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B+S Banksysteme AG — Annual Report 2014
Sep 30, 2014
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Annual Report
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| »Zahlen und Fakten« 4 | |
|---|---|
| »Vorwort des Vorstandes« 6 | |
| »Bericht des Aufsichtsrats« 7 | |
| »Corporate-Governance-Bericht« 9 | |
| Aktionäre und Hauptversammlung 9 | |
| Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat 9 | |
| Vorstand 9 | |
| Aufsichtsrat 10 | |
| Vergütungsbericht 10 | |
| Transparenz 10 | |
| Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, wesentliche Stimmrechtsanteile und Anteilsbesitz der Organe 10 | |
| Rechnungslegung und Abschlussprüfung 11 | |
| Aktienoptionsprogramme 11 | |
| Entsprechenserklärung 11 | |
| »Konzernjahresabschluss« 12 | |
| Konzern – Gesamtergebnisrechnung (IFRS) 12 | |
| Konzern – Bilanz 14 | |
| Konzern – Kapitalflussrechnung 16 | |
| Konzern – Eigenkapitalveränderungsrechnung 17 | |
| »Konzern - Anhang« 18 | |
| Das Unternehmen 18 | |
| Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 18 | |
| Änderungen nach IAS 8 20 | |
| Konsolidierungsgrundsätze 24 | |
| Währungsumrechnung 25 | |
| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 25 Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung 31 |
|
| Sonstige Angaben 46 | |
| Angaben zur Kapitalflussrechnung 46 | |
| Segmentberichterstattung 46 | |
| Management der finanziellen Risiken und Angaben zu Finanzinstrumenten 46 | |
| Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 49 | |
| Organe der Gesellschaft 51 | |
| Angaben zu § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) 51 | |
| Sonstige Angaben nach § 315a HGB 52 | |
| Konzernabschlussprüferhonorar 52 | |
| Erklärung zum Corporate Governance Kodex 52 | |
| »Konzern - Lagebericht« 53 | |
| Präambel 53 | |
| 1 Grundlagen des Unternehmens 53 | |
| 1.1 Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme 53 | |
| 1.2 Die Märkte der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme 53 | |
| 1.3 Produkte der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme 53 | |
| 1.4 Steuerungssystem 54 | |
| 1.5 Entwicklung 55 | |
| 2 Wirtschaftsbericht 55 | |
| 2.1 Geschäftsentwicklung 55 | |
| 2.2 Auftragslage 56 | |
| 2.3 Prognose/ Ist Vergleich 56 | |
| 2.4 Vermögenslage 56 | |
| 2.5 Finanzlage 56 | |
| 2.6 Investition und Finanzierung 57 | |
| 2.7 Personalentwicklung 57 | |
| 2.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 57 | |
| 3 Nachtragsbericht 57 | |
| 4 Prognosebericht 57 |
| 5 Chancen und Risiken 58 | |
|---|---|
| 5.1 Risikomanagement, Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem58 | |
| 5.2 Marktrisiken 59 | |
| 5.3 Marktchancen 59 | |
| 5.4 Personalrisiken 59 | |
| 5.5 Produktrisiken 59 | |
| 5.6 Produktchancen 59 | |
| 5.7 Ausfallrisiko 60 | |
| 5.8 Haftungsrisiko 60 | |
| 5.9 Finanzrisiken 60 | |
| 5.10 Finanzchancen 60 | |
| 5.11 Währungsrisiken 60 | |
| 5.12 Zusammenfassung 60 | |
| 6 Übernahmerelevante Angabe (Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht nach | |
| § 175 Abs. 2 AktG n.F.) 61 | |
| 6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Abs. 4 Nr. 1) 61 | |
| 6.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Abs. 4 Nr. 2) 61 | |
| 6.3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital (Abs. 4 Nr. 3) 61 | |
| 6.4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Abs. 4 Nr. 4) 61 | |
| 6.5 Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen (Abs. 4 Nr. 5) 62 | |
| 6.6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von | |
| Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (Abs. 4 Nr. 6) 62 | |
| 6.7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (Abs. 4 Nr. 7) 62 | |
| 6.8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines | |
| Übernahmeangebots stehen (Abs. 4 Nr. 8) 62 | |
| 6.9 Entschädigungsvereinbarungen (Abs. 4 Nr. 9) 63 | |
| 7 Vergütungsbericht (Angabepflichten gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 5 HGB) 63 | |
| 8 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB 63 | |
| »Versicherung der gesetzlichen Vertreter« 64 | |
| »Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers« 65 | |
»Zahlen und Fakten«
| Unternehmensdaten | 2013/14 |
|---|---|
| Wertpapierkennnummer | 126215 A0X YKY (aus Sachkapitalerhöhung) |
| Börsenkürzel | DTD2 |
| Reuterskürzel | DTDG.DE |
| Handelssegmente/Heimatbörse | Geregelter Markt/Frankfurt |
| Erster Handelstag (Neuer Markt) | 09. November 1998 |
| Grundkapital | EUR 6.209.933,00 = 6.209.933 Aktien |
| Ende des Geschäftsjahres | 30. Juni |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 64 (Stand Juni 2014) |
| Vorstand | Wilhelm Berger Peter Bauch |
| Aufsichtsrat | Prof. Mag. Dr. Herbert Kofler (Vorsitzender) Hon.-Prof. Mag. Dr. Johann Bertl Dr. Werner Steinwender |
| IR Termine | Datum |
|---|---|
| Geschäftsbericht 2013/2014 | 30.09.2014 |
| Konzernzwischenmitteilung Q1 2014/15 | 14.11.2014 |
| Hauptversammlung 2014 | 08.01.2015 |
| Konzern - Halbjahresfinanzbericht 2014/15 | 13.02.2015 |
| Konzernzwischenmitteilung Q3 2014/15 | 15.05.2015 |
Verschiebungen und Ergänzungen finden Sie auf unserer Internetseite unter www.bs-ag.com
| B+S Banksysteme Aktiengesellschaft | 30.06.2014 | 30.06.2013 angepasst 1) |
|---|---|---|
| in TEUR Umsatz |
7.186 | 7.990 |
| Bruttoergebnis * | 2.484 | 3.221 |
| Bruttoumsatzrendite | 35% | 40% |
| EBIT | 433 | 894 |
| EBT | 205 | 561 |
| Operative Gewinnmarge | 6% | 11% |
| Bilanzsumme ** | 26.597 | 26.494 |
| Eigenkapital ** | 7.855 | 7.365 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 64 | 66 |
1) Angepasst siehe Anhangsangaben zu IAS 8
* Umsatz– Materialaufwand - Personalaufwand
** Werte jeweils zum Periodenende
| Aktionärsstruktur in % |
Jahr 2013/14 | Jahr 2012/2013 |
|---|---|---|
| Vorstand | 48,75 | 48,75 |
| Aufsichtsrat | 0 | 0 |
| Meldepflichtige Anleger | 24,78 | 21,78 |
| Eigene Anteile | 0 | 1,29 |
| Freefloat | 26,47 | 28,18 |
»Vorwort des Vorstandes«
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Investoren und Geschäftspartner,
das Geschäftsjahr 2013/14 war für die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft geprägt von Vorleistungen im Entwicklungsbereich und von Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz.
Wichtige Kundenprojekte wie SEPA (Single European Payments Area) und EMIR (European Market Infrastructure Regulation) wurden erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeit wurde die Grundlage für neue, WEB-basierte Produkte, die zum Teil bereits bestellt wurden, gelegt.
Auch wenn die Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht dem Trend des Jahres 2012/13 gefolgt ist, muss das Geschäftsjahr 2013/14 aufgrund der Eigenkapital- und Kostenentwicklung positiv gesehen werden.
Für den Berichtszeitraum 2014/15 geht der Vorstand umsatzbezogen von einem Nachholeffekt aus.
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen"
(Johann Wolfgang von Goethe)
Man muss sich nur die Zeit dafür nehmen.
Wir bedanken uns bei allen unseren Kunden, Partnern und Investoren für das entgegengebrachte Vertrauen. Im Besonderen gilt unser Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unserem Aufsichtsrat für die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand
»Bericht des Aufsichtsrats«
Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtszeitraumes 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zeitnah und kontinuierlich beraten und überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Grundlage der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrates waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend insbesondere über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet hat. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und mit ihm erörtert.
Insgesamt fanden vier Sitzungen (29. August 2013, 04. Dezember 2013, 08 Januar 2014 und 23. April 2014) statt. Im Mittelpunkt dieser Sitzungen standen Information, Beratung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung, sowie die zukünftige Strategie des Unternehmens. Regelmäßig wurden Umsatz und Gewinnentwicklung analysiert sowie die Entwicklung der liquiden Mittel und des Eigenkapitals. Der Aufsichtsrat hat sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt.
Auch über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand mehrmals monatlich in intensivem persönlichem Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Ausschüsse
Der Aufsichtsrat war in seiner Gesamtheit mit allen Belangen der Gesellschaft befasst, da aufgrund der überschaubaren Größe der Gesellschaft keine Ausschüsse gebildet wurden.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
In der Aufsichtsratssitzung am 29. August 2013 war die Feststellung des Einzelabschlusses der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München nach HGB und die Feststellung des Konzernabschlusses nach IFRS, jeweils zum 30. Juni 2013, Gegenstand der Tagesordnung. Bei dieser Sitzung war der Wirtschaftsprüfer anwesend. Ferner wurde die laufende Geschäftstätigkeit und die Kapitalgarantie diskutiert.
In der Aufsichtsratssitzung am 04. Dezember 2013 wurde der Quartalsabschluss zum 30. September 2013 sowie der aktuelle Geschäftsverlauf erörtert. Daneben führte der Aufsichtsrat die geforderte Effizienzprüfung.
Die konstituierende Aufsichtsratssitzung fand im Anschluss an die Hauptversammlung am 08. Januar 2014 statt, in der alle Aufsichtsräte in ihrem Amt bestätigt wurden. In dieser Aufsichtsratssitzung wurden Herr Kofler als Vorsitzender und Herr Bertl als sein Stellvertreter ebenfalls wiedergewählt. Die Aufsichtsratssitzung hatte die laufende Geschäftsentwicklung sowie einen Ausblick auf den Halbjahresbericht zum 31. Dezember 2013 zum Inhalt.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 23. April 2014 war der Halbjahresabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie der der Quartalsabschluss zum 31. März 2014. Die laufende Geschäftstätigkeit sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2014/15 waren ebenso Thema der Aufsichtsratssitzung.
Aktionäre
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es eine meldepflichtige Stimmrechtsmitteilung gegeben.
Die Centralway Ventures AG, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft am 10.04.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,00003% (das entspricht 186.300 Stimmrechten) betragen hat. Diese Beteiligung ist über die Centralway AG (Zug, Schweiz) und die Digerati AG (Zug, Schweiz) Herrn Martin Saidler (Schweiz) zuzurechnen.
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat nach wie vor drei Großaktionäre: die beiden Vorstände, Herrn Wilhelm Berger (25,16%) und Herrn Peter Bauch (23,59%), sowie die COR&FJA AG mit 21,78%.
Personelle Veränderungen
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.
Corporate Governance
Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.
Interessenskonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrates der B+S Bankensysteme Aktiengesellschaft sind nicht aufgetreten.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 27. Juni 2013 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht im Geschäftsbericht zum 30. Juni 2014 verwiesen.
Jahres- und Konzernabschluss
Die Hauptversammlung vom 08. Januar 2014 hat die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bernhard-Wicki-Straße 8, 80636 München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 bestellt.
Der Prüfungsauftrag ist dem Abschlussprüfer vom Aufsichtsrat erteilt worden. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlussprüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2014 wurden vom Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht sind allen Aufsichtsräten ausgehändigt und in einer Aufsichtsratssitzung am 04. September 2014 im Beisein des Abschlussprüfers detailliert besprochen worden. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden umfassend beantwortet.
Der jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurde am 04. September 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind damit festgestellt.
Dank
Der Aufsichtsrat bedankt sich ausdrücklich beim Management und allen Mitarbeitern für die erfolgreich geleistete Arbeit.
München, den 04. September 2014
Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Herbert Kofler, Vorsitzender
»Corporate-Governance-Bericht«
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht weitestgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex"), der im Jahr 2002 erlassen und jährlich bis Mai 2013 erweitert wurde. Die Abweichungen werden im Folgenden beschrieben und sind auch der Entsprechungserklärung zum Kodex zu entnehmen. Diese ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert.
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Aktionäre der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte vor oder während der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Sie beschließt alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.
Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen, den ihnen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung stellt. Auch ist die Möglichkeit der Briefwahl vorgesehen.
Die Einberufung der Hauptversammlung und die für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellt.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand bestand während des Berichtszeitraumes aus zwei Personen. Der Aufsichtsrat, dem drei Mitglieder angehören, berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und in den turnusgemäßen Sitzungen über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Der Vorstand gibt dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, dass dieser sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugen kann. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.
In der abgeschlossenen D&O-Versicherung ist für den Vorstand ein gesetzeskonformer Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat wurde gesetzeskonform und aus Verhältnismäßigkeitsgründen auf einen Selbstbehalt verzichtet.
Vorstand
Der Vorstand ist als Leitungsorgan der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre und seiner Mitarbeiter. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Zu seinen Tätigkeiten zählen ferner die Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling zu sorgen.
Der Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft achtet, soweit dies bei der geringen Größe möglich ist, bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt und die angemessene Berücksichtigung von Frauen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft achtet, soweit dies bei der geringen Größe möglich ist, bei der Besetzung von Vorstandsposten auf Vielfalt und die angemessene Berücksichtigung von Frauen. Aufgrund der Größe der Gesellschaft und der Besetzung des Vorstands mit zwei großen Aktionären sind zur Zeit Frauen im Vorstand nicht vertreten. Eine Altersgrenze wurde für die Vorstandsmitglieder (67 Jahre) bzw. die Aufsichtsratsmitglieder (75 Jahre) festgelegt. Aufgrund der Unternehmensgröße und der daraus resultierenden Größe des Aufsichtsrats befasst sich dieser als Gesamtorgan grundsätzlich mit allen Aufgaben der Aufsichtsratstätigkeit. Daher findet eine separate Bildung von Ausschüssen, wie im Kodex empfohlen, nicht statt.
Die Aufsichtsratsmitglieder, die die für ihre Aufgabe erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen haben, verfolgen keine Tätigkeit oder üben keine Funktion bei konkurrierenden Unternehmen aus, die sie in Interessenskonflikte verwickeln könnte. Somit ist die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder gewahrt. Sollten dennoch unvermeidbare Interessenskonflikte der Mitglieder des Aufsichtsrates auftreten, so sind diese verpflichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zeitnah darüber in Kenntnis zu setzen. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wurde die Vielfalt berücksichtigt, jedoch kann aufgrund der geringen Größe der Forderung einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen nicht entsprochen werden. Die geforderte Effizienzprüfung wurde ordnungsgemäß durchgeführt. Die konkrete Zielsetzung für die Zusammensetzung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eingehalten. So soll der Aufsichtsrat aus Mitgliedern bestehen, die eine hohe Fachkompetenz (wie zum Beispiel Anwälte, Finanzexperten oder EDV-Experten) besitzen. Ferner sollte aufgrund der Internationalisierung der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft und deren Kernmärkte Deutschland und Österreich mindestens ein Mitglied aus Österreich stammen.
Vergütungsbericht
Der Aufsichtsrat überprüft in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzung der Vergütung des Vorstandes in Hinblick auf die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vergütung des Vorstandes besteht derzeit überwiegend aus fixen Bestandteilen und in geringem Umfang aus einer erfolgsbezogenen Komponente. Die variablen Vergütungsteile beruhen auf einer dreijährigen Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem beinhaltet derzeit keine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung. Da die beiden Vorstände gleichzeitig Aktionäre sind, ist über diese Beteiligung die Koppelung an die längerfristigen positiven bzw. negativen Entwicklungen gegeben. Aus diesem Grund ist auch keine Begrenzung für außerordentliche Entwicklungen vereinbart worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten aufgrund der Größe der Gesellschaft derzeit eine feste Vergütung und keine erfolgsorientierte Komponente. Die Aufgliederung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung erfolgt im Anhang des Jahresabschlusses. Dabei wurde auf eine Detailinformation zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Januar 2010 verzichtet.
Transparenz
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht und die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemitteilungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen werden zudem im Internet unter www.bs-ag.com veröffentlicht. Die Termine der wesentlich wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Sie werden mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Größe der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sehen Vorstand und Aufsichtsrat Veröffentlichungen in englischer Sprache nicht als sinnvoll an.
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, wesentliche Stimmrechtsanteile und Anteilsbesitz der Organe
10 Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft veröffentlicht entsprechend der Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sog. Directors' Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Sinne von § 15a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die B+S Banksysteme-Aktie. Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG.
Im Geschäftsjahr 2013/14 fand ein meldepflichtiges Wertpapiergeschäft statt.
Die Centralway Ventures AG (Zug, Schweiz) hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft am 10.04.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,00003% (das entspricht 186.300 Stimmrechten) betragen hat. Diese Stimmrechte sind über die Centralway AG (Zug, Schweiz) und die Digerati AG (Zug, Schweiz) Herrn Martin Saidler (Schweiz) zuzurechnen.
Der Aktienbesitz der Organe verteilt sich zum Bilanzstichtag wie folgt: Wilhelm Berger: 25,16% (1.562.462 Aktien) Peter Bauch: 23,59% (1.464.615 Aktien) Der Aufsichtsrat ist nicht im Besitz von Aktien der Gesellschaft.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Konzernverflechtung besteht seit dem 06. Oktober 2008. Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss informiert. Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde von dem durch die Hauptversammlung 2014 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bernhard-Wicki-Straße 8, 80636 München, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung und unter Einhaltung der Vorschriften nach IFRS. Sie umfasste auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zu Corporate Governance nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es keinen Anlass. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
Aktienoptionsprogramme
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hatte in den Jahren 1998, 1999, 2000 und 2001 Stock Option Pläne mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgelegt um die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg mit zu beteiligen und die Motivation zu erhöhen. Das letzte Aktienoptionsprogramm ist im Februar 2012 ausgelaufen.
Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben im Juni 2013 gemeinsam die aktualisierte Entsprechungserklärung 2013 gemäß § 161 AktG abgegeben.
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit folgenden Ausnahmen: kein Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (Kodex-Ziffer 3.8), keine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Vorstand (Kodex-Ziffer 5.1.2), keine Bildung von Ausschüssen (Kodex-Ziffer 5.3). Es wird auch zukünftig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bis auf die genannten Ausnahmen entsprochen.
Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
München, 04. September 2014
Wilhelm Berger Prof. Dr. Herbert Kofler Vorstand Vorsitzender des Aufsichtsrats
»Konzernjahresabschluss«
Konzern – Gesamtergebnisrechnung (IFRS)
1) Angepasst siehe Anhangsangaben zu IAS 8
| Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS) in TEUR |
Verweis auf Anhang |
Jahr 2013/14 01.07. – 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. – 30.06 (angepasst) 1) |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 16 | 7.186 | 7.990 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17 | 278 | 260 |
| 7.464 | 8.250 | ||
| Waren- und Materialeinsatz | -93 | -57 | |
| Personalaufwand | 18 | -4.609 | -4.712 |
| Abschreibungen | -594 | -547 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 19 | -1.737 | -2.039 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 433 | 894 | |
| Finanzerträge | 21 | 173 | 157 |
| Finanzaufwendungen | 21 | -401 | -490 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 205 | 561 | |
| Ertragsteuern | 12 | 149 | 62 |
| Periodenergebnis | 354 | 623 |
| Ergebnis je Aktie (IFRS) in TEUR |
Verweis auf Anhang |
Jahr 2013/14 01.07. – 30.06. |
Jahr 2012/2013 01.07. – 30.06. (angepasst)1) |
|---|---|---|---|
| ohne Verwässerungseffekt | 23 | 0,06 | 0,10 |
| mit Verwässerungseffekt | 23 | 0,06 | 0,10 |
| Gesamtergebnisrechnung (IFRS) in TEUR |
Jahr 2013/14 01.07. – 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. – 30.06. (angepasst) 1) |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 354 | 623 |
| Aufwendungen und Erträge, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden |
||
| Sonstiges Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung von ausländischen Geschäftsbetrieben |
0 | -4 |
| erfolgsneutrale Marktbewertung Wertpapiere | 58 | 26 |
| latente Steuern auf Marktbewertung Wertpapiere | -15 | -7 |
| Aufwendungen und Erträge, die nicht in die Gewinn und Verlustrechnung umgebucht werden. |
||
| sonstiges Ergebnis aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten |
-15 | -27 |
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste |
4 | 7 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 32 | -5 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 386 | 618 |
Konzern – Bilanz
| Bilanz (IFRS) AKTIVA |
Verweis auf |
30.06.2014 | 30.06.2013 | 30.06.2012 01.07.2012 |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Anhang | (angepasst)1) | (angepasst)1) | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 | 797 | 814 | 218 |
| Markenrechte und Kundenstamm | 306 | 379 | 451 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 2 | 11.614 | 11.614 | 11.614 |
| Sachanlagen | 3 | 4.037 | 4.749 | 4.778 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie |
4 | 2.602 | 2.175 | 2.229 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte |
5 | 2.804 | 2.746 | 0 |
| Aktive latente Steuern | 12 | 304 | 115 | 19 |
| Summe langfristige Vermögenswerte |
22.465 | 22.591 | 19.310 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
5 | 2.061 | 2.061 | 783 |
| Forderungen aus Steueransprüchen | 12 | 22 | 28 | |
| Liquide Mittel | 6 | 1.731 | 1.549 | 1.156 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 7 | 328 | 270 | 263 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte |
4.132 | 3.902 | 2.230 | |
| BILANZSUMME A K T I V A | 26.597 | 26.494 | 21.540 |
1) Angepasst siehe Angaben zu IAS 8
| Bilanz (IFRS) PASSIVA |
Verweis auf |
30.06.2014 | 30.06.2013 | 30.06.2012 01.07.2012 |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Anhang | (angepasst)1) | (angepasst)1) | |
| Gezeichnetes Kapital | 8 | 6.210 | 6.210 | 6.210 |
| Kapitalrücklage | 8 | 5.227 | 5.227 | 1.159 |
| Eigene Anteile | 9 | 0 | -104 | -104 |
| Rücklagen Währungsdifferenzen | 8 | 40 | 40 | 44 |
| Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere |
8 | 63 | 20 | 0 |
| Rücklage für versicherungstechnische Ergebnisse |
8 | 80 | 91 | 111 |
| Gewinnrücklagen | 8 | 114 | 114 | 114 |
| Bilanzgewinn/ -verlust | 8 | -3.880 | -4.233 | -4.856 |
| Summe Eigenkapital | 7.855 | 7.365 | 2.678 | |
| Verpflichtungen für Abfertigungen | 10 | 866 | 845 | 762 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 41 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
14 | 5.002 | 5.291 | 5.454 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten |
0 | 242 | 404 | |
| Passive latente Steuern | 12 | 129 | 143 | 149 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten |
6.037 | 6.521 | 6.769 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 92 | 99 | 139 | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13 | 8.000 | 8.000 | 8.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
13 | 1.133 | 972 | 994 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
207 | 367 | 109 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
14 | 332 | 369 | 264 |
| Kurzfristige sonstige Rückstellungen | 11 | 164 | 233 | 565 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 12 | 78 | 81 | 49 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten |
15 | 2.698 | 2.487 | 1.974 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und RAP |
12.704 | 12.608 | 12.094 | |
| BILANZSUMME P A S S I V A | 26.597 | 26.494 | 21.540 |
1) Angepasst siehe Angaben zu IAS 8
Konzern – Kapitalflussrechnung
| 1) Angepasst siehe Angaben zu IAS 8 Kapitalflussrechnung (IFRS) |
Jahr 2013/14 | Jahr 2012/13 |
|---|---|---|
| 01.07. - 30.06. | 01.07. - 30.06. (angepasst)1) |
|
| in TEUR Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
||
| Periodenergebnis | 354 | 623 |
| Korrektur Finanzerträge/ -aufwendungen | 228 | 333 |
| Korrektur Bezahlte Steuern | -148 | -62 |
| Abschreibungen | 594 | 547 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen u. Erträge | 137 | 157 |
| Veränderungen langfristige Rückstellungen | -27 | -7 |
| Veränderungen Forderungen | 10 | 125 |
| Veränderungen Rechnungsabgrenzungsposten | -58 | -7 |
| Veränderungen erhaltene Anzahlungen | -7 | -40 |
| Veränderungen Verbind. aus Lief. u. Leistungen | -157 | 259 |
| Veränderungen sonstige Rückstellungen | -70 | -332 |
| Sonstige Verbindlichkeiten und RAP | -33 | 383 |
| Gewinn- / Verluste auf Anlagenabgang | -2 | -6 |
| Bezahlte Zinsen | -15 | -29 |
| Bezahlte Ertragssteuern | -73 | -121 |
| 731 | 1.823 | |
| Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen ins immaterielle Anlagevermögen | -203 | -465 |
| Investitionen ins Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) |
-17 | -299 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | -7 |
| Erhaltene Zinsen | 119 | 115 |
| Bezahlte Zinsen | -271 | -320 |
| -373 | -976 | |
| Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Verkauf eigene Anteile | 104 | 0 |
| Tilgung Finanzierungsleasing | -326 | -288 |
| Bezahlte Zinsen | -115 | -141 |
| -337 | -429 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes |
21 | 418 |
| Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode | 1.477 | 1.062 |
| Differenz aus Währungsumrechnung | 0 | -4 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.498 | 1.477 |
Konzern – Eigenkapitalveränderungsrechnung
1) Angepasst siehe Angaben zu IAS 8
| En twi ckl des Ei kap ital un g gen s in T EU R |
Gru nd kap ital |
Ka ital p - rüc kla gen |
Ge win n- rüc kla gen |
Rü ckl s Wä age au hru ngs - diff ere nze n |
IAS 19 |
IAS 39 |
Bil anz - erg eb nis |
Eig ene An tei le |
Ge tes sam Eig kap ital en |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01. 07. 201 2 |
6.2 10 |
439 | 114 | 44 | 111 | 0 | -5.0 69 |
-10 4 |
1.7 44 |
| An ndu IAS 8 we ng |
0 | 720 | 0 | 0 | 0 | 0 | 213 | 0 | 933 |
| 01. 07. 201 2 a st nge pas |
6.2 10 |
1.1 59 |
114 | 44 | 111 | 0 | -4.8 56 |
-10 4 |
2.6 78 |
| Pe riod bni ene rge s |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 494 | 0 | 494 |
| stig Erg ebn is n ach St son es eue rn |
0 | 0 | 0 | -4 | -20 | 20 | 0 | 0 | -4 |
| Ge ebn is terg sam |
0 | 0 | 0 | -4 | -20 | 20 | 494 | 0 | 490 |
| Zuf ühr Ka ital rüc kla ung p ge |
0 | 4.0 69 |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.0 69 |
| 30. 06. 201 3 |
6.2 10 |
5.2 28 |
114 | 40 | 91 | 20 | -4.3 62 |
-10 4 |
7.2 37 |
| An ndu IAS 8 we ng |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 129 | 0 | 129 |
| 30. 06. 201 3 a st nge pas |
6.2 10 |
5.2 28 |
114 | 40 | 91 | 20 | -4.2 33 |
-10 4 |
7.3 65 |
| Pe riod bni ene rge s |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 354 | 0 | 354 |
| stig e E bni ch Ste son rge sse na uer n |
0 | 0 | 0 | 0 | -11 | 43 | 0 | 0 | 32 |
| Ge ebn is terg sam |
0 | 0 | 0 | 0 | -11 | 43 | 354 | 0 | 386 |
| Ve rka uf e ige An teil ner e |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 104 | 104 |
| Au flös n R ück lag ung vo en |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30. 06. 201 4 |
6.2 10 |
5.2 28 |
114 | 40 | 80 | 63 | -3.8 80 |
0 | 55 7.8 |
»Konzern - Anhang«
Das Unternehmen
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft (- nachfolgend auch Gesellschaft genannt -) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft, welche im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 120849 eingetragen ist. Ihr Sitz ist in 80687 München, Deutschland, Elsenheimerstraße 45. Die Gesellschaft hat zum Unternehmensgegenstand die Erstellung und Entwicklung von eigenen Programmen zu Datenver- und Datenbearbeitung, deren Vervielfältigung, Lizenzierung und Vertrieb sowie Beratung von Unternehmen. Die Gesellschaft gehört zu den Anbietern von Standardsoftwareprodukten für Finanzdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die Produktpalette umfasst Standardsoftware für eine Gesamtbanklösung sowie Lösungen für banknahe Finanzdienstleistungen.
Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Grundsätze der Rechnungslegung
Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315a HGB auf.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 wurde unter Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Er berücksichtigt alle bis zum 30. Juni 2013 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards (IAS/IFRS) und Interpretationen (SIC/IFRSIC).
Für den Berichtszeitraum vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 wurden die Änderungen nachfolgender Standards und Interpretationen verbindlich1 :
• IFRS 13: Fair value measurements (ab 01.01.2013), endorsement 11.12.2012
IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den ein Unternehmen am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhält oder bei Übertragung einer Schuld entrichten muss (exit price). Hierzu wird eine reguläre Transaktion zwischen beliebigen Marktteilnehmern unterstellt. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf einer hypothetischen Transaktion, ob tatsächlich eine Verkaufsabsicht besteht, ist nicht relevant. IFRS 13 ist erstmals auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2013 beginnen. Die enthaltenen Vorschriften sind prospektiv anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 13 führt zu keinen Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im vorliegenden Jahresabschluss.
- Amendments to IAS 12: Deferred Tax: Recovery of underlying assets (ab 01.01.2013), endorsement 11.12.2012
- Amendments to IFRS 1: Severe hyperinflation and removal of fixed dates for first-time adopters (ab 01.01.2013), endorsement 11.12.2012
- Amendments to IFRS 7: Disclosures-Offsetting financial assets and financial liabilities (ab 01.01.2013), endorsement 13.12.2012
- Amendments to IFRS 1: Government loans (ab 01.01.2013), endorsement 04.03.2013
- Improvements to IFRSs (2009 2011) various standards (ab 01.01.2013), endorsement 27.03.2013
- IFRSIC Interpretation 20: Stripping costs in the production phase of a surface mine (ab 01.01.2013), endorsement 11.12.2012
Der IASB bzw. das IFRSIC haben folgende neue Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, die noch nicht in Kraft getreten sind und nicht vorzeitig angewendet werden:
- IAS 27: Separate financial statements (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
- IAS 28: Investments in Associates and Joint Ventures (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
- IFRS 10: Consolidated financial statements (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
- IFRS 11: Joint Arrangements (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
- IFRS 12: Disclosure of Interests in other entities (ab 01.01.2014), endorsement 11.12.2012
- Amendments to IAS 32: Offsetting financial assets and financial liabilities (ab 01.01.2014), endorsement 13.12.2012
- Amendments to IAS 36: Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets (ab 01.01.2014), endorsement 19.12.2013
- Amendments to IAS 39: Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting (ab 01.01.2014), endorsement 19.12.2013
- Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27: Investment Entities (ab 01.01.2014), endorsement 20.11.2013
- Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12: Transition Guidance (ab 01.01.2014), endorsement 04.04.2013
- IFRS 9: Financial Instruments (ab 01.01.2015), not endorsed
- IFRS 14: Regulatory Deferral Accounts (ab 01.01.2016), not endorsed
- IFRS 15: Revenue from Contracts with Customers (ab 01.01.2017), not endorsed
- Amendments to IAS 19: Defined Benefit Plans: Employee Contribution (ab 01.07.2014), not endorsed
- Improvements to IFRSs (2010 2012) various standards (ab 01.07.2014), not endorsed
- Improvements to IFRSs (2011 2013) various standards (ab 01.07.2014), not endorsed
- IFRSIC Interpretation 21: Levies (ab 01.01.2014), not endorsed
1Die Standards und Interpretationen sind jeweils für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
Die oben genannten überarbeiteten Standards und neue Interpretationen sind derzeit entweder nicht relevant oder es werden von ihnen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. Jedoch werden eventuelle Auswirkungen von IAS 15 (ab 01.01.2017) in Bezug auf den Lizenzumsatz derzeit überprüft. Der Konzern wird diese (überarbeiteten) Standards und Interpretationen für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, anwenden.
Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und kann am Sitz der Gesellschaft in München angefordert werden.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 04. September 2014 durch Beschluss des Vorstandes zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ("B+S Gruppe"). Auf die nachfolgende vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 4 HGB wird Bezug genommen.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften der B+S Gruppe zu Grunde. Diese sind identisch mit jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres. Diese Vorschriften werden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme insbesondere von bestimmten Finanzinvestitionen, die zu Marktwerten und langfristiger Rückstellungen (einschließlich Personalrückstellungen), die zu Barwerten angesetzt werden.
Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz wird nach der Fristigkeit der Posten gegliedert.
Der Konzernabschluss ist in der Berichtswährung EURO bzw. in 1.000 EURO ("TEUR"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Änderungen nach IAS 8
Das aus dem Finanzierungsleasingvertrag aktivierte Bürogebäude Bichlfeldstraße wurde zum 01.07.2012 um EUR 163.362,20 zu niedrig ausgewiesen. Die passivierte Finanzierungsleasingverbindlichkeit wurde zum 01.07.2012 um EUR 460.324,86 zu hoch ausgewiesen. Als Folge dessen waren die damit verbundenen latenten Steuern insgesamt um EUR 155.921,77 zu hoch ausgewiesen. Das Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 01.07.2012 bis 20.06.2013 beträgt als Folge der Anpassung EUR 622.644,97 bzw. das Eigenkapital zum 01.07.2012 EUR 6.916.868,82.
Ursache für die Anpassung sind zwei, teilweise gegenläufige, Effekte. Einerseits waren neben den bisher ursprünglich bilanzierten Gesamtinvestitionskosten von rund 8 Mio. Euro noch nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von EUR 173.203,30 zu aktivieren, die vom Leasinggeber in der Vergangenheit in Rechnung gestellt wurden. Die nachgezogene Aktivierung führte zu einer Erhöhung des ausgewiesenen Bilanzwertes für das Bürogebäude Bichlfeldstraße sowie zu einer gleichlautenden Erhöhung der Finanzierungsverbindlichkeit in 2010. Die Korrektur wurde gemäß IAS 8.41 vollständig retrospektiv vorgenommen und bis zum 01.07.2012 fortgeschrieben. Im Zuge der retrospektiven Anpassung wurde festgestellt, dass die bisherige Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit, die auf einer Neuberechnung mit einem Zinssatz von 5,5% aus dem Jahr 2008 beruhte, nicht in ausreichendem Ausmaß die Zinsgleitklauselanpassungen aus zwischenzeitlich eingetretenen Zinssatzänderungen beinhaltete. Die Fortschreibung wurde im Hinblick auf aktualisierte Tilgungspläne und Saldenbestätigungen des Leasinggebers auf die darin ausgewiesene Höhe nunmehr angepasst. Aufgrund zu hoher erfasster Zinsaufwendungen und zu gering verbuchter Tilgungszahlungen war das kumulierte Periodenergebnis seit 2008 mit zu hohen Zinsaufwendungen belastet und die Finanzierungsverbindlichkeit entsprechend zu hoch ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde bezüglich der im Jahre 2008 erfolgten Fusion zwischen den Gesellschaften B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München (zum damaligen Zeitpunkt DataDesign AG) und der B+S Banksysteme Salzburg GmbH (zum damaligen Zeitpunkt B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg) gemäß IAS 8.42 folgender Sachverhalt angepasst:
Ursprünglich wurde der rechtliche Erwerber B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München (vormals: DataDesign AG) als wirtschaftlicher Erwerber identifiziert. Entsprechend IFRS 3.21 ist allerdings die B+S Banksysteme Salzburg GmbH (ehemals B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg) als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen (reverse acquisition). Dabei wurden Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 448 als Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und der Geschäfts- und Firmenwert um TEUR 448 gemindert.
