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B+S Banksysteme AG Annual Report 2015

Oct 13, 2015

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2014/15

B+S Banksysteme Aktiengesellschaft

Finanzmanagement Software

»Inhaltsverzeichnis« 2
»Zahlen und Fakten« 4
»Vorwort des Vorstandes« 6
»Bericht des Aufsichtsrats« 7
»Corporate-Governance-Bericht« 10
Aktionäre und Hauptversammlung 10
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat 10
Vorstand 10
Aufsichtsrat 11
Vergütungsbericht 11
Transparenz 12
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, wesentliche Stimmrechtsanteile und Anteilsbesitz der Organe 12
Rechnungslegung und Abschlussprüfung 13
Aktienoptionsprogramme 13
Entsprechenserklärung 13
»Konzernjahresabschluss« 14
Konzern – Gesamtergebnisrechnung (IFRS) 14
Konzern – Bilanz 15
Konzern – Kapitalflussrechnung 17
Konzern – Eigenkapitalveränderungsrechnung 18
»Konzern - Anhang« 19
Das Unternehmen 19
Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 19
Konsolidierungsgrundsätze 21
Währungsumrechnung 22
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 22
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung 28
Sonstige Angaben 45
Angaben zur Kapitalflussrechnung 45
Segmentberichterstattung 45
Management der finanziellen Risiken und Angaben zu Finanzinstrumenten 46
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen 51
Organe der Gesellschaft 52
Angaben zu § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) 53
Sonstige Angaben nach § 315a HGB 53
Konzernabschlussprüferhonorar 53
Erklärung zum Corporate Governance Kodex 53
»Konzern - Lagebericht« 54
Präambel 54
1 Grundlagen des Unternehmens 54
1.1 Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme (im folgenden "B+S Banksysteme") 54
1.2 Die Märkte der B+S Banksysteme 54
1.3 Produkte der B+S Banksysteme 54
1.3.1 Produktangebot 54
1.3.2 Lösungen für das Electronic Banking 55
1.3.3 Lösungen für das Commercial Banking 55
1.3.4 Lösungen für das Treasury & Trading 55
1.3.5 Lösungen für das Währungsmanagement 55
1.3.6 Lösungen für das Risikomanagement 56
1.4 Steuerungssystem 56
1.5 Entwicklung 56
2 Wirtschaftsbericht 57
2.1 Geschäftsentwicklung 57
2.2 Auftragslage 57
2.3 Prognose/ Ist Vergleich 57
2.4 Vermögenslage 58
2.5 Finanzlage 58
2.6 Investition und Finanzierung 59
2.7 Personalentwicklung 59
2.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 59
3 Nachtragsbericht 59
4 Prognosebericht 59
5 Chancen und Risiken 60
5.1 Risikomanagement, Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem60
5.2 Marktrisiken 61
5.3 Marktchancen 61
5.4 IT-Risiken 61
5.5 Personalrisiken 62
5.6 Produktrisiken 62
5.7 Produktchancen 62
5.8 Ausfallrisiko 62
5.9 Haftungsrisiko 63
5.10 Finanzrisiken 63
5.11 Finanzchancen 63
5.12 Zusammenfassung 63
6 Übernahmerelevante Angabe (Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht nach
§ 175 Abs. 2 AktG n.F.) 64
6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Abs. 4 Nr. 1) 64
6.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Abs. 4 Nr. 2) 64
6.3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital (Abs. 4 Nr. 3) 64
6.4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Abs. 4 Nr. 4) 65
6.6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von
Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (Abs. 4 Nr. 6) 65
6.7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (Abs. 4 Nr. 7) 65
6.8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines
Übernahmeangebots stehen (Abs. 4 Nr. 8) 66
6.9 Entschädigungsvereinbarungen (Abs. 4 Nr. 9) 66
7 Vergütungsbericht (Angabepflichten gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 5 HGB) 66
8 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB 66
»Versicherung der gesetzlichen Vertreter« 67
»Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers« 68

»Zahlen und Fakten«

Unternehmensdaten 2014/15
Wertpapierkennnummer 126215
A0X YKY (aus Sachkapitalerhöhung)
Börsenkürzel DTD2
Reuterskürzel DTDG.DE
Handelssegmente/Heimatbörse Geregelter Markt/Frankfurt
Erster Handelstag (Neuer Markt) 09. November 1998
Grundkapital EUR 6.209.933,00 = 6.209.933 Aktien
Ende des Geschäftsjahres 30. Juni
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 62 (Stand Juni 2015)
Vorstand Wilhelm Berger
Peter Bauch
Aufsichtsrat Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler (Vorsitzender)
Hon.-Prof. Mag. Dr. Johann Bertl
Dr. Werner Steinwender
IR Termine Datum
Geschäftsbericht 2014/15 30.09.2015
Konzernzwischenmitteilung Q1 2015/16 14.11.2015
Hauptversammlung 2015 02.02.2016
Konzern - Halbjahresfinanzbericht 2015/16 15.02.2016
Konzernzwischenmitteilung Q3 2015/16 13.05.2016

Verschiebungen und Ergänzungen finden Sie auf unserer Internetseite unter www.bs-ag.com

B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
in TEUR
30.06.2015 30.06.2014
Umsatz 7.813 7.186
Bruttoergebnis * 3.111 2.484
Bruttoumsatzrendite 40% 35%
EBIT 1.103 433
EBT 925 205
Operative Gewinnmarge 14% 6%
Bilanzsumme ** 21.669 26.597
Eigenkapital ** 10.010 7.855
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 62 64

* Umsatz – Materialaufwand - Personalaufwand

** Werte jeweils zum Periodenende

Aktionärsstruktur
in %
Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
Vorstand 50,01 48,75
Aufsichtsrat 0 0
Meldepflichtige Anleger 27,13 24,78
Eigene Anteile 0 0
Freefloat 22,86 26,47

»Vorwort des Vorstandes«

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Investoren und Geschäftspartner,

aufgrund der Vorleistungen der vorangegangen Jahre kann die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2014/15 zurückblicken.

Dies bezieht sich sowohl auf das operative Geschäft, als auch auf den bereits publizierten Vergleich unserer Salzburger Gesellschaft. Wichtige Kundenprojekte wurden erfolgreich abgeschlossen und damit die Grundlage für höhere Wartungs- und ASP-Einnahmen in den Folgejahren geschaffen. Das Bilanzbild des Konzerns kann durch die erfolgten Tilgungen und das höhere Eigenkapital als robust bezeichnet werden.

Die Faktoren dieser Erfolge lagen und liegen im Zusammenwirken aller Beteiligten.

"Es ist keine Schande hinzufallen, aber es ist eine Schande liegenzubleiben" (Theodor Heuss)

Wir bedanken uns bei allen unseren Kunden, Partnern und Investoren für das entgegengebrachte Vertrauen. Im Besonderen gilt unser Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unserem Aufsichtsrat für die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Bericht des Aufsichtsrats«

Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtszeitraumes 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zeitnah und kontinuierlich beraten und überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Grundlage der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrates waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend insbesondere über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet hat. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und mit ihm erörtert.

Insgesamt fanden vier Sitzungen (04. September 2014, 05. Dezember 2014, 08. Januar 2015 und 23. April 2015) statt. Im Mittelpunkt dieser Sitzungen standen Information, Beratung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung, sowie die zukünftige Strategie des Unternehmens. Regelmäßig wurden Umsatz und Gewinnentwicklung analysiert sowie die Entwicklung der liquiden Mittel und des Eigenkapitals. Der Aufsichtsrat hat sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems bzgl. der IT überzeugt.

Auch über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand mehrmals monatlich in intensivem persönlichem Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat war in seiner Gesamtheit mit allen Belangen der Gesellschaft befasst, da aufgrund der überschaubaren Größe der Gesellschaft keine Ausschüsse gebildet wurden.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

In der Aufsichtsratssitzung am 04. September 2014 war die Feststellung des Einzelabschlusses der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München nach HGB und die Feststellung des Konzernabschlusses nach IFRS, jeweils zum 30. Juni 2014, Gegenstand der Tagesordnung. Bei dieser Sitzung war der Wirtschaftsprüfer anwesend.

In der Aufsichtsratssitzung am 05. Dezember 2014 wurde der Quartalsabschluss zum 30. September 2014 sowie der aktuelle Geschäftsverlauf erörtert. Ein weiteres Thema waren die Vergleichsverhandlungen mit dem ehemaligen Vorstand und Aktionär, Herrn Schier. Daneben führte der Aufsichtsrat die geforderte Effizienzprüfung durch.

Die Aufsichtsratssitzung am 08. Januar 2015 fand im Anschluss an die Hauptversammlung statt, in der alle Aufsichtsräte entlastet wurden. Herr Kofler und Herr Bertl üben weiterhin ihr Amt als Vorsitzender bzw. Stellvertreter aus. Die Aufsichtsratssitzung hatte die laufende Geschäftsentwicklung sowie einen Ausblick auf den Halbjahresbericht zum 31. Dezember 2014 zum Inhalt.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 23. April 2015 war der Halbjahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie der der Quartalsabschluss zum 31. März 2015. Die laufende Geschäftstätigkeit, das Risikomanagement sowie die Verlängerung der Vorstandsverträge von Herrn Bauch und Herrn Berger waren ebenso Thema der Aufsichtsratssitzung.

Aktionäre

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es acht meldepflichtige Stimmrechtsmitteilungen gegeben.

Die Centralway Ventures AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.07.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 04.07.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Martin Saidler, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat. 27,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) sind Herrn Saidler gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Digerati AG, Centralway AG.

Die Digerati AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat. 27,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Centralway AG.

Die Centralway AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat.

Am 05.09.2014 hat Herr Wilhelm Berger, Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 74.065 Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zu einem Kurs von 1,3046 Euro außerbörslich gekauft.

Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Am 18.09.2014 hat Herr Wilhelm Berger, Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 4.000 Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zu einem Kurs von 1,35 Euro außerbörslich gekauft.

Personelle Veränderungen

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.

Corporate Governance

Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Interessenskonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrates der B+S Bankensysteme Aktiengesellschaft sind nicht aufgetreten.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 27. Juni 2014 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht in diesem Geschäftsbericht verwiesen.

Jahres- und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 08. Januar 2015 hat die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bernhard-Wicki-Straße 8, 80636 München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 bestellt.

Der Prüfungsauftrag ist dem Abschlussprüfer vom Aufsichtsrat erteilt worden. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlussprüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2015 wurden vom Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und die jeweiligen Prüfungsberichte sind allen Aufsichtsräten ausgehändigt und in einer Aufsichtsratssitzung am 04. September 2015 im Beisein des Abschlussprüfers detailliert besprochen worden. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden umfassend beantwortet.

Der jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurde am 04. September 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind damit festgestellt.

Dank

Der Aufsichtsrat bedankt sich ausdrücklich beim Management und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erfolgreich geleistete Arbeit.

München, den 04. September 2015

Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Herbert Kofler, Vorsitzender

»Corporate-Governance-Bericht«

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht weitestgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex"), der im Jahr 2002 erlassen und jährlich bis Mai 2015 erweitert wurde. Die Abweichungen werden im Folgenden beschrieben und sind auch der Entsprechungserklärung zum Kodex zu entnehmen. Diese ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte vor oder während der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Sie beschließt alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen, den ihnen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung stellt. Auch ist die Möglichkeit der Briefwahl vorgesehen.

Die Einberufung der Hauptversammlung und die für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellt.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand bestand während des Berichtszeitraumes aus zwei Personen. Der Aufsichtsrat, dem drei Mitglieder angehören, berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und in den turnusgemäßen Sitzungen über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Der Vorstand gibt dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, dass dieser sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems überzeugen kann. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.

In der abgeschlossenen D&O-Versicherung ist für den Vorstand ein gesetzeskonformer Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat wurde gesetzeskonform und aus Verhältnismäßigkeitsgründen auf einen Selbstbehalt verzichtet.

Vorstand

Der Vorstand ist als Leitungsorgan der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre und seiner Mitarbeiter. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Zu seinen Tätigkeiten zählen ferner die Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling zu sorgen.

Der Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft achtet, soweit dies bei der geringen Größe möglich ist, bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt und die angemessene Berücksichtigung von Frauen. Die erreichte Frauenquote in der einzigen logischen Hierarchieebene unter dem Vorstand in der Einzelgesellschaft beträgt derzeit 25% und soll auch mindestens beibehalten werden.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft achtet, soweit dies bei der geringen Größe möglich ist, bei der Besetzung von Vorstandsposten auf Vielfalt und die angemessene Berücksichtigung von Frauen. Aufgrund der Größe der Gesellschaft und der Besetzung des Vorstands mit zwei großen Aktionären sind zur Zeit Frauen im Vorstand nicht vertreten und eine Veränderung ist auch bis 30.06.2021 nicht geplant. Eine Altersgrenze wurde für die Vorstandsmitglieder (67 Jahre) bzw. die Aufsichtsratsmitglieder (75 Jahre) festgelegt. Aufgrund der Unternehmensgröße und der daraus resultierenden Größe des Aufsichtsrats befasst sich dieser als Gesamtorgan grundsätzlich mit allen Aufgaben der Aufsichtsratstätigkeit. Daher findet eine separate Bildung von Ausschüssen, wie im Kodex empfohlen, nicht statt.

Die Aufsichtsratsmitglieder, die die für ihre Aufgabe erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen haben, verfolgen keine Tätigkeit oder üben keine Funktion bei konkurrierenden Unternehmen aus, die sie in Interessenskonflikte verwickeln könnte. Somit ist die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder gewahrt. Sollten dennoch unvermeidbare Interessenskonflikte der Mitglieder des Aufsichtsrates auftreten, so sind diese verpflichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zeitnah darüber in Kenntnis zu setzen. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wurde die Vielfalt berücksichtigt, jedoch kann aufgrund der geringen Größe der Forderung einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen nicht entsprochen werden. Der zukünftige Frauenanteil wird auf 0% festgelegt. Der Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen mit dem Ziel, den Aufsichtsrat so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Bei einem lediglich aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat würde die Berücksichtigung weiterer Kriterien aus Sicht des Aufsichtsrats zu einer unverhältnismäßigen Einschränkung bei der Auswahl von Kandidaten führen. Zudem läuft die Amtszeit der amtierenden Aufsichtsratsmitglieder noch bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 beschließt. Diese Hauptversammlung wird voraussichtlich im Januar 2018 stattfinden, so dass für Veränderungen im Aufsichtsrat vor dem 30. Juni 2017 das Ausscheiden eines der amtierenden Mitglieder oder eine Erweiterung des Aufsichtsrats auf sechs Mitglieder erforderlich wäre. Dies ist jedoch nicht einmal für die bei börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen geltende gesetzliche Mindestquote vorgesehen. Die geforderte Effizienzprüfung wurde ordnungsgemäß durchgeführt. Die konkrete Zielsetzung für die Zusammensetzung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eingehalten. So soll der Aufsichtsrat aus Mitgliedern bestehen, die eine hohe Fachkompetenz (wie zum Beispiel Anwälte, Finanzexperten oder EDV-Experten) besitzen. Ferner sollte aufgrund der Internationalisierung der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft und deren Kernmärkte Deutschland und Österreich mindestens ein Mitglied aus Österreich stammen. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wurde bisher noch nicht festgelegt, da die Mitglieder nach ihren Eignungen gewählt wurden.

Vergütungsbericht

Der Aufsichtsrat überprüft in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzung der Vergütung des Vorstandes in Hinblick auf die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vergütung des Vorstandes besteht derzeit überwiegend aus fixen Bestandteilen und in geringem Umfang aus einer erfolgsbezogenen Komponente. Die variablen Vergütungsteile beruhen auf einer dreijährigen Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem beinhaltet derzeit keine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung. Da die beiden Vorstände gleichzeitig Aktionäre sind, ist über diese Beteiligung die Koppelung an die längerfristigen positiven bzw. negativen Entwicklungen gegeben. Aus diesem Grund ist auch keine Begrenzung für außerordentliche Entwicklungen vereinbart worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten aufgrund der Größe der Gesellschaft derzeit eine feste Vergütung und keine erfolgsorientierte Komponente. Die Aufgliederung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung erfolgt im Anhang des Jahresabschlusses. Dabei wurde auf eine Detailinformation zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Januar 2015 verzichtet.

Transparenz

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht und die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemitteilungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen werden zudem im Internet unter www.bs-ag.com veröffentlicht. Die Termine der wesentlich wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Sie werden mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Größe der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sehen Vorstand und Aufsichtsrat Veröffentlichungen in englischer Sprache nicht als sinnvoll an.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, wesentliche Stimmrechtsanteile und Anteilsbesitz der Organe

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft veröffentlicht entsprechend der Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sog. Directors' Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Sinne von § 15 a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die B+S Banksysteme-Aktie. Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG.

