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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Quarterly Report Sep 11, 2014

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Quarterly Report

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Konzernzwischenbericht

Januar bis Juni 2014

Inhalt

03 | Die BLG-Aktie

05 | Konzernzwischenlagebericht

  • 05 | Grundlagen der Gesellschaft
  • 05 | Wirtschaftsbericht
  • 12 | Nachtragsbericht
  • 12 | Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
  • 12 | Risikobericht
  • 12 | Prognosebericht

15 | Konzernzwischenabschluss

  • 15 | Konzernbilanz
  • 17 | Konzerngewinn- und verlustrechnung
  • 18 | Konzerngesamtergebnisrechnung
  • 19 | Konzerneigenkapitalentwicklung
  • 21 | Segmentberichterstattung
  • 23 | Konzernkapitalflussrechnung
  • 24 | Verkürzter Konzernanhang

39 | Weitere Informationen

  • 39 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 40 | Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
  • 41 | Finanzkalender 2014
  • 42 | Impressum

Einführung

Der Konzernzwischenbericht der BLG LOGISTICS erfüllt die Anforderungen an einen Halbjahresabschluss nach den anwendbaren Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes und umfasst nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz einen verkürzten Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter.

Der Konzernzwischenbericht sollte zusammen mit unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2013 gelesen werden. Dieser beinhaltet eine umfassende Darstellung unserer Geschäftsaktivitäten.

Hinweis zur Berichterstattung

An der Spitze der BLG LOGISTICS stehen mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG AG) und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, (BLG KG) zwei Unternehmen, die rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind. Diese beiden Unternehmen stellen daher als einheitliches Mutterunternehmen den verkürzten Konzernzwischenabschluss auf.

Obwohl keine wirtschaftlichen Veränderungen oder Veränderungen in der internen Steuerung des Konzerns stattgefunden haben, hat die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen erhebliche Auswirkungen auf die Rechnungslegung des Konzerns. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im verkürzten Anhang des Konzernzwischenabschlusses auf Seite 24 ff.

Die BLG-Aktie

Allgemeine Entwicklung des Kapitalmarkts

Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Börsenjahres zeigt sich der Kapitalmarkt trotz weltweiter Krisenherde aber auch durch eine stetig zunehmende Dynamik der weltwirtschaftlichen Entwicklung weiterhin in guter Verfassung. Die Situation in der Ukraine stabilisierte sich etwas, Konjunkturdaten aus China nahmen Anlegern die Angst vor einer stärkeren wirtschaftlichen Abschwächung und die Wahlen zum Europaparlament endeten mit einem Sieg der Europabefürworter.

Die Mehrzahl der weltweit wichtigsten Indizes in Europa, den USA und Asien konnten so eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen. In diesem generell positiven aber auch volatilen Umfeld legte der Deutsche Aktienindex (DAX), nach einem Start bei 9.400 Punkten zu Beginn des Jahres, um 4,6 Prozent zu und schloss am 30. Juni mit 9.833 Punkten.

Wertentwicklung der BLG-Aktie 1

Die BLG-Aktie entwickelte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014 sehr positiv. Nach dem der erste Handelstag des Berichtsjahres mit einem Kurs von EUR 9,32, welcher gleichzeitig den bisherigen Tiefststand markierte, eröffnet wurde, war fortan eine stete Aufwärtsbewegung des Kurses zu verzeichnen. Diese führte am 23. Mai zur Erreichung des Höchststands von EUR 12,91. Die Aktie schloss am letzten Handelstag mit einem Preis von EUR 11,69 und verzeichnet damit nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Wertzuwachs von über 20 Prozent.

1 Angabe aller Börsenkurse als Durchschnitt an den notierten Börsen.

Kursverlauf der BLG-Aktie in EUR

Relative Entwicklung der BLG-Aktie gegenüber DAX, MDAX und SDAX

3

Kennzahlen der BLG-Aktie

Kennzahlen der Aktie 01.01.–
30.06.2014
01.01.–
30.06.2013
Börsenkurs zum Halbjahresende 1 EUR 11,69 8,64
Höchstkurs1 EUR 12,91 9,61
Tiefstkurs1 EUR 9,32 8,33
Anzahl Aktien Mio. Stück 3,84 3,84
Marktkapitalisierung EUR Mio. 44,9 33,2

1 Durchschnitt an den notierten Börsen.

Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2014 ist die Fortsetzung der nachhaltigen Dividendenpolitik mit einer Dividende von EUR 0,40 je Aktie.

Aktionärsstruktur

Das Grundkapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beträgt EUR 9.984.000,00 und ist in 3.840.000 stimmberechtige auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist mit 50,4 Prozent Hauptaktionär unseres Unternehmens. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen. Der Streubesitz beträgt 24,4 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 936.000 Stück entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa 2 Prozent; die übrigen 22 Prozent werden von Privatanlegern gehalten.

Investor Relations

Im Mittelpunkt unserer Investor Relations-Arbeit stand auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres das Ziel, umfassende Informationen über die Unternehmensentwicklung und unsere Investor Relations-Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Hierfür haben wir uns ganz besonders auf den Dialog mit institutionellen Investoren, Analysten und privaten Anteilseignern ausgerichtet. Wir bieten aber auch jedem anderen Interessierten Informationen über unser Unternehmen und möchten gleichzeitig allen ein Höchstmaß an Transparenz gewähren. Auf unserer Website sind unter www.ir.blg.de unser IR-Kalender sowie die Finanzberichte und alle Informationen rund um unsere Aktie einzusehen.

Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2014

  • 50,4% Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)
  • 12,6% Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –
  • 12,6% Finanzholding der Sparkasse in Bremen
  • 24,4% Streubesitz

Konzernzwischenlagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Die rechtliche Konzernstruktur, das Geschäftsmodell und die Organisationsstruktur sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren haben sich in den ersten sechs Monaten 2014 im Vergleich zu den Darstellungen im Konzernlagebericht 2013 grundsätzlich nicht geändert.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen 1

Die weltwirtschaftliche Produktion hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 etwas an Dynamik gewonnen. Maßgeblich hierfür war die Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. So gewann die Erholung in den USA, Großbritannien und Japan an Fahrt, während der Euroraum die fast zwei Jahre anhaltende Rezession sogar verlassen konnte. Die Schwellenländer verzeichneten weiterhin höhere Zuwachsraten als die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, jedoch blieb hier die konjunkturelle Dynamik im historischen Vergleich verhältnismäßig gering und schwächte sich mancherorts seit dem Sommer 2013 sogar ab. Insgesamt rechnen Experten mit einem Anstieg der Weltproduktion um 2,9 Prozent im Jahr 2014 und um 3,3 Prozent im darauf folgenden Jahr.

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich bislang ebenfalls fort. Getragen wird diese Entwicklung weiterhin von der Binnenkonjunktur. Hier gilt es laut Wirtschaftsexperten jedoch zu berücksichtigen, dass die wichtigsten Konjunkturindikatoren ihr hohes Niveau in den vergangenen Monaten zwar halten konnten, ein weiterer Anstieg allerdings ausblieb. Die jüngsten Rückgänge beim ifo Geschäftsklimaindex sind demnach vor allem auf eine erhöhte Unsicherheit deutscher Industrieunternehmen im Zusammenhang mit dem russisch-ukrainischen Konflikt zurückzuführen. Für dieses Jahr wird dennoch ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts um 2,0 Prozent und im kommenden Jahr um 2,2 Prozent erwartet.

Es wird somit eine beschleunigte Expansion der Investitionen in neue Ausrüstungen und die Notwendigkeit für Ersatzbeschaffungen und Erweiterungsinvestitionen durch hohe Auslastungen der Produktionskapazitäten erwartet. Zudem gehen Wirtschaftsexperten davon aus, dass sowohl der private Konsum im Tempo der steigenden Realeinkommen zunehmen wird, als auch, dass Exporte, bedingt durch einen sich erholenden Euroraum und eine sich verbessernde Weltkonjunktur, beschleunigt zulegen werden.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2

Die Logistik-Branche erbringt als wichtige Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten produktionsnahe Dienstleistungen. Neben dem klassischen Speditionsgeschäft zählt die Erbringung logistischer Leistungen im Zusammenhang mit der Zulieferung, Produktion und Distribution von Gütern zu ihren Leistungsschwerpunkten.

Die Branche profitiert dabei von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch die andauernde Globalisierung der Wirtschaft und den boomenden Handel über das Internet sowie die hohe Retourenquote im Business-to-Customer-Geschäft zusätzlich begünstigt wird. Insoweit ist die Logistikbranche, wie auch das Geschäftsmodell der BLG LOGISTICS, stark konjunkturabhängig.

2 Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V.: www.bvl.de, 05. August 2014

1 ifo Institut (Hrsg.): "ifo Konjunkturprognose 2014/2015: Deutscher Aufschwung setzt sich fort", 26.06.2014, www.ifo.de

Wirtschaftsbericht

Herausforderungen der Logistik-Branche bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung, vor allem in Deutschland, und damit einhergehend mit der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Arbeitskräfte, notwendigen Infrastrukturinvestitionen, neuen Technologien, der Dynamik der Weltwirtschaft und Globalisierung, der Dienstleistungserweiterung sowie den Auswirkungen der energiepolitischen Wende. Daneben werden von den Logistik-Unternehmen im Rahmen von Logistikauslagerungen hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlags-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen.

Da die Verträge mit den Kunden nur Laufzeiten von in der Regel wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlagsgeräte häufig gemietet oder geleast, um eine langfristige Kapitalbindung zu vermeiden und die Flexibilität zu erhöhen. Aufgrund der steigenden Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken in der Logistik-Branche deutlich ausgeweitet, um einen durchgängigen Informationsfluss entlang der Prozessketten sicherzustellen.

In Weltmarktdimensionen betrachtet, sind die derzeitigen Rahmenbedingungen für Unternehmen durch Volatilität geprägt. Sowohl die steigenden Kundenerwartungen als auch der anhaltend hohe Preis- und Kostendruck durch globale Märkte führen bei Produktspektren und Handelsvolumina zu Abhängigkeiten und Nachfrageschwankungen. Schneller werdende Markt- und Technologieentwicklungen verstärken diese Effekte.

