Liquiditätsrisiken sowie kurzfristiger bis langfristiger Liquiditätsplanung ein.

Kurzfristige Liquidität ist über Kreditrahmen jederzeit garantiert. Langfristige Liquidität ist über langfristige Bankenfinanzierungen und entsprechende Eigenkapitalausstattung gesichert, ein wesentlicher Baustein in CANCOM's Finanzierungskonzept ist der Einsatz von eigenkapitalähnlichem Mezzaninekapital bzw. Nachrangdarlehen. Die Laufzeiten der Fremdkapitalmittel sind zur Risikostreuung gezielt über die Zeitachse gestreut.

Durch eine frühe Refinanzierung von finanziellen Schulden, wird das Liquiditätsrisiko minimiert. Die folgende Darstellung wurde aus der Bilanz und den vertraglichen Grundlagen sowie ergänzender Aufzeichnungen zu Leasingverträgen abgeleitet und zeigt die Fälligkeiten:

2011 2012 2013–
2015
2016 und
danach
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 64.437 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.196 2.324 2.494 4.789
Genussrechtskapital und
nachrangige Darlehen 413 6.825 4.351 3.188
Sonstige finanzielle Schulden 3.209 0 1.266 0
Finanzierungsleasing 251 253 0 0
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen 5.562 3.593 5.756 4.960
Zinsaufwand 1.512 1.308 2.349 1.134

Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Die gesamte Kreditlinie beträgt T€ 12.942. Der gesamte noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 11.818. Während des Geschäftsjahres 2010 kam es im Konzern zu keinen Zahlungsverzögerungen von Zins und Tilgungen.

Währungsrisiken

Aufgrund der wesentlichen Ausrichtung von CANCOM auf den Euro Raum ist CANCOM von Währungsrisiken in mittlerem Ausmaße betroffen. Die in Fremdwährungen bilanzierenden Einheiten tragen in Summe weniger als 2 % des Eigenkapitals bei.

CANCOM hat ein laufendes Währungsmanagement, bei ungenauen Zahlungsterminen bzw. bei Terminverschiebungen werden Währungsgeschäfte so weit wie möglich verlängert bzw. anhand von Vergleichszahlen der Vergangenheit möglichst genau auf ihre Größenordnung geschätzt. Den operativen Einheiten ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Für Währungstransaktionen über T€ 100 existiert ein Freigabesystem, bei dem im Einzelfalle über eine Kurssicherung entschieden wird.

Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31.12.2010 lautet wie folgt:

31.12.2010 31.12.2009
Vermögenswerte in GBP 2.056 1.938
Schulden in GBP 1.440 1.238
Vermögenswerte in CHF 0 0
Schulden in CHF 1 1
615 699

Zinsrisiken

Durch die überwiegend langfristige Finanzierung ist CANCOM von Zinsrisiken nur in geringem Umfang betroffen. Zinsschwankungen wirkten sich in der Vergangenheit bisher nur in geringem Umfange auf das Jahresergebnis aus. Zudem sichert CANCOM's Eigenkapitalausstattung günstige Kreditkonditionen.

Es existiert ein Risikomanagementsystem für die Optimierung von Zinsrisiken, bestehend aus einer laufenden Beobachtung des Marktzinsniveaus und der eigenen Zinskonditionen, überdies besteht ständiger Kontakt mit den Banken, Kreditrahmenverträge sehen die Möglichkeit der Anpassung der Zinssätze vor. Eine konkrete Planung von Zinssicherungsgeschäften ist nur bei starken Schwankungen vorgesehen

Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für CANCOM dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.

Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt. Angesichts der Finanzmarktkrise wurden die internen Richtlinien für die Kreditversicherung sowie der Vergabe von Kreditlimiten verschärft.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko der oben angegebenen Kategorien besteht jeweils in Höhe der ausgewiesenen Buchwerte. Mit Ausnahme der oben genannten Maßnahmen verfügt der Konzern nicht über weitere Sicherheiten, welche dieses Ausfallrisiko vermindern würden.

Marktrisiken

Für Währungsrisiken werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, Zinsrisiken werden nachfolgend quantifiziert.

Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen insbesondere wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Der Konzern ist unter anderem dem Wechselkursrisiko der Währungen von Großbritannien (GBP) sowie der Schweiz (CHF) ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 5%igen Änderung der Wechselkurse an.

Wenn der Euro gegenüber dem englischen Pfund um 5% ansteigt, ergibt sich eine Veränderung des Eigenkapitals um T€ 10 und des EBIT um T€ -16.

Wenn der Euro gegenüber dem Schweizer Franken um 5% ansteigt, ergibt sich eine Veränderung des Eigenkapitals um T€ -9 und des EBIT um T€ 1.

Zinsrisiken

Alle Zinsrisiken der Gesellschaft sind ergebnisabhängig und entstehen ausdrücklich nur bei entsprechend positiver Ergebnislage der Gesellschaft.

Ein Zinsrisiko besteht bei dem von der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG aufgenommenen Mezzaninekapital. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a. Die zusätzlichen Zinszahlungen betragen T€ 41 pro Jahr, bei einer Restlaufzeit bis Dezember 2015 beträgt das maximale Gesamtrisiko T€ 203.

Im Rahmen der nachrangigen Preferred Pooled Shares - PREPS – besteht eine Genussrechtsvereinbarung mit Verpflichtung zur Beteiligung der Kapitalgeber in Form eines erhöhten Zinssatzes, bei Erreichen eines – im Wesentlichen um PREPS Zinszahlungen bereinigten Jahresüberschusses von € 7 Mio. 1% p.a., bei € 14 Mio. 2% p.a. Das Risiko beträgt bei 1% T€ 60 pro Jahr, bei 2% T€ 120 pro Jahr, bei einer Restlaufzeit bis Dezember 2012 beträgt das maximale Gesamtrisiko T€ 240.

62 | Anhang Konzern

Finanzmarktrisiken

Das Risikohandbuch der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft wurde 2010 auf mögliche Risiken aus der Finanzmarktkrise hin überprüft.

Das Handeln mit Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten ist kein Kerngeschäft des Unternehmens und wird – sofern überhaupt genutzt – nur zu Absicherungen von werthaltigen Grundgeschäften wie Währungsabsicherungen verwendet. Zum Bilanzstichtag war die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft nicht im Besitz von strukturierten Produkten. Das Finanzmarktrisiko beschränkt sich auf das Kursrisiko der von der Gesellschaft zum Bilanzstichtag gehaltenen Wertpapiere.

Berechtigungen für den Erwerb und die Veräußerung von strukturierten Produkten bei den Banken sind über das 4-Augen-Prinzip hinaus beschränkt auf Vorstand und Director Finance. Dadurch sollen Transaktionen in diesem Bereich von unerfahrenen Personen vermieden werden.

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (liquide Mittel)

Die liquiden Mittel enthalten ausschließlich jederzeit fällige Bankguthaben sowie Kassenbestände.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Forderungen vor Wertberichtigungen 68.255 47.518
Wertberichtigungen 241 327
Buchwert der Forderungen 68.014 47.191

In Abhängigkeit zur Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.

Im Konzern werden Forderungen unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Selbstbehalte bei der Warenkreditversicherung aufgrund von Einschätzungen der anwaltlichen Verfolgung oder aufgrund bestmöglicher Erfahrungen bezüglich zu erwartender Ausfälle wertberichtigt.

Grundsätzlich werden im Konzern alle Forderungen älter als 2 Jahre zu 100% wertberichtigt. Zum Bilanzstichtag lagen keine Forderungen älter als 2 Jahre vor.

Forderungen werden bereits nach 120 Tagen pauschal einzelwertberichtigt. Eine Altersanalyse der in Verzug geratenen, aber noch nicht wertgeminderten Forderungen ergibt, dass Forderungen älter als 1 Jahr und jünger als 2 Jahre zu etwa der Hälfte des Forderungswertes wertberichtigt waren. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der Forderungen älter als 1 Jahr und jünger als 2 Jahre weniger als 1% der Gesamtforderungsbestandes.

Vor Aufnahme eines neuen Kunden nutzt der Konzern eine externe Kreditwürdigkeitsprüfung, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden jährlich überprüft.

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine wesentliche Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen bestehen. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinaus gehende Risikovorsorge notwendig ist.

In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 56) berücksichtigt, bei denen über die Schuldner das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 16.561 (Vj. T€ 9.131), welche zum Berichtszeitpunkt fällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Zu den fälligen Forderungen zählen in diesem Zusammenhang auch Forderungen der Zahlungsart "sofort rein netto".

Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Zuführungen des Geschäftsjahres werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Auflösungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Diese Position beinhaltet im Einzelnen Bonusforderungen gegen Lieferanten (T€ 2.777; Vj. T€ 1.957), Kaufpreisforderung (T€ 584; Vj. T€ 361), debitorische Kreditoren (T€ 372; Vj. T€ 139), Marketingumsätze (T€ 310; VJ. T€ 146), Forderungen an Mitarbeiter (T€ 236; Vj. T€ 171), Darlehensforderungen (T€ 203; Vj. T€ 168), Forderungen gegenüber Lieferanten für Warenrücksendungen (T€ 135; Vj. T€ 159) sowie Forderungen an Altgesellschafter (T€ 46; Vj. T€ 47). Im Vorjahr waren zusätzlich Sachanlagen zum Verkauf in Höhe von T€ 75 enthalten.

4. Vorräte

Die Vorräte enthalten fast ausschließlich Waren, insbesondere Hardwarekomponenten und Software. Ein Großteil davon lagert im Logistikzentrum in Scheppach.

Die Vorräte setzen sich folgendermaßen zusammen (unternehmensspezifische Untergliederung):

31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.325 12.588
Geleistete Anzahlungen 38 1
13.363 12.589

Der Aufwand für Waren und Roh-, Hilfs-, und Betriebstoffe beträgt im Geschäftsjahr 2010 T€ 377.015.

