Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

CANCOM SE Annual Report 2009

Mar 25, 2010

71_10-k_2010-03-25_9872518e-a600-458d-89b0-07dbd005b9ca.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Führender Anbieter von IT-Infrastruktur und Professional Services

Geschäftsbericht 2009

Über CANCOM…

Die 1992 gegründete CANCOM-Gruppe mit Sitz in Jettingen-Scheppach ist führender Anbieter von IT-Infrastruktur und Professional Services. Seit ihrem Börsengang im Jahr 1999 hat sich die CANCOM IT Systeme AG durch strategische Akquisitionen konsequent vom nischenorientierten Handelshaus zum drittgrößten herstellerunabhängigen Systemhaus Deutschlands entwickelt. In den letzten Jahren wurde zudem der Wandel vom reinen Anbieter von Hard- und Software zum IT-Komplettanbieter vollzogen. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot deckt aus einer Hand das gesamte Spektrum von Beratung und Erstellung von IT-Konzepten über die Beschaffung bis hin zur Integration und Betrieb der Systeme ab. Als einer der bedeutendsten Partner von HP, Microsoft, IBM, Symantec, Citrix, VMware, Apple und Adobe in Deutschland verfügt CANCOM über entscheidende Kernkompetenzen in der IT.

Das Urteil der Anwender ist eindeutig: CANCOM ist Deutschlands bestes Systemhaus 2009.

COMPUTERWOCHE, die führende deutsche Wochenzeitung für den gesamten Bereich der Informationstechnik, hat in 2009 zusammen mit ChannelPartner die bei den Kunden beliebtesten Systemhäuser ermittelt. In der Umsatzklasse über 250 Mio. Euro übertraf CANCOM die Konkurrenz deutlich mit der Gesamtnote 1,53.

Kennzahlenübersicht | 1

Kennzahlenübersicht CANCOM-Konzern (in Mio.€)

2009 2008 2007 2006 2005 2004
Umsatzerlöse 422,5 364,1 300,1 265,0 226,1 206,9
Rohertrag 119,3 107,8 88,3 66,1 42,9 34,1
Rohertragsmarge in % 28,2 29,6 29,6 24,9 19,0 16,5
EBITDA Konzern 10,4 8,8 8,0 5,8 3,8 2,9
EBIT Konzern 7,0 5,4 6,2 4,3 2,4 1,2
Periodenergebnis
(nach Minderheitenanteilen) 5,1 2,7 4,7 2,4 1,0 0,1
Ergebnis pro Aktie in € 0,49 0,27 0,45 0,24 0,11 0,02
Bilanzsumme 134,9 120,7 100,4 86,5 70,1 57,6
Eigenkapital 43,9 38,9 36,3 33,4 26,9 23,9
Eigenkapitalquote in % 32,5 32,2 36,2 38,9 38,4 41,5
Durchschnittliche Aktienzahl
(in 1.000) (verwässert) 10.387 10.391 10.391 9.924 9.462 8.511
Mitarbeiter zum 31.12. 1.870 1.778 1.319 1.254 567 420
Liquide Mitel zum 31.12. 25,8 18,3 11,8 7,3 11,9 7,2

2 | Impressum

Herausgeber

CANCOM IT Systeme AG Messerschmittstraße 20 D–89343 Jettingen-Scheppach Germany www.cancom.de

Investor Relations

Beate Rosenfeld Telefon: +49 8225 996-1015 Fax: +49 8225 996-4-1015 E-Mail: [email protected]

Konzeption / Gestaltung

CANCOM IT Systeme AG, Jettingen-Scheppach E-Mail: [email protected]

Bildnachweise

Titelseite:istockphoto © track5 Seite 5: fotolia.de © Alterfalter Seite 8/29: © Kreativagentur Thomas GmbH Seite 48: © Christina Bleier Seite 79/83: © Kreativagentur Thomas GmbH Seite 97: © Daniel Biskup Rückseite: istockphoto © track5

Druck / Bindung

F&W Mediencenter GmbH Holzhauser Feld 2 83361 Kienberg

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlenübersicht

1

4 Aktionärsbrief
5 – 7 Bericht zur Aktie
8 – 28 Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und
des Konzerns der CANCOM-Gruppe
29 – 31 Bericht des Aufsichtsrats
32 – 37 Corporate Governance
38 – 47 Konzernabschluss
48 – 76 Anhang Konzern
77 Versicherungen der gesetzlichen Vertreter
78 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
79 – 85 Jahresabschluss AG
86 – 93 Anhang AG
94 Versicherungen der gesetzlichen Vertreter
95 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
96 Finanzkalender

4 | Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2009 liegt mittlerweile hinter uns. Wir sind gleichermaßen froh und stolz, Ihnen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im letzten Jahr gewohnt gute Zahlen präsentieren zu dürfen. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern konnten wir auch in 2009 weiter wachsen und einen Rekordumsatz erwirtschaften. Somit ist CANCOM mittlerweile auf Rang drei unter den deutschen Systemhäusern aufgestiegen.

Das abgelaufene Jahr stand im Zeichen konsequenten Kostenmanagements und der Integration der in 2008 erworbenen Unternehmen.

Mit dem Erwerb der BÜROTEX in Nürtingen und der SCC in Stuttgart im Dezember konnten wir unsere Position im deutschen Systemhausumfeld zusätzlich ausbauen. Die beiden Unternehmen, die schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg tätig sind, erzielten ca. 55 Mio. Euro Umsatz in 2009, beschäftigen rund 280 Mitarbeiter und zählen jeweils zu den 25 größten Systemhäusern Deutschlands. Unsere beiden Geschäftsmodelle ergänzen sich ideal und mit heute rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weit über 30 Standorten in Deutschland und Österreich expandieren wir unseren schlagkräftigen und sehr kundennahen Systemhaus-Verbund weiter. Unseren hohen Qualitätsanspruch unterstreicht auch die Auszeichnung zum "Besten Systemhaus 2009", die wir von den renommierten Fachmagazinen COMPUTERWOCHE und Channelpartner aufgrund einer im Sommer 2009 durchgeführten Leserumfrage erhalten haben.

Wie schon in den vergangenen Jahren legten wir in 2009 besonderen Wert auf den Erhalt unserer bilanziellen Stärke und punkteten mit unserer guten Bonität bei Banken, Kreditversicherern und Kunden. Darüber hinaus bieten unsere komfortable Liquiditätsausstattung und die im Rahmen des Rückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien den Spielraum für weitere Akquisitionen. Zudem ist ab dem Geschäftsjahr 2009 die Ausschüttung einer Dividende vorgesehen.

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, wir sind für den momentan stattfindenden Konzentrationswettbewerb in unserer Branche gut aufgestellt und sicher, an dessen Ende zu den Gewinnern zu gehören.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchten wir für ihr Engagement und ihre Leistungen im vergangenen Jahr danken.

Bei Ihnen, unseren Aktionären, bedanken wir uns für Ihr Vertrauen!

Klaus Weinmann Paul Holdschik Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Aktionärsbrief Bericht zur Aktie

6 | Bericht zur Aktie

Kapitalmarktorientierte Kennzahlen

31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %
Börsenkurs Geschäftsjahresende (Schlusskurs Xetra in €) 3,90 2,27 + 71,8
Aktienanzahl (in Mio.) 10,39 10,39 + 0,0
Marktkapitalisierung (in Mio. €) 40,52 23,59 + 71,8
Ergebnis pro Aktie (in €) 0,49 0,27 + 81,5

Entwicklung des deutschen Aktienmarktes

Der deutsche Aktienmarkt hat das Börsenjahr 2009 trotz weiter andauernder Finanzkrise mit einer sehr erfreulichen Performance beendet. Nach einem eher verhaltenen Start und einem starken Kurseinbruch im Frühjahr konnte der deutsche Aktienindex DAX dank einer raschen Aufholjagd bis zum Jahresende einen Gewinn von fast 24 Prozent verbuchen. Der TecDAX verzeichnete im Jahresverlauf einen Anstieg um rund 305 auf 817,58 Punkte und machte damit gar einen Sprung von knapp 60 Prozent nach oben. Der Tec All Share stieg ebenfalls um rund 53 % auf 932,96 Punkte.

Kursentwicklung der CANCOM-Aktie

Wie die deutschen Indizes entwickelte sich auch die CANCOM-Aktie im Jahresverlauf sehr positiv. Die CANCOM-Aktie startete mit einem Kurs von 2,40 Euro in das Jahr 2009. Nachdem sich der Kurs im Januar dem allgemeinen Abwärtstrend an den deutschen Börsen anschloss und kurzzeitig auf 1,76 Euro (15.1.2009) zurückging, stieg die Aktie fortan innerhalb von vier Monaten wieder auf 2,20 Euro (6.5.2009) und holte schließlich Mitte September aus einer über die Sommermonate andauernden Seitwärtsbewegung bis zum Kurs von 2,95 Euro deutlich auf. Getrieben von der zuversichtlichen Stimmung an den Börsen und gestützt von positiven Unternehmensmeldungen stieg der Kurs der CANCOM-Aktie bis zum Jahresende weiter, erreichte am 21.12.09 mit 3,98 Euro sein Jahreshoch und schloss schließlich zum Jahresende bei 3,90 Euro.

Ein fulminanter Jahresauftakt 2010 gelang dem DAX mit einem kurzzeitigen Sprung über die 6000er Marke. Auch der TecDAX legte im Januar weiter zu auf beinahe 870 Punkte, erlitt im Februar jedoch einen Rücksetzer.

Für die CANCOM-Aktie startete das Börsenjahr gleichermaßen positiv. Der Kurs stieg bis Anfang März auf über 6,00 Euro. Mit Redaktionsschluss am 12.03.2010 schloss die CANCOM-Aktie bei 5,98 Euro.

Investor und Public Relations

CANCOM versteht aktive Finanzkommunikation seit jeher als zentrale Managementaufgabe. Daher wird größter Wert auf O ffenheit und Transparenz gelegt.

Über die Pfl ichtelemente wie Ad-hoc-Publizität und Quartalsberichterstattung hinaus, betreibt CANCOM intensive Investor und Public Relations Arbeit. Die kontinuierliche und gewissenhafte Informationsversorgung des gesamten Kapitalmarkts ist dabei oberstes Gebot.

Neben einem umfassenden Internetauftritt gehört die rege Kontaktpfl ege zu Aktionären, Investoren, der Wirtschaftsund Fachpresse, Analysten und Fondsmanagern zu den H auptaufgaben.

2009 veranstaltete CANCOM unter anderem eine Analystenkonferenz in der CANCOM-Niederlassung in München, s tellte sich Investoren und Journalisten bei einer IR-Fahrt vor und nahm am Deutschen Eigenkapitalforum 2009 der D eutschen Börse AG in Frankfurt teil. Darüber hinaus präsentierte sich CANCOM dem Kapitalmarkt auf diversen Roadshows in F rankfurt, Hamburg und Düsseldorf.

Aktuelle Informationen rund um die CANCOM-Aktie fi nden Sie im Bereich Investor R elations auf der Internetseite unter www.cancom.de.

Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM-Gruppe

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Organisatorische und rechtliche Struktur der CANCOM-Gruppe

Innerhalb der CANCOM-Gruppe übernimmt die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft mit Sitz in Jettingen-Scheppach die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen.

Das Geschäftssegment e-Commerce/trade beinhaltet die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, HOH Home of Hardware GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Ltd. abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH zuzuordnenden Kostenstellen. Dieses Geschäftssegment umfasst schwerpunktmäßig die auf Internet, Katalog, Telesales und Direktvertrieb transaktionsorientierten Geschäfte des Konzerns.

Das Geschäftssegment IT Solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM NSG GmbH, CANCOM SYSDAT GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, Novodrom People Value Service GmbH, acentrix GmbH, CANCOM Service Center Süd GmbH, NSG Datacenter Services GmbH, CANCOM IT Services GmbH, CANCOM IT Solutions GmbH sowie die dieser zugeordneten Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH. Mit diesem Geschäftssegment bietet die CANCOM Gruppe eine umfassende Betreuung rund um IT-Infrastruktur und –Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, Projektplanung und –durchführung, die Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT.

Unter "sonstige Gesellschaften" ist die Gesellschaft CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sowie die CANCOM Financial Services GmbH (ab Erstkonsolidierung am 08.12.2009) ausgewiesen. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beinhaltet die Stabs- oder Leitungsfunktion. Sie erbringt als solches eine Reihe von Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen. Außerdem fallen in diesen Bereich die Kosten der zentralen Konzernsteuerung und Investitionen in konzerninternen Projekten.

Nähere Informationen zur Segmentberichterstattung können dem Konzernanhang unter dem Punkt "Segmentinformationen" entnommen werden.

Tätigkeitsschwerpunkte und Absatzmärkte

Die zu den drei größten herstellerunabhängigen Systemhäusern Deutschlands zählende CANCOM-Gruppe wandelte sich in den letzten Jahren durch strategische Akquisitionen konsequent von einem Systemhaus mit schwerpunktmäßigem Hard- und Softwareangebot zu einem IT-Systemintegrator. Als Komplettlösungsanbieter stehen daher neben dem Verkauf von Hard- und Software namhafter Hersteller vor allem die Erbringung von IT-Dienstleistungen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Zum IT-Dienstleistungsangebot zählen u. a. die Konzeption und Integration von IT-Systemen sowie der Betrieb der Systeme.

Der Kundenkreis der CANCOM-Gruppe umfasst entsprechend vor allem gewerbliche Endanwender, angefangen bei Selbständigen, über Mittelständler und Großbetriebe bis hin zu Einrichtungen der öffentlichen Hand. Über die e-Commerce Plattform www.hoh.de der HOH Home of Hardware GmbH bedient die CANCOM-Gruppe neben B2B-Kunden auch Privatkunden.

Erläuterung des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems

Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften analysiert CANCOM u. a. monatlich deren Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis und vergleicht diese Kennzahlen mit der ursprünglichen Planung sowie mit dem quartalsweise zu erstellenden Forecast. Darüber hinaus werden zur Unternehmenssteuerung regelmäßig externe Indikatoren wie Inflationsraten, Zinsniveau, allgemeine Konjunkturentwicklung und Geschäftsentwicklung innerhalb der IT-Branche sowie Prognosen hierzu herangezogen. Das Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Statusermittlung.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Innovationen sind für die wirtschaftliche Dynamik und das Wachstum von großer Bedeutung. CANCOM fokussiert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die IT-Trendbereiche und hat im Jahr 2009 in die Entwicklung marktnaher neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen investiert.

CANCOM hat in die Entwicklung einer Software zur effizienten Steuerung der Outsourcingaktivitäten bei großen Kunden investiert. Ganzheitlich werden die Kundenaufträge erfasst, die Ressourcen geplant und eingesetzt, die Erbringung der Leistungen (Tracking) verfolgt und die erbrachten Dienstleistungen automatisch abgerechnet. Das entwickelte Tool bietet einen optimalen Lösungsprozess der IT-Serviceprozesse zur Reduzierung der Reaktionszeiten sowie zur Verbesserung von Service Level Agreements. Außerdem hat CANCOM ein flexibel an bestehende Kundenlösungen anpassbares und integrierbares Asset Management System zur kostengünstigen Verwaltung von Kundenassets entwickelt. Die CANCOM-Lösung bietet eine für Kunden durchgängige Supportleistung auch für Basiskomponenten. Ein Feature, das oft ein Kaufkriterium darstellt und die Erfolgsaussichten der Projektierung bei gleichzeitig steigendem Kundennutzen signifikant steigert. Aus diesen Investitionen wurden Entwicklungskosten in Höhe von 945 TEuro aktiviert.

Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die weltweite Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise war 2009 prägend für die deutsche Wirtschaft, die in diesem Jahr zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft ist. In Deutschland hat sich das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % verringert (2008: +1,3 %). Dies stellt den stärksten wirtschaftlichen Einbruch der Nachkriegszeit dar. Die rückläufige Wirtschaftsentwicklung zeigte sich bereits seit dem zweiten Quartal 2008 und setzte sich bis ins erste Quartal 2009 fort. Erst im zweiten Quartal war wieder eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf dem neuen, niedrigeren Niveau zu verzeichnen. Besonders stark betroffen war der Außenhandel. Während die Exporte um 14,7 % sanken (2008: +2,9 %), betrug der Rückgang bei den Importen nur 8,9 % (2008: +4,3 %).

Bruttoinlandsprodukt 2009*

(reale Veränderung zum Vorjahr in %)

*Prognose: Deutsche Bank, Economic Research Bureau Frankfurt, 21. Januar 2010

Die Inflationsrate in Deutschland lag nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2009 bei 0,4 %.

Der Leitzins für Euroland wurde von der Europäischen Zentralbank zuletzt am 07. Mai 2009 um 0,25 Punkte auf 1,0 % gesenkt und befindet sich seitdem auf einem Rekordtief. In Großbritannien senkte die Bank of England zuletzt am 05. März 2009 ihren Leitzins auf 0,5 %.

Die Arbeitslosenquote stieg laut der Bundesagentur für Arbeit in 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % auf nunmehr 8,2 %.

Für das Gesamtjahr 2010 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,4 %.

Die Entwicklung des Informationstechnologie-Sektors

Nach den neuesten Prognosen des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) (endgültige Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Aufstellung noch nicht vor) schrumpfte der deutsche IT-Markt im Jahr 2009 um 2,6 %.

Im Einzelnen verzeichneten die Bereiche IT-Hardware und Software einen Rückgang um 6,5 % bzw. 3,2 % während der Bereich IT-Services mit -0,2 % nahezu konstant blieb. Die darin enthaltenen Outsourcing-Services legten in der Krise sogar um 5,1 % zu.

Entwicklung der deutschen IT-Branche 2009**

(reale Veränderung zum Vorjahr in %)

**Prognose: BITKOM, Oktober 2009

Der Geschäftsverlauf der CANCOM-Gruppe im Überblick

Die CANCOM-Gruppe konnte ihren Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2009 fortsetzen. Konzernumsatz und operatives Konzernergebnis übertrafen die jeweiligen Vorjahreswerte und erreichten die jeweils besten Werte der Unternehmensgeschichte. Im Vergleich zum Konzernabschluss des Vorjahres wurde die englische Tochtergesellschaft CANCOM Ltd., die aufgrund der Regelungen des IFRS 5 in 2008 als discontinued operations zu klassifizieren war, wieder als fortzuführender Geschäftsbereich klassifiziert, nachdem die Veräußerungsversuche eingestellt wurden. Aus diesem Grund waren teilweise Anpassungen des Vorjahres erforderlich.

Im Einzelnen gelang im Geschäftsjahr 2009 eine Steigerung des Konzernumsatzes um 16,0 % von 364,1 Mio. Euro auf 422,5 Mio. Euro.

Der Konzernrohertrag verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,7 % von 107,8 Mio. Euro auf 119,3 Mio. Euro. Die Rohertragsmarge reduzierte sich im Jahresverlauf leicht von 29,6 % auf 28,2 %, bedingt durch das hinzugekommene Handelsgeschäft der im Dezember 2008 akquirierten e-Commerce-Einheit HOH Home of Hardware.

Das Konzern-EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr um 18,2 % von 8,8 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro verbessert werden.

Das Konzern-EBIT stieg im Jahresvergleich um 29,6 % von 5,4 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro. Im Konzern-EBIT sind sowohl positive Einmaleffekte als auch einmalige Aufwendungen aus mittlerweile abgeschlossenen Restrukturierungen enthalten, die sich per Saldo nahezu ausgleichen.

Das Konzernjahresergebnis erhöhte sich von 2,7 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,49 Euro nach 0,27 Euro im Vorjahr.

Die im Berichtsjahr neu erworbene CANCOM SCC GmbH (vormals BT IT-Consulting GmbH, bis Oktober 2009 SCC GmbH) wurde ab dem 31.12.2009 konsolidiert, die neu erworbenen Gesellschaften BT IT-Systemhaus GmbH (ehemals Bürotex GmbH Systemhaus), BT IT-Solutions GmbH (ehemals Bürotex IT solutions Gmbh) sowie die live Netzwerk & Computer GmbH tragen jeweils erst ab dem 01.01.2010 zum Ergebnis bei.

Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des weiteren Unternehmenswachstums im Jahresvergleich von 120,7 Mio. Euro auf 134,9 Mio. Euro. Das nominelle Eigenkapital erhöhte sich dabei von 38,9 Mio. Euro auf 43,9 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 32,5 % nach 32,2 % im Vorjahr.

Das starke Wachstum und der damit verbundene Anstieg des kurzfristigen Umlaufvermögens führte dennoch zu einem deutlich positiven betrieblichen Cash Flow für das Geschäftsjahr 2009 mit 10,7 Mio. Euro nach 13,1 Mio. Euro im Vorjahr.

Die liquiden Mittel zum 31.12.2009 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von 18,3 Mio. Euro auf 25,8 Mio. Euro.

Nach der teilweisen Kaufzurückhaltung der Kunden im ersten Halbjahr war ab Oktober 2009 wieder eine deutliche Belebung im Auftragseingang spürbar, die sich im Dezember 2009 und Januar 2010 fortsetzte.

Wichtige Vorkommnisse und Investitionen

CANCOM optimiert regelmäßig seine Unternehmensstruktur, um die Position in bestehenden Märkten zu sichern und auszubauen und um neue Märkte zu erschließen. Zu diesem Zweck verfolgte CANCOM auch im Geschäftsjahr 2009 eine aktive Akquisitionspolitik. Nachfolgend geben wir einen Überblick über wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf sowie zu weiteren wichtigen Vorkommnissen im Geschäftsjahr 2009 (in chronologischer Reihenfolge):

• Aufstockung der Beteiligung an der HOH Home of Hardware

Mit Vertrag vom 5. August 2009 wurde die Home of Hardware Verwaltungs GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2009 auf die SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH verschmolzen. Anschließend hat die SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH (100%ige Tochter der CANCOM IT Systeme AG) die restlichen Anteile in Höhe von 24,5 % an der Home of Hardware GmbH & Co. KG erworben und damit ihren Anteil auf 100 % erhöht. Damit wurde die SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH alleiniger Gesellschafter der Home of Hardware GmbH & Co. KG, was zur Anwachsung des Vermögens und zur Löschung der KG geführt hat. Im Anschluss wurde die SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH in HOH Home of Hardware GmbH umbenannt. CANCOM unterstreicht mit der vollständigen Übernahme der Home of Hardware seinen strategischen Ausbau der e-Commerce-Aktivitäten als Ergänzung zum dienstleistungsorientierten Systemhausgeschäft.

• Aufstockung der Beteiligung an der CANCOM Financial Services GmbH

Mit Vertrag vom 8. Dezember 2009 hat die CANCOM IT Systeme AG ihre Beteiligung an der CANCOM Financial Services GmbH von 50 % auf 100 % erhöht. Der Vorstand sieht aufgrund der zunehmenden Kundennachfrage wachsendes Potential im Geschäft mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten bei der Beschaffung von Informations- und Telekommunikationstechnologie.

• CANCOM Ltd. UK

Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung am 10. Dezember 2009 beschlossen, die Veräußerungsversuche für die englische Tochtergesellschaft CANCOM Ltd. aufgrund der geänderten Ertragsaussichten einzustellen. Die Gesellschaft wird demnach ab diesem Zeitpunkt wieder als fortzuführender Geschäftsbereich klassifiziert.

• Erwerb der Systemhäuser der BÜROTEX Gruppe

Mit Kaufvertrag vom 22. Dezember 2009 hat die CANCOM IT Systeme AG 100 % an der BT IT-Systemhaus GmbH mit Sitz in Nürtingen inklusive deren 100 %igen Tochter BT IT-Solutions GmbH in Nürtingen und der 75 %igen Tochter live Netzwerk & Computer GmbH in München erworben. Darüber hinaus übernahm die CANCOM IT Systeme AG einen Anteil in Höhe von 100 % an der CANCOM SCC GmbH in Stuttgart. Aufgrund der Regelungen im Kaufvertrag ergibt sich der Erstkonsolidierungszeitpunkt bei der CANCOM SCC GmbH zum 31.12.2009 ("Change of control", faktische Übernahme der Kontrolle), bei der BT IT-Systemhaus GmbH, der BT IT-Solutions GmbH, sowie der live Netzwerk & Computer GmbH ist der Erstkonsolidierungszeitpunkt der 01.01.2010.

Mit diesem Schritt baut die CANCOM IT Systeme AG ihre Position im deutschen Systemhausumfeld weiter aus. Die BÜROTEX-Gruppe gehört zu den führenden Handels- und Beratungsunternehmen für Informationstechnologie in Baden-Württemberg und zählt zu den 25 größten Systemhäusern in Deutschland. Die erworbenen Gesellschaften beschäftigten zum Erwerbszeitpunkt 278 Mitarbeiter, davon 46 Auszubildende, und erzielten im Kalenderjahr 2009 einen geschätzten Umsatz von ca. 55,0 Mio. Euro.

• CANCOM SCC GmbH: Unterschiedsbetrag zwischen dem Reinvermögen der erworbenen Gesellschaft und dem Kaufpreis

Mit Erwerb der Geschäftsanteile der CANCOM SCC GmbH hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ein Reinvermögen erworben, welches den Erwerbspreis inkl. Nebenkosten überstiegen hat. Es handelte sich dabei um einen günstigen Erwerb im Sinne der Vorschriften des IFRS 3. Der positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,8 Mio. Euro wurde daher sofort als Ertrag vereinnahmt.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2009 wurden durchschnittlich 1.777 Mitarbeiter (im Vorjahr 1.588) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2009 wurden in der CANCOM-Gruppe 1.870 (im Vorjahr 1.778) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiter waren in folgenden Bereichen tätig (jeweils zum 31.12.):

Professional Services 1.192
Vertrieb 344
Marketing & Product Services 28
Einkauf, Logistik & Auftragsabwicklung 131
Zentrale Dienste 175

Anzahl Mitarbeiter CANCOM-Gruppe 2007 – 2009

(jeweils zum 31.12.)

Der Personalaufwand stellte sich wie folgt dar (in TEuro):

2009 2008
Löhne und Gehälter 69.965 61.698
Sozialabgaben 12.842 11.330
davon Aufwendungen für Altersversorgung 198 188
Summe 82.807 73.028

Umweltbericht

Als IT-Handels- und Dienstleistungsunternehmen ist es CANCOMs Ziel, die Produkte und Dienstleistungen in exzellenter Qualität und zu einem attraktiven Preis, aber auch so umweltfreundlich wie möglich anzubieten. CANCOM legt daher großen Wert auf schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen.

Mit innovativen Lösungen im Bereich "Green IT" leistet CANCOM zudem einen professionellen Beitrag zur umweltund ressourcenschonenden Nutzung von Informationstechnik (IT) bzw. Informations- und Kommunikationstechnologie über deren gesamten Lebenszyklus. CANCOM bietet seinen Kunden zum Beispiel die Vorteile moderner, energieeffizienter Rechenzentren, die nicht nur aus ökologischer Sicht Nutzen stiften, sondern auch in erheblichem Maße Einsparungen bei den Energiekosten eines Unternehmens bewirken.

Auch CANCOM ist sich seiner Umweltverantwortung bewusst. In der CANCOM-Firmenzentrale sorgt neueste Technik für den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen, senkt den CO2 -Ausstoss und schafft ein gesundes Raumklima für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch den Einsatz von modernen Virtualisierungslösungen im CANCOM Rechenzentrum wird bei gleichzeitig erhöhter Verfügbarkeit Energie gespart und Umweltbelastung minimiert. Im Sinne von "Green through IT" sorgt der Einsatz von modernen und intelligenten Systemen, Energie und Ressourcen zu schonen, beispielsweise durch den Einsatz von Heimarbeitsplätzen oder Videokonferenzen. Die infolgedessen verringerte Reisetätigkeit der Mitarbeiter führt neben der Prozessoptimierung und enormen Kosteneinsparung auch zu weniger CO2 -Emissionen.

2. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage der CANCOM-Gruppe

a) Ertragslage

Der Umsatz der CANCOM-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2009 um 16,1 % von 364,1 Mio. Euro auf 422,5 Mio. Euro.

Der Rohertrag der CANCOM-Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2009 um 10,7 % auf 119,3 Mio. Euro, nach 107,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die Rohertragsmarge reduzierte sich im Jahresvergleich leicht von 29,6 % auf 28,2 %, bedingt durch das hinzugekommene Handelsgeschäft der im Dezember 2008 akquirierten e-Commerce-Einheit HOH Home of Hardware.

Rohertrag CANCOM-Gruppe 2006 – 2009 (in Mio. Euro)

In Deutschland erhöhte sich der Umsatz um 19,8 % von 322,2 Mio. Euro auf 386,1 Mio. Euro. Das Wachstum ist vor allem auf die Akquisitionen CANCOM SYSDAT GmbH und HOH Home of Hardware zurückzuführen.

Im internationalen Geschäft reduzierte sich der Umsatz der CANCOM-Gruppe um 13,3 % auf 36,4 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war die allgemeine Investitionszurückhaltung der Unternehmen angesichts der angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der Finanzkrise.

