AI assistant
B+S Banksysteme AG — Annual Report 2011
Oct 6, 2011
43_rns_2011-10-06_f2349d19-78b3-482c-a88c-08a16e6fc8df.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2010 bis zum 30.06.2011
Bericht des Aufsichtsrats
Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtszeitraumes 01. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zeitnah und kontinuierlich beraten und überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Grundlage der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrates waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend insbesondere über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet hat. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und mit ihm erörtert.
Insgesamt fanden sieben Sitzungen am 01. Juli 2010, 08. Oktober 2010, 25. Oktober 2010, 03. Dezember 2010, 24. Februar 2011, 15. April 2011 und 13. Mai 2011 statt. Im Mittelpunkt dieser Sitzungen standen Information, Beratung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung, sowie die zukünftige Strategie des Unternehmens. Regelmäßig wurden Umsatz und Gewinnentwicklung analysiert sowie die Entwicklung der liquiden Mittel und des Eigenkapitals. Der Aufsichtsrat hat sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt.
Auch über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand mehrmals monatlich in intensivem persönlichem Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Ausschüsse
Der Aufsichtsrat war in seiner Gesamtheit mit allen Belangen der Gesellschaft befasst, da aufgrund der überschaubaren Größe der Gesellschaft keine Ausschüsse gebildet wurden.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 01. Juli 2010 war das Ausscheiden von Herrn Heinz Schier aus dem Vorstand.
In der Aufsichtsratssitzung vom 08. Oktober 2010 wurde der Einzelabschluss der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS jeweils zum 30. Juni 2010 mit dem Wirtschaftsprüfer diskutiert.
In der Aufsichtsratssitzung am 25. Oktober 2010 war die Feststellung des Einzelabschlusses der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München nach HGB und die Feststellung des Konzernabschlusses nach IFRS jeweils zum 30. Juni 2010 Gegenstand der Tagesordnung.
Am 03. Dezember 2010 wurde der Quartalsabschluss zum 30. September 2010 erörtert. Daneben führte der Aufsichtsrat die geforderte Effizienzprüfung durch, gab sich eine Zielvereinbarung und diskutierte die Abweichungserklärung zum Corporate Governance Kodex und die Geschäftsordnung für den Vorstand.
Die Aufsichtsratssitzung vom 24. Februar 2011 war aufgrund der Mandatsniederlegung von Herrn Dr. Manfred Seyfried nicht beschlussfähig.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 15. April 2011 war der Halbjahresabschluss zum 31.12.2010sowie der Bericht des Vorstandes über die laufende Geschäftstätigkeit.
Am 13. Mai 2011 waren strategische Perspektiven sowie der Quartalsabschluss zum 31.03.2011 Thema der Aufsichtsratssitzung.
Aktionäre
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es keine meldepflichtigen Stimmrechtsmitteilungen gegeben. Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat nach wie vor drei Großaktionäre: die beiden Vorstände, Herrn Wilhelm Berger (25,16%) und Herrn Peter Bauch (23,59%), sowie die COR&FJA AG mit 21,78%.
Personelle Veränderungen
Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich im Berichtszeitraum verändert. Herr Dr. Manfred Seyfried hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied am 24. Februar 2011 niedergelegt. Für ihn wurde Herr Hon. Prof. Mag. Dr. Johann Bertl (Wirtschaftsprüfer) am 07. März 2011 vom Amtsgericht München bestellt.
Corporate Governance
Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.
Interessenskonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrates der B+S Bankensysteme Aktiengesellschaft sind nicht aufgetreten.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 21. Januar 2011 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht im Geschäftsbericht zum 30. Juni 2011 verwiesen.
Jahres- und Konzernabschluss
Die Hauptversammlung vom 24. Februar 2011 hat die MOORE STEPHENS TREUHAND KURPFALZ GmbH zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 bestellt.
Der Prüfungsauftrag ist dem Abschlussprüfer vom Aufsichtsrat erteilt worden. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlussprüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2011 wurden vom Abschlussprüfer, der MOORE STEPHENS TREUHAND KURPFALZ GmbH, Mannheim, jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht sind allen Aufsichtsräten ausgehändigt und in einer Aufsichtsratssitzung am 15. September 2011 im Beisein des Abschlussprüfers detailliert besprochen worden Herr Hon. Prof. Mag. Dr. Johann Bertl war dieser Aufsichtsratssitzung telefonisch zugeschalten. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden umfassend beantwortet.
Der jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurde am 15. September 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Dank
Der Aufsichtsrat bedankt sich ausdrücklich beim Management und allen Mitarbeitern für die erfolgreich geleistete Arbeit.
München, den 15. September 2011
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Herbert Kofler, Vorsitzender
Corporate-Governance-Bericht
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht weitestgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex“), der im Jahr 2002 erlassen und jährlich bis Mai 2010 erweitert wurde. Die Abweichungen werden im Folgenden beschrieben und sind auch der Entsprechungserklärung zum Kodex zu entnehmen. Diese ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert.
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Aktionäre der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte vor oder während der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Sie beschließt alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.
Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen, den ihnen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung stellt. Die Möglichkeit der Briefwahl ist in der Satzung der Gesellschaft noch bislang nicht vorgesehen.
Die Einberufung der Hauptversammlung und die für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellt.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand bestand während des Berichtszeitraumes aus zwei Personen. Der Aufsichtsrat, dem drei Mitglieder angehören, berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und in den turnusgemäßen Sitzungen über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Der Vorstand gibt dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, dass dieser sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugen kann. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.
Vorstand
Der Vorstand ist als Leitungsorgan der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre und seiner Mitarbeiter. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Zu seinen Tätigkeiten zählen ferner die Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling zu sorgen.
Der Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft achtet, soweit dies bei der geringen Größe möglich ist, bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt und die angemessene Berücksichtigung von Frauen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Eine Altersgrenze wurde für die Vorstandsmitglieder (Regelrentenalter) bzw. die Aufsichtsratsmitglieder (75 Jahre) festgelegt. Aufgrund der Unternehmensgröße und der daraus resultierenden Größe des Aufsichtsrats befasst sich dieser als Gesamtorgan grundsätzlich mit allen Aufgaben der Aufsichtsratstätigkeit. Daher findet eine separate Bildung von Ausschüssen, wie im Kodex empfohlen, nicht statt.
Die Aufsichtsratsmitglieder, die die für ihre Aufgabe erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen haben, verfolgen keine Tätigkeit oder üben keine Funktion bei konkurrierenden Unternehmen aus, die sie in Interessenskonflikte verwickeln könnte. Somit ist die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder gewahrt. Sollten dennoch unvermeidbare Interessenskonflikte der Mitglieder des Aufsichtsrates auftreten, so sind diese verpflichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zeitnah darüber in Kenntnis zu setzen. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wurde die Vielfalt berücksichtigt, jedoch kann aufgrund der geringen Größe der Forderung einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen nicht entsprochen werden. Die geforderte Effizienzprüfung wurde ordnungsgemäß durchgeführt. Eine konkrete Zielsetzung für die Zusammensetzung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr verabschiedet. So soll der Aufsichtsrat aus Mitgliedern bestehen, die eine hohe Fachkompetenz (wie zum Beispiel Anwälte, Finanzexperten oder EDV-Experten) besitzen. Ferner sollte aufgrund der Internationalisierung der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft und deren Kernmärkte Deutschland und Österreich mindestens ein Mitglied aus Österreich stammen.
Vergütungsbericht
Der Aufsichtsrat überprüft in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzung der Vergütung des Vorstandes in Hinblick auf die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vergütung des Vorstandes besteht derzeit überwiegend aus fixen Bestandteilen und in geringem Umfang aus einer erfolgsbezogenen Komponente. Die variablen Vergütungsteile beruhen im abgelaufenen Geschäftsjahr noch auf einer einjährigen Bemessungsgrundlage. Diese wurde aber für das kommende Geschäftsjahr auf drei Jahre erhöht. Das Vergütungssystem beinhaltet derzeit keine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung. Da die beiden Vorstände gleichzeitig Aktionäre sind, ist über diese Beteiligung die Koppelung an die längerfristigen positiven bzw. negativen Entwicklungen gegeben. Aus diesem Grund ist auch keine Begrenzung für außerordentliche Entwicklungen vereinbart worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten aufgrund der Größe der Gesellschaft derzeit eine feste Vergütung und keine erfolgsorientierte Komponente. Die Aufgliederung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung erfolgt im Anhang des Jahresabschlusses. Dabei wurde auf eine Detailinformation zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Januar 2010 verzichtet.