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 sehen Experten in Industrie und Handel, trotz der anhaltenden Staatskrise in der Ukraine sowie den ungewissen Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland, den in Deutschland herrschenden Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung der Energiekosten und den ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen der EU und den USA zu einer möglichen transatlantischen Freihandelszone, mit Zuversicht auf ihre Wertschöpfungsketten – und mutig in die Zukunft. Denn Auftragseingang, Kapazitätsauslastung, Personaleinsatz und Investitionen weichen laut Logistikexperten nicht signifikant von den Werten des positiven Vorquartals ab.

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beliefen sich die Umsatzerlöse der BLG LOGISTICS auf EUR 431 Mio. (Vorjahr: EUR 432 Mio.). Das operativen Ergebnis (EBIT) entwickelte sich trotz positiver Rahmenbedingungen aufgrund eines unverändert scharfen Preiswettbewerbs bei gleichzeitigen Kostensteigerungen mit EUR 13,1 Mio. (Vorjahr[angepasst] 3: EUR 13,4 Mio.) leicht rückläufig. Aufgrund der positiven Planungen für das zweite Halbjahr, konsequenter Prozessoptimierungen und durch das gezielte Ausschöpfen von Einsparpotenzialen sehen wir die wirtschaftliche Lage der BLG LOGISTICS weiterhin als stabil an.

3 Die Anpassung der Vorjahreszahlen ist im gesamten Konzernzwischenbericht bedingt durch die Anwendung der geänderten Rechnungslegungsvorschriften des IFRS 11.Danach sind Gemeinschaftsunternehmen, die bisher quotal konsolidiert wurden, jetzt nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im verkürzten Konzernanhang auf Seite 24 ff.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

01.01. - 01.01. -
30.06.2013
Veränderung
Umsatzerlöse nach Segmenten 30.06.2014 (angepasst) absolut prozentual
AUTOMOBILE EUR Mio. 225.380 218.338 7.042 3,2
CONTRACT EUR Mio. 207.895 216.321 -8.426 -3,9
CONTAINER EUR Mio. 139.110 129.514 9.596 7,4
Summe der berichtspflichti
gen Segmente EUR Mio. 572.385 564.173 8.212 1,5
Überleitung EUR Mio. -141.216 -131.943 -9.273 7,0
Konzern gesamt EUR Mio. 431.169 432.230 -1.061 -0,2

Die Umsatzerlöse der BLG LOGISTICS sind im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, leicht, um EUR 1,0 Mio. gesunken.

Kennzahlen zur Ertragslage 01.01. -
30.06.2014
01.01. -
30.06.2013
(angepasst)
absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 431,2 432,2 -1,0 -0,2
Umsatzrendite % 3,0 3,1 -0,1 -2,0
EBIT EUR Mio. 13,1 13,4 -0,3 -2,2
EBT EUR Mio. 9,7 10,6 -0,9 -8,5
Konzernperiodenergebnis EUR Mio. 7,9 7,6 0,3 3,9
Ergebnis je Aktie EUR 0,17 0,20 0,03 -15,0
01.01. - 01.01. -
30.06.2013
Veränderung
EBIT nach Segmenten 30.06.2014 (angepasst) absolut prozentual
AUTOMOBILE EUR Mio. 6.428 6.324 104 1,6
CONTRACT EUR Mio. 228 7.733 -7.505 -97,1
CONTAINER EUR Mio. 18.462 11.439 7.023 61,4
Summe der berichtspflichti
gen Segmente EUR Mio. 25.118 25.496 -378 -1,5
Überleitung EUR Mio. -12.067 -12.127 60 -0,5
Konzern gesamt EUR Mio. 13.051 13.369 -318 -2,4

Aufgrund des Ergebnisrückgangs im Geschäftsbereich CONTRACT sowie steigendem Margendruck in allen Segmenten hat sich das operative Ergebnis (EBIT) der BLG LOGISTICS gegenüber dem Vorjahr geringfügig um EUR 0,3 Mio. auf EUR 13,1 Mio. verringert. Damit errechnet sich für das erste Halbjahr 2014 eine auf das EBIT bezogene Umsatzrendite von 3,0 Prozent (Vorjahr[angepasst]: 3,1 Prozent).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verminderte sich im Berichtszeitraum um EUR 0,9 Mio. auf EUR 9,7 Mio.

Das Finanzergebnis hat sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich positiv entwickelt. Die Erhöhung resultiert mit EUR 3,8 Mio. vor allem aus dem Beteiligungsergebnis, welches im Wesentlichen durch das anteilige Ergebnis an der EUROGATE-Gruppe bedingt ist.

Das Konzernergebnis ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringfügig um EUR 0,3 Mio. auf EUR 7,9 Mio. gestiegen. Das Ergebnis je Aktie belief sich nach den ersten sechs Monaten 2014 auf EUR 0,17 gesunken.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Wesentliche Kennzahlen 01.01. -
30.06.2014
01.01. -
30.06.2013
(angepasst)
absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 225,4 218,3 7,1 3,3
Umsatzrendite1 % 2,9 2,9 0,0 0,0
EBIT EUR Mio. 6,4 6,3 0,1 1,6
EBT EUR Mio. 3,8 3,6 0,2 5,6

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, Intermodal und Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an, zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden zum großen Teil abgedeckt.

Mit einem Fahrzeug-Handling von 3,6 Mio. Einheiten im Netzwerk der BLG LOGISTICS lag das Volumen im ersten Halbjahr 2014 um gut 3 Prozent über dem bearbeiteten Fahrzeugvolumen des Vorjahreszeitraums.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereiches wurden um EUR 7,1 Mio. auf EUR 225,4 Mio. erhöht. Dabei konnten vor allem Teile des Geschäftsfeldes Intermodal und das Geschäftsfeld Seehafenterminals Zuwächse verzeichnen.

Die auf das operative Ergebnis (EBIT) bezogene Umsatzrendite blieb konstant auf 2,9 Prozent (Vorjahr[angepasst]: 2,9 Prozent) und ist damit weiterhin unbefriedigend.

In den Seehafenterminals der BLG liegt das Umschlagsvolumen insbesondere im Pkw-Bereich in Folge der unvermindert hohen Exporttätigkeit von wesentlichen Kunden auf einem konstant hohen Niveau.

Neben den inländischen Seehafenterminals in Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg sowie den ausländischen Seehafenterminals in Gioia Tauro, Danzig und St. Petersburg betreibt der Geschäftsbereich auch mehrere Inlandterminals am Rhein und an der Donau. Im Vergleich zu den Seehafenterminals sind die Inlandterminals aufgrund ihrer stärkeren Einbindung in den inländischen Neu- und Gebrauchtwagenmarkt deutlich abhängiger von der Entwicklung der Automobilwirtschaft in Deutschland.

Im Geschäftsfeld Inlandterminals hat sich die positive Tendenz der letzten Monate fortgesetzt. Bedingt durch eine hohe Wertschöpfung im Bereich Technik sowie durch hohe Auslastungen der Lagerflächen konnte im AutoTerminal Duisburg ein positives Ergebnis erzielt werden. Das erste Halbjahr 2014 war auch am Standort Kelheim durch hohe Lagerauslastungen und Wertschöpfungstiefe aus technischen Dienstleistungen gekennzeichnet.

Ein wesentlicher Bestandteil des Netzwerkes des Geschäftsbereiches AUTOMOBILE sind die intermodalen Transporte. Das Transportvolumen auf den Verkehrsträgern Lkw und Bahn konnte im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr zwar erhöht werden, die Planmengen konnten hier jedoch nicht erreicht werden, da sich der europäische Automobilmarkt nicht den Prognosen entsprechend entwickelt hat.

Im Geschäftsfeld Osteuropa sind nach dem dynamischen Wachstum der Vorjahre die Auswirkungen des russischukrainischen Konflikts deutlich spürbar. Die Ergebnisentwicklung liegt daher nach dem ersten Halbjahr 2014 eindeutig unter Plan.

Im Geschäftsfeld Spedition konnte das höhere Volumen in positive Ergebnisbeiträge umgesetzt werden. Die Aktivitäten einer neu gegründeten Gesellschaft in Kroatien sind wie geplant angelaufen.

Auf Basis der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2014 im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von EUR 3,8 Mio. Damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr, um EUR 0,2 Mio., leicht verbessert.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsbereich CONTRACT

Wesentliche Kennzahlen 01.01. -
30.06.2014
01.01. -
30.06.2013
(angepasst)
absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 207,9 216,3 -8,4 -3,9
Umsatzrendite % 0,1 3,7 -3,6 -97,4
EBIT EUR Mio. 0,2 7,7 -7,5 -97,4
EBT EUR Mio. -2,0 6,2 -8,2 -132,3

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Industrielogistik (ehemals Automotive), Handels- sowie Seehafenlogistik.

Die Umsatzerlöse beliefen sich nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf EUR 207,9 Mio. (Vorjahr: EUR 216,3 Mio.). Dieser Rückgang resultiert insbesondere aus negativen Mengenentwicklungen in einzelnen Geschäftsfeldern.

Im Geschäftsfeld Industrielogistik entwickelt sich der überwiegende Teil der Bestandsgeschäfte, auch aufgrund eingeleiteter Maßnahmen zur Prozess- und Qualitätsverbesserung, nach Plan. Die Ergebnisse aus Übersee bleiben jedoch weiterhin stark durch Anlaufverluste eines im Januar in den USA begonnenen Geschäfts belastet.

Die auf das operative Ergebnis (EBIT) bezogene Umsatzrendite sank daher im Berichtszeitraum von 3,7 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 0,1 Prozent.

Die Entwicklung im Geschäftsfeld Handelslogistik verläuft an fast allen Standorten wie geplant. Im Bereich der Bestandsgeschäfte am Standort Bremen sind die Ergebnisse durch die erwarteten Produktivitätsverluste aufgrund von Baumaßnahmen am Hochregallager Bremen für das Online-Geschäft eines Großkunden bestimmt. Im Neugeschäft in Butzbach konnte die geplante Produktivität gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden, die Planergebnisse wurden hier erreicht.

Das Geschäftsfeld Hafenlogistik lag nach den ersten sechs Monaten 2014 deutlich unter Plan. Dies ist im Besonderen auf die konjunkturelle Schwäche im Stahlbereich zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern für den Geschäftsbereich CONTRACT hat sich vor diesem Hintergrund im Berichtszeitraum mit einem Verlust von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: Gewinn von EUR 6,2 Mio.) deutlich verringert. Wir gehen dennoch davon aus, die Planzahlen für das Jahr 2014 zu erreichen.