Im Geschäftsjahr 2014/15 fanden folgende meldepflichtige Wertpapiergeschäfte statt:

Die Centralway Ventures AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.07.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 04.07.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Martin Saidler, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat. 27,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) sind Herrn Saidler gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Digerati AG, Centralway AG.

Die Digerati AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat. 27,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Centralway AG.

Die Centralway AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat.

Am 05.09.2014 hat Herr Wilhelm Berger, Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 74.065 Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zu einem Kurs von 1,3046 Euro außerbörslich gekauft.

Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Am 18.09.2014 hat Herr Wilhelm Berger, Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 4.000 Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zu einem Kurs von 1,35 Euro außerbörslich gekauft.

Der Aktienbesitz der Organe verteilt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

Wilhelm Berger: 26,42% (1.640.527 Aktien)

Peter Bauch: 23,59% (1.464.615 Aktien)

Der Aufsichtsrat ist nicht im Besitz von Aktien der Gesellschaft.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Konzernverflechtung besteht seit dem 06. Oktober 2008. Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss informiert. Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde von dem durch die Hauptversammlung 2015 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bernhard-Wicki-Straße 8, 80636 München, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung und unter Einhaltung der Vorschriften nach IFRS. Sie umfasste auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zu Corporate Governance nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es keinen Anlass. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

Aktienoptionsprogramme

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hatte in den Jahren 1998, 1999, 2000 und 2001 Stock Option Pläne mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgelegt um die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg mit zu beteiligen und die Motivation zu erhöhen. Das letzte Aktienoptionsprogramm ist im Februar 2012 ausgelaufen.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben im Juli 2015 gemeinsam die aktualisierte Entsprechungserklärung 2015 gemäß § 161 AktG abgegeben.

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05. Mai 2015 mit folgenden Ausnahmen: kein Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (Kodex-Ziffer 3.8), keine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Vorstand (Kodex-Ziffer 5.1.2), keine Bildung von Ausschüssen (Kodex-Ziffer 5.3). Es wird auch zukünftig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bis auf die genannten Ausnahmen entsprochen.

Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

München, 04. September 2015

Wilhelm Berger Prof. Dr. Herbert Kofler Vorstand Vorsitzender des Aufsichtsrats

»Konzernjahresabschluss«

Konzern – Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
in TEUR
Verweis
auf
Anhang
Jahr 2014/15
01.07. – 30.06.
Jahr 2013/14
01.07. – 30.06.
Umsatzerlöse 16 7.813 7.186
Sonstige betriebliche Erträge 17 355 278
8.168 7.464
Waren- und Materialeinsatz -60 -93
Personalaufwand 18 -4.641 -4.609
Abschreibungen -552 -594
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19 -1.812 -1.737
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.103 433
Finanzerträge 21 227 173
Finanzaufwendungen 21 -405 -401
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 925 205
Ertragsteuern 12 -79 149
Periodenergebnis 846 354
Ergebnis je Aktie (IFRS)
in TEUR
Verweis
auf
Anhang
Jahr 2014/15
01.07. – 30.06.
Jahr 2013/14
01.07. – 30.06.
ohne Verwässerungseffekt 23 0,14 0,06
mit Verwässerungseffekt 23 0,14 0,06
Gesamtergebnisrechnung (IFRS) Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
in TEUR 01.07. – 30.06. 01.07. – 30.06.
Periodenergebnis 846 354
Aufwendungen und Erträge, die in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgebucht werden
Sonstiges Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung
von ausländischen Geschäftsbetrieben
-24 0
erfolgsneutrale Marktbewertung Wertpapiere -84 58
latente Steuern auf Marktbewertung Wertpapiere 21 -15
Aufwendungen und Erträge, die nicht in die Gewinn
und Verlustrechnung umgebucht werden.
sonstiges Ergebnis aus versicherungsmathematischen
Gewinnen und Verlusten
55 -15
Latente Steuern auf versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste
-14 4
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -47 32
Gesamtergebnis nach Steuern 799 386

Konzern – Bilanz

Bilanz (IFRS)
AKTIVA
Verweis
auf
30.06.2015 30.06.2014
in TEUR Anhang
Immaterielle Vermögenswerte 1 614 797
Markenrechte und Kundenstamm 234 306
Geschäfts- oder Firmenwert 2 11.614 11.614
Sachanlagen 3 3.920 4.037
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 4 2.537 2.602
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
5 0 2.804
Aktive latente Steuern 12 363 304
Summe langfristige Vermögenswerte 19.283 22.465
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5 1.024 2.061
Forderungen aus laufenden Steuern 11 12
Liquide Mittel 7 931 1.731
Rechnungsabgrenzungsposten 8 420 328
Summe kurzfristige Vermögenswerte 2.386 4.132
BILANZSUMME A K T I V A 21.669 26.597
Bilanz (IFRS)
PASSIVA
Verweis
auf
30.06.2015 30.06.2014
in TEUR Anhang
Gezeichnetes Kapital 9 6.210 6.210
Kapitalrücklage 9 6.583 5.227
Rücklagen Währungsdifferenzen 9 16 40
Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere 9 0 63
Rücklage für versicherungstechnische
Ergebnisse
9 121 80
Gewinnrücklagen 9 114 114
Bilanzgewinn/ -verlust 9 -3.034 -3.880
Summe Eigenkapital 10.010 7.855
Verpflichtungen für Abfertigungen 10 896 866
Sonstige langfristige Rückstellungen 33 41
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 14 4.863 5.002
Passive latente Steuern 12 168 129
Summe langfristige Verbindlichkeiten 5.959 6.037
Erhaltene Anzahlungen 42 92
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 13 1.288 8.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13 1.218 1.133
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
138 207
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 14 271 332
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 38 78
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 11 160 164
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und
Rechnungsabgrenzungsposten
15 2.545 2.698
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und
RAP
5.700 12.704
BILANZSUMME P A S S I V A 21.669 26.597

Konzern – Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung (IFRS)
in TEUR
Jahr 2014/15
01.07. - 30.06.
Jahr 2013/14
01.07. - 30.06.
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 846 354
Korrektur Finanzerträge/ -aufwendungen 178 228
Korrektur Ertragssteuern 79 -148
Abschreibungen 552 594
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und
Erträge
-57 137
Veränderungen langfristige Rückstellungen -45 -27
Veränderungen kurzfristige Rückstellungen -5 -70
Veränderungen sonstige Vermögenswerte -535 10
Veränderungen erhaltene Anzahlungen -50 -7
Veränderungen Verbind. aus Lief. u. Leistungen -69 -157
Veränderung sonstige Verbindlichkeiten und RAP -193 -91
Bezahlte Ertragssteuern -64 -73
Erhaltene Steuern 4 0
Gewinn/ Verluste auf Anlagenabgang 0 -2
Bezahlte Zinsen 0 -15
641 731
Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit
Investitionen ins immaterielle Anlagevermögen -23 -203
Investitionen ins Sachanlagevermögen -92 -17
(ohne Finanzanlagen)
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.730 0
Erhaltene Zinsen 76 119
Bezahlte Zinsen 0 -271
2.691 -373
Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Verkauf eigene Anteile 0 104
Einzahlung aus Kapitalzuführungen von ehemaligen
Gesellschaftern
2.959 0
Tilgung Finanzierungsleasing -200 -326
Veränderung sonst. Finanzierungsverbindlichkeiten -6.712 0
Erhaltene Zinsen 132 0
Bezahlte Zinsen -397 -115
-4.218 -337
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes -886 21
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 1.498 1.477
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 612 1.498

Konzern – Eigenkapitalveränderungsrechnung

Entwicklung des Eigenkapitals
in TEUR
Grundkapital Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Rücklage aus
Währungs
differenzen
IAS 19 IAS 39 Bilanz
ergebnis
Eigene
Anteile
Gesamtes
Eigenkapital
30.06.2013 6.210 5.227 114 40 91 20 -4.362 -104 7.237
Anwendung IAS 8 0 0 0 0 0 0 129 0 129
30.06.2013 angepasst 6.210 5.227 114 40 91 20 -4.233 -104 7.365
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 0 354 0 354
sonstige Ergebnisse nach Steuern 0 0 0 0 -11 44 0 0 32
Gesamtergebnis 0 0 0 0 -11 44 354 0 386
Verkauf eigener Anteile 0 0 0 0 0 0 0 104 104
Auflösung von Rücklagen 0 0 0 0 0 0 0 0 0
30.06.2014 6.210 5.227 114 40 80 63 -3.880 0 7.855
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 0 846 0 846
Zuführung Kapitalrücklage 0 1.356 0 0 0 0 0 0 1.356
sonstige Ergebnisse nach Steuern 0 0 0 -24 41 -63 0 0 -47
Gesamtergebnis 0 1.356 0 -24 41 -63 846 0 2.155
30.06.2015 6.210 6.583 114 16 121 0 -3.034 0 10.010

»Konzern - Anhang«

Das Unternehmen

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft (- nachfolgend auch Gesellschaft genannt -) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft, welche im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 120849 eingetragen ist. Ihr Sitz ist in 80687 München, Deutschland, Elsenheimerstraße 45. Die Gesellschaft hat zum Unternehmensgegenstand die Erstellung und Entwicklung von eigenen Programmen zu Datenver- und Datenbearbeitung, deren Vervielfältigung, Lizenzierung und Vertrieb sowie Beratung von Unternehmen. Die Gesellschaft gehört zu den Anbietern von Standardsoftwareprodukten für Finanzdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die Produktpalette umfasst Standardsoftware für eine Gesamtbanklösung sowie Lösungen für banknahe Finanzdienstleistungen.

Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundsätze der Rechnungslegung

Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315a HGB auf.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 wurde unter Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Er berücksichtigt alle bis zum 30. Juni 2015 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards (IAS/IFRS) und Interpretationen (SIC/IFRSIC).

Für den Berichtszeitraum vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 wurden die Änderungen nachfolgender Standards und Interpretationen verbindlich1 :

  • IAS 27: Separate financial statements (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
  • IAS 28: Investments in Associates and Joint Ventures (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
  • IFRS 10: Consolidated financial statements (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
  • IFRS 11: Joint Arrangements (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
  • IFRS 12: Disclosure of Interests in other entities (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
  • Amendments to IAS 32: Offsetting financial assets and financial liabilities (ab 01.01.2014), endorsement 13.12.2012
  • Amendments to IAS 36: Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets (ab 01.01.2014), endorsement 19.12.2013
  • Amendments to IAS 39: Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting (ab 01.01.2014), endorsement 19.12.2013
  • Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27: Investment Entities (ab 01.01.2014), endorsement 20.11.2013
  • Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12: Transition Guidance (ab 01.01.2014), endorsement 04.04.2013
  • IFRIC Interpretation 21: Levies (ab 01.01.2014), endorsement 13.06.2014

Der IASB bzw. das IFRSIC haben folgende neue Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, die noch nicht bzw. erst im Geschäftsjahr in Kraft getreten sind und nicht vorzeitig angewendet werden:

  • IFRS 9: Financial Instruments (ab 01.01.2018), not endorsed
  • IFRS 14: Regulatory Deferral Accounts (ab 01.01.2016), not endorsed
  • IFRS 15: Revenue from Contracts with Customers (ab 01.01.2018), not endorsed
  • Amendments to IAS 19: Defined Benefit Plans: Employee Contribution (ab 01.02.2015), endorsement 17.12.2014
  • Annual Improvements to IFRSs (2010 2012) various standards (ab 01.02.2015), endorsement 17.12.2014
  • Annual Improvements to IFRSs (2011 2013) various standards (ab 01.01.2015), endorsement 18.12.2014
  • Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IFRS 28: Investment Entities: Applying the Consolidation Exception (ab 01.01.2016), not endorsed
  • Amendments to IAS 1: Disclosure Initiative (ab 01.01.2016), not endorsed
  • Annual Improvements to IFRSs (2012-2014) various standards (ab 01.07.2016), not endorsed
  • Amendments to IFRS 10 and IAS 28: Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (ab 01.01.2016), not endorsed
  • Amendments to IAS 27: Equity Method in Separate Financial Statements (an 01.01.2016), not endorsed
  • Amendments to IAS 16 and IAS 41: Bearer Plants (ab 01.01.2016), not endorsed
  • Amendments to IAS 16 and IAS 38: Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (ab 01.01.2016), not endorsed
  • Amendments to IFRS 11: Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (ab 01.01.2016), not endorsed

Die oben genannten überarbeiteten Standards und neuen Interpretationen sind derzeit entweder nicht relevant oder es werden von ihnen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Jedoch werden eventuelle Auswirkungen von IFRS 15 (ab 01.01.2018) in Bezug auf den Lizenzumsatz derzeit überprüft. Der Konzern wird diese (überarbeiteten) Standards und Interpretationen für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, anwenden.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und kann am Sitz der Gesellschaft in München angefordert werden.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 04. September 2015 durch Beschluss des Vorstandes zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ("B+S Gruppe"). Auf die nachfolgende vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 4 HGB wird Bezug genommen.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften der B+S Gruppe zu Grunde. Diese sind identisch mit jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres. Diese Vorschriften werden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme insbesondere von bestimmten Finanzinvestitionen, die zu Marktwerten, und langfristiger Rückstellungen (einschließlich Personalrückstellungen), die zu Barwerten angesetzt werden.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz wird nach der Fristigkeit der Posten gegliedert.

Der Konzernabschluss ist in der Berichtswährung EURO bzw. in 1.000 EURO ("TEUR"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernjahresabschluss sind neben der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen, an denen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft eine direkte bzw. indirekte Stimmenmehrheit hält, durch Vollkonsolidierung einbezogen.

Der daraus resultierende Konzernanteilsbesitz nach § 313 Abs. 2, Abs. 4 HGB stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungsunternehmen Anteil Währung Eigenkapital Ergebnis
B+S Banksysteme Salzburg GmbH,
Salzburg, Österreich
1 100 % TEUR -2.337 -1.181
B+S Banksysteme Deutschland GmbH i.L.
München, Deutschland
1
2
100 % TEUR 368 0
B+S Banksysteme Schweiz AG
Hilterfingen, Schweiz
1
2
100 % TCHF 316 121

Zu (1): Die Angaben beziehen sich jeweils auf den letzten, nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschluss in der angegebenen Landeswährung

Zu (2): Indirekte Beteiligung über die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich

Die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, sowie deren Tochterunternehmen, die B+S Banksysteme Deutschland GmbH i.L., München, und die B+S Banksysteme Schweiz AG, Hilterfingen, bilden den Teilkonzern Salzburg.

Tochterunternehmen, die im Laufe eines Berichtsjahres erworben werden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Seit dem 01. Oktober 2008 hat sich der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht verändert.

Das Geschäftsjahr ist konzerneinheitlich der Zeitraum vom 01. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Kalenderjahres.

Die rechtliche Beherrschung der Tochterunternehmen durch die Gesellschaft wurde im Wege eines Einbringungs- und Abtretungsvertrages übernommen, dies war rechtlich zum 30. September 2008.

Mit Wirkung zum 30. September 2008 wurden die Tochterunternehmen erstmals und nach den Grundsätzen der Reverse Acquisition, in welcher die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, als wirtschaftliche und die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, (vormals DataDesign AG) als rechtliche Erwerberin behandelt werden, miteinbezogen.

Konsolidierungsmethoden

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die vor der erstmaligen Anwendung von IFRS entstandenen Firmenwerte wurden gemäß IFRS 1 übernommen.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode des IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) bilanziert. Bei der Erstkonsolidierung werden die identifizierbaren Posten des erworbenen Unternehmens mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein danach verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital wird als Geschäftsoder Firmenwert gesondert bilanziert. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Posten erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft, gegebenenfalls wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen.

Konzerninterne Transaktionen, Salden aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Bei Vorhandensein unrealisierter Verluste wird dies jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert genommen.

Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in fremder Währung mit den relevanten Fremdwährungskursen zum Transaktionszeitpunkt. In den Folgeperioden werden die monetären Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, die Umrechnungsdifferenzen werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 (Wechselkursänderungen) in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung gilt die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Tochterunternehmen tätig ist. Da sämtliche einbezogene Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung grundsätzlich die funktionale Währung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Geschäftsbetriebe (inklusive Firmenwert und Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert) werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen ausländischer Geschäftsbetriebe werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet, die annähernd den Wechselkursen zu den Transaktionszeitpunkten entsprechen (Stichtagskurs 30. Juni 2015 1 EUR = 1,05 CHF/ Vorjahr 1 EUR = 1,23 CHF, Jahresdurchschnittskurs: 1 EUR = 1,05 CHF/ Vorjahr 1 EUR = 1,23 CHF). Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und im Eigenkapital unter den Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. Im Jahr der Endkonsolidierung ausländischer Tochterunternehmen werden diese Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Haben immaterielle Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer, werden sie über den Zeitraum ihrer Nutzung linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt für Software und Softwarenutzungsrechte drei bis fünf Jahre, für Kundenstamm und Marke zehn Jahre. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen" ergebniswirksam erfasst.

