Annual Report • Mar 24, 2016
Annual Report
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Finanzbericht 2015
BLG LOGISTICS ist ein Seehafen- und Logistikdienstleister mit einem internationalen Netzwerk. Uns stärkt die Erfahrung einer 139-jährigen Unternehmensgeschichte. Heute sind wir mit unseren über 100 Standorten und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und Handel vollstufige logistische Systemdienstleistungen an.
Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind Marktführer in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern. Rund 8.700 BLG-Mitarbeiter übernehmen täglich die Verantwortung für die reibungslose Logistik hochwertiger Produkte. Damit sind wir eine wichtige Schnittstelle für die Leistungsfähigkeit unserer Kunden. Einschließlich aller Beteiligungen bietet die BLG LOGISTICS gegenwärtig rund 16.000 Arbeitsplätze.
Die BLG-Aktie
Jahresabschluss und Lagebericht BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
| 2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 938,6 | 882,8 | 55,8 | 6,3% |
| Umsatzrendite² | % | 3,8 | 4,2 | -0,4 | -9,5% |
| EBITDA | EUR Mio. | 68,1 | 69,5 | -1,4 | -2,0% |
| EBIT | EUR Mio. | 35,3 | 37,4 | -2,1 | -5,6% |
| EBT | EUR Mio. | 29,7 | 30,1 | -0,4 | -1,3% |
| Vermögens- und Kapitalstruktur | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 730,1 | 675,3 | 54,8 | 8,1% |
| Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
EUR Mio. | 37,3 | 26,2 | 11,1 | 42,4% |
| Anlagenintensität² | % | 46,7 | 44,0 | 2,7 | 6,1% |
| Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)² | % | 106,8 | 100,8 | 6,0 | 6,0% |
| Working Capital Ratio | % | 110,2 | 97,9 | 12,3 | 12,6% |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 214,0 | 202,6 | 11,4 | 5,6% |
| Eigenkapitalquote² | % | 29,3 | 30,0 | -0,7 | -2,3% |
| Eigenkapitalrendite² | % | 14,3 | 13,6 | 0,7 | 5,1% |
| Nettoverschuldung | EUR Mio. | 299,4 | 260,6 | 38,8 | 14,9% |
| Gesamtkapitalrendite² | % | 5,0 | 5,5 | -0,5 | -9,1% |
| Cashflows³ | |||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | EUR Mio. | 10,7 | 34,5 | -23,8 | -69,0% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | EUR Mio. | -6,6 | 10,1 | -16,7 | -165,3% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | EUR Mio. | 17,2 | -51,4 | 68,6 | 133,5% |
| Kapitalmarktorientierte Kennzahlen | |||||
| Dividende der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT – Aktiengesellschaft von 1877– |
EUR | 0,40 | 0,40 | 0,00 | 0,0 % |
| Dividende | % | 15 | 15 | 0 | 0,0 % |
| Personal | |||||
| Mitarbeiter4 | Jahresdurchschnitt | 8.738 | 8.027 | 711 | 8,9% |
| Personalkostenquote | % | 50,7 | 49,4 | 1,3 | 2,6% |
| Arbeitsplätze weltweit | 16.150 | 16.000 | 150 | 0,9% | |
1 Kennzahlen nach Überleitung. Die Überleitung ist in der Segmentberichterstattung auf S. 76 f. dargestellt.
2 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 41 im Lagebericht.
3 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 80 dargestellt.
4 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst die komplette weltweite Logistik für Fertigfahrzeuge vom Hersteller bis zum Händler. Dazu gehören Umschlag, Lagerung, technische Bearbeitungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße und Binnenschiff.
| in % | ||||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse EUR Mio. | 461,6 | 448,4 | 2,9 | |
| Umsatzrendite | % | 4,0 | 3,4 | 17,6 |
| EBIT | EUR Mio. | 18,5 | 15,3 | 20,9 |
| Mitarbeiter | Anzahl | 2.638 | 2.431 | 8,5 |
2015 2014 Veränd.
UMSATZ 2015
CONTRACT
Im Geschäftsbereich CONTRACT sind die Autoteile-, Industrie-, Handels- und Seehafenlogistik sowie die Logistik für die Offshore-Windindustrie zusammengefasst. Wir verfügen über eine hohe IT-Kompetenz und bieten unseren Kunden individuelle Leistungspakete mit globaler Reichweite für unterschiedlichste Güter an.
| 2015 | 2014 | Veränd. in % |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse EUR Mio. | 478,8 | 436,9 | 9,6 | |
| Umsatzrendite | % | 0,4 | 1,7 | -76,5 |
| EBIT | EUR Mio. | 1,7 | 7,2 | -76,4 |
| Mitarbeiter | Anzahl | 4.280 | 3.771 | 13,5 |
478,8 EUR Mio.
EUROGATE, an der die BLG zu 50 Prozent beteiligt ist, verfügt über ein europäisches Netzwerk mit derzeit elf Containerterminals sowie intermodalen Transporten und cargomodalen Dienstleistungen. Der Schwerpunkt dieses Geschäftsbereichs liegt auf dem Containerumschlag.
| 2015 | 2014 | Veränd. in % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse EUR Mio. | 295,7 | 283,0 | 4,5 |
| Umsatzrendite % |
14,7 | 13,6 | 8,1 |
| EBIT EUR Mio. |
43,4 | 38,4 | 13,0 |
| Mitarbeiter Anzahl |
1.571 | 1.602 | -1,9 |
295,7 EUR Mio.
5 Gemäß Segmentberichterstattung auf S. 76 f.
stabil, aber steigerungsfähig – so lautet unsere Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der BLG-Gruppe, wenn wir auf das Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Wachsende Umsätze in allen drei Geschäftsbereichen machen deutlich, dass es uns gelungen ist, den vielerorts schwierigen politischen und insgesamt unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu trotzen. Sicherlich mussten auch wir der konjunkturellen Krise in Russland, einer brisanten innenpolitischen Lage in Brasilien und einer merklich abkühlenden Binnenkonjunktur in China Tribut zollen. Aber wir können feststellen, dass es uns gelungen ist, den gewünschten Wachstumskurs tatsächlich fortzusetzen.
Weil wir viel Energie und Engagement darauf verwandt haben, unsere Prozesse effizienter zu gestalten. Technische Innovationen und ständige Prozessoptimierungen haben für uns einen hohen Stellenwert. Im letzten Jahr sind wir dafür sogar mit dem Deutschen Logistik-Preis ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit unserem Kunden engelbert strauss setzen wir im Logistikcenter Frankfurt ein robotergestütztes Lagerkonzept um. Intelligente Fahrzeuge transportieren die Kommissionierregale zu unseren Mitarbeitern. Dieses Projekt "Treffpunkt Stargate – Logistik an der Schnittstelle von Mensch und Roboter" ist nun auch mit dem Europäischen Logistikpreis 2016 prämiert worden. Wir dürfen also mit Stolz feststellen: wir haben die Logistik der Zukunft in Europa eingeführt.
Mit dem Titel "Neues wagen – Mut beweisen" haben wir unseren diesjährigen Unternehmensbericht überschrieben. Dieses Motto haben wir im vergangenen Geschäftsjahr an diversen Stellen in die Tat umgesetzt. Beim Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik beispielsweise. Heute bearbeiten wir allein am Standort Hörsel in Thüringen mit mehr als 500 Mitarbeitern auf mehr als 160.000 Quadratmetern jährlich 40 Millionen Warenteile. Wir ordnen dort mit Zukunftstechnologie den größten Kleiderschrank Deutschlands.
In Bremerhaven haben wir auf dem Autoterminal ein weiteres Regal mit mehr als 7.000 Stellplätzen gebaut. Eine Investition von 20 Millionen Euro, die der deutschen Automobilindustrie signalisiert hat, dass Bremerhaven sich für die Zukunft rüstet, dass die 2,3 Millionen Fahrzeuge, die wir dort im Jahr 2015 umgeschlagen haben, noch zu steigern sind, wenn es denn der Markt verlangt.
Neues wagen stand aber auch schon im Stammbuch des Unternehmens geschrieben. Es war die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT, die vor 50 Jahren als erster deutscher Hafenbetrieb in der Lage und willens war, ein Containerschiff zu entladen. Am 5. Mai 1966 machte die MS Fairland der US-amerikanischen Sea-Land Reederei im Bremer Überseehafen fest. Der damalige Wagemut und die vorhandene Weitsicht, dass mit der Einführung des Containers eine epochale Umwälzung des gesamten Warentransports stattfinden würde, war die Geburtsstunde unseres Geschäftsbereichs CONTAINER und seiner erfolgreichen Terminals an Ost- und Nordsee, Mittelmeer und Atlantik.
Stabil, aber steigerungsfähig sei die wirtschaftliche Lage der BLG-Gruppe, haben wir eingangs geschrieben. Steigern wollen wir insbesondere die Ertragslage, denn die ist trotz wachsender Umsätze leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Das resultiert unter anderem aus fehlenden Aufträgen und Projekten im konventionellen Stückgutumschlag und der Offshore-Windenergie. So entstanden im Geschäftsbereich CONTRACT erhebliche Ergebnisbelastungen aus nicht gedeckten Fixkosten.
Unser erklärtes Ziel aber war und ist es, unseren Aktionärinnen und Aktionären dauerhaft und zuverlässig eine attraktive Dividendenrendite zu bieten. Deshalb schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung für 2015 eine gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende Dividende von EUR 0,40 pro Aktie vor.
Wir danken Ihnen, den Aktionärinnen und Aktionären, für das uns entgegengebrachte Vertrauen.
Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach Emanuel Schiffer Dieter Schumacher
(01) Frank Dreeke / Vorstandsvorsitzender / (02) Jens Bieniek / Finanzvorstand / (03) Dieter Schumacher / Arbeitsdirektor / (04) Emanuel Schiffer / Geschäftsbereich CONTAINER / (05) Michael Blach / Geschäftsbereich AUTOMOBILE /
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Vorsitzender des Aufsichtsrats
im Geschäftsjahr 2015 befasste sich der Aufsichtsrat der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– (BLG AG) regelmäßig und ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand, sodass der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die Lage der Gesellschaft und der BLG-Gruppe informiert wurde.
Den gesetzlichen Vorschriften und den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Geschäftsführung und beriet ihn in Fragen der Unternehmensleitung.
Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die BLG LOGISTICS war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und die Entwicklungsperspektiven der BLG-Gruppe, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.
Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2015 zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Die durchschnittliche Präsenzquote betrug 95 Prozent; kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2015 durchschnittlich bei 99 Prozent. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Eilbedürftige Angelegenheiten wurden zudem schriftlich entschieden.
Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrats standen Fragen der Strategie, der Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe und ihrer Geschäftsbereiche. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit strategischen Themen, dem Jahres- und Gruppenabschluss, der aktuellen Ertragslage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung, der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2015 sowie mit der personellen Zusammensetzung des Vorstands.
Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 17. Dezember 2015 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung eingehend diskutiert.
In der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats der BLG AG hat es seit dem 1. Januar 2015 eine Veränderung gegeben. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 hat Herr Dieter Schumacher im Hinblick auf seinen Wechsel in den Vorstand sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle rückt Frau Birgit Holtmann, Leiterin Personal bei EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, nach. Der Aufsichtsrat hat sich vergewissert, dass Frau Birgit Holtmann den zu erwartenden Zeitaufwand als Aufsichtsratsmitglied aufbringen kann. Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.
In der personellen Zusammensetzung des Vorstands hat es folgende Veränderungen gegeben. In der Sitzung am 27. Mai 2015 wurde Herr Dieter Schumacher in den Vorstand berufen. Herr Schumacher ist zum 1. Januar 2016 Herrn Hartmut Mekelburg in seiner Funktion als Arbeitsdirektor gefolgt, der zum Jahresende 2015 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Hartmut Mekelburg für seine vorausschauende, engagierte, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit unter seiner Leitung.
Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus in seiner Sitzung am 17. September 2015 beschlossen, die Vorstandsverträge von Herrn Jens Bieniek (Finanzvorstand) und Herrn Michael Blach (Geschäftsbereich AUTOMOBILE) um fünf Jahre zu verlängern. Herr Andreas Wellbrock (Geschäftsbereich CONTRACT) hat sich entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern, und legte sein Mandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 nieder.
In der Sitzung am 17. Dezember 2015 hat der Aufsichtsrat Herrn Jens Wollesen zum gesamtvertretungsberechtigten Mitglied des Vorstands der BLG AG berufen. Herr Jens Wollesen übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli 2016 die Verantwortung für den Geschäftsbereich CONTRACT und tritt somit die Nachfolge von Herrn Andreas Wellbrock an.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zusätzlich vier Ausschüsse eingerichtet, für die jeweils separate Geschäftsordnungen gelten. Als Ausschüsse des Aufsichtsrats bestehen ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss, ein Investitionsausschuss sowie ein Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. Sie bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats im Plenum vor und entscheiden, soweit zulässig, in Einzelfällen an seiner Stelle. Sämtliche Ausschüsse sind paritätisch besetzt.
Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2015 zu zwei Sitzungen zusammengetreten. Gegenstand der Sitzung am 14. April 2015 war vor allem die umfangreiche Erörterung und Prüfung des Jahresabschlusses, des Gruppenabschlusses sowie der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2014 und unterbreitete dem Aufsichtsrat eine Beschlussempfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015. Bei der Befassung mit dem Jahresabschluss waren die Abschlussprüfer anwesend und haben entsprechend über die Ergebnisse der Abschlussprüfung berichtet. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Einberufung zur Hauptversammlung erörtert und dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen unterbreitet. In der zweiten Sitzung am 15. Dezember 2015 beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit Änderungen des DCGK und bereitete die Entsprechenserklärung vor. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bildeten die Risikolage und die Einrichtung des Risikomanagementsystems. Besonderes Augenmerk galt der Unternehmensplanung als auch der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung.
Der Personalausschuss hielt im Berichtsjahr fünf Sitzungen ab. Er befasste sich in seiner Sitzung am 16. April 2015 mit Fragen der Vorstandsvergütung und der Vergütungsregelungen. In der Sitzung am 27. Mai 2015 wurde die Berufung eines neuen Arbeitsdirektors thematisiert. In der dritten Sitzung am 17. September 2015 hat sich der Personalausschuss im Wesentlichen mit Personalangelegenheiten des Vorstands beschäftigt und dem Aufsichtsrat Beschlussempfehlungen zu den Themen Vertragsverlängerung, Gehaltsanpassung sowie Pensionsregelung unterbreitet. In den Sitzungen am 14. und 17. Dezember 2015 befasste sich der Personalausschuss mit Fragen zur Nachfolgeregelung für den Vorstand des Geschäftsbereichs CONTRACT und hat in seiner Funktion als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten vorgeschlagen.
Der Investitionsausschuss und der Vermittlungsausschuss sind im Berichtsjahr nicht zusammengetreten.
Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben im Anschluss an die jeweiligen Sitzungen an den Aufsichtsrat über die Tätigkeiten und deren Ergebnisse berichtet und Beschlussempfehlungen unterbreitet.
Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, haben nicht vorgelegen.
Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern, über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten bei den Mitgliedern Senator Günthner und Bürgermeisterin Linnert auf. Die Freie Hansestadt Bremen beabsichtigt, eine Dienstleistungskonzession für einen Betriebszeitraum von 30 Jahren zum Betrieb eines Schwerlastterminals für die Windenergiewirtschaft in Bremerhaven am Standort Blexer Bogen zu vergeben. Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat zwischenzeitlich einen entsprechenden Dienstleistungsvertrag geschlossen.
Frau Bürgermeisterin Linnert hat einen Interessenkonflikt zum einen durch ihre Stellung als Senatorin für Finanzen und zum anderen als Aufsichtsratsmitglied der BLG AG gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden angezeigt. Des Weiteren hat Frau Bürgermeisterin Linnert darüber informiert, dass sie in ihrem Ressort eine Organisationsverfügung erlassen hat. Durch diese hat Frau Bürgermeisterin Linnert ihre Entscheidungskompetenz in sämtlichen vom Interessenkonflikt berührten Bereichen auf den zuständigen Staatsrat übertragen. Herr Senator Günthner hat einen Interessenkonflikt zum einen durch seine Stellung als Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und Senator für Justiz und Verfassung und zum anderen als Aufsichtsratsmitglied der BLG AG gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden angezeigt. Des Weiteren hat Herr Senator Günthner darüber informiert, dass er in dem betreffenden Ressort eine Organisationsverfügung erlassen hat. Durch diese hat Herr Senator Günthner seine Entscheidungskompetenz in sämtlichen vom Interessenkonflikt berührten Bereichen auf den zuständigen Staatsrat übertragen.
Der Aufsichtsrat hat sich – vorbereitet durch den Prüfungsausschuss – mit der Anwendung des DCGK im Unternehmen beschäftigt. Wir diskutierten ausführlich die von der zuständigen Regierungskommission am 12. Juni 2015 veröffentlichte Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 und gaben zusammen mit dem Vorstand die 14. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des DCGK ab. Die gemeinsame Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der BLG LOGISTICS unter www.blg-logistics.com/ir dauerhaft zugänglich.
Jahres- und Gruppenabschlussprüfung
Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.
http://www.blg-logistics.com/ir
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der BLG AG sowie der Gruppenabschluss und –lagebericht der BLG LOGISTICS sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Jahresabschluss und Lagebericht, Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgerecht vorgelegen.
Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Gruppenabschluss, den Lagebericht und den Gruppenlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Gruppenabschlusses einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Gruppenabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung der BLG-Gruppe ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BLG AG.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihr nachhaltiges Bestreben, unser Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass die BLG LOGISTICS ihre vorgegebenen Ziele für das Geschäftsjahr 2016 erreichen wird und die Ertragskraft der Gruppe langfristig sichern kann.
Bremen, im April 2016
Für den Aufsichtsrat
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Vorsitzender
Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontrollund Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens.
Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– (BLG AG) ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).
Der Vorstand hat am 17. November 2015 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 17. Dezember 2015 die 14. Entsprechenserklärung zum DCGK in der Fassung vom 5. Mai 2015 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.blg-logistics.com/ir dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik der BLG AG. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des gruppeneinheitlichen Verhaltenskodex
Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und ein-
Code of Ethics
(Code of Ethics).
heitliches Verhalten dienen.
http://www.blg-logistics.com/ir im Bereich Corporate Governance unter Entsprechenserklärung
Die BLG AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der DCGK beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Gesellschaftsrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet und mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand der BLG AG nimmt die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG wahr und leitet daher eigenverantwortlich die beiden Unternehmen und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Der Vorstand ist im Interesse der BLG LOGISTICS sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Anhang auf Seite 160 aufgeführt.
Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Beschluss grundsätzlich mit Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften monatlich, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage einschließlich des Risikomanagements, der Compliance und stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab.
Für bestimmte, in der Satzung der BLG AG festgelegte Geschäfte muss der Vorstand vor deren Abschluss die Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen sowie die Emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten.
Der Vorstand der BLG AG bestand im Geschäftsjahr 2015 aus sechs Mitgliedern. In der personellen Zusammensetzung des Vorstands hat es folgende Verände-
rungen gegeben. In der Sitzung am 27. Mai 2015 wurde Herr Dieter Schumacher in den Vorstand berufen. Herr Schumacher ist zum 1. Januar 2016 Herrn Hartmut Mekelburg in seiner Funktion als Arbeitsdirektor gefolgt. Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus in seiner Sitzung am 17. September 2015 beschlossen, die Vorstandsverträge von Herrn Jens Bieniek (Finanzvorstand) und Herrn Michael Blach (Geschäftsbereich AUTOMOBILE) um fünf Jahre zu verlängern. Herr Andreas Wellbrock (Geschäftsbereich CONTRACT) hat sich entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern, und legte sein Mandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 nieder.
In der Sitzung am 17. Dezember 2015 hat der Aufsichtsrat Herrn Jens Wollesen zum gesamtvertretungsberechtigten Mitglied des Vorstands der BLG AG berufen. Herr Jens Wollesen übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli 2016 die Verantwortung für den Geschäftsbereich CONTRACT und tritt somit die Nachfolge von Herrn Andreas Wellbrock an.
Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 Aktiengesetz. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 Aktiengesetz sowie § 15 der Satzung maßgeblich.