Transparenz
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht und die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemitteilungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen werden zudem im Internet unter www.bs-ag.com veröffentlicht. Die Termine der wesentlich wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Sie werden mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Größe der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sehen Vorstand und Aufsichtsrat Veröffentlichungen in englischer Sprache nicht als sinnvoll an.
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, wesentliche Stimmrechtsanteile und Anteilsbesitz der Organe
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft veröffentlicht entsprechend der Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sog. Directors’ Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Sinne von § 15 a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die B+S Banksysteme-Aktie. Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG.
Im Geschäftsjahr 2010/11 fanden keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte statt.
Der Aktienbesitz der Organe verteilt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
scroll
| Wilhelm Berger: | 25,16% (1.562.462 Aktien) |
| Peter Bauch: | 23,59% (1.464.615 Aktien) |
Der Aufsichtsrat ist nicht im Besitz von Aktien der Gesellschaft.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die Konzernverflechtung besteht seit dem 06. Oktober 2008. Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss informiert. Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde von dem durch die Hauptversammlung 2011 gewählten Abschlussprüfer MOORE STEPHENS TREUHAND KURPFALZ GmbH, Mannheim geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung und unter Einhaltung der Vorschriften nach IFRS. Sie umfasste auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zu Corporate Governance nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es keinen Anlass. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
Aktienoptionsprogramme
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat in den Jahren 1998, 1999, 2000 und 2001 Stock Option Pläne mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgelegt um die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg mit zu beteiligen und die Motivation zu erhöhen. Die Einzelheiten sind dem Anhang des Konzernabschlusses zu entnehmen.
Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben im Januar 2011 gemeinsam die aktualisierte Entsprechungserklärung 2011 gemäß § 161 AktG abgegeben.
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen: keine Briefwahl bei der Hauptversammlung (Kodex-Ziffer 2.3), kein Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (Kodex-Ziffer 3.8), die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird noch nicht bei der Vorstandsvergütung berücksichtigt (Kodex-Ziffer 4.2.2), die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstandes unterliegen nur einer einjährigen Bemessungsgrundlage und keine Begrenzung bei außerordentlichen Entwicklungen (Kodex-Ziffer 4.2.3), keine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Aufsichtsrat (Kodex-Ziffer 5.1.2), keine Bildung von Ausschüssen (Kodex-Ziffer 5.3), keine erfolgsorientierte Komponente im Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6) und keine Veröffentlichungen in englischer Sprache (Kodex-Ziffer 6.8). Die Aktienprogramme werden nicht im Corporate Governance Bericht erläutert (Kodex-Ziffer 7.1.3). Es wird auch zukünftig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bis auf die genannten Ausnahmen entsprochen.
Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
München, 31. August 2011
Wilhelm Berger Vorstand
Prof. Dr. Herbert Kofler Vorsitzender des Aufsichtsrats
Lagebericht
Präambel
Der vorliegende Lagebericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 01. Juli 2010 bis 30. Juni 2011.
Portrait der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
Durch langjährige Erfahrung in der Realisierung von Software für Finanzdienstleister hat sich die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum erfolgreichen Anbieter entwickelt, der mit innovativen Anwendungen schon heute Anforderungen der Zukunft an skalierbare, leistungsfähige Standardsoftware für den europäischen Raum abdeckt. Mandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Plattformunabhängigkeit, komplette Abbildung von Geschäftsprozessen und die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Finanzsektors kennzeichnen die auf modularer Architektur basierende Software. Integration in komplexe Handelssysteme, realtime- und online-Fähigkeit sowie vollständige Verarbeitung im Straight Through Processing über alle Kommunikationskanäle (Multikanalfähigkeit) hin zum End-to-End-Processing zählen zum Standard.
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bietet eine umfassende und leistungsfähige Produktpalette als Ergänzung für das Core Banking im Aktiv- und Passivbereich. Im Einzelnen umfasst dies den gesamten Zahlungsverkehr (national, international und Euro) einschließlich SEPA (credit-transfer und direct debit), Treasury und Trading, Währungs- und Risikomanagement sowie Electronic-Banking.
Mit dem ‚on demand service’ stellt die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihren Kunden einen zusätzlichen Service zur Verfügung. Durch den Betrieb eines leistungsfähigen Rechenzentrums mit einem Höchstmaß an Verfügbarkeit und einer damit verbundenen nutzungsorientierten Abrechnung (ASP), ergeben sich für die Kunden Ausbaumöglichkeiten und Einsparpotentiale. Bestehende Anwendungen können problemlos integriert, erweitert oder ganz ersetzt werden.
Die Märkte der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
Die Märkte für die automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, und hier speziell jene für Finanzdienstleister, verzeichneten im Berichtszeitraum ein nennenswertes Wachstum. Geprägt werden die Märkte von Investitionen nach einer lang anhaltenden Zurückhaltung. Dennoch ist die Entwicklung der Märkte und das Wachstum vorsichtig zu bewerten, da nach wie vor Zusammenlegungen von Infrastrukturen in Folge von Fusionen von Banken und Rechenzentrumsdienstleistern durchgeführt werden. In Deutschland herrscht ein großer Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern. Nur die innovativsten, sichersten und anwenderfreundlichsten Softwarelösungen können am Markt bestehen. Somit wird jeder Software-Anbieter für den Finanzsektor gezwungen, die Entwicklung gezielt voranzutreiben. Nicht zuletzt wegen ihrer Flexibilität und kurzen Entwicklungszyklen konnte die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihre Marktstellung im Bereich Software für Finanzmanagement ausbauen.
Lösungen für das Commercial Banking
Die Lösungen für das Commercial Banking umfassen neben dem integrierten Zahlungsverkehr alle notwendigen Service-Module wie
· Reklamations- und Gebührenmanagement
· Elektronische Aktenführung
· Kontenabstimmung.
Funktional zeichnen sich die Produkte des Commercial Banking durch länderübergreifende Mandanten- und Mehrwährungsfähigkeit aus.
SEPA (Debit und Credit) ist Bestandteil des B+S - Zahlungsverkehrs.
Lösungen für das Treasury
In den Lösungen für das Treasury/ Trading werden die Bereiche
· FX - Management
· Money Market
· Derivative Finanzinstrumente
integriert für Front-, Middle- und Back-Office dargestellt. Für die B+S - Vollanwender entfällt somit eine sonst übliche, aufwendige Schnittstellenrealisierung.
Lösungen für das Risikomanagement
Mit den Modulen des Risikomanagements stellt die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihren Kunden seit Einführung der Kapitaladäquanzrichtlinie ein Instrument für die Risikomessung und –darstellung im Eigenhandel und auf Gesamtbankebene zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Meldeanforderungen der Bankenaufsicht inklusive der Berechnung der Eigenmittelunterlegung erfüllt. Die ermittelten Risiken werden online für
· den Handel
· das Risikocontrolling
· die Finanzbuchhaltung
· die Geschäftsleitung
zur Verfügung gestellt.
Lösungen für das Wertpapiermanagement
In der Lösung für das Wertpapiermanagement ist die vollständige Einbindung der Wertpapiergeschäfte in das Risikomanagement und das Kundeninformationssystem realisiert. Abgerundet wird das Verfahren durch die Erfassung der Geschäftsvorfälle im Front-Office und die abschließende Depotabstimmung.
Lösungen für das Electronic-Banking
Electronic-Banking dient nach wie vor der Darstellung und Abwicklung der Banken im Privatkundenbereich. Dabei werden die kundenindividuellen bzw. marktspezifischen Anforderungen berücksichtigt. Den Kunden aus der Finanzbranche wird unter der besonderen Berücksichtigung der gestiegenen Sicherheitsanforderungen ein breit gefächertes, maßgeschneidertes Produkt- und Dienstleistungsportfolio, verstärkt durch fachspezifisches Prozess-Know-how, angeboten. Individuelle Projekte, die mit Produkten der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft angeboten werden erzielen hierbei hohe Margen.
