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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Quarterly Report Aug 9, 2013

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Quarterly Report

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BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– KONZERNZWISCHENBERICHT Januar bis Juni 2013

Inhalt

Zwischenbericht Kennzahlen 3 Rückblick 3 Ausblick 3 BLG Aktie 4 Konzernzwischenlagebericht 5 Konzernzwischenabschluss 16 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 37 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 38 Finanzkalender 39 Kontakte 40

Einführung

Der Konzernzwischenbericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen erfüllt die Anforderungen an einen Halbjahresabschluss nach den anwendbaren Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes und umfasst nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz einen verkürzten Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der BLG-Konzern hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen erstellt, wie sie die Europäische Union (EU) übernommen hat. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss steht auch in Übereinstimmung mit den durch das IASB veröffentlichten IFRS. Der Konzernzwischenbericht sollte zusammen mit unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2012 gelesen werden. Dieser beinhaltet eine umfassende Darstellung unserer Geschäftsaktivitäten.

Kennzahlen

Kennzahlen
Kennzahlen
2013 2012 Veränderung
absolut prozentual
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse EUR Mio. 590,1 571,0 19,1 3,3
Umsatzrendite % 3,2 4,9 -1,7 -35,3
EBIT EUR Mio. 18,8 28,1 -9,3 -33,1
EBT EUR Mio. 13,8 19,0 -5,2 -27,4
Konzernperiodenergebnis EUR Mio. 10,1 15,3 -5,2 -34,0
Ergebnis je Aktie EUR 0,20 0,28 -0,08 -28,6
Vermögens- und Kapitalstruktur 1)
Bilanzsumme EUR Mio. 1.105,4 1.142,6 -37,2 -3,3
Anlagenintensität % 64,2 63,3 0,9 1,4
Eigenkapital EUR Mio. 332,9 352,7 -19,8 -5,6
Eigenkapitalquote % 30,1 30,9 -0,8 -2,4
Nettoverschuldung EUR Mio. 419,7 392,7 27,0 6,9
Cashflows
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 32,7 40,1 -7,4 -18,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -19,0 -73,5 54,5 -74,1
Free Cashflow 13,7 -33,4 47,1 ---
Mitarbeiter 2) Durchschnitt 7.665 7.172 493 6,9

1) Stichtagsbezogen zum 30. Juni 2013 und 31. Dezember

2) Vorjahreswert entspricht dem Geschäftsjahr 2012

Rückblick

  • umfassender Wechsel im Vorstand zum 1. Juni 2013
  • Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2013
  • deutlich verschlechterte Ertragskraft im Rahmen der Erwartungen
  • Nettoverschuldung nochmals erhöht

Ausblick

  • organisches Wachstum wird zu weiterer Umsatzsteigerung führen
  • Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2013 bestätigt
  • Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen Lage des Konzerns in Arbeit

BLG Aktie

Die Aktienmärkte blieben auch im zweiten Quartal 2013 volatil. Konjunkturelle Sorgen und die aufflammende Finanzmarktkrise in der EURO-Zone infolge der möglichen Insolvenz Zyperns ließen den DAX am 19. April auf ein Tief von 7.460 Punkten absinken. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins zu senken, bescherte dem DAX am 22. Mai mit 8.531 Punkten ein Rekordhoch. Die Ankündigung der US-Notenbank, ihre expansive Geldpolitik eventuell abzuschwächen, führte zum Halbjahresende zu Indexkorrekturen. So schloss der DAX mit 7.959 Punkten, entsprechend einem Gewinn von 4,6 Prozent bezogen auf das Jahresende 2012.

Unsere Aktie schloss das erste Halbjahr 2013 mit einem Minus von 3,3 Prozent bei EUR 8,64 etwas leichter ab.

Kennzahlen

30. Juni
2013
31. Dezem
ber 2012
Schlusskurs 1) EUR 8,64 8,93
Höchstkurs 1), 2) EUR 9,30 9,25
Tiefstkurs 1), 2) EUR 8,56 7,89
Anzahl Aktien Stück 3.840.000 3.840.000
Ergebnis je Aktie EUR 0,20 0,69
Marktkapitalisierung Mio. EUR 33,2 34,3

1) Durchschnitt an den notierten Börsen

2) Im Jahr 2012 und im ersten Halbjahr 2013

Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2013 ist weiterhin die Fortsetzung der soliden Dividendenpolitik, zumindest aber eine Dividende von EUR 0,40 je Aktie.

Kursverlauf

Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2013

Geschäft und Rahmenbedingungen 6
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 6
Gesamtwirtschaftliche Lage 6
Branchenentwicklung 6
Geschäftsverlauf und Lage 7
Gesamtaussage des Vorstands 7
Wesentliche Ereignisse 7
Ertragslage 7
Vermögenslage 8
Finanzlage 10
Geschäftsentwicklung nach Segmenten 11
Geschäftsbereich AUTOMOBILE 11
Geschäftsbereich CONTRACT 12
Geschäftsbereich CONTAINER 13
Nachtragsbericht 13
Risikobericht 14
Chancen 14
Risiken 14
Prognose 14
Künftige Konzernstruktur 14
Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen 14
Entwicklung des Konzerns im zweiten Halbjahr 2013 15
Weitere Informationen 15
Zukunftsbezogene Aussagen 15

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die rechtliche Konzernstruktur, das Geschäftsmodell und die Organisationsstruktur sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren haben sich im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zu den Darstellungen im Konzernlagebericht 2012 nicht geändert. Im Hinblick auf die besondere rechtliche Konzernstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– verweisen wir auf die umfassenden Angaben im Konzernlagebericht 2012 im Abschnitt "Rechtliche Konzernstruktur" auf Seite 60.

Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– setzt sich seit dem 1. Juni 2013 aus Herrn Frank Dreeke (Vorsitzender), Herrn Jens Bieniek (Finanzen), Herrn Michael Blach (Geschäftsbereich AUTOMOBILE), Herrn Andreas Wellbrock (Geschäftsbereich CONTRACT) sowie den beiden weiterhin im Amt befindlichen Vorständen Herrn Hartmut Mekelburg (Personal) und Herrn Emanuel Schiffer (Geschäftsbereich CONTAINER) zusammen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die konjunkturelle Grunddynamik hat im ersten Halbjahr 2013 weltweit zu einem leichten Wachstum geführt. Der verhaltene Aufschwung wurde insbesondere durch die USA und Japan getragen; die Wachstumsdynamik in China hat sich hingegen etwas verringert, während die Wirtschaftsleistung in der Eurozone mit Ausnahme von Deutschland schwach blieb. Bestimmend für diese insgesamt positive Entwicklung waren vor allem sinkende Rohstoffpreise und ein robuster Arbeitsmarkt in den USA.

Parallel zum Anstieg der industriellen Produktion stieg auch das Welthandelsvolumen im ersten Halbjahr moderat. Insbesondere handelsorientierte Staaten wie Deutschland oder die Volkswirtschaften im asiatischen Raum konnten von dieser Steigerung profitieren. Das Wachstum in Asien wurde darüber hinaus durch die stärker als erwartete japanische Inlandsnachfrage sowie die stärker als prognostizierte Erholung der industriellen Produktion in den USA begünstigt.

In Deutschland entwickelte sich das Wachstum nach einer rezessiven Phase zum Ende des Jahres 2012 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent im ersten Halbjahr 2013 wie erwartet positiv. Dies ist sowohl auf den Anstieg der Exporte als auch auf eine gestiegene Binnennachfrage zurückzuführen. Ursächlich hierfür sind unter anderem die Konsolidierungs- und Reformbemühungen in den europäischen Krisenstaaten, die längerfristige Bankenrefinanzierung durch die Europäische Zentralbank (EZB) sowie weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage an den Finanzmärkten. Gleichzeitig ist aufgrund der Schwäche des Euros eine hohe preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gegeben, die sich positiv auf den Export auswirkt.

Branchenentwicklung

Die Logistik-Branche erbringt als wichtige Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten produktionsnahe Dienstleistungen. Neben dem klassischen Speditionsgeschäft zählt die Erbringung logistischer Leistungen im Zusammenhang mit der Zulieferung, Produktion und Distribution von Gütern zu ihren Leistungsschwerpunkten.

Die Branche profitiert dabei von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch die andauernde Globalisierung der Wirtschaft und den boomenden Handel über das Internet sowie die hohe Retourenquote im Business-to-Customer-Geschäft zusätzlich begünstigt wird. Insoweit ist die Logistikbranche, wie auch das Geschäftsmodell des BLG-Konzerns, stark konjunkturabhängig.

Herausforderungen der Logistik-Branche bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung, vor allem in Deutschland, und damit einhergehend mit der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Arbeitskräfte, notwendigen Infrastrukturinvestitionen, neuen Technologien, der Dynamik der Weltwirtschaft und Globalisierung, der Dienstleistungserweiterung sowie den Auswirkungen der energiepolitischen Wende. Daneben werden von den Logistik-Unternehmen im Rahmen von Logistikauslagerungen hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlags-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen. Da die Verträge mit den Kunden nur Laufzeiten von in der Regel wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlagsgeräte häufig gemietet oder geleast, um eine langfristige Kapitalbindung zu vermeiden und die Flexibilität zu erhöhen. Aufgrund der steigenden Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken in der Logistik-Branche deutlich ausgeweitet, um einen durchgängigen Informationsfluss entlang der Prozessketten sicherzustellen.

Geschäftsverlauf und Lage

Gesamtaussage des Vorstands

Im ersten Halbjahr 2013 konnten wir trotz gestiegener Umsatzerlöse im BLG-Konzern nicht an die positive wirtschaftliche Entwicklung des Vorjahreszeitraums anknüpfen. In einem volatilen Marktumfeld und bei verhaltener konjunktureller Dynamik lag das Ergebnis vor dem Hintergrund eines unverändert scharfen Preiswettbewerbs bei gleichzeitigen Kostensteigerungen und insbesondere aufgrund von Belastungen in der Anlaufphase von Neugeschäften deutlich unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der mengenbedingten Zuwächse, konsequenter Prozessoptimierungen und durch das gezielte Ausschöpfen von Einsparpotenzialen sehen wir die wirtschaftliche Lage des BLG-Konzerns weiterhin als stabil an.

