AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Annual Report Mar 19, 2019

4572_10-k_2019-03-19_372de08d-cec5-445f-96e9-6b9928005d06.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Finanzbericht 2018

KURZPROFIL

BLG LOGISTICS ist ein Seehafen- und Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Uns stärkt die Erfahrung einer über 140-jährigen Unternehmensgeschichte. Heute sind wir mit unseren mehr als 100 Standorten und Niederlassungen in Europa, Amerika, Afrika und Asien auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und Handel komplexe logistische Systemdienstleistungen an.

Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern. Über 11.000 BLG-Mitarbeiter übernehmen täglich die Verantwortung für die reibungslose Logistik hochwertiger Produkte. Damit sind wir eine wichtige Schnittstelle für die Leistungsfähigkeit unserer Kunden. Einschließlich aller Beteiligungen bietet BLG LOGISTICS gegenwärtig rund 20.000 Arbeitsplätze.

LUST AUF LOGISTIK

INHALT

  • 03 AN UNSERE AKTIONÄRE
  • 45 GRUPPENLAGEBERICHT
  • 81 GRUPPENABSCHLUSS
  • 177 WEITERE INFORMATIONEN

WEIL SICH UNSERE GESCHÄFTE SO POSITIV ENTWICKELT HABEN, SCHLAGEN WIR EINE ANHEBUNG DER DIVIDENDE AUF EUR 0,45 VOR.

An unsere Aktionäre

KENNZAHLEN DER BLG-GRUPPE 1

TEUR 2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse 1.141.326 1.087.817 53.509 4,9
EBITDA 80.208 84.587 -4.379 -5,2
EBIT 42.203 41.009 1.194 2,9
EBT 37.527 33.528 3.999 11,9
EBT-Marge² % 3,3 3,1 0,2 6,5
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme 728.002 708.641 19.361 2,7
Investitionen 33.169 19.729 13.440 68,1
Eigenkapital 250.841 235.596 15.245 6,5
Eigenkapitalquote % 34,5 33,2 1,3 3,9
Nettoverschuldung 214.022 229.879 -15.857 -6,9
Cashflows³
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 23.327 41.640 -18.313 -44,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 9.649 8.955 694 7,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -57.570 -61.126 3.556 5,8
Kennzahlen zur BLG-Aktie
Ergebnis je Aktie EUR 0,66 0,60 0,06 10,0
Dividende EUR 0,45 0,40 0,05 12,5
% 17,3 15,4 1,9 12,5
Dividendenrendite % 3,8 2,8 1,0 37,3
Personal
Mitarbeiter4 Anzahl 11.079 9.685 1.394 14,4
Arbeitsplätze weltweit Anzahl 20.000 18.500 1.500 8,1

1 Kennzahlen nach Überleitung. Die Überleitung ist in der Segmentberichterstattung auf ASeite 86 f. dargestellt.

2 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf ASeite 49 ff. im Lagebericht.

3 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf ASeite 90 dargestellt.

4 Ermittlung gemäß § 267 Abs. 5 HGB; inkl. Geschäftsbereich CONTAINER.

GESCHÄFTSBEREICHE IM ÜBERBLICK 5

AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst die komplette weltweite Logistik für Fertigfahrzeuge vom Hersteller bis zum Händler. Dazu gehören Umschlag, Lagerung, technische Bearbeitungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße und Binnenschiff. Einen weiteren Leistungsschwerpunkt bildet die Seehafenlogistik für konventionelle Güter.

CONTRACT

Im Geschäftsbereich CONTRACT sind die Autoteile-, Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik sowie speditionelle Dienstleistungen zusammengefasst. Wir verfügen über eine hohe Prozesskompetenz und bieten unseren Kunden individuelle Leistungspakete mit globaler Reichweite für unterschiedlichste Güter an.

CONTAINER

EUROGATE, an der die BLG zu 50 Prozent beteiligt ist, verfügt über ein europäisches Netzwerk mit derzeit 14 Containerterminals an zwölf Standorten sowie intermodalen Transporten und cargomodalen Dienstleistungen. Der Schwerpunkt dieses Geschäftsbereichs

in %
Umsatzerlöse TEUR 553.125 550.220 0,5
EBT TEUR 15.530 13.155 18,1
EBT-Marge % 2,8 2,4 16,7
Mitarbeiter Anzahl 3.193 2.929 9,0

2018 2017 Veränd.

UMSATZ 2018

553.125

TEUR

TEUR

TEUR

2018 2017 Veränd.
in %
Umsatzerlöse TEUR 599.229 547.827 9,4
EBT TEUR 7.258 4.556 59,3
EBT-Marge % 1,2 0,8 50,0
Mitarbeiter Anzahl 5.946 4.885 21,7
2018 2017 Veränd.
in %
Umsatzerlöse TEUR 301.982 303.954 -0,6
EBT TEUR 37.409 48.372 -22,7
EBT-Marge % 12,4 15,9 -22,0
Mitarbeiter Anzahl 1.612 1.578 2,2

599.229

301.982

liegt auf dem Containerumschlag.

EBT 2018 (in TEUR) MITARBEITER 2018 (Jahresdurchschnitt) 15.530 AUTOMOBILE 7.258 CONTRACT 37.409 CONTAINER 3.193 AUTOMOBILE 5.946 CONTRACT 1.612 CONTAINER 328 SERVICES

5 Gemäß Segmentberichterstattung auf ASeite 86 f.

BRIEF DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

ein Geschäftsjahr ist wie ein langer Hindernislauf. Nie gleichförmig, selten im Verlauf wie geplant, manchmal lauert eine unangenehme Überraschung am Wegesrand, oft gibt es gute Gründe, sich bestätigt zu sehen. Immer aber benötigt ein solcher Hindernislauf eine vorher abgestimmte Strategie, klare Ziele, eine exzellente Vorbereitung.

Die Ziele, die wir uns für das Geschäftsjahr 2018 selbst gesetzt hatten, haben wir erfüllt.

Die Umsatzerlöse sind um 5 Prozent gestiegen und liegen in der Summe der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT mittlerweile bei EUR 1,14 Mrd. Die Ergebnisentwicklung ist besser verlaufen als erwartet. Um fast 12 Prozent konnte das EBT gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote ist wiederum erhöht, die Nettoverschuldung ein weiteres Jahr in Folge gesenkt worden.

Das Unternehmen BLG LOGISTICS steht stabiler da denn je. Die klare strategische Ausrichtung trägt nun Früchte. Erkennbar auch daran, dass die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT deutlich mehr zum Unternehmensergebnis beigetragen haben.

Wir haben im Verlaufe des Jahres 2018 bedeutende Neugeschäfte gewinnen können. Wir haben aber auch bewährte, langjährige und große Kontrakte mit wesentlichen Kunden verlängern dürfen. Das zeugt von Konstanz, von Verlässlichkeit, aber auch von Entwicklung.

Denn je individueller und komplexer die uns abverlangte Logistikdienstleistung ausfällt, desto mehr Herz und Verstand müssen wir ins Spiel bringen. Kluge technische Lösungen und großes Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sagen mit Stolz: Wir können beides. Wir tun aber auch einiges dafür.

Lust auf Logistik haben wir den diesjährigen Unternehmensbericht betitelt. In ihm sind einige der Zukunftsfragen behandelt, mit denen wir uns heute schon im operativen Betrieb beschäftigen. Und Sie werden dort Mitarbeitern begegnen, die mit viel Herzblut bei der Sache sind.

Wir haben neben der klaren strategischen Ausrichtung auch den Kulturwandel im Unternehmen eingeleitet. #ErfolgBrauchtAlle ist er überschrieben. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Verständigung auf gemeinsame Werte und einen respektvollen Umgang miteinander grundlegend ist, um dauerhaft Erfolg zu haben.

Wir haben auf der Hauptversammlung im Mai 2018 das Versprechen abgegeben, die Dividende zu erhöhen, wenn sich die positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens fortsetzt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen also der kommenden Hauptversammlung vor, die Dividende auf EUR 0,45 je Aktie zu erhöhen.

Wir schreiben diese Zeilen und wissen noch nicht, wie die Briten ihr Verhältnis zur Europäischen Union definieren werden, wie sich mögliche Handelssanktionen auswirken und welch weitere Verunsicherung sie auslösen. Die wirtschaftliche Stimmung hat sich weltweit eingetrübt. Es stehen uns herausfordernde Zeiten bevor. Der nächste Hindernislauf wird nicht leichter – aber wir sind guter Dinge, ihn mit einer klugen Strategie, exzellenten Mitarbeitern und einer gehörigen Portion Lust auf Logistik erfolgreich zu meistern.

Wir danken Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach Andrea Eck Dieter Schumacher Jens Wollesen

Von links nach rechts:

Michael Blach Geschäftsbereich CONTAINER / Jens Wollesen Geschäftsbereich CONTRACT / Frank Dreeke Vorstandsvorsitzender / Dieter Schumacher Arbeitsdirektor / Andrea Eck Geschäftsbereich AUTOMOBILE / Jens Bieniek Finanzvorstand

BERICHT DES AUFSICHTSRATS 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben engagiert wahrgenommen und sich regelmäßig sowie ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand, sodass der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Lage der Gesellschaft und der BLG-Gruppe informiert wurde.

Dr. Klaus Meier Vorsitzender des Aufsichtsrats

Den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Geschäftsführung und beriet ihn in Fragen der Unternehmensleitung.

Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die BLG LOGISTICS war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und die Entwicklungsperspektiven der BLG-Gruppe, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2018 zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Die durchschnittliche Präsenzquote betrug 96 Prozent; kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2018 durchschnittlich bei 97 Prozent. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Besprechungen vorbereitet.

Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Beratungspunkte im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrats standen Fragen der Strategie, der Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe und ihrer Geschäftsbereiche. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit strategischen Themen und geopolitischen Einschätzungen, wie dem Ausbau und der Umstrukturierung des Geschäftsfelds Spedition, dem weiteren Wachstum der BLG-Gruppe durch Neugeschäfte und Investitionen, dem Jahres- und Gruppenabschluss, der aktuellen Ertragslage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018, den Wahlen zum Aufsichtsrat, der Vorbereitung der nichtfinanziellen Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB sowie der Fortsetzung und dem Abschluss des Verfahrens zur Wahl des Abschlussprüfers für die Geschäftsjahre 2018 bis 2022.

Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 13. Dezember 2018 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung eingehend diskutiert. Des Weiteren berichteten die Leiter der Abteilungen Interne Revision und Compliance in der Sitzung im Aufsichtsrat.

Durch die Wahl zum Aufsichtsrat im Mai 2018 gab es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2017 folgende personelle Änderungen:

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 endete turnusmäßig die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden am 19. April 2018 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Die Wahl der Anteilseignervertreter erfolgte im Wege der Einzelabstimmung durch die Hauptversammlung.

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden als Vertreter der Arbeitnehmer Frau Sonja Berndt, Mitglied des Betriebsrats BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, und Herr Udo Klöpping, Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, sowie als Vertreter der Anteilseigner Herr Heiner Dettmer, Geschäftsführender Gesellschafter Dettmer Group KG, und Frau Wybcke Meier, Vorsitzende der Geschäftsführung TUI Cruises GmbH.

Im Rahmen der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung wurde Herr Dr. Klaus Meier zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Herr Dr. Stephan-Andreas Kaulvers ist ebenso wie die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. h.c. Klaus Wedemeier, Frau Birgit Holtmann und Herr Andreas Wopp aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.

In der personellen Zusammensetzung des Vorstands haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 keine Änderungen ergeben.

In seiner Sitzung am 23. Februar 2018 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Dieter Schumacher um zwei Jahre zu verlängern. Des Weiteren wurden die Verträge von Herrn Jens Wollesen in der Sitzung am 13. September 2018 und von Frau Andrea Eck in der Sitzung am 14. Februar 2019 um jeweils fünf Jahre verlängert.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zusätzlich vier Ausschüsse eingerichtet. Als Ausschüsse des Aufsichtsrats bestehen ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss, ein Investitionsausschuss sowie ein Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Absatz 3 MitbestG. Sie bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats im Plenum vor und entscheiden, soweit zulässig, in Einzelfällen an seiner Stelle. Für den Prüfungsausschuss und den Investitionsausschuss gelten jeweils separate Geschäftsordnungen. Sämtliche Ausschüsse sind paritätisch besetzt.

Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2018 zu zwei Sitzungen zusammengetreten. Gegenstand der Sitzung am 10. April 2018 war vor allem die umfangreiche Erörterung und Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses sowie der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2017. Bei der Befassung mit dem Jahresabschluss waren die Abschlussprüfer anwesend und haben entsprechend über die Ergebnisse der Abschlussprüfung berichtet. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Verwendung des Bilanzgewinns (HGB) sowie die Einberufung zur Hauptversammlung erörtert und dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen unterbreitet. In der Sitzung am 11. Dezember 2018 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss im Wesentlichen mit der Unternehmensplanung und der Genehmigung von Nichtprüfungsleistungen. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bildeten die Risikolage und die Weiterentwicklung des Compliance-Systems. Besonderes Augenmerk galt zudem der Unternehmensplanung als auch der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung.

Der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr vier Sitzungen ab. Er befasste sich in seiner Sitzung am 23. Februar 2018 mit den Wahlen zum Aufsichtsrat, den Kompetenzen der Aufsichtsratsmitglieder sowie Personalangelegenheiten des Vorstands. Gegenstand der Sitzung am 12. April 2018 waren der variable Vergütungsanteil der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017, die Wahlen zum Aufsichtsrat sowie weitere Personalangelegenheiten des Vorstands. In den Sitzungen am 13. September 2018 und 13. Dezember 2018 befasste sich der Personalausschuss im Wesentlichen mit Personalangelegenheiten des Vorstands.

Der Investitionsausschuss und der Vermittlungsausschuss sind im Berichtsjahr nicht zusammengetreten.

Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben im Anschluss an die jeweiligen Sitzungen an den Aufsichtsrat über die Tätigkeiten und deren Ergebnisse berichtet und Beschlussempfehlungen unterbreitet.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich mit der Anwendung des DCGK im Unternehmen beschäftigt. Die vom Aufsichtsrat und Vorstand zusammen verfasste 18. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des DCGK entspricht der am 24. April 2017 veröffentlichten Fassung vom 7. Februar 2017. Die gemeinsame Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der BLG LOGISTICS unter www.blg-logistics.com/ir dauerhaft zugänglich.

Jahres- und Gruppenabschlussprüfung

Bei der Bilanzsitzung für das Geschäftsjahr 2018 des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht der BLG AG und der Gruppenabschluss sowie -lagebericht der BLG LOGISTICS sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Jahresabschluss und Lagebericht, der Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht nebst Lagebericht, Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgerecht vorgelegen.

www.blg-logistics.com/ir im Bereich Corporate

Governance unter Entsprechenserklärung Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Gruppenabschluss, den Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht, die Lageberichte und den Gruppenlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns (HGB) geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses und des Abschlusses zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht sowie den Gruppenabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung der BLG-Gruppe ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BLG AG.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Nichtfinanzieller Bericht

Nach den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) gibt BLG LOGISTICS seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Die Erklärung für das Geschäftsjahr 2018 ist als gesonderter nichtfinanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht 2018 integriert und wurde vom Aufsichtsrat inhaltlich geprüft. Die Prüfung führte zu keinen Einwendungen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihr nachhaltiges Bestreben, unser Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass die BLG LOGISTICS ihre vorgegebenen Ziele für das Geschäftsjahr 2019 erreichen wird und die Ertragskraft der Gruppe langfristig sichern kann.

Bremen, im April 2019

Für den Aufsichtsrat

Dr. Klaus Meier

Vorsitzender

www.blg-logistics.com im Bereich Unternehmen unter Nachhaltigkeit

CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontrollund Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens.

Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

Der Vorstand hat am 28. August 2018 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 13. September 2018 die 18. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Code of Ethics

Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik der BLG AG. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des gruppeneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Ethics).

Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.

Compliance

Fair mit System

Wesentliche Bestandteile unseres 2014 eingeführten Compliance-Systems sind unser Verhaltenskodex und unsere Anti-Korruptionsrichtlinie. Diese Richtlinie wird jährlich auf neue rechtliche Bestimmungen oder spezifische Erfahrungen aus dem Unternehmen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Anfang 2017 ist zudem unsere Compliance-Richtlinie in Kraft getreten, welche die Zusammenarbeit zwischen den Zentralbereichen und den operativen Bereichen konkretisiert.

Unsere Regelwerke gelten für alle inländischen Gesellschaften, an denen BLG LOGISTICS unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 Prozent der Geschäftsanteile hält oder die unternehmerische Führung innehat. Gesellschaften, die nicht dem deutschen Recht unterliegen, haben diese Richtlinien entsprechend ihrem Landesrecht anzuwenden.

Mit unserem Compliance-System stellen wir klar, dass wir Korruption in keiner Weise dulden. Wir lassen Diskriminierung, gleich welcher Art, nicht zu. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben für uns höchste Priorität. Wir nutzen unsere Ressourcen verantwortungsvoll und stellen uns einem fairen Wettbewerb.

Bei der Einführung des Systems haben alle Beschäftigten von BLG LOGISTICS den Verhaltenskodex per Post erhalten. Neue Mitarbeiter erhalten ihn in ihrer Begrüßungsmappe, Leiharbeitnehmer werden bei der Erstunterweisung aufmerksam gemacht. Zusammen mit der Anti-Korruptionsrichtlinie und der Compliance-Richtlinie ist der Kodex außerdem im Intranet nachzulesen. Informationen zum Compliance-System, der Verhaltenskodex sowie Ansprechpartner sind darüber hinaus öffentlich im Internet einzusehen. An den ausländischen Standorten stehen die Richtlinien in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung. Der Verhaltenskodex und die Anti-Korruptionsrichtlinie sind verbindlich für alle internen und externen Mitarbeiter sowie für Berater von BLG LOGISTICS.

An der Spitze unseres Compliance-Systems steht der BLG-Vorstandsvorsitzende als Chief Compliance Officer. Ein vom Vorstand benannter Compliance-Beauftragter

www.blg-logistics.com/ir im Bereich Corporate Governance unter Entsprechenserklärung

entwickelt die Compliance-Strategie in Abstimmung mit dem Vorstand weiter und unterrichtet diesen regelmäßig in allen relevanten Compliance-Angelegenheiten. Als neutraler Ansprechpartner steht er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Fragen zum Verhaltenskodex sowie bei Hinweisen zu Rechtsverstößen zur Verfügung. Ein extern bestellter Ombudsmann bietet sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch Dritten zudem die Möglichkeit, anonym Hinweise auf Compliance-Verstöße zu geben.

Unter www.blg-logistics.com/compliance stehen weitere Informationen sowie der Verhaltenskodex der BLG zur Verfügung.

Prävention durch Sensibilisierung

Bei der Umsetzung und Einhaltung von Verhaltenskodex und Anti-Korruptionsrichtlinie haben der Vorstand und die Führungskräfte von BLG LOGISTICS eine Vorbildfunktion. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass in ihrem Verantwortungsbereich alle Beschäftigten mit den Regeln vertraut sind und diese strikt einhalten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet, auf Missstände oder den Verdacht eines Rechtsverstoßes hinzuweisen. Elementarer Bestandteil der Korruptionsprävention ist es, die Beschäftigten zu sensibilisieren und offen über Korruptionsgefahren zu diskutieren. Zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz des Unternehmens ist in allen rechtlich relevanten Geschäftsprozessen das Vier-Augen-Prinzip anzuwenden. Jedes Handeln und jede Entscheidung hat transparent, sachlich und nach objektiven Kriterien zu erfolgen. Durch umfangreiche, regelmäßig stattfindende Schulungen minimieren wir das Korruptionsrisiko und erhöhen bei den Beschäftigten die Sensibilität für Compliance-Themen.

Compliance in der Lieferkette

Auch unsere Allgemeinen Auftrags- und Einkaufsbedingungen berücksichtigen das Thema Compliance. Wir fordern von unseren Lieferanten und Dienstleistern, dass sie die Grundsätze des United Nations Global Compact beachten. Siehe auch: www.blg-logistics. com/agbo

Diversität

Für die BLG spielt Diversität eine große Rolle. Das Diversitätskonzept des Unternehmens schließt die gesamte Gruppe mit ein und geht damit über die Führungs- und Aufsichtsebenen hinaus. Die BLG sieht Vielfalt als wichtigen Erfolgsfaktor und Bereicherung für ihre Unternehmens-, Führungs-, Projekt- und Mitbestimmungskultur. Diversity Management bedeutet für die BLG einen holistischen Umgang mit den vielfältigen Eigenschaften der Mitarbeiter. Dabei werden die Diversity-Merkmale Gender, kulturelle Vielfalt, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Menschen mit Behinderung, demografischer Wandel und sexuelle Orientierung respektvoll betrachtet. Die Basis des Diversity Managements bilden der Kodex für Arbeitsbeziehungen, die Compliance-Richtlinie, der Bezug auf die Charta der Vielfalt und weitere ergänzende Vereinbarungen. Die Prinzipien dieser Bestimmungen sind in die Rekrutierungsentscheidungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen der BLG implementiert.

Innerhalb der BLG ist der Personalbereich für Diversität und die allgemeine Gleichbehandlung zuständig. Der Personalbereich ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Diversity Managements, seine konzeptionelle Weiterentwicklung sowie die Beratung und Unterstützung des Vorstands. Darüber hinaus ist der Personalbereich Ansprechpartner für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Belangen rund um das Thema Diversität. Der Personalbereich gibt Impulse und jedem im Unternehmen eine Stimme. Der Personalbereich versteht Organisationen und Menschen – und bringt sie zusammen. Dafür setzt sich die BLG ein: Ein partnerschaftliches und respektvolles Miteinander.

www.blg-logistics.com in der Fußzeile unter AGBO

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

GOVERNANCE-STRUKTUR

Die BLG AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Gesellschaftsrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet und mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

www.blg-logistics.com/de/ unternehmen/vorstand

Der Vorstand

Der Vorstand der BLG AG nimmt die Geschäftsführung der BLG KG wahr und leitet daher eigenverantwortlich die beiden Unternehmen und vertritt die Gesellschaften bei Geschäften mit Dritten. Der Vorstand ist im Interesse der BLG-Gruppe sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Der Zuschnitt der Ressorts der einzelnen Vorstandsmitglieder ist im Anhang auf ASeite 180 detailliert aufgeführt.

In seiner Sitzung am 23. Februar 2018 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Vertrag mit Herrn Dieter Schumacher um zwei Jahre zu verlängern. Des Weiteren wurden die Verträge von Herrn Jens Wollesen in der Sitzung am 13. September 2018 und von Frau Andrea Eck in der Sitzung am 14. Februar 2019 um jeweils fünf Jahre verlängert.

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 Aktiengesetz. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 Aktiengesetz sowie § 15 der Satzung maßgeblich.

Im Rahmen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Vorstand Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass die BLG AG, neben dem Vorstand als Organ, keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt, wurde die Zielgröße von jeweils 0 Prozent festgelegt. Diese Quote soll bis zum 30. Juni 2022 beibehalten werden.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der BLG AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Der Aufsichtsrat wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Des Weiteren nimmt der Aufsichtsrat der BLG AG auch eine inhaltliche Prüfung des nichtfinanziellen Berichts vor.

Diversität

Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity; vgl. auch oben) im Sinne von Ziffer 5.1.2 des DCGK. Der Frauenanteil im Vorstand lag zum 31. Dezember 2018 bei 16,7 Prozent und entsprach somit dem angestrebten Ziel von ebenfalls 16,7 Prozent. Bis zum 30. Juni 2022 soll diese Quote beibehalten werden.

Für den Aufsichtsrat selbst werden die gesetzlichen Bestimmungen der Geschlechterquote verfolgt. Der Aufsichtsrat hat sich eine Zielgröße von 30 Prozent gegeben. Bei der BLG hat die Erfüllung der Mindestquote sowohl von der Anteilseignerseite als auch von der Arbeitnehmerseite gesondert zu erfolgen (Getrennterfüllung). Somit sollen mindestens vier Frauen im Aufsichtsrat vertreten sein. Bei der Wahl zum Aufsichtsrat im Mai 2018 wurden vier Frauen in den Aufsichtsrat gewählt, sodass zum 31. Dezember 2018 das gesetzte Ziel erreicht wurde (Vorjahr: 18,8 Prozent). Bis zum 30. Juni 2022 soll diese Quote beibehalten werden.

Kompetenzprofil

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23. Februar 2018 ein Kompetenzprofil festgelegt, welches bei der Wahl zum Aufsichtsrat im Mai 2018 berücksichtigt wurde. Das Profil sieht vor, dass die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein sollen, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Unternehmen wahrzunehmen und das Ansehen der BLG-Gruppe in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden.

Ziel des Kompetenzprofils ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten der BLG-Gruppe als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Management/Personal (inkl. Diversitätskonzept), Rechnungswesen/Controlling/Risikomanagement, Technik/IT/Digitalisierung (inkl. IT-Sicherheit), Häfen/Logistik und Recht/Governance (inkl. Compliance). Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für die BLG-Gruppe wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen insgesamt mit dem Sektor vertraut sein, in dem die BLG-Gruppe tätig ist. Mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.

Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist jeweils zu prüfen, welche wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen.

Unabhängigkeit/Altersgrenze

Dem Aufsichtsrat soll des Weiteren eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Unter der Prämisse, dass allein die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 DCGK begründen kann, sollen dem Aufsichtsrat insgesamt mindestens zehn Mitglieder angehören, die unabhängig im Sinne des Kodex sind. Jedenfalls soll der Aufsichtsrat so zusammengesetzt sein, dass eine Anzahl von mindestens zwei unabhängigen Anteilseignervertretern im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK erreicht wird.

www.blg-logistics.com/de/ unternehmen/vorstand/aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.

Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze sollen zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die nicht älter als 70 Jahre sind. Es wird angestrebt, dass im Aufsichtsrat eine angemessene Erfahrungs- und Altersstruktur besteht.

Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind derzeit folgende Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat als unabhängig im Sinne des DCGK anzusehen: Dr. Klaus Meier, Heiner Dettmer, Wybcke Meier und Dr. Patrick Wendisch.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählten Vertretern.

Durch die Wahl zum Aufsichtsrat im Mai 2018 gab es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gegenüber dem 31. Dezember 2017 folgende personelle Änderungen:

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 endete turnusmäßig die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden am 19. April 2018 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Die Wahl der Anteilseignervertreter erfolgte im Wege der Einzelabstimmung durch die Hauptversammlung.

Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden als Vertreter der Arbeitnehmer Frau Sonja Berndt, Mitglied des Betriebsrats der BLG KG, und Herr Udo Klöpping, Leiter Personal der BLG KG, sowie als Vertreter der Anteilseigner Herr Heiner Dettmer, Geschäftsführender Gesellschafter Dettmer Group KG, und Frau Wybcke Meier, Vorsitzende der Geschäftsführung TUI Cruises GmbH.

Im Rahmen der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung wurde Herr Dr. Klaus Meier zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Herr Dr. Stephan Andreas Kaulvers ist ebenso wie die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. h.c. Klaus Wedemeier, Frau Birgit Holtmann und Herr Andreas Wopp aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Neben dem gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Investitionsausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind im Anhang aufgeführt.

Personalausschuss

  • n Vorbereitung Personalentscheidungen
  • n Entscheidung anstelle des Plenums des Aufsichtsrats über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands
  • n Vorschlag für den Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung über geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner
  • n Wahrnehmung der Aufgaben eines Nominierungsausschusses
  • n Beratung über langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand

Prüfungsausschuss

  • n Prüfung des Rechnungslegungsprozesses
  • n Verantwortliche Durchführung des Auswahl- und Ausschreibungsprozesses für den Abschlussprüfer
  • n Beauftragung und Kontrolle von Prüfungs- und Beratungsleistungen (inkl. Festlegung der Vergütung des Abschlussprüfers)

  • n Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens

  • n Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses sowie Lageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BLG AG sowie Prüfung des Abschlusses zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht der BLG AG sowie des Gruppenabschlusses und -lageberichts der BLG LOGISTICS (inkl. Vorschlag für Billigung durch den Aufsichtsrat)
  • n Überwachung der Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers
  • n Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung
  • n Befassung mit den Bereichen Internes Kontrollsystem, Risikomanagement und -kontrolle und Compliance

Investitionsausschuss

n Vorbereitende Entscheidung und Beschlussfassung besonders definierter, eilbedürftiger Investitionsvorhaben

Vermittlungsausschuss

n Wahrnehmung der Aufgaben nach § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zweimal im Jahr.

Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern.

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Vermittlungsausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.

Zusätzlich hat der Aufsichtsrat einen Investitionsausschuss gebildet. Diesem gehören sechs Mitglieder an, die mit je drei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer des Aufsichtsrats besetzt sind. Den Vorsitz im Ausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Dieser Ausschuss tagt nach Bedarf.

Director's Dealings

Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente zu melden und offenzulegen.

Der Aktienbesitz dieses Personenkreises insgesamt beträgt weniger als 1 Prozent der von der BLG AG ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315a Absatz 1 Handelsgesetzbuch

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien der BLG AG

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.

Jede Aktie gewährt eine Stimme. Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BLG AG nicht bekannt. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.

STÜCKAKTIEN 3,84

Mio.

Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär an der Hauptversammlung teilzunehmen und sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Jeder im Aktienregister eingetragene Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital 10 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde), die Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft, Bremen, und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen. Mit Wirkung zum 31. Januar 2019 sind die von der Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft, Bremen, einer Tochtergesellschaft der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde), gehaltenen 12,61 Prozent der Aktien an der BLG AG an die Panta Re AG, Bremen, übertragen worden. Für weitere Angaben zur Aktionärsstruktur verweisen wir auf die Grundlagen der Gruppe auf ASeite 46.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die BLG AG hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeiter der Gruppe Aktien halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Wir verweisen hierzu auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf ASeite 12.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft dies regelmäßig. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind unter anderem die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Größe und die globale Ausrichtung des Unternehmens sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Die Vergütung ist so zu bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystematik:

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Grundvergütung, einer dreijährigen EBT-Beteiligung und einem Nachhaltigkeitsbonus.

Nachhaltigkeitsbonus

Auf Basis eines Abgleichs des geplanten und tatsächlichen EBT des Geschäftsjahres und der beiden kommenden Jahre

Erfolgsabhängige Vergütung

Auf Basis des durchschnittlichen EBT des Geschäftsjahres und der beiden vorangegangenen Jahre

Grundvergütung zzgl. Nebenleistungen

Festvergütung; monatliche Zahlung

Die Grundvergütung wird als erfolgsunabhängige Vergütung monatlich anteilig gezahlt. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung eines Dienstwagens oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung vor. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratstätigkeiten bei Gruppengesellschaften Vergütungen.

Die dreijährige EBT-Beteiligung bemisst sich an einem individuellen Beteiligungssatz des jeweiligen Vorstandsmitglieds gemessen am durchschnittlichen EBT (Gruppenergebnis vor Ertragsteuern) des Geschäftsjahres und der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre. Der Vorstandsvorsitzende partizipiert mit einem Satz von 1,0875 Prozent am durchschnittlichen EBT, die übrigen Vorstandsmitglieder mit 0,725 Prozent. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, auf Empfehlung des Personalausschusses den Beteiligungssatz anzupassen.

Der Nachhaltigkeitsbonus wird auf Basis des laufenden Geschäftsjahres und der beiden kommenden Geschäftsjahre berechnet. Die Zieltantieme beträgt TEUR 100 für den Vorstandsvorsitzenden und TEUR 66,7 für die übrigen Vorstandsmitglieder. Die Bemessung erfolgt durch den Vergleich des geplanten durchschnittlichen EBT über die drei Jahre mit dem tatsächlich realisierten durchschnittlichen EBT (Zielerreichung). Dabei ist ein Schwellenwert von mindestens 90 Prozent der Zielerreichung zu verwirklichen. Der maximale Zielerreichungsgrad beträgt 110 Prozent. Zwischen 90 Prozent bis 100 Prozent der Zielerreichung werden anteilig zwischen 75 Prozent und 100 Prozent der Zieltantieme, zwischen 100 Prozent bis 110 Prozent anteilig zwischen 100 Prozent und 150 Prozent der Zieltantieme gewährt. Die Auszahlung erfolgt jeweils im auf das letzte Planjahr folgenden Geschäftsjahr, sofern der Schwellenwert erreicht wird. Neu eingetretene Mitglieder des Vorstands erhalten den Nachhaltigkeitsbonus erstmalig nach einer dreijährigen Sperrfrist ausgezahlt.

Vorstandsverträge, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 abgeschlossen worden sind, sehen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindungszahlung von maximal zwei Jahresvergütungen vor. Sofern die Restlaufzeit des Vertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen. Die Höhe der Abfindung bestimmt sich grundsätzlich nach der Summe aus Festvergütung und variablen Vergütungsteilen ohne Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ende des Anstellungsvertrags. Generelle Entschädigungsvereinbarungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen nicht.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen für jedes Vorstandsmitglied die für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung (gemäß Mustertabelle 1 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 [1. Spiegelstrich] DCGK).

(01) Gewährte Zuwendungen
TEUR
Frank Dreeke
Vorstandsvorsitzender
Datum Eintritt: 01.01.2013
(Vorsitzender seit 01.06.2013)
Jens Bieniek
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.06.2013
2017 2018 2018
(Min.)
2018
(Max.)
2017 2018 2018
(Min.)
2018
(Max.)
Festvergütung 645 670 670 670 360 375 375 375
Nebenleistungen 41 47 47 47 35 33 33 33
Summe 686 717 717 717 395 408 408 408
Dreijährige
EBT-Beteiligung
341 369 0 450 227 246 0 300
Mehrjährige variable
Vergütung
106 128 0 150 71 85 0 100
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2016-31.12.2018)
zzgl.Spitzabrechnung Vj.
40 62 0 50 27 41 0 34
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2017-31.12.2019)
33 33 0 50 22 22 0 33
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2018-31.12.2020)
33 33 0 50 22 22 0 33
Summe 1.133 1.214 717 1.317 693 739 408 808
Versorgungsaufwand 152 186 186 186 72 62 62 62
Gesamtvergütung 1.285 1.400 903 1.503 765 801 470 870
(02) Gewährte Zuwendungen
TEUR
Michael Blach1
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.06.2013
Andrea Eck
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.01.2017
2017 2018 2018
(Min.)
2018
(Max.)
2017 2018 2018
(Min.)
2018
(Max.)
Festvergütung 510 510 510 510 330 339 339 339
Nebenleistungen 55 53 53 53 22 22 22 22
Summe 565 563 563 563 352 361 361 361
Dreijährige
EBT-Beteiligung
380 316 0 307 227 246 0 300
Mehrjährige variable
Vergütung
3 6 0 11 22 44 0 66
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2016-31.12.2018)
zzgl.Spitzabrechnung Vj.
3 6 0 11 0 0 0 0
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2017-31.12.2019)
0 0 0 0 0 22 0 33
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2018-31.12.2020)
0 0 0 0 22 22 0 33
Summe 0 0 0 0 601 651 361 727
Versorgungsaufwand 97 79 79 79 0 0 0 0
Gesamtvergütung 1.045 964 642 960 601 651 361 727

1 Ab dem Geschäftsjahr 2017 erfolgt die Erstattung der Beträge von Herrn Blach zum Teil durch die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG.

(03) Gewährte Zuwendungen
TEUR
Dieter Schumacher
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.01.2016
Jens Wollesen
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.07.2016
2017 2018 2018
(Min.)
2018
(Max.)
2017 2018 2018
(Min.)
2018
(Max.)
Festvergütung 335 348 348 348 335 348 348 348
Nebenleistungen 33 33 33 33 24 24 24 24
Summe 368 381 381 381 359 372 372 372
Dreijährige
EBT-Beteiligung
227 246 0 300 227 246 0 300
Mehrjährige variable
Vergütung
44 85 0 100 44 82 0 100
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2016-31.12.2018)
zzgl.Spitzabrechnung Vj.
0 41 0 34 0 38 0 34
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2017-31.12.2019)
22 22 0 33 22 22 0 33
Nachhaltigkeitsbonus
(01.01.2018-31.12.2020)
22 22 0 33 22 22 0 33
Summe 639 712 381 781 630 700 372 772
Versorgungsaufwand 11 653 653 653 0 136 136 136
Gesamtvergütung 650 1.365 1.034 1.434 630 836 508 908

Die nachfolgende Tabelle zeigt für jedes Vorstandsmitglied den Zufluss in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 aus Festvergütung, dreijähriger EBT-Beteiligung und Nachhaltigkeitsbonus mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren (gemäß Mustertabelle 2 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 [2. Spiegelstrich] DCGK).

(4) Zufluss
TEUR
Frank Dreeke
Vorstandsvorsitzender
Datum Eintritt: 01.01.2013
(Vorsitzender seit 01.06.2013)
Jens Bieniek
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.06.2013
2018 2017 2018 2017
Festvergütung 670 645 375 360
Nebenleistungen 47 41 33 35
Summe 717 686 408 395
Dreijährige EBT-Beteiligung 341 329 227 219
Mehrjährige variable Vergütung
(hier: Nachhaltigkeitsbonus
01.01.2015 - 31.12.2017)
107 0 71 0
Sonstiges 0 0 0 0
Summe 1.165 1.015 706 614
Versorgungsaufwand 186 152 62 72
Gesamtvergütung 1.351 1.167 768 686
(5) Zufluss
TEUR
Michael Blach1
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.06.2013
Andrea Eck
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.01.2017
2018 2017 2018 2017
Festvergütung 510 510 339 330
Nebenleistungen 55 55 22 22
Summe 565 565 361 352
Dreijährige EBT-Beteiligung 380 219 227 0
Mehrjährige variable Vergütung
(hier: Nachhaltigkeitsbonus
01.01.2015 - 31.12.2017)
48 0 0 0
Sonstiges 0 0 0 0
Summe 993 784 588 352
Versorgungsaufwand 79 97 0 0
Gesamtvergütung 1.072
881
588 352

1 Ab dem Geschäftsjahr 2017 erfolgt die Erstattung der Beträge von Herrn Blach zum Teil durch die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG.

(6) Zufluss
TEUR
Dieter Schumacher
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.01.2016
Jens Wollesen
Mitglied des Vorstands
Datum Eintritt: 01.07.2016
2018 2017 2018 2019
Festvergütung 348 335 348 335
Nebenleistungen 33 33 24 24
Summe 381 368 372 359
Dreijährige EBT-Beteiligung 227 219 227 110
Mehrjährige variable Vergütung
(hier: Nachhaltigkeitsbonus
01.01.2015 - 31.12.2017)
0 0 0 0
Sonstiges 0 0 0 0
Summe 608 587 599 469
Versorgungsaufwand 4 11 0 0
Gesamtvergütung 612
598
599 469

Den Mitgliedern des Vorstands wurden teilweise Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Für Zwecke der Vergleichbarkeit werden diese Ansprüche hier ausgewiesen.

Die derzeit tätigen Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus der BLG-Gruppe Pensionsleistungen zu beziehen, jedoch nicht vor Erreichen des 63. Lebensjahres.

Für die Herren Dreeke, Bieniek und Blach wurden im Dezember 2015 und für die Herren Schumacher und Wollesen im Februar bzw. September 2018 neue Pensionszusagen zugesichert. Die Versorgungszusagen sehen eine monatliche Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. Bei Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 65. Lebensjahr ermäßigen sich die Renten für jeden vollen Monat

(07) Versorgungszusagen1
TEUR
Barwert der
Pensionsverpflichtung
Marktwert der
Rückdeckungsversicherung
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
Frank Dreeke 875 786 584 386
davon BLG 875 786 584 386
davon Dritte 0 0 0 0
Jens Bieniek 614 562 293 220
davon BLG 614 562 293 220
davon Dritte 0 0 0 0
Michael Blach 540 496 192 126
davon BLG 0 0 0 0
davon EUROGATE 540 496 192 126
Dieter Schumacher 874 215 96 87
davon BLG 874 215 96 87
davon Dritte 0 0 0 0
Jens Wollesen 136 0 0 0
davon BLG 136 0 0 0
davon Dritte 0 0 0 0
3.039 2.059 1.165 819

1 Die Angaben beziehen sich auf die nach IAS 19 ermittelten Bar- und Marktwerte.

des vorzeitigen Ausscheidens um 0,5 Prozentpunkte, maximal jedoch um 18 Prozent. Eine Wartezeit ist nicht vorgesehen.

Darüber hinaus ist es Vorstandsmitgliedern möglich, leistungsorientierte Versorgungszusagen durch Entgeltumwandlungen zu erwerben.

Zum 31. Dezember 2018 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

Den früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 168 gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt TEUR 3.228.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BLG AG geregelt. Die Hauptversammlung hat am 24. Mai 2016 ein angepasstes Vergütungssystem für den Aufsichtsrat für Tätigkeiten ab dem 1. Januar 2017 gebilligt, das eine ausschließlich erfolgsunabhängige Vergütung vorsieht. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine feste Jahresvergütung von EUR 8.300,00. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte dieser Vergütung. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss bzw. Personalausschuss wird jeweils jährlich zusätzlich mit einem Betrag von EUR 1.000,00 vergütet.

Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung; gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2018 wie folgt vergütet:

(08) Bezüge des Aufsichtsrats

TEUR 2018
Fixe
Bezüge
Ausschuss
tätigkeit
Sitzungs
geld
Sonstiges2 Gesamt
Dr. Klaus Meier 18 1 4 5 28
Christine Behle 17 1 4 0 22
Sonja Berndt (seit 24.05.2018) 5 1 2 0 8
Karl-Heinz Dammann 8 1 5 9 23
Heiner Dettmer (seit 24.05.2018) 5 1 2 0 8
Melf Grantz1) 8 1 4 0 13
Martin Günthner1) 8 1 4 0 13
Udo Klöpping (seit 24.05.2018) 5 0 2 0 7
Karoline Linnert1) 8 1 3 9 21
Wybcke Meier (seit 24.05.2018) 5 0 2 0 7
Dr. Tim Nesemann 8 1 4 0 13
Klaus Pollok 8 1 4 0 13
Stefan Schubert 8 1 3 0 12
Dieter Strerath 8 1 5 0 14
Reiner Thau 8 1 3 9 21
Dr. Patrick Wendisch 17 1 4 0 22
im Berichtsjahr 2018 ausgeschiedene
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers
(bis 24.05.2018)
10 0 2 3 15
Birgit Holtmann (bis 24.05.2018) 4 0 1 9 14
Dr. h.c. Klaus Wedemeier
(bis 24.05.2018)
4 0 1 0 5
Andreas Wopp (bis 24.05.2018) 4 0 1 0 5
166 14 60 44 284

1 Gemäß § 5a des Senatsgesetzes und §§ 6 und 6a der Bremischen Nebentätigkeitsverordnung besteht eine

Ablieferungspflicht für Vergütungen aus der Aufsichtsratstätigkeit.

2 Gruppeninterne Aufsichtsratsmandate.

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 265, die mit TEUR 166 auf fixe Zahlungen entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 43, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 42 zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2018 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

DIE BLG-AKTIE

  • _ BLG-Aktie folgt 2018 dem Markttrend
  • _ Ergebnis je Aktie liegt bei EUR 0,66
  • _ Anhebung der Dividende auf EUR 0,45

Negative Entwicklung an den Aktienmärkten

Im Jahr 2018 war die Stimmung an den Börsen vor allem durch politische Ereignisse geprägt und die Märkte entwickelten sich überwiegend negativ. Die Handelskonflikte, insbesondere zwischen den beiden größten Volkswirtschaften USA und China, sowie Konjunktursorgen und die Angst vor steigenden Zinsen lasteten 2018 auf der Wirtschaft. Des Weiteren ergaben sich durch die andauernden Brexit-Verhandlungen, Italiens Verschuldungsdebatte mit der EU sowie durch die Wahlen in Brasilien, Italien und der Türkei weitere Unsicherheiten.

Auch das Wachstum der deutschen Wirtschaft war 2018 mit 1,5 Prozent der schwächste Wert seit fünf Jahren. Die Handelskonflikte bremsten das Exportgeschäft und in der für Deutschland wichtigen Autoindustrie ergaben sich Probleme bei der Einführung des neuen Abgasund Verbrauchsstandards WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure). Gestützt wurde die Konjunktur von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen sowie dem Bauboom. In dem beschriebenen Umfeld verzeichnete der DAX im Verlauf des Geschäftsjahres ein Kursminus von 18,3 Prozent und schloss den letzten Handelstag mit 10.559 Punkten ab.

BLG-Aktie¹ folgt dem Markt

Nachdem die BLG-Aktie das Geschäftsjahr 2018 mit einem Kurs von EUR 14,49 eröffnet hatte, hat sie zunächst die Seitwärtsbewegung aus der zweiten Jahreshälfte 2017 fortgesetzt. Der höchste Schlusskurs des Jahres ergab sich bereits am 15. Januar 2018 mit einem Kurs von EUR 15,10. Im zweiten und dritten Quartal sank das Niveau der BLG-Aktie insgesamt ab, sodass am 8. August 2018 der Jahrestiefststand von EUR 11,13 erreicht wurde. Im vierten Quartal bewegte sich die BLG-Aktie im Wesentlichen seitwärts. Trotz der soliden Geschäftsentwicklung konnte sich die BLG-Aktie nicht dem Markttrend im Berichtsjahr entziehen (DAX -18,3 Prozent; MDAX -17,6 Prozent, SDAX -20,0 Prozent) und sank im Geschäftsjahr 2018 insgesamt um 18,1 Prozent. Aufgrund des Jahresschlusskurses am 28. Dezember 2018 von EUR 11,87 lag die Marktkapitalisierung bei EUR 45,6 Mio.