Erweiterung der Produktangebote
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wird weiterhin verstärkt ihre Geschäftsaktivitäten in finanznahen Märkten ausbauen, insbesondere im Allfinanzbereich. Das Unternehmen steht kurz vor dem Abschluss das bestehende Geschäftsmodell durch eine enge Zusammenarbeit mit strategischen Partnern aus der Branche zu erweitern. Die Zielsetzung ist, das Kerngeschäft in der Finanzbranche zu stärken und in anderen Branchen eine neue Geschäftsbasis aufzubauen. Die Erschließung neuer Märkte und das Platzieren der B+S-Produkte in weiteren Ländern werden ausschließlich über Bestandskunden bzw. bereits erfolgreich bestehenden Partnerschaften angestrebt.
Geschäftsentwicklung
Die Weltwirtschaft hat sich 2010 nach der schweren globalen Konjunkturkrise der Vorjahre zwar leicht erholt, steuert aber zur Zeit auf eine noch nicht absehbare Schuldenkrise zu. Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft als Spezialist für Bankensoftware konnte sich den Folgen der schweren Rezession nicht gänzlich entziehen. Zwar wurden große Insolvenzen in Europa dank staatlicher Stützung verhindert, jedoch brachen die Gewinne bei den Banken massiv ein. Die Branche verfolgte dem entsprechend einen strikten Sparkurs.
In der Zwischenzeit ist in Deutschland aufgrund der starken Exporte eine wirtschaftliche Erholung zu beobachten. Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Krisenjahr 2009 noch um 4,7 Prozent schrumpfte, stieg das BIP im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent an. Das erste Quartal 2011 stieg laut statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 5,2 Prozent an. Die Entwicklung in Österreich und der Schweiz kann mit den positiven Zahlen in Deutschland nicht ganz mithalten.
Im Gegensatz zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage konnte die B+S Banksystem Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2010/11 nur geringfügig vom Aufschwung profitieren. Erfreulich ist jedoch die Gewinnung einiger Neukunden wie auch die Ausweitung der bestehenden langjährigen Kundenbeziehungen vor allem am Ende des Geschäftsjahres. Dies ist auch der Grund dafür, dass aus den Neuverträgen erst ein geringer Teil im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöswirksam wurde und insoweit die Abweichung zur Planung aus dem Vorjahr begründet.
Im Geschäftsjahr 2010/11 ist ein operativer Umsatz von TEUR 1.843 erzielt worden. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von TEUR 196 bzw. 10 %. Im Projektgeschäft Solutions musste im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rückgang um TEUR 249 (das entspricht 33 %) auf TEUR 516 verzeichnet werden. Der Schwerpunkt dieser Erlöse liegt ausschließlich auf den Lösungen für das Electronic-Banking. Bei den Lizenzverkäufen betrug der Rückgang TEUR 60 (das entspricht 11 %). Die Wartungs- und Supportumsätze sind im Vergleich zum Vorjahresumsatz leicht (+ 5 % bzw. TEUR 27) angestiegen. Die Umsätze im Bereich Hosting konnten um TEUR 77 bzw. 44 % gesteigert werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erlöse aus Auflösung von Rückstellungen betrugen TEUR 30 (Vorjahr TEUR 33). Weitere sonstige betriebliche Erträge im Jahr 2010/11 wurden durch Erträge aus Sachbezügen über TEUR 16 (Vorjahr TEUR 17), durch periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 3) und sonstige Erträge in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 6) erzielt. Erlöse mit der B+S Banksysteme Deutschland GmbH wurden durch die Untervermietung von Büroflächen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10) und durch die Weiterberechnung von verauslagten Kosten in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 0) erzielt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte weiterhin eine Festigung in den wichtigen Kernprodukten festgestellt werden. So konnte man sich bei Bestandskunden auch in neuen finanznahen Nischen etablieren und somit langfristige Lizenz- und Wartungsumsätze sichern. Neben der Realisierung der Neuaufträge wird der vertriebliche Schwerpunkt weiterhin auf die Vermarktung der vorhandenen Produktpalette gelegt werden.
Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Leistungen in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr TEUR 224) bezogen. Davon entfallen TEUR 23 auf eine Software-Lizenz und TEUR 177 auf Hosting-Leistungen des Tochterunternehmens in Salzburg.
Die Personalkosten sind von TEUR 996 im Vorjahr auf TEUR 972 im Geschäftsjahr gesunken (- 2 %). Dabei entfielen TEUR 825 auf die Gehälter und TEUR 147 auf soziale Abgaben.
Die Erhöhung im Bereich der Abschreibungen in 2010/11 von TEUR 7 im Vorjahr auf TEUR 20 steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit Ersatzbeschaffungen von EDV-Hardware und Anschaffung einiger geringwertiger Wirtschaftsgüter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 710 (Vorjahr TEUR 625). Die Raumkosten lagen unverändert bei 84 TEUR. Im Bereich Fuhrpark betrugen die Aufwendungen TEUR 27. Die Kosten für Versicherungen, Beiträge und Gebühren sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+ TEUR 30), ebenso die Kosten der Aktienbetreuung (+ TEUR 2). Die Kosten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind im Berichtszeitraum um TEUR 3 gesunken. Die Rechts- und Beratungskosten lagen im Geschäftsjahr 2010/11 bei TEUR 23 (- TEUR 79). Weiterhin haben sich zum Abschlussstichtag Beratungskosten im Zusammenhang mit der Zulassung bestehender Aktien zum Börsenhandel in Höhe von TEUR 71 ergeben; die Aktien waren bisher nicht an der Börse zum Handel zugelassen und sollen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 zugelassen werden.
Im laufenden Geschäftsjahr waren erstmals außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der B + S Banksysteme Salzburg GmbH vorzunehmen. Die Abwertung beträgt TEUR 800. Grundlage der Abwertung der Beteiligung war eine Unternehmensbewertung auf Basis der Planung des Teilkonzerns Österreich. Die in den Folgejahren geplanten positiven Ergebnisse im Teilkonzern Österreich führen unter Unternehmensbewertungsgesichtspunkten zu dem zum Geschäftsjahresende 30. Juni 2011 ausgewiesenen Beteiligungsansatz in Höhe TEUR 4.500 (Vorjahr TEUR 5.300).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2010/11 bei TEUR -70595 (Vorjahr TEUR +256). Der Jahresfehlbetrag betrug TEUR -744 (Vorjahr TEUR 161).
Bilanzstruktur
Im Geschäftsjahr 2010/11 gibt es kaum Veränderungen in der Vermögensstruktur.
Das Anlagevermögen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 88 %, im Vorjahreszeitraum 85 % der Bilanzsumme. Es ist fast vollständig durch das Eigenkapital finanziert.
Beim kurzfristig gebundenen Vermögen ist zum Bilanzstichtag eine geringere Bindung in Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zu beobachten. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Lizenzabrechnungen zum Bilanzstichtag. Der Anteil des Umlaufvermögens verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 12% der Bilanzsumme (2009/10 15 % der Bilanzsumme). Dabei verringerte sich auch der prozentuale Anteil an liquiden Mitteln von 10 % im Vorjahr auf 8 %.
Das Eigenkapital hat sich um den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresfehlbetrag verändert und sich in der Erhöhung des Bilanzverlustes niedergeschlagen, der auf das Folgejahr vorgetragen wird. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital TEUR 4.535 (- TEUR 744). Die Eigenkapitalquote beträgt 88,2% (Vorjahr 84,2%). Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ist trotz Rückgang des Eigenkapitals auf die im Vergleich zum Vorjahr geringere Bilanzsumme zurückzuführen.
Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten (inkl. passivem Rechnungsabgrenzungsposten) nahm im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 443 ab und beträgt nun 5 % (Vorjahr 11 %) der Bilanzsumme. Dabei verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2010/11 um TEUR 147 auf TEUR 21, die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 219 auf TEUR 2 und die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 148 auf TEUR 24.
