Annual Report • Jul 4, 2016
Annual Report
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Die Hesse Newman Capital AG (nachfolgend: "Hesse Newman Capital") hat in der Vergangenheit Kapitalanlagen für ein breites Anlegerpublikum entwickelt und realisiert. Investitionsfokus waren Sachwerte und vor allem Immobilien, sowohl als Einzelinvestment als auch über diversifizierte, gemanagte Portfolios. Zum Jahresende 2014 hat sich Hesse Newman Capital aufgrund des schwachen Absatzmarkts und des gestiegenen Wettbewerbs um attraktive Immobilien entschlossen, das Neugeschäft unter der Marke Hesse Newman einzustellen. Die operativen Tätigkeiten des Konzerns wurden an einen externen Dienstleister vergeben und das Personal entsprechend reduziert. Weiterhin betrieben wird die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH als externe Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Der Hesse Newman Capital-Konzern umfasst im Wesentlichen die folgenden Gesellschaften:
Die börsennotierte Muttergesellschaft Hesse Newman Capital AG ist langfristige Vertragspartnerin für das Asset- und Fondsmanagement der in der Vergangenheit aufgelegten Fonds und führt das Rechnungswesen, das Controlling, das Beteiligungscontrolling und das Risikomanagement für sich und ihre Tochtergesellschaften aus. Zum Bilanzstichtag sind bei der Hesse Newman Capital AG drei Mitarbeiter angestellt.
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH ist langfristige Vertragspartnerin für die Anleger- und Treuhandverwaltung der Bestandsfonds von Hesse Newman Capital und vertritt als Treuhandkommanditistin zudem die Interessen der Anleger.
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt GmbH ist langfristige Vertragspartnerin für das Portfoliomanagement der Zweitmarktfonds von Hesse Newman Capital. Die beiden letztgenannten Gesellschaften führen keine Mitarbeiter und werden durch den jeweiligen Geschäftsführer geleitet.
Die vorstehend genannten drei Gesellschaften haben ihre zu erbringenden Leistungen seit dem Geschäftsjahr 2015 an Unternehmen der Nordcapital-Gruppe mit Sitz in Hamburg untervergeben. Dort übernehmen Fachleute aus den Bereichen Immobilie und Schiff das Asset- und Fondsmanagement, die Betreuung der Fondsobjekte sowie etwaig das Porfoliomanagement. Erfahrene Anlegerbetreuer kümmern sich um alle Belange der Investoren rund um die Beteiligung. Die Tätigkeit der Hesse Newman Capital erstreckt sich diesbezüglich lediglich auf die Überwachung und Kontrolle der ordnungsgemäßen Durchführung der Leistungen durch die Nordcapital-Gruppe.
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft HHCP Hamburg Capital Partners GmbH war die Vertriebsgesellschaft der Gruppe und ist derzeit nicht mehr operativ tätig. Die Gesellschaft beschäftigt einen Mitarbeiter und die Leitung erfolgt durch einen Geschäftsführer.
Hesse Newman Capital partizipiert darüber hinaus an den Ergebnissen der 50-prozentigen Beteiligung an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH. Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH ist ein Joint Venture mit der HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG. Sie besitzt seit November 2013 die Erlaubnis für die Tätigkeit als Alternative Investment Fonds (AIF)-Kapitalverwaltungs-gesellschaft in den Assetklassen Immobilien, Schiffe, Luftfahrzeuge, Erneuerbare Energien, Container, Infrastruktur, und seit September 2014 auch für nicht an einer Börse gehandelte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity).
Die Gesellschaft erbringt derzeit als Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft zum einen Leistungen des Risiko- und Portfoliomanagements für zahlreiche Bestandsfonds der beiden Gesellschafter, zum anderen verwaltet sie auch zwei Spezial-Immobilieninvestmentvermögen für eine Hamburger Privatbank und seit dem Jahr 2015 erstmals auch ein PublikumsInvestmentvermögen, das in Flugzeuge investiert. Der Fokus der Weiterentwicklung liegt auf dem Ausbau des Servicegeschäfts für externe Kunden und der Verwaltung weiterer Flugzeugfonds für die HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG.
Bei der Entwicklung eines neuen Investmentvermögens für sowohl (semi-) professionelle Kunden als auch Publikumsanleger begleitet die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH zunächst den Service-Kunden bei der Konzeption der Verkaufsunterlagen und verantwortet das gesamte Vertriebsanzeigeverfahren ebenso wie den Vertrieb der Fondsanteile durch externe Partner. Während der Laufzeit des Fonds erbringt die Kapitalverwaltungsgesellschaft die kollektive Vermögensverwaltung, insbesondere das Portfolio- und das Risikomanagement, und ist damit wesentlich für die ordnungsgemäße Entwicklung des gesamten Investmentvermögens verantwortlich. Leistungen wie das Assetmanagement können ausgelagert oder als Dienstleistung vergeben werden.
Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH durchschnittlich 4 Mitarbeiter. Die Leitung erfolgt durch 4 Geschäftsführer, von denen jeweils ein Geschäftsführer von den Gesellschaftern gestellt wird.
Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH erzielte 2015 einen Umsatz in Höhe von TEUR 742 (Vorjahr: TEUR 266). Der Jahresfehlbetrag belief sich auf TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 572).
Hesse Newman Capital übernimmt als Auslagerungsunternehmen das Rechnungswesen und das Controlling für die Gesellschaft. Hierzu gehört auch die Steuerung der Einhaltung der Kapitalvorschriften nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).
Ferner besteht eine 49-prozentige Beteiligung an der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH, eine Holding für die mit den Fondsstrukturen verbundenen Komplementär- bzw. Geschäftsführungsgesellschaften.
Hesse Newman Capital hat bis Ende des Jahres 2014 Investmentvermögen in den Assetklassen Immobilie und Schiff insbesondere für deutsche Privatanleger strukturiert und gemanagt. Der ökonomische Erfolg dieser Sachwertfonds ist ebenso wie das Anlageverhalten der Investoren durch die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland, aufgrund der Globalität der Finanz- und Wirtschaftsmärkte und insbesondere der gemeinsamen Europawährung aber natürlich auch durch internationale Entwicklungen beeinflusst. Etwaige negative Entwicklungen könnten die Umsatzerlöse aus den Bestandsfonds der Hesse Newman Capital gefährden oder direkten Einfluss auf die Kostenstruktur von Hesse Newman Capital entfalten. Weiterhin hat das gesamtwirtschaftliche Umfeld Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und beeinflusst daraus resultierende Ergebnisbeiträge und Zahlungsströme an Hesse Newman Capital. Deshalb wird im Folgenden ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Konjunktur im Jahr 2015 gegeben:
In den meisten Regionen der Welt hat sich der moderate Aufschwung auch im Jahr 2015 fortgesetzt. In der westlichen Welt trägt vor allem der private Verbrauch die Konjunktur. In Erinnerung der großen Finanz- und Wirtschaftskrise bleiben die privaten Haushalte aber insbesondere bei der privaten Verschuldung vorsichtig, und auch Unternehmen halten sich bei Investitionen zurück.
Das Wirtschaftswachstum der USA hat sich im Jahr 2015 soweit gefestigt, dass die US-Notenbank im Dezember die Leitzinsen erstmals seit neun Jahren angehoben hat. Allerdings konnte die Zuwachsrate nicht noch einmal gesteigert werden, wofür insbesondere ein kalter Winter Anfang des Jahres 2015, der gegenüber vielen wichtigen Währungen angestiegene Wechselkurs des US-Dollars und auch die geringere Nachfrage einiger Schwellenländer verantwortlich waren. Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist nach Aussagen des Auswärtigen Amts im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent gestiegen und damit genauso stark wie im Vorjahr. Die verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt und die weltweit niedrigen Energiepreise haben die Stimmung der Verbraucher und damit den privaten Konsum steigen lassen, wogegen sich die Industrieproduktion schlechter entwickelt hat als in den Vorjahren.
In der Eurozone stieg das Bruttoinlandsprodukt nach einer Schätzung des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) im Jahr 2015 um 1,6 Prozent, in der Europäischen Union um 1,9 Prozent, und damit stärker als im Vorjahr (0,9 bzw. 1,4 Prozent). Der Trend ist weiterhin stabil: Seit dem zweiten Quartal 2013 verzeichnet die Europäische Union von Quartal zu Quartal Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts. Allerdings nahm die Wachstumsdynamik im Verlauf des Jahres 2015 leicht ab, was insbesondere auf die Wachstumsabkühlung in China und einigen Schwellenländern zurückgeführt wird.
Das stärkste Wachstum unter den großen Euroländern zeigte Spanien, das nun von den in den letzten Jahren umgesetzten rigiden Sparmaßnahmen der Regierung und den Reformen am Arbeitsmarkt profitiert. Eine große Herausforderung für das Land bleibt aber die Schaffung weiterer Arbeitsplätze. Auch in Italien tragen die Reformen Früchte: Das Bruttoinlandsprodukt ist nach fast sechsjähriger Rezession im Jahr 2015 endlich wieder gewachsen. Frankreich bleibt Nachzügler bei Reformen, kann aber nach Stagnation im zweiten Quartal 2015 im weiteren Jahresverlauf ebenfalls wachsen.
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2015 moderat, aber solide und stetig gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahresvergleich preisbereinigt um 1,7 Prozent. Deutschland profitiert von der lockeren Geldpolitik der EZB und den historisch niedrigen Zinsen ebenso wie von dem schwachen Euro und niedrigen Energiepreisen. Die wesentlichen Impulse kamen aus dem Inland, wo sowohl die Staatsausgaben als auch der Konsum der privaten Haushalte wuchsen. Das weniger dynamische Wachstum Chinas und Turbulenzen in einigen Schwellenländern wie Brasilien ließen aber die Exporte insbesondere im vierten Quartal 2015 zurückgehen.
In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2015 sieht die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft auf einem stabilen Wachstumskurs: Die Arbeitslosigkeit befinde sich auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, der Staatshaushalt sei zum vierten Mal in Folge annähernd ausgeglichen. Für das Jahr 2016 erwartet die Bundesregierung eine Fortsetzung des Wirtschaftswachstums und einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von real 1,7 Prozent. Die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen hat nach Ansicht der Bundesregierung zunächst nur wenig Auswirkung auf den Arbeitsmarkt, ist aber insgesamt eine große Herausforderung.
Die Stimmung der deutschen Wirtschaft trübt sich zum Jahresbeginn 2016 hingegen ein: Hat sich der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft im Jahr 2015 insgesamt auf höherem Niveau bewegt als im Vorjahr, ist er von Dezember 2015 bis Februar 2016 nunmehr dreimal in Folge gesunken. Insbesondere die Geschäftsaussichten werden nun mehrheitlich pessimistisch eingeschätzt, während die aktuelle Lage im Februar etwas besser beurteilt wird als noch im Januar. Als Gründe für die eingetrübten Aussichten werden die Konjunkturschwäche in China, der drohende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und erwartete verschärfte Grenzkontrollen angeführt.
Das Wachstum hat positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2015 auf rund 43,0 Mio. Personen (+329.000 gegenüber dem Vorjahr) und damit einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote mit 6,4 Prozent 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.
Für die Kapitalmärkte war 2015 ein sehr volatiles Jahr. Die europäischen Aktienmärkte profitierten zunächst von einer in ihrem Ausmaß überraschenden geldpolitischen Lockerung der Europäischen Zentralbank, die mit ihrem Anleihekaufprogramm für sehr niedrige Zinsen und damit für eine relativ größere Attraktivität der Aktien gegenüber Anleihen sorgte. Außerdem gab in diesem Zuge auch der Euro gegenüber wichtigen Handelsmärkten nach und gab damit insbesondere den exportorientierten europäischen Unternehmen einen Schub. Im Laufe des Jahres traten aber die Risiken wieder in den Vordergrund: Im Zuge einer hinausgezögerten US-Leitzinswende erholte sich der Euro, und das verlangsamte Wirtschaftswachstum Chinas ließ Sorgen um das Wachstum der Weltwirtschaft aufkommen. So kam es nicht nur im Sommer zu einem Crash des chinesischen Aktienmarktes, sondern im Herbst sackten auch die Aktienmärkte der westlichen Industrieländer deutlich ab. Der Deutsche Aktienindex DAX konnte auf Jahressicht um 9,6 Prozent zulegen, der Euro Stoxx um 3,8 Prozent. Der Dow Jones verlor leicht um 2,2 Prozent, wofür mannigfaltige Gründe wie die Rohstoffpreisflaute, die Zinswende der US-Notenbank und der starke US-Dollar genannt werden. Der japanische Aktienmarkt hingegen gehörte im Jahr 2015 zu den weltweit erfolgreichsten mit einem Plus des Nikkei-225-Indexes von 9,1 Prozent.
Die Rentenmärkte standen unter dem Einfluss einer ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und einer hinausgezögerten Zinswende in den USA. Auf Jahressicht hat sich die Rendite deutscher 10-jähriger Bundesanleihen trotz heftiger Schwankungen im Jahresverlauf wenig verändert und betrug zum Jahresende 2015 etwa 0,6 Prozent. Die Rendite 10-jähriger US-Anleihen lag am Jahresende ebenfalls wenig verändert bei rund 2,3 Prozent.
Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar im Jahr 2015 weiter deutlich an Wert und fiel im Jahresvergleich von 1,21 auf rund 1,09 US-Dollar je Euro. Nach der Abkehr der Schweizer Nationalbank von der Euro-Anbindung des Schweizer Franken am 15. Januar 2015 stürzte der Euro abrupt bis unter 1 Franken je Euro, stabilisierte sich dann aber auf einem Niveau oberhalb der Parität und schloss das Jahr bei 1,09 Franken je Euro.
Der Hesse Newman Capital-Konzern ist nicht mehr aktiv in der Branche der alternativen Investmentvermögen tätig. Auswirkungen ergeben sich jedoch über die Beteiligung an der aktiv am Markt tätigen Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH.
Der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. gibt seinen Mitgliedern regelmäßig einen Überblick über den Markt der alternativen Investmentvermögen. Eine Auswertung der BaFin-Unternehmensdatenbank ergab mit Stand 23. Februar 2016, dass zum Jahresende 2015 eine Gesamtzahl von 346 Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) in Deutschland zugelassen war. Hiervon waren 218 (63 Prozent) sogenannte registrierte KVGen, 9 (3 Prozent) interne KVGen, und 119 (34 Prozent) externe KVGen, zu denen auch die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH gehört. Der Markt der Anbieter ist damit im Jahr 2015 um mehr als 50 Prozent gewachsen, wobei die Zahl der registrierten KVGen deutlich stärker anstieg als die der externen KVGen.
Von den zum 31. Dezember 2015 zugelassenen 119 externen KVGen dürften 62 Gesellschaften (52 Prozent) die für Hesse Newman Capital bzw. Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH relevanten geschlossenen inländischen Publikums-AIF verwalten, 56 (47 Prozent) die ebenfalls bedeutsamen allgemeinen geschlossenen Inländischen Spezial-AIF. Die allermeisten verwalten allerdings nur Fonds eines Anbieters und bieten anders als die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH nicht die Leistungen einer Service-KVG auch fremden Dritten an. Die etwa andere Hälfte der KVGen konzentriert sich auf die Verwaltung von offenen inländischen Spezial-AIF bzw. auf Sondervermögen, wobei es auch Anbieter gibt, die sowohl den offenen als auch den geschlossenen Bereich der AIF managen.
Die Zahl der unter dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zugelassenen geschlossenen Publikums-AIF ist bis zum Ende des Jahres 2015 auf 66 angewachsen und hat sich damit im zweiten vollständigen Jahr der Regulierung exakt verdoppelt, was den Rückschluss nahelegt, dass der Markt zumindest hinsichtlich der Anzahl dieser Fonds noch immer kein dynamisches Wachstum zeigt.
Diese 66 geschlossenen Publikums-AIF weisen ein prospektiertes Fondsvolumen von insgesamt etwa 4 Mrd. Euro aus. Dominierende Assetklasse ist mit rund 70 Prozent die Immobilie, gefolgt von Flugzeugen (14 Prozent) und Private Equity (9 Prozent). Erneuerbare Energien, Schienenfahrzeuge, Schiffe und gemischte Investitionsmodelle machen insgesamt nur etwa 7 Prozent des gesamten Fondsvolumens aus.
Das prospektierte Fondsvolumen der einzelnen geschlossenen Publikums-AIF fällt sehr unterschiedlich aus: Fast die Hälfte des Gesamtvolumens entfällt auf nur 5 Investmentvermögen, die entweder in Immobilien oder Flugzeuge investieren.
Mit Beginn des Jahres 2015 hat die Nordcapital-Gruppe das Fondsmanagement und die Anlegerbetreuung der Hesse Newman-Fonds übernommen. Anfang des Jahres 2015 wurde außerdem der Entschluss getroffen, keine neuen Investmentvermögen unter dem Namen Hesse Newman und mit der Hesse Newman Capital AG als Initiator zu entwickeln. Hesse Newman Capital hat daher im Jahr 2015 nur noch bis zum Auslaufen der Platzierung von Transportinvestments TEUR 1.905 Eigenkapital platziert.
Die Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 1.287 (Vorjahresperiode: TEUR 3.243) entfallen mit TEUR 1.100 (Vorjahresperiode: TEUR 1.119) auf wiederkehrende Erlöse aus der Fonds-, Portfolio- und Anlegerverwaltung sowie aus Versicherungsprovisionen. Der diesbezügliche Materialaufwand beläuft sich auf TEUR 763 (Vorjahresperiode: TEUR 323). Der Anteil der platzierungs- und investitionsabhängigen Erlöse ist vor dem Hintergrund der Einstellung des Neugeschäfts von TEUR 2.075 auf TEUR 185 zurückgegangen. Der diesbezügliche Materialaufwand ist entsprechend von TEUR 1.208 auf TEUR 189 gesunken. Der Personalaufwand konnte mit TEUR 482 deutlich reduziert werden (Vorjahresperiode: TEUR 2.092), das sonstige betriebliche Ergebnis zeigt sich insbesondere aufgrund von Einmaleffekten aus der Übergabe der Fonds- und Anlegerverwaltung sowie aus der Einstellung des Vertriebs der Transportinvestments mit TEUR -277 deutlich verbessert (Vorjahresperiode: TEUR -2.122). Zusammen mit einem ebenfalls verringerten Fehlbetrag aus assoziierten Unternehmen ergibt sich ein Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit von TEUR -666 (Vorjahresperiode: TEUR -3.198 Euro). Ein Finanzergebnis von TEUR 6 (Vorjahresperiode: TEUR 17) und ein geringer Steueraufwand von TEUR 3 (Vorjahresperiode: TEUR 142) führen zu einem Konzerngesamtergebnis von TEUR -663 (Vorjahresperiode: TEUR -3.323).
Die Hesse Newman-Immobilienfonds entwickeln sich wirtschaftlich im Wesentlichen plangemäß. In einzelnen Gesellschaften kommt es zu Kürzungen bzw. zeitlichen Verschiebungen von Auszahlungen, die auf immobilienspezifische oder steuerliche Sachverhalte zurückzuführen sind. Im Bereich der Schiffszweitmarktfonds führt der anhaltend schwache Markt weiterhin zu deutlich schlechteren Ergebnissen. Und auch die in Immobilienbeteiligungen investierende Gesellschaft entwickelt sich unter Plan.