Der Konzern verfügt über keine immateriellen Vermögenswerte (mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes) mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Entwicklungskosten

Ab 01. Oktober 2008 werden in der B+S Gruppe keine Entwicklungskosten mehr aktiviert, weil die Voraussetzungen für die Aktivierung nach IAS 38 nicht mehr in ausreichendem Ausmaß dokumentiert und damit nachgewiesen werden können.

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertminderungsaufwendungen werden in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen" erfasst.

Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nur insoweit aktiviert, als sie für die Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten anfallen. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Position "Abschreibungen" ergebniswirksam erfasst.

Die Abschreibung abnutzbarer Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer. Die Restwerte, die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstandes entsprechen. Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage dessen geschätzten erzielbaren Betrags, so wird er auf seinen geschätzten erzielbaren Betrag abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurde unverändert gegenüber dem Vorjahr die folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauer angenommen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungs
satz in %
Investitionen in fremden Gebäuden 4 - 10 10 - 25
Bauten auf fremdem Grund 50 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 10 - 33

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen nach IAS 40 (Investment Property) Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu den Sachanlagen gemäß dem Anschaffungskostenmodell mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die planmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Die Immobilie wird jährlich (von einem unabhängigen Gutachter) bewertet und der Fair Value entspricht dem ausgewiesenen Buchwert.

Leasing

Bei Leasingtransaktionen über Sachanlagen (Investitionsleasing) treten Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer auf. Tragen Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Gegenstand verbunden sind, wird der Leasingvertrag gemäß IAS 17 (Leasingverhältnisse) als Finanzierungsleasing behandelt. In diesen Fällen aktiviert der Leasingnehmer das Leasingobjekt zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen oder in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasingobjekts, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge wird der Leasinggegenstand über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Zugleich wird eine entsprechende Finanzverbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle übrigen Leasingverträge, bei denen die Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer auftreten, werden als Operatingleasing behandelt. Die Leasingraten werden als Aufwand erfasst.

Wertminderung

Bei Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und immateriellen Vermögenswerten einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anzeichen einer Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

Der Impairment Test für die Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten. Im Zuge des Impairment Tests wird der Buchwert (Carrying Amount) der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Teilkonzern Salzburg und Gesellschaft in München) dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird grundsätzlich aus dem Nutzwert in Form des Barwerts erwarteter zukünftiger Cashflows nach Steuern ermittelt. Diese Cashflows basieren auf dem unternehmensinternen Planungsprozess unter Beachtung von Erfahrungswerten. Der Detailplanungszeitraum beträgt drei Jahre. In diesem Zeitraum werden die budgetierten Cashflows zu Grunde gelegt und gegebenenfalls ein Abschlag auf diese Cashflows auf Grund von Planungsunsicherheiten vorgenommen. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Detailplanungszeitraums wird der durchschnittliche Cashflow aus dem Cashflow des letzten Jahres, des aktuellen Jahres und eines drei-jährigen Detailplanungszeitraums verwendet. Bei der Ewigen Rente wird des Weiteren eine Wachstumsrate in Höhe von 1,0 % (Vorjahr 1,0 %) berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung eines Nachsteuerzinssatzes in Höhe von 8,7 % (Vorjahr 9,6 %), das entspricht einem Vorsteuerzinssatz von 11,6 % (Vorjahr 12,6 %), der die aktuellen Erwartungen auf Marktzinssatz, den Zeitwert des Geldes sowie spezifische Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – mit Ausnahme bei Geschäfts- oder Firmenwerten – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und erzielbarem Betrag. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Bargeld (Kassenbestände), erhaltene Schecks und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit Anschaffungskosten bilanziert.

Finanzinstrumente

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bestimmte sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie als derivative Finanzinstrumente bilanzierte Devisentermingeschäfte. Wertpapiere (Financial Assets available for sale) werden zu ihren Marktwerten am Bilanzstichtag erfasst. Bewertungsänderungen werden, mit Ausnahme von Wertminderungen, erfolgsneutral erfasst. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zum Handelstag. Bewertungsänderungen erfolgen, sofern nicht Hedge Accounting vorliegt, erfolgswirksam.

Kredite und Forderungen im Sinne von IAS 39 werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre finanzielle Verpflichtungen werden als finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 mit den fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angesetzt. Der Buchwert entspricht näherungsweise dem Zeitwert (Fair Value). Sämtliche verzinste Finanzinstrumente sind variabel verzinst und haben überwiegend kurze Laufzeiten. In den sonstigen Forderungen sind als finanzielle Vermögenswerte Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen.

Auf Forderungen, deren Ausfall erwartet wird, werden unter Berücksichtigung von Kredit-, Zins- und Skontierungsrisiken Einzelwertberichtigungen gegebenenfalls in voller Höhe gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird

durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.

Die Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden entsprechen in der Regel den Marktpreisen zum Bilanzstichtag. Sofern Preise aktiver Märkte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie – wenn sie nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind – unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmodelle und aktueller Marktparameter (insbesondere Zinssätze, Wechselkurse und Bonitäten der Vertragspartner) berechnet. Dazu werden die Cashflows der Finanzinstrumente auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden dann ausgebucht, wenn die Chancen und Risiken aus dem Finanzinstrument erloschen sind bzw. das Finanzinstrument getilgt wurde.

Verpflichtungen für Abfertigungen und Pensionen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen ist die B+S Gruppe verpflichtet, an Mitarbeiter mit Dienstort in Österreich, die vor dem 01. Januar 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, im Kündigungsfall durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. Für diese Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung dieser Rückstellung erfolgt nach der in IAS 19 (rev. 2011) (Leistungen an Arbeitnehmer) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren). Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartende Steigerung der Gehälter und Renten berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen nach einem versicherungsmathematischen Verfahren über die Beschäftigungszeit der Mitarbeiter angesammelt. Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den planmäßig ermittelten Abfertigungsverpflichtungen und den tatsächlichen Anwartschaftsbarwerten werden gemäß IAS 19 (rev. 2011) abzüglich latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

30.06.2015 30.06.2014
Zinssatz 1,7% 2,4%
Pensions- und Gehaltssteigerungen 3,0% 3,0%
Fluktuation gewichteter Durchschnitt 0,34% 0,44%
Fluktuation bis zur Pensionierung 3,23% 4,54%
Pensionsalter Frauen 63,03 62,95
Pensionsalter Männer 63,03 62,95
Lebenserwartung AVÖ-2008-P 1) AVÖ-2008-P 1)

1) AVÖ 2008 P Aktuar Vereinigung Österreichs: Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherung

Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung der sehr langen durchschnittlichen Laufzeiten und hohen durchschnittlichen Restlebenserwartungen auf Basis von Marktzinssätzen festgesetzt. Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/dienstzeitabhängig berücksichtigt. Die gesetzlichen Übergangsbestimmungen bezüglich des Pensionsalters wurden berücksichtigt.

Für Mitarbeiter mit Dienstort in Österreich, die seit dem 01. Januar 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, sind laufend Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse zum Zwecke der Alterssicherung zu leisten. Eine darüber hinausgehende gesetzliche Verpflichtung zur Leistung von Abfertigungszahlungen bei Ausscheiden des Arbeitnehmers besteht nicht. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Weitere beitragsorientierte Verpflichtungen resultieren aus Dienstgeberbeiträgen (Arbeitgeberanteile) zur Rentenversicherung und aus den Beiträgen zur Mitarbeitervorsorgekasse.

Mitarbeiter der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, haben ab dem ersten Arbeitstag die Möglichkeit eine betriebliche Altersvorsorge (BAV) abzuschließen.

Bei der Pensionskasse des BVV Versicherungsvereins besteht eine Vollmitgliedschaft. Dabei ist der Beitrag 3,5 % des Bruttoarbeitsentgelts, der von Arbeitnehmer (Entgeltumwandlung) und Arbeitgeber je zu 50 % geleistet wird. Der Arbeitnehmer hat ferner die Möglichkeit, seinen Anteil bis zum gesamten Maximalbeitrag von derzeit 242 EUR pro Monat aufzustocken. Die Beiträge sind bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West), 2.904 EUR im Jahr 2015, lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei und können beim Arbeitgeber als Betriebsausgaben abgezogen werden. Eine Verpflichtung zur Rückstellungsbildung besteht nicht.

Sonstige Rückstellungen (langfristige, kurzfristige)

Sonstige Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 (Rückstellungen) gebildet, wenn für die Gesellschaft eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten auf Grund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird.

Rückstellungen werden mit jenem Betrag angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden kann. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Dabei wird vom Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, wird keine Rückstellung gebildet. Langfristige Rückstellungen werden mit einem marktgerechten Zinssatz abgezinst. Aufzinsungsbeträge sowie Zinsänderungseffekte werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Steuern

Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragssteueraufwand umfasst die laufenden Steuern und die ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern. Die laufenden Steuern ergeben sich aus der Ermittlung der für das abgelaufene Geschäftsjahr bestehenden Steuerbelastung aus dem errechneten steuerpflichtigen Einkommen und dem anwendbaren Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der Balance Sheet Liability Method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Konzernabschluss und den bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Geschäfts- oder Firmenwerten. Aktive latente Steuern werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Latente Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden saldiert, sofern diese ertragsteuerlichen Ansprüche und Schulden gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe unterschiedlicher Steuersubjekte beziehen, die ertragsteuerlich gemeinsam veranlagt werden.

Umsatzrealisierung

Die Umsätze gliedern sich im Wesentlichen in Lizenzen, Wartung, Schulung und Beratung sowie Rechenzentrumsleistungen.

Umsätze aus dem Verkauf von Lizenzen werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Lieferung oder Leistung erbracht wurde und ein verlässlich bestimmbarer Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist. Erträge aus Dienstleistungen werden nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst. Bei

Dauerschuldverhältnissen erfolgt die Umsatzrealisierung nach Maßgabe der jeweils im Vertrag festgelegten Bedingungen. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und sonstige Rabatte ausgewiesen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Leasingverbindlichkeiten zu leistenden Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen sowie die für Veranlagungen von Finanzmitteln erhaltenen Zinsen und ähnliche Erträge. Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes abgegrenzt

Schätzungen und Unsicherheiten bei Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei Aufstellung des Konzernabschlusses müssen zu einem gewissen Grad Einschätzungen und Ermessensentscheidungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angaben von sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen.

Die sich in Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "true and fair view" wurde auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Schätzungsunsicherheiten bestehen insbesondere bei der Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern.

Die Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ist zum einen mit Schätzungen zur erwarteten Nutzungsdauer der Vermögenswerte verbunden, zum anderen basiert sie auf Beurteilungen des Managements hinsichtlich der Werthaltigkeit der Vermögenswerte bzw. dem Vorliegen von Wertminderungen. Faktoren, wie geringere als geplante Nettozahlungsströme, können zu einer Wertminderung führen.

Der Konzern überprüft einmal jährlich, ob die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer oder ein Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages, dem dieser Vermögenswert zugeordnet ist. Zur Schätzung des erzielbaren Betrages muss der Konzern die voraussichtlichen zukünftigen Cashflows aus diesem Vermögenswert schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Nutzbarkeit werden Faktoren, wie zum Beispiel operative Planungen und Verlustvortragsperioden herangezogen. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen negativ ab, könnte dies zu erfolgswirksamen Abwertungen der angesetzten aktiven latenten Steuern führen.

Die Verpflichtung der B+S Gruppe, Zahlungen von Abfertigungen zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Fluktuation, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberaten basieren auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln (Diese Tabellen werden von der Statistik Austria veröffentlicht). Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Die Bewertung von sonstigen Rückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen ist in Abhängigkeit vom jeweils zugrunde liegenden Geschäftsvorfall teilweise komplex und in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Die vom Management getroffenen Annahmen bezüglich des Eintritts sowie der möglichen Höhe der Inanspruchnahme basieren unter anderem auf Erfahrungswerten, verfügbaren technischen Daten sowie Einschätzungen von Kostenentwicklungen. Die tatsächlich eintretenden Belastungen können von den angesetzten Rückstellungsbeträgen abweichen.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung

Software Geleistete Entwick Kunden Marke Geschäfts Gesamt
An lungs stamm und
in TEUR zahlungen kosten Firmenwert
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 30. Juni 2013 773 429 1.168 553 168 17.314 20.405
= 01. Juli 2013
Zugänge 13 190 0 0 0 0 203
Umgliederung 619 -619 0 0 0 0 0
Stand 30. Juni 2014 1.405 0 1.168 553 168 17.314 20.608
Zugänge 23 0 0 0 0 0 23
Stand 30. Juni 2015 1.428 0 1.168 553 168 17.314 20.631

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Software Geleistete
An
Entwick
lungs
Kunden
stamm
Marke Geschäfts
und
Gesamt
in TEUR zahlungen kosten Firmenwert
Kumulierte Abschreibungen
Stand 30. Juni 2013
= 01. Juli 2013
389 0 1.168 263 79 5.700 7.599
Abschreibungen
planmäßig
219 0 0 55 17 0 291
Stand 30. Juni 2014 608 0 1.168 318 96 5.700 7.890
Abschreibungen
planmäßig
206 0 0 55 17 0 278
Stand 30. Juni 2015 814 0 1.168 373 113 5.700 8.168
Buchwerte
Buchwert
Stand 30. Juni 2014
797 0 0 235 72 11.614 12.718
Buchwert
Stand 30. Juni 2015
614 0 0 180 55 11.614 12.463

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2015 bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (Vorjahr TEUR 0).

Die verbleibende Abschreibungsdauer für Software beträgt im Durchschnitt drei Jahre, für die Marke und den Kundenstamm drei Jahre und drei Monate.

(2) Geschäfts- oder Firmenwert

Gemäß IAS 36 wurde zum 30. Juni 2015 der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert einem Impairment Test unterzogen. Der Werthaltigkeitstest basiert auf dem Nutzungswert, der durch Abzinsung der im Rahmen der Weiterführung der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entstehenden Cashflows ermittelt wird. Die Cashflow-Planung erfolgt auf Basis der aktuellen operativen Ergebnisse sowie einer Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren. Dem Detailplanungszeitraum von drei Jahren werden die budgetierten Cashflows zu Grunde gelegt und gegebenenfalls ein Abschlag auf diese Cashflows auf Grund von Planungsunsicherheiten vorgenommen. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Detailplanungszeitraums wird die durchschnittliche Cashflow-Prognose aus dem Cashflow des letzten und des aktuellen Jahres und eines drei-jährigen Detailplanungszeitraums verwendet. Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Zum 30. Juni 2015 bestand kein Abwertungsbedarf (Vorjahr TEUR 0).

Der Berechnung wurde für beide zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Teilkonzern Salzburg und Gesellschaft in München) ein Nachsteuerzinssatz von 8,7% p.a. (Vorjahr 9,6 % p.a.) mit einer Wachstumsrate in der Ewigen Rente von 1,0 % (Vorjahr 1,0 %) zu Grunde gelegt.

Bezüglich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurden folgende Planungsannahmen verarbeitet:

Teilkonzern Gesellschaft in
Salzburg München
Durchschnittliches Umsatzwachstum
im Detailplanungszeitraum 16,5 % 5,7 %
Durchschnittliches Ergebniswachstum (EBIT) 84,3 % 11,0 %
Im Detailplanungszeitraum

Bei den obigen, der Berechnung des Nutzungswertes zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten.

Die Prognose der Zahlungsströme einschließlich der Umsatzerlöse basiert auf den unternehmensinternen Finanzbudgets bzw. Vorschaurechnungen, welche einen Zeitraum von drei Jahren umfassen. Die geschätzten Zahlungsströme jenseits dieser Periode werden durch Extrapolation der angepassten Budget- bzw. Vorschauwerte ermittelt.

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken dar.

