AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Earnings Release Jun 10, 2020

4572_rns_2020-06-10_a27ae684-9a00-4b3f-80de-96bb3137c7ed.pdf

Earnings Release

Open in Viewer

Opens in native device viewer

  1. ordentliche Hauptversammlung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- am 10. Juni 2020

Rede des Vorstandsvorsitzenden Frank Dreeke Bremen, 10. Juni 2020

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde und Partner der BLG,

In dieser Zeit gibt es kein "Normal". Die Covid-19-Pandemie schlägt sich auch auf unsere Geschäftsberichterstattung nieder. Nach der virtuellen Bilanzpressekonferenz im April verlegen wir auch unsere Hauptversammlung erstmals komplett in das Internet. Auch wenn ich Sie nicht persönlich hier vor Ort in unserer Bremer Firmenzentrale begrüßen kann, möchte ich Sie – auch im Namen des gesamten Vorstands - dennoch herzlich zu unserer 140. Ordentlichen Hauptversammlung willkommen heißen.

Wir wollen die Ergebnisse unseres soliden Geschäftsjahres 2019 vorstellen und – soweit in diesen Zeiten möglich – einen Blick in die Zukunft der BLG werfen. Die Zahlen des letzten Jahres belegen: BLG LOGISTICS ist solide finanziert, robust aufgestellt und kann auch bei schwerem Wetter Kurs halten.

Umsatz um 1,5 % erhöht

Unser Ziel in 2019 lautete: Umsatzerlöse stabil halten. Das haben wir in Summe mehr als erreicht. Der Umsatz liegt bei 1,158 Milliarden EURO um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Meine Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2019 haben wir großartige Projekte umgesetzt. Wir haben die Projektsteuerung eines gigantischen Logistikcenters für den Sportartikelhersteller PUMA übernommen. Wir haben ein nicht weniger komplexes Logistikcenter für unseren langjährigen Kunden engelbert strauss in Betrieb genommen. Auch hier waren wir von Anfang an mit im Boot und haben gemeinsam mit dem Kunden die Konzeptionierung und Planung erfolgreich umgesetzt.

Und noch ein Mega-Projekt haben wir im Berichtsjahr bewegt. Im Sommer 2019 haben wir auf der ABC-Halbinsel in Bremerhaven die 5.500 Tonnen schwere Sieb- und Brechanlage von thyssenkrupp fertig gemacht für die Reise in das Ewige Eis, im Norden Kanadas. Mit vier SPMTS - das sind modulare Transportsysteme - mit nicht weniger als 86 Achsen und 344 Rädern wurde die Anlage an Bord des Schwerlastschiffes "MV Biglift Barentsz" geladen.

Wir sind für unsere Kunden da, egal, was passiert. Das ist für uns "Eine Frage der Haltung". So lautet auch der Titel unseres Unternehmensberichts für das Geschäftsjahr 2019. Unser Unternehmensbericht zeigt auf, wie es uns bei der ganzen Vielzahl der Dienstleistungen, Branchen und Kunden, gelingt, das im Kern immer gleiche Versprechen einzulösen: Wir machen die Logistik für unsere Kunden einfacher. Wir übernehmen Prozesse unserer Kunden und optimieren damit deren Wertschöpfung – so dass sie am Markt erfolgreicher agieren können. Darauf können sich unsere Kunden verlassen. Hundertprozentig. Das ist unsere Haltung.

Wir halten auch an strategisch wichtigen Zielen wie der Nachhaltigkeitspolitik und unserer Digitalisierungsoffensive fest. Wir haben bereits im Jahre 2019 das Klimaschutzziel erfüllt, das wir uns bis 2020 gesetzt hatten. 2019 haben wir es geschafft, unsere umsatzbasierten Emissionen um 29,6 Prozent statt der geplanten 20 Prozent zu senken.

Nun haben wir uns ein neues, noch ambitionierteres Ziel gegeben: Bis 2030 wollen wir 30 Prozent der absoluten CO 2 Emissionen im Unternehmen reduzieren. Wir werden dies über Energieeffizienzmaßnahmen, über Eigenstromproduktion und über den Erwerb von Ökostrom erreichen. Wir sind dabei Teil der großen Science Based Targets Initiative. Und wir werden, so ehrgeizig sind wir, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen, das auf dem Weg dahin schon einzelne klimaneutrale Dienstleistungen anbietet.