KURSVERLAUF 2018 DER BLG-AKTIE (IN EUR)

¹ Angabe aller Börsenkurse als Durchschnitt an den notierten Börsen.

Im Überblick: Die Kennzahlen zur BLG-Aktie
Kennzahlen der Aktie 2018 2017 2016 2015 2014
Ergebnis je Aktie EUR 0,66 0,60 0,45 0,44 0,44
Dividende je Aktie EUR 0,45 0,40 0,40 0,40 0,40
Dividende % 17,3 15,4 15,4 15,4 15,4
Dividendenrendite % 3,8 2,8 2,1 2,7 3,1
Börsenkurs zum Jahresende1 EUR 11,87 14,49 19,27 15,08 12,78
Höchstkurs1 EUR 15,10 19,27 20,10 17,39 13,18
Tiefstkurs¹ EUR 11,13 12,87 13,59 12,29 9,32
Ausschüttungssumme TEUR 1.728 1.536 1.536 1.536 1.536
Ausschüttungsquote % 68,0 66,3 89,5 90,2 92,0
Kurs-Gewinn-Verhältnis 17,9 24,0 42,8 34,3 29,1
Marktkapitalisierung EUR Mio. 45,6 55,6 74,0 57,9 49,1

1 Angabe aller Börsenkurse als Durchschnitt an den notierten Börsen.

Stammdaten zur BLG-Aktie

ISIN DE0005261606
WKN 526160
Börsenkürzel BLH
Grundkapital EUR 9.984.000
Zugelassenes Kapital 3.840.000 Stück
Gattung Nennwertlose Namensaktien
Notiert in: XETRA, Berlin, Hamburg, Frankfurt

DIVIDENDE PRO AKTIE EUR 0,45

Anhebung der Dividende auf EUR 0,45

Im Rahmen ihres Leitungsermessens haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der BLG AG von dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.541 einen Teilbetrag von TEUR 813 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit weist der Jahresabschluss der BLG AG für das Geschäftsjahr 2018 einen Bilanzgewinn nach HGB von TEUR 1.728 (Vorjahr: TEUR 1.536) aus. Dieser ist nach deutschem Recht die Grundlage für die Dividendenausschüttung.

Ausgehend von der anhaltend positiven Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 12. Juni

2019 vor, eine Dividende von EUR 0,45 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,40 je Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück (Namensaktien) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 68,0 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 11,87 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividendenrendite von 3,8 Prozent.

Veränderung in der Aktionärsstruktur zu Beginn des Jahres 2019

Das Grundkapital der BLG AG beträgt EUR 9.984.000,00 und ist in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.

Aktionärsstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877 zum 31. Dezember 2018

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2018 mit 63,0 Prozent Hauptaktionär des Unternehmens. Hiervon entfallen 12,6 Prozent auf die Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen, einer Beteiligung der Freien Hansestadt

AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2018

50,4% FREIE HANSESTADT BREMEN (STADTGEMEINDE)

12,6% BREMER VERKEHRS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT

12,6% FINANZHOLDING DER SPARKASSE IN BREMEN

5,9% WALDEMAR KOCH STIFTUNG

18,5% STREUBESITZ

Bremen (Stadtgemeinde). Mit Wirkung zum 31. Januar 2019 sind die Anteile der Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft mbH an die Panta Re AG, Bremen, veräußert wurden. Weitere große institutionelle Investoren sind die Finanzholding der Sparkasse in Bremen mit einem Anteil von 12,6 Prozent und die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, mit einem Anteil von 5,9 Prozent. Der Streubesitz beträgt 18,5 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 710.000 Stück entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt 0,7 Prozent; die übrigen 17,8 Prozent werden von Privatanlegern gehalten.

Umfangreiche Informationen auch online

Auf unserer Investor-Relations-Website unter www. blg-logistics.com/ir stellen wir umfangreiche Informationen rund um die BLG-Aktie zur Verfügung, um ein Höchstmaß an Informationen und Transparenz zu bieten. Hier sind unter anderem unser Finanzkalender, die Finanz-, Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberichte als Online-Version sowie alle Informationen rund um unsere Aktie und die Hauptversammlung zu finden. Des Weiteren stehen hier Kontaktinformationen von Ansprechpartnern für Aktionäre und Interessierte zur Verfügung.

JAHRESABSCHLUSS BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

TEUR 2018 2017
1. Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 3.114 3.097
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.137 5.100
9.251 8.197
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.378 -4.058
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und Unterstützung
-1.240 -549
-5.618 -4.607
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.199 -1.401
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 639 622
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32 -40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- davon aus der Bildung aktiver latenter Steuern
TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 38)
-500 -456
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 2.541 2.315
9. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -813 -779
10. Bilanzgewinn 1.728 1.536

An unsere Aktionäre Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

BILANZ

TEUR
Aktiva
31.12.2018 31.12.2017
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
25.136 23.556
2. Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
22 36
25.158 23.592
II. Guthaben bei Kreditinstituten 18 18
25.177 23.610
B. Aktive latente Steuern 303 212
25.480 23.822
TEUR
Passiva
31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 998 998
2. Andere Gewinnrücklagen 8.506 7.693
9.504 8.691
III. Bilanzgewinn 1.728 1.536
21.216 20.211
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 934 88
2. Steuerrückstellungen 60 0
3. Sonstige Rückstellungen 2.666 2.401
3.660 2.489
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
5 222
2. Sonstige
Verbindlichkeiten
599 900
604 1.122
25.480 23.822

ANHANG BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

Sitz der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) ist Bremen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4413 im Register des Amtsgerichts Bremen eingetragen.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2005 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz herangezogen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Ansatz der Rückdeckungsversicherungen zu den Pensionsrückstellungen erfolgt mit den von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwerten der Gesamtansprüche. Der Aktivwert entspricht insoweit sowohl den fortgeführten Anschaffungskosten (Einzahlungen zzgl. angesparte Zinsen und Überschussguthaben) als auch dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag.

Der Ausweis erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte auf der Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter Pensionen
Diskontsatz 3,2%
Erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung 2,0%
Erwartete Rentenerhöhungen 2,0%

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Langfristige Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitraum des Abbaus der Differenz bewertet und die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt.

Ausschlaggebend für die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren.

Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern anzusetzen, wurde in Anspruch genommen.

Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst.

Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, (BLG KG). Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 5.227) um kurzfristige Darlehen. Auf Forderungen aus Cash Management entfallen TEUR 16.097 (Vorjahr: TEUR 14.931). Weitere TEUR 3.812 (Vorjahr: TEUR 3.398) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.

In die anderen Gewinnrücklagen wurden aus dem Jahresüberschuss 2018 TEUR 813 eingestellt (Vorjahr: TEUR 779).

Die bestehenden Gewinnrücklagen decken die nach § 253 Abs. 6 HGB (Unterschiedsbetrag betreffend Ansatz von Pensionsverpflichtungen) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 674 (Vorjahr: TEUR 485) sowie die nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB (aktive latente Steuern) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 212) vollständig ab.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die ausgewiesenen Rückstellungen betreffen Pensionsverpflichtungen für die Mitglieder des Vorstands.

Die ausgewiesene Netto-Pensionsverpflichtung setzt sich wie folgt zusammen:

= Netto-Pensionsverpflichtung 934
abzgl. Marktwert der Rückdeckungs
versicherungen
-3.926
Erfüllungsbetrag (Barwert) der Pensions
verpflichtungen
4.860
TEUR 31.12.2018

Die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 674.

Zinsaufwendungen und Zinserträge aus der Aufzinsung wurden in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 92) verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten mit TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 1.809) die variable Vergütung des Vorstands.

Weitere Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 412) für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Gruppenabschlusses sowie der Prüfung des Jahresabschlusses gebildet.

Für fixe Aufsichtsratsvergütungen wurden TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 180) zurückgestellt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 580 (Vorjahr: TEUR 882) Steuern.

Latente Steuern

Die Latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 15,825 Prozent bewertet.

Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus Pensionsrückstellungen.

Von dem Wahlrecht, einen Überhang an aktiven latenten Steuern anzusetzen, wird Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der für die Folgejahre erwarteten positiven Ergebnisse der BLG KG nicht erkennbar.

Anteilsbesitz

Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes, welcher der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nummer 11 Handelsgesetzbuch über ihre Tochtergesellschaft BLG KG zuzurechnen ist, ist Bestandteil des testierten Jahresabschlusses, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Eine komprimierte Aufstellung der in den Gruppenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen ist im Abschnitt "Weitere Informationen" auf ASeite 177 f. enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütungen der BLG KG

Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung (TEUR 1.011, Vorjahr: TEUR 972) und die Arbeitsvergütung (TEUR 2.104, Vorjahr: TEUR 2.126) für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG KG.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.01.2018 -
31.12.2018
01.01.2017 -
31.12.2017
Erträge aus der
Weiterbelastung von
Vorstandsvergütungen
4.544 4.216
Erträge aus Erstattungen
für Pensions
verpflichtungen
1.230 547
Erträge aus der
Weiterbelastung von
Aufsichtsratsvergütungen
240 224
Erträge aus der
Weiterbelastung von
Aufwendungen
27 36
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
21 0
Übrige 75 77
Gesamt 6.137 5.100

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrifft die Vergütung des Vorstands.

Die Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen in Höhe von TEUR 1.240 (Vorjahr: TEUR 549) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.01.2018 -
31.12.2018
01.01.2017 -
31.12.2017
Administrationskosten 727 895
Vergütungen für den
Aufsichtsrat
240 224
Rechts-, Beratungs- und
Prüfungskosten
104 134
Sonstige personalbezogene
Aufwendungen
122 115
Weiterbelastete
Aufwendungen
6 29
Übrige 0 4
Gesamt 1.199 1.401

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Ausweis betrifft, wie im Vorjahr, in voller Höhe Zinserträge von verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Ausweis betrifft in voller Höhe Aufwendungen aus der Aufzinsung.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31. Dezember 2018 nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2018 beträgt TEUR 89. Sie betrifft ausschließlich die Abschlussprüfung.

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr in Unternehmen der BLG-Gruppe folgende Leistungen vom Abschlussprüfer erbracht: freiwillige Abschlussprüfungen, Projektbegleitung bei der Einführung von Finanzsoftware und fachliche Unterstützung zu IFRS 9/Hedge Accounting.

Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen mit Gesellschaftern Beziehungen mit der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent (Vorjahr: 63,03 Prozent). Die im Vorjahr über die Tochtergesellschaft Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft, Bremen, gehaltenen 12,61 Prozent wurden mit Wirkung zum 31. Januar 2019 an die Panta Re AG, Bremen, veräußert. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns 2017 eine Dividende erhalten.

Transaktionen mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen keine Transaktionen zu nicht marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Sie werden an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG siehe ASeite 178 ff. Die Angaben zur individualisierten Vergütung entsprechend § 285 Satz 1 Nummer 9 HGB sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme sind im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und des Gruppenlageberichts ist, auf ASeite 18 ff. zusammengefasst. Die Aufwendungen für die Vergütungen des Vorstands werden vollständig von der BLG KG getragen.

Director´s Dealings

Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats sind nach Art. 19 der EU-Marktmissbrauchsverordnung grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.

Der Aktienbesitz dieses Personenkreises beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Stimmrechtsmitteilungen

Folgende Stimmrechtsmitteilungen von direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der BLG AG sind dem Vorstand der BLG AG gemeldet worden:

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG zum 31. Januar 2019 50,42 Prozent (entsprechend 1.936.000 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

www.blg-logistics.com/ir Aktuelle Aktionärsstruktur und Stimmrechtsmitteilungen im Bereich Investor Relations unter Informationen zur Aktie

Die zuvor über die Tochtergesellschaft Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft, Bremen, gehaltenen weiteren 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile an der BLG AG wurden mit Wirkung zum 31. Januar 2019 veräußert. Sämtliche Stimmrechte waren gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zuzurechnen.

Herr Peter Hoffmeyer hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Panta Re AG, Bremen, an der BLG AG am 31. Januar 2019 die Schwelle von 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG Herrn Peter Hoffmeyer zuzurechnen.

Die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, hat uns am 18. November 2016 gemäß § 21 Absatz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 15. November 2016 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,23 Prozent (entsprechend 200.814 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind der Waldemar Koch Stiftung, Bremen, zuzurechnen.

Die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, hat uns am 8. April 2002 gemäß § 41 Absatz 2 Satz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 1. April 2002 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug.

Weitere Detailinformationen sind auf unserer Homepage unter www.blg-logistics.com/de/investorrelations/aktie veröffentlicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2019 folgende Gewinnverwendung vor: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,45 für jede auf den Namen lautende Stückaktie (das entspricht rund 17 Prozent je Stückaktie) für das Geschäftsjahr 2018, entsprechend dem Bilanzgewinn von TEUR 1.728.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der BLG KG als gemeinsames Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2018 einen Gruppenabschluss nach den IFRS, wie sie

in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315e Absatz 3 Handelsgesetzbuch i. V. m. § 315e Absatz 1 Handelsgesetzbuch ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Weiter hat sie einen Abschluss zur Erfüllung der Konzernrechnungslegungspflicht (Abschluss nach § 315e HGB) aufgestellt. Beide Abschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht und sind am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.

Corporate Governance Kodex

Der Vorstand hat am 28. August 2018 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 13. September 2018 die 18. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2018 und der Aufstellung des Jahresabschlusses am 18. März 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

LAGEBERICHT BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

Grundlagen der Gesellschaft

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen (BLG AG), ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). In dieser Funktion hat die Gesellschaft die Geschäftsführung der BLG KG übernommen.

Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG jeweils eine Vergütung. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.

Für die übernommene Haftung erhält die BLG AG von der BLG KG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. des Handelsgesetzbuchs. Diese Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG KG zu zahlen. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent des Jahresüberschusses der BLG KG vor Abzug dieser Vergütung. Die Vergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500.

Zusätzlich werden der BLG AG alle unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet. Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang.

Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven.

Wirtschaftsbericht

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend ihrer Funktion hat die BLG AG sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG KG, in das die Gesellschaft einbezogen ist. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt unverändert zu attraktiven Konditionen. Die Geldanlage ist risikoarm.

Im Berichtsjahr hat die BLG AG von der BLG KG eine Haftungsvergütung (TEUR 1.011) und eine Geschäftsführungsvergütung (TEUR 2.104) erhalten.

Ergebnis je Aktie von EUR 0,66

Das Ergebnis je Aktie wird errechnet durch Division des Jahresüberschusses der BLG AG durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Im Geschäftsjahr 2018 waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss stieg im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 226. Dies war im Wesentlichen durch eine Geschäftsführungsvergütung auf Vorjahresniveau (2018: TEUR 2.104, 2017: TEUR 2.126) und geringere Aufwendungen für Prüfung und Beratung sowie Einmalaufwendungen im Vorjahr begründet.

Die Aktie der BLG AG

Für detaillierte Informationen zur Aktie der BLG AG verweisen wir zur Vermeidung von Dopplungen auf die entsprechenden Angaben im Geschäftsbericht auf den ASeiten 25 ff.

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften wurde nur das Vorliegen der Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 Handelsgesetzbuch vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Handelsgesetzbuch an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu ASeite 12 ff.

Übernahmerelevante Angaben nach § 289a Absatz 1 Handelsgesetzbuch

Die übernahmerelevanten Angaben innerhalb des Corporate Governance-Berichts sind auf den ASeiten 17 f. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289a Absatz 2 Handelsgesetzbuch ist im Corporate Governance-Bericht auf den ASeiten 18 ff. enthalten.

Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BLG AG Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BLG AG. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche der Gruppe bietet nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BLG AG.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 4 Handelsgesetzbuch

Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 4 Handelsgesetzbuch wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Dopplungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben nach § 315 Absatz 4 Handelsgesetzbuch im Gruppenlagebericht auf den ASeiten 61 ff.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG KG einschließlich ihrer Beteiligungen, von der die Höhe der Geschäftsführungsvergütung der Gesellschaft abhängt. Hierbei können sich Markt-, gesamtwirtschaftliche, politische und andere Risiken (z. B. hoher Wettbewerbsdruck, Konjunkturentwicklung) direkt auswirken. Wir verweisen diesbezüglich auch auf den Gruppenlagebericht, den die BLG AG und BLG KG im Rahmen ihres gemeinsam aufgestellten Gruppenabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 erstellt haben. Ein Ausfallrisiko resultiert aus den Forderungen aus Darlehen und Cash Management gegen die BLG KG. Das Risiko eines Ausfalls ist nicht erkennbar.

Durch den erwarteten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie durch die anhaltende Niedrigzinsphase ergeben sich nach derzeitigen Erkenntnissen keine Einflüsse auf die Risikoeinschätzung.

Prognosebericht

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Diese Prognose wurde im Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 auf einen Jahresüberschuss leicht unter Vorjahresniveau aktualisiert. Der Jahresüberschuss stieg letztendlich, aufgrund von Vergütungen der BLG KG auf Vorjahresniveau und insgesamt gegenüber dem Vorjahr reduzierten Aufwendungen um, TEUR 226. Hinsichtlich weiterer Ausführungen verweisen wir auch auf den Wirtschaftsbericht.

Für das Jahr 2019 gehen wir auf Basis fundierter Planungen von einem Jahresüberschuss auf dem Niveau von 2018 aus. Auch in der Zukunft werden wir unsere Aktionäre entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung angemessen am Ergebnis beteiligen.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG AG, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Schlusserklärung des Vorstands nach § 312 Absatz 3 Aktiengesetz

Die BLG AG erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bremen, den 18. März 2019

Der Vorstand

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Andrea Eck Dieter Schumacher Jens Wollesen

unabhängigen Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • n entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
  • n vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1. Bewertung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

    1. Sachverhalt und Problemstellung
    1. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
    1. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1. Bewertung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen

  1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" Forderungen in Höhe von € 25,1 Mio (98,6 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen, kurzfristigen Darlehen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Die handelsrechtliche Bewertung von Forderungen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die beizulegenden Werte der Forderungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG richten sich grundsätzlich nach deren voraussichtlicher Zahlungsfähigkeit. Die Zahlungsfähigkeit der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hängt wesentlich von den erwarteten künftigen Zahlungsströmen aus ihren Beteiligungen ab. Auf Grundlage der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG erstellten Planungsrechnungen ergeben, sowie weiteren Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die Zahlungsfähigkeit der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG auf Grundlage der erwarteten Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen einschätzen. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der betragsmäßigen Höhe und dem damit verbundenen Risiko einer signifikanten Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Falle einer Wertminderung war die Bewertung der Forderungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG von besonderer Bedeutung im Rahmen unserer Prüfung.

    1. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wir uns mit den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen und vertraglichen Regelungen auseinandergesetzt. Zudem haben wir anhand von Einzelfallprüfungshandlungen die Zahlungsfähigkeit und Ergebnissituation der Beteiligungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die von der Gesellschaft durchgeführte Werthaltigkeitsbeurteilung nachvollzogen und anhand von Unternehmensplanungen der Beteiligungen sowie weiteren Unterlagen gewürdigt. Insgesamt konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Forderungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hinreichend dokumentiert und begründet sind.
    1. Die Angaben der Gesellschaft zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in den Abschnitten "Angaben zur Bilanzierung und Bewertung" sowie "Angaben zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

  • n die in Abschnitt "Corporate Governance Bericht" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • n den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB
  • n den Nachhaltigkeitsbericht

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Finanzberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • n wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • n anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • n identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • n gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • n beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • n ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • n beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

  • n beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

  • n führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Thomas Ull.

Bremen, den 19. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Ull ppa. Stefan Geers Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

WIR HABEN UNSER ERGEBNIS IM VERGLEICH ZUM VORJAHR ERNEUT DEUTLICH GESTEIGERT.

Gruppenlagebericht

GRUNDLAGEN DER GRUPPE

  • _ Geschäftsbereich AUTOMOBILE: starke Leistung als Automobillogistiker bestätigt
  • _ Geschäftsbereich CONTRACT: passgenaue Logistiklösungen für unsere Kunden
  • _ Geschäftsbereich CONTAINER: führender Terminalbetreiber Europas

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- (BLG AG) hat als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG (BLG KG) die Geschäftsführung für die BLG LOGISTICS übernommen. Diese beiden Unternehmen, die rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind, stellen daher als einheitliche Spitze den Gruppenabschluss auf.

Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.

Geschäftsmodell und Organisationsstruktur

Die BLG-Gruppe tritt nach außen unter der Marke BLG LOGISTICS auf. Die BLG LOGISTICS ist ein Seehafenund Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Mit über 100 Gesellschaften und Niederlassungen sind wir in Europa, Amerika, Afrika und Asien und auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent.

RECHTLICHE GRUPPENSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2018

Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und Handel komplexe logistische Systemdienstleistungen an. Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind führend in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.

Die BLG KG als strategische Managementholding fokussiert sich auf die strategischen Entwicklungen auf Gruppenebene. Damit ist der Einfluss der Holding auf das operative Geschäft weitreichender als bei einer reinen Finanzholding, jedoch auch deutlich geringer als bei einer operativen Managementholding. Eine Sonderrolle als Schnittstelle zu den operativen Einheiten nehmen die zuständigen Mitglieder des Vorstands der drei Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER ein. Der Vorstand bestimmt mit Vision und Mission die Gruppenstrategie begleitet von strategischen Leitlinien auf Gruppenebene; der Geschäftsbereichsvorstand bestimmt zusammen mit den operativen Führungskräften die Geschäftsbereichsstrategie im Rahmen der Gruppenstrategie und ist für das strategische Geschäftsbereichsmanagement verantwortlich. Die jeweiligen Strategien werden durch die Zentralbereiche in ihrer Erfüllung unterstützt.

Wir führen übereinstimmend mit unseren Unternehmenswerten und unseren Führungsgrundsätzen durch Delegation von Aufgabe und Verantwortung. Wir verstehen Effizienz und Markterfolg als gemeinsames Ziel und betrachten BLG LOGISTICS als die Gesamtheit aus allen Zentralbereichen und Geschäftsbereichen, unter Beachtung klar definierter Rollen und Verantwortlichkeiten. Synergien zwischen und innerhalb der Geschäftsbereiche werden aktiv genutzt.

Damit unsere Kunden aus Industrie und Handel ihre Märkte besser erschließen können, managen wir die Komplexität vielschichtiger logistischer Prozesse. Als flexible Schnittstelle zwischen digitaler Technik, Praktikabilität und Kundennutzen finden wir die Lösungen, auf die man sich verlassen kann. Mit BLG LOGISTICS lässt sich Logistik einfach machen, damit unsere Kunden im Markt erfolgreich auftreten können.

Die BLG-Gruppe ist in drei Geschäftsbereichen tätig. Dieser Aufteilung folgt auch die Berichterstattung.

Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sind in zehn Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst die komplette weltweite Logistik für Fertigfahrzeuge vom Hersteller bis zum Händler. Dazu gehören Umschlag, Lagerung, technische Bearbeitungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße und Binnenschiff. Mit einem Volumen von 6,5 Mio. Fahrzeugen hat dieser Geschäftsbereich 2018 seine Position als einer der führenden Automobillogistiker Europas bestätigt. Einen weiteren Leistungsschwerpunkt bildet die Seehafenlogistik für konventionelle Güter.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE betreibt neben den Seehafen- und Inlandterminals in Bremerhaven, Hamburg, Cuxhaven, Danzig (Polen), Gioia Tauro (Italien) und im Hafen Bronka (Russland) auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Acht Binnenschiffe, eine Flotte von rund 500 Lkw und rund 1.500 Eisenbahnwaggons sind im intermodalen Zusammenspiel für den Autotransport im Einsatz. Darüber hinaus sind wir mit unseren logistischen Dienstleistungen in Kroatien, Polen, Russland, Slowenien sowie in der Ukraine präsent.

Geschäftsbereich CONTRACT

Im Geschäftsbereich CONTRACT sind die Autoteile-, Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik sowie speditionelle Dienstleistungen zusammengefasst. Wir verfügen über eine hohe Prozesskompetenz und bieten unseren Kunden individuelle Leistungspakete mit globaler Reichweite für unterschiedlichste Güter an.

In der Kontraktlogistik ist die BLG LOGISTICS in Logistikzentren und Spezialanlagen an über 40 Standorten in Europa sowie in Übersee für starke Marken wie BMW, Bosch, Daimler, Deutsche Bahn, engelbert strauss, Golf House, Griesson – de Beukelaer, Hansgrohe, Konica Minolta, OBI, Puma, Siemens oder Tchibo tätig.

Geschäftsbereich CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Joint Venture EUROGATE, führender Terminalbetreiber Europas, vertreten. EUROGATE verfügt über ein europäisches Netzwerk mit derzeit 14 Containerterminals an zwölf Standorten sowie intermodalen Transporten und cargomodalen Dienstleistungen. Der Schwerpunkt dieses Geschäftsbereichs liegt auf dem Containerumschlag.

Das Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven sowie La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno (alle Italien), Limassol (Zypern), Lissabon (Portugal) sowie Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland).

Änderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wurde eine strategische Partnerschaft mit einem Wettbewerber eingegangen und 50 Prozent der Anteile der Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dąbrowa Górnicza, Polen, im Juli 2018 abgegeben. Der Standort in Südpolen wird mit seiner zentralen Lage in Europa als wichtiges Standbein in der Osteuropastrategie angesehen. Mit der neuen Partnerschaft sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, den Standort weiterzuentwickeln und zusätzliches Fahrzeugvolumen zu generieren.

Im Geschäftsbereich CONTRACT wurden die Speditionsaktivitäten umstrukturiert: Die zuvor akquirierten Unternehmen INFORTRA GmbH INTERNATIONAL FOR-WARDING & TRANSPORT, LOGFORTRA GmbH Logistic, Forwarding & Transport, Arno Rosenlöcher und Kitzinger & Co. wurden zu einer Einheit verschmolzen. Diese Einheit firmiert nun als BLG International Forwarding GmbH & Co. KG. Damit bietet BLG LOGISTICS ihren Kunden aus dem mittelständischen Markt weiterhin selbstständig speditionelle Dienstleistungen per Straße, Schiene, Wasser und Luft – nun zusammengefasst unter dem Dach einer Marke.

Ebenfalls im Geschäftsbereich CONTRACT hat die BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika (BLG Südafrika), im Zuge einer Kapitalerhöhung ihr Automobil- und Automotivegeschäft in die bisher nach der Equity-Methode einbezogene Gesellschaft NYK LOGISTICS AND BLG SA Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika, eingebracht. Die Gesellschaft wurde in diesem Zusammenhang in BLG AND NYK AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika (BLG AND NYK), umfirmiert. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich der Anteil der BLG Südafrika an der BLG AND NYK von 51 Prozent auf 67 Prozent. Die Gesellschaft wird daher seit Juni 2018 nach der Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Hintergrund für die Transaktion waren Auflagen der südafrikanischen Wettbewerbsbehörde.

Des Weiteren wurden im August 2018 die Anteile (42,5 Prozent) an der bisher nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaft OLB Offshore Logistics Bremerhaven GmbH, Bremerhaven, veräußert und die ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogene Gesellschaft (Anteil 100 Prozent) BLG LOGISTIKA ADRI-ATIC d.o.o. i. L., Ploče, Kroatien, wurde im Berichtsjahr entkonsolidiert.

Die übrigen Veränderungen im Konsolidierungskreis haben sich nicht wesentlich auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der BLG-Gruppe ausgewirkt.

Leitung und Kontrolle

Erklärung zur Unternehmensführung

Im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften wurde nur das Vorliegen der Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315d Handelsgesetzbuch vom Abschlussprüfer geprüft. Sie werden gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d Handelsgesetzbuch auf den ASeiten 12 ff. dieses Geschäftsberichts ausgewiesen.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315a Absatz 1 Handelsgesetzbuch

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den ASeiten 17 f. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht nach § 315a Absatz 2 Handelsgesetzbuch ist im Corporate Governance-Bericht auf den ASeiten 18 ff. enthalten.

Forschung und Entwicklung

Als moderner Logistikdienstleister setzen wir auf Innovationen und Digitalisierung, um unsere Prozesse kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern. Auch wenn unser Geschäftsmodell keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinn erfordert, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit neuen Technologien, um langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können. Mithilfe von drei Methoden sondieren wir, welche technologischen Innovationen für uns künftig einen Mehrwert bieten können. In Forschungs- und Entwicklungsprojekten arbeiten wir mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft an Lösungen, die noch nicht auf dem Markt existieren und eine hohe Entwicklungshöhe haben. Unsere operativen Innovationsprojekte setzen bereits bestehende und erprobte Lösungen im Kontext unseres Unternehmens um. Gänzlich neue Technologien, von denen noch nicht klar ist, welchen Wertzuwachs sie uns bieten, testen wir in 100-Tage-Projekten auf ihre Tauglichkeit. Die neu konstituierte Abteilung Nachhaltigkeit und Digitalisierung übernimmt die systematische Planung und Steuerung von Innovationen innerhalb des Unternehmens.

Bereits im letzten Jahr sind die Forschungsprojekte "Isabella", "IRiS" und "Kali" angelaufen, die sich mit neuen Technologien, Automatisierung und Digitalisierung von Umschlagprozessen befassen. Im Rahmen des Förderprogramms IHATEC (Innovative Hafentechnologien) werden sie vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Besonders hervorzuheben ist im Projekt "Isabella" die schrittweise Implementierung des Multitouch-Tisches, der das virtuelle Spiegelbild des Terminalbetriebs abbildet und somit bei der Planung unterstützt. Verschiedene Szenarien können mithilfe des interaktiven Tisches simuliert und evaluiert werden, wodurch die Transparenz in der Prozessorganisation gesteigert wird. Durch die Visualisierung von Alternativen können unterschiedliche Fachbereiche gemeinsam an der Terminalplanung arbeiten. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr 2018 zwei weitere IHATEC-Projekte gestartet. Im Rahmen von "OBELiSK" entwickeln wir mit unseren Verbundpartnern eine Lösung zur intelligenten, teilautonomen Beleuchtungssteuerung für Außenflächen. Des Weiteren arbeiten wir in einem Konsortium aus acht Kooperationspartnern im Projekt "SecProPort" an der Entwicklung einer IT-Sicherheitsarchitektur, die die Hafenlogistik vor Cyberangriffen schützen soll.

Aus dem 2017 begonnenen digitalen Leuchtturmprojekt "SaSCh", welches durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, haben wir einen digitalen Service entwickelt, der aktuell mit verschiedenen Kunden von BLG LOGISTICS in einem Testmarkt erprobt wird. Das Ziel ist die Bereitstellung von smarten Services zur Überwachung der Waren in der Lieferkette. Die Entwicklung dieser digitalen Dienstleistung basiert auf der Voraussetzung, echtzeitnah Zugriff auf Positions- und Zustandsdaten der Produkte in der Lieferkette zu haben. Mithilfe eines Sensors, der direkt an Packstück oder Container befestigt wird, kann diese Vision umgesetzt werden. Die übermittelten Sensordaten werden digital für die Kunden bereitgestellt, intelligent miteinander verknüpft, ausgewertet und anschließend in einer cloudbasierten Plattform visualisiert.

Im Geschäftsjahr 2018 beteiligte sich BLG LOGISTICS damit an insgesamt sechs Verbundprojekten, deren Gesamtumfang EUR 22 Mio. beträgt.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Die BLG-Gruppe muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten. Neben den öffentlich-rechtlichen Regelungen sind für uns insbesondere das Kapitalmarktrecht, das Arbeitsrecht einschließlich Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrecht, das Transport- und Zollrecht sowie das Wettbewerbsrecht relevant. Zu den für die BLG-Gruppe wesentlichen wirtschaftlichen Einflussfaktoren zählen insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland, da ein Großteil der Belegschaft in Deutschland tätig ist und der Aufwand für Personal, für eigenes sowie Fremdpersonal, die wesentliche Kostenposition darstellt. Da unser Geschäftsmodell in allen Geschäftsbereichen zudem kapitalintensiv ist, kommt den Kapitalkosten ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.

Gruppensteuerung

Finanzielle Kennzahlen

BLG LOGISTICS hat im Vorjahr ihre Gruppensteuerung neu ausgerichtet. Im Rahmen der Entwicklung einer Mission und Vision und der Schärfung strategischer Leitgedanken wurde das Steuerungssystem so klar und transparent wie möglich gestaltet. Internes Reporting und Vergütungssysteme sind stringent für die gesamte BLG-Gruppe nach einheitlichen Messgrößen ausgestaltet.

Die wesentlichen Steuerungskennzahlen der BLG-Gruppe sind das Ergebnis vor Steuern (EBT), der Umsatz und die sich daraus berechnende EBT-Marge.

2017
Ist
2018
Prognose
2018
Ist
Ziel-
erreichung
2019
Prognose
EBT TEUR 33.528 +5-8% ä 37.527 übertroffen +5-8% ä
Umsatz TEUR 1.087.817 Vj.-Niveau à 1.141.326 übertroffen Vj.-Niveau à
EBT-Marge % 3,1% +5-8% ä 3,3% erreicht +5-8% ä

In der Tabelle oben sind die erwarteten Steuerungskennzahlen den erreichten Kennzahlen im Geschäftsjahr gegenübergestellt sowie die Prognose für das folgende Geschäftsjahr abgebildet. Für die dazugehörigen Erläuterungen der Geschäftsentwicklung verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht ab ASeite 52 und auf den Prognosebericht ab ASeite 74.

EBT

Das Ergebnis vor Steuern (EBT – Earnings Before Taxes) ist die Ausgangsgröße zur Bestimmung der Ertragskraft unabhängig von nicht beeinflussbaren steuerlichen Effekten. Es ist auch zur Messung der Profitabilität im internationalen Vergleich geeignet.

Umsatz

Der Gruppenumsatz ergibt sich aus der Gruppengewinn- und -verlustrechnung und beinhaltet nicht den Umsatz des Geschäftsbereichs CONTAINER.

EBT-Marge

Die Division des EBT durch den Umsatz ergibt die EBT-Marge. Sie ist ein Indikator für die Effizienz und Profitabilität eines Unternehmens.

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Bei den nichtfinanziellen Kennzahlen handelt es sich je nach operativer Geschäftseinheit um individuelle Steuerungsgrößen. Hierzu gehören Messgrößen wie Fahrzeughandling, bearbeitete Mengen und der Containerumschlag. Zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung setzen wir auf einen kontinuierlichen Dialog mit den Kunden und beobachten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung genau, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

#ErfolgBrauchtAlle

Die BLG LOGISTICS als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister benötigt leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter, um am Markt nachhaltig erfolgreich zu sein, sowie den stetigen Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels gerecht zu werden. Unter dem Slogan #Erfolg-BrauchtAlle wird dieses derzeit durch verschiedenste Maßnahmen und Aktionen unterstrichen, die übergreifend alle Ebenen von der Aushilfe bis zum Vorstand und Bereiche sowie Standorte der BLG-Gruppe einbinden.

Um Mitarbeiter gewinnen, fördern und halten zu können, verfolgt die BLG-Gruppe das Ziel, dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden. Zu den Bestandteilen unserer Personalpolitik zählen daher neben einer leistungsorientierten Vergütung und gezielten Weiterbildungs-

möglichkeiten auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie spezifische Instrumente des Gesundheitsmanagements.

Die erfolgreiche Umsetzung einer klaren und zukunftsweisenden Strategie hängt in großen Teilen von den Führungskräften der BLG ab. Unsere Führungsgrundsätze und unsere Unternehmenswerte unterstützen dabei, ein gemeinsam getragenes Führungsverständnis auf allen Ebenen zu erreichen.

Die Verteilung der gemäß § 267 Absatz 5 Handelsgesetzbuch (Jahresdurchschnitt) Beschäftigten in den Segmenten – ohne Mitglieder des Vorstands sowie Auszubildende – und ihre Aufteilung auf die Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsbereich CONTAINER) ist im Berichtsjahr mit TEUR 9.467 Personen gegenüber dem Vorjahr um 16,8 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der verstärkten Einstellung von ehemaligen Leiharbeitern, insbesondere im Geschäftsbereich CONTRACT. Des Weiteren ist der Anstieg vor allem durch Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung begründet.

Nichtfinanzieller Bericht

Nach den Vorgaben des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) gibt BLG LOGISTICS seit dem Geschäftsjahr 2017 eine nichtfinanzielle Gruppen-Erklärung im Sinne von § 315b HGB ab. Diese Erklärung ist als gesonderter nichtfinanzieller Bericht im Nachhaltigkeitsbericht integriert, der unter www.blg-logistics. com/nachhaltigkeit abrufbar ist. In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2018 wird des Weiteren ausführlich über weitere nichtfinanzielle Themen berichtet.

Geschäftsbereich 2018 2017 Veränderung
prozentual
Geschäftsbereich AUTOMOBILE 3.193 2.929 9,0
davon gewerbliche Mitarbeiter 2.733 2.411
davon Angestellte 460 518
Geschäftsbereich CONTRACT 5.946 4.885 21,7
davon gewerbliche Mitarbeiter 4.646 3.680
davon Angestellte 1.300 1.205
Geschäftsbereich CONTAINER 1.612 1.578 2,2
davon gewerbliche Mitarbeiter 1.161 1.133
davon Angestellte 451 445
Beschäftigte der Segmente 10.751 9.392 14,5
davon gewerbliche Mitarbeiter 8.540 7.224
davon Angestellte 2.211 2.168
Services 328 293 11,9
davon gewerbliche Mitarbeiter 0 0
davon Angestellte 328 293
Beschäftigte inkl. Geschäftsbereich CONTAINER 11.079 9.685 14,4
davon gewerbliche Mitarbeiter 8.540 7.224
davon Angestellte 2.539 2.461
Überleitung (Abzug Geschäftsbereich CONTAINER) -1.612 -1.578 -2,2
davon gewerbliche Mitarbeiter -1.161 -1.133
davon Angestellte -451 -445
Beschäftigte der Gruppe 9.467 8.107 16,8
davon gewerbliche Mitarbeiter 7.379 6.091
davon Angestellte 2.088 2.016

www.blg-logistics.com im Bereich Unternehmen unter Nachhaltigkeit

WIRTSCHAFTSBERICHT

  • _ Erfolgreiches Jahr: EBT stärker gestiegen als prognostiziert (+11,9 Prozent)
  • _ Hohe Volumen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE
  • _ Geschäftsbereich CONTRACT: neue Logistikcenter eröffnet

Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2018 setzte sich das stetige Wachstum der Weltwirtschaft fort und liegt auf Vorjahresniveau bei 3,7 Prozent (IfW Kiel, Dezember 2018). Doch die Weltkonjunktur hat im Verlauf des Jahres 2018 an Fahrt verloren. Die wirtschaftliche Stimmung hat sich weltweit eingetrübt. Wesentliche Störfaktoren waren die Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte, die Straffung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten sowie die Unklarheiten über den Verlauf des Brexits.

Das Wachstum war im vergangenen Jahr durch verschiedenste Faktoren belastet. Während die Produktion in Russland, China und auch in Teilen Lateinamerikas wenig an Tempo verlor, gerieten die Türkei und Argentinien in eine Rezession. Auch in vielen Schwellenländern geriet die Wirtschaft unter Druck, blieb aber noch robust. Dies liegt insbesondere am deutlichen Umschwung der internationalen Kapitalströme infolge der deutlich gestrafften Geldpolitik der USA. Die Schwellenländer verzeichnen einen leichten Rückgang des BIP-Wachstums. Im Mittleren und Nahen Osten nahmen die politischen Spannungen durch die Wiedereinführung von Sanktionen gegen den Iran durch die USA zu.

Das Wachstum in den USA entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018 sehr dynamisch. Einerseits nahmen die Konjunkturimpulse deutlich zu, andererseits hat der anhaltende Handelsstreit mit China eine hemmende Wirkung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Europäischen Union verzeichnete in 2018 ein Wachstum von 1,9 Prozent. (Eurostat, Januar 2019)

Deutsches BIP wächst 2018 um 1,5 Prozent

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn dieser etwas an Schwung verloren hat. Dennoch stieg die Zahl der Erwerbstätigen auf einen erneuten Höchststand. Die Kapazitäten sind weiterhin gut ausgelastet und auch die Verbraucherpreise halten sich stabil. Die Kauflust der Verbraucher, die Ausgaben des Staates und die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt trugen maßgeblich zum Wachstum bei. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 1,0 Prozent. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen ebenfalls moderat um 1,1 Prozent an. Insbesondere die Investitionen in Ausrüstungen legten erneut deutlich um 4,5 Prozent zu. Die deutschen Ausfuhren stiegen im Jahresdurchschnitt 2018 weiter, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,4 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Die Importe stiegen im selben Zeitraum etwas stärker und wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent. (Destatis, Januar 2019)

Die Arbeitslosenquote liegt derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung und dürfte sich bei der derzeitigen Marke von 5,2 Prozent stabilisieren (Destatis, Januar 2019). Angesichts der laufenden Entwicklungen der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und einer steigenden, aber moderaten Preisniveauentwicklung stellen die privaten Konsum- und die Staatsausgaben eine tragende Rolle für das Wirtschaftswachstum dar.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Logistikbranche erbringt als wichtige Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten produktionsnahe Dienstleistungen. Neben dem klassischen Speditionsgeschäft zählt die Erbringung logistischer Leistungen im Zusammenhang mit der Zulieferung, Produktion und Distribution von Gütern zu ihren Leistungsschwerpunkten.

Die Anforderungen an die Logistik verändern sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Anhaltende Globalisierung, kürzere Produktlebenszyklen und Urbanisierung sowie neue Technologien sind Treiber dieser Veränderungen. Die Branche profitiert dabei weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch das wachsende E-Commerce-Geschäft sowie die Retourenbearbeitung im Business-to-Consumer-Geschäft zusätzlich verstärkt wird. Herausforderungen bestehen insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Margendruck, mit der demografischen Entwicklung und dem damit einhergehenden Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte. Hinzu kommen die wachsende Bedeutung des Onlinehandels, steigende Kundenanforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit, Flexibilität und Qualität der Belieferung sowie eines steigenden Umweltbewusstseins in der Bevölkerung.

Zusätzlich werden von den Logistikunternehmen im Rahmen von Outsourcingaktivitäten hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlags-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen. Da Verträge mit Kunden regelmäßig nur Laufzeiten von wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlagsgeräte häufig gemietet oder geleast. Hierbei werden langfristige Kapitalbindungen vermieden und die Flexibilität des Logistikdienstleisters stark erhöht.

Aufgrund steigender Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von durchgängigen Informations- und Kommunikationstechniken entlang der Prozessketten deutlich ausgeweitet. Logistikdienstleister müssen verstärkt Geschäftsmodelle auf die Veränderungen, wie den steigenden Einfluss durch die fortschreitende Digitalisierung der Prozessketten, anpassen.

Das SCI Logistikbarometer sinkt im Dezember 2018 auf den tiefsten Wert seit fünf Jahren. Der Anteil der Unternehmen, die die Lage als "gut" bewerten, hat sich zum Jahresende halbiert. So geht die Logistikbranche insgesamt durch die konjunkturellen Unsicherheiten von einem Rückgang der Logistikkonjunktur aus. Überwiegend sind die Kapazitäten jedoch gut ausgelastet, berichtet die große Mehrheit der Logistikdienstleister.

Das Leistungsvolumen der Logistikbranche in Deutschland wird im vergangenen Jahr voraussichtlich um ca. 3,0 Prozent zugelegt haben (BVL, Januar 2019). Der gesamte Logistikmarkt in Europa entwickelte sich erneut positiv. Daran hat Deutschland erneut einen sehr hohen Anteil. So liegt die Zahl der Beschäftigten in Deutschland in logistischen Berufen im Handel und bei Logistikdienstleistern 2018 bei ca. 3,2 Mio. (BVL, Januar 2019)

Neben der wirtschaftlichen Stärke und der hohen Bevölkerungszahl ist die Bedeutung des deutschen Marktes unter anderem darauf zurückzuführen, dass ein großer Anteil der Wirtschaftsleistung auf Industrie und Handel entfällt. Weitere Ursachen sind der traditionell hohe Exportanteil, die zentrale Lage in Europa und die daraus abgeleitete Drehscheibenfunktion. Auch die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und die signifikante logistische Kompetenz tragen zur hohen Attraktivität des Logistikstandorts Deutschland bei.

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2018 war für BLG LOGISTICS ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr – mit einigen Herausforderungen, aber auch vielen guten Nachrichten. Unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sowie der schwierigen und undurchsichtigen politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in vielen Regionen der Welt beurteilen wir den Geschäftsverlauf insgesamt als zufriedenstellend.

BLG LOGISTICS hat auch für das Geschäftsjahr 2018 die gesetzten Ziele erreicht und befindet sich weiterhin auf dem mittelfristig angelegten strategischen Kurs profitabel zu wachsen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Gruppenumsatz gesteigert werden und lag damit über der Prognose, die von einem Umsatz auf Vorjahresniveau ausging. Auch die Ergebnisentwicklung ist besser verlaufen als erwartet. Das EBT der BLG-Gruppe lag 2018 über dem Vorjahresniveau und mit einer Steigerung von 11,9 Prozent auch über der für 2018 prognostizierten Bandbreite (5 bis 8 Prozent).

Der Erfolgskurs ist unter Beachtung effizienter Prozessgestaltung, interner Restrukturierungsmaßnahmen und durch stringentes Kostenmanagement fortgeführt worden. Dabei verfolgten wir weiterhin eine nachhaltige Ausgaben- und Investitionspolitik sowie eine Optimierung unserer bestehenden Prozesse. Wir arbeiten intensiv daran, die wirtschaftliche Lage der BLG-Gruppe weiter zu steigern und sehen uns für die Zukunft gut aufgestellt. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Gruppenabschlusses 2018 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Gruppenlageberichts in 2019. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2019 entspricht ebenfalls unseren Erwartungen.

