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B+S Banksysteme AG Annual Report 2010

Oct 28, 2010

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Annual Report

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»Inhaltsverzeichnis« 3
»Zahlen und Fakten« 4
»Vorwort des Vorstandes« 6
»Bericht des Aufsichtsrats« 7
»Corporate-Governance-Bericht« 10
»Konzernjahresabschluss« 14
Konzern - Gesamtergebnisrechnung 14
Konzern - Bilanz 15
Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung 18
»Konzern - Anhang« 19
Das Unternehmen 19
Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 19
Konsolidierungsgrundsätze 25
Währungsumrechnung 26
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 27
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung 33
Sonstige Angaben 51
Angaben zur Kapitalflussrechnung 51
Segmentberichterstattung 51
Management der finanziellen Risiken und Angaben zu Finanzinstrumenten 52
Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 55
Organe der Gesellschaft 56
Angaben zu § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) 56
Sonstige Angaben nach § 315a HGB 57
Konzernabschlussprüferhonorar 57
Erklärung zum Corporate Governance Kodex 57
»Konzern - Lagebericht« 58
Präambel 58
Portrait der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 58
Die Märkte der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft 58
Lösungen für das Treasury 59
Lösungen für das Risikomanagement 59
Lösungen für das Wertpapiermanagement 59
Lösungen für das Electronic-Banking 59
Erweiterung der Produktangebote 59
Geschäftsentwicklung 60
Bilanzstruktur 61
Finanzlage 61
Investition und Finanzierung 61
Nachtragsbericht 62
Entwicklung 62
Personalentwicklung 62
Chancen und Risiken 62
Prognosebericht 64
Konzernrechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und interne Kontrollsystem 64
Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB n.F. und erläuternder Bericht nach § 120 Abs. 3 AktG n.F. 64
Angaben zum internen Kontroll- und Risikomanagement gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB n.F. 66
Angaben zum Rechnungslegungsprozess 66
Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB n.F. (Vergütungsbericht) 66
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB 67
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010/ 2011 67
»Versicherung der gesetzlichen Vertreter« 68
»Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers« 69

»Zahlen und Fakten«

Unternehmensdaten 2009/10
Wertpapierkennnummer 126215
A0X YKY (aus Sachkapitalerhöhung)
Börsenkürzel DTD2
Reuterskürzel DTDG.DE
Handelssegmente/Heimatbörse Geregelter Markt/Frankfurt
Erster Handelstag (Neuer Markt) 09. November 1998
Grundkapital EUR 6.209.933,00 = 6.209.933 Aktien
Ende des Geschäftsjahres 30. Juni
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 69 (Stand Juni 2010)
Vorstand Wilhelm Berger
Peter Bauch
Aufsichtsrat Prof. Dr. Herbert Kofler (Vorsitzender)
Dr. Manfred Seyfried
Dr. Werner Steinwender
IR Termine Datum
Geschäftsbericht 2009/10 28.10.2010
Konzernzwischenmitteilung Q1 2010/11 15.11.2010
Hauptversammlung 2011 24.02.2011
Konzern - Halbjahresfinanzbericht 2010/11 15.02.2011
Konzernzwischenmitteilung Q3 2010/11 15.05.2011

Verschiebungen und Ergänzungen finden Sie auf unseren Internetseiten unter www.bs-ag.com

B+S Banksysteme
Aktiengesellschaft
in TEUR
30.06.2010 30.06.2009
adjusted1)
30.06.2009
Umsatz 9.068 3.843 3.843
Bruttoergebnis * 4.119 1.730 1.730
Bruttoumsatzrendite 46% 45,0% 45,0%
EBIT 1.485 428 464
EBT 819 75 111
Bilanzsumme ** 27.903 27.421 24.783
Eigenkapital ** 7.951 7.400 4.934
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 69 66 66

1) Adjusted siehe Anhangangaben zu IAS 8

* Umsatz– Materialaufwand - Personalaufwand

** Werte jeweils zum Periodenende

Aktionärsstruktur Jahr 2009/10 Jahr 2009
in %
Vorstand 48,75 73,13
Aufsichtsrat 0 0
Meldepflichtige Anleger 21,78 0
Eigene Anteile 1,29 1,29
Freefloat 28,18 25,58

»Vorwort des Vorstandes«

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Investoren und Geschäftspartner,

die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft verfolgt seit nun fast drei Jahrzehnten konsequent das Ziel, mit individualisierbarer Standardsoftware die Banken, Rechenzentren und Corebanking-Hersteller mit leistungsstarken, flexiblen und skalierbaren Anwendungspaketen zu unterstützen und anzureichern. Aufgrund unserer strategischen Positionierung haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen sicheren Stand in der Bankenwelt erreicht und diesen sogar ausbauen können. Die Diversifikation der Ausrichtung und unser definierter Zielmarkt - also Privatbanken, Sparkassen, Geno-Banken, Landesbanken, deren Rechenzentren, Dienstleister, Industrieunternehmen mit engem Bankbezug sowie alle Corebanking-Hersteller – zeigen die Flexibilität unserer Lösungen für unterschiedliche Anforderungen. In nahezu jedem Branchensegment und bei fast allen namhaften Dienstleistern und Corebanking-Herstellen findet man heute Produkte unseres Hauses oder eine entsprechende Partnerschaft.

Strategisch positioniert sich der B+S-Konzern auch weiterhin als Spezialist und unabhängiger Anbieter für die Themenfelder Zahlungsverkehr, Auslandsgeschäft, Risikomanagement, Treasury & Trading, Währungsmanagement und eBanking im Sinne einer Anreicherung bestehender Corebanking-Systeme im definierten Zielmarkt. Durch diese Positionierung weisen wir uns darüber hinaus als Integration- und Schnittstellenspezialist für alle am Markt verfügbaren back-end- und Umsysteme aus.

Die vor uns liegenden Herausforderungen in dem sich stetig verändernden Marktumfeld sind groß. Gleichzeitig finden wir einen spannenden Markt vor, der uns mit unserer neuen kundenorientierten Aufstellung große Chancen eröffnet. Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat deshalb im abgelaufenen Geschäftsjahr den Vertrieb neu ausgerichtet und eine deutlich verbesserte kundenbezogene Organisation eingeführt.

Aufgrund der im letzten Geschäftsjahr geschlossenen Partnerschaften, aber auch aufgrund der Tatsache, dass die Produkte und Lösungen der B+S Banksysteme gerade heute von unseren Zielkunden nachgefragt werden, planen wir auch weiterhin einen nachhaltigen Wachstumskurs. Geplant ist auch, das Beratungsangebot und die Dienstleistungspalette auszubauen und zu etablieren.

Wir bedanken uns bei allen unseren Kunden, Partnern und Investoren für das entgegengebrachte Vertrauen. Im Besonderen gilt unser Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unserem Aufsichtsrat für die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Bericht des Aufsichtsrats«

Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrates

Der Aufsichtrat hat während des Berichtszeitraumes 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zeitnah und kontinuierlich beraten und überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Grundlage der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrates waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands, in denen der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend insbesondere über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet hat. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und mit ihm erörtert.

Insgesamt fanden fünf Sitzungen am 11. September 2009, 12. November 2009, 26. Januar 2010, 07. April 2010 und 28. April 2010 statt. Im Mittelpunkt dieser Sitzungen standen Information, Beratung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung, sowie die zukünftige Strategie des Unternehmens. Regelmäßig wurden Umsatz und Gewinnentwicklung analysiert sowie die Entwicklung der liquiden Mittel und des Eigenkapitals. Der Aufsichtsrat hat sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt.

Auch über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand mehrmals monatlich in intensivem persönlichem Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat war in seiner Gesamtheit mit allen Belangen der Gesellschaft befasst, da aufgrund der überschaubaren Größe der Gesellschaft keine Ausschüsse gebildet wurden.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 11. September 2009 war die Feststellung des Einzelabschlusses der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München nach HGB und die Feststellung des Konzernabschlusses nach IFRS jeweils zum 30. Juni 2009.

In der Aufsichtsratssitzung vom 12. November 2009 wurde insbesondere der Quartalsabschluss zum 30. September 2009 erörtert.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 26. Januar 2010 war der Halbjahresabschluss 2009/10 und der Ausblick auf die laufende Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2009/10. Der Aufsichtsrat hat im Zusammenhang mit dem Halbjahresabschluss die Passivseite diskutiert.

Am 07. April 2010 waren strategische Perspektiven Thema der Aufsichtsratssitzung. Diskutiert wurde auch das Interesse von strategischen und Finanzinvestoren an der Gesellschaft.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 28. April 2010 war der Quartalsabschluss zum 31. März 2010, sowie organisatorische Fragen im Zusammenhang mit dem altersbedingten Ausscheiden von Herrn Schier aus dem Unternehmen.

Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR)

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat den Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 einer Stichprobenprüfung unterzogen. Das Ergebnis wurde der Gesellschaft am 03. September 2010 mitgeteilt. Dabei wurde festgestellt, dass der Unternehmenszusammenschluss als Erwerb der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München durch die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg (Österreich) im Konzernabschluss abgebildet werden muss (reverse acquisition). Die Berichtigung hierzu hat die Gesellschaft im Jahresabschluss zum 30. Juni 2010 bereits berücksichtigt.

Aktionäre

Der Mitbegründer der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft Salzburg (Österreich) und Großaktionär der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München, Herr Heinz Schier, ist gemäß Mitteilung vom 24. Juni 2010 als Aktionär ausgeschieden. Neuer Großaktionär ist die auf Software für Versicherungen und Banken spezialisierte COR&FJA AG mit einem Anteil von 21,78 % gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 23. Juni 2010. Der Aufsichtsrat hat über die damit in Zusammenhang stehende strategische Neuausrichtung in mehreren Sitzungen diskutiert.

Personelle Veränderungen

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.

Corporate Governance

Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Interessenskonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichtsrates der B+S Bankensysteme Aktiengesellschaft sind nicht aufgetreten.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 28. Juni 2010 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung wurde auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht im Geschäftsbericht zum 30. Juni 2010 verwiesen.

Jahres- und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 26. Januar 2010 hat die AWI Treuhand & Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 bestellt.

Der Prüfungsauftrag ist dem Abschlussprüfer vom Aufsichtsrat erteilt worden. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlussprüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2010 wurden vom Abschlussprüfer, der AWI Treuhand & Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht sind allen Aufsichtsräten ausgehändigt und in einer Aufsichtsratssitzung am 08. Oktober 2010 im Beisein des Abschlussprüfers detailliert besprochen worden. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden umfassend beantwortet.

Nach eingehender Debatte sowie Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes, des Konzernabschlusses sowie Konzernlageberichts stimmt der Aufsichtsrat dem Ergebnis des Abschlussprüfers in einer Telefonkonferenz zu und erhebt keinerlei Einwände.

Der jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wurde mit Umlaufbeschluss vom 25. Oktober 2010 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Dank

Der Aufsichtsrat bedankt sich ausdrücklich beim Management und allen Mitarbeitern für die erfolgreich geleistete Arbeit.

München, den 25. Oktober 2010

Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Herbert Kofler, Vorsitzender

»Corporate-Governance-Bericht«

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht weitestgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex"), der im Jahr 2002 erlassen und jährlich bis Juni 2010 erweitert wurde. Die Abweichungen werden im Folgenden beschrieben und sind auch der Entsprechungserklärung zum Kodex zu entnehmen. Diese ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Sie beschließt alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei den Abstimmungen gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen, den ihnen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung stellt.

Die Einberufung der Hauptversammlung und die für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellt.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand bestand während des Berichtszeitraumes aus drei Personen. Der Aufsichtsrat, dem drei Mitglieder angehören, berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in allen Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich und in den turnusgemäßen Sitzungen über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Der Vorstand gibt dem Aufsichtsrat die Möglichkeit, dass dieser sich von der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugen kann. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben.

Vorstand

Der Vorstand ist als Leitungsorgan der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft an das Unternehmensinteresse gebunden und orientiert sich dabei an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre und seiner Mitarbeiter. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Zu seinen Tätigkeiten zählen ferner die Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling zu sorgen.

Der Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft achtet, soweit dies bei der geringen Größe möglich ist, bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt und die angemessene Berücksichtigung von Frauen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Eine Altersgrenze wurde für die Vorstandsmitglieder bzw. die Aufsichtsratsmitglieder noch nicht festgelegt. Aufgrund der Unternehmensgröße und der daraus resultierenden Größe des Aufsichtsrats befasst sich dieser als Gesamtorgan grundsätzlich mit allen Aufgaben der Aufsichtsratstätigkeit. Daher findet eine separate Bildung von Ausschüssen, wie im Kodex empfohlen, nicht statt.

Die Aufsichtsratsmitglieder, die die für ihre Aufgabe erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen haben, verfolgen keine Tätigkeit oder üben keine Funktion bei konkurrierenden Unternehmen aus, die sie in Interessenskonflikte verwickeln könnte. Somit ist die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder gewahrt. Sollten dennoch unvermeidbare Interessenskonflikte der Mitglieder des Aufsichtsrates auftreten, so sind diese verpflichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrates zeitnah darüber in Kenntnis zu setzen. Bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder wurde die Vielfalt berücksichtigt, jedoch kann aufgrund der geringen Größe der Forderung einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen nicht entsprochen werden. Eine konkrete Zielsetzung für die Zusammensetzung existiert noch nicht. Die geforderte Effizienzprüfung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Wege geleitet.

Vergütungsbericht

Der Aufsichtsrat überprüft in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzung der Vergütung des Vorstandes in Hinblick auf die persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vergütung des Vorstandes besteht derzeit überwiegend aus fixen Bestandteilen und in geringem Umfang aus einer erfolgsbezogenen Komponente. Die variablen Vergütungsteile beruhen zur Zeit auf einer einjährigen Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem beinhaltet derzeit keine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung. Da die drei Vorstände gleichzeitig Aktionäre sind, ist über diese Beteiligung die Koppelung an die längerfristigen positiven bzw. negativen Entwicklungen gegeben. Aus diesem Grund ist auch keine Begrenzung für außerordentliche Entwicklungen vereinbart worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten aufgrund der Größe der Gesellschaft derzeit eine feste Vergütung und keine erfolgsorientierte Komponente. Die Aufgliederung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung erfolgt im Anhang des Jahresabschlusses. Dabei wurde auf eine Detailinformation zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Januar 2010 verzichtet.

Transparenz

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft setzt die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und neue Tatsachen in Kenntnis. Der Geschäftsbericht und die Zwischenberichte werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Über aktuelle Ereignisse und neue Entwicklungen informieren Pressemitteilungen und gegebenenfalls Ad-hoc-Mitteilungen. Alle Informationen werden zudem im Internet unter www.bs-ag.com veröffentlicht. Die Termine der wesentlich wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen – wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte – sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Sie werden mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Größe der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sehen Vorstand und Aufsichtsrat Veröffentlichungen in englischer Sprache nicht als sinnvoll an.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte, wesentliche Stimmrechtsanteile und Anteilsbesitz der Organe

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft veröffentlicht entsprechend der Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sogenannten Directors' Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Sinne von § 15a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die B+S Banksysteme-Aktie. Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG.

Im Geschäftsjahr 2009/10 kaufte Herr Wilhelm Berger am 25.05.2010 weitere 64.000 Aktien und meldete die damit verbundene Überschreitung der 25%-Schwelle.

Herr Heinz Schier hat am 10.06.2010 186.297 Aktien, am 11.06.2010 62.100 Aktien und am 22.06.2010 1.250.065 Aktien außerbörslich verkauft. Herr Schier hat damit die 3 %-Schwelle unterschritten und hat keine Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft mehr.

Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat der Gesellschaft den Erwerb von 1.250.065 Aktien (20,13 %) am 22.06.2010 gemeldet.

Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland meldete der Gesellschaft die Überschreitung der 20%-Schwelle (21,78 %, 1.352.665 Aktien) am 22.06.2010. Davon sind ihr 20,13 % der Stimmrechte (das entspricht 1.250.065 Aktien) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der COR&FJA Austria Ges.m.b.H. zuzurechnen.

