Annual Report • May 12, 2017
Annual Report
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1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
Die Hesse Newman Capital AG hat in der Vergangenheit Kapitalanlagen für ein breites Anlegerpublikum entwickelt und realisiert. Investitionsfokus waren Sachwerte und vor allem Immobilien, sowohl als Einzelinvestment als auch über diversifizierte, gemanagte Portfolios. Zum Jahresende 2014 hat sich die Hesse Newman Capital AG aufgrund des schwachen Absatzmarkts und des gestiegenen Wettbewerbs um attraktive Immobilien entschlossen, das Neugeschäft einzustellen. Die operativen Tätigkeiten des Konzerns wurden an einen externen Dienstleister vergeben und das Personal entsprechend reduziert.
Die börsennotierte Muttergesellschaft Hesse Newman Capital AG ist langfristige Vertragspartnerin für Geschäftsbesorgungstätigkeiten der in der Vergangenheit aufgelegten Fonds und führt das Rechnungswesen, das Controlling, das Beteiligungscontrolling und das Risikomanagement für sich und ihre Tochtergesellschaften aus.
Wesentliche Tochtergesellschaften
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH ist langfristige Vertragspartnerin für die Anleger- und Treuhandverwaltung der Bestandsfonds von Hesse Newman Capital und vertritt als Treuhandkommanditistin zudem die Interessen der Anleger.
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt GmbH ist langfristige Vertragspartnerin für die Zweitmarktfonds von Hesse Newman Capital.
Die Hesse Newman Capital AG sowie die vorstehend genannten drei Gesellschaften haben ihre zu erbringenden Leistungen seit dem Geschäftsjahr 2015 an Unternehmen der Nordcapital-Gruppe mit Sitz in Hamburg untervergeben. Die Tätigkeit der Hesse Newman Capital erstreckt sich im Wesentlichen auf die Überwachung und Kontrolle der ordnungsgemäßen Durchführung der Leistungen durch die Nordcapital-Gruppe.
Die 100-prozentige HHCP Hamburg Capital Partners GmbH war die Vertriebsgesellschaft der Gruppe und ist derzeit nicht mehr operativ tätig.
Wesentliche Beteiligungen der Hesse Newman Capital AG
Die Hesse Newman Capital AG partizipiert darüber hinaus an den Ergebnissen der 50-prozentigen Beteiligung an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH.
Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH ist ein Joint Venture mit der HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG (nachfolgend HEH). Sie besitzt die Erlaubnis für die Tätigkeit als Alternative Investment Fonds (AIF)-Kapitalverwaltungsgesellschaft für geschlossene inländische Publikums- und Spezial-AIF in den Assetklassen Immobilien, Schiffe, Luftfahrzeuge, Erneuerbare Energien, Container, Infrastruktur und für nicht an einer Börse gehandelte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity).
Die Gesellschaft erbringt derzeit als Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft zum einen Leistungen des Risiko- und Portfoliomanagements für zahlreiche Bestandsfonds, zum anderen verwaltet sie zum Bilanzstichtag nach den Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zwei Spezial-Immobilieninvestmentvermögen für eine Hamburger Privatbank und drei in Flugzeuge investierende Publikums-Investmentvermögen des Gesellschafters HEH.
Die Hesse Newman Capital AG übernimmt als Auslagerungsunternehmen das Rechnungswesen und das Controlling für die Gesellschaft. Hierzu gehört auch die Steuerung der Einhaltung der Kapitalanforderungen nach dem KAGB.
Ferner besteht eine 49-prozentige Beteiligung an der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH, eine Holding für die mit den Fondsstrukturen verbundenen Komplementär- bzw. Geschäftsführungsgesellschaften.
1.2 Steuerungssystem
Die Steuerung der Hesse Newman Capital AG erfolgt durch Plan-Ist-Vergleiche sowie durch Zeitreihenanalysen von unterjährigen Finanzinformationen zur Ertrags-, Kosten- und Liquiditätsentwicklung. Durch ein aktives Forderungsmanagement werden zeitnahe Mittelzuflüsse und damit die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt.
2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Der ökonomische Erfolg der von Hesse Newman Capital AG in der Vergangenheit aufgelegten Fonds ist insbesondere durch die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland aber auch durch internationale Entwicklungen beeinflusst. Etwaige negative Entwicklungen könnten die Umsatzerlöse aus den Bestandsfonds der Hesse Newman Capital AG gefährden oder direkten Einfluss auf die Kostenstruktur der Hesse Newman Capital AG entfalten. Weiterhin hat das gesamtwirtschaftliche Umfeld Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und beeinflusst daraus resultierende Ergebnisbeiträge und Zahlungsströme. Deshalb wird im Folgenden ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Konjunktur im Jahr 2016 gegeben:
Als herausragendes wirtschaftspolitisches Ereignis kann das britische Votum für einen Austritt aus der Europäischen Union angesehen werden. Die negativen Auswirkungen der Entscheidung für den Brexit sind kurzfristig offenbar geringer als erwartet. Auf längere Sicht bleibt laut Expertenmeinung die Unsicherheit über die weitere Entwicklung aber groß.
Ein weiteres wirtschaftspolitisches Ereignis mit hohem Einfluss auf die Weltkonjunktur ist der Wechsel im US-Präsidentenamt. Die Auswirkungen sind auch hier derzeit noch schwer abzuschätzen. Experten erwarten eine expansivere Finanzpolitik, wobei der konjunkturelle Effekt aber geringer als erwartet ausfallen könnte. Weiterhin steht die neue US-Regierung einer Intensivierung des internationalen Handels kritisch gegenüber. Eine protektionistische Politik könnte aber die wirtschaftlichen Aussichten in den USA auf mittlere Sicht beeinträchtigen. Dabei gilt, dass wirtschaftspolitische Entscheidungen der US-Regierung aufgrund der Größe der US-Ökonomie für die gesamte Weltwirtschaft eine große Bedeutung haben.
Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im zweiten Halbjahr 2016 leicht beschleunigt. Die Wirtschaft der USA entwickelt sich, gestützt vom privaten Verbrauch und einer guten Arbeitsmarktentwicklung, weiterhin solide. Die Unternehmen sind aufgrund der Unsicherheiten über die Dynamik der weiteren Entwicklung allerdings vorsichtig hinsichtlich neuer Investitionen. Nach dem Brexit hat der US-Dollar außerdem deutlich gegenüber dem Britischen Pfund und dem Euro aufgewertet, was die Nachfrage nach amerikanischen Exporten beeinträchtigen kann. Nach Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) ist das Bruttoinlandsprodukt der USA in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent gewachsen.
In der Eurozone ist das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) im Jahr 2016 um 1,7 Prozent und damit leicht stärker als im Vorjahr (1,6 Prozent) gestiegen. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 weiterhin moderat, aber solide und stetig gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg nach Angaben von Eurostat um 1,8 Prozent. Deutschland profitiert weiterhin von der lockeren Geldpolitik der EZB und den historisch niedrigen Zinsen ebenso wie von dem schwachen Euro und niedrigen Energiepreisen. Die wesentlichen Impulse kamen aus dem Inland, wo sowohl die Staatsausgaben als auch der Konsum der privaten Haushalte weiter wuchsen.
Die Auswirkungen des Wirtschaftswachstums auf den Arbeitsmarkt sind weiterhin spürbar: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2016 um 1 Prozent gestiegen. Mit im Jahresdurchschnitt rd. 43,4 Mio. erwerbstätigen Personen (Vorjahr: 43,0 Mio. Personen) setzte sich damit der seit über zehn Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fort.
Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahr 2016 gemäß dem statistischen Bundesamt um durchschnittlich 0,5 Prozent in Deutschland und damit erstmals seit 2011 wieder stärker als im Jahr zuvor. Insgesamt hat sich der Preisanstieg auf Verbraucherebene in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zuletzt deutlich erhöht.
Die globalen Aktienmärkte sind nach Angaben der Börsen-Zeitung zunächst schwach in das Jahr 2016 gestartet, konnten sich dann aber im zweiten Halbjahr zunehmend erholen. Insbesondere das Ergebnis der US-Präsidentenwahl hat die Aktienmärkte weltweit beflügelt. So konnte der Deutsche Aktienindex DAX im Jahr 2016 um 6,9 Prozent zulegen und der Dow Jones sogar um 16,5 Prozent.
Die Rentenmärkte standen nach Angaben der Börsen-Zeitung weiterhin unter dem Einfluss des Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank, das im Jahr 2016 u.a. auf Unternehmensanleihen ausgeweitet wurde. Die Käufe wirkten sich deutlich negativ auf die Renditen aus und lösten Verdrängungseffekte aus: Investoren, die nicht auf positive Renditen verzichten wollten, mussten längere Laufzeiten akzeptieren oder auf Papiere mit schlechteren Ratings ausweichen. Im Juni 2016 fiel die Rendite deutscher 10-jähriger Bundesanleihen aufgrund der Unsicherheit über das Brexit-Votum erstmals in den negativen Bereich. Das historische Tief wurde am 6. Juli 2016 mit -0,204 Prozent erreicht. Zum Jahresultimo 2016 hat sich die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen wieder auf rd. 0,2 Prozent erholt und damit im Vergleich zum Jahresbeginn 2016 rd. 0,4 Prozent verloren.
Die Devisenmärkte wurden von den geldpolitischen Entscheidungen der amerikanischen Notenbank, dem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union und der US-Präsidentenwahl geprägt. So konnte der US-Dollar nach Angaben der Börsen-Zeitung mit einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Euro (1,0555 US-Dollar zum 30. Dezember 2016) abschließen. Der große Verlierer des Jahres 2016 aber ist das Britische Pfund, das gegenüber dem US-Dollar um 16,5 Prozent verlor.
Branchenentwicklung
Die Hesse Newman Capital AG ist nicht mehr aktiv in der Branche der alternativen Investmentvermögen tätig. Auswirkungen ergeben sich jedoch über die Beteiligung an der aktiv am Markt tätigen Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH.
Eine Auswertung der BaFin-Unternehmensdatenbank durch den Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. ergab mit Stand 25. November 2016, dass die Gesamtzahl der in Deutschland zugelassenen Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) in Deutschland von 346 (Ende 2015) auf 384 gestiegen ist. Dieser Anstieg entfällt allerdings fast ausschließlich auf registrierte KVGen, die deutlich geringere Anforderungen des KAGB erfüllen müssen. Die Anzahl der externen KVGen, zu denen auch die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH gehört, ist von 120 (Februar 2016) moderat auf 122 (November 2016) gestiegen.
Die allermeisten externen AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaften verwalten allerdings nur Fonds des eigenen Unternehmensverbundes und sind nicht wie die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH als Service-KVG aufgestellt.
Die Zahl der unter dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) im Jahr 2016 zugelassenen geschlossenen Publikums-AIF beläuft sich dabei auf lediglich 24 Neuprodukte. Insgesamt hat dieses Segment damit nach wie vor kein dynamisches Wachstum gezeigt.
Der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. hat eine Umfrage unter den am Markt tätigen Kapitalverwaltungsgesellschaften zu den Erwartungen und Aussichten für das Jahr 2017 durchgeführt. Demnach schätzen über 60 Prozent der Anbieter das Marktpotential geschlossener Publikums-AIF als gut bis sehr gut ein. Insgesamt seien 31 neue Publikums-AIF mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. EUR geplant. 85 Prozent der Unternehmen planen Sachwertfonds mit Immobilien aufzulegen.