Geschäftsverlauf

Ertragslage (01) (02) (03)

Im Geschäftsjahr 2018 konnte der Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 53.509 auf TEUR 1.141.326 erneut gesteigert werden. Dabei haben die Zuwächse in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT den geringfügigen Rückgang im Geschäftsbereich CONTAINER mehr als kompensiert.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 2.905 im Geschäftsbereich AUTOMOBILE resultiert aus den stabilen Umschlagsvolumen und der guten Geschäftsentwicklung beim Autotransport per Bahn. Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 51.402 auf TEUR 599.229 im Geschäftsbereich CONTRACT ist im Wesentlichen bedingt durch die Geschäftsausweitungen mit Bestands- und Neukunden in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik sowie durch den Ausbau des Geschäftsfelds Spedition. Der Rückgang der Umsätze im Geschäftsbereich CONTAINER um TEUR 1.972 auf TEUR 301.982 ist im Wesentlichen auf einen Wegfall der Sondereffekte 2017 zurückzuführen.

2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
553.125 550.220 2.905 0,5
599.229 547.827 51.402 9,4
301.982 303.954 -1.972 -0,6
-313.010 -314.184 1.174 -0,4
1.141.326 1.087.817 53.509 4,9
2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
1.141.326 1.087.817 53.509 4,9
96.397 87.899 8.498 9,7
-526.994 -525.407 -1.587 0,3
-419.405 -365.544 -53.861 14,7
-211.116 -200.177 -10.939 5,5
-38.005 -43.579 5.574 -12,8
42.203 41.009 1.194 2,9
-4.676 -7.481 2.805 -37,5
37.527 33.528 3.999 11,9
3,3 3,1 0,2 6,5
34.813 31.957 2.856 8,9
(03) EBT nach Segmenten
(in TEUR)
2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
AUTOMOBILE 15.530 13.155 2.375 18,1
CONTRACT 7.258 4.556 2.702 59,3
CONTAINER 37.409 48.372 -10.963 -22,7
Überleitung -22.670 -32.555 9.885 -30,4
Gruppe gesamt 37.527 33.528 3.999 11,9

Die Umsatzerlöse sind, bei fast gleichgebliebenen Materialaufwand, mit 4,9 Prozent bzw. TEUR 53.509 deutlich stärker gestiegen als erwartet. Grund dafür waren insbesondere die Geschäftsausweitungen in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik sowie der Ausbau des Geschäftsfelds Spedition (alle Geschäftsbereich CONTRACT).

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr deutlich auf TEUR 419.405 (Vorjahr: TEUR 365.544) an. Ursächlich für die Steigerung war der erhöhte Personalbestand. Dieser resultiert aus der Einstellung von Leiharbeitern im Berichtsjahr und aus der Geschäftsausweitung in verschiedenen Geschäftsfeldern. So stieg die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten innerhalb der Gruppe im Berichtsjahr um 1.360 auf 9.467 Mitarbeiter. Der im Materialaufwand ausgewiesene Aufwand für Fremdpersonal konnte entsprechend um TEUR 15.581 (-10,9 Prozent) verringert werden.

Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2018 um TEUR 5.574 auf TEUR 38.005 gesunken. Im Vorjahr entfielen TEUR 9.358 auf außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer Kündigung der Vertragsbeziehungen zum 31. Dezember 2018 eines wesentlichen Kunden im Geschäftsbereich CONTRACT (Geschäftsfeld Handelslogistik). Dieses Ereignis machte die Abwertung des Kundenstamms notwendig. Im Berichtsjahr 2018 wurden weitere Abwertungen in Höhe von TEUR 3.284 vorgenommen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen hat sich mit TEUR -150.140 gegenüber dem Vorjahr (TEUR -154.523) verbessert. Positiv haben sich unter anderem die Auflösungen von Schulden (TEUR 19.685; Vorjahr: TEUR 10.071) ausgewirkt. Weitere Erläuterungen können dem Gruppenanhang unter Erläuterung Nummer 5 und 9 auf ASeite 105 f. entnommen werden.

Aufgrund der vorherigen Erläuterungen konnte das EBIT im Geschäftsjahr 2018 um TEUR 1.194 gesteigert werden.

Das Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.805 auf TEUR -4.676 deutlich verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf ein verbessertes Zinsergebnis und auf die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr (TEUR 1.918) zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich deutlich um TEUR 3.999 auf TEUR 37.527. Aufgrund des stärkeren Anstiegs des EBT gegenüber den Umsatzerlösen ergibt sich eine ebenfalls über dem Vorjahr liegende EBT-Marge von 3,3 Prozent (Vorjahr: 3,1 Prozent).

Die Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 2.714 (Vorjahr: TEUR 1.570). In Bezug auf das EBT ergibt sich damit eine Steuerquote von 6,0 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Die Erhöhung der Steuerquote resultiert aus den mit TEUR 1.169 gestiegenen Steueraufwendungen für laufende Steuern des Berichtsjahres (TEUR 5.510) und den stabilen latenten Steuern (TEUR -2.749). Weitere Erläuterungen zu den Ertragsteuern können dem Gruppenanhang unter Erläuterung Nummer 33 auf ASeite 160 entnommen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gruppenjahresüberschuss um TEUR 2.856 auf TEUR 34.813 gestiegen.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE (04)

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, XXL Logistics, AutoTransporte, AutoRail und Süd-/ Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an. Dazu zählen zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum

(04) Wesentliche Kennzahlen
AUTOMOBILE (in TEUR)
2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse 553.125 550.220 2.905 0,5
EBIT 19.115 17.801 1.314 7,4
EBT 15.530 13.155 2.375 18,1
EBT-Marge (in %) 2,8 2,4 0,4 16,7

Fahrzeughandling +3,6 Prozent

Endkunden vollumfänglich abgedeckt. Einen weiteren Leistungsschwerpunkt bildet die Seehafenlogistik für konventionelle (Stück)Güter im Geschäftsfeld XXL Logistics.

Im Geschäftsjahr 2018 liegt das Fahrzeugvolumen im Netzwerk des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE insgesamt mit einem Handling von 6,5 Mio. Fahrzeugen leicht über Vorjahresniveau (6,3 Mio. Fahrzeuge).

Im Geschäftsfeld Seehafenterminals bewegt sich das Pkw-Umschlagsvolumen auf einem stabil hohen Niveau und wird im Wesentlichen durch den Export bestimmt. Der stabile Umschlag auf dem Autoterminal Bremerhaven war im Berichtsjahr durch Flächenengpässe geprägt. Ursachen hierfür waren höhere Bestände an Fahrzeugen der Kunden, u. a. bedingt durch das neue Prüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) für alle Neuwagen, längere Standzeiten der Fahrzeuge und längere Frequenzen zwischen den Schiffsabfahrten. Dies stellte die Produktivität des Terminals im Berichtsjahr immer wieder vor Herausforderungen.

Für den Bereich XXL Logistics liegt die Umschlagsmenge auf dem erfreulichen Vorjahresniveau. Dazu trugen insbesondere die stabilen Umschlagsvolumina im Bereich High & Heavy und im Neustädter Hafen in Bremen bei. Die US-Zölle auf Stahlprodukte haben sich im Umschlagsvolumen in keinem nennenswerten Umfang bemerkbar gemacht. Im Bereich Windenergie sind auch im Geschäftsjahr 2018 zu geringe wertschöpfende Tätigkeiten zu verzeichnen. Der Grund dafür sind fehlende Anschlussaufträge der Produzenten für die Komponenten für Windenergieanlagen. Dadurch entstanden für das Jahr weiterhin Ergebnisbelastungen aus nicht gedeckten Fixkosten. Es sind im Wesentlichen das Verleihgeschäft von SPMTs (Self-Propelled Modular Transporter), der Transport von Komponenten für Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee sowie der Transport von Komponenten von Onshore-Windanlagen abgewickelt worden.

Das Gesamtvolumen in der Technik in den Seehafenterminals lag im Jahr 2018 auf Vorjahresniveau. Bei den technischen Dienstleistungen spiegelt sich regelmäßig die hohe Volatilität des Marktes wider. Innerhalb der Kundengruppen als auch der Wertschöpfungstiefen ist eine hohe Dynamik zu verzeichnen.

Auch das Geschäftsfeld Inlandterminals war im Berichtsjahr von einer sehr hohen Lagerauslastung bei hohem Volumen und hoher technischer Wertschöpfung geprägt. Insbesondere der Standort in Kelheim hat durch hohe Lagerbestände und eine signifikante Wertschöpfungstiefe aus technischen Dienstleistungen höhere Ergebnisbeiträge erzielt.

Die Verkehre im BLG-Netzwerk bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Bei den Lkw-Verkehren im Geschäftsfeld AutoTransport konnten die Kapazitäten nicht wie geplant ausgelastet werden. Ursache hierfür war der vorhandene Fahrermangel. Hier werden wir gegensteuern und verstärkt darauf setzen, selbst auszubilden. Trotz der teilweise fehlenden Kapazitäten lag das Lkw-Transportvolumen insgesamt auf Vorjahresniveau. Bei den Bahnverkehren konnte bei hoher Auslastung ein Transportvolumen über Vorjahresniveau erzielt werden.

Im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa profitiert die Geschäftsentwicklung von den steigenden Volumen und der höheren Wertschöpfung in Russland, wo es der BLG gelungen ist, durch den Wechsel auf den Eingangshafen Bronka das Operation in Eigeneintritt zu übernehmen und somit die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen. Des Weiteren trugen insbesondere Neukunden im Hafenumschlag und den Lkw-Transporten zur positiven Entwicklung bei. Im Seehafenterminal in Süditalien, Gioia Tauro, und in unserem polnischen Terminal in Dąbrowa Górnicza wurde im Geschäftsjahr 2018 aufgrund steigender Volumen der Turnaround erreicht.

2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
599.229 547.827 51.402 9,4
11.486 10.867 619 5,7
7.258 4.556 2.702 59,3
1,2 0,8 0,4 50,0

Aufgrund der beschriebenen erfreulichen Entwicklung und der hohen Volumina im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist das EBT gegenüber dem Vorjahr von TEUR 13.155 auf TEUR 15.530 gestiegen.

Geschäftsbereich CONTRACT (05)

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst vielfältige logistische Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Industrielogistik, Handelslogistik und Spedition.

Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) sind die Kapazitäten im Logistikcenter Bremen sehr gut ausgelastet. Begünstigt wurde dies durch die Verlängerung wichtiger Bestandsgeschäfte sowie den Anlauf eines Neugeschäfts im Vorjahr. Auch aufgrund hoher Volumen setzen wir die Einstellung von eigenen Mitarbeitern an diesem Standort konsequent fort. Am Standort Düsseldorf konnte aufgrund der besseren Belegung von Hallenflächen die Ertragssituation weiter verbessert werden. Das Ergebnis am Standort Leipzig, wo wir in der Montagelogistik eines Automobilherstellers tätig sind, lag im Berichtsjahr deutlich über dem Vorjahr, das durch Volumenrückgänge und geänderte Preise belastet war. Die Ergebnisentwicklung an den anderen Standorten des Geschäftsfelds liegt im Rahmen der Erwartungen.

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) ist – trotz konjunktureller Risiken – erneut durch einen stabilen Geschäftsverlauf auf hohem Niveau in Südafrika gekennzeichnet. Aufgrund erheblicher zeitlicher Verschiebung bei einem wesentlichen Geschäft und Einmaleffekten aus Kundenverträgen in den USA hat das Geschäftsfeld insgesamt aber mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Insbesondere sind am Standort in den USA noch nicht die avisierten Umsätze und Produktionsmengen erreicht. Gleichzeitig sind höhere Kosten aufgrund von Herausforderungen bei der Inbetriebnahme von Neugeschäften entstanden. In Indien und Malaysia war im Geschäftsjahr eine stabile Geschäftsentwicklung zu verzeichnen.

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Handelslogistik lag im Berichtsjahr im Rahmen der Erwartungen. Durch den Verlust eines Großkunden im Bereich Textillogistik und der vorzeitigen Verlagerung von Volumen sowie saisonalen Mengenverschiebungen kam es hier zu negativen Planabweichungen. Diese konnten durch gute Ergebnisse an anderen Standorten kompensiert werden. Mit einem Großkunden am Standort Bremen konnte darüber hinaus der Vertrag verlängert und so die Arbeitsplätze gesichert werden.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden im Geschäftsfeld Spedition die Gesellschaften der Kitzinger-Gruppe mit denen der FORTRA-Gruppe verschmolzen. Daraus resultierten geringe einmalige Sonderbelastungen, so dass das Ergebnis in diesem Geschäftsfeld leicht unter dem Vorjahresniveau liegt.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen ist das EBT deutlich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.702 auf TEUR 7.258 gestiegen.

Geschäftsbereich CONTAINER (06)

Der Geschäftsbereich CONTAINER der BLG-Gruppe wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG repräsentiert. Diese betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno, in Limassol (Zypern), Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlag aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste, wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.

(06) Wesentliche Kennzahlen
CONTAINER (in TEUR)
2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse 301.982 303.954 -1.972 -0,6
EBIT 41.743 52.360 -10.617 -20,3
EBT 37.409 48.372 -10.963 -22,7
EBT-Marge (in %) 12,4 15,9 -3,5 -22,0

Die EUROGATE-Gruppe insgesamt (100-Prozent-Werte) hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von TEUR 603.963 (Vorjahr: TEUR 607.908) erwirtschaftet. Umfangreiche Restrukturierungen innerhalb der verschiedenen Reedereikonsortien, ausgelöst unter anderem durch Konsolidierungsprozesse der Reedereien untereinander, haben zu mehreren größeren positiven Sondereffekten im Jahr 2017 geführt. Erwartungsgemäß sind diese Einmaleffekte in 2018 nicht wieder eingetreten. Hauptursächlich dadurch ist das EBT in Höhe von TEUR 74.817 (Vorjahr: 96.742) gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Dies wirkte sich auch auf den Teilkonzernjahresüberschuss aus, der von TEUR 85.156 auf TEUR 67.325 sank. Der Gesamtumschlag der EUROGATE-Gruppe liegt im Berichtsjahr leicht unter Vorjahresniveau (-2,2 Prozent), wobei sich die deutschen Standorte insgesamt nahezu auf Vorjahresniveau bewegen (-0,2 Prozent).

ERGEBNISSE FÜR 2018

37,5 Mio. 1.141 Mio. 3,3 %
EBT Umsatz EBT-Marge

Vergleich der Ertragslage 2018 mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2018

Für das Jahr 2018 hatten wir einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein EBT mit einer Steigerung von 5 bis 8 Prozent sowie einer entsprechenden Steigerung der EBT-Marge prognostiziert. Unser Ziel, die Umsatzerlöse in allen drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER auf konstantem Niveau zu halten, haben wir in Summe mehr als erreicht. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR 1.141.326 lag über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.087.817. Mit einer Steigerung des EBT um 11,9 Prozent haben wir unser prognostiziertes Ziel nicht nur realisiert, sondern übertroffen. Die EBT-Marge konnte um 6,5 Prozent gesteigert werden und liegt aufgrund der gleichfalls gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich des prognostizierten Korridors.

Unseren Prognosen lagen Annahmen zugrunde, die teilweise von den eingetretenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2018 abwichen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich AUTOMOBILE sind, insbesondere im Geschäftsfeld Seehafenterminals, etwas stärker angestiegen als erwartet. Das neue Prüfverfahren WLTP stellte wiederum die Produktivitäten und damit auch das Ergebnis im Geschäftsfeld vor große Herausforderungen. In den Geschäftsfeldern Inlandterminals und AutoRail liegt das Ergebnis über den Erwartungen. Das Volumen im Autoumschlag hat sich trotz der in den Vorjahren begonnenen Verlagerung von Exportmengen in die Mittelmeerhäfen gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Gegenüber 2017 haben sich im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa erneut bessere wirtschaftliche Entwicklungen gezeigt. Insgesamt konnte somit das EBT im Geschäftsbereich AUTOMOBILE von TEUR 13.155 im Jahr 2017 auf TEUR 15.530 im Jahr 2018 verbessert werden.

Auch im Geschäftsbereich CONTRACT sind die Umsatzerlöse etwas stärker angestiegen als im Vorjahr angenommen. Das Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) konnte sich erneut gut entwickeln; dies hängt mit den meist hohen Steigerungsraten für die Teilelogistik der Automobilproduzenten zusammen. Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) sind höhere Verluste als geplant durch reduzierte Kundenvolumen und Einmalaufwendungen aufgetreten. Des Weiteren konnte im Geschäftsfeld Handelslogistik die Ergebnislage durch Prozessverbesserungen, Preisanpassungen und den erfolgreichen Anlauf von Neugeschäften verbessert werden. Gegenläufig wirkt sich allerdings der Bereich Sports & Fashion aus, der von den Folgen eines Verlusts eines Großkunden geprägt war. Der Geschäftsverlauf im Geschäftsfeld Spedition war im Wesentlichen durch die Verschmelzung der Kompetenzen in einer neuen Gesellschaft gekennzeichnet, was zu geringen einmaligen Sonderbelastungen führte. Für den Geschäftsbereich CONTRACT ergibt sich somit ein über dem Vorjahr liegendes EBT in Höhe von TEUR 7.258.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich CONTAINER sind im Berichtsjahr leicht zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen begründet durch Sondereffekte im Vorjahr (vgl. Ausführungen oben). Bei anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen angesichts von Überkapazitäten bei den Containerterminals und einem anhaltend scharfen Wettbewerb haben sich die geschäftlichen Aktivitäten der EUROGATE-Gruppe trotz anhaltender Infrastrukturdefizite – insbesondere am Standort Hamburg – entsprechend den Erwartungen zufriedenstellend entwickelt. Das anteilige EBT sank von TEUR

(07) Kennzahlen zur Vermögenslage
TEUR
31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Bilanzsumme 728.002 708.641 19.361 2,7
Anlagenintensität (in %) 40,1 42,2 -2,1 -5,0
Working Capital Ratio (in %) 93,3 95,5 -2,2 -2,3
Eigenkapital 250.841 235.596 15.245 6,5
Eigenkapitalquote (in %) 34,5 33,2 1,3 3,9
Nettoverschuldung 214.022 229.879 -15.857 -6,9
TEUR Buchwert
31.12.2018
Buchwert
31.12.2017
Langfristige Darlehen 109.567 141.793
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.084 1.382
Gesamt 110.651 143.175
(08) Nettoverschuldung
TEUR
31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Langfristige Darlehen 90.580 102.255 -11.675 -11,4
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 19.410 25.703 -6.293 -24,5
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 120.223 116.964 3.258 2,8
Finanzverschuldung 230.213 244.922 -14.709 -6,0
Langfristige Finanzforderungen 969 705 263 37,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.222 14.338 884 6,2
Nettoverschuldung 214.022 229.879 -15.857 -6,9
(09) Finanzlage
TEUR
2018 2017 Veränderung
absolut
Veränderung
prozentual
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 23.327 41.640 -18.313 -44,0
Mittelzu-/abfluss aus der Investitionstätigkeit 9.649 8.955 694 7,7
Free Cashflow 32.976 50.595 -17.618 -34,8
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -57.570 -61.126 3.556 -5,8
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds
-24.594 -10.531 -14.062 133,5
Wechselkursbedingte Veränderung des
Finanzmittelfonds
-938 11 -949 -8.627,3
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -14.093 -3.572 -10.521 294,5
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -39.625 -14.092 -25.532 181,2
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 15.222 14.338 884 6,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
-54.847 -28.430 -26.417 92,9
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -39.625 -14.092 -25.533 181,2

48.372 im Vorjahr auf TEUR 37.409, liegt damit aber noch deutlich über dem geplanten Niveau.

Vermögenslage (07) (08)

Im Berichtsjahr betrug die Bilanzsumme TEUR 728.002 und lag damit um TEUR 19.361 über dem Vorjahreswert von TEUR 708.641. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind hierbei im Berichtsjahr TEUR 13.592 gestiegen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.679 und der erstmalige Ausweis von Vertragsvermögenswerten innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 6.295).

Das langfristige Vermögen stieg um TEUR 5.769. Hierbei stehen der Erhöhung durch Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 33.169 Desinvestitionen in Höhe von TEUR -2.094 und Abschreibungen in Höhe von TEUR -38.005 gegenüber. Die Anlagenintensität hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 2,1 Prozentpunkte auf 40,1 Prozent leicht verringert. Des Weiteren stiegen die Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen um TEUR 11.315.

Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie Angaben zu den Sicherungsinstrumenten ist im Anhang unter Erläuterung Nummer 32 zu finden. Die Nettofinanzverschuldung der Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2018 um TEUR 15.857 auf TEUR 214.022 verringert (Vorjahr: TEUR 229.879).

Finanzlage (09)

Auf der Grundlage des im Jahr 2018 erzielten Ergebnisses vor Steuern von TEUR 37.527 ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 23.327 (Vorjahr: TEUR 41.640) erwirtschaftet worden. Dadurch lag der Free Cashflow von TEUR 32.976 um TEUR 17.618 unter dem Vorjahreswert von TEUR 50.595.

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr übersteigen die Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden und Abgängen von Finanzanlagen zusammen die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und Finanzanlagen und damit wurde in beiden Geschäftsjahren ein positiver Cashflow aus der Investitionstätigkeit erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 694 verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich erhöhten Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit weist im Vergleich zum Vorjahr einen um TEUR 3.556 geringeren Mittelabfluss aus. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (TEUR 8.360) und den gegenläufig höheren Tilgungen von Finanzkrediten und Schuldscheindarlehen.

Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr um TEUR -25.533 auf TEUR 39.625 verändert. Ursächlich für die Veränderung ist im Wesentlichen die Tilgung von langfristigen Darlehen, die nicht durch Free Cashflows gegenfinanziert werden.

Die Finanzierung ausstehender Investitionen erfolgt unter Berücksichtigung der operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, sowie in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation aus Eigenmitteln, aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing.

Zum Bilanzstichtag bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 28,4 Mio.

Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Gruppenabschluss auf ASeite 90. Für die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auch auf Erläuterung Nummer 37 des Gruppenanhangs.

RISIKOBERICHT

  • _ Frühzeitige Identifikation von Chancen und Gefährdungen
  • für Entscheidungen nutzen
  • _ Keine bestandsgefährdenden Risiken
  • _ Aktives Risikomanagement fortgesetzt

Grundlagen des Chancen- und Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für die BLG-Gruppe Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Dabei verstehen wir Risiken als die Möglichkeit einer für die Erreichung der kurzfristigen und strategischen Ziele ungünstigen, gefährlichen oder sogar existenzbedrohenden zukünftigen Entwicklung durch Vermögensminderung. Dementsprechend stellen Chancen vermögensmehrende unsichere Ereignisse dar, die aus einer im Vergleich zur Planung günstigeren Entwicklung resultieren können.

Das Risikomanagement der BLG-Gruppe leitet sich im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der einzelnen Geschäftsfelder ab. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abwenden und eine Bestandsgefährdung ausschließen zu können.

Die strategische Ausrichtung der national sowie international tätigen BLG-Gruppe zeichnet sich zudem durch einen hohen Diversifikationsgrad aus. So führen die drei Geschäftsbereiche mit einer Vielzahl an darunter angebundenen Geschäftsfeldern zu einer gewissen Unabhängigkeit sowohl von konjunkturellen Einflüssen als auch von einzelnen Branchen oder Großkunden. Bedeutende Investitionen werden überwiegend durch Kundenverträge begründet und abgesichert.

Chancen- und Risikomanagementsystem

Verantwortlich für das Chancen- und Risikomanagementsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen das System auf Angemessenheit und Wirksamkeit. Die Verantwortung für das Erkennen sowie Managen wesentlicher Chancen und Risiken wird innerhalb der BLG-Gruppe zentral gesteuert. Dabei werden verschiedene Ebenen sowie Organisationseinheiten in das System eingebunden.

Das Verhältnis zwischen Kompetenz und Häufigkeit von Entscheidungen ergibt sich aus folgender Darstellung:

KOMMUNIKATIONSWEG UND VERANTWORTLICHKEITEN INNERHALB DES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS DER BLG-GRUPPE

Damit wir unsere Zielsetzungen, beispielsweise gemessen am Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT), erreichen, erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen und Gefährdungspotenzialen. Über die Steuerungskennzahlen der BLG-Gruppe wird monatlich im Vorstand sowie in den Führungskreisen berichtet. Auf diese Weise sollen eine nachhaltige Wertschöpfung sichergestellt und eine Bestandsgefährdung verhindert werden. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Steuerungsprozess, das gruppeninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Unserer besonderen Beachtung unterliegen dabei Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, aus den Märkten, aus dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität.

Die Grundsätze des Risikomanagements der BLG-Gruppe sind in einer Richtlinie dokumentiert und veröffentlicht. In den Geschäftsbereichen und den Zentralbzw. Stabsbereichen wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Somit wird sichergestellt, dass Risiken sowie risikomindernde Maßnahmen (Risikovermeidung und -reduzierung bzw. -überwälzung durch Versicherung), aber auch Chancen dort identifiziert und beurteilt werden, wo sie tatsächlich auftreten. Das implementierte zentrale Risikomanagement ist verantwortlich für die Koordination der gruppenweiten Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Chancen und Risiken. Dieses erfolgt auf Basis eines IT-gestützten Risikomanagementsystems.

Laufend, im Sinne einer permanenten Inventur, werden die Risiken und die im Rahmen der Strategie definierten dazugehörigen Maßnahmen erfasst, bewertet und überwacht, die aus heutiger Sicht unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich negativ beeinflussen können. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen die BLG-Gruppe ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, können unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinträchtigen, sind aber im Risikobericht nicht enthalten.

Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb der BLG-Gruppe integriert.

Als international tätiges Unternehmen mit heterogenem Dienstleistungsspektrum ist die BLG-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese werden durch laufende Beobachtung sowohl des gesamtwirtschaftlichen Umfelds als auch speziell der Entwicklung in der globalen Logistik analysiert und bei unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt. Der wesentliche Anteil der Risiken am Gesamtanteil liegt bei den Leistungsund Infrastruktur- sowie bei den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältig geografischen, arbeits-, kartell-, zoll-, kapitalmarkt-, steuer-, vertrags-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzen im In- und Ausland entstehen können, zu begegnen, stützt die BLG-Gruppe ihre Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe. Die BLG-Gruppe verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.

Das Finanzrisikomanagement wird durch den Bereich Treasury verantwortet, dessen Aufgaben und Ziele in einer durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie dargestellt sind. Zentrale Aufgabe neben dem Liquiditätsmanagement und dem Abschluss von Finanzierungen ist die Minimierung der finanziellen Risiken auf Gruppenebene. Hierzu zählen die Erstellung und Analyse von Finanzierungs- und Sicherungsstrategien sowie der Abschluss von Sicherungsinstrumenten.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Der Vorstand verabschiedet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung. Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel der BLG-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist eine optimierte Liquiditätssicherheit und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten im Allgemeinen und das Refinanzierungsrisiko im Speziellen langfristig zu reduzieren.

Die BLG-Gruppe überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Mit den Partnerbanken konnte einvernehmlich vereinbart werden, die bestehenden Covenantregelungen ersatzlos zu streichen. Bestehen bleiben Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

Die Strategie bestand im Jahr 2018 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten zu sichern.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollund des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 315 Absatz 4 Handelsgesetzbuch

Begriffsbestimmung und Elemente des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das Interne Kontrollsystem der BLG LOGISTICS umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.

Da das Interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.

Elemente des Internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BLG LOGISTICS insbesondere die Fachbereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt, die seit dem Berichtsjahr unter einer Leitung enger verzahnt und prozessorientiert arbeiten.

Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, die Funktionstrennung von abhängigen Bereichen (insbesondere Kreditorenmanagement und Treasurymanagement) und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.

Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision (z. B. Einhaltung der Kompetenz- und Unterschriften- sowie der Einkaufsrichtlinie), das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und der Gruppe, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems mit ein.

Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie dem Abschlussprüfer oder dem steuerlichen Außenprüfer vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Gruppenabschlusses durch den Abschlussprüfer den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.

Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.

Prozess der Rechnungslegung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit

Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BLG LOGISTICS erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Gruppenabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst. Die Einbeziehung der Einzelabschlüsse ausländischer und nicht in das SAP-System eingebundener inländischer Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage der durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüften, standardisierten, Excel-basierten Reporting Packages, die mittels flexiblen Uploads in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.

Die BLG LOGISTICS hat zur Gewährleistung einer einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur gruppeneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien, insbesondere der zugrunde liegenden Zinsfaktoren, sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.

Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Gruppenebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Angaben für die Notes werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.

Für das Tax Accounting wird eine spezielle Software verwendet, die von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entwickelt wurde. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene der BLG-Gruppe in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.

Einschränkende Hinweise

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.

Chancen

Unser Geschäftsmodell

Die BLG LOGISTICS als internationale Gruppe ist mit ihren drei Geschäftsbereichen und den Geschäftsfeldern verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Potenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur. Eine hohe Priorität hat auch die Entwicklung von innovativen Lösungen für unsere Kunden im Rahmen von zukunftsweisenden Forschungsprojekten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Abschnitt "Forschung und Entwicklung" auf ASeite 48.

In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die Chancen, die sich uns eröffnen, optimal nutzen. Basis dafür ist weiterhin unser einzigartiges Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE verbunden mit dem von den Automobilherstellern signalisierten weiteren Wachstum bei ihren Exporten.

Die etablierten Geschäftsmodelle in den Geschäftsfeldern Handelslogistik und Industrielogistik eröffnen uns im Geschäftsbereich CONTRACT Vertriebs- und Akquisitionsmöglichkeiten kombiniert mit weiteren Automatisierungs- und Digitalisierungsaktivitäten in Deutschland bzw. Europa. Die Geschäftsfelder profitieren von einem weiterhin anhaltenden Wachstumsmarkt, da unsere Kunden durch verstärktes Outsourcing ihre eigenen Kostenstrukturen verbessern bzw. flexibler gestalten wollen. Die Geschäftsfelder profitieren dabei auch von einem nachhaltigen Wachstum (BIP 2018: +1,5 Prozent) und von einer stabilen Binnenwirtschaft und Konsumausgaben der Verbraucher in Deutschland.

Der Geschäftsbereich CONTAINER hält die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der "Nordrange" unverändert für dringend erforderlich, damit die größer werdenden Containerschiffe Bremerhaven und Hamburg problemlos anlaufen können. Durch die zum Ende 2018 baurechtlich erteilte Genehmigung zur Fahrrinnenanpassung der Elbe werden sich die nautischen Schwierigkeiten im Zuge der Verbreiterung und Vertiefung der Fahrrinne beginnend ab Ende des Jahres 2019 etwas relativieren. Sollte sich die Maßnahme weiter verzögern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung an diesem Standort haben.

Mit dem einzigen deutschen Tiefwasserhafen, dem EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven, und dessen Fazilitäten für die Abfertigung von Containerschiffen mit entsprechenden Tiefgängen kann die EUROGATE-Gruppe ihren Kunden jedoch eine hervorragende Alternative bieten.

Strategische Chancen

Geschäftsbereich CONTRACT: Sicherung und Ausbau der Dienstleistungen für E-Commerce und Fashionlogistik im Geschäftsfeld Handelslogistik

Die BLG LOGISTICS hat über die vergangenen Jahre entsprechende Erfahrungen und Know-how gesammelt und dieses Wissen kontinuierlich auf eine steigende Anzahl an Kunden und Standorten ausgeweitet, um in diesem Bereich auch zukünftig für ihre Kunden ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.

In 2018 ist es dem Geschäftsbereich CONTRACT gelungen, sowohl langjährige Bestandskunden durch Vertragsverlängerung an sich zu binden, aber auch trotz des Verlusts eines Großkunden in der Vergangenheit einen namhaften und volumenstarken Neukunden im Bereich der Fashionlogistik zu akquirieren. Basierend auf dieser Entwicklung sehen wir weiterhin gute Chancen für die Zukunft und verfolgen das Ziel, logistische Aktivitäten im Bereich E-Commerce weiter auszubauen, die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Bereich weiterzuentwickeln und mögliche Beteiligungen und Akquisitionen voranzutreiben. Darauf aufbauend sehen wir weitere Chancen im Ausbau des Bereichs Fashionlogistik.

Geschäftsbereich CONTRACT: Bündelung der speditionellen Aktivitäten

Standen die Jahre 2016 und 2017 im Zeichen der Akquise von Speditionen und dem damit verbundenen Ausbau und der Erweiterung unserer speditionellen Tätigkeiten als komplementäre Dienstleistung für unsere Kunden, wurden diese Aktivitäten im Jahr 2018 unter der einheitlichen Gesellschaft BLG International Forwarding GmbH & Co. KG im Geschäftsbereich CONTRACT zusammengefasst. Neben den damit verbundenen Synergien liegt ein besonderer Schwerpunkt in der einheitlichen Vertriebsstruktur. Der Ausbau soll sich dabei insbesondere auf die internationalen Speditionsgeschäfte in der See- und Luftfracht beziehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung europäischer Landverkehre, ohne dass dafür Investitionen in eigene Fuhrparks erforderlich sind.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE: Weiterentwicklung des Geschäftsfelds Inlandterminals und Ausbau des ersten Standortes zum Terminal für E-Autos, Optimierung von Flächen und Kapazitätsnutzung, Verbesserung des Steuerungsprozesses für Verbesserung der Produktivitäten und Aufbau stetiger Geschäftsbereichsentwicklung

Nachdem der Ausbau der Kapazitäten und der Leistungsausbau im Bereich der Bahntransporte in 2018 vorerst abgeschlossen wurde, stehen für die Zukunft der Ausbau und die Schaffung von notwendiger Infrastruktur für E-Mobilität im Fokus. Zu diesem Zweck wird der Standort Dodendorf als erster Standort im Netzwerk der Inlandterminals zu einem Terminal für E-Autos ausgebaut.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE hat 2018 die Funktion des Netzwerkmanagements aufgesetzt. Zusätzlich wurde die Funktion des Business Developments implementiert, die neben dem Fokus der Weiterentwicklung unseres Dienstleistungsportfolios mit bestehenden und neuen Kunden auch die stetige Entwicklung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE im Fokus hat. Die Funktionen sind inzwischen ebenso wie der Vertrieb als Querschnittsfunktion zu den Geschäftsfeldern des Geschäftsbereichs etabliert.

Zur Verbesserung der netzwerkübergreifenden strategischen Planung aller Bedarfe (Fahrzeugmengen) und Kapazitäten (Flächen, Ladekapazitäten, Betriebsmittel etc.) im Geschäftsbereich wird ein Bedarfs- und Kapazitätsmanagement eingeführt.

Um die heterogenen Planungs- und Steuerungsprozesse künftig effizienter gestalten zu können und die Produktivität zu erhöhen, werden Maßnahmen und Anforderungen zu einer Harmonisierung der Prozesse in einem Leitstandstool umgesetzt.

Sonstige Chancen

Im Geschäftsjahr 2012 hat die BLG LOGISTICS erstmalig verbindliche Klimaschutzziele formuliert und beschlossen. So soll der CO2-Fußabdruck bis zum Jahr 2020 gegenüber 2011 um 20 Prozent gesenkt werden. Basis für die geplante Reduktion ist die Auflistung der momentanen Verbräuche. 2018 ist es uns, mit zwei Jahren Vorsprung, gelungen, unser selbstgestecktes CO2-Ziel zu erreichen und sogar leicht zu übertreffen. Insgesamt konnten wir eine Reduktion von über 20 Prozent gegenüber unserem Bezugsjahr 2011 erzielen.

Die Summe diverser umgesetzter Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, die Vielzahl an energieeffizienten Neubauten in den vergangenen Jahren und eine positive Entwicklung unseres Umsatzes haben zur vorzeitigen Zielerreichung beigetragen. Wir bleiben ambitioniert und werden zur Senkung der Treibhausgasemissionen unsere Effizienzmaßnahmen auf hohem Niveau weiterführen und unsere Zielerreichung bis 2020 fortlaufend monitoren. Eine neue Klimaschutzstrategie für BLG LOGISTICS mit einem Anschlussziel wird parallel dazu entwickelt.

Zudem ist die BLG heute in der Lage, dem Kunden einen konkreten CO2-Fußabdruck des gesamten Dienstleistungssortiments zu übermitteln. Diese Angabe wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Bereits heute verlangen manche Unternehmen in ihren Ausschreibungen Nachweise für umwelteffiziente "grüne" Logistik.

Parallel zur Auflistung der Verbräuche haben wir damit begonnen, gemeinsam mit den Technikverantwortlichen aller drei Geschäftsbereiche praxistaugliche Maßnahmen zur CO2-Reduktion zusammenzutragen und Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energien zu untersuchen. Erste Projekte befinden sich in der laufenden Umsetzung. So werden durch die Installation von rund 1.600 LED-Leuchten auf dem Autoterminal Bremerhaven an 637 Masten mehr als 1.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden.

Risiken

Risikokategorien und Einzelrisiken

Aus den für die BLG-Gruppe festgelegten Risikofeldern werden in den folgenden Abschnitten die wesentlichen Risiken der BLG LOGISTICS nach Risikokategorien dargestellt. Bei der Auswahl der Wesentlichkeit werden solche Risiken berücksichtigt, die nach Einschätzung des Unternehmens keine Bestandsgefährdung zur Folge haben, sich aber bei Eintritt spürbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken würden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich anhand von Szenarien unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Einflussgrößen aus Chancen und Risiken.

Aus Bandbreiten zwischen bester und schlechtester Erwartung werden sodann die notwendigen Maßnahmen bzw. Vorsorgen abgeleitet. Für dieses Verfahren ist ein Standardisierungsprozess festgelegt worden. Dabei erfolgt eine Unterteilung nach strategischen Risiken, Marktrisiken, politischen, rechtlichen und sozialen Risiken, Leistungs- und Infrastrukturrisiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken. Sofern nicht offensichtlich, wird bei den dargestellten Risiken der Bezug zu dem betroffenen Segment dargestellt.

Allen dargestellten Risiken stehen im Falle einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber.

Strategische Risiken

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen

Die BLG-Gruppe ist im letzten Jahrzehnt durch verschiedene in- und ausländische Akquisitionen gewachsen. Im Rahmen des Prozess- und Qualitätsmanagements wurde zu diesem Zweck eine einheitliche Richtlinie (M&A-Richtlinie) über das Vorgehen verfasst, die bei sämtlichen Anteilskäufen einzuhalten ist. Hierbei kommen sowohl gruppeninterne als auch externe Berater zum Einsatz. Somit wird gewährleistet, dass alle mit einer Akquisition oder Beteiligung verbundenen Risiken berücksichtigt und bewertet werden.

Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass sich gerade bei Anteilserwerben im EU-Ausland besonders politische, rechtliche oder konjunkturelle Risiken ergeben. Das soziale Umfeld bei der Beschaffung von Mitarbeiterkapazitäten und die Integration der jeweiligen fremden Unternehmenskulturen in die Strukturen und Prozesse der BLG LOGISTICS stellen dabei weitere besondere Herausforderungen dar. Mit der strategischen Ausrichtung und Erweiterung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE nach Osteuropa sind besonders Risiken im Bereich der wirtschaftlichen Kapitalerhaltung und der Sicherung von Dienstleistungs-Know-how gegeben. Diesem Umstand wird durch ein eigenes Geschäftsfeld "Süd-/Osteuropa" mit der Bündelung von Fach-, Sprach- und Beratungskompetenz Rechnung getragen.

In der Vergangenheit getätigte Investitionen können, unter Fortführung der mit den Investitionen getroffenen strategischen Entscheidungen und Aussagen, die Notwendigkeit von Folgeentscheidungen nach sich ziehen. Die mit diesen Entscheidungen verbundenen notwendigen Folgeinvestitionen sind aufgrund von zum Teil geänderten Markt- und Rahmenbedingungen insgesamt unter neuen Prämissen zu betrachten und zu bewerten. Sind diese geänderten Bedingungen nachhaltig, könnten sich hieraus zukünftig Abwertungsbedürfnisse auf die Gesamtinvestition für die BLG LOGISTICS ergeben.

Für die Märkte in Osteuropa hat sich die Lage im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und zu einer ersten Entlastung der Transportströme in Europa geführt. Diese leichte Verbesserung hat derzeit noch keinen positiven Effekt auf den Wert der strategischen Investitionen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE in diesem Marktsegment.

Marktrisiken

Bedrohung von Marktposition und Wettbewerbsvorteilen

Unser besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin den Wettbewerbern mit den Autoterminalbetreibern in den Westhäfen.

Die vertraglich vereinbarten Preise im Seehafenumschlag gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck als auch die massiv veränderte Relation von Export- zu Importgeschäft mit entsprechenden Folgewirkungen für die Beschäftigung am Standort Bremerhaven stellen für uns anhaltende Herausforderungen dar.

Ein weiteres Marktrisiko im Geschäftsbereich AUTOMOBILE besteht darin, dass die Automobilhersteller zunehmend Volumen über die Mittelmeerhäfen steuern, dem wir u. a. durch unseren Terminal in Gioia Tauro/Italien begegnen. Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals an der Ostsee kann es durch interne Optimierung der Reeder zu weiteren Verlagerungen von Transshipmentvolumen zulasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.

Für die Seehafenlogistik im Stückgutgeschäft und in der Projektlogistik liegen die Risiken wesentlich in den Überkapazitäten der Nordseehäfen und dem damit verbundenen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck.

Im Geschäftsbereich CONTRACT liegen die hauptsächlichen Risiken in der schnellen Austausch- und Ersetzbarkeit als Dienstleister. Im Geschäftsfeld Industrielogistik sowie im Geschäftsfeld Handelslogistik herrscht eine starke Abhängigkeit von Großkunden. Die durchgeführten Logistikleistungen sind dort in der Regel personalintensiv. Zudem herrscht ein erheblicher Preisdruck seitens der Kunden. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch umfangreiche kundenindividuelle Optimierungen, längere Vertragslaufzeiten und den kontinuierlichen Aufbau des Kundenstamms.

Im Geschäftsbereich CONTAINER wirken sich neben den gesamtwirtschaftlichen Trends in Bezug auf die künftige Umschlags- und Transportnachfrage und damit verbunden auch auf die Umschlagsmengen unserer Containerterminals noch weitere Einflüsse bzw. Risiken aus. Hierzu zählen wie in den vergangenen Jahren auch

    1. die Inbetriebnahme weiterer Terminalumschlagskapazitäten in der Nordrange und im Ostseeraum,
    1. die Inbetriebnahme weiterer Großcontainerschiffe und die damit verbundenen operativen Herausforderungen bei den Schiffsabfertigungen (Peak-Situationen) sowie
    1. die sich aus den Veränderungen in den Strukturen der Reedereikonsortien ergebenden Markt-, Netzwerk- und Prozessveränderungen.

Auf Kundenseite könnten auch mögliche Insolvenzen Auswirkungen auf die Reedereikonsortien sowie die Dienste- und Mengenstrukturen haben.

Bereits seit 2016 hatten sich bezüglich der geänderten Rahmenbedingungen in der Containerschifffahrt tiefgreifende Veränderungen durch Konzentrationsprozesse ergeben. Die seinerzeit entstandenen neuen Konsortien O3, CKYHE und G6 hatten jedoch nur kurzfristig Bestand und formierten sich bereits im Frühjahr 2017 in völlig anderen Konstellationen zur "OCEAN Alliance" und "THE Alliance".

Verstärkt wurde diese Entwicklung durch Fusionen von weiteren Marktteilnehmern (Mitsui OSK Lines [MOL], Nippon Yusen Kaisha [NYK] und K-Line), weitere Konsolidierungen durch Übernahmen (Maersk Line erwirbt Hamburg Süd, COSCO übernimmt OOCL) und die bereits in 2016 erfolgte Insolvenz von HANJIN.

Aufgrund des mit vorgenannten Kernthemen verbundenen wirtschaftlichen Drucks zeigen sich bereits erhebliche Konsequenzen auf dem Markt und im Wettbewerb in der Containerumschlagsbranche. Nach Vollzug entsprechender Restrukturierungen und Fusionen im Jahr 2017 bestimmen mittlerweile drei Großallianzen die Ost-West-Verkehre, und zwar:

n 2M mit den Einzelreedern Maersk Line, MSC und Hyundai Merchant Marine als Kooperationspartner

n OCEAN Alliance mit den Einzelreedern CMA CGM, COSCO Shipping, EVERGREEN und OOCL

n THE Alliance mit den Einzelreedern Hapag-Lloyd, K-Line, MOL, NYK und YANGMING

Da die Containerterminals zumindest mittelfristig noch über Kapazitätsreserven verfügen, steigt im Zuge der Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/Reedereien und damit verbunden der Erlösdruck sowie die Notwendigkeit der Identifizierung und Umsetzung weiterer Kostenreduzierungen bei den Containerterminals sowie von Maßnahmen zur Standardisierung und Automatisierung.

Konjunkturabhängigkeit – Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als global ausgerichteter Logistikdienstleister ist die BLG-Gruppe wesentlich von der Produktion und den damit verbundenen Warenströmen in der Weltwirtschaft abhängig. Die Abhängigkeit sowohl von der produzierenden Industrie als auch vom Konsumentenverhalten kann als größtes Risiko angesehen werden. Hier beeinflussen zusätzlich die hohen Energie- und Rohstoffpreise, zunehmende internationale Handelsbeschränkungen, andauernde außenwirtschaftliche Ungleichgewichte sowie die Ausweitung von politischen Konflikten unser Geschäft.