Im Rahmen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Vorstand erstmals am 15. September 2015 Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass die BLG AG, neben dem Vorstand als Organ, keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt, wurde die Zielgröße von jeweils 0 Prozent für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2017 festgelegt.
Der Aufsichtsrat der BLG AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Der Aufsichtsrat wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden.
Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity) im Sinne von Ziffer 5.1.2 des DCGK. Der Aufsichtsrat hat am 17. September 2015 die Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand von 16,7Prozent festgelegt. Für den Aufsichtsrat selbst werden die gesetzlichen Bestimmungen der Geschlechterquote verfolgt. Der Aufsichtsrat, hat sich eine Zielgröße von 30 Prozent gegeben. Ferner beschließt der Aufsichtsrat die Frist zu deren Erreichung zum Stichtag 30. Juni 2017 festzulegen. Zum 31. Dezember 2015 war der Frauenanteil im Vorstand bei 0 Prozent und im Aufsichtsrat bei 12,5 Prozent.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählten Vertretern.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats entspricht bis auf folgende Änderung der zum 31. Dezember 2014: Mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 hat Herr Dieter Schumacher sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. An seine Stelle rückt Frau Birgit Holtmann, Leiterin Personal bei der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, nach. Der Aufsichtsrat hat sich vergewissert, dass Frau Birgit Holtmann den zu erwartenden Zeitaufwand als Aufsichtsratsmitglied aufbringen kann. Ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.
Neben dem gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Investitionsausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind im Anhang aufgeführt.
Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zweimal im Jahr. Zu seinen Aufgaben
http://www.blg-logistics.com/ir im Bereich IR-Kalender und Veranstaltungen unter Hauptversammlung
gehören die Prüfung des Rechnungslegungsprozesses, Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens sowie die Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses sowie Lageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BLG AG. Zu seinen Aufgaben gehört darüber hinaus die Prüfung des Gruppenabschlusses und -lageberichts der BLG LOGISTICS.
Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie des Gruppenabschlusses und -lageberichts der BLG LOGISTICS erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss ist auch für die Beziehungen der Gesellschaft zum Abschlussprüfer zuständig. Der Ausschuss bereitet die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer vor, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest.
Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählt des Weiteren die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung.
Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit dem Internen Kontrollsystem der Gruppe sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Prüfungsausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.
STÜCKAKTIEN 3,84 Mio.
Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen vor. Das Aufsichtsratsplenum beschließt über Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern. Der Personalausschuss entscheidet anstelle des Plenums über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands. Zudem berät er über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand.
Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.
Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Vermittlungsausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat einen Investitionsausschuss gebildet. Diesem gehören sechs Mitglieder an, die mit je drei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer des Aufsichtsrats besetzt sind. Den Vorsitz im Ausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Dieser Ausschuss tagt nach Bedarf. Der Investitionsausschuss befasst sich mit der vorbereitenden Entscheidung und Beschlussfassung besonders definierter, eilbedürftiger Investitionsvorhaben.
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.
Der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder insgesamt beträgt weniger als 1 Prozent der von der BLG AG ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft ihrer Zustimmung.
Jede Aktie gewährt eine Stimme. Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BLG AG nicht bekannt. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.
Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär an der Hauptversammlung teilzunehmen und sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.
Jeder im Aktienregister eingetragene Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.
Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital 10 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde), die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg –Girozentrale–, Bremen, und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen; Einzelheiten dazu finden sich im Anhang im Abschnitt Stimmrechtsmitteilungen auf Seite 151 f. Für weitere Angaben zur Aktionärsstruktur verweisen wir auf die Grundlagen der Gruppe auf Seite 36.
Die BLG AG hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeiter der Gruppe Aktien halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.
Wir verweisen hierzu auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 12.
Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.
Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft dies regelmäßig. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind die Aufgaben und die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Größe und die globale Ausrichtung des Unternehmens sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens.
In seiner Sitzung am 16. April 2015 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses dem angepassten Vergütungssystem für Vorstände der BLG AG einstimmig zugestimmt. Das Vergütungssystem wurde
an die Auswirkungen der veränderten Rechnungslegungsgrundsätze angepasst. Neue und bestehende Vorstandsverträge wurden unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 auf dieses System umgestellt. Das neue System wird gemäß § 120 Abs. 4 Aktiengesetz der nächsten Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystematik:
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Grundvergütung, einer dreijährigen EBT-Beteiligung und einem Nachhaltigkeitsbonus.
Die Grundvergütung wird als erfolgsunabhängige Vergütung monatlich anteilig gezahlt. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung eines Dienstwagens oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung vor. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratstätigkeiten bei Gruppengesellschaften Vergütungen.
Die dreijährige EBT-Beteiligung bemisst sich an einem individuellen Beteiligungssatz des jeweiligen Vorstandsmitglieds gemessen am durchschnittlichen EBT (Gruppenergebnis vor Ertragsteuern) des Geschäftsjahres und der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre. Der Vorstandsvorsitzende partizipiert mit einem Satz von 1,0875 Prozent am durchschnittlichen EBT, die übrigen Vorstandsmitglieder mit 0,725 Prozent. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, auf Empfehlung des Personalausschusses den Beteiligungssatz anzupassen.
In der Einführungsphase wird in 2015 lediglich das durchschnittliche EBT aus dem Jahr 2015 sowie in 2016 lediglich die EBT aus den Jahren 2015 und 2016 als Bemessungsbasis zugrunde gelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2017 ist dann ein dreijähriger Bemessungszeitraum zwingend vorgegeben.
Der Nachhaltigkeitsbonus wird auf Basis des laufenden Geschäftsjahres und der beiden kommenden Geschäftsjahre berechnet. Die Zieltantieme beträgt TEUR 100 für den Vorstandsvorsitzenden und TEUR 66,7 für die übrigen Vorstandsmitglieder. Die Bemessung erfolgt durch den Vergleich des geplanten durchschnittlichen EBT über die drei Jahre mit dem tatsächlich realisierten durchschnittlichen EBT (Zielerreichung). Dabei ist ein Schwellenwert von mindestens 90 Prozent der Zielerreichung zu verwirklichen. Der maximale Zielerreichungsgrad beträgt 110 Prozent. Zwischen 90 Prozent bis 100 Prozent der Zielerreichung werden anteilig zwischen 75 Prozent und 100 Prozent der Zieltantieme, zwischen 100 Prozent und bis 110 Prozent anteilig zwischen 100 Prozent und 150 Prozent der Zieltantieme gewährt. Die Auszahlung erfolgt jeweils im auf das letzte Planjahr folgenden Geschäftsjahr, sofern der Schwellenwert erreicht wird.
Vorstandsverträge, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 abgeschlossen worden sind, sehen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindungszahlung von zwei Jahresvergütungen vor. Sofern die Restlaufzeit des Vertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen; die Abfindung beträgt in diesem Fall jedoch mindestens eine Jahresvergütung. Die Höhe der Abfindung bestimmt sich grundsätzlich nach der Summe aus Festvergütung und variablen Vergütungsteilen ohne Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ende des Anstellungsvertrags. Generelle Entschädigungsvereinbarungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen nicht.
Die Tabellen (01) (02) (03) zeigen für jedes Vorstandsmitglied die für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung (gemäß Mustertabelle 1 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 (1. Spiegelstrich) DCGK).
Herr Wellbrock hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 sein Amt als Vorstand niedergelegt. In diesem Zusammenhang wurden Herrn Wellbrock Leistungszusagen auf Basis einer Aufhebungsvereinbarung in Höhe von TEUR 250 gewährt, die im Jahr 2016 ausgezahlt werden.
Die Tabellen (04) (05) (06) zeigen für jedes Vorstandsmitglied den Zufluss in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 aus Festvergütung, dreijähriger EBT-Beteiligung und Nachhaltigkeitsbonus mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren (gemäß Mustertabelle 2 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 (2. Spiegelstrich) DCGK).
| (01) Gewährte Zuwendungen TEUR |
Frank Dreeke Vorstandsvorsitzender Datum Eintritt: 01.01.2013 (Vorsitzender ab 01.06.2013) |
Jens Bieniek Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2015 (Min.) |
2015 (Max.) |
2014 | 2015 | 2015 (Min.) |
2015 (Max.) |
|
| Festvergütung | 605 | 605 | 605 | 605 | 330 | 330 | 330 | 330 |
| Nebenleistungen | 43 | 43 | 43 | 43 | 29 | 29 | 29 | 29 |
| Summe | 648 | 648 | 648 | 648 | 359 | 359 | 359 | 359 |
| EBT-Beteiligung | 373 | 323 | 0 | 450 | 249 | 216 | 0 | 300 |
| Nachhaltigkeitsbonus | 0 | 33 | 0 | 50 | 0 | 22 | 0 | 33 |
| Summe | 1.021 | 1.004 | 648 | 1.148 | 608 | 597 | 359 | 692 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 436 | 436 | 436 | 9 | 148 | 148 | 148 |
| Gesamtvergütung | 1.021 | 1.440 | 1.084 | 1.584 | 617 | 745 | 507 | 840 |
| (02) Gewährte Zuwendungen TEUR |
Michael Blach Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
Hartmut Mekelburg Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.2006 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2015 (Min.) |
2015 (Max.) |
2014 | 2015 | 2015 (Min.) |
2015 (Max.) |
|
| Festvergütung | 330 | 330 | 330 | 330 | 363 | 363 | 363 | 363 |
| Nebenleistungen | 24 | 24 | 24 | 24 | 23 | 23 | 23 | 23 |
| Summe | 354 | 354 | 354 | 354 | 386 | 386 | 386 | 386 |
| EBT-Beteiligung | 249 | 216 | 0 | 300 | 249 | 216 | 0 | 300 |
| Nachhaltigkeitsbonus | 0 | 22 | 0 | 33 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 603 | 592 | 354 | 687 | 635 | 602 | 386 | 686 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 189 | 189 | 189 | 12 | 20 | 20 | 20 |
| Gesamtvergütung | 603 | 781 | 543 | 876 | 647 | 622 | 406 | 706 |
| (03) Gewährte Zuwendungen TEUR |
Emanuel Schiffer¹ Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.1995 |
Andreas Wellbrock Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2015 (Min.) |
2015 (Max.) |
2014 | 2015 | 2015 (Min.) |
2015 (Max.) |
|
| Festvergütung | 550 | 550 | 550 | 550 | 330 | 330 | 330 | 330 |
| Nebenleistungen | 44 | 47 | 47 | 47 | 20 | 18 | 18 | 18 |
| Summe | 594 | 597 | 597 | 597 | 350 | 348 | 348 | 348 |
| EBT-Beteiligung | 340 | 320 | 0 | 320 | 249 | 216 | 0 | 300 |
| Nachhaltigkeitsbonus | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 934 | 917 | 597 | 917 | 599 | 564 | 348 | 648 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 7 | 13 | 13 | 13 |
| Gesamtvergütung | 934 | 917 | 597 | 917 | 606 | 577 | 361 | 661 |
¹ Die Erstattung der Beträge von Herrn Schiffer erfolgt zum Teil durch EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG.
| Frank Dreeke | Jens Bieniek Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
|||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | |
| 605 | 605 | 330 | 330 | |
| 43 | 43 | 29 | 29 | |
| 648 | 648 | 359 | 359 | |
| 373 | 225 | 249 | 102 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 1.021 | 873 | 608 | 461 | |
| 436 | 0 | 148 | 9 | |
| 1.457 | 873 | 756 | 470 | |
| Vorstandsvorsitzender Datum Eintritt: 01.01.2013 (Vorsitzender ab 01.06.2013) |
| (05) Zufluss TEUR |
Michael Blach Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
Hartmut Mekelburg Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.2006 |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | ||
| Festvergütung | 330 | 330 | 363 | 363 | |
| Nebenleistungen | 24 | 24 | 23 | 23 | |
| Summe | 354 | 354 | 386 | 386 | |
| EBT-Beteiligung | 249 | 102 | 249 | 175 | |
| Nachhaltigkeitsbonus | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe | 603 | 456 | 635 | 561 | |
| Versorgungsaufwand | 189 | 0 | 20 | 12 | |
| Gesamtvergütung | 792 | 456 | 655 | 573 |
| (06) Zufluss TEUR |
Emanuel Schiffer¹ Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.01.1995 |
Andreas Wellbrock Mitglied des Vorstands Datum Eintritt: 01.06.2013 |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | ||
| Festvergütung | 550 | 550 | 330 | 330 | |
| Nebenleistungen | 47 | 44 | 18 | 20 | |
| Summe | 597 | 594 | 348 | 350 | |
| EBT-Beteiligung | 340 | 282 | 249 | 102 | |
| Nachhaltigkeitsbonus | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe | 937 | 876 | 597 | 452 | |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 13 | 7 | |
| Gesamtvergütung | 937 | 876 | 610 | 459 | |
¹ Die Erstattung der Beträge von Herrn Schiffer erfolgt zum Teil durch EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG.
Den Mitgliedern des Vorstands wurden teilweise Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften der BLG-Gruppe bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen Dritte. Für Zwecke der Vergleichbarkeit werden diese Ansprüche hier ausgewiesen.
Die derzeit tätigen Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus der BLG-Gruppe Pensionsleistungen zu beziehen, jedoch nicht vor Erreichen des 63. Lebensjahres. Leistungsorientierte Versorgungszusagen aus der Zeit vor dem 1. Januar 1998 bestehen gegen Dritte. Der jährliche Pensionsanspruch aus leistungsorientierten Versorgungszusagen beträgt zwischen 40 und 60 Prozent vom ruhegeldfähigen Jahreseinkommen, das deutlich unterhalb des jeweiligen Jahresgrundgehalts (feste Vergütung eines Vorstands) liegt. In der derzeitigen Vorstandsbesetzung betrifft diese Regelung Herrn Schiffer.
In 2015 bestand für Herrn Mekelburg eine ähnlich bemessene leistungsorientierte Versorgungszusage der BLG-Gruppe. Für die Herren Dreeke, Bieniek und Blach wurden im Dezember 2015 neue Pensionszusagen
zugesichert. Die Versorgungszusagen sehen eine monatliche Alters- und Invalidenrente in Höhe von 10 Prozent des Grundgehalts vor. Weiterhin ist eine Hinterbliebenenrente in Höhe von 60 Prozent der vereinbarten Altersrente vorgesehen. Bei Inanspruchnahme der Altersrente vor dem 65. Lebensjahr ermäßigen sich die Renten für jeden vollen Monat des vorzeitigen Ausscheidens um 0,5 Prozentpunkte, maximal jedoch um 18 Prozent. Eine Wartezeit ist nicht vorgesehen. (07)
Darüber hinaus ist es Vorstandsmitgliedern möglich, leistungsorientierte Versorgungszusagen durch Entgeltumwandlungen zu erwerben.
Zum 31. Dezember 2015 sind Vorstandsmitgliedern, wie im Vorjahr, keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.
| (07) Versorgungszusagen¹ TEUR |
Barwert der Pensionsverpflichtung |
Marktwert der Rückdeckungsversicherung |
Zuführung insgesamt |
||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 2015 | |
| Frank Dreeke | 436 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon BLG | 436 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Jens Bieniek | 372 | 249 | 78 | 70 | 8 |
| davon BLG | 372 | 249 | 78 | 70 | 8 |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Michael Blach | 189 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon BLG | 189 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Hartmut Mekelburg | 1.985 | 1.939 | 745 | 648 | 97 |
| davon BLG | 1.138 | 1.168 | 745 | 648 | 97 |
| davon Dritte | 847 | 771 | 0 | 0 | 0 |
| Emanuel Schiffer | 4.736 | 4.508 | 0 | 0 | 0 |
| davon EUROGATE | 2.057 | 2.078 | 0 | 0 | 0 |
| davon Dritte | 2.679 | 2.430 | 0 | 0 | 0 |
| Andreas Wellbrock | 193 | 200 | 65 | 57 | 8 |
| davon BLG | 193 | 200 | 65 | 57 | 8 |
| davon Dritte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7.911 | 6.896 | 888 | 775 | 113 | |
1 Die Angaben beziehen sich auf die nach IAS 19 ermittelten Bar- und Marktwerte.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BLG AG geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält EUR 5.000,00 pro Jahr, der Vorsitzende das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte des Betrags. Mitglieder des Prüfungsausschusses und des Personalausschusses erhalten zusätzlich EUR 1.000,00 pro Jahr.
Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den Unternehmenserfolg bezogene variable Vergütung. Diese errechnet sich in Abhängigkeit vom Gruppenergebnis (EBT) wie folgt: Übersteigt das Gruppenergebnis den Betrag von EUR 20 Mio., erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 0,2 Prozent des Gruppenergebnisses. Von diesem Betrag erhält das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats 1/20. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 3/20, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, 2/20 dieses Betrags.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung; gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2015 wie folgt vergütet (08).
Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 257, die mit TEUR 98 auf fixe und mit TEUR 59 auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 47, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für gruppeninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 39 zur Gesamtsumme bei.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der nächsten Hauptversammlung ein angepasstes Vergütungssystem für den Aufsichtsrat vorschlagen, welches eine ausschließlich erfolgsunabhängige Vergütung vorsieht. Die BLG AG hält eine angemessene feste Vergütung für besser geeignet, der unabhängig vom Unternehmenserfolg zu erfüllenden Kontrollfunktion des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen.
Zum 31. Dezember 2015 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.
| TEUR | 2015 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fixe Bezüge |
Variable Bezüge² |
Ausschuss tätigkeit |
Sitzungs geld |
Sonstiges³ | Gesamt | |||
| Dr. Stephan-Andreas Kaulvers | 15 | 9 | 1 | 5 | 9 | 39 | ||
| Christine Behle | 10 | 6 | 1 | 5 | 0 | 22 | ||
| Karl-Heinz Dammann | 5 | 3 | 2 | 6 | 9 | 25 | ||
| Melf Grantz1 | 5 | 3 | 1 | 5 | 0 | 14 | ||
| Martin Günthner1 | 5 | 3 | 1 | 5 | 0 | 14 | ||
| Wolfgang Lemke | 5 | 3 | 2 | 6 | 0 | 16 | ||
| Karoline Linnert1 | 5 | 3 | 1 | 3 | 7 | 19 | ||
| Dr. Klaus Meier | 5 | 3 | 1 | 5 | 0 | 14 | ||
| Dr. Tim Nesemann | 5 | 3 | 1 | 3 | 0 | 12 | ||
| Dirk Reimers | 5 | 3 | 1 | 3 | 0 | 12 | ||
| Dieter Schumacher | 5 | 3 | 0 | 3 | 0 | 11 | ||
| Gerrit Schützenmeister | 5 | 3 | 0 | 3 | 0 | 11 | ||
| Dieter Strerath | 5 | 3 | 1 | 4 | 0 | 13 | ||
| Reiner Thau | 5 | 3 | 0 | 3 | 10 | 21 | ||
| Dr. h. c. Klaus Wedemeier | 5 | 3 | 0 | 2 | 0 | 10 | ||
| Dr. Patrick Wendisch | 10 | 6 | 1 | 3 | 0 | 20 | ||
| 100 | 60 | 14 | 64 | 35 | 273 |
² Die Darstellung der erfolgsabhängigen Bezüge basiert auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.
³ Gruppeninterne Aufsichtsratsmandate.
Die Aktienmärkte waren im Geschäftsjahr 2015 von hoher Kursvolatilität gekennzeichnet. Nach einem verhaltenen Start am Kapitalmarkt führten Maßnahmen der europäischen Notenbanken, positive Weltkonjunkturerwartungen und in Aussicht gestellte Zinserhöhungen der US-amerikanischen Notenbanken zu Kursanstiegen an den wichtigsten Indizes. Infolgedessen stieg der Deutsche Aktienindex (DAX) im April 2015 auf ein Jahreshoch von 12.375 Punkten. Verunsicherung der Marktteilnehmer über die Lösung der griechischen Schuldenkrise, die Angst vor einem Konjunktureinbruch in China sowie die Folgen der VW-Abgasaffäre ließen die Aktienindizes in den Folgemonaten deutlich nachgeben.
Weltweite konjunkturstützende Maßnahmen, der niedrige Ölpreis und trotz der Leitzinserhöhung in den USA hellte sich die Stimmung an den Aktienmärkten zum Jahresende wieder etwas auf. So legte der DAX im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 zu und schloss am letzten Handelstag bei 10.743 Punkten und einem Kursplus von insgesamt 8,9 Prozent.
