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Camerit AG Annual Report 2011

May 24, 2012

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Annual Report

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Publication

Hesse Newman Capital AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

in EUR

AKTIVA

31.12.2011 31.12.2010
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.722,06 195.839,72
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.157,88 298.615,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 194.000,60 183.860,08
2. Beteiligungen 21.933,33 22.650,00
3. Sonstige Ausleihungen 15.000.000,00 15.000.000,00
15.660.813,87 15.700.965,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 524.649,18 819.707,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.007.756,06 2.629.612,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 74.928,21 47.782,97
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 448.604,39 698.593,76
4. Sonstige Vermögensgegenstände 12.050.168,51 7.589.526,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 4.042 (Vorjahr: TEUR 2.252)
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 25.469,09 25.354,51
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.319.420,22 832.688,93
18.450.995,66 12.643.266,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.950,89 27.610,07
Summe AKTIVA 34.144.760,42 28.371.841,85
PASSIVA
31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 165.966,91 0,00
III. Bilanzgewinn 3.194.436,68 41.065,38
18.360.403,59 15.041.065,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 408.034,73 40.787,73
2. Sonstige Rückstellungen 1.449.305,54 1.005.458,45
1.857.340,27 1.046.246,18
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.026.250,00 117,92
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 3.026.250,00 (Vorjahr: TEUR 0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405.848,02 695.781,94
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 405.848,02 (Vorjahr: TEUR 696)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.175.876,09 6.934.199,69
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 7.175.876,09 (Vorjahr: TEUR 6.934)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.252.829,45 4.588.216,74
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 3.252.829,45 (Vorjahr: TEUR 4.238)
davon mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 350)
davon aus Steuern: EUR 86.707,62 (Vorjahr: TEUR 181)
13.860.803,56 12.218.316,29
D. Rechnungsabgrenzungsposten 66.213,00 66.214,00
Summe PASSIVA 34.144.760,42 28.371.841,85

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

in EUR 2011 2010
1. Umsatzerlöse 20.166.965,99 8.642.461,54
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen - 295.057,99 769.465,26
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.514.081,69 942.725,12
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 12.546.792,57 - 5.429.319,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 3.062.973,34 - 2.042.870,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - 313.649,14 - 265.335,79
davon für Altersversorgung: EUR 1.742,48 (Vorjahr: TEUR 2)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 110.526,86 - 107.702,90
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.493.688,66 - 3.011.835,20
8. Erträge aus Teilgewinnabführungsvertrag 2.090.125,00 2.344.266,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 301.956,86 81.953,21
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.257,27 (Vorjahr: TEUR 1)
davon aus der Aufzinsung von Forderungen: EUR 41.938,84 (Vorjahr: TEUR 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 539.181,21 - 378.764,96
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 176)
daon aus der Abzinsung von Forderungen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 42)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.711.259,77 1.652.744,86
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag - 383.186,58 - 62.537,54
13. Sonstige Steuern - 8.734,98 - 58.283,39
14. Jahresüberschuss 3.319.338,21 1.531.923,93
15. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 41.065,38 - 11.268.216,57
16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 9.885.060,92
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage - 165.966,91 0,00
18. Bilanzgewinn 3.194.436,68 148.768,28

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Hesse Newman Capital AG zum 31. Dezember 2011 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei kommt die lineare Methode zur Anwendung. Die jeweilige Nutzungsdauer wird nach wirtschaftlichen Kriterien und unter Beachtung der vom Bundesministerium für Finanzen veröffentlichten amtlichen AfA-Tabellen festgelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur im Fall von dauerhaften Wertminderungen berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend den steuerlichen Vorgaben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend § 6 Abs. 2 und 2a EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Sammelposten auf fünf Jahre verteilt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und in Anlehnung an den IDW RS HFA 10 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, (IDW) einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Vorräte enthalten zu Herstellungskosten angesetzte unfertige Leistungen, welche im Rahmen der Auflage und Prospekterstellung neuer Fondsprojekte anfallen. Zu den aktivierten Einzelkosten zählen u.a. Rechts- und Beratungskosten für die Fondskonzeption. Des Weiteren umfassen die unfertigen Leistungen Personaleinzelkosten der Konzeptionsabteilung sowie einen angemessenen Gemeinkostenzuschlag ohne Berücksichtigung von Entwicklungskosten. Aktivierungsfähig sind Kosten, die bis zum Zeitpunkt des Vertriebsstarts des jeweiligen Fonds anfallen. Aktivierte unfertige Leistungen werden gemäß Platzierungsfortschritt ab Vertriebsstart des jeweiligen Fonds anteilig aufwandswirksam erfasst. Der Platzierungsfortschritt bemisst sich als Verhältnis des am Bilanzstichtag eingeworbenen Kapitals zu dem erwarteten Zielkapital des Fonds.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Mit Vertrag vom 21. Februar 2011 hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH & Co. KG, Hamburg, zu einem Kaufpreis von TEUR 10 erworben. Ende des Geschäftsjahres 2011 wurden Anteile über insgesamt 48,6 Prozent an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg, veräußert.

Der Anteilsbesitz stellt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

in TEUR

Gesellschaft
Eigenkapital 31.12.2011 Anteil in Prozent Jahresergebnis 2011
Hesse Newman Zweitmarkt AG, Hamburg 47 90,0 - 92
TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH, Hamburg 55 100,0 4
Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 6 51,4 - 1
Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH & Co. KG, Hamburg 12 100,0 - 2
Hesse Newman Fondsmanagement GmbH, Hamburg 166 49,0 - 20
Hesse Newman Investors AG, Hamburg 75 100,0 - 3

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und enthalten insbesondere Provisionsansprüche gegen in Platzierung befindliche Immobilienfondsgesellschaften.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Hesse Newman Zweitmarkt AG und der TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH sowie eine Darlehensforderung gegen die Hesse Newman Zweitmarkt AG.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen im Wesentlichen eine Darlehensforderung nebst Zinsen gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH.

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden kurzfristige Darlehensforderungen nebst Zinsansprüchen gegen die Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH, Hamburg, in Höhe von insgesamt TEUR 6.418 ausgewiesen. Die Darlehen dienen kurzfristigen Zwischenfinanzierungen von zwei in Platzierung befindlichen Fondsgesellschaften. Des Weiteren sind Ergebnisansprüche aus der stillen Beteiligung nebst Zinsen in Höhe von TEUR 3.943 sowie eine Darlehensforderung in Höhe von TEUR 850 jeweils gegen die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH enthalten. Darüber hinaus werden unter diesem Posten Forderungen aus verauslagten Kosten in Höhe von TEUR 763 ausgewiesen.

Wertpapiere

Die zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen sonstigen Wertpapiere über TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) sind beschränkt veräußerbar.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2011 bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.083 (Vorjahr: TEUR 8.925) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 8.008 (Vorjahr: TEUR 10.720). Die vollständige Nutzung dieser Verlustvorträge erfolgt gemäß der aktuellen Unternehmensplanung innerhalb der kommenden fünf Geschäftsjahre.

Im Finanzanlagevermögen bestehen nicht-permanente Unterschiedsbeträge zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen. Nach erfolgter Gesamtdifferenzenbetrachtung wurde das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB bezüglich einer Aktivierung nicht ausgeübt. Der für die Hesse Newman Capital maßgebliche Ertragsteuersatz beträgt 32,3 Prozent.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 15.000 und ist eingeteilt in 15 Mio. auf den Inhaber lautende und im Umlauf befindliche Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Juli 2015 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 7.500 zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Juni 2015 maximal 1,5 Mio. Aktien der Hesse Newman Capital zurückzuerwerben.

Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17. November 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. November 2013 einmalig oder mehrfach Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte mit oder ohne Wandlungs- oder Bezugsrechten (gemeinsam im Folgenden „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 zu begeben. In diesem Zusammenhang können den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Bezugsrechte auf bis zu 7,5 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von TEUR 7.500 gewährt werden (bedingtes Kapital II). Das Bezugsrecht kann ausgeschlossen werden. Die Laufzeit der Schuldverschreibungen ist auf 20 Jahre begrenzt. Wahlweise kann die Ausgabe unter bestimmten Bedingungen auch durch eine Konzerngesellschaft, an welcher die Hesse Newman Capital AG zu mindestens 75 Prozent mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, erfolgen.

Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz, verfügt am 31. Dezember 2011 über einen Stimmrechtsanteil an der Hesse Newman Capital AG in Höhe von 46,46 Prozent (Vorjahr: 46,2 Prozent). Die Stimmrechtsanteile werden Klaus Mutschler, Zürich/Schweiz, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Brammer hält am 31. Dezember 2011 einen Stimmrechtsanteil über 12,88 Prozent. Die TC Trumpp Capitalberatung GmbH, Stuttgart, verfügt zum 31. Dezember 2011 über einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 0,32 Prozent. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Aufsichtsratsmitglied Stefan Trumpp, Hamburg, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechtsanteile der Vorstandsmitglieder Marc Drießen und Dr. Marcus Simon betragen am Bilanzstichtag jeweils 12,51 Prozent.

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 wurden aus dem erzielten Jahresüberschuss TEUR 166 in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.449 (Vorjahr: TEUR 1.005) enthalten insbesondere Rückstellungen für Tantiemen über TEUR 845 (Vorjahr: TEUR 374) und für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 476). Des Weiteren wurden Rückstellungen für Prüfungskosten, Aufsichtsratsvergütungen, Urlaub sowie für Kosten des Geschäftsberichts gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen ein kurzfristiges Darlehen über nominal TEUR 3.000. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind weitere Darlehen enthalten, welche am Bilanzstichtag mit insgesamt TEUR 2.500 valutieren. Sämtliche Darlehen dienen der Finanzierung der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Zwischenfinanzierungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen auf ein Darlehen der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG in Höhe von TEUR 7.176 (Vorjahr: TEUR 6.934). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus kapitalisierten Zinsverbindlichkeiten. Die Verzinsung erfolgt quartalsweise auf Basis des Durchschnitts aus den Tageswerten des 3-Monats-Euribors zzgl. 200 Basispunkte.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.167 (Vorjahr: TEUR 8.642) entfallen mit TEUR 19.342 (Vorjahr: TEUR 7.595) auf Erlöse aus dem Emissionshausgeschäft sowie mit TEUR 825 (Vorjahr: TEUR 465) auf Versicherungsvermittlungen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.514 (Vorjahr: TEUR 943) sind Erträge aus Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 4) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen über TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 155) enthalten. Die Erträge mit verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 13). Darüber hinaus wurden Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 438) sowie periodenfremde Erträge über TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 191) vereinnahmt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.494 (Vorjahr: TEUR 3.012) enthalten Aufwendungen für Gewährleistungen über TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 0), Kosten für Werbung und Repräsentation in Höhe von TEUR 631 (Vorjahr: TEUR 532), Kosten für Bürogebäude über TEUR 487 (Vorjahr: TEUR 478), EDV- und Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 443), Rechts- und Beratungskosten über TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 497), Reise- und Kfz-Kosten und Kosten für Bewirtung in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 260), nicht abziehbare Vorsteuer in Höhe von TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 240), Versicherungen und Beiträge über TEUR 157 (Vorjahr TEUR 161) sowie periodenfremde Forderungsverluste in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 127).