Finanzlage
Die Liquidität zum Bilanzstichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 614 auf TEUR 432 verringert und ist auch im Geschäftsjahr 2010/11 in jedem Fall durch Verträge mit Bestandskunden gesichert gewesen. Der Mittelfluss zum Bilanzstichtag aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR -160 (Vorjahr +517). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -23 (Vorjahr TEUR -23). Aus der Finanzierungstätigkeit ergaben sich keine Zahlungsflüsse.
Investition und Finanzierung
Das Anlagevermögen hat sich nicht nennenswert verändert. Neue Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2010/11 vor allem im Rahmen von Ersatzbeschaffungen im Bereich Sachanlagevermögen vorgenommen.
Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse haben sich seit dem Bilanzstichtag nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Konzernentwicklung nach sich ziehen könnten.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Sachverhalte sind wir mit der Lage des Unternehmens, insbesondere in Hinblick auf die um den Bilanzstichtag abgeschlossenen Neuverträgen, zufrieden.
Entwicklung
Die laufende Entwicklung und Verbesserung unserer Softwareprodukte steht im Vordergrund mit unserem Anspruch der Sicherung höchster Qualitätsansprüche.
Die Entwicklungsvorhaben wurden auch im Geschäftsjahr 2010/11 weiter vorangetrieben. Die anfallenden Anpassungsentwicklungen der bereits bei den Kunden eingesetzten Produkte wurden, wie in den letzten Jahren, im Rahmen der bestehenden Wartungsverträge realisiert. Einige Produkte wurden zudem auf neue Technologien umgestellt, um die Marktfähigkeit auch für die Zukunft zu gewährleisten.
Die sich in der Wartung befindlichen Produkte werden konsequent einer strengen ROI-Betrachtung unterzogen und das Produktportfolio gestrafft. Teilprodukte, die keine Marktfähigkeit aufweisen, werden nicht mehr weiterentwickelt bzw. eingestellt.
Die Kosten für die Entwicklungen können im IT-Bereich naturgemäß nicht von den Forschungsaufwendungen getrennt werden. Aus diesem Grund ist eine Aktivierung in der Bilanz nicht möglich.
Personalentwicklung
Die Entwicklung der Personalstruktur im Geschäftsjahr 2010/11 kann wiederum als ausgeglichen bezeichnet werden. Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt in 2010/11: 20 Mitarbeiter sowie 2 Vorstände, gegenüber 20 Mitarbeiter und 3 Vorstände im Durchschnitt Geschäftsjahres 2009/10.
Neben einer ausgewogenen Stellenbesetzung kommt der laufenden Fortbildung unserer Mitarbeiter erhöhte Bedeutung zu; nur so können wir weiterhin den hohen Qualitätsansprüchen unserer Kunden positiv begegnen.
Chancen und Risiken
Die B+S Banksystemen Aktiengesellschaft konnte das im Markt etablierte Kerngeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausbauen.
Das zukünftige Wachstum der Unternehmensgruppe soll zunächst über die regionale Ausschöpfung der vorhandenen Märkte im deutschsprachigen Raum und der angrenzenden Märkte in Mittel- und Ost-Europa erfolgen. Der Konzern kann mit seinen Kooperationspartnern das komplette Spektrum der Bankenanwendungen abbilden und damit Gesamtbankenanwendungen aus einer Hand anbieten und sich somit im Verdrängungswettbewerb behaupten. Das Leistungsportfolio deckt die Komplettabwicklung z. B. den Zahlungsverkehr einer Bank ab. Somit kann auch ein komplettes Outsourcing angeboten werden. Zudem ist durch das breite Produktangebot die Möglichkeit, neue Kunden und weitere Märkte zu gewinnen, erheblich gestiegen. Der Ausbau des B+S-eigenen Rechenzentrums, die Erweiterung des Angebotsportfolios und die Gewinnung neuer Kunden im Bereich Hosting/ Application-Service-Providing (ASP) führt zu Skaleneffekten im Rahmen des Rechenzentrumsbetriebs. Generell profitieren die Produkterlöse der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft von der hohen Nachfrage im Rahmen des IT-Kostendrucks bei den Banken, da Kernbankprozesse im ASP-Modell nicht mehr bei den Banken selbst ablaufen, sondern kostengünstig bei B+S abgewickelt werden können.
Durch die zu Anfang des Jahres 2010 geschlossene Kooperation mit dem Bankverlag ergeben sich für die B+S Banksysteme weitere Chancen. Die BV Zahlungssysteme GmbH realisiert gemeinsam mit der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft eine Zahlungsverkehrsplattform „BV Clearing Solutions“.
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wird sich auf finanznahe Märkte fokussieren. Aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen in der Finanzbranche durch Fusionen und Übernahmen in den Zielmärkten, ergeben sich für die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft erhebliche Chancen.
Risiken der künftigen Entwicklung resultieren auch weiterhin aus einer starken Konzentration im Finanzdienstleistungsbereich, aus der bei weitem noch nicht bewältigten Finanzmarktkrise, einer Verschlechterung der allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Prognosen zur weiteren Entwicklung am Arbeitsmarkt können seriöser Weise nur sehr schwer getroffen werden. Während in Deutschland das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften in dem für die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft relevanten Bereich aufgrund vieler Fusionen wieder größer geworden ist, ist die Anzahl der am Arbeitsmarkt verfügbaren IT-Spezialisten in Österreich und in der Schweiz weiterhin niedrig. Allerdings ist aufgrund der guten Mitarbeiterbindung bisher nicht mit Engpässen zu kämpfen.
Den erwähnten Risiken kann die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft mit ihrem ASP-Angebot und ihrer langjährigen Lösungskompetenz sowie die enge Bindung von Kooperationspartner erfolgreich begegnen.
In der Softwareentwicklung ist das Auftreten unvorhersehbarer Programmierfehler nicht auszuschließen. In den Kundenverträgen der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sind entsprechende Bestimmungen enthalten, die das Risiko des Unternehmens bezüglich potenzieller Produkt- und Haftungsansprüche begrenzen. Entsprechende Versicherungen zur Einschränkung der Risiken hat das Unternehmen abgeschlossen. Es ist jedoch möglich, dass die haftungsbegrenzenden Vertragsbestimmungen nicht in allen Fällen ausreichend sind und dadurch Risiken entstehen.
Obwohl bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bislang keine Fälle von Produkt- oder Projekthaftung oder Ansprüche wegen wirtschaftlichen Verlusten geltend gemacht worden sind, ist die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dem Risiko derartiger Ansprüche ausgesetzt.
In der Finanzbranche herrscht nach wie vor ein intensiver Wettbewerb im Privatkundengeschäft. Ein möglicherweise entstehender Rückgang der zu erzielenden Margen im Produkt- und Dienstleistungsbereich kann das geplante Unternehmensergebnis beeinflussen.
Alle genannten Risikofaktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beeinflussen und zu einer Abweichung des Ergebnisses führen. Die Liquidität der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Juli 2011 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen gesichert.
In 2010/11 wurde bei der B+S Gruppe Salzburg ein Verlust erwirtschaftet. Für die folgenden Jahre sieht die Planung positive Jahresergebnisse vor, die unter Beachtung von Unternehmensbewertungsgesichtspunkten zu einem Beteiligungsansatz führen, der um TEUR 800 geringer ausfällt als im Vorjahr. Nach Erfassung der außerplanmäßigen Abschreibung von TEUR 800 verbleibt am Geschäftsjahresende ein Beteiligungsbuchwert von TEUR 4.500 (Vorjahr TEUR 5.300). Die weitere Werthaltigkeit des zum Ende des Geschäftsjahres 30. Juni 2011 bestehenden Beteiligungsansatzes an der B + S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich ist von der Liquidität und der Erreichung der Planzahlen in der B+S Gruppe Salzburg, Österreich abhängig.
Ziel der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist es, das Lizenz- und ASP-Geschäft weiter voranzutreiben. Aus den daraus resultierenden laufenden Einnahmen sollen auch zukünftig alle Fixkosten abgedeckt werden.
Prognosebericht
Aufgrund der Weiterentwicklung des Produktportfolios in den Kerngeschäften geht die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2011/12 von einem positiven Geschäftsverlauf aus. So ist für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatz in Höhe von TEUR 1.800 geplant. Für das Geschäftsjahr 2012/13 wird die Umsatzprognose auf TEUR 2.050 angehoben.