Die Beteiligungsgesellschaft Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH hat im ersten Halbjahr 2015 die Verwaltung eines ersten Publikums-AIF übernommen, der "HEH Aviation "Helsinki" GmbH & Co. Geschlossene Investment KG". Dieser nicht risikogemischte geschlossene inländische Publikums-Investmentfonds mit einem planmäßigen Kommanditkapital von rund 16,6 Mio. Euro investiert in zwei Passagierflugzeuge des Typs ATR 72-500, die langfristig an Finnair verleast sind. Zum Jahresende 2015 verwaltet die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH neben diesem Flugzeugfonds noch 2 Immobilien-Spezial-AIF für eine Hamburger Privatbank und erbringt für zahlreiche Bestandsfonds der beiden Gesellschafter Leistungen des Risiko- und Portfoliomanagements.
Die Hesse Newman Zweitmarkt GmbH hat all ihre Managementleistungen für die Zweitmarktfonds an die Nordcapital-Gruppe vergeben.
Die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH wurde mit Wirkung zum 31. August 2015 veräußert.
Am 5. Mai 2015 hat die HSL Vermögensverwaltungs GmbH der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie mittels eines aufschiebend bedingten Aktienkaufvertrags rund 83,99 Prozent der Stimmrechte der Hesse Newman Capital AG von der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG erworben habe. Nach Kenntnis der Gesellschaft sind die aufschiebenden Bedingungen bis heute nicht erfüllt.
Auf Anordnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Gesellschaft am 14. Oktober 2015 Fehler in der Rechnungslegung nach § 37q Absatz 2 Satz 1 WpHG bekannt gemacht. Die Fehler betrafen den Jahres- und Konzernabschluss 2011. Für den Konzernabschluss wurde festgestellt, dass der Wertansatz der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH in Höhe von TEUR 21.157 um mindestens TEUR 17.627 zu hoch angesetzt wurde und Umsatzerlöse für Finanzierungsvermittlung und Konzeption in Höhe von TEUR 1.450 nicht erfasst wurden. Eine Fehlerkorrektur in laufender Rechnung 2015 war nicht erforderlich, da die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH bereits im Geschäftsjahr 2013 vollständig wertberichtigt wurde und die nicht erfassten Umsatzerlöse aufgrund der Vollplatzierung der betroffenen Beteiligungsprodukte bis 2014 bereits vollständig realisiert waren. Gegen den Fehlerfeststellungsbescheid hat die Gesellschaft Widerspruch eingelegt.
Die Ertragslage 2015 der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochtergesellschaften stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.287 | 3.243 |
| Materialaufwand | -952 | -1.687 |
| Personalaufwand | -482 | -2.092 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -63 | -250 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.327 | 699 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.604 | -2.821 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -179 | -290 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | -666 | -3.198 |
| Finanzerträge | 76 | 311 |
| Finanzaufwand | 70 | -294 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -660 | -3.181 |
| Ertragsteuern | -3 | -142 |
| Konzernjahresergebnis | -663 | -3.323 |
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent bzw. TEUR 1.956 auf TEUR 1.287 gesunken. Grund hierfür ist die Einstellung der Tätigkeiten im Hinblick auf die Auflage und den Vertrieb von Investmentvermögen. Demgemäß ist der Anteil der platzierungs- und investitionsabhängigen Erlöse von TEUR 2.075 auf TEUR 185 gesunken. Lediglich Containerdirektinvestments wurden im Umfang von 1,9 Mio. Euro Anlegerkapital noch im ersten Quartal 2015 platziert. In den Umsatzerlösen enthalten sind Umsätze aus dem Management von in der Vergangenheit aufgelegten Investmentvermögen in Höhe von TEUR 963 (Vorjahr: TEUR 985) sowie Bestandscourtagen aus Lebensversicherungspolicen in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 134).
Der Materialaufwand zeigt eine entsprechende Entwicklung. Die platzierungsabhängigen Aufwendungen sind von TEUR 1.208 auf TEUR 189 gesunken. Aus der Untervergabe von Dienstleistungen für das Asset- und Fondsmanagement sind gegenläufig Aufwendungen in Höhe von TEUR 638 (Vorjahr: TEUR 202) angefallen. Auf das Versicherungsgeschäft mit Lebensversicherungen sind im Materialaufwand Tippgeberprovisionen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 121) erfasst worden.
Der Personalaufwand ist von TEUR 2.092 um 77 Prozent auf TEUR 482 zurückgegangen. Während im Vorjahr noch durchschnittlich 16 Mitarbeiter beschäftigt waren, beträgt die durchschnittliche Mitarbeiterzahl für das Geschäftsjahr vier. Der im Personalaufwand enthaltene Aufwand für Abfindungsleistungen beträgt TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 452).
Die Abschreibungen und Wertminderungen entfallen mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 109) auf Wertminderungen sowie mit TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 141) auf planmäßige Abschreibungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.327 (Vorjahr: TEUR 699) sind geprägt von Einmalerlösen aus der Übergabe des Assets-, Fonds und Portfoliomanagements sowie der Anlegerverwaltung an die Nordcapital-Gruppe sowie aus der Einstellung des Vertriebs von Containerdirektinvestments in Höhe von insgesamt TEUR 655. Darüber hinaus sind im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 487 (Vorjahr: TEUR 531) enthalten. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 113).
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Rückgang von TEUR 2.821 auf TEUR 1.604 zu verzeichnen. Aufgrund der Bildung einer Drohverlustrückstellung für ungenutzte Mietflächen im Vorjahr ist der Aufwand für Büromiete und Nebenkosten auf TEUR 363 gegenüber TEUR 471 im Vorjahr gesunken. Die Rechts- und Beratungskosten sind geprägt von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Enforcement-Verfahren und für die im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Hauptversammlungen; insgesamt betragen die Rechts- und Beratungskosten TEUR 448 gegenüber TEUR 609 im Vorjahreszeitraum. Wesentliche Kostenübernahmen für Fondsgesellschaften waren im Geschäftsjahr 2015 nicht zu verzeichnen (Vorjahr: TEUR 190). Darüber hinaus war im Geschäftsjahr 2015 ein erneuter Rückgang der Kosten für Vertriebsunterstützung, Werbekosten, Reisekosten, Bewirtung und Kfz sowie allgemeine Verwaltung aufgrund der verminderten Geschäftstätigkeit zu verzeichnen. Die Wertminderungen auf Forderungen sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 381 auf TEUR 5 zurückgegangen.
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen hat sich von TEUR -290 im Vorjahr auf TEUR -179 verbessert, insbesondere da sich der negative Ergebnisbeitrag der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH von TEUR -286 auf TEUR -158 reduziert hat
Das negative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte in Folge der oben beschriebenen Entwicklungen von TEUR -3.198 auf TEUR -666 verringert werden.
Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen ausgeglichen. Der Finanzaufwand enthält Zinsen für in Anspruch genommene Darlehen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 257) und Wertminderungen auf Beteiligungen (TEUR 11). Die Finanzaufwendungen des Vorjahres waren von Zinsen auf Zwischenfinanzierungsdarlehen geprägt. Die Finanzerträge umfassen im Wesentlichen anteilige Zinserträge von der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH bis zur Veräußerung der stillen Beteiligung per Ende August 2015 in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 135). Im Vorjahr waren darüber hinaus im Wesentlichen Finanzerträge aus kündbaren Genussrechten in Höhe von TEUR 116 enthalten.
Wesentliche Ertragsteuereffekte waren nicht zu berücksichtigen (Vorjahr: TEUR -142). Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 663 (Vorjahr: TEUR 3.322). Das Ergebnis je Aktie beträgt EUR -0,33 (Vorjahr: EUR -1,63).
Die Vermögenslage der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochtergesellschaften wird im Folgenden mit Stand zum 31. Dezember 2015 zusammengefasst und dem Vorjahr gegenübergestellt:
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| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Finanzanlagen | 199 | 872 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 52 | 114 |
| Gewährte Darlehen | 175 | 808 |
| Ergebnisansprüche aus stiller Beteiligung | 0 | 1.329 |
| Operative Forderungen | 192 | 313 |
| Liquide Mittel | 1.280 | 2.838 |
| Übrige Vermögenswerte | 146 | 210 |
| Summe Vermögenswerte | 2.044 | 6.484 |
| Eigenkapital | 954 | 1.661 |
| Schulden gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 0 | 2.006 |
| Langfristige Schulden | 1 | 626 |
| Abgegrenzte Schulden und Rückstellungen | 194 | 363 |
| Aufgenommene Darlehen | 197 | 1.105 |
| Operative Verbindlichkeiten und ausstehende Rechnungen | 556 | 486 |
| Übrige Schulden | 142 | 237 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 2.044 | 6.484 |
Die Bilanzsumme ist um 68 Prozent bzw. TEUR 4.440 auf TEUR 2.044 zurückgegangen.
Der Rückgang der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 673 entfällt mit TEUR 664 auf die Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH und mit TEUR 19 auf Wertminderungen. Der Wertansatz in Höhe von TEUR 199 berücksichtigt im Wesentlichen den Beteiligungsbuchwert an der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH mit TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 150) sowie den Beteiligungsbuchwert an der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH mit TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 18).
Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen (TEUR 49) sowie Wertminderungen (TEUR 14) in Höhe von TEUR 63 verringert, denen Zugänge in Höhe von TEUR 1 gegenüberstehen.
Die gewährten Darlehen entfallen mit TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 273) auf das Darlehen an die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH sowie mit TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 7) auf eine weitere Darlehensforderung. Die erhaltenen Tilgungen für gewährte Darlehen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 104. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr entfällt mit TEUR 528 auf die Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH.
Die Forderungen aus Ergebnisansprüchen aus der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH in Höhe von TEUR 1.329 wurden mit Wirkung zum 31. August 2015 zum Buchwert veräußert. Der Kaufpreis wurde Hesse Newman Capital nicht gezahlt, sondern gegen Finanzschulden aufgerechnet.
Die operativen Forderungen entfallen mit TEUR 110 auf Forderungen aus dem Fonds- und Assetmanagement sowie mit TEUR 40 auf Forderungen aus dem Portfoliomanagement. Aus Weiterbelastungen bestehen darüber hinaus Forderungen in Höhe von TEUR 42. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erklärt sich insbesondere aus im Vorjahr ausgewiesenen Provisionsforderungen aus dem Vertrieb von Containerdirektinvestments.
Zur Entwicklung der liquiden Mittel wird auf die nachfolgende Darstellung der Finanzlage verwiesen.
Die übrigen Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 71), Umsatzsteuer (TEUR 50), Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 11) sowie debitorische Kreditoren (TEUR 6).
Das Eigenkapital hat sich im Wesentlichen in Höhe des Konzernjahresfehlbetrags von TEUR 663 auf TEUR 954 verringert.
Die Schulden gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen des Vorjahres entfielen im Wesentlichen mit TEUR 1.780 auf Klaus Mutschler sowie mit TEUR 200 auf die Abfindungsverpflichtung für den ehemaligen Vorstand Marc Drießen. Von den Schulden gegenüber Klaus Mutschler wurden im Geschäftsjahr 2015 TEUR 956 beglichen. TEUR 824 sind im Rahmen der Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH aus dem Konzern abgegangen. Die Abfindungsverpflichtung wurde gleichermaßen im Geschäftsjahr 2015 bedient.
Die langfristigen Verbindlichkeiten des Vorjahres über TEUR 626 sind im Zuge der Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement aus dem Konzern abgegangen.
Die abgegrenzten Schulden und Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf abgegrenzte Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 98) sowie Boni, Tantiemen und Abfindungen für Mitarbeiter in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 78). Die Rückstellung für verlustbringende Verträge aus dem Mietvertrag für Büroräume (Vorjahr: TEUR 99) wurde bis auf TEUR 25 verbraucht. Eine Rückstellung für die Abwicklung einer Fondsgesellschaft (Vorjahr: TEUR 40) wurde bis auf einen Betrag in Höhe von TEUR 5 ertragswirksam aufgelöst.
Die aufgenommenen Darlehen betreffen ein mit 5,0 Prozent verzinstes Darlehen zur Finanzierung der Gesellschaft. Der Bilanzausweis zum 31. Dezember 2014 setzte sich zusammen aus dem Nominalbetrag des Darlehens in Höhe von TEUR 1.100 und abgegrenzten Zinsen in Höhe von TEUR 5, welche per Ende 2014 kapitalisiert wurden. Im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich die nachträglichen Darlehensgewährungen auf TEUR 680 und die geleisteten Tilgungen auf TEUR 250. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Zinsen für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 59 beglichen. Ferner erfolgte die Verrechnung des Kaufpreises für die Ergebnisansprüche aus der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 1.329 inklusive per 31. August 2015 abgegrenzten Zinsen in Höhe von TEUR 9. Der Nominalbetrag des Darlehens per 31. Dezember 2015 beläuft sich somit auf TEUR 197.
Die operativen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen mit TEUR 165 auf Rechts- und Beratungskosten sowie mit TEUR 148 auf Unterdienstleistungsverträge für das Fonds- und Assetmanagement mit Nordcapital. Darüber hinaus wurden ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 254) berücksichtigt.
Unter den übrigen Schulden sind Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 112), Lohnsteuerverbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung Dezember in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 111), kreditorische Debitoren (TEUR 13) sowie Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 9) zusammengefasst.
Nachfolgend wird die Finanzlage 2015 der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochtergesellschaften anhand der zusammengefassten Kapitalflussrechnung mit dem Vorjahr verglichen:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis vor Zinsen, Ergebnis assoziierter Unternehmen und Ertragsteuern | -487 | -2.908 |
| Zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle und Abschreibungen | 35 | 646 |
| Veränderungen von Vermögenswerten | 118 | 769 |
| Veränderungen von Schulden | -335 | -118 |
| Erhaltene abzüglich geleisteter Zins- und Steuerzahlungen | 15 | 1.363 |
| Erhaltene Zahlungen aus der stillen Beteiligung und Dividenden | 1 | 1.179 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -653 | 931 |
| Auszahlungen für sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | -1.528 |
| Zahlungen an assoziierte Unternehmen | -155 | -396 |
| Einzahlungen aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten | 104 | 6.578 |
| Übrige | 1 | 116 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -50 | 4.770 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 680 | 1.100 |
| Auszahlungen für Darlehenstilgungen | -1.206 | -9.910 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -526 | -8.810 |
| Konsolidierungsbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -329 | - |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.558 | -3.109 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist von TEUR 931 auf TEUR -653 zurückgegangen. Im Vorjahr hatten Zahlungen aus der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 1.175 sowie Zinszahlungen aus ausgereichten Zwischenfinanzierungen in Höhe von TEUR 1.745 den Konzernjahresfehlbetrag vor Steuern, Zinsen und assoziierten Unternehmen ausgeglichen. Das Geschäftsjahr 2015 war belastet durch Abfindungszahlungen an ein ehemaliges Vorstandsmitglied in Höhe von TEUR 200 sowie den negativen Jahresfehlbetrag vor Steuern, Zinsen und assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 487.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -50 leicht negativ. Zahlungen an die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 295) standen erhaltene Darlehenstilgungen der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 63) gegenüber. Das Vorjahr war gekennzeichnet durch erhaltene Rückzahlungen von Zwischenfinanzierungsdarlehen in Höhe von TEUR 6.513.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -526 (Vorjahr: TEUR -8.810). Im Geschäftsjahr wurden Darlehen von fremden Dritten in Höhe von TEUR 680 aufgenommen und in Höhe von TEUR 250 getilgt. Verbindlichkeiten gegenüber der nahestehenden Person Klaus Mutschler wurden in Höhe von TEUR 956 zurückgeführt. Das Vorjahr war gekennzeichnet durch die Rückführung von Zwischenfinanzierungen.
In der Berichtsperiode 2015 war weiterhin ein konsolidierungsbedingter Abgang von Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 329 zu verzeichnen, welcher auf die Entkonsolidierung der seit Jahresanfang nicht mehr beherrschten Zweckgesellschaft Hesse Newman Immobilienmanagment GmbH zurückzuführen ist. Diese Gesellschaft hatte im Auftrag von Hesse Newman Capital Zwischenfinanzierungen an Fondsgesellschaften ausgereicht und diese Darlehen refinanziert.
In Summe war eine Verminderung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 1.558 (Vorjahr: TEUR 3.109) zu verzeichnen.
Nicht ausgenutzte zugesagte Kreditlinien stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die Fähigkeit von Hesse Newman Capital, ihre Zahlungsverpflichtungen in den dargestellten Geschäftsjahren zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Liquiditätsentwicklung nach dem Bilanzstichtag sowie die Liquiditätsplanung des Konzerns zeigen bis zum 31. Dezember 2017 keine Anzeichen von drohenden Liquiditätsengpässen.
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine aufgenommenen oder ausgereichten Darlehen, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen.
Das Finanzmanagement von Hesse Newman Capital soll zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gewährleisten. Dieses Ziel wird durch eine laufende Liquiditätsüberwachung, Planvergleiche und zeitnahe Maßnahmen sichergestellt.
Die Leistung von Hesse Newman Capital zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit des Handelns.
Hesse Newman Capital ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vereinbar sind und möchte dabei mitwirken, private Investitionen in umweltverträgliche Technologien und Dienstleistungen zu fördern. Bis zum Jahr 2015 war Hesse Newman Capital Mitglied der FinanzInitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme Finance Initiative, UNEP FI). Diese verfolgt das Ziel, Umweltaspekte in die Leistungen der Finanzindustrie zu integrieren.
Nachhaltigkeit zeigt sich aber auch in den Kundenbeziehungen: Auch für das Jahr 2015 hat die überwiegende Zahl der Immobilienfonds ihre Auszahlungen plangemäß geleistet. Die Schiffsfonds Hesse Newman Private Shipping und Hesse Newman Shipping Opportunity haben aufgrund des weiterhin schwachen Marktumfeldes reduzierte bzw. keine Auszahlungen vorgenommen.
Der Anlegerschutz hat einen sehr hohen Stellenwert: Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, an der Hesse Newman Capital mit 50 Prozent beteiligt ist, hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im November 2013 als eine der ersten in Deutschland die Genehmigung für die Tätigkeit als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft erhalten. Hesse Newman Capital wird somit zukünftig über die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH vollständig regulierte Investmentvermögen verwalten können.
Durch die Entscheidung für die Einstellung des Neugeschäfts unter der Marke Hesse Newman hat sich die Mitarbeiterzahl im Jahr 2015 weiter auf nunmehr durchschnittlich 4 Kolleginnen und Kollegen verringert (Vorjahr 16).
Der Arbeitsvertrag des Vorstands Dr. Marcus Simon wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 dem verminderten Geschäftsumfang hinsichtlich Arbeitszeit und Vergütung angepasst.
Im Geschäftsjahr 2015 ist Hesse Newman Capital nicht mehr als Initiator und Emissionshaus in der Beschaffung und Konzeption von Investmentvermögen und der damit verbundenen Vermittlung von Eigen- und Fremdkapital tätig. Hesse Newman Capital trägt weiterhin die Verantwortung für die Bestandsfonds, hat aber das operative Asset- und Fondsmanagement sowie die Portfolio- und Anlegerverwaltung an Dienstleister vergeben. Das Joint Venture Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH bietet als Service-KVG ihre Leistungen auch externen Kunden an und beabsichtigt dieses Geschäftsfeld weiter auszubauen.
