Annual Report • Apr 21, 2021
Annual Report
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BLG LOGISTICS ist ein Seehafen- und Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Seit über 140 Jahren stehen wir für Logistik mit Herz und Verstand. Für unsere Kunden aus Industrie und Handel gestalten wir die Logistik, indem wir mit hoher Fachkompetenz innovative, hochkomplexe und zukunftsfähige Logistiklösungen entwickeln und umsetzen.
Heute ist die BLG-Gruppe mit über 100 Standorten und Niederlassungen in Europa, Amerika, Afrika und Asien auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.
Bis 2030 will BLG LOGISTICS klimaneutral sein. Dabei sind wir der erste deutsche Logistikdienstleister mit einer wissenschaftlich anerkannten Klimaschutzzielsetzung.
Als Arbeitgeber agieren wir daher persönlich, wertschätzend und zukunftsorientiert. Einschließlich aller Beteiligungen bietet BLG LOGISTICS gegenwärtig rund 20.000 Arbeitsplätze weltweit. Der Hauptsitz der BLG-Gruppe befindet sich in der Freien Hansestadt Bremen.
| 03 | Gruppenabschluss |
|---|---|
| 88 | Gruppengewinn- und -verlustrechnung |
| 89 | Gruppengesamtergebnisrechnung |
| 90 | Gruppenbilanz |
| 92 | Segmentberichterstattung |
Die Online-Version hält für Sie noch viele zusätzliche Informationen, Filme und einen Kennzahlenrechner bereit. Dort finden Sie den Finan]bericht, 1achhaltigkeitsbericht und das Maga]in. .larer .urs: digital.
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen
| TEUR | 2020 | 2019 | Veränd. absolut |
Veränd. prozentual |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | |||||
| Umsatzerlöse | 1.065.235 | 1.158.632 | -93.397 | -8,1 | |
| EBT | -116.127 | 37.544 | -153.671 | -409,3 | |
| EBT-Marge2 | Prozent | -10,9 | 3,2 | -14,1 | -440,6 |
| Vermögens- und Kapitalstruktur | |||||
| Bilanzsumme | 1.194.093 | 1.288.303 | -94.210 | -7,3 | |
| Zahlungswirksame Investitionen | 69.890 | 54.386 | 15.504 | 28,5 | |
| Eigenkapital | 59.741 | 203.364 | -143.622 | -70,6 | |
| Eigenkapitalquote | Prozent | 5,0 | 15,8 | -10,8 | -68,4 |
| Nettoverschuldung | 676.904 | 611.895 | 65.010 | 10,6 | |
| Cashflows | |||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 27.264 | 65.701 | -38.437 | -58,5 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -32.889 | 3.815 | -36.704 | -962,1 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -14.706 | -72.073 | 57.367 | 79,6 | |
| Kennzahlen zur BLG-Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,29 | 0,38 | -0,09 | -23,7 |
| Dividende | EUR | 0,11 | 0,40 | -0,29 | -72,5 |
| Prozent | 4,2 | 15,4 | -11,2 | -72,5 | |
| Dividendenrendite | Prozent | 0,9 | 3,1 | -2,2 | -71,1 |
| Personal | |||||
| Mitarbeitende3 | Anzahl | 11.609 | 11.720 | -111 | -0,9 |
| Arbeitsplätze weltweit | Anzahl | 20.000 | 20.000 | 0 | 0,0 |
1 Kennzahlen nach Überleitung. Die Überleitung ist in der Segmentberichterstattung dargestellt.
2 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf den Gruppenlagebericht, Abschnitt Grundlagen der Gruppe.
3 Ermittlung gemäß § 267 Absatz 5 HGB inkl. Geschäftsbereich CONTAINER
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist der führende Technik- und Logistikdienstleister für die internationale Automobilindustrie. BLG LOGISTICS setzt in diesem Bereich weltumspannend multimodale Verkehrsträger für die Logistik ein und verknüpft individuelle und innovative technische Dienstleistungen miteinander.
| 2020 | 2019 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | 521.377 | 603.734 |
| EBT | TEUR | -8.998 | 19.324 |
| EBT-Marge | Prozent | -1,7 | 3,2 |
| Mitarbeitende | Anzahl | 3.331 | 3.308 |
Umsatzanteil
Umsatzanteil
Der Geschäftsbereich CONTRACT managt komplexe Projekte und bietet seinen Kunden verlässliche vor- und nachgelagerte Logistiklösungen an. An mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee arbeitet BLG LOGISTICS in eigenen Logistikzentren sowie in den Produktionsbereichen und Lagern unserer Kunden.
| 2020 | 2019 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | 552.621 | 563.934 |
| EBT | TEUR | -13.891 | 7.436 |
| EBT-Marge | Prozent | -2,5 | 1,3 |
| Mitarbeitende | Anzahl | 6.287 | 6.393 |
EUROGATE, an der BLG LOGISTICS zu 50 Prozent beteiligt ist, ist Europas führende, reedereiunabhängige Containerterminal-Gruppe. Sie betreibt, teilweise mit Partnern, im Netzwerk zwölf Containerterminals von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Das Leistungsspektrum wird abgerundet durch intermodale Dienstleistungen und Services rund um die Box.
| 2020 | 2019 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | 263.522 | 282.304 |
| EBT | TEUR | -67.274 | 23.699 |
| EBT-Marge | Prozent | -25,5 | 8,4 |
| Mitarbeitende | Anzahl | 1.618 | 1.653 |
Umsatzanteil
als modernes Logistikunternehmen bewegen wir uns stets in einem herausfordernden Umfeld. Doch das Corona-Jahr 2020 war beispiellos. Es hat unser Geschäft in nie gekanntem Maße beeinflusst. Nicht einmal die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 hatte derartige Auswirkungen auf unsere Geschäfte.
Die Verluste im operativen Bereich sind wesentlich. Der Geschäftseinbruch 2020 ist im Wesentlichen dem ersten, fast weltweiten Lockdown geschuldet. Es gab massive Umsatzeinbrüche im Frühjahr. Ab Sommer normalisierte sich das Geschäft zunehmend. Wertberichtigungen und Rückstellungen schlagen zum Jahresende zusätzlich stark zu Buche. Wir sind realistisch: Die Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage wird einige Zeit dauern.
Die gute Nachricht ist: Wir sind stabil aufgestellt, bieten als Unternehmen vielfältige Dienstleistungen in unterschiedlichen Branchen an. Die Kunden blieben uns treu, wir konnten 2020 neue Standorte eröffnen und bestehende erweitern. Darauf sind wir stolz. Der Fokus auf den Markt und die Verbesserung der Wertschöpfung unserer Kunden bleiben für uns von größter Bedeutung.
Unser Dank gilt insbesondere den Mitarbeitenden, die sich gemeinsam den ständig neuen Herausforderungen des Pandemiejahres stellten. Sie haben die Werte unserer Unternehmenskultur – wie verantwortungsbewusst und veränderungsbereit – jeden Tag gelebt. Wir sind froh, dass es – dank unserer umfangreichen und frühzeitigen Hygienekonzepte – keine Infektionen am Arbeitsplatz gab.
Nicht nur im Bereich Kunden und Mitarbeitende halten wir einen "Klaren Kurs Zukunft". Das Motto des diesjährigen Unternehmensberichts gilt für viele Bereiche unseres Unternehmens.
Wir haben mit "Mission Klima" den Weg zum klimaneutralen Unternehmen 2030 eingeschlagen. Die BLG ist dabei seit Herbst 2020 der erste deutsche Logistikdienstleister mit einer wissenschaftlich anerkannten Klimaschutzzielsetzung durch die renommierte Science Based Targets initiative (SBTi).
Auch im Bereich Digitalisierung und Innovation blicken wir auf richtungsweisende Projekte. Im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) starteten drei Forschungsprojekte mit namhaften Partnern. Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich dabei auf knapp EUR 6 Millionen.
Seien Sie gewiss: Wir setzen weiterhin alles daran, als Unternehmen robust und zukunftsfähig zu bleiben.
Wir danken Ihnen, verehrte Aktionär:innen, dass Sie uns auch in schwierigen Zeiten Ihr Vertrauen ausgesprochen haben.
Vorstandsvorsitzender Geschäftsbereich Geschäftsbereich Vorstand Finanzen Arbeitsdirektorin Geschäftsbereich
CONTAINER AUTOMOBILE CONTRACT
Frank Dreeke Michael Blach Andrea Eck Christine Hein Ulrike Riedel Jens Wollesen
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Brief des Vorstands
Frank Dreeke Vorstandsvorsitzender
Andrea Eck Geschäftsbereich AUTOMO%ILE
Michael Blach Geschäftsbereich &O1TAI1ER
Christine Hein Vorstand Finanzen
Jens Wollesen Geschäftsbereich &O1TRA&T
Ulrike Riedel Arbeitsdirektorin
das Geschäftsjahr 2020 ist massiv geprägt von der im Februar 2020 ausgebrochenen Corona-Pandemie. Sie hatte massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die globalen Handelsströme sowie die damit im Zusammenhang stehenden Lieferketten. Neben der Bewältigung der unternehmerischen Herausforderungen hat der Vorstand von Beginn an ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit unserer Mitarbeitenden gelegt und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Dabei wurden die Aufrechterhaltung des Betriebs sowie die Weiterführung von Projekten und wichtige Zukunftsthemen nicht aus den Augen verloren. Ich bin daher überzeugt, dass wir mit einem klaren Kurs aus diesen herausfordernden Zeiten hinausmanövrieren werden und gestärkt in die Zukunft schauen können.
Im Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben engagiert wahrgenommen und sich regelmäßig sowie ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand, sodass der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Lage der Gesellschaft und der BLG-Gruppe informiert wurde.
Den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Geschäftsführung und beriet ihn in Fragen der Unternehmensleitung.
Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands, mit Ausnahme von Personalthemen, stets teilgenommen. Entsprechend den neuen Empfehlungen der am 20. März 2020 im Bundesanzeiger veröffentlichten aktuellen Fassung des DCGK sind für die Zukunft auch regelmäßige Tagungen ohne den Vorstand vorgesehen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für BLG LOGISTICS war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage einschließlich der
Dr. Klaus Meier Vorsitzender des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrats
Risikolage und die Entwicklungsperspektiven von BLG LOGISTICS, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.
Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2020 zu insgesamt vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen. Aufgrund der besonderen Umstände der Corona-Pandemie bestand bei einzelnen Präsenzsitzungen die Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form. Die durchschnittliche Präsenzquote betrug 98 Prozent; kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2020 bei 100 Prozent. Die von den Aktionär:innen und die von den Beschäftigten gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Besprechungen vorbereitet. Die Details der Sitzungsteilnahmen sind der nebenstehenden Tabelle zu entnehmen.
Der Investitionsausschuss und der Vermittlungsausschuss (Ausschuss nach § 27 Absatz 3 MitbestG) haben im Geschäftsjahr 2020 nicht getagt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Der DCGK verlangt vor der Übernahme von Nebentätigkeiten, insbesondere externer Aufsichtsratsmandate, durch Mitglieder des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats. Bei den übernommenen Mandaten waren keine Interessenkonflikte erkennbar, sie lagen vielmehr durchweg im Interesse von BLG LOGISTICS.
| Sitzungsteilnahmen 2020 | Aufsichts rat |
Personal ausschuss |
Prüfungs ausschuss |
Gesamt in Prozent |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Klaus Meier | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Christine Behle | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Sonja Berndt (Personalausschuss ab 17.09.2020, Prüfungsausschuss bis 17.09.2020) |
4/4 | 1/1 | 100 | |
| Karl-Heinz Dammann | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Heiner Dettmer | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Melf Grantz | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Udo Klöpping | 4/4 | 100 | ||
| Wybcke Meier | 3/4 | 75 | ||
| Dr. Tim Nesemann | 4/4 | 2/2 | 100 | |
| Beate Pernak (ab 01.07.2020, Prüfungsausschuss ab 17.09.2020) | 2/2 | 1/1 | 100 | |
| Klaus Pollok | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Dr. Claudia Schilling (ab 13.01.2020) | 4/4 | 4/4 | 100 | |
| Dietmar Strehl (ab 13.01.2020) | 4/4 | 2/2 | 100 | |
| Dieter Strerath (bis 30.06.2020) | 2/2 | 2/2 | 100 | |
| Reiner Thau | 4/4 | 2/2 | 100 | |
| Vera Visser (ab 24.01.2020, Prüfungsausschuss ab 27.02.2020) | 4/4 | 2/2 | 100 | |
| Dr. Patrick Wendisch | 4/4 | 2/2 | 100 | |
| Gesamt in Prozent | 98 | 100 | 100 | 99 |
Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrats in seinen vier turnusmäßigen Sitzungen im Jahr 2020 standen immer wieder die Herausforderungen durch die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie und die daraus resultierende Ertragslage. Des Weiteren wurden wichtige Fragen der Strategie, der Geschäftstätigkeit der BLG LOGISTICS und ihrer Geschäftsbereiche sowie Personalthemen behandelt. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in
seinen einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit strategischen Themen und geopolitischen Einschätzungen, wie dem Ausbau der Geschäftsfelder Industrielogistik (Europa) und Inlandterminals sowie dem weiteren Wachstum von BLG LOGISTICS durch Neugeschäfte und Investitionen, dem Jahres- und Gruppenabschluss, der aktuellen Risikolage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der
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Bericht des Aufsichtsrats
Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2020, den Anforderungen des überarbeiteten DCGK (inkl. Vorstandsvergütung) sowie der Vorbereitung der nichtfinanziellen Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB.
Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Unternehmenslage in der Corona-Pandemie, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung sowie zu entsprechenden Szenarien aufgrund der Corona-Pandemie wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 10. Dezember 2020 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnisund Finanzplanung eingehend diskutiert. Des Weiteren berichtete die Leitung der Abteilungen Interne Revision und Compliance in der Sitzung im Aufsichtsrat.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2019 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:
Mit Wirkung zum 30. November 2019 hat Herr Martin Günthner sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Dr. Claudia Schilling nachgerückt. Frau Dr. Claudia Schilling ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 13. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 30. November 2019 hat Frau Karoline Linnert ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An ihre Stelle ist Herr Dietmar Strehl nachgerückt. Herr Dietmar Strehl ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 13. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat Herr Stefan Schubert sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Vera Visser nachgerückt. Frau Vera Visser ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 24. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 hat Herr Dieter Strerath sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Beate Pernak mit Wirkung zum 1. Juli 2020 nachgerückt. Frau Beate Pernak wurde im Jahr 2018 als Ersatzmitglied gewählt.
Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.
In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich im Geschäftsjahr 2020 folgende Änderungen ergeben:
Der ehemalige Arbeitsdirektor, Herr Dieter Schumacher (ursprünglich bestellt bis 31. Dezember 2020), ist am 19. Februar 2020 verstorben. Seine Nachfolge als Arbeitsdirektorin hat Frau Ulrike Riedel angetreten, die seit dem 1. Juli 2020 bestellt ist.
Der ehemalige Finanzvorstand, Herr Jens Bieniek (ursprünglich bestellt bis 31. Mai 2021), hat sein Mandat am 11. Dezember 2020 niedergelegt. Seine Nachfolge hat Frau Christine Hein angetreten, die seit dem 1. November 2020 Mitglied des Vorstands ist.
In seiner Sitzung am 17. September 2020 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Michael Blach um fünf Jahre zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Mai 2026.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zusätzlich vier Ausschüsse eingerichtet. Als Ausschüsse des Aufsichtsrats bestehen ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss, ein Investitionsausschuss sowie ein Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Absatz 3 MitbestG. Sie bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats im Plenum vor und entscheiden, soweit zulässig, in Einzelfällen an seiner Stelle. Für den Prüfungsausschuss und den Investitionsausschuss gelten jeweils separate Geschäftsordnungen. Sämtliche Ausschüsse sind paritätisch besetzt.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2020 zu zwei Sitzungen zusammengetreten. Gegenstand der Sitzung am 21. April 2020 war vor allem die umfangreiche Erörterung und Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses sowie der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2019. Bei der Befassung mit dem Jahresabschluss waren Vertretende der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zugeschaltet und haben entsprechend über die Ergebnisse der Abschlussprüfung berichtet. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Verwendung des Bilanzgewinns (HGB) sowie die Einberufung zur Hauptversammlung erörtert und dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen unterbreitet.
Der Prüfungsausschuss überwacht die Auswahl, Unabhängigkeit, Rotation und Effizienz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie die von dieser erbrachten Leistungen und befasst sich mit der Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Diesbezüglich werden entsprechende Fragen im Plenum erörtert. Es wurden keine Hinderungsgründe bekannt, die einer Wahl der Pricewaterhouse-Coopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr 2021 entgegenstehen.
BLG LOGISTICS wechselt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft grundsätzlich mindestens alle fünf Jahre. Der Prüfungsausschuss beschäftigt sich im Rahmen der jeweiligen Ausschreibungen intensiv mit den Kompetenzen, Erfahrungen und der Unabhängigkeit der Kandidaten.
In der Sitzung am 8. Dezember 2020 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss im Wesentlichen mit der Unternehmensplanung inklusive der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung und der Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bildeten die Risikolage und die Weiterentwicklung des Compliance-Systems.
Der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr vier Sitzungen ab. Er befasste sich in allen Sitzungen im Wesentlichen mit Personalangelegenheiten des Vorstands. Ein Schwerpunkt der Beratungen lag auf der Ermittlung und Bestellung der Nachfolge für die Vorstandspositionen Arbeitsdirektor:in und Finanzen. In der Sitzung am 23. April 2020 wurde insbesondere der variable Vergütungsanteil der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2019 behandelt.
Aufgrund der neuen Empfehlungen des DCGK ist eine Überarbeitung des Vergütungssystems für den Vorstand notwendig. Dieses wird derzeit erarbeitet und der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 zur Billigung vorgelegt.
Der Investitionsausschuss und der Vermittlungsausschuss (Ausschuss nach § 27 Absatz 3 MitbestG) sind im Berichtsjahr nicht zusammengetreten.
Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Die leitenden Personen der Ausschüsse haben im Anschluss an die jeweiligen Sitzungen an den Aufsichtsrat über die Tätigkeiten und deren Ergebnisse berichtet und Beschlussempfehlungen unterbreitet.
Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von BLG LOGISTICS unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung werden bei Bedarf interne Schulungen oder Informationsveranstaltungen angeboten. Im Berichtsjahr erfolgte eine interne Schulung insbesondere zu den Themen Organisation und Aufgaben (inkl. Vorstandsvergütung), Rechte und Pflichten sowie Haftung. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen ("Onboarding"). Für einen zusätzlichen, weiteren Einblick in das Unternehmen sollen regelmäßige Tagungen auch an anderen Standorten des Unternehmens erfolgen.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig, wie wirksam er als Organ insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Dabei werden die Ergebnisse eingehend im Aufsichtsrat erörtert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen abgeleitet. Die nächste Überprüfung ist im Geschäftsjahr 2021 geplant. Im Berichtsjahr hat keine explizite Überprüfung stattgefunden. Anhaltspunkte für wesentliche Defizite haben sich nicht ergeben.
Der Aufsichtsrat hat sich mit der Anwendung des DCGK im Unternehmen beschäftigt. Die vom Aufsichtsrat und Vorstand zusammen verfasste 20. Entsprechenserklärung vom 17. September 2020 nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des DCGK entspricht der am 20. März 2020 veröffentlichten Fassung vom 16. Dezember 2019. Die gemeinsame Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der BLG LOGISTICS unter www.blg-logistics.com/ir im Bereich Corporate Governance dauerhaft zugänglich sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung enthalten.
Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020 und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter der ordnungsgemäß gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, zugeschaltet und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.
Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht der BLG AG und der Gruppenabschluss sowie -lagebericht der BLG LOGISTICS sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von der durch die Hauptversammlung gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Jahresabschluss und Lagebericht, der Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht nebst Lagebericht, Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht sowie die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgerecht vorgelegen.
Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Gruppenabschluss, den Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht, die Lageberichte und den Gruppenlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns (HGB) geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses und des Abschlusses zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht einschließlich der Lageberichte durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht sowie den Gruppenabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung der BLG LOGISTICS ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BLG AG.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Bericht des Aufsichtsrats
Nach den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) gibt BLG LOGISTICS seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Die Erklärung für das Geschäftsjahr 2020 ist als gesonderter nichtfinanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht 2020 integriert und wurde vom Aufsichtsrat inhaltlich geprüft. Die Prüfung führte zu keinen Einwendungen. reporting.blg-logistics.com
Der Aufsichtsrat dankt in diesem besonders herausfordernden Jahr dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden für das große Engagement und das nachhaltige Bestreben, unser Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass BLG LOGISTICS mit einem klaren Kurs in Richtung Zukunft die Krise hinter sich lassen wird und so die Ertragskraft der Gruppe langfristig sichern kann.
Bremen, im April 2021
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Meier Vorsitzender
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Erklärung zur
Unternehmensführung
Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens.
Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).
Der Vorstand hat am 31. August 2020 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 17. September 2020 die 20. Entsprechenserklärung zum DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 abgegeben.
"Die BLG AG hat den Empfehlungen der Regierungskommission mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen während des Erklärungszeitraums mit nachfolgenden Ausnahmen entsprechen:
"Für Aufsichtsratsmitglieder soll eine Altersgrenze festgelegt und in der Erklärung zur Unternehmensführung angegeben werden."
Der Aufsichtsrat hat für seine Mitglieder in der Geschäftsordnung eine Altersgrenze definiert.
Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien die von ihm festgelegte Altersgrenze und das tatsächliche Alter des Kandidaten. Eine statische Auswahl der Kandidaten allein nach ihrem Alter und der festgelegten Altersgrenzen findet nicht statt. Das tatsächliche Alter wird in das Verhältnis u. a. zu der fachlichen und persönlichen Eignung des Kandidaten und weiteren Anforderungen aus den Kriterien der Diversity gesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat achten bei der Besetzung von Funktionen auf Diversity sowie Unabhängigkeit.
"Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder angehören; dabei soll die Eigentümerstruktur berücksichtigt werden. (…)"
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft sind aktuell wesentliche Großaktionäre vertreten, die einen überwiegenden Teil der Stimmrechte (>60 Prozent) abdecken. Es sind unabhängige Mitglieder in einer angemessenen Anzahl vertreten. Die Besetzung des Aufsichtsrats ist daher sachgerecht erfolgt und es bedarf keiner weitergehenden Berücksichtigung der Eigentümerstruktur.
"(…) Die Anteilseignerseite soll, wenn sie die Unabhängigkeit ihrer Mitglieder von der Gesellschaft und vom Vorstand einschätzt, insbesondere berücksichtigen, ob das Aufsichtsratsmitglied selbst oder ein naher Familienangehöriger des Aufsichtsratsmitglieds (…) dem Aufsichtsrat mehr als 12 Jahre angehört."
Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass eine zeitliche Obergrenze für die Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat kein sachgerechtes Kriterium für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats darstellt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind bestrebt, auf eine Mischung von erfahrenen und neu gewählten Aufsichtsratsmitgliedern zu achten. Ferner muss die vom Kodex geforderte Vielfalt auch in Bezug auf die unterschiedliche Zugehörigkeitsdauer zum Gremium und die damit verbundenen unternehmensspezifischen Kenntnisse sowie Erfahrungen der Mitglieder gelten.
"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt."
Die Befugnisse des Nominierungsausschusses hat der Aufsichtsrat dem Personalausschuss übertragen. Der Personalausschuss ist mit Vertretern der Anteilseigner und Vertretern der Arbeitnehmerseite besetzt.
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Unternehmensführung
"Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sollen binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein."
Die BLG AG kann momentan nicht alle empfohlenen Fristen einhalten. Mittelfristig ist die vollständige Verfolgung dieser Empfehlung jedoch geplant. Der Gruppenabschluss wird innerhalb von vier Monaten nach Geschäftsjahresende veröffentlicht.
"Ist die Gesellschaft nicht zu Quartalsmitteilungen verpflichtet, soll sie unterjährig neben dem Halbjahresfinanzbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, informieren."
Da nach den aktuellen International Financial Reporting Standards (IFRS) die BLG AG über keine zu konsolidierenden Tochterunternehmen verfügt, wäre eine Quartalsmitteilung nur auf Ebene der Gesellschaft zu erstellen. Aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft, die im Wesentlichen eine Haftungs- und Geschäftsführungsfunktion erfüllt, sind wesentliche Veränderungen in der Geschäftsentwicklung und Risikolage in der Regel nicht zu erwarten. Der Aufwand der Erstellung einer Quartalsinformation steht daher für die Gesellschaft in keinem vernünftigen Verhältnis zum Mehrwert der Information.
(Text des Kodex hier nicht wiedergegeben)
Der Aufsichtsrat entwickelt derzeit entsprechend den Vorgaben des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) ein neues Vergütungssystem, dass der Hauptversammlung im Jahr 2021 zur Billigung vorgelegt wird. Daher können die Anforderungen und Empfehlungen des DCGK 2019, die auf dem ARUG II basieren aktuell noch nicht vollständig erfüllt werden."
Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.
Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik von BLG LOGISTICS. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitenden und Aktionär:innen. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des gruppeneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Ethics).
Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.
Wesentliche Bestandteile unseres 2014 eingeführten Compliance-Systems sind unser Verhaltenskodex und unsere Anti-Korruptionsrichtlinie. Diese Richtlinie wird jährlich auf neue rechtliche Bestimmungen oder spezifische Erfahrungen aus dem Unternehmen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Anfang 2017 ist zudem unsere Compliance-Richtlinie in Kraft getreten, welche die Zusammenarbeit zwischen den Zentralbereichen und den operativen Bereichen konkretisiert.
Unsere Regelwerke gelten für alle inländischen Gesellschaften, an denen BLG LOGISTICS unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 Prozent der Geschäftsanteile hält oder die unternehmerische Führung innehat. Gesellschaften, die nicht dem deutschen Recht unterliegen, haben diese Richtlinien entsprechend ihrem Landesrecht anzuwenden.
Mit unserem Compliance-System stellen wir klar, dass wir Korruption in keiner Weise dulden. Wir lassen Diskriminierung, gleich welcher Art, nicht zu. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben für uns höchste Priorität. Wir nutzen unsere Ressourcen verantwortungsvoll und stellen uns einem fairen Wettbewerb.
Bei der Einführung des Systems haben alle Beschäftigten von BLG LOGISTICS den Verhaltenskodex per Post erhalten. Neue Mitarbeitende erhalten ihn in ihrer Begrüßungsmappe, Leiharbeitende werden bei der Erstunterweisung aufmerksam gemacht. Zusammen mit der Anti-Korruptionsrichtlinie und der Compliance-Richtlinie ist der Kodex außerdem im Intranet nachzulesen. Informationen zum Erklärung zur Unternehmensführung
Compliance-System, der Verhaltenskodex sowie Ansprechpartner sind darüber hinaus öffentlich im Internet einzusehen. An den ausländischen Standorten stehen die Richtlinien in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung. Der Verhaltenskodex und die Anti-Korruptionsrichtlinie sind verbindlich für alle internen und externen Mitarbeitenden sowie für beratende Personen von BLG LOGISTICS.
An der Spitze unseres Compliance-Systems steht der BLG-Vorstandsvorsitzende als Chief Compliance Officer. Eine vom Vorstand beauftragte Person für Compliance entwickelt die Compliance-Strategie in Abstimmung mit dem Vorstand weiter und unterrichtet diesen regelmäßig in allen relevanten Compliance-Angelegenheiten. Als neutrale Ansprechperson steht sie den Mitarbeitenden bei Fragen zum Verhaltenskodex sowie bei Hinweisen zu Rechtsverstößen zur Verfügung. Eine extern bestellte Ombudsperson bietet sowohl den Mitarbeitenden als auch Dritten zudem die Möglichkeit, anonym Hinweise auf Compliance-Verstöße zu geben.
Unter www.blg-logistics.com/compliance stehen weitere Informationen sowie der Verhaltenskodex der BLG zur Verfügung.
Bei der Umsetzung und Einhaltung von Verhaltenskodex und Anti-Korruptionsrichtlinie haben der Vorstand und die Führungskräfte von BLG LOGISTICS eine Vorbildfunktion. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass in ihrem Verantwortungsbereich alle Beschäftigten mit den Regeln vertraut sind und diese strikt einhalten. Die Mitarbeitenden sind verpflichtet, auf Missstände oder den Verdacht eines Rechtsverstoßes hinzuweisen. Elementarer Bestandteil der Korruptionsprävention ist es, die Beschäftigten zu sensibilisieren und offen über Korruptionsgefahren zu diskutieren. Zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz des Unternehmens ist in allen rechtlich relevanten Geschäftsprozessen das Vier-Augen-Prinzip anzuwenden. Jedes Handeln und jede Entscheidung hat transparent, sachlich und nach objektiven Kriterien zu erfolgen. Durch umfangreiche, regelmäßig stattfindende Schulungen minimieren wir das Korruptionsrisiko und erhöhen bei den Beschäftigten die Sensibilität für Compliance-Themen.
Auch unsere Allgemeinen Auftrags- und Einkaufsbedingungen berücksichtigen das Thema Compliance. Wir fordern von unseren Lieferanten und Dienstleistern, dass sie die Grundsätze des United Nations Global Compact beachten. Siehe auch: www.blg-logistics.com/agbo
Für BLG LOGISTICS spielt Diversität eine große Rolle. Das Diversitätskonzept des Unternehmens schließt die gesamte Gruppe mit ein und geht damit über die Führungsund Aufsichtsebenen hinaus. BLG LOGISTICS sieht Vielfalt als wichtigen Erfolgsfaktor und Bereicherung für ihre Unternehmens-, Führungs-, Projekt- und Mitbestimmungskultur. Diversity Management bedeutet für BLG LOGISTICS einen holistischen Umgang mit den vielfältigen Eigenschaften der Mitarbeitenden. Dabei werden die Diversity-Merkmale Gender, kulturelle Vielfalt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Menschen mit Behinderung, demografischer Wandel und sexuelle Orientierung respektvoll betrachtet. Die Basis des Diversity Managements bilden der Kodex für Arbeitsbeziehungen, die Compliance-Richtlinie, der Bezug auf die Charta der Vielfalt und weitere ergänzende Vereinbarungen. Die Prinzipien dieser Bestimmungen sind in den Rekrutierungsentscheidungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen von BLG LOGISTICS implementiert.
Innerhalb von BLG LOGISTICS ist der Personalbereich für Diversität und die allgemeine Gleichbehandlung zuständig. Der Personalbereich ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Diversity Managements, seine konzeptionelle Weiterentwicklung sowie die Beratung und Unterstützung des Vorstands. Darüber hinaus ist der Personalbereich Ansprechpartner für die Mitarbeitenden in allen Belangen rund um das Thema Diversität. Der Personalbereich gibt Impulse und jedem im Unternehmen eine Stimme. Der Personalbereich versteht Organisationen und Menschen – und bringt sie zusammen. Dafür setzt sich BLG LOGISTICS ein: Ein partnerschaftliches und respektvolles Miteinander.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die BLG AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Gesellschaftsrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet und mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand der BLG AG nimmt die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG), wahr und leitet daher eigenverantwortlich die beiden Unternehmen und vertritt die Gesellschaften bei Geschäften mit Dritten. Der Vorstand ist im Interesse von BLG LOGISTICS sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Der Zuschnitt der Ressorts der einzelnen Vorstandsmitglieder ist im Anhang detailliert aufgeführt.
In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich im Geschäftsjahr 2020 folgende Änderungen ergeben:
Der ehemalige Arbeitsdirektor, Herr Dieter Schumacher (ursprünglich bestellt bis 31. Dezember 2020), ist am
Der ehemalige Finanzvorstand, Herr Jens Bieniek (ursprünglich bestellt bis 31. Mai 2021), hat sein Mandat am 11. Dezember 2020 niedergelegt. Seine Nachfolge hat Frau Christine Hein angetreten, die seit dem 1. November 2020 Mitglied des Vorstands ist.
In seiner Sitzung am 17. September 2020 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Michael Blach um fünf Jahre zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Mai 2026.
Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 Aktiengesetz. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 Aktiengesetz sowie § 15 der Satzung maßgeblich.
Erklärung zur
Unternehmensführung
Im Rahmen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Vorstand Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass die BLG AG, neben dem Vorstand als Organ, keine eigenen Mitarbeitenden beschäftigt, wurde die Zielgröße von jeweils 0 Prozent festgelegt. Diese Quote soll bis zum 30. Juni 2022 beibehalten werden.
Der Aufsichtsrat ist gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands verantwortlich. Die BLG AG strebt an, Vorstandspositionen auch mit im Unternehmen entwickelten Kandidat:innen zu besetzen. Aufgabe des Vorstands ist es, dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl geeigneter Kandidat:innen vorzuschlagen.
Die langfristige Nachfolgeplanung der BLG AG orientiert sich an der Unternehmensstrategie. Grundlage ist eine systematische Managemententwicklung mit den folgenden wesentlichen Elementen:
Dadurch soll ermöglicht werden, dass der Aufsichtsrat bei der Bestellung von Vorständen eine hinreichende Vielfalt in Bezug auf Berufsausbildung und -erfahrung, kulturelle Prägung, Internationalität, Geschlecht und Alter sicherstellen kann und diese mit unserem Diversitätskonzept übereinstimmt. Unabhängig von diesen einzelnen Kriterien ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass letztlich nur die ganzheitliche Würdigung der einzelnen Persönlichkeit ausschlaggebend für eine Bestellung in den Vorstand der BLG AG sein kann.
Die Regelaltersgrenze für die Mitglieder des Vorstands orientiert sich an der Vollendung des 65. Lebensjahres.
Der Vorstand erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung das Kompetenzprofil und die Anforderungen des Diversitätskonzepts.
Der Aufsichtsrat der BLG AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Der Aufsichtsrat wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Des Weiteren nimmt der Aufsichtsrat der BLG AG auch eine inhaltliche Prüfung des nichtfinanziellen Berichts vor.
Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity; vgl. auch oben) im Sinne des DCGK. Der Frauenanteil im Vorstand lag zum 31. Dezember 2020 bei 50,0 Prozent (paritätisch besetzt) und hat somit das angestrebte Ziel von 16,7 Prozent deutlich übertroffen. Bis zum 30. Juni 2022 soll diese Quote beibehalten werden.
Für den Aufsichtsrat selbst werden die gesetzlichen Bestimmungen der Geschlechterquote verfolgt. Der Aufsichtsrat hat sich eine Zielgröße von 30 Prozent gegeben. Bei der BLG hat die Erfüllung der Mindestquote sowohl von den Mitgliedern der Aktionär:innen als auch von den Mitgliedern der Beschäftigten gesondert zu erfolgen (Getrennterfüllung). Somit sollen mindestens vier Frauen im Aufsichtsrat vertreten sein. Bis zum 30. Juni 2022 soll diese Quote beibehalten werden. Zum 31. Dezember 2020 waren fünf Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Damit ist die Zielgröße übertroffen.
Unternehmensführung
Kompetenzprofil
Erklärung zur
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23. Februar 2018 ein Kompetenzprofil festgelegt, welches bei der letzten Wahl zum Aufsichtsrat (Mai 2018) berücksichtigt wurde. Das Profil sieht vor, dass die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidat:innen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein sollen, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Unternehmen wahrzunehmen und das Ansehen von BLG LOGISTICS in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden.
Ziel des Kompetenzprofils ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von BLG LOGISTICS als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Management/Personal (inkl. Diversitätskonzept), Rechnungswesen/Controlling/Risikomanagement, Technik/IT/Digitalisierung (inkl. IT-Sicherheit), Häfen/Logistik und Recht/Governance (inkl. Compliance). Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für BLG LOGISTICS wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt mit dem Sektor vertraut sein, in dem BLG LOGISTICS tätig ist. Mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.
Derzeit sind alle festgelegten Kompetenzen im Aufsichtsrat vorhanden. Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist jeweils zu prüfen, welche wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen.
Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung festgelegt, dass der Aufsichtsrat so zusammengesetzt sein soll, dass eine Anzahl von mindestens fünf unabhängigen Anteilseignervertretern im Sinne von C.7 DCGK erreicht wird.
Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.
Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze sollen zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die nicht älter als 70 Jahre sind. Es wird angestrebt, dass im Aufsichtsrat eine angemessene Erfahrungs- und Altersstruktur besteht.
Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind derzeit folgende Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat als unabhängig im Sinne des DCGK anzusehen: Dr. Klaus Meier, Heiner Dettmer, Wybcke Meier, Dr. Tim Nesemann und Dr. Patrick Wendisch. Die über zwölf Jahre andauernde Mitgliedschaft von Herrn Dr. Patrick Wendisch steht der Einstufung der Unabhängigkeit nach Ansicht des Aufsichtsrats nicht entgegen.
Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig, wie wirksam er als Organ insgesamt und seine Ausschüsse im Einzelnen ihre Aufgaben erfüllen. Dabei werden die Ergebnisse eingehend im Aufsichtsrat erörtert und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen abgeleitet. Die nächste Überprüfung ist im Geschäftsjahr 2021 geplant. Im Berichtsjahr hat keine explizite Überprüfung stattgefunden. Anhaltspunkte für wesentliche Defizite haben sich nicht ergeben.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionär:innen in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Beschäftigten nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählten Mitgliedern.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2019 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:
Mit Wirkung zum 30. November 2019 hat Herr Martin Günthner sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Dr. Claudia Schilling nachgerückt. Frau Dr. Claudia Schilling ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 13. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Erklärung zur Unternehmensführung
Mit Wirkung zum 30. November 2019 hat Frau Karoline Linnert ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An ihre Stelle ist Herr Dietmar Strehl nachgerückt. Herr Dietmar Strehl ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 13. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat Herr Stefan Schubert sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Vera Visser nachgerückt. Frau Vera Visser ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 24. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 hat Herr Dieter Strerath sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Beate Pernak mit Wirkung zum 1. Juli 2020 nachgerückt. Frau Beate Pernak wurde im Jahr 2018 als Ersatzmitglied gewählt.
Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.
Die Zugehörigkeitsdauer und die Mitgliedschaften in den Ausschüssen sind der nebenstehenden Tabelle zu entnehmen.
Weitere Informationen zu Funktionen und Mandaten sind in der Übersicht im Anhang aufgeführt.
Die Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geschäftsordnung sind auf unserer Website veröffentlicht: www.blg-logistics.com/de/unternehmen/vorstand/ aufsichtsrat
| Mitglieder des Aufsichtsrats 2020 |
Mitglied seit |
ausgeschieden | Personal ausschuss |
Prüfungs ausschuss |
Investitions ausschuss |
Vermittlungs ausschuss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Klaus Meier | 05/2012 | Vorsitzender | Vorsitzender | Vorsitzender | ||
| Christine Behle | 05/2013 | stv. Vorsitzende | Mitglied | stv. Vorsitzende | ||
| Sonja Berndt | 05/2018 | seit 17.09.2020 | bis 17.09.2020 | Mitglied | seit 17.09.2020 | |
| Karl-Heinz Dammann | 07/2009 | Mitglied | bis 31.12.2020 | |||
| Heiner Dettmer | 05/2018 | Mitglied | ||||
| Melf Grantz | 03/2011 | Mitglied | bis 31.12.2020 | |||
| Udo Klöpping | 05/2018 | |||||
| Wybcke Meier | 05/2018 | |||||
| Dr. Tim Nesemann | 04/2011 | Mitglied | ||||
| Beate Pernak | 07/2020 | seit 17.09.2020 | seit 17.09.2020 | |||
| Klaus Pollok | 06/2016 | Mitglied | bis 31.12.2020 | |||
| Dr. Claudia Schilling | 01/2020 | seit 13.01.2020 | seit 13.01.2020 | 13.01 bis 31.12.2020 |
||
| Dietmar Strehl | 01/2020 | seit 13.01.2020 | seit 13.01.2020 | ab 01.01.2021 | ||
| Dieter Strerath | 03/2011 | 06/2020 | bis 30.06.2020 | bis 30.06.2020 | bis 30.06.2020 | |
| Reiner Thau | 10/2013 | Mitglied | ||||
| Vera Visser | 01/2020 | seit 27.02.2020 | ||||
| Dr. Patrick Wendisch | 06/2008 | Vorsitzender | bis 31.12.2020 | |||
Neben dem gemäß § 27 Absatz 3 MitbestG zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Investitionsausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind in der Tabelle aufgeführt.
Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem ersten Vorsitz des Aufsichtsrats und der Stellvertretung sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern.
Erklärung zur
Unternehmensführung
LOGISTICS (inkl. Vorschlag für Billigung durch den Aufsichtsrat)
Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zweimal im Jahr.
Vorbereitende Entscheidung und Beschlussfassung besonders definierter, eilbedürftiger Investitionsvorhaben
Dem Investitionsausschuss gehören sechs Mitglieder an, die mit je drei Vertretern der Aktionär:innen und der Beschäftigten des Aufsichtsrats besetzt sind. Den Vorsitz im Ausschuss führt der erste Vorsitz des Aufsichtsrats. Dieser Ausschuss tagt nach Bedarf.
Wahrnehmung der Aufgaben nach § 27 Absatz 3 MitbestG
Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Vermittlungsausschuss, dem der erste Vorsitz des Aufsichtsrats, die Stellvertretung sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.
Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente zu melden und offenzulegen.
Der Aktienbesitz dieses Personenkreises insgesamt beträgt weniger als 1 Prozent der von der BLG AG ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen
Erklärung zur
Unternehmensführung
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.
Jede Aktie gewährt eine Stimme. Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Anteilhabenden, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BLG AG nicht bekannt. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte einer/s Aktionär:in oder Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.
Die Aktionär:innen nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär:in an der Hauptversammlung teilzunehmen und sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär:in nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.
Jede/r im Aktienregister eingetragene Aktionär:in ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.
Aktionär:innen, deren Anteil am Grundkapital 10 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) (50,4 Prozent), die Panta Re AG, Bremen (12,6 Prozent), und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen (12,6 Prozent).
Die BLG AG hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeitende der Gruppe Aktien halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.
Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen oben in der Erklärung zur Unternehmensführung.
Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Beschäftigten für den Fall eines Übernahmeangebots.
Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft dies regelmäßig. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind unter anderem die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Größe und die globale Ausrichtung des Unternehmens sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Die Vergütung ist so zu bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens.
Aufgrund der neuen Empfehlungen des DCGK ist eine Überarbeitung des Vergütungssystems für den Vorstand notwendig. Dieses wird derzeit erarbeitet und der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 zur Billigung vorgelegt.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystematik:
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Grundvergütung, einer dreijährigen EBT-Beteiligung und einem Nachhaltigkeitsbonus.
Die Grundvergütung wird als erfolgsunabhängige Vergütung monatlich anteilig gezahlt. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung eines Dienstwagens oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung vor. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratstätigkeiten bei Gruppengesellschaften Vergütungen.
Die dreijährige EBT-Beteiligung bemisst sich an einem individuellen Beteiligungssatz des jeweiligen Vorstandsmitglieds gemessen am durchschnittlichen EBT (Gruppenergebnis vor Ertragsteuern) des Geschäftsjahres und der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre. Der Vorstandsvorsitzende partizipiert mit einem Satz von 1,0875 Prozent am durchschnittlichen EBT, die übrigen Vorstandsmitglieder mit 0,725 Prozent. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, auf Empfehlung des Personalausschusses den Beteiligungssatz anzupassen.
Der Nachhaltigkeitsbonus wird auf Basis des laufenden Geschäftsjahres und der beiden kommenden Geschäftsjahre berechnet. Die Zieltantieme beträgt TEUR 100 für den Vorstandsvorsitzenden und TEUR 66,7 für die übrigen Vorstandsmitglieder. Die Bemessung erfolgt durch den Vergleich des geplanten durchschnittlichen EBT über die drei Jahre mit dem tatsächlich realisierten durchschnittlichen EBT (Zielerreichung). Dabei ist ein Schwellenwert von mindestens 90 Prozent der Zielerreichung zu verwirklichen. Der maximale Zielerreichungsgrad beträgt 110 Prozent. Zwischen 90 Prozent bis 100 Prozent der Zielerreichung werden anteilig zwischen 75 Prozent und 100 Prozent der Zieltantieme, zwischen 100 Prozent bis 110 Prozent anteilig zwischen 100 Prozent und 150 Prozent der Zieltantieme gewährt. Die Auszahlung erfolgt jeweils im auf das letzte Planjahr folgenden Geschäftsjahr, sofern der Schwellenwert erreicht wird. Neu eingetretene Mitglieder des Vorstands erhalten den Nachhaltigkeitsbonus erstmalig nach einer dreijährigen Sperrfrist ausgezahlt.
Vorstandsverträge, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 abgeschlossen worden sind, sehen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindungszahlung von maximal zwei Jahresvergütungen vor. Sofern die Restlaufzeit des Vertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen. Die Höhe der Abfindung bestimmt sich grundsätzlich nach der Summe aus Festvergütung und variablen Vergütungsteilen ohne Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ende des Anstellungsvertrags. Gene-
relle Entschädigungsvereinbarungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen nicht.
Herr Jens Bieniek hat sein Mandat als Mitglied des Vorstands am 11. Dezember 2020 niedergelegt und ist seit dem 12. Dezember 2020 freigestellt. Gemäß Austrittsvereinbarung erhält er bis zu seiner ursprünglichen Bestellung am 31. Mai 2021 seine feste Vergütung weiter. Ansprüche auf variable Vergütungen werden durch eine Einmalzahlung in Höhe von TEUR 80 Anfang 2021 abgegolten.
Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen erhielt Herr Michael Blach im Geschäftsjahr 2020 eine Nachzahlung über zu wenig ausgezahlte variable Vergütungen für die Jahre 2017 bis 2019 in Höhe von TEUR 174.
Durch die im Wesentlichen durch die Corona-Pandemie geprägte Ergebnislage ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020 ansonsten keine variable Vergütung.
Da Frau Ulrike Riedel im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2020 auch noch für die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG tätig war, erfolgte eine Erstattung in Höhe von 50 Prozent des Gehalts von Frau Ulrike Riedel von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG an die BLG KG.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen für jedes Vorstandsmitglied die für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung.
| Gewährte Zuwendungen | Frank Dreeke Vorstandsvorsitzender Datum Eintritt: 01.01.2013 (Vorsitzender seit 01.06.2013) |
Jens Bieniek Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 Datum Austritt: 11.12.2020 |
Michael Blach1 Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
Andrea Eck Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.2017 |
||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
| Festvergütung | 682 | 690 | 690 | 690 | 381 | 386 | 386 | 386 | 510 | 510 | 510 | 510 | 348 | 359 | 359 | 359 |
| Nebenleistungen | 50 | 46 | 46 | 46 | 33 | 33 | 33 | 33 | 54 | 49 | 49 | 49 | 22 | 20 | 20 | 20 |
| Summe | 732 | 736 | 736 | 736 | 414 | 419 | 419 | 419 | 564 | 559 | 559 | 559 | 370 | 379 | 379 | 379 |
| Variable Vergütung | 394 | 0 | 0 | 450 | 262 | 0 | 0 | 300 | 102 | 174 | 0 | 174 | 262 | 0 | 0 | 300 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Nachhaltigkeitsbonus) |
111 | -100 | 0 | 150 | 74 | -67 | 0 | 100 | 0 | 0 | 0 | 0 | 74 | -67 | 0 | 100 |
| Tranche 2017-2019 zzgl. Spitzabrechnung Vj. |
45 | 0 | 0 | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 |
| Tranche 2018-2020 zzgl. Spitzabrechnung Vj. |
33 | -67 | 0 | 50 | 22 | -45 | 0 | 34 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22 | -45 | 0 | 34 |
| Tranche 2019-2021 | 33 | -33 | 0 | 50 | 22 | -22 | 0 | 33 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22 | -22 | 0 | 33 |
| Tranche 2020-2022 | 0 | 0 | 0 | 50 | 0 | 0 | 0 | 33 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 33 |
| Summe | 1.237 | 636 | 736 | 1.336 | 750 | 352 | 419 | 819 | 666 | 733 | 559 | 733 | 706 | 312 | 379 | 779 |
| Versorgungsaufwand (IAS 19) | 144 | 955 | 175 | 175 | 70 | 772 | 88 | 88 | 88 | 928 | 107 | 107 | 321 | 762 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.381 | 1.591 | 911 | 1.511 | 820 | 1.124 | 507 | 907 | 754 | 1.661 | 666 | 840 | 1.027 | 1.074 | 379 | 779 |
1 Zum Teil erfolgt die Erstattung der Beträge an die BLG KG durch die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG; die variable Vergütung 2020 betrifft Zahlungen für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019
| Gewährte Zuwendungen | Christine Hein Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.11.2020 |
Ulrike Riedel Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.07.2020 |
Dieter Schumacher† Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.2016 Verstorben am 19.02.2020 |
Jens Wollesen Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.07.2016 |
||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
2019 | 2020 | 2020 (Min.) |
2020 (Max.) |
| Festvergütung | 0 | 55 | 55 | 55 | 0 | 165 | 165 | 165 | 355 | 60 | 0 | 0 | 355 | 359 | 359 | 359 |
| Nebenleistungen | 0 | 2 | 2 | 2 | 0 | 4 | 4 | 4 | 31 | 5 | 0 | 0 | 25 | 26 | 26 | 26 |
| Summe | 0 | 57 | 57 | 57 | 0 | 169 | 169 | 169 | 386 | 65 | 0 | 0 | 380 | 385 | 385 | 385 |
| Variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 50 | 0 | 0 | 0 | 0 | 262 | 0 | 0 | 41 | 262 | 0 | 0 | 300 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Nachhaltigkeitsbonus) |
0 | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 | 74 | -67 | 0 | 14 | 74 | -67 | 0 | 100 |
| Tranche 2017-2019 zzgl. Spitzabrechnung Vj. |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 |
| Tranche 2018-2020 zzgl. Spitzabrechnung Vj. |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22 | -45 | 0 | 4 | 22 | -45 | 0 | 34 |
| Tranche 2019-2021 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22 | -22 | 0 | 5 | 22 | -22 | 0 | 33 |
| Tranche 2020-2022 | 0 | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5 | 0 | 0 | 0 | 33 |
| Summe | 0 | 57 | 57 | 113 | 0 | 169 | 169 | 169 | 722 | -2 | 0 | 55 | 716 | 318 | 385 | 785 |
| Versorgungsaufwand (IAS 19) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 943 | 0 | 0 | 221 | 0 | 0 | 0 | 69 | 945 | 88 | 88 |
| Gesamtvergütung | 0 | 57 | 57 | 113 | 0 | 1.112 | 169 | 169 | 943 | -2 | 0 | 55 | 785 | 1.263 | 473 | 873 |
Da das Erreichen des Nachhaltigkeitsbonusses für die Tranchen 2019 bis 2021 und 2020 bis 2022 aufgrund des diesjährigen Ergebnisses unwahrscheinlich ist, wurde im Geschäftsjahr 2020 hierfür kein Betrag zurückgestellt. Die bisherige Gewährung (Rückstellung) für die Tranchen 2018 bis 2020 und 2019 bis 2021 wurde entsprechend zurückgenommen und in den obigen Tabellen negativ dargestellt.