Im angepassten Konzernabschluss zum 31.12.2008 wurden Kosten der Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 693 und im angepassten Konzernabschluss 2008/09 zum 30.06.2009 in Höhe von TEUR 27 direkt gegen Konzernkapitalrücklage gebucht. Da die Kosten der Kapitalerhöhung nicht aktivierungsfähig waren, hätte sich ein um TEUR 448 höherer Firmenwert ergeben müssen, somit also TEUR 1.931. Des Weiteren sind die Kosten der Kapitalerhöhung – insgesamt TEUR 720 – nicht bei der B+S Banksysteme Salzburg GmbH (wirtschaftlicher Erwerber) entstanden und können daher auch nicht gegen Kapitalrücklage verrechnet werden. Zum 01.07.2012 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert um TEUR 448 zu niedrig ausgewiesen. Ebenso wurde zum 01.07.2012 die Kapitalrücklage um TEUR 720 zu niedrig und der Bilanzverlust um TEUR 213 zu hoch ausgewiesen.
Die quantitativen Auswirkungen der Anpassung auf den Konzernabschluss sind nachfolgend tabellarisch dargestellt.
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
Durch die Anpassung änderten sich folgende Posten der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung sowie die Eigenkapitalentwicklung wie folgt:
Bilanz zum 30.06.2013
| Bilanz (IFRS) AKTIVA in TEUR |
veröffent lichter Konzern abschluss |
Anpassung Finanzier ungsleasing |
Anpassung Reverse Acquisition |
Anpassung Gesamt |
angepasster Konzern abschluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 4.590 | 159 | 0 | 159 | 4.749 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 11.166 | 0 | 448 | 448 | 11.614 |
| Aktive latente Steuern | 293 | -178 | 0 | -178 | 115 |
| Summe langfristige Vermögenswerte |
22.162 | -19 | 448 | 429 | 22.591 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 261 | 9 | 0 | 9 | 270 |
| Summe kurzfristiges Vermögen |
3.893 | 9 | 0 | 9 | 3.902 |
| BILANZSUMME A K T I V A | 26.055 | -9 | 448 | 439 | 26.494 |
| Bilanz (IFRS) PASSIVA in TEUR |
veröffent lichter Konzern abschluss |
Anpassung Finanzier ungsleasing |
Anpassung Reverse Acquisition |
Anpassung Gesamt |
angepasster Konzern abschluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalrücklagen | 4.507 | 0 | 720 | 720 | 5.227 |
| Bilanzgewinn/ -verlust | -4.575 | 614 | -272 | 342 | -4.233 |
| Summe Eigenkapital | 6.303 | 614 | 448 | 1.062 | 7.365 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
5.932 | -641 | 0 | -641 | 5.291 |
| Passive latente Steuern | 125 | 18 | 0 | 18 | 143 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten |
7.144 | -623 | 0 | -623 | 6.521 |
| BILANZSUMME P A S S I V A | 26.055 | -9 | 448 | 439 | 26.494 |
Bilanz zum 30. Juni 2012 = 01.07.2012
| Bilanz (IFRS) AKTIVA in TEUR |
veröffent lichter Konzern abschluss |
Anpassung Finanzier ungsleasing |
Anpassung Reverse Acquisition |
Anpassung Gesamt |
angepasster Konzern abschluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 4.615 | 163 | 0 | 163 | 4.778 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 11.166 | 0 | 448 | 448 | 11.614 |
| Aktive latente Steuern | 175 | -156 | 0 | -156 | 19 |
| Summe langfristige Vermögenswerte |
18.854 | 7 | 448 | 455 | 19.309 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 246 | 17 | 0 | 17 | 263 |
| Summe kurzfristiges Vermögen |
2.213 | 17 | 0 | 17 | 2.230 |
| BILANZSUMME A K T I V A | 21.067 | 25 | 448 | 473 | 21.540 |
| Bilanz (IFRS) PASSIVA in TEUR |
veröffent lichter Konzern abschluss |
Anpassung Finanzier ungsleasing |
Anpassung Reverse Acquisition |
Anpassung Gesamt |
angepasster Konzern abschluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalrücklagen | 439 | 0 | 720 | 720 | 1.159 |
| Bilanzgewinn/ -verlust | -5.069 | 485 | -272 | 213 | -4.856 |
| Summe Eigenkapital | 1.745 | 485 | 448 | 933 | 2.678 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
5.914 | -460 | 0 | -460 | 5.454 |
| Passive latente Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten |
7.229 | -460 | 0 | -460 | 6.769 |
| BILANZSUMME P A S S I V A | 21.067 | 25 | 448 | 473 | 21.540 |
Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 01.07.2012 bis 30.06.2013
| Gesamtergebnisrechnung (IFRS) in TEUR |
veröffentlichter Konzern abschluss |
Anpassung Finanzierungs leasing |
angepasster Konzern abschluss |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen | -543 | -4 | -547 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 898 | -4 | 894 |
| Finanzerträge | 157 | 0 | 157 |
| Finanzaufwendungen | -665 | 175 | -490 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 389 | 171 | 560 |
| Ertragsteuern | 105 | -43 | 62 |
| Periodenergebnis | 494 | 128 | 622 |
| Gesamtergebnisrechnung (IFRS) in TEUR |
veröffentlichter Konzernabschluss |
Anpassung | angepasster Konzernabschluss |
|---|---|---|---|
| ohne Verwässerungseffekt | 0,08 | 0,02 | 0,10 |
| mit Verwässerungseffekt | 0,08 | 0,02 | 0,10 |
| Gesamtergebnisrechnung (IFRS) 2013 in TEUR |
veröffentlichter Konzernabschluss |
Anpassung Finanzierungs leasing |
angepasster Konzernabschluss |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 494 | 128 | 622 |
| Aufwendungen und Erträge, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden |
|||
| Sonstiges Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung von ausländischen Geschäftsbetrieben |
-4 | 0 | -4 |
| erfolgsneutrale Marktbewertung Wertpapiere |
26 | 0 | 26 |
| latente Steuern auf Marktbewertung Wertpapiere |
-7 | 0 | -7 |
| Aufwendungen und Erträge, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden. |
|||
| sonstiges Ergebnis aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten |
-27 | 0 | -27 |
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste |
7 | 0 | 7 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -5 | 0 | -5 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 489 | 128 | 617 |
Konsolidierungsgrundsätze
Konsolidierungskreis und Stichtag
In den Konzernjahresabschluss sind neben der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen, an denen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft eine direkte bzw. indirekte Stimmenmehrheit hält, durch Vollkonsolidierung einbezogen.
Der daraus resultierende Konzernanteilsbesitz nach § 313 Abs. 2, Abs. 4 HGB stellt sich wie folgt dar:
| Beteiligungsunternehmen | Anteil in % |
Währung | Eigen kapital |
Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|---|
| B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich |
1 | 100 | TEUR | -2.512 | 7.096 |
| B+S Banksysteme Deutschland GmbH München, Deutschland |
1 2 |
100 | TEUR | 368 | 126 |
| B+S Banksysteme Schweiz AG Hilterfingen, Schweiz |
1 2 |
100 | TCHF | 249 | 55 |
Zu (1): Die Angaben beziehen sich jeweils auf den letzten, nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschluss in der angegebenen Landeswährung
Zu (2): Indirekte Beteiligung über die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich
Die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich sowie deren Tochterunternehmen, die B+S Banksysteme Deutschland GmbH, München, und die B+S Banksysteme Schweiz AG, Hilterfingen, bilden den Teilkonzern Salzburg. Tochterunternehmen, die im Laufe eines Berichtsjahres erworben werden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.
Seit dem 01. Oktober 2008 hat sich der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht verändert.
Das Geschäftsjahr ist konzerneinheitlich der Zeitraum vom 01. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Kalenderjahres.
Die rechtliche Beherrschung der Tochterunternehmen durch die Gesellschaft wurde im Wege eines Einbringungs- und Abtretungsvertrages übernommen, dies war rechtlich zum 30. September 2008.
Mit Wirkung zum 30. September 2008 wurden die Tochterunternehmen erstmals und nach den Grundsätzen der Reverse Acquisition, in welcher die B+S Banksysteme Salzburg GmbH als wirtschaftliche und die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München (vormals DataDesign) als rechtliche Erwerberin behandelt werden, miteinbezogen.
Konsolidierungsmethoden
Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die vor der erstmaligen Anwendung von IFRS entstandenen Firmenwerte wurden gemäß IFRS 1 übernommen.
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode des IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) bilanziert. Bei der Erstkonsolidierung werden die identifizierbaren Posten des erworbenen Unternehmens mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein danach verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital wird als Geschäfts- und Firmenwert gesondert bilanziert. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Posten erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Geschäfts- und Firmenwert wird mindestens einmal jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft, gegebenenfalls wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen.
Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Bei Vorhandensein unrealisierter Verluste wird dies jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert genommen. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) abgegrenzt.
Währungsumrechnung
Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung
Die Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in fremder Währung mit den relevanten Fremdwährungskursen zum Transaktionszeitpunkt. In den Folgeperioden werden die monetären Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, die Umrechnungsdifferenzen werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung
Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 (Wechselkursänderungen) in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung gilt die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Tochterunternehmen tätig ist. Da sämtliche einbezogene Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung grundsätzlich die funktionale Währung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Geschäftsbetriebe (inklusive Firmenwert und Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert, die aus der Konsolidierung entstehen) werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen ausländischer Geschäftsbetriebe werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet, die annähernd den Wechselkursen zu den Transaktionszeitpunkten entsprechen (Stichtagskurs 30. Juni 2014 1 EUR = 1,23 CHF/ Vorjahr 1 EUR = 1,23 CHF, Jahresdurchschnittskurs: 1 EUR = 1,23 CHF/ Vorjahr 1 EUR = 1,23 CHF). Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und im Eigenkapital unter den Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. Im Jahr der Endkonsolidierung ausländischer Tochterunternehmen werden diese Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Haben immaterielle Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer, werden sie über den Zeitraum ihrer Nutzung linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt für Software und Softwarenutzungsrechte drei bis fünf Jahre. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen" ergebniswirksam erfasst. Der Konzern verfügt über keine immateriellen Vermögenswerte (mit Ausnahme des Geschäfts- und Firmenwertes) mit unbestimmter Nutzungsdauer.
Entwicklungskosten
Ab 01. Oktober 2008 werden in der B+S Gruppe keine Entwicklungskosten mehr aktiviert, weil die Voraussetzungen für die Aktivierung nach IAS 38 nicht mehr in ausreichendem Ausmaß dokumentiert und damit nachgewiesen werden können.
Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertminderungsaufwendungen werden in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen" erfasst.
Sachanlagen
Gegenstände des Sachanlagevermögens, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nur insoweit aktiviert, als sie für die Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten anfallen. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Position "Abschreibungen" ergebniswirksam erfasst.
Die Abschreibung abnutzbarer Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer. Die Restwerte, die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstandes entsprechen. Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage dessen geschätzten erzielbaren Betrags, so wird er auf seinen geschätzten erzielbaren Betrag abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurde unverändert gegenüber dem Vorjahr die folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauer angenommen:
| Nutzungsdauer in Jahren |
Abschreibungs satz in % |
|
|---|---|---|
| Investitionen in fremden Gebäuden | 4 - 10 | 10 - 25 |
| Bauten auf fremdem Grund | 50 | 2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 10 | 10 - 33 |
Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen nach IAS 40 (Investment Property) Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu den Sachanlagen gemäß dem Anschaffungskostenmodell mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die planmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Die Immobilie wird jährlich bewertet und der Fair Value entspricht dem ausgewiesenen Buchwert.
Leasing
Bei Leasingtransaktionen über Sachanlagen (Investitionsleasing) treten Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer auf. Tragen Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Gegenstand verbunden sind, wird der Leasingvertrag gemäß IAS 17 (Leasingverhältnisse) als Finanzierungsleasing behandelt. In diesen Fällen aktiviert der Leasingnehmer das Leasingobjekt zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen oder in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasingobjekts, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge wird der Leasinggegenstand über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Zugleich wird eine entsprechende Finanzverbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Alle übrigen Leasingverträge, bei denen die Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer auftreten, werden als Operatingleasing behandelt. Die Leasingraten werden als Aufwand erfasst.
Wertminderung
Bei Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und immateriellen Vermögenswerten einschließlich Firmenwerten wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anzeichen einer Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.
Der Impairment Test für die Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten. Im Zuge des Impairment Tests wird der Buchwert (Carrying Amount) der Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Teilkonzern Salzburg und Gesellschaft in München) dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird grundsätzlich aus dem Nutzwert in Form des Barwerts erwarteter zukünftiger Cashflows nach Steuern ermittelt. Diese Cashflows basieren auf dem unternehmensinternen Planungsprozess unter Beachtung von Erfahrungswerten. Der Detailplanungszeitraum beträgt drei Jahre. In diesem Zeitraum werden die budgetierten Cash-Flows zu Grunde gelegt und gegebenenfalls ein Abschlag auf diese Cash-Flows auf Grund von Planungsunsicherheiten vorgenommen. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Detailplanungszeitraums wird der durchschnittliche Cashflow aus dem Cash-Flow des letzten Jahres, des aktuellen Jahres und eines drei-jährigen Detailplanungszeitraums verwendet. Bei der Ewigen Rente wird des Weiteren eine Wachstumsrate in Höhe von 1,0 % (Vorjahr 2,0 %) berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung eines Nachsteuerzinssatzes in Höhe von 9,6 % (Vorjahr 9,7 %), das entspricht einem Vorsteuerzinssatz von 12,6 % (Vorjahr 12,4 %), der die aktuellen Erwartungen auf Marktzinssatz, den Zeitwert des Geldes sowie spezifische Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt.
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – mit Ausnahme bei Geschäfts- und Firmenwerten – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und erzielbarem Betrag. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
Liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen Bargeld (Kassenbestände), erhaltene Schecks und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und werden mit Anschaffungskosten bilanziert.
Finanzinstrumente
Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bestimmte sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten.
Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte oder Währungsswaps, werden von der B+S Gruppe nicht gehalten. Wertpapiere (Financial Assets available for sale) werden zu ihren Marktwerten am Bilanzstichtag erfasst. Bewertungsänderungen werden, mit Ausnahme von Wertminderungen, erfolgsneutral erfasst.
Kredite und Forderungen im Sinne von IAS 39 werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre finanzielle Verpflichtungen werden als finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 mit den fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angesetzt. Der Buchwert entspricht näherungsweise dem Zeitwert (Fair Value). Sämtliche verzinste Finanzinstrumente sind variabel verzinst und haben überwiegend kurze Laufzeiten. In den sonstigen Forderungen sind als finanzielle Vermögenswerte Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen.
Auf Forderungen, deren Ausfall erwartet wird, werden unter Berücksichtigung von Kredit-, Zins- und Skontierungsrisiken Einzelwertberichtigungen gegebenenfalls in voller Höhe gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen.
Die Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden entsprechen in der Regel den Marktpreisen zum Bilanzstichtag. Sofern Preise aktiver Märkte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie – wenn sie nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind – unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmodelle und aktueller Marktparameter (insbesondere Zinssätze, Wechselkurse und Bonitäten der Vertragspartner) berechnet. Dazu werden die Cashflows der Finanzinstrumente auf den Bilanzstichtag abdiskontiert.
Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungstag. Finanzinstrumente werden dann ausgebucht, wenn die Chancen und Risiken aus dem Finanzinstrument erloschen sind bzw. das Finanzinstrument getilgt wurde.
Verpflichtungen für Abfertigungen und Pensionen
Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen ist die B+S Gruppe verpflichtet, an Mitarbeiter mit Dienstort in Österreich, die vor dem 01. Januar 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, im Kündigungsfall durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. Für diese Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.
Die Ermittlung dieser Rückstellung erfolgt nach der in IAS 19 (rev. 2011) (Leistungen an Arbeitnehmer) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren). Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartende Steigerung der Gehälter und Renten berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen nach einem versicherungsmathematischen Verfahren über die Beschäftigungszeit der Mitarbeiter angesammelt. Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den planmäßig ermittelten Abfertigungsverpflichtungen und den tatsächlichen Anwartschaftsbarwerten wurden bisher in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Anwendung der Korridormethode erfasst. Gemäß IAS 19 (rev. 2011) werden diese Unterschiedsbeträge abzüglich latenter Steuern beginnend mit Geschäftsjahr 2012/2013 direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.
| 30.06.2014 | 30.06.2013 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 2,4% | 2,4% |
| Pensions- und Gehaltssteigerungen | 3,0% | 3,0 % |
| Fluktuation gewichteter Durchschnitt | 0,44% | 0,0% – 1,2% |
| Fluktuation bis zur Pensionierung | 4,54% | 0,0% |
| Pensionsalter Frauen | 62,95 | 56,5 - 62 Jahre |
| Pensionsalter Männer | 62,95 | 61,5 - 62 Jahre |
| Lebenserwartung | AVÖ-2008-P 1) | AVÖ-2008-P 1) |
1) AVÖ 2008 P Aktuar Vereinigung Österreichs: Rechnungsgrundlage für die Pensionsversicherung
Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung der sehr langen durchschnittlichen Laufzeiten und hohen durchschnittlichen Restlebenserwartungen auf Basis von Marktzinssätzen festgesetzt. Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/dienstzeitabhängig berücksichtigt. Die gesetzlichen Übergangsbestimmungen bezüglich des Pensionsalters wurden berücksichtigt.