2.2 Geschäftsverlauf
Mit Beginn des Jahres 2015 hat die Hesse Newman Capital AG die Nordcapital-Gruppe als Unterdienstleister für das Fondsmanagement und die Anlegerbetreuung der Hesse Newman-Fonds beauftragt. Anfang des Jahres 2015 wurde außerdem der Entschluss getroffen, keine neuen Investmentvermögen unter dem Namen Hesse Newman und mit der Hesse Newman Capital AG als Initiator zu entwickeln.
Die Hesse Newman Capital AG ist weiterhin nicht profitabel. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Verlust in Höhe von EUR 0,6 Mio. realisiert. Die Rohertragsmarge aus wiederkehrenden Geschäftstätigkeiten in Höhe von EUR 0,3 Mio. deckt nur Teile der Sach- und Personalkosten. Eine Reduzierung des Verlustes durch weitere Sparmaßnahmen ist eingeplant und erforderlich.
Trotz der bereits laufenden Konsolidierungsmaßnahmen wurde das im letzten Geschäftsbericht prognostizierte Konzernergebnis in Höhe von EUR -0,4 Mio. um EUR 0,2 Mio. aufgrund höherer Risikovorsorge verfehlt. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Jahr 2016 von EUR 1,3 Mio. auf EUR 0,7 Mio. verringert. Dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 0,6 Mio. stand eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Mehrheitsgesellschafterin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG von EUR 0,1 Mio. gegenüber. Die Liquidität ist von EUR 1,0 Mio. auf EUR 0,9 Mio. gesunken und liegt damit mit EUR 0,5 Mio. über der Prognose. Neben der Unterstützung durch die Mehrheitsgesellschafterin hat eine nachträgliche Darlehensgewährung in Höhe von EUR 0,5 Mio. den negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit teilweise kompensieren können.
Die Hesse Newman-Immobilienfonds entwickeln sich nach wie vor wirtschaftlich im Wesentlichen plangemäß. In einzelnen Gesellschaften kommt es zu Kürzungen bzw. zeitlichen Verschiebungen von Auszahlungen, die auf immobilienspezifische oder steuerliche Sachverhalte zurückzuführen sind. Im Bereich der Schiffszweitmarktfonds führt der anhaltend schwache Markt auch weiterhin zu deutlich schlechteren Ergebnissen. Und auch die in Immobilienbeteiligungen investierende Gesellschaft entwickelt sich trotz einiger sehr erfolgreicher Veräußerungen von Beteiligungen unter Plan.
Im April 2016 wurde der ein Jahr zuvor geschlossene und aufschiebend bedingte Aktienkaufvertrag zwischen der HSL Vermögensverwaltungs GmbH und der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG über die Mehrheitsbeteiligung an der Hesse Newman Capital AG aufgehoben.
Ende Mai 2016 hat der Vorstand im Rahmen einer Ad-hoc Mitteilung vorsorglich gemäß § 92 AktG Anzeige des Verlusts der Hälfte des Grundkapitals für die ordentliche Hauptversammlung angekündigt. Die ordentliche Hauptversammlung am 21. Juli 2016 hat nach Erstattung der Anzeige gemäß § 92 AktG auf entsprechenden Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats beschlossen, im Wege einer ordentlichen Kapitalherabsetzung das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 2.000.000 um EUR 1.900.000 auf EUR 100.000 herabzusetzen.
Im zweiten Halbjahr 2016 hat die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH die Verwaltung von zwei Publikums-AIF übernommen. Die nicht risikogemischten geschlossenen inländischen Publikums-Investmentfonds investieren in Regionalflugzeuge, die langfristig verleast sind. Zum Jahresende 2016 verwaltet die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH damit insgesamt zwei Immobilien-Spezial-AIF und drei Flugzeug-Publikums AIF nach KAGB. Sie erbringt zudem für zahlreiche Bestandsfonds der beiden Gesellschafter Leistungen des Risiko- und Portfoliomanagements.
Auf Anordnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Gesellschaft im Oktober 2015 Fehler in der Rechnungslegung nach § 37q Absatz 2 Satz 1 WpHG bekannt gemacht. Obwohl in laufender Rechnung keine Fehlerkorrektur notwendig war, hat die Gesellschaft gegen den Fehlerfeststellungsbescheid Widerspruch eingelegt, über den noch nicht beschieden ist.
2.3 Lage der Gesellschaft
Ertragslage
Die Ertragslage 2016 der Hesse Newman Capital AG stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 936 | 979 |
| Materialaufwand | -528 | -696 |
| Personalaufwand | -223 | -471 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -260 | -299 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 233 | 1.331 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -794 | -1.529 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | -636 | -685 |
| Erträge aus Beteiligungen | 16 | 15 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -21 | -59 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2 | 76 |
| Ergebnis vor Steuern = Jahresfehlbetrag | -639 | -654 |
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent bzw. TEUR 43 auf TEUR 936 gesunken. Enthalten sind wiederkehrende Umsatzerlöse aus dem Asset- und Fondsmanagement von in der Vergangenheit aufgelegten Investmentvermögen in Höhe von unverändert TEUR 707 sowie Bestandscourtagen aus Lebensversicherungspolicen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 137). Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wurden für 2016 Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 119 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Vergleichsbetrag für das Vorjahr 2015 über TEUR 300 ist weiterhin unter den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellt. Das Vorjahr enthielt des Weiteren nachlaufende platzierungsabhängige Erlöse in Höhe von TEUR 135 – die Einstellung des Geschäftsbetriebs Auflage und Vertrieb von Investmentvermögen war bereits Ende 2014 erfolgt.
Der Materialaufwand zeigt eine entsprechende Entwicklung. Aus der Untervergabe von Dienstleistungen für das Asset- und Fondsmanagement sind gegenläufig Aufwendungen in Höhe von unverändert TEUR 427 angefallen. Auf das Versicherungsgeschäft mit Lebensversicherungen sind im Materialaufwand Tippgeberprovisionen in Höhe von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 124) erfasst worden. Die platzierungsabhängigen Aufwendungen des Vorjahres betrugen TEUR 145.
Der Personalaufwand ist von TEUR 471 um 53 Prozent auf TEUR 223 zurückgegangen. Beschäftigt waren im Durchschnitt 2 Mitarbeiter und ein Vorstand. Der Rückgang entfällt mit TEUR 223 auf Gehälter sowie mit TEUR 25 auf Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung. Der Rückgang der Gehälter resultiert in Höhe von TEUR 177 auf verminderte Vorstandsbezüge und mit TEUR 11 auf im Vorjahr gewährten Abfindungsleistungen. Des Weiteren ergab sich aus der Bewertung der Urlaubsrückstellung ein Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 12.
Die Abschreibungen und Wertminderungen entfallen mit TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 41) auf planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen und mit TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 233) auf Abschreibungen des Beteiligungsbuchwerts an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH. Darüber hinaus waren weitere Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 26) zu berücksichtigen, die für das Berichtsjahr in vollem Umfang auf die nicht mehr operativ tätige Tochtergesellschaft HHCP Hamburg Capital Partners entfallen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 233 umfassen vor allem Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 467), sonstige Erstattungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 20), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 47), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 14. Das Vorjahr mit sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.331 war insbesondere geprägt von Einmalerlösen aus der Übergabe des Asset- und Fondsmanagements an die Nordcapital-Gruppe und aus der Einstellung des Vertriebs von Containerdirektinvestments in Höhe von insgesamt TEUR 516 sowie von Erträgen aus Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 143.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Rückgang von TEUR 1.529 auf TEUR 794 zu verzeichnen. Dabei sind die Kosten für Büromiete und Nebenkosten durch den Umzug in kleinere Büroräume zu Ende April von TEUR 363 auf TEUR 163 gesunken. Auch die Rechts- und Beratungskosten fielen mit TEUR 162 deutlich geringer aus als im Vorjahr mit TEUR 389. Der Aufwand für Versicherungen und Beiträge im Vorjahr (TEUR 316) war insbesondere durch Gebühren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für ein Enforcement-Verfahren belastet und konnte im Geschäftsjahr auf TEUR 182 vermindert werden. Einsparungen wurden weiterhin im Bereich der Aufsichtsratsvergütungen mit TEUR 40 und im Bereich der Darlehen mit Forderungsverzicht an die HHCP Hamburg Capital Partners GmbH mit TEUR 65 erreicht werden.
Das negative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte in Folge der oben beschriebenen Entwicklungen von TEUR -685 auf TEUR -636 leicht verringert werden.
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 16 betreffen Gewinnausschüttungen des verbundenen Unternehmens TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 21 resultieren aus dem in Anspruch genommenen Darlehen. Die Zinserträge des Vorjahres betrafen im Wesentlichen anteilige Zinserträge von der im Vorjahr veräußerten stellen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH.
Es waren keine Ertragsteuereffekte zu berücksichtigen. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 654).
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Hesse Newman Capital AG wird im Folgenden mit Stand zum 31. Dezember 2016 zusammengefasst und dem Vorjahr gegenübergestellt:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Finanzanlagen | 528 | 609 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 22 | 51 |
| Gewährte Darlehen | 169 | 175 |
| Operative Forderungen | 29 | 159 |
| Liquide Mittel | 937 | 1.035 |
| Übrige Vermögensgegenstände | 68 | 71 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 70 | 69 |
| Summe Aktiva | 1.823 | 2.169 |
| Eigenkapital | 719 | 1.258 |
| Sonstige Rückstellungen | 193 | 299 |
| Aufgenommene Darlehen | 697 | 197 |
| Operative Verbindlichkeiten | 138 | 296 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3 | 45 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 73 | 74 |
| Summe Passiva | 1.823 | 2.169 |
Die Bilanzsumme ist um 16 Prozent bzw. TEUR 346 zurückgegangen.
Unter den Finanzanlagen werden im Wesentlichen in unveränderter Höhe die 50prozentige Beteiligung an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 437 sowie die Anteile an den verbundenen Unternehmen TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH in Höhe von TEUR 50 und der Hesse Newman Zweitmarkt GmbH in Höhe von TEUR 25 ausgewiesen. Der Rückgang der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 81 ist im Wesentlichen auf die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an dem verbundenen Unternehmen HHCP Hamburg Capital Partners GmbH zurückzuführen. Die Gesellschaft hat im Zuge der Einstellung des Neugeschäfts ihre operative Tätigkeit eingestellt und generiert keine Umsatzerlöse mehr. Der Beteiligungsbuchwert an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH hat sich im Geschäftsjahr um geleistete Einzahlungen in die Kapitalrücklage um TEUR 150 erhöht. Die Bewertung der Beteiligung zum beizulegenden Zeitwert ergab einen Abschreibungsbedarf in gleicher Höhe.
Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 29 verringert.
Die gewährten Darlehen entfallen unverändert mit TEUR 169 auf das Darlehen an die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH.
Die operativen Forderungen entfallen mit TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 110) auf Forderungen aus dem Fonds- und Assetmanagement sowie mit TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 49) auf Forderungen aus Weiterbelastungen.
Die übrigen Vermögensgegenstände entfallen auf Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 50), Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 11), debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 5), Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 5) sowie erstmalig Mietkautionen in Höhe von TEUR 5 sowie Forderungen aus Liquidationserlösen in Höhe von TEUR 3.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Abgrenzungen von Tippgeberprovisionen zu Bestandscourtagen von Lebensversicherungen in Höhe von unverändert TEUR 66.