Der Aktienbesitz der Organe verteilt sich zum Bilanzstichtag wie folgt: Wilhelm Berger: 25,16 % (1.562.462 Aktien) Peter Bauch: 23,59 % (1.464.615 Aktien)

Der Aufsichtsrat ist nicht im Besitz von Aktien der Gesellschaft.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Konzernverflechtung besteht seit dem 06. Oktober 2008. Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss informiert. Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde von dem durch die Hauptversammlung 2010 gewählten Abschlussprüfer AWI Treuhand & Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung und unter Einhaltung der Vorschriften nach IFRS. Sie umfasste auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zu Corporate Governance nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es keinen Anlass. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

Aktienoptionsprogramme

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat in den Jahren 1998, 1999, 2000 und 2001 Stock Option Pläne mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgelegt um die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg mit zu beteiligen und die Motivation zu erhöhen. Die Einzelheiten sind dem Anhang des Konzernabschlusses zu entnehmen.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben im Juni 2010 gemeinsam die aktualisierte Entsprechungserklärung 2010 gemäß § 161 AktG abgegeben.

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit folgenden Ausnahmen: Selbstbehalt in der D&O-Versicherung erst ab 01.07.2010 (Kodex-Ziffer 3.8), die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstandes unterliegen nur einer einjährigen Bemessungsgrundlage und keine Begrenzung bei außerordentlichen Entwicklungen (Kodex-Ziffer 4.2.3), keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.1.2), keine Bildung von Ausschüssen (Kodex-Ziffer 5.3), keine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.1), keine erfolgsorientierte Komponente im Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6) und keine Veröffentlichungen in englischer Sprache (Kodex-Ziffer 6.8), die Aktienprogramme werden nicht im Corporate Governance Bericht erläutert (Kodex-Ziffer 7.1.3). Es wird auch zukünftig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bis auf die genannten Ausnahmen entsprochen.

Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

München, im September 2010

Wilhelm Berger Prof. Dr. Herbert Kofler Vorstand Vorsitzender des Aufsichtsrats

»Konzernjahresabschluss«

Konzern - Gesamtergebnisrechnung

Gesamtergebnisrechnung (IFRS) Verweis
auf
30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)1)
30.06.2009
in TEUR Anhang
Umsatzerlöse 16 9.068 3.843 3.843
Sonstige betriebliche Erträge 17 521 101 101
9.589 3.944 3.944
Waren- und Materialeinsatz -126 -26 -26
Personalaufwand 18 -4.823 -2.087 -2.087
Abschreibungen -829 -469 -433
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19 -2.326 -934 -934
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.485 428 464
Finanzerträge 21 5 3 3
Finanzaufwendungen 21 -671 -356 -356
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 819 75 111
Ertragsteuern 12 -293 61 49
Periodenergebnis * 526 136 160

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Eigentümer des Mutterunternehmens

1) Adjusted siehe Angaben zu IAS 8

Verweis
auf
Anhang
30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)1)
30.06.2009
23 0,09 0,02 0,03
23 0,09 0,02 0,03
Gesamtergebnisrechnung (IFRS)
in TEUR
Jahr 2009/10
01.07. - 30.06.
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
(adjusted)1)
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
Periodenergebnis 526 136 160
Sonstiges Ergebnis aus der
Fremdwährungsumrechnung von ausländischen
Geschäftsbetrieben
26 0 1
Latente Steuern auf die Bestandteile des
sonstigen Ergebnisses
0 0 0
Gesamtergebnis nach Steuern * 552 136 161

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Eigentümer des Mutterunternehmens

Konzern - Bilanz

Bilanz (IFRS)
AKTIVA
in TEUR
Verweis
auf
Anhang
30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)1)
30.06.2009 31.12.2008
01.01.2009
(adjusted)1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 1.155 1.538 872 1.824
Geschäfts- und Firmenwert 2 16.866 16.866 14.847 16.866
Sachanlagen 3 6.152 7.277 7.277 7.386
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilie
4 1.153 0 0 0
Aktive latente Steuern 12 0 0 49 0
Summe Langfristige Vermögenswerte 25.326 25.681 23.045 26.076
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
5 944 939 938 695
Forderungen aus Ertragsteuern 0 1 1 1
Liquide Mittel 6 1.400 596 595 184
Rechnungsabgrenzungsposten 7 233 204 204 126
Summe kurzfristige Vermögenswerte 2.577 1.740 1.738 1.006
BILANZSUMME A K T I V A 27.903 27.421 24.783 27.082
Bilanz (IFRS)
PASSIVA
in TEUR
Verweis
auf
Anhang
30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)1)
30.06.2009 31.12.2008
01.01.2009
(adjusted)1
Gezeichnetes Kapital 8 6.210 6.210 6.210 6.210
Kapitalrücklage 8 438 439 1.156 465
Eigene Anteile 9 -104 -104 -76 -104
Rücklagen Währungsdifferenzen 8 28 2 12 2
Gewinnrücklagen 8 114 114 0 114
Bilanzgewinn/ -verlust 8 1.265 738 -2.368 603
Summe Eigenkapital 7.951 7.400 4.934 7.290
Verpflichtungen für Abfertigungen 10 886 997 997 959
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
14 6.200 6.301 6.301 6.379
Passive latente Steuern 12 337 236 65 331
Summe langfristige
Verbindlichkeiten
7.423 7.534 7.363 7.669
Erhaltene Anzahlungen 230 297 297 32
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 13 8.000 8.000 8.000 8.000
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
14 976 1.295 1.295 1.966
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
264 217 217 263
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
14 292 194 194 262
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 11 476 657 657 585
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
und Rechnungsabgrenzungsposten
15 2.291 1.826 1.826 1.016
Summe kurzfristige
Verbindlichkeiten und RAP
12.529 12.486 12.486 12.123
BILANZSUMME P A S S I V A 27.903 27.421 24.783 27.082

Konzern - Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung (IFRS)
in TEUR
Jahr 2009/10
01.07. - 30.06.
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
(adjusted)1)
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 526 136 160
Abschreibungen 830 469 433
Veränderungen langfristige Rückstellungen -111 38 38
Veränderung latenter Steuern 101 -46 -34
Veränderungen Forderungen -6 -370 -370
Veränderungen Rechnungsabgrenzungsposten -29 0 0
Veränderungen erhaltene Anzahlungen -67 266 266
Veränderungen Verbind. aus Lief. u. Leistungen 47 -46 -46
Veränderungen sonstige Rückstellungen -72 -359 -359
Sonstige Verbindlichkeiten und RAP 355 1.240 1.240
1.574 1.328 1.328
Mittelfluss aus der Investitionstätigkeit
Investitionen ins Anlagevermögen
(ohne Finanzanlagen)
-474 -73 -73
-474 -73 -73
Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Veränderungen Finanzverbindlichkeiten -322 -817 -817
Zuführung Kapitalrücklage 0 -27 -27
-322 -844 -844
Differenz aus Währungsumrechnung 26 0 0
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes
804 411 411
Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 595 184 184
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 1.400 595 595
davon bezahlte Ertragsteuern -142 -34 -34
davon erhaltene Zinsen 5 3 3
davon bezahlte Zinsen -671 -356 -356
Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung
-- --------------------------------------------
Entwicklung des
Eigenkapitals1)
in TEUR
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Währungs
umrech
nungs
differenzen
Gewinn
rücklagen
Eigene
Anteile
Bilanz
ergebnis
Summe
Eigen
kapital
Stand zum
31. Dez. 2008/
01. Jan. 2009
6.210 465 2 114 -104 603 7.290
Kosten der
Kapitalerhöhung
-26 -26
Perioden
ergebnis
136 136
Stand zum
30. Juni 2009
6.210 439 2 114 -104 739 7.400
Zuführung
Kapitalrücklage
Differenzen aus
Währungsum
rechnung
26 26
Gesamtergebnis
nach Steuerns
525 525
Stand zum
30. Juni 2010
6.210 439 28 114 -104 1.264 7.951
Verweis auf
Anhang
8 8 8 8 8 8 8

»Konzern - Anhang«

Das Unternehmen

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft (- nachfolgend auch Gesellschaft genannt -) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft, welche im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 120849 eingetragen ist. Ihr Sitz ist in 80686 München, Deutschland, Rüdesheimer Straße 7. Die Gesellschaft hat zum Unternehmensgegenstand die Erstellung und Entwicklung von eigenen Programmen zu Datenver- und Datenbearbeitung, deren Vervielfältigung, Lizenzierung und Vertrieb sowie Beratung von Unternehmen. Die Gesellschaft gehört zu den Anbietern von Standardsoftwareprodukten für Finanzdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die Produktpalette umfasst Standardsoftware für eine Gesamtbanklösung sowie Lösungen für banknahe Finanzdienstleistungen.

Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundsätze der Rechnungslegung

Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315a HGB auf.

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 wurde unter Anwendung von § 315a Abs. 1 HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Er berücksichtigt alle bis zum 30. Juni 2010 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards (IAS/IFRS) und Interpretationen (SIC/IFRIC).

Mit Hauptversammlungsbeschluss der Gesellschaft vom 05. November 2008 wurde das Geschäftsjahr geändert und zwar auf den Zeitraum vom 01. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Kalenderjahres. Für den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2009 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr eingetragen. Somit bestehen zukünftig konzerneinheitliche Geschäftsjahre (vom 01. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Kalenderjahres).

Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres in der Vorperiode sind die Vergleichsbeträge der gesonderten Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der dazugehörigen Anhangsangaben nur eingeschränkt vergleichbar.

Während des Berichtszeitraumes vom 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 wurden die Änderungen nachfolgender Standards und Interpretationen verbindlich:

  • IFRS 8: Operating Segments
  • Amendments to IFRS 1 and IAS 27: Cost of an Investment in a Subsidiary, Jointly-Controlled Entitiy or Associate
  • IFRS 3 Revised: Business Combinations
  • Amendments to IAS 1: Presentation of Financial Statements: A Revised Presentation
  • Amendments to IAS 23: Borrowing costs
  • Amendments to IAS 27: Consolidated and Seperate Financial Statements
  • Amendments to IAS 39: Financial Instruments: Recognition and Measurement: Eligible Hedge Items

IFRS 8 wurde bereits im Geschäftsjahr 2008 vorzeitig angewandt. Der überarbeitete IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) hat zur Ergänzung der Gesamtergebnisrechnung und zu einer Änderung in der Darstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung geführt. Die Überarbeitung der übrigen oben genannten Standards und Interpretationen hat zu keinen wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geführt.

Standards bzw. Interpretationen per 30. Juni 2010 von der EU ratifiziert:

  • Amendment to IAS 32 Financial Instruments: Presentation and classification of Rights Issues (IASB/EU ab 01.02.2010)
  • Amendments to IFRS 1: Additional Exemptions for First-time Adopters (IASB/EU ab 01.01.2010)
  • Amendments to IFRS 2: Group Cash-settled Share-based Payment Transactions (IASB/EU ab 01.01.2010)
  • Improvements to IFRSs (issued by IASB in April 2009) (IASB/EU überwiegend ab 01.01.2010),
  • IFRIC 15: Agreements for the Construction of Real Estate (IASB ab 01.01.2009, EU ab 01.01.2010),
  • IFRIC 17: Distributions of Non-Cash Assets to Owners (IASB ab 01.07.2009, EU ab 01.11.2009),
  • IFRIC 18: Transfers of Assets from Customers (IASB ab 01.07.20091 , EU ab 01.11.2009)

Der IASB bzw. das IFRIC haben folgende neuen Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, die noch nicht in Kraft getreten sind, und von der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft nicht vorzeitig angewendet werden:

  • Revised IAS 24: Related Party Disclosures (IASB/EU ab 01.01.20112 ), not endorsed
  • Amendments to IFRS 1: Additional Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for Firsttime Adopters (IASB/EU ab 01.07.2010), not endorsed
  • Improvements to IFRSs (issued by IASB in May 2010) (IASB/EU frühestens ab 01.07.2010), not endorsed
  • IFRS 9: Financial Instruments (IASB ab 01.01.2013) not endorsed
  • Amendment to IFRIC 14: Prepayment of a Minimum Funding Requirement (IASB/EU ab 01.01.2011), not endorsed
  • IFRIC 19: Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments (IASB/EU ab 01.07.2010), not endorsed

Im Hinblick auf die künftige Anwendung des IFRS 7 gehen wir von erweiterten Anhangangaben hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten aus. Der Konzern wird diese (überarbeiteten) Standards und Interpretationen für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, anwenden.

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und kann am Sitz der Gesellschaft in München angefordert werden.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 04. Oktober 2010 durch Beschluss des Vorstandes zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ("B+S Gruppe"). Auf die nachfolgende vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 4 HGB wird Bezug genommen.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften der B+S Gruppe zu Grunde. Diese sind identisch mit jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres. Diese Vorschriften werden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme insbesondere von bestimmten Finanzinvestitionen, die zu Marktwerten und langfristiger Rückstellungen (einschließlich Personalrückstellungen), die zu Barwerten angesetzt werden.

1 Die Standards und Interpretationen sind jeweils für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

2 IFRIC 18 gilt laut IASB für Übertragungen von Vermögenswerten, die ein Unternehmen von einem Kunden am oder nach dem 01.07.2009 erhält.

Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz wird nach der Fristigkeit der Posten gegliedert.

Der Konzernabschluss ist in der Berichtswährung EURO bzw. in 1.000 EURO ("TEUR"), gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode, aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Änderungen nach IAS 8

Am 02. Oktober 2007 beschloss die Hauptversammlung die Fusion der DataDesign AG, München mit der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich, welche mit Stichtag 30. September 2008 umgesetzt wurde. Die Eintragung der Durchführung der Bar- und Sachkapitalerhöhung erfolgte am 06. Oktober 2008. Einhergehend mit den Kapitalerhöhungen wurde der Firmenname von DataDesign AG in B+S Banksysteme Aktiengesellschaft umbenannt und das Rumpfgeschäftsjahr auf den 01. Januar 2009 bis 30. Juni 2009 eingetragen. Die Gesellschaften wurden mit Wirkung zum 01. Oktober 2008 erstmals konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden gemäß IAS 8.42 folgende Sachverhalte angepasst:

  • Ursprünglich wurde der rechtliche Erwerber B+S Banksysteme, München (vormals: DataDesign AG, München) als wirtschaftlicher Erwerber identifiziert. Entsprechend IFRS 3.21 ist allerdings die B+S Banksysteme, Salzburg, Österreich als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen (reverse acquisition). Es wurde daher, nicht wie in den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2008 und 30. Juni 2009 dargestellt, der Jahresabschluss des rechtlichen Erwerbers weitergeführt und die Kaufpreisallokation für den rechtlichen Erwerber durchführt, sondern der Jahresabschluss des wirtschaftlichen Erwerbers fortgeführt und die Kaufpreisallokation für den wirtschaftlich Erworbenen durchgeführt. Dadurch kommt es zu einem um TEUR 2.019 erhöhten Firmenwert, dem Ansatz einer Marke in Höhe von TEUR 168 und dem Ansatz eines Kundenstamms in Höhe von TEUR 553 und darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von TEUR 237. (Zur Kaufpreisallkokation und Fortschreibung der Werte zu den Bilanzstichtagen verweisen wir auf den Abschnitt "Anhang" in diesem Kapitel).
  • Eigenen Anteile wurden mit einem Wert von TEUR 104 eingebracht und zu den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2008 sowie zum 30. Juni 2009 ergebnisneutral neubewertet. Dies wurde entsprechend IAS 32.36 retrospektiv angepasst und somit die Eigenen Anteile mit dem Wert von TEUR 104 in den Jahresabschlüssen im Eigenkapital fortgeschrieben und nicht neubewertet.

