Annual Report • Apr 1, 2020
Annual Report
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Unternehmensbericht 2019





48 HOURS EAT, SLEEP, CODE, REPEAT
Von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft bis hin zum Konsumverhalten der lokalen Endverbraucher gehören wir zu den Ersten, die den Wandel wahrnehmen. Bewegung ist unser Geschäft. Verändert sich der Wertschöpfungsprozess unserer Kunden, stellen wir uns darauf ein. Bieten uns moderne Technologien neue Chancen, nutzen wir sie. Bei all diesen Herausforderungen versuchen wir unbefangen zu sein und unsere jahrelange Erfahrung nicht außer Acht zu lassen.
Hinter dem Erfolg steht ein starkes Netzwerk verantwortungsbewusster und engagierter Menschen, die mit Leidenschaft und Wertschätzung ihre Aufgaben wahrnehmen. Wertvolle Orientierung geben uns unsere Unternehmenskultur und das klare Verständnis unserer Aufgabe: die Logistik für unsere Kunden einfacher und unsere Kunden damit am Markt erfolgreich zu machen. Bei allem, was diese Aufgabe von jedem Einzelnen von uns erfordert, bleiben wir in Balance. Das ist eine Frage der Haltung.
W E N N E I N G I G A N T I S C H E S L O G I S T I K C E N T E R E N T S T E H T, D A N N B R A U C H T E S N E B E N E R F A H R U N G U N D K O M P E T E N Z A U C H E C H T E P A R T N E R S C H A F T. S O , W I E W I R S I E F Ü R U N S E R E K U N D E N P U M A U N D ENGELBERT STRAUSS PFLEGEN.
Am besten plant der, der später auch macht. So entschied der Sportartikelhersteller PUMA, als wir die Gespräche für das riesige Logistikcenter im fränkischen Geiselwind aufgenommen haben. Auf 116.000 Quadratmetern Grundstücksfläche entsteht ein imposantes Gebäude mit ca. 63.000 Quadratmetern Logistikfläche, in dem 22.000 Meter Fördertechnik verbaut werden – und das in gut zwei Jahren. Für dieses spannende Großprojekt durften wir uns den Hut aufsetzen und die gesamte Projektsteuerung übernehmen. Zentral für die Planung sind die Geschäftsprozesse des Kunden: Welche Anforderungen bestehen mit Blick auf Versand, Retoure, Geschwindigkeit und Leistung? Mit der Erfahrung, die wir im Bereich E-Commerce und Fashion-Logistik haben, wissen wir genau, worauf es ankommt. Sind beispielsweise genügend Vorstauflächen für die vielen 40-Fuß-Container vorhanden, die hier täglich eintreffen und entladen werden müssen? Immerhin 30 bis 40 pro Tag. Wir planen mit einem besonders hohen Automatisierungsgrad, denn uns ist klar: In diesem Business ist Geschwindigkeit entscheidend. So werden die 714.000 Kartonund Behälterstellplätze von nicht weniger als 480 Shuttle-Fahrzeugen angefahren, die für eine hochdynamische Bereitstellung der Ware sorgen. Durch die parallele Steuerung der verschiedenen Gewerke konnten wir bereits nach neun Monaten in einem Teil des Gebäudes mit dem Einbau der Fördertechnik beginnen, während in den anderen Teilen zeitgleich die Baumaßnahmen vorangetrieben wurden. Die IT-Entwicklung fand ebenfalls parallel statt. Das gemeinsame Ziel steht: in höchster Geschwindigkeit exakt die Leistung erbringen, die vom Endkunden gewünscht ist. Ohne Wenn und Aber. Das behalten wir im Blick. Denn schließlich werden wir das Logistikcenter ab 2021 auch betreiben.


Per Handschlag starten die Planungsarbeiten. Ein Riesenberg an Fragen. Und entscheidende Antworten. Am Ende wissen wir, wie wir die Logistikprozesse konzipieren, damit Leistung und Qualität für den Endkunden passen.
Mit Baubeginn startet die Arbeit sämtlicher Gewerke. Die drei Hauptkomponenten "Bau", "Fördertechnik" und "IT" agieren eng verzahnt. Und parallel. So dass bereits im September die Montage der Fördertechnik starten kann.
Der "Early Access" ist geschafft: Der erste Teil des Gebäudes ist dicht, und die Fördertechnik kann eingebaut werden. Bis März 2020 ist der größte Teil des Baus fertiggestellt. Im Verlauf des Jahres werden wir die Prozesse auf Herz und Nieren prüfen.
D A S L O G I S T I KC E N T E R F Ü R U N S E R E N L A N G J Ä H R I G E N K U N D E N E N G E L B E R T S T R A U S S A M S T A N D O R T S C H L Ü C H T E R N ( N A H E F U L D A ) I S T B E R E I T S I N BETRIEB. AUCH HIER WAR DIE BLG LOGISTICS V O N A N F A N G A N I M B O O T .
Unter dem Dach der neuen CI Factory Engelbert Strauss befinden sich nicht nur 13 Kilometer Fördertechnik, vier riesige, vollautomatisierte Kartonlager und 400 Shuttles, sondern sogar eine Schuhfabrik. Hier werden Arbeitsschuhe produziert und direkt an den Kunden ausgeliefert. Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage sollen 35 Prozent des Energiebedarfs selbst decken helfen. Ganz schön komplex.
Seit Januar 2020 ist das Logistikcenter in Betrieb. Die Inbetriebnahme funktioniert nicht per Knopfdruck. Sie ist vielmehr ein Prozess, der Souveränität und viel Fingerspitzengefühl erfordert. Ausführliche Tests sind notwendig, um sicherzugehen, dass unter Volllast jeder Prozess stabil läuft. Jetzt zahlt sich aus, dass wir direkt in die Planungsarbeiten eingebunden waren. Unsere Projektmanager kennen jeden Ablauf aus dem Effeff. Gemeinsam mit Engelbert Strauss und einem großen Team haben wir die Anlage exakt so geplant, dass wir sie ideal betreiben können. Genau diese Sicherheit braucht es im Betrieb. Schließlich rollen hier bald bis zu 3.000 Pakete vom Band. Pro Stunde.
Individuelle hochautomatisierte Logistiklösungen, wie wir sie für PUMA und Engelbert Strauss entwickeln, sind unsere Spezialität. Auf diesem Weg entwickeln wir uns ständig weiter. In interdisziplinären Teams aus Prozessmanagern, Ökonomen und IT-Experten perfektionieren wir das Zusammenspiel. Denn genau darauf kommt es am Ende an.
KARTONLAGERFLÄCHEN IN DEN HOCHREGALEN:
1 Mio.
HALTUNG
NEUE
DIMENSIONEN


