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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Annual Report Apr 27, 2022

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Annual Report

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HERAUSFORDERUNGEN GEMEINSAM MEISTERN

HERAUSFORDERUNGEN

GEMEINSAM MEISTERN

Finanzbericht 2021

Kurzprofil

BLG LOGISTICS ist ein Seehafen- und Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Seit 145 Jahren stehen wir für Logistik mit Herz und Verstand. Für unsere Kunden aus Industrie und Handel gestalten wir die Logistik, indem wir mit hoher Fachkompetenz innovative, hochkomplexe und zukunftsfähige Logistiklösungen entwickeln und umsetzen.

Heute ist die BLG-Gruppe mit fast 100 Standorten und Niederlassungen in Europa, Amerika, Afrika und Asien auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.

Bis 2030 will BLG LOGISTICS klimaneutral sein. Dabei sind wir der erste deutsche Logistikdienstleister mit einer wissenschaftlich anerkannten Klimaschutzzielsetzung.

Als Arbeitgeber agieren wir daher persönlich, wertschätzend und zukunftsorientiert. Einschließlich aller Beteiligungen bietet BLG LOGISTICS gegenwärtig rund 20.000 Arbeitsplätze weltweit. Der Hauptsitz der BLG-Gruppe befindet sich in der Freien Hansestadt Bremen.

Inhaltsverzeichnis

An unsere Aktionäre

Gruppenlagebericht

03 Gruppenabschluss
86 Gruppengewinn- und -verlustrechnung
87 Gruppengesamtergebnisrechnung
88 Gruppenbilanz
89
90
Segmentberichterstattung
91 Gruppeneigenkapitalentwicklung
92 Gruppenkapitalflussrechnung

Weitere Informationen

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reporting.blg-logistics.com

01 AN UNSERE AKTIONÄRE

Kennzahlen BLG LOGISTICS1

TEUR 2021 2020 Veränd.
absolut
Veränd.
prozentual
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse 1.050.438 1.065.235 -14.797 -1,4
EBIT2 61.507 -107.670 169.177 157,1
EBT 52.226 -116.127 168.353 145,0
EBT-Marge2 Prozent 5,0 -10,9 15,9 145,6
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme 1.218.177 1.194.093 24.084 2,0
Zahlungswirksame Investitionen 68.544 69.890 -1.346 -1,9
Eigenkapital 156.289 59.741 96.549 161,6
Eigenkapitalquote Prozent 12,8 5,0 7,8 155,9
Nettoverschuldung 578.105 676.904 -98.798 -14,6
RoCE2 Prozent 6,2 -13,8 20,0 145,3
Cashflows
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 67.565 27.264 40.301 147,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit 34.515 -32.889 67.404 204,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -26.150 -14.706 -11.444 -77,8
Kennzahlen zur BLG-Aktie
Ergebnis je Aktie EUR 0,30 0,29 0,01 3,4
Dividende EUR 0,30 0,11 0,19 172,7
Prozent 11,5 4,2 7,3 172,8
Dividendenrendite Prozent 2,7 0,9 1,9 207,9
Personal
Mitarbeitende3 Anzahl 11.952 11.609 343 3,0
Arbeitsplätze weltweit Anzahl 20.000 20.000 0 0,0

1 Kennzahlen nach Überleitung. Die Überleitung ist in der Segmentberichterstattung dargestellt. 2 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf den Gruppenlagebericht, Abschnitt Grundlagen der Gruppe.

3 Ermittlung gemäß § 267 Absatz 5 HGB inkl. Geschäftsbereich CONTAINER

Geschäftsbereiche im Überblick

AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist der führende Technik- und Logistikdienstleister für die internationale Automobilindustrie. BLG LOGISTICS setzt in diesem Bereich weltumspannend multimodale Verkehrsträger für die Logistik ein und verknüpft individuelle und innovative technische Dienstleistungen miteinander.

2021 2020
Umsatzerlöse TEUR 517.975 521.377
EBT TEUR -1.076 -8.998
EBT-Marge Prozent -0,2 -1,7
Mitarbeitende Anzahl 3.397 3.331

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT managt komplexe Projekte und bietet unseren Kunden verlässliche Logistiklösungen an. An mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee arbeitet BLG LOGISTICS in eigenen Logistikzentren sowie in den Produktionsbereichen und Werken unserer Kunden.

2021 2020
Umsatzerlöse TEUR 542.799 552.621
EBT TEUR 8.717 -13.891
EBT-Marge Prozent 1,6 -2,5
Mitarbeitende Anzahl 6.599 6.287

Umsatz in EUR Mio.

CONTAINER

EUROGATE, an der BLG LOGISTICS zu 50 Prozent beteiligt ist, ist Europas führende, reedereiunabhängige Containerterminal-Gruppe. Sie betreibt, teilweise mit Partnern, im Netzwerk elf Containerterminals von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Das Leistungsspektrum wird abgerundet durch intermodale Dienstleistungen und Services rund um die Box.

2021 2020
Umsatzerlöse TEUR 305.955 263.522
EBT TEUR 69.825 -67.274
EBT-Marge Prozent 22,8 -25,5
Mitarbeitende Anzahl 1.582 1.618

1 Entspricht 50 Prozent des Gesamtumsatzes der EUROGATE-Gruppe

Bericht des Aufsichtsrats 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem das Vorjahr massiv von der ausgebrochenen Corona-Pandemie geprägt war, bestanden auch im Geschäftsjahr 2021 noch viele Herausforderungen fort. Neben der Bewältigung der unternehmerischen Anforderungen, die die Einschränkungen der Pandemie mit sich brachten, hat insbesondere die weltweite Knappheit von Vorleistungsgütern bei den Herstellern unser Geschäft beeinflusst. Trotzdem konnten wir das Geschäftsjahr 2021 über den Erwartungen abschließen. Den Mitarbeitenden der BLG-Gruppe gilt daher in dieser herausfordernden Zeit ein besonderer Dank, da sie wesentlich dazu beigetragen haben, dass wir die Herausforderungen gemeinsam gemeistert haben.

Im Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben engagiert wahrgenommen und sich regelmäßig sowie ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand, sodass der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Lage der Gesellschaft und der BLG-Gruppe informiert wurde.

Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Geschäftsführung und beriet ihn in Fragen der Unternehmensleitung.

Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK tagt der Aufsichtsrat auch ohne Teilnahme des Vorstands, wie insbesondere bei Angelegenheiten den Vorstand betreffend. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für BLG LOGISTICS war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und die Entwicklungsperspektiven von BLG LOGISTICS, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.

Dr. Klaus Meier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats Bericht des Aufsichtsrats

Sitzungsteilnahmen 2021 Aufsichts
rat
Investitions
ausschuss
Personal
ausschuss
Prüfungs
ausschuss
Gesamt
in Prozent
Dr. Klaus Meier 5/5 1/1 4/4 100,0
Christine Behle 5/5 1/1 4/4 100,0
Sonja Berndt 5/5 1/1 4/4 100,0
Karl-Heinz Dammann (bis 30.06.2021) 3/3 3/3 100,0
Heiner Dettmer 5/5 4/4 100,0
Melf Grantz 5/5 4/4 100,0
Udo Klöpping 5/5 100,0
Wybcke Meier 4/5 80,0
Dr. Tim Nesemann 5/5 2/2 100,0
Beate Pernak 5/5 1/1 2/2 100,0
Klaus Pollok (bis 31.12.2021) 5/5 4/4 100,0
Jörn Schepull (seit 01.07.2021,
Personalausschuss seit 16.09.2021)
2/2 100,0
Dr. Claudia Schilling 5/5 1/1 4/4 100,0
Dietmar Strehl 5/5 1/1 2/2 100,0
Reiner Thau 5/5 2/2 100,0
Vera Visser 4/5 2/2 85,7
Dr. Patrick Wendisch 5/5 2/2 100,0
Gesamt in Prozent 97,5 100,0 100,0 100,0 98,4

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2021 zu insgesamt fünf turnusmäßigen Sitzungen zusammen. Aufgrund der besonderen Umstände der Corona-Pandemie bestand bei einzelnen Präsenzsitzungen die Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form. Die Präsenzquote betrug insgesamt 98,4 Prozent; kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Teilnahmequote (physisch bzw. virtuell) bei den Ausschusssitzungen lag 2021 erneut bei 100 Prozent. Die von den Aktionär:innen und die von den Beschäftigten gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Besprechungen vorbereitet. Die Details der Sitzungsteilnahmen sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Der Vermittlungsausschuss (Ausschuss nach § 27 Absatz 3 MitbestG) hat im Geschäftsjahr 2021 nicht getagt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Der DCGK verlangt vor der Übernahme von Nebentätigkeiten, insbesondere externer Aufsichtsratsmandate, durch Mitglieder des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats. Bei den übernommenen Mandaten waren keine Interessenkonflikte erkennbar, sie lagen vielmehr durchweg im Interesse von BLG LOGISTICS.

Beratungspunkte im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrats in seinen fünf Sitzungen im Jahr 2021 standen immer wieder die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und die fehlenden Vorleistungsgüter in den Produktionen der Hersteller. Des Weiteren wurden wichtige Fragen der Strategie, der Geschäftstätigkeit der BLG LOGISTICS und ihrer Geschäftsbereiche sowie Personalthemen behandelt. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit strategischen Themen und geopolitischen Einschätzungen, wie dem Ausbau der Geschäftsfelder Industrielogistik, Handelslogistik, Seehafenterminals und Inlandterminals sowie dem weiteren Wachstum von BLG LOGISTICS durch Neugeschäfte, Partnerschaften und Investitionen, der aktuellen Risikolage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung.

Bericht des Aufsichtsrats An unsere Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats

Im Speziellen befasste sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. Februar 2021 auch mit dem Verkauf der internationalen Speditionsaktivitäten sowie in der Sitzung am 15. April 2021 mit dem neuen Vorstandsvergütungssystem, welches in der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligt und rückwirkend zum 1. Januar 2021 eingeführt wurde. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat in der Aprilsitzung auch intensiv mit dem Jahres- und Gruppenabschluss, mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2021 sowie der Vorbereitung der nichtfinanziellen Gruppen-Erklärung. Die Entsprechenserklärung zum DCGK wurde in der Sitzung am 16. September 2021 verabschiedet.

Außerordentlich kam der Aufsichtsrat am 14. Juni 2021 zusammen, um im Wesentlichen über die Nachfolge des Mitglieds des Vorstands für den Geschäftsbereich CONTRACT zu entscheiden.

Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Unternehmenslage, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung (inkl. Forecasts) wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 9. Dezember 2021 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung eingehend diskutiert. Des Weiteren berichtete die Leitung der Abteilungen Interne Revision und Compliance in der Sitzung im Aufsichtsrat.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2020 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:

Mit Wirkung zum 30. Juni 2021 hat Herr Karl-Heinz Dammann sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Jörn Schepull nachgerückt. Herr Jörn Schepull ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Karl-Heinz Dammann gewählt worden.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat Herr Klaus Pollok sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Fabian Goiny nachgerückt. Herr Fabian Goiny ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Klaus Pollok gewählt worden.

Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 hat Frau Vera Visser ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Für die Nachfolge ist Herr Martin Peter durch Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 11. März 2022 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.

In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich im Geschäftsjahr 2021 folgende Änderungen ergeben:

Herr Jens Wollesen (ursprünglich bestellt bis 30. Juni 2024), Mitglied des Vorstands für den Geschäftsbereich CONTRACT, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. September 2021 verlassen, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen. Er war seit dem 30. Juni 2021 freigestellt. Seine Nachfolge hat zum 1. Oktober 2021 Herr Matthias Magnor angetreten, der in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juni 2021 für drei Jahre bestellt wurde.

In seiner Sitzung am 24. Februar 2022 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Frank Dreeke um zwei Jahre, bis zu Erreichung der Regelaltersgrenze für Vorstandsmitglieder, zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Dezember 2024.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zusätzlich vier Ausschüsse eingerichtet. Als Ausschüsse des Aufsichtsrats bestehen ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss, ein Investitionsausschuss sowie ein Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Absatz 3 MitbestG. Sie bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats im Plenum vor und entscheiden, soweit zulässig, in Einzelfällen an seiner Stelle. Für den Prüfungsausschuss und den Investitionsausschuss gelten jeweils separate Geschäftsordnungen. Sämtliche Ausschüsse sind paritätisch besetzt.

Bericht des Aufsichtsrats An unsere Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats

Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2021 zu zwei Sitzungen zusammengetreten. Gegenstand der Sitzung am 13. April 2021 war vor allem die umfangreiche Erörterung und Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses sowie der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2020. Bei der Befassung mit dem Jahresabschluss waren Vertretende der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft anwesend und haben entsprechend über die Ergebnisse der Abschlussprüfung berichtet. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Verwendung des Bilanzgewinns (HGB) sowie die Einberufung zur Hauptversammlung erörtert und dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen unterbreitet.

Der Prüfungsausschuss überwacht die Auswahl, Unabhängigkeit, Rotation und Effizienz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie die von dieser erbrachten Leistungen und befasst sich mit der Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Diesbezüglich werden entsprechende Fragen im Plenum erörtert. Zusätzlich wurde im Berichtsjahr erstmalig ein entwickelter Fragebogen zur Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung eingesetzt. Es wurden keine Hinderungsgründe bekannt, die einer Wahl der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr 2021 entgegenstehen.

BLG LOGISTICS wechselt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft regelmäßig. Der Prüfungsausschuss beschäftigt sich im Rahmen der jeweiligen Ausschreibungen intensiv mit den Kompetenzen, Erfahrungen und der Unabhängigkeit der Kandidaten.

In der Sitzung am 7. Dezember 2021 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss im Wesentlichen mit der Unternehmensplanung inklusive der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung und der Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bildeten die Berichterstattung der Revision und zum Compliance-System.

Der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr vier Sitzungen ab. Er befasste sich in allen Sitzungen im Wesentlichen mit Personalangelegenheiten des Vorstands. Ein Schwerpunkt der Beratungen lag auf der Ermittlung und Bestellung der Nachfolge für die Vorstandsposition für den Geschäftsbereich CONTRACT. In der Sitzung am 15. April 2021 wurde insbesondere das neue Vergütungssystem behandelt, welches von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligt wurde.

Der Investitionsausschuss kam am 7. Oktober 2021 zu einer Sitzung zusammen und hat hinsichtlich Investitionen für die Erweiterung von Dienstleistungen für einen Kunden entschieden.

Der Vermittlungsausschuss (Ausschuss nach § 27 Absatz 3 MitbestG) ist im Berichtsjahr nicht zusammengetreten.

Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Die leitenden Personen der Ausschüsse haben im Anschluss an die jeweiligen Sitzungen an den Aufsichtsrat über die Tätigkeiten und deren Ergebnisse berichtet und Beschlussempfehlungen unterbreitet.

Weiterbildung und Selbstbeurteilung

Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von BLG LOGISTICS unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung werden bei Bedarf interne Schulungen oder Informationsveranstaltungen angeboten. Im Vorjahr erfolgte eine interne Schulung insbesondere zu den Themen Organisation und Aufgaben (inkl. Vorstandsvergütung), Rechte und Pflichten sowie Haftung. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen ("Onboarding"). Für einen zusätzlichen, weiteren Einblick in das Unternehmen sollen regelmäßige Tagungen auch an anderen Standorten des Unternehmens erfolgen, sofern es die pandemische Lage zulässt.

Bericht des Aufsichtsrats An unsere Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig, wie wirksam er als Organ insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Dabei werden die Ergebnisse eingehend im Aufsichtsrat erörtert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen abgeleitet. Die letzte Überprüfung anhand eines anonym auszufüllenden Fragebogens und Bewertung der Ergebnisse im Plenum ist im Geschäftsjahr 2021 erfolgt. Anhaltspunkte für wesentliche Defizite haben sich hierbei nicht ergeben.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich mit der Anwendung des DCGK im Unternehmen beschäftigt. Die vom Aufsichtsrat und Vorstand zusammen verfasste 21. Entsprechenserklärung vom 16. September 2021 nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des DCGK entspricht der am 20. März 2020 veröffentlichten Fassung vom 16. Dezember 2019. Die gemeinsame Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der BLG LOGISTICS unter www.blg-logistics.com/ir im Download-Bereich dauerhaft zugänglich sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung enthalten.

Jahres- und Gruppenabschlussprüfung

Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021 und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter der ordnungsgemäß gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht der BLG AG und der Gruppenabschluss sowie -lagebericht der BLG LOGISTICS sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von der durch die Hauptversammlung gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Jahresabschluss und Lagebericht, der Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht nebst Lagebericht, Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht sowie die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgerecht vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Gruppenabschluss, den Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht, die Lageberichte und den Gruppenlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns (HGB) geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses und des Abschlusses zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht einschließlich der Lageberichte durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht sowie den Gruppenabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung der BLG LOGISTICS ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BLG AG.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Nichtfinanzieller Bericht

Seit dem Geschäftsjahr 2017 gibt BLG LOGISTICS eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Die Erklärung für das Geschäftsjahr 2021 ist als gesonderter nichtfinanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht 2021 integriert und wurde vom Aufsichtsrat inhaltlich geprüft. Die Prüfung führte zu keinen Einwendungen. reporting.blg-logistics.com

Der Aufsichtsrat dankt in diesem erneut besonders herausfordernden Jahr dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden für das große Engagement und das nachhaltige Bestreben, unser Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass BLG LOGISTICS auch in Zukunft alle Herausforderungen gemeinsam meistern wird und die Ertragskraft der Gruppe langfristig sichern kann.

Bremen, im April 2022

Für den Aufsichtsrat

Dr. Klaus Meier Vorsitzender

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

anders als die meisten von uns zunächst erhofft hatten, dauerte die Corona-Pandemie auch im Berichtsjahr 2021 weiter an. Zusätzliche Schutz- und Kontrollmaßnahmen, Lieferengpässe und unterbrochene Lieferketten erforderten von uns viel Flexibilität und Ausdauer. Gleichzeitig hat das Jahr 2021 die Systemrelevanz von Häfen, Straße und Schiene eindrucksvoll untermauert. Eine reibungslose Logistik ist die unverzichtbare Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten. Heute und in Zukunft.

Die BLG ist eine robuste und anpassungsfähige Organisation. Die positive Entwicklung der Zahlen in unserem Finanzbericht spricht für sich. Wir haben unser Geschäft in den letzten Jahren immer stärker diversifiziert und besitzen eine breite Basis unterschiedlicher Kunden. Diesen Kurs haben wir 2021 fortgesetzt.

Gemeinsam ist es uns gelungen, trotz der steten Hürden, das Geschäftsjahr 2021 mit einem guten Ergebnis abzuschließen. Mit einem EBT von mehr als EUR 52 Mio. haben wir unser Ziel, unser Ergebnis deutlich zu verbessern, mehr als erreicht.

Frank Dreeke Michael Blach Andrea Eck Christine Hein Matthias Magnor Ulrike Riedel Vorstandsvorsitzender Geschäftsbereich Geschäftsbereich Finanzen Geschäftsbereich Arbeitsdirektorin

Wir haben neue Standorte in Betrieb genommen und bestehende ausgebaut. Wir haben Kunden mit überzeugenden Leistungen langfristig an uns binden können. So hat etwa einer der größten Reeder weltweit, Hyundai Glovis, im Rahmen eines Joint Ventures unseren AUTOMOBILE-Standort Bremerhaven als europäischen Hub für seine Automobiltransporte zwischen Asien und Europa ausgewählt. Die Grundsteinlegung des C3 war der feierliche Auftakt einer richtungsweisenden Logistikimmobilie im Geschäftsbereich CONTRACT. Dabei legen wir neben bestmöglichen Abläufen für den Kunden großen Wert auf Nachhaltigkeit. Neben der größten zusammenhängenden Dachphotovoltaikanlage Deutschlands zählen die guten Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden dazu. Darüber hinaus leisten wir mit unseren Schienentransporten einen Beitrag für mehr Klimaschutz. Der Geschäftsbereich CONTAINER ist auf bestem Weg, mit seinem Transformationsprogramm die Personal- und Sachkosten dauerhaft um EUR 84 Mio. zu senken. Der Containerhafen Wilhelmshaven hat sich dank Sonderanläufen und Mehrmengen hervorragend entwickelt.

Doch damit geben wir uns nicht zufrieden. Gemeinsam arbeiten wir fortlaufend an neuen Lösungen, um die logistischen Abläufe unserer Kunden zu verbessern. Neben der stetigen Prozessoptimierung über das gesamte Leistungsportfolio hinweg arbeiten wir gemeinsam mit verschiedenen Projektpartner:innen an Innovations- und Digitalisierungsprojekten.

Innehalten lässt uns die Lage in der Ukraine. Wir verfolgen mit Sorge die Entwicklungen in Osteuropa und stehen im engen Austausch mit unseren Kolleg:innen. Wie stark sich weiterhin die Auswirkungen der Pandemie und der Situation in der Ukraine auf unser Geschäft auswirken werden, vermögen wir noch nicht zu sagen. Aber der Titel der diesjährigen Geschäftsberichterstattung wird auch dann gelten: Herausforderungen gemeinsam meistern.

Wir danken Ihnen, verehrte Aktionär:innen, für Ihr Vertrauen.

CONTAINER AUTOMOBILE CONTRACT

Der Vorstand

Frank Dreeke Vorstandsvorsitzender Matthias Magnor Geschäftsbereich CONTRACT

Andrea Eck Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Ulrike Riedel Arbeitsdirektorin Michael Blach Geschäftsbereich CONTAINER

Christine Hein Vorstand Finanzen

Jahresabschluss 2021 BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Gewinn- und Verlustrechnung

TEUR 2021 2020
1. Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 1.282 1.303
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.919 7.888
8.201 9.191
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.662 -2.631
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -689 -4.274
-6.351 -6.905
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.133 -1.566
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 731 673
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -54 -44
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon aus der Bildung aktiver latenter Steuern TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 587)
-240 -232
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 1.154 1.117
9. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -2 0
10. Bilanzgewinn 1.152 1.117

An unsere Aktionäre

Jahresabschluss Jahresabschluss

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Bilanz

TEUR
Aktiva
31.12.2021 31.12.2020 TEUR
Passiva
31.12.2021 31.12.2020
A. Umlaufvermögen A. Eigenkapital
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände I. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.044 24.733 II. Gewinnrücklagen
2. Forderungen gegen Unternehmen, 1. Gesetzliche Rücklage 998 998
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 116 861 2. Andere Gewinnrücklagen 9.121 8.424
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0 5 10.119 9.422
24.160 25.599 III. Bilanzgewinn 1.152 1.117
II. Guthaben bei Kreditinstituten 21 21 21.255 20.523
24.181 25.620 B. Rückstellungen
B. Aktive latente Steuern 1.042 994 1. Rückstellungen für Pensionen
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 345 0 und ähnliche Verpflichtungen 0 4.293
2. Steuerrückstellungen 550 540
3. Sonstige Rückstellungen 3.434 724
3.984 5.557
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4 66
2. Sonstige Verbindlichkeiten 325 468
329 534
25.568 26.614 25.568 26.614

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Anhang

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Sitz der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) ist Bremen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4413 im Register des Amtsgerichts Bremen eingetragen.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen saldiert.

Der Ansatz der Rückdeckungsversicherungen zu den Pensionsrückstellungen erfolgt mit den von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwerten der Gesamtansprüche. Der Aktivwert entspricht insoweit sowohl den fortgeführten Anschaffungskosten (Einzahlungen zzgl. angesparter Zinsen und Überschussguthaben) als auch dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz herangezogen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Ausweis erfolgt gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldiert mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte auf der Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter Pensionen
Diskontsatz 1,9%
Erwartete Lohn-
und Gehaltsentwicklung
2,0%
Erwartete Rentenerhöhungen 2,0%

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Langfristige Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Das Wahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern anzusetzen, wurde in Anspruch genommen.

Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst.

Angaben zur Bilanz

Jahresabschluss

Jahresabschluss

gesetzt.

umkehren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 5.227) um kurzfristige Darlehen. Auf Forderungen aus Cash Management entfallen TEUR 18.639 (Vorjahr: TEUR 16.863). Weitere TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 2.644) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung / Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die ausgewiesenen Rückstellungen betreffen Pensionsverpflichtungen für die Mitglieder des Vorstands.

Im Vorjahr erfolgte eine Anpassung der einzelnen vertraglichen Pensionszusagen. In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistung mehr erfolgt.

Um eine insolvenzsichere Rückdeckung bzw. Refinanzierung für die aus der Anpassung resultierenden, höheren Verpflichtungen unter Fortbestand der bisherigen Rückdeckungsversicherungen zu ermöglichen, wurde ein zweistufiges Modell mit zusätzlichen Beitragsdepots für die ausstehenden Beiträge zur Rückdeckungsversicherung eingeführt. Dabei werden die ausstehenden Beiträge zur Rückdeckungsversicherung als Einmalbetrag in einem Depot (siehe auch folgende Tabelle) angelegt. Die ratierlich anfallenden Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer werden aus einem entsprechenden Verkauf der Fondsanteile finanziert. Die Fondsanteile werden, wie bereits die Rückdeckungsversicherung, an die Begünstigten verpfändet.

Insgesamt ergab sich daher im Berichtsjahr ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung:

TEUR 31.12.2021
Beizulegender Zeitwert
der Pensionsverpflichtungen
-10.386
Beizulegender Zeitwert der
Rückdeckungsversicherungen
6.178
Beizulegender Zeitwert Depot für
ausstehende Beiträge zur
Rückdeckungsversicherung
4.553
Aktiver Unterschiedsbetrag
aus der Vermögensverrechnung
345

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.035.

Zinsaufwendungen und Zinserträge aus der Aufzinsung wurden in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 148) verrechnet.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitraum des Abbaus der Differenz bewertet und die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern an-

Ausschlaggebend für die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede

An unsere Aktionäre

Jahresabschluss Jahresabschluss

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurden TEUR 695 aus dem Bilanzgewinn 2020 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Des Weiteren wurden vom Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 2 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Die bestehenden Gewinnrücklagen decken die nach § 253 Absatz 6 HGB (Unterschiedsbetrag betreffend Ansatz von Pensionsverpflichtungen) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 1.035 (Vorjahr: TEUR 1.365) sowie die nach § 268 Absatz 8 Satz 2 und 3 HGB (aktive latente Steuern sowie Differenzen zwischen Anschaffungskosten und Marktwert des o.g. Beitragsdepots) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 994) vollständig ab.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten mit TEUR 3.040 (Vorjahr: TEUR 241) die Vergütung des Vorstands. Davon haben TEUR 1.764 (Vorjahr: TEUR 0) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Weitere Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 303) für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Gruppenabschlusses sowie der Prüfung des Jahresabschlusses gebildet.

Für fixe Aufsichtsratsvergütungen wurden TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 180) zurückgestellt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 446) Steuern.

Latente Steuern

Die latenten Steuern wurden mit dem Steuersatz der BLG AG in Höhe von 15,825 Prozent bewertet.

Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus Pensionsrückstellungen.

Von dem Wahlrecht, einen Überhang an aktiven latenten Steuern anzusetzen, wird Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der für die Folgejahre erwarteten positiven Ergebnisse der BLG KG nicht erkennbar.

Anteilsbesitz

Die zugrundeliegenden Währungskurse für die im Folgenden dargestellte Zusammenstellung des Anteilsbesitzes, welcher der BLG AG gemäß § 285 Satz 1 Nummer 11 HGB über ihre Tochtergesellschaft BLG KG zuzurechnen ist, lauten wie folgt:

EUR Stichtag
31.12.2021
Durchschnitt
2021
1 amerikanischer Dollar 0,8829 0,8455
1 brasilianischer Real 0,1585 0,1568
1 britisches Pfund 1,1901 1,1633
1 chinesischer Renminbi Yuan 0,1390 0,1311
1 indische Rupie 0,0119 0,0114
1 malaysischer Ringgit 0,2119 0,2040
1 polnischer Zloty 0,2175 0,2190
1 russischer Rubel 0,0117 0,0115
1 südafrikanischer Rand 0,0554 0,0572
1 ukrainischer Griwna 0,0323 0,0310

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Satz 1 Nummer 11 HGB

Name, Sitz Beteiligungsquote
in Prozent
Mittelbare (M) /
Unmittelbare (U)
Beteiligung
Währung Eigenkapital
in Tsd.
Jahresergebnis
in Tsd.
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen 0,00 U EUR 315.380 -17.771
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften (gemäß
Gruppenabschluss)
BLG AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 84,07 M ZAR 16.434 32
BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M EUR 87.404 3.828
BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen 100,00 M EUR 4.967 -8
BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,00 M EUR 13.956 4.456
BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 M EUR 388 -362
BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 M EUR 12.083 -11.540
BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,00 M EUR 274 -455
BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M EUR 9.207 2.024
BLG AutoTerminal Gdansk Sp. z o.
o., Danzig, Polen
100,00 M PLN 13.126 832
BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M EUR 8.632 1.716
BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen1 100,00 M EUR 19.683 0
BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M EUR 1.630 7.049
BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M EUR 13.283 3.385
BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 100,00 M RUB 428.369 21.254
BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika2 84,07 M ZAR 12.957 5.901
BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M EUR 1.850 461
BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,00 M USD -4.962 150
BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück1 50,00 M EUR 4.550 0
BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel 100,00 M EUR -4.956 -667

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Jahresabschluss Jahresabschluss

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Name, Sitz Beteiligungsquote
in Prozent
Mittelbare (M) /
Unmittelbare (U)
Beteiligung
Währung Eigenkapital
in Tsd.
Jahresergebnis
in Tsd.
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften (gemäß
Gruppenabschluss)
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 50,00 M EUR 3.715 -1.013
AutoLogistics International GmbH, Bremen 50,00 M EUR -3.640 97
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen 50,00 M PLN -660 -2.517
BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 100,00 M EUR 203 2
BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 50,00 M EUR 41 -5
BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China 100,00 M CNY 1.622 -90
BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,00 M INR 49.353 17.404
BLG SWIFT LOGISTICS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia3 60,00 M MYR 3.701 -1.998
BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine 50,00 M UAH 127.593 3.089
BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China 50,00 M CNY 12 44
dbh Logistics IT AG, Bremen4 27,32 M EUR 7.411 1.840
DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen4 50,00 M EUR -1.902 -1.713
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,00 M EUR 267.484 110.498
Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen4 100,00 M EUR 159 61
Hizotime (Pty) Ltd, East London, Südafrika 41,19 M ZAR 10.216 1.182
ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen4 50,00 M EUR 148 35
Kloosterboer BLG Coldstore GmbH, Bremerhaven 49,00 M EUR 123 32
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen4 50,00 M EUR 100 803
SWIFT MEGA CARRIERS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 60,00 M MYR -904 -881
4
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen
33,33 M EUR 465 1.036

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Jahresabschluss Jahresabschluss

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Name, Sitz Beteiligungsquote
in Prozent
Mittelbare (M) /
Unmittelbare (U)
Beteiligung
Währung Eigenkapital
in Tsd.
Jahresergebnis
in Tsd.
Nicht einbezogene Gesellschaften (gemäß
Gruppenabschluss)
ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,00 M EUR 29 0
BLG Automobile Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 105 0
BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien 98,97 M EUR -481 -22
BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,00 M EUR 27 1
BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven 100,00 M EUR 12 1
BLG AutoTerminal Deutschland Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 50 0
BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 25 0
BLG Freight, LLC, Hoover, USA 100,00 M USD 27 2
BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen 100,00 M EUR 32 1
BLG Industrielogistik Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 33 1
BLG Logistics of Alabama, LLC, Vance, USA 100,00 M USD --- ---
BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 27 1
DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen4 50,00 M EUR 104 7
EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 M EUR 39 1
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,00 M EUR 73 1
Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen4 50,00 M EUR 31 1
ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen4 33,33 M EUR 48 2

1 Ergebnisabführung aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen

2 Der Anteil der Stimmrechte beträgt 75,04%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

3 Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40,00%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

4 Vorjahreswerte

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütungen der BLG KG

An unsere Aktionäre

Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung (TEUR 1.026, Vorjahr: TEUR 1.047) und die Arbeitsvergütung (TEUR 256, Vorjahr: TEUR 256) für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG KG.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Erträge aus der
Weiterbelastung von
Vorstandsvergütungen
5.804 2.772
Erträge aus Erstattungen
für Pensionsverpflichtungen
687 4.270
Erträge aus der
Weiterbelastung von
Aufsichtsratsvergütungen
243 233
Erträge aus der
Weiterbelastung von
Aufwendungen
56 52
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
53 483
Übrige 76 78
Gesamt 6.919 7.888

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr periodenfremde Erträge.

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrifft die Vergütung des Vorstands. Er enthält mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 174) periodenfremde Aufwendungen für die Nachzahlung von variablen Vergütungen. Diese wurden im Vorjahr von der BLG KG erstattet und sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres enthalten.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betreffen in Höhe von TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 4.274) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Administrationskosten 643 660
Vergütungen für den
Aufsichtsrat
243 233
Rechts-, Beratungs-
und
Prüfungskosten
154 209
Sonstige personalbezogene
Aufwendungen
91 96
Aufwendungen für die
Rückerstattung von
variablen Vergütungen
0 367
Übrige 2 1
Gesamt 1.133 1.566

Die Aufwendungen für die Rückerstattung von variablen Vergütungen im Vorjahr betrafen periodenfremde Aufwendungen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Ausweis betrifft, wie im Vorjahr, in voller Höhe Zinserträge von verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Ausweis betrifft, wie im Vorjahr, in voller Höhe Aufwendungen aus der Aufzinsung.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31. Dezember 2021 nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 87. Davon betreffen TEUR 79 die Abschlussprüfung (hiervon TEUR 25 für Vorjahre) sowie TEUR 8 andere Bestätigungsleistungen (Prüfung des Vergütungsberichts nach § 162 AktG).

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen mit Gesellschaftern Beziehungen mit der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2021 Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns 2020 eine Dividende erhalten.

Transaktionen mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen keine Transaktionen zu nicht marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BLG AG besteht nach der Satzung aus 16 Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Beschäftigten, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Mitgliedschaften der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG sind in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2020 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:

Mit Wirkung zum 30. Juni 2021 hat Herr Karl-Heinz Dammann sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Jörn Schepull nachgerückt. Herr Jörn Schepull ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Karl-Heinz Dammann gewählt worden.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat Herr Klaus Pollok sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Fabian Goiny nachgerückt. Herr Fabian Goiny ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Klaus Pollok gewählt worden.

Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 hat Frau Vera Visser ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Für die Nachfolge ist Herr Martin Peter durch Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 11. März 2022 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.

Zusammensetzung des Vorstands

Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Mitgliedschaften des Vorstands in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 folgende Änderungen ergeben:

Herr Jens Wollesen (ursprünglich bestellt bis 30. Juni 2024), Mitglied des Vorstands für den Geschäftsbereich CONTRACT, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. September 2021 verlassen, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen. Seine Nachfolge hat zum 1. Oktober 2021 Herr Matthias Magnor angetreten, der in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juni 2021 für drei Jahre bestellt wurde.

In seiner Sitzung am 24. Februar 2022 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Frank Dreeke um zwei Jahre, bis zu Erreichung der Regelaltersgrenze für Vorstandsmitglieder, zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Dezember 2024.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2021 Bezüge in Höhe von TEUR 286 (Vorjahr: TEUR 270), die mit TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 165) auf fixe Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 52) und die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) zur Gesamtvergütung bei. Die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate betrugen TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 39).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, die die Arbeitnehmerseite vertreten, haben im Berichtsjahr TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 31) an Beitragszahlungen für die gesetzliche Rentenversicherung erhalten.

BLG LOGISTICS Finanzbericht 2021 26 BLG LOGISTICS Finanzbericht 2021 26

Jahresabschluss Jahresabschluss

An unsere Aktionäre

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Zum 31. Dezember 2021 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 TEUR 3.892 (Vorjahr: TEUR 2.575). Darin enthalten sind die Grundvergütung, Nebenleistungen und kurzfristig auszuzahlende, variable Vergütungen (inklusive im Rahmen von Austrittsvereinbarungen vereinbarte Vergütungen). Darüber hinaus wurden für langfristige, variable Vergütungen für das Geschäftsjahr 2021 zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.743 (Vorjahr: TEUR 0) zurückgestellt. TEUR 698 betreffen hiervon die Übergangsregelung für vor dem Jahr 2020 bestellte Vorstandsmitglieder. Der jeweilige Anspruch ist mit der Tätigkeit im Berichtsjahr vollständig erdient, wobei sich die tatsächliche Auszahlung anhand der vom Aufsichtsrat auf Grundlage des geltenden Vergütungssystems festgelegten Zielerreichung bemisst und im Jahr 2023 (Übergangsregelung) bzw. 2025 (Langfristkomponente) erfolgt. Die Festlegung erfolgt aus Basis finanzieller (70 Prozent Gewichtung) sowie ökologisch und sozialer (30 Prozent Gewichtung) Leistungskriterien.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen nahestehende Personen. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern richten sich ebenfalls gegen nahestehende Personen.

Zum 31. Dezember 2021 betrug der Barwert der Pensionsverpflichtungen der am 31. Dezember 2021 aktiven Vorstände TEUR 5.752 (Vorjahr: TEUR 5.811).

Die Versorgungszusagen sehen eine Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistungen mehr erfolgt.

Weitere Angaben und Ausführungen zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht, der auf unserer Internetseite www.blg-logistics.com/ir im Download-Bereich öffentlich zugänglich ist.

Den (am 31. Dezember 2021) früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2021 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 175 gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2021 insgesamt TEUR 5.108.

Zum 31. Dezember 2021 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind auf unserer Internetseite www.blg-logistics.com/ir im Bereich Corporate Governance abrufbar.

Director's Dealings

Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.

Der Aktienbesitz dieses Personenkreises beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Stimmrechtsmitteilungen

Folgende Stimmrechtsmitteilungen von direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der BLG AG sind dem Vorstand der BLG AG gemeldet worden:

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG zum 31. Januar 2019 50,42 Prozent (entsprechend 1.936.000 Stimmrechten) betrug.

BLG LOGISTICS Finanzbericht 2021 27 BLG LOGISTICS Finanzbericht 2021 27

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

An unsere Aktionäre

Herr Peter Hoffmeyer hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Panta Re AG, Bremen, an der BLG AG am 31. Januar 2019 die Schwelle von 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG Herrn Peter Hoffmeyer zuzurechnen.

Die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, hat uns am 18. November 2016 gemäß § 21 Absatz 1 WpHG (a. F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 15. November 2016 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,23 Prozent (entsprechend 200.814 Stimmrechten) betrug.

Die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, hat uns am 8. April 2002 gemäß § 41 Absatz 2 Satz 1 WpHG (a. F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 1. April 2002 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug.

Weitere Detailinformationen sind auf unserer Homepage unter www.blg-logistics.com/de/investor-relations/aktie veröffentlicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 1. Juni 2022 folgende Gewinnausschüttung vor: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,30 für jede auf den Namen lautende Stückaktie (das entspricht rund 11,5 Prozent je Stückaktie) für das Geschäftsjahr 2021, entsprechend dem Bilanzgewinn von TEUR 1.152.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der BLG KG als gemeinsames Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2021 einen Gruppenabschluss nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Absatz 3 HGB i. V. m. § 315e Absatz 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Weiter hat sie einen Abschluss zur Erfüllung der eigentlichen Konzernrechnungslegungspflicht (Abschluss nach § 315e HGB) aufgestellt. Beide Abschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht und sind am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.

Corporate Governance Kodex

Der Vorstand hat am 31. August 2021 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 16. September 2021 die 21. Entsprechenserklärung zum DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir im Download-Bereich dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Nachtragsbericht

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der im Februar 2022 begonnen wurde, wird sich erneut auf die Weltwirtschaft, globale Handelsströme und Lieferketten auswirken. Auch werden die Energiepreise weiter ansteigen. Zum jetzigen Zeitpunkt können die genauen Auswirkungen noch nicht beurteilt werden. Für die BLG AG ist vor diesem Hintergrund zu erwarten, dass die Vergütung für die Geschäftsführung (Arbeitsvergütung), die sie von der BLG KG erhält, auch 2022 auf dem Mindestniveau verbleiben wird. Damit ergäbe sich keine wesentliche Änderung der Ertragslage gegenüber dem Geschäftsjahr 2021.

Bremen, 29. März 2022

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

DER VORSTAND

Frank Dreeke Michael Blach
Andrea Eck Christine Hein
Matthias Magnor Ulrike Riedel

Lagebericht BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Lagebericht BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen (BLG AG), ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). In dieser Funktion hat die Gesellschaft die Geschäftsführung der BLG KG übernommen. Die BLG AG unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven.

Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG jeweils eine Vergütung. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 AktG in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.

Für die übernommene Haftung erhält die BLG AG von der BLG KG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. HGB. Diese Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG KG zu zahlen. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent des Jahresüberschusses der BLG KG vor Abzug dieser Vergütung. Die Vergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500. Zusätzlich werden der BLG AG alle unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet. Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang. BLGKGAn unsere Aktionäre GruppenlageberichtGruppenabschluss Weitere Informationen

Nichtfinanzieller Bericht

BLG LOGISTICS gibt seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Diese Erklärung ist als gesonderter nichtfinanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht integriert, der unter reporting.blg-logistics.com abrufbar ist.

Wirtschaftsbericht

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend ihrer Funktion hat die BLG AG sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG KG, in das die BLG AG einbezogen ist. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten Konditionen. Aufgrund höherer Bestände im CashManagement stiegen die Zinserträge hieraus gegenüber dem Vorjahr um TEUR 59.

Im Berichtsjahr hat die BLG AG von der BLG KG eine Haftungsvergütung (TEUR 1.026; Vorjahr: TEUR 1.047) und eine Geschäftsführungsvergütung (TEUR 256; Vorjahr: TEUR 256) erhalten. Vergütungen, die für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats anfallen, werden von der BLG KG vollständig erstattet.

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Lagebericht Lagebericht

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Ergebnis je Aktie von EUR 0,30

Das Ergebnis je Aktie wird errechnet durch Division des Jahresüberschusses durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Im Geschäftsjahr 2021 waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf.

Im Prognosebericht zum 31. Dezember 2020 und im Zwischenbericht zum 30. Juni 2021 wurde für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis (EBT) auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2020 bzw. leicht darunter prognostiziert. Das Ergebnis vor Steuern stieg letztendlich im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 45. Damit wurde die Prognose übertroffen. Dies ist insbesondere dadurch begründet, dass – entgegen der Annahmen – aufgrund der Corona-Pandemie-Situation erneut keine physische Hauptversammlung im Jahr 2022 stattfinden kann und für eine virtuelle Hauptversammlung geringere Kosten anfallen, die zurückgestellt werden mussten.

Durch in der Corona-Krise aufgelaufene Verlustvorträge und geringe Beteiligungsergebnisse in der BLG KG liegt die Geschäftsführungsvergütung der BLG KG erneut auf dem Niveau der Mindestvergütung (TEUR 256, Vorjahr: TEUR 256).

Neue Refinanzierung für Pensionen

Im Vorjahr erfolgte eine Anpassung der einzelnen vertraglichen Pensionszusagen. Um eine insolvenzsichere Rückdeckung bzw. Refinanzierung für die aus der Anpassung resultierenden, höheren Verpflichtungen unter Fortbestand der bisherigen Rückdeckungsversicherungen zu ermöglichen, wurde ein zweistufiges Modell mit zusätzlichen Beitragsdepots für die ausstehenden Beiträge zur Rückdeckungsversicherung eingeführt (vgl. auch Ausführungen im Anhang). Aus diesem Grund ist die saldierte Nettoverpflichtung für Pensionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken bzw. führt im handelsrechtlichen Jahresabschluss zu einem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Neues Vergütungssystem

Nach Vorarbeiten im Jahr 2020 hat der Aufsichtsrat am 15. April 2021 ein neues Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder der BLG AG beschlossen, das den Vorgaben des ARUG II entspricht. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung der BLG AG am 2. Juni 2021 das nachfolgend wiedergegebene Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft mit großer Mehrheit gebilligt.

Das neue Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 eingeführt. Das bisherige System wurde damit ebenfalls rückwirkend zum 31. Dezember 2020 beendet und die darin zugesagten variablen Vergütungsbestandteile werden dementsprechend nicht mehr zur Auszahlung kommen.

Die Umstellung des neuen Vorstandsvergütungssystems nach den Vorgaben des ARUG II mit kurzfristig sowie langfristig bemessenen Zielkomponenten führt zu einer deutlichen Erhöhung der Rückstellungen, da die Zuführung für die langfristigen Vergütungsbestandteile nicht mehr ratierlich im Zeitablauf erfolgt, sondern mit Abschluss der Zielvereinbarung in voller Höhe wirksam wird. Im Berichtsjahr wurden gegenüber dem Vorjahr TEUR 2.799 mehr für variable Vergütungen des Vorstands sowie Aufhebungsvereinbarungen zurückgestellt. Des Weiteren führten die relevanten Steuerungskennzahlen im Vorjahr dazu, dass kein variabler Bonus für das Geschäftsjahr 2020 angefallen ist. Der Vorstand hatte des Weiteren frühzeitig auf die Auszahlung einer Tantieme für das Geschäftsjahr 2020 verzichtet. Dementsprechend haben sich auch die Löhne und Gehälter innerhalb des Personalaufwands des Geschäftsjahres 2021 und die gegenläufige Erstattung durch die BLG KG in den sonstigen betrieblichen Erträgen erhöht.

Weitere, wesentliche Veränderungen der Aufwands- und Ertragslage sowie der Vermögens- und Finanzlage haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

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Lagebericht Lagebericht

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Die BLG-Aktie

Relative Entwicklung der BLG-Aktie im Vergleich

Turbulentes Jahr an den Börsen

Das Jahr 2021 stand erneut ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Auch das Börsenjahr war entsprechend turbulent. Zu Beginn des Jahres wurde das öffentliche Leben erneut heruntergefahren mit entsprechenden Kontaktbeschränkungen. Die wachsende Impfquote weckte sowohl für das öffentliche Leben als auch für die Wirtschaft die Hoffnung, dass der Normalzustand wie vor der Pandemie bald wieder erreicht werden könnte. In dieser Aufbruchstimmung erreichte der DAX ein Rekordhoch nach dem anderen. Doch immer wieder kam es auch zu deutlichen Rücksetzern. Der Rohstoffmangel in der Industrie und Lieferengpässe auch im Handel beeinflussten die Konjunktur, die Inflation lies eine restriktivere Geldpolitik der Notenbanken erwarten und die neue Omikron-Welle sorgte für Beeinträchtigungen an den Märkten. Ungeachtet der Inflation hielt die Europäische Zentralbank an der Niedrigzinspolitik fest und viele Privatanleger entdeckten im Jahr 2021 die Geldanlage an der Börse für sich.

In diesem Umfeld wuchs die deutsche Wirtschaft 2021 – nach dem Einbruch im Vorjahr – um rund 2,8 Prozent. Der DAX legte um rund 15,8 Prozent zu und schloss das Jahr mit 15.884 Punkten ab.

BLG-Aktie1 fällt um 11,6 Prozent

Nachdem die BLG-Aktie das Geschäftsjahr 2021 mit einem Kurs von EUR 12,37 eröffnet hatte, bewegte sie sich zunächst analog den großen deutschen Indizes seitwärts. Der höchste Schlusskurs des Jahres ergab sich am 10. März 2021 mit einem Kurs von EUR 12,87. Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 sank das Niveau des Aktienkurses und befand sich durchgängig unter dem Eröffnungskurs. Am 20. August 2021 wurde der niedrigste Kurs von EUR 10,83 gemessen.

Aufgrund des niedrigen Handelsvolumens der Aktie kann sich bereits eine geringe Anzahl von Transaktionen auf den Kurs auswirken. Der Kurs der BLG-Aktie fiel im Berichtsjahr insgesamt um 11,6 Prozent und lag damit deutlich unter dem allgemeinen Marktniveau (DAX + rund 16 Prozent, MDAX + rund 14 Prozent, SDAX + rund 11 Prozent). Aufgrund des Jahresschlusskurses am 30. Dezember 2021 von EUR 10,93 lag die Marktkapitalisierung bei der BLG-Aktie bei EUR 42,0 Mio..

1 Angabe aller Börsenkurse der BLG AG in diesem Lagebericht als Durchschnitt an den notierten Börsen

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Lagebericht Lagebericht

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Stammdaten zur BLG Aktie

ISIN DE0005261606
WKN 526160
Börsenkürzel BLH
Grundkapital EUR 9.984.000
Zugelassenes Kapital 3.840.000 Stück
Gattung Nennwertlose Namensaktien
Notiert in Berlin, Hamburg, Frankfurt
Dividende von EUR 0,30
------------------- -- -- ------

Im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr gleichgebliebenen Arbeitsvergütung (Mindestvergütung in Höhe von TEUR 256) von der BLG KG und der erneuten virtuellen Durchführung der Hauptversammlung weist der Jahresabschluss der BLG AG für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Bilanzgewinn nach HGB von TEUR 1.152 eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.117) aus. Der Bilanzgewinn ist nach deutschem Recht die Grundlage für die Dividendenausschüttung.

Auf dieser Basis schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 1. Juni 2022 vor, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von EUR 0,30 je Aktie (Vorjahr: Mindestdividende von EUR 0,11) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück (Namensaktien) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme in Höhe von TEUR 1.152 und einer Ausschüttungsquote von 99,8 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 10,93 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent.

2021 2020 2019 2018 2017
Ergebnis je Aktie EUR 0,30 0,29 0,38 0,66 0,60
Dividende je Aktie EUR 0,30 0,11 0,40 0,45 0,40
Dividende Prozent 11,5 4,2 15,4 17,3 15,4
Dividendenrendite Prozent 2,7 0,9 3,1 3,8 2,8
Börsenkurs zum Jahresende EUR 10,93 12,33 12,97 11,87 14,49
Höchstkurs EUR 12,87 14,47 14,10 15,10 19,27
Tiefstkurs EUR 10,83 11,70 11,93 11,13 12,87
Ausschüttungssumme TEUR 1.152 422 1.536 1.728 1.536
Ausschüttungsquote Prozent 99,8 37,8 105,6 68,0 66,3
Kurs-Gewinn-Verhältnis 36,4 42,4 34,3 17,9 24,0
Marktkapitalisierung EUR Mio. 42,0 47,3 49,8 45,6 55,6

Wir verfolgen auch in der Zukunft das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Entsprechend werden wir die Aktionäre je nach wirtschaftlicher Entwicklung angemessen am Ergebnis beteiligen.

Aktionärsstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877 zum 31. Dezember 2021

Das Grundkapital der BLG AG beträgt EUR 9.984.000,00 und ist in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2021 mit 50,4 Prozent Hauptaktionärin der BLG AG. Weitere große institutionelle Investoren sind die Finanzholding der Sparkasse in Bremen und die Panta Re AG, Bremen, mit einem Anteil von je 12,6 Prozent sowie die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, mit einem Anteil von 5,9 Prozent. Der Streubesitz beträgt 18,5 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 710.000 Stück entspricht. Der Anteil institutioneller Anlegender hieran beträgt ca. 1,1 Prozent; die übrigen ca. 17,4 Prozent werden von Privatanlegenden gehalten.

Lagebericht Lagebericht

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Erklärung zur Unternehmensführung

Im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften wurde nur das Vorliegen der Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 HGB vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB im Kapitel 04 "Weitere Informationen" des Finanzberichts ausgewiesen.

Übernahmerelevante Angaben nach § 289a Absatz 1 HGB

Die übernahmerelevanten Angaben sind ebenfalls innerhalb der Erklärung zur Unternehmensführung in Kapitel 04 "Weitere Informationen" des Finanzberichts ausgewiesen.

Vergütungsbericht und Vergütungssystem

Unter www.blg-logistics.com/ir sind das geltende Vergütungssystem (im Bereich Corporate Governance) des Vorstands gemäß § 87a Absatz 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligt wurde, sowie das ebenfalls von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligte System über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats (§ 113 Absatz 3 AktG) öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse wird im Downloadbereich der Vergütungsbericht inklusive des Vermerks des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.

Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BLG AG Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BLG AG. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche der Gruppe bietet nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BLG AG.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 4 HGB

Begriffsbestimmung und Elemente des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das Risikomanagement der BLG AG ist in einer Richtlinie dokumentiert. Die dort festgelegten Regularien und notwendigen Dokumentationen sowie Berichtszyklen werden mit einer Standardsoftware zur Gewährleistung eines einheitlichen Prozessstandards unterstützt.

Das interne Kontrollsystem der BLG AG umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.

Da das interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.

Elemente des internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BLG AG insbesondere die Zentralbereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen (Financial Services) beauftragt.

BLG LOGISTICS Finanzbericht 2021 33 BLG LOGISTICS Finanzbericht 2021 33

Lagebericht BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Lagebericht BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.

Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision, das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und der Gruppe, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Überwachung der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems mit ein.

Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder der steuerlichen Betriebsprüfung vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Gruppenabschlusses sowie des Abschlusses nach § 315e HGB durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Hauptbestandteil prozessunabhängiger Überprüfung.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte oder Unternehmenszusammenschlüssen sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.

Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.

Prozess der Rechnungslegung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit

Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BLG AG erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3.

Die BLG AG hat zur Gewährleistung einer gruppeneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur gruppeneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Abstimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll.

Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.

Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können.

Für das Tax Accounting wird eine spezielle Software verwendet. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene der Gruppe in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.

Die Überführung des geprüften Abschlusses nach § 315e HGB in das ESEF-fähige Format zur Einreichung beim Bundesanzeiger wird mithilfe einer entsprechenden Software vorgenommen und es werden entsprechend einem herausgegebenen ESEF-Fachkonzept notwendige Kontrollen nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt und dokumentiert.

Lagebericht Lagebericht

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist gegenwärtig nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG KG einschließlich ihrer Beteiligungen, von der die Höhe der Geschäftsführungsvergütung der Gesellschaft abhängt. Hierbei können sich Markt-, gesamtwirtschaftliche, politische und andere Risiken (z. B. hoher Wettbewerbsdruck, Konjunkturentwicklung, gestörte Lieferketten, weitere Auswirkungen der Corona-Krise) direkt auswirken. Wir verweisen diesbezüglich auch auf den Gruppenlagebericht, den die BLG AG und BLG KG im Rahmen ihres gemeinsam aufgestellten Gruppenabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 erstellt haben. Ein Ausfallrisiko resultiert aus den Forderungen aus Darlehen und Cash Management gegen die BLG KG. Das Risiko eines Ausfalls ist gegenwärtig nicht erkennbar.

Durch die Corona-Krise ist die Vergütung für die Geschäftsführung (Arbeitsvergütung) bereits im Vorjahr auf das Mindestniveau von TEUR 256 gefallen, sodass die Erträge der BLG AG entsprechend zurückgingen. Aufgrund anhaltender Verlustvorträge und geringerer Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften blieb das Mindestniveau auch im Geschäftsjahr 2021 bestehen. Für 2022 ist aufgrund des Krieges in der Ukraine und deren Auswirkungen auf die Konjunktur und Weltwirtschaft sowie durch die stark angestiegenen Energiepreise erneut mit Ertragsrisiken für die BLG KG zu rechnen (vgl. auch Prognosebericht). Weitere Risiken isoliert für die BLG AG sind derzeit nicht ersichtlich, da ihre Geschäftstätigkeit im Wesentlichen aus der Haftungs- und Geschäftsführungsfunktion für die BLG KG besteht. Durch den Klimawandel und damit einhergehende Auflagen sowie durch die noch anhaltende Niedrigzinsphase ergeben sich nach derzeitigen Erkenntnissen ebenfalls keine Einflüsse auf die Risikoeinschätzung isoliert für die BLG AG.

Prognosebericht

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Neben der zu Jahresbeginn vorherrschenden Omikron-Welle innerhalb der Corona-Pandemie ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nunmehr das weitere zentrale Thema. Dies führt erneut zu einer hohen Unsicherheit hinsichtlich der Planungen für das Wirtschaftsjahr 2022. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, globalen Handelsströme und Kunden von BLG LOGISTICS können erneut nicht verlässlich bestimmt werden, so dass eine verlässliche Prognose auch in diesem Jahr nicht möglich ist.

Die BLG AG geht für die wirtschaftliche Entwicklung 2022 und damit auch für das Ergebnis der BLG KG nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine fehlende Vorleistungsgüter für die Industrie, Lieferschwierigkeiten und Turbulenzen in den weltweiten Lieferketten sowie deutlich erhöhte Energiepreise erneut für Herausforderungen sorgen werden. Auch ist damit zu rechnen, dass sich die Ex- und Importe in die betroffenen Regionen reduzieren bzw. ganz zum Erliegen kommen. Wie schon bei der Bewältigung der Corona-Krise hat BLG LOGISTICS einen Krisenstab eingerichtet, der die Situation unter sozialen und finanziellen Aspekten laufend bewertet und die notwendigen Schritte einleitet.

Lagebericht Lagebericht

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass sich für die BLG AG keine wesentliche Änderung der Ertragslage ergeben wird, da neben der Haftungsvergütung aller Voraussicht nach die Vergütung für die Geschäftsführung auf ähnlichem Niveau (Mindestvergütung) bleiben wird. Zusätzlich ist abzuwarten, ob im kommenden Jahr wieder die im Vergleich zu einer virtuellen Hauptversammlung höheren Aufwendungen für eine Präsenz-Hauptversammlung zurückgestellt werden müssen. Damit wird erwartet, dass das Ergebnis (EBT) der BLG AG für das Jahr 2022 auf einem ähnlichen Niveau wie in 2021 bzw. leicht darunter liegen wird. Hinsichtlich der Dividende werden wir unsere Aktionär:innen zukünftig je nach wirtschaftlicher Entwicklung entsprechend angemessen am Ergebnis beteiligen.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG AG, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Schlusserklärung des Vorstands nach § 312 Absatz 3 AktG

Die BLG AG erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Andere Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

Bremen, 29. März 2022

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

DER VORSTAND

Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und Lagebericht 2021 der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bremen, den 29. März 2022

DER VORSTAND

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Frank Dreeke Michael Blach Andrea Eck Christine Hein Matthias Magnor Ulrike Riedel Vorstandsvorsitzender Geschäftsbereich Geschäftsbereich Finanzen Geschäftsbereich Arbeitsdirektorin

CONTAINER AUTOMOBILE CONTRACT

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BREMER-LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

❶ Bewertung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

  • ① Sachverhalt und Problemstellung
  • ② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
  • ③ Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen

① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" Forderungen in Höhe von € 24,0 Mio. (94,0 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen, kurzfristigen Darlehen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Die handelsrechtliche Bewertung von Forderungen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte der Forderungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG richten sich

grundsätzlich nach deren voraussichtlicher Zahlungsfähigkeit. Die Zahlungsfähigkeit der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hängt wesentlich von den erwarteten künftigen Zahlungsströmen aus ihren Beteiligungen ab. Auf Grundlage der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG erstellten Planungsrechnungen ergeben, sowie weiteren Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die Zahlungsfähigkeit der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG auf Grundlage der erwarteten Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen einschätzen. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der betragsmäßigen Höhe und dem damit verbundenen Risiko einer signifikanten Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Falle einer Wertminderung war die Bewertung der Forderungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG von besonderer Bedeutung im Rahmen unserer Prüfung.

② Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wir uns mit den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen und vertraglichen Regelungen auseinandergesetzt. Zudem haben wir anhand von Einzelfallprüfungshandlungen die Zahlungsfähigkeit und Ergebnissituation der Beteiligungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die von der Gesellschaft durchgeführte Werthaltigkeitsbeurteilung nachvollzogen und anhand von Unternehmensplanungen der Beteiligungen sowie weiteren Unterlagen gewürdigt. Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Forderungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hinreichend dokumentiert und begründet sind.

③ Die Angaben der Gesellschaft zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in den Abschnitten "Angaben zur Bilanzierung und Bewertung" sowie "Angaben zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Finanzberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,

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um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche

Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde

gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genann-

Grundlage für das Prüfungsurteil

ten Datei enthaltenen Informationen ab.

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
  • gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei JA_blgagvon1877-2021-12-31-de.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis

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Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

  • beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
  • beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. November 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT - Aktiengesellschaft von 1877 -, Bremen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht – auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefan Geers.

Bremen, den 30. März 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Ull Stefan Geers Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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02 GRUPPEN-LAGEBERICHT

Trotz widriger Marktumstände haben wir unser Ergebnis erheblich verbessert und unsere Prognose eindrucksvoll erreicht.

Gruppenlagebericht

Grundlagen der Gruppe

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) hat als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG (BLG KG) die Geschäftsführung für die BLG-Gruppe übernommen. Diese beiden Unternehmen, die rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind, stellen als einheitliche Spitze den Gruppenabschluss auf.

Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 AktG in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.

Geschäftsmodell und Organisationsstruktur

Die BLG-Gruppe tritt nach außen unter der Marke BLG LOGISTICS auf. BLG LOGISTICS ist ein Seehafen-

Rechtliche Gruppenstruktur zum 31. Dezember 2021

und Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Mit über 100 Gesellschaften und Niederlassungen sind wir in Europa, Amerika, Afrika und Asien und auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und Handel komplexe logistische Systemdienstleistungen an. Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT bietet unsere Logistikleistungen an mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee an.

Die BLG KG als strategische Managementholding fokussiert sich auf die strategischen Entwicklungen auf Gruppenebene. Damit ist der Einfluss der Holding auf das operative Geschäft weitreichender als bei einer reinen Finanzholding, jedoch auch deutlich geringer als bei einer operativen Managementholding. Eine Sonderrolle als Schnittstelle zu den operativen Einheiten nehmen die zuständigen Mitglieder des Vorstands der drei Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER ein. Der Vorstand bestimmt mit Vision und Mission die Gruppenstrategie begleitet von strategischen Leitlinien auf Gruppenebene; der Geschäftsbereichsvorstand bestimmt zusammen mit den operativen Leitungen die Geschäftsbereichsstrategie im Rahmen der Gruppenstrategie und ist für das strategische Geschäftsbereichsmanagement verantwortlich. Die jeweiligen Strategien werden durch die Zentralbereiche in ihrer Erfüllung unterstützt.

Entsprechend der definierten Mission will BLG LOGISTICS die Logistik der Kunden einfacher machen, damit diese sich auf das erfolgreiche Auftreten im Markt fokussieren können.

BLG LOGISTICS ist in drei Geschäftsbereichen tätig. Dieser Aufteilung folgt auch die Berichterstattung.

Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sind in Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist ein führender Technik- und Logistikdienstleister für die internationale Automobilindustrie. Im Geschäftsjahr 2021 wurden in unserem weltweiten AUTOMOBILE-Netzwerk 4,8 Mio. Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet.

BLG LOGISTICS setzt in diesem Bereich weltumspannend multimodale Verkehrsträger für die Logistik ein und verknüpft individuelle und innovative technische Dienstleistungen miteinander. Die Distribution findet per Lkw, Bahn und Binnenschiff statt. Neben Seehafenterminals in Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg und in Danzig betreiben wir weitere Terminals an Rhein und Donau. Die Stützpunkte unserer Lkw-Flotte erstrecken sich quer durch Europa.

BLG AutoRail ist ein Spezialanbieter für Fahrzeugtransport auf der Schiene und verfügt über 1.500 eigene offene Doppelstock-Waggons, davon 200 Flachwagen. Damit ist die logistische Leistungskette von den Autoherstellern bis zum Endkunden komplett.

Bei uns stehen die Räder niemals still: Konsequent ergänzt der BLG-Geschäftsbereich AUTOMOBILE sein Logistiknetzwerk mit smarten digitalen Lösungen und nachhaltigen Konzepten für klimafreundliche Transporte.

Geschäftsbereich CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT managt komplexe Projekte und bietet unseren Kunden verlässliche Logistiklösungen an. Der Schwerpunkt unseres Know-hows und unserer Erfahrung liegt in der Beschaffungs-, Produktionsund Distributionslogistik sowie in der Retouren- und Ersatzteillogistik. Wir lagern, transportieren, verpacken und entpacken, wickeln konventionelle Bestellungen, E-Commerce-Themen und auch vielfältige Mehrwertdienstleistungen ab.

Als Logistikarchitekt planen, konzeptionieren, realisieren und betreiben wir kundenspezifische Logistiklösungen. Dies können hochautomatisierte Logistikzentren oder manuelle Inhouse-Abwicklungen sein. Projektmanagement ist unsere Kernkompetenz, das Thema Nachhaltigkeit und eine vereinbarte, verlässliche Qualität haben dabei für uns höchste Priorität.

Unsere Kunden sind starke Marken aus Industrie und Handel, mittelständische Unternehmen und die großen deutschen sowie viele internationale Automobilhersteller. An mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee arbeiten wir in eigenen Logistikzentren sowie in den Produktionsbereichen und Werken unserer Kunden. Ob Autoteile, Eisenbahnkomponenten, Sportbekleidung, Drucker, Mode, Möbel, Nahrungsmittel, Sanitärtechnik oder Tiefkühlgüter – unsere Expertenteams schnüren maßgeschneiderte Leistungspakete für die unterschiedlichsten Güter.

Geschäftsbereich CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Joint Venture EUROGATE vertreten. Die EUROGATE-Gruppe, an der BLG LOGISTICS zu 50 Prozent beteiligt ist, ist Europas führende, reedereiunabhängige Containerterminal-Gruppe. Das Unternehmen betreibt gemeinsam im Netzwerk mit dem italienischen Terminalbetreiber CONTSHIP Italia elf Containerterminals von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Das Leistungsspektrum wird abgerundet durch intermodale Dienstleistungen und Services rund um die Box.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsbereich CONTRACT hat die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen, mit Vertrag vom 23. Februar 2021 ihre Anteile an der BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien, mit Wirkung zum selbigen Datum veräußert.

Mit Vertrag vom 11. Februar 2021 hat die BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg, im Rahmen eines Asset Deals ihr operatives Geschäft mit Wirkung zum 1. April 2021 veräußert. Im Zuge der nachfolgenden Umstrukturierung schied die Gesellschaft durch Anwachsung auf die BLG KG mit Wirkung zum 6. Oktober 2021 aus dem Konsolidierungskreis aus.

Zur Ausweitung der Dienstleistungstiefe hat die BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA, im Berichtsjahr die BLG Freight, LLC, Hoover, USA, gegründet. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Distributions- und Transportdienstleistungen. Aufgrund des geringen Geschäftsumfangs wurde die Gesellschaft zunächst nicht in den Gruppenabschluss einbezogen.

Forschung und Entwicklung

Um die logistischen Abläufe unserer Kunden fit für die Zukunft zu machen, entwickeln wir fortlaufend neue Lösungen. Zugleich steht bei uns die stetige Prozessoptimierung über das gesamte Leistungsportfolio hinweg im Fokus. Die dazu nötigen Innovationen werden durch die Abteilung Nachhaltigkeit und Digitalisierung aufgesetzt, gesteuert und schließlich in Produktlösungen überführt. Das garantiert langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und positioniert uns gegenüber unseren Kunden als Treiber der Logistik von morgen. Um neue Ideen anhand ihres Potenzials zu bewerten, verfolgen wir diese Ansätze:

Technologien, Prozesse oder potenzielle Lösungen, die noch ohne Beweis ihrer Eignung sind, testen wir im Rahmen unserer 100-Tage-Projekte an ausgewählten Standorten oder innerhalb einzelner Geschäftsbereiche. So steht schon nach rund drei Monaten ein Nachweis, auf Grundlage dessen der interne Auftraggebende entscheidet, ob das Projekt in den Dauerbetrieb übergeht, in einem 6-Monats-Sprint weiter getestet und optimiert, als operatives Projekt weitergeführt oder nicht weiter verfolgt wird.

Bestehende und erprobte Lösungen setzen wir über operative Innovationsprojekte direkt im Unternehmenskontext um.

Nicht zuletzt arbeiten wir in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an gänzlich neuen, besonders komplexen Konzepten. 2021 wurden sieben solcher Projekte bearbeitet.

Im Berichtsjahr haben wir acht 100-Tage-Projekte und sechs 6-Monats-Sprints durchgeführt. Darüber hinaus wurden Konzeptionsprojekte für die Geschäftsbereiche CONTRACT und AUTOMOBILE durchgeführt. Darunter solche aus den Bereichen Robotic Process Automation (RPA), Data Science, Sensorik und Internet of Things (IoT). Am Standort Bremen haben wir zwei autonom fahrende Stapler in Betrieb genommen, die ab sofort die materialseitige Ver- und Entsorgung einer Beschichtungslinie sicherstellen.

Darüber hinaus hat das Innovationsteam auch in diesem Jahr zahlreiche Workshops zu strategischen Innovationsund Digitalisierungsthemen durchgeführt. Ergänzt wurden diese um ein Schulungsangebot unter der Überschrift "Digital FIT", das Trainings zum Thema Digitalisierung sowie zu den Grundlagen agiler Arbeitsmethoden enthält. Die Aspekte "Hybrides Arbeiten" und "Wissensmanagement" sind ebenfalls Teil des Pakets. Ziel des Schulungskonzepts ist es, den Mitarbeitenden Zugang zu neuen Technologien und Arbeitsformen zu erleichtern.

Die Forschungsprojekte "SecProPort", "IRiS" und "SHARC" sind im Berichtsjahr abgeschlossen worden. Als Teil eines Konsortiums aus acht Kooperationspartnern arbeiteten wir in Ersterem an der Entwicklung einer IT-Sicherheitsarchitektur zur Wappnung der Hafenlogistik gegen Cyberangriffe. Mit einem Partner aus der Wissenschaft und zweien aus der Industrie wurden im Projekt "IRiS" Lösungen zum automatisierten Entladen von Kartons aus Containern entwickelt. Nach coronabedingter Verzögerung konnte 2021 die Inbetriebnahme erfolgen und Labortests durchgeführt werden. Gegenstand des Projekts "SHARC" war ein Konzept für die intelligente Integration An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Grundlagen der Gruppe Grundlagen der Gruppe Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

von erneuerbaren Energien in die Energieinfrastruktur des Hafens. Ende November 2021 wurde "SHARC" beim MCN Cup des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) für den nachhaltigen Innovationsansatz ausgezeichnet.

Das am 1. Juli 2020 gestartete Projekt "Isabella 2.0", welches die Ergebnisse des erfolgreichen Vorgängerprojekts "Isabella" aufgreift, lief auch 2021 weiter. Es zielt darauf ab, alle Verkehrsträgerprozesse, also die Be- und Entladung von Lkw, Bahn und Schiff, in den zuvor entwickelten intelligenten Steuerungsansatz zu integrieren. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) soll dieser Steuerungsansatz zudem noch leistungsfähiger gestaltet werden. Die sich verändernden Arbeitsprozesse werden zudem durch die Entwicklung einer virtuellen Schulungsumgebung für Fahrer:innen adressiert. Dazu werden Trainings entwickelt, welche die Umschlagsprozesse in einer Virtual-Reality-Umgebung realitätsnah vermitteln.

Alle vier genannten Projekte werden oder wurden jeweils im Rahmen des Programms IHATEC (Innovative Hafentechnologien) vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

Im Berichtsjahr weitergeführt wurden auch die 2020 neu gestarteten Förderprojekte "KITE" und "INSERT". Bei ersterem arbeiten wir gemeinsam mit einem Wissenschaftsund zwei Industriepartnern an der Entwicklung eines KIbasierten Prognoseverfahrens zur Vorhersage von Transportvolumina. Sein Einsatz soll speditionsseitige Leerfahrten um bis zu 15 Prozent reduzieren und so das übergeordnete Ziel unterstützen, durch die Reduktion von CO2Emissionen eine nachhaltigere Transportlogistik zu gestalten. Das Projekt erhält ebenfalls eine Förderung des BMDV.

Auch am Projekt "INSERT", das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, arbeiten wir gemeinsam mit drei Kooperationspartnern. Hier geht es um die Entwicklung eines Assistenzsystems zur ersten Konzepterstellung für die Produktions- und Logistikplanung, wofür entsprechendes Expertenwissen in ein KI-basiertes System überführt wird. Dieses lernende System soll die Planer unterstützen und so die Qualität der entwickelten Konzepte erhöhen. Zugleich wird eine signifikante Verkürzung der Planungsprozesse angestrebt.

Neu gestartet ist Ende 2021 das Projekt "PortSkill 4.0: Bildungshub der deutschen Hafenbetriebe". Ziel dieses ebenfalls vom IHATEC-Programm geförderten Projekts ist die Analyse, Erforschung und Entwicklung der für die Hafenarbeit der Zukunft notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen. Dies mündet in der Ausarbeitung und Untersuchung neuer Lernkonzepte und -methoden, die einen Fokus auf digitales Lernen legen. Es sollen Lernwelten entwickelt werden, die in einem digitalen Test- und Trainingscenter (DTTC) iterativ von den Probandinnen und Probanden erprobt werden können.

Im Berichtsjahr haben wir drei zusätzliche Anträge für neue Forschungsprojekte gestellt, von denen eins bereits bestätigt wurde. In der Folge werden wir uns 2022 mit der intelligenten Arbeitsergonomie mittels sensorischer Exoskelette und autonomen Transportsystemen für die erweiterte Mensch-Technik-Interaktion befassen.

Im Jahr 2021 beteiligte sich BLG LOGISTICS somit an sieben Verbundprojekten mit einem Gesamtvolumen von EUR 14,6 Mio.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

BLG LOGISTICS muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten. Neben den öffentlich-rechtlichen Regelungen sind für uns insbesondere das Kapitalmarktrecht, das Arbeitsrecht einschließlich Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrecht, das Transport- und Zollrecht sowie das Wettbewerbsrecht relevant. Zu den für BLG LOGISTICS wesentlichen wirtschaftlichen Einflussfaktoren zählen insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland, da ein Großteil der Mitarbeitenden in Deutschland tätig ist und der Aufwand für Personal, für eigenes sowie Fremdpersonal, die wesentliche Kostenposition darstellt. Da unser Geschäftsmodell in allen Geschäftsbereichen zudem kapitalintensiv ist, kommt den Kapitalkosten ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.

Gruppensteuerung

Finanzielle Kennzahlen

Im Rahmen der Mission und Vision von BLG LOGISTICS und der Schärfung strategischer Leitgedanken wurde das Steuerungssystem so klar und transparent wie möglich gestaltet.

An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Grundlagen der Gruppe Grundlagen der Gruppe Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Steuerungskennzahlen Ist/Ziel/Prognose 2020
Ist
2021
Prognose
2021
Ist
2021
Zielerreichung
2022
Prognose
EBT TEUR -116.127 deutliche Verbesserung 52.226 Prognose erreicht deutliche Reduzierung
Umsatz TEUR 1.065.235 auf Vorjahresniveau 1.050.438 Prognose fast erreicht Vorjahresniveau
EBT-Marge Prozent -10,9 deutliche Verbesserung 5,0 Prognose erreicht deutliche Reduzierung

Die wesentlichen Steuerungskennzahlen von BLG LOGISTICS, an dem sich internes Reporting und Vergütungssysteme unterhalb des Vorstands im Geschäftsjahr 2021 orientiert haben, waren:

EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT – Earnings Before Taxes) ist die Ausgangsgröße zur Bestimmung der Ertragskraft unabhängig von nicht beeinflussbaren steuerlichen Effekten. Es ist auch zur Messung der Profitabilität im internationalen Vergleich geeignet.

Umsatz

Der Gruppenumsatz ergibt sich aus der Gruppengewinn- und -verlustrechnung und beinhaltet nicht den Umsatz des Geschäftsbereichs CONTAINER.

EBT-Marge

Die Division des EBT durch den Umsatz ergibt die EBT-Marge. Sie ist ein Indikator für die Effizienz und Profitabilität eines Unternehmens.

In der Tabelle sind die erwarteten Steuerungskennzahlen den erreichten Kennzahlen im Geschäftsjahr gegenübergestellt sowie die Prognose für das folgende Geschäftsjahr abgebildet. Für die Erläuterungen bezüglich des Geschäftsjahres 2021 verweisen wir dazu auf den Wirtschaftsbericht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 ein neues Vergütungssystem für den Vorstand eingeführt. Demnach wird die variable Vergütung des Vorstands an folgenden Kennzahlen bemessen:

Kurzfristkomponente:

EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern)

Langfristkomponente:

  • zu 70 Prozent RoCE (Return on Capital Employed)
  • zu 15 Prozent CO2-Ausstoß
  • zu 7,5 Prozent Anteil Auszubildende an der Gesamtbelegschaft
  • zu 7,5 Prozent 1000-Mann-Quote an Arbeitsunfällen.

Es ist geplant, die genannten Messgrößen für die Vergütung des Vorstands zukünftig gruppenweit für weitere Ebenen anzuwenden.

Die Berechnung von EBIT und RoCE erfolgt wie in der folgenden Grafik aufgezeigt. Aufgrund des wesentlichen Beitrags des Geschäftsbereichs CONTAINER für die BLG-Gruppe werden die Beteiligungserträge mit im EBIT ausgewiesen.

In der Planung für das Geschäftsjahr 2022 waren diese Kennzahlen erstmals explizit enthalten. Da der RoCE und das EBIT für das Vergütungssystem wesentliche Kennzahlen darstellen, werden diese zukünftig mit als

Steuerungskennzahlen aufgenommen und sind auch im Prognosebericht enthalten bzw. erläutert.

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Neben den o. g. Kennzahlen zur Bestimmung der variablen Vergütung des Vorstands handelt es sich bei den weiteren nichtfinanziellen Kennzahlen je nach operativer Geschäftseinheit um individuelle Steuerungsgrößen. Hierzu gehören Messgrößen wie Fahrzeughandling, bearbeitete Mengen und der Containerumschlag. Zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung setzen wir auf einen kontinuierlichen Dialog mit den Kunden und beobachten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung genau, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende 2021

Mitarbeitende nach Geschäftsbereichen 2021 2020 Veränderung
prozentual
Geschäftsbereich AUTOMOBILE 3.397 3.331 2,0
davon gewerblich Mitarbeitende 2.920 2.852
davon angestellte Personen 477 479
Geschäftsbereich CONTRACT 6.599 6.287 5,0
davon gewerblich Mitarbeitende 5.292 4.902
davon angestellte Personen 1.307 1.385
Geschäftsbereich CONTAINER 1.582 1.618 -2,2
davon gewerblich Mitarbeitende 1.122 1.146
davon angestellte Personen 460 472
Beschäftigte der Segmente 11.578 11.236 3,0
davon gewerblich Mitarbeitende 9.334 8.900
davon angestellte Personen 2.244 2.336
Services 374 373 0,3
davon gewerblich Mitarbeitende 0 0
davon angestellte Personen 374 373
Beschäftigte inkl. Geschäftsbereich CONTAINER 11.952 11.609 3,0
davon gewerblich Mitarbeitende 9.334 8.900
davon angestellte Personen 2.618 2.709
Abzug der beschäftigten Personen des Geschäftsbereichs CONTAINER -1.582 -1.618 -2,2
davon gewerblich Mitarbeitende -1.122 -1.146
davon angestellte Personen -460 -472
Mitarbeitende BLG LOGISTICS 10.370 9.991 3,8
davon gewerblich Mitarbeitende 8.212 7.754
davon angestellte Personen 2.158 2.237

Die Verteilung der gemäß § 267 Absatz 5 HGB (Jahresdurchschnitt) Beschäftigten in den Segmenten – ohne Mitglieder des Vorstands sowie Auszubildende – und ihre Aufteilung auf die Geschäftsbereiche ist der Tabelle zu entnehmen.

BLG LOGISTICS als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister benötigt leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeitende, um am Markt nachhaltig erfolgreich zu sein sowie den stetigen Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels gerecht zu werden. Unter dem Motto "#ErfolgBrauchtAlle" wird dieses seit dem Geschäftsjahr 2019 durch verschiedenste Maßnahmen und Aktionen unterstrichen, die übergreifend alle Ebenen von aushelfenden Personen bis zum Vorstand und Bereiche sowie Standorte von BLG LOGISTICS einbinden.

Um Mitarbeitende zu gewinnen, fördern und halten zu können, verfolgt BLG LOGISTICS das Ziel, dauerhaft als attraktives Unternehmen am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden. Zu den Bestandteilen unserer Personalpolitik zählen daher neben einer leistungsorientierten Vergütung und gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie spezifische Instrumente des Gesundheitsmanagements.

Die erfolgreiche Umsetzung einer klaren und zukunftsweisenden Strategie hängt in großen Teilen von dem Management von BLG LOGISTICS ab. Unsere Führungsgrundsätze und unsere Unternehmenswerte unterstützen dabei, ein gemeinsam getragenes Führungsverständnis auf allen Ebenen zu erreichen.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden (ohne Geschäftsbereich CONTAINER) ist im Berichtsjahr mit 379 Personen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen.

Der Anstieg im Geschäftsbereich CONTRACT ist im Wesentlichen durch Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung, insbesondere an unseren neuen Standorten, begründet.

Mitarbeitende nach Altersgruppen

Gruppe gesamt BLG ohne EUROGATE EUROGATE

Mitarbeitende nach Geschlecht*

Gruppe gesamt 24,8
%
75,2
%
BLG ohne EUROGATE 26,7
%
73,3
%
EUROGATE 12,0 % 88,0 %

Nichtfinanzieller Bericht

Nach den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) gibt BLG LOGISTICS seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Diese Erklärung ist als gesonderter nicht finanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht integriert, der unter reporting.blg-logistics.com abrufbar ist. In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2021 wird des Weiteren ausführlich über weitere nichtfinanzielle Themen berichtet.

* Bislang nehmen wir im Hinblick auf unsere Beschäftigtenzahlen lediglich eine Kategorisierung in Männer und Frauen vor, uns ist jedoch bewusst, dass sich nicht alle Menschen einem dieser beiden Geschlechter zuordnen. Von unseren eigenen Mitarbeitenden haben sich bislang nur wenige uns gegenüber als divers definiert. Da wir aktuell von einem Anteil kleiner 0,1 Prozent sprechen, weisen wir diese Menschen noch nicht explizit in unseren Statistiken aus. Wir werden den Aspekt jedoch im Interesse einer gleichberechtigten Repräsentanz weiter beobachten.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Erholung der Weltwirtschaft

Auch im Geschäftsjahr 2021 hat die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft spürbar beeinflusst. Dabei verliefen die Infektionswellen zwischen den Ländern aber immer weniger synchron.

Nachdem zu Jahresbeginn 2021 vielerorts noch starke Kontaktbeschränkungen bestanden, setzten die Wirtschaft und der Welthandel sowie der private Konsum im Frühjahr/Sommer zu einer deutlichen Erholung an. Hierbei kam es zu regionalen Unterschieden. Im Sommer wurde die Weltkonjunktur durch ein verstärktes Infektionsgeschehen in den asiatischen Ländern erneut gebremst. Die Auswirkungen auf die Produktion in den Vereinigten Staaten und Europa waren zumeist gering. Generell wurden in Ländern mit hohen Impfquoten darüber hinaus zunehmend auch höhere Inzidenzen toleriert, ohne dass für die Konjunktur dämpfende Eindämmungsmaßnahmen ergriffen wurden.

Ab dem dritten Quartal schwächte sich die Konjunktur aufgrund des zunehmenden Infektionsgeschehens, auch hervorgerufen durch die Omikron-Variante, ab. Des Weiteren haben anhaltende Lieferengpässe für Vorleistungsgüter für die Industrieproduktion und andere Waren sowie der verstärkte Inflationsdruck die allgemeine Lage getrübt. Insbesondere aber die Preise für Rohöl und Energie stiegen deutlich an. Die Notenbanken agierten im Jahr 2021 darauf noch zurückhaltend und stützten zunächst weiter die Konjunktur mit niedrigen Zinsen.

In diesem Umfeld litt insbesondere auch die weltweite Automobilindustrie zunehmend unter den Lieferengpässen, etwa bei Halbleiter-Chips. Weltweit war die Autoproduktion bereits bis zum Herbst um rund 30 Prozent gesunken, was sich erheblich auf die gesamtwirtschaftliche Produktion auswirkte.

Zum Jahresende erhöhte sich die Unsicherheit über die allgemeine weitere wirtschaftliche Entwicklung durch die starke Omikron-Welle innerhalb der Corona-Pandemie deutlich, während sich die Knappheit von Vorleistungsgütern in der Industrie etwas entspannte.

Quellen dieses Abschnitts:

Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar sowie Februar 2022 IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 85 (2021|Q4) IMK, IMK Report Nr. 171, September 2021

Deutsches BIP stieg 2021 um rund 2,8 Prozent an

Veränderung des realen BIP gegenüber den Vorjahren

Analog der beschriebenen Lage der Weltwirtschaft verhielt sich auch die Lage in Deutschland. Auch hier zog die wirtschaftliche Aktivität und der private Konsum insbesondere im Sommerhalbjahr 2021 kräftig an, während sie im letzten Quartal leicht zurückging. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche waren zum Jahresende von der Omikron-Welle erneut betroffen. Die für Deutschland wichtige Automobilindustrie war insbesondere im zweiten Halbjahr ebenfalls von den weltweiten Lieferengpässen im verarbeitenden Gewerbe, aber auch von der allgemeinen Nachfragezurückhaltung beeinflusst. Auch das Baugewerbe war zeitweise von Materialengpässen betroffen, die die Produktion beeinträchtigten.

Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Umfeld um rund 2,8 Prozent. Dank der Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung blieben die Auswirkungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt 2021 begrenzt und der Arbeitsmarkt entwickelte sich vergleichsweise günstig. Die Arbeitslosenquote lag unter 6 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen hingegen 2021 auch in Deutschland deutlich an und die Inflationsrate lag zum Jahresende auf Rekordniveau.

Quellen dieses Abschnitts:

Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar sowie Februar 2021 IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 86 (2021|Q4) IMK, IMK Report Nr. 172, Dezember 2021

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Eine der zentralen Erkenntnisse von 2021 ist, wie wichtig die Logistikbranche ist. Die Systemrelevanz von Häfen, Straße und Schiene ist eindrucksvoll untermauert worden. Die Logistikbranche stellt eine entscheidende Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten dar. Sie erbringt des Weiteren viele zusätzliche produktionsnahe Dienstleistungen. Neben dem klassischen Speditionsgeschäft zählt die Erbringung logistischer Leistungen im Zusammenhang mit der Zulieferung, Produktion und Distribution von Gütern zu ihren Leistungsschwerpunkten.

Die Anforderungen an die Logistik verändern sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Anhaltende Globalisierung, kürzere Produktlebenszyklen, Digitalisierung und Urbanisierung sind Treiber dieser Veränderungen. Die Branche profitiert dabei weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch das wachsende E-Commerce-Geschäft sowie die Retourenbearbeitung im Business-to-Consumer-Geschäft zusätzlich verstärkt wird. Herausforderungen bestehen insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Margendruck, mit der demografischen Entwicklung und dem sich weiter verstärkenden Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte. Hinzu kommen die in der Corona-Krise noch einmal gewachsene Bedeutung des Onlinehandels, steigende Kundenanforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit, Flexibilität und Qualität der Belieferung sowie ein steigendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Personaldefizite gibt es in der Branche derzeit insbesondere bei Lagerarbeitern, Kraftfahrern, Lokführern und IT-Managern.

Zusätzlich werden von den Logistikunternehmen im Rahmen von Outsourcingaktivitäten hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlags-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen. Da Verträge mit Kunden regelmäßig nur Laufzeiten von wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlagsgeräte häufig gemietet oder geleast. Hierbei werden langfristige Kapitalbindungen vermieden und die Flexibilität des Logistikdienstleisters stark erhöht.

Aufgrund steigender Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von durchgängigen Informations- und Kommunikationstechniken entlang der Prozessketten deutlich ausgeweitet. Logistikdienstleister müssen verstärkt Geschäftsmodelle an Veränderungen, wie den steigenden Einfluss durch die fortschreitende Digitalisierung der Prozessketten, anpassen.

Analog dem deutschen und weltweiten Wirtschaftsgeschehen erholte sich das SCI/Logistikbarometer (Geschäftsklima) ab dem Frühjahr 2021 deutlich und lag zum Jahresende auf einem hohen Niveau. Trotz anhaltender Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, deutlich gestiegener Energiepreise und Turbulenzen in den globalen Lieferketten bewertet eine Mehrheit im Dezember 2021 die derzeitige Geschäftslage als "normal" (33 Prozent) oder "gut" (56 Prozent). Personaldefizite, u. a. das Fehlen zehntausender Fahrer, spüren die Betriebe hingegen deutlich.

Auch der BVL-Logistik-Indikator stieg im Frühjahr 2021 zunächst deutlich, allerdings erhielt er im vierten Quartal einen deutlichen Dämpfer. Die Geschäftsaussichten trübten sich zum Jahresende hin weiter ein. Die Geschäftslage wurde häufig günstig beurteilt, aber seltener als zuletzt. Insbesondere durch die anhaltenden Lieferschwierigkeiten in Industrie und Handel machte sich Skepsis in Hinblick auf die Geschäftsperspektiven breit. Auch der Lagerbestand blieb branchenspezifisch auf zu niedrigem Niveau.

Rund 90 Prozent der globalen Warenströme werden per Containerschiff transportiert. Diese waren im Geschäftsjahr 2021 erheblich gestört. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Die Corona-Pandemie und damit einhergehende, ständig wechselnde Restriktionen in den einzelnen Häfen erschwerten den Wechsel der Schiffsbesatzungen. Des Weiteren kam es zu Staus vor den wichtigen Häfen in China und der amerikanischen Westküste. In China wurden aufgrund von Corona-Infektionen bei den Hafenarbeitern immer wieder Häfen ganz oder teilweise geschlossen. Durch eine Knappheit an Lkw-Fahrern funktionierten auch die Hinterlandverkehre nicht so wie erhofft. Das alles führte des Weiteren dazu, dass die Transportboxen wegen Verspätungen in den Fahrplänen oft nicht dort waren, wo sie für eine neue Beladung benötigt wurden. Es wird erwartet, dass Lieferengpässe und -verzögerungen sich noch weit in das Jahr 2022 hineinziehen werden.

Die Logistikbranche in Deutschland bietet eine Vielzahl Arbeitsplätze. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Logistikstandort Deutschland einen großen Anteil seiner Wirtschaftsleistung in Industrie und Handel erbringt. Weitere Ursachen sind der traditionell hohe Exportanteil, die zentrale Lage in Europa und die daraus abgeleitete Drehscheibenfunktion. Auch die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und die signifikante logistische Kompetenz tragen zur hohen Attraktivität des Logistikstandorts Deutschland bei.

Quellen dieses Abschnitts:

BVL-Logistik-Indikator 4. Quartal 2020, 13.12.2021 inkl. Kommentierung SCI Verkehr, SCI Logistikbarometer, Dezember 2021 Zeit.de vom 3.1.2022, "Wann entspannt der Containerverkehr?", abgerufen am 7.2.2022 9:50 Uhr

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Im Jahr 2020 hatte die Corona-Pandemie - insbesondere der weltweite Lockdown - unsere Geschäfte stark beeinträchtigt. Das Geschäftsjahr 2020 endete mit einem deutlichen Verlust von EUR 116 Mio.

Auch 2021 hatte die Corona-Pandemie weiterhin Einfluss auf unsere Geschäfte. Doch trotz der widrigen Umstände konnten wir das Jahr 2021 mit einem guten Ergebnis abschließen und unsere Prognose aus dem letzten Jahr von einer "deutlichen Verbesserung" des Ergebnisses vor Steuern (EBT) eindrucksvoll erreichen. Dazu hat beigetragen, dass wir unser Geschäft in den letzten Jahren immer stärker diversifiziert haben und eine breite Basis unterschiedlicher Kunden besitzen.

Nachdem im ersten Halbjahr 2021 im Geschäftsbereich AUTOMOBILE die Volumina wieder leicht angestiegen waren, machte sich die fehlende Teileverfügbarkeit im zweiten Halbjahr stark bemerkbar. Es fehlten nicht nur Chips, auch fehlende Lacke, Scheiben und Airbags verhinderten die Fertigstellung der Fahrzeuge. Somit verringerte sich nicht nur der Umschlag, sondern auch die nachgelagerten Dienstleistungen, die wir erbringen.

Insgesamt schwächten an den Standorten die Maßnahmen rund um die pandemische Lage zusätzlich den Ertrag. Denn die notwendigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen wirken sich deutlich negativ auf die Produktivität und die Kostensituation aus. Dennoch sind diese wichtig, denn die Gesundheit unserer Mitarbeitenden steht an erster Stelle.

Unabhängig von der Pandemie konnten wir im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zahlreiche Erfolge erzielen. So stellten wir pünktlich ein weiteres großes Autoregal im bayerischen Kelheim fertig und konnten einen wichtigen Kunden weiter langfristig an uns binden.

Ein großer Meilenstein für den Standort Bremerhaven wurde zum Jahresende 2021 unter Vertrag gebracht. Einer der größten Reeder weltweit, Hyundai Glovis, wird im Rahmen eines Joint Ventures Bremerhaven als europäischen Hub für seine Automobiltransporte zwischen Asien und Europa nutzen.

BLG LOGISTICS sorgt weiterhin für eine verbesserte CO2- Bilanz durch Transporte auf der Schiene. Pro Zug kann die BLG AutoRail mehr als 200 Pkw transportieren. Das passiert im deutschen und österreichischen Streckennetz komplett mit Grünem Strom.

Auch in unserem Geschäftsbereich CONTRACT schlug sich 2021 das Problem der Teileverfügbarkeit nieder. Hier sind besonders Standorte der Industrielogistik, in denen wir für Kunden aus der Automobilindustrie arbeiten, betroffen.

Dennoch ist das Gesamtergebnis des Geschäftsbereichs CONTRACT für 2021 positiv. Insbesondere Konsumgüter und Dienstleistungen im Bereich E-Commerce waren gefragt.

Im fränkischen Geiselwind konnten wir ein neues, hochautomatisiertes Logistikzentrum für unseren Kunden eröffnen. Mit der Grundsteinlegung für das C3 in Bremen bauen wir bereits am nächsten Leuchtturmprojekt. Ab Herbst 2022 bündeln wir hier die Logistikaktivitäten für einen führenden Fahrzeughersteller. Dabei legen wir neben den bestmöglichen Abläufen für den Kunden großen Wert auf Nachhaltigkeit – u. a. mit der größten zusammenhängenden Dachphotovoltaikanlage Deutschlands - und eingutes Arbeitsklima für unsere Mitarbeitenden.

Im Geschäftsbereich CONTAINER hatte Corona dafür gesorgt, dass durch Nachholeffekte durch zumindest temporär verändertes Konsumverhalten und Staus in den Häfen die Fahrpläne der Reedereien völlig außer Takt geraten waren. Es gibt auf den Weltmeeren dadurch zur Zeit nicht ausreichend Frachtkapazitäten. Das führte dazu, dass viel mehr Container als üblich in unseren Häfen länger gelagert werden. Dies bedeutete für uns weitaus höhere Lagergelder als geplant.

Insbesondere der Standort Wilhelmshaven entwickelte sich positiv weiter. EUROGATE investiert rund EUR 150 Mio. bis 2025 in den Container Terminal Wilhelmshaven (CTW). Dort wird der Containerumschlag vom manuellen Betrieb auf ein automatisiertes System umgestellt. Bereits 2024 soll der erste automatisierte Schiffsliegeplatz fertig sein.

Wir haben im Geschäftsjahr 2021 von der Stadt Bremen Corona-Beihilfen in Höhe von EUR 53 Mio. erhalten. Ziel war es, die Eigenkapitalquote, die auf 5 Prozent gesunken war, zu steigern. Die Konformität einer solchen Rekapitalisierung nach EU-Beihilferecht wurde vorab geprüft. Aufgrund dieser Beihilfe und unseres guten Ergebnisses für 2021 mit einem EBT von TEUR 52.226 ist unsere Eigenkapitalquote mit 12,8 Prozent wieder zweistellig und deutlich gestiegen.

Darüber hinaus ist es BLG LOGISTICS auch 2021 gelungen, in Bewegung zu bleiben. Wir haben neue Standorte eröffnet, bestehende erweitert und haben uns intensiv mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt. Wir wollen bis 2030 klimaneutral sein. Auch verfolgen wir konsequent unsere Digitalisierungs- und Innovationsstrategie und widmen uns hier Themen wie künstlicher Intelligenz.

Auch wenn das Jahr 2022 durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und aufgrund der Corona-Pandemie von schwierigen Rahmenbedingungen und Fragezeichen geprägt sein wird, arbeiten wir intensiv daran, die wirtschaftliche Lage von BLG LOGISTICS stetig zu verbessern, und sehen uns auch in diesen unsicheren Zeiten für die Zukunft gut aufgestellt. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Gruppenabschlusses 2021 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Gruppenlageberichts in 2022. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2022 lag im Januar insgesamt etwas über den Erwartungen und war ab Februar von der unsicheren Lage hinsichtlich des Krieges beeinflusst.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 ist der Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14.797 auf TEUR 1.050.438 gesunken. Dieser Rückgang entfällt mit TEUR 3.402 auf den Geschäftsbereich AUTOMOBILE und ist im Wesentlichen durch geringere Volumina aufgrund von fehlenden Vorleistungsgütern und Produktionsunterbrechungen bei unseren Kunden zurückzuführen. Der Rückgang im Geschäftsbereich CONTRACT beträgt TEUR 9.822. Dies ist insbesondere durch den Verkauf der internationalen Speditionsaktivitäten zum 1. April 2021 begründet.

Im Geschäftsbereich CONTAINER konnte das Umschlagsvolumen (in TEU) insgesamt um 13,1 Prozent gesteigert werden. Dies war im Wesentlichen auf Nachholeffekte aufgrund der Corona-Pandemie zurückzuführen. Des Weiteren ergaben sich aufgrund der Turbulenzen in den weltweiten Lieferketten und den abweichenden Fahrplänen der Reeder temporär deutlich erhöhte Lagergelder, sodass die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 42.433 auf TEUR 305.955 angestiegen sind.

Da die EUROGATE-Gruppe, die den Geschäftsbereich CONTAINER repräsentiert, nach der Equity-Methode in den Gruppenabschluss einbezogen wird, sind diese Umsätze nicht im ausgewiesenen Gruppenumsatz enthalten. Das Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Neben den Auswirkungen aus der Corona-Pandemie war das Vorjahresergebnis insbesondere durch hohe Abschreibungen auf Finanzanlagen und Restrukturierungsaufwendungen (Rückstellungen) für die Einzelbetriebe belastet. Letztere konnten im Berichtsjahr teilweise aufgelöst werden. Dementsprechend ist das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen insgesamt im Berichtsjahr mit TEUR 62.302 deutlich positiv. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die unten stehenden Erläuterungen zum Geschäftsbereich CONTAINER.

Umsatzerlöse nach Segmenten
TEUR
2021 2020 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
AUTOMOBILE 517.975 521.377 -3.402 -0,7
CONTRACT 542.799 552.621 -9.822 -1,8
CONTAINER 305.955 263.522 42.433 16,1
Überleitung -316.291 -272.285 -44.006 -16,2
Gruppe gesamt 1.050.438 1.065.235 -14.797 -1,4
Kennzahlen zur Ertragslage
TEUR
2021 2020 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse 1.050.438 1.065.235 -14.797 -1,4
Sonstige Erträge 55.199 46.190 9.009 19,5
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 62.302 -61.705 124.007 201,0
Materialaufwand -423.763 -454.905 31.142 6,8
Personalaufwand -479.303 -455.476 -23.827 -5,2
Sonstige Aufwendungen -122.541 -131.577 9.036 6,9
Abschreibungen -80.825 -115.432 34.607 30,0
EBIT 61.507 -107.670 169.176 157,1
Finanzergebnis -9.281 -8.457 -824 -9,7
EBT 52.226 -116.127 168.353 145,0
EBT-Marge (in %) 5,0 -10,9 15,9 145,9
Gruppenjahresüberschuss/-fehlbetrag 50.566 -120.174 170.740 142,1
EBT nach Segmenten
TEUR
2021 2020 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
AUTOMOBILE -1.076 -8.998 7.922 88,0
CONTRACT 8.717 -13.891 22.608 162,8
CONTAINER 69.825 -67.274 137.099 203,8
Überleitung -25.240 -25.964 724 2,8
Gruppe gesamt 52.226 -116.127 168.353 145,0

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr auf TEUR 479.303 (Vorjahr: TEUR 455.476) angestiegen. Dies korrespondiert mit dem Anstieg der Beschäftigten (ohne den Geschäftsbereich CONTAINER) um 379 aufgrund von Geschäftsausweitungen und Neugeschäften. Durch im Vorjahr eingestellte Mitarbeiter des Gesamthafenbetriebsvereins (GHBG) am Standort Bremerhaven erhöhte sich der eigene Personalaufwand zusätzlich. Des Weiteren kam es im Geschäftsjahr 2021 zu geringeren Erstattungen aus temporärer Kurzarbeit.

Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 34.607 gesunken. Dieser Rückgang resultiert mit TEUR 26.000 aus außerplanmäßigen Wertminderungen, die im Vorjahr insbesondere für die Wertberichtigung von Firmenwerten (TEUR 19.549) und anderen Vermögenswerten angefallen waren. Die planmäßigen Abschreibungen sanken um TEUR 8.606. Dies ist auf diverse Einzelsachverhalte zurückzuführen. Einen wesentlichen Teil trägt der Verkauf der Hochregallager-Immobilie am Standort Bremen (Geschäftsfeld Handelslogistik) bei, der im Berichtsjahr – verbunden mit einem neuen Betreibervertrag – erfolgt ist.

Der Materialaufwand ist mit -6,8 Prozent stärker gesunken als die Umsatzerlöse (-1,4 Prozent). Dies ist insbesondere dadurch begründet, dass durch den Verkauf der internationalen Speditionsaktivitäten zum 1. April 2021 der Einkauf der dort notwendigen Subunternehmerleistungen entfallen ist. Die Kompensation durch andere Geschäfte in unseren Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER erfordern generell weniger bezogene Leistungen.

Der Anstieg der sonstigen Erträge (TEUR 9.009) gegenüber dem Vorjahr entfällt mit TEUR 7.116 auf höhere Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und hier im Wesentlichen auf den Verkauf der Hochregallager-Immobilie am Standort Bremen (Geschäftsfeld Handelslogistik).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 824 auf TEUR -9.281 reduziert. Dies ist mit TEUR 366 auf höhere Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten und mit TEUR 625 auf höhere Zinsaufwendungen für langfristige Darlehen und sonstige Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen ist das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Wesentlichen durch das stark angestiegene Beteiligungsergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER sehr deutlich um TEUR 168.353 auf TEUR 52.226 gestiegen. Entsprechend ist auch die EBT-Marge deutlich gestiegen und beträgt 5,0 Prozent (Vorjahr: -10,9 Prozent).

Die Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.660 (Vorjahr: TEUR 4.047). Die laufenden Steuern sanken demgegenüber um TEUR 1.721. Des Weiteren wirkte sich insbesondere die positive Veränderung der latenten Steuern (TEUR 666) aus.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen ist das Gruppenperiodenergebnis um TEUR 170.740 auf TEUR 50.566 deutlich gestiegen.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

TEUR 2021 2020
Umsatzerlöse 517.975 521.377
EBT -1.076 -8.998
EBT-Marge (in %) -0,2 -1,7

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist der führende Technik- und Logistikdienstleister für die internationale Automobilindustrie. Das Unternehmen setzt in diesem Bereich weltumspannend multimodale Verkehrsträger für die Logistik ein und verknüpft individuelle und innovative technische Dienstleistungen miteinander.

Fahrzeughandling (in Mio.)

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führten in der Automobilindustrie zur größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg und im Geschäftsjahr 2020 zu einem deutlichen Einbruch. Zu dem ohnehin schwierigen Umbruch von Verbrennungsmotoren in die neue Zeit der Alternativantriebe und Vernetzung wurden die Produktionen der Automobilhersteller 2021 massiv von fehlenden Vorleistungsgütern getroffen. Nachdem die Volumina im ersten Halbjahr des Jahres 2021 leicht anstiegen, sorgte der Mangel an Halbleitern und im weiteren Jahresverlauf auch anderen benötigten Teilen (Lacke, Scheiben, Airbags usw.) für eine deutliche Drosselung der Produktion, obwohl sich die Wirtschaft insgesamt wieder erholte. Die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen war in der Corona-Pandemie ebenfalls zurückhaltend. Das wirkte sich erneut unmittelbar auf die Volumina aller Geschäftsfelder im Geschäftsbereich AUTOMOBILE aus. In diesem schwierigen Umfeld ist es uns dennoch gelungen, das Fahrzeugvolumen im Netzwerk des Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr 2021 insgesamt mit einem Handling von 4,8 Mio. Fahrzeugen auf dem Vorjahresniveau zu halten.

Geschäftsfeld Seehafenterminals

Im Geschäftsfeld Seehafenterminals lag das Pkw-Umschlagsvolumen insgesamt auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Auf unserem größten Umschlagsstandort, dem AutoTerminal Bremerhaven, wurden 2021 rund 1,7 Mio. Fahrzeuge, und damit weniger als im Vorjahr, umgeschlagen. Auch an unserem AutoTerminal in Cuxhaven ging das Umschlagsvolumen zurück.

Aufgrund der oben genannten Probleme lagen die Volumina insgesamt deutlich unter unseren Erwartungen. Des Weiteren belasteten Sonderausgaben aufgrund der Corona-Pandemie und eine hohe Krankenquote das Ergebnis.

Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Bereich High&Heavy positiv entwickelt, der ein Umschlagsvolumen deutlich über den Planungen erzielen konnte (1,4 Mio. t, Vorjahr: 1,1 Mio. t). Dabei hat er auch vom weltweiten Mangel an Containern und verstärkter rollender Ladung (RoRo) profitiert. Des Weiteren wurde eine hohe Wertschöpfung, die über den Erwartungen lag, erreicht.

Auch an unserem Standort im Neustädter Hafen in Bremen wurde eine hohe Tonnage (insbesondere bei Forstprodukten) und damit verbunden eine hohe Beschäftigung erzielt. Eine hohe Krankenquote, der notwendige Einsatz von Fremdpersonal und die Abstands- und Hygienemaßnahmen wirkten sich gegenläufig auf die Produktivität aus. Die umgeschlagene Tonnage (schiffsseitige Abwicklung) stieg hier von 1,2 Mio. t auf 1,3 Mio. t.

Da der Fahrzeugumschlag und die Lagermenge insgesamt unter den Erwartungen lagen, schließt das Geschäftsfeld das Jahr insgesamt deutlich negativ ab.

Geschäftsfeld Inlandterminals

Im Geschäftsfeld Inlandterminals konnte ebenfalls ein Fahrzeughandling (Umschlag, Terminalhandling, technische Bearbeitung) auf Vorjahresniveau erreicht werden, lag aber insgesamt unter den Planungen. Die reduzierten Volumina der Hauptkunden und das eingebrochene Vermietergeschäft konnten mit Kurzarbeit, Spot- und Neugeschäften abgemildert werden. Die im Geschäftsjahr 2021 – trotz der widrigen Umstände – stabilen und leistungsstarken Standorte Kelheim und Dodendorf haben das insgesamt positive und im Rahmen der Erwartungen liegende Ergebnis des Geschäftsfelds kompensieren können.

Geschäftsfelder AutoTransporte und AutoRail

Auch im Transportbereich unserer Geschäftsfelder AutoTransporte und AutoRail lagen die transportierten Einheiten aufgrund der beschriebenen Probleme in der Automobilindustrie unter den Erwartungen. Dennoch konnten sie trotz der Beeinträchtigungen das Geschäftsjahr 2021 insgesamt mit einem positiven Ergebnis abschließen. Einflüsse auf die Produktivität ergaben sich auch durch Personalengpässe (Fahrer/Lokführer), einen hohen Krankenstand, Baustellen und Streckensperrungen und die Hochwasserkatastrophe in Deutschland. Vereinzelte Sondereffekte wie der Verkauf von Alt-Lkw und eine Trassenpreisförderung begünstigten das Gesamtergebnis.

Der Bereich CarShipping, der u. a. den Autotransport per speziellen Binnenschiffen repräsentiert, lag im Jahr 2021 insbesondere durch die reduzierten Produktionsvolumina aufgrund fehlender Bauteile im zweiten Halbjahr unter den Erwartungen.

Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa

Die oben genannten Produktionsunterbrechungen der Hersteller und die geringe Nachfrage durch die Endkunden sowie hohe Kraftstoffkosten wirkten sich auch im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa aus. Durch Zusatzgeschäfte wurden die Ergebnisse im Rahmen der Möglichkeiten kompensiert, sodass das Geschäftsfeld insgesamt ein leicht positives und über den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielen konnte. Insbesondere in unserer russischen Gesellschaft konnte durch einen erhöhten Anteil an internationalen Verkehren der Umsatz spürbar gesteigert werden.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen mit Volumina, die insbesondere im Geschäftsfeld Seehafenterminals deutlich unter den Erwartungen lagen, konnte das EBT im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gegenüber dem Vorjahr zwar von TEUR -8.998 auf TEUR -1.076 gestiegert werden, liegt aber noch im negativen Bereich.

Geschäftsbereich CONTRACT

In Europa und Übersee sind wir an ÜBER 40 STANDORTEN für unsere Kunden präsent.

TEUR 2021 2020
Umsatzerlöse 542.799 552.621
EBT 8.717 -13.891
EBT-Marge (in %) 1,6 -2,5

Der Geschäftsbereich CONTRACT managt komplexe Projekte und bietet seinen Kunden verlässliche Logistiklösungen an. An mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee arbeiten wir in eigenen Logistikzentren sowie in den Produktionsbereichen und Werken unserer Kunden.

Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa)

Die zunehmende Erholung der Industrie im Geschäftsjahr 2021 wirkte sich auch auf unser Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) aus. Die Auftragslage und Mengenlage war vielerorts gut und insgesamt liegt das Ergebnis leicht über den Erwartungen. An unserem größten Standort in Bremen konnten insbesondere in den Exportgeschäften sehr hohe Volumina erzielt werden.

An den Standorten, an denen wir für Kunden aus der Automobilindustrie tätig sind, wirkte sich die gedrosselte Produktion der Hersteller aufgrund der mangelnden Teileverfügbarkeit auch auf unsere Volumina und Prozesse aus. Durch das Gegensteuern in Form von Kostenreduzierungen und Verbesserungen von Prozessen konnten die Auswirkungen abgemildert werden.

Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee)

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden an unseren Standorten im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) teilweise erneut staatliche Lockdowns verhängt. Darunter litt insbesondere unser Standort in Malaysia, an dem die Transportvolumina zum Jahresende aber wieder gesteigert werden konnten. Durch die gute Entwicklung von Neugeschäften und hohen Volumina an unseren Standorten in den USA und Südafrika sowie Indien konnte das Geschäftsfeld insgesamt leicht über den Erwartungen abschließen.

Geschäftsfeld Handelslogistik

Das Geschäftsfeld Handelslogistik konnte sich auch 2021 weiter positiv entwickeln und schließt das Geschäftsjahr im Rahmen der ursprünglichen Planungen ab.

Durch den Verkauf des Hochregallagers an unserem Standort Bremen an den Kunden, verbunden mit einem neuen Betreibervertrag, konnte ein positiver Einmalbeitrag erzielt werden. An vereinzelten Standorten wirkten sich die mangelnde Teileverfügbarkeit in der Produktion und gestörte Lieferketten gegenläufig aus. Am Standort Ochtrup waren darüber hinaus operative Herausforderungen zu lösen, die noch aus dem Lockdown in der Textilbranche nachwirkten.

Insbesondere der junge Standort Schlüchtern trug aufgrund der hohen Volumina zur positiven Entwicklung bei. Durch ungeplante Sondergeschäfte und einen neuen Ankerkunden konnte des Weiteren die Restrukturierung im Bereich Sports & Fashion erfolgreich umgesetzt werden.

Geschäftsfeld Spedition

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 lag der Bruttospeditionsnutzen in diesem Geschäftsfeld unter den Erwartungen.

BLG LOGISTICS hat entschieden, sich strategisch an die veränderten Marktverhältnisse anzupassen und sich künftig auf nationales und internationales Geschäft in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CON-TAINER zu konzentrieren. Zum 1. April 2021 wurden daher die internationalen Speditionsaktivitäten der BLG International Forwarding GmbH & Co. KG von Rhenus Air & Ocean übernommen.

Von der Übernahme ausgenommen ist der Speditionsstandort in Bremen, der sich auf Landverkehr, Schwerguttransporte, Projektgeschäft und Seefracht konzentriert. Diese Bereiche wurden in die bestehenden Geschäftsfelder Seehafenterminals und Industrielogistik (Europa) integriert und das Geschäftsfeld Spedition wurde in diesem Zuge aufgelöst.

Aufgrund der beschriebenen, positiven Entwicklungen ist das EBT im Geschäftsbereich CONTRACT insgesamt gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 22.608 auf TEUR 8.717 gestiegen.

Geschäftsbereich CONTAINER

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 13,1 % MEHR CONTAINER (in TEU) umgeschlagen.

2021 2020
305.955 263.522
69.825 -67.274
22,8 -25,5

Der Geschäftsbereich CONTAINER der BLG LOGISTICS wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG repräsentiert. Diese betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno, in Limassol (Zypern) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlag aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste, wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.

Das Geschäftsjahr 2021 war insbesondere im ersten Halbjahr durch hohes Umschlagswachstum geprägt, das auf Nachholeffekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Diese bewirkten insbesondere bedingt durch eine hohe Fahrplanuntreue der Reeder und damit einhergehenden nachhaltigen Schiffsverspätungen eine deutlich gestiegene Verweildauer von Containern auf den Terminals, die wiederum zu einer Überauslastung der Kapazitäten mit entsprechenden Einschränkungen in der betrieblichen Leistungsfähigkeit führten. Zudem wurden die weltweiten Logistikketten durch temporäre Ereignisse, wie zum Beispiel die Blockade des Suez-Kanals im Frühjahr und die temporäre Teilschließung einzelner Häfen, empfindlich beeinträchtigt.

Die EUROGATE-Gruppe hatte bei einem Anstieg der Umschlagsmengen der vollkonsolidierten Gesellschaften in Deutschland mit den Standorten in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven einen deutlichen Anstieg des Umsatzes um 16,1 Prozent zu verzeichnen. Neben der positiven Umschlagsentwicklung haben sich übergreifend deutlich steigende Durchschnittserlöse aufgrund von zusätzlichen und unerwartet hohen Lagergeld- und Reefererlösen sowie erste positive Transformationseffekte in der Ergebnisentwicklung niedergeschlagen.

Zudem wirken sich außerordentliche Erträge im Zusammenhang mit der Teilauflösung von im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für die Restrukturierung der Einzelbetriebe positiv auf das Gruppenergebnis 2021 aus. Das Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung lag mit TEUR 61.879 daher wie das EBT der EUROGATE-Gruppe deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR -60.740.

ERGEBNISSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

52,2 1.050 5,0
Mio. Mio. %
EBT Umsatz EBT-Marge

Vergleich der Ertragslage 2021 mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2021

Prognose
2021
Eintritt
2021
EBT deutliche
Verbesserung
deutliche
Verbesserung
Umsatz auf Vorjahres
niveau
leicht unter
Vorjahresniveau
EBT-Marge deutliche
Verbesserung
deutliche
Verbesserung

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Vorjahresberichts für das Geschäftsjahr 2020 befanden wir uns mitten in der Corona-Pandemie und wir konnten keine verlässlichen Prognosen abgeben, wie stark das Jahr 2021 von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt sein wird. Nachdem das Geschäftsjahr 2020 mit einem deutlich negativen Ergebnis stark von den Einflüssen der Corona-Pandemie geprägt war, sind wir davon ausgegangen, dass wir EBT und EBT-Marge deutlich verbessern und die Umsatzerlöse in etwa auf Vorjahresniveau halten können. Wir hatten für das Geschäftsjahr 2021 ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert. Unseren Prognosen lagen Annahmen zugrunde, die teilweise von den eingetretenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021 abwichen.

Durch die oben beschriebene, schwierige Situation in der Automobilindustrie lagen Volumina, Umsatz und Ergebnis im Geschäftsbereich AUTOMOBILE unter unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr 2021. Insbesondere die Produktionsunterbrechungen der Hersteller aufgrund fehlender Vorleistungsgüter, aber auch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher hat sich deutlich auf das Geschäftsfeld ausgewirkt. Mit einem Gesamthandlingvolumen auf Vorjahresniveau, guten Ergebnissen im High&Heavy-Umschlag und einzelnen starken Standorten konnte dennoch das Ergebnis (EBT) um TEUR 7.922 auf TEUR -1.076 verbessert werden.

Erfolgreich gestartete Neugeschäfte und stark nachgefragte Dienstleistungen und Konsumgüter im Bereich E-Commerce sorgten dafür, dass der Geschäftsbereich CONTRACT das Geschäftsjahr 2021 über den Erwartungen abschließen konnte. Auch im Geschäftsfeld Industrielogistik, das an einigen Standorten von fehlenden Vorleistungsgütern in den Produktionen unserer Kunden betroffen war, war die Auftragslage insgesamt betrachtet gut. Der Geschäftsbereich verbesserte sein Ergebnis (EBT) im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 22.608 auf TEUR 8.717.

Der Geschäftsbereich CONTAINER konnte durch die Nachholeffekte aus der Corona-Pandemie den Containerumschlag deutlich steigern. Durch die Turbulenzen in den weltweiten Logistikketten und Fahrplänen der Reeder profitiert der Geschäftsbereich im Berichtsjahr außerdem von temporär hohen Lagergeldern, da die Verweildauer der Container auf den Terminals länger als üblich ist. Somit ergibt sich für den Geschäftsbereich CONTAINER ein um TEUR 137.099 deutlich über dem Vorjahr liegendes EBT in Höhe von TEUR 69.825.

Insgesamt konnte das EBT der BLG-Gruppe um TEUR 168.353 auf TEUR 52.226 deutlich verbessert werden und die EBT-Marge stieg entsprechend stark von -10,9 Prozent auf 5,0 Prozent. Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 1.050.438 nur leicht unter dem Vorjahresniveau von TEUR 1.065.235.

Vermögenslage

Bilanzstruktur

Im Berichtsjahr betrug die Bilanzsumme TEUR 1.218.177 und lag damit auf ähnlichem Niveau wie der Vorjahreswert von TEUR 1.194.093. Wesentliche Veränderungen ergaben sich unter anderem bei den Sachanlagen. Durch laufende, planmäßige Abschreibungen und die Veräußerung unserer Hochregallager-Immobilie am Handelslogistikstandort Bremen reduzierten sich die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken um TEUR 46.675 gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt ergaben sich im Geschäftsjahr 2021 Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 119.904 (davon zahlungsunwirksam TEUR 51.360). Dem stehen Desinvestitionen in Höhe von TEUR 74.547 und gegenüber dem Vorjahr um

TEUR 34.607 geringere Abschreibungen (insbesondere aufgrund von hohen Wertminderungen im Vorjahr) in Höhe von TEUR 80.825 gegenüber. Die Anlagenintensität hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 3,8 Prozentpunkte auf 46,7 Prozent reduziert.

Die Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden, haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 63.687 erhöht. Dies ist insbesondere durch das bereits beschriebene Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER begründet. Die langfristigen Finanzforderungen erhöhten sich um TEUR 19.898, was im Wesentlichen auf die Erhöhung von Leasingforderungen zurückzuführen ist.

Entsprechend ist auch das langfristige Vermögen gestiegen, insgesamt um TEUR 48.960 auf TEUR 952.161.

Durch Facoringvereinbarungen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 19,4 Mio. reduziert. Entsprechend erhöhten sich die liquiden Mittel.

Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie Angaben zu den Sicherungsinstrumenten ist im Gruppenanhang unter Erläuterung Nummer 32 zu finden.

Wie bereits oben beschrieben, konnte die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2021 von 5,0 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 12,8 Prozent gesteigert werden. Dies konnte im Wesentlichen durch das gute Jahresergebnis und die Corona-Beihilfen in Höhe von EUR 53 Mio., die wir im Berichtsjahr von der Stadt Bremen erhalten haben, gelingen. Die Nettoverschuldung der Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 578.105 deutlich reduziert (Vorjahr: TEUR 676.904). Dies ist im Wesentlichen aus der Verringerung der Verpflichtungen aus Finanzverbindlichkeiten begründet. Insbesondere war ausreichend Liquidität vorhanden, sodass die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien zum Bilanzstichtag gering war. Hinsichtlich der langfristigen Bankdarlehen lagen die Tilgungen im Geschäftsjahr 2021um TEUR 9.049 höher als die Neuaufnahmen.

Kennzahlen zur Vermögenslage
TEUR
2021 2020 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Bilanzsumme 1.218.177 1.194.093 24.085 2,0
Anlagenintensität (in %) 46,7 50,5 -3,7 -7,3
Working Capital Ratio (in %) 83,3 73,5 9,8 13,3
Eigenkapital 156.289 59.741 96.549 161,6
Eigenkapitalquote (in %) 12,8 5,0 7,8 156,4
Nettoverschuldung 578.105 676.904 -98.798 -14,6
TEUR Buchwert
31.12.2021
Buchwert
31.12.2020
Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Langfristige Darlehen 158.387 167.436 -9.049 -5,4
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 526.979 536.420 -9.441 -1,8
Gesamt 685.366 703.856 -18.490 -2,6
Nettoverschuldung
TEUR
2021 2020 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Langfristige Darlehen 136.689 146.387 -9.698 -6,6
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 529.479 513.305 16.174 3,2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 162.574 228.298 -65.724 -28,8
Finanzverschuldung 828.742 887.990 -59.247 -6,7
Langfristige Finanzforderungen 217.627 197.729 19.898 10,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.010 13.357 19.653 147,1
Nettoverschuldung 578.105 676.904 -98.798 -14,6

Finanzlage

Auf der Grundlage des im Jahr 2021 erzielten Ergebnisses vor Steuern von TEUR 52.226 ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 67.565 (Vorjahr: TEUR 27.264) erwirtschaftet worden. Der Free Cashflow lag mit TEUR 102.080 im deutlich positivem Bereich und TEUR 107.705 über dem Vorjahreswert von TEUR -5.625.

Insbesondere durch das in der Ertragslage beschriebene deutlich höhere Ergebnis vor Steuern (Veränderung TEUR 168.353) verbessert sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Aufgrund der indirekten Ermittlung wirken sich die geringeren Wertminderungen (vgl. Ausführungen oben) sowie das deutlich positive Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (TEUR 62.302) gegenläufig aus.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich im Berichtsjahr um TEUR 67.404 auf TEUR 34.515 verändert. Dies ist im Wesentlichen begründet durch den Verkauf der Hochregallager-Immobilie am Standort Bremen. Hierdurch ergaben sich gegenüber dem Vorjahr höhere Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (TEUR 82.260). Gegenläufig wirkten sich um TEUR 11.114 geringere Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden aus.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 11.444 auf TEUR -26.150. Der Eigenkapitalstärkung durch den Gesellschafter in Höhe von TEUR 53.000 standen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 18.468 höhere Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten und um TEUR 66.367

geringere Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten gegenüber.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr um TEUR 75.381 auf TEUR 11.440 erhöht.

Die Finanzierung ausstehender Investitionen erfolgt unter Berücksichtigung der operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, sowie in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing.

Zum Bilanzstichtag bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 98,9 Mio. Aus bestehenden Favtoringvereinbarungen war zum 31. Dezember 2021 ein Volumen von EUR 55,6 Mio. ungenutzt

Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Gruppenabschluss. Für die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auch auf Erläuterung Nummer 37 des Gruppenanhangs.

Kennzahlen zur Finanzlage
TEUR
2021 2020 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 67.565 27.264 40.301 147,8
Mittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 34.515 -32.889 67.404 204,9
Free Cashflow 102.080 -5.625 107.705 1.914,8
Mittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -26.150 -14.706 -11.444 -77,8
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds
75.930 -20.331 96.261 473,5
Wechselkursbedingte Veränderung
des Finanzmittelfonds
-549 -2.024 1.475 72,9
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -63.941 -41.586 -22.355 -53,8
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 11.440 -63.941 75.382 117,9
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 33.010 13.357 19.653 147,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -21.570 -77.298 55.728 72,1
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 11.440 -63.941 75.381 117,9

Chancen- und Risikobericht

Grundlagen des Chancenund Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für BLG LOGISTICS Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Chancen

Vermögensmehrende unsichere Ereignisse, die aus einer im Vergleich zur Planung günstigeren Entwicklung resultieren können.

Risiken

Möglichkeit einer für die Erreichung der kurzfristigen und strategischen Ziele ungünstigen, gefährlichen oder sogar existenzbedrohenden zukünftigen Entwicklung durch Vermögensminderung.

Das Risikomanagement der BLG LOGISTICS leitet sich im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der einzelnen Geschäftsfelder ab. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abwenden und eine Bestandsgefährdung ausschließen zu können.

Die strategische Ausrichtung der national sowie international tätigen BLG LOGISTICS zeichnet sich zudem durch einen hohen Diversifikationsgrad aus. So führen die drei Geschäftsbereiche mit einer Vielzahl an darunter angebundenen Geschäftsfeldern zu einer gewissen Unabhängigkeit. Bedeutende Investitionen werden überwiegend durch Kundenverträge begründet und abgesichert.

Chancen- und Risikomanagementsystem

Verantwortlich für das Chancen- und Risikomanagementsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen das System auf Angemessenheit und Wirksamkeit. Die Verantwortung für das Erkennen sowie Managen wesentlicher Chancen und Risiken wird innerhalb der BLG LOGISTICS zentral gesteuert. Dabei werden verschiedene Ebenen sowie Organisationseinheiten in das System eingebunden.

Das Verhältnis zwischen Kompetenz und Häufigkeit von Entscheidungen ergibt sich aus folgender Darstellung:

Kommunikationsweg und Verantwortlichkeiten innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems von BLG LOGISTICS

Damit wir unsere Zielsetzungen, gemessen am Ergebnis vor Steuern (EBT), erreichen, erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen und Gefährdungspotenzialen. Über die Steuerungskennzahlen von BLG LOGISTICS wird monatlich im Vorstand sowie in den Führungskreisen und an den Aufsichtsrat berichtet. Auf diese Weise soll der Fokus auf eine nachhaltige Wertschöpfung sichergestellt und eine Bestandsgefährdung verhindert werden. Zentrale Bestandteile des Chancenund Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Steuerungsprozess, das gruppeninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Unserer besonderen Beachtung unterliegen dabei Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, aus den Märkten, aus dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität.

Chancen- und Risikomanagement bei BLG LOGISTICS

Bericht Prüfung

Die Grundsätze des Risikomanagements von BLG LOGISTICS sind in einer Richtlinie dokumentiert und veröffentlicht. In den Geschäfts- und Zentralbereichen wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Somit wird sichergestellt, dass Risiken sowie risikomindernde Maßnahmen (Risikovermeidung und -reduzierung bzw. -überwälzung durch Versicherung), aber auch Chancen dort identifiziert und beurteilt werden, wo sie tatsächlich auftreten. Das implementierte zentrale Risikomanagement ist verantwortlich für die Koordination der gruppenweiten Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Chancen und Risiken. Dieses erfolgt auf Basis eines IT-gestützten Risikomanagementsystems.

Laufend, im Sinne einer permanenten Inventur, werden die Risiken und die im Rahmen der Strategie definierten dazugehörigen Maßnahmen erfasst, bewertet und überwacht, die aus heutiger Sicht unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich negativ beeinflussen können. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen BLG LOGISTICS ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, können unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinträchtigen.

Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb von BLG LOGISTICS integriert.

Als international tätiges Logistikunternehmen liegt der wesentliche Anteil der Risiken von BLG LOGISTICS bei den Leistungs- und Infrastruktur- sowie bei den finanzwirtschaftlichen Risiken. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

Um möglichen Risiken zu begegnen, die vor allem aus den vielfältig geografischen, arbeits-, kartell-, zoll-, kapitalmarkt-, steuer-, vertrags-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzen im In- und Ausland entstehen können, stützt BLG LOGISTICS ihre Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. BLG LOGISTICS verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.

Das Finanzrisikomanagement wird durch den Bereich Treasury verantwortet, dessen Aufgaben und Ziele in einer durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie dargestellt sind. Hierzu zählen die Erstellung und Analyse von Finanzierungs- und Sicherungsstrategien sowie der Abschluss von Sicherungsinstrumenten.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Der Vorstand verabschiedet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung. Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel von BLG LOGISTICS im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist eine optimierte Liquiditätssicherheit und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten im Allgemeinen und das Refinanzierungsrisiko im Speziellen langfristig zu reduzieren.

BLG LOGISTICS überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und weiterer Kennzahlen. Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 315 Absatz 4 HGB

Begriffsbestimmung und Elemente des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem von BLG LOGISTICS umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung. Da das interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.

Elemente des internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BLG LOGISTICS insbesondere den Fachbereich Financial Services (inkl. Controlling, Finanzen und Rechnungswesen) beauftragt, der unter einer Leitung eng verzahnt und prozessorientiert arbeitet.

Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, die Funktionstrennung von abhängigen Bereichen (insbesondere Kreditorenmanagement und Treasurymanagement) und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.

Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision, das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung, einschließlich der Berichterstattung und die Überwachung der Abschlussprüfung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems mit ein.

Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder der steuerlichen Außenprüfung vorgenommen.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.

Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.

Prozess der Rechnungslegung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit

Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen von BLG LOGISTICS erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Gruppenabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Die Einbeziehung der Einzelabschlüsse ausländischer und nicht in das SAP-System eingebundener inländischer Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage der durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüften, standardisierten, Excel-basierten Reporting Packages, die in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden.

BLG LOGISTICS hat zur Gewährleistung einer einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und Richtlinien zur gruppeneinheitlichen Kontierung herausgegeben. Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.

Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Gruppenebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Für die Erstellung der Einzelabschlüsse und des Gruppenabschlusses wird darüber hinaus eine Disclosure-Management-Software eingesetzt, die einen einheitlichen Datenpool verwendet und Validierungen, eine Nachvollziehbarkeit der Historie sowie einen fest definierten Workflow enthält. Durch einen hohen Automatisierungsgrad wird das Fehlerrisiko deutlich reduziert und die Effizienz erhöht.

Für das Tax Accounting wird ebenfalls eine spezielle Software verwendet. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.

Chancen

Unser Geschäftsmodell

BLG LOGISTICS als internationale Gruppe ist mit ihren drei Geschäftsbereichen und den Geschäftsfeldern verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Potenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur. Eine hohe Priorität hat auch die Entwicklung von innovativen Lösungen für unsere Kunden im Rahmen von zukunftsweisenden Forschungsprojekten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.

In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die Chancen, die sich uns eröffnen, optimal nutzen. Basis dafür ist weiterhin unser Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Die etablierten Geschäftsmodelle in den Geschäftsfeldern Handelslogistik und Industrielogistik eröffnen uns im Geschäftsbereich CONTRACT Vertriebsund Akquisitionsmöglichkeiten kombiniert mit weiteren Automatisierungs- und Digitalisierungsaktivitäten in Deutschland bzw. Europa. Die einzelnen Geschäftsfelder profitieren von einem weiterhin anhaltenden Wachstumsmarkt, da unsere Kunden durch verstärktes Outsourcing ihre eigenen Kostenstrukturen verbessern bzw. flexibler gestalten wollen.

Für den Geschäftsbereich CONTAINER war die bereits erfolgte Anpassung des Fahrwassers der Elbe und bleibt die noch ausstehende Vertiefung der Außenweser zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der "Nordrange" von großer Bedeutung, damit die größer werdenden Containerschiffe Bremerhaven und Hamburg problemlos anlaufen können. Im Zuge der Durchführung der Maßnahmen zur Fahrrinnenanpassung der Elbe haben sich die nautischen Probleme der nachhaltig steigenden

Anzahl immer größer dimensionierter Containerschiffe insbesondere am Standort Hamburg relativ verbessert.

Sollte die noch ausstehende Maßnahme zur Vertiefung der Außenweser scheitern oder sich nachhaltig verzögern, kann dies nicht unerhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung am Standort Bremerhaven haben.

Der Geschäftsbereich CONTAINER kann seinen Kunden jedoch mit dem einzigen deutschen Tiefwasserhafen, dem EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven, und dessen Fazilitäten für die Abfertigung von Containerschiffen mit entsprechenden Tiefgängen eine hervorragende Alternative bieten. Mit der Beteiligung und Akquisition von Hapag-Lloyd ist ein wichtiger Schritt in Bezug auf die weitere Entwicklung dieses Standorts erfolgt.

Strategische Chancen

Geschäftsbereich AUTOMOBILE: BLG LOGISTICS und Hyundai Glovis schließen Joint Venture für das AutoTerminal Bremerhaven

Eine der weltgrößten RoRo-Reedereien, Hyundai Glovis, und BLG LOGISTICS, einer der führenden Automobillogistiker in Europa, haben eine strategische Partnerschaft für den Autoumschlag in Bremerhaven geschlossen. Nach den erfolgreichen Kooperationen im Geschäftsbereich CONTAINER ist dies das erste Joint Venture im Automobilumschlag auf einem BLG-Seehafenterminal.

Im Rahmen des gemeinsamen Joint Ventures wird der Reeder Hyundai Glovis ab Januar 2022 in den nächsten Jahren den BLG AutoTerminal Bremerhaven als europäischen Hub für seine Automobiltransporte zwischen Asien und Europa einsetzen. Ziel des Joint Ventures ist es, Volumina zu bündeln und somit die Logistikketten der Automobilhersteller unter Berücksichtigung von Laufzeit, Kosten sowie Umwelteinflüssen zu optimieren.

In einem schwierigen Marktumfeld hat BLG LOGISTICS damit einen starken Partner gewonnen. Dies soll Volumina sichern und den Hafenstandort Bremerhaven stärken und bildet eine gute Basis für eine strategische Weiterentwicklung. Unser AutoTerminal Bremerhaven bleibt weiterhin als Universalhafen für alle Reeder offen.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE: Drittes Autoregal am BLG AutoTerminal Kelheim in Betrieb genommen

Auf dem BLG AutoTerminal Kelheim ist das dritte Autoregal ("P3") erfolgreich fertiggestellt worden.

Das "P3" soll für eine noch effizientere Wegnutzung sorgen und ist nach den neuesten Baustandards errichtet worden. So ist auf dem Dach eine Photovoltaikanlage geplant – bereits die zweite auf dem Gelände. Außerdem wird das Wasser recycelt, sodass für alle anfallenden Arbeiten auf dem Terminal lediglich 20 Prozent Frischwasser gebraucht werden.

Das P3 ist exklusiv für einen Großkunden gebaut worden. Das erhöht die Anzahl der überdachten Plätze auf dem Terminalgelände, was insbesondere für die Unterbringung von Neuwagen von zusätzlichem Vorteil ist. Im Zuge der Kapazitätserweiterung konnte BLG LOGISTICS auch einen langfristigen Vertrag über die weitere Zusammenarbeit mit dem Kunden schließen.

Geschäftsbereich CONTRACT: BLG LOGISTICS als starker Logistikarchitekt

Unsere Kunden stehen heute vor riesigen Herausforderungen und Chancen. Die fortschreitende Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten in allen Bereichen der Wertschöpfungskette. Gleichzeitig gibt der globale Wettbewerb ein erhöhtes Tempo vor. Immer öfter entscheiden auch logistische Prozesse darüber, wie wettbewerbsfähig Unternehmen sind.

Als "Logistikarchitekt" planen, konzeptionieren, realisieren und betreiben die Experten-Teams von BLG LOGISTICS kundenindividuelle Logistikzentren; die Bandbreite reicht hierbei von klassisch bis hin zu hochautomatisiert.

Wir verfügen über einen großen Stab an eigenen Fachleuten, die umfassende Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Projekten und Branchen verschiedenster Größen mitbringen. Durch dieses branchenübergreifende Logistik-Know-how konnten wir bereits herausragende und innovative Konzepte und logistische Großprojekte entwickeln und sehen dies für die Zukunft als starkes Argument für unsere bestehenden und neuen Kunden.

BLG-Gruppe: Unsere Mission Klima und nachhaltiges Logistikzentrum (Geschäftsbereich CONTRACT) als Leuchtturmprojekt

Das Thema Klimaschutz steht weit oben auf der Agenda – in der Politik wie auch in vielen Unternehmen. Wir bilden dabei keine Ausnahme. Die Bundesregierung hat im Berichtsjahr die Klimaschutzvorgaben noch einmal verschärft und für Deutschland das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 ausgegeben. Wir wollen als Logistikunternehmen unseren Beitrag leisten – und gleichzeitig unsere Kunden beim Verbessern ihrer eigenen Bilanz unterstützen.

Wir sind gemeinsam auf einer Mission für den Klimaschutz. Unser Ziel: BLG LOGISTICS wird bis 2030 zum klimaneutralen Unternehmen. Dabei haben wir unsere absolute Zielsetzung (-30 Prozent CO2e) innerhalb unseres Unternehmens (Scope 1+2) und -15 Prozent in der Lieferkette (Scope3), von der unabhängigen Science Based Targets initiative (SBTi) prüfen lassen. Damit ist BLG LOGISTICS der erste deutsche Logistikdienstleister mit einer wissenschaftlich anerkannten Klimaschutzzielsetzung.

So sorgt BLG LOGISTICS zum Beispiel weiterhin für eine verbesserte CO2-Bilanz durch Transporte auf der Schiene. Pro Zug kann BLG AutoRail mehr als 200 Pkw transportieren. Und das passiert im deutschen und österreichischen Streckennetz komplett mit Grünem Strom.

Im größten Güterverkehrszentrum Deutschlands, dem GVZ in Bremen, plant BLG LOGISTICS einen neuen Standort für die Industrielogistik. Ausgehend vom "C3 Bremen" wird BLG LOGISTICS die nachhaltige und effiziente Versorgung der Auslandsmontagewerke eines renommierten Automobilherstellers erbringen.

"C3" steht für die Begriffe Customer, Climate und Comfort. Mit einer intelligenten Intralogistikplanung und effizienten Arbeitsabläufen wird die Logistikabwicklung auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. Die Prozesse im Inneren der neuen Anlage folgen dem Lean-Management-Prinzip und sollen durch einen zukunftsweisenden Automatisierungsund Digitalisierungsgrad unterstützt werden. In puncto Nachhaltigkeit wurde ein ganzheitliches Konzept entwickelt, mit dem eine Zertifizierung in Platin bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sowie eine WELL GOLD Zertifizierung angestrebt werden. Unter anderem ist geplant, auf der kompletten Dachfläche eine Photovoltaikanlage zu installieren. Eine Solarthermie-Anlage soll die Heizungsanlage und Warmwasserproduktion unterstützen. Nicht nur gestalterisch soll das neue Projekt überzeugen. Aufenthalts- und Außenflächen werden nach einem Well-Being-Konzept für Mensch und Umwelt entwickelt, um so das Arbeitsumfeld angenehmer zu gestalten. Die Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz steht im Fokus dieses Neubauvorhabens.

Geschäftsbereich CONTAINER: EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven startet Automatisierungsvorhaben

Durch den Einstieg der Hapag-Lloyd AG am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) ergeben sich positive Perspektiven für den Standort und die Rahmenbedingungen für die Automatisierung am CTW werden geschaffen. In den kommenden Jahren wird der Containerumschlag am CTW vom manuellen Betrieb auf ein automatisiertes System umgestellt. Das entsprechende Automatisierungsvorhaben startete im Januar 2022. Rund EUR 150 Mio. werden hierfür in den kommenden drei Jahren von EUROGATE investiert. Bereits 2024 soll ein erster Schiffsliegeplatz automatisiert betrieben werden.

Durch die Automatisierung rechnen wir mittelfristig mit einem deutlichen Umschlagswachstum in Wilhelmshaven und damit sind für uns jetzt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung des Terminals gegeben. Wir wollen einen ausgebauten, erweiterten und leistungsstarken, automatisierten Terminal, dessen schlagkräftige Organisation an die neuen Erfordernisse des Betriebs angepasst ist, entwickeln.

Automatisierung ist eine unaufhaltsame Entwicklung, der wir uns mit diesem Projekt stellen und die wir als Chance begreifen, unsere Kundenorientierung und unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu steigern. Dadurch gewinnen wir an Umschlagsmenge, sichern somit Beschäftigung und schaffen neue, anspruchsvolle und zukunftsgewandte Arbeitsplätze.

Auch an den anderen Standorten von BLG LOGISTICS verfolgen wir konsequent unsere Digitalisierungs- und Innovationsstrategie weiter. Zum Beispiel stellen zwei autonom fahrende Stapler ab sofort im Logistikcenter Bremen die materialseitige Ver- und Entsorgung einer Beschichtungslinie sicher.

Sonstige Chancen

Bereits im Geschäftsjahr 2012 hatte BLG LOGISTICS erstmalig verbindliche Klimaschutzziele formuliert und beschlossen. So sollte der CO2-Fußabdruck bis zum Jahr 2020 gegenüber 2011 (gemessen am Umsatz) um 20 Prozent gesenkt werden. Dies hatten wir bereits 2019 übertroffen. Motiviert durch diesen Erfolg und gestiegene Anforderungen haben wir uns neue, weitreichendere Ziele gesetzt und wollen bis 2030 unsere eigenen Treibhausgasemissionen gegenüber 2018 absolut gemessen um mindestens 30 Prozent, die entlang unserer Lieferkette um 15 Prozent senken. Die verbleibenden Emissionen wird BLG LOGISTICS durch zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgleichen. Damit werden wir 2030 ein klimaneutrales Unternehmen sein. Mehr Informationen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht unter reporting.blglogistics.com

Damit steigert BLG LOGISTICS die Transparenz über ihre Klimabilanz und gewinnt Kompetenz im Bereich der klimaneutralen Logistik. Damit bietet sich die Chance, ihrer Zielgruppe klimaneutrale Dienstleistungen anzubieten, die deren Klimabilanz nicht belasten.

Risiken

Anhaltende Auswirkungen durch Corona-Krise, Krieg in der Ukraine und hohe Energiepreise

Die Corona-Krise und die dadurch ausgelösten Maßnahmen der Regierungen nehmen deutlich Einfluss auf Mengen und Ergebnisse aller Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder von BLG LOGISTICS. Auch wenn die ökonomischen Folgen bisher von Welle zu Welle geringer ausfielen bleiben die aktuelle Lage unübersichtlich und Planungen in diesem Umfeld schwierig. Insbesondere fehlende Vorleistungsgüter in der Industrie, gestörte Lieferketten und die angespannte Personalsituation aufgrund hoher Krankenstände wirken sich auf unser Geschäft aus. Durch regelmäßige Abstimmungen innerhalb des Unternehmens und mit den Kunden passen wir uns ständig den aktualisierten Gegebenheiten an.

Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann es dazu kommen, dass die Lieferketten und die Produktionen unserer Kunden erneut erheblich gestört werden. BLG LOGISTICS bewertet die Lage tagesaktuell unter sozialen und finanziellen Gesichtspunkten und leitet notwendige Schritte ein.

Auch die Energiepreise werden infolge des Krieges nach unseren aktuellen Einschätzungen weiter ansteigen. Diesen Anstiegen begegnen wir durch diverse Maßnahmen. Durch die laufende Beobachtung des Beschaffungsmarktes und der verausschauenden Planung der Ressourceneinsätze halten wir die zusätzlichen Kosten so gering wie möglich. Des Weiteren sind wir mit unseren Kunden im laufenden Austausch und Abschluss von Vereinbarungen zur Kompensation.

Risikokategorien und Einzelrisiken

Aus den für BLG LOGISTICS festgelegten Risikofeldern werden in den folgenden Abschnitten die wesentlichen Risiken der BLG LOGISTICS nach Risikokategorien dargestellt. Bei der Auswahl der Wesentlichkeit werden solche Risiken berücksichtigt, die sich bei Eintritt spürbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken würden. Die Bewertung und Ableitung von Maßnahmen erfolgt grundsätzlich anhand von Szenarien unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Einflussgrößen aus Chancen und Risiken.

Ein Gesamtüberblick über die wesentlichen Risiken ist in der Tabelle dargestellt.

Risiko Schadenshöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Trend gegenüber Vorjahr
Strategische Risiken bedeutend unwahrscheinlich
Marktrisiken bestandsgefährdend eher unwahrscheinlich
Politische, rechtliche und soziale Risiken mittel möglich
Leistungs-
und Infrastrukturrisiken
bedeutend möglich
Finanzwirtschaftliche Risiken mittel möglich

Risikomatrix

Strategische Risiken

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen

BLG LOGISTICS ist in den letzten Jahren durch verschiedene in- und ausländische Akquisitionen gewachsen. Im Rahmen des Prozess- und Qualitätsmanagements wurde zu diesem Zweck eine einheitliche M&A-Richtlinie über das Vorgehen verfasst, die bei sämtlichen Anteilskäufen einzuhalten ist. Hierbei kommen sowohl gruppeninterne als auch externe Berater zum Einsatz. Somit wird gewährleistet, dass alle mit einer Akquisition oder Beteiligung verbundenen Risiken berücksichtigt und bewertet werden.

Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass sich gerade bei Anteilserwerben im europäischen Ausland besonders politische, rechtliche oder konjunkturelle Risiken ergeben.

Das soziale Umfeld bei der Beschaffung von Mitarbeiterkapazitäten und die Integration der jeweiligen fremden Unternehmenskulturen in die Strukturen und Prozesse von BLG LOGISTICS stellen dabei besondere Herausforderungen dar.

In der Vergangenheit getätigte Investitionen können, unter Fortführung der mit den Investitionen getroffenen strategischen Entscheidungen und Aussagen, die Notwendigkeit von Folgeentscheidungen nach sich ziehen. Die mit diesen Entscheidungen verbundenen notwendigen Folgeinvestitionen sind aufgrund von zum Teil geänderten Markt- und Rahmenbedingungen insgesamt unter neuen Prämissen zu betrachten und zu bewerten. Sind diese geänderten Bedingungen nachhaltig, könnten sich hieraus zukünftig Abwertungsbedürfnisse auf die Gesamtinvestition für BLG LOGISTICS ergeben.

Marktrisiken

Bedrohung von Marktposition und Wettbewerbsvorteilen

Die vertraglich vereinbarten Preise im Seehafenumschlag im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerb mit anderen Häfen stellen für uns anhaltende Herausforderungen dar. Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an anderen Seehafenterminals kann es durch interne Optimierung der Reeder zu Verlagerungen von Volumina zulasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen. Infolge des Krieges zwischen Russland und der Ukraine ist für 2022 zu erwarten, dass sich für diese Regionen bestimmte Volumina reduzieren bzw. ganz ausfallen.

Für das Stückgutgeschäft und in der Projektlogistik liegen die Risiken wesentlich im hohen Wettbewerbs- und Preisdruck.

Im Geschäftsbereich CONTRACT liegen die hauptsächlichen Risiken in der schnellen Austausch- und Ersetzbarkeit als Dienstleister, sofern es sich um standardisierte und nicht individuell zugeschnittene Leistungen handelt. In den Geschäftsfeldern herrscht eine starke Abhängigkeit von Großkunden. Die durchgeführten Logistikleistungen sind dort in der Regel personalintensiv. Zudem herrscht ein erheblicher Preisdruck seitens der Kunden. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit umfangreichen kundenindividuellen Lösungen und Optimierungen, längeren Vertragslaufzeiten, dem kontinuierlichem Aufbau und der weiteren Diversifizierung des Kundenstamms.

Neben den gesamtwirtschaftlichen Trends wirken sich im Geschäftsbereich CONTAINER in Bezug auf die künftige Umschlags- und Transportnachfrage und damit verbunden auch auf die Umschlagsmengen unserer Containerterminals noch weitere Einflüsse bzw. Risiken aus. Hierzu zählen wie in den vergangenen Jahren auch

  • die Inbetriebnahme weiterer Terminalumschlagskapazitäten in der Nordrange und im Ostseeraum,
  • die Inbetriebnahme weiterer Großcontainerschiffe und die damit verbundenen operativen Herausforderungen bei den Schiffsabfertigungen (Peak-Situationen),
  • die sich aus den Veränderungen in den Strukturen der Reedereikonsortien ergebenden Markt-, Netzwerkund Prozessveränderungen sowie
  • Preisstrukturen im Markt.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird sich ebenfalls auf den Containerumschlag auswirken, wenn diese Regionen nicht mehr angefahren werden oder Schiffe festsitzen.

Auf Kundenseite könnten perspektivisch gesehen auch mögliche Insolvenzen Auswirkungen auf die Reedereikonsortien sowie die Dienste- und Mengenstrukturen haben. Hier dominieren unverändert drei Groß-Konsortien das Marktgeschehen:

2M mit den Einzelreedern Maersk und MSC

  • Ocean Alliance mit den Einzelreedern CMA CGM, COSCO, Evergreen und OOCL
  • THE Alliance mit den Einzelreedern Hapag-Lloyd, HMM, ONE und Yang Ming.

Der Trend der Container-Reedereien zur Indienststellung weiterer Großcontainerschiffe, und zwar mittlerweile von bis zu 24.000 TEU, hält unvermindert an. Angesichts dieses Trends wird auch die Anzahl der Schiffsanläufe von Großcontainerschiffen an den Terminals der EUROGATE-Gruppe weiter zunehmen.

Da die Containerterminals zumindest mittelfristig noch über Kapazitätsreserven verfügen, steigt im Zuge der Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/Reedereien und damit verbunden der Erlösdruck sowie die Notwendigkeit der Identifizierung und Umsetzung weiterer Kostenreduzierungen und Effizienzsteigerungen bei den Containerterminals sowie von Maßnahmen zur Standardisierung und Automatisierung.

Sollten die im Zuge der Transformation vorgesehenen Kostensenkungen sowie die Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen im Geschäftsbereich CONTAINER in geringerem Umfang umgesetzt werden können als vorgesehen, so wäre die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsträchtigkeit der EUROGATE-Gruppe deutlich beeinträchtigt. Der bisherige Verlauf und der Abschluss der Verhandlungen erfolgte jedoch von allen Seiten sehr verständig und die Geschäftsführung ist unverändert zuversichtlich, die geplanten Maßnahmen und die damit verbundenen Effekte in dem vorgesehenen Zeitrahmen erfolgreich umsetzen zu können.

Konjunkturabhängigkeit – Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als global ausgerichteter Logistikdienstleister ist BLG LOGISTICS wesentlich von der Produktion und den damit verbundenen Warenströmen in der Weltwirtschaft abhängig. Die Abhängigkeit sowohl von der produzierenden Industrie als auch vom Konsumentenverhalten kann als größtes Risiko angesehen werden. Hier beeinflussen neben den aktuellen Auswirkungen und Beschränkungen infolge des Krieges in der Ukraine und der Corona-Pandemie zusätzlich hohe Energie- und Rohstoffpreise, andauernde außenwirtschaftliche Ungleichgewichte sowie die Ausweitung von politischen Konflikten unser Geschäft.

