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B+S Banksysteme AG Interim / Quarterly Report 2011

Feb 20, 2012

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Interim / Quarterly Report

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Publication

B+S Banksysteme Aktiengesellschaft

München

Halbjahresfinanzbericht 2011/12

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Der Konzernzwischenbericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft erfüllt die Anforderungen an einen Halbjahresfinanzbericht nach den anwendbaren Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und umfasst nach § 37w Abs. 2 WpHG einen Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Konzernzwischenabschluss wurde im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie die Europäische Union (EU) fordert, erstellt. Der Konzernzwischenbericht sollte zusammen mit unserem Geschäftsbericht und den dort enthaltenen Zusatzinformationen über das Unternehmen gelesen werden.

Hinweis:

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von + / - einer Einheit (TEUR, %, usw.) auftreten.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

in TEUR
2. Halbjahr 2011 01.07. - 31.12. 2. Halbjahr 2010 01.07. - 31.12. Geschäftsjahr 2010/11 01.07. - 30.06.
Umsatzerlöse 3.752 4.390 7.577
Sonstige betriebliche Erträge 239 208 306
3.991 4599 7.883
Waren- und Materialeinsatz -37 -88 -206
Personalaufwand -2.318 -2.331 -4.955
Abschreibungen -286 -347 -6.402
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.198 -1.288 -2.290
Operatives Ergebnis (EBIT) 152 545 -5.970
Finanzerträge 6 1 5
Finanzaufwendungen -351 -314 -652
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -193 231 -6.617
Ertragsteuern 41 -113 197
Periodenergebnis * -152 119 -6.420

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Eigentümer des Mutterunternehmens

Ergebnis je Aktie

in EUR
2. Halbjahr 2011 01.07. - 31.12. 2. Halbjahr 2010 01.07. - 31.12. Geschäftsjahr 2010/2011 01.07. - 30.06.
ohne Verwässerungseffekt -0,02 0,02 -1,03
mit Verwässerungseffekt -0,02 0,02 -1,03
Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

in TEUR
2. Halbjahr 2011 01.07. - 31.12. 2. Halbjahr 2010 01.07. - 31.12. Geschäftsjahr 2010/2011 01.07. - 30.06.
Periodenergebnis -152 119 -6.420
Sonstiges Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung von ausländischen Geschäftsbetrieben -5 14 19
Latente Steuern auf die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses 0 0 0
Gesamtergebnis nach Steuern * -157 133 -6.401

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Eigentümer des Mutterunternehmens

Konzern-Bilanz

Bilanz (IFRS) AKTIVA

in TEUR
2. Halbjahr 2011 01.07. - 31.12. 2. Halbjahr 2010 01.07. - 31.12. Geschäftsjahr 2010/2011 01.07. - 30.06.
Immaterielle Vermögensgegenstände 671 975 796
Geschäfts- und Firmenwert 11.166 16.866 11.166
Sachanlagen 5.755 6.019 5.886
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 1.130 1.153 1.142
Summe langfristige Vermögenswerte 18.722 25.014 18.990
Noch nicht abgerechnete Leistungen 0 0 0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.930 1.034 501
Liquide Mittel 919 381 1.989
Rechnungsabgrenzungsposten 143 170 249
Aktive latente Steuern 120 0 0
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.112 1.584 2.739
BILANZSUMME AKTIVA 21.834 26.598 21.729
PASSIVA
2. Halbjahr 2011 01.07. - 31.12. 2. Halbjahr 2010 01.07. - 31.12. Geschäftsjahr 2010/2011 01.07. - 30.06.
Gezeichnetes Kapital 6.210 6.210 6.210
Kapitalrücklage 439 439 438
Eigene Anteile -104 -104 -104
Rücklagen Währungsdifferenzen 41 42 47
Gewinnrücklagen 114 114 114
Bilanzgewinn/ -verlust -5.308 1.384 -5.156
Summe Eigenkapital 1.392 8.084 1.549
Verpflichtungen für Abfertigungen 873 718 873
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.088 6.200 6.054
Passive latente Steuern 0 293 8
Summe langfristige Verbindlichkeiten 6.961 7.212 6.935
Erhaltene Anzahlungen 559 213 76
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 8.000 8.000 8.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.255 1.006 1.470
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 252 55 94
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 181 234 303
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 340 679 953
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 2.894 1.114 2.349
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und RAP 13.481 11.303 13.245
BILANZSUMME PASSIVA 21.834 26.598 21.729