Die Vorräte sind im Berichtsjahr um T€ 608 (Vj. T€ 540) aufgrund von Überreichweiten, Überalterung sowie verminderter Gängigkeit abgewertet worden.

Es gibt keine Vorräte, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinaus realisiert werden.

Der Buchwert der Vorräte, die als Sicherheit im Rahmen einer Factoringvereinbarung verpfändet wurden, beträgt rund € 1,5 Mio.

5. Aufträge in Bearbeitung

Die Aufträge in Bearbeitung betreffen die nach der "percentage-ofcompletion-method" bilanzierten teilerstellten Aufträge in Höhe von T€ 735 (Vj. T€ 1.035 abzüglich erhaltener Anzahlungen in Höhe von T€ 5 (Vj. T€ 45). Die bis zum Bilanzstichtag bei laufenden Projekten angefallenen Kosten betragen T€ 694. Die bis zum Bilanzstichtag aus laufenden Projekten resultierenden Gewinne belaufen sich auf T€ 41.

6. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie Steuererstattungsbeträge (T€ 1.105; Vj. T€ 357), Schadenersatz (T€ 80; Vj. T€ 267), Forderungen an Sozialversicherungsträger (T€ 65; Vj. T€ 233), Provisionserlöse (T€ 54; Vj. T€ 15), Forderungen an die Agentur für Arbeit (T€ 36; Vj. T€ 141) sowie Kaution (T€ 35; Vj. T€ 0).

7. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 wird im Konzernanlagenspiegel (auf Seite 46-47) dargestellt.

7.1 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Kraftfahrzeuge T€ 4.569, das Logistikzentrum mit T€ 730 und das IT-Rechenzentrum mit T€ 425. Darüber hinaus werden Computerequipment, Mietereinbauten und Büroausstattungen ausgewiesen.

Als Sicherheit für die Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg wurden Kraftfahrzeuge im Wert von T€ 2.001 verpfändet.

7.2 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene Software (T€ 1.815; Vj. T€ 695), aktivierte Entwicklungskosten (T€ 2.001; Vj. T€ 945), Markenrechte HOH (T€ 1.756; VJ T€ 1.756), Markenrechte Plaut (T€ 288; Vj. T€ 0), Kundenstamm (T€ 11.671; Vj. T€ 3.308) und Auftragsbestände (T€ 1.329; Vj. T€ 26).

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Assets der Firma Plaut Systems und Solutions GmbH erwarb der CANCOM Konzern für einen Zeitraum von 4 Jahren ein unentgeltliches Nutzungsrecht an der Marke "Plaut" in vertraglich definierten Kombinationen. Die Markenbewertung wurde anhand der in der Praxis für diese Vermögenswerte gängigen Lizenzpreisanalogiemethode durchgeführt.

Der Kundenstamm und die Auftragsbestände beruhen auf in Vorjahren und in diesem Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen und werden planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

7.3 Geschäfts- oder Firmenwert

Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die entsprechenden Werte aus der Konsolidierung der CANCOM Deutschland GmbH (T€ 11.426; Vj T€ 11.426), der CANCOM IT Solutions GmbH (T€ 7.942; Vj. T€ 7.989), der CANCOM NSG GmbH (T€ 2.522; Vj. T€ 2.568) und der CANCOM a + d IT solutions GmbH (T€ 1.732; Vj. T€ 1.459). Aufgrund der Geschäftsentwicklung der CANCOM Ltd. wurde der Geschäftsoder Firmenwert der CANCOM Ltd. im Geschäftsjahr 2010 um T€ 1.314 auf T€ 0 abgeschrieben. Der entsprechende Aufwand ist in der Gesamtergebnisrechnung im Posten Abschreibungen ausgewiesen und in der Segmentberichterstattung dem Geschäftssegment e-commerce/trade zugeordnet.

Der Konzern überprüft diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren einmal jährlich. Diesen diskontierten Cashflows liegen

64 | Anhang Konzern

Fünf-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Den Cash-Flow-Prognosen liegen individuelle Umsatzprognosen der Gesellschafte zugrunde. Die Planung der Umsatzentwicklung für 2011 der wesentlichen Gesellschaften der CANCOM-Gruppe liegt zwischen -3,04 % (CANCOM a+d IT solutions GmbH) und 6,42 % (CANCOM Deutschland GmbH). Die Planungsrechnungen differenzieren zwischen Planumsätzen im Hardware- und Dienstleistungsgeschäft und berücksichtigen zum Teil Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2010. Für die Jahre 2012 bis 2014 wurde eine Umsatzentwicklung innerhalb einer Bandbreite von -4,69 % bis 7,51 % zugrunde gelegt. Die CANCOM Gruppe geht damit von einem im Vergleich zur Branchen und Marktentwicklung mit 4,0 % für Hardware und 4,2 % für Software (Zahlen von BITKOM für den deutschen IT Markt in 2011) teils von einem überdurchschnittlichen Wachstum aus.

Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert, stellen sich wie folgt dar:

2010 2009
Risikoloser Zins: 3,25 % 3,28 %
Marktrisikoprämie: 5,00 % 4,00 %
Beta-Faktor: 1,3 1,35
Kapitalisierungszinssatz: 8,18 % 9,41 %
Vorsteuer- WACC: 11,68 % 13,44 %

Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben.

Das Management ist der Ansicht, dass eine Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, die dazu führen würde, dass der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit deren erzielbaren Betrag übersteigt, nicht wahrscheinlich ist.

Es sind variable Kaufpreiskomponenten in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 177) enthalten. Der variable Kaufpreis ist von bestimmten Bedingungen abhängig und ist (sollten die Bedingungen eintreffen) erst in den Folgejahren fällig.

7.4 Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr 2010 erwarb die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Anteile an der Plaut Aktiengesellschaft. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft übt keinen maßgeblichen Einfluss auf die Plaut Aktiengesellschaft aus. Die Anteile werden bilanziell daher unter den Finanzanlagen ausgewiesen und mit dem XETRA Schlusskurs des 31.12.2010 von € 0,90 pro Stück bewertet. Die Kursdifferenz ist unter Unterschied aus Kurdifferenz Wertpapiere in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

7.5 Ausleihungen

Die Ausleihungen betreffen einen Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 43.

8. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Steuer aus temporäre Differenzen steuerlichem Verlustvortrag
T€ T€
Stand 01.01.2010 338 2.224
Zugang aus erfolgsneutraler
Aktivierung wegen Erstkonsolidierung 2 0
Zugang aus erfolgsneutraler
Neubewertung von Finanzinstrumenten 1 0
Steueraufwand durch
Gewinn- und Verlustrechnung 65 –1.930
Stand 31.12.2010 406 294

Per 31.12.2010 verfügt der CANCOM-Konzern über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von € 10,1 Mio. (Vj. € 14,4 Mio.) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von € 9,1 Mio. (Vj. € 10,5 Mio.). Der Betrag der noch nicht genutzten körperschaftsteuerlichen Verluste, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 9,2 Mio. (Vj. € 6,4 Mio.), der Betrag der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 8,1 Mio. (Vj. € 5,0 Mio.). In den genannten Beträgen ist ein Teilbetrag von € 8,6 Mio. (körperschaftsteuerlich) und € 8,1 Mio. (gewerbesteuerlich) enthalten, der aufgrund der Rechtsaufassung der EU Kommission zum Sanierungsprivileg des § 8c Körperschaftsteuergesetz infrage gestellt ist.

Die latenten Steuern aus temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen bei sonstige Rückstellungen (T€ 165), Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 144), Eliminierung von Verkäufen innerhalb des Konzerns (T€ 66) und immateriellen Vermögenswerten (T€ 29).

9. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Unter den kurzfristigen Darlehen und dem kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um die Inanspruchnahme der von Banken eingeräumten Kreditlinien sowie um den innerhalb eines Jahres fälligen Teil von langfristigen Darlehen.

10. Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden

Unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden werden im Einzelnen Kaufpreisverbindlichkeiten (T€ 1.675; Vj. T€ 376) kreditorische Debitoren (T€ 1.172; Vj. T€ 681), ausstehende Kostenrechnungen (T€ 578; Vj. T€ 654) und Aufsichtsratsvergütungen (T€ 35; Vj. T€ 35) ausgewiesen. Im Vorjahr waren zudem Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Gesellschaftern eines Tochterunternehmens in Höhe von T€ 1.412 ausgewiesen.

11. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

01.01.10 Zuführ. Erstkons. Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.10
T€ T€ T€ und Umb.
T€
T€ T€
Gewährleistungen 1.155 264 769 75 875 1.450
Kaufpreis Anteile verbundene Unternehmen 901 0 890 11 1.296 1.296
Abfindungen, Gehälter 717 0 160 13 345 889
Leasing-Mehrkosten 244 49 52 51 249 439
ungewisse Risiken 162 0 77 36 200 249
Abschlusskosten 198 59 300 2 159 114
Urheberrechtsabgabe 1.774 0 0 1.774 0 0
Sonstige 10 16 10 24 70 62
5.161 388 2.258 1.986 3.194 4.499

Im Gesamtbetrag der Rückstellungen sind langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 2.920 (Vj. T€ 1.256) enthalten, die in Höhe von T€ 1.266 unter sonstige langfristige finanzielle Schulden und in Höhe von T€ 1.654 unter sonstige langfristige Schulden ausgewiesen sind. Sie betreffen Kaufpreis für den Assetdeal Plaut (T€ 1.266), Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 653; Vj. T€ 579), die in Österreich vorgeschriebene Rückstellung für Abfindungen (T€ 469; Vj. T€ 347), Jubiläumsrückstellung (T€ 184; Vj. T€ 141), Leasing-Mehrkosten (T€ 178; Vj. T€ 77), Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 91; Vj. T€ 62) und Rückstellungen für ungewisse Risiken (T€ 79; Vj. T€ 50).

