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Camerit AG Annual Report 2011

Apr 26, 2012

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Annual Report

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Publication

Hesse Newman Capital AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis 31.12.2011

Konzernlagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Hesse Newman Capital ist ein auf hochwertige Sachwertfonds spezialisiertes Emissionshaus. Im Geschäftsjahr 2011 konnte das Unternehmen seine Marktstellung insbesondere im Bereich der Immobilienfonds weiter ausbauen. Mit einem Schwerpunkt auf Core-Immobilien in attraktiven Lagen fanden Hesse Newman Capital-Fonds das Interesse zahlreicher, vor allem privater Anleger. Im Zweitmarkt lag die Haupttätigkeit in der sorgfältigen Auswahl geeigneter Zielfonds und dem Management der Bestandsportfolios.

Ein erfahrenes Immobilienteam kümmert sich ebenso um Akquisition neuer Objekte, rechtliche Strukturierung und Fondskonzeption wie um das fortlaufende Management der Bestandsimmobilien. Es konzentriert sich hierbei auf sicherheitsorientierte Konzepte: Hochwertige Gebäude an bevorzugten deutschen bzw. europäischen Standorten mit langfristigen Mietverträgen bonitätsstarker Mieter sowie gemischt genutzte Immobilien mit hoher Risikodiversifikation stehen im Fokus der Objektauswahl.

Die Hesse Newman Zweitmarkt AG ist das Kompetenzzentrum für die Bewertung von Anteilen am Zweitmarkt gehandelter geschlossener Fonds. Ihre Analysten beobachten fortlaufend insbesondere die Schifffahrtsmärkte, bewerten Schiffsfonds und sind verantwortlich für die Investitionen und das Portfoliomanagement der Hesse Newman-Zweitmarktfonds. Außerdem sondieren sie den Markt generell hinsichtlich interessanter Schiffsprojekte und unterstützen die Hesse Newman Capital AG in der Strukturierung von Zweitmarktfonds.

Die Platzierung der Hesse Newman-Fonds erfolgt deutschlandweit über Banken, Sparkassen, Finanzvertriebe und unabhängige Finanzvermittler. Das Vertriebsteam der Hesse Newman Capital AG besteht aus langjährig erfahrenen Fondsspezialisten und ist regional organisiert.

Die TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH ist die Treuhandkommanditistin der Fonds und erbringt für die Fondsgesellschaften die Kommunikation mit den Anlegern. So wird das gesamte Leistungsspektrum eines Emissionshauses für geschlossene Fonds über den gesamten Lebenszyklus eines Fonds von der Akquisition bis zum Bestandsmanagement in einer schlanken und effizienten Unternehmensstruktur erbracht.

Geschäftsverlauf

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft startete zunächst recht verheißungsvoll in das Jahr 2011. Die konjunkturelle Erholung nach der vorüber geglaubten Wirtschaftskrise wurde jedoch zuerst durch die japanische Natur- und Reaktorkatastrophe und nachfolgend von der vor allem europäischen Schuldenkrise abrupt ins Stocken gebracht. Zahlreiche westliche Länder wurden aufgrund hoher Verschuldung und laufender Budgetdefizite in ihrer Bonität herabgestuft mit der Folge, dass insbesondere einige europäische Peripheriestaaten mit harten Sparmaßnahmen um ihre Refinanzierungsfähigkeit ringen und vielfach ihr Wirtschaftswachstum zum Erliegen kommt. Mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2011 und keinen guten Aussichten für das erste Quartal 2012 stehen viele europäische Staaten an der Schwelle einer Rezession.

Während in Europa die Probleme aber mit harten Sparmaßnahmen angepackt werden, kann sich in den USA die Politik nicht auf eine konzertierte und energische Kurskorrektur einigen. Schuldenstand und laufendes Haushaltsdefizit übertreffen die entsprechenden Werte der Eurozone deutlich, massive Sparbeschlüsse sind im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2012 aber kaum zu erwarten. Wirtschaftswachstum und Beschäftigungszuwachs verharren auf moderatem Niveau, vor allem getragen durch das Anziehen des privaten Konsums.

Japan wurde durch die Fukushima-Katastrophe so stark betroffen, dass es die Verluste im weiteren Jahresverlauf trotz rascher Aufbauarbeiten nicht wettmachen konnte. Die abschwächende Weltwirtschaft und der starke Yen belasteten die exportabhängige drittgrößte Volkswirtschaft im vierten Quartal so stark, dass es zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes kam.

Die Schwellenländer haben sich im Jahr 2011 insgesamt positiv entwickelt, sind zum Jahresende aber ebenfalls, wenn auch in unterschiedlichem Maße, von der globalen Abkühlung betroffen: Auf China und Indien mit ordentlichen Wachstumsraten und steigendem Konsum stützen sich viele globale Konjunkturhoffnungen, während andere Wachstumsmärkte wie z. B. Osteuropa stärker mit der Eurozone verflochten und dementsprechend in den Sog der Euro-Krise geraten sind. In Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Afrika hingegen spürt man die schwächere Rohstoffnachfrage.

Trotz der Krise im Euroraum hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 ein starkes Wachstum verzeichnen können: Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3 Prozent. Allerdings verdeckt dieser Jahreswert, dass sich die deutsche Konjunktur zum Jahresende abgeschwächt hat und das BIP im vierten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal sogar um 0,2 Prozent gesunken ist. Damit hinterlassen der weltweite Konjunkturabschwung und die Euro-Krise deutliche Spuren auch in Deutschland. Am Arbeitsmarkt war davon noch nicht viel zu spüren: Laut Bundesagentur für Arbeit betrug die Arbeitslosenquote im Dezember 6,6 Prozent und liegt damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im Dezember 41,47 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 572.000 oder 1,4 Prozent. Die deutschen Verbraucher schauen auch deshalb wieder optimistischer in die Zukunft: Nachdem der GfK-Konsumklimaindex im Jahresverlauf 2011 zunächst gesunken war, geht es seit Oktober wieder aufwärts mit dem Verbrauchervertrauen. Und die Unternehmen sind ebenfalls wieder etwas positiver gestimmt: Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich im Januar 2012 den dritten Monat in Folge verbessert. Zwar ist die Geschäftslage der Unternehmen im Januar etwas weniger gut als noch im Dezember, dafür haben sich die Geschäftserwartungen deutlich verbessert. Die wirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2012 sind verhalten optimistisch: Die Bundesregierung geht von einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent aus.

An den wichtigsten Aktienmärkten ging es turbulent zu: Wurden sie durch die japanische Naturkatastrophe im März 2011 nur kurzfristig und vergleichsweise moderat auf Talfahrt geschickt, so führten die Sorgen um die Refinanzierungsfähigkeit der südeuropäischen Länder ab Ende Juli zu einem drastischen Kursrutsch: DAX und Eurostoxx 50 büßten bis Mitte September fast 30 Prozent ein, die Schwellenländer (abgebildet durch den Index MSCI Emerging Markets EUR) rund 20 Prozent, der Dow Jones knapp 15 Prozent. Insbesondere europäische Finanztitel verloren an Wert, da viele Finanzinstitute große Bestände an europäischen Staatsanleihen halten. Im vierten Quartal 2011 erholten sich diese Märkte recht deutlich, allerdings geprägt von hohen Volatilitäten.

Die internationalen Rentenmärkte waren im Jahr 2011 geprägt von einer Flucht in vermeintlich sichere Märkte: Insbesondere der deutsche und Schweizer, aber auch der US-Rentenmarkt profitierten von der hohen Nachfrage nach sicheren und liquiden Titeln. Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen verzeichneten ebenso wie die US-amerikanischer 10-jähriger Treasuries historische Tiefststände von deutlich unter 2 Prozent. Im Gegenzug gerieten die Staatsanleihen der europäischen Peripherieländer unter starken Verkaufsdruck.

In der ersten Jahreshälfte befand sich die globale Wirtschaft auf einem recht robusten Wachstumspfad und die Rohstoffpreise für Nahrungsmittel, Energie und Metalle notierten entsprechend auf hohem Kursniveau. Speziell getrieben durch die Libyen-Krise befand sich der Ölpreis auf seinem Jahresmaximum. Mit dem Stimmungswandel im August und der Sorge um eine Rezession in Europa und auch eine starke Konjunkturabschwächung in China fielen die Rohstoffpreise, insbesondere für Industriemetalle. Wie im Aktienmarkt setzte dann im vierten Quartal selektiv eine Erholung ein.

Der Euro hat im Jahr 2011 gegenüber einer ganzen Reihe von Währungen an Wert eingebüßt. Die Sorge um mögliche Staatspleiten und den Zusammenbruch der Eurozone stärkte den US-Dollar ebenso wie z.B. den Japanischen Yen, die Norwegische Krone und insbesondere den Schweizer Franken, der nur durch massive Interventionen der Schweizer Nationalbank und die Festlegung einer Obergrenze für den Wechselkurs bei CHF 1,20 pro Euro gehalten werden konnte.

Branchenentwicklung

Das im Jahr 2011 in geschlossene Fonds investierte Eigenkapital belief sich auf 5,9 Mrd. Euro und lag damit unwesentlich über dem Niveau des Vorjahres. Wie die Branchenzahlen 2011 des VGF Verband Geschlossene Fonds e.V. zeigen, war das Fondsvolumen von 9,9 Mrd. Euro aufgrund eines geringeren Fremdkapitalanteils sogar um 0,9 Mrd. Euro rückläufig.

Stärkste Assetklasse mit einem platzierten Eigenkapital von 2,2 Mrd. Euro und einem Marktanteil von 38,2 Prozent waren auch im Jahr 2011 die deutschen Immobilienfonds. In diesem Segment gab es mit rund 610 Mio. Euro auch den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Es folgen ausländische Immobilienfonds mit 795 Mio. Euro (+72 Mio. Euro) und Energiefonds mit 637 Mio. Euro (-195 Mio. Euro) platziertem Eigenkapital (Marktanteil 13,6 bzw. 10,9 Prozent).

Die ehemals starken Schiffsfonds trugen nur noch 506 Mio. Euro zur Gesamtplatzierung bei, 104 Mio. Euro hiervon entfielen allein auf Eigenkapitalerhöhungen sanierungsbedürftiger Fonds. Ebenso rückläufig sind Flugzeugfonds mit 316 Mio. Euro Eigenkapital (-291 Mio. Euro), stärker nachgefragt waren Private Equity (469 bzw. +66 Mio. Euro) und Infrastrukturfonds (415 bzw. +365 Mio. Euro).

Diese Platzierungszahlen zeigen die Vorliebe insbesondere privater Anleger für traditionelle Anlagen wie "Betongold" und das Interesse an vergleichsweise sicheren Cashflows. Infrastrukturfonds hingegen wurden vor allem bei institutionellen Investoren platziert. Über alle Assetklassen hinweg stieg deren Eigenkapitalinvestment um 68 Prozent auf 1,0 Mrd. Euro, während der Beitrag privater Investoren um 8 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro zurückging.

Am gesunkenen Fondsvolumen bzw. den gestiegenen Eigenkapitalquoten in nahezu allen Assetklassen ist zu erkennen, dass die Finanzierung der Fondsobjekte weiterhin restriktiv gehandhabt wird. Insgesamt ist die Beschaffung geeigneter Fondsobjekte durch den starken Wettbewerb unterschiedlicher Investorengruppen um interessante Objekte für die Emissionshäuser eine große Herausforderung.

Stärkste Partner in der Platzierung des Eigenkapitals sind nach wie vor die Banken und Sparkassen mit einem Marktanteil von 54 Prozent des bei Privatanlegern platzierten Eigenkapitals. Es folgen mit 33 Prozent die unabhängigen Finanzberater.

Im Jahr 2011 hat der deutsche Gesetzgeber das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts verabschiedet, das insbesondere Veränderungen in der Prospekterstellung, im Vertrieb sowie in der Rechnungslegung geschlossener Fonds nach sich ziehen wird. Hinzu kommt auf europäischer Ebene die Alternative Investment Fund Manager Directive (AIFM), die neue Anforderungen an das Management geschlossener Fonds stellt. Ein Entwurf der Europäischen Kommission zu konkreten Durchführungsmaßnahmen wird kurzfristig erwartet, danach muss die nationale Umsetzung geregelt werden.

Geschäftsentwicklung von Hesse Newman Capital

Hesse Newman Capital erzielte im Geschäftsjahr 2011 das bisher beste Platzierungsergebnis: 134,4 Mio. Euro Eigenkapital konnten für Immobilienfonds und maritime Investments insbesondere bei privaten Anlegern eingeworben werden. In der Rangliste des VGF liegt Hesse Newman Capital damit auf Platz 14 in der Gesamteigenkapitalplatzierung und jeweils Platz 8 bei den Immobilienfonds Deutschland bzw. Ausland.

Sehr rasch verlief zu Beginn des Jahres die weitere Platzierung des Fonds Hesse Newman Classic Value 2, der das Stadtquartier Bahnhofsplatz Blankenese mit einem Ensemble aus sechs Neubauten mit Wohn-, Büro- und Einzelhandelsnutzung, zwei Tiefgaragen, einem Pavillon auf dem Bahnhofsvorplatz und dem historischen Bahnhofsgebäude erworben hat. Im Zeitraum Januar bis März investierten die Anleger 27,9 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio in diesen Fonds.

Für den Fonds Hesse Newman Classic Value mit der zentral zwischen Bankenviertel und Messe im Europaviertel Frankfurt am Main gelegenen Hauptverwaltung der Deutschen Bahn AG wurden im Jahr 2011 rund 28,0 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben. Diese beiden Fonds haben damit ihre Emissions- und Investitionsphase erfolgreich abgeschlossen.

Im weiteren Jahresverlauf wurden gleich drei weitere Immobilienfonds konzipiert: Als Erstes ging der Fonds Hesse Newman Classic Value 3 in die Platzierung, der in ein zentral im Brüsseler Quartier Leopold gelegenes Gebäude investiert, das im Wesentlichen langfristig an die Europäische Kommission vermietet ist. Die Europäische Kommission hat in diesem Gebäude ihr Welcome-Office, die zentrale Anlaufstelle für alle EU-Bediensteten, und Teile ihrer Personalabteilung eingerichtet. Im Erdgeschoss gibt es zudem zwei kleine Einzelhandelsflächen. Das Quartier Leopold, aufgrund der vielen dort ansässigen EU-Institutionen auch europäisches Viertel genannt, ist auch beliebte Adresse zahlreicher Botschaften. Für diesen Fonds wurden bis zum Jahresende 28,9 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben.

Es folgte der Fonds Hesse Newman Classic Value 4 mit einem modernen GreenBuilding im neu entstandenen Hamburger Quartier 21. Unter dem Motto "Leben und Arbeiten im Park" wurden hier auf einem ehemaligen Krankenhausgelände 21 denkmalgeschützte Bestandsgebäude in der bestehenden Parklandschaft mit 16 modernen Gebäuden kombiniert. Bis zu 1.500 Menschen werden in diesem Quartier zukünftig wohnen und arbeiten. Das nach ökonomischen und ökologischen Kriterien als GreenBuilding konzipierte Fondsobjekt bietet in zwei Gebäudeteilen rund 13.700 Quadratmeter Bürofläche, die langfristig an die Hochtief AG vermietet sind, die hier ihre bisher in Hamburg an verschiedenen Standorten agierenden Geschäftseinheiten unter einem Dach zusammenführen wird ("One roof - all solutions"-Konzept). Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss dienen der Nahversorgung des Quartiers und sind ebenfalls langfristig an z. B. Rewe (Lebensmittelmarkt mit Back-Shop), die Drogeriemarktkette Budnikowsky, denn's Biomarkt oder die Targobank vermietet. Für diesen Fonds wurden im Jahr 2011 rund 1,1 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben.

Den Abschluss machte der Fonds Hesse Newman Classic Value 5 mit der exklusiven Seniorenwohnanlage Augustinum am Bodensee. Diese in Meersburg mit unverbaubarem Blick über den Bodensee gelegene Immobilie bietet 266 Apartments mit Wohnflächen zwischen 40 und 140 Quadratmetern und einer hochwertigen und seniorengerechten Ausstattung. Hinzukommen, wie auch in den anderen Wohnanlagen der Augustinum Gruppe üblich, ein eigenes Restaurant, ein Theater- und Veranstaltungssaal, ein Schwimmbad sowie ein Wellness- und Fitnessbereich. 33,1 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio wurden im Jahr 2011 für diesen Fonds platziert.

Im Bereich der maritimen Investments wurde der Fonds Hesse Newman Shipping Balance konzipiert, der wie sein Vorgänger ein breit gestreutes Portfolio von Zweitmarkt-Schiffsbeteiligungen aufbauen wird. Hierfür wurden im Jahr 2011 0,5 Mio. Euro Eigenkapital inklusive Agio eingeworben. Außerdem wurden rund 15,0 Mio. Euro Eigenkapital für Container-Direktinvestments platziert.

Die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH verlief planmäßig. Der diesbezügliche Finanzertrag umfasst den Ergebnisanspruch für das laufende Jahr in Höhe von 2,1 Mio. Euro sowie einen Ertrag aus der Zeitwertbewertung der stillen Beteiligung in Höhe von 0,1 Mio. Euro.

Zu Beginn des Jahres 2012 steht zunächst die weitere Platzierung der im Vertrieb befindlichen Fonds im Vordergrund. Weitere interessante Fondsobjekte sind bereits in der Anbahnung, deren Platzierung im Sommer starten könnte. Der Schiffszweitmarkt bietet weiterhin gute Investitionschancen, leidet aber in der allgemeinen Wahrnehmung stark unter den negativen Nachrichten über die Schifffahrtskrise und die zahlreichen notleidenden Schiffsfonds. Die Hesse Newman Zweitmarkt AG wird deshalb auch Produkte in anderen Zweitmärkten entwickeln.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Schuldenkrise mit ihren möglichen Folgen auch für die deutsche Konjunktur ist Hesse Newman Capital vorsichtig optimistisch, die guten Platzierungszahlen des Jahres 2011 auch im Jahr 2012 erreichen zu können. Es bleibt allerdings abzuwarten, welche Kosten aus der Umsetzung der neuen regulatorischen Anforderungen zusätzlich auf die Gesellschaft zukommen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Ertragslage 2011 der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochtergesellschaften stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

in Mio. EUR 2011 2010
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse 19,5 8,4
Materialaufwand und Bestandsveränderungen -12,9 -4,7
Personalaufwand -3,7 -2,6
Abschreibungen und Wertminderungen -0,1 -0,1
Sonstige betriebliche Erträge 1,2 1,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3,2 -2,9
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 0,8 -0,9
Finanzergebnis 2,0 1,9
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 2,8 1,0
Ertragsteuern -0,1 0,1
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2,7 1,1
Konzernjahresergebnis 2,7 1,1

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 132 Prozent bzw. 11,1 Mio. Euro gestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung war die Platzierung von 119 Mio. Euro (Vorjahr: 52 Mio. Euro) Eigenkapital für Immobilienfonds mit einem Beitrag zu den Umsatzerlösen in Höhe von 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro). Eingeworben wurden weiterhin 15,0 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro) für Containerinvestments mit Umsatzerlösen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Der Rohertrag verzeichnet einen Zuwachs von 3,7 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro. Aufgrund des höheren Anteils an Umsatzerlösen aus Eigenkapitalvermittlungen, denen Aufwendungen für Vertriebspartner in ungefähr gleicher Höhe gegenüberstehen, ist die Materialaufwandsquote von 56 Prozent im Vorjahr auf 66 Prozent angestiegen.

Durch erfolgsabhängige Vergütungen sowie einen Anstieg der Mitarbeiterzahl von 26 auf 32 im Jahresdurchschnitt hat sich der Personalaufwand um 1,1 Mio. Euro bzw. 40 Prozent erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen auf Weiterbelastungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro), Erträge aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden über unverändert 0,2 Mio. Euro sowie auf sonstige periodenfremde Erträge über 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Darüber hinaus konnten im Geschäftsjahr 2011 Schadenersatzleistungen aus Gewährleistungen Dritter in Höhe von 0,2 Mio. Euro vereinnahmt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Geschäftswachstum nur moderat um 0,3 Mio. Euro bzw. 10 Prozent gestiegen. Die Kostenzunahme entfällt insbesondere auf den Bereich der Vertriebsunterstützung. In der Folge wurde ein positives Ergebnis aus operativer Geschäftstätigkeit (EBIT) in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio.) erzielt.

Das Finanzergebnis in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) ist gekennzeichnet durch Erträge im Zusammenhang mit der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH über 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro). Der Zinssaldo hat sich insbesondere aufgrund von nicht wiederkehrenden Einmaleffekten des Vorjahres (-0,4 Mio. Euro) von -0,6 Mio. Euro auf -0,2 Mio. Euro verbessert.