Für Mitarbeiter mit Dienstort in Österreich, die seit dem 01. Januar 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, sind laufend Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse zum Zwecke der Alterssicherung zu leisten. Eine darüber hinausgehende gesetzliche Verpflichtung zur Leistung von Abfertigungszahlungen bei Ausscheiden des Arbeitnehmers besteht nicht. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.
Weitere beitragsorientierte Verpflichtungen resultieren aus Dienstgeberbeiträgen (Arbeitgeberanteile) zur Rentenversicherung und aus den Beiträgen zur Mitarbeitervorsorgekasse.
Mitarbeiter der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, haben ab dem ersten Arbeitstag die Möglichkeit eine betriebliche Altersvorsorge (BAV) abzuschließen.
Bei der Pensionskasse des BVV Versicherungsvereins besteht eine Vollmitgliedschaft. Dabei ist der Beitrag 3,5 % des Bruttoarbeitsentgelts, der von Arbeitnehmer (Entgeltumwandlung) und Arbeitgeber je zu 50 % geleistet wird. Der Arbeitnehmer hat ferner die Möglichkeit, seinen Anteil bis zum gesamten Maximalbeitrag von derzeit 238 EUR pro Monat aufzustocken. Die Beiträge sind bis zu 4 % der BBG (West), 2.856 EUR im Jahr 2014, lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei und können beim Arbeitgeber als Betriebsausgaben abgezogen werden. Eine Verpflichtung zur Rückstellungsbildung besteht nicht.
Sonstige Rückstellungen (langfristige, kurzfristige)
Sonstige Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 (Rückstellungen) gebildet, wenn für die Gesellschaft eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten auf Grund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird.
Rückstellungen werden mit jenem Betrag angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden kann. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Dabei wird vom Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, wird keine Rückstellung gebildet. Langfristige Rückstellungen werden mit einem marktgerechten Zinssatz abgezinst. Aufzinsungsbeträge sowie Zinsänderungseffekte werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Steuern
Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragssteueraufwand umfasst die laufenden Steuern und die ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern. Die laufenden Steuern ergeben sich aus der Ermittlung der für das abgelaufene Geschäftsjahr bestehenden Steuerbelastung aus dem errechneten steuerpflichtigen Einkommen und dem anwendbaren Steuersatz.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der Balance Sheet Liability Method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Konzernabschluss und den bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Geschäfts- und Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende, temporäre Unterschiede. Aktive latente Steuern werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.
Latente Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden saldiert, sofern diese ertragsteuerlichen Ansprüche und Schulden gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe unterschiedlicher Steuersubjekte beziehen, die ertragsteuerlich gemeinsam veranlagt werden.
Umsatzrealisierung
Die Umsätze gliedern sich im Wesentlichen in Lizenzen, Wartung, Schulung und Beratung sowie Rechenzentrumsleistungen.
Umsätze aus dem Verkauf von Lizenzen werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Lieferung oder Leistung erbracht wurde und ein verlässlich bestimmbarer Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist. Erträge aus Dienstleistungen werden nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst. Bei Dauerschuldverhältnissen erfolgt die Umsatzrealisierung nach Maßgabe der jeweils im Vertrag festgelegten Bedingungen. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und sonstige Rabatte ausgewiesen.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen zu leistenden Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen sowie die für Veranlagungen von Finanzmitteln erhaltenen Zinsen und ähnliche Erträge. Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes abgegrenzt.
Schätzungen und Unsicherheiten bei Ermessensentscheidungen und Annahmen
Bei Aufstellung des Konzernabschlusses müssen zu einem gewissen Grad Einschätzungen und Ermessensentscheidungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angaben von sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen.
Die sich in Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "true and fair view" wurde auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.
Schätzungsunsicherheiten bestehen insbesondere bei der Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern.
Die Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ist zum einen mit Schätzungen zur erwarteten Nutzungsdauer der Vermögenswerte verbunden, zum anderen basiert sie auf Beurteilungen des Managements hinsichtlich der Werthaltigkeit der Vermögenswerte bzw. dem Vorliegen von Wertminderungen. Faktoren, wie geringere als geplante Nettozahlungsströme, können zu einer Wertminderung führen.
Der Konzern überprüft einmal jährlich, ob die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer oder ein Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages, dem dieser Vermögenswert zugeordnet ist. Zur Schätzung des erzielbaren Betrages muss der Konzern die voraussichtlichen zukünftigen Cashflows aus diesem Vermögenswert schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Nutzbarkeit werden Faktoren, wie zum Beispiel operative Planungen und Verlustvortragsperioden herangezogen. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen negativ ab, könnte dies zu erfolgswirksamen Abwertungen der angesetzten aktiven latenten Steuern führen.
Die Verpflichtung der B+S Gruppe, Zahlungen von Abfertigungen zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberaten basieren auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Die Bewertung von sonstigen Rückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen ist in Abhängigkeit vom jeweils zugrunde liegenden Geschäftsvorfall teilweise komplex und in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Die vom Management getroffenen Annahmen bezüglich des Eintritts sowie der möglichen Höhe der Inanspruchnahme basieren unter anderem auf Erfahrungswerten, verfügbaren technischen Daten, Einschätzungen von Kostenentwicklungen. Die tatsächlich eintretenden Belastungen können von den angesetzten Rückstellungsbeträgen abweichen.
Eigene Anteile
Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese gemäß IAS 32 vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst. Im Berichtsjahr wurden die gehaltenen eigenen Anteile veräußert.
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung
| in TEUR | Software | Geleistete An zahlungen |
Entwick lungs kosten |
Kunden stamm |
Marke | Geschäfts und Firmenwert |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||||
| Stand 30. Juni 2012 = 01. Juli 2012 |
372 | 109 | 1.168 | 553 | 168 | 17.314 | 19.684 | |
| Zugänge | 401 | 320 | 0 | 0 | 0 | 0 | 721 | |
| Stand 30. Juni 2013 | 773 | 429 | 1.168 | 553 | 168 | 17.314 | 20.405 | |
| Zugänge | 13 | 190 | 0 | 0 | 0 | 0 | 203 | |
| Umgliederung | 619 | -619 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand 30. Juni 2014 | 1.405 | 0 | 1.168 | 553 | 168 | 17.314 | 20.160 |
(1) Immaterielle Vermögenswerte
| in TEUR | Software | Geleistete An zahlungen |
Entwick lungs kosten |
Kunden stamm |
Marke | Geschäfts und Firmenwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | |||||||
| Stand 30. Juni 2012 = 01. Juli 2012 |
290 | 0 | 1.141 | 208 | 62 | 5.700 | 7.401 |
| Abschreibungen planmäßig |
99 | 0 | 27 | 55 | 17 | 0 | 198 |
| Stand 30. Juni 2013 | 389 | 0 | 1.168 | 263 | 79 | 5.700 | 7.599 |
| Abschreibungen planmäßig |
219 | 0 | 0 | 55 | 17 | 0 | 291 |
| Stand 30. Juni 2014 | 608 | 0 | 1.168 | 318 | 96 | 5.700 | 7.890 |
| Buchwerte | |||||||
| Buchwert Stand 30. Juni 2013 |
384 | 429 | 0 | 291 | 88 | 11.614 | 12.806 |
| Buchwert Stand 30. Juni 2014 |
797 | 0 | 0 | 235 | 72 | 11.614 | 12.718 |
Die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen" enthalten.
Zum Bilanzstichtag 30.06.2014 bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (Vorjahr TEUR 0).
(2) Geschäfts- oder Firmenwert
Gemäß IAS 36 wurde zum 30. Juni 2014 der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert einem Impairment Test unterzogen. Der Werthaltigkeitstest basiert auf dem Nutzungswert, der durch Abzinsung der im Rahmen der Weiterführung der jeweiligen Einheiten entstehenden Cashflows ermittelt wird. Die Cashflow-Planung erfolgt auf Basis der aktuellen operativen Ergebnisse sowie einer Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren. Dem Detailplanungszeitraum von drei Jahren werden die budgetierten Cashflows zu Grunde gelegt und gegebenenfalls ein Abschlag auf diese Cash-Flows auf Grund von Planungsunsicherheiten vorgenommen. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Detailplanungszeitraums wird die durchschnittliche Cashflow-Prognose aus dem Cash-Flow des letzten und des aktuellen Jahres und eines drei-jährigen Detailplanungszeitraums verwendet. Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Zum 30. Juni 2014 bestand kein Abwertungsbedarf (Vorjahr TEUR 0).
Der Berechnung wurde ein Nachsteuerzinssatz von 9,6% p.a. (Vorjahr 9,7 % p.a.) mit einer Wachstumsrate in der Ewigen Rente von 1,0 % (Vorjahr 2,0 %) zu Grunde gelegt.
Bei folgenden, der Berechnung des Nutzungswertes zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:
- Geplante Umsatzerlöse
- Abzinsungssatz
- Wachstumsrate.
Die Prognose der Zahlungsströme einschließlich der Umsatzerlöse basiert auf den unternehmensinternen Finanzbudgets bzw. Vorschaurechnungen, welche einen Zeitraum von drei Jahren umfassen. Die geschätzten Zahlungsströme jenseits dieser Periode werden durch Extrapolation der angepassten Budget- bzw. Vorschauwerte ermittelt.
Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken dar.
Den Wachstumsraten liegen branchenbezogene Erwartungswerte zugrunde. Der Nutzungswert der Einheit entspricht in etwa dem Buchwert.
| in TEUR | Gebäude | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||||
| Stand 30. Juni 2012 | 4.529 | 1.030 | 5.559 | ||||
| Änderung lt. IAS 8.41 | 163 | 0 | 163 | ||||
| = Stand 01. Juli 2012 | 4.692 | 1.030 | 5.722 | ||||
| Zugänge | 0 | 298 | 298 | ||||
| Abgänge | 25 | 156 | 181 | ||||
| Stand 30. Juni 2013 angepasst | 4.667 | 1.172 | 5.839 | ||||
| Zugänge | 1 | 18 | 19 | ||||
| Abgänge | -0 | -4 | -4 | ||||
| Umgliederung | -602 | 0 | -602 | ||||
| Stand 30. Juni 2014 | 4.066 | 1.186 | 5.252 | ||||
| Kumulierte Abschreibungen | |||||||
| Stand 30. Juni 2012 | 170 | 774 | 944 | ||||
| = 01. Juli 2012 | |||||||
| Abschreibungen | 117 | 178 | 295 | ||||
| Abgänge | 0 | 150 | 150 | ||||
| Stand 30. Juni 2013 angepasst | 287 | 802 | 1.089 | ||||
| Abschreibungen | 103 | 132 | 235 | ||||
| Abgänge | 0 | -2 | -2 | ||||
| Umgliederung | -108 | 0 | -108 | ||||
| Stand 30. Juni 2014 | 282 | 932 | 1.214 | ||||
| Buchwerte | |||||||
| Buchwert Stand 30. Juni 2013 | 4.380 | 369 | 4.749 | ||||
| Buchwert Stand 30. Juni 2014 | 3.784 | 253 | 4.037 |
(3) Sachanlagen
Zu den im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierten Sachanlagen wird auf Ziffer (14) verwiesen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen.
| (4) Als Finanzanlage gehaltene Immobilien |
|---|
| ------------------------------------------- |
| Als Finanz investition |
Gesamt | |
|---|---|---|
| in TEUR | gehaltene Immobilie |
|
| Stand 30. Juni 2012 | 2.670 | 2.670 |
| = 01. Juli 2012 | ||
| Zugänge / Umgliederung | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2013 | 2.670 | 2.670 |
| Zugänge / Umgliederung | 602 | 602 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2014 | 3.272 | 3.272 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 30. Juni 2012 | 441 | 441 |
| = 01. Juli 2012 | ||
| Abschreibungen | 54 | 54 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2013 | 495 | 495 |
| Abschreibungen | 67 | 67 |
| Umgliederung | 108 | 108 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2014 | 670 | 670 |
| Buchwert Stand 30. Juni 2013 | 2.175 | 2.175 |
| Buchwert Stand 30. Juni 2014 | 2.602 | 2.602 |
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen zwei Stockwerke des als Sachanlage unter Ziffer (2) ausgewiesenen und in Eigennutzung stehenden Bürogebäudes. Diese Stockwerke wurden bislang selbst genutzt. Da nunmehr drei Stockwerke vermietet sind, wurde dieser Anteil der Sachanlage zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Der Marktwert entspricht in etwa dem Buchwert.
Aus den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurden Mieteinnahmen in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr TEUR 218) erfolgswirksam verbucht. Für ihren Unterhalt fielen operative Kosten in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 5) an.
sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
| in TEUR | Wertpapier | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 30. Juni 2012 = 01. Juli 2012 |
0 | 0 | |
| Zugänge | 2.719 | 2.719 | |
| Ab- und Zuschreibungen | 26 | 26 | |
| Abgänge | 0 | 0 | |
| Stand 30. Juni 2013 | 2.745 | 2.745 | |
| Zuschreibungen | 59 | 59 | |
| Abgänge | 0 | 0 | |
| Stand 30. Juni 2014 | 2.804 | 2.804 | |
| Buchwert Stand 30. Juni 2013 | 2.746 | 2.746 | |
| Buchwert Stand 30. Juni 2014 | 2.804 | 2.804 |
Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere, die der Kategorie "available for sale" zugeordnet sind. Die Wertpapiere sind in der Währung EURO und haben notierte Marktpreise.
(5) Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Sämtliche Forderungen und Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 457 | 532 |
| andere Forderungen | 1.616 | 1.552 |
| 2.073 | 2.083 |
Bei den Forderungen zu Lieferungen und Leistungen wurden keine (Vorjahr keine) Wertberichtigungen vorgenommen:
Einzelwertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten werden dann vorgenommen, wenn der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes höher als der Barwert der zukünftigen, abgezinsten Cashflows ist. Als Indikatoren für Einzelwertberichtigungen gelten finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch und erheblicher Zahlungsverzug der Kunden.
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Buchwert | 457 | 532 |
| Davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig |
457 | 532 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind enthalten:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Mitarbeiterdarlehen | 9 | 12 |
| Forderungen gegen ehemalige Aktionäre | 1.453 | 1.398 |
| Andere Forderungen | 154 | 142 |
| 1.616 | 1.552 |
Bei den Anderen sonstigen Forderungen handelt es sich vor allem um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden.
Bei den sonstigen Forderungen zu Lieferungen und Leistungen wurden folgende Wertberichtigungen vorgenommen:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Bruttoforderungen | 2.809 | 2.754 |
| Einzelwertberichtigungen | 1.356 | 1.356 |
| 1.453 | 1.398 |
Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung gegenüber einem ehemaligen Aktionär der B+S Banksysteme Salzburg GmbH (vormals B+S Banksysteme Aktiengesellschaft) in Höhe von TEUR 1.453 (Vorjahr TEUR 1.398) Diese resultiert aus einer zu Gunsten der Gesellschaft abgegebenen Kapitalgarantie, deren Bedingungen mit dem Jahresabschluss zum 30.06.2012 erfüllt waren und die daraufhin gerichtlich geltend gemacht wurde. Der nicht wertberichtigte Anteil der Forderung wird entsprechend dem Klagebegehren mit 4 % p.A. verzinst.
Die Wertberichtigungen auf die sonstigen Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen zum Periodenbeginn | 1.356 | 0 |
| Zuführungen | 0 | 1.356 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Stand Wertberichtigungen zum Periodenende | 1.356 | 1.356 |
(6) Liquide Mittel
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 1 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.730 | 1.548 |
| 1.731 | 1.549 |
(7) Rechnungsabgrenzungen
Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 328 (Vorjahr TEUR 270) betreffen Versicherungsprämien und sonstige vorausbezahlte Ausgaben.
(8) Eigenkapital
Die Entwicklung des gezeichneten Kapitals und der Rücklagen findet sich im Detail in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Als gezeichnetes Kapital wird das voll eingezahlte Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München in Höhe von EUR 6.209.933,00 ausgewiesen. Es ist eingeteilt in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich während des Geschäftsjahres nicht verändert.
Im September 2012 wurden TEUR 4.069 aufgrund einer Kapitalgarantie der ehemaligen Aktionäre, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Eigenkapitalzufuhr garantieren, der Kapitalrücklage zugeführt. Die Voraussetzungen der Kapitalgarantie wurden zum 30. Juni 2011 erstmalig und zum 30. Juni 2012 erfüllt. Somit ist der Garantiefall mit Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2012 eingetreten. Herr Wilhelm Berger, zugleich Vorstand und Aktionär der Muttergesellschaft, hat seine Verpflichtung aus der Kapitalgarantie erfüllt, gegen den zweiten Garanten ist wegen der Inanspruchnahme aus dieser Kapitalgarantie beim Landesgericht Salzburg ein Rechtsstreit anhängig.
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.227 (Vorjahr TEUR 5.227) ist unverändert.
Das Bilanzergebnis enthält das Ergebnis der Periode zuzüglich der Ergebnisvorträge aus Vorperioden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Februar 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 23. Februar 2016 das Grundkapital um bis zu EUR 3.104.966,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 je Aktie gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Bei Ausnutzung der Ermächtigung kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte im Ausland, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.
Die Rücklage für versicherungstechnische Ergebnisse beinhaltet versicherungsmathematische Gewinne aus Abfertigungsrückstellungen. Die Rücklage für versicherungstechnische Ergebnisse beträgt zum 30.06.2014 TEUR 80 (Vorjahr TEUR 91).
Die Rücklagen Währungsdifferenzen umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind.
In der Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere (available for sale - Rücklage) werden die erfolgsneutralen Wertänderungen von Wertpapieren der Kategorie "Available for sale" ausgewiesen.
(9) Eigene Anteile
Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst.