Die Verpflichtung zur Zahlung auf Urheberrechtsabgabe an die ZPÜ ist im Geschäftsjahr 2010 entfallen. Daher wurden die Rückstellung und der in gleicher Höhe gegenüber stehende sonstige Vermögenswert aufgelöst. Der sonstige Vermögenswert war eingestellt, da eine Freistellungserklärung eines Lieferanten in Bezug auf sämtliche Kosten vorlag.

12. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Unter den Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern werden im Wesentlichen Verpflichtungen für 2010 ausgewiesen.

13. Sonstige kurzfristige Schulden

Unter den sonstigen kurzfristigen Schulden werden im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten (T€ 7.007; Vj. T€ 3.425), Tantiemen und Mitarbeiterboni (T€ 3.692; Vj. T€ 2.781), Lohnund Kirchensteuer (T€ 1.289; Vj. T€ 1.184), Urlaub und Überstunden (T€ 1.076; Vj. T€ 741), Berufsgenossenschaft (T€ 619; Vj. T€ 436), Sozialversicherung (T€ 179; Vj. T€ 75), Lohn- und Gehalt (T€ 175; Vj. T€ 340) und Schwerbehindertenabgabe (T€ 170; Vj. T€ 167) ausgewiesen.

14. Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben. Der Anteil dieser Darlehen, die innerhalb der nächsten 12 Monate fällig sind, wird unter der Position "kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen" ausgewiesen.

Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg und Sparkasse Günzburg-Krumbach sind nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den Darlehen werden Zinsvorteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Laufzeit verteilt. Der Marktzins beträgt zwischen 4,5 % und 5,53 %.

15. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen

Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Genussrechte in Höhe von € 6.000.000,00 (PREPS 2005-1 und PREPS 2005-2), Mezzaninekapital in Höhe von € 3.938.980,01 (Auszahlungsbetrag € 4.000.000,00) (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.650.000,00 (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 531.735,05 (Auszahlungsbetrag € 1.000.000,00) (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 531.735,05 (Auszahlungsbetrag € 1.000.000,00) (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.076.599,83 (Auszahlungsbetrag € 1.995.600,00) (Stadtsparkasse Augsburg), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 207.090,84 (Auszahlungsbetrag € 392.500,00) (Stadtsparkasse Augsburg ), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 551.825,70 (Auszahlungsbetrag € 1.621.000,00) (Stadtsparkasse Augsburg und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 288.846,49 (Auszahlungsbetrag € 846.000,00) (Stadtsparkasse Augsburg). Das Mezzaninekapital, zwei nachrangige Darlehen der Sparkasse Günzburg-Krumbach sowie die nachrangigen Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg sind nach der Effektivzinsmethode bewertet. Dadurch werden beim Mezzaninekapital Gebühren und bei den Darlehen der Sparkasse Günzburg-Krumbach und der

66 | Anhang Konzern

Stadtsparkasse Augsburg Zinsvorteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Laufzeit verteilt, wobei der Marktzinssatz zwischen 10 % und 10,5 % beträgt.

Der als PREPS 2005-2 bezeichnete Teil der Genussrechte in Höhe von € 3.000.000,00 wurde mit Vertrag vom 1. November 2005 ausgereicht. Die Einzahlung erfolgte am 8. Dezember 2005. Das Genussrecht endet am 8. Dezember 2012. Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO, und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Gemäß der Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstandes zur Begebung von Genussrechten bei der Hauptversammlung 2005 wurde der per 31. Dezember 2005 noch als nachrangiges Darlehen bilanzierte Teil (PREPS 2005-1) in Höhe von € 3.000.000,00 in Genussrechte umgewandelt.

Die Umwandlung war wirksam ab der Zinsperiode beginnend mit dem 04. Mai 2006. Das Genussrecht endet am 04. August 2012. Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO, und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Gemäß Mezzaninekapitalvertrag vom 27.12.2007 zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG wurde ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 (Auszahlungsbetrag) gewährt. Die Auszahlung erfolgte am 31.12.2007. Das Mezzaninekapital ist spätestens zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig und wird mit einem Festzinssatz in Höhe von 6,6 % p.a. verzinst. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a. Ansprüche aus dem Mezaninekapitalvertrag treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens dergestalt im Rang zurück, dass der Mezzaninekapitalgeber die Erfüllung dieser Ansprüche während der Zeit der Krise der Gesellschaft i.S.v. § 32a GmbHG analog nicht fordern darf oder soweit die Durchsetzung der Ansprüche zu einer Krise des Unternehmens i.S.v. § 32a GmbHG analog führen würde. Während dieser Krise haben diese subordinierten Forderungen Nachrang zu Forderungen anderer Gläubiger gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 i.V.m. § 39 Abs. 2 InsO. Ein Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde am 28.03.2003 aufgenommen und wird mit 6,67 % p.a. verzinst. Die Tilgung erfolgt ab 30.09.2011 in vier Halbjahresraten zu je € 412.500,00.

Zwei weitere Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurden am 21.12.2010 zu je € 1.000.000,00 (Auszahlungsbetrag) ausgezahlt. Die Darlehen werden mit 5,1 % p.a. verzinst. Es handelt sich um zweckgebundene Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.03.2018 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten von pro Darlehen je € 83.334,00 und Schlussraten von je € 83.326,00.

Ein Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.995.600,00 (Auszahlungsbetrag) wurde in Teilbeträgen von € 1.500.000,00 am 23.09.2009 und 495.600,00 am 08.12.2009 ausbezahlt und wird mit 4,25 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 166.300,00. Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 392.500,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 08.12.2009 ausgezahlt und wird mit 4 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 32.709,00

Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.621.000,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 26.11.2010 ausgezahlt und wird mit 2,9 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.03.2018 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 135.084,00 und einer Schlussrate von € 135.076,00.

Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 846.000,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 02.12.2010 ausgezahlt und wird mit 2,9 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.03.2018 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 70.500,00.

16. Rechnungsabgrenzungsposten

und einer Schlussrate von € 32.701,00.

Dieser Posten beinhaltet neben Umsatzabgrenzungen Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand. Letztere beruhen auf diskontierten Zinsdifferenzen (Unterschiede zwischen marktüblichen und vertraglich vereinbarten Zinssätzen über die gesamte Restlaufzeit) im Gesamtbetrag von T€ 4.440. (Siehe Ausführungen zu D.3. sonstige betriebliche Erträge).

17. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 31.12.2010 4.447
Steueraufwand durch Gewinn- und Verlustrechnung 270
von Finanzinstrumenten 68
Zugang aus erfolgsneutraler Nebewertung
wegen Erstkonsolidierung 2.142
Zugang aus erfolgsneutraler Passivierung
Stand 01.01.2010 1.967
T€

Anhang Konzern | 67

Die passiven latenten Steuern wurden auf Abweichungen zu den Steuerbilanzen gebildet. Sie resultieren aus der Umbewertung von immateriellen Vermögenswerten (T€ 4.327), erfolgsneutraler Neubewertung von Finanzinstrumenten (T€ 68), Genussrechtskapital und nachrangigen Darlehen (T€ 18), sonstige Rückstellungen (T€ 14), Aufträge in Bearbeitung (T€ 13), Sachanlagevermögen (T€ 5) sowie Pensionsrückstellung (T€ 2).

Für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von T€ 9.255 wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerschulden bilanziert.

Die Bewertung erfolgt mit dem jeweiligen Steuersatz zwischen 25 % (österreichische Tochtergesellschaft) und 32,98 %.

18. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Pensionen von Mitarbeitern (T€ 80; Vj. T€ 26) aufgrund "leistungsorientierter" Zusagen, die im Rahmen von Akquisitionen übernommen wurden.

Die Höhe der Versorgungszusagen aus den Pensionsplänen im Inland bemisst sich im Wesentlichen nach der Beschäftigungsdauer und der Vergütung der einzelnen Mitarbeiter.

Der versicherungsmathematische Gewinn wurde bereits in der Bilanz im Umfang von T€ 1 erfasst.

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung sowie das Fondsvermögen für die "leistungsorientierten" Pläne stellen sich wie folgt dar:

2010 2009
T€ T€
Veränderung der Pensionsverpflichtung
Dynamische Pensionsverpflichtung (DBO) per 01.01. 26 150
Dienstzeitaufwand: Barwert der im
Berichtsjahr erdienten Ansprüche 2 8
Versicherungsmathematischer Verlust (+) Gewinn (-) –1 18
Zinsaufwand 2 9
Zuführung/Auflösung 51 –159
Dynamische Pensionsverpflichtung (DBO) per 31.12. 80 26
2010 2009
Veränderung des Planvermögens T€ T€
Verkehrswert des Planvermögens per 01.01. 0 199
Tatsächliche Erträge auf das Planvermögen 0 10
Erwartete Erträge auf das Planvermögen 0 10
Arbeitgeberbeiträge 0 8
Auflösung/Zuführung Planvermögen 43 –227
Verkehrswert des Planvermögens per 31.12. 43 0
Überdeckung
des Fonds = Bilanzbetrag 37 26
Zusammensetzung:
Rückstellungen für Pensionen 80 26
Sonstige Ausleihungen –43 0
37 26

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der Verkehrswert des Planvermögens haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt:

31.12.10
T€
31.12.09
T€
31.12.08
T€
31.12.07
T€
01.01.07
T€
Dynamische
Pensionsverpflichtung 80 26 150 168 201
Verkehrswert des
Planvermögens 43 0 199 182 83

Bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen für die Pensionspläne wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

2010 2009
% %
Zinssatz 6,00 6,00
erwartete Verzinsung des Planvermögens 5,00 5,00
Gehaltstrend 0,00 0,00
Rentendynamik 2,00 2,00
Fluktuation 5,00 5,00

Der Gesamtaufwand für die Pensionspläne nach IAS 19 setzt sich wie folgt zusammen:

3 21
(expected return on plan assets) 0 –10
Erwartete Erträge auf das Planvermögen
Zinsaufwand (interest costs) 2 9
Versicherungsmathematischer Gewinn –1 14
Versorgungsansprüche (current service costs) 2 8
Aufwand der im Berichtsjahr erdienten
T€ T€
2010 2009

19. Sonstige langfristige finanzielle Schulden

Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Schulden werden Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.519 (Vj. T€ 491) ausgewiesen.

