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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Earnings Release Jun 20, 2014

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Earnings Release

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BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

134. Ordentliche Hauptversammlung am 30. Mai 2014

Redetext

Frank Dreeke, Vorstandsvorsitzender

-Es gilt das gesprochene Wort-

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde und Partner der BLG, meine sehr geehrten Damen und Herren,

heute ist ein besonderer Tag für mich. Als Vorstandsvorsitzender lege ich zum ersten Mal Rechenschaft für die BLG vor Ihnen ab. Es war für mich ein spannendes, interessantes Jahr 2013.

Sie, die Aktionärinnen und Aktionäre, haben uns unterstützt und konstruktiv kritisch begleitet. Dafür herzlichen Dank. Und nun zu den Fakten des Geschäftsjahres 2013:

Wie Sie wissen, hat die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT Aktiengesellschaft von 1877 als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch des BLG-Konzerns übernommen.

In dieser Funktion hat die BLG AG neben dem Jahresabschluss auch den Konzernabschluss aufzustellen. In diesen Konzernabschluss ist die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG einbezogen, die sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTO-MOBILE, CONTAINER und CONTRACT konzentriert.

Die Geschäftsbereiche sind in 14 Geschäftsfelder gegliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche.

Die BLG AG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Am Gesellschaftskapital dieser Gesellschaft ist die BLG AG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an dieser Gesellschaft zu.

Für die übernommene Haftung erhält die BLG AG eine ergebnisunabhängige Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals. Im Geschäftsjahr 2013 waren das 912.000 Euro.

Daneben erhält die BLG AG für Ihre Geschäftsführungstätigkeit eine Vergütung in Höhe von fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Diese sogenannte Arbeitsvergütung beträgt mindestens 0,3 Millionen Euro und höchstens 2,5 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2013 betrug diese Vergütung 1.900.000 Euro.

Darüber hinaus werden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehende Aufwendungen, zum Beispiel für den Vorstand und Aufsichtsrat, von dieser erstattet.

Zusätzlich erwirtschaftet die BLG AG durch die Ausleihung von Finanzmitteln an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Zinserträge. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt unverändert zu marktüblichen Konditionen. Diese Finanzgeschäfte sind risikoarm.

Die daraus erwirtschafteten Zinserträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 574.000 Euro. Weitere Ertragsquellen hat die BLG AG nicht.

Wie im Vorjahr prognostiziert, haben wir für das Jahr 2013 ein rückläufiges Ergebnis erwartet. Im Geschäftsjahr wurde nunmehr ein Jahresüberschuss von rund 2,2 Millionen Euro erzielt. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die gesunkene Arbeitsvergütung, die wiederum ihre Ursache in den rückläufigen Ergebnissen der operativen Geschäfte hatte.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir halten, was wir versprochen haben. Ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer nachhaltigen Dividendenpolitik schlagen Ihnen Vorstand und Aufsichtsrat wiederum vor, den zur Verfü-

gung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von 1.536.000 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 40 Cent je Stückaktie, entsprechend einer Rendite von rund 15 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 9.984.000 Euro, zu verwenden.

Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 68 Prozent. Damit sind wir sehr gut positioniert hinsichtlich der Ausschüttungsquoten börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Zusätzlich konnten die anderen Gewinnrücklagen um 0,7 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro erhöht werden.

Bezogen auf den Jahresschlusskurs ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividendenrendite von rund 4,2 Prozent.

Soweit, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, mein Bericht zum Jahresabschluss und der Lage der BLG AG. Lassen Sie mich nun fortfahren mit Informationen zum Konzernabschluss sowie zur Lage des Konzerns der BLG AG.

Es war vielfach prognostiziert worden, dass sich die Konjunktur im Jahre 2013 abschwächen werde. Das ist auch so eingetreten.

Weltweit war es ein schwieriges Jahr mit besonderen Ausprägungen für einzelne Branchen und in einzelnen Regionen der Erde.

Der Absatz der Automobilindustrie in Europa war –abgesehen von einzelnen Ländern - rückläufig. Die Schwergutnachfrage ist weltweit stark zurückgegangen. Wir haben dies bei den High & Heavy-Volumen in Bremerhaven und beim Umschlag im Neustädter Hafen zu spüren bekommen. Es wurden ca. 250.000 Tonnen weniger umgeschlagen als 2012.