Im Bereich e-Commerce/trade stieg der Umsatz um 9,7 % auf 217,0 Mio. im Vergleich zu 197,8 Mio. Euro im Vorjahr. Im Bereich IT solutions erhöhte sich der Umsatz, von 166,3 Mio. Euro um 23,6 % auf 205,5 Mio. Euro.

Akquisitionsbedingt sowie aufgrund der deutlichen Ausweitung der Dienstleistungsaktivitäten wurde im Geschäftsjahr ein überproportionaler Anstieg der Personalaufwendungen von 73,0 Mio. Euro auf 82,8 Mio. Euro verzeichnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 26,1 Mio. Euro trotz der durch die ganzjährige Konsolidierung der im Vorjahr akquirierten Unternehmen auf Vorjahresniveau.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2009 um 18,2 % von 8,8 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro.

EBITDA CANCOM-Gruppe 2006 – 2009 (in Mio. Euro)

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich spürbar um 29,6 % von 5,4 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro.

EBIT CANCOM-Gruppe 2006 – 2009 (in Mio. Euro)

Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich von 2,7 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro. Daraus ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,49 Euro nach 0,27 Euro im Vorjahr.

Auftragslage

Im Bereich e-Commerce/trade und in Teilen des Bereiches IT solutions wird der größte Teil der eingehenden Aufträge aufgrund hoher Lieferverfügbarkeit innerhalb von zwei Wochen zu Umsatz. Daher geben die absoluten Stichtagszahlen in diesem Bereich kein objektives Bild der aktuellen Auftragslage wieder, eine Veröffentlichung findet aus diesem Grunde nicht statt.

Im Bereich IT solutions werden Aufträge oftmals über längere Zeiträume vergeben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt zeichnet sich eine leicht steigende Auftragslage ab.

Aufgrund des stabilen Dienstleistungsgeschäftes, das mittlerweile rund zwei Drittel zum Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand und bezogene Leistungen) beiträgt und der guten Bilanzsituation sieht sich das Management in einer guten Position innerhalb der IT-Branche.

Erläuterung zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Weitere Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung".

b) Vermögens- und Finanzlage Ziele des Finanzmanagements

Das Kernziel des Finanzmanagements der CANCOM-Gruppe ist die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebs. Darüber hinaus wird die Optimierung der Rentabilität und damit verbunden eine möglichst hohe Bonität zur Sicherung einer günstigen Refinanzierung angestrebt.

Erläuterung der Kapitalstruktur

Unter den kurzfristigen Schulden in Höhe von 67,5 Mio. Euro (Vj. 60,8 Mio. Euro) sind u. a. der innerhalb eines Jahres fällige Teil langfristiger Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und sonstige kurzfristige Schulden zusammengefasst. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden im Vergleich zum Vorjahr beruht zum Teil auf einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei den akquirierten Unternehmen, denen analog eine Erhöhung des Forderungsbestandes sowie der liquiden Mittel gegenübersteht.

Bei den langfristigen Schulden in Höhe von 23,5 Mio. Euro (Vj. 20,9 Mio. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr.

Im Geschäftsjahr 2009 hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Mittel in Höhe von insgesamt 4,8 Mio. Euro im Rahmen des ERP-Innovationsprogramms der KfW erhalten. Mit dem ERP-Innovationsprogramm werden sowohl Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen (Programmteil 1) als auch die Markteinführung (Programmteil 2) neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Es besteht zur Hälfte aus einem klassischen Kredit (Fremdkapitaltranche) und einem Nachrangdarlehen (Nachrangtranche).

Bereits im Geschäftsjahr 2007 wurde am 27.12.2007 ein Mezzaninekapitalvertrag zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG über ein Mezzaninekapital in Höhe von

€ 4.000.000,00 abgeschlossen. Die Auszahlung der Mittel erfolgte am 31.12.2007. Das Mezzaninekapital ist spätestens zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a.

Die CANCOM-Gruppe beteiligte sich in diesem Zusammenhang bereits im Geschäftsjahr 2005 an zwei, durch die HypoVereinsbank vermittelten, Preferred Pooled Shares Programmen, kurz PREPS genannt. Dabei handelt es sich um ein Finanzierungsprodukt für mittelständische Unternehmen. PREPS wird in Form eines Genussrechts ausgereicht, über ein eigenes Vehikel ("SPV") verbrieft und anschließend über den Kapitalmarkt refinanziert. PREPS gehört zu den sog. Mezzanine Produkten und nimmt damit eine Brückenfunktion zwischen Fremd- und Eigenkapital ein. Aufgrund der vertraglichen Gestaltung (Genussrecht) sind über PREPS ausgereichte Mittel als nachrangig und unbesichert zu klassifizieren.

Die Finanzierungsstruktur wurde im Jahresverlauf in Richtung langfristiger Finanzierung verschoben. Die zinstragenden Verbindlichkeiten bestanden mit 18,0 Mio. Euro (Vj. 16,6 Mio. Euro) im Wesentlichen aus langfristigen Darlehen, die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen beträgt lediglich 0,7 Mio. Euro (Vj. 1,8 Mio. Euro). Darüber hinaus konnte das Haftkapital durch Gewinnthesaurierung und die Aufnahme von Nachrangdarlehen erhöht werden.

Das nominelle Eigenkapital konnte im Jahresverlauf durch Zuführungen zum Bilanzgewinn spürbar auf 43,9 Mio. Euro erhöht werden. Daraus ergibt sich eine leicht verbesserte Eigenkapitalquote von 32,5 %.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 93,2 Mio. Euro. Grund sind neben einer Erhöhung der Vorräte vor allem die Erhöhung der liquiden Mittel um 41,3 % auf 25,8 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 6,8 % auf 47,2 Mio. Euro durch die auch in 2009 weiterhin starke Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 41,7 Mio. Euro. Der Anstieg ist auf die Erhöhung des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögenswerte durch den Zukauf der CANCOM SCC GmbH zurückzuführen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 134,9 Mio. Euro nach 120,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Detailliertere Angaben zu den einzelnen Bilanzpositionen können dem Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz" entnommen werden.

Erläuterung der Liquiditätsentwicklung

Aufgrund der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten beträgt der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009 10,7 Mio. Euro nach 13,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich insbesondere aufgrund der genannten Akquisitionen auf -2,6 Mio. Euro nach -1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1,1 Mio. Euro (Vorjahr: -4,5 Mio. Euro) beruht vor allem auf den gezahlten Zinsen. In Summe resultieren daraus nach 18,9 Mio. Euro im Vorjahr liquide Mittel in Höhe von 25,8 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft stammen.

Insgesamt haben sich im Geschäftsjahr 2009 im Konzern die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage weiter verbessert.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Innerhalb der CANCOM-Gruppe übernimmt die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Die Risiken der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ergeben sich somit aus den Risiken ihrer Beteiligungen. Diese werden im Abschnitt "Risiken der künftigen Entwicklung" näher erläutert.

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft erzielte im Jahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 5,6 Mio. Euro (Vj. 5,2 Mio. Euro) und weist einen Jahresüberschuss von 3,8 Mio. Euro (Vj. 2,5 Mio. Euro) aus.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2009 stieg um 12,8 % auf 64,3 Mio. Euro (Vj. 57,0 Mio. Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich um 11,1 % von 35,2 Mio. Euro auf 39,1 Mio. Euro. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote der AG leicht auf 60,7 % (Vj. 61,8 %).

Das Grundkapital der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft blieb im Jahresverlauf 2009 mit 10.390.751,00 Euro aufgeteilt in 10.390.751 Aktien zu 1 Euro unverändert.

Die liquiden Mittel zum 31.12.2009 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 10,1 Mio. Euro auf 16,6 Mio. Euro. Die Netto-Liquidität (liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) beträgt 10,4 Mio. Euro nach 5,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Insgesamt verfügt die CANCOM IT Systeme AG im Geschäftsjahr 2009 über eine weiterhin gute Vermögenslage, die Ertragsund Finanzlage der AG haben sich sogar weiter verbessert.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Am 11. Februar 2010 wurde rückwirkend zum 01.01.2010 die CANCOM SYSDAT GmbH auf die CANCOM IT Solutions GmbH, Jettingen-Scheppach, verschmolzen. In der neuen Einheit, die künftig als CANCOM IT Solutions GmbH firmiert, wird das Lösungsgeschäft der CANCOM Gruppe konzentriert.

5. Angaben gemäß Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz

5.1. Höhe und Einteilung des Grundkapitals

Das Grundkapital der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beträgt zum 31.12.2009 10.390.751,00 Euro. Es ist eingeteilt in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Die Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind in Globalurkunden verbrieft. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung ist daher ausgeschlossen. In der Hauptversammlung gewährt jede Stückaktie eine Stimme. Es liegen keine Vorzugsaktien vor. Ferner gibt es keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Bei Kapitalerhöhungen kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Aktiengesetz bestimmt werden.

Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2009 insgesamt 4.000.000,00 Euro und untergliedert sich wie folgt:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.000.000 Euro zu erhöhen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

aa) für Spitzenbeträge,

bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II –.

Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2010 durch Ausgabe bis zu 3.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 3.000.000,00 Euro zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, im Falle des Erwerbs einer Beteiligung oder von Unternehmensteilen, ausgeschlossen werden kann. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates - Genehmigtes Kapital (2005) III -.

Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2009 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:

Das Grundkapital ist um bis zu 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24. Juni 2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Der Vorstand hat in 2009 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen gemacht.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

5.2. Erwerb eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 24. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31.12.2010 eigene Aktien bis zu 1.000.000,00 Euro bzw. knapp 10 % des Grundkapitals des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals in Höhe von 10.390.751,00 Euro zu erwerben. Der Beschluss lautet wie folgt:

a) Die Gesellschaft wird dazu ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu erwerben, um

  • Aktien der Gesellschaft Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, anbieten zu können, oder
  • sie zur Erfüllung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 Berechtigten anzubieten und zu übertragen, oder

b) Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.000.000,00 Euro beschränkt, das sind weniger als 10 % des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals von 10.390.751,00 Euro. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wird zum 1. Juli 2009 wirksam, tritt an die Stelle des in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 gefassten Beschlusses und sie gilt bis zum 31. Dezember 2010. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 endet mit der Wirkung dieser neuen Ermächtigung.

c) Der Erwerb erfolgt nur über die Börse.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 5 % überschreiten und um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

d) Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere um sie

aa) Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran anzubieten und zu übertragen.

bb) sie zur Erfüllung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 Berechtigten anzubieten und zu übertragen, oder

cc) einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

– sie einzuziehen.

Die Anzahl der nach d) zu übertragenden Aktien darf zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben worden sind, insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten.

e) Die Ermächtigungen, vorstehend unter lit. d), können ganz oder in mehreren Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Preis, zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in lit. d) verwendet, bzw. zu dem sie gemäß der Ermächtigung veräußert werden, darf den festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main am Tag der Börseneinführung bzw. der verbindlichen Vereinbarung zum Unternehmenszusammenschluss, zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen bzw. der allgemeinen Veräußerung um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

f) Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen in lit. d) aa) bis cc) verwendet werden.

Die Gesellschaft hat am 17. November 2009 auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft vom 24. Juni 2009 beschlossen, bis zu 400.000 eigene Aktien (das entspricht rund 4 % des Grundkapitals) über die Börse zurückzukaufen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden 51.319 eigene Aktien erworben. Zum 31. Dezember 2009 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 51.319 Stück zu einem Buchwert von € 164.602,01.

5.3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital ab 10 % Der Gesellschaft sind zum 31.12.2009 weder direkte noch indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bekannt.

5.4. Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands Bezüglich der Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands gelten die Vorschriften der §§84 und 85 AktG. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstands.

5.5. Änderung der Satzung

Bezüglich der Änderung der Satzung gelten die Vorschriften der §§133 und 179 AktG.

5.6. Wesentliche Vereinbarungen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen

Für den Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Klaus Weinmann, besteht in dessen Vorstandsvertrag eine Change-of-Control-Klausel. Diese besagt, dass der Vorstand im Falle eines Kontrollwechsels sein laufendes Vorstandsmandat mit einer Frist von sechs Monaten niederlegen und den Vertrag kündigen kann. Die Bezüge werden im Falle der Kündigung, unter Anrechnung auf eine Karenzentschädigung aus dem geänderten Wettbewerbsverbot, für die Dauer von zwei Jahren, höchstens aber für die Restlaufzeit des Mandates, von der Gesellschaft ausbezahlt. Ein Kontrollwechsel birgt damit das Risiko einer Kündigung des Vorstandsvorsitzenden verbunden mit einer Sonderbelastung im Bereich der Vorstandsbezüge im Jahre seines Ausscheidens.

6. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Anwendung finden und erläutert die Höhe sowie die Struktur der Vorstandseinkommen.

Außerdem werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach dem Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG).

6.1. Vergütung des Vorstands

Die Festlegung der Vorstandsvergütung obliegt dem Aufsichtsrat und orientiert sich u. a. an der Größe des Unternehmens, seiner finanzwirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert. Bei Herrn Klaus Weinmann setzt sie sich im Geschäftsjahr 2009 aus einer festen Vergütung, einem variablen Bonus, sowie aus der Abfindung einer Pensionszusage zusammen. Die Vergütung von Herrn Rudolf Hotter setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Herrn Paul Holdschiks Vergütung setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen.

Die feste Vergütung wird jeweils als monatliches Gehalt ausbezahlt. Die Bezahlung sowie die Höhe des variablen Bonus sind vom Grad des Erreichens des EBIT-Planziels des CANCOM-Konzerns im jeweiligen Geschäftsjahr abhängig.

Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und der Deutsche Corporate Governance Kodex verlangen, dass die variablen Vergütungsbestandteile bei Vorständen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl der positiven als auch der negativen Entwicklung Rechnung getragen werden soll. Mit Änderungen oder Neuabschlüssen der Vorstandsverträge wird der Aufsichtsrat bei der künftigen Vorstandsvergütung den Vorgaben des Gesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex fristgerecht folgen.

Der Vorstandsvorsitzende der CANCOM IT Systeme AG, Herr Klaus Weinmann war durch eine Pensionszusage vom 16. März 1999 zuzüglich vereinbarter Ergänzungen und Änderungen versorgungsberechtigt. Die Pensionsrückstellungen für den Vorstand betragen TEuro 0 (Vj. TEuro 119). Der Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG hat in seiner Sitzung vom 10.12.2009 einer Vereinbarung zur Aufhebung und Abfindung der Pensionszusage zugestimmt und den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zum Abschluss ermächtigt. Die Aufhebungs- und Abfindungsvereinbarung wurde zum 31.12.2009 umgesetzt und regelt die Beendigung der Pensionszusage mit Zahlung einer Abfindung der bis zum 31. Dezember 2009 erdienten Ansprüche (past services) und einer zukünftigen monatlichen Ausgleichszahlung für die während des Fortbestandes seines Vorstandsanstellungsvertrages ohne die Beendigung der Pensionszusage erdienbaren Anwartschaften (future services). Der Abfindungswert der Anwartschaften wurde versicherungsmathematisch errechnet. Der Abfindungsbetrag für die erdienten Anwartschaften für die Zeit bis 31. Dezember 2009 beträgt Euro 141.983 brutto, der sich ergebende Betrag nach Abzug der Steuern wurde an Herrn Klaus Weinmann im Geschäftsjahr 2010 ausgezahlt.

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 280 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 186 TEuro, dem einmaligen Anspruch aus der Abfindung der bisher erworbenen Pensionsansprüche in Höhe von TEuro 142 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 2 TEuro. In Summe beträgt die Vergütung inkl. der einmaligen Abfindung aus bisher erworbenen Pensionsansprüchen, von denen 119 TEuro bereits in vorangegangenen Jahren erworben waren, 610 TEuro. Die Vergütung der beiden Vorstandsmitglieder Herrn Rudolf Hotter und Herrn Paul Holdschik setzt sich jeweils zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 125 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 4 TEuro, in Summe jeweils 329 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2009 1.268 TEuro.

6.2. Vergütung des Aufsichtsrats

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird und so lange gültig bleibt, bis die Hauptversammlung eine Änderung beschließt. Es wird satzungsgemäß ein Betrag von 10 TEuro zzgl. eines Sitzungsgeldes in Höhe von 750 Euro gewährt. Der Vorsitzende erhält das Zweifache der sich hiernach ergebenden Beträge. Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Jahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrates die mit der Wahrnehmung des Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt 26,0 TEuro, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus F. Bauer 13,0 TEuro, Stefan Kober 13,0 TEuro, Hans-Jürgen Beck 4,1 TEuro, Raymond Kober 13,0 TEuro, Walter Krejci 13,0 TEuro und Regina Weinmann 7,3 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 89,3 TEuro.

6.3. Sonstiges

Die Gesellschaft hat zu Gunsten des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitender Mitarbeiter eine Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Vorstands-, Aufsichtsrats- und Leitungstätigkeit abdeckt.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht seit dem 01.07.2007 ein nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von 60.000 Euro p.a. vorsieht. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2009 beläuft sich folglich auf 60.000 Euro.

Am 27.06.2007 genehmigte der Aufsichtsrat gemäß § 114 I AktG einen am 07.03.2007 geschlossenen M&A Beratervertrag mit der Auriga Corporate Finance GmbH München anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG. Die Zahlungen der Gesellschaft auf Grundlage des Beratervertrages beinhalteten im Geschäftsjahr 2009 0 Euro.

7. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch (HGB)

Mit dem am 29. Mai 2009 in Kraft getreten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2009 Teil I Nr. 27 vom 28. Mai 2009, S. 1102 ff.) wurde der § 289a HGB in das Handelsgesetzbuch neu aufgenommen. Danach haben u.a. börsennotierte Aktiengesellschaften eine Erklärung zur Unternehmensführung zu veröffentlichen. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft hat die nach § 289a HGB vorgeschriebene Erklärung den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.cancom.de öffentlich zugänglich gemacht.

8. Risikobericht

Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der europaweiten Geschäftstätigkeit in verschiedenen Bereichen der IT-Branche ist CANCOM Risiken ausgesetzt, die direkt mit dem unternehmerischen Handeln einhergehen. Nachfolgend ein Überblick über das Risikomanagementsystem und die als wesentlich eingestuften Risiken:

CANCOMs Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab. Natürlich stehen unternehmerischen Chancen auch immer entsprechende Risiken gegenüber. CANCOMs Ziel ist es daher, über ein möglichst optimales Chance-Risikoverhältnis den Unternehmenswert im Sinne der Anteilseigner zu steigern. Die Geschäftsentwicklung, die damit einhergehende Finanzlage und das Ergebnis könnten durch verschiedene Risiken erheblich negativ beeinflusst werden.

Zur Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings hat der Vorstand Risikogrundsätze formuliert und einen zentralen Risikobeauftragten eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht, misst und gegebenenfalls steuert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse werden Risiken bei CANCOM regelmäßig nach den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert, bewertet und im Rahmen einer Risikomatrix eingeordnet. Alle Risiken werden in diesem Zusammenhang einem Verantwortlichen zugeordnet. Soweit Risiken über quantifizierbare Größen sinnvoll kontrollierbar sind, dienen entsprechend definierte Kennzahlen zu deren Bewertung, stehen für Risiken keine exakt definierbaren Messgrößen zur Verfügung, werden diese von den Verantwortlichen beurteilt.

Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems Frühwarnindikatoren definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung kontinuierlich überprüft und in Risikomanagementmeetings diskutiert werden. Die regelmäßig stattfindenden Risikomanagementmeetings zwischen Vorstand und Risikobeauftragten stellen ein dauerhaftes und zeitnahes Controlling bestehender und zukünftiger Risiken sicher.

Zudem wird so bestmöglich sichergestellt, dass Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über mögliche wesentliche Risiken informiert werden.

Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren, könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.

Außerbetriebliche Geschäftsrisiken

Aufgrund der europaweiten Geschäftstätigkeit steht CANCOM auf den verschiedenen nationalen Absatzmärkten in einem harten Wettbewerb in Bezug auf das Produkt- und Dienstleistungsangebot. Zudem ist die IT-Branche durch schnelle und häufige Veränderungen gekennzeichnet, sodass neue Entwicklungen zu spät erkannt oder falsch interpretiert werden können. Außerdem besteht nicht nur infolge der Wirtschaftskrise das Risiko von Markt- und Wachstumseinbrüchen, die in der Regel mit verminderten Auftragseingängen einhergehen und zu einem verschärften Wettbewerbsdruck führen können. Evtl. gegenläufige Entwicklungen im Rahmen eines Konjunktureinbruches wie im vergangenen Jahr können auch zu Chancen für das Unternehmen führen, die im Chancenbericht erläutert werden.

Zudem besteht das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. CANCOM verfügt durch seine Marktpositionierung über eine breite Kundenbasis. Im Bereich IT solutions hängt der Geschäftserfolg jedoch im Normalfall von wenigen großen Kunden ab.

Mit Abstand größter Kunde der CANCOM-Gruppe ist der Siemens-Konzern, hierbei insbesondere die Siemens AG. Eine deutlich reduzierte Beauftragung durch Unternehmen des Siemens-Konzerns kann die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CANCOM-Gruppe erheblich negativ beeinflussen. Daher wird das Risiko einer Abhängigkeit vom Siemens-Konzern als wesentlich eingestuft.

Um dem Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Großkunden generell entgegenzuwirken, baut CANCOM den Eigenvertrieb im Bereich IT solutions kontinuierlich aus, wodurch sich die Kundenbasis hier sukzessive verbreitern wird.

CANCOM stößt sowohl durch seine Beteiligungen, als auch durch den Erwerb von Firmen bzw. Firmenteilen in neue Geschäftsfelder vor. Ein Risiko, dass sich diese Geschäftsfelder schlechter als geplant entwickeln, besteht. Durch ein schwerpunktmäßiges Engagement im Kerngeschäft wird versucht, dieses Risiko zu reduzieren. Die langjährigen fundierten Kenntnisse der Marktlage kommen dem Unternehmen dabei zugute. Aus neuen Geschäftsfeldern entstehende Folgerisiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Lieferantenrisiko

Bei der Versorgung mit Hard- und Software ist CANCOM auf die Belieferung durch die Hersteller bzw. durch Distributoren angewiesen. Unerwartete Lieferengpässe oder Preiserhöhungen z.B. in Folge von Marktengpässen können Umsatz und Ergebnis beeinträchtigen, da die Warenbestände der Logistikzentren aus Optimierungsgründen auf kurze Zeiträume ausgelegt sind. Durch enge Kontakte zu wichtigen Herstellern und langfristige Lieferverträge wird versucht, diese Risiken zu reduzieren. Insbesondere ein breit gefasster Kreis an Herstellern und Distributoren erlaubt es, relativ schnell auf alternative Hersteller oder alternative Bezugsquellen zurückzugreifen.

Innerbetriebliche Risiken

Die Wertschöpfungskette der CANCOM-Gruppe umfasst alle Schritte der Geschäftstätigkeit vom Marketing über die Beratung, den Vertrieb, die Logistik bis hin zur Schulung und Wartung. Störungen innerhalb bzw. zwischen diesen Bereichen können zu Problemen bis hin zum vorübergehenden Erliegen von Arbeitsabläufen in einzelnen oder mehreren Bereichen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko von Qualitätsproblemen insbesondere im beratungsintensiven Bereich der IT solutions.

Des Weiteren beinhaltet ein zügiges Unternehmenswachstum das Risiko, dass die Verwaltungsstrukturen sowie die Aufbauund Ablauforganisation nicht im gleichen Tempo angepasst werden können und die Gesamtkonzernsteuerung darunter leidet. Erfahrene Mitarbeiter, bewährte Verwaltungs- und Steuerungssysteme und das bestehende Risikomanagementsystem, das laufend den aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen angepasst wird, sorgen hier für ein möglichst hohes Maß an Kontrolle.

Personalrisiken

Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen und Bekanntheit der Erfolg CANCOMs zumindest über kürzere Sicht abhängt. CANCOM versucht daher seine Mitarbeiter durch verschiedenste Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, so dass der unerwartete Ausfall eines Mitarbeiters, so weit möglich, keine ausgeprägten negativen Konsequenzen nach sich ziehen sollte.

Informationstechnische Risiken

Der Erfolg und die Funktionsfähigkeit von Unternehmen hängen heutzutage in erheblichem Maße von deren informationstechnischer Ausstattung ab. Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, e-Commerce, Controlling und Finanzbuchhaltung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall dieser IT-Systeme können den Arbeitsablauf im Extremfall zum Erliegen bringen und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. So könnte beispielsweise ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit von IT-Systemen nicht mehr gewährleistet ist, die für einen reibungslosen Bestellablauf notwendig sind. CANCOM ist sich dieses Risikos bewusst. Daher unternimmt das Unternehmen intensive Anstrengungen zur Risikominimierung. Trotz aller Sorgfalt können die oben genannten negativen Folgen nicht ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

• Liquiditäts- und Bonitätsrisiken

Eine Verschlechterung der Liquidität kann für Unternehmen wesentliche bzw. gar bestandsgefährdende Risiken zur Folge haben. CANCOM verfügt zum Berichtszeitpunkt über eine gute Liquiditätsausstattung und ausreichende kurzfristige Kredit- und Avallinien bei Banken in Höhe von insgesamt 12,9 Mio. Euro, von denen unter Berücksichtigung von Avalen 11,6 Mio. Euro zum Bilanzstichtag frei verfügbar waren. Selbstverständlich werden die Entwicklung der Kreditlinien und deren Ausschöpfung laufend überwacht. Neben der mittelfristigen Finanzplanung verfügt der Konzern über eine monatliche Liquiditätsplanung. In den Planungssystemen ist jeweils der gesamte Konsolidierungskreis abgebildet.

Eine ausreichende Bonität ist dabei notwendige Grundlage für die Gewährung von Fremdkapital, insbesondere durch Banken, und damit auch für das langfristige Bestehen des Unternehmens. Daher stellt eine deutliche Verschlechterung der Bonität ein wesentliches Risiko für den Fortbestand des Unternehmens dar.

Da die Höhe der Eigenkapitalquote (nach Berechnungsmethode der Banken) bei der Gewährung von Bankdarlehen eine entscheidende Kenngröße darstellt, wird deren Entwicklung regelmäßig überwacht, um so rechtzeitig etwaige Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Aus heutiger Sicht bestehen nach Einschätzung des Unternehmens keine Risiken aus der Finanzierung oder sonstige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die CANCOM IT Systeme AG ist im Wesentlichen über langfristige Darlehen und insbesondere über Nachrangdarlehen finanziert. Die Zusage der KfW für das ERP-Innovationsprogramm im August 2009 zeigt den weiterhin positiven Zugang der CANCOM IT Systeme AG zum Finanzmarkt.

• Forderungsausfallrisiken

Forderungsausfälle stellen ein latentes Risiko dar. Diese können in ihrer Kumulation im Extremfall den Fortbestand eines Unternehmens gefährden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden CANCOM-Kunden im Regelfall erst nach erfolgter Prüfung beliefert. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch die weiter andauernde Finanzmarktkrise erhöht. Angesichts dieser Tatsache wurden die internen Richtlinien für die Kreditversicherung sowie der Vergabe von Kreditlimiten sowohl hinsichtlich der absoluten Limithöhen als auch hinsichtlich der freigabeberechtigten Personen verschärft.

• Preisänderungsrisiken

Bei den in unseren Logistikzentren eingelagerten Waren handelt es sich meist um hochmoderne Hard- und Software, die aufgrund der traditionell sehr kurzen Produktlebenszyklen innerhalb der IT-Branche einem schnellen Wertverfall unterliegen. Der dadurch drohenden Wertminderung des Lagerbestandes versucht CANCOM mit Hilfe eines kontinuierlich überarbeiteten Maßnahmenkatalogs zu begegnen.

Konkret findet u. a. eine monatliche Inventur mit monatlicher Neubewertung des Lagerbestandes statt. Darüber hinaus wird im Rahmen einer Produkt-Reichweitenanalyse eine automatische Abverkaufsstatistik inklusive rollierender Lagerabwertung erstellt, um das Risiko unerwartet hoher Lagerabwertungen zu minimieren.

Des Weiteren hat CANCOM unter dem Schlagwort Retourenmanagement mit seinen Hauptlieferanten ein 30-tägiges Rückgaberecht für Lagerware vereinbart.

• Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Die internationale Geschäftstätigkeit der CANCOM-Gruppe bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich. Der Großteil der Geschäfte wird jedoch im Euro-Raum getätigt, weshalb das Währungsrisiko begrenzt ist.

Im Jahre 2006 wurde ein Kredit in Schweizer Franken aufgenommen. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2009 beläuft sich auf 1,0 Mio. Schweizer Franken.