Der Vorstand hat Bereits Mitte des zweiten Quartals 2020 entschieden, aufgrund der sich negativ entwickelnden Ergebnisse angesichts der Pandemie, sowohl auf die variable Vergütung als auch auf den Nachhaltigkeitsbonus zu verzichten.
Der Versorgungsaufwand wird nach IAS 19 dargestellt, da dies der für die Darstellung geeignetste Wert ist.
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Vergütungsbericht An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen
| Jens Bieniek | Vergütung Vergütungund Nachhaltigkeitsbonus mit Differenzierung und Nachhaltigkeitsbonus mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren. Vergütung und Nachhaltigkeitsbonus mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren. Michael Blach1 Andrea Eck |
||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frank Dreeke Vorstandsvorsitzender Frank Dreeke Datum Eintritt: 01.01.2013 Vorstandsvorsitzender (Vorsitzender seit 01.06.2013) Datum Eintritt: 01.01.2013 (Vorsitzender seit 01.06.2013) 2020 2019 |
Mitglied des Vorstands Jens Bieniek Datum Eintritt: 01.06.2013 Mitglied des Vorstands Datum Austritt: 11.12.2020 Datum Eintritt: 01.06.2013 Datum Austritt: 11.12.2020 2020 2019 |
Mitglied des Vorstands Michael Blach1 Datum Eintritt: 01.06.2013 Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 2019 |
Mitglied des Vorstands Andrea Eck Datum Eintritt: 01.01.2017 Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.2017 2020 2019 |
||||||||
| 2019 682 682 |
2020 357 357 |
2019 381 381 |
2020 2020 473 473 |
2019 510 510 |
2020 332 332 |
2019 348 348 |
|||||
| 50 | 33 | 33 | 54 | 54 | 20 | 22 | |||||
| 50 | 33 | 33 | 54 | 54 | 20 | 22 | |||||
| 682 | 357 | 381 | 473 | 510 | 332 | 348 | |||||
| 732 | 390 | 414 | 527 | 564 | 352 | 370 | |||||
| 732 | 390 | 414 | 527 | 564 | 352 | 370 | |||||
| 50 | 33 | 33 | 54 | 54 | 20 | 22 | |||||
| 369 | 262 | 246 | 262 | 316 | 262 | 246 | |||||
| 369 | 262 | 246 | 262 | 316 | 262 | 246 | |||||
| 732 | 390 | 414 | 527 | 564 | 352 | 370 | |||||
| 129 | 74 | 86 | 0 | 29 | 74 | 0 | |||||
| 129 | 74 | 86 | 0 | 29 | 74 | 0 | |||||
| 369 | 262 | 246 | 262 | 316 | 262 | 246 | |||||
| 129 | 0 | 86 | 0 | 29 | 0 | 0 | |||||
| 129 | 0 | 86 | 0 | 29 | 0 | 0 | |||||
| 129 | 74 | 86 | 0 | 29 | 74 | 0 | |||||
| 0 | 74 | 0 | 0 | 0 | 74 | 0 | |||||
| 0 | 74 | 0 | 0 | 0 | 74 | 0 | |||||
| 129 | 0 | 86 | 0 | 29 | 0 | 0 | |||||
| 1.230 | 726 | 746 | 789 | 909 | 688 | 616 | |||||
| 1.230 | 726 | 746 | 789 | 909 | 688 | 616 | |||||
| 0 | 74 | 0 | 0 | 0 | 74 | 0 | |||||
| 144 | 772 | 70 | 928 | 88 | 762 | 0 | |||||
| 144 | 772 | 70 | 928 | 88 | 762 | 0 | |||||
| 1.230 | 726 | 746 | 789 | 909 | 688 | 616 | |||||
| 1.374 | 1.498 | 816 | 1.717 | 997 | 1.450 | 616 | |||||
| 1.374 | 1.498 | 816 | 1.717 | 997 | 1.450 | 616 | |||||
| 144 | 772 | 70 | 928 | 88 | 762 | 0 | |||||
| 1.374 | 1.498 | 816 | 1.717 | 997 | 1.450 | 616 | |||||
| Zufluss | Christine Hein Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.11.2020 |
Ulrike Riedel Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.07.2020 |
Dieter Schumacher† Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.2016 Verstorben am 19.02.2020 |
Jens Wollesen Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.07.2016 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Festvergütung | 50 | 0 | 149 | 0 | 60 | 355 | 332 | 355 |
| Nebenleistungen | 2 | 0 | 4 | 0 | 5 | 31 | 26 | 25 |
| Summe | 52 | 0 | 153 | 0 | 65 | 386 | 358 | 380 |
| Variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 262 | 246 | 262 | 246 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Nachhaltigkeitsbonus) | 0 | 0 | 0 | 0 | 74 | 86 | 74 | 71 |
| Tranche 2016-2018 zzgl. Spitzabrechnung Vj. | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 86 | 0 | 71 |
| Tranche 2017-2019 zzgl. Spitzabrechnung Vj. | 0 | 0 | 0 | 0 | 74 | 0 | 74 | 0 |
| Summe | 52 | 0 | 153 | 0 | 401 | 718 | 694 | 697 |
| Versorgungsaufwand (IAS 19) | 0 | 0 | 943 | 0 | 0 | 221 | 945 | 69 |
| Gesamtvergütung | 52 | 0 | 1.096 | 0 | 401 | 939 | 1.639 | 766 |
Den Mitgliedern des Vorstands wurden teilweise Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften von BLG LOGISTICS bestehen. Für Zwecke der Vergleichbarkeit werden diese Ansprüche hier ausgewiesen.
Die derzeit tätigen Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus der BLG-Gruppe Pensionsleistungen zu beziehen, jedoch nicht vor Erreichen des 63. Lebensjahres.
Für die Herren Dreeke, Bieniek und Blach wurden im Dezember 2015 und für die Herren Schumacher und Wollesen im Februar bzw. September 2018 neue Pensionszusagen zugesichert. Für Frau Eck wurde des Weiteren eine neue Pensionszusage im Februar 2019 zugesichert. Mit Eintritt zum 1. Juli 2020 hat BLG LOGISTICS des Weiteren die Pensionsverpflichtungen für Frau Ulrike Riedel von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, übernommen. Die Versorgungszusagen sehen eine Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. Bei Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 65. Lebensjahr ermäßigen sich die Renten für jeden vollen Monat des vorzeitigen Ausscheidens um 0,5 Prozentpunkte, maximal jedoch um 18 Prozent. Eine Wartezeit ist nicht vorgesehen.
In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistungen mehr erfolgt.
Darüber hinaus ist es Vorstandsmitgliedern möglich, leistungsorientierte Versorgungszusagen durch Entgeltumwandlungen zu erwerben.
Zum 31. Dezember 2020 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.
Vergütungsbericht
Die Versorgungszusagen der am 31. Dezember 2020 aktiven Vorstände können der Tabelle entnommen werden.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
Den früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2020 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 191 gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2020 insgesamt TEUR 5.202.
| Versorgungszusagen (Ermittlung nach IAS 19) |
Barwert der Pensionsverpflichtung |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | |
| Frank Dreeke | 2.046 | 1.247 | 1.031 | 786 | |
| davon BLG | 2.046 | 1.247 | 1.031 | 786 | |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Michael Blach | 1.601 | 769 | 326 | 258 | |
| davon BLG | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| davon EUROGATE | 1.601 | 769 | 326 | 258 | |
| Andrea Eck | 1.043 | 321 | 169 | 0 | |
| davon BLG | 1.043 | 321 | 169 | 0 | |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ulrike Riedel | 1.121 | 0 | 52 | 0 | |
| davon BLG | 1.121 | 0 | 52 | 0 | |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Jens Wollesen | 1.184 | 273 | 160 | 86 | |
| davon BLG | 1.184 | 273 | 160 | 86 | |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 6.995 | 2.610 | 1.738 | 1.130 |
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BLG AG geregelt. Die Hauptversammlung hat am 24. Mai 2016 ein angepasstes Vergütungssystem für den Aufsichtsrat für Tätigkeiten ab dem 1. Januar 2017 gebilligt, das eine ausschließlich erfolgsunabhängige Vergütung vorsieht. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine feste Jahresvergütung von EUR 8.300,00. Die vorsitzende Person des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, die Stellvertretung sowie die vorsitzende Person des Prüfungsausschusses und die vorsitzende Person des Personalausschusses, sofern sie nicht zugleich den Vorsitz des Aufsichtsrats innehat, das Doppelte dieser Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss bzw. Personalausschuss wird jeweils jährlich zusätzlich mit einem Betrag von EUR 1.000,00 vergütet.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung; gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020 kann aus der Tabelle entnommen werden.
Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 271, die mit TEUR 163 auf fixe Zahlungen entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 59, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 35 zur Gesamtsumme bei.
Zum 31. Dezember 2020 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.
| TEUR | Fixe Bezüge |
Ausschuss tätigkeit |
Sitzungs geld |
Sonstiges2 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Klaus Meier | 25 | 1 | 4 | 9 | 39 |
| Christine Behle | 17 | 1 | 4 | 0 | 22 |
| Sonja Berndt | 8 | 1 | 3 | 0 | 12 |
| Karl-Heinz Dammann | 8 | 1 | 4 | 9 | 22 |
| Heiner Dettmer | 8 | 1 | 4 | 0 | 13 |
| Melf Grantz1 | 8 | 1 | 4 | 0 | 13 |
| Udo Klöpping | 8 | 0 | 2 | 0 | 10 |
| Wybcke Meier | 8 | 0 | 1 | 0 | 9 |
| Dr. Tim Nesemann | 8 | 1 | 3 | 0 | 12 |
| Beate Pernak (ab 01.07.2020) | 5 | 0 | 1 | 0 | 6 |
| Klaus Pollok | 8 | 1 | 4 | 0 | 13 |
| Dr. Claudia Schilling (ab 13.01.2020)1 | 8 | 1 | 4 | 0 | 13 |
| Dietmar Strehl (ab 13.01.2020)1 | 8 | 1 | 3 | 9 | 21 |
| Reiner Thau | 8 | 1 | 3 | 9 | 21 |
| Vera Visser (ab 24.01.2020) | 8 | 1 | 3 | 3 | 15 |
| Dr. Patrick Wendisch | 17 | 1 | 3 | 0 | 21 |
| Im Berichtsjahr 2020 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats: | |||||
| Dieter Strerath (bis 30.06.2020) | 5 | 1 | 2 | 0 | 8 |
| 165 | 14 | 52 | 39 | 270 |
1 Gemäß § 5a des Senatsgesetzes und §§ 6 und 6a der Bremischen Nebentätigkeitsverordnung besteht eine Ablieferungspflicht für Vergütungen aus der Aufsichtsratstätigkeit
2 Gruppeninterne Aufsichtsratsmandate
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
Der Jahresabschluss und Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, für das Geschäftsjahr 2020 sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und von unserem Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Darstellung im Folgenden erfolgt teilweise in komprimierter Form.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| 1. Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | 1.303 | 1.826 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 7.888 | 6.191 |
| 9.191 | 8.017 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -2.631 | -4.483 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -4.274 | -1.226 |
| -6.905 | -5.709 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.566 | -1.206 |
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 673 | 679 |
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -44 | -32 |
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon aus der Bildung aktiver latenter Steuern TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 104) |
-232 | -295 |
| 8. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss | 1.117 | 1.454 |
| 9. Einstellungen in (Vorjahr: Entnahmen aus) andere Gewinnrücklagen | 0 | 82 |
| 10. Bilanzgewinn | 1.117 | 1.536 |
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
| TEUR Aktiva |
31.12.2020 | 31.12.2019 | TEUR Passiva |
31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Umlaufvermögen | A. Eigenkapital | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | I. Gezeichnetes Kapital | 9.984 | 9.984 | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 24.733 | 24.621 | II. Gewinnrücklagen | ||
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, | 861 | 61 | 1. Gesetzliche Rücklage | 998 | 998 |
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2. Andere Gewinnrücklagen | 8.424 | 8.424 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 0 | 1 | 9.422 | 9.422 | |
| 25.594 | 24.683 | III. Bilanzgewinn | 1.117 | 1.536 | |
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 21 | 20 | 20.523 | 20.942 | |
| 25.615 | 24.703 | B. Rückstellungen | |||
| B. Aktive latente Steuern | 994 | 407 | 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
4.293 | 1.172 |
| 2. Steuerrückstellungen | 540 | 60 | |||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 724 | 2.781 | |||
| 5.557 | 4.013 | ||||
| C. Verbindlichkeiten | |||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 66 | 4 | |||
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 463 | 151 | |||
| 529 | 155 | ||||
| 26.609 | 25.110 | 26.609 | 25.110 | ||
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
Sitz der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) ist Bremen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4413 im Register des Amtsgerichts Bremen eingetragen.
Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) aufgestellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz herangezogen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Der Ansatz der Rückdeckungsversicherungen zu den Pensionsrückstellungen erfolgt mit den von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwerten der Gesamtansprüche. Der Aktivwert entspricht insoweit sowohl den fortgeführten Anschaffungskosten (Einzahlungen zzgl. angesparter Zinsen und Überschussguthaben) als auch dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag.
Der Ausweis erfolgt gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldiert mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte auf der Basis der folgenden Parameter:
| Versicherungsmathematische Parameter | Pensionen |
|---|---|
| Diskontsatz | 2,3% |
| Erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung | 2,0% |
| Erwartete Rentenerhöhungen | 2,0% |
Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Langfristige Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.
Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitraum des Abbaus der Differenz bewertet und die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt.
Ausschlaggebend für die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren.
Das Wahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern anzusetzen, wurde in Anspruch genommen.
Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 5.227) um kurzfristige Darlehen. Auf Forderungen aus Cash Management entfallen TEUR 16.863 (Vorjahr: TEUR 17.101). Weitere TEUR 2.644 (Vorjahr: TEUR 2.294) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.
Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.
Im Geschäftsjahr 2020 erfolgten keine Einstellungen in oder Entnahmen aus den Gewinnrücklagen (Vorjahr: Entnahme in Höhe von TEUR 82).
Die bestehenden Gewinnrücklagen decken die nach § 253 Absatz 6 HGB (Unterschiedsbetrag betreffend Ansatz von Pensionsverpflichtungen) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 1.365 (Vorjahr: TEUR 705) sowie die nach § 268 Absatz 8 Satz 2 HGB (aktive latente Steuern) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 407) vollständig ab.
Die ausgewiesenen Rückstellungen betreffen Pensionsverpflichtungen für die Mitglieder des Vorstands.
Die ausgewiesene Netto-Pensionsverpflichtung setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2020 |
|---|---|
| Erfüllungsbetrag (Barwert) der Pensionsverpflichtungen |
9.813 |
| Marktwert der Rückdeckungsversicherungen |
-5.520 |
| Netto-Pensionsverpflichtung | 4.293 |
Die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.365.
Zinsaufwendungen und Zinserträge aus der Aufzinsung wurden in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 121) verrechnet.
Zum Anstieg gegenüber dem Vorjahr verweisen wir auf die Erläuterungen zum Personalaufwand.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten mit TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 2.219) die Vergütung des Vorstands.
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Weitere Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 384) für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Gruppenabschlusses sowie der Prüfung des Jahresabschlusses gebildet.
Für fixe Aufsichtsratsvergütungen wurden TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 178) zurückgestellt.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 131) Steuern.
Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 15,825 Prozent bewertet.
Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus Pensionsrückstellungen.
Von dem Wahlrecht, einen Überhang an aktiven latenten Steuern anzusetzen, wird Gebrauch gemacht.
Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der für die Folgejahre erwarteten positiven Ergebnisse der BLG KG nicht erkennbar.
Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes, welcher der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nummer 11 HGB über ihre Tochtergesellschaft BLG KG zuzurechnen ist, ist Bestandteil des testierten Jahresabschlusses, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Eine komprimierte Aufstellung der in den Gruppenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen ist im Abschnitt Weitere Informationen enthalten.
Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung (TEUR 1.047, Vorjahr: TEUR 1.061) und die Arbeitsvergütung (TEUR 256, Vorjahr: TEUR 765) für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG KG.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erträge aus Erstattungen für Pensionsverpflichtungen |
4.270 | 1.213 |
| Erträge aus der Weiterbelastung von Vorstandsvergütungen |
2.772 | 4.646 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen |
483 | 3 |
| Erträge aus der Weiterbelastung von Aufsichtsratsvergütungen |
233 | 236 |
| Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen |
52 | 16 |
| Übrige | 78 | 77 |
| Gesamt | 7.888 | 6.191 |
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen periodenfremde Erträge.
Der Personalaufwand betrifft die Vergütung des Vorstands. Er enthält mit TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 0) periodenfremde Aufwendungen für die Nachzahlung von variablen Vergütungen. Diese wurden von der BLG KG erstattet und sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen in Höhe von TEUR 4.274 (Vorjahr: TEUR 1.226) Aufwendungen für die Altersversorgung.
Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert in Höhe von TEUR 3.340 aus außergewöhnlichen Aufwendungen
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und betrifft im Wesentlichen eine Anpassung der einzelvertraglichen Pensionszusagen. In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistungen mehr erfolgt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Administrationskosten | 660 | 729 |
| Aufwendungen für die Rückerstattung von variablen Vergütungen |
367 | 0 |
| Vergütungen für den Aufsichtsrat |
233 | 236 |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten |
209 | 121 |
| Sonstige personalbezogene Aufwendungen |
96 | 119 |
| Übrige | 1 | 1 |
| Gesamt | 1.566 | 1.206 |
Die Aufwendungen für die Rückerstattung von variablen Vergütungen betreffen periodenfremde Aufwendungen.
Der Ausweis betrifft, wie im Vorjahr, in voller Höhe Zinserträge von verbundenen Unternehmen.
Der Ausweis betrifft in voller Höhe Aufwendungen aus der Aufzinsung.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31. Dezember 2020 nicht vor.
Zum 31. Dezember 2020 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2020 beträgt TEUR 56. Sie betrifft die Abschlussprüfung der Abschlüsse der BLG AG.
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2020 Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns 2019 eine Dividende erhalten.
Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen keine Transaktionen zu nicht marktüblichen Bedingungen vorgenommen.
Der Aufsichtsrat der BLG AG besteht nach der Satzung aus 16 Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Beschäftigten, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Mitgliedschaften der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG sind in der Anlage 2 zum Anhang dargestellt.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2019 haben sich folgende personelle Änderungen ergeben:
Mit Wirkung zum 30. November 2019 hat Herr Martin Günthner sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Dr. Claudia Schilling nachgerückt. Frau Dr. Claudia Schilling ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 13. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
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Mit Wirkung zum 30. November 2019 hat Frau Karoline Linnert ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An ihre Stelle ist Herr Dietmar Strehl nachgerückt. Herr Dietmar Strehl ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 13. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat Herr Stefan Schubert sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Vera Visser nachgerückt. Frau Vera Visser ist durch gerichtlichen Beschluss des Amtsgerichts Bremen vom 24. Januar 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden.
Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 hat Herr Dieter Strerath sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle ist Frau Beate Pernak mit Wirkung zum 1. Juli 2020 nachgerückt. Frau Beate Pernak wurde im Jahr 2018 als Ersatzmitglied gewählt.
Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Mitgliedschaften des Vorstands in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG sind in der Anlage 3 zum Anhang dargestellt.
In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 folgende Änderungen ergeben.:
Der ehemalige Arbeitsdirektor, Herr Dieter Schumacher (ursprünglich bestellt bis 31. Dezember 2020), ist am 19. Februar 2020 verstorben. Seine Nachfolge als Arbeitsdirektorin hat Frau Ulrike Riedel angetreten, die seit dem 1. Juli 2020 bestellt ist.
Der ehemalige Finanzvorstand, Herr Jens Bieniek (ursprünglich bestellt bis 31. Mai 2021), hat sein Mandat am 11. Dezember 2020 niedergelegt. Seine Nachfolge hat Frau Christine Hein angetreten, die seit dem 1. November 2020 Mitglied des Vorstands ist.
In seiner Sitzung am 17. September 2020 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Michael Blach um fünf Jahre zu verlängern. Er ist nunmehr bestellt bis zum 31. Mai 2026.
Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2020 Bezüge in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 271), die mit TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 163) auf fixe Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 59) und die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) zur Gesamtvergütung bei. Die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate betrugen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 35).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats, die die Arbeitnehmerseite vertreten, haben im Berichtsjahr TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 25) an Beitragszahlungen für die gesetzliche Rentenversicherung erhalten.
Zum 31. Dezember 2020 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.
Den aktiven Mitgliedern des Vorstands wurden für das Geschäftsjahr 2020 Gesamtbezüge von TEUR 2.575 (Vorjahr: TEUR 4.797) gewährt, davon erfolgsunabhängige Bezüge von TEUR 2.769 (Vorjahr: TEUR 2.846) und erfolgsabhängige Bezüge von TEUR -194 (Vorjahr: TEUR 1.951). Von den erfolgsabhängigen Bezügen betreffen TEUR -368 (Vorjahr: TEUR 407) den Nachhaltigkeitsbonus und TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 0) Nachzahlungen für Vorjahre. Weitere TEUR 5.305 (Ermittlung nach IFRS; Vorjahr: TEUR 913) wurden an Versorgungsaufwand gewährt.
Der Vorstand hat aufgrund der Corona-Pandemie im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 auf 10 Prozent seiner Festvergütung freiwillig verzichtet. Daher ist der Zufluss der Festvergütung im Geschäftsjahr 2020 geringer als die gewährte Festvergütung. Der Vorstand hat Bereits Mitte des zweiten Quartals 2020 entschieden, aufgrund der sich negativ entwickelnden Ergebnisse angesichts der Pandemie, sowohl auf die variable Vergütung als auch auf den Nachhaltigkeitsbonus zu verzichten.
Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen nahestehende Personen. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern richten sich ebenfalls gegen nahestehende Personen.
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Zum 31. Dezember 2020 betrug der Barwert der Pensionsverpflichtungen der aktiven Vorstände TEUR 6.995 (Vorjahr: TEUR 2.610). Ihnen steht ein Marktwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.738 (Vorjahr: TEUR 1.130) gegenüber (Ermittlung jeweils nach IAS 19).
Die Versorgungszusagen sehen eine Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. Bei Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 65. Lebensjahr ermäßigen sich die Renten für jeden vollen Monat des vorzeitigen Ausscheidens um 0,5 Prozentpunkte, maximal jedoch um 18 Prozent. Eine Wartezeit ist nicht vorgesehen.
In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistungen mehr erfolgt.
Weitere Angaben und Ausführungen zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Lagebericht im Abschnitt Vergütungsbericht.
Den früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2020 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 191 gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2020 insgesamt TEUR 5.202.
Zum 31. Dezember 2020 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.
Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Lagebericht im Abschnitt Vergütungsbericht dargestellt.
Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.
Der Aktienbesitz dieses Personenkreises beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.
Folgende Stimmrechtsmitteilungen von direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der BLG AG sind dem Vorstand der BLG AG gemeldet worden:
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG zum 31. Januar 2019 50,42 Prozent (entsprechend 1.936.000 Stimmrechten) betrug.
Herr Peter Hoffmeyer hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Panta Re AG, Bremen, an der BLG AG am 31. Januar 2019 die Schwelle von 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG Herrn Peter Hoffmeyer zuzurechnen.
Die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, hat uns am 18. November 2016 gemäß § 21 Absatz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 15. November 2016 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,23 Prozent (entsprechend 200.814 Stimmrechten) betrug.
Die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, hat uns am 8. April 2002 gemäß § 41 Absatz 2 Satz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 1. April 2002 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug.
Weitere Detailinformationen sind auf unserer Homepage unter www.blg-logistics.com/de/investor-relations/aktie veröffentlicht.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2021 vor, den Bilanzgewinn der BLG AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 in Höhe von TEUR 1.117 wie folgt zu verwenden:
Einen Betrag in Höhe von TEUR 422 für die Zahlung einer Dividende in Höhe von EUR 0,11 je Stückaktie und den
| Jahresabschluss -Aktiengesellschaft von 1877- BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT |
||
|---|---|---|
| restlichen Betrag in Höhe von TEUR 695 zur Einstellung in andere Gewinnrücklagen. |
Bremen, 30. März 2021 | |
| Konzernabschluss Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der BLG als ge KG |
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- |
|
| meinsames Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2020 einen Gruppenabschluss nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Absatz 3 HGB i. V. m. § 315e Absatz 1 HGB ergänzend anzuwendenden |
DER VORSTAND |
|
| handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Weiter hat sie einen Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungsle gungspflicht (Abschluss nach § 315e HGB) aufgestellt. Beide Abschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt ge |
Frank Dreeke | Michael Blach |
| macht und sind am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhält lich. |
Andrea Eck | Christine Hein |
| Corporate Governance Kodex Der Vorstand hat am 31. August 2020 und der Aufsichtsrat der BLG hat am 17. September 2020 die 20. Entspre AG chenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 abgege ben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffent lich zugänglich gemacht worden. |
Ulrike Riedel | Jens Wollesen |
| Nachtragsbericht |
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen
Zwischen dem Abschluss des Berichtsjahres und der Aufstellung des Abschlusses nach § 315e HGB am 30. März 2021 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkungen auf den 31. Dezember 2020 ergeben.
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen (BLG AG), ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). In dieser Funktion hat die Gesellschaft die Geschäftsführung der BLG KG übernommen. Die BLG AG unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven.
Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG jeweils eine Vergütung. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.
Für die übernommene Haftung erhält die BLG AG von der BLG KG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. des Handelsgesetzbuchs. Diese Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG KG zu zahlen. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent des Jahresüberschusses der BLG KG vor Abzug dieser Vergütung. Die Vergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500. Zusätzlich werden der BLG AG alle unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet. Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang.
Nach den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) gibt BLG LOGISTICS seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Diese Erklärung ist als gesonderter nichtfinanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht integriert, der unter reporting.blg-logistics.com abrufbar ist.
Entsprechend ihrer Funktion hat die BLG AG sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG KG, in das die BLG AG einbezogen ist. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten Konditionen.
Im Berichtsjahr hat die BLG AG von der BLG KG eine Haftungsvergütung (TEUR 1.047; Vorjahr: TEUR 1.061) und eine Geschäftsführungsvergütung (TEUR 256; Vorjahr: TEUR 765) erhalten.
Das Ergebnis je Aktie wird errechnet durch Division des Jahresüberschusses durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Im Geschäftsjahr 2020 waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Das Ergebnis vor Steuern sank im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 401. Dies war im Wesentlichen bedingt durch das durch die Corona-Krise hervorgerufene niedrigere Ergebnis der BLG KG und die damit unter Vorjahresniveau liegende Geschäftsführungsvergütung auf dem Niveau der Mindestvergütung (2020: TEUR 256; 2019: TEUR 765). Höhere Aufwendungen für Publikation und für die Prüfung der Anforderungen des European Single Electronic Format (ESEF) konnten durch die geringeren Aufwendungen, die die virtuell durchgeführte Hauptversammlung verursacht hat, kompensiert werden. Aus einer Anpassung der Pensionsverpflichtungen entstanden erhöhte Personalaufwendungen, die durch die BLG KG erstattet wurden (sonstige betriebliche Erträge). Daraus resultierende steuerliche Sondereffekte in der Körperschaftsteuer und den aktiven latenten Steuern haben sich im Wesentlichen kompensiert. Entsprechend den Anpassungen der Pensionsverpflichtungen haben sich diese auf der Passivseite der Bilanz deutlich erhöht. Siehe auch die Erläuterungen im Abschnitt Vergütungsbericht.
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Unklarer Verlauf des Brexits, Angst vor einer Rezession und nicht zuletzt der amerikanisch-chinesische Handelskrieg waren schon zum Start des Börsenjahres 2020 keine guten Rahmenbedingungen. Diese rückten durch die im Frühjahr aufkommende Corona-Krise in den Hintergrund. Das Börsenjahr glich einer Achterbahnfahrt. Mitte März erlebte der DAX den schnellsten Crash seiner Geschichte und fiel binnen weniger Wochen um über 5.000 Punkte. Doch genauso schnell erholte sich der deutsche Leitindex auch wieder und legte seit seinem Tiefstand Mitte März um über 60 Prozent zu. Während zum Jahresende 2020 die deutsche Wirtschaft in eine zweite Corona-Rezession zu rutschen drohte, hat der DAX kurz nach Weihnachten ein neues Rekordhoch erreicht.
Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken, billionenschwere Konjunkturhilfen zahlreicher Staaten und nicht zuletzt die Zulassung von Corona-Impfstoffen schürten Hoffnung und bescherten den Börsen den besten November seit Langem. Nach den massiven Einbrüchen in 2020 gehen Experten für 2021 davon aus, dass man zunehmend zu einer gewohnten Konsum- und Lebensweise zurückkehren kann und es ein Jahr des Wiederaufschwungs werden könnte. In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft 2020 um rund 5 Prozent. Der DAX legte um 3,7 Prozent zu und schloss das Jahr mit 13.719 Punkten ab.
Nachdem die BLG-Aktie das Geschäftsjahr 2020 mit einem Kurs von EUR 13,10 eröffnet hatte, bewegte sie sich zunächst analog den großen deutschen Indizes seitwärts. Der höchste Schlusskurs des Jahres ergab sich vor dem massiven Eintreten der Corona-Krise am 5. Februar 2020 mit einem Kurs von EUR 14,47. Im März gab der Kurs deutlich weniger nach als die großen deutschen Indizes. Im weiteren Verlauf des Jahres bewegte sich die Aktie im Wesentlichen seitwärts, wobei das Niveau sich zumeist unter dem Eröffnungskurs befand. Aufgrund des niedrigen Handelsvolumens der Aktie kann sich bereits eine geringe Anzahl von Transaktionen auf den Kurs auswirken. Die BLG-Aktie sank im Berichtsjahr insgesamt um 5,9 Prozent und lag damit unter dem allgemeinen Marktniveau (DAX +3,7 Prozent, MDAX +8,8 Prozent, SDAX +17,7 Prozent). Aufgrund des Jahresschlusskurses am 30. Dezember 2020 von EUR 12,33 lag die Marktkapitalisierung bei EUR 47,3 Mio.
1 Angabe aller Börsenkurse der BLG AG in diesem Lagebericht als Durchschnitt an den notierten Börsen
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| ISIN | DE0005261606 |
|---|---|
| WKN | 526160 |
| Börsenkürzel | BLH |
| Grundkapital | EUR 9.984.000 |
| Zugelassenes Kapital | 3.840.000 Stück |
| Gattung | Nennwertlose Namensaktien |
| Notiert in: | Berlin, Hamburg, Frankfurt |
| EUR | 0,29 | 0,38 | 0,66 | 0,60 | 0,45 |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 0,11 | 0,40 | 0,45 | 0,40 | 0,40 |
| Prozent | 4,2 | 15,4 | 17,3 | 15,4 | 15,4 |
| Prozent | 0,9 | 3,1 | 3,8 | 2,8 | 2,1 |
| EUR | 12,33 | 12,97 | 11,87 | 14,49 | 19,27 |
| EUR | 14,47 | 14,10 | 15,10 | 19,27 | 20,10 |
| EUR | 11,70 | 11,93 | 11,13 | 12,87 | 13,59 |
| TEUR | 422 | 1.536 | 1.728 | 1.536 | 1.536 |
| Prozent | 37,8 | 105,6 | 68,0 | 66,3 | 89,5 |
| 42,4 | 34,3 | 17,9 | 24,0 | 42,8 | |
| EUR Mio. | 47,3 | 49,8 | 45,6 | 55,6 | 74,0 |
Im Wesentlichen aufgrund der gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Arbeitsvergütung (Mindestvergütung in Höhe von TEUR 256) von der BLG KG weist der Jahresabschluss der BLG AG für das Geschäftsjahr 2020 einen Bilanzgewinn nach HGB von TEUR 1.117 (Vorjahr: TEUR 1.536) aus. Dieser ist nach deutschem Recht die Grundlage für die Dividendenausschüttung.
Wir verfolgen grundsätzlich das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Für das Geschäftsjahr 2020 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 2. Juni 2021 vor, aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf die Ergebnissituation der gesamten BLG-Gruppe, nur die gesetzliche Mindestdividende nach § 254 AktG in Höhe von EUR 0,11 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,40) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück (Namensaktien) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme in Höhe von TEUR 422 und einer Ausschüttungsquote von 37,8 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 12,33 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividendenrendite von 0,9 Prozent. Für den übrigen Teil des Bilanzgewinns in Höhe von TEUR 695 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, diesen in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Das Grundkapital der BLG AG beträgt EUR 9.984.000,00 und ist in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.
2020 2019 2018 2017 2016
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2020 mit 50,4 Prozent Hauptaktionärin der BLG AG. Weitere große institutionelle Investoren sind die Finanzholding der Sparkasse in Bremen und die Panta Re AG, Bremen, mit einem Anteil von je 12,6 Prozent sowie die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, mit einem Anteil von 5,9 Prozent. Der Streubesitz beträgt 18,5 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 710.000 Stück entspricht. Der Anteil institutioneller Anlegender hieran beträgt ca. 1,2 Prozent; die übrigen ca. 17,3 Prozent werden von Privatanlegenden gehalten.
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Im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften wurde nur das Vorliegen der Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 HGB vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB an anderer Stelle im Finanzbericht ausgewiesen; siehe hierzu Seite 15 ff.
Die übernahmerelevanten Angaben sind auf der Seite 23 dargestellt.
Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289a Absatz 2 HGB ist den Seiten 24 ff. zu entnehmen.
Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BLG AG Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.
Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BLG AG. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.
Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche der Gruppe bietet nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BLG AG.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 4 HGB
Das Risikomanagement der BLG AG ist in einer Richtlinie dokumentiert. Die dort festgelegten Regularien und notwendigen Dokumentationen sowie Berichtszyklen werden mit einer Standardsoftware zur Gewährleistung eines einheitlichen Prozessstandards unterstützt.
Das interne Kontrollsystem der BLG AG umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.
Da das interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.
Elemente des internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BLG AG insbesondere die Zentralbereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt.
Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.
Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision, das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und der Gruppe, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die
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Risikolage, die Überwachung der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems mit ein.
Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder der steuerlichen Betriebsprüfung vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Gruppenabschlusses sowie des Abschlusses nach § 315e HGB durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Hauptbestandteil prozessunabhängiger Überprüfung.
Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte oder Unternehmenszusammenschlüssen sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.
Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.
Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BLG AG erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Gruppenabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst. Die Einbindung ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt über standardisierte, Excel-basierte Reporting Packages, die mittels flexiblen Uploads in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.
Die BLG AG hat zur Gewährleistung einer gruppeneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur gruppeneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Abstimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll.
Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.
Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Gruppenebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt.
Die Datenbasis für die Anhang wird im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.
Für das Tax Accounting wird eine spezielle Software verwendet. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene der Gruppe in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.
Die Überführung des geprüften Abschlusses nach § 315e HGB in das ESEF-fähige Format zur Einreichung beim Bundesanzeiger wird mithilfe einer entsprechenden Software vorgenommen und es werden entsprechend einem herausgegebenen ESEF-Fachkonzept notwendige Kontrollen nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt und dokumentiert.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
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Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.
Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist gegenwärtig nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG KG einschließlich ihrer Beteiligungen, von der die Höhe der Geschäftsführungsvergütung der Gesellschaft abhängt. Hierbei können sich Markt-, gesamtwirtschaftliche, politische und andere Risiken (z. B. hoher Wettbewerbsdruck, Konjunkturentwicklung, Auswirkungen der Corona-Krise) direkt auswirken. Wir verweisen diesbezüglich auch auf den Gruppenlagebericht, den die BLG AG und BLG KG im Rahmen ihres gemeinsam aufgestellten Gruppenabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 erstellt haben. Ein Ausfallrisiko resultiert aus den Forderungen aus Darlehen und Cash Management gegen die BLG KG. Das Risiko eines Ausfalls ist gegenwärtig nicht erkennbar.
Durch die Corona-Krise ist die Vergütung für die Geschäftsführung 2020 auf das Mindestniveau von TEUR 256 gefallen, sodass die Erträge der BLG AG entsprechend zurückgingen. Weitere Risiken aus der Corona-Krise isoliert für die BLG AG sind derzeit nicht ersichtlich. Durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie durch die anhaltende Niedrigzinsphase ergeben sich nach derzeitigen Erkenntnissen keine Einflüsse auf die Risikoeinschätzung.
Im Vorjahr wurde vor dem Hintergrund der im Frühjahr 2020 massiv begonnenen Corona-Pandemie ein deutlich geringeres Jahresergebnis als im Geschäftsjahr 2019 prognostiziert. Die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie bei BLG LOGISTICS führten letztendlich dazu, dass die ergebnisabhängige Vergütung für die Geschäftsführung (Arbeitsvergütung) der BLG KG auf den Mindestbetrag von TEUR 256 sank. Insbesondere aus diesem Grund ist die im letzten Jahr gestellte Prognose eingetreten und das Ergebnis vor Steuern sank um TEUR 401 auf TEUR 1.349. Der Jahresüberschuss sank letztendlich entsprechend ebenfalls um TEUR 337. Hinsichtlich weiterer Ausführungen verweisen wir auch auf den Wirtschaftsbericht.
Auch zu Beginn des Jahres 2021 können der weitere Verlauf der Corona-Pandemie und damit auch die Auswirkungen auf Weltwirtschaft, globale Handelsströme und Kunden von BLG LOGISTICS nicht verlässlich bestimmt werden. Aufgrund der noch bestehenden, hohen Unsicherheit und des schleppenden Starts der Schutzimpfungen ist eine zuverlässige Prognose für die Geschäftsentwicklung der BLG LOGISTICS im Jahr 2021 schwierig.
Die BLG AG geht für die wirtschaftliche Entwicklung 2021 und damit auch für das Ergebnis der BLG KG nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass im Geschäftsjahr 2021 eine zunehmende Erholung eintreten kann. Dennoch werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie und weiterer globaler Unsicherheiten noch andauern und es wird daher ein schwieriges Jahr.
Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass sich für die BLG AG keine wesentliche Änderung der Ertragslage ergeben wird, da neben der Haftungsvergütung aller Voraussicht nach die Vergütung für die Geschäftsführung auf ähnlichem Niveau bleiben wird. Zusätzlich werden Sondereffekte, wie die Auflösung nicht benötigter Aufwendungen für eine Präsenz-Hauptversammlung, im Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich nicht erneut eintreten. Damit wird das Ergebnis (EBT) der BLG AG für das Jahr 2021 auf einem ähnlichen Niveau wie in 2020 bzw. leicht darunter liegen. Hinsichtlich der Dividende werden wir unsere Aktionär:innen zukünftig je nach wirtschaftlicher Entwicklung entsprechend angemessen am Ergebnis beteiligen.
Unter Berücksichtigung der großen Unsicherheitslage geht der Vorstand auf Basis der zurzeit möglichen Abschätzungen auch für das Geschäftsjahr 2021 davon aus, dass die Liquidität der BLG AG wie auch der Gruppe trotz der pandemie-induzierten Belastungen ausreichen wird, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG AG, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen
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Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.
Die BLG AG erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne de § 312 AktG. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Bremen, 30. März 2021
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
DER VORSTAND
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bremen, den 30. März 2021
DER VORSTAND
Frank Dreeke Michael Blach Andrea Eck Christine Hein Ulrike Riedel Jens Wollesen Vorstandsvorsitzender Geschäftsbereich Geschäftsbereich Finanzen Arbeitsdirektorin Geschäftsbereich
CONTAINER AUTOMOBILE CONTRACT
Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) hat als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & CO. KG (BLG KG) die Geschäftsführung für die BLG-Gruppe übernommen. Diese beiden Unternehmen, die rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind, stellen als einheitliche Spitze den Gruppenabschluss auf.
Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.
Die BLG-Gruppe tritt nach außen unter der Marke BLG LOGISTICS auf. BLG LOGISTICS ist ein Seehafen-
und Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Mit über 100 Gesellschaften und Niederlassungen sind wir in Europa, Amerika, Afrika und Asien und auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und Handel komplexe logistische Systemdienstleistungen an. Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.
Die BLG KG als strategische Managementholding fokussiert sich auf die strategischen Entwicklungen auf Gruppenebene. Damit ist der Einfluss der Holding auf das operative Geschäft weitreichender als bei einer reinen Finanzholding, jedoch auch deutlich geringer als bei einer operativen Managementholding. Eine Sonderrolle als Schnittstelle zu den operativen Einheiten nehmen die zuständigen Mitglieder des Vorstands der drei Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER ein. Der Vorstand bestimmt mit Vision und Mission die Gruppenstrategie begleitet von strategischen Leitlinien auf Gruppenebene; der Geschäftsbereichsvorstand bestimmt zusammen mit den operativen Leitungen die Geschäftsbereichsstrategie im Rahmen der Gruppenstrategie und ist für das strategische Geschäftsbereichsmanagement verantwortlich. Die jeweiligen Strategien werden durch die Zentralbereiche in ihrer Erfüllung unterstützt.
Entsprechend der definierten Mission will BLG LOGISTICS die Logistik der Kunden einfacher machen, damit diese sich auf das erfolgreiche Auftreten im Markt fokussieren können.
BLG LOGISTICS ist in drei Geschäftsbereichen tätig. Dieser Aufteilung folgt auch die Berichterstattung.
Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sind in Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist der führende Technik- und Logistikdienstleister für die internationale Automobilindustrie. Im Geschäftsjahr 2020 wurden in unserem weltweiten AUTOMOBILE-Netzwerk 4,8 Mio. Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet.
BLG LOGISTICS setzt in diesem Bereich weltumspannend multimodale Verkehrsträger für die Logistik ein und verknüpft individuelle und innovative technische Dienstleistungen miteinander. Die Distribution findet per Lkw, Bahn und Binnenschiff statt. Neben Seehafenterminals in Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg und in Danzig betreiben wir weitere Terminals an Rhein und Donau. Die Stützpunkte unserer Lkw-Flotte erstrecken sich von Paderborn bis Moskau.
BLG AutoRail ist ein Spezialanbieter für Fahrzeugtransport auf der Schiene und verfügt über 1.500 eigene offene Doppelstock-Waggons, davon 200 Flachwagen. Damit ist die logistische Leistungskette von den Autoherstellern bis zum Endkunden komplett.
Bei uns stehen die Räder niemals still: Konsequent ergänzt der BLG-Geschäftsbereich AUTOMOBILE sein Logistiknetzwerk mit smarten digitalen Lösungen und nachhaltigen Konzepten für klimafreundliche Transporte.
Der Geschäftsbereich CONTRACT managt komplexe Projekte und bietet seinen Kunden verlässliche vor- und nachgelagerte Logistiklösungen an. Der Schwerpunkt unseres Know-hows und unserer Erfahrung liegt in der Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik, der Retouren- und Ersatzteillogistik sowie im Bereich der speditionellen Dienstleistungen. Wir lagern, transportieren, verpacken und entpacken, wickeln konventionelle Bestellungen, E-Commerce-Themen und auch vielfältige Mehrwertdienstleistungen ab.
Als Logistikarchitekt planen, konzeptionieren und realisieren wir kundenspezifische Logistiklösungen. Dies können hochautomatisierte Logistikzentren oder manuelle Inhouse-Abwicklungen sein.
Unsere Kunden sind starke Marken aus Industrie und Handel, mittelständische Unternehmen und die großen deutschen sowie viele internationale Automobilhersteller. An mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee arbeiten wir in eigenen Logistikzentren sowie in den Produktionsbereichen und Lagern unserer Kunden. Ob Autoteile, Eisenbahnkomponenten, Sportschuhe, Drucker, Mode, Möbel, Kekse, Badarmaturen oder tiefgefrorene Kartoffelprodukte – unsere Expertenteams schnüren maßgeschneiderte Leistungspakete für die unterschiedlichsten Güter.
Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Joint Venture EUROGATE vertreten. Die EUROGATE-Gruppe, an der BLG LOGISTICS zu 50 Prozent beteiligt ist, ist Europas führende, reedereiunabhängige Containerterminal-Gruppe. Das Unternehmen betreibt gemeinsam im Netzwerk mit dem italienischen Terminalbetreiber CONTSHIP Italia zwölf Containerterminals von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Das Leistungsspektrum wird abgerundet durch intermodale Dienstleistungen und Services rund um die Box.
Infolge des Eintritts in die Liquidation wurde im Geschäftsbereich AUTOMOBILE die BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien, im Berichtsjahr entkonsolidiert. Im Rahmen einer gruppeninternen Umstrukturierung schied die BLG WindEnergy Logistics GmbH & Co. KG, Bremerhaven, durch Anwachsung auf die BLG Auto-Terminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven, aus dem Konsolidierungskreis aus.
Im Geschäftsbereich CONTRACT hat die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen, im Berichtsjahr ihre Anteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, um 49 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. Mit Kaufvertrag vom 24. November 2020 hat die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen, ihre Anteile an der BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien, verkauft. Im Zuge des Verkaufs wurden auch die Anteile an der BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien, veräußert.
Wir wollen unseren Kunden immer wieder neue Leistungen anbieten und sie so dabei unterstützen, ihre logistischen Abläufe auf die Zukunft auszurichten. Gleichzeitig richten wir unseren Blick auf die Optimierung der zugehörigen Prozesse über das gesamte Portfolio hinweg. Die dahinterstehenden Innovationen werden durch die Abteilung Nachhaltigkeit und Digitalisierung aufgesetzt, gesteuert und schließlich in Produktlösungen überführt. So sichern wir langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und positionieren uns gegenüber unseren Kunden als Fortschrittstreiber. Um das Potenzial neuer Ideen zu bestimmen, verfolgen wir dabei die folgenden Ansätze:
Technologien, Prozesse oder potenzielle Lösungen, die noch keinen Beweis bezüglich ihrer Eignung erbracht haben, testen wir in sogenannten 100-Tage-Projekten an ausgewählten Standorten oder innerhalb einzelner Geschäftsbereiche. So steht bereits nach etwas über drei Monaten ein Wirksamkeitsnachweis, auf dessen Basis der interne Auftraggebende entscheidet, ob das Projekt in den Dauerbetrieb übergeht, in einem 6-Monats-Sprint weiter getestet und optimiert, als operatives Projekt weitergeführt oder aber nicht weiter verfolgt wird.
Bereits bestehende und erprobte Lösungen setzen wir über operative Innovationsprojekte direkt im Unternehmenskontext um.
In Forschungs- und Entwicklungsprojekten schließlich arbeiten wir gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an gänzlich neuen, besonders komplexen Konzepten. 2020 sind drei neue Forschungsprojekte gestartet.
Im Berichtsjahr haben wir elf 100-Tage-Projekte und zehn 6-Monats-Sprints durchgeführt, insgesamt acht davon mit KI-Bezug (Künstliche Intelligenz). Hier liegt auch weiterhin unser Fokus – inbesondere im Bereich "Machine Learning" mit Blick auf den Einsatz in der Personalplanung sowie im intelligenten Dokumentenmanagement. Zu den neu umgesetzten Projekten zählen neben dem Einsatz von Chatbots im Recruiting und der Entwicklung fahrerloser Transportfahrzeuge am Standort Bremen auch die Prozessanalyse mittels Desktop Activity Mining sowie die automatische Erfassung der Zeiten bzw. der Dauer von Prozessen über Sensoren. Darüber hinaus hat das Innovationsteam zahlreiche Workshops zur Entwicklung der Digitalisierungs-Roadmap sowie zu verschiedenen strategischen Innovations- und Digitalisierungsthemen durchgeführt. Diese Aktivitäten werden in 2021 fortgeführt.
Die laufenden Forschungsprojekte "SecProPort", "IRiS" und "SHARC" sind im Berichtsjahr weitergelaufen. Als Teil eines Konsortiums aus acht Kooperationspartnern arbeiten wir in Ersterem an der Entwicklung einer IT-Sicherheitsarchitektur zur Wappnung der Hafenlogistik gegen Cyberangriffe.
Mit einem Partner aus der Wissenschaft und zweien aus der Industrie entwickeln wir im Projekt "IRiS" Lösungen zum automatisierten Entladen von Kartons aus Containern. Planmäßig war das Projektende für August 2020 vorgesehen, die Corona-Pandemie sorgte jedoch für Verzögerungen. Aufgrund von Kontakt- und zeitweisen Zutrittsbeschränkungen bei unserem Partner konnte das Robotersystem nicht aufgebaut werden, sodass sich in der
Folge auch die Inbetriebnahme, die Labor- sowie die Feldtests verschoben. Eine kostenneutrale Verlängerung des Projekts bis zum 30. April 2021 wurde bewilligt.
Das Projekt "SHARC" befasst sich mit dem Ziel, die Hafenanlagen in Bremerhaven und Bremen bis 2023 CO2 neutral zu betreiben. Hierfür soll ein Konzept für die intelligente Integration von erneuerbaren Energien in die Energieinfrastruktur des Hafens erarbeitet werden. Anstatt im Dezember 2020 endet das Projekt nun am 30. Juni 2021. Ein Folgeprojekt ist geplant.
Alle drei genannten Projekte werden im Rahmen des Programms IHATEC (Innovative Hafentechnologien) vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.
Erfolgreich abgeschlossen wurde am 30. Juni 2020 das Projekt "Isabella". Herzstück ist ein Multitouch-Tisch, der den Terminalbetrieb virtuell abbildet. So können verschiedene Szenarien simuliert und evaluiert werden, was die Transparenz in der Prozessorganisation steigert. Am 1. Juli 2020 startete das vom BMVI geförderte Anschlussprojekt "Isabella 2.0" – Ziel ist es, alle Verkehrsträger-prozesse, also die Be- und Entladung von Lkw, Bahn und Schiff, in den Steuerungs-Algorithmus aus "Isabella" zu integrieren. Auch die Parametrisierung des Steuerungs-Algorithmus durch KI-Methoden spielt dabei eine Rolle. Geplant sind außerdem die Identifizierung weiterer Digitalisierungsbedarfe im Projektzusammenhang inklusive entsprechender Lösungen sowie die Entwicklung einer virtuellen Schulungsumgebung für Fahrer:innen am Terminal mittels der Technologie virtueller Realität.