Die BLG-Aktie entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2015 sehr positiv. Der erste Handelstag des Geschäftsjahres wurde mit einem Kurs von EUR 12,29 eröffnet. Dieser markierte gleichzeitig den Jahrestiefststand. Fortan war eine Auf- und Abwärtsbewegung des Aktienkurses zu verzeichnen. Nach Bekanntgabe der guten Unternehmensergebnisse des Geschäftsjahres 2014 verzeichnete die BLG-Aktie am 6. Mai 2015 den Höchststand von EUR 17,39. Danach verlor sie vor dem Hintergrund der Volatilität der Aktienmärkte etwas an Boden. Trotz des schwierigen Marktumfeldes erholte sich der Aktienkurs bis zum Geschäftsjahresende wieder und schloss am letzten Handelstag, den 30. Dezember 2015, mit einem Preis von EUR 15,08 und konnte so im Berichtsjahr einen Wertzuwachs von über 22 Prozent verzeichnen.
¹ Angabe aller Börsenkurse als Durchschnitt an den notierten Börsen.
| 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 0,44 | 0,44 | 0,59 | 0,69 | 0,58 |
| EUR | 0,40 | 0,40 | 0,40 | 0,40 | 0,40 |
| % | 15 | 15 | 15 | 15 | 15 |
| % | 2,7 | 3,1 | 4,2 | 4,5 | 5,0 |
| EUR | 15,08 | 12,78 | 9,48 | 8,93 | 8,06 |
| EUR | 17,39 | 13,18 | 9,70 | 9,25 | 9,83 |
| EUR | 12,29 | 9,32 | 8,33 | 7,89 | 7,52 |
| EUR Mio. | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,5 |
| % | 90,2 | 91,9 | 68,3 | 57,6 | 69,3 |
| 34,3 | 29,1 | 16,1 | 12,9 | 13,9 | |
| EUR Mio. | 57,9 | 49,1 | 36,4 | 34,3 | 31,0 |
¹ Angabe aller Börsenkurse als Durchschnitt an den notierten Börsen.
Wir verfolgen das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Auch künftig möchten wir an dieser Strategie festhalten und unsere Anteilseigner in angemessener Höhe am Unternehmenserfolg beteiligen.
Im Rahmen ihres Leitungsermessens haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der BLG AG von dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.702.115,71 einen Teilbetrag von EUR 166.115,71 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit weist der Jahresabschluss der BLG AG für das Geschäftsjahr 2015 einen Bilanzgewinn von EUR 1.536.000,00 (Vorjahr: EUR 1.536.000,00) aus. Dieser ist nach deutschem Recht die Grundlage für die Dividendenausschüttung.
Ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Dividendenpolitik schlägt der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 24. Mai 2016 vor,
eine Dividende von EUR 0,40 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,40 je Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück (Namensaktien) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 90,2 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 15,08 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividendenrendite von 2,7 Prozent.
Das Grundkapital der BLG AG beträgt EUR 9.984.000,00 und ist in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist mit 50,4 Prozent Hauptaktionär unseres Unternehmens. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg –Girozentrale– und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen. Der Streubesitz beträgt 24,4 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 936.000 Stück entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa 5 Prozent; die übrigen 19 Prozent werden von Privatanlegern gehalten.
50,4% FREIE HANSESTADT BREMEN (STADTGEMEINDE)
24,4% STREUBESITZ
12,6% BREMER LANDESBANK KREDITANSTALT OLDENBURG – GIROZENTRALE –
12,6% FINANZHOLDING DER SPARKASSE IN BREMEN
Im Mittelpunkt unserer Investor-Relations-Arbeit stand im Geschäftsjahr 2015 weiterhin das Ziel, umfassende Informationen über die Unternehmensentwicklung sowie unsere Investor-Relations-Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Hierfür haben wir uns ganz besonders auf den Dialog mit institutionellen Investoren, Analysten und privaten Anteilseignern ausgerichtet. Wir bieten aber auch jedem anderen Interessierten Informationen über unser Unternehmen und möchten gleichzeitig allen ein Höchstmaß an Transparenz gewähren.
Auf unserer Webseite www.blg-logistics.com/ir sind unser IR-Kalender, die Finanzberichte sowie alle Informationen rund um unsere Aktie einzusehen.
| TEUR | 01.01. – 31.12.2015 | 01.01. – 31.12.2014 |
|---|---|---|
| 1. Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | 2.394 | 2.219 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 4.506 | 4.104 |
| 6.900 | 6.323 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -3.844 | -3.591 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung |
-39 | -39 |
| -3.883 | -3.630 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.576 | -1.273 |
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 585 | 587 |
| 6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.026 | 2.007 |
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -324 | -334 |
| 8. Jahresüberschuss | 1.702 | 1.673 |
| 9. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -166 | -137 |
| 10. Bilanzgewinn | 1.536 | 1.536 |
| TEUR Aktiva |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| A. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
21.965 | 20.891 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände |
18 | 3 |
| 21.983 | 20.894 | |
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 29 | 27 |
| 22.012 | 20.921 | |
| TEUR Passiva |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.984 | 9.984 |
| II. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 999 | 999 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 6.733 | 6.567 |
| III. Bilanzgewinn | 1.536 | 1.536 |
| 19.252 | 19.086 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 0 | 229 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 2.021 | 585 |
| 2.021 | 814 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
111 | 20 |
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten |
628 | 1.001 |
| 739 | 1.021 | |
| 22.012 | 20.921 | |
Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.
Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 5.227) um kurzfristige Darlehen. Auf Forderungen aus Cash Management entfallen TEUR 13.012 (Vorjahr: TEUR 12.805). Weitere TEUR 3.727 (Vorjahr: TEUR 2.859) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.
Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.
In die anderen Gewinnrücklagen wurden aus dem Jahresüberschuss 2015 TEUR 166 eingestellt (Vorjahr: TEUR 137).
Im Berichtsjahr wird erstmalig unter den sonstigen Rückstellungen die variable Vergütung des Vorstands in Höhe von TEUR 1.263 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Im Vorjahr wurde diese Vergütung unmittelbar von der BLG KG geleistet.
Weitere Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 593 (Vorjahr: TEUR 397) für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Gruppenabschlusses sowie der Prüfung des Jahresabschlusses und weiterer Beratungskosten gebildet.
Für fixe und variable Aufsichtsratsvergütungen wurden TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 188) zurückgestellt.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 974) Steuern.
Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der für die Folgejahre erwarteten positiven Ergebnisse der BLG KG nicht erkennbar.
Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes, welcher der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nummer 11 Handelsgesetzbuch über ihre Tochtergesellschaft BLG KG zuzurechnen ist, ist Bestandteil des testierten Jahresabschlusses, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Eine komprimierte Aufstellung der in den Gruppenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen ist im Abschnitt "Weitere Informationen" auf Seite 165 f. enthalten.
Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung (TEUR 954, Vorjahr: TEUR 947) und die Arbeitsvergütung (TEUR 1.440, Vorjahr: TEUR 1.272) für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG KG.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Wesentlichen die durchgeleitete Vergütung für den Vorstand von TEUR 3.978 (Vorjahr: TEUR 3.723) enthalten. Der gegenläufige Aufwand wird im Personalaufwand abgebildet. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 55) enthalten, die die Auflösung von Rückstellungen betreffen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Administrationskosten von TEUR 673 (Vorjahr: TEUR 667) enthalten. Des Weiteren betrifft der Ausweis mit TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 10) periodenfremde Aufwendungen.
Unter beiden Posten werden durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 234) ausgewiesen.
Der Personalaufwand betrifft die Vergütung des Vorstands. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen".
Von den Zinserträgen betreffen TEUR 585 (Vorjahr: TEUR 587) verbundene Unternehmen.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31. Dezember 2015 nicht vor.
Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2015 beträgt TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 149). Davon betreffen TEUR 105 die Abschlussprüfung und TEUR 58 sonstige Leistungen.
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– (BLG AG) mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent und hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns eine Dividende erhalten.
Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen keine Transaktionen vorgenommen.
Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Sie werden an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG siehe Seite 158 ff. Die Angaben zur individualisierten Vergütung entsprechend § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme sind im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und des Gruppenlageberichts ist, auf
Seite 15 ff. zusammengefasst. Die Aufwendungen für die Vergütungen des Vorstands werden vollständig von der BLG KG getragen.
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BLG AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.
Der Aktienbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder beträgt ca. 0,07 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.
Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die dem Unternehmen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a Wertpapierhandelsgesetz mitgeteilt worden sind.
Eine Mitteilungspflicht nach Wertpapierhandelsgesetz besteht, wenn durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschritten oder unterschritten werden; die Mitteilung ist sowohl an die Gesellschaft als auch an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu richten. Der niedrigste Schwellenwert für die Mitteilungspflicht beträgt 3 Prozent der Stimmrechte.
Der nachfolgenden Tabelle können alle Mitteilungen von Anteilseignern entnommen werden, die uns nach § 41 Abs. 2 Wertpapierhandelsgesetz die Höhe ihres Stimmrechtsanteils mitgeteilt haben (01).
Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2016 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vor: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 für jede auf den Namen lautende Stückaktie (das entspricht rund 15 Prozent je Stückaktie) für das Geschäftsjahr 2015, entsprechend dem Bilanzgewinn von EUR 1.536.000,00.
Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der BLG KG als gemeinsames Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2015 einen freiwilligen Gruppenabschluss nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315a Absatz 1 Handelsgesetzbuch ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Gruppenabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.
Der Vorstand hat am 17. November 2015 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 17. Dezember 2015 die 14. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.
| Stimmrechte in % | |||
|---|---|---|---|
| Aktionär | Mitteilung nach § 41 Absatz 2 S. 1 WpHG zum |
direkt | indirekt |
| 1. Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen |
02.04.2002 | 12,61 | |
| 2. Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover |
02.04.2002 | über 1. | |
| 3. Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen |
08.04.2002 | 12,61 | |
| 4. Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) |
09.04.2002 | 50,42 | |
| 5. Waldemar Koch Stiftung, Bremen |
19.10.2015 | 3,99 | |
Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen (BLG AG), ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen (BLG KG). In dieser Funktion hat die Gesellschaft die Geschäftsführung der BLG KG übernommen.
Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG jeweils eine Vergütung. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.
Für die übernommene Haftung erhält die BLG AG von der BLG KG eine Vergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. des Handelsgesetzbuchs. Diese Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG KG zu zahlen. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BLG AG eine Vergütung in Höhe von fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG KG vor Abzug dieser Vergütung. Die Vergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500.
Zusätzlich werden der BLG AG alle unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet. Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde vom Vorstand der BLG AG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 Absatz 3 Satz 3 Aktiengesetz lautet:
"Die BLG AG erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne des § 312 Aktiengesetz. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."
Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven.
Entsprechend ihrer Funktion hat die BLG AG sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG KG, in das die Gesellschaft einbezogen ist. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt unverändert zu marktüblichen Konditionen. Die Geldanlage ist risikoarm.
Für die Übernahme der Komplementärfunktion in der BLG KG sowie der Leitungsfunktion der BLG-Gruppe hat die BLG AG für 2015 eine Haftungsvergütung (TEUR 954) und eine Geschäftsführungsvergütung (TEUR 1.440) erhalten. Zusätzlich wurden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG KG entstehende Aufwendungen von dieser erstattet.
Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Jahresüberschuss der BLG AG durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert. Im Geschäftsjahr 2015 waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss stieg im Geschäftsjahr 2015 leicht um TEUR 30 gegenüber dem Vorjahr. Hierbei stehen der Erhöhung der Geschäftsführungsvergütung (2015: EUR 1,4 Mio., 2014: EUR 1,3 Mio.) Aufwendungen für erforderliche Beratungsleistungen gegenüber.
Für detaillierte Informationen zur Aktie der BLG AG verweisen wir zur Vermeidung von Dopplungen auf die entsprechenden Angaben im Geschäftsbericht auf den Seiten 21 ff.
Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 Handelsgesetzbuch sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu 12 ff.
Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 14 f. dargestellt.
Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289 Absatz 3 Nummer 5 Handelsgesetzbuch ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 15 ff. enthalten.
Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.
Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BLG AG Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.
Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BLG AG. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.
Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche der Gruppe bietet nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BLG AG.
Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 5 Handelsgesetzbuch wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Dopplungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben nach § 315 Absatz 2 Nr. 5 Handelsgesetzbuch im Gruppenlagebericht auf den Seiten 54 ff.
Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG KG. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG KG, von der die Höhe der Geschäftsführungsvergütung der Gesellschaft abhängt. Ein Ausfallrisiko resultiert aus den Forderungen aus Darlehen und Cash Management gegen die BLG KG. Das Risiko eines Ausfalls ist nicht erkennbar.
Wie im Vorjahr prognostiziert, wurde in 2015 ein leicht steigender Jahresüberschuss (+TEUR 30) erzielt. Für das Jahr 2016 gehen wir auf Basis fundierter Planungen erneut von einem leicht steigenden Jahresüberschuss aus. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2016 ist vor diesem Hintergrund mindestens die Fortsetzung der nachhaltigen Dividendenpolitik, mit einer Dividende von EUR 0,40 je Aktie.
Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG AG, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bremen, 22. März 2016
DER VORSTAND
Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach
Emanuel Schiffer Dieter Schumacher
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, 24. März 2016
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ludwig Hantke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– (BLG AG) hat als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG (BLG KG) die Geschäftsführung für die BLG LOGISTICS übernommen. Diese beiden Unternehmen, die rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind, stellen daher als einheitliche Spitze den Gruppenabschluss auf.
Die BLG AG ist am Gesellschaftskapital der BLG KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG KG werden von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Die Geschäfte der BLG KG werden durch den Vorstand der BLG AG als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in
eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.
Die BLG KG konzentriert sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung der BLG-Gruppe mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER.
Die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sind wiederum in elf Geschäftsfelder untergliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder, einschließlich der Ergebnisverantwortung, obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, für den Geschäftsbereich CONTAINER. Zentral- und Stabsbereiche der Holding erbringen gruppenweit Service- und Beratungsleistungen.
Die BLG-Gruppe tritt nach außen unter der Marke BLG LOGISTICS auf. Die BLG LOGISTICS ist ein internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister mit über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.
Die Berichterstattung der BLG-Gruppe gliedert sich in drei Geschäftsbereiche auf, die strategisch und wirtschaftlich miteinander verknüpft sind.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE befasst sich mit der Logistik von Fertigfahrzeugen. Dies betrifft im Wesentlichen den Umschlag, technische Dienstleistungen und die weltweite Distribution von den Herstellern bis zu den Händlern in den Bestimmungsländern. Mit einem Volumen von 7,3 Mio. Fahrzeugen hat dieser Geschäftsbereich 2015 seine Position als einer der führenden Automobillogistiker Europas bestätigt.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE betreibt neben den Seehafenterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro (Italien), Cuxhaven, Hamburg, Danzig (Polen) und St. Petersburg (Russland) auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Sieben Binnenschiffe, eine Flotte von rund 500 Lkw und 1.275 Eisenbahnwaggons sind im intermodalen Zusammenspiel für den Autotransport im Einsatz. Darüber hinaus sind wir mit unseren logistischen Dienstleistungen in Polen, Russland, Slowenien sowie in der Ukraine präsent.
Der Geschäftsbereich CONTRACT realisiert umfassende individuelle Logistiklösungen für Kunden aus Industrie und Handel. Die Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik sowie Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik, die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen sowie die Logistik für die Offshore-Windenergie in Bremerhaven.
Im Geschäftsjahr 2015 haben wir durch den Erwerb von 51 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH den Grundstein für den Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik gelegt. Durch die Bündelung von Kompetenzen können den Kunden nun Lösungen aus einer Hand angeboten werden. Das betrifft unter anderem das Handling liegender und hängender Ware, den Bereich E-Commerce, das Cross-Channel-Retailing, die Bereiche Aufbereitung, Value Added Services sowie Retouren.
In der Kontraktlogistik ist die BLG LOGISTICS in Logistikzentren und Spezialanlagen an über 40 Standorten in Europa sowie in Übersee für starke Marken wie Adler Mode, BMW, Bosch, Daimler, Deutsche Bahn, engelbert strauss, Golf House, Gerry Weber, Griesson – de Beukelaer, Hansgrohe, IKEA, Konica Minolta, Siemens oder Tchibo tätig.
Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Joint Venture EUROGATE, führender Terminalbetreiber Europas, entwickelt. Die Position basiert auf dem kontinentalen Terminalkonzept und der Ergänzung mit Dienstleistungen rund um den Containerverkehr. Zum Netzwerk gehören Transporte per Schiene, Straße und Wasser sowie Logistikleistungen für containerisierte Güter.
Das Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven sowie La Spezia, Gioia Tauro, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien), Lissabon (Portugal), São Paulo (Brasilien) sowie Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland).
Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE hat die BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien, ihre Anteile an der bisher nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaft BLG AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A., Gioia Tauro, Italien, (vormals ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien) zum 23. Oktober 2015 von 50 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. Die Gesellschaft wird daher seit dem 23. Oktober 2015 nach der Vollkonsolidierungsmethode erfasst.
Im November 2015 wurde durch die BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven, die BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen, gegründet. Die Gesellschaft wird durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.
Des Weiteren schied im Rahmen einer gruppeninternen Umstrukturierung die BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen, durch Verschmelzung auf die BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen, aus dem inländischen Konsolidierungskreis aus.
Infolge des Eintritts in die Liquidation im Juli 2015 wurde die AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o. i. L., Nošovice, Tschechische Republik, zum Ende des Berichtsjahres entkonsolidiert.
Die BLG Logistics Consulting (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China, wurde im Berichtsjahr in BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China, umfirmiert.
Im Geschäftsbereich CONTRACT hat die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen, 51 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, (vormals MOTEX Mode-Textil-Service Logistik und Management GmbH, Hörsel) erworben. Die erworbenen Geschäftsanteile beinhalten die Beteiligung an der im Jahr 2015 gegründeten BLG Sports & Fashion Logistikzentrum Erfurt GmbH, Erfurt (vormals MOTEX Logistikzentrum Erfurt GmbH, Erfurt). Beide Gesellschaften werden seit dem 1. September 2015 durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurde der von der BLG Cargo GmbH, Bremen, gehaltene Anteil an der ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen, von 33,33 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Die Gesellschaft wechselte damit aus dem Kreis der assoziierten Unternehmen in den Kreis der Gemeinschaftsunternehmen. Die Einbeziehung erfolgt unverändert nach der Equity-Methode.
Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315 Handelsgesetzbuch sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Sie werden gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch auf den Seiten 12 ff. dieses Geschäftsberichts ausgewiesen.
Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 14 f. dargestellt.
Der Vergütungsbericht nach § 315 Absatz 2 Nummer 2 Handelsgesetzbuch ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 15 ff. enthalten.
Das Geschäftsmodell der BLG LOGISTICS erfordert keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. Dennoch haben technische Innovationen und vor allem Prozessinnovationen für uns einen hohen Stellenwert. Mit diesen unterstützen wir unsere Kunden darin, noch erfolgreicher zu sein. Gemeinsam mit einem Großkunden konnten wir 2015 für das innovative Projekt "Treffpunkt Stargate – Logistik an der Schnittstelle von Mensch und Roboter" den Deutschen Logistik-Preis gewinnen. Das entwickelte robotergestützte Lagerkonzept, bei dem die Regale mit der Ware durch Transportfahrzeuge zu den Mitarbeitern gesteuert werden, ist eine mobile, skalierbare und effiziente Lager- und Kommissionierlösung an unserem Logistikstandort Frankfurt.
Die BLG-Gruppe muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten. Neben den öffentlich-rechtlichen Regelungen sind für uns insbesondere das Kapitalmarktrecht, das Arbeitsrecht einschließlich Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrecht, das Transport- und Zollrecht sowie das Wettbewerbsrecht relevant. Zu den für die BLG-Gruppe wesentlichen wirtschaftlichen Einflussfaktoren zählen insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland, da ein Großteil der Belegschaft in Deutschland tätig ist und der Aufwand für Personal für eigenes sowie Fremdpersonal die wesentliche Kostenposition darstellt. Da unser Geschäftsmodell in allen Geschäftsbereichen zudem kapitalintensiv ist, kommt den Kapitalkosten ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.