Wesentliche Ereignisse

Im Geschäftsbereich CONTRACT wird im Hochregallager in Bremen sukzessive die Logistik für das Online-Geschäft eines Großkunden im laufenden Betrieb übernommen.

01.01. - 01.01. - Veränderung
Kennzahlen zur Ertragslage 30.06.2013 30.06.2012 absolut prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 590,1 571,0 19,1 3,3
Umsatzrendite % 3,2 4,9 -1,7 -35,3
EBIT EUR Mio. 18,8 28,1 -9,3 -33,1
EBT EUR Mio. 13,8 19,0 -5,2 -27,4
Konzernperiodenergebnis EUR Mio. 10,1 15,3 -5,2 -34,0
Ergebnis je Aktie EUR 0,20 0,28 -0,08 -28,6

Ertragslage

Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum erneut um EUR 19,1 Mio. auf nunmehr EUR 590,1 Mio. gestiegen. Die Erhöhung ist dabei wiederum im Wesentlichen auf mengenbedingte Zuwächse zurückzuführen. Dagegen ist der Materialaufwand um EUR 9,0 Mio. auf EUR 272,5 Mio. gesunken. Dies resultiert aus der teilweisen Umwandlung von Leiharbeitnehmerverhältnissen in Festanstellungsverträge, die sich entsprechend auf den Personalaufwand auswirken.

Der Personalaufwand erhöhte sich deutlich überproportional zur Entwicklung der Umsatzerlöse um EUR 26,4 Mio. auf insgesamt EUR 202,2 Mio. Der Anstieg resultiert dabei sowohl aus der Erhöhung der Zahl der durchschnittlich beschäftigen Mitarbeiter als auch aus erfolgten Entgeltanpassungen. Fasst man die Entwicklung von Material- und Personalaufwand zusammen, hat sich dieser Gesamtaufwand von EUR 457,3 Mio. auf EUR 474,7 Mio. erhöht. Bezogen auf den Umsatz ist diese Aufwandsquote von 80,1 Prozent nur marginal auf 80,4 Prozent gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge betragen per Saldo EUR 63,3 Mio. und sind damit gegenüber dem Vorjahr deutlich um EUR 8,2 Mio. gestiegen. Der Anstieg entfällt vollständig auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Er resultiert wesentlich mit EUR 5,0 Mio. aus Mietaufwendungen. Insbesondere im Zusammenhang mit Neugeschäften im Geschäftsbereich CONTRACT wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zusätzliche Immobilien angemietet.

Wegen des Umsatzrückgangs im Segment CONTAINER sowie steigendem Margendruck und hohen Anlaufkosten in allen Segmenten hat sich das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,2 Mio. auf EUR 18,8 Mio. verringert. Damit errechnet sich für das erste Halbjahr 2013 eine auf das EBIT bezogene Umsatzrendite von 3,2 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Das Finanzergebnis hat sich im ersten Halbjahr 2013 deutlich positiv entwickelt. Die Erhöhung resultiert mit EUR 2,5 Mio. aus dem Zinsergebnis und mit EUR 1,5 Mio. aus dem Beteiligungsergebnis.

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse und des Finanzergebnisses haben nicht ausgereicht, den überproportionalen Anstieg des Personalaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu kompensieren. Daher ist das Konzernperiodenergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 5,2 Mio. auf EUR 10,1 Mio. zurückgegangen. Das Ergebnis je Aktie ist entsprechend auf EUR 0,20 gesunken.

42% 26% 29% 3%

AUTOMOBILE: 2.235

Mitarbeiter

CONTRACT: 3.204 CONTAINER: 2.015

Services: 211

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im ersten Halbjahr 2013 mit 7.665 gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres um 6,9 Prozent angestiegen. Im Jahr 2012 betrug die Zahl der Beschäftigten durchschnittlich 7.172. Die Steigerung ist vor allem auf die Geschäftsausweitung in den Geschäftsfeldern Automotive und Handelslogistik des Geschäftsbereichs CONTRACT zurückzuführen, die zu Neueinstellungen und der teilweisen Umwandlung von Leiharbeitnehmerverhältnissen in Festanstellungsverträge führte.

Veränderung
Kennzahlen zur Vermögenslage 30.06.2013 31.12.2012 absolut prozentual
Bilanzsumme EUR Mio. 1.105,4 1.142,6 -37,2 -3,3
Anlagenintensität % 64,2 63,3 0,9 1,4
Working Capital Ratio % 88,9 91,3 -2,4 -2,6
Eigenkapital EUR Mio. 332,9 352,7 -19,8 -5,6
Eigenkapitalquote % 30,1 30,9 -0,8 -2,4
Nettoverschuldung EUR Mio. 419,7 392,7 27,0 6,9

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich zum 30. Juni 2013 gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2012 um 3,3 Prozent leicht reduziert.

Diese Veränderung entfällt gleichmäßig auf das langfristige und das kurzfristige Vermögen. Im langfristigen Bereich hat sich insbesondere die Veränderung der Sachanlagen ausgewirkt. Hier stehen Investitionen in Höhe von EUR 20,2 Mio. Anlagenabgängen zu Buchwerten von EUR 1,4 Mio. und Abschreibungen in Höhe von EUR 31,3 Mio. gegenüber. Weitere Veränderungen der Sachanlagen entfallen auf Umbuchungen und Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung. Darüber hinaus sind die langfristigen Finanzforderungen um EUR 4,0 Mio. ebenfalls gesunken.

Die Anlagenintensität hat sich wegen der gesunkenen Bilanzsumme gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 0,9 Prozentpunkte auf 64,2 Prozent wieder leicht erhöht und bewegt sich somit auf dem Niveau zum 31. Dezember 2011.

Im kurzfristigen Vermögen haben sich insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +17,8 Mio.), den sonstigen Vermögenswerten (EUR -11,5 Mio.) sowie den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (EUR -24,0 Mio.) signifikante Veränderungen ergeben.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch das erhöhte Geschäftsvolumen sowie Stichtagseffekte begründet.

Der Rückgang der sonstigen Vermögenswerte entfällt im Wesentlichen mit EUR -11,7 Mio. auf die Position "Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei Gemeinschaftsunternehmen". Per 31. Dezember 2012 war hier der Gewinnanspruch des Gesamtjahres 2012 gegenüber der quotal einbezogenen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG enthalten. Zum 30. Juni 2013 beinhaltet der Posten nur noch die Gewinnansprüche des ersten Halbjahrs 2013.

Zur Veränderung der liquiden Mittel wird auf den Abschnitt Finanzlage verwiesen.

Die Working Capital Ratio als Verhältnis des kurzfristigen Vermögens zu den kurzfristigen Schulden hat sich zum 30. Juni 2013 von 91,3 Prozent auf 88,9 Prozent verschlechtert. Gegenüber dem Verhältnis zum 30. Juni 2012 von 81,9 Prozent ist allerdings eine Verbesserung zu verzeichnen.

Das Eigenkapital ging im ersten Halbjahr 2013 um EUR 19,8 Mio. auf EUR 332,9 Mio. zurück. Im Berichtszeitraum hat sich die Kapitalmehrung aus dem Konzernperiodenergebnis (EUR 10,1 Mio.) sowie die Kapitalminderung aus Ausschüttungen (EUR 29,4 Mio.) wesentlich ausgewirkt. Infolgedessen sank die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2013 auf 30,1 Prozent (31. Dezember 2012: 30,9 Prozent). Die Entwicklung des Eigenkapitals ist detailliert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Die langfristigen Schulden sind gegenüber dem 31. Dezember 2012 um EUR 5,9 Mio., die kurzfristigen Schulden um EUR 11,5 Mio. gesunken.

Die Rückführung der kurzfristigen Schulden betrifft mit EUR 10,8 Mio. überwiegend die Kontokorrentkredite.

Nettoverschuldung 30.06.2013
EUR Mio.
31.12.2012
EUR Mio.
absolut Veränderung
prozentual
Langfristige Darlehen 243,3 243,8 -0,5 -0,2
Sonstige langfristige Finanz-
verbindlichkeiten
82,0 89,3 -7,3 -8,2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 188,3 181,5 6,8 3,7
Finanzverschuldung 513,6 514,6 -1,0 -0,2
Langfristige Finanzforderungen 42,8 46,8 -4,0 -8,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-
äquivalente
51,1 75,1 -24,0 -32,0
Nettoverschuldung 419,7 392,7 27,0 6,9

Die Nettoverschuldung ist zum 30. Juni 2013 insbesondere wegen des Rückgangs der liquiden Mittel um EUR 27,0 Mio. auf EUR 419,7 Mio. angestiegen.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und nicht bilanziertes Vermögen

Es werden im Wesentlichen geschäftsübliche Operating Lease-Verhältnisse einschließlich der dem Konzern gewährten Erbbau- und Kajenutzungsrechte eingesetzt. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 43 (Sonstige finanzielle Verpflichtungen) im Konzernanhang 2012. Darüber hinaus bestehen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente oder nicht bilanziertes Vermögen, die sich gegenwärtig oder zukünftig wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken werden. Insbesondere bestehen keine nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften.