Die Ziele für den Ausbau der Offshore-Windenergie sind in Deutschland deutlich zurückgenommen worden. Das trifft Bremerhaven, den stärksten Standort der Branche und das wirkt sich natürlich auch auf unsere Logistikdienstleistungen aus.

Der fehlende Aufschwung im Welthandel hat dazu geführt, dass wir an den Contai-

nerterminals in Wilhelmshaven sehr deutlich und in Bremerhaven leicht unter unseren Einschätzungen geblieben sind. Insgesamt aber haben wir in unserem Terminalnetzwerk ein Plus von 7,3 Prozent erreicht. Was in Europa spitze ist.

Für Wilhelmshaven zeichnet sich eine erhebliche Verbesserung ab, denn die neue Containerreeder-Allianz P3 wird das EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven bald mit zwei großen Diensten anlaufen.

Trotz der insgesamt nicht zufriedenstellenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben wir beim Umsatz einen Zuwachs erreichen können. Für 2013 weisen wir knapp 1,2 Milliarden Euro aus. Das entspricht einer Steigerung von 3,1 Prozent. Zu verdanken ist dies vor allem dem Wachstum unserer Bestandskunden und Neugeschäften, insbesondere im Geschäftsbereich Kontraktlogistik.

Die schwierige Konjunkturlage hat allerdings zu verschärftem Wettbewerb und erheblichem Preisdruck geführt. So erklärt sich auch, dass wir trotz des höheren Konzernumsatzes ein niedrigeres Vorsteuerergebnis ausweisen müssen.

Operativ beläuft sich dies auf 37 Millionen Euro. Angesichts des Konjunktur- und Marktumfeldes ist dies aus unserer Sucht ein ordentliches Ergebnis.

Einerseits wegen der gegenwärtigen Krise in der Ukraine und andererseits auch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den mittelfristigen Erwartungen haben wir uns entschieden, unser Engagement dort neu zu organisieren und zu entkonsolidieren.

Das bedeutet für uns eine Wertberichtigung von 16,6 Millionen Euro und die reduziert letztlich das Vorsteuerergebnis auf 20,2 Millionen Euro. Unsere Bilanzsumme lag zum Jahresende 2013 mit 1,09 Milliarden Euro um 4,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Wir haben 2013 insgesamt 46,8 Millionen Euro in langfristige Vermögenswerte und Sachanlagen investiert. Das war deutlich weniger als 2012. Vor allem, weil die hohen Investitionen in den Ausbau des Containerterminals Wilhelmshaven bereits weitestgehend abgeschlossen waren.

Unsere Eigenkapitalquote liegt mit 29,3 Prozent geringfügig unter der des Vorjahres. Das ist für eine Unternehmensgruppe in unserer Branche aber weiterhin ein sehr solider Wert. Dabei hat sich allerdings unsere Eigenkapitalrendite entsprechend zum Ergebnis auf sechs Prozent halbiert.

Die Gesamtkapitalrendite lag 2013 bei 4,5 Prozent. Im Vorjahr waren es 5,9 Prozent.

In den operativen Geschäftsbereichen war die finanzielle Entwicklung sehr unterschiedlich. So war die Automobillogistik von der Bereinigung in der Ukraine betroffen und schloss deshalb 2013 mit roten Zahlen. Ohne diese Bereinigung hätte das Ergebnis (vor Zinsen und Steuern (EBIT)) bei 9,8 Millionen Euro gelegen.

Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik ging das Ergebnis (vor Zinsen und Steuern (EBIT)) trotz einiger Neugeschäfte aufgrund der schwierigen Marktlage um rund zwei Millionen Euro auf 15,7 Millionen Euro zurück (Neugeschäfte der Anfangsphase sind immer vom Ergebnis niedriger als der Durchschnitts-EBIT).

Der BLG-Anteil am Geschäftsbereich Containerlogistik reduzierte sich nur leicht auf 38,5 Millionen Euro.

2013 haben wir im Geschäftsbereich Automobillogistik insgesamt 7,5 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet. Das waren etwa 100.000 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr. Damit haben wir unsere Position als Marktführer in der europäischen Automobillogistik behauptet.