Den Wachstumsraten liegen branchenbezogene Erwartungswerte zugrunde.

in TEUR Teilkonzern
Salzburg
Gesellschaft in
München
Gesamt
Buchwert 10.131 1.483 11.614
Erzielbarer Wert 18.407 2.770 21.177

Die Verwendung folgender Bewertungsparameter würde bei jeweils isolierter Betrachtung zu einem beizulegenden Zeitwert in Höhe des Buchwerts führen:

Teilkonzern Gesellschaft in
Salzburg München
Durchschnittliches Umsatzwachstum
im Detailplanungszeitraum 13 % 3 %
Durchschnittliches Ergebniswachstum (EBIT) 53 % -30 %
Im Detailplanungszeitraum

(3) Sachanlagen

Gebäude Andere Anlagen, Gesamt
Betriebs- und
Geschäfts
in TEUR ausstattung
Anschaffungskosten
Stand 01. Juli 2013 4.667 1.172 5.839
Zugänge 1 18 19
Abgänge -0 -4 -4
Umgliederung -602 0 -602
Stand 30. Juni 2014 4.066 1.186 5.252
Zugänge 0 92 92
Abgänge 0 -0 -0
Stand 30. Juni 2015 4.066 1.278 5.343
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01. Juli 2013 287 802 1.089
Abschreibungen 103 132 235
Abgänge 0 -2 -2
Umgliederung -108 0 -108
Stand 30. Juni 2014 282 932 1.214
Abschreibungen 104 105 209
Abgänge 0 -0 -0
Stand 30. Juni 2015 386 1.036 1.423
Buchwerte
Buchwert Stand 30. Juni 2014 3.784 253 4.037
Buchwert Stand 30. Juni 2015 3.680 240 3.920

Zu den im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierten Sachanlagen wird auf Ziffer (14) verwiesen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen.

(4) Als Finanzanlage gehaltene Immobilien

Als Finanz Gesamt
investition
gehaltene
in TEUR Immobilie
Anschaffungskosten
Stand 01. Juli 2013 2.670 2.670
Zugänge / Umgliederung 602 602
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2014 3.272 3.272
Zugänge / Umgliederung 0 0
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2015 3.272 3.272
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01. Juli 2013 495 495
Abschreibungen 67 67
Umgliederung 108 108
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2014 670 670
Abschreibungen 65 65
Umgliederung 0 0
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2015 735 735
Buchwerte
Buchwert Stand 30. Juni 2014 2.602 2.602
Buchwert Stand 30. Juni 2015 2.537 2.537

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen drei Stockwerke des als Sachanlage unter Ziffer (3) ausgewiesenen und in Eigennutzung stehenden Bürogebäudes. Der Marktwert entspricht in etwa dem Buchwert.

Aus den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurden Mieteinnahmen in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr TEUR 260) erfolgswirksam verbucht. Für ihren Unterhalt fielen operative Kosten in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5) an.

sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

in TEUR Wertpapiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01. Juli 2013 2.745 2.745
Zuschreibungen 59 59
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2014 2.804 2.804
Zuschreibungen 0 0
Abgänge 2.804 2.804
Stand 30. Juni 2015 0 0
Buchwerte
Buchwert Stand 30. Juni 2014 2.804 2.804
Buchwert Stand 30. Juni 2015 0 0

Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelte es sich im Vorjahr um festverzinsliche Wertpapiere, die der Kategorie "available for sale" zugeordnet waren. Die Wertpapiere waren in der Währung EURO und hatten notierte Marktpreise. Diese wurden im Geschäftsjahr 2014/15 veräußert.

(6) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Sämtliche Forderungen und Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 998 457
andere Forderungen 37 1.615
1.035 2.073

Bei den Forderungen zu Lieferungen und Leistungen wurden TEUR 12 (Vorjahr TEUR 0) Wertberichtigungen vorgenommen.

Einzelwertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten werden dann vorgenommen, wenn der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes höher als der Barwert der zukünftigen, abgezinsten Cashflows ist. Als Indikatoren für Einzelwertberichtigungen gelten finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch und erheblicher Zahlungsverzug oder Nichtanerkennung von Rechnungen durch den Kunden.

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor
Wertberichtigung
1.010 457
Davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch
überfällig
768 457

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind enthalten:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Mitarbeiterdarlehen 8 9
Forderungen gegen ehemalige Aktionäre 0 1.453
Andere Forderungen 29 154
37 1.615

Bei den Anderen Forderungen handelt es sich unter anderem um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden.

Bei den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten wurden folgende Wertberichtigungen vorgenommen:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Bruttoforderungen 37 2.972
Einzelwertberichtigungen 0 1.356
37 1.615

Im Vorjahr bestand eine Forderung gegenüber einem ehemaligen Aktionär der B+S Banksysteme Salzburg GmbH (vormals B+S Banksysteme Aktiengesellschaft) in Höhe von TEUR 1.453. Diese resultierte aus einer zu Gunsten der Gesellschaft abgegebenen Kapitalgarantie, deren Bedingungen mit dem Jahresabschluss zum 30. Juni 2012 erfüllt waren und die daraufhin gerichtlich geltend gemacht wurde. Der Rechtsstreit konnte im Berichtsjahr durch einen gerichtlichen Vergleich beigelegt werden. Die Forderung wurde in voller Höhe erfüllt und in Höhe der Wertberichtigung eine Zuführung zur Kapitalrücklage vorgenommen.

Die Wertberichtigungen auf die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Stand Wertberichtigungen zum Periodenbeginn 1.356 1.356
Verbrauch 1.356 0
Stand Wertberichtigungen zum Periodenende 0 1.356

(6) Derivative Finanzinstrumente

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um ein Devisentermingeschäft, mittels dessen im Januar 2015 TCHF 500 gesichert wurden.

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Devisentermingeschäfte 24 0
24 0

(7) Liquide Mittel

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Kassenbestand 1 1
Guthaben bei Kreditinstituten 930 1.730
931 1.731

(8) Rechnungsabgrenzungen

Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 420 (Vorjahr TEUR 328) betreffen Versicherungsprämien und sonstige vorausbezahlte Ausgaben.

(9) Eigenkapital

Die Entwicklung des gezeichneten Kapitals und der Rücklagen findet sich im Detail in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Als gezeichnetes Kapital wird das voll eingezahlte Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, in Höhe von EUR 6.209.933,00 ausgewiesen. Es ist eingeteilt in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich während des Geschäftsjahres nicht verändert.

Die ehemaligen Gesellschafter des Tochterunternehmens Salzburg haben eine Kapitalgarantie abgegeben, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Eigenkapitalzufuhr garantierte.

Die Voraussetzungen der Kapitalgarantie wurden zum 30. Juni 2011 erstmalig und zum 30. Juni 2012 erfüllt. Somit ist der Garantiefall mit Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2012 eingetreten. Herr Wilhelm Berger, zugleich Vorstand und Aktionär der Muttergesellschaft, hat seine Verpflichtung aus der Kapitalgarantie erfüllt. Der wegen der Inanspruchnahme aus dieser Kapitalgarantie gegen den zweiten Garanten beim Landesgericht Salzburg geführte Rechtsstreit konnte im Berichtsjahr mit einem Vergleich beendet werden und die Verpflichtung aus der Kapitalgarantie wurde mittlerweile auch durch den zweiten Garanten erfüllt. Daraus wurde der Kapitalrücklage im Berichtsjahr ein Betrag von TEUR 1.356 zugeführt.

Das Bilanzergebnis enthält das Ergebnis der Periode zuzüglich der Ergebnisvorträge aus Vorperioden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Februar 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 23. Februar 2016 das Grundkapital um bis zu EUR 3.104.966,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 je Aktie gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Bei Ausnutzung der Ermächtigung kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte im Ausland, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.

Die Rücklage für versicherungstechnische Ergebnisse beinhaltet versicherungsmathematische Gewinne aus Abfertigungsrückstellungen. Die Rücklage für versicherungstechnische Ergebnisse beträgt zum 30. Juni 2015 TEUR 121 (Vorjahr TEUR 80).

Die Rücklagen aus Währungsdifferenzen umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind.

In der Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere (available for sale - Rücklage) werden die erfolgsneutralen Wertänderungen von Wertpapieren der Kategorie "Available for sale" ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Wertpapiere veräußert und die Rücklage ergebniswirksam ausgebucht.

(10) Verpflichtungen für Abfertigungen und sonstige langfristige Rückstellungen

Die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, ist auf Grund gesetzlicher Vorschriften zur Zahlung von Abfertigungen in Österreich verpflichtet. Die Grundlagen und die Berechnungsmethode sind oben bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.

Die Veränderung der Verpflichtung für Abfertigungen stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung am Beginn
des Geschäftsjahres
866 845
Dienstzeitaufwand 43 43
Zinsaufwand 21 20
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus
erfahrungsbedingten Anpassungen
0 -9
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus
demographischen Annahmen
0 -6
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus
finanziellen Annahmen
55 0
Gezahlte Leistungen -89 -27
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung am Ende des
Geschäftsjahres
896 866

Der Anwartschaftsbarwert ist nicht fondsfinanziert.

Der Anwartschaftsbarwert für Verpflichtungen aus Abfertigungen entwickelte sich zu den vergangenen Stichtagen folgendermaßen:

in TEUR 30.06.2015
30.06.2013 = 01.07.2013 845
30.06.2014 = 01.07.2014 866
30.06.2015 = 01.07.2015 896

Die im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Abfertigungen in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
in TEUR 01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
Dienstzeitaufwand 43 43
Zinsaufwand 21 20
Gezahlte Abfertigungen -89 -27
Erträge / Aufwendungen im Geschäftsjahr -25 36

Eine Änderung (+/- 0,5 bzw. 1 % - Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz", "Fluktuation" und "Lohn- und Gehaltstrend" hätte folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:

Änderung
-0,5% Punkte
Änderung
+0,5% Punkte
Rechnungszinssatz +4,67 % -4,30 %
Lohn- / und Gehaltstrend -4,26 % +4,59 %
Änderung Änderung
-1% Punkte +1% Punkte
Fluktuation +4,13 % -8,59 %

Aus den bilanzierten Abfertigungsansprüchen ergeben sich folgende Zahlungen:

in TEUR 2016 2017 2018 2019 2020
Abfertigungszahlung 42 237 66 111 66

Sonstige langfristige Rückstellungen

in TEUR 01.07.2014 Verbrauch Auflösung Dotierung 30.06.2015
Sonstige langfristige
Rückstellungen
41 0 8 0 33

Mitarbeiter der B+S Banksysteme erhalten nach 10-, 20- und 25-jähriger Betriebszugehörigkeit eine freiwillige Zuwendung. Dafür wurde durch eine finanzmathematische Rückstellung vorgesorgt.

(11) Sonstige kurzfristige Rückstellungen

in TEUR 01.07.2014 Verbrauch Auflösung Dotierung 30.06.2015
Sonstige Rückstellungen 164 143 7 146 160

Die ausgewiesenen Rückstellungen sind als kurzfristig zu betrachten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten für die Hauptversammlung und Lieferungen und Leistungen, die nach bestem Ermessen angesetzt wurden.

(12) Steuern vom Einkommen und Ertrag und latente Steuern

Der in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
in TEUR 01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
Aufwand für laufende Ertragsteuern
- laufende Ertragsteuern auf das laufende Ergebnis -64 -77
- Vorjahresanpassungen 0 0
Gesamte laufende Ertragsteuern -64 -77
Latenter Steueraufwand -15 226
-79 149

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung eines Steuersatzes von 25 % (Vorjahr 25 %) (Unternehmenssteuer Österreich = Konzernsteuersatz) und betrifft vor allem die Rückstellung für Abfertigungen, Leasingaufwendungen und steuerliche Verlustvorträge, die zu aktiven und passiven latenten Steuern führen.

Für die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaft in München wird ein Steuersatz von 33 % angewendet.

Passive latente Steuern
in TEUR
30.06.2015 30.06.2014
Immaterielle Vermögenswerte München 77 101
Leasing Gebäude 1.544 1.584
Wertpapiere 0 21
Leasing Hardware 44 45
Passive latente Steuern 1.665 1.751
Aktive latente Steuern
in TEUR
30.06.2015 30.06.2014
Verlustvortrag Salzburg 104 183
Verlustvortrag München 363 304
Abfertigungsrückstellung 101 97
Sonstige langfristige Rückstellungen 8 10
Leasingverbindlichkeit 1.283 1.333
Aktive latente Steuern 1.859 1.927

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie gegenüber demselben Finanzamt bestehen, sich auf das gleiche Subjekt beziehen und ertragssteuerlich gemeinsam veranlagt werden.

Die Saldierung stellt sich wie folgt dar:

Aktive latente Steuern
in TEUR
30.06.2015 30.06.2014
Aktive / Passive latente Steuern Salzburg 0 0
Aktive latente Steuern München 363 304
Aktive latente Steuern 363 304
Passive latente Steuern
in TEUR
30.06.2015 30.06.2014
Aktive / Passive latente Steuern Salzburg 91 28
Passive latente Steuern München 77 101
Passive latente Steuern 168 129

Steuerliche Verlustvorträge bei den einzelnen Gesellschaften wurden in der Höhe aktiviert, als mit einer mittelfristigen Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht gerechnet wird; die Verluste sind unbegrenzt vortragsfähig.

Latente Steuerschulden werden als langfristige Verbindlichkeit und latente Steueransprüche als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen, da die zugrunde liegenden Sachverhalte über die nächsten zwölf Monate hinaus bestehen bleiben. Der kurzfristige Anteil an latenten Steuern beträgt TEUR 73.

30.06.2015 30.06.2014
in TEUR Verlust
vortrag
Aktive
latente
Steuer
Verlust
vortrag
Aktive latente
Steuer
B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
(Deutschland, 33 %)
1.099 363 920 304
B+S Banksysteme Salzburg GmbH
(Salzburg, 25 %)
417 104 730 183

Die im Konzern vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:

Der steuerliche Verlustvortrag der B+S Banksysteme Salzburg GmbH wurde zur Gänze aktiviert, da mit einer mittelfristigen Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht gerechnet wird. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.369 (Vorjahr TEUR 12.444) der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurden latenten Steuern in Höhe von TEUR 363 (Vorjahr TEUR 304) angesetzt, da in einem Zeitraum von fünf Jahren mit einer Realisierung von insgesamt TEUR 1.099 (Vorjahr TEUR 920) zu rechnen ist.

Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 7.907 TEUR (Vorjahr 12.444 TEUR) wurden keine latenten Steuern angesetzt. Sie haben eine theoretische Nutzbarkeit von mehr als fünf Jahren.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen theoretischem und ausgewiesenem Ertragssteuerertrag (Vorjahr Ertragssteueraufwand) im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Konzernergebnis vor Steuern 925 205
Theoretischer Ertragssteuerertrag bzw. –aufwand 25 %
(Vorjahr 25 %)
-231 -51
Veränderung des theoretischen Steueraufwand aufgrund:
Latente Steuern auf Verlustvorträge 158 202
Sonstige Steuereffekte -6 -2
Ausgewiesener Ertragssteuerertrag bzw. -aufwand -79 149

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Latente Steuern zu Beginn des Geschäftsjahres
(saldiert)
175 -28
Erfolgswirksam erfasste latente Steuern 59 226
Erfolgsneutral erfasste latente Steuern -40 -23
Latente Steuern am Ende des Geschäftsjahres
(saldiert)
195 175

(13) Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.506 9.133
Summe 2.506 9.133

Die Kontokorrentkreditrahmen betragen per 30. Juni 2015 TEUR 1.300 (30. Juni 2014 TEUR 1.000).

Alle anderen Finanzierungsvereinbarungen mit Banken und Kreditinstituten in Höhe TEUR 2.188 (Vorjahr TEUR 8.900) wurden mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen und sind durch Verpfändung von Wertpapierdepots von aktuellen und ehemaligen Aktionären besichert.

(14) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Die Verbindlichkeit Immorent Grundverwertungs GmbH resultiert aus dem Finanzierungsleasingvertrag für das Bürogebäude Bichlfeldstrasse 11, 5020 Salzburg, Österreich. Der Vertrag für das über Leasing finanzierte Bürogebäude samt Rechenzentrum wurde am 29. Juni bzw. 20. Juli 2000 zwischen der damaligen B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, jetzt B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, und der Sparkasse Immorent Grundverwertungs GmbH, Salzburg, abgeschlossen. Der Leasingvertrag begann mit der Übernahme des Objektes (4. Quartal 2003) und läuft 26 Jahre. Die Gesamtinvestitionskosten betrugen rund TEUR 7.979, die jährliche Tilgung zurzeit rund TEUR 186, der Restwert im Jahr 2029 rund TEUR 1.674. Der Zinssatz der Leasingvereinbarung ist variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.