Die Ertragsteuern in Höhe von -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) entfallen mit -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro) auf laufende Ertragsteuern und mit 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) auf latente Steuern. Insgesamt konnte der Konzernjahresüberschuss von 1,1 Mio. Euro um 1,6 Mio. Euro bzw. 145 Prozent auf 2,7 Mio. Euro gesteigert werden. Entsprechend ergibt sich ein Anstieg des Ergebnisses je Aktie von 0,07 Euro auf 0,18 Euro.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochtergesellschaften wird im Folgenden mit Stand zum 31. Dezember 2011 zusammengefasst und dem Vorjahr gegenübergestellt:

in Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28,4 25,6
Forderungen 7,4 6,0
Zahlungsmittel 2,5 1,0
Steuererstattungsansprüche 2,2 1,9
Vorräte 0,6 0,8
Übrige Vermögenswerte 0,7 0,7
Summe Vermögenswerte 41,8 36,0
Eigenkapital 23,3 20,6
Gesellschafterdarlehen 7,2 6,9
Finanzschulden 5,5 3,7
Steuerschulden 2,4 2,0
Übrige Schulden 3,4 2,8
Summe Eigenkapital und Schulden 41,8 36,0

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Mio. Euro bzw. 16 Prozent gestiegen.

Auf der Aktivseite haben sich die sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 2,8 Mio. Euro auf 28,4 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg resultiert insbesondere aus kurzfristig ausgereichten Darlehen im Zusammenhang mit Zwischenfinanzierungen für Fondsgesellschaften (2,7 Mio. Euro). Der Anstieg der Forderungen um 1,4 Mio. Euro steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Ergebnisanspruch aus der stillen Beteiligung für das Geschäftsjahr 2011. Bezüglich der Erhöhung der Zahlungsmittel wird auf den nachfolgenden Abschnitt "Finanzlage" verwiesen.

Auf der Passivseite ist die Stärkung des Eigenkapitals um das Konzernjahresergebnis 2011 über 2,7 Mio. Euro ersichtlich. Im Zusammenhang mit der Finanzierung der ausgereichten Zwischenfinanzierungsdarlehen sind die Finanzschulden um 1,8 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg der übrigen Schulden um 0,6 Mio. Euro entfällt im Wesentlichen auf erhöhte Umsatzabgrenzungen zum Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote ist geringfügig von 57 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 56 Prozent zurückgegangen.

Die Finanzschulden in Höhe von 5,5 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind durch fristenkongruente kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 6,4 Mio. Euro gedeckt. Die ausgereichten und aufgenommenen Darlehen wurden zu festen Zinsätzen kontrahiert und unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko. Die Gesellschafterdarlehen unterliegen hingegen Zinsänderungsrisiken, da die Verzinsung auf variablen Marktzinssätzen basiert. Risiken aus drohenden Änderungen von Kreditkonditionen sind derzeit nicht erkennbar.

Finanzlage

Nachfolgend wird die Finanzlage 2011 der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochtergesellschaften anhand der zusammengefassten Kapitalflussrechnung mit dem Vorjahr verglichen:

in Mio. EUR 2011 2010
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
fortgeführte Bereiche 3,1 -1,2
aufgegebene Bereiche -0,3 -1,7
2,8 -2,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit
fortgeführte Bereiche 0,3 0,5
aufgegebene Bereiche 0,3 1,7
0,6 2,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
fortgeführte Bereiche -1,9 -
Nettomittelzufluss/-abfluss
fortgeführte Bereiche 1,5 -0,7
aufgegebene Bereiche - -
1,5 -0,7
Finanzmittelfonds am Beginn der Periode 1,0 1,7
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2,5 1,0

Die Finanzlage der Unternehmensgruppe ist im Berichtsjahr 2011 durch den Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,8 Mio. Euro gekennzeichnet (Vorjahr: -2,9 Mio. Euro). Hierin enthalten sind Zahlungseingänge auf Forderungen aus Ergebnisansprüchen aus der stillen Beteiligung in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Die Cashflows aus der Investitionstätigkeit 2011 enthalten Zahlungseingänge aus der Tilgung von Zwischenfinanzierungen in Höhe von 3,7 Mio. Euro, denen Auszahlungen für Zwischenfinanzierungen in Höhe von 3,0 Mio. Euro gegenüberstehen. Der Nettomittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Finanzierung der Zwischenfinanzierungsdarlehen mit Mittelaufnahmen über 4,0 Mio. Euro, denen Mittelrückführungen in Höhe von 5,9 Mio. Euro gegenüberstehen. Insgesamt ist der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro gestiegen. Nicht ausgenutzte zugesagte Kreditlinien stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen in den dargestellten Geschäftsjahren zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Liquiditätsentwicklung nach dem Bilanzstichtag sowie die Liquiditätsplanung des Konzerns zeigen keine Anzeichen von drohenden Liquiditätsengpässen.

Das Finanzmanagement von Hesse Newman Capital soll zu jedem Zeitpunkt eine ausreichende Liquidität gewährleisten. Dieses Ziel wird durch eine laufende Liquiditätsüberwachung, Planvergleiche und zeitnahe Maßnahmen sichergestellt.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes ist Hesse Newman Capital ein anerkanntes Emissionshaus für Sachwertbeteiligungen insbesondere im Immobilienbereich mit einem breiten Netzwerk an kompetenten Partnern in der Projektbeschaffung, Finanzierung und Platzierung. Die Produktpipeline ist gut gefüllt und verspricht auch im Jahr 2012 ein gutes Platzierungsergebnis. Nach wie vor schwer einzuschätzen sind aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung das Kapitalanlageverhalten unserer Kunden und die Entwicklung des Marktes für geschlossene Fonds. Für die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH wird mit einer planmäßigen Entwicklung und einem positiven, wenn auch sinkenden Ergebnisbeitrag gerechnet und die weitere Entwicklung regelmäßig verfolgt.

Geschäftsentwicklung der Segmente

Die Segmentberichterstattung orientiert sich am internen Reporting, das nach handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt.

Segment "Emission und Konzeption"

Das Segment "Emission und Konzeption" wird durch die Hesse Newman Capital AG repräsentiert und umfasst die Konzeption sowie den Vertrieb von Beteiligungsprodukten in der Form geschlossener Fonds. Hierunter fallen die an Fondsgesellschaften erbrachten Dienstleistungen Finanzierungsvermittlung, Gewährung von Platzierungsgarantien, Projektierung, Prospekterstellung sowie Einwerbung von Beteiligungskapital. Entsprechend werden hiermit im Zusammenhang stehende Aufwendungen diesem Segment zugerechnet, die im Wesentlichen Provisionen an Vertriebspartner, Personalkosten sowie weitere betriebliche Aufwendungen betreffen. Im Finanzergebnis werden im Wesentlichen Finanzierungskosten aus der Darlehensgewährung der Mehrheitsgesellschafterin sowie Ergebnisanteile aus der Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH ausgewiesen. Das im Vorjahr gesondert geführte Segment "Versicherungsvermittlung" wird nunmehr unter dem Segment "Emission und Konzeption" geführt; die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Das Segmentergebnis stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

in Mio. EUR 2011 2010
Umsatzerlöse 20,2 8,7
Materialaufwand -12,8 -4,6
Personalaufwand -3,4 -2,3
Abschreibungen und Wertminderungen -0,1 -0,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2,1 -2,2
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 1,8 -0,5
Finanzergebnis 1,9 2,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3,7 1,5
Steueraufwand -0,4 -0,1
Segmentergebnis 3,3 1,4

Die Umsatzerlöse des Segments betragen für das Geschäftsjahr 2011 20,2 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) und wurden im Wesentlichen aus Immobilienfonds erzielt. Aufgrund der hohen Eigenkapitalplatzierung und der damit einhergehenden Erfassung von Vergütungen von Vertriebspartnern ist die Materialaufwandsquote von 53 Prozent auf 63 Prozent gestiegen. Der Rohertrag beläuft sich auf 7,4 Mio. Euro gegenüber 4,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Personalaufwand ist im Zuge erfolgsabhängiger Vergütungsansprüche und durch eine erhöhte durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 1,1 Mio. Euro angestiegen. Das sonstige betriebliche Ergebnis enthält im Wesentlichen Mietkosten, Kosten für Vertrieb, Werbung und Marketing sowie Rechts- und Beratungskosten. In der Folge wurde ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro) erzielt. Das Finanzergebnis spiegelt insbesondere die Ergebnisbeteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH in Höhe von 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) wider. In Summe hat sich das Segmentergebnis deutlich von 1,4 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro verbessert.

Segment "Zweitmarkt"

Das Segment "Zweitmarkt" erbringt Dienstleistungen für Fondsgesellschaften in Bezug auf die Bewertung und den An- und Verkauf von Anteilen an geschlossenen Fonds sowie Portfoliomanagement-Dienstleistungen. Dieses Segment hat nach einem positiven Segmentergebnis im Geschäftsjahr 2010 über 0,1 Mio. Euro ein negatives Segmentergebnis in Höhe von -0,1 Mio. Euro erzielt. Dabei waren im Wesentlichen Umsatzerlöse in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro), Personalkosten über 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) sowie ein ausgeglichenes sonstiges betriebliches Ergebnis (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Segment "Anlegerverwaltung"

Das Segment "Anlegerverwaltung" weist wie im Vorjahr ein ausgeglichenes Segmentergebnis auf. Aufgrund der noch jungen Platzierungshistorie weist das durch die Tochtergesellschaft TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH repräsentierte Segment noch keine wesentlichen Umsatzerlöse bzw. Ergebnisbeiträge auf.

Nachtragsbericht

Der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns 2011 der Hesse Newman Capital AG in Höhe von TEUR 3.194 sieht einen Vortrag auf neue Rechnung vor.

Chancen

Hesse Newman Capital hat im Jahr 2011 in einem stagnierenden Beteiligungsmarkt deutlich wachsen können und sich als Emissionshaus für transparente und anlegerfreundliche Kapitalanlagekonzepte gut im Markt positioniert. Die Konzentration auf langfristig an bonitätsstarke Mieter an guten Standorten vermietete Core-Immobilien erwies sich als erfolgreich. Diese gute Marktstellung gilt es in einem schwierigen Marktumfeld zu verteidigen und sich bietende Gelegenheiten für profitables Wachstum zu nutzen.

Risikobericht

Risikomanagement-System

Aufgabe des Risikomanagement-Systems der Hesse Newman Capital ist es, Risiken für die gesamte Gruppe strukturiert zu erfassen, zu bewerten und zu dokumentieren. Es soll die Geschäftsführung und die Mitarbeiter in die Lage versetzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Das Risikomanagement erfasst in einem koordinierten Prozess alle Unternehmensbereiche und alle Teilschritte der Wertschöpfung und wird durch eine geeignete Risikomanagement-Software unterstützt. Über die wesentlichen Risiken wird regelmäßig berichtet, neue Risiken werden ad hoc gemeldet. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung der Risiken und die Einhaltung der Richtlinien in der Unternehmensgruppe.

Die Risikopolitik der Hesse Newman Capital ist darauf ausgerichtet, Risiken des operativen Geschäfts bewusst zu steuern und keine unverhältnismäßigen Risiken einzugehen. Die Risikosteuerung hat nicht die totale Vermeidung von Risiken zum Ziel, sondern einen bewussten und systematischen Umgang mit diesen Risiken. Der Erwerb von Fondsobjekten und die Strukturierung eines Beteiligungsangebots werden daher grundsätzlich von externen Beratern begleitet, die Marktfähigkeit eines Produkts im steten Austausch mit potenziellen Vertriebspartnern geprüft.

Im Folgenden werden die mit der künftigen Entwicklung des Unternehmens verbundenen Risiken detailliert dargestellt. Die aufgeführten Sachverhalte können sich in erheblichem Maße negativ auf die Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der einzelnen Gesellschaften wie auch des Gesamtunternehmens auswirken.

Risiken aus Veränderungen des regulatorischen Umfelds

Ausgelöst durch die Finanzkrise im Jahr 2008 hat sich die Europäische Union eine stärkere Überwachung der Finanzmärkte zum Ziel gesetzt. Reguliert werden sollen nun auch die Verwalter alternativer Investmentfonds, die nicht bereits der OGAW-Richtlinie für Organismen für gemeinsame Anlagen von Wertpapieren unterliegen und zu denen die geschlossenen Fonds zählen. Am 21. Juli 2011 ist eine entsprechende EU-Richtlinie für die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-RL) in Kraft getreten, die den gesetzlichen Rahmen für die nun zu fassenden konkreten Durchführungsvorschriften bildet. Bis zum 22. Juli 2013 müssen die EU-Mitgliedsstaaten diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt haben.

Die AIFM-Richtlinie hat umfangreiche Auswirkungen auf das Fondsgeschäft und die Manager geschlossener Fonds. So wird eine Verwahrstelle einzurichten sein, die die aus dem Investmentfondsbereich bekannte Trennung von Verwalter und Verwahrer gewährleistet. Der Manager des Fonds muss ein Compliance-System einrichten, mit dem die Einhaltung der operativen und strukturellen Vorgaben der AIFM-Richtlinie genauso gewährleistet wird wie die Analyse, Überwachung und Steuerung der fondsspezifischen Risiken.

Zusätzlich zu dieser EU-Richtlinie für Fondsmanager hat der deutsche Gesetzgeber das Produkt des geschlossenen Fonds und dessen Vertrieb mit dem Beschluss des Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts stärker reguliert. Ziel ist die Verbesserung des Anlegerschutzes. Im Zentrum dieses Artikelgesetzes steht die Einführung des neuen Gesetzes über Vermögensanlagen (VermAnlG), hinzukommen Änderungen in zahlreichen anderen Gesetzen wie WpHG, KWG, WpPG, InvG, GewO und in der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV). Im Wesentlichen treten diese Änderungen am 1. Juni 2012 in Kraft, die Änderungen der Gewerbeordnung am 1. Januar 2013.

Im Vermögensanlagengesetz werden insbesondere die inhaltlichen und formalen Anforderungen an einen Verkaufsprospekt und dessen Veröffentlichung geregelt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft zukünftig nicht nur die Vollständigkeit des Verkaufsprospektes, sondern auch dessen Kohärenz und die Verständlichkeit des Inhalts. Außerdem ist die Erstellung eines Vermögensanlageninformationsblattes verpflichtend, in dem auf maximal drei Seiten die wesentlichen Informationen der Vermögensanlage so zusammengefasst sind, dass der Anleger sich ein rasches Bild über die Risiken und Chancen machen und das Produkt mit anderen Kapitalanlagen vergleichen kann. Hinzukommen eigene Prospekthaftungsnormen für Vermögensanlagenprospekte und die Angleichung der Verjährungsregelungen an die allgemeinen Fristen des BGB sowie neue Rechnungslegungsvorschriften, die die Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht durch einen Abschlussprüfer sowie die Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Jahresberichtes vorsehen.

Für Anbieter von Vermögensanlagen bedeutende Neuerungen finden sich auch in Änderungen des WpHG und KWG: Anteile an geschlossenen Fonds werden zukünftig wie z. B. Aktien und andere Wertpapiere als Finanzinstrumente qualifiziert, mit der Folge, dass Unternehmen, die gewerbsmäßig die Vermittlung geschlossener Fonds oder eine Beratung hierzu erbringen, als Wertpapierdienstleistungsunternehmen einzuordnen sind. Als solche müssen sie insbesondere die Wohlverhaltensregeln des WpHG unter Aufsicht der BaFin beachten, die beispielsweise die anlegergerechte Beratung, ein dem Anleger zur Verfügung zu stellendes Beratungsprotokoll und die Offenlegung von Provisionen vorschreiben. Außerdem stellt die Vermittlung und Beratung hinsichtlich von Vermögensanlagen eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung im Sinne des KWG dar, die von der BaFin beaufsichtigt wird.

Freie Vermittler, die ausschließlich die Wertpapierdienstleistung der Anlageberatung und Anlagevermittlung in Bezug auf Vermögensanlagen erbringen, werden jedoch durch Bereichsausnahmen im WpHG und KWG von der Qualifizierung als Wertpapierdienstleistungsunternehmen bzw. Finanzdienstleistungsinstitut ausgenommen und nicht der Aufsicht der BaFin unterliegen. Stattdessen wird in der Gewerbeordnung ein neuer Erlaubnistatbestand der Finanzanlagenvermittler geschaffen, die für diese Tätigkeit einer Erlaubnis der zuständigen Gewerbeaufsichtsbehörde bedürfen, die unter anderem die persönliche Zuverlässigkeit und einen Sachkundenachweis erfordert.

Für zahlreiche Tätigkeiten in Bezug auf die Emission und Verwaltung geschlossener Fonds gibt es ebenfalls Befreiungen von der KWG-Pflicht, wie z. B. die Organisation des Vertriebes, die Übernahme von Platzierungsgarantien oder die Treuhandtätigkeit.

Anders sieht es für den Zweitmarkt geschlossener Fonds aus: Das Betreiben von Zweitmarktplattformen (multilaterale Handelssysteme), die Verwaltung eines Dach- oder Zweitmarktfonds (Anlageverwaltung) und die Vermittlung von Zweitmarktanteilen (Anlagenvermittlung) sind nicht durch die geschaffenen Bereichsausnahmen gedeckt und fallen unter die Erlaubnispflicht nach § 32 KWG.

Hesse Newman Capital verfolgt als Mitglied des VGF (Verband für geschlossene Fonds e.V.) alle diese gesetzgeberischen Änderungen aufmerksam und hat eine Arbeitsgruppe gebildet sowie externe Berater beauftragt, die sich um die zeitnahe Umsetzung aller Auflagen kümmern. Damit kommen auf Hesse Newman Capital insbesondere Kosten und interne Aufwendungen aus der Umsetzung der regulatorischen Vorgaben zu, deren Höhe heute noch nicht abschließend kalkuliert werden kann. Ebenso ist noch nicht abzusehen, wie sich die freien Vermittler auf die neuen Regularien einstellen und ob diese Auswirkungen auf das Platzierungsvolumen des freien Vertriebes haben. Für die Hesse Newman Zweitmarkt AG entsteht aus der KWG-Erlaubnis-Pflicht ein nicht unerheblicher Aufwand. Zudem ist fraglich, ob die freien Vermittler aufgrund der KWG-Pflicht der Zweitmarktvermittlung zukünftig weiter in diesem Bereich tätig sein werden oder als Zuführer von Zweitmarktanteilen ausfallen und der gesamte Einkauf entweder über Zweitmarktplattformen oder direkt mit dem Verkäufer abgewickelt wird. Auf die Fondsgesellschaften kommen aus den erweiterten Rechnungslegungsvorschriften und z.B. der Einführung einer Verwahrstelle ebenfalls zusätzliche Kosten zu, die die Profitabilität und damit Attraktivität dieser Kapitalanlagen schmälern und Auswirkungen auf die Kundennachfrage haben können. Alle diese Kosten stellen ein Risiko für die Ertragslage der Hesse Newman Capital AG dar, dem durch eine möglichst effiziente Umsetzung der neuen regulatorischen Anforderungen begegnet wird.

Risiken aus Veränderungen der steuerlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen

Der Erfolg der geschlossenen Fonds der Hesse Newman Capital hängt in unterschiedlichem Maße von der Fortdauer der bei der Prospektierung zugrunde gelegten rechtlichen und steuerlichen Regelungen ab. Eine Änderung dieser Rahmenbedingungen im In- und Ausland liegt nicht im Ermessen von Hesse Newman Capital, könnte sich aber negativ auf die bereits platzierten Fonds oder das Neugeschäft auswirken, verbunden mit entsprechenden Effekten auf die Umsatz- und Ertragslage des Emissionshauses und der gesamten Gruppe.

Außerdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung rückwirkend die steuerlichen Vorteile der vertriebenen Fonds ganz oder in Teilen aberkennt. Dies würde sich nachteilig auf die Bestandsfonds auswirken und zu einem Reputationsschaden führen, der Einbußen im Neugeschäft zur Folge haben kann.

Die Zusammenarbeit mit erfahrenen rechtlichen und steuerrechtlichen Beratern soll diese Risiken minimieren.

Risiken der aktuellen Kapitalmarktentwicklung

Die Schuldenkrise und das Abflauen der Weltwirtschaft können die Kapitalanleger zunehmend verunsichern und deren Interesse an langfristigen Investments verringern, was zu einer Verzögerung der Platzierung der Hesse Newman-Fonds führen kann. Eine durch die Schuldenkrise ausgelöste Verknappung von Kreditmitteln kann zudem die Realisierung von Fondsprojekten erschweren. Hesse Newman Capital begegnet diesen Risiken durch eine sicherheits- und damit anlegerorientierte Auswahl der Fondsobjekte und die Zusammenarbeit mit einer möglichst breiten Auswahl von Finanzierungspartnern.