Die momentanen Schuldenprobleme vieler Industrieländer haben zu einer gestiegenen Instabilität der Finanz- und Devisenmärkte und des internationalen Bankensystems geführt. Dies kann zusammen mit der bestehenden Unsicherheit der Marktteilnehmer und der schwierigen Situation an den Refinanzierungsmärkten die Risikolage für die BLG-Gruppe beeinflussen. Die Gefahr einer erneuten globalen Rezession ist nicht ausgeschlossen; aus den oben genannten Entwicklungen könnte für die Weltwirtschaft jedoch zumindest eine längere Phase unterdurchschnittlichen Wachstums resultieren.

Änderungen in der Gesetzgebung sowie bei Steuern oder Zöllen in einzelnen Ländern können den internationalen Handel ebenfalls stark beeinträchtigen und erhebliche Risiken für die BLG-Gruppe mit sich bringen. Jedoch ist aufgrund der eingangs zum Risikomanagement erwähnten und dargestellten Diversifikation keine Bestandsgefährdung gegeben.

Der anhaltende Fachkräftemangel und eine überdurchschnittlich hohe Insolvenzanfälligkeit sowohl bei unseren Dienstleistern als auch von Kunden bei einfachen Transport- und Logistikdienstleistungen sind weitere allgemeine Risiken der BLG LOGISTICS.

Branchenrisiken

Die Wachstumsmärkte in Asien, Afrika, Südamerika, den USA sowie Zentral- und Osteuropa sind mit Blick auf die weltweite Entwicklung der Fertigfahrzeuglogistik von besonderer Bedeutung. Diese Märkte haben das größte Potenzial, allerdings erschweren die Rahmenbedingungen in einigen Ländern dieser Regionen eine Ausweitung der dortigen Logistikgeschäfte.

Auch das Risiko der Verlagerung, insbesondere von Gütertransporten vom Nutzfahrzeug auf andere Verkehrsmittel, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Westeuropa ist der Hauptmarkt für die BLG-Gruppe. Durch die Öffnung Westeuropas zum Osten hin gelangen weiterhin vermehrt osteuropäische Transportkapazitäten in unseren Hauptmarkt. Dies führt zu einem harten Wettbewerb und Preisverfall. Darüber hinaus besteht eine Abhängigkeit vom Exportvolumen der Automobilindustrie in Europa nach Übersee. Hier haben vor allem die Märkte China, USA und Russland eine besondere Bedeutung.

Die Beschäftigung im Bereich der Autoteilelogistik (Geschäftsfeld Industrie) ist abhängig von der Produktion der ausländischen Werke der deutschen OEMs (Original Equipment Manufacturer), die über unsere Logistikzentren weltweit mit Teilen versorgt werden. Hier ist eine Tendenz zur Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden zu verzeichnen.

Durch das Bündeln von Kompetenz und Infrastruktur für jegliche Schwerlastgüter im Geschäftsfeld XXL Logistics werden die in den Vorjahren getätigten Investitionen effizient ausgelastet und weitere Märkte können erschlossen werden.

Politische, rechtliche und soziale Risiken

Rechtliches und politisches Umfeld

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch einen Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Maut, andere verkehrslenkende Abgaben sowie fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.

Durch den anstehenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit") kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses ebenfalls negative Auswirkungen auf die von der BLG LOGISTICS betreuten Kunden und deren Warenströme hat.

Die wegen der in den vergangenen Jahren durch den Russland-Ukraine-Konflikt ausgelösten Handelsembargos eingetretenen wirtschaftlichen Einbußen und Verluste, insbesondere für den Geschäftsbereich AUTOMOBILE, haben sich in den letzten beiden Geschäftsjahren nicht fortgesetzt und es ist eine weitere Erholung eingetreten. Inwieweit die zukünftige Entwicklung Auswirkungen auf die BLG LOGISTICS im osteuropäischen Raum haben wird, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Das verantwortlich zuständige Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa innerhalb des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE legt hierauf weiterhin einen besonderen Fokus.

Mit der Havarie der Containerbrücke in Bremerhaven im Jahr 2015 sind erhebliche rechtliche Auseinandersetzungen verbunden, deren Ausgang derzeit unverändert noch nicht verlässlich abgeschätzt werden kann.

Vertragsrisiken

Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel können zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern führen. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.

Für Risiken aus belastenden Verträgen wurden Risikovorsorgen getroffen. Die Höhe der Risiken kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf deutlich ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.

Wesentliche Risiken bei Verträgen ergeben sich aus der häufig nicht fristenkongruenten Deckung von Kundenverträgen in Verbindung mit der Anmietung von Immobilien. Kundenverträge haben in der Regel wesentlich kürzere Laufzeiten als Mietverträge für Immobilien.

Die nachträgliche Änderung von gegebenen Marktverhältnissen und damit verbundene Auswirkungen auf die mit den Kunden vereinbarten Logistikprozesse hat häufig Einfluss auf das mit dem Kunden vereinbarte Vertragsverhältnis. Dem Kunden angebotene Dienstleistungsportfolios und die kalkulierten Preise stimmen nicht mehr mit von den Kunden angefragten und beauftragten Leistungen überein. Dadurch resultierende Unterschiede führen in der Regel zu Risiken und somit auch zu Verlusten, die mit den Kunden nur in aufwendigen Nachverhandlungen geklärt werden können. Aufgrund der Vertragserfüllungs- und somit Leistungsverpflichtung wird während der Verhandlungen für den Kunden weitergearbeitet, da ansonsten weitere Risiken aus Schadenersatzverpflichtungen für Ausfallzeiten bestehen. Dieser Umstand und die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden an einigen Standorten führten auch im Geschäftsjahr 2018, insbesondere im Geschäftsfeld Industrielogistik und im Geschäftsfeld Handelslogistik, zu erhöhten Risiken und negativen Planabweichungen.

Eine verschuldensunabhängige Haftung wird immer noch von vielen Kunden gefordert und hat in der Vergangenheit teilweise zu hohen Schadenersatzforderungen geführt.

Leistungs- und Infrastrukturrisiken

Risiken aus Geschäftsbeziehungen

In allen operativen Geschäftsbereichen ist durch die enge Kundenbindung und die kurzen, anspruchsvollen Vertragslaufzeiten sowie -konditionen, insbesondere zu einigen Großkunden, auf Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfragebzw. Produktlebenszyklen ein besonderes Augenmerk zu legen. Dies betrifft gegenwärtig vor allem die Geschäftsfelder Seehafenterminals und Industrielogistik (Übersee).

Infrastrukturkapazität und -sicherheit

Aufgrund hoher Volumenschwankungen bei unseren Kunden kann es zu temporären Kapazitätsengpässen bei den Flächen und Hallen kommen. Durch aktive Marktsondierungen sind uns zusätzliche Flächen- und Hallenkapazitäten bei Dritten bekannt; diese werden bei Bedarf kostenpflichtig angemietet.

Im Gegensatz dazu kann bei Minderauslastung der eigenen Kapazitäten in der Regel keine anderweitige Verwendung generiert werden. Dies führt zu einer Ergebnisbelastung aus nicht gedeckten Fixkosten.

Die Flächen, Hallen, Transport- und Umschlagsgeräte werden regelmäßig innerhalb fest definierter Intervalle gewartet und instand gesetzt. Dadurch ist eine dauerhafte Leistungssicherheit gegeben.

Personalrisiken

Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.

Es ist unser Ziel, die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur sowie der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren. Dafür wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und durch eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.

Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHBV-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) und sonstigen Leiharbeitnehmeranteil erreicht. Dadurch kann der Personalbedarf im gewissen Rahmen flexibel an die Geschäftsentwicklung angepasst werden. Die demografischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen grundsätzlich auch den Personalbestand und somit die Flexibilität und Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal beim GHBV. Diese Veränderungen können für den GHBV zu nachhaltigen Defiziten führen, die durch die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen und somit im Wesentlichen auch durch die BLG LOGISTICS gegebenenfalls auszugleichen sind. Hierfür haben wir entsprechende Vorsorge getroffen.

Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität der BLG LOGISTICS als Arbeitgeber und streben an, Fachund Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven in der BLG-Gruppe durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Gruppengesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Forderungen der Arbeitnehmervertretungen zu strukturellen Veränderungen im Leiharbeitereinsatz hin zur Festanstellung führen zu erhöhten Grundkosten. Gleichzeitig ist eine grundsätzlich notwendige Kostenflexibilität zum Ausgleich von konjunkturellen Schwankungen nur noch in vermindertem Maße gegeben.

Mit Inkrafttreten der Änderungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zum 1. April 2017 ergeben sich weitere mögliche Risiken für die BLG-Gruppe. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer und die Pflicht zur Gleichbehandlung der Leiharbeitnehmer mit Stammarbeitnehmern sowie erhöhte Anforderungen an die Dokumentationspflichten. Sich hieraus ergebende ergebnisbeeinflussende Faktoren werden zunächst intern bewertet und durch entsprechende Maßnahmen im Bereich der Einsatzplanung und Einsatzsteuerung ausgeglichen.

Risiken der Informationstechnologie

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein; unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen. Ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich nur geringe Auswirkungen auf einzelne Geschäftsfelder.

Die sich häufenden globalen, aber auch speziellen Angriffe aus dem Internet (Cyberkriminalität) sind eine ständige Bedrohung und Gefahr für die BLG LOGISTICS. Durch den Einsatz modernster Antivirensoftware verbunden mit einer eigenen strukturierten IT-Organisation sieht sich die BLG LOGISTICS gut aufgestellt, diesen Risiken entgegenzuwirken. Eine permanente Überprüfung, Kontrolle, Aktualisierung und Anpassung dieser Strukturen und Systeme ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Darüber hinaus besteht in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER eine Versicherung gegen Cyber-Risiken, da trotz der aufwendigen Sicherungsmaßnahmen ein wirtschaftlicher Schaden durch eine Cyberattacke nicht ausgeschlossen werden kann.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für die erwarteten Ausfälle, die auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, ermittelt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist die BLG-Gruppe zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese derzeit ausschließlich bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben, die über einen Haftungsverbund eine hohe Sicherheit ausweisen und/oder bei denen über langfristig aufgenommene Darlehen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen.

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Zur Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen wurde ein Zinssatz- und Währungsswap abgeschlossen.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/ Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Im Vorjahr bestanden für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung. Diese wurden letztmalig für das erste Halbjahr 2018 überprüft und eingehalten.

Mit den Partnerbanken konnte einvernehmlich vereinbart werden, die bestehenden Covenantregelungen ersatzlos zu streichen. Bestehen bleiben Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem die BLG-Gruppe ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des niedrigen und für Investitionen attraktiven Zinsniveaus ein Teil des Finanzierungsbedarfs der kommenden Jahre durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps abgesichert. Es ist geplant, hierbei Darlehen in einem Volumen von insgesamt bis zu EUR 90 Mio. in Tranchen von bis zu je EUR 15 Mio. innerhalb von sechs Jahren, beginnend im Jahr 2019, bei Partnerbanken aufzunehmen. Weitere Informationen hierzu sind im Gruppenanhang in Erläuterung 32/Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten der BLG-Gruppe einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.

Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte bzw. finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

In der BLG LOGISTICS wird aus heutiger Sicht die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Finanzrisiken als gering eingeschätzt.

Weitere Angaben zum Management von Finanzrisiken finden sich im Anhang unter Erläuterung 32.

Sonstige Risiken

Sonstige Risiken, die die Entwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. Die wesentlichen Risiken der BLG-Gruppe resultieren aus den noch anhaltenden Staatsschuldenkrisen in den USA und Europa sowie den geopolitischen Unruhen mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

Beurteilung der Gesamtrisikosituation

Die Risikostruktur der BLG LOGISTICS hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Auf Grundlage unseres Risikomanagementsystems und übereinstimmender Einschätzungen des Vorstands waren im Berichtszeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch auf Basis der Mittelfristplanung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung ableiten. Die Beurteilung des Gesamtrisikos ist ohne die Berücksichtigung kompensierender zukünftiger Chancen erfolgt.

PROGNOSEBERICHT

  • _ Gutes Jahr für die Logistikbranche prognostiziert
  • _ Wachstumspotenziale in den Geschäftsbereichen nutzen
  • _ Erneut Steigerung des EBT angestrebt

Ausrichtung der Gruppe in der Zukunft

Beibehaltung des Geschäftsmodells

Eine grundlegende Änderung unseres Geschäftsmodells ist aktuell nicht geplant. Ein strategischer Schwerpunkt wird auf den weiteren Ausbau der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT gelegt. Unser Ziel ist es, profitabel in allen Geschäftsfeldern zu sein und weiter zu wachsen. Durch die Fortsetzung unserer Akquisitionstätigkeiten, die gezielte Bildung von Kooperationen sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften wollen wir bestehende Marktanteile ausbauen, neue Märkte erschließen und weitere Kunden gewinnen. Zusätzlich werden wir unsere Wertschöpfungsketten in den Geschäftsfeldern erweitern. Außerdem gilt es, durch konsequentes Prozess- und Qualitätsmanagement, Nutzung der Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, sowie stringentes Kostenmanagement die Produktivität in allen Bereichen zu verbessern.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft geprägt von politischen Unsicherheiten

Die Weltwirtschaft wird sich im Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich solide entwickeln, jedoch wird das Wachstum voraussichtlich schwächer ausfallen als im Vorjahr. Die Risiken für die Weltwirtschaft werden auch im Jahr 2019 weiter zunehmen. Maßgeblich für diese Entwicklung sind weiterhin der schwierige Umbau der chinesischen Wirtschaft, die expansive Finanzpolitik der Industrieländer und die konjunkturelle Unbeständigkeit von größeren Schwellen- und Entwicklungsländern. Hinzu kommen das schwer abzuschätzende Risiko und die weiteren Auswirkungen eines möglicherweise drohenden ungeregelten Brexits sowie der Handelskonflikt zwischen den USA und China. All dies könnte sich weiter dämpfend auf die Investitionsbereitschaft und die Kauflaune in einigen Teilen der Welt auswirken.

Für das Jahr 2019 rechnen die Experten trotz anhaltender politischer Unsicherheiten mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,7 Prozent (IMF, World Economic Outlook, Oktober 2018). Für das Jahr 2020 wird eine Steigerung von 3,4 Prozent prognostiziert (IfW Kiel, Weltkonjunktur im Winter, Dezember 2018).

Als wichtigster Treiber für die weltweite Konjunkturentwicklung in den kommenden Jahren gilt weiterhin das strukturelle Wachstum in aufstrebenden Volkswirtschaften. Darüber hinaus gelten die globalen Megatrends Energie, Umwelt, Technologie, Verkehr, Gesundheit und Digitalisierung langfristig als starke Wachstumstreiber.

Die von der Exportwirtschaft getragene Phase der Hochkonjunktur hat in 2018 einen deutlichen Dämpfer erlitten. Für den Ausblick auf das Jahr 2019 zeigen die Konjunkturindikatoren im Euroraum meist fallende Werte. Dennoch wird das BIP im Euroraum im Jahr 2019 um voraussichtlich 1,9 Prozent steigen. (Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2018) Haupttreiber der Konjunktur wird erneut der private Konsum sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Arbeitsmarktsituation sehr positiv ist. Des Weiteren sorgt der gefallene Ölpreis für zusätzliche positive Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Für das Jahr 2019 hat die Bundesregierung ihre Prognose jedoch deutlich nach unten korrigiert. Während Experten im letzten Quartal noch mit einem Anstieg um 1,8 Prozent gerechnet hatten, wird inzwischen nur noch von einem Anstieg von 1,0 Prozent ausgegangen. Der Arbeitsmarkt wird sich weiterhin positiv entwickeln, sodass eine Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent realistisch erscheint. Hiervon profitieren die privaten Einkommen spürbar. Somit wird die Binnenwirtschaft erneut eine wichtige Stütze der Konjunktur sein. Die

Risiken, insbesondere aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld, bleiben hingegen beachtlich. Die Unklarheiten des Brexits, Handelskonflikte und der Klimawandel stellen die deutsche Wirtschaft vor beachtliche Herausforderungen (BMWi, Januar 2019).

Logistikexperten erwarten erneut gutes Jahr

Logistikexperten erwarten ein gutes Jahr 2019 für die deutsche Logistikbranche.

Nach einem erneut umsatzstarken Jahr 2018 wird für das laufende Jahr von einer weiteren Zunahme der Umsätze um ca. 3 Prozent ausgegangen. Bezüglich der Beschäftigungsentwicklung dürfte die Logistikbranche auch 2019 ein wichtiger Jobmotor bleiben. Die Zahl der Beschäftigten wird im kommenden Jahr um rund 3 Prozent wachsen (Fraunhofer, Oktober 2018).

Das Geschäftsklima der Logistikdienstleister war nach starken Jahren 2016 und 2017 zuletzt leicht rückläufig. Dennoch erwarten die Logistikdienstleister für 2019 erneut eine gute Kapazitätsauslastung, eine bessere Geschäftsentwicklung sowie Auftragslage und weiteren Personalaufbau. Der Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte wird sich auch 2019 weiter zuspitzen. So werden Personalmangel, technologische Komplexität, Digitalisierung und Kostensteigerungen die Logistikbranche auch im Geschäftsjahr 2019 beeinflussen (SCI/Logistikbarometer, Dezember 2018). Dem müssen die Logistiker aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft mit intensiverer Zusammenarbeit sowie vertikalen Kooperationen begegnen.

Hinsichtlich des Güterverkehrs in Deutschland gehen die Logistikexperten auch für das Jahr 2019 von einer moderaten Wachstumsrate aus. Besonders profitieren könnte der Schienengüterverkehr mit einer prognostizierten Wachstumsrate von 3,4 Prozent (BAG, September 2018). Aufgrund der guten Binnenkonjunktur in Deutschland dürfte der Straßengüterverkehr sein Transportaufkommen 2019 weiter steigern. Vor allem die günstige Lage in der Bauwirtschaft, aber auch die inländische Nachfrage nach hochwertigen Gütern begünstigt dies. Für das laufende Jahr wird ein ausgeglichenes Verhältnis von Preis- und Mengenanstieg erwartet. Die Logistikbranche wird auch künftig von einer starken, exportorientierten deutschen Industrie und dem sehr guten Logistikstandort Deutschland profitieren. Bis zur Umsetzung des nunmehr verabschiedeten Bundesverkehrswegeplans 2030 bleibt die Aufrechterhaltung der deutschen Infrastruktur eine große Herausforderung.

Neben den heute sehr wichtigen Regionen West- und Nordeuropa dürften Ost- und auch Südeuropa wieder an Bedeutung gewinnen. Steigende Produktionsvolumina in Osteuropa könnten für Logistiker aufgrund der geringeren Entfernung durch die Lieferung von qualitativ hochwertigen Vorprodukten aus Westeuropa interessante Perspektiven bieten.

GESCHÄFTSKLIMA LOGISTIKDIENSTLEISTER

Quelle: BVL/IfW

Als wesentliche Faktoren der zukünftigen Branchenentwicklung gelten steigende Leistungs- und Qualitätsanforderungen der Kunden, eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur, die Sicherstellung von Nachhaltigkeitszielen, das sich infolge von innovativen Kommunikationstechnologien ändernde Konsumentenverhalten, der Demografische Wandel, die Logistik 4.0 sowie ein anhaltender Kostendruck und damit verbunden die Notwendigkeit weiterer Prozessoptimierungen (Fraunhofer, Oktober 2018).

Die BLG-Gruppe sieht sich hierfür mit ihrem klaren Leistungsprofil sowie einer straffen Gruppenorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, gut positioniert.

Entwicklung der Gruppe im folgenden Jahr

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wird der Export bestimmend für das Volumen in den Seehäfen bleiben. Nach einer Stabilisierung des Umschlagsvolumens im Seehafenterminal Bremerhaven im Jahr 2018 erwarten wir auch für 2019 ein Volumen auf demselben Niveau. Wie auch bei den anderen Standorten im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist auch im Seehafenterminal Bremerhaven seit Anfang 2018 eine Vollauslastung der Flächenkapazitäten zu verzeichnen. Dies ist insbesondere durch die Inkraftsetzung von neuen Messverfahren zur Bestimmung der Emissionen für Neuzulassungen von Pkw bedingt. Hier sind für 2019 und 2020 weitere Stufen vorgesehen, sodass insgesamt eine große Unsicherheit über die Entwicklung der Lagerbestände besteht. Ein nachhaltig zu hoher Lagerbestand führt zu Produktivitätsverlusten aus Umfuhren und Zusatzkosten.

Für das Jahr 2019 gehen wir von einer weiteren Verbesserung der Produktivitäten im Pkw-Umschlag aus. Dies werden wir durch eine konsequente Umsetzung definierter Restrukturierungsmaßnahmen im laufenden Prozess erreichen.

Der Seehafenterminal in Cuxhaven wurde in den vergangenen Jahren durch Flächenerweiterungen und Optimierung des Liegeplatzes für die Seeschiffe ausgebaut. Für 2019 gehen wir von einem stabilen Umschlag auf hohem Niveau aus, im Wesentlichen bedingt durch anhaltend große Volumen der Exporte in Richtung Skandinavien und die Akquisition von Importmengen. Ungewissheiten hinsichtlich des Umschlags ergeben sich durch die noch unklaren Auswirkungen des Brexits.

Die Volumenentwicklung in den Geschäftsfeldern Inlandterminals und AutoTransporte ist überwiegend von der Entwicklung der Neuzulassungen von Pkw in Deutschland abhängig. Hier erwarten wir für 2019 ein ähnlich gutes Niveau wie im Vorjahr. Im Geschäftsfeld Inlandterminals bekommt darüber hinaus die technische Bearbeitung an jungen Gebrauchtfahrzeugen und Rückläufern von Vermietungsfirmen zunehmende Bedeutung. Der Standort Dodendorf wird ab 2019 zu einem strategisch wichtigen Terminal für Elektrofahrzeuge innerhalb des BLG-Netzwerks ausgebaut.

Für das Geschäftsfeld XXL Logistics gehen wir von einer erneut positiven Entwicklung in 2019 aus. Sowohl im Bereich High & Heavy als auch im Neustädter Hafen wird sich die Umschlagsmenge 2019 voraussichtlich leicht erhöhen. Der Bereich Windenergie wird weiterhin auf niedrigem Niveau verlaufen. Großprojekte für den Aufbau von Offshore-Windparks in der Nordund Ostsee sind kurzfristig nicht vorhanden. Im Rahmen der Entwicklung eines Offshore-Terminals am Standort Bremerhaven haben wir den Zuschlag für den Betrieb des Terminals erhalten. Trotz des derzeitig anhängigen Gerichtsverfahrens und der daraus resultierenden Ungewissheit über eine Realisierung halten wir weiterhin Kapazitäten für den Betrieb des Terminals vor.

Im Geschäftsfeld AutoTransporte erwarten wir im Geschäftsjahr 2019 eine leichte Steigerung des Transportvolumens. Wesentlicher Engpassfaktor wird der anhaltende Fachkräftemangel und damit die Anzahl der verfügbaren Lkw-Fahrer sein. Des Weiteren besteht durch den großen Wettbewerb ein anhaltender und permanenter Preisdruck.

Die Wettbewerbssituation für Transporte von Fertigfahrzeugen im Geschäftsfeld Bahntransporte wird sich im Jahr 2019 verstärken. Auch wird der Markt der Spotverkehre aufgrund von Baustellen und Personalengpässen (Lokomotivführer) schwierig bleiben. Insgesamt ist aber für das kommende Jahr von einer leichten Verbesserung der generellen Rahmenbedingungen auszugehen. Die ausgereifte Technik der jungen BLG-Waggonflotte ermöglicht den international flexiblen Einsatz zum Transport sämtlicher Pkw- und SUV-Modelle, hersteller- und länderübergreifend. Derzeit befinden sich rund 1.500 Autotransportwaggons im Besitz der BLG. Spotverkehre in Ergänzung zu vereinbarten Regelverkehren zählen wegen der herausragenden Funktionalität unserer Waggons immer wieder zum Portfolio. Abmessungen und Gewichte insbesondere bei den SUV erfordern von der Branche der Schienenlogistik in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen in die Waggonflotte. Die BLG hat sich so mit ihrer Flotte für die Zukunft gut aufgestellt.

Im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa rechnen wir für 2019 mit einer anhaltenden positiven Entwicklung. Insbesondere ist es der BLG durch den Wechsel auf den russischen Eingangshafen Bronka gelungen, das Operation im Hafenumschlag im Eigeneintritt zu übernehmen und somit die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen. Wir rechnen hier mit einem Volumenzuwachs aus Neugeschäften im Hafenumschlag. Weiterhin ist in Russland ein positiver Markttrend bei Zulassungszahlen für Neufahrzeuge zu verzeichnen. In Polen gehen wir von einer konstanten wirtschaftlichen Entwicklung aus. Für das Seehafenterminal am Standort Gioia Tauro wird ebenfalls eine positive Entwicklung erwartet. Aufgrund des Anstiegs der geplanten Volumina sowohl im Transport als auch im Terminalumschlag sind Ersatz- und Neuinvestitionen erforderlich, um das Geschäftsfeldergebnis langfristig zu sichern.

Geschäftsbereich CONTRACT

Für den Geschäftsbereich CONTRACT gilt insgesamt, dass der Preisdruck auf die Logistikdienstleister permanent steigt und die Margen entsprechend abnehmen. Aufgrund eines hohen Wettbewerbs können die Personalkostensteigerungen aus Tariferhöhungen nicht oder nur im geringen Maße über Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Zusätzlich verstärkt sich die Tendenz, möglichst alle Kosten zu variabilisieren. Im Gegenzug werden jedoch keine Mengengarantien seitens der Kunden gegeben.

Der wirtschaftliche Verlauf des Geschäftsfelds Industrie (Europa) wird im Bereich der Logistik für die Automobilindustrie weiter durch die Entwicklung der Fahrzeugmärkte geprägt sein. Am Standort Bremen konnte in 2017 ein wichtiges Bestandsgeschäft langfristig verlängert werden. Zusammen mit einem in 2017 angelaufenen Neugeschäft sind die Kapazitäten am Standort Bremen voll ausgelastet.

Für unseren Standort Düsseldorf wurde die Ertragslage durch die bessere Belegung von Hallenflächen stabilisiert. Am Standort Leipzig erwarten wir in 2019 aufgrund eines Produktionswechsels des Kunden deutliche Umsatzreduzierungen und entsprechende Ergebnisanpassungen. An allen anderen europäischen Standorten des Geschäftsfelds gehen wir von einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung unter Einbindung von Neugeschäften aus.

Im Geschäftsfeld Industrie (Übersee) können in den USA die avisierten Umsätze und Produktionsmengen von Kunden und Lieferanten aktuell nicht erreicht werden. Zusätzlich fallen höhere Kosten aufgrund von Herausforderungen bei der Inbetriebnahme an. Der Mengenhochlauf wird voraussichtlich im August 2019 abgeschlossen sein. Parallel sollen weitere Neugeschäfte gewonnen werden. An den Standorten Südafrika und Indien gehen wir von einer positiven, in Malaysia von einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung aus.

Die Entwicklung des Geschäftsfelds Handelslogistik im Geschäftsjahr 2019 wird durch stabile Erträge aus Bestandsgeschäften und die Umsetzung von Großprojekten geprägt sein. Durch den Verlust eines Ankerkunden im Bereich Textillogistik wird durch die verzögerte Gewinnung von Neugeschäften für das Geschäftsjahr 2019 ein negativer Ergebnisbeitrag erwartet. Wir arbeiten im Geschäftsfeld Handelslogistik kontinuierlich am Ausbau der Wertschöpfungstiefe unserer Geschäfte, um alle Standorte nachhaltig erfolgreich aufzustellen.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden im Geschäftsfeld Spedition die Speditionsgesellschaften der Kitzinger-Gruppe mit denen der FORTRA-Gruppe verschmolzen. Das Geschäftsfeld wird organisatorisch über die drei Divisionen Seefracht, Luftfracht und Landverkehr geführt, die ungefähr zu gleichen Teilen zum Ergebnis beitragen. Insgesamt gehen wir für das Geschäftsfeld von einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung aus.

Mit unserem Geschäftsmodell werden wir weiterhin am Markt erfolgreich sein und durch laufende Produktivitätsverbesserungen nachhaltig wettbewerbsfähige Kostenstrukturen erreichen. Wir gehen an den meisten Standorten von einer soliden Geschäftsentwicklung aus.

Geschäftsbereich CONTAINER

Für die Containerreedereien besteht weiterhin hoher Wettbewerbsdruck, da das weltwirtschaftliche Wachstum nicht ausreichen wird, die Tonnage der Reeder vollkommen auszulasten und die strukturellen Probleme der Containerschifffahrt zu lösen. Nicht zuletzt hervorgerufen durch die große Zahl von Neubauten an Containerschiffen, ergeben sich daraus für den Geschäftsbereich CONTAINER Unsicherheiten.

Insbesondere kann sich hier die weitere Kooperation und Konzentration der Containerreedereien auswirken. Ein zusätzlicher Preisdruck auf die Terminals kann dabei nicht ausgeschlossen werden.

Für den Standort Hamburg wird aufgrund der ganzjährigen Wirkung der im Vorjahr unterjährig erfolgten Akquisition des Fernost-Dienstes der Reederei Hyundai, der Zuwächse aus den Umschlagsmengen von Hamburg Süd sowie dem von CMA CGM betriebenen neu akquirierten Fernost-Dienstes FAL3 der OCEAN Alliance ab Januar 2019 ein deutlicher Umschlagszuwachs erwartet.

Für den Standort Bremerhaven wird für das Geschäftsjahr 2019 infolge der Anfang des Jahres vollzogenen Verlagerung der Transatlantik-Dienste der THE Alliance an den HHLA Containerterminal Altenwerder nach Hamburg ein Rückgang der Umschlagsmenge um ca. 10 Prozent erwartet. Hier gilt es, in den nächsten Jahren kontinuierlich an der Aufrechterhaltung bzw. der Verbesserung der Wettbewerbsposition und Zurückgewinnung von Umschlagsmengen zu arbeiten.

Für die EUROGATE-Gruppe ist die Erreichung einer angemessenen Auslastung des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven unverändert von hoher Bedeutung.

In einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld haben sich die Umschlagsmengen am Standort Wilhelmshaven im Geschäftsjahr 2018 im dritten Jahr in Folge mit einem zweistelligen Umschlagszuwachs zwar weiterhin sehr positiv entwickelt, sie führen die Gesellschaft jedoch noch nicht zu einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis. Wilhelmshaven ist prädestiniert für die Abfertigung von Großcontainerschiffen. Insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Schiffsgrößenentwicklung und der damit verbundenen sich verschärfenden nautischen Einschränkungen der Fahrwasser von Außenweser und Elbe sowie in Anbetracht der Tatsache, dass die führenden Containerreedereien in den nächsten Jahren weitere Schiffe mit einer Kapazität von bis zu 23.000 TEU in Betrieb nehmen werden, hat Wilhelmshaven jedoch gute Chancen, weitere Liniendienste akquirieren zu können.

Das STRADegy-Projekt zur Automatisierung von Straddle Carriern ist weiter vorangeschritten. Die aktive Testphase der Pilot-Versuchsanlage wurde Anfang 2019 gestartet. Die Ergebnisse zur Entscheidung über den Einsatz von automatisierten Straddle Carriern im kommerziellen Terminalbetrieb werden voraussichtlich Ende des vierten Quartals 2019 vorliegen.

Angesichts der zuvor beschriebenen Perspektiven sowie der erwartungsgemäß auch für 2019 noch anfallenden Verluste des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven wird für das Geschäftsjahr 2019 bei leicht steigenden Umschlagsmengen von einem leichten Rückgang des Ergebnisses ausgegangen. Dies ist insbesondere auf steigende Vorlaufkosten für das Automatisierungsprojekt STRADegy sowie anfänglich negative Ergebniseffekte im Zinsergebnis im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 16 (Leasing) zurückzuführen.

Das Ergebnis des Geschäftsbereichs wird dabei unverändert maßgeblich durch das Segment Containerterminals und hier als wesentliche Einflussgrößen durch die Umschlagsmengen und -raten beeinflusst.

Zentralbereiche

Die administrativen Kosten in den Zentralbereichen der BLG werden permanent überprüft. Um den Effizienzanforderungen gerecht zu werden, werden Ziele wie Digitalisierung, Automatisation und Standardisierung sowie die Transformation zu einer Data Driven Organization intensiv umgesetzt und weiterentwickelt.

Geplante Investitionen

Wir passen unsere Investitionsvorhaben den sich stetig ändernden Marktgegebenheiten an. Wesentliche Erweiterungs-, Prozessoptimierungs- und Ersatzinvestitionen sind im kommenden Jahr im Geschäftsbereich AUTOMOBILE unter anderem für den kontinuierlichen Austausch von älteren Lkw im Geschäftsfeld Auto-Transporte vorgesehen. Im Seehafenterminal Bremerhaven liegt der Schwerpunkt der Investitionen in diversen Erweiterungs- und Erneuerungsmaßnahmen von Flächen und Gebäuden sowie der Erneuerung von Umschlagsgeräten im Bereich High & Heavy. Darüber hinaus werden Investitionen im IT-Bereich zur Optimierung des Netzwerks innerhalb des Geschäftsbereichs sowie der Ausbau der LED-Beleuchtung vorgenommen. Im Geschäftsbereich CONTRACT betreffen die Investitionen den Auf- und Ausbau neuer Logistikzentren und die Ausweitung von Bestandsgeschäften in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik. In beiden Geschäftsbereichen ist für die notwendigen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Prozessoptimierungen ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von etwa EUR 85 Mio. geplant.

Die Investitionen werden überwiegend fremdfinanziert.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe

Das Geschäftsklima der Wirtschaft wird im Jahr 2019 geprägt sein von zahlreichen außenwirtschaftlichen Risiken und weiteren Fachkräfteengpässen, die die Wachstumsaussichten schmälern könnten. Beeinflussende Faktoren werden unter anderem der weitere Verlauf des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union, die weitere Außenpolitik der USA und auch die Europawahl im Mai 2019 sein.

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gehen wir für das Jahr 2019 von einer positiven Ergebnisentwicklung in den Geschäftsfeldern XXL Logistics und AutoRail aus. Bei den Seehafen- und Inlandsterminals gehen wir von einem gleichbleibenden Umschlagsvolumen aus. Für den Geschäftsbereich CONTRACT erwarten wir für 2019 ein ausgeglichenes Wachstum in den Geschäftsfeldern. Der Geschäftsbereich CONTAINER wird nach unseren Erwartungen geprägt sein von einem starken Wettbewerb, Überkapazitäten bei den Containerterminals, der schwer absehbaren Umschlagsentwicklung und von der noch nicht erreichten Vollauslastung des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven.

Wir erwarten für den Geschäftsbereich AUTOMOBILE ein leichtes Umsatzwachstum und eine entsprechende Steigerung des EBT. Für den Geschäftsbereich CONTRACT gehen wir ebenfalls von einem leicht zunehmenden Umsatz und EBT aus. Die fortgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT werden sich im Jahr 2019 positiv auf die Produktivitäten und somit auf das Ergebnis auswirken. Angesichts der zuvor beschriebenen Perspektiven des Geschäftsbereichs CONTAINER sowie der erwartungsgemäß auch für 2019 noch anfallenden Verluste des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven wird für das Geschäftsjahr 2019 bei leicht steigenden Umschlagsmengen von einem leichten Rückgang des Ergebnisses ausgegangen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die BLG-Gruppe im Jahr

PROGNOSE FÜR 2019

EBT Umsatz auf EBT-Marge
+5–8 % Vorjahresniveau +5–8 %

2019 einen Umsatz auf Vorjahresniveau, eine Steigerung des EBT in einer Bandbreite von 5 bis 8 Prozent und eine entsprechende Steigerung der EBT-Marge.

Auch in der Zukunft werden wir unsere Aktionäre entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung angemessen am Ergebnis beteiligen.

Dieser Jahresbericht wurde auf Basis des Deutschen Rechnungslegungsstandards 20 (DRS 20) in der derzeit gültigen Fassung erstellt. Er enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG-Gruppe, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen", "erwarten" oder ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

WIR ERWARTEN AUCH FÜR DIE ZUKUNFT EINE STABILE UND POSITIVE GESCHÄFTS-ENTWICKLUNG.

Gruppenabschluss

GRUPPENGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

TEUR Referenz 2018 2017
Umsatzerlöse 4 1.141.326 1.087.817
Sonstige betriebliche Erträge 5 60.976 45.654
Materialaufwand 6 -526.994 -525.407
Personalaufwand 7 -419.405 -365.544
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 8 -38.005 -43.579
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 -211.116 -200.177
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 32 131
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 1.174 1.005
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 -5.978 -6.792
Erträge aus at Equity einbezogenen Unternehmen 10 35.421 42.245
Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen 96 93
Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen 9 0 -1.919
Ergebnis vor Steuern 37.527 33.528
Ertragsteuern 33 -2.714 -1.570
Gruppenjahresüberschuss 34.813 31.957
Vom Gruppenjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
-Aktiengesellschaft von 1877-
2.541 2.315
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 28.629 27.235
Nicht beherrschende Gesellschafter 3.643 2.407
34.813 31.957
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 21 EUR 0,66 EUR 0,60
davon aus fortgeführten Aktivitäten EUR 0,66 EUR 0,60
Dividende der
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
22 EUR 0,45 EUR 0,40

GRUPPENGESAMT-ERGEBNISRECHNUNG

TEUR Referenz 2018 2017
Gruppenjahresüberschuss 34.813 31.957
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden 34
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen 1.890 4.403
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden -267 -746
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten,
die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
1.412 2.152
3.035 5.809
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können 34
Währungsumrechnung -1.084 987
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten -345 812
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert
werden können
57 -40
Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend in
die GuV umgegliedert werden können
-672 -577
-2.044 1.182
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 991 6.991
Gruppengesamtergebnis 35.804 38.948
Vom Gruppengesamtergebnis entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
-Aktiengesellschaft von 1877-
2.541 2.315
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 29.758 34.235
Nicht beherrschende Gesellschafter 3.505 2.398
35.804 38.948

GRUPPENBILANZ

TEUR
AKTIVA Referenz 31.12.2018 31.12.2017
A. Langfristiges Vermögen
I. Immaterielle Vermögenswerte 12
1. Firmenwerte 25.633 25.628
2. Andere immaterielle Vermögenswerte 7.058 16.250
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 464 1.681
33.155 43.560
II. Sachanlagen 13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
167.522 177.314
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.455 61.148
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.933 15.476
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.123 1.615
259.033 255.553
III. Finanzanlagen 15
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 340
2. Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden 144.392 133.076
3. Sonstige Finanzanlagen 0 218
144.392 133.634
IV. Langfristige Finanzforderungen 16 969 705
V. Sonstige langfristige Vermögenswerte 18 541 15
VI. Latente Steuern 35 4.633 3.486
442.723 436.954
B. Kurzfristiges Vermögen
I. Vorräte 17 9.369 8.687
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 196.974 188.295
III. Sonstige Vermögenswerte 18 62.164 58.763
IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 35 1.550 1.604
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19 15.222 14.338
285.279 271.686
728.002 708.641
TEUR
PASSIVA Referenz 31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital 20
I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
-Aktiengesellschaft von 1877-
1. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
2. Gewinnrücklagen
a. Gesetzliche Rücklage 998 998
b. Andere Gewinnrücklagen 10.234 9.229
21.216 20.211
II. Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
1. Kommanditkapital 51.000 51.000
2. Kapitalrücklage 50.182 50.182
3. Gewinnrücklagen 174.703 163.383
4. Sonstige Rücklagen -44.538 -47.572
5. Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten -2.225 -2.083
6. Fremdwährungsausgleichsposten -8.715 -7.009
220.407 207.900
III. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 9.218 7.485
250.841 235.596
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 23 90.580 102.255
II. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 24 19.410 25.703
III. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 25 2.462 2.314
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 28 1.608 512
V. Langfristige Rückstellungen 26 56.074 55.016
VI. Latente Steuern 33 1.319 2.697
171.453 188.497
C. Kurzfristige Schulden
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 93.215 86.570
II. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 24 120.223 116.964
III. Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand 25 86 85
IV. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 28 54.757 50.698
V. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 36 8.049 6.775
29 29.378 23.456
VI. Kurzfristige Rückstellungen 284.547

728.002 708.641

SEGMENT-BERICHTERSTATTUNG

AUTOMOBILE CONTRACT
TEUR 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
553.125 550.220 599.229 547.827
Intersegmenterlöse 4.341 5.308 6.686 4.922
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 936 397 477 907
EBITDA 36.310 34.207 31.457 37.293
Abschreibungen -17.195 -16.406 -19.971 -26.426
Segmentergebnis (EBIT) 19.115 17.801 11.486 10.867
Zinserträge 31 49 1.149 1.075
Zinsaufwand -3.618 -4.130 -5.464 -6.118
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 2 3 87 82
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -568 0 -1.350
Segmentergebnis (EBT) 15.530 13.155 7.258 4.556
EBT-Marge 2,8 % 2,4 % 1,2 % 0,8 %
Andere Informationen
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 174 1.958 27 2.244
Wertminderungen -15 0 -3.284 -9.359
Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden 5.946 5.941 2.091 3.317
Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte 5.084 5.084 11.795 11.795
Segmentvermögen 309.503 290.727 247.098 239.663
Investitionen in langfristige
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
19.644 13.913 12.646 4.735
Segmentschulden 180.083 158.161 181.642 161.484
Eigenkapital 101.427 96.590 22.621 26.016
Mitarbeiter 3.193 2.929 5.946 4.885
CONTAINER Summe der
berichtspflichtigen Segmente
Überleitung Gruppe
2018 2017 2018 2017 2018 2017 2018 2017
301.982 303.954 1.454.336 1.402.001 -313.010 -314.184 1.141.326 1.087.817
2.215 2.376 13.242 12.606 -13.242 -12.606 0
2.099 2.218 3.512 3.522 31.909 38.723 35.421 42.245
64.988 75.389 132.755 146.889 -52.547 -62.301 80.208 84.588
-23.245 -23.029 -60.411 -65.861 22.406 22.282 -38.005 -43.579
41.743 52.360 72.344 81.028 -30.141 -40.019 42.203 41.009
1.144 1.155 2.324 2.279 -1.118 -1.143 1.206 1.136
-5.589 -5.456 -14.671 -15.704 8.693 8.912 -5.978 -6.792
111 313 200 398 -104 -305 96 93
0 0 0 -1.918 0 0 0 -1.918
37.409 48.372 60.197 66.083 -22.670 -32.555 37.527 33.528
12,4 % 15,9 % 4,1 % 4,7 % k.A. k.A. 3,3 % 3,1 %
4.326 2.474 4.527 6.676 -4.325 -5.765 202 911
-834 -344 -4.133 -9.703 834 344 -3.299 -9.359
109.358 113.890 117.395 123.148 26.997 9.928 144.392 133.076
512 512 17.391 17.391 8.242 8.238 25.633 25.629
364.703 341.493 921.304 871.883 -343.878 -301.408 577.426 570.475
18.855 12.741 51.145 31.389 -17.976 -11.660 33.169 19.729
199.948 213.554 561.673 533.199 -215.240 -231.223 346.433 301.976
135.381 123.005 259.429 245.611 -8.588 -10.015 250.841 235.596
1.612 1.578 10.751 9.392 -1.284 -1.285 9.467 8.107

GRUPPEN-EIGENKAPITALENTWICKLUNG

TEUR Referenz Gezeichnetes
Kapital
Gewinn
rücklagen
Gesamt
Stand zum 1. Januar 2017 20 9.984 9.448 19.432
Veränderungen im Geschäftsjahr
Gruppenjahresüberschuss 0 2.315 2.315
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 33 0 0 0
Gruppengesamtergebnis 0 2.315 2.315
Dividenden/Entnahmen 0 -1.536 -1.536
Einlagen 0 0 0
Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2017 20 9.984 10.227 20.211
Veränderungen durch IFRS 91 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2017 9.984 10.227 20.211
Veränderungen im Geschäftsjahr
Gruppenjahresüberschuss 0 2.541 2.541
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 33 0 0 0
Gruppengesamtergebnis 0 2.541 2.541
Dividenden/Entnahmen 0 -1.536 -1.536
Einlagen 0 0 0
Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2018 20 9.984 11.232 21.216

I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

1 Bezüglich der Anpassungen nach IFRS 9 verweisen wir auf Erläuterung Nummer 1 im Gruppenanhang.

III.
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
II.
Einbezogenes Kapital
der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Summe
Gesamt
7.452
219.307
Gesamt
192.423
Fremd
währungs
ausgleichs
posten
-8.074
Rücklage aus
der Zeit
wertbe
wertung
von Finanz
instrumenten
-3.180
Sonstige
Rücklagen
-53.559
Gewinn
rücklagen
156.054
Kapital
rücklage
50.182
Kommandit
kapital
51.000
2.407
31.957
27.235 0 0 0 27.235 0 0
-9
6.991
2.398
38.948
7.000
34.235
89
89
1.097
1.097
5.814
5.814
0
27.235
0
0
0
0
-2.366
-24.330
-20.428 0 0 0 -20.428 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
0
1.671
1.671 976 0 173 522 0 0
7.484
235.596
207.901 -7.009 -2.083 -47.572 163.383 50.182 51.000
-2
2.635
2.637 0 0 0 2.637 0 0
7.482
238.231
210.538 -7.009 -2.083 -47.572 166.020 50.182 51.000
3.643
34.813
28.629 0 0 0 28.629 0 0
-138 1.129 -1.763 -142 3.034 0 0 0
3.505
35.804
29.758 -1.763 -142 3.034 28.629 0 0
-2.687
-24.335
-20.112 0 0 0 -20.112 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
918
1.141
223 57 0 0 166 0 0
9.218
250.841
220.407 -8.715 -2.225 -44.538 174.703 50.182 51.000

GRUPPEN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

TEUR
2018
Referenz
2017
Ergebnis vor Steuern
37.527
33.528
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzanlagen
und langfristige Finanzforderungen
38.005
45.497
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
617
456
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen
-35.421
-42.245
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen
-96
-93
Zinsergebnis
4.772
5.656
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
202
911
45.606 43.710
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
-2.713
5.120
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte
-9.679
-854
Veränderung der Vorräte
-682
-866
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand
149
-43
Veränderung der Rückstellungen
6.694
5.549
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-5.211
-1.475
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten
-3.927
-1.810
-15.369 5.621
Einzahlungen für Zinsen
1.203
1.135
Auszahlungen für Zinsen
-4.071
-4.501
Auszahlungen für Ertragsteuern
-4.042
-4.325
-6.910 -7.691
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
23.327
41.640
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
und immaterieller Vermögenswerte
1.477
1.608
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte
-33.170
-19.729
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
181
11.825
Auszahlungen für Investitionen in at Equity einbezogene Unternehmen
-13.050
-8.122
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen
-57
-1.156
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen
81
508
Einzahlungen/Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel
6.513
-2.696
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden
47.674
26.717
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
9.649
8.955
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner
1.325
1.595
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner
-2.387
-1.325
Auszahlungen an Unternehmenseigner
-24.335
-24.330
Auszahlungen aus der Tilgung von Schuldscheindarlehen
-19.000
0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
8.360
0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
-21.586
-36.902
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmitteln
von Beteiligungsunternehmen
150
0
Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen
179
117
Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten
230
411
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten
-506
-692
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
37
-57.570
-61.126
-10.531
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
-24.594
11
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen
-938
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres
-14.093
-3.572
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
37
-39.625
-14.092
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel
15.222
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-54.847
14.338
-28.430

GRUPPENANHANG

Grundlagen

1. Grundlagen der Gruppenrechnungslegung

An der Spitze der BLG-Gruppe (BLG LOGISTICS) stehen mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, (BLG AG) und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, (BLG KG) zwei Unternehmen, die aufgrund der Organidentität und der besonderen Eigentümerstruktur rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind. Da die BLG AG eine Beherrschung der BLG KG i. S. d. IFRS 10 als nicht gegeben ansieht, erstellt sie gemeinsam mit der BLG KG einen Gruppenabschluss (kombinierter Abschluss) unter der Bezeichnung BLG LOGISTICS mit der BLG AG und der BLG KG als einheitliches Mutterunternehmen.