Unsere Digitalisierungsoffensive ist mittlerweile fest im Unternehmen verankert. Mit 100-Tage-Projekten, 6-Monats-Sprints und mehrjähriger Grundlagenforschung arbeiten wir an der Implementierung von künstlicher Intelligenz, autonomen Systemen und digitalen Plattformen. Auch in der Krise, die das Management der Gegenwart herausfordert, darf die Zukunft nicht aus dem Blick geraten.

Kultureller Wandel bei BLG LOGISTICS

Ein erfolgreiches Unternehmen hat Ziele, definiert Strategien und weiß, wie wesentlich eine intakte Unternehmenskultur zum Gelingen beiträgt. Und ich versichere Ihnen, wir leben in einer quicklebendigen Unternehmenskultur. Unsere Kampagne "ErfolgBrauchtAlle" nimmt die Werte in den Blick, auf die wir uns verständigt haben. Werte, die uns als Kompass dienen, wie wir miteinander arbeiten und umgehen wollen.

140. ordentliche Hauptversammlung

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danke, dass Sie unserem Unternehmen seit vielen Jahren verbunden sind und unserer Hauptversammlung virtuell folgen. Werfen wir nun gemeinsam einen Blick auf das Geschäftsjahr 2019 und unsere Erwartungen für 2020.

Zunächst zu Ihrem Unternehmen, der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (im Folgenden - BLG AG): Wie Sie wissen, obliegt der börsennotierten Aktiengesellschaft als persönlich haftender Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sowie der BLG-Gruppe. Am Gesellschaftskapital dieser Gesellschaft ist die BLG AG nicht beteiligt. Deshalb steht ihr kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu.

An der Spitze der BLG-Gruppe stehen mit der BLG AG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zwei Unternehmen. Sie sind aufgrund der Organidentität und der besonderen Eigentümerstruktur rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden. Die BLG AG erstellt gemeinsam mit der BLG KG einen Gruppenabschluss unter der Bezeichnung BLG LOGISTICS - mit der BLG AG und der BLG KG als einheitliches Mutterunternehmen.

Breite Aufstellung - die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG konzentriert sich auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung der BLG-Gruppe mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen. Im Geschäftsbereich CONTAINER ist es die Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE.

Die BLG AG erhält von der BLG KG für die übernommene Haftung und ihre Geschäftsführungstätigkeit eine Vergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahrs ausgewiesenen Eigenkapitals. 2019 hat die BLG AG von der BLG KG eine Haftungsvergütung in Höhe von 1.061 TEURO - im Vorjahr waren es 1.011 TEURO - und eine ergebnisabhängige Arbeitsvergütung in Höhe von 765 TEURO erhalten. Im Vorjahr lag der Betrag bei 2.104 TEURO.

Zusätzlich werden der BLG AG alle unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG KG entstehenden Aufwendungen, zum Beispiel für den Vorstand und Aufsichtsrat, von dieser erstattet.

Darüber hinaus erwirtschaftet die BLG AG durch das Ausleihen von Finanzmitteln an die BLG KG Zinserträge. Die Geldanlage ist risikoarm. 2019 beliefen sich die erwirtschafteten Zinserträge auf 679 TEURO, im Vorjahr waren es 639 TEURO.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein Bilanzgewinn von 1.536 TEURO erzielt. Im Vorjahr waren es 1.728 TEURO.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir verfolgen das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Entsprechend wollen wir Sie, die Aktionäre, gemäß der wirtschaftlichen Entwicklung des jeweiligen Jahres angemessen am Ergebnis beteiligen.

Dividende von 40 Cent

Der Jahresabschluss der BLG AG für das Geschäftsjahr 2019 weist einen Bilanzgewinn nach HGB von 1.536 TEURO aus. Hierin enthalten ist eine Entnahme aus der Gewinnrücklage von 82 TEURO. Auf dieser Basis schlägt der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine fünf Cent niedrigere Dividende von 40 Cent je Aktie auf das

dividendenberechtige Grundkapital von 9.984.000 Euro - entsprechend 3.840.000 Stück, also den Namensaktien - vor. Die Ausschüttungsquote beträgt 105,6 Prozent.

Bezogen auf den Jahresschlusskurs Ihrer Aktien von 12,97 Euro ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent.

Die BLG-Aktie hatte das Geschäftsjahr 2019 mit einem Kurs von 11,87 Euro eröffnet. Dieser Kurs wurde im Jahresverlauf nie unterschritten. Im Berichtsjahr stieg die Aktie insgesamt um 8,7 Prozent. Damit konnte sie allerdings nicht das allgemeine Marktniveau erreichen. Der Abschlusskurs am 30. Dezember 2019 lag bei 12,97 Euro.