Bezüglich des Rückgangs der liquiden Mittel um TEUR 98 auf TEUR 937 wird auf die Darstellung der Finanzlage verwiesen.
Das Eigenkapital hat sich um TEUR 539 auf TEUR 719 verringert. Dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 639 stand eine Einzahlung in die Kapitalrückalge der Mehrheitsgesellschafterin SBW Schweitzer Beteiligungs-Werte AG von TEUR 100 gegenüber.
Die sonstigen Rückstellungen sind geprägt durch Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 70) sowie Prüfungskosten des Jahres- und Konzernabschlusses in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 69). Im Vorjahr waren Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen sowie Abfindungsrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 70 gebildet worden, die im Berichtsjahr vollständig verbraucht wurden.
Die aufgenommenen Darlehen betreffen ein mit 5,0 Prozent verzinstes Darlehen zur Finanzierung der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die nachträglichen Darlehensgewährungen auf TEUR 500. Ende des Geschäftsjahres 2016 wurden die Zinsen für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 21 beglichen.
Die operativen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 296) entfallen im Wesentlichen mit TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 123) auf Unterdienstleistungsverträge für das Asset- und Fondsmanagement mit Nordcapital.
Unter den übrigen Verbindlichkeiten sind Lohnsteuerverbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung Dezember in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 7) ausgewiesen. Der Vorjahresansatz umfasste zudem kreditorische Debitoren (TEUR 13) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 25).
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten abgegrenzte Erlöse aus Bestandscourtagen für Lebensversicherungen.
Finanzlage
Die Finanzlage des Geschäftsjahres 2016 der Hesse Newman Capital AG wird im Folgenden dargestellt und dem Vorjahr gegenübergestellt:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag vor Zinsen, Steuern, Beteiligungserträgen | -636 | -686 |
| Abschreibungen und Gewinn aus Abgang Sachanlagen | 250 | 299 |
| Veränderung der Aktiva | 129 | 85 |
| Abfindungszahlung ehemaliger Vorstand | - | -200 |
| Veränderung der übrigen Passiva | -276 | -105 |
| Gezahlte Zinsen und Ertragsteuern | -25 | -63 |
| Erhaltene Zinsen, Ertragsteuern und Dividenden | 25 | 101 |
| Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | -31 | -47 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -564 | -616 |
| Auszahlungen für Finanzanlagen | -150 | -164 |
| Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | - | -1 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 10 | - |
| Einzahlungen für Finanzanlagen | 0 | 25 |
| Einzahlungen auf gewährte Darlehen | 6 | 104 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -134 | -36 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 500 | 680 |
| Einzahlungen in die Kapitalrücklage | 100 | - |
| Auszahlungen aus der Tilgung von aufgenommenen Darlehen | - | -250 |
| Rückführung Verbindlichkeit Klaus Mutschler | - | -956 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 600 | -526 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -98 | -1.178 |
Nicht ausgenutzte zugesagte Kreditlinien stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die Fähigkeit der Hesse Newman Capital AG, ihre Zahlungsverpflichtungen in den dargestellten Geschäftsjahren zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Liquiditätsentwicklung nach dem Bilanzstichtag sowie die Liquiditätsplanung des Konzerns zeigen bis Mitte 2018 keine Anzeichen von drohenden Liquiditätsengpässen.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine aufgenommenen oder ausgereichten Darlehen, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen.
Das Finanzmanagement der Hesse Newman Capital AG soll zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gewährleisten. Dieses Ziel wird durch eine laufende Liquiditätsüberwachung, Planvergleiche und zeitnahe Maßnahmen sichergestellt.
Nicht ausgenutzte zugesagte Kreditlinien stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die Fähigkeit der Hesse Newman Capital AG, ihre Zahlungsverpflichtungen in den dargestellten Geschäftsjahren zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Liquiditätsentwicklung nach dem Bilanzstichtag sowie die Liquiditätsplanung des Konzerns zeigen bis zum 31. Dezember 2018 keine Anzeichen von drohenden Liquiditätsengpässen. Das Darlehen hat mindestens eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine aufgenommenen oder ausgereichten Darlehen, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen.
Das Finanzmanagement der Hesse Newman Capital AG soll zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gewährleisten. Die Liquidität ist Hauptsteuerungsgröße der Gesellschaft. Dieses Ziel wird durch eine laufende Liquiditätsüberwachung, Planvergleiche und zeitnahe Maßnahmen sichergestellt.
2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Leistung der Hesse Newman Capital AG zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit des Handelns.
Auch für das Jahr 2016 hat die überwiegende Zahl der Immobilienfonds ihre Auszahlungen plangemäß geleistet. Die Schiffsfonds Hesse Newman Private Shipping und Hesse Newman Shipping Opportunity haben aufgrund des weiterhin schwachen Marktumfeldes reduzierte bzw. keine Auszahlungen vorgenommen.
Der Anlegerschutz hat einen sehr hohen Stellenwert: Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, an der die Hesse Newman Capital AG mit 50 Prozent beteiligt ist, hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eine umfangreiche Erlaubnis für die Tätigkeit als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Durch die Entscheidung für die Einstellung des Neugeschäfts unter der Marke Hesse Newman hat sich die Mitarbeiterzahl weiterhin verringert. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2016 zwei Mitarbeiter beschäftigt.
2.5 Gesamtaussage
Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes ist die Geschäftstätigkeit der Hesse Newman Capital AG im Wesentlichen auf die Kontrolle der externen Dienstleister für die Bestandsfonds und die assoziierte Kapitalverwaltungsgesellschaft beschränkt.
Die Hesse Newman Capital AG ist weiterhin nicht profitabel. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Verlust in Höhe von EUR 0,6 Mio. realisiert und damit die Planung um ca. EUR 0,2 Mio. unterschritten, da aus Vorsichtsgründen eine erhöhte Risikovorsorge erfolgte. Eine Reduzierung des Verlustes durch weitere Sparmaßnahmen ist eingeplant und erforderlich.
Die Beteiligung an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH ermöglicht eine Partizipation an einer eintretenden Markterholung, sofern es dieser gelingt, genügend Verwaltungsmandate zu akquirieren.
3.1 Prognosebericht
Die Hesse Newman Capital AG trägt die Verantwortung für die Bestandsfonds, auch wenn die operativen Tätigkeiten von Dienstleistern wahrgenommen werden. Das Joint Venture-Unternehmen Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH bietet als Service-KVG ihre Leistungen auch externen Kunden an. Der beabsichtigte Ausbau dieses Geschäftsfeldes hat sich im vergangenen Jahr als schwierig erwiesen, ein Ausbau der Geschäftsaktivitäten ist aber weiterhin geplant.
Die Hesse Newman Capital AG plant für die kommenden beiden Geschäftsjahre Umsatzerlöse aus der Verwaltung der Bestandsfonds und wiederkehrende Provisionen aus der Versicherungsvermittlung in Höhe von jeweils EUR 0,8 Mio. Insbesondere aufgrund weiterhin hoher Materialaufwendungen sowie Sach- und Personalkosten werden die Jahresergebnisse 2017 und 2018 auf Basis der aktuellen Gesellschafts- und Kostenstruktur voraussichtlich mit ca. jeweils EUR 0,3 Mio. negativ ausfallen. Die Liquidität der Gesellschaft wird Ende 2017 voraussichtlich bei EUR 0,6 Mio. und Ende 2018 voraussichtlich bei EUR 0,4 Mio. liegen.
3.2 Chancen und Risikobericht
Chancen
Die Hesse Newman Capital AG hat die Beschaffung und Konzeption von Investmentvermögen sowie die damit verbundene Vermittlung von Eigen- und Fremdkapital als Initiator und Emissionshaus Anfang des Jahres 2015 eingestellt. Die Dienstleistungen für Bestandsfonds sind an externe Unternehmen vergeben worden und die Organisationsgröße und –struktur wurde den neuen Gegebenheiten angepasst.
Wichtig für die Stabilität der Gesellschaft ist der Ausbau der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH. Im Jahr 2016 hat die Kapitalverwaltungsgesellschaft zwei weitere regulierte Publikums-AIF in die Verwaltung genommen. Sofern Chancen auf ein dynamischeres Branchenwachstum bestehen, bestehen auch gute Chancen auf ein Umsatzwachstum dieser Gesellschaft.
Auch aus einem unverändert angestrebten Wechsel des Mehrheitsgesellschafters können sich für die Gesellschaft neue Geschäftsfelder und damit eine Wachstumsperspektive ergeben.
Risikobericht
Risikomanagement-System
Aufgabe des Risikomanagement-Systems ist die Identifizierung und Analyse, Bewertung und Steuerung sowie die Überwachung und das Controlling aller Risiken für die gesamte Hesse Newman-Gruppe. Es versetzt den Vorstand und die Mitarbeiter in die Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Das Risikomanagement-System erfasst im Rahmen eines koordinierten und kontinuierlichen Prozesses alle Konzernunternehmen nebst den wesentlichen Unternehmensbereichen sowie die strategischen Beteiligungen. Die Dokumentation und Aufbereitung sowie das Reporting an den Vorstand wird dabei durch eine geeignete und revisionssichere Risikomanagement-Software unterstützt.
Die Risikostrategie der Hesse Newman Capital AG ist darauf ausgerichtet, Risiken zu operationalisieren und aktiv zu steuern. Es ist nicht das Ziel, Risiken insgesamt zu vermeiden, sondern durch einen bewussten und kontinuierlichen Risikomanagement-Prozess eine optimale Risiko-Ertrags-Relation zu erreichen. Mit Hilfe von transparenten Systemen und Prozessen gewährleistet das Risikomanagement-System die Möglichkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und einzuschätzen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen oder auch Chancen zu nutzen.
Neue Risiken werden im Rahmen von regelmäßigen Risikoinventuren identifiziert und gegebenenfalls auch ad hoc von den Risikoverantwortlichen der Hesse Newman-Gruppe gemeldet. Im Rahmen einer Risikoanalyse- und -bewertung werden die Risiken grundsätzlich nach Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten quantifiziert. In den Fällen, wo eine Quantifizierung nicht möglich ist, erfolgt eine qualitative Beschreibung der Risiken und eine fundierte Schätzung der Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten durch den jeweiligen Risikoverantwortlichen.
Der Vorstand sowie Risikoverantwortliche haben Zugriff auf Auswertungen über die aktuellen wesentlichen Risiken. Bei außergewöhnlichen und außerplanmäßigen Veränderungen der Risikopositionen wird der Vorstand sofort in Kenntnis gesetzt. Weiterhin wird auch der Aufsichtsrat im Rahmen einer regelmäßigen und umfassenden Berichterstattung und bei besonderen Entwicklungen umgehend durch den Vorstand informiert. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung der Risiken und die Einhaltung der Richtlinien innerhalb der Unternehmensgruppe.
Internes Kontrollsystem
Zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses ist in das Risikomanagement-System das interne Kontrollsystem (IKS) eingebettet. Dieses umfasst Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie Kontrollen der maßgeblichen rechtlichen und internen Vorschriften.