Die Verbindlichkeit gegenüber HYPO Impuls Mobilien Leasing betrifft zum überwiegenden Teil Hardware. Die zugrunde liegenden Leasingverträge enden 2016 und 2018. Die Zinssätze, die den Verträgen zu Grunde liegen, sind variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Verbindlichkeit gegenüber
Immorent Grundverwertungs GmbH
5.015 5.199
Verbindlichkeit gegenüber HYPO IMPULS Mobilien Leasing 119 135
Summe 5.134 5.334

Die Verbindlichkeiten aus lang- und kurzfristigem Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen) weisen folgende Zusammensetzung und Laufzeiten auf:

in TEUR 30.06.2015 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 6.673 431 1.805 4.437
Zinsanteil 1.539 160 697 682
Barwert 5.134 271 1.108 3.755
in TEUR 30.06.2014 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 5.849 447 1.373 4.029
Zinsanteil 515 115 400 0
Barwert 5.334 332 973 4.029

Im Berichtsjahr wurden TEUR 160 (Vorjahr TEUR 115) Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing erfolgswirksam im operativen Ergebnis erfasst.

Die Buchwerte der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierten Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Bauten auf fremdem Grund 3.638 3.733
Betriebs- und Geschäftsausstattung 175 178
Softwarelizenzen 0 3
als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 2.537 2.602
Summe 6.350 6.516

Die Mindestlaufzeit der Finanzierungsleasingverträge entspricht im Wesentlichen der Nutzungsdauer dieser Sachanlagen.

(15) Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen

in TEUR Gesamt Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Sonstige Verbindlichkeiten 398 398 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 2.300 2.300 0 0
Summe 30.06.2014 2.698 2.698 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 850 850 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 1.695 1.695 0 0
Summe 30.06.2015 2.545 2.545 0 0

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.695 (Vorjahr TEUR 2.300) betrifft ausschließlich transitorische Einnahmen von Wartungserlösen, die im Berichtszeitraum im Voraus für den Zeitraum 01. Juli bis 31. Dezember 2015 vereinnahmt wurden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 850 (Vorjahr TEUR 398) enthalten u.a. Gehaltsnebenkosten (Krankenkasse, Finanzamt, Gebietskörperschaften) und sowie Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus Urlaubs-, Überstunden- und sonstigen Ansprüchen.

(16) Umsatzerlöse

Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
in TEUR 01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
Lizenzen 1.379 1.482
Hosting 1.410 1.465
Solutions 940 372
Wartung und Support 3.955 3.633
Erlöse aus Schulungen und Beratungen 131 234
7.813 7.186

(17) Sonstige betriebliche Erträge

Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
in TEUR 01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
Sonstige Erträge 355 278
355 278

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Mieteinnahmen (TEUR 293), erstattete Gerichtsgebühren (TEUR 18), eine einmalige Provision (TEUR 16), Zuschüsse der Krankenkasse für Lohnfortzahlung (TEUR 13), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7) sowie aus periodenfremden Erträgen (TEUR 6).

(18) Personalaufwand

in TEUR Jahr 2014/15
01.07. - 30.06.
Jahr 2013/14
01.07. - 30.06.
Gehälter / Löhne 3.616 3.561
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
858 877
Aufwendungen für Abfertigungen 115 75
Sonstige Sozialaufwendungen 51 96
4.641 4.609

In dem Posten "Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebenen Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge" und "Aufwendungen für Abfertigungen" sind, neben den beitragsorientierten Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben, weitere Aufwendungen für beitragsorientierte Altersversorgungspläne in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 7) enthalten.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstandes wird auf die Erläuterungen des Abschnittes "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen" verwiesen.

Der durchschnittliche Personalstand entwickelte sich wie folgt:

Durchschnittliche Anzahl Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
Angestellte (aktive Mitarbeiter) 62 64
Vorstände 2 2
64 66

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
KFZ-Aufwand 342 375
Reinigung, Wartung und Instandhaltung 292 252
Miet- und Raumkosten, Grundstückspacht 259 236
Beratungs- und Prüfungskosten 219 194
Fahrt- und Reisekosten 138 111
Post und Kommunikation 94 114
Marketing- und Werbeaufwand 84 77
Büromaterial 16 7
Übrige Steuern, Beiträge, Gebühren 16 16
Aus- und Weiterbildungskosten 5 45
Sonstiges 345 309
Summe 1.812 1.737

Im Posten "Sonstiges" sind vor allem Versicherungsaufwendungen, Aufwendungen für Personalsuche, Aufsichtsratsvergütungen, Einzelwertberichtigungen zu Kundenforderungen sowie Kosten für die Aktienbetreuung enthalten. Es sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

(20) Sonstige Angaben

Neben Finanzierungsleasingverhältnissen gibt es im Konzern Miet- und Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse zu klassifizieren sind. Hierbei handelt es sich um Mieten für Fahrzeuge, Bürogebäude und EDV-Anlagen sowie Hardware-Wartungsverträge. Operatingleasingverträge wurden über eine Grundmietzeit von bis zu 15 Jahren abgeschlossen. Es bestehen keine Verlängerungs- oder Kaufoptionen und auch keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die auf variablen Mietzinsen basieren. Der Immobilienleasingvertrag wurde im Geschäftsjahr neu verhandelt und läuft nun bis 2029.

Die nicht kündbaren Leasingzahlungen aus Operatingleasingverträgen in den nächsten Jahren verteilen sich wie folgt:

in TEUR Summe
30.06.2015
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Grundstückspacht (Baurecht) Salzburg 1.470 105 420 945
KFZ Leasing 173 127 46 0
Mietverträge (Immobilien) (1) 57 11 46 0
Miet- und Leasingverträge
(Mobilien) (1)
23 10 13 0
Summe 1.723 253 525 945

Zu (1): Jeweils bezogen auf den frühest möglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge

in TEUR Summe
30.06.2014
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Grundstückspacht (Baurecht) Salzburg 464 103 361 0
KFZ Leasing 376 178 198 0
Mietverträge (Immobilien) (1) 426 71 284 71
Miet- und Leasingverträge
(Mobilien) (1)
14 7 7 0
Summe 1.280 359 850 71

Zu (1): Jeweils bezogen auf den frühest möglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge

Die gesamten Miet- und Leasingaufwendungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des Geschäftsjahres beliefen sich auf TEUR 396 (Vorjahr TEUR 329). Die ausgewiesenen Aufwendungen beinhalten keine bedingten Mietzahlungen oder Zahlungen aus Untermietverhältnissen.

Die Mindesteinnahmen aus Untermietverhältnissen verteilen sich wie folgt:

in TEUR 2015/16 2016/17 2017/18
Bürogebäude Salzburg 271 302 311
Summe 271 302 311

Der Untermieter kann den Mietvertrag frühestens zum 31. März 2017 kündigen. Auf Grund der vom Untermieter getätigten Adaptierungen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass von diesem Kündigungsrecht nicht Gebrauch gemacht wird.

(21) Finanzergebnis

in TEUR Jahr 2014/15
01.07. - 30.06.
Jahr 2013/14
01.07. - 30.06.
Zinsen und ähnliche Erträge 227 173
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -405 -401
Summe -178 -228

Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Finanzerträge enthalten im Wesentlichen Zinseinnahmen aus kurzfristigen Veranlagungen und Kontokorrentkrediten. Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr TEUR 286) und Zinsaufwendungen für Leasingverträge in Höhe von TEUR 160 (Vorjahr TEUR 115).

(22) Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien

in TEUR aus aus der Nettoergebnis
Zinsen Folgebewertung
Währungs Bewertungs Jahr Jahr
um gewinne/ 2014/15 2013/14
rechnung -verluste 01.07. – 01.07. –
30.06. 30.06.
Wertpapiere 67 0 -74 -7 199
Kredite und Forderungen 136 0 0 136 58
Derivative Finanzinstrumente 0 0 24 24 0
Finanzverbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
-245 0 0 -250 -286
Verbindlichkeiten aus Leasing -160 0 0 -160 -115
Summe -202 0 -50 -257 -144

Die Veränderung der Wertberichtung auf Forderungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen erfasst.

(23) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des Jahresergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Geschäftsjahres.

in EUR 30.06.2015 30.06.2014
Ergebnis Eigentümer 845.616,89 353.774,66
Stammaktien Stück
6.209.933
Stück
6.209.933
Ergebnis je Aktie ohne Verwässerungseffekt 0,14 0,06
Ergebnis je Aktie mit Verwässerungseffekt 0,14 0,06

Sonstige Angaben

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen), wie sich der Finanzmittelbestand im Konzern im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittel-Zu- und -Abflüsse verändert haben.

Die Geldflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanztätigkeit. Als Finanzmittelbestand gelten die Salden aus Guthaben und Verbindlichkeiten von Kontokorrentkrediten.

In die Berechnung wurden, ausgehend vom Periodenergebnis, nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, tatsächlich bezahlte Steuern sowie Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagen separat ausgewiesen. Zinsaufwendungen werden dem zugrundeliegenden Bereich zugeordnet, die allgemeinen Zinserträge werden dem Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit, die Zinserträge aus den Wertpapieren der Investitionstätigkeit zugewiesen.

Segmentberichterstattung

In der Unternehmensgruppe erfolgt keine Segmentberichterstattung nach IFRS 8. Die Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns unterteilt sich nicht in einzelne Geschäftssegmente bzw. Geschäftsfelder, vielmehr werden aufgrund der untrennbar zusammenhängenden Geschäftsaktivitäten die Unternehmen als einheitliches Ganzes gesteuert. Aufwendungen und Erträge können nicht einzelnen Ressourcen zugeteilt werden. Insoweit kann nicht über Geschäftssegmente Bericht erstattet werden.

Der Konzern konnte im Berichtsjahr mit folgenden Produktgruppen die nachfolgend erwähnten Umsätze erzielen, welche zur Gänze mit externen Kunden erlöst wurden.

in TEUR Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
01.07. - 30.06. 01.07. - 30.06.
Lizenzen 1.379 1.482
Hosting 1.410 1.465
Solutions 940 372
Wartung und Support 3.955 3.633
Erlöse aus Schulungen und Beratungen 131 234
7.813 7.186

In geographischer Hinsicht sind im Berichtsjahr folgende Umsätze erzielt worden:

Jahr 2014/15 Jahr 2013/14
in TEUR 01.07. – 30.06. 01.07. – 30.06.
Deutschland 6.168 6.230
Schweiz 1.366 665
Österreich 279 291
7.813 7.186

Es gibt im Geschäftsjahr 2014/15 einen (Vorjahr einen) externen Kunden, mit dem Umsätze erzielt werden, die mindestens 10 % der Gesamtumsätze betragen.

Management der finanziellen Risiken und Angaben zu Finanzinstrumenten

Zinsrisiko

Die B+S Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente insbesondere Risiken aus der Veränderung der Zinssätze. Diesem Zinsrisiko wird durch kontinuierlichen Abbau der Verbindlichkeiten und ein straffes Cash-Management begegnet.

Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit beitragen, in Form von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Dem stehen verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, gegenüber.

Für das Zinsänderungsrisiko wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis nach Steuern und Eigenkapital zeigt. Als Basis für die Zinssensitivitätsanalyse wurden die Buchwerte der variabel verzinsten Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. 100 Basispunkte entsprechen 1 % des Buchwertes zum 30. Juni 2015. Wenn das Marktzinsniveau zum 30. Juni 2015 um 100 Basispunkte geringer/ höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Steuern um TEUR 69 geringer/ höher (zum 30. Juni 2014 um TEUR 133 geringer/ höher) gewesen. Ebenso wäre das Eigenkapital zum 30. Juni 2015 um TEUR 69 geringer/ höher (zum 30. Juni 2014 zum TEUR 133 geringer/ höher) gewesen, wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer/ höher gewesen wäre.

Währungsrisiko

Ein Währungskursrisiko besteht nur in untergeordnetem Ausmaß, weil nur Geschäftsfälle in EUR bzw. durch die Schweizer Tochtergesellschaft nur in ihrer Landeswährung CHF getätigt werden. Zusätzlich wurden TCHF 500 kursgesichert.

Liquiditätsrisiko

Das Risiko mangelnder Liquidität besteht nicht, weil durch Einnahmen aus langfristigen Wartungsverträgen die fixen Kosten gedeckt sind und zusätzlich nicht ausgenutzte Kreditlinien bestehen.

Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses im Rahmen der laufenden Cashflow-Planung und -Überwachung.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verpflichtungen ersichtlich. Einbezogen wurden alle Verpflichtungen, die am 30. Juni 2015 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 30. Juni 2015 geltenden Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verpflichtungen sind dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Es bestehen jederzeit rückzahlbare finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.506 (Vorjahr TEUR 9.133), die in dem Ausmaß getilgt werden, das aus dem Cashflow möglich ist, ohne den laufenden Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen. Der Anspruch auf Rückzahlung aus diesen jederzeit rückzahlbaren finanziellen Verpflichtungen kann jederzeit fällig gestellt werden. Zur Absicherung dieser Verpflichtungen haben die Herren Heinz Schier und Wilhelm Berger jeweils Sicherheiten gestellt. Herr Wilhelm Berger ist zugleich Vorstand und Aktionär der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München.

Bei den übrigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um laufende Betriebsmittelkredite, bei denen ein Abfluss im nächsten Geschäftsjahr angenommen wurde.

30.06.2015 Cashflows
2015/16
Cashflows
2016/17
Cashflows
2017 - 2019
Cashflows
2020 ff.
in TEUR Buch
wert
Zins Til
gung
Zins Til
gung
Zins Til
gung
Zins Til
gung
Verbindlichkei
ten gegenüber
Kreditinstituten
2.506 40 1.266 39 1.240 0 0 0 0
Verbindlichkei
ten aus Finan
zierungsleasing
5.134 160 271 156 277 286 470 937 4.116
30.06.2014 Cashflows
2014/15
Cashflows
2015/16
Cashflows
2016 - 2018
Cashflows
2019 ff.
in TEUR Buch
wert
Zins Til
gung
Zins Til
gung
Zins Til
gung
Zins Til
gung
Verbindlichkei
ten gegenüber
Kreditinstituten
9.133 194 4.133 117 1.500 144 3.500 0 0
Verbindlichkei
ten aus Finan
zierungsleasing
5.334 109 332 103 319 233 4.683 0 0

Ausfallsrisiko

Die B+S Banksysteme hat keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 100 % gegenüber den Kunden, den Banken und Kreditinstituten, sind kurzfristig und werden durchschnittlich nach 28 Tagen bezahlt. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen ihrem tatsächlichen Wert. Es besteht kein Abwertungsbedarf. Hinsichtlich Wertminderungen und Altersstruktur der überfälligen finanziellen Vermögenswerte ist auf Ziffer (4) Forderungen und sonstige Vermögenswerte zu verweisen. Das maximale Ausfallrisiko in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte entspricht dem Buchwert jeder Klasse von finanziellen Vermögenswerten.

Buchwerte, beizulegende Zeitwerte und Wertansätze von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR 30.06.2015 30.06.2014 30.06.2015 30.06.2014
Klasse der finanziellen
Vermögenswerte, die
erfolgsneutral zum Fair value
bewertet werden:
Wertpapiere 0 2.804 0 2.804
Klasse der finanziellen
Vermögenswerte, die zu
fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet
werden:
Forderungen aus Lieferung und
Leistungen und sonstige 998 457 998 457
Vermögenswerte
Klasse der finanziellen
Vermögenswerte, die
erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet
werden:
Derivative Finanzinstrumente 24 0 24 0
Liquide Mittel 931 1.731 931 1.731
= Ausweis in der Konzernbilanz
Insgesamt 1.953 2.188 1.953 2.188

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige finanzielle Verpflichtungen haben überwiegend kurze Laufzeiten. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Klasse der finanziellen
Verbindlichkeiten, die zu
fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertet werden:
Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR 30.06.2015 30.06.2014 30.06.2015 30.06.2014
Finanzverbindlichkeiten (= Summe
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
und Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten laut Konzernbilanz)
2.506 9.133 2.506 9.133
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen (entsprechend
Konzernbilanz)
138 207 138 207
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing (= Summe aus
kurz- und langfristigen
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing laut
Konzernbilanz)
5.134 5.334 5.134 5.334
7.777 14.675 7.777 14.675

Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen daher näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind variabel verzinst.