Unser Netzwerk in Europa umfasst Terminals an Nord- und Ostsee, am Mittelmeer, an Rhein und Donau sowie im Binnenland.

Ein strategischer Entwicklungsschwerpunkt liegt in Osteuropa. Wir sind dort mit Terminals und Transportdienstleistungen in Polen, Russland, in der Ukraine, in Tschechien, in der Slowakei und in Slowenien präsent.

Allerdings gehen dabei nicht alle unsere Erwartungen in Erfüllung, wie die bereits angesprochene, notwendige Bereinigung in der Ukraine zeigt. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns gänzlich aus dem operativen Geschäft dort zurückziehen. Wir haben nur alle bilanziellen Risiken beseitigt.

Weiter sehr positiv entwickelt hat sich unsere BLG AutoRail im vergangenen Jahr. Mit rund 460.000 Fahrzeugen haben wir unsere Schienentransporte um neun Prozent gesteigert. In diesem Jahr werden wir die geplante Flottengröße von 1.275 Waggons erreichen.

Unser größter Standort ist Bremerhaven mit 2,18 Millionen Fahrzeugen im vergangenen Jahr. Dort wuchs der Umschlag nach dem Rekordjahr 2012 noch einmal leicht um 30.000 Fahrzeuge. Damit sind wir auch hier Europas Marktführer!

Die Zahlen werden hauptsächlich vom Export nach Asien und in die USA getragen. Der Exportanteil insgesamt liegt bei 80 Prozent.

Die Importe haben sich im Laufe der letzten Jahre auf nur noch 20 Prozent reduziert. Asiatische Hersteller haben in Osteuropa neue Werke aufgebaut, aus denen auch die westeuropäischen Märkte bedient werden. Davon profitieren zwar unsere Autotransporte und der Autoterminal Kelheim, aber wir haben diese Fahrzeuge nicht mehr in Bremerhaven.

Die Folge ist, dass wir in unserem Technikzentrum auf dem Autoterminal Bremerhaven heute nur noch 223.000 Fahrzeuge im Jahr technisch bearbeiten. In Spitzenjahren waren es bis zu 500.000 Fahrzeuge. Dort fehlt uns also ein großer Teil der früheren Wertschöpfung, was sich negativ im Ergebnis niederschlägt.

Auch bei unseren Transporten macht sich das bemerkbar. Das unausgewogene Verhältnis von Exporten und Importen bewirkt mehr Leerfahrten. Die Unpaarigkeiten sind höher geworden.

Bereits angesprochen habe ich den Rückgang im Bereich High & Heavy. Auch dieser Bereich zeichnet sich normalerweise durch eine hohe Wertschöpfung aus, die uns zum Teil fehlte.

Diese drei Faktoren haben unser Ergebnis 2013 in Bremerhaven negativ beeinflusst. Wir tun gegenwärtig alles, um unsere Prozesse auf dem Terminal zu optimieren. Dazu gehören zum Beispiel auch flexiblere Arbeitszeiten.

Der Geschäftsbereich Kontraktlogistik ist ausgesprochen heterogen. Dort entwickeln wir für unsere Kunden individuell maßgeschneiderte Logistiklösungen. Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Autoteilelogistik, Handels- und Distributionslogistik, Industrie- und Produktionslogistik sowie in der Seehafenlogistik.

In fast allen Bereichen hatten wir 2013 Mengenwachstum. Teils aus dem Wachstum unserer Bestandskunden und teils aus Neugeschäften. Zu den Neugeschäften gehören die Distributionslogistik für Bosch Thermotechnik am Standort Butzbach bei Frankfurt, die Autoteilelogistik in Brotterode, Wackersdorf und Tuscaloosa sowie die Online-Logistik für Tchibo in Bremen, die wir im vierten Quartal letzten Jahres übernommen haben.

Dafür haben wir in den letzten Jahren über 50 Millionen Euro in den Ausbau unseres Hochregallagers am Neustädter Hafen investiert. Das Auftragsvolumen für Tchibo hat sich mit dem Online-Geschäft etwa verdoppelt und wir konnten bei uns über 200 neue Arbeitsplätze einrichten.