Am 01. Dezember 2008 hat die Gesellschaft 80.000 Stück eigene Aktien zu einem im Rahmen der Sachkapitalerhöhung festgelegten Ausgabebetrag von EUR 1,30 pro Stück erworben.
Im April 2014 wurden die eigenen Aktien zu einem Kurs von EUR 1,30 verkauft.
(10) Verpflichtungen für Abfertigungen und sonstige langfristige Rückstellungen
Die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich, ist auf Grund gesetzlicher Vorschriften zur Zahlung von Abfertigungen in Österreich verpflichtet. Die Grundlagen und die Berechnungsmethode sind oben bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.
Die Veränderung der Verpflichtung für Abfertigungen stellt sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 | |
|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung am Beginn des Geschäftsjahres |
845 | 762 | |
| Dienstzeitaufwand | 43 | 40 | |
| Zinsaufwand | 20 | 23 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
-9 | -29 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus demographischen Annahmen |
-6 | 14 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus finanziellen Annahmen |
0 | 42 | |
| Gezahlte Leistungen | -27 | -7 | |
| Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung am Ende des Geschäftsjahres |
866 | 845 |
Der Anwartschaftsbarwert ist nicht fondsfinanziert.
Der Anwartschaftsbarwert für Verpflichtungen aus Abfertigungen entwickelte sich zu den vergangenen Stichtagen folgendermaßen:
| in TEUR | 30.06.2014 |
|---|---|
| 30.06.2012 = 01.07.2012 | 762 |
| 30.06.2012 = 01.07.2013 | 845 |
| 30.06.2014 = 01.07.2014 | 866 |
Die im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Abfertigungen in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 43 | 40 |
| Zinsaufwand | 20 | 23 |
| Gezahlte Abfertigungen | -27 | -7 |
| Erträge / Aufwendungen im Geschäftsjahr | 36 | 56 |
Eine Änderung (+/- 0,5 bzw. 1 % - Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz", "Fluktuation" und "Lohn- und Gehaltstrend" hätte folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:
| Änderung -0,5% Punkte |
Änderung +0,5% Punkte |
|
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | +4,75 % | -4,37 % |
| Lohn- / und Gehaltstrend | -4,36 % | +4,37 % |
| Änderung -1% Punkte |
Änderung +1% Punkte |
|
|---|---|---|
| Fluktuation | +4,30 % | -8,80 % |
Aus den bilanzierten Abfertigungsansprüchen ergeben sich folgende Zahlungen:
| in TEUR | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Abfertigungszahlung | 42 | 237 | 66 | 111 | 66 |
Sonstige langfristige Rückstellungen
| in TEUR | 01.07.2013 | Verbrauch | Auflösung | Dotierung | 30.06.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Rückstellungen |
0 | 0 | 0 | 41 | 41 |
Mitarbeiter der B+S Banksysteme Salzburg GmbH erhalten nach 10-, 20- und 25-jähriger Betriebszugehörigkeit eine freiwillige Zuwendung. Dafür wurde durch eine finanzmathematische Rückstellung vorgesorgt.
(11) Sonstige kurzfristige Rückstellungen
| in TEUR | 01.07.2013 | Verbrauch | Auflösung | Dotierung | 30.06.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 233 | 186 | 1 | 118 | 164 |
Die ausgewiesenen Rückstellungen sind als kurzfristig zu betrachten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten für offene Rechtsstreitigkeiten und Jahresabschlussprüfung, die nach bestem Ermessen angesetzt wurden.
(12) Steuern vom Einkommen und Ertrag und latente Steuern
Der in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | ||
| - laufende Ertragsteuern auf das laufende Ergebnis | -77 | -113 |
| - Vorjahresanpassungen | 0 | 69 |
| Gesamte laufende Ertragsteuern | -77 | -44 |
| Latenter Steuerertrag | 226 | 105 |
| 149 | 61 |
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung eines Steuersatzes von 25 % (Vorjahr 25 %) (Unternehmenssteuer Österreich = Konzernsteuersatz) und betrifft vor allem die Rückstellung für Abfertigungen, Leasingaufwendungen und steuerliche Verlustvorträge, die zu aktiven und passiven latenten Steuern führen.
Für die steuerlichen Verlustvorträge der Einzelgesellschaft in München wird ein Steuersatz von 33 % angewendet.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie gegenüber demselben Finanzamt bestehen, sich auf das gleiche Subjekt beziehen und ertragssteuerlich gemeinsam veranlagt werden.
| Passive latente Steuern in TEUR |
30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte München | 101 | 125 |
| Softwarenutzungsrechte | 0 | 0 |
| sonstige Rückstellungen | 0 | 0 |
| Leasing Gebäude | 1.584 | 1.624 |
| Wertpapiere | 21 | 7 |
| Leasing Hardware | 45 | 70 |
| Passive latente Steuern | 1.751 | 1.826 |
| Aktive latente Steuern in TEUR |
30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Verlustvortrag Salzburg | 183 | 170 |
| Verlustvortrag München | 304 | 115 |
| Abfertigungsrückstellung | 97 | 94 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 10 | 0 |
| Leasingverbindlichkeit | 1.333 | 1.415 |
| Aktive latente Steuern | 1.927 | 1.794 |
| Aktive latente Steuern in TEUR |
30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Aktive / Passive latente Steuern Salzburg | 0 | 0 |
| Aktive latente Steuern München | 304 | 115 |
| Aktive latente Steuern | 304 | 115 |
| Passive latente Steuern in TEUR |
30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Aktive / Passive latente Steuern Salzburg | 28 | 18 |
| Passive latente Steuern München | 101 | 125 |
| Passive latente Steuern | 129 | 143 |
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie gegenüber demselben Finanzamt bestehen, sich auf das gleiche Subjekt beziehen und ertragssteuerlich gemeinsam veranlagt werden.
Steuerliche Verlustvorträge bei den einzelnen Gesellschaften wurden in der Höhe aktiviert, als mit einer mittelfristigen Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger gerechnet wird; die Verluste sind unbegrenzt vortragsfähig. Latente Steuerschulden werden als langfristige Verbindlichkeit und latente Steueransprüche als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen, da die zugrunde liegenden Sachverhalte über die nächsten zwölf Monate hinaus bestehen bleiben. Der kurzfristige Anteil an latenten Steuern beträgt TEUR 64.
Die im Konzern vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:
| 30.06.2014 | 30.06.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Verlust vortrag |
Aktive latente Steuer |
Verlust vortrag |
Aktive latente Steuer |
| B+S Banksysteme Aktiengesellschaft (Deutschland, 33 %) |
920 | 304 | 350 | 115 |
| B+S Banksysteme Salzburg GmbH (Salzburg, 25 %) |
730 | 183 | 679 | 170 |
Der steuerliche Verlustvortrag der B+S Banksysteme Salzburg GmbH wurde zur Gänze aktiviert, da mit einer mittelfristigen Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht gerechnet wird. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 12.444 (Vorjahr TEUR 13.241) der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurden latenten Steuern in Höhe von TEUR 304 (Vorjahr TEUR 115) angesetzt, da in einem Zeitraum von fünf Jahren mit einer Realisierung von insgesamt TEUR 920 zu rechnen ist.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen theoretischem und ausgewiesenem Ertragssteuerertrag (Vorjahr Ertragssteueraufwand) im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 205 | 561 |
| Theoretischer Ertragssteuerertrag bzw. –aufwand 25 % (Vorjahr 25 %) |
-51 | -140 |
| Veränderung des theoretischen Steueraufwand aufgrund: | ||
| …Vorjahresanpassung | 0 | 69 |
| Latente Steuern auf Verlustvorträge | 202 | 115 |
| Sonstige Steuereffekte | -2 | 17 |
| Ausgewiesener Ertragssteuerertrag bzw. -aufwand | 149 | 62 |
Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Latente Steuern zu Beginn des Geschäftsjahres | -28 | -133 |
| Erfolgswirksam erfasste latente Steuern | 226 | 105 |
| Erfolgsneutral erfasste latente Steuern | -23 | 0 |
| Latente Steuern am Ende des Geschäftsjahres (saldiert) |
175 | -28 |
(13) Finanzverbindlichkeiten
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.133 | 8.972 |
| Summe | 9.133 | 8.972 |
Der Kontokorrentkreditrahmen beträgt per 30. Juni 2014 TEUR 1.000 (30. Juni 2013 TEUR 1.000).
Alle anderen Finanzierungsvereinbarungen mit Banken und Kreditinstituten in Höhe TEUR 8.900 (Vorjahr TEUR 8.900) wurden mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen und sind durch Verpfändung von Wertpapierdepots von aktuellen und ehemaligen Aktionären besichert.
(14) Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Die Verbindlichkeit Immorent resultiert aus dem Finanzierungsleasingvertrag für das Bürogebäude Bichlfeldstrasse 11, 5020 Salzburg, Österreich. Der Vertrag für das über Leasing finanzierte Bürogebäude samt Rechenzentrum wurde am 29. Juni bzw. 20. Juli 2000 zwischen der damaligen B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich, jetzt B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich, und der Sparkasse Immorent Grundstücksverwertungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, abgeschlossen. Der Leasingvertrag begann mit der Übernahme des Objektes (4. Quartal 2003) und läuft 15 Jahre. Die Gesamtinvestitionskosten betrugen rund TEUR 7.800, die jährliche Tilgung zurzeit rund TEUR 250 der Restwert im Jahr 2019 rund TEUR 4.000. Der Zinssatz der Leasingvereinbarung ist variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.
Die Verbindlichkeit gegenüber HYPO Impuls Mobilien Leasing betrifft zum überwiegenden Teil Hardware. Die zugrunde liegenden Leasingverträge enden 2016. Die Zinssätze, die den Verträgen zu Grunde liegen, sind variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeit gegenüber Immorent Grundverwertungs GmbH |
4.944 | 5.150 |
| Verbindlichkeit gegenüber HYPO IMPULS Mobilien Leasing | 58 | 141 |
| Summe | 5.002 | 5.291 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen) weisen folgende Zusammensetzung und Laufzeiten auf:
| in TEUR | 30.06.2014 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 5.849 | 447 | 1.373 | 4.029 |
| Zinsanteil | 515 | 115 | 400 | 0 |
| Barwert | 5.334 | 332 | 973 | 4.029 |
| in TEUR | 30.06.2013 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen | 6.247 | 510 | 1.548 | 4.189 |
| Zinsanteil | 587 | 141 | 402 | 44 |
| Barwert | 5.660 | 369 | 1.146 | 4.145 |
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeit gegenüber Immorent Grundverwertungs GmbH |
255 | 293 |
| Verbindlichkeit gegenüber HYPO IMPULS Mobilien Leasing | 77 | 76 |
| Summe | 332 | 369 |
Im Berichtsjahr wurden TEUR 115 (Vorjahr TEUR 141) Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing erfolgswirksam im operativen Ergebnis erfasst.
Die Buchwerte der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierten Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
|---|---|---|
| Bauten auf fremdem Grund | 3.733 | 4.321 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 178 | 267 |
| Softwarelizenzen | 3 | 14 |
| als Finanzinvestition gehaltene Immobilie | 2.602 | 2.175 |
| Summe | 6.516 | 6.777 |
Die Mindestlaufzeit der Finanzierungsleasingverträge entspricht im Wesentlichen der Nutzungsdauer dieser Sachanlagen.
(15) Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen
| in TEUR | Gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit bis 5 Jahre |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 625 | 625 | 0 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.943 | 1.613 | 242 | 0 |
| Summe 30.06.2013 | 2.568 | 2.238 | 242 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 476 | 476 | 0 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2.300 | 2.300 | 0 | 0 |
| Summe 30.06.2014 | 2.776 | 2.776 | 0 | 0 |
Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.300 (Vorjahr TEUR 1.943) betrifft ausschließlich transitorische Einnahmen von Wartungserlösen, die im Berichtszeitraum im Voraus für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2014 vereinnahmt wurden.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr TEUR 625) enthalten u.a. Gehaltsnebenkosten (Krankenkasse, Finanzamt, Gebietskörperschaften) und sowie Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus Urlaubs-, Überstunden- und sonstigen Ansprüchen sowie Verpflichtungen aus Umsatzsteuer.
(16) Umsatzerlöse
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Softwareerlöse | 3.319 | 4.119 |
| Wartungserlöse | 3.633 | 3.782 |
| Erlöse aus Schulungen und Beratungen | 234 | 89 |
| 7.186 | 7.990 |
(17) Sonstige betriebliche Erträge
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge | 278 | 260 |
| 278 | 260 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Mieteinnahmen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus periodenfremden Erträgen.
(18) Personalaufwand
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Gehälter / Löhne | 3.561 | 3.673 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | ||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben | 877 | 886 |
| und Pflichtbeiträge | ||
| Aufwendungen für Abfertigungen | 75 | 89 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 96 | 64 |
| 4.609 | 4.712 |
In dem Posten "Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebenen Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge" und "Aufwendungen für Abfertigungen" sind, neben den beitragsorientierten Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben, weitere Aufwendungen für beitragsorientierte Altersversorgungspläne in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 7) enthalten.
Hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstandes wird auf die Erläuterungen des Abschnittes "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen" verwiesen.
Der durchschnittliche Personalstand entwickelte sich wie folgt:
| Durchschnittliche Anzahl | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Angestellte (aktive Mitarbeiter) | 64 | 73 |
| Vorstände | 2 | 2 |
| 66 | 75 |
Im Berichtszeitraum waren neben 64 aktiven Mitarbeitern (Vorjahr 73) keine Mitarbeiter (Vorjahr drei Mitarbeiter) als passiv einzustufen.
(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Miet- und Raumkosten, Grundstückspacht | 236 | 255 |
| Beratungs- und Prüfungskosten | 194 | 267 |
| KFZ-Aufwand | 375 | 472 |
| Post und Kommunikation | 114 | 126 |
| Reinigung, Wartung und Instandhaltung | 252 | 256 |
| Fahrt- und Reisekosten | 111 | 108 |
| Marketing- und Werbeaufwand | 77 | 133 |
| Aus- und Weiterbildungskosten | 45 | 9 |
| Büromaterial | 7 | 16 |
| Übrige Steuern, Beiträge, Gebühren | 16 | 18 |
| Sonstiges | 309 | 379 |
| Summe | 1.737 | 2.039 |
Im Posten "Sonstiges" sind vor allem Versicherungsaufwendungen, Aufwendungen für Personalsuche, Aufsichtsratsvergütungen, Einzelwertberichtigungen zu Kundenforderungen sowie Kosten für die Aktienbetreuung enthalten.
(20) Sonstige Angaben
Neben Finanzierungsleasingverhältnissen gibt es in der In der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme Miet- und Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse zu klassifizieren sind. Hierbei handelt es sich um Mieten für Fahrzeuge, Bürogebäude und EDV-Anlagen sowie Hardware-Wartungsverträge. Operatingleasingverträge wurden über eine Grundmietzeit von bis zu 15 Jahren abgeschlossen. Es bestehen keine Verlängerungs- oder Kaufoptionen und auch keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die auf variablen Mietzinsen basieren.
Die nicht kündbaren Leasingzahlungen aus Operatingleasingverträgen in den nächsten Jahren verteilen sich wie folgt:
| in TEUR | Summe 30.06.2013 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Grundstückspacht (Baurecht) Salzburg |
550 | 100 | 450 | 0 |
| KFZ Leasing | 345 | 210 | 135 | 0 |
| Mietverträge (Immobilien) (1) | 633 | 71 | 406 | 156 |
| Miet- und Leasingverträge (Mobilien) (1) |
21 | 7 | 14 | 0 |
| Summe | 1.549 | 388 | 1.005 | 156 |
Zu (1): Jeweils bezogen auf den frühest möglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge
| in TEUR | Summe 30.06.2014 |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Grundstückspacht (Baurecht) Salzburg |
464 | 103 | 361 | 0 |
| KFZ Leasing | 376 | 178 | 198 | 0 |
| Mietverträge (Immobilien) (1) | 426 | 71 | 284 | 71 |
| Miet- und Leasingverträge (Mobilien) (1) |
14 | 7 | 7 | 0 |
| Summe | 1.280 | 359 | 850 | 71 |
Zu (1): Jeweils bezogen auf den frühest möglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge
Die gesamten Miet- und Leasingaufwendungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des Geschäftsjahres beliefen sich auf TEUR 329 (Vorjahr TEUR 435). Die ausgewiesenen Aufwendungen beinhalten keine bedingten Mietzahlungen oder Zahlungen aus Untermietverhältnissen.
Die Mindesteinnahmen aus Untermietverhältnissen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird, verteilen sich wie folgt:
| in TEUR | 2014/15 | 2015/16 | 2016/17 |
|---|---|---|---|
| Bürogebäude Salzburg | 260 | 268 | 276 |
| Summe | 260 | 268 | 276 |
(21) Finanzergebnis
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. - 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 173 | 156 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -401 | -489 |
| Summe | -228 | -333 |
Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Finanzerträge enthalten im Wesentlichen Zinseinnahmen aus kurzfristigen Veranlagungen und Kontokorrentkrediten. Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 286 (Vorjahr TEUR 349) und Zinsaufwendungen für Leasingverträge in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr TEUR 141).
(22) Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien
| in TEUR | aus Zinsen |
aus der Folgebewertung |
Nettoergebnis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Währungs um rechnung |
Bewertungs gewinne/ -verluste |
Jahr 2013/14 01.07. – 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. – 30.06. |
||
| Wertpapiere | 115 | 0 | 84 | 199 | 128 |
| Kredite und Forderungen | 58 | 0 | 0 | 58 | 156 |
| Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
-286 | 0 | 0 | -286 | -349 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | -115 | 0 | 0 | -115 | -141 |
| Summe | -228 | 0 | 84 | -144 | -206 |
Die Veränderung der Wertberichtung auf Kredite und Forderungen im Vorjahr ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen erfasst.