20. Eigenkapital

Bezüglich der Eigenkapitalveränderungen wird auf Seite 43 verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2010 € 10.390.751,00 und ist in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2010 insgesamt € 5.000.000,00 und untergliedert sich wie folgt:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2015 durch Ausgabe bis zu 4.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu Euro 4.000.000,00 zu erhöhen.

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das a) bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Falle des Erwerbs einer Beteiligung, von Unternehmen oder von Unternehmensteilen ausgeschlossen werden kann;

b) bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden kann, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 22. Juni 2010 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. –pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 22. Juni 2010 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats - genehmigtes Kapital (2010) I.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

aa) für Spitzenbeträge,

bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II –.

Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2010 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:

Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24.06.2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.06.2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vor-stand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Der Vorstand hat im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen gemacht.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Erwerb und Veräußerung eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 24. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31.12.2010 eigene Aktien bis zu 1.000.000,00 EURO bzw. knapp 10% des Grundkapitals des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals in Höhe von 10.390.751,00 EURO zu erwerben.

Die Ermächtigung wird zum 1. Juli 2009 wirksam, tritt an die Stelle des in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 gefassten Beschlusses und sie gilt bis zum 31. Dezember 2010. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Entsprechend dem Beschluss können Aktien der Gesellschaft erworben werden, um sie Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, anbieten zu können, oder um sie zur Erfüllung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 Berechtigten anzubieten und zu übertragen, oder um sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.000.000,00 Euro beschränkt, das sind weniger als 10 % des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals von 10.390.751,00 Euro. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden.

Der Erwerb erfolgt nur über die Börse.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 5 % überschreiten und um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden 23.010 Aktien als eigene Aktien zurück erworben. Im Dezember 2010 wurden 74.329 Aktien veräußert. Der Veräußerungspreis betrug T€ 722. Es entstand ein Veräußerungsgewinn in Höhe von T€ 463, der in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Zum 31. Dezember 2010 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 0 Stück zu einem Buchwert von € 0,00.

Veränderung der sich im Umlauf befindlichen Aktien:

Stückaktien
Im Umlauf befindliche Aktien zum 31.12.2009 10.339.432
abzüglich in 2010 erworbene eigene Anteile -23.010
zuzüglich in 2010 veräußerte eigene Anteile 74.329
Im Umlauf befindliche Aktien zum 31.12.2010 10.390.751

Bilanzgewinn

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in 2010 gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung T€ 1.546 als Dividende (€ 0,15 pro Aktie) ausgeschüttet.

21. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile betreffen den Teil des Eigenkapitals, der auf den Minderheitengesellschafter der acentrix GmbH entfällt.

22. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unterne hmensfortführungsprämisse operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, Gewinnrücklagen, anderen Rücklagen sowie Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen und Minderheitenanteilen.

Ziele des Kapitalmanagement sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung und eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals. Zur Umsetzung wird das Kapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt.

Das Kapital wird auf Basis des wirtschaftlichen Eigenkapitals überwacht. Wirtschaftliches Eigenkapital ist das bilanzielle Eigenkapital. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzschulden, Rückstellungen, sonstige Schulden, mit Veräußerung im Zusammenhang stehende Schulden sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

70 | Anhang Konzern

Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme stellen sich wie folgt dar:

31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital Mio. € 51,0 43,9
Eigenkapital in % vom Gesamtkapital % 28,7 32,5
Fremdkapital Mio. € 126,4 91,0
Fremdkapital in % vom
Gesamtkapital % 71,3 67,5
(Eigenkapital plus Fremdkapital) Mio. € 177,4 134,9

In Darlehensverträgen der Gesellschaft finden sich teilweise Mindestkapitalanforderungen (Covenants), die von den Banken unter Anwendung unterschiedlicher Ermittlungsmethoden ermittelt werden. Die Einhaltung der jeweiligen Covenants wird im Rahmen des Kapitalrisikomanagements regelmäßig überwacht.

Die Kapitalstruktur des Konzerns wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig überprüft.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung

1. Segmentinformationen (Tabelle siehe Seite 44-45)

Die Segmentinformationen erfolgen gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente". Die Segmentangaben beruhen auf der zu internen Steuerungszwecken verwendeten Segmentierung (management approach). Der Konzern berichtet zwei Geschäftssegmente – e-commerce/trade und IT Solutions.

Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente

Das Geschäftssegment e-commerce/trade beinhaltet die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, HOH Home of Hardware GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Ltd. abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH und der CANCOM SCC GmbH zuzuordnenden Kostenstellen. Dieses Geschäftssegment umfasst schwerpunktmäßig die auf Internet, Katalog, Telesales und Direktvertrieb gestützten transaktionsorientierten Geschäfte des Konzerns.

Das Geschäftssegment IT Solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM IT Solutions GmbH, CANCOM SCC GmbH, CANCOM NSG GmbH, CANCOM NSG GIS GmbH (vormals Novodrom People Value Service GmbH), CANCOM NSG SCS GmbH (vormals CANCOM Service Center Süd GmbH), CANCOM NSG ICP GmbH (vormals NSG Datacenter Services GmbH), CANCOM physical infrastructure GmbH, acentrix GmbH und CANCOM Plaut Managed Services GmbH (vormals CANCOM IT Services GmbH) sowie die der CANCOM IT Solutions GmbH und der CANCOM SCC GmbH zugeordneten Kostenstellen der CANCOM Deutschland. Mit diesem Geschäftssegment bietet die CANCOM Gruppe eine umfassende Betreuung rund um IT-Infrastruktur und -Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, Projektplanung und –durchführung, die Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT.

Unter "sonstige Gesellschaften" sind die Gesellschaft CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, die CANCOM VVM GmbH sowie die CANCOM Financial Services GmbH ausgewiesen. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beinhaltet die Stabsoder Leitungsfunktion. Sie erbringt als solches eine Reihe von Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen. Außerdem fallen in diesen Bereich die Kosten der zentralen Konzernsteuerung und Investitionen in konzern-internen Projekten.

Bewertungsgrundlagen für das Ergebnis sowie die Vermögenswerte der Segmente

Die in der internen Berichterstattung über das Segment zur Anwendung gelangenden Rechnungslegungsmethoden entsprechen den unter Punkt A. 4. beschriebenen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden. Lediglich im Rahmen der Währungsumrechnung bestehen Unterschiede, die zu geringen Abweichungen zwischen den Daten des internen Berichtswesens und den entsprechenden Angaben der externen Rechnungslegung führen.

Interne Umsätze werden je nach Art der Leistung entweder auf Kostenbasis oder auf Basis aktueller Marktpreise erfasst.

Überleitungsrechnungen

In der Position Überleitungsrechnung werden Themen ausgewiesen, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Geschäftssegmenten und dem sonstigen Gesellschaften stehen. Dazu gehören die Verkäufe innerhalb der Segmente und der Ertragsteueraufwand.

Der Ertragsteueraufwand ist nicht Bestandteil der Ergebnisse der Geschäftssegmente. Da der Steueraufwand bei steuerlicher Organschaft der Muttergesellschaft zugeordnet wird, entspricht die Zuordnung der Ertragsteuer nicht unbedingt der Struktur der Segmente.

Informationen über geografische Gebiete

Umsätze nach Sitz des Kunden Umsätze nach Sitz der Gesellschaften
2010 2009 2010 2009
T€ T€ T€ T€
Deutschland 491.619 379.860 501.611 386.098
Ausland 57.676 42.618 47.684 36.380
Konzern 549.295 422.478 549.295 422.478
Langfristige Vermögenswerte
31.12.10 31.12.09
T€ T€
Deutschland 50.795 35.257
Ausland 2.425 3.769
Konzern 53.220 39.026

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten das Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte, die Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige langfristige Vermögenswerte. Finanzinstrumente und latente Steueransprüche sind ausgenommen.

2. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen von T€ 549.295 sind mit Hilfe der POC-Methode ermittelte Auftragserlöse von T€ 1.210 enthalten.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

Summe 3.352 2.679
sonstige betriebliche Erträge 154 58
Zuwendungen der öffentlichen Hand 324 146
periodenfremde Erträge 472 379
Schadenersatz aufgrund Kaufverträge 0 47
Minderheitsgesellschafter 0 171
Erträge aus Abfindung
betrag aus Kapitalkonsolidierung 2.357 1.812
Erträge aus passivischem Unterschieds
Mieterträge 45 66
2010
T€
2009
T€

Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Ausbuchungen von kreditorischen Debitoren, Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung von Forderungen und Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand beinhalten einen Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit (T€ 183) und den auf das Geschäftsjahr 2010 entfallenden Vorteil aus der Gewährung zinsbegünstigter Darlehen (T€ 141).

Wir verweisen auf die Angaben zu den Darlehen unter C 14 und C 15.

4. Andere aktivierte Eigenleistungen

Ausgewiesen werden Leistungen eigener Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens und aktivierungsfähige Entwicklungskosten in den immateriellen Vermögenswerten.

Die Eigenleistungen teilen sich wie folgt auf:

13 8
1.257 945
T€ 2009
T€
2010

Die Forschungs- und Entwicklungskosten in 2010 betrugen insgesamt € 2,4 Mio.. Davon sind T€ 1.257 aktiviert.

5. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Summe 100.124 82.807
Aufwendungen für Altersversorgung 330 198
soziale Abgaben 15.715 12.644
Löhne und Gehälter 84.079 69.965
2010
T€
2009
T€

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

Summe 31.664 26.100
sonstige betriebliche Aufwendungen 2.097 1.344
Gebühren, Kosten des Geldverkehrs 621 485
Rechts- und Beratungskosten 1.124 812
Kommunikations- und Bürokosten 1.998 1.706
Reparaturen, Instandhaltung, Mietleasing 1.260 1.520
Fremdleistungen 2.578 2.730
Kosten der Warenabgabe 3.255 3.105
Bewirtungen und Reisekosten 2.345 1.794
Börsen- und Repräsentationskosten 722 341
Werbekosten 2.278 1.793
Kfz Kosten 6.334 4.360
Versicherungen und sonstige Abgaben 920 895
Raumkosten 6.132 5.215
2010
T€
2009
T€

7. Zinserträge / Zinsaufwendungen

Zinserträge / Zinsaufwendungen –1.977 –1.304
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –2.109 –1.468
Zinsen und ähnliche Erträge 132 164
T€ T€
2010 2009

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Bankguthaben und Zinserträgen von Kunden.

Anhang Konzern | 71

8. Ertragsteuern

Die Ertragssteuerquote für inländische Gesellschaften beläuft sich auf 30,29 % (i.Vj. 30,77 %) und betrifft Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die geringfügige Minderung der Ertragsteuerquote ist auf die Minderung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes zurückzuführen. Die Abweichungen der ausgewiesenen Steueraufwendungen zu denen des Steuersatzes der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ergeben sich wie folgt:

2010 2009
Ergebnis vor Ertragsteuern T€
11.560
T€
5.616
Erwarteter Steueraufwand zum Steuersatz
der inländischen Gesellschaften
(30,29%; Vj. 30,77 %) 3.502 1.728
- Besteuerungsunterschied Ausland -103 30
- Veränderung der Wertberichtigung
auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 387 -233
- steuerfreie Einnahmen / steuerlich unbeachtliche
Veräußerungsverluste 47 -422
- periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern 0 -40
- permanente Differenzen: nicht abzugsfähige
Betriebsausgaben sowie gewerbesteuerliche
Hinzurechnungen und Kürzungen 606 105
- Ertrag aus passivem Unterschiedsbetrag
aus Kapitalkonsolidierung -682 -610
- sonstiges -17 -3
- unter aufgegebene Geschäftsbereiche
ausgewiesene Steuerersparnis 0 1
gesamter Ertragsteueraufwand Konzern 3.740 556

Die Erhöhung der Ertragsteuern wegen nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben ist insbesondere auf die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts der CANCOM Ltd. zurückzuführen.

Die tatsächliche Steuerquote ergibt sich wie folgt:

T€
Ergebnis vor Steuern 11.560
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.740
tatsächliche Steueraufwandsquote 32,35 %

Als Ertragssteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:

2010
T€
2009
T€
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 1.742 152
latente Steuern:
Aktiv 1.865 249
Passiv 133 155
1.998 404
Steueraufwand Konzern 3.740 556

Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in der Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOM-einheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungsvorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden aktiviert, soweit diese mit zukünftigen positiven Ergebnissen innerhalb der nächsten 4 Jahre voraussichtlich gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.

9. Aufgegebene Geschäftsbereiche

Der Effekt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung aus aufgegebenen Geschäftsbereichen belief sich im Vorjahr auf T€ -3. Dieser Betrag untergliederte sich in Erlöse (incl. sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von T€ 0, Aufwendungen in Höhe von T€ -4 und Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ -4. Der zugehörige Ertragsteuerertrag/-aufwand betrug T€ 1.

10. Minderheitenanteile

Auf die Minderheitsanteilseigner entfallen 49 % des Jahresüberschusses der acentrix GmbH 2010 (T€ 79) und 25 % des Jahresfehlbetrages der live Netzwerk und Computer GmbH im Zeitraum von Januar bis April 2010 (T€ -1). Bezüglich der Entwicklung der Minderheitsanteile im Eigenkapital wird auf Anlage 4 verwiesen.

11. Sondereinflüsse auf das Ergebnis pro Aktie

Die Sondereinflüsse betreffen die Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern auf einen Verlustvortrag in Höhe von T€ 328 (rechnerisch € 0,04 pro Aktie), die aufgrund eines Sanierungsfalls gemäß § 8 c Körperschaftsteuergesetzt im Vorjahr zutreffend angesetzt wurden. Die sogenannte Sanierungsklausel des § 8 c Körperschaftsteuergesetzt ermöglicht einem sanierungsbedürftigen Unternehmen trotz Eigentümerwechsels, Verluste gegen zukünftige Gewinne zu verrechnen. Die EU-Kommission sieht darin eine staatliche Beihilfe, die nicht mit den EU-Beihilferegeln vereinbar ist. Die betreffenden Verlustvorträge werden daher bis auf Weiteres abgeschrieben.

2010
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen (unverwässert/verwässert) 0,76
Bereinigung siehe Erläuterung: 0,04
Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen (unverwässert/verwässert) 0,80

E. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Vorgaben des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität beinhaltet Barmittel und Bankguthaben.

Bei der Ermittlung des Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Methode gewählt. Der Cash flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 6,3 Mio. erhöht.

Ursächlich hierfür war auch eine Ausweitung des Volumens forfaitierter Forderungen.

Hinsichtlich des Erwerbs des Tochterunternehmens CANCOM Bürotex GmbH und der Übernahme eines Geschäftsbereichs der Plaut Systems & Solutions GmbH verweisen wir auf unsere Anhangsangaben unter A. 3 (Konsolidierungskreis). Mit dem Erwerb der CANCOM Bürotex GmbH wurden Zahlungsmittel im Umfang von T€ 776 übernommen.

Der Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 31.472 (Vj. T€ 25.836) umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, in der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten sind.

F. Sonstige Angaben

1. Verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft erstellt diesen Konzernabschluss als Obergesellschaft. Dieser Konzernabschluss wird nicht in einen übergeordneten Konzernabschluss einbezogen.

Im Sinne von IAS 24 kommt Herr Klaus Weinmann als nahe stehende Person in Betracht, der sowohl in seiner Funktion als Vorstand als auch als Aktionär der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die CANCOM-Gruppe ausüben kann. Ferner zählen die Vorstände Herr Rudolf Hotter und Herr Paul Holdschik zu den nahe stehenden Personen. Außerdem sind die Mitglieder des Aufsichtsrates nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24.

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzt:

Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von T€ 280 und einem Jahresbonus in Höhe von T€ 315 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von T€ 22, in Summe T€ 617. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Rudolf Hotter setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von T€ 200, einem Jahresbonus in Höhe von T€ 145 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von T€ 5, in Summe T€ 350. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Paul Holdschik setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von T€ 200, einem Jahresbonus in Höhe von T€ 110 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von T€ 4, in Summe T€ 314. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2010 T€ 1.281.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzt:

Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt T€ 26. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder betragen für Dr. Klaus F. Bauer, Stefan Kober, Raymond Kober, Walter Krejci T€ und Regina Weinmann betragen jeweils T€ 13. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 T€ 91.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht ein am 9. März 2007 mit Wirkung zum 01. Juli 2007 nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von € 60.000 p.a. vorsieht. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2010 beläuft sich folglich auf € 60.000.

74 | Anhang Konzern

Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen wurden zu Marktpreisen abgerechnet.

2. Aktienbesitz der Organe (zum Bilanzstichtag)

Stückaktien
%
353.864 3,4061
75.000 0,7219
6.252 0,0602
601.289 5,7876
720.891 6,9388
1.500 0,0144
8.631.955 83,0710
10.390.751 100,0000

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den Gesellschaften des CANCOM Konzerns bestanden die folgenden finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

Fällig 2011
T€
2012
T€
2013
T€
2014
T€
2015
T€
später
T€
gesamt
T€
aus
Mietver
trägen 3.570 2.594 1.799 1.673 1.604 4.958 16.198
aus
Leasing
verträgen 1.992 999 457 210 13 2 3.673
5.562 3.593 2.256 1.883 1.617 4.960 19.871

Die Leasingverträge beziehen sich auf Operating-Leasingverhältnisse.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 314 Nr. 2 HGB

Die Tochtergesellschaften der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft – die CANCOM NSG GmbH und die CANCOM Deutschland GmbH - nutzen neben der Finanzierung über die Muttergesellschaft zur Verbesserung der Liquidität Factoring Rahmenverträge für den in Bezug auf das Bonitäts- und Ausfallrisiko regresslosen Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Bei der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft wurde zur Verbesserung der Liquidität und Optimierung der Bilanzstruktur in 2007 die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft.

5. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung in 2010 abgegeben und am 14. Dezember 2010 den Aktionären über die Homepage "www.cancom.de" zugänglich gemacht.

6. Honorare für die Abschlussprüfer

Für die Abschlussprüfer im Sinne von § 318 HGB (Einschließlich verbundener Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB) sind für das Geschäftsjahr 2010 folgende Honorare (Gesamtvergütung zzgl. Auslagen ohne Vorsteuer) berechnet:

a) Abschlussprüfung T€ 209
b) Steuerberatung T€
0
c) Sonstige Leistungen T€
37

7. Arbeitnehmer

2010 2009
im Jahresdurchschnitt 2.011 1.777
am Jahresende 2.039 1.870

8. Beteiligungen an der Gesellschaft im Sinne des § 20 IV AktG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft von keinem Gesellschafter eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 AktG schriftlich mitgeteilt.

9. Vorstände und Aufsichtsrat

Als Vorstände sind bestellt:

  • Herr Klaus Weinmann, Dipl.-Kfm., Aystetten (-Vorsitzender-)
  • Herr Rudolf Hotter, Dipl. Betriebswirt, Füssen
  • Herr Paul Holdschik, Kfm., Eurasburg (bis 29.07.2010)

Alle Vorstände sind gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertretungsbefugt.