Des Weiteren ist es möglich, dass wir zukünftig auch mit neuen Virusmutationen und Pandemien umgehen werden müssen, die sich auch immer wieder auf das Wirtschaftsgeschehen und unsere Planungen auswirken können. Auch eine weitergehende Eskalation im Ukraine-Konflikt ist nicht auszuschließen.

Änderungen in der Gesetzgebung sowie bei Steuern oder Zöllen in einzelnen Ländern können den internationalen Handel ebenfalls stark beeinträchtigen und erhebliche Risiken für BLG LOGISTICS mit sich bringen.

Branchenrisiken

Durch fehlende Vorleistungsgüter, Störungen in den Lieferketten, die Umstellung auf die Elektromobilität und die schwache Nachfrage in der Corona-Pandemie hat die Automobilindustrie derzeit umfangreiche Herausforderungen zu bewältigen, was sich auf das Gesamtvolumen unserer Geschäfte auswirkt. Durch den Krieg in der Ukraine wird diese Lage erneut verschärft und es kann zu Produktionsreduzierungen und -ausfällen der Hersteller kommen. Dem begegnen wir mit einer weiteren Optimierung unserer Prozesse und planen unsere Kapazitäten auf Basis des regelmäßigen Dialogs mit unseren Kunden. Darüber hinaus wollen wir unser Angebot für den Transport und die technische Bearbeitung von Gebrauchtfahrzeugen weiter ausbauen.

Westeuropa ist der Hauptmarkt für BLG LOGISTICS. Durch die Öffnung Westeuropas zum Osten hin gelangen weiterhin vermehrt osteuropäische Transportkapazitäten in unseren Hauptmarkt. Dies führt anhaltend zu einem starken Wettbewerb und Preisdruck. Darüber hinaus besteht eine Abhängigkeit vom Exportvolumen der Automobilindustrie in Europa nach Übersee. Hier haben vor allem die Märkte China, USA, Japan und Korea eine besondere Bedeutung.

Die Beschäftigung im Bereich der Autoteilelogistik (Geschäftsfeld Industrie) ist abhängig von der Produktion der ausländischen Werke der deutschen Original Equipment Manufacturer (OEM), die über unsere Logistikzentren weltweit mit Teilen versorgt werden. Hier ist weiterhin eine Tendenz zur Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden zu verzeichnen.

Politische, rechtliche und soziale Risiken

Rechtliches und politisches Umfeld

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch einen Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Maut, andere verkehrslenkende Abgaben sowie fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.

Aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der gegenwärtigen Sanktionen ist es möglich, dass wir unser Geschäft an den Standorten in dieser Region temporär oder langfristig einstellen müssen oder den Zugriff verlieren. Weil die Hersteller ihre Produktion in Russland überwiegend einstellen, können wir auch entsprechend weniger Fahrzeuge transportieren und die Geschäftsgrundlage ist auch aufgrund der Sanktionen in Gefahr. Es ist daher möglich, dass das Nettovermögen und der Firmenwert der BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St.Petersburg/Russland (100% - Beteiligung) sowie der Beteiligungsbuchwert der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew/Ukraine (50%-Beteiligung, Equity-Bewertung) wertberichtigt werden müssen. Der Umsatz der russischen Gesellschaft beträgt 2021 weniger als 1 Prozent des Gruppenumsatzes.

Der vollzogene Brexit hat sich bisher nicht wesentlich auf unsere Geschäfte ausgewirkt. Das gilt auch für die bisher anhaltende Niedrigzinsphase. Hier besteht allerdings aktuell das Risiko eines Anstiegs, was zu einer Erhöhung unseres Zinsaufwands führen könnte.

Vertragsrisiken

Risiken bei Verträgen ergeben sich aus der teilweisen nicht fristenkongruenten Deckung von Kundenverträgen in Verbindung mit der Anmietung von Immobilien. Kundenverträge haben oft kürzere Laufzeiten als Mietverträge für Immobilien.

Die nachträgliche Änderung von gegebenen Marktverhältnissen und damit verbundene Auswirkungen auf die mit den Kunden vereinbarten Logistikprozesse haben Einfluss auf das mit dem Kunden vereinbarte Vertragsverhältnis. Dem Kunden angebotene Dienstleistungsportfolios und die kalkulierten Preise können unter Umständen nicht mehr mit von den Kunden angefragten und beauftragten Leistungen übereinstimmnen. Dadurch resultierende Unterschiede führen zu Risiken und Abweichungen von der Planung, die dann zu Nachverhandlungen mit dem Kunden führen. Aufgrund der Vertragserfüllungs- und somit Leistungsverpflichtung wird während der Verhandlungen für den Kunden weitergearbeitet, da ansonsten weitere Risiken aus Schadenersatzverpflichtungen für Ausfallzeiten bestehen.

Für Risiken aus belastenden Verträgen wurden Risikovorsorgen getroffen. Die Höhe der Risiken kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf deutlich ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.

Leistungs- und Infrastrukturrisiken

Risiken aus Geschäftsbeziehungen

In allen operativen Geschäftsbereichen ist durch die enge Kundenbindung und die kurzen, anspruchsvollen Vertragslaufzeiten sowie -konditionen, insbesondere zu einigen Großkunden, auf Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- bzw. Produktlebenszyklen ein besonderes Augenmerk zu legen.

Risiken aus hohen Preisen für Energie

Zum Ende des Berichtsjahres 2021 sind die Preise für Energie deutlich angestiegen. Durch die aktuelle Ukraine-Krise und ein mögliches Embargo für Energie aus Russland ist ein weiterer deutlicher Anstieg wahrscheinlich bzw. bereits eingetreten. Dies könnte zu einer höheren Fixkostenbelastung führen, die sich bei einer weiteren Steigerung, aber auch bei der Beibehaltung der Anfang 2022 gültigen Abschlagszahlungen deutlich spürbar auf das Ergebnis auswirken kann, soweit die eingeleiten Maßnahmen sich verzögert auswirken. Durch Gespräche mit unseren Kunden und Prozessoptimierungen werden wir versuchen, die Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Infrastrukturkapazität und -sicherheit

Aufgrund von Volumenschwankungen oder Versorgungslücken bei unseren Kunden kann es in Einzelfällen zu temporären Kapazitätsengpässen kommen. Durch aktive Marktsondierungen sind uns zusätzliche Flächen- und Hallenkapazitäten bei Dritten bekannt; diese werden bei Bedarf kostenpflichtig angemietet.

Im Gegensatz dazu kann bei Minderauslastung der eigenen Kapazitäten in der Regel kurzfristig keine anderweitige Verwendung generiert werden. Dies führt zu einer Ergebnisbelastung aus nicht gedeckten Fixkosten. Die Risiken werden im Rahmen der Vertragsgestaltung und -kalkulation berücksichtigt.

Die Flächen, Hallen, Transport- und Umschlagsgeräte werden regelmäßig innerhalb fest definierter Intervalle gewartet und instand gesetzt. Dadurch ist eine dauerhafte Leistungssicherheit gegeben.

Personalrisiken

Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung. Durch die aktuell hohen Inflationsraten, einem hohen Krankenstand in der Pandemie und aufgrund des Fachkräftemagels kann es in zukünftigen Tarifverhandlungen zu höheren Forderungen der Arbeitnehmerseite kommen- Dem begegnen wir unter anderen durch die Integration von Preisgleitklauseln in den Verträgen mit unseren Kunden.

Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal in allen Bereichen bleibt intensiv. Schon heute können aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels offene Stellen in der Logistikbranche und auch in der BLG-Gruppe nicht immer zeitnah besetzt werden. Durch eine hohe Krankenquote, zum Beispiel während der Corona-Pandemie, wird die Situation zusätzlich verschärft und können die Produktivität und Rentabilität unserer Dienstleistungen wesentlich beeinträchtigt werden. Um dem entgegen zu wirken, entwickeln wir laufend neue Wege der Rekrutierung und betonen mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität von BLG LOGISTICS als Arbeitgeber. Wir streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und umfangreichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven von BLG LOGISTICS durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Gruppengesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Auch personelle Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft sowie der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft wollen wir so minimieren.

Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitenden bestehenden Anteil der Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg (GHBG) und sonstiger Leiharbeitnehmer erreicht. Dadurch kann der Personalbedarf im gewissen Rahmen flexibel an die Geschäftsentwicklung angepasst werden. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen grundsätzlich auch den Personalbestand und somit die Flexibilität und Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal bei der GHBG. Diese Veränderungen können für die GHBG zu nachhaltigen Defiziten führen, die durch die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen und somit im Wesentlichen auch durch BLG LOGISTICS gegebenenfalls auszugleichen sind. Hierfür haben wir entsprechende Vorsorge getroffen.

Risiken der Informationstechnologie

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein; unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen. Ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich derzeit nur geringe Auswirkungen auf einzelne Geschäftsfelder.

Die sich häufenden globalen, aber auch speziellen Angriffe aus dem Internet (Cyberkriminalität) sind eine ständige Bedrohung und Gefahr für BLG LOGISTICS. Durch den Einsatz modernster Antivirensoftware verbunden mit einer eigenen strukturierten IT-Organisation (inkl. IT-Security) sieht sich BLG LOGISTICS gut aufgestellt, diesen Risiken entgegenzuwirken. Eine permanente Überprüfung, Kontrolle, Aktualisierung und Anpassung dieser Strukturen und Systeme ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Über entsprechende Versicherungen sichern wir uns zusätzlich gegen etwaige Schäden ab.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Leasingforderungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für die erwarteten Ausfälle. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene und in Abhängigkeit der Kundenbonität arbeiten wir mit Warenkreditversicherungen und sind so zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese derzeit ausschließlich bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben, die über einen Haftungsverbund eine hohe Sicherheit ausweisen und/oder bei denen über langfristig aufgenommene Darlehen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen.

Das maximale Ausfallrisiko der Gruppe wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Des Weiteren ist die Gruppe auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt.

Bezüglich unserer Beteiligungen in der Ukraine und Russland verweisen wir auf die o.g. Ausführungen unter "Politische, rechtliche und soziale Risiken".

Zum Abschlussstichtag liegen keine weiteren wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor.

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Zur Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen wurde ein Zinssatz- und Währungsswap abgeschlossen.

Aufgrund der aktuellen Situation können sich durch den Kurs des Rubels und der Griwna vereinzelte negative Ergebniseffekte ergeben, die aktuell nicht beziffert werden können.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Der Liquiditätsbedarf der Gruppe ist durch liquide Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt.

Parallel dazu setzt die BLG-Gruppe seit dem Berichtsjahr zur weiteren Optimierung der Bilanzstruktur den regresslosen Verkauf von Forderungen im Rahmen einer Factoringvereinbarung als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument ein. Die Verpflichtungen des Factors zum Ankauf bestehender und zukünftiger Forderungen sind auf einen Gesamthöchstbetrag von EUR 75 Mio. begrenzt. BLG LOGISTICS kann frei entscheiden, in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die Forderungen wurden vollständig ausgebucht.

Weiterhin besteht für BLG LOGISTICS die Möglichkeit zur Teilnahme am Cash-Pooling der Freien Hansestadt Bremen in Höhe von bis zu EUR 50 Mio. sowie zur Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von EUR 50 Mio. über eine Landesbürgschaft über die Bremer Aufbau-Bank zusammen mit einer Partnerbank.

Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

Den finanzwirtschaftlichen Risiken, die sich aus der Dynamik der aktuellen Situation ergeben, begegnen wir mit einem regelmäßigen Forecast-Prozess, aus dem entsprechende Maßnahmen – sofern erforderlich – abgeleitet werden. Von dem Beginn der Corona-Pandemie bis zum Zeitpunkt dieser Berichterstellung war die Liquidität von BLG LOGISTICS in keiner Weise gefährdet.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem BLG LOGISTICS ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des niedrigen und für Investitionen attraktiven Zinsniveaus ein Teil des Finanzierungsbedarfs der kommenden Jahre durch die Vereinbarung von Forward-Zinsswaps abgesichert. Es ist vorgesehen, hierbei Darlehen in einem Volumen von insgesamt bis zu EUR 90 Mio. in Tranchen von bis zu je EUR 15 Mio. innerhalb von sechs Jahren, begonnen im Jahr 2019, bei Partnerbanken aufzunehmen. Weitere Informationen hierzu sind im Gruppenanhang in Erläuterung Nummer 32/Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten von BLG LOGISTICS einschließlich der Leasingverbindlichkeiten. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.

Die - erfolgsneutrale - Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Bei BLG LOGISTICS wird aus heutiger Sicht die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Finanzrisiken als gering eingeschätzt.

Weitere Angaben zum Management von Finanzrisiken finden sich im Anhang unter Erläuterung Nummer 32.

Sonstige Risiken

Sonstige Risiken, die die Entwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor.

Beurteilung der Gesamtrisikosituation

Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, aber auch durch die weiterhin bestehende Corona-Pandemie, können auch zukünftig erhebliche Beeinträchtigungen in den weltweiten Warenströmen und somit auch in den logistischen Prozessen und Dienstleistungen auftreten.

Hinsichtlich der Auswirkungen auf die damit im Zusammenhang stehenden Lieferketten der Kunden von BLG LOGISTICS besteht weiter eine hohe Unsicherheit. Auch die fehlende Verfügbarkeit von Vorleistungsgütern in der Industrieproduktion kann sich durch den Konflikt 2022 erneut verstärken. Für das kommende Geschäftsjahr ist daher von temporär schwankenden Volumina in unseren Geschäften auszugehen.

Ein wesentliches Risiko für das Jahr 2022 stellen in diesem Zusammenhang auch die oben beschriebenen sehr hohen Energiepreise dar. Durch ein mögliches Embargo für russische Energie ist ein weiterer deutlicher Anstieg möglich. Durch die vorherig beschriebenen Maßnahmen erfolgt eine entsprechende Gegensteuerung im Rahmen der vertraglichen Möglichkeiten.

In diesem Umfeld sind die Staatsschuldenkrisen in den USA und Europa, der Handelskrieg zwischen den USA und China, die weitere Ausverhandlung des Brexits sowie weitere geopolitischen Unruhen mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft in den Hintergrund gerückt, aber noch nicht ausgestanden. So kann es hier erneut zu einer Verstärkung der Risikolage führen.

Ein weiterer wesentlicher Faktor sind die erfolgreiche Umsetzung der Transformation inklusive der damit verbundenen Kostensenkungen sowie die Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen im Geschäftsbereich CONTAINER. Sollten diese nicht oder nur in geringem Umfang umgesetzt werden können, wäre die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsträchtigkeit der EUROGATE-Gruppe deutlich beeinträchtigt.

Wir haben voraussichtliche Auswirkungen möglicher Effekte bewertet und notwendige Schritte eingeleitet beziehungsweise beobachten wir die Lage tagesaktuell. Über verschiedene Instrumente wie unserem Risikomanagement, dem regelmäßigen Risikobericht, den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden und durch einem Krisenstab für besondere Situationen sind wir nach unserer Einschätzung adäquat aufgestellt, um den Herausforderungen zu begegnen.

Auf Grundlage unseres Risikomanagementsystems und übereinstimmender Einschätzungen des Vorstands waren im Berichtszeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch auf Basis der Mittelfristplanung und vor dem Hintergrund der anhaltenden, pandemischen Lage lassen sich gegenwärtig unter Berücksichtigung der bereits eingeleiteten Maßnahmen keine Anzeichen für bestandsgefährdende strategische oder operative Risiken für die künftige Entwicklung ableiten.

Leitung und Kontrolle

Erklärung zur Unternehmensführung

Im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften wurde nur das Vorliegen der Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315d HGB vom Abschlussprüfer geprüft. Sie werden mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB in Kapitel 04 dieses Finanzberichts ausgewiesen.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315a Absatz 1 HGB

Die übernahmerelevanten Angaben werden in der Erklärung zur Unternehmensführung Kapitel 04 dieses Finanzberichts ausgewiesen.

Vergütungsbericht und Vergütungssystem

Unter www.blg-logistics.com/ir sind das geltende Vergütungssystem (im Bereich Corporate Governance) des Vorstands gemäß § 87a Absatz 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligt wurde, sowie das ebenfalls von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligte System über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats (§113 Absatz 3 AktG) öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse wird im Downloadbereich der Vergütungsbericht inklusive des Vermerks des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.

Prognosebericht

Ausrichtung der Gruppe in der Zukunft

Beibehaltung des Geschäftsmodells

Eine grundlegende Änderung unseres Geschäftsmodells ist aktuell nicht geplant. Ein strategischer Schwerpunkt wird auf den weiteren Ausbau der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT gelegt. Unser Ziel ist es, profitabel in allen Geschäftsfeldern zu sein und weiter zu wachsen. Durch die Fortsetzung unserer Akquisitionstätigkeiten, die gezielte Bildung von Kooperationen sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften wollen wir bestehende Marktanteile ausbauen, neue Märkte erschließen und weitere Kunden gewinnen. Zusätzlich werden wir unsere Wertschöpfungsketten in den Geschäftsfeldern erweitern. Außerdem gilt es, durch konsequentes Prozessund Qualitätsmanagement, Nutzung der Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, sowie stringentes Kostenmanagement die Produktivität in allen Bereichen, auch während der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise, zu verbessern.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Deutliches Wirtschaftswachstum in 2022 gefährdet

Nach dem historischen Einbruch der Weltwirtschaft in 2020 hat sich diese 2021 zunächst kräftig erholt. Durch die vierte Welle, die durch die Omikron-Variante hervorgerufen wurde, bremste die Corona-Pandemie zum Jahreswechsel 2021/2022 erneut die wirtschaftliche Erholung.

Dies ist insbesondere auch durch viele pandemiebedingte Arbeitsausfälle begründet. Darüber hinaus behindern eine gebremste chinesische Wirtschaft und weiter bestehende Lieferengpässe den Aufschwung der Industrieproduktion, auch wenn die Lieferengpässe zum Ende des Jahres 2021 etwas nachgelassen haben.

Auch unter der Annahme, dass im Frühjahr 2022 die Pandemie medizinisch so weit bewältigt ist, dass das Gesundheitssystem nicht mehr nennenswert überfordert ist und die ökonomische Aktivität deshalb nicht mehr deutlich eingeschränkt werden muss, ist damit zu rechnen, dass die Erholung der Wirtschaft kräftig gebremst wird. Durch den im Februar 2022 begonnenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist der weitere Verlauf der Weltkonjunktur erneut stark beeinträchtigt und die weiteren Auswirkungen wie gestörte Lieferketten und eine weiter hohe Inflation können aktuell nicht abgesehen werden.

Prognosen gingen vor der Ukraine-Krise – je nach Institut – von einem Wirtschaftswachstum von über 4 Prozent aus. Durch den Krieg ist damit zu rechnen, dass die sich gerade langsam erholten Lieferengpässe in der Industrieproduktion wieder verstärken. Unter anderem befinden sich einige Zulieferfirmen der Automobilindustrie in der Ukraine und aus Russland kommen wichtige Industrierohstoffe wie Palladium. Auch ist die Konjunkturentwicklung maßgeblich von den Preisen für Öl und Gas abhängig. Preiserhöhungen wirken sich bis zum Endverbraucher und damit auf die allgemeine Nachfrage aus.

Abgesehen davon, wird hinsichtlich des Konsum- und Reiseverhaltens der Verbraucher für 2022 eine zunehmende Normalisierung erwartet. Neben der Einführung des höheren Mindestlohns wird auch eine Steigerung der Tariflöhne und der Beschäftigung erwartet.

Ein für die kommenden Jahre massiver Investitions- und Entwicklungsbedarf besteht aufgrund der ambitionierten Ziele der EU und der Bundesregierung zur Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Hier stehen besonders die Automobilwirtschaft und weitere große Teile der deutschen Industrie vor großen Herausforderungen. Die mittelfristige Abkehr vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb bringt des Weiteren enorme Veränderungen der Produktions- und Arbeitsprozesse mit sich.

Weitere Unsicherheiten im Hinblick auf die Prognose ergeben sich vor dem Hintergrund einer weitergehenden Eskalation im Ukraine-Konflikt und der angespannten Stimmung zwischen den USA, Europa und Russland sowie aufgrund der anhaltenden Differenzen zwischen den USA und China. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft können derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.

Quellen dieses Abschnitts:

Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Februar 2021 IMK, IMK Report Nr. 172, Dezember 2021 IMK, IMK Report Nr. 173, Januar 2022 IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 85+86 (2021|Q4) Tagesschau.de vom 25.02.2022, 18:30 Uhr "Wie der Krieg auf die Wirtschaft wirkt"

Weser-Kurier.de vom 28.02.2022, 08:49 Uhr "Materialmangel hoch – Verschärfung durch Krieg befürchtet" GESCHÄFTSKLIMA LOGISTIKDIENSTLEISTER

Logistikbranche insgesamt auf gutem Kurs

Zum Jahresende 2021 und vor dem Ausbruch des Krieges lag die Geschäftslage laut SCI Logistikbarometer (Dezember 2021) bei den befragten Transport- und Logistikunternehmen auf einem hohen Niveau. Trotz anhaltender Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, massiv erhöhten Energiepreisen und den Turbulenzen in den globalen Lieferketten zeige sich die Logistikbranche durchaus positiv und die Geschäftslage wird mehrheitlich gut bewertet. Auch sei durch den Regierungswechsel in den USA das ursprüngliche Vertrauen in den transatlantischen Logistikmarkt zurückgekehrt. Wichtiges Thema seien aber weiterhin die hohen Personaldefizite, insbesondere das Fehlen zehntausender Fahrer. Keine Berufsgruppe werde derzeit intensiver gesucht. Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist damit zu rechnen, dass sich die Lage weiter verschärfen wird, wenn weniger Fahrer aus Osteuropa zur Verfügung stehen. Insgesamt wird von den befragten Unternehmen mehrheitlich eine steigende Beschäftigungsquote erwartet. Steigenden Kosten sollen adäquate Preisanpassungen entgegengesetzt werden.

Der ifo-BVL-Logistik-Indikator zeigt zum Jahresende und hierbei insbesondere im vierten Quartal eine eher nach unten gerichtete Lagebeurteilung, wobei Verlader in Industrie und Handel die Lage positiver einschätzen als die Logistikdienstleister. Insgesamt liegt das Klima aber über dem Niveau des Jahreswechsels 2020 zu 2021. Steigende Preise, abnehmende Lagerbestände in Industrie und Handel und schrumpfende Auftragsbestände bei den Logistikdienstleistern verhinderten eine weitere Steigerung.

Laut ifo-BVL-Logistik-Indikator bleibe die konjunkturelle Situation stark von der Corona-Pandemie beeinflusst und

die deutsche Wirtschaft werde im Winterhalbjahr 2021/2022 kaum mehr wachsen. Darüber hinaus besteht eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der Situation in der Ukraine und deren Auswirkungen auf Transporte durch diese Region und die Belieferung der Industrie sowie steigende Energiepreisen.

Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung/künstliche Intelligenz stehen immer mehr im Fokus und betreffen und begleiten uns alle. Wir sind der Meinung, dass die wichtigsten Herausforderungen, nämlich die Digitalisierung und der Klimaschutz, nicht unbedingt nur alleine sinnvoll gemeistert werden können. Gemeinsame Entwicklungen von Lösungen – auch von Marktbegleitern – sind ein wichtiger Schlüssel.

Die Logistikbranche wird auch künftig von einer starken, exportorientierten deutschen Industrie und dem sehr guten Logistikstandort Deutschland profitieren. Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur bleibt dabei eine große Herausforderung. Des Weiteren wird die Klimapolitik die Gestaltung der Lieferketten zukünftig stark beeinflussen und zusätzliche Vorgaben zur Folge haben.

Geschäftslage Geschäftserwartungen Geschäftsklima

Quellen dieses Abschnitts:

BVL-Logistik-Indikator, 4. Quartal 2021, 13.12.2021 inkl. Kommentierung DVZ vom 10. August 2021, "Diese Treiber sind 2022 relevant". Frank Dreeke, "Collaboration – die Zukunft der Logistik?", www.blg-logistics.com, Abruf am 31.01.2022 um 15:53 Uhr SCI Verkehr, SCI Logistikbarometer, Dezember 2021 Welt am Sonntag vom 27.02.2022, "Transportunternehmen stellen sich auf Engpässe ein"

Entwicklung der BLG LOGISTICS im folgenden Jahr

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts war der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, den wir mit sehr großer Sorge verfolgen, im vollen Gange. Die Auswirkungen auf die Geschäfte unserer Kunden und unsere damit verbundenen Dienstleistungen können gegenwärtig noch nicht abschließend bewertet werden. Ein eigens eingerichteter Krisenstab bewertet die Lage laufend neu. Es ist aber davon auszugehen, dass sich erneut gestörte Lieferketten, Produktionsausfälle bei unseren Kunden und eine hohe Inflation (insbesondere sehr stark steigende Energiepreise) direkt oder indirekt deutlich auf unser Ergebnis auswirken werden und Planungen vereinzelt nicht erreicht werden können. Insbesondere die Automobilindustrie ist abhängig von Zulieferfirmen aus der Ukraine und die Produktion unser Kunden kann erneut für Monate gestört werden. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass Volumina, die wir bisher für diese Regionen umgeschlagen oder bearbeitet haben, temporär oder längerfristig ausfallen. Dies gilt für alle Geschäftsbereiche der BLG-Gruppe und wird im Weiteren nicht erneut für die einzelnen Geschäftsfelder ausgeführt.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Geschäftsfeld Seehafenterminals

Für unsere Autoumschlagsstandorte Bremerhaven und Cuxhaven im Geschäftsfeld Seehafenterminals gehen wir für 2022 davon aus, dass sich das Umschlagsvolumen auf einem ähnlichen Niveau wie in 2021 halten wird. Wegen der anhaltenden Lieferengpässe von Teilen können die Automobilproduzenten derzeit keine verlässlichen Aussagen über die geplanten Produktions- und Absatzzahlen für das Jahr 2022 geben.

Aufgrund der schwierigen Marktlage und freier Flächenkapazitäten in anderen Häfen besteht weiter ein starker Wettbewerb. Ergebnisverbesserungen erhoffen wir uns unter anderem aus der Umsetzung diverser Projekte, der Optimierung externer Lagerflächen und dem Ausbau der technischen Wertschöpfung.

Positive Effekte für den Standort Bremerhaven erwarten wir auch durch das Joint Venture mit einem der größten Reeder weltweit, Hyundai Glovis. Er wird im Rahmen des Joint Ventures Bremerhaven als europäischen Hub für seine Automobiltransporte zwischen Asien und Europa nutzen.

Der Bereich High&Heavy wird auch 2022 von der geringen Verfügbarkeit von Containern profitieren und erneut vermehrt RoRo-Ladung verschiffen. Wir erwarten ein Umschlagsvolumen auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die technische Wertschöpfung wollen wir weiter ausbauen.

Durch Umstellung von Verkehren und Häfen seitens der Reeder erwarten wir negative Einflüsse auf das Ergebnis im Neustädter Hafen in Bremen, die wir mittelfristig durch die Akquisition von Neugeschäften kompensieren wollen. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass sich, aufgrund steigender Nachfrage nach Öl- und Gasprodukten, der Umschlag von Stahlprodukten erhöhen wird. Gegenläufig erwarten wir einen Rückgang bei Forstprodukten.

Geschäftsfeld Inlandterminals

Aufgrund der nach wie vor schwierigen Marktlage für Neufahrzeuge in Deutschland und Westeuropa und niedriger technischer Wertschöpfung besteht zunehmend ein verstärkter Verdrängungswettbewerb. Durch unsere hohe technische Expertise und das große Terminalnetzwerk wollen wir daher den Bereich Remarketing-/Gebrauchtfahrzeuge weiter ausbauen.

2022 nehmen wir am Standort Kelheim ein neues Autoregal in Betrieb. Dadurch können zusätzliche Lagergelder erzielt und externe Lagerflächen abgemietet werden.

An allen Inlandterminals bauen wir die Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben aus, um die Wertschöpfung zu erhöhen. Hinsichtlich der Umschlagsvolumina gehen wir von einer leichten Steigerung gegenüber 2021 aus, vorbehaltlich der bereits genannten Unsicherheiten.

Geschäftsfeld AutoTransporte

Für das Transportvolumen auf den Straßen gehen wir ebenfalls von einem Volumen auf dem Niveau des Vorjahres aus. Ein verstärkter Verdrängungswettbewerb als auch die hohen Energiekosten führen zu einem anhaltenden, permanenten Preisdruck. Den Bestand der eigenen Lkw-Flotte halten wir konstant und setzen diese verstärkt in Fernverkehren ein, um die Auslastung zu optimieren.

Geschäftsfeld AutoRail

Entsprechend der allgemeinen Markterwartung und einer weiteren Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene erwarten wir eine deutliche Steigerung der Volumina gegenüber dem Vorjahr, welche aber noch unter dem Niveau von 2019 liegen werden. Das Reparaturgeschäft für Dritte wollen wir, unter anderem in der mobilen Instandhaltung, weiter ausbauen.

Die ausgereifte Technik der jungen BLG-Waggonflotte ermöglicht den international flexiblen Einsatz zum Transport sämtlicher Pkw- und SUV-Modelle, hersteller- und länderübergreifend. Derzeit befinden sich rund 1.500 Autotransportwaggons im Besitz der BLG. Spotverkehre in Ergänzung zu vereinbarten Regelverkehren zählen wegen der herausragenden Funktionalität unserer Waggons immer wieder zum Portfolio. Abmessungen und Gewichte insbesondere bei den SUV erfordern von der Branche der Schienenlogistik in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen in die Waggonflotte. Die BLG hat sich so mit ihrer Flotte für die Zukunft gut aufgestellt.

Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa

Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der verhängten Sanktionen gegen Russland, möglicher Enteignungen durch den russischen Staat sowie der Tatsache, dass sich die Automobilhersteller zur Zeit aus Russland zurückziehen, werden unser Standort in St. Petersburg/Russland und unser Joint Venture in Kiew/Ukraine deutlich betroffen sein. Es ist wahrscheinlich, dass der Betrieb temporär oder längerfristig ausgesetzt werden muss bzw. die Geschäftsgrundlage ganz entfällt. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung war der Betrieb in der Ukraine ausgesetzt.

Für die übrigen Standorte erwarten wir im Osteuropageschäft anziehende Volumina bei unseren Bestands- und mit Neukunden.

Geschäftsbereich CONTRACT

Für den Geschäftsbereich CONTRACT gilt insgesamt, dass der Preisdruck auf die Logistikdienstleister permanent steigt und die Margen entsprechend sinken. Aufgrund des hohen Wettbewerbs und durch Überkapazitäten können die Personalkostensteigerungen aus Tariferhöhungen nicht oder nur in geringem Maße über Preiserhöhungen weitergegeben werden. Zusätzlich ist die Tendenz bei den Kunden weiterhin sehr groß, möglichst alle Kosten zu variabilisieren. Im Gegenzug werden jedoch keine Mengengarantien seitens der Kunden gegeben.

Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa)

Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) konnten nahezu alle auslaufenden Verträge mit Bestandskunden verlängert werden. Das Geschäft im Werk eines Automobilherstellers in Leipzig übernimmt in 2022 - inklusive der ca. 800 Mitarbeitenden - ein neuer Dienstleister.

Der wirtschaftliche Verlauf des Geschäftsfelds Industrielogistik (Europa) wird im Bereich der Logistik für die Automobilindustrie weiter durch die Entwicklung der Corona-Pandemie, die Kaufzurückhaltung in der Krise sowie die Umstellung auf alternative Antriebe geprägt sein.

Für den Standort Bremen erwarten wir hohe Volumina. Ende 2022 wollen wir das neue Logistikzentrum "C3 Bremen" in Betrieb nehmen, mit dem wir eine nachhaltige und effiziente Versorgung der Auslandsmontagewerke eines Automobilherstellers erbringen werden.

Insgesamt rechnen wir an den meisten Standorten mit einer stabilen bis positiven Entwicklung der Geschäfte. Vor dem Hintergrund des unkalkulierbaren Pandemiegeschehens bestehen aber weiterhin gewisse Unsicherheiten.

Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee)

Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) wollen wir uns auch im Geschäftsjahr 2022 stetig und positiv weiterentwickeln, auch wenn die globalen Herausforderungen der Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden sind.

Insbesondere an die ausgebauten Geschäfte in Südafrika und Indien sowie an die stabilen Volumina in den USA wollen wir 2022 anknüpfen. Der durch die Pandemie in 2021 stark beeinträchtigte Standort in Malaysia befindet sich seit dem letzten Quartal 2021 im Aufwärtstrend und wir erkennen hier ein stetiges Ansteigen an Transportbedarfen von Fertigfahrzeugen.

Geschäftsfeld Handelslogistik

Die Entwicklung des Geschäftsfelds Handelslogistik ist ebenfalls weiterhin stark durch die Corona-Pandemie geprägt. Lieferkettenabrisse und Absatzprobleme auf Kundenseite stellen auch für das Geschäftsjahr 2022 große Herausforderungen dar. Insgesamt erwarten wir aber, durch die erfolgreiche Fortführung von Bestands- und Neugeschäften, einen Ergebnisbeitrag leicht über dem Vorjahresniveau.

Basis der Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022 bilden im Wesentlichen die Volumenplanungen der jeweiligen Kunden und geplanter Neugeschäfte. Auch in diesem Geschäftsfeld ist es uns gelungen, bis auf wenige Ausnahmen, mit sämtlichen bestehenden Kunden Fortführungen zu vereinbaren. Zukünftig wollen wir unsere Branchendiversifikation weiter stärken.

Geschäftsbereich CONTAINER

Da die Containerterminals zumindest mittelfristig noch über Kapazitätsreserven verfügen, besteht aufgrund der im Zuge der Konsolidierung erlangten Marktmacht der verbleibenden Konsortien/Reedereien und damit verbunden des Erlösdrucks unverändert die Notwendigkeit der Identifizierung und Umsetzung nachhaltiger Kostenreduzierungen und Produktivitätssteigerungen bei den Containerterminals. Dieser wird durch die Umsetzung der Transformation "Zukunft EUROGATE" Rechnung getragen.

Für den Standort Hamburg wird für 2022 bedingt durch die Rückkehr eines unterjährig in 2021 temporär in Bremerhaven abgefertigten Fernost-Dienstes des 2M-Konsortiums sowie die Erwartung weitgehend stabiler Mengen der übrigen Dienste aus heutiger Sicht ein leichter Mengenanstieg erwartet.

Für den Standort Bremerhaven wird aus derzeitiger Sicht für 2022 ebenfalls eine steigende Umschlagsmenge erwartet.

Vor dem Hintergrund der derzeit immer noch anhaltenden Schiffsverspätungen und der dadurch bei den Containerterminals ausgelösten Kapazitäts- und Abfertigungsprobleme sind vonseiten der Containerreedereien temporäre Verlagerungen von Container-Liniendiensten zwischen den Häfen in der Nordrange nicht ausgeschlossen. Ob und in welchem Ausmaß solche Verlagerungen stattfinden, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

Die Umschlagsentwicklung in Wilhelmshaven verlief 2021 bereits sehr erfreulich und war durch pandemische Effekte und eine hohe Anzahl ungeplanter Schiffsanläufe positiv beeinflusst. Wilhelmshaven ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Schiffsgrößenentwicklung und der damit verbundenen nautischen Einschränkungen der Fahrwasser von Außenweser und Elbe - auch nach Vollzug der dortigen Maßnahmen zur Vertiefung und Verbreiterung – mehr und mehr prädestiniert für die Abfertigung von Großcontainerschiffen.

Mit dem neuen Partner und Kunden Hapag-Lloyd AG bekommt der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven aufgrund der Entwicklung zu immer größeren Containerschiffen in den kommenden Jahren eine sehr gute Wachstums-Perspektive. Zudem werden im Herbst 2022 der durch die DB Netz erfolgende zweigleisige Ausbau inklusive Erneuerung und Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg–Wilhelmshaven und die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und eine leistungsfähige schienenbasierte Anbindung abgeschlossen sein.

Für den Standort Wilhelmshaven wird für 2022 noch mit einer stagnierenden Umschlagsmenge gerechnet. Eine deutliche Verbesserung der Auslastungssituation wird aus heutiger Sicht ab 2023 erfolgen. Bis dahin werden die operationellen Kapazitäten durch Erhöhung der vorhandenen acht Containerbrücken und die Beschaffung von zwei weiteren Containerbrücken aufgestockt. Darüber hinaus ist bis Frühjahr 2024 die Umrüstung eines ersten Teilabschnitts des landseitigen Betriebs auf ein automatisiertes System vorgesehen.

Die Entwicklung der Umschlagsmengen an den EUROGATE-Standorten kann neben den Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine durch die anhaltende Corona-Pandemie negativ beeinträchtigt werden, die wiederum von möglicherweise zu ergreifenden Maßnahmen und weiteren Pandemie-Beschränkungen abhängen. Ebenso können die Personalkapazitäten durch einen erhöhten Krankenstand bzw. aufgrund der Einhaltung von pandemiebedingten Quarantäneauflagen deutlich eingeschränkt werden. Eine Quantifizierung derartiger Auswirkungen ist derzeit nicht möglich.

Für 2022 wird für den Geschäftsbereich CONTAINER unter den zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen sowie aufgrund der im Vorjahresergebnis enthaltenen Einmalund Sondereffekte mit einem rückläufigen, jedoch immer noch deutlich positiven Ergebnis gerechnet. Teilweise werden - wenn auch auf niedrigem Niveau - Restrukturierungsaufwendungen in den Jahren 2022 ff. noch zu Ergebnisbelastungen führen.

Geplante Investitionen

Wir passen unsere Investitionsvorhaben den sich stetig ändernden Marktgegebenheiten unter besonderer Betrachtung unserer Liquiditäts- und Ertragslage an. Wesentliche Erweiterungs-, Prozessoptimierungs- und Ersatzinvestitionen sind im kommenden Jahr im Geschäftsbereich AUTOMOBILE unter anderem für den kontinuierlichen Austausch von älteren Lkw und den Rückkauf von Autowaggons aus dem Leasing im Geschäftsfeld AutoTransporte und AutoRail vorgesehen. In den Geschäftsfeldern Seehafen- und Inlandterminals liegt der Schwerpunkt der Investitionen in diversen Erweiterungs- und Erneuerungsmaßnahmen von Flächen und Gebäuden sowie der Erneuerung von Umschlagsgeräten. Darüber hinaus werden Investitionen im IT-Bereich zur Optimierung des Netzwerks innerhalb des Geschäftsbereichs vorgenommen. Im Geschäftsbereich CONTRACT betreffen die Investitionen den Auf- und Ausbau neuer Logistikzentren und die Ausweitung von Bestandsgeschäften in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik. Im Zentralbereich ist unter anderem eine große Investition für die Erneuerung des ERP-Systems vorgesehen. Für die notwendigen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Prozessoptimierungen ist ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von etwa EUR 102 Mio. geplant. Die Investitionen werden überwiegend fremdfinanziert.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die weiteren Auswirkungen auf Mengen, Volumina, Ergebnis und Produktionen unserer Kunden können noch nicht beziffert werden. Es ist aber davon auszugehen, dass es erneut zu deutlichen Einschränkungen kommen kann.

Dadurch ist in den Hintergrund gerückt, dass sich auch die Omikron-Welle trotz zunehmendem Impffortschritts auf das weltweite Wirtschaftsgeschehen auswirkt und zu lokalen Beschränkungen und hohen Krankenständen führt. Der weitere Verlauf des vor uns liegenden Jahres wird daher stark von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt sein und Prognosen zu Ergebnis und Volumina sind in diesem Umfeld schwierig.

TEUR Ist
2021
Prognose
2022
EBT 52.226 deutliche Reduzierung;
positives Ergebnis
EBIT 61.507 deutliche Reduzierung
analog EBT
Umsatz 1.050.438 im Rahmen des
Vorjahresniveaus
EBT-Marge
(in Prozent)
5,0 deutliche Reduzierung
analog EBT
RoCE
(in Prozent)
6,2 deutliche Reduzierung
analog EBT/EBIT

Erwartete Veränderungen 2022

EBT Umsatz EBT-Marge
und EBIT und RoCE
deutliche in etwa auf deutliche
Reduzierung Vorjahresniveau Reduzierung

Für das Jahr 2022 gehen wir davon aus, dass die Erholung der Wirtschaft und die Auflösung der Turbulenzen in den Logistikketten sowie die Erholung der Lieferengpässe durch den Ukraine-Krieg gebremst werden. Des Weiteren wirken sich die sehr hohen Energiepreise, die wir aufgrund verschiedener, vereinbarter Geschäfte und Dienstleistungen nicht immer vollumfänglich an den Kunden weitergeben können, als hohe, zusätzliche Fixkostenbelastung in allen Geschäftsbereichen spürbar aus. Weitere Einflussfaktoren sind die ambitionierten EU-Ziele zur CO2-Einsparung und der weitere Verlauf der "Auto-Krise". Auch der immer intensivere Fachkräftemangel wirkt sich zunehmend belastend auf unsere Geschäfte aus.

In diesem unsicheren Umfeld erwarten wir nach heutigem Stand aufgrund der beschriebenen Prognose für die BLG-Gruppe Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau. Für das Ergebnis (EBT) erwarten wir im Geschäftsjahr 2022 insgesamt eine deutliche Reduzierung, welches aber noch im positiven Bereich liegen wird. Entsprechend werden sich EBIT und RoCE und die EBT-Marge entwickeln. Vor dem Hintergrund der aktuell beschriebenen Lage, ist diese Prognose mit einer hohen Unsicherheit behaftet.

Wir verfolgen das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Entsprechend werden wir unsere Aktionär:innen zukünftig je nach wirtschaftlicher Entwicklung angemessen am Ergebnis beteiligen.

Dieser Jahresbericht wurde auf Basis des Deutschen Rechnungslegungsstandards 20 (DRS 20) in der derzeit gültigen Fassung erstellt. Er enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG LOGISTICS, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen", "erwarten" oder ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

03 GRUPPEN-ABSCHLUSS

Im Jahr 2021 haben wir unsere Eigenkapitalquote wieder in den zweistelligen Bereich gehoben.

An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Gruppengewinn- und -verlustrechnung GruppenlageberichtGruppenabschluss Weitere Informationen Gruppengewinn- und -verlustrechnung

Gruppengewinn- und –verlustrechnung

TEUR Referenz 2021 2020
Umsatzerlöse 4 1.050.438 1.065.235
Sonstige betriebliche Erträge 5 55.199 46.190
Materialaufwand 6 -423.763 -454.905
Personalaufwand 7 -479.303 -455.476
Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 8 -80.825 -115.432
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -123.056 -130.389
Nettoergebnis aus Wertminderungen 9, 32 515 -1.188
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 10 62.302 -61.705
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 20 26
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 7.336 7.110
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 -16.719 -15.685
Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen 82 92
Ergebnis vor Steuern (EBT) 52.226 -116.127
Ertragsteuern 33 -1.660 -4.047
Gruppenjahresüberschuss/-fehlbetrag 50.566 -120.174
Vom Gruppenjahresüberschuss/-fehlbetrag entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- 1.154 1.117
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 47.148 -122.544
Nicht beherrschende Gesellschafter 2.264 1.253
50.566 -120.174
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert, in EUR) 21 0,30 0,29
davon aus fortgeführten Aktivitäten (in EUR) 0,30 0,29
Dividende der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
(in EUR)
22 0,30 0,11

Gruppengesamtergebnisrechnung

TEUR Referenz 2021 2020
Gruppenjahresüberschuss/-fehlbetrag 50.566 -120.174
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden 34
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -370 1.195
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden 1.043 629
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden -903 -111
-230 1.713
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können 34
Währungsumrechnung -47 -1.273
Bewertungsänderung von Finanzinstrumenten 4.718 -4.157
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können 1.668 -2.897
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können -25 -20
6.314 -8.347
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 6.084 -6.634
Gruppengesamtergebnis 56.650 -126.808
Vom Gruppenergebnis entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- 1.154 1.117
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 53.235 -129.130
Nicht beherrschende Gesellschafter 2.261 1.205

56.650 -126.808

Gruppenbilanz

Aktiva
TEUR
Referenz 31.12.2021 31.12.2020
A. Langfristiges Vermögen
I. Immaterielle Vermögenswerte 12
1. Firmenwerte 5.084 5.084
2. Andere immaterielle Vermögenswerte 7.209 5.143
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 8.311 7.357
20.604 17.584
II. Sachanlagen 13, 14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 360.146 406.821
2. Umschlagsgeräte 96.524 93.646
3. Technische Anlagen und Maschinen 38.702 53.540
4. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
24.385 24.165
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.894 7.758
548.651 585.930
III. Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden 15 162.349 98.662
IV. Langfristige Finanzforderungen 16 217.627 197.729
V. Sonstige langfristige Vermögenswerte 18 574 528
VI. Latente Steuern 35 2.356 2.768
952.161 903.201
B. Kurzfristiges Vermögen
I. Vorräte 17 17.109 15.450
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 176.992 211.495
III. Kurzfristige Finanzforderungen 16 21.131 32.280
IV. Sonstige Vermögenswerte 18 14.930 13.685
V. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 35 2.844 1.222
VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19 33.010 13.357
266.016 287.489
Als zur Veräußerung gehalten eingestufte Vermögenswerte 18 0 3.403
266.016 290.892
1.218.177 1.194.093
An unsere Aktionäre
An unsere
Aktionäre
Gruppenlagebericht
Gruppenlageberichtt
Gruppenlageberich
Gruppenabschluss
Gruppenabschluss
Gruppenabschluss
Weitere Informationen
Weitere Informationen
Weitere Informationen
Gruppenbilanz
Gruppenbilanz
Passiva
TEUR
Referenz 31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital 20
I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
1. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
2. Gewinnrücklagen
a. Gesetzliche Rücklage 998 998
b. Andere Gewinnrücklagen 10.273 9.541
21.255 20.523
II. Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
1. Kommanditkapital 51.000 51.000
2. Kapitalrücklage 103.182 50.182
3. Gewinnrücklagen 58.326 22.980
4. Sonstige Rücklagen -66.879 -66.630
5. Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten -8.088 -12.951
6. Fremdwährungsausgleichsposten -9.441 -10.895
128.100 33.686
III. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 6.934 5.532
156.289 59.741
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 23 136.688 146.387
II. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 24 529.479 513.305
III. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 25 2.826 2.750
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 28 2.568 419
V. Langfristige Rückstellungen 26 70.690 74.914
VI. Latente Steuern 33 218 577
742.469 738.352
C. Kurzfristige Schulden
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 87.697 85.141
II. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 24 162.574 228.297
III. Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand 25 81 81
IV. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 28 44.240 42.920
V. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 36 1.642 6.060
VI. Kurzfristige Rückstellungen 29 23.185 29.689
319.419 392.188
Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind 18 0 3.812
319.419 396.000
1.218.177 1.194.093

Segmentberichterstattung

TEUR AUTO
MOBILE
2021
AUTO
MOBILE
2020
CONTRACT
2021
CONTRACT
2020
CONTAINER
2021
CONTAINER
2020
Summe
Segmente
2021
Summe
Segmente
2020
Überleitung
2021
Überleitung
2020
Gruppe
2021
Gruppe
2020
Umsatzerlöse mit externen Dritten 517.975 521.377 542.799 552.621 305.955 263.522 1.366.729 1.337.520 -316.291 -272.285 1.050.438 1.065.235
Intersegmenterlöse 4.804 4.226 5.532 4.538 2.103 2.002 12.439 10.766 -12.439 -10.766 0 0
Ergebnis aus at Equity
einbezogenen Unternehmen
-202 -56 123 -1.382 14.867 -5.733 14.788 -7.171 47.514 -54.534 62.302 -61.705
EBITDA 49.836 50.386 47.720 42.319 109.120 11.768 206.676 104.473 -64.344 -96.711 142.332 7.762
Abschreibungen -42.263 -51.435 -35.231 -52.013 -34.968 -33.369 -112.462 -136.817 31.637 21.385 -80.825 -115.432
Segmentergebnis (EBIT) 7.573 -1.049 12.489 -9.694 74.152 -21.601 94.214 -32.344 -32.707 -75.326 61.507 -107.670
Zinserträge 56 239 2.707 2.309 601 950 3.364 3.498 3.992 3.638 7.356 7.136
Zinsaufwand -8.705 -8.188 -6.560 -6.597 -5.164 -9.750 -20.429 -24.535 3.710 8.850 -16.719 -15.685
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 0 0 81 91 111 111 192 202 -110 -110 82 92
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0 0 0 125 -36.984 125 -36.984 -125 36.984 0 0
Segmentergebnis (EBT) -1.076 -8.998 8.717 -13.891 69.825 -67.274 77.466 -90.163 -25.240 -25.964 52.226 -116.127
EBT-Marge (in %) -0,2 -1,7 1,6 -2,5 22,8 -25,5 5,7 -6,7 k.A. k.A. 5,0 -10,9
Andere Informationen
Sonstige zahlungsunwirksame
Vorgänge
-5.509 3.408 -18.182 -3.228 -2.799 -671 -26.490 -491 -2.248 555 -28.738 64
Wertminderungen 0 -6.303 -216 -11.160 -766 -163 -982 -17.626 766 -8.591 -216 -26.217
Anteile an Unternehmen,
die at Equity bilanziert werden
5.112 5.525 1.930 2.180 93.900 84.451 100.942 92.156 61.407 6.507 162.349 98.663
Im Segmentvermögen
enthaltene Firmenwerte
5.084 5.084 0 0 512 512 5.596 5.596 -512 -512 5.084 5.084
Segmentvermögen 536.425 531.228 307.930 349.717 594.506 527.583 1.438.861 1.408.528 -388.232 -317.087 1.050.629 1.091.441
Investitionen 72.782 38.945 44.602 63.659 14.540 35.837 131.924 138.441 -12.020 -30.683 119.904 107.758
davon zahlungsunwirksam 18.705 9.547 31.014 27.400 1.324 1.324 51.043 38.271 317 -403 51.360 37.868
Segmentschulden 402.507 416.714 276.008 289.954 378.411 381.579 1.056.926 1.088.247 -212.815 -169.568 844.111 918.679
Eigenkapital 58.324 57.966 4.182 -3.278 153.819 89.813 216.325 144.501 -60.036 -84.760 156.289 59.741
Mitarbeitende 3.397 3.331 6.599 6.287 1.582 1.618 11.578 11.236 -1.208 -1.245 10.370 9.991

Gruppeneigenkapitalentwicklung

I.
Einbezogenes Kapital der
BREMER LAGERHAUS
GESELLSCHAFT
-Aktiengesellschaft von 1877-
II.
Einbezogenes Kapital der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
III.
Anteile
nicht
beherr
schender
Gesell
schafter
TEUR Referenz Gezeich
netes
Kapital
Gewinn
rücklagen
Gesamt Kom
mandit
kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Rücklage
aus der
Zeitwert
bewertung
von Finanz
instru
menten
Fremd
währungs
ausgleichs
posten
Gesamt Summe Gesamt
Stand zum 31. Dezember 2019 9.984 10.958 20.942 51.000 50.182 156.424 -68.343 -8.901 -6.596 173.766 8.656 203.364
Veränderungen im Geschäftsjahr
Gruppenjahresergebnis 0 1.117 1.117 0 0 -122.544 0 0 0 -122.544 1.253 -120.174
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen
32, 33 0 0 0 0 0 0 1.713 -4.050 -4.249 -6.586 -48 -6.634
Gruppengesamtergebnis 0 1.117 1.117 0 0 -122.544 1.713 -4.050 -4.249 -129.130 1.205 -126.808
Dividenden/Entnahmen 0 -1.536 -1.536 0 0 -10.952 0 0 0 -10.952 -4.336 -16.824
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 52 0 0 -50 2 7 9
Stand zum 31. Dezember 2020 20 9.984 10.539 20.523 51.000 50.182 22.980 -66.630 -12.951 -10.895 33.686 5.532 59.741
Veränderungen im Geschäftsjahr
Gruppenjahresergebnis 0 1.154 1.154 0 0 47.148 0 0 0 47.148 2.264 50.566
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen
32, 33 0 0 0 0 0 0 -230 4.863 1.454 6.087 -3 6.084
Gruppengesamtergebnis 0 1.154 1.154 0 0 47.148 -230 4.863 1.454 53.235 2.261 56.650
Dividenden/Entnahmen 0 -422 -422 0 0 -11.314 0 0 0 -11.314 -859 -12.595
Einlagen 0 0 0 0 53.000 0 0 0 0 53.000 0 53.000
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 -488 -19 0 0 -507 0 -507
Stand zum 31. Dezember 2021 20 9.984 11.271 21.255 51.000 103.182 58.326 -66.879 -8.088 -9.441 128.100 6.934 156.289

Gruppenkapitalflussrechnung

TEUR Referenz 2021 2020
Ergebnis vor Steuern 52.226 -116.127
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte,
Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen
80.825 115.432
Zuschreibungen zu langfristigen Finanzforderungen 0 -12
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -7.713 807
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -62.302 61.705
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen -82 -92
Zinsergebnis 9.363 8.549
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -28.738 64
43.579 70.326
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.503 2.694
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte 7.475 -3.859
Veränderung der Vorräte -1.659 -5.523
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand 76 168
Veränderung der Rückstellungen -12.729 11.516
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.556 -6.729
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 9.497 -28.929
39.719 -30.662
Einzahlungen für Zinsen 7.923 7.034
Auszahlungen für Zinsen -16.008 -15.153
Auszahlungen für Ertragsteuern -7.648 -4.281
-15.733 -12.400
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 67.565 27.264

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenkapitalflussrechnung Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Gruppenkapitalflussrechnung

TEUR Referenz 2021 2020
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögenswerte 82.260 18.367
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte -68.131 -69.890
Auszahlungen für Investitionen in at Equity einbezogene Unternehmen -14 -5.841
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -570 -700
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 12 219
Einzahlungen/Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel 50 0
Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen 19.799 12.733
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 1.109 12.223
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 34.515 -32.889
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Unternehmenseignern 53.000 0
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner 2.820 2.651
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner -735 -2.820
Auszahlungen an Unternehmenseigner -12.595 -16.824
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 47.241 113.608
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -42.631 -24.163
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen 0 30.000
Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen 0 -45.267
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -73.250 -71.891
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 37 -26.150 -14.706
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 75.930 -20.331
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen -549 -2.024
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -63.941 -41.586
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 37 11.440 -63.941
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel 33.010 13.357
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -21.570 -77.298
11.440 -63.941

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang

Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang

96 Grundlagen 108
Vermögenswerte und Leasing
133 Kapitalstruktur
96 1. Grundlagen der Gruppenrechnungslegung 108 12. Immaterielle Vermögenswerte 133 20. Eigenkapital
Segmentberichterstattung 13. Sachanlagen 134 21. Ergebnis je Aktie der BLG AG
98 14. Leasing 134 22. Dividende je Aktie
und operatives Ergebnis 119
123
15. Anteile an Unternehmen, 134 23. Langfristige Darlehen
die at Equity bilanziert werden 134 24. Sonstige Finanzverbindlichkeiten
98 2. Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe 125 16. Finanzforderungen 135 25. Abgegrenzte Zuwendungen der
100 3. Erläuterungen zur Segmentberichter 129 17. Vorräte öffentlichen Hand
stattung 129 18. Forderungen aus Lieferungen und 136 26. Langfristige Rückstellungen
103 4. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Leistungen, Sonstige Vermögenswerte und 139 27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
105 5. Sonstige betriebliche Erträge zur Veräußerung gehaltene Vermögens
werte
und Leistungen
105 6. Materialaufwand 132 19. Zahlungsmittel und 140 28. Sonstige finanzielle und nicht
106 7. Personalaufwand Zahlungsmitteläquivalente finanzielle Verbindlichkeiten
106 8. Abschreibungen und Wertminderungen auf 140 29. Kurzfristige Rückstellungen
langfristige immaterielle Vermögenswerte, 141 30. Eventualverbindlichkeiten
Sachanlagen und Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen
141 31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
106 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
107 10. Ergebnis aus at Equity einbezogenen
Unternehmen
107 11. Zinsergebnis

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang

Finanzinstrumente

32. Finanzinstrumente

Ertragsteuern

Erläuterungen zur Gruppenkapitalflussrechnung

  1. Erläuterungen zur Gruppenkapitalflussrechnung

Gruppenstruktur und Konsolidierungsgrundsätze

Sonstige Erläuterungen

44. Stimmrechtsmitteilungen 45. Aufsichtsrat und Vorstand 46. Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen 47. Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag 48. Honorar des Gruppenabschlussprüfers 49. Corporate Governance Kodex Anlage: Anteilsbesitz BLG LOGISTICS

Gruppenanhang

Grundlagen

1. Grundlagen der Gruppenrechnungslegung

An der Spitze der BLG-Gruppe (BLG LOGISTICS) stehen mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen (BLG AG), und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG), zwei Unternehmen, die aufgrund der Organidentität und der besonderen Eigentümerstruktur rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind. Da die BLG AG eine Beherrschung der BLG KG i. S. d. IFRS 10 als nicht gegeben ansieht, erstellt sie gemeinsam mit der BLG KG einen Gruppenabschluss (kombinierter Abschluss) unter der Bezeichnung BLG LOGISTICS mit der BLG AG und der BLG KG als einheitliches Mutterunternehmen.