(23) Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des Jahresergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Geschäftsjahres.
| in EUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 angepasst |
|---|---|---|
| Ergebnis Eigentümer | 386.172,82 | 618.222,96 |
| Stück | Stück | |
| Stammaktien | 6.209.933 | 6.209.933 |
| Abzüglich eigene Anteile | Stück | Stück |
| 0 | -80.000 | |
| Ergebnis je Aktie ohne Verwässerungseffekt | 0,06 | 0,10 |
| Ergebnis je Aktie mit Verwässerungseffekt | 0,06 | 0,10 |
Sonstige Angaben
Angaben zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen), wie sich die liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittel Zu- und -abflüsse verändert haben.
Die Geldflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanztätigkeit. Als liquide Mittel gelten die Salden aus Guthaben und Verbindlichkeiten von Kontokorrentkrediten.
In die Berechnung wurden nunmehr, ausgehend vom Periodenergebnis, nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, tatsächlich bezahlte Steuern sowie Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagen separat ausgewiesen. Zinsaufwendungen werden dem zugrundeliegenden Bereich zugeordnet, Zinserträge werden dem Mittelfluss aus Investitionstätigkeit zugewiesen.
Segmentberichterstattung
In der Unternehmensgruppe erfolgt keine Segmentberichterstattung nach IFRS 8. Die Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns unterteilt sich nicht in einzelne Geschäftssegmente bzw. Geschäftsfelder, vielmehr werden aufgrund der untrennbar zusammenhängenden Geschäftsaktivitäten die Unternehmen als einheitliches Ganzes gesteuert. Aufwendungen und Erträge können nicht einzelnen Ressourcen zugeteilt werden. Insoweit kann nicht über Geschäftssegmente Bericht erstattet werden.
Der Konzern konnte im Berichtsjahr mit folgenden Produktgruppen die nachfolgend erwähnten Umsätze erzielen, welche zur Gänze mit externen Kunden erlöst wurden.
| Produkt- bzw. Dienstleistungen in TEUR |
Jahr 2013/14 01.07. – 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. – 30.06. |
|---|---|---|
| Softwareerlöse | 3.319 | 4.119 |
| Wartungserlöse | 3.633 | 3.782 |
| Erlöse aus Schulungen und Beratungen | 234 | 89 |
| 7.186 | 7.990 |
In geographischer Hinsicht sind im Berichtsjahr folgende Umsätze erzielt worden:
| in TEUR | Jahr 2013/14 01.07. – 30.06. |
Jahr 2012/13 01.07. – 30.06. |
|---|---|---|
| Deutschland | 6.230 | 6.579 |
| Schweiz | 665 | 1.041 |
| Österreich | 291 | 370 |
| 7.186 | 7.990 |
Es gibt im Geschäftsjahr 2013/14 einen (Vorjahr einen) externen Kunden, mit dem Umsätze erzielt werden, die mindestens 10 % der Gesamtumsätze betragen.
Management der finanziellen Risiken und Angaben zu Finanzinstrumenten
Zinsrisiko
Die B+S Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente insbesondere Risiken aus der Veränderung der Zinssätze. Diesem Zinsrisiko wird durch kontinuierlichen Abbau der Verbindlichkeiten und ein straffes Cash-Management begegnet.
Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit beitragen, in Form von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Dem stehen verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, gegenüber.
Für das Zinsänderungsrisiko wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis nach Steuern und Eigenkapital zeigt. Als Basis für die Zinssensitivitätsanalyse wurden die Buchwerte der variabel verzinsten Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. 100 Basispunkte entsprechen 1 % des Buchwertes zum 30. Juni 2014. Wenn das Marktzinsniveau zum 30. Juni 2014 um 100 Basispunkte geringer/ höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Steuern um TEUR 127 geringer/ höher (zum 30. Juni 2013 um TEUR 127 geringer/ höher) gewesen. Ebenso wäre das Eigenkapital zum 30. Juni 2014 um TEUR 127 geringer/ höher (zum 30. Juni 2013 zum TEUR 127 geringer/ höher) gewesen, wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte geringer/ höher gewesen wäre.
Währungsrisiko
Ein Währungskursrisiko besteht nur in untergeordnetem Ausmaß, weil nur Geschäftsfälle in EUR bzw. durch die Schweizer Tochtergesellschaft nur in ihrer Landeswährung CHF getätigt werden.
Liquiditätsrisiko
Das Risiko mangelnder Liquidität besteht nicht, weil durch Einnahmen aus langfristigen Wartungsverträgen die fixen Kosten gedeckt sind und zusätzlich nicht ausgenützte Kreditlinien bestehen.
Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses im Rahmen der laufenden Cashflow-Planung und -Überwachung.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verpflichtungen ersichtlich. Einbezogen wurden alle Verpflichtungen, die am 30. Juni 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 30. Juni 2014 geltenden Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verpflichtungen sind dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Es bestehen jederzeit rückzahlbare finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.133 (Vorjahr TEUR 8.972), die nicht zur Gänze im folgenden Geschäftsjahr getilgt werden, sondern in dem Ausmaß, das aus dem Cashflow möglich ist, ohne den laufenden Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen. Der Anspruch auf Rückzahlung aus diesen jederzeit rückzahlbaren finanziellen Verpflichtungen kann jederzeit fällig gestellt werden. Zur Absicherung dieser Verpflichtungen haben die Herren Heinz Schier und Wilhelm Berger jeweils Sicherheiten gestellt. Herr Wilhelm Berger ist zugleich Vorstand und Aktionär der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München.
| 30.06.2014 | Cashflows 2014/15 |
Cashflows 2015/16 |
Cashflows 2016 - 2018 |
Cashflows 2019 ff. |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buch wert |
Zins | Til gung |
Zins | Til gung |
Zins | Til gung |
Zins | Til gung |
| Verbindlichkei ten gegenüber Kreditinstituten |
9.133 | 194 | 4.133 | 117 | 1.500 | 144 | 3.500 | 0 | 0 |
| Verbindlichkei ten aus Finan zierungsleasing |
5.334 | 109 | 332 | 103 | 319 | 233 | 4.683 | 0 | 0 |
Bei den übrigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um laufende Betriebsmittelkredite, bei denen ein Abfluss im nächsten Geschäftsjahr angenommen wurde.
| 30.06.2013 | Cashflows 2013/14 |
Cashflows 2014/15 |
Cashflows 2015 - 2018 |
Cashflows 2019 ff. |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buch wert |
Zins | Til gung |
Zins | Til gung |
Zins | Til gung |
Zins | Til gung |
| Verbindlichkei ten gegenüber Kreditinstituten |
8.972 | 210 | 3.972 | 128 | 1.500 | 158 | 3.500 | 0 | 0 |
| Verbindlichkei ten aus Finan zierungsleasing |
5.660 | 116 | 326 | 109 | 332 | 188 | 596 | 44 | 4.406 |
Ausfallsrisiko
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 100 % gegenüber den Kunden, den Banken und Kreditinstituten, sind kurzfristig und werden durchschnittlich nach 28 Tagen bezahlt. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen ihrem tatsächlichen Wert. Es besteht kein Abwertungsbedarf. Hinsichtlich Wertminderungen und Altersstruktur der überfälligen finanziellen Vermögenswerte ist auf Ziffer (4) Forderungen und sonstige Vermögenswerte zu verweisen. Das maximale Ausfallrisiko in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte entspricht dem Buchwert jeder Klasse von finanziellen Vermögenswerten.
Buchwerte, beizulegende Zeitwerte und Wertansätze von Finanzinstrumenten
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
| Klasse der finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair value bewertet werden: |
||||
| Wertpapiere | 2.804 | 2.746 | 2.804 | 2.746 |
| Klasse der finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden: |
||||
| Forderungen aus Lieferung und Leistungen |
457 | 582 | 457 | 582 |
| Liquide Mittel = Ausweis in der Konzernbilanz |
1.731 | 1.549 | 1.731 | 1.549 |
| Insgesamt | 2.188 | 2.131 | 2.188 | 2.131 |
Einstufung von Finanzinstrumenten nach Bewertungsmethode
Der Zeitwert eines Finanzinstrumentes wird durch notierte Marktpreise für das identische Instrument auf aktiven Märkten ermittelt (Stufe 1). Soweit keine notierten Marktpreise auf aktiven Märkten für das Instrument verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes mittels Bewertungsmethoden, deren wesentliche Parameter ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2). Ansonsten erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes auf Basis von Bewertungsmethoden, für welche zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Stufe 3):
| Finanzielle Vermögenswerte 30.06.2014 |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| in TEUR | |||
| Wertpapiere ( Available-for-sale) | 2.804 | 0 | 0 |
| Insgesamt | 2.804 | 0 | 0 |
Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige finanzielle Verpflichtungen haben überwiegend kurze Laufzeiten. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
| Klasse der finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden: |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2014 | 30.06.2013 | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
| Finanzverbindlichkeiten (= Summe kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten laut Konzernbilanz) |
9.133 | 8.972 | 9.133 | 8.972 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (entsprechend Konzernbilanz) |
208 | 367 | 208 | 367 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (= Summe aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing laut Konzernbilanz) |
5.334 | 5.660 | 5.334 | 6.301 |
| 14.675 | 14.999 | 14.675 | 14.999 |
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen daher näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind variabel verzinst.
Kapitalmanagement
Der Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Aktionäre, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller weiterer Abschlussadressaten zu wahren.
Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten und verfolgt das Ziel, das Volumen des Working Capital zu senken und damit die Mittelbindung zu begrenzen. Der Konzern steht für die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes.
Im Berichtsjahr wurden alle externen Kapitalanforderungen erfüllt. Das Kapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 29,5 % (Vorjahr 27,8 %).
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Es ist Vorgabe, dass alle Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen "at arm's length", d.h. zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt werden.
Sämtliche Vorstandsmitglieder sind zugleich Aktionäre der Gesellschaft mit wesentlichem Einfluss.
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung der Umsätze abhängig.
Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Januar 2010 ist keine Aufgliederung der Einkünfte nach Personen mehr erforderlich. Die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
| Gewährte Zuwendungen | 2012/13 | 2013/14 | 2013/14 | 2013/14 |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | (Min.) | (Max.) | ||
| Festvergütung | 500 | 500 | 500 | 500 |
| Nebenleistungen | ||||
| KFZ-Gestellung | 15 | 16 | 15 | 16 |
| SV AGA | 22 | 26 | 26 | 26 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 537 | 542 | 543 | 543 |
| Einjährige variable Vergütung | 42 | 0 | 42 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 42 | 0 | 42 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 580 | 544 | 544 | 544 |
| Zufluss in TEUR |
2012/13 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Festvergütung | 500 | 500 |
| Nebenleistungen | ||
| KFZ-Gestellung | 15 | 16 |
| SV AGA | 22 | 26 |
| Sonstiges | 0 | 0 |
| Summe | 537 | 542 |
| Einjährige variable Vergütung | 14 | 28 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 |
| Summe | 14 | 28 |
| Versorgungsaufwand | 1 | 1 |
| Gesamtvergütung | 551 | 571 |
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten.
Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 9.133 (Vorjahr TEUR 8.972) haben die Herren Heinz Schier und Wilhelm Berger (beide Herren waren bzw. sind Vorstände der damaligen B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Herr Berger ist zugleich Aktionär der Gesellschaft), Sicherheiten gestellt.
Darüber hinaus bestehen im Konzern Kapitalgarantien ehemaliger Gesellschafter, die eine Eigenkapitalzufuhr zugunsten der Tochtergesellschaft in Österreich garantieren, sollten bestimmte, in der Garantieerklärung festgelegte Bilanzrelationen in Bezug auf den Teilkonzernabschluss in Österreich nicht eingehalten werden. Auf Basis des Jahresabschlusses vom 30.06.2012 sind die Voraussetzungen zum Eintritt des Garantiefalles 2012 erfüllt. Herr Wilhelm Berger ist seiner Verpflichtung durch Übertragung von festverzinslichen Wertpapieren an das Unternehmen umgehend und in voller Höhe (TEUR 2.746) nachgekommen; gegen Herrn Heinz Schier mussten gerichtliche Schritte eingeleitet werden. Der Ansatz der Forderung erfolgte zum beizulegenden Zeitwert (TEUR 1.373) und beträgt zum 30.06.2014 durch aufgelaufene Zinsen TEUR 1.453.
Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10), Prof. Dr. Johann Bertl mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10).
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft.
Organe der Gesellschaft
Dem Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gehörten an:
| Vorstand | Zuständigkeitsbereiche |
|---|---|
| Wilhelm Berger | Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft |
| Salzburg, Österreich | Sprecher des Vorstands |
| Finanz- und Rechnungswesen, | |
| Zuständig für die Bereiche | Investor-Relations, Beteiligungen, Revision, Vertrieb |
| (Controlling, Umsatzplanung), Cash-Management. | |
| Peter Bauch | Vorstand der Banksysteme Aktiengesellschaft |
| München | Forschung und Entwicklung |
| Zuständig für die Bereiche: | Organisation und Infrastruktur, Personal und Recht |
| Vertrieb (Projekte und Termine), Marketing. |
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten an:
| Aufsichtsrat | Mitglied in folgenden weiteren Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Ausland: |
|---|---|
| o. Univ. Prof. Mag. Dr. rer. soc. oec. Herbert Kofler Klagenfurt, Österreich Professor für Wirtschaftswissenschaften Vorsitzender des Aufsichtsrats |
IMMOFINANZ AG, Wien, Vorsitzender Kärntner Sparkasse AG, Klagenfurt Privatstiftung der Kärntner Sparkasse AG, Klagenfurt redstars.data.com AG, Wien Wirtschaftstreuhänder-Akademie GmbH, Wien |
| Hon. Prof. Mag. Dr. Johann Bertl Seekirchen, Österreich Wirtschaftsprüfer Stellvertreter des Vorsitzenden |
Spänglerbank AG, Salzburg Wiesner & Hager Möbel GmbH, Altheim |
| Dr. Werner Steinwender Salzburg, Österreich Rechtsanwalt |
- |
Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes und des Aufsichtsrates verweisen wir auf vorstehenden Abschnitt "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen".
Angaben zu § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Im Geschäftsjahr 2013/14 fand ein meldepflichtiges Wertpapiergeschäft statt.
Die Centralway Ventures AG (Zug, Schweiz) hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft am 10.04.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,00003% (das entspricht 186.300 Stimmrechten) betragen hat. Diese Stimmrechte sind über die Centralway AG (Zug, Schweiz) und die Digerati AG (Zug, Schweiz) Herrn Martin Saidler (Schweiz) zuzurechnen.
Herr Peter Bauch, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10.10.2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10.10.2008 durch Aktien die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 23,59% (das entspricht 1.464.615 Stimmrechten) beträgt.
Herr Wilhelm Berger, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31.05.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 25.05.2010 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 25,16% (das entspricht 1.562.462 Stimmrechten) beträgt.
Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 20,13% (das entspricht 1.250.065 Stimmrechten) betragen hat.
Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 21,78% (das entspricht 1.352.665 Stimmrechten) betragen hat. 20,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.250.065 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der COR&FJA Austria Ges.m.b.H. zuzurechnen.
Herr Heinz Schier, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.06.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.
Sonstige Angaben nach § 315a HGB
Konzernabschlussprüferhonorar
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beinhaltet ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40).
Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com_content&view=article&id=144&Itemid=59
München, am 04.September 2014
Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand
»Konzern - Lagebericht«
Präambel
Der vorliegende Lagebericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014.
1 Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme
Durch langjährige Erfahrung in der Realisierung von Software für Finanzdienstleister hat sich die Unternehmensgruppe B+S Banksysteme zu einem führenden Anbieter entwickelt, der mit innovativen Anwendungen schon heute Anforderungen der Zukunft an skalierbare, leistungsfähige Standardsoftware für den europäischen Raum abdeckt. Mandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Plattformunabhängigkeit, komplette Abbildung von Geschäftsprozessen und die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Finanzsektors kennzeichnen die auf modularer Architektur basierende Software. Integration in komplexe Handelssysteme, realtime- und online-Fähigkeit sowie vollständige Verarbeitung im Straight Through Processing über alle Kommunikationskanäle (Multikanalfähigkeit) bis hin zum Endto-End-Processing zählen zum Standard.
Die Unternehmensgruppe B+S Banksysteme bietet eine umfassende und leistungsfähige Produktpalette als Ergänzung für das Core Banking im Aktiv- und Passivbereich. Im Einzelnen umfasst dies den gesamten Zahlungsverkehr (national, international und Euro) einschließlich SEPA (credit-transfer und direct debit), Treasury und Trading, Währungs- und Risikomanagement sowie Electronic-Banking. Für die gesamte Produktpalette bietet B+S seinen Kunden auch umfangreiche Wartungs- und Support-Leistungen an.
Mit dem 'on demand service' stellt die B+S Banksysteme ihren Kunden einen zusätzlichen Service zur Verfügung. Durch den Betrieb eines leistungsfähigen Rechenzentrums mit einem Höchstmaß an Verfügbarkeit und einer damit verbundenen nutzungsorientierten Abrechnung (ASP), ergeben sich für die Kunden Ausbaumöglichkeiten und Einsparpotentiale. Bestehende Anwendungen können problemlos integriert, erweitert oder ganz ersetzt werden.
1.2 Die Märkte der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme
Die Märkte für die automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, und hier speziell jene für Finanzdienstleister, verzeichneten im Berichtszeitraum ein weiteres Wachstum. Dennoch ist die Entwicklung der Märkte und das Wachstum noch immer vorsichtig zu bewerten, da nach wie vor Zusammenlegungen von Infrastrukturen in Folge von Fusionen von Banken und Rechenzentrumsdienstleistern durchgeführt werden. Im deutschsprachigen Raum herrscht ein starker Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern. Nur die innovativsten, sichersten und anwenderfreundlichsten Softwarelösungen können am Markt bestehen. Somit wird jeder Software-Anbieter für den Finanzsektor gezwungen, die Entwicklung gezielt voranzutreiben. Nicht zuletzt wegen ihrer Flexibilität und kurzen Entwicklungszyklen konnte die Unternehmensgruppe B+S Banksysteme ihre Marktstellung im Bereich Software für Finanzmanagement ausbauen.