Da für beide Geschäftsjahre nur moderate Kostensteigerungen im Rahmen der Inflationsrate zu erwarten sind, wird eine operative Gewinnmarge zwischen 8 % und 12 % erwartet. Diese Zielsetzung ist jedoch weiterhin von einigen äußeren Faktoren, wie beispielsweise dem Kunden- oder dem Marktumfeld, der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dessen zukünftige Entwicklung nicht exakt vorhergesehen werden kann, abhängig.
Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem
Generell umfassen das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse. Das interne Kontrollsystem ist so ausgerichtet, dass es ausreichend Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses gewährleistet. Darüber hinaus unterliegt der Jahresabschluss einmal jährlich einer Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind die wesentlichen Merkmale des bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bestehenden, internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems wie folgt:
Für alle wesentlichen, rechnungslegungsrelevanten Prozesse wird das Prinzip der Funktionstrennung beachtet (u.a. Vieraugenprinzip, analytische Prüfungen). Das eingesetzte Personal verfügt über die notwendige Fachausbildung und besucht regelmäßige Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen.
Die eingesetzten EDV-Systeme und Tools sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird Standardsoftware verwendet, für weiterführende Verarbeitungsprozesse wird hauptsächlich Excel als Verarbeitungstool eingesetzt. Alle rechnungslegungsrelevanten Schlüsselfunktionen sind im Organigramm direkt dem Vorstand zugeordnet.
Angabepflichten gemäß § 289 Abs. 4 und 5 HGB und erläuternder Bericht nach § 175 Abs. 2 AktG n.F.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Abs. 4 Nr. 1)
Das Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beträgt EUR 6.209.933,00 und ist in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Abs. 4 Nr. 2)
Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sind nicht beschränkt.
Direkte oder Indirekte Beteiligungen am Kapital (Abs. 4 Nr. 3)
Herr Berger ist mit 25,16%, Herr Bauch mit 23,59% und die COR&FJA AG mit 21,78% am Kapital der Gesellschaft beteiligt.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Abs. 4 Nr. 4)
Es gibt bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Inhaber von Aktien, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse besitzen.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen (Abs. 4 Nr. 5)
Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gibt es keine Arbeitnehmerbeteiligung in Form von Aktien.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (Abs. 4 Nr. 6)
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt gemäß §§ 84, 85 AktG, die Änderung der Satzung gemäß §§ 133, 179 AktG.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (Abs. 4 Nr. 7)
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 23. Februar 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 3.104.966,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Des Weiteren gelten folgende gesetzliche Regelungen: für die Ermächtigung zur Aktienausgabe aus dem genehmigten Kapital §§ 202 ff. AktG, zur Ausgabe von Wandel- oder Gewinnschuldverschreibungen § 221 AktG und zum Erwerb eigener Aktien § 71 Abs. 1 Nr. 6-8 AktG.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung (maßgebend ist die niedrigere Grundkapitalziffer). Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; ferner sind auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandel- und/oder Optionsrecht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen aufgrund einer während der Laufzeit dieser Ermächtigung geltenden Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Veräußerung der Aktie.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.
Der Vorstand wird ebenfalls ermächtigt, die eigenen Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen zu verwenden. Der Wert (Preis), zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in diesem Buchstaben verwendet werden, darf den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Verwendung der Aktie.
Das Bezugsrecht der Aktionäre wird im Vollzug der Maßnahmen zu vorstehend Absätzen ausgeschlossen. Die oben genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (Abs. 4 Nr. 8)
Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen (Abs. 4 Nr. 9)
Zurzeit gibt es bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Entschädigungsvereinbarung mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.
Internes Kontroll- und Risikomanagement (Abs. 5)
Der Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat das bestehende, in den Vorjahren bereits optimierte Risikomanagement im Geschäftsjahr 2010/11 beibehalten. Die Risiken umfassen im Wesentlichen den Finanzbereich. Hierfür besteht ein Controllinginstrumentarium, um die relevanten Steuerungskriterien, wie Kosten, Umsatz, Liquidität und Eigenkapitalquote gezielt zu erfassen und auszuwerten. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden bzw. vollständig auszuschließen, wird eine vorausschauende Liquiditätsplanung und fortlaufende Überwachung durchgeführt.
Angaben zum Rechnungslegungsprozess
Die Rechnungslegung erfolgt gemäß den im Anhang beschriebenen Grundsätzen. Die Mitarbeiter des Rechnungswesens sind direkt dem Vorstand unterstellt. Dieser überzeugt sich in kurzen regelmäßigen Abständen von der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Ferner hat der Vorstand direkten Zugriff auf das Controlling-Tool, so dass ständig eine Überwachung durchgeführt wird. Durch ein Customer Relationship Management Tool wird der geplante und der realisierte Umsatz wöchentlich mit den verantwortlichen Mitarbeitern verifiziert. Ferner erfolgt stetig eine Plan-Ist-Abweichungsanalyse in Bezug auf Umsatz und Kosten. Die Überwachung der Liquidität erfolgt wöchentlich. Alle Eingangsrechnungen werden durch den verantwortlichen Vorstand freigegeben.
Die Liquidität der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist für das kommende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Juli 2011 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen, gesichert.
Obwohl es sich beim überwiegenden Anteil der Kunden um Bankinstitute mit sehr geringem Ausfallrisiko handelt, kann ein Forderungsausfall dennoch nicht ausgeschlossen werden. Um diesem Risiko vorzubeugen, wird die Bonität eines Unternehmens vor Annahme eines Auftrages durch die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft überprüft. Ein im Bereich der Finanzbuchhaltung installiertes Mahnwesen sichert außerdem die termingerechte Einbringung von offenen Forderungen.
Das Ergebnis des Kennzahlensystems mit Früh- und Spätindikatoren führt zur Identifizierung von internen und externen Risiken und gewährleistet dem Management eine nachhaltige Kontrolle der Unternehmensziele. Mögliche Bedrohungen können frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Angabepflichten gemäß § 289 Absatz 2 Nr. 5 HGB (Vergütungsbericht)
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung der Umsätze abhängig.
Der Vergütungsanspruch der Vorstände für die Vorstandstätigkeit bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug im Geschäftsjahr 2010/11 insgesamt TEUR 454 (Vorjahr TEUR 736). Davon entfielen auf die erfolgsbezogene Komponente TEUR 82 (Vorjahr TEUR 146). Zur weiteren Aufgliederung verweisen wir auf die Anhangsangaben.
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten
Der Vergütungsanspruch für den Vorstand Peter Bauch wurde zum Teil bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München und zum Teil bei der B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich als Personalaufwand berücksichtigt. Die Bezüge des Vorstandes Wilhelm Berger wurden ausschließlich durch Tochterunternehmen ausbezahlt und der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München anteilig weiter belastet.
Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 20 (Vorjahr TEUR 15), Dr. Manfred Seyfried mit TEUR 7 (Vorjahr TEUR 15), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10) und Prof. Dr. Johann Bertl mit TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0).
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
An dieser Stelle wird auf den Corporate Governance Kodex Bericht verwiesen.
Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com_content&view=article&id=144&Itemid=59.
Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat lässt sich im Wesentlichen wie folgt beschreiben: Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland unterliegen den Vorschriften des deutschen Aktienrechts und im Falle einer Börsennotierung gemäß § 3 Absatz 2 AktG bestimmten Regelungen des Kapitalmarktes sowie den Bestimmungen der Satzung sowie den jeweils erlassenen Geschäftsordnungen. Die gesetzlichen Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat kann Ausschüsse bilden. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, der Satzung sowie in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2010/11 jedoch keine Ausschüsse gebildet.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12
Durch die Positionierung der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Markt, mit einer deutlichen Intensivierung der Kunden- und Partnerbeziehungen, ist ein sehr stabiles Geschäftsjahr zu erwarten. Ziel ist es, neben dem Neukundengeschäft die Geschäftsbeziehung zu Bestandskunden weiter auszubauen und darüber eine deutliche Steigerung des operativen Geschäftsbetriebes zu erreichen. Im Übrigen verweisen wir auf die Angaben im zuvor aufgeführten Prognosebericht.