Wesentliche Kennzahlen 01.01. -
30.06.2014
01.01. -
30.06.2013
(angepasst)
absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 139,1 129,5 9,6 7,4
Umsatzrendite1 % 13,3 8,8 4,5 51,1
EBIT EUR Mio. 18,5 11,4 7,1 62,3
EBT EUR Mio. 16,4 10,3 6,1 59,2

Geschäftsbereich CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem bedeutenden Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit seinen Beteiligungen repräsentiert. Diese betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven sowie La Spezia, Gioia Tauro, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien), Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Ferner ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft auf dem europäischen Kontinent aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ergänzt um technische Serviceleistungen angeboten.

Im ersten Halbjahr 2014 hat der Geschäftsbereich CONTAINER bei einem Anstieg der Umsatzerlöse auf EUR 139,1 Mio. (Vorjahr: EUR 129,5 Mio.) trotz erwartungsgemäß noch anhaltender Verluste aus Minderauslastung im Containerterminal Wilhelmshaven ein deutlich höheres operatives Ergebnis (EBIT) von EUR 18,5 Mio. (Vorjahr[angepasst]: EUR 11,4 Mio.) zu verzeichnen. Dementsprechend hat sich die Umsatzrendite auf 13,3 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent) erhöht. Das Ergebnis vor Steuern betrug im Berichtszeitraum EUR 16,4 Mio. und legte damit um EUR 6,1 Mio. zu.

Der Umschlag der Containerterminals der EUROGATE-Gruppe lag im ersten Halbjahr 2014 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt schlugen die Containerterminals in Deutschland, Italien, Portugal, Marokko und Russland 7,3 Mio. TEU (Vorjahr: 6,9 Mio. TEU) um.

Während sich die Umschlagsmengen der Gesellschaften in Deutschland mit einer Steigerung um 0,2 Mio. TEU auf 4,0 Mio. TEU positiv entwickelten (4,0 Prozent), verzeichnete der Gesamtumschlag der italienischen Terminals mit 2,6 Mio. TEU gegenüber dem Vorjahr nur einen leichten Zuwachs (2,1 Prozent). In Portugal wurde das Umschlagsniveau des Vorjahres, streikbedingt, nicht erreicht. Das Umschlagsvolumen in Marokko hat sich im Berichtszeitraum deutlich erholt und stieg auf 0,7 Mio. TEU (Vorjahr: 0,4 Mio. TEU). Auch in Russland konnte eine positive Entwicklung der Umschlagsmengen verzeichnet werden.

Vermögenslage

Veränderung
Kennzahlen zur Vermögenslage 30.06.2014 31.12.2013 absolut prozentual
Bilanzsumme EUR Mio. 670,6 696,7 -26,1 -3,7
Anlagenintensität % 44,5 43,7 0,8 1,8
Working Capital Ratio % 77,5 96,7 -19,2 -19,9
Eigenkapital EUR Mio. 224,6 241,6 -17,0 -7,0
Eigenkapitalquote % 33,5 34,7 -1,2 -3,4
Nettoverschuldung EUR Mio. 259,0 282,3 -23,3 -8,3

Die Bilanzsumme der BLG LOGISTICS war zum 30. Juni 2014 gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2013 mit EUR 670,6 Mio. leicht rückläufig. Diese Veränderung entfällt vor allem auf das kurzfristige Vermögen. In diesem Bereich hat sich insbesondere die Veränderung der sonstigen Vermögenswerte ausgewirkt.

Der Rückgang der sonstigen Vermögenswerte ist mit EUR -53,2 Mio. im Wesentlichen durch hohe Leasingforderungen, Ausschüttungen und die Gewinnansprüche des ersten Halbjahres 2014 bedingt.

Im Bereich des langfristigen Vermögens war zum 30. Juni 2014 ein Anstieg um EUR 17,6 Mio. auf EUR 483,2 Mio. zu verzeichnen.

Die Anlagenintensität hat sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 0,8 Prozentpunkte auf 44,5 Prozent leicht erhöht.

Zur Veränderung der liquiden Mittel wird auf den Abschnitt Finanzlage verwiesen.

Das Working Capital Ratio als Verhältnis des kurzfristigen Vermögens zu den kurzfristigen Schulden hat sich zum 30. Juni 2014 von 96,7 Prozent auf 77,5 Prozent verschlechtert.

Das Eigenkapital ging im ersten Halbjahr 2014 um EUR 17,0 Mio. auf EUR 224,6 Mio. zurück. Die wesentlichen Auswirkungen im Berichtszeitraum waren die Kapitalmehrung aus dem Konzernergebnis (EUR 7,9 Mio.) und die Kapitalminderung aus Ausschüttungen (EUR 21,8 Mio.). Die übrigen Veränderungen betreffen die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge (EUR -3,1 Mio.), die insbesondere mit EUR -3,2 Mio. auf die Neubewertung der langfristigen Personalrückstellungen entfallen. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist detailliert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 19f. dargestellt.

Die Nettoverschuldung ist zum 30. Juni 2014 insbesondere aufgrund des Rückgangs der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie der Tilgung der langfristigen Darlehen um EUR 23,3 Mio. auf EUR 259,0 Mio. gesunken. Hierzu verweisen wir auf die Erläuterungen in der Finanzlage.

30.06.2014 31.12.2013 Veränderung
Nettoverschuldung EUR Mio. EUR Mio. absolut prozentual
Langfristige Darlehen 152,7 161,4 -8,7 -5,4
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 14,2 17,8 -3,6 -20,2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 110,4 118,1 -7,7 -6,5
Finanzverschuldung 277,3 297,3 -20,0 -6,7
Langfristige Finanzforderungen 10,0 8,1 1,9 23,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8,3 6,9 1,4 20,3
Nettoverschuldung 259,0 282,3 -23,3 -8,3

Finanzlage

01.01. -
30.06.2014
01.01. -
30.06.2013
Veränderung
EUR Mio. EUR Mio. absolut prozentual
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 37,3 7,2 30,1 418,1
Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit 17,8 20,2 -2,4 -11,9
Free Cashflow 55,1 27,4 27,7 101,1
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -50,1 -18,0 -32,1 -178,3
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds
5,0 9,4 -4,4 -46,8
Wechselkursbedingte Veränderung
des Finanzmittelfonds
0,0 -0,5 0,5 100,0
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -29,4 -43,1 13,7 31,8
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -24,4 -34,2 9,8 28,7
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 8,3 13,3 -5,0 -37,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
-32,7 -47,5 14,8 31,2
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -24,4 -34,2 9,8 28,7

Auf der Grundlage des im ersten Halbjahr 2014 erzielten Ergebnisses vor Steuern von 9,7 Mio. EUR ist ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 37,3 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.) erwirtschaftet worden.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 2,4 Mio. auf EUR 17,8 Mio. verringert. Die Auszahlungen entfallen mit EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 14,5 Mio.) auf die deutlich reduzierten Netto-Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie mit EUR 10,0 Mio. auf die Netto-Investitionen in das Finanzanlagevermögen (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.).

Der Free Cashflow ist aufgrund des gestiegenen Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit um EUR 30,1 Mio. und des gesunkenen Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit um EUR 2,4 Mio. deutlich gestiegen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtszeitraum EUR -50,1 Mio. (Vorjahr: EUR -18,0 Mio.). Wesentliche Mittelabflüsse betreffen mit EUR 21,8 Mio. (Vorjahr: EUR 24,3 Mio.) die Auszahlungen an Unternehmenseigner und mit EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0 Mio.) die Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen.

Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Konzernzwischenabschluss auf Seite 23.

Nachtragsbericht Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Risikobericht Prognosebericht

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Ablauf des Berichtszeitraums nicht ereignet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im ersten Halbjahr 2014 mit 6.304 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent gestiegen. Die Steigerung ist vor allem auf die Geschäftsausweitung im Geschäftsbereichs CONTRACT im Geschäftsfeld Industrielogistik zurückzuführen. Die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs CONTAINER, im Berichtszeitraum 1.640, wurden bisher entsprechend der Quotenkonsolidierung im Konzern berücksichtigt. Mit Anpassung des Rechnungslegungsstandards IFRS 11 werden sie in die Konzernmitarbeiterzahl nun nicht mehr einbezogen.

Risikobericht

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für den BLG-Konzern Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen. Zur frühzeitigen Identifikation von Chancen und Gefährdungspotenzialen haben wir ein Chancenund Risikomanagementsystem etabliert. Die zentralen Bestandteile dieses Systems sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Abschnitt "Risikobericht" im Konzernlagebericht 2013 beschrieben.

Chancen

Die im Abschnitt "Chancen" im Konzernlagebericht 2013 dargestellten wirtschaftlichen Chancen haben unverändert Gültigkeit. Die bisher überwiegend als Chance eingestufte Kooperation der weltgrößten Reedereigruppen 'P3' wurde im Berichtszeitraum aufgrund fehlender Genehmigungen des chinesischen Wirtschaftsministeriums gestoppt. Ob sich künftig dennoch, aus den anhaltenden Kooperationsabsichten dieser Reedereien, Chancen oder Risiken für die BLG ergeben werden, ist derzeit für uns nicht absehbar.

Risiken

Die Risikostruktur des BLG-Konzerns hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2013 geändert. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten.

Prognosebericht

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 4

Im zweiten Halbjahr 2014 dürfte sich das globale Expansionstempo moderat beschleunigen. Die Impulse dafür werden, nach Meinung von Wirtschaftsexperten, vor allem aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften kommen. In den USA erwartet man eine Verbesserung der konjunkturellen Dynamik, die von einer verbesserten Vermögenssituation der Haushalte und Unternehmen, einer zunehmenden Aufhellung auf dem Arbeits- und Immobilienmarkt und einer expansiven Geldpolitik getragen wird.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum wird zwar weiterhin unter der Last der nur langsam und mühselig zu lösenden Strukturprobleme leiden, die in mehreren Mitgliedsländern noch immer präsent sind, dennoch wird sich die Erholung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität temporär festigen, auch wenn erhebliche Unterschiede zwischen

Mitarbeiterzahlen 2014

den Mitgliedsländern fortbestehen. Frankreich und Italien werden den Experten nach eine vergleichsweise geringe wirtschaftliche Dynamik entfalten, während die konjunkturelle Grundtendenz Deutschlands im weiteren Prognosezeitraum deutlich nach oben gerichtet bleiben und sich der Aufschwung fortsetzen wird. Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft sind weiter günstig. Die Geldpolitik wirkt weiter expansiv, das Zinsniveau bleibt historisch niedrig und der Bauboom ist ungebrochen. Auch die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen sind extrem vorteilhaft. Die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte sind demnach intakt.