1.3 Produkte der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme
1.3.1 Produktangebot
Durch die gezielte Konzentration auf die Produktgruppen
- Electronic-Banking
- Zahlungsverkehr
- Treasury & Trading
- Währungsmanagement
- Risikomanagement
konnte die Akzeptanz bei Bestandskunden und Partnern maßgeblich gesteigert werden. Dies ist deutlich und nachweislich an den Anfragen von Interessenten, direkt oder über neue Partner, erkennbar.
1.3.2 Lösungen für das Electronic-Banking
Electronic-Banking dient nach wie vor der Darstellung und Abwicklung der Banken im Privatkundenbereich. Dabei werden die kundenindividuellen bzw. marktspezifischen Anforderungen berücksichtigt. Den Kunden aus der Finanzbranche wird unter der besonderen Berücksichtigung der gestiegenen Sicherheitsanforderungen ein breit gefächertes, maßgeschneidertes Produkt- und Dienstleistungsportfolio, verstärkt durch fachspezifisches Prozess-Know-how, angeboten. Individuelle Projekte, die mit Produkten der B+S Banksysteme angeboten werden, erzielen hierbei hohe Margen.
1.3.3 Lösungen für das Commercial Banking
Die Lösungen für das Commercial Banking umfassen neben dem integrierten Zahlungsverkehr alle notwendigen Service-Module wie
- Reklamations- und Gebührenmanagement
- Elektronische Aktenführung
- Kontenabstimmung.
Funktional zeichnen sich die Produkte des Commercial Banking durch länderübergreifende Mandanten- und Mehrwährungsfähigkeit aus.
SEPA (Debit und Credit) ist Bestandteil des B+S - Zahlungsverkehrs.
1.3.4 Lösungen für das Treasury
In den Lösungen für das Treasury/ Trading werden die Bereiche
- FX Management
- Money Market
- Derivative Finanzinstrumente
integriert für Front-, Middle- und Back-Office dargestellt. Für die B+S-Vollanwender entfällt somit eine sonst übliche, aufwendige Schnittstellenrealisierung.
1.3.5 Lösungen für das Risikomanagement
Mit den Modulen des Risikomanagements stellt die Unternehmensgruppe B+S Banksysteme ihren Kunden seit Einführung der Kapitaladäquanzrichtlinie ein Instrument für die Risikomessung und –darstellung im Eigenhandel und auf Gesamtbankebene zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Meldeanforderungen der Bankenaufsicht inklusive der Berechnung der Eigenmittelunterlegung erfüllt. Die ermittelten Risiken werden online für
- den Handel
- das Risikocontrolling
- die Finanzbuchhaltung
- die Geschäftsleitung
zur Verfügung gestellt.
1.4 Steuerungssystem
Zur Planung und Steuerung werden im Konzern vor allem die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Betriebskosten (alle Kosten ohne Finanz- und Steuerergebnis), Liquidität (Bestand an liquiden Mitteln), EBIT sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/ Bilanzsumme) verwendet. Diese werden monatlich durch den Vorstand im Rahmen der Monatsabschlüsse analysiert. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird vor allem die Mitarbeiter-Fluktuation (Abgänge/ mittlerer Personalbestand) herangezogen, da diese auch die Mitarbeiterzufriedenheit wiederspiegelt. Die Mitarbeiter-Fluktuation wird jährlich im Rahmen der Planung ermittelt.
Das Wachstum wird anhand der Umsatzveränderung gemessen. Das Ziel von B+S Banksysteme ist es, ein stetiges Wachstum zu erreichen. Die Profitabilität wird in erster Linie anhand des EBITs gemessen. Dabei wird versucht, die Kosten möglichst gering zu halten und ein positives Ergebnis anzustreben. Die Steuerung der Liquidität wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement und eine detaillierte Investitionsplanung unterstützt.
Um die Wachstums- und Effizienzpotenziale identifizieren zu können, finden 14-tägig Meetings des Management Boards, Vorstandssitzungen und ein jährliches Strategiemeeting statt. Des Weiteren gibt es eine Jahres- und Investitionsplanung, laufende Prognoserechnungen und Personalplanungen.
1.5 Entwicklung
Die laufende Entwicklung und Verbesserung unserer Softwareprodukte steht im Vordergrund mit unserem Anspruch der Sicherung höchster Qualitätsansprüche.
Die Entwicklungsvorhaben wurden auch im Geschäftsjahr 2013/14 weiter vorangetrieben. Die anfallenden Anpassungsentwicklungen der bereits bei den Kunden eingesetzten Produkte wurden, wie in den letzten Jahren, im Rahmen der bestehenden Wartungsverträge realisiert. Die Produkte wurden zudem auf neue Technologien umgestellt, um die Marktfähigkeit auch für die Zukunft zu gewährleisten.
Die sich in der Wartung befindlichen Produkte werden konsequent einer strengen ROI-Betrachtung unterzogen und das Produktportfolio gestrafft. Teilprodukte, die keine Marktfähigkeit aufweisen, werden nicht mehr weiterentwickelt bzw. eingestellt.
Die Kosten für die Entwicklungen können im IT-Bereich naturgemäß nicht von den Forschungsaufwendungen getrennt werden. Aus diesem Grund ist eine Aktivierung in der Bilanz nicht möglich.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Geschäftsentwicklung
Obwohl sich im Berichtszeitraum 01.07.2013 bis 30.06.2014 bei den Neuaufträgen der Trend aus dem Jahr 2012/2013 nicht fortgesetzt hat geht die Geschäftsleitung von einer nachhaltigen positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe aus.
Im Geschäftsjahr 2013/14 ist ein operativer Umsatz von TEUR 7.186 erzielt worden. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von TEUR 804 bzw. 10 %. Bei den Lizenzverkäufen musste ein Rückgang von TEUR 892 (das entspricht 37,5 %) auf TEUR 1.482 verzeichnet werden. Dies liegt vor allem an einer Einmallizenz, die im Vorjahr verkauft wurde. Die Wartungs- und Supportumsätze sind im Vergleich zum Vorjahresumsatz um TEUR 149 bzw. 4 % auf TEUR 3.633 gesunken. Die Umsätze im Bereich Hosting sind um TEUR 94 bzw. 7 % auf TEUR 1.465 gestiegen. Die sonstigen Erlöse betrugen TEUR 234 (Vorjahr TEUR 89). Die sonstigen Erlöse beinhalten im Wesentlichen Umsätze für Schulungen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit B+S–Lizenzen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr TEUR 260) wurden im Wesentlichen durch Vermietung freier Büroflächen in Salzburg erzielt.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Leistungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr TEUR 57) bezogen, es handelt sich hierbei um zugekaufte Entwicklungsleistungen.
Die Personalkosten sind von TEUR 4.712 im Vorjahr auf TEUR 4.609 im Geschäftsjahr (-2%) gesunken. Dabei entfielen TEUR 3.562 die Gehälter und TEUR 1.047 auf soziale Abgaben und sonstige Personalaufwendungen.
Der Anstieg im Bereich der Abschreibungen in 2013/14 um TEUR 47 auf TEUR 594 ist bedingt durch die planmäßigen Abschreibungen und durch die Aktivierung neuer Entwicklungssoftware (TEUR 203) in der B+S Banksysteme Salzburg GmbH.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 1.737 (Vorjahr TEUR 2.039). Im Bereich Fuhrpark betrugen die Aufwendungen TEUR 375 (Vorjahr TEUR 472). Die Raumkosten lagen bei 134 TEUR (Vorjahr TEUR 155, hierin sind Umzugskosten in Höhe von TEUR 18 enthalten). Die Grundstückspacht für das Bürogebäude in Salzburg betrug TEUR 103 (Vorjahr TEUR 100) und die Reisekosten stiegen um TEUR 3 auf TEUR 111. Die Kosten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 56 gefallen, ebenso die Kosten für die Hauptversammlung (- TEUR 17), für Versicherungen (- TEUR 2) und für Telekommunikation (- TEUR 12), Beiträge und Gebühren (- TEUR 4), die Aktienbetreuung (- TEUR 3) und die Rechts- und Beratungskosten (- TEUR 73). Die Kosten für Wartung und Instandhaltung betrugen TEUR 252 (Vorjahr TEUR 256).
Die Veränderung der latenten Steuern führte zu einem Steuerertrag von TEUR 226 (Vorjahr TEUR 105).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2013/14 bei TEUR 205 (Vorjahr TEUR 561). Das EBIT sank von TEUR 894 im Vorjahr auf TEUR 433 im Geschäftsjahr. Der Jahresüberschuss betrug TEUR 354 (Vorjahr TEUR 623).
2.2 Auftragslage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte weiterhin eine Festigung in den wichtigen Kernprodukten festgestellt werden. So konnte man sich bei Bestandskunden auch in neuen finanznahen Nischen etablieren und somit langfristige Lizenzund Wartungsumsätze sichern. Neben der Realisierung der Neuaufträge wird der vertriebliche Schwerpunkt weiterhin auf die Vermarktung der weiterentwickelten Produktpalette gelegt werden. Mit Bestandskunden wird im Geschäftsjahr 2014/15 ein Fixumsatz von ca. 5.098 TEUR erzielt werden. Für ca. 1.000 TEUR liegen bereits Aufträge vor und für weitere ca. 511 TEUR wurden bereits Angebote versandt. Darüber hinaus werden mit drei Privatbanken vielversprechende Gespräche geführt.
2.3 Prognose/ Ist Vergleich
Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz von TEUR 8.000 – 8.500 konnte leider nicht erreicht werden. Diese Differenz lag an einigen Themen mit Bestandskunden, die noch nicht realisiert werden konnten.
Die operative Gewinnmarge (Betriebsergebnis/ Umsatz) lag bei 6 % und somit unter dem erwarteten Korridor von 10 - 15 %. Die unter den Erwartungen liegende operative Gewinnmarge folgt dem nicht Erreichen der geplanten Umsätze, da die Aufwendungen nur zu einem geringen Teil umsatzvariabel sind.
2.4 Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2013/14 gibt es kaum Veränderungen in der Vermögensstruktur.
Das Anlagevermögen, bestehend aus Softwarelizenzen in Höhe von TEUR 797, Kundenstamm TEUR 235, Markenrechten TEUR 71, Firmenwerten in Höhe von TEUR 11.614, Sachanlagevermögen (Bürogebäude in Salzburg, Büroeinrichtung und EDV-Ausstattungen) in Höhe von TEUR 4.037, Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 2.804 und einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie in Höhe von TEUR 2.602, beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 83 %, im Vorjahreszeitraum 85 % der Bilanzsumme. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird jährlich durch einen Impairmenttest überprüft.
Beim kurzfristig gebundenen Vermögen ist zum Bilanzstichtag eine geringfügig niedrigere Bindung in Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände inkl. Steueransprüche zu beobachten. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Lizenzabrechnungen zum Bilanzstichtag und kurz vor dem Bilanzstichtag fertiggestellte Projekte. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 15,5% der Bilanzsumme (2012/13 14,7 % der Bilanzsumme). Dabei erhöhte sich auch der prozentuale Anteil an liquiden Mitteln von 5,8 % im Vorjahr auf 6,5 %.
Die aktiven latenten Steuern betrugen im Geschäftsjahr 2013/14 TEUR 304 (Vorjahr TEUR 115).
Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten (inkl. passiven Rechnungsabgrenzungsposten) nahm im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 96 zu und beträgt nun 48 % (Vorjahr 48 %) der Bilanzsumme. Dabei sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2013/14 um TEUR 160 auf TEUR 207, die erhaltenen Anzahlungen sanken von TEUR 99 auf TEUR 92 und die sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten stiegen um TEUR 211 auf TEUR 2.776.
2.5 Finanzlage
Die Liquidität zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.549 auf TEUR 1.731 gestiegen und ist auch im Geschäftsjahr 2013/14 zu jeder Zeit durch Verträge mit Bestandskunden gesichert gewesen. Der Mittelzufluss zum Bilanzstichtag aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR +697 (Vorjahr TEUR +1.770). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -223 (Vorjahr TEUR -811). Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich Zahlungsabflüsse in Höhe von TEUR -292 (Vorjahr TEUR -563). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen überwiegend aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr TEUR 369), aus Lieferungen und Leistungen TEUR 207 im Vergleich zu TEUR 367 im Vorjahr und aus Verbindlichkeiten aus Gehaltsnebenkosten in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr 581).
Wesentliche Investitionen sind im kommenden Geschäftsjahr nicht geplant. Es besteht eine zugesagt Kreditlinie über TEUR 500, die aber noch nie in Anspruch genommen wurde.
Das Eigenkapital hat sich um den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss (TEUR 354) sowie um die Marktbewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens (TEUR 43) und durch den Verkauf der eigenen Anteile (TEUR 104) verbessert. Zudem verweisen wir hierzu auch auf die Erläuterungen auf Seite 20 des Anhangs in diesem Bericht.
Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital TEUR 7.855 (+ TEUR 490). Die Eigenkapitalquote beträgt 29,5 % (Vorjahr 27,8%). Ziel des Finanzmanagement ist es, die Liquidität zu sichern und zu erhalten, die Eigenkapital-Quote zu maximieren.
2.6 Investition und Finanzierung
Das Anlagevermögen hat sich nicht nennenswert verändert. Neue Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2013/14 im Bereich des Sachanlagevermögens mit TEUR 20 und im Bereich Software mit TEUR 203 vorgenommen. Wesentliche Investitionsverpflichtungen lagen zum Stichtag nicht vor.
2.7 Personalentwicklung
Die Entwicklung der Personalstruktur im Geschäftsjahr 2013/14 kann wiederum als ausgeglichen bezeichnet werden. Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt in 2013/14 64 Mitarbeiter sowie zwei Vorstände, gegenüber 73 Mitarbeiter und zwei Vorständen im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2012/13.
Die Fluktuations-Rate betrug im Geschäftsjahr 2013/14 0,44 % im Gegensatz zum Vorjahr mit 18,00 %. Dies spiegelt auch die gestiegene Mitarbeiterzufriedenheit wieder.
Neben einer ausgewogenen Stellenbesetzung kommt der laufenden Fortbildung unserer Mitarbeiter erhöhte Bedeutung zu; nur so können wir weiterhin den hohen Qualitätsansprüchen unserer Kunden positiv begegnen.
2.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
In einem weiterhin sehr schwierigen Umfeld konnte B+S Banksysteme alle seine Bestandskunden und somit die vertraglich gesicherten Umsätze absichern. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Sachverhalte sind wir mit der Lage des Unternehmens, insbesondere im Hinblick auf die um den Bilanzstichtag abgeschlossenen Neuverträge, zufrieden.
3 Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse haben sich seit dem Bilanzstichtag nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Konzernentwicklung nach sich ziehen könnten.
4 Prognosebericht
Durch die Positionierung der B+S Banksysteme im Markt, mit einer deutlichen Intensivierung der Kunden- und Partnerbeziehungen, ist wiederum ein weiteres stabiles Geschäftsjahr zu erwarten. Ziel ist es weiterhin, neben dem Neukundengeschäft die Geschäftsbeziehung zu Bestandskunden weiter auszubauen und darüber eine deutliche Steigerung des operativen Geschäftsbetriebes zu erreichen.
Aufgrund der Weiterentwicklung des Produktportfolios in den Kerngeschäften geht die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2014/15 von einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf aus. So ist für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatz in Höhe von ca. TEUR 8.500 geplant. Die Prognose basiert auf den vorhandenen Bestandsverträgen, sowie auf den laufenden Vertriebsprojekten, aus denen wir in Zusammenhang mit den im Berichtsjahr entwickelten neuen Produkten, wie zum Beispiel I-Apps, EBICS-Server, IBAN-Konverter, SEPA-Datenträgerkonvertierung, das Wachstum erreichen wollen. Bei erwarteten Kosten von ca. TEUR 7.300 in 2014/15 wird des EBIT bei ca. TEUR 1.200 im kommenden Geschäftsjahr liegen. Aufgrund der positiven EBITs und der geringen Investitionstätigkeit erwartet die Gesellschaft auch einen leichten Anstieg der Liquidität und der Eigenkapitalquote.
Die Erreichung dieser Zielsetzung ist jedoch von einigen äußeren Faktoren, wie beispielsweise dem Kunden- oder dem Marktumfeld, sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Aufgrund der besonderen Situation im EURO-Raum sind treffende Prognosen nur schwer zu erstellen.
Um den nichtfinanziellen Leistungsindikator der Mitarbeiter-Fluktuation möglichst niedrig zu halten, werden neben diversen sozialen Leistungen Schulungen und Fortbildungen durchgeführt, um die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu verbessern.
5 Chancen und Risiken
5.1 Risikomanagement, Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem
Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Chancen werden im Management-System nicht erfasst. Die Risikomanagementstrategie verfolgt die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie die Übertragung dieser auf Dritte. Im Rahmen einer definierten Risikobereitschaft geht B+S bewusst Risiken ein, wenn diese unvermeidbar sind oder wahrscheinlich durch Chancen kompensiert werden. Ein Risikomanagementsystem gibt keine absolute Garantie für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt die Handhabung, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen, zu steuern und die Unternehmensziele zu erreichen.
Die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der B+S. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche ein. Zur Unterhaltung und Umsetzung des Systems bestehen Richtlinien zur Risikoberichterstattung. Der B+S hat sein Risikomanagementsystem stetig ausgebaut und kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen angepasst.