Erträge aus Teilgewinnabführungsvertrag

Der Ergebnisanspruch aus der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich auf TEUR 2.090 (Vorjahr: TEUR 2.344) und ist als Ertrag aus Teilgewinnabführungsverträgen ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus Fondsprojekten bestehen zum 31. Dezember 2011 Platzierungsgarantien mit einer Valuta in Höhe von TEUR 59.546 (Vorjahr: TEUR 90.550). Die Platzierungsgarantien sind in Gänze (Vorjahr: TEUR 69.900) innerhalb eines Jahres fällig. Bei der Ermittlung der Garantievaluta wurden kurzfristig gewährte Zwischenfinanzierungen nicht in Abzug gebracht. Mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet. Es bestehen derzeit keine Erkenntnisse, dass die im Vertrieb befindlichen Fonds nicht bis zum Fälligkeitstermin der Platzierungsgarantie in der erforderlichen Höhe platziert werden können oder dass erforderliche Zwischenfinanzierungen nicht eigens oder über Dritte gestellt werden können.

Des Weiteren hat die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH durch eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft besichert. Zur Besicherung hat die Hesse Newman Capital AG eine Rangrücktritts- und Darlehensbelassungserklärung abgegeben. Die besicherte Verbindlichkeit valutierte am Bilanzstichtag mit TEUR 2.700 (Vorjahr: TEUR 5.150). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaft wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH als gering betrachtet.

Darüber hinaus bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden bzw. aus der Bilanz oder Anhang nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund von Miet-, Leasing-, Wartungs- und Beratungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.845 (Vorjahr: TEUR 2.153). Davon entfallen ein Betrag von TEUR 594 (Vorjahr: TEUR 590) auf eine Laufzeit von einem Jahr und ein Betrag von TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 1.449) auf eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren.

Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns gemäß § 170 Abs. 2 AktG

Der Vorstand will der am 4. Juni 2012 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft folgenden Vorschlag für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2011 erzielten Bilanzgewinns machen:

in EUR
1. Verteilung an die Aktionäre 0,00
2. Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0,00
3. Gewinnvortrag 3.194.436,68
4. Bilanzgewinn 3.194.436,68

Vorstand

Marc Drießen, Kaufmann, Hamburg
Dr. Marcus Simon, Kaufmann, Hamburg

Marc Drießen ist Vorstand für Konzeption, Vertrieb und Unternehmenskommunikation. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Hesse Newman Zweitmarkt AG, Hamburg, und der HTF Hamburger Trust Fonds AG, Hamburg; ferner ist er Vorstand der Hesse Newman Investors AG, Hamburg.

Dr. Marcus Simon verantwortet die Vorstandsressorts Rechnungswesen/Controlling, IR, Allgemeine Verwaltung/IT, Treuhand, Zweitmarkt, Personal und Recht. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Hesse Newman Investors AG, Hamburg; weiterhin ist er Vorstand der Hesse Newman Zweitmarkt AG, Hamburg, und der HTF Hamburger Trust Fonds AG, Hamburg.

Die als Aufwand berücksichtigten Gesamtbezüge der Vorstände betragen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 908 (Vorjahr: TEUR 632), wovon TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 400) auf fixe und TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 218) auf variable Bestandteile entfallen. Die individualisierten Gesamtbezüge sind im Folgenden aufgeführt:

in TEUR Gehälter Tantieme Sonstige Bezüge Gesamt
Dr. Marcus Simon
2011 200 247 7 454
2010 200 109 7 316
Marc Drießen
2011 200 247 7 454
2010 200 109 7 316

Im Geschäftsjahr wurden an ehemalige Vorstandsmitglieder TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 600) ausgezahlt. Zum 31. Dezember 2011 verbleibt eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 680), die innerhalb eines Jahres fällig ist.

Aufsichtsrat

Ralf Brammer, Kaufmann, Zürich / Schweiz (Vorsitzender)
Klaus Mutschler, Kaufmann, Zürich / Schweiz (stellvertretender Vorsitzender)
Stefan Trumpp, Kaufmann, Hamburg

Die Bezüge für die Aufsichtsratstätigkeit von Ralf Brammer belaufen sich auf TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30). Es besteht eine Vertriebsvereinbarung mit der Tantris Capital AG, Zürich/Schweiz, die Ralf Brammer zuzurechnen ist; in diesem Zusammenhang wurden Provisionen in Höhe von TEUR 108 ausgezahlt (Vorjahr: Rückstellung TEUR 9). Ralf Brammer war im Geschäftsjahr 2011 in folgenden Unternehmen Mitglied des Verwaltungsrats:

Tantris Capital AG, Zürich/Schweiz
Global Solar Equities AG, Zürich/Schweiz
Swiss Wealth & Asset Partners AG, Zürich/Schweiz
Brammer Financial Services AG, Frauenfeld/Schweiz

Klaus Mutschler hat wie im Vorjahr für das Jahr 2011 auf die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von TEUR 30 verzichtet. Er war im Geschäftsjahr 2011 in folgenden Unternehmen Mitglied des Verwaltungsrats:

Mutschler Holding AG, Zürich/Schweiz
SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz
Swiss Wealth & Asset Partners AG, Zürich/Schweiz
Swiss Rock Asset Management AG, Zürich/Schweiz
Be2 Holding AG, Zürich/Schweiz
Insparx AG, Zürich/Schweiz

Die Bezüge des Aufsichtsratsmitglieds Stefan Trumpp belaufen sich in 2011 auf TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30). Es besteht eine Vertriebsvereinbarung mit der TC Trumpp Capitalberatung GmbH, die Stefan Trumpp zuzurechnen ist; diesbezüglich wurden im Geschäftsjahr 2011 Provisionen über TEUR 36 gezahlt (Vorjahr: Rückstellung TEUR 10).

Mitarbeiter

Die Hesse Newman Capital AG beschäftigte im Jahr 2011 im Durchschnitt 28 (Vorjahr: 22) Mitarbeiter.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der derzeit gültigen Fassung wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat mit Datum vom 20. März 2012 abgegeben. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite des Konzerns (www.hesse-newman.de) dauerhaft zugänglich.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2011 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 127). Dabei entfallen TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 85) auf Abschlussprüfungsleistungen, und TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 21) auf Steuerberatungsleistungen. Im Vorjahr sind zudem TEUR 21 an sonstigen Leistungen angefallen.

Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB

Die Gewährung von Platzierungsgarantien an Fondsgesellschaften vor dem Platzierungsbeginn (siehe Abschnitt Haftungsverhältnisse) erfolgt an mittelbar assoziierte Unternehmen. Die Gewährung der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Darlehen (Stand 31. Dezember 2011: TEUR 6.418) erfolgte an die mittelbar assoziierte Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH. Die Zinserträge aus diesen Darlehen belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 55. Darüber hinaus hat die Gesellschaft der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH entstandene Zinsunterschiedsbeträge aus der Aufnahme und Vergabe von Darlehen an Fondsgesellschaften TEUR 11 erstattet; aus dieser Vereinbarung ist ein weiterer Aufwand in Höhe von TEUR 23 entstanden, welcher bis zum 31. Dezember 2011 noch nicht zur Zahlung fällig war.

Die Hesse Newman Capital AG hat im Geschäftsjahr 2011 die Hesse Newman Deutscher Zinshausfonds GmbH & Co. KG vom Markt genommen und sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, die entsprechende Liquidität hierfür bereitzustellen. In diesem Zuge sind Forderungsverluste in Höhe von TEUR 66 entstanden. Für die Liquidation der Gesellschaft wurde zudem im Geschäftsjahr 2011 eine Rückstellung gebildet, die am Bilanzstichtag mit TEUR 21 valutiert. Die weiteren Forderungsverluste in Bezug auf Forderungen gegen mittelbar assoziierte Unternehmen belaufen sich auf TEUR 55.

Konzernverhältnisse

Die Hesse Newman Capital AG stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf, welcher für den größten und den kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen aufgestellt wird. Jahres- und Konzernabschluss werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hesse Newman Capital AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich der Geschäftsergebnisse und die Lage der Hesse Newman Capital AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Hesse Newman Capital AG beschrieben sind.

Hamburg, 30. März 2012

Hesse Newman Capital AG

Marc Drießen

Vorstand

Dr. Marcus Simon

Vorstand

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2011

in EUR Anschaffungskosten
Stand 01.01.2011 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2011
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.850,28 9.812,83 0,00 328.663,11
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 431.496,33 55.554,03 4.647,90 482.402,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 183.860,08 15.000,00 4.859,48 194.000,60
2. Beteiligungen 22.650,00 0,00 716,67 21.933,33
3. Sonstige Ausleihungen 15.000.000,00 0,00 0,00 15.000.000,00
15.206.510,08 15.000,00 5.576,15 15.215.933,93
Gesamtsumme 15.956.856,69 80.366,86 10.224,05 16.026.999,50
in EUR kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2011 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2011
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.010,56 48.930,49 0,00 171.941,05
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.880,61 61.596,37 232,40 194.244,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 255.891,17 110.526,86 232,40 366.185,63
in EUR Buchwert
Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2010
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.722,06 195.839,72
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.157,88 298.615,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 194.000,60 183.860,08
2. Beteiligungen 21.933,33 22.650,00
3. Sonstige Ausleihungen 15.000.000,00 15.000.000,00
15.215.933,93 15.206.510,08
Gesamtsumme 15.660.813,87 15.700.965,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Geschäfts und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die Hesse Newman Capital ist AG ein auf hochwertige Sachwertfonds spezialisiertes Emissionshaus. Im Geschäftsjahr 2011 konnte das Unternehmen seine Marktstellung insbesondere im Bereich der Immobilienfonds weiter ausbauen. Mit einem Schwerpunkt auf Core-Immobilien in attraktiven Lagen fanden Hesse Newman Capital-Fonds das Interesse zahlreicher, vor allem privater Anleger. Im Zweitmarkt lag die Haupttätigkeit in der sorgfältigen Auswahl geeigneter Zielfonds und dem Management der Bestandsportfolien.

Ein erfahrenes Immobilienteam kümmert sich ebenso um Akquisition neuer Objekte, rechtliche Strukturierung und Fondskonzeption wie um das fortlaufende Management der Bestandsimmobilien. Es konzentriert sich hierbei auf sicherheitsorientierte Konzepte: Hochwertige Gebäude an bevorzugten deutschen bzw. europäischen Standorten mit langfristigen Mietverträgen bonitätsstarker Mieter sowie gemischt genutzte Immobilien mit hoher Risikodiversifikation stehen im Fokus der Objektauswahl.