Als nächstes erläutere ich den Gruppenabschluss und berichte über die Lage der BLG-Gruppe:

Vorjahresergebnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen erreicht

Unser Ziel, die Umsatzerlöse in allen drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER auf konstantem Niveau zu halten, haben wir in Summe mehr als erreicht. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 1,159 Milliarden EURO liegt um 1,5 Prozent über dem Ergebnis von 2018. Unser Ergebnis vor Steuern beläuft sich mit 37,5 Millionen EURO auf Vorjahresniveau. Die EBT Marge liegt im Berichtsjahr mit 3,2 Prozent nur knapp unter dem letzten Geschäftsjahr.

Wir sind 2019 in ein Geschäftsjahr gestartet, dass sich im ersten Halbjahr wie geplant positiv darstellte. Die Mengen stimmten, die Umsätze waren teils besser als geplant. Zur Jahresmitte jedoch kühlte sich das Wirtschaftsklima merklich ab. Das spürten wir sofort in Mengen, Tonnen und Ergebnissen. Das zweite Halbjahr brachte nicht die Volumina, die wir uns vorgestellt haben. Das Jahr endete mit weniger Menge und weniger Marge. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir unser Vorjahresergebnis wieder erreicht. Das ist eine respektable Leistung.

Ergebnis nach Bereichen

Lassen Sie uns die Ergebnisse der Geschäftsbereiche genauer anschauen:

AUTOMOBILE war - gemessen an den Umsatzerlösen - mit 603,7 Millionen Euro der stärkste Geschäftsbereich in 2019. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 50,6 Millionen Euro bzw. 9,1 Prozent. Dies resultiert aus den stabilen Umschlagsvolumen und der guten Geschäftsentwicklung beim Autotransport per Lkw und Bahn sowie durch höhere Wertschöpfungen an den Inlandterminals. Auch das EBT ist im Vergleich zum Vorjahr von 15,5 Millionen auf 19,3 Millionen gestiegen. Das entspricht einer Steigerung um 24,4 Prozent. Die EBT Marge konnten wir auf 3,2 Prozent erhöhen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich CONTRACT belaufen sich auf 563,9 Millionen Euro. Der Rückgang um 5,9 Prozent ist im Wesentlichen bedingt durch die wirtschaftliche Eintrübung und die damit verbundenen Volumenrückgänge im zweiten Halbjahr 2019. Das EBT ist gegenüber dem Vorjahr um 178 TEURO auf 7,4 Millionen gestiegen. Auch die EBT Marge konnten wir um 8,3 Prozent auf 1,3 Prozent erhöhen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich CONTAINER belaufen sich auf 282,3 Millionen Euro, entsprechend unseres Anteils von 50 Prozent am Unternehmen EUROGATE. Die Abwärtsbewegung in Höhe von Minus 6,5 Prozent – das ist in absoluten Zahlen ein Minus von 19,7 Millionen Euro - ist im Wesentlichen auf die Mengenentwicklungen an den Standorten Bremerhaven und Hamburg sowie auf rückläufige Durchschnittserlöse zurückzuführen. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER liegt mit 23,7 Millionen unter dem Vorjahresniveau von 37,4 Millionen.

In Summe konnten die Umsatzzuwächse im Geschäftsbereich AUTOMOBILE die leichten Rückgänge in den Geschäftsbereichen CONTRACT und CONTAINER mehr als kompensieren.

Beim Eigenkapital hat es einen Rückgang von 250,8 Millionen EURO auf 203,4 Millionen EURO gegeben. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus erfolgsneutralen Effekten aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 in Höhe von 19,1 Millionen

EURO und aus der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 23,7 Millionen EURO. Weiterhin hat sich durch die Anwendung des IFRS 16 und der damit einhergehenden Erfassung von Leasingverbindlichkeiten die Bilanzsumme um 560,3 Millionen EURO erhöht. Hier sind ein wesentlicher Bestandteil die Erbpachtverträge der BLG-Gruppe. Zusammengefasst hat dies zu einer Reduzierung der Eigenkapitalquote auf 15,8 % geführt, welche im letzten Jahr noch bei 34,5 % lag.

Die detaillierten Aussagen zum Geschäftsverlauf, zur Lage und zum Gruppenabschluss finden Sie im Finanzbericht auf den Seiten 52 bis 61 sowie ab Seite 83.