Das Expansionstempo in den aufstrebenden Volkswirtschaften wird sich im Prognosezeitraum hingegen kaum verstärken. Zwar werden diese von der zunehmenden konjunkturellen Dynamik in wichtigen Industrieländern profitieren, zugleich jedoch dürften die vor allem in den USA langsam anziehenden Langfristzinsen eine zunehmende Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen für die Schwellenländer nach sich ziehen. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird in den Schwellenländern auch im Prognosezeitraum mehr als doppelt so schnell zulegen wie jene in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Lediglich Russland dürfte im laufenden Jahr eine konjunkturelle Flaute durchlaufen. Alles in allem erwarten die Wirtschaftsexperten in diesem Jahr für die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Welt ein Wachstum von 2,9 Prozent und im nächsten Jahr von 3,3 Prozent.

Branchenentwicklung 5

Nach einem umsatzstarken Jahr 2013 (ca. EUR 230 Mrd.) wird für das laufende Jahr wiederholt von einer Zunahme der Umsätze zwischen einem und drei Prozent ausgegangen. Bundesweit melden Dienstleister bei guter Kapazitätsauslastung einen deutlich steigenden Auftragseingang. Sie erwarten für 2014 einen Ausbau der Kapazitäten und weiteren Personalaufbau. Nicht in allen Bereichen der Branche ist diese Zuversicht jedoch so deutlich spürbar. Die Logistiker in Industrie und Handel erwarten im Inland einen deutlichen Schub, beim grenzüberschreitenden Bedarf hingegen eher gedämpfte Impulse. So werden Komplexität und Kostendruck auch im laufenden Jahr die Wirtschaft begleiten und beeinflussen. Dem müssen die Logistiker aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft weiterhin mit intensiverer Zusammenarbeit begegnen.

Derzeit bewegt sich das Geschäftsklima trotz eines leichten Rückgangs im Mai 2014 weiterhin deutlich im positiven Bereich. Insgesamt berichten die Transport- und Logistikunternehmen von einer guten Geschäftsentwicklung. Obgleich sich das traditionelle Sommerloch bemerkbar macht, rechnen Experten nicht mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Der Transportumsatz ist in den letzten drei Monaten erneut gestiegen und wirkt sich stützend auf die Geschäftslage aus. Auch für die kommenden drei Monate rechnen einige Logistiker mit weiteren Transportumsatzsteigerungen. Wenig Bewegung hingegen herrscht an der Kostenfront. Hier sind auch in den kommenden Monaten keine Änderungen zu erwarten. Ein identisches Bild ergibt sich bei den Preisen.

Geschäftsklima Logistikdienstleister

Quelle: BVL/IfW

Hinsichtlich der Entwicklung des gesamten Transportsektors ist in den kommenden sechs Monaten nach aktuellen Experteneinschätzungen des TransportmarktBarometers der ProgTrans AG, Basel, und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim, in Deutschland mit einer stabilen Nachfrage bei überwiegend konstanten Preisen zu rechnen. Dabei sind die Erwartungen hinsichtlich Nachfrage- und Preisentwicklung je Transportzweig sehr unterschiedlich.

So werden die Perspektiven des Straßengüterverkehrs, trotz der spürbaren Abkühlung in Osteuropa, als stabil eingeschätzt. Gleichzeitig wird mit einem leichten, allerdings steten Preisanstieg gerechnet, welcher jedoch zunehmend abflacht.

Für den Schienengüterverkehr wird insbesondere im Inlandsverkehr und im westeuropäischen Ausland mit einem leichten Aufkommenszuwachs bei gleichzeitig deutlich sinkenden Preisen gerechnet.

Die Stimmung zum Transportaufkommen für die Binnenschifffahrt ist nach wie vor gedämpft. Vor allem die Perspektiven im Osteuropaverkehr werden von der Mehrzahl der Experten als unsicher angesehen. Gleiches gilt auch für die Frachtraten. Damit werden die Aussichten im Vergleich zu den übrigen Verkehrsträgern als eher verhalten eingeschätzt.

Das Wachstum der Seefrachtmengen wird nach Meinung von Logistikexperten einen Dämpfer erhalten. Dennoch wird Im Europaverkehr eine stabile Entwicklung erwartet, und auf der Nordamerika-Route von einem leichten und auf der Asien-/Pazifik-Route sogar von einem stärkeren Wachstum ausgegangen. Parallel dazu wird – insbesondere im Nord-Amerika und Asien-/Pazifik-Verkehr – mit steigenden Seefrachtraten gerechnet.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Auf Basis fundierter Planungen sowie vor dem Hintergrund der skizzierten rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen halten wir weiterhin an den im Konzernlagebericht 2013 getroffenen Aussagen für das Gesamtjahr 2014 im Hinblick auf die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern (EBT) im Konzern fest.

Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2014 ist vor diesem Hintergrund die Fortsetzung der nachhaltigen Dividendenpolitik mit einer Dividende von EUR 0,40 je Aktie.

Für das laufende Geschäftsjahr sind zudem zurzeit keine organisatorischen Änderungen geplant, die von wesentlicher Bedeutung für die Struktur des Konzerns wären.

Konzernbilanz

Konzernbilanz

TEUR 30.06.2014 31.12.2013
(angepasst)
01.01.2013
(angepasst)
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte 7.881 7.881 6.565
Andere immaterielle Vermögenswerte 10.254 11.245 10.108
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 5.203 4.519 5.306
23.338 23.645 21.979
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
182.550 187.789 193.963
Technische Anlagen und Maschinen 71.100 73.293 63.085
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.551 17.135 14.091
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.013 2.870 28.796
275.214 281.087 299.935
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 343 343 373
Anteile an assoziierten Unternehmen,
die at Equity bilanziert werden
166.513 144.719 151.255
Sonstige Finanzanlagen 3.711 3.711 113
170.567 148.773 151.741
Langfristige Finanzforderungen 10.003 8.115 8.087
Sonstige langfristige Vermögenswerte 7 65 63
Latente Steuern 4.025 3.910 9.607
483.154 465.595 491.412
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 3.977 4.364 5.714
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 160.203 151.499 142.093
Sonstige Vermögenswerte 13.166 66.402 57.490
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 1.780 1.870 834
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.312 6.935 10.811
187.438 231.070 216.942
670.592 696.665 708.354

Konzernbilanz

TEUR 30.06.2014 31.12.2013
(angepasst)
01.01.2013
(angepasst)
Passiva
Eigenkapital
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984 9.984
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 998 998 998
Andere Gewinnrücklagen 6.446 6.446 5.734
Bilanzgewinn 625 1.521 1.521
18.053 18.949 18.237
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Kommanditkapital 51.000 51.000 51.000
Kapitalrücklage 50.182 50.182 50.182
Gewinnrücklagen 180.679 179.907 175.868
Sonstige Rücklagen -21.806 -18.600 -13.629
Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten -3.576 -2.053 -4.273
Fremdwährungsausgleichsposten 472 -1.167 532
Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften -56.613 -62.074 -38.218
Bilanzgewinn 0 19.591 23.054
200.338 216.786 244.516
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 6.214 5.893 11.493
224.605 241.628 274.246
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 152.749 161.438 144.879
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 14.197 17.828 21.360
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 230 254 221
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 178 883 2.931
Langfristige Rückstellungen 34.932 33.870 29.883
Latente Steuern 1.874 1.725 4.277
204.160 215.998 203.551
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.451 71.431 62.358
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 110.365 118.066 117.684
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand 5 6 196
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 41.953 30.461 32.304
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 8.770 9.674 5.210
Kurzfristige Rückstellungen 10.283 9.401 12.805
241.827 239.039 230.557
670.592 696.665 708.354

16

Konzerngewinnund verlustrechnung

01.01. - 30.06.2013
TEUR 01.01. - 30.06.2014 (angepasst)
Umsatzerlöse 431.169 432.230
Sonstige betriebliche Erträge 17.976 17.958
Materialaufwand -215.124 -225.752
Personalaufwand -138.577 -124.984
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
-15.413 -13.927
Sonstige betriebliche Aufwendungen -80.289 -81.660
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 20 22
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 683 671
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.116 -3.487
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 13.309 9.504
Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen 34 32
Ergebnis vor Steuern 9.672 10.607
Ertragsteuern -1.802 -3.015
Konzernjahresüberschuss 7.870 7.592
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– 640 755
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 6.233 5.453
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 997 1.384
7.870 7.592
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) EUR 0,17 EUR 0,20
davon aus fortgeführten Aktivitäten EUR 0,17 EUR 0,17

Konzerngesamtergebnisrechnung

TEUR 01.01. - 30.06.2014 01.01. - 30.06.2013
(angepasst)
Konzernjahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
7.870 7.592
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -1.198 -1.099
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
190 300
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend
nicht in die GuV umgegliedert werden
-2.198 -83
-3.206 -882
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können
Währungsumrechnung -93 -622
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten -660 527
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV
umgegliedert werden können
-107 -20
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend
in die GuV umgegliedert werden können
976 597
116 482
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -3.090 -400
Gesamtergebnis 4.780 7.192
Vom Gesamtergebnis entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
640 755
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 3.143 5.081
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 997 1.356
4.780 7.192

Konzerneigenkapitalentwicklung

TEUR Einbezogenes Kapital der
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
Gezeich
netes
Kapital
Gewinn
rücklagen
Bilanz
gewinn
Summe
Stand zum 1. Januar 2013 vor IAS 11-Anpassungen 9.984 6.732 1.521 18.237
Anpassungen für IAS 191 0 0 0 0
Stand zum 1. Januar 2013 nach IAS 11-Anpassungen 9.984 6.732 1.521 18.237
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 0 755 755
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 755 755
Dividenden/Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2013 9.984 6.732 740 17.456
Stand zum 1. Januar 2014 9.984 7.444 1.521 18.949
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 0 640 640
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 640 640
Dividenden/Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2014 9.984 7.444 625 18.053

1 Bezüglich der Anpassungen nach IAS 11 verweisen wir auf Erläuterung Nummer 1 im verkürzten Konzernanhang auf Seite 24ff.