Hesse Newman Capital plant für die kommenden beiden Geschäftsjahre Umsatzerlöse aus der Verwaltung der Bestandsfonds und wiederkehrende Provisionen aus der Versicherungsvermittlung in Höhe von jeweils knapp 1,1 Mio. Euro. Insbesondere aufgrund negativer Ergebnisbeiträge für die noch im Ausbau befindliche Kapitalverwaltungsgesellschaft und vergleichsweise hoher Rechtsberatungskosten werden die Jahresergebnisse 2016 und 2017 auf Basis der aktuellen Gesellschafts- und Kostenstruktur voraussichtlich mit ca. jeweils 0,3 Mio. Euro negativ ausfallen. Die Liquidität des Konzerns wird Ende 2016 voraussichtlich bei 0,7 Mio. Euro und Ende 2017 voraussichtlich bei 0,3 Mio. Euro liegen. Etwaige Effekte aus einem Anteilseignerwechsel bei der Muttergesellschaft und damit ggfs. einhergehende Umsatz- und Ergebnispotentiale wurden bei der Planung aus Vorsichtsgründen nicht berücksichtigt.
Sofern das nach handelsrechtlichen Vorschriften bilanzierte Eigenkapital der Muttergesellschaft innerhalb des Planungshorizonts zur Hälfte aufgezehrt sein sollte, werden geeignete Kapitalmaßnahmen geprüft.
Hesse Newman Capital hat die Beschaffung und Konzeption von Investmentvermögen sowie die damit verbundene Vermittlung von Eigen- und Fremdkapital mit Hesse Newman Capital als Initiator und Emissionshaus Anfang des Jahres 2015 eingestellt. Die Dienstleistungen für Bestandsfonds in Form von Treuhand, Asset- und Fondsmanagement sind an externe Unternehmen vergeben worden und die Organisationsgröße und -struktur wurde den neuen Gegebenheiten bereits weitgehend angepasst. Nach verlustreichen Jahren gilt es nun, die Gesellschaft auf niedrigem Umsatzniveau stabil aufzustellen.
Wichtig hierfür ist der weitere Ausbau der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH als Service-KVG. Im Jahr 2015 hat die Kapitalverwaltungsgesellschaft als ersten voll regulierten Publikumsfonds ein Flugzeug-Investmentvermögen in die Verwaltung genommen. Auch wenn der Wettbewerb in diesem Bereich erheblich ist, gibt es gute Chancen auf ein Umsatzwachstum dieser Gesellschaft.
Auch aus einem angestrebten Wechsel des Mehrheitsgesellschafters können sich für die Gesellschaft neue Geschäftsfelder und damit eine Wachstumsperspektive ergeben.
Aufgabe des Risikomanagement-Systems ist die Identifizierung und Analyse, Bewertung und Steuerung sowie die Überwachung und das Controlling aller Risiken für die gesamte Hesse Newman-Gruppe. Es versetzt den Vorstand und die Mitarbeiter in die Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Das Risikomanagement-System erfasst im Rahmen eines koordinierten und kontinuierlichen Prozesses alle Konzernunternehmen nebst den wesentlichen Unternehmensbereichen sowie die strategischen Beteiligungen. Die Dokumentation und Aufbereitung sowie das Reporting an den Vorstand wird dabei durch eine geeignete und revisionssichere Risikomanagement-Software unterstützt.
Die Risikostrategie der Hesse Newman Capital ist darauf ausgerichtet, Risiken zu operationalisieren und aktiv zu steuern. Es ist nicht das Ziel, Risiken insgesamt zu vermeiden, sondern durch einen bewussten und kontinuierlichen Risikomanagement-Prozess eine optimale Risiko-Ertrags-Relation zu erreichen. Mit Hilfe von transparenten Systemen und Prozessen gewährleistet das Risikomanagement-System die Möglichkeit, Risiken frühzeitig zu erkennen und einzuschätzen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen oder auch Chancen zu nutzen.
Neue Risiken werden im Rahmen von regelmäßigen Risikoinventuren identifiziert und gegebenenfalls auch ad hoc von den Risikoverantwortlichen der Hesse Newman-Gruppe gemeldet. Im Rahmen einer Risikoanalyse- und -bewertung werden die Risiken grundsätzlich nach Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten quantifiziert. In den Fällen, wo eine Quantifizierung nicht möglich ist, erfolgt eine qualitative Beschreibung der Risiken und eine fundierte Schätzung der Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten durch den jeweiligen Risikoverantwortlichen.
Der Vorstand sowie die Risikoverantwortlichen haben Zugriff auf Auswertungen über die aktuellen wesentlichen Risiken. Bei außergewöhnlichen und außerplanmäßigen Veränderungen der Risikopositionen wird der Vorstand sofort in Kenntnis gesetzt. Weiterhin wird auch der Aufsichtsrat im Rahmen einer regelmäßigen und umfassenden Berichterstattung und bei besonderen Entwicklungen umgehend durch den Vorstand informiert. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung der Risiken und die Einhaltung der Richtlinien innerhalb der Unternehmensgruppe.
Zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses ist in das Risikomanagement-System das interne Kontrollsystem (IKS) eingebettet. Dieses umfasst Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie Kontrollen der maßgeblichen rechtlichen und internen Vorschriften.
Die Qualität und Güte des Konzernabschlusses ist grundsätzlich von der Qualität der zugrunde liegenden Einzelabschlüsse abhängig. Hier wird durch den Einsatz von fachkundigen Mitarbeitern, eines adäquaten Finanzbuchhaltungssystems mit festgelegten Zugriffsbeschränkungen und entsprechender IT-Sicherheit die erforderliche Datensicherheit geschaffen. Darauf aufbauend erfolgt die Erstellung der Konzernabschlüsse in einem revisionssicheren Buchhaltungssystem. Hier werden die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse auf IFRS übergeleitet und erforderliche Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen. Die Schreibrechte sind beschränkt auf sachkundige Mitarbeiter.
Durch die Aufstellung von IFRS-Konzernzwischenabschlüssen wird eine zeitnahe Information der verantwortlichen Personen sichergestellt, sodass Bewertungsrisiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Durch kontinuierliche Fortbildung wird gewährleistet, dass die Auswirkungen von neuen Standards auf die Konzernabschlusserstellung beurteilt werden können. Die Überprüfung erkannter Risiken und kritischer Bilanzierungsfragen erfolgt gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Wirtschaftsprüfern.
Laufende Informationen über aktuelle Entwicklungen in den Fondsgesellschaften werden über regelmäßige Meetings mit den Verantwortlichen der Nordcapital-Gruppe ermöglicht.
Das Risikomanagement-System und das interne Kontrollsystem bei Hesse Newman Capital werden, soweit erforderlich, auf die aktuellen Gegebenheiten sowie den Umfang und die Komplexität der Geschäftstätigkeit angepasst.
Im Folgenden werden die mit der künftigen Entwicklung des Unternehmens verbundenen Risiken detailliert dargestellt. Die folgende Darstellung beruht auf der internen Struktur des Risikomanagementsystems, wonach die wesentlichen Risikoarten in vier Risikokategorien eingeordnet werden. Die aufgeführten Sachverhalte können sich in erheblichem Maße negativ auf die Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der einzelnen Gesellschaften wie auch des Gesamtunternehmens auswirken.
Der deutsche Kapitalmarkt ist aktuell durch sehr niedrige Zinsen, einen gegenüber wichtigen Währungen wie dem US-Dollar, Schweizer Franken oder Britischem Pfund schwächer gewordenen Euro, und volatile Aktienkurse geprägt. Die Währungsentwicklung hat auf Hesse Newman Capital keine direkten Auswirkungen, da weder die Gesellschaft noch ihre Bestandsfonds Finanzierungen in Fremdwährung abgeschlossen haben oder Vermögenswerte außerhalb des Euroraums halten. Alle Bestandsfonds haben noch länger laufende Finanzierungen, so dass aktuell keine Refinanzierung ansteht.
Hesse Newman Capital hat ein Darlehen zu einem festen Zinssatz aufgenommen und unterliegt damit aktuell keinem Zinsänderungsrisiko. Gleiches gilt für die Fondsgesellschaften.
Soweit es das Management bei zukünftigen Finanzierungen als wirtschaftlich vorteilhaft erachtet, werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.
Die Hesse Newman Capital AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen keinem Währungsrisiko.
Der Konzern steuert seine Liquidität sowohl durch monatliche Analysen der Veränderungen des Zahlungsmittelbestands als auch durch Liquiditätsplanungen über verschiedene Zeithorizonte und ein ständiges Monitoring der Ist-Situation, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zur Liquiditätssicherung ergreifen zu können. Zusätzlicher Liquiditätsbedarf kann durch unvorhergesehene Umstände entstehen. Die Unternehmensführung geht allerdings davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gesichert ist, was insbesondere aus den konservativen Annahmen von Zahlungszu- und -abflüssen in der zugrunde gelegten Unternehmensplanung begründet ist. Ein Liquiditätsbedarf könnte entweder durch Bankfinanzierungen, Mittel der Hauptgesellschafterin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG oder durch weitere Darlehensgeber gedeckt werden.
Hesse Newman Capital hat zum Bilanzstichtag ein Darlehen aufgenommen, das mit zunächst 5,0 Prozent verzinst wird. Das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 1.105). Das Darlehen ist befristet bis zum 31. Dezember 2016 und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn es nicht mit einer Frist von 6 Wochen zum Jahresende gekündigt wird.
Durch ein laufendes Working-Capital-Management, welches insbesondere die zeitnahe Rückzahlung der gewährten Mittel, der operativen Forderungen sowie der Weiterbelastungen und Verauslagungen überwacht, stellt Hesse Newman Capital sicher, dass Finanzschulden und operative Verbindlichkeiten mittels Innenfinanzierung termingerecht bedient werden. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Finanzschulden und die operativen Verbindlichkeiten, definiert als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich abgegrenzter ausstehender Rechnungen, auf TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 2.669). Die Forderungen aus ausgereichten Darlehen und die operativen Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 2.109). Zu den jeweiligen Bilanzstichtagen belaufen sich die liquiden Mittel auf TEUR 1.280 (Vorjahr: TEUR 2.838).
Hesse Newman Capital hat mit Wirkung zum 31. August 2015 die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH veräußert. Damit bestehen im Gegensatz zur Vorjahresberichterstattung keine diesbezüglichen Risiken.
Das maximale Ausfallrisiko beträgt für die Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" TEUR 1.782 (Vorjahr: TEUR 5.472) sowie für die Klasse "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 709). Die Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten steuert das Management über die zeitnahe Analyse von Zwischenabschlüssen und sonstigen Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2015 wurden keine Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken gehalten.
Hesse Newman Capital hat wie bereits zum Vorjahresstichtag zum 31. Dezember 2015 keine Eventualschulden. Die in der Vergangenheit zur Sicherstellung der Finanzierung von Fondsgesellschaften ausgereichten Platzierungsgarantien sind durch Vollplatzierung der Fonds allesamt erloschen. Auch aus für den Erwerb von Fondsobjekten gewährten Bürgschaften resultiert kein Inanspruchnahmerisiko mehr, da die betreffenden Fondsobjekte mittlerweile übernommen wurden.
Hesse Newman Capital hat in Vorjahren ein Darlehen an die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH ausgereicht, das am 31. Dezember 2015 mit TEUR 169 valutiert (Vorjahr: TEUR 273). Ein laufendes Monitoring soll sicherstellen, dass das Darlehen ratierlich bedient und zurückgezahlt wird. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Tilgungen in Höhe von TEUR 103 geleistet.
Die Finanzabteilung der Hesse Newman Capital überwacht in einem laufenden Prozess das Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine Forderungen von wesentlicher Bedeutung. Zum Bilanzstichtag bestehen keine überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind.
Mit der Einstellung des Neugeschäfts sind bedeutende Geschäftsrisiken insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Investitionsobjekten, die Aufrechterhaltung einer breiten Vertriebsstruktur oder eine nachlassende Kundennachfrage entfallen.
Hesse Newman Capital hat mit Wirkung zum 1. Januar 2015 das Fonds-, Asset- und Treuhandmanagement der Bestandsfonds als Dienstleistung an die Nordcapital-Gruppe vergeben. Es besteht das Risiko, dass der Dienstleister seine Aufgabe nur unvollständig oder mangelhaft erfüllt. Gegenüber den Fondsgesellschaften ist aber Hesse Newman Capital für die Erbringung der Leistungen verantwortlich und könnte gegebenenfalls von den Anlegern in Regress genommen werden.
Diesem Risiko begegnet Hesse Newman Capital mit einer kontinuierlichen Kontrolle der erbrachten Leistungen, um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können. Außerdem hat Hesse Newman Capital in den Verträgen mit der Nordcapital-Gruppe Vorsorge getroffen, dass in einem solchen Fall die jeweilige Nordcapital-Gesellschaft in demselben Umfang haftet, wie Hesse Newman Capital. Zudem hat jede Fondsgesellschaft eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen, die im Fall von unwissentlichen Pflichtverletzungen eintritt.
Die von Hesse Newman Capital in der Vergangenheit angebotenen Kapitalanlagen unterlagen einer gesetzlichen Prospektpflicht. Für die vor Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs gestatteten Fonds ist Hesse Newman Capital als Anbieterin und Herausgeberin für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte des Verkaufsprospekts verantwortlich und haftet gegenüber Anlegern für unrichtige oder unvollständige Angaben.
Die Verkaufsprospekte wurden mit größter Sorgfalt erstellt und zudem von einem Wirtschaftsprüfer sowohl hinsichtlich der Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Angaben als auch der Plausibilität von Annahmen und der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken und Chancen nach den "Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen" (IDW S 4) überprüft. Für die steuerlichen Aussagen des Prospekts wurde zudem ein Steuergutachten erstellt. Allerdings können alle diese Maßnahmen keine vollständige Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Prospektangaben oder gar den wirtschaftlichen Erfolg der Kapitalanlage bieten, sodass nicht auszuschließen ist, dass Anleger aufgrund fehlender oder unsachgemäßer Prospektangaben Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung geltend machen.
Für alle neuen, nach den Regeln des Kapitalanlagegesetzbuchs genehmigten Fonds auch externer Kunden übernimmt diese Verantwortung die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH.
Unwissentliche Fehler bei der Prospekterstellung fallen unter den Deckungsumfang der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Trotzdem könnte der Eintritt dieses Risikos negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Reputation der Unternehmensgruppe haben.
Die Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH bietet als Service-KVG ihre Leistungen allen Kunden an, die geschlossene Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch realisieren wollen. Die schwache Nachfrage nach diesen Kapitalanlagen und die stark gestiegene Zahl genehmigter externer Kapitalverwaltungsgesellschaften führen zu einem starken Wettbewerb um diese Kunden.
Hesse Newman Capital verfügt insgesamt über nur noch wenige Mitarbeiter, die somit alle eine wichtige Rolle im Unternehmen spielen und bedeutende Know-how-Träger sind. Der Verlust solcher Mitarbeiter in Schlüsselpositionen kann daher zu erheblichen betrieblichen Beeinträchtigungen führen.
Für eine Abwicklung der laufenden Tätigkeiten ist Hesse Newman Capital deshalb darauf angewiesen, qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, das Know-how der Mitarbeiter für etwaige Nachfolger nachvollziehbar dokumentieren zu lassen und wirksame Vertretungsregelungen zu implementieren.
Der Geschäftsbetrieb der Hesse Newman Capital sowie der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH basiert zu einem Großteil auf der Nutzung von Informationstechnologien sowie der raschen Übertragung und der effizienten Verarbeitung von Daten. Störungen bzw. Ausfälle von EDV-Systemen können in ungünstigen Fällen zu erheblichen Reputationsschäden, zu einer Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen sowie zu einer schlechteren Umsatz- und Ertragsentwicklung einzelner Tochtergesellschaften und damit des gesamten Unternehmens führen.
Hesse Newman Capital trifft zur Risikoreduzierung hinreichende organisatorische Vorkehrungen und Maßnahmen. Dazu gehören eine kontinuierliche EDV-Wartung, tägliche Datensicherungen und Notfallpläne.
Seit dem 22. Juli 2013 ist das Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) in Kraft. Es hat ein gemeinsames Regelwerk für alle Investmentvermögen geschaffen, die von einer Anzahl von Anlegern und mit einer festgelegten Anlagestrategie Kapital einsammeln, um es in Wertpapiere oder alternative Investments zu investieren, unabhängig davon, ob es sich um ein offenes oder geschlossenes Investmentvermögen handelt. Neben Vorgaben zum Produkt enthält es auch Vorschriften für den Vertrieb und den Erwerb von Investmentvermögen und für die Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstellen.
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) erbringt für das Investmentvermögen im Wesentlichen die kollektive Vermögensverwaltung. Ihr Geschäftsbetrieb erfordert die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die KVG "Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH", ein 50/50-Joint Venture zwischen Hesse Newman Capital und der HEH Hamburger EmissionsHaus GmbH & Cie. KG, hat diese Erlaubnis am 8. November 2013 erhalten. Damit darf diese geschlossene inländische Publikums- und Spezial-AIF (Alternative Investment Fonds) verwalten, die in Immobilien, Schiffe, Luftfahrzeuge, Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Container oder dafür genutzte Infrastruktur sowie seit 2014 auch in nicht börsennotierte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity) investieren.
Das Risiko aus dieser regulatorischen Veränderung liegt insbesondere in den damit verbundenen Kosten: Der laufende Betrieb der Kapitalverwaltungsgesellschaft ist erst ab einem erheblichen verwalteten Volumen kostendeckend, sodass bis auf Weiteres mit durch die Gesellschafter auszugleichenden Verlusten und entsprechenden Auswirkungen auf die Finanz- und ggfs. auch auf die Ertragslage zu rechnen ist. Die Verwaltungskosten führen zu einer höheren Gebührenbelastung der Investmentvermögen und schmälern damit die Anlegerrendite. Es besteht das Risiko, dass die Anleger nicht bereit sind, für das höhere Maß an Sicherheit zu bezahlen, und die Zahl und das Volumen der nach Kapitalanlagegesetzbuch realisierten Fonds entsprechend gering ausfallen.
Das KAGB enthält auch Vorgaben zur Risikomischung der Investmentvermögen. So darf die AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft für einen geschlossenen inländischen Publikums-AIF nur nach dem Grundsatz der Risikomischung investieren, der dann erfüllt ist, wenn die Investition entweder gleichmäßig in mindestens drei Sachwerte erfolgt oder aber bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Streuung des Ausfallrisikos gewährleistet ist. Abgewichen werden hiervon darf nur, wenn sichergestellt ist, dass Anteile des betreffenden AIF nur von solchen Privatanlegern erworben werden, die mindestens 20.000 Euro investieren und als sich des höheren Ausfallrisikos bewusst und sachkundig qualifiziert wurden. Es besteht das Risiko, dass durch diese Vorgaben die Zahl potenzieller privater Anleger für von der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH verwaltete Fonds gering ausfällt.