Finanzlage

Im ersten Halbjahr 2013 und im Vorjahresvergleichszeitraum wurden folgende Cashflows erzielt:

01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2012
Veränderung
EUR Mio. EUR Mio. absolut prozentual
Mittelzufluss aus laufender Geschäfts-
tätigkeit
32,7 40,1 -7,4 -18,5
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -19,0 -73,5 54,5 -74,1
Free Cashflow 13,7 -33,4 47,1 -141,0
Mittelzu- / -abfluss aus der Finanzierungs-
tätigkeit
-30,6 -25,0 -5,6 22,4
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds
-16,9 -58,4 41,5 -71,1
Wechselkursbedingte Veränderung des
Finanzmittelfonds
-0,5 0,2 -0,7 -350,0
Finanzmittelfonds am Anfang des
Geschäftsjahres
21,1 72,5 -51,4 -70,9
Finanzmittelfonds am Ende des Halb-
jahres
3,7 14,3 -10,6 -74,1
Zusammensetzung des Finanzmittel-
fonds
Liquide Mittel 51,2 52,7 -1,5 -2,8
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
-47,5 -38,4 -9,1 23,7
Finanzmittelfonds am Ende des Halb-
jahres
3,7 14,3 -10,6 -74,1

Auf der Grundlage des im ersten Halbjahr 2013 erzielten Ergebnisses vor Steuern von EUR 13,8 Mio. ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 32,7 Mio. (Vorjahr: EUR 40,1 Mio.) erwirtschaftet worden.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 54,5 Mio. auf EUR -19,0 Mio. verringert. Die Auszahlungen entfallen mit EUR 18,7 Mio. (Vorjahr: EUR 59,7 Mio.) überwiegend auf die deutlich reduzierten Netto-Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie mit EUR 2,0 Mio. auf die Netto-Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.).

Der Free Cashflow ist vor allem wegen des gesunkenen Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit um EUR 47,1 Mio. deutlich gestiegen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug EUR -30,6 Mio. nach EUR -25,0 Mio. im Vorjahr. Wesentliche Mittelabflüsse betreffen mit EUR 29,4 Mio. (Vorjahr: EUR 28,3 Mio.) die gestiegenen Auszahlungen an Unternehmenseigner und Inhaber des Hybrid-Eigenkapitals und mit EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.) die Veränderung von Darlehensforderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen und übrigen Dritten.

Mittelzuflüsse resultieren im Wesentlichen mit EUR 6,5 Mio. aus der Veränderung der langfristigen Darlehen, die im verkürzten Anhang unter Erläuterung Nummer 9 dargestellt wird.

Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Konzernzwischenabschluss auf Seite 24.

Geschäftsentwicklung nach Segmenten

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Wesentliche Kennzahlen 01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2012
absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 218,3 213,2 5,1 2,4
Umsatzrendite % 2,8 3,2 -0,4 -12,4
EBIT EUR Mio. 6,1 6,8 -0,7 -10,3
EBT EUR Mio. 3,6 4,5 -0,9 -20,0

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, Intermodal und Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an, zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden komplett.

Im ersten Halbjahr 2013 lag die inländische Automobilproduktion der deutschen Hersteller mit 2,74 Mio. Neuwagen leicht unter dem Vorjahresniveau (minus drei Prozent). Gleichzeitig sank auch der Export von Personenkraftwagen aus Deutschland leicht um drei Prozent auf 2,08 Mio. Fahrzeuge. Dies entspricht einer Exportquote von rund 76 Prozent.

Auch die Inlandsnachfrage ging im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vergleichszeitraum um acht Prozent auf 1,5 Mio. Neuzulassungen zurück und setzte damit den Trend aus dem zweiten Halbjahr 2012 fort.

Mit einem Fahrzeug-Handling von 3,5 Mio. Einheiten im Netzwerk der BLG lag das Volumen im ersten Halbjahr 2013 um rund 14 Prozent über dem bearbeiteten Fahrzeugvolumen des Vorjahreszeitraums und die Position des führenden Automobillogistikers in Europa konnte ausgebaut werden.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereiches wurden um EUR 5,1 Mio. auf EUR 218,3 Mio. erhöht. Dabei konnten vor allem die Geschäftsfelder Seehafenterminals und Intermodal Zuwächse verzeichnen.

Die auf das operative Ergebnis (EBIT) bezogene Umsatzrendite hat sich auf 2,8 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent) verschlechtert und bleibt damit nach wie vor unbefriedigend.

In den Seehafenterminals der BLG liegt das Umschlagsvolumen insbesondere im Pkw-Bereich in Folge der unvermindert hohen Exporttätigkeit von wesentlichen Kunden auf einem konstant hohen Niveau.

Im ersten Halbjahr 2013 lag die Zahl der am AutoTerminal Bremerhaven umgeschlagenen Fahrzeuge mit 1,02 Millionen Einheiten nur leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (1,05 Millionen Einheiten). Der Anteil der Exportfahrzeuge liegt mit rund 80 Prozent unverändert hoch. Hauptexportregionen sind Asien und Nordamerika. Aktuelle Statistiken der Zulassungszahlen von Neufahrzeugen zeigen insbesondere in China (+ 20,6 Prozent) und in den USA (+ 7,5 Prozent) hohe Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Programm zur Effizienzsteigerung in Bremerhaven wird mit höchster Priorität weiter umgesetzt. In Teilbereichen werden bereits geplante Produktivitäten erreicht. In den Technikcentern am Standort Bremerhaven sind sowohl die Volumen als auch die technischen Wertschöpfungen an den Im- und Exportfahrzeugen stark rückläufig.

Neben den inländischen Seehafenterminals in Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg sowie den ausländischen Seehafenterminals in Gioia Tauro, Danzig und St. Petersburg betreibt der Geschäftsbereich auch mehrere Inlandterminals am Rhein und an der Donau. Im Vergleich zu den Seehafenterminals sind die Inlandterminals wegen ihrer stärkeren Einbindung in den inländischen Neu- und Gebrauchtwagenmarkt deutlich abhängiger von der Entwicklung der Automobilwirtschaft in Deutschland.

Im Geschäftsfeld Inlandterminals zeigt sich am AutoTerminal Duisburg der erwartete Mengenrückgang wegen Volumenverlusten eines Großkunden. Das erste Halbjahr 2013 war am Standort Kelheim durch hohe Lagerauslastungen und Wertschöpfungstiefe aus technischen Dienstleistungen gekennzeichnet.

Ein wesentlicher Bestandteil des Netzwerkes des Geschäftsbereiches AUTOMOBILE sind die intermodalen Transporte. Das Transportvolumen auf den Verkehrsträgern Lkw, Bahn und Binnenschiff stieg gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich.

Im Bereich der Lkw-Transporte sind die Volumen im ersten Quartal 2013 zunächst angestiegen. Im Verlauf des zweiten Quartals ist es gelungen bei leicht rückläufigen Mengen eine verbesserte Paarigkeit der Verkehre herzustellen.

Weiterhin forciert wird der Ausbau in Kapazitäten für Spezialwaggons für den Bahntransport. Zum 30. Juni 2013 betrug der Bestand der BLG AutoRail 1.180 Waggons (31. Dezember 2012: 1.103 Waggons). Die planmäßig stetig steigenden Waggonstückzahlen ermöglichen einen zunehmenden Einsatz in Spotverkehren. Trotz geringerer Exportmengen aus den osteuropäischen Werken, Einschränkungen und Mehrkosten für Umfuhren wegen des Hochwassers konnte der Ergebnisbeitrag nochmals erhöht werden.

Ergänzt wird das Netzwerk durch den Einsatz von mehreren Binnenschiffen auf der Donau und dem Rhein, welche Neufahrzeuge aus den Produktionswerken zu den Inlandterminals bzw. Westhäfen transportieren. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Transportvolumen nochmals erhöht werden und führte in Verbindung mit einem höheren Anteil aus der Abwicklung der Transporte aus osteuropäischen Produktionsstätten koreanischer Automobilhersteller zu einem erneut deutlich positiven Ergebniseffekt.

In Osteuropa ist nach dem dynamischen Wachstum der Vorjahre im ersten Halbjahr 2013 ein Rückgang bei den Pkw-Neuzulassungen zu verzeichnen. Dies betrifft insbesondere den russischen Markt (- 5,8 Prozent) und den ukrainischen Markt (-18,0 Prozent). Entgegen dieser Entwicklung ist das Fahrzeugvolumen im Geschäftsfeld Osteuropa im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent gestiegen.

Auf Basis der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2013 im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von EUR 3,6 Mio. Damit hat sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr (EUR 4,5 Mio.) um EUR 0,9 Mio. verringert.

Geschäftsbereich CONTRACT

01.01. - 01.01. - Veränderung
Wesentliche Kennzahlen 30.06.2013 30.06.2012 absolut prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 216,3 192,7 23,6 12,2
Umsatzrendite % 3,2 2,4 0,8 32,7
EBIT EUR Mio. 7,0 4,7 2,3 48,9
EBT EUR Mio. 6,2 2,8 3,4 121,4

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Automotive, Industrielogistik, Offshore-Windenergie sowie Handels- und Seehafenlogistik.

Die Steigerung der Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2013 um 12,2 Prozent auf EUR 216,3 Mio. resultiert vor allem aus positiven Mengenentwicklungen insbesondere in den Geschäftsfeldern Automotive, Industrielogistik und Offshore-Windenergie.

Die auf das operative Ergebnis (EBIT) bezogene Umsatzrendite von 3,2 Prozent (Vorjahr: 2,4 Prozent) zeigt ein nachhaltiges Potenzial.

Im Geschäftsfeld Automotive sind die eingeleiteten Maßnahmen zur Prozess- und Qualitätsverbesserung in allen Standorten abgesichert und führen in Verbindung mit dem höheren Volumen auch zu nachhaltig positiven Ergebnissen. Die Neugeschäfte in Wackersdorf und Brotterode sind weitgehend störungsfrei angelaufen und bringen positive Ergebnisbeiträge. In den USA werden die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivitäten und Qualität in den Neugeschäften Teilekonsolidierung und SKD/CKD umgesetzt.