Konzern-Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung (IFRS)

in TEUR
2. Halbjahr 2011 01.07. - 31.12. 2. Halbjahr 2010 01.07. - 31.12. Geschäftsjahr 2010/2011 01.07. - 30.06.
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) -193 231 -6.617
Korrektur Finanzerträge /-aufwendungen 345 313 647
Operatives Ergebnis 152 545 -5.970
Abschreibungen 286 347 6.402
Veränd. langfr. Rückstellungen 0 -168 -14
Veränderung latenter Steuern -128 -44 -329
Veränderung noch nicht abgerechneter Leistungen 0 0 0
Veränderungen Forderungen -1.429 -89 443
Veränderungen RAP 105 63 -15
Veränd. erhaltene Anzahlungen 483 -17 -154
Veränderungen Verbind. aus Lief. u. Leistungen 158 -209 -170
Veränd. sonstige Rückstellungen -795 203 659
Sonstige Verbind. u. RAP 327 -1.177 -524
Ertragssteuern 41 -113 197
Erhaltene Zinsen 6 1 5
Bezahlte Zinsen -351 -314 -652
-1.145 -971 -122
Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit
Invest. ins Anlagevermögen ohne Finanzanlagen -17 -34 -67
-17 -34 -67
Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Tilgung Finanzierungsleasing -88 -57 -135
Veränd. Finanzverbindlichkeiten -215 30 494
-303 -27 359
Differenz aus Währungsumrechnung -5 14 19
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -1.470 -1.019 189
Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 1.989 1.400 1.400
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 919 381 1.589

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Entwicklung des Eigenkapitals

in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklage Währungs-umrechnungs-differenzen Gewinn-rücklagen Eigene Anteile Bilanz-ergebnis Summe Eigenkapital
Stand zum 31. Dez. 2008/ 01. Jan. 2009 6.210 465 2 114 -104 603 7.290
Kosten der Kapitalerhöhung -26 -26
Gesamtergebnis nach Steuern 136 136
Stand zum 30. Juni 2009 6.210 439 2 114 -104 739 7.400
Zuführung Kapitalrücklage
Differenzen aus Währungsumrechnung 26 26
Gesamtergebnis nach Steuern 525 525
Stand zum 30. Juni 2010 6.210 439 28 114 -104 1.264 7.951
Zuführung Kapitalrücklage
Differenzen aus Währungsumrechnung 19 19
Gesamtergebnis nach Steuern -6.420 -6.420
Stand zum 30. Juni 2011 6.210 439 47 114 -104 -5.156 1.549
Zuführung Kapitalrücklage
Differenzen aus Währungsumrechnung -5 -5
Gesamtergebnis nach Steuern -152 -152
Stand zum 31. Dez. 2011 6.210 439 42 114 -104 -5.308 1.392

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze der Rechnungslegung

Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen befreienden Konzernabschluss (Zwischenabschluss) nach § 315a HGB auf.

Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 01. Juli bis 31. Dezember 2011 wurde unter Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Er berücksichtigt alle bis zum 31. Dezember 2011 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards (IAS/IFRS) und Interpretationen (SIC/IFRIC).

Der Rechnungslegung der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften der B+S Gruppe zu Grunde. Diese sind identisch mit jenen des Geschäftsjahres 2011/2012. Diese Vorschriften werden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet.

Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme insbesondere von bestimmten Finanzinvestitionen, die zu Marktwerten und langfristiger Rückstellungen (einschließlich Personalrückstellungen), die zu Barwerten angesetzt werden.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz wird nach der Fristigkeit der Posten gegliedert.

Der Konzernzwischenabschluss ist in der Berichtswährung EURO bzw. in 1.000 EURO ("TEUR"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen, an denen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft eine direkte bzw. indirekte Stimmenmehrheit hält, durch Vollkonsolidierung einbezogen.

Der daraus resultierende Konzernanteilsbesitz nach § 313 Abs. 2, Abs. 4 HGB stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungsunternehmen Anteil

in %
Währung Eigenkapital Ergebnis
B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich 1 100 TEUR -3.419 -973
B+S Banksysteme Deutschland GmbH München, Deutschland* 1 2 100 TEUR 183 81
B+S Banksysteme Aktiengesellschaft Thun, Schweiz 1 2 100 TCHF 294 101

* ehemals B+S Banksysteme Gesellschaft mbH, Erftstadt, Deutschland

Zu (1): Die Angaben beziehen sich jeweils auf den letzten, nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Zwischenabschluss in der angegebenen Landeswährung.