Wenn die Teile schon hier sind, können wir die Geräte auch zusammenbauen. Die Idee ließ uns nicht mehr los. So haben wir Schritt für Schritt Know-how aufgebaut – und schließlich das Geschäft der Pre-Delivery-Installation der multifunktionalen Drucksysteme unseres Kunden Konica Minolta übernommen.
Unzählige Komponenten können Kunden auswählen, wenn es darum geht, die Drucksysteme zusammenzubauen, mit Software zu versorgen und schon mal die gewünschten kundenindividuellen Einstellungen vorzunehmen. Mit Liebe zum Detail stellen die 120 BLG-MitarbeiterInnen bis zu 1.500 Geräte pro Woche fertig.

"Wenn ein Kunde dir seine Kunden anvertraut, ist das ein Ritterschlag. Zu beweisen, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt ist, motiviert uns jeden Tag neu."
SEBASTIAN BISKUP (links) JULIAN BREMER (rechts) S TA N D O R T L E I T U N G BLG EMMERICH

Unserem Kunden immer mehr abzunehmen und so ein echter Partner zu sein – das ist unsere Vision. Dafür entwickeln wir uns ständig weiter. Nicht nur höchste Professionalität und Leidenschaft für das Produkt, sondern vor allem ein nachhaltiges Vertrauensverhältnis sind entscheidend dafür, dass diese enge Form der Zusammenarbeit für beide Seiten zum Erfolg führt.

Nicht weniger als 86 Achsen mit insgesamt 344 Rädern waren notwendig, um die 5.500 Tonnen schwere Sieb- und Brechanlage an Bord der "MV Biglift Barentsz" zu verladen. 18 Monate lang hatten wir die Gebäude nicht aus den Augen gelassen, bis sie montiert und verladefertig waren. Sorgfältig verschweißt und seefest gemacht, gehen sie sicher ins ewige Eis, ins Mary-River-Eisenerzlager im Norden Kanadas. Der Winter macht dort nur eine Pause von drei Monaten – viel zu kurz für die Montage der Anlage, die deshalb versierte Ingenieure auf unserer Schwerlastplatte auf der ABC-Halbinsel in Bremerhaven vorgenommen haben. Mit einer Flächenlast von bis zu 20 Tonnen pro Quadratmeter ist sie einzigartig in Deutschland.
Fast ehrfürchtig arbeitet der Portalkran im Neustädter Hafen. Es geht um eine ganz besondere Fracht: Die Lockheed L-1649A Super Star ist für Freunde der Luftfahrt nicht ohne Grund das schönste Flugzeug überhaupt. Ebenso wie ihre Kollegin, die Junkers Ju 52, soll sie sicher entladen und eingelagert werden. Mit großer Sorgfalt löschen die Schwergut-Experten der BLG LOGISTICS Flugzeugrumpf, Flügel sowie mehrere Container mit Bauteilen wie Motoren und Fahrwerken und lagern die beiden historischen Lufthansa-Flugzeuge im Neustädter Hafen ein. Bei einem solchen Projekt ist nichts normal. Sondern Ehrensache.

HALTUNG
B L G – Q U A L I F I Z I E R U N G S C E N T E R



Diversität ist eine wesentliche Eigenschaft der BLG. Wir steuern eine unendliche Fülle von Prozessen, dahinter stehen vor allem Menschen. Und diese sind grundverschieden. Hier jeden mitzunehmen, ist die herausfordernde Aufgabe des BLG-Qualifizierungscenters.

