AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Investor Presentation Apr 18, 2018

4572_10-k_2018-04-18_7704c08a-1031-4f60-a2d4-f1506c18aef4.pdf

Investor Presentation

Open in Viewer

Opens in native device viewer

EINFACH S. 2 PASSGENAU S. 4 EFFIZIENT S. 10 OFFEN S. 14 SMART S. 16 KREATIVER S. 18 KRÄFTIGER S. 22 INTELLIGENTER S. 24 SCHNELLER S. 26 LEICHTER BESSER

VORSTAND IM GESPRÄCH S. 28 RÜCKBLICK 2017 S. 30 HIGHLIGHTS S. 32 AUTOMOBILE S. 32 CONTRACT S. 34 CONTAINER S. 36 KENNZAHLEN S. 38 MITARBEITER S. 38 FINANZEN S. 40 BERICHTERSTATTUNG 2017, KONTAKT, IMPRESSUM S. 42

Wir übersetzen Raum, Zeit und Wert in praktikable logistische Konzepte und stabile Systeme. Unsere individuellen Angebote passen: in die Ablauf- und Lieferpläne unserer Kunden, in ihre räumlichen Vorgaben und bestehenden IT-Systeme.

Damit unsere Kunden aus Industrie und Handel ihre Märkte immer besser erschließen können, managen wir die Komplexität vielschichtiger logistischer Prozesse. Als flexible Schnittstelle zwischen digitaler Technik, Praktikabilität und Kundennutzen finden wir die Lösungen, auf die man sich verlassen kann.

Mit BLG LOGISTICS lässt sich Logistik einfach machen.

BESCHAFFUNGSLOGISTIK

DISTRIBUTIONSLOGISTIK

RÜCKWÄRTSLOGISTIK

TRANSPORTLOGISTIK

ÜBERGREIFENDE SERVICES

LOGISTIK-WUNSCHPAKET

LOGISTIK-WUNSCHPAKET

MIT DEM NEUEN LOGISTIK-KONFIGURATOR

Ob Beschaffung, Produktion oder Distribution – Wertschöpfung ist Bewegung. So gibt es kaum einen Bereich im Geschäftsalltag, in dem Logistik keine Rolle spielt. Eine pragmatische Navigation durch diese große und faszinierende Welt wäre gut. Ähnlich wie beim Autokauf, wo sich Interessenten aus verfügbaren Teilen und Komponenten ihr Traumauto zusammenstellen. Xenon-Licht? Haken. Armstütze für den Fahrer? Gern. Sitzheizung? Unbedingt.

Mit dem BLG-Logistik-Konfigurator können Unternehmen jetzt genauso einfach ihr Logistik-Wunschpaket schnüren – und exakt die Leistungen zusammenstellen, die sie brauchen. Nichts ist zu viel, und nichts bleibt auf der Strecke. Wie das funktioniert? Wir gehen mit dem Kunden durch unsere virtuelle Leistungslandkarte – eine iPad-Anwendung, die die ganze Bandbreite der BLG-Dienstleistungen zeigt. Filme, Infotexte und Animationen zeigen Logistik, wie sie ist: lebendig und hoch spannend. Gemeinsam wählen wir einzelne Dienstleistungen aus – und schauen uns im sogenannten "Grid" das Paket noch einmal an. Am Schluss geht das Logistik-Wunschpaket per PDF an den Kunden. Ganz einfach passgenau.

ES EINFACH MACHEN IST EINE KOMPLEXE ANGELEGENHEIT

EINFACH EFFIZIENT

JEDES FAHRZEUG NACH PLAN PLATZIERT

ISABELLA UND DER GRÖSSTE PARKPLATZ EUROPAS

MILLIONEN AUTOS IN BEWEGUNG

Virtuelle Planung managt Komplexität

Bremerhaven. Auf 240 Hektar ist jede Menge Bewegung. An sieben Tagen in der Woche, rund um die Uhr. Für diesen Megahafen haben wir eine Vision: Ein Multitouch-Tisch zeigt das virtuelle Abbild des Terminalbetriebs. Echtzeitinformationen liefern die aktuelle Position jedes Fahrzeugs – auch wenn es gerade unterwegs ist. Die Planung von Schiffsliegeplätzen, Bahnentladerampen und Lagerflächen auf dem Autoterminal wird mithilfe einer intelligenten Software erleichtert. Fahrer erhalten über ihr Smartphone Informationen zum nächsten Fahrauftrag, der exakt zu ihrer geografischen Situation auf dem Terminal passt. Sie bewegen sich fortlaufend von Fahrzeug zu Fahrzeug. Nur eine Vision? Nicht ganz. Im Forschungsprojekt "Isabella" arbeiten wir ganz konkret daran, dass diese Vision wahr wird.

"Bis 2020 haben wir das virtuelle Spiegelbild des Autoterminals so weit ausgebaut, dass wir dieses komplexe System mit Echtzeitmeldungen, Materialflusssimulation und systemgestützter Kommunikation dezentral und situativ steuern werden. Der beste Weg, Komplexität erfolgreich zu managen."

ANDREA ECK

VORSTAND AUTOMOBILE

Das Forschungsteam:

  • BLG LOGISTICS
  • Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA)
  • Softwarespezialist 28Apps

Ein Multitouch-Tisch zeigt die aktuelle Planungssituation sowie mögliche Alternativen. Das Planungsteam ist so in der Lage, verschiedene Szenarien und deren Auswirkungen zu bewerten. Auf Basis von Erfahrungen, im Team und mit Echtzeitinformationen – so werden die besten Entscheidungen getroffen.

Lassen sich Ideen eigentlich organisieren?