Die BLG-Gruppe wird seit das Geschäftsjahr 2014 durch die Kennzahlen operatives Ergebnis (EBIT), EBIT-Marge, das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT), den Return on Capital Employed (ROCE) sowie den Free Cashflow (FCF) gesteuert.
Das globale Finanzsystem präsentierte sich im Geschäftsjahr 2015 in einer robusten Verfassung. Nachdem im ersten Halbjahr 2015 hauptsächlich die griechische Schuldenkrise und die Zinspolitik der Zentralbanken im Mittelpunkt des Geschehens standen, rückte ab dem Sommer die verlangsamte Wirtschaftsentwicklung der Schwellenländer sowie die Wachstumsabschwächung Chinas ins Zentrum.
Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten, die verhaltene Konjunkturentwicklung in China, die Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland sowie die innenpolitischen Probleme in Brasilien wirkten sich negativ auf die weltwirtschaftliche Entwicklung aus. Zudem leiden viele von Rohstoffexporten abhängige Schwellenländer unter den seit Mitte vergangenen Jahres stark gefallenen Preisen für Erdöl und wichtige Industrierohstoffe. Die Expansion in den Schwellenländern wird zudem durch strukturelle Probleme gedämpft.
Hingegen wurde die Konjunktur in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften von den günstigen Rohstoffpreisen gestützt. Die USA und Großbritannien befinden sich weiter im Aufschwung und die Erholung im Euroraum setzte sich in moderatem Tempo fort. Aufgrund des Einflusses der wichtigen Industrienationen für die Wirtschaft wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) weltweit um 3,1 Prozent.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im abgelaufenen Jahr robust entwickelt und ihren Expansionskurs fortgesetzt. Die hohe Beschäftigung und die geldpolitische Lockerung der Europäischen Zentralbank haben die Nachfrage aus dem Inland angeschoben. Vor allem die gute Kauflaune der Verbraucher sorgte dafür, dass das BIP in 2015 um 1,7 Prozent stieg. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 1,9 Prozent und damit so stark wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Die staatlichen Konsumausgaben wuchsen um 2,8 Prozent.
Die Investitionen in Ausrüstungen legten um 3,6 Prozent zu. Trotz schwächelnder Absatzmärkte in den Schwellenländern stiegen die Exporte deutscher Unternehmen um 5,4 Prozent. Damit wächst die deutsche Wirtschaft in 2015 kräftiger als der Durchschnitt der Eurozone.
Eine zentrale Rolle für die binnenwirtschaftliche Dynamik spielt die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt. Angesichts der laufenden Entwicklungen der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und einer moderaten Preisniveauentwicklung spielen neben dem Exportsektor die privaten Konsumausgaben eine tragende Rolle. Das Geschäftsklima hat sich auf einem guten Niveau stabilisiert und die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten sind zunehmend ausgelastet.
Die Logistikbranche erbringt als wichtige Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten produktionsnahe Dienstleistungen. Neben dem klassischen Speditionsgeschäft zählt die Erbringung logistischer Leistungen im Zusammenhang mit der Zulieferung, Produktion und Distribution von Gütern zu ihren Leistungsschwerpunkten.
Die Branche profitiert dabei von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch das wachsende E-Commerce-Geschäft sowie die Retourenbearbeitung im Business-to-Customer-Geschäft zusätzlich unterstützt wird. Insoweit ist auch die Logistikbranche, entsprechend dem Geschäftsmodell der BLG-Gruppe, konjunkturabhängig. Herausforderungen der Logistikbranche bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und dem damit einhergehenden Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte. Weitere liegen in den notwendigen Infrastrukturinvestitionen, neuen Informationstechnologien, der Dynamik der Weltwirtschaft, dem Eindringen in neue Geschäftsfelder, der Dienstleistungserweiterung sowie den Anforderungen an eine grüne und nachhaltige Logistik.
Zusätzlich werden von den Logistikunternehmen im Rahmen von Outsourcingaktivitäten eine hohe Investiti-
onsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlags-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen. Da Verträge mit Kunden häufig nur Laufzeiten von wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlagsgeräte häufig gemietet oder geleast. Hierbei werden langfristige Kapitalbindungen vermieden und die Flexibilität des Logistikdienstleisters stark erhöht. Aufgrund steigender Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von durchgängigen Informations- und Kommunikationstechniken entlang der Prozessketten, besonders durch den stark wachsenden Onlinehandel, deutlich ausgeweitet.
In 2015 ist die Logistikbranche um ca. 3 Prozent zum Vorjahr gewachsen. Wesentliche Belastungen ergeben sich hier durch die europäische Staatsschuldenkrise, die Wachstumsabschwächung Chinas sowie der Schwellenländer, die Folgen der geopolitischen Unruhen sowie sich schleppend entwickelnde Infrastrukturvorhaben im Euroraum.
Die Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung sind gestützt durch eine verbesserte Kapazitätsauslastung und eine unveränderte Nachfrage im In- und Ausland. Hinsichtlich der Kostenentwicklung konnten die Belastungen nicht gesenkt werden. Der SCI Logistikbarometer Dezember 2015 berichtet über eine starke Kapazitätsauslastung in den letzten Monaten des Berichtsjahres und geht von einer optimistischen Geschäftsstimmung für das erste Quartal 2016 aus.
Der Umsatz der Logistikbranche in Deutschland erhöhte sich im Jahr 2015 um weitere EUR 5 Mrd. auf EUR 240 Mrd. und übertraf damit das Rekordjahr 2014 noch einmal. Für das laufende Jahr gehen die Experten von einem weiteren stabilen Wachstum aus. Damit ist der deutsche Logistikmarkt mit Abstand der größte Teilmarkt in Europa.
Neben der wirtschaftlichen Stärke und der hohen Bevölkerungszahl ist die Bedeutung des deutschen Marktes unter anderem darauf zurückzuführen, dass ein großer Anteil der Wirtschaftsleistung auf Industrie und Handel entfällt. Weitere Ursachen sind der traditionell hohe Exportanteil, die zentrale Lage in Europa und die daraus abgeleitete Drehscheibenfunktion. Auch die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und die signifikante logistische Kompetenz tragen zur Attraktivität des Logistikstandorts Deutschland bei.
Im Geschäftsjahr 2015 entwickelte sich die Weltwirtschaft verhalten. Gründe hierfür liegen in der abgeschwächten konjunkturellen Entwicklung in China, der verlangsamten Wachstumsdynamik der Schwellenländer sowie den anhaltenden geopolitischen Unruhen.
Wir beurteilen den Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung der schwierigen politischen sowie unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in vielen Regionen der Welt insgesamt als zufriedenstellend. Die BLG-Gruppe setzte im Geschäftsjahr ihren Wachstumskurs erfolgreich fort. Der Umsatz in den Geschäftsbereichen konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden und lag im prognostizierten Zielkorridor.
Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsbereich CONTAINER und AUTOMOBILE ist positiv verlaufen. Leicht gegenläufig war das Ergebnis im Geschäftsbereich CONTRACT. Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Ergebnisse konnten durch Zuwächse in den Bereichen AUTOMOBILE und CONTAINER kompensiert werden. Das Ergebnis der BLG-Gruppe liegt 2015 nur leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der Wachstumskurs ist unter Beachtung effizienter Prozessgestaltung und durch die Nutzung von Einsparpotenzialen fortgeführt worden. Dabei verfolgten wir weiterhin eine nachhaltige Ausgaben- und Investitionspolitik sowie eine stetige Optimierung unserer Prozesse. Wir schätzen die wirtschaftliche Lage der BLG-Gruppe unverändert als stabil, aber steigerungsfähig ein. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Gruppenabschlusses 2015 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Gruppenlageberichts 2015. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2016 entspricht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Gruppenlageberichts unseren Erwartungen.
Im Geschäftsjahr 2015 entwickelte sich die Weltwirtschaft verhalten. Gründe hierfür liegen in der abgeschwächten konjunkturellen Entwicklung in China, der verlangsamten Wachstumsdynamik der Schwellenländer sowie den anhaltenden geopolitischen Unruhen.
Der Anstieg der Umsatzerlöse um EUR 13,2 Mio. im Geschäftsbereich AUTOMOBILE resultiert aus den weiterhin hohen Pkw-Umschlagsvolumen und einem leicht gestiegenen Umschlagsvolumen im High&Heavy-Bereich. Der Anstieg der Umsatzerlöse um EUR 41,9 Mio. auf EUR 478,8 Mio. im Geschäftsbereich CONTRACT ist durch den Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik sowie Geschäftsausweitungen mit Bestandskunden bedingt. Die Steigerung der Umsätze im Geschäftsbereich CONTAINER um EUR 12,7 Mio. auf EUR 295,7 Mio. ist auf die europaweit hohen Containerumschlagsmengen zurückzuführen. (01) (02) (03)
Übereinstimmend mit der Entwicklung der Umsatzerlöse ist auch der Materialaufwand um EUR 20,8 Mio. auf EUR 461,8 Mio. angestiegen. Ausschlaggebend hierfür war der Ausbau der Geschäftstätigkeiten im Geschäftsbereich CONTRACT.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr auf EUR 316,6 Mio. (Vorjahr: EUR 277,9 Mio.). Ursächlich für den Anstieg ist der Personalaufbau innerhalb der Gruppe um 742 auf 7.167 Mitarbeiter. Auch im Geschäftsjahr 2015 haben wir zur Deckung des Personalbedarfs auf den Einsatz von Fremdpersonal zurückgegriffen. Der Aufwand für Fremdpersonal hat sich durch die Festanstellung von Leiharbeitnehmern hingegen nur leicht von EUR 158,2 Mio. auf EUR 159,6 Mio. erhöht.
Die planmäßigen Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2015, bedingt durch höhere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, leicht um EUR 0,7 Mio. auf EUR 32,8 Mio. gestiegen.
| (01) Umsatzerlöse nach Segmenten (in EUR Mio.) |
2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|---|
| AUTOMOBILE | 461,6 | 448,4 | 13,2 | 2,9 |
| CONTRACT | 478,8 | 436,9 | 41,9 | 9,6 |
| CONTAINER | 295,7 | 283,0 | 12,7 | 4,5 |
| Überleitung | -297,5 | -285,5 | -12,0 | -4,2 |
| Gruppe gesamt | 938,6 | 882,8 | 55,8 | 6,3 |
| (02) Kennzahlen zur Ertragslage | 2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 938,6 | 882,8 | 55,8 | 6,3 |
| Umsatzrendite | % | 3,8 | 4,2 | -0,4 | -9,5 |
| EBIT | EUR Mio. | 35,3 | 37,4 | -2,1 | -5,6 |
| EBT | EUR Mio. | 29,7 | 30,1 | -0,4 | -1,3 |
| Gruppenperioden ergebnis |
EUR Mio. | 27,0 | 22,5 | 4,5 | 20,0 |
| 2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|
| 18,5 | 15,3 | 3,2 | 20,9 |
| 1,7 | 7,2 | -5,5 | -76,4 |
| 43,4 | 38,4 | 5,0 | 13,0 |
| -28,3 | -23,5 | -4,8 | -20,4 |
| 35,3 | 37,4 | -2,1 | -5,6 |
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge hat sich um EUR 1,2 Mio. auf EUR 123,6 Mio. positiv entwickelt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 6,6 Mio. wurde nur teilweise durch den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit EUR 5,4 Mio. kompensiert. Weitere Erläuterungen können dem Gruppenanhang unter Erläuterung Nr. 8 und 12 auf Seite 103 f. entnommen werden.
Das operative Ergebnis (EBIT) der BLG-Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr um EUR -2,1 Mio. auf EUR 35,3 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert mit EUR 5,5 Mio. überwiegend aus der Verminderung des EBIT im Geschäftsbereich CONTRACT. Für das Geschäftsjahr 2015 ergibt sich eine aufgrund des Umsatzanstiegs auf das EBIT bezogene Umsatzrendite von 3,8 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent).
Das Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 1,7 Mio. auf EUR -5,6 Mio. verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf die Verbesserung des Zinsergebnisses zurückzuführen.
GRUPPEN-EBT AUF VORJAHRESNIVEAU
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit EUR 29,7 Mio. auf Vorjahresniveau.
Die Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 2,8 Mio. (Vorjahr: EUR 7,7 Mio.). In Bezug auf das EBT ergibt sich damit eine deutlich verbesserte Steuerquote von 9,3 Prozent (Vorjahr: 25,5 Prozent). Der Steueraufwand des Berichtsjahres beinhaltet in Höhe von EUR 3,7 Mio. laufende Steuern und EUR -0,9 Mio. latente Steuern. Weitere Erläuterungen zu den Ertragsteuern können dem Gruppenanhang unter Erläuterung Nr. 16 auf Seite 106 entnommen werden.
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gruppenjahresüberschuss daher erfreulich um EUR 4,5 Mio. auf EUR 27,0 Mio. gestiegen.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, Intermodal und Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an. Dazu zählen zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden zu einem großen Teil abgedeckt.
Im AutoTerminal Bremerhaven haben wir mit 2,3 Mio. Fahrzeugen den Wert aus dem Vorjahr bestätigt. Mit einem Handling von 7,3 Mio. Fahrzeugen ist das Volumen im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr (7,4 Mio. Fahrzeuge) nur leicht gesunken. Die Position als einer der führenden Automobillogistiker Europas konnte somit gefestigt werden.
Im Geschäftsfeld Seehafenlogistik bewegt sich das Pkw-Umschlagsvolumen auf konstant hohem Niveau und wird im Wesentlichen durch den Export bestimmt. Aufgrund einer zeitverzögerten Umsetzung von Projekten, der hohen Fahrzeugbestände und einer außergewöhnlichen Belastung der Flächenkapazitäten im AutoTerminal Bremerhaven konnten im Pkw-Umschlag die geplanten Produktivitäten nicht erreicht werden. Des Weiteren wurde die Produktivität bis einschließlich Oktober durch den Neubau eines Autoregals beeinträchtigt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird der Fokus auf eine effizientere Prozessgestaltung sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung gelegt.
Von Kundenseite aus, sowohl durch Reeder als auch durch Automobilproduzenten, herrscht ein konstant hoher Preisdruck. Durch den steigenden Wettbewerb mit den Westhäfen konnten Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich der Personalkosten, nicht im notwendigen Umfang durch Preiserhöhungen aufgefangen werden. Das Umschlagsvolumen im Segment High&Heavy ist gegenüber dem Vorjahr wieder leicht angestiegen. Das Gesamtvolumen und die Roherlöse in der Technik konnten in 2015 im Vergleich zu 2014 gesteigert werden. Bei den technischen Dienstleis-
| (04) Wesentliche Kennzahlen | 2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 461,6 | 448,4 | 13,2 | 2,9 |
| Umsatzrendite | % | 4,0 | 3,4 | 0,6 | 17,6 |
| EBIT | EUR Mio. | 18,5 | 15,3 | 3,2 | 20,9 |
| EBT | EUR Mio. | 13,1 | 9,7 | 3,4 | 35,1 |
tungen spiegelt sich jedoch die hohe Volatilität des Marktes wider. Innerhalb der Kundengruppen als auch der Wertschöpfungstiefen ist eine hohe Dynamik zu verzeichnen. Der seitens der Kunden eingeleitete Trend an kurzfristig zu erbringenden Dienstleistungen wird sich auch in der Zukunft fortsetzen.
Im Seehafenterminal in Süditalien, Gioia Tauro, hat sich das Umschlagsvolumen gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Ursache dafür war, dass Reeder die nordafrikanischen Häfen vermehrt direkt angelaufen haben und das Volumen nicht als Transshipment über den Hafen Gioia Tauro gesteuert wurde.
Entsprechend der positiven Entwicklung im deutschen Automobilmarkt sind im Geschäftsfeld Inlandterminals an allen Standorten eine hohe Lagerauslastung sowie ein hohes Volumen zu verzeichnen. Im Laufe des Jahres 2015 konnten Neugeschäfte für das Auto-Terminal Hamburg akquiriert werden. Aufgrund der Verlagerung technischer Dienstleistungen auf die Autohändler liegt die technische Wertschöpfung im AutoTerminal Duisburg hinter dem Plan. Im Auto-Terminal Kelheim werden durch hohe Lagerbestände und eine signifikante Wertschöpfungstiefe aus technischen Dienstleistungen hohe Ergebnisbeiträge erzielt.
Die Verkehre im Netzwerk haben sich positiv entwickelt. Bei den Bahnverkehren konnten die zur Verfügung stehenden Waggonkapazitäten aufgrund eines hohen Anteils an Spotverkehren gut ausgelastet werden.
Auch bei den Lkw-Transporten hat sich das Volumen gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies resultiert aus einem zusätzlichen Geschäft mit einem Großkunden sowie durch das hohe Übergabevolumen der Inlandterminals.
Im Geschäftsfeld Osteuropa ist die Geschäftsentwicklung nachhaltig durch die anhaltende Marktschwäche in Russland negativ beeinflusst. Die Aktivitäten in Polen und der Slowakei verliefen hingegen nach Plan. Auf-
grund der zum 31. Dezember 2013 erfolgten Entkonsolidierung der Gesellschaften in der Ukraine sind die Ergebnisse dieser Gesellschaften ab 2014 nicht mehr Bestandteil des Gruppenergebnisses der BLG LOGISTICS. Das operative Geschäft in der Ukraine wird wie im Vorjahr ohne Bereitstellung von zusätzlichen finanziellen Mitteln der BLG LOGISTICS fortgeführt.
Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist das EBIT gegenüber dem Vorjahr von EUR 15,3 Mio. auf EUR 18,5 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür sind die steigende Auslastung im Terminalnetzwerk und die Erhöhung der technischen Wertschöpfung in den Inlandterminals.
Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Industrielogistik, Offshore-Windenergie, Fashionlogistik sowie Handels- und Seehafenlogistik.
Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) wird der Betrieb im Logistikcenter Bremen durch ein sehr hohes Volumen sowie ein komplexes Teilespektrum bei den Anläufen neuer Modelle eines Großkunden bestimmt. Aufgrund des überplanmäßig gestiegenen Volumens in Verbindung mit knappen Personal- und Flächenressourcen sind hohe Produktivitätsverluste aufgetreten. Hierauf haben wir mit entsprechendem Kapazitätsaufbau und Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivitäten reagiert. Unter anderem haben wir zur Sicherung unserer Prozessqualität den Anteil unserer Stammbelegschaft in 2015 um 700 Mitarbeiter erhöht und unsere Mitarbeiterbindung deutlich ausgebaut.
Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) haben wir im Laufe des Geschäftsjahres 2015 ein neues Logistikzentrum in Bremen in Betrieb genommen sowie mit dem Bau einer neuen Logistikanlage im Düsseldorfer Hafen begonnen. Auf einer Gesamtgrundstücksfläche von 117.000 m² entsteht ein Logistikzentrum, welches auf die Anforderungen der Autoteile- und Industrielogistik zugeschnitten ist.
| (05) Wesentliche Kennzahlen | 2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 478,8 | 436,9 | 41,9 | 9,6 |
| Umsatzrendite | % | 0,4 | 1,7 | -1,3 | -76,5 |
| EBIT | EUR Mio. | 1,7 | 7,2 | -5,5 | -76,4 |
| EBT | EUR Mio. | -4,1 | 2,7 | -6,8 | -251,9 |
Am Standort Wackersdorf ist das Volumen gegenüber der ursprünglichen Planung eines weiteren Großkunden signifikant gesunken. Dies ist insbesondere auf einen deutlich reduzierten Absatz in Brasilien und Russland zurückzuführen. Die Ergebnisentwicklung in den anderen Standorten des Geschäftsfelds liegt im Rahmen der Erwartungen.
Das Ergebnis im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) ist bestimmt durch die Aktivitäten für ein Projekt mit einem Großkunden in den USA und die schwache Marktentwicklung in Brasilien. In den USA musste mehr Personal für die operative Abwicklung bereitgestellt werden, was sich auf die Produktivitäten auswirkte. Zum Ende des Geschäftsjahres sind jedoch operative Verbesserungen zu erkennen, wodurch sich eine zukünftige positive Entwicklung des Geschäfts ergibt.
In Brasilien bewegt sich aufgrund der insgesamt schlechten konjunkturellen Entwicklung das Volumen auf einem niedrigen Niveau. Die Ergebnisentwicklung war nicht zufriedenstellend, weshalb wir unsere Aktivitäten in Brasilien neu bewerten werden.