Durch konzerninternen Finanzausgleich wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und damit eine Optimierung des Zinsmanagements des CANCOM Konzerns mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht. Basis der Vorteile aus der konzerninternen Geldanlage- und Geldaufnahmemöglichkeit sind die im Rahmen des Cash Management Systems eingesetzten Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, die zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt werden können. Trotzdem kann eine wesentliche Abwertung des Euros gegenüber anderen Währungen zu deutlichen Währungsverlusten führen.

• Zinsrisiken

Die CANCOM IT Systeme AG hat neben Kontokorrentkreditlinien ausschließlich festverzinsliche Darlehen oder Darlehen, die eine kalkulierbare Zinsveränderung auf Basis des Ergebnisses der Gesellschaft beinhalten.

• Finanzmarktrisiken

Das Risikohandbuch der CANCOM IT Systeme AG wurde 2009 auf mögliche Risiken aus der Finanzmarktkrise und deren Folgen hin überprüft. Die CANCOM IT Systeme AG hat als wesentlichen Unternehmensgegenstand den Erwerb, das Halten und Veräußern von Beteiligungen an Unternehmen sowie Tätigkeiten, die mit der Kapitalbeschaffung in Zusammenhang stehen.

Das Handeln mit Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten ist kein Kerngeschäft des Unternehmens und wird – sofern überhaupt genutzt – nur zu Absicherungen von werthaltigen Grundgeschäften wie Währungsabsicherungen verwendet. Zum Bilanzstichtag war die CANCOM IT Systeme AG mit Ausnahme von Treuhandvermögen zur Altersvorsorge und eigenen Aktien nicht im Besitz von Wertpapieren oder strukturierten Produkten.

Berechtigungen für den Erwerb und die Veräußerung von strukturierten Produkten bei den Banken sind über das 4-Augen-Prinzip hinaus beschränkt auf Vorstand und Director Finance, es sind keine Transaktionen in diesem Bereich von unerfahrenen Personen möglich.

Rechtsrisiken

Das Geschäft der CANCOM-Gruppe könnte durch laufende oder zukünftige Rechtsstreitigkeiten beeinträchtigt werden. Sofern CANCOM im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten involviert ist, sind zu erwartende Effekte auf das Konzernergebnis gemäß vorsichtiger anwaltlicher Einschätzung adäquat berücksichtigt.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der CANCOM IT Systeme AG bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • Es gibt bei der CANCOM IT Systeme AG neben einem Geschäftsverteilungsplan eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen über die CANCOM IT Systeme AG zentral gesteuert.
  • Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet.
  • Die Integrität und Verantwortlichkeit in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem eine Verpflichtung dazu in die gesellschaftseigenen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) aufgenommen wurde.
  • Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
  • Ein adäquates Richtlinienwesen (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert. Die wesentlichen Vermögensgegenstände aller Gesellschaften werden regelmäßig auf Werthaltigkeit geprüft, es exisitiert eine Anleitung zur Kontrolle aller rechnungslegungsrelevanten Vorgänge.
  • Die am Rechungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

  • Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, z.B. durch Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt, z.B. im Rahmen von Zahlungsläufen. Der Prüfprozess ist zeitlich geregelt, zudem gibt es ein dreistufiges Prüfungssystem für die Korrektheit der Abschlüsse. Einzelabschlüsse werden von der Abschlussbuchhaltung erstellt, die Konzernbuchhaltung und Konsolidierung stellt eine weitere Kontrollinstanz dar, bevor die Finanzleitung einen dritten Review durchführt.

  • Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
  • Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden durch die (prozessunabhängige) interne Revision überprüft.
  • Das Risikomanagementsystem beinhaltet adäquate Maßnahmen zur Kontrolle von rechnungslegungsrelevanten Prozessen.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche sowie unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontrollund Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.

Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

8. Chancenbericht

Chancen der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der europaweiten Geschäftstätigkeit in verschiedenen Bereichen der IT-Branche eröffnen sich für CANCOM zahlreiche Chancen.

Nachfolgend ein Überblick über mögliche Chancen der künftigen Entwicklung:

Umsatz- und Ergebnissteigerung durch Ausbau der bestehenden Geschäftsaktivitäten

Mit Erwerb der BÜROTEX-Systemhäuser verstärkt die CANCOM-Gruppe ihre Position im deutschen Systemhausumfeld. Aufgrund des passenden Portfolios insbesondere im Lösungs- und Dienstleistungsgeschäft und der regionalen Struktur kann CANCOM das Service Netzwerk im Südwesten Deutschlands weiter ausgebaut werden verstärkt die lokale Präsenz von CANCOM in Süddeutschland und insbesondere in Baden-Württemberg.

CANCOM's Geschäftspolitik sieht eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses vor. Dazu ist eine Fokussierung und Verstärkung der bestehenden Geschäftsaktivitäten in Richtung hochwertiger ITK-Komplettlösungen (Fokus "Value") sowie in Richtung e-Commerce, d.h. günstige und schnelle Produktbeschaffung (Fokus "Volume") sowohl durch organisches als auch akquisitionsbedingtes Wachstum geplant.

Dies eröffnet die Chance auf eine weitere Steigerung des Umsatzes. Durch Ausnutzung von Synergien und Größenvorteilen, z.B. im Rahmen verbesserter Einkaufskonditionen, einem besseren Zugang zu Großprojekten und im Bereich der zentralisierten administrativen Aufgaben, kann dies zu einer überproportionalen Ergebnisverbesserung beitragen. Darüber hinaus kann die beabsichtigte Ausdehnung des Dienstleistungsgeschäfts die Abhängigkeit von einer negativen Preisentwicklung im Hardwarebereich mindern.

Chancen im Umfeld der Finanzmarktkrise sowie im gesamtwirtschaftlichen Aufschwung nach der Finanzmarktkrise

Die Marktforscher sind sich weitgehend einig: 2010 wird besser als 2009, bleibt aber schwierig. Für Unternehmen ist es daher wichtig, sich im Krisenfolgejahr 2010 an die neuen Verhältnisse anzupassen und damit die Innovationsfähigkeit zu bewahren. Die IT kann bei der notwendigen Restrukturierung unterstützen. Umso wichtiger ist es, nach den Kostensenkungsmaßnahmen in 2009 wieder in IT zu investieren. Gleichzeitig bleiben kostensparende IT-Lösungen und –Services nach wie vor im Trend.

Zudem verstärkt ein Andauern der Wirtschaftskrise den Konzentrationsprozess in einzelnen Branchen, so dass zunehmende Übernahmeaktivitäten mit ihren nachgelagerten

IT-Umstrukturierungen und die Bereitstellung öffentlicher Gelder im Rahmen des Konjunkturpakets II für IT-Infrastrukturprojekte der öffentlichen Hand dem Markt zusätzliche Impulse verleihen, von denen auch CANCOM profitieren sollte.

Insbesondere die steigenden Anforderungen an die IT sowie die IT-Infrastruktur der Unternehmen, um beispielsweise Compliance-Richtlinien zur Kreditvergabe nach Basel II künftig besser zu erfüllen, könnten die Nachfrage im Hardware-, Software- und Servicebereich positiv beeinflussen.

Der Branchenverband BITKOM und das Marktforschungsunternehmen IDC identifizieren die wichtigsten IT-Trends der Zukunft. Demnach bieten Cloud Computing und Cloud Services, bei dem die IT-Anwender über das Internet auf externen Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder einzelne Anwendungen zurückgreifen können, großes Potential für Unternehmen, Geld zu sparen.

Aus demselben Grund steigt auch die Nachfrage nach verbrauchsabhängigen Preismodellen oder Leasing-/Mietmodellen wie Software as a Service (SaaS).

Outsourcing von Dienstleistungen sowie Managed Services von IT-Systemen oder bestimmter Geschäftsprozesse bleiben auch in 2010 die Top-Themen. Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, die Kosten zu variablisieren, indem IT-Ausgaben ausschließlich als Betriebskosten zu Buche schlagen und keine kapitalbindenden Investitionen in die IT getätigt werden müssen. Für CANCOM bietet dieses Geschäftsfeld nicht nur attraktive Wachstumsperspektiven, sondern es reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die Konjunkturabhängigkeit und erhöht die Planbarkeit der Geschäftsentwicklung. Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts. Laut BITKOM wird der Umsatz mit Outsourcing-Diensten im Jahr 2010 in Deutschland um 7 % auf 15,4 Milliarden Euro steigen.

Virtualisierungs- und Konsolidierungslösungen bieten wirksame Instrumente zur Senkung der IT-Kosten. Die zentrale übergreifende Nutzung von IT-Ressourcen bis hin zur gemeinsamen Nutzung ganzer Rechenzentren wird laut BITKOM ein weiterer Treiber für IT-Investitionen bleiben. Mit professionellen Lösungen im Bereich Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung wird CANCOM den steigenden Anforderungen an integrierte Systemlandschaften gerecht, sichert die Geschäftskontinuität und steigert die IT-Effizienz seiner Kunden.

26 | Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM-Gruppe

Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene bestimmen weiterhin Themen wie Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit die Unternehmenspolitik. Dazu zählen Green IT, die umwelt- und ressourcenschonende Nutzung von Informationstechnik (IT) bzw. Informations- und Kommunikationstechnologie, sowie e-Energy, die Optimierung der Stromversorgung mithilfe von intelligenten Stromnetzen (Smart Grids). Vorteile von Green IT-Lösungen liegen nach Einschätzung des Verbandes nicht nur in Umweltaspekten, sondern in erheblichem Einsparpotential bei den Energiekosten eines Unternehmens. Um die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, bietet CANCOM ein innovatives Angebot an emissionsarmen und energieeffizienten IT-Lösungen und –Produkten und vereint damit Wirtschaftlichkeit, Qualität und Umweltschutz gleichermaßen.

Kosten- und Umsatzdruck führt zu einem wachsenden Bedarf an Flexibilität bei Unternehmen und erhöht den Bedarf an Infrastruktur für die mobile Nutzung von IT-Anwendungen. BITKOM erwartet bei den mobilen Datendiensten einen Umsatzanstieg von rund 8 % auf 5,6 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang, aber auch mit dem Outsourcing von betrieblichen Prozessen, steigen die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit und damit der Bedarf an Security-Lösungen. Laut Prognose des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Experton Group wird der deutsche IT-Security-Markt in 2010 um 7 % auf 4,4 Milliarden Euro Umsatz wachsen.

CANCOM vereinigt rund zwei Jahrzehnte Erfahrung in IT-Beratung und Integration mit innovativen Dienstleistungen, berät herstellerunabhängig und schafft wirtschaftlich und technisch optimierte Systeminfrastrukturen. Die CANCOM-Mitarbeiter verfügen über langjährige Projekterfahrung sowie wichtige Herstellerzertifizierungen für aktuelle Technologien.

In den vom Branchenverband BITKOM genannten Trendbereichen hat sich CANCOM mit seinem Dienstleistungsportfolio positioniert. Fachvertriebe unterstützen die Spezialisierung auf einzelne IT-Bereiche mit dediziertem fachlichem Knowhow. Die spezifische Expertise der Fachvertriebe wird den Vertriebs- und Serviceeinheiten aller CANCOM-Gesellschaften zur Verfügung gestellt.

CANCOM-Konzepte und -Lösungen unterstützen die schnelle Amortisation der IT-Investitionen seiner Kunden, beinhalten die Integration neuer Technologien und Verfahren, um einen unterbrechungsfreien Betrieb von geschäftskritischen Anwendungen sicherzustellen, bieten Kunden geschäftliche Flexibilität und unterstützen Kunden dabei, anpassungsfähige Unternehmen aufzubauen, die geschäftliche Abläufe und IT miteinander synchronisieren.

Mit einem umfassenden ITK Serviceportfolio bietet CANCOM mit rund 1.200 qualifizierten Mitarbeitern im Dienstleistungsbereich (Professional Service) auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte IT-Lösungen und Managed Services.

Die Mehrwerte für Kunden aus dem Dienstleistungs- und IT solutions Portfolio der CANCOM können nicht nur für die Kunden, sondern auch für CANCOM zu einem Gewinn gerade auch in einer schwierigen marktwirtschaftlichen Lage werden.

Im Handelsbereich ergeben sich große Chancen im e-Commerce Umfeld. Das Marktforschungsunternehmen Forrester prognostiziert dem e-Trade für die nächsten Jahre enormes Wachstumspotenzial. Dabei sind nach Ansicht von Forrester einerseits die eingeschränkten Ladenöffnungszeiten und eine größere Anzahl an Breitbandverbindungen, andererseits die Zunahme an Erfahrungen mit Transaktionen im Internet sowie das gestiegene Vertrauen in die Onlinesicherheit für den Erfolg der Online-Kanäle verantwortlich. Außerdem trägt das nach wie vor gesteigerte Preisbewusstsein sowohl bei Privatals auch bei Firmenkunden dazu bei, dass die Onlinekäufe weiterhin stark zunehmen werden.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (November 2009) sowie die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA 2009) des Instituts für Demoskopie Allensbach (November 2009) haben zur Entwicklung des e-Commerce in Deutschland unabhängig voneinander die Einschätzung anhaltender Aufwärtstendenzen im Internet bekannt gegeben.

Mit seiner Einheit HOH Home of Hardware GmbH (www.hoh.de) verfügt CANCOM über ein leistungsfähiges e-Commerce-Modell und kann damit von diesem Trend überdurchschnittlich profitieren.

9. Prognosebericht

Wie sich die Wirtschaft in naher Zukunft entwickelt, lässt sich nur schwer einschätzen. Inmitten und nach der Wirtschaftskrise schwanken die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum teilweise sehr stark. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2010 variieren zwischen 1,4 %* und +2,1 %**

  • * Prognose Bundesregierung , Januar 2010
  • **Prognose: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW, Januar 2010

Brutto-Inlandsprodukt 2010*

(reale Veränderung zu Vorjahr in %)

*Prognose: Deutsche Bank, Research Büro Frankfurt, 21. Januar 2010

Nach den vorliegenden Marktzahlen des Branchendienstes BITKOM erwarten die Experten in 2010 für den westeuropäischen IT-Markt wieder ein leichtes Wachstum im Bereich Informationstechnik von rund 1,0 % nach dem Rückgang in Höhe von 2,6 % in 2009.

Im Einzelnen wird für den Bereich IT-Services ein Wachstum von 2,5 % nach -0,2 % im Vorjahr prognostiziert, für den Bereich Software ein Wachstum von 0,5 % nach -3,2 % im Vorjahr und für den Bereich Hardware nur noch ein Minus von 1,5 % nach -6,5 % im Jahre 2009.

Eine ähnliche Erwartungshaltung findet man beim IT Research Spezialisten IDC. Die Experten von IDC gehen in einer Studie vom Oktober 2009 von einem Wachstum im IT-Service Bereich von 1,8 % für 2010 aus, sehen den Markt für IT-Services im Betrachtungszeitraum 2008 bis 2013 mittelfristig jedoch mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2,8 %.

Die Gründe für das prognostizierte Wachstum im Bereich IT-Services liegen nach Ansicht von IDC im gesteigerten Kostenbewusstsein der Unternehmen und der verbesserten allgemeinen Konjunkturaussichten für das laufende Jahr. Mit gefestigtem Vertrauen in den Aufschwung werden die Unternehmen wieder vermehrt mittel- und langfristige Outsourcingverträge abschließen.

Das Marktforschungsunternehmen Forrester prognostiziert für die nächsten Jahre enormes Wachstumspotenzial im Bereich e-Commerce mit jährlichen Wachstumsraten von 7 %, im Bereich Consumer Electronics sogar von 13 %. Dieser Einschätzung schließt sich auch der Branchenverband BITKOM an.

Angesichts der künftigen Wachstumschancen im e-Commerce treibt CANCOM den Ausbau der Aktivitäten im Bereich e-Procurement und der Customized Shops voran. Bei Customized Shops handelt es sich um webbasierte Kundenshops, die ein festgelegtes, individuelles Produktsortiment enthalten. Customized Shops bieten den Kunden den Vorteil, bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der Infrastruktur sicherzustellen. Das wiederum eröffnet CANCOM die Chance auf eine nachhaltige Festigung der Kundenbindung.

CANCOM hat seine Geschäftspolitik frühzeitig auf die genannten IT-Trends der Zukunft ausgerichtet und seine Vertriebs- und Servicestruktur entsprechend zielgerichtet gestaltet. Zur effizienten Nutzung und Umsetzung der Trends bei den Kunden unterstützt CANCOM mit einem Jahresbudget von knapp 700 TEuro die professionelle Fortbildung und Zertifizierung seiner Mitarbeiter. CANCOM baut in diesem Zusammenhang auf starke und enge Partnerschaften mit Herstellern führender Technologien.

Individuelle Finanzierungsmodelle wie Leasing ergänzen die technischen Lösungen von CANCOM. Das Angebot von Leasingmodellen bietet Kunden die Möglichkeit, wichtige Projekte budgetschonend umzusetzen. Zudem fördert diese Finanzierungsalternative die langfristige Kundenbindung und die Neukundengewinnung. Der Vorstand sieht aufgrund der zunehmenden Kundennachfrage wachsendes Potential im Geschäft mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten bei der Beschaffung von Informations- und Telekommunikationstechnologie. CANCOM hat aus diesem Grund die Beteiligung an der CANCOM Financial Services GmbH im Dezember auf 100 % erhöht.

CANCOM hat sowohl Marktpräsenz als auch Kundennähe im deutschsprachigen Raum deutlich ausgebaut und ist mit seinen Service- und Consulting-Standorten in Deutschland und Österreich flächendeckend vertreten. Auch zukünftig plant CANCOM, die Marktposition im deutschsprachigen IT-Umfeld durch gezielte Akquisitionen zu stärken. Das derzeitige Marktumfeld bietet hierfür nach wie vor gute Bedingungen, da zahlreiche kleinere, zumeist eigentümergeführte Systemhäuser und IT-Dienstleister auf der Suche nach Kaufinteressenten sind.

28 | Lagebericht der CANCOM IT Systeme AG und des Konzerns der CANCOM-Gruppe

Im Rahmen des Qualitätsmanagement strebt CANCOM u. a. die kontinuierliche Steigerung der Kundenzufriedenheit und der Effizienz bestimmter Handlungs- und Arbeitsprozesse an. Durch die Einführung des ERP Systems Microsoft® Dynamics AXTM im Juli 2007 ergeben sich für die gesamte Supply Chain eine Vielfalt neuer Möglichkeiten wie z.B. Direktlieferungen von der Distribution direkt zum Kunden oder die deutliche Verbesserung im Thema E-Procurement.

Mit dem Umzug der HOH Home of Hardware GmbH vom Standort Westendorf in die CANCOM-Firmenzentrale im September 2009 wurde auch das Lager am Standort Jettingen-Scheppach zentralisiert. Insgesamt soll die Verbesserung und Verschlankung in den logistischen Prozessen sowie die Konzentration von administrativen Aufgaben auf die Unternehmenszentrale eine signifikante Kostenersparnis zur Folge haben. Durch Cross Selling sowie durch die Nutzung von Synergien und Best Practises werden Kosten gespart und Energien gebündelt, um in Zukunft noch wettbewerbsfähiger agieren zu können. Die daraus resultierenden Vorteile sollen CANCOM und seinen Kunden und Geschäftspartnern Mehrwerte bieten.

Die geplante strategische Ausrichtung birgt jedoch auch Risiken. So können sich beispielsweise Akquisitionen schlechter als erwartet entwickeln und die Geschäftsentwicklung von CANCOM beeinträchtigen. Auch eine signifikante Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen kann einen bedeutenden negativen Einfluss auf die weiteren Geschäftsaussichten haben.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine weitere Verbesserung der Finanzlage erzielt. Der Umsatz und das operative Ergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Damit wurde die Ergebnisprognose des Vorjahres übertroffen.

Der Vorstand geht vor dem HIntergrund der getätigten Akquisitionen sowie des guten Geschäftsverlaufes und der verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen für die Jahre 2010 und 2011 von einer weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerung bei weiterhin guter Finanzlage aus, mit einem Konzernumsatz in 2010 von rund 500 Mio. Euro und in 2011 von rund 530 Mio. Euro bei einem Konzern-EBITDA in Höhe von 11,6 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2010) bzw. 13,1 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2011) sowie einem Ergebnis je Aktie von mindestens 0,50 Euro (Geschäftsjahr 2010) bzw. mindestens 0,60 Euro (Geschäftsjahr 2011).

Der Vorstand weist darauf hin, dass aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Angesichts dieser Tatsache ist die Prognose deutlich erschwert.

Jettingen-Scheppach, den 09. März 2010

Klaus Weinmann Paul Holdschik Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Dieses Dokument enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beruhen. Diese Aussagen sind unter anderem durch typische Formulierungen wie "planen", "beabsichtigen" "wollen", "werden", "erwarten", "einschätzen" o. ä. ersichtlich und beruhen auf heutigen Erwartungen, Annahmen und Schätzungen. Obwohl wir davon ausgehen, dass es sich bei diesen Äußerungen um realistische Erwartungen handelt, können wir nicht für die Richtigkeit der Erwartungen garantieren. Die Annahmen können eine Vielzahl an internen und externen Risiken und Unsicherheiten enthalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ erheblich von den tatsächlich genannten vorausschauenden Aussagen und Ergebnissen abweichen. In diesem Zusammenhang sind u. a. die folgenden Einflussfaktoren von Bedeutung: Änderungen der allgemeinen Konjunktur- und Geschäftslage, Änderungen des Zinsniveaus und der Wechselkursraten, Änderungen der Wettbewerbsposition und –situation, z. B. durch Auftreten neuer Wettbewerber, neuer Produkte und Dienstleistungen, neuer Technologien, Änderung des Konsumverhaltens der Kundenzielgruppen, etc., Änderungen der Geschäftsstrategie.

Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus durch CANCOM ist weder geplant noch übernimmt CANCOM die Verpflichtung dazu.

30 | Bericht des Aufsichtrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Jahr 2009 war geprägt durch die größte Wirtschaftskrise nach dem zweiten Weltkrieg. Wir haben uns respektabel behauptet und können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Einmal mehr ist es uns gelungen, mit über 422 Mio. EUR den höchsten Umsatz in unserer nun 18-jährigen Unternehmensgeschichte zu erzielen. Falls die Börsenkurse, die im März 2009 ihren Tiefpunkt hatten und seitdem signifikant stiegen, die zukünftige Entwicklung der Realwirtschaft vorwegnehmen, haben wir eine ausgezeichnete Basis, schon alleine mit geringen Margenverbesserungen unseren Gewinn in 2010 überproportional zu steigern.

Beherrschende Themen in unseren Aufsichtsratssitzungen waren bedingt durch die Finanzmarktkrise das Risikomanagement der CANCOM-Gruppe und in der Dezembersitzung die Übernahme der Systemhäuser der im Großraum Stuttgart ansässigen Bürotex-Gruppe. Mit über 200 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 55 Mio. EUR in 2009 gehört die Bürotex-Gruppe zu den 25 größten Systemhäusern und stellt für CANCOM eine ideale Ergänzung auf der Achse Stuttgart, Jettingen-Scheppach und München dar. CANCOM ist nunmehr flächendeckend in Deutschland und Österreich vertreten und kann dort ihren Kunden ihr komplettes Dienstleistungs- und Produktangebot offerieren sowie eine umfassende, zeitnahe Betreuung gewährleisten.

Intensiv diskutiert wurde wieder die Dividendenpolitik der Gesellschaft. Nach Abzeichnen des guten Ergebnisses trotz Finanzmarktkrise und dessen verfestigter Nachhaltigkeit aufgrund des mittlerweile hohen Dienstleistungsanteils hat sich die Verwaltung entschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer maßvollen Dividende, die ein weiteres anorganisches Wachstum nicht beeinträchtigt, in Höhe von 0,15 EUR pro Aktie, vorzuschlagen.

Allgemeines zur Tätigkeit des Aufsichtsrats

Im Rahmen der gewohnt engen Zusammenarbeit hat der Vorstand den Aufsichtsrat in den Sitzungen am 18. März 2009, 24. Juni 2009, 30. September 2009 und 10. Dezember 2009, sowie darüber hinaus regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und in persönlichen Gesprächen über die Lage und Perspektiven, die Grundsätze der Geschäftspolitik, die Rentabilität der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle des Unternehmens Bericht erstattet. Zudem wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats vom Vorstand laufend über relevante Entwicklungen informiert und bei wichtigen Entscheidungen eingebunden. Bei Bedarf wurden Beschlüsse auch im Umlaufverfahren herbeigeführt.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand gemäß den Vorgaben aus Gesetz und Satzung regelmäßig überwacht und sich bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen Bericht erstatten lassen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Es wurden keine Ausschüsse gebildet. Interessenkollisionen lagen bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht vor.

Themenschwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats

Die Wirtschaftskrise rückte das Risikomanagement der Gesellschaft in 2009 in den Vordergrund. So wurde die Geschäftsentwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften verstärkt analysiert und überwacht. Vorbeugende Maßnahmen zur Kostensenkung wie bspw. der teilweisen Einführung von Kurzarbeit wurden diskutiert und ergriffen. Um Forderungsausfälle bei Kunden zu vermeiden, wurden die Bonitätsbeurteilungsprozesse und Zuständigkeiten restriktiver definiert.

Als weitere Folge der Wirtschaftskrise hat sich der Konsolidierungsprozess in der deutschen Systemhauslandschaft, den wir aktiv mitgestalten wollen, verstärkt. Grund genug für Diskussionen über die strategische Ausrichtung und der Befassung mit potentiellen Übernahmekandidaten, die letztlich im Erwerb der Bürotex-Systemhäuser mündeten. Diese Themen, sowie das an Bedeutung gewinnende Thema Compliance spiegeln sich in der Arbeit des Aufsichtsrats wider.

In jeder der vier turnusmäßigen Sitzungen nahm der Aufsichtsrat folgende Berichte des Vorstands entgegen und erörterte diese eingehend:

  • Bericht über den Markt und Wettbewerb,
  • Bericht des Vorstands gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 2 AktG sowie gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 3 AktG über den Gang der Geschäfte mit Vorlage des Monatsberichts der CANCOM IT Systeme AG und des aktuellen Monatsberichts des CANCOM-Konzerns
  • Bericht des Vorstands gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 4 AktG, insbesondere zu geplanten Akquisitionen und Desinvestitionen.

Daneben sind folgende relevante Themen und Beschlüsse aus der Tätigkeit des Aufsichtsrats herauszuheben:

  • Im Umlaufverfahren wurde im Januar 2009 eine überarbeitete Spesenregelung für den Vorstand beschlossen.
  • In der turnusmäßigen Sitzung im März, in der Jahresabschluss der CANCOM IT Systeme AG und der Konzernjahresabschluss gebilligt sowie der Jahresabschluss der CANCOM IT Systeme AG festgestellt wurden, war zentrales Thema das Risikomanagement. In dieser Sitzung stimmte der Aufsichtsrat einer Verschmelzung der CANCOM IT Solutions GmbH mit der CANCOM SYSDAT GmbH zu. Diese Verschmelzung wurde im Jahr 2009 nicht vollzogen. Im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder wurden die Verdienste von unserem Aufsichtsratskollegen Herrn Beck gewürdigt, der die Niederlegung seines Amtes zuvor angekündigt hatte.
  • In der am 24. Juni 2009 direkt nach der Hauptversammlung abgehaltenen Sitzung wurde u.a. der Erwerb der noch ausstehenden Anteile an der Home of Hardware GmbH & Co. KG beschlossen und zustimmungspflichtigen Investitionen ins Anlagevermögen sowie einer Kreditaufnahme bei der KfW im Programm "Kapital für Arbeit und Investition" und/oder "ERP-Innovationsprogramm" in Höhe von bis zu 5 Mio. EUR zugestimmt.
  • Schwerpunktthemen der Sitzung im September waren das Kreditrisikomanagement und das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Dem physischen cash pooling zwischen der CANCOM IT Systeme AG als führende des Master Accounts und ihren Konzerntöchtern CANCOM a + d it solutions GmbH und der CANCOM SYSDAT GmbH wurde zugestimmt.
  • In der Dezembersitzung berichtete der Vorstand ausführlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Die Planung trägt der unsicheren Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung. Trotzdem besteht weiterhin Einigkeit, die Handels- und Dienstleistungsaktivitäten organisch sowie durch Akquisitionen auszubauen. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen und der Wirtschaftsplan für 2010 genehmigt. Entsprechend der Empfehlung des Corporate Governance Kodex untersuchte der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Wege der Selbstprüfung, die zu keinen Beanstandungen führte. Die aktuellen Änderungen des Corporate Governance Kodex wurden im Hinblick auf ihre Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit besprochen und die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex beschlossen, dessen Empfehlungen mit fünf Ausnahmen entsprochen wird. Weiter wurde dem Erwerb der Systemhäuser der Bürotex-Gruppe und der Fortführung des Geschäftsbereichs CANCOM Ltd. UK zugestimmt. Schließlich wurde beschlossen, der

Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,15 EUR pro Aktie an die Aktionäre vorzugschlagen.