Die Qualität und Güte des Konzernabschlusses ist grundsätzlich von der Qualität der zugrunde liegenden Einzelabschlüsse abhängig. Hier wird durch den Einsatz von fachkundigen Mitarbeitern, eines adäquaten Finanzbuchhaltungssystems mit festgelegten Zugriffsbeschränkungen und entsprechender IT-Sicherheit die erforderliche Datensicherheit geschaffen. Darauf aufbauend erfolgt die Erstellung der Konzernabschlüsse in einem revisionssicheren Buchhaltungssystem. Hier werden die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse auf IFRS übergeleitet und erforderliche Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen. Die Schreibrechte sind beschränkt auf sachkundige Mitarbeiter.
Durch die Aufstellung von IFRS-Konzernzwischenabschlüssen wird eine zeitnahe Information der verantwortlichen Personen sichergestellt, sodass Tendenzen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Durch kontinuierliche Fortbildung wird gewährleistet, dass die Auswirkungen von neuen Standards auf die Konzernabschlusserstellung beurteilt werden können. Die Überprüfung erkannter Risiken und kritischer Bilanzierungsfragen erfolgt gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Wirtschaftsprüfern.
Laufende Informationen über aktuelle Entwicklungen in den Fondsgesellschaften werden über regelmäßige Meetings mit den Verantwortlichen der Nordcapital-Gruppe ermöglicht.
Das Risikomanagement-System und das interne Kontrollsystem der Hesse Newman Capital AG werden, soweit erforderlich, auf die aktuellen Gegebenheiten sowie den Umfang und die Komplexität der Geschäftstätigkeit angepasst.
Risikolage im Berichtszeitraum
Im Folgenden werden die mit der künftigen Entwicklung des Unternehmens verbundenen Risiken detailliert dargestellt. Die folgende Darstellung beruht auf der internen Struktur des Risikomanagementsystems, wonach die wesentlichen Risikoarten in vier Risikokategorien eingeordnet werden. Die aufgeführten Sachverhalte können sich in erheblichem Maße negativ auf die Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Hesse Newman Capital AG auswirken.
1. Finanzielle Risiken
1.1 Risiken der aktuellen Kapitalmarktentwicklung
Der deutsche Kapitalmarkt ist aktuell durch sehr niedrige Zinsen und einen gegenüber wichtigen Währungen wie dem US-Dollar oder Schweizer Franken nach wie vor schwachem Euro geprägt. Die Währungsentwicklung hat auf die Hesse Newman Capital AG keine direkten Auswirkungen, da weder die Gesellschaft noch ihre Bestandsfonds Finanzierungen in Fremdwährungen abgeschlossen haben oder Vermögenswerte außerhalb des Euroraums halten. Alle Bestandsfonds haben noch länger laufende Finanzierungen, so dass aktuell keine Refinanzierung ansteht.
1.2 Zinsrisiko
Die Hesse Newman Capital AG hat ein Darlehen zu einem festen Zinssatz aufgenommen und unterliegt damit aktuell keinem Zinsänderungsrisiko. Gleiches gilt für die Fondsgesellschaften.
Soweit es das Management bei zukünftigen Finanzierungen als wirtschaftlich vorteilhaft erachtet, werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
1.3 Währungsrisiko
Die Hesse Newman Capital AG unterliegt keinem Währungsrisiko.
1.4 Liquiditätsrisiko
Die Hesse Newman Capital AG steuert seine Liquidität sowohl durch monatliche Analysen der Veränderungen des Zahlungsmittelbestands als auch durch Liquiditätsplanungen über verschiedene Zeithorizonte und ein ständiges Monitoring der Ist-Situation, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zur Liquiditätssicherung ergreifen zu können. Zusätzlicher Liquiditätsbedarf kann durch unvorhergesehene Umstände entstehen. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit finanziert sich die Hesse Newman Capital AG derzeit über ein Darlehen. Dieses hat eine Laufzeit von mindestens eineinhalb Jahren ab dem Bilanzstichtag.
Die Unternehmensführung geht allerdings davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens mindestens bis zum 30. Juni 2018 gesichert ist, was insbesondere aus den konservativen Annahmen von Zahlungszu- und -abflüssen in der zugrunde gelegten Unternehmensplanung für die Jahre 2017 und 2018 begründet ist. Ein Liquiditätsbedarf könnte entweder durch Bankfinanzierungen, Mittel der Hauptgesellschafterin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG oder durch weitere Darlehensgeber gedeckt werden.
Liquiditätsbelastungen werden in den kommenden zwei Jahren auch im Zusammenhang mit der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH erwartet. Aus der Verpflichtung heraus, die Eigenkapitalvorschriften nach KAGB bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft einzuhalten, werden für 2017 und 2018 Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von jeweils TEUR 55 erwartet.
Die Hesse Newman Capital AG hat zum Bilanzstichtag ein Darlehen aufgenommen, das mit 5,0 Prozent verzinst wird. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 197). Das Darlehen ist befristet bis zum 30. Juni 2018 und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn es nicht mit einer Frist von sechs Monaten zur Jahresmitte gekündigt wird. Bei einem Wechsel des Mehrheitgesellschafters der Hesse Newman Capital AG gilt abweichend eine Kündigungsfrist von sechs Wochen zu einem beliebigen Datum. Die Unternehmensführung geht davon aus, dass es bis zur Fälligkeit der Finanzierung gelingt, entweder den Saldo aus Liquiditätszu- und abflüssen zu verbessern oder bestehende Finanzierungen zu verlängern bzw. alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sofern dies nicht gelingt ergibt sich nach derzeitiger Berechnung eine Überdeckung der Verbindlichkeiten über die Vermögenswerte. Derzeit liegen der Unternehmensführung keine Indikatoren vor, die eine Fälligstellung wahrscheinlich werden lassen.
Durch ein laufendes Working-Capital-Management, welches insbesondere die zeitnahe Rückzahlung der gewährten Mittel, der operativen Forderungen sowie der Weiterbelastungen und Verauslagungen überwacht, stellt Hesse Newman Capital sicher, dass Finanzschulden und operative Verbindlichkeiten mittels Innenfinanzierung termingerecht bedient werden. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Finanzschulden und die operativen Verbindlichkeiten, definiert als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich abgegrenzter ausstehender Rechnungen, auf TEUR 908 (Vorjahr: TEUR 567). Die Forderungen aus ausgereichten Darlehen und die operativen Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 334). Zu den jeweiligen Bilanzstichtagen belaufen sich die liquiden Mittel auf TEUR 937 (Vorjahr: TEUR 1.035).
2. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
Die Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten steuert das Management über die zeitnahe Analyse von Zwischenabschlüssen und sonstigen Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 wurden keine Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken gehalten.
2.1 Risiken aus Eventualschulden
Die Hesse Newman Capital AG ist vertraglich über ihre Gesellschafterstellung bis Ende 2018 verpflichtet, die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH gemäß KAGB-Vorgaben anteilig finanziell auszustatten. Eine negative Geschäftsentwicklung der Gesellschaft birgt das Risiko höherer Zuzahlungen als in der Planung vorgesehen.
2.2 Kreditrisiko
Die Hesse Newman Capital AG hat in Vorjahren ein Darlehen an die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH ausgereicht, das am 31. Dezember 2016 unverändert mit TEUR 169 valutiert. Ein laufendes Monitoring soll sicherstellen, dass das Darlehen bedient und zurückgezahlt wird.
2.3 Risiko des Forderungsausfalls
In einem laufenden Prozess wird das Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit überwacht.
Zum 31. Dezember 2016 bestehen keine Forderungen von wesentlicher Bedeutung. Zum Bilanzstichtag bestehen keine überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind.
3. Geschäftsrisiken
Mit der Einstellung des Neugeschäfts sind bedeutende Geschäftsrisiken insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Investitionsobjekten, die Aufrechterhaltung einer breiten Vertriebsstruktur oder eine nachlassende Kundennachfrage entfallen.
3.1 Risiko mangelhafter Vertragserfüllung externer Dienstleister
Die Hesse Newman Capital AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2015 das Management der Bestandsfonds als Dienstleistung an die Nordcapital-Gruppe vergeben. Es besteht das Risiko, dass der Dienstleister seine Aufgaben nur unvollständig oder mangelhaft erfüllt. Gegenüber den Fondsgesellschaften ist aber Hesse Newman Capital für die Erbringung der Leistungen verantwortlich und könnte gegebenenfalls von den Anlegern in Regress genommen werden.
Diesem Risiko begegnet die Hesse Newman Capital AG mit einer kontinuierlichen Kontrolle der erbrachten Leistungen, um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können. Außerdem hat Hesse Newman Capital in den Verträgen mit der Nordcapital-Gruppe Vorsorge getroffen, dass in einem solchen Fall die jeweilige Nordcapital-Gesellschaft in demselben Umfang haftet, wie Hesse Newman Capital. Zudem hat jede Fondsgesellschaft eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen, die im Fall von unwissentlichen Pflichtverletzungen eintritt.
3.2 Prospekthaftungsrisiken
Die von der Hesse Newman Capital AG in der Vergangenheit angebotenen Kapitalanlagen unterlagen einer gesetzlichen Prospektpflicht. Für die vor Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs gestatteten Fonds ist Hesse Newman Capital als Anbieterin und Herausgeberin für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte des Verkaufsprospekts verantwortlich und haftet gegenüber Anlegern für unrichtige oder unvollständige Angaben.
Die Verkaufsprospekte wurden mit größter Sorgfalt erstellt und zudem von einem Wirtschaftsprüfer sowohl hinsichtlich der Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Angaben als auch der Plausibilität von Annahmen und der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken und Chancen nach den „Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen“ (IDW S 4) überprüft. Allerdings können diese Maßnahmen keine vollständige Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Prospektangaben oder gar den wirtschaftlichen Erfolg der Kapitalanlage bieten, sodass nicht auszuschließen ist, dass Anleger aufgrund fehlender oder unsachgemäßer Prospektangaben Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung geltend machen.
Für alle neuen, nach den Regeln des Kapitalanlagegesetzbuchs genehmigten Fonds auch externer Kunden übernimmt diese Verantwortung die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH.
Unwissentliche Fehler bei der Prospekterstellung fallen unter den Deckungsumfang der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Trotzdem könnte der Eintritt dieses Risikos negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Reputation der Unternehmensgruppe haben.
3.3 Wettbewerbsrisiko
Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH bietet als Service-KVG ihre Leistungen allen Kunden an, die geschlossene Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch realisieren wollen. Die schwache Nachfrage nach diesen Kapitalanlagen und die große Zahl genehmigter externer Kapitalverwaltungsgesellschaften führen zu einem starken Wettbewerb um diese Kunden.
4. Operationelle Risiken
4.1 Abhängigkeit von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen
Die Hesse Newman Capital AG verfügt insgesamt über nur noch wenige Mitarbeiter, die somit alle eine wichtige Rolle im Unternehmen spielen und bedeutende Know-how-Träger sind. Der Verlust solcher Mitarbeiter in Schlüsselpositionen kann daher zu erheblichen betrieblichen Beeinträchtigungen führen.
Für eine Abwicklung der laufenden Tätigkeiten ist die Hesse Newman Capital AG deshalb darauf angewiesen, qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, das Know-how der Mitarbeiter für etwaige Nachfolger nachvollziehbar dokumentieren zu lassen und wirksame Vertretungsregelungen zu implementieren.
4.2 Risiken aus der Nutzung von EDV-Systemen
Der Geschäftsbetrieb der Hesse Newman Capital AG sowie der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH basiert zu einem Großteil auf der Nutzung von Informationstechnologien sowie der raschen Übertragung und der effizienten Verarbeitung von Daten. Störungen bzw. Ausfälle von EDV-Systemen können in ungünstigen Fällen zu erheblichen Reputationsschäden, zu einer Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen sowie zu einer schlechteren Umsatz- und Ertragsentwicklung einzelner Tochtergesellschaften und damit des gesamten Unternehmens führen.