Neu gestartet sind in 2020 die Förderprojekte "KITE" und "INSERT". Bei ersterem arbeiten wir gemeinsam mit einem Wissenschafts- und zwei Industriepartnern an der Entwicklung eines KI-basierten Prognoseverfahrens zur Vorhersage von Transportvolumen. Sein Einsatz soll Leerfahrten von Speditionsunternehmen um bis zu 15 Prozent reduzieren und so das übergeordente Ziel unterstützen, durch die Reduktion von CO2-Emissionen eine nachhaltigere Transportlogistik zu gestalten. Das Projekt erhält ebenfalls eine Förderung des BMVI.
Auch am Projekt "INSERT", das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird, arbeiten wir gemeinsam mit drei Kooperationspartnern. Hier geht es um die Entwicklung eines Assistenzsystems zur ersten Konzepterstellung für die Produktions- und Logistikplanung, wofür entsprechendes Expertenwissen in ein KI-basiertes System überführt wird. Dieses lernende System soll die Planer unterstützen und so die Qualität der entwickelten Konzepte erhöhen. Zugleich wird eine signifikante Verkürzung der Planungsprozesse angestrebt.
Im Jahr 2020 beteiligte sich BLG LOGISTICS somit an sieben Verbundprojekten mit einem Gesamtvolumen von EUR 18,6 Mio. Dabei befassen sich alle drei im Berichtsjahr neu begonnenen Projekte mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz in der Logistik eingesetzt werden kann.
BLG LOGISTICS muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten. Neben den öffentlich-rechtlichen Regelungen sind für uns insbesondere das Kapitalmarktrecht, das Arbeitsrecht einschließlich Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrecht, das Transport- und Zollrecht sowie das Wettbewerbsrecht relevant. Zu den für BLG LOGISTICS wesentlichen wirtschaftlichen Einflussfaktoren zählen insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland, da ein Großteil der Mitarbeitenden in Deutschland tätig ist und der Aufwand für Personal, für eigenes sowie Fremdpersonal, die wesentliche Kostenposition darstellt. Da unser Geschäftsmodell in allen Geschäftsbereichen zudem kapitalintensiv ist, kommt den Kapitalkosten ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.
Im Rahmen der Mission und Vision von BLG LOGISTICS und der Schärfung strategischer Leitgedanken wurde das Steuerungssystem so klar und transparent wie möglich gestaltet. Internes Reporting und Vergütungssysteme sind stringent für die gesamte Gruppe nach einheitlichen Messgrößen ausgestaltet.
Die wesentlichen Steuerungskennzahlen von BLG LOGISTICS sind:
Das Ergebnis vor Steuern (EBT – Earnings Before Taxes) ist die Ausgangsgröße zur Bestimmung der Ertragskraft unabhängig von nicht beeinflussbaren steuerlichen Effekten. Es ist auch zur Messung der Profitabilität im internationalen Vergleich geeignet.
| Steuerungskennzahlen Ist/Ziel/Prognose | 2019 Ist |
2020 Prognose |
2020 Ist |
2020 Zielerreichung |
2021 Prognose |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBT | TEUR | 37.544 | deutlicher Rückgang | -116.127 | Rückgang ist eingetreten | deutliche Verbesserung |
| Umsatz | TEUR | 1.158.632 | deutlich unter Vorjahr | 1.065.235 | Rückgang ist eingetreten | Vorjahresniveau |
| EBT-Marge | Prozent | 3,2 | deutlicher Rückgang | -10,9 | Rückgang ist eingetreten | deutliche Verbesserung |
Der Gruppenumsatz ergibt sich aus der Gruppengewinn- und -verlustrechnung und beinhaltet nicht den Umsatz des Geschäftsbereichs CONTAINER.
Die Division des EBT durch den Umsatz ergibt die EBT-Marge. Sie ist ein Indikator für die Effizienz und Profitabilität eines Unternehmens.
In der Tabelle sind die erwarteten Steuerungskennzahlen den erreichten Kennzahlen im Geschäftsjahr gegenübergestellt sowie die Prognose für das folgende Geschäftsjahr abgebildet. Für die dazugehörigen Erläuterungen verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht und den Prognosebericht.
Bei den nichtfinanziellen Kennzahlen handelt es sich je nach operativer Geschäftseinheit um individuelle Steuerungsgrößen. Hierzu gehören Messgrößen wie Fahrzeughandling, bearbeitete Mengen und der Containerumschlag. Zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung setzen wir auf einen kontinuierlichen Dialog mit den Kunden und beobachten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung genau, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Auf Gruppenebene werden keine nichtfinanziellen Kennzahlen zur Steuerung verwendet.
BLG LOGISTICS als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister benötigt leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeitende, um am Markt nachhaltig erfolgreich zu sein sowie den stetigen Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels gerecht zu werden. Unter dem Motto "#ErfolgBrauchtAlle" wird dieses seit dem Geschäftsjahr 2019 durch verschiedenste Maßnahmen und Aktionen unterstrichen, die übergreifend alle Ebenen von aushelfenden Personen bis zum Vorstand und Bereiche sowie Standorte von BLG LOGISTICS einbinden.
1 Ermittlung der folgenden Zahlen der Mitarbeitenden nach § 267 Absatz 5 HGB
Gruppe gesamt BLG ohne EUROGATE EUROGATE
Um Mitarbeitende zu gewinnen, fördern und halten zu können, verfolgt BLG LOGISTICS das Ziel, dauerhaft als attraktives Unternehmen am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden. Zu den Bestandteilen unserer Personalpolitik zählen daher neben einer leistungsorientierten Vergütung und gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie spezifische Instrumente des Gesundheitsmanagements.
Die erfolgreiche Umsetzung einer klaren und zukunftsweisenden Strategie hängt in großen Teilen von dem Management von BLG LOGISTICS ab. Unsere Führungsgrundsätze und unsere Unternehmenswerte unterstützen dabei, ein gemeinsam getragenes Führungsverständnis auf allen Ebenen zu erreichen.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden (ohne Geschäftsbereich CONTAINER) ist im Berichtsjahr mit 76 Personen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent gesunken. Der Rückgang im Geschäftsbereich CONTRACT ist unter anderem begründet durch in der Kontraktlogistik übliche Dienstleisterwechsel. Gegenläufig wirken Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung.
Die Verteilung der gemäß § 267 Absatz 5 Handelsgesetzbuch (Jahresdurchschnitt) Beschäftigten in den Segmenten – ohne Mitglieder des Vorstands sowie Auszubildende – und ihre Aufteilung auf die Geschäftsbereiche ist der Tabelle zu entnehmen.
Nach den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren
| Mitarbeitende nach Geschäftsbereichen | 2020 | 2019 | Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich AUTOMOBILE | 3.331 | 3.308 | 0,7 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 2.852 | 2.835 | |
| davon angestellte Personen | 479 | 473 | |
| Geschäftsbereich CONTRACT | 6.287 | 6.393 | -1,7 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 4.902 | 5.024 | |
| davon angestellte Personen | 1.385 | 1.369 | |
| Geschäftsbereich CONTAINER | 1.618 | 1.653 | -2,1 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 1.146 | 1.183 | |
| davon angestellte Personen | 472 | 470 | |
| Beschäftigte der Segmente | 11.236 | 11.354 | -1,0 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 8.900 | 9.042 | |
| davon angestellte Personen | 2.336 | 2.312 | |
| Services | 373 | 366 | 1,9 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 0 | 0 | |
| davon angestellte Personen | 373 | 366 | |
| Beschäftigte inkl. Geschäftsbereich CONTAINER | 11.609 | 11.720 | -0,9 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 8.900 | 9.042 | |
| davon angestellte Personen | 2.709 | 2.678 | |
| Abzug der beschäftigten Personen des Geschäftsbereichs CONTAINER | -1.618 | -1.653 | -2,1 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | -1.146 | -1.183 | |
| davon angestellte Personen | -472 | -470 | |
| Mitarbeitende BLG LOGISTICS | 9.991 | 10.067 | -0,8 |
| davon gewerblich Mitarbeitende | 7.754 | 7.859 | |
| davon angestellte Personen | 2.237 | 2.208 |
Lage- und Konzernberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) gibt BLG LOGISTICS seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Diese Erklärung ist als gesonderter nicht
finanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht integriert, der unter reporting.blg-logistics.com abrufbar ist. In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2020 wird des Weiteren ausführlich über weitere nichtfinanzielle Themen berichtet.
Im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften wurde nur das Vorliegen der Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315d HGB vom Abschlussprüfer geprüft. Sie werden mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB auf den Seiten 16 ff. dieses Finanzberichts ausgewiesen.
Die übernahmerelevanten Angaben werden auf der Seite 24 dargestellt.
Der Vergütungsbericht nach § 315a Absatz 2 HGB ist auf den Seiten 25 ff. dargestellt.
Zu Beginn des Jahres 2020 waren der Handelsstreit zwischen den USA und China, Unsicherheiten hinsichtlich des Brexits, die schwache Nachfrage nach Investitionsgütern und auch die bereits bestehende "Auto-Krise" beherrschende Themen in der Weltwirtschaft. Durch die im Februar 2020 auch in Deutschland massiv eingetretene Corona-Krise, die sich bis heute deutlich auf die Weltwirtschaft und globalen Warenströme auswirkt, sind die genannten Probleme in den Hintergrund gerückt.
Die zum Jahresbeginn 2020 schwächelnde Industrie sendete erste Erholungszeichen, musste aber durch den Beginn der Corona-Pandemie den stärksten Wirtschaftseinbruch der deutschen Nachkriegsgeschichte verkraften. Viele Nationen und Handelspartner veranlassten Kontaktbeschränkungen und Betriebsschließungen. Dies führte zu einem Abbrechen grenzüberschreitender Lieferketten und dem Einbruch der weltweiten Nachfrage.
Nach den ersten Lockerungen im Sommer 2020 setzte, gestützt durch Hilfsmaßnahmen der Regierungen und der Notenbanken, ein kräftiger Aufschwung ein und die Weltwirtschaft konnte im dritten Quartal einen erheblichen Teil der in der ersten Jahreshälfte erlittenen Rückgänge im Produktionsniveau wieder aufholen.
Nachdem die Infektionszahlen zum Jahresende wieder anstiegen und es erneut verstärkte Beschränkungen der sozialen und wirtschaftlichen Aktivität gab, kam die Erholung der Weltwirtschaft erneut zum Erliegen.
IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 73 (2020|Q4) IMK, IMK Report Nr. 164, Januar 2021
Auch für die deutsche Wirtschaft war das Corona-Jahr 2020 turbulent. Von Februar bis April ging die Industrieproduktion um fast 30 Prozent zurück. Auch hier waren im Wesentlichen die Unterbrechung der internationalen Lieferketten und der globale Nachfrageeinbruch verantwortlich. Durch die Kontaktbeschränkungen und mangelnden Konsummöglichkeiten ging auch der private Verbrauch deutlich zurück. Durch die schnelle Reaktion der Politik auf deutscher und europäischer Ebene konnten noch viel stärkere Rückgänge verhindert werden.
Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen, wieder funktionierenden Lieferketten und wirtschaftlicher Belebung auch im Ausland erholte sich die deutsche Wirtschaft insbesondere im dritten Quartal deutlich. Durch die zweite Corona-Welle, die zum Jahresende stärker wurde, wurde aufgrund der erneuten Maßnahmen zum Infektionsschutz auch hierzulande die weitere Erholung der Wirtschaft verzögert, aber nicht so stark beeinträchtigt wie im Frühjahr 2020. Insbesondere der stationäre Einzelhandel ist durch die erneuten Schließungen betroffen.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt waren aufgrund der Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung (u. a. Kurzarbeit) insgesamt begrenzt und die Zahl der Arbeitslosen stieg nur leicht. Stützend wirkte für die Wirtschaft des Weiteren das erzielte Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Im beschriebenen Umfeld ging das deutsche BIP im Jahr 2020 um rund 5 Prozent zurück.
Quellen dieses Abschnitts: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar sowie Februar 2021 IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 74 (2020|Q4) IMK, IMK Report Nr. 163, Dezember 2020
Die Logistikbranche ist gerade auch in der Corona-Krise eine wichtige Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten und erbringt zusätzlich produktionsnahe Dienstleistungen. Neben dem klassischen Speditionsgeschäft zählt die Erbringung logistischer Leistungen im Zusammenhang mit der Zulieferung, Produktion und Distribution von Gütern zu ihren Leistungsschwerpunkten.
Die Anforderungen an die Logistik verändern sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Anhaltende Globalisierung,
kürzere Produktlebenszyklen und Urbanisierung sowie neue Technologien sind Treiber dieser Veränderungen. Die Branche profitiert dabei weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch das wachsende E-Commerce-Geschäft sowie die Retourenbearbeitung im Business-to-Consumer-Geschäft zusätzlich verstärkt wird. Herausforderungen bestehen insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Margendruck, mit der demografischen Entwicklung und dem damit einhergehenden Wettbewerb um Fach-, Führungsund Nachwuchskräfte. Hinzu kommen die in der Corona-Krise noch einmal gewachsene Bedeutung des Onlinehandels, steigende Kundenanforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit, Flexibilität und Qualität der Belieferung sowie ein steigendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Personaldefizite gibt es in der Branche derzeit insbesondere bei Lagerarbeitern, Kraftfahrern und IT-Managern.
Zusätzlich werden von den Logistikunternehmen im Rahmen von Outsourcingaktivitäten hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlags-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen. Da Verträge mit Kunden regelmäßig nur Laufzeiten von wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlagsgeräte häufig gemietet oder geleast. Hierbei werden langfristige Kapitalbindungen vermieden und die Flexibilität des Logistikdienstleisters stark erhöht.
Aufgrund steigender Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von durchgängigen Informations- und Kommunikationstechniken entlang der Prozessketten deutlich ausgeweitet. Logistikdienstleister müssen verstärkt Geschäftsmodelle auf die Veränderungen, wie den steigenden Einfluss durch die fortschreitende Digitalisierung der Prozessketten, anpassen.
Die im letzten Bericht prognostizierten und im Folgenden wiederholten Herausforderungen für die Logistikdienstleister in der Corona-Krise sind überwiegend eingetreten:
Durch die zwangsläufig geringeren Volumen vieler Kunden der Logistikbranche führten die gleichbleibenden Fixkosten zu einer hohen Belastung in den ersten Monaten der Corona-Krise. Überproportional gewachsen ist dagegen der E-Commerce-Anteil.
Analog dem deutschen und weltweiten Wirtschaftsgeschehen fällt das SCI Logistikbarometer im Frühjahr 2020 deutlich. Zum Jahresende allerdings stabilisierte sich die Geschäftslage der befragten Transport- und Logistikunternehmen und das SCI Logistikbarometer pendelte sich auf dem Wert des Vorjahres ein. Eine große Mehrheit von 87 Prozent gab im Dezember 2020 an, dass die derzeitige Geschäftslage als "normal" oder "gut" einzuschätzen sei. So geht die Logistikbranche insgesamt von Preissteigerungen und zunehmenden Kosten aus. Angesichts des problematischen Corona-Jahres 2020 erwarten mehr als zwei Drittel der Befragten eine günstigere Geschäftsentwicklung in 2021.
Auch der BVL-Logistik-Indikator zeigt für 2020 eine V-förmige Entwicklung. Zum Jahresende ist der im dritten Quartal geäußerte Optimismus allerdings geschrumpft und per saldo blickten die Firmen zum Jahresende mit leichtem Pessimismus auf die Entwicklung der kommenden sechs Monate. Im Hinblick auf die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr überwogen hingegen die positiven Stimmen. Auch der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex hat sich nach den Einbrüchen im März und April stetig erholt.
Eine hohe Zahl von Beschäftigten in Deutschland ist in logistischen Berufen im Handel und bei Logistikdienstleistern tätig. Neben der wirtschaftlichen Stärke und der hohen Bevölkerungszahl ist die Bedeutung des deutschen Marktes unter anderem darauf zurückzuführen, dass ein großer Anteil der Wirtschaftsleistung auf Industrie und Handel entfällt. Weitere Ursachen sind der traditionell hohe Exportanteil, die zentrale Lage in Europa und die daraus abgeleitete Drehscheibenfunktion. Auch die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und die signifikante logistische Kompetenz tragen zur hohen Attraktivität des Logistikstandorts Deutschland bei.
Quellen dieses Abschnitts: BVL Logistik-Indikator 4. Quartal 2020, 14. Dezember 2020 inkl. Kommentierung SCI Verkehr, SCI Logistikbarometer, Dezember 2020
Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat BLG LOGISTICS das Geschäftsjahr 2020 insgesamt mit einem sehr deutlichen Verlust abgeschlossen. Allein durch das brachliegende Geschäft vieler unserer Kunden in den Lockdown-Monaten März bis Mai haben wir einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich hinnehmen müssen. Dazu kommen durch die Corona-Pandemie hervorgerufene und notwendige Bewertungsanpassungen sowie Risikovorsorge.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 entsprach die Geschäftsentwicklung noch unseren Erwartungen. Doch die Folgen der Corona-Pandemie mit ihren historischen Auswirkungen auf Weltwirtschaft, globale Handelsströme und Kunden der BLG LOGISTICS machten sich sofort in Mengen und Ergebnissen bemerkbar. Insbesondere der Stillstand der Produktion der Automobilindustrie traf uns hinsichtlich Umschlag, Transport, technischer Bearbeitung und Autoteilelogistik. Aber auch andere Unternehmensbereiche mit Kunden u. a. aus Handel und Industrie waren schwer getroffen. Viele Standorte mit E-Commerce-Aktivitäten hingegen konnten sich trotz Krise positiv entwickeln. Der Containerumschlag litt ebenfalls unter den Folgen der Corona-Pandemie, wenn auch nicht so stark wie erwartet. Da die Gesundheit unserer Beschäftigten an erster Stelle steht, haben wir darüber hinaus umfangreiche Aufwendungen für Schutzmaßnahmen und Anpassungen der Betriebsabläufe getätigt.
Ab dem Sommer 2020 konnten auch wir den wirtschaftlichen Aufschwung spüren und Volumen und Ergebnisse verbesserten sich zunehmend.
Ende März 2020 konnte die Entwicklung der Corona-Pandemie noch nicht vorhergesehen werden. Damals prognostizierten wir bereits einen deutlichen Rückgang für EBT, Umsatz und EBT-Marge. Vor dem beschriebenen Hintergrund ist diese Entwicklung im Berichtsjahr 2020 eingetreten.
Trotz des deutlichen Verlusts ist BLG LOGISTICS insgesamt besser durch die Krise gekommen als im Frühjahr 2020 erwartet. Es bestand jederzeit eine ausreichende Liquidität und die Anzahl unser Mitarbeitenden ist stabil geblieben. In der Pandemie hat uns geholfen, dass wir unser Geschäft in den letzten Jahren immer stärker diversifiziert haben und eine breite Basis unterschiedlicher Kunden haben.
Darüber hinaus ist es BLG LOGISTICS auch 2020 gelungen in Bewegung zu bleiben. Wir haben neue Standorte eröffnet, bestehende erweitert und haben uns intensiv mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt. Wir werden bis 2030 klimaneutral sein. Auch verfolgen wir konsequent unsere Digitalisierungs- und Innovationsstrategie und widmen uns hier Themen wie Künstlicher Intelligenz.
Auch wenn das Jahr 2021 noch von schwierigen Rahmenbedingungen und Fragezeichen geprägt sein wird, arbeiten wir intensiv daran, die wirtschaftliche Lage von BLG LOGISTICS stetig zu verbessern, und sehen uns auch in der Krise für die Zukunft gut aufgestellt. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Gruppenabschlusses 2020 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Gruppenlageberichts in 2021. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2021 entspricht überwiegend unseren Erwartungen.
Im Geschäftsjahr 2020 ist der Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 93.397 auf TEUR 1.065.235 gesunken. Dies ist fast vollständig durch die geringeren Volumen in der Corona-Pandemie begründet, sodass alle Geschäftsbereiche im Geschäftsjahr 2020 Rückgänge zu verzeichnen haben.
Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 82.357 auf TEUR 521.377 im Geschäftsbereich AUTOMOBILE resultiert aus den Belastungen der Automobilindustrie. Die Folgen der Corona-Pandemie haben zur größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg geführt und der Absatz ist pandemiebedingt um rund ein Viertel eingebrochen. Das trifft, neben anderen Bereichen mit Kunden aus Industrie und Handel, auch die Autoteilelogistik im Geschäftsbereich CONTRACT. Hier sind die Umsätze insgesamt um TEUR 11.313 auf TEUR 552.621 zurückgegangen. Durch die positive Entwicklung unserer Standorte mit E-Com-
merce ist der Rückgang hier geringer ausgefallen. Im Geschäftsbereich CONTAINER wirkt sich neben den geringeren Volumen infolge der Corona-Pandemie unverändert der hohe Wettbewerbsdruck und damit rückläufige Durchschnittserlöse auf die Entwicklung der Umsatzerlöse aus. Sie sanken im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 18.782 auf TEUR 263.522. Da die EUROGATE-Gruppe nach der At-Equity-Methode in den Gruppenabschluss einbezogen wird, sind diese Umsätze nicht im ausgewiesenen Gruppenumsatz enthalten.
Neben dem Wettbewerbsdruck wirken im Geschäftsbereich CONTAINER insbesondere hohe Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR 37,0 Mio., 50%-Beteiligung) und Restrukturierungsaufwendungen für die Einzelbetriebe (EUR 20,9 Mio.). Dementsprechend ist das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen im Berichtsjahr deutlich negativ. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die unten stehenden Erläuterungen zum Geschäftsbereich CONTAINER.
Insgesamt ist der Materialaufwand mit -13,9 Prozent stärker gesunken als die Umsatzerlöse (-8,1 Prozent). Dies ist neben den geringeren bezogenen Leistungen auch durch einen um TEUR 21.529 (17,4 Prozent) gesunkenen Einsatz von Fremdpersonal im Zuge der Corona-Krise im Geschäftsjahr 2020 begründet.
Der Rückgang der sonstigen Erträge (TEUR 18.988) gegenüber dem Vorjahr entfällt mit TEUR 11.683 auf geringere Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und mit TEUR 2.211 auf geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr auf TEUR 455.476 (Vorjahr: TEUR 452.245) angestiegen. Der aufgrund der leicht rückgängigen Zahl der Beschäftigten und temporärer Kurzarbeit reduzierte Aufwand für Löhne und Gehälter
| Umsatzerlöse nach Segmenten TEUR |
2020 | 2019 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|---|
| AUTOMOBILE | 521.377 | 603.734 | -82.357 | -13,6 |
| CONTRACT | 552.621 | 563.934 | -11.313 | -2,0 |
| CONTAINER | 263.522 | 282.304 | -18.782 | -6,7 |
| Überleitung | -272.285 | -291.340 | 19.055 | 6,5 |
| Gruppe gesamt | 1.065.235 | 1.158.632 | -93.397 | -8,1 |
| Kennzahlen zur Ertragslage TEUR |
2020 | 2019 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
| Umsatzerlöse | 1.065.235 | 1.158.632 | -93.397 | -8,1 |
| Sonstige Erträge | 46.190 | 65.178 | -18.988 | -29,1 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | -61.705 | 22.787 | -84.492 | -370,8 |
| Materialaufwand | -454.905 | -528.184 | 73.279 | 13,9 |
| Personalaufwand | -455.476 | -452.245 | -3.231 | -0,7 |
| Sonstige Aufwendungen | -131.577 | -130.869 | -708 | -0,5 |
| Abschreibungen | -115.432 | -88.869 | -26.563 | -29,9 |
| EBIT | -107.670 | 46.430 | -154.101 | -331,9 |
| Finanzergebnis | -8.457 | -8.886 | 429 | 4,8 |
| EBT | -116.127 | 37.544 | -153.671 | -409,3 |
| EBT-Marge (in %) | -10,9 | 3,2 | -14,1 | -435,1 |
| Gruppenperiodenergebnis | -120.174 | 32.588 | -152.762 | -468,8 |
| EBT nach Segmenten TEUR |
2020 | 2019 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
| AUTOMOBILE | -8.998 | 19.324 | -28.322 | -146,6 |
| CONTRACT | -13.891 | 7.436 | -21.327 | -286,8 |
| CONTAINER | -67.274 | 23.699 | -90.973 | -383,9 |
| Überleitung | -25.964 | -12.915 | -13.049 | -101,0 |
| Gruppe gesamt | -116.127 | 37.544 | -153.671 | -409,3 |
konnte die gestiegenen Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung und Jubiläen nicht kompensieren.
Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 26.563 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert mit TEUR 25.160 aus Wertminderungen und betrifft insbesondere mit TEUR 10.795 den Firmenwert der BLG Sports & Fashion und mit TEUR 8.754 den Firmenwert der CGU Spedition.
Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 429 auf TEUR -8.457 leicht verbessert. Durch TEUR 1.556 geringere Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden die etwas geringeren Zinserträge überkompensiert.
Aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen ist das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Wesentlichen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr deutlich um TEUR 153.671 auf TEUR -116.127 gesunken. Entsprechend beträgt die EBT-Marge -10,9 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent).
Die Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 4.047 (Vorjahr: TEUR 4.956). Die laufenden Steuern erhöhten sich hierbei um TEUR 2.131, da im Vorjahr Erstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 4.868 gegenläufig wirkten. Des Weiteren wirkte sich insbesondere die positive Veränderung der latenten Steuern (TEUR 3.040) aus.
Entsprechend ist im Vergleich zum Vorjahr das Gruppenperiodenergebnis um TEUR 152.762 auf TEUR -120.174 deutlich gesunken.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 521.377 | 603.734 |
| EBT | -8.998 | 19.324 |
| EBT-Marge (in %) | -1,7 | 3,2 |
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist der führende Technik- und Logistikdienstleister für die internationale Automobilindustrie. Das Unternehmen setzt in diesem Bereich weltumspannend multimodale Verkehrsträger für die Logistik ein und verknüpft individuelle und innovative technische Dienstleistungen miteinander.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führten in der Automobilindustrie zur größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Zu dem ohnehin schwierigen Umbruch von Verbrennungsmotoren in die neue Zeit der Alternativantriebe und Vernetzung ist der Absatz unserer Kunden um ein Viertel eingebrochen. Das wirkte sich unmittelbar auf die Volumen aller Geschäftsfelder im Geschäftsbereich AUTOMOBILE aus. Infolgedessen liegt das Fahrzeugvolumen im Netzwerk des Geschäftsbereichs im Geschäftsjahr 2020 insgesamt mit einem Handling von 4,8 Mio. Fahrzeugen deutlich unter dem Vorjahresniveau (6,3 Mio. Fahrzeuge).
Im Geschäftsfeld Seehafenterminals ging das Pkw-Umschlagsvolumen deutlich zurück. Auf unserem größten Umschlagsstandort, dem AutoTerminal Bremerhaven, wurden 2020 1,7 Mio. Fahrzeuge (Vorjahr: 2,1 Mio.) und damit rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr umgeschlagen, transportiert und technisch bearbeitet. Auch an unserem AutoTerminal in Cuxhaven war ein prozentual ähnlicher Rückgang zu verzeichnen. Darüber hinaus wirkte sich die Corona-Pandemie deutlich auf Sachkosten und Produktivität durch die wichtigen und notwendigen Hygieneund Abstandsmaßnahmen aus.
Trotz der Volumenrückgänge konnte im Bereich Technik an den Seehafenterminals ein vergleichsweise besseres Niveau erzielt werden. Durch entsprechende Maßnahmen wie Kurzarbeit wurde das deutlich negative Ergebnis des Geschäftsfelds eingegrenzt.
Für den Bereich XXL Logistics liegt die Umschlagsmenge durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der schwächelnden Weltkonjunktur unter dem Vorjahresniveau (Standort Bremerhaven: 1,1 Mio. t, Vorjahr: 1,3 Mio. t). In der zweiten Jahreshälfte haben sich die Volumen zwar deutlich verbessert, unterlagen aber hohen Schwankungen, insbesondere an unserem Standort Bremerhaven. Kumuliert betrachtet ist eine Verschiebung der Volumen zu Geschäften mit geringerer Wertschöpfung zu verzeichnen. An unserem Standort im Neustädter Hafen in Bremen lag teilweise eine hohe Tonnage (insbesondere bei Forstprodukten) und damit verbunden eine hohe Beschäftigung vor. Eine hohe Krankenquote, der notwendige Einsatz von Fremdpersonal und die Abstands- und Hygienemaßnahmen wirkten sich gegenläufig auf die Produktivität aus. Die Tonnage sank hier von 1,35 Mio. t auf 1,2 Mio. t.
Im Bereich Windenergie fehlte es weiterhin an externem Auftragsvolumen. Insgesamt schloss das Geschäftsfeld leicht negativ ab.
Zum Jahresende 2020 wurde das Geschäftsfeld XXL Logistics aufgelöst. Die Bereiche WindEnergy und High&Heavy-Umschlag in Bremerhaven werden zukünftig im Geschäftsfeld Seehafenterminals abgebildet und die Kompetenzen im Umschlag von Schwerlastgütern gebündelt. Der Standort BLG Cargo im Neustädter Hafen in Bremen wird 2021 ebenfalls dem Geschäftsfeld Seehafenterminals zugeordnet.
Trotz großer Volumenrückgänge infolge der Corona-Pandemie konnte sich das Geschäftsfeld Inlandterminals positiv behaupten und schloss das Jahr mit einem positiven Ergebnis ab. Insbesondere der Standort Kelheim hatte durch hohe Volumen und eine signifikante Wertschöpfungstiefe hieran einen bedeutenden Anteil. Verstärkte Aktivitäten im Bereich Vermieter, Flotten und Remarketing trugen zum positiven Ergebnis bei.
Auch die Geschäftsfelder AutoTransporte und AutoRail konnten trotz der Beeinträchtigungen durch die CoronaPandemie das Geschäftsjahr 2020 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Trotz Volumenrückgängen von 20 bis 30 Prozent konnten neue, grenzüberschreitende Verkehre dazugewonnen werden. Durch die Belebung der weltweiten Konjunktur im zweiten Halbjahr zogen auch die Verkehre und damit die Auslastung wieder an. Beeinträchtigungen wie Erneuerungen der Schieneninfrastruktur und Ausbau der Streckennetze bleiben weiterhin bestehen.
Der Bereich CarShipping, der u. a. den Autotransport per speziellen Binnenschiffen repräsentiert, steuert im Jahr 2020, insbesondere durch Sonderaufträge, einen ebenfalls positiven Ergebnisbeitrag zum Geschäftsfeldergebnis AutoTransporte bei.
Im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa konnte sich trotz Corona-Krise das Terminal- und Transportgeschäft in Danzig/Polen und das Transportgeschäft in St. Petersburg/Russland positiv entwickeln. Insbesondere Leerkilometer konnten reduziert und internationale Transporte in ehemalige GUS-Staaten ausgeweitet werden. Die weiteren Standorte verliefen den Umständen entsprechend im Rahmen der Erwartungen. Das Geschäftsfeld konnte daher insgesamt mit einem nahezu neutralen Ergebnis abschließen.
Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen und der hohen Volumenrückgänge, insbesondere im Bereich Seehafenterminals, ist das EBT im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gegenüber dem Vorjahr von TEUR 19.324 auf TEUR -8.998 gesunken.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 552.621 | 563.934 |
| EBT | -13.891 | 7.436 |
| EBT-Marge (in %) | -2,5 | 1,3 |
Der Geschäftsbereich CONTRACT managt komplexe Projekte und bietet seinen Kunden verlässliche vor- und nachgelagerte Logistiklösungen an. An mehr als 40 Standorten in Europa und Übersee arbeiten wir in eigenen Logistikzentren sowie in den Produktions-bereichen und Lagern unserer Kunden.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit Werksschließungen und Volumenreduzierungen unserer Kunden warfen auch das Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) weit hinter die ursprünglichen Planungen zurück. Seit Mitte des Geschäftsjahres 2020 wurden die direkten Auswirkungen der globalen Corona-Pandemie langsam geringer und das operative Geschäft erholte sich an den meisten unserer Standorte kontinuierlich. Allerdings sind die Produktionsvolumen unserer Kunden, insbesondere aus der Automobilindustrie, zum Teil nachhaltig gesunken. Durch das Gegensteuern in Form von Kostenreduzierungen und Verbesserungen von Prozessen konnten die Auswirkungen abgemildert werden.
An unserem Standort in Bremen konnten die Geschäfte mit unserem wichtigsten Automobilkunden langfristig ausgebaut werden. Neugeschäfte an den Standorten Stuttgart und Berlin/Brandenburg konnten wir erfolgreich beginnen. Das Geschäftsfeld schließt mit einem deutlich negativem Ergebnis das Geschäftsjahr ab.
Durch verhängte staatliche Lockdowns und die langsamen Wiederanläufe der Produktion waren all unsere Kunden und Standorte des Geschäftsfelds Industrielogistik (Übersee) betroffen. Im zweiten Halbjahr konnten sich jedoch unsere Standorte in den USA, Südafrika, Malaysia und Indien verbessern. Der neue Bereich Retail Services in den USA konnte das insgesamt deutlich negative Ergebnis des Geschäftsfelds abmildern.
Positiv in der Krise stach die Entwicklung unseres Geschäftsfelds Handelslogistik hervor. Obwohl die Schließung des stationären Handels im Lockdown zu Rückgängen insbesondere in den Bereichen Textil und Möbel führte, konnten sich die Standorte mit E-Commerce-Aktivitäten äußerst positiv entwickeln. Insbesondere unsere Standorte in Bremen, Elsdorf, Emmerich und Frankfurt lagen über unseren Erwartungen. Auch den Start unserer großen Neugeschäfte in Schlüchtern und Schlüsselfeld/ Geiselwind konnten wir erfolgreich fortentwickeln. Im Bereich Sports & Fashion kam es hingegen zu deutlichen Verlusten, da die Erwartungen hinsichtlich der Neugeschäfte noch nicht erzielt werden konnten. Restrukturierungs- und Einmalkosten belasten darüber hinaus das Ergebnis.
Das Geschäftsfeld Handelslogistik liegt 2020 insgesamt über den ursprünglichen Planungen und schließt das Geschäftsjahr positiv ab.
Durch die Corona-Pandemie brach der Bruttospeditionsnutzen des Geschäftsfelds deutlich ein. Des Weiteren fehlte es weiterhin an Volumen in der See- und Luftfracht. Dazu kam ein Engpass an Equipment (insbesondere in der Seefracht) und ein extremer Preiskampf vor allem in der Luftfracht. Trotz Nutzung von Kosteneinsparungspotenzialen konnte nicht verhindert werden, dass das Geschäftsfeld das Jahr deutlich negativ beendet.
Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen ist das EBT im Geschäftsbereich CONTRACT gegenüber dem Vorjahr um TEUR 21.327 auf TEUR -13.891 gesunken.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 263.522 | 282.304 |
| EBT | -67.274 | 23.699 |
| EBT-Marge (in %) | -25,5 | 8,4 |
Der Geschäftsbereich CONTAINER der BLG LOGISTICS wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG repräsentiert. Diese betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno, in Limassol (Zypern), Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.
Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlag aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste, wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.
Der Rückgang der Umsatzerlöse in der EUROGATE-Gruppe erklärt sich trotz der sowohl bei dem Multi-Userterminal EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH als auch bei der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH gestiegenen Mengenentwicklung durch deutlich rückläufige Durchschnittserlöse pro Container.
Das EBT (50 Prozent) ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken und mit TEUR -67.274 (Vorjahr: TEUR 23.699) deutlich negativ. Neben rückläufigen Durchschnittserlösen und pandemiebedingten Einflüssen auf die Umschlagsentwicklung haben sich überproportionale Kostensteigerungen in der Ergebnisentwicklung niedergeschlagen. Zudem ist das Ergebnis 2020 mit erheblichen Einmalaufwendungen aufgrund von Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 37,0 Mio. (50%-Beteiligung) sowie außerordentlichen Aufwendungen für die Restrukturierung der Einzelbetriebe (EUR 20,9 Mio.) belastet. Bei einem deutlich rückläufigen und negativen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ist im Berichtszeitraum ein Jahresfehlbetrag von EUR 60,6 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 22,8 Mio.) zu verzeichnen. Das ursprünglich für 2020 prognostizierte Ergebnis wird aus den vorgenannten Gründen deutlich unterschritten.
| -116,1 Mio. | 1.065 Mio. | -10,9 % |
|---|---|---|
| EBT | Umsatz | EBT-Marge |
| Prognose 2020 |
Eintritt 2020 |
|
|---|---|---|
| EBT | deutlicher Rückgang |
deutlicher Rückgang |
| Umsatz | deutlich unter Vor jahresniveau |
deutlich unter Vor jahresniveau |
| EBT-Marge | deutlicher Rückgang |
deutlicher Rückgang |
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Vorjahresberichts 2019 konnte noch nicht abgesehen werden, wie stark sich die Corona-Pandemie auf unsere Geschäfte auswirken würde. Schon damals haben wir prognostiziert, dass die Corona-Pandemie massive Auswirkungen auf Volumen, Umsatz und Ergebnis haben wird. Zusätzlich wirkten die bereits bestehenden Unwägbarkeiten wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der weitere Verlauf des Brexits, die schwache Nachfrage nach Investitionsgütern und die bereits bestehenden "Auto-Krise".
Vor diesem Hintergrund sind wir davon ausgegangen, dass das EBT und die EBT-Marge deutlich zurückgehen würden und der Umsatz deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen würde. Unseren Prognosen lagen Annahmen zugrunde, die teilweise von den eingetretenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2020 abwichen.
Durch die oben beschriebenen Auswirkungen auf das operative Geschäft und durch die zusätzlich vorzunehmenden Bewertungskorrekturen ist unsere Prognose eingetreten. Das EBT ging wie erwartet deutlich zurück, um TEUR 153.671 auf TEUR -116.127. Auch die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 1.065.235 rund 8,1 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Entsprechend dem Ergebnis beträg die EBT-Marge -10,9 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent).
Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist der Rückgang des EBT eingetreten, da er insbesondere von den Werkschließungen der Automobilindustrie sowie der Kaufzurückhaltung der Verbraucher betroffen war. Hinzu kam die vor der Corona-Pandemie schon bestehende "Auto-Krise". Unter anderem die Umstellung vom Verbrennungsmotor auf alternative Antriebe stellt die Automobilindustrie vor große Herausforderungen. Die großen Volumenrückgänge an den Seehafenterminals und damit einhergehende Verluste konnten nicht durch positive Ergebnisse in den Geschäftsfeldern Inlandterminals, AutoTransporte und AutoRail ausgeglichen werden. Auch das Geschäftsfeld XXL Logistics hatte mit zurückgehenden und schwankenden Volumen zu tun. Wichtige und notwendige Abstands- und Hygienemaßnahmen, die die Gesundheit unser Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten sicherstellen sollen, wirkten sich erschwerend auf die Produktivität des Geschäftsbereichs aus, der mit einem EBT von TEUR -8.998 das Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen hat.
Im Geschäftsbereich CONTRACT war der Rückgang des Ergebnisses insbesondere durch die Geschäftsfelder Industrielogistik (Europa und Übersee), mit seinen vielen Kunden aus der Automobilindustrie, begründet. Sie litten besonders unter den Lockdownmaßnahmen und den mit der Corona-Pandemie verbundenen weiteren Auswirkungen. Das Geschäftsfeld Handelslogistik konnte sich in der Krise positiv entwickeln und das negative Ergebnis des Geschäftsbereichs abmildern. Auch wenn es durch die Schließung des stationären Handels zu Volumenrückgängen in den Bereichen Textil und Möbel kam, konnten die Standorte mit E-Commerce-Aktivitäten deutlich zum positiven Ergebnis beitragen. Das Geschäftsfeld Spedition hatte im Geschäftsjahr unter fehlendem Volumen und einem harten Wettbewerb zu leiden. Für den Geschäftsbereich CONTRACT ergibt sich somit ein deutlich unter dem Vorjahr liegendes EBT in Höhe von TEUR -13.891.
Durch die zwischenzeitlich geringeren Volumen infolge der Corona-Krise und den anhaltend scharfen Wettbewerb liegen die Gesamtumschlagsmengen und Umsatzerlöse im Geschäftsbereich CONTAINER unter Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2020 war für die EUROGATE-Gruppe ein deutlich rückläufiges Ergebnis prognostiziert worden; das Ergebnis (EBT) hat sich jedoch gegenüber der ursprünglichen Prognose aufgrund der außerordentlichen Aufwendungen für die Restrukturierung sowie der nicht vorhersehbaren Abschreibungen auf Finanzanlagen weiter verschlechtert und ist mit TEUR -67.274 deutlich negativ.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Im Berichtsjahr betrug die Bilanzsumme TEUR 1.194.093 und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.288.303. TEUR 59.510 der Reduzierung von TEUR 94.210 entfallen alleine auf die Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden. Insbesondere durch das oben beschriebene Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER hat sich der Anstaz hier reduziert.
Entsprechend ist auch das langfristige Vermögen gesunken, insgesamt um TEUR 88.135 auf TEUR 903.201. Der Erhöhung des Anlagevermögens durch Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 107.758 (davon zahlungsunwirksam TEUR 37.868) stehen Desinvestitionen in Höhe von TEUR 19.174 und gegenüber dem Vorjahr um TEUR 26.563 höhere Abschreibungen (aufgrund von Wertminderungen, siehe oben) in Höhe von TEUR 115.432 gegenüber. Die Anlagenintensität hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 1,4 Prozentpunkte auf 50,5 Prozent erhöht.
Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie Angaben zu den Sicherungsinstrumenten ist im Gruppenanhang unter Erläuterung Nummer 32 zu finden.
Die Nettoverschuldung der Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 676.904 erhöht (Vorjahr: TEUR 611.895). Dies liegt im Wesentlichen an der Zunahme der aufgenommenen, langfristigen Darlehen um TEUR 62.725 auf TEUR 167.436. Es wurden somit unter anderem kurzfristige Verbindlichkeiten abgelöst und Investitionen finanziert.
| 2020 | 2019 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|
| 1.194.093 | 1.288.302 | -94.208 | -7,3 |
| 50,5 | 49,2 | 1,4 | 2,8 |
| 73,5 | 72,2 | 1,3 | 1,8 |
| 59.741 | 203.364 | -143.622 | -70,6 |
| 5,0 | 16,0 | -11,0 | -69,0 |
| 676.904 | 611.895 | 65.010 | 10,6 |
| Buchwert 31.12.2020 |
Buchwert 31.12.2019 |
Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
| 167.436 | 104.711 | 62.725 | 59,9 |
| 536.420 | 556.491 | -20.071 | -3,6 |
| 703.856 | 661.202 | 42.654 | 6,5 |
| 2020 | 2019 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
| 146.387 | 86.117 | 60.270 | 70,0 |
| 513.305 | 511.562 | 1.743 | 0,3 |
| 228.298 | 232.634 | -4.336 | -1,9 |
| 887.990 | 830.313 | 57.678 | 6,9 |
| 197.729 | 196.849 | 880 | 0,4 |
| 13.357 | 21.569 | -8.212 | -38,1 |
| 676.904 | 611.895 | 65.010 | 10,6 |
Auf der Grundlage des im Jahr 2020 erzielten Ergebnisses vor Steuern von TEUR -116.127 ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 27.264 (Vorjahr: TEUR 65.701) erwirtschaftet worden. Der Free Cashflow lag mit TEUR -5.625 im negativen Bereich und TEUR 75.142 unter dem Vorjahreswert von TEUR 69.517.
Insbesondere durch das in der Ertragslage beschriebene geringere Ergebnis vor Steuern (Veränderung TEUR -153.671) reduziert sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Aufgrund der indirekten Ermittlung wirken sich die Wertminderungen in Höhe von TEUR 25.160 (vgl. Ausführungen oben) sowie das negative Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (TEUR -61.705) gegenläufig aus.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich im Berichtsjahr um TEUR -36.704 auf TEUR -32.889 verändert. Dies ist im Wesentlichen begründet durch TEUR 26.701 geringere Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden. Des Weiteren sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen und in die immateriellen Vermögenswerte insgesamt um TEUR 15.504 gestiegen. Gegenläufig wirkten geringere Investitionen in at Equity einbezogene Unternehmen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich im Berichtsjahr deutlich um TEUR 57.367 auf TEUR -14.706. Erhöhten Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (Veränderung TEUR 75.342) standen erhöhte Tilgungen von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen (TEUR 45.267) gegenüber.
Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr um TEUR 22.354 auf TEUR -63.941 verringert.
Die Finanzierung ausstehender Investitionen erfolgt unter Berücksichtigung der operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, sowie in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation aus Eigenmitteln, aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing.
Zum Bilanzstichtag bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 51,5 Mio.
Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Gruppenabschluss. Für die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auch auf Erläuterung Nummer 37 des Gruppenanhangs.
| Kennzahlen zur Finanzlage TEUR |
2020 | 2019 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|---|
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 27.264 | 65.702 | -38.438 | -58,5 |
| Mittelzu-/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | -32.889 | 3.815 | -36.704 | -962,1 |
| Free Cashflow | -5.625 | 69.517 | -75.142 | -108,1 |
| Mittelzu-/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -14.706 | -72.073 | 57.367 | 79,6 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds |
-20.331 | -2.556 | -17.775 | -695,4 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds |
-2.024 | 595 | -2.619 | 440,2 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | -41.586 | -39.626 | -1.960 | -4,9 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | -63.941 | -41.587 | -22.353 | -53,7 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||||
| Liquide Mittel | 13.357 | 21.569 | -8.212 | -38,1 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -77.298 | -63.156 | -14.142 | -22,4 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | -63.941 | -41.587 | -22.354 | -53,8 |
Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für BLG LOGISTICS Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.
Vermögensmehrende unsichere Ereignisse, die aus einer im Vergleich zur Planung günstigeren Entwicklung resultieren können.
Möglichkeit einer für die Erreichung der kurzfristigen und strategischen Ziele ungünstigen, gefährlichen oder sogar existenzbedrohenden zukünftigen Entwicklung durch Vermögensminderung.
Das Risikomanagement der BLG LOGISTICS leitet sich im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der einzelnen Geschäftsfelder ab. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abwenden und eine Bestandsgefährdung ausschließen zu können.
Die strategische Ausrichtung der national sowie international tätigen BLG LOGISTICS zeichnet sich zudem durch einen hohen Diversifikationsgrad aus. So führen die drei Geschäftsbereiche mit einer Vielzahl an darunter angebundenen Geschäftsfeldern zu einer gewissen Unabhängigkeit. Bedeutende Investitionen werden überwiegend durch Kundenverträge begründet und abgesichert.
Verantwortlich für das Chancen- und Risikomanagementsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen das System auf Angemessenheit und Wirksamkeit. Die Verantwortung für das Erkennen sowie Managen wesentlicher Chancen und Risiken wird innerhalb der BLG LOGISTICS zentral gesteuert. Dabei werden verschiedene Ebenen sowie Organisationseinheiten in das System eingebunden.
Das Verhältnis zwischen Kompetenz und Häufigkeit von Entscheidungen ergibt sich aus folgender Darstellung:
Damit wir unsere Zielsetzungen, gemessen am Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT), erreichen, erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen und Gefährdungspotenzialen. Über die Steuerungskennzahlen von BLG LOGISTICS wird monatlich im Vorstand sowie in den Führungskreisen und auch an den Aufsichtsrat berichtet. Auf diese Weise sollen eine nachhaltige Wertschöpfung sichergestellt und eine Bestandsgefährdung verhindert werden. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Steuerungsprozess, das gruppeninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Unserer besonderen Beachtung unterliegen dabei Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, aus den Märkten, aus dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität.
Als international tätiges Unternehmen mit heterogenem Dienstleistungsspektrum ist BLG LOGISTICS einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese werden durch laufende Beobachtung sowohl des gesamtwirtschaftlichen Umfelds als auch speziell der Entwicklung in der globalen Logistik analysiert und bei unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt. Der wesentliche Anteil der Risiken am Gesamtanteil liegt bei den Leistungs- und Infrastruktursowie bei den finanzwirtschaftlichen Risiken.
Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.
Bericht Prüfung
Die Grundsätze des Risikomanagements von BLG LOGISTICS sind in einer Richtlinie dokumentiert und veröffentlicht. In den Geschäftsbereichen und den Zentralbzw. Stabsbereichen wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Somit wird sichergestellt, dass Risiken sowie risikomindernde Maßnahmen (Risikovermeidung und -reduzierung bzw. -überwälzung durch Versicherung), aber auch Chancen dort identifiziert und beurteilt werden, wo sie tatsächlich auftreten. Das implementierte zentrale Risikomanagement ist verantwortlich für die Koordination der gruppenweiten Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Chancen und Risiken. Dieses erfolgt auf Basis eines IT-gestützten Risikomanagementsystems.
Laufend, im Sinne einer permanenten Inventur, werden die Risiken und die im Rahmen der Strategie definierten dazugehörigen Maßnahmen erfasst, bewertet und überwacht, die aus heutiger Sicht unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich negativ beeinflussen können. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen BLG LOGISTICS ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, können unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinträchtigen, sind aber im Risikobericht nicht enthalten.
Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb von BLG LOGISTICS integriert.
Um möglichen Risiken zu begegnen, die vor allem aus den vielfältig geografischen, arbeits-, kartell-, zoll-, kapitalmarkt-, steuer-, vertrags-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzen im In- und Ausland entstehen können, stützt BLG LOGISTICS ihre Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.
Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG LOGISTICS. BLG LOGISTICS verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.
Das Finanzrisikomanagement wird durch den Bereich Treasury verantwortet, dessen Aufgaben und Ziele in einer durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie dargestellt sind. Zentrale Aufgabe neben dem Liquiditätsmanagement und dem Abschluss von Finanzierungen ist die Minimierung der finanziellen Risiken auf Gruppenebene. Hierzu zählen die Erstellung und Analyse von Finanzierungs- und Sicherungsstrategien sowie der Abschluss von Sicherungsinstrumenten.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Der Vorstand verabschiedet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung. Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.