Der Anlauf und der Hochlauf von Neugeschäften in der Kontraktlogistik ist durch die Individualität der Kundenwünsche und die hohe Komplexität der Prozesse immer sehr aufwändig, so dass sich die steigenden Mengen nicht spontan auch auszahlen.

Deshalb lagen wir 2013 etwas unter den Vorjahresergebnissen.

Unser jüngster Spross im Bereich Contract ist die Logistik für die Offshore-Windenergie. Unsere Konzepte und Lösungen für diese Branche entwickeln wir schon seit ein paar Jahren.

Ab September 2012 folgten konkrete operative Leistungen auf der ABC-Halbinsel des Autoterminals Bremerhaven und mit Transporten von den Herstellern der Anlagenkomponenten per Spezial-Ponton. Seit dem dritten Quartal 2013 sind wir auch in Wilhelmshaven aktiv. Dort montieren wir Rotorsterne für den Windpark Global Tech I.

Mit den Beschlüssen der neuen Koalitionsregierung in Berlin wurden die Wachstumsziele der Offshore-Energie bis zum Jahr 2020 erheblich reduziert und bis 2030 sogar halbiert, sodass auch wir uns darauf einstellen müssen. Trotzdem sehen wir in der Zukunft wieder Wachstumsmöglichkeiten.

Allerdings ist das Geschäftsfeld Windenergielogistik nur ein kleiner Teil unseres Geschäftsbereichs Contract. Insgesamt sehen wir für diesen Geschäftsbereich noch großes Entwicklungspotenzial.

Unser Geschäftsbereich Container wird durch das Gemeinschaftsunternehmen EU-ROGATE entwickelt, an dem die BLG zu 50 Prozent beteiligt ist.

Auf unseren 10 europäischen Terminals und in Marokko haben wir 2013 insgesamt 14,2 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Das waren 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die allgemeine Wirtschaftslage im Containerverkehr hat sich 2013 leicht verbessert und wir gehen für die nächsten Jahre von einem anhaltenden leichten Wachstum aus.

Die deutschen Terminals lagen mit 1,2 Prozent leicht unter den Vorjahresmengen. Bremerhaven verzeichnete ein um 4,7 Prozent rückläufiges Umschlagsvolumen. In Hamburg dagegen stieg der Umschlag um 7,9 Prozent.

Die Entwicklung hat nichts mit der Leistungsfähigkeit zu tun, sondern basiert auf den Entscheidungen der Reeder. Nicht jeder Hafen kann in jedem Jahr profitieren.

Kritisch entwickelt sich die Infrastruktursituation im Hamburger Hafen. Die ausstehende Fahrrinnenanpassung der Elbe und die Baumaßnahmen rund um das Straßennetz werden zunehmend zu einem Problem. Hinsichtlich der Fahrrinnenanpassung gilt das auch für Bremerhaven, wenn auch in geringerem Ausmaß.

Die Entwicklung des im September 2012 in Betrieb genommenen Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven blieb deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

Die verstärkte Konzentration der Reedereien und die Schiffsgrößenentwicklung werden jedoch dazu führen, dass der Standort seine Position am Markt findet. Die P3- Allianz will Wilhelmshaven mit zwei Liniendiensten anlaufen.

Die südeuropäischen Terminals sind 2013 stärker als der Markt gewachsen. EURO-GATE Tanger überschritt erstmals die Millionen-TEU-Marke. Gioia Tauro steigerte seinen Umschlag um 12,8 Prozent und Cagliari um 11,8 Prozent. La Spezia, Ravenna und Salerno profitierten ebenfalls. Insgesamt schlugen die Süd-Terminals 11,2 Prozent mehr TEU um als im Vorjahr.

Ust-Luga verzeichnet inzwischen ebenfalls eine positive Entwicklung. Dazu leistet der Zusammenschluss der beiden größten russischen Terminalgesellschaften in der Firma Global Ports einen Beitrag.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BLG-Konzern hat sich 2013 mit den wachsenden Geschäftsvolumina auf 7.786 erhöht. Das sind 8,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei war die Autoteilelogistik in Bremen der Schwerpunkt.