Die Konzeption der Sachwertfonds der Hesse Newman Capital beruhte zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung auf der jeweils aktuellen Rechtslage. Entsprechend hängt der Erfolg der Kapitalanlagen in unterschiedlichem Maße von der Fortdauer der bei der Prospektierung zugrunde gelegten rechtlichen und steuerlichen Regelungen ab.
Eine Änderung dieser Rahmenbedingungen im In- und Ausland liegt nicht im Ermessen von Hesse Newman Capital, könnte sich aber negativ auf die bereits platzierten Fonds oder das Neugeschäft der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH auswirken, verbunden mit entsprechenden Effekten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Außerdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung rückwirkend die steuerlichen Vorteile der vertriebenen Fonds ganz oder in Teilen aberkennt. Dies würde sich nachteilig auf die Bestandsfonds auswirken und zu einem Reputationsschaden führen.
Hesse Newman Capital arbeitet mit erfahrenen rechtlichen und steuerrechtlichen Beratern zusammen, um dieses Risiko weitgehend zu reduzieren.
Die positive Wahrnehmung und damit der Bestand von Hesse Newman Capital als Marke ist im Wesentlichen abhängig vom Vertrauen der Anleger in das Können, die Verlässlichkeit und insbesondere in die Qualität der Kapitalanlagen der Gesellschaft. Ein wichtiger Faktor hierfür ist die Performance der bereits emittierten Fonds. Eine Hesse Newman Capital angelastete negative Abweichung der Ergebnisse der Fondsgesellschaften von den zugrunde liegenden Prospektprognosen bis hin zu ausgesetzten Auszahlungen können den Ruf der Gesellschaft schädigen und einen Verlust des Anlegervertrauens in einzelne Produktlinien oder das Gesamtunternehmen bewirken. Hieraus könnten Anlegerbeschwerden oder -klagen resultieren, die die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens beeinträchtigen können.
Diesem Risiko ist Hesse Newman Capital bereits bei der Konzeption eines Sachwertfonds mit einer sorgfältigen Auswahl der Investitionsobjekte begegnet. Während der Fondslaufzeit sind eine transparente und verständliche Anlegerkommunikation sowie qualifizierte Mitarbeiter im begleitenden Fonds- und Asset Management von entscheidender Bedeutung.
Hesse Newman Capital hat in der Vergangenheit Kapitalanlagen über ausgewählte Vertriebspartner platziert. Diesen kam die Aufgabe zu, ihren Kunden die Beteiligungsangebote des Emissionshauses im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Beratung zu präsentieren und dabei die gesetzlichen Aufklärungs- und Informationspflichten mit der notwendigen Sorgfalt zu erfüllen. Es besteht die Gefahr, dass die Vertriebspartner ihre Sorgfaltspflicht bei der Kundenberatung nicht in zufriedenstellender Weise erfüllt haben. Dies könnte sich negativ auf die Reputation von Hesse Newman Capital auswirken. Daneben lassen sich in der aktuellen Rechtsprechung Tendenzen beobachten, Beratungsfehler von Vertriebspartnern dem Emittenten der Kapitalanlage zuzurechnen. Diesem Risiko wurde durch die sorgfältige Auswahl von qualifizierten Vertriebspartnern begegnet.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernlageberichtes hat Hesse Newman Capital seine Geschäftstätigkeit im Wesentlichen auf die Kapitalverwaltungsgesellschaft und die Kontrolle der externen Dienstleister für Treuhand, Asset- und Fondsmanagement beschränkt und zahlreiche Risiken abgebaut. Damit hat sich die Gesellschaft auf einen sich nur zögerlich erholenden Absatzmarkt eingestellt. Die Konzentration der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH auf die Rolle einer Service-KVG für außenstehende Produktgeber ermöglicht eine Partizipation an einer eintretenden Markterholung, sofern es gelingt, genügend externe Kunden zu akquirieren.
Aufgrund interner Umstrukturierungen und Änderungen im Berichtswesen an den Vorstand handelt es sich bei Hesse Newman Capital ab dem Geschäftsjahr 2015 um ein 1-Segment-Unternehmen. Da ein Unterdienstleister im Wesentlichen alle operativen Dienstleistungen für die Fondsgesellschaften erbringt und sich die Aufgabe der Hesse Newman Capital diesbezüglich ausschließlich auf die Qualitätskontrolle der Tätigkeiten des Unterdienstleisters beschränkt, bestehen keine abgrenzbaren Kriterien hinsichtlich der Chancen- und Risikostrukturen von Teilbereichen der Konzerntätigkeiten.
Die Gesamtvergütung des Vorstands Dr. Marcus Simon setzt sich grundsätzlich aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung in Höhe von TEUR 195 sowie einer variablen Vergütung, die sich zu einem Teil auf das nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Konzernergebnis vor Steuern des vergangenen Geschäftsjahres und zu einem anderen Teil auf das durchschnittliche nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Konzernergebnis vor Steuern der drei vorausgegangenen Geschäftsjahre bezieht. Eine variable Vergütung fiel für das Geschäftsjahr 2015 nicht an. Der Vorstand hat Sachbezüge und sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 9 erhalten, außerdem Zuschüsse des Arbeitgebers zur Rentenversicherung. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt. Zusagen auf Leistungen, die für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt werden, sind in den Vorstandsverträgen - außer für den Fall eines Kontrollwechsels - nicht vereinbart.
Bezüglich der Vergütung ab dem kommenden Geschäftsjahr wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.
Jedes Aufsichtsratsmitglied hat gemäß Hauptversammlungsbeschluss Anspruch auf eine feste Vergütung von TEUR 30. Klaus Mutschler hat auch für seine anteilige Amtszeit im Geschäftsjahr 2015 auf seine Ansprüche verzichtet.
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind auch im Konzernabschluss unter Ziffer 10.4 individuell aufgeführt.
Das gezeichnete Kapital der Hesse Newman Capital AG von 2 Mio. Euro ist eingeteilt in 2 Mio. auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der Stimmrechtsanteil der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz, an der Hesse Newman Capital AG beträgt zum 31. Dezember 2015 83,99 Prozent (Vorjahr: 58,97 Prozent). Diese Stimmrechtsanteile sind Klaus Mutschler, Zürich/Schweiz, zuzurechnen. Das Vorstandsmitglied Dr. Marcus Simon hält ebenso wie Marc Drießen zum 31. Dezember 2015 keine Anteile mehr (Vorjahr: jeweils 12,51 Prozent).
Beschränkungen bezüglich der Ausübung von Stimmrechten oder der Übertragung von Aktien sind nicht bekannt. Es bestehen keinerlei Stimmrechtskontrollen. Des Weiteren liegen keine Aktien mit Sonderrechten vor, die Kontrollbefugnisse begründen könnten. Über die Ernennung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands entscheidet gemäß §§ 84 und 108 AktG der Aufsichtsrat mit einfacher Mehrheit.
Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen (§§ 133, 179 AktG). Die Hesse Newman Capital AG hat in § 9 Ziffer 4 ihrer Satzung von der in § 179 Abs. 1 S. 2 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, dem Aufsichtsrat zu übertragen. § 9 Ziffer 3 der Satzung sieht vor, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2015 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 18. Juni 2020 maximal 200.000 Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats zurückzuerwerben.
Der Vorstand ist zur Ausgabe neuer Aktien lediglich auf Basis eines Beschlusses der Hauptversammlung befugt. Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 19. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 18. Juni 2020 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 1.000 zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Im Falle eines Kontrollwechsels des Unternehmens hat der Vorstand ein einmaliges Sonderkündigungsrecht.
Die Erklärung zur Unternehmensführung wird auf der Homepage von Hesse Newman Capital (www.hesse-newman.de) veröffentlicht. Sie ist ferner im Geschäftsbericht in einem gesonderten Abschnitt enthalten.
Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat für das Geschäftsjahr 2015 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Vorstand gibt in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung ab: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Hamburg, 31. März 2016
Der Vorstand
Dr. Marcus Simon
Aktiva
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| in TEUR | Ziffer | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 7.1 | 182 | 168 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.2 | 31 | 57 |
| Sachanlagen | 7.3 | 21 | 57 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 7.4 | 17 | 704 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 7.6 | - | 240 |
| 251 | 1.226 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.5 | 1.280 | 2.838 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 7.6 | 326 | 1.543 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 7.7 | 170 | 285 |
| Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche | 7.8 | 11 | 26 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.9 | 6 | 566 |
| 1.793 | 5.258 | ||
| Summe Vermögenswerte | 2.044 | 6.484 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Ziffer | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| EIGENKAPITAL | |||
| Gezeichnetes Kapital | 7.10 | 2.000 | 2.000 |
| Rücklagen | 7.11 | -774 | -111 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen | 1.226 | 1.889 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 7.12 | -272 | -228 |
| 954 | 1.661 | ||
| SCHULDEN | |||
| Langfristige Schulden | |||
| Latente Steuerschulden | 7.13 | 1 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7.14 | - | 626 |
| 1 | 626 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7.14 | 859 | 938 |
| Finanzschulden | 7.15 | 197 | 1.105 |
| Rückstellungen | 7.16 | 30 | 139 |
| Laufende Ertragsteuerschulden | 7.17 | 3 | 9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 7.18 | - | 2.006 |
| 1.089 | 4.197 | ||
| Summe Schulden | 1.090 | 4.823 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 2.044 | 6.484 |
Die Erläuterungen auf den Seiten 47 bis 74 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.1 | 1.287 | 3.243 |
| Materialaufwand | 8.2 | -952 | -1.687 |
| Personalaufwand | 8.3 | -482 | -2.092 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 7.2-3 | -63 | -250 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.4 | 1.327 | 699 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.5 | -1.604 | -2.821 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 8.6 | -179 | -290 |
| Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit | -666 | -3.198 | |
| Finanzerträge | 8.7 | 76 | 311 |
| Finanzaufwand | 8.8 | -70 | -294 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -660 | -3.181 | |
| Ertragsteuern | 8.9 | -3 | -142 |
| Jahresfehlbetrag/Konzerngesamtergebnis | -663 | -3.323 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | -663 | -3.261 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | - | -62 | |
| Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens im Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) | 8.10 | -0,33 | -1,63 |
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| Mutterunternehmen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Ziffer | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Anteile der Minderheit | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2014 | 4.500 | 11.959 | -11.605 | -165 | 4.689 | |
| Kapitalherabsetzung | -2.500 | 2.500 | - | - | - | |
| Entnahmen | - | -2.498 | 2.498 | - | - | |
| Forderungsverzicht | - | 295 | - | - | 295 | |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | -3.261 | -62 | -3.323 | |
| Stand 31. Dezember 2014 | 2.000 | 12.256 | -12.368 | -227 | 1.661 | |
| Stand 1. Januar 2015 | 2.000 | 12.256 | -12.368 | -227 | 1.661 | |
| Entkonsolidierung | 3.1 | - | - | - | -40 | -40 |
| Entnahme Kapitalrücklage | - | -34 | 34 | - | - | |
| Anteilserwerb von nicht beherrschenden Gesellschaftern | - | - | - | -4 | -4 | |
| Rundung auf TEUR | -1 | 2 | -1 | - | ||
| Konzerngesamtergebnis | - | - | -663 | - | -663 | |
| Stand 31. Dezember 2015 | 2.000 | 12.221 | -12.995 | -272 | 954 |
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | |||
| Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern | 9.3 | -487 | -2.908 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte | 7.2-3 | 63 | 250 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Vermögenswerte | 123 | 543 | |
| Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | -5 | 70 | |
| Veränderung der Vorräte | - | 156 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten | -61 | -422 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 7.18 | -200 | 165 |
| Veränderung der Rückstellungen | -74 | 139 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -11 | -141 | |
| Erhaltene Ertragsteuern | - | 9 | |
| Gezahlte Zinsen | -59 | -250 | |
| Erhaltene Zinsen | 85 | 1.745 | |
| Erhaltene Zahlungen aus der stillen Beteiligung | - | 1.175 | |
| Erhaltene Dividenden und Auszahlungen | 1 | 4 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 9.2 | -28 | 396 |
| Nettomittelabfluss/-zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -653 | 931 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Auszahlungen für: | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | -1.528 | |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 7.2-3 | -1 | -33 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | -155 | -396 | |
| Erwerb von Anteilen an Tochterunternehmen | 3.2 | -4 | 149 |
| Einzahlungen aus Abgängen von: | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 7.4 | 6 | - |
| Sonstigen finanziellen Vermögenswerten | 7.7/7.9 | 104 | 6.578 |
| Nettomittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit | -50 | 4.770 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden Dritte | 7.15 | 680 | 1.100 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden Dritte | 7.15 | -250 | -3.500 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden nahestehende Personen | 7.18 | -956 | -6.410 |
| Nettomittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -526 | -8.810 | |
| Konsolidierungsbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | 3.1 | -329 | - |
| Nettoabnahme des Finanzmittelfonds | -1.558 | -3.109 | |
| Finanzmittelfonds am 1. Januar | 9.1 | 2.838 | 5.947 |
| Finanzmittelfonds am 31. Dezember | 9.1 | 1.280 | 2.838 |
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Die Hesse Newman Capital AG (nachfolgend: "die Gesellschaft") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Eingetragener Sitz und Hauptsitz der Gesellschaft ist Gorch-Fock-Wall 3 in 20354 Hamburg. Die Hesse Newman Capital AG ist im geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Die Hesse Newman Capital AG und ihre Tochtergesellschaften werden nachfolgend als "Hesse Newman Capital" oder "der Konzern" bezeichnet.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 12. März 2015 wurde der Unternehmensgegenstand der Gesellschaft geändert.
Neuer Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Veräußerung sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere solchen, die als Kapitalverwaltungsgesellschaft tätig sind oder Dienstleistungen wie die Finanzanlagen- oder Fremdkapitalvermittlung oder die Vermittlung des Abschlusses von Versicherungsverträgen erbringen oder aber als persönlich haftende Gesellschafterin, geschäftsführende Kommanditistin oder Treuhandkommanditistin für Gesellschaften fungieren, deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung sowie das Halten und Verwalten eigenen Vermögens.
Darüber hinaus ist neuer Unternehmensgegenstand die Übernahme von Dienstleistungen und Verwaltungsaufgaben für Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Asset- und Portfoliomanagement, Datenerfassung, Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Kundenauftragsabwicklung sowie Vertrags- und Bestandsverwaltung.
Die Änderung des Unternehmensgegenstands wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 25. März 2015 wirksam.
Dieser Konzernabschluss wurde am 31. März 2016 vom Vorstand der Hesse Newman Capital AG zur Veröffentlichung freigegeben.
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Die Hesse Newman Capital AG unterliegt der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Capital AG infolge von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 dazu verpflichtet, den Konzernabschluss gemäß § 315a HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufzustellen. Dieser Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die verpflichtend anzuwendenden Standards in deutscher Sprache können der am 3. November 2008 von der EU erlassenen Verordnung (EG) Nr. 1126/2008, zuletzt geändert am 18. Dezember 2015, entnommen werden.
Darüber hinaus werden die vom nationalen Gesetzgeber geforderten und in § 315a Abs. 1 HGB genannten ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie die vom Aktiengesetz geforderten rechtsformspezifischen Vorschriften beachtet.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungskosten, erweitert durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Historische Anschaffungskosen basieren im Allgemein auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dabei werden die Merkmale des betreffenden Vermögenswerts bzw. der Schuld berücksichtigt, die ein Marktteilnehmer bei der Preisbildung ebenfalls in das Bewertungskalkül einbeziehen würde. Der Preis ist entweder am Markt beobachtbar oder wird mittels einer Bewertungsmethode geschätzt.
Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Es werden folgende Stufen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld unterschieden:
| ― | Ebene 1: Es existieren auf einem aktiven Markt verwendete Marktpreise für identische Vermögenswerte und Schulden, welche unangepasst verwendet werden können. |
| ― | Ebene 2: Es lassen sich Inputfaktoren außer den in Ebene 1 aufgeführten Markpreisen beobachten, die entweder direkt als Preise oder indirekt von Preisen ableitbar sind. |
| ― | Ebene 3: Es werden nicht auf Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung verwendet. |
Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen. Des Weiteren macht die Anwendung der unternehmensweiten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, sind unter Ziffer 5 aufgeführt.
Hesse Newman Capital berücksichtigt im Konzernabschluss Standards, Änderungen und Interpretationen, wenn diese vor Freigabe des Abschlusses durch die EU-Kommission angenommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung von Standards und Interpretationen erfolgt grundsätzlich nicht.
Im Vergleich zum IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurden folgende neue Standards erstmalig angewendet:
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| Standard/Interpretation | Bezeichnung des Standards bzw. der Interpretation (neu oder geändert) | Veröffentlichung IASB | EU-Endorsement | Inkrafttreten EU |
|---|---|---|---|---|
| IFRIC 21 | Abgaben | 20.05.13 | 13.06.14 | 2015 |
| Diverse | Annual Improvement Projekt 2010-2012 | 20.12.13 | 17.12.14 | 2015 |
| Diverse | Annual Improvement Projekt 2011-2013 | 20.12.13 | 18.12.14 | 2015 |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 30.01.14 | 17.12.14 | 2015 |
IFRIC 21 bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben, die nach IAS 37 als Rückstellung bilanziert werden, als auch für Abgaben, bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt sind.
Die jährlichen Verbesserungen 2010-2012 betreffen insbesondere die Neubewertungsmethode nach IAS 16 und IAS 38, Klarstellungen zu Angabepflichten zu nahestehenden Personen (IAS 24), Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen", Klarstellungen zu IFRS 13 "Fair Value Measurement", Angabepflichten zu zusammengefassten Segmenten (IFRS 8) sowie Änderungen im IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse".
Die jährlichen Verbesserungen 2011-2013 beziehen sich auf IAS 40 "Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien", IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IFRS 13 "Fair Value Measurement".
Die Änderungen am IAS 19 dienen der Klarstellung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind. Diese Beiträge sind nunmehr in der Periode zu berücksichtigen, in der die Dienstzeit geleistet wird.
Die erstmalige Anwendung der oben angegebenen Standards hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
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| Standard/Interpretation | Bezeichnung des Standards bzw. der Interpretation (neu oder geändert) | Veröffentlichung IASB | EU-Endorsement | Inkrafttreten EU |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 11 | Bilanzierung von Erwerbern von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit | 06.05.14 | 24.11.15 | 2016 |
| IAS 16 / IAS 38 | Klarstellung von Abschreibungsmethoden für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 12.05.14 | 02.12.15 | 2016 |
| IAS 16 / IAS 41 | Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 30.06.14 | 23.11.15 | 2016 |
| IAS 27 | Equity-Methode im separaten Einzelabschluss | 12.08.14 | 18.12.15 | 2016 |
| Diverse | Annual Improvement Projekt 2012-2014 | 25.09.14 | 15.12.15 | 2016 |
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses | 18.12.14 | 18.12.15 | 2016 |
Die Änderung an IFRS 11 regelt für Erwerber von Anteilen an einem gemeinsamen Geschäftsbetriebs gemäß IFRS 3, dass IFRS 3 und alle übrigen IFRS Standards anzuwenden sind, sofern diese nicht im Widerspruch mit dem Standard IFRS 11 stehen.