Im Geschäftsfeld Industrielogistik entwickeln sich die Bestandsgeschäfte an allen Standorten wie geplant und erwirtschaften insgesamt ein positives Ergebnis. Im Neugeschäft in Butzbach konnten noch nicht die geplanten Produktivitäten erreicht werden.

Im Geschäftsfeld Offshore-Windenergie sind die ersten Projekte des Transports und des Umschlags der Tripoden eines Großkunden auf der ABC-Halbinsel in Bremerhaven erfolgreich abgeschlossen.

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Handelslogistik verläuft insgesamt planmäßig. Die Ergebnisse am Standort Bremen sind bestimmt durch die erwarteten Produktivitätsverluste wegen Baumaßnahmen am Hochregallager Bremen für das Online-Neugeschäft eines Großkunden. Die Umsetzungen liegen im Zeitplan. Das Neugeschäft am Standort Frankfurt ist angelaufen. Die Lagerauslastung im Kühlhaus in Bremerhaven hat sich deutlich verbessert.

Das Geschäftsfeld Seehafenlogistik hat sich im ersten Halbjahr 2013 wie geplant entwickelt.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Ergebnis vor Steuern für den Geschäftsbereich CONTRACT im ersten Halbjahr 2013 mit EUR 6,2 Mio. gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR 2,8 Mio.) mehr als verdoppelt.

Geschäftsbereich CONTAINER

Wesentliche Kennzahlen 01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2012
absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse EUR Mio. 159,1 168,8 -9,7 -5,7
Umsatzrendite % 9,4 14,4 -5,0 -34,9
EBIT EUR Mio. 14,9 24,3 -9,4 -38,7
EBT EUR Mio. 11,4 19,5 -8,1 -41,5

Der Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem bedeutenden Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit seinen Beteiligungen repräsentiert. Diese betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven sowie La Spezia, Gioia Tauro, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien), Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Ferner ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft auf dem europäischen Kontinent aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ergänzt um technische Serviceleistungen angeboten.

Die EUROGATE-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2013 bei einem Rückgang des Konzernumsatzes auf EUR 318,3 Mio. (Vorjahr: EUR 337,7 Mio.) ein deutlich rückläufiges operatives Ergebnis (EBIT) von EUR 29,9 Mio. zu verzeichnen. Dementsprechend hat sich die Umsatzrendite auf 9,4 Prozent (Vorjahr: 14,4 Prozent) verringert. Das Ergebnis vor Steuern sank im Berichtszeitraum um EUR 16,3 Mio. auf EUR 22,8 Mio. (Vorjahr: EUR 39,1 Mio.). Davon stellen quotal 50 Prozent den Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns dar.

Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen bedingt durch rückläufige Umschlagsmengen an den deutschen Standorten. Das Ergebnis wird außerdem insbesondere durch die wie erwartet eingetretenen Anlaufverluste im Containerterminal Wilhelmshaven negativ beeinflusst.

Der Containerumschlag der Containerterminals der EUROGATE-Gruppe bewegte sich im ersten Halbjahr 2013 auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt schlugen die Containerterminals in Deutschland, Italien, Portugal, Marokko und Russland 6,9 Mio. TEU (Vorjahr: 6,9 Mio. TEU) um.

Während sich die Umschlagsmengen der quotenkonsolidierten Gesellschaften in Deutschland mit einer Verringerung um 0,4 Mio. TEU auf 3,8 Mio. TEU rückläufig entwickelten (-8,7 Prozent), verzeichnete der Gesamtumschlag der italienischen Terminals mit 2,5 Mio. TEU gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Zuwachs (+10,9 Prozent). In Portugal wurde das Umschlagsniveau des Vorjahres bei leichten Steigerungen (+2,2 Prozent) gefestigt. Das Umschlagsvolumen in Marokko hat sich nach Beendigung der tarifvertraglichen Auseinandersetzungen erholt und stieg auf 0,4 Mio. TEU (Vorjahr: 0,3 Mio. TEU). In Russland liegen die Umschlagsmengen nach der Aufnahme des Umschlagsgeschäfts im Vorjahr noch auf einem sehr geringen Niveau.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres und der Freigabe des Konzernzwischenabschlusses am 27. August 2013 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

Risikobericht

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für den BLG-Konzern Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen. Zur frühzeitigen Identifikation von Chancen und Gefährdungspotenzialen haben wir ein Chancen- und Risikomanagementsystem etabliert. Die zentralen Bestandteile dieses Systems sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind im Abschnitt "Risikobericht" im Konzernlagebericht 2012 beschrieben.

Chancen

Die wirtschaftlichen Chancen, die im Abschnitt "Chancen" im Konzernlagebericht 2012 dargestellt werden, haben unverändert Gültigkeit. Soweit sich im ersten Halbjahr 2013 neue Potenziale ergeben haben, werden diese in den Abschnitten Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Prognose dargestellt.

Risiken

Die Risikostruktur des BLG-Konzerns hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2012 geändert. Soweit sich während des ersten Halbjahres 2013 neue Risiken oder eine veränderte Risikobeurteilung ergeben haben, werden diese in den Abschnitten Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Prognose sowie unter Erläuterung Nummer 17 (Rechtsstreitigkeiten) im verkürzten Anhang beschrieben. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten.

Prognose

Künftige Konzernstruktur

Für das laufende Geschäftsjahr sind zurzeit keine weiteren organisatorischen Änderungen geplant, die von wesentlicher Bedeutung für die Struktur des Konzerns wären.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2013 etwas an Fahrt gewinnen. Der IWF geht für das Gesamtjahr 2013 nunmehr von einer Steigerung der Weltwirtschaftsleistung um 3,3 Prozent aus und hat damit seine Prognose aus dem ersten Quartal 2013 um 0,2 Prozentpunkte leicht abgeschwächt. Insbesondere in Europa werden verspätete oder unzureichende politische Maßnahmen im Zusammenhang mit der europäischen Staatsschuldenkrise weiterhin als Risiko für eine nachhaltig positive Konjunkturentwicklung angesehen.

Für das Welthandelsvolumen prognostiziert der IWF bezogen auf das Gesamtjahr einen Anstieg um 3,8 Prozent. Damit wird die Prognose zum Jahresende 2012 bestätigt.

Für Deutschland geht die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrer Prognose vom April 2013 für das Gesamtjahr 2013 von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent aus. Maßgebliche Impulse werden hierbei von der Binnennachfrage erwartet, während der Export sich vor dem Hintergrund der schwachen Nachfrage im Euroraum voraussichtlich nur geringfügig beleben wird.

Branchenentwicklung

Für das Jahr 2013 erwartet die Logistikwirtschaft vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung moderates Wachstum. Die Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung sind gemäß BVL/IfW Logistik-Indikator gestützt durch eine gute Kapazitätsauslastung und angemessene Nachfrage im In- und Ausland. Auch das SCI Logistik-Barometer Juni 2013 geht für das zweite Halbjahr 2013 von einer steigenden Kapazitätsauslastung aus. Basierend auf dieser Entwicklung ist auch eine weitere Zunahme der Beschäftigtenzahl zu erwarten. Diese Beurteilungen sind wesentlich vom guten Zustand der Infrastruktur abhängig. Maßnahmen zur Erhaltung beziehungsweise zur Verbesserung der Infrastruktur hält die Logistikwirtschaft für dringend erforderlich.

Hinsichtlich der Entwicklung des gesamten Transportsektors ist in den kommenden sechs Monaten nach aktuellen Experteneinschätzungen des TransportmarktBarometers der ProgTrans AG, Basel, und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim, in Deutschland mit einer überwiegend stabilen Nachfrage bei leicht steigenden Preisen zu rechnen. Dabei sind die Erwartungen hinsichtlich Nachfrage- und Preisentwicklung je Transportzweig sehr unterschiedlich.

So werden die Perspektiven des Straßengüterverkehrs als stabil eingeschätzt. Dies gilt insbesondere für den Binnenfern- und den Osteuropaverkehr. Gleichzeitig wird mit einem insgesamt moderaten Preisanstieg gerechnet, der insbesondere durch die hohen Dieselpreise und die steigenden Fahrerlöhne bedingt ist.

Für den Schienengüterverkehr wird insbesondere im Inlandsverkehr mit einem leichten Aufkommenszuwachs bei gleichzeitig schwach steigenden Preisen gerechnet. Für das stärker wachsende Segment des internationalen Verkehrs besteht hier noch Potenzial.

Das Transportaufkommen in der Binnenschifffahrt wird von der Mehrzahl der Experten als rückläufig angesehen. Gleiches gilt auch für die Frachtraten. Damit werden die Aussichten im Vergleich zu den übrigen Verkehrsträgern als eher verhalten eingeschätzt.

Geschäftsklima Logistikdienstleister

Für die Seefrachtmengen wird im Europaverkehr eine stabile Entwicklung erwartet, während auf der Nordamerika-Route von einem leichten und auf der Asien-/Pazifik-Route von einem stärkeren Wachstum ausgegangen wird. Parallel dazu wird - insbesondere im Asien-/Pazifik-Verkehr - mit steigenden Seefrachten gerechnet.

Entwicklung des Konzerns im zweiten Halbjahr 2013

Vor dem Hintergrund der skizzierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Entwicklung im ersten Halbjahr 2013 halten wir an den im Konzernlagebericht 2012 getroffenen Aussagen für das Gesamtjahr 2013 im Hinblick auf die Entwicklung der Umsatzerlöse im Konzern sowie in den Geschäftsbereichen fest.