Einstufung von Finanzinstrumenten nach Bewertungsmethode

Der Zeitwert eines Finanzinstrumentes wird durch notierte Marktpreise für das identische Instrument auf aktiven Märkten ermittelt (Stufe 1). Soweit keine notierten Marktpreise auf aktiven Märkten für das Instrument verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes mittels Bewertungsmethoden, deren wesentliche Parameter ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2). Ansonsten erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes auf Basis von Bewertungsmethoden, für welche zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Stufe 3):

Finanzielle Vermögenswerte
30.06.2015
in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere ( Available-for-sale) 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
0 998 0
Derivatives Finanzinstrument 24 0 0
Flüssige Mittel 931 0 0
Insgesamt 955 998 0
Finanzielle Vermögenswerte
30.06.2014
in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Wertpapiere ( Available-for-sale) 2.804 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
0 457 0
Derivatives Finanzinstrument 0 0 0
Flüssige Mittel 1.731 0 0
Derivatives Finanzinstrument 0 0 0
Insgesamt 4.635 457 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
30.06.2015
in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzverbindlichkeiten 2.506 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0 138 0
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
5.134 0 0
Insgesamt 7.639 138 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
30.06.2014
in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzverbindlichkeiten 9.133 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0 297 0
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
5.334 0 0
Insgesamt 14.467 297 0

Kapitalmanagement

Der Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Aktionäre, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller weiterer Abschlussadressaten zu wahren.

Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten und verfolgt das Ziel, das Volumen des Working Capital zu senken und damit die Mittelbindung zu begrenzen. Der Konzern steht für die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes.

Im Berichtsjahr wurden alle externen Kapitalanforderungen erfüllt. Das Kapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 46,2 % (Vorjahr 29,5 %).

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es ist Vorgabe, dass alle Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen "at arm's length", d.h. zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt werden.

Sämtliche Vorstandsmitglieder sind zugleich Aktionäre der Gesellschaft mit wesentlichem Einfluss.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung der Umsätze abhängig.

Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 08. Januar 2015 ist keine Aufgliederung der Einkünfte nach Personen mehr erforderlich. Die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

Gewährte Zuwendungen 2013/14 2014/15 2014/15 2014/15
in TEUR (Min.) (Max.)
Festvergütung 500 500 500 500
Nebenleistungen
KFZ-Gestellung 16 19 19 19
SV AGA 26 26 26 26
Summe 542 545 545 545
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Mehrjährige variable
Vergütung
0 0 0 0
Summe 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 1 1 1 1
Gesamtvergütung 544 546 546 546
Zufluss
in TEUR
2013/14 2014/15
Festvergütung 500 500
Nebenleistungen
KFZ-Gestellung 16 19
SV AGA 26 26
Summe 542 545
Einjährige variable Vergütung 28 14
Mehrjährige variable Vergütung 0 0
Summe 28 14
Versorgungsaufwand 1 1
Gesamtvergütung 571 560

Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten.

Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.506 (Vorjahr TEUR 9.133) haben der ehemalige Vorstand Herr Heinz Schier und Herr Wilhelm Berger, zugleich Vorstand und Aktionär der Muttergesellschaft, Sicherheiten gestellt.

Davon unabhängig sind mit dem gerichtlichen Vergleich vom 18. Mai 2015 die Forderungen aus der Kapitalgarantie erfüllt.

Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10), Prof. Dr. Johann Bertl mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft.

Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gehörten an:

Vorstand Zuständigkeitsbereiche
Wilhelm Berger Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
Salzburg, Österreich
Zuständig für die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen,
Investor-Relations, Beteiligungen, Revision, Vertrieb
(Controlling, Umsatzplanung), Cash-Management.
Peter Bauch
München
Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
Zuständig für die Bereiche: Forschung und Entwicklung,
Organisation und Infrastruktur, Personal und Recht,
Vertrieb (Projekte und Termine), Marketing.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten an:

Aufsichtsrat Mitglied in folgenden weiteren Aufsichtsräten und
anderen Kontrollgremien im Ausland:
o. Univ. Prof. Mag. Dr. rer. soc. oec.
Herbert Kofler
Klagenfurt, Österreich
Kärntner Sparkasse AG, Klagenfurt (bis 29. Mai 2015)
Privatstiftung der Kärntner Sparkasse AG, Klagenfurt
Professor für Wirtschaftswissenschaften
Vorsitzender des Aufsichtsrats
redstars.data.com AG, Wien
Hon. Prof. Mag. Dr. Johann Bertl Spänglerbank AG, Salzburg
Seekirchen, Österreich Wiesner & Hager Möbel GmbH, Altheim
Wirtschaftsprüfer
Stellvertreter des Vorsitzenden
Dr. Werner Steinwender -
Salzburg, Österreich
Rechtsanwalt

Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes und des Aufsichtsrates verweisen wir auf vorstehenden Abschnitt "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen".

Angaben zu § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Im Geschäftsjahr 2014/15 fanden folgende meldepflichtige Wertpapiergeschäfte statt:

Die Centralway Ventures AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.07.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 04.07.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Martin Saidler, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat. 27,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) sind Herrn Saidler gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Digerati AG, Centralway AG.

Die Digerati AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat. 27,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei gehalten über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Centralway AG.

Die Centralway AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 5%, 10%, 15%, 20% und 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 27,13% (das entspricht 1.684.762 Stimmrechten) betragen hat.

Am 05.09.2014 hat Herr Wilhelm Berger, Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 74.065 Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zu einem Kurs von 1,3046 Euro außerbörslich gekauft.

Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.09.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland am 02.09.2014 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Am 18.09.2014 hat Herr Wilhelm Berger, Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 4.000 Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zu einem Kurs von 1,35 Euro außerbörslich gekauft.

Sonstige Angaben nach § 315a HGB

Konzernabschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beinhaltet ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 79).

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com\_content&view=article&id=408&Itemid=59

München, am 04.September 2015

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Konzern - Lagebericht«

Präambel

Der vorliegende Lagebericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2015.

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme (im folgenden "B+S Banksysteme")

Durch langjährige Erfahrung in der Realisierung von Software für Finanzdienstleister hat sich die B+S Banksysteme zu einem führenden Anbieter entwickelt, der mit innovativen Anwendungen schon heute Anforderungen der Zukunft an skalierbare, leistungsfähige Standardsoftware für den europäischen Raum abdeckt. Mandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Plattformunabhängigkeit, komplette Abbildung von Geschäftsprozessen und die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Finanzsektors kennzeichnen die auf modularer Architektur basierende Software. Integration in komplexe Handelssysteme, realtime- und online-Fähigkeit sowie vollständige Verarbeitung im Straight Through Processing über alle Kommunikationskanäle (Multikanalfähigkeit) bis hin zum End-to-End-Processing zählen zum Standard.

Die B+S Banksysteme bietet eine umfassende und leistungsfähige Produktpalette als Ergänzung für das Core Banking im Aktiv- und Passivbereich. Im Einzelnen umfasst dies den gesamten Zahlungsverkehr (national, international und Euro) einschließlich SEPA (credit-transfer und direct debit), Treasury und Trading, Währungs- und Risikomanagement sowie Electronic Banking. Für die gesamte Produktpalette bietet B+S Banksysteme seinen Kunden auch umfangreiche Wartungs- und Support-Leistungen an.

Mit dem 'on demand service' stellt die B+S Banksysteme ihren Kunden einen zusätzlichen Service zur Verfügung. Durch den Betrieb eines leistungsfähigen Rechenzentrums mit einem Höchstmaß an Verfügbarkeit und einer damit verbundenen nutzungsorientierten Abrechnung (ASP), ergeben sich für die Kunden Ausbaumöglichkeiten und Einsparpotentiale. Bestehende Anwendungen können problemlos integriert, erweitert oder ganz ersetzt werden.

1.2 Die Märkte der B+S Banksysteme

Die Märkte für die automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, und hier speziell jene für Finanzdienstleister, verzeichneten im Berichtszeitraum ein weiteres Wachstum. Dennoch ist die Entwicklung der Märkte und das Wachstum noch immer vorsichtig zu bewerten, da nach wie vor Zusammenlegungen von Infrastrukturen in Folge von Fusionen von Banken und Rechenzentrumsdienstleistern durchgeführt werden. Im deutschsprachigen Raum herrscht ein starker Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern. Nur die innovativsten, sichersten und anwenderfreundlichsten Softwarelösungen können am Markt bestehen. Somit wird jeder Software-Anbieter für den Finanzsektor gezwungen, die Entwicklung gezielt voranzutreiben. Nicht zuletzt wegen ihrer Flexibilität und kurzen Entwicklungszyklen konnte die B+S Banksysteme ihre Marktstellung im Bereich Software für Finanzmanagement ausbauen.

1.3 Produkte der B+S Banksysteme

1.3.1 Produktangebot

Durch die gezielte Konzentration auf die Produktgruppen

  • Electronic Banking
  • Zahlungsverkehr
  • Treasury & Trading
  • Währungsmanagement
  • Risikomanagement

konnte die Akzeptanz bei Bestandskunden und Partnern maßgeblich gesteigert werden. Dies ist deutlich und nachweislich an den Anfragen von Interessenten, direkt oder über neue Partner, erkennbar.

1.3.2 Lösungen für das Electronic Banking

Electronic Banking dient nach wie vor der Darstellung und Abwicklung der Banken im Privatkundenbereich. Dabei werden die kundenindividuellen bzw. marktspezifischen Anforderungen berücksichtigt. Den Kunden aus der Finanzbranche wird unter der besonderen Berücksichtigung der gestiegenen Sicherheitsanforderungen ein breit gefächertes, maßgeschneidertes Produkt- und Dienstleistungsportfolio, verstärkt durch fachspezifisches Prozess-Know-how, angeboten. Individuelle Projekte, die mit Produkten der B+S Banksysteme angeboten werden, erzielen hierbei hohe Margen.

1.3.3 Lösungen für das Commercial Banking

Die Lösungen für das Commercial Banking umfassen neben dem integrierten Zahlungsverkehr alle notwendigen Service-Module wie

  • Reklamations- und Gebührenmanagement
  • Elektronische Aktenführung
  • Kontenabstimmung.

Funktional zeichnen sich die Produkte des Commercial Banking durch länderübergreifende Mandanten- und Mehrwährungsfähigkeit aus.

SEPA (Debit und Credit) ist Bestandteil des B+S - Zahlungsverkehrs.

1.3.4 Lösungen für das Treasury & Trading

In den Lösungen für das Treasury & Trading werden die Bereiche

  • FX Management
  • Money Market
  • Derivative Finanzinstrumente

integriert für Front-, Middle- und Back-Office dargestellt. Für die B+S - Vollanwender entfällt somit eine sonst übliche, aufwendige Schnittstellenrealisierung.

1.3.5 Lösungen für das Währungsmanagement

B+S Banksysteme stellt mit den Bereichen Kontoführung und Währungsmanagement eine zentrale Anwendung zur Verfügung, die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Finanzsektor entspricht.

Die Bereiche Kontoführung und Währungsmanagement bilden die Basis für die Verwaltung und das Management der verschiedenen Kontoarten. Daher wurde bei der Realisierung Wert auf leichte Bedienbarkeit und maximale Flexibilität gelegt.

Kontoführung und Währungsmanagement unterstützen die Bank von der Anlage der Basisdaten über die Kontobewegungen bis hin zu umfassenden Bewertungen und Statistiken sowie dem Belegwesen. Dadurch wird eine integrierte Führung der unterschiedlichen Konten für Geschäftsbereiche wie

  • Giro- und Kontokorrentkonten,
  • Termineinlagen,
  • Geldanlagekonten,
  • Konten für das Dokumentengeschäft
  • Fremdwährungskonten

in einer einzigen Anwendung ermöglicht.

Das B+S Währungsmanagement ist spezialisiert auf die Führung und Verwaltung von Fremdwährungskonten in allen Währungen. Die Umsetzung der unterschiedlichen am Markt gängigen Zinsrechnungsmethoden ergänzt die innovative Lösung. Durch Einbindung und Integration in unterschiedliche Corebanking-Lösungen kann das B+S Währungsmanagement als separates Modul eingesetzt und durch B+S Standardschnittstellen einfach und flexibel in das bestehende Kernbanksystem integriert bzw. angebunden werden.

1.3.6 Lösungen für das Risikomanagement

Mit den Modulen des Risikomanagements stellt die B+S Banksysteme ihren Kunden seit Einführung der Kapitaladäquanzrichtlinie ein Instrument für die Risikomessung und -darstellung im Eigenhandel und auf Gesamtbankebene zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Meldeanforderungen der Bankenaufsicht inklusive der Berechnung der Eigenmittelunterlegung erfüllt. Die ermittelten Risiken werden online für

  • den Handel
  • das Risikocontrolling
  • die Finanzbuchhaltung
  • die Geschäftsleitung

zur Verfügung gestellt.

1.4 Steuerungssystem

Zur Planung und Steuerung werden im Konzern vor allem die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Betriebskosten (alle Kosten ohne Finanz- und Steuerergebnis), Liquidität (Bestand an liquiden Mitteln) und EBIT sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/ Bilanzsumme) verwendet. Diese werden monatlich durch den Vorstand im Rahmen der Monatsabschlüsse analysiert. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird vor allem die Mitarbeiter-Fluktuation (Abgänge/ mittlerer Personalbestand) herangezogen, da diese auch die Mitarbeiterzufriedenheit widerspiegelt. Die Mitarbeiter-Fluktuation wird jährlich im Rahmen der Planung ermittelt.

Das Wachstum wird gemessen anhand der Umsatzveränderung. Das Ziel von B+S Banksysteme ist es, ein stetiges Wachstum zu erreichen. Die Profitabilität wird in erster Linie anhand des EBITs gemessen. Dabei wird versucht, die Kosten möglichst gering zu halten und ein positives Ergebnis anzustreben. Die Steuerung der Liquidität wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement und eine detaillierte Investitionsplanung unterstützt.

Um die Wachstums- und Effizienzpotenziale identifizieren zu können, finden 14-tägig Meetings des Management Boards, Vorstandssitzungen und ein jährliches Strategiemeeting statt. Des Weiteren gibt es eine Jahres- und Investitionsplanung, laufende Prognoserechnungen und Personalplanungen.

1.5 Entwicklung

Die laufende Entwicklung und Verbesserung unserer Softwareprodukte steht im Vordergrund mit unserem Anspruch der Sicherung höchster Qualitätsansprüche.

Die Entwicklungsvorhaben wurden auch im Geschäftsjahr 2014/15 weiter vorangetrieben. Die anfallenden Anpassungsentwicklungen der bereits bei den Kunden eingesetzten Produkte wurden, wie in den letzten Jahren, im Rahmen der bestehenden Wartungsverträge realisiert. Die Produkte wurden zudem auf neue Technologien umgestellt, um die Marktfähigkeit auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Die sich in der Wartung befindlichen Produkte werden konsequent einer strengen ROI-Betrachtung unterzogen und das Produktportfolio gestrafft. Teilprodukte, die keine Marktfähigkeit aufweisen, werden nicht mehr weiterentwickelt bzw. eingestellt.

Die Kosten für die Entwicklungen können im IT-Bereich naturgemäß nicht von den Forschungsaufwendungen getrennt werden. Aus diesem Grund ist eine Aktivierung in der Bilanz nicht möglich.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2014/15 ist ein operativer Umsatz von TEUR 7.813 erzielt worden. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von TEUR 627 bzw. 9 %. Bei den Lizenzverkäufen musste ein Rückgang von TEUR 103 (das entspricht 7 %) auf TEUR 1.379 verzeichnet werden. Dies liegt vor allem an einer Einmallizenz, die im Vorjahr verkauft wurde. Die Wartungs- und Supportumsätze sind im Vergleich zum Vorjahresumsatz um TEUR 322 bzw. 9 % auf TEUR 3.955 gestiegen. Die Umsätze im Bereich Hosting sind um TEUR 55 bzw. 4 % auf TEUR 1.410 gesunken. Die Umsätze aus Solutions sind von TEUR 372 im Vorjahr auf TEUR 940 im Geschäftsjahr gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 161 %. Die sonstigen Erlöse betrugen TEUR 131 (Vorjahr TEUR 234). Sie beinhalten im Wesentlichen Umsätze für Schulungen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit B+S–Lizenzen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr TEUR 278) wurden im Wesentlichen durch Vermietung freier Büroflächen in Salzburg erzielt.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden Leistungen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr TEUR 93) bezogen, es handelt sich hierbei um zugekaufte Entwicklungsleistungen.

Die Personalkosten sind von TEUR 4.609 im Vorjahr auf TEUR 4.641 im Geschäftsjahr (1%) gestiegen. Dabei entfielen TEUR 3.616 auf die Gehälter und TEUR 1.025 auf soziale Abgaben und sonstige Personalaufwendungen.