Gedanken können ganz schön chaotisch sein. Manchmal überschlagen sie sich geradezu. Dann trifft uns ganz plötzlich der Geistesblitz. Eine Idee entsteht möglicherweise auf einem Spaziergang. Eine andere vielleicht im Gespräch mit Kollegen in der Teeküche. Eine dritte schwört, sie hätte die besten Ideen unter der Dusche. Entscheidend ist nicht so sehr der Auslöser der Idee, sondern vielmehr, was später mit dieser Idee geschieht. Denn ein Gedankenblitz allein macht noch keine Innovation.

Wir meinen: Innovation braucht vor allem einen klugen Prozess. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der digitale Technologien eine neue Möglichkeit nach der anderen auf die Agenda bringen, ist es wichtig, die zahlreichen Anregungen klug aufzunehmen, Ereignisse zu reflektieren und daraus eigene Impulse zu setzen. Wenn eine Idee entsteht, wollen wir ihr den Weg ebnen, unsere Arbeit ein Stück besser zu machen. So haben wir ihn gebaut, einen Prozess, der geniale Gedanken kanalisiert, bewertet und umsetzbar macht. Und das so einfach wie möglich.

Ideen entstehen überall im Unternehmen, aber ein Dreh- und Angelpunkt ist das BLG-Innovationskernteam. Hier laufen viele der Einfälle zusammen, über alle Unternehmensbereiche hinweg. Das Team aus fünf leidenschaftlichen Innovatoren trifft sich jede Woche, um Ideen auf die Bahn zu bringen. Lange Berichte oder Tage am Reißbrett müssen wir nicht investieren. Stattdessen kommen wir lieber direkt ins Handeln. Könnte die Sache mit der Drohne funktionieren? Testen wir es. Lässt sich unterwegs nicht nur der Lkw, sondern auch die Ware selbst verfolgen? Probieren wir es aus. Und mit jeder Idee, die an den Start geht, werden wir erfindungsreicher. Jede Lösung, die wir ausprobieren, macht uns besser. Davon profitieren insbesondere unsere Kunden. Denn wenn wir uns über ein gemeinsames Logistik-Projekt unterhalten, bleiben wir nicht bei Standardangeboten stehen. Vielmehr ziehen wir den Radius größer. Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel und finden gemeinsam die ideale Lösung. Und wenn es die noch nicht gibt, dann entwickeln wir sie. Und zwar mithilfe neuer Technologien und mit neuen Ansätzen. Das ist mehr als nur Dienst nach Auftrag. Das ist echte Partnerschaft. So können sich unsere Kunden auf das konzentrieren, was zählt: ihr Kerngeschäft. Die Geistesblitze haben wir im Griff – egal, wo sie einschlagen.

INNOVATION BRAUCHT EINEN KLUGEN PROZESS

IT-Integration und -Vernetzung

Mit einem unserer Kunden setzen wir die Vision vom "papierlosen Lkw-Transport" mithilfe einer App um.

Mensch-Objekt-Interaktion

Wir testen passive Exoskelette auf ihre Einsatzmöglichkeiten

im Unternehmen. Augmented Reality

Datenbrillen helfen uns, die Informationsversorgung in Prozessen zu verbessern.

Mitarbeiter

Unsere Mechatronik-Auszubildenden lernen den Umgang mit 3D-Druck.

THEMEN

Innovative Technologien

Drohnen unterstützen uns bei der Lagerinventur.

Autonomie und Automatisierung

Wir testen dynamische, selbstfahrende Routenzüge gemeinsam mit einem unserer Kunden.

Big Data/Smart Data

Mit Freight Quality Tracking haben wir zu jeder Zeit Informationen über Zustand und Position von Ware.

Kernteam und Community: Wohin mit einer guten Idee?

Nehmen wir an: Einer unserer Prozessingenieure hat in einem Robotik-Forum eine Anregung erhalten. Die Sache klingt gut und er möchte wissen, ob sie in seinem Prozess funktionieren könnte. Er sucht Kontakt zum Innovationskernteam oder zur Innovations-Community, die sich aus Vertretern der BLG-Geschäfts- und Fachbereiche zusammensetzt.

Alle sechs Wochen trifft sich die Community, nimmt Ideen auf und plant die notwendigen Schritte, um Arbeitsprozesse zu verbessern – sei es als 100-Tage-Projekt, als reine operative Umsetzung oder auch als Forschungsthema. Alle zwei Wochen werden die Projekte vom Innovationskernteam auf Herz und Nieren geprüft. Eines wird mit Sicherheit nicht passieren: dass eine gute Idee im Nirwana verschwindet.

TEAM MICHAEL GÖRGES Projektmanager Forschung und Entwicklung

MARCUS BOLTE

Leiter Programmmanagement Geschäftsbereich AUTOMOBILE EINFACH OFFEN

CHRISTOPH HOMEIER Projektleiter Digitalisierung und IT-Innovationen

JAKUB PIOTROWSKI Leiter Business Development Contract und Innovationsmanagement

ANNA WITT Innovationsmanagerin

Einfach mal machen: Die 100-Tage-Projekte

Eine besonders wichtige Säule im BLG-Innovationsprozess sind die 100-Tage-Projekte. 100 Tage lang wird eine neue Lösung daraufhin getestet, ob sie für den Dauerbetrieb taugt. Und zwar nicht auf dem Reißbrett, sondern in einer realen Arbeitssituation, gemeinsam mit dem jeweiligen Fachbereich. So kann die Idee direkt in der Praxis zeigen, was sie kann. Und der rigorose Zeitplan sorgt dafür, dass das Experiment hocheffizient verläuft. Die Teststrecke arbeitet zwar stets mit realen Bedingungen, jedoch ohne die Arbeit der operativen Bereiche zu beeinträchtigen. Denn schließlich soll die Zusammenarbeit mit unseren Kunden reibungsfrei weiterlaufen. Erst wenn sich die Lösung tatsächlich bewährt, wird sie ins Tagesgeschäft überführt.