Jahresabschluss festgestellt

Für die Bilanzaufsichtsratssitzung am 10. März 2010 lagen der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, sowie der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und der zusammengefasste Lagebericht von Konzern und AG vor. Die Abschlüsse und Lageberichte wurden von der, durch die Hauptversammlung bestellte S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Er war bei der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses in der Sitzung zur Bilanzfeststellung am 10. März 2010 anwesend, berichtete ausführlich über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eingehender Erörterung der Prüfungsberichte, Jahresabschlüsse und Lageberichte hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Er billigte die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse, die damit nach § 172 AktG festgestellt sind.

Dank

Der Vorstand ist rechtzeitig mit den geeigneten Maßnahmen der Wirtschaftskrise begegnet und hat dennoch die strategische Fortentwicklung mit dem Erwerb der Systemhäuser der Bürotex-Gruppe nicht aus dem Auge verloren. So können wir einerseits auf hervorragende Zahlen zurückblicken und andererseits im Hinblick auf unser weiteres Unternehmenswachstum optimistisch nach vorne blicken.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats möchten dem Vorstand zu dieser Leistung gratulieren und ihm gleichzeitig für die verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2009 danken.

Ohne das Können, das herausragende Engagement und die Bereitschaft der CANCOM-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihren Beitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise zu leisten, war dieser Erfolg nicht denkbar. Deshalb gilt ihnen ein ganz besonderer Dank.

Den Aktionärinnen und Aktionären dankt der Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen in CANCOM.

Jettingen-Scheppach, im März 2010

32 | Corporate Governance bei CANCOM

Gemeinsamer Bericht des Aufsichtsrats und des Vorstands

1. Allgemeines

Gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung sind bei CANCOM traditionell ein gewichtiger Teil der Unternehmenskultur. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der intensive und kontinuierliche Dialog zwischen beiden Gremien bildet bei der CANCOM die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung. Dieser Dialog wurde Schritt für Schritt vertieft und unter Berücksichtigung internationaler und nationaler Standards weiter verbessert.

CANCOM begrüßt und unterstützt deshalb ausdrücklich den Deutschen Corporate Governance Kodex, der im Jahr 2002 erlassen und zuletzt im August 2009 geändert wurde. Bis auf lediglich fünf Ausnahmen folgt CANCOM den darin geäußerten Empfehlungen gemäß der derzeit gültigen Fassung des Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich am 10. Dezember 2009 intensiv mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex, insbesondere mit den neuen Anforderungen vom 18. Juni 2009, befasst. Auf Grundlage dieser Besprechung wurde die auf Seite 34 aufgeführte Entsprechungserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert.

CANCOM ist sich nicht nur seiner wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Um diese Haltung zu unterstreichen, verabschiedete CANCOM im Herbst 2005 einen Verhaltenskodex, der den Umgang mit Kollegen, Kunden, Lieferanten, Herstellern, sonstigen Geschäftspartnern und Behörden festlegt.

"Der Kodex spiegelt das Ziel des Vorstands wider, unternehmensweit ethische Normen zu stärken und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das auf Integrität, Respekt und fairem Handeln basiert" heißt es in der Präambel des Verhaltenskodex. Unter dem Motto "Fair geht vor!" werden Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen dazu angehalten, sich an gesetzliche Vorschriften zu halten und den hohen moralischen und qualitativen Standards des Unternehmens gerecht zu werden.

Der Verhaltenskodex ist für alle CANCOM-Mitarbeiter via Intranet frei zugänglich. Im Falle eines Falles können sich Betroffene an den Compliance Officer wenden, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. CANCOM schätzt und ermutigt ausdrücklich zu offenen und sachlichen Rückäußerungen.

2. Grundzüge unserer Unternehmensführung

Aktionäre und Hauptversammlung

Im Kompetenzgefüge der CANCOM IT Systeme AG ist die Hauptversammlung das Willensbildungsorgan, bei der unsere Aktionäre ihre Stimmrechte ausüben können. Dabei gewährt satzungsgemäß jede Stückaktie eine Stimme. Die Hauptversammlung beschließt über die Gewinnverwendung sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Abschlussprüfers. Darüber hinaus entscheidet die Hauptversammlung über die Satzung und den Gegenstand der Gesellschaft, über Satzungsänderungen und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen wie insbesondere Unternehmensverträge, über die Ausgabe von neuen Aktien und von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien.

Auf der jährlichen Hauptversammlung haben unsere Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder einen Bevollmächtigten ihrer Wahl mit der Stimmausübung zu beauftragen. Darüber hinaus bietet CANCOM seinen Aktionären den besonderen Service, einen weisungsgebundenen Vertreter der Gesellschaft mit der Ausübung ihres Stimmrechts zu bevollmächtigen. Wie schon in den Vorjahren werden die Aktionäre selbstverständlich auch auf der kommenden Hauptversammlung am 22. Juni 2010 in Augsburg von diesem Angebot Gebrauch machen können. Die Tagesordnung einschließlich der notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung werden den Aktionären im Internet unter www.cancom.de zur Einsicht und zum Herunterladen bereitgestellt.

Die Aktionäre der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft werden regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht (siehe Seite 96) sowie im Internet veröffentlicht ist, über wesentliche Termine informiert.

Der Vorstand – enge Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat

Der Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ist das Leitungsorgan des Konzerns und besteht aus den drei Mitgliedern Dipl.-Kaufmann Klaus Weinmann (Vorsitzender des Vorstands), Paul Holdschik und Rudolf Hotter. Herr Weinmann zeichnet für den Geschäftsbereich "General & Administration" verantwortlich, Herr Holdschik für "e-commerce/trade" und Herr Hotter für "IT-Solutions".

Die Arbeit des Vorstands richtet sich ganz im Sinne einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts an den Interessen des Unternehmens aus. Zu den Vorstandsaufgaben zählen u.a. die Ausrichtung der Unternehmensstrategie, die Planung und Feststellung des Unternehmensbudgets und die Aufstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und des CANCOM-Konzerns. Der Vorstand arbeitet dabei natürlich intensiv mit dem Aufsichtsrat zusammen und informiert diesen regelmäßig zeitnah und umfassend über relevante Themen. So werden bspw. die Halbjahres- und Quartalsberichte vom Vorstand in Telefonkonferenzen vor der Veröffentlichung erörtert. Wichtige Vorstandsbeschlüsse bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat – Beratung und Überwachung des Vorstands

Der Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Er setzt sich aus den sechs Mitgliedern Walter von Szczytnicki (Vorsitzender), Dr. Klaus F. Bauer (stellvertretender Vorsitzender), Raymond Kober, Stefan Kober, Walter Krejci und Regina Weinmann zusammen, die jeweils ihre ausgewiesene berufliche Expertise zum Nutzen des Unternehmens einbringen. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat u.a. die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er verabschiedet die Jahresabschlüsse der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und des CANCOM-Konzerns unter Beachtung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Wichtige Vorstandsbeschlüsse setzen eine Zustimmung durch den Aufsichtsrat voraus.

Corporate Governance und Compliance sind in den Sitzungen des Aufsichtsrates regelmäßig von besonderem Interesse in den Aufsichtsratssitzungen und sonstigen Besprechungen:

Entsprechend der Anregung in Ziff. 3.4 des Corporate Governance Kodex wurde 2008 eine Informationsordnung verabschiedet, die die Informationsversorgung im Verhältnis Vorstand und Aufsichtsrat und innerhalb des Aufsichtsrats regelt. Darin wurden die bisher bei der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft praktizierten – und im Übrigen zum Teil über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehenden – Verfahren schriftlich fixiert und transparent gemacht.

Erstmals wurden in 2009 entsprechend der Empfehlung des Kodex in Ziff. 7.1.2 vor Veröffentlichung der Quartalsfinanzberichte und Halbjahreszahlen eine Telefonkonferenz zu deren Erörterung mit dem Vorstand einberufen.

Als Folge der Einrichtung eines Compliance-Systems wurden und werden beispielsweise allen Mitarbeitern der CANCOM-Gruppe der Verhaltenskodex "Fair geht vor!" zur Kenntnis gebracht, soweit dies nicht bereits der Fall war. Ein Compliance-Officer ist benannt, der einerseits für die Einhaltung des Verhaltenskodex Sorge trägt und andererseits Ansprechpartner für alle Compliance relevanten Themen und Fragen ist. Um die Bedeutung der Compliance für die CANCOM-Gruppe zu unterstreichen, wurden die Geschäftsordnungen für die Geschäftsführer der Konzernunternehmen überarbeitet und an die aktuellen Erfordernisse angepasst.

In der Dezembersitzung untersuchte der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Tätigkeit im Wege der Selbstprüfung, die zu keinen Beanstandungen führte. Die aktuellen Änderungen des Corporate Governance Kodex wurden im Hinblick auf ihre Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit besprochen und die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex beschlossen, dessen Empfehlungen mit fünf Ausnahmen entsprochen wird.

Abschlussprüfung durch die S&P Wirtschaftsprüfung

Die Hauptversammlung am 24. Juni 2009 hat für das Geschäftsjahr 2009 die S&P Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Augsburg zum Abschlussprüfer gewählt.

Risikomanagement

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft verfügt über ein umfangreiches System zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind dafür ausgelegt, die wesentlichen unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Die Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems können Risiken jedoch nicht grundsätzlich vermeiden und bieten daher keinen absoluten Schutz gegen Verluste oder betrügerische Handlungen.

3. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex durch die CANCOM IT Systeme AG

Aufsichtsrat und Vorstand der CANCOM IT Systeme AG haben in ihren Sitzungen am 10. Dezember 2009 die folgende, gleichermaßen vergangenheits- und zukunftsorientierte, Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

1. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom 9. Dezember 2008 hat die CANCOM IT Systeme AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 8. August 2008, bis zum Inkrafttreten der neuen Fassung am 5. August 2009 mit folgenden Abweichungen entsprochen:

1.1. Altersgrenze für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder. Die CANCOM IT Systeme AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen. Die Grundsätze der CANCOM IT Systeme AG enthalten daher keine solche Altersgrenze. Ebenso regeln die CANCOM-Grundsätze abweichend von der entsprechenden Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, da dies den CANCOM-Aufsichtsrat pauschal in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder einschränken würde.

1.2. Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, bei so genannten D&O-Versicherungen einen angemessenen Selbstbehalt vorzusehen. Die CANCOM IT Systeme AG vertritt nicht die Ansicht, dass Arbeitseinstellung und Verantwortung der Mitglieder des CANCOM-Vorstands und des CANCOM-Aufsichtsrats durch einen solchen Selbstbehalt verbessert würden. Die durch CANCOM abgeschlossenen D&O-Versicherungen sehen daher keinen Selbstbehalt vor.

1.3. Bildung von Ausschüssen

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse zu bilden. Der Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG besteht in angemessenem Verhältnis zur Unternehmensgröße aus sechs Mitgliedern. Nach Auffassung der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft führt die Bildung von Ausschüssen aus diesem sechsköpfigen Gremium zu keiner Effizienzsteigerung, weshalb auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet wird. Der Aufsichtsrat befasst sich im Gesamtgremium intensiv mit den Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Von der Bildung eines Nominierungsausschusses wird abgesehen, da dem Aufsichtsrat derzeit nur Anteilseigner oder von Anteilseignern nominierte Personen angehören.

1.4. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in einen fixen und in einen erfolgsorientierten Anteil zu untergliedern und bei der Höhe der Vergütung den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zu berücksichtigen. Die CANCOM IT Systeme AG weicht insofern hiervon ab, als die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder aus einer festen Vergütung besteht und die Position des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden nicht entsprechend bei der Höhe der Vergütung berücksichtigt wird.

2. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 hat die CANCOM IT Systeme AG seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

2.1. Altersgrenze für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder Ausnahmen nur entsprechend Ziffer 1.1.

2.2. Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen

Ausnahmen entsprechend Ziffer 1.2. mit der Maßgabe, dass die durch CANCOM abgeschlossenen D&O-Versicherungen, welche derzeit für den Vorstand keinen Selbstbehalt vorsehen, entsprechend den Vorgaben im Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) bei Änderungen fristgerecht den vorgeschriebenen Selbstbehalt ausweisen werden.

2.3. Vergütung des Vorstands

Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (V orstAG) und der Deutsche Corporate Governance Kodex verlangen, dass die variablen Vergütungsbestandteile bei V orständen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl der positiven als auch der n egativen E ntwicklung Rechnung getragen werden soll. Die g egenwärtigen Vorstandsverträge legen bei den variablen V ergütungen nur die Entwicklung des jeweiligen Geschäftsjahres und nicht eine mögliche negative Entwicklung zugrunde. Mit Änderungen oder Neuabschlüssen der Vorstandsverträge wird der Aufsichtsrat bei der künftigen Vorstandsvergütung den Vorgaben des G esetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex fristgerecht folgen.

2.4. Bildung von Ausschüssen

Ausnahmen nur entsprechend Ziffer 1.3.

2.5. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Ausnahmen nur entsprechend Ziffer 1.4.

Jettingen-Scheppach, 10.12.2009

Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat Klaus Weinmann Walter von Szczytnicki

36 | Corporate Governance bei CANCOM

4. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Anwendung finden und erläutert die Höhe sowie die Struktur der Vorstandseinkommen.

Außerdem werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach dem Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz (VorstOG).

4.1. Vergütung des Vorstands

Die Festlegung der Vorstandsvergütung obliegt dem Aufsichtsrat und orientiert sich u. a. an der Größe des Unternehmens, seiner finanzwirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert. Bei Herrn Klaus Weinmann setzt sie sich im Geschäftsjahr 2009 aus einer festen Vergütung, einem variablen Bonus, sowie aus der Abfindung einer Pensionszusage zusammen. Die Vergütung von Herrn Rudolf Hotter setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Herrn Paul Holdschiks Vergütung setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen.

Die feste Vergütung wird jeweils als monatliches Gehalt ausbezahlt. Die Bezahlung sowie die Höhe des variablen Bonus sind vom Grad des Erreichens des EBIT-Planziels des CANCOM-Konzerns im jeweiligen Geschäftsjahr abhängig.

Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und der Deutsche Corporate Governance Kodex verlangen, dass die variablen Vergütungsbestandteile bei Vorständen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl der positiven als auch der negativen Entwicklung Rechnung getragen werden soll. Mit Änderungen oder Neuabschlüssen der Vorstandsverträge wird der Aufsichtsrat bei der künftigen Vorstandsvergütung den Vorgaben des Gesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex fristgerecht folgen.

Der Vorstandsvorsitzende der CANCOM IT Systeme AG, Herr Klaus Weinmann war durch eine Pensionszusage vom 16. März 1999 zuzüglich vereinbarter Ergänzungen und Änderungen versorgungsberechtigt. Die Pensionsrückstellungen für den Vorstand betragen TEuro 0 (Vj. TEuro 119). Der Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG hat in seiner Sitzung vom 10.12.2009 einer Vereinbarung zur Aufhebung und Abfindung der Pensionszusage zugestimmt und den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zum Abschluss ermächtigt. Die Aufhebungs- und Abfindungsvereinbarung wurde zum 31.12.2009 umgesetzt und regelt die Beendigung der Pensionszusage mit Zahlung einer Abfindung der bis zum 31. Dezember 2009 erdienten Ansprüche (past services) und einer zukünftigen monatlichen Ausgleichszahlung für die während des Fortbestandes seines Vorstandsanstellungsvertrages ohne die Beendigung der Pensionszusage erdienbaren Anwartschaften (future services). Der Abfindungswert der Anwartschaften wurde versicherungsmathematisch errechnet. Der Abfindungsbetrag für die erdienten Anwartschaften für die Zeit bis 31. Dezember 2009 beträgt Euro 141.983 brutto, der sich ergebende Betrag nach Abzug der Steuern wurde an Herrn Klaus Weinmann im Geschäftsjahr 2010 ausgezahlt.

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 280 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 186 TEuro, dem einmaligen Anspruch aus der Abfindung der bisher erworbenen Pensionsansprüche in Höhe von TEuro 142 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 2 TEuro. In Summe beträgt die Vergütung inkl. der einmaligen Abfindung aus bisher erworbenen Pensionsansprüchen, von denen 119 TEuro bereits in vorangegangenen Jahren erworben waren, 610 TEuro. Die Vergütung der beiden Vorstandsmitglieder Herrn Rudolf Hotter und Herrn Paul Holdschik setzt sich jeweils zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 125 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 4 TEuro, in Summe jeweils 329 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2009 1.268 TEuro.

4.2. Vergütung des Aufsichtsrats

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird und so lange gültig bleibt, bis die Hauptversammlung eine Änderung beschließt. Es wird satzungsgemäß ein Betrag von 10 TEuro zzgl. eines Sitzungsgeldes in Höhe von 750 Euro gewährt. Der Vorsitzende erhält das Zweifache der sich hiernach ergebenden Beträge. Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Jahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrates die mit der Wahrnehmung des Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt (Angaben gerundet):

Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt 26,0 TEuro, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Dr. Klaus F. Bauer 13,0 TEuro, Stefan Kober 13,0 TEuro, Hans-Jürgen Beck 4,1 TEuro, Raymond Kober 13,0 TEuro, Walter Krejci 13,0 TEuro und Regina Weinmann 7,3 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 89,3 TEuro.

4.3. Sonstiges

Die Gesellschaft hat zu Gunsten des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitender Mitarbeiter eine Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Vorstands-, Aufsichtsrats- und Leitungstätigkeit abdeckt.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht seit dem 01.07.2007 ein nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von 60.000 Euro p.a. vorsieht. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2009 beläuft sich folglich auf 60.000 Euro.

Am 27.06.2007 genehmigte der Aufsichtsrat gemäß § 114 I AktG einen am 07.03.2007 geschlossenen M&A Beratervertrag mit der Auriga Corporate Finance GmbH München anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsrat der CANCOM IT Systeme AG. Die Zahlungen der Gesellschaft auf Grundlage des Beratervertrages beinhalteten im Geschäftsjahr 2009 0 Euro.

5. Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31.12.2009

Aktien im Besitz des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands hielten am 31. Dezember 2009 insgesamt 783.093 Stück CANCOM-Aktien – dies entspricht 7,5 % des Grundkapitals der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.

Im Einzelnen stellt sich der Aktienbesitz des Vorstands wie folgt dar:

Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital
Klaus Weinmann 543.312 5,2%
Paul Holdschik 64.781 0,6%
Rudolf Hotter 175.000 1,7%

Corporate Governance bei CANCOM | 37

Aktien im Besitz des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten am 31.12.2009 unmittelbar oder zurechenbar insgesamt 1.864.932 Stück CANCOM-Aktien – dies entspricht 17,9 % des Grundkapitals der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.

Im Einzelnen stellt sich der Aktienbesitz des Aufsichtsrats wie folgt dar:

Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital
Walter von Szczytnicki 6.252 0,1 %
Dr. Klaus F. Bauer 1.500 0,0 %
Raymond Kober 920.891 8,9 %
Stefan Kober 826.289 8,0 %
Walter Krejci 10.000 0,1 %
Regina Weinmann 100.000 1,0 %

6. Finanzkalender

12.05.2010:

Veröffentlichung des 3-Monatsberichts 2010

22.06.2010: Ordentliche Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG in Augsburg

11.08.2010: Veröffentlichung des 6-Monatsberichts 2010

11.11.2010:

Veröffentlichung des 9-Monatsberichts 2010

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 – IFRS 38 |

Aktiva Anhang Jahresabschluss Jahresabschluss Jahresabschluss
(in T€) 31.12.2009 31.12.2008 01.01.2008
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente C.1. 25.836 18.282 11.778
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte C.2. 0 3.378 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen C.3. 47.191 44.175 39.316
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte C.4. 3.223 4.141 5.306
Vorräte C.5. 12.589 10.080 8.551
Aufträge in Bearbeitung C.6. 990 1.140 932
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige
kurzfristige Vermögenswerte C.7 3.384 2.099 2.066
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 93.213 83.295 67.949
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagevermögen C.8.1. 6.529 5.401 3.019
Immaterielle Vermögenswerte C.8.2. 6.730 4.544 3.817
Geschäfts- oder Firmenwert C.8.3. 24.812 23.787 21.889
Finanzanlagen 157 129 140
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 13 14
Ausleihungen C.8.4. 0 199 182
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 822 766 220
Latente Steuern aus temporären Differenzen C.9. 338 394 404
Latente Steuern aus steuerlichem Verlustvortrag C.9. 2.224 2.088 2.663
Sonstige Vermögenswerte 77 58 129
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 41.689 37.379 32.477
Aktiva, gesamt 134.902 120.674 100.426

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009 – IFRS Jahresabschluss Konzern | 39

(in T€)
31.12.2009
31.12.2008
01.01.2008
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil
an langfristigen Darlehen
C.10.
707
1.800
1.935
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
47.852
39.257
27.522
Erhaltene Anzahlungen
1.140
1.951
815
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden
C.11.
3.158
2.547
1.563
Rückstellungen
C.12.
3.905
2.630
6.671
Rechnungsabgrenzungsposten
908
835
1.594
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
C.13.
438
529
1.236
Sonstige kurzfristige Schulden
C.14.
9.437
9.690
4.493
Schulden im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
0
1.590
0
Kurzfristige Schulden, gesamt
67.545
60.829
45.829
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen
C.15.
5.194
5.014
4.510
Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen
C.16.
12.784
11.571
11.563
Rechnungsabgrenzungsposten
C.17.
1.767
381
867
Latente Steuern aus temporären Differenzen
C.18.
1.967
1.287
675
Pensionsrückstellungen
C.19.
26
150
168
Sonstige langfristige finanzielle Schulden
C.20.
491
1.207
0
Sonstige langfristige Schulden
1.259
1.319
560
Langfristige Schulden, gesamt
23.488
20.929
18.343
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
C.21.
10.391
10.391
10.391
Kapitalrücklage
15.441
15.441
15.441
Bilanzgewinn (inkl. Gewinnrücklagen)
18.476
13.416
10.721
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
–279
–324
–294
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten
C.21.
–165
0
0
Minderheitenanteile
C.22.
5
–8
–5
Eigenkapital, gesamt
43.869
38.916
36.254
Passiva, gesamt
134.902
120.674
100.426
Passiva Anhang Jahresabschluss Jahresabschluss Jahresabschluss

40 | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – IFRS Konzern-Gesamtergebnisrechnung – IFRS

(in T€) Anhang 01.01.2009
bis 31.12.2009
01.01.2008
bis 31.12.2008
Umsatzerlöse D.2. 422.478 364.147
Sonstige betriebliche Erträge D.3. 2.679 1.727
Andere aktivierte Eigenleistungen D.4. 953 305
Gesamtleistung 426.110 366.179
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen –306.843 –258.344
Rohertrag 119.267 107.835
Personalaufwand D.5. –82.807 –73.028
Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände –3.404 –3.389
davon Abschreibung auf den Goodwill –56 –1.019
Sonstige betriebliche Aufwendungen D.6. –26.100 –26.056
Betriebsergebnis 6.956 5.362
Zinsen und ähnliche Erträge D.7. 164 304
Zinsen und ähnliche Aufwendungen D.7. –1.468 –1.563
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -5
Gewinn-Verlustanteile aus Joint Ventures, die
nach der Equity-Methode bilanziert werden 11 –1
Währungsgewinne/-verluste –5 –77
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.658 4.020
Ertragsteuern D.8. –556 –1.262
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 5.102 2.758
Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen D.9. –3 –62
Periodenergebnis 5.099 2.696
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 5.060 2.695
davon entfallen auf Minderheiten D.10. 39 1
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (Stück) unverwässert 10.387.139 10.390.751
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (Stück) verwässert 10.387.139 10.390.751
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (unverwässert) 0,49 0,27
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (verwässert) 0,49 0,27
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (unverwässert) –0,00 –0,01
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (verwässert) –0,00 –0,01

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – IFRS Konzern-Gesamtergebnisrechnung – IFRS | 41

(in T€) 01.01.2009
bis 31.12.2009
01.01.2008
bis 31.12.2008
Periodenergebnis 5.099 2.696
Übriges Ergebnis
Unerschied aus Währungsumrechnung 65 –43
Ertragsteuern auf übriges Gesamtergebnis –20 13
Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) 45 –30
Gesamtergebnis der Periode 5.144 2.666
davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens 5.105 2.695
davon entfallen auf Minderheiten 39 1

42 | Konzern-Kapitalflussrechnung – IFRS

(in T€) Anhang 01.01.2009 01.01.2008
bis 31.12.2009 bis 31.12.2008
Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit
Periodengewinn vor Steuern und Minderheitenanteilen 5.658 4.020
Berichtigungen
+/–
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
3.404 3.389
+/–
Veränderungen der langfristigen Rückstellungen
–233 738
+/–
Veränderungen der kurzfristigen Rückstellungen
239 –3.357
+/–
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen
66 –14
+/–
Zinsaufwand
1.304 1.259
+/–
Veränderungen der Vorräte
–929 855
+/–
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Forderungen
814 4.393
+/–
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden
2.748 4.303
+/–
Gezahlte Zinsen
–335 –382
+/–
Gezahlte und erstattete Ertragsteuern
–102 –976
+/–
Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
–1.983 –1.384
+/– Ein-/Auszahlungen aufgegebene Geschäftsbereiche 0 206
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 10.651 13.050
Cashflow aus Investitionstätigkeit
+/–
Erwerb von Tochterunternehmen
–409 –6.637
+/–
Beim Kauf von Anteilen erworbene Zahlungsmittel
E 1.791 3.591
+/–
Zahlungen für Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen
–4.660 –2.953
+/–
Zahlungen für Zugänge und Abgänge zu anderen Finanzanlagen
398 –17
+/–
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen und Finanzanlagen
100 2.000
+/–
Beim Verkauf von Anteilen hingegebene Zahlungsmittel
0 –199
+/–
Erhaltene Zinsen
164 304
+/–
Ein-/Auszahlungen aufgegebene Geschäftsbereiche
–4 2.728
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel –2.620 –1.183
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
+/–
Ein-/Auszahlungen für aufgenommene Kredite
300 –4.391
+/–
Gezahlte Zinsen
–1.133 –1.181
+/–
Erwerb eigener Anteile
C.21. –165 0
+/–
Ein-/Auszahlungen aus Finanzierungs-Leasingverträgen
–229 908
+/–
Ein-/Auszahlungen aufgegebener Geschäftsbereiche
123 150
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel –1.104 –4.514
Nettozunahme/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelaquivalente 6.927 7.353
+/–
Wechselkursbedingte Wertänderungen
32 –254
+/–
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
18.877 11.778
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 25.836 18.877
Zusammensetzung:
Liquide Mittel 25.836 18.282
Liquide Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0 595
E 25.836 18.877

Konzern-Kapitalflussrechnung – IFRS Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung – IFRS | 43

44 | Segmentinformationen – IFRS

e-commerce/trade IT Solutions
31.12.09 31.12.08 31.12.09 31.12.08
T€ T€ T€ T€
Umsatzerlöse
– Umsatzerlöse von externen Kunden 217.017 197.829 205.461 166.318
– Umsätze zwischen den Segmenten 3.784 2.186 18.843 15.699
– Gesamte Erträge 220.801 200.015 224.304 182.017
– Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen –188.430 –168.427 –136.322 –103.594
– Personalaufwand –17.106 –17.067 –62.623 –53.274
– Übrige Erträge und Aufwendungen –9.897 –8.626 –15.250 –17.681
EBITDA 5.368 5.895 10.109 7.468
– planmäßige Abschreibungen und Amortisationen 2.138 1.984 1.138 938
Betriebsergebnis (EBIT) 3.230 3.911 8.971 6.530
– Zinserträge 74 259 126 91
– Zinsaufwendungen –390 –335 –230 –344
– Abschreibungen auf Finanzanlagen
– GuV-Anteile aus Joint Ventures, die nach der
Equity Methode bilanziert werden
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.914 3.835 8.867 6.277
– außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0
– Währungsdifferenzen
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.914 3.835 8.867 6.277
– Ertragsteuern
– aufgegebene Geschäftsbereiche 0
Konzernjahresergebnis
davon entfallen auf Gesellschafter
des Mutterunternehmens
davon entfallen auf Minderheiten
Andere Informationen
– Vermögenswerte 1) 51.205 55.584 62.026 50.763
– Investitionen 1) 1.839 5.238 4.609 8.961

1) Vermögenswerte und Investitionen inclusive Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung 2) Steueransprüche

Segmentinformationen – IFRS Jahresabschluss Konzer | 45

konsolidiert Überleitungsrechnung sonstige Gesellschaften Summe Geschäftssegmente
31.12.08 31.12.09 31.12.08 31.12.09 31.12.08 31.12.09 31.12.08 31.12.09
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
0 0 364.147 422.478
–23.123 –28.228 5.238 5.601 17.885 22.627
364.147 422.478 –23.123 –28.228 5.238 5.601 382.032 445.105
–258.344 –306.843 13.677 17.909 0 –272.021 –324.752
–73.028 –82.807 0 0 –2.687 –3.078 –70.341 –79.729
–24.024 –22.468 9.446 10.319 –7.163 –7.640 –26.307 –25.147
8.751 10.360 0 0 –4.612 –5.117 13.363 15.477
3.389 3.404 0 0 467 128 2.922 3.276
5.362 6.956 0 0 –5.079 –5.245 10.441 12.201
304 164 –339 –322 293 286 350 200
–1.563 –1.468 339 322 –1.223 –1.172 –679 –620
–5 0 0 0 –5 0 0
–1 11 0 0 –1 11 0 0
4.097 5.663 0 0 –6.015 –6.118 10.112 11.781
0 0 0 0 0 0
–77 –5 –77 –5 0 0 0
4.020 5.658 –77 –5 –6.015 –6.118 10.112 11.781
–1.262 –556 –1.262 –556
–62 –3 –62 –3 0 0 0 0
5.099
2.696
2.695 5.060
1 39
Überleitung 2)
120.674 134.902 2.845 2.781 11.482 18.890 106.347 113.231

Entwicklung des Anlagevermögens – IFRS

46 |

Anschaffungs- / HerstellungskostenAbschreibungen Abschreibungen Buchwerte

(in T€) Stand Zugänge aus Zugänge
01.01.2009 Erstkons. 2009 2009 2009 2009
Sachanlagevermögen 12.977 923 3.302 961 496
Immaterielle Vermögenswerte 7.194 1.861 1.358 11 17
Geschäfts- oder Firmenwert 41.129 51 0 320 2.417
Finanzanlagen 129 26 2 –10 0
Nach Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 14 0 11 25 0
Ausleihungen 199 0 0 199 0
Summe 61.642 2.861 4.673 1.506 2.930
Abgänge Umbuchungen

Geschäftsjahr 2008

Anschaffungs- / HerstellungskostenAbschreibungen
(in T€) Stand Zugänge aus Zugänge Abgänge Umbuchungen
01.01.2008 Erstkons. 2008 2008 2008 2008
Sachanlagevermögen 8.631 3.051 2.510 691 –524
Immaterielle Vermögenswerte 5.832 3.518 446 2.602 0
Geschäfts- oder Firmenwert 38.684 5.315 3 456 –2.417
Finanzanlagen 151 1 0 91 68
Nach Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 14 0 0 0 0
Ausleihungen 182 0 17 0 0
Summe 53.494 11.885 2.976 3.840 –2.873

Entwicklung des Anlagevermögens – IFRS Jahresabschluss Konzern | 47

Abschreibungen
Buchwerte
Stand Stand Zugänge aus Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Stand Stand
31.12.2009 01.01.2009 Erstkons. 2009 2009 2009 2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
16.737 7.756 748 2.444 243 803 10.208 6.529 5.401
10.419 2.650 139 904 0 4 3.689 6.730 4.544
43.277 17.342 0 56 1.064 –3 18.465 24.812 23.787
167 0 0 0 0 –10 10 157 129
0 1 0 1 0 0 13
0 0 0 0 0 0 0 0 199
70.600 27.569 887 3.404 1.307 795 32.372 38.228 34.073
Abschreibungen Buchwerte
Stand Zugänge aus Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand Stand Stand
01.01.2008 Erstkons. 2008 2008 2008 2008 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007
5.612 1.401 1.370 –243 564 7.576 5.401 3.019
2.015 411 1.001 0 777 2.650 4.544 3.817
16.795 604 0 –45 12 17.342 23.787 21.889
11 0 5 0 16 0 129 140
0 0 1 1 13 14
0 0 0 0 0 0 199 182
24.433 2.416 2.377 –288 1.369 27.569 34.073 29.061

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

| 49 Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

A. Grundlagen des Konzernabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden: "CANCOM Konzern", "CANCOM Gruppe" oder "Konzern") wurde im Geschäftsjahr 2009 nach den International Financial Reporting Standards bzw. den International Accounting Standards (IFRS/IAS) aufgestellt.

Gegenstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften ist im Wesentlichen der Vertrieb von kompletten IT-Systemlösungen (Hard-, Software- und Netzwerkprodukte) und die Erbringung einer breiten Palette an IT-Services (z.B. in den Bereichen Beratung, Systemintegration, Service&Support und Schulung).

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009. Adresse des eingetragenen Sitzes ist: Messerschmittstraße 20, 89343 Jettingen-Scheppach.

Die Aktien werden im Geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse unter ISIN-Code DE0005419105 gehandelt und sind zum Prime Standard zugelassen.

2. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Alle für das Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwendenden IFRS und IAS sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretations Committee (SIC) werden uneingeschränkt berücksichtigt. Die weiterhin gültigen Vorschriften gem. § 315a Abs. 1 HGB wurden ebenfalls beachtet.

Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht erfolgt. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass keine der Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben werden.

IFRIC Interpretationen

Das IFRIC hat die folgenden Interpretationen herausgegeben, die Sachverhalte definieren, die die Gesellschaft zum derzeitigen Zeitpunkt nicht betreffen.

IFRIC 17 - Sachdividenden an Eigentümer Anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen

IFRIC 18 - Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden Anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen

IFRS und IAS Standards

Im Juli 2009 hat das IASB Änderungen zu IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" herausgegeben. Die Änderungen beziehen sich auf Vermögenswerte des Öl- und Gasbereichs und auf die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält und ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen anzuwenden.

Im Juni 2009 hat das IASB Änderungen an IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" herausgegeben, mit denen die Bilanzierung von in bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen im Konzern klargestellt wird. Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Leitlinien in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 und IFRIC 11 Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2 enthalten waren. Daher hat der IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

Im Januar 2008 hat das IASB eine Änderung zu IFRS 3 veröffentlicht, worin eine umfassende Überarbeitung hinsichtlich der Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen definiert ist. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2009 anzuwenden. Die beizulegenden Nettozeitwerte der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden zum Erwerbszeitpunkt ermittelt und bilanziert. Nach neuem Standard werden Veränderungen hinsichtlich einer Bewertung zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam gebucht. Die Änderung an IFRS 3 hat folgende Folgeänderungen auf weitere Standards:

IAS 27 Konzernabschlüsse und Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen

IAS 28 Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen IAS 31 Rechnungslegung über Anteile an Joint Ventures

50 | Anhang Konzern

Im Mai 2008 veröffentlichte das IASB eine Änderung zu IFRS 5 "Pläne zum Verkauf eines Tochterunternehmens". Wenn ein Plan zum Verkauf von Anteilen an einem Tochterunternehmen vorliegt, der zum Kontrollverlust über das Tochterunternehmen führt, sind bei Erfüllung der Kriterien des IFRS 5.6-8 alle Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens als "held for sale" zu kategorisieren, unabhängig davon, ob das Unternehmen einen nicht kontrollierenden Anteil an dem Tochterunternehmen nach dem Verkauf behält. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2009 anzuwenden.

Im November 2009 veröffentlichte das IASB eine Änderung zu IFRS 9 "Finanzinstrumente", mit dem die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten abgedeckt wird; dies stellt die erste Phase des Projekts zur Ersetzung von IAS 39 dar. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.

Im November 2009 hat das IASB IAS 24 "Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" geändert, um eine Teilausnahme von den Angabepflichten für regierungsverbundene Unternehmen zur Verfügung zu stellen und die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person zu verdeutlichen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2011 anzuwenden.

Im August 2009 hat das IASB Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis" in Bezug auf die Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 1. Februar 2010 anzuwenden.

Im April 2009 hat das IASB einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS Stan¬dards (Annual Improvements Projects (AIP) 2009) veröffentlicht. Die meisten Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen; Unternehmen dürfen sie allerdings auch früher anwenden. Der Konzern hat keine dieser Änderungen vorzeitig angewandt.

IFRS 2: Klarstellung, dass IFRS 2 (anteilsbasierte Vergütungen) nicht auf Geschäftsvorfälle im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Beherrschung und der Gründung von Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2009 anzuwenden.

IFRS 5: Angaben über langfristige Vermögenswerte (oder Abgangsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten oder als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert wurden.

IFRS 8: Klarstellung, dass die Angabe des Segmentvermögens nur dann verpflichtend ist, wenn über das Segmentvermögen auch im internen Reporting an den Entscheidungsträger regelmäßig berichtet wird (bedingte Verpflichtung). Die Segmentberichterstattung des Konzerns beinhaltet das Segmentvermögen.

IAS 7 Darstellung der Zahlungsströme: Klarstellung, dass nur Auszahlungen, die zum Ansatz eines Vermögenswerts in der Bilanz führen, in der Kapitalflussrechnung als Cash Flows aus Investitionstätigkeit klassifiziert werden dürfen.

IAS 17 Leasingverhältnisse: Klassifizierung von Leasingverhältnissen über Grundstücke und Gebäude.

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten: Bewertungsobjekt beim Werthaltigkeitstest für den Geschäft- oder Firmenwert.

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte: Zusätzliche Folgeänderungen aus der geänderten Fassung von IFRS 3. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde.

Überdies hat das IASB die folgenden Standards herausgegeben, die Sachverhalte definieren, die die Gesellschaft zum derzeitigen Zeitpunkt nicht betreffen. Der Konzern geht folglich davon aus, dass die Anwendung der Standards keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

  • IAS 1 Darstellung des Abschlusses i.V. m. IAS 32 Finanzinstrumente – Darstellung: Klassifizierung von Wandel schuldverschreibungen als kurz- oder langfristig.
  • IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung Änderungen hinsichtlich Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren, Änderungen hinsichtlich eingebetteter Derivate bei der Umklassifizierung von Finanzinstrumenten, Behandlung von Vorfälligkeitsentschädigungen als eng verbundene eingebettete Derivate, Cash flow Hedge Accounting

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft alle Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Diese Tochterunternehmen wurden vollkonsolidiert.

Mit Notarvertrag URNr. B 1053/2009 vom 30. Juli 2009 des Notars Dr. Braun hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft die NSG Datacenter Services GmbH mit Sitz in Jettingen-Scheppach errichtet. Das Stammkapital beträgt € 25.000 und wurde zu 100 % von der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, die Projektierung, der Vertrieb, die Montage, das Customizing, die Installation, Inbetriebnahme, Instandsetzung und Instandhaltung von Hard- und Software-Produkten sowie Systemen und Netzwerken einschließlich Ersatzteilen, Peripheriesystemen und Zubehör auf den Gebieten der Informationstechnologie, der Telekommunikation und verwandter Technologien sowie die Beratung, Schulung und Ausbildung und die Vermittlung von Arbeitnehmern und freien Mitarbeitern sowie die Arbeitnehmerüberlassung von Arbeitnehmern in diesen Bereichen. Die neu errichtete Firma wurde am 07.08.2009 in das Handelsregister eingetragen.

Veränderung des Konsolidierungskreises in 2009:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
Kapitalanteil
%
Stimmrechtsanteil
%
NSG Datacenter
Services GmbH 01.08.2009 100 100

Mit Notarvertrag URNr. B 1053/2009 vom 30. Juli 2009 des Notars Dr. Braun hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft die CANCOM IT Services GmbH mit Sitz in Jettingen-Scheppach errichtet. Das Stammkapital beträgt € 25.000 und wurde zu 100 % von der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, die Projektierung, der Vertrieb, die Montage, das Customizing, die Installation, Inbetriebnahme, Instandsetzung und Instandhaltung von Hard- und Software-Produkten sowie Systemen und Netzwerken einschließlich Ersatzteilen, Peripheriesystemen und Zubehör auf den Gebieten der Informationstechnologie, der Telekommunikation und verwandter Technologien sowie die Beratung, Schulung und Ausbildung von Arbeitnehmern und freien Mitarbeitern sowie die Arbeitnehmerüberlassung von Arbeitnehmern in diesen Bereichen. Die neu errichtete Firma wurde am 07.08.2009 in das Handelsregister eingetragen.

Veränderung des Konsolidierungskreises in 2009:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
Kapitalanteil
%
Stimmrechtsanteil
%
CANCOM IT
Services GmbH 01.08.2009 100 100

Mit Kommanditanteilskauf- und Übertragungsverträgen vom 05. August 2009 hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft über ihre Tochtergesellschaft HOH Home of Hardware GmbH (vormals SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH) 24,5 % der Kommanditanteile der Home of Hardware GmbH & Co. KG erworben. Der Festkaufpreis betrug EUR 200.000,00 und wurde vollständig erbracht. Es fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von T€ 11 an.

Zusätzlich zum Festkaufpreis wurde ein ergebnisabgängiger variabler Kaufpreis vereinbart. Dieser beträgt voraussichtlich T€ 121 und wurde in Höhe von T€ 18 bereits bezahlt.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 05. August 2009, URNr. B 1088/2009 des Notars Dr. Braun wurde die Home of Hardware Verwaltungs GmbH auf die HOH Home of Hardware GmbH (vormals SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH) verschmolzen. Die Verschmelzung wurde im Handelsregister der HOH Home of Hardware GmbH am 16.09.2009 eingetragen worden.

Die HOH Home of Hardware GmbH (vormals SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH) hält nunmehr alle Kommanditanteile an der Home of Hardware GmbH & Co. KG und ist als Rechtsnachfolger der Home of Hardware Verwaltungs GmbH gleichzeitig Komplementär der Home of Hardware GmbH & Co. KG. Dadurch wachsen die Vermögenswerte und Schulden dem verbleibenden Gesellschafter ohne Liquidation an. Die Anwachsung erfolgt im Zeitpunkt der Löschung der Home of Hardware GmbH & Co. KG. (Eintrag im Handelsregister der Home of Hardware GmbH & Co. KG am 07.10.2009).

Mit Kaufvertrag vom 08.12.2009, URNr. B1797/2009 des Notars Dr. Thomas Braun hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft die restlichen 50 % der Geschäftsanteile im Nominalbetrag von insgesamt € 50.000 an der CANCOM Financial Services GmbH erworben.

Der Kaufpreis beträgt EUR 48.886,43 und wurde am 08.12.2009 bezahlt. Es fielen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von T€ 1 an.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 08.12.2009, da die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft mit Vertragsunterzeichnung (08.12.2009) faktisch die Kontrolle über die CAN-COM Financial Services GmbH erlangt hat.

Gegenstand des Unternehmens ist Akquisition und das Vermitteln von Leasingverträgen, Verleasen von Informationsund Kommunikationstechnologie, Beratung bei derartigen Geschäften sowie alle damit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Geschäfte.

Das Unternehmen wurde bis 07.12.2009 nach der Equity Methode bilanziert.

Veränderung des Konsolidierungskreises in 2009:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
Kapitalanteil
%
Stimmrechtsanteil
%
CANCOM Financial
Services GmbH 08.12.2009 100 100

52 | Anhang Konzern

Die Auswirkungen der Veränderungen des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 08.12.2009 der CANCOM Financial Services GmbH wie folgt dar:

Erworbene Nettovermögenswerte 98 98
Schulden gesamt 4 4
Kurzfristige Schulden 4 4
Sonstige kurzfristige Schulden 4 4
Vermögenswerte gesamt 102 102
Kurzfristige Vermögenswerte 102 102
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 102 102
Zeitwerte
T€
Buchwerte
T€

Aus dem Unternehmenserwerb resultiert kein Goodwill.

Der im Konzernergebnis enthaltene Verlust der CANCOM Financial Services GmbH seit dem Erwerbszeitpunkt beträgt T€ -2.

Mit Kaufvertrag vom 21./22. Dezember 2009, URNr. B1938/2009 des Notars Dr. Thomas Braun hat die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft 100 % der Geschäftsanteile im Nominalbetrag von DM 4.150.000,00 (EUR 2.121.861,31) an der CANCOM SCC GmbH (vormals BT IT-Consulting GmbH) gekauft.

Der vorläufige Kaufpreis beträgt EUR 807.637,00 und kann noch geändert werden.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 31. Dezember 2009.

Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf von Büro- und Datensystemen, von Hard- und Software und von Dienstleistungen im Zusammenhang mit elektronischer Datenverarbeitung, die Entwicklung von Software Lösungen und das Betreiben von Schulungseinrichtungen für Software-Entwicklungen. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar geeignet sind, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu beteiligen und solche zu erwerben. Die Gesellschaft ist insbesondere berechtigt, sich als persönlich haftende Gesellschafterin an Kommanditgesellschaften zu beteiligen.

Veränderung des Konsolidierungskreises in 2009:

Name und Sitz der Gesellschaft Zeitpunkt der Kapitalanteil Stimmrechtsanteil
Erstkonsolidierung % %
CANCOM SCC GmbH 31.12.2009 100 100

Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 31.12.2009 der CANCOM SCC GmbH wie folgt dar:

Anhang Konzern | 53

Zeitwerte Buchwerte
T€ T€
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.689 1.689
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.855 3.855
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände 84 84
Vorräte 964 964
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 102 102
Kurzfristige Vermögenswerte 6.694 6.694
Sachanlagevermögen 176 176
Immaterielle Vermögenswerte 1.722 3
Finanzanlagen 26 26
Latente Steuern aus temporären Differenzen 0 0
Latente Steuern aus steuerlichem Verlustvortrag 328 0
Langfristige Vermögenswerte 2.252 205
Vermögenswerte gesamt 8.946 6.899
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.541 3.541
Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden 1.518 1.518
Rückstellungen 73 73
Rechnungsabgrenzungsposten 158 158
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 0 0
Sonstige kurzfristige Schulden 349 349
Kurzfristige Schulden 5.639 5.639
Latente Steuern aus temporären Differenzen 525 0
Sonstige langfristige Schulden 60 60
Langfristige Schulden 585 60
Schulden gesamt 6.224 5.699
Erworbene Nettovermögenswerte 2.722 1.200

Aus dem Unternehmenserwerb und den neu bewerteten erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden resultiert ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.812 sowie immaterielle Wirtschaftsgüter in Höhe von T€ 1.719. Der negative Unterschiedsbetrag wurde erfolgswirksam vereinnahmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der im Konzernergebnis enthaltene Gewinn/Verlust der CANCOM SCC GmbH seit Erwerbszeitpunkt beträgt T€ 0.

Unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt für alle Unternehmenszusammenschlüsse der 01.01.2009 wäre, würden im zusammengeschlossenen Unternehmen die Umsätze T€ 449.845 und der Jahresüberschuss T€ 2.930 betragen.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sind die in der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes in Anlage 6 aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegen, wurden nicht vorzeitig angewendet. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen aus der vorzeitigen Anwendung von Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der inund ausländischen Gesellschaften sind auf den Bilanzstichtag der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft aufgestellt worden.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft.

54 | Anhang Konzern

Gemäß IFRS 3.79 ist die Abschreibung zuvor angesetzter Geschäfts- oder Firmenwerte eingestellt worden. Der Buchwert der damit verbundenen kumulierten Abschreibungen ist mit einer entsprechenden Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts aufgerechnet worden. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 auf Wertminderung jährlich überprüft.

Die Einbeziehung der Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögens wird als Goodwill angesetzt. In Übereinstimmung mit den Standards IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" ist der Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abzuschreiben, sondern stattdessen mindestens einmal jährlich auf eine außerordentliche Wertminderung zu überprüfen (Impairment Test). Für den Geschäfts- oder Firmenwert ist die auf Marktwerten basierte Überprüfung auf der Ebene von Geschäftsbereichen (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) durchzuführen. Dabei ist ein Geschäftsbereich im Sinne dieser Vorschrift ein operatives Segment oder eine Ebene darunter.

Bei der Bilanzierung nach der Equity-Methode werden die Anteile am Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. In der Folge wird der Buchwert der Anteile entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am Periodenergebnis des Beteiligungsunternehmens erhöht oder vermindert. Der Anteil des Anteilseigners am Erfolg des Beteiligungsunternehmens wird in dessen Periodenergebnis ausgewiesen. Vom Beteiligungsunternehmen empfangene Ausschüttungen vermindern den Buchwert der Anteile.

Konzerninterne Gewinne, Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Anteile anderer Gesellschafter werden in einem separaten Ausgleichsposten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Soweit es sich um Anteile an Personengesellschaften handelt, werden die Anteile anderer Gesellschafter im Fremdkapital ausgewiesen.

Schätzungen und Annahmen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert:

  • Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt ebenso für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögens werten sowie von finanziellen Vermögenswerten.
  • Es werden Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, um geschätzten Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit von Kunden Rechnung zu tragen.
  • Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der Erzielung entsprechend steuerpflichtiger Einkommen, eine wesentliche Rolle.
  • Bei der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen für Pensionen stellen die Abzinsungsfaktoren, erwartete Gehaltsund Rententrends, die Fluktuation sowie Sterbewahrscheinlichkeiten die wesentlichen Schätzgrößen dar.

Bei diesen Bewertungsunsicherheiten werden die bestmöglichen Erkenntnisse bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Bilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Anhang zu entnehmen.

Zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ist nicht von wesentlichen Änderungen der Bilanzierung und Bewertung zugrunde gelegten Annahmen auszugehen. Insofern sind aus gegenwärtiger Sicht keine nennenswerten Anpassungen der Annahmen und Schätzungen oder der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2009 zu erwarten.

Grundlagen der Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Kursgewinne und –verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Im CANCOM-Konzern sind sämtliche ausländische Tochtergesellschaften wirtschaftlich selbständig, so dass die jeweilige Landeswährung der Tochterunternehmung die funktionale Währung ist. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs, das Eigenkapital mit den ursprünglichen Kursen umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem unterjährigen Durchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen zu den Stichtagskursen des Vorjahres sowie zwischen dem Jahresergebnis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und dort gesondert ausgewiesen.

Währung 2009 2008 2007
Schweizer Franken
Stichtagskurs 1 € = 1,484 SFR 1 € = 1,486 SFR 1 € = 1,656 SFR
Durchschnittskurs 1 € = 1,510 SFR 1 € = 1,587 SFR 1 € = 1,643 SFR
Britische Pfund
Stichtagskurs 1 € = 0,889 GBP 1 € = 0,960 GBP 1 € = 0,735 GBP
Durchschnittskurs 1 € = 0,891 GBP 1 € = 0,796 GBP 1 € = 0,684 GBP

Der Betrag der Umrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt T€ 1 an Erträgen. Der Betrag an Umrechnungsdifferenzen, die als separater Posten im Geschäftsjahr in das Eigenkapital eingestellt wurden, beträgt T€ 45 (Vj. T€ -30). Zum 31.12.2009 beträgt die Rücklage für Währungsumrechnung T€ -279 (Vj. T€ -324).

Realisierung von Erträgen/Umsatzrealisation

Umsätze für Hard- und Softwareverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich fixiert oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Umsätze im Bereich Professional Service werden erst nach Abnahme durch den Kunden bzw. nach erfolgter Installation, falls diese eine wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Produktes ist, realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen.

In Bearbeitung befindliche Dienstleistungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der "percentage-of-completion-methode" bewertet. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten, es sei denn, dies würde

Anhang Konzern | 55

zu einer Verzerrung in der Darstellung des Leistungsfortschritts führen. Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden, so werden die Erlöse und Kosten entsprechend diesem Fertigstellungsgrades am Bilanzstichtag erfasst. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich erstattungsfähig sind. Hinsichtlich der Höhe der nach POC ermittelten Umsätze verweisen wir auf die Ausführungen auf D2.

Leasing-Zahlungen innerhalb eines Operate-Leasing Verhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für die Gesellschaft. Operate-Leasing liegt vor, wenn durch den Leasingvertrag nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Leasing-Nehmer übertragen werden. Die Gesellschaft überprüft regelmäßig alle Leasingverträge, ob Operate- oder Finance-Leasing vorliegt. Ist die Gesellschaft Leasingnehmer im Rahmen eines Finance Lease Verhältnisses, so werden die Leasingverhältnisse zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz angesetzt, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist.

Ist die Gesellschaft Leasinggeber im Rahmen eines Finance Lease Verhältnisses, so werden die Vermögenswerte des Leasingverhältnisses in der Bilanz angesetzt und als Forderung dargestellt, und zwar in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis.

Leasingverhältnisse
als Leasinggeber
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
noch nicht
realisierter
Finanzertrag
Summe
Mindest
leasing
zahlungen
<1 Jahr <1 Jahr >1 <5 Jahre >1 <5 Jahre >5 Jahre >5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Operate Lease 76 0 73 0 0 0 0 149
Finance Lease 422 361 877 822 0 0 116 0
Leasingverhältnisse
als Leasingnehmer
Nettobuch-
wert zum
31.12.2009
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Mindest-
leasing-
zahlungen
Barwert
Mindest-
leasing-
zahlungen
Summe
Untermiet-
verhältnisse
Verbuchter
Leasings
zahlungs
aufwand in
2009*
<1 Jahr <1 Jahr >1 <5 Jahre >1 <5 Jahre >5 Jahre >5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Operate Lease 0 3.750 0 5.287 0 4.948 0 0 4.915
Finance Lease 703 258 219 517 483 0 0 969 0

56 | Anhang Konzern

Die Summe der Mindestleasingzahlungen in Finance Lease Verhältnissen als Leasinggeber beträgt T€ 1.299, abzüglich des in Summe noch nicht realisierte Zinsertrages in Höhe von T€ 116 ergibt sich eine Summe der Barwerte in Höhe von T€ 1.183.

Die Summe der Mindestleasingzahlungen in Finance Lease Verhältnissen als Leasingnehmer beträgt T€ 775, abzüglich der Summe Abzinsungsbeträge in Höhe von T€ 73 ergibt sich eine Summe der Barwerte in Höhe von T€ 702.

Bezüglich der vorgenannten Leasingvereinbarungen bestehen keine Verlängerungs- oder Kaufoptionen. Mit Ausnahme des Sale-and-Lease-Back Verhältnisses des Firmengebäudes, bei denen Mietzahlungen über den amtlich festgestellten allgemeinen Verbraucherpreisindex indexiert sind, bestehen keine Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen dieses Mietverhältnisses fallen Nebenkosten an, in den Leasingvereinbarungen bestehen überdies keine weiteren auferlegten Beschränkungen, die Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse betreffen würden.

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst. Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs des Gesellschafters auf Zahlung erfasst.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 "Earnings per Share" ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) berechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses abzl. Minderheitenanteile durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Stammaktien.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsbzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert gemäß IAS 2.9. angesetzt. Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und, falls zutreffend, Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts sowie unter Einzelbewertung bei Berücksichtigung des Niederstwertprinzips berechnet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.

Sofern notwendig, werden Abwertungen für Überreichweiten, Überalterung sowie für verminderte Gängigkeit vorgenommen.

In den Herstellungskosten wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. Die Fremdkapitalzinsen sind sofort als Aufwand erfasst worden.

Die Aufträge in Bearbeitungen sind unter Anwendung der "percentage-of-completion-method" je nach Anarbeitungsstand im Verhältnis der erbrachten Aufwendungen zu den geschätzten Aufwendungen mit den vereinbarten Auftragserlösen gemäß IAS 11 bewertet.

Forderungen werden mit dem Nettoverkaufserlös unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Soweit bei langfristigen Forderungen der vereinbarte Zinssatz unter dem Marktwert liegt, wird der Nominalbetrag der Forderung diskontiert. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt keine Diskontierung. Ist die Einbringbarkeit der Forderungen unwahrscheinlich, erfolgt eine Wertberichtigung. Sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die liquiden Mittel beinhalten Bankguthaben, Kassenbestände und innerhalb eines Zeitraums von maximal 3 Monaten liquidierbare Geldanlagen, die keinen wesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen gebildet und zum Nominalwert bewertet.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren um Abschreibungen verminderten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 16 bewertet. Die Abschreibung erfolgt planmäßig nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre

Die Anschaffungs-/Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Nachträgliche Anschaffungs-/Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermögenswertes oder – sofern einschlägig – als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bei dem die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten den Betrag von 150 Euro nicht übersteigen werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Eine Abschreibung wegen Wertminderung wird vorgenommen, wenn infolge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt die Gesellschaft eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Für den Fall, dass der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, entspricht der Nutzungswert des Vermögenswertes dem erzielbaren Betrag. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Die Wertminderungsaufwendungen werden ggf. in einer separaten Aufwandsposition erfasst.

Die Notwendigkeit der teilweisen oder vollständigen Wertaufholung wird überprüft, sobald Hinweise vorliegen, dass die Gründe für die in vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommenen Abschreibungen wegen Wertminderung nicht mehr bestehen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Ergebnis des Geschäftsjahres erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, erfolgt eine Anpassung des Abschreibungsaufwands in künftigen Berichtsperioden, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Im Berichtsjahr ergaben sich keine Wertminderungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden analog nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt konzerneinheitlich linear (in der Regel über 3-5 Jahre) über den Zeitraum, in dem der wirtschaftliche Nutzen des Vermögenswertes durch das Unternehmen verbraucht wird. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Akquisitionen und Markenrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle einer planmäßigen Abschreibung werden die Geschäftsund Firmenwerte und Markenrechte mindestens einmal im Jahr einem so genannten Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unter-

Anhang Konzern | 57

zogen (IFRS 3 zusammen mit IAS 36). IAS 38 unterscheidet zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Nur die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig abgeschrieben, dagegen werden die immateriellen Wirtschaftsgüter mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Mit Ausnahme des Goodwills und der Markenrechte haben sämtliche immaterielle Vermögenswerte eine begrenzte Nutzungsdauer.

Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss die Gesellschaft die Absicht und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Erstkonsolidierung und Geschäfts- oder Firmenwert

Die Erstkonsolidierung von Konzernunternehmen wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Dabei werden die nach Vorschriften des IFRS 3 identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet und den Kosten des Erwerbers gegenübergestellt (Kaufpreisallokation). Die nicht erworbenen Anteile an den beizulegenden Zeitwerten von Vermögenswerten und Schulden werden unter den Minderheitenanteilen ausgewiesen.

Ein Überhang der Kosten über den Wert des erworbenen Eigenkapitals wird als Firmenwert aktiviert und in der Folgezeit einem regelmäßigen, jährlichen Werthaltigkeitstest zum Ende des Geschäftsjahres unterzogen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Basis einer an der Segmentberichterstattung angelehnten Ebene der Berichtseinheit (zahlungsmittelgenerierende Einheit) nach IAS 36. Bei diesem Prozess werden die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenüber gestellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen Wertpapiere, Beteiligungen und sonstige Ausleihungen. Finanzanlagen werden zu dem Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses ein- und ausgebucht. Die erstmalige Erfassung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Kategorisierung von Finanzanlagen erfolgt in die folgenden Kategorien:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
  • Kredite und Forderungen.

58 | Anhang Konzern

Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang.

Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Beteiligungen werden der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Sofern keine Marktwerte verlässlich ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. ein mehrjähriger operativer Verlust einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwerts, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners.

Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen – nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus – getätigt. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitaltitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgt keine Zuschreibungen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen dem Buchwert der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des steuerlichen Einkommens erfasst und nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Passive latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen bilanziert. Aktive latente Steuern werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für die die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steuern werden nicht angesetzt, wenn die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert resultieren.Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch zu realisieren.

Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie in Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Unter Rückstellungen für Zuwendungen an Arbeitnehmer fallen im Wesentlichen leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen, die auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens der laufenden Einmal-Prämien (sog. "projected unit credit method") ermittelt werden. Dabei werden zukünftige Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen betragserhöhend berücksichtigt. Beitragsorientierte Versorgungswerke führen lediglich in Höhe der zum Bilanzstichtag noch fälligen Beiträge zu einer Rückstellung. Durch unvorhergesehene Änderungen der Pensionsverpflichtung oder der Planvermögenswerte können versicherungsmathematische Gewinne und –Verluste entstehen, die nicht in der GuV berücksichtigt werden. Diese aufgelaufenen und noch nicht erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste sind in dem Umfang zu realisieren, in dem sie am Anfang des Geschäftsjahres einen Korridor überschreiten, der durch 10% des höheren Werts von Pensionsverpflichtung und Planvermögen bestimmt ist.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sobald eine ungewisse gegenwärtige Verpflichtung aus einem Ereignis der Vergangenheit vorliegt, die rechtlich oder faktisch verursacht ist, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist sowie deren Höhe zuverlässig quantifiziert werden kann. Die Bewertung erfolgt zum Betrag gemäß der bestmöglichen Schätzung, wobei Einzelund Gemeinkosten berücksichtigt werden. Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden ebenso wenig berücksichtigt wie Entwicklungskosten.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt, der dem Marktwert entspricht.

In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt.

B. Angaben zu Finanzinstrumenten

Klassifizierung der Finanzinstrumente

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

Bewertungskategorie
nach IAS 39 und IFRS 7
Buchwert
31.12.2009
Fair Value
31.12.2009
Buchwert
31.12.2008
Fair Value
31.12.2008
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 25.836 25.836 18.282 18.282
Wertpapiere des Anlagevermögens FAHT 157 157 129 129
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen LaR 47.191 47.191 44.175 44.175
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 4.045 4.045 4.907 4.907
Sonstige Vermögenswerte LaR 3.002 3.002 1.909 1.909
Passiva
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger
Anteil an langfristigen Darlehen FLAC 707 707 1.800 1.800
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen FLAC 47.852 47.852 39.257 39.257
Langfristige Darlehen FLAC 5.194 5.194 5.014 5.014
Genussrechtskapital und
nachrangige Darlehen FLAC 12.784 12.784 11.571 11.571
Sonstige finanzielle Schulden FLAC 3.649 3.649 3.754 3.754
Sonstige Schulden FLAC 10.696 10.696 11.009 11.009
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien
gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 80.074 80.074 69.273 69.273
Held-to-Maturity Investments (HtM) 0 0 0 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 0 0 0 0
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 157 157 129 130
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 80.882 80.882 72.405 72.405
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 0 0 0 0

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschlussstichtag.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen und auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt.

Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden.

Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

60 | Anhang Konzern

Aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind keine Nettogewinne oder -verluste gemäß IFRS 7.20 verbucht. Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 waren am 31.12.2009 nicht eingesetzt.

Risikomanagement

CANCOMs Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab. Zu Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings hat der Vorstand Risikogrundsätze formuliert und einen zentralen Risikobeauftragten eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht, misst und gegebenenfalls steuert.

Im Rahmen einer Risikoanalyse werden Risiken bei CANCOM regelmäßig nach den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert, bewertet und im Rahmen einer Risikomatrix eingeordnet. Alle Risiken werden in diesem Zusammenhang einem Verantwortlichen zugeordnet. Soweit Risiken quantifizierbar sind, dienen entsprechend definierte Kennzahlen zu deren Bewertung, stehen für Risiken keine exakt definierbaren Messgrößen zur Verfügung, werden diese von den Verantwortlichen beurteilt.

Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems Frühwarnindikatoren definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung kontinuierlich überprüft und in Risikomanagementmeetings diskutiert werden. Die regelmäßig stattfindenden Risikomanagementmeetings zwischen Vorstand und Risikobeauftragten stellen ein dauerhaftes und zeitnahes Controlling bestehender und zukünftiger Risiken sicher.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung und der langfristigen Finanzierungsstruktur ist CANCOM Liquiditätsrisiken nur in geringem Umfang ausgesetzt.

CANCOM setzt seit Jahren ein Liquiditätsmanagementsystem mit täglicher Überwachung der Liquiditätsentwicklung und Bewertung der Liquiditätsrisiken sowie kurzfristiger bis langfristiger Liquiditätsplanung ein.

Kurzfristige Liquidität ist über Kreditrahmen und durch sog. Cash Pooling jederzeit garantiert. Langfristige Liquidität ist über langfristige Bankenfinanzierungen und entsprechende Eigenkapitalausstattung gesichert, ein wesentlicher Baustein in CANCOM's Finanzierungskonzept ist der Einsatz von eigenkapitalähnlichem Mezzaninekapital bzw. Nachrangdarlehen. Die Laufzeiten der Fremdkapitalmittel sind zur Risikostreuung gezielt über die Zeitachse gestreut.

Durch eine frühe Refinanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten, wird das Liquiditätsrisiko minimiert. Die folgende Darstellung zeigt die Fälligkeiten:

2010 2011 2012–
2014
2015 und
danach
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 47.852 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 707 1.150 2.377 1.667
Genussrechnung und
nachrangige Darlehen 0 413 7.237 5.134
Sonstige Finanzschulden 3.646 0 0 0
Finanzierungsleasing 234 242 249 0
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen 6.341 3.547 6.008 6.310
Zinsaufwand 312 265 539 227

Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Die gesamte Kreditlinie beträgt T€ 12.855. Der gesamte noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 11.550. Während des Geschäftsjahres 2009 kam es im Konzern zu keinen Zahlungsverzögerungen von Zins und Tilgungen .

Währungsrisiken

Aufgrund der wesentlichen Ausrichtung von CANCOM auf den Euro Raum ist CANCOM von Währungsrisiken in mittlerem Ausmaße betroffen. Die in Fremdwährungen bilanzierenden Einheiten tragen in Summe weniger als 2 % des Eigenkapitals bei.

CANCOM hat ein laufendes Währungsmanagement, bei ungenauen Zahlungsterminen bzw. bei Terminverschiebungen werden Währungsgeschäfte so weit wie möglich verlängert bzw. anhand von Vergleichszahlen der Vergangenheit möglichst genau auf ihre Größenordnung geschätzt. Den operativen Einheiten ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Für Währungstransaktionen über T€ 100 existiert ein Freigabesystem, bei dem im Einzelfalle über eine Kurssicherung entschieden wird.

Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31.12.2009 lautet wie folgt:

31.12.2009 31.12.2008
Vermögenswerte in GBP 1.938 2.099
Schulden in GBP 1.238 1.527
Vermögenswerte in CHF 0 2
Schulden in CHF 1 1.250
699 -676

Zinsrisiken

Durch die überwiegend langfristige Finanzierung ist CANCOM von Zinsrisiken nur in geringem Umfang betroffen. Zinsschwankungen wirkten sich in der Vergangenheit bisher nur in geringem Umfange auf das Jahresergebnis aus. Zudem sichert CANCOM's Eigenkapitalausstattung günstige Kreditkonditionen.

Es existiert ein Risikomanagementsystem für die Optimierung von Zinsrisiken, bestehend aus einer laufenden Beobachtung des Marktzinsniveaus und der eigenen Zinskonditionen, überdies besteht ständiger Kontakt mit den Banken, Kreditrahmenverträge sehen die Möglichkeit der Anpassung der Zinssätze vor. Eine konkrete Planung von Zinssicherungsgeschäften ist nur bei starken Schwankungen vorgesehen

Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für CANCOM dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.

Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt. Angesichts der Finanzmarktkrise wurden die internen Richtlinien für die Kreditversicherung sowie der Vergabe von Kreditlimiten verschärft.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko der oben angegebenen Kategorien besteht jeweils in Höhe der ausgewiesenen Buchwerte. Mit Ausnahme der oben genannten Maßnahmen verfügt der Konzern nicht über weitere Sicherheiten, welche dieses Ausfallrisiko vermindern würden.

Marktrisiken

Für Währungsrisiken werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, Zinsrisiken werden nachfolgend quantifiziert.

Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen insbesondere wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Der Konzern ist unter anderem dem Wechselkursrisiko der Währungen von Großbritannien (GBP) sowie der Schweiz (CHF) ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer

Anhang Konzern | 61

5%igen Änderung der Wechselkurse an.

Wenn der Euro gegenüber dem englischen Pfund um 5% ansteigt, ergibt sich eine Veränderung des Eigenkapitals um T€ 35 und des EBIT um T€ 7.

Wenn der Euro gegenüber dem Schweizer Franken um 5% ansteigt, ergibt sich eine Veränderung des Eigenkapitals um T€ 9 und des EBIT um T€ 0.

Zinsrisiken

Alle Zinsrisiken der Gesellschaft sind ergebnisabhängig und entstehen ausdrücklich nur bei entsprechend positiver Ergebnislage der Gesellschaft.

Ein Zinsrisiko besteht bei dem von der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG aufgenommenen Mezzaninekapital. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a. Die zusätzlichen Zinszahlungen betragen T€ 40 pro Jahr, bei einer Restlaufzeit bis Dezember 2015 beträgt das maximale Gesamtrisiko T€ 280.

Im Rahmen der nachrangigen Preferred Pooled Shares - PREPS – besteht eine Genussrechtsvereinbarung mit Verpflichtung zur Beteiligung der Kapitalgeber in Form eines erhöhten Zinssatzes, bei Erreichen eines – im Wesentlichen um PREPS Zinszahlungen bereinigten Jahresüberschusses von € 7 Mio. 1% p.a., bei € 14 Mio. 2% p.a. Das Risiko beträgt bei 1% T€ 60 pro Jahr, bei 2% T€ 120 pro Jahr, bei einer Restlaufzeit bis Dezember 2012 beträgt das maximale Gesamtrisiko T€ 360.

Finanzmarktrisiken

Das Risikohandbuch der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft wurde 2009 auf mögliche Risiken aus der Finanzmarktkrise hin überprüft. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft hat als wesentlichen Unternehmensgegenstand den Erwerb, das Halten und Veräußern von Beteiligungen an Unternehmen sowie Tätigkeiten, die mit der Kapitalbeschaffung im Zusammenhang stehen.

Das Handeln mit Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten ist kein Kerngeschäft des Unternehmens und wird - sofern überhaupt genutzt - nur zu Absicherungen von werthaltigen Grundgeschäften wie Währungsabsicherungen verwendet. Zum Bilanzstichtag war die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft mit Ausnahme von Treuhandvermögen zur Altersvorsorge nicht im Besitz von Wertpapieren oder strukturierten Produkten.

Berechtigungen für den Erwerb und die Veräußerung von strukturierten Produkten bei den Banken sind über das 4-Augen-Prinzip hinaus beschränkt auf Vorstand und Director Finance, es sind keine Transaktionen in diesem Bereich von unerfahrenen Personen möglich.

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (liquide Mittel)

Die liquiden Mittel enthalten ausschließlich jederzeit fällige Bankguthaben sowie Kassenbestände.

2. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Im Vorjahr war beabsichtigt, die CANCOM Ltd., Großbritannien zu veräußern. Daher waren sämtliche Vermögenswerte der Firma unter Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Diese Absicht besteht per 31.12.2009 nicht mehr.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
Forderungen vor Wertberichtigungen 47.518 44.412
Wertberichtigungen 327 237
Buchwert der Forderungen 47.191 44.175

In Abhängigkeit zur Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.

Im Konzern werden Forderungen unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Selbstbehalte bei der Warenkreditversicherung aufgrund von Einschätzungen der anwaltlichen Verfolgung oder aufgrund bestmöglicher Erfahrungen bezüglich zu erwartender Ausfälle wertberichtigt.

Grundsätzlich werden im Konzern alle Forderungen älter als 2 Jahre zu 100% wertberichtigt. Zum Bilanzstichtag lagen keine Forderungen älter als 2 Jahre vor.

Forderungen älter als 1 Jahr und jünger als 2 Jahre waren zu etwa der Hälfte des Forderungswertes wertberichtigt. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der Forderungen älter als 1 Jahr und jünger als 2 Jahre weniger als 1% der Gesamtforderungsbestandes.

Vor Aufnahme eines neuen Kunden nutzt der Konzern eine externe Kreditwürdigkeitsprüfung, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden jährlich überprüft.

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine wesentliche Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen bestehen. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinaus gehende Risikovorsorge notwendig ist.

In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 56 (Vj. T€ 17) berücksichtigt, bei denen über die Schuldner das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 9.131 (Vj. T€ 13.065), welche zum Berichtszeitpunkt fällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Zu den fälligen Forderungen zählen in diesem Zusammenhang auch Forderungen der Zahlungsart "sofort rein netto".

Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Zuführungen des Geschäftsjahres werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Auflösungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

4. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Diese Position beinhaltet im Einzelnen Bonusforderungen gegen Lieferanten (T€ 1.957; Vj. T€ 2.352), Kaufpreisforderung (T€ 361; Vj. T€ 202), Forderungen an Mitarbeiter (T€ 171; Vj. T€ 226), Darlehensforderungen (T€ 168; Vj. T€ 223), Forderungen gegenüber Lieferanten für Warenrücksendungen (T€ 159; Vj. T€ 301), Marketingumsätze (T€ 146; VJ. T€ 231), debitorische Kreditoren (T€ 139; Vj. T€ 396), Sachanlagen zum Verkauf (T€ 75; Vj. T€ 0) sowie Forderungen an Altgesellschafter (T€ 47; Vj. T€ 210).

5. Vorräte

Die Vorräte enthalten fast ausschließlich Waren, insbesondere Hardwarekomponenten und Software. Ein Großteil davon lagert im Logistikzentrum in Scheppach.

Die Vorräte setzen sich folgendermaßen zusammen (unternehmensspezifische Untergliederung):

31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
Fertige Erzeugnisse und Waren 12.588 10.050
Geleistete Anzahlungen 1 30
12.589 10.080

Der Aufwand für Waren und Roh-, Hilfs-, und Betriebstoffe beträgt im Geschäftsjahr 2009 T€ 284.087.

Die Vorräte sind im Berichtsjahr um T€ 540 (Vj. T€ 611) aufgrund von Überreichweiten, Überalterung sowie verminderter Gängigkeit abgewertet worden.

Es gibt keine Vorräte, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinaus realisiert werden.

6. Aufträge in Bearbeitung

Die Aufträge in Bearbeitung betreffen die nach der "percentageof-completion-method" bilanzierten teilerstellten Aufträge in Höhe von T€ 1.035 (Vj. T€ 1.338 abzüglich erhaltener Anzahlungen in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 198). Die bis zum Bilanzstichtag bei laufenden Projekten angefallenen Kosten betragen T€ 946. Die bis zum Bilanzstichtag aus laufenden Projekten resultierenden Gewinne belaufen sich auf T€ 89.

7. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie Forderung für Urheberrechtsabgabe (T€ 1.774; Vj. T€ 1.429) (siehe hierzu Anmerkungen unter B. 10 sonstige Rückstellungen), Steuererstattungsbeträge (T€ 357; Vj. T€ 358), Schadenersatz (T€ 267; Vj. T€ 0), Forderungen an Versicherungsgesellschaft (T€ 233; Vj. T€ 0) (im Vj. T€ 199 unter Ausleihungen ausgewiesen) sowie Forderungen an die Agentur für Arbeit (T€ 141; Vj. T€ 13) ausgewiesen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 459; Vj. T€ 248) beinhalten abgegrenzte Versicherungsprämien sowie vorausbezahlte Kosten.

8. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009 wird im Konzernanlagenspiegel (siehe Seite 44-45) dargestellt.

8.1 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen die Betriebsausstattung für das Logistikzentrum mit T€ 773 und das IT Rechenzentrum mit T€ 424. Darüber hinaus werden Computerequipment, Mietereinbauten und Büroausstattungen ausgewiesen. Als Sicherheit für die Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg wurden Kraftfahrzeuge im Wert von T€ 895 verpfändet.

8.2 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten entgeltlich erworbene Software (T€ 695; Vj. T€ 568), aktivierte Entwicklungskosten (T€ 945; Vj. T€ 0), Markenrechte (T€ 1.756; Vj. T€ 1.756), Kundenstamm (T€ 3.308; Vj. T€ 2.178) und Auftragsbestände (T€ 26; Vj. T€ 42).

Im Zusammenhang mit der Akquisition der Home of Hardware GmbH & Co. KG wurden Markenrechte erworben.

planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

8.3 Geschäfts- oder Firmenwert

Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die entsprechenden Werte aus der Konsolidierung der CANCOM Deutschland GmbH (T€ 11.426; Vj T€ 11.469), der CANCOM SYSDAT GmbH (T€ 4.543; Vj. T€ 4.557), der CANCOM IT Solutions GmbH (T€ 3.446; Vj. T€ 3.396), der CANCOM NSG GmbH (T€ 2.568; Vj. T€ 2.568), der CANCOM a + d IT solutions GmbH (T€ 1.459; Vj. T€ 1.737) und der CANCOM Ltd. (T€ 1.310; Vj. T€ 1.366). Im Vorjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der CANCOM Ltd. unter Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Aufgrund der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der CANCOM Ltd. im Geschäftsjahr 2009 um T€ 56 abgeschrieben. Der entsprechende Aufwand ist in der Gesamtergebnisrechnung im Posten Abschreibungen ausgewiesen und in der Segmentberichterstattung dem Geschäftssegment e-commerce/trade zugeordnet.

Der Konzern überprüft diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren einmal jährlich. Diesen diskontierten Cashflows liegen Fünf-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf die vom Management vorgenommene Einschätzung über künftige Entwicklungen. Den Cash-Flow-Prognosen liegen individuelle Umsatzprognosen der Gesellschafte zugrunde. Die Umsatzentwicklung für 2010 der wesentlichen Gesellschaften der CANCOM-Gruppe liegt zwischen -0,95 % (CANCOM NSG GmbH) und 21,27 % (HoH Home of Hardware GmbH). Die Planungsrechnungen differenzieren zwischen Planumsätzen im Hardware- und Dienstleistungsgeschäft und berücksichtigen zum Teil Aufholeffekte im Hinblick auf Umsatzrückgänge aufgrund von Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2009. Für die Jahre 2011 bis 2013 wurde eine Umsatzentwicklung innerhalb einer Bandbreite von -6,69 % bis 9,58 % zugrunde gelegt. Die CANCOM-Gruppe geht damit von einem im Vergleich zur Branchen- und Marktentwicklung mit -1,5 % für Hardware und 0,5 % für Software (Zahlen von BITKOM für den deutschen IT-Markt in 2010) teils von einem überdurchschnittlichen Wachstum aus.

Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert, stellen sich wie folgt dar:

Risikoloser Zins: 3,28 %
Marktrisikoprämie: 4,00 %
Beta-Faktor: 1,35
Kapitalisierungszinssatz: 9,41 %
Vorsteuer- WACC: 13,44 %

64 | Anhang Konzern

Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben.

Das Management ist der Ansicht, dass eine Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, die dazu führen würde, dass der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit deren erzielbaren Betrag übersteigt, nicht wahrscheinlich ist.

Es sind variable Kaufpreiskomponenten in Höhe von T€ 177 (Vj. T€ 411) enthalten. Der variable Kaufpreis ist von bestimmten Bedingungen abhängig und ist (sollten die Bedingungen eintreffen) erst in den Folgejahren fällig.

8.4 Ausleihungen

Im Vorjahr enthielten die Ausleihungen den Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 199. Da die Pensionsverpflichtung gegenüber Vorstandsmitglieder nicht mehr besteht, wird die Versicherung im Geschäftsjahr 2010 zurückbezahlt und ist unter sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

9. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

1
–192
0 328
2.088
T€
Zugang aus erfolgsneutraler
Aktivierung wegen Erstkonsolidierung
Gewinn- und Verlustrechnung
Steuerersparnis durch Gewinn- und
Verlustrechung, die in den Discontinued
temporäre Differenzen steuerlichem Verlustvortrag
T€
394
–57

Per 31.12.2009 verfügt der CANCOM-Konzern über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von € 14,4 Mio. (Vj. € 8,4 Mio.) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von € 10,5 Mio. (Vj. € 5,5 Mio.). Der Betrag der noch nicht genutzten körperschaftsteuerlichen Verluste, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 6,4 Mio. (Vj. € 0,8 Mio.), der Betrag der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 5,0 (Vj. € 0 Mio.).

Die latenten Steuern aus temporären Differenzen resultieren aus Abweichungen bei Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 181), sonstige Rückstellungen (T€ 105) und immaterielle Vermögenswerte (T€ 52).

10. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Unter den kurzfristigen Darlehen und dem kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um die Inanspruchnahme der von Banken eingeräumten Kreditlinien sowie um den innerhalb eines Jahres fälligen Teil von langfristigen Darlehen.

11. Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden

Unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden werden im Einzelnen Verbindlichkeiten gegenüber ehemalige Gesellschafter eines Tochterunternehmens (T€ 1.412; Vj. T€ 0), kreditorische Debitoren (T€ 681; Vj. T€ 1.069), ausstehende Kostenrechnungen (T€ 654; Vj. T€ 1.061), Kaufpreisverbindlichkeiten (T€ 376; Vj. T€ 382) und Aufsichtsratsvergütungen (T€ 35; Vj. T€ 35) ausgewiesen.

12. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

01.01.09 Zuführ. Erstkons. Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.09
T€ T€ T€ und Umb.
T€
T€ T€
Urheberrechtsabgabe 1.429 0 0 0 345 1.774
Gewährleistungen 675 60 7 0 427 1.155
Kaufpreis Anteile verbundene Unternehmen 368 0 0 312 845 901
Abfindungen, Gehälter 765 0 255 3 210 717
Leasing-Mehrkosten 261 0 82 22 87 244
Abschlusskosten 194 38 193 1 160 198
ungewisse Risiken 203 36 77 0 0 162
Sozialversicherung und Lohnsteuer 29 0 28 0 7 8
Prozesskosten 22 0 4 18 2 2
Instandhaltung 0 0 0 0 0 0
3.946 134 646 356 2.083 5.161

Im Gesamtbetrag der Rückstellungen sind langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 1.256 (Vj. T€ 1.316) enthalten, die unter sonstige langfristige Schulden ausgewiesen sind. Sie betreffen im Wesentlichen Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 579; Vj. T€ 377), die in Österreich vorgeschriebene Rückstellung für Abfindungen (T€ 347; Vj. T€ 411), Jubiläumsrückstellung (T€ 141; Vj. T€ 165), Leasing-Mehrkosten (T€ 77; Vj. T€ 0) und Rückstellungen für ungewisse Risiken (T€ 50; Vj. T€ 127). Im Vorjahr war zusätzlich eine langfristige Rückstellung für Kaufpreis Anteile verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 184 ausgewiesen.

Ein Tochterunternehmen der Gesellschaft wird von der ZPÜ auf Zahlung einer Urheberrechtsabgabe für Wirtschaftsjahre von 2002 bis 2009 in Anspruch genommen. Seitens eines Lieferanten liegt eine Freistellungserklärung in Bezug auf sämtliche Kosten in Zusammenhang mit diesen Ansprüchen vor. Vorstand und Rechtsberater der Gesellschaft gehen davon aus, dass der Gesellschaft folglich kein Aufwand aus diesem Rechtsstreit entstehen wird.

In den sonstigen Rückstellungen ist ein Betrag von T€ 1.774 diesbezüglich zurückgestellt, dem ein sonstiger Vermögenswert in gleicher Höhe gegenübersteht.

13. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Unter den Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern werden im Wesentlichen Verpflichtungen für 2008 und 2009 ausgewiesen.

14. Sonstige kurzfristige Schulden

Unter den sonstigen kurzfristigen Schulden werden im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten (T€ 3.425; Vj. T€ 3.927), Tantiemen und Mitarbeiterboni (T€ 2.781; Vj. T€ 2.180), Lohnund Kirchensteuer (T€ 1.184; Vj. T€ 1.108), Urlaub und Überstunden (T€ 741; Vj. T€ 1.175), Berufsgenossenschaft (T€ 436; Vj. T€ 421), Lohn- und Gehalt (T€ 340; Vj. T€ 244), Schwerbehindertenabgabe (T€ 167; Vj. T€ 176) und Sozialversicherung (T€ 75; Vj. T€ 95) ausgewiesen.

15. Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben. Der Anteil dieser Darlehen, die innerhalb der nächsten 12 Monate fällig sind, wird unter der Position "kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen" ausgewiesen.

Die Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg sind nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den Darlehen werden Zinsvorteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Laufzeit verteilt. Der Marktzins beträgt zwischen 5,37 % und 5,53 %.

16. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen

Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Genussrechte in Höhe von € 6.000.000,00 (PREPS 2005-1 und PREPS 2005-2), Mezzaninekapital in Höhe von € 3.929.374,08 (Aus-

Anhang Konzern | 65

zahlungsbetrag € 4.000.000,00) (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.650.000,00 (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.010.536,19 (Auszahlungsbetrag € 1.995.600,00) (Stadtsparkasse Augsburg) und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 194.353,44 (Auszahlungsbetrag € 392.500,00) (Stadtsparkasse Augsburg). Das Mezzaninekapital und die nachrangigen Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg sind nach der Effektivzinsmethode bewertet. Dadurch werden beim Mezzaninekapital Gebühren und bei den Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg Zinsvorteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Laufzeit verteilt, wobei der Marktzinssatz 10 % beträgt.

Der als PREPS 2005-2 bezeichnete Teil der Genussrechte in Höhe von € 3.000.000,00 wurde mit Vertrag vom 1. November 2005 ausgereicht. Die Einzahlung erfolgte am 8. Dezember 2005. Das Genussrecht endet am 8. Dezember 2012. Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO, und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Gemäß der Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstandes zur Begebung von Genussrechten bei der Hauptversammlung 2005 wurde der per 31.12.2005 noch als nachrangiges Darlehen bilanzierte Teil (PREPS 2005-1) in Höhe von € 3.000.000,00 in Genussrechte umgewandelt.

Die Umwandlung war wirksam ab der Zinsperiode beginnend mit dem 04. Mai 2006. Das Genussrecht endet am 04. August 2012. Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO, und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Gemäß Mezzaninekapitalvertrag vom 27.12.2007 zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG wurde ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 (Auszahlungsbetrag) gewährt. Die Auszahlung erfolgte am 31.12.2007. Das Mezzaninekapital ist spätestens zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig und wird mit einem Festzinssatz in Höhe von 6,6 % p.a. verzinst. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a. Ansprüche aus dem Mezaninekapitalvertrag treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens dergestalt im Rang zurück, dass der

66 | Anhang Konzern

Mezzaninekapitalgeber die Erfüllung dieser Ansprüche während der Zeit der Krise der Gesellschaft i.S.v. § 32a GmbHG analog nicht fordern darf oder soweit die Durchsetzung der Ansprüche zu einer Krise des Unternehmens i.S.v. § 32a GmbHG analog führen würde. Während dieser Krise haben diese subordinierten Forderungen Nachrang zu Forderungen anderer Gläubiger gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 i.V.m. § 39 Abs. 2 InsO.