Mit den Änderungen an IAS 16 und IAS 38 werden umsatzbasierte Abschreibungsmethoden nur noch im Ausnahmefall zugelassen.
Die Änderungen am IAS 27 "Equity-Methode im separaten Abschluss" lassen für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen die Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss neben der Bewertung zu Anschaffungskosten als Option zu.
Die Änderungen am IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" betreffen Verbesserungen von Ausweis- und Angabevorschriften, um Missverständnisse beim Bilanzleser bei Ermessensausübungen zu vermeiden.
Eine Auswirkung der aufgeführten Standards auf den Konzernabschluss der Hesse Newman Capital AG wird derzeit nicht erwartet.
Im Folgenden werden die vom IASB bis zum Geschäftsjahresende 2015 veröffentlichten Standards, Änderungen und Interpretationen aufgeführt, welche mangels Annahme durch die EU-Kommission noch nicht angewendet wurden:
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| Standard/Interpretation | Bezeichnung des Standards bzw. der Interpretation (neu oder geändert) | Veröffentlichung IASB | Inkrafttreten |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung | 24.07.14 | 2018 |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 30.01.14 | 2016 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 28.05.14 | 2018 |
| IFRS 10,12/ IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 18.12.14 | 2016 |
| IFRS 10 / IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | 11.09.14 | 2016 |
Der am 24. Juli 2014 neu herausgegebene Standard IFRS 9 hat die vorherige Veröffentlichung vom 16. Dezember 2011 ersetzt und führt die Projektteile "Klassifizierung und Bewertung" und "Wertminderung und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" zusammen. Kernstück ist die Einführung eines neuen Bewertungsmodells für zu erwartende Verluste.
Mit IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" wird einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat.
Der IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" führt ein fünfstufiges Prinzipienmodell zur Erlöserfassung mit detaillierten Leitlinien und umfassenden Angabepflichten ein. Dieser Standard soll IAS 18 "Erlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" sowie diverse Einzelregelungen ersetzen. Am 11. September 2015 hat der IASB das Erstanwendungsdatum von 2017 auf 2018 nach hinten verschoben.
Die Änderungen an IFRS 10 und 12 sowie an IAS 28 betreffen Detailregelungen für Mutterunternehmen in der Form von Investmentgesellschaften.
Mit den Änderungen an den Standards IFRS 10 sowie IAS 28 werden Inkonsistenzen beseitigt. Eine vollständige Erlösrealisierung von Transaktionen soll nur bei der Übertragung eines Geschäftsbetriebs erfolgen; in allen anderen Fällen ist eine Teilerfolgserfassung vorgesehen.
Die Auswirkungen des Standards IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" werden derzeit untersucht. Aus den anderen Standards und Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Hesse Newman Capital erwartet.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bewertungsmethoden konsistent angewendet. Änderungen von Bewertungsmethoden wurden nicht vorgenommen.
Tochterunternehmen sind alle von der Gesellschaft beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie
| ― | die Verfügungsmacht über das Unternehmen ausüben kann, |
| ― | schwankenden Renditen aus dem Tochterunternehmen ausgesetzt ist, |
| ― | die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. |
Eine Neueinschätzung der genannten Kriterien erfolgt r egelmäßig bei Veränderungen der zugrundeliegenden Parameter.
Beherrschung wird regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil an dem Tochterunternehmen von mehr als 50 Prozent. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen und sonstige Indizien für eine Beherrschungsmöglichkeit (z.B. Präsenzmehrheit Gesellschafterversammlung / Abstimmungsverhalten in der Vergangenheit) berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden zum Zeitpunkt der Beherrschungserlangung durch das Mutterunternehmen mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Sie werden zum Zeitpunkt der Beendigung der Beherrschung entkonsolidiert. Ergebnisse der Tochterunternehmen, die zwischen Beginn und Ende der Beherrschung anfallen, werden vollständig in der Konzerngewinn- und verlustrechnung bzw. dem sonstigen Konzernergebnis erfasst. Die Ergebnisbestandteile und die Bestandteile der sonstigen Konzernergebnisse werden vollständig dem Mutterunternehmen sowie den nicht beherrschenden Gesellschaftern zugewiesen, auch wenn die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter einen negativen Saldo aufweisen.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst, unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Tochterunternehmens über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten - auch nach nochmaliger Beurteilung - geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag ertragswirksam direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden als Aufwand in der jeweiligen Periode der Entstehung der Kosten erfasst.
Der Konzern behandelt Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns. Beim Erwerb von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter wird die Differenz zwischen dem gezahlten Betrag und dem erworbenen Anteil des Buchwerts der Nettovermögenswerte des Tochterunternehmens im Eigenkapital erfasst. Gewinne oder Verluste bei Veräußerungen an nicht beherrschenden Gesellschaftern werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die ein Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss ausübt, welche jedoch weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture darstellen. In der Regel liegt der Stimmrechtsanteil bei assoziierten Unternehmen zwischen 20 Prozent und 50 Prozent.
Die Bilanzierung erfolgt nach der Equity-Methode. Demnach werden bei Erwerb die Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen umfasst weiterhin den beim Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen.
Der Anteil des Konzerns an Ergebnissen von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen des sonstigen Ergebnisses entsprechend in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden jeweils gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen den Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen unter Hinzurechnung anderer ungesicherter Forderungen übersteigt, werden keine weiteren Verluste erfasst, es sei denn, Konzernunternehmen sind für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder haben für das Unternehmen Zahlungen geleistet.
Unrealisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Das Gleiche gilt für unrealisierte Verluste, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.
Der Abschlussstichtag des Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der einbezogenen assoziierten Unternehmen überein. Die Abschlüsse von assoziierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.
Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Vorstand als Hauptentscheidungsverantwortlichen übereinstimmt.
Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Diese Währung repräsentiert die funktionale Währung und die Berichtswährung des Unternehmens. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind - falls nicht anders angegeben - alle Beträge in TEUR dargestellt; hierdurch können Rundungsdifferenzen entstehen.
Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem Briefkurs, Schulden mit dem Geldkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungskosten enthalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich unter Verwendung der linearen Methode. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern zwischen drei und 13 Jahren verwendet. Die Restbuchwerte und die jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Mutterunternehmens am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen ziehen.
Erworbene Softwarelizenzen werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert. Die gesamten Anschaffungskosten werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben (drei bis acht Jahre). Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, sowie Kosten für den Betrieb von unternehmenseigenen Websites werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswerts erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann.
Finanzielle Vermögenswerte sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Innerhalb der finanziellen Vermögenswerte werden folgende Kategorien unterschieden:
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Kredite und Forderungen |
| ― | Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Finanzinvestitionen |
| ― | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
Die Klassifizierung erfolgt beim erstmaligen Ansatz und richtet sich nach dem jeweiligen Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung der Angemessenheit der Klassifizierung. Folgende Kategorien sind für Hesse Newman Capital von Relevanz:
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die mit kurzfristiger Veräußerungsabsicht erworben wurden und zu Handelszwecken gehalten werden. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern diese nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sind. |
| ― | Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne die Absicht, diese Forderung zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Ist dieses nicht der Fall, erfolgt ein Ausweis unter den langfristigen Vermögenswerten. Kredite und Forderungen sind in der Bilanz in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, in den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen sowie in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente dieser Kategorie zuzurechnen. |
| ― | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie entweder direkt zugeordnet wurden oder sich nicht in eine der anderen Kategorien einordnen lassen. Ausgewiesen werden hier insbesondere Beteiligungen. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. |
Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, d.h. dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Derivate werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an den darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten (ohne Transaktionskosten) bilanziert. Gewinne und Verluste aus der Bewertung am jeweiligen Bilanzstichtag werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Dividendenerträge bzw. Ergebnisansprüche aus stillen Beteiligungen werden bei Entstehung des Rechtsanspruchs erfolgswirksam im Posten Finanzerträge ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte für nicht notierte finanzielle Vermögenswerte, für die kein aktiver Markt besteht, werden mittels geeigneter Bewertungsmethoden wie einem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an den darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten (ohne Transaktionskosten) bilanziert. Aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes resultierende nicht realisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung steuerlicher Auswirkungen in den Gewinnrücklagen erfasst. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente sind mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Erhaltene Liquiditätsauszahlungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, welche eine Beteiligung an einer Personengesellschaft darstellen, werden erfolgsneutral gegen den Bilanzansatz verrechnet.
Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Finanzielle Vermögenswerte, welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind für Zwecke der Bewertung in einer der drei folgenden Ebenen einzuordnen:
| ― | Ebene 1: Es existieren auf einem aktiven Markt verwendete Marktpreise für vergleichbare Finanzinstrumente, welche unangepasst verwendet werden können. |
| ― | Ebene 2: Es lassen sich Inputfaktoren außer den in Ebene 1 aufgeführten Markpreisen beobachten, die entweder direkt als Preise oder indirekt von Preisen ableitbar sind. |
| ― | Ebene 3: Es werden nicht auf Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung verwendet. |
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die als "Zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung der Wertminderung berücksichtigt. Bei einem derartigen Hinweis wird der kumulierte Verlust - gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich der für diesen finanziellen Vermögenswert in Vorperioden erfassten Wertminderungsverluste -aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht. Die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden anhand von Marktwerten oder mittels Discounted-Cashflow-Verfahren bestimmt, wobei ein marktüblicher und laufzeitkongruenter Abzinsungssatz zugrunde gelegt wird. Im Fall von Krediten und Forderungen werden erkennbare Ausfallrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Stille Beteiligungen mit einer variablen Ergebnisbeteiligung qualifizieren als strukturiertes Finanzinstrument. Dabei stellt die Komponente der Ergebnisbeteiligung eine finanzielle Variable dar, falls die wirtschaftlichen Merkmale von Basisinstrument und eingebettetem Derivat nicht eng miteinander verbunden sind und unterschiedlichen Risikofaktoren unterliegen. In diesem Fall ist das eingebettete Derivat getrennt zu bilanzieren und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Das Basisinstrument ist der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen und wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der Wert des Basisinstruments ergibt sich aus dem Wert des gesamten Finanzinstruments abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Derivats. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt auf Basis der aktuellen Zehnjahresplanung der Inhaberin der stillen Beteiligung mittels Discounted-Cashflow-Verfahren, wobei ein gewichteter Kapitalkostensatz, der aus Branchendaten ermittelt wird, zugrunde gelegt wird. Sämtliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam unter dem Posten Finanzaufwand bzw. Finanzerträge erfasst. Aufgrund der bestehenden rechtlichen Einheit erfolgt der Bilanzausweis der beiden Komponenten gemeinsam unter den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Dabei kommt die Effektivzinsmethode aus Wesentlichkeitsaspekten nur bei Forderungen zur Anwendung, welche eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten haben. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einzubringen sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der jeweiligen Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen den Restbuchwert der Forderung ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige und hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt. Für die Darstellung in der Kapitalflussrechnung wird auf Ziffer 9.1 verwiesen.
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Forderungsverzichte von Aktionären werden nicht ertragswirksam vereinnahmt, sondern als Einlage in der Kapitalrücklage erfasst. Kosten, welche direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen berücksichtigt.
Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode; jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Finanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.
Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der vertraglich vereinbarten zukünftigen Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.
Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der nationalen Steuervorschriften berechnet, die am Bilanzstichtag gelten. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.
Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sog. Verbindlichkeiten-Methode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind, und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuerforderungen für steuerliche Verlustvorträge werden mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist.
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt von einem Konzernunternehmen entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden, oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat. Leistungen, die nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.
Die sich nach bestimmten Berechnungsverfahren ergebenden Gewinnbeteiligungen des Vorstands und bestimmter Mitarbeiter werden als Aufwand erfasst und als Verbindlichkeit passiviert, sofern eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis in den vorangegangenen Jahren eine faktische Verpflichtung ergibt.
Rückstellungen für Restrukturierungskosten, Rechtsstreitigkeiten oder belastende Verträge werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden konnte.
Die Existenz belastender Verträge wird angenommen, wenn der Konzern Vertragspartner eines Vertrags ist, von dem angenommen wird, dass die unvermeidbaren Kosten den aus diesem Vertrag zukünftig entstehenden wirtschaftlichen Nutzenzufluss übersteigen.
Für zukünftige operative Verluste werden keine Rückstellungen gebildet.
Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Zinssatz ohne Berücksichtigung von Steuereffekten die aktuellen Markterwartungen sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Bei innerhalb eines Jahres erwarteten Nutzenabflüssen erfolgt keine Abzinsung der Beträge.
Die Umsatzerlöse umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer, gekürzt um Rabatte und Preisnachlässe. Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen werden realisiert, wenn die Leistung erbracht ist, der Vergütungsanspruch rechtlich entstanden ist, die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt.
Voraussetzung für die Realisierung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Vertrieb von geschlossenen Fonds sind die rechtswirksame Zeichnung der Beitrittserklärung, die Annahme der Beitrittserklärung durch die Treuhandgesellschaft sowie der Ablauf der gesetzlichen Widerspruchsfrist und die Einzahlung seitens des Anlegers. Korrespondierend werden Provisionsaufwendungen an Vertriebspartner zum gleichen Zeitpunkt im Materialaufwand erfasst.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wenn bei einer Forderung eine Wertminderung vorliegt, schreibt der Konzern den Buchwert auf den erzielbaren Betrag, d. h. auf die Summe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem anfänglichen Effektivzinssatz, ab. Die Aufzinsung der wertgeminderten Forderung erfolgt weiterhin mit dem anfänglichen Effektivzinssatz und wird als Zinsertrag vereinnahmt. Der Zinsertrag aus wertgeminderten Darlehensforderungen wird infolgedessen gleichfalls unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes erfasst.
Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf Empfang der Zahlung entstanden ist.
Im Vorjahr wurden Vergütungen für Tätigkeiten wie Konzeption, Prospekterstellung, Finanzierungsvermittlung und Gestellung von Platzierungsgarantien anteilig mit Zeichnungsscheineingang der Anleger sukzessiv realisiert. Dieses erfolgte auch in den Fällen, wo die Leistungserbringung gemäß der Vertragsregelung bereits erbracht war. Aufgrund der bis zum 31. Dezember 2014 erfolgten Vollplatzierung sämtlicher bislang aufgelegten Beteiligungsprodukte sind sämtliche Vergütungen in voller Höhe realisiert. Diese Bilanzierungsmethode wurde daher im Geschäftsjahr 2015 nicht weiter verfolgt. Sollten neue Beteiligungsprodukte aufgelegt werden, richtet sich die Erlösrealisierung der vorstehend genannten Vergütungen nach dem vertraglich festgelegten Leistungszeitpunkt.
Bei Erlösen aus der Übernahme von Platzierungsgarantien im Vorjahr erfolgte die anteilige Realisierung auf Basis der jeweiligen Garantievaluta im Verhältnis zu der Garantiesumme. Maßgeblich war dabei das Datum des Zeichnungsscheins. Etwaige Stornos innerhalb der zweiwöchigen Widerspruchsfrist nach dem Bilanzstichtag wurden im Rahmen der Abschlusserstellung aufwandswirksam erfasst.
Leistungen im Rahmen der Anlegerverwaltung und der Treuhandtätigkeit umfassten die Einrichtung und Führung der Anlegerverwaltung und sämtliche Treuhandtätigkeiten. Die Einrichtung der Anlegerverwaltung wurde mit einer Pauschale vergütet, welche zum Zeitpunkt der Einrichtung anteilig realisiert wurde. In der Folge wurden laufende Anleger- und Treuhandgebühren anteilig auf den jeweiligen Stand des gezeichneten Kapitals realisiert. Maßgeblich war auch hier das Zeichnungsscheindatum.
Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Hiermit im Zusammenhang stehende geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Durch die nachfolgend unter Ziffer 3.1 beschriebene Veränderung hat sich der Konsolidierungskreis neben dem Mutterunternehmen gegenüber dem Vorjahr um eine Tochtergesellschaft auf sechs Gesellschaften vermindert, an denen die Hesse Newman Capital AG am 31. Dezember 2015 die in Klammern angegebenen Kapitalanteile hält:
| ― | Hesse Newman Zweitmarkt GmbH, Hamburg (100 Prozent) |
| ― | TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH, Hamburg (100 Prozent) |
| ― | Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG i.L., Hamburg (99 Prozent) |
| ― | Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH & Co. KG, Hamburg (100 Prozent) |
| ― | Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 3 GmbH & Co. KG, Hamburg (100 Prozent) |
| ― | HHCP Hamburg Capital Partners GmbH, Hamburg (100 Prozent) |
Die Verminderung des Konsolidierungskreises betrifft die Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH, Hamburg.
Die Tätigkeit der Hesse Newman Zweitmarkt GmbH erstreckt sich auf das Portfoliomanagement für Zweitmarktfondsgesellschaften sowie auf den An- und Verkauf von Anteilen an Zielgesellschaften. Die TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH ist im Bereich der Anleger- und Treuhandverwaltung tätig. Die in Liquidation befindlichen Zweitmarktbeteiligungsgesellschaften sind nicht operativ tätig und von untergeordneter Bedeutung. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG sowie die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Ergebnisse und Cashflows des Konzerns sind unwesentlich. Die HHCP Hamburg Capital Partners GmbH war die Vertriebsgesellschaft von Hesse Newman Capital und hat ihre operative Tätigkeit im ersten Halbjahr 2015 eingestellt. Im Geschäftsjahr 2015 hat die Hesse Newman Capital AG die HHCP Hamburg Capital Partners GmbH zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und der Liquiditätssituation über Darlehensgewährungen mit Forderungsverzicht im Umfang von TEUR 75 finanziell unterstützt.
Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen wurden nach den hier beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die für alle Tochtergesellschaften verbindlich gelten. Der Abschlussstichtag der einbezogenen Tochterunternehmen stimmt mit dem Abschlussstichtag der Hesse Newman Capital AG überein.
Die Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH wird seit dem 1. Januar 2015 nicht mehr von der Hesse Newman Capital AG beherrscht. Die Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH hatte im Auftrag der Hesse Newman Capital bis Ende 2014 als Zweckgesellschaft Fondsgesellschaften Zwischenfinanzierungen zur Verfügung gestellt, welche von der Hesse Newman Capital AG gewährte Platzierungsgarantien erfüllten. Geschäftsführer der Gesellschaft war der Mitarbeiter der Hesse Newman Capital AG, Herr Uli Bräuninger. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Hesse Newman Capital AG erfolgte auf Grundlage der durch die Geschäftsführung ausgeübten Beherrschung sowie auf Grundlage der Mehrheit der Chancen und Risiken an der Gesellschaft. Hesse Newman Capital hatte zu keinem Zeitpunkt Kapitalanteile oder Stimmrechte an der Gesellschaft gehalten. Der bis Ende 2014 in der Hesse Newman Capital AG angestellte Geschäftsführer der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH, Herr Uli Bräuninger, ist Ende 2014 aus der Hesse Newman Capital AG ausgeschieden. Im weiteren Jahresverlauf ist Herr Uli Bräuninger weiterhin aus der Geschäftsführung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH ausgeschieden; die Eintragung in das Handelsregister ist am 9. Dezember 2015 erfolgt. Die Hesse Newman Capital AG hat nicht die Möglichkeit, die Geschäftsführung ohne Zustimmung der Gesellschafter der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH zu benennen. Sämtliche Zwischenfinanzierungsdarlehen an Fondsgesellschaften der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH waren bis Ende 2014 zurückgeführt.