Jakub Piotrowski, Leiter Innovationskernteam:

"Ich werde oft gefragt, ob die BLG denn jetzt Ideen auf Knopfdruck entwickelt. Ganz so ist es nicht. Was aber sehr wohl geht, ist methodisch die Kreativität zu fördern und die Ideen zu lenken. Und dafür zu sorgen, dass sie im Unternehmen schnell wirksam werden. Genau das schaffen wir mit dem BLG-Innovationsprozess."

B C UMSETZUNG A

100-Tage-Projekte Wir nutzen eine marktreife Technologie und probieren damit eine neue Lösung aus. Im Fokus: schnelle Ergebnisse für eine schnelle

Umsetzung im Tagesgeschäft.

Operative Projekte

Wir nutzen Ideen der Mitarbeiter, Impulse aus dem Prozessmanagement oder auch Anregungen aus der Zusammenarbeit mit unseren Kunden, um unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Jeden Tag ein Stück.

Forschungsprojekte

Ideen, die auf sehr junge Technologien setzen, brauchen in der Regel noch viel Entwicklung. Wenn wir meinen, diese Idee verdient ein langfristiges Engagement, setzen wir ein Forschungsprojekt auf (Dauer: drei bis fünf Jahre).

www.blg-logistics.com/de/unternehmen/digitalisierung SCANHANDSCHUH SPART ZEIT BEI DER KOMMISSIONIERUNG 45% 24 SCANS PRO MINUTE 13 SCANS PRO MINUTE

SENSOREN GEBEN AUSKUNFT ÜBER QUALITÄT UND STANDORT DER WARE

FREIGHT QUALITY TRACKING ENTLANG DER GESAMTEN LIEFERKETTE FORSCHUNGSPROJEKT

INTERAKTIVES ROBOTIKSYSTEM (IRIS) ENTLÄDT SEECONTAINER GANZ AUTOMATISCH

KARTONS PRO STUNDE KÖNNEN MITHILFE VON IRIS ENTLADEN WERDEN

In der BLG-Ausbildungswerkstatt steht seit Neuestem ein 3D-Drucker. Wir wollen unseren Auszubildenden ermöglichen, neue Technologien auszuprobieren und den Umgang mit ihnen zu erlernen. Gemeinsam Neues zu entdecken macht nicht nur schlau, sondern bringt auch jede Menge Spaß.

EINFACH KREATIVER

FEHLER VERMEIDET MAN, INDEM MAN ERFAHRUNG SAMMELT. ERFAHRUNG SAMMELT MAN, INDEM MAN FEHLER MACHT.

DER STARKE HELFER AN DEINER SEITE.

KALI HILFT BEI SCHWERER MANUELLER TÄTIGKEIT IM SEEHAFEN UND IN DER LOGISTIKKETTE

Sigourney Weaver belädt ein Raumschiff. Dabei steht sie im Körper eines großen Roboters und lenkt allein mit ihren Körperbewegungen die Beine und kräftigen Greifarme der Maschine. Diese Szene aus "Alien 2" beflügelt Wolf Lampe, der als Leiter des Bereichs Nachhaltigkeit und neue Technologien das Forschungsprojekt "Kali" verantwortet. Im September 2017 gestartet, soll das Team aus Wirtschaft und Wissenschaft innerhalb von 18 Monaten Systeme konzipieren, die gewerbliche Mitarbeiter bei körperlich schwerer Arbeit unterstützen. "Auch wenn es dabei

nicht um ein Raumschiff geht, ist das Zusammenwirken der kognitiven Fähigkeiten des Menschen mit der Kraft und Ausdauer einer Maschine ein spannendes Szenario", schildert Lampe den Forschungsansatz. Eine solche Idee beflügelt, klar. Dennoch sei das Projekt beileibe nicht abgehoben. "Wir wollen vor allem unsere Mitarbeiter entlasten. Damit verbunden, kann auch der Kunde mit einem Qualitätszuwachs rechnen – einfach weil zufriedene Mitarbeiter naturgemäß mit größerem Einsatz an die Arbeit gehen", begründet Lampe die BLG-Initiative.

Das passive Exoskelett hat zwar nicht mehr Kraft als der Mensch. Federn und Stützen reduzieren jedoch die körperliche Belastung bei schwerer Arbeit.

Eine Nackenstütze entlastet die Halsmuskulatur.

Federkartuschen neutralisieren bei angehobenen Armen das Eigengewicht der Arme.

Das Tragegestell leitet die Belastung der Oberarme in den Rumpf ab.

Die Oberarme liegen in gepolsterten Schalen. "Das Exoskelett entlastet den Mitarbeiter bei physisch anstrengenden Tätigkeiten, zum Beispiel bei Arbeiten, die über dem Kopf ausgeführt werden."

WOLF LAMPE Leiter des Bereichs Nachhaltigkeit und neue Technologien

WIE FÜHLT MAN SICH ALS MENSCH-MASCHINE?

EIN INTERVIEW MIT CHRISTINE BRAMMER, FÜHRUNGSNACHWUCHSKRAFT

Damit die Mensch-Maschine-Kombination funktionieren kann, braucht es die Kooperation des Menschen selbst. BLG LOGISTICS führt daher umfangreiche Tests an verschiedenen Standorten durch, um schon heute verfügbare passive Exoskelette in der Praxis auszuprobieren. Wie ist der Tragekomfort der Geräte? Welche Knackpunkte gibt es noch? Welche Unsicherheiten bestehen beim Anlegen der Stützstruktur? Fragen, denen Führungsnachwuchskraft Christine Brammer nachgegangen ist. Sie hat die Tests an den verschiedenen BLG-Standorten begleitet.