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

Durch die Korrekturen änderten sich folgende Posten der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung sowie die Eigenkapitalentwicklung wie folgt:

Bilanz (IFRS)
AKTIVA
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.121 703 1.824
Geschäfts- und Firmenwert 14.847 2.019 16.866
Summe Langfristige Vermögenswerte 23.354 2.722 26.076
BILANZSUMME A K T I V A 24.360 2.722 27.082

Bilanz zum 31. Dezember 2008

Bilanz (IFRS)
PASSIVA
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
Kapitalrücklage 1.183 -718 465
Eigene Anteile -76 -28 -104
Rücklagen Währungsdifferenzen 11 -9 2
Gewinnrücklagen 0 114 114
Bilanzgewinn/ -verlust -2.528 3.131 603
Summe Eigenkapital 4.800 2.490 7.290
Passive latente Steuern 99 232 331
BILANZSUMME P A S S I V A 24.360 2.722 27.082

Bilanz zum 30. Juni 2009

Bilanz (IFRS)
AKTIVA
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
Immaterielle Vermögensgegenstände 872 666 1.538
Geschäfts- und Firmenwert 14.847 2.019 16.866
Summe Langfristige Vermögenswerte 23.045 2.638 25.683
BILANZSUMME A K T I V A 24.783 2.638 27.421
Bilanz (IFRS)
PASSIVA
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
Kapitalrücklage 1.156 -717 439
Eigene Anteile -76 -28 -104
Rücklagen Währungsdifferenzen 12 -10 2
Gewinnrücklagen 0 114 114
Bilanzgewinn/ -verlust -2.368 3.106 738
Summe Eigenkapital 4.934 2.466 7.400
Passive latente Steuern 65 171 236
BILANZSUMME P A S S I V A 24.783 2.638 27.421

Gesamtergebnisrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr von 01. Januar 2009 bis 30. Juni 2009

Gesamtergebnisrechnung (IFRS)
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
Abschreibungen -433 -36 -469
Operatives Ergebnis (EBIT) 464 -36 428
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 111 -36 75
Ertragsteuern 49 12 61
Periodenergebnis * 160 -24 136

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Eigentümer des Mutterunternehmens

Gesamtergebnisrechnung (IFRS)
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
ohne Verwässerungseffekt 0,03 -0,01 0,02
mit Verwässerungseffekt 0,03 -0,01 0,02
Gesamtergebnisrechnung (IFRS)
in TEUR
veröffentlichter
Konzernabschluss
Anpassung angepasster
Konzernabschluss
Periodenergebnis 160 -24 136
Sonstiges Ergebnis aus der
Fremdwährungsumrechnung von
ausländischen Geschäftsbetrieben
1 -1 0
Gesamtergebnis nach Steuern * 161 -25 136

* Das Periodenergebnis entfällt in voller Höhe auf die Eigentümer des Mutterunternehmens

Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Periode vom 01. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2009

Entwicklung des
Eigenkapitals
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Währungs
umrech
nungs
Gewinn
rücklagen
Eigene
Anteile
Bilanz
ergebnis
Summe
Eigen
kapital
in TEUR
Stand zum
differenzen
31. Dezember
2008 angepasst
(veröffentlicht)
6.210
(6.210)
465
(1.183)
2
(11)
114
(0)
-104
(-76)
603
(-2.528)
7.290
(4.800)
Kosten der
Kapitalerhöhung
angepasst
(veröffentlicht)
-27
(-27)
-27
(-27)
Periodenergebnis
angepasst
(veröffentlicht)
0
(1)
136
(160)
136
(161)
Stand zum
30. Juni 2009
angepasst
(veröffentlicht)
6.210
(6.210)
439
(1.156)
2
(12)
114
(0)
-104
(-76)
738
(-2.368)
7.400
(4.934)

Anhang:

Im veröffentlichten Konzernabschluss zum 31.12.2008 wurde der Unternehmenszusammenschluss und Erwerb aller Anteile an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Östereich dargestellt, unter Anwendung von IFRS 3.21 (Reverse Acquisition) ist der Unternehmenszusammenschluss und Erwerb aller Anteile an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München darzustellen. Im Folgenden werden die damals darzustellenden Angaben berichtigt und bis zum aktuellen Bilanzstichtag fortgerechnet.

Die beizulgenden Buch- und Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden vom rechtlich Erworbenen dargestellt. Die beizulegenden Buch- und Zeitwerte vom wirtschaftlich Erworbenen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 30. September 2008 stellten sich folgendermaßen dar:

AKTIVA Buchwert Zeitwert
in TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 1
Geschäfts- und Firmenwert 0 0
Sachanlagen 8 8
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
91 91
Liquide Mittel 196 196
Rechnungsabgrenzungsposten 459 459
755 755
Kurfristige Verbindlichkeiten und
Rechnungsgabgrenzung
829 829
829 829
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens -74
Kundenstamm 553
Marke 168
Latente Steuern -238
= Unterschiedsbetrag, somit Geschäfts
und Firmenwert aus dem
Unternehmenszusammenschluss:
1.483
Anschaffungskosten (Consideration) 1.892

Anschaffungskosten (Consideration):

Im Rahmen des Unternehmenszusammenschluss wurden 1.630.812,00 Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert (Börsekurs) zum 30. September 2008 in Höhe von EUR 1,16 vom Erwerber berücksichtigt (Consideration: EUR 1.891.741,92).

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Werte haben sich seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt wie folgt entwickelt:

Position
in TEUR
30.09.2008 Veränderung
ergebnis
wirksam
31.12.2008 Veränderung
ergebnis
wirksam
30.06.2009
Kundenstamm 553 -14 539 -28 511
Marke 168 -4 164 -8 156
Firmenwert 1.483 0 1.483 0 1.483
Latente Steuern -238 6 -232 12 -220
Summe 1.966 -12 1.954 -24 1.930

Der Kundenstamm und die Marke werden planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben.

Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernjahresabschluss sind neben der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen, an denen die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft eine direkte bzw. indirekte Stimmenmehrheit hält, durch Vollkonsolidierung einbezogen.

Der daraus resultierende Konzernanteilsbesitz nach § 313 Abs. 2, Abs. 4 HGB stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungsunternehmen Anteil
in %
Währung Eigen
kapital
Ergebnis
B+S Banksysteme Aktiengesellschaft
Salzburg, Österreich
1 100 TEUR -515 -632
B+S Banksysteme Deutschland GmbH
München, Deutschland
1
2
100 TEUR 307 175
B+S Banksysteme Schweiz AG
Thun, Schweiz
1
2
100 TCHF 386 189

Zu (1): Die Angaben beziehen sich jeweils auf den letzten, nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten

Jahresabschluss in der angegebenen Landeswährung

Zu (2): Indirekte Beteiligung über die B+S Banksysteme AG, Salzburg, Österreich

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich sowie deren Tochterunternehmen, die B+S Banksysteme Deutschland GmbH, München, und die B+S Banksysteme Schweiz AG, Thun, bilden den Teilkonzern Salzburg.

Tochterunternehmen, die im Laufe eines Berichtsjahres erworben werden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Seit dem 01. Januar 2009 hat sich der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht verändert.

Das Geschäftsjahr der Muttergesellschaft entsprach dem eines Kalenderjahres. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05. November 2008 wurde das Geschäftsjahr der Muttergesellschaft auf den konzerneinheitlichen Zeitraum vom 01. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Kalenderjahres umgestellt. Somit bildet der Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2009 (=Vorjahr) ein Rumpfgeschäftsjahr.

Die Beherrschung der Tochterunternehmen durch die Gesellschaft wurde im Wege eines Einbringungs- und Abtretungsvertrages übernommen, dies war wirtschaftlich zum 30. September 2008.

Mit Wirkung zum 30. September 2008 sind die Tochterunternehmen erstmals einbezogen worden. Die Tochterunternehmen haben jeweils zum 30. September 2008 Zwischenabschlüsse nach einheitlichen Konzernrechnungslegungsgrundsätzen erstellt.

Konsolidierungsmethoden

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode des IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) bilanziert. Bei der Erstkonsolidierung werden die identifizierbaren Posten des erworbenen Unternehmens mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein danach verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung für das erworbene Unternehmen und dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital wird als Geschäfts- und Firmenwert gesondert bilanziert. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Posten erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Geschäftsund Firmenwert wird mindestens einmal jährlich auf seine Werthaltigkeit überprüft, gegebenenfalls wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen.

Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Bei Vorhandensein unrealisierter Verluste wird dies jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert genommen.

Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) abgegrenzt.

Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in fremder Währung mit den relevanten Fremdwährungskursen zum Transaktionszeitpunkt. In den Folgeperioden werden die monetären Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, die Umrechnungsdifferenzen werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 (Wechselkursänderungen) in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung gilt die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Tochterunternehmen tätig ist. Da sämtliche einbezogene Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung grundsätzlich die funktionale Währung. Die Vermögensgegenstände und Schulden ausländischer Geschäftsbetriebe (inklusive Firmenwert und Anpassungen an den beilzulegenden Zeitwert, die aus der Konsolidierung entstehen) werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen ausländischer Geschäftsbetriebe werden zu Durchschnittskursen in Euro umgerechnet, die annähernd den Wechselkursen zu den Transaktionszeitpunkten entsprechen.

(Stichtagskurs 30. Juni 2010: 1 EUR = 1,3283 CHF, Jahresdurchschnittskurs: 1 EUR = 1,42 CHF) Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und im Eigenkapital unter den Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. Im Jahr der Endkonsolidierung ausländischer Tochterunternehmen werden diese Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Haben immaterielle Vermögenswerte eine bestimmte Nutzungsdauer, werden sie über den Zeitraum ihrer Nutzung linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt für Software und Softwarenutzungsrechte drei bis fünf Jahre. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen" ergebniswirksam erfasst.

Die Gesellschaft verfügt über keine immateriellen Vermögenswerte (mit Ausnahme des Geschäfts- und Firmenwertes) mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Entwicklungskosten

Ab 01. Oktober 2008 werden in der B+S Gruppe keine Entwicklungskosten mehr aktiviert, weil die Voraussetzungen für die Aktivierung nach IAS 38 nicht mehr in ausreichendem Ausmaß dokumentiert und damit nachgewiesen werden können. Die Entwicklungskosten wurden zu Herstellkosten bewertet. Basis für die Herstellkosten waren die Personalkosten. Fremdkapitalkosten wurden nur für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Entwicklungskosten wurden erstmals im Geschäftsjahr 1990/91 aktiviert. Der per 01.10.2008 verbliebene Vermögenswert wird linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertminderungsaufwendungen werden in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen" erfasst.

Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nur insoweit aktiviert, als sie für die Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten anfallen. Wertminderungen und Wertaufholungen werden in der Position "Abschreibungen" ergebniswirksam erfasst.

Die Abschreibung abnutzbarer Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer. Die Restwerte, die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstandes entsprechen. Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage dessen geschätzten erzielbaren Betrages, so wird er auf seinen geschätzten erzielbaren Betrag abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurde unverändert gegenüber dem Vorjahr die folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauer angenommen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungs
satz in %
Investitionen in fremden Gebäuden 4 - 10 10 – 25
Bauten auf fremdem Grund 50 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 33 –10

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen nach IAS 40 (Investment Property) Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu den Sachanlagen gemäß dem Anschaffungskostenmodell mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die planmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Ein externes und unabhängiges Bewertungsunternehmen, das über adäquate, anerkannte professionelle Qualifikationen und aktuelle Erfahrungen am Standort und in der Kategorie der bewerteten Immobilien verfügt, hat die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie im Februar 2006 bewertet. Der Fair Value entspricht in etwa dem Buchwert. Jeweils zum Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung vorliegen. Seit der letzten Bewertung sind keine wesentlichen Änderungen eingetreten.

Leasing

Bei Leasingtransaktionen über Sachanlagen (Investitionsleasing) treten Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer auf. Tragen Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Gegenstand verbunden sind, wird der Leasingvertrag gemäß IAS 17 (Leasingverhältnisse) als Finanzierungsleasing behandelt. In diesen Fällen aktiviert der Leasingnehmer das Leasingobjekt zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen oder in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasingobjekts, sofern dieser Wert niedriger ist. In der Folge wird der Leasinggegenstand über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Zugleich wird eine entsprechende Finanzverbindlichkeit angesetzt, die in der Folgezeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Alle übrigen Leasingverträge, bei denen die Unternehmen der B+S Gruppe als Leasingnehmer auftreten, werden als Operatingleasing behandelt. Die Leasingraten werden als Aufwand erfasst.

Wertminderung

Bei Sachanlagevermögen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immateriellen Vermögenswerten einschließlich Firmenwerten wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anzeichen einer Wertminderung vorliegen. Geschäfts- und Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

Als Basis der Überprüfung wird vom Konzern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Liegt dieser Wert unter dem für diesen Gegenstand angesetzten Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf diesen Wert.

Der Impairment Test für die Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit. Im Zuge des Impairment Tests wird der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird grundsätzlich aus dem Nutzwert in Form des Barwerts erwarteter zukünftiger Cashflows vor Steuern ermittelt. Diese Cashflows basieren auf einem qualifizierten Planungsprozess unter Beachtung von unternehmensinternen Erfahrungswerten sowie unternehmensextern erhobenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Der Detailplanungszeitraum beträgt drei Jahre. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Zeitraums wird die durchschnittliche Cashflow-Prognose des dreijährigen Detailplanungszeitraums verwendet. Bei der Ewigen Rente wird weiterhin eine Wachstumsrate in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1 %) berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung eines gewichteten Kapitalkostensatzes ("WACC") 5,3 % (Vorjahr: 8,9 %), der die aktuellen Erwartungen auf Marktzinssatz, den Zeitwert des Geldes sowie spezifische Risiken widerspiegelt.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt – mit Ausnahme bei Geschäfts- und Firmenwerte – zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und erzielbarem Betrag. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Beträge bilanziert.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden ergebniswirksam im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten.

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Bargeld (Kassenbestände), erhaltene Schecks und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

Finanzinstrumente

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bestimmte sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte oder Währungsswaps, werden von der B+S Gruppe nicht gehalten.

Kredite und Forderungen im Sinne von IAS 39 werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre finanzielle Verpflichtungen werden als finanzielle Schulden im Sinne von IAS 39 mit den fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, angesetzt. Der Buchwert entspricht näherungsweise dem Zeitwert (Fair Value). Sämtliche verzinste Finanzinstrumente sind variabel verzinst und haben überwiegend kurze Laufzeiten. In den sonstigen Forderungen sind als finanzielle Vermögenswerte Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen.

Die Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden entsprechen in der Regel den Marktpreisen zum Bilanzstichtag. Sofern Preise aktiver Märkte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie – wenn sie nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind – unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmodelle und aktueller Marktparameter (insbesondere Zinssätze, Wechselkurse und Bonitäten der Vertragspartner) berechnet. Dazu werden die Cashflows der Finanzinstrumente auf den Bilanzstichtag abdiskontiert.

Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungstag. Finanzinstrumente werden dann ausgebucht, wenn die Chancen und Risiken aus dem Finanzinstrument erloschen sind bzw. das Finanzinstrument getilgt wurde.

Verpflichtungen für Abfertigungen und Pensionen

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen ist die B+S Gruppe verpflichtet, an Mitarbeiter mit Dienstort in Österreich, die vor dem 01. Januar 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, im Kündigungsfall durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen zwei und zwölf Monatsbezügen. Für diese Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung dieser Rückstellung erfolgt nach der in IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren). Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartende Steigerung der Gehälter und Renten berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen nach einem versicherungsmathematischen Verfahren über die Beschäftigungszeit der Mitarbeiter angesammelt. Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers. Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zu Grunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust") wird sofort im Ergebnis erfasst. Die Korridormethode wird nicht angewandt.

Den Berechnungen liegen folgende Annahmen zu Grunde:

30.06.2010 30.06.2009
Zinssatz 4,40 % 6,27 %
Pensions- und Gehaltssteigerungen 3 % 3 %
Fluktuation 4,5 – 7,5 % 4,5 – 7,5 %
Pensionsalter Frauen 56,5 - 62 Jahre 56,5 – 62 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 - 62 Jahre 61,5 – 62 Jahre
Lebenserwartung AVÖ-2008-P AVÖ-2008-P

Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung der sehr langen durchschnittlichen Laufzeiten und hohen durchschnittlichen Restlebenserwartungen auf Basis von Marktzinssätzen festgesetzt. Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/dienstzeitabhängig berücksichtigt. Die gesetzlichen Übergangsbestimmungen bezüglich des Pensionsalters wurden berücksichtigt.

Für Mitarbeiter mit Dienstort in Österreich, die seit dem 01. Januar 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, sind laufend Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse zum Zwecke der Alterssicherung zu leisten. Eine darüber hinausgehende gesetzliche Verpflichtung zur Leistung von Abfertigungszahlungen bei Ausscheiden des Arbeitnehmers besteht nicht. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Weitere beitragsorientierte Verpflichtungen resultieren aus Dienstgeberbeiträgen (Arbeitgeberanteile) zur Rentenversicherung und aus den Beiträgen zur Mitarbeitervorsorgekasse.

Mitarbeiter der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München haben ab dem ersten Arbeitstag die Möglichkeit eine betriebliche Altervorsorge (BAV) abzuschließen.

Bei der Pensionskasse des BVV Versicherungsvereins besteht eine Vollmitgliedschaft. Dabei ist der Beitrag 3,5 % des Bruttoarbeitsentgelts, der von Arbeitnehmer (Entgeltumwandlung) und Arbeitgeber je zu 50 % geleistet wird. Der Arbeitnehmer hat ferner die Möglichkeit, seinen Anteil bis zum gesamten Maximalbeitrag von derzeit 220 EUR pro Monat aufzustocken. Die Beiträge sind bis zu 4 % der BBG (West), 2.640 EUR im Jahr 2010, lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei und können beim Arbeitgeber als Betriebsausgaben abgezogen werden. Eine Verpflichtung zur Rückstellungsbildung besteht nicht.