Zu (2): Indirekte Beteiligung über die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich

Seit dem 01. Juli 2009 hat sich der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht verändert.

Das Geschäftsjahr bei der Gesellschaft sowie aller miteinbezogenen Tochtergesellschaften dauert vom 01. Juli bis 30. Juni des folgenden Kalenderjahres.

Die Aufstellung von Abschlüssen erfordert Prognosen und Annahmen durch die Geschäftsführung der Gesellschaft, welche die Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, schwebender Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Prognosen abweichen.

Die Ergebnisse des Zwischenberichtszeitraums lasen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Der Konzernzwischenbericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Erläuterung zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus produktbezogenem Projektgeschäft TEUR 1.766 (Vorjahreszeitraum TEUR 2.173) und Wartungserlöse 1.986 TEUR (Vorjahreszeitraum TEUR 2.227).

Die sonstigen Erträge TEUR 239 (Vorjahreszeitraum TEUR 199) betreffen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Die Aufwandspositionen Personalaufwand auf TEUR 2.318 (Vorjahreszeitraum TEUR 2.331), Abschreibungen TEUR 286 (Vorjahreszeitraum TEUR 347) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 1.188 TEUR (Vorjahreszeitraum TEUR 1.288) weichen nur marginal von den Vorperioden ab und entsprechen den Planzahlen.

Die Finanzaufwendungen in Höhe von TEUR 345 (Vorjahreszeitraum TEUR 315) betreffen Fremdkapitalzinsen für Leasingobjekte (Bürogebäude Salzburg) und kurzfristige Bankkredite.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Forderungen betreffen mit TEUR 1.808 (Vorjahreszeitraum TEUR 903) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 122 (Vorjahreszeitraum TEUR 130) Forderungen gegen Finanzbehörden.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrifft Kundenforderungen, die periodenge-recht abgegrenzt wurden.

Aktive latente Steuern werden in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird.

Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 873 (Vorjahreszeitraum TEUR 718) Rückstellungen für Abfertigungszahlungen an Mitarbeiter im Teilkonzern Salzburg laut österreichischem Angestelltengesetz sowie eine Leasingverbindlichkeit für das Bürogebäude Salzburg in Höhe von TEUR 6.088 (Vorjahreszeitraum TEUR 6.200).

Die ausgewiesenen Rückstellungen über TEUR 340 (Vorjahreszeitraum TEUR 679) sind als kurzfristig zu betrachten und enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Dritten die nach bestem Ermessen angesetzt wurden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.894 (Vorjahreszeitraum TEUR 1.404) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnabgaben, Rechnungsabgrenzungsposten und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Die passive Rechnungsabgrenzung betrifft Vorauszahlungen von Kunden für bestehende Wartungsverträge.

Der Anstieg resultiert aus im Dezember 2011 verrechneten und periodengerecht abgegrenzten Wartungsumsätzen für das Kalenderjahr 2012.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Von den in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten sind TEUR 919 (Vorjahreszeitraum TEUR 381) frei verfügbar.

Sonstige Angaben

Keine.

Konzern-Zwischenlagebericht

Präambel

Der Zwischenlagebericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 01. Juli bis 31. Dezember 2011.

Die Rechnungslegung für den Konzernabschluss der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Bei den vorliegenden Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2011 handelt es sich um ungeprüfte Zahlen.

Portrait der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft

Durch langjährige Erfahrung in der Realisierung von Software für Finanzdienstleister hat sich die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum erfolgreichen Anbieter entwickelt, der mit innovativen Anwendungen schon heute Anforderungen der Zukunft an skalierbare, leistungsfähige Standardsoftware für den europäischen Raum abdeckt. Mandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Plattformunabhängigkeit, komplette Abbildung von Geschäftsprozessen und die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Finanzsektors kennzeichnen die auf modularer Architektur basierende Software. Integration in komplexe Handelssysteme, realtime- und online-Fähigkeit sowie vollständige Verarbeitung im Straight Through Processing über alle Kommunikationskanäle (Multikanalfähigkeit) hin zum End-to-End-Processing zählen zum Standard.

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bietet eine umfassende und leistungsfähige Produktpalette für das Währungsmanagement inklusive der Kontoführung, den gesamten Zahlungsverkehr (national, international und Euro) einschließlich SEPA (credit-transfer und direct debit), das Kreditgeschäft (automatisierte Kreditabwicklung), Treasury und Trading und das Risikomanagement mit der Abbildung aller Basel II‑Anforderungen sowie für das Electronic-Banking an.