Zankar Bhavalkar, Sadasiv Rana, Sheshadri Umrajkar und Asan Rifay Abdul Samath (Foto Seite 13 unten links) arbeiten an unseren indischen Standorten Chennai und Pune. Für zwei Wochen sind sie für ein Training nach Deutschland gekommen, um einen Einblick in das Fahrzeugteilegeschäft zu gewinnen. Wie jeder, der im Logistik Center in Bremen anfängt, starteten sie ihr Training im Qualifizierungscenter. Ralf Wietzorek, Qualitäts- und Prozessmanager im LC Bremen, führte die vier Kollegen durch die verschiedenen Stationen der Basisqualifizierung. Von Sicherheit über Betriebsanweisungen bis hin zu Verkehr und Visualisierung lernen hier neue Mitarbeiter die wichtigsten Sicherheitsund Verhaltensregeln. Bewusst nah an der Praxis sorgen insbesondere Parcours, Simulationen und Beispielprozesse im Training für ein leichtes und einheitliches Verständnis (Foto Seite 13 unten rechts).
Najwa Msuker (Foto Seite 13 oben links) absolviert aktuell eine kaufmännische Ausbildung bei der BLG. Die 25-Jährige kam erst 2015 aus Syrien nach Deutschland. Anfänglich hatte sie mit der deutschen Sprache und der umfangreichen Grammatik zu kämpfen. In ihrem ersten Jahr bei BLG unterstützte sie im Rahmen einer berufsvorbereitenden Maßnahme im Qualifizierungscenter. Durch ihr Interesse, ihre Lernbereitschaft und die Besuche von Sprachkursen hat sie es innerhalb kürzester Zeit geschafft, ein hohes Sprachniveau zu erreichen.
"Kenntnisse der deutschen Sprache sind für eine erfolgreiche Qualifizierung unverzichtbar", weiß Athina Altantzi-Kotula, Bereichsleiterin des Qualifizierungscenters, aus Erfahrung. "Bei 11.700 Mitarbeitern können wir nicht bei allen von den gleichen Voraussetzungen ausgehen", ergänzt sie.
"Die Aufgabe des Qualifizierungscenters besteht darin, die Unterschiede zu erkennen, Möglichkeiten zu bieten und bei allen ein einheitlich hohes Qualitätsverständnis zu erreichen", erklärt Athina Altantzi-Kotula. Vier Trainer setzen sich jeden Tag aufs Neue mit Leidenschaft und hohem Verantwortungsbewusstsein dafür ein. Bei der Wissensvermittlung holt das Trainerteam die Menschen individuell ab und prüft immer wieder, wie gut das Wissen ankommt. Neben innovativen Lernmethoden kommen technologische Hilfsmittel, wie beispielsweise VR-Brillen, zum Einsatz. Prozessmanagerin Nele Keßenich prüfte die neue Technologie auf ihre Praxistauglichkeit im Qualifizierungscenter (Foto Seite 13 oben rechts).
SEIT 2017 ÜBERNIMMT DAS QUALIFIZIERUNGSCENTER die Sicherheits- und Prozessschulungen für die BLG Industrielogistik. Durch die einheitliche Qualifizierung aller Mitarbeiter gewährleistet die BLG einen besonders hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandard – und das zunehmend auch an anderen Standorten. Das 6er-Team um Athina Altantzi-Kotula versteht sich als Dienstleister und entlastet die operativen Bereiche der BLG, die sich so einmal mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.


"An die Qualität unserer Logistikdienstleistungen stellen wir extrem hohe Ansprüche. Schließlich wollen wir es unseren Kunden so einfach wie möglich machen, am Markt erfolgreich zu sein. Um das zu erreichen, brauchen wir besonders qualifizierte Mitarbeiter. Genau dafür engagieren wir uns."
ATHINA ALTANTZI-KOTULA B E R E I C H S L E I T E R I N BLG–QUALIFIZIERUNGSCENTER

Tarifvertrag Zukunft / Wer sich entwickeln will, braucht Orientierung. Genau die haben die Containerterminal-Betreibergruppe EUROGATE und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) jetzt geschaffen und den Tarifvertrag Zukunft verabschiedet. Die zunehmende Automatisierung der Hafenarbeit verändert nicht nur einzelne Prozesse, sondern ganze Arbeitswelten. In solch einem bewegten Fahrwasser braucht es feste Planken. Diese setzt der Tarifvertrag, indem er den Umgang mit beschäftigungsrelevanten Veränderungen, die durch Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen entstehen, sozial und verlässlich regelt. So geben wir Führung und Mitarbeitern gleichermaßen einen verbindlichen Rahmen für den Beginn und den weiteren Verlauf dieses wichtigen Transformationsprozesses. Bei jeder Automatisierungsmaßnahme von Anfang an im Boot ist eine eigens eingerichtete Automatisierungskommission. Durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber besetzt, entwickelt sie passende Personalkonzepte, die dann von den einzelnen Konzerntöchtern beschlossen und umgesetzt werden können. Mit dieser Verlässlichkeit im Rücken gestalten wir Zukunft nicht nur erfolgreich, sondern auch sozial.