In Südafrika ist eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung zu verzeichnen.
Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Handelslogistik ist weiterhin durch die anhaltenden Schwierigkeiten eines Großprojekts am Standort Bremen gekennzeichnet. Wir haben mit unserem Kunden entsprechende Gespräche aufgenommen. Wir sind bemüht, dass wir im Geschäftsjahr 2016 eine einvernehmliche Lösung für dieses Thema finden werden. Die Geschäftsentwicklung an den Standorten Emmerich und Frankfurt ist besser als geplant. Am Standort Frankfurt ist es uns im Geschäftsjahr 2015 gelungen, das Segment Fashionlogistik weiter erfolgreich auszubauen. Erstmals wickeln wir für einen Neukunden das gesamte E-Commerce-Geschäft (Beschaffung, Lagerung und Auslieferung) ab.
Im Juli hat die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG durch den Erwerb von 51 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH den Grundstein für den Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik gelegt. Wir gehen davon aus, dass mit dem zusätzlichen Know-how und der erworbenen Kompetenz in Zukunft zusätzliche Aufträge bei anderen Kunden akquiriert werden können.
Im Bereich Windenergie sind im Geschäftsjahr 2015 zu geringe wertschöpfende Tätigkeiten zu verzeichnen. Der Grund dafür sind fehlende Anschlussaufträge der Produzenten für die Komponenten für Windenergieanlagen. Dadurch entstanden für das Jahr erhebliche Ergebnisbelastungen aus nicht gedeckten Fixkosten. In diesem Segment wurden im Wesentlichen die Abfertigung von Versorgungsschiffen für Offshore-Windparks, das Verleihgeschäft von SPMTs sowie der Transport von Komponenten von Onshore-Windanlagen abgewickelt.
Im Geschäftsfeld Hafenlogistik ist das Umschlagsvolumen anhaltend auf einem geringen Niveau. Begründet durch fehlende Projekte der Hersteller, konnten weniger Großrohre umgeschlagen werden. Im Bereich des konventionellen Stückgutumschlags sind ein nachhaltig schwaches Mengenniveau und ein permanenter Druck auf die Preise zu verzeichnen. Dadurch entstanden in diesem Geschäftsfeld wesentliche Ergebnisbelastungen aus nicht gedeckten Fixkosten.
Allerdings zeigt der deutliche Umsatzanstieg um EUR 41,9 Mio. gegenüber 2014 das Potenzial und die Wachstumschancen in dem Geschäftsbereich CONTRACT.
Aufgrund der beschriebenen Geschäftsentwicklungen hat sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR -5,5 Mio. auf EUR 1,7 Mio. verschlechtert.
Der Geschäftsbereich CONTAINER der BLG-Gruppe wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, repräsentiert. Diese betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno, in Lissabon (Portugal), in São Paulo (Brasilien) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.
Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlag aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste, wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals, Reparaturen, Depothaltung
| (06) Wesentliche Kennzahlen | 2015 | 2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 295,7 | 283,0 | 12,7 | 4,5 |
| Umsatzrendite | % | 14,7 | 13,6 | 1,1 | 8,1 |
| EBIT | EUR Mio. | 43,4 | 38,4 | 5,0 | 13,0 |
| EBT | EUR Mio. | 40,1 | 34,8 | 5,3 | 15,2 |
und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.
Die EUROGATE-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von EUR 591,3 Mio. (Vorjahr: EUR 566,0 Mio.) erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von EUR 91,1 Mio. (Vorjahr: EUR 76,5 Mio.) ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gewachsen. Der Anstieg um 19,0 Prozent ist im Wesentlichen durch die Steigerung der Umschlagsmengen in Deutschland bedingt. Der Teilkonzernjahresüberschuss ist insgesamt aufgrund eines guten Beteiligungsergebnisses von Auslandsbeteiligungen sowie des hohen Containerumschlags im Geschäftsjahr 2015 auf EUR 73,5 Mio. (Vorjahr: EUR 64,9 Mio.) gestiegen.
Für das Jahr 2015 hatten wir einen steigenden Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) auf Vorjahresniveau prognostiziert. Unser Ziel, die Umsatzerlöse in allen drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER moderat zu steigern, haben wir erreicht. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir für die BLG-Gruppe einen Umsatz in Höhe von EUR 938,6 Mio. erzielt. Das EBT hat sich leicht um EUR 0,4 Mio. reduziert und für die BLG-Gruppe haben wir unser prognostiziertes Ziel mit einem EBT in Höhe von EUR 29,7 Mio. nur leicht unterschritten.
Unseren Prognosen lagen Annahmen zugrunde, die teilweise deutlich von den eingetretenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2015 abwichen.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich AUTOMOBILE sind höher angestiegen als erwartet. Im Hafenumschlag von High&Heavy-Gütern konnte das geplante Volumen, aufgrund der weltweit rückläufigen Produktion und Nachfrage in diesem Segment, nicht erreicht werden. Trotz der weiterhin schlechten wirtschaftlichen Entwicklung in Osteuropa konnte das EBT auf EUR 13,1 Mio. gesteigert werden. Gründe hierfür liegen in dem hohen Fahrzeugexportvolumen, den Margenverbesserungen, der optimierten Ausnutzung unserer Lkw-Kapazitäten sowie den Spotverkehren bei den Bahntransporten.
Auch die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich CONTRACT haben sich besser entwickelt als im Vorjahr angenommen. Das EBT ist hingegen deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr erwartet. Wesentlicher Grund für den Rückgang des Ergebnisses des Geschäftsbereichs waren die nicht erwarteten Verluste im Geschäftsfeld Hafenlogistik. Durch fehlende Projekte der Hersteller sind wesentliche ungeplante Ergebnisbelastungen aus nicht gedeckten Fixkosten entstanden. Die weiterhin bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung der Offshore-Branche wirken sich ebenfalls negativ auf das Betriebsergebnis aus. In den beiden Geschäftsfeldern halten wir uns weiterhin Kapazitäten vor, um flexibel auf eine positive Marktentwicklung reagieren zu können. Das Geschäftsfeld Industrielogistik (Europa) konnte sich erneut gut entwickeln; dies hängt mit den hohen Steigerungsraten für die Teilelogistik der Automobilproduzenten zusammen. Im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) entstanden zusätzlich nicht erwartete Verluste aus den Bestandsgeschäften in Brasilien und den USA. Des Weiteren konnten im Geschäftsfeld Handelslogistik die Produktivitätsverluste am Standort Bremen nur teilweise durch akquirierte Neugeschäfte sowie Zusatzgeschäfte bei Bestandskunden kompensiert werden.
Im Geschäftsbereich CONTAINER konnte das EBT trotz des vorherrschenden Wettbewerbsdrucks für die Containerterminals und der noch nicht erreichten Vollauslastung des Containerterminals Wilhelmshaven in 2015 auf EUR 40,1 Mio. verbessert werden. Das EBT liegt über dem geplanten Niveau. Wesentliche Gründe dafür sind zusätzliche Erträge aus logistischen Dienstleistungen für die Offshore-Windindustrie im Containerterminal Bremerhaven und gute Beteiligungsergebnisse von Auslandsbeteiligungen.
EUR 939 Mio.
Umsatzerlöse
EUR 30 Mio. Gruppen-EBT
Im Berichtsjahr betrug die Bilanzsumme EUR 730,1 Mio. und lag damit um EUR 54,8 Mio. über dem Vorjahreswert. Der Anstieg entfällt mit EUR 43,2 Mio. auf die langfristigen Vermögenswerte. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,6 Mio. erhöht.
Der Anstieg des langfristigen Vermögens beruht im Wesentlichen auf einer Zunahme der immateriellen Vermögenswerte (EUR 33,1 Mio.) sowie der Sachanlagen (EUR 10,5 Mio.). Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte betrifft im Wesentlichen den Geschäftsbereich CONTRACT, welches im Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik begründet liegt. Hierbei handelt es sich um Kundenbeziehungen sowie Schutzrechte.
In langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden EUR 37,3 Mio. investiert. Desinvestitionen wurden in Höhe von EUR 1,2 Mio. getätigt und Abschreibungen in Höhe von EUR 32,8 Mio. vorgenommen. Die Anlagenintensität hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 leicht erhöht. (07)
Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist im Anhang unter Erläuterung Nr. 39 zu finden.
Die Nettofinanzverschuldung der Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2015 um EUR 38,8 Mio. auf EUR 299,4 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 260,6 Mio.) (08)
Auf der Grundlage des im Jahr 2015 erzielten Ergebnisses vor Steuern von EUR 29,7 Mio. ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 10,7 Mio. (Vorjahr: EUR 34,5 Mio.) erwirtschaftet worden.
Der Free Cashflow ging vor allem wegen des gestiegenen Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit sowie des gesunkenen Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit um EUR 40,5 Mio. zurück. Der Anstieg des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit ist vor allem auf erhöhte Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte im Geschäftsbereich CONTRACT zurückzuführen. (09)
Durch den Wegfall von kurzfristig aufgenommenen Finanzierungsmitteln und die im Vorjahr erfolgte Tilgung von Schuldscheindarlehen ist der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit stark angestiegen. Der gesunkene Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert vor allem aus den Veränderungen in den Rückstellungen.
| (07) Kennzahlen zur Vermögenslage | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 730,1 | 675,3 | 54,8 | 8,1 |
| Anlagenintensität | % | 46,7 | 44,0 | 2,7 | 6,1 |
| Working Capital Ratio | % | 110,2 | 97,9 | 12,3 | 12,6 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 214,0 | 202,6 | 11,4 | 5,6 |
| Eigenkapitalquote | % | 29,3 | 30,0 | -0,7 | -2,3 |
| Nettoverschuldung | EUR Mio. | 299,4 | 260,6 | 38,8 | 14,9 |
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2015 |
Zeitwert 31.12.2015 |
Buchwert 31.12.2014 |
Zeitwert 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Darlehen | 210,8 | 213,1 | 170,0 | 173,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2,5 | 2,7 | 1,3 | 1,3 |
| Gesamt | 213,3 | 215,8 | 171,3 | 174,7 |
| (08) Nettoverschuldung | 31.12.2015 EUR Mio. |
31.12.2014 EUR Mio. |
Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) | 191,7 | 150,1 | 41,6 | 27,7 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 29,7 | 14,0 | 15,7 | 112,1 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 100,2 | 114,5 | -14,3 | -12,5 |
| Finanzverschuldung | 321,6 | 278,6 | 43,0 | 15,4 |
| Langfristige Finanzforderungen | 6,3 | 6,3 | 0,0 | 0,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 15,9 | 11,7 | 4,2 | 35,9 |
| Nettoverschuldung | 299,4 | 260,6 | 38,8 | 14,9 |
| (09) Finanzlage | 2015 EUR Mio. |
2014 EUR Mio. |
Veränderung absolut |
Veränderung prozentual |
|---|---|---|---|---|
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 10,7 | 34,5 | -23,8 | -69,0 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -6,6 | 10,1 | -16,7 | -165,3 |
| Free Cashflow | 4,1 | 44,6 | -40,5 | -90,8 |
| Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 17,2 | -51,4 | 68,6 | 133,5 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds |
21,3 | -6,8 | 28,1 | 413,2 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds |
-0,9 | -0,5 | -0,4 | -80,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | -36,7 | -29,4 | -7,3 | -24,8 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | -16,3 | -36,7 | 20,4 | 55,6 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||||
| Liquide Mittel | 15,9 | 11,7 | 4,2 | 35,9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
-32,2 | -48,4 | 16,2 | 33,5 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | -16,3 | -36,7 | 20,4 | 55,6 |
Die Finanzierung ausstehender Investitionen erfolgt unter Berücksichtigung der operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, sowie in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation aus Eigenmitteln, aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing. Neben Bankenfinanzierungen wurden auch Schuldscheindarlehen in Anspruch genommen.
Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) werden selektiv zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus von Investitionsfinanzierungen eingesetzt.
Zum Bilanzstichtag bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von EUR 60,7 Mio.
Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Gruppenabschluss auf Seite 80. Für die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auf Erläuterung Nr. 37 des Gruppenanhangs.
Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Die BLG LOGISTICS als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister benötigt leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter, um am Markt nachhaltig erfolgreich zu sein sowie den stetigen Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels gerecht zu werden. Um Mitarbeiter gewinnen, fördern und halten zu können, verfolgt die BLG-Gruppe das Ziel, dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden. Zu den Bestandteilen unserer Personalpolitik zählen daher neben einer leistungsorientierten Vergütung und
gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie spezifische Instrumente des Gesundheitsmanagements.
Die Verteilung der gemäß § 267 Nr. 5 Handelsgesetzbuch (Jahresdurchschnitt) Beschäftigten in den Segmenten – ohne Mitglieder des Vorstands sowie Auszubildende – und ihre Aufteilung auf die Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar (01).
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne EUROGATE) ist im Berichtsjahr mit 7.167 Personen gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Prozent angestiegen.
| (01) Geschäftsbereich | 2015 | 2014 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| AUTOMOBILE | 2.638 | 2.431 | +8,5 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | 2.110 | 1.967 | |
| davon Angestellte | 528 | 464 | |
| CONTRACT | 4.280 | 3.771 | +13,5 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | 3.161 | 2.731 | |
| davon Angestellte | 1.119 | 1.040 | |
| CONTAINER | 1.571 | 1.602 | -1,9 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | 1.137 | 1.159 | |
| davon Angestellte | 434 | 443 | |
| Beschäftigte der Segmente | 8.489 | 7.804 | +8,8 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | 6.408 | 5.857 | |
| davon Angestellte | 2.081 | 1.947 | |
| Services | 249 | 223 | +11,7 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | 1 | 1 | |
| davon Angestellte | 248 | 222 | |
| Überleitung | -1.571 | -1.602 | +1,9 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | -1.137 | -1.159 | |
| davon Angestellte | -434 | -443 | |
| Beschäftigte der Gruppe | 7.167 | 6.425 | +11,5 |
| davon gewerbliche Mitarbeiter | 5.272 | 4.699 | |
| davon Angestellte | 1.895 | 1.726 | |
¹ Relativ zu den Geschäftsaktivitäten, Basisjahr: 2011.
Diese deutliche Steigerung ist vor allem auf Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung im Geschäftsfeld Industrie- und Handelslogistik des Geschäftsbereichs CONTRACT sowie der Personalaufstockung am AutoTerminal Bremerhaven des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE zurückzuführen. Dies betrifft die Standorte in Bremen, Bremerhaven, Hörsel und Tuscaloosa (USA).
Für die BLG-Gruppe bleiben die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein wesentliches Unternehmensziel. Eine präventive betriebliche Gesundheitspolitik sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz und der Arbeitsbedingungen sind daher maßgebliche Bestandteile unserer Unternehmenspolitik.
Arbeitssicherheit wird von der BLG LOGISTICS als gemeinsame Aufgabe zwischen allen Beteiligten im Unternehmen betrachtet. Nur durch Planung, Koordinierung und Rücksicht bei der Durchführung der einzelnen Arbeitsaufgaben können Arbeitsunfälle verhindert und Fehlzeiten minimiert werden. Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein leichter Rückgang der Anzahl der meldepflichtigen Unfälle erreicht werden. Es wurden Fehlzeitenanalysen durchgeführt und Maßnahmen daraus abgeleitet.
Zusätzlich wurden an zahlreichen Standorten Gesundheitstage angeboten. Des Weiteren hat die Anzahl der Teilnehmenden an unserem Firmenfitnessangebot im abgelaufenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht.
Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung "Great Place to Work" wurden im Jahr 2015 allen Beschäftigten an den deutschen Standorten vorgestellt und es wurden flächendeckende Arbeitsgruppen zur Erarbeitung der Folgemaßnahmen eingerichtet. Insgesamt wurden in diesen Arbeitsgruppen mehr als 500 Maßnahmen vereinbart. Der zahlenmäßig größte Teil der Maßnahmen bezog sich auf Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Hierzu haben unter anderem Begehungen stattgefunden, Betriebsabläufe wurden neu strukturiert sowie neue Arbeitsmaterialien angeschafft.
Erwartungsgemäß stellt auch das Thema "Verbessertes Führungsverhalten" ein zentrales Handlungsfeld dar. Alle Führungskräfte setzten sich hierzu auch in separaten Schulungen mit den Ergebnissen ihrer Bereiche auseinander. Darüber hinaus wurden zahlreiche Maßnahmen zur Förderung des Teamgeistes und zur Verbesserung der Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern in den Arbeitsgruppen festgelegt. Einige Maßnahmen beziehen sich auf gemeinsame Unternehmungen zu besonderen Anlässen sowie den Umgang miteinander oder die bessere Darstellung der Leistungen des eigenen Bereichs.
Damit sind Themen identifiziert, an denen die BLG-Gruppe weiter arbeiten muss, um dem Ziel eines "Great Place to Work" näher zu kommen. Neue Instrumente und Verfahren gehören ebenso dazu wie eine Veränderung des täglichen Verhaltens der Vorgesetzten sowie der Mitarbeiter untereinander. Ende 2015 wurde ein Großteil unserer ausländischen Standorte in die Befragung einbezogen. Die Auswertung erfolgt im ersten Halbjahr 2016.
Im Mai 2015 startete unser achtes Führungskräftenachwuchsprogramm, welches im Jahr 2001 etabliert worden ist. Aus 367 Bewerbungen setzten sich neun externe Hochschulabsolventen für das Programm durch, darunter sieben Frauen. Neun Nachwuchskräfte des Programms kommen intern aus der BLG-Gruppe, darunter drei weibliche Teilnehmer. Dieses Jahr wurden verstärkt auch Mitarbeiter ausländischer Standorte in das Programm mit aufgenommen. Zwei Spanier, ein US-Amerikaner und eine Slowenin konnten sich für das Führungskräftenachwuchsprogramm qualifizieren.
Im Jahr 2015 wurden die ersten acht Qualifizierungsmodule umgesetzt und unternehmensinterne Projekte bearbeitet. Darüber hinaus engagierten sich die jungen Nachwuchskräfte in verschiedenen sozialen Projekten.
In allen Bereichen wurden Mitarbeiter, die Führungsaufgaben anstreben, durch ihre Vorgesetzten definiert und in einem Talentpool erfasst. Führungspotenziale werden in einem Seminar zur Standortbestimmung ermittelt. Anschließend werden mit identifizierten Kandidaten individuelle Vereinbarungen zur Entwicklung getroffen.
Auch das Angebot an Ausbildungsplätzen bleibt hoch: Insgesamt beschäftigte die BLG-Gruppe zum 31. Dezember 2015 341 Auszubildende.
Die familienbewusste Personalpolitik ist ein weiterer zentraler Baustein der Personalstrategie der BLG-Gruppe. Sie soll einen wichtigen Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität und damit zum nachhaltigen Erfolg der BLG LOGISTICS leisten. Vor allem das Bewusstsein und die Sensibilität für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben sollen auf allen Ebenen weiter ausgebaut, gefördert und verankert werden. Daneben bieten wir Unterstützung bei Kinderferienprogrammen sowie umfassende Informationen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Beruf und Pflege an. Denn nur wenn Beruf und Familie im Einklang stehen, profitieren beide Seiten: unsere Mitarbeiter sowie unser Unternehmen.
Das Thema Nachhaltigkeit hat für BLG LOGISTICS einen hohen Stellenwert. 2012 haben wir uns das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken (relativ zu den Geschäftsaktivitäten, Basisjahr: 2011). Über unsere Fortschritte berichten wir seitdem in unserem jährlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht. Doch Nachhaltigkeit bedeutet mehr als ökologisches Denken und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. BLG LOGISTICS versteht Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept, in dessen Mittelpunkt unsere Mitarbeiter stehen. Unser Anliegen ist es, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Verantwortung und Engagement für unsere Umwelt miteinander in Einklang zu bringen.