Mit dem ‚on demand service’ stellt die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihren Kunden einen zusätzlichen Service zur Verfügung. Durch den Betrieb eines leistungsfähigen Rechenzentrums mit einem Höchstmaß an Verfügbarkeit und einer damit verbundenen nutzungsorientierten Abrechnung (ASP), ergeben sich für die Kunden Ausbaumöglichkeiten und Einsparpotentiale. Bestehende Anwendungen können problemlos integriert, erweitert oder ganz ersetzt werden.

Die Märkte der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft

Trotz der sogenannten Finanzmarktkrise sind die Finanzdienstleister und damit auch deren Service – Rechenzentren in bestimmten Bereichen durch gesetzliche Vorgaben angehalten die vorhandenen Anwendungen zu adaptieren oder zu ersetzen. Beispielhaft ist hier der neue europäische Zahlungsverkehr SEPA (Single Euro Payment Area) zu erwähnen. Die diesbezügliche EU – Verordnung tritt mit 2014 in Kraft.

und SEPA wird dann die bisherigen Systeme in den Bereichen Überweisungen und Lastschriften ersetzen.

Daneben wachsen die Anforderungen an die Handelssysteme der Banken in Bezug auf Meldeverordnungen und Abgabenrecht. B+S Banksysteme realisiert diese Anforderungen vorausschauend und auftrags- unabhängig

Geschäftsentwicklung

Der Auftragsbestand ist im Berichtszeitraum gestiegen und weist eine gute Mischung aus Neukunden- und Bestandskundengeschäft auf. Die eingegangenen Aufträge werden aber zum Teil erst im Zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/2012 erlöswirksam.

Die Umsatzerlöse sind mit TEUR 3.752 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (TEUR 4.390) leicht zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 239 sind, bedingt durch einen Sondereffekt im Vorjahr, um TEUR 31 höher als im Vergleichszeitraum. Im Berichtszeitraum wurden Fremdleistungen in Höhe von TEUR 37 eingekauft (im Vorjahreszeitraum: TEUR 88). Die Personalkosten reduzierten sich im vergangenen Halbjahr um TEUR 13 auf TEUR 2.318. Die Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 nahezu unverändert mit TEUR 1.484.

Das operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei TEUR 152 (Vorjahreszeitraum: TEUR 545) und ist auf den Erlösrückgang und auf Sonderausgaben wie Prospektkosten zurück zu führen.

Das Finanzergebnis fiel mit TEUR -345 leicht höher aus als im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) betrug im Berichtszeitraum TEUR -193 (Vorjahreszeitraum: TEUR 231). Berücksichtigt man noch die latenten Steuern und die Steuern von Einkommen und Ertrag, ergibt sich ein Periodenergebnis von TEUR -152 im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 (Vergleichszeitraum: TEUR 119).

Bilanzstruktur

Im Berichtszeitraum gibt es summenmäßig nur geringfügige Veränderungen in der Vermögensstruktur. Das langfristige Vermögen beträgt 86% der Bilanzsumme (Vorjahreszeitraum: 94 %). Beim kurzfristig gebundenen Vermögen waren die Forderungen, liquiden Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten deutlich höher und betrugen 14 % (Vorjahr: 6% der Bilanzsumme). Die Bilanzsumme blieb im Berichtszeitraum nahezu unverändert.

Die Reduktion des Eigenkapitals auf TEUR 1.392 ist auf das Periodenergebnis zurück zu führen. Die langfristigen Verbindlichkeiten sind nur unwesentlich angestiegen, der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals nahm im Berichtszeitraum um TEUR 236 zu und ist auf den Anstieg der erhaltenen Anzahlungen sowie den Anstieg bei der Passiven Rechnungsabgrenzung um TEUR 545 zurückzuführen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und sonstige Rückstellungen sind um TEUR 392 geringer als im Vergleichszeitraum (TEUR 913). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 6,4 %.

Finanzlage

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag sind gegenüber denen des Vergleichszeitraums vor allem aufgrund der höheren erhaltenen Anzahlungen gestiegen. Auf Basis der bestehenden Verträge mit Bestandskunden ist davon auszugehen, dass die Liquidität im Geschäftsjahr 2011/ 12 gesichert ist.