Der Rückgang im Bereich der Abschreibungen in 2014/15 um TEUR 42 auf TEUR 552 ist durch das Auslaufen planmäßiger Abschreibungen bedingt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 1.812 (Vorjahr TEUR 1.737). Im Bereich Fuhrpark betrugen die Aufwendungen TEUR 342 (Vorjahr TEUR 375). Die Raumkosten lagen bei 155 TEUR (Vorjahr TEUR 134). Die Grundstückspacht für das Bürogebäude in Salzburg betrug TEUR 105 (Vorjahr TEUR 103) und die Reisekosten stiegen um TEUR 27 auf TEUR 138. Die Kosten für die Hauptversammlung sind gestiegen (+ TEUR 10), ebenso die Kosten für die Aktienbetreuung (+ TEUR 3) und die Rechts- und Beratungskosten (+ TEUR 25). Einsparungen konnten im Bereich Versicherungen (- TEUR 7) und für Telekommunikation (- TEUR 19) verzeichnet werden. Die Kosten für Reinigung, Wartung und Instandhaltung betrugen TEUR 292 (Vorjahr TEUR 252).

Die Veränderung der latenten Steuern führte zu einem Steueraufwand von TEUR 15 (Vorjahr Steuerertrag TEUR 226).

Das EBIT stieg von TEUR 433 im Vorjahr auf TEUR 1.103 im Geschäftsjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2014/15 bei TEUR 925 (Vorjahr TEUR 205). Der Jahresüberschuss betrug TEUR 846 (Vorjahr TEUR 354).

2.2 Auftragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte weiterhin eine Festigung in den wichtigen Kernprodukten festgestellt werden. So konnte man sich bei Bestandskunden auch in neuen finanznahen Nischen etablieren und somit langfristige Lizenzund Wartungsumsätze sichern. Neben der Realisierung der Neuaufträge wird der vertriebliche Schwerpunkt weiterhin auf die Vermarktung der weiterentwickelten Produktpalette gelegt werden. Mit Bestandskunden wird im Geschäftsjahr 2014/15 ein Fixumsatz von ca. 6.187 TEUR erzielt werden. Für ca. 1.348 TEUR liegen bereits Aufträge vor und für weitere ca. 1.190 TEUR wurden bereits Angebote versandt. Über ein Auftragsvolumen von ca. 450 TEUR werden derzeit mit den Kunden Gespräche geführt.

2.3 Prognose/ Ist Vergleich

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz von TEUR 8.500 konnte nicht erreicht werden. Die Differenz von TEUR 687 lag an einem Projekt mit einem Bestandskunden, das noch nicht realisiert werden konnte. Die Betriebskosten lagen mit TEUR 7.056 unter dem geplanten Wert von TEUR 7.300. Trotz des geringeren Umsatzes konnte das geplante EBIT von TEUR 1.200 (Ist: TEUR 1.103) fast erreicht werden.

Die Liquidität konnte nicht gesteigert werden, da diese zur Tilgung der Finanzverbindlichkeiten eingesetzt wurden.

Die Eigenkapitalquote konnte durch die Realisierung der Kapitalgarantie und die Verringerung der Finanzverbindlichkeiten deutlich gesteigert werden.

Die Fluktuationsrate ist von 5 % auf 12 % angestiegen, liegt aber noch im normalen Bereich der Vorjahreswerte der B+S Banksysteme.

2.4 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2014/15 waren die Veränderungen in der Vermögensstruktur geprägt durch den Vergleich bzgl. der Kapitalgarantie und der Tilgung von Bankverbindlichkeiten.

Das Anlagevermögen, bestehend aus Softwarelizenzen in Höhe von TEUR 614, Kundenstamm TEUR 180, Markenrechten TEUR 55, Firmenwerten in Höhe von TEUR 11.614, Sachanlagevermögen (Bürogebäude in Salzburg, Büroeinrichtung und EDV-Ausstattungen) in Höhe von TEUR 3.920 und einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie in Höhe von TEUR 2.537, beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 87 %, im Vorjahreszeitraum 83 % der Bilanzsumme. Die Werthaltigkeit der Werte wird jährlich überprüft.

Die aktiven latenten Steuern betrugen im Geschäftsjahr 2014/15 TEUR 363 (Vorjahr TEUR 304).

Beim kurzfristig gebundenen Vermögen wurde die Forderung gegen den ehemaligen Aktionär Herrn Schier in Höhe von TEUR 1.453 beglichen. Die anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 415 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Lizenzabrechnungen zum Bilanzstichtag und kurz vor dem Bilanzstichtag fertiggestellte Projekte. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte sank zum Bilanzstichtag auf 11,0 % der Bilanzsumme (2013/14 15,5 % der Bilanzsumme). Dabei verringerte sich auch der prozentuale Anteil an liquiden Mitteln von 6,5 % im Vorjahr auf 4,3 %.

Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten (inkl. passiven Rechnungsabgrenzungsposten) nahm im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.005 ab und beträgt nun 26 % (Vorjahr 48 %) der Bilanzsumme. Dabei sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2014/15 um TEUR 69 auf TEUR 138, die erhaltenen Anzahlungen von TEUR 92 auf TEUR 42 und die sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 193 auf TEUR 2.583. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen überwiegend aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr TEUR 332), aus Lieferungen und Leistungen TEUR 138 im Vergleich zu TEUR 207 im Vorjahr und aus Verbindlichkeiten aus Gehaltsnebenkosten in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr TEUR 443). Die Finanzverbindlichkeiten konnten von TEUR 9.133 auf TEUR 2.506 reduziert werden.

2.5 Finanzlage

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.731 auf TEUR 931 und der Finanzmittelbestand von TEUR 1.498 auf TEUR 613 gesunken. Der Mittelzufluss zum Bilanzstichtag aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR 641 (Vorjahr TEUR 731). Der Nettozahlungsmittelzufluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR 2.691 (Vorjahr Abfluss TEUR -373). Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich Zahlungsabflüsse in Höhe von TEUR 4.218 (Vorjahr TEUR -337).

Wesentliche Investitionen sind im kommenden Geschäftsjahr nicht geplant. Es bestehen zugesagte Kreditlinien über TEUR 1.300, die bisher nur geringfügig in Anspruch genommen wurden.

Das Eigenkapital hat sich insbesondere um den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss (TEUR 846) sowie um die Zuführung in die Kapitalrücklage durch den Vergleich zur Kapitalgarantie (TEUR 1.356) und durch den Verkauf der Wertpapiere und dem damit zusammenhängenden Wegfall der Rücklage für die Marktbewertung (Vorjahr TEUR 63) verbessert. Zudem verweisen wir hierzu auch auf die Erläuterungen auf Seite 34 des Anhangs in diesem Bericht.

Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital TEUR 10.010 (+ TEUR 2.155). Die Eigenkapitalquote beträgt 46,2 % (Vorjahr 29,5 %). Ziel des Finanzmanagement ist es, die Liquidität zu sichern und zu erhalten sowie die Eigenkapital-Quote zu maximieren.

2.6 Investition und Finanzierung

Das Anlagevermögen hat sich bis auf den Verkauf der Wertpapiere nicht nennenswert verändert. Neue Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2014/15 im Bereich des Sachanlagevermögens mit TEUR 92 und im Bereich Software mit TEUR 23 vorgenommen. Wesentliche Investitionsverpflichtungen lagen zum Stichtag nicht vor.

Für 2015/16 ist die Erneuerung und Erweiterung des Rechenzentrums in der Bichlfeldstraße 11 in Salzburg vorgesehen. Der wesentliche Teil dieser Investition (TEUR 500) wird über die HYPO Impuls Mobilienleasing finanziert.

2.7 Personalentwicklung

Die Entwicklung der Personalstruktur im Geschäftsjahr 2014/15 kann wiederum als ausgeglichen bezeichnet werden. Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt in 2014/15 62 Mitarbeiter sowie zwei Vorstände, gegenüber 64 Mitarbeiter und zwei Vorständen im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2012/13.

Die Fluktuations-Rate betrug im Geschäftsjahr 2014/15 12 % im Gegensatz zum Vorjahr mit 5 %. Die Abgänge konnten aber durch Neueinstellungen kompensiert werden.

2.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

In einem weiterhin sehr schwierigen Umfeld konnte B+S Banksysteme alle seine Bestandskunden und somit die vertraglich gesicherten Umsätze absichern. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Sachverhalte sind wir mit der Lage des Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf die um den Bilanzstichtag abgeschlossenen Neuverträge, zufrieden.

3 Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse haben sich seit dem Bilanzstichtag nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Konzernentwicklung nach sich ziehen könnten.

4 Prognosebericht

Durch die Positionierung der B+S Banksysteme im Markt, mit einer deutlichen Intensivierung der Kunden- und Partnerbeziehungen, ist wiederum ein weiteres stabiles Geschäftsjahr zu erwarten. Ziel ist es weiterhin, neben dem Neukundengeschäft die Geschäftsbeziehung zu Bestandskunden weiter auszubauen und darüber eine deutliche Steigerung des operativen Geschäftsbetriebes zu erreichen.

Aufgrund der Weiterentwicklung des Produktportfolios in den Kerngeschäften geht die B+S Banksysteme im Geschäftsjahr 2015/16 von einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf aus. So kann für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatz in Höhe von ca. TEUR 9.400 geplant werden. Die Prognose basiert auf den vorhandenen Bestandsverträgen, sowie auf den laufenden Vertriebsprojekten, aus denen wir in Zusammenhang mit den im Berichtsjahr entwickelten neuen Produkten, wie zum Beispiel i-Apps und EBICS-Server das Wachstum erreichen wollen. Bei erwarteten Betriebskosten von ca. TEUR 7.555 in 2015/16 wird des EBIT bei ca. TEUR 1.850 im kommenden Geschäftsjahr liegen. Die Liquidität wird annähernd konstant bleiben, da die erwirtschafteten Überschüsse zur weiteren Tilgung der Finanzverbindlichkeiten genutzt werden. Durch den geplanten Gewinn wird sich auch die Eigenkapitalquote verbessern.

Die Erreichung dieser Zielsetzung ist jedoch von einigen äußeren Faktoren, wie beispielsweise dem Kunden- oder dem Marktumfeld, sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Aufgrund der besonderen Situation im EURO-Raum sind treffende Prognosen nur schwer zu erstellen.

Um den nichtfinanziellen Leistungsindikator der Mitarbeiter-Fluktuation möglichst niedrig (max. 15 %) zu halten, werden neben diversen sozialen Leistungen Schulungen und Fortbildungen durchgeführt, um die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu verbessern.

5 Chancen und Risiken

5.1 Risikomanagement, Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Chancen werden im Risiko-Management-System nicht erfasst. Die Risikomanagementstrategie verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte. Im Rahmen einer definierten Risikobereitschaft geht B+S Banksysteme bewusst Risiken ein, wenn diese unvermeidbar sind oder wahrscheinlich durch Chancen kompensiert werden. Ein Risikomanagementsystem gibt keine absolute Garantie für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt die Handhabung, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen, zu steuern und die Unternehmensziele zu erreichen.

Die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der B+S Banksysteme. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche ein. Zur Unterhaltung und Umsetzung des Systems bestehen Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Die B+S Banksysteme hat ihr Risikomanagementsystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen angepasst.

Generell umfassen das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse. Das interne Kontrollsystem ist so ausgerichtet, dass es ausreichend Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses gewährleistet. Es unterstützt zudem die Steuerung und Kontrolle des gesamten Konzerns. Darüber hinaus unterliegt der Jahresabschluss einmal jährlich einer Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer.

Das interne Kontrollsystem folgt einer Risikoinventur, die systematisch ein ausreichend großes Spektrum an Risikofeldern der B+S Gruppe abdeckt. Im Rahmen der Revision und Prüfung nach ISAE3402 (Assurance Reports on Service Organisation) wird die Einhaltung der festgelegten Sicherheitsstandards im RZ-Betrieb geprüft. Das System berücksichtigt sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unternehmensspezifischen Besonderheiten als auch die relevanten Vorschriften. Es wird im Rahmen der laufenden Revision festgelegt, welche gesetzlichen Vorschriften und damit einhergehende interne Richtlinien eingehalten und überwacht werden müssen.

Im Hinblick auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess sind die wesentlichen Merkmale des bei der gesamten Unternehmensgruppe bestehenden internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems wie folgt:

Für alle wesentlichen, rechnungslegungsrelevanten Prozesse wird das Prinzip der Funktionstrennung beachtet (u.a. Vieraugenprinzip, analytische Prüfungen). Das eingesetzte Personal verfügt über die notwendige Fachausbildung und besucht regelmäßige Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen. Die Bilanzierung erfolgt gemäß der konzernweiten Bilanzierungsrichtlinie.

Die eingesetzten EDV-Systeme und Tools sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird Standardsoftware verwendet, für weiterführende Verarbeitungsprozesse wird hauptsächlich Excel als Verarbeitungstool eingesetzt. Alle rechnungslegungsrelevanten Schlüsselfunktionen sind im Organigramm direkt dem Vorstand zugeordnet.

Die B+S Banksysteme ist im Rahmen der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit auf funktionierende EDV- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um Störungen, Beeinträchtigen oder Defekte an der IT-Infrastruktur oder einzelner Komponenten dieser Systeme im RZ-Betrieb zu vermeiden und Störanfälligkeiten frühzeitig zu erkennen, wird eine laufende Revision von definierten CoBiT-Prozessen durchgeführt und durch externe Dienstleister nach dem Standard ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagement) einer jährlichen Prüfung unterzogen.

60 Jedes Jahr wird ein IT-Risk-Assessmentbericht erstellt, der mit dem Vorstand erörtert wird und ggf. werden verbessernde Maßnahmen eingeleitet. Im IT Security Framework als Teil des Risikomanagements wird das erforderliche Sicherheitsniveau der IT-Systeme des Unternehmens festgelegt. Die IT-Sicherheitsrichtlinie, die ebenfalls Bestandteil des Risikomanagements ist, regelt die besonderen Sicherheitsbedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens sowie die Umsetzung beim Betrieb von IT-gestützten Verfahren bzw. den beim Unternehmen eingesetzten IT-Systemen. Daneben gibt es einen Computer Security Incident Response Plan (CSIRP) für den Fall, dass ein unerwartetes Ereignis, das eine unmittelbare oder mögliche Auswirkung auf die Organisation, Vermögen oder Ansehen hat eintritt. Dies war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht der Fall.

Die Rechnungslegung erfolgt gemäß den im Anhang beschriebenen Grundsätzen. Die Mitarbeiter des Rechnungswesens sind direkt dem Vorstand unterstellt. Dieser überzeugt sich in kurzen regelmäßigen Abständen von der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Ferner hat der Vorstand direkten Zugriff auf das Controlling-Tool, so dass ständig eine Überwachung durchgeführt wird. Durch ein Customer Relationship Management Tool wird der geplante und der realisierte Umsatz wöchentlich mit den verantwortlichen Mitarbeitern verifiziert. Ferner erfolgt stetig eine Plan-Ist-Abweichungsanalyse in Bezug auf Umsatz und Kosten. Die Überwachung der Liquidität erfolgt wöchentlich. Alle Eingangsrechnungen werden durch den verantwortlichen Vorstand freigegeben.

Die Liquidität der B+S Banksysteme ist für das kommende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Juli 2015 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen, gesichert.

Obwohl es sich beim überwiegenden Anteil der Kunden um Bankinstitute mit sehr geringem Ausfallrisiko handelt, kann ein Forderungsausfall dennoch nicht ausgeschlossen werden. Um diesem Risiko vorzubeugen, wird die Bonität eines Unternehmens vor Annahme eines Auftrages durch die B+S Banksysteme überprüft. Ein im Bereich der Finanzbuchhaltung installiertes Mahnwesen sichert außerdem die termingerechte Einbringung von offenen Forderungen.

Das Ergebnis des Kennzahlensystems mit Früh- und Spätindikatoren führt zur Identifizierung von internen und externen Risiken und gewährleistet dem Management eine nachhaltige Kontrolle der Unternehmensziele. Mögliche Bedrohungen können frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.

5.2 Marktrisiken

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft steigt leicht an, zeigt sich jedoch weiterhin wenig dynamisch. Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2015 unter anderem durch die Euroabwertung und den niedrigen Ölpreis im Aufschwung. Die Binnenkonjunktur trotzte den vielen internationalen Krisen wie dem Russland-Ukraine-Konflikt und den militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Auch ist der Markt für Informationstechnologie wiederum deutlich gewachsen. Jedoch ist das Zinsniveau nach wie vor sehr gering. Als Folge dessen sind die Institute noch immer gezwungen, mit Kosteneinsparungen im Personal- aber auch im Investitionsbereich zu reagieren, um dem Druck auf die Gewinnmargen entgegenzuwirken. An diesen Rahmenbedingungen wird sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich nicht viel ändern. Auf kurze Sicht könnte das unter Umstände zu Einsparungen bei den Banken und damit auch bei den Investitionen in Software-Projekte führen. Durch langfristige Verträge dürfte diese Auswirkung auf B+S Banksysteme jedoch relativ gering sein.