Der Gruppenabschluss der BLG LOGISTICS für das Geschäftsjahr 2018 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2018 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind für alle im Gruppenabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Gruppengesellschaften angewendet worden.

Die Geschäftsjahre der BLG AG und der BLG KG sowie deren einbezogener Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Gruppenabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag der aufstellenden Gesellschaften.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragenen Gesellschaften BLG AG (HRB 4413) und BLG KG (HRA 21448) haben ihren Sitz in Bremen/ Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Gruppenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Gruppenabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorien "erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet".

Der Vorstand der BLG AG hat den Gruppenabschluss am 18. März 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Gruppenabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Gruppenabschluss billigt.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Gruppenabschluss ausgewiesenen Werte haben können.

Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Gruppenabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Erläuterungen enthalten:

  • Bestimmung, ob Beherrschung vorliegt (Erläuterungen Nummern 38 und 39)
  • Klassifizierung von Leasingverhältnissen (Erläuterungen Nummer 14, Nummer 16 und Nummer 24)
  • Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen (Erläuterungen Nummer 15 und Nummer 39)

Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, betreffen insbesondere folgende Erläuterungen:

  • Bewertung des Goodwill (Erläuterung Nummer 12)
  • Bilanzierung aktiver latenter Steuern (Erläuterung Nummer 33)
  • Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (Erläuterungen Nummern 4, 12, 16, und 18)
  • Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen (Erläuterung Nummer 26)
  • Ermessensspielräume bei der Bemessung von Rückstellungen und ungewissen Verbindlichkeiten (Erläuterungen Nummern 29 und 24)

Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der Gruppe werden basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren in verschiedene Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, die wie folgt definiert sind:

  • Stufe 1: notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
  • Stufe 3: Verfahren, die Inputparameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in Erläuterung Nummer 32 enthalten.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat die Gruppe die folgenden neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2018 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

Standards Inhalt und Bedeutung
IFRS 9 ,Finanzinstrumente' Der Standard ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 39 ,Finanzinstrumente:
Ansatz und Bewertung' und soll Bewertungsverfahren, Risikovorsorgen und Sicherungs
geschäfte transparenter machen. IFRS 9 enthält Regelungen zur Klassifizierung,
Bewertung und zur Wertminderung von Finanzinstrumenten sowie zur Bilanzierung
von Sicherungsinstrumenten.
Die Auswirkungen, die sich aus der erstmaligen Anwendung des Standards ergeben
haben, werden im Abschnitt ,Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden' auf ASeite 93 ff. detailliert aufgeführt.
IFRS 15 ,Erlöse aus Verträgen
mit Kunden'
IFRS 15 ersetzt die bisher bestehenden Standards und Interpretationen zur Erfassung
von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 ,Umsatzerlöse' und IAS 11 ,Fertigungsaufträge',
und setzt einheitliche Grundprinzipien fest, die für alle Branchen und für alle Kate
gorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Dies betrifft insbesondere die
Bestimmung der Höhe und des Zeitpunkts bzw. Zeitraums der Realisierung von
Umsatzerlösen, die nach IFRS 15 in fünf Schritten erfolgt. Neben dem Fünf-Stufen
Modell enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfrage
stellungen wie z.B. der Abbildung von Vertragskosten und Vertragsänderungen.
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht
über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Die Auswirkungen, die sich aus der
erstmaligen Anwendung des Standards ergeben haben, werden im Abschnitt
,Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden'
auf ASeite 94 ff. detailliert aufgeführt.
Klarstellungen zu IFRS 15
,Erlöse aus Verträgen mit
Kunden'
Die Änderungen betreffen Klarstellungen in Bezug auf die Identifizierung der unter
scheidbaren Leistungsverpflichtungen eines Vertrags, die Einschätzung darüber,
ob ein Unternehmen Prinzipal oder Agent einer Transaktion ist, und die Bestimmung,
ob Erlöse aus der Lizenzgewährung zeitraum- oder zeitpunktbezogen zu vereinnahmen
sind. Zudem werden weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit den Übergangs
regelungen auf IFRS 15 eingeführt.

Die weiteren neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards und Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist insoweit nicht erfolgt.

Aus der folgenden, ebenfalls im Geschäftsjahr 2018 erstmalig anzuwendenden Interpretation haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Gruppenabschluss ergeben:

Geschäftsjahre ab
IFRIC 22 ,Transaktionen in
fremder Währung und im
Voraus gezahlte Gegen
leistungen' 1. Januar 2018

Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

IFRS 9 ,Finanzinstrumente'

Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 ,Finanzinstrumente' ist im Einklang mit IAS 8 ,Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern' rückwirkend erfolgt. BLG LOGISTICS hat das Wahlrecht aus den Übergangsvorschriften in Anspruch genommen und keine Anpassung der Vorjahreszahlen vorgenommen. Veränderungen der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten werden in der Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 auf den Gruppenabschluss und die wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den zuvor anzuwendenden Vorschriften des IAS 39 ,Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' dargestellt.

Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

Nach IFRS 9 gibt es für finanzielle Vermögenswerte nur noch zwei Bewertungskategorien: entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Die Klassifizierung basiert dabei auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der zu beurteilenden Vermögenswerte.

Eine Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten ist nur zulässig, wenn ein finanzieller Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Ziel die Generierung vertraglicher Zahlungsströme aus dem Vermögenswert ist, und die vertraglichen Vereinbarungen feste Termine für die Leistung der Zahlungen vorsehen. Zudem dürfen diese Zahlungen grundsätzlich nur aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen.

Liegen diese Kriterien nicht kumulativ vor, erfolgt zwingend eine Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert. Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht ein unwiderrufliches Wahlrecht, diese erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. In diesem Fall sind alle Wertänderungen, mit Ausnahme der Dividenden, erfolgsneutral im Eigenkapital ohne die Möglichkeit einer Umgliederung in die GuV zu erfassen.

Die in IAS 39 enthaltenen Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten wurden mit Ausnahme der Einführung der Fair-Value-option, nach der ein unwiderrufliches Wahlrecht besteht, finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, unverändert in IFRS 9 übernommen.

Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte und der finanziellen Verbindlichkeiten zu den Kategorien unter IAS 39 und unter IFRS 9 sowie weitere Angaben zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten sind in Erläuterung Nummer 32 enthalten.

Wertminderungen

IFRS 9 ersetzt das Modell der eingetretenen Verluste (Incurred-Loss-Model) in IAS 39 durch ein Risikovorsorgemodell bzw. ein Modell der erwarteten Verluste (Expected-Loss-Model). Die neuen Wertminderungsvorschriften finden auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte, Leasingforderungen und Vertragsvermögenswerte gemäß IFRS 15 ,Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden' Anwendung. Andere finanzielle Vermögenswerte, auf die das neue Wertminderungsmodell ebenfalls Anwendung findet, bestehen bei BLG LOGISTICS nicht.

Die finanziellen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurzfristige Finanzforderungen.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Leasingforderungen wird die Risikovorsorge nach dem vereinfachten Ansatz erfasst, nach dem die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen ist. Änderungen des Ausfallrisikos sind bei diesem Ansatz nicht nachzuverfolgen. Die Anwendung der neuen Wertminderungsvorschriften führte zum 1. Januar 2018 zu einer Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 141 sowie zur Bildung einer Wertberichtigung auf Vertragsvermögenswerte in Höhe von TEUR 15. Einzelheiten zur Ermittlung der Wertminderungen sind in den Erläuterungen Nummern 4 und 18 dargestellt.

Die Risikovorsorge der übrigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach dem allgemeinen Ansatz. Danach ist für finanzielle Vermögenswerte, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, eine Risikovorsorge in Höhe der Ausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird. Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Ausfälle zu erfassen. Im Zuge des Übergangs auf IFRS 9 hat sich kein Anpassungsbedarf bei den Wertminderungen auf Finanzforderungen ergeben. Einzelheiten zur Ermittlung der Wertminderungen sind in Erläuterung Nummer 16 dargestellt.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Alle unter IAS 39 zum 31. Dezember 2017 bestehenden Sicherungsbeziehungen erfüllen die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen unter IFRS 9 und werden daher als fortgeführte Sicherungsbeziehungen betrachtet.

Veränderungen im beizulegenden Zeitwert von Aufschlägen für Länderrisiken (Fremdwährungs-Basis-Spread), die Sicherungsinstrumenten zuzuordnen sind, werden seit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 als Kosten der Absicherung zunächst in der Hedging-Rücklage im Eigenkapital erfasst und über die Laufzeit der Sicherungsbeziehung in die GuV umgegliedert. Weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden in Erläuterung Nummer 32 im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' dargestellt.

IFRS 15 ,Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden'

BLG LOGISTICS hat als Übergangsmethode für die erstmalige Anwendung des IFRS 15 ,Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden' den modifiziert rückwirkenden Ansatz gewählt. Nach diesem Ansatz wird der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst. Der Standard wird dabei nur auf Verträge angewendet, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung noch nicht erfüllt waren. Aus diesem Grund wurden die Vergleichsinformationen nicht angepasst. Auf die Umsatzrealisierung des Vorjahres wurden die bis zum 31. Dezember 2017 gültigen Vorschriften des IAS 18 ,Umsatzerlöse' und des IAS 11 ,Fertigungsaufträge', wie im Vorjahresabschluss dargestellt, angewandt.

Im Folgenden werden die wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den zuvor anzuwendenden Vorschriften IAS 18 ,Umsatzerlöse' und des IAS 11 ,Fertigungsaufträge' dargestellt.

Vertragsvermögenswerte

In der Vergangenheit wurden bei Dienstleistungsaufträgen, bei denen bereits Leistungen erbracht wurden, eine Rechnungstellung jedoch noch nicht erfolgt ist, entsprechend dem Leistungsfortschritt (Stage-of-Completion-Methode) Forderungen und Umsatzerlöse erfasst. Der Ausweis erfolgte unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach IFRS 15 sind Ansprüche auf den Erhalt von Gegenleistungen von Kunden, die aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen entstehen, als Vertragsvermögenswerte, d. h. getrennt von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auszuweisen. Der getrennte Ausweis wird damit begründet, dass bei Vertragsvermögenswerten im Unterschied zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch kein unbedingter Zahlungsanspruch vorliegt. Die Wertminderung bei Vertragsvermögenswerten ist ebenfalls nach dem Modell der erwarteten Verluste des IFRS 9 zu ermitteln, darzustellen und anzugeben.

Vertragsverbindlichkeiten

Bisher wurden von den Kunden erhaltene Gegenleistungen, die in voller Höhe oder zu einem bestimmten Teil erst in Folgeperioden als Umsatzerlöse realisiert werden, je nach zugrunde liegendem Sachverhalt entweder als erhaltene Anzahlungen in den Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten oder als Erlösabgrenzungen in den kurz- und langfristigen Sonstigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Unter IFRS 15 sind bei Vorauszahlungen des Kunden oder bei bereits vor (vollständiger) Erfüllung der Leistungsverpflichtungen bestehenden unbedingten Ansprüchen auf Erhalt der Gegenleistung vom Kunden Vertragsverbindlichkeiten zu bilanzieren. Umsatzerlöse werden erst dann erfasst, wenn die Dienstleistungen auf den Kunden übertragen worden sind.

Auswirkungen auf den Gruppenabschluss

Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 ist ohne Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgt. Die Umgliederungen und Anpassungen aus den geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften werden daher in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 dargestellt. Bilanzposten, die von den Änderungen nicht betroffen sind, werden als Übrige Aktiva und Passiva zusammengefasst.

31.12.2017
vor Änderungen
IFRS 9 IFRS 15 01.01.2018
angepasst
133.076 2.769 0 135.845
3.486 61 0 3.547
300.392 0 0 300.392
436.954 2.830 0 439.784
188.295 -141 -5.162 182.992
58.763 -15 5.162 63.910
24.629 0 0 24.629
271.687 -156 0 271.531
708.641 2.674 0 711.315
TEUR 31.12.2017
vor Änderungen
IFRS 9 IFRS 15 01.01.2018
angepasst
Gruppenbilanz (Passiva)
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS
GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
20.211 0 0 20.211
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS
GROUP AG & Co. KG
Gewinnrücklagen 143.307 2.637 0 145.944
Übriges einbezogenes Kapital der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
64.594 0 0 64.594
207.901 2.637 0 210.538
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 7.484 -2 0 7.482
Eigenkapital 235.596 2.635 0 238.231
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 25.703 0 -1.669 24.034
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 512 0 1.669 2.181
Latente Steuern 2.698 39 0 2.737
Übrige langfristige Schulden 159.584 0 0 159.584
Langfristige Schulden 188.497 39 0 188.536
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 116.964 0 -749 116.215
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 50.698 0 749 51.447
Übrige kurzfristige Schulden 116.886 0 0 116.886
Kurzfristige Schulden 284.548 0 0 284.548
Bilanzsumme 708.641 2.674 0 711.315

Die Anpassungen nach IFRS 9 resultieren aus der Anwendung der neuen Wertminderungsvorschriften sowie aus der Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert im at Equity einbezogenen Teilkonzern der EUROGATE-Gruppe. Die Anpassungen nach IFRS 15 betreffen die Umgliederungen der Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten. Die Vertragsverbindlichkeiten insgesamt belaufen sich zum 1. Januar 2018 auf TEUR 4.134, von denen TEUR 2.465 auf den kurzfristigen und TEUR 1.669 auf den langfristigen Bereich entfallen. Von den kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten waren TEUR 1.716 bereits zuvor in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Weitere Änderungen im Vergleich zu den vor der Änderung geltenden Abstimmungen IAS 11 und IAS 18 haben sich nicht ergeben.

In der folgenden Tabelle werden die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf die Gewinnrücklagen unter Berücksichtigung latenter Steuern zum 1. Januar 2018 dargestellt.

TEUR Effekt aus der
Anwendung
von IFRS 9
Gewinnrücklagen
Stand am 31. Dezember 2017
nach IAS 39
143.307
Erhöhung der Anteile an Unternehmen,
die at Equity einbezogen werden
2.769
Erhöhung der Wertberichtigungen
auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
-141
Wertberichtigungen auf
Vertragsvermögenswerte
-15
Veränderung der latenten Steuern 22
Anteil nicht beherrschender
Gesellschafter
2
Stand am Geschäftsjahresanfang
nach IFRS 9
145.944

Nicht verpflichtende Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standards / Interpretationen Anwendungspflicht für
Geschäftsjahre beginnend ab1
Übernahme durch
EU-Kommission
Änderungen zu IFRS 3 ,Unternehmenszusammenschlüsse' 1. Januar 2020 Nein
Änderungen zu IFRS 9 ,Finanzinstrumente'
(Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichszahlung)
1. Januar 2019 Ja
IFRS 16 ,Leasingverhältnisse' 1. Januar 2019 Ja
IFRS 17 ,Versicherungsverträge' 1. Januar 2021 Nein
Änderungen zu IAS 1 ,Darstellung des Abschlusses' und
IAS 8 ,Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von
rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern'
(Definition von wesentlich)
1. Januar 2020 Nein
Änderungen zu IAS 19 ,Leistungen an Arbeitnehmer'
(Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen)
1. Januar 2019 Nein
Änderungen zu IAS 28 ,Anteile an assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen'
(Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen)
1. Januar 2019 Ja
diverse Standards: Annual Improvements Project 2015-17 1. Januar 2019 Nein
Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in
IFRS-Standards
1. Januar 2020 Nein
Interpretationen
IFRIC 23 ,Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen
Behandlung'
1. Januar 2019 Ja

BLG LOGISTICS plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Gruppenabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit der Gruppe relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen der Gruppe haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden oder die Darstellung der Ertragslage im Gruppenabschluss werden sich hieraus jedoch mit folgender Ausnahme nicht ergeben:

IFRS 16 ,Leasingverhältnisse'

Der Standard ersetzt die heute geltenden Bestimmungen von IAS 17 ,Leasingverhältnisse' und die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4 ,Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält', SIC 15 ,Operating-Leasingverhältnisse − Anreize' und SIC 27 ,Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen'. IFRS 16 verpflichtet Leasingnehmer, für alle Leasingverträge zu Beginn der Laufzeit ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit zu erfassen. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände mit geringem Wert macht BLG LOGISTICS von dem Wahlrecht Gebrauch und wendet die Erleichterungsregeln des IFRS 16 auf diese Verträge an.

1 Erstanwendungszeitpunkt laut EU-Recht, soweit bereits in EU-Recht übernommen.

BLG LOGISTICS wendet beim Übergang auf IFRS 16 den modifiziert rückwirkenden Ansatz an. Nach diesem Ansatz wird der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 erfasst. Für die Erfassung der Nutzungsrechte aus Erbbaurechtsverträgen und Leasingverträgen über Eisenbahnwaggons erfolgt die Erfassung des Nutzungsrechts dabei mit dem Wert, der sich ergeben hätte, wenn IFRS 16 schon immer angewendet worden wäre, jedoch unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der Erstanwendung. Die übrigen Nutzungsrechte werden in Höhe der Leasingverbindlichkeiten, korrigiert um Vorauszahlungen oder abgegrenzte Leasingzahlungen, erfasst. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen erfolgt nicht.

Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit entsprechend IFRS 9 finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird. Hierdurch ergeben sich grundsätzlich höhere Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags. Da zukünftig in der GuV Abschreibungen und Zinsaufwand anstelle von Mietaufwendungen ausgewiesen werden, kommt es durch die Anwendung des neuen Standards zu einer Erhöhung des EBITDA. Hieraus ergibt sich auch ein Anstieg des EBIT, da die Zinskomponente, d. h. die jährliche Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit, hierin nicht enthalten ist. Die Auswirkungen auf das EBT sind abhängig von der Altersstruktur des Leasingportfolios zum jeweiligen Bilanzstichtag.

Neben unserer Eigenschaft als Leasingnehmer sind wir insbesondere bei Untermietverhältnissen sowie vereinzelt durch unsere Kundenverträge auch Leasinggeber für unsere Kunden. Die Regelungen des IFRS 16 für Leasinggeber entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften nach IAS 17. Allerdings erfolgt die Klassifizierung von Untermietverhältnissen zukünftig auf Grundlage des Nutzungsrechts aus dem Hauptleasingvertrag anstelle des zugrunde liegenden Vermögenswerts. Hieraus ergibt sich unter IFRS 16 über das Laufzeitkriterium häufiger eine Klassifizierung von Untermietverträgen als Finance Leases, da die Laufzeiten von Hauptleasing- und Unterleasingverhältnis regelmäßig aufeinander abgestimmt sind. Sofern die BLG Leasinggeber in einem Finance Lease ist, wird anstelle des Nutzungsrechts bzw. des aktivierten Vermögenswerts eine Leasingforderung ausgewiesen. Dadurch entfallen die Abschreibungen und die Umsatzerlöse reduzieren sich in Höhe der Tilgung der Leasingforderung. Ergebnisauswirkungen können sich in der Regel nur aus Zinsdifferenzen zwischen dem Hauptleasingverhältnis und dem Kundenvertrag ergeben.

BLG LOGISTICS erwartet aus der Erstanwendung des IFRS 16 gegenwärtig eine Bilanzverlängerung in einer Bandbreite von EUR 500 bis 520 Mio., von denen EUR 265 bis 275 Mio. auf die Aktivierung von Nutzungsrechten und EUR 235 bis 245 Mio. auf die Aktivierung von Leasingforderungen entfallen. Wir verweisen hierzu auch auf die in Erläuterung Nummer 14 dargestellten Verpflichtungen aus Operating Leases.

Infolge der Bilanzverlängerung sinkt die Eigenkapitalquote. Darüber hinaus ergibt sich aus der gewählten Übergangsmethode ein Einmaleffekt im Eigenkapital, der aus der unterschiedlichen Bewertung von Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit resultiert. Die Verringerung des Eigenkapitals wird nach heutigem Kenntnisstand in einer Bandbreite von EUR -20 bis -25 Mio. liegen.

Für das EBITDA erwartet BLG LOGISTICS eine Steigerung im Bereich von EUR 30 bis 40 Mio. Trotz dieses kompensierenden Effekts steigt der Verschuldungsgrad, da durch den Ansatz der Leasingverbindlichkeiten die Nettoverschuldung deutlich ansteigt. Die erwartete Erhöhung der Verbindlichkeiten liegt in einer Bandbreite von EUR 520 bis 540 Mio.

Segmentberichterstattung und operatives Ergebnis

2. Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe

Die BLG-Gruppe ist als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister mit den operativen Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER für ihre Kunden aus Industrie und Handel in über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nordund Südamerika, Afrika und Asien vertreten.

Das Leistungsspektrum reicht von Seehafenterminals in Europa bis hin zum komplexen internationalen Supply Chain Management mit Value-Added-Services. Im Folgenden werden die wesentlichen Leistungen der Geschäftsbereiche getrennt nach Geschäftsfeldern dargestellt.

AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, XXL Logistics, AutoTransporte, AutoRail und Süd-/Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an. Im Geschäftsfeld XXL Logistics liegt der Leistungsschwerpunkt auf dem Hafenumschlag von Projektladungen und konventionellen Gütern sowie logistischen Aktivitäten für Produzenten von Windenergieanlagen.

Die Standorte des Geschäftsfelds Seehafenterminals dienen als Knotenpunkte und sind Exporthäfen für die europäische Fahrzeugproduktion nach Übersee wie China, USA, Australien, Südafrika sowie nach Russland und Skandinavien. Als Importhäfen bieten diese Terminals alle Leistungen für den europäischen Fahrzeugmarkt. Die Dienstleistungen umfassen neben dem Pkw-Umschlag klassische Lagerlogistik sowie eine Vielzahl technischer Dienstleistungen wie Pre-Delivery-Inspection (PDI), Sondereinbauten und Umrüstungen.

Die Inlandterminals bieten kurze Wege zum europäischen Autobahnnetz, haben eigene Bahnanschlüsse und überwiegend eine direkte Anbindung an die Wasserstraßen. Mit dem Netzwerk werden zuverlässige Logistikketten gestaltet − von den Automobilherstellern in allen Teilen der Welt bis zu den Autohändlern in den jeweiligen Bestimmungsländern. Die Leistungen umfassen Pkw-Umschlag, Lagerlogistik und technische Dienstleistungen, z. B. die Aufbereitung von jungen Gebrauchtfahrzeugen.

Darüber hinaus ist die BLG über das Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa mit mehreren See- und Binnenterminals in Italien, Polen, Russland und in der Ukraine vertreten.

Im Geschäftsfeld XXL Logistics werden maßgeschneiderte Logistiklösungen für Güter mit besonderen Anforderungen angeboten. Hierzu zählen der Umschlag, die Lagerung und die sachgerechte Behandlung von Papierund Forstprodukten, Röhren, Blechen und Projektladungen sowie der Umschlag weiterer schwerer oder sperriger Güter wie landwirtschaftliche Maschinen, Busse und Lkw, Transformatoren oder Lokomotiven und Waggons. In dieses Geschäftsfeld ist die Logistik für die Offshore- und Onshore-Windenergie integriert. Hier werden kundenindividuelle, ganzheitliche Logistikkonzepte entwickelt und umgesetzt, um die Supply Chain von Windenergieanlagen und deren Komponenten von

der Produktion bis zur Installation auf See und Land über sämtliche Wertschöpfungsstufen zu koordinieren und zu steuern.

Die Geschäftsfelder AutoTransporte und AutoRail bieten Transporte über Straße, Schiene und auf Binnenwasserstraßen an. Zu den Leistungen gehören auch individuelle Transporte oder spezielle Shuttle-Konzepte. Dabei wird ständig in die Modernisierung der Flotten investiert, um den Kunden emissionsreduzierte Transportketten bieten zu können.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt im Geschäftsbereich AUTOMOBILE im Regelfall in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. Abrechnung und Zahlung der Leistungen erfolgen überwiegend monatlich.

Basis sind die Anzahl bearbeiteter bzw. transportierter Fahrzeuge und die vereinbarten Stückpreise. Teilweise erfolgt die Abrechnung bereits vor der vollständigen Erbringung der Leistungsverpflichtung oder erst nach Durchführung aller Leistungsschritte. Der Teil der von den Kunden erhaltenen Gegenleistungen, für den die Leistungserbringung noch aussteht, wird als Vertragsverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen. In diesen Fällen erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse erst dann, wenn die Leistungen auf den Kunden übertragen worden sind. Bereits erbrachte Leistungen, bei denen noch keine Rechnungstellung erfolgt ist, werden als Vertragsvermögenswerte in der Bilanz erfasst.

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT entwickelt kundenindividuelle Logistiklösungen. Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik, Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik sowie speditionelle Dienstleistungen.

Die Geschäftsfelder Industrielogistik (Europa und Übersee) bilden logistische Aktivitäten für die produzierende Wirtschaft ab. Im Segment der Automobilproduzenten umfasst dieses neben der Beschaffungslogistik von den Zulieferern und der Versorgung der Produktionslinien auch Konsolidierung, Aufbereitung, Verpackung und Versand für die Versorgung der Produktionswerke. Komplexe Systemdienstleistungen sichern die zuverlässige Versorgung der Montagelinien im In- und Ausland. Mit Vormontagen von Fahrzeugkomponenten und produktionsnahen Arbeitsprozessen dient das Geschäftsfeld Industrielogistik als verlängerte Werkbank der Automobilhersteller.

In Industrieunternehmen anderer Branchen werden komplexe Warenflüsse rund um die Produktion gestaltet und optimiert. Das Leistungsangebot umfasst zudem die Ver- und Entsorgung von Fertigungslinien, On-Site-Logistik zur optimalen Gestaltung der innerbetrieblichen Warenströme, Leergut-Management und komplexe Montagen.

Im Geschäftsfeld Handelslogistik werden Konzeption, Implementierung, Management und Durchführung komplexer logistischer Prozesse für Handelsunternehmen realisiert. In allen Segmenten des Geschäftsfelds Handelslogistik werden den Kunden Lösungen aus einer Hand angeboten. Dies betrifft vor allem die Bereiche E-Commerce, Cross-Channel-Retailing, Aufbereitung und Value-Added-Services an Waren, Vereinnahmung und Bearbeitung von Retouren sowie das Handling von liegender und hängender Ware im Segment Fashionlogistik. Individuelle innovative Lösungen für renommierte Kunden, wie beispielsweise der Einsatz von Drohnen zur Unterstützung der operativen Prozesse am Standort Emmerich, sichern umfassende Informationen und Warenbewegungen durch eigene IT-Kompetenz. Darüber hinaus umfasst das Geschäftsfeld Handelslogistik den Umschlag und die Lagerung von Kühlund Tiefkühlgütern am Containerterminal Bremerhaven sowie alle dazugehörigen Dienstleistungen.

Das Geschäftsfeld Spedition/Freight Forwarding dient der Steigerung der Wertschöpfungstiefe und der geschäftsbereichsübergreifenden Steuerung von Warenströmen mit gleichzeitigem Ausbau der Nutzung der eigenen Terminal- und Logistikkapazitäten. Die Leistungen umfassen die Disposition unterschiedlichster speditioneller Dienstleistungen zwischen In- und Ausland sowie für Im- und Export. Zum Leistungsangebot zählen auch die Zollbearbeitung sowie die Versendung von Luftfrachten durch Luftsicherheitsbeauftragte.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt im Geschäftsbereich CONTRACT regelmäßig in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits erbrachten Leistungen entsprechen. Abrechnung und Zahlung der Leistungen erfolgen überwiegend monatlich. Im Geschäftsfeld Spedition erfolgt die Abrechnung in kür-

zeren Abständen, z. B. wöchentlich. Kapitalintensive Leistungen wie die Bereitstellung von Flächen und Lagerplätzen werden überwiegend zu Fixpreisen, zum Teil aber auch entsprechend der tatsächlichen Nutzung abgerechnet. Basis für die Abrechnung personalintensiver Leistungen sind Preise je Leistungseinheit oder eine Kombination aus fixer Basisvergütung und variabler Vergütung je Leistungseinheit, teilweise unter Anwendung von Volumenstaffeln.

CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, entwickelt, an dem die BLG 50 Prozent der Geschäftsanteile hält. EUROGATE hat eigene Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden nach der Equity-Methode in den Gruppenabschluss einbezogen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. EUROGATE betreibt − teilweise mit Partnern − Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno, in Lissabon, Portugal, sowie in Tanger, Marokko, Ust-Luga, Russland, und Limassol, Zypern. Ferner ist EUROGATE an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste − Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals −, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.

3. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf die BLG-Gruppe bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Gruppenstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt, das heißt, der Geschäftsbereich CONTAINER wird in der Segmentberichterstattung unverändert als eigenes Segment ausgewiesen und in der Spalte Überleitung wieder eliminiert. Parallel dazu wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen, das im Wesentlichen das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER umfasst, entsprechend der internen Steuerung als Teil des EBIT ausgewiesen. Dies gilt auch für die übrigen Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden.

Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sind, mit einer Ausnahme, jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen.

Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sind in zehn Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTO-MOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereichs CONTRACT sind die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, die BLG Sports & Fashion Logistics GmbH und die BLG International Forwarding GmbH & Co. KG.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG der EURO-GATE-Gruppe.

Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nummer 2 umfassend beschrieben. Die Segmentberichterstattung ist auf S. 86 f. dargestellt.

Die BLG AG und die BLG KG als Management- und Finanzholding der BLG-Gruppe bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten. In Bezug auf Angaben zu Mitarbeitern werden die Zentralbereiche ,Services' genannt. Die entsprechenden Angaben sind dem Gruppenlagebericht auf ASeite 51 zu entnehmen.

Die BLG-Gruppe ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Gruppenumsatz entfallen TEUR 1.099.813 (Vorjahr: TEUR 1.041.160) auf das Inland und TEUR 41.513 (Vorjahr: TEUR 46.657) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch die Gruppe. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Gruppe sind TEUR 282.149 (Vorjahr: TEUR 295.167) im Inland und TEUR 10.039 (Vorjahr: TEUR 3.947) im Ausland belegen.

Mit dem größten Kunden der Gruppe wurden in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT rund 17 Prozent der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 182.627 (Vorjahr: TEUR 172.349) auf das Inland und TEUR 9.665 (Vorjahr: TEUR 7.403) auf das Ausland. Mit dem zweitgrößten Kunden der Gruppe in den Geschäftsbereichen AUTO-MOBILE und CONTRACT wurden rund 11 Prozent der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 122.021 (Vorjahr: TEUR 99.653) auf das Inland und TEUR 4.066 (Vorjahr: TEUR 5.057) auf das Ausland.

Die Steuerung der BLG-Gruppe erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für die gesamte Gruppe. Zentrale Messgrößen für den Erfolg der Segmente sind das Ergebnis vor Steuern (EBT), die Umsatzerlöse und die EBT-Marge.

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an Unternehmen, die at Equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern. Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Gruppendaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:

Umsatzerlöse mit
externen Dritten
TEUR
2018 2017
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
1.454.336 1.402.001
Geschäftsbereich
CONTAINER
-301.982 -303.954
Konsolidierung -11.028 -10.230
Umsatzerlöse der Gruppe 1.141.326 1.087.817
EBIT
TEUR
2018 2017
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
72.344 81.028
Zentralbereiche/
Übriges EBIT
-17.848 -23.697
Geschäftsbereich
CONTAINER
-41.743 -52.360
Konsolidierung 29.450 36.038
EBIT der Gruppe 42.203 41.009
Konsolidierung 29.450 36.038
EBIT der Gruppe 42.203 41.009
EBT
TEUR
2018 2017
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
60.197 66.083
Zentralbereiche/Übriges EBT 41.152 37.538
Geschäftsbereich
CONTAINER
-37.409 -48.372
Konsolidierung -26.413 -21.721
Segmentergebnis (EBT)

der Gruppe 37.527 33.528

Vermögen
TEUR
2018 2017
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
921.304 871.883
Zentralbereiche/
Übriges Vermögen
622.241 594.221
Anteile an at Equity
einbezogenen Unternehmen
144.392 133.076
Aktive latente Steuern 4.633 3.486
Erstattungsanspruch
Ertragsteuern
1.550 1.604
Geschäftsbereich
CONTAINER
-364.703 -341.493
Konsolidierung -601.415 -554.136
Vermögen der Gruppe
(Aktiva)
728.002 708.641
Schulden
TEUR
2018 2017
Summe der berichts
pflichtigen Segmente
561.673 533.199
Zentralbereiche/Übrige
Schulden
170.101 131.224
Langfristige Darlehen (ohne
kurzfristigen Anteil)
90.580 102.255
Sonstige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
19.410 25.703
Passive latente Steuern 1.319 2.698
Kurzfristiger Anteil lang
fristiger Darlehen und
Finanzierungsleasing
19.419 40.414
Geschäftsbereich
CONTAINER
-199.948 -213.554
Konsolidierung -185.393 -148.894
Schulden der Gruppe 477.161 473.045

4. Umsatzerlöse

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse zu dem Zeitpunkt oder über den Zeitraum der Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfasst, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt erlangt hat.

Die Höhe der Umsatzerlöse wird auf Basis der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung im Austausch für die Übertragung zugesagter Güter oder Dienstleistungen ermittelt.

Eine Beschreibung der wesentlichen Leistungen der Geschäftsbereiche getrennt nach Geschäftsfeldern ist in Erläuterung Nummer 2 enthalten.

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt bei BLG LOGISTICS im Regelfall gemäß IFRS 15.B16 in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, da die abgerechneten Beträge dem Wert der bereits

erbrachten Leistungen entsprechen. BLG LOGISTICS macht daher von der Erleichterungsvorschrift in IFRS 15.121 (b) Gebrauch und legt den Betrag der verbleibenden Leistungsverpflichtungen für diese Verträge nicht offen.

In den folgenden Tabellen wird eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Leistungsarten und nach Geschäftsfeldern einschließlich einer Überleitung der untergliederten Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT vorgenommen. Der Geschäftsbereich CONTAINER ist aufgrund der Einbeziehung nach der Equity-Methode in der Darstellung nicht enthalten. Eine Aufgliederung nach den im Inland und im Ausland erwirtschafteten Umsatzerlösen ist in Erläuterung Nummer 3 enthalten.

Nach Leistungsarten AUTOMOBILE CONTRACT Summe
TEUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
Speditions- und
Transportleistungen
287.243 273.419 200.460 284.755 487.703 558.174
Umschlagserlöse 130.006 123.929 171.392 84.429 301.398 208.358
Sonstige logistische Dienst
leistungen und Beratung
55.413 56.500 106.216 77.723 161.629 134.223
Miet- und Lagererlöse 37.020 34.652 60.205 41.220 97.225 75.872
Materialverkäufe 10.050 21.949 10.072 9.857 20.122 31.806
Personal- und
Gerätegestellung
2.838 7.190 10.389 11.953 13.227 19.143
Containerpacking 2.710 2.905 4.219 5.714 6.929 8.619
Schiffserlöse 3.518 4.240 0 0 3.518 4.240
Übrige 24.326 25.436 36.276 32.176 60.602 57.612
Summe 553.124 550.220 599.229 547.827 1.152.353 1.098.047
Konsolidierung -4.341 -5.308 -6.686 -4.922 -11.027 -10.230
Gesamt 548.783 544.912 592.543 542.905 1.141.326 1.087.817
Nach Geschäftsfeldern
TEUR
2018 2017
AUTOMOBILE
Seehafenterminals 165.453 174.552
Inlandterminals 52.929 53.625
XXL Logistics 63.350 63.404
AutoTransporte 137.231 137.726
AutoRail 114.329 98.581
Süd-/Osteuropa 13.728 15.591
Übrige 1.763 1.433
548.783 544.912
CONTRACT
Industrielogistik (Europa) 251.732 235.614
Industrielogistik (Übersee) 18.626 20.011
Handelslogistik 204.981 195.774
Spedition 117.204 91.506
592.543 542.905
Gesamt 1.141.326 1.087.817

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden

Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ansprüche auf den Erhalt von Gegenleistungen von Kunden aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen, für die am Bilanzstichtag noch keine Rechnungstellung erfolgt ist. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nummer 18). Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird. Dies ist der Fall, wenn der Zahlungsanspruch fällig ist oder die Fälligkeit automatisch durch Zeitablauf eintritt.

Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem vereinfachten Ansatz vorgenommen. Danach ist die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen. Änderungen des Ausfallrisikos sind nicht nachzuverfolgen. Die Wertberichtigungen werden netto unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der GuV ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 9.

Da die Risikostruktur der Vertragsvermögenswerte im Wesentlichen der Risikostruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht, werden für die Wertberichtigungen dieselben erwarteten Ausfallquoten angesetzt. Die Ermittlung der Ausfallquoten ist in Erläuterung Nummer 18 dargestellt.

Vertragsverbindlichkeiten resultieren aus Vorauszahlungen von Kunden oder bereits vor (vollständiger) Erfüllung der Leistungsverpflichtungen bestehenden unbedingten Ansprüchen auf Erhalt der Gegenleistung vom Kunden. Umsatzerlöse werden erst dann erfasst, wenn die Leistungen auf den Kunden übertragen worden sind. In der Bilanz erfolgt der Ausweis unter den Sonstigen Verbindlichkeiten (Erläuterung Nummer 28).

TEUR 31.12.2018 01.01.2018
Vertragsvermögenswerte 6.295 5.147
Vertragsverbindlichkeiten 3.634 4.134

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zur Entwicklung der Vertragsvermögenswerte und der Vertragsverbindlichkeiten.

2018
TEUR
Vertrags
vermögens
werte
Vertrags
verbindlich
keiten
Stand 1. Januar (brutto) 5.162 4.134
Im Berichtsjahr erfasste
Umsatzerlöse:
0 -2.461
davon zu Beginn des
Berichtsjahres in den
Vertragsverbindlichkeiten
enthalten
0 -2.461
Erhöhung durch erhaltene
Zahlungen (ohne Beträge,
die im Berichtsjahr als
Umsatzerlöse erfasst wurden)
0 1.961
Umgliederung in die
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (unterjährig)
-4.959 0
Veränderung aus Leistungs
fortschritt des Berichtsjahres
6.137 0
Stand 31. Dezember
(brutto)
6.340 3.634
Wertberichtigungen -45 0
Stand 31. Dezember 6.295 3.634

Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den Vertragsvermögenswerten stellten sich zum 1. Januar 2018 und zum 31. Dezember 2018 wie folgt dar:

5. Sonstige betriebliche Erträge
-- -- ---------------------------------- --
TEUR 31.12.2018 01.01.2018
nicht
überfällig
nicht
überfällig
Erwartete Ausfallquote
(gewichteter Durchschnitt)
0,71 % 0,45 %
Nominalbeträge 6.340 5.162
Wertberichtigungen -45 -15
Buchwerte 6.295 5.147

Die Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

2018 2017
15 0
15 0
33 0
-3 0
45 0
TEUR 2018 2017
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
19.685 10.071
Erbbauzinsen und
Mieterträge
9.914 9.870
Versicherungsentschädigun
gen und andere Erstattungen
8.786 6.855
Erträge aus der Weiterbelas
tung von Aufwendungen
7.321 7.310
Periodenfremde Erträge 3.648 4.741
Erträge aus dem Abgang
von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
1.220 1.145
Erträge aus
Personalgestellung
996 1.136
Erträge aus Recycling 541 715
Erträge aus Kursgewinnen 247 77
Übrige 8.618 3.735
Gesamt 60.976 45.654

6. Materialaufwand

TEUR 2018 2017
Aufwendungen für sonstige
bezogene Leistungen
334.634 309.066
Aufwendungen für Fremd
personal
126.751 142.333
Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe
65.567 73.972
Veränderung des Bestands
an unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen sowie
fertigen Erzeugnissen
42 36
Gesamt 526.994 525.407

7. Personalaufwand

TEUR 2018 2017
Löhne und Gehälter 346.214 301.982
Gesetzliche soziale Aufwen
dungen
66.115 58.557
Aufwendungen für Alters
versorgung, Unterstützung
und Jubiläen
6.782 4.625
Übrige 294 380
Gesamt 419.405 365.544

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen. In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 28.818 (Vorjahr: TEUR 25.764) für Beitragszahlungen an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten. Davon entfallen auf Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 173) und TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 18) auf Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.

Die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe belief sich im Jahresdurchschnitt 2018 auf 9.467 (Vorjahr: 8.107) Personen. Davon waren 7.379 (Vorjahr: 6.091) gewerblich und 2.088 (Vorjahr: 2.016) in den kaufmännischen Bereichen tätig. Weitere Informationen sind im Gruppenlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung enthalten.

8. Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Gesamt 38.005 43.579
Außerplanmäßige
Abschreibungen
3.299 9.359
Planmäßige Abschreibungen 34.706 34.220
TEUR 2018 2017

Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nummer 12 und 13 entnommen werden.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 2018 2017
Erbbauzinsen und Mieten 108.879 105.084
Bewachungskosten und
sonstige Grundstücks
aufwendungen
14.384 12.629
IT-Aufwendungen 10.645 9.213
Aufwendungen
aus Schadensfällen
7.845 10.839
Aufwendungen für
Versicherungsprämien
7.703 8.691
Vertriebskosten 7.245 6.645
Sonstige personalbezogene
Aufwendungen
6.603 5.286
Sonstige neutrale
Aufwendungen
5.997 5.140
Rechts-, Beratungs- und
Prüfungskosten
5.996 5.429
Verwaltungsaufwendungen
und Beiträge
3.475 2.277
Nettoergebnis aus
Wertminderungen
3.347 0
Sonstige Steuern 3.093 3.696
Aufwendungen für
Weiterbildung
2.640 1.956
Post- und
Telekommunikationskosten
2.453 2.184
Buchverluste aus
Anlagenabgängen
1.837 1.601
Sonstige periodenfremde
Aufwendungen
1.053 3.834
Aufwendungen für
Kursverluste
494 454
Übrige 17.427 15.219
Gesamt 211.116 200.177

Wertminderungen auf Finanzinstrumente

Seit der Einführung von IFRS 9 werden die Wertminderungen auf Finanzinstrumente netto in der GuV ausgewiesen. Im Vorjahr waren die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen im periodenfremden bzw. neutralen Ergebnis enthalten. Die Vergleichszahlen können der Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Erläuterung Nummer 18 entnommen werden.

Die Wertminderungen auf Finanzforderungen waren im Vorjahr in den Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen enthalten. Darüber hinaus wurden unter IAS 39 auch die Wertminderungen auf Eigenkapitalinstrumente der Kategorie zur Veräußerung verfügbar in dieser Position erfasst, sofern deren Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar war und die Bewertung daher zu Anschaffungskosten erfolgte. Bei der BLG-Gruppe betraf dies die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen, die unter IFRS 9 mit einer Ausnahme der Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet sind. Die ausgewiesene Wertminderung betrifft die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert der betreffenden Beteiligung.

TEUR 2018
Finanzinstrumente zu
Anschaffungskosten
Wertminderungen auf Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen und
Vertragsvermögenswerte
Zuführung zur Wertberichtigung -2.549
Auflösung in Vorjahren gebildeter
Wertberichtigungen
92
Ausbuchungen aufgrund von
Uneinbringlichkeit
-169
-2.626
Finanzinstrumente
zum beizulegenden Zeitwert
Wertminderungen auf erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Eigenkapitalinstrumente
Anteile an verbundenen Unternehmen -721
-721
Gesamt -3.347

10. Erträge aus at Equity einbezogenen Unternehmen

Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.