München, im August 2011
Wilhelm Berger Vorstand
Peter Bauch Vorstand
Bilanz
Hinweis:
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von + / - einer Einheit (TEUR, %, usw.) auftreten.
scroll
| Bilanz (HGB) AKTIVA in TEUR |
Jahr 2010/11 30.06. | Jahr 2009/10 30.06. |
|---|---|---|
| EDV-Software | 1 | 1 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 29 | 26 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.500 | 5.300 |
| Summe Anlagevermögen | 4.530 | 5.326 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 109 | 306 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 59 | 0 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 432 | 614 |
| Summe Umlaufvermögen | 600 | 921 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 14 | 20 |
| Aktive latente Steuern | 0 | 0 |
| BILANZSUMME AKTIVA | 5.144 | 6.267 |
scroll
| Bilanz (HGB) PASSIVA in TEUR |
Jahr 2010/11 30.06. | Jahr 2009/10 30.06. |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital abzüglich eigene Anteile zum Nennwert | 6.210 -80 | 6.210 -80 |
| Kapitalrücklage | 1.852 | 1.852 |
| Bilanzverlust | -3.447 | -2.704 |
| Summe Eigenkapital | 4.535 | 5.278 |
| Steuerrückstellungen | 83 | 46 |
| Sonstige Rückstellungen | 268 | 242 |
| Summe Rückstellungen | 351 | 287 |
| Erhaltene Anzahlungen | 2 | 221 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21 | 168 |
| Verbindlichkeiten gg. verbundene Unternehmen | 33 | 37 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24 | 172 |
| Summe Verbindlichkeiten | 79 | 597 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 179 | 104 |
| BILANZSUMME PASSIVA | 5.144 | 6.267 |
Gewinn- und Verlustrechnung
Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von + / - einer Einheit (TEUR, %, usw.) auftreten.
scroll
| Gewinn- und Verlustrechnung (HGB) in TEUR |
Jahr 2010/11 01.07. - 30.06. | Jahr 2009/10 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.843 | 2.038 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 162 | 69 |
| Summe Betriebliche Erlöse | 2.004 | 2.107 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) bezogene Waren | -31 | -97 |
| b) bezogene Leistungen | -177 | -127 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -825 | -845 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -147 | -151 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -20 | -7 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -638 | -625 |
| Summe Betriebliche Aufwendungen | -1.839 | -1.852 |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1 | 1 |
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -800 | 0 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 0 |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -705 | 256 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -38 | -95 |
| 12. Sonstige Steuern | -1 | -1 |
| 13. Jahresfehlbetrag (Vorjahr Jahresüberschuss) | -743 | 161 |
| 14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -2.704 | -2.865 |
| 15. Bilanzverlust | -3.447 | -2.704 |
Anhang
Vorbemerkung
Der Jahresabschluss der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Änderungen durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts vom 25. Mai 2009 (BilMoG) wurden in Ausübung des Wahlrechts nach Art. 66 Abs. 3 Satz 6 EHGB bereits für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2009 bis 30. Juni 2009 vollständig berücksichtigt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Zur besseren Übersichtlichkeit erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses in Tausend Euro (TEUR). Hierbei können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Anteilsbesitz
Der Anteilsbesitz der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft umfasst die folgenden Gesellschaften:
scroll
| Beteiligungsunternehmen | Anteil in % |
Währung | Eigenkapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|---|
| B+S Banksysteme Salzburg GmbH Salzburg, Österreich | 1 | 100 | TEUR | -2.446 | -1.931 |
| B+S Banksysteme Deutschland GmbH München, Deutschland | 1 2 | 100 | TEUR | 229 | 95 |
| B+S Banksysteme Schweiz AG Thun, Schweiz | 1 2 | 100 | TCHF | 251 | 89 |
Zu (1): Die Angaben beziehen sich jeweils auf den nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschluss in der angegebenen Landeswährung.
Zu (2): Indirekte Beteiligung über die B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wird im Einzelnen nach den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt:
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (längstens über fünf Jahre) planmäßig abgeschrieben. Vom Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB, selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu aktivieren, wird kein Gebrauch gemacht.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear ermittelt.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Liquide Mittel werden zum Nennwert bilanziert.
Eigene Anteile werden im Eigenkapital offen vom gezeichneten Kapital (Grundkapital) abgesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste, erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sind zu berücksichtigen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen, der von der Bundesbank bekannt gegeben wird.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.
Über die passive Rechnungsabgrenzung werden Erträge aus Lizenz- und Wartungsverträgen, deren Restlaufzeit über den Bilanzstichtag hinausgeht, zeitanteilig abgegrenzt.
Latente Steuern werden mit den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes als eigene Bilanzposten unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Ermittlung der Steuerabgrenzung erfolgt nach den Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. § 274 HGB schreibt die Balance Sheet Liability Method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Jahresabschluss und den bestehenden Steuerwerten vor. Ferner wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Geschäfts- und Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende, temporäre Unterschiede. Für aktive Steuerabgrenzungen wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzerläuterungen
1. Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2010/11 stellt sich wie folgt dar:
scroll
| Anschaffungs- und Herstellungskosten in TEUR |
01.07.2010 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| EDV-Software | 111 | 0 | 0 | 111 |
| 111 | 0 | 0 | 111 | |
| Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 262 | 23 | 36 | 249 |
| 262 | 23 | 36 | 249 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.300 | 0 | 0 | 5.300 |
| 5.300 | 0 | 0 | 5.300 | |
| 5.673 | 23 | 36 | 5.660 |
scroll
| Aufgelaufene Abschreibungen | Nettobuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.07.2010 | Zuführung | Auflösung | 30.06.2011 | 2010/11 | 2009/10 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| EDV-Software | 110 | 0 | 0 | 110 | 1 | 1 |
| 110 | 0 | 0 | 110 | 1 | 1 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung | 236 | 20 | 36 | 220 | 29 | 25 |
| 236 | 20 | 36 | 220 | 29 | 25 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 800 | 0 | 0 | 4.500 | 5.300 |
| 0 | 800 | 0 | 800 | 4.500 | 5.300 | |
| 346 | 820 | 36 | 1.130 | 4.530 | 5.326 |
2. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
3. Die Entwicklung des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2010/11 stellt sich wie folgt dar:
scroll
| Entwicklung des Eigenkapitals in TEUR |
Grund-kapital | Eigene Anteile | Kapitalrücklage | Rücklage für eigene Anteile | Bilanzergebnis | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2008 | 6.210 | 0 | 1.772 | 76 | -2.784 | 5.274 |
| Umgliederung eigner Anteile (Aktivposten) in das Eigenkapital (1) | -80 | 4 | -76 | |||
| Auflösung der Rücklage für eigene Anteile (1) | 76 | -76 | 0 | |||
| Auflösung von Aufwands-rückstellungen (1) | 17 | 17 | ||||
| Jahresfehlbetrag | -98 | -98 | ||||
| Stand zum 30.06.2009 | 6.210 | -80 | 1.852 | 0 | -2.865 | 5.117 |
| Jahresüberschuss | 161 | 161 | ||||
| Stand zum 30.06.2010 | 6.210 | -80 | 1.852 | 0 | -2.704 | 5.278 |
| Jahresfehlbetrag | -744 | -744 | ||||
| Stand zum 30.06.2011 | 6.210 | -80 | 1.852 | 0 | -3.447 | 4.535 |
Zu (1): Änderungen durch erstmalige Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25. Mai 2009 (BilMoG)
4. Das voll eingezahlte Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beträgt EUR 6.209.933,00. Es ist eingeteilt in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Februar 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 23. Februar 2016 das Grundkapital um bis zu EUR 3.104.966,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 je Aktie gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Bei Ausnutzung der Ermächtigung kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte im Ausland, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.