Was haben Sie spontan gedacht, als das Thema "Exoskelett" auf den Tisch kam?

C. B.: Als Wirtschaftspsychologin beschäftige ich mich mit den psychologischen Aspekten der Arbeit, die unter anderem auch das ideale Arbeitsplatz- und Organisationsdesign betreffen. Daher war ich besonders begeistert davon, ein Projekt zu begleiten, bei dem der Mensch derart im Mittelpunkt steht.

Welche Erwartungen hatten und haben Sie bzw. die BLG an die Tests?

C.B.: Wir wollen zum einen herausfinden, ob passive Exoskelette Mitarbeiter tatsächlich bei körperlich belastenden Arbeiten unterstützen können. Zum anderen wollten wir natürlich wissen: Zieht das überhaupt jemand an?

Ist das Anlegen denn kompliziert?

C.B.: Im Grunde ist es ziemlich einfach und geht schnell. Das Exoskelett, das derzeit in Bremerhaven getestet wird, schnallt man beispielsweise wie einen Rucksack auf und verschließt den Beckengurt. Anschließend Einstellungsanpassungen auf Oberkörperlänge und -breite vornehmen, fertig. Genauso schnell ist man auch wieder draußen. Die erste Grundeinstellung dauert sicher ein paar Minuten länger, aber ein geschultes Auge dafür, wie es sitzen soll, bekommt man sehr schnell. Schwieriger sind die Barrieren im Kopf.

Wie sieht denn die bisherige Resonanz der Mitarbeiter aus?

C.B.: Das Feedback war sehr durchwachsen. Ein Teil war sofort begeistert. Andere hatten im ersten Moment Berührungsängste oder fühlten sich beim Tragen unwohl. Daher ist es so wichtig, dass jeder das Exoskelett ausgiebig testet. So können wir Herausforderungen identifizieren und in den Forschungsprozess hineingeben.

Haben Sie das Skelett auch selbst ausprobiert?

C.B.: Selbstverständlich. Ich wollte ja selbst wissen, wie man sich als Mensch-Maschine fühlt. (lacht) Außerdem kann ich erst nach dieser Erfahrung mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe diskutieren und auch ihr Feedback besser verstehen und einordnen.

Welchen Impuls würden Sie den Forschern nach der ersten Testphase mit auf den Weg geben?

C.B.: Die besten Lösungen sind die, die vom Menschen selbst kommen. Wir können Kollegen nur für neue Technologien gewinnen, wenn wir sie aktiv in den Entwicklungsprozess einbeziehen. Also konsequent weiter testen und zuhören.

Aus der Bahn, hier kommt geballte Intelligenz!

Die kleinen, wendigen Roboter (Carrys) im Frankfurter Logistikcenter der BLG LOGISTICS sind rasante Kraftpakete. Mit dem dazugehörigen modularen System sind wir nicht nur schnell, sondern können auch jederzeit flexibel auf Volumenschwankungen beim Kunden reagieren.

KLUGE KLÖTZE

AUSGEZEICHNET MIT DEM DEUTSCHEN UND DEM EUROPÄISCHEN LOGISTIKPREIS.

www.blg-logistics.com/de/unternehmen/ deutscher-logistikpreis-2015 23

B E N J A M I N G Ö T Z

Leiter Prozessmanagement, E-Logistics und Customer Solutions, BLG-Geschäftsfeld Spedition

J O H N R A I S C H Operativer Leiter Luftfracht, BLG-Geschäftsfeld Spedition

"I HAVE A DREAM"

Wenn John Raisch und Benjamin Götz aufeinandertreffen, wird es leidenschaftlich. Die beiden Schwaben aus dem BLG-Geschäftsfeld Spedition brennen für ihren Job. Den operativen Leiter Luftfracht und den Leiter Prozessmanagement, E-Logistics und Customer Solutions, eint eine Mission: Lösungen zu finden, die im Speditionsmarkt etwas ganz Besonderes sind.

J.R.: Ben, du weißt, ich bin Spediteur durch und durch. Mein Luftfracht-Herz schlägt höher, wenn wir für unsere Kunden eine logistische Rennstrecke aufbauen, die in der Schnelligkeit und Flexibilität sonst niemand bietet. Oder wenn wir für einen Kunden ein Flugzeug im Ganzen chartern, komplexe Verpackungsmöglichkeiten anbieten, ein Ersatzteil direkt an den Einsatzort liefern. In diesen Situationen können wir unsere gesamte Marktkenntnis, unsere Beweglichkeit und unser Netzwerk an Beziehungen weltweit in den Ring werfen. Für solche Abenteuer brenne ich – aber nicht unbedingt für die Papier- und Datenflut, die natürlich auch zu unserem Job gehört. Wie kannst du mich technisch unterstützen, damit ich meine Zeit voll und ganz den täglichen Herausforderungen widmen kann?

B. G.: Wir arbeiten intensiv daran, unsere Prozesse schneller, effizienter und zuverlässiger zu gestalten. E-Business, Vernetzung, Transparenz – das sind wichtige Schlüsselbegriffe. Im Bereich Landverkehre führen wir derzeit unter dem Stichwort "Digitale Spedition" eine neue Dispositionssoftware ein, die eine vollautomatisierte Tourenplanung ermöglicht. Das bringt unsere Dispositionsprozesse auf ein ganz neues Level hinsichtlich Reaktionszeit und Effizienz. Eine Fahrer-App, die sämtliche Frachtpapiere digital zur Verfügung stellt, rundet das Ganze ab.