TEUR 2018 2017
Ergebnis aus Unternehmen,
die nach der Equity
Methode einbezogen
werden
Gemeinschaftsunternehmen 34.637 40.781
Assoziierte Unternehmen 784 1.464
Gesamt 35.421 42.245

Im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen ist das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER mit TEUR 33.639 (Vorjahr: TEUR 40.461) enthalten.

11. Zinsergebnis

TEUR 2018 2017
Erträge aus langfristigen
Finanzforderungen
32 131
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge
Zinserträge aus
Bankguthaben
1.048 897
Zinserträge aus
Finanzierungsleasing
0 44
Zinserträge aus Zinsswaps 13 0
Zinserträge aus Amortisation
sonstiger Aktiva
3 1
Übrige Zinserträge 110 63
1.174 1.005
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Zinsaufwand aus langfristigen
Darlehen und sonstigen
Finanzverbindlichkeiten
-2.518 -3.037
Aufzinsung von Rückstellun
gen und Verbindlichkeiten
-1.907 -2.291
Zinsaufwand aus Zinsswaps -681 -563
Zinsaufwand aus
Finanzierungsleasing
-99 -83
Zinsaufwand aus kurzfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
-104 -62
Übrige Zinsaufwendungen -669 -756
-5.978 -6.792
Gesamt -4.772 -5.656

Vermögenswerte und Leasing

12. Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden neben erworbenen und selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten auch durch Unternehmenserwerbe entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) bilanziert.

Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten von Unternehmenserwerben über den beizulegenden Zeitwert der Anteile der Gruppe am Nettovermögen der erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt dar. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen der Gruppe wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinnund Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Dabei werden die folgenden be triebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

2018 2017
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte
5 - 8 Jahre 5 - 8 Jahre
Softwarelizenzen 2 - 5 Jahre 2 - 5 Jahre
Selbsterstellte Software 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre

Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.

Die in den Immateriellen Vermögenswerten enthaltenen gemieteten oder geleasten Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen sind in Erläuterung Nummer 14 dargestellt.

Geschäftsjahr 2018
TEUR
Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
Geleistete
Anzahlungen
auf immaterielle
Vermögens
werte
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 28.425 65.352 1.681 95.458
Zugänge 4 838 0 842
Abgänge 0 -549 -1.217 -1.766
Währungsdifferenzen 0 41 0 41
Stand 31. Dezember 28.429 65.682 464 94.575
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2.796 49.102 0 51.898
Planmäßige Abschreibungen 0 6.742 0 6.742
Wertminderungen 0 3.284 0 3.284
Abgänge 0 -542 0 -542
Währungsdifferenzen 0 38 0 38
Stand 31. Dezember 2.796 58.624 0 61.420
Buchwerte 31. Dezember 25.633 7.058 464 33.155
Geschäftsjahr 2017
TEUR
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
Geleistete
Anzahlungen
auf immaterielle
Vermögens
Firmenwerte und Werten werte Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 22.675 64.594 1.775 89.044
Veränderungen im Konsolidierungskreis 5.750 298 0 6.048
Zugänge 0 859 0 859
Abgänge 0 -364 0 -364
Umbuchungen 0 94 -94 0
Währungsdifferenzen 0 -129 0 -129
Stand 31. Dezember 28.425 65.352 1.681 95.458
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2.796 33.193 0 35.989
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 88 0 88
Planmäßige Abschreibungen 0 7.097 0 7.097
Wertminderungen 0 9.042 0 9.042
Abgänge 0 -201 0 -201
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -117 0 -117
Stand 31. Dezember 2.796 49.102 0 51.898
Buchwerte 31. Dezember 25.629 16.250 1.681 43.560

Wertminderungen − Impairments

Überblick

Sämtliche nichtfinanziellen Vermögenswerte der Gruppe mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (recoverable amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte wertgemindert.

Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.

Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswerts oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.

Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Geschäfts- und Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Die Wertminderungen sind in dem Posten ,Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen' erfasst.

Ermittlung des erzielbaren Betrags

Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Die Berechnungen werden in Euro auf Grundlage von Drei-Jahres-Planungen unter Berücksichtigung länderspezifischer Risiken vorgenommen. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgt über Forward Rates. Als Diskontsatz wird der Kapitalkostensatz der Gruppe von 6,51 Prozent zugrunde gelegt, der länderspezifisch um den Steuersatz angepasst wird. Die Höhe des Kapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital) wird bestimmt durch die Fremd- und Eigenkapitalanteile, den risikofreien Basiszins unter Berücksichtigung der Inflation (1,03 Prozent), die Marktrisikoprämie (6,25 Prozent), das branchenspezifische Risiko, den länderspezifischen Steuersatz und die Fremdkapitalkosten.

Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Die untersuchten Geschäfts- oder Firmenwerte und die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Bezeichnung der CGU BLG Logistics
Automobile
BLG Sports &
BLG AutoRail
GmbH, Bremen
St. Petersburg Co. Ltd.,
St. Petersburg, Russland
Fashion Logistics
GmbH, Hörsel
SPEDITION
Geschäftsbereich AUTOMOBILE AUTOMOBILE CONTRACT CONTRACT
Buchwert, Geschäfts
oder Firmenwert (TEUR)
4.288 797 11.794 8.754
Umsatzwachstum
p.a. (Planungszeitraum)
2 % 8,6 - 22,4 % siehe Fließtext 5,8 - 6,1 %
Weitere Parameter für
die Unternehmensplanung
Auslastung,
Preis pro Fahrzeug,
Geschäftsausweitung
Auslastung,
Produktivität,
Preis pro Fahrzeug
Auslastung,
Produktivität,
Neukunden
Neukunden
akquise,
Synergieeffekte
Dauer des Planungszeitraums 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
Umsatzwachstum p.a.
nach Ende des Planungszeitraums
0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %
Diskontierungszinssatz 6,5 % 6,6 % 6,5 % 6,5 %

Für die BLG AutoRail GmbH, Bremen, liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen deutlich über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Planungen berücksichtigen eine Auslastung der Waggons in Anlehnung an die Erfahrungswerte der Vorjahre, sowie die Gewinnung von Spotverkehren als Bestandsverkehre. Auch bei einer erheblichen Reduzierung der Annahmen zum Umsatzwachstum und den weiteren Parametern oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag. Die den Planungen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugrunde gelegten Umsatzerwartungen wurden aus Marktprognosen zu Pkw-Neuzulassungen, bisherigen Marktanteilen und Kundenbefragungen abgeleitet.

Der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit BLG St. Petersburg wurde in den Vorjahren durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.796 auf einen Buchwert von TEUR 797 wertberichtigt. Bei einem Rückgang des EBIT um 50 Prozent würde sich aktuell kein weiterer Abwertungsbedarf ergeben. Auch ein Anstieg des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt würde zu keinem weiteren Abschreibungsbedarf führen.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Anteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 11.794. Für diese Gesellschaft liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Vorjahr hat ein Hauptkunde die Vertragsbeziehungen mit Wirkung zum 31. Dezember 2018 gekündigt. In den Planungen sind neben dem verbleibenden Bestandsgeschäft mit entsprechenden Ergebnisbeiträgen auch Neukundenakquisitionen in volumenstarke "Ankerkunden" entsprechend den Erfahrungswerten aus den Vorjahren enthalten. Dies führt zukünftig wieder zu einer annähernd vollständigen Auslastung der logistischen Anlagen der Gesellschaft. Auf dieser Basis wurde für den Planungszeitraum 2019 zunächst ein Umsatzrückgang von 32,0 Prozent p.a. und für das folgende Jahr ein Umsatzwachstum von 26,5 Prozent p.a. angenommen.

Bei einer Reduzierung der Annahmen zur Ertragsentwicklung (EBIT -50 Prozent) und den weiteren Parametern ergäbe sich ein Impairmentrisiko von ca. TEUR 1.000. Bei einer alleinigen Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt ergäbe sich ein weiterhin über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag.

Durch die im Berichtsjahr erfolgte Verschmelzung der Gesellschaften INFORTRA GmbH, LOGFORTRA GmbH und Arno Rosenlöcher (GmbH & Co. KG) auf die BLG International Forwarding GmbH & Co. KG (vormals: Kitzinger & Co. (GmbH & Co. KG) entspricht die gesellschaftsrechtliche Struktur nunmehr der bereits im Vorjahr aufgrund der engen Verbundenheit der Gesellschaften gebildeten zahlungsmittelgenerierenden Einheit SPEDITION. Die Planungen berücksichtigen

Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit der Verschmelzung sowie den Ausbau des speditionellen Angebots für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und insbesondere CONTRACT. Bei einem Rückgang des EBIT um 50 Prozent oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt ergäbe sich bei Beibehaltung der übrigen Parameter ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinnund Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Dabei werden die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Wertaufholungen

Sofern die Gründe für die Wertminderungen entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die sich ohne die Wertminderungen ergeben hätten.

Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.

Wertaufholungen auf wertberichtigte Firmenwerte sind nicht zulässig.

13. Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die Neubewertungsmethode wird in der BLG-Gruppe nicht angewendet.

Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst. Wir verweisen hierzu auf Erläuterung Nummer 25.

2018 2017
Gebäude Leichtbau 10 Jahre 10 Jahre
Gebäude Massivbau 20-40 Jahre 20-40 Jahre
Freiflächen 10-20 Jahre 10-20 Jahre
Übrige Umschlagsgeräte 4-34 Jahre 4-34 Jahre
Technische Anlagen
und Maschinen
5-30 Jahre 5-30 Jahre
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4-20 Jahre 4-20 Jahre
Geringwertige
Wirtschaftsgüter
1 Jahr 1 Jahr

Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen wertgemindert (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 12, Abschnitt ,Außerplanmäßige Wertberichtigungen (Wertminderungen − Impairments)'.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

2018
TEUR
Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der
Bauten auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 387.938 198.461 67.976 1.615 655.990
Veränderungen
im Konsolidierungskreis
0 0 286 0 286
Zugänge 1.522 17.386 9.626 3.794 32.328
Abgänge -133 -4.232 -3.556 -21 -7.942
Umbuchungen 197 116 996 -1.309 0
Währungsdifferenzen 16 -388 -28 44 -356
Stand 31. Dezember 389.540 211.343 75.300 4.123 680.306
Abschreibungen
Stand 1. Januar 210.624 137.313 52.500 0 400.437
Veränderungen
im Konsolidierungskreis
0 0 180 0 180
Planmäßige Abschreibungen 11.485 10.376 6.103 0 27.964
Wertminderungen 0 15 0 0 15
Abgänge -102 -3.576 -3.395 0 -7.073
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 11 -240 -21 0 -250
Stand 31. Dezember 222.018 143.888 55.367 0 421.273
Buchwerte 31. Dezember 167.522 67.455 19.933 4.123 259.033
2017
TEUR
Grundstücke,
grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
einschließlich der
Bauten auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 381.691 192.670 64.402 1.855 640.618
Veränderungen
im Konsolidierungskreis
3.441 -330 524 -55 3.580
Zugänge 2.906 10.178 4.427 1.359 18.870
Abgänge -146 -3.959 -1.382 -1.299 -6.786
Umbuchungen 96 9 130 -235 0
Währungsdifferenzen -50 -107 -125 -10 -292
Stand 31. Dezember 387.938 198.461 67.976 1.615 655.990
Abschreibungen
Stand 1. Januar 198.594 131.167 47.784 0 377.545
Veränderungen
im Konsolidierungskreis
555 -369 304 0 490
Planmäßige Abschreibungen 11.558 9.799 5.766 0 27.123
Wertminderungen 0 317 0 0 317
Abgänge -57 -3.543 -1.282 0 -4.882
Umbuchungen 0 -7 7 0 0
Währungsdifferenzen -26 -51 -79 0 -156
Stand 31. Dezember 210.624 137.313 52.500 0 400.437
Buchwerte 31. Dezember 177.314 61.148 15.476 1.615 255.553

Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 4.123 (Vorjahr: TEUR 1.615) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.

Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.

Die in den Sachanlagen enthaltenen gemieteten oder geleasten Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen sind in Erläuterung Nummer 14 dargestellt.

Es gibt keine sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind.

14. Leasing

Finanzierungs-Leasingverhältnisse

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG LOGISTICS zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.

Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte oder der Laufzeit der Leasingverhältnisse, wenn diese kürzer ist.

Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.

In den Immateriellen Vermögenswerten sind keine gemieteten oder geleasten Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen enthalten.

Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber.

In den Sachanlagen sind gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.

TEUR 2018 2017
Gebäude 53 76
Technische Anlagen und
Maschinen
363 881
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
0 38
Gesamt 416 995

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.054 (Vorjahr: TEUR 1.382) gegenüber; siehe Erläuterung Nummer 24. Die Laufzeiten der Leasingverpflichtungen betragen bis zu fünf Jahre.

Operating-Leasingverhältnisse

Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating-Leasingverhältnisse dar. Die Miet- und Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.

Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Eisenbahnwaggons und haben im Wesentlichen Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren. In geringem Umfang bestehen Kaufoptionen für Eisenbahnwaggons zum beizulegenden Zeitwert. Die Verpflichtungen aus Operating Leases setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017 Fälligkeit bis zu einem Jahr

Gesamt 113.221 131.385
Fälligkeit von mehr als
5 Jahren
27.987 28.738
Fälligkeit mehr als ein Jahr
bis zu 5 Jahren
56.238 69.358
nach Bilanzstichtag 28.996 33.289

Durch die im Vergleich zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzere Laufzeit der Verträge besteht sowohl in Bezug auf die Entwicklung des Auftragsvolumens als auch im Hinblick auf eine raschere Anpassung an den technischen Fortschritt eine höhere Flexibilität gegenüber einem Erwerb. Die Leasingverträge dienen zudem der Verringerung der Kapitalbindung sowie einer mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation.

Die Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude und Kaimauern stellen ebenfalls Operating Leases nach IAS 17 dar, werden jedoch aufgrund der großen Bedeutung für die Gruppe separat dargestellt. Sie betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Restlaufzeiten von bis zu 30 Jahren. Die Gruppe sichert sich damit langfristige Nutzungsrechte an den betriebsnotwendigen Grundstücken. Die Verpflichtungen setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Fälligkeit bis zu einem Jahr
nach Bilanzstichtag
48.752 49.648
Fälligkeit mehr als ein Jahr
bis zu 5 Jahren
127.980 130.813
Fälligkeit von mehr als
5 Jahren
430.831 399.240
Gesamt 607.563 579.701

Ansprüche aus Operating Lease-Verhältnissen — Gruppe als Leasinggeber

Den Verpflichtungen aus Operating Leases stehen folgende Zahlungsansprüche aus Untermietverhältnissen aus Mietverhältnissen für Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvorrichtungen gegenüber:

TEUR 2018 2017
Fälligkeit bis zu einem Jahr
nach Bilanzstichtag
7.756 7.847
Fälligkeit mehr als ein Jahr
bis zu 5 Jahren
32.094 32.191
Fälligkeit von mehr als
5 Jahren
224.000 234.396
Gesamt 263.850 274.434

Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse. Weitere Angaben zu den Untermietverhältnissen sind in Erläuterung Nummer 15 im Abschnitt ,Gemeinschaftsunternehmen' enthalten.

Im Berichtsjahr wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 104.972 (Vorjahr: TEUR 101.498) aus Leasingverhältnissen und TEUR 8.374 (Vorjahr: TEUR 8.448) aus Untermietverträgen erfolgswirksam erfasst.

15. Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um den Gewinn- oder Verlust, die Veränderungen des sonstigen Ergebnisses und die übrigen Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht beziehungsweise vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG LOGISTICS entfallen. Bei anteiligen Verlusten, die den Buchwert einer at Equity einbezogenen Beteiligung übersteigen, erfolgt zusätzlich eine erfolgswirksame Verrechnung mit langfristigen Ausleihungen oder Forderungen, die der Nettoinvestition in die Beteiligung zuzuordnen sind. Darüber hinaus ist nach Anwendung der Equity-Methode zu überprüfen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Nettoinvestition in das Beteiligungsunternehmen (Impairment) vorliegen.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Anteile an
Gemeinschaftsunternehmen
141.299 128.936
Anteile an
assoziierten Unternehmen
3.093 4.140
Gesamt 144.392 133.076

Gemeinschaftsunternehmen

Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 34.636), Einlagen (TEUR 13.975), Veränderungen der Sonstigen Rücklagen durch Neubewertung der Pensionen (TEUR 1.412), der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten (TEUR 147) und sonstige Veränderungen (TEUR 2.738) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -39.288), Währungsdifferenzen (TEUR -816) und Veränderungen im Konsolidierungskreis (TEUR -242).

Im Folgenden werden Informationen über das wesentliche Gemeinschaftsunternehmen dargestellt.

Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG KG und der EUROKAI GmbH & Co. KGaA, Hamburg, das als eigenständige Einheit strukturiert ist. Der Anteil der BLG KG

an dem Gemeinschaftsunternehmen mit seinen Beteiligungen beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) und repräsentiert den Geschäftsbereich CONTAINER. Dabei stehen der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten des Gemeinschaftsunternehmens Rechte an dessen Nettovermögen zu.

Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird at Equity konsolidiert. Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ist dementsprechend in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften" verzeichnet. Für die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG ist kein notierter Marktpreis verfügbar. Die Dienstleistungen des Geschäftsbereichs CONTAINER sind in Erläuterung Nummer 2 beschrieben.

Die BLG KG hat der EUROGATE-Gruppe für betriebsnotwendige Grundstücke die Rechte und Pflichten aus von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) bestellten Erbbaurechten im Rahmen von Nutzungsüberlassungsverträgen übertragen.

In den Nutzungsüberlassungsverträgen verpflichtet sich die BLG KG, bei Beendigung der Nutzungsüberlassung durch Zeitablauf oder außerordentliche Kündigung eine Entschädigung an die EUROGATE-Gruppe für die von ihr auf den genutzten Grundstücken errichteten Bauwerke zu zahlen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verkehrswert der Bauwerke. Außerdem tritt die BLG KG unwiderruflich ihre Ansprüche auf Entschädigung bei Ausübung des Heimfallrechts gemäß Erbbaurechtsvertrag durch die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) an die EUROGATE-Gruppe ab.

Die EUROGATE-Gruppe erbringt für die BLG-Gruppe technische Dienstleistungen und übernimmt die Abwicklung des Strombezugs. Grundlage ist die zum 1. Januar 2008 erfolgte Übernahme des Elektrizitätsversorgungsnetzes im stadtbremischen Überseehafen in Bremerhaven vom Sondervermögen Hafen.

In der Segmentberichterstattung (Seite 86 f. und Erläuterung Nummer 3) wird dieses Gemeinschaftsunternehmen durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Finanzinformationen des IFRS-Teilkonzernabschlusses der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG zusammen und leitet diese Informationen auf den in den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen enthaltenen Buchwert der Beteiligung über.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige
Vermögenswerte
678.932 694.183
Kurzfristige
Vermögenswerte
288.568 237.359
Langfristige
Verbindlichkeiten
-456.030 -418.840
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
-240.708 -266.692
Nettovermögenswerte 270.762 246.010
Beteiligungsquote 50 % 50 %
Anteilige
Netto-Vermögenswerte
135.381 123.005
Auf nicht beherrschende
Gesellschafter entfallendes
übriges Eigenkapital
-181 -245
Gruppenanteil
am Nettovermögen
(= Equity-Buchwert)
135.200 122.760

In den kurzfristigen Vermögenswerten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 153.459 (Vorjahr: TEUR 111.737) enthalten.

Von den langfristigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 272.059 (Vorjahr: TEUR 227.988) und von den kurzfristigen TEUR 187.134 (Vorjahr: TEUR 203.987) auf finanzielle Verbindlichkeiten (jeweils ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen).

TEUR 2018 2017
Umsatzerlöse 603.963 607.908
Planmäßige Abschreibungen -46.477 -46.059
Sonstige Zinsen
und ähnliche Erträge
2.287 2.310
Zinsen und
ähnliche Aufwendungen
-11.178 -10.913
Steuern vom Einkommen
und Ertrag
-7.492 -11.587
Jahresergebnis 67.325 85.156
Sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
1.485 3.053
Gesamtergebnis 68.810 88.209

Auf die BLG-Gruppe entfallen vom Jahresergebnis TEUR 33.639 (Vorjahr: TEUR 40.461) und vom sonstigen Ergebnis nach Ertragsteuern TEUR 781 (Vorjahr: TEUR 1.527).

Die von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG erhaltenen Dividenden belaufen sich auf TEUR 38.722 (Vorjahr: TEUR 46.584). Die Auszahlung erfolgt jeweils im Folgejahr. Aus dem Ergebnis des Vorjahres erfolgte eine Wiedereinlage in Höhe von TEUR 13.975. Weitere TEUR 2.769 betreffen Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 9.

TEUR 2018 2017
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
82.434 139.673
Cashflow aus
Investitionstätigkeit
-14.142 -38.276
Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit
-26.907 -155.843
Zahlungswirksame
Veränderungen des
Finanzmittelfonds
41.385 -54.446
Finanzmittelfonds am Anfang
des Geschäftsjahres
111.737 166.183
Finanzmittelfonds am Ende
des Geschäftsjahres
153.122 111.737
Zusammensetzung des
Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 153.459 111.737
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
-337 0
Finanzmittelfonds am Ende
des Geschäftsjahres
153.122 111.737

Die übrigen von der Gruppe gehaltenen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:

Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

TEUR 2018 2017
Buchwert der Anteile an
übrigen Gemeinschafts
unternehmen
6.405 6.176
Anteil am
Jahresergebnis 997 320
Sonstigen Ergebnis -38 18
Anteiliges Gesamtergebnis 959 338

Im Geschäftsjahr 2018 wurden positive Anteile in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 4) und negative Anteile am Gesamtergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 0) nicht im Gruppenergebnis erfasst. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Gruppenergebnis erfassten kumulierten negativen Anteile am Gesamtergebnis bei Gemeinschaftsunternehmen insgesamt TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 341).

Assoziierte Unternehmen

Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 784) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -857), Veränderungen im Konsolidierungskreis (TEUR -829) und Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR -21).

Die von der Gruppe gehaltenen Anteile an assoziierten Unternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich.

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der auf die BLG-Gruppe entfallende Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:

TEUR 2018 2017
Buchwert der Anteile an
assoziierten Unternehmen
3.092 4.140
Anteil am
Jahresergebnis 764 1.407
Sonstigen Ergebnis -21 -4
Anteiliges
Gesamtergebnis
743 1.403

Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden wie im Vorjahr keine Anteile am Gesamtergebnis assoziierter Unternehmen im Gruppenergebnis erfasst.

16. Finanzforderungen

Die Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen betreffen Gewinnanteile von Personengesellschaften, die als Fremdkapitalinstrumente einzustufen sind. Da es sich bei den Gewinnanteilen nicht um Kapitalrückzahlungen, sondern um Kapitalrenditen handelt, erfolgt die Bilanzierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Die übrigen Finanzforderungen der BLG-Gruppe umfassen Finanz- und Kapitalforderungen gegen at Equity einbezogene Unternehmen, Gesellschafter und Dritte, bei denen die Zahlungen nur aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen und die gehalten werden, um vertragliche Zahlungsströme zu generieren. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung in der GuV erfasst. Fremdwährungsdifferenzen sowie Gewinne und Verluste bei Ausbuchung werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Danach ist für finanzielle Vermögenswerte, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, eine Risikovorsorge in Höhe der Ausfälle zu erfassen, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird.

Für finanzielle Vermögenswerte, bei denen sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Ausfälle zu erfassen.

Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, werden qualitative und quantitative Indikatoren berücksichtigt. Hierzu zählen die Erfahrungen der Vergangenheit, die Vereinbarung von Stundungsmaßnahmen sowie Überfälligkeiten vertraglicher Zahlungen von mehr als 30 Tagen. Bei Überfälligkeiten von mehr als 90 Tagen werden finanzielle Vermögenswerte als wertgemindert eingestuft.

Unter IAS 39 waren sämtliche Finanzforderungen der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen und wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige gering- beziehungsweise nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen wurden zum Barwert angesetzt. Sofern der erzielbare Betrag unter den Buchwert sank, wurden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen. Bei Entfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wurde die Wertaufholung ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Die Änderungen bei der Klassifizierung der Finanzforderungen einschließlich einer Überleitung der Buchwerte unter IAS 39 auf die Buchwerte nach IFRS 9 sind in Erläuterung Nummer 32 dargestellt.

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und die BLG-Gruppe keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.

Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nummer 18) ausgewiesen.

31.12.2018
TEUR
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen 207 57 345 609
Sonstige Ausleihungen 116 84 0 200
Übrige Forderungen an Gesellschafter 2.387 0 0 2.387
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei at Equity einbezogenen Unternehmen
38.820 0 0 38.820
Finanzforderungen aus Cash Management
bei at Equity einbezogenen Unternehmen
125 0 0 125
Finanzforderungen aus Finance Lease 138 330 0 468
Übrige sonstige Finanzforderungen 3.736 149 4 3.889
Gesamt 45.529 620 349 46.498
31.12.2017
TEUR
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen 511 0 345 856
Sonstige Ausleihungen 73 140 0 213
Übrige Forderungen an Gesellschafter 1.325 0 0 1.325
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei at Equity einbezogenen Unternehmen
47.770 0 0 47.770
Finanzforderungen aus Cash Management
bei at Equity einbezogenen Unternehmen
297 0 0 297
Finanzforderungen aus Finance Lease 594 53 0 647
Übrige sonstige Finanzforderungen 1.714 149 19 1.882
Gesamt 52.284 342 364 52.990

Die Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen sind mit Zinssätzen von 3 bis 6 Prozent zu verzinsen.

Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für die BLG-Gruppe nicht wesentlich ist.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzforderungen stellen sich zum 31. Dezember 2018 und zum 1. Januar 2018 wie folgt dar:

31.12.2018

12 Monate Summe
nicht wertgemindert wertgemindert
345 264 2.741 3.350
199 0 0 199
2.387 0 0 2.387
125 0 0 125
468 0 0 468
3.889 0 0 3.889
7.413 264 2.741 10.418
0 0 -2.741 -2.741
7.413 264 0 7.677
Restlaufzeit

01.01.2018 TEUR 12 Monate Restlaufzeit Summe nicht wertgemindert wertgemindert Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen 345 511 2.741 3.597 Sonstige Ausleihungen 212 0 650 862 Übrige Forderungen an Gesellschafter 1.325 0 0 1.325 Finanzforderungen aus Cash Management bei at Equity einbezogenen Unternehmen 297 0 0 297 Finanzforderungen aus Finance Lease 647 0 0 647 Übrige sonstige Finanzforderungen 1.883 0 0 1.883 Nominalbeträge 4.709 511 3.391 8.611 Wertberichtigungen 0 0 -3.391 -3.391 Buchwerte 4.709 511 0 5.220

Die Wertberichtigungen auf Finanzforderungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR 12 Monate Restlaufzeit Summe
nicht wertgemindert wertgemindert 2018 2017
Stand am Geschäftsjahres
anfang nach IAS 39
0 0 3.391 0 2.041
Stand am Geschäftsjahres
anfang nach IFRS 9
0 0 3.391 3.391 2.041
Wertberichtigungen
des Geschäftsjahres
Zuführungen 0 0 0 0 1.350
Verbräuche/Ausbuchungen
gegen Forderungen
0 0 -650 -650 0
Stand am
Geschäftsjahresende
0 0 2.741 2.741 3.391

Die Vergleichszahlen stellen die Entwicklung des Wertberichtigungskontos nach IAS 39 dar.

Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos ließen sich die Buchwerte der Finanzforderungen zum 31. Dezember 2017 wie folgt aufteilen:

TEUR 31.12.2017
Weder überfällige noch
wertgeminderte Finanzforderungen
52.702
Überfällige, aber nicht
wertgeminderte Finanzforderungen
288
Wertgeminderte Finanzforderungen 0
Buchwerte 52.990
Wertgeminderte
Finanzforderungen
TEUR
31.12.2017
Nominalbeträge 3.391
Wertberichtigungen -3.391
Buchwerte 0

17. Vorräte

Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten und werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt.

Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie gegebenenfalls noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endprodukts zugrunde gelegt.

Gesamt 9.369 8.687
Fertige Erzeugnisse und
Handelswaren
7 21
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.362 8.666
TEUR 31.12.2018 31.12.2017

Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2018 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 127) gebildet. Die als Aufwand ausgewiesenen Vorräte des Berichtsjahres beliefen sich auf TEUR 61.595 (Vorjahr: TEUR 70.124).

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Erfüllungstag bilanziert und mit dem Ziel gehalten, vertragliche Zahlungsströme zu generieren. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Erfolgswirksame Wertberichtigungen werden auf Basis der erwarteten Ausfälle nach dem vereinfachten Ansatz vorgenommen. Danach ist die Höhe der Risikovorsorge auf Basis der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Ausfälle zu bestimmen. Änderungen des Ausfallrisikos sind nicht nachzuverfolgen. Die Wertberichtigungen werden als Nettoergebnis in der GuV ausgewiesen.

Die erwarteten Ausfälle werden bei BLG LOGISTICS auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre ermittelt. Die Ermittlung erfolgt dabei nach Zeitbändern der Überfälligkeiten, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds. Dabei werden insbesondere Einschätzungen zur Bonität der Großkunden sowie die allgemeine Wirtschaftsentwicklung berücksichtigt.

Nach IAS 39 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie Kredite und Forderungen zuzurechnen. Erfolgswirksame Wertberichtigungen wurden lediglich für bereits eingetretene Verluste erfasst, wenn der erzielbare Betrag unter den Buchwert sank. Neben den gegebenenfalls erforderlichen Einzelwertberichtigungen wurden bei erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko aufgrund von Erfahrungswerten pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen Dritte 194.696 180.658
Noch nicht fakturierte
Leistungen
0 5.162
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen
14 52
Forderungen gegen
Beteiligungsunternehmen
2.264 2.423
Gesamt 196.974 188.295

Unter IAS 18 wurden bei Dienstleistungsaufträgen, bei denen bereits Leistungen erbracht wurden, eine Rechnungstellung jedoch noch nicht erfolgt ist, entsprechend dem Leistungsfortschritt (Stage-of-Completion-Methode) Forderungen und Umsatzerlöse erfasst. Der Ausweis erfolgte unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach IFRS 15 sind Ansprüche auf den Erhalt von Gegenleistungen von Kunden, die aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen entstehen, als Vertragsvermögenswerte auszuweisen (siehe Erläuterung Nummer 4).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das durchschnittliche Zahlungsziel beträgt 62 Tage (Vorjahr: 62 Tage). Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Das Ausfallrisiko und die erwarteten Ausfälle bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich zum 31. Dezember 2018 und zum 1. Januar 2018 wie folgt dar:

31.12.2018
TEUR
Erwartete
Ausfallquote
(gewichteter
Durchschnitt)
Nominal
beträge
Wert
berichtigungen
Buchwerte
nicht überfällig 0,3 % 152.453 -486 151.967
weniger als 30 Tage 6,7 % 35.899 -2.390 33.509
zwischen 30 und 90 Tagen 0,3 % 6.592 -17 6.575
zwischen 91 und 180 Tagen 0,3 % 1.244 -4 1.240
mehr als 180 Tage 7,0 % 3.962 -279 3.683
Gesamt 200.150 -3.176 196.974
Erwartete
Ausfallquote
(gewichteter
Durchschnitt)
Nominal
beträge
Wert
berichtigungen
Buchwerte
0,3 % 148.742 -436 148.306
0,5 % 23.406 -119 23.287
1,2 % 6.517 -79 6.438
1,8 % 1.412 -25 1.387
70,4 % 12.070 -8.496 3.574
192.147 -9.155 182.992

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Stand am Geschäftsjahres
anfang nach IAS 39
9.012 7.668
Anpassungen aus der
erstmaligen Anwendung
von IFRS 9
143 0
Stand am Geschäftsjahres
anfang nach IFRS 9
9.155 7.668
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
28 106
Wertberichtigungen
des Geschäftsjahres
- Zuführungen 2.516 2.089
- Auflösungen -89 -669
- Wechselkursänderungen -1 -10
Verbräuche/Ausbuchungen
gegen Forderungen
-8.433 -172
Stand am
Geschäftsjahresende
3.176 9.012

Im Berichtsjahr wurden ferner Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 429) vorgenommen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Die Vergleichszahlen wurden gemäß IAS 39 ermittelt.

Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos ließen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017 wie folgt aufteilen:

31.12.2017
153.912
31.955
2.428
188.295

Die überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen setzten sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2017
Weniger als 30 Tage 23.387
Zwischen 30 und 60 Tagen 3.561
Zwischen 61 und 90 Tagen 2.932
Zwischen 91 und 180 Tagen 1.406
Zwischen 181 und 360 Tagen 384
Mehr als 360 Tage 285
Gesamt 31.955

Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.

TEUR 31.12.2017
Nominalbeträge 11.440
Wertberichtigungen -9.012
Gesamt 2.428

Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

Unter den Sonstigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen kurzfristige Finanzforderungen sowie Vertragsvermögenswerte ausgewiesen. Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen Finanzanlagen, derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nummer 32) und gegebenenfalls kurzfristig gehaltene Wertpapiere. Kurzfristig gehaltene Wertpapiere werden in der BLG-Gruppe nur in sehr geringem Umfang gehalten.

Zu den Finanzanlagen zählen die Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Es handelt sich hierbei um langfristige Investitionen, die nach IFRS 9 als Eigenkapitalinstrumente unter Ausübung des Wahlrechts erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertet werden. Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Beteiligungen werden auch nicht bei Abgang der Eigenkapitalinstrumente in die GuV, sondern in die Gewinnrücklagen umgebucht. Dividenden werden erfolgswirksam erfasst, sofern es sich nicht um Kapitalrückzahlungen handelt. Der Ausweis in der Bilanz erfolgte im Vorjahr gemeinsam mit den Anteilen an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden, unter den Finanzanlagen.

Von einer nach IFRS 9 verpflichtenden Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert wird nur dann abgesehen, sofern diese unwesentlich sind und kein aktiver Markt für die Bemessung eines beizulegenden Zeitwerts existiert.

Nach IAS 39 waren die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen der Kategorie zur Veräußerung verfügbar zuzuordnen. Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie zur Veräußerung verfügbar waren, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert anzusetzen. Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar war oder es sich um unwesentliche Beteiligungen handelte, erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Die Änderungen bei der Klassifizierung der Finanzanlagen einschließlich einer Überleitung der Buchwerte unter IAS 39 auf die Buchwerte nach IFRS 9 sind in Erläuterung Nummer 32 dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Finanzforderungen und Vertragsvermögenswerte sind in den Erläuterungen Nummer 4 und 16 dargestellt.

Die Sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

TEUR 31.12.2018
kurzfristig
31.12.2018
langfristig
31.12.2017
kurzfristig
31.12.2017
langfristig
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nr. 16) 45.529 0 52.285 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 343 0 0
Sonstige Finanzanlagen 0 142 0 0
Übrige finanzielle Vermögenswerte 5.402 56 854 15
50.931 541 53.139 15
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
Vertragsvermögenswerte (Erläuterung Nr. 4) 6.295 0 0 0
Forderungen Finanzamt und Zoll 3.437 0 4.154 0
Abgrenzungen 623 0 1.030 0
Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte 878 0 440 0
11.233 0 5.624 0
Gesamt 62.164 541 58.763 15

Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.

Sonstige Beteiligungen

Unter den sonstigen Beteiligungen werden Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit ausgewiesen, bei denen der BLG AG oder der BLG KG mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung sind.

19. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

TEUR
31.12.2018
31.12.2017
Kontokorrentguthaben
3.946
8.602
Tages- und kurzfristige
Termingelder
11.216
5.644
Kasse
60
92
Gesamt
15.222
14.338

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9. Es wurden keine Wertminderungen vorgenommen, da die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor allem bei Banken in der Europäischen Union und vorwiegend in Euro bestehen und sich keine wesentliche Auswirkung ergibt. Da in der Vergangenheit keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren und auch keine Anzeichen für zukünftige Forderungsausfälle erkennbar sind, erfolgt der Ansatz zum Nennwert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf der Gruppe zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Kapitalstruktur

20. Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 ist als eigenständiger Bestandteil des Gruppenabschlusses zum 31. Dezember 2018 in der Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.

Einbezogenes Kapital der BLG AG

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2018 voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 Aktiengesetz in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 10.234 (Vorjahr: TEUR 9.229). Im Geschäftsjahr 2018 wurden aus dem Gruppenjahresüberschuss TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 779) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

a) Einbezogenes Kapital der BLG KG

Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.

Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Gruppenabschlusses auf IFRS.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Gruppenjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS. Es erfolgt kein separater Ausweis des Bilanzergebnisses einbezogener Gesellschaften.

In den Sonstigen Rücklagen werden die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtungen nach IAS 19 sowie die Differenz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Rendite des Planvermögens ausgewiesen.

Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IFRS 9 aufzulösen. Weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sind in Erläuterung Nummer 32 im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' enthalten.

Stand 31. Dezember -2.225 -2.083
Veränderung der Rücklage -142 1.097
Stand 1. Januar -2.083 -3.180
TEUR 2018 2017

Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -2.245 (Vorjahr: TEUR -1.900), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 396) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -433 (Vorjahr: TEUR -579) zusammen.

Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.

b) Eigenkapital der nicht beherrschenden Gesellschafter

Unter diesem Posten werden mit TEUR 9.218 (Vorjahr: TEUR 7.485) die Fremdanteile am Eigenkapital an den durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

21. Ergebnis je Aktie der BLG AG

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der BLG AG zuzurechnenden Gruppenjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2018 bei EUR 0,66 (Vorjahr: EUR 0,60). Dieser Berechnung liegen der auf die BLG AG entfallende Teil des Gruppenjahresüberschusses von TEUR 2.541 (Vorjahr: TEUR 2.315) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

22. Dividende je Aktie

Die Hauptversammlung der BLG AG hat am 24. Mai 2018 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, den zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn (nach HGB) in Höhe von TEUR 1.536 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 je Aktie zu verwenden. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 66,3 Prozent. Die Dividende wurde am 29. Mai 2018 an die Aktionäre ausgezahlt.

Für das Geschäftsjahr 2018 wird eine Ausschüttung von TEUR 1.728 vorgeschlagen. Dies entspricht einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten Dividende je Aktie von EUR 0,45.

Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.

23. Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen von Kreditinstituten setzen sich nach Restlaufzeitbändern und Zinsbändern wie folgt zusammen:

2018
TEUR
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
0,000 − 0,999 % 4.457 12.029 1.286 17.772
1,000 − 1,999 % 13.918 63.571 12.425 89.914
2,000 − 2,999 % 568 789 0 1.357
4,000 − 4,999 % 0 0 0 0
10,000 − 10,999 % 43 480 0 523
Gesamt 18.986 76.869 13.711 109.566
2017
TEUR
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
0,000 − 0,999 % 3.600 11.200 1.000 15.800
1,000 − 1,999 % 15.595 68.121 21.794 105.510
2,000 − 2,999 % 468 140 0 608
4,000 − 4,999 % 19.875 0 0 19.875
10,000 − 10,999 % 0 0 0 0
Gesamt 39.538 79.461 22.794 141.793

In der Darstellung des Vorjahres sind nicht nachrangige, unbesicherte Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 19.000 enthalten, die in voller Höhe festverzinslich waren und im Dezember 2018 abgelöst wurden.

Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 61.145 (Vorjahr: TEUR 90.793) festverzinslich und TEUR 48.421 (Vorjahr: TEUR 51.000) variabel verzinslich.

Im Vorjahr bestanden für Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 141.520 gegenüber kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung.

Für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sahen die Bedingungen Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht.

Im Vorjahr wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Zum 31. Dezember 2018 konnte mit den Partnerbanken einvernehmlich vereinbart werden, die bestehenden Covenantregelungen für zukünftige Darlehensfinanzierungen ersatzlos zu streichen. Bestehen bleiben Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Change-of-Control-Klausel.

24. Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald die BLG-Gruppe Vertragspartei geworden ist. Die Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit Ausnahme der in den ausstehenden Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb enthaltenen bedingten Gegenleistungen und der Derivate zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Bewertung der bedingten Gegenleistungen und der Derivate ist in Erläuterung Nummer 32 beschrieben.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2018
kurzfristig
31.12.2018
langfristig
31.12. 2017
kurzfristig
31.12. 2017
langfristig
Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH 25.600 25.600
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 18.987 39.538
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten 54.847 28.430
Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen 4.424 0 7.136 0
Cash Management ggü. Beteiligungen 4.408 4.312
Derivate mit negativem Marktwert 3.049 2.373
Ausstehende Kaufpreiszahlungen aus
Unternehmenserwerb
450 11.874 1.136 12.479
Soziales Zukunftskonzept 983 2.453 1.056 2.848
Finanzierungsleasing 432 651 876 506
Abgegrenzte Schulden 429 330 738 2.804
Übrige 6.614 4.102 5.769 7.066
Gesamt 120.223 19.410 116.964 25.703

Die ausstehenden Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb betreffen mit TEUR 12.324 (Vorjahr: TEUR 13.615) im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Terminkauf über die verbleibenden 49 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel. Hiervon entfallen TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 2.326) auf bedingte Gegenleistungen. Für weitere Angaben zu den bedingten Gegenleistungen verweisen wir auf die Angaben in Erläuterung Nummer 32. Die abgegrenzten Schulden des Vorjahres enthielten abgegrenzte Vergütungen in Höhe von TEUR 2.418, die seit der Einführung von IFRS 15 im Berichtsjahr als Vertragsverbindlichkeiten unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden (siehe Erläuterungen Nummern 4 und 28). Hiervon entfielen TEUR 1.669 auf den langfristigen und TEUR 749 auf den kurzfristigen Bereich.

In den übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 4.189 (Vorjahr: TEUR 6.099) enthalten. Davon entfallen TEUR 2.038 auf den langfristigen und TEUR 2.151 auf den kurzfristigen Bereich.

Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 0,6 Prozent (Vorjahr: 0,6 Prozent).

Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:

TEUR 2018 2017
Mindest
leasing
raten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
Mindest
leasing
raten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
Bis 1 Jahr 464 432 32 981 876 105
1 bis 5 Jahre 624 567 27 536 506 30
Mehr als 5 Jahre 55 55 1 0 0 0
Gesamt 1.143 1.054 60 1.517 1.382 135

25. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.

TEUR 31.12.2018
kurzfristig
31.12.2018
langfristig
31.12. 2017
kurzfristig
31.12. 2017
langfristig
Geschäftsbereich AUTOMOBILE 70 2.356 68 2.191
Geschäftsbereich CONTRACT 16 106 17 123
Gesamt 86 2.462 85 2.314

Bei den in der obigen Tabelle dargestellten Sachverhalten handelt es sich um Abgrenzungen für vermögenswertbezogene Zuwendungen, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. In den Zuwendungen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE sind TEUR 1.413 (Vorjahr: TEUR 1.465) für Zuwendungen des Eisenbahn-Bundesamtes für Ersatzerneuerungen in die Schieneninfrastruktur enthalten. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2018 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 96) vereinnahmt worden.

Darüber hinaus wurden unterjährig weitere Erträge in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 257) erfasst, die in voller Höhe erfolgswirksame Zuwendungen betreffen.

26. Langfristige Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen sind Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden

bei der Bewertung neben den am Bilanzstichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen auch die künftige Entgeltentwicklung, zu erwartende Rentenerhöhungen sowie die voraussichtliche Fluktuation berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode, in der sie entstanden sind, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die sogenannte Nettozinskomponente, die den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Bruttopensionsverpflichtungen abzüglich der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen enthält, wird im Finanzergebnis gezeigt. Die Verzinsung des Planvermögens erfolgt mit dem angewandten Diskontierungszinssatz, der der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zugrunde liegt. Bei den in der Bilanz dargestellten Verpflichtungen handelt es sich um Nettoverpflichtungen nach Verrechnung mit dem Planvermögen.

Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Personalbezogene
Rückstellungen
Direktzusagen 6.265 5.551
Hafenrente 17.831 18.688
Soziales Zukunftskonzept 23.727 24.189
Jubiläumsrückstellungen 8.239 6.574
56.062 55.002
Sonstige Rückstellungen
Übrige sonstige langfristige
Rückstellungen
12 14
12 14
Gesamt 56.074 55.016

Rückstellungen für Pensionen

Bei sämtlichen Plänen der BLG-Gruppe handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Mindestdotierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Gruppengesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992. Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BLG AG bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) übernommen.

Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH sowie zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG übergegangen sind.

Für Mitarbeiter, die zum 1. April 2015 von der Schenker AG sowie zum 1. Januar 2016 von der Kühne+Nagel (AG & Co.) KG auf die Gesellschaft BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG übergegangen sind, bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Betriebsvereinbarung der Schenker AG "Vorsorgeplan 2000" vom 28. Februar 2003 sowie der Gesamtbetriebsvereinbarung "Versorgungsbaustein Mitarbeiterbeteiligung" der Schenker AG vom 9. Juni 2011.

Durch einen Betriebsübergang wurden zum 1. Oktober 2018 durch die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG Verpflichtungen in Form von gleichlautenden Einzelzusagen von der Puma AG an sechs Mitarbeiter übernommen.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept). Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.

Für Teile der Einzelzusagen sowie für die Verpflichtungen im Rahmen des Sozialen Zukunftskonzepts besteht Planvermögen in Form von qualifizierten Versicherungsverträgen im Sinne von IAS 19. Das Planvermögen wird extern von Versicherungsunternehmen verwaltet und beinhaltet insbesondere Rückdeckungsversicherungen. Als beizulegende Zeitwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.

Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens
56.470 52.690
Rückdeckungs
versicherungen
56.470 52.690
TEUR 31.12.2018 31.12.2017

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung von qualifizierten Versicherungsmathematikern nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist die Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen Risiken aus einer Veränderung der demografischen Annahmen handelt es sich hierbei insbesondere um das Zinsänderungsrisiko und das Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko. Risikokonzentrationen bestehen nicht.

Unterdeckung
(Nettoschuld)
48.799 49.455
Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens
-56.470 -52.690
Barwert der leistungs
orientierten Verpflichtung
105.269 102.145
TEUR 31.12.2018 31.12.2017

Barwert der Pensionsverpflichtungen

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Stand zu Beginn des
Berichtsjahres
102.145 104.997
+ Laufender
Dienstzeitaufwand
3.706 2.326
+ Aufwand aus Entgelt-
umwandlung
2.470 2.769
+ Zinsaufwand 1.980 1.691
+/- Neubewertungen
Erfahrungsbedingte
Anpassungen
-417 74
Versicherungsmathema-
tische Gewinne/Verluste
aus Änderungen der de-
mografischen Annahmen
549 0
Versicherungsmathema-
tische Gewinne/Verluste
aus Änderungen der
finanziellen Annahmen
-2.021 -4.478
-
Inanspruchnahmen
(gezahlte Versorgungs-
leistungen)
-2.931 -3.289
+/- Auflösungen -273 -1.131
+/- Übertragungen 61 -22
+/- Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 -792
Stand am Ende
des Berichtsjahres
105.269 102.145

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2018 31.12.2017
Direktzusagen 16 Jahre 17 Jahre
Hafenrente 15 Jahre 15 Jahre
Soziales Zukunftskonzept 12 Jahre 13 Jahre

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Stand zu Beginn des
Berichtsjahres
52.690 49.669
+ Zinserträge 962 743
+ Aufwendungen/Erträge
aus dem Planvermögen
(ohne Zinserträge)
312 629
+ Zuführungen der in den
Plan einbezogenen
Mitarbeiter (z. B. Ent-
geltumwandlungen)
2.543 2.343
+ Beiträge des Arbeitgebers 1.940 1.963
-
Inanspruchnahmen
(gezahlte Versorgungs-
leistungen)
-1.803 -2.118
+/- Auflösungen -115 -10
+/- Übertragungen -59 -55
+/- Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 -474
Stand am Ende
des Berichtsjahres
56.470 52.690

Nettopensionsaufwand

Der im Gewinn oder Verlust der Periode erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:

Gesamt 4.724 3.274
Zinsaufwendungen 1.018 948
Laufender Dienstzeitaufwand 3.706 2.326
TEUR 31.12.2018 31.12.2017

Der Dienstzeitaufwand wird in der Gruppengewinnund -verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen mindern den Zinsaufwand.

Der zum 31. Dezember 2018 zu verzeichnende tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beläuft sich auf TEUR 1.274 (Vorjahr: TEUR 1.372).

Versicherungsmathematische Parameter

Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis der folgenden Parameter (Angabe in Form von gewichteten Durchschnittsfaktoren):

Soziales
Zukunfts
konzept
2,1
0,0
0,0
Hafen
rente
2,1
0,0
1,0
31.12.2017
in %
Direkt
zusagen
Hafen
rente
Soziales
Zukunfts
konzept
Diskontsatz 2,0 1,9 1,9
Gehaltssteigerungsrate 1,4 0,0 0,0
Rentensteigerungsrate 1,1 1,0 0,0

Die der Berechnung des Barwerts der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zugrunde liegende Sterberate basiert auf den Richttafeln 2018 G (Vorjahr: 2005 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Sensitivitätsanalysen

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (beziehungsweise -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontsatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.

Die Gruppe ermittelt den angemessenen Diskontsatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt die Gruppe den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.

Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen in Höhe der erwarteten zukünftigen Entwicklung hätte im Vergleich zu den tatsächlich angewendeten Parametern auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen folgende Auswirkungen:

TEUR 31.12.2018
höher
31.12.2018
niedriger
31.12. 2017
höher
31.12. 2017
niedriger
Diskontsatz (50 Basispunkte) -6.472 7.152 -6.472 7.173
Gehaltssteigerungsrate (50 Basispunkte) 76 -72 60 -59
Rentensteigerungsrate (50 Basispunkte) 1.596 -1.463 1.602 -1.467

Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2018 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die möglichen Auswirkungen auf den berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen.

Finanzierung der Pensionsverpflichtungen

Die Finanzierung der für den Vorstand und leitende Angestellte abgeschlossenen Pensionsverträge sowie die Vereinbarungen für das soziale Zukunftskonzept sind vollständig über Rückdeckungsversicherungen abgesichert, die zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverträge sind ausschließlich arbeitgeberfinanziert; das soziale Zukunftskonzept wird durch Eigenbeiträge der Arbeitnehmer und durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen des Arbeitgebers finanziert. Eine Verpflichtung zur Teilnahme am sozialen Zukunftskonzept besteht nicht. Die Hafenrente enthält kein Planvermögen.

Für das folgende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft Zahlungen an die leistungsorientierten Pläne in Höhe von TEUR 2.320 (Vorjahr: TEUR 2.186).

Jubiläumsrückstellungen

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern der Gruppe vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 2.017 ist die Aufzinsung mit TEUR 10 enthalten.

TEUR Stand
01.01.2018
Inanspruch
nahme
Auf­
lösung
Zu
führung
Über
tragung
Stand
31.12.2018
Langfristige Jubiläumsrückstellungen 6.574 0 59 1.724 0 8.239
Kurzfristige Jubiläumsrückstellungen 335 271 0 293 0 357
Gesamt 6.909 271 59 2.017 0 8.596

Sonstige langfristige Rückstellungen

Übrige langfristige Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 14).

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.

27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2018 2017
Verbindlichkeiten
gegenüber Dritten
63.772 60.188
Verpflichtungen aus
ausstehenden Rechnungen
25.894 21.155
Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungsunternehmen
3.251 4.805
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
298 422
Gesamt 93.215 86.570

28. Sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.

Die Passivierung erfolgt auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Vertragsverbindlichkeiten sind in Erläuterung Nummer 4 dargestellt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr) resultieren aus dem Erhalt von Gegenleistungen von Kunden vor (vollständiger) Erfüllung der Leistungsverpflichtungen und werden seit der Einführung von IFRS 15 im Berichtsjahr als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Erläuterung Nummer 4). In den Vertragsverbindlichkeiten enthalten sind auch abgegrenzte Vergütungen, die im Vorjahr unter den Sonstigen Finanzverbindlichkeiten dargestellt wurden (siehe Erläuterung Nummer 24).

kurzfristig 31.12.2018
langfristig
31.12. 2017
kurzfristig
31.12. 2017
langfristig
8.184 0 7.811 0
5.207 0 1.367 0
1.682 438 1.475 333
0 96 1.407 86
15.073 534 12.060 419
10.178 0 12.210 0
13.582 0 11.752 0
7.954 0 9.117 0
0 0 1.716 0
1.190 0 1.423 0
1.333 0 1.362 0
3.122 513 0 0
250 561 262 93
2.075 0 796 0
39.684 1.074 38.638 93
54.757 1.608 50.698 512

29. Kurzfristige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Der Rückstellungsbetrag umfasst dabei auch die erwarteten Kostensteigerungen.

TEUR Stand
01.01.2018
Inanspruch
nahme
Auf
lösung
Um­
gliederung
Zu
führung
Stand
31.12.2018
Versicherungsumlagen 1.434 180 1.650 396 601 601
Belastende Verträge 9.562 3.417 6.240 140 11.175 11.220
Gewährleistungsrisiken 2.600 0 100 135 6.700 9.335
Übrige sonstige
Rückstellungen
9.860 1.485 2.501 -128 2.476 8.222
Gesamt 23.456 5.082 10.491 543 20.952 29.378

Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Verpflichtungen gegenüber dem Haftpflichtschadenausgleich der Deutschen Großstädte.

Die Rückstellungen für belastende Verträge entfallen mit TEUR 10.220 auf den Geschäftsbereich CONTRACT und mit TEUR 1.000 auf die BLG KG. Die Rückstellungen im Bereich CONTRACT betreffen Kundenverträge, bei denen die geschätzten Kosten durch die vereinbarten Erlöse voraussichtlich nicht gedeckt werden. Die Rückstellung bei der BLG KG betrifft in voller Höhe die drohende Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft im Zusammenhang mit einem Anteilserwerb in Vorjahren. Die Höhe der Risiken aus belastenden Verträgen kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.

Für Gewährleistungsrisiken aus möglichen Einstandspflichten und Kulanzverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.635 aus den Vorjahren beibehalten. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen sind insgesamt weite Ermessensspielräume vorhanden, da keine vergleichbaren Sachverhalte oder andere Erfahrungswerte vorliegen.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind sonstige betriebliche Steuern in Höhe von TEUR 675 (Vorjahr: TEUR 1.167) und Archivierungskosten in Höhe von TEUR 1.348 (Vorjahr: TEUR 1.336) enthalten.

30. Eventualverbindlichkeiten

Im Folgenden werden die in der BLG-Gruppe zugunsten von at Equity einbezogenen Unternehmen bestehenden Haftungsverhältnisse dargestellt.

TEUR 2018 2017
Gesamtanteil an den
Eventualverbindlichkeiten
von Gemeinschafts
unternehmen
165 352
von assoziierten
Unternehmen
629 630
Gesamt 794 982

Die Eventualverbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen bewertet. Höchstbetragsbürgschaften werden mit ihrem Maximalbetrag angesetzt. Nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag beläuft sich der tatsächliche Bestand der Eventualverbindlichkeiten auf Basis der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten auf insgesamt TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 752).

Die o.g. Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Besicherung von Kreditlinien. Darüber hinaus hat sich eine Gruppengesellschaft in einer Patronatserklärung verpflichtet, ein assoziiertes Beteiligungsunternehmen mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, um die Fortführung des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten.

Unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse kann gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass alle den Eventualverbindlichkeiten zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist als gering anzusehen.

31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bestellobligo 49.595 19.256
Mindestleasingzahlungen
aus Operating Leases
113.234 131.385
Mindestzahlungsverpflich
tungen aus Mietverträgen
für Flächen, Gebäude und
Kaimauern
607.560 579.701
Gesamt 770.389 730.342

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten bewertet.

Das Bestellobligo resultiert aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Die Nettoverpflichtungen aus dem Bestellobligo sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

Weitere Angaben zu den Operating Leases sind in Erläuterung Nummer 14 aufgeführt.

32. Finanzinstrumente

Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten

Zum 1. Januar 2018 wurde bestimmt, welche Geschäftsmodelle den finanziellen Vermögenswerten zugrunde liegen und welche Eigenschaften die jeweils mit den Vermögenswerten verbundenen vertraglichen Zahlungsströme aufweisen. Auf dieser Basis erfolgte die Zuordnung zu den Bewertungskategorien nach IFRS 9. Die sich daraus ergebenden Änderungen in der Klassifizierung einschließlich einer Überleitung der Buchwerte unter IAS 39 auf die Buchwerte nach IFRS 9 sind nachfolgend dargestellt.

Finanzielle Vermögenswerte
TEUR
31.12.2017
Buchwert —
IAS 39
Um
gliederung
Neu
bewertung
01.01.2018
Buchwert —
IFRS 9
Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
bisher: Kredite und Forderungen 188.295 -5.162 0 --
jetzt: fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 -141 182.992
Kurzfristige Finanzforderungen
bisher: Kredite und Forderungen 52.285 0 0 --
umgegliedert: Fair Value − erfolgswirksam 0 -47.770 0
jetzt: fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 0 4.515
Fair Value
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstigen Beteiligungen
bisher: Zur Veräußerung verfügbar 558 -558 0 --
umgegliedert: Fair Value − Sonstiges Ergebnis 0 558 0 558
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei at Equity einbezogenen Unternehmen
fortgeführt: Fair Value erfolgswirksam 0 47.770 0 47.770
Gesamt 241.138 -5.162 -141 235.835

Die Umgliederungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.162 betreffen noch nicht fakturierte Leistungen, die seit der Einführung von IFRS 15 im Berichtsjahr als Vertragsvermögenswerte auszuweisen sind und keine Finanzinstrumente im Sinne des IAS 32 darstellen. Die Anpassung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus der Anwendung der neuen Wertminderungsvorschriften.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen stellen langfristige Investitionen dar und sind als Eigenkapitalinstrumente grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. BLG LOGISTICS hat das Wahlrecht in Anspruch genommen, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Von einer nach IFRS 9 verpflichtenden Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert wird nur dann abgesehen, sofern diese unwesentlich sind und kein aktiver Markt für die Bemessung eines beizulegenden Zeitwerts existiert.

Die Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen betreffen Gewinnanteile von Personengesellschaften, die als Fremdkapitalinstrumente einzustufen sind. Da es sich bei den Gewinnanteilen nicht um Kapitalrückzahlungen, sondern um Kapitalrenditen handelt, erfolgt die Bilanzierung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert.

Die folgenden Tabellen stellen die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten zu den bisherigen Bewertungskategorien unter IAS 39 und den neuen Bewertungskategorien unter IFRS 9 dar.

Stand 01.01.2018
Finanzielle Vermögenswerte
TEUR
ursprüngliche
Kategorie −
IAS 39
neue
Kategorie −
IFRS 9
ursprünglicher
Buchwert −
IAS 39
neuer
Buchwert −
IFRS 9
Langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstigen Beteiligungen
Zur Veräußerung
verfügbar
Fair Value −
Sonstiges Ergebnis
558 558
Übrige langfristige Finanzforderungen Kredite und
Forderungen
Fortgeführte
Anschaffungskosten
705 705
Übrige sonstige langfristige
Vermögenswerte
Kredite und
Forderungen
Fortgeführte
Anschaffungskosten
15 15
Kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung Fair Value −
Hedging
Fair Value −
Hedging
442 442
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Kredite und
Forderungen
Fortgeführte
Anschaffungskosten
183.133 182.992
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei at Equity einbezogenen Unternehmen
Kredite und
Forderungen
Fair Value −
erfolgswirksam
47.770 47.770
Übrige kurzfristige Finanzforderungen Kredite und
Forderungen
Fortgeführte
Anschaffungskosten
4.515 4.515
Übrige sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
Kredite und
Forderungen
Fortgeführte
Anschaffungskosten
854 854
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Kredite und
Forderungen
Fortgeführte
Anschaffungskosten
14.338 14.338
Gesamt 252.330 252.189
Stand 01.01.2018
ursprüngliche
Kategorie −
IAS 39
neue
Kategorie −
IFRS 9
ursprünglicher
Buchwert −
IAS 39
neuer
Buchwert −
IFRS 9
Fair Value −
erfolgswirksam
Fair Value −
erfolgswirksam
1.190 1.190
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
102.255 102.255
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
506 506
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
22.338 22.338
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
419 419
Fair Value −
erfolgswirksam
Fair Value −
erfolgswirksam
1.136 1.136
Fair Value −
Hedging
Fair Value −
Hedging
2.373 2.373
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
86.570 86.570
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
67.968 67.968
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
876 876
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
43.862 43.862
Fortgeführte
Anschaffungskosten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
12.060 12.060
341.553 341.553

In den dargestellten ursprünglichen Buchwerten der Übrigen langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind abgegrenzte Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.418 nicht enthalten, die seit der Einführung von IFRS 15 im Berichtsjahr als Vertragsverbindlichkeiten auszuweisen sind und keine Finanzinstrumente im Sinne des IAS 32 darstellen. Hiervon entfallen TEUR 1.669 auf den langfristigen und TEUR 749 auf den kurzfristigen Bereich.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente — nach Klassen, Bilanzposten und Bewertungskategorien des IFRS 9

In den auf den folgenden Seiten dargestellten Tabellen werden die Finanzinstrumente nach den vorstehenden Kriterien einschließlich der Angabe ihrer Stufe in der Fair-Value-Hierarchie zusammengestellt. Die Bewertungskategorien sind in den Erläuterungen Nummern 16 und 18 sowie im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' beschrieben.

Die Einordnung in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren und ist in Erläuterung Nummer 1 im Abschnitt ,Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte' beschrieben. Die Tabellen enthalten keine Zeitwerte für nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, bei denen aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit keine wesentlichen Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren und der Buchwert somit einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Buchwerte der Finanzinstrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien

TEUR Zeitwerte
31.12.2018
Aktiva
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value −
erfolgs
wirksam
Fair Value −
Sonstiges
Ergebnis
Fair Value −
Hedging
Summe
Buchwert
Fair-Value
Stufe
Beizu
legender
Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte,
die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstigen Beteiligungen
0 0 485 0 485 3 k.A.
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 223 223 2 223
Kurzfristige Finanzforderungen 0 38.820 0 0 38.820 3 k.A.
0 38.820 485 223 39.528
Finanzielle Vermögenswerte,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Übrige langfristige Finanzforderungen 969 0 0 0 969 3 k.A.
Übrige sonstige langfristige
Vermögenswerte
56 0 0 0 56 2 k.A.
Kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
196.974 0 0 0 196.974 k.A.
Kurzfristige Finanzforderungen 6.709 0 0 0 6.709 k.A.
Übrige sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
5.402 0 0 0 5.402 k.A.
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
15.222 0 0 0 15.222 k.A.
225.332 0 0 0 225.332

k.A. = keine Angabe

TEUR Buchwerte Zeitwerte
31.12.2018
Passiva
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value −
erfolgs
wirksam
Fair Value −
Sonstiges
Ergebnis
Fair Value −
Hedging
Summe
Buchwert
Fair-Value
Stufe
Beizu
legender
Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Bedingte Gegenleistungen 0 0 0 0 0 3
Kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 0 0 3.049 3.049 2 3.049
Bedingte Gegenleistungen 0 450 0 0 450 3 450
0 450 0 3.049 3.499
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Langfristige Darlehen 90.580 0 0 0 90.580 3 91.640
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
651 0 0 0 651 3 k.A.
Übrige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
18.759 0 0 0 18.759 2 k.A.
Übrige sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
534 0 0 0 534 2 k.A.
Kurzfristig
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
93.215 0 0 0 93.215 k.A.
Kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
73.834 0 0 0 73.834 3 74.280
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
432 0 0 0 432 3 k.A.
Übrige kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
42.458 0 0 0 42.458 k.A.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.073 0 0 0 15.073 k.A.
335.536 0 0 0 335.536

k.A. = keine Angabe

TEUR Zeitwerte
31.12.2017
Aktiva
Kredite und
Forderun
gen
Finanzielle
Verbind
lichkeiten zu
Anschaf
fungs
kosten
Zur
Veräuße
rung
verfügbar
Eingestuft
als Fair
Value −
erfolgs
wirksam
Fair Value −
Hedging
Summe
Buchwert
Fair-Value
Stufe
Beizu
legender
Zeitwert
Finanzielle Vermögens
werte, die zum beizule
genden Zeitwert
bewertet werden
Kurzfristig
Derivate
mit Hedge-Beziehung
0 0 0 0 442 442 2 442
0 0 0 0 442 442
Finanzielle Vermögens
werte, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Anteile an verbundenen
Unternehmen und
Sonstige Beteiligungen
0 0 558 0 0 558 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 0 0 0 0 0 0
Übrige langfristige
Finanzforderungen
705 0 0 0 0 705 3 k.A.
Übrige sonstige langfristige
Vermögenswerte
15 0 0 0 0 15 2 k.A.
Kurzfristig
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
188.295 0 0 0 0 188.295 k.A.
Kurzfristige Finanz
forderungen
52.285 0 0 0 0 52.285 k.A.
Übrige sonstige kurz
fristige Vermögenswerte
854 0 0 0 0 854 k.A.
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
14.338 0 0 0 0 14.338 k.A.
256.492 0 558 0 0 257.050

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar k.A. = keine Angabe

TEUR Zeitwerte
31.12.2017
Passiva
Kredite und
Forderun
gen
Finanzielle
Verbind
lichkeiten zu
Anschaf
fungs
kosten
Zur
Veräuße
rung
verfügbar
Eingestuft
als Fair
Value −
erfolgs
wirksam
Fair Value −
Hedging
Summe
Buchwert
Fair-Value
Stufe
Beizu
legender
Zeitwert
Finanzielle Verbindlich
keiten, die zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Bedingte Gegenleistungen 0 0 0 1.190 0 1.190 3 1.190
Kurzfristig
Derivate
mit Hedge-Beziehung
0 0 0 0 2.373 2.373 2 2.373
Bedingte Gegenleistungen 0 0 0 1.136 0 1.136 3 1.136
0 0 0 2.326 2.373 4.699
Finanzielle Verbindlich
keiten, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
Langfristig
Langfristige Darlehen 0 102.255 0 0 0 102.255 2 103.713
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
0 506 0 0 0 506 2 k.A.
Übrige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
0 24.007 0 0 0 24.007 2 k.A.
Übrige sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
0 419 0 0 0 419 2 k.A.
Kurzfristig
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
0 86.570 0 0 0 86.570 k.A.
Kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
0 67.968 0 0 0 67.968 2 68.566
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
0 876 0 0 0 876 2 k.A.
Übrige kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
0 44.611 0 0 0 44.611 k.A.
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
0 12.060 0 0 0 12.060 k.A.
0 339.272 0 0 0 339.272

k.A. = keine Angabe

Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente in Höhe von TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 558) ausgewiesen, bei denen BLG LOGISTICS das Wahlrecht in Anspruch genommen hat, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Es handelt sich hierbei um Anteile an Kapitalgesellschaften, für die weder ein aktiver Markt vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann. Die Anschaffungskosten stellen daher die beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert dar.

Im Berichtsjahr wurden die Anteile an der BLG-ESF Warehouse GmbH i. L., Bremen, und an der Automobile Logistics Slovakia s.r.o. i. L., Bratislava, Slowakei, im Zuge der Liquidation der Gesellschaften ausgebucht. Darüber hinaus wurden keine Anteile an diesen Kapitalgesellschaften ausgebucht oder veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft auszubuchen oder zu veräußern.

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen Finanzforderungen, übrigen sonstigen kurzfristigen finanziellen Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalent entsprechen aufgrund der Kurzfristigkeit im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie kurzfristige Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten wurden bereits zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sodass hier keine Abweichung zum Buchwert besteht. Bei den langfristigen Finanzforderungen entspricht aufgrund der Wesentlichkeit der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert aufgrund der Kurzfristigkeit im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Bei den übrigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten entspricht der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert aufgrund der regelmäßigen Anpassung des Zinssatzes.

Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt:

Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen Zinssätze für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt, die entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.

Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente basieren auf externen Zeitwertermittlungen. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.

Die Zeitwerte der Stufe 3 für bedingte Gegenleistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH werden auf Basis der Mittelfristplanung unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Wesentliche Inputfaktoren bei der Bewertung, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren, sind die auf den Veräußerer entfallenden anteiligen Jahresergebnisse des Berichtsjahres und des Folgejahres der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung eines fristenkongruenten Abzinsungssatzes von 5,28 Prozent. In Vorjahren wurden für die Ermittlung der Zeitwerte möglicher Zusatzkaufpreise zusätzlich die − teilweise gewichteten − erwarteten Ergebnisse vor Steuern aus dem Bestandsgeschäft und dem Neugeschäft der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH betrachtet. Die Zusatzkaufpreise können aufgrund der Kündigung eines Großkunden nicht mehr erzielt werden.

In der nachfolgenden Tabelle ist die Überleitungsrechnung der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen zum beizulegenden Zeitwert dargestellt.

TEUR 2018 2017
Stand 1. Januar 2.326 5.051
Auszahlungen der bedingten
Gegenleistung
-1.136 -1.208
Realisierte, erfolgswirksam
erfasste Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts
-801 -127
davon in den Erträgen
aus der Auflösung von
Schulden erfasst
-801 -127
Nicht realisierte, erfolgswirk
sam erfasste Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts
61 -1.390
davon in den Erträgen
aus der Auflösung von
Schulden erfasst
-94 -1.704
davon in den sonstigen
neutralen Aufwendungen
erfasst
0 0
davon im Zinsergebnis
erfasst
155 314
Stand 31. Dezember 450 2.326

Die bedingten Gegenleistungen resultieren aus dem Erwerb der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, und entfallen in voller Höhe auf den Barwert von künftigen Dividendenzahlungen.

Die erfolgswirksam erfasste Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber der Mittelfristplanung des Vorjahres gesunkenen Jahresergebnis des Berichtsjahres und den veränderten Erwartungen im Hinblick auf das Planergebnis des Folgejahres der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH.

Ein wesentlicher Anstieg (Rückgang) der Jahresergebnisse der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH würde zu einem höheren (niedrigeren) beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen führen, während ein wesentlicher Anstieg (Rückgang) der Abzinsungssätze zu einem niedrigeren (höheren) beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten führen würde.

Für den beizulegenden Zeitwert der bedingten Gegenleistungen hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen Inputfaktoren, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen auf die Höhe der bedingten Gegenleistung gehabt.

TEUR 31.12.2018
höher
31.12.2018
niedriger
31.12. 2017
höher
31.12. 2017
niedriger
Jahresergebnisse 2015 − 2019 (10 % Veränderung) 45 -45 233 -233
Fristenkongruente Abzinsungssätze (1 % Veränderung) 0 0 -11 11

Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im Berichtsjahr sind keine Verschiebungen erfolgt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Auf die einzelnen Bewertungskategorien der Finanzinstrumente entfallen folgende Nettoergebnisse:

2018
TEUR
aus
Zinsen
aus
Dividenden
aus
Abgang
Fair
Value
Netto
ergebnis
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungskosten
1.193 0 -169 0 1.024
Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
0 92 0 0 92
Sicherungsinstrumente (hedging) -668 0 0 -100 -768
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
-4.014 0 0 0 -4.014
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
-155 0 0 895 740
Gesamt -3.644 92 -169 795 -2.926
2017 Folgebewertung
TEUR aus
Zinsen
Fair
Value
Wert
berichtigung
aus
Abgang
Netto
ergebnis
Kredite und Forderungen 1.136 0 -2.770 -429 -2.063
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
0 0 -360 0 -360
Sicherungsinstrumente (hedging) -563 0 0 0 -563
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten
-4.880 0 0 0 -4.880
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
-314 1.831 0 0 1.517
Gesamt -4.621 1.831 -3.130 -429 -6.349

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe. Die BLG-Gruppe verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.

Das Finanzrisikomanagement wird durch den Bereich Treasury verantwortet, dessen Aufgaben und Ziele in einer durch den Vorstand verabschiedeten Richtlinie dargestellt sind. Zentrale Aufgabe neben dem Liquiditätsmanagement und dem Abschluss von Finanzierungen ist die Minimierung der finanziellen Risiken auf Gruppenebene. Hierzu zählen die Erstellung und Analyse von Finanzierungs- und Sicherungsstrategien sowie der Abschluss von Sicherungsinstrumenten.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Der Vorstand verabschiedet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung. Auf Gruppenebene wird

zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.

Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 vorliegen, erfolgt die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Ziel ist die Reduzierung von Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen, die sich beispielsweise daraus ergeben, dass Gewinne oder Verluste aus einem Sicherungsinstrument nicht an der gleichen Stelle im Abschluss wie die Gewinne oder Verluste aus dem abgesicherten Risiko erfasst werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Derivate sowie weitere Angaben zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' dargestellt.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für die erwarteten Ausfälle, die auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, ermittelt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist die BLG-Gruppe zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Angaben zum Ausfallrisiko und den erwarteten Ausfällen bei den Forderungen aus Lieferungen sind in Erläuterung 18 enthalten.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese derzeit ausschließlich bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben, die über einen Haftungsverbund eine hohe Sicherheit ausweisen und/oder bei denen über langfristig aufgenommene Darlehen Aufrechnungsmöglichkeiten bestehen.

Das maximale Ausfallrisiko der Gruppe wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist die Gruppe

auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 752).

In der Gruppe bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen. Zur Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen wurde ein Zinssatz- und Währungsswap abgeschlossen. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' dargestellt.

Zum 31. Dezember 2018 und zum 31. Dezember 2017 bestanden in der Gruppe keine nennenswerten Währungsrisiken.

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel der BLG-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist eine optimierte Liquiditätssicherheit und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten im Allgemeinen und das Refinanzierungsrisiko im Speziellen langfristig zu reduzieren.

Die BLG-Gruppe überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Diese beiden Kennzahlen sind Bestandteil der mit den finanzierenden Kreditinstituten ausgehandelten Kriterien für die Covenants der BLG-Gruppe. Die Ermittlung dieser Kennzahlen erfordert üblicher weise Angaben, die nicht Gegenstand des Gruppenabschlusses sind.

Die Strategie bestand im Jahr 2018 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten durch Einhaltung der mit den Kreditinstituten vereinbarten Covenants zu sichern. Zum 31. Dezember 2018 konnte − mit den Partnerbanken einvernehmlich − vereinbart werden, die bestehenden Covenantregelungen für zukünftige Darlehensfinanzierungen ersatzlos zu streichen. Bestehen bleiben Zusicherungen an alle Partnerbanken nach Gleichbehandlung und der Changeof-Control-Klausel.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/

Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Der Liquiditätsbedarf der Gruppe ist durch liquide Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Zum 31. Dezember 2018 verfügte die Gruppe über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rund EUR 30 Mio. (Vorjahr: rund EUR 55 Mio.).

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) zusammengestellt.

31.12. 2018
TEUR
2019 2020 2021 −
2023
2024 −
2028
2029 ff. Gesamt Buchwerte
(Derivate
saldiert)
Nicht-Derivate
Langfristige Zins fix 1.067 882 1.460 239 0 3.648
Darlehen
Kreditinstitute
Zins variabel 428 349 409 4 0 1.190
Tilgung 18.986 19.247 57.622 13.711 0 109.566 109.566
Verbindlichkeiten Zins fix 32 19 9 0 0 60
Finanzierungs
leasing
Zins variabel 0 0 0 0 0 0
Tilgung 432 320 331 0 0 1.083 1.083
Summe 20.945 20.817 59.831 13.954 0 115.547 110.649
Derivate
Zinsswaps/
Zinssatz- und
Währungsswaps
Einzahlungen -829 -829 -3.267 -7.634 -5.379 -17.938
Auszahlungen 1.664 1.651 5.409 8.595 5.032 22.351 -2.826
Summe 835 822 2.142 961 -347 4.413 -2.826
31.12. 2017
TEUR
Cashflows
2018 2019 2020 −
2022
2023 −
2027
2028 ff. Gesamt Buchwerte
(Derivate
saldiert)
Nicht-Derivate
Langfristige Zins fix 1.980 993 1.984 525 0 5.482 0
Darlehen
Kreditinstitute
Zins variabel 478 401 689 4 0 1.572 0
Tilgung 39.538 17.611 61.850 22.794 0 141.793 141.793
Verbindlichkeiten Zins fix 105 19 11 0 0 135 0
Finanzierungs
leasing
Zins variabel 0 0 0 0 0 0 0
Tilgung 876 208 298 0 0 1.382 1.382
Summe 42.977 19.232 64.832 23.323 0 150.364 143.175
Derivate
Zinsswaps/
Zinssatz- und
Währungsswaps
Einzahlungen 0 -3 -799 -5.924 -6.352 -13.078
Auszahlungen 529 573 2.169 6.372 5.545 15.188 -1.931
Summe 529 570 1.370 448 -807 2.110 -1.931

Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.

Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem die BLG-Gruppe ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund des niedrigen und für Investitionen attraktiven Zinsniveaus ein Teil des Finanzierungsbedarfs der kommenden Jahre durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps abgesichert. Es ist geplant, hierbei Darlehen in einem Volumen von insgesamt bis zu EUR 90 Mio. in Tranchen von bis zu je EUR 15 Mio. innerhalb von sechs Jahren, beginnend im Jahr 2019, bei Partnerbanken aufzunehmen. Weitere Informationen hierzu sind im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' dargestellt.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten der BLG-Gruppe einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.

Die − erfolgsneutrale − Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt. Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte bzw. finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die folgenden Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt:

TEUR 31.12.2018
höher
31.12.2018
niedriger
31.12. 2017
höher
31.12. 2017
niedriger
Ergebniseffekte -1.186 1.186 -2.086 2.086
Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) 7.670 -7.929 8.774 -9.832

Festverzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird die Gruppe einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.

31.12.2018
TEUR
Restlaufzeiten
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 9.979 38.740 12.426 61.145
Zinsswaps 2.000 17.000 0 19.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 432 567 55 1.054
Gesamt 12.411 56.307 12.481 81.199
31.12.2017
TEUR
Restlaufzeiten
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 31.388 37.611 21.794 90.793
Zinsswaps 2.000 18.000 1.000 21.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 876 506 0 1.382
Gesamt 34.264 56.117 22.794 113.175

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird die Gruppe einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Dabei werden die korrespondierenden Zinsswaps mit negativem Vorzeichen dargestellt, da das Zinsänderungsrisiko hieraus dem Zinsänderungsrisiko aus aufgenommenen Darlehen gegenläufig ist.

31.12.2018 Restlaufzeiten
TEUR Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 9.007 38.129 1.285 48.421
Zinsswaps/Zinssatz- und Währungsswaps -2.000 -7.000 0 -9.000
Gesamt 7.007 31.129 1.285 39.421
31.12.2017 Restlaufzeiten
TEUR Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 8.150 41.850 1.000 51.000
Zinsswaps -2.000 -8.000 -1.000 -11.000
Gesamt 6.150 33.850 0 40.000

Ferner bestehen ein Zinsswap über einen Nominalbetrag von TEUR 10.000 für eine Tagesgeldlinie und verschiedene Zinsswaps für zukünftig aufzunehmende Darlehen, die im Abschnitt ,Derivative Finanzinstrumente' dargestellt sind.

Die anderen Finanzinstrumente der Gruppe, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.

Derivative Finanzinstrumente

Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt (Cashflow-Hedges). Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden ausschließlich zur Begrenzung des Fremdwährungsrisikos im Rahmen von Finanzierungen in ausländischer Währung eingesetzt (Cashflow-Hedges). Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Die Gruppe hat für sämtliche Sicherungsbeziehungen ein Absicherungsverhältnis von 1:1 festgelegt. Aufschläge für Länder- oder Bonitätsrisiken (Credit Spread bzw. Fremdwährungs-Basis-Spread) sind nicht Gegenstand der Sicherungsbeziehungen. Kosten der Absicherung werden zunächst in der Hedge-Rücklage im Eigenkapital erfasst und über die Laufzeit der Sicherungsbeziehung in die GuV umgegliedert.

Das Vorhandensein der wirtschaftlichen Beziehung zwischen den gesicherten Grundgeschäften und den Sicherungsinstrumenten zur Beurteilung der Wirksamkeit der Absicherung wird prospektiv auf Basis der wesentlichen Merkmale, wie Nominalbetrag, Referenzzinssatz und Fälligkeit, bestimmt. Die Messung der Ineffektivität erfolgt zu jedem Bilanzstichtag nach der Hypothetischen Derivate-Methode. Ineffektivitäten können sich insbesondere aus Differenzen zwischen den Zinsanpassungsperioden der Swaps und der Darlehen ergeben.

Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt. Die Bewertung bei Zugang erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls mit dem jeweils am Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Swaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Swaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.

Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IFRS 9 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts. Derivative Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge Accounting nicht erfüllen, werden gemäß IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert.

Zur Erfüllung der Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden zu Beginn der Absicherung die Sicherungsbeziehung zwischen Grundund Sicherungsinstrument sowie Ziel und Strategie des Risikomanagements dokumentiert. Dies beinhaltet auch eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bestimmt wird. Die fortlaufende Überprüfung, ob die eingesetzten Derivate die abgesicherten Risiken aus den Grundgeschäften kompensieren, erfolgt mittels Effektivitätstests, die zu Beginn der Sicherungsbeziehung und zu jedem Bilanzstichtag durchgeführt werden.

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgswirksam in der GuV erfasst.

Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder für eine Ausbuchung qualifizierende Übertragung an einen Dritten verliert. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode erfolgswirksam in die GuV umgebucht, in der das abgesicherte Grundgeschäft abgewickelt wird.

Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender Bankverbindlichkeiten sowie des Fremdwährungsrisikos aus einem im Rahmen der Gruppenfinanzierung ausgereichten variablen USD-Darlehen bestanden zu den Bilanzstichtagen folgende Sicherungsinstrumente:

31.12.2018 Fälligkeiten
Nominalbeträge
TEUR
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Zinsänderungsrisiko
Zinsswaps
für laufende Darlehen 2.000 7.000 0 9.000
durchschnittlicher abgesicherter Zins 1,435 % 1,435 %
für Tagesgeldlinien 0 10.000 0 10.000
abgesicherter Zins 3,085 % 3,085 %
2.000 17.000 0 19.000
Fremdwährungsrisiko
Zinssatz- und Währungsswaps
für internes USD-Darlehen 810 3.239 1.215 5.264
abgesicherter Kurs USD/EUR 0,8098 0,8098 0,8098
810 3.239 1.215 5.264
Gesamt 2.810 20.239 1.215 24.264
31.12.2017 Fälligkeiten
Nominalbeträge
TEUR
Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
Zinsänderungsrisiko
Zinsswaps
für laufende Darlehen 2.000 8.000 1.000 11.000
durchschnittlicher abgesicherter Zins 1,435 % 1,435 % 1,435 %
für Tagesgeldlinien 0 10.000 0 10.000
abgesicherter Zins 3,085 % 3,085 % 3,085 %
Gesamt 2.000 18.000 1.000 21.000

Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Die Gruppe ist Zahler der festen Beträge und Empfänger der variablen Beträge.

Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Für den Finanzierungsbedarf der kommenden Jahre wurden Forward-Zinsswaps in einem Volumen von insgesamt EUR 90 Mio. zur Absicherung gegen das Zinsrisiko aus zukünftig aufzunehmenden Darlehen abgeschlossen. Da der Laufzeitbeginn dieser Swaps in den Jahren 2019 bis 2024 liegt, sind diese in der Darstellung der Fälligkeiten zu den Bilanzstichtagen nicht enthalten. Die Forward-Zinsswaps weisen jeweils Laufzeiten von zehn Jahren auf und sind endfällig. Der durchschnittliche abgesicherte Zins beträgt 1,617 Prozent.

Die zu den Bilanzstichtagen bestehenden Sicherungsinstrumente haben folgende Auswirkungen auf die Gruppenbilanz:

31.12.2018
TEUR
Nominalbetrag Buchwert Bilanzposten Änderung Zeit
wert Basis für
Erfassung von
Ineffektivitäten
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 9.000 -317 119
Tagesgeldlinien 10.000 -1.389 kfr. Finanz
verbindlich
276
geplante Darlehen -845 keiten
90.000 223 kfr. sonstige
Vermögens
werte
-793
109.000 -2.328 -398
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen kfr. Finanz
verbindlich
5.264 -498 keiten -473
5.264 -498 -473
Gesamt 114.264 -2.826 -871
31.12.2017
TEUR
Änderung Zeit
wert Basis für
Erfassung von
Nominalbetrag Buchwert Bilanzposten Ineffektivitäten
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 11.000 -437 221
Tagesgeldlinien 10.000 -1.122 kfr. Finanz
verbindlich
395
geplante Darlehen -814 keiten
90.000 442 kfr. sonstige
Vermögens
werte
196
Gesamt 111.000 -1.931 812

Die Buchwerte der Sicherungsinstrumente entsprechen den ermittelten beizulegenden Zeitwerten. Zum Bilanzstichtag erfüllten sämtliche bestehenden Sicherungsinstrumente wie im Vorjahr die Kriterien für Cashflow-Hedges.

Der Nominalbetrag des Zinssatz- und Währungsswaps in Fremdwährung belief sich zum 31. Dezember 2018 auf TUSD 6.500.

Die im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designierten Grundgeschäfte haben zu den Bilanzstichtagen folgende Auswirkungen auf die Gruppenbilanz:

31.12.2018
TEUR
Zinsänderungsrisiko
Wertänderung
Basis für
Erfassung von
Ineffektivitäten
Hedge
Rücklage
Cashflow
Hedges
(brutto)
laufende Darlehen -117 -317
Tagesgeldlinien -274 -815
geplante Darlehen 776 -1.113
385 -2.245
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen 475 0
475 0
Gesamt 860 -2.245
31.12.2017
TEUR
Wertänderung
Basis für
Erfassung von
Ineffektivitäten
Hedge
Rücklage
Cashflow
Hedges
(brutto)
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen -221 -436
Tagesgeldlinien -395 -1.092
geplante Darlehen -196 -372
Gesamt -812 -1.900

Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurden im Zusammenhang mit Sicherungsbeziehungen folgende Beträge in der GuV oder im sonstigen Ergebnis erfasst:

Änderung des
beizulegenden Zeitwerts
GuV
Posten
2018
TEUR
im sonstigen
Ergebnis
erfasst
(effektiver Teil)
in der GuV erfasst
(ineffektiver
Teil)
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 119 0 0
Tagesgeldlinien sonstige be -
triebliche Auf
277 -53 0 wendungen
geplante Darlehen -741 0 0
-345 -53 0
Fremdwährungsrisiko
internes USD-Darlehen sonstige be -
triebliche Auf
-473 0 460 wendungen
-473 0 460
Gesamt -818 -53 460
Änderung des
beizulegenden Zeitwerts
GuV
Posten
2017
TEUR
im sonstigen
Ergebnis
erfasst
(effektiver Teil)
in der GuV erfasst
(ineffektiver
Teil)
Zinsänderungsrisiko
laufende Darlehen 221 0 0 --
Tagesgeldlinien 395 0 0 --
geplante Darlehen 196 0 0 --
Gesamt 812 0 0

Die in Erläuterung Nummer 20 dargestellte Hedge-Rücklage setzt sich unter Berücksichtigung latenter Steuern nach Risikokategorien und weiteren Bestandteilen, die aus der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen resultieren, wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr 2018 Rücklage für Cashflow-Hedges
TEUR Zinsswaps/
Zinssatz- und
Währungsswap
Kosten der
Absicherung
Gesamt
Cashflow-Hedges
Stand 1. Januar -2.083 0 -2.083
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
Zinsänderungsrisiko − laufende Darlehen 119 0 119
Zinsänderungsrisiko − Tagesgeldlinien 277 0 277
Zinsänderungsrisiko − geplante Darlehen -741 0 -741
Fremdwährungsrisiko − internes USD-Darlehen -473 13 -460
Umgliederungen in die GuV
Zinsänderungsrisiko 0 0 0
Fremdwährungsrisiko 460 0 460
Latente Steuern 57 0 57
Veränderung des Anteils at Equity einbezogener Unternehmen 146 0 146
Stand 31. Dezember -2.238 13 -2.225
Geschäftsjahr 2017
TEUR
Rücklage für Cashflow-Hedges
Zinsswaps/
Zinssatz- und
Währungsswap
Kosten der
Absicherung
Gesamt
Cashflow-Hedges
Stand 1. Januar -3.180 0 -3.180
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
Zinsänderungsrisiko − laufende Darlehen 221 0 221
Zinsänderungsrisiko − Tagesgeldlinien 395 0 395
Zinsänderungsrisiko − geplante Darlehen 196 0 196
Umgliederungen in die GuV
Zinsänderungsrisiko 0 0 0
Latente Steuern -40 0 -40
Veränderung des Anteils at Equity einbezogener Unternehmen 325 0 325
Stand 31. Dezember -2.083 0 -2.083

Da sich die Bezugsbeträge mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.

Ertragsteuern

33. Ertragsteuern

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaftund Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand der Gruppe.

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (temporary differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet.

Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind. Die Bewertung erfolgt dabei anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze der Gruppenunternehmen. Für inländische Personengesellschaften umfassen diese nur die Gewerbesteuer und variieren aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 13,3 Prozent und 16,5 Prozent.

Für inländische Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 32,3 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die Ertragsteuersätze für ausländische Gruppengesellschaften liegen zwischen 15,0 Prozent und 28,2 Prozent.

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Laufende Steuern
Steueraufwand der Periode 5.510 4.277
Steueraufwand für
Vorperioden
26 252
Erträge aus
Steuererstattungen
-73 -235
Summe laufende Steuern 5.463 4.294
davon
Steueraufwand Inland 4.982 4.200
Steuerertrag Inland -73 -235
Steueraufwand Ausland 554 329
5.463 4.294
Latente Steuern
Latente Steuern auf
temporäre Differenzen
-1.972 -6.072
Latente Steuern
auf Verlustvorträge
-777 3.349
Summe latente Steuern -2.749 -2.723
davon
latente Steuern Inland -2.874 -2.813
latente Steuern Ausland 125 90
-2.749 -2.723
Gesamt 2.714 1.571

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Gruppenbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, aus dem Untergang von Verlustvorträgen und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Latente Ertragsteuern

Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern sowie die Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres betreffen die folgenden Sachverhalte:

31.12.2017
vor Ände
rungen
IFRS 9 01.01.2018
angepasst
Veränderungen 31.12.2018
TEUR Änderun
gen im
Konsolidie
rungskreis
in der
GuV
erfasst
im Eigen
kapital
erfasst
Aktive latente Steuern
Ansatz und Bewertung von
Firmenwerten und anderer
immaterieller
Vermögensgegenstände
1.942 0 1.942 0 -738 0 1.204
Bewertung von
Sachanlagevermögen
5.956 0 5.956 0 -419 0 5.537
Ansatz und Bewertung
sonstiger Aktiva
1.304 61 1.365 0 -243 -75 1.047
Ansatz von Verbindlich
keiten aus Finanzierungs
leasingverhältnissen
78 0 78 0 9 0 87
Bewertung personal
bezogener Rückstellungen
9.418 0 9.418 0 92 -266 9.244
Ansatz und Bewertung
übriger sonstiger
Rückstellungen
2.250 0 2.250 0 1.159 0 3.409
Ansatz derivativer
Finanzinstrumente
385 0 385 0 85 20 490
Ansatz passiver Rech
nungsabgrenzungsposten
34 0 34 0 41 0 75
Ansatz und Bewertung
sonstiger Passiva
1.910 0 1.910 0 -806 0 1.104
Abwertung latenter
Steuern aus temporären
Differenzen
-7.049 0 -7.049 0 347 0 -6.702
Berücksichtigung steuer
licher Verlustvorträge
1.405 0 1.405 0 777 0 2.182
Brutto latente Steuern 17.633 61 17.694 0 304 -321 17.677
Saldierung -14.147 0 -14.147 -13.044
Bilanzierte latente Steuern 3.486 61 3.547 4.633

Von den Veränderungen im Eigenkapital wurden TEUR -266 mit den Sonstigen Rücklagen verrechnet und TEUR 21 als Sonstiges Ergebnis erfasst.