Wesentliches Ziel von BLG LOGISTICS im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist eine optimierte Liquiditätssicherheit und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten im Allgemeinen und das Refinanzierungsrisiko im Speziellen langfristig zu reduzieren.
BLG LOGISTICS überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und weiterer Kennzahlen. Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.
Die Strategie bestand im Jahr 2020 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern.
Das interne Kontrollsystem von BLG LOGISTICS umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.
Da das interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.
Elemente des internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BLG LOGISTICS insbesondere den Fachbereich Financial Services (inkl. Controlling, Finanzen und Rechnungswesen) beauftragt, der unter einer Leitung eng verzahnt und prozessorientiert arbeitet.
Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, die Funktionstrennung von abhängigen Bereichen (insbesondere Kreditorenmanagement und Treasurymanagement) und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.
Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision (z. B. Einhaltung der Kompetenz- und Unterschriften- sowie der Einkaufsrichtlinie), das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und der Gruppe, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems mit ein.
Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder der steuerlichen Außenprüfung vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Gruppenabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.
Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.
Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.
Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen von BLG LOGISTICS erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Gruppenabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst. Die Einbeziehung der Einzelabschlüsse ausländischer und nicht in das SAP-System eingebundener inländischer Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage der durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüften, standardisierten, Excel-basierten Reporting Packages, die mittels flexiblen Uploads in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.
BLG LOGISTICS hat zur Gewährleistung einer einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur gruppeneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien, insbesondere der zugrunde liegenden Zinsfaktoren, sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.
Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Gruppenebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Angaben für den Gruppenanhang werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.
Für die Erstellung wesentlicher Einzelabschlüsse und des Gruppenabschlusses wird darüber hinaus eine unterstützende Disclosure-Management-Software eingesetzt, die einen einheitlichen Datenpool verwendet und Validierungen, eine Nachvollziehbarkeit der Historie sowie einen fest definierten Workflow enthält. Durch einen hohen Automatisierungsgrad wird das Fehlerrisiko deutlich reduziert und die Effizienz erhöht.
Für das Tax Accounting wird ebenfalls eine spezielle Software verwendet. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene der Gruppe in
der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.
BLG LOGISTICS als internationale Gruppe ist mit ihren drei Geschäftsbereichen und den Geschäftsfeldern verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Potenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur. Eine hohe Priorität hat auch die Entwicklung von innovativen Lösungen für unsere Kunden im Rahmen von zukunftsweisenden Forschungsprojekten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt Forschung und Entwicklung.
In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die Chancen, die sich uns eröffnen, optimal nutzen. Basis dafür ist weiterhin unser Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE.
Die etablierten Geschäftsmodelle in den Geschäftsfeldern Handelslogistik und Industrielogistik eröffnen uns im Geschäftsbereich CONTRACT Vertriebs- und Akquisitionsmöglichkeiten kombiniert mit weiteren Automatisierungsund Digitalisierungsaktivitäten in Deutschland bzw. Europa. Die einzelnen Geschäftsfelder profitieren von einem weiterhin anhaltenden Wachstumsmarkt, da unsere Kunden durch verstärktes Outsourcing ihre eigenen Kostenstrukturen verbessern bzw. flexibler gestalten wollen.
Der Geschäftsbereich CONTAINER hält die Anpassung des Fahrwassers von Elbe und Außenweser zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der "Nordrange" unverändert für dringend erforderlich, damit die größer werdenden Containerschiffe Bremerhaven und Hamburg problemlos anlaufen können. Auch im Geschäftsjahr 2020 haben sich die nautischen Probleme der nachhaltig steigenden Anzahl immer größer dimensionierter Containerschiffe insbesondere am Standort Hamburg nicht verbessert. Mit dem zwischenzeitlich erfolgten Beginn der Maßnahmen zur Fahrrinnenanpassung der Elbe werden sich die nautischen Schwierigkeiten im Zuge der Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne etwas relativieren. Sollte die eine oder die andere - oder beide - Maßnahmen noch scheitern oder sich weiter verzögern, kann dies nicht unerhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung an diesen Standorten haben.
Der Geschäftsbereich CONTAINER kann seinen Kunden jedoch mit dem einzigen deutschen Tiefwasserhafen, dem EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven, und dessen Fazilitäten für die Abfertigung von Containerschiffen mit entsprechenden Tiefgängen eine hervorragende Alternative bieten.
Unsere Kunden setzen mit dem Bau von Elektrofahrzeugen auf eine nachhaltige und umweltfreundlichere Zukunft. Elektromobilität ist der Schlüssel zu klimaneutraler Mobilität.
Konsequent ergänzt der Geschäftsbereich AUTOMOBILE sein Logistiknetzwerk mit smarten digitalen Lösungen und nachhaltigen Konzepten für klimafreundliche Transporte. So bauen wir unser Autoterminal in Hamburg zu einem klimaneutralen Terminal um. Und wir begleiten und unterstützen unsere Kunden aktiv beim Thema Elektromobilität. Neben Nachhaltigkeit ist Digitalisierung das große Zukunftsthema für die Automobil- und Logistikbranche. BLG LOGISTICS wirkt daran mit, indem sie gemeinsam mit Partnern in einem Forschungsprojekt komplexe Planungsund Steuerungswerkzeuge für Automobilterminals entwickelt hat (vgl. auch Ausführungen unten).
Im Berichtsjahr haben wir des Weiteren den Standort Dodendorf vom Autotransportstützpunkt zum eigenständigen Autoterminal erweitert. Zudem wurde er zu einem
Standort für Elektromobilität ausgebaut, eine Flächenerweiterung für 2021 ist bereits in Planung. Hier und an weiteren Terminals übernimmt BLG LOGISTICS für verschiedene Hersteller Dienstleistungen wie Umschlag, technische Bearbeitung, Qualitätsprüfung bis hin zur Zollabwicklung für E-Fahrzeuge und trägt so einen Teil zur Energiewende bei und nutzt damit selbst die Chancen aus der Entwicklung alternativer Antriebe. Dabei kommt uns unser internationales Netzwerk für Umschlag, technische Bearbeitung und Transport mit verschiedenen Ladungsträgern (Lkw, Bahn, Binnenschiff) zugute. Somit können wir die weltweite Logistik für Fertigfahrzeuge vom Hersteller bis zum Händler abdecken.
Im Forschungsprojekt Isabella wurde ein intelligentes Planungs- und Steuerungssystem für die Logistikabwicklung und die Bewegungen der Automobile in See- und Binnenhäfen entwickelt und prototypisch auf dem BLG AutoTerminal Bremerhaven geprüft. Isabella konzentrierte sich auf die Prozesse am Terminal und interne Pkw-Umfuhren. Isabella 2.0 soll nun die externen Verkehrsträger Zug, Schiff und Lkw mit deren Be- und Entladung integrieren und das Steuerungssystem sowie die Simulationsumgebung systematisch auf alle Umschlagsprozesse erweitern. Aus operativ gewonnenen Daten werden relevante Prozesskennzahlen, wie zum Beispiel der Zeitbedarf einzelner Prozessschritte oder systematisch abgeleitete Fahrwegauslastungen ermittelt, was die Planbarkeit und damit die Effizienz der operativen Fahrprozesse erhöht. BLG LOGISTICS agiert in diesem Forschungsprojekt als Anwendungspartner und Gesamtprojektleiter.
Die BLG LOGISTICS hat über die vergangenen Jahre entsprechende Erfahrungen und Know-how insbesondere in der Abwicklung von logistischen Großprojekten gesammelt und dieses Wissen kontinuierlich auf eine steigende Anzahl an Kunden und Standorten ausgeweitet, um in diesem Bereich auch zukünftig für ihre Kunden ein kompetenter innovativer Ansprechpartner zu sein.
Insgesamt war im Geschäftsbereich CONTRACT 2020 viel Bewegung – und das setzt sich 2021 fort. Wir haben neue Kunden hinzugewonnen oder das Geschäft mit Bestandskunden in ganz Deutschland erheblich ausgebaut. Basierend auf dieser Entwicklung sehen wir weiterhin gute Chancen für die Zukunft und verfolgen das Ziel, logistische Aktivitäten im Bereich E-Commerce weiter auszubauen, die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Bereich weiterzuentwickeln und mögliche Beteiligungen und Akquisitionen voranzutreiben.
Das Thema Klimaschutz steht weit oben auf der Agenda – in der Politik wie auch in vielen Unternehmen. Wir bilden dabei keine Ausnahme. Die Bundesregierung strebt für Deutschland weitgehende Klimaneutralität bis 2050 an, dieselbe Zielsetzung existiert auf europäischer Ebene. Wir wollen als Logistikunternehmen unseren Beitrag leisten – und gleichzeitig unsere Kunden beim Verbessern ihrer eigenen Bilanz unterstützen.
Wir sind gemeinsam auf einer Mission für den Klimaschutz. Unser Ziel: BLG LOGISTICS wird bis 2030 zum klimaneutralen Unternehmen. Wir lassen unsere absolute Zielsetzung von der Science Based Targets initiative (SBTi) unabhängig prüfen. Damit ist BLG LOGISTICS der erste deutsche Logistikdienstleister mit einer wissenschaftlich anerkannten Klimaschutzzielsetzung.
Im größten Güterverkehrszentrum Deutschlands, dem GVZ in Bremen, plant BLG LOGISTICS einen neuen Standort für die Industrielogistik. Ausgehend vom "C3 Bremen" wird BLG LOGISTICS die nachhaltige und effiziente Versorgung der Auslandsmontagewerke eines renommierten Automobilherstellers erbringen. Mit einer intelligenten Intralogistikplanung und effizienten Arbeitsabläufen wird die Logistikabwicklung auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. Die Prozesse im Inneren der neuen Anlage folgen dem Lean-Management-Prinzip und sollen durch einen zukunftsweisenden Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad unterstützt werden. Neben einem umfassenden Energiekonzept, das einen CO2-neutralen Betrieb der Immobilie vorsieht, wird eine DGNB-Zertifizierung in Gold als klimapositives Gebäude angestrebt (DGNB = Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen). Unter anderem ist geplant, auf der kompletten Dachfläche eine Photovoltaikanlage zu installieren. Eine Solarthermie-Anlage soll die Heizungsanlage und Warmwasserproduktion unterstützen. Die Gebäudehülle ist bewusst überdurchschnittlich isoliert.
Im Berichtsjahr wurden mit der Validierung und Priorisierung die internen Vorbereitungen für die Umsetzung der im Rahmen der Transformation geplanten betrieblichen Maßnahmen getroffen und die für die jeweiligen Einzelgesellschaften relevanten Arbeitnehmervertretungen informiert. Unter dem Arbeitstitel "Zukunft EUROGATE" stehen für die Kerngesellschaften der EUROGATE-Gruppe ab Beginn des Geschäftsjahres 2021 diese Transformation und die damit verbundene Umsetzung einer Vielzahl von Maßnahmen zu Kosteneinsparungen und Verhandlungen organisatorischer Maßnahmen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung im Vordergrund. Diese Verhandlungen erfordern die umfassende Mitwirkung des Managements sowie aller Arbeitnehmervertretungen und bei allen Beteiligten ein hohes Verantwortungsbewusstsein, um das Einsparziel von EUR 84 Mio. p.a. mit voller Ergebniswirkung so früh wie möglich, jedoch spätestens im Geschäftsjahr 2024 zu erreichen und damit die Wettbewerbsfähigkeit sowie eine tragfähige und nachhaltige Basis für die Zukunft der EUROGATE-Gruppe zu sichern.
Sollten die im Zuge der Transformation vorgesehenen Kostensenkungen sowie die Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen nicht oder nur in geringerem Umfang umgesetzt werden können, so wäre die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsträchtigkeit der EUROGATE-Gruppe deutlich beeinträchtigt. Die Verhandlungen haben Anfang 2021 begonnen und die Geschäftsführung ist zuversichtlich, die geplanten Maßnahmen und die damit verbundenen Effekte in dem vorgesehenen Zeitrahmen erfolgreich umsetzen zu können.
Im Geschäftsjahr 2012 hatte BLG LOGISTICS erstmalig verbindliche Klimaschutzziele formuliert und beschlossen. So sollte der CO2-Fußabdruck bis zum Jahr 2020 gegenüber 2011 (gemessen am Umsatz) um 20 Prozent gesenkt werden. Dies hatten wir bereits 2019 mit 29,6 Prozent übertroffen. Motiviert durch diesen Erfolg und gestiegene Anforderungen haben wir uns neue, weitreichendere Ziele gesetzt und wollen bis 2030 unsere eigenen Treibhausgasemissionen gegenüber 2018 absolut gemessen um mindestens 30 Prozent, die entlang unserer Lieferkette um 15 Prozent senken. Die verbleibenden Emissionen wird BLG LOGISTICS durch zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgleichen. Damit werden wir 2030 ein klimaneutrales Unternehmen sein. Mehr Informationen finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht unter reporting.blglogistics.com
Damit steigert BLG LOGISTICS die Transparenz über ihre Klimabilanz und gewinnt Kompetenz im Bereich der klimaneutralen Logistik. Damit bietet sich die Chance, ihrer Zielgruppe klimaneutrale Dienstleistungen anzubieten, die deren Klimabilanz nicht belasten.
Die Corona-Krise und die dadurch ausgelösten Maßnahmen der Regierung im Rahmen der Pandemiebekämpfung nehmen deutlich Einfluss auf Mengen und Ergebnisse aller Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder von BLG LOGISTICS. Die ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 werden daher nicht erfüllt und auch
das Geschäftsjahr 2021 wird durch die anhaltenden Einschränkungen geprägt sein. Über unsere heutigen Einschätzungen informieren wir im Prognosebericht.
Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE und CONTAINER nehmen Ein- und Ausfuhrbeschränkungen Einfluss auf den Prozessablauf der Warenströme. Im Geschäftsjahr ist das Volumen in Teilen um bis zu 80 Prozent zurückgegangen und nimmt damit direkten Einfluss auf den Umsatz. Auch im Geschäftsbereich CONTRACT führen Schließungen von Leistungsbereichen in einigen Geschäftsfeldern zu starken Umsatzrückgängen aufgrund fehlender Volumen. Zur Kompensation der Auswirkungen von Corona werden Maßnahmen, wie die Einführung von Kurzarbeit, die Reduktion der Leiharbeiterquote, die Aussetzung von Investitionstätigkeiten sowie die Stundung von Verbindlichkeiten gegenüber der öffentlichen Hand, durchgeführt.
Eine nachhaltig verschlechterte Ergebnissituation kann im Rahmen der Bewertung von Firmenwerten zu Abschreibungen auf Finanzanlagen führen.
Aus den für BLG LOGISTICS festgelegten Risikofeldern werden in den folgenden Abschnitten die wesentlichen Risiken der BLG LOGISTICS nach Risikokategorien dargestellt. Bei der Auswahl der Wesentlichkeit werden solche Risiken berücksichtigt, die aber bei Eintritt spürbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken würden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich anhand von Szenarien unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Einflussgrößen aus Chancen und Risiken.
| Strategische Risiken | bedeutend | unwahrscheinlich | J |
|---|---|---|---|
| Marktrisiken | bestandsgefährdend | unwahrscheinlich | N |
| Politische, rechtliche und soziale Risiken | mittel | möglich | J |
| Leistungs- und Infrastrukturrisiken | bedeutend | unwahrscheinlich | J |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | mittel | unwahrscheinlich | N |
Aus Bandbreiten zwischen bester und schlechtester Erwartung werden sodann die notwendigen Maßnahmen bzw. Vorsorgen abgeleitet. Für dieses Verfahren ist ein Standardisierungsprozess festgelegt worden. Dabei erfolgt eine Unterteilung nach strategischen Risiken, Marktrisiken, politischen, rechtlichen und sozialen Risiken, Leistungsund Infrastrukturrisiken sowie finanzwirtschaftlichen und sonstigen Risiken. Sofern nicht offensichtlich, wird bei den dargestellten Risiken der Bezug zu dem betroffenen Segment dargestellt.
Ein Gesamtüberblick über die wesentlichen Risiken ist in der Tabelle dargestellt.
BLG LOGISTICS ist in den letzten Jahren durch verschiedene in- und ausländische Akquisitionen gewachsen. Im Rahmen des Prozess- und Qualitätsmanagements wurde zu diesem Zweck eine einheitliche Richtlinie (M&A-Richtlinie) über das Vorgehen verfasst, die bei sämtlichen Anteilskäufen einzuhalten ist. Hierbei kommen sowohl gruppeninterne als auch externe Berater zum Einsatz. Somit wird gewährleistet, dass alle mit einer Akquisition oder Beteiligung verbundenen Risiken berücksichtigt und bewertet werden.
Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass sich gerade bei Anteilserwerben im europäischen Ausland besonders politische, rechtliche oder konjunkturelle Risiken ergeben. Das soziale Umfeld bei der Beschaffung von Mitarbeiterkapazitäten und die Integration der jeweiligen fremden Unternehmenskulturen in die Strukturen und Prozesse von BLG LOGISTICS stellen dabei besondere Herausforderungen dar. Mit der strategischen Ausrichtung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE nach Osteuropa sind besonders Risiken im Bereich der wirtschaftlichen Kapitalerhaltung und der Sicherung von Dienstleistungs-Know-how gegeben. Diesem Umstand wird durch ein eigenes Geschäftsfeld "Süd-/Osteuropa" mit der Bündelung von Fach-, Sprach- und Beratungskompetenz Rechnung getragen.
In der Vergangenheit getätigte Investitionen können, unter Fortführung der mit den Investitionen getroffenen strategischen Entscheidungen und Aussagen, die Notwendigkeit von Folgeentscheidungen nach sich ziehen. Die mit diesen Entscheidungen verbundenen notwendigen
Folgeinvestitionen sind aufgrund von zum Teil geänderten Markt- und Rahmenbedingungen insgesamt unter neuen Prämissen zu betrachten und zu bewerten. Sind diese geänderten Bedingungen nachhaltig, könnten sich hieraus zukünftig Abwertungsbedürfnisse auf die Gesamtinvestition für BLG LOGISTICS ergeben.
Unser besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin dem Wettbewerb mit den Autoterminalbetreibern in den Westhäfen, der zunehmenden Bedeutung der Ostseehäfen im Short Sea Transport und den Südhäfen.
Die vertraglich vereinbarten Preise im Seehafenumschlag gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck stellen für uns anhaltende Herausforderungen dar.
Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals kann es durch interne Optimierung der Reeder zu weiteren Verlagerungen von Volumen zulasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.
Für die Seehafenlogistik im Stückgutgeschäft und in der Projektlogistik liegen die Risiken wesentlich in den Überkapazitäten der Nordseehäfen und dem damit verbundenen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck.
Im Geschäftsbereich CONTRACT liegen die hauptsächlichen Risiken in der schnellen Austausch- und Ersetzbarkeit als Dienstleister. In den Geschäftsfeldern Industrielogistik und Handelslogistik herrscht eine starke Abhängigkeit von Großkunden. Die durchgeführten Logistikleistungen sind dort in der Regel personalintensiv. Zudem herrscht ein erheblicher Preisdruck seitens der Kunden. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch umfangreiche kundenindividuelle Optimierungen, längere Vertragslaufzeiten und den kontinuierlichen Aufbau des Kundenstamms.
Im Geschäftsbereich CONTAINER wirken sich neben den gesamtwirtschaftlichen Trends in Bezug auf die künftige Umschlags- und Transportnachfrage und damit verbunden auch auf die Umschlagsmengen unserer Containerterminals noch weitere Einflüsse bzw. Risiken aus. Hierzu zählen wie in den vergangenen Jahren auch
Auf Kundenseite könnten auch mögliche Insolvenzen Auswirkungen auf die Reedereikonsortien sowie die Diensteund Mengenstrukturen haben.
Nach dem Wechsel von HMM im Herbst 2019 von der 2M-Allianz zur THE Alliance dominieren auf der Kundenseite derzeit unverändert drei Groß-Konsortien das Marktgeschehen:
Der Trend der Container-Reedereien zur Indienststellung weiterer Großcontainerschiffe, und zwar mittlerweile von über 23.000 TEU, hält unvermindert an. Angesichts dieses Trends wird auch die Anzahl der Schiffsanläufe von Großcontainerschiffen an den Terminals der EUROGATE-Gruppe weiter zunehmen.
Da die Containerterminals zumindest mittelfristig noch über Kapazitätsreserven verfügen, steigt im Zuge der Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/Reedereien und damit verbunden der Erlösdruck sowie die Notwendigkeit der Identifizierung und Umsetzung weiterer Kostenreduzierungen und Effizienzsteigerungen bei den Containerterminals sowie von Maßnahmen zur Standardisierung und Automatisierung.
Als global ausgerichteter Logistikdienstleister ist BLG LOGISTICS wesentlich von der Produktion und den damit verbundenen Warenströmen in der Weltwirtschaft abhängig. Die Abhängigkeit sowohl von der produzierenden Industrie als auch vom Konsumentenverhalten kann als größtes Risiko angesehen werden. Hier beeinflussen neben den aktuellen, erheblichen Behinderungen durch die Auswirkungen und Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie zusätzlich hohe Energie- und Rohstoffpreise, zunehmende internationale Handelsbeschränkungen, andauernde außenwirtschaftliche Ungleichgewichte sowie die Ausweitung von politischen Konflikten unser Geschäft.
Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen vieler Regierungen sind viele Lieferketten beeinträchtigt und es kommt zu Investitions- und Konsumzurückhaltung. Je länger sich eine Normalisierung der Weltwirtschaft und des täglichen Lebens hinauszögert, desto stärker werden die Auswirkungen auf unser Geschäft sein, da es an vielen unserer Standorte zu Volumeneinschränkungen kommen kann. Dies gilt insbesondere für Standorte mit Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Letztere ist neben der Kaufzurückhaltung und gestörten Lieferketten auch durch den Wandel vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben beeinträchtigt.
Letztendlich ist es möglich, dass sich eine Normalisierung des Wirtschaftsgeschehens noch über Jahre hinziehen wird und das wir zukünftig auch mit neuen Virusmutationen und Pandemien umgehen werden müssen.
Durch den neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten ist davon auszugehen, dass sich die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und der EU wieder entspannen – im Gegensatz zu den Streitigkeiten zwischen den USA und China, welche weiterhin Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit auch auf unser Geschäft nehmen können.
Der vollzogene Brexit inklusive der noch auszuverhandelnden weiteren Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wirkt sich nach aktueller Einschätzung nicht wesentlich auf unser Geschäft aus. Das gilt auch für die anhaltende Niedrigzinsphase.
Änderungen in der Gesetzgebung sowie bei Steuern oder Zöllen in einzelnen Ländern können den internationalen Handel ebenfalls stark beeinträchtigen und erhebliche Risiken für BLG LOGISTICS mit sich bringen. Jedoch ist aufgrund der eingangs zum Risikomanagement erwähnten und dargestellten Diversifikation keine Bestandsgefährdung gegeben.
Der anhaltende Fachkräftemangel und eine überdurchschnittlich hohe Insolvenzanfälligkeit sowohl bei unseren Dienstleistern als auch von Kunden bei einfachen Transport- und Logistikdienstleistungen sind weitere allgemeine Risiken von BLG LOGISTICS.
Die Wachstumsmärkte in Asien, Afrika, Südamerika, den USA sowie Zentral- und Osteuropa sind mit Blick auf die weltweite Entwicklung der Fertigfahrzeuglogistik von besonderer Bedeutung. Diese Märkte haben weiterhin großes Potenzial, allerdings erschweren die Rahmenbedingungen in einigen Ländern dieser Regionen eine Ausweitung der dortigen Logistikgeschäfte.
Auch das Risiko der Verlagerung, insbesondere von Gütertransporten vom Nutzfahrzeug auf andere Verkehrsmittel, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Westeuropa ist der Hauptmarkt für BLG LOGISTICS. Durch die Öffnung Westeuropas zum Osten hin gelangen weiterhin vermehrt osteuropäische Transportkapazitäten in unseren Hauptmarkt. Dies führt zu einem harten Wettbewerb und Preisverfall. Darüber hinaus besteht eine Abhängigkeit vom Exportvolumen der Automobilindustrie in Europa nach Übersee. Hier haben vor allem die Märkte China, USA, Japan und Korea eine besondere Bedeutung.
Die Beschäftigung im Bereich der Autoteilelogistik (Geschäftsfeld Industrie) ist abhängig von der Produktion der ausländischen Werke der deutschen Original Equipment Manufacturer (OEM), die über unsere Logistikzentren weltweit mit Teilen versorgt werden. Hier ist weiterhin eine Tendenz zur Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden zu verzeichnen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch einen Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Maut, andere verkehrslenkende Abgaben sowie fiskalische Mehrbelastungen
nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.
Durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit") und dem Binnenmarkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses ebenfalls negative Auswirkungen auf die von BLG LOGISTICS betreuten Kunden und deren Warenströme hat. Aktuell sind hier aber keine wesentlichen Risiken erkennbar.
Der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China kann sich auf das Geschäft unserer Kunden und damit auch auf die Volumen von BLG LOGISTICS auswirken. Derzeit können die Auswirkungen jedoch nicht abschließend beurteilt und quantifiziert werden.
Wesentliche Risiken bei Verträgen ergeben sich aus der häufig nicht fristenkongruenten Deckung von Kundenverträgen in Verbindung mit der Anmietung von Immobilien. Kundenverträge haben in der Regel wesentlich kürzere Laufzeiten als Mietverträge für Immobilien.
Die nachträgliche Änderung von gegebenen Marktverhältnissen und damit verbundene Auswirkungen auf die mit den Kunden vereinbarten Logistikprozesse haben häufig Einfluss auf das mit dem Kunden vereinbarte Vertragsverhältnis. Dem Kunden angebotene Dienstleistungsportfolios und die kalkulierten Preise stimmen nicht mehr mit von den Kunden angefragten und beauftragten Leistungen überein. Dadurch resultierende Unterschiede führen in der Regel zu Risiken und somit auch zu Verlusten, die mit den Kunden nur in aufwendigen Nachverhandlungen geklärt werden können. Aufgrund der Vertragserfüllungsund somit Leistungsverpflichtung wird während der Verhandlungen für den Kunden weitergearbeitet, da ansonsten weitere Risiken aus Schadenersatzverpflichtungen für Ausfallzeiten bestehen. Dieser Umstand und die Abhängigkeit insbesondere von der Automobilindustrie an vielen Standorten führten in der Corona-Krise im Geschäftsjahr 2020, insbesondere in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals und Industrielogistik, zu signifikanten Verlusten.
Für Risiken aus belastenden Verträgen wurden Risikovorsorgen getroffen. Die Höhe der Risiken kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf deutlich ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.
In allen operativen Geschäftsbereichen ist durch die enge Kundenbindung und die kurzen, anspruchsvollen Vertragslaufzeiten sowie -konditionen, insbesondere zu einigen Großkunden, auf Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- bzw. Produktlebenszyklen ein besonderes Augenmerk zu legen.
Aufgrund hoher Volumenschwankungen bei unseren Kunden kann es zu temporären Kapazitätsengpässen bei den Flächen und Hallen kommen. Durch aktive Marktsondierungen sind uns zusätzliche Flächen- und Hallenkapazitäten bei Dritten bekannt; diese werden bei Bedarf kostenpflichtig angemietet.
Im Gegensatz dazu kann bei Minderauslastung der eigenen Kapazitäten in der Regel kurzfristig keine anderweitige Verwendung generiert werden. Dies führt zu einer Ergebnisbelastung aus nicht gedeckten Fixkosten.
Die Flächen, Hallen, Transport- und Umschlagsgeräte werden regelmäßig innerhalb fest definierter Intervalle gewartet und instand gesetzt. Dadurch ist eine dauerhafte Leistungssicherheit gegeben.
Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung. In der Corona-Pandemie, wo vielerorts die Volumen zurückgingen oder ausblieben, wirkte sich dies besonders aus.
Es ist unser Ziel, die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur sowie der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren. Dafür wird zum Beispiel die Beschaffung von qualifiziertem Personal in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und durch eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.
Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitenden bestehenden Anteil der Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg (GHBV) und sonstiger Leiharbeitnehmer erreicht. Dadurch kann der Personalbedarf im gewissen Rahmen flexibel an die Geschäftsentwicklung angepasst werden. Die demografischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen grundsätzlich auch den Personalbestand und somit die Flexibilität und Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal beim GHBV. Diese Veränderungen können für den GHBV zu nachhaltigen Defiziten führen, die durch die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen und somit im Wesentlichen auch durch BLG LOGISTICS gegebenenfalls auszu-gleichen sind. Hierfür haben wir entsprechende Vorsorge getroffen.
Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal bleibt intensiv. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität von BLG LOGISTICS als Arbeitgeber und streben an, Fachund Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven von BLG LOGISTICS durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Gruppengesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote und Sozialleistungen. Risiken durch Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch frühzeitige Nachfolgeplanungen.
Forderungen der Arbeitnehmervertretungen zu strukturellen Veränderungen im Leiharbeitereinsatz hin zur Festanstellung führen zu erhöhten Grundkosten. Gleichzeitig ist eine grundsätzlich notwendige Kostenflexibilität zum Ausgleich von konjunkturellen Schwankungen nur noch in vermindertem Maße gegeben.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein; unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen. Ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich derzeit nur geringe Auswirkungen auf einzelne Geschäftsfelder.
Die sich häufenden globalen, aber auch speziellen Angriffe aus dem Internet (Cyberkriminalität) sind eine ständige Bedrohung und Gefahr für BLG LOGISTICS. Durch den Einsatz modernster Antivirensoftware verbunden mit einer eigenen strukturierten IT-Organisation (inkl. IT-Security) sieht sich BLG LOGISTICS gut aufgestellt, diesen Risiken entgegenzuwirken. Eine permanente Überprüfung, Kontrolle, Aktualisierung und Anpassung dieser Strukturen und Systeme ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Darüber hinaus besteht in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER eine Versicherung gegen Cyberrisiken, da trotz der aufwendigen Sicherungsmaßnahmen ein wirtschaftlicher Schaden durch eine Cyberattacke nie ganz ausgeschlossen werden kann.
Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für die erwarteten Ausfälle, die auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre, angepasst um Schätzungen des Managements
in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, ermittelt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist BLG LOGISTICS zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.
Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese derzeit ausschließlich bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben, die über einen Haftungsverbund eine hohe Sicherheit ausweisen und/oder bei denen über langfristig aufgenommene Darlehen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen.
Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Zur Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen wurde ein Zinssatz- und Währungsswap abgeschlossen.
Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.
Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.
Hinsichtlich der Corona-Pandemie gehen wir für 2021 von einer Erholung der Geschäftslage aus. Trotzdem besteht weiterhin eine große Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung. Auf Basis der zurzeit möglichen Abschätzungen gehen wir auch für das Geschäftsjahr 2021 davon aus, dass die Liquidität von BLG LOGISTICS trotz möglicher pandemie-induzierter Belastungen ausreichen wird, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Das Zinsänderungsrisiko, dem BLG LOGISTICS ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des niedrigen und für Investitionen attraktiven Zinsniveaus ein Teil des Finanzierungsbedarfs der kommenden Jahre durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps abgesichert. Es ist geplant, hierbei Darlehen in einem Volumen von insgesamt bis zu EUR 90 Mio. in Tranchen von bis zu je EUR 15 Mio. innerhalb von sechs Jahren, begonnen im Jahr 2019, bei Partnerbanken aufzunehmen. Weitere Informationen hierzu sind im Gruppenanhang in Erläuterung Nummer 32/Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.
Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten von BLG LOGISTICS einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.
Die - erfolgsneutrale - Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Bei BLG LOGISTICS wird aus heutiger Sicht die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Finanzrisiken als gering eingeschätzt.
Weitere Angaben zum Management von Finanzrisiken finden sich im Anhang unter Erläuterung Nummer 32.
Sonstige Risiken, die die Entwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. Die wesentlichen Risiken von BLG LOGISTICS resultieren aktuell aus der andauernden Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die Lieferketten und Volumen unsere Kunden, die sich signifikant auf unser Geschäft auswirken. Die Staatsschuldenkrisen in den USA und Europa, der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie die geopolitischen Unruhen mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind in den Hintergrund gerückt, aber noch nicht ausgestanden. So kann es hier erneut zu einer Verstärkung der Risikolage führen.
Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist die Risikostruktur von BLG LOGISTICS wesentlich durch diese geprägt. Im Vorjahr bestand eine sehr hohe Unsicherheit des weiteren Verlaufs. Diese hält bis heute an. Die Gesamtrisikosituation hat sich aber dahingehend geändert, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den bestehenden Geschäftsprozessen berücksichtigt wurden und sich die Wirtschaft an die veränderte Lage angepasst hat. Dennoch können auch zukünftig wieder erhebliche Beeinträchtigungen in den weltweiten Warenströmen und somit auch in den logistischen Prozessen und Dienstleistungen auftreten. Hinsichtlich der Auswirkungen auf die damit im Zusammenhang stehenden Lieferketten der Kunden von BLG LOGISTICS besteht aufgrund der noch nicht vollzogenen Normalisierung der Wirtschaft und des täglichen Lebens noch eine hohe Unsicherheit. Für das Geschäftsjahr 2021 ist daher von temporär schwankenden Volumen auszugehen. Die Corona-Krise wird sich auch 2021 noch merklich auf die wirtschaftliche und finanzielle Lage von BLG LOGISTICS auswirken, wenn auch in einem deutlich geringeren Umfang als 2020. Wir haben die voraussichtlichen Auswirkungen bewertet und notwendige Schritte eingeleitet. Nach unserer Einschätzung ist die BLG-Gruppe damit gut aufgestellt, um den weiteren Herausforderungen der Krise zu begegnen.
Ein weiterer wesentlicher Faktor sind die erfolgreiche Umsetzung der Transformation inklusive der damit verbundenen Kostensenkungen sowie die Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen im Geschäftsbereich CONTAINER. Sollten diese nicht oder nur in geringem Umfang umgesetzt werden können, wäre die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsträchtigkeit der EUROGATE-Gruppe deutlich beeinträchtigt.
Auf Grundlage unseres Risikomanagementsystems und übereinstimmender Einschätzungen des Vorstands waren im Berichtszeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch auf Basis der Mittelfristplanung und vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie lassen sich gegenwärtig unter Berücksichtigung der bereits eingeleiteten Maßnahmen keine Anzeichen für bestandsgefährdende strategische oder operative Risiken für die künftige Entwicklung ableiten.
Eine grundlegende Änderung unseres Geschäftsmodells ist aktuell nicht geplant. Ein strategischer Schwerpunkt wird auf den weiteren Ausbau der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT gelegt. Unser Ziel ist es, profitabel in allen Geschäftsfeldern zu sein und weiter zu wachsen. Durch die Fortsetzung unserer Akquisitionstätigkeiten, die gezielte Bildung von Kooperationen sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften wollen wir bestehende Marktanteile ausbauen, neue Märkte erschließen und weitere Kunden gewinnen. Zusätzlich werden wir unsere Wertschöpfungsketten in den Geschäftsfeldern erweitern. Außerdem gilt es, durch konsequentes Prozessund Qualitätsmanagement, Nutzung der Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, sowie stringentes Kostenmanagement die Produktivität in allen Bereichen, auch in der Krise, zu verbessern.
Nach dem historischen Einbruch der Weltwirtschaft in 2020 wird davon ausgegangen, dass diese in 2021 wieder deutlich wächst. Zwischen den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten gibt es aber hohe Abweichungen hinsichtlich der erwarteten Stärke des Wachstums und die Prognosen müssen vor dem Hintergrund des unsicheren, weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie laufend angepasst werden.
Durch die zweite Welle der Pandemie und entsprechende Infektionsschutzmaßnahmen der Regierungen hat sich die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung in den vergangenen Monaten verringert. In Deutschland wurden insbesondere Teile des Dienstleistungssektors (Gastgewerbe, Freizeitsektor) massiv behindert, was die Konjunktur belastet. Das verarbeitende Gewerbe konnte zuletzt eine deutliche Verbesserung der Auftragslage erreichen und die Produktion sukzessive weiter hochfahren. Durch die dieses Mal ausgebliebene Unterbrechung von Lieferketten konnte ein neuer massiver Einbruch im Winter verhindert werden. Verstärkte Grenzkontrollen oder ähnliche Maßnahmen können vereinzelt erneut zu einer Beeinträchtigung der Produktion führen.
Ökonomen gehen nach der Zulassung von Impfstoffen und der zunehmenden Durchimpfung der Bevölkerung sowie einer voranschreitenden Normalisierung der Rahmenbedingungen davon aus, dass die ersehnte Erholung der Wirtschaft insbesondere im zweiten Halbjahr 2021 an Fahrt aufnehmen wird. Durch die weiterhin niedrigen Zinsen und durch einkommensstützende Maßnahmen seitens der Finanzpolitik dürfte auch der private Konsum kräftig anziehen und zurückgestaute Bedürfnisse gedeckt werden.
Durch den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl hat sich des Weiteren das Risiko einer Eskalation des transatlantischen Handelskonflikts deutlich vermindert. Zusätzliche positive Signale kommen aus China, welches die Corona-Pandemie wirtschaftlich besser verkraftet hat als die Europäer. Indizes deuten hier auf ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum hin, wovon insbesondere die exportorientierte deutsche Industrie profitieren könnte. Ihr käme auch die Erholung der Weltwirtschaft deutlich zugute. Aufgeschobene Investitionen der Wirtschaft könnten umgesetzt werden.
Ein für die kommenden Jahre massiver Investitions- und Entwicklungsbedarf besteht aufgrund der ambitionierten Ziele der EU und der Bundesregierung zur Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen. Hier steht auch besonders die Automobilwirtschaft und weitere große Teile der deutschen Industrie vor großen Herausforderungen. Die mittelfristige Abkehr vom Verbrennungsmotor hin zum Elektroantrieb bringt enorme Veränderungen der Produktions- und Arbeitsprozesse mit sich. Eine weitere Unsicherheit auf die Prognose ergibt sich aus den Auswirkungen des Brexits.
Quellen dieses Abschnitts: IMK, IMK Report Nr. 164, Januar 2021 IfW Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 73 (2020|Q4) Tagesschau.de vom 31.12.2020, 17:51 Uhr "Hoffnung auf Erholung der Wirtschaft"
Zum Jahresende 2020 hat sich die Geschäftslage laut SCI Logistikbarometer (Dezember 2020) bei den befragten Transport- und Logistikunternehmen stabilisiert und sich auf dem Wert des Vorjahres eingependelt. Angesichts des schwierigen Corona-Jahres 2020 fallen die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2021 überwiegend positiv aus. Dennoch werden kurzfristig mit Blick auf die Lockdown-Maßnahmen zu Jahresbeginn starke Auswirkungen auf das Tagesgeschäft erwarten lassen.
Ein ähnliches Bild zeigt auch der ifo-BVL-Logistik-Indikator zum Jahresende. Der Optimismus aus dem dritten Quartal ging zum Jahresende zurück und per saldo blickten die Firmen mit leichtem Pessimismus auf die Entwicklungen der kommenden sechs Monate. Die aktuelle Konjunktur ist nach wie vor stark von den Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie beeinflusst. So wird das Geschäft der Transport- und Logistikunternehmen im ersten Halbjahr 2021 noch mit vielen Unsicherheiten behaftet sein. Hinzu kommen die strukturellen Probleme wichtiger Wirtschaftszweige, wie dem Automobil- und Maschinenbau sowie dem verarbeitenden Gewerbe. Wachstumsimpulse kommen aus der Konsumgüterindustrie und dem Einzelhandel (insbesondere E-Commerce). Es wird erwartet, dass das Niveau von 2019 erst 2023 wieder erreicht werden kann.
In der Nach-Corona-Zeit werden die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung wieder mehr in den Fokus rücken und es wird zu Investitionen in diesen Bereichen kommen. Auch 2021 werden Personaldefizite insbesondere bei IT-Manager:innen, Lagerarbeitenden, Fahrer:innen und anderen Fach- und Führungskräften bestehen.
Dennoch wird die Logistikbranche auch künftig von einer starken, exportorientierten deutschen Industrie und dem sehr guten Logistikstandort Deutschland profitieren. Bis zur Umsetzung des verabschiedeten Bundesverkehrswegeplans 2030 bleibt die Aufrechterhaltung der Infrastruktur eine weitere große Herausforderung.
BVL Logistik-Indikator, 4. Quartal 2020, 14. Dezember 2020 inkl. Kommentierung
BVL-Blog vom 20. Oktober 2020, www.bvl.de "Die Entwicklung der Logistik in 2021 – Prognose der Logistikweisen"
SCI Verkehr, SCI Logistikbarometer, Dezember 2020
Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wird der Im- und Export bestimmend für das Volumen in den Seehäfen bleiben. Das Geschäftsfeld Seehafenterminals wurde durch die Corona-Pandemie deutlich getroffen. Wir gehen davon aus, dass die 2020 stark zurückgegangenen Umschlagszahlen im Geschäftsjahr 2021 wieder steigen werden (Standort Bremerhaven: deutlich; Cuxhaven: leicht), aber noch nicht das Niveau von 2019 erreichen werden.
Weitere Ergebnisverbesserungen werden durch Produktivitätssteigerungen aus der Umsetzung von IT-Projekten und durch die Erhöhung von Wertschöpfungstiefen erreicht.
Zum Jahresende 2020 wurde das Geschäftsfeld XXL Logistics aufgelöst. Die Bereiche WindEnergy und High&Heavy-Umschlag in Bremerhaven werden nunmehr gebündelt im Geschäftsfeld Seehafenterminals abgebildet.
Da sich die Einflüsse der Corona-Pandemie verspätet durch einen Rückgang der Nachfrage und Produktion von Industriegütern zeigen, gehen wir am Standort Bremerhaven davon aus, dass das High&Heavy-Volumen ca. 10 Prozent geringer als in 2020 ausfallen könnte. Wir wollen durch die Erhöhung der Wertschöpfungstiefe (z. B. Verpackungstätigkeiten) entsprechend gegensteuern.
Im Neustädter Hafen in Bremen gehen wir von einem insgesamt gleichbleibenden Umschlagsvolumen aus.
Aufgrund der nach wie vor schwierigen Marktlage für Neufahrzeuge in Deutschland und Westeuropa wollen wir die Bearbeitung von jungen Gebrauchtfahrzeugen sowie Flottenkunden im Mobilitätssegment in unseren Inlandterminals weiter ausbauen. So kann ein Rückgang an Mengen der Neufahrzeuge durch eine höhere technische Wertschöpfung teilweise kompensiert werden.
2021 werden wir am Standort Kelheim ein neues Autoregal errichten.
Auch für das Transportvolumen auf den Straßen gehen wir analog der unterstellten Markterholung 2021 von einer deutlichen Steigerung aus. Gegenläufig führt aber ein verstärkter Verdrängungswettbewerb zu einem anhaltenden, permanenten Preisdruck. Um flexibel auf Schwankungen in der Auslastung reagieren zu können, wollen wir den Einsatz der eigenen Lkw-Flotte leicht reduzieren und durch Subunternehmer substituieren.
Entsprechend der allgemeinen Markterwartung und einer weiteren Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene erwarten wir eine deutliche Steigerung der Volumen gegenüber dem Vorjahr. Das Reparaturgeschäft für Dritte wollen wir, unter anderem, in der mobilen Instandhaltung, weiter ausbauen.
Die ausgereifte Technik der jungen BLG-Waggonflotte ermöglicht den international flexiblen Einsatz zum Transport sämtlicher Pkw- und SUV-Modelle, hersteller- und länderübergreifend. Derzeit befinden sich rund 1.500 Autotransportwaggons im Besitz der BLG. Spotverkehre in Ergänzung zu vereinbarten Regelverkehren zählen wegen der herausragenden Funktionalität unserer Waggons immer wieder zum Portfolio. Abmessungen und Gewichte insbesondere bei den SUV erfordern von der Branche der Schienenlogistik in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen in die Waggonflotte. Die BLG hat sich so mit ihrer Flotte für die Zukunft gut aufgestellt.
Ein starker Fokus liegt auf dem Transport von Neufahrzeugen in ehemalige GUS-Staaten per Lkw.
Generell erwarten wir auch im Osteuropageschäft anziehende Volumen bei unseren Bestands- und mit Neukunden.
Für den Geschäftsbereich CONTRACT gilt insgesamt, dass der Preisdruck auf die Logistikdienstleister permanent steigt und die Margen entsprechend sinken. Aufgrund des hohen Wettbewerbs und durch Überkapazitäten können die Personalkostensteigerungen aus Tariferhöhungen nicht oder nur in geringem Maße über Preiserhöhungen weitergegeben werden. Zusätzlich ist die Tendenz bei den Kunden weiterhin sehr groß, möglichst alle Kosten zu variabilisieren. Im Gegenzug werden jedoch keine Mengengarantien seitens der Kunden gegeben.
Neben der allgemeinen Unsicherheit bezüglich einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung wird das Geschäftsjahr 2021 auch von Effekten geprägt sein, wie zum Beispiel kalkulierte Anlaufkosten für zahlreiche Neugeschäfte, die wir unter anderem an den Standorten Bremen, Berlin/Brandenburg und Waiblingen (alle Automobilbranche) gewinnen konnten. Darüber hinaus wurden Geschäfte mit Bestandskunden an anderen Standorten ausgebaut.
Der wirtschaftliche Verlauf des Geschäftsfelds Industrielogistik (Europa) wird im Bereich der Logistik für die Automobilindustrie weiter durch die Entwicklung der Corona-Pandemie, die Kaufzurückhaltung in der Krise sowie die Umstellung auf alternative Antriebe geprägt sein. Eine erneute Verschärfung der Maßnahmen hinsichtlich der Corona-Pandemie, zum Beispiel durch Grenzschließungen, kann erneut zu Werksschließungen und damit zu drastischen Auswirkungen auf unsere Volumen führen.
Ausbauen wollen wir unsere Aktivitäten in der Erstazteilund Batterielogistik. Des weiteren planen wie mit dem "C3 Bremen" einen neuen Standort, mit der wir eine nachhaltige und effiziente Versorgung der Auslandsmontagewerke eines Automobilherstellers erbringen wollen.
Insgesamt rechnen wir an den meisten Standorten mit einer stabilen bis positiven Entwicklung der Geschäfte. Vor dem Hintergrund des unkalkulierbaren Pandemiegeschehens gehen wir aber von einem Übergangsjahr 2021 aus, welches noch mit zahlreichen Risiken behaftet ist.
Für 2021 erwarten wir eine Fortsetzung der Erholung, nachdem die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäftsfeld in 2020 deutlich waren. Am Standort USA ist seit der zweiten Jahreshälfte 2020 ein Aufschwung zu spüren. Darüber hinaus konnten wir einen Kunden aus dem Retail-Segment gewinnen und so eine neue Dienstleistung anbieten. Südafrika leidet neben der Corona-Pandemie unter einer schweren Rezession. Das wirkt sich auch auf die Produktionsvolumen für unsere Standorte aus, sodass wir hier von einer langsamen Erholung ausgehen.
In Indien führt ein Kunde infolge der Corona-Pandemie ein Geschäft nun selbst durch. Gegenläufig konnten wir ein neues Logistikzentrum für einen langjährigen Kunden eröffnen. In Malaysia gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus.
Die Entwicklung des Geschäftsfelds ist geprägt durch stabile Bestandsgeschäfte, die Umsetzung von diversen Großprojekten (Standorte Geiselwind, Schlüchtern, Ochtrup) und die Restrukturierung und Sanierung des Standortes Hörsel (Bereich Sports & Fashion). Durch vertriebliche Maßnahmen ist geplant, dass der Standort Hörsel in 2021 wieder ausgelastet sein wird. Weitere Ergebnisverbesserungen werden durch Restrukturierungsmaßnahmen und Flächenoptimierungen erwartet.
BLG LOGISTICS hat entschieden, sich strategisch künftig auf nationales und internationales Geschäft in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER zu konzentrieren. Die neun Speditionsstandorte von BLG International Forwarding mit rund 100 Mitarbeitenden (bisher Geschäftsbereich CONTRACT) sollen ab Anfang April 2021 in das bestehende Netz der Rhenus Air & Ocean in Deutschland integriert werden. Von der Übernahme ausgenommen ist der Speditionsstandort in Bremen, der sich auf Landverkehr, Schwerguttransporte, Projektgeschäft und Seefracht konzentriert.
Für die Containerreedereien besteht trotz des temporär auskömmlichen Niveaus der Seefrachtraten und des niedrigen Bunkerpreises kurz- bis mittelfristig weiterhin hoher Wettbewerbsdruck, um die zunehmende Tonnage der Reeder nachhaltig und angemessen auszulasten. Nicht zuletzt hervorgerufen durch die Anzahl an Neubauten von Großcontainerschiffen ergeben sich für die Containerterminals aufgrund der zuvor dargelegten operativen Risiken Unsicherheiten.
Insbesondere kann sich hier die weitere Kooperation und Konzentration der Containerreedereien auswirken. Ein anhaltender Preisdruck auf die Containerterminals kann dabei nicht ausgeschlossen werden.
Für den EUROGATE Container Terminal Hamburg wird für 2021 bedingt durch die ganzjährige Abfertigung des Flagship-Dienstes FAL-1 der Ocean Alliance, der das Terminal erst seit Frühjahr 2020 anläuft, aus heutiger Sicht ein leichter Mengenanstieg – allerdings mit einem steigenden Transshipment-Anteil – erwartet.
Für den Standort Bremerhaven wird aus derzeitiger Sicht für 2021 eine leicht steigende Umschlagsmenge erwartet.
Die Erreichung einer angemessenen Auslastung des EUROGATE Container Terminals in Wilhelmshaven ist für die EUROGATE-Gruppe unverändert von hoher Bedeutung. Wilhelmshaven ist allerdings vor dem Hintergrund der zunehmenden Schiffsgrößenentwicklung und der damit verbundenen nautischen Einschränkungen der Fahrwasser von Außenweser und Elbe - auch nach Vollzug der dortigen Maßnahmen zur Vertiefung und Verbreiterung -
mehr und mehr prädestiniert für die Abfertigung von Großcontainerschiffen.
In Anbetracht der Tatsache, dass die führenden Containerreedereien in den nächsten Jahren weitere Schiffe mit einer Kapazität von mittlerweile > 23.000 TEU in Betrieb nehmen werden, hat Wilhelmshaven mittelfristig gute Chancen, weitere Liniendienste akquirieren zu können.