Den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen folgend, legen wir gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz für das Geschäftsjahr 2019 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung vor. Dies ist im Sinne von § 315b HGB. Diese Erklärung ist im Nachhaltigkeitsbericht integriert. In diesem finden Sie auch eine ausführliche Berichterstattung zu weiteren nichtfinanziellen Themen.

Werfen wir nun einen detaillierteren Blick auf die Entwicklung der drei Geschäftsbereiche:

AUTOMOBILE: Konsequente Prozessverbesserung

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, XXL Logistics, Inlandterminals und Transporte, Schiene und Süd- /Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an. Von Umschlag und Lagerung bis zu technischen Dienstleistungen und der Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt.

Im gesamten Netzwerk des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE haben wir insgesamt 6,3 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet. Wir liegen damit leicht unter dem Vorjahresniveau von 6,5 Millionen Fahrzeugen.

Das Geschäftsfeld Seehafenterminals ist geprägt durch ein sehr gutes Kundenportfolio, ein stabiles Verhältnis zwischen Im- und Export und eine hohe Lagerauslastung. Umschlag- und Technikvolumen liegen konstant auf hohem Niveau, alleine in Bremerhaven wurden 2019 rund 2,1 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert und technisch bearbeitet.

Auf den Terminals ist es gelungen, durch die kontinuierliche Umsetzung weiterer Prozessverbesserungen und Investitionen in Steuerungssoftware die Produktivitäten und somit das Ergebnis erheblich zu verbessern.

XXL Logistics leidet an Konjunkturschwäche

In Bremerhaven schlagen wir nicht nur Fahrzeuge um, sondern verladen auch eine große Bandbreite an High & Heavy-Ladungen. Dazu zählen selbstfahrende Baumaschinen und Kräne, aber auch Projektladung wie Schwergut oder komplette Zugsysteme, die wir in Bremerhaven auf RoRo-Schiffe verladen.

Nachdem wir in den letzten beiden Jahren Rekordergebnisse erzielen konnten, blieb die Umschlagsmenge 2019 unter den Erwartungen. Dies liegt in erster Linie an der schwächelnden Weltkonjunktur.

Das Umschlagsvolumen im Neustädter Hafen blieb auf Vorjahresniveau stabil. Hier konnte die weiterhin schwache Stahlkonjunktur durch Zuwächse im Bereich Forstprodukte und Projektladungen mehr als ausgeglichen werden. Wir haben zusätzliches Personal eingestellt.

Inlandsterminals und Transporte auf Vorjahresniveau, Schiene gewinnt an Bedeutung

Auch das Geschäftsfeld Inlandterminals und Transporte war im Berichtsjahr von einer sehr hohen Lagerauslastung an allen Standorten geprägt. Insbesondere der Standort Kelheim hat durch seine signifikante Wertschöpfungstiefe einen bedeutenden Anteil zum Geschäftsfeldergebnis beitragen. Das Terminal in Hamburg rüsten wir technisch so

aus, dass es zum regionalen Verteilzentrum für Händler, Car-Sharing-, Vermiet- und Leasinggesellschaften wird. Außerdem soll Hamburg zum Vorreiter für klimaneutrale Dienstleistungen in unserem Netzwerk werden.

Die Bahntransporte sind wiederholt gestiegen, da zunehmend mehr Autos auf der Schiene transportiert werden. Wurden in 2018 rund 720.000 Einheiten auf der Schiene befördert, waren es in 2019 bereits 730.000 Einheiten (2017: 656.519). Und der Schienengüterverkehr wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit dem Aufbau internationaler Transporte von Zentraleuropa nach Griechenland und vom Schwarzen Meer bis nach Italien ist ein weiterer Baustein im Ausbau des Netzwerkes in Europa gelegt.

Süd-/Osteuropa: Gute Entwicklung in Russland, Beteiligung in Italien veräußert

Im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa profitierte die Geschäftsentwicklung von den gestiegenen Volumen und der höheren Wertschöpfung in Russland.

Am AutoTerminal Gioia Tauro in Italien ist es nicht gelungen, die für ein positives Ergebnis notwendigen Volumen zu generieren. Da auch die Prognosen für die nahe Zukunft dies nicht erwarten lassen, haben wir unsere Beteiligung zum 31.12.2019 an unseren bisherigen Joint-Venture Partner verkauft.

CONTRACT mit stabilem Ergebnis

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst vielfältige logistische Dienstleistungen. Wir sind in Logistikzentren und Spezialanlagen an über 40 Standorten in Europa sowie in Übersee tätig. Uns vertrauen starke Marken wie BMW, Bosch, Daimler, Deutsche Bahn, Griesson – de Beukelaer, Siemens oder Tchibo. IKEA, PUMA, engelbert strauss und Konica Minolta zählen ebenfalls zu unseren Kunden – letzterer bereits seit vierzig Jahren.