J.R.: Ben, I have a dream: Unsere Kunden müssen uns keine Daten mehr per E-Mail schicken. Wir müssen kaum noch Daten manuell eingeben und können uns voll auf das Fachliche konzentrieren. Unsere Kunden bekommen Preise, Möglichkeiten und alle Infos blitzschnell und direkt in ihr System überspielt. Einfach muss es sein und klare Vorteile bieten!

B.G.: Ja, genau! Den umfassenden Datenaustausch mit unseren Kunden, der dafür notwendig ist, haben wir ja bereits. Momentan müssen aber tatsächlich auf beiden Seiten Daten mit teilweise hohem Personalaufwand manuell eingepflegt werden. Wir wollen den Kunden noch stärker integrieren und uns intensiver vernetzen. Ich denke dabei nicht nur an einfache Schnittstellen, sondern an eine Echtzeitkommunikation der Systeme. Somit ermöglichen wir einen lückenlosen Informationsaustausch – von Angebot über Auftrag und Statusinformationen bis hin zur Abrechnung. Und das alles nahezu ohne Papier.

J. R.: Ein hochkomplexes Thema! Denn neben den technischen Aspekten gilt es dabei auch gesetzliche Vorgaben vom Luftfahrtbundesamt, von Zollbehörden und weiteren Behörden zu beachten. Welche Informationen möchte der Kunde preisgeben? Das ist auch eine große Vertrauensfrage. Letztlich müssen unsere Lösungen für ihn funktionieren und die Zeit- und Geldersparnis muss klar erkennbar sein.

B.G.: Unsere internen Systeme und Arbeitsprozesse entwickeln wir bereits in die richtige Richtung. Technisch sind wir auf einem guten Weg! Wenn wir weiterhin unsere Kunden in neue Entwicklungen und Prozesse eng einbeziehen und ihre Bedürfnisse abbilden, bin ich zuversichtlich, dass wir sehr vieles davon verwirklichen werden.

STETS AUF DEM LAUFENDEN

Ein Lkw-Transport kann ganz schön lange dauern. Dabei ist die Entfernung gar nicht das wesentliche Problem. Was vor allem Zeit und Nerven kostet, sind die aufwendigen Formalitäten, die alle Beteiligten bewältigen müssen. Nicht nur die Fahrer kämpfen täglich mit den Papierbergen, auch Sender und Empfänger der Ware müssen Dokumente vor- oder nachbereiten. Grund genug, etwas zu unternehmen. Warum nicht komplett papierlos fahren?

Gemeinsam mit Daimler Trucks haben wir eine cloudbasierte Plattform entwickelt, die in Echtzeit sämtliche Daten eines Auftrags abbildet. Über eine App haben so alle Beteiligten stets Zugang zum Stand der Dinge. Der Clou: Die IT-Lösung braucht keine in den Lkw verbaute Hardware. Ein Smartphone oder ein PC mit Internetzugang reicht aus. "Die App hat sich im Pilotprojekt mehr als bewährt und ist damit aus unserer Sicht marktfähig", sagt Anna Witt vom BLG-Innovationskernteam über die Anwendung.

IM GESPRÄCH

"WIR MACHEN DIE LOGISTIK FÜR UNSERE KUNDEN EINFACHER UND DAMIT IHRE ARBEIT ERFOLGREICHER."

FRANK DREEKE, VORSTANDSVORSITZENDER

BLG LOGISTICS entwickelt komplexe Logistiklösungen, die es ihren Kunden aus Industrie und Handel einfacher machen sollen. Können Sie diesen scheinbaren Widerspruch auflösen?

Logistische Abläufe sind eine hochkomplexe Angelegenheit. Als Logistikdienstleister haben wir uns als oberstes Ziel gesetzt, die Komplexität in den Prozessen für unsere Kunden zu managen und ihnen Lösungen anzubieten, die ihre Logistik einfacher machen. So können sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Natürlich steckt hinter jedem vermeintlich einfachen Konzept ein anspruchsvolles logistisches System. Dieses zu entwickeln, ist unsere Aufgabe. Als flexible Schnittstelle zwischen Kundennutzen, Praktikabilität und digitaler Technik finden wir Lösungen, auf die man sich verlassen kann.

Die Wünsche der Kunden werden immer individueller – mit Standard-Logistiklösungen lässt sich heute kaum noch ein Unternehmen überzeugen. Wie geht die BLG mit diesem Trend um?

Unsere Kunden aus Handel und Industrie haben unterschiedliche logistische Anforderungen, denen wir uns stellen. Auf mögliche

Veränderungen in Lebenszyklen von Produkten oder auch Veränderungen in Vertriebsstrukturen von Produkten reagieren wir, indem wir maßgeschneiderte, auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden zugeschnittene Logistiklösungen anbieten. Wir hören unseren Kunden zu und arbeiten partnerschaftlich mit ihnen zusammen.

Das gute Miteinander in der Kundenbeziehung basiert auch auf einem offenen, wertebasierten Umgang im Unternehmen. Was prägt die BLG-Unternehmenskultur?

Aus unserer Sicht benötigt ein starkes Unternehmen nicht nur hervorragende Produkte oder Dienstleistungen, sondern auch klare Führungsgrundsätze und Werte. Dazu gehören der achtsame Umgang mit unseren Mitarbeitern und eine wertschätzende Kommunikation. Auch moderne Führungsgrundsätze, die Eigenverantwortung und Veränderungsbereitschaft fördern, sind Teil unserer Unternehmenskultur. Nur mit motivierten Mitarbeitern können wir unser Versprechen einlösen, die Logistik für unsere Kunden einfacher zu machen und damit ihre Arbeit erfolgreicher.