Für den Standort Wilhelmshaven wird für 2021 nicht mit einer Belebung der Umschlagstätigkeit gerechnet. Eine Verbesserung der Auslastungssituation wird aus heutiger Sicht frühestens mittelfristig erfolgen.
Das Geschäftsjahr 2021 steht für die Einzelgesellschaften der EUROGATE-Gruppe im Zeichen der Transformation, die den internen Arbeitstitel "Zukunft EUROGATE" trägt, und der damit verbundenen Umsetzung von Maßnahmen zu Kosteneinsparungen und Verhandlungen mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretern zu organisatorischen Maßnahmen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung.
Die Entwicklung der Umschlagsmengen an den EUROGATE-Standorten kann durch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie negativ beeinträchtigt werden, die wiederum von der Entwicklung der Massen-Impfungen und der sich möglicherweise verschärfenden Maßnahmen der aktuellen Pandemiebeschränkungen abhängt.
Für 2021 wird für den Geschäftsbereich CONTAINER unter den für die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zu berücksichtigenden, zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen sowie der im Vorjahresergebnis enthaltenen Sondereffekte (Abschreibungen auf Finanzanlagen und Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen) mit einem deutlich verbesserten und wieder ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet.
Das Ergebnis des Geschäftsbereichs wird dabei maßgeblich durch die Containerterminals und hier als wesentliche Einflussgrößen die Umschlagsmengen und -raten sowie die Kostenstrukturen beeinflusst. Insofern ist Voraussetzung, dass die Umsetzung erster Restrukturierungsmaßnahmen bereits im Geschäftsjahr 2021 zu entsprechenden Ergebnisverbesserungen führt.
Die administrativen Kosten in den Zentralbereichen der BLG werden permanent überprüft. Um den Effizienzanforderungen gerecht zu werden und um unsere internen Prozesse und Systeme zukunftsfähig aufzustellen, werden Ziele wie Digitalisierung und Automatisierung intensiv umgesetzt und weiterentwickelt.
Wir passen unsere Investitionsvorhaben den sich stetig ändernden Marktgegebenheiten unter besonderer Betrachtung unserer Liquiditäts- und Ertragslage an. Wesentliche Erweiterungs-, Prozessoptimierungs- und Ersatzinvestitionen sind im kommenden Jahr im Geschäftsbereich AUTOMOBILE unter anderem für den kontinuierlichen Austausch von älteren Lkw und den Rückkauf von Autowaggons aus dem Leasing im Geschäftsfeld AutoTransporte und AutoRail vorgesehen. In den Geschäftsfeldern Seehafen- und Inlandsterminals liegt der Schwerpunkt der Investitionen in diversen Erweiterungs- und Erneuerungsmaßnahmen von Flächen und Gebäuden sowie der Erneuerung von Umschlagsgeräten. Darüber hinaus werden Investitionen im IT-Bereich zur Optimierung des Netzwerks innerhalb des Geschäftsbereichs vorgenommen. Im Geschäftsbereich CONTRACT betreffen die Investitionen den Auf- und Ausbau neuer Logistikzentren und die Ausweitung von Bestandsgeschäften in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik. Im Zentralbereich ist unter anderem eine große Investition für die Erneuerung des ERP-Systems im Finanzbereich vorgesehen. Für die notwendigen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Prozessoptimierungen ist ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von etwa EUR 119 Mio. geplant. Die Investitionen werden überwiegend fremdfinanziert.
| TEUR | Ist 2020 |
Prognose 2021 |
|---|---|---|
| EBT | -116.127 | deutliche Verbesserung; nahezu ausgeglichenes Ergebnis |
| Umsatz | 1.065.235 | auf Vorjahres niveau |
| EBT-Marge (in Prozent) |
-10,9 | deutliche Verbesserung; leicht negativ |
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts befanden wir uns noch mitten in der Pandemie. Auch das vor uns liegende Jahr wird noch stark von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt sein. Der weitere Verlauf der Schutzimpfungen und die Rückkehr zu einem normalen Leben wie vor der Pandemie ist noch nicht absehbar. Auch können durch die Corona-Pandemie ausgelöste Behinderungen in den Lieferketten und Warenströmen (zum Beispiel durch strenge Grenzkontrollen) erneut zu erheblichen Ergebniseinbußen führen. Prognosen sind in diesem Umfeld schwer, zumal auch die Planungen unserer Kunden mit vielen Fragezeichen versehen sind. Daher fahren wir auch bei BLG LOGISTICS "auf Sicht". Aber wir gehen davon aus, dass 2021 deutlich besser verlaufen wird.
Die weiteren Unwägbarkeiten wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die noch weiter auszuverhandelnden Bedingungen des Brexits, die ambitionierten Ziele zur CO2-Einsparung und der weitere Verlauf der "Auto-Krise" können die Lage dabei noch zusätzlich beeinflussen.
Wir erwarten aufgrund der beschriebenen Prognosen für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Im Geschäftsbereich CONTRACT werden die wegfallenden Umsätze des Geschäftsfelds Spedition gegenläufig wirken und können zu einem leichten Rückgang führen. Der Gesamtumsatz von BLG LOGISTICS wird damit in etwa auf Niveau des Geschäftsjahres 2020 liegen.
Nach heutigem Stand erwarten wir für BLG LOGISTICS eine deutliche Verbesserung des EBT im Geschäftsjahr 2021. Wir streben ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis an. Entsprechend wird sich die EBT-Marge ebenfalls deutlich verbessern, aber voraussichtlich noch nicht im positiven Bereich liegen. Je länger und stärker die einschränkenden Maßnahmen durch die Corona-Pandemie andauern, desto stärker wird die negative Auswirkung auf das Ergebnis sein.
| Erwartete Veränderungen für 2021 | ||
|---|---|---|
| K | J | K |
| EBT | Umsatz | EBT-Marge |
| deutliche | auf Vorjahres | deutliche |
| Verbesserung | niveau | Verbesserung |
Angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen geht der Vorstand auf Basis der zurzeit möglichen Abschätzungen für das Geschäftsjahr 2021 davon aus, dass die Liquidität von BLG LOGISTICS trotz der Pandemie-induzierten Belastungen ausreichen wird, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Wir verfolgen grundsätzlich das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Entsprechend werden wir unsere Aktionär:innen zukünftig je nach wirtschaftlicher Entwicklung angemessen am Ergebnis beteiligen.
Dieser Jahresbericht wurde auf Basis des Deutschen Rechnungslegungsstandards 20 (DRS 20) in der derzeit gültigen Fassung erstellt. Er enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG LOGISTICS, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen", "erwarten" oder ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.
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Gruppengewinn- und -verlustrechnung Gruppengesamtergebnisrechnung Gruppenbilanz Segmentberichterstattung Gruppeneigenkapitalentwicklung Gruppenkapitalflussrechnung Gruppenanhang
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| TEUR | Referenz | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4 | 1.065.235 | 1.158.632 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5 | 46.190 | 65.178 |
| Materialaufwand | 6 | -454.905 | -528.184 |
| Personalaufwand | 7 | -455.476 | -452.245 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen | 8 | -115.432 | -88.869 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 9 | -130.389 | -128.551 |
| Nettoergebnis aus Wertminderungen | 9, 32 | -1.188 | -2.318 |
| Erträge aus langfristigen Finanzforderungen | 26 | 42 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11 | 7.110 | 7.316 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 11 | -15.685 | -17.016 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | 10 | -61.705 | 22.787 |
| Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen | 92 | 772 | |
| Ergebnis vor Steuern | -116.127 | 37.544 | |
| Ertragsteuern | 33 | -4.047 | -4.956 |
| Gruppenjahresfehlbetrag/-überschuss | -120.174 | 32.588 | |
| Vom Gruppenjahresüberschuss entfallen auf: | |||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- | 1.117 | 1.454 | |
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | -122.544 | 26.787 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 1.253 | 4.347 | |
| -120.174 | 32.588 | ||
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert, in EUR) | 21 | 0,29 | 0,38 |
| davon aus fortgeführten Aktivitäten (in EUR) | 0,29 | 0,38 | |
| Dividende der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (in EUR) | 22 | 0,11 | 0,40 |
| TEUR | Referenz | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Gruppenjahresfehlbetrag/-überschuss | -120.174 | 32.588 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | |||
| Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden | 34 | ||
| Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen | 1.195 | -13.697 | |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden | 629 | -12.369 | |
| Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden | -111 | 2.318 | |
| 1.713 | -23.748 | ||
| Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können | 34 | ||
| Währungsumrechnung | -1.273 | 505 | |
| Bewertungsänderung von Finanzinstrumenten | -4.157 | -6.780 | |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können | -2.897 | 1.778 | |
| Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können | -20 | -17 | |
| -8.347 | -4.514 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | -6.634 | -28.262 | |
| Gruppengesamtergebnis | -126.808 | 4.326 | |
| Vom Gruppenergebnis entfallen auf: | |||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- | 1.117 | 1.454 | |
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | -129.130 | -1.584 |
Nicht beherrschende Gesellschafter 1.205 4.456
-126.808 4.326
Gruppenbilanz
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| Aktiva TEUR |
Referenz | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | 12 | ||
| 1. Firmenwerte | 5.084 | 24.633 | |
| 2. Andere immaterielle Vermögenswerte | 5.143 | 5.115 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 7.357 | 4.566 | |
| 17.584 | 34.314 | ||
| II. Sachanlagen | 13, 14 | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 406.821 | 422.719 | |
| 2. Umschlagsgeräte | 93.646 | 90.957 | |
| 3. Technische Anlagen und Maschinen | 53.540 | 47.421 | |
| 4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.165 | 24.240 | |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.758 | 13.656 | |
| 585.930 | 598.993 | ||
| III. Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden | 15 | 98.662 | 158.172 |
| IV. Langfristige Finanzforderungen | 16 | 197.729 | 196.849 |
| V. Sonstige langfristige Vermögenswerte | 18 | 528 | 535 |
| A. Langfristiges Vermögen VI. Latente Steuern B. Kurzfristiges Vermögen I. Vorräte II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen III. Kurzfristige Finanzforderungen IV. Sonstige Vermögenswerte V. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Als zur Veräußerung gehalten eingestufte Vermögenswerte |
35 | 2.768 | 2.473 |
| 903.201 | 991.336 | ||
| 17 | 15.450 | 9.946 | |
| 18 | 211.495 | 216.099 | |
| 16 | 32.280 | 34.290 | |
| 18 | 13.685 | 14.123 | |
| 35 | 1.222 | 941 | |
| 19 | 13.357 | 21.569 | |
| 287.489 | 296.967 | ||
| 18 | 3.403 | 0 | |
| 290.892 | 296.967 | ||
| 1.194.093 | 1.288.303 |
Gruppenbilanz
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| Passiva | |
|---|---|
| TEUR |
Referenz 31.12.2020 31.12.2019
| A. Eigenkapital | 20 | ||
|---|---|---|---|
| 1. Gezeichnetes Kapital | 9.984 | 9.984 | |
| 2. Gewinnrücklagen | |||
| a. Gesetzliche Rücklage | 998 | 998 | |
| I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- b. Andere Gewinnrücklagen |
9.541 | 9.960 | |
| 20.523 | 20.942 | ||
| II. Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | |||
| 1. Kommanditkapital | 51.000 | 51.000 | |
| 2. Kapitalrücklage | 50.182 | 50.182 | |
| 3. Gewinnrücklagen | 22.980 | 156.424 | |
| 4. Sonstige Rücklagen | -66.630 | -68.343 | |
| 5. Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten | -12.951 | -8.901 | |
| 6. Fremdwährungsausgleichsposten | -10.895 | -6.596 | |
| 33.686 | 173.766 | ||
| III. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 5.532 | 8.656 | |
| 59.741 | 203.364 | ||
| B. Langfristige Schulden | |||
| I. Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) | 23 | 146.387 | 86.117 |
| II. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 24 | 513.305 | 511.562 |
| III. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 25 | 2.750 | 2.576 |
| IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 28 | 419 | 1.194 |
| V. Langfristige Rückstellungen | 26 | 74.914 | 71.592 |
| VI. Latente Steuern | 33 | 577 | 576 |
| 738.352 | 673.618 | ||
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27 | 85.141 | 93.820 |
| II. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 24 | 228.297 | 232.634 |
| III. Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand | 25 | 81 | 86 |
| IV. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 28 | 42.920 | 56.775 |
| V. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern | 36 | 6.060 | 5.611 |
| VI. Kurzfristige Rückstellungen | 29 | 29.689 | 22.395 |
| 392.188 | 411.322 | ||
| Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind | 18 | 3.812 | 0 |
| 396.000 | 411.322 | ||
| 1.194.093 | 1.288.303 | ||
| TEUR | AUTO MOBILE 2020 |
AUTO MOBILE 2019 |
CONTRACT 2020 |
CONTRACT 2019 |
CONTAINER 2020 |
CONTAINER 2019 |
Summe Segmente 2020 |
Summe Segmente 2019 |
Überleitung 2020 |
Überleitung 2019 |
Gruppe 2020 |
Gruppe 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 521.377 | 603.734 | 552.621 | 563.934 | 263.522 | 282.304 | 1.337.520 | 1.449.972 | -272.285 | -291.340 | 1.065.235 | 1.158.632 |
| Intersegmenterlöse | 4.226 | 4.286 | 4.538 | 4.766 | 2.002 | 2.381 | 10.766 | 11.433 | -10.766 | -11.433 | 0 | 0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen |
-56 | -677 | -1.382 | 263 | -5.733 | 7.091 | -7.171 | 6.677 | -54.534 | 16.110 | -61.705 | 22.787 |
| EBITDA | 50.386 | 71.721 | 42.319 | 52.542 | 11.768 | 65.820 | 104.473 | 190.083 | -96.711 | -54.784 | 7.762 | 135.299 |
| Abschreibungen | -51.435 | -44.586 | -52.013 | -40.861 | -33.369 | -32.774 | -136.817 | -118.221 | 21.385 | 29.352 | -115.432 | -88.869 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -1.049 | 27.135 | -9.694 | 11.681 | -21.601 | 33.046 | -32.344 | 71.862 | -75.326 | -25.432 | -107.670 | 46.430 |
| Zinserträge | 239 | 188 | 2.309 | 2.702 | 950 | 1.042 | 3.498 | 3.932 | 3.638 | 3.426 | 7.136 | 7.358 |
| Zinsaufwand | -8.188 | -8.681 | -6.597 | -7.035 | -9.750 | -10.489 | -24.535 | -26.205 | 8.850 | 9.189 | -15.685 | -17.016 |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | 0 | 682 | 91 | 88 | 111 | 100 | 202 | 870 | -110 | -98 | 92 | 772 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | -36.984 | 0 | -36.984 | 0 | 36.984 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis (EBT) | -8.998 | 19.324 | -13.891 | 7.436 | -67.274 | 23.699 | -90.163 | 50.459 | -25.964 | -12.915 | -116.127 | 37.544 |
| EBT-Marge (in %) | -1,7 | 3,2 | -2,5 | 1,3 | -25,5 | 8,4 | -6,7 | 3,5 | k.A. | k.A. | -10,9 | 3,2 |
| Andere Informationen | ||||||||||||
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge |
3.408 | 2.051 | -3.228 | -2.098 | -671 | 6.020 | -491 | 5.973 | 555 | -5.962 | 64 | 11 |
| Wertminderungen | -6.303 | -23 | -11.160 | -1.034 | -163 | -483 | -17.626 | -1.540 | -8.591 | 483 | -26.217 | -1.057 |
| Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden |
5.525 | 6.682 | 2.180 | 2.075 | 84.451 | 120.777 | 92.156 | 129.534 | 6.507 | 28.638 | 98.663 | 158.172 |
| Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte |
5.084 | 5.084 | 0 | 10.795 | 512 | 512 | 5.596 | 16.391 | -512 | 8.242 | 5.084 | 24.633 |
| Segmentvermögen | 531.228 | 563.975 | 349.717 | 350.368 | 527.583 | 560.814 | 1.408.528 | 1.475.157 | -317.087 | -348.441 | 1.091.441 | 1.126.716 |
| Investitionen | 38.945 | 278.827 | 63.659 | 130.430 | 35.837 | 63.169 | 138.441 | 472.426 | -30.683 | -35.785 | 107.758 | 436.641 |
| davon zahlungsunwirksam | 9.547 | 246.375 | 27.400 | 113.118 | 1.324 | 2.670 | 38.271 | 362.163 | -403 | 20.092 | 37.868 | 382.255 |
| Segmentschulden | 416.714 | 446.413 | 289.954 | 289.235 | 381.579 | 379.323 | 1.088.247 | 1.114.971 | -169.568 | -148.851 | 918.679 | 966.120 |
| Eigenkapital | 57.966 | 82.198 | -3.278 | 20.773 | 89.813 | 148.271 | 144.501 | 251.242 | -84.760 | -47.878 | 59.741 | 203.364 |
| Mitarbeitende | 3.331 | 3.308 | 6.287 | 6.393 | 1.618 | 1.653 | 11.236 | 11.354 | -1.245 | -1.287 | 9.991 | 10.067 |
| I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- |
II. Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
III. Anteile nicht beherr schender Gesell schafter |
|||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Referenz | Gezeich netes Kapital |
Gewinn rücklagen |
Gesamt | Kom mandit kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Sonstige Rücklagen |
Rücklage aus der Zeitwert bewertung von Finanz instru menten |
Fremd währungs ausgleichs posten |
Gesamt | Summe | Gesamt |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | 9.984 | 11.232 | 21.216 | 51.000 | 50.182 | 174.703 | -44.538 | -2.225 | -8.715 | 220.407 | 9.218 | 250.841 | |
| Veränderungen durch IFRS 16 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -18.683 | 0 | 0 | 0 | -18.683 | -453 | -19.136 | |
| Stand zum 1. Januar 2019 | 20 | 9.984 | 11.232 | 21.216 | 51.000 | 50.182 | 156.020 | -44.538 | -2.225 | -8.715 | 201.724 | 8.765 | 231.705 |
| Veränderungen im Geschäftsjahr | |||||||||||||
| Gruppenjahresüberschuss | 0 | 1.454 | 1.454 | 0 | 0 | 26.787 | 0 | 0 | 0 | 26.787 | 4.347 | 32.588 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
33 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -23.748 | -6.734 | 2.111 | -28.371 | 109 | -28.262 |
| Gruppengesamtergebnis | 0 | 1.454 | 1.454 | 0 | 0 | 26.787 | -23.748 | -6.734 | 2.111 | -1.584 | 4.456 | 4.326 | |
| Dividenden/Entnahmen | 0 | -1.728 | -1.728 | 0 | 0 | -25.909 | 0 | 0 | 0 | -25.909 | -3.731 | -31.368 | |
| Beherrschungswahrende Anteilserwerbe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -553 | 0 | 0 | 0 | -553 | 0 | -553 | |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 79 | -57 | 58 | 8 | 88 | -834 | -746 | |
| Stand zum 31. Dezember 2019 | 20 | 9.984 | 10.958 | 20.942 | 51.000 | 50.182 | 156.424 | -68.343 | -8.901 | -6.596 | 173.766 | 8.656 | 203.364 |
| Veränderungen im Geschäftsjahr | |||||||||||||
| Gruppenjahresergebnis | 0 | 1.117 | 1.117 | 0 | 0 | -122.544 | 0 | 0 | 0 | -122.544 | 1.253 | -120.174 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
33 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.713 | -4.050 | -4.249 | -6.586 | -48 | -6.634 |
| Gruppengesamtergebnis | 0 | 1.117 | 1.117 | 0 | 0 | -122.544 | 1.713 | -4.050 | -4.249 | -129.130 | 1.205 | -126.808 | |
| Dividenden/Entnahmen | 0 | -1.536 | -1.536 | 0 | 0 | -10.952 | 0 | 0 | 0 | -10.952 | -4.336 | -16.824 | |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 52 | 0 | 0 | -50 | 2 | 7 | 9 | |
| Stand zum 31. Dezember 2020 | 20 | 9.984 | 10.539 | 20.523 | 51.000 | 50.182 | 22.980 | -66.630 | -12.951 | -10.895 | 33.686 | 5.532 | 59.741 |
| TEUR | Referenz | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -116.127 | 37.544 | |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte, Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen |
115.432 | 88.869 | |
| Zuschreibungen zu langfristigen Finanzforderungen | -12 | -120 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 807 | -11.502 | |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | 61.705 | -22.787 | |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | -92 | -772 | |
| Zinsergebnis | 8.549 | 9.657 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 64 | 11 | |
| 70.326 | 100.900 | ||
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.694 | -19.125 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | -3.859 | 3.557 | |
| Veränderung der Vorräte | -5.523 | -577 | |
| Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand | 168 | 115 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 11.516 | -6.868 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -6.729 | 605 | |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | -28.929 | 33 | |
| -30.662 | -22.260 | ||
| Einzahlungen für Zinsen | 7.034 | 7.358 | |
| Auszahlungen für Zinsen | -15.153 | -14.928 | |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | -4.281 | -5.369 | |
| -12.400 | -12.939 | ||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 27.264 | 65.701 |
| TEUR | Referenz | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögenswerte | 18.367 | 18.661 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte | -69.890 | -54.386 | |
| Auszahlungen für Investitionen in at Equity einbezogene Unternehmen | -5.841 | -13.198 | |
| Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | -700 | -500 | |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 219 | 210 | |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen | 12.733 | 14.104 | |
| Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden | 12.223 | 38.924 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -32.889 | 3.815 | |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner | 2.651 | 2.387 | |
| Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner | -2.820 | -2.651 | |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | -16.824 | -31.369 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 113.608 | 38.266 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -24.163 | -22.417 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen | 30.000 | 15.190 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen | -45.267 | 0 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -71.891 | -71.479 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 37 | -14.706 | -72.073 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -20.331 | -2.556 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen | -2.024 | 595 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | -41.586 | -39.626 | |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | 37 | -63.941 | -41.587 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | |||
| Liquide Mittel | 13.357 | 21.569 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -77.298 | -63.155 | |
| -63.941 | -41.586 |
Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang
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| 98 | Grundlagen | 109 | Vermögenswerte und Leasing | 133 | Kapitalstruktur | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 98 | 1. | Grundlagen der Gruppenrechnungslegung | 109 | 12. Immaterielle Vermögenswerte | 133 | 20. Eigenkapital | |
| 115 | 13. Sachanlagen | 134 | 21. Ergebnis je Aktie der BLG AG | ||||
| 100 | Segmentberichterstattung | 120 | 14. Leasing | 134 | 22. Dividende je Aktie | ||
| und operatives Ergebnis | 123 | 15. Anteile an Unternehmen, | 134 | 23. Langfristige Darlehen | |||
| die at Equity bilanziert werden | 134 | 24. Sonstige Finanzverbindlichkeiten | |||||
| 100 | 2. | Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe | 126 | 16. Finanzforderungen | 135 | 25. Abgegrenzte Zuwendungen der | |
| 102 | 3. | Erläuterungen zur Segmentberichter- | 129 | 17. Vorräte | öffentlichen Hand | ||
| stattung | 130 | 18. Forderungen aus Lieferungen und | 136 | 26. Langfristige Rückstellungen | |||
| 105 | 4. | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | Leistungen, Sonstige Vermögenswerte und | 139 | 27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
||
| 107 | 5. | Sonstige betriebliche Erträge | zur Veräußerung gehaltente Vermögens- werte |
und Leistungen | |||
| 107 | 6. | Materialaufwand | 132 | 19. Zahlungsmittel und | 140 | 28. Sonstige finanzielle und nicht | |
| 107 | 7. | Personalaufwand | Zahlungsmitteläquivalente | finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| 108 | 8. | Abschreibungen und Wertminderungen auf | 140 | 29. Kurzfristige Rückstellungen | |||
| langfristige immaterielle Vermögenswerte, | 141 | 30. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Lea- singverhältnissen |
141 | 31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen | |||||
| 108 | 9. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||||
| 109 | 10. Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen |
||||||
| 109 | 11. Zinsergebnis |
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Inhaltsverzeichnis Gruppenanhang
An der Spitze der BLG-Gruppe (BLG LOGISTICS) stehen mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen (BLG AG), und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG), zwei Unternehmen, die aufgrund der Organidentität und der besonderen Eigentümerstruktur rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind. Da die BLG AG eine Beherrschung der BLG KG i. S. d. IFRS 10 als nicht gegeben ansieht, erstellt sie gemeinsam mit der BLG KG einen Gruppenabschluss (kombinierter Abschluss) unter der Bezeichnung BLG LOGISTICS mit der BLG AG und der BLG KG als einheitliches Mutterunternehmen.
Der Gruppenabschluss der BLG LOGISTICS für das Geschäftsjahr 2020 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2020 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind für alle im Gruppenabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Gruppengesellschaften angewendet worden.
Die Geschäftsjahre der BLG AG und der BLG KG sowie deren einbezogener Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Gruppenabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag der aufstellenden Gesellschaften.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragenen Gesellschaften BLG AG (HRB 4413) und BLG KG (HRA 21448) haben ihren Sitz in Bremen/Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.
Der Gruppenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.
Der Gruppenabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorien "erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet".
Der Vorstand der BLG AG hat den Gruppenabschluss am 30. März 2021 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Gruppenabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Gruppenabschluss billigt.
Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Gruppenabschluss ausgewiesenen Werte haben können.
Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Gruppenabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Erläuterungen enthalten:
Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, betreffen insbesondere folgende Erläuterungen:
Ermittlung der Nutzungsdauern bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie Kosten für Abbruchverpflichtungen bei Sachanlagen (Erläuterungen Nummern 12 und 13)
sind:
Gruppenanhang
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Stufe 1: notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in Erläuterung Nummer 32 enthalten.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat die Gruppe die folgenden neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards angewandt, welche im Geschäftsjahr 2020 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:
| Standards | Anwendungs pflicht für Geschäftsjahre ab |
|---|---|
| Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" |
1. Januar 2020 |
| Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstru mente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstru mente: Angaben" (Reform der Referenz zinssätze) |
1. Januar 2020 |
| Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungsle gungsmethoden, Änderungen von rech nungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern" (Definition von wesentlich) |
1. Januar 2020 |
| Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards |
1. Januar 2020 |
Die neuen/überarbeiteten Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge ist insoweit nicht erfolgt.
Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2020 noch nicht verpflichtend anzuwenden:
Überprüfung von Vermögenswerten auf
(Erläuterung Nummer 12)
Wertminderung und Bewertung des Goodwill
Schätzungen bei der Bestimmung der Laufzeit und der voraussichtlich zu leistenden Zahlungen aus Rest-
Einschätzung der Parameter für Wertminderungen bei Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, Nutzungsrechten und auf finanzielle Vermögenswerte (Erläuterungen Nummern 4, 12, 14, 16 und 18)
Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen (Erläuterung Nummer 26) Ermessensspielräume bei der Bemessung von Rückstellungen und ungewissen Verbindlichkeiten
(Erläuterungen Nummern 29 und 24)
nen von den Schätzungen abweichen.
Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte
Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse kön-
Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der Gruppe werden basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren in verschiedene Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, die wie folgt definiert
wertgarantien sowie Zinssätze von Leasingverhältnissen (Erläuterung Nummer 14) Bilanzierung aktiver latenter Steuern (Erläuterung Nummer 33)
| Standards | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab1 |
Übernahme durch EU Kommission |
|---|---|---|
| Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" (Verweis auf das Rahmenkonzept der IFRS) |
1. Januar 2022 | Nein |
| Änderungen an IFRS 4 "Versicherungsverträge" (Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9) |
1. Januar 2021 | Ja |
| Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IFRS 4 "Versicherungsverträge" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (Reform der Referenzzinssätze - Phase 2) |
1. Januar 2021 | Ja |
| Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19)2 |
1. Juni 2020 | Ja |
| IFRS 17 "Versicherungsverträge" | 1. Januar 2023 | Nein |
| Änderungen an IFRS 17 "Versicherungsverträge" | 1. Januar 2023 | Nein |
| Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig) |
1. Januar 2023 | Nein |
| Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS Practice Statement 2 "Vornahme von Wesentlichkeitseinschätzungen" (Angaben zu Rechnungslegungsmetho den) |
1. Januar 2023 | Nein |
| Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungs bezogenen Schätzungen und Fehlern" (Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen) |
1. Januar 2023 | Nein |
| Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" (Erlöse vor beabsichtigter Nutzung) | 1. Januar 2022 | Nein |
| Änderungen an IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" (Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung) |
1. Januar 2022 | Nein |
| diverse Standards: Annual Improvements Project 2018-2020 | 1. Januar 2022 | Nein |
1 Erstanwendungszeitpunkt laut EU-Recht, soweit bereits in EU-Recht übernommen.
2 Das IASB hat vorgeschlagen, die Erleichterungen zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit COVID-19 bis zum 30. Juni 2022 zu verlängern. Die Änderung soll ab dem 1. April 2021 gültig sein.
BLG LOGISTICS plant, die neuen Standards und Interpretationen, mit Ausnahme der Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse", die vorzeitig angewendet wurden, ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Gruppenabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit der Gruppe relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen der Gruppe haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden oder die Darstellung der Ertragslage im Gruppenabschluss werden sich hieraus jedoch nicht ergeben. Die Auswirkungen aus der Anwendung der Erleichterung "Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19" werden in Erläuterung Nummer 14 beschrieben.
Die BLG-Gruppe ist als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister mit den operativen Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER für ihre Kunden aus Industrie und Handel in über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien vertreten.
Das Leistungsspektrum reicht von Seehafenterminals in Europa bis hin zum komplexen internationalen Supply Chain Management mit Value Added Services. Im Folgenden werden die wesentlichen Leistungen der Geschäftsbereiche getrennt nach Geschäftsfeldern dargestellt.
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Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, AutoTransporte, AutoRail und Süd-/Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an.
Die Standorte des Geschäftsfelds Seehafenterminals dienen als Knotenpunkte und sind Exporthäfen für die europäische Fahrzeugproduktion nach Übersee wie China, Japan, Korea, USA, Australien, Südafrika sowie nach Russland und Skandinavien. Als Importhäfen bieten diese Terminals alle Leistungen für den europäischen Fahrzeugmarkt. Die Dienstleistungen umfassen neben dem Pkw-Umschlag klassische Lagerlogistik sowie eine Vielzahl technischer Dienstleistungen wie Pre-Delivery-Inspection (PDI), Sondereinbauten und Umrüstungen für Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. Ende des Geschäftsjahres 2020 wurden die Logistik für die Offshore- und Onshore-Windenergie sowie der High&Heavy-Umschlag in Bremerhaven in das Geschäftsfeld Seehafenterminals integriert, um die Kompetenzen für den Umschlag von Schwergütern zu bündeln. Das Geschäftsfeld XXL Logistics wurde daher zum Jahresende aufgelöst. Auch der Umschlag für konventionelle Güter im Neustädter Hafen in Bremen wird zukünftig den Seehafenterminals zugeordnet. Hierzu zählen der Umschlag, die Lagerung und die sachgerechte Behandlung von Papier- und Forstprodukten, Röhren, Blechen und Projektladungen sowie der Umschlag weiterer schwerer oder sperriger Güter.
Die Inlandterminals bieten kurze Wege zum europäischen Autobahnnetz, eigene Bahnanschlüsse und überwiegend eine direkte Anbindung an die Wasserstraßen. Mit dem Netzwerk werden zuverlässige Logistikketten gestaltet – von den Automobilherstellern in allen Teilen der Welt bis zu den Autohändlern und privaten Endkunden in den jeweiligen Bestimmungsländern. Die Leistungen umfassen Pkw-Umschlag, Lagerlogistik und technische Dienstleistungen, z. B. die Aufbereitung von jungen Gebrauchtfahrzeugen, Auktionen, Internetverkauf.
Darüber hinaus ist BLG LOGISTICS über das Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa mit mehreren See- und Binnenterminals in Polen, Russland und in der Ukraine vertreten.
Die Geschäftsfelder AutoTransporte und AutoRail bieten Transporte über Straße, Schiene und auf Binnenwasserstraßen an. Zu den Leistungen gehören auch individuelle Transporte oder spezielle Shuttle-Konzepte. Dabei steht die Modernisierung der Flotten im Vordergrund, um den Kunden emissionsreduzierte Transportketten bieten zu können.
Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt im Geschäftsbereich AUTOMOBILE im Regelfall in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. Abrechnung und Zahlung der Leistungen erfolgen überwiegend monatlich. Basis sind die Anzahl bearbeiteter bzw. transportierter Fahrzeuge und die vereinbarten Stückpreise. Teilweise erfolgt die Abrechnung bereits vor der vollständigen Erbringung der Leistungsverpflichtung oder erst nach Durchführung aller Leistungsschritte. Der Teil der von den Kunden erhaltenen Gegenleistungen, für den die Leistungserbringung noch aussteht, wird als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen. In diesen Fällen erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse erst dann, wenn die Leistungen auf den Kunden übertragen worden sind. Bereits erbrachte Leistungen, bei denen noch keine Rechnungstellung erfolgt ist, werden als Vertragsvermögenswerte in der Bilanz erfasst.
Der Geschäftsbereich CONTRACT entwickelt kundenindividuelle Logistiklösungen. Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik, Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik sowie speditionelle Dienstleistungen.
Die Geschäftsfelder Industrielogistik (Europa und Übersee) bilden logistische Aktivitäten für die produzierende Wirtschaft ab. Im Segment der Automobilproduzenten umfasst dieses neben der Beschaffungslogistik von den Zulieferern und der Versorgung der Produktionslinien auch Konsolidierung, Aufbereitung, Verpackung und Versand für die Versorgung der Produktionswerke. Komplexe Systemdienstleistungen sichern die zuverlässige Versorgung der Montagelinien im In- und Ausland. Mit Vormontagen von Fahrzeugkomponenten und produktionsnahen Arbeitsprozessen dient das Geschäftsfeld Industrielogistik als verlängerte Werkbank der Automobilhersteller.
In Industrieunternehmen anderer Branchen werden komplexe Warenflüsse rund um die Produktion gestaltet und optimiert. Das Leistungsangebot umfasst zudem die Verund Entsorgung von Fertigungslinien, On-Site-Logistik zur optimalen Gestaltung der innerbetrieblichen Warenströme, Leergut-Management und komplexe Montagen.
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Im Geschäftsfeld Handelslogistik werden Konzeption, Implementierung, Management und Durchführung komplexer logistischer Prozesse für Handelsunternehmen realisiert. In allen Segmenten des Geschäftsfelds Handelslogistik werden den Kunden Lösungen aus einer Hand angeboten. Dies betrifft vor allem die Bereiche E-Commerce, Multi-Channel-Retailing, Aufbereitung und Value Added Services an Waren, Vereinnahmung und Bearbeitung von Retouren sowie das Handling von liegender und hängender Ware im Segment Fashionlogistik. Individuelle innovative Lösungen für renommierte Kunden sichern umfassende Informationen und Warenbewegungen durch eigene IT-Kompetenz. Darüber hinaus umfasst das Geschäftsfeld Handelslogistik den Umschlag und die Lagerung von Kühl- und Tiefkühlgütern am Containerterminal Bremerhaven sowie alle dazugehörigen Dienstleistungen.
Die Leistungen des Geschäftsfelds Spedition/Freight Forwarding umfassten die Disposition unterschiedlichster speditioneller Dienstleistungen zwischen In- und Ausland sowie für Im- und Export. BLG LOGISTICS hat sich entschieden, sich strategisch künftig auf nationales und internationales Geschäft in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER zu konzentrieren. Die neun Speditionsstandorte von BLG International Forwarding mit rund 100 Mitarbeitenden sollen ab Anfang April 2021 in das bestehende Netz der Rhenus Air & Ocean in Deutschland integriert werden. Von der Übernahme ausgenommen ist der Speditionsstandort in Bremen, der sich auf Landverkehr, Schwerguttransporte, Projektgeschäft und Seefracht konzentriert.
Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt im Geschäftsbereich CONTRACT regelmäßig in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. Abrechnung und Zahlung der Leistungen erfolgen überwiegend monatlich. Im Geschäftsfeld Spedition erfolgt die Abrechnung in kürzeren Abständen, z. B. wöchentlich. Kapitalintensive Leistungen wie die Bereitstellung von Flächen und Lagerplätzen werden überwiegend zu Fixpreisen, zum Teil aber auch entsprechend der tatsächlichen Nutzung abgerechnet. Basis für die Abrechnung personalintensiver Leistungen sind Preise je Leistungseinheit oder eine Kombination aus fixer Basisvergütung und variabler Vergütung je Leistungseinheit, teilweise unter Anwendung von Volumenstaffeln.
Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, repräsentiert, an dem die BLG 50 Prozent der Geschäftsanteile hält. EUROGATE hat eigene Tochterund Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden nach der Equity-Methode in den Gruppenabschluss einbezogen.
Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. EUROGATE betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Ravenna und Salerno, in Tanger, Marokko, in Limassol, Zypern, in Lissabon, Portugal, sowie in Ust-Luga, Russland. Ferner ist EUROGATE an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.
Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.
Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf BLG LOGISTICS bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Gruppenstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt, das heißt, der Geschäftsbereich CONTAINER wird in der Segmentberichterstattung unverändert als eigenes Segment ausgewiesen und in der Spalte Überleitung wieder eliminiert. Parallel dazu wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen, das im Wesentlichen das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER umfasst, entsprechend der internen Steuerung als Teil des EBIT ausgewiesen. Dies gilt auch für die übrigen Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden.
Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sind, mit einer Ausnahme, jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen.
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Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT waren 2020 in zehn Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.
Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereichs CONTRACT sind die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, die BLG Sports & Fashion Logistics GmbH und die BLG International Forwarding GmbH & Co. KG.
Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG der EUROGATE-Gruppe.
Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nummer 2 umfassend beschrieben.
Die BLG AG und die BLG KG als Management- und Finanzholding der BLG-Gruppe bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten. In Bezug auf Angaben zu Mitarbeitenden werden die Zentralbereiche "Services" genannt. Die entsprechenden Angaben sind dem Gruppenlagebericht zu entnehmen.
BLG LOGISTICS ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Gruppenumsatz entfallen TEUR 1.026.945 (Vorjahr: TEUR 1.107.315) auf das Inland und TEUR 38.290 (Vorjahr: TEUR 51.317) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch die Gruppe. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Gruppe sind TEUR 584.579 (Vorjahr: TEUR 615.272) im Inland und TEUR 18.934 (Vorjahr: TEUR 18.035) im Ausland belegen.
Mit dem größten Kunden der Gruppe wurden in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT rund 15 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 159.564 (Vorjahr: TEUR 184.054) auf das Inland und TEUR 2.376 (Vorjahr: TEUR 0) auf das Ausland. Mit dem zweitgrößten Kunden der Gruppe in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT wurden rund 11 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent) der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 117.074 (Vorjahr: TEUR 125.643) auf das Inland und TEUR 2.737 (Vorjahr: TEUR 4.167) auf das Ausland.
Die Steuerung von BLG LOGISTICS erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für die gesamte Gruppe. Zentrale Messgrößen für den Erfolg der Segmente sind das Ergebnis vor Steuern (EBT), die Umsatzerlöse und die EBT-Marge.
Abrechnungen von Leistungen zwischen den Segmenten erfolgen wie unter fremden Dritten.
Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen einschließlich der Nutzungsrechte.
Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an Unternehmen, die at Equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern. Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht. Gruppeninterne Unterleasingverhältnisse werden entsprechend der internen Steuerung nur beim Endnutzer bilanziert.
Die Segmentschulden umfassen die Leasingverbindlichkeiten sowie die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.
Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen, Nutzungsrechten sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.
Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Gruppendaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:
| Umsatzerlöse mit externen Dritten TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
1.337.520 | 1.449.972 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-263.522 | -282.304 |
| Konsolidierung | -8.763 | -9.036 |
| Umsatzerlöse der Gruppe | 1.065.235 | 1.158.632 |
| EBIT TEUR Summe der berichts |
2020 | 2019 |
| pflichtigen Segmente | -32.344 | 71.862 |
| Zentralbereiche/ Übriges EBIT |
-33.689 | -21.841 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
21.601 | -33.046 |
| Konsolidierung | -63.238 | 29.455 |
| EBIT der Gruppe | -107.670 | 46.430 |
| EBT TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
-90.163 | 50.459 |
| Zentralbereiche / Übriges EBT |
-22.534 | 14.224 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
67.274 | -23.699 |
| Konsolidierung | -70.704 | -3.440 |
| Segmentergebnis (EBT) der Gruppe |
-116.127 | 37.544 |
| Vermögen TEUR |
2020 | 2019 |
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
1.408.528 | 1.475.157 |
| Zentralbereiche / Übriges Vermögen |
838.365 | 809.260 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen |
98.662 | 158.172 |
| Aktive latente Steuern | 2.768 | 2.473 |
| Erstattungsanspruch Ertragsteuern |
1.222 | 941 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-527.583 | -560.814 |
| Konsolidierung | -627.870 | -596.886 |
| Vermögen der Gruppe (Aktiva) |
1.194.093 | 1.288.303 |
| Schulden TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
1.088.247 | 1.114.971 |
| Zentralbereiche / Übrige Schulden |
190.087 | 185.014 |
| Eigenkapital | 59.741 | 203.364 |
| Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) angepasst |
146.387 | 86.117 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten |
47.660 | 13.532 |
| Passive latente Steuern | 577 | 576 |
| Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen |
21.049 | 18.594 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-381.579 | -379.323 |
| Konsolidierung | 21.924 | 45.458 |
| Schulden der Gruppe (Passiva) |
1.194.093 | 1.288.303 |
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Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse zu dem Zeitpunkt oder über den Zeitraum der Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfasst, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt erlangt hat.
Die Höhe der Umsatzerlöse wird auf Basis der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung im Austausch für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen ermittelt.
Eine Beschreibung der wesentlichen Leistungen der Geschäftsbereiche getrennt nach Geschäftsfeldern ist in Erläuterung Nummer 2 enthalten.
| Nach Leistungsarten TEUR |
AUTOMOBILE 2020 |
AUTOMOBILE 2019 |
CONTRACT 2020 |
CONTRACT 2019 |
Gesamt 2020 |
Gesamt 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Speditions- und Transportleistungen |
259.942 | 305.665 | 137.728 | 174.828 | 397.670 | 480.493 |
| Umschlagserlöse | 109.983 | 129.335 | 173.356 | 187.357 | 283.339 | 316.692 |
| Sonstige logistische Dienstleistungen und Beratung |
65.574 | 80.882 | 124.543 | 103.302 | 190.117 | 184.184 |
| Miet- und Lagererlöse | 44.720 | 43.472 | 38.852 | 44.026 | 83.572 | 87.498 |
| Materialverkäufe | 10.100 | 10.672 | 25.480 | 8.670 | 35.580 | 19.342 |
| Personal- und Gerätegestellung |
1.122 | 1.685 | 21.065 | 16.179 | 22.187 | 17.864 |
| Containerpacking | 2.629 | 2.960 | 2.325 | 3.680 | 4.954 | 6.640 |
| Schiffserlöse | 2.144 | 3.934 | 0 | 0 | 2.144 | 3.934 |
| Übrige | 25.163 | 25.129 | 29.272 | 25.892 | 54.435 | 51.021 |
| Summe | 521.377 | 603.734 | 552.621 | 563.934 | 1.073.998 | 1.167.668 |
| Konsolidierung | -4.225 | -4.270 | -4.538 | -4.766 | -8.763 | -9.036 |
| Gesamt | 517.152 | 599.464 | 548.083 | 559.168 | 1.065.235 | 1.158.632 |
Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt in der BLG-Gruppe im Regelfall gemäß IFRS 15.B16 in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. BLG LOGISTICS macht daher von der Erleichterungsvorschrift in IFRS 15.121 (b) Gebrauch und legt den Betrag der verbleibenden Leistungsverpflichtungen für diese Verträge nicht offen.
In den folgenden Tabellen wird eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Leistungsarten und nach Geschäftsfeldern einschließlich einer Überleitung der untergliederten Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT vorgenommen. Der Geschäftsbereich CONTAINER ist aufgrund der Einbeziehung nach der Equity-Methode in der Darstellung nicht enthalten. Eine Aufgliederung nach den im Inland und im Ausland erwirtschafteten Umsatzerlösen ist in Erläuterung Nummer 3 enthalten.
| Nach Geschäftsfeldern TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| AUTOMOBILE | ||
| Seehafenterminals | 160.088 | 180.678 |
| Inlandterminals | 63.763 | 74.124 |
| XXL Logistics | 57.010 | 61.379 |
| AutoTransporte | 122.241 | 145.978 |
| AutoRail | 98.786 | 116.496 |
| Süd-/Osteuropa | 10.070 | 16.998 |
| Übrige | 5.194 | 3.811 |
| 517.152 | 599.464 | |
| CONTRACT | ||
| Industrielogistik (Europa) | 216.777 | 244.885 |
| Industrielogistik (Übersee) | 21.474 | 26.334 |
| Handelslogistik | 237.245 | 195.523 |
| Spedition | 72.587 | 92.426 |
| 548.083 | 559.168 | |
| Gesamt | 1.065.235 | 1.158.632 |
Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ansprüche auf den Erhalt von Gegenleistungen von Kunden aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen, für die am Bilanzstichtag noch keine Rechnungstellung erfolgt ist. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nummer 18).
Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert, wenn der
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Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird. Dies ist der Fall, wenn der Zahlungsanspruch fällig ist oder die Fälligkeit automatisch durch Zeitablauf eintritt.
Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem vereinfachten Ansatz vorgenommen. Danach ist die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen. Änderungen des Ausfallrisikos sind nicht nachzuverfolgen. Die Wertberichtigungen werden netto als gesonderte Position in der GuV ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auch auf Erläuterung Nummer 32.
Da die Risikostruktur der Vertragsvermögenswerte im Wesentlichen der Risikostruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht, werden für die Wertberichtigungen dieselben erwarteten Ausfallquoten angesetzt. Die Ermittlung der Ausfallquoten ist in Erläuterung Nummer 18 dargestellt.
Vertragsverbindlichkeiten resultieren aus Vorauszahlungen von Kunden oder bereits vor (vollständiger) Erfüllung der Leistungsverpflichtungen bestehenden unbedingten Ansprüchen auf Erhalt der Gegenleistung vom Kunden. Umsatzerlöse werden erst dann erfasst, wenn die Leistungen auf den Kunden übertragen worden sind. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter den Sonstigen Verbindlichkeiten (Erläuterung Nummer 28).
| 31.12.2019 | |
|---|---|
| 6.429 | 6.514 |
| 832 | 1.894 |
| 31.12.2020 |
Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen zur Entwicklung der Vertragsvermögenswerte und der Vertragsverbindlichkeiten.
| Vertragsvermögenswerte TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar (brutto) | 6.531 | 6.340 |
| Umgliederung in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (unterjährig) |
-6.240 | -6.228 |
| Veränderung aus Leistungsfortschritt des Berichtsjahres |
6.158 | 6.419 |
| Stand 31. Dezember (brutto) | 6.449 | 6.531 |
| Wertberichtigungen | -20 | -17 |
| Stand 31. Dezember | 6.429 | 6.514 |
| Vertragsverbindlichkeiten TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar (brutto) | 1.894 | 3.634 |
| Im Berichtsjahr erfasste Umsatzerlöse: |
-1.881 | -2.802 |
| davon zu Beginn des Berichtsjahres in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten |
-1.881 | -2.802 |
| Erhöhung durch erhaltene Zahlungen (ohne Beträge, die im Berichtsjahr als Umsatzerlöse erfasst wurden) |
819 | 1.062 |
| Stand 31. Dezember | 832 | 1.894 |
Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den Vertragsvermögenswerten stellten sich zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
| TEUR | 31.12.2020 nicht überfällig |
31.12.2019 nicht überfällig |
|---|---|---|
| Erwartete Ausfallquote (gewichteter Durchschnitt) |
0,31% | 0,26% |
| Nominalbeträge | 6.449 | 6.531 |
| Wertberichtigungen | -20 | -17 |
| Buchwerte | 6.429 | 6.514 |
Die Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand am Geschäftsjahresanfang |
17 | 45 |
| Wertberichtigungen des Geschäftsjahres |
||
| Zuführungen | 7 | 6 |
| Auflösungen | -4 | -34 |
| Stand am Geschäftsjahresende |
20 | 17 |
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen |
13.363 | 15.574 |
| Erträge aus der Weiterbelas tung von Aufwendungen |
8.689 | 8.350 |
| Versicherungsentschä digungen und andere Erstattungen |
8.363 | 8.601 |
| Periodenfremde Erträge | 2.668 | 3.525 |
| Erbbauzinsen und Mieterträge |
2.031 | 2.160 |
| Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
1.145 | 12.828 |
| Erträge aus Personalgestellung |
873 | 1.015 |
| Erträge aus Recycling | 494 | 233 |
| Erträge aus Kursgewinnen | 356 | 291 |
| Neutrale Erträge | 29 | 1.820 |
| Übrige | 8.179 | 10.781 |
| Gesamt | 46.190 | 65.178 |
Die Erbbauzinsen und Mieterträge entfallen mit TEUR 1.425 (Vorjahr: TEUR 1.462) auf Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen über eigenes Anlagevermögen und mit TEUR 606 (Vorjahr: TEUR 698) auf Erträge aus Unterleasingverhältnissen (siehe Erläuterung Nummer 14).
| Gesamt | 454.905 | 528.184 |
|---|---|---|
| Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen |
-5 | 25 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
74.771 | 66.807 |
| Aufwendungen für Fremdpersonal |
102.245 | 123.774 |
| Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen |
277.894 | 337.578 |
| TEUR | 2020 | 2019 |
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 369.299 | 372.462 |
| Gesetzliche soziale Aufwendungen |
75.567 | 73.045 |
| Aufwendungen für Alters versorgung, Unterstützung |
||
| und Jubiläen | 10.225 | 6.429 |
| Übrige | 385 | 309 |
| Gesamt | 455.476 | 452.245 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.
In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 31.158 (Vorjahr: TEUR 31.991) für Arbeitgeberbei-
tragszahlungen an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten. Davon entfallen auf Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 229) und TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 19) auf Mitglieder, die die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat vertreten.
Die Zahl der Mitarbeitenden von BLG LOGISTICS belief sich im Jahresdurchschnitt 2020 auf 9.991 (Vorjahr: 10.067) Personen. Davon waren 7.754 (Vorjahr: 7.859) gewerblich und 2.237 (Vorjahr: 2.208) in den kaufmännischen Bereichen tätig. Weitere Informationen sind im Gruppenlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung enthalten.