Im Zuge der Entkonsolidierung sind folgende Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern abgegangen:
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| in TEUR | 01.01.2015 |
|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | -664 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | -10 |
| Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche | -19 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | -528 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -329 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 626 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 85 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 824 |
| Minderheitenanteile: Anteil Unterschiedsbetrag aus Erstkonsolidierung | -40 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen: Anteil Unterschiedsbetrag aus Erstkonsolidierung | 39 |
| Entkonsolidierungsverlust | -16 |
Der Entkonsolidierungsverlust wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die Hesse Newman Capital AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Umfang von 39 Prozent zu Kaufpreisen in Höhe von insgesamt TEUR 4 zurückerworben.
Die Buchwerte der assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Hesse Newman Fondsmanagement GmbH | |||
| Stand 1. Januar | 18 | 74 | |
| anteiliges Ergebnis des Geschäftsjahres | 8.6 | 17 | -95 |
| Korrektur auf anteiliges Eigenkapital | 8.6 | - | 39 |
| Stand 31. Dezember | 7.1 | 35 | 18 |
| Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | |||
| Stand 1. Januar | 150 | 141 | |
| Kapitalerhöhungen und freiwillige Zuzahlungen | 155 | 295 | |
| anteiliges Ergebnis des Geschäftsjahres | 8.6 | -158 | -286 |
| Stand 31. Dezember | 7.1 | 147 | 150 |
| Summe | 7.1 | 182 | 168 |
Die Finanzinformationen über die assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Hesse Newman Fondsmanagement GmbH | ||
| Vermögen | 423 | 669 |
| Schulden | 351 | 633 |
| Erträge | 49 | 226 |
| Periodenergebnis | 36 | -194 |
| Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | ||
| Vermögen | 411 | 446 |
| Schulden | 117 | 146 |
| Erträge | 751 | 270 |
| Periodenergebnis | -316 | -572 |
Die Konzernanteilsbesitzliste in Bezug auf assoziierte Unternehmen stellt sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar:
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| in TEUR | Eigenkapital | Anteil | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|
| Hesse Newman Fondsmanagement GmbH, Hamburg | 72 | 49 % | 36 |
| Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH | 294 | 50 % | -316 |
Hesse Newman Capital überwacht im Rahmen der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken aus Finanzinstrumenten, denen der Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist. Diese Risiken betreffen das Marktrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Kreditrisiko. Dabei untergliedert sich das Marktrisiko in die Bereiche Zinsrisiko, Preisänderungsrisiko und Währungsrisiko. Für eine nähere Beschreibung dieser Risiken und deren Einfluss auf den Konzern wird auf den Risikobericht im Konzernlagebericht verwiesen.
Die Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie nach den von der Gesellschaft gewählten Klassen gemäß IFRS 7 stellen sich wie nachfolgend in den Ziffern 4.3 bis 4.6 aufgeführt dar.
Folgende Finanzinstrumente werden unter dieser Klasse erfasst:
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| in TEUR | Ziffer | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 7.6 | 326 | 1.783 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 7.7 | 170 | 285 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.9 | 6 | 566 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.5 | 1.280 | 2.838 |
| 1.782 | 5.472 | ||
| Bewertungskategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7.14 | 859 | 1.564 |
| Finanzschulden | 7.15 | 197 | 1.105 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 7.18 | - | 2.006 |
| 1.056 | 4.675 |
Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten (siehe Ziffer 2.13). Für das Geschäftsjahr 2015 sind Nettoverluste aus Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 381) in der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" erfasst (siehe Ziffer 8.5). Die Nettogewinne betragen für das Geschäftsjahr 2015 TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 50) und resultieren aus Erträgen aus der Ausbuchung von Schulden (vgl. Ziffer 8.4).
Das Zinsergebnis der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Zinserträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten | 8.7 | 36 | 198 |
| Zinserträge Kreditlinie Fondsgesellschaft | 8.7 | - | 27 |
| Zinserträge aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | 8.7 | 37 | 80 |
| Zinserträge von assoziierten Unternehmen | 8.7 | 3 | 5 |
| Zinserträge aus Bankzinsen | 8.7 | - | 1 |
| Zinsaufwand aus der Stundung von Beteiligungen | 8.8 | - | -37 |
| Zinsaufwand aus Finanzschulden | 8.8 | -59 | -257 |
| 17 | 17 |
Am 31. Dezember 2015 liegen wie für die Vergleichsperiode weder Zinsänderungsrisiken noch eine Fremdwährungsexposition vor. Devisentermingeschäfte bestanden an den jeweiligen Bilanzstichtagen nicht.
Folgende Finanzinstrumente werden unter dieser Klasse erfasst:
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| in TEUR | Ziffer | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 7.4 | 17 | 704 |
| 17 | 704 |
Diese Finanzinstrumente sind der Ebene 3 zuzuordnen; die Bewertungsmethoden sind unter Ziffer 2.13 dargestellt. Aus Abschreibungen auf Beteiligungen beträgt der Nettoverlust 2015 TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0); siehe hierzu Ziffer 8.8. Nettogewinne waren in den dargestellten Berichtsperioden nicht zu verzeichnen.
Zum 31. Dezember 2015 liegen keine Finanzinstrumente der Klasse "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" vor. Im Vorjahr wurde das nicht zu Handelszwecken gehaltene Derivat der stillen Beteiligung unter dieser Klasse ausgewiesen, welches den beizulegenden Zeitwert zukünftiger Ergebnisansprüche aus der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 0 widerspiegelte und der Bewertungsmethodik Ebene 3 zuzuordnen war. Nettogewinne oder Nettoverluste waren für die dargestellten Perioden nicht zu verzeichnen.
Darlehensforderungen aus Finanzierungen für Fondsgesellschaften bestehen seit 31. Dezember 2014 nicht mehr. Es bestehen eine Darlehensforderung gegen das assoziierte Unternehmen Hesse Newman Fondsmanagement GmbH in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 273) sowie eine weitere darlehensähnliche Forderung über TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 7). Im Vorjahr bestanden zudem Ansprüche aus Genussrechten gegen Hesse Newman Real Estate 6b-Gesellschaften in Höhe von TEUR 528. Die Angabe der Darlehensforderungen erfolgt jeweils unter Einbeziehung etwaiger Zinsansprüche. Der Konzern prüft die finanziellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit und bezieht dabei aktuelle und historische Erfahrungen über Ausfallquoten über die jeweiligen Geschäftspartner mit ein. Erforderliche Wertminderungen waren für das Geschäftsjahr 2015 nicht einschlägig.
Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich zusammen aus den gesamten Finanzschulden (einschließlich Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital berechnet sich aus dem Eigenkapital laut Konzernbilanz zuzüglich Nettofremdkapital. Der Verschuldungsgrad zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 stellte sich wie folgt dar:
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| in TEUR | Ziffer | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Finanzschulden gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 7.15 | - | 1.806 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 7.18 | - | 200 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7.14 | 859 | 1.564 |
| Finanzschulden | 7.17 | 197 | 1.105 |
| Abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 7.5 | -1.280 | -2.838 |
| Nettofremdkapital | n.a. | 1.837 | |
| Eigenkapital | 954 | 1.661 | |
| Gesamtkapital | 954 | 3.498 | |
| Verschuldungsgrad | n.a. | 53 % |
Ein Verschuldungsgrad im Sinne des Kapitalmanagements liegt zum 31. Dezember 2015 nicht vor (Vorjahr: 53 Prozent). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie die Finanzschulden könnten durch die am Bilanzstichtag vorhandenen Zahlungsmittel zum 31. Dezember 2015 bedient werden.
Eine weitere Zielsetzung des Kapitalmanagements besteht in einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung zwecks Vermeidung von bestandsgefährdenden Risiken. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 beträgt die Eigenkapitalquote gemäß Konzernbilanz 47 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent).
Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH im Vorjahr erfolgte auf Basis von Planungen des Managements in Bezug auf die künftige Entwicklung dieser Gesellschaft.
Hier wurden Annahmen über den Stand des verwalteten Kapitals, Kündigungszeitpunkte der Anleger, die Höhe diverser Aufwendungen sowie das Zahlungsverhalten getroffen, um die Begleichung des Ergebnisanspruchs von der Hesse Newman Capital AG und somit die Cashflows, welche aus der stillen Beteiligung zu erwarten sind, zu prognostizieren. Diese Annahmen wurden auf Basis der damaligen Erkenntnisse getroffen und können daher von den tatsächlich in Zukunft generierten Cashflows abweichen. Der Wertansatz zum 31. Dezember 2014 betrug TEUR 0. Eine Annahme von um 5 Prozent höheren Cashflows hatte keine Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert der stillen Beteiligung. Das gilt auch für die Variation der übrigen Bewertungsparameter wie z.B. dem Diskontierungszins in dem genannten Umfang.
Der Konzern verfügt über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.527 sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.788. Gemäß der aktuellen Unternehmensplanung können keine Verlustvorträge in den nächsten zwei Jahren genutzt werden. Ein Ansatz als Vermögenswert ist demnach nicht erfolgt. Wären in der Planung die steuerlichen Ergebnisse für den zweijährigen Planungshorizont um 5 Prozent höher ermittelt worden, hätte dieses keine Auswirkungen auf den Umfang der aktivierten Verlustvorträge am jeweiligen Bilanzstichtag entfaltet.
Aufgrund interner Umstrukturierungen und Änderungen im Berichtswesen an den Vorstand handelt es sich bei Hesse Newman Capital ab dem Geschäftsjahr 2015 um ein Ein-Segment-Unternehmen. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die Umsatzerlöse mit externen Kunden lassen sich in die folgenden Dienstleistungsarten aufteilen:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Fonds- und Assetmanagement für Fondsgesellschaften | 707 | 707 |
| laufende Anleger- und Treuhandverwaltung für Fondsgesellschaften | 186 | 179 |
| Bestandsbetreuung für Lebensversicherungen | 137 | 134 |
| Vermittlung von Containerdirektinvestitionen | 129 | 1.148 |
| Portfoliomanagement für Fondsgesellschaften | 71 | 101 |
| An- und Verkauf von Anteilen an Zweitmarktfondsgesellschaften | 40 | 28 |
| Eigenkapitalvermittlung für Fondsgesellschaften | 15 | 125 |
| Übertragungsgebühren für Anteile für Anleger | 2 | 8 |
| Finanzierungsvermittlung für Fondsgesellschaften | - | 429 |
| Projektierung und Konzeption für Fondsgesellschaften | - | 200 |
| Gestellung Platzierungsgarantien für Fondsgesellschaften | - | 134 |
| Geschäftsführung für Fondsgesellschaften | - | 39 |
| Einrichtung Anleger- und Treuhandverwaltung für Fondsgesellschaften | - | 11 |
| 1.287 | 3.243 |
Die Umsatzerlöse wurden in Gänze im Inland erwirtschaftet. Mit folgenden Kunden wurden Umsatzerlöse erzielt, die 10 Prozent der Konzernumsatzerlöse übersteigen: Hesse Newman Real Estate Nr. 3 GmbH & Co. KG, Hamburg (TEUR 202), Hesse Newman Real Estate Nr. 4 GmbH & Co. KG, Hamburg (TEUR 167), Hesse Newman Shipping Opportunity GmbH & Co. KG, Hamburg (TEUR 153) und MAGELLAN Maritim Services GmbH, Hamburg (TEUR 129). Die entsprechende Angabe für das Geschäftsjahr 2014 lautet: Hesse Newman Real Estate Viva Südseite GmbH & Co. KG, Hamburg (TEUR 695) und MAGELLAN Maritim Services GmbH, Hamburg (TEUR 1.082).
Die ausschließlich im Inland gehaltenen langfristigen Vermögenswerte - bestehend aus Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - belaufen sich auf TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 114).
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Beginn des Jahres | 168 | 336 | |
| Anteil am Gewinn/Verlust | 8.6 | -179 | -290 |
| Einlagen | 3.3 | 155 | 396 |
| Entkonsolidierung | 3.1 | 39 | - |
| Rundung TEUR | -1 | - | |
| Aufwands- und Ertragseliminierung | - | -114 | |
| Übergangskonsolidierungen | - | -160 | |
| Ende des Jahres | 182 | 168 |
An den dargestellten Bilanzstichtagen bestanden keine laufenden oder kumulierten Verluste, welche nicht angesetzt wurden. Für weitere Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen verweisen wir auf Ziffer 3.3.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:
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| in TEUR | Software und Lizenzen | Geschäfts- o. Firmenwert | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Zum 1. Januar 2014 | |||
| Anschaffungskosten | 478 | 45 | 523 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -344 | -45 | -389 |
| Buchwert netto | 134 | - | 134 |
| Geschäftsjahr 2014 | |||
| Eröffnungsbuchwert netto | 134 | - | 134 |
| Zugänge | 4 | - | 4 |
| Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten | 10 | - | 10 |
| Abgänge | -12 | -12 | |
| Veränderung Konsolidierungskreis Abschreibungen | -4 | - | -4 |
| Abgänge Abschreibungen | 12 | 12 | |
| Abschreibungen | -77 | - | -77 |
| Wertminderungen | -10 | -10 | |
| Endbuchwert netto | 57 | - | 57 |
| Zum 31. Dezember 2014 | |||
| Anschaffungskosten | 480 | 45 | 525 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -423 | -45 | -468 |
| Buchwert netto | 57 | - | 57 |
| Geschäftsjahr 2015 | |||
| Eröffnungsbuchwert netto | 57 | - | 57 |
| Zugänge | 1 | - | 1 |
| Abschreibungen | -24 | - | -24 |
| Wertminderungen | -3 | - | -3 |
| Endbuchwert netto | 31 | - | 31 |
| Zum 31. Dezember 2015 | |||
| Anschaffungskosten | 481 | 45 | 526 |
| Kumulierte Abschreibungen | -450 | -45 | -495 |
| Buchwert netto | 31 | - | 31 |
Die Wertminderungen stehen im Zusammenhang mit der Einstellung der Vertriebstätigkeit.
Die Buchwerte der Sachanlagen betreffen ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung und haben sich wie nachfolgend dargestellt entwickelt:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zum 1. Januar | ||
| Anschaffungskosten | 495 | 516 |
| Kumulierte Abschreibungen | -438 | -339 |
| Eröffnungsbuchwert netto | 57 | 177 |
| Zugänge Anschaffungskosten | - | 29 |
| Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten | - | 19 |
| Veränderung Konsolidierungskreis Abschreibungen | - | -4 |
| Abgänge Anschaffungskosten | -9 | -69 |
| Abgänge Abschreibungen | 9 | 68 |
| Abschreibungen | -25 | -64 |
| Wertminderungen | -11 | -99 |
| Endbuchwert netto | 21 | 57 |
| Zum 31. Dezember | ||
| Anschaffungskosten | 486 | 495 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | -465 | -438 |
| Buchwert netto | 21 | 57 |
Die Wertminderungen stehen im Zusammenhang mit der Einstellung der Vertriebstätigkeit.
Die Entwicklung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Beginn des Jahres | 704 | 709 | |
| Entkonsolidierung | 3.1 | -664 | - |
| Wertminderungen | -12 | - | |
| Abgänge | -11 | -5 | |
| Ende des Jahres | 17 | 704 |
Die Abgänge betreffen mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 5) Liquiditätsauszahlungen von Fondsgesellschaften.
Die beizulegenden Werte von nicht börsennotierten Beteiligungen werden auf Basis ihrer diskontierten Zahlungsströme ermittelt. Das maximale Kreditrisiko an den Bilanzstichtagen entspricht jeweils dem beizulegenden Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über TEUR 1.280 (Vorjahr: TEUR 2.838) enthalten ausschließlich frei verfügbare Bankguthaben.
Im Folgenden werden die wesentlichen Posten dieser Position dargestellt:
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| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen Fonds- und Assetmanagement Fondsgesellschaften | 110 | 79 |
| Rechnungsabgrenzungen | 71 | 130 |
| Umsatzsteuer | 50 | - |
| Forderungen aus Weiterbelastungen | 42 | 59 |
| Forderungen Portfoliomanagement Fondsgesellschaften | 25 | 51 |
| Forderungen An- und Verkauf Zweitmarktanteile für Fondsgesellschaften | 15 | - |
| Forderungen aus dem Ergebnisanspruch der stillen Beteiligung | - | 1.328 |
| Forderungen Vertrieb Containerdirektinvestitionen | - | 56 |
| Forderungen Eigenkapitalvermittlung Fondsgesellschaften | - | 29 |
| Kautionen und Vorauszahlungen | - | 22 |
| Forderungen aus der Anlegerverwaltung und dem Treuhandgeschäft | - | 22 |
| Forderungen Konzeption und Projektierung Fondsgesellschaften | - | 5 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | 13 | 2 |
| 326 | 1.783 |
Mit Wirkung zum 31. August 2015 hat die Gesellschaft die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH veräußert. Mit der Veräußerung der stillen Beteiligung wurden des Weiteren sämtliche Ergebnisansprüche, die bis Ende 2014 entstanden waren, veräußert. Der Nominalbetrag der Ansprüche belief sich auf TEUR 4.802. Hesse Newman Capital hatte bis 31. Dezember 2014 Ansprüche in Höhe von TEUR 2.334 wertberichtigt und die Ansprüche aus dem Geschäftsjahr 2014 in Höhe von TEUR 1.139 mangels Wahrscheinlichkeit eines Nutzenzuflusses nicht erfasst. Dem Erwerber stehen zudem die Ansprüche für das Geschäftsjahr 2015 zu. Inklusive offener Zinsforderungen zum 31. August 2015 in Höhe von TEUR 9 betrug der Kaufpreis TEUR 1.337.
Die übrigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 6 sowie Ansprüche gegen den Liquidator der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG i.L. in Höhe von TEUR 7. Diese Ansprüche resultieren aus der Auflösung des Geschäftskontos der in Liquidation befindlichen Gesellschaft.
Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen den dargestellten Buchwerten, welche zugleich die maximale Kreditrisikoexposition darstellen. Überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei denen der vollständige Zahlungseingang nicht mehr erwartet werden kann, wurden wertberichtigt. Es bestehen zum 31. Dezember 2015 keine wesentlichen überfälligen und nicht wertgeminderte Forderungen. Sämtliche Forderungsbestände valutieren wie im Vorjahr in Euro.
Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen über TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 285) betreffen mit TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 273) Darlehensforderungen inklusive Zinsen gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH. Das Darlehen ist unbefristet und mit einer Frist von sechs Monaten zum Geschäftsjahresende kündbar. Der Zinssatz beträgt 1,25 Prozent p.a. Der Rückgang der Forderung entfällt mit TEUR 103 auf Tilgungen. Die Zinserträge aus dem Darlehen beliefen sich auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5). Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen entsprechen den dargestellten Buchwerten. Für die dargestellten Perioden wurden keine Wertberichtigungen gebildet.
Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 12), die im Wesentlichen gegen das assoziierte Unternehmen Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH bestehen.