MEILENSTEINE

Im Fortschritt liegt die Zukunft. Das haben wir 2017 bewegt:

DROHNEN MACHEN DAS RENNEN

BLG LOGISTICS gewinnt elogistics Tool Award 2017

Der elogistics Tool Award, der die Anwendung neuer Technologien in der Logistik würdigt, ging in 2017 an BLG LOGISTICS. Verliehen vom AKJ Automotive in Saarbrücken, belohnte er die Lösung "Drohnenunterstützung in der Logistik", die wir mit dem Start-up sitebots GmbH am Standort Emmerich umgesetzt haben. Gemeinsam ist es gelungen, Drohnen in die operativen Unternehmensprozesse einzubinden.

MEHR WASSER, MEHR LUFT

BLG übernimmt KICO

Im Mai 2017 übernahm BLG LOGISTICS das Speditionsunternehmen Kitzinger & Co. (GmbH & Co. KG) sowie dessen Tochtergesellschaft Arno Rosenlöcher (GmbH & Co. KG). Beide Gesellschaften sind seit vielen Jahren unter der Dachmarke KICO im Markt bekannt. Nachdem wir 2016 bereits die Fortragroup übernommen haben, ist KICO ein weiterer wichtiger Baustein für den Ausbau unseres Geschäftsfelds Spedition. Insbesondere in der See- und Luftfracht konnten wir unsere speditionellen Dienstleistungen verstärken. Damit stehen alle Signale auf Grün – egal, welchen Weg unsere Kunden wählen. Ob Straße, Wasser oder Luft, ob national oder international – die Ware kommt wunschgemäß ans Ziel.

BLG-AZUBIS GEHEN ONLINE

Neue Facebook-Karriereseite

Jetzt können Schüler, die sich für eine Ausbildung bei der BLG interessieren, via Klick auf Tuchfühlung mit dem Unternehmen gehen. Denn im Juli ging die BLG-Karriereseite bei Facebook live und gibt interessante Einblicke in den Alltag unserer Auszubildenden an den verschiedenen Standorten. Schüler können dort direkt mit den BLG-Azubis in Kontakt treten und sich über die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierechancen bei uns informieren: Welche Aufgaben stecken eigentlich in der Logistik? Was muss man besonders gut können? Welche Tipps gibt es fürs Vorstellungsgespräch? Oder auch: Wie nett sind die Kollegen?

LIKE.

RÜCKBLICK 2017

JOBWECHSEL AUF ZEIT

"CROSS" ermöglicht Austausch zwischen Unternehmen

Im September 2017 konnten 14 Mitarbeiter von BLG LOGISTICS, Airbus und Mercedes-Benz in Bremen für drei Monate den Arbeitsplatz wechseln. Denn das Projekt "CROSS" (Competence Rotation Over Several Sectors) bot ihnen ein branchenübergreifendes Austauschprogramm. Ziel des Projekts war es, die Kooperationsfähigkeit zu stärken und Veränderungsbereitschaft zu fördern – wichtige Eigenschaften in Zeiten der Digitalisierung. Wissenschaftlich begleitet wurde CROSS von der Bremer Jacobs University. In Workshops arbeiteten die Teilnehmer heraus, welche Anforderungen in den jeweiligen Unternehmen im Zusammenhang mit Digitalisierung bestehen. Sowohl Teilnehmer als auch Unternehmen entdeckten überraschende gemeinsame Nenner und gewannen wertvolle neue Impulse. Eine Win-win-Situation.

DREI FORSCHUNGS-PROJEKTE GESTARTET

BLG erhält Förderung für IHATEC-Forschungsprojekte IRiS, Isabella und Kali

Die Welt der Logistik ist riesig. Genauso riesig sind die Aufgaben, die die Menschen hier bewältigen. Grund genug, neue Technologien zu nutzen, um die Prozesse zu erleichtern. Mit dem Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Projekte, die innovative Technologien in deutschen See- und Binnenhäfen anwenden. Wir sind mit gleich drei Forschungsprojekten dabei.

Millionen Euro Zuschuss für unsere Forschungsprojekte

Wirtschaft und Wissenschaft haben dafür insgesamt 7,5 Millionen Euro veranschlagt. Das BMVI gab grünes Licht und bezuschusst alle drei Projekte, die mit verschiedenen Partnern umgesetzt werden.

FAHRZEUG-TRANSPORT FLORIERT

Joint Venture in der Ukraine feiert zehnjähriges Jubiläum

Im September feierten wir Geburtstag: Unser Joint Venture mit der VIDI Group in der Ukraine besteht seit nunmehr zehn erfolgreichen Jahren. Begonnen hat es mit einer Lkw-Niederlassung und einer Flotte aus 26 eigenen Lkw. Die BLG VIDI LOGISTICS TOW importierte Fahrzeuge für den ukrainischen Markt. Das lief so gut, dass wir schon zwei Jahre später in Kalinovka, 20 Kilometer südlich von Kiew, einen neuen Autoterminal errichteten, der Platz für bis zu 1.700 Fahrzeuge bietet. Schon kurze Zeit später eröffneten wir ein Speditionsbüro, das die Hafenabfertigung von Fahrzeugen übernimmt, die über das Schwarze Meer in die Ukraine kommen. Heute ist die BLG VIDI LOGISTICS TOW mit inzwischen 88 Kollegen und 46 Lkw Marktführer im ukrainischen Fahrzeug-Transport.

AUTOMOBILE

Riesen-Erfolg für Riesen-Ladung, mehr Kapazität in Duisburg und kräftiger Zuwachs in Gioia Tauro.