Sonstige Rückstellungen (langfristige, kurzfristige)

Sonstige Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 (Rückstellungen) gebildet, wenn für die Gesellschaft eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten auf Grund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird.

Rückstellungen werden mit jenem Betrag angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden kann. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Dabei wird vom Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, wird keine Rückstellung gebildet.

Steuern

Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die laufenden Steuern und die ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern. Die laufenden Steuern ergeben sich aus der Ermittlung der für das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr bestehenden Steuerbelastung aus dem errechneten steuerpflichtigen Einkommen und dem anwendbaren Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der Balance Sheet Liability Method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Konzernabschluss und den bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Geschäfts- und Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende, temporäre Unterschiede. Aktive latente Steuern werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist.

Latente Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden saldiert, sofern diese ertragsteuerlichen Ansprüche und Schulden gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe unterschiedlicher Steuersubjekte beziehen, die ertragsteuerlich gemeinsam veranlagt werden.

Umsatzrealisierung

Umsätze werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Lieferung oder Leistung erbracht wurde und ein verlässlich bestimmbarer Anspruch auf Gegenleistung entstanden ist. Erträge aus Dienstleistungen werden nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst. Bei Dauerschuldverhältnissen erfolgt die Umsatzrealisierung nach Maßgabe der jeweils im Vertrag festgelegten Leistungserbringung.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen zu leistenden Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen sowie die für Veranlagungen von Finanzmitteln erhaltenen Zinsen und ähnliche Erträge. Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes abgegrenzt.

Stock Options

Für die Verpflichtungen aus den Stock Option Plänen der Jahre 2000 bis 2001 findet IFRS 2 – Aktienbasierte Vergütungen – in Bezug auf Ansatz und Bewertung keine Anwendung.

Schätzungen und Unsicherheiten bei Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei Aufstellung des Konzernabschlusses müssen zu einem gewissen Grad Einschätzungen und Ermessensentscheidungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angaben von sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen.

Die sich in Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "true and fair view" wurde auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Schätzungsunsicherheiten bestehen insbesondere bei der Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie bei der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern.

Die Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen ist zum einen mit Schätzungen zur erwarteten Nutzungsdauer der Vermögenswerte verbunden, zum anderen basiert sie auf Beurteilungen des Managements hinsichtlich der Werthaltigkeit der Vermögenswerte bzw. dem Vorliegen von Wertminderungen. Faktoren, wie geringere als geplante Nettozahlungsströme, können zu einer Wertminderung führen.

Der Konzern überprüft einmal jährlich, ob die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer oder ein Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages, dem dieser Vermögenswert zugeordnet ist. Zur Schätzung des erzielbaren Betrages muss der Konzern die voraussichtlichen zukünftigen Cashflows aus diesem Vermögenswert schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Nutzbarkeit werden Faktoren, wie zum Beispiel operative Planungen und Verlustvortragsperioden herangezogen. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen negativ ab, könnte dies zu erfolgswirksamen Abwertungen der angesetzten aktiven latenten Steuern führen.

Die Verpflichtung der B+S Gruppe, Zahlungen von Abfertigungen zu erbringen, wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberaten basieren auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Die Bewertung von sonstigen Rückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen ist in Abhängigkeit vom jeweils zugrunde liegenden Geschäftsvorfall teilweise komplex und in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Die vom Management getroffenen Annahmen bezüglich des Eintritts sowie der möglichen Höhe der Inanspruchnahme basieren unter anderem auf Erfahrungswerten, verfügbaren technischen Daten, Einschätzungen von Kostenentwicklungen. Die tatsächlich eintretenden Belastungen können von den angesetzten Rückstellungsbeträgen abweichen.

Eigene Anteile

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese gemäß IAS 32 vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst. Im Berichtsjahr wurden keine weiteren eigenen Anteile erworben. Im Übrigen werden auf die Ausführungen zu Ziffer (8) verwiesen.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung

(1) Immaterielle Vermögenswerte1)

Software Entwick
lungs
Kunden
stamm
Marke Geschäfts
und
Gesamt
in TEUR
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
kosten Firmenwert
Stand 31. Dezember
2008 = 186 1.168 553 168 16.866 18.941
Stand 1. Januar 2009
Zugänge 37 0 0 0 0 37
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 30. Juni 2009 223 1.168 553 168 16.866 18.978
Zugänge 118 0 0 0 0 118
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 30. Juni 2010 341 1.168 553 168 16.866 19.096
in TEUR Software Entwick
lungs
kosten
Kunden
stamm
Marke Geschäfts
und
Firmenwert
Gesamt
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31. Dez. 2008
=
Stand 01. Jan. 2009
120 112 14 4 0 250
Abschreibungen
planmäßig
21 266 28 8 0 323
Stand 30. Juni 2009 141 378 42 12 0 573
Abschreibungen
planmäßig
54 376 56 16 0 502
Stand 30. Juni 2010 195 754 98 28 0 1.075
Buchwerte
Buchwert Stand 30.
Juni 2009
82 790 511 156 16.866 18.405
Buchwert Stand 30.
Juni 2010
146 414 455 140 16.866 18.021

1) Adjusted siehe Angaben zu IAS 8

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.

(2) Geschäfts- und Firmenwert

Hinsichtlich des aktivierten Geschäfts- und Firmenwerts verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zu Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", dort unter Unternehmenszusammenschluss und Erwerb aller Anteile an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich.

Gemäß IAS 36 wurde zum 30. Juni 2010 der im Konzernabschluss ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert einem Impairment Test unterzogen. Zum 30. Juni 2010 bestand kein Abwertungsbedarf.

(3) Sachanlagen

Gebäude Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Gesamt
in TEUR Geschäfts
ausstattung
Anschaffungskosten
Stand 31. Dezember 2008 = 7.093 597 7.690
Stand 01. Januar 2009
Zugänge 29 7 36
Abgänge 0 7 7
Stand 30. Juni 2009 7.122 597 7.719
Zugänge 0 355 355
Abgänge 0 2 2
Umgliederung zu als Finanzinvestition 1.335 0 1.337
gehaltene Immobilie
Stand 30. Juni 2010 5.787 950 6.737
Kummulierte Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2008 = 39 265 304
Stand 01. Januar 2009
Abschreibungen 81 64 145
kum. Abschreibung Zugänge 120 329 449
Abgänge 0 7 7
Stand 30. Juni 2009 120 322 442
Abschreibungen 162 165 327
Abgänge 2 2
Umgliederung zu als Finanzinvestition 182 0 182
gehaltene Immobilie
Stand 30. Juni 2010 100 485 585
Buchwerte
Buchwert Stand 30.Juni 2009 7.002 275 7.277
Buchwert Stand 30. Juni 2010 5.687 465 6.152

Zu den im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierten Sachanlagen wird auf Ziffer (14) verwiesen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen.

(4) Als Finanzanlage gehaltene Immobilien

Als
Finanzinvest.
Gesamt
in TEUR gehaltene
Immobilie
Stand 31. Dezember 2008 = 0 0
Stand 01. Januar 2009
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2009 0 0
Zugänge 0 0
Abgäne 0 0
Umgliederung zu als Finanzinvestition gehaltene 1.335 1.335
Immobilie
Stand 30. Juni 2010 1.335 1.335
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2008 = 0 0
Stand 01. Januar 2009
Abschreibungen 0 0
kum. Abschreibung Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Stand 30. Juni 2009 0 0
Abschreibungen 0 0
Abgänge 0 0
Umgliederung zu als Finanzinvestition gehaltene 182 182
Immobilie
Stand 30. Juni 2010 182 182
Buchwert Stand 30. Juni 2009 0 0
Buchwert Stand 30. Juni 2010 1.153 1.153

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen ein Stockwerk des als Sachanlage unter Ziffer (2) ausgewiesenen und in Eigennutzung stehenden Bürogebäudes. Dieses Stockwerk wurde bislang selbst genutzt. Da beabsichtigt ist, die frei gewordene Fläche zu vermieten wurde per 30.06.2010 dieser Anteil der Sachanlage zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Der an Hand von anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Fair Value beträgt zum Bilanzstichtag rund TEUR 1.153 (30.06.2009: TEUR 0).

(5) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Sämtliche Forderungen und Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 846 759
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 98 180
944 939

Bei den Forderungen zu Lieferungen und Leistungen wurden folgende Wertberichtigungen vorgenommen:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Bruttoforderungen 881 762
Pauschalierte Einzelwertberichtigungen -35 -4
846 758

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Stand Wertberichtigungen zum Periodenbeginn 4 4
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 35 0
Verbrauch 4 0
Stand Wertberichtigungen zum Periodenende 35 4

Einzelwertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten werden dann vorgenommen, wenn der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes höher als der Barwert der zukünftigen, abgezinsten Cashflows ist. Als Indikatoren für Einzelwertberichtigungen gelten finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch und erheblicher Zahlungsverzug der Kunden. Die Einzelwertberichtigungen setzen sich aus zahlreichen Einzelpositionen zusammen, von denen keine alleine betrachtet wesentlich ist. Eine pauschalierte Einzelwertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird entsprechend ihrer Altersstruktur mit einem Prozentsatz der offenen Nettoforderungen gebildet.

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Buchwert 846 758
Davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch
überfällig
846 556
Nicht wertgemindert und überfällig < 60 Tage 0 202
Nicht wertgemindert und überfällig < 90 Tage 0 0
Nicht wertgemindert und überfällig > 120 Tage 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind enthalten:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Mitarbeiterdarlehen 19 23
Andere Forderungen 79 157
98 180

Sonstige aktive Finanzinstrumente sind weder wertgemindert noch überfällig.

Bei den anderen Forderungen handelt es sich vor allem um Forderungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden. Hinsichtlich der anderen Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Bei Forderungen und finanziellen Vermögenswerten des Konzerns entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert der Instrumente.

(6) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Kassenbestand 1 1
Guthaben bei Kreditinstituten 1.399 595
1.400 596

(7) Rechnungsabgrenzungen

Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 204) betreffen Versicherungsprämien und sonstige vorausbezahlte Ausgaben.

(8) Eigenkapital

Die Entwicklung des gezeichneten Kapitals und der Rücklagen findet sich im Detail in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Als gezeichnetes Kapital wird das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 6.209.933,00 ausgewiesen. Es ist eingeteilt in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00. Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien hat sich während des Geschäftsjahres nicht verändert.

Die Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen umfasst alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind.

Als eigene Anteile werden eingelegte Anteile ausgewiesen. Die eigenen Anteile enthalten 80.000 Stück (Vorjahr: 80.000 Stück) eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,30 gesamt somit EUR 104.000. Die Aktien wurden am 01. Dezember 2008 eingelegt. Diese wurden im Einlagezeitpunkt mit dem Ausgabebetrag der im Wege der Sachkapitalerhöhung ausgegebenen neuen Aktien von EUR 1,30 je Aktie bewertet. Gemäß IAS 32 Abs. 36 werden eigene Anteile nicht zum Stichtagskurs bewertet.

Das Bilanzergebnis enthält das Ergebnis der Periode zuzüglich der Ergebnisvorträge aus Vorperioden.

Die Hauptversammlung vom 02. Oktober 2007 hat die Erhöhung des Grundkapitals gegen Bar- und Sacheinlagen um bis zu EUR 5.930.845,00 auf bis zu EUR 7.561.657,00 durch Ausgabe von 5.930.845 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie beschlossen. Die Kapitalerhöhung erfolgt hinsichtlich eines Betrages von EUR 3.076.924,00 durch Ausgabe von 3.076.924 Stückaktien gegen Sacheinlagen sowie hinsichtlich eines Betrages von bis zu EUR 2.853.921,00 durch Ausgabe von bis zu 2.853.921 Stückaktien gegen Bareinlagen zum Ausgabebetrag von EUR 1,30. Im Rahmen dieses Beschlusses wurde das Stammkapital im Geschäftsjahr gegen Bareinlage um EUR 1.502.197,00 und gegen Sacheinlage um EUR 3.076.924,00 erhöht. Ausgegeben wurden insgesamt 4.579.121 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 zum Ausgabebetrag von jeweils EUR 1,30 je Aktie.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 25. August 2011 das Grundkapital um bis zu EUR 815.406,00 durch einoder mehrmalige Ausgabe von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 je Aktie gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006/I). Bei Ausnutzung der Ermächtigung kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte im Ausland, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.

Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 02. Oktober 2007 aufschiebend bedingt auf die Handelsregistereintragung in der gleichen Hauptversammlung beschlossenen Erhöhung des Grundkapitals ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 01. Oktober 2012 das Grundkapital um bis zu EUR 2.270.769,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 je Aktie gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007/I). Die Erhöhung des Grundkapitals, wie von der Hauptversammlung beschlossen, wurde im Geschäftsjahr in das Handelsregister eingetragen. Bei Ausnutzung der Ermächtigung kann das

Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden, zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen auszugeben, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte im Ausland, wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet.

Das Bedingte Kapital entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Bedingtes
Kapital 2000/I
Bedingtes
Kapital 2001/I
insgesamt
Beschluss der
Hauptversammlung vom
09.08.2000 18.07.2001
Stand zum 30.06.2010 (in EUR) 27.857 22.857 50.714

Das Bedingte Kapital 2000/I dient zur Absicherung des "Stock Option Plan 2000". Das Bedingte Kapital 2001/I dient zur Absicherung des "Stock Option Plan 2001". Zum Stichtag des Jahresabschlusses bestehen die folgenden Mitarbeiterbeteiligungsmodelle:

Stock Option Plan 2000

Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. August 2000

Ermächtigung des Aufsichtsrats und des Vorstands bis zum 01. Mai 2005, einmalig oder mehrmals Optionsscheine zum Erwerb von bis zu 195.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien an Mitarbeiter der Gesellschaft bzw. gegenwärtigen oder zukünftig verbundenen Unternehmen ('Mitarbeiter') bzw. an Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bzw. Mitglieder der Geschäftsführung von gegenwärtig oder zukünftig verbundenen Unternehmen ('Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung') auszugeben und den Optionsberechtigten Umtauschrechte auf Aktien zu gewähren. Davon entfallen auf Mitarbeiter maximal 165.750 Optionsrechte und auf Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung maximal 29.250 Optionsrechte. Jede der ausgegebenen Optionen berechtigt zum Umtausch in eine Stückaktie. Die Laufzeit der Optionen beträgt längstens zehn Jahre. Entsprechend den Optionsbedingungen kann das Umtauschrecht grundsätzlich frühestens zwei Jahre nach Ausgabe des Optionsscheins ausgeübt werden. Neben dem Basispreis, der dem Verkehrswert der Aktie zum Zeitpunkt der Unterbreitung der Option entspricht, ist bei Ausübung des Optionsrecht ein Aufgeld in Höhe von 25 % des bei Ausgabe festgelegten Basispreises als Erfolgsziel zu entrichten. Im Übrigen darf das Umtauschrecht nach Ablauf der zweijährigen Mindestwartefrist und unbeschadet der Beachtung des Erfolgsziels grundsätzlich jederzeit unter Beachtung von Zeiträumen, in denen eine Ausübung untersagt ist, wahrgenommen werden. Im Falle des Umtausches von Optionen in Aktien hat der Optionsberechtigte den auf dem Optionsschein angegebenen Betrag zuzüglich eines Aufgeldes als Umtauschpreis zu entrichten. Im Rahmen dieses Mitarbeiterbeteiligungsmodells wurden im Januar 2001 Optionsrechte ausgegeben.