Das Bedingte Kapital entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
scroll
| Bedingtes Kapital 2001/I | Insgesamt | |
|---|---|---|
| Beschluss der Hauptversammlung vom | 18.07.2001 | |
| Stand zum 30.06.2011 (in EUR) | 22.857 | 22.857 |
Das Bedingte Kapital 2001/I dient zur Absicherung des „Stock Option Plan 2001“. Zum Stichtag des Jahresabschlusses besteht noch das folgenden Mitarbeiterbeteiligungsmodell:
Stock Option Plan 2001
Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Juli 2001
Ermächtigung des Aufsichtsrats und des Vorstands bis zum 17. Juni 2006, einmalig oder mehrmals Optionsscheine zum Erwerb von bis zu 160.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien an Mitarbeiter der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bzw. gegenwärtigen oder zukünftig verbundenen Unternehmen (‚Mitarbeiter‘) bzw. an Vorstandsmitglieder der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bzw. Mitglieder der Geschäftsführung von gegenwärtig oder zukünftig verbundenen Unternehmen (‚Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung‘) auszugeben und den Optionsberechtigten Umtauschrechte auf Aktien zu gewähren. Davon entfallen auf ausgewählte Vorstände der Gesellschaft maximal 16.000 Aktienoptionen, auf ausgewählte Arbeitnehmer der Gesellschaft maximal 120.000 Aktienoptionen, auf ausgewählte Geschäftsführer von gegenwärtig oder zukünftig mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen maximal 8.000 Aktienoptionen und auf ausgewählte Arbeitnehmer von gegenwärtig oder zukünftig mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen maximal 16.000 Aktienoptionen. Jede der ausgegebenen Optionen berechtigt zum Umtausch in eine Stückaktie. Die Laufzeit der Optionen beträgt längstens zehn Jahre. Entsprechend den Optionsbedingungen kann das Umtauschrecht grundsätzlich frühestens zwei Jahre nach Ausgabe des Optionsscheins ausgeübt werden. Neben dem Basispreis, der dem Verkehrswert der Aktie zum Zeitpunkt der Unterbreitung der Option entspricht, ist bei Ausübung des Optionsrecht ein Aufgeld in Höhe von 25 % des bei Ausgabe festgelegten Basispreises als Erfolgsziel zu entrichten. Im Übrigen darf das Umtauschrecht nach Ablauf der zweijährigen Mindestwartefrist und unbeschadet der Beachtung des Erfolgsziels grundsätzlich jederzeit unter Beachtung von Zeiträumen, in denen eine Ausübung untersagt ist, wahrgenommen werden. Im Falle des Umtausches von Optionen in Aktien hat der Optionsberechtigte den auf dem Optionsschein angegebenen Betrag zuzüglich eines Aufgeldes als Umtauschpreis zu entrichten. Im Rahmen dieses Mitarbeiterbeteiligungsmodells wurden im Februar 2002 Optionsrechte ausgegeben.
Im Geschäftsjahr wurden aus keinem der bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsmodelle Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien in Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft umgetauscht.
Die Optionsscheine entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
scroll
| Nominalwert der Optionen EUR |
Durchschnittlicher Zeitwert der Option bei Ausgabe EUR |
Anzahl der Umtauschrechte in Stück | Durchschnittlicher Umtauschpreis EUR |
Durchschnittliche Restlaufzeit Monate | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bestand der gezeichneten und umtauschbaren Optionsscheine zum 30.06.2010: | |||||
| - Mitglieder des Vorstands | 574 | 16,54 | 574 | 29,55 | 17 |
| - Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstandes | 6.322 | 16,54 | 6.322 | 29,55 | 12 |
| - Mitarbeiter | 15.089 | 15,65 | 15.089 | 28,01 | 15 |
| 21.985 | 21.985 | ||||
| Im Geschäftsjahr verfallene Optionen: | |||||
| - Mitglieder des Vorstands | 146 | 16,54 | 146 | 29,55 | 17 |
| - Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstandes | 4.179 | 16,54 | 4.179 | 29,55 | 12 |
| - Mitarbeiter | 6.660 | 15,65 | 6.660 | 28,01 | 15 |
| 10.985 | 10.985 | ||||
| Bestand der gezeichneten und umtauschbaren Optionsscheine zum 30.06.2011: | |||||
| - Mitglieder des Vorstands | 429 | 13,86 | 429 | 24,92 | 8 |
| - Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstandes | 2.143 | 13,86 | 2.143 | 24,92 | 8 |
| - Mitarbeiter | 8.429 | 13,86 | 8.429 | 24,92 | 8 |
| 11.001 | 11.001 |
Sowohl im Berichtszeitraum als auch im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es keine gekündigten, ausgeübten, neu gezeichneten und nicht ausgegebene Optionsscheine.
5. Eigene Aktien werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und enthalten 80.000 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00, gesamt somit EUR 80.000. Die Aktien wurden im Zusammenhang mit der Erfüllung des abgeschlossenen Vergleichs zur Umsetzung der Hauptversammlungsbeschlüsse vom 02. Oktober 2007 durch die Übernehmer der im Wege der Sachkapitalerhöhung ausgegebenen neuen Aktien zum 01. Dezember 2008 eingelegt. Diese wurden im Einlagezeitpunkt mit dem Ausgabebetrag der im Wege der Sachkapitalerhöhung ausgegebenen neuen Aktien von EUR 1,30 je Aktie bewertet. Da die Bewertung der eigenen Anteile zum Nennbetrag von EUR 80.000 zu erfolgen hat, war die Differenz mit der Kapitalrücklage zu verrechnen.
6. Die Steuerrückstellungen aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 24 für die Gewerbesteuer und in Höhe von TEUR 22 für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag wurden beibehalten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden zusätzlich Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 38 (TEUR 20 Gewerbesteuer und TEUR 18 Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) gebildet.
7. Die Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen, die eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben, ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.
scroll
| Rückstellungsspiegel in TEUR |
01.07.2010 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | 30.06.2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvergütung | 81 | 40 | 81 | 0 | 40 |
| Kosten für Hauptversammlung | 34 | 45 | 34 | 0 | 45 |
| Mitarbeiterboni | 30 | 30 | 25 | 5 | 30 |
| Ausstehender Urlaub | 24 | 19 | 24 | 0 | 19 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 20 | 2 | 15 | 1 | 6 |
| Jahresabschluss, Prüfung und Offenlegung | 17 | 56 | 17 | 0 | 56 |
| Rückstellungen für Gewährleistungen | 5 | 0 | 0 | 0 | 5 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 1 | 1 | 2 | 0 | 0 |
| Kosten im Zusammenhang mit den Kapitalmaßnahmen | 0 | 67 | 0 | 0 | 67 |
| Übrige Rückstellungen | 30 | 0 | 0 | 30 | 0 |
| 242 | 260 | 198 | 36 | 268 |
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entwickelt Produkte für die Branchen Banken, Versicherungen, Medien und Telekommunikation. Diese Produkte und Lösungen werden in Form von Projekten im Rahmen einer Generalunternehmerschaft ausgeführt. Aus derartigen Projekten können Haftungen und Risiken entstehen. Diverse Projekte sind an strategisch wichtigen Stellen in den Rechenzentren von Kreditinstituten durchgeführt worden bzw. sind zum Teil in Vorbereitung. Einige Verträge beinhalten für diese Projekte ein Pönale im Fall einer Projekt-Zeitüberschreitung bzw. auch bedeutende Haftungsregelungen. Die Gesellschaft versucht teilweise diese Risiken bei Bedarf über Versicherungen zu decken und damit eine Risikovorsorge zu treffen. Die eigenen Produkte durchlaufen verschiedenste Qualitätsanforderungen sowie –prüfungen. Aus Vorsichtsgründen wurden im Geschäftsjahr für derartige mögliche Risiken sowie mögliche Kulanzen Rückstellungen gebildet.
8. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres zur Rückzahlung fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis mit der B+S Banksysteme Deutschland GmbH.