Die Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt AG ist das Kompetenzzentrum für die Bewertung von Anteilen am Zweitmarkt gehandelter geschlossener Fonds. Ihre Analysten beobachten fortlaufend insbesondere die Schifffahrtsmärkte, bewerten Schiffsfonds und sind verantwortlich für die Investitionen und das Portfoliomanagement der Hesse Newman-Zweitmarktfonds. Außerdem sondieren sie den Markt generell hinsichtlich interessanter Schiffsprojekte und unterstützen die Hesse Newman Capital AG in der Strukturierung von Zweitmarktfonds.

Die Platzierung der Hesse Newman-Fonds erfolgt deutschlandweit über Banken, Sparkassen, Finanzvertriebe und unabhängige Finanzvermittler. Das Vertriebsteam der Hesse Newman Capital AG besteht aus langjährig erfahrenen Fondsspezialisten und ist regional organisiert.

Eine weitere Tochtergesellschaft, die TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH, ist die Treuhandkommanditistin der Fonds und erbringt für die Fondsgesellschaften die Kommunikation mit den Anlegern. So wird das gesamte Leistungsspektrum eines Emissionshauses für geschlossene Fonds über den gesamten Lebenszyklus eines Fonds von der Akquisition bis zum Bestandsmanagement in einer schlanken und effizienten Unternehmensstruktur erbracht.

Geschäftsverlauf

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft startete zunächst recht verheißungsvoll in das Jahr 2011. Die konjunkturelle Erholung nach der vorüber geglaubten Wirtschaftskrise wurde jedoch zuerst durch die japanische Natur- und Reaktorkatastrophe und nachfolgend von der vor allem europäische Schuldenkrise abrupt ins Stocken gebracht. Zahlreiche westliche Länder wurden aufgrund hoher Verschuldung und laufender Budgetdefizite in ihrer Bonität herabgestuft mit der Folge, dass insbesondere einige europäische Peripheriestaaten mit harten Sparmaßnahmen um ihre Refinanzierungsfähigkeit ringen und vielfach ihr Wirtschaftswachstum zum Erliegen kommt. Mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2011 und keinen guten Aussichten für das erste Quartal 2012 stehen viele europäische Staaten an der Schwelle einer Rezession.

Während in Europa die Probleme aber mit harten Sparmaßnahmen angepackt werden, kann sich in den USA die Politik nicht auf eine konzertierte und energische Kurskorrektur einigen. Schuldenstand und laufendes Haushaltsdefizit übertreffen die entsprechenden Werte der Eurozone deutlich, massive Sparbeschlüsse sind im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2012 aber kaum zu erwarten. Wirtschaftswachstum und Beschäftigungszuwachs verharren auf moderatem Niveau, vor allem getragen durch das Anziehen des privaten Konsums.

Japan wurde durch die Fukushima-Katastrophe so stark betroffen, dass es die Verluste im weiteren Jahresverlauf trotz rascher Aufbauarbeiten nicht wettmachen konnte. Die abschwächende Weltwirtschaft und der starke Yen belasteten die exportabhängige drittgrößte Volkswirtschaft im vierten Quartal so stark, dass es zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes kam.

Die Schwellenländer haben sich im Jahr 2011 insgesamt positiv entwickelt, sind zum Jahresende aber ebenfalls, wenn auch in unterschiedlichem Maße, von der globalen Abkühlung betroffen: Auf China und Indien mit ordentlichen Wachstumsraten und steigendem Konsum stützen sich viele globale Konjunkturhoffnungen, während andere Wachstumsmärkte wie z.B. Osteuropa stärker mit der Eurozone verflochten und dementsprechend in den Sog der Euro-Krise geraten sind. In Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Afrika hingegen spürt man die schwächere Rohstoffnachfrage.

Trotz der Krise im Euroraum hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 ein starkes Wachstum verzeichnen können: Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3 Prozent. Allerdings verdeckt dieser Jahreswert, dass sich die deutsche Konjunktur zum Jahresende abgeschwächt hat und das BIP im vierten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal sogar um 0,2 Prozent gesunken ist. Damit hinterlassen der weltweite Konjunkturabschwung und die Euro-Krise deutliche Spuren auch in Deutschland. Am Arbeitsmarkt war davon noch nicht viel zu spüren: Laut Bundesagentur für Arbeit betrug die Arbeitslosenquote im Dezember 6,6 Prozent und liegt damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im Dezember 41,47 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 572.000 oder 1,4 Prozent. Die deutschen Verbraucher schauen auch deshalb wieder optimistischer in die Zukunft: nachdem der GfK-Konsumklimaindex im Jahresverlauf 2011 zunächst gesunken war, geht es seit Oktober wieder aufwärts mit dem Verbrauchervertrauen. Und die Unternehmen sind ebenfalls wieder etwas positiver gestimmt: Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich im Januar 2012 den dritten Monat in Folge verbessert. Zwar ist die Geschäftslage der Unternehmen im Januar etwas weniger gut als noch im Dezember, dafür haben sich die Geschäftserwartungen deutlich verbessert. Die wirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2012 sind verhalten optimistisch: Die Bundesregierung geht von einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent aus.

An den wichtigsten Aktienmärkten ging es turbulent zu: Wurden sie durch die japanische Naturkatastrophe im März 2011 nur kurzfristig und vergleichsweise moderat auf Talfahrt geschickt, so führten die Sorgen um die Refinanzierungsfähigkeit der südeuropäischen Länder ab Ende Juli zu einem drastischen Kursrutsch: DAX und Eurostoxx 50 büßten bis Mitte September fast 30 Prozent ein, die Schwellenländer (abgebildet durch den Index MSCI Emerging Markets EUR) rund 20 Prozent, der Dow Jones knapp 15 Prozent. Insbesondere europäische Finanztitel verloren an Wert, da viele Finanzinstitute große Bestände an europäischen Staatsanleihen halten. Im vierten Quartal 2011 erholten sich diese Märkte recht deutlich, allerdings geprägt von hohen Volatilitäten.

Die internationalen Rentenmärkte waren im Jahr 2011 geprägt von einer Flucht in vermeintlich sichere Märkte: Insbesondere der deutsche und Schweizer, aber auch der US-Rentenmarkt profitierten von der hohen Nachfrage nach sicheren und liquiden Titeln. Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen verzeichneten ebenso wie die US-amerikanischer 10-jähriger Treasuries historische Tiefststände von deutlich unter 2 Prozent. Im Gegenzug gerieten die Staatsanleihen der europäischen Peripherieländer unter starken Verkaufsdruck.

In der ersten Jahreshälfte befand sich die globale Wirtschaft auf einem recht robusten Wachstumspfad und die Rohstoffpreise für Nahrungsmittel, Energie und Metalle notierten entsprechend auf hohem Kursniveau. Speziell getrieben durch die Libyen-Krise befand sich der Ölpreis auf seinem Jahresmaximum. Mit dem Stimmungswandel im August und der Sorge um eine Rezession in Europa und auch eine starke Konjunkturabschwächung in China fielen die Rohstoffpreise, insbesondere für Industriemetalle. Wie im Aktienmarkt setzte dann im vierten Quartal selektiv eine Erholung ein.

Der Euro hat im Jahr 2011 gegenüber einer ganzen Reihe von Währungen an Wert eingebüßt. Die Sorge um mögliche Staatspleiten und den Zusammenbruch der Eurozone stärkte den US-Dollar ebenso wie z.B. den Japanischen Yen, die Norwegische Krone und insbesondere den Schweizer Franken, der nur durch massive Interventionen der Schweizer Nationalbank und die Festlegung einer Obergrenze für den Wechselkurs bei CHF 1,20 pro Euro gehalten werden konnte.

Branchenentwicklung

Das im Jahr 2011 in geschlossene Fonds investierte Eigenkapital belief sich auf 5,9 Mrd. Euro und lag damit unwesentlich über dem Niveau des Vorjahres. Wie die Branchenzahlen 2011 des VGF Verband Geschlossene Fonds e.V. zeigen, war das Fondsvolumen von 9,9 Mrd. Euro aufgrund eines geringeren Fremdkapitalanteils sogar um 0,9 Mrd. Euro rückläufig.

Stärkste Assetklasse mit einem platzierten Eigenkapital von 2,2 Mrd. Euro und einem Marktanteil von 38,2 Prozent waren auch im Jahr 2011 die deutschen Immobilienfonds. In diesem Segment gab es mit rund 610 Mio. Euro auch den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Es folgen ausländische Immobilienfonds mit 795 Mio. Euro (+72 Mio. Euro) und Energiefonds mit 637 Mio. Euro (-195 Mio. Euro) platziertem Eigenkapital (Marktanteil 13,6 bzw. 10,9 Prozent).

Die ehemals starken Schiffsfonds trugen nur noch 506 Mio. Euro zur Gesamtplatzierung bei, 104 Mio. Euro hiervon entfielen allein auf Eigenkapitalerhöhungen sanierungsbedürftiger Fonds. Ebenso rückläufig sind Flugzeugfonds mit 316 Mio. Euro Eigenkapital (-291 Mio. Euro), stärker nachgefragt waren Private Equity (469 bzw. +66 Mio. Euro) und Infrastrukturfonds (415 bzw. +365 Mio. Euro).

Diese Platzierungszahlen zeigen die Vorliebe insbesondere privater Anleger für traditionelle Anlagen wie „Betongold“ und das Interesse an vergleichsweise sicheren Cashflows. Infrastrukturfonds hingegen wurden vor allem bei institutionellen Investoren platziert. Über alle Assetklassen hinweg stieg deren Eigenkapitalinvestment um 68 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro, während der Beitrag privater Investoren um 8 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro zurückging.

Am gesunkenen Fondvolumen bzw. den gestiegenen Eigenkapitalquoten in nahezu allen Assetklassen ist zu erkennen, dass die Finanzierung der Fondsobjekte weiterhin restriktiv gehandhabt wird. Insgesamt ist die Beschaffung geeigneter Fondsobjekte durch den starken Wettbewerb unterschiedlicher Investorengruppen um interessante Objekte für die Emissionshäuser eine große Herausforderung.

Stärkste Partner in der Platzierung des Eigenkapitals sind nach wie vor die Banken und Sparkassen mit einem Marktanteil von 54 Prozent des bei Privatanlegern platzierten Eigenkapitals. Es folgen mit 33 Prozent die unabhängigen Finanzberater.

Im Jahr 2011 hat der deutsche Gesetzgeber das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts verabschiedet, das insbesondere Veränderungen in der Prospekterstellung, im Vertrieb sowie in der Rechnungslegung geschlossener Fonds nach sich ziehen wird. Hinzu kommt auf europäischer Ebene die Alternative Investment Fund Manager Directive (AIFM), die neue Anforderungen an das Management geschlossener Fonds stellt. Ein Entwurf der Europäischen Kommission zu konkreten Durchführungsmaßnahmen wird kurzfristig erwartet, danach muss die nationale Umsetzung geregelt werden.