Der Gruppenabschluss der BLG LOGISTICS für das Geschäftsjahr 2021 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2021 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind für alle im Gruppenabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Gruppengesellschaften angewendet worden.

Die Geschäftsjahre der BLG AG und der BLG KG sowie deren einbezogener Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Gruppenabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag der aufstellenden Gesellschaften.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragenen Gesellschaften BLG AG (HRB 4413) und BLG KG (HRA 21448) haben ihren Sitz in Bremen/Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Gruppenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Gruppenabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorien "erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet".

Der Vorstand der BLG AG hat den Gruppenabschluss am 29. März 2022 zur Veröffentlichung und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Gruppenabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Gruppenabschluss billigt.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Gruppenabschluss ausgewiesenen Werte haben können.

Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Gruppenabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Erläuterungen enthalten:

Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, betreffen insbesondere folgende Erläuterungen:

Gruppenanhang Gruppenanhang

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Ermittlung der Nutzungsdauern bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie Kosten für Abbruchverpflichtungen bei Sachanlagen (Erläuterungen Nummern 12 und 13)

  • Überprüfung von Vermögenswerten auf Wertminderung und Bewertung des Goodwill (Erläuterung Nummer 12)
  • Schätzungen bei der Bestimmung der Laufzeit und der voraussichtlich zu leistenden Zahlungen aus Restwertgarantien sowie Zinssätze von Leasingverhältnissen (Erläuterung Nummer 14)
  • Bilanzierung aktiver latenter Steuern (Erläuterung Nummer 33)
  • Einschätzung der Parameter für Wertminderungen bei Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten und auf finanzielle Vermögenswerte (Erläuterungen Nummern 4, 12, 14, 16 und 18)
  • Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen (Erläuterung Nummer 26)
  • Ermessensspielräume bei der Bemessung von Rückstellungen und ungewissen Verbindlichkeiten (Erläuterungen Nummern 29 und 24)

Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der Gruppe werden basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren in verschiedene Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, die wie folgt definiert sind:

  • Stufe 1: notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Inputparameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
  • Stufe 3: Verfahren, die Inputparameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in Erläuterung Nummer 32 enthalten.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat die Gruppe die folgenden neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards angewandt, welche im Geschäftsjahr 2021 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

Standards Anwendungs
pflicht für
Geschäftsjahre ab
Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstru
mente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz
und Bewertung", IFRS 7 "Finanzinstru
mente: Angaben", IFRS 4 "Versicherungs
verträge" und IFRS 16 "Leasingverhält
nisse" (Reform der Referenzzinssätze -
Phase 2)
1. Januar 2021

Die Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19), die ebenfalls im Geschäftsjahr 2021 erstmalig verbindlich anzuwenden waren, wurden durch die BLG LOGISTICS bereits vorzeitig im Jahr 2020 angewendet. Das IASB hat die Erleichterungen zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit COVID-19 bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Die Änderung ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen.

Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Die neuen/überarbeiteten Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge ist insoweit nicht erfolgt.

Nicht verpflichtende Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standards Anwendungspflicht für
Geschäftsjahre
beginnend ab1
Übernahme
durch EU
Kommission
Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
(Verweis auf das Rahmenkonzept der IFRS)
1. Januar 2022 Ja
Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit
COVID-19 über den 30. Juni 2021 hinaus)
1. April 2021 Ja
IFRS 17 "Versicherungsverträge" 1. Januar 2023 Ja
Änderungen an IFRS 17 "Versicherungsverträge"
(Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und
IFRS 9 -
Vergleichsinformationen)
1. Januar 2023 Nein
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"
(Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig)2
1. Januar 2023 Nein
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS Practice Statement 2
"Vornahme von Wesentlichkeitseinschätzungen" (Angaben zu Rechnungslegungsmetho
den)
1. Januar 2023 Ja
Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungs
bezogenen Schätzungen und Fehlern" (Definition von rechnungslegungsbezogenen
Schätzungen)
1. Januar 2023 Ja
Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" (Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und
Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen)
1. Januar 2023 Nein
Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" (Erlöse vor beabsichtigter Nutzung) 1. Januar 2022 Ja
Änderungen an IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und
Eventualforderungen" (Belastende Verträge -
Kosten der Vertragserfüllung)
1. Januar 2022 Ja
diverse Standards: Annual Improvements Project 2018-2020 1. Januar 2022 Ja

1 Erstanwendungszeitpunkt laut EU-Recht, soweit bereits in EU-Recht übernommen.

2 Das IASB hat am 19. November 2021 einen neuen Exposure Draft zu diesem Thema veröffentlicht.

BLG LOGISTICS plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Gruppenabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit der Gruppe relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen der Gruppe haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden oder die Darstellung der Ertragslage im Gruppenabschluss werden sich hieraus jedoch nicht ergeben.

Segmentberichterstattung und operatives Ergebnis

2. Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe

Die BLG-Gruppe ist als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister mit den operativen Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER für ihre Kunden aus Industrie und Handel in über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien vertreten.

Das Leistungsspektrum reicht von Seehafenterminals in Europa bis hin zum komplexen internationalen Supply Chain Management mit Value Added Services. Im Folgenden werden die wesentlichen Leistungen der Geschäftsbereiche getrennt nach Geschäftsfeldern dargestellt.

AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, AutoTransporte, AutoRail und Süd-/Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an.

Die Standorte des Geschäftsfelds Seehafenterminals dienen als Knotenpunkte und sind Exporthäfen für die europäische Fahrzeugproduktion nach Übersee wie China, Japan, Korea, USA, Australien, Südafrika sowie nach Russland und Skandinavien. Als Importhäfen bieten diese Terminals alle Leistungen für den europäischen Fahrzeugmarkt. Die Dienstleistungen umfassen neben dem Pkw-Umschlag klassische Lagerlogistik sowie eine Vielzahl technischer Dienstleistungen wie Pre-Delivery-Inspection (PDI), Sondereinbauten und Umrüstungen für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. Um die Kompetenzen für den Umschlag von Schwergütern zu bündeln, sind die Logistik für die Offshore- und Onshore-Windenergie sowie der High&Heavy-Umschlag in Bremerhaven in das Geschäftsfeld Seehafenterminals integriert. Auch der Umschlag für konventionelle Güter im Neustädter Hafen in Bremen ist den Seehafenterminals zugeordnet. Hierzu zählen der Umschlag, die Lagerung und die sachgerechte Behandlung von Papier- und Forstprodukten, Röhren, Blechen und Projektladungen sowie der Umschlag weiterer schwerer oder sperriger Güter.

Die Inlandterminals bieten kurze Wege zum europäischen Autobahnnetz, eigene Bahnanschlüsse und überwiegend eine direkte Anbindung an die Wasserstraßen. Mit dem Netzwerk werden zuverlässige Logistikketten gestaltet – von den Automobilherstellern in allen Teilen der Welt bis zu den Autohändlern und privaten Endkunden in den jeweiligen Bestimmungsländern. Die Leistungen umfassen Pkw-Umschlag, Lagerlogistik und technische Dienstleistungen, z. B. die Aufbereitung von jungen Gebrauchtfahrzeugen, Auktionen, Internetverkauf.

Darüber hinaus ist BLG LOGISTICS über das Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa mit mehreren See- und Binnenterminals in Europa vertreten.

Die Geschäftsfelder AutoTransporte und AutoRail bieten Transporte über Straße, Schiene und auf Binnenwasserstraßen an. Zu den Leistungen gehören auch individuelle Transporte oder spezielle Shuttle-Konzepte. Dabei steht die Modernisierung der Flotten im Vordergrund, um den Kunden emissionsarme Transportketten bieten zu können.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt im Geschäftsbereich AUTOMOBILE im Regelfall in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. Abrechnung und Zahlung der Leistungen erfolgen überwiegend monatlich. Basis sind die Anzahl bearbeiteter bzw. transportierter Fahrzeuge und die vereinbarten Stückpreise. Teilweise erfolgt die Abrechnung bereits vor der vollständigen Erbringung der Leistungsverpflichtung oder erst nach Durchführung aller Leistungsschritte. Der Teil der von den Kunden erhaltenen Gegenleistungen, für den die Leistungserbringung noch aussteht, wird als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen. In diesen Fällen erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse erst dann, wenn die Leistungen auf den Kunden übertragen worden sind. Bereits erbrachte Leistungen, bei denen noch keine Rechnungstellung erfolgt ist, werden als Vertragsvermögenswerte in der Bilanz erfasst.

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT entwickelt kundenindividuelle Logistiklösungen. Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik, Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik sowie speditionelle Dienstleistungen.

Die Geschäftsfelder Industrielogistik (Europa und Übersee) bilden logistische Aktivitäten für die produzierende Wirtschaft ab. Im Segment der Automobilproduzenten umfasst dieses neben der Beschaffungslogistik von den Zulieferern und der Versorgung der Produktionslinien auch Konsolidierung, Aufbereitung, Verpackung und Versand für die Versorgung der Produktionswerke. Komplexe Systemdienstleistungen sichern die zuverlässige Versorgung der Montagelinien im In- und Ausland. Mit Vormontagen von Fahrzeugkomponenten und produktionsnahen Arbeitsprozessen dient das Geschäftsfeld Industrielogistik als verlängerte Werkbank der Automobilhersteller.

In Industrieunternehmen anderer Branchen werden komplexe Warenflüsse rund um die Produktion gestaltet und optimiert. Das Leistungsangebot umfasst zudem die Verund Entsorgung von Fertigungslinien, On-Site-Logistik zur optimalen Gestaltung der innerbetrieblichen Warenströme, Leergut-Management und komplexe Montagen.

Im Geschäftsfeld Handelslogistik werden Konzeption, Implementierung, Management und Durchführung komplexer logistischer Prozesse für Handelsunternehmen realisiert. In allen Segmenten des Geschäftsfelds Handelslogistik werden den Kunden Lösungen aus einer Hand angeboten. Dies betrifft vor allem die Bereiche E-Commerce, Multi-Channel-Retailing, Aufbereitung und Value Added Services an Waren, Vereinnahmung und Bearbeitung von Retouren sowie das Handling von liegender und hängender Ware im Segment Fashionlogistik. Individuelle innovative Lösungen für renommierte Kunden sichern umfassende Informationen und Warenbewegungen durch eigene IT-Kompetenz. Darüber hinaus umfasst das Geschäftsfeld Handelslogistik den Umschlag und die Lagerung von Kühl- und Tiefkühlgütern am Containerterminal Bremerhaven sowie alle dazugehörigen Dienstleistungen.

Das Geschäftsfeld Spedition ist im Zuge der Übertragung der Speditionsaktivitäten der BLG International Forwarding auf Rhenus Air & Ocean Deutschland ab April 2021 entfallen. Davon ausgenommen ist der Speditionsstandort in Bremen, der sich auf Landverkehr, Schwerguttransporte, Projektgeschäft und Seefracht konzentriert. Der Bereich Landverkehre wird nunmehr im Geschäftsfeld Industrielogistik und die Bereiche Seefracht und Special Projects im Geschäftsfeld Seehafenterminals berichtet.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt im Geschäftsbereich CONTRACT regelmäßig in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. Abrechnung und Zahlung der Leistungen erfolgen überwiegend monatlich. Kapitalintensive Leistungen wie die Bereitstellung von Flächen und Lagerplätzen werden überwiegend zu Fixpreisen, zum Teil aber auch entsprechend der tatsächlichen Nutzung abgerechnet. Basis für die Abrechnung personalintensiver Leistungen sind Preise je Leistungseinheit oder eine Kombination aus fixer Basisvergütung und variabler Vergütung je Leistungseinheit, teilweise unter Anwendung von Volumenstaffeln.

CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, repräsentiert, an dem die BLG 50 Prozent der Geschäftsanteile hält. EUROGATE hat eigene Tochterund Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden nach der Equity-Methode in den Gruppenabschluss einbezogen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. EUROGATE betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno, in Tanger, Marokko, in Limassol, Zypern, in Ust-Luga, Russland, sowie bis Anfang November 2021 in Lissabon, Portugal. Ferner ist EUROGATE an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.

3. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf BLG LOGISTICS bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Gruppenstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt, das heißt, der Geschäftsbereich CONTAINER wird in der Segmentberichterstattung unverändert als eigenes Segment ausgewiesen und in der Spalte Überleitung wieder eliminiert. Parallel dazu wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen, das im Wesentlichen das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER umfasst, entsprechend der internen Steuerung als Teil des EBIT ausgewiesen. Dies gilt auch für die übrigen Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden.

Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sind, mit einer Ausnahme, jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen.

Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT waren 2021 in acht Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereichs CONTRACT sind die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG und die BLG Sports & Fashion Logistics GmbH.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG der EUROGATE-Gruppe.

Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nummer 2 umfassend beschrieben.

Die BLG AG und die BLG KG als Management- und Finanzholding der BLG-Gruppe bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten. In Bezug auf Angaben zu Mitarbeitenden werden die Zentralbereiche "Services" genannt. Die entsprechenden Angaben sind dem Gruppenlagebericht zu entnehmen.

BLG LOGISTICS ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Gruppenumsatz entfallen TEUR 1.016.393 (Vorjahr: TEUR 1.026.945) auf das Inland und TEUR 34.045 (Vorjahr: TEUR 38.290) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch die Gruppe. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Gruppe sind TEUR 551.089 (Vorjahr: TEUR 584.579) im Inland und TEUR 18.167 (Vorjahr: TEUR 18.934) im Ausland belegen.

Mit dem größten Kunden der Gruppe wurden in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT rund 17 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 178.956 (Vorjahr: TEUR 159.564) auf das Inland und TEUR 2.658 (Vorjahr: TEUR 2.376) auf das Ausland. Mit dem zweitgrößten Kunden der Gruppe in den Geschäftsbereichen AUTOMO-BILE und CONTRACT wurden rund 11 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent) der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 109.756 (Vorjahr: TEUR 117.074) auf das Inland und TEUR 858 (Vorjahr: TEUR 2.737) auf das Ausland.

Die Steuerung von BLG LOGISTICS erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für die gesamte Gruppe. Zentrale Messgrößen für den Erfolg der Segmente sind das Ergebnis vor Steuern (EBT), die Umsatzerlöse und die EBT-Marge.

Abrechnungen von Leistungen zwischen den Segmenten erfolgen wie unter fremden Dritten.

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen einschließlich der Nutzungsrechte.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an Unternehmen, die at Equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern. Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht. Gruppeninterne Unterleasingverhältnisse werden entsprechend der internen Steuerung nur beim Endnutzer bilanziert.

Die Segmentschulden umfassen die Leasingverbindlichkeiten sowie die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen, Nutzungsrechten sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen

Gruppenanhang Gruppenanhang

Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Gruppendaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:

Umsatzerlöse mit
externen Dritten
TEUR
2021 2020
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
1.366.729 1.337.520
Geschäftsbereich
CONTAINER
-305.955 -263.522
Konsolidierung -10.336 -8.763
Umsatzerlöse der Gruppe 1.050.438 1.065.235
EBIT
TEUR
2021 2020
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
94.214 -32.344
Zentralbereiche/
Übriges EBIT
-23.552 -33.689
Geschäftsbereich
CONTAINER
-74.152 21.601
Konsolidierung 64.997 -63.238
EBIT der Gruppe 61.507 -107.670
EBT
TEUR
2021 2020
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
77.466 -90.163
Zentralbereiche /
Übriges EBT
-16.001 -22.534
Geschäftsbereich
CONTAINER
-69.825 67.274
Konsolidierung 60.586 -70.704
Segmentergebnis (EBT)
der Gruppe
52.226 -116.127
Vermögen
TEUR
2021 2020
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
1.438.861 1.408.528
Zentralbereiche /
Übriges Vermögen
772.313 838.365
Anteile an at Equity
einbezogenen Unternehmen
162.349 98.662
Aktive latente Steuern 2.356 2.768
Erstattungsanspruch
Ertragsteuern
2.844 1.222
Geschäftsbereich
CONTAINER
-594.506 -527.583
Konsolidierung -566.040 -627.870
Vermögen der Gruppe
(Aktiva)
1.218.177 1.194.093
Schulden
TEUR
2021 2020
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
1.056.926 1.088.247
Zentralbereiche /
Übrige Schulden
114.965 190.087
Eigenkapital 156.289 59.741
Langfristige Darlehen (ohne
kurzfristigen Anteil) angepasst
136.689 146.387
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
59.172 47.660
Passive latente Steuern 218 577
Kurzfristiger Anteil
langfristiger Darlehen
21.699 21.049
Geschäftsbereich
CONTAINER
-378.411 -381.579
Konsolidierung 50.630 21.924
Schulden der Gruppe
(Passiva)
1.218.177 1.194.093

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Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

4. Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Umsatzerlöse

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse zu dem Zeitpunkt oder über den Zeitraum der Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfasst, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt erlangt hat.

Die Höhe der Umsatzerlöse wird auf Basis der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung im Austausch für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen ermittelt.

Eine Beschreibung der wesentlichen Leistungen der Geschäftsbereiche getrennt nach Geschäftsfeldern ist in Erläuterung Nummer 2 enthalten.

Nach Leistungsarten
TEUR
AUTOMOBILE
2021
AUTOMOBILE
2020
CONTRACT
2021
CONTRACT
2020
Gesamt
2021
Gesamt
2020
Speditions-
und
Transportleistungen
250.794 259.942 88.048 137.728 338.842 397.670
Umschlagserlöse 116.314 109.983 217.666 173.356 333.980 283.339
Sonstige logistische
Dienstleistungen und Beratung
59.967 65.574 132.341 124.543 192.308 190.117
Miet-
und Lagererlöse
41.337 44.720 36.610 38.852 77.947 83.572
Materialverkäufe 11.732 10.100 15.015 25.480 26.747 35.580
Personal-
und
Gerätegestellung
1.340 1.122 22.105 21.065 23.445 22.187
Containerpacking 2.912 2.629 3.340 2.325 6.252 4.954
Schiffserlöse 4.092 2.144 0 0 4.092 2.144
Übrige 29.487 25.163 27.674 29.272 57.161 54.435
Summe 517.975 521.377 542.799 552.621 1.060.774 1.073.998
Konsolidierung -4.804 -4.225 -5.532 -4.538 -10.336 -8.763
Gesamt 513.171 517.152 537.267 548.083 1.050.438 1.065.235

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt in der BLG-Gruppe im Regelfall gemäß IFRS 15.B16 in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. BLG LOGISTICS macht daher von der Erleichterungsvorschrift in IFRS 15.121 (b) Gebrauch und legt den Betrag der verbleibenden Leistungsverpflichtungen für diese Verträge nicht offen.

In den folgenden Tabellen wird eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Leistungsarten und nach Geschäftsfeldern einschließlich einer Überleitung der untergliederten Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT vorgenommen. Der Geschäftsbereich CONTAINER ist aufgrund der Einbeziehung nach der Equity-Methode in der Darstellung nicht

enthalten. Eine Aufgliederung nach den im Inland und im Ausland erwirtschafteten Umsatzerlösen ist in Erläuterung Nummer 3 enthalten.

Nach Geschäftsfeldern
TEUR
2021 2020
AUTOMOBILE
Seehafenterminals 235.527 160.088
Inlandterminals 52.353 63.763
XXL Logistics 0 57.010
AutoTransporte 114.172 122.241
AutoRail 97.421 98.786
Süd-/Osteuropa 13.698 15.264
513.171 517.152
CONTRACT
Industrielogistik (Europa) 263.862 216.777
Industrielogistik (Übersee) 23.157 21.474
Handelslogistik 240.028 237.245
Spedition 10.220 72.587
537.267 548.083
Gesamt 1.050.438 1.065.235

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden

Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ansprüche auf den Erhalt von Gegenleistungen von Kunden aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen, für die am Bilanzstichtag noch keine Rechnungstellung erfolgt ist. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nummer 18).

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenanhang Gruppenanhang

Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird. Dies ist der Fall, wenn der Zahlungsanspruch fällig ist oder die Fälligkeit automatisch durch Zeitablauf eintritt.

Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem vereinfachten Ansatz vorgenommen. Danach ist die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen. Änderungen des Ausfallrisikos sind nicht nachzuverfolgen. Die Wertberichtigungen werden netto als gesonderte Position in der GuV ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auch auf Erläuterung Nummer 32.

Da die Risikostruktur der Vertragsvermögenswerte im Wesentlichen der Risikostruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht, werden für die Wertberichtigungen dieselben erwarteten Ausfallquoten angesetzt. Die Ermittlung der Ausfallquoten ist in Erläuterung Nummer 18 dargestellt.

Vertragsverbindlichkeiten resultieren aus Vorauszahlungen von Kunden oder bereits vor (vollständiger) Erfüllung der Leistungsverpflichtungen bestehenden unbedingten Ansprüchen auf Erhalt der Gegenleistung vom Kunden. Umsatzerlöse werden erst dann erfasst, wenn die Leistungen auf den Kunden übertragen worden sind. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter den Sonstigen Verbindlichkeiten (Erläuterung Nummer 28).

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Vertragsvermögenswerte 7.854 6.429
Vertragsverbindlichkeiten 1.873 832

Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen zur Entwicklung der Vertragsvermögenswerte und der Vertragsverbindlichkeiten.

Vertragsvermögenswerte
TEUR
2021 2020
Stand 1. Januar (brutto) 6.449 6.531
Umgliederung in die
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (unterjährig)
-5.321 -6.240
Veränderung aus
Leistungsfortschritt des
Berichtsjahres
6.759 6.158
Stand 31. Dezember (brutto) 7.887 6.449
Wertberichtigungen -33 -20
Stand 31. Dezember 7.854 6.429
Vertragsverbindlichkeiten
TEUR
2021 2020
Stand 1. Januar (brutto) 832 1.894
Im Berichtsjahr erfasste
Umsatzerlöse:
-676 -1.881
davon zu Beginn des
Berichtsjahres in den
Vertragsverbindlichkeiten
enthalten
-676 -1.881
Erhöhung durch erhaltene
Zahlungen (ohne Beträge,
die im Berichtsjahr als
Umsatzerlöse erfasst wurden)
1.717 819
Stand 31. Dezember 1.873 832

Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den Vertragsvermögenswerten stellten sich zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 wie folgt dar:

TEUR 31.12.2021
nicht
überfällig
31.12.2020
nicht
überfällig
Erwartete Ausfallquote
(gewichteter Durchschnitt)
0,42% 0,31%
Nominalbeträge 7.887 6.449
Wertberichtigungen -33 -20
Buchwerte 7.854 6.429

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR 2021 2020
Stand am
Geschäftsjahresanfang
20 17
Wertberichtigungen
des Geschäftsjahres
Zuführungen 17 7
Auflösungen -4 -4
Stand am
Geschäftsjahresende
33 20
TEUR 2021 2020
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
15.980 13.363
Versicherungsentschä
digungen und andere
Erstattungen
8.393 8.363
Erträge aus dem Abgang
von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
8.261 1.145
Erträge aus der Weiterbelas
tung von Aufwendungen
7.755 8.689
Periodenfremde Erträge 3.262 2.668
Erbbauzinsen und
Mieterträge
2.005 2.031
Erträge aus Recycling 1.328 494
Erträge aus
Personalgestellung
824 873
Erträge aus Kursgewinnen 324 356
Neutrale Erträge 105 29
Übrige 6.962 8.179
Gesamt 55.199 46.190

Die Erbbauzinsen und Mieterträge entfallen mit TEUR 1.371 (Vorjahr: TEUR 1.425) auf Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen über eigenes Anlagevermögen und mit TEUR 634 (Vorjahr: TEUR 606) auf Erträge aus Unterleasingverhältnissen (siehe Erläuterung Nummer 14).

6. Materialaufwand

Gesamt 423.763 454.905
Veränderung des Bestands
an unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen sowie
fertigen Erzeugnissen
1 -5
Aufwendungen für Roh-,
Hilfs-
und Betriebsstoffe
78.332 74.771
Aufwendungen für
Fremdpersonal
101.969 102.245
Aufwendungen für sonstige
bezogene Leistungen
243.462 277.894
TEUR 2021 2020

Der Rückgang der Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 34.432 resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf des operativen Geschäfts der BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg, zum 31. März 2021.

7. Personalaufwand

TEUR 2021 2020
Löhne und Gehälter 394.847 369.299
Gesetzliche soziale
Aufwendungen
79.305 75.567
Aufwendungen für Alters
versorgung, Unterstützung
und Jubiläen
5.114 10.225
Übrige 37 385
Gesamt 479.303 455.476

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.

In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 33.509 (Vorjahr: TEUR 31.158) für Arbeitgeberbeitragszahlungen an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten. Davon entfallen auf Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 197) und TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 19) auf Mitglieder, die die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat vertreten.

Die Zahl der Mitarbeitenden von BLG LOGISTICS belief sich im Jahresdurchschnitt 2021 auf 10.370 (Vorjahr: 9.991) Personen. Davon waren 8.212 (Vorjahr: 7.754) gewerblich und 2.158 (Vorjahr: 2.237) in den kaufmännischen Bereichen tätig. Weitere Informationen sind im Gruppenlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung enthalten.

8. Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen

TEUR 2021 2020
Planmäßige Abschreibungen 80.609 89.215
Wertminderungen 216 26.217
Gesamt 80.825 115.432

Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nummern 12 und 13 entnommen werden.

Die Wertminderungen betrafen im Vorjahr mit TEUR 10.795 insbesondere den Firmenwert der BLG Sports & Fashion und mit TEUR 8.754 den Firmenwert der CGU Spedition.

In den planmäßigen Abschreibungen sind Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 in Höhe von TEUR 47.693 (Vorjahr: TEUR 54.538) enthalten. Weitere Angaben können der Erläuterung Nummer 14 entnommen werden.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 2021 2020
Mieten und Mietnebenkosten 24.736 25.693
Bewachungskosten und
sonstige Grundstücks
aufwendungen
21.258 19.384
IT-Aufwendungen 16.207 14.227
Aufwendungen
aus Schadensfällen
13.617 12.418
Aufwendungen für
Versicherungsprämien
10.652 8.537
Rechts-, Beratungs-
und
Prüfungskosten
8.988 7.224
Sonstige personalbezogene
Aufwendungen
6.770 5.852
Vertriebskosten 5.003 5.630
Sonstige neutrale
Aufwendungen
845 605
Verwaltungsaufwendungen
und Beiträge
3.282 2.617
Sonstige periodenfremde
Aufwendungen
2.891 1.838
Post-
und
Telekommunikationskosten
2.628 2.784
Sonstige Steuern 2.465 3.156
Aufwendungen für
Weiterbildung
2.053 2.077
Buchverluste aus
Anlagenabgängen
548 1.952
Aufwendungen für Kursverluste 187 544
Übrige 926 15.851
Gesamt 123.056 130.389

10. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.

TEUR 2021 2020
Ergebnis aus Unternehmen,
die nach der Equity
Methode einbezogen
werden
Gemeinschaftsunternehmen 61.714 -62.775
Assoziierte Unternehmen 588 1.070
Gesamt 62.302 -61.705

Im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen ist das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER mit TEUR 61.879 (Vorjahr: TEUR -60.740) enthalten.

11. Zinsergebnis

TEUR 2021 2020
Erträge aus langfristigen
Finanzforderungen
20 26
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
Zinserträge aus
Leasingforderungen
6.627 6.330
Zinserträge aus
Bankguthaben
563 462
Zinserträge aus Zinsswaps 3 13
Zinserträge aus Amortisation
sonstiger Aktiva
0 102
Übrige Zinserträge 143 202
7.336 7.110
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Zinsaufwand aus
Leasingverbindlichkeiten
-11.423 -11.338
Zinsaufwand aus langfristigen
Darlehen und sonstigen
Finanzverbindlichkeiten
-2.334 -1.709
Zinsaufwand aus Zinsswaps -952 -894
Aufzinsung von Rückstellun
gen und Verbindlichkeiten
-898 -532
Zinsaufwand aus kurzfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
-149 -113
Übrige Zinsaufwendungen -963 -1.098
-16.719 -15.685
Gesamt -9.363 -8.549

Zu den Zinserträgen aus Leasingforderungen und dem Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten wird auf Erläuterung Nummer 14 verwiesen.

Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 0) aktiviert. Der zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz beträgt 2,15 Prozent.

Vermögenswerte und Leasing

12. Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden neben erworbenen und selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten auch durch Unternehmenserwerbe entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) bilanziert.

Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten von Unternehmenserwerben über den beizulegenden Zeitwert der Anteile der Gruppe am Nettovermögen der erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt dar. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen der Gruppe wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" ausgewiesen. Dabei werden die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

2021 2020
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte
5 -
8 Jahre
5 -
8 Jahre
Softwarelizenzen 2 -
5 Jahre
2 -
5 Jahre
Selbsterstellte Software 3 -
5 Jahre
3 -
5 Jahre

Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.

2021
TEUR
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Währungsdifferenzen
Stand 31. Dezember
Abschreibungen
Stand 1. Januar
Planmäßige Abschreibungen
Abgänge
Firmenwerte Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte sowie
Lizenzen an
Geleistete
solchen Rech
ten und Werten
Anzahlungen
auf
immaterielle
Vermögens
werte
Gesamt
28.429 41.447 7.357 77.233
0 2.692 957 3.649
-8.754 -6.121 0 -14.875
0 2.117 -3 2.114
0 35 0 35
19.675 40.170 8.311 68.156
23.345 36.304 0 59.649
0 2.666 0 2.666
-8.754 -6.000 0 -14.754
Umbuchungen 0 -33 0 -33
Währungsdifferenzen 24 0 24
Stand 31. Dezember 0 32.961 0 47.552
Buchwerte 31. Dezember 14.591 8.311 20.604

Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

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Gruppenanhang
Gruppenanhang
2020
TEUR
Firmenwerte Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte sowie
Lizenzen an
solchen Rech
ten und Werten
Geleistete
Anzahlungen
auf
immaterielle
Vermögens
werte
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 28.429 65.271 4.566 98.266
Zugänge 0 2.043 3.367 5.410
Abgänge 0 -25.428 -465 -25.893
Umbuchungen 0 -370 -111 -481
Währungsdifferenzen 0 -69 0 -69
Stand 31. Dezember 28.429 41.447 7.357 77.233
Abschreibungen
Stand 1. Januar 3.796 60.156 0 63.952
Planmäßige Abschreibungen 0 2.395 0 2.395
Wertminderungen 19.549 0 0 19.549
Abgänge 0 -25.409 0 -25.409
Umbuchungen 0 -773 0 -773
Währungsdifferenzen 0 -65 0 -65
Stand 31. Dezember 23.345 36.304 0 59.649
Buchwerte 31. Dezember 5.084 5.143 7.357 17.584

Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

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Konzessionen, gewerbliche

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind solche enthalten, für die ein Operating-Leasingverhältnis besteht. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

2021 TEUR Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Anschaffungskosten Stand 1. Januar 1.166 Abgänge -1.166 Stand 31. Dezember 0 Abschreibungen Stand 1. Januar 1.022 Planmäßige Abschreibungen 113 Abgänge -1.135 Stand 31. Dezember 0 Buchwerte 31. Dezember 0

Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte sowie
Lizenzen an
solchen
Rechten und
Werten
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 1.175
Zugänge 12
Abgänge -21
Stand 31. Dezember 1.166
Abschreibungen
Stand 1. Januar 866
Planmäßige Abschreibungen 177
Abgänge -21
Stand 31. Dezember 1.022
Buchwerte 31. Dezember 144

Wertminderungen – Impairments

Überblick

2020 TEUR

Sämtliche nicht finanziellen Vermögenswerte der Gruppe mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (Recoverable Amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte wertgemindert. Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für einen einzelnen Vermögenswert zu schätzen, werden die Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit) zusammengefasst.

Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.

Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswerts oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt.

Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Geschäfts- und Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" erfasst.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenanhang Gruppenanhang

Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Ermittlung des erzielbaren Betrags

Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (Value in Use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Die Berechnungen werden in Euro auf Grundlage von Drei-Jahres-Planungen unter Berücksichtigung länderspezifischer Risiken vorgenommen. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgt über Forward Rates. Als Diskontsatz wird der Kapitalkostensatz der Gruppe von 6,56 Prozent (Vorjahr: 6,37 Prozent) zugrunde gelegt, der länderspezifisch um den Steuersatz angepasst wird. Die Höhe des Kapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital) wird bestimmt durch die Fremd- und Eigenkapitalanteile, den risikofreien Basiszins unter Berücksichtigung der Inflation (0,17 Prozent, Vorjahr: -0,23 Prozent), die Marktrisikoprämie (7,0 Prozent, Vorjahr: 7,0 Prozent), das branchenspezifische Risiko, den länderspezifischen Steuersatz und die Fremdkapitalkosten.

Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Die untersuchten Geschäfts- oder Firmenwerte und die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

2021 BLG AutoRail GmbH, Bremen BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd.,
St. Petersburg, Russland
Geschäftsbereich AUTOMOBILE AUTOMOBILE
Buchwert Geschäfts-
oder Firmenwert (TEUR)
4.288 797
Umsatzwachstum p.a. in % (Planungszeitraum) 0,0-16,3 23,9-44,6
Weitere Parameter für die Unternehmensplanung Auslastung, Preis pro Fahrzeug, Geschäftsausweitung Auslastung, Produktivität, Preis pro Fahrzeug
Dauer des Planungszeitraums 3 Jahre 3 Jahre
Umsatzwachstum p.a. in % nach Ende des Planungszeitraums 0,0 0,0
Diskontierungszinssatz in % 6,6 6,7
2020 BLG AutoRail GmbH, Bremen BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd.,
St. Petersburg, Russland
Geschäftsbereich AUTOMOBILE AUTOMOBILE
Buchwert Geschäfts-
oder Firmenwert (TEUR)
4.288 797
Umsatzwachstum p.a. in % (Planungszeitraum) 0,0-5,4 44,9-51,4
Weitere Parameter für die Unternehmensplanung Auslastung, Preis pro Fahrzeug, Geschäftsausweitung Auslastung, Produktivität, Preis pro Fahrzeug
Dauer des Planungszeitraums 4 Jahre 3 Jahre
Umsatzwachstum p.a. in % nach Ende des Planungszeitraums 0,0 0,0
Diskontierungszinssatz in % 6,4 6,4

Für die BLG AutoRail GmbH, Bremen, liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen deutlich über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Planungen berücksichtigen eine Auslastung der Waggons in Anlehnung an die Erfahrungswerte der Vorjahre sowie die Gewinnung von Spotverkehren als Bestandsverkehre. Auch bei einer erheblichen Reduzierung der Annahmen zum Umsatzwachstum und den weiteren Parametern oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag. Die den Planungen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugrunde gelegten Umsatzerwartungen wurden aus Marktprognosen zu Pkw-Neuzulassungen, bisherigen Marktanteilen und Kundenbefragungen abgeleitet.

Der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit BLG St. Petersburg wurde in den Vorjahren durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.796 auf einen Buchwert von TEUR 797 wertberichtigt. Bei einem Rückgang des EBIT um 50 Prozent würde sich aktuell kein weiterer Abwertungsbedarf ergeben. Auch ein Anstieg des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt würde zu keinem weiteren Abschreibungsbedarf führen. Aufgrund des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und der gegenwärtigen Sanktionen ist es möglich, dass wir unser Geschäft an den Standorten in dieser Region temporär oder langfristig einstellen müssen oder den Zugriff verlieren. Es ist daher möglich, dass der aktuell bilanzierte Firmenwert der BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St.Petersburg/Russland, wertberichtigt werden muss.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Anteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 11.794. In den Vorjahren wurde eine vollständige Wertberichtigung des Firmenwerts in Höhe von insgesamt TEUR 11.794 vorgenommen. Hiervon entfielen TEUR 10.794 auf das Geschäftsjahr 2020.

Weiterhin wurde im Geschäftsjahr 2020 der Firmenwert der CGU Spedition in Höhe von TEUR 8.754 vollständig wertberichtigt.

Wertaufholungen

Sofern die Gründe für die Wertminderungen entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die sich ohne die Wertminderungen ergeben hätten.

Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.

Wertaufholungen auf wertberichtigte Firmenwerte sind nicht zulässig.

13. Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.

Die Neubewertungsmethode wird bei BLG LOGISTICS nicht angewendet.

Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 25.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" ausgewiesen. Dabei werden die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

2021 2020
Gebäude Leichtbau 10 Jahre 10 Jahre
Gebäude Massivbau 20 -
40 Jahre
20 -
40 Jahre
Freiflächen 10 -
20 Jahre
10 -
20 Jahre
Übrige Umschlagsgeräte 4 -
34 Jahre
4 -
34 Jahre
Technische Anlagen
und Maschinen
5 -
30 Jahre
5 -
30 Jahre
Betriebs-
und
Geschäftsausstattung
4 -
20 Jahre
4 -
20 Jahre
Geringwertige
Wirtschaftsgüter
1 Jahr 1 Jahr

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen wertgemindert (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 12, Abschnitt "Wertminderungen – Impairments").

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden neben den planmäßigen Abschreibungen keine wesentlichen außerplanmäßigen Wertberichtigungen vorgenommen.

Gruppenanhang Gruppenanhang

2021 TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Umschlagsgeräte Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt Anschaffungskosten Stand 1. Januar 708.514 170.185 174.729 87.230 7.758 1.148.416 Zugänge 48.783 29.132 5.500 7.156 25.684 116.255 Abgänge -92.951 -16.355 -71.424 -13.922 0 -194.652 Umbuchungen 339 11 204 1.652 -4.548 -2.342 Währungsdifferenzen 949 140 273 597 0 1.959 Stand 31. Dezember 665.634 183.113 109.282 82.713 28.894 1.069.636 Abschreibungen Stand 1. Januar 301.693 76.539 121.189 63.065 0 562.486 Planmäßige Abschreibungen 38.547 24.899 6.137 8.359 0 77.942 Wertminderungen 59 0 157 0 0 216 Abgänge -35.146 -14.875 -57.043 -13.162 0 -120.226 Umbuchungen 5 -2 0 -160 0 -157 Währungsdifferenzen 330 28 140 226 0 724 Stand 31. Dezember 305.488 86.589 70.580 58.328 0 520.985 Buchwerte 31. Dezember 360.146 96.524 38.702 24.385 28.894 548.651 Gruppenanhang

Gruppenanhang

2020
TEUR
Anschaffungskosten
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Umschlags
geräte
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anla
gen, Betriebs
und Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Stand 1. Januar 678.208 147.742 167.901 84.557 13.656 1.092.064
Zugänge 30.945 33.298 22.733 9.271 6.102 102.349
Abgänge -1.141 -10.323 -21.765 -6.194 0 -39.423
Umbuchungen 858 154 7.130 313 -11.983 -3.528
Währungsdifferenzen -356 -686 -1.270 -717 -17 -3.046
Stand 31. Dezember 708.514 170.185 174.729 87.230 7.758 1.148.416
Abschreibungen
Stand 1. Januar 255.489 56.785 120.480 60.317 0 493.071
Planmäßige Abschreibungen 42.599 27.498 8.304 8.419 0 86.820
Wertminderungen 6.106 515 46 0 0 6.667
Abgänge -1.017 -8.122 -6.563 -5.031 0 -20.733
Umbuchungen -1.215 -40 -474 -422 0 -2.151
Währungsdifferenzen -269 -97 -604 -218 0 -1.188
Stand 31. Dezember 301.693 76.539 121.189 63.065 0 562.486
Buchwerte 31. Dezember 406.821 93.646 53.540 24.165 7.758 585.930

Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 28.894 (Vorjahr: TEUR 7.758) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.

Die in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechte aus Miet- und Leasingverträgen sind in Erläuterung Nummer 14 dargestellt.

Es gibt keine sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind. Für nach IFRS 16 aktivierte Nutzungsrechte besteht aufgrund des rechtlichen Eigentums des Leasinggebers keine Sicherungsübereignung.

Für qualifizierte Vermögenswerte wurden Finanzierungskosten in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 0) aktiviert.

Die in den Sachanlagen enthaltenen Anlagen, für die ein Operating-Leasingverhältnis besteht, haben sich wie folgt entwickelt:

2021
TEUR
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Umschlags
geräte
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anla
gen, Betriebs
und Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 72.023 1.661 75.497 8.079 57 157.317
Zugänge 6.099 0 1.802 0 0 7.901
Abgänge -55.576 -1.661 -68.463 -7.932 -57 -133.689
Stand 31. Dezember 22.546 0 8.836 147 0 31.529
Abschreibungen
Stand 1. Januar 30.826 1.196 54.163 7.198 0 93.383
Planmäßige Abschreibungen 1.953 12 3.036 83 0 5.084
Abgänge -25.097 -1.208 -53.727 -7.140 0 -87.172
Stand 31. Dezember 7.682 0 3.472 141 0 11.295
Buchwerte 31. Dezember 14.864 0 5.364 6 0 20.234

Gruppenanhang

2020
TEUR
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Umschlags
geräte
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anla
gen, Betriebs
und Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 69.033 1.678 64.362 8.559 0 143.632
Zugänge 1.611 259 11.320 100 57 13.347
Abgänge 0 -276 -185 -580 0 -1.041
Umbuchungen 1.379 0 0 0 0 1.379
Stand 31. Dezember 72.023 1.661 75.497 8.079 57 157.317
Abschreibungen
Stand 1. Januar 28.617 1.354 50.156 7.464 0 87.591
Planmäßige Abschreibungen 2.209 118 4.181 307 0 6.815
Abgänge 0 -276 -174 -573 0 -1.023
Stand 31. Dezember 30.826 1.196 54.163 7.198 0 93.383
Buchwerte 31. Dezember 41.197 465 21.334 881 57 63.934

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14. Leasing

BLG als Leasingnehmer

Leasingverhältnisse

Die Leasingverhältnisse von BLG LOGISTICS umfassen vor allem Flächen, Gebäude und Kaimauern. Sie betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Restlaufzeiten von bis zu 27 Jahren. Die Gruppe sichert sich damit langfristige Nutzungsrechte an den betriebsnotwendigen Grundstücken. Darüber hinaus bestehen hauptsächlich Leasingverträge über Eisenbahnwaggons, Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lkw, Pkw und Zugmaschinen, deren Laufzeiten im Wesentlichen zwischen drei und zehn Jahren betragen.

Im Bereich der Immobilien enthalten eine Reihe von Verträgen Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung oder Nicht-Ausübung von Optionen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn sie hinreichend sicher sind. Da Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen regelmäßig analog zu entsprechenden Regelungen in Kundenverträgen vereinbart werden, erfolgt eine Überprüfung der Ausübung dieser Optionen parallel zu den Vertragsverhandlungen mit den Kunden. Gleichzeitig stehen möglichen zukünftigen Mittelabflüssen, die bisher nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten sind, mögliche zukünftige Mittelzuflüsse aus Kundenverträgen in vergleichbarer Höhe gegenüber. Die geänderten Leasingzahlungen sind mit dem Zinssatz im Zeitpunkt der Änderung der Laufzeit abzuzinsen.