Wir haben eine Bestandsaufnahme zur Beurteilung unseres Beteiligungsportfolios mit Schwerpunkt der Auslandsaktivitäten gestartet. Sollte sich die Einschätzung der Chancen- beziehungsweise Risikosituation aufgrund dieser Maßnahme entscheidend ändern, kann das Auswirkungen auf die voraussichtliche Ergebnisentwicklung des Konzerns sowie der Geschäftsbereiche mit sich bringen. Abgesehen von dieser Einschränkung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zu unseren Angaben im Konzernlagebericht 2012 keine wesentlichen Veränderungen des prognostizierten Ergebnisses vor Ertragsteuern (EBT).

Weitere Informationen

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht wurde auf Basis des Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16 in der derzeit gültigen Fassung erstellt. Er enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder beabsichtigt, noch übernimmt die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Konzerngewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2013

01.01. -
30.06.2013
TEUR
01.01. -
30.06.2012
TEUR
2008
(angepasst)
TEUR
1. Umsatzerlöse 590.065 570.972
2. Sonstige betriebliche Erträge 31.595 31.381
3. Materialaufwand -272.485 -281.472
4. Personalaufwand -202.242 -175.777
5. Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
-33.325 -30.567
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -94.813 -86.482
7. Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 22 606
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.076 886
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.841 -10.748
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 995 - 432
11. Erträge aus übrigen Beteiligungen
und verbundenen Unternehmen
710 673
12. Ergebnis vor Steuern 13.757 19.041
13. Ertragsteuern -3.696 -3.710
14. Konzernjahresüberschuss 10.061 15.331
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 755 1.065
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 5.410 10.574
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 3.896 3.692
10.061 15.331
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) EUR 0,20 EUR 0,28
davon aus fortgeführten Aktivitäten EUR 0,20 EUR 0,28

Konzerngesamtergebnisrechnung

vom 1. Januar bis 30. Juni 2013

01.01. -
30.06.2013
2008
TEUR
TEUR
01.01. -
30.06.2012
2008
TEUR
TEUR
(angepasst)
1. Konzernjahresüberschuss 10.061 15.331
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
2. Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -1.196 -5.794
3. Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
314 959
-882 -4.835
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden
können
4. Währungsumrechnung -637 -420
5. Anteil an der Währungsumrechnung assoziierter Unternehmen -191 22
6. Bewertungsänderung von derivaten Finanzinstrumenten 1.479 -336
7. Bewertungsänderung von derivaten Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
7 6
8. Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV
umgegliedert werden können
-172 53
486 -675
9. Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -396 -5.510
10. Gesamtergebnis 9.665 9.821
Davon entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 755 1.065
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 5.042 5.139
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 3.868 3.617
9.665 9.821

Konzernbilanz zum 30. Juni 2013

A k t i v a 30.06.
2013
31.12.
2012
01.01.
2012
TEUR TEUR
(angepasst)
TEUR
(angepasst)
A. Langfristiges Vermögen
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1.
Firmenwerte
7.041 7.077 7.167
2.
Andere immaterielle Vermögenswerte
3.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle
35.331 36.429 19.244
Vermögenswerte 5.870 5.547 6.375
48.242 49.053 32.786
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 375.992 360.116 327.021
2.
Technische Anlagen und Maschinen
246.622 253.225 235.834
3.
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
23.404 21.041 19.331
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
15.708 40.246 49.282
661.726 674.628 631.468
III.
Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
373 373 399
2.
Anteile an assoziierten Unternehmen,
die at equity bilanziert werden 39.986 40.504 47.653
3.
Sonstige Finanzanlagen
1.687 1.688 1.695
42.046 42.565 49.747
IV.
Langfristige Finanzforderungen
42.782 46.830 13.458
V.
Sonstige langfristige Vermögenswerte
22 84 375
VI.
Latente Steuern
14.934 15.119 12.366
809.752 828.279 740.200
B. Kurzfristiges Vermögen
I.
Vorräte
II.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
11.676 13.051 11.064
III.
Sonstige Vermögenswerte
197.852 179.977 151.205
IV.
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern
33.788 45.302 45.538
V.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
1.164
51.156
843
75.136
406
82.744
295.636 314.309 290.957
1.105.388 1.142.588 1.031.157
30.06. 31.12. 01.01.
P a s s i v a 2013 2012 2012
TEUR TEUR TEUR
(angepasst) (angepasst)
A. Eigenkapital
I.
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
1.
Gezeichnetes Kapital
9.984 9.984 9.984
2.
Gewinnrücklagen
a. Gesetzliche Rücklage 998 998 998
b. Andere Gewinnrücklagen 5.734 5.734 4.604
3.
Bilanzgewinn
740 1.521 1.521
17.456 18.237 17.107
II.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
1.
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
a. Kommanditkapital 51.000 51.000 51.000
b. Kapitalrücklage 50.182 50.182 50.182
c. Gewinnrücklagen 186.582 188.084 161.302
d. Sonstige Rücklagen -14.397 -13.544
e. Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten -2.972 -4.286 -2.453
-3.679
f. Fremdwährungsausgleichsposten -154 532
g. Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften -43.678 -50.519 -33.083
h. Bilanzgewinn 895 23.054 19.497
227.458 244.503 243.567
2.
Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter
a. Hybrid-Eigenkapital 75.478 78.010 78.010
b. Sonstige Minderheiten 12.542 11.967 11.909
315.478 334.480 333.486
332.934 352.717 350.593
B. Langfristige Schulden
I.
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil)
243.286 243.823 221.039
II.
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
81.998 89.297 75.685
III.
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
30.861 31.860 32.906
IV.
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
4.555 3.706 8.733
V.
Langfristige Rückstellungen
74.301 72.015 52.618
VI.
Latente Steuern
4.783 5.004 5.678
C. Kurzfristige Schulden 439.784 445.705 396.659
I.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
81.656 87.449 72.173
II.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
188.306 181.550 140.063
III.
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand
2.323 2.334 1.889
IV.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
39.971 48.936 46.497
V.
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern
6.400 9.325 7.278
VI.
Kurzfristige Rückstellungen
14.014 14.572 16.005
332.670 344.166 283.905
1.105.388 1.142.588 1.031.157

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

(in TEUR)

I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Gezeich Gewinn
netes
Kapital
rück
lagen
Bilanz
gewinn
Summe
Stand zum 1. Januar 2012 (angepasst) 1) 9.984 5.602 1.521 17.107
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 0 1.065 1.065
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 1.065 1.065
Dividenden / Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2012 (angepasst) 1) 9.984 5.602 1.050 16.636
Stand zum 1. Januar 2013 9.984 6.732 1.521 18.237
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 0 755 755
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 755 755
Dividenden / Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0

1) Bezüglich der Anpassung der Vorjahreszahlen verweisen wir auf Erläuterung Nummer 1 im verkürzten Anhang auf Seite 28.

II. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Eigenkapital
der übrigen nicht
beherrschenden
Gesellschafter
Kom
mandit
kapital
Kapital
rück
lage
Gewinn
rück
lagen
Sonstige
Rückla
gen
Rücklage
aus der
Zeit
wert
bewer
tung von
Finanz
instru
menten
Fremd
wäh
rungs
aus
gleichs
posten
Bilanz
ergebnis
einbezo
gener
Gesell
schaften
Bilanz
gewin
Summe Hybrid
Eigen
kapital
Sonsti
ge
Minder
heiten
Summe
51.000 50.182 161.302 -2.453 -3.679 801 -33.083 19.497 243.567 78.010 11.909 350.593
0 0 -784 0 0 0 11.358 0 10.574 2.531 1.161 15.331
0 0 56 -4.947 -277 -267 0 0 -5.435 0 -75 -5.510
0 0 -728 -4.947 -277 -267 11.358 0 5.139 2.531 1.086 9.821
0 0 0 0 0 0 0 -19.497 -19.497 -5.063 -2.242 -28.338
0 0 1.508 0 0 0 -35 0 1.473 0 0 1.473
51.000 50.182 162.082 -7.400 -3.956 534 -21.760 0 230.682 75.478 10.753 333.549
51.000 50.182 188.084 -13.544 -4.286 532 -50.519 23.054 244.503 78.010 11.967 352.717
0 0 -3.245 0 0 0 8.655 0 5.410 2.531 1.365 10.061
0 0 0 -996 1.314 -686 0 0 -368 0 -28 -396
0 0 -3.245 -996 1.314 -686 8.655 0 5.042 2.531 1.337 9.665
0 0 0 0 0 0 0 -22.159 -22.159 -5.063 -620 -29.378
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -142 -142
0 0 1.743 143 0 0 -1.814 0 72 0 0 72
51.000 50.182 186.582 -14.397 -2.972 -154 -43.678 895 227.458 75.478 12.542 332.934

Segmentberichterstattung

AUTOMOBILE CONTRACT
(in TEUR) 2013 2012 2013 2012
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
Intersegmenterlöse
218.338
2.142
213.185
1.506
216.321
336
192.671
202
EBITDA 12.501 12.827 13.988 11.385
Abschreibungen -6.384 -5.969 -7.028 -6.733
Segmentergebnis (EBIT) 1) 6.117 6.858 6.960 4.652
in % vom Umsatz 2,8 % 3,2 % 3,2 % 2,4 %
Zinserträge 104 77 462 404
Zinsaufwand -2.876 -2.800 -1.987 -2.332
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen 207 370 773 78
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 7 24 15 18
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.559 4.529 6.223 2.820
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Vorgänge 44 -605 751 -757
Im Segmentergebnis enthaltene
Periodenfremde Erträge 2.397 1.274 1.349 1.086
Periodenfremde Aufwendungen -1.092 -744 -1.351 -534
Anteile an assoziierten und anderen at equity
einbezogenen Unternehmen 2) 11.475 10.964 3.317 4.907
Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte 2) 6.529 6.565 0 0
Segmentvermögen 2) 260.950 255.762 244.573 260.617
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
5.663 5.523 8.241 21.590
Segmentschulden 2) 124.445 113.844 91.262 110.254
Eigenkapital 2) 70.747 69.736 55.946 50.770
Mitarbeiter 2.235 2.196 3.204 2.673