EINE DER GRÖSSTEN AUTODREHSCHEIBEN DER WELT FIT FÜR DIE ZUKUNFT MACHEN? PROJEKT-LEITERIN ANNE BAUMGARTEN ERZÄHLT, WARUM EIN NEUES SOFTWARE-TOOL ALLEIN DAFÜR NICHT AUSREICHT.
2,1 MIO. FAHRZEUGE BEWEGT – DAS IST EINE BEEINDRUCKENDE BILANZ FÜR 2019. WARUM BRAUCHT ES GERADE JETZT EIN NEUES PLANUNGS- UND STEUERUNGS-TOOL?
AB Um allen Beteiligten in der Logistikkette rechtzeitig die passenden Informationen zu liefern, brauchen wir eine Software, die der Komplexität auf dem Terminal gerecht wird. Genau die erschaffen wir derzeit. Wir wollen mit unseren Kunden nicht nur Schritt halten, sondern ihnen ein echter Partner sein, wenn es um die Digitalisierung und Automatisierung der Logistikprozesse geht.
AB Wir wollen unserem Team die Sicherheit geben, die es braucht, um auch in Zukunft die Prozesse effizient planen und steuern zu können. Dazu müssen sämtliche Informationen zentral zusammenlaufen: Welcher Slot wird wann für welche Ladung gebraucht? Jede Rückfrage kostet Zeit und Nerven. Mithilfe des Leitstand-Tools werden wir Abweichungen frühzeitig erkennen und zielführend darauf reagieren können. Das Tool allein wird jedoch nicht die gewünschten Effekte bringen. Wichtig ist, die Softwareeinführung mit einer Organisationsentwicklung zu verbinden.
AB Nachhaltiger Erfolg kann sich nur einstellen, wenn wir eine technologische Neuerung wirksam in der Organisation verzahnen. Statt die Organisation nachträglich über eine Softwareveränderung zu stülpen, wollen wir beides gemeinsam entwickeln. Die Frage sollte nicht nur lauten: Wohin muss sich die Organisation entwickeln, damit die Software optimal eingesetzt werden kann? Sondern auch: Wie muss das Tool beschaffen sein, damit die Organisation effizient damit arbeiten kann?
AB Die Veränderung von Routinen braucht ein hohes Maß an Prozessverständnis. Das erreichen wir, indem wir die anstehenden Veränderungen klar benennen. Und darüber ins Gespräch kommen. In Workshops erarbeiten wir, wo die Entwicklung hingeht. Regelmäßige Informationsrunden sorgen für Transparenz. Mit diesem Wissen und der gemeinsamen Verantwortung haben neue Abläufe eine gute Chance, zur Routine zu werden.
AB Indem Verantwortlichkeiten klar geregelt und Kommunikationswege eindeutig sind, indem Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorliegen, schafft das Tool in Verbindung mit der neuen Leitstelle eine Planungs- und Prozesssicherheit, von der alle Beteiligten profitieren. Es bedeutet nicht nur weniger Stress für den Mitarbeiter, indem "Last-Minute-Entscheidungen" reduziert werden, sondern vor allem auch eine höhere Leistungsfähigkeit und Transparenz für unsere Kunden. Ob Auftrags- oder Verkehrsträgerplanung – unsere Kunden sind stets über alle Abläufe am Terminal im Bilde.

Wir vernetzen unsere Häfen zunehmend mit neuen Technologien. Das ist gut, erfordert aber gleichzeitig unseren besonderen Schutz. Denn wird ein Verbund angegriffen, kann das zu einem Ausfall des gesamten Hafenbetriebs führen. Um dem vorzubeugen, engagieren wir uns im Forschungsprojekt "SecProPort" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das mit ca. 2,8 Mio. Euro gefördert wird. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung entwickeln wir für unsere Häfen eine wirksame Sicherheitsarchitektur – und zwar ganz praktisch, an einem unserer Umschlagprozesse im Neustädter Hafen.

Im Pariser Abkommen haben sich die Vereinten Nationen zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf unter 2 Grad begrenzt zu halten. Laut einem Sonderbericht des Weltklimarats aus 2018 soll sie sogar möglichst unter 1,5 Grad bleiben. Dazu leisten wir von der BLG LOGISTICS unseren Beitrag. Und das nicht erst seit heute.
Klimaschutz war noch nie so gegenwärtig wie heute. Doch mal Klartext. Was heißt das konkret? Was bedeutet Klimaschutz für uns als BLG LOGISTICS? Wie können wir in unserem alltäglichen Geschäft einen wirksamen Beitrag zur Senkung der Erderwärmung leisten?
Dass wir hier etwas erreichen können, wissen wir schon. Schließlich haben wir uns bereits vor zehn Jahren ein konkretes Ziel gesetzt. 2019 haben wir es geschafft, unsere umsatzbasierten Emissionen um 29,6 Prozent statt der geplanten 20 Prozent zu senken.
Mit dieser Erfahrung gehen wir beherzt das nächste Ziel an. Dieses Mal nehmen wir die Wissenschaft als Grundlage und formulieren unsere neuen Klimaschutzziele anhand der Anforderungen der "Science Based Targets initiative". Diese Organisation setzt sich weltweit für ein CO2-reduziertes Wirtschaften ein. Kein "Irgendwie". Kein "Ungefähr". Sondern harte Fakten: Wie groß muss unser Reduktionsziel sein, damit wir tatsächlich dazu beitragen, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu halten?
Das Ergebnis steht fest: Bis 2030 wollen wir unsere eigenen Treibhausgasemissionen gegenüber 2018 absolut gemessen um mindestens 30 Prozent senken, die entlang unserer Lieferkette um 15 Prozent!
Dafür krempeln wir die Ärmel hoch und setzen insbesondere auf drei Hebel:
Das Gleiche tun. Mit weniger Energie. Dieser erste Hebel ist kein Unbekannter. Wir setzen auf eine großflächige LED-Umrüstung, eine intelligente Beleuchtungs- und Heizungssteuerung und erneuern schrittweise unsere Lkw-Flotte.
Denn wenn wir Strom erzeugen, können wir sicher sein, dass er grün ist. Die neue Photovoltaikanlage auf unserem AutoTerminal in Kelheim ist ein wichtiger Schritt. Eine weitere Anlage ist schon in Planung. Blockheizkraftwerke versetzen uns ebenfalls in die Lage, einen Teil der Energie selbst zu erzeugen.
Nicht nur, weil wir als Logistikdienstleister häufig in Miethallen agieren, werden wir den gesamten Strom niemals selbst erzeugen können. Also legen wir beim Stromerwerb die Messlatte höher und kaufen diesen möglichst grün.
Das ehrgeizige Ziel: Klimaneutral bis zum Jahr 2030. Und auf dem Weg dahin bieten wir einzelne klimaneutrale Dienstleistungen an.
B R E M E R H A C K A T H O N , S E P T E M B E R 2 0 1 9 : I N 4 8 S T U N D E N W U R D E E I N E S M A R T E L Ö S U N G F Ü R D I E R O L L T O R E A M A U T O T E R M I N A L I N HAMBURG ENTWICKELT.
Es geht zu wie auf einem Open-Air-Festival – nur ohne Band. Und doch wird fleißig in die Tasten gehauen. Auf dem dritten Bremer Hackathon im Kraftwerk City Accelerator sind 120 Programmierer auf der Suche nach der einen genialen Lösung. Auf einem solchen Hackathon – einer Mischung aus "Hacken" und "Marathon" – geben Unternehmen Herausforderungen aus dem eigenen Tagesgeschäft an Studierende und Berufseinsteiger weiter. Diese suchen sich die interessantesten Aufgaben heraus und entwickeln innerhalb von 48 Stunden einen Prototypen. "Ich hatte drei Minuten Zeit, um unsere Challenge vor den Teilnehmern zu pitchen", erinnert sich Jakub Piotrowski, Leiter Nachhaltigkeit und Digitalisierung der BLG, die sich mit einer Aufgabe aus dem Bereich "Internet der Dinge" an der Veranstaltung beteiligt hat. Gebraucht wurde ein "intelligentes" Rolltor für das AutoTerminal in Hamburg. "Wir wollten die Tore, die noch vollkommen intakt waren, so umbauen, dass sie automatisch nur berechtigte Fahrzeuge durchlassen", so Piotrowski. "Am Ende konnten wir sogar unter drei Prototypen wählen", freut sich Piotrowski. Derzeit läuft in Hamburg ein 100-Tage-Projekt, das die Siegeridee im Alltag erprobt.