Geschäftsentwicklung der Hesse Newman Capital AG

Die Hesse Newman Capital AG erzielte im Geschäftsjahr 2011 das bisher beste Platzierungsergebnis: 134,4 Mio. Euro Eigenkapital konnten für Immobilienfonds und maritime Investments insbesondere bei privaten Anlegern eingeworben werden. In der Rangliste des VGF liegt die Hesse Newman Capital AG damit auf Platz 14 in der Gesamteigenkapitalplatzierung und jeweils Platz 8 bei den Immobilienfonds Deutschland bzw. Ausland.

Sehr rasch verlief zu Beginn des Jahres die weitere Platzierung des Fonds Hesse Newman Classic Value 2, der das Stadtquartier Bahnhofsplatz Blankenese mit einem Ensemble aus sechs Neubauten mit Wohn-, Büro- und Einzelhandelsnutzung, zwei Tiefgaragen, einem Pavillon auf dem Bahnhofsvorplatz und dem historischen Bahnhofsgebäude erworben hat. Im Zeitraum Januar bis März investierten die Anleger 27,9 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio in diesen Fonds.

Für den Fonds Hesse Newman Classic Value mit der zentral zwischen Bankenviertel und Messe im Europaviertel Frankfurt am Main gelegenen Hauptverwaltung der Deutschen Bahn AG wurden im Jahr 2011 rund 28,0 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben. Diese beiden Fonds haben damit ihre Emissions- und Investitionsphase erfolgreich abgeschlossen.

Im weiteren Jahresverlauf wurden gleich drei weitere Immobilienfonds konzipiert: Als Erstes ging der Fonds Hesse Newman Classic Value 3 in die Platzierung, der in ein zentral im Brüsseler Quartier Leopold gelegenes Gebäude investiert, das im Wesentlichen langfristig an die Europäische Kommission vermietet ist. Die Europäische Kommission hat in diesem Gebäude ihr Welcome-Office, die zentrale Anlaufstelle für alle EU-Bediensteten, und Teile ihrer Personalabteilung eingerichtet. Im Erdgeschoss gibt es zudem zwei kleine Einzelhandelsflächen. Das Quartier Leopold, aufgrund der vielen dort ansässigen EU-Institutionen auch europäisches Viertel genannt, ist auch beliebte Adresse zahlreicher Botschaften. Für diesen Fonds wurden bis zum Jahresende 28,9 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben.

Es folgte der Fonds Hesse Newman Classic Value 4 mit einem modernen GreenBuilding im neu entstandenen Hamburger Quartier 21. Unter dem Motto „Leben und Arbeiten im Park“ wurden hier auf einem ehemaligen Krankenhausgelände 21 denkmalgeschützte Bestandsgebäude in der bestehenden Parklandschaft mit 16 modernen Gebäuden kombiniert. Bis zu 1.500 Menschen werden in diesem Quartier zukünftig wohnen und arbeiten. Das nach ökonomischen und ökologischen Kriterien als GreenBuilding konzipierte Fondsobjekt bietet in zwei Gebäudeteilen rund 13.700 Quadratmeter Bürofläche, die langfristig an die Hochtief AG vermietet sind, die hier ihre bisher in Hamburg an verschiedenen Standorten agierenden Geschäftseinheiten unter einem Dach zusammenführen wird („One roof – all solutions“-Konzept). Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss dienen der Nahversorgung des Quartiers und sind ebenfalls langfristig an z.B. Rewe (Lebensmittelmarkt mit Back-Shop, die Drogeriemarktkette Budnikowsky, denn‘s Biomarkt oder die Targobank vermietet. Für diesen Fonds wurden im Jahr 2011 rund 1,1 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben.

Den Abschluss machte der Fonds Hesse Newman Classic Value 5 mit der exklusiven Seniorenwohnanlage Augustinum am Bodensee. Diese in Meersburg mit unverbaubarem Blick über den Bodensee gelegene Immobilie bietet 266 Apartments mit Wohnflächen zwischen 40 und 140 Quadratmetern und einer hochwertigen und seniorengerechten Ausstattung. Hinzukommen, wie auch in den anderen Wohnanlagen der Augustinum Gruppe üblich, ein eigenes Restaurant, ein Theater- und Veranstaltungssaal, ein Schwimmbad sowie ein Wellness- und Fitnessbereich. 33,1 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio wurden im Jahr 2011 für diesen Fonds platziert.

Im Bereich der maritimen Investments wurde der Fonds Hesse Newman Shipping Balance konzipiert, der wie sein Vorgänger ein breit gestreutes Portfolio von Zweitmarkt-Schiffsbeteiligungen aufbauen wird. Hierfür wurden im Jahr 2011 0,5 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben. Außerdem wurden rund 15,0 Mio. Euro Eigenkapital für Container-Direktinvestments platziert.

Die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH verlief planmäßig und führte zu einem Beteiligungsertrag in Höhe von 2,1 Mio. Euro.

Zu Beginn des Jahres 2012 steht zunächst die weitere Platzierung der im Vertrieb befindlichen Fonds im Vordergrund. Weitere interessante Fondsobjekte sind bereits in der Anbahnung, deren Platzierung im Sommer starten könnte. Der Schiffszweitmarkt bietet weiterhin gute Investitionschancen, leidet aber in der allgemeinen Wahrnehmung stark unter den negativen Nachrichten über die Schifffahrtskrise und die zahlreichen notleidenden Schiffsfonds. Die Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt AG wird deshalb auch Produkte in anderen Zweitmärkten entwickeln.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Schuldenkrise mit ihren möglichen Folgen auch für die deutsche Konjunktur ist die Hesse Newman Capital AG vorsichtig optimistisch, die guten Platzierungszahlen des Jahres 2011 auch im Jahr 2012 erreichen zu können. Es bleibt allerdings abzuwarten, welche Kosten aus der Umsetzung der neuen regulatorischen Anforderungen zusätzlich auf die Gesellschaft zukommen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Ertragslage 2011 der Hesse Newman Capital AG stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

in Mio. EUR 2011 2010
Umsatzerlöse 20,2 8,6
Materialaufwand und Bestandsveränderungen - 12,9 - 4,6
Personalaufwand - 3,4 - 2,3
Abschreibungen - 0,1 - 0,1
Sonstige betriebliche Erträge 1,5 0,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3,5 - 3,0
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 1,8 - 0,5
Finanzergebnis - 0,2 - 0,3
Ergebnisabführungsverträge 2,1 2,3
Ergebnis vor Steuern 3,7 1,5
Steuern - 0,4 - 0,1
Jahresüberschuss 3,3 1,4

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 135 Prozent bzw. 11,6 Mio. Euro gestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung war die Platzierung von 119 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro) Eigenkapital für Immobilienfonds mit einem Beitrag zu den Umsatzerlösen in Höhe von 17,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro). Eingeworben wurden weiterhin 15,0 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro) für Containerinvestments mit Umsatzerlösen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Aufgrund des höheren Anteils an Umsatzerlösen aus Eigenkapitalvermittlungen, denen Aufwendungen für Vertriebspartner in ungefähr gleicher Höhe gegenüberstehen, ist die Materialaufwandsquote von 54 Prozent im Vorjahr auf 64 Prozent angestiegen.

Durch erfolgsabhängige Vergütungen sowie einen Anstieg der Mitarbeiterzahl von 22 auf 28 im Jahresdurchschnitt hat sich der Personalaufwand um 1,1 Mio. Euro bzw. 47 Prozent erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen auf Weiterbelastungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen über unverändert 0,2 Mio. Euro sowie auf sonstige periodenfremde Erträge über 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Darüber hinaus konnten im Geschäftsjahr 2011 Schadenersatzleistungen aus Gewährleistungen Dritter in Höhe von 0,6 Mio. Euro vereinnahmt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Geschäftswachstum nur moderat um 0,5 Mio. Euro bzw. 17 Prozent gestiegen. Die Kostenzunahme entfällt insbesondere auf den Bereich der Vertriebsunterstützung. In der Folge wurde ein positives Ergebnis aus operativer Geschäftstätigkeit (EBIT) in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio.) erzielt.

Das Finanzergebnis in Höhe von -0,2 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio. Euro) enthält im Wesentlichen Finanzierungskosten aus dem Darlehen der Hauptgesellschafterin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG sowie den Saldo aus Zinsaufwendungen und -erträgen aus der Vergabe und der Refinanzierung von Zwischenfinanzierungsdarlehen. Unter dem Posten Ergebnisabführungsverträge ist der Ergebnisanteil aus der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH über 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) ausgewiesen. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuerbelastungen für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro) konnte der Jahresüberschuss von 1,4 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro gesteigert werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Hesse Newman Capital AG wird im Folgenden mit Stand zum 31. Dezember 2011 zusammengefasst und dem Vorjahr gegenübergestellt:

in Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Finanzanlagen 15,2 15,2
Gewährte Darlehen 7,7 5,0
Forderungen aus stiller Beteiligung 3,9 2,3
Operative Forderungen 3,0 2,9
Liquide Mittel 2,3 0,8
Sonstiges Anlagevermögen 0,5 0,5
Übrige Vermögensgegenstände 1,5 1,7
Summe Aktiva 34,1 28,4
Eigenkapital 18,3 15,0
Gesellschafterdarlehen 7,2 6,9
Sonstige Kredite 5,5 3,7
Rückstellungen 1,9 1,1
Operative Verbindlichkeiten 0,4 0,7
Übrige Verbindlichkeiten 0,8 1,0
Summe Passiva 34,1 28,4

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Mio. Euro bzw. 20 Prozent gestiegen.

Auf der Aktivseite haben sich gewährten Darlehen um 2,7 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg resultiert aus kurzfristig ausgereichten Darlehen, die der kurzfristigen Zwischenfinanzierungen von Fondsgesellschaften dienen. Des Weiteren haben sich die Forderungen aus Ergebnisansprüchen aus der stillen Beteiligung um 1,6 Mio. Euro erhöht; der Erhöhung aus dem Ergebnisanspruch für 2011 in Höhe von 2,1 Mio. Euro stehen Zahlungseingänge über 0,5 Mio. Euro gegenüber. Während die operativen Forderungen gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben sind, hat sich der Bestand an liquiden Mitteln aufgrund gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro erhöht. Der Rückgang der übrigen Vermögensgegenstände entfällt insbesondere auf einen um 0,3 Mio. Euro niedrigeren Bestand an Vorräten. Über diesen Bilanzposten werden angefallene Projektierungskosten vor Platzierungsbeginn eines Fonds erfasst und über den Platzierungsverlauf aufwandswirksam aufgelöst.