Risiken aus nachlassender Kundennachfrage

Der Markt für geschlossene Fonds verharrte im Jahr 2011 im Vergleich zu den Boomjahren 2004 bis 2007 auf etwa halbiertem Niveau. Zwar hat der von Hesse Newman Capital favorisierte Bereich der deutschen bzw. europäischen Core-Immobilien am besten abgeschnitten und im Vergleich zum Vorjahr sogar wachsen können, gleichzeitig ist aber auch der Wettbewerb der Anbieter und die Anzahl der in diesem Segment angebotenen Fonds deutlich gewachsen. Den Risiken eines weiterhin stagnierenden Marktes begegnet Hesse Newman Capital mit einer immer größer werdenden Basis an Vertriebspartnern und einer Konzentration auf von Kunden besonders nachgefragte, sicherheitsorientierte Fonds mit langfristig kalkulierbaren Cashflows.

Wettbewerbsrisiko

Der Marktrückgang und die Konzentration auf wenige aus Kundensicht attraktive Assetklassen erhöhen den Wettbewerb unter den Emissionshäusern um gute Objekte genauso wie um platzierungsstarke Vertriebspartner. In der Folge besteht das Risiko steigender Assetpreise zu Lasten der Erlöse des Emissionshauses sowie erhöhter Vertriebsaufwendungen. Dieser Situation versucht Hesse Newman Capital durch eine starke Akquisitionsabteilung und die Konzeption sowohl für Kunden als auch Vertriebspartner besonders attraktiver Kapitalanlagen zu begegnen.

Risiko mangelnder Verfügbarkeit von Investitionsobjekten

Der Platzierungserfolg von Hesse Newman Capital hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit attraktiver Assets für die Konzeption und Emission der Beteiligungsangebote ab. Hierbei spielen insbesondere der Preis bzw. das Rendite-Risiko-Verhältnis und ein günstiges steuerliches und rechtliches Umfeld eine wichtige Rolle. Sollte es Hesse Newman Capital über einen längeren Zeitraum hinweg nicht gelingen, dem Publikum hinreichend attraktive Beteiligungsangebote anzubieten, besteht das Risiko, dass es zu nachhaltigen Einbußen im Neugeschäft mit entsprechenden Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens kommt. Dieses Risiko versucht Hesse Newman Capital durch ein Team erfahrener Mitarbeiter mit guten Kontakten zu Projektlieferanten zu beherrschen.

Vertriebliche Risiken

Hesse Newman Capital vertreibt geschlossene Fonds über Banken und Sparkassen, Finanzvertriebe und unabhängige Finanzvermittler. Die Gewinnung und die laufende Zusammenarbeit mit einer ausreichenden Zahl qualifizierter Vertriebspartner spielen für den geschäftlichen Erfolg der Hesse Newman Capital daher eine entscheidende Rolle. Erhebliche Beeinträchtigungen der Umsatz- und Ertragslage des Emissionshauses könnten eintreten, wenn es nicht gelänge, in ausreichendem Maße Vertriebspartner an sich zu binden. Der Aufbau einer möglichst breiten Vertriebsstruktur soll dieses Risiko vermindern.

Reputationsrisiken

Der langfristige Erfolg von Hesse Newman Capital hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung der emittierten Fonds ab. Eine negative Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften kann den Ruf des Emissionshauses schädigen und den Verlust des Anlegervertrauens bewirken. Dieses kann nicht nur spezielle Produktlinien, sondern im Extremfall die gesamte Hesse Newman Capital mit all ihren Beteiligungsangeboten betreffen. Hieraus könnte wiederum eine deutliche Verschlechterung der Umsatz- und Ertragsentwicklung des Emissionshauses selbst wie auch der gesamten Unternehmensgruppe resultieren.

Prospekthaftungsrisiken

Als Emissionshaus ist die Hesse Newman Capital AG für die Richtigkeit und Vollständigkeit der im Verkaufsprospekt gemachten Angaben verantwortlich und haftet hierfür als Anbieterin gegenüber den Anlegern. Die Verkaufsprospekte werden mit größter Sorgfalt erstellt und zudem von einem Wirtschaftsprüfer sowohl hinsichtlich der Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Angaben als auch der Plausibilität von Annahmen und der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken und Chancen nach den "Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen" (IDW S 4) begutachtet. Für die steuerlichen Aussagen des Prospekts wird zudem ein Steuergutachten erstellt. Allerdings können alle diese Maßnahmen keine vollständige Gewähr für die Prospektangaben oder den wirtschaftlichen Erfolg der Kapitalanlage bieten, sodass nicht auszuschließen ist, dass Anleger aufgrund fehlender oder falscher Prospektangaben Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung geltend machen. Dieses hätte negative Auswirkungen auf die Ertragslage, Umsatzentwicklung und Reputation der Unternehmensgruppe.

Beratungshaftungsrisiken

Den Vertriebspartnern kommt die Aufgabe zu, ihren Kunden die Beteiligungsangebote des Emissionshauses im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Beratung zu präsentieren und dabei die erforderlichen Aufklärungs- und Informationspflichten mit der notwendigen Sorgfalt zu erfüllen. Substanzielle Risiken könnten sich für Hesse Newman Capital ergeben, wenn Vertriebspartner ihre Sorgfaltspflicht bei der Kundenberatung vernachlässigen. Denn es gibt in der aktuellen Rechtsprechung Tendenzen, die Aufklärungs- und Beratungspflichten im Vertrieb von Kapitalanlageprodukten zu erhöhen und Beratungsfehler von Vertriebspartnern dem Emittenten der Kapitalanlage zuzurechnen.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern steuert seine Liquidität durch Planungen über verschiedene Zeithorizonte und ein ständiges Monitoring der Ist-Situation, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zur Liquiditätssicherung ergreifen zu können. In einem weiterhin volatilen Marktumfeld sind Umsatzprognose und Liquiditätsplanung allerdings mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, sodass ein zusätzlicher externer Liquiditätsbedarf entstehen könnte. Das Management geht davon aus, einen solchen Bedarf entweder durch eine Bankfinanzierung oder weitere Mittel der Hauptgesellschafterin SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG decken zu können.

Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG hat Hesse Newman Capital in den Jahren 2007 bis 2009 Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt, die kurzfristig kündbar sind und heute mit insgesamt 7,2 Mio. Euro valutieren. In der Vergangenheit hat die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG diese Darlehen nicht fällig gestellt, sondern im Gegenteil auf erhebliche Darlehensbeträge vollständig verzichtet. Auch aktuell gibt es keine Anzeichen für die Kündigung der Gesellschafterdarlehen, sondern die klare Aussage seitens der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, dass diese Gelder dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung stehen sollen.

Des Weiteren besteht im operativen Bereich das Risiko, dass Platzierungsgarantien für neue Fondsprojekte eine Liquiditätsbelastung begründen könnten. Darüber hinaus werden für die Gewährung von kurzfristigen Zwischenfinanzierungen für Fondsgesellschaften Finanzschulden aufgenommen. Durch ein laufendes Working-Capital-Management, welches insbesondere die zeitnahe Rückzahlung der gewährten Mittel, der operativen Forderungen sowie der Weiterbelastungen und Verauslagungen überwacht, stellt Hesse Newman Capital sicher, dass Finanzschulden und operative Verbindlichkeiten mittels Innenfinanzierung termingerecht bedient werden. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Finanzschulden für Zwischenfinanzierungen von Fondsgesellschaften und die operativen Verbindlichkeiten, definiert als Provisionen und sonstige Lieferungen und Leistungen zuzüglich abgegrenzter ausstehender Rechnungen, auf 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro). Die ausgereichten Darlehen für Zwischenfinanzierungen, die Provisionsforderungen und die Forderungen aus Weiterbelastungen betragen zum Bilanzstichtag 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro).

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten

Hesse Newman Capital hält als Finanzinstrument eine stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH und ist dementsprechend an deren Ergebnis beteiligt. Im Konzernabschluss ist dieses Finanzinstrument mit 15 Mio. Euro in der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" und mit 6,2 Mio. Euro in der Klasse "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" erfasst worden. Der Bilanzansatz wird mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens bestimmt und unterliegt demnach dem Risiko von Prognoseunsicherheiten und Schwankungen der Bewertungsparameter, die sich jeweils im Rahmen der Aufstellung der Unternehmensplanung zum Jahresende ergeben können.

Die Parameter und das Bewertungsverfahren sind im Konzernanhang unter Ziffer 7.1 dargestellt; Sensitivitäten werden unter Ziffer 5.1 erläutert. Demnach besteht ein Bewertungsrisiko in Höhe von maximal 6,2 Mio. Euro, das sich in Folgeperioden auf den Bilanzansatz des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstruments auswirken kann. In der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" sind ferner Forderungen aus Ergebnisansprüchen und gewährten Darlehen gegen diese Gesellschaft in Höhe von insgesamt 4,8 Mio. Euro ausgewiesen.

Als Rechtsnachfolgerin der Rothmann &Cie. AG ist die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH (HFT) verantwortlich für die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen, die Konzeption und den Vertrieb der von der Rothmann &Cie. AG in der Vergangenheit angebotenen Beteiligungsmodelle. Diese Prospekthaftung bezieht sich auf die inzwischen ausgelaufenen Produktlinien LeaseFonds, LogisFonds und TrustFonds sowie weitere Beteiligungsangebote. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Erstellung der jeweiligen Emissionsprospekte und der Einbeziehung rechtlicher und steuerlicher Berater ist nicht auszuschließen, dass die HFT rechtskräftig in Prospekthaftung genommen wird mit entsprechenden Auswirkungen auf ihre Ertragslage.

Als Rechtsnachfolgerin der Dr. Conrad Treuhand GmbH ist die HFT außerdem als Treuhandkommanditistin für die Einhaltung von Sorgfaltspflichten den Treugebern gegenüber verantwortlich, deren Verletzung ebenfalls zu Haftungstatbeständen führen und Auswirkungen auf die Ertragslage der HFT haben kann. Dem Risiko wird durch den Abschluss einer Versicherung begegnet, die allerdings summenmäßigen Beschränkungen unterliegt.

Ein geringerer Ertrag der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH aus der laufenden Anlegerbetreuung hat eine geringere Vergütung des stillen Gesellschafters Hesse Newman Capital AG zur Folge und gegebenenfalls erhebliche Auswirkungen auf die Werthaltigkeit des Finanzinstruments "Stille Beteiligung" und damit auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage von Hesse Newman Capital.

Das maximale Ausfallrisiko beträgt für die Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" TEUR 32.215 (Vorjahr: TEUR 26.51 7) sowie für die Klassen "Erfolgswirksam/ erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" insgesamt TEUR 6.201 (Vorjahr: TEUR 6.067).

Die Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten steuert das Management über die zeitnahe Analyse von Monatsabschlüssen und sonstigen Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH. Die Monatsabschlüsse werden jeweils mit der Unternehmensplanung verglichen, um Abweichungen und Trends frühzeitig zu erkennen.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2011 wurden keine Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken gehalten.

Zinsrisiko

Hesse Newman Capital hat wesentliche Finanzierungen zu variablen und marktabhängigen Zinssätzen aufgenommen. Falls das Management es für wirtschaftlich vorteilhaft hält oder falls vertragliche Auflagen bestehen, werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die unter den Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten angegebene Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der stillen Beteiligung erfolgte unter Zugrundelegung des aktuellen Zinsniveaus. Eine zukünftige Änderung des Zinsniveaus auf den Kapitalmärkten würde sich auf die Bewertung dieses Finanzinstruments auswirken. Dieses Risiko wird gesteuert durch die kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung an den Kapitalmärkten, um erforderliche Anpassungen der Bewertungen zeitnah vornehmen zu können.

Währungsrisiko

Die Hesse Newman Capital AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen keinem Währungsrisiko.

Kreditrisiko

Das Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird laufend durch die Finanzabteilung überwacht. Zum Bilanzstichtag bestehen keine überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind. Die nicht fälligen Forderungen, für welche keine Wertminderungen berücksichtigt wurden, entfallen insbesondere auf Provisionsforderungen gegen Fondsgesellschaften, welche fällig sind, sobald es die Liquiditätslage der Fondsgesellschaft erlaubt. Dieses ist insbesondere bei Immobilienfonds erst regelmäßig nach der Übernahme des Investitionsgutes der Fall. Die Forderungen sind werthaltig, da von einer vollständigen und termingerechten Vollplatzierung des Emissionskapitals ausgegangen wird.

Risiken aus Eventualschulden

Hesse Newman Capital hat zur Sicherstellung der Finanzierung von Fondsgesellschaften Platzierungsgarantien ausgereicht, die am 31. Dezember 2011 mit 59,5 Mio. Euro valutierten und im Falle einer Inanspruchnahme innerhalb eines Jahres fällig werden. Aufgrund der verbleibenden Zeit für das Einwerben des Eigenkapitals und des aktuellen Interesses der Vertriebspartner an diesen Objekten geht das Management davon aus, dass diese Garantien nicht in Anspruch genommen werden. Hesse Newman Capital hat außerdem eine Bürgschaft für ein Darlehen der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH übernommen, welches zum 31. Dezember 2011 mit 2,7 Mio. Euro valutierte, und haftet gegebenenfalls für dessen Rückführung.

Abhängigkeit von Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselpositionen

Zur Erreichung ihrer Unternehmensziele und zur erfolgreichen Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells ist Hesse Newman Capital darauf angewiesen, in notwendigem Maße qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und diese langfristig zu binden. Ist dies nicht im erforderlichen Umfang möglich, so können hieraus nachhaltig negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Umsatzsituation sowie die künftige Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften und der gesamten Gruppe resultieren. Der Erfolg der einzelnen Tochtergesellschaften und von Hesse Newman Capital als Gesamtheit hängt von einer begrenzten Anzahl an Schlüsselpersonen ab. Der Verlust solcher Entscheidungsträger könnte zu Verzögerungen in der Weiterentwicklung des Unternehmens sowie zu substanziellen Umsatz- und Ertragseinbußen auf Einzelgesellschafts- wie auf Gesamtunternehmensebene führen.

Risiken aus der Nutzung von EDV-Systemen

Der Geschäftsbetrieb der Hesse Newman Capital basiert auch auf der raschen Übertragung und der effizienten Verarbeitung von Daten. Alle Gesellschaften des Unternehmens setzen zu diesem Zweck umfangreiche EDV-Systeme ein. Trotz umfassender Vorkehrungen, die zur Datensicherung und zur Überbrückung allfälliger Probleme getroffen wurden, sind Störungen bzw. Ausfälle von EDV-Systemen nicht völlig auszuschließen. Neben Datenverlusten können Mängel in der Datenverfügbarkeit, Fehler oder Funktionsprobleme bei der eingesetzten Software, eine verminderte Datenübertragungsgeschwindigkeit, Serverausfälle aufgrund von Hard- oder Softwarefehlern, Unfälle, Sabotageakte und andere Störungen auftreten. In ungünstigen Fällen könnte dies zu erheblichen Reputationsschäden, zu einer Beeinträchtigung von Kundenbeziehungen sowie zu einer schlechteren Umsatz- und Ertragsentwicklung einzelner Tochtergesellschaften und damit des gesamten Unternehmens führen.

Internes Kontrollsystem

Eingebettet in das Risikomanagement-System ist das interne Kontrollsystem. Beides liegt in der Ressortverantwortung des Finanzvorstandes. Das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist zunächst abhängig von der Qualität der zugrunde liegenden Einzelabschlüsse. Hier wird durch Funktionstrennungen und die Festlegung von Zuständigkeiten bezüglich Erstellungs- und Überwachungsprozessen die geforderte Qualität sichergestellt. Durch den Einsatz von fachkundigen Mitarbeitern, eines adäquaten Finanzbuchhaltungssystems mit festgelegten Zugriffsbeschränkungen und entsprechender IT-Sicherheit wird die erforderliche Datensicherheit geschaffen. Andere operative interne Kontrollsysteme insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Einkauf werden für die Verprobung der Abschlussqualität herangezogen. Darauf aufbauend erfolgt die Erstellung der Konzernabschlüsse in einem revisionssicheren Buchhaltungssystem. Hier werden die handelsrechtlichen Einzelabschlüsse auf IFRS übergeleitet und erforderliche Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen. Die Schreibrechte sind beschränkt auf sachkundige Mitarbeiter.

Durch die Aufstellung von IFRS-Konzernmonatsabschlüssen werden Informationen zeitnah an die Verantwortlichen übermittelt, sodass Bewertungsrisiken frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Der Vorstand hat ein Vier-Augen-Prinzip eingerichtet und stellt zudem sicher, dass die an dem Prozess beteiligten Mitarbeiter Fortbildungsmöglichkeiten wahrnehmen, um die Auswirkungen von neuen Standards auf die Konzernabschlusserstellung beurteilen zu können. Die Überprüfung erkannter Risiken und kritischer Bilanzierungsfragen erfolgt gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Wirtschaftsprüfern.

Das bedeutendste Instrument des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems basiert auf täglich kommunizierten Statistiken zum platzierten Eigenkapital. Diese Umsatzstatistiken werden nach den Ebenen Fonds, Vertriebspartner und Vertriebsmitarbeiter dargestellt. Diese Statistiken werden monatlich disaggregiert auch nach weiteren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren aufbereitet und dem Vorstand zur Verfügung gestellt.

Prognose

Im Geschäftsjahr 2011 hat Hesse Newman Capital sehr erfolgreich Immobilienfonds strukturieren und platzieren können. Der Vertrieb dreier Immobilienfonds geht über den Jahreswechsel hinaus und bietet eine gute Basis für den Fortgang der Platzierung auch im Jahr 2012. Darüber hinaus werden aussichtsreiche Verhandlungen über weitere Immobilienprojekte geführt und auch in der Hesse Newman Zweitmarkt AG wird an einer Erweiterung der Produktpalette gearbeitet.

Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Schuldenkrise und einer auch in Deutschland schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung mit einem derzeit stagnierenden Markt für geschlossene Fonds ist es schwer, das Kapitalanlageverhalten unserer Kunden und die weitere Entwicklung des Marktes für geschlossene Fonds einzuschätzen.

Das Management geht davon aus, in den kommenden Jahren 2012 und 2013 das Volumen des platzierten Eigenkapitals halten bzw. in einem freundlicheren Marktumfeld auch weiter steigern zu können. Für das Jahr 2012 sind eine Eigenkapitalplatzierung in Höhe von 125 bis 150 Mio. Euro und ein Umsatz von 19 bis 24 Mio. Euro geplant. Veränderungen in der Gebührenstruktur der konzipierten Fonds und die Kosten der Regulierung gehen aber zu Lasten des Ergebnisses. Im Finanzergebnis werden rückgängige Ergebnisse aus der stillen Beteiligung erwartet. Die Vermögenslage wird weiterhin geprägt sein von dem Bilanzansatz der stillen Beteiligung sowie durch das in der Vergangenheit zur Verfügung gestellte Fremdkapital der Hauptgesellschafterin. Darüber hinaus werden die im Rahmen der Emission und Konzeption üblichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Provisionen sowie Zahlungsmittel die Vermögens- und Finanzlage prägen.

Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

Neben fixen Gehaltsbestandteilen erhalten Mitglieder des Vorstandes variable und erfolgsabhängige Vergütungen in der Form von Tantiemen. Die variablen Vergütungen richten sich grundsätzlich nach der Höhe des Ergebnisses vor Steuern (EBT). Zusagen auf Leistungen, die für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt werden, sind in den Vorstandsverträgen nicht vereinbart. Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung in der Form von beispielsweise zugesagten Wandelschuldverschreibungen oder Aktienoptionen bestehen nicht.

Übernahmerelevante Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der Hesse Newman Capital AG ist eingeteilt in 15 Mio. auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der Stimmrechtsanteil der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz, an der Hesse Newman Capital AG beträgt zum 31. Dezember 2011 46,46 Prozent. Diese Stimmrechtsanteile sind Klaus Mutschler, Zürich/Schweiz, zuzurechnen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Brammer hält zum 31. Dezember 2011 Stimmrechtsanteile in Höhe von 12,88 Prozent, die Vorstandsmitglieder Marc Drießen sowie Dr. Marcus Simon jeweils 12,51 Prozent.

Beschränkungen bezüglich der Ausübung von Stimmrechten oder der Übertragung von Aktien sind nicht bekannt. Es bestehen keinerlei Stimmrechtskontrollen. Lediglich die Übertragung der von den oben genannten Personen gehaltenen Aktien bedarf der Zustimmung der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG. Des Weiteren liegen keine Aktien mit Sonderrechten vor, die Kontrollbefugnisse begründen könnten. Über die Ernennung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes entscheidet gemäß §§ 84 und 108 AktG der Aufsichtsrat mit einfacher Mehrheit. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen (§§ 133, 179 AktG). Die Hesse Newman Capital AG hat in § 9 Ziffer 4 ihrer Satzung von der in § 179 Abs. 1 S. 2 AktG vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, dem Aufsichtsrat zu übertragen. § 9 Ziffer 3 der Satzung sieht vor, dass die Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 13. Juni 2015 maximal 1,5 Mio. Aktien der Gesellschaft zurückzuerwerben.