In der Logistikbranche ist das Bewusstsein für die Dimensionen des Themas Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren gewachsen. Die Erwartungshaltung der Kunden und auch der Öffentlichkeit hinsichtlich Transparenz und Aussagefähigkeit zu Nachhaltigkeitsaspekten nimmt merklich zu. Die BLG-Gruppe behandelt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend strategisch und verankert es immer stärker in ihren Prozessen. Ab 2017 sind Unternehmen gesetzlich verpflichtet, sich noch gezielter mit Nachhaltigkeitsaspekten zu beschäftigen und über die nichtfinanziellen Kennzahlen Bericht zu erstatten. Auch aus diesem Grund haben wir in diesem Jahr das Erscheinungsbild unseres Nachhaltigkeitsberichts verändert und mit Blick auf die von der Global Reporting Initiative geforderten Standards erstmals Schwerpunkte auf diejenigen Themen gelegt, die für unsere Unternehmensziele entscheidend sind und die gleichzeitig Implikationen für die Gesellschaft haben.
Die Aufnahme des Nachhaltigkeitsberichts in unser dreiteiliges Format des diesjährigen Geschäftsberichts unterstreicht diese Entwicklung.
Zwischen Logistik und Umwelt bestehen intensive Wechselwirkungen. Als Logistikunternehmen steht deshalb auch die BLG LOGISTICS in der Verantwortung, Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen zu ergreifen. Das bedeutet für uns, ökonomische und ökologische Effizienz in ein Gleichgewicht zu bringen. Unsere Kunden und die Öffentlichkeit erwarten von uns Lösungen, die den Ausstoß von CO2 reduzieren. Nachhaltigkeit wird somit wettbewerbsrelevant. Auch rechtliche Rahmenbedingungen erhöhen den Druck, Ressourcen effizienter zu nutzen. Nicht zuletzt ist Energieverbrauch auch ein erheblicher Kostenfaktor. Die Zielsetzung der BLG-Gruppe lautet: Treibhausgasemissionen senken, Energieeffizienz erhöhen und Energieverbrauch sowie die verursachten Treibhausgasemissionen transparent darstellen.
Seit 2012 erfasst BLG LOGISTICS bereits umfassende Verbrauchsdaten, um die jährliche CO2-Bilanz zu ermitteln. Durch verstärkte Systematisierungen und eine einheitliche Erfassung aller Verbräuche erhöhen wir kontinuierlich die Transparenz und Aussagekraft der erhobenen Werte.
Im Berichtsjahr 2015 haben wir ein flächendeckendes Energiemanagement mit Energieaudits an allen Standorten, an denen wir als Unternehmen unmittelbar Einfluss auf den Energieverbrauch nehmen können, eingeführt. Wir streben an, möglichst viele Standorte gemäß der Norm DIN EN ISO 50001 zu zertifizieren. Gleichzeitig halten wir damit auch die gesetzlichen Vorgaben ein, die die Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes im Berichtszeitraum eingefordert hat. An allen Standorten decken wir mithilfe einer strukturierten Herangehensweise Potenziale auf und erarbeiten konkrete standortspezifische Maßnahmen, die den Energieverbrauch reduzieren und die Energieeffizienz steigern. 2015 haben wir unsere Mitarbeiter zu Energiethemen geschult, Teile der Beleuchtung an einer Reihe von Standorten auf LED umgestellt und unseren Fuhrpark modernisiert.
Unser Personal ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Entwicklung der BLG LOGISTICS und eine der wichtigsten Ressourcen. Mitarbeiter zu finden und zu binden, ist der zentrale Beitrag des Personalbereichs zur Wertschöpfung. Unternehmen stehen heute vor einer Reihe von Herausforderungen – angefangen beim Fachkräftemangel über Anforderungen aus der digitalen Welt bis hin zu den vielfältigen Lebensmustern der Menschen heute. Die BLG-Gruppe ist stolz darauf, dass bereits viele engagierte, gestaltend wirkende und weltoffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen gehören. Auf dieses Potenzial wollen wir uns stärker konzentrieren. Darüber hinaus sind unsere Ziele klar definiert: eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit schaffen, bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung für alle Qualifikationsniveaus anbieten und Chancengleichheit fördern, um somit unser Profil als attraktiver Arbeitgeber zu stärken.
Die Handlungssicherheit von Führungskräften und Mitarbeitern wurde im letzten Jahr durch intensive Auseinandersetzung mit Ethik und Integrität gestärkt. Nachdem die BLG-Gruppe in 2014 ein umfangreiches Compliance-System eingeführt hat, fanden im Berichtsjahr zahlreiche Schulungen statt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für dieses Thema zu sensibilisieren.
Von einem traditionsreichen und global agierenden Unternehmen wie der BLG LOGISTICS wird erwartet, dass wir gesellschaftlich wichtige Themen aufgreifen und fördern. Aus diesem Grund engagieren wir uns seit vielen Jahren im Umfeld unserer nationalen sowie internationalen Standorte in zahlreichen Projekten und unterstützen Schulen, Sport und Kultur. Auch 2015 haben wir die vor drei Jahren etablierte Kooperation mit dem World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen fortgesetzt. Wir analysieren für das WFP unentgeltlich die Logistikkapazitäten von Seehäfen in bedrohten Regionen – eine effiziente Verknüpfung von sozialer Verantwortung mit unserer Kernkompetenz Logistik.
Als Unternehmen befinden wir uns ständig im Wettbewerb und müssen konkurrenzfähig sein. Dabei bildet eine vorausschauende und risikobewusste Finanzpolitik die Basis für unser unternehmerisches Handeln. Um die Zukunft der BLG-Gruppe langfristig zu sichern, investieren wir in neue Entwicklungen und expandieren in weitere Länder sowie Märkte. Unser erklärtes Ziel lautet unverändert: profitables Wachstum verbunden mit einem stringenten Kostenmanagement.
Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern sowie zu erhöhen, legen wir großen Wert auf Qualität, Effizienz und Innovation. Kontinuierlich investieren wir in diese Themen – wie zum Beispiel an unserem Logistikstandort Frankfurt, der im Oktober 2015 von der Bundesvereinigung Logistik für sein robotergestütztes Lager- und Kommissionierkonzept mit dem Deutschen Logistik-Preis ausgezeichnet worden ist.
Die BLG LOGISTICS konzentriert sich bei der Einführung und Kontrolle von Nachhaltigkeitskriterien auf die eigenen, vielfältig ausgeprägten Aktivitäten und Prozesse. Ein weiterer Schwerpunkt lag 2015 darauf, unsere Prozesse zu standardisieren und zu optimieren – im Geschäftsbereich CONTRACT konkret durch die Implementierung eines Lean-Management-Ansatzes.
ÖKOLOGISCH. SOZIAL. ÖKONOMISCH.
Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für die BLG-Gruppe Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.
Dabei verstehen wir Risiken als die Möglichkeit einer für die Erreichung der kurzfristigen und strategischen Ziele ungünstigen, gefährlichen oder sogar existenzbedrohenden zukünftigen Entwicklung durch Vermögensminderung. Dementsprechend stellen Chancen vermögensmehrende unsichere Ereignisse dar, die aus einer im Vergleich zur Planung günstigeren Entwicklung resultieren können.
Das Risikomanagement der BLG-Gruppe leitet sich im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der einzelnen Geschäftsfelder ab. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abwenden und eine Bestandsgefährdung ausschließen zu können.
Die strategische Ausrichtung der national sowie international tätigen BLG-Gruppe zeichnet sich zudem durch einen hohen Diversifikationsgrad aus. So führen die drei Geschäftsbereiche mit einer Vielzahl an darunter angebundenen Geschäftsfeldern zu einer gewissen Unabhängigkeit sowohl von konjunkturellen Einflüssen als auch von einzelnen Branchen oder Großkunden. Bedeutende Investitionen werden überwiegend durch Kundenverträge begründet und abgesichert.
Verantwortlich für das Chancen- und Risikomanagementsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen das System auf Angemessenheit und Wirksamkeit. Die Verantwortung für das Erkennen sowie Managen wesentlicher Chancen und Risiken wird innerhalb der BLG-Gruppe zentral gesteuert. Dabei werden verschiedene Ebenen sowie Organisationseinheiten in das System eingebunden.
Das Verhältnis zwischen Kompetenz und Häufigkeit von Entscheidungen ergibt sich aus folgender Darstellung:
Damit wir unsere Zielsetzungen, beispielsweise gemessen am Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) oder Return on Capital Employed (ROCE), erreichen, erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen und Gefährdungspotenzialen. Über die Steuerungskennzahlen der BLG-Gruppe wird monatlich im Vorstand sowie in den Führungskreisen berichtet. Auf diese Weise sollen eine nachhaltige Wertschöpfung sichergestellt und eine Bestandsgefährdung verhindert werden. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Controllingprozess, das gruppeninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Unserer besonderen Beachtung unterliegen dabei Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, aus den Märkten, aus dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität.
Die Grundsätze des Risikomanagements der BLG-Gruppe sind in einer Richtlinie dokumentiert und veröffentlicht. In den Geschäftsbereichen und Zentral- bzw. Stabsbereichen der Holding wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Somit wird sichergestellt, dass Risiken sowie risikomindernde Maßnahmen (Risikovermeidung und -reduzierung bzw. -überwälzung durch Versicherung), aber auch Chancen dort identifiziert und beurteilt werden, wo sie tatsächlich auftreten. Das implementierte zentrale Risikomanagement ist verantwortlich für die Koordination der gruppenweiten Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Chancen und Risiken. Dieses erfolgt auf Basis eines IT-gestützten Risikomanagementsystems.
Laufend, im Sinne einer permanenten Inventur, werden die Risiken und die im Rahmen der Strategie definierten dazugehörigen Maßnahmen erfasst, bewertet und überwacht, die aus heutiger Sicht unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich negativ beeinflussen können.
Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen die BLG-Gruppe ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, können unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinträchtigen, sind aber im Risikobericht nicht enthalten.
Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb der BLG-Gruppe integriert.
Als international tätiges Unternehmen mit heterogenem Dienstleistungsspektrum ist die BLG-Gruppe einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese werden durch laufende Beobachtung sowohl des gesamtwirtschaftlichen Umfelds als auch speziell der Entwicklung in der globalen Logistik analysiert und bei unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt.
Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.
Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten geografischen, arbeits-, kartell-, kapitalmarkt-, steuer-, vertrags-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzen im In- und Ausland entstehen können, zu begegnen, stützt die BLG-Gruppe ihre Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.
Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Im Mittelpunkt steht die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe. Die BLG-Gruppe verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.
Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt und dienen ausschließlich der Optimierung von Kreditkonditionen und der Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien. Derivate zur Absicherung von Rohstoffpreisen werden ausschließlich zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken eingesetzt. Derivate werden grundsätzlich nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.
Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist es, die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der BLG-Gruppe (Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken) zu begrenzen. Wir als Vorstand verabschieden Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Abschnitt finanzwirtschaftliche Risiken ab Seite 63 näher erläutert werden, und überprüfen deren Einhaltung. Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.
Wesentliches Ziel der BLG-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den weiteren Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.
Die BLG-Gruppe überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Diese beiden Kennzahlen sind Bestandteil der mit den finanzierenden Kreditinstituten ausgehandelten Kriterien für die Covenants der BLG-Gruppe. Die Ermittlung dieser Kennzahlen erfordert üblicherweise Angaben, die nicht Gegenstand des Gruppenabschlusses sind.
Die Strategie bestand im Jahr 2015 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten durch Einhaltung der mit den Kreditinstituten vereinbarten Covenants zu sichern.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 315 Absatz 2 Nr. 5 Handelsgesetzbuch
Das Interne Kontrollsystem der BLG LOGISTICS umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.
Da das Interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.
Elemente des Internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BLG LOGISTICS insbesondere die Bereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt.
Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, die Funktionstrennung von abhängigen Bereichen (insbesondere Kreditorenmanagement und Treasurymanagement) und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.
Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision (z. B. Einhaltung der Kompetenz- und Unterschriften- sowie der Einkaufsrichtlinie), das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und der Gruppe, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risiko-
lage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems mit ein.
Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie dem Abschlussprüfer oder dem steuerlichen Außenprüfer vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Gruppenabschlusses durch den Abschlussprüfer den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.
Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.
Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.
Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BLG LOGISTICS erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Gruppenabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst.
Die Einbindung der Einzelabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage von durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüftern standardisierten, Excel-basierten Reporting Packages, die mittels flexiblen Uploads in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.
Die BLG LOGISTICS hat zur Gewährleistung einer einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur gruppeneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden zum Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Abstimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll. Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien, insbesondere der zugrundeliegenden Zinsfaktoren, sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.
Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Gruppenebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Angaben für die Notes werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.
Für das Tax Accounting wird eine spezielle Software verwendet, die von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entwickelt wurde. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene der BLG-Gruppe in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.
Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.
Die BLG LOGISTICS als internationale Gruppe ist mit ihren drei Geschäftsbereichen verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Potenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur.
In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die Chancen, die sich uns eröffnen, optimal nutzen. Basis dafür ist unser einzigartiges Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE verbunden mit dem von den Automobilherstellern signalisierten weiteren Wachstum bei ihren Exporten.
Die etablierten Geschäftsmodelle in den Geschäftsfeldern Handelslogistik und Industrielogistik eröffnen uns im Geschäftsbereich CONTRACT Vertriebs- und Akquisitionsmöglichkeiten in Deutschland bzw. Europa. Sie profitieren von einem weiterhin anhaltenden Wachstumsmarkt, da unsere Kunden durch verstärktes Outsourcing ihre eigenen Kostenstrukturen verbessern bzw. flexibler gestalten wollen. Die Geschäftsfelder sind teilweise von einer stabilen Binnenwirtschaft und Konsumausgaben der Verbraucher in Deutschland abhängig. Mit unserer logistischen Expertise sowie dem Standortvorteil durch seeschifftiefe Kajenanlagen entwickeln wir zusammen mit Partnern das wachstumsorientierte Geschäftsfeld Offshore-Windenergie weiter.
Im Geschäftsbereich CONTAINER erwarten wir von der Neuausrichtung des europäischen Terminalnetzwerks aus Seehafen- und Binnenterminals in Verbindung mit intermodalen Geschäftsaktivitäten zusätzliche Chancen, insbesondere durch die Entwicklung des Containerterminals Wilhelmshaven.
Die Konsolidierung in der Containerschifffahrt durch neue Kooperationen und die Bildung neuer Konsortien dürfte auch in Zukunft voranschreiten. Da die Containerterminals zumindest mittelfristig freie Kapazitäten haben, steigt im Zuge der Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien bzw. Reedereien und damit verbunden der Druck sowie die Notwendigkeit der Umsetzung nachhaltiger Kostenreduzierungen bei den Containerterminals. Verbunden mit diesem Kostendruck ist die Tendenz zu immer größeren Containerschiffen zu verzeichnen. Hier bietet der Geschäftsbereich CONTAINER als Betreiber, mit dem einzigen deutschen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven (Wassertiefe 18 m) für die Abfertigung von großen Containerschiffen mit entsprechendem Tiefgang (aktuell maximal 16 m), eine hervorragende Alternative.
Wir sehen hierin mehr Chancen als Risiken, zumal die zwei weltgrößten Reederei-Gruppen Maersk Line und MSC als "2M-Allianz" in unterschiedlichen Konstellationen an einigen unserer strategisch wichtigsten Terminals – insbesondere den Standorten Bremerhaven und Wilhelmshaven – beteiligt sind.
Der Internethandel verzeichnet hohe Zuwachsraten. Als logistische Kompetenz sind dabei insbesondere eine kurzfristige Versandbereitschaft und das flexible Einstellen auf starke Schwankungen im Volumen notwendig. Voraussetzung dafür ist wiederum ein hohes Know-how für die Prozessabläufe sowie den Aufbau und die Organisation der Fördertechnik.
Die BLG LOGISTICS hat über Jahre entsprechende Erfahrungen und Know-how gesammelt und dieses Wissen kontinuierlich auf eine steigende Anzahl an Kunden und Standorten ausgeweitet. 2013 wurde das Online-Versandgeschäft für einen Großkunden in Bremen in Betrieb genommen. Basierend auf dieser Entwicklung sehen wir gute Chancen für die Zukunft und verfolgen das Ziel, logistische Aktivitäten im Bereich E-Commerce und Industrie 4.0 weiter auszubauen, die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Bereich weiterzuentwickeln und mögliche Beteiligungen und Akquisitionen voranzutreiben.
Aufbauend auf unserer kleinen Einheit Freight Forwarding sollen den Bestands- und Neukunden zukünftig verstärkt auch speditionelle Tätigkeiten als komplementäre Dienstleistung angeboten werden. Der Ausbau dieser Aktivitäten soll sich dabei insbesondere auf das Seehafenspeditionsgeschäft beziehen, ohne dass dafür Investitionen in eigene Fuhrparks erforderlich sind. Hierfür werden im Geschäftsbereich CONTRACT die Aktivitäten in einem eigenständigen Geschäftsfeld Spedition ausgebaut.
Durch die in 2015 erfolgte Erweiterung der Kontraktlogistik im Bereich der Fashionlogistik werden weitere Chancen in diesem neuen Marktsegment erwartet.
Durch den Ausbau des Bahnhofs Falkenberg in Brandenburg zu einem Waggonservice- und Logistikzentrum erweitert die BLG-Gruppe ihr Leistungsspektrum im Bereich der Bahntransporte für Fertigfahrzeuge.
Bereits heute werden in Falkenberg Zugbildungsmaßnahmen durchgeführt. Dies bedeutet, dass aus den Produktionswerken der Automobilhersteller in Osteuropa Ganzzüge nach Falkenberg fahren; dort werden dann die einzelnen Waggons wieder zu Ganzzügen mit Bestimmung für den jeweiligen Seehafen (z. B. Bremerhaven, Emden, Cuxhaven und Hamburg ) zusammengestellt. Mit diesem Konzept erreicht die BLG LOGISTICS eine hohe Kundenbindung an die Bahnverkehre. Diese werden seit der Inbetriebnahme des Bahnhofs vor zwei Jahren durchgeführt sowie durch die Erweiterung der Gleiskapazitäten in Falkenberg ausgebaut.
Durch den Bau einer Waggonservice-Werkstatt in Falkenberg werden die gesetzlich vorgeschriebenen Revisionen an den Bahnwaggons in der eigenen Werkstatt vorgenommen. Da über Falkenberg mehr als 80 Prozent der Regelverkehre der Bahntransporte laufen, entstehen hier Chancen für die Verminderung von Zu- und Ablaufkosten im Zusammenhang mit Werkstattfahrten. Wartungs- und Reparaturintervalle werden dann aktiv durch die BLG LOGISTICS gesteuert. Dadurch werden Wartezeiten, verbunden mit langen Stillstandszeiten der Waggons, vermieden. Der Bahnhof Falkenberg liegt direkt an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte für Bahnverbindungen auf der Ost/West-Route. Hieraus
ergeben sich zusätzliche Potenziale, Waggonreparaturen und andere Serviceleistungen für Dritte in Falkenberg durchzuführen.
Die BLG LOGISTICS wird ihr Dienstleistungsspektrum im Geschäftsfeld Bahntransporte dadurch deutlich in Richtung wertschöpfender Tätigkeiten ausbauen können.
Im Geschäftsjahr 2012 hat die BLG LOGISTICS erstmalig verbindliche Klimaschutzziele formuliert und beschlossen. So soll der CO2-Fußabdruck bis zum Jahr 2020 gegenüber 2011 um 20 Prozent gesenkt werden. Basis für die geplante Reduktion ist die Auflistung der momentanen Verbräuche. Aus einer automatisierten Aufnahme CO2-relevanter Verbräuche (Strom, Gas, Treibstoffe etc.) in den Terminals und Niederlassungen sollen zukünftig Schwerpunkte für Energieeinsparungen identifiziert werden. Zudem ist die BLG heute in der Lage, dem Kunden einen konkreten CO2-Fußabdruck des gesamten Dienstleistungssortiments zu übermitteln. Diese Angabe wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Bereits heute verlangen manche Unternehmen in ihren Ausschreibungen Nachweise für umwelteffiziente "grüne" Logistik.
Parallel zur Auflistung der Verbräuche haben wir damit begonnen, gemeinsam mit den Technikverantwortlichen aller drei Geschäftsbereiche praxistaugliche Maßnahmen zur CO2-Reduktion zusammenzutragen und Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energien zu untersuchen.