Weitere Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen.
scroll
| Verbindlichkeitsspiegel in TEUR |
Jahr 2010/11 30.06. | Jahr 2009/10 30.06. |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2 | 221 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21 | 168 |
| Verbindlichkeiten gg.über verbundenen Unternehmen | 33 | 37 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer | 0 | 150 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus § 50 a EStG | 0 | 5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer/ Kirchensteuer/ Solidaritätszuschlag | 13 | 14 |
| Verbindlichkeiten soziale Sicherheit | 4 | 4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6 | 0 |
| 79 | 597 |
9. Latente Steuern
Temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Einzige Abweichung stellen die steuerlichen Verlustvorträge dar, die zu einer aktiven latenten Steuer führen können. Die bisher aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden im Vorjahr vollständig wertberichtigt. Der Steuersatz beträgt unter Einbeziehung der Körperschaft- und Gewerbesteuer rund 33 %.
scroll
| Latente Steuern in TEUR |
Jahr 2010/11 30.06. | Jahr 2009/10 30.06. |
|---|---|---|
| Verlustvorträge | 18.662 | 18.711 |
| Abwertung | -18.564 | -18.564 |
| Verbrauch | -98 | -147 |
| Saldo | 0 | 0 |
| Steuersatz | 33 % | 33 % |
| Aktive Steuerabgrenzung | 0 | 0 |
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| Steueraufwand in TEUR |
Jahr 2010/11 01.07. - 30.06. | Jahr 2009/10 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | +38 | +46 |
| Veränderung latenter Ertragsteuern | 0 | +49 |
| +38 | +95 |
Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die laufenden Steuern. Die laufenden Steuern ergeben sich aus der Ermittlung der für das abgeschlossene Geschäftsjahr bestehenden Steuerbelastung aus dem errechneten steuerpflichtigen Einkommen und dem anwendbaren Steuersatz. Der laufende Steueraufwand des Geschäftsjahres 2010/11 beträgt TEUR 38.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produkten stellt sich wie folgt dar:
scroll
| Umsatzerlöse in TEUR |
Jahr 2010/11 01.07. - 30.06. | Jahr 2009/10 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Solutions | 516 | 765 |
| Lizenzen | 463 | 523 |
| Wartung und Support | 601 | 574 |
| Hosting | 254 | 177 |
| Handelswaren | 9 | 0 |
| 1.843 | 2.038 | |
| davon entfallen auf das Ausland | 23 | 138 |
2. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Sachbezügen, aus Mieterträge, sowie Aufwandsverrechnungen an das Tochterunternehmen. In der Position sind aperiodische Erträge in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 3) enthalten. Diese resultieren aus der Ausbuchung einer Verbindlichkeit nach Einigung mit dem Gläubiger.
3. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 6) enthalten.
4. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Raumkosten, Werbe- und Vertriebskosten, Fremdleistungen, Abschluss- sowie Rechts- und Beratungskosten, Versicherungsaufwendungen und Beiträgen sowie Verwaltungskosten und Kosten für die Aktienbetreuung.
5. Die Zinserträge enthalten Erträge aus der Verzinsung des Verrechnungskontos mit der B+S Banksysteme Deutschland GmbH in Höhe von 306,00 EUR. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen für das Verrechnungskonto der B+S Banksysteme Salzburg GmbH, Österreich in Höhe von 311,08 EUR.
6. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der B+S Banksysteme Salzburg GmbH in Höhe von TEUR 800.
Sonstige Angaben
1. Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften im Sinne des § 285 Nr. 2 HGB liegen nicht vor.
2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| Finanzielle Verpflichtungen in TEUR |
2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16 | nach 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mietverträge (Immobilien) (1) | 69 | 35 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Miet- und Leasingverträge (Mobilien) (1) | 22 | 13 | 12 | 4 | 4 | 0 |
| 91 | 48 | 12 | 4 | 4 | 0 |
Zu 1: Jeweils bezogen auf den frühestmöglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge seitens der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft.
3. Die Zahl der Mitarbeiter hat im Jahresdurchschnitt betragen:
scroll
| Mitarbeiter | Jahr 2010/11 30.06. | Jahr 2009/10 30.06. |
|---|---|---|
| Angestellte | 20 | 20 |
4. Organe der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft:
Dem Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gehörten an:
scroll
| Wilhelm Berger, Salzburg, Österreich | Bankkaufmann |
| Peter Bauch, München | Datenverarbeitungskaufmann |
| Heinz Schier, Salzburg, Österreich | Kaufmann (bis 05. Juli 2010) |
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung der Umsätze abhängig.
Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Januar 2010 ist keine Aufgliederung der Einkünfte nach Personen mehr erforderlich. Die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
scroll
| Vorstandsbezüge in TEUR |
Jahr 2010/11 01.07. - 30.06. | Jahr 2009/10 01.07. - 30.06. |
|---|---|---|
| Grundgehalt | 338 | 526 |
| Variables Gehalt (Umsatzbeteiligung) | 82 | 146* |
| KFZ-Nutzung | 16 | 23* |
| Betriebliche Altersvorsorge | 1 | 1 |
| Sozialversicherung Arbeitgeberanteil | 17 | 27 |
| Zuführungen zu Dienstzeitaufwand Abfertigung | 0 | 13 |
| Gesamtbezüge | 454 | 736 |
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten.
Das variable Gehalt (Umsatzbeteiligung) für das Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von TEUR 146 wurde im Geschäftsjahr 2010/11 ausbezahlt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein variables Gehalt in Höhe von TEUR 62 in der Bilanz des Tochterunternehmens und in Höhe von TEUR 20 in der Bilanz des Mutterunternehmens in den Rückstellungen berücksichtigt.
* Anpassung Vorjahr: Die Werte wurden von TEUR 63 auf TEUR 146 und TEUR 54 auf TEUR 23 angepasst. Die Anpassung erfolgte auf einer fehlerhaften Zuordnung im Vorjahr.
Dem Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gehörten an:
scroll
| Aufsichtsrat | Mitglied in folgenden weiteren Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Ausland: |
| Prof. Dr. Mag. Herbert Kofler Klagenfurt, Österreich Professor für Wirtschaftswissenschaften Vorsitzender des Aufsichtsrats | IMMOFINANZ AG, Wien, Vorsitzender Kärntner Sparkasse AG, Klagenfurt Privatstiftung der Kärntner Sparkasse AG, Klagenfurt redstars.data.com AG, Wien Wirtschaftstreuhänder-Akademie GmbH, Wien |
| Dr. Manfred Seyfried Frankfurt, Deutschland Unternehmensberater Stellvertreter des Vorsitzenden (bis 24.02.2011) | - |
| Hon. Prof. Mag. Dr. Johann Bertl Seekirchen, Österreich Wirtschaftsprüfer Stellvertreter des Vorsitzenden (ab 07.03.2011) | Spänglerbank AG, Salzburg Wiesner & Hager Möbel GmbH, Altheim |
| Dr. Werner Steinwender Salzburg, Österreich Rechtsanwalt | - |
Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 45 (Vorjahr TEUR 15).
5. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.
6. Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beinhaltet ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 28).
7. Nach § 268 Abs. 8 HGB auszuweisende Ausschüttungssperren liegen im Geschäftsjahr nicht vor.
Ergebnisverwendung
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzverlust der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen.
Konzern- und Beteiligungsverhältnisse
Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315 a HGB in Verbindung mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und kann am Sitz der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft in München angefordert werden.
Meldepflichtige Aktiengeschäfte § 21 WpHG
Im Geschäftsjahr 2010/11 gab es keine meldepflichtigen Stimmrechtsmitteilungen.
Herr Peter Bauch, Deutschland hat uns am 10.10.2008 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 10.10.2008 durch Aktien die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 23,59% (das entspricht 1.464.615 Stimmrechten) beträgt.
Herr Wilhelm Berger, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31.05.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 25.05.2010 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 25,16% (das entspricht 1.562.462 Stimmrechten) beträgt.
Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 20,13% (das entspricht 1.250.065 Stimmrechten) betragen hat.
Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 21,78% (das entspricht 1.352.665 Stimmrechten) betragen hat. 20,13% der Stimmrechte (das entspricht 1.250.065 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der COR&FJA Austria Ges.m.b.H. zuzurechnen.
Herr Heinz Schier, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.06.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.
München, 31. August 2011
Wilhelm Berger Vorstand
Peter Bauch Vorstand
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
„Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, der Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.“
München, 31. August 2011
Wilhelm Berger Vorstand
Peter Bauch Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B + S Banksysteme Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht liegen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir auf die Ausführungen des Vorstandes der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort wird unter dem Punkt "Chancen und Risiken" ausgeführt, dass die Werthaltigkeit des Beteiligungsansatzes von dem Erreichen der Planzahlen in der B + S Gruppe Salzburg, Österreich abhängig ist.
Mannheim, 31. August 2011
**MOORE STEPHENS TREUHAND KURPFALZ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Matthias Ritzi, Wirtschaftsprüfer
Stefan Hambsch, Wirtschaftsprüfer