Smartes Rolltor: Das Siegerteam "BarGate" setzt auf künstliche Intelligenz. Eine Kamera erkennt nicht nur, ob ein Fahrzeug vor dem Tor steht, sondern scannt zudem den Bar- und QR-Code in der Frontscheibe des Fahrzeuges. Das Tor öffnet ausschließlich berechtigten Fahrzeugen. Befinden sich hingegen Personen oder Gegenstände davor, bleibt es verschlossen. Für ihren Prototyp erhielt das Team ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro.


Im Herbst 2019 haben wir die Logistics Pitch Night ins Leben gerufen – eine Veranstaltung, in der vier Start-ups eine Bühne erhalten, um innovative Lösungen für die Logistikbranche zu präsentieren. "Wir wollten Start-ups mal anders kennenlernen", so Jakub Piotrowski, Leiter Nachhaltigkeit und Digitalisierung der BLG. "Nicht wie sonst in einem Webcall." Nach den Pitches entscheidet eine Jury aus den BLG-Fachbereichen CONTRACT und AUTOMOBILE sowie zwei externen Experten, welche Idee am besten in die BLG-Welt passt. Der Sieger startet mit uns ein 100-Tage-Projekt, das mit 10.000 Euro vergütet wird.
Die konkrete Prozessverbesserung, die wir mit der neuen Lösung erzielen, ist jedoch nur die halbe Miete. "Wichtig ist uns vor allem, dass wir uns ins Start-up-Ökosystem vernetzen", so Piotrowski. "Innovative Lösungen und Denkmuster der Start-ups lassen sich dabei perfekt mit unserer großen Branchenerfahrung matchen – eine Win-win-Situation." Der Plan, miteinander ins Gespräch zu kommen, ging auf. Sowohl BLG-Mitarbeiter als auch Partner aus der Logistikbranche nutzten auf der Pitch Night intensiv die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Aufhören, wenn's am schönsten ist? "Auf keinen Fall", schmunzelt Piotrowski. Vielmehr geht das Format ab 2020 bundesweit in Serie – dann als "Pitch Day".
»Veranstaltungen wie die Pitch Night sind eine wichtige Inspirationsquelle,um unsere Prozesse auf ein nächstes Level zu bringen.«
JAKUB PIOTROWSKI
LEITER NACHHALTIGKEIT UND DIGITALISIERUNG


Wer besser werden will, braucht Impulse. Und wer Impulse will, geht am besten vor die Tür. Genau das machen wir von der BLG LOGISTICS. Wir verlassen unser gewohntes Terrain und vernetzen uns gezielt mit jungen Unternehmen der Start-up-Szene – ein Perspektivwechsel, der es uns gestattet, Fragestellungen einmal anders zu bearbeiten, disruptiv zu denken und Lösungen zu entwickeln, die weiter in die Zukunft gedacht sind. Entsteht am Markt eine neue Technologie, so hören wir davon. Eine halbe Stunde und einen Webcall später wissen wir, ob wir einen Schritt weiter gehen. Kurze Wege, einfache Angebotsphase. So kommen wir besonders schnell ins Ausprobieren. Formate wie der "Hackathon" oder die "Pitch Night" sind Teil dieses Vorgehens. Dabei bedeutet Innovation für uns stets Veränderung mit Augenmaß. "Wenn wir Prozesse verändern, dann ist es uns besonders wichtig, alle MitarbeiterInnen mitzunehmen", so Piotrowski. "Wenn der letzte Küchenwagen auf der Strecke bleibt, dann fehlt am Ende der Nachtisch."

INNOVATIVE LÖSUNGEN SIND STETS WILLKOMMEN. UNSERE LANDINGPAGE HTTPS://STARTUPS.BLG-LOGISTICS.COM/DE LÄDT JUNGE UNTERNEHMEN EIN, IHRE IDEEN EINZUREICHEN. GANZ UNKOMPLIZIERT. SO GEHT INNOVATION.