Weiterhin ist in erster Linie bei den Erbbaurechtsverträgen alle fünf Jahre eine Anpassung der Erbbauzinsen auf Basis des Verbraucherpreisindex vorgesehen. Der Ansatz der Leasingzahlungen erfolgt mit dem am jeweiligen Bewertungsstichtag gültigen Indexstand. Die letzte Anpassung wurde im Berichtsjahr vorgenommen und stellt die nachgeholte Erhöhung dar, welche zum 1. Januar 2020 vorgesehen war und zur Unterstützung der bremischen Hafenund Logistikwirtschaft im Zusammenhang mit der Corona-Krise im Jahr 2020 ausgesetzt wurde. Es handelt sich hierbei um indexbasierte variable Zahlungen, deren Berücksichtigung ab dem Zeitpunkt erfolgt, ab dem die Anpassung der Leasingzahlungen wirksam wird, und unter Verwendung eines unveränderten Abzinsungssatzes.

Bei der überwiegenden Zahl der Leasingverträge über Eisenbahnwaggons hat die Gruppe Restwertgarantien vor dem Hintergrund der Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Veräußerungserlöse und der von den Leasinggebern geforderten Beteiligung von BLG LOGISTICS an den Risiken gewährt. Dabei werden nur die Beträge in die Leasingzahlungen einbezogen, die voraussichtlich zu leisten sind. Die Schätzungen basieren auf den erwarteten Restwerten der Waggons zum Ende der Leasinglaufzeit. Sie werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls unter Anwendung eines unveränderten Abzinsungssatzes angepasst. Für Restwertgarantien in Höhe von maximal EUR 11,8 Mio. (Vorjahr: EUR 17,8 Mio.) (undiskontiert) wird erwartet, dass diese nicht zu Zahlungen führen, sodass zum 31. Dezember 2021 keine Beträge für Restwertgarantien in den Leasingverbindlichkeiten enthalten waren. In geringem Umfang bestehen zudem Kaufoptionen für Eisenbahnwaggons zum beizulegenden Zeitwert.

Bilanzierung und Bewertung

Für Leasingverhältnisse bilanziert BLG LOGISTICS als Leasingnehmer Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen. Die Erfassung erfolgt zu dem Zeitpunkt, ab dem der zugrunde liegende Vermögenswert der Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht.

Auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte wird IFRS 16 nicht angewendet. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, macht BLG LOGISTICS von dem Wahlrecht Gebrauch und erfasst Zahlungen für diese Verträge linear als Aufwendungen in der GuV. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch andere Komponenten enthalten, wird auf eine Trennung dieser Komponenten verzichtet.

Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich aus dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen sowie bei oder vor Bereitstellung an den Leasinggeber geleisteten Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize, anfänglichen direkten Kosten und gegebenenfalls den geschätzten Kosten für den Rückbau der zugrunde liegenden Vermögenswerte zusammensetzen.

In der Folgebewertung werden die aktivierten Nutzungsrechte entsprechend den Regeln für vergleichbare eigene Vermögenswerte über den kürzeren Zeitraum aus Laufzeit des Leasingvertrags und wirtschaftlicher Nutzungsdauer abgeschrieben und bei Bedarf wertgemindert (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 12, Abschnitt "Wertminderungen – Impairments").

Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.

Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit dem inhärenten Zinssatz des Leasingvertrags, sofern sich dieser bestimmen lässt. Alternativ erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz.

Die Leasingzahlungen beinhalten feste Leasingzahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung hinreichend sicher ist, und Vertragsstrafen, die bei Inanspruchnahme von Kündigungsoptionen zu leisten sind, sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist.

Die Leasingverbindlichkeiten werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Leasingverbindlichkeiten werden dementsprechend unter Zugrundelegung eines Betrags, aus dem sich ein konstanter periodischer Abzinsungssatz für die verbleibenden Verbindlichkeiten ergibt, aufgezinst. Dieser entspricht dem zum Bereitstellungsdatum festgelegten Abzinsungssatz, solange nicht eine Neubeurteilung eine Änderung des Abzinsungssatzes erforderlich macht. Dies ist der Fall, wenn sich Änderungen bei der Einschätzung der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung von Kauf-, Verlängerungsoder Kündigungsoptionen ergeben oder Änderungen des Umfangs, der Höhe der vertraglichen Zahlungen oder der Laufzeit des Leasingvertrags vereinbart werden. Neubewertungen unter Anwendung eines unveränderten Abzinsungssatzes sind vorzunehmen, wenn Änderungen variabler Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, wirksam werden oder sich die Einschätzung der voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien zu leistenden Zahlungen ändert. Beträge aus einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit werden gleichzeitig als Anpassung des Nutzungsrechts erfasst. Sofern der Wert des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand auf null reduziert wird, ist der verbleibende Anpassungsbetrag in der GuV zu erfassen. Geleistete Leasingzahlungen abzüglich der darin enthaltenen Zinsaufwendungen reduzieren den Buchwert der Leasingverbindlichkeiten.

Nutzungsrechte

In der folgenden Tabelle sind die in den Sachanlagen enthaltenen Buchwerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen separat dargestellt.

TEUR 2021 2020
Grundstücke, grundstücks
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
248.161 259.855
Umschlagsgeräte 27.487 39.202
Technische Anlagen
und Maschinen
0 153
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
2.081 1.858
Gesamt 277.729 301.068

Die Zugänge zu den Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2021 betrugen TEUR 51.360 (Vorjahr: TEUR 37.869).

Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 24.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die folgenden Beträge wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen BLG LOGISTICS Leasingnehmer ist, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

TEUR 2021 2020
Abschreibungen
Grundstücke, grundstücks
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken 28.316 31.539
Umschlagsgeräte 17.797 20.548
Technische Anlagen
und Maschinen
123 858
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
1.457 1.593
47.693 54.538
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Aufwand für kurzfristige
Leasingverhältnisse
13.460 15.405
Aufwand für Leasingver
hältnisse über geringwertige
Vermögenswerte
1.709 887
15.169 16.292
Zinsaufwand
Zinsaufwendungen aus
Leasingverbindlichkeiten
11.422 11.338
11.422 11.338
Gesamt 74.284 82.168

Die gesamten Auszahlungen für Leasing im Geschäftsjahr betrugen TEUR 97.923 (Vorjahr: TEUR 88.183).

Zusätzlich zu den oben angegebenen Beträgen wurden im Vorjahr Anpassungen der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 121, die sich aus der Stundung von Zahlungen aus Erbbaurechts- und Kajennutzungsverträgen ergeben haben, in entsprechender Höhe in den Zinserträgen erfasst. Im Berichtsjahr ergaben sich keine derartigen Effekte.

BLG als Leasinggeber

Leasingverhältnisse

In der Gruppe bestehen Unterleasingverhältnisse über Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvorrichtungen. Die Laufzeiten dieser Unterleasingverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptleasingverhältnisse. Darüber hinaus ist BLG LOGIS-TICS teilweise Leasinggeber im Rahmen von Kundenverträgen.

Die Unterleasingverhältnisse betreffen zu einem großen Teil die im Rahmen von Nutzungsüberlassungsverträgen übertragenen Rechte und Pflichten aus von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) bestellten Erbbaurechten für betriebsnotwendige Grundstücke der EUROGATE-Gruppe. Weitere Angaben hierzu sind in Erläuterung Nummer 15 im Abschnitt "Gemeinschaftsunternehmen" enthalten.

Bilanzierung und Bewertung

Als Leasinggeber nimmt BLG LOGISTICS zu Beginn des Leasingverhältnisses eine Klassifizierung vor, ob es sich um ein Operating-Leasingverhältnis oder ein Finanzierungs-Leasingverhältnis handelt.

Wenn das Leasingverhältnis im Wesentlichen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt, liegt ein Finanzierungs-Leasingverhältnis vor. Ist dies nicht der Fall, liegt ein Operating-Leasingverhältnis vor.

Als Unterleasinggeber bilanziert die Gruppe das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis getrennt. Sofern der Hauptleasingvertrag ein kurzfristiges Leasingverhältnis ist, für das das Bilanzierungswahlrecht ausgeübt wird, ist der Unterleasingvertrag als Operating-Leasingverhältnis zu klassifizieren. In allen anderen Fällen erfolgt die Klassifizierung des Unterleasingvertrags auf Grundlage des Nutzungsrechts aus dem Hauptleasingvertrag anstelle des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Bei Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinnahmten Leasingzahlungen je nach zugrunde liegendem Sachverhalt ertragswirksam in den Umsatzerlösen oder in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen wird der Leasinggegenstand bzw. das Nutzungsrecht aus dem Hauptleasingvertrag ausgebucht und eine Leasingforderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis aktiviert. Zinserträge werden über die Laufzeit der Leasingverhältnisse in der Höhe erfasst, die zu einer konstanten periodischen Verzinsung der verbleibenden Leasingforderun-

gen führt. Die Leasingforderungen werden nach dem erstmaligen Ansatz in Höhe der vereinnahmten Leasingzahlungen abzüglich der darin enthaltenen Zinserträge reduziert. Erfolgswirksame Wertberichtigungen auf Leasingforderungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Wir verweisen hierzu auch auf Erläuterung Nummer 16.

Leasingforderungen

In der nachstehenden Tabelle werden die undiskontierten zukünftigen Leasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach Fälligkeiten dargestellt und auf die bilanzierten Leasingforderungen übergeleitet.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
bis zu einem Jahr 23.707 23.045
mehr als ein Jahr bis zu 2 Jahren 22.600 14.136
mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren 17.602 13.598
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 17.234 11.307
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 15.371 10.939
mehr als 5 Jahre 212.404 216.691
Summe der undiskontierten
Leasingzahlungen
308.918 289.716
Nicht realisierte Zinserträge 74.229 74.591
Leasingforderungen
(Nettoinvestition in das
Leasingverhältnis)
234.689 215.125

Gewinn- und Verlustrechnung

Die folgenden Beträge wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen BLG LOGISTICS Leasinggeber ist, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

TEUR 2021 2020
Umsatzerlöse
Erträge aus Operating
Leasingverhältnissen
1.548 11.576
1.548 11.576
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Operating
Leasingverhältnissen
1.371 1.425
Erträge aus Unterleasing
verhältnissen
634 606
2.005 2.031
Zinserträge
Zinserträge aus
Leasingforderungen
6.627 6.330
6.627 6.330
Gesamt 10.180 19.937

In der nachstehenden Tabelle werden die undiskontierten zukünftigen Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen nach Fälligkeiten dargestellt.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
bis zu einem Jahr 4.334 7.909
mehr als ein Jahr bis zu 2 Jahren 2.317 2.064
mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren 1.091 1.509
mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren 633 1.020
mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren 504 633
mehr als 5 Jahre 0 504
Summe der undiskontierten
Leasingzahlungen
8.879 13.639

15. Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um den Gewinn oder Verlust, die Veränderungen des sonstigen Ergebnisses und die übrigen Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht beziehungsweise vermindert, soweit diese auf die Anteile von BLG LOGISTICS entfallen. Bei anteiligen Verlusten, die den Buchwert einer at Equity einbezogenen Beteiligung übersteigen, erfolgt zusätzlich eine erfolgswirksame Verrechnung mit langfristigen Ausleihungen oder Forderungen, die der Nettoinvestition in die Beteiligung zuzuordnen sind. Darüber hinaus ist nach Anwendung der Equity-Methode zu überprüfen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Nettoinvestition in das Beteiligungsunternehmen (Impairment) vorliegen.

Gesamt 162.349 98.662
Anteile an assoziierten
Unternehmen
3.840 3.822
Anteile an Gemeinschafts
unternehmen
158.509 94.840
TEUR 31.12.2021 31.12.2020

Gemeinschaftsunternehmen

Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 61.714, Vorjahr: Minderungen TEUR -62.775), Veränderungen der Sonstigen Rücklagen durch Neubewertung der Pensionen (TEUR 879, Vorjahr: TEUR 565), der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten (TEUR 145, Vorjahr: TEUR 107), Währungsdifferenzen (TEUR 1.480; Vorjahr: TEUR -2.928) und sonstigen Veränderungen (TEUR -50, Vorjahr: TEUR 2.023) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -499, Vorjahr: TEUR -536). Im Vorjahr ergaben sich zudem Erhöhungen durch Einlagen von TEUR 3.768. Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.

Im Folgenden werden Informationen über das wesentliche Gemeinschaftsunternehmen dargestellt.

Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG KG und der EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg, das als eigenständige Einheit strukturiert ist. Der Anteil der BLG KG an dem Gemeinschaftsunternehmen mit seinen Beteiligungen beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) und repräsentiert den Geschäftsbereich CONTAINER. Dabei stehen der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten des Gemeinschaftsunternehmens Rechte an dessen Nettovermögen zu.

Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird at Equity konsolidiert. Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ist dementsprechend in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften" verzeichnet. Für die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG ist kein notierter Marktpreis verfügbar.

Die Dienstleistungen des Geschäftsbereichs CONTAINER sind in Erläuterung Nummer 2 beschrieben.

Die BLG KG hat der EUROGATE-Gruppe für betriebsnotwendige Grundstücke die Rechte und Pflichten aus von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) bestellten Erbbaurechten im Rahmen von Nutzungsüberlassungsverträgen übertragen.

In den Nutzungsüberlassungsverträgen verpflichtet sich die BLG KG, bei Beendigung der Nutzungsüberlassung durch Zeitablauf oder außerordentliche Kündigung eine Entschädigung an die EUROGATE-Gruppe für die von ihr auf den genutzten Grundstücken errichteten Bauwerke zu zahlen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verkehrswert der Bauwerke. Außerdem tritt die BLG KG unwiderruflich ihre Ansprüche auf Entschädigung bei Ausübung des Heimfallrechts gemäß Erbbaurechtsvertrag durch die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) an die EUROGATE-Gruppe ab.

Die EUROGATE-Gruppe erbringt für BLG LOGISTICS technische Dienstleistungen und übernimmt die Abwicklung des Strombezugs. Grundlage ist die zum 1. Januar 2008 erfolgte Übernahme des Elektrizitätsversorgungsnetzes im stadtbremischen Überseehafen in Bremerhaven vom Sondervermögen Hafen.

In der Segmentberichterstattung und Erläuterung Nummer 3 wird dieses Gemeinschaftsunternehmen durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Finanzinformationen des IFRS-Teilkonzernabschlusses der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG zusammen und leitet diese Informationen auf den in den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen enthaltenen Buchwert der Beteiligung über.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte 963.369 1.000.980
Kurzfristige Vermögenswerte 439.019 259.042
Langfristige Verbindlichkeiten -882.042 -897.982
Kurzfristige Verbindlichkeiten -212.709 -182.415
Netto-Vermögenswerte 307.637 179.625
Beteiligungsquote in % 50,0 50,0
Anteilige
Netto-Vermögenswerte
153.819 89.813
Auf nicht beherrschende
Gesellschafter entfallendes
übriges Eigenkapital
-354 -378
Gruppenanteil
am Nettovermögen
(= Equity-Buchwert)
153.465 89.435

In den kurzfristigen Vermögenswerten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 327.523 (Vorjahr: TEUR 142.719) enthalten.

Von den langfristigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 650.411 (Vorjahr: TEUR 663.712) und von den kurzfristigen TEUR 155.314 (Vorjahr: TEUR 108.272) auf finanzielle Verbindlichkeiten (jeweils ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen). Die finanziellen Verbindlichkeiten resultieren mit TEUR 356.775 (Vorjahr: TEUR 368.358) aus langfristigen und mit TEUR 22.240 (Vorjahr: TEUR 22.438) aus kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten.

TEUR 2021 2020
Umsatzerlöse 611.909 527.044
Planmäßige Abschreibungen -69.937 -66.738
Zuschreibungen/
Wertminderungen
3.488 -73.968
Sonstige Zinsen
und ähnliche Erträge
1.202 1.901
Zinsen und
ähnliche Aufwendungen
-10.329 -19.500
Steuern vom
Einkommen und Ertrag
-15.935 13.444
Jahresergebnis 123.710 -121.103
Sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
4.538 -3.348
Gesamtergebnis 128.248 -124.451

Auf BLG LOGISTICS entfallen vom Jahresergebnis TEUR 61.879 (Vorjahr: TEUR -60.740) und vom sonstigen Ergebnis nach Ertragsteuern TEUR 2.269 (Vorjahr: TEUR -1.674).

BLG LOGISTICS hat im Berichtsjahr analog zum Vorjahr keine Dividende von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG erhalten.

TEUR 2021 2020
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
149.179 85.809
Cashflow aus
Investitionstätigkeit
12.977 -18.961
Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
22.961 -53.737
Zahlungswirksame
Veränderungen des
Finanzmittelfonds
185.117 13.111
Finanzmittelfonds am Anfang
des Geschäftsjahres
142.406 129.295
Finanzmittelfonds am Ende
des Geschäftsjahres
327.523 142.406
Zusammensetzung des
Finanzmittelfonds
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
327.523 142.719
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
0 -313
Finanzmittelfonds am Ende
des Geschäftsjahres
327.523 142.406

Die übrigen von BLG LOGISTICS gehaltenen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:

TEUR 2021 2020
Buchwert der Anteile an
übrigen Gemeinschafts
unternehmen 5.044 5.405
Anteil am
Jahresergebnis -165 -2.035
Sonstigen Ergebnis 235 -582
Anteiliges Gesamtergebnis 70 -2.617

Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden negative Anteile in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 1.504) und positive Anteile in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 0) am Gesamtergebnis von Gemeinschaftsunternehmen nicht im Gruppenergebnis erfasst, da der Equity-Ansatz durch Verluste in Vorjahren bereits auf null fortgeschrieben wurde. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Gruppenergebnis erfassten kumulierten negativen Anteile am Gesamtergebnis bei Gemeinschaftsunternehmen insgesamt TEUR 3.648 (Vorjahr: TEUR 3.440).

Assoziierte Unternehmen

Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 588, Vorjahr: TEUR 1.069), Veränderungen der Sonstigen Rücklagen durch Neubewertung der Pensionen (TEUR -5, Vorjahr: TEUR -42) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -584, Vorjahr: TEUR -677) und Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR 19, Vorjahr: TEUR -97). Im Vorjahr ergaben sich zudem sonstige Veränderungen in Höhe von TEUR 13. Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.

Die von BLG LOGISTICS gehaltenen Anteile an assoziierten Unternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich.

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der auf BLG LOGISTICS entfallende Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:

TEUR 2021 2020
Buchwert der Anteile an
assoziierten Unternehmen
3.840 3.822
Anteil am
Jahresergebnis 588 1.069
Sonstigen Ergebnis 14 -139
Anteiliges Gesamtergebnis 602 930

Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden negative Anteile in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) am Gesamtergebnis von assoziierten Unternehmen nicht im Gruppenergebnis erfasst. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Gruppenergebnis erfassten kumulierten negativen Anteile am Gesamtergebnis bei assoziierten Unternehmen insgesamt TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 203).

16. Finanzforderungen

Für die Bewertung der Leasingforderungen verweisen wir auf Erläuterung Nummer 14.

Die Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen betreffen Gewinnanteile von Personengesellschaften, die als Fremdkapitalinstrumente einzustufen sind. Da es sich bei den Gewinnanteilen nicht um Kapitalrückzahlungen, sondern um Kapitalrenditen handelt, erfolgt die Bilanzierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Die übrigen Finanzforderungen von BLG LOGISTICS umfassen Finanz- und Kapitalforderungen gegen at Equity einbezogene Unternehmen, Gesellschafter und Dritte, bei denen die Zahlungen nur aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen und die gehalten werden, um vertragliche Zahlungsströme zu generieren. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung in der GuV erfasst. Fremdwährungsdifferenzen sowie Gewinne und Verluste bei Ausbuchung werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Gruppenanhang Gruppenanhang

TEUR 2021
kurzfristig
2021
langfristig
2020
kurzfristig
2020
langfristig
Leasingforderungen 17.093 217.596 17.433 197.692
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity
einbezogenen Unternehmen
972 0 1.003 0
Übrige Forderungen an Gesellschafter 735 0 2.820 0
Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen 500 0 12 0
Sonstige Ausleihungen 55 5 126 11
Finanzforderungen aus Cash Management Beteiligungen 0 0 7.429 0
Übrige sonstige Finanzforderungen 1.777 26 3.456 25
Gesamt 21.131 217.627 32.280 197.729

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn BLG LOGISTICS die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und BLG LOGISTICS keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.

Erfolgswirksame Wertberichtigungen auf Finanzforderungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Danach ist für finanzielle Vermögenswerte, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, eine Risikovorsorge in Höhe der Ausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird.

Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Ausfälle zu erfassen.

Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, werden qualitative und quantitative Indikatoren berücksichtigt. Hierzu zählen die Erfahrungen der Vergangenheit, die Vereinbarung von Stundungsmaßnahmen sowie Überfälligkeiten vertraglicher Zahlungen von mehr als 30 Tagen. Bei Überfälligkeiten von mehr als 90 Tagen werden finanzielle Vermögenswerte als wertgemindert eingestuft. Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn ein formelles Mahnverfahren eingeleitet ist oder Kenntnis von der Insolvenz eines Kunden erlangt wird.

Die Leasingforderungen enthielten im Vorjahr in Höhe von TEUR 5.817 Forderungen für in 2020 aufgrund der Corona-Pandemie gestundete Erbbauzinsen, welche im Berichtsjahr zurückgezahlt wurden.

Die Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen sind mit Zinssätzen zwischen 2 und 6 Prozent (Vorjahr: zwischen 3 und 6 Prozent) zu verzinsen.

Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für BLG LOGISTICS nicht wesentlich ist.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzforderungen stellen sich zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 wie folgt dar:

31.12.2021
TEUR
12 Monate Restlaufzeit Summe
nicht
wertgemindert
wertgemindert
Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen 500 0 2.599 3.099
Sonstige Ausleihungen 60 0 0 60
Übrige Forderungen an Gesellschafter 735 0 0 735
Finanzforderungen aus Finance Lease 234.689 0 0 234.689
Übrige sonstige Finanzforderungen 1.803 0 0 1.803
Nominalbeträge 237.787 0 2.599 240.386
Wertberichtigungen 0 0 -2.599 -2.599
Buchwerte 237.787 0 0 237.787
31.12.2020
TEUR
12 Monate Restlaufzeit Summe
nicht
wertgemindert
wertgemindert
Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen 0 12 4.109 4.121
Sonstige Ausleihungen 137 0 0 137
Übrige Forderungen an Gesellschafter 2.820 0 0 2.820
Finanzforderungen aus Cash Management Beteiligungen 7.429 0 0 7.429
Finanzforderungen aus Finance Lease 215.126 0 0 215.126
Übrige sonstige Finanzforderungen 3.482 0 0 3.482
Nominalbeträge 228.994 12 4.109 233.115
Wertberichtigungen 0 0 -4.109 -4.109
Buchwerte 228.994 12 0 229.006

Die Wertberichtigungen auf Finanzforderungen haben sich wie folgt entwickelt:

2021
TEUR
12 Monate Restlaufzeit Summe
nicht
wertgemindert
wertgemindert
Stand am Geschäftsjahresanfang 0 0 4.109 4.109
Wertberichtigungen des Geschäftsjahres
Zuführungen 0 0 70 70
Auflösungen 0 0 -80 -80
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen 0 0 -1.500 -1.500
Stand am Geschäftsjahresende 0 0 2.599 2.599
2020
TEUR
Restlaufzeit Summe
nicht
wertgemindert
wertgemindert
Stand am Geschäftsjahresanfang 0 0 2.711 2.711
Wertberichtigungen des Geschäftsjahres
Zuführungen 0 0 1.410 1.410
Auflösungen 0 0 -12 -12
Stand am Geschäftsjahresende 0 0 4.109 4.109

17. Vorräte

Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten und werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt.

Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie gegebenenfalls noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endprodukts zugrunde gelegt.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
17.106 15.446
Fertige Erzeugnisse und
Handelswaren
3 4
Gesamt 17.109 15.450

Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2021 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 185) gebildet. Die als Aufwand ausgewiesenen Vorräte des Berichtsjahres beliefen sich auf TEUR 71.483 (Vorjahr: TEUR 70.075).

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Erfüllungstag bilanziert und mit dem Ziel gehalten, vertragliche Zahlungsströme zu generieren. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem vereinfachten Ansatz vorgenommen. Danach ist die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen. Änderungen des Ausfallrisikos sind nicht nachzuverfolgen. Die Wertberichtigungen werden als Nettoergebnis in der GuV ausgewiesen.

Die erwarteten Ausfälle werden bei BLG LOGISTICS auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre ermittelt. Die Ermittlung erfolgt dabei nach Zeitbändern der Überfälligkeiten, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds. Dabei werden insbesondere Einschätzungen zur Bonität der Großkunden sowie die allgemeine Wirtschaftsentwicklung berücksichtigt.

Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das durchschnittliche Zahlungsziel beträgt 61 Tage (Vorjahr: 72 Tage). Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Gesamt 176.992 211.495
Forderungen gegen
Beteiligungsunternehmen
1.580 1.829
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
17 26
Forderungen gegen Dritte 175.395 209.640
TEUR 31.12.2021 31.12.2020

Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 wie folgt dar:

31.12.2021
TEUR
Erwartete
Ausfallquote
(gewichteter
Durchschnitt)
Nominal
beträge
Wertbe
richtigungen
Buchwerte
nicht überfällig 0,4% 152.035 -636 151.399
weniger als 30 Tage 0,4% 16.134 -72 16.062
zwischen 30 und 90 Tagen 1,2% 3.592 -43 3.549
zwischen 91 und 180 Tagen 13,6% 1.563 -212 1.351
mehr als 180 Tage 1,7% 4.710 -79 4.631
Gesamt 178.034 -1.042 176.992
31.12.2020
TEUR
Erwartete
Ausfallquote
(gewichteter
Durchschnitt)
Nominal
beträge
Wertbe
richtigungen
Buchwerte
nicht überfällig 0,8% 175.447 -1.321 174.126
weniger als 30 Tage 0,5% 23.180 -106 23.074
zwischen 30 und 90 Tagen 1,6% 7.076 -112 6.964
zwischen 91 und 180 Tagen 6,9% 2.925 -202 2.723
mehr als 180 Tage 36,3% 7.233 -2.625 4.608
Gesamt 215.861 -4.366 211.495

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR 2021 2020
Stand am
Geschäftsjahresanfang
4.366 5.036
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 -114
Wertberichtigungen des
Geschäftsjahres
Zuführungen 290 1.174
Auflösungen -1.023 -202
Wechselkursänderungen 2 -7
Verbräuche/Ausbuchungen
gegen Forderungen
-2.593 -1.521
Stand am
Geschäftsjahresende
1.042 4.366

Im Berichtsjahr wurden ferner Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 213) vorgenommen, die im Nettoergebnis aus Wertminderungen ausgewiesen werden.

Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

Unter den Sonstigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Vertragsvermögenswerte ausgewiesen. Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen Finanzanlagen, derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nummer 32) und gegebenenfalls kurzfristig gehaltene Wertpapiere. Die Erfassung der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt jeweils am Erfüllungstag. Kurzfristig gehaltene Wertpapiere werden bei BLG LOGISTICS nur in sehr geringem Umfang gehalten.

Zu den Finanzanlagen zählen die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Es handelt sich hierbei um langfristige Investitionen, die nach IFRS 9 als Eigenkapitalinstrumente unter Ausübung des Wahlrechts erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden. Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Beteiligungen werden auch nicht bei Abgang der Eigenkapitalinstrumente in die GuV, sondern in die Gewinnrücklagen umgebucht. Dividenden werden erfolgswirksam erfasst, sofern es sich nicht um Kapitalrückzahlungen handelt.

Von einer nach IFRS 9 verpflichtenden Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert wird nur dann abgesehen, sofern diese unwesentlich sind und kein aktiver Markt für die Bemessung eines beizulegenden Zeitwerts existiert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Vertragsvermögenswerte sind in der Erläuterung Nummer 4 dargestellt.

TEUR 31.12.2021
kurzfristig
31.12.2021
langfristig
31.12.2020
kurzfristig
31.12.2020
langfristig
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 339 0 342
Sonstige Finanzanlagen 0 141 0 141
Übrige finanzielle Vermögenswerte 810 35 3.005 45
810 515 3.005 528
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
Vertragsvermögenswerte (Erläuterung Nr. 4) 7.854 0 6.429 0
Forderungen Finanzamt und Zoll 1.883 0 2.209 0
Forderungen Agentur für Arbeit 1.809 0 271 0
Abgrenzungen 1.171 59 946 0
Forderungen aus Infektionsschutzgesetz 1.169 0 423 0
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 233 0 402 0
14.120 59 10.680 0
Gesamt 14.930 574 13.685 528

Die übrigen sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte werden zu Nominalwerten angesetzt. Die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte sind unverzinst und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.

Sonstige Beteiligungen

Unter den sonstigen Beteiligungen werden Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit ausgewiesen, bei denen der BLG AG oder der BLG KG mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BLG LOGISTICS nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Als zur Veräußerung gehalten eingestufte Vermögenswerte

Mit Vertrag vom 23. Februar 2021 hat die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG sämtliche Anteile an der BLG Logistics Solutions Italia S.r.l. mit Wirkung zum selbigen Datum veräußert. Hintergrund der Entscheidung war, dass die BLG sich in Europa strategisch stärker auf Deutschland fokussiert. Infolgedessen wurden die Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.403 und Schulden in Höhe von TEUR 3.812 im Abschluss zum 31. Dezember 2020 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die Vermögenswerte und Schulden waren vollständig dem Geschäftsbereich CONTRACT zugeordnet und wurden im Berichtsjahr im Zuge der Entkonsolidierung der BLG Logistics Solutions Italia S.r.l. ausgebucht.

19. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Kontokorrentguthaben 17.281 3.342
Tages-
und
kurzfristige Termingelder
15.693 9.966
Kasse 36 49
Gesamt 33.010 13.357

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9. Es wurden keine Wertminderungen vorgenommen, da die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor allem bei Banken in der Europäischen Union und vorwiegend in Euro bestehen und sich keine wesentliche Auswirkung ergibt. Da in der Vergangenheit keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren und auch keine Anzeichen für zukünftige Forderungsausfälle erkennbar sind, erfolgt der Ansatz zum Nennwert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf der Gruppe zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Kapitalstruktur

20. Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2021 und 2020 ist als eigenständiger Bestandteil des Gruppenabschlusses zum 31. Dezember 2021 in der Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.

a) Einbezogenes Kapital der BLG AG

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt wie im Vorjahr EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 genehmigte und stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist wie im Vorjahr zum 31. Dezember 2021 voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 Aktiengesetz in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 10.273 (Vorjahr: TEUR 9.541). Im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 0).

b) Einbezogenes Kapital der BLG KG

Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.

Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Gruppenabschlusses auf IFRS. Im Berichtsjahr erfolgte durch die Kommanditistin, die Freie Hansestadt Bremen, eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 53.000 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Gruppenjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS. Es erfolgt kein separater Ausweis des Bilanzergebnisses einbezogener Gesellschaften.

In den Sonstigen Rücklagen werden die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtungen nach IAS 19 sowie die Differenz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Rendite des Planvermögens ausgewiesen.

Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IFRS 9 aufzulösen. Darüber hinaus enthält die Rücklage Bewertungsänderungen von Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sind in Erläuterung Nummer 32 im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.

Stand 31. Dezember -8.088 -12.951
Veränderung der Rücklage 4.863 -4.050
Stand 1. Januar -12.951 -8.901
TEUR 2021 2020

Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -8.465 (Vorjahr: TEUR -13.183), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 453) sowie aus den erfolgsneutral erfassten Zeitwerten von Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -76 (Vorjahr: TEUR -221) zusammen.

Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.

c) Eigenkapital der nicht beherrschenden Gesellschafter

Unter diesem Posten werden mit TEUR 6.934 (Vorjahr: TEUR 5.532) die Fremdanteile am Eigenkapital an den durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

21. Ergebnis je Aktie der BLG AG

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der BLG AG zuzurechnenden Gruppenjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2021 bei EUR 0,30 (Vorjahr: EUR 0,29). Dieser Berechnung liegen der auf die BLG AG entfallende Teil des Gruppenjahresüberschusses von TEUR 1.154 (Vorjahr: TEUR 1.117) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

22. Dividende je Aktie

Die Hauptversammlung der BLG AG hat am 2. Juni 2021 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, den zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Bilanzgewinn (nach HGB) in Höhe von TEUR 1.117 wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung einer Mindestdividende nach § 254 AktG in Höhe von EUR 0,11 je Aktie. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von TEUR 422 und einer Ausschüttungsquote von 37,8 Prozent. Die Dividende wurde am 7. Juni 2021 an unsere Aktionär:innen ausgezahlt.
  • TEUR 695 zur Einstellung in andere Gewinnrücklagen.

Für das Geschäftsjahr 2021 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 1. Juni 2022 vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.152 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,30 zu verwenden. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 99,8 Prozent.

Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.

23. Langfristige Darlehen

66.666 51.000
95.387
21.699 21.049
2021 2020
70.022

Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 65.328 (Vorjahr: TEUR 63.529) festverzinslich und TEUR 93.059 (Vorjahr: TEUR 103.907) variabel verzinslich.

Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

24. Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald die BLG-Gruppe Vertragspartei geworden ist. Die Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit Ausnahme der Derivate zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bewertung der Derivate ist in Erläuterung Nummer 32 beschrieben.

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf Erläuterung Nummer 14.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2021
kurzfristig
31.12.2021
langfristig
31.12.2020
kurzfristig
31.12.2020
langfristig
Leasingverbindlichkeiten 56.673 470.307 70.774 465.645
Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH 25.600 25.600
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 21.699 21.049
Termin-
und Tagesgelder
15.000 25.000
Derivate mit negativem Marktwert 8.870 13.386
Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen 8.623 5.993
Sonstige Finanzkredite 7.999 55.718 5.816 44.241
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten 6.570 52.298
Cash Management gegenüber Beteiligungen 3.949 2.501
Verbindlichkeiten gegenüber Factoring-Gesellschaft 2.559 0
Soziales Zukunftskonzept 1.028 3.454 936 3.418
Abgegrenzte Schulden 0 143
Übrige 4.005 0 4.801 0
Gesamt 162.574 529.479 228.297 513.305

25. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

TEUR 31.12.2021
langfristig
31.12.2020
langfristig
Geschäftsbereich AUTOMOBILE 2.734 2.671
Geschäftsbereich CONTRACT 92 79
Gesamt 2.826 2.750
TEUR 31.12.2021
kurzfristig
31.12.2020
kurzfristig
Geschäftsbereich AUTOMOBILE 70 70
Geschäftsbereich CONTRACT 11 11
Gesamt 81 81

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.

Bei den in den obigen Tabellen dargestellten Sachverhalten handelt es sich um Abgrenzungen für vermögenswertbezogene Zuwendungen. In den Zuwendungen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE sind TEUR 1.256 (Vorjahr: TEUR 1.308) für Zuwendungen des Eisenbahn-Bundesamtes für Ersatzerneuerungen in die Schieneninfrastruktur enthalten. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2021 sind insgesamt Erträge aus der

Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 0,8 Prozent (Vorjahr: 0,5 Prozent).

Die (undiskontierten) künftigen Zahlungsströme aus Leasingverbindlichkeiten und sonstigen Finanzkrediten sind in Erläuterung Nummer 32 im Abschnitt "Liquiditätsrisiko" dargestellt.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenanhang Gruppenanhang

Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 98) vereinnahmt worden.

Darüber hinaus wurden unterjährig weitere Erträge in Höhe von TEUR 2.544 (Vorjahr: TEUR 3.778) erfasst, die in voller Höhe erfolgswirksame Zuwendungen betreffen. Hiervon entfallen TEUR 1.506 (Vorjahr: TEUR 2.898) auf die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Bundesagentur für Arbeit im Zusammenhang mit dem Einsatz von Kurzarbeit. Der Ausweis erfolgt brutto unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

26. Langfristige Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen sind Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden bei der Bewertung neben den am Bilanzstichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen auch die künftige Entgeltentwicklung, zu erwartende Rentenerhöhungen sowie die voraussichtliche Fluktuation berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode, in der sie entstanden sind, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die sogenannte Nettozinskomponente, die den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Bruttopensionsverpflichtungen abzüglich der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen enthält, wird im Finanzergebnis gezeigt. Die Verzinsung des Planvermögens erfolgt mit dem angewandten Diskontierungszinssatz, der der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zugrunde liegt. Bei den in der Bilanz dargestellten Verpflichtungen handelt es sich um Nettoverpflichtungen nach Verrechnung mit dem Planvermögen.

Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Personalbezogene
Rückstellungen
Direktzusagen 5.718 11.986
Hafenrente 18.963 19.663
Soziales Zukunftskonzept 35.481 33.257
Jubiläumsrückstellungen 10.485 9.997
70.648 74.903
Sonstige
Rückstellungen
Übrige sonstige
langfristige Rückstellungen
42 11
42 11
Gesamt 70.690 74.914

Rückstellungen für Pensionen

Bei sämtlichen Plänen von BLG LOGISTICS handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Mindestdotierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Gruppengesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeitenden der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992. Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BLG AG bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) übernommen.

Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeitende, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH sowie zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG übergegangen sind.

Für Mitarbeitende, die zum 1. April 2015 von der Schenker AG sowie zum 1. Januar 2016 von der Kühne+Nagel (AG & Co.) KG auf die Gesellschaft BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG übergegangen sind, bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Betriebsvereinbarung der Schenker AG "Vorsorgeplan 2000" vom 28. Februar 2003 sowie der Gesamtbetriebsvereinbarung "Versorgungsbaustein Mitarbeiterbeteiligung" der Schenker AG vom 9. Juni 2011.

Durch einen Betriebsübergang wurden zum 1. Oktober 2018 durch die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG Verpflichtungen in Form von gleichlautenden Einzelzusagen von der Puma AG übernommen.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept). Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeitenden aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitendengewinnbeteiligung ergeben.

Für Teile der Einzelzusagen sowie für die Verpflichtungen im Rahmen des Sozialen Zukunftskonzepts besteht Planvermögen in Form von qualifizierten Versicherungsverträgen im Sinne von IAS 19. Das Planvermögen wird extern von Versicherungsunternehmen verwaltet und beinhaltet insbesondere Rückdeckungsversicherungen sowie Depots für ausstehende Beiträge zur Rückdeckungsversicherung, in welchen ausstehende Beiträge zur Rückdeckungsversicherung als Einmalbetrag in einem Depot angelegt werden. Die ratierlich anfallenden Beitragszahlungen an den Rückdeckungsversicherer werden aus einem entsprechenden Verkauf der Fondsanteile finanziert. Die Fondsanteile werden, wie bereits die Rückdeckungsversicherung, an die Begünstigten verpfändet. Als beizulegende Zeitwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.

Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens
74.044 65.113
Depot für ausstehende Beiträge
zur Rückdeckungsversicherung
4.552 0
Rückdeckungsversicherungen 69.492 65.113
TEUR 31.12.2021 31.12.2020

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung von qualifizierten Versicherungsmathematikern nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist die Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen Risiken aus einer Veränderung der demografischen Annahmen handelt es sich hierbei insbesondere um das Zinsänderungsrisiko und das Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko. Risikokonzentrationen bestehen nicht.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Barwert der leistungs
orientierten Verpflichtung
135.218 131.023
Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens
-74.044 -65.113
Unterdeckung
(Nettoschuld)
61.174 65.910

Barwert der Pensionsverpflichtungen

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Stand zu Beginn des
Berichtsjahres
131.023 124.107
Laufender
Dienstzeitaufwand
2.847 8.631
Aufwand aus Entgelt
umwandlung
2.774 2.579
Zinsaufwand 1.534 1.390
Neubewertungen
Erfahrungsbedingte
Anpassungen
-277 -512
Versicherungsmathema
tische Gewinne/Verluste
aus Änderungen der
finanziellen Annahmen
645 -684
Inanspruchnahmen
(gezahlte Versorgungs
leistungen)
-3.229 -3.777
Auflösungen -94 -486
Übertragungen -5 17
Umgliederungen 0 -242
Stand am Ende
des Berichtsjahres
135.218 131.023

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
Direktzusagen 18 Jahre 19 Jahre
Hafenrente 15 Jahre 16 Jahre
Soziales Zukunftskonzept 11 Jahre 12 Jahre

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Stand zu Beginn
des Berichtsjahres
65.113 61.197
Zinserträge 721 1.204
Aufwendungen/Erträge
aus dem Planvermögen
(ohne Zinserträge)
657 326
Zuführungen der in den
Plan einbezogenen
Mitarbeitenden (z. B. Ent
geltumwandlungen)
2.486 2.496
Beiträge des Arbeitgebers 7.130 2.787
Inanspruchnahmen
(gezahlte Versorgungs
leistungen)
-2.097 -2.351
Auflösungen -62 -472
Übertragungen 96 -74
Stand am Ende
des Berichtsjahres
74.044 65.113

Nettopensionsaufwand

Der im Gewinn oder Verlust der Periode erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Laufender Dienstzeitaufwand 2.847 8.631
Zinsaufwendungen 813 186
Gesamt 3.660 8.817

Der Dienstzeitaufwand wird in der Gruppengewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen mindern den Zinsaufwand.

Der zum 31. Dezember 2021 zu verzeichnende tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beläuft sich auf TEUR 1.378 (Vorjahr: TEUR 1.530).

Versicherungsmathematische Parameter

Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis der folgenden Parameter (Angabe in Form von gewichteten Durchschnittsfaktoren):

31.12.2021
in Prozent
Direkt
zusagen
Hafen
rente
Soziales
Zukunfts
konzept
Diskontsatz 1,3 1,2 1,0
Gehaltssteigerungsrate 1,6 0,0 0,0
Rentensteigerungsrate 1,6 0,0 0,0
31.12.2020
in Prozent
Direkt
zusagen
Hafen
rente
Soziales
Zukunfts
konzept
Diskontsatz 1,2 1,2 1,2
Gehaltssteigerungsrate 1,6 0,0 0,0
Rentensteigerungsrate 1,7 1,0 0,0

Die der Berechnung des Barwerts der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zugrunde liegende Sterberate basiert wie im Vorjahr auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Sensitivitätsanalysen

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (beziehungsweise -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontsatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.

BLG LOGISTICS ermittelt den angemessenen Diskontsatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt die Gruppe den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.

Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen in Höhe der erwarteten zukünftigen Entwicklung hätte im Vergleich zu den tatsächlich angewendeten Parametern auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen folgende Auswirkungen:

TEUR 31.12.2021
höher
31.12.2020
höher
Diskontsatz (50 Basispunkte) -8.135 -8.219
Gehaltssteigerungsrate
(50 Basispunkte)
186 334
Rentensteigerungsrate
(50 Basispunkte)
2.132 3.032
TEUR 31.12.2021
niedriger
31.12.2020
niedriger
Diskontsatz (50 Basispunkte) 9.010 9.133
Gehaltssteigerungsrate
(50 Basispunkte)
-179 -318
Rentensteigerungsrate
(50 Basispunkte)
-1.947 -1.437

Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2021 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die möglichen Auswirkungen auf den berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen.

Finanzierung der Pensionsverpflichtungen

Die Finanzierung der für den Vorstand und leitende Mitarbeitende abgeschlossenen Pensionsverträge sowie die Vereinbarungen für das Soziale Zukunftskonzept sind grundsätzlich über Rückdeckungsversicherungen sowie Depots für ausstehende Beiträge zur Rückdeckungsversicherung abgesichert, die zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverträge sind ausschließlich arbeitgeberfinanziert; das Soziale Zukunftskonzept wird durch Eigenbeiträge der Arbeitnehmer und durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen des Arbeitgebers finanziert. Eine Verpflichtung zur Teilnahme am Sozialen Zukunftskonzept besteht nicht. Die Hafenrente enthält kein Planvermögen.

Für das folgende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft Zahlungen an die leistungsorientierten Pläne in Höhe von TEUR 2.043 (Vorjahr: TEUR 2.249).

Jubiläumsrückstellungen

TEUR Langfristig Kurzfristig
Stand 01.01.2021 9.996 383
Inanspruchnahme 0 -298
Auflösung -110 0
Zuführung 599 382
Übertragung 0 0
Stand 31.12.2021 10.485 467

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitenden der Gruppe vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,2 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 568) ist die Aufzinsung mit TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 84) enthalten.

Sonstige langfristige Rückstellungen

Übrige langfristige Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 11).

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.

27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2021 2020
Verbindlichkeiten
gegenüber Dritten
62.848 49.813
Verpflichtungen aus
ausstehenden Rechnungen
21.305 22.078
Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungsunternehmen
3.255 13.024
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
289 226
Gesamt 87.697 85.141

28. Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2021
kurzfristig
31.12.2021
langfristig
31.12.2020
kurzfristig
31.12.2020
langfristig
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten für variable Vergütungen 7.226 1.765 3.899 0
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden aus Lohn und Gehalt 5.794 0 5.793 0
Sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 506 0 534 0
13.526 1.765 10.226 0
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub 14.743 0 13.246 0
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 11.412 0 8.941 0
Kurzfristiger Anteil langfristiger Pensionsverpflichtungen 1.478 0 1.386 0
Vertragsverbindlichkeiten 1.227 646 657 175
Vorauszahlungen 661 0 779 0
Altersteilzeitverpflichtungen 598 157 855 242
Verauslagte Zölle 324 0 5.162 0
Übrige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 271 0 1.668 0
30.714 803 32.694 417
Gesamt 44.240 2.568 42.920 417

Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.

Die Passivierung erfolgt auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Vertragsverbindlichkeiten sind in Erläuterung Nummer 4 dargestellt.

29. Kurzfristige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Der Rückstellungsbetrag umfasst dabei auch die erwarteten Kostensteigerungen.

TEUR Stand
01.01.2021
Inanspruch
nahme
Auflösung Umglie
derung
Zuführung Stand
31.12.2021
Versicherungsumlagen 2.044 -1.985 -112 47 2.940 2.934
Belastende Verträge 8.828 -6.628 -1.974 0 951 1.177
Gewährleistungsrisiken 3.147 0 -410 0 0 2.737
Übrige sonstige Rückstellungen 15.670 -2.361 -5.105 -100 8.233 16.337
Gesamt 29.689 -10.974 -7.601 -53 12.124 23.185

Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Verpflichtungen gegenüber dem Haftpflichtschadenausgleich der Deutschen Großstädte.

Die Rückstellungen für belastende Verträge entfallen mit TEUR 1.177 vollständig auf den Geschäftsbereich CONTRACT. Die Rückstellungen betreffen Kundenverträge, bei denen die geschätzten Kosten durch die vereinbarten Erlöse voraussichtlich nicht gedeckt werden. Die Höhe der Risiken aus belastenden Verträgen kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.

Für Gewährleistungsrisiken aus möglichen Einstandspflichten und Kulanzverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.737 aus den Vorjahren beibehalten. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen sind insgesamt weite Ermessensspielräume vorhanden, da keine vergleichbaren Sachverhalte oder andere Erfahrungswerte vorliegen.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind sonstige betriebliche Steuern in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 753) und Archivierungskosten in Höhe von TEUR 1.448 (Vorjahr: TEUR 1.348) enthalten. Des Weiteren beinhalten die übrigen sonstigen Rückstellungen Reklamationen von Kunden in Höhe von TEUR 1.590 (Vorjahr: TEUR 738) sowie Drittverpflichtungen an Miethallen/-flächen für Instandhaltungen in Höhe von TEUR 1.209 (Vorjahr: TEUR 1.246).

30. Eventualverbindlichkeiten

Im Folgenden werden die bei BLG LOGISTICS zugunsten von at Equity einbezogenen Unternehmen bestehenden Haftungsverhältnisse dargestellt.

TEUR 2021 2020
Gesamtanteil an den
Eventualverbindlichkeiten
von Gemeinschaftsunternehmen 348 328
von assoziierten Unternehmen 29 29
Gesamt 377 357

Die Eventualverbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen bewertet. Höchstbetragsbürgschaften werden mit ihrem Maximalbetrag angesetzt. Nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag beläuft sich der tatsächliche Bestand der Eventualverbindlichkeiten auf Basis der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten auf insgesamt TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 47). Die Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Besicherung von Kreditlinien.

Unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse kann gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass alle den Eventualverbindlichkeiten zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist als gering anzusehen.

31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Bestellobligo 57.521 53.120
Übrige finanzielle
Verpflichtungen
1.650 1.170
Gesamt 59.171 54.290

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten bewertet. Das Bestellobligo resultiert aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen sowie von Vorräten.

Finanzinstrumente

32. Finanzinstrumente

Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte basiert auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der zu beurteilenden Vermögenswerte.

Eine Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten ist nur zulässig, wenn ein finanzieller Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Ziel die Generierung vertraglicher Zahlungsströme aus dem Vermögenswert ist, und die vertraglichen Vereinbarungen feste Termine für die Leistung der Zahlungen vorsehen. Zudem dürfen diese Zahlungen grundsätzlich nur aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen.

Liegen diese Kriterien nicht kumulativ vor, erfolgt zwingend eine Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert. Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht ein unwiderrufliches Wahlrecht, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. In diesem Fall sind alle Wertänderungen, mit Ausnahme der Dividenden, erfolgsneutral im Eigenkapital ohne die Möglichkeit einer Umgliederung in die GuV zu erfassen.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente nach Klassen, Bilanzposten und Bewertungskategorien des IFRS 9

In den auf den folgenden Seiten dargestellten Tabellen werden die Finanzinstrumente nach den vorstehenden Kriterien einschließlich der Angabe ihrer Stufe in der Fair-Value-Hierarchie zusammengestellt. Die Bewertungskategorien sind in den Erläuterungen Nummern 16 und 18 sowie im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" beschrieben.

Die Einordnung in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren und ist in Erläuterung Nummer 1 im Abschnitt "Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte" beschrieben.