Das Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde am 28.03.2003 aufgenommen und wird mit 6,67 % p.a. verzinst. Die Tilgung erfolgt ab 30.09.2011 in vier Halbjahresraten zu je € 412.500.

Ein Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.995.600,00 (Auszahlungsbetrag) wurde in Teilbeträgen von € 1.500.000,00 am 23.09.2009 und 495.600,00 am 08.12.2009 ausbezahlt und wird mit 4,25 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 166.300,00.

Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 392.500,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 08.12.2009 ausgezahlt und wird mit 4 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 32.709,00 und einer Schlussrate von € 32.701,00.

17. Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten beinhaltet neben Umsatzabgrenzungen Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand. Die Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand enthalten die über den Zinsvorteil gewährten Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von T€ 1.500. Sie werden auf die Laufzeit der Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg verteilt. (Siehe Ausführungen zu D.3. sonstige betriebliche Erträge).

18. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 31.12.2009 1.967
Steueraufwand durch Gewinn- und Verlustrechnung 155
wegen Erstkonsolidierung 525
Zugang aus erfolgsneutraler Passivierung
Stand 01.01.2009 1.287
T€

Die passiven latenten Steuern wurden auf Abweichungen zu den Steuerbilanzen gebildet. Sie resultieren aus der Umbewertung von immateriellen Vermögenswerten (T€ 1.899), Aufträge in Bearbeitung (T€ 27), Genussrechtskapital und nachrangigen Darlehen (T€ 22), Sachanlagevermögen (T€ 6) sowie sonstige Rückstellungen (T€ 13).

Die Bewertung erfolgt mit dem jeweiligen individuellen Steuersatz zwischen 25 % (österreichische Tochtergesellschaft) und 32,98 %.

19. Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Pensionen übriger Mitarbeiter (T€ 26; Vj. T€ 38) aufgrund "leistungsorientierter" Zusagen, die im Rahmen einer Akquisition übernommen wurden.

Im Vorjahr waren zusätzlich Rückstellungen für ein Vorstandsmitglied in Höhe von T€ 112 ausgewiesen. Die Pensionszusage wurde auf Wunsch des Vorstandsmitglieds beendet und eine Abfindung vereinbart, die unter den sonstigen kurzfristigen Schulden ausgewiesen ist.

Die Höhe der Versorgungszusagen aus den Pensionsplänen im Inland bemisst sich im Wesentlichen nach der Beschäftigungsdauer und der Vergütung der einzelnen Mitarbeiter.

Der versicherungsmathematische Verlust wurde bereits in der Bilanz im Umfang von T€ 14 erfasst.

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung sowie das Fondsvermögen für die "leistungsorientierten" Pläne stellen sich wie folgt dar:

2009 2008
T€ T€
Veränderung der Pensionsverpflichtung
Dynamische Pensionsverpflichtung (DBO) per 01.01. 150 168
Dienstzeitaufwand: Barwert der im
Berichtsjahr erdienten Ansprüche 8 8
Versicherungsmathematischer Verlust (+) Gewinn (-) 18 –35
Zinsaufwand 9 9
Auflösung -159 0
Dynamische Pensionsverpflichtung (DBO) per 31.12. 26 150
2009 2008
T€ T€
Veränderung des Planvermögens
Verkehrswert des Planvermögens per 01.01. 199 182
Tatsächliche Erträge auf das Planvermögen 10 9
Erwartete Erträge auf das Planvermögen 10 9
Arbeitgeberbeiträge 8 8
Auflösung/Zuführung Planvermögen -227 -9
Verkehrswert des Planvermögens per 31.12. 0 199
Überdeckung
des Fonds = Bilanzbetrag 26 –49
Zusammensetzung:
Rückstellungen für Pensionen 26 150
Sonstige Ausleihungen 0 –199
26 –49

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der Verkehrswert des Planvermögens haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt:

31.12.09
T€
31.12.08
T€
31.12.07
T€
31.12.06
T€
01.01.06
T€
Dynamische
Pensionsverpflichtung 26 150 168 201 343
Verkehrswert des
Planvermögens 0 199 182 83 157

Bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen für die Pensionspläne wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

2009 2008
% %
Zinssatz 6,00 6,50
erwartete Verzinsung des Planvermögens 5,00 5,00
Gehaltstrend 0,00 0,00
Rentendynamik 2,00 2,00
Fluktuation 5,00 0,00

Der Gesamtaufwand für die Pensionspläne nach IAS 19 setzt sich wie folgt zusammen:

2009 2008
T€ T€
Aufwand der im Berichtsjahr erdienten
Versorgungsansprüche (current service costs) 8 8
Versicherungsmathematischer Gewinn 14 –35
Zinsaufwand (interest costs) 9 9
Erwartete Erträge auf das Planvermögen
(expected return on plan assets) –10 –9
–21 –27

20. Sonstige langfristige finanzielle Schulden

Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Schulden werden Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von T€ 491 ausgewiesen.

21. Eigenkapital

Bezüglich der Eigenkapitalveränderungen wird auf Anlage 4 verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2009 € 10.390.751,00 und ist in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2009 insgesamt € 4.000.000,00 und untergliedert sich wie folgt:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

aa) für Spitzenbeträge,

bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grund¬kapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen b¬eziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II –.

Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2010 durch Ausgabe bis zu 3.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 3.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, im Falle des Erwerbs einer Beteiligung oder von Unternehmensteilen, ausgeschlossen werden kann. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates - Genehmigtes Kapital (2005) III) -.

68 | Anhang Konzern

Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2009 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:

Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24. Juni 2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Der Vorstand hat im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen gemacht.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Erwerb eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 24. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31.12.2010 eigene Aktien bis zu 1.000.000,00 EURO bzw. knapp 10% des Grundkapitals des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals in Höhe von 10.390.751,00 EURO zu erwerben.

Die Ermächtigung wird zum 1. Juli 2009 wirksam, tritt an die Stelle des in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 gefassten Beschlusses und sie gilt bis zum 31. Dezember 2010. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Entsprechend dem Beschluss können Aktien der Gesellschaft erworben werden, um sie Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, anbieten zu können, oder um sie zur Erfüllung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Begebung von Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 Berechtigten anzubieten und zu übertragen, oder um sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.000.000,00 Euro beschränkt, das sind weniger als 10 % des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals von 10.390.751,00 Euro. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden.

Der Erwerb erfolgt nur über die Börse.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 5 % überschreiten und um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden 51.319 Aktien zu den eigenen Aktien der Gesellschaft zurückgeführt. Zum 31. Dezember 2009 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 51.319 Stück (Nennwert € 51.319,00) zu einem Buchwert von € 164.602,01.

Veränderung der sich im Umlauf befindlichen Aktien:

Stückaktien
Im Umlauf befindliche Aktien zum 31.12.2008 10.390.751
abzüglich in 2009 erworbene eigene Anteile -51.319
Im Umlauf befindliche Aktien zum 31.12.2009 10.339.432

Im Geschäftsjahr 2010 wurden bis zum 25. Januar 2010 weitere 23.010 eigene Aktien erworben. Zum 25. Januar 2010 belief sich der Bestand an eigenen Aktien damit auf 74.329 Stück.

22. Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile betreffen den Teil des Eigenkapitals, der auf den Minderheitengesellschafter der acentrix GmbH entfällt.

23. Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, Gewinnrücklagen, anderen Rücklagen sowie Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen und Minderheitenanteilen.

Ziele des Kapitalmanagement sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung und eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals. Zur Umsetzung wird das Kapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt.

Das Kapital wird auf Basis des wirtschaftlichen Eigenkapitals überwacht. Wirtschaftliches Eigenkapital ist das bilanzielle Eigenkapital. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten, mit Veräußerung im Zusammenhang stehende Schulden sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme stellen sich wie folgt dar:

Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme stellen sich wie folgt dar:

31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital T€ 43,9 38,9
Eigenkapital in % vom Gesamtkapital % 32,5 32,2
Fremdkapital T€ 91,0 81,8
Fremdkapital in % vom % 67,5 67,8
Gesamtkapital
(Eigenkapital plus Fremdkapital) T€ 134,9 120,7

Der Risikomanagementausschuss des Konzerns überprüft die Kapitalstruktur regelmäßig.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung

Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden im Folgenden die Vorjahresangaben gemäß IFRS 5.36 angepasst. Die GuV Positionen des nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Unternehmens sind nicht mehr als Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Siehe hierzu die Ausführungen unter D. 9. Aufgegebene Geschäftsbereiche.

1. Segmentinformationen (Tabelle siehe Seite 42-43)

Die Segmentinformationen erfolgen erstmalig gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente". Die Segmentangaben beruhen auf der zu internen Steuerungszwecken verwendeten Segmentierung (management approach).

Der Konzern berichtet zwei Geschäftssegmente – e-commerce/ trade und IT Solutions.

Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente

Das Geschäftssegment e-commerce/trade beinhaltet die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, HOH Home of Hardware GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Ltd. abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH zuzuordnenden Kostenstellen. Dieses Geschäftssegment umfasst schwerpunktmäßig die auf Internet, Katalog, Telesales und Direktvertrieb gestützten transaktionsorientierten Geschäfte des Konzerns.

Anhang Konzern | 69

Das Geschäftssegment IT Solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM NSG GmbH, CANCOM SYSDAT GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, Novodrom People Value Service GmbH, acentrix GmbH, CANCOM Service Center Süd GmbH, NSG Datacenter Services GmbH, CANCOM IT Services GmbH, CANCOM IT Solutions GmbH sowie die dieser zugeordneten Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH. Mit diesem Geschäftssegment bietet die CANCOM Gruppe eine umfassende Betreuung rund um IT-Infrastruktur und –Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, Projektplanung und –durchführung, die Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT.

Unter "sonstige Gesellschaften" ist die Gesellschaft CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft sowie die CANCOM Financial Services GmbH (ab Erstkonsolidierung am 08.12.2009) ausgewiesen. Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft beinhaltet die Stabs- oder Leitungsfunktion. Sie erbringt als solches eine Reihe von Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen. Außerdem fallen in diesen Bereich die Kosten der zentralen Konzernsteuerung und Investitionen in konzern-internen Projekten.

Bewertungsgrundlagen für das Ergebnis sowie die Vermögenswerte der Segmente

Die in der internen Berichterstattung über das Segment zur Anwendung gelangenden Rechnungslegungsmethoden entsprechen den unter Punkt A. 4. beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Lediglich im Rahmen der Währungsumrechnung bestehen Unterschiede, die zu geringen Abweichungen zwischen den Daten des internen Berichtswesens und den entsprechenden Angaben der externen Rechnungslegung führen.

Interne Umsätze werden je nach Art der Leistung entweder auf Kostenbasis oder auf Basis aktueller Marktpreise erfasst.

Überleitungsrechnungen

In der Position Überleitungsrechnung werden Themen ausgewiesen, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Geschäftssegmenten und dem sonstigen Gesellschaften stehen. Dazu gehören die Verkäufe innerhalb der Segmente und der Ertragsteueraufwand.

Der Ertragsteueraufwand ist nicht Bestandteil der Ergebnisse der Geschäftssegmente. Da der Steueraufwand bei steuerlicher Organschaft der Muttergesellschaft zugeordnet wird, entspricht die Zuordnung der Ertragsteuer nicht unbedingt der Struktur der Segmente.

Informationen über geografische Gebiete

Umsätze nach Sitz des Kunden Umsätze nach Sitz der Gesellschaften
2009 2008 2009 2008
T€ T€ T€ T€
Deutschland 379.860 316.094 386.098 322.173
Ausland 42.618 48.053 36.380 41.974
Konzern 422.478 364.147 422.478 364.147
Langfristige Vermögenswerte
31.12.09
31.12.08
T€
35.257 32.268
3.769 2.288
39.026 34.556
T€

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten das Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte, die Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige langfristige Vermögenswerte. Finanzinstrumente und latente Steueransprüche sind ausgenommen.

2. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen von T€ 422.478 sind mit Hilfe der POC-Methode ermittelte Auftragserlöse von T€ 1.061 enthalten.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

Summe 2.679 1.727
sonstige betriebliche Erträge 58 70
Zuwendungen der öffentlichen Hand 146 0
periodenfremde Erträge 379 45
Schadenersatz aufgrund Kaufverträge 47 143
Minderheitsgesellschafter 171 0
Erträge aus Abfindung
betrag aus Kapitalkonsolidierung 1.812 1.384
Erträge aus passivischem Unterschieds
Mieterträge 66 85
2009
T€
2008
T€

Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Ausbuchungen von kreditorischen Debitoren, Umsatzsteuerüberzahlung Vorjahre, Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens und Erträge aus der Minderung der Pensionsrückstellung.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand beinhalten den Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit zur Sozialversicherung des Kurzarbeitergeldes (T€ 138) und den auf das Geschäftsjahr 2009 entfallenden Zuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der durch einen unter dem Marktzins gelegenen ermäßigten Zinssatz gewährt wurde (T€ 8).

Von der KFW bezuschusst sind die Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg, die unter den Bilanzpositionen Langfristige Darlehen und Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen ausgewiesen sind. Wir verweisen auf die Angaben zu den Darlehen unter C 15 und C 16.

4. Andere aktivierte Eigenleistungen

Ausgewiesen werden Leistungen eigener Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens und aktivierungsfähige Entwicklungskosten in den immateriellen Vermögenswerten.

Die Eigenleistungen teilen sich wie folgt auf:

T€
Aktivierte Entwicklungskosten 945
Aktivierung im Zusammenhang mit Rechenzentrum 8

Die Forschungs- und Entwicklungskosten in 2009 betrugen insgesamt € 2,1 Mio. Davon sind T€ 945 aktiviert.

5. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Summe 82.807 73.028
Aufwendungen für Altersversorgung 198 188
soziale Abgaben 12.644 11.142
Löhne und Gehälter 69.965 61.698
2009
T€
2008
T€

Anhang Konzern | 71

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

Versicherungen und sonstige Abgaben
Kfz Kosten
895
4.360
874
4.894
Werbekosten 1.793 1.623
Börsen- und Repräsentationskosten 341 643
Bewirtungen und Reisekosten 1.794 2.089
Kosten der Warenabgabe 3.105 2.195
Fremdleistungen 2.730 3.300
Reparaturen, Instandhaltung, Mietleasing 1.520 745
Kommunikations- und Bürokosten 1.706 1.534
Rechts- und Beratungskosten 812 824
Gebühren, Kosten des Geldverkehrs 485 304
Wertberichtigungen auf Forderungen 0 347
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.344 2.227
Summe 26.100 26.056
2009
T€
2008
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.616 3.962
Erwarteter Steueraufwand zum Steuersatz
der inländischen Gesellschaften
(30,77%; Vj. 30,62 %) 1.728 1.213
- Besteuerungsunterschied Ausland 30 39
- Veränderung der Wertberichtigung
auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge -233 34
- steuerfreie Einnahmen / steuerlich unbeachtliche
Veräußerungsverluste -422 -28
- periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern -40 103
- permanente Differenzen: nicht abzugsfähige
Betriebsausgaben sowie gewerbesteuerliche
Hinzurechnungen und Kürzungen 105 366
- Ertrag aus passivem Unterschiedsbetrag
aus Kapitalkonsolidierung -610 -424
- sonstiges -3 -2
- unter aufgegebene Geschäftsbereiche
ausgewiesene Steuerersparnis 1 -39
gesamter Ertragsteueraufwand Konzern 556 1.262

Die tatsächliche Steuerquote ergibt sich wie folgt:

7. Zinserträge / Zinsaufwendungen

Zinserträge / Zinsaufwendungen –1.304 –1.259
Zinsen und ähnliche Aufwendungen –1.468 –1.563
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 164 304
2009
T€
2008
T€

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Bankguthaben und Zinserträgen von Kunden.

8. Ertragsteuern

Die Ertragssteuerquote für inländische Gesellschaften beläuft sich auf 30,77 % (i.Vj. 30,62 %) und betrifft Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die geringfügige Erhöhung der Ertragsteuerquote ist auf die Erhöhung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes zurückzuführen.

Die Abweichungen der ausgewiesenen Steueraufwendungen zu denen des Steuersatzes der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft ergeben sich wie folgt:

T€
Ergebnis vor Steuern 5.616
Steuern vom Einkommen und Ertrag 556
tatsächliche Steueraufwandsquote 9,90 %

Als Ertragssteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:

Steueraufwand Konzern 556 1.262
404 805
Passiv 155 -232
Aktiv 249 1.037
latente Steuern:
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 152 457
T€ T€
2009 2008

Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in der Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOM-einheitlichen Bewertung sowie

72 | Anhang Konzern

aufgrund von Konsolidierungsvorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden aktiviert, soweit diese mit zukünftigen positiven Ergebnissen innerhalb der nächsten 2 Jahre voraussichtlich gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.

9. Aufgegebene Geschäftsbereiche

Der Effekt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beläuft sich auf T€ -3 (Vj. T€ -62).

Dieser Betrag untergliedert sich in Erlöse (incl. sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 1.324), Aufwendungen in Höhe von T€ -4 (Vj. T€ -1.316) und Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ -4 (Vj. T€ 8). Der zugehörige Ertragsteuerertrag/-aufwand beträgt T€ 1 (Vj. T€ -70).

Unter den aufgegebenen Geschäftsbereichen werden im Vorjahr vor allem der Verkauf der Softmail Gruppe und der beabsichtigte Verkauf der CANCOM Ltd. ausgewiesen.

Aufgrund der geänderten Ertragslage der CANCOM Ltd. hat sich der Konzern entschieden, die Beteiligung weiterhin zu halten. Die Beteiligung wird daher im Geschäftsjahr 2009 nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und das Ergebnis der CANCOM Ltd. wird nicht mehr unter aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesen. Die Vorjahresangaben in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Kapitalflussrechnung wurden entsprechend angepasst.

10. Minderheitenanteile

Auf die Minderheitsanteilseigner entfallen 24,5 % des Jahresüberschusses der im Geschäftsjahr 2009 durch Anwachsung erschloschenen Home of Hardware GmbH & Co. KG für den Zeitraum 01. Januar. – 31. Juli 2009 (T€ 26) und 49 % des Jahresüberschusses der acentrix GmbH 2009 (T€ 13). Bezüglich der Entwicklung der Minderheitsanteile im Eigenkapital wird auf Anlage 4 verwiesen.

E. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Vorgaben des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität beinhaltet Barmittel und Bankguthaben.

Das Vorjahr wurde angepasst, da die CANCOM Ltd. nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird. Siehe hierzu die Ausführungen unter D. 9. Aufgegebene Geschäftsbereiche.

Bei der Ermittlung des Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Methode gewählt. Der Cash flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 2,4 Mio. verringert.

Hinsichtlich des Erwerbs des Tochterunternehmens CANCOM Financial Services GmbH und CANCOM SCC GmbH verweisen wir auf unsere Anhangsangaben unter A. 3 (Konsolidierungskreis). Mit dem Erwerb dieser Unternehmen wurden Zahlungsmittel im Umfang von T€ 1.791 übernommen.

Der Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 25.836 (Vorjahr T€ 18.877) umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, in der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten enthalten sind. Der Finanzmittelfond im Vorjahr enthielt auch die liquiden Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von T€ 595.

F. Sonstige Angaben

1. Verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft erstellt diesen Konzernabschluss als Obergesellschaft. Dieser Konzernabschluss wird nicht in einen übergeordneten Konzernabschluss einbezogen.

Nach IAS 24 stellte das im Januar 2006 mit der TRS Technology Refresh GmbH gründete Joint Venture Unternehmen, die CAN-COM Financial Services GmbH, eine nahestehende Person dar. Die CANCOM Financial Services GmbH vermittelt die Leasingverträge, die von der TRS Technology Refresh GmbH abgeschlossen werden. Zahlungen des Konzerns an die TRS Technology Refresh GmbH beliefen sich auf T€ 49 (Kaufpreis Anteile an der CANCOM Financial Services GmbH). Durch den Erwerb der restlichen Geschäftsanteile der CANCOM Financial Services GmbH am 08. Dezember 2009 entfällt das Joint Venture.

Im Sinne von IAS 24 kommt Herr Klaus Weinmann als nahe stehende Person in Betracht, der sowohl in seiner Funktion als Vorstand als auch als Aktionär der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die CANCOM-Gruppe ausüben kann. Ferner zählen die Vorstände Herr Rudolf Hotter und Herr Paul Holdschik zu den nahe stehenden Personen. Außerdem sind die Mitglieder des Aufsichtsrates nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24.

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt:

Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 280 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 186 TEuro, dem einmaligen Anspruch aus der Abfindung der bisher erworbenen Pensionsansprüche in Höhe von TEuro 142 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 2 TEuro. In Summe beträgt die Vergütung inkl. der einmaligen Abfindung aus bisher erworbenen Pensionsansprüchen, von denen 119 TEuro bereits in vorangegangenen Jahren erworben waren, 610 TEuro. Die Vergütung der beiden Vorstandsmitglieder Herrn Rudolf Hotter und Herrn Paul Holdschik setzt sich jeweils zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 200 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 125 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 4 TEuro, in Summe jeweils 329 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2009 1.268 TEuro.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt:

Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt T€ 26. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder betragen für Dr. Klaus F. Bauer T€ 13, Stefan Kober T€ 13, Hans-Jürgen Beck T€ 4, Raymond Kober T€ 13, Walter Krejci T€ 13 und Regina Weinmann T€ 7.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen.

Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft besteht ein am 9. März 2007 mit Wirkung zum 01. Juli 2007 nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von € 60.000 p.a. vorsieht. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2009 beläuft sich folglich auf € 60.000.

Am 27.06.2007 genehmigte der Aufsichtsrat gemäß § 114 I AktG einen am 07.03.2007 geschlossenen M&A Beratervertrag mit der Auriga Corporate Finance GmbH München. Die Zahlungen der Gesellschaft auf Grundlage des Beratervertrages belaufen sich im Geschäftsjahr 2009 auf T€ 0.

Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen wurden zu Marktpreisen abgerechnet.

Anhang Konzern | 73

2. Aktienbesitz der Organe (zum Bilanzstichtag)

Aktionär Stückaktien %
Klaus Weinmann 543.312 5,2548
Paul Holdschik 64.781 0,6265
Rudolf Hotter 175.000 1,6925
Walter von Szczytnicki 6.252 0,0605
Stefan Kober 826.289 7,9916
Dr. Klaus F. Bauer 1.500 0,0145
Raymond Kober 920.891 8,9066
Walter Krejci 10.000 0,0967
Regina Weinmann 100.000 0,9672
Freefloat 7.691.407 74,3891
10.339.432 100,0000

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den Gesellschaften des CANCOM-Konzerns bestanden die folgenden finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

6.341 3.547 2.435 1.893 1.680 6.310 22.206
verträgen 3.008 1.581 615 122 0 0 5.326
Leasing
aus
trägen 3.333 1.966 1.820 1.771 1.680 6.310 16.880
Mietver
aus
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Fällig 2010 2011 2012 2013 2014 später gesamt

Die Leasingverträge beziehen sich auf Operating-Leasingverhältnisse.

Mit notariellem Kaufvertrag vom 22. Dezember 2009 wurden alle Geschäftsanteile an der Bürotex GmbH Systemhaus erworben. Der wirtschaftliche Übergang der Geschäftsanteile erfolgte zum 01. Januar 2010. Der Kaufpreis ist in 2010 fällig. Die Höhe des Kaufpreises ergibt sich aus dem noch festzustellenden Reinvermögen der Gesellschaft. Der Kaufpreis wird voraussichtlich ca. T€ 3.500 betragen.

Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens eines Kunden hat der beauftragte Insolvenzverwalter zeitlich deutlich nach Insolvenzeröffnung Rückforderungen aus Bankabbuchungen und Lastschriften aus laufenden Warenlieferungen in Höhe von rund € 1,6 Mio. gegenüber einer Tochtergesellschaft der CANCOM IT Systeme AG geltend gemacht. Nach Beurteilung des Anwalts der Tochtergesellschaft sind die Ansprüche des Insolvenz-

74 | Anhang Konzern

verwalters aus verschiedenen Gründen nicht durchsetzbar. Der beauftragte Anwalt bestätigt seine Einschätzung in dieser Rechtsangelegenheit und kann die Einschätzung juristisch detailliert begründen. Auf Basis dieser juristischen Einschätzung sieht der Vorstand auch bei vorsichtiger Einschätzung keine Notwendigkeit zu einer über das Prozessrisiko hinausgehenden Berücksichtigung des Risikos in Form einer Rückstellung und vertritt die Auffassung, den Stand des Verfahrens im Jahresabschluss adäquat zu berücksichtigen.

Eine Tochtergesellschaft der CANCOM IT Systeme AG wurde von einem großen Klinikum mit der Implementierung eines IP TV & Multimedia-Patiententerminals als Teil eines Gesamtgewerkes beauftragt. Bezüglich des Kunden bestehen Differenzen bezüglich der Realisation der Anforderungen im Pflichtenheft und einer eingeschränkten Nutzung der Anlage. Die Streitsumme beträgt rund € 0,4 Mio. Aufgrund der Komplexität des Projektes bestehen Vertragsverhältnisse zwischen dem Klinikum, einer vom Klinikum mit der Gesamtkoordination beauftragten Projektierungsgesellschaft, dem Hersteller der Anlage, der Tochtergesellschaft des CANCOM IT Systeme AG sowie Folgebeauftragten Unternehmen. Das Verfahren wurde gemäß der anwaltlichen Einschätzung der Chancen und Risiken in diesem Streitfalle im Jahresabschluss berücksichtigt. Für die CANCOM Tochtergesellschaft besteht zudem ein Regressanspruch gegenüber dem Lieferanten. Auf Basis dieser juristischen Einschätzung ist der Vorstand der Auffassung, den Stand des Verfahrens im Jahresabschluss adäquat zu berücksichtigen.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 314 Nr. 2 HGB

Die Tochtergesellschaften der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft – die CANCOM NSG GmbH und die CANCOM Deutschland GmbH – nutzen neben der Finanzierung über die Muttergesellschaft zur Verbesserung der Liquidität Factoring Rahmenverträge für den in Bezug auf das Bonitäts- und Ausfallrisiko regresslosen Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Bei der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft wurde zur Verbesserung der Liquidität und Optimierung der Bilanzstruktur im Vorjahr das ERP-Systems Microsoft® Dynamics AXTM im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft. In 2007 wurde, ebenfalls zum gleichen Zweck die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft.

5. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung in 2009 abgegeben und am 29. Dezember 2009 den Aktionären über die Homepage "www.cancom.de" zugänglich gemacht.

6. Honorare für die Abschlussprüfer

Für die Abschlussprüfer im Sinne von § 318 HGB (Einschließlich verbundener Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB) sind für das Geschäftsjahr 2009 folgende Honorare (Gesamtvergütung zzgl. Auslagen ohne Vorsteuer) angefallen:

a) Abschlussprüfung T€ 183
b) Steuerberatung T€ 1
c) Sonstige Leistungen T€ 22

7. Arbeitnehmer

2009 2008
im Jahresdurchschnitt 1.777 1.588
am Jahresende 1.870 1.778

8. Beteiligungen an der Gesellschaft im Sinne des § 20 IV AktG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft von keinem Gesellschafter eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 AktG schriftlich mitgeteilt.

9. Vorstände und Aufsichtsrat

Als Vorstände sind bestellt:

  • Herr Klaus Weinmann, Dipl.-Kfm., Aystetten (-Vorsitzender-)
  • Herr Rudolf Hotter, Dipl. Betriebswirt, Füssen
  • Herr Paul Holdschik, Kfm., Eurasburg

Alle Vorstände sind gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertretungsbefugt.

Zu Prokuristen sind bestellt:

  • Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Wittislingen
  • Dr. Johannes Mauser, Stuttgart

Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates sind bestellt:

  • Herr Walter von Szczytnicki, selbständiger Unternehmensberater, Kirchseeon (Vorsitzender)
  • Herr Dr. Klaus F. Bauer, Wirtschaftsjurist, Riemerling (stellvertretender Vorsitzender)
  • Herr Stefan Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Hans-Jürgen Beck, Vorstandsvorsitzender der FGN AG, Frankfurt - bis 30.04.2009
  • Herr Raymond Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Walter Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter der AURIGA Corporate Finance GmbH, München
  • Frau Regina Weinmann, Dipl.-Kauffrau, selbständige Immobilienkauffrau und Geschäftsführerin der WFO Finanzberatung GmbH, Aystetten - seit 24.06.2009

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:

  • Herr Walter von Szczytnicki in: - AL-KO Kober AG
  • Herr Dr. Klaus Bauer in: - S-Partner Kapital AG
  • Herr Hans-Jürgen Beck
  • new econ AG, Wiesbaden (Vorsitzender)

10. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 11. Februar 2010 wurde rückwirkend zum 01.01.2010 die CANCOM SYSDAT GmbH auf die CANCOM IT Solutions GmbH, Jettingen-Scheppach, verschmolzen. In der neuen Einheit, die künftig als CANCOM IT Solutions GmbH firmiert, wird das Lösungsgeschäft der CANCOM Gruppe konzentriert.

11. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses der CANCOM IT Systeme AG

Der Vorstand der CANCOM IT Systeme AG beschließt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 11.981 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 0,15 pro dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden, den aus dem Bilanzgewinn auf die zum Zeitpunkt der Hauptversammlung gehaltenen eigenen Aktien entfallenden Ausschüttungsbetrag und den nach Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

12. Genehmigung des Konzernabschlusses gemäß IAS 10.17

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 10. März 2010 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Jettingen-Scheppach, den 09. März 2010

Klaus Weinmann Paul Holdschik Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name, Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote in %
1. CANCOM Deutschland GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
sowie deren Tochtergesellschaften
– CANCOM (Switzerland) AG, Caslano / Schweiz 100,0
– CANCOM Computersysteme GmbH, Grambach / Österreich 100,0
sowie deren Tochtergesellschaft
• CANCOM a+d IT solutions GmbH, Perchtoldsdorf / Österreich 100,0
2. CANCOM NSG GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
3. CANCOM IT Solutions GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
sowie deren Tochtergesellschaft
– acentrix GmbH, Jettingen-Scheppach 51,0
4. CANCOM SYSDAT GmbH, Köln 100,0
5. HOH Home of Hardware GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
6. CANCOM SCC GmbH, Stuttgart 100,0
7. CANCOM physical infrastructure GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
sowie deren Tochtergesellschaft
– Novodrom People Value Service GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
8. CANCOM Service Center Süd GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
9. CANCOM Ltd., Guildford / Großbritannien 100,0
10. CANCOM Financial Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
11. NSG Datacenter Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0
12. CANCOM IT Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzernabschluss

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Jettingen-Scheppach, den 09. März 2010

Klaus Weinmann Paul Holdschik Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

78 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, Jettingen-Scheppach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzerlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht dem Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 09. März 2010

S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Tobias Wolf Johann Dieminger

80 | Jahresabschluss AG AG-Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva
in € 31.12.2009 31.12.2008
A. Anlag
evermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.116,96 13.134,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 176.395,85 207.073,37
188.512,81 220.207,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 259.323,23 288.515,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 520.347,90 488.900,80
779.671,13 777.415,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 38.520.560,47 39.768.488,99
B. Umlauf
vermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.641.600,70 5.431.947,37
2. Sonstige Vermögensgegenstände 386.784,64 637.217,83
8.028.385,34 6.069.165,20
II. Wertpapiere
eigene Anteile 164.602,01 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.599.564,72 10.136.397,53
C. Rechnungsabg
renzungs
posten
68.508,21 26.034,21
64.349.804,69 56.997.709,34

Jahresabschluss AG | 81

Passiva
in € 31.12.2009 31.12.2008
A. Eig
enka
pital
I. Gezeichnetes Kapital 10.390.751,00 10.390.751,00
II. Kapitalrücklage 16.513.442,57 16.513.442,57
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklagen 6.665,71 6.665,71
2. Rücklagen für eigene Anteile 164.602,01 0,00
3. Andere Gewinnrücklagen 0,00 115.804,78
171.267,72 122.470,49
IV. Bilanzgewinn 11.980.851,92 8.205.145,24
39.056.313,21 35.231.809,30
B. Rücks
tellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 118.891,00
2. Steuerrückstellungen 341.667,66 369.948,41
3. Sonstige Rückstellungen 1.672.123,17 837.445,00
2.013.790,83 1.326.284,41
C. Verbindlichkeiten
1. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen 14.038.100,00 11.650.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.203.818,61 4.487.830,80
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 136.207,41 346.359,60
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.395.659,41 1.617.457,75
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.505.915,22 2.337.967,48
23.279.700,65 20.439.615,63
64.349.804,69 56.997.709,34

AG-Gewinn- und Verlustrechnung 82 | für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

in € 01.01.2009 – 31.12.2009 01.01.2008 – 31.12.2008
1. Umsatzerlöse 5.601.000,00 5.238.000,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.565.087,15 2.727.284,71
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter –2.783.386,31 –2.452.673,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung –324.509,41 268.669,55
–3.107.895,72 2.721.343,18
4. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des AV und Sachanlagen
sowie auf aktivierte Aufwendungen für Ingangsetzung und
Erweiterung des Geschäftsbetriebes –158.476,63 –344.771,72
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen –3.656.489,35 –4.165.591,71
6. Erträge aus Beteiligungen 700.000,00 371.466,96
7. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 3.880.261,69 4.228.620,03
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 285.776,29 292.506,43
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 –1.597.054,03
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –1.153.819,61 –1.214.335,50
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.955.443,82 2.814.781,99
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –126.715,47 –305.219,90
13. Sonstige Steuern –4.224,44 –4.005,28
14. Jahresüberschuss 3.824.503,91 2.505.556,81
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.205.145,24 5.699.588,43
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen –48.797,23 0,00
16. Bilanzgewinn 11.980.851,92 8.205.145,24

für die zeit vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 entwicklung des Anlagevermögens – Anlagespiegel

84 | Entwicklung des Anlagevermögens – Anlagespiegel

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge
01.01.2009 2009 2009
in € in € in €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.938,36 9.655,50 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 460.162,69 0,00 0,00
579.101,05 9.655,50 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 467.982,94 5.426,94 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 663.713,10 114.627,98 1.731,08
1.131.696,04 120.054,92 1.731,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.579.742,82 1.466.475,48 2.714.404,00
2. Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00
44.604.742,82 1.466.475,48 2.714.404,00
Summe 46.315.539,91 1.596.185,90 2.716.135,08

Jahresabschluss AG | 85

Buchwerte Abschreibungen
Stand Stand Stand Abgänge Zugänge Stand Stand Umbuchungen
31.12.2008 31.12.2009 31.12.2009 2009 2009 01.01.2009 31.12.2009 2009
in € in € in € in € in € in € in € in €
13.134,09 12.116,96 116.476,90 0,00 10.672,63 105.804,27 128.593,86 0,00
207.073,37 176.395,85 283.766,84 0,00 30.677,52 253.089,32 460.162,69 0,00
220.207,46 188.512,81 400.243,74 0,00 41.350,15 358.893,59 588.756,55 0,00
288.515,15 259.323,23 241.086,65 34.618,86 179.467,79 473.409,88 0,00
488.900,80 520.347,90 256.262,10 1.057,82 82.507,62 174.812,30 776.610,00 0,00
777.415,95 779.671,13 470.348,75 1.057,82 117.126,48 354.280,09 1.250.019,88 0,00
4.836.253,83 38.520.560,47 39.743.488,99 0,00 0,00 4.836.253,83 25.000,00 43.356.814,30
25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 –25.000,00
4.836.253,83 38.520.560,47 39.768.488,99 0,00 0,00 4.836.253,83 0,00 43.356.814,30
5.706.846,32 39.488.744,41 40.766.112,40 1.057,82 158.476,63 5.549.427,51 0,00 45.195.590,73

86 | AG-Anhang für das Geschäftsjahr 2009

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB). Der Bilan-zierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.

B. Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren) bewertet. Der Goodwill wird über 15 Jahre entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Dem Sachanlagevermögen werden Nutzungsdauern zwischen 2 und 13 Jahren zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, bei denen die Anschaffungsbzw. Herstellungskosten den Betrag von EUR 150 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Wirtschaftsgüter deren Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 lie-gen werden seit dem 01. Januar 2008 in einem Sammelposten aktiviert. In diesen Sammelposten werden alle Wirtschaftsgüter eines Jahres erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Rückstellungen

Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Ver-pflichtungen sowie drohende Verluste.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung in-nerhalb des Konzernverbunds erfolgen zum Umrechnungskurs am Bilanzstichtag. Monetäre Bilanzpositionen in Fremdwährungen werden ebenfalls zum Stichtagskurs umgerechnet. Verbindlichkeiten werden gegebenenfalls zum höheren historischen Kurs bewertet.

C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (siehe Seite 80-81) dargestellt.

Zur Zusammensetzung des Finanzanlagevermögens und der jeweiligen Jahresergebnisse der Tochterunternehmen vgl. Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 4).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von T€ 0 (i. Vj. T€ 199) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Vorjahr handelte es sich um die Rückdeckversicherungen im Zusammenhang mit der Pensionsrückstellung. Da die Pensionszusage an den Vorstand aufgehoben wurde, ist geplant, sich die Versicherung im Geschäftsjahr 2010 auszahlen zu lassen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die CANCOM NSG GmbH (T€ 2.282; i.Vj. T€ 0), HOH Home of Hardware GmbH (vormals SYSNET Computer-Systemvertriebsgesellschaft mbH) (T€ 2.144; i.Vj. T€ 30), CANCOM Computersysteme GmbH (T€ 1.641, i.Vj. T€ 0), CANCOM IT Solutions GmbH (T€ 699; i. Vj. T€ 206), acentrix GmbH (T€ 259; i. Vj. T€ 221), CANCOM Limited (T€ 205; i. Vj. T€ 61), CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 204; i. Vj. T€ 4), CANCOM (Switzerland) AG (T€ 169; i. Vj. T€ 0), CANCOM a+d IT solutions GmbH (T€ 36; i. Vj. T€ 36) sowie die Novodrom People Value Service GmbH (T€ 3; i. Vj. T€ 4). Des Weiteren waren im Vorjahr Forderungen gegen die CANCOM Deutschland GmbH in Höhe von T€ 4.870 ausgewiesen.

Eigene Anteile

Im Dezember 2009 wurden 51.319 eigene Aktien erworben. Der Bestand an eigenen Aktien betrug per 31. Dezember 2009 51.319 Stück. Dies entspricht einem Nennwert von € 51.319 und 0,49 % des gezeichneten Kapitals. Die eigenen Aktien wurden zu An-schaffungskosten in Höhe von insgesamt € 164.602,01 bewertet. Bezüglich der Gründe des Erwerbs wird auf die Ausführungen zum gezeichneten Kapital verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2009 € 10.390.751,00 und ist in 10.390.751 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2009 insgesamt € 4.000.000,00 und untergliedert sich wie folgt:

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Be-zugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

aa) für Spitzenbeträge,

bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück er-worbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktien-ausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II –.

Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2005 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2010 durch Ausgabe bis zu 3.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 3.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, im Falle des Erwerbs einer Beteiligung oder von Unternehmensteilen, ausgeschlossen werden kann.

88 | Anhang AG

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates – Genehmigtes Kapital (2005) III) -.

Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2009 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:

Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24. Juni 2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Optionsbzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Ge-schäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Be-schluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Der Vorstand hat im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen gemacht.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Erwerb eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung der CANCOM IT Systeme AG vom 24. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31.12.2010 eigene Aktien bis zu 1.000.000,00 EURO bzw. knapp 10% des Grundkapitals des am 24. Juni 2009 bestehen-den Grundkapitals in Höhe von 10.390.751,00 EURO zu erwerben.

Die Ermächtigung wird zum 1. Juli 2009 wirksam, tritt an die Stelle des in der Haupt-versammlung vom 25. Juni 2008 gefassten Beschlusses und sie gilt bis zum 31. Dezember 2010. Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Entsprechend dem Beschluss können Aktien der Gesellschaft erworben werden, um sie Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, anbieten zu können, oder um sie zur Erfüllung der Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Begebung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 Berechtigten anzubieten und zu übertragen, oder um sie einzuziehen.

Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1.000.000,00 Euro beschränkt, das sind weniger als 10 % des am 24. Juni 2009 bestehenden Grundkapitals von 10.390.751,00 Euro. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen im Rahmen der vorgenannten Beschränkung ausgeübt werden.

Der Erwerb erfolgt nur über die Börse.

Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Handelstag festgestellten Eröffnungskurs im Xetra-Handel (oder einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main um nicht mehr als 5 % überschreiten und um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

Zum 31. Dezember beträgt der Bestand eigener Aktien 51.319 Stück.

Rücklagen für eigene Anteile

Gemäß § 272 Absatz 4 HGB wurde eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe des auf der Aktivseite unter der Position "eigene Anteile" ausgewiesenen Betrages (T€ 165) eingestellt. Die Rücklage wurde in Höhe von T€ 116 aus den anderen Gewinnrücklagen und in Höhe von T€ 49 aus dem Bilanzgewinn gebildet.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

2009 2008
T€ T€
Gewinnvortrag 01.01. 8.205 5.700
Einstellung in die Rücklage
für eigene Anteile -49
Jahresüberschuss 3.825 2.505
Bilanzgewinn 11.981 8.205

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen für den Vorstand betragen T€ 0 (i. Vj. T€ 119). Der Auf-sichtsrat der CANCOM IT Systeme AG hat in seiner Sitzung vom 10.12.2009 einer Vereinbarung zur Aufhebung und Abfindung der Pensionszusage zugestimmt und den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zum Abschluss ermächtigt. Die Aufhebungs- und Abfindungsvereinbarung wurde zum 31.12.2009 umgesetzt und regelt die Beendigung der Pensionszusage mit Zahlung einer Abfindung der bis zum 31. Dezember 2009 erdienten Ansprüche (past services) und einer zukünftigen monatlichen Ausgleichszahlung für die während des Fortbestandes seines Vorstandsanstellungsvertrages ohne die Beendigung der Pensionszusage erdienbaren Anwartschaften (future services). Der Abfindungswert der Anwartschaften wurde versicherungsmathematisch errechnet. Der Abfindungsbetrag für die erdienten Anwartschaften für die Zeit bis 31. Dezember 2009 beträgt EUR 141.893 brutto, der sich ergebende Betrag nach Abzug der Steuern wurde an Herrn Weinmann im Geschäftsjahr 2010 ausgezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für den Kaufpreis der Beteiligung an der CANCOM SCC GmbH (vormals BT IT-Consulting GmbH) (T€ 808; i. Vj. T€ 0), Tantiemen (T€ 480; i. Vj. T€ 353), ausstehende Rechnungen (T€ 195; i. Vj. T€ 268), Prüfungs- und Abschlusskosten (T€ 131; i. Vj. T€ 122), Aufsichtsratsgelder (T€ 35; i. Vj. T€ 35) sowie Druckkosten Jahresabschluss (T€ 12; i. Vj. T€ 50).

Verbindlichkeiten

Bezüglich der Zusammensetzung der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Genussrechte in Höhe von € 6.000.000,00 (PREPS 2005-1 und PREPS 2005-2), Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.650.000,00 (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.995.600,00 (Stadtsparkasse Augsburg) und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 392.500,00 (Stadtsparkasse Augsburg).

Der als PREPS 2005-2 bezeichnete Teil der Genussrechte in Höhe von € 3.000.000,00 wurde mit Vertrag vom 1. November 2005 ausgereicht. Die Einzahlung erfolgte am 8. Dezember 2005. Das Genussrecht endet am 8. Dezember 2012.

Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Gemäß der Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstandes zur Begebung von Genussrechten bei der Hauptversammlung 2005 wurde der per 31. Dezember 2005 noch als nachrangiges Darlehen bilanzierte Teil (PREPS 2005- 1) in Höhe von 3.000.000,00 in Genussrechte umgewandelt. Die Umwandlung war wirksam ab der Zinsperiode beginnend mit dem 04. Mai 2006. Das Genussrecht endet am 04. August 2012. Eine Beteiligung an den Verlusten der Gesellschaft ist ausgeschlossen. Ansprüche aus dem Genussrecht treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Falle der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO, und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorgehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Die Vergütung für die Gewährung der Genussrechte setzt sich zusammen aus einem Garantiegewinn und einer Gewinnbeteiligung in Abhängigkeit des Jahresüberschusses. Als Jahresüberschuss ist dabei der höhere Betrag aus dem Jahresüberschuss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und dem Konzernjahresüberschuss des CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft Konzern anzusehen. Die Gewinnbeteiligung wird nur fällig, wenn der höhere Betrag der Jahresüberschüsse € 7 Mio. übersteigt. Dies ist im Geschäftsjahr 2009 nicht der Fall.

Gemäß Mezzaninekapitalvertrag vom 27. Dezember 2007 zwischen der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG wurde ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 gewährt. Die Auszahlung erfolgte am 31.12.2007. Das Mezzaninekapital ist spätestens zum 31. Dezember 2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 1 % p.a.. Ansprüche aus dem Mezaninekapitalvertrag treten gegenüber den Ansprüchen aller ge-genwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens dergestalt im Rang zurück, dass der Mezzaninekapitalgeber die Erfüllung dieser

90 | Anhang AG

Ansprüche während der Zeit der Krise der Gesellschaft i. S. v. § 32a GmbHG analog nicht fordern darf oder soweit die Durchsetzung der Ansprüche zu einer Krise des Unternehmens i. S. v. § 32a GmbHG analog führen würde. Während dieser Krise haben diese subordinierten Forderungen Nachrang zu Forderungen anderer Gläubiger gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 i. V. m. § 39 Abs. 2 InsO.

Das Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde am 28.03.2003 aufgenommen. Die Tilgung erfolgt ab 30.09.2011 in vier Halbjahresraten zu je € 412.500,00. Das Darlehen war bereits vom Zeitpunkt der Kreditaufnahme an ein nachrangiges Darlehen.

Ein Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.995.600,00 wurde in Teilbeträgen von € 1.500.000,00 am 23.09.2009 und € 495.600,00 am 08.12.2009 ausbezahlt. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wieder-aufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 166.300,00.

Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 392.500,00 wurde am 08.12.2009 ausgezahlt. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 32.709,00 und einer Schlussrate von € 32.701,00.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die CANCOM SYSDAT GmbH Gesellschaft für IT-Lösungen (T€ 1.202, i. Vj. T€ 43) und die CANCOM Deutschland GmbH (T€ 194; i. Vj. T€ 0). Im Vorjahr waren zusätzlich Verbindlichkeiten gegenüber der CANCOM NSG GmbH in Höhe von T€ 1.574 ausgewiesen.

D. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsätze beinhalten in 2009 ausschließlich Konzernumlagen (T€ 5.601; i. Vj. T€ 5.238).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 50 (Vj. T€ 518). Darin sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 33; i. Vj. T€ 26) enthalten. Im Vorjahr waren zusätzlich Erträge aus der Zuschreibung des Finanzanlagevermögens in Höhe von T€ 476 ausgewiesen.

Des Weiteren beinhaltete die Position im Vorjahr den Gewinn in Höhe von T€ 675 aus dem Verkauf des ERP-Systems Microsoft® Dynamics AXTM im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages.

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 700 enthalten eine Ausschüttung der CANCOM physical infrastructure GmbH in Höhe von T€ 200 sowie eine Ausschüttung der CANCOM NSG GmbH aus vororganschaftlichem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 500.

Unter der Position auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne wird der an die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft von der CANCOM Deutschland GmbH (T€ 1.552; i. Vj. T€ 2.225) und der CANCOM NSG GmbH (T€ 2.328; i. Vj. T€ 2.004) abgeführte Jahresüberschuss ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 261 (i. Vj. T€ 190).

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen auf Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen T€ 46 (i. Vj. T€ 94).

Verbindlichkeitenspiegel

  1. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen

  2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

  3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

  4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

  5. Sonstige Verbindlichkeiten

– davon aus Steuern

– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

Anhang AG | 91

E. Sonstige Angaben

Angaben gemäß §285 Nr. 3 HGB

Im Vorjahr wurde zur Verbesserung der Liquidität und Optimierung der Bilanzstruktur das ERP-Systems Microsoft® Dynamics AX™ im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft. In 2007 wurde, ebenfalls zum gleichen Zweck die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Sales-and-Lease-Back Vertrages verkauft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus derzeit laufenden Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 9.089 (i. Vj. T€ 11.356); davon gegen verbundene Unternehmen T€ 1 (i. Vj. T€ 1).

Mit notariellem Kaufvertrag vom 22. Dezember 2009 wurden alle Geschäftsanteile an der Bürotex GmbH Systemhaus erworben. Der wirtschftliche Übergang der Geschäftsanteile erfolgte zum 01. Januar 2010. Der Kaufpreis ist in 2010 fällig. Die Höhe des Kaufpreises ergibt sich aus dem noch festzustellenden Reinvermögen der Gesellschaft. Der Kaufpreis wird voraussichtlich ca. T€ 3.500 betragen.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Bilanzstichtag Bürgschaften für die CANCOM Deutschland GmbH (T€ 3.200, i. Vj. T€ 8.800), die HOH Home of Hardware GmbH (Rechtsnachfolgerin der Home of Hardware GmbH & Co. KG) (T€ 1.950, i. Vj T€ 1.050), die CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 150, i. Vj T€ 150), die NSG Datacenter Services GmbH (T€ 100, i. Vj. T€ 0) sowie eine Gesamtbürgschaft (T€ 100) für die Gesellschaften acentrix GmbH, Novodrom People Value Service GmbH, CANCOM IT Solu-tions GmbH und CANCOM Service Center Süd GmbH (vormals CANCOM EN GmbH).

31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
Gesamtschuldnerische Haftung
für Avalkredite und sonstige Kredite 673 1.419

Die Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 673 (i. Vj. T€ 1.419) sind in voller Höhe zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen.

Mitglieder der Geschäftsführung

Als Vorstände sind bestellt:

  • Herr Klaus Weinmann, Dipl.-Kfm., Aystetten, Vorsitzender
  • Herr Rudolf Hotter, Dipl. Betriebswirt, Füssen
  • Herr Paul Holdschik, Kfm., Eurasburg

Alle Vorstände sind gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertretungsbefugt.

Zu Prokuristen sind bestellt:

  • Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Wittislingen
  • Dr. Johannes Mauser, Dr. jur., Stuttgart
Restlaufzeit Durch Pfandrechte
oder ähnliche
Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Mehr als 5 Jahre 31.12.2009 31.12.2008 Rechte gesichert
Art, Form
0,00 7.650.000,00 6.388.100,00 14.038.100,00 11.650.000,00 0,00
692.324,18 3.527.665,78 1.983.828,65 6.203.818,61 4.487.830,80 1.280.000,00 Verpfändung von Geschäftsanteilen
894.912,29 Sicherungsübereignung Kfz
136.207,41 0,00 0,00 136.207,41 346.359,60 0,00
1.395.659,41 0,00 0,00 1.395.659,41 1.617.457,75 0,00
1.505.915,22 0,00 0,00 1.505.915,22 2.337.967,48 0,00
1.202.111,21 0,00 0,00 1.202.111,21 2.054.046,44
501,62 0,00 0,00 501,62 501,59
3.730.106,22 11.177.665,78 8.371.928,65 23.279.700,65 20.439.615,63 2.174.912,29

92 | Anhang AG

Aufsichtsrat

Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates sind bestellt:

  • Herr Walter von Szczytnicki, selbständiger Unternehmensberater, Kirchseeon (Vorsitzender)
  • Herr Dr. Klaus F. Bauer, Wirtschaftsjurist, Riemerling (stellvertretender Vorsitzender)
  • Herr Stefan Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG.,Kötz
  • Herr Hans-Jürgen Beck, Vorstandsvorsitzender der FGN AG, Frankfurt – bis 30.04.2009
  • Herr Raymond Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz
  • Herr Walter Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter der AURIGA Corporate Finance GmbH, München
  • Frau Regina Weinmann, Dipl.-Kauffrau, selbständige Immobilienkauffrau und Geschäftsführerin der WFO Finanzberatung GmbH, Aystetten – seit 24.06.2009

Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:

  • Herr Walter von Szczytnicki in: – AL-KO Kober AG
  • Herr Dr. Klaus Bauer in: – S-Partner Kapital AG
  • Herr Hans-Jürgen Beck
  • new econ AG, Wiesbaden (Vorsitzender)

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 47 Mitarbeiter inklusive Teilzeitmitarbeiter, jedoch ohne Auszubildende sowie ohne die drei Vorstände beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da sie im Konzernabschluss, der von der CANCOM IT Systeme AG aufgestellt wird, enthalten sind.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde erstmals 2002 abgegeben, im Dezember 2009 erneuert und anschließend den Aktionären über die Homepage der CANCOM IT Systeme AG zugänglich gemacht.

Gesamtbezüge Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.268.

Die Gesamtbezüge der Vorstände sind eingeteilt in fixe und variable Komponenten. Die Bezahlung der variablen Komponenten ist an fest definierte Erfolgsziele gebunden. Den Vorständen sind in 2009 keine Aktienoptionen gewährt worden.

Bezüglich der vollumfänglichen Angabepflichten nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 89.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital ab 10%

Der Gesellschaft sind zum 31.12.2009 weder direkte noch indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, bekannt.

Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Vorstand beschließt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 11.981 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 0,15 pro dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden, den aus dem Bilanzgewinn auf die zum Zeitpunkt der Hauptversammlung gehaltenen eigenen Aktien entfallenden Ausschüttungsbetrag und den nach Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

Mutterunternehmen

Die CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, Jettingen-Scheppach ist die Gesellschaft, die den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft kann auf deren Homepage abgerufen werden sowie im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

Jettingen-Scheppach, den 09. März 2010

Klaus Weinmann Paul Holdschik Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Anhang AG | 93

Aufstellung des Anteilsbesitzes an Unternehmen

Name, Sitz der Gesellschaft
Verbundene Unternehmen
Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
per 31.12.2009
(T€)
Jahresergebnis
2009
(T€)
1. CANCOM Deutschland GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 5.933 0 *
2. CANCOM NSG GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 3.761 0 *
3. CANCOM IT Solutions GmbH, München 100,0 403 10
4. CANCOM physical infrastructure GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 483 206
5. CANCOM SYSDAT GmbH, Köln 100,0 3.105 –57
6. Home of Hardware GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 377 –146
7. CANCOM SCC GmbH (vormals: BT IT-Consulting GmbH), Stuttgart 100,0 1.200 –1.499
8. CANCOM Limited., Guilford, Großbritannien 100,0 6291) 5
9. CANCOM (Switzerland) AG, Caslano, Schweiz 100,0 A) –170 2) –11
10. CANCOM Computersysteme GmbH, Grambach, Österreich 100,0 A) 806 –77
11. CANCOM a+d IT Solutions GmbH, Perchtoldsdorf, Österreich 100,0 B) 104 –241
12. Novodrom People Value Service GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 25 0**
13. acentrix GmbH, Jettingen-Scheppach 51,0 C) 39 39
14. CANCOM Service Center Süd GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 26 1
15. CANCOM Financial Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 96 20
16. NSG Datacenter Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 24 –1
17. CANCOM IT Services GmbH, Jettingen-Scheppach 100,0 25 0
16.866 –1.751

A) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM Deutschland GmbH

B) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM Computersysteme GmbH

C) = mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM IT Solutions GmbH

1) = Umrechnung zum Stichtagskurs 1 GBP = 0,89 EURO

2) = Umrechnung zum Stichtagskurs 1 CHF = 1,48 EURO

* Gewinnabführungsvertrag mit der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

**Gewinnabführungsvertrag mit der CANCOM physical infrastructure GmbH

94 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter Jahresabschluss CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Jettingen-Scheppach, den 09. März 2010

Klaus Weinmann Paul Holdschik Rudolf Hotter

Vorstand der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung der CANCOM IT Systeme Aktiengesellschaft, Augsburg, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 95

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, den 09. März 2010

S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Tobias Wolf Johann Dieminger

96 | Finanzkalender der CANCOM IT Systeme AG

Wichtige Termine

Veröffentlichung des 3-Monatsberichts 2010 12. Mai 2010
Ordentliche Hauptversammlung in Augsburg: 22. Juni 2010
Beginn: 11 Uhr
Veranstaltungsort:
IHK für Augsburg und Schwaben
Stettenstraße 1–3
86150 Augsburg
Veröffentlichung des 6-Monatsberichts 2010 11. August 2010
Veröffentlichung des 9-Monatsberichts 2010 11. November 2010
Analystenkonferenz im Rahmen des 22.-24. November 2009
Deutschen Eigenkapitalforums in Frankfurt
Beginn: Uhrzeit steht noch nicht fest
Veranstaltungsort:
Congress Center der Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt

Vorstand

Dipl.-Kaufmann Klaus Weinmann Vorsitzender des Vorstands

Paul Holdschik Vorstandsmitglied

Dipl.-Betriebswirt Rudolf Hotter Vorstandsmitglied

Aufsichtsrat

Walter von Szczytnicki Vorsitzender des Aufsichtsrats selbständiger Unternehmensberater

Dr. Klaus F. Bauer stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Wirtschaftsjurist

Stefan Kober Mitglied des Aufsichtsrats Vorstandsmitglied der Al-KO Kober AG, Kötz

Raymond Kober Mitglied des Aufsichtsrats Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz

Regina Weinmann Mitglied des Aufsichtsrats Geschäftsführerin der WFO Finanzberatung GmbH, Aystetten

CANCOM IT Systeme AG Messerschmittstraße 20 D–89343 Jettingen-Scheppach www.cancom.de