Das Geschäftsfeld Industrielogistik in Europa war auch im Geschäftsjahr 2019 das stabile Rückgrat der Kontraktlogistik. Unsere Dienstleistungen in den Lieferketten der Teilelogistik für die Automobilhersteller an den Standorten Bremen, Leipzig, Stuttgart und Wackersdorf haben im ersten Halbjahr mit hohen Volumen und einer guten Produktivität den Mengenrückgang im zweiten Halbjahr kompensieren können.

In Waiblingen bei Stuttgart haben wir für einen großen Automobilhersteller mit dem Prototypengeschäft ein großes Logistikprojekt gewonnen. Unsere zuverlässige Leistung hat sich herumgesprochen: Neben dem Kernsegment der Automobilindustrie sind wir zunehmend auch in der Zulieferindustrie präsent. So konnten wir beispielsweise Neugeschäfte für zwei Kunden im Bereich der Kabelbaumproduktion sowie einen Neukunden im Bereich der Antriebs- und Fahrwerktechnik hinzugewinnen.

Stabile Entwicklung in der außereuropäischen Industrielogistik

Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) verzeichnen wir in Südafrika trotz der konjunkturellen Risiken eine stabile Ergebnisentwicklung.

Auch in den USA sind wir 2019 mit fehlendem Volumen konfrontiert, haben aber zwei Neugeschäfte hinzugewonnen. Für Voestalpine versorgen wir sämtliche in den USA ansässigen deutschen Automobilhersteller mit Stahlrohbauteilen. Für BMW betreiben wir in Spartanburg in South Carolina - in unmittelbarer Werksnähe - ein Betriebsmittellager und liefern mit eigenen Lkw Ersatzteile und Werkzeuge in die Produktion. 24 Stunden. 7 Tage die Woche.

In Indien und Malaysia ist die Geschäftsentwicklung weiterhin stabil.

Leuchtturm-Projekte für PUMA und engelbert strauss

Schauen wir in das Geschäftsfeld Handelslogistik, wo wir im Rahmen der Erwartungen liegen.

Im Bereich Sports & Fashion greifen eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen noch nicht vollständig. Fehlender Umsatz bei Bestandskunden, Hochlaufphase der Neugeschäfte und die damit verbundenen Projektkosten sowie einmalige Beratungs- und Restrukturierungskosten belasten das Ergebnis deutlich.

Dafür haben sich einzelne Standorte überwiegend positiv entwickelt. Besonders hervorheben möchte ich zwei herausragende Logistik-Projekte für die Unternehmen PUMA und engelbert strauss. Beide Kunden haben wir von Anfang an bei der Konzeptionierung, Planung und schließlich der Realisierung der neuen Logistikcenter begleitet.

Für den Sportartikelhersteller PUMA haben wir bei der Errichtung eines gewaltigen Logistikzentrums umfangreich mitgewirkt. Lassen Sie mich Ihnen einige Zahlen nennen, um die Dimension zu verdeutlichen: Die hochkomplexe Anlage umfasst rund 63.000 Quadratmeter Logistikfläche, 22.000 Meter Fördertechnik und 714.000 Karton und Behälterstellplätze. BLG LOGISTICS wird es 2021 in Betrieb nehmen. In Geiselwind, zwischen Würzburg und Nürnberg.

Die neue CI Factory von engelbert strauss im osthessischen Schlüchtern umfasst eine ähnliche Dimension: 13 Kilometer Fördertechnik, vier riesige, vollautomatisierte Kartonlager und 400 Shuttles ermöglichen, dass bald bis zu 4.000 Pakete pro Stunde vom Band rollen. Die Premiere haben wir vor einem Monat mit dem Kunden gefeiert. Gemeinsam mit engelbert strauss und einem großen Team haben wir die Anlage exakt so geplant, dass sie eine reibungslose Logistik ermöglicht.

Seit vierzig Jahren übernehmen wir die Verantwortung für die Logistikprozesse von Konica Minolta. Im vergangenen Jahr haben wir nun in Emmerich einen weiteren zentralen Teil des Wertschöpfungsprozesses übernommen: die PreDelivery-Installation der multifunktionalen Drucksysteme. Bis zu 300 Geräte installieren wir am Tag. Der Individualisierungsgrad der Drucksysteme ist fast unendlich.