Stock Option Plan 2001

Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Juli 2001

Ermächtigung des Aufsichtsrats und des Vorstands bis zum 17. Juni 2006, einmalig oder mehrmals Optionsscheine zum Erwerb von bis zu 160.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien an Mitarbeiter der Gesellschaft bzw. gegenwärtigen oder zukünftig verbundenen Unternehmen ('Mitarbeiter') bzw. an Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bzw. Mitglieder der Geschäftsführung von gegenwärtig oder zukünftig verbundenen Unternehmen ('Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung') auszugeben und den Optionsberechtigten Umtauschrechte auf Aktien zu gewähren. Davon entfallen auf ausgewählte Vorstände der Gesellschaft maximal 16.000 Aktienoptionen, auf ausgewählte Arbeitnehmer der Gesellschaft maximal 120.000 Aktienoptionen, auf ausgewählte Geschäftsführer von gegenwärtig oder zukünftig mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen maximal 8.000 Aktienoptionen und auf ausgewählte Arbeitnehmer von gegenwärtig oder zukünftig mit der Gesellschaft verbundenen in- und ausländischen Unternehmen maximal 16.000 Aktienoptionen. Jede der ausgegebenen Optionen berechtigt zum Umtausch in eine Stückaktie. Die Laufzeit der Optionen beträgt längstens zehn Jahre. Entsprechend den Optionsbedingungen kann das Umtauschrecht grundsätzlich frühestens zwei Jahre nach Ausgabe des Optionsscheins ausgeübt werden. Neben dem Basispreis, der dem Verkehrswert der Aktie zum Zeitpunkt der Unterbreitung der Option entspricht, ist bei Ausübung des Optionsrecht ein Aufgeld in Höhe von 25 % des bei Ausgabe festgelegten Basispreises als Erfolgsziel zu entrichten. Im Übrigen darf das Umtauschrecht nach Ablauf der zweijährigen Mindestwartefrist und unbeschadet der Beachtung des Erfolgsziels grundsätzlich jederzeit unter Beachtung von Zeiträumen, in denen eine Ausübung untersagt ist, wahrgenommen werden. Im Falle des Umtausches von Optionen in Aktien hat der Optionsberechtigte den auf dem Optionsschein angegebenen Betrag zuzüglich eines Aufgeldes als Umtauschpreis zu entrichten. Im Rahmen dieses Mitarbeiterbeteiligungsmodells wurden im Februar 2002 Optionsrechte ausgegeben.

Im Geschäftsjahr wurden aus keinem der bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsmodelle Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien in Aktien der Gesellschaft umgetauscht.

Nominal
wert der
Optionen
Durch
schnittlicher
Zeitwert der
Option bei
Ausgabe
Anzahl der
Umtausch
rechte in
Durch
schnittlcher
Umtausch
preis
Durch
schnittliche
Restlaufzeit
EUR EUR Stück EUR Monate
Bestand der gezeichneten
Optionsscheine zum
30.06.2009 nach
Kapitalherabsetzung:
- Mitglieder des Vorstands 574 22,90 574 39,74 29
- Ausgeschiedene Mitglieder
des Vorstandes
7.608 22,90 7.608 39,74 21
- Mitarbeiter 26.380 37,88 26.380 49,23 18
34.562 34.562
Bestand der gezeichneten und
umtauschbaren
Optionsscheine zum
30.06.2010
- Mitglieder des Vorstands 574 16,54 574 29,55 17
- Ausgeschiedene Mitglieder
des Vorstandes
6.322 16,54 6.322 29,55 12
- Mitarbeiter 15.089 15,65 15.089 28,01 15
21.985 21.985

Die Optionsscheine entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Sowohl im Berichtszeitraum als auch im vorangegangenen Geschäftsjahr gab es keine verfallenen, gekündigten, ausgeübte, neu gezeichnete und nicht ausgegebene Optionsscheine.

Aktuelle Bewertung der Optionsrechte

Aufgrund der aktuellen Wertentwicklung der Aktien der Gesellschaft ist von der Ausübung der Optionsrechte nicht mehr auszugehen. Der beizulegende Zeitwert für alle Aktienoptionsprogramme beträgt daher zum Bilanzstichtag TEUR 21.985 (Vorjahr: TEUR 34.562).

(9) Eigene Anteile

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst.

Am 01. Dezember 2008 hat die Gesellschaft 80.000 Stück eigene Aktien zu einem im Rahmen der Sachkapitalerhöhung festgelegten Ausgabebetrag von EUR 1,30 pro Stück erworben.

(10) Verpflichtungen für Abfertigungen

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich, ist auf Grund gesetzlicher Vorschriften zur Zahlung von Abfertigungen in Österreich verpflichtet. Die Grundlagen und die Berechnungsmethode sind oben bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.

Die Veränderung der Verpflichtung für Abfertigungen stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung am Ende des
Geschäftsjahres
771 757
Dienstzeitaufwand 31 12
Zinsaufwand 34 13
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -11 -10
Gezahlte Leistungen -14 0
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtung am Ende des
Geschäftsjahres
811 771
Kurzfristige Zusagen 75 227
Bilanzwert 886 998

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zu Grunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert (versicherungsmathematischer Gewinn bzw. Verlust) wird sofort im Ergebnis erfasst. Der Anwartschaftsbarwert ist nicht fondsfinanziert.

Der Anwartschaftsbarwert für Verpflichtungen aus Abfertigungen entwickelte sich zu den vergangenen Stichtagen folgendermaßen:

in TEUR 30.06.2010
31.12.2007 = 01.01.2008 711
31.12.2008 = 01.01.2009 757
30.06.2009 = 01.07.2009 771
30.06.2010 = 01.07.2010 811

Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Schulden des Plans betragen im Geschäftsjahr TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 39).

Die im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Abfertigungen in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Erträge und Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Jahr 2009/10
01.07. - 30.06.
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
Dienstzeitaufwand 31 12
Zinsaufwand 34 13
Realisierte versicherungsmathematische
Gewinne (-) / Verluste (+)
-11 -10
Erträge / Aufwendungen im Geschäftsjahr 54 15

Aufwendungen für Abfertigungen sind in der Gesamtergebnisrechnung im Personalaufwand erfasst.

(11) Sonstige Rückstellungen

in TEUR 01.07.2009 Verbrauch Auflösung Dotierung 30.06.2010
Ertragsteuern 110 89 0 150 171
Arbeitnehmerverpflichtungen 0 0 0 0 0
Gesellschaftsteuer 0 0 0 0 0
Sonst. Rückstellungen 547 207 310 445 476
657 296 310 595 647

Die ausgewiesenen Rückstellungen sind als kurzfristig zu betrachten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, die nach bestem Ermessen angesetzt wurden. Die Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern resultierten im Wesentlichen aus Urlaubsansprüchen, Ansprüchen aus Überstunden und sonstige Ansprüche. Diese Verpflichtungen sind im Berichtsjahr unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

(12) Steuern vom Einkommen und Ertrag und latente Steuern

Der in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR Jahr 2009/10
01.07. - 30.06.
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
(adjusted)1)
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
Aufwand für laufende Ertragsteuern -193 -34 -34
Latenter Steueraufwand/-ertrag -101 95 83
-294 61 49

1) Adjusted siehe Angaben zu IAS 8

Der Steueraufwand im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR -294 ist um TEUR 89 höher als der rechnerische Ertragsteueraufwand von TEUR -205. Der Steuerertrag im Vorjahr in Höhe von TEUR 61 ist um TEUR 80 höher als der rechnerische Steueraufwand von TEUR -19. Der sich unter Anwendung des Konzernsteuersatzes von 25 % auf das zu versteuernde Einkommen ergeben würde.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung eines Steuersatzes von 25 % bzw. 33 % und betrifft vor allem die aktivierten Entwicklungskosten, die Rückstellung für Abfertigungen und die steuerlichen Verlustvorträge, die zu folgenden aktiven und passiven latenten Steuern führen:

Passive latente Steuern 30.06.2010 30.6.2009
(adjusted)1)
30.06.2009
Immaterielle Vermögenswerte 196 220 0
Softwarenutzungsrechte 104 198 198
sonstige Rückstellungen 6 8 8
Leasing Gebäude 1.701 1.740 1.740
Leasing Hardware 96 56 56
Passive latente Steuern 2.103 2.221 2.001
Aktive latente Steuern
in TEUR
30.06.2010 30.6.2009
(adjusted)1)
30.06.2009
Verlustvortrag 68 252 252
Abfertigungsrückstellung 76 109 109
Leasingverbindlichkeit 1.623 1.624 1.624
Aktive Passive latente Steuern 1.767 1.985 1.985
Bilanzausweis nach Saldierung
passive latente Steuern
30.06.2010 30.6.2009
(adjusted)1)
30.06.2009
337 236 16

1) Adjusted siehe Angaben zu IAS 8

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie gegenüber demselben Finanzamt bestehen. Latente Steuerschulden werden als langfristige Verbindlichkeit und latente Steueransprüche als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

Die im Konzern vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:

30.06.2010 30.06.2009
in TEUR Verlust
vortrag
Aktive latente
Steuer
Verlust
vortrag
Aktive latente
Steuer
B + S Banksysteme Aktiengesellschaft
(Deutschland, 33 %)
0 0 147 49
B + S Banksysteme Aktiengesellschaft
(Salzburg, 25 %)
271 68 787 197

Der steuerliche Verlustvortrag wurde zur Gänze aktiviert.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen theoretischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand (Vorjahr: Ertragsteuerertrag) im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)
30.06.2009
Konzernergebnis vor Steuern 819 75 111
Theoretischer Ertragsteueraufwand 25 % (Vorjahr: 25 %) -205 -19 -28
Veränderung des theoretischen Steueraufwand aufgrund:
Sonstiger Steuereffekte
Erstmaliger Ansatz bisher nicht angesetzter latenter
Steuern auf Verlustvorträge
-89 25
55
22
55
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag -294 61 49

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)
30.06.2009
Latente Steuern zu Beginn des Geschäftsjahres 236 331 99
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste latente Steuern 101 -95 -83
Latente Steuern am Ende des Geschäftsjahres
(saldiert)
337 236 16

1) Adjusted siehe Angaben zu IAS 8

(13) Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.976 9.295
Summe 8.976 9.295

Der Kontokorrentkreditrahmen beträgt per 30. Juni 2010 TEUR 1.000 (30. Juni 2009: TEUR 1.000).

Sämtliche Finanzierungsvereinbarungen wurden mit unbestimmter Laufzeit abgeschlossen und sind durch Verpfändung von Wertpapierdepots von Aktionären besichert.

(14) Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Die Verbindlichkeit Immorent resultiert aus dem Finanzierungsleasingvertrag für das Bürogebäude Bichlfeldstrasse 11, 5020 Salzburg, Österreich. Der Vertrag für das über Leasing finanzierte Bürogebäude samt Rechenzentrum wurde am 29. Juni bzw. 20. Juli 2000 zwischen der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich, und der Sparkasse Immorent Grundstücksverwertungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, abgeschlossen. Der Leasingvertrag begann mit der Übernahme des Objektes (4. Quartal 2003) und läuft 15 Jahre. Die Gesamtinvestitionskosten betrugen rund TEUR 7.800, die jährliche Tilgung zurzeit rund TEUR 200 der Restwert im Jahr 2019 rund TEUR 4.000. Der Zinssatz der Leasingvereinbarung ist variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.

Die Verbindlichkeit gegenüber HYPO Impuls Mobilien Leasing betrifft zur Gänze Hardware. Die zugrunde liegenden Leasingverträge enden 2010. Die Zinssätze, die den Verträgen zu Grunde liegen, sind variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Verbindlichkeit gegenüber Immorent Grundverwertungs GmbH 6.096 6.301
Verbindlichkeit gegenüber HYPO IMPULS Mobilien Leasing 103 0
Summe 6.199 6.301

Zum 30. Juni 2004 wurde das Bürogebäude Bichlfeldstraße, Salzburg, Österreich, aktiviert. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde der Finanzierungsleasingvertrag auf Grund der aktuellen Zinssatzentwicklung zum 30. September 2008 neu bewertet. Für die Bewertung wurde ein langfristiger Zinssatz von 5,5 % zu Grunde gelegt.

In den Jahren 2008 und 2009 wurden Finanzierungsleasingverträge über Hard- und Software mit einer Laufzeit bis 2010 und 2012 abgeschlossen. Die Zinssätze, die den Verträgen zu Grunde liegen, sind variabel und an marktübliche Referenzzinssätze gebunden.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen) weisen folgende Zusammensetzung und Laufzeiten auf:

in TEUR 30.06.2010 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 8.830 634 2.877 5.319
Zinsanteil 2.469 342 1.512 615
Barwert 6.361 292 1.365 4.704
in TEUR 30.06.2009 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 9.296 650 2.218 6.428
Zinsanteil 2.821 354 1.289 1.178
Barwert 6.475 296 929 5.250

Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Verbindlichkeit gegenüber Immorent Grundverwertungs GmbH 224 100
Verbindlichkeit gegenüber HYPO IMPULS Mobilien Leasing 68 94
Summe 292 194

Im Berichtsjahr wurden TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 160) Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing erfolgswirksam im operativen Ergebnis erfasst.

Die Buchwerte der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen aktivierten Vermögenswerte (zur Gänze Sachanlagen) setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Bauten auf fremdem Grund 6.804 6.960
Betriebs- und Geschäftsausstattung 331 223
Softwarelizenzen 54 0
Summe 7.189 7.183

Die Mindestlaufzeit der Finanzierungsleasingverträge entspricht im Wesentlichen der Nutzungsdauer dieser Sachanlagen.

(15) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen
in TEUR Summe Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern
278 278 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 297 297 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 1.251 1.251 0 0
Summe 30.06.2009 1.826 1.826 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern
356 356 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 624 624 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 1.312 1.312 0 0
Summe 30.06.2010 2.291 2.291 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEUR 356 betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche, Ansprüche aus Überstunden und sonstige quasi sichere Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern. Diese Arten von Verbindlichkeiten waren im Vorjahr mit einem Betrag in Höhe von TEUR 278 als Rückstellung (Arbeitnehmerverpflichtungen) ausgewiesen. In dem Posten sind TEUR 127 als Verbindlichkeiten auf Auszahlung einer variablen Vergütung gegenüber Vorstandsmitgliedern enthalten. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen des Abschnitts "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Personen" verwiesen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.312 (Vorjahr: TEUR 1.251) betrifft ausschließlich transitorische Einnahmen von Wartungserlösen, die im Berichtszeitraum im Voraus für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2010 vereinnahmt wurden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 624 (Vorjahr: TEUR 297) enthalten im Wesentlichen Gehaltsnebenkosten (Krankenkasse, Finanzamt, Gebietskörperschaften) sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

(16) Umsatzerlöse

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Softwareerlöse 4.563 1.563
Wartungserlöse 4.247 2.118
Erlöse aus Schulungen und Beratungen 259 101
Erlöse aus Personalbereitstellung 0 61
9.068 3.843

(17) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Sonstige Erträge 521 101
521 101

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Sachbezügen, aus Versicherungsentschädigungen, aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus "Sale and lease back"- Geschäften. Im Berichtszeitraum wurden "Sale and lease back" - Geschäfte in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 0) über eine Laufzeit von 36 Monaten abgeschlossen.

(18) Personalaufwand

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Gehälter / Löhne 3.768 1.648
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
828 377
Aufwendungen für Abfertigungen 171 39
Sonstige Sozialaufwendungen 55 23
4.823 2.087

In dem Posten "Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebenen Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge" und "Aufwendungen für Abfertigungen" sind Aufwendungen für beitragsorientierte Altersversorgungspläne in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 8) enthalten.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge des Vorstandes wird auf die Erläuterungen des Abschnittes "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen" verwiesen.

Der durchschnittliche Personalstand entwickelte sich wie folgt:

Durchschnittliche Anzahl Jahr 2009/10
01.07. - 30.06.
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
Angestellte (aktive Mitarbeiter) 66 63
Vorstände 3 3
69 66

Im Berichtszeitraum waren neben 62 aktiven Mitarbeitern (Vorjahr: 63) vier Mitarbeiter (Vorjahr: sechs Mitarbeiter) als passiv einzustufen. Von den vier Mitarbeitern waren vier in Elternzeit (Vorjahr: fünf in Elternzeit und ein Mitarbeiter in Altersteilzeit)

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
Miet- und Raumkosten, Grundstückspacht 261 129
Beratungs- und Prüfungskosten 330 141
KFZ-Aufwand 404 214
Post und Kommunikation 131 58
Reinigung, Wartung und Instandhaltung 220 72
Fahrt- und Reisekosten 173 59
Marketing- und Werbeaufwand 181 117
Aus- und Weiterbildungskosten 22 2
Büromaterial 29 7
Übrige Steuern, Beiträge, Gebühren 16 8
Sonstiges 559 128
Summe 2.326 935

Im Posten "Sonstiges" sind vor allem Versicherungsaufwendungen, Aufwendungen für Personalsuche, Aufsichtsratsvergütungen, Einzelwertberichtigungen zu Kundenforderungen sowie Kosten für die Aktienbetreuung enthalten.