Auf der Passivseite ist die Stärkung des Eigenkapitals um das Konzernjahresergebnis 2011 über 3,3 Mio. Euro ersichtlich. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 54 Prozent gegenüber 53 Prozent im Vorjahr. Die Erhöhung der Vergabe von kurzfristigen Zwischenfinanzierungsdarlehen für Fondsgesellschaften wurde durch die Aufnahme von weiteren Krediten gegenfinanziert, so dass sich auf der Passivseite ein Anstieg der Kredite um 1,8 Mio. Euro ergeben hat. Die Erhöhung des kurzfristig kündbaren Gesellschafterdarlehens um 0,3 Mio. Euro ergibt sich aus der Kapitalisierung von Zinsen für das Geschäftsjahr 2011. Der Anstieg der Rückstellungen um 0,8 Mio. Euro entfällt zu gleichen Teilen auf Tantiemerückstellungen und Steuerrückstellungen für Ertragsteuern 2011.

Das Finanzmanagement der Hesse Newman Capital AG soll zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gewährleisten. Dieses Ziel wird durch eine laufende Liquiditätsüberwachung, Planvergleiche und zeitnahe Maßnahmen sichergestellt. Der Anstieg der liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2011 ist insbesondere auf einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: -2,7 Mio. Euro) zurückzuführen. Gegenläufig war ein negativer Zahlungssaldo aus der Aufnahme bzw. Gewährung sowie der Rückführung von Zwischenfinanzierungsdarlehen in Höhe von -1,2 Mio. Euro zu verzeichnen.

Nicht ausgenutzte zugesagte Kreditlinien stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die Fähigkeit der Hesse Newman Capital AG, ihren Zahlungsverpflichtungen in den dargestellten Geschäftsjahren zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Liquiditätsentwicklung nach dem Bilanzstichtag sowie die Liquiditätsplanung der Gesellschaft zeigen keine Anzeichen von drohenden Liquiditätsengpässen.

Die aufgenommenen Kredite in Höhe von 5,5 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind durch gewährte und fristenkongruente Darlehen in Höhe von 6,4 Mio. Euro gedeckt. Die ausgereichten und aufgenommenen Darlehen wurden zu festen Zinsätzen kontrahiert und unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko. Die Gesellschafterdarlehen unterliegen hingegen Zinsänderungsrisiken, da die Verzinsung auf variablen Marktzinssätzen basiert. Risiken aus drohenden Änderungen von Kreditkonditionen sind derzeit nicht erkennbar. Bezüglich von Änderungen der Finanzierungsstruktur wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes ist die Hesse Newman Capital AG ein anerkanntes Emissionshaus für Sachwertbeteiligungen insbesondere im Immobilienbereich mit einem breiten Netzwerk an kompetenten Partnern in der Projektbeschaffung, Finanzierung und Platzierung. Die Produktpipeline ist gut gefüllt und verspricht auch im Jahr 2012 ein gutes Platzierungsergebnis. Nach wie vor schwer einzuschätzen sind aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung das Kapitalanlageverhalten unserer Kunden und die Entwicklung des Marktes für geschlossene Fonds. Für die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH wird mit einer planmäßigen Entwicklung und einem positiven, wenn auch sinkenden Ergebnisbeitrag gerechnet und die weitere Entwicklung regelmäßig verfolgt.

Nachtragsbericht

Der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns 2011 der Hesse Newman Capital AG in Höhe von TEUR 3.194 sieht einen Vortrag auf neue Rechnung vor.

Chancen

Die Hesse Newman Capital AG hat im Jahr 2011 in einem stagnierenden Beteiligungsmarkt deutlich wachsen können und sich als Emissionshaus für transparente und anlegerfreundliche Kapitalanlagekonzepte gut im Markt positioniert. Die Konzentration auf langfristig an bonitätsstarke Mieter an guten Standorten vermietete Core-Immobilien erwies sich als erfolgreich. Diese gute Marktstellung gilt es in einem schwierigen Marktumfeld zu verteidigen und sich bietende Gelegenheiten für profitables Wachstum zu nutzen.

Risikobericht

Risikomanagement-System

Aufgabe des Risikomanagement-Systems der Hesse Newman Capital AG ist es, Risiken für die gesamte Gruppe strukturiert zu erfassen, zu bewerten und zu dokumentieren. Es soll die Geschäftsführung und die Mitarbeiter in die Lage versetzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Das Risikomanagement erfasst in einem koordinierten Prozess alle Unternehmensbereiche und alle Teilschritte der Wertschöpfung und wird durch eine geeignete Risikomanagement-Software unterstützt. Über die wesentlichen Risiken wird regelmäßig berichtet, neue Risiken werden ad hoc gemeldet. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung der Risiken und die Einhaltung der Richtlinien in der Unternehmensgruppe.

Die Risikopolitik der Hesse Newman Capital AG ist darauf ausgerichtet, Risiken des operativen Geschäfts bewusst zu steuern und keine unverhältnismäßigen Risiken einzugehen. Die Risikosteuerung hat nicht die totale Vermeidung von Risiken zum Ziel, sondern einen bewussten und systematischen Umgang mit diesen Risiken. Der Erwerb von Fondsobjekten und die Strukturierung eines Beteiligungsangebots werden daher grundsätzlich von externen Beratern begleitet, die Marktfähigkeit eines Produkts im steten Austausch mit potenziellen Vertriebspartnern geprüft.

Im Folgenden werden die mit der künftigen Entwicklung des Unternehmens verbundenen Risiken detailliert dargestellt. Die aufgeführten Sachverhalte können sich in erheblichem Maße negativ auf die Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der einzelnen Gesellschaften wie auch des Gesamtunternehmens auswirken.

Risiken aus Veränderungen des regulatorischen Umfelds

Ausgelöst durch die Finanzkrise im Jahr 2008 hat sich die Europäische Union eine stärkere Überwachung der Finanzmärkte zum Ziel gesetzt. Reguliert werden sollen nun auch die Verwalter alternativer Investmentfonds, die nicht bereits der OGAW-Richtlinie für Organismen für gemeinsame Anlagen von Wertpapieren unterliegen und zu denen die geschlossenen Fonds zählen. Am 21. Juli 2011 ist eine entsprechende EU-Richtlinie für die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-RL) in Kraft getreten, die den gesetzlichen Rahmen für die nun zu fassenden konkreten Durchführungsvorschriften bildet. Bis zum 22. Juli 2013 müssen die EU-Mitgliedsstaaten diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt haben.

Die AIFM-Richtlinie hat umfangreiche Auswirkungen auf das Fondsgeschäft und die Manager geschlossener Fonds. So wird eine Verwahrstelle einzurichten sein, die die aus dem Investmentfondsbereich bekannte Trennung von Verwalter und Verwahrer gewährleistet. Der Manager des Fonds muss ein Compliance-System einrichten, mit dem die Einhaltung der operativen und strukturellen Vorgaben der AIFM-Richtlinie genauso gewährleistet wird wie die Analyse, Überwachung und Steuerung der fondsspezifischen Risiken.

Zusätzlich zu dieser EU-Richtlinie für Fondsmanager hat der deutsche Gesetzgeber das Produkt des geschlossenen Fonds und dessen Vertrieb mit dem Beschluss des Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts stärker reguliert. Ziel ist die Verbesserung des Anlegerschutzes. Im Zentrum dieses Artikelgesetzes steht die Einführung des neuen Gesetzes über Vermögensanlagen (VermAnlG), hinzukommen Änderungen in zahlreichen anderen Gesetzen wie WpHG, KWG, WpPG, InvG, GewO und in der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV). Im Wesentlichen treten diese Änderungen am 1. Juni 2012 in Kraft, die Änderungen der Gewerbeordnung am 1. Januar 2013.

Im Vermögensanlagengesetz werden insbesondere die inhaltlichen und formalen Anforderungen an einen Verkaufsprospekt und dessen Veröffentlichung geregelt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft zukünftig nicht nur die Vollständigkeit des Verkaufsprospektes, sondern auch dessen Kohärenz und die Verständlichkeit des Inhalts. Außerdem ist die Erstellung eines Vermögensanlageninformationsblattes verpflichtend, in dem auf maximal drei Seiten die wesentlichen Informationen der Vermögensanlage so zusammengefasst sind, dass der Anleger sich ein rasches Bild über die Risiken und Chancen machen und das Produkt mit anderen Kapitalanlagen vergleichen kann. Hinzukommen eigene Prospekthaftungsnormen für Vermögensanlagenprospekte und die Angleichung der Verjährungsregelungen an die allgemeinen Fristen des BGB sowie neue Rechnungslegungsvorschriften, die die Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht durch einen Abschlussprüfer sowie die Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Jahresberichtes vorsehen.

Für Anbieter von Vermögensanlagen bedeutende Neuerungen finden sich auch in Änderungen des WpHG und KWG: Anteile an geschlossenen Fonds werden zukünftig wie z.B. Aktien und andere Wertpapiere als Finanzinstrumente qualifiziert, mit der Folge, dass Unternehmen, die gewerbsmäßig die Vermittlung geschlossener Fonds oder eine Beratung hierzu erbringen, als Wertpapierdienstleistungsunternehmen einzuordnen sind. Als solche müssen sie insbesondere die Wohlverhaltensregeln des WpHG unter Aufsicht der BaFin beachten, die beispielsweise die anlegergerechte Beratung, ein dem Anleger zur Verfügung zu stellendes Beratungsprotokoll und die Offenlegung von Provisionen vorschreiben. Außerdem stellt die Vermittlung und Beratung hinsichtlich von Vermögensanlagen eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung im Sinne des KWG dar, die von der BaFin beaufsichtigt wird.

Freie Vermittler, die ausschließlich die Wertpapierdienstleistung der Anlageberatung und Anlagevermittlung in Bezug auf Vermögensanlagen erbringen, werden jedoch durch Bereichsausnahmen im WpHG und KWG von der Qualifizierung als Wertpapierdienstleistungsunternehmen bzw. Finanzdienstleistungsinstitut ausgenommen und nicht der Aufsicht der BaFin unterliegen. Stattdessen wird in der Gewerbeordnung ein neuer Erlaubnistatbestand der Finanzanlagenvermittler geschaffen, die für diese Tätigkeit einer Erlaubnis der zuständigen Gewerbeaufsichtsbehörde bedürfen, die unter anderem die persönliche Zuverlässigkeit und einen Sachkundenachweis erfordert.

Für zahlreiche Tätigkeiten in Bezug auf die Emission und Verwaltung geschlossener Fonds gibt es ebenfalls Befreiungen von der KWG-Pflicht, wie z.B. die Organisation des Vertriebes, die Übernahme von Platzierungsgarantien oder die Treuhandtätigkeit.