Das kann es sehr wohl. Haltung steckt den Rahmen ab für das eigene Handeln. Eine Haltung gibt Orientierung. Sie macht stark und beweglich. Und sie prägt die Beziehung zu den Kunden und den eigenen Mitarbeitern.
Wir bewegen uns in einer quicklebendigen Unternehmenskultur, die uns den Kompass liefert, wie wir miteinander arbeiten und umgehen wollen. Kontinuierlich sind wir darüber mit den Mitarbeitern im Gespräch und machen an plakativen Beispielen greifbar, was es bedeutet, im Sinne unserer Werte zu handeln. Wir schätzen die unbedingte Offenheit, die es uns erlaubt, kritische Fragen auf den Tisch zu bringen. Egal, auf welcher Ebene. Wir gehen bewusst vor die Tür und suchen den Umgang mit anderen Menschen und anderen Denkweisen. Für ein Unternehmen, das 1877 gegründet wurde, ticken wir ganz schön modern.
So verschieden unsere Dienstleistungen auch sind, so unterschiedliche Branchen wir auch bedienen, so heterogen unsere Kundenlandschaft auch ist – im Kern steckt das immer gleiche Versprechen in jedem Angebot: Wir machen die Logistik für unsere Kunden einfacher, wir übernehmen Prozesse unserer Kunden und optimieren damit deren Wertschöpfung – so dass sie am Markt erfolgreicher agieren können. Dieser Schritt braucht ein ganz besonderes Vertrauen. Dass wir diesem tagtäglich gerecht werden, darauf können sich unsere Kunden verlassen. Hundertprozentig. Das ist unsere Haltung.
Mit Verantwortung für die Zukunft. Das haben wir 2019 bewegt:
BLG betreibt Distributionslager für die Fischerwerke und ZF Friedrichshafen

Die Fischerwerke und die ZF Friedrichshafen AG – gleich zwei neue Kunden haben wir für die Standorte Düsseldorf und Brandenburg gewonnen. Seit Mai 2019 stehen 5.000 m² der insgesamt 30.000 m² großen Fläche am Standort Düsseldorf für die Fischerwerke zur Verfügung. Von dort aus beliefern wir nationale und internationale Kunden mit Schienensystemen, Konsolensets und Montagezubehör. Für die ZF
Friedrichshafen AG, Hersteller von Antriebssystemen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Industrietechnik, übernehmen unsere KollegInnen in Brandenburg an der Havel seit Januar 2020 die komplette Produktionsversorgung.

Auf der "Erfolg braucht alle"-Roadshow präsentierte der Vorstand den MitarbeiterInnen die neuen BLG-Unternehmenswerte direkt vor Ort
"Noch nie in der BLG-Geschichte haben wir so etwas gemacht", resümiert Frank Dreeke, Vorstandsvorsitzender der BLG, die "Erfolg braucht alle"-Roadshow. "Eine großartige Chance, die BLG-Gemeinschaft zu spüren." Im Rahmen der Roadshow besuchte der BLG-Vorstand mehr als 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an insgesamt 66 Standorten, um die neuen, gemeinsam erarbeiteten Unternehmenswerte vorzustellen. Dass die BLG ein leidenschaftliches und offenes Miteinander lebt, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Veranstaltungen schon mal unter Beweis gestellt.
BLG engagiert sich für Hilfslieferungen des World Food Programme (WFP)

Das World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen transportiert täglich hunderte Tonnen Nahrungsmittel zwischen Tansania und Tororo im Osten Ugandas – per Lkw, westlich um den Viktoriasee herum. BLG-Hafenexperte Ferdinand Möhring checkt vor Ort eine direkte Verbindung über die ugandische Hafenstadt Jinja. Zur Umsetzung fehlen vier Kilometer an Gleisen. Mit Ferdinand Möhrings Empfehlungen kann das WFP nun gezielt investieren. Die BLG unterstützt das WFP seit mehreren Jahren bei der Analyse von Transportkorridoren mit dem Schwerpunkt auf Seehäfen.
Forschungsprojekt SaSch zum Überwachen von Lieferungen und Transportbedingungen abgeschlossen
Um rechtzeitig auf Probleme beim Warentransport zu reagieren, sind Informationen in Echtzeit wichtig. Gerade wenn viele Akteure beteiligt sind, braucht es eine transparente und effiziente Lieferkette. Im Förderprojekt SaSch, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, wurde jetzt eine Lösung entwickelt, die die Lieferkette mithilfe modernster Sensortechnologien vernetzt. SaSch steht für Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains. Projektpartner sind BLG LOGISTICS, Bosch Connected Industry, das Bremer Institut für Produktion und Logistik (Biba), GS1 Germany und Queo.

Führungskräftenachwuchs (FKN) der BLG sammelt für Kinderhospiz
Insgesamt 5.000 Euro übergaben die zehn TeilnehmerInnen des aktuellen FKN-Jahrgangs Anfang November an den ambulanten Kinderhospizdienst Jona. Jedes Jahr setzen sich die FKNler für soziale Projekte ein. "Wir wollen Verantwortung übernehmen", erklärt Maik Rowohlt, Projektmanager und Teilnehmer des FKN-Programms. Einen Großteil der gespendeten Summe haben die Nachwuchsführungskräfte während eines Golfturniers gesammelt. Den Rest stockte der Vorstand der BLG auf.
BLG RailTec mit neuem Service für Autohersteller, Standort Dodendorf entwickelt sich zum AutoTerminal und sieben Binnenschiffe auf Rhein und Donau.