Die Hesse Newman Capital AG trifft zur Risikoreduzierung hinreichende organisatorische Vorkehrungen und Maßnahmen. Dazu gehören eine kontinuierliche EDV-Wartung, tägliche Datensicherungen und Notfallpläne.
5. Sonstige Risiken
5.1 Risiken aus Veränderungen des regulatorischen Umfelds
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) erbringt für das Investmentvermögen im Wesentlichen die kollektive Vermögensverwaltung nach Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Ihr Geschäftsbetrieb erfordert die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die KVG „Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH“ hat diese Erlaubnis am 8. November 2013 erhalten. Die Geschäftstätigkeit der Kapitalverwaltungsgesellschaft unterliegt weiterhin einem sich ständig verändernden regulatorischen Umfeld. Stichworte hierzu sind aktuell das geplante zweite Finanzmarktnovellierungsgesetz und MIFID II.
Das Risiko aus regulatorischen Veränderungen liegt insbesondere in den damit verbundenen Kosten, die Auswirkungen auf die Ertragslage und damit auch auf die durch die Gesellschafter auszugleichenden Verlusten haben. Des Weiteren können regulatorische Veränderungen verstärkt negative Auswirkungen auf den Ausbau der Geschäftsaktivitäten der Kapitalverwaltungsgesellschaft haben.
5.2 Risiken aus Veränderungen der steuerlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen
Die Konzeption der Sachwertfonds der Hesse Newman Capital AG beruhte zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung auf der jeweils aktuellen Rechtslage. Entsprechend hängt der Erfolg der Kapitalanlagen in unterschiedlichem Maße von der Fortdauer der bei der Prospektierung zugrunde gelegten rechtlichen und steuerlichen Regelungen ab.
Eine Änderung dieser Rahmenbedingungen im In- und Ausland liegt nicht im Ermessen der Hesse Newman Capital AG, könnte sich aber negativ auf die bereits platzierten Fonds oder das Neugeschäft der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH auswirken, verbunden mit entsprechenden Effekten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Außerdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung rückwirkend die steuerlichen Vorteile der vertriebenen Fonds ganz oder in Teilen aberkennt. Dies würde sich nachteilig auf die Bestandsfonds auswirken und zu einem Reputationsschaden führen.
Die Hesse Newman Capital AG arbeitet mit erfahrenen rechtlichen und steuerrechtlichen Beratern zusammen, um dieses Risiko weitgehend zu reduzieren.
5.3 Reputationsrisiken
Die positive Wahrnehmung und damit der Bestand von Hesse Newman Capital als Marke ist im Wesentlichen abhängig vom Vertrauen der Anleger in das Können, die Verlässlichkeit und insbesondere in die Qualität der Kapitalanlagen der Gesellschaft. Ein wichtiger Faktor hierfür ist die Performance der bereits emittierten Fonds. Eine der Hesse Newman Capital AG angelastete negative Abweichung der Ergebnisse der Fondsgesellschaften von den zugrunde liegenden Prospektprognosen bis hin zu ausgesetzten Auszahlungen können den Ruf der Gesellschaft schädigen und einen Verlust des Anlegervertrauens in einzelne Produktlinien oder das Gesamtunternehmen bewirken. Hieraus könnten Anlegerbeschwerden oder -klagen resultieren, die die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens beeinträchtigen können.
Diesem Risiko ist die Hesse Newman Capital AG bereits bei der Konzeption eines Sachwertfonds mit einer sorgfältigen Auswahl der Investitionsobjekte begegnet. Während der Fondslaufzeit sind eine transparente und verständliche Anlegerkommunikation sowie qualifizierte Mitarbeiter im begleitenden Fonds- und Asset Management von entscheidender Bedeutung.
5.4 Beratungshaftungsrisiken
Die Hesse Newman Capital AG hat in der Vergangenheit Kapitalanlagen über ausgewählte Vertriebspartner platziert. Diesen kam die Aufgabe zu, ihren Kunden die Beteiligungsangebote des Emissionshauses im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Beratung zu präsentieren und dabei die gesetzlichen Aufklärungs- und Informationspflichten mit der notwendigen Sorgfalt zu erfüllen. Es besteht die Gefahr, dass die Vertriebspartner ihre Sorgfaltspflicht bei der Kundenberatung nicht in zufriedenstellender Weise erfüllt haben. Dies könnte sich negativ auf die Reputation der Hesse Newman Capital AG auswirken. Daneben lassen sich in der aktuellen Rechtsprechung Tendenzen beobachten, Beratungsfehler von Vertriebspartnern dem Emittenten der Kapitalanlage zuzurechnen. Diesem Risiko wurde durch die sorgfältige Auswahl von qualifizierten Vertriebspartnern begegnet.
4.1 Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand
Die Gesamtvergütung des Vorstands Dr. Marcus Simon betrug für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 27. Die Festvergütung beträgt TEUR 25. In den Gesamtbezügen enthalten sind sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 2. Die variable Vergütung bezieht sich auf das nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Konzernergebnis vor Steuern; und zwar zum Teil auf das vergangene Geschäftsjahr und zum Teil auf den Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre. Eine variable Vergütung fiel für das Geschäftsjahr 2016 nicht an. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt. Zusagen auf Leistungen, die für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt werden, sind in dem Vorstandsvertrag – außer für den Fall eines Kontrollwechsels – nicht vereinbart.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss hat vom 21. Juli 2016 wurde die Vergütung des Aufsichtsrats reduziert. Jedes Aufsichtsratsmitglied hat ab Beginn des Geschäftsjahres 2016 Anspruch auf eine feste Vergütung von TEUR 10 p.a..
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind auch im Konzernabschluss unter Ziffer 10.4 individuell aufgeführt.
4.2 Übernahmerelevante Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB
Das gezeichnete Kapital der Hesse Newman Capital AG in Höhe von TEUR 100 ist eingeteilt in 100.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der Stimmrechtsanteil der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz, an der Hesse Newman Capital AG beträgt zum 31. Dezember 2016 84,99 Prozent (Vorjahr: 83,99 Prozent). Diese Stimmrechtsanteile sind Klaus Mutschler, Zürich/Schweiz, zuzurechnen.
Beschränkungen bezüglich der Ausübung von Stimmrechten oder der Übertragung von Aktien sind nicht bekannt. Es bestehen keinerlei Stimmrechtskontrollen. Des Weiteren liegen keine Aktien mit Sonderrechten vor, die Kontrollbefugnisse begründen könnten. Über die Ernennung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands entscheidet gemäß §§ 84 und 108 AktG der Aufsichtsrat mit einfacher Mehrheit.
Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen (§§ 133, 179 AktG). Die Hesse Newman Capital AG hat in § 9 Ziffer 4 ihrer Satzung von der in § 179 Abs. 1 S. 2 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, dem Aufsichtsrat zu übertragen. § 9 Ziffer 3 der Satzung sieht vor, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2015 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 18. Juni 2020 maximal 200.000 Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats zurückzuerwerben. Aufgrund der in 2016 erfolgten Kapitalherabsetzung auf TEUR 100 ist der Erwerb von eigenen Aktien nicht mehr im beschlossenen Umfang ausübbar.
Der Vorstand ist zur Ausgabe neuer Aktien lediglich auf Basis eines Beschlusses der Hauptversammlung befugt. Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 18. Juni 2020 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 1.000 zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Im Falle eines Kontrollwechsels des Unternehmens hat der Vorstand ein einmaliges Sonderkündigungsrecht.
Die im Konzernabschluss unter Ziffer 7.13 dargestellte Finanzierung über TEUR 697 ist im Falle eines Kontrollwechsels mit einer Frist von sechs Wochen zu einem beliebigen Datum kündbar.
4.3 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung wird auf der Homepage von Hesse Newman Capital (www.hesse-newman.de) veröffentlicht. Sie ist ferner im Geschäftsbericht in einem gesonderten Abschnitt enthalten.
4.4 Schlusserklärung des Vorstands gemäß § 312 Abs. 3 AktG
Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat für das Geschäftsjahr 2016 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Vorstand gibt in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung ab:
„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“
Hamburg, 31. März 2017
Der Vorstand
Anja Steffens
AKTIVA
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| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.857,72 | 29.615,34 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.589,40 | 21.246,48 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 75.000,00 | 155.930,04 |
| 2. Beteiligungen | 453.183,33 | 453.433,33 |
| 549.630,45 | 660.225,19 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26.866,32 | 152.488,71 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.244,22 | 10.127,78 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 170.381,08 | 170.361,76 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 65.158,35 | 72.147,05 |
| 266.649,97 | 405.125,30 | |
| II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 937.477,87 | 1.035.277,77 |
| 1.204.127,84 | 1.440.403,07 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 69.694,70 | 68.775,06 |
| Summe AKTIVA | 1.823.452,99 | 2.169.403,32 |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 100.000,00 | 2.000.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 618.906,78 | 0,00 |
| III. Bilanzverlust | 0,00 | -742.174,08 |
| davon Verlustvortrag: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR -288.252,95) | ||
| 718.906,78 | 1.257.825,92 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Sonstige Rückstellungen | 193.257,48 | 299.418,71 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 138.807,66 | 295.804,45 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 138.807,66 (Vorjahr: EUR 295.804,45) | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 25.000,00 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 699.682,29 | 217.371,46 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 2.782,22 (Vorjahr: EUR 217.371,46) | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren: EUR 696.840,07 (Vorjahr: EUR 0,00) | ||
| davon aus Steuern: EUR 2.782,22 (Vorjahr: EUR 7.396,53) | ||
| 838.489,95 | 538.175,91 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 72.798,78 | 73.982,78 |
| Summe PASSIVA | 1.823.452,99 | 2.169.403,32 |
scroll
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 936.392,19 | 978.520,21 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 232.600,17 | 1.331.007,82 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -527.744,16 | -696.316,39 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -197.799,68 | -420.384,89 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -25.100,36 | -50.200,15 |
| davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.742,48) | ||
| 5. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -29.414,70 | -40.710,70 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -794.113,37 | -1.529.289,46 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 16.361,33 | 14.681,97 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 16.361,33 (Vorjahr: EUR 14.681,97) | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.128,89 | 76.358,40 |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -230.930,04 | -258.670,16 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -21.047,71 | -58.784,38 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | -0,10 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | -638.667,44 | -653.787,83 |
| 14. Sonstige Steuern | -251,70 | -133,30 |
| 15. Jahresfehlbetrag | -638.919,14 | -653.921,13 |
| 16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -742.174,08 | -288.252,95 |
| 17. Ertrag aus Kapitalherabsetzung | 1.900.000,00 | 0,00 |
| 18. Einstellungen in die Kapitalrückage | -900.000,00 | 0,00 |
| 19. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 381.093,22 | 34.033,09 |
| 20. Entnahmen aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 165.966,91 |
| 21. Bilanzverlust | 0,00 | -742.174,08 |
Der Jahresabschluss der Hesse Newman Capital AG zum 31. Dezember 2016 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) für große Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Hesse Newman Capital mit Sitz in Hamburg ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Registernummer HRB 93076. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Veräußerung sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere solchen, die als Kapitalverwaltungsgesellschaft tätig sind oder Dienstleistungen wie die Finanzanlagen- oder Fremdkapitalvermittlung oder die Vermittlung des Abschlusses von Versicherungsverträgen erbringen, oder aber als persönlich haftende Gesellschafterin, geschäftsführende Kommanditistin oder Treuhandkommanditistin für Gesellschaften fungieren, deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung sowie das Halten und Verwalten eigenen Vermögens. Darüber hinaus ist Unternehmensgegenstand die Übernahme von Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben für Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Asset- und Portfoliomanagement, Datenerfassung, Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Kundenauftragsabwicklung sowie Vertrags- und Bestandsverwaltung.