1) Ohne Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen und Ergebnis aus übrigen Beteiligungen

2) Stichtagsbezogen zum 30. Juni 2013 und 31. Dezember 2012

3) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50% Quote)

KONZERN
2012
2013 Überleitung
2012
2013 CONTAINER
2012
2013
570.972 590.065 -3.726 -3.737 168.842 159.143
0 0 -3.726 -3.737 2.018 1.259
58.623 52.120 -7.297 -8.697 41.708 34.328
-30.567 -33.325 -409 -515 -17.456 -19.398
28.056 18.795 -7.706 -9.212 24.252 14.930
4,9 % 3,2 % k.a. k.a. 14,4 % 9,4 %
1.492 2.098 93 123 918 1.409
-10.748 -8.841 -236 1.381 -5.380 -5.359
-432 995 0 279 -880 -264
673 710 14 9 617 679
19.041 13.757 -7.835 -7.420 19.527 11.395
-4.350 -346 -1.318 -633 -1.670 -508
3.640 3.181 944 -1.047 336 482
-1.554 -2.805 -93 -146 -183 -216
40.504 39.986 2.815 3.146 21.818 22.048
7.077 7.041 0 0 512 512
1.086.122 1.049.304 12.839 28.072 556.904 515.709
64.884 21.363 122 1.269 37.649 6.190
408.786 397.815 759 32.213 183.929 149.895
352.717 332.934 21.171 -10.656 211.040 216.897
7.008 7.655 192

Konzernkapitalflussrechnung

01.01. - 01.01. -
(in TEUR) 30.06. 30.06.
2013 2012
Ergebnis vor Steuern 13.757 19.041
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzanlagen und
langfristige Finanzforderungen 33.325 30.567
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -296 -162
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -995 432
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen
Zinsergebnis
-710
6.743
-673
9.256
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -346 -4.350
51.478 54.111
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -17.875 -47.642
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte 3.115 7.813
Veränderung der Vorräte 1.375 -1.133
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand -1.010 -809
Veränderung der Rückstellungen -459 6.153
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.793 21.490
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 15.274 11.147
-5.373 -2.981
Einzahlungen für Zinsen 1.373 1.122
Auszahlungen für Zinsen -7.640 -7.786
Auszahlungen für Ertragsteuern -7.150 -4.365
-13.417 -11.029
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 32.688 40.101
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögenswerte 1.697 4.449
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte -20.378 -64.113
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0 6
Auszahlungen Finanzanlagevermögen -2.159 -1.808
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -3.208 -14.213
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 1.184 0
Auszahlungen für kontrollwahrende Anteilserwerbe -142 0
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 4.043 2.209
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.963 -73.470
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner 1.013 674
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner -206 -592
Auszahlungen an Inhaber Hybridkapital -5.063 -5.063
Auszahlungen an Unternehmenseigner -24.314 -23.275
Einzahlungen aus der Ausgabe von Schuldscheindarlehen 0 10.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 22.765 20.119
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -16.312 -23.785
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen
Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen
0
-3.695
562
-3.395
Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen 115 43
Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten 0 3.404
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -4.883 -3.694
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -30.580 -25.002
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -16.855 -58.371
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen -562 235
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 1) 21.079 72.485
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 3.662 14.349
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel 51.156 52.794
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2) -47.494 -38.445
3.662 14.349

1) Stichtagsbezogen zum 1. Januar 2013 und 1. Januar 2012

2) Stichtagsbezogen zum 30. Juni 2013 und 30. Juni 2012

Verkürzter Anhang für das erste Halbjahr 2013

Grundlagen und Methoden 1 | Grundlagen der Konzernrechnungslegung 26 2 | Saisonale und konjunkturelle Einflüsse 28 3 | Konsolidierungskreis und -methoden 29 Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung 4 | Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 29 5 | Gezahlte Dividende je Aktie 30 Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung 6 | Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 30 Erläuterungen zur Konzernbilanz 7 | Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 31 8 | Eigenkapital 31 9 | Langfristige Darlehen 31 Segmentberichterstattung 10 | Segmentberichterstattung 32 11 | Erläuterungen zur Segmentberichterstattung 32 Sonstige Erläuterungen 12 | Finanzinstrumente 33 13 | Eventualverbindlichkeiten 35 14 | Bestellobligo 35 15 | Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen 35 16 | Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand 35 17 | Rechtsstreitigkeiten 36 18 | Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag 36

Konzernzwischenbericht Januar bis Juni 2013 Konzernzwischenbericht Januar bis Juni 2013

Grundlagen und Methoden

1 | Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernzwischenabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– (BLG) für das erste Halbjahr 2013 wurde mit Ausnahme der Regelungen des IAS 32 zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 30. Juni 2013 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragene BLG hat ihren Sitz in Bremen/Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß § 37w Wertpapierhandelsgesetz sowie unter Berücksichtigung des International Accounting Standards IAS 34 "Zwischenberichterstattung" und des Deutschen Rechnungslegungs Standards DRS 16 "Zwischenberichterstattung" erstellt und enthält daher nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Aus diesem Grund sollte der Konzernzwischenabschluss im Zusammenhang mit dem testierten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert hinsichtlich einzelner Sachverhalte Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Werte haben können. Änderungen von Schätzungen haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 insbesondere bei folgenden Bilanzposten ergeben:

Langfristige Rückstellungen

Die Bewertung der langfristigen personalbezogenen Rückstellungen erfolgte nicht anhand externer Gutachten und bestätigter Aktivwerte, sondern durch unternehmensinterne Fortschreibung der Werte vom 31. Dezember 2012 auf Basis der zum Zwischenabschlussstichtag gültigen Zinssätze. Bezüglich der Änderungen, die sich aus der Anwendung des überarbeiteten IAS 19 ergeben haben, wird auf den Abschnitt 'Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' auf Seite 27 verwiesen.

Die Berechnung der wesentlichen langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer zum 30. Juni 2013 erfolgte auf Basis der folgenden Diskontsätze:

Diskontsatz 30.06.2013 31.12.2012
Personalbezogene Rückstellungen
Direktzusagen und Lebensarbeitszeitkonten 3,70 - 4,20% 4,20%
Hafenrente 3,10 - 3,80% 3,80%
Soziales Zukunftskonzept 3,50 - 3,80% 3,80%
Jubiläumsrückstellungen 3,10 - 3,20% 3,20%

Die übrigen versicherungsmathematischen Parameter wurden gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 unverändert beibehalten.

Ertragsteuern

Ertragsteuern werden in jeder Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das um steuerliche Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis des Konzernzwischenabschlusses angewendet. Bei der Berechnung werden bereits geleistete Ertragsteuerzahlungen berücksichtigt.

Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2013 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

Änderungen zu IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben' (Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Ver bindlichkeiten):

Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen. Die Angaben beinhalten insbesondere quantitative Informationen zu erfassten Finanzinstrumenten, die in der Bilanz gegeneinander aufgerechnet wurden sowie zu Finanzinstrumenten, die Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Pflicht zur Offenlegung gilt ungeachtet dessen, ob eine Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden geführt hat. Daneben ist eine qualitative Beschreibung der Aufrechnungsansprüche vorzunehmen.

Aus der Anwendung der Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss ergeben.

IFRS 13 'Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert'

IFRS 13 befasst sich mit der Zeitwertermittlung und den zugehörigen Anhangangaben. Der Standard bietet Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes (fair value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS vorgeschrieben ist. Insbesondere erfolgt eine standardübergreifende Vereinheitlichung des fair value-Begriffs und der bei der fair value-Ermittlung anzuwendenden Methoden. Darüber hinaus werden durch den Standard die mit der fair value-Bewertung verbundenen Anhangangaben in anderen IFRS ersetzt beziehungsweise ergänzt.

Mit IFRS 13 wurde auch IAS 34 Zwischenberichterstattung geändert. Die daraus resultierenden Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten sind in Erläuterung Nummer 12 dargestellt.

Änderungen zu IAS 1 'Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses'

Gemäß der Änderung ist das sonstige Ergebnis (OCI) danach aufzuspalten, ob die darin erfassten Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden oder nicht. Fortbestehen bleibt das Wahlrecht, die Posten des OCI vor oder nach Steuern darzustellen; bei einer Vorsteuer-Darstellung müssen die Steuern jedoch danach getrennt werden, ob sie sich auf Posten beziehen, die umgegliedert werden können, oder auf Posten, die nicht umgegliedert werden können.

Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung einschließlich der Vergleichsinformationen sowie die Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurden entsprechend angepasst.

Änderungen zu IAS 19 'Leistungen an Arbeitnehmer':

Die Änderungen durch den überarbeiteten IAS 19 betreffen im Wesentlichen die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens. Diese werden seit dem Berichtsjahr unmittelbar im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income, OCI) erfasst. Das zuvor bestehende Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung in der GuV oder im OCI und der bisher vom BLG-Konzern angewandten zeitverzögerten Erfassung nach der Korridormethode wurde abgeschafft. Darüber hinaus erfolgt die Verzinsung des Planvermögens nicht mehr entsprechend der Verzinsungserwartung, sondern in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen. Außerdem fordert IAS 19 nun umfangreichere Anhangangaben. Weitere Änderungen betreffen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge, die aufgrund einer geänderten Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses jetzt andere fällige Leistungen an Arbeitnehmer darstellen.

Die Auswirkungen, die sich aus der erstmaligen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 ergeben haben, werden im Abschnitt 'Anpassung von Vorjahreszahlen' auf Seite 28 detailliert aufgeführt.

'Verbesserungen von IFRS'

Im Mai 2012 wurde ein Standard zu 'Verbesserungen von IFRS' veröffentlicht. Die hierin enthaltenen Änderungen betreffen nicht dringede, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt fünf Standards.