6.300
Mit insgesamt 6.300 Stellplätzen entwickelt sich der ehemalige Lkw-Stützpunkt in Dodendorf zum BLG-AutoTerminal.
Standort gewinnt VW-Auftrag und wird AutoTerminal
Der BLG-Standort Dodendorf verdoppelt seine Kapazitäten. Insgesamt 75.000 Quadratmeter werden zukünftig durch unseren Kunden VW als Pufferfläche auf dem Weg nach Bremerhaven genutzt. Hier sollen zukünftig insbesondere Elektrofahrzeuge aus verschiedenen europäischen Standorten des Automobilherstellers gelagert, umgeschlagen und teilweise technisch bearbeitet werden. Für VW ein Flexibilitätsplus: Sind die Stellflächen am Seehafen belegt, kann der Automobilhersteller seine Fahrzeuge in Dodendorf bequem zwischenparken. Der Standort punktet durch eine eigene Bahnanbindung und die günstige Lage zwischen den VW-Werken in Wolfsburg und Zwickau.
BLG RailTec mit eigenem Rangierbahnhof und moderner Waggonwerkstatt
Die BLG AUTORAIL, an der die BLG AUTOMOBILE Logistics 50 Prozent der Anteile hält, transportiert europaweit 800.000 Autos pro Jahr auf der Schiene. Früher mussten die Hersteller ganze Züge befüllen, bevor diese auf die Reise gehen konnten. Heute übernimmt das auftragsweise die BLG RailTec und rangiert die nach Zielorten beladenen Waggons auf dem eigenen Rangierbahnhof in Falkenberg/Elster zu ganzen Zügen. Das spart eine Menge Platz – Platz, den die Hersteller nun zum Produzieren nutzen können. In der eigenen Werkstatt werden die Waggons regelmäßig instand gehalten. Einen Schaden unterwegs repariert das mobile Werkstattteam der RailTec direkt vor Ort.

600 In 2019 hat die unternehmenseigene Werkstatt insgesamt 600 Revisionen durchgeführt. Und das nicht nur bei eigenen, sondern auch bei Waggons von Drittkunden.

Bis heute hat die BLG auf Rhein und Donau mehr als 3,3 Millionen Fahrzeuge transportiert.

BLG-Netzwerk punktet mit Binnenschifffahrt
Für den Autotransport betreibt die BLG insgesamt sieben Binnenschiffe auf Rhein und Donau – fünf über das Joint Venture BLG Interrijn auf dem Rhein, zwei auf der Donau. Durch die gute Anbindung an eigene Autoterminals ist die Binnenschifffahrt nicht nur ein bedeutender Bestandteil des großen BLG-Netzwerkes, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zu nachhaltiger Logistik. So transportiert ein Binnenschiff circa 500 Kleinwagen und spart damit etwa 60 Lkw-Ladungen. Und mit dem gleichen Energieaufwand fährt es fast viermal so weit. Im Vergleich zur Bahn beträgt die Energieeinsparung 25 Prozent.
Automatisches Kleinteilelager für VW, noch mehr Heizungen für Bosch Thermotechnik und gleich dreimal Neugeschäft in den USA.
Auf insgesamt 6.500 Quadratmetern bewirtschaften wir ein hochmodernes automatisches Kleinteilelager mit Bordnetzen für VW-Elektrofahrzeuge.

BLG betreibt Logistikcenter für LEONI Bordnetz-Systeme
Im sächsischen Meerane betreibt die BLG seit Sommer ein neues Logistikzentrum für die LEONI Bordnetz-Systeme GmbH, einem weltweit führenden Systemlieferanten elektrischer und elektronischer Verteilsysteme. Auf insgesamt 6.500 Quadratmetern bewirtschaften wir ein hochmodernes automatisches Kleinteilelager mit Bordnetzen für VW-Elektrofahrzeuge. Fahrzeugspezifisch werden die Kabelsätze von uns zu den VW-Werken nach Zwickau und Dresden transportiert.

24/7 45 Mitarbeiter sind 24/7 vor Ort und beliefern im Drei-Schicht-System die Produktion der BMW US Manufacturing Company in South Carolina.
BLG übernimmt Logistikdienstleistungen für Voestalpine und BMW
Für den österreichischen Stahlkonzern Voestalpine übernimmt die BLG am Standort Cartersville in Georgia (USA) logistische Dienstleistungen im Kundenlager. Sämtliche in den USA ansässigen deutschen Automobilhersteller werden von hier aus mit Stahlrohbauteilen versorgt. Gleich zwei neue Aufträge hat die BLG in Spartanburg in South Carolina (USA) erhalten. In unmittelbarer Werksnähe zum Automobilhersteller BMW betreibt sie ein Betriebsmittellager und liefert mit eigenem Lkw Ersatzteile und Werkzeuge direkt in die Produktion. Zudem werden in einem Zolllager 48-Volt-Batterien des südkoreanischen Unternehmens LG Chem für die Produktion von BMW-Hybridfahrzeugen kommissioniert.
Bosch Thermotechnik weitet Zusammenarbeit mit BLG aus
Für unseren Kunden Bosch Thermotechnik lagert und kommissioniert die BLG im hessischen Butzbach seit 2012 sämtliche Heizungsartikel der Marke Junkers. Der Vertrag wurde jetzt um weitere zwei Jahre verlängert. Direkt im Logistikzentrum nebenan realisiert Bosch die Logistik für die Heizungsartikel der Marke Buderus. Auch diese legt das Unternehmen nun in die Hände der BLG. Bosch baut dabei insbesondere auf das hohe Artikel-Know-how der BLG. Die Palette reicht vom ohrringgroßen Gummiring bis zum vier Quadratmeter großen Solarmodul und jedes Produkt verlangt eine spezielle Herangehensweise.

Bestellt ein Handwerker ein Produkt bis 20 Uhr, so ist es bereits am Folgetag auf der Baustelle.