Anders sieht es für den Zweitmarkt geschlossener Fonds aus: Das Betreiben von Zweitmarktplattformen (multilaterale Handelssysteme), die Verwaltung eines Dach- oder Zweitmarktfonds (Anlageverwaltung) und die Vermittlung von Zweitmarktanteilen (Anlagenvermittlung) sind nicht durch die geschaffenen Bereichsausnahmen gedeckt und fallen unter die Erlaubnispflicht nach § 32 KWG.

Die Hesse Newman Capital AG verfolgt als Mitglied des VGF (Verband für geschlossene Fonds e.V.) alle diese gesetzgeberischen Änderungen aufmerksam und hat eine Arbeitsgruppe gebildet sowie externe Berater beauftragt, die sich um die zeitnahe Umsetzung aller Auflagen kümmern. Damit kommen auf die Hesse Newman Capital AG insbesondere Kosten und interne Aufwendungen aus der Umsetzung der regulatorischen Vorgaben zu, deren Höhe heute noch nicht abschließend kalkuliert werden kann. Ebenso ist noch nicht abzusehen, wie sich die freien Vermittler auf die neuen Regularien einstellen und ob diese Auswirkungen auf das Platzierungsvolumen des freien Vertriebes haben. Für die Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt AG entsteht aus der KWG-Erlaubnis-Pflicht ein nicht unerheblicher Aufwand. Zudem ist fraglich, ob die freien Vermittler aufgrund der KWG-Pflicht der Zweitmarktvermittlung zukünftig weiter in diesem Bereich tätig sein werden oder als Zuführer von Zweitmarktanteilen ausfallen und der gesamte Einkauf entweder über Zweitmarktplattformen oder direkt mit dem Verkäufer abgewickelt wird. Auf die Fondsgesellschaften kommen aus den erweiterten Rechnungslegungsvorschriften und z.B. der Einführung einer Verwahrstelle ebenfalls zusätzliche Kosten zu, die die Profitabilität und damit Attraktivität dieser Kapitalanlagen schmälern und Auswirkungen auf die Kundennachfrage haben können. Alle diese Kosten stellen ein Risiko für die Ertragslage der Hesse Newman Capital AG dar, dem durch eine möglichst effiziente Umsetzung der neuen regulatorischen Anforderungen begegnet wird.

Risiken aus Veränderungen der steuerlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen

Der Erfolg der geschlossenen Fonds der Hesse Newman Capital AG hängt in unterschiedlichem Maße von der Fortdauer der bei der Prospektierung zugrunde gelegten rechtlichen und steuerlichen Regelungen ab. Eine Änderung dieser Rahmenbedingungen im In- und Ausland liegt nicht im Ermessen der Hesse Newman Capital AG, könnte sich aber negativ auf die bereits platzierten Fonds oder das Neugeschäft auswirken, verbunden mit entsprechenden Effekten auf die Umsatz- und Ertragslage des Emissionshauses und der gesamten Gruppe.

Außerdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung rückwirkend die steuerlichen Vorteile der vertriebenen Fonds ganz oder in Teilen aberkennt. Dies würde sich nachteilig auf die Bestandsfonds auswirken und zu einem Reputationsschaden führen, der Einbußen im Neugeschäft zur Folge haben kann.

Die Zusammenarbeit mit erfahrenen rechtlichen und steuerrechtlichen Beratern soll diese Risiken minimieren.

Risiken der aktuellen Kapitalmarktentwicklung

Die Schuldenkrise und das Abflauen der Weltwirtschaft können die Kapitalanleger zunehmend verunsichern und deren Interesse an langfristigen Investments verringern, was zu einer Verzögerung der Platzierung der Hesse Newman-Fonds führen kann. Eine durch die Schuldenkrise ausgelöste Verknappung von Kreditmitteln kann zudem die Realisierung von Fondsprojekten erschweren. Die Hesse Newman Capital AG begegnet diesen Risiken durch eine sicherheits- und damit anlegerorientierten Auswahl der Fondsobjekte und die Zusammenarbeit mit einer möglichst breiten Auswahl von Finanzierungspartnern.

Risiken aus nachlassender Kundennachfrage

Der Markt für geschlossene Fonds verharrte im Jahr 2011 auf im Vergleich zu den Boomjahren 2004-2007 etwa halbiertem Niveau. Zwar hat der von der Hesse Newman Capital AG favorisierte Bereich der deutschen bzw. europäischen Core-Immobilien am besten abgeschnitten und im Vergleich zum Vorjahr sogar wachsen können, gleichzeitig ist aber auch der Wettbewerb der Anbieter und die Anzahl der in diesem Segment angebotenen Fonds deutlich gewachsen. Den Risiken eines weiterhin stagnierenden Marktes begegnet die Hesse Newman Capital AG mit einer immer größer werdenden Basis an Vertriebspartnern und einer Konzentration auf von Kunden besonders nachgefragte sicherheitsorientierte Fonds mit langfristig kalkulierbaren Cashflows.

Wettbewerbsrisiko

Der Marktrückgang und die Konzentration auf wenige aus Kundensicht attraktive Assetklassen erhöhen den Wettbewerb unter den Emissionshäusern um gute Objekte genauso wie um platzierungsstarke Vertriebspartner. In der Folge besteht das Risiko steigender Assetpreise zu Lasten der Erlöse des Emissionshauses oder erhöhte Vertriebsaufwendungen. Dieser Situation versucht die Hesse Newman Capital AG durch eine starke Akquisitionsabteilung und die Konzeption sowohl für Kunden als auch Vertriebspartner besonders attraktiver Kapitalanlagen zu begegnen.

Risiko mangelnder Verfügbarkeit von Investitionsobjekten

Der Platzierungserfolg der Hesse Newman Capital AG hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit attraktiver Assets für die Konzeption und Emission der Beteiligungsangebote ab. Hierbei spielen insbesondere der Preis bzw. das Rendite-Risiko-Verhältnis und ein günstiges steuerliches und rechtliches Umfeld eine wichtige Rolle. Sollte es der Hesse Newman Capital AG über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gelingen, dem Publikum hinreichend attraktive Beteiligungsangebote anzubieten, besteht das Risiko, dass es zu nachhaltigen Einbußen im Neugeschäft mit entsprechenden Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens kommt. Dieses Risiko versucht die Hesse Newman Capital AG durch ein Team erfahrener Mitarbeiter mit guten Kontakten zu Projektlieferanten zu beherrschen.

Vertriebliche Risiken

Die Hesse Newman Capital AG vertreibt geschlossene Fonds über Banken und Sparkassen, Finanzvertriebe und unabhängige Finanzvermittler. Die Gewinnung und die laufende Zusammenarbeit mit einer ausreichenden Zahl qualifizierter Vertriebspartner spielen für den geschäftlichen Erfolg der Hesse Newman Capital AG daher eine entscheidende Rolle. Erhebliche Beeinträchtigungen der Umsatz- und Ertragslage des Emissionshauses könnten eintreten, wenn es nicht gelänge, in ausreichendem Maße Vertriebspartner an sich zu binden. Der Aufbau einer möglichst breiten Vertriebsstruktur soll dieses Risiko vermindern.

Reputationsrisiken

Der langfristige Erfolg der Hesse Newman Capital AG hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung der emittierten Fonds ab. Eine negative Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften kann den Ruf des Emissionshauses schädigen und den Verlust des Anlegervertrauens bewirken. Dieses kann nicht nur spezielle Produktlinien, sondern im Extremfall die gesamte Hesse Newman Capital AG mit all ihren Beteiligungsangeboten betreffen. Hieraus könnte wiederum eine deutliche Verschlechterung der Umsatz- und Ertragsentwicklung des Emissionshauses selbst wie auch der gesamten Unternehmensgruppe resultieren.

Prospekthaftungsrisiken

Als Emissionshaus ist die Hesse Newman Capital AG für die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Verkaufsprospekt gemachten Angaben verantwortlich und haftet hierfür als Anbieterin gegenüber den Anlegern. Die Verkaufsprospekte werden mit größter Sorgfalt erstellt und zudem von einem Wirtschaftsprüfer sowohl hinsichtlich der Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Angaben als auch der Plausibilität von Annahmen und der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken und Chancen nach den „Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen“ (IDW S 4) begutachtet. Für die steuerlichen Aussagen des Prospekts wird zudem ein Steuergutachten erstellt. Allerdings können alle diese Maßnahmen keine vollständige Gewähr für die Prospektangaben oder den wirtschaftlichen Erfolg der Kapitalanlage bieten, sodass nicht auszuschließen ist, dass Anleger aufgrund fehlender oder falscher Prospektangaben Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung geltend machen. Dieses hätte negative Auswirkungen auf die Ertragslage, Umsatzentwicklung und Reputation der Unternehmensgruppe.

Beratungshaftungsrisiken

Den Vertriebspartnern kommt die Aufgabe zu, ihren Kunden die Beteiligungsangebote des Emissionshauses im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Beratung zu präsentieren und dabei die erforderlichen Aufklärungs- und Informationspflichten mit der notwendigen Sorgfalt zu erfüllen. Substanzielle Risiken könnten sich für die Hesse Newman Capital AG ergeben, wenn Vertriebspartner ihre Sorgfaltspflicht bei der Kundenberatung vernachlässigen. Denn es gibt in der aktuellen Rechtsprechung Tendenzen, die Aufklärungs- und Beratungspflichten im Vertrieb von Kapitalanlageprodukten zu erhöhen und Beratungsfehler von Vertriebspartnern dem Emittenten der Kapitalanlage zuzurechnen.

Liquiditätsrisiko

Die Hesse Newman Capital AG steuert ihre Liquidität durch Planungen über verschiedene Zeithorizonte und ein ständiges Monitoring der Ist-Situation, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zur Liquiditätssicherung ergreifen zu können. In einem weiterhin volatilen Marktumfeld sind Umsatzprognose und Liquiditätsplanung allerdings mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, sodass ein zusätzlicher externer Liquiditätsbedarf entstehen könnte. Das Management geht davon aus, einen solchen Bedarf entweder durch eine Bankfinanzierung oder weitere Mittel der Hauptgesellschafterin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG decken zu können.

Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG hat der Gesellschaft in den Jahren 2007 bis 2009 Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt, die kurzfristig kündbar sind und heute mit insgesamt 7,2 Mio. Euro valutieren. In der Vergangenheit hat die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG diese Darlehen nicht fällig gestellt, sondern im Gegenteil auf erhebliche Darlehensbeträge vollständig verzichtet. Auch aktuell gibt es keine Anzeichen für die Kündigung der Gesellschafterdarlehen, sondern die klare Aussage seitens der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, dass diese Gelder dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung stehen sollen.