Die Änderung an IAS 34 'Zwischenberichterstattung' beinhaltet eine Klarstellung zur Angabe von Segmentvermögenswerten und –schulden im Zwischenbericht, durch die IAS 34 in Übereinstimmung mit IFRS 8 'Geschäftssegmente' gebracht wird. Danach ist die Angabe von Segmentvermögenswerten und –schulden im Zwischenbericht nur noch dann erforderlich, wenn diese auch Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger des Unternehmens ist und sich an den Beträgen seit dem letzten veröffentlichten Jahresabschluss wesentliche Änderungen ergeben haben.

Da eine Darstellung der Segmentvermögenswerte und –schulden nicht Gegenstand der unterjährigen internen Berichterstattung ist, wird auf die entsprechenden Angaben im Konzernzwischenabschluss verzichtet.

Anpassungen von Vorjahreszahlen

Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 wurde eine Anpassung der Vorjahreszahlen vorgenommen. Durch die rückwirkende Anwendung zum 1. Januar 2012 wurde die Konzernbilanz um die Werte zum Beginn der frühesten Vergleichsperiode ergänzt.

Im Folgenden sind die Veränderungen auf den Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2012 beziehungsweise auf die Vergleichsperiode 1. Januar bis 30. Juni 2012 dargestellt.

(in TEUR) Bisheriger
Stand
01.01. -
Angepasste
Zahlen
01.01. -
30.06.2012 30.06.2012 Veränderung
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Personalaufwand -175.560 -175.777 -217
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.490 886 -604
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.352 -10.748 604
Ertragsteuern -3.262 -3.710 -448
Konzernjahresüberschuss 15.996 15.331 -665
Konzerngesamtergebnisrechnung (OCI)
Konzernjahresüberschuss 15.996 15.331 -665
Neubewertung von Netto-Pensions
verpflichtungen 0 -5.794 -5.794
Ertragsteuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Erträge und Aufwendungen 165 1.012 847
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -563 -5.510 -4.947
Gesamtergebnis 15.433 9.821 -5.612
(in TEUR) Bisheriger
Stand
31.12.2012
Angepasste
Zahlen
31.12.2012
Veränderung
Konzernbilanz (Aktiva)
Langfristige Finanzforderungen 46.931 46.830 -101
Latente Steuern 13.456 15.119 1.663
Bilanzsumme 1.141.026 1.142.588 1.562
Konzernbilanz (Passiva)
Sonstige Rücklagen 0 -13.544 -13.544
Eigenkapital gesamt 367.129 352.717 -14.412
Eigenkapitalquote 32,2% 30,9% -1,3%
Langfristige Rückstellungen 55.918 72.015 16.097
Latente Steuern 5.127 5.004 -123
Bilanzsumme 1.141.026 1.142.588 1.562

Die weiteren neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge ist insoweit nicht erfolgt. Von dem Wahlrecht der vorzeitigen Anwendung von Änderungen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, hat der Konzern keinen Gebrauch gemacht.

2 | Saisonale und konjunkturelle Einflüsse

Die Geschäftstätigkeit des BLG-Konzerns wird von der Nachfrage nach Transportleistungen und vielfältigen logistischen Dienstleistungen beeinflusst, die sich wiederum aus der gesamtwirtschaftlichen Produktion ableitet. Dies betrifft unmittelbar zum Beispiel die Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt im Geschäftsbereich AUTOMOBILE, aber auch den Umschlag in den See- und Binnenhäfen sowie die Erbringung vor- und nachgelagerter logistischer Dienstleistungen in allen Geschäftsbereichen. Zudem sind die Umsätze des Konzerns in einzelnen Geschäftsfeldern

saisonalen Schwankungen unterworfen. So wirken sich beispielsweise die Werksferien der Automobilhersteller in fast allen Geschäftsfeldern des Geschäftsbereiches AUTOMOBILE (Seehafenterminals, Inlandterminals, Intermodal und Spedition) oder das Weihnachtsgeschäft im Geschäftsfeld Handelslogistik des Geschäftsbereiches CONTRACT aus. Infolgedessen kann es zu unterschiedlichen Umsätzen und daraus resultierenden Gewinnen im Verlauf eines Geschäftsjahres kommen.

3 | Konsolidierungskreis und -methoden

Die BLG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, die – direkt oder indirekt – die Anteile an den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen hält. Die BLG beherrscht die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, an deren Vermögen sie nicht beteiligt ist, aufgrund ihrer Gesellschafterstellung.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 unverändert beibehalten.

Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochterunternehmen)

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der BLG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst unverändert zum 31. Dezember 2012 neben der BLG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 17 inländische und neun ausländische Tochtergesellschaften die per Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen

Der Geschäftsbereich Container mit der Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG wird durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen. Unverändert zum 31. Dezember 2012 werden insgesamt 29 inländische und eine ausländische Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal einbezogen. Dabei wurde der Anteil an der FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn im Mai 2013 von anteilig 25,5 Prozent auf 32,0 Prozent erhöht.

At Equity einbezogene Unternehmen

Weitere Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen, sofern der Konzern eine gemeinsame Führung mit einem weiteren Partnerunternehmen innehat bzw. einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dies betrifft 12 inländische und 17 ausländische Gesellschaften.

Im Berichtszeitraum fanden keine Unternehmenszusammenschlüsse statt.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

4 | Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der Muttergesellschaft zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das erste Halbjahr 2013 bei EUR 0,20.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie 01.01. -
30.06.2013
01.01. -
30.06.2012
Auf die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
entfallender Konzernüberschuss in TEUR
755 1.065
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Stammaktien 3.840.000 3.840.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,20 0,28

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtshalbjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

5 | Gezahlte Dividende je Aktie

Die Hauptversammlung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat am 23. Mai 2013 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, den zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.536 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,40 je Stückaktie) zu verwenden. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 58 Prozent. Die Dividende wurde entsprechend am 24. Mai 2013 an die Aktionäre ausgezahlt.

6 | Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge

01.01. - 30.06.2013 01.01. - 30.06.2012
(in TEUR) Brutto
wert
Steuer
aufwand/
ertrag
Netto
wert
Brutto
wert
(angepasst)
Steuer
aufwand/
ertrag
(angepasst)
Netto
wert
(angepasst)
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
Neubewertung von Netto-Pensions-
verpflichtungen
-1.196 89 -1.107 -5.794 847 -4.947
Anteil an der Neubewertung von Netto-Pensions-
verpflichtungen assoziierter Unternehmen
0 0 0 0 0 0
Steuersatzänderungen 0 225 225 0 112 112
-1.196 314 -882 -5.794 959 -4.835
Posten, die nachfolgend in die GuV
umgegliedert werden können
Währungsumrechnung -637 0 -637 -420 0 -420
Anteil an der Währungsumrechnung
assoziierter Unternehmen
-191 0 -191 22 0 22
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten (Cash flow hedges)
1.479 -172 1.307 -336 53 -283
Zeitwertänderung von derivativen Finanz-
instrumenten assoziierter Unternehmen
7 0 7 6 0 6
658 -172 486 -728 53 -675
Gesamt -538 142 -396 -6.522 1.012 -5.510

Erläuterungen zur Konzernbilanz

7 | Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

In langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im ersten Halbjahr 2013 TEUR 21.363 (Vorjahr: TEUR 64.884) investiert, Desinvestitionen in Höhe von TEUR 1.401 (Vorjahr: TEUR 4.287) getätigt und planmäßige Abschreibungen von TEUR 33.325 (Vorjahr: TEUR 30.567) vorgenommen. Außerplanmäßige Wertminderungen waren im ersten Halbjahr 2013 nicht zu berücksichtigen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Investitionen und Desinvestitionen:

01.01. - 30.06.2013 01.01. - 30.06.2012
(in TEUR) Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte 0 0 0 0
Andere immaterielle Vermögenswerte 533 0 347 1
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle
Vermögenswerte
644
1.177
0
0
580
927
0
1
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
819 5 2.692 0
Technische Anlagen und Maschinen 5.661 1.031 6.960 273
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
9.810 365 40.271 4.013
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
in Bau
3.896
20.186
0
1.401
14.034
63.957
0
4.286
Gesamt 21.363 1.401 64.884 4.287

8 | Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den ersten sechs Monaten der Jahre 2013 und 2012 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2013 gesondert dargestellt.

9 | Langfristige Darlehen

Der Konzern hat im ersten Halbjahr 2013 zwei weitere Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 20.000 aufgenommen. Die Konditionen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Konditionen neu aufgenommener Darlehen Darlehen 1 Darlehen 2
Darlehensbetrag EUR 10 Mio. EUR 10 Mio.
Laufzeitbeginn 05/2013 06/2013
Verzinsung variabel variabel
Zinssatz 6M-EURIBOR + 1,35 % 6M-EURIBOR + 1,18 %
Zinsperiode halbjährlich halbjährlich
Laufzeit 9 Jahre und 4 Monate 10 Jahre
Rückzahlung halbjährlich TEUR 1.000
ab 03/2018
halbjährlich TEUR 500
ab 12/2013
Laufzeitende 09/2022 05/2023

Für die genannten neu aufgenommenen Darlehen wurden den kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. Analog zu den im Geschäftsjahr 2011 und 2012 begebenen Schuldscheindarlehen sehen die Bedingungen für die neu aufgenommenen Darlehen für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht.

Im ersten Halbjahr 2013 wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsbereich CONTAINER im Zeitraum Januar bis Juni 2013 drei Bankdarlehen in Höhe von anteilig TEUR 2.765 aufgenommen. Diese Darlehen sind im Wesentlichen besichert, haben eine Restlaufzeit bis 2024 und sind fest verzinslich.

Den Darlehensaufnahmen stehen Tilgungen in Höhe von TEUR 16.312 gegenüber.

Segmentberichterstattung

10 | Segmentberichterstattung

Zur Darstellung im Einzelnen vergleiche Seite 22 ff.