Neue Terminalsteuerung für Bremerhaven, die größten Containerschiffe der Welt und insgesamt zwölf Brücken für Bremerhaven und Hamburg.
Containerschiffe der Megamax-24-Klasse laufen MSC Gate Bremerhaven an
23.756 Mit einer Transportkapazität von 23.756 Standardcontainern (TEU) übertreffen die neuen Riesen sämtliche bisherigen Klassen der Containerschiffe.

Die Reederei MSC hat elf Schiffe der sogenannten MSC Megamax-24-Klasse in Betrieb genommen. Mit einer Transportkapazität von bis zu 23.756 Standardcontainern (TEU) sind sie die größten Containerschiffe weltweit. Neun der Giganten laufen regelmäßig das MSC Gate Bremerhaven an, ein Joint Venture der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit der Terminal Investment Limited Sàrl, einem verbundenen Unternehmen der MSC Mediterranean Shipping Company. Damit zeigt der Standort, dass er in der Lage ist, der nächsten Generation von Containerschiffen eine passgenaue Infrastruktur zu bieten.

Insgesamt 1.300 Mitarbeiter werden im Umgang mit dem Terminalsteuerungssystem geschult. Das "Go-Live-Szenario" sieht fast 500 Schritte vor, die allesamt bis auf die Minute geplant sind.
Riesige Containerschiffe erfordern eine immer höhere Umschlagsgeschwindigkeit – eine gewaltige Herausforderung für die Planung und Steuerung im Terminal. Um sich für die Zukunft zu rüsten, investiert der Container Terminal Bremerhaven in die Implementierung des neuen Terminal Operations Systems (TOS) Navis N4. Als Großhirn verarbeitet es sämtliche Informationen am Terminal und steuert die Bewegung eines jeden einzelnen Containers – für noch mehr Leistungsfähigkeit und Transparenz. Im Mai wird das System in Betrieb genommen.
EUROGATE investiert in neue Containerbrücken
EUROGATE hat insgesamt zwölf Containerbrücken für deutsche Terminals bestellt – vier für den North Sea Terminal Bremerhaven (NTB), zwei für MSC Gate und sechs für den Eurogate Container Terminal Hamburg. Mit einer Gesamthöhe von 135 Metern, einer Hubhöhe von bis zu 54 Metern unter dem Spreader sowie einer Auslage von 73 Metern sind die Brücken in der Lage, Containerschiffe mit bis zu 25 Containerreihen an Deck ohne Einschränkungen zu bearbeiten. Eine derart große Investition ist ein wichtiges Signal für den Ausbau und die Weiterentwicklung des Umschlagsgerätes am Terminal – zum Wohle der Kunden.


Brücken sind eine deutliche Investition in die Zukunft der Standorte Bremerhaven und Hamburg.
Unsere Mitarbeiter sind das Herzstück unserer reibungslosen Logistik.

Fluktuation (in %)

Frauenanteil (in %)

Durchschnittsalter der Belegschaft (in Jahren)
/ Durchschnittliche Dienstjahre /
9,6
/ Tarifgebundenheit (in %) /

75,2
Eigenquote BLG-Mitarbeiter (in %)
75
Azubi-Übernahmequote (in %)
1.421
Mitarbeiter im Gesundheitspräventionsprogramm "fit & fun"
20.000
Arbeitsplätze weltweit
1.956
Bewerbungen für einen Ausbildungsberuf bei BLG
/ Teilnehmeranzahl im neuen Führungskräftenachwuchsjahrgang /
10
/ Mitarbeiter nahmen an Schulungen teil /
2.252
1.159 3,2
Umsatzerlöse (in EUR Mio.)
37,5 EBT (in EUR Mio.)
EBT-Marge
(in %)
/ Dividende je Aktie (in EUR) /

/ Dividende (in %) /

| 2019 | 2018 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 1.158,6 | 1.141,3 | 17,3 | 1,5 |
| EBITDA | EUR Mio. | 135,3 | 80,2 | 55,1 | 68,7 |
| EBIT | EUR Mio. | 46,4 | 42,2 | 4,2 | 10,0 |
| EBT | EUR Mio. | 37,5 | 37,5 | 0,0 | 0,0 |
| EBT-Marge | % | 3,2 | 3,3 | –0,1 | –3,0 |
| Vermögens- und Kapitalstruktur | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.288,3 | 728,0 | 560,3 | 77,0 |
| Zahlungswirksame Investitionen | EUR Mio. | 54,4 | 33,2 | 21,2 | 63,9 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 203,4 | 250,8 | –47,4 | –18,9 |
| Eigenkapitalquote | % | 15,8 | 34,5 | –18,7 | –54,2 |
| Nettoverschuldung | EUR Mio. | 611,9 | 214,0 | 397,9 | 185,9 |
| Cashflows | |||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | EUR Mio. | 65,7 | 23,3 | 42,4 | 182,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | EUR Mio. | 3,8 | 9,8 | –6,0 | –61,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | EUR Mio. | –72,1 | –57,7 | –14,4 | –25,0 |
| Kennzahlen zur BLG-Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,38 | 0,66 | –0,28 | –42,4 |
| Dividende | EUR | 0,40 | 0,45 | –0,05 | –11,1 |
| % | 15,4 | 17,3 | –1,9 | –11,1 | |
| Dividendenrendite | % | 3,1 | 3,8 | –0,7 | –18,7 |
| Personal | |||||
| Mitarbeiter1 | Anzahl | 11.720 | 11.079 | 641 | 5,8 |
| Arbeitsplätze weltweit | Anzahl | 20.000 | 20.000 | 0 | 0,0 |
1 Ermittlung gemäß § 267 Abs. 5 HGB inkl. Geschäftsbereich CONTAINER.
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