Buchwerte Finanzinstrumente unterteilt nach Bilanzposten, Klassen und Kategorien

Buchwerte Zeitwerte
TEUR
31.12.2021
Aktiva
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair Value
sonstiges
Ergebnis
Fair Value
Hedging
Summe
Buchwert
Fair Value
Stufe
Beizule
gender
Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 0 0 480 0 480 3 k.A.
kurzfristig
Kurzfristige Finanzforderungen 0 972 0 0 972 3 k.A.
0 972 480 0 1.452
Finanzielle Vermögenswerte,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Leasingforderungen 217.596 0 0 0 217.596 k.A.
Übrige langfristige Finanzforderungen 31 0 0 0 31 3 k.A.
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 35 0 0 0 35 2 k.A.
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 176.992 0 0 0 176.992 k.A.
Leasingforderungen 17.093 0 0 0 17.093 k.A.
Kurzfristige Finanzforderungen 3.067 0 0 0 3.067 k.A.
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 810 0 0 0 810 k.A.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.010 0 0 0 33.010 k.A.
448.634 0 0 0 448.634
Buchwerte Zeitwerte
TEUR
31.12.2021
Passiva
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair Value
sonstiges
Ergebnis
Fair Value
Hedging
Summe
Buchwert
Fair Value
Stufe
Beizule
gender
Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 8.870 8.870 2 8.870
0 0 0 8.870 8.870
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Langfristige Darlehen 136.688 0 0 0 136.688 3 136.831
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 470.307 0 0 0 470.307 k.A.
Sonstige Finanzkredite 55.718 0 0 0 55.718 3 55.256
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 3.454 0 0 0 3.454 2 k.A.
Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.765 0 0 0 1.765 2 k.A.
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 87.697 0 0 0 87.697 k.A.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.268 0 0 0 43.268 3 43.314
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 56.673 0 0 0 56.673 k.A.
Sonstige Finanzkredite 7.999 0 0 0 7.999 3 7.820
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 45.764 0 0 0 45.764 k.A.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 13.526 0 0 0 13.526 k.A.
922.859 0 0 0 922.859
Buchwerte Zeitwerte
TEUR
31.12.2020
Aktiva
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair Value
sonstiges
Ergebnis
Fair Value
Hedging
Summe
Buchwert
Fair Value
Stufe
Beizule
gender
Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 0 0 483 0 483 3 k.A.
kurzfristig
Kurzfristige Finanzforderungen 0 1.003 0 0 1.003 3 k.A.
0 1.003 483 0 1.486
Finanzielle Vermögenswerte,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Leasingforderungen 197.692 0 0 0 197.692 k.A.
Übrige langfristige Finanzforderungen 36 0 0 0 36 3 k.A.
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 45 0 0 0 45 2 k.A.
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 211.495 0 0 0 211.495 k.A.
Leasingforderungen 17.433 0 0 0 17.433 k.A.
Kurzfristige Finanzforderungen 13.844 0 0 0 13.844 k.A.
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.005 0 0 0 3.005 k.A.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.357 0 0 0 13.357 k.A.
456.907 0 0 0 456.907
Buchwerte Zeitwerte
TEUR
31.12.2020
Passiva
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value
erfolgs
wirksam
Fair Value
sonstiges
Ergebnis
Fair Value
Hedging
Summe
Buchwert
Fair Value
Stufe
Beizule
gender
Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 13.386 13.386 2 13.386
0 0 0 13.386 13.386
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Langfristige Darlehen 146.387 0 0 0 146.387 3 145.737
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 465.645 0 0 0 465.645 k.A.
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 47.660 0 0 0 47.660 2 k.A.
Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 2 k.A.
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.141 0 0 0 85.141 k.A.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.347 0 0 0 98.347 3 98.103
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 70.774 0 0 0 70.774 k.A.
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 45.790 0 0 0 45.790 k.A.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.226 0 0 0 10.226 k.A.
969.970 0 0 0 969.970

Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente in Höhe von TEUR 480 (Vorjahr: TEUR 483) ausgewiesen, bei denen BLG LOGISTICS das Wahlrecht in Anspruch genommen hat, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile an Kapitalgesellschaften, für die weder ein aktiver Markt vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann. Die Anschaffungskosten stellen daher die beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert dar.

Im Berichtsjahr wurde die BLG International Forwarding Beteiligungs-GmbH, Hamburg, auf die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, verschmolzen. Darüber hinaus wurden keine Anteile an diesen Kapitalgesellschaften ausgebucht oder veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft auszubuchen oder zu veräußern.

Die kurzfristigen Finanzforderungen betreffen Gewinnanteile von Personengesellschaften, die als Fremdkapitalinstrumente einzustufen sind. Da es sich bei den Gewinnanteilen nicht um Kapitalrückzahlungen, sondern um Kapitalrenditen handelt, erfolgt die Bilanzierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten und sonstigen Finanzkredite bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Finanzforderungen, übrigen sonstigen kurzfristigen finanziellen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen aufgrund der Kurzfristigkeit im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie kurzfristige Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten wurden bereits zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass hier keine Abweichung zum Buchwert besteht. Bei den langfristigen Finanzforderungen entspricht aufgrund der Wesentlichkeit der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert aufgrund der Kurzfristigkeit im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Bei den übrigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entspricht der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert aufgrund der regelmäßigen Anpassung des Zinssatzes.

Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt:

Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen Zinssätze für vergleichbare Finanzierungsvereinbarungen ermittelt, die entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.

Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente basieren auf externen Zeitwertermittlungen. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.

Bei den zum Zeitwert bewerteten Finanzforderungen in Level 3 handelt es sich um die Erfassung von Gewinnanteilen von Personengesellschaften (siehe Erläuterung Nummer 16), sodass eine gesonderte Bewertungsmethode hier keine Anwendung findet, da sich die Erfassung aus den jeweiligen Abschlüssen und Beteiligungsquoten an den Personengesellschaften ableitet. Ausgehend von den Finanzforderungen am 31. Dezember 2020 in Höhe von TEUR 1.003 erfolgte eine Zahlung der Gewinnbeteiligung von TEUR 31. Der Forderungsbestand am 31. Dezember 2021 von TEUR 972 betrifft im Wesentlichen anteilige Gewinne an Personengesellschaften.

Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im Berichtsjahr sind keine Verschiebungen erfolgt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Auf die einzelnen Bewertungskategorien der Finanzinstrumente entfallen folgende Nettoergebnisse:

Folgebewertung
2021
TEUR
aus
Zinsen
aus
Dividenden
aus
Abgang
Fair
Value
Netto
ergebnis
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 7.353 0 -205 0 7.148
Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 0 82 0 0 82
Sicherungsinstrumente (Hedging) -949 0 0 3 -946
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -14.833 0 0 0 -14.833
Gesamt -8.429 82 -205 3 -8.549
Folgebewertung
2020
TEUR
aus
Zinsen
aus
Dividenden
aus
Abgang
Fair
Value
Netto
ergebnis
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 7.123 0 -213 0 6.910
Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 0 92 0 0 92
Sicherungsinstrumente (Hedging) -881 0 0 -6 -887
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -14.416 0 0 0 -14.416
Gesamt -8.174 92 -213 -6 -8.301

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen, Leasingverbindlichkeiten, sonstige Finanzkredite, Factoring sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG LOGISTICS. BLG LOGISTICS verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.

Das Finanzrisikomanagement wird durch den Bereich Treasury verantwortet, dessen Aufgaben und Ziele in einer durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie dargestellt sind. Zentrale Aufgabe neben dem Liquiditätsmanagement und dem Abschluss von Finanzierungen ist die Minimierung der finanziellen Risiken auf Gruppenebene. Hierzu zählen die Erstellung und Analyse von Finanzierungs- und Sicherungsstrategien sowie der Abschluss von Sicherungsinstrumenten.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Der Vorstand verabschiedet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung.

Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.

Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 vorliegen, erfolgt die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Ziel ist die Reduzierung von Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen, die sich beispielsweise daraus ergeben, dass Gewinne oder Verluste aus einem Sicherungsinstrument nicht an der gleichen Stelle im Abschluss wie die Gewinne oder Verluste aus dem abgesicherten Risiko erfasst werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Derivate sowie weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Leasingforderungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für die erwarteten Ausfälle. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist BLG LOGISTICS zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Angaben zum Ausfallrisiko und den erwarteten Ausfällen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Leasingforderungen sind in den Erläuterungen Nummern 16 und 18 enthalten.

Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten ist begrenzt, da diese derzeit ausschließlich bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben, die über einen Haftungsverbund eine hohe Sicherheit ausweisen und/oder bei denen über langfristig aufgenommene Darlehen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen.

Das maximale Ausfallrisiko der Gruppe wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist die Gruppe auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 47).

In der Gruppe bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Wertminderungen auf Finanzinstrumente

Die Wertminderungsvorschriften finden bei BLG LOGISTICS auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte, Leasingforderungen und Vertragsvermögenswerte Anwendung. Der Ausweis erfolgt innerhalb des Nettoergebnisses aus Wertminderungen. Darüber hinaus sind in dieser Position auch die Wertminderungen auf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente enthalten. Die Wertminderung ergibt sich in diesen Fällen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des betreffenden Eigenkapitalinstruments.

TEUR 2021 2020
Finanzinstrumente zu
Anschaffungskosten
Wertminderungen auf For
derungen aus Lieferungen
und Leistungen und
Vertragsvermögenswerte
Zuführung zur Wertberichtigung -307 -1.181
Auflösung in Vorjahren
gebildeter Wertberichtigungen
1.027 206
Ausbuchungen aufgrund von
Uneinbringlichkeit
-205 -213
515 -1.188
Finanzinstrumente zum
beizulegenden Zeitwert
Wertminderungen auf erfolgs
wirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete
Eigenkapitalinstrumente
0 0
Gesamt 515 -1.188

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Zur Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen wurde ein Zinssatz- und Währungsswap abgeschlossen. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.

Zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 bestanden in der Gruppe keine nennenswerten Währungsrisiken.

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel von BLG LOGISTICS im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist eine optimierte Liquiditätssicherheit und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten im Allgemeinen und das Refinanzierungsrisiko im Speziellen langfristig zu reduzieren.

BLG LOGISTICS überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und weiterer Kennzahlen. Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

Die Strategie bestand im Jahr 2021 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Der Liquiditätsbedarf der Gruppe ist durch liquide Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Zum 31. Dezember 2021 verfügte die Gruppe über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rund EUR 86 Mio. (Vorjahr: rund EUR 53 Mio.).

Parallel dazu setzt die BLG-Gruppe seit dem Berichtsjahr auch den regresslosen Verkauf von Forderungen im Rahmen einer Factoringvereinbarung als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument ein. Die Verpflichtungen des Factors zum Ankauf bestehender und zukünftiger Forderungen sind auf einen Gesamthöchstbetrag von EUR 75 Mio. begrenzt. BLG LOGISTICS kann frei entscheiden, in welchem Umfang das revolvierende Nominalvolumen ausgenutzt wird. Die für den Abgang maßgeblichen Risiken betreffen das Ausfallrisiko und das Risiko der verspäteten Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Ausfallrisiko wird gegen Zahlung eines Factoringentgelts vollständig auf den Factor übertragen. Ein wesentliches Spätzahlungsrisiko besteht nicht. Die Forderungen wurden daher vollständig ausgebucht. Die Cashflows aus dem Factoring wurden entsprechend über die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erfasst. Aus dem anhaltenden Engagement hat die BLG-Gruppe Aufwendungen (Factoringentgelt, Zinsen) in Höhe von TEUR 40 erfasst. Das Nominalvolumen der zum 31. Dezember 2021 verkauften Forderungen betrug EUR 19,4 Mio.

Weiterhin besteht für BLG LOGISTICS die Möglichkeit zur Teilnahme am Cash-Pooling der Freien Hansestadt Bremen in Höhe von bis zu EUR 50 Mio. sowie zur Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von EUR 50 Mio. über eine Landesbürgschaft über die Bremer Aufbau-Bank zusammen mit einer Partnerbank.

Im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie wurden im Vorjahr die Zahlungen der Erbbauzinsen für die Quartale 2 bis 4 gestundet. Gleichzeitig wurden die Zahlungen für an EUROGATE weitergereichte Erbbaurechte in derselben Periode gestundet. Die Rückzahlung der gestundeten Beträge erfolgte im Berichtsjahr. Hieraus ergab sich in 2021 im Saldo ein negativer Effekt auf die Liquiditätslage in Höhe von EUR 7 Mio.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) zusammengestellt.

Cashflows
2022 2023 2024
-
2026
2027
-
2031
2032 ff. Gesamt Buchwerte
(Derivate
saldiert)
Zins fix 1.086 861 1.377 566 0 3.890
Zins variabel 704 634 1.445 1.427 0 4.210
Tilgung 21.699 19.699 50.323 66.666 0 158.387 158.387
Zins fix 10.652 9.724 25.141 33.397 52.123 131.037
Zins variabel 0 0 0 0 0 0
Tilgung 56.519 48.279 94.923 77.072 247.771 524.564 526.979
Zins fix 837 727 1.540 687 0 3.791
Zins variabel 0 0 0 0 0 0
Tilgung 7.999 8.448 24.158 23.112 0 63.717 63.717
99.496 88.372 198.907 202.927 299.894 889.596 749.083
Einzahlungen -821 -822 -2.211 -2.167 -580 -6.601
Auszahlungen 1.835 1.828 5.960 6.667 1.325 17.615 -8.870
1.014 1.006 3.749 4.500 745 11.014 -8.870

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenanhang

Gruppenanhang

Cashflows
31.12.2020
TEUR
2021 2022 2023
-
2025
2026
-
2030
2031 ff. Gesamt Buchwerte
(Derivate
saldiert)
Nicht-Derivate
Langfristige Darlehen Kreditinstitute Zins fix 1.023 838 1.348 510 0 3.719
Zins variabel 828 648 1.243 904 0 3.623
Tilgung 21.049 35.365 60.022 51.000 0 167.436 167.436
Leasingverbindlichkeiten Zins fix 14.691 9.319 24.805 33.756 55.881 138.452
Zins variabel 0 0 0 0 0 0
Tilgung 66.225 45.479 82.683 87.399 247.873 529.659 536.420
Sonstige Finanzkredite Zins fix 631 557 1.215 641 0 3.043
Zins variabel 0 0 0 0 0 0
Tilgung 5.808 5.882 17.554 20.802 0 50.046 50.057
Summe 110.255 98.088 188.870 195.012 303.754 895.978 753.913
Derivate
Zinsswaps/Zinssatz-
und Währungsswaps
Einzahlungen -816 -812 -2.029 -100 -296 -4.053
Auszahlungen 1.731 1.911 6.926 7.593 2.325 20.486 -13.386
Summe 915 1.099 4.897 7.493 2.029 16.433 -13.386

Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.

Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem BLG LOGISTICS ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des niedrigen und für Investitionen attraktiven Zinsniveaus ein Teil des Finanzierungsbedarfs der kommenden Jahre durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps abgesichert. Das Volumen beträgt insgesamt EUR 90 Mio., die in Tranchen von je EUR 15 Mio. innerhalb von sechs Jahren, beginnend im Jahr 2019, bei Partnerbanken aufgenommen wurden bzw. in den Folgejahren aufgenommen werden. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von

Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten von BLG LOGISTICS einschließlich der Leasingverbindlichkeiten. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.

Die erfolgsneutrale Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte bzw. finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die in der nebenstehenden Tabelle gezeigten Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt:

31.12.2021
TEUR
Restlaufzeiten
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 12.368 37.794 15.166 65.328
Zinsswaps 2.000 1.000 45.000 48.000
Sonstige Finanzkredite 7.999 32.606 23.112 63.717
Leasingverbindlichkeiten 56.673 143.613 326.694 526.980
Gesamt 79.040 215.013 409.972 704.025
Restlaufzeiten
Gesamt
31.12.2020 bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
TEUR
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 10.201 40.828 12.500 63.529
Zinsswaps 12.000 3.000 30.000 45.000
Sonstige Finanzkredite 5.816 23.439 20.802 50.057
Leasingverbindlichkeiten 70.774 128.518 337.128 536.420
Gesamt 98.791 195.785 400.430 695.006
TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Ergebniseffekte
höher -2.145 -971
niedriger 2.145 971
Eigenkapitaleffekte
(ohne Ergebniseffekte)
höher 7.402 8.140
niedriger -7.836 -8.803

Festverzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird BLG LOGISTICS einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.

Leasingverbindlichkeiten werden mit dem inhärenten Zinssatz des Leasingvertrags abgezinst, sofern sich dieser bestimmen lässt. Alternativ erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Abzinsungssatz entspricht dem zum Bereitstellungsdatum festgelegten Zinssatz, solange nicht eine Neubeurteilung eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten unter Anwendung eines geänderten Abzinsungssatzes erforderlich macht. Dies ist der Fall, wenn sich Änderungen bei der Einschätzung der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung von Kauf-, Verlängerungsoder Kündigungsoptionen ergeben oder Änderungen des Umfangs, der Höhe der vertraglichen Zahlungen oder der Laufzeit des Leasingvertrags vereinbart werden.

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird die Gruppe einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Dabei werden die korrespondierenden Zinsswaps mit negativem Vorzeichen dargestellt, da das Zinsänderungsrisiko hieraus dem Zinsänderungsrisiko aus aufgenommenen Darlehen gegenläufig ist.

Ferner bestehen verschiedene Zinsswaps für zukünftig aufzunehmende Darlehen, die im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt sind. Ein Zinsswap über einen Nominalbetrag von TEUR 10.000 für eine Tagesgeldlinie ist im Berichtsjahr ausgelaufen.

Die anderen Finanzinstrumente der Gruppe, die nicht in den Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.

Restlaufzeiten
über 5 Jahre Gesamt
51.500 93.059
-45.000 -48.000
6.500 45.059
über 5 Jahre Gesamt
38.500 103.907
-30.000 -35.000
8.500 68.907

Derivative Finanzinstrumente

Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt (Cashflow-Hedges). Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden ausschließlich zur Begrenzung des Fremdwährungsrisikos im Rahmen von Finanzierungen in ausländischer Währung eingesetzt (Cashflow-Hedges). Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Die Gruppe hat für sämtliche Sicherungsbeziehungen ein Absicherungsverhältnis von 1:1 festgelegt. Aufschläge für Länder- oder Bonitätsrisiken (Credit Spread bzw. Fremdwährungs-Basis-Spread) sind nicht Gegenstand der Sicherungsbeziehungen. Kosten der Absicherung werden zunächst in der Hedge-Rücklage im Eigenkapital erfasst und über die Laufzeit der Sicherungsbeziehung in die GuV umgegliedert.

Das Vorhandensein der wirtschaftlichen Beziehung zwischen den gesicherten Grundgeschäften und den Sicherungsinstrumenten zur Beurteilung der Wirksamkeit der Absicherung wird prospektiv auf Basis der wesentlichen Merkmale, wie Nominalbetrag, Referenzzinssatz und Fälligkeit, bestimmt. Die Messung der Ineffektivität erfolgt zu jedem Bilanzstichtag nach der hypothetischen Derivate-Methode. Ineffektivitäten können sich insbesondere aus Differenzen zwischen den Zinsanpassungsperioden der Swaps und der Darlehen ergeben.

Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt. Die Bewertung bei Zugang erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls mit dem jeweils am Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Swaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Swaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.

Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts. Derivative Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge Accounting nicht erfüllen, werden gemäß IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert.

Zur Erfüllung der Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden zu Beginn der Absicherung die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsinstrument sowie Ziel und Strategie des Risikomanagements dokumentiert. Dies beinhaltet auch eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bestimmt wird. Die fortlaufende Überprüfung, ob die eingesetzten Derivate die abgesicherten Risiken aus den Grundgeschäften kompensieren, erfolgt mittels Effektivitätstests, die zu Beginn der Sicherungsbeziehung und zu jedem Bilanzstichtag durchgeführt werden.

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgswirksam in der GuV erfasst.

Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder für eine Ausbuchung qualifizierende Übertragung an einen Dritten verliert. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode erfolgswirksam in die GuV umgebucht, in der das abgesicherte Grundgeschäft abgewickelt wird.

Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender Bankverbindlichkeiten sowie des Fremdwährungsrisikos aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen bestanden zu den Bilanzstichtagen folgende Sicherungsinstrumente:

Fälligkeiten
31.12.2021
Nominalbeträge
TEUR
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Zinsänderungsrisiko
Zinsswaps
für laufende Darlehen 2.000 1.000 45.000 48.000
durchschnittlicher abgesicherter Zins 1,343% 1,338% 1,397%
2.000 1.000 45.000 48.000
Fremdwährungsrisiko
Zinssatz-
und Währungsswaps
für internes USD-Darlehen 810 2.024 0 2.834
abgesicherter Kurs USD / EUR 0,8098 0,8098 0,8098
810 2.024 0 2.834
Gesamt 2.810 3.024 45.000 50.834
Fälligkeiten
31.12.2020
Nominalbeträge
TEUR
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Zinsänderungsrisiko
Zinsswaps
für laufende Darlehen 2.000 3.000 30.000 35.000
durchschnittlicher abgesicherter Zins 1,169% 1,135% 1,134%
für Tagesgeldlinien 10.000 0 0 10.000
abgesicherter Zins 3,085%
12.000 3.000 30.000 45.000
Fremdwährungsrisiko
Zinssatz-
und Währungsswaps
für internes USD-Darlehen 810 2.834 0 3.644
abgesicherter Kurs USD / EUR 0,8098 0,8098 0,8098
810 2.834 0 3.644
Gesamt 12.810 5.834 30.000 48.644

Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Die Gruppe ist Zahler der festen Beträge und Empfänger der variablen Beträge.

Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Für den Finanzierungsbedarf der kommenden Jahre wurden Forward-Zinsswaps in einem Volumen von insgesamt EUR 90 Mio. in Tranchen von jeweils EUR 15 Mio. zur Absicherung gegen das Zinsrisiko aus zukünftig aufzunehmenden Darlehen abgeschlossen. Hiervon wurden drei Tranchen bereits aufgenommen. Da der Laufzeitbeginn der übrigen Swaps in den Jahren 2022 bis 2024 liegt, sind diese in der Darstellung der Fälligkeiten zu den Bilanzstichtagen nicht enthalten. Die Forward-Zinsswaps weisen jeweils Laufzeiten von zehn Jahren auf und sind endfällig. Der durchschnittliche abgesicherte Zins beträgt 1,896 Prozent.

Die zu den Bilanzstichtagen bestehenden Sicherungsinstrumente haben folgende Auswirkungen auf die Gruppenbilanz:

31.12.2021
TEUR
Nominalbetrag Buchwert Bilanzposten Änderung
Zeitwert Basis
für Erfassung
von Ineffek
tivitäten
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 48.000 -4.537 kfr. Finanz 2.615
Tagesgeldlinien 0 0 verbindlich 152
geplante Darlehen 45.000 -4.059 keiten 1.951
93.000 -8.596 4.718
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen 2.834 -274 kfr. Finanz
verbindlich
keiten
-254
2.834 -274 -254
Gesamt 95.834 -8.870 4.464
31.12.2020
TEUR
Nominalbetrag Buchwert Bilanzposten Änderung
Zeitwert Basis
für Erfassung
von Ineffek
tivitäten
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 35.000 -4.162 -1.178
Tagesgeldlinien 10.000 -182 kfr. Finanz 335
geplante Darlehen 60.000 -8.996 verbindlich
keiten
-3.315
105.000 -13.340 -4.158
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen 3.644 -46 kfr. Finanz
verbindlich
keiten
-18
3.644 -46 -18
Gesamt 108.644 -13.386 -4.176

Die Buchwerte der Sicherungsinstrumente entsprechen den ermittelten beizulegenden Zeitwerten. Zum Bilanzstichtag erfüllten sämtliche bestehenden Sicherungsinstrumente wie im Vorjahr die Kriterien für Cashflow-Hedges.

Der Nominalbetrag des Zinssatz- und Währungsswaps in Fremdwährung belief sich zum 31. Dezember 2021 auf TUSD 3.500 (Vorjahr: TUSD 4.500).

Die im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designierten Grundgeschäfte haben zu den Bilanzstichtagen folgende Auswirkungen auf die Gruppenbilanz:

31.12.2021 TEUR Wertänderung Basis für Erfassung von Ineffektivitäten Hedge-Rücklage Cashflow-Hedges (brutto) Zinsänderungsrisiko laufende Darlehen -2.526 -4.406 Tagesgeldlinien -152 0 geplante Darlehen -1.791 -4.059 -4.469 -8.465 Fremdwährungsrisiko internes USD-Darlehen 255 0 255 0 Gesamt -4.214 -8.465 31.12.2020 TEUR Wertänderung Basis für Erfassung von Ineffektivitäten Hedge-Rücklage Cashflow-Hedges (brutto) Zinsänderungsrisiko laufende Darlehen 1.272 -4.035 Tagesgeldlinien -335 -152 geplante Darlehen 3.690 -8.996 4.627 -13.183 Fremdwährungsrisiko internes USD-Darlehen 18 0 18 0 Gesamt 4.645 -13.183 Im Zusammenhang mit Sicherungsbeziehungen wurden folgende Beträge erfasst:

Änderung des
beizulegenden Zeitwerts
Umgliederung
vom
sonstigen
Ergebnis
in die GuV
GuV-Posten
2021
TEUR
im sonstigen
Ergebnis erfasst
(effektiver Teil)
in der GuV
erfasst
(ineffektiver Teil)
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 2.615 0 0
Tagesgeldlinien 152 0 0
geplante Darlehen 1.951 0 0
4.718 0 0
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen -254 0 267 sonstige betriebliche Aufwendungen
-254 0 267
Gesamt 4.464 0 267
Änderung des
beizulegenden Zeitwerts
Umgliederung
vom
sonstigen
Ergebnis
in die GuV
GuV-Posten
2020
TEUR
im sonstigen
Ergebnis erfasst
(effektiver Teil)
in der GuV
erfasst
(ineffektiver Teil)
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen -1.178 0 0
Tagesgeldlinien 335 0 0
geplante Darlehen -3.315 0 0
-4.158 0 0
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen -18
-18
0
0
37
37
sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der in Erläuterung Nummer 20 dargestellten Hedge-Rücklage unter Berücksichtigung latenter Steuern nach Risikokategorien und weiteren Bestandteilen, die aus der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen resultieren, ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Da sich die Bezugsbeträge mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.

Rücklage für Cashflow-Hedges
Geschäftsjahr 2021
TEUR
Zinsswaps /
Zinssatz-
und
Währungsswap
Kosten der
Absicherung
Gesamt
Cashflow-Hedges
Stand 1. Januar -12.926 -25 -12.951
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
Zinsänderungsrisiko -
laufende Darlehen
2.615 0 2.615
Zinsänderungsrisiko -
Tagesgeldlinien
152 0 152
Zinsänderungsrisiko -
geplante Darlehen
1.951 0 1.951
Fremdwährungsrisiko -
internes USD-Darlehen
-254 -13 -267
Umgliederungen in die GuV
Fremdwährungsrisiko 267 0 267
Latente Steuern 0 0 0
Veränderung des Anteils at Equity einbezogener Unternehmen 145 0 145
Stand 31. Dezember -8.050 -38 -8.088
Rücklage für Cashflow-Hedges
Geschäftsjahr 2020
TEUR
Zinsswaps /
Zinssatz-
und
Währungsswap
Kosten der
Absicherung
Gesamt
Cashflow-Hedges
Stand 1. Januar -8.906 -6 -8.912
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
Zinsänderungsrisiko -
laufende Darlehen
-1.178 0 -1.178
Zinsänderungsrisiko -
Tagesgeldlinien
335 0 335
Zinsänderungsrisiko -
geplante Darlehen
-3.315 0 -3.315
Fremdwährungsrisiko -
internes USD-Darlehen
-18 -19 -37
Umgliederungen in die GuV
Fremdwährungsrisiko 37 0 37
Latente Steuern 0 0 0
Veränderung des Anteils at Equity einbezogener Unternehmen 119 0 119
Stand 31. Dezember -12.926 -25 -12.951

Ertragsteuern

33. Ertragsteuern

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaftund Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand der Gruppe.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (Temporary Differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet.

Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind. Die Bewertung erfolgt dabei anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze der Gruppenunternehmen. Für inländische Personengesellschaften umfassen diese nur die Gewerbesteuer und variieren aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 13,3 Prozent und 16,1 Prozent.

Für inländische Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,9 Prozent (Vorjahr: 31,9 Prozent) zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die Ertragsteuersätze für ausländische Gruppengesellschaften liegen zwischen 15,0 Prozent und 28,0 Prozent (Vorjahr: zwischen 15,0 Prozent und 28,0 Prozent).

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Laufende Steuern
Steueraufwand der Periode 4.112 4.358
Steueraufwand für
Vorperioden
162 98
Erträge aus
Steuererstattungen
-1.542 -3
Summe laufende Steuern 2.732 4.453
davon
Steueraufwand Inland 4.126 4.364
Steuerertrag Inland -1.542 -3
Steueraufwand Ausland 148 92
2.732 4.453
Latente Steuern
Latente Steuern auf
temporäre Differenzen
-1.116 -491
Latente Steuern auf
Verlustvorträge
44 85
Summe latente Steuern -1.072 -406
davon
latente Steuern Inland -1.106 -508
latente Steuern Ausland 34 102
-1.072 -406
Gesamt 1.660 4.047

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Gruppenbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, aus dem Untergang von Verlustvorträgen und aus dem Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Latente Ertragsteuern

Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern sowie die Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres betreffen die in der Tabelle dargestellten Sachverhalte.

Die latenten Steuern sind in Höhe von TEUR 8.244 (Vorjahr: TEUR 11.251) als kurzfristig und in Höhe von TEUR -6.106 (Vorjahr: TEUR -9.060) als langfristig zu klassifizieren. Von den Veränderungen im Eigenkapital wurden TEUR -734 (Vorjahr: TEUR -5) mit den Sonstigen Rücklagen verrechnet und TEUR -392 (Vorjahr: TEUR -107) in den Gewinnrücklagen erfasst.

31.12.2020 31.12.2021
TEUR in der
GuV
erfasst
im Eigen
kapital
erfasst
Aktive latente Steuern
Ansatz und Bewertung von Firmenwerten und
anderer immaterieller Vermögensgegenstände
859 -790 35 104
Bewertung von Sachanlagevermögen 3.964 -376 0 3.588
Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva 64.527 -12.125 88 52.490
Ansatz von Leasingverbindlichkeiten 73.783 365 0 74.148
Bewertung personalbezogener Rückstellungen 4.887 -122 -517 4.248
Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen 2.008 143 0 2.151
Ansatz derivativer Finanzinstrumente 2.155 32 -759 1.428
Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva 2.403 -194 106 2.315
Abwertung latenter Steuern aus temporären Differenzen -16.049 1.060 -581 -15.570
Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge 131 -44 0 87
Brutto latente Steuern 138.668 -12.051 -1.628 124.989
Saldierung -135.900 -122.633
Bilanzierte latente Steuern 2.768 2.356
TEUR 31.12.2020 Veränderungen 31.12.2021
in der
GuV
erfasst
im Eigen
kapital
erfasst
Passive latente Steuern
Ansatz und Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände -492 76 16 -400
Bewertung von Sachanlagevermögen -54.183 5.232 5 -48.946
Aktivierung von Leasingverhältnissen -31.663 -2.899 0 -34.562
Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva -7.057 1.056 29 -5.972
Bewertung personalbezogener Rückstellungen -3.037 -1.315 452 -3.900
Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen -118 -34 0 -152
Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva -39.927 11.008 0 -28.919
Brutto latente Steuern -136.477 13.124 502 -122.851
Saldierung 135.900 122.633
Bilanzierte latente Steuern -577 -218

Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Gruppenunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften beziehungsweise in absehbarer Zeit keine ausreichenden steuerlichen Gewinne erzielen werden.

Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.

Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:

TEUR 2021 2020
Abziehbare temporäre
Differenzen
15.570 16.049
Verlustvorträge 48.310 44.759
Gesamt 63.880 60.808

Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Gruppenunternehmen.

Für Tochterunternehmen, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erlitten haben, wurden aufgrund der verbesserten Ergebnisaussichten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.339) ausgewiesen.

Die Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2021 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 296.140 (Vorjahr: TEUR 275.400). Zum 31. Dezember 2021 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 295.706 (Vorjahr: TEUR 274.853) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese

Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:

TEUR 2021 2020
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 52.226 -116.127
Gruppensteuersatz in Prozent 16,10% 16,10%
Erwarteter Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 8.408 -18.696
Überleitungspositionen
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 42 593
Steuerfreie Erträge/gewerbesteuerliche Kürzungen -12.889 -1.380
Nichtabziehbare Betriebsausgaben/gewerbesteuerliche Hinzurech
nungen/Effekte aus der Zinsschranke
4.674 10.980
Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben 153 -724
Laufender periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag -1.377 94
Latenter periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag -953 403
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze 961 352
Nutzung bisher nicht angesetzter Verlustvorträge -293 -82
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf laufende Verluste 4.859 4.811
Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen -1.060 2.452
Sonstige Auswirkungen -865 5.244
Summe der Überleitungspositionen -12,9% -6.748 -19,6% 22.743
Im Gruppenabschluss ausgewiesener Ertragsteueraufwand 3,2% 1.660 -3,5% 4.047

34. Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

2021 2020
TEUR Bruttowert Steuer
aufwand/
-ertrag
Nettowert Bruttowert Steuer
aufwand/
-ertrag
Nettowert
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -370 -734 -1.104 1.195 -4 1.191
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten,
die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
1.043 -169 874 629 -107 522
673 -903 -230 1.824 -111 1.713
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können
Währungsumrechnung -47 0 -47 -1.273 0 -1.273
Bewertungsänderung von Finanzinstrumenten 4.718 -25 4.693 -4.157 -20 -4.177
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten,
die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können
1.668 0 1.668 -2.897 0 -2.897
6.339 -25 6.314 -8.327 -20 -8.347
Gesamt 7.012 -928 6.084 -6.503 -131 -6.634

35. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.169 (Vorjahr: TEUR 292) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 1.675 (Vorjahr: TEUR 930).

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 33 verwiesen.

36. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Körperschaft-
und Gewerbe
steuer des Berichtsjahres
370 2.646
Körperschaft-
und Gewerbe
steuer für Vorjahre
1.272 3.414
Gesamt 1.642 6.060

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 33 verwiesen.

Erläuterungen zur Gruppenkapitalflussrechnung

37. Erläuterungen zur Gruppenkapitalflussrechnung

Die Gruppenkapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Durch die Offenlegung der Zahlungsströme sollen Herkunft und Verwendung der flüssigen Mittel verdeutlicht werden.

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.

TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Zusammensetzung des
Finanzmittelfonds
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
lt. Bilanz
33.010 13.357
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
(vgl. Erl. Nr. 24)
-21.570 -77.298
Gesamt 11.440 -63.941

Die folgende Übersicht stellt die Veränderungen der im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthaltenen Verbindlichkeiten und der dazugehörigen finanziellen Vermögenswerte dar.

TEUR 31.12.2020 Cashflow nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2021
Zugang IFRS 16 Aufzinsung Währungs
differenzen
Sonstiges
Langfristige Darlehen 167.436 -9.049 0 0 0 0 158.387
Leasingverbindlichkeiten 536.420 -73.025 62.956 0 628 0 526.979
Sonstige Finanzkredite 50.057 13.659 0 0 0 0 63.716
Darlehen von Beteiligungsunternehmen 25.600 0 0 0 0 0 25.600
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit 779.513 -68.415 62.956 0 628 0 774.683
TEUR 31.12.2019 Cashflow nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2020
Zugang IFRS 16 Aufzinsung Währungs
differenzen
Sonstiges
Langfristige Darlehen 104.711 62.787 0 0 -62 0 167.436
Leasingverbindlichkeiten 556.491 -71.891 46.481 6.603 -439 -825 536.420
Sonstige Finanzkredite 23.399 26.658 0 0 0 0 50.057
Darlehen von Beteiligungsunternehmen 40.867 -15.267 0 0 0 0 25.600
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit 725.468 2.287 46.481 6.603 -501 -825 779.513

Gruppenstruktur und Konsolidierungsgrundsätze

38. Konsolidierungskreis

Der Gruppenabschluss umfasst neben der BLG AG und der BLG KG die in der folgenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:

Anzahl 31.12.2021 31.12.2020
Vollkonsolidiert
Inländisch 14 15
Ausländisch 5 6
At Equity bilanziert
Inländisch 39 40
Ausländisch 19 19

Drei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at Equity in den Gruppenabschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BLG LOGISTICS nur von untergeordneter Bedeutung sind. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist die Bilanzsumme. Die kumulierte Bilanzsumme der drei at Equity einbezogenen Gesellschaften betrug in 2021 TEUR 1.097 (Vorjahr: TEUR 784).

Insgesamt werden elf Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert. Es handelt sich hierbei um Komplementärgesellschaften mit nur geringer Geschäftstätigkeit sowie zwei weitere Gesellschaften ohne bzw. nur mit geringer Geschäftstätigkeit und eine Gesellschaft in Liquidation. Diese Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BLG LOGISTICS nur von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den Gruppenabschluss einbezogen. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist das Jahresergebnis. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Tochterunternehmen beträgt TEUR -15 (Vorjahr: TEUR -426).

Die Struktur von BLG LOGISTICS mit den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und dem at Equity einbezogenen Geschäftsbereich CONTAINER ist in Erläuterung Nummer 3 dargestellt.

Eine vollständige Aufstellung der Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Gruppenanhang als Anlage beigefügt.

Im Folgenden werden die Annahmen zur Beherrschung bei Gesellschaften dargestellt, bei denen die Beteiligungsquote 50 Prozent nicht überschreitet.

BLG AutoRail GmbH, Bremen (Beteiligungsquote: 50 Prozent)

Die Anteile an der BLG AutoRail GmbH werden von der BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG gehalten. Durch gesellschaftsvertragliche Stimmrechtsbindungen übt BLG LOGISTICS die Kontrolle über diese Gesellschaft aus. Die Gesellschaft wird daher durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.

BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück (Beteiligungsquote: 50 Prozent)

Die BLG RailTec GmbH wurde als 100-prozentige Tochter der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegründet. Der mittelbare Anteilsbesitz beträgt 50 Prozent. Es ist Beherrschung an der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegeben, sodass mittelbar ebenfalls Beherrschung an der 100-prozentigen Tochter BLG RailTec GmbH gegeben ist. Da die unternehmerische Führung dieser Gesellschaft aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags übernommen wurde, erfolgt die Berücksichtigung im Wege der Vollkonsolidierung.

39. Konsolidierungsgrundsätze

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der Beherrschung, der gemeinsamen Führung oder des maßgeblichen Einflusses.

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die von BLG LOGISTICS beherrscht werden.

BLG LOGISTICS beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement gegeben ist und die Verfügungsgewalt über die Beteiligung zur Beeinflussung der Höhe der Rendite eingesetzt werden kann.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenanhang Gruppenanhang Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Gruppenabschluss einbezogen.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IFRS 10 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften von BLG LOGISTICS aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert (siehe Erläuterung Nummer 38).

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Gruppenanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert beziehungsweise passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben beziehungsweise aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nummer 12).

Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden

Die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen umfassen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Gemeinschaftsunternehmen liegen bei Vereinbarungen vor, bei denen BLG LOGISTICS die gemeinschaftliche Führung mit mindestens einem Partnerunternehmen ausübt, wobei der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten der Vereinbarung Rechte an deren Nettovermögen zustehen. Dies betrifft insbesondere den Geschäftsbereich CONTAINER, der über die Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, at Equity einbezogen wird.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen BLG LOGISTICS einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat, aber keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung ausübt.

Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf BLG LOGISTICS entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochterunternehmen.

Nicht beherrschende Anteile an erworbenen Unternehmen werden anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern von BLG LOGISTICS behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Übrige Beteiligungen

Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten gemäß IFRS 9 angesetzt. Sofern weder ein aktiver Markt vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, stellen die Anschaffungskosten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Verlust der Beherrschung

Wenn BLG LOGISTICS entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert.

Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne beziehungsweise Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Eliminierung von Transaktionen im Rahmen der Konsolidierung

Die Auswirkungen gruppeninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Gruppeninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

40. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 liegen vor, wenn ein Unternehmen durch den Erwerb von Anteilen oder andere Ereignisse die Beherrschung über einen oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Geschäftsbetriebe im Sinne des IFRS 3 sind integrierte Gruppen von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden, Erträge, Kostenreduzierungen oder andere wirtschaftliche Nutzen für die Anteilseigner oder andere Eigentümer, Gesellschafter oder Teilhaber zu erzielen. Die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen und der Zusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung stellen keinen Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 dar.

Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Im Berichtsjahr fanden keine Unternehmenszusammenschlüsse statt.

Sonstige Veränderungen im Konsolidierungskreis

Geschäftsbereich CONTRACT

Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochterunternehmen)

Die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen, hat mit Vertrag vom 23. Februar 2021 ihre Anteile an der BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien, mit Wirkung zum selbigen Datum veräußert. Infolge der damit verbundenen Entkonsolidierung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 63, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im neutralen Ergebnis ausgewiesen werden.

Mit Vertrag vom 11. Februar 2021 hat die BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg, im Rahmen eines Asset Deals ihr operatives Geschäft mit Wirkung zum 1. April 2021 veräußert. Im Zuge der nachfolgenden Umstrukturierung schied die Gesellschaft durch Anwachung auf die BLG KG mit Wirkung zum 6. Oktober 2021 aus dem Konsolidierungskreis aus.

Zur Ausweitung der Dienstleistungstiefe hat die BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA, im Berichtsjahr die BLG Freight, LLC, Hoover, USA, gegründet. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Distributions- und Transportdienstleistungen. Aufgrund des geringen Geschäftsumfangs wurde die Gesellschaft zunächst nicht in den Gruppenabschluss einbezogen.

41. Nicht einbezogene strukturierte Unternehmen

BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen (Beteiligungsquote: 100 Prozent)

Die BLG KG hält 100 Prozent der Anteile an der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen. Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährung laufender Unterstützungen an ehemalige Mitarbeitende und ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG sowie an Hinterbliebene dieser Personen. Die dazu notwendigen Mittel werden der Gesellschaft von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zur Verfügung gestellt, da diese die Verpflichtungen aus den Pensionsansprüchen übernommen hat. Eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement ist damit ebenso wie eine Einflussnahme auf die Tätigkeit der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, vertraglich ausgeschlossen. Demnach ist eine Beherrschung trotz des Stimmrechtsanteils von 100 Prozent nicht gegeben, sodass keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis erfolgt.

Der Buchwert der Anteile beträgt TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) und entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der Ausweis erfolgt innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unter den sonstigen Finanzanlagen. Das maximale Verlustrisiko entspricht dem Buchwert der Anteile.

42. Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften der BLG-Gruppe ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zum 31. Dezember 2021 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 9.441 (Vorjahr: TEUR 10.895) im Eigenkapital ausgewiesen (vergleiche hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung). Der Währungsumrechnung liegen die der Tabelle zu entnehmenden Wechselkurse zugrunde.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.

EUR Stichtag
31.12.2021
Durchschnitt
2021
Stichtag
31.12.2020
Durchschnitt
2020
1 amerikanischer Dollar 0,8829 0,8455 0,8149 0,8755
1 brasilianischer Real 0,1585 0,1568 0,1569 0,1697
1 britisches Pfund 1,1901 1,1633 1,1123 1,1240
1 chinesischer Renminbi Yuan 0,1390 0,1311 0,1246 0,1270
1 indische Rupie 0,0119 0,0114 0,0112 0,0118
1 malaysischer Ringgit 0,2119 0,2040 0,2027 0,2085
1 polnischer Zloty 0,2175 0,2190 0,2193 0,2251
1 russischer Rubel 0,0117 0,0115 0,0109 0,0121
1 südafrikanischer Rand 0,0554 0,0572 0,0555 0,0533
1 ukrainischer Griwna 0,0323 0,0310 0,0288 0,0325

43. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen

Identifikation nahestehender Personen

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die BLG LOGISTICS beherrschen oder von ihr beherrscht werden oder auf die BLG LOGISTICS einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, angegeben werden.

Nahestehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Gruppenabschluss einbezogen werden, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG sowie Führungskräfte der Ebene 1 nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 dar; hierzu zählen auch Familienangehörige des vorgenannten Personenkreises. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nummer 45 aufgeführt. Berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Führungskräften der Ebene 1, deren Familienangehörigen und BLG LOGISTICS lagen im Geschäftsjahr 2021 nicht vor.

Wesentliche Transaktionen mit Gesellschaftern: Beziehungen mit der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2021 Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent (Vorjahr: 50,42 Prozent). Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns 2020 eine Dividende in Höhe von EUR 11,3 Mio. (Vorjahr: EUR 11,0 Mio.) erhalten. Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Einflüsse sowie erheblicher Einmalaufwendungen im Vorjahr hat die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zur Stabilisierung des Eigenkapitals der BLG LO-GISTICS eine Dotierung der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 53,0 Mio. beschlossen. Die Zahlung ist im Berichtsjahr erfolgt. Im Rahmen eines Private-Investor-Tests wurde festgestellt, dass die Kapitalerhöhung nicht die Merkmale einer staatlichen Beihilfe erfüllt. In diesem Zusammenhang wurde ein Maßnahmenpaket definiert, um eine marktübliche Rentabilität der BLG LOGISTICS sicherzustellen.

Der Bremer Senat ist gemäß Artikel 148 der Verfassung der Freien Hansestadt Bremen zugleich Landesregierung und gesetzliches Organ der Stadtgemeinde Bremen. Aufgrund der Identität der Organe der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und der Freien Hansestadt Bremen (Land) sind diese demzufolge als nahestehende Person beziehungsweise oberstes beherrschendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat der BLG KG Erbbaurechte mit einer Restlaufzeit von bis zu 27 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Zum 31. Dezember 2021

bestehen Leasingverbindlichkeiten für Erbbaurechte in Höhe von EUR 290,4 Mio. (Vorjahr: EUR 303,0 Mio.) gegenüber der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde). Von der BLG-Gruppe wurden für das Jahr 2021 insgesamt EUR 15,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet. Im Vorjahr wurden Erbbauzinsen in Höhe von EUR 11,1 Mio. gestundet, welche im Berichtsjahr zusätzlich zu den EUR 15,8 Mio. zurückgezahlt wurden. Die Erbbauzinsen unterliegen alle fünf Jahre turnusmäßigen Erhöhungen auf Basis des Verbraucherpreisindex. Die für das Vorjahr vorgesehene Erhöhung wurde zur Unterstützung der bremischen Hafen- und Logistikwirtschaft im Zusammenhang mit der Corona-Krise ausgesetzt und im Berichtsjahr nachgeholt. Weiterhin besteht für BLG LOGISTICS die Möglichkeit zur Teilnahme am Cash-Pooling der Freien Hansestadt Bremen in Höhe von bis zu EUR 50 Mio. sowie zur Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von EUR 50 Mio. über eine Landesbürgschaft über die Bremer Aufbau-Bank zusammen mit einer Partnerbank.

Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und (Land)

Einzelne Unternehmen von BLG LOGISTICS unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) verbundenen Unternehmen.

Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2021 TEUR 25.600 (Vorjahr: TEUR 25.600). Im Berichtsjahr wurden weder Darlehensverbindlichkeiten getilgt noch neu aufgenommen. Es wurden Zinsen in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 505) gezahlt. Zusätzlich ist die BLG Unterstützungskasse GmbH seit dem 1. September 2012 in das zentrale Cash Management der BLG KG einbezogen. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten aus Cash Management TEUR 2.195 (Vorjahr: Forderungen aus Cash Managament TEUR 7.429).

Beziehungen zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Die Transaktionen der Gruppenunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen. Die Erbringung von Dienstleistungen an diese nahestehenden Unternehmen fand auf Basis der jeweils auch für Dritte geltenden Preise und Bedingungen statt. In den Forderungen sind Leasingforderungen in Höhe von TEUR 180.317 (Vorjahr: TEUR 183.835) enthalten. Die ausstehenden Salden sind, mit Ausnahme von langfristigen Leasingforderungen in Höhe von TEUR 176.314 (Vorjahr: TEUR 174.320), unbesichert und kurzfristig fällig. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

TEUR 2021 2020
Verbundene Unternehmen
Erträge 0 1
Aufwendungen 10 12
Forderungen 17 26
Verbindlichkeiten 449 226
Gemeinschaftsunternehmen
Erträge 21.730 21.572
Aufwendungen 18.998 20.631
Forderungen 186.530 192.067
Verbindlichkeiten 4.162 5.148
Assoziierte Unternehmen
Erträge 1.857 1.971
Aufwendungen 1.508 1.385
Forderungen 156 142
Verbindlichkeiten 660 34

Für erwartete Ausfälle bei den Forderungen gegen Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen wurden nach dem vereinfachten Ansatz Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 36) erfasst. Weiterhin wurden im Berichtsjahr Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 0) ausgebucht und Ausleihungen an Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 1.410) wertberichtigt. Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden wie im Vorjahr weder wertberichtigt noch ausgebucht.

Sonstige Erläuterungen

44. Stimmrechtsmitteilungen

Folgende Stimmrechtsmitteilungen von direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der BLG AG sind dem Vorstand der BLG AG gemeldet worden:

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG zum 31. Januar 2019 50,42 Prozent (entsprechend 1.936.000 Stimmrechten) betrug.

Herr Peter Hoffmeyer hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Panta Re AG, Bremen, an der BLG AG am 31. Januar 2019 die Schwelle von 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG Herrn Peter Hoffmeyer zuzurechnen.

Die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, hat uns am 18. November 2016 gemäß § 21 Absatz 1 WpHG (a. F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 15. November 2016 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,23 Prozent (entsprechend 200.814 Stimmrechten) betrug.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Gruppenanhang Gruppenanhang Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, hat uns am 8. April 2002 gemäß § 41 Absatz 2 Satz 1 WpHG (a. F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 1. April 2002 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug.

Weitere Detailinformationen sind auf unserer Homepage veröffentlicht:

www.blg-logistics.com/de/investor-relations/aktie

45. Aufsichtsrat und Vorstand

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BLG AG besteht nach der Satzung aus sechzehn Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Mitgliedschaften der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG ist in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2020 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:

Mit Wirkung zum 30. Juni 2021 hat Herr Karl-Heinz Dammann sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Jörn Schepull nachgerückt. Herr Jörn Schepull ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Karl-Heinz Dammann gewählt worden.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat Herr Klaus Pollok sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Fabian Goiny nachgerückt. Herr Fabian Goiny ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Klaus Pollok gewählt worden.

Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 hat Frau Vera Visser ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Für die Nachfolge ist Herr Martin Peter durch Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 11. März 2022 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.

Zusammensetzung des Vorstands

Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Mitgliedschaften des Vorstands in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.

In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 folgende Änderungen ergeben:

Herr Jens Wollesen (ursprünglich bestellt bis 30. Juni 2024), Mitglied des Vorstands für den Geschäftsbereich CONTRACT, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. September 2021 verlassen, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen. Er war seit dem 30. Juni 2021 freigestellt. Seine Nachfolge hat zum 1. Oktober 2021 Herr Matthias Magnor angetreten, der in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juni 2021 für drei Jahre bestellt wurde.