Die laufenden Ertragsteuererstattungsansprüche entfallen auf Kapitalertragsteuererstattungsansprüche aus konzerninternen Ausschüttungen. Dabei betreffen TEUR 4 den Veranlagungszeitraum 2015 und unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 7 den Veranlagungszeitraum 2014. Im Vorjahr bestanden darüber hinaus noch Gewerbesteuererstattungsansprüche in Hohe von TEUR 19, die im Rahmen der Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH abgegangen sind (siehe Ziffer 3.1).
Die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH wurde mit Wirkung zum 31. August 2015 veräußert. In diesem Zusammenhang sind Anschaffungskosten und Wertminderungen in Höhe von jeweils TEUR 15.000 erfolgsneutral abgegangen. Gleichermaßen veräußert wurde die Darlehensforderung gegen die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH. In diesem Zusammenhang sind Anschaffungskosten und Wertminderungen in Höhe von jeweils TEUR 850 erfolgsneutral abgegangen.
Unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 566) ausgewiesen. Im Vorjahr ausgewiesene Forderungen aus Genussrechten und damit zusammenhängenden Zinsen in Höhe von TEUR 528 sind im Rahmen der Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH abgegangen (siehe Ziffer 3.1). Die im Vorjahr ausgewiesenen Zinsforderungen in Höhe von TEUR 31 wurden im Geschäftsjahr 2015 beglichen. Die erhaltenen Tilgungen von sonstigen Darlehen belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 61).
Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 2.000 und ist eingeteilt in 2 Mio. auf den Inhaber lautende und im Umlauf befindliche Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Die Hauptversammlung am 19. Juni 2015 hat das genehmigte Kapital 2010 aufgehoben. Des Weiteren wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zum 18. Juni 2020 das Grundkapital einmalig oder mehrfach um insgesamt bis zu TEUR 1.000 zu erhöhen ("genehmigtes Kapital 2015"). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Beschlussfassung der Hauptversammlung ist mit Eintragung in das Handelsregister am 12. August 2015 wirksam geworden.
Die Ermächtigung des Vorstands, bis zum 13. Juni 2015 maximal 1,5 Mio. Aktien der Hesse Newman Capital zurück-zuerwerben, ist im Geschäftsjahr ausgelaufen, ohne dass von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht wurde. Die Hauptversammlung vom 19. Juni 2015 hat den Vorstand unter der Bedingung der Aufsichtsratszustimmung ermächtigt, bis zum 18. Juni 2020 bis zu 200.000 eigene Aktien zu erwerben.
Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/ Schweiz, verfügt am 31. Dezember 2015 über einen Stimmrechtsanteil an der Hesse Newman Capital AG in Höhe von 83,99 Prozent (Vorjahr: 58,97 Prozent). Die Stimmrechtsanteile werden Klaus Mutschler, Zürich/ Schweiz, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die TC Beteiligung GmbH, Stuttgart, verfügt zum 31. Dezember 2015 über einen Stimmrechtsanteil in Höhe von unverändert 0,32 Prozent. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Aufsichtsratsmitglied Stefan Trumpp, Hamburg, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die Stimmrechtsanteile von Marc Drießen und Dr. Marcus Simon betragen am Bilanzstichtag jeweils 0 Prozent (Vorjahr: jeweils 12,51 Prozent).
Die Gewinnrücklagen beinhalten die kumulierten Konzernergebnisse, Eigenkapitalmehrungen aufgrund von Kapitalherabsetzungen sowie Entkonsolidierungseffekte aus dem Geschäftsjahr 2008. Im Rahmen der Bilanzaufstellung des HGB-Einzelabschlusses der Hesse Newman Capital AG wurden TEUR 166 der gesetzlichen Rücklage und TEUR 34 der Kapitalrücklage zwecks teilweisen Ausgleichs des Jahresfehlbetrags entnommen.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die Anteile anderer Gesellschafter an im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter haben sich durch die Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH um TEUR 40 vermindert (siehe Ziffer 3.1). Der Erwerb von Anteilen an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG i.L. führte zu einer weiteren Abnahme der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.
Die latenten Steuerschulden entfallen auf temporären Differenzen, welche dem Posten "Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen" zuzurechnen sind. Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Beginn des Jahres | - | 140 | |
| Aufwand/Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung | 8.9 | -1 | -140 |
| Ende des Jahres | -1 | - |
Latente Steuerforderungen für steuerliche Verlustvorträge werden grundsätzlich mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile innerhalb der nächsten zwei Jahre durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist (siehe Ziffer 5.2). Gemäß der Konzernplanung besteht für diesen Zeithorizont kein Nutzungspotenzial.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
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| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Provisionen und sonstige Lieferungen und Leistungen | 320 | 231 |
| Abgegrenzte Schulden aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ausstehende Rechnungen | 161 | 178 |
| Jahresabschluss und Prüfungskosten | 69 | 78 |
| Abgegrenzte Umsatzerlöse | 74 | 98 |
| Geschäftsbericht | 6 | 5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 630 | 590 |
| Lohn- und Gehaltsabrechnung | 8 | 111 |
| Umsatzsteuer | 118 | 112 |
| Abgegrenzte Schulden aus sonstigen Verbindlichkeiten | ||
| Boni, Tantieme und Abfindungen | 61 | 71 |
| Urlaubsansprüche | 24 | 37 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 5 | 12 |
| Übrige | 13 | 5 |
| 229 | 348 | |
| 859 | 938 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die abgegrenzten ausstehenden Rechnungen per 31. Dezember 2015 entfallen insbesondere auf Rechts- und Beratungskosten sowie auf Unterdienstleistungsverträge für das Fonds- und Assetmanagement sowie die Portfolioverwaltung. Die abgegrenzten Umsatzerlöse entfallen auf im Voraus erhaltene Bestandsprovisionen aus dem Versicherungsgeschäft.
Die Umsatzsteuerverbindlichkeit in Höhe von TEUR 118 entfällt auf das Geschäftsjahr 2014.
Die im Vorjahr passivierten langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 626 sind im Zuge der Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH abgegangen (siehe Ziffer 3.1).
Die Finanzschulden enthalten eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 1.105).
Das Darlehen ist zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2016 und verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn es nicht mit einer Frist von 6 Wochen zum Jahresende gekündigt wird. Das Darlehen wird bis Ende 2016 mit zunächst 5,0 Prozent p.a. verzinst. Im Geschäftsjahr 2015 wurden seitens des Darlehensgebers TEUR 680 an zusätzlichen Mitteln gewährt und TEUR 250 seitens der Darlehensnehmerin zurückgezahlt.
Mit Wirkung zum 31. August 2015 hat der Darlehensgeber des vorstehend beschriebenen Darlehens einen Teilbetrag in Höhe von TEUR 1.337 an die Erwerberin der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH abgetreten und die Abtretung der Hesse Newman Capital AG angezeigt. Der Darlehensgeber ist Gesellschafter der Erwerberin. Der Kaufpreis für die stille Beteiligung sowie die Ergebnis- und Zinsansprüche in Höhe von insgesamt TEUR 1.337 wurde sodann mit der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Erwerberin verrechnet.
Aus dem Darlehen ist im Geschäftsjahr 2015 ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 168) entstanden.
Die Drohverlustrückstellung für zukünftige Mietaufwendungen nicht mehr genutzter Büroräume (Vorjahr: TEUR 99) wurde bis auf TEUR 25 verbraucht.
Für die Rückabwicklung und Liquidation des Beteiligungsangebot Hesse Newman Green Building AG & Co. KG i.L. hat sich die Hesse Newman Capital AG zur Kostenübernahme verpflichtet. Die Liquidation der hiermit im Zusammenhang stehenden Gesellschaften ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Auf Basis einer Neueinschätzung der zu erwartenden Belastungen wurde die Rückstellung bis auf TEUR 5 aufgelöst.
Die laufenden Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 9) betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für die Veranlagungszeiträume 2014 und 2015.
Die zum 31. Dezember 2014 bilanzierte Verbindlichkeit gegenüber Klaus Mutschler in Höhe von TEUR 956 wurde im Geschäftsjahr 2015 vollständig beglichen. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Klaus Mutschler in Höhe von TEUR 824 sind im Rahmen der Entkonsolidierung der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH abgegangen (siehe Ziffer 3.1). Die im Vorjahr dargestellte Abfindungsverpflichtung für das ehemalige Vorstandsmitglied Marc Drießen über TEUR 200 wurde Anfang 2015 beglichen. Die im Vorjahr bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen über TEUR 26 bestehen zum 31. Dezember 2015 nicht mehr.
Zinsaufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen waren im Geschäftsjahr 2015 nicht einschlägig (Vorjahr: TEUR 84).
Die Aufgliederung der ausschließlich die Erbringung von Dienstleistungen betreffenden Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Asset- und Fondsmanagement | 707 | 707 |
| Portfoliomanagement | 70 | 99 |
| Anleger- und Treuhandverwaltung | 186 | 179 |
| Summe wiederkehrende Erlöse | 963 | 985 |
| Platzierungs- und investitionsabhängige Erlöse | 185 | 2.075 |
| Bestandsbetreuung Lebensversicherungen | 137 | 134 |
| Geschäftsführungsvergütungen | - | 46 |
| Übrige | 2 | 3 |
| 1.287 | 3.243 |
Die platzierungs- und investitionsabhängigen Erlöse enthalten insbesondere Erlöse aus dem Vertrieb von Containerdirektinvestitionen in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 1.082). Der Vertrieb wurde im 1. Quartal 2015 eingestellt.
Für eine detailliertere Aufstellung der Erlösarten wird auf Ziffer 6.1 verwiesen.
Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt:
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| in TEUR Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bezogene Leistungen Asset- und Fondsmanagement | -427 | -105 |
| Bezogene Leistungen Portfoliomanagement | -53 | - |
| Bezogene Leistungen Anlegerverwaltung | -159 | -97 |
| Summe wiederkehrende bezogene Leistungen | -639 | -202 |
| Platzierungs- und investitionsabhängige Aufwendungen | -189 | -1.208 |
| Bezogene Leistungen Bestandsbetreuung Lebensversicherungen | -124 | -121 |
| Bestandsveränderungen | - | -156 |
| -952 | -1.687 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat Hesse Newman Capital mit der Nordcapital-Gruppe Unterdienstleistungsverträge abgeschlossen und diese mit dem Fonds- und Assetmanagement, dem Portfoliomanagement sowie mit der Anleger- und Treuhandverwaltung der Hesse Newman Fonds beauftragt.
Die platzierungs- und investitionsabhängigen Erlöse enthalten insbesondere Provisionsaufwendungen für Vertriebspartner aus dem Vertrieb von Containerdirektinvestitionen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 849).
Im Personalaufwand sind die folgenden Kostenarten enthalten:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gehälter | -382 | -1.332 |
| Abfindungen | -30 | -452 |
| Tantiemen | -16 | -90 |
| Soziale Abgaben | -52 | -214 |
| Altersversorgung | -2 | -4 |
| -482 | -2.092 |
In den dargestellten Perioden ist kein Aufwand für Tantiemen von Vorstandsmitgliedern entstanden. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern beträgt 4 (Vorjahr: 16).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die im Folgenden aufgeführten Erträge:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus Weiterbelastungen | 487 | 531 |
| Übertragung Fonds- und Assetmanagement Nordcapital | 416 | - |
| Einstellung Vertrieb Containerdirektinvestments | 100 | - |
| Versicherungserstattungen | 91 | 47 |
| Periodenfremde Erträge | 91 | 113 |
| Übertragung Anleger- und Treuhandverwaltung Nordcapital | 83 | - |
| Übertragung Porfoliomanagement Nordcapital | 56 | - |
| Übrige | 3 | 8 |
| 1.327 | 699 |
Die Erträge aus Weiterbelastungen entfallen im Wesentlichen auf weiterbelastete Kosten für D&O-Versicherung, Mieten und Dienstleistungen.
Die periodenfremden Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden und Rückstellungen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 34), Vorsteueranpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 33 und Erträgen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 50). Im Vorjahr waren weiterhin Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 12 enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich auf die folgenden Kostenarten aufteilen:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Rechts- und Beratungskosten | -448 | -609 | |
| Miete, Mietnebenkosten und Instandhaltung | -363 | -471 | |
| Versicherungen und Beiträge | -330 | -266 | |
| Abschluss- und Prüfungskosten | -84 | -89 | |
| Aufsichtsratsvergütungen | -70 | -60 | |
| EDV-Kosten | -67 | -104 | |
| Investor Relations, Geschäftsbericht und Hauptversammlung | -60 | -122 | |
| Nicht abzugsfähige Vorsteuer | -52 | -86 | |
| Kfz- und Reisekosten | -29 | -116 | |
| Bürobedarf und Kommunikation | -29 | -64 | |
| Kostenübernahmen | -19 | -190 | |
| Entkonsolidierung (Vorjahr: Übergangskonsolidierung) | 3.1 | -16 | -175 |
| Wertminderungen von Forderungen | 4.3 | -5 | -381 |
| Vertriebsunterstützung | -3 | -43 | |
| Personalsuche, Incentives und Fortbildungen | -3 | -9 | |
| Analysen, Druckkosten und Konfektionierung | - | -6 | |
| Übrige | -26 | -30 | |
| -1.604 | -2.821 |
Der Rückgang der Mietaufwendungen ist auf die im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 99 zurückzuführen. Der Posten Versicherungen und Beiträge des Geschäftsjahres 2015 enthält BaFin-Gebühren, die der Gesellschaft im Rahmen einer Enforcement-Prüfung belastet wurden. Aufgrund der Einstellung der Emissionshaustätigkeit sind die Rechts- und Beratungskosten, die EDV-Kosten sowie die Reisekosten und die Kosten für Vertriebsunterstützung zurückgegangen.
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen über TEUR -179 (Vorjahr: TEUR -290) betrifft die nach der Equity-Methode ermittelten Ergebnisbeiträge der Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft in Höhe von TEUR -158 (Vorjahr: TEUR -286) und der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH TEUR -21 (Vorjahr: TEUR -56). Im Vorjahr wurde zudem der Ergebnisbeitrag der HHCP Hamburg Capital Partners GmbH in Höhe von TEUR 52 ausgewiesen. Es wird auf Ziffer 7.1 verwiesen.
Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Zinserträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten | 7.9 | 36 | 198 |
| Zinserträge aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.6 | 37 | 80 |
| Zinserträge Kreditlinie Fondsgesellschaft | - | 27 | |
| Zinserträge von assoziierten Unternehmen | 7.7 | 3 | 5 |
| Zinserträge aus Bankzinsen | - | 1 | |
| 76 | 311 |
Die Zinserträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten betreffen mit TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 55) die Verzinsung des Darlehens an die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH. Im Vorjahr wurden zudem mit TEUR 27 die Verzinsung von an Fondsgesellschaften gewährten Zwischenfinanzierungsdarlehen sowie mit TEUR 116 Zinserträge aus Genussrechten berücksichtigt. Die Zinserträge aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen vereinbarte Stundungszinsen auf Ergebnisansprüche aus der stillen Beteiligung. Der Rückgang der Zinserträge von der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH resultiert aus der Veräußerung der Ansprüche zum 31. August 2015 (siehe Ziffer 7.9).
Der Finanzaufwand betrifft die nachstehend aufgeführten Aufwendungen:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Zinsaufwand aus Finanzschulden Dritte | 7.15 | -59 | -173 |
| Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 7.4 | -11 | - |
| Zinsaufwand aus Finanzschulden nahestehende Personen | - | -84 | |
| Zinsaufwand aus der Stundung von Beteiligungen | - | -37 | |
| -70 | -294 |
Im Ertragsteueraufwand werden alle Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit den Steuerarten Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer erfasst:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Latente Steuern | -1 | -140 |
| Laufende Steuern | -2 | -2 |
| Gesamt | -3 | -142 |
Die Steuer auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | -660 | -3.181 |
| Fiktiver Steuerertrag | 213 | 1.028 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | -177 | -659 |
| Nicht steuerbare Verluste | -44 | -428 |
| Erstkonsolidierungen | - | -56 |
| Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen | 3 | -4 |
| Nicht steuerbare Erträge | - | 8 |
| Übrige | 2 | -31 |
| Tatsächliche Ertragsteuern | -3 | -142 |
Der anzuwendende gewichtete durchschnittliche Steuersatz beträgt unverändert 32,3 Prozent und entfällt mit 15,8 Prozent auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie mit 16,5 Prozent auf Gewerbesteuer.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Jahresergebnis, welches den Eigenkapitalgebern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres berechnet wird. In den dargestellten Perioden waren keine Verwässerungseffekte zu verzeichnen, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie nicht vom verwässerten Ergebnis je Aktie abweicht.
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in TEUR) | -663 | -3.261 |
| Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in 1.000) | 2.000 | 2.000 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR je Aktie) | -0,33 | -1,63 |
Bezüglich potenzieller Verwässerungseffekte, welche in Zukunft eintreten können, wird auf Ziffer 7.10 verwiesen.
Die Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.
Der Finanzmittelfonds umfasst frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Kontokorrentkredite, welche Bestandteil der kurzfristigen Zahlungsmitteldisposition sind. Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf TEUR 1.280 (Vorjahr: TEUR 2.838).
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | Ziffer | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Entkonsolidierung | 3.1 | 16 | |
| Buchverlust Abgang zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 3 | - | |
| Übrige | 1 | ||
| Verlust Veräußerung Genussrechte | - | 295 | |
| Forderungsverzicht Darlehen assoziierte Unternehmen | - | 99 | |
| Wertminderung von sonstigen Forderungen | - | 35 | |
| Erträge aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden und Rückstellungen | -48 | -33 | |
| -28 | 396 |
Der in der Konzernkapitalflussrechnung ermittelte Wert für das Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern ermittelt sich wie folgt:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | -663 | -3.323 |
| Ertragsteuern | 3 | 142 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 179 | 290 |
| Finanzaufwendungen | 70 | 294 |
| Finanzerträge | -76 | -311 |
| -487 | -2.908 |
Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG hält einen Stimmrechtsanteil zum Bilanzstichtag in Höhe von 83,99 Prozent. Diese Stimmrechte sind Klaus Mutschler zuzurechnen.
Bezüglich des Aktienbesitzes von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf Ziffer 7.10 verwiesen; weitere Angaben sind in Ziffer 10.4 dargestellt.
Über die Angaben von Ziffer 10.1 hinaus waren im Geschäftsjahr 2015 keine weiteren Beziehungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen im Sinne von unmittelbaren oder mittelbaren Tochtergesellschaften der Hesse Newman Capital AG zu verzeichnen.
Zum 31. Dezember 2015 bestand gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH eine Darlehensforderung inklusive Zinsen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 273). Die Verzinsung erfolgt mit 1,25 Prozent p.a. Die diesbezüglichen Zinserträge belaufen sich auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5). Darüber hinaus wurden Bankgebühren in unwesentlichem Umfang in Rechnung gestellt. Den mittel- bzw. unmittelbaren Tochtergesellschaften der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH wurden Bankgebühren in Höhe von insgesamt TEUR 4 belastet.
Dem assoziierten Unternehmen Hamburg Asset Management HAM Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH wurden Darlehen mit Forderungs- und Zinsverzichten im Umfang von insgesamt TEUR 155 gewährt. Die in Rechnung gestellten Dienstleistungen umfassten im Geschäftsjahr 2015 Verwaltung, Personalabrechnung, Organisation, Finanzen (insgesamt TEUR 21) sowie Miete und Nebenkosten (TEUR 14). Die Kostenweiterbelastungen entfielen auf Versicherungen (TEUR 42) sowie übrige Weiterbelastungen (TEUR 6).
Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen wurden in den dargestellten Perioden nicht erzielt.
Vorstand der Muttergesellschaft war im Geschäftsjahr 2015 Dr. Marcus Simon, Kaufmann, Hamburg. Die als Aufwand berücksichtigten Gesamtbezüge des Vorstands betragen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 630). Die variablen Bestandteile der Gesamtbezüge des Vorjahres entfallen auf eine mittelfristige Anreizkomponente, aus der aufgrund der Verlustsituation der Gesellschaft keine Ansprüche resultieren.
Die gewährten individualisierten Gesamtbezüge sind im Folgenden aufgeführt:
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| Gewährte Zuwendungen | Dr. Marcus Simon | |||
|---|---|---|---|---|
| Vorstand/Finanzvorstand | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2015 | 2015 Minimum | 2015 Maximum |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 195 | 195 | 195 | 195 |
| Nebenleistungen | - | - | - | - |
| Summe | 195 | 195 | 195 | 195 |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Summe | 195 | 195 | 195 | 195 |
| Versorgungsaufwand | 9 | 9 | 9 | 9 |
| Gesamtvergütung | 204 | 204 | 204 | 204 |
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| Gewährte Zuwendungen | Marc Drießen | |||
|---|---|---|---|---|
| Vorstand Konzeption Vertrieb | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Austritt 31. Dezember 2014 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2015 | 2015 Minimum | 2015 Maximum |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 195 | - | - | - |
| Nebenleistungen | 207 | - | - | - |
| Summe | 402 | - | - | - |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Summe | 402 | - | - | - |
| Versorgungsaufwand | 9 | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 411 | - | - | - |
Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über den Zufluss der Vergütungen:
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| Zufluss von Vergütungen | Dr. Marcus Simon | Marc Drießen | ||
|---|---|---|---|---|
| Vorstand/Finanzvorstand | Vorstand Konzeption Vertrieb | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Austritt 31. Dezember 2014 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 195 | 195 | - | 195 |
| Nebenleistungen | - | - | 200 | 7 |
| Summe | 195 | 195 | 200 | 202 |
| Einjährige variable Vergütung | - | 10 | - | 10 |
| Mehrjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Summe | 195 | 205 | 200 | 212 |
| Versorgungsaufwand | 9 | 9 | 0 | 9 |
| Gesamtvergütung | 204 | 214 | 200 | 221 |
Die Nebenleistungen an Marc Drießen in Höhe von TEUR 200 entfallen auf die in 2014 vereinbarte Abfindungszahlung für die Beendigung des Vorstandsvertrags.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammengesetzt:
| ― | Andreas von Specht, Kaufmann, Hamburg, Vorsitzender, |
| ― | Klaus Mutschler, Kaufmann, Zürich/Schweiz, stellvertretender Vorsitzender bis 28. Juli 2015 |
| ― | Prof. Dr. rer. pol. Klaus Evard, Kaufmann, Wiesbaden, stellvertretender Vorsitzender seit 25. August 2015 |
| ― | Stefan Trumpp, Kaufmann, Hamburg |
Die Bezüge für die Aufsichtsratstätigkeit von Andreas von Specht betragen TEUR 30. Andreas von Specht ist Mitglied im Verwaltungsrat der Berenberg Bank, Hamburg, und war Mitglied im Aufsichtsrat der Berendsohn AG, Hamburg. Letztgenanntes Mandat hat Andreas von Specht im ersten Halbjahr 2015 niedergelegt.
Prof. Dr. rer. pol. Klaus Evard wurde am 25. August 2015 gerichtlich zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Seine Bezüge für das anteilige Geschäftsjahr 2015 belaufen sich auf TEUR 10.
Klaus Mutschler hat mit Schreiben vom 27. Juli 2015 seinen Posten im Aufsichtsrat niedergelegt. Die Niederlegung wurde am 28. Juli 2015 wirksam. Wie im Vorjahr hat Klaus Mutschler auf die Aufsichtsratsvergütung verzichtet. Diese beträgt für die anteilige Zugehörigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 30). Im Folgenden sind seine Mitgliedschaften in Verwaltungsräten für den Zeitraum der Aufsichtsratstätigkeit angegeben:
| ― | Mutschler Holding AG, Zürich/Schweiz |
| ― | SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz |
| ― | Swiss Wealth & Asset Partners AG, Zürich/Schweiz |
| ― | Swiss Rock Asset Management AG, Zürich/Schweiz |
| ― | OPG Online Personals Group AG, Zürich/Schweiz |
| ― | Insparx AG, Zürich/Schweiz |
| ― | Aspecta Assurance International AG, Vaduz/Liechtenstein |
| ― | Inlife Holding AG, Zürich/Schweiz (Präsident des VR) |
| ― | Life Invest Holding AG, Zürich/Schweiz (Präsident des VR) |
| ― | HG Swiss Transportation AG, Zürich/Schweiz (VR) |
| ― | B+M Holding AG, Frauenfeld/Schweiz (Präsident des VR) |
| ― | Skandia Leben (FL) AG, Triesen/Liechtenstein |
Die Bezüge des Aufsichtsratsmitglieds Stefan Trumpp belaufen sich im Jahr 2015 unverändert auf TEUR 30. Es besteht eine Vertriebsvereinbarung mit der TC Beteiligung GmbH, Prisdorf, die Stefan Trumpp mittelbar zuzurechnen ist. Für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 sind diesbezüglich keine Provisionszahlungen angefallen. Stefan Trumpp war im Geschäftsjahr 2015 Mitglied im Verwaltungsrat der Renta-LED AG, Rheinhausen am Rheinfall/Schweiz.
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit aus Versicherungsvermittlungen hat die Gesellschaft Provisionen an die MAM Mutschler Asset Management, Frauenfeld/Schweiz und die Mutschler Holding AG, Zürich/Schweiz in Höhe von insgesamt TEUR 124 aufwandswirksam im Materialaufwand erfasst. Diese Gesellschaften werden von Klaus Mutschler beherrscht und klassifizieren damit als nahestehende Unternehmen. Die Provisionen wurden vergütet, da die MAM Mutschler Asset Management und die Mutschler Holding AG als Tippgeber im Rahmen der von der Hesse Newman Capital AG durchgeführten Versicherungsvermittlung tätig wurden.
Zum Bilanzstichtag bestehen wie zum Vorjahresbilanzstichtag keine valutierenden Eventualschulden.
Hesse Newman Capital ist Vertragspartner eines Mietvertrags über Büroflächen. Dieser Vertrag wurde im Geschäftsjahr zum 30. April 2016 fristgerecht gekündigt; von den Verlängerungsoptionen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Büroflächen werden zu einem Teil untervermietet. Weiterhin bestehen zwei Operating-Leasingverträge mit Verpflichtungen von untergeordneter Bedeutung.
Die als Aufwand erfassten Zahlungen aus Operating-Leasingvereinbarung stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 371 | 386 |
| Erhaltene Zahlungen aus Untermietverhältnissen | -170 | -146 |
| 201 | 240 |
Aus unkündbaren Mietleasingvereinbarungen sind zukünftig folgende Zahlungen zu leisten:
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| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bis zu 1 Jahr | 133 | 382 |
| 1 bis 5 Jahre | 3 | 135 |
| 136 | 517 |
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat mit Datum vom 30. März 2016 abgegeben. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite des Konzerns (www.hesse-newman.de) dauerhaft zugänglich.
Das im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 187). Davon entfallen auf Abschlussprüfungen TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 87), auf Steuerberatungsleistungen TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 38), auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 40) sowie auf sonstige Leistungen TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 22).
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Hamburg, 31. März 2016
Der Vorstand
Dr. Marcus Simon
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, 31. März 2016
Der Vorstand
Dr. Marcus Simon
Wir haben den von der Hesse Newman Capital AG aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang, einschließlich Segmentberichterstattung, sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die Angaben nach § 289a HGB waren gemäß § 317 Abs. 2 S. 3 HGB nicht Gegenstand der Prüfung. Die Prüfung ist so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand des Mutterunternehmens durch Risiken bedroht sein könnte, die im Abschnitt "Risikolage im Berichtszeitraum, Unterabschnitt 1.4 Liquiditätsrisiko" des Konzernlagebericht dargestellt sind. Dort ist ausgeführt, dass die Zahlungsfähigkeit des Mutterunternehmens davon abhängig ist, dass es entsprechend seiner Planung die Liquiditätsziele erreicht oder bei einer Unterschreitung weitere Liquidität durch den Hauptgesellschafter oder eine Bankenfinanzierung bereitgestellt wird.
München, den 18. April 2016
**O & R Oppenhoff & Rädler AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Heidemann, Wirtschaftsprüfer
Walter, Wirtschaftsprüferin
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
im Jahr 2015 haben wir maßgebliche Weichenstellungen für die zukünftige Ausrichtung der Hesse Newman Capital AG vorgenommen. Mit der Einstellung des Neugeschäfts unter der Marke Hesse Newman und der Vergabe aller fondsbezogenen Dienstleistungen an einen externen Dienstleister haben wir die Gesellschaft deutlich verschlankt und maßgeblich Kosten gesenkt. Außerdem wurde die Unternehmensstruktur vereinfacht, um einem neuen Investor den potentiellen Einstieg zu erleichtern. Allerdings haben Sondereffekte wie die Prüfung der Rechnungslegung des Jahres 2011 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die nachfolgende erhebliche Fehlerfeststellung, gegen die die Gesellschaft Widerspruch eingelegt hat, sowie eine zweite Hauptversammlung und eine außerplanmäßige Aufsichtsratsbestellung auch zusätzliche Kosten verursacht. Daher wurde das Ziel, die Gesellschaft in die Nähe eines ausgeglichenen Ergebnisses zu führen, im Jahr 2015 noch nicht erreicht, so dass wir im laufenden Jahr weitere Anpassungen vornehmen müssen.
Auch im Jahr 2015 hat der Aufsichtsrat mit großer Sorgfalt seine gesetzlichen sowie die aus der Satzung der Hesse Newman Capital AG resultierenden Aufgaben und Pflichten erfüllt. Hierzu gehörte insbesondere die Begleitung und Beratung des Vorstands bei der verantwortlichen Unternehmensleitung sowie die laufende Überwachung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über wesentliche Themen der Geschäftsführung und stand bezüglich grundlegender Ereignisse insbesondere zum Aufsichtsratsvorsitzenden in ständigem Kontakt. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat zeichnet sich durch hohe Transparenz und einen vertrauensvollen Umgang aus. Dies gewährleistet eine qualitativ hochwertige Beratungs- und Überwachungstätigkeit durch das Kontrollgremium.
Der mit der Einstellung des Neugeschäfts unter der Marke Hesse Newman und der Vergabe des Fonds- und Assetmanagements an einen Dienstleister eingeleitete deutliche Veränderungsprozess der Gesellschaft stand im Jahr 2015 im Zentrum der Beratungen des Aufsichtsrats. Außerdem war die Optimierung der Unternehmensstruktur auch im Hinblick auf potentielle Investoren ein besonderer Schwerpunkt der Diskussionen von Vorstand und Aufsichtsrat. In den Aufsichtsratssitzungen wurden jeweils der Geschäftsverlauf und aktuelle Entwicklungen in den Fondsgesellschaften ebenso intensiv diskutiert wie strategische Fragen.
Im Geschäftsjahr 2015 hat sich der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG zu insgesamt fünf Präsenzsitzungen zusammengefunden. Außerdem wurden mehrfach Beschlussfassungen im Umlaufverfahren durchgeführt. Der Vorstand hat auf Wunsch des Aufsichtsrats an all diesen Sitzungen teilgenommen und auf Basis des allgemeinen Berichtswesens und gesonderter Analysen über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, das Risikomanagement und wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Wesentliche Tagesordnungspunkte waren unter anderem:
| ― | Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2014 |
| ― | Erörterung des Konzernzwischenberichts und der Quartalsergebnisse |
| ― | Strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft |
| ― | Notwendige Maßnahmen zur Anpassung des Geschäftsmodells |
| ― | Änderung des Unternehmensgegenstands |
| ― | Optimierung der Struktur der HNC-Gruppe |
| ― | Prüfung der Rechnungslegung des Jahres 2011 durch die BaFin |
| ― | Mögliche Veränderungen im Aktionariat der Hesse Newman Capital AG |
| ― | Kurz- und mittelfristige Unternehmensplanungen |
| ― | Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung |
Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht unverändert aus drei Mitgliedern und hat deshalb keine Ausschüsse gebildet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf. Hinzuweisen ist auf die Funktion von Klaus Mutschler als Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG und seine Rolle als Gesellschafter der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, der Hauptgesellschafterin der Hesse Newman Capital AG.
Mit Wirkung zum 28. Juli 2015 hat Herr Klaus Mutschler sein Amt als Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Mutschler für sein langjähriges hohes Engagement in diesem Gremium. Per 27. August 2015 wurde Herr Prof. Dr. Klaus Evard vom Amtsgericht Hamburg zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und vom Aufsichtsrat am 31. August 2015 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Verantwortung und Transparenz sind für Hesse Newman Capital von besonderer Bedeutung für die Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 30.März 2016 eine gemeinsame Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist.
Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sowie den Konzernabschluss zum 31.Dezember 2015 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 jeweils am 31. März 2016 aufgestellt und dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt. Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte O&R Oppenhoff & Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde zudem von den Abschlussprüfern das von der Hesse Newman Capital AG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem geprüft.
Die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat ihre Berichte über Art und Umfang sowie über das Ergebnis ihrer Prüfungen (Prüfungsberichte) vorgelegt. Die genannten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat hat die Vorlagen des Vorstands und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. In seiner Sitzung am 19. April 2016 ließ sich der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht eingehend erläutern.
Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über seine Prüfungen, insbesondere seine Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen, berichtet sowie seine Prüfungsberichte erläutert. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und diese ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte - wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführten Prüfungen selbst - den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Mit der Billigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Unternehmen mit der des Vorstands in dessen Lagebericht und Konzernlagebericht überein. O&R Oppenhoff & Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unseren Feststellungen und nach den uns erteilten Auskünften sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass gegen den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen zu erheben sind. Als Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir daher dem Bericht des Vorstands der Hesse Newman Capital AG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG im Geschäftsjahr 2015 gemäß Anlage I und II folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs. 3 AktG:
Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1.) die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, (2.) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Der Abhängigkeitsbericht wurde auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Vorstand hat den Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt. Er hat die notwendigen Vorkehrungen zur Erfassung der Rechtsgeschäfte und sonstigen Maßnahmen getroffen, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG als beherrschendem Unternehmen oder mit dieser verbundenen Unternehmen vorgenommen oder unterlassen hat. Nach dem Ergebnis der Prüfung sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen nicht vollständig erfasst worden sind. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands sind nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hesse Newman Capital AG seine Anerkennung für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr aus.
Hamburg, im April 2016
Andreas von Specht, Vorsitzender des Aufsichtsrats Hesse Newman Capital AG
Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der jeweils geltenden Fassung ("DCGK") seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen werden wird. Nicht angewandt wurden und werden die folgenden Empfehlungen:
Ziffer 4.2.1 S. 1 DCGK sieht vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder einen Sprecher haben soll. Dieser Empfehlung wird nicht entsprochen, da die Gesellschaft gegenwärtig nur durch einen Vorstand repräsentiert wird. Aufgrund des zurückgegangenen Geschäftsumfangs hält der Aufsichtsrat diese personelle Besetzung für notwendig und ausreichend.
Gemäß Ziffer 4.2.3 DCGK soll die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Der bereits im Jahr 2012 abgeschlossene Vorstandsvertrag weist diese Begrenzungen nicht auf, da diese Kodexvorgabe seinerzeit noch nicht galt. Auch bei der im Wesentlichen auf eine Arbeitszeitanpassung abzielenden Vertragsänderung zum 01. Januar 2016 wurde diese betragsmäßige Höchstgrenze nicht eingeführt. Außerdem sollen gemäß derselben Kodexempfehlung Abfindungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung bestimmten Begrenzungen unterliegen. Im Rahmen der Verlängerung des Vorstandsvertrags im Jahr 2012 wurde kein sogenannter Abfindungs-Cap für Zahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit vereinbart. Der Aufsichtsrat hatte auf die Vereinbarung eines solchen Abfindungs-Caps verzichtet, da auch der vorherige Vorstandsvertrag keine Regelung zu einem Abfindungs-Cap vorsah und insofern Bestandsschutz gewährt. Der Aufsichtsrat hielt den Verzicht auf einen Abfindungs-Cap zur weiteren Bindung des Vorstands bei Abschluss des Vertrags im Jahre 2012 für angemessen. Bei Vertragsänderung zum 01. Januar 2016 bestand angesichts der nur noch zweijährigen Restlaufzeit des Anstellungsvertrags keine Notwendigkeit mehr für einen Abfindungs-Cap.
Nach Ziffer 5.3 DCGK soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, unter anderem einen Prüfungsausschuss und einen Nominierungsausschuss. Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht satzungsgemäß nur aus drei Personen, sodass eine Bildung von Ausschüssen wenig sinnvoll erscheint und alle Aufgaben gemeinsam wahrgenommen werden.
Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter anderem Vielfalt (Diversity) und die Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziff. 5.4.2 DCGK berücksichtigen. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 23. März 2011 konkrete Zielsetzungen für die künftige Besetzung des Aufsichtsrats festgelegt, die seitdem im Corporate Governance Bericht der Gesellschaft wiedergegeben sind. Feste Quoten oder zahlenmäßige Untergrenzen enthielt diese Zielvorgabe nicht. Soweit von Teilen der rechtswissenschaftlichen Literatur zur Erfüllung der Ziffer 5.4.1 DCGK derartige zahlenmäßige Angaben unter anderem für die einzelnen Zielvorgaben Diversity und Mindestanzahl unabhängiger AR-Mitglieder verlangt werden, wurde und wird dem nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht satzungsgemäß nur aus drei Personen; die Gesellschaft ist zudem in einem komplexen Geschäftsfeld tätig, das an die fachliche Qualifikation und Branchenkenntnis der Aufsichtsratsmitglieder höchste Ansprüche stellt. Dieses Anforderungsprofil soll nicht von der Geltung starrer Quoten oder zahlenmäßiger Festlegungen überlagert oder verdrängt werden, sodass eine über die verabschiedeten Zielvorgaben hinausgehende Selbstfestlegung wenig sinnvoll erscheint.
Abweichend von Ziffer 7.1.2 S. 4 DCGK erfolgt die Veröffentlichung des Konzernabschlusses, des Halbjahresfinanzberichts und der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung nicht innerhalb der kürzeren Fristen des DCGK, sondern in Übereinstimmung mit dem WpHG, weil aus Sicht der Gesellschaft für ein Unternehmen dieser Größenordnung die gesetzlichen Fristen angemessen erscheinen.
Hamburg, 30. März 2016
Vorstand und Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG
Ältere Entsprechenserklärungen sind auf der Website des Unternehmens (www.hesse-newman.de) veröffentlicht.
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