Generell umfassen das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse. Das interne Kontrollsystem ist so ausgerichtet, dass es ausreichend Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses gewährleistet. Es unterstützt zudem die Steuerung und Kontrolle des gesamten Konzerns. Darüber hinaus unterliegt der Jahresabschluss einmal jährlich einer Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer.
Das interne Kontrollsystem folgt einer Risikoinventur, die systematisch ein ausreichend großes Spektrum an Risikofeldern der B+S Gruppe abdeckt. Im Rahmen der Revision und Prüfung nach ISAE 3402 (Assurance Reports on Service Organisation) wird die Einhaltung der festgelegten Sicherheitsstandards geprüft. Das System berücksichtigt sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unternehmensspezifischen Besonderheiten als auch die relevanten Vorschriften. Es wird im Rahmen der laufenden Revision festgelegt, welche gesetzlichen Vorschriften und damit einhergehende interne Richtlinien eingehalten und überwacht werden müssen.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind die wesentlichen Merkmale des bei der gesamten Unternehmensgruppe bestehenden internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems wie folgt:
Für alle wesentlichen, rechnungslegungsrelevanten Prozesse wird das Prinzip der Funktionstrennung beachtet (u.a. Vieraugenprinzip, analytische Prüfungen). Das eingesetzte Personal verfügt über die notwendige Fachausbildung und besucht regelmäßige Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen. Die Bilanzierung erfolgt gemäß den konzernweiten Bilanzierungsrichtlinien.
Die eingesetzten EDV-Systeme und Tools sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird Standardsoftware verwendet, für weiterführende Verarbeitungsprozesse wird hauptsächlich Excel als Verarbeitungstool eingesetzt. Alle rechnungslegungsrelevanten Schlüsselfunktionen sind im Organigramm direkt dem Vorstand zugeordnet.
Die gesamte Unternehmensgruppe ist im Rahmen der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit auf funktionierende EDVund Kommunikationssysteme angewiesen. Um Störungen, Beeinträchtigen oder Defekte an der IT-Infrastruktur oder einzelner Komponenten dieser Systeme zu vermeiden und Störanfälligkeiten frühzeitig zu erkennen, wird eine laufende Revision nach dem Standard ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagement) durchgeführt und durch externe Dienstleister einer jährlichen Prüfung unterzogen.
Jedes Jahr wird ein Risk-Assessmentbericht erstellt, der mit dem Vorstand erörtert wird und ggf. werden verbessernde Maßnahmen eingeleitet. Im IT Security Framework als Teil des Risikomanagements wird das erforderliche Sicherheitsniveau der IT-Systeme des Unternehmens festgelegt. Die IT-Sicherheitsrichtlinie, die ebenfalls Bestandteil des Risikomanagements ist, regelt die besonderen Sicherheitsbedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens sowie die Umsetzung beim Betrieb von IT-gestützten Verfahren bzw. den beim Unternehmen eingesetzten IT-Systemen. Daneben gibt es einen Computer Security Incident Response Plan (CSIRP) für den Fall, dass ein unerwartetes Ereignis, das eine unmittelbare oder mögliche Auswirkung auf die Organisation, Vermögen oder Ansehen hat eintritt. Dies war im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht der Fall.
Die Rechnungslegung erfolgt gemäß den im Anhang beschriebenen Grundsätzen. Die Mitarbeiter des Rechnungswesens sind direkt dem Vorstand unterstellt. Dieser überzeugt sich in kurzen regelmäßigen Abständen von der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Ferner hat der Vorstand direkten Zugriff auf das Controlling-Tool, so dass ständig eine Überwachung durchgeführt wird. Durch ein Customer Relationship Management Tool wird der geplante und der realisierte Umsatz wöchentlich mit den verantwortlichen Mitarbeitern verifiziert. Ferner erfolgt stetig eine Plan-Ist-Abweichungsanalyse in Bezug auf Umsatz und Kosten. Die Überwachung der Liquidität erfolgt wöchentlich. Alle Eingangsrechnungen werden durch den verantwortlichen Vorstand freigegeben.
Die Liquidität der B+S Banksysteme ist für das kommende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Juli 2014 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen, in alle Konzerngesellschaften gesichert. Obwohl es sich beim überwiegenden Anteil der Kunden um Bankinstitute mit sehr geringem Ausfallrisiko handelt, kann ein Forderungsausfall dennoch nicht ausgeschlossen werden. Um diesem Risiko vorzubeugen, wird die Bonität eines Unternehmens vor Annahme eines Auftrages überprüft. Ein im Bereich der Finanzbuchhaltung installiertes Mahnwesen sichert außerdem die termingerechte Einbringung von offenen Forderungen.
Das Ergebnis des Kennzahlensystems mit Früh- und Spätindikatoren führt zur Identifizierung von internen und externen Risiken und gewährleistet dem Management eine nachhaltige Kontrolle der Unternehmensziele. Mögliche Bedrohungen können frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.
5.2 Marktrisiken
Die Weltwirtschaft hat ab der zweiten Jahreshälfte 2013 wieder einen leichten Aufschwung erhalten. Jedoch ist das Zinsniveau nach wie vor sehr gering. Als Folge dessen sind die Institute noch immer gezwungen, mit Kosteneinsparungen im Personal- aber auch im Investitionsbereich zu reagieren. An diesen Rahmenbedingungen wird sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich nicht viel ändern. Auf kurze Sicht muss zunächst im Zuge genereller Einsparungen auch bei den Investitionen in Software-Projekte mit Kürzungen gerechnet werden.
5.3 Marktchancen
Der bei den Banken durch die Krise entstandene Kostendruck und die damit notwendigen Personaleinsparungen werden mit effizienterer Technik ausgeglichen und damit insbesondere Software beschafft. Zudem ist mit einem noch stärkeren Konzentrationsprozess in der Finanzbranche und einer verstärkten Verlagerung von IT-Infrastruktur auf Rechenzentren zu rechnen. B+S hat diesen Trend frühzeitig erkannt und kann durch den Betrieb eines Rechenzentrums die entsprechende Dienstleistung anbieten. Diese wird auch von den Kunden gerne in Anspruch genommen.
5.4 Personalrisiken
Die Entwicklung des Arbeitsmarkts an den Standorten Salzburg und München ist weiterhin positiv und wird auch für die kommenden zwei Jahre verhalten optimistisch gesehen. Die Situation am IT – Sektor hat sich zu den Vorjahren kaum verändert; die Anzahl von Absolventen der einschlägigen Fach- bzw. Hochschulen ist konstant. Bislang gab es bei B+S Banksysteme keinerlei Schwierigkeiten, geeignete neue Mitarbeiter zu finden. Wie jedes technisch innovative Unternehmen ist auch B+S Banksysteme vom Know-How der einzelnen Mitarbeiter abhängig. Als Gegenmaßnahme begegnet B+S Banksysteme den Personalrisiken mit gezielten Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Diese werden zudem durch stetige Fortbildungsmaßnahmen erhöht.
5.5 Produktrisiken
Aufgrund der sehr innovativen Branche besteht immer ein Risiko, dass Markttrends nicht rechtzeitig erkannt und bedient werden. Ferner müssen die entwickelten Produkte vor dem Hintergrund der hohen Regulationsdichte und der Anzahl der zu beachtenden Vorschriften der Finanzbranche bestehen.
5.6 Produktchancen
Durch die Straffung des Produktportefeuilles wurde ein ausgewogenes Chancen- / Risikoverhältnis erreicht. Einerseits wird durch die Spezialisierung am Markt eine bedeutend höhere Akzeptanz erzielt, andererseits können die vorhandenen Kapazitäten gezielt für momentan benötigte Lösungen eingesetzt werden. Es ist aber Ziel der B+S Banksysteme, das Lizenz- und ASP-Geschäft (=Rechenzentrumsbetrieb) weiter voranzutreiben, um eine größere Diversifikation und somit größtmögliche wirtschaftliche Sicherheit zu erreichen. Im stattfindenden Verdrängungswettbewerb hat sich B+S Banksysteme durch die bekannt hohe Qualität und die innerhalb der Branche kommunizierte hohe Kundenzufriedenheit gut behaupten können.
5.7 Ausfallrisiko
Die Unternehmensgruppe B+S Banksysteme erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Kunden jeweils mehr als 10 % ihres Umsatzes. Der Verlust dieses Kunden würde jedoch nicht zu einem bestandsgefährdenden Entfall von Einnahmen und Deckungsbeitrag führen.
Die B+S Banksysteme vertreibt Ihre Produkte im Banken- und Finanzsektor. Die den Geschäften zugrunde liegenden Verträge sind privatwirtschaftliche Verträge und unterliegen dem üblichen Geschäftsrisiko und somit auch dem Risiko eines Forderungsausfalls. Die Kunden der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme gehören überwiegend zum Bankensektor und das Ausfallrisiko ist demnach als eher gering einzuschätzen. Ein Forderungsausfall kann dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es wird deshalb die Bonität vor Auftragsannahme geprüft.
5.8 Haftungsrisiko
In der Softwareentwicklung ist das Auftreten unvorhersehbarer Programmierfehler nicht auszuschließen. In den Kundenverträgen der Unternehmensgruppe B+S Banksysteme sind entsprechende Bestimmungen enthalten, die das Risiko des Unternehmens bezüglich potenzieller Produkt- und Haftungsansprüche begrenzen. Entsprechende Versicherungen zur Einschränkung der Risiken hat das Unternehmen abgeschlossen. Es ist jedoch möglich, dass die haftungsbegrenzenden Vertragsbestimmungen nicht in allen Fällen ausreichend sind und dadurch Risiken entstehen.
Obwohl bei der B+S Banksysteme bislang keine Fälle von Produkt- oder Projekthaftung oder Ansprüche wegen wirtschaftlichen Verlusten geltend gemacht worden sind, ist die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dem Risiko derartiger Ansprüche ausgesetzt. Um ein eventuelles Risiko für das Unternehmen klein zu halten, wurde eine Versicherung für Vermögensschäden abgeschlossen.
5.9 Finanzrisiken
Die B+S finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Darüber hinaus bestehenden Verbindlichkeiten, denen finanzielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente gegenüberstehen Die Fremdfinanzierung im Tochterunternehmen B+S Banksysteme Salzburg GmbH ist mit einer Kapitalgarantie durch die ehemaligen Gesellschafter abgesichert. Um das Risiko auf möglichst geringem Niveau zu halten, wird die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auf Basis der monatlichen Meldungen und Quartalsabschlüsse sowohl im Einzelabschluss als auch im Konzern analysiert sowie die Prognosen mit Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr abgeglichen.
5.10 Finanzchancen
Als Chance ist das niedrige Zinsniveau zu sehen. Dieses wirkt sich positiv auf das Finanzergebnis des Tochterunternehmens und somit auch auf das Konzernergebnis aus.
5.11 Währungsrisiken
Die Unternehmensgruppe B+S Banksysteme erbringt Umsätze im EURO-Raum und in der Schweiz. Währungsrisiken spielen für die Gesellschaft daher keine bedeutende Rolle.
5.12 Zusammenfassung
Alle genannten Risikofaktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beeinflussen. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre und auf Grund der Tatsache, dass bis zum heutigen Tag kein Versicherungsfall eingetreten ist, wird das Risiko vom Vorstand als gering eingeschätzt.
Insgesamt sind die Risiken begrenzt. Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach Einschätzungen des Vorstands gegenwärtig und in absehbarer Zukunft keine wesentlichen Einzelrisiken, die als existenziell einzustufen wären. Aufgrund der Cashflow-Stärke des Geschäfts und der soliden Finanzierungsstruktur sieht die Unternehmensführung auch in der Gesamtsumme der einzelnen Risiken den Fortbestand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft nicht gefährdet.
In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung in einem Top-Down-Ansatz dargestellt. Dabei ist bei der Eintrittswahrscheinlichkeit zu unterscheiden in unwahrscheinlich (0% - 40%), eventuell (41% - 60%) und wahrscheinlich (61% - 99%). Die möglichen finanziellen Auswirkungen können, bezogen auf das EBIT, unbedeutend, wesentlich oder gravierend sein.
| Risiken | Eintrittswahr scheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Gesamt beurteilung |
|---|---|---|---|
| Marktrisiken | eventuell | wesentlich | relevant |
| Personalrisiken | eventuell | wesentlich | relevant |
| Produktrisiken | eventuell | wesentlich | relevant |
| Ausfallrisiken | unwahrscheinlich | wesentlich | unwesentlich |
| Haftungsrisiken | unwahrscheinlich | wesentlich | unwesentlich |
| Finanzrisiken | unwahrscheinlich | unbedeutend | unwesentlich |
| Währungsrisiken | unwahrscheinlich | unbedeutend | unwesentlich |
Unabhängig davon werden Bestandspflege, gezielte Leistungsoptimierungen und vorausschauende Realisierung von zum Beispiel regulatorischen Anforderungen auch künftig die Umsatzbasis im Unternehmen absichern. Aus den daraus resultierenden vertraglich fixierten Einnahmen sollen auch zukünftig alle Fixkosten abgedeckt werden.
Zusätzliches Wachstum wird im Wesentlichen durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern und durch beste Referenzen innerhalb der Bankenbranche erzielt werden.
In der nachfolgenden Tabelle werden die zuvor genannten Chancen analog der Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung in einem Top-Down-Ansatz dargestellt:
| Chancen | Eintrittswahr scheinlichkeit |
Mögliche finanzielle Auswirkung |
Gesamt beurteilung |
|---|---|---|---|
| Produktchancen | wahrscheinlich | wesentlich | wesentlich |
| Marktchancen | wahrscheinlich | wesentlich | wesentlich |
| Finanzchancen | eventuell | unbedeutend | unwesentlich |
6 Übernahmerelevante Angabe (Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht nach § 175 Abs. 2 AktG n.F.)
6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Abs. 4 Nr. 1)
Das Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beträgt EUR 6.209.933,00 und ist in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.
6.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Abs. 4 Nr. 2)
Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sind nicht beschränkt.
6.3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital (Abs. 4 Nr. 3)
Herr Berger (Österreich) ist mit 25,16%, Herr Bauch (Deutschland) mit 23,59%, die COR&FJA AG (Leinfelden-Echterdingen, Deutschland) mit 21,78% und Herr Martin Saidler (Schweiz) mit 3,00% am Kapital der Gesellschaft beteiligt.
6.4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Abs. 4 Nr. 4)
Es gibt bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Inhaber von Aktien, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse besitzen.
6.5 Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen (Abs. 4 Nr. 5)
Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gibt es keine Arbeitnehmerbeteiligung in Form von Aktien.
6.6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (Abs. 4 Nr. 6)
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt gemäß §§ 84, 85 AktG, die Änderung der Satzung gemäß §§ 133, 179 AktG.
6.7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (Abs. 4 Nr. 7)
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 23. Februar 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 3.104.966,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Des Weiteren gelten folgende gesetzliche Regelungen: für die Ermächtigung zur Aktienausgabe aus dem genehmigten Kapital §§ 202 ff. AktG, zur Ausgabe von Wandel- oder Gewinnschuldverschreibungen § 221 AktG und zum Erwerb eigener Aktien § 71 Abs. 1 Nr. 6-8 AktG.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung (maßgebend ist die niedrigere Grundkapitalziffer). Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; ferner sind auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandel- und/oder Optionsrecht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen aufgrund einer während der Laufzeit dieser Ermächtigung geltenden Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Veräußerung der Aktie.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.
Der Vorstand wird ebenfalls ermächtigt, die eigenen Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen zu verwenden. Der Wert (Preis), zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in diesem Buchstaben verwendet werden, darf den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Verwendung der Aktie.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wird im Vollzug der Maßnahmen zu vorstehenden Absätzen ausgeschlossen. Die oben genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.
6.8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (Abs. 4 Nr. 8)
Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
6.9 Entschädigungsvereinbarungen (Abs. 4 Nr. 9)
Zurzeit gibt es bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Entschädigungsvereinbarung mit den Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Die Mitglieder des Vorstands haben ein Sonderkündigungsrecht und für den Fall der Ausübung dieses Rechts einen Entschädigungsanspruch in Form von Fortzahlung des Zieljahreseinkommens für maximal 36 Monate.
7 Vergütungsbericht (Angabepflichten gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 5 HGB)
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung des durchschnittlichen, auf einen 3-Jahreszeitraum bezogenen Konzernergebnisses vor Steuern abhängig.
Der Vergütungsanspruch der Vorstände für die Vorstandstätigkeit bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt TEUR 544 (Vorjahr TEUR 580). Davon entfielen auf die erfolgsbezogene Komponente TEUR 0 (Vorjahr TEUR 42). Zur weiteren Aufgliederung verweisen wir auf die Anhangsangaben.
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten
Der Vergütungsanspruch für den Vorstand Peter Bauch wurde zum Teil bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München und zum Teil bei der B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich als Personalaufwand berücksichtigt. Die Bezüge des Vorstandes Wilhelm Berger wurden ausschließlich durch Tochterunternehmen ausbezahlt und der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München anteilig weiter belastet.
Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10), Prof. Dr. Johann Bertl mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10).
8 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
An dieser Stelle wird auf den Corporate Governance Kodex Bericht verwiesen.
Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com_content&view=article&id=301&Itemid=59.
Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat lässt sich im Wesentlichen wie folgt beschreiben: Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland unterliegen den Vorschriften des deutschen Aktienrechts und im Falle einer Börsennotierung gemäß § 3 Absatz 2 AktG bestimmten Regelungen des Kapitalmarktes sowie den Bestimmungen der Satzung sowie den jeweils erlassenen Geschäftsordnungen. Die gesetzlichen Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat kann Ausschüsse bilden. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, der Satzung sowie in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2013/14 jedoch keine Ausschüsse gebildet.
München, 04. September 2014
Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand
»Versicherung der gesetzlichen Vertreter«
"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
München, 04. September 2014
Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand
»Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers«
Wir haben den von der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 4. September 2014
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Holger Graßnick ppa. Florian Horn