Mit Wirkung zum 23. Juli 2015 ist das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Kraft getreten. Die Bestimmungen sind erstmals auf die Aufstellung von Jahresabschlüssen von nach dem 31. Dezember 2015 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden. In diesem Jahresabschluss wurden die Bestimmungen erstmalig angewendet. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB nicht vergleichbar. Unter den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang sind die Umsatzerlöse des Vorjahres, die sich nach der Neudefinition der Umsatzerlöse ergeben hätten, erläutert.
Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei kommt die lineare Methode zur Anwendung. Die jeweilige Nutzungsdauer wird nach wirtschaftlichen Kriterien und unter Beachtung der vom Bundesministerium für Finanzen veröffentlichten amtlichen AfA-Tabellen festgelegt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben bzw. als Sammelposten auf fünf Jahre verteilt.
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden mittels einer Werthaltigkeitsprüfung nach IDW RS HFA 10 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW) ermittelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie das Eigenkapital sind zum Nennwert angesetzt. Alle risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzung werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gezeigt, sofern sie einen Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel am Ende dieses Anhangs dargestellt. Der Anteilsbesitz stellt sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:
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| in TEUR | |||
|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Eigenkapital 31.12.2016 | Anteil in Prozent | Jahresergebnis 2016 |
| --- | --- | --- | --- |
| Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg | 339 | 50,0 | -255 |
| Hesse Newman Fondsmanagement GmbH, Hamburg | 86 | 49,0 | 14 |
| Hesse Newman Zweitmarkt GmbH, Hamburg | 71 | 100,0 | 46 |
| HHCP Hamburg Capital Partners GmbH, Hamburg | 16 | 100,0 | -9 |
| TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH, Hamburg | 59 | 100,0 | 9 |
Die Anteile an dem verbundenen Unternehmen HHCP Hamburg Capital Partners GmbH wurden im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 81 vollständig wertberichtigt.
Im Jahresverlauf 2016 hat die Hesse Newman Capital AG Zuzahlungen in die Kapitalrücklage der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH im Umfang von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 155) geleistet. Die Anschaffungskosten der Beteiligung haben sich in diesem Zuge auf TEUR 820 erhöht. Die Beteiligung an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 im Umfang von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 233) wertberichtigt.
Die Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG i.L., die Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH & Co. i.L. sowie die Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 3 GmbH & Co. KG i.L. wurden am 13. Dezember 2016 aus dem Handelsregister gelöscht und sind aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen abgegangen.
Im Rahmen des Umzugs in neue Büroräume wurden in Vorjahren bereits vollständig abgeschriebene Mietereinbauten und Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgebucht.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und enthalten in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 110) Forderungen aus Dienstleistungsumsätzen gegen Fondsgesellschaften sowie mit TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 42) Forderungen aus Weiterbelastungen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5) aus Ansprüchen gegen die umsatzsteuerlichen Organgesellschaften TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH und Hesse Newman Zweitmarkt GmbH und in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 5) aus Weiterbelastungen an Tochtergesellschaften.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen im Wesentlichen eine Darlehensforderung nebst Zinsen gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH in Höhe von unverändert TEUR 169. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zinserträge für 2016 in Höhe von TEUR 2 vereinnahmt.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind vor allem Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 50) sowie Ertragsteuererstattungsansprüche gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 11) sowie eine Mietkaution in Höhe von TEUR 5 enthalten. Die Darlehensforderung des Vorjahres in Höhe von TEUR 6 wurde im Geschäftsjahr 2016 beglichen. Die Forderungen aus Liquidationserlösen belaufen sich auf TEUR 2.
Latente Steuern
Latente Steuern auf zum 31. Dezember 2016 bestehende gewerbesteuerliche sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge wurden nicht angesetzt. Im Finanzanlagevermögen sowie in den sonstigen Rückstellungen bestehen nicht-permanente Unterschiedsbeträge zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen.
Nach erfolgter Gesamtdifferenzenbetrachtung wurde das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB bezüglich einer Aktivierung nicht ausgeübt.
Der für die Hesse Newman Capital AG maßgebliche Ertragsteuersatz beträgt 32,3 Prozent.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 beträgt TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 2.000) und ist eingeteilt in 100.000 (Vorjahr: 2 Mio.) auf den Inhaber lautende und im Umlauf befindliche Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Juli 2016 wurde das Grundkapital im Rahmen einer ordentlichen Kapitalherabsetzung durch Zusammenlegung von Aktien wie angegeben herabgesetzt. Von dem Herabsetzungsbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 1.900 war ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 900 der Kapitalrücklage zuzuführen und der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 1.000 für den Ausgleich von Verlusten bestimmt.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 18. Juni 2020 das Grundkapital einmalig oder mehrfach um insgesamt bis zu TEUR 1.000 zu erhöhen („genehmigtes Kapital 2015“). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Der Vorstand ist ferner unter der Bedingung der Aufsichtsratszustimmung ermächtigt, bis zum 18. Juni 2020 bis zu 200.000 eigene Aktien zu erwerben. Aufgrund der in 2016 erfolgten Kapitalherabsetzung auf TEUR 100 ist der Erwerb von eigenen Aktien nicht im beschlossenen Umfang möglich.
Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz, verfügt am 31. Dezember 2016 über einen Stimmrechtsanteil an der Hesse Newman Capital AG in Höhe von 84,99 Prozent (Vorjahr: 83,99 Prozent). Die Stimmrechtsanteile werden Klaus Mutschler, Zürich/Schweiz, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die TC Trumpp Capitalberatung GmbH, Stuttgart, verfügt zum 31. Dezember 2016 über einen Stimmrechtsanteil in Höhe von unverändert 0,32 Prozent. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Aufsichtsratsmitglied Stefan Trumpp, Hamburg, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mit Vertrag vom 20./21. Juni 2016 hat die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG der Hesse Newman Capital AG ein Darlehen in Höhe von TEUR 100 gewährt und im gleichen Zuge auf die Rückzahlung des Nominalbetrags sowie sämtlicher zukünftiger Zinsen verzichtet. Die Gewährung der Mittel erfolgte unter der Maßgabe, die gewährten Beträge in die Kapitalrücklage einzustellen.
Im Rahmen der Bilanzaufstellung wurden TEUR 381 der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags entnommen.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 299) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 70), Rückstellungen für Prüfungskosten des Jahres- und Konzernabschlusses in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 69), Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 16), Rückstellungen für die Erstellung von Steuererklärungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 14) sowie Rückstellungen für Urlaub in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 22).
Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für Abfindungen über TEUR 45 sowie die Drohverlustrückstellung für Mietaufwendungen nicht mehr genutzter Büroräume über TEUR 25 wurden im Berichtsjahr vollständig verbraucht. Für Rückbauverpflichtungen der Mieträume waren im Vorjahr Rückstellungen in Höhe von TEUR 20, die zur Hälfte verbraucht und zur Hälfte aufgelöst wurden. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für die Rückabwicklung des Beteiligungsangebots Hesse Newman GreenBuilding über TEUR 5 wurde bis auf einen Restbetrag in Höhe von TEUR 1 aufgelöst.
Für Mietnachforderungen der ehemaligen Büroräume wurde im Geschäftsjahr 2016 eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 9 gebildet.
Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 197). Mit Nachtrag zum Darlehensvertrag vom 15./18. Juli 2016 wurde die Darlehenssumme um TEUR 500 erhöht. Ferner wurde die Verzinsung auf 5,0 Prozent für die gesamte Laufzeit des Darlehensvertrags festgelegt.
Das Darlehen ist befristet bis zum 30. Juni 2018 und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn es nicht mit einer Frist von 6 Monaten zur Jahresmitte gekündigt wird. Bei einem Wechsel des Mehrheitsgesellschafters der Hesse Newman Capital AG gilt abweichend eine Kündigungsfrist von sechs Wochen zu einem beliebigen Datum.
Die weiteren sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Lohnsteuerverbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung Dezember in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 7). Im Vorjahr waren unter den sonstigen Verbindlichkeiten zudem kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 13 passiviert.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 936 (Vorjahr: TEUR 979) entfallen mit unverändert TEUR 707 auf Erlöse aus dem Asset- und Fondsmanagement für geschlossenen Fonds der Hesse Newman Gruppe, mit TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 137) auf Versicherungen sowie mit TEUR 119 auf Erträge aus sonstigen Dienstleistungs- und Untermietverträgen, welche aufgrund der Neudefinition der Umsatzerlöse nach den Vorschriften des BilRUG erstmalig unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Eine Anwendung der Vorschriften des BilRUG auf die Vergleichszahlen 2015 hätte eine Erhöhung der Umsatzerlöse aus sonstigen Dienstleistungs- und Untermietverträgen um TEUR 300 auf TEUR 1.278 ergeben. Im Vorjahr waren darüber hinaus noch platzierungsabhängige Erlöse aus dem Vertrieb von geschlossenen Fonds und Containerinvestitionen in Höhe von TEUR 135 ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge lassen sich wie folgt aufgliedern:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Weiterbelastungen | 127 | 467 |
| Sonstige Erstattungen | 50 | 20 |
| Periodenfremde Erträge | 39 | 91 |
| Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen | 14 | 0 |
| Versicherungserstattungen für Rechts- und Beratungskosten | 2 | 91 |
| Übertragung Fonds- und Assetmanagement | 0 | 416 |
| Erträge verbundene Unternehmen | 0 | 143 |
| Einstellung Vertrieb Containerdirektinvestments | 0 | 100 |
| Übrige | 1 | 3 |
| 233 | 1.331 |
Die periodenfremden Erträge des Geschäftsjahres enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 47).
Eine Anwendung der Vorschriften des BilRUG auf die Vergleichszahlen 2015 hätte eine Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 300 auf TEUR 1.031 ergeben. Die Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 288 sowie ein Anteil der Erträge verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 12 wäre unter den Umsatzerlösen ausgewiesen worden.
Materialaufwand
Der Materialaufwand entfällt mit unverändert TEUR 427 auf Unterdienstleistungsverträge für das Asset- und Fondsmanagement sowie mit TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 124) auf das Versicherungsgeschäft. Im Vorjahreswert waren zudem platzierungsabhängige Provisionen für Vertriebspartner aus dem Emissionshausgeschäft in Höhe von 145 enthalten.