Zu Prokuristen sind bestellt:

  • Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Wittislingen
  • Dr. Johannes Mauser, Stuttgart (bis 01.04.2010)

Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates sind bestellt:

  • Herr Walter von Szczytnicki, selbständiger Unternehmensberater, Kirchseeon -Vorsitzender-
  • Herr Dr. Klaus F. Bauer, Wirtschaftsjurist, Riemerling (bis 31.12.2010) -stellvertretender Vorsitzender-
  • Herr Stefan Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Raymond Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Walter Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter der AURIGA Corporate Finance GmbH, München
  • Frau Regina Weinmann, Dipl.-Kauffrau, Geschäftsführerin der WFO Finanzberatung GmbH, Aystetten

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:

  • Herr Walter von Szczytnicki in: - AL-KO Kober AG
  • Herr Dr. Klaus Bauer in:
  • S-Partner Kapital AG

10. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Einschätzung des Vorstandes gibt es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag über die zu berichten wäre.

11. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses der CANCOM IT Systeme AG

Der Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beschließt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 8.023.812,57 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 0,15 pro dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den nach Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

12. Genehmigung des Konzernabschlusses gemäß IAS 10.17

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 14. März 2011 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

13. Anteilsbesitzliste gemäß § 313 HGB

Tochterunternehmen Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote in %
1. CANCOM Deutschland GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
sowie deren Tochtergesellschaften
– CANCOM (Switzerland) AG Caslano / Schweiz 100,0
– CANCOM Computersysteme GmbH Grambach / Österreich 100,0
sowie deren Tochtergesellschaft
– CANCOM a+d IT solutions GmbH Perchtoldsdorf / Österreich 100,0
2. CANCOM NSG GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
sowie deren Tochtergestellschaften
– CANCOM NSG GIS mbH Jettingen-Scheppach 100,0
– CANCOM NSG SCS mbH Jettingen-Scheppach 100,0
– CANCOM NSG ICP mbH Jettingen-Scheppach 100,0
3. CANCOM IT Solutions GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
sowie deren Tochtergesellschaft
– acentrix GmbH Jettingen-Scheppach 51,0
4. HOH Home of Hardware GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
5. CANCOM SCC GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
6. CANCOM physical infrastructure GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
7. CANCM Plaut Managed Services GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
8. CANCOM Ltd. Guildford / Großbritannien 100,0
9. CANCOM Financial Services GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
10. CANCOM VVM GmbH Jettingen-Scheppach 100,0
sonstige Beteiligungen:
Plaut AG
Wien / Österreich 21,1
(Eigenkapital T€ 16.460, Jahresüberschuss T€ 264)

Jettingen-Scheppach, den 14. März 2011

Klaus Weinmann Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzernabschluss

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Jettingen-Scheppach, den 14. März 2011

Klaus Weinmann Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

78 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, Jettingen-Scheppach, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie ihren Bericht über die Lage der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM Gruppe für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzerlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht dem Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 14. März 2011

S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Tobias Wolf Johann Dieminger

80 | Jahresabschluss AG AG-Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva
in € 31.12.2010 31.12.2009
A. Anlag
evermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.549,09 12.116,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 176.395,85
17.549,09 188.512,81
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 228.093,13 259.323,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 623.797,20 520.347,90
851.890,33 779.671,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.503.469,23 38.520.560,47
2. Beteiligungen 2.919.373,23 0,00
43.422.842,46 38.520.560,47
B. Umlauf
vermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.692.219,43 7.641.600,70
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.129.517,39 386.784,64
10.821.736,82 8.028.385,34
II. Wertpapiere
eigene Anteile 0,00 164.602,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.890.312,57 16.599.564,72
C. Rechnungsabg
renzungs
posten
18.680,77 68.508,21
68.023.012,04 64.349.804,69

Jahresabschluss AG | 81

Passiva
in € 31.12.2010 31.12.2009
A. Eig
enka
pital
I. Gezeichnetes Kapital 10.390.751,00 10.390.751,00
II. Kapitalrücklage 16.975.841,56 16.513.442,57
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 6.665,71 6.665,71
2. Rücklage für eigene Anteile 0,00 164.602,01
3. Andere Gewinnrücklagen 10.597.990,63 0,00
10.604.656,34 171.267,72
IV. Bilanzgewinn 8.023.812,57 11.980.851,92
45.995.061,47 39.056.313,21
B. Rücks
tellungen
1. Steuerrückstellungen 1.080.008,57 341.667,66
2. Sonstige Rückstellungen 750.367,39 1.672.123,17
1.830.375,96 2.013.790,83
C. Verbindlichkeiten
1. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen 14.038.100,00 14.038.100,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.608.175,87 6.203.818,61
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 124.486,01 136.207,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.416,94 1.395.659,41
5. Sonstige Verbindlichkeiten 403.395,79 1.505.915,22
20.197.574,61 23.279.700,65
68.023.012,04 64.349.804,69

AG-Gewinn- und Verlustrechnung 82 | für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

in € 01.01.2010
– 31.12.2010
01.01.2009
– 31.12.2009
1. Umsatzerlöse 6.599.000,00 5.601.000,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.906.849,01 1.565.087,15
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter –3.452.495,39 –2.783.386,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung –376.168,27 –324.509,41
–3.828.663,66 –3.107.895,72
4. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –340.097,20 –158.476,63
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen –3.568.932,17 –3.656.489,35
6. Erträge aus Beteiligungen 232.921,93 700.000,00
7. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 8.359.969,59 3.880.261,69
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 389.488,17 285.776,29
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen –1.182.523,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –1.340.632,70 –1.153.819,61
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.227.379,97 3.955.443,82
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –1.199.913,90 –126.715,47
13. Sonstige Steuern –3.653,50 –4.224,44
14. Jahresüberschuss 8.023.812,57 3.824.503,91
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.980.851,92 8.205.145,24
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen –10.433.388,62 –48.797,23
17. Ausschüttung –1.547.463,30 0,00
18. Bilanzgewinn 8.023.812,57 11.980.851,92

für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 Entwicklung des Anlagevermögens – Anlagespiegel

84 | Entwicklung des Anlagevermögens – Anlagespiegel

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge
01.01.2010 2010 2010
in € in € in €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.593,86 1.325.479,00 1.393.082,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 460.162,69 0,00 460.162,69
588.756,55 1.325.479,00 1.853.245,28
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 473.409,88 8.169,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 776.610,00 213.608,25 67.502,06
1.250.019,88 221.777,25 67.502,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.356.814,30 3.335.568,96 2.643.167,00
2. Beteiligungen 0,00 3.055.134,88 135.761,65
43.356.814,30 6.390.703,84 2.778.928,65
Summe 45.195.590,73 7.937.960,09 4.699.675,99

Jahresabschluss AG | 85

Buchwerte Abschreibungen
Stand Stand Stand Abgänge Zugänge Zuschreibung Stand Stand
31.12.2009 31.12.2010 31.12.2010 2010 2010 2010 01.01.2010 31.12.2010
in € in € in € in € in € in € in € in €
12.116,96 17.549,09 43.441,18 93.080,04 0,00 20.044,32 116.476,90 60.990,27
176.395,85 0,00 0,00 460.162,69 0,00 176.395,85 283.766,84 0,00
188.512,81 17.549,09 43.441,18 553.242,73 0,00 196.440,17 400.243,74 60.990,27
259.323,23 228.093,13 253.485,75 0,00 0,00 39.399,10 214.086,65 481.578,88
520.347,90 623.797,20 298.918,99 61.601,04 0,00 104.257,93 256.262,10 922.716,19
779.671,13 851.890,33 552.404,74 61.601,04 0,00 143.657,03 470.348,75 1.404.295,07
3.545.747,03 40.503.469,23 38.520.560,47 0,00 2.473.029,80 1.182.523,00 4.836.253,83 44.049.216,26
0,00 2.919.373,23 0,00 0,00 0,00 0,00 2.919.373,23
3.545.747,03 43.422.842,46 38.520.560,47 0,00 2.473.029,80 1.182.523,00 4.836.253,83 46.968.589,49
4.141.592,95 44.292.281,88 39.488.744,41 614.843,77 2.473.029,80 1.522.620,20 5.706.846,32 48.433.874,83

86 | AG-Anhang für das Geschäftsjahr 2010

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB). Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.

B. Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren) bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Dem Sachanlagevermögen werden Nutzungsdauern zwischen 2 und 13 Jahren zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, bei denen die Anschaffungsbzw. Herstellungskosten den Betrag von EUR 150 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Wirtschaftsgüter deren Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 liegen werden seit dem 01. Januar 2008 in einem Sammelposten aktiviert. In diesen Sammelposten werden alle Wirtschaftsgüter eines Jahres erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlusten wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Weise ausgeübt, dass kein Ansatz von aktiven latenten Steuern vorgenommen wird. Verlustvorträge werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft als Organträger auszugehen ist.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf Basis der im späteren Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede gültigen Steuersätzen, vorausgesetzt, die künftigen Steuersätze sind bereits bekannt. Die Ertragssteuerquote beläuft sich auf 30,11 % (i. Vj. 30,56 %) und betrifft Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die geringfügige Verringerung der Ertragsteuerquote gegenüber dem Vorjahr ist auf die Verringerung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes zurückzuführen.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung innerhalb des Konzernverbunds erfolgen zum Umrechnungskurs am Bilanzstichtag. Monetäre Bilanzpositionen in Fremdwährungen werden ebenfalls zum Stichtagskurs umgerechnet. Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit über einem Jahr werden zum höheren historischen Kurs bewertet.

C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (auf Seite 84-85) dargestellt.