Der Vorstand ist zur Ausgabe neuer Aktien lediglich auf Basis eines Beschlusses der Hauptversammlung befugt. Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Juli 2015 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 7,5 Mio. Euro zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden.

Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 17. November 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 16. November 2013 einmalig oder mehrfach Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte mit oder ohne Wandlungs- oder Bezugsrechten (gemeinsam im Folgenden "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 100 Mio. Euro zu begeben. In diesem Zusammenhang können den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Bezugsrechte auf bis zu 7,5 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 7,5 Mio. Euro gewährt werden (bedingtes Kapital II). Das Bezugsrecht kann ausgeschlossen werden. Die Laufzeit der Schuldverschreibungen ist auf 20 Jahre begrenzt. Wahlweise kann die Ausgabe unter bestimmten Bedingungen auch durch eine Konzerngesellschaft, an welcher die Hesse Newman Capital AG zu mindestens 75 Prozent mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, erfolgen.

Ferner bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Hesse Newman Capital AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern abgeschlossen wurden. Die Hesse Newman Capital AG hat lediglich eine Patronatsvereinbarung getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots steht.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung wird auf der Homepage von Hesse Newman Capital (www.hesse-newman.de) veröffentlicht. Sie ist ferner im Geschäftsbericht in einem gesonderten Abschnitt enthalten.

Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat für das Geschäftsjahr 2011 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Der Vorstand gibt in diesem Bericht die folgende Schlusserklärung ab:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Hamburg, 30. März 2012

Der Vorstand

Marc Drießen

Dr. Marcus Simon

KONZERNBILANZ Konzernabschluss für das Geschäftsjahr ZUM 31. DEZEMBER 2011

in TEUR Ziffer 31.12.2011 31.12.2010
VERMÖGENSWERTE
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.1 22.007 21.891
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 7.7 3.191 1.403
Latente Steuererstattungsansprüche 7.14 2.184 1.886
Sachanlagen 7.2 291 302
Immaterielle Vermögenswerte 7.3 223 280
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 7.4 82 91
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.5 44 26
28.022 25.879
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.1 6.427 3.672
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 7.7 3.804 4.149
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.6 2.501 1.031
Vorräte 7.10 558 828
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 7.8 442 412
Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche 7.9 - 44
13.732 10.136
Summe Vermögenswerte 41.754 36.015
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 7.11 15.000 15.000
Rücklagen 7.12 8.341 5.663
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zustehendes Kapital und Rücklagen 23.341 20.663
Minderheitenanteile -13 -1
23.328 20.662
SCHULDEN
Langfristige Schulden
Latente Steuerschulden 7.14 1.992 1.957
1.992 1.957
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 7.15 8.014 8.054
Finanzschulden 7.18 5.526 3.677
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7.17 2.471 1.624
Laufende Ertragsteuerschulden 7.19 402 41
Rückstellungen 7.16 21 -
16.434 13.396
Summe Schulden 18.426 15.353
Summe Eigenkapital und Schulden 41.754 36.015

Die Erläuterungen auf den Seiten 49 bis 84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

in TEUR Ziffer 2011 2010
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse 8.1 19.577 8.413
Materialaufwand 8.2 -12.928 -4.681
Personalaufwand 8.3 -3.670 -2.614
Abschreibungen und Wertminderungen 7.2-3 -135 -127
Sonstige betriebliche Erträge 8.4 1.192 1.003
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.5 -3.202 -2.912
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 8.6 -9 38
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 825 -880
Finanzerträge 8.7 2.507 2.637
Finanzaufwand 8.8 -548 -716
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.784 1.041
Ertragsteuern 8.9 -121 52
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2.663 1.093
Konzerngesamtergebnis 2.663 1.093
davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.678 1.094
Minderheiten -15 -1
Ergebnis je Aktie, das den Aktionären des Mutterunternehmens im Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) 8.10 0,18 0,07

Die Erläuterungen auf den Seiten 49 bis 84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

Mutterunternehmen
in TEUR Ziffer Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Anteile der Minderheit Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2010 15.000 4.789 -9.796 - 9.993
Forderungsverzicht der Hauptgesellschafterin 7.12 - 3.485 - - 3.485
Verzicht auf Besserungsschein der Hauptgesellschafterin 7.12 - 6.091 - - 6.091
Entnahmen Kapitalrücklage 7.12 -9.885 9.885 - -
Konzerngesamtergebnis - - 1.094 -1 1.093
Stand 31. Dezember 2010 15.000 4.480 1.183 -1 20.662
Stand 1. Januar 2011 15.000 4.480 1.183 -1 20.662
Veräußerungen von Anteilen an Tochtergesellschaften 7.13 - - - 3 3
Konzerngesamtergebnis - - 2.678 -15 2.663
Stand 31. Dezember 2011 15.000 4.480 3.861 -13 23.328

Die Erläuterungen auf den Seiten 49 bis 84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011

in TEUR Ziffer 2011 2010
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern 9.3 834 -918
Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte 7.2-3 135 127
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Vermögenswerte 296 -2.666
Veränderung der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen - -50
Veränderung der Vorräte 7.10 270 -778
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten 1.057 129
Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen -290 -443
Gezahlte Ertragsteuern -23 -22
Erhaltene Ertragsteuern 44 36
Gezahlte Zinsen -168 -17
Erhaltene Zinsen 170 47
Erhaltene Zahlungen aus der stillen Beteiligung 500 1.811
Erhaltene Dividenden und Auszahlungen 2 -
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 9.2 -72 -142
Nettomittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.755 -2.886
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für:
Sonstige finanzielle Vermögenswerte -5.975 -4
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -66 -46
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen -21 -11
Erwerb von Tochterunternehmen 9.5 -2 -9
Einzahlungen aus Abgängen von:
Sonstigen finanziellen Vermögenswerten 6.650 546
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 5 -
Veräußerung von Tochterunternehmen 9.5 3 1.733
Nettomittelzufluss aus der Investitionstätigkeit 594 2.209
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 7.15 4.000 -
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden 7.18 -5.880 -
Nettomittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -1.880 -
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelfonds 1.469 -677
Finanzmittelfonds am 1. Januar 9.1 1.006 1.683
Finanzmittelfonds am 31. Dezember 9.1 2.475 1.006

Die Erläuterungen auf den Seiten 49 bis 84 sind ein integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzernanhang

1 Grundlegende Information

Die Hesse Newman Capital AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sitz der Gesellschaft ist Gorch-Fock-Wall 3 in 20354 Hamburg. Die Hesse Newman Capital AG ist im geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Der Gegenstand der Geschäftstätigkeit des Mutterunternehmens umfasst insbesondere die Beschaffung, Konzeption und den Vertrieb von Vermögensanlagen in Form von geschlossenen Fonds. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der Hesse Newman Capital AG und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden: Hesse Newman Capital) erstreckte sich im Geschäftsjahr 2011 insbesondere auf die Assetklasse Immobilien.

Dieser Konzernabschluss wurde am 30. März 2012 vom Vorstand der Hesse Newman Capital AG zur Veröffentlichung freigegeben.

2 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die Hesse Newman Capital AG unterliegt der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 HGB. Als börsennotiertes Unternehmen ist die Hesse Newman Capital AG infolge von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 dazu verpflichtet, den Konzernabschluss gemäß § 315a HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufzustellen. Dieser Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die verpflichtend anzuwendenden Standards in deutscher Sprache können der am 3. November 2008 von der EU erlassenen Verordnung (EG) Nr. 1126/2008, zuletzt geändert am 18. Februar 2011, entnommen werden.

Darüber hinaus werden die vom nationalen Gesetzgeber geforderten und in § 315a Abs. 1 HGB genannten ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie die vom Aktiengesetz geforderten rechtsformspezifischen Vorschriften beachtet.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungskosten, erweitert durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie von Derivaten.

Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen. Des Weiteren macht die Anwendung der unternehmensweiten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Wertungen des Managements erforderlich. Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, sind unter Ziffer 5 aufgeführt.

2.2 Erstmalig angewendete neue Standards

Hesse Newman Capital berücksichtigt im Konzernabschluss Standards, Änderungen und Interpretationen, wenn diese vor Freigabe des Abschlusses durch die EU-Kommission angenommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung von Standards und Interpretationen erfolgt grundsätzlich nicht.

Die folgenden neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen, die verpflichtend für diesen Konzernabschluss anzuwenden sind, wurden im Berichtsjahr erstmalig angewendet:

Standard/ Interpretation Bezeichnung des Standards bzw. der Interpretation (neu oder geändert) oder Gegenstand der Änderung Veröffentlichung IASB EU-Endorsement
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 04.11.09 20.07.10
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung 08.10.09 24.12.09
IFRIC 14 IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung 26.11.09 20.07.10
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente 26.11.09 24.07.10
Diverse Annual Improvement-Projekt 2008-2010 06.05.10 19.02.11

In dem Standard IAS 24 wurden Erleichterungen aufgenommen, welche für Unternehmen anzuwenden sind, an denen der Staat beteiligt ist. Darüber hinaus wurden die Definitionen von nahestehenden Unternehmen und nahestehenden Personen überarbeitet.

In dem Standard IAS 32 wurde die Klassifizierung von Bezugsrechten in einer abweichenden funktionalen Währung geregelt. Rechte, Optionen oder Optionsscheine auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten eines Unternehmens, welche vorher als derivative Verbindlichkeiten einzustufen waren, sind nunmehr unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren.

Der IFRIC 14 zur Bilanzierung von Pensionen wurde dahingehend überarbeitet, dass nunmehr einige Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestbeitragszahlungen unter bestimmten Voraussetzungen als Vermögenswert angesetzt werden können. Die erstmalige Anwendung dieser Änderung hat retrospektiv zu erfolgen.

Die neue Interpretation IFRIC 19 regelt die Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten, welche ein Schuldner nach Neuaushandlung der Konditionen zur vollständigen oder partiellen Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten ausgibt.

Das Annual Improvement-Projekt 2008-2010 beinhaltet in Summe elf kleinere und nicht als dringlich angesehene Änderungen an insgesamt sechs unterschiedlichen IFRS-Standards und einer IFRIC-Interpretation.

Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns. Die vorstehend beschriebenen Standards, Interpretationen und Änderungen werden auf Hesse Newman Capital nur bei zukünftigen diesbezüglichen Transaktionen Auswirkungen entfalten. Darüber hinaus können sich Auswirkungen auf Angabepflichten im Konzernabschluss ergeben.

2.3 Standards, Interpretationen und Änderungen, die nicht vorzeitig angewendet wurden

Die Änderung "Übertragung finanzieller Vermögenswerte" des Standards IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" wurde vom IASB am 7. Oktober 2010 herausgegeben und von der EU-Kommission am 22. November 2011 in EU-Recht übernommen. Der Standard ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Juni 2011 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nicht erfolgt. Die Änderung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" soll den Nutzern von Finanzberichten einen verbesserten Einblick in Transaktionen geben, die eine Übertragung von finanziellen Vermögenswerten wie etwa Verbriefungen beinhalten, sodass insbesondere Angabepflichten für die bei der übertragenden Partei verbleibenden Restrisiken gefordert werden.

2.4 Standards, Interpretationen und Änderungen, die noch nicht von der EU-Kommission übernommen wurden

Die folgenden neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen, die verpflichtend für diesen Konzernabschluss anzuwenden sind, wurden im Berichtsjahr erstmalig angewendet:

Standard/

Interpretation
Bezeichnung des Standards bzw. der Interpretation (neu oder geändert) Veröffentlichung IASB Inkrafttreten
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung 16.12.11 2015
IFRS for SMEs IFRS für kleine und mittlere Unternehmen 09.07.09 -
IFRS 10 Konzernabschlüsse 12.05.11 2013
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 12.05.11 2013
IFRS 12 Angaben über das Engagement bei anderen Unternehmen 12.05.11 2013
IAS 27 Einzelabschlüsse 12.05.11 2013
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 12.05.11 2013
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwertes 12.05.11 2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine 19.10.11 2013
IFRS 1 Erstmalige Anwendung des IFRS 13.03.12 2013

Der am 28. Oktober 2010 neu herausgegebene Standard IFRS 9 ersetzt die ursprüngliche Veröffentlichung vom 12. November 2009 und regelt nunmehr insbesondere die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten. Am 16. Dezember 2011 hat der IASB das Inkrafttreten von Anfang 2013 auf Anfang 2015 verschoben sowie Erleichterungsvorschriften für die Darstellung von Vergleichszahlen und damit in Zusammenhang stehende Angaben in IFRS 7 geändert.

Der IFRS for SMEs enthält zahlreiche Erleichterungen für kleine und mittlere nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen oder Nicht-Finanzinstitutionen; welche Unternehmen diesen Standard zukünftig anwenden sollen bzw. dürfen sowie das Datum des Inkrafttretens liegt im Ermessen der jeweiligen nationalen Gesetzgeber.

Die Neufassung der Standards IAS 27 und IAS 28 sowie die Veröffentlichung der IFRS 10 bis IFRS 12 werden auch als Konsolidierungspaket bezeichnet:

IFRS 10 ersetzt das Konsolidierungsmodell des IAS 27 "Konzern und separate Einzelabschlüsse" sowie SIC 12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften".
IFRS 11 ersetzt IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" sowie SIC 13 "Gemeinschaftlich geführte Einheiten -nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen".
IFRS 12 verlangt detaillierte Angaben zu konsolidierten und nicht konsolidierten Unternehmen.
IAS 27 und IAS 28 werden um diejenigen Sachverhalte geändert, welche nunmehr in den veröffentlichten Standards IFRS 10 bis IFRS 12 geregelt sind.

Beherrschung im Sinne des IFRS 10 liegt vor, wenn ein Investor im Hinblick auf das Investitionsobjekt die Bestimmungsmacht hat, performanceabhängige Renditen erzielt und seine Bestimmungsmacht dazu nutzen kann, Erträge zu beeinflussen. IFRS 10 ersetzt die Regelungen des IAS 27 und des SIC 12 durch einen einheitlichen Beherrschungsbegriff, welcher durch eine Prinzipal Agenten-Beziehung charakterisiert ist ("delegated power").

IFRS 13 regelt zentral die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes und ersetzt die zum Teil inkonsistenten Regelungen in anderen Standards. Ferner werden in diesem Standard die hiermit in Zusammenhang stehenden Angabepflichten dargestellt.

Die Auswirkungen der vorstehend genannten Vorschriften auf den Konzernabschluss der Hesse Newman Capital werden zurzeit geprüft.

2.5 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bewertungsmethoden konsistent angewendet. Änderungen von Bewertungsmethoden wurden nicht vorgenommen.

2.6 Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaften), bei denen das Mutterunternehmen die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 Prozent. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden zum Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle auf das Mutterunternehmen mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Sie werden zum Zeitpunkt der Beendigung der Kontrolle entkonsolidiert.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Tochterunternehmens über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Konzern behandelt Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns. Beim Erwerb von Minderheitenanteilen wird die Differenz zwischen dem gezahlten Betrag und dem erworbenen Anteil des Buchwertes der Nettovermögenswerte des Tochterunternehmens im Eigenkapital erfasst. Gewinne oder Verluste bei Veräußerungen an Minderheiten werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Bei Vorhandensein unrealisierter Verluste wird dies jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert genommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

2.7 Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind diejenigen Unternehmen, auf die ein Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss ausübt, jedoch keine Kontrolle innehat. In der Regel liegt der Stimmrechtsanteil bei assoziierten Unternehmen zwischen 20 Prozent und 50 Prozent.

Die Bilanzierung erfolgt nach der Equity-Methode. Demnach werden bei Erwerb die Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen umfasst weiterhin den beim Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen.

Der Anteil des Konzerns an Ergebnissen von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen entsprechend in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden jeweils gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen den Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen unter Hinzurechnung anderer ungesicherter Forderungen übersteigt, werden keine weiteren Verluste erfasst, es sei denn, Konzernunternehmen sind für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder haben für das Unternehmen Zahlungen geleistet.

Unrealisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Das Gleiche gilt für unrealisierte Verluste, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswertes hin.

Der Abschlussstichtag des Konzerns stimmt mit dem Abschlussstichtag der einbezogenen assoziierten Unternehmen überein. Die Abschlüsse von assoziierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

2.8 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

2.9 Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Finanzvorstand als Hauptentscheidungsverantwortlichen übereinstimmt.

2.10 Währung und Darstellungsgenauigkeit

Die funktionale Währung ist die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Diese Währung repräsentiert die funktionale Währung und die Berichtswährung des Unternehmens. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind - falls nicht anders angegeben - alle Beträge in TEUR dargestellt; hierdurch können Rundungsdifferenzen entstehen.

Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem Briefkurs, Schulden mit dem Geldkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

2.11 Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Anschaffungskosten enthalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich unter Verwendung der linearen Methode. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung werden Nutzungsdauern zwischen drei und 13 Jahren verwendet. Die Restbuchwerte und die jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls angepasst.

2.12 Immaterielle Vermögenswerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Mutterunternehmens am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwertes auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss, bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen ziehen.

Erworbene Softwarelizenzen werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert. Die gesamten Anschaffungskosten werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben (drei bis acht Jahre). Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, sowie Kosten für den Betrieb von unternehmenseigenen Websites werden im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswertes erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann.

2.13 Vorräte

Unter den Vorräten werden unfertige Leistungen erfasst, welche im Rahmen der Auflage und Prospekterstellungsphase von neuen Fonds erbracht werden. Zu den aktivierten Einzelkosten zählen u.a. Rechts- und Beratungskosten für die Fondskonzeption. Der Ausweis dieser Kosten erfolgt unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen im Materialaufwand. Des Weiteren werden Personaleinzel- und -gemeinkosten von Mitarbeitern der Konzeptionsabteilung berücksichtigt. Darüber hinaus wird ein angemessener Gemeinkostenzuschlag für Verwaltungskosten aktiviert.

Der Beginn der Aktivierung richtet sich nach dem Projektstart, der durch Exklusivvereinbarungen, Letter of Intents oder Beschlüsse der verantwortlichen Unternehmensgremien nachgewiesen wird. Mit der Fertigstellung des Prospekts und dem Vertriebsstart werden keine weiteren Aufwendungen mehr in die Herstellungskosten einbezogen. Die Aktivierung erfolgt über den Posten "Bestandsveränderungen" im Materialaufwand.

Die unfertigen Leistungen werden zum niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dabei dem voraussichtlich erzielbaren Erlös abzüglich aller weiteren und dem Fondsprojekt zurechenbaren Kosten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Hinblick auf die Auflösung der unfertigen Leistungen sind unter Ziffer 2.22 beschrieben.

2.14 Finanzielle Vermögenswerte

Innerhalb der finanziellen Vermögenswerte werden folgende Kategorien unterschieden:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Finanzinvestitionen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Die Klassifizierung erfolgt beim erstmaligen Ansatz und richtet sich nach dem jeweiligen Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Überprüfung der Angemessenheit der Klassifizierung. Folgende Kategorien sind für Hesse Newman Capital von Relevanz:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die mit kurzfristiger Veräußerungsabsicht erworben wurden und zu Handelszwecken gehalten werden. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern diese nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sind.
Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne die Absicht, diese Forderung zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht mehr als zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag liegt. Ist dieses nicht der Fall, erfolgt ein Ausweis unter den langfristigen Vermögenswerten. Kredite und Forderungen sind in der Bilanz in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, in den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen sowie in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente dieser Kategorie zuzurechnen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie entweder direkt zugeordnet wurden oder sich nicht in eine der drei anderen Kategorien einordnen lassen. Ausgewiesen werden hier insbesondere Beteiligungen. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, diese innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, d.h. dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Derivate werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an den darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten (ohne Transaktionskosten) bilanziert. Gewinne und Verluste aus der Bewertung am jeweiligen Bilanzstichtag werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Dividendenerträge bzw. Ergebnisansprüche aus stillen Beteiligungen werden bei Entstehung des Rechtsanspruchs erfolgswirksam im Posten Finanzerträge ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte für nicht notierte finanzielle Vermögenswerte, für die kein aktiver Markt besteht, werden mittels geeigneter Bewertungsmethoden wie einem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt und an den darauf folgenden Bilanzstichtagen mit den beizulegenden Zeitwerten (ohne Transaktionskosten) bilanziert. Aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes resultierende unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung steuerlicher Auswirkungen in den Gewinnrücklagen erfasst. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente sind mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Finanzielle Vermögenswerte, welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind für Zwecke der Bewertung in einer der drei folgenden Ebenen einzuordnen:

Ebene 1: Es existieren auf einem aktiven Markt verwendete Marktpreise für vergleichbare Finanzinstrumente, welche unangepasst verwendet werden können.
Ebene 2: Es lassen sich Inputfaktoren außer den in Ebene 1 aufgeführten Marktpreisen beobachten, die entweder direkt als Preise oder indirekt von Preisen ableitbar sind.
Ebene 3: Es werden nicht auf Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung verwendet.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die als "Zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung der Wertminderung berücksichtigt. Bei einem derartigen Hinweis wird der kumulierte Verlust - gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich der für diesen finanziellen Vermögenswert in Vorperioden erfassten Wertminderungsverluste -aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht. Die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden anhand von Marktwerten oder mittels Discounted-Cashflow-Verfahren bestimmt, wobei ein marktüblicher und laufzeitkongruenter Abzinsungssatz zugrunde gelegt wird. Im Fall von Krediten und Forderungen werden erkennbare Ausfallrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Stille Beteiligungen mit einer variablen Ergebnisbeteiligung qualifizieren als strukturiertes Finanzinstrument. Dabei stellt die Komponente der Ergebnisbeteiligung eine finanzielle Variable dar, falls die wirtschaftlichen Merkmale von Basisinstrument und eingebettetem Derivat wirtschaftlich nicht eng miteinander verbunden sind und unterschiedlichen Risikofaktoren unterliegen. In diesem Fall ist das eingebettete Derivat getrennt zu bilanzieren und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Das Basisinstrument ist der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen und wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der Wert des Basisinstruments ergibt sich aus dem Wert des gesamten Finanzinstruments abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Derivats. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt auf Basis der aktuellen Zehnjahresplanung der Inhaberin der stillen Beteiligung mittels Discounted-Cashflow-Verfahren, wobei ein gewichteter Kapitalkostensatz, der aus Branchendaten ermittelt wird, zugrunde gelegt wird. Sämtliche Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden erfolgswirksam unter dem Posten Finanzaufwand bzw. Finanzerträge erfasst. Aufgrund der bestehenden rechtlichen Einheit erfolgt der Bilanzausweis der beiden Komponenten gemeinsam unter den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten.