Konzerneigenkapitalentwicklung

II.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Einbezogenes Kapital
Eigenkapital
der übrigen nicht
beherrschenden
Gesellschafter
der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Komman
ditkapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Rücklage
aus der
Zeitwert
bewertung
von Finanz
instru
menten
Fremd
währungs
ausgleichs
posten
Bilanz
ergebnis
einbezo
gener
Gesell
schaften
Bilanz
gewinn
Summe Hybrid
Eigen
kapital
Sonstige
Minder
heiten
Summe
51.000 50.182 188.084 -13.544 -4.286 532 -50.519 23.054 244.503 78.010 11.967 352.717
0 0 -12.216 -85 13 0 12.301 0 13 -78.010 -474 -78.471
51.000 50.182 175.868 -13.629 -4.273 532 -38.218 23.054 244.516 0 11.493 274.246
0 0 -5.714 0 0 0 11.167 0 5.453 0 1.384 7.592
0
0
0
0
0
-5.714
-911
-911
1.310
1.310
-686
-686
-85
11.082
0
0
-372
5.081
0
0
-28
1.356
-400
7.192
0 0 0 0 0 0 0 -22.159 -22.159 0 -620 -24.315
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 1.743 143 0 0 -1.814 0 72 0 0 72
51.000 50.182 171.897 -14.397 -2.963 -154 -28.950 895 227.510 0 12.229 257.195
51.000 50.182 179.907 -18.600 -2.053 -1.167 -62.074 19.591 216.786 0 5.893 241.628
0 0 -1.227 0 0 0 7.460 0 6.233 0 997 7.870
0 0 0 -3.206 -1.523 1.639 0 0 -3.090 0 0 -3.090
0 0 -1.227 -3.206 -1.523 1.639 7.460 0 3.143 0 997 4.780
0 0 0 0 0 0 0 -19.591 -19.591 0 -676 -21.803
0 0 1.999 0 0 0 -1.999 0 0 0 0 0
51.000 50.182 180.679 -21.806 -3.576 472 -56.613 0 200.338 0 6.214 224.605

Segmentberichterstattung

AUTOMOBILE CONTRACT
TEUR 2014 2013
(angepasst)
2014 2013
(angepasst)
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
225.380 218.338 207.895 216.321
Intersegmenterlöse 1.761 2.142 345 336
Ergebnis aus at Equity
einbezogenen Unternehmen
-218 207 507 773
EBITDA 12.794 12.708 8.743 14.761
Abschreibungen -6.366 -6.384 -8.515 -7.028
Segmentergebnis bereinigt (EBIT)1 6.428 6.324 228 7.733
in% vom Umsatz 2,9% 2,9% 0,1% 3,6%
Zinserträge 1 104 619 462
Zinsaufwand -2.646 -2.876 -2.819 -1.987
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 6 0 18 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 7 0 15
Segmentergebnis (EBIT) 3.789 3.559 -1.954 6.223
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Vorgänge -296 62 -313 347
Wertminderungen 0 0 -786 0
Anteile an Unternehmen,
die at Equity bilanziert werden 2
7.796 8.632 4.193 2.600
Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte 2 7.881 7.881 0 0
Segmentvermögen 2 249.030 242.371 234.858 257.940
Investitionen in langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
2.689 5.663 6.963 8.241
Segmentschulden 2 137.308 129.001 104.841 125.508
Eigenkapital 2 43.581 42.407 46.453 47.390
Mitarbeiter 2.329 2.235 3.748 3.204

1 ohne Ergebnis aus übrigen Beteiligungen

2 Stichtagsbezogen zum 30. Juni 2014 und 31. Dezember 2013

3 die Mitarbeiterzahl betrifft die entsprechend der Beteiligungsquote einbezogenen Mitarbeiter (50% Quote)

Segmentberichterstattung

CONTAINER Summe der berichtspflichtigen
Segmente
Überleitung KONZERN
2014 2013
(angepasst)
2014 2013
(angepasst)
2014 2013
(angepasst)
2014 2013
(angepasst)
139.110 129.514 572.385 564.173 -141.216 -131.943 431.169 432.230
1.492 1.204 3.598 3.682 -3.598 -3.737 0 -55
-430 -1.503 -141 -523 13.450 10.027 13.309 9.504
32.342 26.123 53.879 53.592 -25.415 -26.296 28.464 27.296
-13.880 -14.684 -28.761 -28.096 13.348 14.169 -15.413 -13.927
18.462 11.439 25.118 25.496 -12.067 -12.127 13.051 13.369
13,3% 8,8% 4,4% 4,5% k.A. k.A. 3,0% 3,1%
1.869 2.516 2.489 3.082 -1.786 -2.389 703 693
4,541 -4.301 -10.006 -9.164 5.890 5.677 -4.116 -3.487
623 0 647 0 -613 0 34 0
0 679 0 701 0 -669 0 32
16.413 10.333 18.248 20.115 -8.576 -9.508 9.672 10.607
-2.955 542 -3.564 951 2.537 -1.403 -1.037 -452
0 0 -786 0 0 0 -786 0
88.950 74.317 100.939 85.549 65.574 59.170 166.513 144.719
512 512 8.393 8.393 -512 -512 7.881 7.881
393.801 425.295 877.689 925.606 -379.415 -379.440 498.274 546.166
3.688 2.805 13.340 16.709 -3.492 -1.536 9.848 15.173
191.729 161.771 433.878 416.280 -174.533 -159.911 259.345 256.369
216.017 208.966 306.051 298.763 -81.446 -57.135 224.605 241.628
1.6403 1.6403 7.717 7.079 -1.413 -1.424 6.304 5.655

Konzernkapitalflussrechnung

01.01. -
TEUR 01.01. -
30.06.2014
30.06.2013
(angepasst)
Ergebnis vor Steuern 9.672 10.607
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen 15.413 13.927
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 63 -271
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -13.309 -9.504
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen -35 -32
Zinsergebnis 3.413 2.794
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -1.037 350
14.180 17.871
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -8.705 -13.184
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte 15.251 -9.141
Veränderung der Vorräte 388 890
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand -23 38
Veränderung der Rückstellungen 1.343 214
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -980 6.528
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 21.352 11.413
28.626 -3.242
Einzahlungen für Zinsen 703 693
Auszahlungen für Zinsen -3.515 -3.798
Auszahlungen für Ertragsteuern -2.688 -4.280
-5.500 -7.385
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 37.306 7.244
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
und immaterieller Vermögenswerte
497 1.340
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte -9.849 -14.452
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -10.038 -2.077
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 -2.994
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0 1.184
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 37.203 37.207
Cashflow aus Investitionstätigkeit 17.813 20.208
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner 463 1.013
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner -13 -206
Auszahlungen an Unternehmenseigner -21.803 -24.315
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 20.000
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -8.689 -10.799
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen 0 -3.695
Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen -20.000 0
Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen 81 48
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -169 -35
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -50.130 -17.989
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 4.989 9.463
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen 6 -562
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 1 -29.425 -43.110
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -24.430 -34.209
Liquide Mittel 2 8.312 13.285
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 -32.742 -47.494
-24.430 -34.209

1 Stichtagsbezogen zum 1. Januar 2014 und 1. Januar 2013 2 Stichtagsbezogen zum 30. Juni 2014 und 30. Juni 2013

Grundlagen und Methoden

1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung

An der Spitze der BLG LOGISTICS stehen mit der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG AG) und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, (BLG KG) zwei Unternehmen, die aufgrund der Organidentität und der besonderen Eigentümerstruktur rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind. Diese beiden Unternehmen bilden eine wirtschaftliche Einheit und werden erstmals als einheitliches Mutterunternehmen unter der Bezeichnung BLG LOGISTICS in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen, während in der Vergangenheit nur die BLG AG als Mutterunternehmen in den Konzernabschluss der BLG LOGISTICS einbezogen wurde.

Die BLG KG wurde in der Vergangenheit als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der BLG LOGISTICS einbezogen, so dass sich hieraus mit folgender Ausnahme keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Bislang wurde das Kommanditkapital der BLG KG zur Vermeidung der widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des IAS 32 als Eigenkapital ausgewiesen, obwohl es sich um "nicht beherrschende Anteile" (Minderheitsanteile) nach IAS 32AG.29A handelte, die als Fremdkapital auszuweisen gewesen wären. Bei der Betrachtung der BLG AG und der BLG KG als ein einheitliches Mutterunternehmen ist das Kommanditkapital der BLG KG originäres Eigenkapital des Konzerns der BLG LOGISTICS. Der wie bereits in der Vergangenheit vorgenommene Ausweis des Kommanditkapitals der BLG KG als Eigenkapital des Konzerns der BLG LOGISTICS steht nunmehr im Einklang mit IAS 32.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der BLG LOGISTICS für das erste Halbjahr wurde gemäß § 37w WpHG sowie unter Berücksichtigung des International Accounting Standards IAS 34 "Zwischenberichterstattung" und des Deutschen Rechnungslegungs Standards DRS 16 (2012) "Zwischenberichterstattung" erstellt und enthält daher nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Aus diesem Grund sollte der Konzernzwischenabschluss im Zusammenhang mit dem testierten Konzernabschluss der BLG AG zum 31. Dezember 2013 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wurde mit Ausnahme der nach IAS 34 nicht anwendbaren Regelungen in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 30. Juni 2014 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragenen Gesellschaften BLG AG und BLG KG haben ihren Sitz in Bremen, Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert hinsichtlich einzelner Sachverhalte Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Werte haben können.

Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Änderungen von Schätzungen haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 insbesondere bei folgenden Bilanzposten ergeben:

a) Langfristige Rückstellungen

Die Bewertung der langfristigen personalbezogenen Rückstellungen erfolgte nicht anhand externer Gutachten und bestätigter Aktivwerte, sondern durch unternehmensinterne Fortschreibung der Werte vom 31. Dezember 2013 auf Basis der zum Zwischenabschlussstichtag gültigen Zinssätze.

Die Berechnung der wesentlichen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer zum 30. Juni 2014 erfolgte auf Basis der folgenden Diskontsätze:

Diskontsatz 30.06.2014 31.12.2013
Direktzusagen und Lebensarbeitszeit
konten
3,10% 3,80%
Hafenrente 2,90% 3,50%
Soziales Zukunftskonzept 2,90% 3,50%
Jubiläumsrückstellungen 2,50% 3,10%

Die übrigen versicherungsmathematischen Parameter wurden gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 unverändert beibehalten.

b) Ertragsteuern

Ertragsteuern werden in jeder Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das um steuerliche Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis des Konzernzwischenabschlusses angewendet. Bei der Berechnung werden bereits geleistete Ertragsteuerzahlungen berücksichtigt.

Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns werden basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren in verschiedene Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, die wie folgt definiert sind:

Stufe 1: notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, sie sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in Erläuterung Nummer 12 enthalten.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013 angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards angewandt, welche im Geschäftsjahr 2014 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

IFRS 10 'Konzernabschlüsse':

IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition für den Begriff Beherrschung und enthält umfassende Regelungen zur Beurteilung des Vorliegens einer Mutter-Tochter-Beziehung und zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der neue Standard ersetzt die Konsolidierungsvorschriften im bisherigen IAS 27 'Konzern- und Einzelabschlüsse' und SIC-12 'Konsolidierung - Zweckgesellschaften'.

Gemäß IFRS 10 wird ein Tochterunternehmen von einem Mutterunternehmen beherrscht, wenn

  • Entscheidungsgewalt über die relevanten Tätigkeiten des Tochterunternehmens besteht
  • ein Anspruch auf variable Ergebnisse aus der Beteiligung an dem Tochterunternehmen gegeben ist und
  • die Entscheidungsgewalt über das Tochterunternehmen zur Beeinflussung der variablen Ergebnisse eingesetzt werden kann.

Im Vergleich zu IAS 27 stehen die Kriterien nach IFRS 10 in einem stärkeren kausalen Zusammenhang. Zudem wird bei der Beurteilung von Einzelsachverhalten die wirtschaftliche Betrachtungsweise stärker betont. Allein das Vorliegen einer Stimmrechtsmehrheit ist für die Beurteilung einer möglichen Beherrschung danach nicht ausreichend.

IFRS 11 'Gemeinsame Vereinbarungen':

Der Standard ersetzt IAS 31 'Anteile an Gemeinschaftsunternehmen' und SIC-13 'Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen' und beinhaltet Vorschriften zur Identifikation, Klassifikation und Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen (joint arrangements). Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, die künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind.

Dies betrifft in vollem Umfang den Geschäftsbereich CONTAINER, der bisher über die Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen wurde. Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 11 im Berichtsjahr erfolgt die Einbeziehung rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 nach der Equity-Methode. In diesem Zusammenhang wurden 25 inländische und eine ausländische Gesellschaft von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode umgestellt.

In der Segmentberichterstattung wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen entsprechend der internen Steuerung als Teil des EBIT ausgewiesen (vergleiche Seite 21 f.). Dies gilt auch für 12 inländische und 16 ausländische Gesellschaften, die bereits bisher nach der Equity-Methode einbezogen wurden.

Die Auswirkungen, die sich aus der erstmaligen Anwendung des Standards ergeben haben, werden im Abschnitt 'Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' auf Seite 27 ff. detailliert aufgeführt. Der angepasste Konsolidierungskreis ist Erläuterung Nummer 3 'Konsolidierungskreis und -methoden' zu entnehmen.

IFRS 12 'Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen':

IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 beziehungsweise IFRS 10, IAS 31 beziehungsweise IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen. Gemäß IFRS 12 sind Angaben zu machen, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, zum einen die Art des Engagements und zum anderen Risiken und finanzielle Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und nicht konsolidierten Zweckgesellschaften verbunden sind.

Aus der Anwendung des Standards ergeben sich erweiterte Angabepflichten. Eine Ausweitung der nach IAS 34 'Zwischenberichterstattung' erforderlichen Angaben resultiert daraus jedoch nicht. Die zusätzlichen Angaben werden daher erstmalig im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 dargestellt.

Änderungen der Übergangsbestimmungen der IFRS 10 'Konzernabschlüsse', IFRS 11 'Gemeinsame Vereinbarungen' und IFRS 12 'Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen':

Durch die Änderungen wird klargestellt, dass der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 der Beginn der Berichtsperiode ist, in der der Standard erstmals angewendet wird. Darüber hinaus wird festgelegt, dass Vergleichsangaben für die zwingenden Angabepflichten des IFRS 12 im Zusammenhang mit Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen bei erstmaliger Anwendung der neuen Konsolidierungsregeln nur für die unmittelbar vorangehende Vergleichsperiode zwingend anzugeben sind. Die Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden vollständig von der Verpflichtung zur Angabe von Vergleichszahlen ausgenommen.

Änderungen an IFRS 10 'Konzernabschlüsse', IFRS 12 'Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen' und IAS 27 'Einzelabschlüsse' (Investmentgesellschaften):

Die Änderungen enthalten eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften und nehmen diese aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 aus. Zudem sehen die Änderungen verpflichtende Anhangangaben für Investmentgesellschaften vor.

Aus den Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss ergeben.

IAS 27 'Einzelabschlüsse' (überarbeitet):

Der Standard wurde in 'Einzelabschlüsse' umbenannt und behandelt zukünftig nur noch Regelungen zu separaten Abschlüssen. Die Vorschriften, die auf Einzelabschlüsse anzuwenden sind, bleiben unverändert.

IAS 28 'Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemein schaftsunternehmen' (überarbeitet):

Der Standard wurde in 'Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen' umbenannt. Die meisten Änderungen ergeben sich aus der Einbeziehung von Joint Ventures in IAS 28. Der grundlegende Ansatz zur Bilanzierung mit der Equity-Methode wurde nicht geändert.

Änderungen zu IAS 32 'Finanzinstrumente: Darstellung' (Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten):

Mit den Änderungen werden die Voraussetzungen für die Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Im Einzelfall ergeben sich erweiterte Anhangangaben.

Aus den Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss ergeben.

Änderungen zu IAS 36 'Wertminderung von Vermögenswer ten' (Angaben zum erzielbaren Betrag bei nichtfinanziellen Vermögenswerten):

Mit den Änderungen wird klargestellt, dass nur für wertgeminderte nichtfinanzielle Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierende Einheiten die Angabe von Informationen über den erzielbaren Betrag erforderlich ist.

Darüber hinaus werden mit der Änderung neue Angabepflichten eingeführt, die erforderlich sind, wenn Wertminderungen oder Wertaufholungen eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorliegen und der erzielbare Betrag auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde.

Aus der Anwendung der Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss ergeben.

Änderungen zu IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' (Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften):

Durch die Änderung führt ein Wechsel der Vertragspartei eines Sicherungsinstruments zu einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung.

Aus den Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss ergeben.

Aus den Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss ergeben.

Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 wurde eine Anpassung der Vorjahreszahlen vorgenommen. Durch die rückwirkende Anwendung zum 1. Januar 2013 wurde die Konzernbilanz um die Werte zum Beginn der frühesten Vergleichsperiode ergänzt.

Im Folgenden sind die Veränderungen auf den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2013 beziehungsweise auf die Vergleichsperiode 1. Januar bis 30. Juni 2013 dargestellt.

Der Konzern hat die Erleichterungen aus den Übergangsbestimmungen der IFRS 10 'Konzernabschlüsse', IFRS 11 'Gemeinsame Vereinbarungen' und IFRS 12 'Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen' im Hinblick auf die Angabe der Veränderungen aus der erstmaligen Anwendung der Standards in Anspruch genommen. Die Veränderungen aus der Umstellung der Einbeziehung des Geschäftsbereichs CONTAINER von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode zum 1. Januar 2013 sowie auf den Bilanzstichtag zum 30. Juni 2014 wurden in die folgende Darstellung nicht aufgenommen.

Konzernzwischenabschluss Konzernzwischenbericht Januar bis Juni 2014

Verkürzter Konzernanhang

TEUR 01.01. -
30.06.2013
(angepasst)
01.01. -
30.06.2013
(bisher)
Veränderung
Konzerngewinn- und verlustrechnung
Umsatzerlöse 432.230 590.065 -157.835
Sonstige betriebliche Erträge 17.958 31.595 -13.637
Materialaufwand -225.752 -272.485 46.733
Personalaufwand -124.984 -202.242 77.258
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
-13.927 -33.325 19.398
Sonstige betriebliche Aufwendungen -81.660 -94.813 13.153
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 22 22 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 671 2.076 -1.405
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.487 -8.847 5.354
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 9.504 995 8.509
Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen 32 710 -678
Ergebnis vor Steuern 10.607 13.757 -3.150
Ertragsteuern -3.015 -3.696 681
Konzernjahresübeschuss 7.592 10.061 -2.469
01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2013
TEUR (angepasst) (bisher) Veränderung
Konzerngesamtergebnisrechnung
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -1.099 -1.196 97
Ertragsteuern auf Posten,
die nachfolgendnicht in die GuV umgegliedert werden 300 314 -14
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten,
die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden -83 0 -83
-882 -882 0
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können
Währungsumrechnung -622 -637 15
Anteil an der Währungsumrechnung assoziierter Unternehmen 0 -191 191
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten 527 1.479 -952
Anteil an der Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
0 7 -7
Ertragsteuern auf Posten,
die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können
-20 -172 152
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten,
die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden können 597 0 597
482 486 -4
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -400 -396 -4
Gesamtergebnis 7.192 9.665 -2.473
01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2013
TEUR (angepasst) (bisher) Veränderung
Konzernbilanz (Aktiva)
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte 7.881 8.393 -512
Andere immaterielle Vermögenswerte 11.245 37.003 -25.758
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 4.519 4.655 -136
23.645 50.051 -26.406
Sachanlagen
Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
187.789 347.246 -159.457
Technische Anlagen und Maschinen 73.293 244.339 -171.046
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.135 23.961 -6.826
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.870 11.689 -8.819
281.087 627.235 -346.148
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 343 343 0
Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden 144.719 38.447 106.272
Sonstige Finanzanlagen 3.711 4.465 -754
148.773 43.255 105.518
Langfristige Finanzforderungen 8.115 37.984 -29.869
Sonstige langfristige Vermögenswerte 65 88 -23
Latente Steuern 3.910 9.376 -5.466
Langfristiges Vermögen 465.595 767.989 -302.394
Vorräte 4.364 10.791 -6.427
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 151.499 196.444 -44.945
Sonstige Vermögenswerte 66.402 52.649 13.753
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 1.870 2.038 -168
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.935 61.872 -54.937
Kurzfristiges Vermögen 231.070 323.794 -92.724
Bilanzsumme 696.665 1.091.783 -395.118