11 | Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf den BLG-Konzern bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Konzernstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt. Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sind dabei jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen. Für den Erfolg der Geschäftsbereiche sind die jeweiligen Geschäftsbereichsleitungen verantwortlich, die an den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– berichten.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, BLG CarShipping GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereiches CONTRACT sind die BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, die BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG und die BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung werden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Management- und Finanzholding des BLG-Konzerns bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten.

Der BLG-Konzern ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Konzernumsatz entfallen TEUR 564.429 (Vorjahr: TEUR 547.401) auf das Inland und TEUR 25.636 (Vorjahr: TEUR 23.571) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch den Konzern. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen des Konzerns sind TEUR 691.797 (31. Dezember 2012: TEUR 705.083) im Inland und TEUR 18.171 (31. Dezember 2012: TEUR 18.598) im Ausland belegen.

Die Steuerung des BLG-Konzerns erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die im Konzernanhang zum 31. Dezember 2012 unter Erläuterung Nummer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für den gesamten Konzern. Zentrale Messgröße für den Erfolg der Segmente ist das Ergebnis vor Steuern (EBT).

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity einbezogen werden sowie die latenten und laufenden Steuern.

Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

Die Überleitung von den Segmentergebnissen zum Konzernperiodenergebnis vor Steuern (EBT) stellt sich wie folgt dar:

Segmentergebnis/ Ergebnis vor Steuern (EBT) 30.06.2013 30.06.2012
Summe der berichtspflichtigen Segmente 21.177 26.876
Zentralbereiche/ Übriges EBT 4.839 8.438
Konsolidierung -12.259 -16.273
Segmentergebnis (EBT) des Konzerns 13.757 19.041

Sonstige Erläuterungen

12 | Finanzinstrumente

Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind im Folgenden dargestellt:

30.06.2013 31.12.2012
(in TEUR) Buch- wert beizule
gender
Zeitwert
Buch- wert beizule
gender
Zeitwert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
langfristig
Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen und
sonstige Beteiligungen
1.433 n.v.b. 1.432 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 628 n.v.b. 628 n.v.b.
Langfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzforderungen 42.782 42.782 46.830 46.830
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Derivate mit Hedge-Beziehung 401 401 0 0
Übrige 22 22 84 84
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 197.852 197.852 179.977 179.977
Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen 12.589 12.589 28.354 28.354
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 19.699 19.699 7.886 7.886
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 51.156 51.156 75.136 75.136
Summe finanzielle Vermögenswerte 326.562 340.327
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten
langfristig
Langfristige Darlehen 243.286 247.622 243.823 249.822
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 47.922 51.545 52.888 56.650
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 34.076 34.076 36.409 36.409
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.717 1.717 4 4
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.656 81.656 87.449 87.449
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
81.834 82.205 86.867 87.331
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.046 4.046 5.134 5.134
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.287 1.287 1.692 1.692
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.233 10.299 10.150 11.000
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 90.906 90.906 77.707 77.707
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 23.282 23.282 12.326 12.326
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 620.244 614.448

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.061 (31. Dezember 2012: 2.060) ausgewiesen, die Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften betreffen, für die kein aktiver Markt existiert. Da die künftigen Cashflows nicht verlässlich bestimmbar sind, können auch die Zeitwerte nicht mittels eines Bewertungsmodells berechnet werden. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Bis zum 30. Juni 2013 wurden keine Anteile an diesen Personen- und Kapitalgesellschaften veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen.

In der unten stehenden Tabelle werden die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren in verschiedene Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, die wie folgt definiert sind:

Stufe 1: notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, sie sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

(in TEUR) 30.06.2013 Stufe1 Stufe2 Stufe3
Aktiva, die zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert wurden
Derivate mit Hedge-Beziehung 401 0 401 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0
401 0 401 0
Passiva, die zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert wurden
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.046 0 4.046 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.287
5.333
0
0
1.287
5.333
0
0
(in TEUR) 30.06.2012 Stufe1 Stufe2 Stufe3
Aktiva, die zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert wurden
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0
0 0 0 0
Passiva, die zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert wurden
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.134 0 5.134 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.692 0 1.692 0
6.826 0 6.826 0

Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) basieren auf den Zeitwertmitteilungen von Kreditinstituten. Diese Zeitwerte werden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von Marktzinssätzen für vergleichbare Instrumente auf Plausibilität überprüft. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.

Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im ersten Halbjahr 2013 sind keine Verschiebungen erfolgt.

13 | Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 nicht wesentlich geändert.

14 | Bestellobligo

(in TEUR) 30.06.2013 31.12.2012
Bestellobligo 31.293 48.657
Anteil am Bestellobligo von Gemeinschaftsunternehmen 15.812 16.009
Summe 47.105 64.666

Das Bestellobligo resultiert im Wesentlichen aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Die Reduzierung im Vergleich zum 31. Dezember 2012 ist überwiegend durch getätigte Investitionen in Waggonkapazitäten bedingt.

Der Anteil am Bestellobligo von Gemeinschaftsunternehmen entfällt in voller Höhe auf die EUROGATE-Gruppe. Davon betreffen TEUR 15.575 (31. Dezember 2012: TEUR 15.477) Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen, die im Wesentlichen Baumaßnahmen und Betriebsvorrichtungen sowie die Beschaffung von Großgeräten für die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, umfassen. Das Bestellobligo der EUROGATE-Gruppe beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 31.623 (31. Dezember 2012: TEUR 32.018).

Die Nettoverpflichtungen aus den Bestellobligos sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

15 | Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Im ersten Halbjahr 2013 haben sich keine wesentlichen Änderungen zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 im Konzernanhang unter Erläuterung Nummer 45 beschriebenen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen ergeben.

16 | Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes von 1976 gewählten Mitgliedern.

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 endete die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder. Mit einer Ausnahme wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Frau Christine Behle, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft. Ausgeschieden ist Herr Erhard Ott, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, der nicht mehr zur Wahl gestanden hatte.

Im Rahmen der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung wurde Herr Dr. Stephan-Andreas Kaulvers zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Seine Vertreterin ist Frau Christine Behle.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder dieses Aufsichtsrats endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2018.

Im Zuge der Nachfolgeplanung hat der Aufsichtsrat am 29. Juni 2012 Herrn Frank Dreeke zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Im Hinblick darauf ist Herr Frank Dreeke seit dem 1. Januar 2013 zum weiteren Mitglied des Vorstandes bestellt. Mit dem altersbedingten Ausscheiden von Herrn Detthold Aden als Vorstandsvorsitzender am 31. Mai 2013 hat er am 1. Juni 2013 dessen Nachfolge angetreten.

Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– setzt sich seit dem 1. Juni 2013 aus Herrn Frank Dreeke (Vorsitzender), Herrn Jens Bieniek (Finanzen), Herrn Michael Blach (Geschäftsbereich AUTOMOBILE), Herrn Andreas Wellbrock (Geschäftsbereich CONTRACT) sowie den beiden weiterhin im Amt befindlichen Vorständen Herrn Hartmut Mekelburg (Personal) und Herrn Emanuel Schiffer (Geschäftsbereich CONTAINER) zusammen.

17 | Rechtsstreitigkeiten

Im Geschäftsbereich CONTAINER sind aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zu einzelnen Bestimmungen des Betreibervertrags Rechtsstreitigkeiten zwischen der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG und der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG anhängig. Wir gehen davon aus, dass diese Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns haben werden. Darüber hinaus haben sich bis zur Erstellung des Zwischenabschlusses keine nennenswerten Veränderungen der Rechtsstreitigkeiten ergeben.

18 | Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Ende des ersten Halbjahres und der Freigabe des Konzernzwischenabschlusses am 27. August 2013 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

zum Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2013

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bremen, den 27. August 2013

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Der Vorstand

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Hartmut Mekelburg Emanuel Schiffer Andreas Wellbrock

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Die Gesellschaft hat die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von EUR 227,5 Mio., bei denen es sich um Anteile von Kommanditisten handelt, als Eigenkapital ausgewiesen und bewertet, obwohl diese Posten nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind. Korrespondierend wurde die auf diese Finanzinstrumente entfallende Vergütung von EUR 5,4 Mio. als Anteil der Kommanditisten am Konzernjahresüberschuss ausgewiesen und nicht als Finanzierungsaufwand erfasst

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns mit Ausnahme der im vorstehenden Absatz genannten Auswirkungen des Ausweises von Fremdkapital als Eigenkapital keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Bremen, 28. August 2013

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig Hantke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

Zwischenbericht
Januar bis September 2013 8. November 2013
Vorlage Geschäftszahlen 2013 25. März 2014
Veröffentlichung
Geschäftsbericht 2013
15. April 2014
Zwischenbericht Januar bis März 2014 9. Mai 2014
Ordentliche Hauptversammlung 2014 30. Mai 2014
Zahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2013
2. Juni 2014
Zwischenbericht Januar bis Juni 2014 12. August 2014
Zwischenbericht
Januar bis September 2014
7. November 2014

Konzernzwischenbericht Januar bis Juni 2013 Konzernzwischenbericht Januar bis Juni 2013

Kontakte

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Wenn Sie noch Fragen haben, sprechen Sie uns an. Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung:

Investor Relations

Dietmar Krull Telefon: +49 (0) 421 398-3382 Telefax: +49 (0) 421 398-3233 E-Mail: [email protected]

Hausanschrift

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

Auch ein Besuch im Internet unter www.blg.de ist lohnenswert.

Veröffentlichung

Dieser Zwischenbericht wurde am 30. August 2013 veröffentlicht. Der Bericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. Eine pdf-Version des Berichts steht in beiden Sprachen im Internet unter www.blg.de zum Download bereit.

Bestellung des Zwischenberichts:

Investor Relations Eva Schulze

Telefon: +49 (0) 421 398-3346 Telefax: +49 (0) 421 398-3233 E-Mail: [email protected]

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