2.15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Dabei kommt die Effektivzinsmethode aus Wesentlichkeitsaspekten nur bei Forderungen zur Anwendung, welche eine Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten haben. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der jeweiligen Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen den Restbuchwert der Forderung ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

2.16 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige und hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt. Für die Darstellung in der Kapitalflussrechnung wird auf Ziffer 9.1 verwiesen.

2.17 Eigenkapital

Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Forderungsverzichte von Aktionären werden nicht ertragswirksam vereinnahmt, sondern als Einlage in der Kapitalrücklage erfasst. Kosten, welche direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen berücksichtigt.

2.18 Verbindlichkeiten und Finanzschulden

Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode; jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Finanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertberichtigungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung der zukünftigen vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente gewährt würde, ermittelt.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, bei denen der Gläubiger einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein ausgesprochen hat, werden anstelle der bisherigen Verbindlichkeit vor Forderungsverzicht als neue Verbindlichkeit passiviert. Die Höhe der Verbindlichkeit mit Besserungsschein richtet sich nach dem Barwert der Beträge, die künftig voraussichtlich aufgrund des Besserungsscheins zu leisten sind. Dabei wird die im Besserungsfall auflebende Verbindlichkeit auf den Bilanzstichtag abdiskontiert und der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nominalwert der Verbindlichkeit vor Forderungsverzicht und dem Barwert der voraussichtlich zu leistenden Beträge unter dem Posten Finanzerträge erfolgswirksam erfasst. Die Erstund Folgebewertung wird gleichermaßen zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die berücksichtigten Aufdiskontierungen werden unter dem Posten Finanzaufwand ausgewiesen. Bei einem Verzicht auf eine Besserungsabrede wird der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeit zum Zeitpunkt des Verzichts erfolgsneutral als Einlage von Gesellschaftern in die Kapitalrücklage eingestellt.

2.19 Laufende und latente Steuern

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der nationalen Steuervorschriften berechnet, die am Bilanzstichtag gelten. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sog. Verbindlichkeiten-Methode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuerforderungen für steuerliche Verlustvorträge werden mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegen dieselbe Steuerbehörde bestehen.

2.20 Leistungen an Arbeitnehmer

a. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn ein Mitarbeiter vor dem regulären Renteneintritt von einem Konzernunternehmen entlassen wird oder wenn ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst Abfindungsleistungen, wenn er nachweislich verpflichtet ist, das Arbeitsverhältnis von gegenwärtigen Mitarbeitern entsprechend einem detaillierten formalen Plan, der nicht rückgängig gemacht werden kann, zu beenden, oder wenn er nachweislich Abfindungen bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Mitarbeiter zu leisten hat. Leistungen, die nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden auf ihren Barwert abgezinst.

b. Gewinnbeteiligungen und Bonuspläne

Die sich nach bestimmten Berechnungsverfahren ergebenden Gewinnbeteiligungen des Vorstandes und bestimmter Mitarbeiter werden als Aufwand erfasst und als Verbindlichkeit passiviert, sofern eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis in den vorangegangenen Jahren eine faktische Verpflichtung ergibt.

2.21 Rückstellungen

Rückstellungen für Restrukturierungskosten, Rechtsstreitigkeiten oder verlustbringende Verträge werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden konnte.

Restrukturierungsrückstellungen umfassen Zahlungen für die vorzeitige Kündigung von Mietverhältnissen sowie Abfindungszahlungen an Mitarbeiter. Für zukünftige operative Verluste werden keine Rückstellungen gebildet.

Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Zinssatz ohne Berücksichtigung von Steuereffekten die aktuellen Markterwartungen sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst.

2.22 Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer, gekürzt um Rabatte und Preisnachlässe. Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen werden nur dann realisiert, wenn die Leistung erbracht ist, der Vergütungsanspruch rechtlich entstanden ist, die Höhe der Erträge verlässlich geschätzt werden kann und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass dem Konzern ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt.

Voraussetzung für die Realisierung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Vertrieb von geschlossenen Fonds sind die rechtswirksame Zeichnung der Beitrittserklärung, die Annahme der Beitrittserklärung durch die Treuhandgesellschaft sowie der Ablauf der gesetzlichen Widerspruchsfrist und die Einzahlung seitens des Anlegers. Korrespondierend werden Provisionsaufwendungen an Vertriebspartner zum gleichen Zeitpunkt im Materialaufwand erfasst.

Vergütungen für Tätigkeiten wie Konzeption, Prospekterstellung, Finanzierungsvermittlung und Gestellung von Platzierungsgarantien werden anteilig mit Zeichnungsscheineingang der Anleger sukzessive realisiert. Bei Erlösen aus der Übernahme von Platzierungsgarantien erfolgt die anteilige Realisierung auf Basis der jeweiligen Garantievaluta im Verhältnis zu der Garantiesumme. Maßgeblich ist dabei das Datum des Zeichnungsscheins. Etwaige Stornos innerhalb der zweiwöchigen Widerspruchsfrist nach dem Bilanzstichtag werden im Rahmen der Abschlusserstellung aufwandswirksam erfasst.

Aktivierte unfertige Leistungen, welche für in der Prospekterstellungsphase angefallene Aufwendungen gebildet wurden, werden gemäß dem Platzierungsfortschritt ab Vertriebsstart des jeweiligen Fonds anteilig aufwandswirksam erfasst. Der Platzierungsfortschritt bemisst sich als Verhältnis des am Bilanzstichtag eingeworbenen Kapitals zu dem erwarteten Mindestzielkapital des Fonds.

Leistungen im Rahmen der Anlegerverwaltung und der Treuhandtätigkeit umfassen die Einrichtung und Führung der Anlegerverwaltung und sämtliche Treuhandtätigkeiten. Die Einrichtung der Anlegerverwaltung wird mit einer Pauschale vergütet, welche zum Zeitpunkt der Einrichtung anteilig realisiert wird. In der Folge werden laufende Anleger- und Treuhandgebühren anteilig auf den jeweiligen Stand des gezeichneten Kapitals realisiert. Maßgeblich ist auch hier das Zeichnungsscheindatum.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wenn bei einer Forderung eine Wertminderung vorliegt, schreibt der Konzern den Buchwert auf den erzielbaren Betrag, d. h. auf die Summe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem anfänglichen Effektivzinssatz, ab. Die Aufzinsung der wertgeminderten Forderung erfolgt weiterhin mit dem anfänglichen Effektivzinssatz und wird als Zinsertrag vereinnahmt. Der Zinsertrag aus wertgeminderten Darlehensforderungen wird infolgedessen gleichfalls unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes erfasst.

Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf Empfang der Zahlung entstanden ist.

2.23 Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Hiermit im Zusammenhang stehende geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.24 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit der Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte entstehen, werden während des gesamten Herstellungsprozesses bis zur Inbetriebnahme aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden aufwandswirksam verbucht.

3 Konsolidierungskreis

Durch die nachfolgend unter Ziffer 3.1 beschriebene Veränderung hat sich der Konsolidierungskreis neben dem Mutterunternehmen gegenüber dem Vorjahr um eine Tochtergesellschaft auf nunmehr insgesamt fünf Gesellschaften vergrößert, an denen Hesse Newman Capital am 31. Dezember 2011 die in Klammern angegebenen Kapitalanteile hält:

Hesse Newman Zweitmarkt AG, Hamburg (90 Prozent)
TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH, Hamburg (100 Prozent)
Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH &Co. KG, Hamburg (64 Prozent)
Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH &Co. KG, Hamburg (100 Prozent)
Hesse Newman Investors AG, Hamburg (100 Prozent)

Ende des Geschäftsjahres 2011 wurden insgesamt 36 Prozent an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH &Co. KG veräußert.

Die Abschlüsse aller Tochterunternehmen wurden nach den hier beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die für alle Tochtergesellschaften verbindlich gelten. Der Abschlussstichtag der einbezogenen Tochterunternehmen stimmt mit dem Abschlussstichtag der Hesse Newman Capital AG überein.

3.1 Unternehmenserwerb Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH &Co. KG

Mit Kaufvertrag vom 21. Februar 2011 wurden sämtliche Anteile der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH &Co. KG, Hamburg, einer operativ nicht tätigen Gesellschaft, erworben. Zweck der Gesellschaft ist die zukünftige Aufnahme von Vertriebspartnern als weitere Kommanditisten, welche dann über die Beteiligung der Gesellschaft an dem Fonds Hesse Newman Shipping Balance an der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Fonds partizipieren können. Der Kaufpreis für die Gesellschaft betrug inklusive der anschließenden Einforderung ausstehender Einlagen insgesamt TEUR 10. Die erworbenen Buchwerte entsprachen zum Erwerbszeitpunkt den Zeitwerten. Erworben wurden ausschließlich Bankguthaben in Höhe von TEUR 8. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2 wurde direkt nach Aktivierung als Geschäfts- und Firmenwert aufwandswirksam in den Abschreibungen und Wertminderungen erfasst, da zum Zeitpunkt des Erwerbs die Werthaltigkeit nicht hinreichend belegbar war. Auf die Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH &Co. KG entfallen keine Umsatzerlöse für den Zeitraum nach dem Erwerb. Der der erworbenen Gesellschaft seit dem Erwerbszeitpunkt zuzurechnende Ergebnisbeitrag beträgt TEUR -2. Wäre die Erstkonsolidierung zum Geschäftsjahresanfang 2011 durchgeführt worden, hätten sich keine abweichenden Auswirkungen ergeben.

3.2 Assoziierte Unternehmen

Zum 31. Dezember 2011 wurde entsprechend dem Vorjahr die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH, Hamburg, als assoziiertes Unternehmen berücksichtigt. Der Konzern hält unverändert einen Anteil von 49 Prozent. Der Buchwert beträgt TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 91).

Die Gewinn- bzw. Verlustanteile, Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Hesse Newman Fondsmanagement GmbH
Vermögen 1.077 1.063
Schulden 911 877
Erträge - 125
Periodenergebnis -20 79

Die Konzernanteilsbesitzliste in Bezug auf assoziierte Unternehmen stellt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

in TEUR Eigenkapital Anteil Jahresergebnis
Hesse Newman Fondsmanagement GmbH 166 49 % -20

4 Finanzrisikomanagement

4.1 Finanzrisikofaktoren

Hesse Newman Capital überwacht im Rahmen der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken aus Finanzinstrumenten, denen der Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist. Diese Risiken betreffen das Marktrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Kreditrisiko. Dabei untergliedert sich das Marktrisiko in die Bereiche Zinsrisiko, Preisänderungsrisiko und Währungsrisiko. Für eine nähere Beschreibung dieser Risiken und deren Einfluss auf den Konzern wird auf den Risikobericht im Konzernlagebericht verwiesen.

4.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie nach den von der Gesellschaft gewählten Klassen gemäß IFRS 7 stellen sich wie nachfolgend in den Ziffern 4.3 bis 4.6 aufgeführt dar.

4.3 Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten"

Folgende Finanzinstrumente werden unter dieser Klasse erfasst:

in TEUR Ziffer 31.12.2011 31.12.2010
Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen"
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 7.7 6.995 5.552
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 7.8 442 412
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.1 22.277 19.522
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.6 2.501 1.031
32.215 26.517
Bewertungskategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten"
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7.17 2.471 1.624
Finanzschulden 7.18 5.526 3.677
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 7.15 8.014 8.054
16.011 13.355

Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten (siehe Ziffer 2.14 und 2.19).

Die erfassten Nettogewinne und Nettoverluste stellen sich wie folgt dar:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen"
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 8.5 -120 -69
-120 -69
Bewertungskategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten"
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten - 54
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen - -286
- - 232

Die Nettoverluste der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" betreffen im Geschäftsjahr 2011 ausschließlich Wertminderungsaufwand auf Forderungen.

Das Zinsergebnis der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Zinserträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten 8.7 167 69
Zinserträge aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und "sonstige Vermögenswerte" 8.7 101 -
Zinserträge aus Bankzinsen 8.7 12 7
Zinserträge von assoziierten Unternehmen 8.7 5 5
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Schulden 8.8 -9 -336
Zinsaufwand aus Finanzschulden 8.8 -539 -319
Zinsaufwand aus der Abzinsung von Forderungen 8.8 - -41
Übrige Zinsaufwendungen 8.8 - -20
-263 -635

Am 31. Dezember 2011 liegen wie für die Vergleichsperiode weder Zinsänderungsrisiken noch eine Fremdwährungsexposition vor. Devisentermingeschäfte bestanden an den jeweiligen Bilanzstichtagen nicht.

4.4 Klasse "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert"

Folgende Finanzinstrumente werden unter dieser Klasse erfasst:

in TEUR Ziffer 31.12.2011 31.12.2010
Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.5 44 26
44 26

Diese Finanzinstrumente sind der Ebene 3 zuzuordnen; die Bewertungsmethoden sind unter Ziffer 2.14 dargestellt. Im Geschäftsjahr 2011 sind wie im Vorjahr keine Nettogewinne und Nettoverluste dieser Klasse entstanden.

4.5 Klasse "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert"

Der Klasse und Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" wird das nicht zu Handelszwecken gehaltene Derivat der stillen Beteiligung zugeordnet, welches den beizulegenden Zeitwert zukünftiger Ergebnisansprüche aus der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 6.157 (Vorjahr: TEUR 6.041) widerspiegelt und von der Bewertungsmethodik Ebene 3 zuzuordnen ist (siehe Ziffer 2.14). Die Bewertung erfolgte wie im Vorjahr auf Basis der erwarteten Cashflows, welche als nicht beobachtbare Marktdaten zu klassifizieren sind. Bezüglich weiterer Angaben zu den Bewertungsmethoden wird auf Ziffer 2.14 und Ziffer 7.1 verwiesen. Aus der Bewertung resultierte ein im Finanzergebnis ausgewiesener Nettogewinn in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 212). Bezüglich der Sensitivitätsanalyse wird auf Ziffer 5.1 verwiesen.

4.6 Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten

Am 31. Dezember 2011 bestanden der Basiswert der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH über unverändert TEUR 15.000, Darlehensforderungen gegen diese Gesellschaft in Höhe von TEUR 864, mittelbare Darlehensforderungen aus Zwischenfinanzierungen gegen Fondsgesellschaften über TEUR 6.418 (Vorjahr: TEUR 3.663), eine Darlehensforderung gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH über TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 412) sowie weitere darlehensähnliche Forderungen über TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 8). Die Angabe der Darlehensforderungen erfolgt jeweils unter Einbeziehung etwaiger Zinsansprüche. Der Konzern prüft die finanziellen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit und bezieht dabei aktuelle und historische Erfahrungen über Ausfallquoten über die jeweiligen Geschäftspartner mit ein. Anzeichen für erforderliche Wertminderungen lagen nicht vor.

4.7 Kapitalmanagement

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich zusammen aus den gesamten Finanzschulden (einschließlich Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital berechnet sich aus dem Eigenkapital laut Konzernbilanz zuzüglich Nettofremdkapital.

Der Verschuldungsgrad zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 stellte sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Finanzschulden gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 7.176 6.934
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 838 1.120
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.471 1.624
Finanzschulden 5.526 3.677
Abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.501 - 1.031
Nettofremdkapital 13.510 12.324
Eigenkapital 23.328 20.662
Gesamtkapital 36.838 32.986
Verschuldungsgrad 37 % 37 %

Der Verschuldungsgrad im Sinne des Kapitalmanagements ist mit 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Eine Zielsetzung des Kapitalmanagements besteht in einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, welche für die Sicherung von Assets für zukünftige Fondsprojekte benötigt wird. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 beträgt die Eigenkapitalquote gemäß Konzernbilanz 56 Prozent (Vorjahr: 57 Prozent).

5 Kritische Schätzungen bei der Bilanzierung und bei den Bewertungsannahmen

Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen.

5.1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts der unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 21.157 (Vorjahr: TEUR 21.041) erfolgte auf der Basis von Planungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH. Hier werden Annahmen über den Stand des verwalteten Kapitals, Kündigungszeitpunkte der Anleger, die Höhe diverser Aufwendungen sowie das Zahlungsverhalten getroffen, um die Begleichung des Ergebnisanspruchs von Hesse Newman Capital und somit die Cashflows, welche aus der stillen Beteiligung zu erwarten sind, zu prognostizieren. Diese Annahmen wurden auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse getroffen und können daher von den tatsächlich in der Zukunft generierten Cashflows abweichen.

Sofern die für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegten Cashflows um 5 Prozent geringer gewesen wären, hätte der Konzern einen zusätzlichen Bewertungsverlust auf das Derivat der stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 288) berücksichtigen müssen. Falls die Cashflows um 5 Prozent höher angesetzt worden wären, hätte sich ein zusätzlicher Bewertungsgewinn in Höhe von TEUR 308 (Vorjahr: TEUR 302) ergeben. Sofern der vom Management geschätzte Abzinsungsfaktor um 5 Prozent höher gewesen wäre, wäre der beizulegende Zeitwert des Derivats aus der stillen Beteiligung um zusätzliche TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 266) abzuwerten gewesen. Sofern der vom Management geschätzte Abzinsungsfaktor um 5 Prozent niedriger gewesen wäre, wäre der beizulegende Zeitwert der stillen Beteiligung um zusätzliche TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 277) aufzuwerten gewesen. Zur Anpassung der Vergleichswerte wird auf Ziffer 7.1 verwiesen.

5.2 Aktivierte Verlustvorträge

Die Aktivierung von zukünftig nutzbaren Steuervorteilen aus Verlustvorträgen sowie deren Werthaltigkeit werden jährlich anhand einer Fünfjahresplanung der jeweiligen Konzerngesellschaften ermittelt bzw. validiert. Nach Berücksichtigung steuerlicher Hinzurechnungs- und Kürzungsvorschriften wurden jeweils die steuerlichen Ergebnisse prognostiziert und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften die Nutzbarkeit von Verlustvorträgen ermittelt. Die Ermittlung basiert auf einer Planung der handelsrechtlichen Ergebnisse. Diese ist unter anderem von den Erträgen aus der stillen Beteiligung abhängig. Weiterhin wurden für die Planung Annahmen über die Höhe des zukünftig platzierten Eigenkapitals, der Provisionen sowie weiterer Aufwendungen und Erträge getroffen. Auch hier ist es möglich, dass diese Annahmen sich zu einem späteren Zeitpunkt als nicht vollständig zutreffend erweisen. Zusätzlich können Änderungen in der Steuergesetzgebung zu Abweichungen führen.

Hesse Newman Capital hat Aktivierungen von zukünftig nutzbaren Steuervorteilen im Umfang von 75 Prozent der verfügbaren Potenziale vorgenommen. Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.503 (Vorjahr: TEUR 5.556) wurden nicht aktiviert; eine vollständige Aktivierung hätte zu einem ertragswirksamen Effekt in Höhe von TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 900) geführt. Wären in der Planung die steuerlichen Ergebnisse für den 5-jährigen Planungshorizont um 5 Prozent höher bzw. geringer ermittelt worden, hätte dieses aufgrund der nicht vollständigen Aktivierung keine Auswirkungen auf den Umfang der aktivierten Verlustvorträge am jeweiligen Bilanzstichtag entfaltet.