Restrukturierungsmaßnahmen für Spedition greifen

Das Geschäftsfeld Spedition liegt aufgrund der Marktsituation und den daraus resultierenden Volumen unter den Erwartungen. Entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen wurden bereits eingeleitet. Sie sollen die Umsatz- und Ertragssituation verbessern.

Kein leichtes Jahr für CONTAINER

Zu guter Letzt lassen Sie uns einen Blick auf den Geschäftsbereich CONTAINER werfen. Dieser Geschäftsbereich wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an EUROGATE repräsentiert. EUROGATE ist vor allem im Containerumschlag aktiv. Darüber hinaus bieten wir intermodale und cargomodale Dienste sowie technische Dienstleistungen an. Das alles an unseren Standorten in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno sowie an unseren Standorten in Zypern, Portugal, Marokko und Russland.

2019 war für EUROGATE kein leichtes Jahr. Die europäische Terminal-Betreibergruppe erwirtschaftete einen Jahresüberschuss in Höhe von 45,5 Millionen Euro. 2018

waren es noch 67,3 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse lagen mit 564,6 Millionen Euro bei insgesamt leicht rückläufigen Umschlagsmengen in Deutschland ebenfalls unter dem Wert des Vorjahres. In 2018 erzielte EUROGATE noch 604,0 Millionen Euro. Insgesamt war das Geschäftsjahr von den Auswirkungen der in den Vorjahren erfolgten Konsolidierungswelle innerhalb der Reederei-Allianzen geprägt.

Die Umschlagsmengen in Deutschland gingen um 2 Prozent zurück. Besonders betroffen war unser Standort Bremerhaven. Nach dem Abzug der Transatlantik-Dienste der THE Alliance ab Jahresbeginn 2019 sank das Umschlagsvolumen an unserem Multi-User-Terminal in Bremerhaven um 58,6 Prozent. Für den Standort Bremerhaven insgesamt bedeutet das einen Umschlagsrückgang von 10,9 Prozent.

Am Standort Hamburg verzeichneten wir eine sehr erfreuliche Mengenentwicklung: Hier stiegen die Umschlagsmengen um 27,9 Prozent. Das erhöhte Volumen am Standort Hamburg konnte den Mengenrückgang in Bremerhaven nicht kompensieren. In Kombination mit rückläufigen Durchschnittserlösen, verursacht durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck, führte dies in der Summe zu einem Rückgang des Gruppenumsatzes der Eurogate um 6,5 Prozent auf 564,6 Millionen Euro.

Die verbesserten Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen sowie der Rückgang der Aufwendungen für Ertragssteuern brachten positive Einmaleffekte. Dennoch ist der Gruppenjahresüberschuss im Berichtszeitraum auf 45,5 Millionen Euro gesunken.

Unser wichtigstes Gut: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, nach der Übersicht über die Geschäftsbereiche möchte ich nun die Arbeitswelt der BLG vorstellen.

Diese war in den letzten Jahren stark von Dieter Schumacher geprägt. Wir waren sehr bestürzt, dass unser Personalvorstand und Arbeitsdirektor am 19. Februar 2020 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.

Tarifverhandlungen, Restrukturierungsprojekte, strategische Personal- und Organisationsentwicklung zählten zu seinen Aufgabengebieten. Auch das Finden und Binden von Mitarbeitern – vom Staplerfahrer bis zur Führungskraft – prägte seine Arbeit. Insbesondere für den Nachwuchs setzte er sich leidenschaftlich ein. Wir behalten ihn als offenen, direkten Menschen mit großem Herz in Erinnerung.

Die Arbeitswelt verändert sich rasch. Deshalb ist es wichtig, dauerhaft Qualifizierte, motivierte und einsatzbereite Mitarbeiter zu finden und zu halten. Denn unsere Mitarbeiter sind die Grundlage unseres Erfolges.

BLG LOGISTICS ist einer der größten Arbeitgeber in der Region Bremen/Bremerhaven. Auch darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, in den verschiedenen Regionen Deutschlands und weltweit, in denen wir tätig sind,

dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden.

Die durchschnittliche Zahl der BLG-Mitarbeiter (ohne den Geschäftsbereich CONTAINER) ist im Berichtsjahr mit 10.067 Personen gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr verstärkten Einstellung von ehemaligen Leiharbeitern, insbesondere im Geschäftsbereich CONTRACT, und aus Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung.