Die Position "Sonstiges" beinhaltet aber auch Aufwendungen für "Sale and lease" - Geschäfte. Diese betrugen im Berichtszeitraum TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 0) und haben eine Laufzeit von 36 Monaten. Hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 14 der vorliegenden Anhangsangaben.

(20) Sonstige Angaben

Neben Finanzierungsleasingverhältnissen gibt es in der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft Miet- und Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse zu klassifizieren sind. Hierbei handelt es sich um Mieten für Fahrzeuge, Bürogebäude und EDV-Anlagen sowie Hardware-Wartungsverträge. Operatingleasingverträge wurden über eine Grundmietzeit von bis zu 15 Jahren abgeschlossen. Es bestehen keine Verlängerungs- oder Kaufoptionen und auch keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die auf variablen Mietzinsen basieren.

Die nicht kündbaren Leasingzahlungen aus Operatingleasingverträgen in den nächsten Jahren verteilen sich wie folgt:

in TEUR Summe
30.06.2010
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Grundstückspacht (Baurecht) Salzburg 892 93 372 427
KFZ Leasing 496 192 304 0
Mietverträge (Immobilien) (1) 170 68 102 0
Miet- und Leasingverträge
(Mobilien) (1)
21 15 6 0
Summe 1.579 368 784 427

Zu (1): Jeweils bezogen auf den frühest möglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge

in TEUR Summe
30.06.2009
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Grundstückspacht (Baurecht) Salzburg 882 92 368 422
KFZ Leasing 198 173 25 0
Mietverträge (Immobilien) (1) 234 67 167 0
Wartungsverträge (1) 38 17 21 0
Miet- und Leasingverträge
(Mobilien) (1)
38 16 22 0
Summe 1.390 365 603 422

Zu (1): Jeweils bezogen auf den frühest möglichen Kündigungszeitpunkt der bestehenden Verträge

Die gesamten Miet- und Leasingaufwendungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des Geschäftsjahres beliefen sich auf TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 343). Die ausgewiesenen Aufwendungen beinhalten keine bedingten Mietzahlungen oder Zahlungen aus Untermietverhältnissen.

(21) Finanzergebnis

in TEUR Jahr 2009/10
01.07. - 30.06.
Jahr 2009
01.01. - 30.06.
Zinsen und ähnliche Erträge 5 3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -671 -356
Summe -666 -353

Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Finanzerträge enthalten im Wesentlichen Zinseinnahmen aus kurzfristigen Veranlagungen und Kontokorrentkrediten. Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 197) aus Kontokorrentkrediten und Zinsaufwendungen für Leasingverträge in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 159).

(22) Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien

in TEUR aus Zinsen aus der Folgebewertung Nettoergebnis
Währungs
umrech
nung
Wert
berichti
gung
Jahr
2009/10
01.07. –
30.06.
Jahr
2009
01.01. –
30.06.
Kredite und Forderungen 5 0 -35 -30 -1
Finanzverbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
-316 0 0 -316 -197
Verbindlichkeiten aus Leasing -355 0 0 -355 -159
Summe -666 0 -35 -701 -357

Die Veränderung der Wertberichtung auf Kredite und Forderungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen erfasst.

(23) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des Jahresergebnisses nach Steuern durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Geschäftsjahres.

in TEUR 30.06.2010 30.06.2009
(adjusted)1)
30.06.2009
Ergebnis Eigentümer EUR EUR EUR
525.722,28 135.899,01 160.052,51
Stück Stück Stück
Stammaktien 6.209.933 6.209.933 6.209.933
Stück Stück Stück
Abzüglich eigene Anteile -80.000 -80.000 -80.000
Ausübbare Aktienoptionen 21.985 34.562 34.562
Ergebnis je Aktie ohne Verwässerungseffekt 0,09 0,02 0,03
Ergebnis je Aktie mit Verwässerungseffekt 0,09 0,02 0,03

Sonstige Angaben

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen), wie sich die liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Die Geldflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanztätigkeit. Der Bestand an liquiden Mitteln in der Geldflussrechnung entspricht der Bilanzposition liquide Mittel.

In der Geldflussrechnung wird der Cashflow aus den Endkonsolidierungsvorgängen als Nettogröße (abzüglich der abgegangenen Zahlungsmittel) dargestellt. Aus diesem Grund werden die abgegangenen Vermögenswerte und Schulden nicht in die Veränderung der Bilanzpositionen (insbesondere des Working Capitals) einbezogen.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach IFRS 8. Die Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns unterteilt sich nicht in einzelne Geschäftssegmente bzw. Geschäftsfelder, vielmehr werden aufgrund der untrennbar zusammenhängenden Geschäftsaktivitäten die Unternehmen als einheitliches Ganzes gesteuert. Aufwendungen und Erträge können nicht einzelnen Ressourcen zuteilt werden. Insoweit kann nicht über Geschäftssegmente Bericht erstattet werden.

Der Konzern konnte im Berichtsjahr mit folgenden Produktgruppen die nachfolgend erwähnten Umsätze erzielen, welche zur Gänze mit externen Kunden erlöst wurden.

Produkt- bzw. Dienstleistungen
in TEUR
Jahr 2009/10
01.07. – 30.06.
Jahr 2009
01.01. – 30.06.
Softwareerlöse 4.563 1.563
Wartungserlöse 4.247 2.118
Erlöse aus Schulungen und Beratungen 259 101
Erlöse aus Personalbereitstellung 0 61
9.068 3.843

In geographischer Hinsicht sind im Berichtsjahr folgende Umsätze erzielt worden:

in TEUR Jahr 2009/10
01.07. – 30.06.
Jahr 2009
01.01. – 30.06.
Deutschland 7.240 2.939
Schweiz 1.511 684
Österreich 317 220
9.068 3.843

Es gibt im Geschäftsjahr 2009/2010 keine externe Kunden mit denen Umsätze erzielt werden, die mindestens 10 % der Gesamtumsätze betragen. Gleiches gilt für das Vorjahr.

Management der finanziellen Risiken und Angaben zu Finanzinstrumenten

Zinsrisiko

Die B+S Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente insbesondere Risiken aus der Veränderung der Zinssätze. Diesem Zinsrisiko wird durch kontinuierlichen Abbau der Verbindlichkeiten und ein straffes Cash-Management begegnet.

Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verbindlichkeiten, die zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit beitragen, in Form von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern. Dem stehen verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, gegenüber.

Für das Zinsänderungsrisiko wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis nach Steuern und Eigenkapital zeigt. Als Basis für die Zinssensitivitätsanalyse wurden die Buchwerte der variabel verzinsten Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. 100 Basispunkte entsprechen 1 % des Buchwertes zum 30. Juni 2010.

Wenn das Marktzinsniveau zum 30. Juni 2010 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Steuern um TEUR 141 geringer (zum 30. Juni 2009 um TEUR 152 geringer) gewesen. Ebenso wäre das Eigenkapital zum 30. Juni 2010 um TEUR 141 geringer (zum 30. Juni 2009 um TEUR 152 geringer) gewesen, wenn das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte höher gewesen wäre.

Währungsrisiko

Ein Währungskursrisiko besteht nur in untergeordnetem Ausmaß, weil nur Geschäftsfälle in EUR bzw. durch die Schweizer Tochtergesellschaft nur in ihrer Landeswährung CHF getätigt werden.

Liquiditätsrisiko

Das Risiko mangelnder Liquidität besteht nicht, weil durch Einnahmen aus langfristigen Wartungsverträgen die fixen Kosten gedeckt sind und zusätzlich unausgenützte Kreditlinien bestehen.

Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses im Rahmen der laufenden Cashflow-Planung und -Überwachung.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verpflichtungen ersichtlich. Einbezogen wurden alle Verpflichtungen, die am 30. Juni 2009 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 30. Juni 2010 geltenden Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verpflichtungen sind dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Es bestehen jederzeit rückzahlbare finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 8.976 (Vorjahr: TEUR 9.295), die nicht zur Gänze im folgenden Geschäftsjahr getilgt wird, sondern in dem Ausmaß, das aus dem Cashflow möglich ist, ohne den laufenden Geschäftsbetrieb zu beeinträchtigen. Der Anspruch auf Rückzahlung aus diesen jederzeit rückzahlbaren finanziellen Verpflichtungen kann jederzeit fällig gestellt werden. Zur Absicherung dieser Verpflichtungen haben die Herren Heinz Schier und Wilhelm Berger jeweils Sicherheiten gestellt. Herr Wilhelm Berger ist zugleich Vorstand und Aktionär der B+S Banksysteme AG München, Herr Heinz Schier ist Vorstand bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft Salzburg, Österreich. (Bis 30.06.2010 auch Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München).

Bei den übrigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um laufende Betriebsmittelkredite, bei denen ein Abfluss im nächsten Geschäftsjahr angenommen wurde.

30.06.2010 Cashflows
2010/11
Cashflows
2011/12
Cashflows
2013 - 2015
Cashflows
2016 ff.
in TEUR Buch
wert
Zins
var.
Til
gung
Zins
var.
Til
gung
Zins
var.
Til
gung
Zins
var.
Til
gung
Verbindlichkei
ten gegenüber
Kreditinstituten
8.976 238 976 203 1.500 420 4.500 28 2.000
Verbindlichkei
ten aus Finan
zierungsleasing
6.491 342 292 330 303 908 781 889 5.115
30.06.2009 Cashflows
2009/10
Cashflows
2010/11
Cashflows
2012 - 2014
Cashflows
2015 ff.
in TEUR Buch
wert
Zins
var.
Til
gung
Zins
var.
Til
gung
Zins
var.
Til
gung
Zins
var.
Til
gung
Verbindlichkei
ten gegenüber
Kreditinstituten
9.295 303 1.295 254 1.500 446 4.500 35 2.000
Verbindlichkei
ten aus Finan
zierungsleasing
6.495 352 202 335 220 928 735 1.032 5.338

Ausfallsrisiko

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 100 % gegenüber den Kunden, den Banken und Kreditinstituten, sind kurzfristig und werden durchschnittlich nach 28 Tagen bezahlt. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen ihrem tatsächlichen Wert. Es besteht kein Abwertungsbedarf. Hinsichtlich Wertminderungen und Altersstruktur der überfälligen finanziellen Vermögenswerte ist auf Ziffer (4) Forderungen und sonstige Vermögenswerte zu verweisen.

Buchwerte, beizulegende Zeitwerte und Wertansätze von Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zweitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

Klasse der Finanzinstrumente, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden:
Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR 30.06.2010 30.06.2009 30.06.2010 30.06.2009
Forderungen aus Lieferung und
Leistungen
846 758 846 758
Liquide Mittel 1.400 595 1.400 595
Übrige finanzielle Vermögenswerte 98 180 98 180
2.344 1.533 2.344 1.533

Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige finanzielle Verpflichtungen haben überwiegend kurze Laufzeiten. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR 30.06.2010 30.06.2009 30.06.2010 30.06.2009
Finanzverbindlichkeiten 8.976 9.295 8.976 9.295
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
264 217 264 217
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
6.491 6.495 6.491 6.495
Übrige finanzielle Verpflichtungen 808 575 808 575
16.539 16.582 16.539 16.582

Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige finanzielle Verpflichtungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen daher näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind variabel verzinst.

Kapitalmanagement

Der Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Aktionäre, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller weiterer Abschlussadressaten zu wahren.

Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten. Der Konzern steht für die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes.

Im Berichtsjahr wurden alle externen Kapitalanforderungen erfüllt. Das Kapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 35,86 % (Vorjahr: 19,9%, adjusted 27 %1)).

Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es ist Vorgabe, dass alle Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen "at arm's length", d.h. zu üblichen Marktbedingungen durchgeführt werden.

Sämtliche Vorstandsmitglieder sind zugleich Aktionäre der Gesellschaft mit wesentlichem Einfluss.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung der Umsätze abhängig.

Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 26. Januar 2010 ist keine Aufgliederung der Einkünfte nach Personen mehr erforderlich. Die Zusammensetzung der Gesamtvergütung ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

Vorstandsbezüge
in TEUR
Jahr 2009/10
01.07. – 30.06.
Jahr 2009
01.01. – 30.06.
Grundgehalt 526 194
Variables Gehalt (Umsatzbeteiligung) 63 72
KFZ-Nutzung 54 12
Betriebliche Altersvorsorge 1 1
Sozialversicherung Arbeitgeberanteil 27 12
Zuführungen zu Dienstzeitaufwand Abfertigung 13 8
Gesamtbezüge 684 299

Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten. Im Rahmen des Stock Option Plans wurden im Geschäftsjahr keine Optionen (Vorjahr: 0) zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands ausgegeben.

Der Anspruch der Vorstände auf das variable Gehalt für das Rumpfgeschäfts 2009 (Umsatzbeteiligung) wurde im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 63 durch Auszahlung erfüllt. Der verbleibende Anspruch auf TEUR 146 wurde als Verbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern eingestellt. Auf die Erläuterungen des Abschnitts "Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzung" zu Ziffer (14) wird verwiesen.

Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 8.976 haben die Herren Heinz Schier und Wilhelm Berger (beide Herren waren bzw. sind Vorstände der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Herr Berger ist zugleich Aktionäre der Gesellschaft), Sicherheiten gestellt.

Aus einer Kapitalgarantie besteht zum 30. Juni 2010 eine Eventualforderung in Höhe von TEUR 3.202, die die Ansatzkriterien aufgrund der Behaftung mit wesentlichen Unsicherheiten nicht erfüllt und deren Einforderung erst nach dem Bilanzstichtag beschlossen wurde. Zweck und finanzielle Auswirkung der Kapitalgarantie bestehen in einer Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft.

Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 39). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10), Dr. Manfred Seyfried mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 20), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der B + S Banksysteme Aktiengesellschaft.

Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten an:

Vorstand
Heinz Schier Kaufmann, Vorsitzender des Vorstands
Salzburg, Österreich bis 05. Juli 2010
Wilhelm Berger
Salzburg, Österreich
Bankkaufmann und Betriebswirt
Peter Bauch
München
Datenverarbeitungskaufmann

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten an: Professor für Wirtschaftswissenschaften

Aufsichtsrat Mitglied in folgenden weiteren Aufsichtsräten und
anderen Kontrollgremien im Ausland:
Prof. Dr. Mag. Herbert Kofler
Klagenfurt, Österreich
Professor für Wirtschaftswissenschaften
Vorsitzender des Aufsichtsrats
B+S Banksysteme Aktiengesellschaft,
Salzburg, Österreich, Vorsitzender
Kärntner Sparkasse AG
Privatstiftung Kärntner Sparkasse Privatstiftung
Immoeast AG, Wien, Vorsitzender
Immofinanz AG, Wien, Vorsitzender
Akademie der Wirtschaftstreuhänder GmbH, Wien
Dr. Manfred Seyfried
Frankfurt, Deutschland
Unternehmensberater
Stellvertreter des Vorsitzenden
B+S Banksysteme Aktiengesellschaft,
Salzburg, Österreich
Dr. Werner Steinwender
Salzburg, Österreich
Rechtsanwalt
-

Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen des Vorstandes und des Aufsichtsrates verweisen wir auf vorstehenden Abschnitt "Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen".

Angaben zu § 21 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Herr Wilhelm Berger, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 31.05.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 25.05.2010 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nunmehr 25,16 % (das entspricht 1.562.462 Stimmrechten) beträgt.

Die COR&FJA Austria Ges.m.b.H., Wien, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 20,13 % (das entspricht 1.250.065 Stimmrechten) betragen hat.

Die COR&FJA AG, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.06.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 21,78 % (das entspricht 1.352.665 Stimmrechten) betragen hat. 20,13 % der Stimmrechte (das entspricht 1.250.065 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der COR&FJA Austria Ges.m.b.H. zuzurechnen.

Herr Heinz Schier, Österreich hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.06.2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft (vormals DataDesign AG), München, Deutschland, ISIN: DE0001262152, WKN: 126215 am 22.06.2010 die Schwelle von 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

Sonstige Angaben nach § 315a HGB

Konzernabschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr 2009/2010 als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beinhaltet ausschließlich die Leistungen für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 25).

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com_content&view=article&id=144&Itemid=59.

München, im Oktober 2010

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Konzern - Lagebericht«

Präambel

Der Lagebericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 01. Juli 2009 bis 30. Juni 2010. Der vorhergehende Berichtszeitraum war das Rumpfgeschäftsjahr 01. Januar 2009 bis 30. Juni 2009. Hieraus ergibt sich, dass die Vergleichbarkeit dieses Jahresabschlusses mit dem vergangenen Berichtszeitraum nur eingeschränkt möglich ist.