In seiner Sitzung am 24. Februar 2022 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Frank Dreeke um zwei Jahre, bis zu Erreichung der Regelaltersgrenze für Vorstandsmitglieder, zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Dezember 2024.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:

TEUR 2021 2020
Fixe Bezüge 179 179
Sitzungsgelder 63 52
Vergütungen für gruppen
interne Aufsichtsratsmandate
44 39
Gesamt 286 270

Darüber hinaus erhalten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat teilweise ein reguläres Gehalt aus dem jeweiligen Arbeitsverhältnis in der Gruppe, wobei die Höhe einer angemessenen Vergütung für die ausgeübte Funktion bzw. Tätigkeit der Gruppe entspricht. Sie haben diesbezüglich im Berichtsjahr TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 31) an Beitragszahlungen für die gesetzliche Rentenversicherung erhalten.

Zum 31. Dezember 2021 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen.

Vergütung des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Absatz 1 Nr. 6a HGB betrugen für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 TEUR 3.892 (Vorjahr: TEUR 2.575). Darin enthalten sind die Grundvergütung, Nebenleistungen und kurzfristig auszuzahlende, variable Vergütungen (inklusive im Rahmen von Austrittsvereinbarungen vereinbarte Vergütungen). Darüber hinaus wurden für langfristige, variable Vergütungen für das Geschäftsjahr 2021 zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.748 (Vorjahr: TEUR 0) zurückgestellt. TEUR 699 betreffen hiervon die Übergangsregelung für vor dem Jahr 2020 bestellte Vorstandsmitglieder. Der jeweilige Anspruch ist mit der Tätigkeit im Berichtsjahr vollständig erdient, wobei sich die tatsächliche Auszahlung anhand der vom Aufsichtsrat auf Grundlage des geltenden Vergütungssystems festgelegten Zielerreichung bemisst und im Jahr 2023 (Übergangsregelung) bzw. 2025 (Langfristkomponente) erfolgt. Die Festlegung erfolgt aus Basis finanzieller (70 Prozent Gewichtung) sowie ökologisch und sozialer (30 Prozent Gewichtung) Leistungskriterien.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen nahestehende Personen.

Zum 31. Dezember 2021 betrug der Barwert der Pensionsverpflichtungen der am 31. Dezember 2021 aktiven Vorstände TEUR 5.752 (Vorjahr: TEUR 5.811).

Die Versorgungszusagen sehen eine Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistungen mehr erfolgt.

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen der Gruppe umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet:

TEUR 2021 2020
Kurzfristig fällige Leistungen 3.867 2.575
Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses
0 5.305
Andere langfristig
fällige Leistungen
1.748 0
Leistungen aus Anlass der
Beendigung des
Arbeitsverhältnisses
25 241
Gesamt 5.640 8.121

Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden der aus den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder resultierende Dienstzeitaufwand (service cost) ausgewiesen. Die anderen langfristig fälligen Leistungen betreffen die Vorsorge für die langfristigen, variablen Vergütungskomponenten des Vorstands.

Zum 31. Dezember 2021 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Den (am 31. Dezember 2021) früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2021 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 175 gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2021 insgesamt TEUR 5.108.

Vergütungsbericht und Vergütungssystem

Weitere Angaben und Ausführungen zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht, der auf unserer Internetseite www.blg-logistics.com/ir im Download-Bereich öffentlich zugänglich ist.

Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind auf unserer Internetseite www.blg-logistics.com/ir im Bereich Corporate Governance abrufbar.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung gesetzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen zulegen. Dies gilt dann, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von EUR 5.000,00 erreicht oder übersteigt.

Das gilt auch für Führungskräfte der Ebene 1 und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen.

Im Rahmen ihrer Meldepflichten haben die Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie diesen nahestehende Personen im Geschäftsjahr 2021 keinen Erwerb von Aktien sowie keine Veräußerung von Aktien der BLG AG mitgeteilt. Der Aktienbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder beträgt wie im Vorjahr weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

46. Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Gruppenabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit von Befreiungen nach § 264 Absatz 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB in Anspruch:

  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
  • BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoRail GmbH, Bremen
  • BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven
  • BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen
  • BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück
  • BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel

47. Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, der im Februar 2022 begonnen wurde, wird sich erneut auf die Weltwirtschaft, globale Handelsströme und Lieferketten auswirken. Insbesondere gestörte Lieferketten hinsichtlich Vorleistungsgütern für die Produktionen unserer Kunden, steigende Energiepreise und ein noch stärker werdender Mangel an Lkw-Fahrern und anderen Fachkräften können sich negativ auswirken. Aufgrund der verschiedenen Geschäfte und Dienstleistungen, die wir mit unseren Kunden vereinbart haben, können insbesondere Energiepreiserhöhungen nicht immer vollumfänglich weiterbelastet werden, was zu einer deutlich höheren Fixkostenbelastung führt. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass sich für die Regionen Ukraine und Russland bestimmte Volumina reduzieren bzw. ganz ausfallen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt können die genauen Auswirkungen noch nicht beurteilt werden. Ein wesentlicher negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist wahrscheinlich.

Des Weiteren ist es möglich, dass wir unser Geschäft an den Standorten in Russland und der Ukraine temporär oder langfristig einstellen müssen oder den Zugriff verlieren. Die Geschäftsgrundlage ist gefährdet. Es ist daher möglich, dass das Nettovermögen und der Firmenwert der BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St.Petersburg/Russland (100% - Beteiligung) sowie der Beteiligungsbuchwert der BLG VIDI LOGISTICS TOW, Kiew/Ukraine (50%-Beteiligung, Equity-Bewertung) wertberichtigt werden müssen. Der Umsatz der russischen Gesellschaft beträgt 2021 weniger als 1 Prozent des Gruppenumsatzes.

48. Honorar des Gruppenabschlussprüfers

Das Honorar des Gruppenabschlussprüfers nach § 314 Absatz 1 Nummer 9 HGB für das Geschäftsjahr 2021 gliedert sich wie folgt auf:

TEUR 2021
Abschlussprüfungen 389
davon für Vorjahre 25
Andere Bestätigungsleistungen 8
Sonstige Leistungen 38
Gesamt 435

49. Corporate Governance Kodex

Der Vorstand hat am 31. August 2021 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 16. September 2021 die 21. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Bremen, 29. März 2022

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

DER VORSTAND

Anlage zum Anhang des Gruppenabschlusses zum 31. Dezember 2021

Anteilsbesitz BLG LOGISTICS

Name, Sitz Beteiligungs
quote
in Prozent
Mittelbare
Beteiligung (M)
Gehalten über
lfd. Nummer
1. BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen 0,0
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
2. BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
3. BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen1 100,00 1
4. BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
5. BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
6. BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
7. BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen 100,00 M 2
8. BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,00 M 2
9. BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 M 2
10. BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M 2
11. BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 M 2
12. BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel 100,00 M 4
13. BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,00 M 5
14. BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika2 84,07 M 5
15. BLG AutoTerminal Gdansk Sp. z o.
o., Danzig, Polen
100,00 M 7
16. BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 100,00 M 7
17. BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück1 50,00 M 8
18. BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 M 9
19. BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,00 M 9
20. BLG AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 84,07 M 14
An unsere Aktionäre
An unsere Aktionäre
Gruppenlagebericht
Gruppenlageberichtt
Gruppenlageberich
Gruppenabschluss
Gruppenabschluss
Gruppenabschluss
Weitere Informationen
Weitere Informationen
Weitere Informationen
Gruppenanhang
Gruppenanhang
Name, Sitz Beteiligungs
quote
in Prozent
Mittelbare
Beteiligung (M)
Gehalten über
lfd. Nummer
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften
21. dbh Logistics IT AG, Bremen 27,32 M 1
22. EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,00 M 1
23. Kloosterboer BLG Coldstore GmbH, Bremerhaven 49,00 M 1
24. ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,33 M 1
25. BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China 50,00 M 2
26. BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China 100,00 M 2
27. DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 M 3
28. Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,00 M 3
29. ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 50,00 M 3
30. Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 M 3
31. AutoLogistics International GmbH, Bremen 50,00 M 5
32. BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,00 M 5
33. BLG SWIFT LOGISTICS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia3 60,00 M 5
34. Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen 50,00 M 7
35. BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine 50,00 M 7
36. ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 50,00 M 10
37. BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 100,00 M 11
38. BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 50,00 M 11
39. Hizotime (Pty) Ltd, East London, Südafrika 41,19 M 14
40. SWIFT MEGA CARRIERS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 60,00 M 33

Gruppenanhang Gruppenanhang

Name, Sitz Beteiligungs
quote
in Prozent
Mittelbare
Beteiligung (M)
Währung5 Eigenkapital
in Tsd.
Jahresergebnis
in Tsd.
Gehalten über
lfd. Nummer
Nicht einbezogene Gesellschaften
41. BLG Automobile Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 105 0 1
42. BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen 100,00 M EUR 32 1 1
43. BLG Industrielogistik Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 33 1 1
44. BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 27 1 1
45. EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 M EUR 39 1 1
46. EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,00 M EUR 73 1 1
47. ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen4 33,33 M EUR 48 2 1
48. BLG AutoTerminal Deutschland Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 50 0 2
49. BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 M EUR 25 0 2
50. Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen4 50,00 M EUR 31 1 3
51. BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien 98,97 M EUR -481 -22 7
52. BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,00 M EUR 27 1 9
53. BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven 100,00 M EUR 12 1 9
54. BLG Freight, LLC, Hoover, USA 100,00 M USD 27 2 13
55. BLG Logistics of Alabama, LLC, Vance, USA 100,00 M USD --- --- 13
56. DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen4 50,00 M EUR 104 7 27
57. ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,00 M EUR 29 0 36

1 Ergebnisabführung aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen

2 Der Anteil der Stimmrechte beträgt 75,04%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

3 Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40,00%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

4 Vorjahreswerte

5 Die Umrechnungskurse sind in Erläuterung Nummer 42 des Gruppenanhangs enthalten.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Versicherung der gesetzlichen Vertreter Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Gruppenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe vermittelt und im Gruppenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe beschrieben sind.

Bremen, den 29. März 2022

DER VORSTAND

Frank Dreeke Michael Blach Andrea Eck Christine Hein Matthias Magnor Ulrike Riedel

Vorstandsvorsitzender Geschäftsbereich Geschäftsbereich Finanzen Geschäftsbereich Arbeitsdirektorin CONTAINER AUTOMOBILE CONTRACT

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Gruppenabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877 -, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (die Gruppe) – bestehend aus der Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2021, der Gruppengesamtergebnisrechnung, der Gruppengewinn- und Verlustrechnung, der Gruppeneigenkapitalentwicklung und der Gruppenkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Gruppenanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Gruppenlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877 - und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Gruppenlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Gruppenabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gruppe zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
  • vermittelt der beigefügte Gruppenlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Gruppenlagebericht in Einklang mit dem Gruppenabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Gruppenlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Gruppenlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Gruppenunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht zu dienen.

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "Grundlagen der Gruppenrechnungslegung" des Gruppenanhangs und Abschnitt "Grundlagen der Gruppe" des Gruppenlageberichts, welche darstellen, dass die Gruppe aus der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und aus dem Konzern der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, besteht. Der Jahresabschluss und Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, zum 31. Dezember 2021 wurden auf freiwilliger Basis zu einem Abschluss (Gruppenabschluss) und Lagebericht (Gruppenlagebericht) zusammengefasst. Insofern beziehen sich der Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht auf die Gruppe als Ganzes und nicht auf die einzelne Gesellschaft und den einzelnen Konzern mit seinen Mutter- und Tochterunternehmen.

Unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Gruppenlageberichts:

  • die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Gruppenlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB
  • den Nachhaltigkeitsbericht

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Finanzberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Gruppenabschlusses, des geprüften Gruppenlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Gruppenabschluss, zum Gruppenlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Gruppenabschluss und den Gruppenlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Gruppenabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Gruppenabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gruppe vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Gruppenabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei der Aufstellung des Gruppenabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht die Gruppe zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Gruppenlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Gruppenabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Gruppenlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Gruppenlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gruppe zur Aufstellung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Gruppenabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Gruppenlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Gruppenabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Gruppenabschlusses und Gruppenlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Gruppenabschluss und im Gruppenlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Gruppenabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Gruppenlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Gruppenabschluss und im Gruppenlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gruppe ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Gruppenabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Gruppenabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Gruppenabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt.
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb der Gruppe ein, um Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Gruppenabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • beurteilen wir den Einklang des Gruppenlageberichts mit dem Gruppenabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gruppe.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Gruppenlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

- An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Verwendungszweck

Wir erteilen diesen Bestätigungsvermerk auf Grundlage des mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG durchgeführt und der Bestätigungsvermerk ist nur zur Information der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG über das Ergebnis der Prüfung bestimmt. Der Bestätigungsvermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.

Bremen, den 30. März 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Ull Stefan Geers
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

04 WEITERE INFORMATIONEN

INVESTITIONEN IN F&E

Um innovative Systeme und neue Lösungen mithilfe von künstlicher Intelligenz zu entwickeln, haben wir in sieben Verbundprojekten rund EUR 14,6 Mio. investiert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens.

Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Der Vorstand hat am 31. August 2021 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 16. September 2021 die 21. Entsprechenserklärung zum DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 abgegeben.

"Die BLG AG hat den Empfehlungen der Regierungskommission mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen während des Erklärungszeitraums mit nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:

1. Empfehlung C.6

'Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder angehören; dabei soll die Eigentümerstruktur berücksichtigt werden. (…)'

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft sind aktuell wesentliche Großaktionäre vertreten, die einen überwiegenden Teil der Stimmrechte (> 60 Prozent) abdecken. Es sind unabhängige Mitglieder in einer angemessenen Anzahl vertreten. Die Besetzung des Aufsichtsrats ist daher sachgerecht erfolgt und es bedarf keiner weitergehenden Berücksichtigung der Eigentümerstruktur.

2. Empfehlung D.5

'Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt.'

Die Befugnisse des Nominierungsausschusses hat der Aufsichtsrat dem Personalausschuss übertragen. Der Personalausschuss ist mit Vertretern der Anteilseigner und Vertretern der Arbeitnehmerseite besetzt.

3. Empfehlung F.2

'Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sollen binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein.'

Die BLG AG kann momentan nicht alle empfohlenen Fristen einhalten. Mittelfristig ist die vollständige Verfolgung dieser Empfehlung jedoch geplant. Der Gruppenabschluss wird innerhalb von vier Monaten nach Geschäftsjahresende veröffentlicht.

4. Empfehlung F.3

'Ist die Gesellschaft nicht zu Quartalsmitteilungen verpflichtet, soll sie unterjährig neben dem Halbjahresfinanzbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, informieren.'

Da nach den aktuellen International Financial Reporting Standards (IFRS) die BLG AG über keine zu konsolidierenden Tochterunternehmen verfügt, wäre eine Quartalsmitteilung nur auf Ebene der Gesellschaft zu erstellen. Aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft, die im Wesentlichen eine Haftungs- und Geschäftsführungsfunktion erfüllt, sind wesentliche Veränderungen in der Geschäftsentwicklung und Risikolage in der Regel nicht zu erwarten. Der Aufwand der Erstellung einer Quartalsinformation steht daher für die Gesellschaft in keinem vernünftigen Verhältnis zum Mehrwert der Information.

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5. Empfehlung G.8

'Eine nachträgliche Änderung der Zielwerte oder der Vergleichsparameter soll ausgeschlossen sein.'

Der Aufsichtsrat hält es für erforderlich, auf außergewöhnliche Entwicklungen reagieren zu können und in diesem Falle nachträgliche Änderungen vornehmen zu können. Außergewöhnliche Entwicklungen in diesem Sinne sind Sondersituationen, die in den festgelegten Zielen nicht hinreichend erfasst sind und auf außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegenden Rahmenbedingungen beruhen.

6. Empfehlung G.10

'Die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge sollen von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährleistungsbeträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können.'

Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Konstellation partizipiert die BLG AG nur in einem geringen Umfang in Form der Vergütung für die Geschäftsführung am operativen Ergebnis der BLG-Gruppe. Des Weiteren ist das Handelsvolumen der Aktie der BLG AG als gering anzusehen. Da die BLG AG Nur die Haftungs- und Geschäftsführungsfunktion für die BLG LOGISTICS GROUP AG & CO. KG (BLG KG) übernimmt, wäre eine Auszahlung in Aktien oder eine entsprechend aktienbasierte Vergütung nicht sachgerecht. Es ist daher kein Aktienbezug weder in der kurzfristig variablen Vergütung noch in der langfristig variablen Vergütung vorgesehen. Es erfolgt auch keine Auszahlung in Aktien.

Um im Übergang vom alten in das neue Vergütungssystem Liquiditätsnachteile aus wegfallenden Auszahlungen zu überbrücken, sieht das neue Vergütungssystem hinsichtlich der variablen Vergütung eine Übergangsregelung für vor 2020 bestellte Vorstandsmitglieder vor, die auf einem Zeithorizont von zwei Jahren basiert.

7. Empfehlung G.12

'Im Fall der Beendigung eines Vorstandsvertrags soll die Auszahlung noch offener variabler Vergütungsbestandteile, die auf die Zeit bis zur Vertragsbeendigung entfallen, nach den ursprünglich vereinbarten Zielen und Vergleichsparametern und nach den im Vertrag festgelegten Fälligkeitszeitpunkten oder Haltedauern erfolgen.'

Der Aufsichtsrat hält es im Sinne des neuen Vergütungssystems für sachgerecht, zwischen einem sog. "Good Leaver Fall" und einem sog. "Bad Leaver Fall" mit entsprechendem Folgeprocedere zu unterscheiden. Das Vergütungssystem sieht dafür folgende Regelung vor:

'4. Variable Vergütung

(…)

d) Zahlung variabler Vergütung bei (vorzeitiger) Beendigung

aa) Die Zahlung variabler Vergütung bei (vorzeitiger) Beendigung des Dienstverhältnisses hängt davon ab, ob es sich um eine so genannte Good Leaver oder Bad Leaver Situation handelt. Bei Beendigung des Vertrags durch Zeitablauf, dauernde Arbeitsunfähigkeit oder Tod, Erreichen der Altersgrenze oder im Fall einer einvernehmlichen Aufhebung des Dienstvertrages wird von einer Good Leaver Situation ausgegangen. Alle sonstigen Beendigungsgründe werden als Bad Leaver Situationen klassifiziert.

bb) Endet im Good Leaver Fall ein Vertrag unterjährig, erfolgt eine zeitanteilige Kürzung der in diesem Jahr begebenen kurzfristigen variablen Vergütungskomponente und der langfristig variablen Vergütungskomponente. Eine Kürzung der übrigen Tranchen findet nicht statt. Die Auszahlung erfolgt zeitanteilig mit dem Tag der Vertragsbeendigung auf Basis einer Zielerreichung von 100%.

cc) Im Bad Leaver Fall verfallen mit dem Tag des Zugangs der Kündigung, Abberufung oder Amtsniederlegung sämtliche Ansprüche auf Auszahlungen, für die der Bemessungszeitraum zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung oder des Widerrufs der Bestellung oder der Amtsniederlegung noch nicht vollendet ist (…)'.

8. Empfehlung G.15

'Sofern Vorstandsmitglieder konzerninterne Aufsichtsratsmandate wahrnehmen, soll die Vergütung angerechnet werden.'

Innerhalb der BLG-Gruppe gibt es nur bei der EUROGATE-Gruppe einen Aufsichtsrat im Sinne der Empfehlung G.15 des DCGK. Da es sich bei den Mandaten im Aufsichtsrat der EUROGATE-Gruppe zum einen um einen erheblichen zusätzlichen Aufwand neben der eigentlichen Tätigkeit handelt, und die EUROGATE-Gruppe ein wichtiger Bestandteil der BLG-Gruppe ist, hält es der Aufsichtsrat für sachgerecht, die hierfür anfallende Vergütung nicht An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Erklärung zur Unternehmensführung Erklärung zur Unternehmensführung Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

auf die vereinbarte Vorstandsvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds anzurechnen."

Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir im Download-Bereich dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Code of Conduct

Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik von BLG LOGISTICS. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartner:innen, Mitarbeitenden und Aktionär:innen. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des gruppeneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Conduct).

Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.

Compliance

Fair mit System

Wesentliche Bestandteile unseres 2014 eingeführten Compliance-Systems sind unser Verhaltenskodex und unsere Anti-Korruptionsrichtlinie. Diese Richtlinie wird jährlich auf neue rechtliche Bestimmungen oder spezifische Erfahrungen aus dem Unternehmen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Unsere Compliance-Richtlinie konkretisiert die Zusammenarbeit zwischen den Zentralbereichen und den operativen Bereichen.

Unsere Regelwerke gelten für alle inländischen Gesellschaften, an denen BLG LOGISTICS unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 Prozent der Geschäftsanteile hält oder die unternehmerische Führung innehat. Gesellschaften, die nicht dem deutschen Recht unterliegen, haben diese Richtlinien entsprechend ihrem Landesrecht anzuwenden.

Mit unserem Compliance-System stellen wir klar, dass wir Korruption in keiner Weise dulden. Wir lassen Diskriminierung, gleich welcher Art, nicht zu. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben für uns höchste Priorität. Wir nutzen unsere Ressourcen verantwortungsvoll und stellen uns einem fairen Wettbewerb.

Bei der Einführung des Systems haben alle Beschäftigten von BLG LOGISTICS den Verhaltenskodex per Post erhalten. Neue Mitarbeitende erhalten ihn in ihrer Begrüßungsmappe, Leiharbeitende werden bei der Erstunterweisung darauf aufmerksam gemacht. Zusammen mit der Anti-Korruptionsrichtlinie und der Compliance-Richtlinie ist der Kodex außerdem im Intranet nachzulesen. Informationen zum Compliance-System sowie Ansprechpartner sind darüber hinaus öffentlich im Internet einzusehen. An den ausländischen Standorten stehen die Richtlinien in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung. Der Verhaltenskodex und die Anti-Korruptionsrichtlinie sind verbindlich für alle internen und externen Mitarbeitenden sowie für beratende Personen von BLG LOGISTICS.

An der Spitze unseres Compliance-Systems steht der BLG-Vorstandsvorsitzende als Chief Compliance Officer. Eine vom Vorstand beauftragte Person für Compliance entwickelt die Compliance-Strategie in Abstimmung mit dem Vorstand weiter und unterrichtet diesen regelmäßig in allen relevanten Compliance-Angelegenheiten. Als neutrale Ansprechperson steht sie den Mitarbeitenden bei Fragen zum Verhaltenskodex sowie bei Hinweisen zu Rechtsverstößen zur Verfügung. Eine extern bestellte Ombudsperson bietet sowohl den Mitarbeitenden als auch Dritten zudem die Möglichkeit, anonym Hinweise auf Compliance-Verstöße zu geben.

Unter www.blg-logistics.com/compliance stehen weitere Informationen zur Verfügung.

Prävention durch Sensibilisierung

Bei der Umsetzung und Einhaltung von Verhaltenskodex und Anti-Korruptionsrichtlinie haben der Vorstand und die Führungskräfte von BLG LOGISTICS eine Vorbildfunktion. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass in ihrem Verantwortungsbereich alle Beschäftigten mit den Regeln vertraut sind und diese strikt einhalten. Die Mitarbeitenden sind verpflichtet, auf Missstände oder den Verdacht eines Rechtsverstoßes hinzuweisen. Elementarer Bestandteil der Korruptionsprävention ist es, die Beschäftigten zu sensibilisieren und offen über Korruptionsgefahren zu diskutieren. Zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz des Unternehmens ist in allen rechtlich relevanten Geschäftsprozessen das Vier-Augen-Prinzip anzuwenden. Jedes Handeln und jede Entscheidung hat transparent, sachlich und nach objektiven Kriterien zu erfolgen. Durch umfangreiche, regelmäßig stattfindende Schulungen minimieren wir das

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre Gruppenlageberich Gruppenlageberichtt Gruppenabschluss Gruppenabschluss Weitere Informationen Weitere Informationen Erklärung zur Unternehmensführung Erklärung zur Unternehmensführung Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen

Korruptionsrisiko und erhöhen bei den Beschäftigten die Sensibilität für Compliance-Themen.

Compliance in der Lieferkette

Auch unsere Allgemeinen Auftrags- und Einkaufsbedingungen berücksichtigen das Thema Compliance. Wir fordern von unseren Lieferanten und Dienstleistern, dass sie die Gesetze der jeweils anwendbaren Rechtsordnung sowie den Verhaltenskodex für Lieferanten der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, der öffentlich im Internet einsehbar ist, einhalten. Siehe auch: www.blg-logistics.com/agbo

Diversität

Für BLG LOGISTICS spielt Diversität eine große Rolle. Das Diversitätskonzept des Unternehmens schließt die gesamte Gruppe mit ein und geht damit über die Führungsund Aufsichtsebenen hinaus. BLG LOGISTICS sieht Vielfalt als wichtigen Erfolgsfaktor und Bereicherung für ihre Unternehmens-, Führungs-, Projekt- und Mitbestimmungskultur. Diversity Management bedeutet für BLG LOGISTICS einen holistischen Umgang mit den vielfältigen Eigenschaften der Mitarbeitenden. Dabei werden die Diversity-Merkmale Gender, kulturelle Vielfalt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Menschen mit Behinderung, demografischer Wandel und sexuelle Identität respektvoll betrachtet. Die Basis des Diversity Managements bilden der Kodex für Arbeitsbeziehungen, die Compliance-Richtlinie, der Bezug auf die Charta der Vielfalt und weitere ergänzende Vereinbarungen. Die Prinzipien dieser Bestimmungen sind in den Rekrutierungsentscheidungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen von BLG LOGISTICS implementiert.

Innerhalb von BLG LOGISTICS ist der Personalbereich für Diversität und die allgemeine Gleichbehandlung zuständig. Der Personalbereich ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Diversity Managements, seine konzeptionelle Weiterentwicklung sowie die Beratung und Unterstützung des Vorstands. Darüber hinaus ist der Personalbereich Ansprechpartner für die Mitarbeitenden in allen Belangen rund um das Thema Diversität. Der Personalbereich gibt Impulse und jedem im Unternehmen eine Stimme. Der Personalbereich versteht Organisationen und Menschen – und bringt sie zusammen. Dafür setzt sich BLG LOGISTICS ein: ein partnerschaftliches und respektvolles Miteinander.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die BLG AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Gesellschaftsrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet und mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage und der Compliance sowie über unternehmerische Risiken.

Der Vorstand

Der Vorstand der BLG AG nimmt die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG), wahr und leitet eigenverantwortlich die beiden Unternehmen und vertritt die Gesellschaften bei Geschäften mit Dritten. Der Vorstand ist im Interesse von BLG LO-GISTICS sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Der Zuschnitt der Ressorts der einzelnen Vorstandsmitglieder ist im Anhang detailliert aufgeführt.

Der Vorstand ist des Weiteren zuständig für die Erstellung des Zwischenberichts der BLG AG und für die Aufstellung des Jahres- und Gruppenabschlusses sowie des Abschlusses nach § 315e HGB (BLG AG) und der dazugehörigen Lageberichte. Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat erstellt der Vorstand den Vergütungsbericht. Er hat ein angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem eingerichtet. Der Vorstand sorgt dafür, dass Rechtsvorschriften, behördliche Regelungen und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden, und wirkt auf deren Beachtung durch die Gruppenunternehmen hin (Compliance).

In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich im Geschäftsjahr 2021 folgende Änderungen ergeben:

Herr Jens Wollesen (ursprünglich bestellt bis 30. Juni 2024), Mitglied des Vorstands für den Geschäftsbereich CONTRACT, hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. September 2021 verlassen, um sich einer neuen Herausforderung zu widmen. Seine Nachfolge hat zum 1. Oktober 2021 Herr Matthias Magnor angetreten, der in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juni 2021 für drei Jahre bestellt wurde.

In seiner Sitzung am 24. Februar 2022 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Frank Dreeke um zwei Jahre, bis zu Erreichung der Regelaltersgrenze für Vorstandsmitglieder, zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Dezember 2024.

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 AktG sowie die §§ 31, 33 MitbestG. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 119, 133 und 179 AktG sowie § 15 der Satzung maßgeblich.

Gleichberechtigung in Führungspositionen

Im Rahmen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Vorstand Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass die BLG AG, neben dem Vorstand als Organ, keine eigenen Mitarbeitenden beschäftigt, wurde die Zielgröße von jeweils 0 Prozent festgelegt. Diese Quote soll bis zum 30. Juni 2022 beibehalten werden.

Nachfolgeplanung und Altersgrenze

Der Aufsichtsrat ist gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands verantwortlich. Die BLG AG strebt an, Vorstandspositionen auch mit im Unternehmen entwickelten

Governance-Struktur der BLG AG zum 31. Dezember 2021

Kandidat:innen zu besetzen. Aufgabe des Vorstands ist es, dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl geeigneter Kandidat:innen vorzuschlagen.

Die langfristige Nachfolgeplanung der BLG AG orientiert sich an der Unternehmensstrategie. Grundlage ist eine systematische Managemententwicklung mit den folgenden wesentlichen Elementen:

Frühzeitige Identifizierung geeigneter Kandidat:innen unterschiedlicher Fachrichtungen, Nationalitäten und

unterschiedlichen Geschlechts

  • Systematische Entwicklung der Führungskräfte durch die erfolgreiche Übernahme von Aufgaben mit wachsender Verantwortung, möglichst in verschiedenen Geschäften, Regionen und Funktionen
  • Nachgewiesener, erfolgreicher strategischer sowie operativer Gestaltungswille und Führungsstärke, insbesondere unter herausfordernden Geschäftsbedingungen

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Vorbildfunktion bei der Umsetzung unserer Unternehmenswerte

Dadurch soll ermöglicht werden, dass der Aufsichtsrat bei der Bestellung von Vorständen eine hinreichende Vielfalt in Bezug auf Berufsausbildung und -erfahrung, kulturelle Prägung, Internationalität, Geschlecht und Alter sicherstellen kann und diese mit unserem Diversitätskonzept übereinstimmt. Unabhängig von diesen einzelnen Kriterien ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass letztlich nur die ganzheitliche Würdigung der einzelnen Persönlichkeit ausschlaggebend für eine Bestellung in den Vorstand der BLG AG sein kann.

Die Regelaltersgrenze für die Mitglieder des Vorstands orientiert sich an der Vollendung des 65. Lebensjahres.

Der Vorstand erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung das Kompetenzprofil und die Anforderungen des Diversitätskonzepts.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der BLG AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Der Aufsichtsrat wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Des Weiteren nimmt der Aufsichtsrat der BLG AG auch eine inhaltliche Prüfung des nichtfinanziellen Berichts vor und erstellt gemeinsam mit dem Vorstand den Vergütungsbericht.

Diversität

Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity; vgl. auch oben) im Sinne des DCGK. Die Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand erfolgt im Rahmen des Verfahrens zur Vorstandsbestellung.

Der Aufsichtsrat beachtet bei den Vorschlägen zur Bestellung der Mitglieder des Vorstands die Anforderungen des Diversitätskonzeptes. Der Vorstand erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung alle Anforderungen des Diversitätskonzepts. Die Mitglieder des Vorstands decken ein breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen sowie Ausbildungs- und Berufshintergründen ab und verfügen über sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen, die angesichts der Aktivitäten von BLG LOGISTICS als wesentlich erachtet werden.

Der Frauenanteil im Vorstand lag zum 31. Dezember 2021 bei 50,0 Prozent (paritätisch besetzt) und hat somit das angestrebte Ziel von 16,7 Prozent deutlich übertroffen. Bis zum 30. Juni 2022 soll diese Quote beibehalten werden.

Für den Aufsichtsrat selbst werden die gesetzlichen Bestimmungen der Geschlechterquote verfolgt. Gemäß § 96 Absatz 2 AktG ist für den Aufsichtsrat der BLG AG die gesetzliche Quote von mindestens 30 Prozent Frauen und mindestens 30 Prozent Männern festgelegt. Bei der BLG AG hat die Erfüllung der Mindestquote sowohl von den Mitgliedern der Aktionär:innen als auch von den Mitgliedern der Beschäftigten gesondert zu erfolgen (Getrennterfüllung). Die Vorgabe von 30 Prozent ist erreicht, wenn auf jeder Seite mindestens zwei Vertreter des jeweiligen Geschlechts vertreten sind. Zum 31. Dezember 2021

waren sechs Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Damit ist die Zielgröße des § 96 Absatz 2 AktG übertroffen.

Kompetenzprofil

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23. Februar 2018 ein Kompetenzprofil festgelegt, welches bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat (Juni 2020) berücksichtigt wurde. Das Profil sieht vor, dass die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidat:innen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein sollen, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Unternehmen wahrzunehmen und das Ansehen von BLG LOGISTICS in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden.

Ziel des Kompetenzprofils ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von BLG LOGISTICS als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Management/Personal (inkl. Diversitätskonzept), Rechnungswesen/Controlling/Risikomanagement, Technik/IT/Digitalisierung (inkl. IT-Sicherheit), Häfen/Logistik und Recht/Governance (inkl. Compliance). Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für BLG LOGISTICS wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt mit dem Sektor vertraut sein, in dem BLG LOGISTICS tätig ist. Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschluss-

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prüfung sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.

Derzeit sind alle festgelegten Kompetenzen im Aufsichtsrat vorhanden. Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist jeweils zu prüfen, welche wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen.

Unabhängigkeit/Altersgrenze

Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung festgelegt, dass der Aufsichtsrat so zusammengesetzt sein soll, dass eine Anzahl von mindestens fünf unabhängigen Anteilseignervertreter:innen im Sinne von C.7 DCGK erreicht wird.

Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.

Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze sollen zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die nicht älter als 70 Jahre sind. Es wird angestrebt, dass im Aufsichtsrat eine angemessene Erfahrungs- und Altersstruktur besteht.

Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind derzeit folgende Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat als unabhängig im Sinne des DCGK anzusehen: Dr. Klaus Meier, Heiner Dettmer, Wybcke Meier, Dr. Tim Nesemann und Dr. Patrick Wendisch. Die über zwölf Jahre andauernde Mitgliedschaft von Herrn Dr. Patrick Wendisch steht der Einstufung der Unabhängigkeit nach Ansicht des Aufsichtsrats nicht entgegen.

Selbstbeurteilung der Wirksamkeit

Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig, wie wirksam er als Organ insgesamt und seine Ausschüsse im Einzelnen ihre Aufgaben erfüllen. Dabei werden die Ergebnisse eingehend im Aufsichtsrat erörtert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen abgeleitet. Die letzte Überprüfung ist im Geschäftsjahr 2021 anhand von anonymen Fragebogen und gemeinsamer Erörterung der Ergebnisse durchgeführt worden. Anhaltspunkte für wesentliche Defizite haben sich nicht ergeben.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionär:innen in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Beschäftigten nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählten Mitgliedern.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2020 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:

Mit Wirkung zum 30. Juni 2021 hat Herr Karl-Heinz Dammann sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Jörn Schepull nachgerückt. Herr Jörn Schepull ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Karl-Heinz Dammann gewählt worden.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat Herr Klaus Pollok sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Herr Fabian Goiny nachgerückt. Herr Fabian Goiny ist im Jahre 2018 als Ersatzmitglied für Herrn Klaus Pollok gewählt worden.

Mit Wirkung zum 28. Februar 2022 hat Frau Vera Visser ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Für die Nachfolge ist Herr Martin Peter durch Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 11. März 2022 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.

Die Zugehörigkeitsdauer und die Mitgliedschaften in den Ausschüssen sind der Tabelle zu entnehmen.

Weitere Informationen zu Funktionen und Mandaten sind in der Übersicht im Anhang aufgeführt.

Die Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geschäftsordnung sind auf unserer Website veröffentlicht: https://www.blg-logistics.com/gremien

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Mitglieder des Aufsichtsrats
2021
Mitglied
seit
ausgeschieden Personal
ausschuss
Prüfungs
ausschuss
Investitions
ausschuss
Vermittlungs
ausschuss
Dr. Klaus Meier 05/2012 Vorsitzender Vorsitzender Vorsitzender
Christine Behle 05/2013 stv. Vorsitzende Mitglied stv. Vorsitzende
Sonja Berndt 05/2018 Mitglied Mitglied Mitglied
Karl-Heinz Dammann 07/2009 06/2021 bis 30.06.2021
Heiner Dettmer 05/2018 Mitglied
Fabian Goiny 01/2022
Melf Grantz 03/2011 Mitglied
Udo Klöpping 05/2018
Wybcke Meier 05/2018
Dr. Tim Nesemann 04/2011 Mitglied
Beate Pernak 07/2020 Mitglied Mitglied
Martin Peter 03/2022
Klaus Pollok 06/2016 12/2021 bis 31.12.2021
Jörn Schepull 07/2021 seit 16.09.2021
Dr. Claudia Schilling 01/2020 Mitglied Mitglied
Dietmar Strehl 01/2020 Mitglied Mitglied Mitglied
Reiner Thau 10/2013 Mitglied
Vera Visser 01/2020 02/2022 Mitglied

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Neben dem gemäß § 27 Absatz 3 MitbestG zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Investitionsausschuss gebildet. Nachfolgend sind die jeweiligen Themenschwerpunkte der Ausschüsse aufgeführt.

Dr. Patrick Wendisch 06/2008 Vorsitzender

Personalausschuss

  • Vorbereitung Personalentscheidungen
  • Entscheidung anstelle des Plenums des Aufsichtsrats über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands
  • Vorschlag für den Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung über geeignete Kandidat:innen für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner
  • Wahrnehmung der Aufgaben eines Nominierungsausschusses
  • Beratung über langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand

Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem ersten Vorsitz des Aufsichtsrats und der Stellvertretung sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern.

Prüfungsausschuss

  • Prüfung des Rechnungslegungsprozesses
  • Verantwortliche Durchführung des Auswahl- und Ausschreibungsprozesses für den Abschlussprüfer
  • Beauftragung und Kontrolle von Prüfungs- und Beratungsleistungen (inkl. Festlegung der Vergütung des Abschlussprüfers)
  • Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens
  • Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses sowie Lageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BLG AG sowie Prüfung des Abschlusses zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht der BLG AG sowie des Gruppenabschlusses und -lageberichts der BLG

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LOGISTICS (inkl. Vorschlag für Billigung durch den Aufsichtsrat)

  • Überwachung der Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation, Qualität und Effizienz des Abschlussprüfers
  • Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung
  • Befassung mit den Bereichen internes Kontrollsystem, Risikomanagement und -kontrolle und Compliance

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zweimal im Jahr.

Investitionsausschuss

Vorbereitende Entscheidung und Beschlussfassung besonders definierter, eilbedürftiger Investitionsvorhaben

Dem Investitionsausschuss gehören sechs Mitglieder an, die mit je drei Vertretern der Aktionär:innen und der Beschäftigten des Aufsichtsrats besetzt sind. Den Vorsitz im Ausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Dieser Ausschuss tagt nach Bedarf.

Vermittlungsausschuss

Wahrnehmung der Aufgaben nach § 27 Absatz 3 MitbestG

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Absatz 3 MitbestG bildet der Aufsichtsrat einen Vermittlungsausschuss, dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats, die Stellvertretung des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie je ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewähltes Mitglied angehören.

Director's Dealings

Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente zu melden und offenzulegen.

Der Aktienbesitz dieses Personenkreises insgesamt beträgt weniger als ein Prozent der von der BLG AG ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Vergütungsbericht und Vergütungssystem

Erklärung zur

Erklärung zur

Unternehmensführung

Unternehmensführung

Unter www.blg-logistics.com/ir sind das geltende Vergütungssystem (im Bereich Corporate Governance) des Vorstands gemäß § 87a Absatz 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligt wurde, sowie das ebenfalls von der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 gebilligte System über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats (§ 113 Absatz 3 AktG) öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse wird im Downloadbereich der Vergütungsbericht inklusive des Vermerks des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.

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Übernahmerelevante Angaben nach § 315a Absatz 1 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien der BLG AG

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.

Jede Aktie gewährt eine Stimme. Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionär:innen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BLG AG nicht bekannt. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte einer/s Aktionär:in oder Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.

Die Aktionär:innen nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär:in an der Hauptversammlung teilzunehmen und ihr/sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär:in nur, wer als solche/r im Aktienregister eingetragen ist.

Jede/r im Aktienregister eingetragene Aktionär:in ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über

die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Aktionär:innen, deren Anteil am Grundkapital 10 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) (50,4 Prozent), die Panta Re AG, Bremen (12,6 Prozent), und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen (12,6 Prozent).

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die BLG AG hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeitende der Gruppe Aktien halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen oben in der Erklärung zur Unternehmensführung.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Beschäftigten für den Fall eines Übernahmeangebots.

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Der Aufsichtsrat und seine Mandate

Die Besetzung der Ausschüsse ist der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.

Name Ort Funktion/Beruf Mandate1
Dr. Klaus Meier Bremen Vorsitzender Deutsche Windtechnik AG, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats
bestellt seit 31.05.2012 Geschäftsführender Gesellschafter der wpd windmanager GmbH & Co. KG, Bremen wpd AG, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Rechtsanwalt EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
Christine Behle Berlin Stellvertretende Vorsitzende Deutsche Lufthansa AG, Köln, stellv. AR-Vorsitzende
bestellt seit 23.05.2013 Stellvertretende Vorsitzende der ver.di Die Autobahn GmbH des Bundes, Präsidium
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin
Sonja Berndt Ritterhude Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 24.05.2018 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Heiner Dettmer Bremen Geschäftsführender Gesellschafter Dettmer Group KG, Bremen keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 24.05.2018
Fabian Goiny Geestland Supervisor Automobilumschlag Gesamthafenbetrieb im Lande Bremen GmbH, Bremerhaven
bestellt seit 01.01.2022 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Mitglied des Betriebsrats der
BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
Melf Grantz Bremerhaven Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven, Bremerhaven keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 01.03.2011
Udo Klöpping Bremen Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 24.05.2018
Wybcke Meier Hamburg Vorsitzende der Geschäftsführung TUI Cruises GmbH, Hamburg keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 24.05.2018
Dr. Tim Nesemann Bremen Vorsitzender des Vorstands Finanzholding der Sparkasse in Bremen Deutsche Factoring Bank GmbH & Co. KG, Bremen
bestellt seit 01.04.2011 Vorsitzender des Vorstands von Die Sparkasse Bremen AG, Bremen GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
Name Ort Funktion/Beruf Mandate1
Beate Pernak Bremen Sachbearbeiterin Personalabrechnung der keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 01.07.2020 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Mitglied des Betriebsrats der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Martin Peter Hannover Landesbezirksfachbereichsleiter
Fachbereich Verkehr ver.di
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt seit 11.03.2022 Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
Jörn Schepull Bremerhaven Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats EUROGATE Container Terminal EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt seit 01.07.2021 Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
Dr. Claudia Schilling Bremerhaven Senatorin für Wissenschaft und Häfen sowie bremenports Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven
bestellt seit 13.01.2020 Senatorin für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen, Bremen bremenports GmbH & Co. KG, Bremen
WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Bremen
Dietmar Strehl Bremen Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Bremen EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt seit 13.01.2020 BREBAU GmbH, Bremen
BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und
Stadtentwicklung mbH, Bremerhaven
Performa Nord, Bremen (Betriebsausschuss)
Immobilien Bremen, AöR, Bremen (Verwaltungsrat)
Reiner Thau Hamburg Vorsitzender des Betriebsrats EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt seit 15.10.2013 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
Vera Visser Bremen Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Verkehr ver.di EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt seit 24.01.2020 Bezirk Bremen-Nordniedersachsen, Bremen
bestellt bis 28.02.2022
Dr. Patrick Wendisch Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der Lampe & Schwartze KG, Bremen OAS Aktiengesellschaft, Bremen
bestellt seit 05.06.2008
Im Berichtsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats:
Karl-Heinz Dammann Geestland Ehemaliger Vorsitzender des Konzernbetriebsrats EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt bis 30.06.2021 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
Ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats (beide Mandate jeweils bis 31.03.2021)
EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
Klaus Pollok Bremerhaven Prozessmanager keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bestellt bis 31.12.2021 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven

1 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

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Der Vorstand und seine Mandate

Name Ort Funktion/Zuständigkeiten Mandate1
Frank Dreeke Ganderkesee Vorsitzender EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
geboren 1959 Compliance Vorsitzender
bestellt bis 31.12.2024 Führungskräfte
IT
Kommunikation
Koordination Vorstand
Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Revision
Unternehmensstrategie
Verkehrspolitik
Michael Blach Bremen Geschäftsbereich CONTAINER EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
geboren 1964 Vorsitzender
bestellt bis 31.05.2026 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
Vorsitzender
EUROGATE Technical Services GmbH, Hamburg
Vorsitzender
Andrea Eck Bremen Geschäftsbereich AUTOMOBILE keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1963
bestellt bis 31.12.2024
Christine Hein Bremen Vorstand Finanzen EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (seit
17.02.2021)
geboren 1967 Einkauf
bestellt bis 31.10.2023 Financial Services
International Corporate Finance/M&A
Legal & Insurance
Treasury
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Gruppenlagebericht
Gruppenlageberichtt
Gruppenlageberich
Gruppenabschluss
Gruppenabschluss
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Der Vorstand und seine Mandate
Der Vorstand und seine Mandate
Name Ort
Funktion/Zuständigkeiten
Mandate1
Matthias Magnor Bremen Geschäftsbereich CONTRACT keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1974
bestellt seit 01.10.2021
bestellt bis 30.09.2024
Ulrike Riedel Bremen Arbeitsdirektorin Gesamthafenbetrieb im Lande Bremen GmbH, Bremerhaven
geboren 1972 Personal Vorsitzende
bestellt bis 30.06.2025 Sicherheit/Umweltschutz Jacobs University Bremen, gGmbH, Bremen (bis 14.12.2021)
Jens Wollesen Lilienthal Geschäftsbereich CONTRACT keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1967
bestellt bis 30.09.2021

1 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Der Beirat

Das Gremium renommierter externer Fachleute berät BLG LOGISTICS bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.

Funktion/Organisation
Vorsitzender des Beirats der BLG
Geschäftsführender Direktor/Leiter Bereich Logistik Technische Universität Berlin, Berlin
Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen
Geschäftsführer/Verleger NORDSEE-ZEITUNG GmbH, Bremerhaven
Geschäftsführender Gesellschafter Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg
Ehem. Vorsitzender des Beirats Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS & Co. KG, Hamburg
Mitglied des Beirats der Vorwerk-Gruppe, Schweiz
Geschäftsführer AutoValue GmbH, Frankfurt
Vorsitzender des Aufsichtsrats Nehlsen AG, Bremen
Geschäftsführender Gesellschafter KMS –
Kellermann Management Solutions GmbH, Weil der Stadt
Senator a. D.
Ehrenpräsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V., Bad Homburg
Finanzen, Organisationsentwicklung, Prozessmanagement (FO), BMW GROUP, München
Geschäftsführender Gesellschafter wpd windmanager GmbH & Co. KG, Bremen
Vorsitzender des Aufsichtsrats BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen
Geschäftsführender Gesellschafter Logivest GmbH, München
Ehem. President Corporate Sector Purchasing and Logistics (CP/P), Robert Bosch GmbH, Stuttgart
Leiter Einkauf Automotive und Aftermarket, Schaeffler Gruppe, Herzogenaurach
Geschäftsführer DVV Media Group GmbH, Hamburg
Geschäftsführende Direktorin Institut für deutsch-chinesische Zusammenarbeit, München
BWL-Professorin Technische Hochschule Nürnberg, Nürnberg

Glossar

Amortisation

Rückfluss des investierten Kapitals durch Erträge.

At Equity/Equity-Methode

Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Gruppenabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht beziehungsweise vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.

Cashflow

Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.

Cargomodale Dienste

Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply Chain Management.

Compliance

Gruppenlagebericht

Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.

Corporate Governance

Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z. B. Aktie oder Anleihe) ableitet.

Discounted-Cashflow-Methode

Bewertungsverfahren: Zukünftige Zahlungsüber- beziehungsweise -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = operatives Ergebnis.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

EBT

Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.

Erbbaurecht

Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgelts (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.

Forward-Zinsswap

Der Forward-Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.

Hedging

Eine Strategie zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).

Hypothetische Derivate-Methode

Methode der Effektivitätsmessung derivativer Finanzinstrumente durch Vergleich der Marktwertveränderung des Derivats mit der eines hypothetischen Derivats, welches das zu sichernde Risiko perfekt absichert.

IAS

International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").

IASB

International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.

IFRIC

International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.

IFRS

International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.

Impairment-Test

Werthaltigkeitstest nach IFRS.

Joint Venture

Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.

Liability-Methode

Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.

Matching Principle

IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.

Other Long-Term Benefits

Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Post Employment Benefits

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Pro rata temporis

Zeitanteilig.

Projected-Unit-Credit-Methode

Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.

Recoverable Amount

Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstands voraussichtlich erzielbarer Wert.

RoCE

Return on Capital Employed. Zeigt an, wie groß die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist. Dazu setzt der RoCE das EBIT mit dem im Unternehmen gebundenen Vermögen ins Verhältnis.

Sonstiges Ergebnis

Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z. B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Stage-of-completion-Methode (SoC)

IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.

TEU

Twenty Foot Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).

Thesaurieren

Einbehalten von Gewinnen.

Vollkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Gruppenabschluss einbezogen werden.

Working Capital

Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit (Cash Generating Unit)

Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Zinsswap

Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.

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Finanzkalender

  1. Juni 2022 Ordentliche Hauptversammlung 2022

  2. Juni 2022 Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2021

30. September 2022

Zwischenbericht Januar bis Juni 2022

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Herausgeber

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen Deutschland www.blg-logistics.com

Kontakt

Investor Relations

Marco Tschöpe Ole Kindt Julia Färber Telefon: +49 421 398 3756 E-Mail: [email protected] www.blg-logistics.com/ir

Projektkoordination und Umsetzung Ole Kindt

Bildnachweise

Hauke Dressler: Titelmotiv Oliver Lang: Titelmotiv, Seite 14 Stefan Schmidbauer: Titelmotiv Andreas Müller: Seite 8

Design

3st kommunikation GmbH, Mainz

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der BLG AG bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagenbasieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BLG AG weder beabsichtigt noch übernimmt die BLG AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

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Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z. B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Finanzbericht enthaltenen und den zum Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

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