Dies ist aber nur die Zahl an Arbeitsplätzen, die sich konsolidiert aus den direkt bei der BLG und ihren Töchtern Beschäftigten und aus unseren entsprechenden Anteilen an Joint Ventures und Beteiligungen ergibt.

Insgesamt bietet die BLG einschließlich aller Beteiligungen weltweit über 16.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus stellen wir im Laufe dieses Jahres auf dem Autoterminal Bremerhaven weitere 300 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

Die Fluktuation bei der BLG ist nach wie vor ziemlich gering. Das ist sicherlich ein gutes Zeichen für die Arbeitszufriedenheit.

Um den Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels zu begegnen, müssen wir als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden. Als international aufgestellter Logistikdienstleister sind wir sehr stark auf leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen.

Die Logistik ist nur in relativ geringem Maße automatisierbar. Der Großteil der Arbeit muss von Menschen geleistet werden. Wir müssen unsere bewährten Kräfte fördern und halten und wir müssen ständig auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen.

Gezielte Personalpolitik ist heute viel mehr als leistungsorientierte Vergütung und Arbeitssicherheit. Deshalb haben wir einen ganzen Baukasten weiterer Anreiz-Systeme entwickelt.

Ich nenne hier nur ein paar Stichwörter: Das sind Gesundheitsvorsorge, umfangreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote, eigene Führungsnachwuchsprogramme, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, unser soziales Zukunftsprogramm zur betrieblichen Altersvorsorge und die betriebliche Erstausbildung mit Übernahmegarantie.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, die Konjunkturaussichten für 2014 lassen ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr erwarten. Die wirtschaftliche Erholung in Europa wird, wenn überhaupt, nur in langsamen Schritten vorangehen. Politische Krisen können einen spürbaren Einfluss auf den weltweiten Handel haben.

Wir setzen alles daran, unsere Geschäfte profitabel zu gestalten und die eingeleiteten Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme konsequent umzusetzen.

Insgesamt erwarten wir für den BLG-Konzern für das Geschäftsjahr 2014 einen leichten Anstieg des Umsatzes und ein operatives Ergebnis ungefähr auf dem Vorjahresniveau (vor Bereinigung der Ukraine).

Ein andauernder wirtschaftlicher Erfolg ist davon abhängig, wie gut es uns gelingt, uns im Markt zu behaupten und die Kompetenz und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die gemeinsamen Ziele zu erhalten. Unsere Teams sind für die Zukunft hervorragend aufgestellt.

Deutschland ist Logistikweltmeister. Das geht aus dem Logistics Performance Index 2014 hervor, für den die Weltbank 6.000 Logistikunternehmen rund um den Globus befragt hat. Und wir sind ein Teil davon.

Wir haben uns in der Vergangenheit darauf konzentriert, bestehende Prozesse zuverlässig zu managen. Das reicht heute nicht mehr. Es ist an der Zeit, weiter über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Wir sind als BLG gut für die Zukunft aufgestellt, um durch profitables Wachstum und stringentes Kostenmanagement unsere Ergebnisse zu steigern. Die Mischung aus Erhalt der Marktführerschaft in der Automobil- und Containerlogistik, verbunden mit Wachstumspotenzialen in der Kontraktlogistik zeichnen eine klare und machbare strategische Ausrichtung.

Viele unserer Stärken spielen uns dabei in die Hand: Wir können individuelle Logistik-Pakete für unsere Kunden schnüren. Wir haben eine hohe IT-Kompetenz. Wir beherrschen komplexe Logistikleistungen wie die Handelslogistik im Multi-Channel-System oder die Autoteilelogistik und wir sind in der Lage, unsere Wertschöpfungskette zu stärken, indem wir zusätzliche Dienstleistungen anbieten.

Wir wünschen uns ein partnerschaftliches Verhältnis mit unseren Kunden, bei dem wir die Prozesse unserer Kunden verbessern und aktiv zu deren Erfolg beitragen. Wir wünschen uns natürlich auch, dass unsere Leistungen angemessen honoriert werden.

Ich kann Ihnen versichern, die BLG ist durch die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und operativen Kompetenzen hervorragend im Markt aufgestellt und wird sich als Logistikdienstleister weiter im Markt behaupten und entwickeln.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

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