Um eine bessere Vergleichbarkeit der Zahlen des Geschäftsjahres 2009/10 (zwölf Monate) mit denen der vorangegangenen Berichtszeiträume zu erzielen, wurden für die Darstellung der Geschäftsentwicklung die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres um den Zeitraum 01.07.2008 bis 31.12.2008 ergänzt.

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat den Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 einer Stichprobenprüfung unterzogen. Das Ergebnis wurde der Gesellschaft am 03. September 2010 mitgeteilt. Dabei wurde festgestellt, dass der Unternehmenszusammenschluss als Erwerb der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft München durch die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft Salzburg (Österreich) im Konzernabschluss abgebildet werden muss (reverse acquisition). Die Berichtigung hierzu hat die Gesellschaft im vorliegenden Jahresabschluss bereits berücksichtigt.

Portrait der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft

Durch langjährige Erfahrung in der Realisierung von Software für Finanzdienstleister hat sich die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft zum erfolgreichen Anbieter entwickelt, der mit innovativen Anwendungen schon heute Anforderungen der Zukunft an skalierbare, leistungsfähige Standardsoftware für den europäischen Raum abdeckt. Mandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Plattformunabhängigkeit, komplette Abbildung von Geschäftsprozessen und die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Finanzsektors kennzeichnen die auf modularer Architektur basierende Software. Integration in komplexe Handelssysteme, realtime- und online-Fähigkeit sowie vollständige Verarbeitung im Straight Through Processing über alle Kommunikationskanäle (Multikanalfähigkeit) hin zum End-to-End-Processing zählen zum Standard.

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bietet eine umfassende und leistungsfähige Produktpalette als Ergänzung für das Core Banking im Aktiv- und Passivbereich. Im Einzelnen umfasst dies den gesamten Zahlungsverkehr (national, international und Euro) einschließlich SEPA (credit-transfer und direct debit), Treasury und Trading, Währungsmanagement und das Risikomanagement mit der Abbildung aller Basel II-Anforderungen sowie das Electronic-Banking.

Mit dem 'on demand service' stellt die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihren Kunden einen zusätzlichen Service zur Verfügung. Durch den Betrieb eines leistungsfähigen Rechenzentrums mit einem Höchstmaß an Verfügbarkeit und einer damit verbundenen nutzungsorientierten Abrechnung (ASP), ergeben sich für die Kunden Ausbaumöglichkeiten und Einsparpotentiale. Bestehende Anwendungen können problemlos integriert, erweitert oder ganz ersetzt werden.

Die Märkte der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft

Die Märkte für die automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, und hier speziell jene für Finanzdienstleister, verzeichneten im Berichtszeitraum ein nennenswertes Wachstum. Geprägt werden die Märkte von Investitionen nach einer lang anhaltenden Zurückhaltung. Dennoch ist die Entwicklung der Märkte und das Wachstum vorsichtig zu bewerten, da nach wie vor Zusammenlegungen von Infrastrukturen in Folge von Fusionen von Banken und Rechenzentrumsdienstleistern durchgeführt werden. In Deutschland herrscht ein großer Wettbewerb zwischen den einzelnen Anbietern. Nur die innovativsten, sichersten und anwenderfreundlichsten Softwarelösungen können am Markt bestehen. Somit wird jeder Software-Anbieter für den Finanzsektor gezwungen, die Entwicklung gezielt voranzutreiben. Nicht zuletzt wegen ihrer Flexibilität und kurzen Entwicklungszyklen konnte die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihre Marktstellung im Bereich Software für Finanzmanagement ausbauen.

Lösungen für das Commercial Banking

Die Lösungen für das Commercial Banking umfassen neben dem integrierten Zahlungsverkehr alle notwendigen Service-Module wie

  • Reklamations- und Gebührenmanagement
  • Elektronische Aktenführung
  • Kontenabstimmung.

Funktional zeichnen sich die Produkte des Commercial Banking durch länderübergreifende Mandanten- und Mehrwährungsfähigkeit aus.

SEPA (Debit und Credit) ist Bestandteil des B+S - Zahlungsverkehrs.

Lösungen für das Treasury

In den Lösungen für das Treasury/ Trading werden die Bereiche

  • FX Management
  • Money Market
  • Derivative Finanzinstrumente

integriert für Front-, Middle- und Back-Office dargestellt. Für die B+S - Vollanwender entfällt somit eine sonst übliche, aufwendige Schnittstellenrealisierung.

Lösungen für das Risikomanagement

Mit den Modulen des Risikomanagements stellt die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ihren Kunden seit Einführung der Kapitaladäquanzrichtlinie ein Instrument für die Risikomessung und -darstellung im Eigenhandel und auf Gesamtbankebene zur Verfügung. Gleichzeitig werden die Meldeanforderungen der Bankenaufsicht inklusive der Berechnung der Eigenmittelunterlegung erfüllt. Die ermittelten Risiken werden online für

  • den Handel
  • das Risikocontrolling
  • die Finanzbuchhaltung
  • die Geschäftsleitung

zur Verfügung gestellt.

Lösungen für das Wertpapiermanagement

In der Lösung für das Wertpapiermanagement ist die vollständige Einbindung der Wertpapiergeschäfte in das Risikomanagement und das Kundeninformationssystem realisiert. Abgerundet wird das Verfahren durch die Erfassung der Geschäftsvorfälle im Front-Office und die abschließende Depotabstimmung.

Lösungen für das Electronic-Banking

Electronic-Banking dient nach wie vor der Darstellung und Abwicklung der Banken im Privatkundenbereich. Dabei werden die kundenindividuellen bzw. marktspezifischen Anforderungen berücksichtigt. Den Kunden aus der Finanzbranche wird unter der besonderen Berücksichtigung der gestiegenen Sicherheitsanforderungen ein breit gefächertes, maßgeschneidertes Produkt- und Dienstleistungsportfolio, verstärkt durch fachspezifisches Prozess-Know-how, angeboten. Individuelle Projekte, die mit Produkten der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft angeboten werden erzielen hierbei hohe Margen.

Erweiterung der Produktangebote

Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wird weiterhin verstärkt ihre Geschäftsaktivitäten in finanznahen Märkten ausbauen, insbesondere im Allfinanzbereich. Das Unternehmen strebt an, im kommenden Geschäftsjahr strategisch das bestehende Geschäftsmodell durch Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern zu erweitern. Die Zielsetzung ist, das Kerngeschäft in der Finanzbranche zu stärken und in anderen Branchen eine neue Geschäftsbasis aufzubauen. Die Erschließung neuer Märkte und das Platzieren der B+S Produkte in weiteren Ländern werden ausschließlich über Bestandskunden bzw. bereits erfolgreich bestehenden Partnerschaften angestrebt.

Geschäftsentwicklung

Die Weltwirtschaft erlebt seit 2008 eine schwere Rezession, die mit den Verwerfungen durch die Banken- und Finanzmarktkrise begonnen hat und sich zur globalen Konjunkturkrise entwickelt hat. Laut dem Gemeinschaftsgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute brach das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2009 um 5% ein (EU-27-Durchschnitt: -4%). Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft als Spezialist für Bankensoftware konnte sich den Folgen der schweren Rezession nicht gänzlich entziehen. Zwar wurden große Insolvenzen in Europa dank staatlicher Stützung verhindert, jedoch brachen die Gewinne bei den Banken massiv ein. Die Branche verfolgte dem entsprechend einen strikten Sparkurs.

Die aktuellen Konjunkturparameter zeigen aber mittlerweile wieder eine deutliche Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa an. Für Deutschland geht die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von einem BIP – Wachstum von 1,2 % für das Jahr 2010 aus. Die Prognosen für Österreich und die Schweiz fallen ähnlich positiv aus.

Im Gegensatz zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage wurden für B+S Banksystem Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2009/10 die positiven Auswirkungen der Synergie aus der Fusion deutlich sichtbar. Dies betrifft sowohl die Zuwächse im Neukundengeschäft wie auch die weitere Durchdringung der bestehenden langjährigen Kundenbeziehungen. Den erfolgreichen Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres bestätigen auch die Umsatzund Ergebniszahlen.

Im Geschäftsjahr 2009/10 ist ein operativer Umsatz von TEUR 9.069 erzielt worden. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von TEUR 1.737 gegenüber dem Vorjahresumsatz von TEUR 7.331. Diese sehr erfreuliche Entwicklung ist sowohl auf Neugeschäft als auch auf Cross-Selling-Effekte mit den Kunden des Teilkonzerns Salzburg zurückzuführen.

Im Projektgeschäft Solutions & Lizenzen konnte im Geschäftsjahr 2009/10 ein deutlicher Anstieg von TEUR 2.041 in 2008/09 auf TEUR 3.334 in 2009/10 verzeichnet werden. Das entspricht einer Steigerung von 57 % und betrifft alle Bereiche im Projektgeschäft. Die Wartungs- und Supportumsätze sind im Vergleich zum Zeitraum 2008/09 (mit TEUR 4.203 im Vorjahr und TEUR 4.247 im Geschäftsjahr 2009/10) leicht angestiegen. Die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr für den Bereich ASP in Höhe von TEUR 1.356 sind um TEUR 593 bzw. 78 % höher als im Zeitraum 2008/09 mit TEUR 763.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit TEUR 520 etwas über dem Vorjahresniveau. Die Erlöse aus Auflösung von Rückstellungen betrugen TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 399) und betreffen in der Hauptsache Auflösungen für Umsatzsteuer in Bezug auf das PKW-Auslandsleasing der Tochtergesellschaft B+S Banksysteme Salzburg, da der österreichische Verwaltungsgerichtshof die entsprechende gesetzliche Grundlage als EU-widrig erkannt hat. Weitere sonstige betriebliche Erträge im Jahr 2009/10 wurden durch Erträge aus Sachbezügen, und durch "Sale and lease back"–Vereinbarungen in Höhe von TEUR 197 (im Vorjahr: TEUR 33) erzielt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte eine Festigung in den wichtigen Kernprodukten festgestellt werden. So konnte man sich bei Bestandskunden auch in neuen finanznahen Nischen etablieren und somit langfristige Lizenz- und Wartungsumsätze sichern. Neben der Realisierung der Neuaufträge wird der vertriebliche Schwerpunkt weiterhin auf die Vermarktung der vorhandenen Produktpalette gelegt werden.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden Leistungen in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 53) bezogen. Davon entfallen TEUR 96 auf eine Software-Lizenz, die an den Kunden weiterberechnet werden konnten.

Die Personalkosten sind von TEUR 4.260 in 2008/09 auf TEUR 4.823 im Geschäftsjahr gestiegen. Dabei entfielen TEUR 3.768 auf die Gehälter und TEUR 1.055 auf soziale Abgaben.

Die Reduzierung im Bereich der Abschreibungen in 2009/10 im Vergleich zum Vorjahresbetrag (TEUR 885) auf TEUR 830 steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Zurückhaltung der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bei neuen Investitionen, dem Auslaufen der planmäßigen Abschreibungen und Anlagenabgängen und des verminderten Bestands an Anlagevermögen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 2.326 (Vorjahr: TEUR 1.950). Die Raumkosten lagen bei TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 404). Im Bereich Fuhrpark betrugen die Aufwendungen TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 429) Die Kosten für Versicherungen, Beiträge und Gebühren sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 90 auf TEUR 108 gestiegen. Leicht gestiegen sind auch die Kosten für die Aktienbetreuung (von TEUR 52 auf TEUR 74). Die Kosten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind im Berichtszeitraum um TEUR 9 auf TEUR 142 gesunken. Die Rechts- und Beratungskosten lagen im Geschäftsjahr 2009/10 bei TEUR 298 (TEUR 234 im Vorjahr).

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde ein Ergebnis vor Steuern in der Höhe von TEUR 819 erzielt (Vergleichsperiode 2008/09: TEUR – 387). Der Jahresüberschuss betrug TEUR 552. Wie schon erwähnt ist diese überaus positive Entwicklung auf Synergieeffekte und auf Neugeschäft zurückzuführen. Es ist aber auch eine deutliche Erholung der Märkte erkennbar. Nach einer Phase höchster Zurückhaltung wird nun wieder verstärkt im Bereich automatische Datenverarbeitung und Informationstechnologie investiert.

Bilanzstruktur

Im Geschäftsjahr 2009/10 gibt es leichte Veränderungen in der Vermögensstruktur; eine Verschiebung von Sachanlagevermögen hin zu Umlaufvermögen. Das gesamt Anlagevermögen beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 84 %, im Rumpfgeschäftsjahr 2009 93 % der Bilanzsumme. Beim kurzfristig gebundenen Vermögen ist zum Bilanzstichtag eine um TEUR 6 höhere Bindung in Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag festzustellen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Lizenzabrechnungen zum Bilanzstichtag. Der Anteil des Umlaufvermögens erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 10 % der Bilanzsumme (2009: 7 % der Bilanzsumme). Dabei konnte der prozentuale Anteil an liquiden Mitteln von 3 % im Vorjahr auf 5 % gesteigert werden. Aufgrund des guten Geschäftsergebnisses konnten die im Vorjahr mit TEUR 49 aktivierten latenten Steuern zum Bilanzstichtag wieder aufgelöst werden. Insgesamt ist die Bilanzsumme um ca. 2 % angestiegen, was unter anderem auch auf die durchgeführte reverse acquisition zurückzuführen ist.

Das Eigenkapital hat sich durch das im Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresergebnis verändert. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital TEUR 7.951 (+ TEUR 552). Die Eigenkapitalquote stieg zum 30.06.2010 von 27 % auf 29 %.

Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten nahm im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 43 zu und beträgt ca. 50 % (Vorjahr: 50 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Geschäftsjahr 2009/10 leicht an (von TEUR 217 im Vorjahr auf TEUR 264). Der Anteil der erhaltenen Anzahlungen ist im Berichtszeitraum um TEUR 67 auf TEUR 230 gesunken (0,01 % der Bilanzsumme).

Finanzlage

Die Liquidität zum Bilanzstichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 600 auf TEUR 1.400 mehr als verdoppelt und ist auch im Geschäftsjahr 2009/10 in jedem Fall durch Verträge mit Bestandskunden gesichert. Die Liquidität zum Bilanzstichtag aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR 1.552 (Rumpfgeschäftsjahr 2009: 1.328). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -474 (Vorjahr: TEUR -73). Aus der Finanzierungstätigkeit sind TEUR -322 (Vorjahr: TEUR -844) liquide Mittel abgeflossen.

Investition und Finanzierung

Das Anlagevermögen im Bereich Immaterielle Vermögensgegenstände hatte sich aufgrund der Abschreibungen geringfügig reduziert. Neue Investitionen wurden im Bereich Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2009/10 vor allem im Rahmen von Ersatzbeschaffungen vorgenommen.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft konnte in 2009/10 mit eigenen Mitteln finanziert werden.

Das Gesamte Anlagevermögen hat sich nicht nennenswert verändert. Neue Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2009/10 vor allem im Rahmen von Ersatzbeschaffungen im Bereich Sachanlagevermögen vorgenommen.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung 05. Juli 2010 hat der Vorstandsvorsitzende, Herr Heinz Schier, aufgrund des Erreichens der Altersgrenze sein Vorstandsmandat niedergelegt. Weitere wesentliche Ereignisse haben sich seit dem Bilanzstichtag nicht ereignet. Nach heutigem Kenntnisstand sind keine Sachverhalte aufgetreten, die zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als am Bilanzstichtag geführt haben und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Konzernentwicklung nach sich ziehen könnten.

Entwicklung

Die Entwicklungsvorhaben wurden auch im Geschäftsjahr 2009/10 weiter vorangetrieben. Die anfallenden Anpassungsentwicklungen der bereits bei den Kunden eingesetzten Produkte wurden, wie in den letzten Jahren, im Rahmen der bestehenden Wartungsverträge realisiert. Einige Produkte wurden zudem auf neue Technologien umgestellt, um die Marktfähigkeit auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Die sich in der Wartung befindlichen Produkte werden konsequent einer strengen ROI-Betrachtung unterzogen und das Produktportfolio gestrafft. Teilprodukte, die keine Marktfähigkeit aufweisen, werden nicht mehr weiterentwickelt bzw. eingestellt.

Die Kosten für die Entwicklungen können im IT-Bereich naturgemäß nicht von den Forschungsaufwendungen getrennt werden. Aus diesem Grund ist eine Aktivierung in der Bilanz nicht möglich.