Zur Zusammensetzung des Finanzanlagevermögens und der jeweiligen Jahresergebnisse der Tochterunternehmen vgl. Aufstellung des Anteilsbesitzes (Seite 93).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

10.822 0 8.028 0
gegenstände 1.130 0 387 0
sonstige Vermögens
Unternehmen 9.692 0 7.641 0
verbundene
Forderungen gegen
31.12.2010
T€
Restlaufzeit von
mehr als 1 Jahr
T€
31.12.2009
T€
Restlaufzeit von
mehr als 1 Jahr
T€
Davon mit einer Davon mit einer

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die CANCOM Plaut Managed Services GmbH (T€ 3.010; i. Vj. T€ 0), CANCOM NSG GmbH (T€ 2.829; i. Vj. T€ 2.282), CANCOM Computersysteme GmbH (T€ 1.773, i. Vj. T€ 1.641), CANCOM Deutschland GmbH (T€ 1.403; i. Vj. T€ 0), CANCOM Limited (T€ 217; i. Vj. T€ 205), acentrix GmbH (T€ 209; i. Vj. T€ 259), CANCOM IT Solutions GmbH (T€ 111; i. Vj. T€ 699), CANCOM NSG ICP GmbH (T€ 71; i. Vj. T€ 0), CANCOM a+d IT solutions GmbH (T€ 36; i. Vj. T€ 36), HOH Home of Hardware GmbH (T€ 23; i.Vj. T€ 2.144), CANCOM NSG GIS GmbH (T€ 6; i. Vj. T€ 3), CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 3; i. Vj. T€ 203) sowie die CANCOM NSG SCS GmbH (T€ 1; i. Vj. T€ 0). Des Weiteren waren im Vorjahr eine Forderung gegenüber der CANCOM (Switzerland) AG in Höhe von T€ 169 ausgewiesen, auf die in 2010 verzichtet wurde.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2010 € 10.390.751,00 und ist in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2010 insgesamt € 5.000.000,00 und untergliedert sich wie folgt:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2015 durch Ausgabe bis zu 4.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu Euro 4.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das

a) bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Falle des Erwerbs einer Beteiligung, von Unternehmen oder von Unternehmensteilen ausgeschlossen werden kann;

b) bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden kann, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 22. Juni 2010 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. –pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 22. Juni 2010 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats - genehmigtes Kapital (2010) I.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

aa) für Spitzenbeträge,

bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der

88 | Anhang AG

neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II –.

Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2010 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:

Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24.06.2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.06.2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Optionsbzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Der Vorstand hat im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen gemacht.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Erwerb und Veräußerung eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 24. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31.12.2010 eigene Aktien bis zu 1.000.000,00 EURO bzw. knapp 10% des Grundkapitals des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals in Höhe von 10.390.751,00 EURO zu erwerben.

Die Ermächtigung wird zum 1. Juli 2009 wirksam, tritt an die Stelle des in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 gefassten Beschlusses und sie gilt bis zum 31. Dezember 2010. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Entsprechend dem Beschluss können Aktien der Gesellschaft erworben werden, um sie Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, anbieten zu können, oder um sie zur Erfüllung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 Berechtigten anzubieten und zu übertragen, oder um sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.000.000,00 Euro beschränkt, das sind weniger als 10 % des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals von 10.390.751,00 Euro. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden.

Der Erwerb erfolgt nur über die Börse.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 5 % überschreiten und um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden 23.010 Aktien als eigene Aktien zurück erworben. Im Dezember 2010 wurden 74.329 Aktien veräußert. Der Veräußerungspreis betrug T€ 722. Es entstand ein Veräußerungsgewinn in Höhe von T€ 463, der in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Zum 31. Dezember 2010 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 0 Stück zu einem Buchwert von € 0,00.

Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

2010 2009
T€ T€
Umbuchung Rücklage
für eigene Anteile 116 0
Einstellung aus dem
Bilanzgewinn 2009 10.482 0
andere Gewinnrücklage 10.598 0

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

2010 2009
T€ T€
Gewinnvortrag 01.01. 11.981 8.205
Einstellung/Auflösung in die
Rücklage für eigene Anteile 49 -49
Dividendenausschüttung -1.548 0
Umbuchung in andere
Gewinnrücklagen -10.482 0
Jahresüberschuss 8.024 3.825
Bilanzgewinn 8.024 11.981

Rückstellungen

Die Steuerrückstellung in Höhe von T€ 1.080 (i. Vj. T€ 342) enthält im Wesentlichen die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer für 2010 (T€ 1.014). Im Vorjahr enthielt sie die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer 2008 und 2009.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Tantiemen (T€ 557; i. Vj. T€ 480), Prüfungs- und Abschlusskosten (T€ 77; i. Vj. T€ 131), Aufsichtsratsgelder (T€ 35; i. Vj. T€ 35), Überstunden und Urlaub (T€ 32; i. Vj. T€ 5), ausstehende Rechnungen (T€ 27; i. Vj. T€ 195) sowie Druckkosten Jahresabschluss (T€ 13; i. Vj. T€ 12).

Des Weiteren waren im Vorjahr Rückstellungen für den Kaufpreis der Beteiligung an der CANCOM SCC GmbH in Höhe von T€ 808 enthalten.

Verbindlichkeiten

Bezüglich der Zusammensetzung der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel auf Seite 90+91.

Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Genussrechte in Höhe von € 6.000.000,00 (PREPS 2005-1 und PREPS 2005-2), Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.650.000,00 (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.995.600,00 (Stadtsparkasse Augsburg) und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 392.500,00 (Stadtsparkasse Augsburg).

Der als PREPS 2005-2 bezeichnete Teil der Genussrechte in Höhe von € 3.000.000,00 wurde mit Vertrag vom 1. November 2005 ausgereicht. Die Einzahlung erfolgte am 8. Dezember 2005. Das Genussrecht endet am 8. Dezember 2012.

Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Gemäß der Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstandes zur Begebung von Genussrechten bei der Hauptversammlung 2005 wurde der per 31. Dezember 2005 noch als nachrangiges Darlehen bilanzierte Teil (PREPS 2005-1) in Höhe von 3.000.000,00 in Genussrechte umgewandelt. Die Umwandlung war wirksam ab der Zinsperiode beginnend mit dem 04. Mai 2006. Das Genussrecht endet am 04. August 2012. Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO, und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Die Vergütung für die Gewährung der Genussrechte setzt sich zusammen aus einem Garantiegewinn und einer Gewinnbeteiligung in Abhängigkeit des Jahresüberschusses. Als Jahresüberschuss ist dabei der höhere Betrag aus dem Jahresüberschuss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und dem Konzernjahresüberschuss des CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Konzern anzusehen. Die Gewinnbeteiligung wird nur fällig, wenn der höhere Betrag der Jahresüberschüsse € 7 Mio. übersteigt. Die Gewinnbeteiligung im Geschäftsjahr 2010 beträgt für PREPS 2005-2 und PREPS 2005-1 T€ 60.

Gemäß Mezzaninekapitalvertrag vom 27. Dezember 2007 zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG wurde ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 gewährt. Die Auszahlung erfolgte am 31.12.2007. Das Mezzaninekapital ist spätestens zum 31. Dezember 2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA

90 | Anhang AG

mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a.. Ansprüche aus dem Mezaninekapitalvertrag treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens dergestalt im Rang zurück, dass der Mezzaninekapitalgeber die Erfüllung dieser Ansprüche während der Zeit der Krise der Gesellschaft i. S. v. § 32a GmbHG analog nicht fordern darf oder soweit die Durchsetzung der Ansprüche zu einer Krise des Unternehmens i. S. v. § 32a GmbHG analog führen würde. Während dieser Krise haben diese subordinierten Forderungen Nachrang zu Forderungen anderer Gläubiger gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 i. V. m. § 39 Abs. 2 InsO.

Das Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde am 28.03.2003 aufgenommen. Die Tilgung erfolgt ab 30.09.2011 in vier Halbjahresraten zu je € 412.500,00. Das Darlehen war bereits vom Zeitpunkt der Kreditaufnahme an ein nachrangiges Darlehen.

Ein Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.995.600,00 wurde in Teilbeträgen von € 1.500.000,00 am 23.09.2009 und € 495.600,00 am 08.12.2009 ausbezahlt. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 166.300,00.

Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 392.500,00 wurde am 08.12.2009 ausgezahlt. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 32.709,00 und einer Schlussrate von € 32.701,00.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die CANCOM SCC GmbH (T€ 23; i. Vj. T€ 0). Im Vorjahr waren zusätzlich Verbindlichkeiten gegenüber der CANCOM SYSDAT GmbH in Höhe von T€ 1.202 und der CANCOM Deutschland GmbH in Höhe von T€ 194 ausgewiesen.

D. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsätze beinhalten in 2010 ausschließlich Konzernumlagen (T€ 6.599; i. Vj. T€ 5.601).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.488 (Vj. T€ 50). Darin sind Erträge aus der Zuschreibung des Finanzanlagevermögens (T€ 2.473; i.Vj. T€ 0) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 15; i. Vj. T€ 33) enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 146.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten den Aufwand für den Verzicht der Darlehensforderung gegenüber der CANCOM (Switzerland) AG.

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 233 enthalten die Ausschüttung der CANCOM physical infrastructure GmbH.

Unter der Position auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne wird der an die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft von der CANCOM Deutschland GmbH (T€ 5.641; i. Vj. T€ 1.552) und der CANCOM NSG GmbH (T€ 2.719; i. Vj. T€ 2.328) abgeführte Jahresüberschuss ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 380 (i. Vj. T€ 261).

Verbindlichkeitenspiegel
1. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Sonstige Verbindlichkeiten
– davon aus Steuern
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

Anhang AG | 91

Im Geschäftsjahr sind im Finanzanlagevermögen Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 1.183 enthalten. Die Abschreibung wurde aufgrund einer Bewertung der 100%igen Tochtergesellschaft CANCOM Ltd. in UK vorgenommen.

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen auf Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen T€ 13 (i. Vj. T€ 46).

E. Sonstige Angaben

Angaben gemäß §285 Nr. 3 HGB

In 2007 wurde zur Verbesserung der Liquidität und Optimierung der Bilanzstruktur die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft.

Bezüglich der Risiken aus diesem Vertrag verweisen wir auf die Angaben in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Angaben gemäß § 285 Nr. 29 HGB

Im Geschäftsjahr bestanden Differenzen zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanz-Werten, die sowohl zu aktiven, als auch zu passiven latenten Steuern führen würden.