5.3 Marktchancen

Gestiegene Kundenanforderungen, beispielweise bei der Sicherheit im E-Banking oder der demografische Wandel hinsichtlich Produktangebot, örtlicher Verfügbarkeit und aktuelle und zukünftige regulatorische Anforderungen an den Finanzsektor stellen die Banken vor neue Herausforderungen.

Der durch die Krise entstandene Kostendruck und die damit notwendigen Personaleinsparungen werden mit effizienterer Technik ausgeglichen und damit insbesondere Software beschafft.

Zudem ist mit einem noch stärkeren Konzentrationsprozess in der Finanzbranche und einer verstärkten Verlagerung von IT-Infrastruktur auf Rechenzentren zu rechnen. B+S Banksysteme hat diesen Trend frühzeitig erkannt und kann durch den Betrieb eines Rechenzentrums die entsprechende Dienstleistung anbieten. Diese wird auch von den Kunden gerne in Anspruch genommen.

5.4 IT-Risiken

Ziel des IT-Risikomanagements ist das Identifizieren, Bewerten und Überwachen von IT-Risiken, die den RZ-Betrieb betreffen. Dazu gehört es, den Wert von Assets für das Unternehmen zu analysieren, mögliche Bedrohungen für diese

Assets zu identifizieren und die jeweilige Gefährdung der Assets einzuschätzen. Der IT-Risikomanagement Prozess wird bei B+S Banksysteme anlehnend an den Cobit5 for Risk Prozess der ISACA (Information Systems Audit and Control Association), durchgeführt.

Die Zunahme im Bereich der Cyberkriminalität, sowie die damit verbundenen IT-Risiken machen eine ständige Überprüfung und Überwachung von IT-Infrastruktur und IT-Prozessen nötig. B+S Banksysteme unterzieht seine IT-Risiko- und IT-Security Prozesse daher jährlich einer externen Prüfung nach dem Standard ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagement).

5.5 Personalrisiken

Der Arbeitsmarkt befindet sich weiter im Aufwind und die Frühjahrsbelebung fiel überdurchschnittlich stark aus. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts ist weiterhin positiv und wird auch für die kommenden zwei Jahre verhalten optimistisch gesehen. Die Situation am IT – Sektor hat sich zu den Vorjahren kaum verändert. Bislang gab es bei B+S Banksysteme keinerlei Schwierigkeiten, geeignete neue Mitarbeiter zu finden. Wie jedes technisch innovative Unternehmen ist B+S Banksysteme jedoch auch vom Know-How der einzelnen Mitarbeiter abhängig. Als Gegenmaßnahme begegnet B+S Banksysteme den Personalrisiken mit gezielten Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Diese werden zudem durch stetige Fortbildungsmaßnahmen erhöht. Ergänzend bietet B+S Banksysteme verstärkt Praktika an, um frühzeitig geeignete Hochschulabsolventen an das Unternehmen zu binden. Am Bilanzstichtag waren 6 Praktikanten in Vollzeit beschäftigt.

5.6 Produktrisiken

Aufgrund der sehr innovativen Branche besteht immer ein Risiko, dass Markttrends nicht rechtzeitig erkannt und bedient werden. Ferner müssen die entwickelten Produkte vor dem Hintergrund der hohen Regulationsdichte und der Anzahl der zu beachtenden Vorschriften der Finanzbranche bestehen. Durch veraltete Produkte oder veraltete Technologie der B+S Produkte oder deren Qualität könnte sich das Risiko ergeben, dass die B+S Konzernprodukte nicht mehr von Kunden nachgefragt werden, oder Bestandskunden das Produkt wechseln.

5.7 Produktchancen

Durch die Straffung des Produktportefeuilles wurde ein ausgewogenes Chancen- / Risikoverhältnis erreicht. Einerseits wird durch die Spezialisierung am Markt eine bedeutend höhere Akzeptanz erzielt, andererseits können die vorhandenen Kapazitäten gezielt für momentan benötigte Lösungen eingesetzt werden.

Es ist aber Ziel der B+S Banksysteme, das Lizenz- und ASP-Geschäft (=Rechenzentrumsbetrieb) weiter voranzutreiben, um eine größere Diversifikation und somit größtmögliche wirtschaftliche Sicherheit zu erreichen. Im stattfindenden Verdrängungswettbewerb hat sich B+S Banksysteme durch die bekannt hohe Qualität und die innerhalb der Branche kommunizierte hohe Kundenzufriedenheit gut behaupten können.

5.8 Ausfallrisiko

Die B+S Banksysteme erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Kunden mehr als 10 % ihres Umsatzes und mit den drei größten Kunden zusammen ca. 36 %. Der Verlust eines einzelnen dieser Kunden würde jedoch nicht zu einem bestandsgefährdenden Entfall von Einnahmen und Deckungsbeitrag führen.

Die B+S Banksysteme vertreibt Ihre Produkte im Banken- und Finanzsektor. Die den Geschäften zugrunde liegenden Verträge sind privatwirtschaftliche Verträge und unterliegen dem üblichen Geschäftsrisiko und somit auch dem Risiko eines Forderungsausfalls. Die Kunden der B+S Banksysteme gehören überwiegend zum Bankensektor und das Ausfallrisiko ist demnach als eher gering einzuschätzen. Ein Forderungsausfall kann dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es wird deshalb die Bonität vor Auftragsannahme geprüft.

Durch Ausfall eines wichtigen Dienstleisters kann der Betrieb im Rechenzentrum sowie die strategische Ausrichtung der Produktentwicklung in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Folge kann es notwendig werden eine Architekturänderung der Produkte durchzuführen, oder einen Dienstleister zu ersetzen, was kurzfristig nicht umgesetzt werden könnten. Mit den IT Kernlieferanten werden deshalb Lieferantengespräche durchgeführt, in welchen vor allem Fragen betreffend möglicher Ausfallsrisiken des jeweiligen Lieferanten besprochen und mittelfristig geklärt werden.

5.9 Haftungsrisiko

In der Softwareentwicklung ist das Auftreten unvorhersehbarer Programmierfehler nicht auszuschließen. In den Kundenverträgen der B+S Banksysteme sind entsprechende Bestimmungen enthalten, die das Risiko des Unternehmens bezüglich potenzieller Produkt- und Haftungsansprüche begrenzen. Entsprechende Versicherungen zur Einschränkung der Risiken hat das Unternehmen abgeschlossen. Es ist jedoch möglich, dass die haftungsbegrenzenden Vertragsbestimmungen nicht in allen Fällen ausreichend sind und dadurch Risiken entstehen.

Obwohl bei der B+S Banksysteme bislang keine Fälle von Produkt- oder Projekthaftung oder Ansprüche wegen wirtschaftlichen Verlusten geltend gemacht worden sind, ist die B+S Banksysteme dem Risiko derartiger Ansprüche ausgesetzt. Um ein eventuelles Risiko für das Unternehmen klein zu halten, wurde eine Versicherung für Vermögensschäden abgeschlossen.

5.10 Finanzrisiken

Die B+S Banksysteme finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Darüber hinaus bestehenden Verbindlichkeiten, denen finanzielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente gegenüberstehen. Um das Risiko auf möglichst geringem Niveau zu halten, wird die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf Basis der monatlichen Meldungen und Quartalsabschlüsse sowohl im Einzelabschluss als auch im Konzern analysiert sowie die Prognosen mit Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr abgeglichen. Risiken aus Finanzinstrumenten umfassen demnach Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Ausfallrisiken. Grundsatz der B+S Banksysteme ist es diese Risiken zu vermeiden bzw. zu begrenzen.

Darüber hinaus verwendet die B+S Banksysteme bei Bedarf auch derivative Finanzinstrumente mit dem Zweck der Absicherung gegen Währungsrisiken. Es wird kein Handel mit Derivaten betrieben. Vor eingehen eines Sicherungsgeschäftes werden Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken durch den Vorstand eingehend analysiert. Verträge werden nur in geringem Umfang und ausschließlich mit Banken erstklassiger Bonität eingegangen. Währungsrisiken für die Umsätze in Schweizer Franken wurden im Geschäftsjahr erstmalig durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen minimiert. Hierbei handelt es sich um ein Devisentermingeschäft. Bei einem Stichtagskurs von 1,0413 (500 TCHF = 480 TEUR) lag das Risiko bei ca. 20 TEUR.

5.11 Finanzchancen

Als Chance ist das niedrige Zinsniveau zu sehen. Dieses wirkt sich positiv auf das Finanzergebnis des Tochterunternehmens und somit auch auf das Konzernergebnis aus.

5.12 Zusammenfassung

Alle genannten Risikofaktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der B+S Banksysteme beeinflussen. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre und auf Grund der Tatsache, dass bis zum heutigen Tag kein Versicherungsfall eingetreten ist, wird das Risiko vom Vorstand als gering eingeschätzt.

Insgesamt sind die Risiken begrenzt. Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach Einschätzungen des Vorstands gegenwärtig und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die als existenziell einzustufen wären. Aufgrund der Cashflow-Stärke des Geschäfts und der soliden Finanzierungsstruktur sieht die Unternehmensführung auch in der Gesamtsumme der einzelnen Risiken den Fortbestand der B+S Banksysteme nicht gefährdet.

In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung in einem Top-Down-Ansatz dargestellt. Dabei ist bei der Eintrittswahrscheinlichkeit zu unterscheiden in sehr selten (< einmal pro Jahr), selten (einmal pro Jahr), möglich (einmal alle 6 Monate), häufig (einmal pro Monat) und sehr häufig (öfter als einmal pro Monat). Die möglichen finanziellen Auswirkungen, bezogen auf den Umsatz, können unbedeutend (<1% des Umsatzes), gering (1% - 10% des Umsatzes), mittel (11% - 30% des Umsatzes), hoch (31% - 70% des Umsatzes) oder katastrophal (>71% des Umsatzes) sein. Die Gesamtbeurteilung kann unwesentlich, relevant oder wesentlich sein. Durch diese feinere Aufgliederung als im Vorjahr kommt es zu einer leicht abweichenden Darstellung in der Tabelle.

B+S bezieht sämtliche finanziellen Auswirkungen auf den Umsatz, da sich auf diesen auch die Unternehmensziele referieren. Die strategischen Entscheidungen orientieren sich (unter Berücksichtigung von Risiken) vor allem an den sich bietenden Chancen.

Risiken Eintrittswahr
scheinlichkeit
Mögliche finanzielle
Auswirkung
Gesamt
beurteilung
Personalrisiken sehr selten mittel unwesentlich
IT-Risiken sehr selten mittel unwesentlich
Haftungsrisiken sehr selten mittel unwesentlich
Finanzrisiken selten gering unwesentlich
Ausfallrisiken sehr selten gering unwesentlich
Marktrisiken sehr selten unbedeutend unwesentlich
Produktrisiken sehr selten unbedeutend unwesentlich

Unabhängig davon werden Bestandspflege, gezielte Leistungsoptimierungen und vorausschauende Realisierung von zum Beispiel regulatorischen Anforderungen auch künftig die Umsatzbasis im Unternehmen absichern. Aus den daraus resultierenden vertraglich fixierten Einnahmen sollen auch zukünftig alle Fixkosten abgedeckt werden.

Zusätzliches Wachstum wird im Wesentlichen durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern und durch beste Referenzen innerhalb der Bankenbranche erzielt werden.

In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Chancen analog der Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung in einem Top-Down-Ansatz dargestellt:

Chancen Eintrittswahr
scheinlichkeit
Mögliche finanzielle
Auswirkung
Gesamt
beurteilung
Produktchancen möglich mittel relevant
Marktchancen sehr selten gering relevant
Finanzchancen selten unbedeutend unwesentlich

6 Übernahmerelevante Angabe (Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht nach § 175 Abs. 2 AktG n.F.)

6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Abs. 4 Nr. 1)

Das Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beträgt EUR 6.209.933,00 und ist in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

6.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Abs. 4 Nr. 2)

Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sind nicht beschränkt.

6.3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital (Abs. 4 Nr. 3)

Herr Berger (Österreich) ist mit 26,42%, Herr Bauch (Deutschland) mit 23,59% und die Centralway AG (Schweiz) mit 27,13% am Kapital der Gesellschaft beteiligt.

6.4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Abs. 4 Nr. 4)

Es gibt bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Inhaber von Aktien, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse besitzen.

6.5 Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen (Abs. 4 Nr. 5)

Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gibt es keine Arbeitnehmerbeteiligung in Form von Aktien.

6.6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (Abs. 4 Nr. 6)

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt gemäß §§ 84, 85 AktG, die Änderung der Satzung gemäß §§ 133, 179 AktG.

6.7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (Abs. 4 Nr. 7)

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 23. Februar 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 3.104.966,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Des Weiteren gelten folgende gesetzliche Regelungen: für die Ermächtigung zur Aktienausgabe aus dem genehmigten Kapital §§ 202 ff. AktG, zur Ausgabe von Wandel- oder Gewinnschuldverschreibungen § 221 AktG und zum Erwerb eigener Aktien § 71 Abs. 1 Nr. 6-8 AktG.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung (maßgebend ist die niedrigere Grundkapitalziffer). Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; ferner sind auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandel- und/oder Optionsrecht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen aufgrund einer während der Laufzeit dieser Ermächtigung geltenden Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Veräußerung der Aktie.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

Der Vorstand wird ebenfalls ermächtigt, die eigenen Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen zu verwenden. Der Wert (Preis), zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in diesem Buchstaben verwendet werden, darf den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Verwendung der Aktie.

Das Bezugsrecht der Aktionäre wird im Vollzug der Maßnahmen zu vorstehenden Absätzen ausgeschlossen. Die oben genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

6.8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (Abs. 4 Nr. 8)

Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

6.9 Entschädigungsvereinbarungen (Abs. 4 Nr. 9)

Zurzeit gibt es bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Entschädigungsvereinbarung mit den Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Die Mitglieder des Vorstands haben ein Sonderkündigungsrecht und für den Fall der Ausübung dieses Rechts einen Entschädigungsanspruch in Form von Fortzahlung des Zieljahreseinkommens für maximal 36 Monate.

7 Vergütungsbericht (Angabepflichten gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 5 HGB)

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung des durchschnittlichen, auf einen 3-Jahreszeitraum bezogenen Konzernergebnisses vor Steuern abhängig.

Der Vergütungsanspruch der Vorstände für die Vorstandstätigkeit bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug im Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt TEUR 546 (Vorjahr TEUR 544). Davon entfielen auf die erfolgsbezogene Komponente TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Zur weiteren Aufgliederung verweisen wir auf die Anhangsangaben.

Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten

Der Vergütungsanspruch für den Vorstand Peter Bauch wurde zum Teil bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München und zum Teil bei der B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich als Personalaufwand berücksichtigt. Die Bezüge des Vorstandes Wilhelm Berger wurden ausschließlich durch Tochterunternehmen ausbezahlt und der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München anteilig weiter belastet.

Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10), Prof. Dr. Johann Bertl mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10).

8 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

An dieser Stelle wird auf den Corporate Governance Kodex Bericht verwiesen.

Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com\_content&view=article&id=408&Itemid=59

Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat lässt sich im Wesentlichen wie folgt beschreiben: Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland unterliegen den Vorschriften des deutschen Aktienrechts und im Falle einer Börsennotierung gemäß § 3 Absatz 2 AktG bestimmten Regelungen des Kapitalmarktes sowie den Bestimmungen der Satzung sowie den jeweils erlassenen Geschäftsordnungen. Die gesetzlichen Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat kann Ausschüsse bilden. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, der Satzung sowie in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2014/15 jedoch keine Ausschüsse gebildet. Gemäß dem Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wurden die Zielgrößen und Fristen definiert. Die Quote für den Aufsichtsrat beträgt 0%, da die Auswahl der Mitglieder gemäß ihrer erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen erfolgt und hier keine unverhältnismäßige Einschränkung erfolgen soll. Der Frauenanteil im Vorstand wird aufgrund der Gesellschafterstellung der beiden Vorstände auf 0% festgelegt. Unter der Vorstandsebene gibt es nur eine Führungsebene hier wird die bisher erreichte Quote von 25% beibehalten.

München, 04. September 2015

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Versicherung der gesetzlichen Vertreter«

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

München, 04. September 2015

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers«

Wir haben den von der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 4. September 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Holger Graßnick ppa. Florian Horn