Konzernzwischenabschluss Konzernzwischenbericht Januar bis Juni 2014

Verkürzter Konzernanhang

01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2013
TEUR (angepasst) (bisher) Veränderung
Konzernbilanz (Passiva)
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
18.949 18.949 0
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Kommanditkapital 51.000 51.000 0
Kapitalrücklage 50.182 50.182 0
Gewinnrücklagen 179.907 202.989 -23.082
Sonstige Rücklagen -18.600 -18.600 0
Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten -2.053 -2.059 6
Fremdwährungsausgleichsposten -1.167 -1.167 0
Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften -62.074 -85.165 23.091
Bilanzgewinn 19.591 19.591 0
216.786 216.771 15
Eigenkapital der nicht beherrschenden Gesellschafter 0 78.010 -78.010
Hybrid-Eigenkapital 5.893 6.166 -273
Sonstige nicht beherrschende Gesellschafter 5.893 84.176 -78.283
Eigenkapital 241.628 319.896 -78.268
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 161.438 250.485 -89.047
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 17.828 79.507 -61.679
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 254 29.622 -29.368
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 883 976 -93
Langfristige Rückstellungen 33.870 81.407 -47.537
Latente Steuern 1.725 2.360 -635
Langfristige Schulden 215.998 444.357 -228.359
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.431 88.492 -17.061
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 118.066 168.162 -50.096
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand 6 2.108 -2.102
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30.461 45.727 -15.266
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 9.674 11.142 -1.468
Kurzfristige Rückstellungen 9.401 11.899 -2.498
Kurzfristige Schulden 239.039 327.530 -88.491
Bilanzsumme 696.665 1.091.783 -395.118

Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Die weiteren neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist insoweit nicht erfolgt.

Von dem Wahlrecht der vorzeitigen Anwendung von Änderungen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, hat der Konzern keinen Gebrauch gemacht.

2. Saisonale und konjunkturelle Einflüsse

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird von der Nachfrage nach Transportleistungen und vielfältigen logistischen Dienstleistungen beeinflusst, die sich wiederum aus der gesamtwirtschaftlichen Produktion ableitet. Dies betrifft unmittelbar zum Beispiel die Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt im Geschäftsbereich AUTOMOBILE, aber auch den Umschlag in den See- und Binnenhäfen sowie die Erbringung vor- und nachgelagerter logistischer Dienstleistungen in allen Geschäftsbereichen. Zudem sind die Umsätze des Konzerns in einzelnen Geschäftsfeldern saisonalen Schwankungen unterworfen. So wirken sich beispielsweise die Werksferien der Automobilhersteller in fast allen Geschäftsfeldern des Geschäftsbereiches AUTOMOBILE (Seehafenterminals, Inlandsterminals, Intermodal und Spedition) oder das Weihnachtsgeschäft im Geschäftsfeld Handelslogistik des Geschäftsbereiches CONTRACT aus. Infolgedessen kann es zu unterschiedlichen Umsätzen und daraus resultierenden Gewinnen im Verlauf eines Geschäftsjahres kommen.

3. Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konzernzwischenabschluss umfasst neben der BLG KG und der BLG AG als deren persönlich haftender Gesellschafterin die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:

Infolge der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 wurde die Einbeziehung des Geschäftsbereichs CONTAINER zum 1. Januar 2013 von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode umgestellt. Der Konsolidierungskreis wurde entsprechend angepasst. Die Änderungen, die sich aus der Anwendung des IFRS 11 ergeben, werden in Erläuterung Nummer 1 im Abschnitt 'Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' auf Seite 25 ff. detailliert beschrieben.

Die Konsolidierungsmethoden wurden mit Ausnahme der durch die erstmalige Anwendung von IFRS 11 bedingten Änderungen gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochterunternehmen)

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die vom Konzern beherrscht werden. Wann Beherrschung vorliegt, ist in Erläuterung Nummer 1 auf Seite 24 ff. dargestellt.

Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Konsolidierungskreis 30.06.2014 31.12.2013
(angepasst)
31.12.2013
(bisher)
Veränderung
Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen
Inländisch 17 17 17 0
Ausländisch 11 11 11 0
Anzahl der quotal einbezogenenGemeinschaftsunternehmen
Inländisch 0 0 25 -25
Ausländisch 0 0 1 -1
Anzahl der at Equity bilanzierten Unternehmen
Inländisch 36 37 12 25
Ausländisch 18 17 16 1

Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden Die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen umfassen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Gemeinschaftsunternehmen liegen bei Vereinbarungen vor, bei denen der Konzern die gemeinschaftliche Führung mit mindestens einem Partnerunternehmen ausübt, wobei dem Konzern anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten der Vereinbarung Rechte an deren Nettovermögen zustehen.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen der Konzern einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat, aber keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung ausübt.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Im Februar 2014 wurde durch die BLG CarShipping GmbH & Co. KG die BLG LOGISTIKA ADRIATIC d.o.o., Ploče, Kroatien, gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Logistikdienstleistungen. Die Gesellschaft wird nach der Equity-Methode einbezogen.

Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung schied die at Equity einbezogene EUROGATE Landterminal GmbH, Hamburg, durch Verschmelzung auf die ebenfalls at Equity einbezogene REMAIN GmbH Container-Depot and Repair, Hamburg, aus dem inländischen Konsolidierungskreis aus.

Darüber hinaus wurde die BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen, in BLG Industrie-logistik GmbH & Co. KG, Bremen, umfirmiert.

Im Berichtszeitraum fanden keine Unternehmenszusammenschlüsse statt.

Erläuterungen zur Konzerngewinnund verlustrechnung

4. Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der BLG AG zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das erste Halbjahr 2014 bei EUR 0,17.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie 01.01. -
30.06.2014
01.01. -
30.06.2013
Auf die BREMER LAGERHAUS-GESELL
SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
entfallender Konzernüberschuss
(in TEUR)
640 755
Durchschnittliche Anzahl
der ausgegebenen Stammaktien
3.840.000 3.840.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
(in EUR)
0,17 0,20

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtshalbjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

5. Gezahlte Dividende je Aktie

Die Hauptversammlung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat am 30. Mai 2014 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, den zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.536 zur Ausschüttung einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von EUR 0,40 je Aktie zu verwenden. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 68 Prozent. Die Dividende wurde entsprechend am 2. Juni 2014 an die Aktionäre ausbezahlt.

Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

6. Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge

01.01. - 30.06.2014 01.01. - 30.06.2013
(angepasste)
TEUR Brutto
wert
Steuer
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Brutto
wert
Steuer
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -1.198 190 -1.008 -1.099 75 -1.024
Steuersatzänderungen 0 0 0 0 225 225
Anteil assoziierter Unternehmen an Posten,
die nachfolgend nicht in die GuVumgegliedert werden
-2.198 0 -2.198 -83 0 -83
Posten, die nachfolgend in die GuV
umgegliedert werden können
-3.396 190 -3.206 -1.182 300 -882
Währungsumrechnung -93 0 -93 -622 0 -622
Zeitwertänderung von derivativen Finanzinstrumenten
(Cashflow-Hedges)
-660 -107 -767 527 -20 507
Anteil assoziierter Unternehmen an Posten,
die nachfolgend in die GuVumgegliedert werden
976 0 976 597 0 597
223 -107 116 502 -20 482
Gesamt -3.173 83 -3.090 -680 280 -400

Erläuterungen zur Konzernbilanz

7. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

In langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im ersten Halbjahr 2014 TEUR 9.848 (Vorjahr: TEUR 15.173) investiert, Desinvestitionen in Höhe von TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 1.068) getätigt und planmäßige Abschreibungen von TEUR 14.627 (Vorjahr: TEUR 13.927) vorgenommen. Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 2014 wegen fehlender anderweitiger Nutzungsmöglichkeiten

nach dem Auslaufen eines Kundenvertrags außerplanmäßige Wertminderungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 786 vorgenommen. Die Wertminderungen entfielen mit TEUR 755 auf Technische Anlagen und Maschinen und mit TEUR 31 auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Investitionen und Desinvestitionen:

01.01. - 30.06.2014 01.01. - 30.06.2013
(angepasst)
TEUR Zugänge Zugänge Zugänge Zugänge
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte 0 0 0 0
Andere immaterielle Vermögenswerte 451 12 533 0
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 683 0 644 0
1.134 12 1.177 0
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
404 0 819 5
Technische Anlagen und Maschinen 3.788 512 5.661 1.031
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.880 36 3.620 32
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.642 0 3.896 0
8.714 548 13.996 1.068
Gesamt 9.848 560 15.173 1.068

8. Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den ersten sechs Monaten der Jahre 2014 und 2013 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2014 gesondert dargestellt.

9. Langfristige Darlehen

Der Konzern hat im ersten Halbjahr 2014 keine zusätzlichen Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen. Die bestehenden Darlehen wurden in Höhe von TEUR 8.689 getilgt.

Für Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von EUR 149,9 Mio. (31. Dezember 2013 [angepasst]: EUR 156,8 Mio.) wurden kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. In dem Betrag sind EUR 60,0 Mio. aus Schuldscheindarlehen enthalten.

Für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sehen die Bedingungen Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht.

Im ersten Halbjahr 2014 wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Aus der Nichteinhaltung einer Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten im Geschäftsjahr 2013 hätte ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und das Schuldscheindarlehen für die nächsten Zinsperioden erfolgen können. Alle langfristig engagierten Banken haben jedoch zu Gunsten der BLG LOGISTICS auf die Zinserhöhung einmalig verzichtet. Lediglich für das Schuldscheindarlehen konnte kein Verzicht erzielt werden, da das Schuldscheindarlehen über den Kapitalmarkt an viele verschiedene Finanzinstitute platziert wurde, die grundsätzlich nicht in direkter Geschäftsverbindung mit der BLG LOGISTICS stehen.

Mit der Einhaltung des Covenants im Berichtszeitraum ist die Basis für die Zinserhöhung um 0,5 Prozent entfallen. Grundlage ist der Nachweis der Einhaltung der Finanzkennzahlen im Rahmen des vorliegenden Konzernzwischenabschlusses. Die Rücknahme der Zinserhöhung erfolgt für die Verpflichtungen aus dem Schuldscheindarlehen somit mit der nächsten Zinsperiode. Dies bedeutet, dass für das Jahr 2014 aus der Überschreitung des Covenants lediglich ein zusätzlicher Zinsaufwand von TEUR 150 entsteht. Die im Geschäftsbericht 2013 hierzu ausgewiesenen Risiken aus der Zinserhöhung werden in der avisierten Höhe nicht eintreffen.