RIESEN-ERFOLG FÜR SCHWERE LADUNG

Neustädter Hafen und Bremerhaven erzielen Spitzen-Ergebnis

Der Neustädter Hafen, Europas größter Terminal für Stück- und Schwergut, meldet für 2017 enormen Aufwind. So schlug der Schwerladungs-Experte satte 25 Prozent mehr Ladung um als im Vorjahr. Auch Bremerhaven feiert Riesen-Erfolge. Der AutoTerminal ist nicht nur ein gigantischer Umschlagsplatz für Pkw, sondern auch für High & Heavy-Ladung wie selbstfahrende Baumaschinen, Krane oder Zugsysteme. In diesem Bereich stieg die Umschlagsmenge auf noch nie dagewesene 1,3 Millionen Tonnen.

HIGHLIGHTS

WERKSTATT WÄCHST

AutoTerminal Duisburg erweitert Technikbereich

Wer an Autoterminal denkt, denkt in der Regel an Umschlag. Stimmt auch. Natürlich werden auch auf dem trimodalen BLG AutoTerminal Duisburg Fahrzeuge umgeschlagen. Doch der Standort hat sich vor allem für die technische Aufbereitung der Fahrzeuge einen Namen gemacht. Das Leistungsspektrum reicht von Inspektion, Reparatur und Einbauten bis hin zu Lackierungen und SmartRepair. Über 20.000 Fahrzeuge haben wir hier 2017 technisch bearbeitet. Tendenz steigend. Seit Mitte November bietet eine neue Technikhalle zusätzliche Werkstattkapazitäten, um den steigenden Kundenbedarf zu decken.

AUTODREHSCHEIBE GIOIA TAURO ROTIERT KRÄFTIG

BLG stärkt Seehafenterminal im Mittelmeer

Gioia Tauro, eine der zentralen Autodrehscheiben im Mittelmeerraum, konnte in puncto Umschlagsvolumen deutlich zulegen. So etabliert sich der Standort zunehmend als Hub-and-Spoke-Hafen: Von Gioia Tauro aus werden Fahrzeuge zu den Mittelmeerhäfen und in die USA verschifft. Diese kommen und verlassen den Terminal jedoch nicht nur über das Wasser, sondern auch vermehrt über Schiene und Straße. Um unseren trimodalen Standort weiter auszubauen, haben wir mit Automar S.p.A. seit Ende 2016 einen erfahrenen Logistikpartner an Bord.

180.000 Fahrzeuge haben wir in 2017 auf dem Autoterminal

in Gioia Tauro umgeschlagen.

CONTRACT

Neugeschäft für Siemens, noch mehr Kekse für Griesson-de Beukelaer und Vertragsverlängerung für das Bremer Automotive-Geschäft.

80.000 Stellplätze stehen zur Verfügung, um Kekse und Salzgebäck zwischen 12 und 18 Grad Celsius zu lagern.

NOCH MEHR KEKSE

Vertrag mit Griesson-de Beukelaer um vier Jahre verlängert

Über zwei Millionen Paletten bewegt BLG LOGISTICS jährlich für Griesson - de Beukelaer – auf insgesamt 80.000 Stellplätzen im Zentrallager Koblenz und in den vier Produktionsstandorten Polch, Kempen, Kahla und Wurzen. Das Dienstleistungsspektrum reicht von temperaturgeführter Lagerung über Kommissionierung bis hin zur Produktionsver- und -entsorgung. Die Zusammenarbeit mit dem Kunden besteht seit 2008 und wurde jetzt bis 2021 verlängert.

HIGHLIGHTS

AUTOTEILE GEHEN WEITER IN ALLE WELT

Anschlussverträge für das Bremer Automotive-Geschäft

BLG LOGISTICS versorgt am Standort Bremen jetzt für weitere vier beziehungsweise sieben Jahre die Überseewerke eines großen Automobilherstellers mit Montageteilen aus Deutschland und Europa. Rund 1.700 Beschäftigte übernehmen auf 300.000 Quadratmetern Hallenfläche die Verpackungslogistik und Containerisierung der Fahrzeugteile für die zeitgenaue Versorgung der Mon-

tagestätten in aller Welt. 300.000 Quadratmeter Fläche, auf der wir mit 1.700 Mitarbeitern

für unseren Kunden im Einsatz sind.

GUTE VORBEREITUNG IST ALLES

BLG LOGISTICS übernimmt Beschaffungslogistik für Siemens

Seit April übernehmen wir die Versorgung für den Berliner Fertigungsstandort von Gasturbinen unseres Kunden Siemens. Wir betreiben dafür ein Konsolidierungszentrum, in dem sämtliche Rohstoffe und Vorprodukte verschiedener Lieferanten zusammenlaufen. Im Anschluss kommissionieren wir die angelieferten Teile und verbringen Materialien an den jeweiligen Verbauort im Werk. Als Spezialist für anspruchsvolle Logistikdienstleistungen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau sind wir seit dem Jahr 2000 für Siemens tätig. Das Neugeschäft in Berlin ist ein weiterer Meilenstein in der langjährigen Partnerschaft.

CONTAINER

Wilhelmshaven wächst weiter, Limassol wird neues Familienmitglied und Bremerhaven sparsamer.

% 18m Wassertiefe bietet der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven.

NOCH MEHR RIESEN

Wiederholt zweistelliges Wachstum in Wilhelmshaven

Der neu gegründete Reederei-Zusammenschluss OCEAN Alliance fährt seit Mai 2017 den EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven an – der seitdem die monatliche Umschlagsmenge verdoppeln konnte. Zunächst einmal pro Woche legt die OCEAN Alliance mit ihrem Liniendienst "Asia-North Europe 1" am Tiefseehafen an. Der Standort hat inzwischen acht Reedereien, unter ihnen zwei der drei Groß-Allianzen, unter Vertrag. Mit dabei das derzeit größte Containerschiff der Welt – die "OOCL Germany" – die am 16. Oktober in Wilhelmshaven einlief. Dank des neuen Allianzgefüges konnte der Containerterminal bereits im zweiten Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum verbuchen.