6 Segmentberichterstattung

Das Management hat sich bei der Festlegung der Segmente auf die Berichte gestützt, die monatlich von der Finanzabteilung des Konzerns erstellt werden. Neben den monatlich nach IFRS erstellten Konzernzwischenabschlüssen erhält der Hauptentscheidungsträger gesellschaftsbezogene Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Diese gesellschaftsbezogenen Informationen werden nach dem Bewertungsstandard HGB erstellt. Mangels Auslandsaktivitäten des Konzerns betrachtet das Management den Konzern nicht aus einer geografischen Perspektive.

Das Management berücksichtigt bei der Festlegung von Segmenten die Organisationsstrukturen sowie das regulatorische Umfeld, in welchem die verschiedenen Dienstleistungen angeboten werden.

Im Folgenden werden die berichtspflichtigen Segmente unter Erläuterung der Art der Dienstleistungen, die diese erbringen, genannt:

Das Geschäftssegment "Emission und Konzeption" wird von der Hesse Newman Capital AG repräsentiert. Dieses Segment erbringt Dienstleistungen für Fondsgesellschaften, welche die Konzeption, Projektierung und Prospektierung von Beteiligungsprodukten, die Finanzierungsvermittlung und die Einwerbung von Beteiligungskapital umfassen. Es beinhaltet die Finanzerträge aus der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH. Das organisatorisch in das Geschäftssegment "Emission und Konzeption" eingegliederte Geschäftssegment "Versicherungsvermittlungen" wird entgegen dem Vorjahr mangels Berichterstattung an das Management nicht gesondert dargestellt, sondern in den Erläuterungen angegeben. Die Vergleichszahlen wurden dementsprechend angepasst.
Das Geschäftssegment "Anlegerverwaltung" umfasst die Übernahme sämtlicher Dienstleistungen, die an Zeichner von geschlossenen Fonds geleistet werden. Hierunter fallen die Einrichtung der Anlegerverwaltung sowie die laufende Verwaltung und ferner Treuhandtätigkeiten. Das Segment wird durch die TGH Treuhandgesellschaft Hamburg mbH repräsentiert. Weiterhin sind die Vorbereitung von Gesellschafterversammlungen sowie Auskunftsdienstleistungen an die Anleger zu nennen. Die Dienstleistungen werden mit den einzelnen Fondsgesellschaften abgerechnet.
Das Geschäftssegment "Zweitmarkt" erbringt folgende Dienstleistungen für Fondsgesellschaften: Bewertung sowie An- und Verkauf von Anteilen an geschlossenen Fonds und Portfoliomanagement. Neben der Hesse Newman Zweitmarkt AG werden in diesem Geschäftssegment die Tochtergesellschaften Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH &Co. KG sowie die Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH &Co. KG zusammengefasst.

Die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Segmentergebnisse für das Geschäftsjahr 2011 wurden dem Management wie folgt berichtet:

Geschäftsjahr 2011

in TEUR
Emission und Konzeption Zweitmarkt Anlegerverwaltung Gesamt
Segmentumsatzerlöse 20.177 197 135 20.509
Materialaufwand -12.842 25 -119 -12.936
Personalaufwand -3.377 -294 - -3.671
Abschreibungen -111 -22 - -133
Zahlungsunwirksame Erträge 212 2 - 214
Übrige betriebliche Erträge 967 86 19 1.072
Wertminderungen -120 - - -120
Übrige betriebliche Aufwendungen -3.059 -89 -30 -3.178
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit 1.847 -95 5 1.757
Finanzerträge 2.392 - - 2.392
Finanzaufwand -539 -1 - -540
Ergebnis vor Steuern 3.700 -96 5 3.609
Ertragsteuern -383 - -1 -384
Segmentergebnis 3.317 -96 4 3.225

Intersegmentäre Umsatzerlöse waren im Geschäftsjahr 2011 nicht zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse wurden in Gänze im Inland erwirtschaftet. Mit folgenden Kunden wurden im Segment "Emission und Konzeption" Umsatzerlöse erzielt, die 10 Prozent der Konzernumsatzerlöse übersteigen: Hesse Newman Real Estate Nr. 3 GmbH &Co. KG (TEUR 4.383), Hesse Newman Real Estate Nr. 4 GmbH & Co. KG (TEUR 5.378), Hesse Newman Real Estate Nr. 5 GmbH &Co. KG (TEUR 3.303) und Hesse Newman Real Estate Nr. 8 GmbH &Co. KG (TEUR 4.187).

In dem Geschäftssegment "Emission und Konzeption" 2011 sind Umsatzerlöse aus Versicherungsvermittlungen in Höhe von TEUR 825 sowie ein diesbezüglicher Materialaufwand in Höhe von TEUR 804 enthalten.

Für das Vergleichsjahr 2010 ergeben sich folgende Segmentergebnisse:

Vergleichsjahr 2010

in TEUR
Emission und Konzeption Zweitmarkt Anlegerverwaltung Gesamt
Segmentumsatzerlöse 8.642 266 32 8.940
Materialaufwand -4.660 8 -29 -4.681
Personalaufwand -2.308 -306 - -2.614
Abschreibungen -108 -19 - -127
Zahlungsunwirksame Erträge 155 3 - 158
Übrige betriebliche Erträge 788 204 - 992
Wertminderungen -128 - - -128
Übrige betriebliche Aufwendungen -2.943 -46 -1 -2.990
Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit -562 110 2 -450
Finanzerträge 2.426 - - 2.426
Finanzaufwand -379 -1 - -380
Ergebnis vor Steuern 1.485 109 2 1.596
Ertragsteuern -63 - - -63
Segmentergebnis 1.422 109 2 1.533

Intersegmentäre Umsatzerlöse waren im Geschäftsjahr 2010 nicht zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse wurden in Gänze im Inland erwirtschaftet. Mit folgenden Kunden wurden im Segment "Emission und Konzeption" Umsatzerlöse erzielt, die 10 Prozent der Konzernumsatzerlöse übersteigen: Hesse Newman Real Estate Nr. 2 GmbH &Co. KG (TEUR 3.379), Hesse Newman Real Estate Nr. 3 GmbH & Co. KG (TEUR 2.590) und Hesse Newman Shipping Opportunity GmbH &Co. KG (TEUR 1.011).

In dem Geschäftssegment "Emission und Konzeption" 2010 sind Umsatzerlöse aus Versicherungsvermittlungen in Höhe von TEUR 465 sowie ein diesbezüglicher Materialaufwand in Höhe von TEUR 419 enthalten.

Die Überleitungsrechnung von den Segmentergebnissen auf das Konzernjahresergebnis stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2011 2010
Summe der Segmentergebnisse 3.225 1.533
Latente Steuern 263 114
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -9 38
Bewertung Effektivzinsmethode -8 9
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert 116 -74
Erlösrealisierung -922 -527
Übrige -2 -
2.663 1.093

Die nicht den Segmenten zugerechneten Aufwendungen und Erträge betreffen Bewertungen nach IFRS sowie Konsolidierungsbuchungen. Die Gesamtumsatzerlöse über TEUR 19.577 (Vorjahr: TEUR 8.413) ergeben sich aus den Segmentumsatzerlösen bereinigt um Effekte der Erlösrealisierung in Höhe von TEUR 922 (Vorjahr: TEUR 527) sowie der Aufwands- und Ertragseliminierungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 0).

Das Segmentvermögen, die Segmentschulden und die Segmentinvestitionen zum 31. Dezember 2011 sind im Folgenden wiedergegeben:

Geschäftsjahr 2011

in TEUR
Emission und Konzeption Zweitmarkt Anlegerverwaltung Gesamt
Segmentvermögen 34.220 176 133 34.529
Segmentinvestitionen 65 3 - 68
Segmentschulden 15.785 111 78 15.974

Von den Schulden des Geschäftssegments "Emission und Konzeption" zum 31. Dezember 2011 entfallen TEUR 66 auf Versicherungsvermittlungen.

Die Vergleichsdaten 2010 stellen sich wie folgt dar:

Vergleichsjahr 2010

in TEUR
Emission und Konzeption Zweitmarkt Anlegerverwaltung Gesamt
Segmentvermögen 28.449 245 74 28.768
Segmentinvestitionen 25 21 - 46
Segmentschulden 13.330 98 24 13.452

Von den Schulden des Geschäftssegments "Emission und Konzeption" zum 31. Dezember 2010 entfallen TEUR 207 auf Versicherungsvermittlungen.

Die Summe der langfristigen Segmentvermögenswerte mit Ausnahmen von Finanzinstrumenten und latenten Steuererstattungsansprüchen beträgt TEUR 3.717 (Vorjahr: TEUR 1.997). Der hierin enthaltene Buchwert an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzinstrumenten beträgt unverändert TEUR 12. Investitionen in assoziierte Unternehmen für die dargestellten Perioden wurden nicht getätigt. Die oben angegebenen Segmentinvestitionen betreffen Zugänge von langfristigen Vermögenswerten ohne Finanzinstrumente.

Im Folgenden werden das Segmentvermögen sowie die Segmentschulden unter Berücksichtigung der nicht in den einzelnen Segmenten zugewiesenen Transaktionen auf die Bilanzwerte übergeleitet:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Summe der Segmentvermögen 34.529 28.768
Beizulegender Zeitwert Derivat stille Beteiligung 6.157 6.041
Latente Steuererstattungsansprüche 2.184 1.886
Kumulierte At-Equity-Bewertung 70 79
Schuldenkonsolidierung -73 -47
Kapitalkonsolidierung -196 -185
Forderungen Erlösrealisierung -917 -527
Vermögenswerte laut Bilanz 41.754 36.015
Segmentschulden 15.974 13.452
Latente Steuerschulden 1.992 1.957
Verbindlichkeiten Erlösrealisierung 533 -
Auf- und Abzinsungen von Schulden - -9
Schuldenkonsolidierung -73 -47
Schulden laut Bilanz 18.426 15.353

Die nicht den Segmenten zugerechneten Vermögenswerte und Schulden betreffen Bewertungen nach IFRS, Konsolidierungsbuchungen sowie latente Steuern.

7 Erläuterungen zur Konzernbilanz

7.1 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 21.157 (Vorjahr: TEUR 21.041) stellen den beizulegenden Zeitwert der stillen Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH dar. Dabei entfallen unverändert TEUR 15.000 auf den Basiswert der stillen Beteiligung und TEUR 6.157 (Vorjahr: TEUR 6.041) auf das Derivat, welches den Wert der zukünftigen Ergebnisansprüche darstellt.

Des Weiteren ist in den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten eine Darlehensforderung gegen die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH enthalten, die unverändert mit TEUR 850 valutiert. Im Geschäftsjahr 2011 sind diesbezüglich Zinserträge in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 56) vereinnahmt worden.

Unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 6.427 (Vorjahr: TEUR 3.672) ausgewiesen. Bezüglich der Rückführung der Darlehensforderung wird auf Ziffer 11.5 verwiesen.

Der stille Gesellschafter erhält nach den Regelungen des Vertrags eine Ergebnisbeteiligung; am Verlust nimmt der stille Gesellschafter nicht teil. Der Ergebnisanspruch entsteht mit Ablauf des maßgebenden Wirtschaftsjahres der Inhaberin. Der Ergebnisanspruch zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 2.090 (Vorjahr: TEUR 2.344).

Die stille Gesellschaft kann jeweils mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Kalenderjahres von der stillen Gesellschafterin frühestens zum 31. Dezember 2012 und von der Inhaberin erstmals zum 31. Dezember 2016 gekündigt werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unter Ziffer 2.14 beschrieben. Die stille Beteiligung an der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH wird als eine separate zahlungsmittelgenerierende Einheit betrachtet. In dieser Einheit werden sämtliche Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse erfasst, welche im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kommanditanteilen geschlossener Fonds durch die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH stehen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich durch Berechnung seiner Nutzungswerte.

Nachfolgend werden die Parameter und Annahmen dargestellt, welche für Zwecke der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet wurden.

Die Bewertung zum 31. Dezember 2011 beruht auf einer Zehnjahresplanung zuzüglich einer ewigen Rente mit Netto-Cashflows von insgesamt TEUR 9.165 (Vorjahr: TEUR 17.664). In der Planung sind Cashflows aus bereits bestehenden sowie aus erwarteten Vertragsverhältnissen enthalten. Die Wertermittlung erfolgte auf Basis einer Discounted-Cashflow-Berechnung, welche abdiskontierte Free Cashflows ermittelt. Der verwendete Zinssatz in Höhe von 4,59 Prozent (Vorjahr: 4,66 Prozent) stellt einen gewichteten Kapitalkostensatz dar, welcher anhand von aktuell verfügbaren Daten der Emissionshausbranche ermittelt wurde. In der ewigen Rente wurde ein Wachstumsabschlag im Kapitalkostensatz in Höhe von jeweils 0,5 Prozentpunkten berücksichtigt. Nach Berücksichtigung der Abdiskontierung ergibt sich ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 6.157 (Vorjahr: TEUR 6.041).

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurden für die Bewertung Cashflows für einen Fünfjahreszeitraum in Höhe von TEUR 10.550 und unter Anwendung der Risikozuschlagsmethode ein Abdiskontierungszins über 8,25 Prozent zugrunde gelegt, in dem bis dahin noch nicht konkretisierbare Planungsunsicherheiten berücksichtigt wurden. Diese Planungsunsicherheiten wurden im Berichtsjahr bereits in den der Planung zugrunde liegenden Cashflows direkt berücksichtigt (Sicherheitsabschlagsmethode). Des Weiteren wurde aus Gründen einer genaueren Berücksichtigung von Schwankungen der Cashflows der Planungshorizont von fünf Jahren auf zehn Jahre erweitert. Für Zwecke der Vergleichbarkeit wurden als Vergleichswerte die angepassten Parameter angegeben. Die Verwendung der angepassten Parameter auf die Bewertung des Vorjahres führte zu keiner wesentlichen Auswirkung auf den Bewertungsansatz.

Die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH erzielt Umsatzerlöse aus der Einrichtung der Treuhandverwaltung sowie aus der laufenden Verwaltung während der Fondslaufzeit. Die Höhe der Vergütung versteht sich als Prozentsatz vom verwalteten Kommanditkapital der Fondsgesellschaft oder in anderen Fällen als Festvergütung. Die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge liegt zwischen zehn und 15 Jahren. Für einige Verträge bestehen Kündigungsrechte der Anleger während des Planungshorizonts. Auf Basis von historischen Daten wurden Kündigungsraten ermittelt, welche bei der Planungsrechnung berücksichtigt wurden. Weiterhin wurde der Wahrscheinlichkeit von Vertragskündigungen von Verträgen bzw. auslaufenden Verträgen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurden in der Planung des Neugeschäfts zukünftige Verträge berücksichtigt, deren Realisierung dem Grunde und der Vergütungshöhe nach als hinreichend wahrscheinlich erachtet wurden.

Die Kostenplanung für den Zehnjahreszeitraum erfolgte auf Basis der Kostenstruktur der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH im Geschäftsjahr 2011. Inflations- und wachstumsbedingte Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Dem Ausfallrisiko von Forderungen wurde Rechnung getragen. Über eine integrierte Bilanz- und Liquiditätsplanung wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Hinblick auf die Zahlungsströme aus dem laufenden Geschäft sowie Zahlungsströme an Hesse Newman Capital sichergestellt.

Die wesentlichen Parameter und Annahmen wurden einer Sensitivitätsanalyse unterzogen (siehe Ziffer 5.1).

Der Basiswert hat sich gegenüber der Erstbewertung nicht verändert. Bei der Ermittlung des Basiswertes der stillen Beteiligung waren keine Ergebnisauswirkungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode zu berücksichtigen, da die Vergütung für die stille Beteiligung über das Derivat abgebildet wird.

Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte von TEUR 3.672 auf TEUR 6.427 betrifft insbesondere zwei kurzfristige Zwischenfinanzierungsdarlehen, welche am 31. Dezember 2011 mit TEUR 6.363 (Vorjahr: TEUR 3.650) valutieren. Die Darlehen dienen mittelbar der kurzfristigen Bereitstellung von Liquidität an in Platzierung befindliche Fondsgesellschaften. Die Darlehen werden mit 5,0 Prozent p.a. bzw. 6,0 Prozent p.a. verzinst. Die Zinserträge belaufen sich auf TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 13).

7.2 Sachanlagen

Die Buchwerte der Sachanlagen betreffen ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung und haben sich wie nachfolgend dargestellt entwickelt:

in TEUR 2011 2010
Zum 1. Januar
Anschaffungskosten 437 542
Kumulierte Abschreibungen -135 -198
Eröffnungsbuchwert netto 302 344
Zugänge 56 24
Abgänge -4 -129
Abschreibungen -63 -59
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen - 122
Endbuchwert netto 291 302
Zum 31. Dezember
Anschaffungskosten 489 437
Kumulierte Abschreibungen -198 -135
Buchwert netto 291 302

7.3 Immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in TEUR Software und Lizenzen Geschäfts- o. Firmenwert Gesamt
Zum 1. Januar 2010
Anschaffungskosten 436 43 479
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -113 -43 -156
Buchwert netto 323 - 323
Geschäftsjahr 2010
Eröffnungsbuchwert netto 323 - 323
Zugänge 22 - 22
Erwerb Tochterunternehmen 3 - 3
Abgänge -36 - -36
Abschreibungen -68 - -68
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen 36 - 36
Endbuchwert netto 280 - 280
Zum 31. Dezember 2010 -
Anschaffungskosten 425 43 468
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -145 -43 -188
Buchwert netto 280 - 280
Geschäftsjahr 2011
Eröffnungsbuchwert netto 280 - 280
Zugänge 13 2 15
Abgänge - - -
Abschreibungen -70 - -70
Wertminderungen - -2 -2
Kumulierte Abschreibungen zu den Abgängen - - -
Endbuchwert netto 223 - 223
Zum 31. Dezember 2011
Anschaffungskosten 438 45 483
Kumulierte Abschreibungen -215 -45 -260
Buchwert netto 223 - 223

Die Wertminderungen des Geschäftsjahres 2011 entfallen auf den Geschäfts- oder Firmenwert an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung Nr. 2 GmbH &Co. (siehe Ziffer 3.1). Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte liegen für die dargestellten Perioden nicht vor.

7.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Beginn des Jahres 91 52
Anteil am Gewinn/Verlust 8.6 -9 39
Ende des Jahres 82 91

Der Bilanzansatz betrifft ausschließlich den fortgeführten Buchwert der 49-prozentigen Beteiligung an der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH. Die historischen Anschaffungskosten betragen TEUR 12. Für das Berichtsjahr wurde der Buchwert um das anteilige Ergebnis der Gesellschaft in Höhe von TEUR -9 (Vorjahr: TEUR 39) fortgeschrieben. An den dargestellten Bilanzstichtagen bestanden keine laufenden oder kumulierten Verluste, welche nicht angesetzt wurden. Für weitere Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen verweisen wir auf Ziffer 3.2.

7.5 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Der Bestand am 31. Dezember 2011 betrifft die Beteiligungen von Hesse Newman Capital an der Hesse Newman Shipping Opportunity GmbH &Co. KG in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 15) und an der Hesse Newman Shipping Balance GmbH &Co. KG in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 11). Die beizulegenden Werte von nicht börsennotierten Beteiligungen werden auf Basis ihrer diskontierten Zahlungsströme ermittelt.

Die Entwicklung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2011 2010
Beginn des Jahres 26 15
Zugänge 20 11
Abgänge - 2 -
Ende des Jahres 44 26

Die Abgänge betreffen erhaltene Liquiditätsauszahlungen der genannten Fondsgesellschaften. Das maximale Kreditrisiko an den Bilanzstichtagen entspricht jeweils dem beizulegenden Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte.

7.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente über TEUR 2.501 (Vorjahr: TEUR 1.031) enthalten frei verfügbare Bankguthaben in Höhe von TEUR 2.475 (Vorjahr: TEUR 1.006). Die Bestände, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, belaufen sich auf TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 25) und betreffen ausschließlich Stornoreserven.

7.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Im Folgenden werden die wesentlichen Posten dieser Position dargestellt:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Provisionsansprüchen 2.028 2.510
Kurzfristige Forderungen aus dem Ergebnisanspruch der stillen Beteiligung 751 900
Langfristige Forderungen aus dem Ergebnisanspruch der stillen Beteiligung 3.191 1.403
Forderungen aus Weiterbelastungen 820 636
Rechnungsabgrenzungen 40 39
Forderungen aus der Anlegerverwaltung und dem Treuhandgeschäft 76 22
Kautionen und Vorauszahlungen 45 17
Personalforderungen 1 4
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 43 21
6.995 5.552

Die Forderungen aus Provisionsansprüchen entfallen im Wesentlichen mit TEUR 1.571 auf den Fonds Hesse Newman Classic Value 3 sowie mit TEUR 348 auf den Fonds Hesse Newman Classic Value 5.