Es besteht jedoch ein Überhang an aktiven latenten Steuern, für die das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Weise ausgeübt wird, dass keine Bilanzierung vorgenommen wird.

Die sich insgesamt ergebenen aktiven latenten Steuern betreffen passive latente Steuern auf den steuerlichen Ausgleichsposten der Organgesellschaften und Anteile an verbundenen Unternehmen sowie aktive latente Steuern auf Geschäfts- oder Firmenwert und Pensionsrückstellungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus derzeit laufenden Miet- und Leasingverträgen betragen:

fällig in 2011
T€
Gesamt
T€
Mietverträge 761 8.096
Leasingverträge 69 149
davon verbundene Unternehmen 1 1

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Bilanzstichtag Bürgschaften für die CANCOM Deutschland GmbH (T€ 11.642, i. Vj. T€ 3.200), die CANCOM NSG GmbH (T€ 3.692, i. Vj. T€ 0), gemeinsam für die CANCOM IT Solutions GmbH und die CANCOM Deutschland GmbH (T€ 7.200; i. Vj. T€ 0), die HOH Home of Hardware (T€ 1.650, i. Vj T€ 1.950), die CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 150, i. Vj T€ 150), die CANCOM NSG ICP GmbH (vormals NSG Datacenter Services GmbH) (T€ 100, i. Vj. T€ 100) sowie eine Gesamtbürgschaft (T€ 200) für die Gesellschaften CANCOM SCC GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, CANCOM NSG GIS GmbH (vormals Novodrom People Value Service GmbH), CANCOM NSG SCS GmbH (CANCOM Service Center Süd GmbH), CANCOM NSG ICP GmbH, acentrix GmbH und CANCOM Plaut Managed Services GmbH.

31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Gesamtschuldnerische Haftung
für Avalkredite und sonstige Kredite 339 673

Die Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 339 (i. Vj. T€ 673) sind in voller Höhe zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen.

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die CANCOM

Restlaufzeit Durch Pfandrechte
oder ähnliche
Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Mehr als 5 Jahre 31.12.2010 31.12.2009 Rechte gesichert
Art, Form
412.500,00 11.237.500,00 2.388.100,00 14.038.100,00 14.038.100,00 0,00
1.246.644,06 3.115.901,34 1.245.630,47 5.608.175,87 6.206.818,61 1.280.000,00 Verpfändung von Geschäftsanteilen
URNr. B 876/2008
2.000.744,97 Sicherungsübereignung Kfz
124.486,01 0,00 0,00 124.486,01 136.207,41 0,00
23.416,94 0,00 0,00 23.416,94 1.395.659,41 0,00
403.395,79 0,00 0,00 403.395,79 1.505.915,22 0,00
49.621,95 0,00 0,00 49.621,95 1.219.211,21
0,00 0,00 0,00 0,00 501,59
2.210.442,80 14.353.401,34 3.633.730,47 20.197.574,61 23.279.700,65 3.280.744,97

92 | Anhang AG

IT Systeme Aktiengesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Mitglieder der Geschäftsführung

Als Vorstände sind bestellt:

  • Herr Klaus Weinmann, Dipl.-Kfm., Aystetten Vorsitzender
  • Herr Rudolf Hotter, Dipl. Betriebswirt, Füssen
  • Herr Paul Holdschik, Kfm., Eurasburg (bis 29.07.2010)

Alle Vorstände sind gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertretungsbefugt.

Zu Prokuristen sind bestellt:

  • Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Wittislingen
  • Dr. Johannes Mauser, Dr. jur., Stuttgart (bis 01.04.2010)

Aufsichtsrat

Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates sind bestellt:

  • Herr Walter von Szczytnicki, selbständiger Unternehmensberater, Kirchseeon -Vorsitzender-
  • Herr Dr. Klaus F. Bauer, Wirtschaftsjurist, Riemerling (bis 31.12.1010) -stellvertretender Vorsitzender-
  • Herr Stefan Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Raymond Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Walter Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter der AURIGA Corporate Finance GmbH, München
  • Frau Regina Weinmann, Dipl.-Kauffrau, Geschäftsführerin der WFO Finanzberatung GmbH, Aystetten

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:

  • Herr Walter von Szczytnicki in:
  • AL-KO Kober AG
  • Herr Dr. Klaus Bauer in:
  • S-Partner Kapital AG

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 58 Mitarbeiter inklusive Teilzeitmitarbeiter, jedoch ohne Auszubildende, Praktikanten sowie ohne die drei Vorstände beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da sie im Konzernabschluss, der von der CANCOM IT Systeme AG aufgestellt wird, enthalten sind.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde erstmals 2002 abgegeben, zuletzt im Dezember 2010 erneuert und anschließend den Aktionären über die Homepage der CANCOM IT Systeme AG zugänglich gemacht.

Gesamtbezüge Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.281.

Die Gesamtbezüge der Vorstände sind eingeteilt in fixe und variable Komponenten. Die Bezahlung der variablen Komponenten ist an fest definierte Erfolgsziele gebunden. Den Vorständen sind in 2010 keine Aktienoptionen gewährt worden.

Bezüglich der vollumfänglichen Angabepflichten nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 91.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital ab 10%

Der Gesellschaft sind zum 31.12.2010 weder direkte noch indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, bekannt.

Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Vorstand beschließt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 8.023.812,57 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 0,15 pro dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den nach Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Mutterunternehmen

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, Jettingen-Scheppach ist die Gesellschaft, die den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft kann auf deren Homepage abgerufen werden sowie im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

Jettingen-Scheppach, den 14. März 2011

Klaus Weinmann Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Anhang AG | 93

Aufstellung des Anteilsbesitzes an Unternehmen

Name, Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital
per 31.12.2010
Jahresergebnis
2010
in % (T€) (T€)
Verbundene Unternehmen
1. CANCOM Deutschland GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 5.933 0 *
2. CANCOM NSG GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 3.761 0 *
3. CANCOM IT Solutions GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 1.415 407
4. CANCOM SCC GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 3.303 –909
5. HOH Home of Hardware GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 398 20
6. CANCOM physical infrastructure GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 656 406
7. CANCOM NSG GIS GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 B) 25 0**
8. acentrix GmbH, Jettingen-Scheppach 51,0 C) 194 155
9. CANCOM NSG SCS GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 B) 40 14
10. CANCOM NSG ICP GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 B) 2 –22
11. CANCOM Plaut Managed Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 11 –13
12. CANCOM Financial Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 94 –2
13. CANCOM VVM GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 25 –1
14. CANCOM Computersysteme GmbH, Grambach, Österreich 100,0 A) 434 28
15. CANCOM a+d IT Solutions GmbH, Perchtoldsdorf, Österreich 100,0 D) 1.872 1.768
16. CANCOM Limited, Guilford, Großbritannien 100,0 198 1) –395
17. CANCOM (Switzerland) AG, Caslano Schweiz 100,0 A) –179 2) 20
18.182 1.476
Beteiligungen
Plaut Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 21,1 16.460 264

A) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM Deutschland GmbH

B) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM NSG GmbH

C) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM IT Solutions GmbH

D) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM Computersysteme GmbH

1) = Umrechnung zum Stichtagskurs 1 GBP = 0,86 EURO

2) = Umrechnung zum Stichtagskurs 1 CHF = 1,25 EURO

* Gewinnabführungsvertrag mit der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

**Gewinnabführungsvertrag mit der CANCOM physical infrastructure GmbH (bis 31.12.2010)

94 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Jahresabschluss CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Jettingen-Scheppach, den 14. März 2011

Klaus Weinmann Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, Jettingen-Scheppach, und ihren Bericht über die Lage der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM Gruppe für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 95

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 14. März 2011

S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Tobias Wolf Johann Dieminger

96 | Finanzkalender der CANCOM IT Systeme AG

Wichtige Termine

Veröffentlichung des 3-Monatsberichts 2011 12. Mai 2011
Ordentliche Hauptversammlung in Augsburg: 08. Juni 2011
Beginn: 11 Uhr
Veranstaltungsort:
IHK für Augsburg und Schwaben
Stettenstraße 1–3
86150 Augsburg
Veröffentlichung des 6-Monatsberichts 2011 11. August 2011
Veröffentlichung des 9-Monatsberichts 2011 10. November 2011
Analystenkonferenz im Rahmen des 21.-23. November 2011
Deutschen Eigenkapitalforums in Frankfurt
Beginn: Uhrzeit steht noch nicht fest
Veranstaltungsort:
Congress Center der Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt

Hinweis: Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz (§ 15 WpHG) verpflichtet Emittenten, Informationen mit erheblichem Kursbeeinflussungspotenzial unverzüglich zu veröffentlichen. Daher ist es möglich, dass wir unsere Quartals- und Geschäftsjahresergebnisse schon vor den oben genannten Terminen veröffentlichen.

Vorstand

Dipl.-Kaufmann Klaus Weinmann Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Betriebswirt Rudolf Hotter Vorstandsmitglied

Aufsichtsrat

Walter von Szczytnicki Vorsitzender des Aufsichtsrats selbständiger Unternehmensberater

Stefan Kober stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorstandsmitglied der Al-KO Kober AG, Kötz

Raymond Kober Mitglied des Aufsichtsrats Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz

Walter Krejci Mitglied des Aufsichtsrats Geschäftsführender Gesellschafter der Auriga Corporate Finance GmbH, München

Regina Weinmann Mitglied des Aufsichtsrats Geschäftsführerin der WFO Finanzberatung GmbH, Aystetten

Virtualisierung Cloud Computing Skalierbarkeit Managed Services Agility Dynam ic Infrastructure Service DE sk Cloud Services Applicati ons Architecture Opt imized Processes

CANCOM IT Systeme AG Messerschmittstraße 20 D–89343 Jettingen-Scheppach www.cancom.de