Im Geschäftsfeld Windenergie ergeben sich für die BLG LOGISTICS weitere Chancen. Im Rahmen der Entwicklung eines Offshore-Terminals des Landes Bremen am Standort Bremerhaven hat die BLG LOGISTICS die öffentliche Ausschreibung als Betreiber gegen andere Interessenten für das 25 Hektar große Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) gewonnen. Die Laufzeit beträgt 30 Jahre. Bereits seit 2012 führt die BLG-Gruppe im Rahmen einer Interimslösung innerhalb der Flächen des AutoTerminals Bremerhaven Lagerungsund Umschlagsleistungen für die Offshore-Industrie aus und hat sich durch die Entwicklung sowie Umsetzung innovativer Logistiklösungen als kompetenter Partner gezeigt. Das durch die "bremenports GmbH & Co. KG" zu erstellende OTB kann für die Vormontage und den
Umschlag von Offshore-Windenergieanlagen ab 2019 zur Verfügung stehen. Im Fokus stehen nicht nur neue, sondern auch die Wartung und Ausrüstung bereits bestehender Windparks.
Aus den für die BLG-Gruppe festgelegten Risikofeldern werden in den folgenden Abschnitten die wesentlichen Risiken der BLG LOGISTICS nach Risikokategorien dargestellt. Bei der Auswahl der Wesentlichkeit werden solche Risiken berücksichtigt, die nach Einschätzung des Unternehmens keine Bestandsgefährdung zur Folge haben, sich aber bei Eintritt spürbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken würden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich anhand von Szenarien unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Einflussgrößen aus Chancen und Risiken.
Aus Bandbreiten von bester und schlechtester Erwartung werden sodann die notwendigen Maßnahmen bzw. Vorsorgen abgeleitet. Für dieses Verfahren ist ein Standardisierungsprozess festgelegt worden. Dabei erfolgt eine Unterteilung nach strategischen Risiken, Marktrisiken, politischen, rechtlichen und sozialen Risiken, Leistungs- und Infrastrukturrisiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken. Sofern nicht offensichtlich, wird bei den dargestellten Risiken der Bezug zu dem betroffenen Segment dargestellt.
Allen dargestellten Risiken stehen im Falle einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber.
Die BLG-Gruppe ist im letzten Jahrzehnt durch verschiedene in- und ausländische Akquisitionen gewachsen. Im Rahmen des Prozess- und Qualitätsmanagements wurde zu diesem Zweck eine einheitliche Richtlinie (M&A-Richtlinie) über das Vorgehen verfasst, die bei sämtlichen Anteilskäufen einzuhalten ist. Hierbei kommen sowohl gruppeninterne als auch externe Berater zum Einsatz. Somit wird gewährleistet, dass alle mit einer Akquisition oder Beteiligung verbundenen Risiken berücksichtigt und bewertet werden.
Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass sich gerade bei Anteilserwerben im EU-Ausland besonders politische, rechtliche oder konjunkturelle Risiken ergeben. Das soziale Umfeld bei der Beschaffung von Mitarbeiterkapazitäten und die Integration der jeweiligen fremden Unternehmenskulturen in die Strukturen und Prozesse der BLG LOGISTICS stellen dabei weitere besondere Herausforderungen dar. Mit der strategischen Ausrichtung und Erweiterung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE nach Osteuropa bzw. bis nach China sind besonders Risiken im Bereich der wirtschaftlichen Kapitalerhaltung und der Sicherung von Dienstleistungs-Know-how gegeben. Diesem Umstand wird durch ein eigenes Geschäftsfeld "Süd-/Osteuropa" mit der Bündelung von Fach-, Sprach- und Beratungskompetenz Rechnung getragen.
In der Vergangenheit getätigte Investitionen können, unter Fortführung der mit den Investitionen getroffenen strategischen Entscheidungen und Aussagen, die Notwendigkeit von Folgeentscheidungen erfordern. Die mit diesen Entscheidungen verbundenen notwendigen Folgeinvestitionen sind aufgrund von zum Teil geänderten Markt- und Rahmenbedingungen insgesamt unter neuen Prämissen zu betrachten und zu bewerten. Sind diese geänderten Bedingungen nachhaltig, könnten sich hieraus zukünftig Abwertungsbedürfnisse auf die Gesamtinvestition für die BLG LOGISTICS ergeben.
Für die Märkte in Osteuropa hat sich die Lage aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts nachteilig verändert und zu einer Belastung der Transportströme in Europa geführt. Ein Ende des Konflikts ist derzeit nicht in Sicht und belastet daher die Werte der strategischen Investitionen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE in diesem Marktsegment.
Unser besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin den Wettbewerbern mit den AutoTerminal-Betreibern in den Westhäfen. Mit der Übernahme der leistungsstarken Terminals Vrasene Dock in Antwerpen und Bastenaken Kai/Northern Inlet in Zeebrügge durch den weltweit größten RoRo-Reeder NYK aus Japan im Geschäftsjahr 2006 ist in diesem Zusammenhang eine Situation entstanden, die weiterhin mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Dies gilt insbesondere für die Verlagerung von Importvolumen aus Fernost sowie das Preisgefüge an unserem Seehafenterminal Bremerhaven.
Die vertraglich vereinbarten Preise im Seehafenumschlag gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck als auch die massiv veränderte Relation von Export- zu Importgeschäft mit entsprechenden Folgewirkungen für die Beschäftigung an diesem Standort erfordern nachhaltig umfassende Produktivitätsverbesserungen.
Ein weiteres Marktrisiko im Geschäftsbereich AUTOMOBILE besteht darin, dass die Automobilhersteller zunehmend Volumen über die Mittelmeerhäfen steuern.
Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals an der Ostsee kann es durch interne Optimierung der Reeder zu Verlagerungen von Transshipmentvolumen zu Lasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.
Im Geschäftsbereich CONTRACT liegen die hauptsächlichen Risiken in der schnellen Austausch- und Ersetzbarkeit als Dienstleister. Im Geschäftsfeld Industrielogistik sowie im Geschäftsfeld Handelslogistik herrscht eine starke Abhängigkeit von jeweils einem Großkunden. Die durchgeführten Logistikleistungen sind dort in der Regel personalintensiv. Für den Kunden besteht hier die relativ einfache Möglichkeit eines Dienstleisterwechsels. Zudem herrscht ein erheblicher Preisdruck seitens der Kunden. Diesen Herausforderungen begegnen wir durch umfangreiche kundenindividuelle Optimierungen, längere Vertragslaufzeiten und den kontinuierlichen Aufbau des Kundenstamms.
Im Geschäftsfeld Industrielogistik ist die Entwicklung der Teilelogistik für den chinesischen Markt und aus China heraus für den Export von besonderer Bedeutung.
Für die Seehafenlogistik im Stückgutgeschäft und in der Projektlogistik liegen die Risiken wesentlich in den Überkapazitäten in den Nordseehäfen und dem damit verbundenen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck.
Der Geschäftsbereich CONTAINER hält die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der "Nordrange" unverändert für dringend erforderlich, damit die größer werdenden Containerschiffe Bremerhaven und Hamburg problemlos anlaufen können. Auch im Geschäftsjahr 2015 haben sich die nautischen Probleme der nachhaltig steigenden Anzahl immer größerer Containerschiffe insbesondere am Standort Hamburg weiter verstärkt. Die seitens der Hamburger Port Authority für 2015 vertraglich zugesagten Wassertiefen vor den Liegeplätzen der EUROGATE Container Terminals Hamburg (sog. Liegewanne) wurden ebenfalls nicht realisiert. Sollte die eine oder die andere – oder beide – Maßnahmen scheitern oder sich weiter verzögern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung haben.
Darüber hinaus sind die Sanierung der bestehenden Schleusen, der Bau einer fünften Schleuse und der Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) – mit einer durchgehenden Vertiefung um einen Meter sowie Anpassungen an Weichen, Kurven und Schleusen – von hoher Bedeutung.
Aufgrund der geografischen Nähe des Hamburger Hafens zum Ostseeraum wird ein hoher Anteil der Containerströme der Ostsee-Anrainerstaaten als Transshipmentverkehr über Hamburg abgewickelt. Diese Verkehre laufen in der Regel aufgrund von Zeit-, Kostenund Entfernungsvorteilen durch den NOK. Jedoch stößt der NOK wegen des Größenwachstums der Feederschiffe im Ostseeverkehr zunehmend an seine Leistungsgrenze. Können Feederdienste jedoch nicht mehr durch den NOK geführt werden, muss die deutlich längere Strecke via Skagen gewählt werden.
Das führt zu einem Verlust der natürlichen Wettbewerbsvorteile der deutschen Häfen gegenüber den Westhäfen. Somit besteht ein Risiko von Mengenverlusten. Insofern ist eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des NOK dringend erforderlich, damit dieser auch in Zukunft die Verkehrsströme zwischen Nord- und Ostsee effizient abwickeln kann.
Nach derzeitigem Stand erweisen sich die Sanierungsarbeiten der Schleusen des NOK schwieriger als geplant. So musste der bereits begonnene Bau der fünften Schleuse im Herbst 2015 unterbrochen und notwendige Reparaturen an den alten, bestehenden Schleusen konnten erst zu Ende 2015 abgeschlossen werden. Die Finanzierung der Schleusenreparatur und des Schleusenneubaus ist zwar gesichert, allerdings wird die Gesamtmaßnahme wohl nicht vor 2022 abgeschlossen sein.
Die Gesamtmaßnahmen des NOK (Vertiefung und Verbreiterung), um damit den größeren Feederschiffen künftig Rechnung zu tragen, sind weder finanziert noch geplant. Hamburg könnte allerdings seine besondere Stellung als Ostsee-Hub für Transshipment-Ladung verlieren und so könnten Großschiffkunden diese Aktivitäten zunehmend nach Bremerhaven und Wilhelmshaven verlagern.
Neben den gesamtwirtschaftlichen Trends wirken sich in Bezug auf die künftige Umschlags- und Transportnachfrage und damit verbunden auch die Umschlagsmengen unserer Containerterminals unverändert noch weitere Einflüsse bzw. Risiken aus. Hierzu zählen unter anderem
Auf Kundenseite könnten auch mögliche Insolvenzen Auswirkungen auf die Reedereikonsortien sowie die Dienste- und Mengenstrukturen haben.
Die nautischen Schwierigkeiten im Zu- und Ablauf dieser Großcontainerschiffe zu bzw. aus den deutschen Nordseehäfen Bremerhaven und Hamburg haben sich auch vor dem Hintergrund der sich anhaltenden verzögernden Fahrrinnenanpassung von Außenweser und Elbe für diese Häfen weiter verstärkt.
Parallel zur stagnierenden Mengenentwicklung haben sich die Terminalumschlagskapazitäten in der Nordrange insbesondere in Rotterdam (Maasvlakte 2) und Antwerpen weiter erhöht und werden auch in den Folgejahren noch weiter steigen. Für den Ostseeraum ist insbesondere die im Bau befindliche Kapazitätserweiterung in Gdansk, Polen, erwähnenswert.
Als global ausgerichteter Logistikdienstleister ist die BLG-Gruppe wesentlich von der Produktion und den damit verbundenen Warenströmen in der Weltwirtschaft abhängig. Die Abhängigkeit sowohl von der produzierenden Industrie als auch vom Konsumentenverhalten kann als größtes Risiko angesehen werden. Hier beeinflussen zusätzlich die hohen Energie- und Rohstoffpreise, zunehmende internationale Handelsbeschränkungen, andauernde außenwirtschaftliche Ungleichgewichte sowie die Ausweitung von politischen Konflikten unser Geschäft.
Die momentanen Schuldenprobleme vieler Industrieländer haben zu einer gestiegenen Instabilität der Finanz- und Devisenmärkte und des internationalen Bankensystems geführt. Dies kann zusammen mit der bestehenden Unsicherheit der Marktteilnehmer und der schwierigen Situation an den Refinanzierungsmärkten die Risikolage für die BLG-Gruppe beeinflussen. Gegenwärtig schätzen wir die Gefahr einer erneuten globalen Rezession als relativ gering ein; aus den oben genannten Entwicklungen könnte für die Weltwirtschaft jedoch eine längere Phase unterdurchschnittlichen Wachstums resultieren.
Änderungen in der Gesetzgebung sowie bei Steuern oder Zöllen in einzelnen Ländern können den internationalen Handel ebenfalls stark beeinträchtigen und erhebliche Risiken für die BLG-Gruppe mit sich bringen. Jedoch ist aufgrund der eingangs zum Risikomanagement erwähnten und dargestellten Diversifikation keine grundsätzliche Bestandsgefährdung gegeben.
Der anhaltende Fachkräftemangel und eine überdurchschnittlich hohe Insolvenzanfälligkeit sowohl bei unseren Dienstleistern als auch von Kunden bei einfachen Transport- und Logistikdienstleistungen sind weitere allgemeine Risiken der BLG LOGISTICS.
Die Wachstumsmärkte in Asien, Afrika, Südamerika, den USA sowie Zentral- und Osteuropa sind mit Blick auf die weltweite Entwicklung der Fertigfahrzeuglogistik von besonderer Bedeutung. Diese Märkte haben das größte Potenzial, allerdings erschweren die Rahmenbedingungen in einigen Ländern dieser Regionen eine Ausweitung der dortigen Logistikgeschäfte.
Auch das Risiko der Verlagerung, insbesondere von Gütertransporten vom Nutzfahrzeug auf andere Verkehrsmittel, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Westeuropa ist der Hauptmarkt für die BLG-Gruppe. Durch die Öffnung Westeuropas zum Osten hin gelangen weiterhin vermehrt osteuropäische Transportkapazitäten in unseren Hauptmarkt. Dies führt zu einem harten Wettbewerb und Preisverfall. Darüber hinaus besteht eine Abhängigkeit vom Exportvolumen der Automobilindustrie in Europa nach Übersee. Hier haben vor allem die Märkte China, USA und Russland eine besondere Bedeutung.
Die Beschäftigung im Bereich der Autoteilelogistik (Geschäftsfeld Automotive) ist abhängig von der Produktion der ausländischen Werke der deutschen OEMs (Original Equipment Manufacturer), die über unsere Logistikzentren weltweit mit Teilen versorgt werden. Hier ist eine Tendenz zur Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden zu verzeichnen.
Für den Aufbau des Geschäftsfelds Windenergie wurden umfangreiche Investitionen getätigt. Der Geschäftsverlauf ist direkt abhängig von der verzögerten Entwicklung der Offshore-Windenergie-Branche.
Ein Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals ist von der Bereitstellung notwendiger Finanzmittel des Bundes abhängig. Sollte dieser Ausbau nicht erfolgen, besteht das Risiko, dass Feedervolumen insbesondere am Standort Hamburg verloren geht. Aus heutiger Sicht ist noch völlig offen, wann diese Mittel bereitgestellt werden können. Derzeit wird dies weder im Bundesverkehrswegeplan noch in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes berücksichtigt.
Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch einen Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Maut, andere verkehrslenkende Abgaben sowie fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.
Die durch den Russland-Ukraine-Konflikt ausgelösten Handelsembargos führen insbesondere für den Geschäftsbereich AUTOMOBILE zu wirtschaftlichen Einbußen. Speziell für die Aktivitäten in Russland führen diese Entwicklungen teilweise zu Verlusten in den dortigen Gesellschaften und haben Abwertungen auf das Engagement zur Folge. Inwieweit die weiteren Konflikte Auswirkungen auf die Entwicklung der BLG LOGISTICS im osteuropäischen Raum haben, kann noch nicht abschließend beurteilt und somit bewertet werden. Weitere Abwertungen liegen aber durchaus im Bereich des Möglichen. Das verantwortlich zuständige Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa innerhalb des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE legt hierauf einen besonderen Betrachtungsschwerpunkt.
Im Geschäftsfeld Windenergie hat sich durch die aktuelle politische und ökologische Diskussion, verbunden mit der Aussetzung weiterer Förderprojekte durch die Politik, die Auftragslage erheblich verschlechtert. Die BLG-Gruppe geht derzeit davon aus, dass es sich hierbei um eine Verschiebung für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren handelt. Sollte diese positive Einschätzung nicht eintreffen, drohen möglicherweise Wertkorrekturen auf die im Wesentlichen in den Jahren 2011 und 2012 vorgenommenen Investitionen.
Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel können zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern führen. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.
Für Risiken aus belastenden Verträgen wurden Risikovorsorgen getroffen. Die Höhe der Risiken kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf deutlich ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.
Wesentliche Risiken bei Verträgen ergeben sich aus der häufig nicht fristenkongruenten Deckung von Kundenverträgen in Verbindung mit der Anmietung von Immobilien. Kundenverträge haben in der Regel wesentlich kürzere Laufzeiten als Mietverträge für Immobilien.
Die nachträgliche Änderung von gegebenen Marktverhältnissen und damit verbundene Auswirkungen auf die mit den Kunden vereinbarten Logistikprozesse hat häufig Einfluss auf das mit dem Kunden vereinbarte Vertragsverhältnis. Dem Kunden angebotene Dienstleistungsportfolios und die kalkulierten Preise stimmen nicht mehr mit von den Kunden angefragten und beauftragten Leistungen überein. Dadurch resultierende Unterschiede führen in der Regel zu Risiken und somit auch zu Verlusten, die mit den Kunden nur in aufwendigen Nachverhandlungen geklärt werden können. Aufgrund der Vertragserfüllungs- und somit Leistungsverpflichtung wird während der Verhandlungen für den Kunden weitergearbeitet, da ansonsten weitere Risiken aus Schadenersatzverpflichtungen für Ausfallzeiten bestehen. Dieser Umstand und die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden an einigen Standorten führten auch im Geschäftsjahr 2015 insbesondere im Geschäftsfeld Industrielogistik (Übersee) und im Geschäftsfeld Handelslogistik zu erhöhten Risiken und negativen Planabweichungen.
Eine verschuldensunabhängige Haftung wird immer noch von vielen Kunden gefordert und hat in der Vergangenheit zu hohen Schadenersatzforderungen geführt. Wir stimmen solchen Klauseln in Verträgen nicht mehr zu.
In allen operativen Geschäftsbereichen ist durch die enge Kundenbindung und den kurzen, anspruchsvollen Vertragslaufzeiten sowie -konditionen, insbesondere zu einigen Großkunden, auf Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfragebzw. Produktlebenszyklen ein besonderes Augenmerk zu legen. Dies betrifft gegenwärtig vor allem die Geschäftsfelder Seehafenterminals und Industrielogistik (Übersee).
Aufgrund hoher Volumenschwankungen bei unseren Kunden kann es zu temporären Kapazitätsengpässen bei den Flächen und Hallen kommen. Durch proaktive Marktsondierungen sind uns zusätzliche Flächen- und Hallenkapazitäten bei Dritten bekannt; diese werden bei Bedarf kostenpflichtig angemietet.
Im Gegensatz dazu kann bei Minderauslastung der eigenen Kapazitäten in der Regel keine anderweitige Verwendung generiert werden. Dies führt zu einer Ergebnisbelastung aus nicht gedeckten Fixkosten.
Die Flächen, Hallen, Transport- und Umschlagsgeräte werden regelmäßig innerhalb fest definierter Intervalle gewartet und instandgesetzt. Dadurch ist eine dauerhafte Leistungssicherheit gegeben.
Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.
Es ist unser Ziel, die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur sowie der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren. Dafür wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.
Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHB-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) und sonstigen Leiharbeitnehmeranteil erreicht. Dadurch kann der Personalbedarf im gewissen Rahmen flexibel an die Geschäftsentwicklung angepasst werden. Die demografischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen grundsätzlich auch den Personalbestand und somit die Flexibilität und Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal beim GHB.
Diese Veränderungen können für den GHB zu nachhaltigen Defiziten führen, die durch die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen und somit im Wesentlichen auch durch die BLG LOGISTICS gegebenenfalls auszugleichen sind.
Forderungen der Arbeitnehmervertretungen zu strukturellen Veränderungen im Leiharbeitereinsatz hin zur Festanstellung führen zu erhöhten Grundkosten. Gleichzeitig ist eine grundsätzlich notwendige Kostenflexibilität zum Ausgleich von konjunkturellen Schwankungen nur noch in vermindertem Maße gegeben.
Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität der BLG LOGISTICS als Arbeitgeber und streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden.
Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven in der BLG-Gruppe durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Gruppengesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch die Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch frühzeitige Nachfolgeplanungen.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein; unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen. Ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich nur geringe Auswirkungen auf einzelne Geschäftsfelder.