Wir sind uns unserer Verantwortung als großer Arbeitgeber bewusst und pflegen den gerechten Umgang mit den Beschäftigten. Tarifliche Löhne und Gehälter sind die Grundlage fairer Arbeitsbedingungen bei BLG LOGISTICS. Darüber hinaus spielt eine intensive Kultur der Mitbestimmung für unser Unternehmen eine wichtige Rolle.

Wir setzen auf Vielfalt

Die Belegschaft der BLG zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus. Um diese Vielfalt zu managen haben wir ein Fundament: den Kodex für Arbeitsbeziehungen, die Compliance-Richtlinie, den Bezug auf die Charta der Vielfalt und weitere Vereinbarungen.

Wir bilden sowohl im kaufmännischen Berufen als auch in technisch-gewerblichen Berufen aus. Unser

Ausbildungsangebot haben wir angepasst. Am Standort Bremen gibt es seit 2019 die Möglichkeit, bei der BLG ein Studium der Informatik durchzuführen.

Wir unterstützen unsere Führungskräfte mit verschiedenen Entwicklungsprogrammen. Mit dem Programm "Frauen in Führung" möchten wir beispielweise den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. Mittlerweile sind 25,4 Prozent unserer Führungspositionen von Frauen besetzt. Auch die eigene Ausbildung von Nachwuchskräften bildet einen wichtigen Bestandteil unserer Personalarbeit.

Außerdem haben wir unsere Präsenz in den soziale Medien ausgebaut, um MitarbeiterInnen für die BLG zu gewinnen.

Wir erwecken die Unternehmenswerte zum Leben

Im Jahr 2018 haben wir eine Kampagne unter dem Titel #ErfolgBrauchtAlle in der BLG gestartet. Ziel ist es, die gemeinsam verabredeten Unternehmenswerte in den Fokus zu rücken und sie bewusster zu leben. Alle MitarbeiterInnen sind Teil des Veränderungsprozesses. Das verbindet, das stärkt, das schafft Orientierung. Das macht die BLG zu einem attraktiveren Arbeitgeber und die Belegschaften hoffentlich stolz auf ihren Arbeitsplatz.

Zum Abschluss meiner Ausführungen möchte ich Ihnen einen Ausblick für die Zukunft geben. Dies ist in Zeiten von Corona kein leichtes Unterfangen. Denn die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft, globale Handelsströme und unsere Kunden sind dramatisch. Die Unsicherheit ist hoch, eine zuverlässige Prognose für 2020 nicht möglich. Sicher ist jedoch, dass die ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 nicht erreichbar sind. Der Umsatz wird in allen Geschäftsbereichen zurückgehen und deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 liegen. Trotz dieser negativen Aussichten: Wir werden weiterhin unser Bestes geben.

Ergebnisentwicklung 2020 - AUTOMOBILE

Schauen wir wieder genauer auf unsere drei Geschäftsbereiche.

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE erwarten wir ein stark rückläufiges Volumen.

Wir arbeiten daran, die Wertschöpfungstiefe durch die Übernahme zusätzlicher Aktivitäten weiter zu erhöhen.

Bei den Inlandsterminals und den Autotransporten ist die Marktlage für Neufahrzeuge schwierig. Deshalb wollen wir die Bearbeitung der "jungen Gebrauchten" ausweiten, um den Margenrückgang durch eine höhere technische Wertschöpfung zu kompensieren.

Bessere Analysen der Verkehrsströme sollen Leerfahren verringern und das verringerte Transportvolumen teilweise kompensieren.

Im Bereich AUTORAIL wirken sich die Produktionsausfälle europäischer Automobilwerke ebenfalls negativ aus. Hier wollen wir das Reparaturgeschäft für Dritte weiter ausbauen.

Ergebnisentwicklung 2020 – CONTRACT

Auch für den Geschäftsbereich CONTRACT ergeben sich erhebliche Belastungen in der Corona-Krise: Der Preisdruck steigt durch den hohen Wettbewerb, während die Margen entsprechend abnehmen. Mengengarantien seitens der Kunden bleiben aus.

Im Geschäftsfeld Industrielogistik in Europa wird die Entwicklung weiter durch die Fahrzeugmärkte geprägt sein.

In Übersee gehen wir von einer angespannten Geschäftsentwicklung aus.

Das Geschäftsfeld Handelslogistik wird zum einen von reduzierten Volumen, zum anderen aber auch von der Umsetzung von Großprojekten geprägt sein. In der Summe erwarten wir auch hier ein negatives Ergebnis.