Die Erhöhung der kurz- und langfristigen Forderungen aus Ergebnisansprüchen aus der stillen Beteiligung resultiert aus dem Ergebnisanspruch für 2011 in Höhe von TEUR 2.090 und Zinseffekten über TEUR 49 abzüglich der im Berichtsjahr erhaltenen Zahlungen über TEUR 500.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entsprechen den dargestellten Buchwerten, welche zugleich die maximale Kreditrisikoexposition darstellen. Überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei denen der vollständige Zahlungseingang nicht mehr erwartet werden kann, werden wertberichtigt. Bis auf die Kautionen und Vorauszahlungen, welche noch nicht fällig sind, sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen seit weniger als drei Monaten fällig. Sämtliche Forderungsbestände valutieren wie im Vorjahr in Euro.

7.8 Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen über TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 412) betreffen Darlehensforderungen inklusive Zinsen gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH. Im Geschäftsjahr 2011 wurde das Darlehen um TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 50) erhöht. Das Darlehen ist unbefristet und mit einer Frist von sechs Monaten zum Geschäftsjahresende kündbar. Der Zinssatz beträgt 1,25 Prozent p.a. Die Zinserträge aus dem Darlehen beliefen sich wie im Vorjahr auf TEUR 5. Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen entsprechen den dargestellten Buchwerten. Für die dargestellten Perioden wurden keine Wertberichtigungen gebildet.

7.9 Laufende Ertragsteuererstattungsansprüche

2011 wurde das Guthaben aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie aus Gewerbesteuer des Geschäftsjahres 2009 vollständig erstattet.

7.10 Vorräte

Die Vorräte in Höhe von TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 828) betreffen Projektkosten von Immobilienfonds in der Platzierungsphase (TEUR 397; Vorjahr: TEUR 346) und eines Zweitmarktfonds in der Platzierungsphase (TEUR 161; Vorjahr: TEUR 78). Im Vorjahr waren zudem Projektkosten von Immobilienfonds in der Konzeptionsphase in Höhe von TEUR 404 aktiviert.

7.11 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 15.000 und ist eingeteilt in 15 Mio. auf den Inhaber lautende und im Umlauf befindliche Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Juli 2015 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 7.500 zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Juni 2015 maximal 1,5 Mio. Aktien der Hesse Newman Capital zurückzuerwerben.

Der Vorstand ist ferner durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 1 7. November 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 16. November 2013 einmalig oder mehrfach Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte mit oder ohne Wandlungs- oder Bezugsrechten (gemeinsam im Folgenden "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu TEUR 100.000 zu begeben. In diesem Zusammenhang können den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Bezugsrechte auf bis zu 7,5 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von TEUR 7.500 gewährt werden (bedingtes Kapital II). Das Bezugsrecht kann ausgeschlossen werden. Die Laufzeit der Schuldverschreibungen ist auf 20 Jahre begrenzt. Wahlweise kann die Ausgabe unter bestimmten Bedingungen auch durch eine Konzerngesellschaft, an welcher die Hesse Newman Capital AG zu mindestens 75 Prozent mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist, erfolgen.

Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/ Schweiz, verfügt am 31. Dezember 2011 über einen Stimmrechtsanteil an der Hesse Newman Capital AG in Höhe von 46,46 Prozent (Vorjahr: 46,2 Prozent). Die Stimmrechtsanteile werden Klaus Mutschler, Zürich/ Schweiz, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Brammer hält am 31. Dezember 2011 einen Stimmrechtsanteil über 12,88 Prozent. Die TC Trumpp Capitalberatung GmbH, Stuttgart, verfügt zum 31. Dezember 2011 über einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 0,32 Prozent. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Aufsichtsratsmitglied Stefan Trumpp, Hamburg, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechtsanteile der Vorstandsmitglieder Marc Drießen und Dr. Marcus Simon betragen am Bilanzstichtag jeweils 12,51 Prozent.

7.12 Rücklagen

Der Vorstand hat im Rahmen der Aufstellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Hesse Newman Capital AG eine Einstellung in die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG in Höhe von TEUR 166 vorgenommen.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die kumulierten Konzernergebnisse, Eigenkapitalmehrungen aufgrund von Kapitalherabsetzungen sowie Entkonsolidierungseffekte aus dem Geschäftsjahr 2008.

7.13 Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile betreffen die Anteile anderer Gesellschafter an im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen (vergleiche Ziffer 3). Im Geschäftsjahr 2011 wurden Anteile an der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH &Co. KG in Höhe von rund 36 Prozent zu Kaufpreisen in Höhe von insgesamt TEUR 3 veräußert. In dieser Höhe sind Minderheitenanteile erfolgsneutral entstanden.

Die anteiligen Ergebnisse der Minderheitsgesellschafter betreffen neben der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH &Co. KG die Hesse Newman Zweitmarkt AG. Im Geschäftsjahr 2011 war den Minderheitsgesellschaftern insgesamt ein Verlust in Höhe von TEUR 15 zuzurechnen.

7.14 Latente Steuern

Die latenten Steuererstattungsansprüche und -schulden ergeben sich aus temporären Differenzen wie folgt:

in TEUR 31.12.2011

Latente Steuererstattungs-

ansprüche
31.12.2011

Latente Steuerschulden
31.12.2010

Latente Steuererstattungs-

ansprüche
31.12.2010

Latente Steuerschulden
Sonstige finanzielle Vermögenswerte - 1.990 - 1.953
Zukünftige Nutzung steuerlicher Verlustvorträge 1.715 - 1.715 -
Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 469 - 171 -
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen - - - 3
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen - 2 - 1
2.184 1.992 1.886 1.957

Die temporären Differenzen der latenten Steuererstattungsansprüche werden sich nach der aktuellen Konzernplanung wie folgt umkehren:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Latente Steuererstattungsansprüche
2011 - 696
2012 910 410
2013 767 361
2014 507 262
2015 - 157
2016 - -
2.184 1.886

Nach den aktuellen Planungen wird mit einer Umkehr der unter den latenten Steuerschulden berücksichtigten temporären Differenzen innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht gerechnet.

Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

TEUR Ziffer 2011 2010
Beginn des Jahres - 71 -185
Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 8.9 263 114
Ende des Jahres 192 -71

Latente Steuerforderungen für steuerliche Verlustvorträge werden mit dem Betrag angesetzt, zu dem die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist (siehe Ziffer 5.2). Bezüglich des maßgeblichen Steuersatzes wird auf Ziffer 8.9 verwiesen.

7.15 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen lassen sich folgendermaßen untergliedern:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Finanzschulden 7.176 6.934
Sonstige Verbindlichkeiten - 142
Abgegrenzte Schulden gegenüber Vorständen und Aufsichtsräten 838 978
8.014 8.054

Die Finanzschulden bestehen gegenüber der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR 2011 2010
Beginn des Jahres 6.934 15.932
Kapitalisierung von Zinsen 242 292
7.176 16.224
Forderungsverzicht - -3.485
Bewertung Besserungsschein - 286
Verzicht Forderung Besserungsschein - -6.091
Ende des Jahres 7.176 6.934

Das Darlehen wird zum jeweiligen Quartalsende mit dem Durchschnitt der Tageswerte des 3-Monats-Euribors zuzüglich 200 Basispunkten verzinst. Sämtliche Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 292) wurden kapitalisiert. Das Darlehen ist nicht befristet und mit einer Frist von einem Monat kündbar.

Die abgegrenzten Schulden gegenüber Vorständen und Aufsichtsräten entfallen mit TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 671) auf Leistungen aus Anlass der Beendigung von Dienstverhältnissen ehemaliger Vorstandsmitglieder; aus der Bewertung dieser Verpflichtungen ist im Geschäftsjahr 2011 ein Finanzaufwand in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 50) angefallen. Des Weiteren werden unter diesem Posten Vorstandstantiemen in Höhe von TEUR 493 (Vorjahr: TEUR 241) sowie Aufsichtsratsvergütungen über TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 66) ausgewiesen.

7.16 Rückstellungen

Hesse Newman Capital hat im Geschäftsjahr 2011 die Hesse Newman Deutscher Zinshausfonds GmbH &Co. KG i.L. vom Markt genommen und die Gesellschaft von hierdurch entstandenen Kosten freigestellt. Die gebildete Rückstellung für diesen Sachverhalt beträgt am Bilanzstichtag TEUR 21. Es wird mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten zwölf Monate gerechnet. Die Inanspruchnahme ist aufgrund des eingeleiteten Liquidationsprozesses wahrscheinlich.

7.17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Provisionen und sonstige Lieferungen und Leistungen 487 547
Abgegrenzte Schulden aus Lieferungen und Leistungen
Ausstehende Rechnungen 412 476
Jahresabschluss und Prüfungskosten 83 79
Abgegrenzte Umsatzerlöse 599 66
Geschäftsbericht 12 12
1.593 1.180
Sonstige Verbindlichkeiten
Ausgleichsvereinbarung 300 -
Lohn- und Gehaltsabrechnung 72 55
Umsatzsteuer 16 131
Abgegrenzte Schulden aus sonstigen Verbindlichkeiten
Boni, Tantiemen und Abfindungen 358 180
Urlaubsansprüche 52 37
Berufsgenossenschaftsbeiträge 16 15
Übrige 64 26
878 444
2.471 1.624

Die abgegrenzten Umsatzerlöse entfallen insbesondere auf im Voraus erhaltene Provisionszahlungen aus dem Emissionshausgeschäft (Vorjahr: Versicherungen).

Die Ausgleichsvereinbarung entfällt auf eine Gewährleistung über TEUR 335 seitens der Muttergesellschaft im Hinblick auf eine Forderung der Grenke Bank AG. Bis zum Bilanzstichtag wurden TEUR 35 gezahlt. Der Betrag wurde durch eine unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasste und bereits erhaltene Schadenersatzleistung gedeckt (siehe Ziffer 8.11).

7.18 Finanzschulden

Die Finanzschulden in Höhe von TEUR 5.526 (Vorjahr: TEUR 3.677) betreffen Darlehensgewährungen, die am Bilanzstichtag mit nominal TEUR 5.370 (Vorjahr: TEUR 3.650) valutieren. Die kurzfristigen Darlehen wurden zur Finanzierung der unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten dargestellten Zwischenfinanzierungen (siehe Ziffer 7.1) aufgenommen. Auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Finanzschulden ergibt sich im Mittel eine Verzinsung in Höhe von 9,2 Prozent p.a. (Vorjahr: 12,0 Prozent p.a.). Im Geschäftsjahr 2011 ist diesbezüglich ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 27) entstanden.

7.19 Laufende Ertragsteuerschulden

Die laufenden Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 41) setzen sich zusammen aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 3) sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 38). Die laufenden Ertragsteuerschulden berücksichtigen Gewerbesteuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) sowie Vorauszahlungen an Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2).

8 Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

8.1 Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der ausschließlich die Erbringung von Dienstleistungen betreffenden Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2011 2010
Provisionserlöse 18.617 7.916
Versicherungsvermittlungen 825 465
Anlegerverwaltung und Treuhandtätigkeit 135 32
19.577 8.413

Die Provisionserlöse entfallen mit TEUR 17.000 (Vorjahr: TEUR 5.990) auf Immobilienfonds sowie mit TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 1.342) auf Schiffsfonds. Die Umsatzerlöse mit Schiffsfonds enthalten Erlöse aus dem Ankauf und dem Management von Zweitmarktanteilen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 266). Darüber hinaus wurden Umsatzerlöse im Rahmen des Vertriebs von Containerinvestments in Höhe von TEUR 1.096 (Vorjahr: TEUR 582) erzielt.

Die Umsatzerlöse aus Versicherungsvermittlung enthalten vereinnahmte Vermittlungscourtagen in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 394) sowie Bestandspflegeprovisionen in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 71).

8.2 Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Provisionsaufwand Emissionstätigkeit 11.296 4.223
Provisionsaufwand Versicherungsvermittlungen 804 419
Aufwand für bezogene Leistungen 558 816
Bestandsveränderungen 7.10 270 -777
12.928 4.681

Der Provisionsaufwand Emissionstätigkeit betrifft insbesondere Ausgangsprovisionen an Vertriebspartner und entfällt mit TEUR 10.118 (Vorjahr: TEUR 3.062) auf Immobilienfonds und mit TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 693) auf Schiffsfonds. Der Provisionsaufwand aus der Vermittlung von Containerinvestments beläuft sich auf TEUR 831 (Vorjahr: TEUR 440). Der Aufwand für bezogene Leistungen enthält externe Projektkosten, welche im Rahmen der Auflage von geschlossenen Fonds bis zum Vertriebsstart anfallen, sowie Kosten der Treuhandverwaltung. Der Aufwand für bezogene Leistungen enthält Kosten für nicht realisierte Projekte in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 203).

Über die Erträge aus Bestandsveränderungen werden Herstellungskosten für Aufwendungen für bezogene Leistungen, Personaleinzelkosten und Personalgemeinkosten nebst einem angemessenen Zuschlag für Verwaltungsgemeinkosten für realisierte oder mit hinreichender Sicherheit zukünftig realisierbare Fondsprojekte in den Vorräten aktiviert. Die Aktivierungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 815 (Vorjahr: TEUR 976). Darüber hinaus werden die aktivierten Kosten über den Platzierungsfortschritt anteilig aufgelöst. Der gegenläufige Effekt hieraus beläuft sich auf TEUR 823 (Vorjahr: TEUR 190). Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2011 Vorräte des Vorjahres aufgrund der Nichtrealisierung von Projekten im Umfang von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 9) aufwandswirksam ausgebucht. Weiteren Aufwendungen in Höhe von TEUR 152 stehen gegenläufige Erträge aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden entgegen.

8.3 Personalaufwand

Im Personalaufwand sind die folgenden Kostenarten enthalten:

in TEUR 2011 2010
Gehälter 3.321 2.309
Soziale Abgaben 347 301
Altersversorgung 2 4
3.670 2.614

In dem Posten Gehälter des Berichtsjahres sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 26) enthalten, welche als Leistungen aus Anlass der Beendigung von Dienstverhältnissen zu klassifizieren sind, sowie Aufwendungen für Tantiemen in Höhe von TEUR 922 (Vorjahr: TEUR 416). Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern beträgt 32 (Vorjahr: 26).

8.4 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die im Folgenden aufgeführten Erträge:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten 546 440
Schadenersatz 242 -
Erträge aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden 8.2 213 218
Sonstige periodenfremde Erträge 139
Sachbezüge und sonstige Erstattungen 39 28
Erträge aus dem Abgang von sonstigen finanziellen Vermögenswerten 6 225
Erträge aus der Ausbuchung von Schulden - 54
Übrige 7 38
1.192 1.003

Die ausgewiesenen Schadenersatzleistungen entfallen auf Gewährleistungen Dritter. Die Erträge aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden entfallen hauptsächlich auf ausstehende Rechnungen für neue Fondsprojekte (Vorjahr: Abfindungsansprüche ehemaliger Vorstandsmitglieder). Die periodenfremden Erträge resultieren aus einer erhaltenen Umsatzsteuererstattung für Vorjahre.

8.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich auf die folgenden Kostenarten aufteilen:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Vertriebsunterstützung 512 290
Miete, Mietnebenkosten und Instandhaltung 490 484
Rechts- und Beratungskosten 337 395
Kfz- und Reisekosten 266 232
Nicht abzugsfähige Vorsteuer 264 240
Bürobedarf und Kommunikation 218 188
Versicherungen und Beiträge 172 168
EDV-Kosten 143 140
Analysen, Druckkosten und Konfektionierung 131 215
Wertminderungen von Forderungen 4.3 120 69
Investor Relations, Geschäftsbericht und Hauptversammlung 113 106
Abschluss- und Prüfungskosten 105 102
Personalsuche, Incentives und Fortbildungen 101 38
Gewährleistungen 91 39
Aufsichtsratsvergütungen 60 60
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen - 7
Übrige 79 139
3.202 2.912

Die höheren Kosten für Vertriebsunterstützung sind im Rahmen der Ausweitung der Geschäftstätigkeit angefallen. Die Wertminderungen von Forderungen entfallen mit TEUR 66 auf Forderungsverzichte im Rahmen der Einstellung des Hesse Newman Deutscher Zinshausfonds.

8.6 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen über TEUR -9 (Vorjahr: TEUR 38) betrifft den nach der Equity-Methode ermittelten Ergebnisbeitrag der Hesse Newman Fondsmanagement GmbH (siehe Ziffer 7.4).

8.7 Finanzerträge

Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Ergebnisanteil als stiller Gesellschafter 7.7 2.090 2.344
Zinserträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten 7.1 167 69
Zinserträge aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 101 -
Zinserträge aus Bankzinsen 12 7
Zinserträge Finanzamt 16 -
Zinserträge von assoziierten Unternehmen 7.8 5 5
Bewertung Derivat stille Beteiligung 7.1 116 212
2.507 2.637

Die Zinserträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten betreffen mit TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 56) die Verzinsung des Darlehens an die HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH sowie mit TEUR 112 die Verzinsung von kurzfristigen Zwischenfinanzierungsdarlehen. Die Zinserträge aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen vereinbarte Stundungszinsen auf Ergebnisansprüche aus der stillen Beteiligung; von diesem Betrag entfallen TEUR 41 auf periodenfremde Erträge.

8.8 Finanzaufwand

Der Finanzaufwand betrifft die nachstehend aufgeführten Aufwendungen:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Zinsaufwand aus Finanzschulden Gesellschafterdarlehen 7.15 242 292
Zinsaufwand aus Finanzschulden Dritte 7.18 297 27
Zinsaufwand aus der Abzinsung von Forderungen 7.7 - 41
Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Schulden 7.15 9 336
Übrige Zinsaufwendungen - 20
548 716

8.9 Ertragsteuern

Im Ertragsteueraufwand werden alle Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit den Steuerarten Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer erfasst:

in TEUR 2011 2010
Latente Steuern 263 114
Laufende Steuern -384 -62
Gesamt -121 52

Die Steuer auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2011 2010
Konzernergebnis vor Steuern 2.784 1.041
Fiktiver Steueraufwand -900 -337
Verbrauch von aktivierten Verlustvorträgen 895 434
Gewerbesteuerliche Kürzungen 11 109
Nicht steuerbare Erträge 3 13
Nutzung von zuvor steuerlich nicht angesetzten Verlusten - 9
Bewertung des Besserungsscheins - -92
Steuern für Vorjahre -3 -
Steuerbilanzielle Anpassungen -11 -
Steuerliche Verluste, für die keine latente Steuerforderung aktiviert wurde -28 -34
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -32 -30
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen -56 -20
Tatsächliche Ertragsteuern -121 52

Der anzuwendende gewichtete durchschnittliche Steuersatz beträgt unverändert 32,3 Prozent und entfällt mit 15,8 Prozent auf Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie mit 16,5 Prozent auf Gewerbesteuer.

8.10 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird berechnet, indem der Quotient aus dem Jahresergebnis, welches den Eigenkapitalgebern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, und der durchschnittlichen Anzahl von ausgegebenen Aktien während des Geschäftsjahres berechnet wird. In den dargestellten Perioden waren keine Verwässerungseffekte zu verzeichnen, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie nicht vom verwässerten Ergebnis je Aktie abweicht.

in TEUR 2011 2010
Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis (in TEUR) 2.678 1.094
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in 1.000) 15.000 15.000
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR je Aktie) 0,18 0,07

Bezüglich potenzieller Verwässerungseffekte, welche in der Zukunft eintreten können, wird auf Ziffer 7.11 verwiesen.

8.11 Aufgegebene Geschäftsbereiche

In den aufgegebenen Geschäftsbereichen sind sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 335, die Gewährleistungsaufwendungen betreffen, angefallen (siehe Ziffer 7.17). Weiterhin wurden aus diesbezüglichen Schadenersatzleistungen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 335 erfasst. Die Sachverhalte entfallen auf den aufgegebenen Geschäftsbereich "Privatbank".

8.12 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand will der am 4. Juni 2012 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung der Muttergesellschaft vorschlagen, den nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.194 auf neue Rechnung vorzutragen.

9 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Die Cashflows aufgegebener Geschäftsbereiche werden unter Ziffer 9.4 angegeben.

9.1 Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds umfasst frei verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Kontokorrentkredite, welche Bestandteil der kurzfristigen Zahlungsmitteldisposition sind. Der Finanzmittelfonds beläuft sich auf TEUR 2.475 (Vorjahr: TEUR 1.006).

Im Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2011 wurden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkungen über TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 25) nicht einbezogen (siehe Ziffer 7.6).