Des Weiteren besteht im operativen Bereich das Risiko, dass Platzierungsgarantien für neue Fondsprojekte eine Liquiditätsbelastung begründen könnten. Darüber hinaus werden für die Gewährung von kurzfristigen Zwischenfinanzierungen für Fondsgesellschaften Finanzschulden aufgenommen. Durch ein laufendes Working-Capital-Management, welches insbesondere die zeitnahe Rückzahlung der gewährten Mittel, der operativen Forderungen sowie der Weiterbelastungen und Verauslagungen überwacht, stellt die Hesse Newman Capital AG sicher, dass Finanzschulden und operative Verbindlichkeiten mittels Innenfinanzierung termingerecht bedient werden. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Finanzschulden für Zwischenfinanzierungen von Fondsgesellschaften auf 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro). Die ausgereichten Darlehen für Zwischenfinanzierungen betragen zum Bilanzstichtag 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro).

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

Die Hesse Newman Capital AG hält als Finanzinstrument eine stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH und ist dementsprechend an deren Ergebnis beteiligt. Im Jahresabschluss ist dieses Finanzinstrument unverändert mit 15,0 Mio. Euro angesetzt. Der Bilanzansatz wird mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens überprüft; die Werthaltigkeit ist gegeben. Ferner bestehen Forderungen aus Ergebnisansprüchen und gewährten Darlehen gegen diese Gesellschaft in Höhe von insgesamt 4,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro).

Als Rechtsnachfolgerin der Rothmann & Cie. AG ist die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH (HFT) verantwortlich für die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, die Konzeption und den Vertrieb der von der Rothmann & Cie. AG in der Vergangenheit angebotenen Beteiligungsmodelle. Diese Prospekthaftung bezieht sich auf die inzwischen ausgelaufenen Produktlinien LeaseFonds, LogisFonds und TrustFonds sowie weitere Beteiligungsangebote. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Erstellung der jeweiligen Emissionsprospekte und der Einbeziehung rechtlicher und steuerlicher Berater ist nicht auszuschließen, dass die HFT rechtskräftig in Prospekthaftung genommen wird mit entsprechenden Auswirkungen auf ihre Ertragslage.

Als Rechtsnachfolgerin der Dr. Conrad Treuhand GmbH ist die HFT außerdem als Treuhandkommanditistin für die Einhaltung von Sorgfaltspflichten den Treugebern gegenüber verantwortlich, deren Verletzung ebenfalls zu Haftungstatbeständen führen und Auswirkungen auf die Ertragslage der HFT haben kann. Dem Risiko wird durch den Abschluss einer Versicherung begegnet, die allerdings summenmäßigen Beschränkungen unterliegt.

Ein geringerer Ertrag der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH aus der laufenden Anlegerbetreuung hat eine geringere Vergütung des stillen Gesellschafters Hesse Newman Capital AG zur Folge und gegebenenfalls erhebliche Auswirkungen auf die Werthaltigkeit des Finanzinstruments „Stille Beteiligung“ und damit auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Hesse Newman Capital AG.

Die Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten steuert das Management über die zeitnahe Analyse von Monatsabschlüssen und sonstigen Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH. Die Monatsabschlüsse werden jeweils mit der Unternehmensplanung verglichen, um Abweichungen und Trends frühzeitig zu erkennen.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2011 wurden keine Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken gehalten.

Zinsrisiko

Die Hesse Newman Capital AG hat wesentliche Finanzierungen zu variablen und marktabhängigen Zinssätzen aufgenommen. Falls das Management es für wirtschaftlich vorteilhaft hält oder falls vertragliche Auflagen bestehen, werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die unter den Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten angegebene Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der stillen Beteiligung erfolgte unter Zugrundelegung des aktuellen Zinsniveaus. Eine zukünftige Änderung des Zinsniveaus auf den Kapitalmärkten würde sich auf die Bewertung dieses Finanzinstruments auswirken. Dieses Risiko wird gesteuert durch die kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung an den Kapitalmärkten, um erforderliche Anpassungen der Bewertungen zeitnah vornehmen zu können.

Währungsrisiko

Die Hesse Newman Capital AG unterliegt keinem Währungsrisiko.

Kreditrisiko

Das Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird laufend durch die Finanzabteilung überwacht. Zum Bilanzstichtag bestehen keine überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind.

Risiken aus Eventualschulden

Die Hesse Newman Capital AG hat zur Sicherstellung der Finanzierung von Fondsgesellschaften Platzierungsgarantien ausgereicht, die am 31. Dezember 2011 mit 59,5 Mio. Euro valutierten und im Falle einer Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres fällig werden. Aufgrund der verbleibenden Zeit für das Einwerben des Eigenkapitals und des aktuellen Interesses der Vertriebspartner an diesen Objekten geht das Management davon aus, dass diese Garantien nicht in Anspruch genommen werden. Die Hesse Newman Capital AG hat außerdem eine Bürgschaft für ein Darlehen der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH übernommen, welches zum 31. Dezember 2011 mit 2,7 Mio. Euro valutierte, und haftet gegebenenfalls für dessen Rückführung.

Abhängigkeit von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen

Zur Erreichung ihrer Unternehmensziele und zur erfolgreichen Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells ist die Hesse Newman Capital AG darauf angewiesen, in notwendigem Maße qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und diese langfristig zu binden. Ist dies nicht im erforderlichen Umfang möglich, so können hieraus nachhaltig negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Umsatzsituation sowie die künftige Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften und der gesamten Gruppe resultieren. Der Erfolg der Hesse Newman Capital AG hängt von einer begrenzten Anzahl an Schlüsselpersonen ab. Der Verlust solcher Entscheidungsträger könnte zu Verzögerungen in der Weiterentwicklung des Unternehmens sowie zu substanziellen Umsatz- und Ertragseinbußen auf Einzelgesellschafts- wie auf Gesamtunternehmensebene führen.

Risiken aus der Nutzung von EDV-Systemen

Der Geschäftsbetrieb der Hesse Newman Capital AG basiert auch auf der raschen Übertragung und der effizienten Verarbeitung von Daten. Alle Gesellschaften des Unternehmens setzen zu diesem Zweck umfangreiche EDV-Systeme ein. Trotz umfassender Vorkehrungen, die zur Datensicherung und zur Überbrückung allfälliger Probleme getroffen wurden, sind Störungen bzw. Ausfälle von EDV-Systemen nicht völlig auszuschließen. Neben Datenverlusten können Mängel in der Datenverfügbarkeit, Fehler oder Funktionsprobleme bei der eingesetzten Software, eine verminderte Datenübertragungsgeschwindigkeit, Serverausfälle aufgrund von Hard- oder Softwarefehlern, Unfälle, Sabotageakte und andere Störungen auftreten. In ungünstigen Fällen könnte dies zu erheblichen Reputationsschäden, zu einer Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen sowie zu einer schlechteren Umsatz- und Ertragsentwicklung einzelner Tochtergesellschaften und damit des gesamten Unternehmens führen.

Internes Kontrollsystem

Eingebettet in das Risikomanagement-System ist das interne Kontrollsystem. Beides liegt in der Ressortverantwortung des Finanzvorstandes. Das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst Funktionstrennungen und die Festlegung von Zuständigkeiten bezüglich Erstellungs- und Überwachungsprozessen, so dass die geforderte Qualität sichergestellt wird. Durch den Einsatz von fachkundigen Mitarbeitern, eines adäquaten Finanzbuchhaltungssystems mit festgelegten Zugriffsbeschränkungen und entsprechender IT-Sicherheit wird die erforderliche Datensicherheit geschaffen. Andere operative interne Kontrollsysteme insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Einkauf werden für die Verprobung der Abschlussqualität herangezogen.

Durch die Aufstellung von Monatsabschlüssen werden Informationen zeitnah an die Verantwortlichen übermittelt, sodass Bewertungsrisiken frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Der Vorstand hat ein Vier-Augen-Prinzip eingerichtet und stellt zudem sicher, dass die an dem Prozess beteiligten Mitarbeiter Fortbildungsmöglichkeiten wahrnehmen, um die Auswirkungen von neuen Standards auf die Konzernabschlusserstellung beurteilen zu können. Die Überprüfung erkannter Risiken und kritischer Bilanzierungsfragen erfolgt gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Wirtschaftsprüfern.

Das bedeutendste Instrument des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems basiert auf täglich kommunizierten Statistiken zum platzierten Eigenkapital. Diese Umsatzstatistiken werden nach den Ebenen Fonds, Vertriebspartner und Vertriebsmitarbeiter dargestellt. Diese Statistiken werden monatlich disaggregiert aufbereitet und dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden auch nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie z.B. Auswertung von Marktanalysen und Internetrecherchen verwendet.

Prognose

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Hesse Newman Capital AG sehr erfolgreich Immobilienfonds strukturieren und platzieren können. Der Vertrieb dreier Immobilienfonds geht über den Jahreswechsel hinaus und bietet eine gute Basis für den Fortgang der Platzierung auch im Jahr 2012. Darüber hinaus werden aussichtsreiche Verhandlungen über weitere Immobilienprojekte geführt und auch in der Tochtergesellschaft Hesse Newman Zweitmarkt AG wird an einer Erweiterung der Produktpalette gearbeitet.

Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Schuldenkrise und einer auch in Deutschland schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung mit einem derzeit stagnierenden Markt für geschlossene Fonds ist es schwer, das Kapitalanlageverhalten unserer Kunden und die weitere Entwicklung des Marktes für geschlossene Fonds einzuschätzen.

Das Management geht davon aus, in den kommenden Jahren 2012 und 2013 das Volumen des platzierten Eigenkapitals halten bzw. in einem sich aufhellenden Marktumfeld auch weiter steigern zu können. Für das Jahr 2012 sind eine Eigenkapitalplatzierung in Höhe von 125 bis 150 Mio. Euro und ein Umsatz von 19 bis 23 Mio. Euro geplant. Veränderungen in der Gebührenstruktur der konzipierten Fonds und die Kosten der Regulierung gehen aber zu Lasten des Ergebnisses. Im Finanzergebnis werden rückgängige Ergebnisse aus der stillen Beteiligung erwartet. Die Vermögenslage wird weiterhin geprägt sein von dem Bilanzansatz der stillen Beteiligung sowie durch das in der Vergangenheit zur Verfügung gestellte Fremdkapital der Hauptgesellschafterin. Darüber hinaus werden die im Rahmen der Emission und Konzeption üblichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Provisionen sowie Zahlungsmittel die Vermögens- und Finanzlage prägen.

Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

Neben fixen Gehaltsbestandteilen erhalten Mitglieder des Vorstandes variable und erfolgsabhängige Vergütungen in der Form von Tantiemen. Die variablen Vergütungen richten sich grundsätzlich nach der Höhe des Ergebnisses vor Steuern (EBT). Zusagen auf Leistungen, die für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt werden, sind in den Vorstandsverträgen nicht vereinbart. Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung in der Form von beispielsweise zugesagten Wandelschuldverschreibungen oder Aktienoptionen bestehen nicht.