31.12.2017
vor Ände
rungen
IFRS 9 01.01.2018
angepasst
Veränderungen 31.12.2018
TEUR Änderun
gen im
Konsolidie
rungskreis
in der
GuV
erfasst
im Eigen
kapital
erfasst
Passive latente Steuern
Ansatz und Bewertung
immaterieller Vermögens
gegenstände
-3.447 0 -3.447 0 2.367 0 -1.080
Bewertung von
Sachanlagevermögen
-10.936 0 -10.936 0 502 0 -10.434
Aktivierung von
Finanzierungsleasing
verhältnissen
-37 0 -37 0 9 0 -28
Ansatz und Bewertung
sonstiger Aktiva
-1.206 0 -1.206 0 -817 0 -2.023
Bewertung personal
bezogener Rückstellungen
-508 0 -508 0 251 0 -257
Ansatz und Bewertung
übriger sonstiger
Rückstellungen
-559 0 -559 0 207 0 -352
Ansatz derivativer
Finanzinstrumente
-73 0 -73 0 0 37 -36
Ansatz und Bewertung
sonstiger Passiva
-79 -39 -118 0 -74 39 -153
Brutto latente Steuern -16.845 -39 -16.884 0 2.445 76 -14.363
Saldierung 14.147 0 14.147 13.044
Bilanzierte latente Steuern -2.698 -39 -2.737 -1.319

Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert

Gesamt 44.959 44.479
Verlustvorträge 38.257 37.430
Abziehbare temporäre
Differenzen
6.702 7.049
TEUR 2018 2017

Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Gruppenunternehmen.

Für Tochterunternehmen, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erlitten haben, wurden aufgrund der verbesserten Ergebnisaussichten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 117) ausgewiesen.

Die Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2018 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 243.681 (Vorjahr: TEUR 240.236). Zum 31. Dezember 2018 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 230.633 (Vorjahr: TEUR 230.345) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Gruppenunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften beziehungsweise in absehbarer Zeit keine ausreichenden steuerlichen Gewinne erzielen werden.

Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2018 und zum 31. Dezember 2017 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.

Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:

TEUR 2018 2017
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 37.527 33.528
Gruppensteuersatz in Prozent
16,45 %
16,45 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 6.173 5.515
Überleitungspositionen
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 69 -41
Steuerfreie Erträge/gewerbesteuerliche Kürzungen -5.079 -6.926
Nichtabziehbare Betriebsausgaben/gewerbesteuerliche
Hinzurechnungen/Effekte aus der Zinsschranke
1.900 1.807
Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben -1.697 -1.972
Laufender periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag 88 16
Latenter periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag 145 -527
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze 349 -654
Nutzung bisher nicht angesetzter Verlustvorträge -1.590 1.911
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf laufende Verluste 2.271 2.570
Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern auf temporäre
Differenzen
347 -407
Sonstige Auswirkungen -262 279
Summe der Überleitungspositionen 9,2 %
-3.459
11,8 % -3.944
Im Gruppenabschluss ausgewiesener Ertragsteueraufwand 7,2 %
2.714
4,7 % 1.571

Der zur Ermittlung des erwarteten Ertragsteueraufwands angewendete Gruppensteuersatz von 16,45 Prozent (Vorjahr: 16,45 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des für die BLG KG relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da diese als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt.

34. Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

2018 2017
TEUR Bruttowert Steuerauf
wand/-ertrag
Nettowert Bruttowert Steuerauf
wand/-ertrag
Nettowert
Posten, die nachfolgend nicht
in die GuV umgegliedert werden
Neubewertung von
Netto-Pensionsverpflichtungen
1.890 -267 1.623 4.403 -746 3.657
Anteil at Equity einbezogener
Unternehmen an Posten, die
nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
1.448 -36 1.412 2.199 -47 2.152
3.338 -303 3.035 6.602 -793 5.809
Posten, die nachfolgend in
die GuV umgegliedert werden
können
Währungsumrechnung -1.084 0 -1.084 987 0 987
Zeitwertänderung von
derivativen Finanzinstrumenten
(Cashflow-Hedges)
-345 57 -288 812 -40 772
Anteil at Equity einbezogener
Unternehmen an Posten, die
nachfolgend in die GuV
umgegliedert werden
-672 0 -672 -577 0 -577
-2.101 57 -2.044 1.222 -40 1.182
Gesamt 1.237 -246 991 7.824 -833 6.991

35. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 515) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 829 (Vorjahr: TEUR 1.089).

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 33 verwiesen.

36. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern

Verpflichtungen aus laufen
den Ertragsteuern gesamt
8.049 6.775
Körperschaft- und Gewerbe
steuer für Vorjahre
6.101 6.050
Körperschaft- und Gewerbe
steuer des Berichtsjahres
1.948 725
TEUR 31.12.2018 31.12.2017

Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 33 verwiesen.

Erläuterungen zur Gruppenkapitalflussrechnung

37. Erläuterungen zur Gruppenkapitalflussrechnung

Die Gruppenkapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Durch die Offenlegung der Zahlungsströme sollen Herkunft und Verwendung der flüssigen Mittel verdeutlicht werden.

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Zusammensetzung des
Finanzmittelfonds
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente lt. Bilanz
15.222 14.338
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
(vgl. Erl. Nummer 24)
-54.847 -28.430
Gesamt -39.625 -14.092

Die folgende Übersicht stellt die Veränderungen der im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthaltenen Verbindlichkeiten und der dazugehörigen finanziellen Vermögenswerte dar.

31.12.2017
Cashflow
nicht zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2018
TEUR Unternehmens
erwerb
Entkonso
lidierung
Währungs
differenzen
Forderungen aus
Finanzierungsleasing
647 -179 0 0 0 468
Finanzielle
Vermögenswerte aus
Finanzierungstätigkeit
647 -179 0 0 0 468
Langfristige Darlehen 141.793 -32.226 0 0 0 109.567
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
1.382 -276 0 0 -22 1.084
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungstätigkeit
143.175 -32.502 0 0 -22 110.651
31.12.2016 Cashflow nicht zahlungswirksame Veränderungen
TEUR Unternehmens
erwerb
Entkonso
lidierung
Währungs
differenzen
Forderungen aus
Finanzierungsleasing
3.919 -117 0 -3.155 0 647
Finanzielle
Vermögenswerte aus
Finanzierungstätigkeit
3.919 -117 0 -3.155 0 647
Langfristige Darlehen 178.602 -36.902 93 0 0 141.793
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing
1.682 -281 0 0 -19 1.382
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungstätigkeit
180.284 -37.183 93 0 -19 143.175

Gruppenstruktur und Konsolidierungsgrundsätze

38. Konsolidierungskreis

Der Gruppenabschluss umfasst neben der BLG AG und der BLG KG die in der untenstehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:

31.12.
2018
31.12.
2017
Verän
derung
Anzahl der vollkonsoli
dierten Unternehmen
Inländisch 16 19 -3
Ausländisch 8 7 1
Anzahl der at Equity
bilanzierten Unternehmen
Inländisch 38 36 2
Ausländisch 18 19 -1

Drei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at Equity in den Gruppenabschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung sind. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist die Bilanzsumme. Die kumulierte Bilanzsumme der drei at Equity einbezogenen Gesellschaften betrug in 2018 TEUR 887.

Insgesamt werden 13 Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht voll konsolidiert. Es handelt sich hierbei um Komplementärgesellschaften mit nur geringer Geschäftstätigkeit, eine Gesellschaft ohne Geschäftstätigkeit sowie zwei Gesellschaften in Liquidation. Diese Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den Gruppenabschluss einbezogen. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist das Jahresergebnis. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Tochterunternehmen beträgt TEUR 23.

Die Struktur der BLG-Gruppe mit den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und dem at Equity einbezogenen Geschäftsbereich CONTAINER ist in Erläuterung Nummer 3 dargestellt.

Eine vollständige Aufstellung der Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Gruppenanhang als Anlage 1 beigefügt.

Im Folgenden werden die Annahmen zur Beherrschung bei Gesellschaften dargestellt, bei denen die Beteiligungsquote 50 Prozent nicht überschreitet.

BLG AutoRail GmbH, Bremen (Beteiligungsquote: 50 Prozent)

Die Anteile an der BLG AutoRail GmbH werden von der BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG gehalten. Durch gesellschaftsvertragliche Stimmrechtsbindungen übt die BLG LOGISTICS die Kontrolle über diese Gesellschaft aus. Die Gesellschaft wird daher durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.

BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück (Beteiligungsquote: 50 Prozent)

Die BLG RailTec GmbH wurde als 100-prozentige Tochter der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegründet. Der mittelbare Anteilsbesitz beträgt 50 Prozent. Es ist Beherrschung an der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegeben, sodass mittelbar ebenfalls Beherrschung an der 100-prozentigen Tochter BLG RailTec GmbH gegeben ist. Da die unternehmerische Führung dieser Gesellschaft aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags übernommen wurde, erfolgt die Berücksichtigung im Wege der Vollkonsolidierung.

39. Konsolidierungsgrundsätze

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der Beherrschung, der gemeinsamen Führung oder des maßgeblichen Einflusses.

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die von der BLG LOGISTICS beherrscht werden.

Die BLG LOGISTICS beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement gegeben ist und die Verfügungsgewalt über die Beteiligung zur Beeinflussung der Höhe der Rendite eingesetzt werden kann.

Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Gruppenabschluss einbezogen.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IFRS 10 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften der BLG LOGISTICS aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert (siehe Erläuterung Nummer 38).

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Gruppenanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert beziehungsweise passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben beziehungsweise aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nummer 12).

Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden

Die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen umfassen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Gemeinschaftsunternehmen liegen bei Vereinbarungen vor, bei denen die BLG LOGISTICS die gemeinschaftliche Führung mit mindestens einem Partnerunternehmen ausübt, wobei der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten der Vereinbarung Rechte an deren Nettovermögen zustehen. Dies betrifft insbesondere den Geschäftsbereich CONTAINER, der über die Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, at Equity einbezogen wird.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen BLG LOGISTICS einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat, aber keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung ausübt.

Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf die BLG-Gruppe entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochterunternehmen.

Nicht beherrschende Anteile an erworbenen Unternehmen werden anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern der BLG-Gruppe behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Übrige Beteiligungen

Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten gemäß IFRS 9 angesetzt. Sofern weder ein aktiver Markt vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, stellen die Anschaffungskosten einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Verlust der Beherrschung

Wenn die BLG-Gruppe entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert.

Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne beziehungsweise Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Eliminierung von Transaktionen im Rahmen der Konsolidierung

Die Auswirkungen gruppeninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlageund Vorratsvermögen werden eliminiert. Gruppeninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

40. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 liegen vor, wenn ein Unternehmen durch den Erwerb von Anteilen oder andere Ereignisse die Beherrschung über einen oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Geschäftsbetriebe im Sinne des IFRS 3 sind integrierte Gruppen von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden, Erträge, Kostenreduzierungen oder andere wirtschaftliche Nutzen für die Anteilseigner oder andere Eigentümer, Gesellschafter oder Teilhaber zu erzielen. Die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen

und der Zusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung stellen keinen Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 dar.

Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

NYK LOGISTICS AND BLG SA Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika, eingebracht. Die Gesellschaft wurde in diesem Zusammenhang in BLG AND NYK AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika (BLG AND NYK), umfirmiert. Der Erwerb der zusätzlichen Anteile erfolgte ausschließlich gegen Sacheinlage. Ein Geschäfts- oder Firmenwert entstand nicht.

Durch die Kapitalerhöhung erhöht sich der Anteil der BLG Südafrika an der BLG AND NYK von 51 Prozent auf 67 Prozent. Die Gesellschaft wird daher seit dem 1. Juni 2018 nach der Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Hintergrund für die Transaktion waren Auflagen der südafrikanischen Wettbewerbsbehörde.

Geschäftsbereich CONTRACT BLG AND NYK AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika

Die BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika (BLG Südafrika), hat mit Vertrag vom 31. Mai 2018 im Zuge einer Kapitalerhöhung ihr Automobil- und Automotivegeschäft in die bisher nach der Equity-Methode einbezogene Gesellschaft

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen und stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

TEUR Buchwert vor Erwerb Sacheinlage Zeitwert nach Erwerb
Immaterielle Vermögenswerte 0 1.190 1.190
Sachanlagen 87 40 127
Aktive latente Steuern 9 0 9
Langfristige Vermögenswerte 96 1.230 1.326
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.965 0 5.965
Sonstige Vermögenswerte 1.066 0 1.066
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.513 0 6.513
Kurzfristige Vermögenswerte 13.544 0 13.544
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.855 0 11.855
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 43 0 43
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 138 0 138
Kurzfristige Schulden 12.036 0 12.036
Summe identifizierbare Vermögenswerte 1.604 1.230 2.834
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -786
Gesamt 2.048

Der Gesamtkaufpreis setzt sich aus der Sacheinlage und dem beizulegenden Zeitwert der bereits bestehenden Anteile zum Erwerbszeitpunkt zusammen. Ein Ergebnis aus der Neubewertung der Altanteile auf diesen Stichtag entstand nicht.

TEUR 01.06.2018
Sacheinlage 1.230
beizulegender Zeitwert Altanteile 818
Gesamtkaufpreis 2.048

Die im Rahmen der Einbringung von der BLG Südafrika übertragenen Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 1.064 wurden bei der Erstkonsolidierung eliminiert, da diese bereits zuvor bestanden und somit als dem Wesen nach dem Geschäfts- oder Firmenwert ähnliche selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nicht zu aktivieren waren.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Ergebnisbeitrag der BLG AND NYK im Erwerbsjahr.

TEUR Erwerbs 01.01.2018
zeitpunkt —
31.12.2018

31.12.2018
Umsatz 3.417 4.299
EBIT 432 622
Finanzergebnis 248 446
EBT 680 1.068
Ertragsteuern -192 -303
Gruppenjahresüberschuss 488 765

Sonstige Veränderungen im Konsolidierungskreis

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

At Equity einbezogene Unternehmen

Assoziierte Unternehmen

Die BLG WindEnergy Logistics GmbH & Co. KG, Bremerhaven, hat ihren Geschäftsanteil an der OLB Offshore Logistics Bremerhaven GmbH, Bremerhaven, an die Gesellschaft verkauft, die damit nun eigene Anteile hält. Ein Ergebnis aus der Entkonsolidierung entstand nicht.

Gemeinschaftsunternehmen

Die BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen, hat im Berichtsjahr 50 Prozent ihrer Anteile an der Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dąbrowa Górnicza, Polen, verkauft. Die Einbeziehung erfolgt unverändert nach der Equity-Methode.

Geschäftsbereich CONTRACT

Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochterunternehmen)

Im Rahmen einer gruppeninternen Umstrukturierung wurden die Arno Rosenlöcher (GmbH & Co. KG), Hamburg, die INFORTRA GmbH INTERNATIONAL FORWAR-DING & TRANSPORT, Niederkrüchten, und die LOG-FORTRA GmbH Logistic, Forwarding & Transport, Niederkrüchten, auf die Kitzinger & Co. (GmbH & Co. KG), Hamburg, verschmolzen. Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung wurde die Kitzinger & Co. (GmbH & Co. KG), Hamburg, in BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg, umfirmiert.

At Equity einbezogene Unternehmen

Assoziierte Unternehmen

Infolge des Eintritts in die Liquidation wurde die BLG LOGISTIKA ADRIATIC d.o.o. i. L., Ploče, Kroatien, im Berichtsjahr entkonsolidiert.

41. Nicht einbezogene strukturierte Unternehmen

BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen (Beteiligungsquote: 100 Prozent)

Die BLG KG hält 100 Prozent der Anteile an der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen. Gegenstand des Unternehmens sind die Gewährung laufender Unterstützungen an ehemalige Mitarbeiter und ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG sowie an Hinterbliebene dieser Personen. Die dazu notwendigen Mittel werden der Gesellschaft von der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zur Verfügung gestellt, da diese die Verpflichtungen aus den Pensionsansprüchen übernommen hat. Eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement ist damit ebenso wie eine Einflussnahme auf die Tätigkeit der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, vertraglich ausgeschlossen. Demnach ist eine Beherrschung trotz des Stimmrechtsanteils von 100 Prozent nicht gegeben, sodass keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis erfolgt.

Der Buchwert der Anteile beträgt TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) und entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der Ausweis erfolgt innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unter den sonstigen Finanzanlagen. Das maximale Verlustrisiko entspricht dem Buchwert der Anteile.

42. Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften der BLG-Gruppe ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zum 31. Dezember 2018 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 8.715 (Vorjahr: TEUR 7.009) im Eigenkapital ausgewiesen (vergleiche hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

Einheit/Währung
EUR
Stichtagskurs
31.12.2018
Durchschnitts
kurs 2018
Stichtagskurs
31.12.2017
Durchschnitts
kurs 2017
1 amerikanischer Dollar 0,8734 0,8467 0,8338 0,8852
1 brasilianischer Real 0,2250 0,2321 0,2517 0,2774
1 britisches Pfund 1,1179 1,1303 1,1271 1,1407
1 chinesischer Renminbi Yuan 0,1270 0,1281 0,1281 0,1311
1 indische Rupie 0,0125 0,0124 0,0131 0,0136
1 kroatischer Kuna 0,1349 0,1348 0,1344 0,1340
1 malaysischer Ringgit 0,2113 0,2099 0,2060 0,2061
1 polnischer Zloty 0,2325 0,2347 0,2394 0,2349
1 russischer Rubel 0,0125 0,0135 0,0144 0,0152
1 südafrikanischer Rand 0,0608 0,0640 0,0675 0,0664
1 tschechische Krone 0,0389 0,0390 0,0392 0,0380
1 ukrainischer Griwna 0,0315 0,0312 0,0296 0,0333

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.

43. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen

Identifikation nahestehender Personen

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die die BLG-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden oder auf die die BLG-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, angegeben werden.

Nahestehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Gruppenabschluss einbezogen werden, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG sowie Führungskräfte der Ebene 1 nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 dar; hierzu zählen auch Familienangehörige des vorgenannten Personenkreises. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nummer 45 aufgeführt. Berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Führungskräften der Ebene 1, deren Familienangehörigen und der BLG-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2018 nicht vor.

Wesentliche Transaktionen mit Gesellschaftern: Beziehungen mit der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist zum 31. Dezember 2018 Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 63,0 Prozent. Die über die Tochtergesellschaft Bremer Verkehrs- und Beteiligungsgesellschaft, Bremen, gehaltenen 12,6 Prozent an der BLG AG wurden mit Wirkung zum 31. Januar 2019 an die Panta Re AG, Bremen, veräußert. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns 2017 eine Dividende erhalten.

Der Bremer Senat ist gemäß Artikel 148 der Verfassung der Freien Hansestadt Bremen zugleich Landesregierung und gesetzliches Organ der Stadtgemeinde Bremen. Aufgrund der Identität der Organe der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und der Freien Hansestadt Bremen (Land) sind diese demzufolge als nahestehende Person beziehungsweise oberstes

beherrschendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat der BLG KG Erbbaurechte mit einer Restlaufzeit von bis zu 30 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von der BLG-Gruppe wurden für das Jahr 2018 insgesamt EUR 14,9 Mio. (Vorjahr: EUR 14,9 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.

Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und (Land)

Einzelne Unternehmen der BLG-Gruppe unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) verbundenen Unternehmen.

Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die D a r l e h e n s v e r b i n d l i c h ke i t e n b e t r u g e n z u m 31. Dezember 2018 TEUR 25.600 (Vorjahr: TEUR 25.600). Im Berichtsjahr wurden weder Darlehensverbindlichkeiten getilgt noch neu aufgenommen. Zusätzlich ist die BLG Unterstützungskasse GmbH seit dem 1. September 2012 in das zentrale Cash Management der BLG KG einbezogen. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten, marktüblichen Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten aus Cash Management TEUR 1.427 (Vorjahr: TEUR 1.179).

Beziehungen zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Die Transaktionen der Gruppenunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen. Die Erbringung von Dienstleistungen an diese nahestehenden Unternehmen fand auf Basis der jeweils auch für Dritte geltenden Preise und Bedingungen statt. Die ausstehenden Salden sind unbesichert und kurzfristig fällig. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

2018
TEUR
Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten
Verbundene Unternehmen 7 13 0 183
Gemeinschaftsunternehmen 56.372 21.982 41.362 1.598
Assoziierte Unternehmen 1.161 2.377 206 150
2017
TEUR
Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten
Verbundene Unternehmen 10 22 0 225
Gemeinschaftsunternehmen 63.076 21.726 48.894 1.981
Assoziierte Unternehmen 2.279 3.937 1.359 131

Für erwartete Ausfälle bei den Forderungen gegen Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen wurden nach dem vereinfachten Ansatz Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 0) erfasst. Weiterhin wurden im Berichtsjahr Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 0) ausgebucht. Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden wie im Vorjahr weder wertberichtigt noch ausgebucht.

Sonstige Erläuterungen

44. Stimmrechtsmitteilungen

Folgende Stimmrechtsmitteilungen von direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der BLG AG sind dem Vorstand der BLG AG gemeldet worden:

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG zum 31. Januar 2019 50,42 Prozent (entsprechend 1.936.000 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

Die zuvor über die Tochtergesellschaft Bremer Verkehrsund Beteiligungsgesellschaft, Bremen, gehaltenen weiteren 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile an der BLG AG wurden mit Wirkung zum 31. Januar 2019 veräußert. Sämtliche Stimmrechte waren gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zuzurechnen.

Herr Peter Hoffmeyer hat uns am 7. Februar 2019 gemäß § 33 Absatz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Panta Re AG, Bremen, an der BLG AG am 31. Januar 2019 die Schwelle von 10 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind gemäß § 34 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG Herrn Peter Hoffmeyer zuzurechnen.

Die Waldemar Koch Stiftung, Bremen, hat uns am 18. November 2016 gemäß § 21 Absatz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 15. November 2016 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,23 Prozent (entsprechend 200.814 Stimmrechten) betrug. Sämtliche Stimmrechte sind der Waldemar Koch Stiftung, Bremen, zuzurechnen.

Die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, hat uns am 8. April 2002 gemäß § 41 Absatz 2 Satz 1 WpHG (a.F.) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BLG AG am 1. April 2002 12,61 Prozent (entsprechend 484.032 Stimmrechten) betrug.

Weitere Detailinformationen sind auf unserer Homepage veröffentlicht unter:

www.blg-logistics.com/de/investor-relations/aktie

45. Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BLG AG besteht nach der Satzung aus 16 Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Mitgliedschaften der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz ist auf ASeite 178 f. dargestellt.

Zusammensetzung des Vorstands

Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Mitgliedschaften des Vorstands in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz ist auf ASeite 180 dargestellt.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr Bezüge von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 265), die mit TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 166) auf fixe Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 43), die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) und die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 42) zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2018 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands erhalten für das Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge von TEUR 6.017 (Vorjahr: TEUR 4.976), davon erfolgsunabhängige Bezüge von TEUR 3.918 (Vorjahr: TEUR 3.057) und erfolgsabhängige Bezüge von TEUR 2.099 (Vorjahr: TEUR 1.919). Von den erfolgsabhängigen Bezügen betreffen TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 290) einen Nachhaltigkeitsbonus.

Den früheren Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 163) gewährt. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für frühere Vorstandsmitglieder betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt TEUR 3.228 (Vorjahr: TEUR 3.254).

Weitere Angaben zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Gruppenlagebericht im Abschnitt Vergütungsbericht.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen nahestehende Personen. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern richten sich ebenfalls gegen nahestehende Personen.

Zum 31. Dezember 2018 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Für die Pensionsverpflichtungen der BLG-Gruppe wurden nach IAS 19 Rückstellungen von TEUR 3.039 (Vorjahr: TEUR 2.059) gebildet, denen Aktivwerte in

www.blg-logistics.com/ir Aktuelle Aktionärsstruktur und Stimmrechtsmitteilungen im Bereich Investor Relations unter Informationen zur Aktie

Höhe von TEUR 1.165 (Vorjahr: TEUR 819) gegenüberstehen. Die darin enthaltenen ebenfalls nach IAS 19 ermittelten Pensionsverpflichtungen nahestehender Personen belaufen sich auf TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 496).

Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind auf ASeite 18 ff. dargestellt.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach Art. 19 EU-Marktmissbrauchsverordnung gesetzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen. Dies gilt dann, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von EUR 5.000,00 erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für Führungskräfte der Ebene 1 und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen.

Im Rahmen ihrer Meldepflichten haben die Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte der Ebene 1 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie diesen nahestehende Personen im Geschäftsjahr 2018 keinen Erwerb von Aktien sowie keine Veräußerung von Aktien der BLG AG mitgeteilt. Der Aktienbesitz aller Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder beträgt wie im Vorjahr weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

46. Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Gruppenabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit von Befreiungen nach § 264 Absatz 3 Handelsgesetzbuch beziehungsweise § 264b Handelsgesetzbuch in Anspruch:

  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
  • BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg
  • BLG AutoRail GmbH, Bremen
  • BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven

  • BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven

  • BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen
  • BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück
  • BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel
  • BLG WindEnergy Logistics GmbH & Co. KG, Bremerhaven

47. Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2018 und der Aufstellung des Gruppenabschlusses am 18. März 2019 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

48. Honorar des Gruppenabschlussprüfers

Das Honorar des Gruppenabschlussprüfers nach § 314 Absatz 1 Nummer 9 Handelsgesetzbuch für das Geschäftsjahr 2018 gliedert sich wie folgt auf:

TEUR 2018
Abschlussprüfungen 322
Sonstige Leistungen 50
Gesamt 372

49. Corporate Governance Kodex

Der Vorstand hat am 28. August 2018 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 13. September 2018 die 18. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Bremen, 18. März 2019

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-

DER VORSTAND

AUF UNSERER WEBSITE WWW.BLG-LOGISTICS. COM/IR BIETEN WIR UMFANGREICHE WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN.

Weitere Informationen

DER AUFSICHTSRAT UND SEINE MANDATE

Name Ort Funktion/Beruf
Dr. Klaus Meier Bremen Vorsitzender (ab 24.05.2018)
bestellt seit 31.05.2012 Geschäftsführender Gesellschafter der wpd Windmanager GmbH & Co. KG, Bremen
Rechtsanwalt
Christine Behle Berlin Stellvertretende Vorsitzende
bestellt seit 23.05.2013 Mitglied des Bundesvorstands ver.di
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin
Sonja Berndt Ritterhude Mitglied des Betriebsrats BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
bestellt seit 24.05.2018
Karl-Heinz Dammann Geestland Vorsitzender des Konzernbetriebsrats EUROGATE GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt seit 01.07.2009 Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats EUROGATE Container Terminal
Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
Heiner Dettmer Bremen Geschäftsführender Gesellschafter Dettmer Group KG, Bremen
bestellt seit 24.05.2018
Melf Grantz Bremerhaven Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven, Bremerhaven
bestellt seit 01.03.2011
Martin Günthner Bremerhaven Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie
bestellt seit 01.05.2010 Senator für Justiz und Verfassung Freie Hansestadt Bremen, Bremen
Udo Klöpping Bremen Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
bestellt seit 24.05.2018
Karoline Linnert Bremen Bürgermeisterin sowie
bestellt seit 11.09.2007 Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen, Bremen
Wybcke Meier Hamburg Vorsitzende der Geschäftsführung TUI Cruises GmbH, Hamburg
bestellt seit 24.05.2018
Dr. Tim Nesemann Bremen Vorsitzender des Vorstands Finanzholding der Sparkasse in Bremen
bestellt seit 01.04.2011 Vorsitzender des Vorstands von Die Sparkasse Bremen AG, Bremen
Klaus Pollok Bremerhaven Prozessmanager
bestellt seit 02.06.2016 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
Stefan Schubert Bremen Landesfachbereichsleiter ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
bestellt seit 03.06.2016 Landesbezirk Niedersachsen-Bremen, Bremen
Dieter Strerath Bremen Vorsitzender des Betriebsrats Bremen
bestellt seit 01.03.2011 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Reiner Thau Hamburg Vorsitzender des Betriebsrats
bestellt seit 15.10.2013 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
Dr. Patrick Wendisch Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der Lampe & Schwartze KG, Bremen
bestellt seit 05.06.2008
Im Berichtsjahr 2018 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats:
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Hatten Vorsitzender (bis 24.05.2018)
bestellt seit 21.06.2006 Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
bis 24.05.2018 Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg -Girozentrale-, Bremen
Birgit Holtmann Schwanewede Leiterin Personal/Recht EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen
bestellt seit 01.01.2016
bis 24.05.2018
Dr. h.c. Klaus Wedemeier Bremen Bürgermeister a.D. der Freien Hansestadt Bremen, Bremen
bestellt seit 30.05.2014
bis 24.05.2018
Andreas Wopp Bochum Mitglied des Betriebsrats
bestellt seit 01.07.2017 BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen
bis 24.05.2018

¹ Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft

in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Ausschüsse
Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
Investitions
ausschuss
Ausschuss nach
§ 27 (3) MitbestG
Mandate¹
 Vorsitzender  Vorsitzender  Vorsitzender Deutsche Windtechnik AG, Bremen, Vorsitzender
ab 24.05.2018 ab 24.05.2018 ab 24.05.2018 wpd AG, Bremen, Vorsitzender
 stellv.  stellv. Deutsche Lufthansa AG, Köln, stellv. AR-Vorsitzende
Vorsitzende Vorsitzende Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahn AG, Bochum
Hapag Lloyd AG, Hamburg, stellv. AR-Vorsitzende, Präsidium (bis 30.09.2018)
Dortmunder Stadtwerke AG (DSW 21) (seit 10.07.2018)
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
ab 24.05.2018 ab 24.05.2018
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bis 24.05.2018 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
ab 24.05.2018
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
swb AG, Bremen
Weser-Elbe-Sparkasse, Bremerhaven
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
Freie Internationale Sparkasse S.A., Luxemburg, Vorsitzender
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bis 24.05.2018
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
bis 24.05.2018
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bis 24.05.2018 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
 Vorsitzender OAS Aktiengesellschaft, Bremen
 Vorsitzender  Vorsitzender  Vorsitzender EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bis 24.05.2018 bis 24.05.2018 bis 24.05.2018 (bis 24.05.2018)
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

DER VORSTAND UND SEINE MANDATE

Name Ort Funktion/Ressorts Mandate¹
Frank Dreeke Ganderkesee Vorsitzender EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
geboren 1959 Compliance 2. stellv. Vorsitzender
bestellt bis 31.12.2022 Führungskräfte
Kommunikation
Koordination Vorstand
Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Revision
Unternehmensstrategie
Verkehrspolitik
Jens Bieniek Delmenhorst Accounting & Planning dbh Logistics IT AG, Bremen
geboren 1964 Einkauf EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
bestellt bis 31.05.2021 International Corporate Finance/M&A
IT
Legal & Insurance
Michael Blach Bremen Geschäftsbereich CONTAINER AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A., San Ferdinando, Italien
geboren 1964 Vorsitzender (bis Dezember 2018)
bestellt bis 31.05.2021 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, BHV
Vorsitzender
EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
Vorsitzender
EUROGATE Technical Services GmbH, Hamburg
Vorsitzender
Andrea Eck Bremen Geschäftsbereich AUTOMOBILE AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A., San Ferdinando, Italien
geboren 1963 Vorsitzende (seit Dezember 2018)
bestellt bis 31.12.2024
Dieter Schumacher Bremen Personal (Arbeitsdirektor) keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1955
bestellt bis 31.12.2020
Jens Wollesen Lilienthal Geschäftsbereich CONTRACT keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1967
bestellt bis 30.06.2024

1 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

DER BEIRAT

Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.

Name Funktion/Organisation
Prof. Dr.-Ing. Frank Straube Vorsitzender des Beirates der BLG
Geschäftsführender Direktor/Leiter Bereich Logistik Technische Universität Berlin, Berlin
Christoph Döhle Geschäftsführender Gesellschafter Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg
(seit 27.04.2018)
Dr. Ottmar Gast Vorsitzender des Beirats Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG, Hamburg
Rainer Christian Genes Persönlich haftender Gesellschafter Vorwerk & Co. KG, Wuppertal
(seit 02.11.2018)
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführer AutoValue GmbH, Frankfurt
Ewald Kaiser Mitglied des Vorstands Schenker AG, Essen
(bis 31.12.2018)
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
(bis 02.11.2018) Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg - Girozentrale -, Bremen
Ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 24.05.2018)
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen
Andreas Kellermann Leiter des weltweiten Produktionsnetzwerks für die heckbetriebenen Fahrzeuge (S-, E-, C-Klasse)
Daimler AG, Sindelfingen
Volker Lange Senator a.D.
Ehrenpräsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V., Bad Homburg
Jürgen Maidl Bereichsleiter Produktionsnetzwerk, Logistik, BMW GROUP, München
(seit 27.04.2018)
Dr. Karl May Logistik, Leiter Programm Flexibilitätsmanagement, Neuausrichtung Planungs- und Orderingprozess
(bis 27.04.2018) BMW AG, München
Dr. Klaus Meier Geschäftsführender Gesellschafter, wpd windmanager GmbH & Co. KG, Bremen
(seit 02.11.2018) Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 24.05.2018)
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen
Prof. Dr. Karl Nowak President Corporate Sector Purchasing and Logistics (CP/P), Robert Bosch GmbH, Stuttgart
Dr. Florian Schupp Leiter Einkauf Automotive und Aftermarket, Schaeffler Gruppe, Herzogenaurach
Dr. Carsten Sieling Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen
Martin Weber Geschäftsführer DVV Media Group GmbH, Hamburg
Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß Geschäftsführende Direktorin Institut für deutsch-chinesische Zusammenarbeit, München
BWL-Professorin Technische Hochschule Nürnberg, Nürnberg
Prof. Dr.-Ing. Katja Windt Mitglied der Geschäftsführung SMS Group GmbH, Düsseldorf (ab 01.04.2018)
(bis 02.11.2018)

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Gruppenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe vermittelt und im Gruppenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe beschrieben sind.

Bremen, den 18. März 2019

Der Vorstand

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Andrea Eck Dieter Schumacher Jens Wollesen

Bestätigungsvermerk des BESTÄTIGUNGSVERMERK DES unabhängigen Abschlussprüfers UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Gruppenabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (die Gruppe) – bestehend aus der Gruppenbilanz zum 31. Dezember 2018, der Gruppengesamtergebnisrechnung, der Gruppengewinn- und Verlustrechnung, der Gruppeneigenkapitalentwicklung und der Gruppenkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Gruppenanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Gruppenlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Gruppenlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • n entspricht der beigefügte Gruppenabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gruppe zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
  • n vermittelt der beigefügte Gruppenlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Gruppenlagebericht in Einklang mit dem Gruppenabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Gruppenlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Gruppenlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Gruppenunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt "Grundlagen der Gruppenrechnungslegung" des Gruppenanhangs und Abschnitt "Grundlagen der Gruppe" des Gruppenlageberichts, welche darstellen, dass die Gruppe aus der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und aus dem Konzern der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, besteht. Der Jahresabschluss und Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, zum 31. Dezember 2018 wurden auf freiwilliger Basis zu einem Abschluss (Gruppenabschluss) und Lagebericht (Gruppenlagebericht) zusammengefasst. Insofern beziehen sich der Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht auf die Gruppe als Ganzes und nicht auf die einzelne Gesellschaft und den einzelnen Konzern mit seinen Mutter- und Tochterunternehmen.

Unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Gruppenlageberichts:

  • n die in Abschnitt "Leitung und Kontrolle" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • n den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB
  • n den Nachhaltigkeitsbericht

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Finanzberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen –, mit Ausnahme des geprüften Gruppenabschlusses, des geprüften Gruppenlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • n wesentliche Unstimmigkeiten zum Gruppenabschluss, zum Gruppenlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • n anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Gruppenabschluss und den Gruppenlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Gruppenabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Gruppenabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Gruppenabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Gruppenabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht die Gruppe zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Gruppenlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Gruppenabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Gruppenlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Gruppenlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gruppe zur Aufstellung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Gruppenabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Gruppenlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Gruppenabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Gruppenabschlusses und Gruppenlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • n identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Gruppenabschluss und im Gruppenlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • n gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Gruppenabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Gruppenlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • n beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • n ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gruppe zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Gruppenabschluss und im Gruppenlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese

Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gruppe ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • n beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Gruppenabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Gruppenabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Gruppenabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vermittelt.
  • n holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb der Gruppe ein, um Prüfungsurteile zum Gruppenabschluss und zum Gruppenlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Gruppenabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • n beurteilen wir den Einklang des Gruppenlageberichts mit dem Gruppenabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gruppe.
  • n führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Gruppenlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Verwendungszweck

Wir erteilen diesen Bestätigungsvermerk auf Grundlage des mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG durchgeführt und der Bestätigungsvermerk ist nur zur Information der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG über das Ergebnis der Prüfung bestimmt. Der Bestätigungsvermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.

Bremen, den 19. März 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thomas Ull ppa. Stefan Geers Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BETEILIGUNGEN Beteiligungen

Komprimierte Aufstellung des Anteilsbesitzes zum Gruppenabschluss der BLG LOGISTICS

1
2
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen
BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen
BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen
BLG International Forwarding GmbH & Co. KG, Hamburg
0,0
100,0
100,0
100,0
100,0
1
3 1
4 1
5 1
6 (vormals Kitzinger & Co. (GmbH & Co. KG), Hamburg) 100,0 1
7 BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen 100,0 1
8 BLG WindEnergy Logistics GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,0 1
9 BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen 100,0 2
10 BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,0 2
11 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,0 2
12 BLG AutoTerminal Deutschland GmbH & Co. KG, Bremen 100,0 2
13 BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen 100,0 2
14 BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien 100,0 4
15 BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel 51,0 4
16 BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien 100,0 5
17 BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,0 5
18 BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika1) 84,1 5
19 BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien 99,0 9
20 BLG AutoTerminal Gdansk Sp. z o.o., Gdansk, Polen 100,0 9
21 BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 100,0 9
22 BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück 50,0 10
23 BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,0 11
24 BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,0 11
25 BLG AND NYK AUTO LOGISTICS OF SOUTH AFRICA (Pty) Ltd., Port Elizabeth,
Südafrika (vormals NYK LOGISTICS AND BLG SA Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika)
56,3 18
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften
26 dbh Logistics IT AG, Bremen 27,3 1
27 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,0 1
28 Kloosterboer BLG Coldstore GmbH, Bremerhaven 49,0 1
29 ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,3 1
30 BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China 50,0 2
31 BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China 100,0 2
32 DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 3
33 Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,0 3
34 ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 50,0 3
35 Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 3
36 AutoLogistics International GmbH, Bremen 50,0 5
37 BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,0 5
38 BLG SWIFT LOGISTICS Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 2) 60,0 5
39 Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dąbrowa Górnicza, Polen 50,0 9
40 ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 50,0 12
41 BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 100,0 13
42 BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 50,0 13
43 BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,0 16
44 Hizotime (Pty) Ltd, East London, Südafrika 41,2 18
45 AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A., San Ferdinando, Italien 49,5 19
Nicht einbezogene Gesellschaften
46 BLG Automobile Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,0 1
47 BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen 100,0 1
48 BLG Industrielogistik Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,0 1
49 BLG International Forwarding Beteiligungs-GmbH, Hamburg
(vormals Kispe Speditions G.m.b.H., Hamburg)
100,0 1
50 BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,0 1
51 BLG WindEnergy Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,0 1
52 EUROGATE Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,0 1
53 EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,0 1
54 ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen 33,3 1
55 BLG AutoTerminal Deutschland Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,0 2
56 BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,0 2
57 Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,0 3
58 BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine 50,0 9
59 BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,0 11
60 BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven 100,0 11
61 BLG LOGISTIKA ADRIATIC d.o.o. i. L., Ploče, Kroatien 100,0 13
62 BLG Logistics of Alabama, LLC, Vance, USA 100,0 17
63 DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen 50,0 32
64 ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,0 40

1) Der Anteil der Stimmrechte beträgt 75,04 Prozent, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

2) Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40,0 Prozent, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

GLOSSAR

Kaufmännisches Glossar

Amortisation

Rückfluss des investierten Kapitals durch Erträge.

At Equity/Equity-Methode

Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Gruppenabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht beziehungsweise vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.

Cashflow

Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.

Compliance

Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.

Corporate Governance

Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Covenant

Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z. B. Aktie oder Anleihe) ableitet.

Digitalisierung

Digitalisierung beschränkt sich nicht auf die Umwandlung analoger Informationen in digitale Formate, sondern steht im weiteren Sinne für Veränderungen, die sich aus den ständig wachsenden Nutzungsmöglichkeiten der Informationstechnologie ergeben. Dies betrifft z. B. die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und die Nutzung intelligenter Technologien mit dem Ziel einer zunehmenden Vernetzung von Produktion, Logistik und Finanzen und einer damit verbundenen Effizienzsteigerung und Standardisierung von Prozessen. Der digitale Wandel (digitale Transformation) ist kein Selbstzweck, sondern soll die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sicherstellen.

Discounted-Cashflow-Methode

Bewertungsverfahren: zukünftige Zahlungsüber- beziehungsweise -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = operatives Ergebnis.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

EBT

Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.

Erbbaurecht

Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgelts (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.

Finanzierungsleasing

Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet. Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.

Forward-Zinsswap

Der Forward-Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.

Funktionale Währung

Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.

Hedging

Eine Strategie zur Absicherung von Zins-, Währungsund Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).

Hybridanleihe

Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung, und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.

Hypothetische Derivate-Methode

Methode der Effektivitätsmessung derivativer Finanzinstrumente durch Vergleich der Marktwertveränderung des Derivats mit der eines hypothetischen Derivats, welches das zu sichernde Risiko perfekt absichert.

IAS

International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").

IASB

International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.

IFRIC

International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.

IFRS

International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.

Impairment-Test

Werthaltigkeitstest nach IFRS.

Investment Properties

Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.

Joint Venture

Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.

Kontokorrentkonto

Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.

Kontokorrentkredit

Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.

Liability-Methode

Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.

Matching principle

IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.

Operating Leasing

Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.

Other Long-Term Benefits

Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Post Employment Benefits

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Pro rata temporis

Zeitanteilig.

Projected-Unit-Credit-Methode

Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.

Recoverable Amount

Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstands voraussichtlich erzielbarer Wert.

Schuldscheindarlehen

Wertpapierähnlicher langfristiger Großkredit.

Sonstiges Ergebnis

Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z. B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Stage of Completion-Methode (SoC)

IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.

Thesaurieren

Einbehalten von Gewinnen.

Vollkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Working Capital

Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit (Cash Generating Unit)

Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Zinsswap

Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.

Logistisches Glossar

Cargomodale Dienste

Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply Chain Management.

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.

GHBV

Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V./ Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg: besonderer Personaldienstleister für Transport- und Lagerwirtschaft, insbesondere die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in eine Garantielohnkasse ein.

Intermodale Verkehrskette

Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.

Kommissionieren

Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.

Outsourcing

Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.

RoRo

Roll-on/Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffen, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.

Self-Propelled Modular Transporter (SPMT)

Spezialfahrzeuge für den Transport von sehr großer und sperriger Ladung beziehungsweise von Projektladung zu Land.

TEU

Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).

FINANZKALENDER 2019

Ordentliche
Hauptversammlung 2019
12. Juni 2019
Zahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2018
17. Juni 2019
Zwischenbericht
Januar bis Juni 2019
30. September 2019

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BLG AG bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BLG AG weder beabsichtigt noch übernimmt die BLG AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Rechtshinweis

Die in diesem Dokument wiedergegebenen Bezeichnungen können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z. B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Finanzbericht enthaltenen und den zum Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

KONTAKT/ IMPRESSUM

Herausgeber

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

www.blg-logistics.com

Konzeption und Koordination Investor Relations Marco Tschöpe Ole Kindt

Communications

Andreas Hoetzel Diana Hermstrüwer

Kontakt/Bestellung des Geschäftsberichts

Investor Relations Telefon: +49 421 398 3756 E-Mail: [email protected]

Bildnachweis

Hauke Dressler, Seite 7

Gestaltung

HGB Hamburger Geschäftsberichte

Produktion

ZERTANI, Bremen

BERICHTERSTATTUNG 2018

www.blg-logistics.com/geschaeftsbericht

/ Unternehmensbericht / / Nachhaltigkeitsbericht / / Finanzbericht /

Unser Beitrag zu einer umweltverträglichen Produktion:

Alle Berichte bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier, das mit dem EU Ecolabel ausgezeichnet ist. Die Druckerei praktiziert ein klimaneutrales Druckverfahren.

www.blg-logistics.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.