Personalentwicklung

Die Entwicklung der Personalstruktur im Geschäftsjahr 2009/10 kann wiederum als ausgeglichen bezeichnet werden. Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt in 2009/10: 66 Mitarbeiter sowie 3 Vorstände, gegenüber 63 Mitarbeiter und 3 Vorstände im Durchschnitt des Rumpfgeschäftsjahres 2009.

Für die kommenden zwei Jahre ist ein moderater Anstieg der Mitarbeiterzahl geplant. Der Fokus wird hier auf der betriebsinternen Ausbildung von jungen Mitarbeitern (Lehrlingsausbildung) liegen.

Chancen und Risiken

Durch die neue Positionierung der B+S Banksystemen Aktiengesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das im Markt etablierte Kerngeschäft weiter ausgebaut werden. Aufgrund der ganzheitlich positiven Entwicklung konnte ein neuer strategischer Investor gefunden werden. Über den Ausbau der bereits bestehenden Kooperation mit diesem Investor können zukünftig auch Kundensegmente akquiriert werden, bei denen es Vorgaben für Dienstleister gibt. Diese Forderungen für die Vergabe von Aufträgen bestehen unter anderem in Form von Unternehmensgröße, Umsatz und Gewinn. Somit kann mit dem neuen Investor eine langfristige Investitionssicherheit für Neu- und Bestandskunden aufgezeigt werden.

Das zukünftige Wachstum der Unternehmensgruppe soll zunächst über die regionale Ausschöpfung der vorhandenen Märkte im deutschsprachigen Raum stattfinden. Der Konzern kann mit seinen Kooperationspartnern das komplette Spektrum der Bankenanwendungen abbilden und damit Gesamtbankenanwendungen aus einer Hand anbieten und sich somit im Verdrängungswettbewerb behaupten. Das Leistungsportfolio deckt z.B. die Komplettabwicklung für den Zahlungsverkehr einer Bank ab. Somit kann auch ein komplettes Outsourcing angeboten werden. Zudem ist durch das breite Produktangebot die Möglichkeit, neue Kunden und weitere Märkte zu gewinnen, erheblich gestiegen. Der Ausbau des B+S-eigenen Rechenzentrums, die Erweiterung des Angebotsportfolios und die Gewinnung neuer Kunden im Bereich Hosting/ Application-Service-Providing (ASP) führt zu Skaleneffekten im Rahmen des Rechenzentrumsbetriebs. Generell profitieren die Produkterlöse der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft von der hohen Nachfrage infolge eines hohen Kostendruckes im IT Bereich bei Banken und Finanzdienstleister, da Kernbankprozesse nicht mehr bei den Banken selbst ablaufen, sondern über das ASP Modell kostengünstig bei B+S abgewickelt werden.

Durch die zu Anfang des Jahres 2010 geschlossene Kooperation mit dem Bankverlag ergeben sich für die B+S Banksysteme zusätzliche Chancen. Die BV Zahlungssysteme GmbH realisiert gemeinsam mit der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft eine Zahlungsverkehrsplattform "BV Clearing Solutions". Im April konnte bereits eine erste Pilotbank für diese neue Dienstleistung gewonnen werden, die ab November 2010 den gesamten Zahlungsverkehr ihrer deutschen Niederlassungen über diese Plattform abwickeln wird. Die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft wird sich wie bisher auch in absehbarer Zukunft auf finanznahe Märkte fokussieren. Aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen in der Finanzbranche durch Fusionen und Übernahmen in den Zielmärkten, ergeben sich für die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft erhebliche Chancen.

Risiken der künftigen Entwicklung resultieren auch weiterhin aus einer starken Konzentration im Finanzdienstleistungsbereich, aus der bei weitem noch nicht bewältigten Finanzmarktkrise, einer Verschlechterung der allgemeinen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Prognosen zur weiteren Entwicklung am Arbeitsmarkt können seriöser Weise nur sehr schwer getroffen werden. Während in Deutschland das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften in dem für die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft relevanten Bereich aufgrund vieler Fusionen wieder größer geworden ist, ist die Anzahl der am Arbeitsmarkt verfügbaren IT-Spezialisten in Österreich und in der Schweiz weiterhin niedrig. Wie allerdings bereits erwähnt, verstärkt B+S Banksysteme Aktiengesellschaft die betriebsinterne Ausbildung ihrer künftigen IT–Spezialisten. Engpässe sind aufgrund der guten Mitarbeiterbindung nicht zu erwarten.

Den erwähnten Risiken kann die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft mit ihrer Angebotspalette, ihrer langjährigen Lösungskompetenz sowie ihrer engen Bindung an Kooperationspartner und Mitarbeiter erfolgreich begegnen.

In der Softwareentwicklung ist das Auftreten unvorhersehbarer Programmierfehler nicht auszuschließen. In den Kundenverträgen der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sind entsprechende Bestimmungen enthalten, die das Risiko des Unternehmens bezüglich potenzieller Produkt- und Haftungsansprüche begrenzen. Entsprechende Versicherungen zur Einschränkung der Risiken hat das Unternehmen abgeschlossen. Es ist jedoch möglich, dass die haftungsbegrenzenden Vertragsbestimmungen nicht in allen Fällen ausreichend sind und dadurch Risiken entstehen.

Obwohl bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bislang keine Fälle von Produkt- oder Projekthaftung oder Ansprüche wegen wirtschaftlichen Verlusten geltend gemacht worden sind, ist die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft dem Risiko derartiger Ansprüche ausgesetzt.

In der Finanzbranche herrscht nach wie vor ein intensiver Wettbewerb im Privatkundengeschäft. Ein möglicherweise entstehender Rückgang der zu erzielenden Margen im Produkt- und Dienstleistungsbereich kann das geplante Unternehmensergebnis beeinflussen.

Alle genannten Risikofaktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beeinflussen und zu einer Abweichung des Ergebnisses führen. Die Liquidität der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Juli 2010 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen gesichert. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist jedoch von der Liquidität und der Erreichung der Planzahlen in der B+S Gruppe Salzburg, Österreich abhängig.

Ziel der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist es, das Lizenz- und ASP-Geschäft weiter voranzutreiben. Aus den daraus resultierenden laufenden Einnahmen sollen auch zukünftig alle Fixkosten abgedeckt werden.

Prognosebericht

Aufgrund der Weiterentwicklung des Produktportfolios in den Kerngeschäften geht die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2010/11 von einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf aus. So ist für das kommende Geschäftsjahr ein Umsatz in Höhe von TEUR 10.400 geplant. Für das Geschäftsjahr 2011/12 wird die Umsatzprognose auf TEUR 11.100 angehoben.

Da für beide Geschäftsjahre nur moderate Kostensteigerungen im Rahmen der Inflationsrate zu erwarten sind wird eine operative Gewinnmarge zwischen 25 % und 30 % erwartet. Diese Zielsetzung ist jedoch weiterhin von einigen äußeren Faktoren, wie beispielsweise dem Kunden- oder dem Marktumfeld, der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dessen zukünftige Entwicklung nicht exakt vorhergesehen werden kann, abhängig.

Konzernrechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und interne Kontrollsystem

Generell umfassen das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse. Das interne Kontrollsystem ist so ausgerichtet, dass es ausreichend Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahresabschlüsse und des Konzernabschlusses gewährleistet. Darüber hinaus unterliegen alle in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse von Konzerngesellschaften einmal jährlich einer Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer.

Im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess sind die wesentlichen Merkmale des bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bestehenden, internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems wie folgt:

Für alle wesentlichen, rechnungslegungsrelevanten Prozesse wird das Prinzip der Funktionstrennung beachtet (u.a. Vieraugenprinzip, analytische Prüfungen). Das eingesetzte Personal verfügt über die notwendige Fachausbildung und besucht regelmäßige Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen.

Die eingesetzten EDV-Systeme und Tools sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird Standardsoftware verwendet, für weiterführende Verarbeitungsprozesse wird hauptsächlich Excel als Verarbeitungstool eingesetzt. Alle rechnungslegungsrelevanten Schlüsselfunktionen sind im Organigramm direkt dem Vorstand zugeordnet.

Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB n.F. und erläuternder Bericht nach § 120 Abs. 3 AktG n.F.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (Abs. 4 Nr. 1) Das Grundkapital der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft beträgt EUR 6.209.933,00 und ist in 6.209.933 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (Abs. 4 Nr. 2) Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft sind nicht beschränkt.

Direkte oder Indirekte Beteiligungen am Kapital (Abs. 4 Nr. 3) Herr Berger ist mit 25,16 %, Herr Bauch mit 23,59 % und die COR&FJA AG mit 21,78 % am Kapital der Gesellschaft beteiligt.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten (Abs. 4 Nr. 4) Es gibt bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Inhaber von Aktien, die Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse besitzen.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen (Abs. 4 Nr. 5) Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft gibt es keine Arbeitnehmerbeteiligung in Form von Aktien.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen (Abs. 4 Nr. 6) Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt gemäß §§ 84, 85 AktG, die Änderung der Satzung gemäß §§ 133, 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (Abs. 4 Nr. 7)

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 25. August 2011 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 815.406,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden.

Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Des Weiteren gelten folgende gesetzliche Regelungen: für die Ermächtigung zur Aktienausgabe aus dem genehmigten Kapital §§ 202 ff. AktG, zur Ausgabe von Wandel- oder Gewinnschuldverschreibungen § 221 AktG und zum Erwerb eigener Aktien § 71 Abs. 1 Nr. 6-8 AktG.

Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 01. Oktober 2012 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.270.769,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Des Weiteren gelten folgende gesetzliche Regelungen: für die Ermächtigung zur Aktienausgabe aus dem genehmigten Kapital §§ 202 ff. AktG, zur Ausgabe von Wandel- oder Gewinnschuldverschreibungen § 221 AktG und zum Erwerb eigener Aktien § 71 Abs. 1 Nr. 6-8 AktG.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung (maßgebend ist die niedrigere Grundkapitalziffer). Auf diese Begrenzung von 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; ferner sind auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandel- und/oder Optionsrecht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen aufgrund einer während der Laufzeit dieser Ermächtigung geltenden Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Veräußerung der Aktie.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

Der Vorstand wird ebenfalls ermächtigt, die eigenen Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtrats als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen zu verwenden. Der Wert (Preis), zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in diesem Buchstaben verwendet werden, darf den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsentage vor der Verwendung der Aktie.

Das Bezugsrecht der Aktionäre wird im Vollzug der Maßnahmen zu vorstehend Absätzen ausgeschlossen. Die oben genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (Abs. 4 Nr. 8)

Bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen (Abs. 4 Nr. 9)

Zurzeit gibt es bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft keine Entschädigungsvereinbarung mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Angaben zum internen Kontroll- und Risikomanagement gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB n.F.

Der Vorstand der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft hat das bestehende, in den Vorjahren bereits optimierte Risikomanagement im Geschäftsjahr 2009/10 beibehalten. Die Risiken umfassen im Wesentlichen den Finanzbereich. Hierfür besteht ein Controllinginstrumentarium, um die relevanten Steuerungskriterien, wie Kosten, Umsatz, Liquidität und Eigenkapitalquote gezielt zu erfassen und auszuwerten. Um Liquiditätsengpässe zu vermeiden bzw. vollständig auszuschließen, wird eine vorausschauende Liquiditätsplanung und –kontrolle durchgeführt.

Angaben zum Rechnungslegungsprozess

Die Rechnungslegung erfolgt gemäß den im Anhang beschriebenen Grundsätzen. Die Mitarbeiter des Rechnungswesens sind direkt dem Vorstand unterstellt. Dieser überzeugt sich in kurzen regelmäßigen Abständen von der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Ferner hat der Vorstand direkten Zugriff auf das Controlling-Tool, so dass ständig eine interne Revision durchgeführt wird. Durch ein Customer Relationship Management Tool wird der geplante und der realisierte Umsatz wöchentlich mit den verantwortlichen Mitarbeitern verifiziert. Ferner erfolgt stetig eine Plan-Ist-Abweichungsanalyse in Bezug auf Umsatz und Kosten. Die Überwachung der Liquidität erfolgt wöchentlich. Alle Eingangsrechnungen werden durch den verantwortlichen Vorstand freigegeben.

Die Liquidität der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft ist für das kommende Geschäftsjahr und darüber hinaus, ausgehend von der bestehenden Finanzierungsstruktur, von der auch künftig ausgegangen werden kann, und aufgrund der per Juli 2010 vorhandenen liquiden Mitteln sowie der vertraglich fixierten Einnahmen, gesichert. Obwohl es sich beim überwiegenden Anteil der Kunden um Bankinstitute mit sehr geringem Ausfallrisiko handelt, kann ein Forderungsausfall dennoch nicht ausgeschlossen werden. Um diesem Risiko vorzubeugen, wird die Bonität eines Unternehmens vor Annahme eines Auftrages durch die B+S Banksysteme Aktiengesellschaft überprüft. Ein im Bereich der Finanzbuchhaltung installiertes Mahnwesen sichert außerdem die termingerechte Einbringung von offenen Forderungen.

Das Ergebnis des Kennzahlensystems mit Früh- und Spätindikatoren führt zur Identifizierung von internen und externen Risiken und gewährleistet dem Management eine nachhaltige Kontrolle der Unternehmensziele. Mögliche Bedrohungen können frühzeitig erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB n.F. (Vergütungsbericht)

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus mehreren Vergütungsbestandteilen: dem Grundgehalt, der variablen Vergütung sowie aus Nebenleistungen. Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen durch die private Dienstwagennutzung und Zuschüsse zur Sozialversicherung. Diese sind vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Entwicklung der Umsätze abhängig.

Der Vergütungsanspruch der Vorstände für die Vorstandstätigkeit bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 299). Davon entfielen auf die erfolgsbezogene Komponente TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 72). Zur weiteren Aufgliederung verweisen wir auf die Anhangsangaben.

Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sind in den Bezügen nicht enthalten. Im Rahmen des Stock Option Plans wurden im Rumpfgeschäftsjahr keine Optionen (Vorjahr: 0) zum Erwerb von Aktien der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft an Mitglieder des Vorstands ausgegeben.

Der Vergütungsanspruch für den Vorstand Peter Bauch wurde zum Teil bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München und zum Teil bei der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, Salzburg, Österreich als Personalaufwand berücksichtigt. Die Bezüge der Vorstände Heinz Schier und Wilhelm Berger wurden ausschließlich durch Tochterunternehmen ausbezahlt und der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München anteilig weiter belastet.

Die Bezüge des Aufsichtsrats der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 39). Sie entfallen auf Prof. Dr. Herbert Kofler mit TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10), Dr. Manfred Seyfried mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 20), Dr. Werner Steinwender mit TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5).

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

An dieser Stelle wird auf den Corporate Governance Kodex Bericht verwiesen.

Vorstand und Aufsichtsrat der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären unter folgender Internetadresse dauerhaft zugänglich gemacht: http://www.bs-ag.com/index.php?option=com_content&view=article&id=144&Itemid=59

Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat lässt sich im Wesentlichen wie folgt beschreiben: Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland unterliegen den Vorschriften des deutschen Aktienrechts und im Falle einer Börsennotierung gemäß § 3 Absatz 2 AktG bestimmten Regelungen des Kapitalmarktes sowie den Bestimmungen der Satzung sowie den jeweils erlassenen Geschäftsordnungen. Die gesetzlichen Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat kann Ausschüsse bilden. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, der Satzung sowie in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt. Aufgrund der Größe der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2009/10 jedoch keine Ausschüsse gebildet.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010/ 2011

Durch die neue Positionierung der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft im Markt, mit einer deutlichen Intensivierung der Kundenbeziehungen, ist ein sehr stabiles Geschäftsjahr zu erwarten. Ziel ist es, neben dem Neukundengeschäft die Geschäftsbeziehung zu Bestandskunden weiter auszubauen und darüber eine deutliche Steigerung des operativen Geschäftsbetriebes zu erreichen.

München, im Oktober 2010

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Versicherung der gesetzlichen Vertreter«

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsgemäßer Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, im Oktober 2010

Wilhelm Berger Peter Bauch Vorstand Vorstand

»Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers«

Wir haben den von der B+S Banksysteme Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010 geprüft.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernsabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort ist unter 'Chancen und Risiken' aufgeführt, dass die Werthaltigkeit des ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwertes von der Realisierung der positiven Unternehmensentwicklung und der Erreichung der Planzahlen abhängig ist.

Augsburg, den 07. Oktober 2010

A W I TREUHAND & REVISION GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stötter Wirtschaftsprüfer