EUROGATE IM GESAMTEN MITTELMEERRAUM

Zwölfter Terminal auf Zypern übernommen

Am 29. Januar 2017 hat EUROGATE den Betrieb des Containerterminals in Limassol übernommen – gemeinsam mit der Interorient Navigation Company Ltd. und der East Med Holdings S.A. (jeweils 20 Prozent, EUROGATE hält 60 Prozent). Der wichtigste Hafen der Insel Zypern schlägt 90 Prozent des Im- und Exports des Landes um. Limassol ist der zwölfte Standort im EUROGATE-Netzwerk: Mit Tanger im westlichen, Gioia Tauro und Cagliari im zentralen und Limassol im östlichen Mittelmeer ist EUROGATE jetzt im gesamten Mittelmeerraum präsent.

umgeschlagen werden.

NUR NOCH DIE HÄLFTE

LED-Leuchtmittel in Bremerhaven sparen mehr als 50 Prozent Energie

Der EUROGATE Container Terminal Bremerhaven wurde auf insgesamt drei Millionen Quadratmetern Fläche mit LED-Leuchtmitteln ausgerüstet. Damit reduziert sich der Energieverbrauch um mehr als 50 Prozent pro Jahr – und der Standort Bremerhaven erreicht sein Energiesparziel für die Beleuchtung schon 2018 statt 2020.

MITARBEITER

Unsere Mitarbeiter sind das Herzstück unserer reibungslosen Logistik.

Fluktuation (in %)

Frauenanteil (in %)

44,5

Durchschnittsalter der Belegschaft (in Jahren)

10,8

5,2

KENNZAHLEN DER BLG-GRUPPE

1.104

Mitarbeiter

Bewerbungen für einen Ausbildungsberuf

185

Seminare wurden durchgeführt

387

Mitarbeiter zeigten ihr Potenzial für weitergehende Führungsaufgaben

140

Mitarbeiter nahmen an Laufveranstaltungen teil

1

2.220

FINANZEN

Im Geschäftsjahr 2017 haben wir unser Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent gesteigert.

/ Dividende je Aktie (in EUR) /

/ Dividende (in %) /

KENNZAHLEN DER BLG-GRUPPE

2017 2016 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse EUR Mio. 1.087,8 1.045,6 42,2 4,0%
Umsatzrendite % 3,8 3,7 0,1 2,7%
EBITDA EUR Mio. 84,6 76,2 8,4 11,0%
EBIT EUR Mio. 41,0 38,5 2,5 6,5%
EBT EUR Mio. 33,5 30,8 2,7 8,8%
EBT-Marge % 3,1 2,9 0,2 6,9%
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme EUR Mio. 708,6 707,9 0,7 0,1%
Investitionen in langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
EUR Mio. 19,7 12,9 6,8 52,7%
Anlagenintensität % 42,2 44,7 –2,5 –5,6%
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel) % 98,0 104,3 –6,3 –6,0%
Working Capital Ratio % 95,5 103,9 –8,4 –8,1%
Eigenkapital EUR Mio. 235,6 219,3 16,3 7,4%
Eigenkapitalquote % 33,2 31,0 2,2 7,1%
Eigenkapitalrendite % 14,7 14,2 0,5 3,5%
Nettoverschuldung EUR Mio. 230,0 254,8 –24,8 –9,7%
Gesamtkapitalrendite % 5,8 5,4 0,4 7,4%
Cashflows
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR Mio. 41,7 44,1 –2,4 –5,4%
Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. 8,9 15,7 –6,8 –43,3%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. –61,1 –48,1 –13,0 –27,0%
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
EUR 0,40 0,40 0,00 0,0%
Dividende % 15 15 0 0,0%
Personal
Mitarbeiter 9.685 10.046 –361 –3,6%
Personalkostenquote % 46,7 50,8 –4,1 –8,1%
Arbeitsplätze weltweit 18.500 18.323 177 1,0%

BERICHTERSTATTUNG 2017

www.blg-logistics.com/geschaeftsbericht

/ Unternehmensbericht / / Nachhaltigkeitsbericht / / Finanzbericht /

Unser Beitrag zu einer umweltverträglichen Produktion:

Alle Berichte bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier, das mit dem EU Ecolabel ausgezeichnet ist. Die Druckerei praktiziert ein klimaneutrales Druckverfahren.

KONTAKT IMPRESSUM

Leiter Unternehmenskommunikation/ Internationale Beziehungen Andreas Hoetzel Telefon: +49 (0) 421 398 3475 E-Mail: [email protected]

Copyright: Die im Bericht enthaltenen Beiträge und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte werden vorbehalten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen in diesem Bericht verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Herausgeber

BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland www.blg-logistics.com

Communications

Andreas Hoetzel (V.i.S.d.P.) Sina Balzhäuser Diana Hermstrüwer

Bildnachweise

Axel Breuer: Seite 33 oben Claudio Casaburi: Umschlag, Seite 33 unten Hauke Dressler: Seiten 6/7, 16/17, 20, 24, 28 Jan Meier: Seiten 27, 34 Rainer Riekers: Seite 32 Helmut Sattler: Seite 35 unten Wolfhard Scheer: Seiten 4/5, Seite 35 oben, Seite 37 unten

BLG LOGISTICS: alle anderen Bilder

Konzeption und Gestaltung

HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg

Produktion

Zertani Die Druck GmbH, Bremen

www.blg-logistics.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.