Segmentberichterstattung

10. Segmentberichterstattung

Zur Darstellung im Einzelnen vergleiche Seite 21 f.

11. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Obwohl keine wirtschaftlichen Veränderungen oder Veränderungen in der internen Steuerung des Konzerns stattgefunden haben, hat die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen erhebliche Auswirkungen auf die Rechnungslegung des Konzerns.

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf den Konzern bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Konzernstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt, das heißt der Geschäftsbereich CONTAINER wird in der Segmentberichterstattung unverändert als eigenes Segment ausgewiesen und in der Spalte Überleitung wieder eliminiert. Parallel dazu wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen, das im Wesentlichen das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER umfasst, zukünftig entsprechend der internen Steuerung als Teil des EBIT ausgewiesen. Dies gilt auch für 12 inländische und 16 ausländische Gesellschaften, die bereits bisher nach der Equity-Methode einbezogen wurden.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, BLG CarShipping GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereiches CONTRACT sind die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG (vormals BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG), die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG und die BLG Cargo Logistics GmbH.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung wurden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe bisher quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 11 erfolgt die Einbeziehung rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 nach der Equity-Methode. Um eine transparente Darstellung zu gewährleisten, wird der Geschäftsbereich CONTAINER in der Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzernperiodenergebnis vor Steuern (EBT) separat dargestellt.

Die BLG AG und die BLG KG als Management- und Finanzholding des Konzerns bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten.

Der Konzern ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Konzernumsatz entfallen TEUR 398.067 (Vorjahr [angepasst]: TEUR 406.594) auf das Inland und TEUR 33.102 (Vorjahr: TEUR 25.636) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch den Konzern. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen des Konzerns sind TEUR 293.835 (31. Dezember 2013 [angepasst]:TEUR 300.171) im Inland und TEUR 4.717 (31. Dezember 2013: TEUR 4.561) im Ausland belegen.

Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die im Konzernanhang zum 31. Dezember 2013 unter Erläuterung Nummer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für den gesamten Konzern. Zentrale Messgröße für den Erfolg der Segmente ist das Ergebnis vor Steuern (EBT).

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen. Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden, sowie die latenten und laufenden Steuern.

Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

Die Überleitung von den Segmentergebnissen zum Konzernperiodenergebnis vor Steuern (EBT) stellt sich wie folgt dar:

Segmentergebnis/
Ergebnis vor Steuern (EBT)
TEUR
30.06.2014 30.06.2013
(angepasst)
Summe der berichtspflichtigen
Segmente
18.248 20.115
Zentralbereiche/Übriges EBT 7.887 965
Geschäftsbereich CONTAINER -16.413 -10.333
Konsolidierung -50 -140
Segmentergebnis (EBT)
des Konzerns
9.672 10.607

Sonstige Erläuterungen

12. Finanzinstrumente

In der nebenstehenden Tabelle werden die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich der Angabe ihrer Stufe in der Fair-Value-Hierarchie zusammengestellt. Die Einordnung in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren und ist in Erläuterung Nummer 1 im Abschnitt 'Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte' auf Seite 25 beschrieben.

Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.054 (31. Dezember 2013 [angepasst]: TEUR 4.054) ausgewiesen, die Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften betreffen, für die kein aktiver Markt existiert. Da die künftigen Cashflows nicht verlässlich bestimmbar sind, können auch die Zeitwerte nicht mittels eines Bewertungsmodells berechnet werden. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Bis zum 30. Juni 2014 wurden keine Anteile an diesen Personen- und Kapitalgesellschaften veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen.

Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) basieren auf den Zeitwertmitteilungen von Kreditinstituten. Diese Zeitwerte werden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von Marktzinssätzen für vergleichbare Instrumente auf Plausibilität überprüft. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.

Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im ersten Halbjahr 2014 sind keine Verschiebungen erfolgt.

30.06.2014 31.12.2013 (angepasst)
Buchwerte Zeitwerte Buchwerte
Zeitwerte
Beizule Beizule
TEUR Fair Value
Stufe
gender
Zeitwert
Fair Value
Stufe
gender
Zeitwert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 2 0 15 2 15
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 2 0 0 2 0
0 15
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 4.051 n.v.b. 4.051 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 3 n.v.b. 3 n.v.b.
Übrige langfristige Finanzforderungen 10.003 2 10.003 8.115 2 8.115
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 7 2 7 65 2 65
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 160.203 k.A. 151.499 k.A.
Kurzfristige Finanzforderungen 2.812 k.A. 55.656 k.A.
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 8.379 k.A. 5.619 k.A.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.312 k.A. 6.935 k.A.
193.770 231.943
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.953 2 2.953 2.362 2 2.362
Derivate ohne Hedge-Beziehung 82 2 82 113 2 113
3.035 2.475
Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
langfristig
Langfristige Darlehen 152.749 2 156.215 161.438 2 163.842
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.331 2 1.398 866 2 871
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 12.866 2 12.866 16.962 2 16.962
Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten 11 2 11 2 2 2
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
70.451 k.A. 71.431 k.A.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
50.255 2 50.259 53.873 2 53.959
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 309 2 317 165 2 171
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 56.766 k.A. 61.553 k.A.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 22.273 k.A. 7.949 k.A.
367.011 374.239

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

k.A. = keine Angabe

13. Eventualverbindlichkeiten

Im Folgenden werden die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 auf die im Konzern zugunsten von Beteiligungsunternehmen bestehenden Haftungsverhältnisse dargestellt. Die Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Umstellung der Einbeziehung des Geschäftsbereichs CONTAINER von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode sowie aus einer Aufteilung der at Equity einbezogenen Unternehmen in Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen.

TEUR 31.12.2013
(angepasst)
31.12.2013
(bisher)
Gemeinschaftsunternehmen
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 0 2.135
Verbindlichkeiten aus
Gewährleistungsverträgen
409 408
Übrige 0 134
409 2.677
Assoziierte Unternehmen
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.350 1.350
1.350 1.350
Nicht einbezogene Unternehmen
Verbindlichkeiten aus
Gewährleistungsverträgen
400 400
400 400
Summe 2.159 4.427

Darüber hinaus haben sich die Eventualverbindlichkeiten im ersten Halbjahr 2014 nicht wesentlich zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 im Konzernanhang unter Erläuterung Nummer 40 enthaltenen Angaben verändert.

14. Bestellobligo

TEUR 30.06.2014 31.12.2013
(angepasst)
31.12.2013
(bisher)
Bestellobligo 14.265 25.803 35.694
Anteil am Bestell
obligo von Gemein
schaftsunternehmen 0 0 10.162
Summe 14.265 25.803 45.856

Das Bestellobligo resultiert im Wesentlichen aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Die Reduzierung im Vergleich zum 31. Dezember 2013 ist überwiegend durch getätigte Investitionen in Waggonkapazitäten bedingt.

Die Nettoverpflichtungen aus dem Bestellobligo sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

15. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Im Folgenden werden die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 auf die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen dargestellt. Die Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Umstellung der Einbeziehung des Geschäftsbereichs CONTAINER von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode sowie aus einer Aufteilung der at Equity einbezogenen Unternehmen in Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen.

Darüber hinaus haben sich im ersten Halbjahr 2014 keine wesentlichen Änderungen zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 im Konzernanhang unter Erläuterung Nummer 43 beschriebenen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen ergeben.

Nahe stehende Unternehmen 2013 (angepasst)
TEUR
Saldo zum 31. Dezember
Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichleiten
Immaterielle Vermögenswerte
Verbundene Unternehmen 14 28 0 277
Gemeinschaftsunternehmen 16.161 13.263 38.271 22.439
Assoziierte Unternehmen 909 2.750 592 63
Nahe stehende Unternehmen 2013 (bisher)
TEUR
Saldo zum 31. Dezember
Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichleiten
Immaterielle Vermögenswerte
Verbundene Unternehmen 19 31 3 224
Gemeinschaftsunternehmen 4.345 156 18.385 10.149
Assoziierte Unternehmen 10.179 16.509 2.466 2.342

16. Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats entspricht bis auf folgende Änderung der zum 31. Dezember 2013: Herr Dr. h.c. Klaus Wedemeier, Bürgermeister a.D., ist von der Hauptversammlung am 30. Mai 2014 als Nachfolger von Herrn Uwe Beckmeyer, der mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt hatte, als Vertreter der Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt worden. Die Wahl erfolgte mit Wirkung ab Beendigung dieser Hauptversammlung bis zur Beendigung der Hauptversammlung, welche über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 beschließt.

Die Zusammensetzung des Vorstands ist unverändert zum 31. Dezember 2013.

17. Rechtsstreitigkeiten

Bis zur Erstellung des Zwischenabschlusses haben sich keine nennenswerten Veränderungen der Rechtsstreitigkeiten ergeben.

18. Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2014 und der Freigabe des Konzernzwischenabschlusses am 26. August 2014 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

Bremen, 26. August 2014

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

DER VORSTAND

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Konzernzwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grunsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bremen, 26. August 2014

Der Vorstand

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Hartmut Mekelburg Emanuel Schiffer Andreas Wellbrock

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, aufgestellten verkürzten Konzernzwischenabschluss der BLG LOGISTICS – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2014, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaften und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Bremen, 27. August 2014

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig Hantke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender 2014

Finanzkalender 2014
Zwischenbericht
Januar bis Juni 2014
29. August 2014
Konzernzwischenbericht
Januar bis Juni 2014
29. August 2014
Zwischenbericht
Januar bis September 2014
7. November 2014
Konzernzwischenmitteilung
Januar bis September 2014
7. November 2014

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der BLG LOGISTICS bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerbungen und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BLG LOGISTICS weder beabsichtigt, noch übernimmt die BLG LOGISTICS eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Der Zwischenbericht ist von der Gesellschaft aufgrund gesetzlicher Offenlegungspflichten zum Bundesanzeiger (Unternehmensregister) elektronisch einzureichen.

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen der in diesem Zwischenbericht enthaltenen und den zum Unternehmensregister eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum Unternehmensregister eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Finanzkalender 2014 Impressum

Impressum

Herausgeber

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

www.ir.blg.de

Konzeption und Koordination

Investor Relations Ina Oeing Lisa Boose

Ansprechpartner

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