Übernahmerelevante Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der Hesse Newman Capital AG ist eingeteilt in 15 Mio. auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der Stimmrechtsanteil der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz, an der Hesse Newman Capital AG beträgt zum 31. Dezember 2011 46,46 Prozent. Diese Stimmrechtsanteile sind Klaus Mutschler, Zürich/Schweiz, zuzurechnen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Brammer hält zum 31. Dezember 2011 Stimmrechtsanteile in Höhe von 12,88 Prozent, die Vorstandsmitglieder Marc Drießen sowie Dr. Marcus Simon jeweils 12,51 Prozent.

Beschränkungen bezüglich der Ausübung von Stimmrechten oder der Übertragung von Aktien sind nicht bekannt. Es bestehen keinerlei Stimmrechtskontrollen. Lediglich die Übertragung der von den oben genannten Personen gehaltenen Aktien bedarf der Zustimmung der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG. Des Weiteren liegen keine Aktien mit Sonderrechten vor, die Kontrollbefugnisse begründen könnten. Über die Ernennung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes entscheidet gemäß §§ 84 und 108 AktG der Aufsichtsrat mit einfacher Mehrheit. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen (§§ 133, 179 AktG). Die Hesse Newman Capital AG hat in § 9 Ziffer 4 ihrer Satzung von der in § 179 Abs. 1 S. 2 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, dem Aufsichtsrat zu übertragen. § 9 Ziffer 3 der Satzung sieht vor, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 13. Juni 2015 maximal 1,5 Mio. Aktien der Gesellschaft zurückzuerwerben.

Der Vorstand ist zur Ausgabe neuer Aktien lediglich auf Basis eines Beschlusses der Hauptversammlung befugt. Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Juli 2015 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 7,5 Mio. Euro zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden.

Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17. November 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 16. November 2013 einmalig oder mehrfach Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte mit oder ohne Wandlungs- oder Bezugsrechten (gemeinsam im Folgenden „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 100 Mio. Euro zu begeben. In diesem Zusammenhang können den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Bezugsrechte auf bis zu 7,5 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 7,5 Mio. Euro gewährt werden (bedingtes Kapital II). Das Bezugsrecht kann ausgeschlossen werden. Die Laufzeit der Schuldverschreibungen ist auf 20 Jahre begrenzt. Wahlweise kann die Ausgabe unter bestimmten Bedingungen auch durch eine Konzerngesellschaft, an welcher die Hesse Newman Capital AG zu mindestens 75 Prozent mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, erfolgen.

Ferner bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Hesse Newman Capital AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern abgeschlossen wurden. Die Hesse Newman Capital AG hat lediglich eine Patronatsvereinbarung getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung wird auf der Homepage der Hesse Newman Capital AG (www.hesse-newman.de) veröffentlicht. Sie ist ferner im Geschäftsbericht in einem gesonderten Abschnitt enthalten.

Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat für das Geschäftsjahr 2011 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Der Vorstand gibt in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung ab:

„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

Hamburg, 30. März 2012

Hesse Newman Capital AG

Marc Drießen

Vorstand

Dr. Marcus Simon

Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hesse Newman Capital AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung) liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Die Angaben nach § 289a HGB waren gemäß § 317 Abs. 2 S. 3 HGB nicht Gegenstand der Prüfung. Die Prüfung nach § 317 HGB ist so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften (und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung) und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

München, 30. März 2012

**O&R Oppenhoff &Rädler AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Heidemann, Wirtschaftsprüfer

Rössler, Wirtschaftsprüfer

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der jeweils geltenden Fassung („DCGK“) seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen werden wird. Nicht angewandt wurden und werden die folgenden Empfehlungen:

Unterstützung bei der Durchführung von Briefwahlen

Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 DCGK sehen vor, dass die Gesellschaft die Durchführung von schriftlichen Abstimmungen vor der Hauptversammlung (sog. „Briefwahlen“) durch die Bereithaltung von entsprechenden Formularen und auf sonstige Weise unterstützt. Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, vor und in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Briefwahl durchzuführen. Beide Methoden einer mittelbaren Mitwirkung an der Abstimmung (Briefwahl und Stimmrechtsvertretung durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter) sind im Wesentlichen gleichwertig; deutliche Vorteile der Briefwahl sind nicht erkennbar. Die Einführung der Briefwahl führte zu weiterem Aufwand bei der Formularerstellung und der Abstimmungsauswertung.

Ernennung eines Vorsitzenden oder eines Sprechers im Vorstand

Ziffer 4.2.1 S. 1 DCGK sieht vor, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder einen Sprecher haben soll. Dieser Empfehlung wird nicht entsprochen, da die Gesellschaft gegenwärtig durch zwei Vorstände mit klarer Ressortverteilung repräsentiert wird.

Empfehlungen zur Vorstandsvergütung

Gemäß Ziffer 4.2.3 DCGK sollen variable Bestandteile der Vergütung der Vorstandsmitglieder positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen und Abfindungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung sollen bestimmten Begrenzungen unterliegen. Diesen Empfehlungen wird derzeit noch nicht entsprochen, da die Anstellungsverträge aus dem Jahr 2008 der Rechtslage vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entsprechen und als Altverträge einer einseitigen Anpassung nicht zugänglich sind.

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Nach Ziffer 5.3.1 S. 1 DCGK soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht satzungsgemäß nur aus drei Personen, sodass eine Bildung von Ausschüssen wenig sinnvoll erscheint und alle Aufgaben gemeinsam wahrgenommen werden.

Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrates

Ziffer 5.4.6 Abs. 2 DCGK empfiehlt für die Mitglieder des Aufsichtsrates neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung. Die Satzung der Hesse Newman Capital AG sieht eine erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder derzeit nicht vor. Die derzeit den Aufsichtsratsmitgliedern geschuldete feste Vergütung bewegt sich eher am unteren Rand einer üblichen Vergütung, sodass die Vereinbarung erfolgsorientierter Bestandteile insgesamt eine Erhöhung der Gesamtvergütung nach sich ziehen würde.

Veröffentlichung des Konzernabschlusses

Abweichend von Ziffer 7.1.2 S. 3 DCGK erfolgt die Veröffentlichung des Konzernabschlusses, des Halbjahresfinanzberichtes und der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung nicht innerhalb der kürzeren Fristen des DCGK, sondern in Übereinstimmung mit dem WpHG, weil aus Sicht der Gesellschaft für ein Unternehmen dieser Größenordnung die gesetzlichen Fristen angemessen erscheinen.

Ältere Entsprechungserklärungen sind auf der Website des Unternehmens (www.hesse-newman.de) veröffentlicht.

Hamburg, 20. März 2012

Hesse Newman Capital AG

Vorstand und Aufsichtsrat

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2011 stand für die Hesse Newman Capital AG im Zeichen deutlichen Wachstums und erfolgreichen Ausbaus der Marktstellung insbesondere im Bereich der Core-Immobilien.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz und Satzung der Hesse Newman Capital AG obliegenden Aufgaben und Pflichten im Berichtsjahr 2011 mit großer Sorgfalt wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens begleitet und beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG informierte den Aufsichtsrat zeitnah und regelmäßig über die wesentlichen Fragen der Geschäftsführung und stand insbesondere zum Aufsichtsratsvorsitzenden in laufendem Kontakt bezüglich grundlegender Ereignisse. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist von großer Transparenz geprägt und ermöglicht eine effektive Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Kontrollgremiums.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Ein Hauptaugenmerk der Aufsichtsratstätigkeit des Jahres 2011 lag auf der Beratung mit dem Vorstand hinsichtlich des deutlichen Wachstums des Geschäftsumfanges der Gesellschaft in einem unsicheren konjunkturellen und starken regulatorischen Veränderungen ausgesetzten Umfeld. Intensiv wurden in jeder Aufsichtsratssitzung der Geschäftsverlauf, die Platzierungssituation und die Chancen und Risiken neuer Fondsobjekte ebenso diskutiert wie eine Diversifikation der Produktpalette.

Sitzungen

Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG hat sich im Jahr 2011 zu insgesamt vier Präsenzsitzungen zusammengefunden und zwei telefonische Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Außerdem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Auf Wunsch des Aufsichtsrates hat der Vorstand an all diesen Sitzungen teilgenommen und auf Basis des allgemeinen Berichtswesens und gesonderter Analysen über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, das Risikomanagement und wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Wichtige Tagesordnungspunkte waren unter anderem:

Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2011
Erörterung des Konzernzwischenberichtes und der Quartalsergebnisse
Kurz- und mittelfristige Unternehmensplanungen
Beschlussfassungen zu konkreten Investitionsvorhaben für geschlossene Fonds
Weiterentwicklung des Geschäftsmodells
Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung

Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG hat keine Ausschüsse gebildet, da er unverändert aus drei Mitgliedern besteht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf. Hinzuweisen ist auf die Funktion von Klaus Mutschler als Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG und seine Rolle als Gesellschafter der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, der Hauptgesellschafterin der Hesse Newman Capital AG.

Personelle Veränderungen

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand gab es im Jahr 2011 nicht. Personelle Kontinuität ist ein wesentlicher Erfolgsgarant von Hesse Newman Capital.

Corporate Governance

Die verantwortungsvolle und transparente Leitung und Kontrolle des Unternehmens ist für Hesse Newman Capital von besonderer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. März 2012 eine gemeinsame Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die im Rahmen der Erklärung des Vorstandes zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 jeweils am 30. März 2012 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorschlag des Vorstandes an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns fristgerecht vorgelegt. Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte O&R Oppenhoff & Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde zudem von den Abschlussprüfern das von der Hesse Newman Capital AG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem geprüft.

Die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat ihre Berichte über Art und Umfang sowie über das Ergebnis ihrer Prüfungen (Prüfungsberichte) vorgelegt. Die genannten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat hat die Vorlagen des Vorstandes und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. In seiner Sitzung am 11. April 2012 ließ sich der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht eingehend erläutern.

Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über seine Prüfungen, insbesondere seine Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen, berichtet sowie seine Prüfungsberichte erläutert. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und diese ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte – wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführten Prüfungen selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie des Gewinnverwendungsvorschlages sind keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Mit der Billigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Unternehmen mit der des Vorstandes in dessen Lagebericht und Konzernlagebericht überein.

O&R Oppenhoff & Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unseren Feststellungen und nach den uns erteilten Auskünften sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass gegen den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen zu erheben sind. Als Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir daher der Hesse Newman Capital AG für den Abhängigkeitsbericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1.) die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, (2.) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Abhängigkeitsbericht wurde auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Vorstand hat den Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt. Er hat die notwendigen Vorkehrungen zur Erfassung der Rechtsgeschäfte und sonstigen Maßnahmen getroffen, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG als beherrschendem Unternehmen oder mit dieser verbundenen Unternehmen vorgenommen oder unterlassen hat. Nach dem Ergebnis der Prüfung sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen nicht vollständig erfasst worden sind. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes sind nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hesse Newman Capital AG seine Anerkennung für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr aus.

Hamburg, im April 2012

Hesse Newman Capital AG

Ralf Brammer, Vorsitzender des Aufsichtsrates