Die neun Niederlassungen des Geschäftsfelds Spedition erzielten mit organisatorischen Anpassungen der Führungsstruktur sowie der Umstrukturierung in der Vertriebsorganisation im laufenden Geschäftsjahr sichtbare Ergebnisverbesserungen. Diese werden jedoch erheblich durch die Corona-Krise gebremst.

Ergebnisentwicklung 2020 - CONTAINER

Die Corona-Krise wird sich auch auf den Geschäftsbereich CONTAINER auswirken. Unverändert bleibt für Container-Reedereien der steigende Wettbewerbsdruck, denn die Volumen werden deutlich reduziert sein und hohe Ungleichgewichte in den Verkehren kreieren. Der Preisdruck auf die Terminals wird andauern.

Eine wichtige Bedeutung kommt weiterhin einer angemessenen Auslastung des EUROGATE Container Terminals in Wilhelmshaven zu. Da die führenden Container-Reedereien in den nächsten Jahren weitere Schiffe mit einer Kapazität von mittlerweile über 23.000 TEU in Betrieb nehmen werden, hat der Standort Wilhelmshaven gute Chancen, weitere Liniendienste zu akquirieren. Für den Standort Bremerhaven gilt es, in den nächsten Jahren Umschlagsmengen zurückzugewinnen, nachdem in 2018 die "THE Alliance"-Dienste verloren wurden.

Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2020 von einem deutlichen Rückgang des Jahresüberschusses für den Geschäftsbereich CONTAINER ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund ist in der EUROGATE-Gruppe der Gedanke gereift, dass eine engere Kooperation zwischen den großen deutschen Containerhäfen und ihren Terminalbetreibern ein sinnvolles Anliegen ist. Dass es diese Gespräche auf Initiative von EUROGATE nunmehr gibt, ist der Öffentlichkeit seit zwei Wochen bekannt.

Die andauernde Konsolidierung auf der Reeder-Seite, die zunehmende Schiffsgrößenentwicklung, die zunehmende Belastung bei der Abfertigung im Hafen und der damit einhergehende angestiegene Investitionsbedarf sind die Treiber für diese Gespräche.

Um sich im zugespitzten Wettbewerb der großen Häfen in Nord- und Ostsee zu behaupten und die Position von Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg zu stützen, machen diese Gespräche zwischen EUROGATE und der HHLA großen Sinn.

Sie werden ergebnisoffen geführt, aber alle Beteiligten wissen um den Ernst der Situation.

Ausblick BLG-Gruppe

Aufgrund der nicht absehbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft, globale Handelsströme und Kunden der BLG-Gruppe besteht aktuell eine sehr hohe Unsicherheit. Weitere zahlreiche Unwägbarkeiten bestehen und können die Lage zusätzlich verschlechtern. Hierzu zählen der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der

weitere Verlauf des Brexit, die schwache Nachfrage nach Investitionsgütern und die "Autokrise".

Aktuell ist eine zuverlässige Prognose für die Geschäftsentwicklung der BLG-Gruppe im Jahr 2020 nicht möglich. Sicher ist jedoch, dass die ursprünglichen Erwartungen nicht erreicht werden können. Voraussichtlich werden wir mit einem deutlichen Verlust das Geschäftsjahr 2020 abschließen.

Aktuell gehen wir davon aus, dass die Liquidität der BLG-Gruppe ausreichen wird, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Auch in der Zukunft werden wir unsere Aktionäre entsprechend der jährlichen wirtschaftlichen Entwicklung angemessen am Ergebnis beteiligen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise ist aber damit zu rechnen, dass das Ergebnis der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- im Geschäftsjahr 2020 geringer ausfällt als 2019. Dies wird sich dann auch auf die Dividende entsprechend auswirken. Hierauf haben wir mit unserer ad hoc Mitteilung vom 14. April 2020 hingewiesen.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, der Ausblick auf 2020 trübt die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2019. Aber seien Sie noch einmal versichert: Wir sind solide finanziert, robust aufgestellt und in der Lage, auch bei schwerem Wetter Kurs zu halten.

Unsere Logistikdienstleistungen sind vielfältig. Wir bedienen viele Kunden in unterschiedlichen Branchen. Wir haben Leuchtturmprojekte, die weithin in der Branche strahlen. Wir verbessern uns ständig. Diese Stärken nutzen wir, um den widrigen Umständen zu trotzen.

Danke, dass Sie an unserer Seite sind, liebe Aktionärinnen und Aktionäre. Danke für Ihr Vertrauen, danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Hiermit beende ich meinen Bericht über das Geschäftsjahr 2019.

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.