Investition und Finanzierung

Das Anlagevermögen im Bereich Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen ist im Berichtszeitraum aufgrund der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 286 gesunken. Investitionen wurden im Berichtszeitraum nur im Rahmen von Ersatzinvestitionen getätigt.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft konnte im Berichtszeitraum mit eigenen Mitteln finanziert werden.

Entwicklung

Die gesteckten Ziele in der Produktentwicklung wurden vollumfänglich im Berichtszeitraum erreicht.

Personalentwicklung

In der zweiten Jahreshälfte 2011 waren durchschnittlich 72 Mitarbeiter und 2 Vorstände beschäftigt. Im Vergleich hierzu betrug die Mitarbeiterzahl in der zweiten Jahreshälfte 2010 durchschnittlich 69 Mitarbeiter und 2 Vorstände.

Chancen und Risiken

Die im Konzernlagebericht zum 30. Juni 2011 beschriebenen Aussagen haben nach wie vor ihre Gültigkeit.

Risiken der künftigen Entwicklung resultieren weiterhin aus einer starken Konzentration im Finanzdienstleistungsbereich, aus der bei weitem noch nicht bewältigten Finanzmarktkrise, einer möglichen Verschlechterung der allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am Arbeitsmarkt.

In Bezug auf die aktuelle Marktsituation ergeben sich derzeit keine Anhaltspunkte, dass die Bestandskunden oder potenzielle Neukunden ihre Investitionsbudgets im Bereich IT verringern werden. Langfristige Auswirkungen sind momentan nicht absehbar. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass kurzfristige Veränderungen am Markt Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der Bestandskunden oder potenzieller Neukunden und damit auf den Geschäftsbetrieb der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben wird.

Den erwähnten Risiken kann die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jedoch mit ihrem ASP-Angebot und ihrer langjährigen Lösungskompetenz begegnen.

Die Umsatz- und Ertragsziele sind jedoch weiterhin von einigen äußeren Faktoren, wie beispielsweise dem Kunden- oder dem Marktumfeld, dessen zukünftige Entwicklung nicht exakt vorhergesehen werden kann, sowie von einzelnen Neuaufträgen bzw. Aufträgen bei Bestandskunden, abhängig.

Alle genannten Risikofaktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beeinflussen und zu einer Abweichung des Ergebnisses führen. Die Liquidität der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Februar 2011 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen gesichert. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist jedoch von der Erreichung der Planzahlen in der B+S Gruppe Salzburg, Österreich abhängig.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche berichtspflichtige Sachverhalte haben sich nicht ergeben. Weitere Informationen sind in den ausgewählten erläuternden Angaben beschrieben.

Deutscher Corporate Governace Kodex

Die Erklärung zur Erfüllung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft abrufbar (www.bs-ag.com).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine relevanten Ereignisse eingetreten.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12 (Prognosebericht)

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft konnte das Bestandskundengeschäft ausweiten. Die laufenden Projekte mit Neukunden erhöhen die Anzahl der Bestandsverträge und somit die wiederkehrenden Einnahmen

langfristig. Bei den Anforderungen des Marktes bildet sich ein Trend für die Produkte Zahlungsverkehr, E-Banking und Risikomanagement, kombiniert mit dem ASP-Angebot der B+S Banksysteme AG, Salzburg, heraus. In allen Bereichen der B+S Gruppe ist, einhergehend mit dem Umsatzwachstum, eine moderate Personalaufstockung geplant.

Durch Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Marktteilnehmern werden die B+S Produkte angereichert und runden somit das Angebotsspektrum ab. Durch den Ausbau des Rechenzentrums ist das Angebot im Bereich Hosting/ ASP verbreitert. Dies führt wiederum zu Skaleneffekten.

Bezüglich Umsatz strebt die Gesellschaft im Minimum die Erreichung der Vorjahreszahlen an, wobei die Chancen für die Erreichung höherer Werte weiterhin intakt sind. Positiv auswirken auf die Erträge wird sich auch die Vermietung von freien Büroflächen seit Dezember 2011 an einen Lebensmittel – Einzelhandelskonzern.

Die im 1. Halbjahr erhaltenen Aufträge werden größtenteils erst im laufenden zweiten Halbjahr erlöswirksam. Die Erreichung der Zielsetzung hängt auch von äußeren Faktoren, wie beispielsweise von der Entwicklung des Kunden- oder Marktumfeldes sowie der zügigen Umsetzung der Pläne aus den geschlossenen Partnerschaften, ab.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, im Februar 2012

Wilhelm Berger, Vorstand

Peter Bauch, Vorstand