Abschreibungen
Die Abschreibungen entfallen jeweils zur Hälfte auf Sachanlage sowie auf immaterielle Vermögensgegenstände.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 794 (Vorjahr: TEUR 1.529) gliedern sich wie folgt:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Versicherungen, Beiträge und Gebühren | 182 | 316 |
| Büromiete und Nebenkosten | 163 | 363 |
| Rechts- und Beratungskosten | 162 | 389 |
| EDV- und Verwaltungskosten | 89 | 114 |
| Prüfungskosten Jahres- und Konzernabschluss | 74 | 85 |
| Aufsichtsratsvergütungen, Hauptversammlung, Geschäftsbericht | 56 | 106 |
| Investor Relations und Werbekosten | 29 | 22 |
| Reiskosten, Bewirtung und Kfz | 13 | 24 |
| Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen | 10 | 80 |
| Nicht abzugsfähige Vorsteuer | 7 | 28 |
| Kostenübernahmen | 4 | 1 |
| Übrige | 5 | 1 |
| 794 | 1.529 |
Die im Vorjahr deutlich höheren Aufwendungen für Versicherungen, Beiträge und Gebühren resultierten aus Gebühren der BaFin für ein Enforcement-Verfahren im Vorjahr. Durch den Umzug in neue und kleinere Büroräume im ersten Halbjahr 2016 konnten die Aufwendungen für Miete und Nebenkosten um mehr als die Hälfte reduziert werden. Die geringeren Rechts- und Beratungskosten resultieren aus einem Rückgang der Beratungskosten durch Rechtsanwälte sowie Einmaleffekten aus diversen Beratungskosten im Vorjahr.
Die Forderungsverluste betreffen Darlehensgewährungen mit Forderungsverzicht an die HHCP Hamburg Capital Partners GmbH in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 75).
Erträge aus Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen entfallen auf eine Gewinnausschüttung des Tochterunternehmens TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen entfallen insbesondere auf die Beteiligung an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 233) sowie auf die HHCP Hamburg Capital Partners GmbH (TEUR 81). Die Abschreibungen erfolgten aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung.
Haftungsverhältnisse
Die Hesse Newman Capital AG ist als Gesellschafterin der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH bis mindestens Ende 2018 dazu verpflichtet, die Gesellschaft zu finanzieren, so dass KAGB-Vorgaben eingehalten werden. In diesem Zusammenhang hat die Hesse Newman Capital AG im Geschäftsjahr 2016 Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 155) geleistet. Sofern die Geschäftstätigkeit der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH weitere Zuzahlungen erfordert, wird dieser Verpflichtung auch in den kommenden Jahren nachgekommen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aufgrund von Miet-, Leasing-, Wartungs- und Beratungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 182). Davon entfallen ein Betrag von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 178) auf eine Laufzeit von einem Jahr und ein Betrag von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4) auf eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren.
Vorstand
Alleiniger Vorstand war im Geschäftsjahr 2016 Dr. Marcus Simon, Kaufmann, Hamburg. Seit 1. Januar 2017 ist Frau Anja Steffens, Kauffrau, Hamburg, alleiniger Vorstand. Es wird auf den Abschnitt „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ verwiesen.
Die als Aufwand berücksichtigten Gesamtbezüge des Vorstands betragen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 204). Es ist ein variabler Bestandteil der Gesamtbezüge als mittelfristige Anreizkomponente vorgesehen, aus dem aufgrund der Verlustsituation der Gesellschaft keine Ansprüche resultieren.
Die Gesamtbezüge des Vorstands Dr. Marcus Simon sind im Folgenden aufgeführt:
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| gewährte Zuwendungen | zugeflossene Zuwendungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2016 | 2016 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Minimum | Maximum | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 25 | 25 | 25 | 195 | 25 | 195 |
| Nebenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Urlaubsansprüche | 0 | 0 | 0 | 0 | 13 | 0 |
| Summe | 25 | 25 | 25 | 195 | 38 | 195 |
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 25 | 25 | 25 | 195 | 38 | 195 |
| Versorgungsaufwand | 2 | 2 | 2 | 9 | 9 | 9 |
| Gesamtvergütung | 27 | 27 | 27 | 204 | 47 | 204 |
Vor dem Hintergrund des Ausscheidens von Dr. Marcus Simon aus dem Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2016 Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 13 ausgezahlt. Diese waren in den sonstigen Rückstellungen per 31. Dezember 2015 berücksichtigt.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2016:
| Andreas von Specht, Kaufmann, Hamburg (Vorsitzender) | |
| Prof. Dr. rer. pol. Klaus Evard, Kaufmann, Wiesbaden (stellvertretender Vorsitzender) | |
| Stefan Trumpp, Kaufmann, Hamburg |
Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2016 hat beschlossen, dass die jährlichen Bezüge für jedes Aufsichtsratsmitglied ab dem Geschäftsjahr 2016 von jeweils TEUR 30 auf TEUR 10 verringert werden.
Andreas von Specht war im Geschäftsjahr 2016 Mitglied im Verwaltungsrat der Berenberg Bank, Hamburg. Andreas von Specht hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 niedergelegt. Er ist am 31. Dezember 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Bezüglich der Bestellung eines neuen Aufsichtsratsmitglieds wird auf den Abschnitt „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ verwiesen.
Stefan Trumpp war im Geschäftsjahr 2016 Mitglied im Verwaltungsrat der GLT Rent AG, Meilen/Schweiz.
Mitarbeiter
Die Hesse Newman Capital AG beschäftigte im Jahr 2016 im Durchschnitt 2 (Vorjahr: 3) Mitarbeiter.
Deutscher Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der derzeit gültigen Fassung wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat mit Datum vom 6. März 2017 abgegeben. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite des Konzerns (www.hesse-newman.de) dauerhaft zugänglich.
Honorar des Abschlussprüfers
Das im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand erfasste Honorar des für das Geschäftsjahr 2016 gewählten Abschlussprüfers beträgt TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 146). Dabei entfallen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 81) auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 8 (Vorjahr TEUR 23) auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 10) auf Steuerberatungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2016 waren keine sonstige Leistungen (Vorjahr: TEUR 32) einschlägig.
Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB
Forderungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie damit in Zusammenhang stehende Erträge und Aufwendungen sind im Jahresabschluss jeweils gesondert angegeben. Bezüglich der Bezüge der Organmitglieder wird auf die entsprechenden Abschnitte des Anhangs verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Mehrheitsaktionärin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG der Hesse Newman Capital AG ein Darlehen in Höhe von TEUR 100 gewährt im gleichen Zuge auf die Rückzahlung des Nominalbetrags und der Zinsen verzichtet. Der Verzicht war gemäß den Bestimmungen der Kapitalrücklage zuzuführen. Mit der Mehrheitsaktionärin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG wurden im Geschäftsjahr 2016 keine weiteren Geschäfte getätigt.
Der Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt GmbH wurden in 2016 Bankgebühren in unwesentlichem Umfang in Rechnung gestellt. Aus der umsatzsteuerlichen Organschaft bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen der Gesellschaft gegen die Hesse Newman Zweitmarkt GmbH in Höhe von TEUR 1.
Der Tochtergesellschaft TGH Treuhandverwaltung Hamburg GmbH wurden in 2016 in Höhe von TEUR 12 sowie Bankgebühren in unwesentlichem Umfang in Rechnung gestellt. Aus der umsatzsteuerlichen Organschaft weist die Hesse Newman Capital AG zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 offene Forderungen in Höhe von TEUR 2 gegen die TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH aus.
Dem Tochterunternehmen HHCP Hamburg Capital Partners GmbH wurden Darlehen mit Forderungs- und Zinsverzichten im Umfang von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 75) gewährt. Demgegenüber wurden Weiterbelastungen von Bankgebühren in unwesentlichem Umfang in Rechnung gestellt.
Den am Jahresende 2016 liquidierten Gesellschaften Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG i.L. und Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH & Co. KG i.L. hat die Hesse Newman Capital AG als Kommanditist nicht rückzahlbare Zuschüsse zur Stärkung der Eigenkapitalbasis in Höhe von TEUR 3 gewährt.
Dem assoziierten Unternehmen Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH wurden Darlehen mit Forderungs- und Zinsverzichten im Umfang von insgesamt TEUR 150 gewährt. Die in Rechnung gestellten Dienstleistungen umfassten im Geschäftsjahr 2016 Verwaltung, Personalabrechnung, Organisation, Finanzen (insgesamt TEUR 19) sowie Miete und Nebenkosten (TEUR 4). Die allgemeinen Kostenweiterbelastungen beliefen sich auf TEUR 5. Die offenen Forderungen gegen diese Gesellschaft betrugen zum 31. Dezember 2016 TEUR 1.
In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Darlehensforderungen gegen das assoziierte Unternehmen Hesse Newman Fondsmanagement GmbH in Höhe von unverändert TEUR 169 enthalten. Das Darlehen wird mit 1,25 Prozent p.a. verzinst und ist mit einer Frist von sechs Monaten zum Jahresende kündbar. Die diesbezüglichen Zinserträge belaufen sich auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3). Darüber hinaus wurden Bankgebühren in unwesentlichem Umfang in Rechnung gestellt. Den mittel- bzw. unmittelbaren Tochtergesellschaften der Hesse Newman Fondsmanagement wurden Bankgebühren in Höhe von insgesamt TEUR 3 belastet.
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit aus Versicherungsvermittlungen hat die Gesellschaft Provisionen an die MAM Mutschler Asset Management, Frauenfeld/Schweiz und die Mutschler Holding AG, Zürich/Schweiz in Höhe von insgesamt TEUR 101 aufwandswirksam im Materialaufwand erfasst. Diese Gesellschaften werden von Klaus Mutschler beherrscht und klassifizieren damit als nahestehende Unternehmen. Die Provisionen wurden vergütet, da die MAM Mutschler Asset Management und die Mutschler Holding AG als Tippgeber im Rahmen der von der Hesse Newman Capital AG durchgeführten Versicherungsvermittlung tätig wurden.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Frau Anja Steffens, Kauffrau, Hamburg wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum Vorstand bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 19. Januar 2017 erfolgt.
Mit Schreiben vom 13. Januar 2017 hat der Vorstand der Hesse Newman Capital AG bei dem Amtsgericht Hamburg die gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds beantragt und vorgeschlagen, Dr. Marcus Simon zu bestellen. Dr. Marcus Simon wurde sodann mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 25. Januar 2017 mit Wirkung ab Zustellung des Beschlusses am 28. Januar 2017 als Aufsichtsratsmitglied gerichtlich bestellt. Auf der konstituierenden Aufsichtsratssitzung vom 8. Februar 2017 wurde Dr. Marcus Simon zum Aufsichtsratsvorsitzenden bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung gewählt.