8. Abschreibungen und Wertminderungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen
| Gesamt | 115.432 | 88.869 |
|---|---|---|
| Wertminderungen | 26.217 | 1.057 |
| Planmäßige Abschreibungen | 89.215 | 87.812 |
| TEUR | 2020 | 2019 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nummern 12 und 13 entnommen werden.
Die Wertminderungen betreffen insbesondere mit TEUR 10.795 (Vorjahr: TEUR 1.000) den Firmenwert der BLG Sports & Fashion und mit TEUR 8.754 (Vorjahr: TEUR 0) den Firmenwert der CGU Spedition.
In den planmäßigen Abschreibungen sind Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 in Höhe von TEUR 54.538 (Vorjahr: TEUR 55.016) enthalten. Weitere Angaben können der Erläuterung Nummer 14 entnommen werden.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erbbauzinsen und Mieten | 25.693 | 28.482 |
| Bewachungskosten und sonstige Grundstücks aufwendungen |
19.384 | 15.453 |
| IT-Aufwendungen | 14.227 | 11.516 |
| Aufwendungen aus Schadensfällen |
12.418 | 12.734 |
| Aufwendungen für Versicherungsprämien |
8.537 | 9.417 |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten |
7.224 | 6.749 |
| Sonstige personalbezogene Aufwendungen |
5.852 | 7.257 |
| Vertriebskosten | 5.630 | 8.843 |
| Sonstige Steuern | 3.156 | 3.141 |
| Post- und Telekommunikationskosten |
2.784 | 2.110 |
| Verwaltungsaufwendungen und Beiträge |
2.617 | 2.341 |
| Aufwendungen für Weiterbildung |
2.077 | 2.773 |
| Buchverluste aus Anlagenabgängen |
1.952 | 1.326 |
| Sonstige periodenfremde Aufwendungen |
1.838 | 2.088 |
| Sonstige neutrale Aufwendungen |
605 | 753 |
| Aufwendungen für Kursverluste | 544 | 223 |
| Übrige | 15.851 | 13.347 |
| Gesamt | 130.389 | 128.551 |
Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity Methode einbezogen werden |
||
| Gemeinschaftsunternehmen | -62.775 | 21.689 |
| Assoziierte Unternehmen | 1.070 | 1.098 |
| Gesamt | -61.705 | 22.787 |
Im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen ist das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER mit TEUR -60.740 (Vorjahr: TEUR 22.737) enthalten.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Erträge aus langfristigen Finanzforderungen |
26 | 42 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
||
| Zinserträge aus Leasingforderungen |
6.330 | 6.069 |
| Zinserträge aus Bankguthaben |
462 | 752 |
| Zinserträge aus Amortisation sonstiger Aktiva |
102 | 0 |
| Zinserträge aus Zinsswaps | 13 | 17 |
| Übrige Zinserträge | 202 | 479 |
| 7.110 | 7.316 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
||
| Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten |
-11.338 | -11.521 |
| Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindlichkeiten |
-1.709 | -1.730 |
| Zinsaufwand aus Zinsswaps | -894 | -798 |
| Aufzinsung von Rückstellun gen und Verbindlichkeiten |
-532 | -2.088 |
| Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber |
||
| Kreditinstituten | -113 | -107 |
| Übrige Zinsaufwendungen | -1.098 -15.685 |
-772 -17.016 |
| Gesamt | -8.549 | -9.657 |
Zu den Zinserträgen aus Leasingforderungen und dem Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten wird auf Erläuterung Nummer 14 verwiesen.
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden neben erworbenen und selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten auch durch Unternehmenserwerbe entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) bilanziert.
Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten von Unternehmenserwerben über den beizulegenden Zeitwert der Anteile der Gruppe am Nettovermögen der erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt dar. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen der Gruppe wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.
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Gruppenanhang
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" ausgewiesen. Dabei werden die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche |
||
| Rechte | 5 - 8 Jahre | 5 - 8 Jahre |
| Softwarelizenzen | 2 - 5 Jahre | 2 - 5 Jahre |
| Selbsterstellte Software | 3 - 5 Jahre | 3 - 5 Jahre |
Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.
| 2020 TEUR |
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte |
||
|---|---|---|---|
| und ähnliche Rechte und |
Geleistete Anzahlungen |
||
| Werte sowie | auf | ||
| Lizenzen an solchen Rech |
immaterielle Vermögens |
||
| Firmenwerte | ten und Werten | werte | Gesamt |
| 5.084 | 5.143 | 7.357 | 17.584 |
|---|---|---|---|
| 23.345 | 36.304 | 0 | 59.649 |
| 0 | -65 | 0 | -65 |
| 0 | -773 | 0 | -773 |
| 0 | -25.409 | 0 | -25.409 |
| 19.549 | 0 | 0 | 19.549 |
| 0 | 2.395 | 0 | 2.395 |
| 3.796 | 60.156 | 0 | 63.952 |
| 28.429 | 41.447 | 7.357 | 77.233 |
| 0 | -69 | 0 | -69 |
| 0 | -370 | -111 | -481 |
| 0 | -25.428 | -465 | -25.893 |
| 0 | 2.043 | 3.367 | 5.410 |
| 28.429 | 65.271 | 4.566 | 98.266 |
| Gruppenanhang | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2019 TEUR |
Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rech ten und Werten |
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögens werte |
Gesamt |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar | 28.429 | 65.682 | 464 | 94.575 |
| Zugänge | 0 | 1.182 | 4.102 | 5.284 |
| Abgänge | 0 | -1.700 | 0 | -1.700 |
| Umbuchungen | 0 | 86 | 0 | 86 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 21 | 0 | 21 |
| Stand 31. Dezember | 28.429 | 65.271 | 4.566 | 98.266 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar | 2.796 | 58.624 | 0 | 61.420 |
| Planmäßige Abschreibungen | 0 | 3.162 | 0 | 3.162 |
| Wertminderungen | 1.000 | 53 | 0 | 1.053 |
| Abgänge | 0 | -1.699 | 0 | -1.699 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 16 | 0 | 16 |
| Stand 31. Dezember | 3.796 | 60.156 | 0 | 63.952 |
| Buchwerte 31. Dezember | 24.633 | 5.115 | 4.566 | 34.314 |
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
In den immateriellen Vermögensgegenständen sind solche enthalten, für die ein Operating-Leasingverhältnis besteht. Diese haben sich wie folgt entwickelt:
2020 TEUR
Konzessionen,
2019 TEUR
| Anschaffungskosten | |
|---|---|
| -------------------- | -- |
| Buchwerte 31. Dezember | 144 |
|---|---|
| Stand 31. Dezember | 1.022 |
| Abgänge | -21 |
| Planmäßige Abschreibungen | 177 |
| Stand 1. Januar | 866 |
| Abschreibungen | |
| Stand 31. Dezember | 1.166 |
| Abgänge | -21 |
| Zugänge | 12 |
| Stand 1. Januar | 1.175 |
| Rechte und | |
|---|---|
| Werte sowie Lizenzen an solchen |
|
| Rechten und Werten |
|
| Anschaffungskosten | |
| Stand 1. Januar | 1.160 |
| Buchwerte 31. Dezember | 309 |
|---|---|
| Stand 31. Dezember | 866 |
| Planmäßige Abschreibungen | 185 |
| Stand 1. Januar | 681 |
| Abschreibungen | |
| Stand 31. Dezember | 1.175 |
| Umbuchungen | 8 |
| Zugänge | 7 |
Sämtliche nicht finanziellen Vermögenswerte der Gruppe mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (Recoverable Amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte wertgemindert. Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für einen einzelnen Vermögenswert zu schätzen, werden die Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit) zusammengefasst.
Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.
Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswerts oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt.
Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Geschäfts- und Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.
Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" erfasst.
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Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (Value in Use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Die Berechnungen werden in Euro auf Grundlage von Drei-Jahres-Planungen unter Berücksichtigung länderspezifischer Risiken vorgenommen. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgt über Forward Rates. Als Diskontsatz wird der Kapitalkostensatz der Gruppe von 6,37 Prozent (Vorjahr: 6,80 Prozent) zugrunde gelegt, der länderspezifisch um den Steuersatz angepasst wird. Die Höhe des Kapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital) wird bestimmt durch die Fremd- und Eigenkapitalanteile, den risikofreien Basiszins unter Berücksichtigung der Inflation (-0,23 Prozent, Vorjahr: 0,11 Prozent), die Marktrisikoprämie (7,0 Prozent, Vorjahr: 7,0 Prozent), das branchenspezifische Risiko, den länderspezifischen Steuersatz und die Fremdkapitalkosten.
Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Die untersuchten Geschäfts- oder Firmenwerte und die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 2020 | BLG AutoRail GmbH, Bremen |
BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland |
BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel |
Spedition |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich | AUTOMOBILE | AUTOMOBILE | CONTRACT | CONTRACT |
| Buchwert Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR) | 4.288 | 797 | 0 | 0 |
| Umsatzwachstum p.a. in % (Planungszeitraum) | 0,0-5,4 | 44,9-51,4 | s. Fließtext | 12,1-19,2 |
| Weitere Parameter für die Unternehmensplanung | Auslastung, Preis pro Fahrzeug, Geschäftsausweitung |
Auslastung, Produktivität, Preis pro Fahrzeug |
Auslastung, Produktivität, Neukunden |
Neukundenakquise, Synergieeffekte |
| Dauer des Planungszeitraums | 4 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre |
| Umsatzwachstum p.a. in % nach Ende des Planungszeitraums | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Diskontierungszinssatz in % | 6,4 | 6,4 | 6,4 | 6,4 |
| 2019 | BLG AutoRail GmbH, | BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., |
BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, |
|
|---|---|---|---|---|
| Bremen | St. Petersburg, Russland | Hörsel | Spedition | |
| Geschäftsbereich | AUTOMOBILE | AUTOMOBILE | CONTRACT | CONTRACT |
| Buchwert Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR) | 4.288 | 797 | 10.794 | 8.754 |
| Umsatzwachstum p.a. in % (Planungszeitraum) | 0,4-1,5 | 0,1-22,0 | s. Fließtext | 5,6-7,7 |
| Weitere Parameter für die Unternehmensplanung | Auslastung, Preis pro Fahrzeug, Geschäftsausweitung |
Auslastung, Produktivität, Preis pro Fahrzeug |
Auslastung, Produktivität, Neukunden |
Neukundenakquise, Synergieeffekte |
| Dauer des Planungszeitraums | 3 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre |
| Umsatzwachstum p.a. in % nach Ende des Planungszeitraums | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Diskontierungszinssatz in % | 6,8 | 6,8 | 6,8 | 6,8 |
Für die BLG AutoRail GmbH, Bremen, liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen deutlich über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Planungen berücksichtigen eine Auslastung der Waggons in Anlehnung an die Erfahrungswerte der Vorjahre sowie die Gewinnung von Spotverkehren als Bestandsverkehre. Auch bei einer erheblichen Reduzierung der Annahmen zum Umsatzwachstum und den weiteren Parametern oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag. Die den Planungen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugrunde gelegten Umsatzerwartungen wurden aus Marktprognosen zu Pkw-Neuzulassungen, bisherigen Marktanteilen und Kundenbefragungen abgeleitet.
Der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit BLG St. Petersburg wurde in den Vorjahren durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.796 auf einen Buchwert von TEUR 797 wertberichtigt. Bei einem Rückgang des EBIT um 50 Prozent würde sich aktuell kein weiterer Abwertungsbedarf ergeben. Auch ein Anstieg des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt würde zu keinem weiteren Abschreibungsbedarf führen.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Anteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 11.794. Für diese Gesellschaft liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Entsprechend wurde eine vollständige Wertberichtigung des Firmenwerts in Höhe von TEUR 10.794 (Vorjahr: TEUR 1.000) erfasst. Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird der Standort als Multi-User-Standort geführt. In den strategischen Planungen sind neben diversen Maßnahmen zu Kostenreduzierungen auch Ergebnisbeiträge durch Neukundenaquisition in Höhe von Erfahrungswerten enthalten. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die aktuellen Fortschritte von Kundenverhandlungen berücksichtigt. Dies führt zukünftig wieder zu einer annähernd vollständigen Auslastung der logistischen Anlagen der Gesellschaft. Auf dieser Basis wurde für den Planungszeitraum 2021 ein Umsatzanstieg von 6,0 Prozent p.a. und für das folgende Jahr ein Umsatzwachstum von 32,4 Prozent p.a. angenommen.
Durch die im Geschäftsjahr 2018 erfolgte Verschmelzung der Gesellschaften INFORTRA GmbH, LOGFORTRA GmbH und Arno Rosenlöcher (GmbH & Co. KG) auf die BLG International Forwarding GmbH & Co. KG entspricht die gesellschaftsrechtliche Struktur nunmehr der bereits zuvor aufgrund der engen Verbundenheit der Gesellschaften gebildeten zahlungsmittelgenerierenden Einheit SPEDITION. Der Firmenwert in Höhe von TEUR 8.754 wurde im Berichtsjahr vollständig wertberichtigt. Die Planungen berücksichtigen Kosteneinsparungen durch weitere Synergien sowie den Ausbau des speditionellen Angebots für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und insbesondere CONTRACT.
Sofern die Gründe für die Wertminderungen entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die sich ohne die Wertminderungen ergeben hätten.
Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.
Wertaufholungen auf wertberichtigte Firmenwerte sind nicht zulässig.
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Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.
Die Neubewertungsmethode wird bei BLG LOGISTICS nicht angewendet.
Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.
Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 25.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" ausgewiesen. Dabei werden die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| Gebäude Leichtbau | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Gebäude Massivbau | 20 - 40 Jahre | 20 - 40 Jahre |
| Freiflächen | 10 - 20 Jahre | 10 - 20 Jahre |
| Übrige Umschlagsgeräte | 4 - 34 Jahre | 4 - 34 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen |
5 - 30 Jahre | 5 - 30 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4 - 20 Jahre | 4 - 20 Jahre |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter |
1 Jahr | 1 Jahr |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen wertgemindert (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 12, Abschnitt "Wertminderungen – Impairments").
Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen" erfasst. Im Geschäftsjahr 2020 wurde neben den planmäßigen Abschreibungen im Wesentlichen eine außerordentliche Wertminderung der aktivierten Schwerlastfläche durchgeführt.
| 2020 TEUR |
Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Umschlags geräte |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anla gen, Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar | 678.208 | 147.742 | 167.901 | 84.557 | 13.656 | 1.092.064 |
| Zugänge | 30.945 | 33.298 | 22.733 | 9.271 | 6.102 | 102.349 |
| Abgänge | -1.141 | -10.323 | -21.765 | -6.194 | 0 | -39.423 |
| Umbuchungen | 858 | 154 | 7.130 | 313 | -11.983 | -3.528 |
| Währungsdifferenzen | -356 | -686 | -1.270 | -717 | -17 | -3.046 |
| Stand 31. Dezember | 708.514 | 170.185 | 174.729 | 87.230 | 7.758 | 1.148.416 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar | 255.489 | 56.785 | 120.480 | 60.317 | 0 | 493.071 |
| Planmäßige Abschreibungen | 42.599 | 27.498 | 8.304 | 8.419 | 0 | 86.820 |
| Wertminderungen | 6.106 | 515 | 46 | 0 | 0 | 6.667 |
| Abgänge | -1.017 | -8.122 | -6.563 | -5.031 | 0 | -20.733 |
| Umbuchungen | -1.215 | -40 | -474 | -422 | 0 | -2.151 |
| Währungsdifferenzen | -269 | -97 | -604 | -218 | 0 | -1.188 |
| Stand 31. Dezember | 301.693 | 76.539 | 121.189 | 63.065 | 0 | 562.486 |
| Buchwerte 31. Dezember | 406.821 | 93.646 | 53.540 | 24.165 | 7.758 | 585.930 |
| 2019 TEUR |
Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Umschlags geräte |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anla gen, Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar | 389.540 | 56.150 | 155.193 | 75.300 | 4.123 | 680.306 |
| Anpassungen durch IFRS 16 | 278.415 | 61.096 | 9.817 | 2.361 | 0 | 351.689 |
| Stand 1. Januar angepasst | 667.955 | 117.246 | 165.010 | 77.661 | 4.123 | 1.031.995 |
| Zugänge | 23.855 | 30.694 | 2.842 | 9.253 | 13.026 | 79.670 |
| Abgänge | -14.343 | -1.442 | -1.740 | -2.781 | 0 | -20.306 |
| Umbuchungen | 732 | 1.244 | 1.136 | 295 | -3.493 | -86 |
| Währungsdifferenzen | 9 | 0 | 653 | 129 | 0 | 791 |
| Stand 31. Dezember | 678.208 | 147.742 | 167.901 | 84.557 | 13.656 | 1.092.064 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar | 222.018 | 32.801 | 111.087 | 55.367 | 0 | 421.273 |
| Stand 1. Januar angepasst | 222.018 | 32.801 | 111.087 | 55.367 | 0 | 421.273 |
| Planmäßige Abschreibungen | 41.654 | 24.691 | 10.751 | 7.555 | 0 | 84.651 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 2 | 2 | 0 | 4 |
| Abgänge | -8.185 | -718 | -1.616 | -2.628 | 0 | -13.147 |
| Währungsdifferenzen | 2 | 11 | 256 | 21 | 0 | 290 |
| Stand 31. Dezember | 255.489 | 56.785 | 120.480 | 60.317 | 0 | 493.071 |
| Buchwerte 31. Dezember | 422.719 | 90.957 | 47.421 | 24.240 | 13.656 | 598.993 |
Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 7.758 (Vorjahr: TEUR 13.656) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.
Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.
Die in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechte aus Miet- und Leasingverträgen sind in Erläuterung Nummer 14 dargestellt.
Es gibt keine sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind. Für nach IFRS 16 aktivierte Nutzungsrechte besteht aufgrund des rechtlichen Eigentums des Leasinggebers keine Sicherungsübereignung.
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Die in den Sachanlagen enthaltenen Anlagen, für die ein Operating-Leasingverhältnis besteht, haben sich wie folgt entwickelt:
| Buchwerte 31. Dezember | 41.197 | 465 | 21.334 | 881 | 57 | 63.934 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31. Dezember | 30.826 | 1.196 | 54.163 | 7.198 | 0 | 93.383 |
| Abgänge | 0 | -276 | -174 | -573 | 0 | -1.023 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2.209 | 118 | 4.181 | 307 | 0 | 6.815 |
| Stand 1. Januar | 28.617 | 1.354 | 50.156 | 7.464 | 0 | 87.591 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand 31. Dezember | 72.023 | 1.661 | 75.497 | 8.079 | 57 | 157.317 |
| Umbuchungen | 1.379 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.379 |
| Abgänge | 0 | -276 | -185 | -580 | 0 | -1.041 |
| Zugänge | 1.611 | 259 | 11.320 | 100 | 57 | 13.347 |
| Stand 1. Januar | 69.033 | 1.678 | 64.362 | 8.559 | 0 | 143.632 |
| Anschaffungskosten | ||||||
| 2020 TEUR |
Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Umschlags geräte |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anla gen, Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
| 2019 TEUR |
Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Umschlags geräte |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anla gen, Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar | 69.055 | 1.637 | 64.323 | 8.511 | 9 | 143.535 |
| Zugänge | 4 | 41 | 39 | 85 | 0 | 169 |
| Abgänge | -26 | 0 | 0 | -38 | 0 | -64 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 1 | -9 | -8 |
| Stand 31. Dezember | 69.033 | 1.678 | 64.362 | 8.559 | 0 | 143.632 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar | 26.504 | 1.228 | 46.562 | 7.137 | 0 | 81.431 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2.123 | 126 | 3.594 | 359 | 0 | 6.202 |
| Abgänge | -10 | 0 | 0 | -32 | 0 | -42 |
| Stand 31. Dezember | 28.617 | 1.354 | 50.156 | 7.464 | 0 | 87.591 |
| Buchwerte 31. Dezember | 40.416 | 324 | 14.206 | 1.095 | 0 | 56.041 |
Die Leasingverhältnisse von BLG LOGISTICS umfassen vor allem Flächen, Gebäude und Kaimauern. Sie betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Restlaufzeiten von bis zu 28 Jahren. Die Gruppe sichert sich damit langfristige Nutzungsrechte an den betriebsnotwendigen Grundstücken. Darüber hinaus bestehen hauptsächlich Leasingverträge über Eisenbahnwaggons, Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lkw, Pkw und Zugmaschinen, deren Laufzeiten im Wesentlichen zwischen drei und zehn Jahren betragen.
Im Bereich der Immobilien enthalten eine Reihe von Verträgen Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung oder Nicht-Ausübung von Optionen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn sie hinreichend sicher sind. Da Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen regelmäßig analog zu entsprechenden Regelungen in Kundenverträgen vereinbart werden, erfolgt eine Überprüfung der Ausübung dieser Optionen parallel zu den Vertragsverhandlungen mit den Kunden. Gleichzeitig stehen möglichen zukünftigen Mittelabflüssen, die bisher nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten sind, mögliche zukünftige Mittelzuflüsse aus Kundenverträgen in vergleichbarer Höhe gegenüber. Die geänderten Leasingzahlungen sind mit dem Zinssatz im Zeitpunkt der Änderung der Laufzeit abzuzinsen.
Weiterhin ist in erster Linie bei den Erbbaurechtsverträgen alle fünf Jahre eine Anpassung der Erbbauzinsen auf Basis des Verbraucherpreisindex vorgesehen. Der Ansatz der Leasingzahlungen erfolgt mit dem am jeweiligen Bewertungsstichtag gültigen Indexstand. Die letzte Anpassung wurde im Jahr 2015 vorgenommen. Die für das Berichtsjahr vorgesehene Erhöhung wurde zur Unterstützung der bremischen Hafen- und Logistikwirtschaft im Zusammenhang mit der Corona-Krise im Jahr 2020 ausgesetzt. Es handelt sich hierbei um indexbasierte variable Zahlungen, deren Berücksichtigung ab dem Zeitpunkt erfolgt, ab dem die Anpassung der Leasingzahlungen wirksam wird, und unter Verwendung eines unveränderten Abzinsungssatzes.
Bei der überwiegenden Zahl der Leasingverträge über Eisenbahnwaggons hat die Gruppe Restwertgarantien vor dem Hintergrund der Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Veräußerungserlöse und der von den Leasinggebern geforderten Beteiligung von BLG LOGISTICS an den Risiken gewährt. Dabei werden nur die Beträge in die Leasingzahlungen einbezogen, die voraussichtlich zu leisten sind. Die Schätzungen basieren auf den erwarteten Restwerten der Waggons zum Ende der Leasinglaufzeit. Sie werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls unter Anwendung eines unveränderten Abzinsungssatzes angepasst. Für Restwertgarantien in Höhe von maximal EUR 17,8 Mio. (Vorjahr: EUR 21,2 Mio.) (undiskontiert) wird erwartet, dass diese nicht zu Zahlungen führen, sodass zum 31. Dezember 2020 keine Beträge für Restwertgarantien in den Leasingverbindlichkeiten enthalten waren. In geringem Umfang bestehen zudem Kaufoptionen für Eisenbahnwaggons zum beizulegenden Zeitwert.
Für Leasingverhältnisse bilanziert BLG LOGISTICS als Leasingnehmer Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen. Die Erfassung erfolgt zu dem Zeitpunkt, ab dem der zugrunde liegende Vermögenswert der Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht.
Auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte wird IFRS 16 nicht angewendet. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, macht BLG LOGISTICS von dem Wahlrecht Gebrauch und erfasst Zahlungen für diese Verträge linear als Aufwendungen in der GuV. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch andere Komponenten enthalten, wird auf eine Trennung dieser Komponenten verzichtet.
Auf Erbbaurechts- und Kajenutzungsverträge wurde die durch die Änderung des IFRS 16 eingeführte Erleichterung "Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19" angewendet. Die Zugeständnisse umfassten neben einer Aussetzung der turnusgemäßen Erhöhung im Berichtsjahr die zinslose Stundung der Zahlung von Erbbauzinsen und Kajenutzungsentgelten für das zweite bis vierte Quartal 2020 in Höhe von TEUR 12.797. Der Barwerteffekt aus der Stundung in Höhe von TEUR 121 wurde in den Zinserträgen erfasst. Die Zahlung der gestundeten Beträge erfolgt
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im Verlauf des Jahres 2021. Bei den übrigen Leasingverhältnissen wurden von den Vertragspartnern keine Mietzugeständnisse gewährt.
Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich aus dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen sowie bei oder vor Bereitstellung an den Leasinggeber geleisteten Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize, anfänglichen direkten Kosten und gegebenenfalls den geschätzten Kosten für den Rückbau der zugrunde liegenden Vermögenswerte zusammensetzen.
In der Folgebewertung werden die aktivierten Nutzungsrechte entsprechend den Regeln für vergleichbare eigene Vermögenswerte über den kürzeren Zeitraum aus Laufzeit des Leasingvertrags und wirtschaftlicher Nutzungsdauer abgeschrieben und bei Bedarf wertgemindert (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 12, Abschnitt "Wertminderungen – Impairments").
Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.
Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit dem inhärenten Zinssatz des Leasingvertrags, sofern sich dieser bestimmen lässt. Alternativ erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz.
Die Leasingzahlungen beinhalten feste Leasingzahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien, den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung hinreichend sicher ist, und Vertragsstrafen, die bei Inanspruchnahme von Kündigungsoptionen zu leisten sind, sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist.
Die Leasingverbindlichkeiten werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Leasingverbindlichkeiten werden dementsprechend unter Zugrundelegung eines Betrags, aus dem sich ein konstanter periodischer Abzinsungssatz für die verbleibenden Verbindlichkeiten ergibt, aufgezinst. Dieser entspricht dem zum Bereitstellungsdatum festgelegten Abzinsungssatz, solange nicht eine Neubeurteilung eine Änderung des Abzinsungssatzes erforderlich macht. Dies ist der Fall, wenn sich Änderungen bei der Einschätzung der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung von Kauf-, Verlängerungsoder Kündigungsoptionen ergeben oder Änderungen des Umfangs, der Höhe der vertraglichen Zahlungen oder der Laufzeit des Leasingvertrags vereinbart werden. Neubewertungen unter Anwendung eines unveränderten Abzinsungssatzes sind vorzunehmen, wenn Änderungen variabler Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, wirksam werden oder sich die Einschätzung der voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien zu leistenden Zahlungen ändert. Beträge aus einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit werden gleichzeitig als Anpassung des Nutzungsrechts erfasst. Sofern der Wert des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand auf null reduziert wird, ist der verbleibende Anpassungsbetrag in der GuV zu erfassen. Geleistete Leasingzahlungen abzüglich der darin enthaltenen Zinsaufwendungen reduzieren den Buchwert der Leasingverbindlichkeiten.
In der folgenden Tabelle sind die in den Sachanlagen enthaltenen Buchwerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen separat dargestellt.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
259.855 | 266.504 |
| Umschlagsgeräte | 39.202 | 50.298 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
153 | 5.982 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
1.858 | 2.415 |
| Gesamt | 301.068 | 325.199 |
Die Zugänge zu den Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2020 betrugen TEUR 37.869 (Vorjahr: TEUR 30.041).
Die korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 24.
| Leasingverhältnissen, bei denen BLG | LOGISTICS | Leasing |
|---|---|---|
| nehmer ist, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. | ||
| TEUR | 2020 | 2019 |
| Abschreibungen | ||
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
31.539 | 30.317 |
| Umschlagsgeräte | 20.548 | 19.388 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
858 | 3.995 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
1.593 | 1.316 |
| 54.538 | 55.016 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
||
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse |
15.405 | 19.248 |
| Aufwand für Leasingver hältnisse über geringwertige Vermögenswerte |
887 | 953 |
| 16.292 | 20.201 | |
| Zinsaufwand | ||
| Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten |
11.338 | 11.521 |
| 11.338 | 11.521 | |
| Gesamt | 82.168 | 86.738 |
Die folgenden Beträge wurden im Zusammenhang mit
Die gesamten Auszahlungen für Leasing im Geschäftsjahr betrugen TEUR 88.183 (Vorjahr: TEUR 99.365).
Zusätzlich zu den oben angegebenen Beträgen wurden Anpassungen der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 121, die sich aus der Stundung von Zahlungen aus Erbbaurechts- und Kajenutzungsverträgen ergeben haben, in entsprechender Höhe in den Zinserträgen erfasst.
In der Gruppe bestehen Unterleasingverhältnisse über Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvorrichtungen. Die Laufzeiten dieser Unterleasingverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptleasingverhältnisse.
Die Unterleasingverhältnisse betreffen zu einem großen Teil die im Rahmen von Nutzungsüberlassungsverträgen übertragenen Rechte und Pflichten aus von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) bestellten Erbbaurechten für betriebsnotwendige Grundstücke der EUROGATE-Gruppe. Weitere Angaben hierzu sind in Erläuterung Nummer 15 im Abschnitt "Gemeinschaftsunternehmen" enthalten.
Als Leasinggeber nimmt BLG LOGISTICS zu Beginn des Leasingverhältnisses eine Klassifizierung vor, ob es sich um ein Operating-Leasingverhältnis oder ein Finanzierungs-Leasingverhältnis handelt.
Wenn das Leasingverhältnis im Wesentlichen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt, liegt ein Finanzierungs-Leasingverhältnis vor. Ist dies nicht der Fall, liegt ein Operating-Leasingverhältnis vor.
Als Unterleasinggeber bilanziert die Gruppe das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis getrennt. Sofern der Hauptleasingvertrag ein kurzfristiges Leasingverhältnis ist, für das das Bilanzierungswahlrecht ausgeübt wird, ist der Unterleasingvertrag als Operating-Leasingverhältnis zu klassifizieren. In allen anderen Fällen erfolgt die Klassifizierung des Unterleasingvertrags auf Grundlage des Nutzungsrechts aus dem Hauptleasingvertrag anstelle des zugrunde liegenden Vermögenswerts.
Bei Operating-Leasingverhältnissen werden die vereinnahmten Leasingzahlungen je nach zugrunde liegendem Sachverhalt ertragswirksam in den Umsatzerlösen oder in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen wird der Leasinggegenstand bzw. das Nutzungsrecht aus dem Hauptleasingvertrag ausgebucht und eine Leasingforderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis aktiviert. Zinserträge werden über die Laufzeit der Leasingverhältnisse in der Höhe erfasst, die zu einer konstanten periodischen Verzinsung der verbleibenden Leasingforderun-
gen führt. Die Leasingforderungen werden nach dem erstmaligen Ansatz in Höhe der vereinnahmten Leasingzahlungen abzüglich der darin enthaltenen Zinserträge reduziert. Erfolgswirksame Wertberichtigungen auf Leasingforderungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Wir verweisen hierzu auch auf Erläuterung Nummer 16. gen führt. Die Leasingforderungen werden nach dem erstmaligen Ansatz in Höhe der vereinnahmten Leasingzahlungen abzüglich der darin enthaltenen Zinserträge reduziert. Erfolgswirksame Wertberichtigungen auf Leasingforderungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Wir verweisen hierzu auch auf Erläuterung Nummer 16.
In der nachstehenden Tabelle werden die undiskontierten zukünftigen Leasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach Fälligkeiten dargestellt und auf die bilanzierten Leasingforderungen übergeleitet. In der nachstehenden Tabelle werden die undiskontierten zukünftigen Leasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen nach Fälligkeiten dargestellt und auf die bilanzierten Leasingforderungen übergeleitet.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 23.045 | 19.798 |
| bis zu einem Jahr | 23.045 | 19.798 |
| mehr als ein Jahr bis zu 2 Jahren | 14.136 | 15.039 |
| mehr als ein Jahr bis zu 2 Jahren | 14.136 | 15.039 |
| mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren | 13.598 | 10.613 |
| mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren | 13.598 | 10.613 |
| mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren | 11.307 | 10.347 |
| mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren | 11.307 | 10.347 |
| mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren | 10.939 | 9.566 |
| mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren | 10.939 | 9.566 |
| mehr als 5 Jahre | 216.691 | 223.053 |
| mehr als 5 Jahre | 216.691 | 223.053 |
| Summe der undiskontierten Summe der undiskontierten Leasingzahlungen Leasingzahlungen |
289.716 289.716 |
288.416 288.416 |
| Nicht realisierte Zinserträge | 74.591 | 78.330 |
| Nicht realisierte Zinserträge | 74.591 | 78.330 |
| Leasingforderungen Leasingforderungen (Nettoinvestition in das (Nettoinvestition in das Leasingverhältnis) Leasingverhältnis) |
215.125 215.125 |
210.086 210.086 |
Die folgenden Beträge wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen BLG LOGISTICS Leasinggeber ist, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Leasingverhältnissen, bei denen BLG LOGISTICS Leasinggeber ist, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
| TEUR TEUR |
2020 2020 |
2019 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse Umsatzerlöse |
||
| Erträge aus Operating Erträge aus Operating Leasingverhältnissen Leasingverhältnissen |
11.576 11.576 |
10.928 10.928 |
| 11.576 11.576 |
10.928 10.928 |
|
| Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge |
||
| Erträge aus Operating Erträge aus Operating Leasingverhältnissen Leasingverhältnissen |
1.425 1.425 |
1.462 1.462 |
| Erträge aus Unterleasing Erträge aus Unterleasing verhältnissen verhältnissen |
606 606 |
698 698 |
| 2.031 2.031 |
2.160 2.160 |
|
| Zinserträge Zinserträge |
||
| Zinserträge aus Zinserträge aus Leasingforderungen Leasingforderungen |
6.209 6.209 |
6.069 6.069 |
| 6.209 6.209 |
6.069 6.069 |
|
| Gesamt Gesamt |
19.816 19.816 |
19.157 19.157 |
In der nachstehenden Tabelle werden die undiskontierten zukünftigen Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen nach Fälligkeiten dargestellt. In der nachstehenden Tabelle werden die undiskontierten zukünftigen Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen nach Fälligkeiten dargestellt.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| bis zu einem Jahr | 7.909 | 6.950 |
| bis zu einem Jahr | 7.909 | 6.950 |
| mehr als ein Jahr bis zu 2 Jahren | 2.064 | 1.425 |
| mehr als ein Jahr bis zu 2 Jahren | 2.064 | 1.425 |
| mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren | 1.509 | 1.532 |
| mehr als 2 Jahre bis zu 3 Jahren | 1.509 | 1.532 |
| mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren | 1.020 | 0 |
| mehr als 3 Jahre bis zu 4 Jahren | 1.020 | 0 |
| mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren | 633 | 0 |
| mehr als 4 Jahre bis zu 5 Jahren | 633 | 0 |
| mehr als 5 Jahre | 504 | 0 |
| mehr als 5 Jahre | 504 | 0 |
| Summe der undiskontierten Summe der undiskontierten Leasingzahlungen Leasingzahlungen |
13.639 13.639 |
9.907 9.907 |
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um den Gewinn oder Verlust, die Veränderungen des sonstigen Ergebnisses und die übrigen Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht beziehungsweise vermindert, soweit diese auf die Anteile von BLG LOGISTICS entfallen. Bei anteiligen Verlusten, die den Buchwert einer at Equity einbezogenen Beteiligung übersteigen, erfolgt zusätzlich eine erfolgswirksame Verrechnung mit langfristigen Ausleihungen oder Forderungen, die der Nettoinvestition in die Beteiligung zuzuordnen sind. Darüber hinaus ist nach Anwendung der Equity-Methode zu überprüfen, ob Anhaltspunkte für eine Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um den Gewinn oder Verlust, die Veränderungen des sonstigen Ergebnisses und die übrigen Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht beziehungsweise vermindert, soweit diese auf die Anteile von BLG LOGISTICS entfallen. Bei anteiligen Verlusten, die den Buchwert einer at Equity einbezogenen Beteiligung übersteigen, erfolgt zusätzlich eine erfolgswirksame Verrechnung mit langfristigen Ausleihungen oder Forderungen, die der Nettoinvestition in die Beteiligung zuzuordnen sind. Darüber hinaus ist nach Anwendung der Equity-Methode zu überprüfen, ob Anhaltspunkte für eine
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Wertminderung der Nettoinvestition in das Beteiligungsunternehmen (Impairment) vorliegen.
| Gesamt | 98.662 | 158.172 |
|---|---|---|
| Anteile an assoziierten Unternehmen |
3.822 | 3.556 |
| Anteile an Gemeinschafts unternehmen |
94.840 | 154.616 |
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Minderungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR -62.775, Vorjahr: TEUR 21.689), Erhöhungen durch Einlagen (TEUR 3.768, Vorjahr: TEUR 12.057), Veränderungen der Sonstigen Rücklagen durch Neubewertung der Pensionen (TEUR 565, Vorjahr: TEUR -10.402), der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten (TEUR 107, Vorjahr: TEUR 46) und sonstigen Veränderungen (TEUR 2.023, Vorjahr: TEUR -561) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -536, Vorjahr: TEUR -12.697) und Währungsdifferenzen (TEUR -2.928, Vorjahr: TEUR 1.686). Im Vorjahr ergaben sich zudem Veränderungen im Konsolidierungskreis in Höhe von TEUR 1.499.
Im Folgenden werden Informationen über das wesentliche Gemeinschaftsunternehmen dargestellt.
Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG KG und der EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg, das als eigenständige Einheit strukturiert ist. Der Anteil der BLG KG an dem Gemeinschaftsunternehmen mit seinen Beteiligungen beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) und repräsentiert den Geschäftsbereich CONTAINER. Dabei stehen der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten des Gemeinschaftsunternehmens Rechte an dessen Nettovermögen zu.
Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird at Equity konsolidiert. Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ist dementsprechend in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften" verzeichnet. Für die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG ist kein notierter Marktpreis verfügbar.
Die Dienstleistungen des Geschäftsbereichs CONTAINER sind in Erläuterung Nummer 2 beschrieben.
Die BLG KG hat der EUROGATE-Gruppe für betriebsnotwendige Grundstücke die Rechte und Pflichten aus von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) bestellten Erbbaurechten im Rahmen von Nutzungsüberlassungsverträgen übertragen.
In den Nutzungsüberlassungsverträgen verpflichtet sich die BLG KG, bei Beendigung der Nutzungsüberlassung durch Zeitablauf oder außerordentliche Kündigung eine Entschädigung an die EUROGATE-Gruppe für die von ihr auf den genutzten Grundstücken errichteten Bauwerke zu zahlen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verkehrswert der Bauwerke. Außerdem tritt die BLG KG unwiderruflich ihre Ansprüche auf Entschädigung bei Ausübung des Heimfallrechts gemäß Erbbaurechtsvertrag durch die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) an die EUROGATE-Gruppe ab.
Die EUROGATE-Gruppe erbringt für BLG LOGISTICS technische Dienstleistungen und übernimmt die Abwicklung des Strombezugs. Grundlage ist die zum 1. Januar 2008 erfolgte Übernahme des Elektrizitätsversorgungsnetzes im stadtbremischen Überseehafen in Bremerhaven vom Sondervermögen Hafen.
In der Segmentberichterstattung und Erläuterung Nummer 3 wird dieses Gemeinschaftsunternehmen durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet.
Die nachfolgende Tabelle fasst die Finanzinformationen des IFRS-Teilkonzernabschlusses der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG zusammen und leitet diese Informationen auf den in den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen enthaltenen Buchwert der Beteiligung über.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.000.980 | 1.133.503 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 259.042 | 252.651 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -897.982 | -922.744 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -182.415 | -166.869 |
| Netto-Vermögenswerte | 179.625 | 296.541 |
| Beteiligungsquote in % | 50,0 | 50,0 |
| Anteilige Netto-Vermögenswerte |
89.813 | 148.271 |
| Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes übriges Eigenkapital |
-378 | -189 |
| Gruppenanteil am Nettovermögen (= Equity-Buchwert) |
89.435 | 148.082 |
In den kurzfristigen Vermögenswerten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 142.719 (Vorjahr: TEUR 129.608) enthalten.
Von den langfristigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 663.712 (Vorjahr: TEUR 702.941) und von den kurzfristigen TEUR 108.272 (Vorjahr: TEUR 119.166) auf finanzielle Verbindlichkeiten (jeweils ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen). Die finanziellen Verbindlichkeiten resultieren mit TEUR 368.358 (Vorjahr: TEUR 392.887) aus langfristigen und mit TEUR 22.438 (Vorjahr: TEUR 20.958) aus kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 527.044 | 564.607 |
| Planmäßige Abschreibungen | -66.738 | -65.548 |
| Wertminderungen | -73.968 | -250 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.901 | 2.083 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-19.500 | -20.978 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag |
13.444 | -1.884 |
| Jahresergebnis | -121.103 | 45.514 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern |
-3.348 | -17.950 |
| Gesamtergebnis | -124.451 | 27.564 |
Auf BLG LOGISTICS entfallen vom Jahresergebnis TEUR -60.740 (Vorjahr: TEUR 22.737) und vom sonstigen Ergebnis nach Ertragsteuern TEUR -1.674 (Vorjahr: TEUR -8.975).
Die von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG erhaltenen Dividenden belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 12.559). Die Auszahlung der Vorjahresdividende erfolgte im Geschäftsjahr. Aus dem Ergebnis des Vorjahres erfolgte eine Wiedereinlage in Höhe von TEUR 3.768 (Vorjahr: TEUR 11.617).
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
85.809 | 60.287 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
-18.961 | -76.426 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
-53.737 | -7.688 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds |
13.111 | -23.827 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres |
129.295 | 153.122 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres |
142.406 | 129.295 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds |
||
| Liquide Mittel | 142.719 | 129.608 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
-313 | -313 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres |
142.406 | 129.295 |
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Die übrigen von BLG LOGISTICS gehaltenen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Buchwert der Anteile an übrigen Gemeinschafts unternehmen |
5.405 | 6.534 |
| Anteil am | ||
| Jahresergebnis | -2.035 | -1.048 |
| Sonstigen Ergebnis | -582 | 305 |
| Anteiliges Gesamtergebnis | -2.617 | -743 |
Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden negative Anteile in Höhe von TEUR 773 (Vorjahr: TEUR 148) und positive Anteile in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) am Gesamtergebnis von Gemeinschaftsunternehmen nicht im Gruppenergebnis erfasst. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Gruppenergebnis erfassten kumulierten negativen Anteile am Gesamtergebnis bei Gemeinschaftsunternehmen insgesamt TEUR 863 (Vorjahr: TEUR 349).
Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 1.069, Vorjahr: TEUR 1.098), Veränderungen der Sonstigen Rücklagen durch Neubewertung der Pensionen (TEUR -42, Vorjahr: TEUR -49) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -677, Vorjahr: TEUR -576), Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR -97, Vorjahr: TEUR 30) und sonstigen Veränderungen (TEUR 13, Vorjahr: TEUR -39). Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht.
Die von BLG LOGISTICS gehaltenen Anteile an assoziierten Unternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich.
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der auf BLG LOGISTICS entfallende Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen |
3.822 | 3.556 |
| Anteil am | ||
| Jahresergebnis | 1.069 | 1.098 |
| Sonstigen Ergebnis | -139 | -19 |
| Anteiliges Gesamtergebnis | 930 | 1.079 |
Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden negative Anteile in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) am Gesamtergebnis von assoziierten Unternehmen nicht im Gruppenergebnis erfasst.
Für die Bewertung der Leasingforderungen verweisen wir auf Erläuterung Nummer 14.
Die Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen betreffen Gewinnanteile von Personengesellschaften, die als Fremdkapitalinstrumente einzustufen sind. Da es sich bei den Gewinnanteilen nicht um Kapitalrückzahlungen, sondern um Kapitalrenditen handelt, erfolgt die Bilanzierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
Die übrigen Finanzforderungen von BLG LOGISTICS umfassen Finanz- und Kapitalforderungen gegen at Equity einbezogene Unternehmen, Gesellschafter und Dritte, bei denen die Zahlungen nur aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen und die gehalten werden, um vertragliche Zahlungsströme zu generieren. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung in der GuV erfasst. Fremdwährungsdifferenzen sowie Gewinne und Verluste bei Ausbuchung werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.
Erfolgswirksame Wertberichtigungen auf Finanzforderungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Danach ist für finanzielle Vermögenswerte, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, eine Risikovorsorge in Höhe der Ausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird.
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| TEUR | 2020 kurzfristig |
2020 langfristig |
2019 kurzfristig |
2019 langfristig |
|---|---|---|---|---|
| Leasingforderungen | 17.433 | 197.692 | 14.179 | 195.907 |
| Finanzforderungen aus Cash Management Beteiligungen | 7.429 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 2.820 | 0 | 2.651 | 0 |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen |
1.003 | 0 | 12.787 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 126 | 11 | 135 | 15 |
| Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen | 12 | 0 | 165 | 764 |
| Übrige sonstige Finanzforderungen | 3.456 | 25 | 4.373 | 163 |
| Gesamt | 32.280 | 197.729 | 34.290 | 196.849 |
Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für BLG LOGISTICS nicht wesentlich ist.
Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.
Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Ausfälle zu erfassen.
Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, werden qualitative und quantitative Indikatoren berücksichtigt. Hierzu zählen die Erfahrungen der Vergangenheit, die Vereinbarung von Stundungsmaßnahmen sowie Überfälligkeiten vertraglicher Zahlungen von mehr als 30 Tagen. Bei Überfälligkeiten von mehr als 90 Tagen werden finanzielle Vermögenswerte als wertgemindert eingestuft. Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn ein formelles Mahnverfahren eingeleitet ist oder Kenntnis von der Insolvenz eines Kunden erlangt wird.
Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn BLG LOGISTICS die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und BLG LOGISTICS keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.
Die Leasingforderungen enthalten in Höhe von TEUR 5.817 Forderungen für in 2020 aufgrund der Corona-Pandemie gestundete Erbbauzinsen, welche in 2021 zurückgezahlt werden.
Die Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen sind wie im Vorjahr mit Zinssätzen von 3 bis 6 Prozent zu verzinsen.
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Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzforderungen stellen sich zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
| 31.12.2020 TEUR |
12 Monate | Restlaufzeit | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| nicht wertgemindert |
wertgemindert | |||
| Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen | 0 | 12 | 4.109 | 4.121 |
| Sonstige Ausleihungen | 137 | 0 | 0 | 137 |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 2.820 | 0 | 0 | 2.820 |
| Finanzforderungen aus Cash Management Beteiligungen | 7.429 | 0 | 0 | 7.429 |
| Finanzforderungen aus Finance Lease | 215.126 | 0 | 0 | 215.126 |
| Übrige sonstige Finanzforderungen | 3.482 | 0 | 0 | 3.482 |
| Nominalbeträge | 228.994 | 12 | 4.109 | 233.115 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | -4.109 | -4.109 |
| Buchwerte | 228.994 | 12 | 0 | 229.006 |
| 31.12.2019 TEUR |
12 Monate | Restlaufzeit | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| nicht wertgemindert |
wertgemindert | |||
| Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen | 764 | 165 | 2.711 | 3.640 |
| Sonstige Ausleihungen | 150 | 0 | 0 | 150 |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 2.651 | 0 | 0 | 2.651 |
| Finanzforderungen aus Finance Lease | 210.086 | 0 | 0 | 210.086 |
| Übrige sonstige Finanzforderungen | 4.536 | 0 | 0 | 4.536 |
| Nominalbeträge | 218.187 | 165 | 2.711 | 221.063 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | -2.711 | -2.711 |
| Buchwerte | 218.187 | 165 | 0 | 218.352 |
| 2020 TEUR |
12 Monate | Restlaufzeit | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| nicht wertgemindert |
wertgemindert | |||
| Stand am Geschäftsjahresanfang | 0 | 0 | 2.711 | 2.711 |
| Wertberichtigungen des Geschäftsjahres | ||||
| Zuführungen | 0 | 0 | 1.410 | 1.410 |
| Auflösungen | 0 | 0 | -12 | -12 |
| Stand am Geschäftsjahresende | 0 | 0 | 4.109 | 4.109 |
| 12 Monate | Summe | ||
|---|---|---|---|
| nicht wertgemindert |
wertgemindert | ||
| 0 | 0 | 2.741 | 2.741 |
| 0 | 0 | 90 | 90 |
| 0 | 0 | -120 | -120 |
| 0 | 0 | 2.711 | 2.711 |
| Restlaufzeit |
Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten und werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt.
Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie gegebenenfalls noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endprodukts zugrunde gelegt.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 15.446 | 9.942 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren |
4 | 4 |
| Gesamt | 15.450 | 9.946 |
Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2020 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 83) gebildet. Die als Aufwand ausgewiesenen Vorräte des Berichtsjahres beliefen sich auf TEUR 70.075 (Vorjahr: TEUR 61.008).
Forderungen gegen
Forderungen gegen
folgt dar:
TEUR 31.12.2020 31.12.2019 Forderungen gegen Dritte 209.640 214.578
verbundene Unternehmen 26 73
Beteiligungsunternehmen 1.829 1.448 Gesamt 211.495 216.099 Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 wie
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Erfüllungstag bilanziert und mit dem Ziel gehalten, vertragliche Zahlungsströme zu generieren. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.
Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem vereinfachten Ansatz vorgenommen. Danach ist die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen. Änderungen des Ausfallrisikos sind nicht nachzuverfolgen. Die Wertberichtigungen werden als Nettoergebnis in der GuV ausgewiesen.
Die erwarteten Ausfälle werden bei BLG LOGISTICS auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre ermittelt. Die Ermittlung erfolgt dabei nach Zeitbändern der Überfälligkeiten, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds. Dabei werden insbesondere Einschätzungen zur Bonität der Großkunden sowie die allgemeine Wirtschaftsentwicklung berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurde den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie durch Erhöhung des Zukunftselements Rechnung getragen.
Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das durchschnittliche Zahlungsziel beträgt 72 Tage (Vorjahr: 67 Tage). Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.
| 31.12.2020 TEUR |
Erwartete Ausfallquote (gewichteter Durchschnitt) |
Nominal beträge |
Wertbe richtigungen |
Buchwerte |
|---|---|---|---|---|
| nicht überfällig | 0,8% | 175.447 | -1.321 | 174.126 |
| weniger als 30 Tage | 0,5% | 23.180 | -106 | 23.074 |
| zwischen 30 und 90 Tagen | 1,6% | 7.076 | -112 | 6.964 |
| zwischen 91 und 180 Tagen | 6,9% | 2.925 | -202 | 2.723 |
| mehr als 180 Tage | 36,3% | 7.233 | -2.625 | 4.608 |
| Gesamt | 215.861 | -4.366 | 211.495 | |
| 31.12.2019 TEUR |
Erwartete Ausfallquote (gewichteter Durchschnitt) |
Nominal beträge |
Wertbe richtigungen |
Buchwerte |
| nicht überfällig | 0,4% | 178.874 | -674 | 178.200 |
| weniger als 30 Tage | 0,4% | 27.452 | -118 | 27.334 |
| zwischen 30 und 90 Tagen | 0,7% | 4.370 | -31 | 4.339 |
| zwischen 91 und 180 Tagen | 43,2% | 3.730 | -1.611 | 2.119 |
| mehr als 180 Tage | 38,8% | 6.709 | -2.602 | 4.107 |
| Gesamt | 221.135 | -5.036 | 216.099 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand am Geschäftsjahresanfang |
5.036 | 3.176 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
-114 | 0 |
| Wertberichtigungen des Geschäftsjahres |
||
| - Zuführungen | 1.174 | 2.058 |
| - Auflösungen | -202 | -132 |
| - Wechselkursänderungen | -7 | 2 |
| Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen |
-1.521 | -68 |
| Stand am Geschäftsjahresende |
4.366 | 5.036 |
Im Berichtsjahr wurden ferner Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 253) vorgenommen, die im Nettoergebnis aus Wertminderungen ausgewiesen werden.
Unter den Sonstigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Vertragsvermögenswerte ausgewiesen. Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen Finanzanlagen, derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nummer 32) und gegebenenfalls kurzfristig gehaltene Wertpapiere. Die Erfassung der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt jeweils am Erfüllungstag. Kurzfristig gehaltene Wertpapiere werden bei BLG LOGISTICS nur in sehr geringem Umfang gehalten.
| TEUR | 31.12.2020 kurzfristig |
31.12.2020 langfristig |
31.12.2019 kurzfristig |
31.12.2019 langfristig |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 342 | 0 | 343 |
| Sonstige Finanzanlagen | 0 | 141 | 0 | 143 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 3.005 | 45 | 3.041 | 49 |
| 3.005 | 528 | 3.041 | 535 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Vertragsvermögenswerte (Erläuterung Nr. 4) | 6.429 | 0 | 6.514 | 0 |
| Forderungen Finanzamt und Zoll | 2.209 | 0 | 2.741 | 0 |
| Abgrenzungen | 946 | 0 | 1.045 | 0 |
| Forderungen aus Infektionsschutzgesetz | 423 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen Agentur für Arbeit | 271 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte | 402 | 0 | 781 | 0 |
| 10.680 | 0 | 11.082 | 0 | |
| Gesamt | 13.685 | 528 | 14.123 | 535 |
Zu den Finanzanlagen zählen die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Es handelt sich hierbei um langfristige Investitionen, die nach IFRS 9 als Eigenkapitalinstrumente unter Ausübung des Wahlrechts erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertet werden. Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Beteiligungen werden auch nicht bei Abgang der Eigenkapitalinstrumente in die GuV, sondern in die Gewinnrücklagen umgebucht. Dividenden werden erfolgswirksam erfasst, sofern es sich nicht um Kapitalrückzahlungen handelt.
Von einer nach IFRS 9 verpflichtenden Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert wird nur dann abgesehen, sofern diese unwesentlich sind und kein aktiver Markt für die Bemessung eines beizulegenden Zeitwerts existiert.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Vertragsvermögenswerte sind in der Erläuterung Nummer 4 dargestellt.
Die Sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte werden zu Nominalwerten angesetzt. Die sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte sind unverzinst und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.
Unter den sonstigen Beteiligungen werden Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit ausgewiesen, bei denen der BLG AG oder der BLG KG mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BLG LOGISTICS nur von untergeordneter Bedeutung sind.
Mit Vertrag vom 23. Februar 2021 hat die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG sämtliche Anteile an der BLG Logistics Solutions Italia S.r.l. mit Wirkung zum selbigen Datum veräußert. Hintergrund der Entscheidung ist, dass die BLG sich in Europa strategisch stärker auf Deutschland fokussiert. Infolgedessen wurden die Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.403 und Schulden in Höhe von TEUR 3.812 im Abschluss zum 31. Dezember 2020 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die Vermögenswerte und Schulden sind vollständig dem Geschäftsbereich CONTRACT zuzuordnen.
| Gesamt | 13.357 | 21.569 |
|---|---|---|
| Kasse | 49 | 49 |
| Tages- und kurzfristige Termingelder |
9.966 | 16.678 |
| Kontokorrentguthaben | 3.342 | 4.842 |
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9. Es wurden keine Wertminderungen vorgenommen, da die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor allem bei Banken in der Europäischen Union und vorwiegend in Euro bestehen und sich keine wesentliche Auswirkung ergibt. Da in der Vergangenheit keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren und auch keine Anzeichen für zukünftige Forderungsausfälle erkennbar sind, erfolgt der Ansatz zum Nennwert.
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf der Gruppe zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
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Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2020 und 2019 ist als eigenständiger Bestandteil des Gruppenabschlusses zum 31. Dezember 2020 in der Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.
Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt wie im Vorjahr EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 genehmigte und stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2020 voll eingezahlt.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 Aktiengesetz in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 9.541 (Vorjahr: TEUR 9.960). Im Geschäftsjahr 2020 erfolgten keine Einstellungen in oder Entnahmen aus der Gewinnrücklagen (Vorjahr: Entnahme in Höhe von TEUR 82).
Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.
Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Gruppenabschlusses auf IFRS.
Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Gruppenjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS. Es erfolgt kein separater Ausweis des Bilanzergebnisses einbezogener Gesellschaften.
In den Sonstigen Rücklagen werden die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtungen nach IAS 19 sowie die Differenz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Rendite des Planvermögens ausgewiesen.
Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IFRS 9 aufzulösen. Darüber hinaus enthält die Rücklage Bewertungsänderungen von Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sind in Erläuterung Nummer 32 im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.
| Stand 31. Dezember | -12.951 | -8.901 |
|---|---|---|
| Veränderung der Rücklage | -4.050 | -6.676 |
| Stand 1. Januar | -8.901 | -2.225 |
| TEUR | 2020 | 2019 |
Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -13.183 (Vorjahr: TEUR -9.025), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 453) sowie aus den erfolgsneutral erfassten Zeitwerten von Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -221 (Vorjahr: TEUR -329) zusammen.
Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.
Unter diesem Posten werden mit TEUR 5.532 (Vorjahr: TEUR 8.656) die Fremdanteile am Eigenkapital an den durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.
Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
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Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der BLG AG zuzurechnenden Gruppenjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2020 bei EUR 0,29 (Vorjahr: EUR 0,38). Dieser Berechnung liegen der auf die BLG AG entfallende Teil des Gruppenjahresüberschusses von TEUR 1.117 (Vorjahr: TEUR 1.454) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.
Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.
Die Hauptversammlung der BLG AG hat am 10. Juni 2020 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, den zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn (nach HGB) in Höhe von TEUR 1.536 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 je Aktie zu verwenden. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 105,6 Prozent. Die Dividende wurde am 15. Juni 2020 an unsere Aktionär:innen ausgezahlt.
Für das Geschäftsjahr 2020 wird, aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie auf die Ergebnissituation der gesamten BLG-Gruppe, vorgeschlagen, nur die gesetziche Mindestdividende nach § 254 AktG in Höhe von EUR 0,11 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,40) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme in Höhe von TEUR 422. Für den übrigen Teil des Bilanzgewinns der BLG AG in Höhe von TEUR 695 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, diesen in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 21.049 | 18.594 |
| 1 bis 5 Jahre | 95.387 | 66.505 |
| Über 5 Jahre | 51.000 | 19.612 |
| Gesamt | 167.436 | 104.711 |
Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 63.529 (Vorjahr: TEUR 50.297) festverzinslich und TEUR 103.907 (Vorjahr: TEUR 54.414) variabel verzinslich.
Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald die BLG-Gruppe Vertragspartei geworden ist. Die Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit Ausnahme der Derivate zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bewertung der Derivate ist in Erläuterung Nummer 32 beschrieben.
Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf Erläuterung Nummer 14.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2020 kurzfristig |
31.12.2020 langfristig |
31.12.2019 kurzfristig |
31.12.2019 langfristig |
|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 77.298 | 63.155 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 70.774 | 465.645 | 68.084 | 488.407 |
| Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH | 25.600 | 25.600 | ||
| Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen | 21.049 | 18.594 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 13.386 | 9.550 | ||
| Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen | 5.993 | 0 | 5.949 | 0 |
| Sonstige Finanzkredite | 5.816 | 44.241 | 3.026 | 20.373 |
| Cash Management gegenüber Beteiligungen | 2.501 | 4.426 | ||
| Soziales Zukunftskonzept | 936 | 3.418 | 801 | 2.636 |
| Abgegrenzte Schulden | 143 | 0 | 140 | 146 |
| Ausstehende Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb | 0 | 0 | 12.500 | 0 |
| Übrige | 4.801 | 0 | 20.811 | 0 |
| Gesamt | 228.297 | 513.305 | 232.634 | 511.562 |
| TEUR | 31.12.2020 langfristig |
31.12.2019 langfristig |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich AUTOMOBILE | 2.671 | 2.487 |
| Geschäftsbereich CONTRACT | 78 | 89 |
| Gesamt | 2.749 | 2.576 |
| TEUR | 31.12.2020 kurzfristig |
31.12.2019 kurzfristig |
| Geschäftsbereich AUTOMOBILE | 70 | 70 |
| Geschäftsbereich CONTRACT | 11 | 16 |
| Gesamt | 81 | 86 |
Die ausstehenden Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb des Vorjahres betrafen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus dem Terminkauf über die verbleibenden 49 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel. Der Terminkauf ist im Januar 2020 erfolgt.
In den übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten waren im Vorjahr Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 2.158 enthalten, die in voller Höhe auf den kurzfristigen Bereich entfielen und in 2020 beglichen wurden.
Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 0,5 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent).
Die (undiskontierten) künftigen Zahlungsströme aus Leasingverbindlichkeiten sind in Erläuterung Nummer 32 im Abschnitt "Liquiditätsrisiko" dargestellt.
Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.
Bei den in den obigen Tabellen dargestellten Sachverhalten handelt es sich um Abgrenzungen für vermögenswertbezogene Zuwendungen. In den Zuwendungen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE sind TEUR 1.308 (Vorjahr: TEUR 1.361) für Zuwendungen des Eisenbahn-Bundesamtes für Ersatzerneuerungen in die Schieneninfrastruktur enthalten. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2020 sind insgesamt Erträge aus der
Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 98) vereinnahmt worden.
Darüber hinaus wurden unterjährig weitere Erträge in Höhe von TEUR 3.778 (Vorjahr: TEUR 926) erfasst, die in voller Höhe erfolgswirksame Zuwendungen betreffen. Hiervon entfallen TEUR 2.898 auf die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Bundesagentur für Arbeit im Zusammenhang mit dem Einsatz von Kurzarbeit. Der Ausweis erfolgt brutto unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Pensionsverpflichtungen sind Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden bei der Bewertung neben den am Bilanzstichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen auch die künftige Entgeltentwicklung, zu erwartende Rentenerhöhungen sowie die voraussichtliche Fluktuation berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode, in der sie entstanden sind, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die sogenannte Nettozinskomponente, die den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Bruttopensionsverpflichtungen abzüglich der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen enthält, wird im Finanzergebnis gezeigt. Die Verzinsung des Planvermögens erfolgt mit dem angewandten Diskontierungszinssatz, der der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zugrunde liegt. Bei den in der Bilanz dargestellten Verpflichtungen handelt es sich um Nettoverpflichtungen nach Verrechnung mit dem Planvermögen.
Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Personalbezogene Rückstellungen |
||
| Direktzusagen | 11.986 | 8.573 |
| Hafenrente | 19.663 | 20.346 |
| Soziales Zukunftskonzept | 33.257 | 32.966 |
| Jubiläumsrückstellungen | 9.997 | 9.696 |
| 74.903 | 71.581 | |
| Sonstige Rückstellungen |
||
| Übrige sonstige langfristige Rückstellungen |
11 | 11 |
| 11 | 11 | |
| Gesamt | 74.914 | 71.592 |
Bei sämtlichen Plänen von BLG LOGISTICS handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Mindestdotierungsverpflichtungen bestehen nicht.
Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Gruppengesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeitenden der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992. Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BLG AG bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) übernommen.
Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeitende, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH sowie zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG übergegangen sind.
Für Mitarbeitende, die zum 1. April 2015 von der Schenker AG sowie zum 1. Januar 2016 von der Kühne+Nagel (AG & Co.) KG auf die Gesellschaft BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG übergegangen sind, bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Betriebsvereinbarung der Schenker AG "Vorsorgeplan 2000" vom 28. Februar 2003 sowie der Gesamtbetriebsvereinbarung "Versorgungsbaustein Mitarbeiterbeteiligung" der Schenker AG vom 9. Juni 2011.
Durch einen Betriebsübergang wurden zum 1. Oktober 2018 durch die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG Verpflichtungen in Form von gleichlautenden Einzelzusagen von der Puma AG übernommen.
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Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept). Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeitenden aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitendengewinnbeteiligung ergeben.
Für Teile der Einzelzusagen sowie für die Verpflichtungen im Rahmen des Sozialen Zukunftskonzepts besteht Planvermögen in Form von qualifizierten Versicherungsverträgen im Sinne von IAS 19. Das Planvermögen wird extern von Versicherungsunternehmen verwaltet und beinhaltet insbesondere Rückdeckungsversicherungen. Als beizulegende Zeitwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Rückdeckungsversicherungen | 65.113 | 61.197 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens |
65.113 | 61.197 |
Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung von qualifizierten Versicherungsmathematikern nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet.
Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist die Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen Risiken aus einer Veränderung der demografischen Annahmen handelt es sich hierbei insbesondere um das Zinsänderungsrisiko und das Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko. Risikokonzentrationen bestehen nicht.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungs orientierten Verpflichtung |
131.023 | 124.107 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens |
-65.113 | -61.197 |
| Unterdeckung (Nettoschuld) |
65.910 | 62.910 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Berichtsjahres |
124.107 | 105.269 |
| Laufender Dienstzeitaufwand |
8.631 | 3.412 |
| Aufwand aus Entgelt umwandlung |
2.579 | 2.473 |
| Zinsaufwand | 1.390 | 2.198 |
| Neubewertungen | ||
| Erfahrungsbedingte Anpassungen |
-512 | -110 |
| Versicherungsmathema tische Gewinne/Verluste aus Änderungen der finanziellen Annahmen |
-684 | 13.808 |
| Inanspruchnahmen (gezahlte Versorgungs leistungen) |
-3.777 | -2.916 |
| Auflösungen | -486 | -29 |
| Übertragungen | 17 | 2 |
| Umgliederungen | -242 | 0 |
| Stand am Ende des Berichtsjahres |
131.023 | 124.107 |
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Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Direktzusagen | 19 Jahre | 16 Jahre |
| Hafenrente | 16 Jahre | 16 Jahre |
| Soziales Zukunftskonzept | 12 Jahre | 12 Jahre |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Berichtsjahres |
61.197 | 56.470 |
| Zinserträge | 1.204 | 1.126 |
| Aufwendungen/Erträge aus dem Planvermögen (ohne Zinserträge) |
326 | 169 |
| Zuführungen der in den Plan einbezogenen Mitarbeitenden (z. B. Ent geltumwandlungen) |
2.496 | 2.337 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 2.787 | 2.738 |
| Inanspruchnahmen (gezahlte Versorgungs leistungen) |
-2.351 | -1.609 |
| Auflösungen | -472 | -17 |
| Übertragungen | -74 | -17 |
| Stand am Ende des Berichtsjahres |
65.113 | 61.197 |
Der im Gewinn oder Verlust der Periode erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 8.631 | 3.412 |
| Zinsaufwendungen | 186 | 1.072 |
| Gesamt | 8.817 | 4.484 |
Der Dienstzeitaufwand wird in der Gruppengewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen mindern den Zinsaufwand.
Der zum 31. Dezember 2020 zu verzeichnende tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beläuft sich auf TEUR 1.530 (Vorjahr: TEUR 1.295).
Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis der folgenden Parameter (Angabe in Form von gewichteten Durchschnittsfaktoren):
| 31.12.2020 in % |
Direkt zusagen |
Hafen rente |
Soziales Zukunfts konzept |
|---|---|---|---|
| Diskontsatz | 1,2 | 1,2 | 1,2 |
| Gehaltssteigerungsrate | 1,6 | 0,0 | 0,0 |
| Rentensteigerungsrate | 1,7 | 1,0 | 0,0 |
| 31.12.2019 in % |
Direkt zusagen |
Hafen rente |
Soziales Zukunfts konzept |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Diskontsatz | 1,2 | 1,1 | 1,1 | ||
| Gehaltssteigerungsrate | 1,5 | 0,0 | 0,0 | ||
| Rentensteigerungsrate | 1,6 | 1,0 | 0,0 |
Die der Berechnung des Barwerts der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zugrunde liegende Sterberate basiert wie im Vorjahr auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (beziehungsweise -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontsatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.
BLG LOGISTICS ermittelt den angemessenen Diskontsatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt die Gruppe den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.
Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen in Höhe der erwarteten zukünftigen Entwicklung hätte im Vergleich zu den tatsächlich angewendeten Parametern auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen folgende Auswirkungen:
| TEUR | 31.12.2020 höher |
31.12.2019 höher |
|---|---|---|
| Diskontsatz (50 Basispunkte) | -8.219 | -7.550 |
| Gehaltssteigerungsrate (50 Basispunkte) |
334 | 108 |
| Rentensteigerungsrate (50 Basispunkte) |
3.032 | 2.010 |
| TEUR | 31.12.2020 niedriger |
31.12.2019 niedriger |
| 9.133 | 8.906 |
|---|---|
| -318 | -105 |
| -1.437 | -1.835 |
Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2020 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die möglichen Auswirkungen auf den berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen.
Die Finanzierung der für den Vorstand und leitende Mitarbeitende abgeschlossenen Pensionsverträge sowie die Vereinbarungen für das Soziale Zukunftskonzept sind grundsätzlich über Rückdeckungsversicherungen abgesichert, die zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverträge sind ausschließlich arbeitgeberfinanziert; das Soziale Zukunftskonzept wird durch Eigenbeiträge der Arbeitnehmer und durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen des Arbeitgebers finanziert. Eine Verpflichtung zur Teilnahme am Sozialen Zukunftskonzept besteht nicht. Die Hafenrente enthält kein Planvermögen.
Für das folgende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft Zahlungen an die leistungsorientierten Pläne in Höhe von TEUR 2.249 (Vorjahr: TEUR 2.823).
| TEUR | Langfristig | Kurzfristig |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2020 | 9.696 | 597 |
| Inanspruchnahme | 0 | -450 |
| Auflösung | -30 | 0 |
| Zuführung | 332 | 236 |
| Übertragung | -2 | 0 |
| Stand 31.12.2020 | 9.996 | 383 |
Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitenden der Gruppe vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 1,2 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 568 ist die Aufzinsung mit TEUR 84 enthalten.
Übrige langfristige Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11).
Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten |
49.813 | 67.834 |
| Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen |
22.078 | 22.640 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen |
13.024 | 3.083 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
226 | 263 |
| Gesamt | 85.141 | 93.820 |
Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.
Die Passivierung erfolgt auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Vertragsverbindlichkeiten sind in Erläuterung Nummer 4 dargestellt.
Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Der Rückstellungsbetrag umfasst dabei auch die erwarteten Kostensteigerungen.
| TEUR | 31.12.2020 kurzfristig |
31.12.2020 langfristig |
31.12.2019 kurzfristig |
31.12.2019 langfristig |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten für variable Vergütungen | 3.899 | 0 | 6.827 | 367 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden aus Lohn und Gehalt | 5.793 | 0 | 3.885 | 0 |
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden aus Restrukturierung | 534 | 0 | 4.233 | 0 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen | 0 0 0 10.226 0 14.945 13.246 0 14.331 8.941 0 12.762 5.162 0 7.899 1.386 0 1.622 |
2 | ||
| 369 | ||||
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub | 0 | |||
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer | 0 | |||
| Verauslagte Zölle | 0 | |||
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 0 | |||
| Altersteilzeitverpflichtungen | 855 | 242 | 393 | 765 |
| Vorauszahlungen | 779 | 0 | 1.170 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 657 | 175 | 1.833 | 61 |
| Übrige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1.668 | 0 | 1.820 | 0 |
| 32.694 | 417 | 41.830 | 825 | |
| Gesamt | 42.920 | 417 | 56.775 | 1.194 |
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| TEUR | Stand 01.01.2020 |
Inanspruch nahme |
Auflösung | Umglie derung |
Zuführung | Stand 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungsumlagen | 1.429 | -738 | -47 | -30 | 1.430 | 2.044 |
| Belastende Verträge | 4.471 | -2.228 | -906 | 0 | 7.491 | 8.828 |
| Gewährleistungsrisiken | 4.023 | -150 | -1.200 | 0 | 474 | 3.147 |
| Übrige sonstige Rückstellungen | 12.472 | -2.741 | -4.042 | 0 | 9.981 | 15.670 |
| Gesamt | 22.395 | -5.857 | -6.195 | -30 | 19.376 | 29.689 |
Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Verpflichtungen gegenüber dem Haftpflichtschadenausgleich der Deutschen Großstädte.
Die Rückstellungen für belastende Verträge entfallen mit TEUR 8.728 auf den Geschäftsbereich CONTRACT und mit TEUR 100 auf den Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Die Rückstellungen betreffen Kundenverträge, bei denen die geschätzten Kosten durch die vereinbarten Erlöse voraussichtlich nicht gedeckt werden. Die Höhe der Risiken aus belastenden Verträgen kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.
Für Gewährleistungsrisiken aus möglichen Einstandspflichten und Kulanzverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.673 aus den Vorjahren beibehalten. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen sind insgesamt weite Ermessensspielräume vorhanden, da keine vergleichbaren Sachverhalte oder andere Erfahrungswerte vorliegen.
In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind sonstige betriebliche Steuern in Höhe von TEUR 753 (Vorjahr: TEUR 470) und Archivierungskosten in Höhe von TEUR 1.348 (Vorjahr: TEUR 1.348) enthalten. Des Weiteren beinhalten
die übrigen sonstigen Rückstellungen mögliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit Regressforderungen von Geschäftspartnern in Höhe von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Drittverpflichtungen an Miethallen/-flächen für Instandhaltungen in Höhe von TEUR 1.246 (Vorjahr: TEUR 1.055).
Im Folgenden werden die bei BLG LOGISTICS zugunsten von at Equity einbezogenen Unternehmen bestehenden Haftungsverhältnisse dargestellt.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Gesamtanteil an den Eventualverbindlichkeiten |
||
| von Gemeinschaftsunternehmen | 328 | 250 |
| von assoziierten Unternehmen | 29 | 29 |
| Gesamt | 357 | 279 |
Die Eventualverbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen bewertet. Höchstbetragsbürgschaften werden mit ihrem Maximalbetrag angesetzt. Nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag beläuft sich der tatsächliche Bestand der Eventualverbindlichkeiten auf Basis der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten auf insgesamt TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 204). Die Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Besicherung von Kreditlinien.
Unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse kann gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass alle den Eventualverbindlichkeiten zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist als gering anzusehen.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Bestellobligo | 53.120 | 50.388 |
| Übrige finanzielle Verpflichtungen |
1.170 | 1.596 |
| Gesamt | 54.290 | 51.984 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten bewertet. Das Bestellobligo resultiert aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Die Nettoverpflichtungen aus dem Bestellobligo sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte basiert auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der zu beurteilenden Vermögenswerte.
Eine Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten ist nur zulässig, wenn ein finanzieller Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Ziel die Generierung vertraglicher Zahlungsströme aus dem Vermögenswert ist, und die vertraglichen Vereinbarungen feste Termine für die Leistung der Zahlungen vorsehen. Zudem dürfen diese Zahlungen grundsätzlich nur aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen.
Liegen diese Kriterien nicht kumulativ vor, erfolgt zwingend eine Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert. Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht ein unwiderrufliches Wahlrecht, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. In diesem Fall sind alle Wertänderungen, mit Ausnahme der Dividenden, erfolgsneutral im Eigenkapital ohne die Möglichkeit einer Umgliederung in die GuV zu erfassen.
In den auf den folgenden Seiten dargestellten Tabellen werden die Finanzinstrumente nach den vorstehenden Kriterien einschließlich der Angabe ihrer Stufe in der Fair-Value-Hierarchie zusammengestellt. Die Bewertungskategorien sind in den Erläuterungen Nummern 16 und 18 sowie im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" beschrieben.
Die Einordnung in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren und ist in Erläuterung Nummer 1 im Abschnitt "Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte" beschrieben.
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| Buchwerte | Zeitwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR 31.12.2020 Aktiva |
Anschaf fungs kosten |
Fair Value erfolgs wirksam |
Fair Value Sonstiges Ergebnis |
Fair Value Hedging |
Summe Buchwert |
Fair Value Stufe |
Beizule gender Zeitwert |
| Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| langfristig | |||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 483 | 0 | 483 | 3 | k.A. |
| kurzfristig | |||||||
| Kurzfristige Finanzforderungen | 0 | 1.003 | 0 | 0 | 1.003 | 3 | k.A. |
| 0 | 1.003 | 483 | 0 | 1.486 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| langfristig | |||||||
| Leasingforderungen | 197.692 | 0 | 0 | 0 | 197.692 | k.A. | |
| Übrige langfristige Finanzforderungen | 36 | 0 | 0 | 0 | 36 | 3 | k.A. |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | 45 | 0 | 0 | 0 | 45 | 2 | k.A. |
| kurzfristig | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 211.495 | 0 | 0 | 0 | 211.495 | k.A. | |
| Leasingforderungen | 17.433 | 0 | 0 | 0 | 17.433 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanzforderungen | 13.844 | 0 | 0 | 0 | 13.844 | k.A. | |
| Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 3.005 | 0 | 0 | 0 | 3.005 | k.A. | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13.357 | 0 | 0 | 0 | 13.357 | k.A. | |
| 456.907 | 0 | 0 | 0 | 456.907 |
| Buchwerte | Zeitwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR 31.12.2020 Passiva |
Anschaf fungs kosten |
Fair Value erfolgs wirksam |
Fair Value Sonstiges Ergebnis |
Fair Value Hedging |
Summe Buchwert |
Fair Value Stufe |
Beizule gender Zeitwert |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| kurzfristig | |||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 0 | 13.386 | 13.386 | 2 | 13.386 |
| 0 | 0 | 0 | 13.386 | 13.386 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| langfristig | |||||||
| Langfristige Darlehen | 146.387 | 0 | 0 | 0 | 146.387 | 3 | 145.737 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 465.645 | 0 | 0 | 0 | 465.645 | k.A. | |
| Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 47.660 | 0 | 0 | 0 | 47.660 | 2 | k.A. |
| Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | k.A. |
| kurzfristig | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 85.141 | 0 | 0 | 0 | 85.141 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 98.347 | 0 | 0 | 0 | 98.347 | 3 | 98.103 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 70.774 | 0 | 0 | 0 | 70.774 | k.A. | |
| Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 45.790 | 0 | 0 | 0 | 45.790 | k.A. | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 10.226 | 0 | 0 | 0 | 10.226 | k.A. | |
| 969.971 | 0 | 0 | 0 | 969.971 |
| Buchwerte | Zeitwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR 31.12.2019 Aktiva |
Anschaf fungs kosten |
Fair Value erfolgs wirksam |
Fair Value Sonstiges Ergebnis |
Fair Value Hedging |
Summe Buchwert |
Fair Value Stufe |
Beizule gender Zeitwert |
| Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| langfristig | |||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 486 | 0 | 486 | 3 | k.A. |
| kurzfristig | |||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 0 |
| Kurzfristige Finanzforderungen | 0 | 12.787 | 0 | 0 | 12.787 | 3 | k.A. |
| 0 | 12.787 | 486 | 0 | 13.273 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden langfristig |
|||||||
| Leasingforderungen | 195.907 | 0 | 0 | 0 | 195.907 | k.A. | |
| Übrige langfristige Finanzforderungen | 942 | 0 | 0 | 0 | 942 | 3 | k.A. |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | 49 | 0 | 0 | 0 | 49 | 2 | k.A. |
| kurzfristig | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 216.099 | 0 | 0 | 0 | 216.099 | k.A. | |
| Leasingforderungen | 14.179 | 0 | 0 | 0 | 14.179 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanzforderungen | 7.324 | 0 | 0 | 0 | 7.324 | k.A. | |
| Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 3.041 | 0 | 0 | 0 | 3.041 | k.A. | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21.569 | 0 | 0 | 0 | 21.569 | k.A. | |
| 459.110 | 0 | 0 | 0 | 459.110 |
| Buchwerte | Zeitwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR 31.12.2019 Passiva |
Anschaf fungs kosten |
Fair Value erfolgs wirksam |
Fair Value Sonstiges Ergebnis |
Fair Value Hedging |
Summe Buchwert |
Fair Value Stufe |
Beizule gender Zeitwert |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| kurzfristig | |||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 0 | 9.550 | 9.550 | 2 | 9.550 |
| 0 | 0 | 0 | 9.550 | 9.550 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||
| langfristig | |||||||
| Langfristige Darlehen | 86.117 | 0 | 0 | 0 | 86.117 | 3 | 86.482 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 488.407 | 0 | 0 | 0 | 488.407 | k.A. | |
| Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 23.155 | 0 | 0 | 0 | 23.155 | 2 | k.A. |
| Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 369 | 0 | 0 | 0 | 369 | 2 | k.A. |
| kurzfristig | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 93.820 | 0 | 0 | 0 | 93.820 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 81.749 | 0 | 0 | 0 | 81.749 | 3 | 81.949 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 68.084 | 0 | 0 | 0 | 68.084 | k.A. | |
| Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 73.252 | 0 | 0 | 0 | 73.252 | k.A. | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 14.945 | 0 | 0 | 0 | 14.945 | k.A. | |
| 929.897 | 0 | 0 | 0 | 929.897 |
Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente in Höhe von TEUR 483 (Vorjahr: TEUR 486) ausgewiesen, bei denen BLG LOGISTICS das Wahlrecht in Anspruch genommen hat, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile an Kapitalgesellschaften, für die weder ein aktiver Markt vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann. Die Anschaffungskosten stellen daher die beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert dar.
Im Berichtsjahr wurden Anteile an einer Beteiligungsgesellschaft mit einem Buchwert von TEUR 2 im Zuge der Entkonsolidierung der BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien, ausgebucht. Darüber hinaus wurden keine Anteile an diesen Kapitalgesellschaften ausgebucht oder veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft auszubuchen oder zu veräußern.
Die kurzfristigen Finanzforderungen betreffen Gewinnanteile von Personengesellschaften, die als Fremdkapitalinstrumente einzustufen sind. Da es sich bei den Gewinnanteilen nicht um Kapitalrückzahlungen, sondern um Kapitalrenditen handelt, erfolgt die Bilanzierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Finanzforderungen, übrigen sonstigen kurzfristigen finanziellen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen aufgrund der Kurzfristigkeit im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie kurzfristige Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten wurden bereits zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass hier keine Abweichung zum Buchwert besteht. Bei den langfristigen Finanzforderungen entspricht aufgrund der Wesentlichkeit der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert aufgrund der Kurzfristigkeit im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Bei den übrigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entspricht der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert aufgrund der regelmäßigen Anpassung des Zinssatzes.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt:
Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen Zinssätze für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt, die entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.
Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.
Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente basieren auf externen Zeitwertermittlungen. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.
Bei den zum Zeitwert bewerteten Finanzforderungen in Level 3 handelt es sich um die Erfassung von Gewinnanteilen von Personengesellschaften (siehe Erläuterung Nummer 16), sodass eine gesonderte Bewertungsmethode hier keine Anwendung findet, da sich die Erfassung aus den jeweiligen Abschlüssen und Beteiligungsquoten an den Personengesellschaften ableitet. Ausgehend von den Finanzforderungen am 31. Dezember 2019 in Höhe von TEUR 12.787 erfolgte eine Zahlung der Gewinnbeteiligung von TEUR 12.559. Der Forderungsbestand am 31. Dezember 2020 von TEUR 1.003 betrifft im Wesentlichen anteilige Gewinne an Personengesellschaften.
Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im Berichtsjahr sind keine Verschiebungen erfolgt.
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Auf die einzelnen Bewertungskategorien der Finanzinstrumente entfallen folgende Nettoergebnisse:
| Folgebewertung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020 TEUR |
aus Zinsen |
aus Dividenden |
aus Abgang |
Fair Value |
Netto ergebnis |
||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 7.123 | 0 | -213 | 0 | 6.910 | ||
| Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 92 | 0 | 0 | 92 | ||
| Sicherungsinstrumente (Hedging) | -881 | 0 | 0 | -6 | -887 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -14.416 | 0 | 0 | 0 | -14.416 | ||
| Gesamt | -8.174 | 92 | -213 | -6 | -8.301 |
| Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 TEUR |
aus Zinsen |
aus Dividenden |
aus Abgang |
Fair Value |
Netto ergebnis |
|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 7.342 | 0 | -421 | 0 | 6.921 | |
| Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 91 | 0 | 0 | 91 | |
| Sicherungsinstrumente (Hedging) | -781 | 0 | 0 | 92 | -689 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -14.997 | 0 | 0 | 0 | -14.997 | |
| Gesamt | -8.436 | 91 | -421 | 92 | -8.674 |
Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen, Leasingverbindlichkeiten, sonstige Finanzkredite sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG LOGISTICS. BLG LOGISTICS verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.
Das Finanzrisikomanagement wird durch den Bereich Treasury verantwortet, dessen Aufgaben und Ziele in einer durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie dargestellt sind. Zentrale Aufgabe neben dem Liquiditätsmanagement und dem Abschluss von Finanzierungen ist die Minimierung der finanziellen Risiken auf Gruppenebene. Hierzu zählen die Erstellung und Analyse von Finanzierungs- und Sicherungsstrategien sowie der Abschluss von Sicherungsinstrumenten.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Der Vorstand verabschiedet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung.
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Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.
Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 vorliegen, erfolgt die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Ziel ist die Reduzierung von Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen, die sich beispielsweise daraus ergeben, dass Gewinne oder Verluste aus einem Sicherungsinstrument nicht an der gleichen Stelle im Abschluss wie die Gewinne oder Verluste aus dem abgesicherten Risiko erfasst werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Derivate sowie weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.
Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Leasingforderungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für die erwarteten Ausfälle. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist BLG LOGISTICS zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Angaben zum Ausfallrisiko und den erwarteten Ausfällen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Leasingforderungen sind in den Erläuterungen Nummern 16 und 18 enthalten.
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten ist begrenzt, da diese derzeit ausschließlich bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben, die über einen Haftungsverbund eine hohe Sicherheit ausweisen und/oder bei denen über langfristig aufgenommene Darlehen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen.
Das maximale Ausfallrisiko der Gruppe wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist die Gruppe auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 204).
In der Gruppe bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.
Die Wertminderungsvorschriften finden bei BLG LOGISTICS auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte, Leasingforderungen und Vertragsvermögenswerte Anwendung. Der Ausweis erfolgt innerhalb des Nettoergebnisses aus Wertminderungen. Darüber hinaus sind in dieser Position auch die Wertminderungen auf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente enthalten. Die Wertminderung ergibt sich in diesen Fällen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des betreffenden Eigenkapitalinstruments.
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten |
||
| Wertminderungen auf For derun gen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte |
||
| Zuführung zur Wertberichtigung | -1.181 | -2.064 |
| Auflösung in Vorjahren gebildeter Wertberichtigungen |
206 | 166 |
| Ausbuchungen aufgrund von Uneinbringlichkeit |
-213 | -420 |
| -1.188 | -2.318 | |
| Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert |
||
| Wertminderungen auf erfolgs wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente |
||
| 0 | 0 | |
| Gesamt | -1.188 | -2.318 |
Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Zur Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen wurde ein Zinssatz- und Währungsswap abgeschlossen. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.
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Zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 bestanden in der Gruppe keine nennenswerten Währungsrisiken.
Wesentliches Ziel von BLG LOGISTICS im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist eine optimierte Liquiditätssicherheit und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten im Allgemeinen und das Refinanzierungsrisiko im Speziellen langfristig zu reduzieren.
BLG LOGISTICS überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und weiterer Kennzahlen. Es bestehen Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.
Die Strategie bestand im Jahr 2020 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern.
Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.
Der Liquiditätsbedarf der Gruppe ist durch liquide Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Zum 31. Dezember 2020 verfügte die Gruppe über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rund EUR 53 Mio. (Vorjahr: rund EUR 48 Mio.).
Weiterhin besteht für BLG LOGISTICS die Möglichkeit zur Teilnahme am Cash-Pooling der Freien Hansestadt Bremen in Höhe von bis zu EUR 50 Mio. sowie zur Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von EUR 50 Mio. über eine Landesbürgschaft über die Bremer Aufbau-Bank zusammen mit einer Partnerbank.
Im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie wurden im Berichtsjahr die Zahlungen der Erbbauzinsen für die Quartale 2 bis 4 gestundet. Gleichzeitig wurden die Zahlungen für an EUROGATE weitergereichte Erbbaurechte in derselben Periode gestundet. Hieraus ergab sich im Saldo ein positiver Effekt auf die Liquiditätslage in Höhe von EUR 7 Mio. Die Rückzahlung der gestundeten Beträge erfolgt in 2021 mit entsprechend negativer Auswirkung auf die Liquiditätslage.
In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) zusammengestellt.
| Cashflows | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 TEUR |
2021 | 2022 | 2023 - 2025 |
2026 - 2030 |
2031 ff. | Gesamt | Buchwerte (Derivate saldiert) |
|
| Nicht-Derivate | ||||||||
| Langfristige Darlehen Kreditinstitute | Zins fix | 1.023 | 838 | 1.348 | 510 | 0 | 3.719 | |
| Zins variabel | 828 | 648 | 1.243 | 904 | 0 | 3.623 | ||
| Tilgung | 21.049 | 35.365 | 60.022 | 51.000 | 0 | 167.436 | 167.436 | |
| Leasingverbindlichkeiten | Zins fix | 14.691 | 9.319 | 24.805 | 33.756 | 55.881 | 138.452 | |
| Zins variabel | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Tilgung | 66.225 | 45.479 | 82.683 | 87.399 | 247.873 | 529.659 | 536.420 | |
| Sonstige Finanzkredite | Zins fix | 631 | 557 | 1.215 | 641 | 0 | 3.043 | |
| Zins variabel | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Tilgung | 5.808 | 5.882 | 17.554 | 20.802 | 0 | 50.046 | 50.057 | |
| Summe | 110.255 | 98.088 | 188.870 | 195.012 | 303.754 | 895.978 | 753.913 | |
| Derivate | ||||||||
| Zinsswaps/ Zinssatz- und Währungsswaps | Einzahlungen | -816 | -812 | -2.029 | -100 | -296 | -4.053 | |
| Auszahlungen | 1.731 | 1.911 | 6.926 | 7.593 | 2.325 | 20.486 | -13.386 | |
| Summe | 915 | 1.099 | 4.897 | 7.493 | 2.029 | 16.433 | -13.386 |
| Cashflows | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 TEUR |
2020 | 2021 | 2022 - 2024 |
2025 - 2029 |
2030 ff. | Gesamt | Buchwerte (Derivate saldiert) |
|
| Nicht-Derivate | ||||||||
| Langfristige Darlehen Kreditinstitute | Zins fix | 859 | 668 | 981 | 41 | 0 | 2.549 | |
| Zins variabel | 416 | 344 | 384 | 381 | 0 | 1.525 | ||
| Tilgung | 18.594 | 16.956 | 49.549 | 19.612 | 0 | 104.711 | 104.711 | |
| Leasingverbindlichkeiten | Zins fix | 10.937 | 9.887 | 25.917 | 35.240 | 61.949 | 143.930 | |
| Zins variabel | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Tilgung | 67.953 | 52.450 | 87.018 | 89.666 | 256.960 | 554.047 | 556.491 | |
| Sonstige Finanzkredite | Zins fix | 208 | 182 | 377 | 177 | 0 | 944 | 0 |
| Zins variabel | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Tilgung | 2.819 | 2.846 | 8.602 | 8.921 | 0 | 23.188 | 23.399 | |
| Summe | 101.786 | 83.333 | 172.828 | 154.038 | 318.909 | 830.894 | 684.601 | |
| Derivate | ||||||||
| Zinsswaps/ Zinssatz- und Währungsswaps | Einzahlungen | -825 | -821 | -2.587 | -2.722 | -1.848 | -8.803 | 0 |
| Auszahlungen | 1.671 | 1.785 | 6.076 | 7.755 | 3.640 | 20.927 | -9.550 | |
| Summe | 846 | 964 | 3.489 | 5.033 | 1.792 | 12.124 | -9.550 |
Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.
Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt.
Das Zinsänderungsrisiko, dem BLG LOGISTICS ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des niedrigen und für Investitionen attraktiven Zinsniveaus ein Teil des Finanzierungsbedarfs der kommenden Jahre durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps abgesichert. Es ist vorgesehen, hierbei Darlehen in einem Volumen von insgesamt bis zu EUR 90 Mio. in Tranchen von bis zu je EUR 15 Mio. innerhalb von sechs Jahren bei Partnerbanken aufzunehmen. Die Aufnahme der ersten beiden Tranchen in Höhe von jeweils EUR 15 Mio. ist bereits erfolgt. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von
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Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.
Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten von BLG LOGISTICS einschließlich der Leasingverbindlichkeiten. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.
Die erfolgsneutrale Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte bzw. finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die in der nebenstehenden Tabelle gezeigten Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt:
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Ergebniseffekte | ||
| höher | -971 | -1.168 |
| niedriger | 971 | 1.168 |
| Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) |
||
| höher | 8.140 | 8.130 |
| niedriger | -8.803 | -8.943 |
Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird BLG LOGISTICS einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.
| Restlaufzeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 10.201 | 40.828 | 12.500 | 63.529 | |
| Zinsswaps | 12.000 | 3.000 | 30.000 | 45.000 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 70.774 | 128.518 | 337.128 | 536.420 | |
| Gesamt | 92.975 | 172.346 | 379.628 | 644.949 | |
| Restlaufzeiten | |||||
| 31.12.2019 TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 9.587 | 36.526 | 4.184 | 50.297 | |
| Zinsswaps | 2.000 | 15.000 | 15.000 | 32.000 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 68.084 | 139.853 | 348.554 | 556.491 | |
| Gesamt | 79.671 | 191.379 | 367.738 | 638.788 |
Leasingverbindlichkeiten werden mit dem inhärenten Zinssatz des Leasingvertrags abgezinst, sofern sich dieser bestimmen lässt. Alternativ erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Abzinsungssatz entspricht dem zum Bereitstellungsdatum festgelegten Zinssatz, solange nicht eine Neubeurteilung eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten unter Anwendung eines geänderten Abzinsungssatzes erforderlich macht. Dies ist der Fall, wenn sich Änderungen bei der Einschätzung der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung von Kauf-, Verlängerungsoder Kündigungsoptionen ergeben oder Änderungen des Umfangs, der Höhe der vertraglichen Zahlungen oder der Laufzeit des Leasingvertrags vereinbart werden.
Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird die Gruppe einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Dabei werden die korrespondierenden Zinsswaps mit negativem Vorzeichen dargestellt, da das Zinsänderungsrisiko hieraus dem Zinsänderungsrisiko aus aufgenommenen Darlehen gegenläufig ist.
Ferner bestehen ein Zinsswap über einen Nominalbetrag von TEUR 10.000 für eine Tagesgeldlinie und verschiedene Zinsswaps für zukünftig aufzunehmende Darlehen, die im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt sind.
Die anderen Finanzinstrumente der Gruppe, die nicht in den Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.
| Restlaufzeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 10.848 | 54.559 | 38.500 | 103.907 | |
| Zinsswaps | -2.000 | -3.000 | -30.000 | -35.000 | |
| Gesamt | 8.848 | 51.559 | 8.500 | 68.907 | |
| Restlaufzeiten | |||||
| 31.12.2019 TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 9.007 | 29.979 | 15.428 | 54.414 | |
| Zinsswaps | -2.000 | -5.000 | -15.000 | -22.000 | |
| Gesamt | 7.007 | 24.979 | 428 | 32.414 |
Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt (Cashflow-Hedges). Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden ausschließlich zur Begrenzung des Fremdwährungsrisikos im Rahmen von Finanzierungen in ausländischer Währung eingesetzt (Cashflow-Hedges). Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.
Die Gruppe hat für sämtliche Sicherungsbeziehungen ein Absicherungsverhältnis von 1:1 festgelegt. Aufschläge für Länder- oder Bonitätsrisiken (Credit Spread bzw. Fremdwährungs-Basis-Spread) sind nicht Gegenstand der Sicherungsbeziehungen. Kosten der Absicherung werden zunächst in der Hedge-Rücklage im Eigenkapital erfasst und über die Laufzeit der Sicherungsbeziehung in die GuV umgegliedert.
Das Vorhandensein der wirtschaftlichen Beziehung zwischen den gesicherten Grundgeschäften und den Sicherungsinstrumenten zur Beurteilung der Wirksamkeit der Absicherung wird prospektiv auf Basis der wesentlichen Merkmale, wie Nominalbetrag, Referenzzinssatz und Fälligkeit, bestimmt. Die Messung der Ineffektivität erfolgt zu jedem Bilanzstichtag nach der hypothetischen Derivate-Methode. Ineffektivitäten können sich insbesondere aus Differenzen zwischen den Zinsanpassungsperioden der Swaps und der Darlehen ergeben.
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Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt. Die Bewertung bei Zugang erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls mit dem jeweils am Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Swaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Swaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.
Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts. Derivative Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge Accounting nicht erfüllen, werden gemäß IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert.
Zur Erfüllung der Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden zu Beginn der Absicherung die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsinstrument sowie Ziel und Strategie des Risikomanagements dokumentiert. Dies beinhaltet auch eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bestimmt wird. Die fortlaufende Überprüfung, ob die eingesetzten Derivate die abgesicherten Risiken aus den Grundgeschäften kompensieren, erfolgt mittels Effektivitätstests, die zu Beginn der Sicherungsbeziehung und zu jedem Bilanzstichtag durchgeführt werden.
Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgswirksam in der GuV erfasst.
Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder für eine Ausbuchung qualifizierende Übertragung an einen Dritten verliert. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode erfolgswirksam in die GuV umgebucht, in der das abgesicherte Grundgeschäft abgewickelt wird.
Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender Bankverbindlichkeiten sowie des Fremdwährungsrisikos aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen bestanden zu den Bilanzstichtagen folgende Sicherungsinstrumente:
| Fälligkeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 Nominalbeträge TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| Zinsänderungsrisiko | |||||
| Zinsswaps | |||||
| für laufende Darlehen | 2.000 | 3.000 | 30.000 | 35.000 | |
| durchschnittlicher abgesicherter Zins | 1,169% | 1,135% | 1,134% | ||
| für Tagesgeldlinien | 10.000 | 0 | 0 | 10.000 | |
| abgesicherter Zins | 3,085% | ||||
| 12.000 | 3.000 | 30.000 | 45.000 | ||
| Fremdwährungsrisiko | |||||
| Zinssatz- und Währungsswaps | |||||
| für internes USD-Darlehen | 810 | 2.834 | 0 | 3.644 | |
| abgesicherter Kurs USD / EUR | 0,8098 | 0,8098 | 0,8098 | ||
| 810 | 2.834 | 0 | 3.644 | ||
| Gesamt | 12.810 | 5.834 | 30.000 | 48.644 | |
| Fälligkeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 Nominalbeträge TEUR |
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| Zinsänderungsrisiko | |||||
| Zinsswaps | |||||
| für laufende Darlehen | 2.000 | 5.000 | 15.000 | 22.000 | |
| durchschnittlicher abgesicherter Zins | 1,169% | 1,096% | 1,045% | ||
| für Tagesgeldlinien | 0 | 10.000 | 0 | 10.000 | |
| abgesicherter Zins | 3,085% | 3,085% | |||
| 2.000 | 15.000 | 15.000 | 32.000 | ||
| Fremdwährungsrisiko | |||||
| Zinssatz- und Währungsswaps | |||||
| für internes USD-Darlehen | 810 | 3.239 | 405 | 4.454 | |
| abgesicherter Kurs USD / EUR | 0,8098 | 0,8098 | 0,8098 | ||
| 810 | 3.239 | 405 | 4.454 | ||
| Gesamt | 2.810 | 18.239 | 15.405 | 36.454 |
Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Die Gruppe ist Zahler der festen Beträge und Empfänger der variablen Beträge.
Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.
Für den Finanzierungsbedarf der kommenden Jahre wurden Forward-Zinsswaps in einem Volumen von insgesamt EUR 90 Mio. in Tranchen von jeweils EUR 15 Mio. zur Absicherung gegen das Zinsrisiko aus zukünftig aufzunehmenden Darlehen abgeschlossen. Die ersten beiden Tranchen wurden im Berichtsjahr und im Vorjahr bereits aufgenommen. Da der Laufzeitbeginn der übrigen Swaps in den Jahren 2021 bis 2024 liegt, sind diese in der Darstellung der Fälligkeiten zu den Bilanzstichtagen nicht enthalten. Die Forward-Zinsswaps weisen jeweils Laufzeiten von zehn Jahren auf und sind endfällig. Der durchschnittliche abgesicherte Zins beträgt 1,863 Prozent.
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Die zu den Bilanzstichtagen bestehenden Sicherungsinstrumente haben folgende Auswirkungen auf die Gruppenbilanz:
| 31.12.2020 TEUR |
Nominalbetrag | Buchwert | Bilanzposten | Änderung Zeitwert Basis für Erfassung von Ineffek tivitäten |
|---|---|---|---|---|
| Zinsänderungsrisiko | ||||
| laufende Darlehen | 35.000 | -4.162 | -1.178 | |
| Tagesgeldlinien | 10.000 | -182 | kfr. Finanz verbindlich |
335 |
| geplante Darlehen | 60.000 | -8.996 | keiten | -3.315 |
| 105.000 | -13.340 | -4.158 | ||
| Fremdwährungsrisiko | ||||
| kfr. Finanz verbindlich |
||||
| internes USD-Darlehen | 3.644 | -46 | keiten | -18 |
| 3.644 | -46 | -18 | ||
| Gesamt | 108.644 | -13.386 | -4.176 | |
| 31.12.2019 TEUR |
Nominalbetrag | Buchwert | Bilanzposten | Änderung Zeitwert Basis für Erfassung von Ineffek tivitäten |
| Zinsänderungsrisiko | ||||
| laufende Darlehen | 22.000 | -1.484 | -938 | |
| Tagesgeldlinien | 10.000 | -518 | kfr. Finanz verbindlich |
329 |
| geplante Darlehen | 75.000 | -7.071 | keiten | -6.171 |
| 107.000 | -9.073 | -6.780 | ||
| Fremdwährungsrisiko | ||||
| kfr. Finanz verbindlich |
||||
| internes USD-Darlehen | 4.454 | -477 | keiten | -431 |
| 4.454 | -477 | -431 | ||
| Gesamt | 111.454 | -9.550 | -7.211 |
Die Buchwerte der Sicherungsinstrumente entsprechen den ermittelten beizulegenden Zeitwerten. Zum Bilanzstichtag erfüllten sämtliche bestehenden Sicherungsinstrumente wie im Vorjahr die Kriterien für Cashflow-Hedges.