9.2 Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Ziffer 2011 2010
Wertminderung von Forderungen 8.5 120 69
Zuführungen zu Rückstellungen 7.16 21 -
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen - 7
Erträge aus der Auflösung von abzugrenzenden Schulden -213 -218
-72 -142

9.3 Überleitung des Konzernjahresergebnisses

Der in der Konzernkapitalflussrechnung ermittelte Wert für das Konzernjahresergebnis vor Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, Zinsen und Ertragsteuern ermittelt sich wie folgt:

in TEUR 2011 2010
Konzernjahresergebnis 2.663 1.093
Ertragsteuern 121 -52
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 9 -38
Finanzaufwendungen 548 716
Finanzerträge -2.507 -2.637
834 -918

9.4 Aufgegebene Geschäftsbereiche

Aus vergangenen Veräußerungstransaktionen waren im Geschäftsjahr 2011 die folgenden Cashflows aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich "Privatbank" zu verzeichnen: Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 1.733) aus nachträglichen Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen in Form von erhaltenen Schadenersatzleistungen abzüglich gezahlter Gewährleistungen sowie gegenläufig Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -300.

9.5 Unternehmenserwerbe und -veräußerungen

Das erworbene Nettovermögen der Hesse Newman Zweitmarktbeteiligung GmbH &Co. KG ist in Ziffer 3.1 dargestellt. Mit dem durch Zahlungsmittel beglichenen Kaufpreis in Höhe von TEUR 10 wurden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 8 erworben, sodass ein Abgang von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 2 aus dem Erwerb von Tochterunternehmen resultiert.

10 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

10.1 Aktionäre

Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG hat durch einen zusätzlichen Anteilskauf ihren Stimmrechtsanteil zum Bilanzstichtag von 46,2 Prozent auf 46,46 Prozent erhöht. Diese Stimmrechte sind Klaus Mutschler zuzurechnen.

Die SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG hat dem Mutterunternehmen im Geschäftsjahr 2011 über die in Vorjahren gewährten Darlehen hinaus keine weiteren Darlehen zur Verfügung gestellt (siehe Ziffer 7.15). Die Darlehen erhöhen sich vierteljährlich aus der Kapitalisierung von Zinsen. Eine weitere Klaus Mutschler zuzurechnende Gesellschaft war für Hesse Newman Capital im Bereich der Versicherungsvermittlung tätig, sodass Vermittlungsprovisionen in Höhe von TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 419) im Materialaufwand erfasst wurden (siehe Ziffer 8.2). Die Provisionshöhe entspricht marktüblichen Konditionen. Im Vorjahr war ein Teilbetrag der Provisionen in Höhe von TEUR 142 am Bilanzstichtag noch nicht gezahlt und wurde unter den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen erfasst (siehe Ziffer 7.15).

In den dargestellten Perioden waren keine Umsatzerlöse mit der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG zu verzeichnen; offene Forderungen bestanden zu den dargestellten Bilanzstichtagen nicht.

Bezüglich des Aktienbesitzes von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wird auf Ziffer 7.11 verwiesen; weitere Angaben sind in Ziffer 10.4 dargestellt.

10.2 Verbundene Unternehmen

Über die Angaben von Ziffer 10.1 hinaus waren im Geschäftsjahr 2011 keine weiteren Beziehungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen im Sinne von unmittelbaren oder mittelbaren Tochtergesellschaften von Hesse Newman Capital zu verzeichnen.

10.3 Assoziierte Unternehmen

Zum 31. Dezember 2011 bestand gegen die Hesse Newman Fondsmanagement GmbH eine Darlehensforderung inklusive Zinsforderungen in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 412). Die Verzinsung erfolgt mit 1,25 Prozent p.a.

Nach Abschluss der Liquidation der Triple Value AG, Walsrode, an der Hesse Newman Capital zu 33 Prozent beteiligt war, wurde der Liquidationserlös in Höhe von TEUR 6 ausgezahlt und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam vereinnahmt.

Platzierungsgarantien an Fondsgesellschaften werden grundsätzlich vor Platzierungsbeginn gewährt (siehe Ziffer 11.1). Die Gewährung erfolgt daher an mittelbar assoziierte Unternehmen. An den dargestellten Bilanzstichtagen bestanden keine Platzierungsgarantien gegenüber Unternehmen, welche zu diesem Zeitpunkt als mittelbar assoziierte Unternehmen zu klassifizieren waren.

Die Gewährung der unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Darlehen (Ziffer 7.1) erfolgte an die mittelbar assoziierte Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH, Hamburg. Die Zinserträge aus diesen Darlehen belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 111. Darüber hinaus hat die Gesellschaft der Hesse Newman Immobilienmanagement GmbH entstandene Zinsunterschiedsbeträge aus der Weiterreichung der Darlehen an Fondsgesellschaften in Höhe von TEUR 11 erstattet; aus dieser Vereinbarung ist ein weiterer Aufwand in Höhe von TEUR 23 entstanden, welcher bis zum 31. Dezember 2011 noch nicht zur Zahlung fällig war.

Hesse Newman Capital hat im Geschäftsjahr 2011 die Hesse Newman Deutscher Zinshausfonds GmbH &Co. KG vom Markt genommen und sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, die entsprechende Liquidität hierfür bereitzustellen. In diesem Zuge sind Forderungsverluste in Höhe von TEUR 66 entstanden. Für die Liquidation der Gesellschaft wurde zudem im Geschäftsjahr 2011 eine Rückstellung gebildet, die am Bilanzstichtag mit TEUR 21 valutiert. Die weiteren Forderungsverluste in Bezug auf Forderungen gegen mittelbar assoziierte Unternehmen belaufen sich auf TEUR 54.

Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen wurden in den dargestellten Perioden nicht erzielt.

10.4 Nahestehende Personen

Folgende Personen waren als Vorstand der Muttergesellschaft im Berichtsjahr tätig:

Marc Drießen, Kaufmann, Hamburg

Dr. Marcus Simon, Kaufmann, Hamburg

Marc Drießen ist Vorstand für Konzeption, Vertrieb und Unternehmenskommunikation. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Hesse Newman Zweitmarkt AG, Hamburg, und der HTF Hamburger Trust Fonds AG, Hamburg; ferner ist er Vorstand der Hesse Newman Investors AG, Hamburg.

Dr. Marcus Simon verantwortet die Vorstandsressorts Rechnungswesen/Controlling, IR, Allgemeine Verwaltung/ IT, Treuhand, Zweitmarkt, Personal und Recht. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Hesse Newman Investors AG, Hamburg; weiterhin ist er Vorstand der Hesse Newman Zweitmarkt AG, Hamburg, und der HTF Hamburger Trust Fonds AG, Hamburg.

Die als Aufwand berücksichtigten Gesamtbezüge der Vorstände betragen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 908 (Vorjahr: TEUR 632), wovon TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 400) auf fixe und TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 218) auf variable Bestandteile entfallen. Die individualisierten Gesamtbezüge sind im Folgenden aufgeführt:

in TEUR Gehälter Tantieme Sonstige Bezüge Gesamt
Dr. Marcus Simon
2011 200 247 7 454
2010 200 109 7 316
Marc Drießen
2011 200 247 7 454
2010 200 109 7 316

Im Geschäftsjahr wurden an ehemalige Vorstandsmitglieder TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 600) ausgezahlt. Zum 31. Dezember 2011 verbleibt eine Verpflichtung in Höhe eines beizulegenden Zeitwertes von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 672), die innerhalb eines Jahres fällig ist.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt zusammengesetzt:

Ralf Brammer, Kaufmann,

Zürich/Schweiz (Vorsitzender)

Klaus Mutschler, Kaufmann,

Zürich/Schweiz (stellvertretender Vorsitzender)

Stefan Trumpp, Kaufmann,

Hamburg

Die Bezüge für die Aufsichtsratstätigkeit von Ralf Brammer belaufen sich auf TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30). Es besteht eine Vertriebsvereinbarung mit der Tantris Capital AG, Zürich/Schweiz, die Ralf Brammer zuzurechnen ist; in diesem Zusammenhang wurden Provisionen in Höhe von TEUR 108 ausgezahlt (Vorjahr: Verbindlichkeit TEUR 9). Ralf Brammer war im Geschäftsjahr 2011 in folgenden Unternehmen Mitglied des Verwaltungsrats:

Tantris Capital AG, Zürich/Schweiz
Global Solar Equities AG, Zürich/Schweiz
Swiss Wealth &Asset Partners AG, Zürich/Schweiz
Brammer Financial Services AG, Frauenfeld/Schweiz

Klaus Mutschler hat wie im Vorjahr für das Jahr 2011 auf die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von TEUR 30 verzichtet. Er war im Geschäftsjahr 2011 in folgenden Unternehmen Mitglied des Verwaltungsrats:

Mutschler Holding AG, Zürich/Schweiz
SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, Zürich/Schweiz
Swiss Wealth &Asset Partners AG, Zürich/Schweiz
Swiss Rock Asset Management AG, Zürich/Schweiz
Be2 Holding AG, Zürich/Schweiz
Insparx AG, Zürich/Schweiz

Die Bezüge des Aufsichtsratsmitglieds Stefan Trumpp belaufen sich in 2011 auf TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30).

Es besteht eine Vertriebsvereinbarung mit der TC Trumpp Capitalberatung GmbH, Stuttgart, die Stefan Trumpp zuzurechnen ist; diesbezüglich wurden im Geschäftsjahr 2011 Provisionen über TEUR 36 gezahlt (Vorjahr: Verbindlichkeit TEUR 10).

11 Sonstige Angaben

11.1 Eventualschulden

Aus Fondsprojekten bestehen zum 31. Dezember 2011 Platzierungsgarantien mit einer Valuta in Höhe von TEUR 59.546 (Vorjahr: TEUR 90.550). Die Platzierungsgarantien sind in Gänze (Vorjahr: TEUR 69.900) innerhalb eines Jahres fällig. Bei der Ermittlung der Garantievaluta wurden kurzfristig gewährte Zwischenfinanzierungen nicht in Abzug gebracht. Mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet. Es bestehen derzeit keine Erkenntnisse, dass die im Vertrieb befindlichen Fonds nicht bis zum Fälligkeitstermin der Platzierungsgarantie in der erforderlichen Höhe platziert werden können oder dass erforderliche Zwischenfinanzierungen nicht eigens oder über Dritte gestellt werden können.

Des Weiteren hat die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH durch eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft besichert. Zur Besicherung hat Hesse Newman Capital eine Rangrücktritts- und Darlehensbelassungserklärung abgegeben. Die besicherte Verbindlichkeit valutierte am Bilanzstichtag mit TEUR 2.700 (Vorjahr: TEUR 5.150). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der selbstschuldnerischen Höchstbetragsbürgschaft wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH als gering betrachtet. Die Bürgschaft wird voraussichtlich Mitte 2013 aufgrund der Tilgung des besicherten Darlehens auslaufen.

Darüber hinaus bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren in der Bilanz zu vermerkenden oder im Konzernanhang anzugebenden bzw. aus der Bilanz oder Konzernanhang nicht ersichtliche Eventualschulden.

11.2 Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating Leasing

Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus sonstigen Dienstleistungsverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.852 (Vorjahr: TEUR 2.165), die sich wie folgt nach Restlaufzeiten aufteilen:

in TEUR 2011 2010
Bis zu 1 Jahr 599 595
1 bis 5 Jahre 1.253 1.456
Über 5 Jahre - 114
1.852 2.165

Die Verpflichtungen betreffen insbesondere den Mietvertrag für Bürogebäude in Höhe von insgesamt TEUR 1.561 (Vorjahr: TEUR 1.827). Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2016 und gewährt dem Konzern zwei Verlängerungsoptionen über jeweils fünf Jahre. Die Verlängerungsoptionen bestehen nur, falls der Hauptmieter eine entsprechende Verlängerungsoption ausübt. Die im Aufwand erfassten Mindestmietzahlungen betragen TEUR 604 (Vorjahr: TEUR 574). Die im Aufwand erfassten Zahlungen aus Mietverhältnissen betragen für das Geschäftsjahr 2011 TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 343). Aus einem Untermietvertrag ergibt sich der zukünftige Erhalt von Mindestmietzahlungen in Höhe von TEUR 418 (Vorjahr: TEUR 515); hiervon entfallen unverändert TEUR 96 auf eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 386) auf eine Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren.

11.3 Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat mit Datum vom 20. März 2012 abgegeben. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite des Konzerns (www.hesse-newman.de) dauerhaft zugänglich.

11.4 Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2011 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 144). Davon entfallen auf Abschlussprüfungen TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 96) und auf Steuerberatungsleistungen TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 27). Im Vorjahr waren zudem sonstige Leistungen über TEUR 21 erfasst worden.

11.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand will der ordentlichen Hauptversammlung der Hesse Newman Capital AG vorschlagen, den nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 3.194 auf neue Rechnung vorzutragen.

Hamburg, 30. März 2012

Der Vorstand

Marc Drießen

Dr. Marcus Simon

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, 30. März 2012

Der Vorstand

Marc Drießen

Dr. Marcus Simon

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Hesse Newman Capital AG aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang, einschließlich Segmentberichterstattung, sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die Angaben nach § 289a HGB waren gemäß § 317 Abs. 2 S. 3 HGB nicht Gegenstand der Prüfung. Die Prüfung ist so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 30. März 2012

**O & R Oppenhoff & Rädler AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Heidemann, Wirtschaftsprüfer

Rössler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2011 stand für die Hesse Newman Capital AG im Zeichen deutlichen Wachstums und erfolgreichen Ausbaus der Marktstellung insbesondere im Bereich der Core-Immobilien.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz und Satzung der Hesse Newman Capital AG obliegenden Aufgaben und Pflichten im Berichtsjahr 2011 mit großer Sorgfalt wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens begleitet und beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG informierte den Aufsichtsrat zeitnah und regelmäßig über die wesentlichen Fragen der Geschäftsführung und stand insbesondere zum Aufsichtsratsvorsitzenden in laufendem Kontakt bezüglich grundlegender Ereignisse. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist von großer Transparenz geprägt und ermöglicht eine effektive Beratungs- und Überwachungstätigkeit des Kontrollgremiums.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Ein Hauptaugenmerk der Aufsichtsratstätigkeit des Jahres 2011 lag auf der Beratung mit dem Vorstand hinsichtlich des deutlichen Wachstums des Geschäftsumfanges der Gesellschaft in einem unsicheren konjunkturellen und starken regulatorischen Veränderungen ausgesetzten Umfeld. Intensiv wurden in jeder Aufsichtsratssitzung der Geschäftsverlauf, die Platzierungssituation und die Chancen und Risiken neuer Fondsobjekte ebenso diskutiert wie eine Diversifikation der Produktpalette.

Sitzungen

Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG hat sich im Jahr 2011 zu insgesamt vier Präsenzsitzungen zusammengefunden und zwei telefonische Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Außerdem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Auf Wunsch des Aufsichtsrates hat der Vorstand an all diesen Sitzungen teilgenommen und auf Basis des allgemeinen Berichtswesens und gesonderter Analysen über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, das Risikomanagement und wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Wichtige Tagesordnungspunkte waren unter anderem:

Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2011
Erörterung des Konzernzwischenberichtes und der Quartalsergebnisse
Kurz- und mittelfristige Unternehmensplanungen
Beschlussfassungen zu konkreten Investitionsvorhaben für geschlossene Fonds
Weiterentwicklung des Geschäftsmodells
Chancen und Risiken der Unternehmensentwicklung

Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG hat keine Ausschüsse gebildet, da er unverändert aus drei Mitgliedern besteht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf. Hinzuweisen ist auf die Funktion von Klaus Mutschler als Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG und seine Rolle als Gesellschafter der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG, der Hauptgesellschafterin der Hesse Newman Capital AG.

Personelle Veränderungen

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand gab es im Jahr 2011 nicht. Personelle Kontinuität ist ein wesentlicher Erfolgsgarant von Hesse Newman Capital.

Corporate Governance

Die verantwortungsvolle und transparente Leitung und Kontrolle des Unternehmens ist für Hesse Newman Capital von besonderer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. März 2012 eine gemeinsame Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die im Rahmen der Erklärung des Vorstandes zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Vorstand der Hesse Newman Capital AG hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 jeweils am 30. März 2012 aufgestellt und dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorschlag des Vorstandes an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns fristgerecht vorgelegt. Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte O&R Oppenhoff &Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde zudem von den Abschlussprüfern das von der Hesse Newman Capital AG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem geprüft.

Die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat ihre Berichte über Art und Umfang sowie über das Ergebnis ihrer Prüfungen (Prüfungsberichte) vorgelegt. Die genannten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat hat die Vorlagen des Vorstandes und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. In seiner Sitzung am 11. April 2012 ließ sich der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht eingehend erläutern.

Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat darüber hinaus über seine Prüfungen, insbesondere seine Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen, berichtet sowie seine Prüfungsberichte erläutert. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und diese ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte - wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführten Prüfungen selbst - den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie des Gewinnverwendungsvorschlages sind keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Mit der Billigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Unternehmen mit der des Vorstandes in dessen Lagebericht und Konzernlagebericht überein.

O&R Oppenhoff &Rädler AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unseren Feststellungen und nach den uns erteilten Auskünften sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass gegen den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen zu erheben sind. Als Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir daher der Hesse Newman Capital AG für den Abhängigkeitsbericht folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass (1.) die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, (2.) bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht wurde auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Vorstand hat den Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt. Er hat die notwendigen Vorkehrungen zur Erfassung der Rechtsgeschäfte und sonstigen Maßnahmen getroffen, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit der SBW Schweizer Beteiligungs-Werte AG als beherrschendem Unternehmen oder mit dieser verbundenen Unternehmen vorgenommen oder unterlassen hat. Nach dem Ergebnis der Prüfung sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen nicht vollständig erfasst worden sind. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes sind nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hesse Newman Capital AG seine Anerkennung für ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr aus.

Hamburg, im April 2012

Hesse Newman Capital AG

Ralf Brammer, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der jeweils geltenden Fassung ("DCGK") seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen werden wird. Nicht angewandt wurden und werden die folgenden Empfehlungen:

Unterstützung bei der Durchführung von Briefwahlen

Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 DCGK sehen vor, dass die Gesellschaft die Durchführung von schriftlichen Abstimmungen vor der Hauptversammlung (sog. "Briefwahlen") durch die Bereithaltung von entsprechenden Formularen und auf sonstige Weise unterstützt. Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, vor und in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Briefwahl durchzuführen. Beide Methoden einer mittelbaren Mitwirkung an der Abstimmung (Briefwahl und Stimmrechtsvertretung durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter) sind im Wesentlichen gleichwertig; deutliche Vorteile der Briefwahl sind nicht erkennbar. Die Einführung der Briefwahl führte zu weiterem Aufwand bei der Formularerstellung und der Abstimmungsauswertung.

Ernennung eines Vorsitzenden oder eines Sprechers im Vorstand

Ziffer 4.2.1 S. 1 DCGK sieht vor, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder einen Sprecher haben soll. Dieser Empfehlung wird nicht entsprochen, da die Gesellschaft gegenwärtig durch zwei Vorstände mit klarer Ressortverteilung repräsentiert wird.

Empfehlungen zur Vorstandsvergütung

Gemäß Ziffer 4.2.3 DCGK sollen variable Bestandteile der Vergütung der Vorstandsmitglieder positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen und Abfindungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung sollen bestimmten Begrenzungen unterliegen. Diesen Empfehlungen wird derzeit noch nicht entsprochen, da die Anstellungsverträge aus dem Jahr 2008 der Rechtslage vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entsprechen und als Altverträge einer einseitigen Anpassung nicht zugänglich sind.

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Nach Ziffer 5.3.1 S. 1 DCGK soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Der Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG besteht satzungsgemäß nur aus drei Personen, sodass eine Bildung von Ausschüssen wenig sinnvoll erscheint und alle Aufgaben gemeinsam wahrgenommen werden.

Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrates

Ziffer 5.4.6 Abs. 2 DCGK empfiehlt für die Mitglieder des Aufsichtsrates neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung. Die Satzung der Hesse Newman Capital AG sieht eine erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder derzeit nicht vor. Die derzeit den Aufsichtsratsmitgliedern geschuldete feste Vergütung bewegt sich eher am unteren Rand einer üblichen Vergütung, sodass die Vereinbarung erfolgsorientierter Bestandteile insgesamt eine Erhöhung der Gesamtvergütung nach sich ziehen würde.

Veröffentlichung des Konzernabschlusses

Abweichend von Ziffer 7.1.2 S. 3 DCGK erfolgt die Veröffentlichung des Konzernabschlusses, des Halbjahresfinanzberichtes und der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung nicht innerhalb der kürzeren Fristen des DCGK, sondern in Übereinstimmung mit dem WpHG, weil aus Sicht der Gesellschaft für ein Unternehmen dieser Größenordnung die gesetzlichen Fristen angemessen erscheinen.

Ältere Entsprechungserklärungen sind auf der Website des Unternehmens (www.hesse-newman.de) veröffentlicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der Hesse Newman Capital AG

Hamburg, den 20. März 2012