Konzernverhältnisse
Die Hesse Newman Capital AG stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf, welcher für den größten und den kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen aufgestellt wird. Jahres- und Konzernabschluss werden beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
Hamburg, 31. März 2017
Anja Steffens, Vorstand
Hesse Newman Capital AG, Hamburg
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| in EUR | Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2016 | Umgliederungen | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 365.548,06 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 365.548,06 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 459.923,94 | 0,00 | 0,00 | 311.938,17 | 147.985,77 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 195.046,10 | -4.166,67 | 0,00 | 34.949,39 | 155.930,04 |
| 2. Beteiligungen | 690.266,25 | 4.166,67 | 150.000,00 | 4.082,92 | 840.350,00 |
| 885.312,35 | 0,00 | 150.000,00 | 39.032,31 | 996.280,04 | |
| Gesamtsumme | 1.710.784,35 | 0,00 | 150.000,00 | 350.970,48 | 1.509.813,87 |
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| in EUR | kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2016 | Umgliederungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 335.932,72 | 0,00 | 14.757,62 | 0,00 | 350.690,34 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 438.677,46 | 0,00 | 14.657,08 | 311.938,17 | 141.396,37 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 39.116,06 | -4.166,67 | 80.930,04 | 34.949,39 | 80.930,04 |
| 2. Beteiligungen | 236.832,92 | 4.166,67 | 150.000,00 | 3.832,92 | 387.166,67 |
| 275.948,98 | 0,00 | 230.930,04 | 38.782,31 | 468.096,71 | |
| Gesamtsumme | 1.050.559,16 | 0,00 | 260.344,74 | 350.720,48 | 960.183,42 |
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| in EUR | Buchwert | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2016 | Stand 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.857,72 | 29.615,34 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.589,40 | 21.246,48 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 75.000,00 | 155.930,04 |
| 2. Beteiligungen | 453.183,33 | 453.433,33 |
| 528.183,33 | 609.363,37 | |
| Gesamtsumme | 549.630,45 | 660.225,19 |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hesse New- man Capital AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht, Unterabschnitt "1.4 Liquiditätsrisiko" des Lageberichts der Gesellschaft hin. Dort ist ausgeführt, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft bis mindestens zum 30. Juni 2018 sichergestellt ist. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist davon abhängig, dass entsprechend der Geschäftsjahresplanungen für die Jahre 2017 und 2018 die Liquiditätsziele erreicht werden und dass die bestehende Finanzierung, die bis 30. Juni 2018 vertraglich zugesichert ist, nicht fällig gestellt wird. Anderenfalls ist die Gesellschaft auf alternative externe Finanzierungen angewiesen.
Hamburg, den 12. April 2017
**ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Beatrix Arlitt, Wirtschaftsprüferin
Michael Kapitza, Wirtschaftsprüfer
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hesse Newman Capital AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich der Geschäftsergebnisse und die Lage der Hesse Newman Capital AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Hesse Newman Capital AG beschrieben sind.
Hamburg, 31. März 2017
Anja Steffens, Vorstand
Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG, Hamburg, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 am 12. April 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahr 2015 wurden maßgebliche Weichenstellungen für die zukünftige Ausrichtung der Hesse Newman Capital AG vorgenommen. Die Gesellschaft wurde deutlich verschlankt, Kosten gesenkt und die Unternehmensstruktur vereinfacht, um einem neuen Investor den potentiellen Einstieg zu erleichtern. Allerdings wurde das Ziel, die Gesellschaft in die Nähe eines ausgeglichenen Ergebnisses zu führen, auch im Jahr 2016 nicht erreicht.
Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand
Auch im Jahr 2016 hat der Aufsichtsrat mit großer Sorgfalt seine gesetzlichen sowie die aus der Satzung der Hesse Newman Capital AG resultierenden Aufgaben und Pflichten erfüllt. Hierzu gehörte insbesondere die Begleitung und Beratung des Vorstands bei der verantwortlichen Unternehmensleitung sowie die laufende Überwachung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über wesentliche Themen der Geschäftsführung und stand bezüglich grundlegender Ereignisse insbesondere zum Aufsichtsratsvorsitzenden in ständigem Kontakt. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat zeichnet sich durch hohe Transparenz und einen vertrauensvollen Umgang aus. Dies gewährleistet eine qualitativ hochwertige Beratungs- und Überwachungstätigkeit durch das Kontrollgremium.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
Der eingeleitete Veränderungsprozess der Gesellschaft stand auch im Jahr 2016 im Zentrum der Beratungen des Aufsichtsrats. In den Aufsichtsratssitzungen wurden der Geschäftsverlauf, aktuelle Entwicklungen und insbesondere strategische Fragen diskutiert.
Sitzungen
Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG zu insgesamt vier Präsenzsitzungen zusammengefunden. Außerdem wurden mehrfach Beschlussfassungen im Umlaufverfahren durchgeführt. Der Vorstand hat auf Wunsch des Aufsichtsrats an all diesen Sitzungen teilgenommen und auf Basis des allgemeinen Berichtswesens und gesonderter Analysen über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, das Risikomanagement und wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Wesentliche Tagesordnungspunkte waren unter anderem:
| • | Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2015 |
| • | Erörterung des Konzernhalbjahresfinanzberichts |
| • | Weitere Maßnahmen zur Restrukturierung der Gesellschaft |
| • | Beschlussfassungen über eine Anpassung der Aufsichtsratsvergütung und eine ordentliche Kapitalherabsetzung |
| • | Mögliche Veränderungen im Aktionariat der Hesse Newman Capital AG |
| • | Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand der Hesse Newman Capital AG |
| • | Kurz- und mittelfristige Unternehmensplanungen |
Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht unverändert aus drei Mitgliedern und hat deshalb keine Ausschüsse gebildet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Personelle Veränderungen
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 hat Herr Andreas von Specht sein Amt als Aufsichtsratsratsmitglied der Hesse Newman Capital AG niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn von Specht für sein langjähriges hohes Engagement in diesem Gremium. Per 28. Januar 2017 wurde Herr Dr. Marcus Simon vom Amtsgericht Hamburg zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und vom Aufsichtsrat am 8. Februar 2017 zum Vorsitzenden gewählt.
Corporate Governance
Verantwortung und Transparenz sind für Hesse Newman Capital von besonderer Bedeutung für die Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 6. März 2017 eine gemeinsame Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 jeweils am 31. März 2017 aufgestellt und dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt. Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte ESC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde zudem von den Abschlussprüfern das von der Hesse Newman Capital AG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem geprüft.
Die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat ihre Berichte über Art und Umfang sowie über das Ergebnis ihrer Prüfungen (Prüfungsberichte) vorgelegt. Die genannten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat hat die Vorlagen des Vorstands und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. In seiner Sitzung am 12. April 2017 ließ sich der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht eingehend erläutern.
Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über seine Prüfungen, insbesondere seine Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen, berichtet sowie seine Prüfungsberichte erläutert. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte und die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und diese ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte – wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführten Prüfungen selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Mit der Billigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Unternehmen mit der des Vorstands in dessen Lagebericht und Konzernlagebericht überein. Die ESC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher folgenden Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“ |
Der Abhängigkeitsbericht wurde auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Vorstand hat den Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt. Er hat die notwendigen Vorkehrungen zur Erfassung der Rechtsgeschäfte und sonstigen Maßnahmen getroffen, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG als beherrschendem Unternehmen oder mit dieser verbundenen Unternehmen vorgenommen oder unterlassen hat. Nach dem Ergebnis der Prüfung sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen nicht vollständig erfasst worden sind. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands sind nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hesse Newman Capital AG seine Anerkennung für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr aus.
Hamburg, im April 2017
Hesse Newman Capital AG
Dr. Marcus Simon, Vorsitzender des Aufsichtsrats
CORPORATE GOVERNANCE ERKLÄRUNG VOM 6. MÄRZ 2017
Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der jeweils geltenden Fassung („DCGK“) seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen werden wird. Nicht angewandt wurden und werden die folgenden Empfehlungen:
ERNENNUNG EINES VORSITZENDEN ODER EINES SPRECHERS IM VORSTAND
Ziffer 4.2.1 S. 1 DCGK sieht vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder einen Sprecher haben soll. Dieser Empfehlung wird nicht entsprochen, da die Gesellschaft gegenwärtig nur durch einen Vorstand repräsentiert wird. Aufgrund des zurückgegangenen Geschäftsumfangs hält der Aufsichtsrat diese personelle Besetzung für notwendig und ausreichend.
EMPFEHLUNGEN ZUR VORSTANDSVERGÜTUNG
Gemäß Ziffer 4.2.3 DCGK soll die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Der im Jahr 2012 abgeschlossene Vorstandsvertrag, der zum 31. Dezember 2016 aufgehoben wurde, hat diese Begrenzungen nicht aufgewiesen, da diese Kodexvorgabe seinerzeit noch nicht galt. Auch bei der im Wesentlichen auf eine Arbeitszeitanpassung abzielenden Vertragsänderung zum 1. Januar 2016 wurde diese betragsmäßige Höchstgrenze nicht eingeführt. Außerdem sollen gemäß derselben Kodexempfehlung Abfindungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung bestimmten Begrenzungen unterliegen. Im Rahmen der Verlängerung des Vorstandsvertrags im Jahr 2012 wurde kein sogenannter Abfindungs-Cap für Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit vereinbart. Der Aufsichtsrat hatte auf die Vereinbarung eines solchen Abfindungs-Caps verzichtet, da auch der vorherige Vorstandsvertrag keine Regelung zu einem Abfindungs-Cap vorsah und insofern Bestandsschutz gewährt. Der Aufsichtsrat hielt den Verzicht auf einen Abfindungs-Cap zur weiteren Bindung des Vorstands bei Abschluss des Vertrags im Jahre 2012 für angemessen. Bei Vertragsänderung zum 1. Januar 2016 bestand angesichts der nur noch zweijährigen Restlaufzeit des Anstellungsvertrags keine Notwendigkeit mehr für einen Abfindungs-Cap. Im Rahmen der Aufhebung des alten Vorstandsvertrages zum 31. Dezember 2016 wurde keine Abfindung gezahlt.
AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Nach Ziffer 5.3 DCGK soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, unter anderem einen Prüfungsausschuss und einen Nominierungsausschuss. Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht satzungsgemäß nur aus drei Personen, sodass eine Bildung von Ausschüssen wenig sinnvoll erscheint und alle Aufgaben gemeinsam wahrgenommen werden.
ZIELVORGABEN FÜR KÜNFTIGE BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen. Dem ist der Aufsichtsrat mit Beschlüssen vom 23. März 2011 und 25. September 2015 grundsätzlich nachgekommen; die Zielvorgaben werden seither im jeweiligen Corporate Governance Bericht wiedergegeben. Die Zielvorgaben sollen unter anderem Vielfalt (Diversity) und die Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziff. 5.4.2 DCGK berücksichtigen Feste Quoten oder zahlenmäßige Untergrenzen hierzu enthielten und enthalten die beschlossenen Zielvorgaben nicht. Soweit von Teilen der rechtswissenschaftlichen Literatur zur Erfüllung der Ziffer 5.4.1 DCGK derartige zahlenmäßige Angaben unter anderem für die einzelnen Zielvorgaben Diversity und Mindestanzahl unabhängiger AR-Mitglieder verlangt werden, wurde und wird dem nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht satzungsgemäß nur aus drei Personen; die Gesellschaft ist zudem in einem komplexen Geschäftsfeld tätig, das an die fachliche Qualifikation und Branchenkenntnis der Aufsichtsratsmitglieder höchste Ansprüche stellt. Dieses Anforderungsprofil soll nicht von der Geltung starrer Quoten oder zahlenmäßiger Festlegungen überlagert oder verdrängt werden, sodass eine über die verabschiedeten Zielvorgaben hinausgehende Selbstfestlegung wenig sinnvoll erscheint.
VERÖFFENTLICHUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Abweichend von Ziffer 7.1.2 S. 4 DCGK erfolgt die Veröffentlichung des Konzernabschlusses, des Halbjahresfinanzberichts und der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung nicht innerhalb der kürzeren Fristen des DCGK, sondern in Übereinstimmung mit dem WpHG, weil aus Sicht der Gesellschaft für ein Unternehmen dieser Größenordnung die gesetzlichen Fristen angemessen erscheinen.
Hamburg, 6. März 2017
Hesse Newman Capital AG
Vorstand und Aufsichtsrat
Ältere Entsprechenserklärungen sind auf der Website des Unternehmens (www.hesse-newman.de) veröffentlicht.
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