Der Nominalbetrag des Zinssatz- und Währungsswaps in Fremdwährung belief sich zum 31. Dezember 2020 auf TUSD 4.500 (Vorjahr: TUSD 5.500).
2019 TEUR Gruppenanhang
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Die im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designierten Grundgeschäfte haben zu den Bilanzstichtagen folgende Auswirkungen auf die Gruppenbilanz:
31.12.2020 TEUR Wertänderung Basis für Erfassung von Ineffektivitäten Hedge-Rücklage Cashflow-Hedges (brutto) Zinsänderungsrisiko laufende Darlehen 1.272 -4.035 Tagesgeldlinien -335 -152 geplante Darlehen 3.690 -8.996 4.627 -13.183 Fremdwährungsrisiko internes USD-Darlehen 18 0 18 0 Gesamt 4.645 -13.183 31.12.2019 TEUR Wertänderung Basis für Erfassung von Ineffektivitäten Hedge-Rücklage Cashflow-Hedges (brutto) Zinsänderungsrisiko laufende Darlehen 964 -1.468 Tagesgeldlinien -328 -487 geplante Darlehen 6.442 -7.070 7.078 -9.025 Fremdwährungsrisiko internes USD-Darlehen 433 0 433 0 Gesamt 7.511 -9.025
Im Zusammenhang mit Sicherungsbeziehungen wurden folgende Beträge erfasst:
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts |
Umgliederung vom sonstigen Er gebnis in die GuV |
GuV-Posten | ||
|---|---|---|---|---|
| 2020 TEUR |
im sonstigen Ergebnis erfasst (effektiver Teil) |
in der GuV erfasst (ineffektiver Teil) |
||
| Zinsänderungsrisiko | ||||
| laufende Darlehen | -1.178 | 0 | 0 | |
| Tagesgeldlinien | 335 | 0 | 0 | |
| geplante Darlehen | -3.315 | 0 | 0 | |
| -4.158 | 0 | 0 | ||
| Fremdwährungsrisiko | ||||
| internes USD-Darlehen | -18 | 0 | 37 | sonstige betriebliche Aufwendungen |
| -18 | 0 | 37 | ||
| Gesamt | -4.176 | 0 | 37 | |
| Änderung des | Umgliederung vom sonstigen Er gebnis |
beizulegenden Zeitwerts in die GuV GuV-Posten im sonstigen Ergebnis erfasst (effektiver Teil) in der GuV erfasst (ineffektiver Teil) Zinsänderungsrisiko laufende Darlehen -938 0 0 Tagesgeldlinien 329 0 0 geplante Darlehen -6.171 0 0 -6.780 0 0 Fremdwährungsrisiko internes USD-Darlehen -431 0 450 sonstige betriebliche Aufwendungen -431 0 450 Gesamt -7.211 0 450
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Die Zusammensetzung der in Erläuterung Nummer 20 dargestellten Hedge-Rücklage unter Berücksichtigung latenter Steuern nach Risikokategorien und weiteren Bestandteilen, die aus der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen resultieren, ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Da sich die Bezugsbeträge mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.
| Rücklage für Cashflow-Hedges | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2020 TEUR |
Zinsswaps/ Zinssatz- und Währungsswap |
Kosten der Absicherung |
Gesamt | ||
| Cashflow-Hedges | |||||
| Stand 1. Januar | -8.906 | -6 | -8.912 | ||
| Änderungen des beizulegenden Zeitwerts | |||||
| Zinsänderungsrisiko - laufende Darlehen | -1.178 | 0 | -1.178 | ||
| Zinsänderungsrisiko - Tagesgeldlinien | 335 | 0 | 335 | ||
| Zinsänderungsrisiko - geplante Darlehen | -3.315 | 0 | -3.315 | ||
| Fremdwährungsrisiko - internes USD-Darlehen | -18 | -19 | -37 | ||
| Umgliederungen in die GuV | |||||
| Fremdwährungsrisiko | 37 | 0 | 37 | ||
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | ||
| Veränderung des Anteils at Equity einbezogener Unternehmen | 119 | 0 | 119 | ||
| Stand 31. Dezember | -12.926 | -25 | -12.951 |
| Rücklage für Cashflow-Hedges | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2019 TEUR |
Zinsswaps/ Zinssatz- und Währungsswap |
Kosten der Absicherung |
Gesamt | ||
| Cashflow-Hedges | |||||
| Stand 1. Januar | -2.238 | 13 | -2.225 | ||
| Änderungen des beizulegenden Zeitwerts | |||||
| Zinsänderungsrisiko - laufende Darlehen | -938 | 0 | -938 | ||
| Zinsänderungsrisiko - Tagesgeldlinien | 329 | 0 | 329 | ||
| Zinsänderungsrisiko - geplante Darlehen | -6.171 | 0 | -6.171 | ||
| Fremdwährungsrisiko - internes USD-Darlehen | -431 | -19 | -450 | ||
| Umgliederungen in die GuV | |||||
| Fremdwährungsrisiko | 450 | 0 | 450 | ||
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | ||
| Veränderung des Anteils at Equity einbezogener Unternehmen | 93 | 0 | 93 | ||
| Stand 31. Dezember | -8.906 | -6 | -8.912 |
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Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaftund Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.
Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand der Gruppe.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (Temporary Differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet.
Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.
Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind. Die Bewertung erfolgt dabei anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze der Gruppenunternehmen. Für inländische Personengesellschaften umfassen diese nur die Gewerbesteuer und variieren aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 13,3 Prozent und 16,1 Prozent.
Für inländische Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,9 Prozent (Vorjahr: 31,9 Prozent) zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die Ertragsteuersätze für ausländische Gruppengesellschaften liegen zwischen 15,0 Prozent und 28,0 Prozent (Vorjahr: zwischen 15,0 Prozent und 28,0 Prozent).
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Steueraufwand der Periode | 4.358 | 7.370 |
| Steueraufwand für Vorperioden1 |
98 | -4.868 |
| Erträge aus Steuererstattungen |
-3 | -180 |
| Summe laufende Steuern | 4.453 | 2.322 |
| davon | ||
| Steueraufwand Inland | 4.364 | 1.593 |
| Steuerertrag Inland | -3 | -180 |
| Steueraufwand Ausland | 92 | 909 |
| 4.453 | 2.322 | |
| Latente Steuern | ||
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen |
-491 | 668 |
| Latente Steuern auf Verlustvorträge |
85 | 1.966 |
| Summe latente Steuern | -406 | 2.634 |
| davon | ||
| latente Steuern Inland | -508 | 2.456 |
| latente Steuern Ausland | 102 | 178 |
| -406 | 2.634 | |
| Gesamt | 4.047 | 4.956 |
1 Im Berichtsjahr 2019 enthielt die Position "Steueraufwand für Vorperioden" einen Ertrag aus der Auflösung einer Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 4.968.
Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Gruppenbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, aus dem Untergang von Verlustvorträgen und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.
Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern sowie die Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres betreffen die in der Tabelle dargestellten Sachverhalte.
Die latenten Steuern sind in Höhe von TEUR 11.251 (Vorjahr: TEUR 10.019) als kurzfristig und in Höhe von TEUR -9.060 (Vorjahr: TEUR -8.122) als langfristig zu klassifizieren. Von den Veränderungen im Eigenkapital wurden TEUR -5 mit den Sonstigen Rücklagen verrechnet und TEUR -107 in den Gewinnrücklagen erfasst.
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | in der | im Eigen | ||
| GuV | kapital | |||
| erfasst | erfasst | |||
| Aktive latente Steuern | ||||
| Ansatz und Bewertung von Firmenwerten und anderer immaterieller | ||||
| Vermögensgegenstände | 1.076 | -182 | -35 | 859 |
| Bewertung von Sachanlagevermögen | 4.696 | -732 | 0 | 3.964 |
| Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva | 59.563 | 4.875 | 89 | 64.527 |
| Ansatz von Leasingverbindlichkeiten | 79.036 | -5.253 | 0 | 73.783 |
| Bewertung personalbezogener Rückstellungen | 4.737 | 60 | 90 | 4.887 |
| Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen | 1.925 | 83 | 0 | 2.008 |
| Ansatz derivativer Finanzinstrumente | 1.537 | -51 | 669 | 2.155 |
| Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva | 2.754 | -263 | -88 | 2.403 |
| Abwertung latenter Steuern aus temporären Differenzen | -13.112 | -2.452 | -485 | -16.049 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge | 216 | -85 | 0 | 131 |
| Brutto latente Steuern | 142.428 | -4.000 | 240 | 138.668 |
| Saldierung | -139.955 | -135.900 | ||
| Bilanzierte latente Steuern | 2.473 | 2.768 |
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | in der | im Eigen | ||
| GuV | kapital | |||
| erfasst | erfasst | |||
| Passive latente Steuern |
die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften beziehungsweise in absehbarer Zeit keine ausreichenden steuerlichen Gewinne erzielen werden.
Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.
| -754 | 243 | 19 | -492 |
|---|---|---|---|
| -63.558 | 9.372 | 3 | -54.183 |
| -31.425 | -238 | 0 | -31.663 |
| -7.262 | 205 | 0 | -7.057 |
| -2.863 | 193 | -367 | -3.037 |
| -760 | 642 | 0 | -118 |
| -33.909 | -6.011 | -7 | -39.927 |
| -140.531 | 4.406 | -352 | -136.477 |
| 139.955 | 135.900 | ||
| -576 | -577 | ||
Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:
| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Abziehbare temporäre Differenzen |
16.049 | 13.112 |
| Verlustvorträge | 44.759 | 41.792 |
| Gesamt | 60.808 | 54.904 |
Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Gruppenunternehmen.
Für Tochterunternehmen, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erlitten haben, wurden aufgrund der verbesserten Ergebnisaussichten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.339 (Vorjahr: TEUR 1.795) ausgewiesen.
Die Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2020 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 275.400 (Vorjahr: TEUR 256.410). Zum 31. Dezember 2020 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 274.853 (Vorjahr: TEUR 255.550) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Gruppenunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind,
Ertragssteueraufwands:
| TEUR | 2020 | 2019 | ||
|---|---|---|---|---|
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS | 0 | -116.127 | 0 | 37.544 |
| Gruppensteuersatz in Prozent | 16,10% | 16,45% | ||
| Erwarteter Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr | -18.696 | 6.176 | ||
| Überleitungspositionen | ||||
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | 593 | -85 | ||
| Steuerfreie Erträge / gewerbesteuerliche Kürzungen | -1.380 | -6.743 | ||
| Nichtabziehbare Betriebsausgaben / gewerbesteuerliche Hinzurech nungen / Effekte aus der Zinsschranke |
10.980 | 1.808 | ||
| Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben | -724 | -1.689 | ||
| Laufender periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag | 94 | -4.227 | ||
| Latenter periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag | 403 | -96 | ||
| Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze | 352 | 3.962 | ||
| Nutzung bisher nicht angesetzter Verlustvorträge | -82 | -12 | ||
| Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf laufende Verluste | 4.811 | 3.776 | ||
| Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen | 2.452 | 1.133 | ||
| Sonstige Auswirkungen | 5.244 | 953 | ||
| Summe der Überleitungspositionen | -19,6% | 22.743 | -3,2% | -1.220 |
| Im Gruppenabschluss ausgewiesener Ertragsteueraufwand | -3,5% | 4.047 | 13,2% | 4.956 |
| 2020 | 2019 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Bruttowert | Steuer aufwand/ -ertrag |
Nettowert | Bruttowert | Steuer aufwand/ -ertrag |
Nettowert | |
| Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden | |||||||
| Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen | 1.195 | -4 | 1.191 | -13.697 | 400 | -13.297 | |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden |
629 | -107 | 522 | -12.369 | 1.918 | -10.451 | |
| 1.824 | -111 | 1.713 | -26.066 | 2.318 | -23.748 | ||
| Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können | |||||||
| Währungsumrechnung | -1.273 | 0 | -1.273 | 505 | 0 | 505 | |
| Bewertungsänderung von Finanzinstrumenten | -4.157 | -20 | -4.177 | -6.780 | -17 | -6.797 | |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können |
-2.897 | 0 | -2.897 | 1.778 | 0 | 1.778 | |
| -8.327 | -20 | -8.347 | -4.497 | -17 | -4.514 | ||
| Gesamt | -6.503 | -131 | -6.634 | -30.563 | 2.301 | -28.262 |
Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 164) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 930 (Vorjahr: TEUR 777).
Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 33 verwiesen.
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Körperschaft- und Gewerbe steuer des Berichtsjahres |
2.646 | 3.454 |
| Körperschaft- und Gewerbe steuer für Vorjahre |
3.414 | 2.157 |
| Gesamt | 6.060 | 5.611 |
Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 33 verwiesen.
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Die Gruppenkapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Durch die Offenlegung der Zahlungsströme sollen Herkunft und Verwendung der flüssigen Mittel verdeutlicht werden.
Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.
| Gesamt | -63.941 | -41.587 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (vgl. Erl. Nr. 24) |
-77.298 | -63.155 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Bilanz |
13.357 | 21.569 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds |
||
| TEUR | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
Die folgende Übersicht stellt die Veränderungen der im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthaltenen Verbindlichkeiten und der dazugehörigen finanziellen Vermögenswerte dar.
| TEUR | 31.12.2019 | Cashflow | nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugang IFRS 16 | Aufzinsung | Währungs differenzen |
Sonstiges | ||||
| Langfristige Darlehen | 104.711 | 62.787 | 0 | 0 | -62 | 0 | 167.436 |
| Leasingverbindlichkeiten | 556.491 | -71.891 | 46.481 | 6.603 | -439 | -825 | 536.420 |
| Sonstige Finanzkredite | 23.399 | 26.658 | 0 | 0 | 0 | 0 | 50.057 |
| Darlehen von Beteiligungsunternehmen | 40.867 | -15.267 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.600 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit | 725.468 | 2.287 | 46.481 | 6.603 | -501 | -825 | 779.513 |
| TEUR | 31.12.2018 | Cashflow | nicht zahlungswirksame Veränderungen | 31.12.2019 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugang IFRS 16 | Aufzinsung | Währungs differenzen |
Sonstiges | ||||
| Langfristige Darlehen | 109.567 | -5.066 | 0 | 0 | 210 | 0 | 104.711 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.084 | -71.479 | 624.405 | 2.489 | -8 | 0 | 556.491 |
| Sonstige Finanzkredite | 0 | 20.915 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23.399 |
| Darlehen von Beteiligungsunternehmen | 25.600 | 15.190 | 0 | 0 | 0 | 77 | 40.867 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit | 136.251 | -40.440 | 624.405 | 2.489 | 202 | 77 | 725.468 |
Der Gruppenabschluss umfasst neben der BLG AG und der BLG KG die in der folgenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:
| Anzahl | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Vollkonsolidiert | ||
| Inländisch | 15 | 16 |
| Ausländisch | 6 | 8 |
| At Equity bilanziert | ||
| Inländisch | 40 | 39 |
| Ausländisch | 19 | 19 |
Drei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at Equity in den Gruppenabschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BLG LOGISTICS nur von untergeordneter Bedeutung sind. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist die Bilanzsumme. Die kumulierte Bilanzsumme der drei at Equity einbezogenen Gesellschaften betrug in 2020 TEUR 784 (Vorjahr: TEUR 717).
Insgesamt werden zwölf Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert. Es handelt sich hierbei um Komplementärgesellschaften mit nur geringer Geschäftstätigkeit, eine Gesellschaft ohne Geschäftstätigkeit sowie eine Gesellschaft in Liquidation. Diese Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von BLG LOGISTICS nur von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den Gruppenabschluss einbezogen. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist das Jahresergebnis. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Tochterunternehmen beträgt TEUR -426 (Vorjahr: TEUR 4).
Die Struktur von BLG LOGISTICS mit den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und dem at Equity einbezogenen Geschäftsbereich CONTAINER ist in Erläuterung Nummer 3 dargestellt.
Eine vollständige Aufstellung der Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Gruppenanhang als Anlage beigefügt.
Im Folgenden werden die Annahmen zur Beherrschung bei Gesellschaften dargestellt, bei denen die Beteiligungsquote 50 Prozent nicht überschreitet.
Die Anteile an der BLG AutoRail GmbH werden von der BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG gehalten. Durch gesellschaftsvertragliche Stimmrechtsbindungen übt BLG LOGISTICS die Kontrolle über diese Gesellschaft aus. Die Gesellschaft wird daher durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.
Die BLG RailTec GmbH wurde als 100-prozentige Tochter der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegründet. Der mittelbare Anteilsbesitz beträgt 50 Prozent. Es ist Beherrschung an der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegeben, sodass mittelbar ebenfalls Beherrschung an der 100-prozentigen Tochter BLG RailTec GmbH gegeben ist. Da die unternehmerische Führung dieser Gesellschaft aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags übernommen wurde, erfolgt die Berücksichtigung im Wege der Vollkonsolidierung.
Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der Beherrschung, der gemeinsamen Führung oder des maßgeblichen Einflusses.
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die von BLG LOGISTICS beherrscht werden.
BLG LOGISTICS beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement gegeben ist und die Verfügungsgewalt über die Beteiligung zur Beeinflussung der Höhe der Rendite eingesetzt werden kann.
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Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Gruppenabschluss einbezogen.
Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IFRS 10 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften von BLG LOGISTICS aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert (siehe Erläuterung Nummer 38).
Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Gruppenanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert beziehungsweise passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben beziehungsweise aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nummer 12).
Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.
Die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen umfassen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen liegen bei Vereinbarungen vor, bei denen BLG LOGISTICS die gemeinschaftliche Führung mit mindestens einem Partnerunternehmen ausübt, wobei der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten der Vereinbarung Rechte an deren Nettovermögen zustehen. Dies betrifft insbesondere den Geschäftsbereich CONTAINER, der über die Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, at Equity einbezogen wird.
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen BLG LOGISTICS einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat, aber keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung ausübt.
Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf BLG LOGISTICS entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochterunternehmen.
Nicht beherrschende Anteile an erworbenen Unternehmen werden anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern von BLG LOGISTICS behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten gemäß IFRS 9 angesetzt. Sofern weder ein aktiver Markt vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, stellen die Anschaffungskosten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
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Wenn BLG LOGISTICS entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert.
Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.
Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne beziehungsweise Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Die Auswirkungen gruppeninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Gruppeninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.
Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 liegen vor, wenn ein Unternehmen durch den Erwerb von Anteilen oder andere Ereignisse die Beherrschung über einen oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Geschäftsbetriebe im Sinne des IFRS 3 sind integrierte Gruppen von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden, Erträge, Kostenreduzierungen oder andere wirtschaftliche Nutzen für die Anteilseigner oder andere Eigentümer, Gesellschafter oder Teilhaber zu erzielen. Die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen und der Zusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung stellen keinen Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 dar.
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Im Berichtsjahr fanden keine Unternehmenszusammenschlüsse statt.
Infolge des Eintritts in die Liquidation wurde die BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien, im Berichtsjahr entkonsolidiert. Hieraus ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 17, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen im neutralen Ergebnis ausgewiesen werden.
Im Rahmen einer gruppeninternen Umstrukturierung schied die BLG WindEnergy Logistics GmbH & Co. KG, Bremerhaven, durch Anwachsung auf die BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven, aus dem Konsolidierungskreis aus.
Die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen, hat im Berichtsjahr ihre Anteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, um 49 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. Ein Erwerb nicht beherrschender Anteile ist hiermit nicht verbunden, da bereits bei Übernahme von 51 Prozent der Geschäftsanteile im Jahr 2015 ein Terminkauf der verbleibenden Anteile vereinbart wurde.
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Mit Kaufvertrag vom 24. November 2020 hat die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen, ihre Anteile an der BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien, verkauft. Infolge der damit verbundenen Entkonsolidierung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 5, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im neutralen Ergebnis ausgewiesen werden.
Im Zuge des Verkaufs der Anteile an der BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien, wurden auch die Anteile an der BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien, veräußert. Ein Ergebnis aus der Entkonsolidierung wurde nicht erzielt.
Die BLG KG hält 100 Prozent der Anteile an der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen. Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährung laufender Unterstützungen an ehemalige Mitarbeitende und ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG sowie an Hinterbliebene dieser Personen. Die dazu notwendigen Mittel werden der Gesellschaft von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zur Verfügung gestellt, da diese die Verpflichtungen aus den Pensionsansprüchen übernommen hat. Eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement ist damit ebenso wie eine Einflussnahme auf die Tätigkeit der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, vertraglich ausgeschlossen. Demnach ist eine Beherrschung trotz des Stimmrechtsanteils von 100 Prozent nicht gegeben, sodass keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis erfolgt.
Der Buchwert der Anteile beträgt TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) und entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der Ausweis erfolgt innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unter den sonstigen Finanzanlagen. Das maximale Verlustrisiko entspricht dem Buchwert der Anteile.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften der BLG-Gruppe ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Zum 31. Dezember 2020 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 10.895 (Vorjahr: TEUR 6.596) im Eigenkapital ausgewiesen (vergleiche hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung). Der Währungsumrechnung liegen die der Tabelle zu entnehmenden Wechselkurse zugrunde.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen
| EUR | Stichtag 31.12.2020 |
Durchschnitt 2020 |
Stichtag 31.12.2019 |
Durchschnitt 2019 |
|---|---|---|---|---|
| 1 amerikanischer Dollar | 0,8149 | 0,8755 | 0,8902 | 0,8933 |
| 1 brasilianischer Real | 0,1569 | 0,1697 | 0,2214 | 0,2266 |
| 1 britisches Pfund | 1,1123 | 1,1240 | 1,1754 | 1,1393 |
| 1 chinesischer Renminbi Yuan | 0,1246 | 0,1270 | 0,1279 | 0,1293 |
| 1 indische Rupie | 0,0112 | 0,0118 | 0,0125 | 0,0127 |
| 1 malaysischer Ringgit | 0,2027 | 0,2085 | 0,2176 | 0,2156 |
| 1 polnischer Zloty | 0,2193 | 0,2251 | 0,2349 | 0,2327 |
| 1 russischer Rubel | 0,0109 | 0,0121 | 0,0143 | 0,0138 |
| 1 südafrikanischer Rand | 0,0555 | 0,0533 | 0,0634 | 0,0618 |
| 1 ukrainischer Griwna | 0,0288 | 0,0325 | 0,0377 | 0,0346 |
werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.
Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die BLG LOGISTICS beherrschen oder von ihr beherrscht werden oder auf die BLG LOGISTICS einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, angegeben werden.
Nahestehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Gruppenabschluss einbezogen werden, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.
Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG sowie Führungskräfte der Ebene 1 nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 dar; hierzu zählen auch Familienangehörige des vorgenannten Personenkreises. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nummer 45 aufgeführt. Berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Führungskräften der Ebene 1, deren Familienangehörigen und BLG LOGISTICS lagen im Geschäftsjahr 2020 nicht vor.
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2020 Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent (Vorjahr: 50,42 Prozent). Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns 2019 eine Dividende erhalten.
Der Bremer Senat ist gemäß Artikel 148 der Verfassung der Freien Hansestadt Bremen zugleich Landesregierung und gesetzliches Organ der Stadtgemeinde Bremen. Aufgrund der Identität der Organe der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und der Freien Hansestadt Bremen (Land) sind diese demzufolge als nahestehende Person beziehungsweise oberstes beherrschendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat der BLG KG Erbbaurechte mit einer Restlaufzeit von bis zu 28 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Zum 31. Dezember 2020 bestehen Leasingverbindlichkeiten für Erbbaurechte in Höhe von EUR 303,0 Mio. (Vorjahr: EUR 298,2 Mio.) gegenüber der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde). Von der BLG-Gruppe wurden für das Jahr 2020 insgesamt EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 14,9 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet. Weiterhin wurden Erbbauzinsen in Höhe von EUR 11,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) gestundet. Die Erbbauzinsen unterliegen alle fünf Jahre turnusmäßigen Erhöhungen auf Basis des Verbraucherpreisindex. Die für das Berichtsjahr vorgesehene Erhöhung wurde zur Unterstützung der bremischen Hafen- und Logistikwirtschaft im Zusamnmenhang mit der Corona-Krise im Jahr 2020 ausgesetzt. Weiterhin besteht für BLG LOGISTICS die Möglichkeit zur Teilnahme am Cash-Pooling der Freien Hansestadt Bremen in Höhe von bis zu EUR 50 Mio. sowie zur Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von EUR 50 Mio. über eine Landesbürgschaft über die Bremer Aufbau-Bank zusammen mit einer Partnerbank.
Einzelne Unternehmen von BLG LOGISTICS unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) verbundenen Unternehmen.
Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2020 TEUR 25.600 (Vorjahr: TEUR 25.600). Im Berichtsjahr wurden weder Darlehensverbindlichkeiten getilgt noch neu aufgenommen. Es wurden Zinsen in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 519) gezahlt. Zusätzlich ist die BLG Unterstützungskasse GmbH seit dem 1. September 2012 in das zentrale Cash Management der BLG KG einbezogen. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Forderungen aus Cash Management TEUR 7.429 (Vorjahr: Verbindlichkeiten aus Cash Managament TEUR 1.619).
Die Transaktionen der Gruppenunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen. Die Erbringung von Dienstleistungen an diese nahestehenden Unternehmen fand auf Basis der jeweils auch für Dritte geltenden Preise und Bedingungen statt. In den Forderungen sind Leasingforderungen in Höhe von TEUR 183.835 (Vorjahr: TEUR 181.720) enthalten. Die ausstehenden Salden sind, mit Ausnahme von langfristigen Leasingforderungen in Höhe von TEUR 174.320 (Vorjahr: TEUR 178.071), unbesichert und kurzfristig fällig. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
| Verbundene Unternehmen | ||
|---|---|---|
| Erträge | 1 | 4 |
| Aufwendungen | 12 | 12 |
| Forderungen | 26 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 226 | 181 |
| Gemeinschaftsunternehmen | ||
| Erträge | 21.572 | 34.111 |
| Aufwendungen | 20.631 | 24.053 |
| Forderungen | 192.067 | 196.855 |
| Verbindlichkeiten | 5.148 | 36.074 |
| Assoziierte Unternehmen | ||
| Erträge | 1.971 | 1.947 |
| Aufwendungen | 1.385 | 1.626 |
| Forderungen | 142 | 81 |
| Verbindlichkeiten | 34 | 283 |
Für erwartete Ausfälle bei den Forderungen gegen Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen wurden nach dem vereinfachten Ansatz Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 10) erfasst. Weiterhin wurden im Berichtsjahr Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 17) ausgebucht und Ausleihungen an Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 1.410 (Vorjahr: TEUR 90) wertberichtigt. Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden wie im Vorjahr weder wertberichtigt noch ausgebucht.
Folgende Stimmrechtsmitteilungen von direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der BLG AG sind dem Vorstand der BLG AG gemeldet worden:
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG zum 31. Januar 2019 50,42 Prozent (entsprechend 1.936.000 Stimmrechten) betrug.
Herr Peter Hoffmeyer hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Panta Re AG, Bremen, an der BLG AG am 31. Januar 2019 die Schwelle von 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG Herrn Peter Hoffmeyer zuzurechnen.
Die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, hat uns am 18. November 2016 gemäß § 21 Absatz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 15. November 2016 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,23 Prozent (entsprechend 200.814 Stimmrechten) betrug.
Die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, hat uns am 8. April 2002 gemäß § 41 Absatz 2 Satz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 1. April 2002 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug.
Weitere Detailinformationen sind auf unserer Homepage veröffentlicht:
www.blg-logistics.com/de/investor-relations/aktie
Der Aufsichtsrat der BLG AG besteht nach der Satzung aus 16 Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Beschäftigten, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Mitgliedschaften der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Mitgliedschaften des Vorstands in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz ist als Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Geschäftsjahr 2020 Bezüge in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 271), die mit TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 163) auf fixe Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 59) und die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) zur Gesamtvergütung bei. Die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate betrugen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 35).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats, die die Arbeitnehmerseite vertreten, haben im Berichtsjahr TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 25) an Beitragszahlungen für die gesetzliche Rentenversicherung erhalten.
Zum 31. Dezember 2020 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.
Den aktiven Mitgliedern des Vorstands wurden für das Geschäftsjahr 2020 Gesamtbezüge von TEUR 2.575 (Vorjahr: TEUR 4.797) gewährt, davon erfolgsunabhängige Bezüge von TEUR 2.769 (Vorjahr: TEUR 2.846) und erfolgsabhängige Bezüge von TEUR -194 (Vorjahr: TEUR 1.951). Von den erfolgsabhängigen Bezügen betreffen TEUR -368 (Vorjahr: TEUR 407) den Nachhaltigkeitsbonus und TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 0) Nachzahlungen für Vorjahre. Weitere TEUR 5.305 (Ermittlung nach IFRS; Vorjahr: TEUR 913) wurden an Versorgungsaufwand gewährt.
Der Vorstand hat aufgrund der Corona-Pandemie im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 auf 10 Prozent seiner Festvergütung freiwillig verzichtet. Daher ist der Zufluss der Festvergütung im Geschäftsjahr 2020 geringer als die gewährte Festvergütung. Der Vorstand hat Bereits Mitte des zweiten Quartals 2020 entschieden, aufgrund der sich negativ entwickelnden Ergebnisse angesichts der Pandemie, sowohl auf die variable Vergütung als auch auf den Nachhaltigkeitsbonus zu verzichten.
Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen nahestehende Personen. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern richten sich ebenfalls gegen nahestehende Personen.
Zum 31. Dezember 2020 betrug der Barwert der Pensionsverpflichtungen der aktiven Vorstände TEUR 6.995 (Vorjahr: TEUR 2.610). Ihnen steht ein Marktwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.738 (Vorjahr: TEUR 1.130) gegenüber (Ermittlung jeweils nach IAS 19).
Die Versorgungszusagen sehen eine Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. Bei Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 65. Lebensjahr ermäßigen sich die Renten für jeden vollen Monat des vorzeitigen Ausscheidens um 0,5 Prozentpunkte, maximal jedoch um 18 Prozent. Eine Wartezeit ist nicht vorgesehen.
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In Nachträgen vom Januar 2020 wurde mit jedem einzelnen Vorstandsmitglied vereinbart, dass im Falle des vorzeitigen Ausscheidens, ohne dass ein Leistungsfall vorliegt, bei Erfüllung der Unverfallbarkeitsbedingungen keine zeitanteilige Kürzung der zugesagten Leistungen mehr erfolgt.
Weitere Angaben und Ausführungen zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht.
Den früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2020 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 191 gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2020 insgesamt TEUR 5.202.
Zum 31. Dezember 2020 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.
Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Vergütungsbericht dargestellt.
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung gesetzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen zulegen. Dies gilt dann, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von EUR 5.000,00 erreicht oder übersteigt.
Das gilt auch für Führungskräfte der Ebene 1 und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen.
Im Rahmen ihrer Meldepflichten haben die Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie diesen nahestehende Personen im Geschäftsjahr 2020 keinen Erwerb von Aktien sowie keine Veräußerung von Aktien der BLG AG mitgeteilt. Der Aktienbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder beträgt wie im Vorjahr weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Gruppenabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit von Befreiungen nach § 264 Absatz 3 Handelsgesetzbuch beziehungsweise § 264b Handelsgesetzbuch in Anspruch:
BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven
BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen
Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2020 und der Aufstellung des Gruppenabschlusses am 30. März 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage eingetreten.
Das Honorar des Gruppenabschlussprüfers nach § 314 Absatz 1 Nummer 9 HGB für das Geschäftsjahr 2020 gliedert sich wie folgt auf:
| TEUR | 2020 |
|---|---|
| Abschlussprüfungen | 355 |
| davon für Vorjahre | 5 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 10 |
| Sonstige Leistungen | 102 |
| Gesamt | 467 |
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Der Vorstand hat am 31. August 2020 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 17. September 2020 die 20. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.
Bremen, 30. März 2021
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
DER VORSTAND
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Die Mitgliedschaft zu den Ausschüssen ist der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.
| Name | Ort | Funktion/Beruf | Mandate1 |
|---|---|---|---|
| Dr. Klaus Meier | Bremen | Vorsitzender | Deutsche Windtechnik AG, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| bestellt seit 31.05.2012 | Geschäftsführender Gesellschafter der wpd windmanager GmbH & Co. KG, Bremen | wpd AG, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats | |
| Rechtsanwalt | |||
| Christine Behle | Berlin | Stellvertretende Vorsitzende | Deutsche Lufthansa AG, Köln, stellv. AR-Vorsitzende |
| bestellt seit 23.05.2013 | Stellvertretende Vorsitzende der ver.di | Dortmunder Stadtwerke AG (DSW 21) (bis 01.07.2020) | |
| Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin | |||
| Sonja Berndt | Ritterhude | Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| bestellt seit 24.05.2018 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | ||
| Karl-Heinz Dammann | Geestland | Vorsitzender des Konzernbetriebsrats EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
| bestellt seit 01.07.2009 | Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats EUROGATE Container Terminal | EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | |
| Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | |||
| Heiner Dettmer | Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter Dettmer Group KG, Bremen | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| bestellt seit 24.05.2018 | |||
| Melf Grantz | Bremerhaven | Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven, Bremerhaven | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| bestellt seit 01.03.2011 | |||
| Udo Klöpping | Bremen | Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| bestellt seit 24.05.2018 | |||
| Wybcke Meier | Hamburg | Vorsitzende der Geschäftsführung TUI Cruises GmbH, Hamburg | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| bestellt seit 24.05.2018 | |||
| Dr. Tim Nesemann | Bremen | Vorsitzender des Vorstands Finanzholding der Sparkasse in Bremen | Freie Internationale Sparkasse S.A., Luxemburg, Vorsitzender (bis 10.08.2020) |
| bestellt seit 01.04.2011 | Vorsitzender des Vorstands von Die Sparkasse Bremen AG, Bremen | GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen | |
| Beate Pernak | Bremen | Sachbearbeiterin Personalabrechnung der | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| bestellt seit 01.07.2020 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen |
| Ort | Funktion/Beruf | Mandate1 |
|---|---|---|
| Bremerhaven | Prozessmanager | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven | ||
| Bremerhaven | Senatorin für Wissenschaft und Häfen sowie | bremenports Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven |
| Senatorin für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen, Bremen | bremenports GmbH & Co. KG, Bremen | |
| WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Bremen | ||
| Bremen | Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Bremen | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
| Hamburg | Vorsitzender des Betriebsrats | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
| EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | |
| Bremen | Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Verkehr ver.di | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (ab 15.09.2020) |
| Bezirk Bremen-Nordniedersachsen, Bremen | ||
| Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter der Lampe & Schwartze KG, Bremen | OAS Aktiengesellschaft, Bremen |
| Bremen | Ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrats Bremen | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | ||
| Im Berichtsjahr 2020 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats: |
1 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
| Ort | Funktion/Beruf | Mandate1 |
|---|---|---|
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | ||
| Vorsitzender | ||
| Führungskräfte | ||
| IT (seit 12.12.2020) | ||
| Kommunikation | ||
| Koordination Vorstand | ||
| Nachhaltigkeit und Digitalisierung | ||
| Revision | ||
| Unternehmensstrategie | ||
| Verkehrspolitik | ||
| Delmenhorst | Financial Services | dbh Logistics IT AG, Bremen |
| Einkauf | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (bis 31.12.2020) | |
| International Corporate Finance/M&A | ||
| IT | ||
| Legal & Insurance | ||
| Bremen | Geschäftsbereich CONTAINER | EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven |
| Vorsitzender | ||
| EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | ||
| Vorsitzender | ||
| EUROGATE Technical Services GmbH, Hamburg | ||
| Vorsitzender | ||
| Bremen | Geschäftsbereich AUTOMOBILE | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| Ganderkesee | Vorsitzender Compliance |
| Name | Ort | Funktion/Beruf | Mandate1 |
|---|---|---|---|
| Christine Hein | Bremen | Financial Services | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (ab 17.02.2021) |
|---|---|---|---|
| geboren 1967 | Einkauf | ||
| bestellt seit 01.11.2020 | Legal & Insurance | ||
| bestellt bis 31.10.2023 | International Corporate Finance/M&A | ||
| Ulrike Riedel | Hamburg | Arbeitsdirektorin | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1972 | Personal | ||
| bestellt seit 01.07.2020 | Sicherheit/Umweltschutz | ||
| bestellt bis 30.06.2025 | |||
| Dieter Schumacher | Bremen | Personal (Arbeitsdirektor) | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1955 | |||
| † 19.02.2020 | |||
| Jens Wollesen | Lilienthal | Geschäftsbereich CONTRACT | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1967 | |||
| bestellt bis 30.06.2024 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Das Gremium renommierter externer Fachleute berät BLG LOGISTICS bei ihrer strategischen internationalen Entwickung.
| Name | Funktion/Organisation |
|---|---|
| Prof. Dr.-Ing. Frank Straube | Vorsitzender des Beirats der BLG |
| Geschäftsführender Direktor/Leiter Bereich Logistik Technische Universität Berlin, Berlin | |
| Dr. Andreas Bovenschulte | Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen |
| Matthias Ditzen-Blanke | Geschäftsführer/Verleger NORDSEE-ZEITUNG GmbH, Bremerhaven |
| seit 20.11.2020 | |
| Christoph Döhle | Geschäftsführender Gesellschafter Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg |
| Dr. Ottmar Gast | Vorsitzender des Beirats Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS & Co. KG, |
| Hamburg | |
| Rainer Christian Genes | Gesellschafter Vorwerk & Co. KG, Schweiz |
| Prof. Dr. Bernd Gottschalk | Geschäftsführer AutoValue GmbH, Frankfurt |
| Andreas Kellermann | Geschäftsführender Gesellschafter KMS – Kellermann Management Solutions GmbH, |
| Weil der Stadt | |
| Volker Lange | Senator a. D. |
| Ehrenpräsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V., Bad Homburg | |
| Jürgen Maidl | Finanzen, Organisationsentwicklung, Prozessmanagement (FO), BMW GROUP, München |
| Dr. Klaus Meier | Geschäftsführender Gesellschafter wpd windmanager GmbH & Co. KG, Bremen |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | |
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen | |
| Prof. Dr. Karl Nowak | ehem. President Corporate Sector Purchasing and Logistics (CP/P), Robert Bosch GmbH, Stuttgart |
| Dr. Florian Schupp | Leiter Einkauf Automotive und Aftermarket, Schaeffler Gruppe, Herzogenaurach |
| Martin Weber | Geschäftsführer DVV Media Group GmbH, Hamburg |
| Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß | Geschäftsführende Direktorin Institut für deutsch-chinesische Zusammenarbeit, München |
| BWL-Professorin Technische Hochschule Nürnberg, Nürnberg |
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Gruppenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe vermittelt und im Gruppenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe beschrieben sind.
Bremen, den 30. März 2021
DER VORSTAND
Frank Dreeke Michael Blach Andrea Eck Christine Hein Ulrike Riedel Jens Wollesen
Vorstandsvorsitzender Geschäftsbereich Geschäftsbereich Finanzen Arbeitsdirektorin Geschäftsbereich
CONTAINER AUTOMOBILE CONTRACT
unabhängigen Abschlussprüfers
An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Wir haben den Gruppenabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877 -, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (die Gruppe) – bestehend aus der Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2020, der Gruppengesamtergebnisrechnung, der Gruppengewinn- und Verlustrechnung, der Gruppeneigenkapitalentwicklung und der Gruppenkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Gruppenanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Gruppenlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877 - und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Gruppenlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Gruppenunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht zu dienen.
Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "Grundlagen der Gruppenrechnungslegung" des Gruppenanhangs und Abschnitt "Grundlagen der Gruppe" des Gruppenlageberichts, welche darstellen, dass die Gruppe aus der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT - Aktiengesellschaft von 1877 -, Bremen, und aus dem Konzern der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, besteht. Der Jahresabschluss und Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Gruppenlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Finanzberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Gruppenabschlusses, des geprüften Gruppenlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Gruppenabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Gruppenabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Gruppenabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Gruppenabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht die Gruppe zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Gruppenlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Gruppenabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Gruppenlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Gruppenlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gruppe zur Aufstellung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts.
unabhängigen Abschlussprüfers
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Gruppenabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Gruppenlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Gruppenabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Gruppenabschlusses und Gruppenlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Gruppenabschluss und im Gruppenlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gruppe ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Gruppe ein, um Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Gruppenabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir erteilen diesen Bestätigungsvermerk auf Grundlage des mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG durchgeführt und der Bestätigungsvermerk ist nur zur Information der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG über das Ergebnis der Prüfung bestimmt. Der Bestätigungsvermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Bremen, den 31. März 2021
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Thomas Ull | ppa. Stefan Geers |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Beteiligungen
Komprimierte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum Gruppenabschluss der BLG LOGISTICS
| Nr . | Name, Sitz | Beteiligungsquote in Prozent |
Gehalten über Nr. |
|---|---|---|---|
| 1 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | 0,0 | |
| Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften | |||
| 2 | BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremen | 100,0 | 1 |
| 3 | BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen | 100,0 | 1 |
| 4 | BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen | 100,0 | 1 |
| 5 | BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen | 100,0 | 1 |
| 6 | BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg | 100,0 | 1 |
| 7 | BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen | 100,0 | 1 |
| 8 | BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen | 100,0 | 2 |
| 9 | BLG AutoRail GmbH, Bremen | 50,0 | 2 |
| 10 | BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 100,0 | 2 |
| 11 | BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen | 100,0 | 2 |
| 12 | BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen | 100,0 | 2 |
| 13 | BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien | 100,0 | 4 |
| 14 | BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel | 100,0 | 4 |
| 15 | BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA | 100,0 | 5 |
| 16 | BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika 1 | 84,1 | 5 |
| 17 | BLG AutoTerminal Gdansk Sp. z o.o., Gdansk, Polen | 100,0 | 8 |
| 18 | BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland | 100,0 | 8 |
| 19 | BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück | 50,0 | 9 |
| 20 | BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 100,0 | 10 |
| 21 | BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,0 | 10 |
| 22 | BLG AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika | 84,1 | 16 |
| Nr. | Name, Sitz | Beteiligungsquote in Prozent |
Gehalten über Nr. |
|---|---|---|---|
| Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften | |||
| 23 | dbh Logistics IT AG, Bremen | 27,3 | 1 |
| 24 | EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen | 50,0 | 1 |
| 25 | Kloosterboer BLG Coldstore GmbH, Bremerhaven | 49,0 | 1 |
| 26 | ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen | 33,3 | 1 |
| 27 | BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | 50,0 | 2 |
| 28 | BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China | 100,0 | 2 |
| 29 | DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen | 50,0 | 3 |
| 30 | Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen | 100,0 | 3 |
| 31 | ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen | 50,0 | 3 |
| 32 | Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen | 50,0 | 3 |
| 33 | AutoLogistics International GmbH, Bremen | 50,0 | 5 |
| 34 | BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien | 50,0 | 5 |
| 35 | BLG SWIFT LOGISTICS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 2 | 60,0 | 5 |
| 36 | Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen | 50,0 | 8 |
| 37 | BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine | 50,0 | 8 |
| 38 | ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss | 50,0 | 11 |
| 39 | BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien | 100,0 | 12 |
| 40 | BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande | 50,0 | 12 |
| 41 | Hizotime (Pty) Ltd, East London, Südafrika | 41,2 | 16 |
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Beteiligungen An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Beteiligungen An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen
| Nr . Nr . Nr. |
Name, Sitz Name, Sitz Name, Sitz |
Beteiligungsquote Beteiligungsquote Beteiligungsquote in Prozent in Prozent in Prozent |
Gehalten Gehalten Gehalten über Nr. über Nr. über Nr. |
|---|---|---|---|
| Nicht einbezogene Gesellschaften Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften Nicht einbezogene Gesellschaften |
|||
| 42 23 42 |
BLG Automobile Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen dbh Logistics IT AG, Bremen BLG Automobile Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen |
100,0 100,0 27,3 |
1 1 |
| 43 24 43 |
BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen |
100,0 100,0 50,0 |
1 1 |
| 44 25 44 |
BLG Industrielogistik Beteiligungs-GmbH, Bremen Kloosterboer BLG Coldstore GmbH, Bremerhaven BLG Industrielogistik Beteiligungs-GmbH, Bremen |
100,0 49,0 100,0 |
1 1 |
| 45 26 45 |
BLG International Forwarding Beteiligungs-GmbH, Hamburg ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen BLG International Forwarding Beteiligungs-GmbH, Hamburg |
100,0 100,0 33,3 |
1 1 1 |
| 46 27 46 |
BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen |
100,0 100,0 50,0 |
1 1 2 |
| 47 28 47 |
BLG WindEnergy Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China BLG WindEnergy Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven |
100,0 100,0 |
1 1 2 |
| 48 29 48 |
EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen |
50,0 50,0 |
1 1 3 |
| 49 30 49 |
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
50,0 100,0 50,0 |
1 1 3 |
| 50 31 50 |
ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen |
33,3 33,3 50,0 |
1 1 3 |
| 51 32 51 |
BLG AutoTerminal Deutschland Beteiligungs-GmbH, Bremen Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen BLG AutoTerminal Deutschland Beteiligungs-GmbH, Bremen |
100,0 100,0 50,0 |
2 2 3 |
| 52 33 52 |
BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen AutoLogistics International GmbH, Bremen BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen |
100,0 100,0 50,0 |
2 2 5 |
| 53 34 53 |
Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen |
50,0 50,0 |
3 3 5 |
| 54 35 54 |
BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien BLG SWIFT LOGISTICS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 2 BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. i. L., Gioia Tauro, Italien |
99,0 99,0 60,0 |
8 8 5 |
| 55 36 55 |
BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven |
100,0 100,0 50,0 |
10 10 8 |
| 56 37 56 |
BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven |
100,0 100,0 50,0 |
10 10 8 |
| 57 38 57 |
BLG Logistics of Alabama, LLC, Vance, USA ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss BLG Logistics of Alabama, LLC, Vance, USA |
100,0 100,0 50,0 |
15 15 11 |
| 58 39 58 |
DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen |
50,0 100,0 50,0 |
29 29 12 |
| 59 40 59 |
ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss |
50,0 50,0 |
38 38 12 |
| 41 | Hizotime (Pty) Ltd, East London, Südafrika 1 der Anteil der Stimmrechte beträgt 75,04%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten 1 der Anteil der Stimmrechte beträgt 75,04%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten 2 der Anteil der Stimmrechte beträgt 40%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalte 2 der Anteil der Stimmrechte beträgt 40%, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalte |
41,2 | 16 |
| BLGLOGISTICSFinanzbericht 2020 BLG LOGISTICS Finanzbericht 2020 |
187 188 |
Rückfluss des investierten Kapitals durch Erträge.
Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Gruppenabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht beziehungsweise vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.
Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.
Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.
Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z. B. Aktie oder Anleihe) ableitet.
Digitalisierung beschränkt sich nicht auf die Umwandlung analoger Informationen in digitale Formate, sondern steht im weiteren Sinne für Veränderungen, die sich aus den ständig wachsenden Nutzungsmöglichkeiten der Informationstechnologie ergeben. Dies betrifft z. B. die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und die Nutzung intelligenter Technologien mit dem Ziel einer zunehmenden Vernetzung von Produktion, Logistik und Finanzen und einer damit verbundenen Effizienzsteigerung und Standardisierung von Prozessen. Der digitale Wandel (digitale Transformation) ist kein Selbstzweck, sondern soll die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sicherstellen.
Bewertungsverfahren: Zukünftige Zahlungsüber- beziehungsweise -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.
Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = operatives Ergebnis.
Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = operatives Ergebnis vor Abschreibungen.
Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.
Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgelts (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.
Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet. Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.
Der Forward-Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.
Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.
Eine Strategie zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).
Methode der Effektivitätsmessung derivativer Finanzinstrumente durch Vergleich der Marktwertveränderung des Derivats mit der eines hypothetischen Derivats, welches das zu sichernde Risiko perfekt absichert.
International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").
International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.
International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.
International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.
Werthaltigkeitstest nach IFRS.
Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.
Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.
Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.
Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.
Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder - -entlastung entsteht.
IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.
Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.
Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Zeitanteilig.
Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.
An unsere Aktionäre Gruppenlagebericht Gruppenabschluss Weitere Informationen Glossar
Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstands voraussichtlich erzielbarer Wert.
Wertpapierähnlicher langfristiger Großkredit.
Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z. B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.
IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.
Einbehalten von Gewinnen.
Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Gruppenabschluss einbezogen werden.
Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.
Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.
Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.
Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply Chain Management.
Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.
Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.
Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.
Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.
Roll-on/Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffen, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.
Spezialfahrzeuge für den Transport von sehr großer und sperriger Ladung beziehungsweise von Projektladung zu Land.
Twenty Foot Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).
Juni 2021 Ordentliche Hauptversammlung 2021
Juni 2021 Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020
Zwischenbericht Januar bis Juni 2021
Die Online-Version hält für Sie noch viele zusätzliche Informationen, Filme und einen Kennzahlenrechner bereit. Dort finden Sie den Finan]bericht, 1achhaltigkeitsbericht und das Maga]in. .larer .urs: digital.
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen Deutschland www.blg-logistics.com
Marco Tschöpe Ole Kindt Julia Färber Telefon: +49 421 398 3756 E-Mail: [email protected] www.blg-logistics.com/ir
Ole Kindt
Titelbild: Stephan Flad Seite 5: Jan Meier Seite 9: Hauke Dressler Seite 10: Andreas Müller Seite 49: Norbert Schmelz Seite 87: EUROGATE Seite 175: Hauke Dressler
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Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der BLG AG bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagenbasieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BLG AG weder beabsichtigt noch übernimmt die BLG AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
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