Die sich häufenden globalen, aber auch speziellen Angriffe aus dem Internet (Cyberkriminalität) sind eine ständige Bedrohung und Gefahr für die BLG LOGISTICS. Durch den Einsatz modernster Antivirensoftware verbunden mit einer eigenen strukturierten IT-Organisation sieht sich die BLG LOGISTICS gut aufgestellt, diesen Risiken entgegenzuwirken. Eine permanente Überprüfung, Kontrolle, Aktualisierung und Anpassung dieser Strukturen und Systeme ist dafür eine wesentliche Voraussetzung.
Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich teilweise uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände
auf Managementebene ist die BLG-Gruppe zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.
Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.
Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, z. B. durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.
Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen / Leasing / Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.
Für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Banken wurden zwei bankenübliche Finanzkennzahlen, sogenannte Covenants, auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. Die Finanzkennzahlen werden halbjährlich zum Ende des Berichtszeitraums auf der Grundlage des jeweiligen Gruppenabschlusses bzw. Gruppenzwischenberichts überprüft.
Für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sehen die Bedingungen Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht. Sofern sich Abweichungen zu den vereinbarten Covenants ergeben, werden diese proaktiv mit den Banken behandelt.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten nicht eingehalten. In der Konsequenz ist ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und das Schuldscheindarlehen für den nächsten Zinszeitraum möglich. Für das Geschäftsjahr 2016 kann dies eine Erhöhung von 0,5 Prozent auf die
Ursprungsmarge, mit einer Auswirkung in der Bandbreite von TEUR 60 bis TEUR 400 bedeuten.
Für das Geschäftsjahr 2017 wird mit einer Auswirkung in der Bandbreite von TEUR 0 bis TEUR 2.000 gerechnet.
Das Zinsänderungsrisiko, dem die BLG-Gruppe ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.
Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten der BLG-Gruppe einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.
Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hegde-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.
Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte bzw. finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.
In der BLG LOGISTICS wird aus heutiger Sicht die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Finanzrisiken als gering eingeschätzt.
Weitere Angaben zum Management von Finanzrisiken finden sich im Anhang unter Nr. 39.
Sonstige Risiken, die die Entwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. Die wesentlichen Risiken der BLG-Gruppe resultieren aus den noch anhaltenden Staatsschuldenkrisen in den USA und Europa sowie den geopolitischen Unruhen mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft.
Die Risikostruktur der BLG LOGISTICS hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Auf Grundlage unseres Risikomanagementsystems und übereinstimmender Einschätzungen des Vorstands waren im Berichtszeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch auf Basis der Mittelfristplanung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung ableiten. Die Beurteilung des Gesamtrisikos ist ohne die Berücksichtigung kompensierender zukünftiger Chancen erfolgt.
Eine grundlegende Änderung unseres Geschäftsmodells ist aktuell nicht geplant. Ein strategischer Schwerpunkt wird auf den Ausbau der Aktivitäten im Geschäftsbereich CONTRACT gelegt. Unser Ziel ist es, profitabel in allen Geschäftsfeldern zu sein und weiter zu wachsen. Durch die Fortsetzung unserer Akquisitionstätigkeiten, die gezielte Bildung von Kooperationen sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften wollen wir bestehende Marktanteile ausbauen, neue Märkte erschließen und weitere Kunden gewinnen. Zusätzlich werden wir unsere Wertschöpfungsketten in den Geschäftsfeldern erweitern. Außerdem gilt es, insbesondere vor dem Hintergrund des abgelaufenen Geschäftsjahres durch konsequentes Prozessmanagement sowie stringentes Kostenmanagement die Produktivität in allen Bereichen deutlich zu verbessern und unsere Nachhaltigkeitsziele weiter fokussiert zu verfolgen.
Nach Einschätzung des IWF wird die Weltwirtschaft 2016 voraussichtlich auf ihrem Wachstumspfad bleiben. Die Risiken für die Weltwirtschaft werden hingegen weiter zunehmen. Maßgeblich für diese Entwicklung ist der schwierige Umbau der chinesischen Wirtschaft, der Ausstieg der USA aus der lockeren Geldpolitik, der Ölpreis-Verfall und die konjunkturelle Schwäche der Schwellenländer. Auch ist unklar, wie sich der Flüchtlingszustrom nach Europa auswirken wird. Zudem sind die politischen Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten weiterhin ungelöst.
Für das Jahr 2016 rechnen die Experten aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,4 Prozent. Für das Jahr 2017 wird eine Steigerung von über 3,6 Prozent prognostiziert.
Zu den tragenden Faktoren, die die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen, zählen die konjunkturelle Schwäche in den Schwellenländern, eine hohe Staatsverschuldung in wichtigen Volkswirtschaften, erhebliche Währungsschwankungen sowie die geopolitischen Unruhen. Als wichtigster Treiber für die weltweite Konjunkturentwicklung in den kommenden Jahren gilt weiterhin das strukturelle Wachstum in aufstrebenden Volkswirtschaften. Darüber hinaus dürften die globalen Megatrends Energie, Umwelt, Verkehr und Gesundheit langfristig für weitere starke Wachstumsimpulse sorgen.
Die moderate Erholung im Euroraum wird sich 2016 voraussichtlich fortsetzen, unterstützt von niedrigen Rohstoffpreisen, einer expansiven Geldpolitik und einem exportfördernden niedrigen Euro in Relation zum US-Dollar. Faktoren, die den Aufschwung gefährden können, sind die erforderlichen Reformen im Euroraum. Daneben stellen die regionalen Einzelentwicklungen innerhalb des Währungsgebiets, der Zustrom von Flüchtlingen sowie die Konjunkturentwicklung Chinas weitere Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung der europäischen Wirtschaft dar. Insgesamt prognostiziert der IWF für das laufende Jahr ein Plus von 1,6 Prozent.
Für Deutschland wird 2016 mit einem im Vergleich zum restlichen Europa stärkeren Wachstum gerechnet. Hierzu tragen der Aufschwung der privaten und staatlichen Konsumausgaben, die verbesserte Situation am Arbeitsmarkt, die steigenden Investitionen sowie der hohe Exportanteil bei. Als Risiken gelten vor allem die Flüchtlingsmigration, die Konjunkturabkühlung in China sowie eine Erhöhung der Leitzinsen. Experten rechnen für 2016 daher mit einem Zuwachs des deutschen BIP um 1,7 Prozent.
Logistikexperten erwarten, trotz der wirtschaftlichen Krisen im vergangenen Jahr, ein positives Jahr 2016 für die deutsche Logistikbranche.
Nach einem umsatzstarken Jahr 2015 (ca. EUR 240 Mrd.) wird für das laufende Jahr von einer weiteren Zunahme der Umsätze um ca. 2,2 Prozent ausgegangen. Bezüglich der Beschäftigungsentwicklung dürfte die Logistikbranche auch 2016 ein wichtiger Jobmotor bleiben. Die Zahl der Beschäftigten könne im kommenden Jahr sogar die 3-Millionen-Grenze überschreiten. Bundesweit erwarten die Logistikdienstleister eine stabile Kapazitätsauslastung, einen steigenden Auftragseingang im In- und Ausland sowie eine bessere Geschäftsentwicklung.
Nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran liegen für die Logistikbranche Wachstumsmöglichkeiten in den Nachholbedarfen des Landes vor, wenn die eingefrorenen Gelder wieder investiert werden können.
Die Dienstleister erwarten für 2016 einen Ausbau der Kapazitäten und weiteren Personalaufbau, wobei sich der Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte zuspitzen wird. So werden Personalmangel, Komplexität und Kostensteigerungen die Wirtschaft auch im Geschäftsjahr 2016 beeinflussen. Dem müssen die Logistiker aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft mit intensiverer Zusammenarbeit sowie vertikalen Kooperationen begegnen.
Hinsichtlich der Preisentwicklung im Güterverkehr ist in den kommenden Monaten mit einer Preiserhöhung zu rechnen. Gleichzeitig zeichnet sich für die meisten Verkehrsträger ein sinkendes Transportaufkommen ab.
Insgesamt wird von Logistikexperten für das Jahr 2016 dennoch ein ausgeglichenes Verhältnis von Preis- und Mengenanstieg erwartet. Die Perspektiven des Straßengüterverkehrs werden hierbei pessimistisch eingeschätzt. Dies gilt insbesondere für den Osteuropaverkehr. Hier wird von einem Rückgang im Transportaufkommen ausgegangen. Für den Schienengüterverkehr gehen die Experten in den kommenden Monaten von einem steigenden Transportaufkommen sowie höheren Preisen aus.
Für die Binnenschifffahrt werden über alle Märkte hinweg sinkende Mengen erwartet. Die Experten gehen für die Frachtraten von teilweise starken Preiserhöhungen aus. Bedingt durch die Wachstumsabschwächung Chinas und der Schwellenländer wird für die Seefrachten in allen Märkten ein sinkendes Transportaufkommen angenommen. Im Transportsegment der Seeschifffahrt wird in den kommenden Monaten mit sinkenden Seefrachtraten gerechnet. Lediglich für die Seefracht innerhalb Europas wird keine Veränderung erwartet.
Als wesentliche Faktoren der zukünftigen Branchenentwicklung gelten steigende Leistungs- und Qualitätsanforderungen der Kunden, die Sicherstellung von Nachhaltigkeitszielen, das sich infolge von innovativen Kommunikationstechnologien ändernde Konsumentenverhalten, die Logistik für Onlinehandel, eine vertikale Kooperation entlang der Wertschöpfungskette sowie ein anhaltender Kostendruck und damit verbunden die Notwendigkeit weiterer Prozessoptimierungen.
Die BLG-Gruppe sieht sich hierfür mit ihrem klaren Leistungsprofil sowie einer straffen Gruppenorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, gut positioniert.
Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wird der Export bestimmend für das Volumen in den Seehäfen bleiben. Für das Seehafenterminal Bremerhaven erwarten wir im Jahr 2016 ein Umschlagsvolumen in Höhe von 2,3 Mio. Fahrzeugen. Dabei gehen wir von einem nachhaltig hohen Exportvolumen der deutschen Premiumhersteller im US-Markt und einem konstanten Wachstum des chinesischen Marktes aus. Um dieses Wachstum bewältigen zu können, wurde im Seehafenterminal Bremerhaven in den Bau eines Autoregals investiert, welches im Oktober 2015 in Betrieb genommen worden ist. Auf fünf Ebenen finden insgesamt 7.050 Fahrzeuge Platz – das sind mehr als 6.000 zusätzliche Stellplätze. Für das Jahr 2016 gehen wir durch das zusätzliche Autoregal und eine konsequente Umsetzung definierter Maßnahmen im laufenden Prozess von einer signifikanten Verbesserung der Produktivitäten im Pkw-Umschlag aus.
Die Tendenz aus den Vorjahren, dass Importfahrzeuge nicht mehr oder nur noch mit geringer technischer Wertschöpfung in den Technikzentren bearbeitet werden, setzt sich in 2016 fort. Maßnahmen zur notwendigen Anpassung der Technikkapazitäten in Bremerhaven sind in der Planung 2016 unterstellt. Potenziale für technische Wertschöpfungen werden in Aktionierungen an Exportfahrzeugen erwartet. Um die erwarteten Ergebnisse aus den technischen Dienstleistungen erreichen zu können, ist ein Einsatz des Technikpersonals in allen Technikbereichen im Seehafenterminal Bremerhaven zwingend notwendig.
Im Segment High&Heavy gehen wir für das Seehafenterminal Bremerhaven aufgrund der anhaltend schwächeren Marktentwicklung von einem konstanten Volumen aus. Bestimmt wird das Umschlagsvolumen in diesem Segment aus Investitionsgütern für die Bauindustrie und für die Agrarwirtschaft.
In den Geschäftsfeldern Inlandterminals und Autotransporte wird das Volumen durch die Neuzulassungen von Pkws in Deutschland bestimmt. Hier erwarten wir für 2016 ähnliche Steigerungsraten wie im Vorjahr. Im Geschäftsfeld Inlandterminals sehen wir weitere Wachstumspotenziale durch eine effektivere Integration in das Netzwerk der BLG LOGISTICS für die Fertigfahrzeuglogistik. Im Geschäftsfeld Autotransporte erwarten wir ein schwieriges Marktumfeld. Durch den Wettbewerb osteuropäischer Transportunternehmen besteht ein permanenter Preisdruck, sodass Kostenerhöhungen nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden können. Demgegenüber stehen Kostenentlastungen aus der Einführung und weiteren Optimierung der IT-Systeme zur optimalen Kapazitätsplanung der Lkw-Transporte. Aufgrund des Selbsteintritts eines Großkunden in die speditionelle Abwicklung gestaltet sich das Marktumfeld weiterhin schwierig.
Im Geschäftsfeld der Bahntransporte ist der Zielbestand von 1.275 Waggons erreicht. Ein weiterer Aufbau von Waggonkapazitäten ist aktuell nicht geplant. Die Wettbewerbssituation für Bahntransporte von Fertigfahrzeugen wird sich im nächsten Jahr weiter fortsetzen. Wesentlicher Grund dafür ist, dass der Wettbewerb alte Waggons (Alter > 40 Jahre) noch nicht verschrottet hat und es deshalb zu temporären Überkapazitäten am Markt kommen kann. Diese Entwicklung verursacht einen erheblichen Preisdruck. Für das Jahr 2016 erwarten wir einen Abbau der Überkapazitäten und damit einhergehend eine Verbesserung des Marktumfelds für Bahntransporte. Das Transportvolumen wird über die Entwicklung des Exportvolumens in den Seehäfen bestimmt. Die Waggonkapazitäten der BLG AutoRail GmbH werden einerseits in hohem Maße für bestehende Kundenverträge genutzt und stehen andererseits für Spotverkehre zur Verfügung. Potenziale für 2016 werden in einer Umwandlung der Spotverkehre in Bestandsverkehre gesehen. Wir gehen von einer steigenden Auslastung der Waggonkapazitäten aus. Gute Potenziale werden durch eine weitere Akquisition von Reparaturaufträgen für Dritte in unserem Waggonservice- und Logistikzentrum in Falkenberg gesehen.
Im Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa entfallen durch den Eigeneintritt eines Großkunden logistische Aktivitäten in der Slowakei und in Tschechien. Für Russland rechnen wir mit einer leichten Mengensteigerung im Hafenumschlag. Der Geschäftsverlauf ist jedoch noch von dem starken Rückgang des Marktes für Neufahr-
zeuge der letzten Jahre geprägt. In Polen gehen wir von einer konstanten wirtschaftlichen Entwicklung aus. Für das Jahr 2016 werden die Aktivitäten am Standort Gioia Tauro dem Geschäftsfeld Süd-/Osteuropa zugeordnet. Durch Kooperationen mit anderen Reedern werden Potenziale für Regelverkehre nach Übersee erwartet.
Für den Geschäftsbereich CONTRACT gilt insgesamt, dass der Preisdruck seitens der Kunden auch im Geschäftsjahr 2016 bestehen bleibt.
Der wirtschaftliche Verlauf des Geschäftsfelds Industrie (Europa) wird im Bereich der Logistik für die Automobilindustrie im Wesentlichen durch die Entwicklung der Fahrzeugmärkte in China, Südafrika, Brasilien sowie den USA geprägt. Analog zu der Entwicklung des Exportvolumens im Bereich der Fertigfahrzeuge planen die Automobilproduzenten auch in 2016 mit hohen Steigerungsraten für die Teilelogistik. Mit unserem Geschäftsmodell werden wir an diesem Wachstum partizipieren und durch laufende Produktivitätsverbesserungen nachhaltig wettbewerbsfähige Kostenstrukturen erreichen. Wir gehen an allen Standorten von einer kontinuierlichen Geschäftsentwicklung aus.
In den USA sind die Herausforderungen für ein solides Wachstum unverändert groß. In Brasilien gehen wir für 2016 von einer anhaltenden Marktschwäche und einem nachhaltig niedrigen Volumen aus. Wir werden dementsprechend unser Engagement in Brasilien überprüfen. Für Südafrika erwarten wir bedingt durch ein höheres Volumen eine anhaltende positive Geschäftsentwicklung.
Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Handelslogistik ist auch im angefangenen Geschäftsjahr 2016 durch die anhaltenden Schwierigkeiten eines Großprojekts am Standort Bremen gekennzeichnet. Wir haben mit unserem Kunden entsprechende Gespräche aufgenommen. Wir sind optimistisch, dass wir in diesem Geschäftsjahr eine einvernehmliche Lösung für dieses Thema finden werden. Wir arbeiten im Geschäftsfeld Handelslogistik am Ausbau der Wertschöpfungstiefe unserer Geschäfte, um alle Standorte nachhaltig erfolgreich aufzustellen. In diesem Zusammenhang erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 für alle Standorte dieses Geschäftsfelds steigende Umsätze und Ergebnisse. Insbesondere durch den Einstieg in das Segment Sports & Fashion erwarten wir positive Ergebnisentwicklungen.
Für das Geschäftsfeld Windenergie sind in 2016 Geschäfte im begrenzten Umfang aus der Organisation von Landtransporten, der Einlagerung von Teilen, dem Verleih von Großgeräten und Beratungsleistungen geplant. Zurzeit befinden sich neue Windparks auf See in der abschließenden Projektierungsphase. Daher gehen wir zurzeit davon aus, in 2016 wieder logistische Aktivitäten für Schwerlastkomponenten der Offshore-Industrie durchzuführen und unsere vorgehaltenen Kapazitäten besser nutzen zu können.
Im Rahmen der Entwicklung eines Offshore-Terminals am Standort Bremerhaven haben wir die Rolle des Betreibers übernommen. Hierfür werden wir uns perspektivisch weitere Kapazitäten vorhalten.
Das Geschäftsfeld Seehafenlogistik ist durch ein nachhaltig schwaches Umschlagsvolumen geprägt. Nach der Einigung im Atomstreit liegen Chancen insbesondere in den Nachholbedarfen im Iran. Wir konnten bereits ein erstes Projekt für die Verpackung und Verschiffung von Anlageteilen in den Iran akquirieren. Durch das schwierige Marktumfeld gehen wir für dieses Segment von einem nur leichten Wachstum aus.
Des Weiteren werden im Geschäftsbereich CONTRACT in 2016 die Speditionstätigkeiten gebündelt. Durch die Integration der Speditionsaktivitäten in das Netzwerk der BLG LOGISTICS werden für das kommende Jahr gute Entwicklungsperspektiven gesehen.
Für die Containerreedereien besteht weiterhin hoher Wettbewerbsdruck, da das weltwirtschaftliche Wachstum nicht ausreichen wird, die Tonnage der Reeder vollkommen auszulasten und die strukturellen Probleme der Containerschifffahrt zu lösen. Nicht zuletzt hervorgerufen durch die große Zahl von Neubauten an Containerschiffen, ergeben sich für die Containerterminals Unsicherheiten.
Insbesondere kann sich hier die weitere Kooperation und Konzentration der Containerreedereien auswirken. Ein zusätzlicher Preisdruck auf die Terminals kann dabei nicht ausgeschlossen werden.
Die Globalisierung und der Welthandel bieten mittelund langfristig weiterhin gute Perspektiven für Logistikunternehmen und Containerterminal-Betreiber.
Durch eine stärkere weltwirtschaftliche Integration der Schwellenländer in Asien sowie Mittel- und Osteuropa und die Globalisierung rechnen wir damit, mittelfristig wieder angemessen von einem Aufschwung zu profitieren.
Das Geschäftsjahr 2016 steht für den EUROGATE-Konzern im Zeichen einer angemessenen Auslastung des EUROGATE Container Terminals in Wilhelmshaven. Die Auslastung soll 2016 gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden. Das Ergebnis wird dabei unverändert maßgeblich durch das Segment Containerterminals und, hier als wesentliche Einflussgrößen, die Umschlagsmengen und -raten beeinflusst.
Wir passen unsere Investitionsvorhaben stets den aktuellen Marktgegebenheiten an. Erweiterungsinvestitionen sowie Investitionen in Prozessoptimierungen sind im kommenden Jahr im Geschäftsbereich AUTOMOBILE für den Ausbau der Lkw-Flotte im Geschäftsfeld Autotransporte sowie für die Freiflächenüberdachung im Seehafenterminal Bremerhaven vorgesehen. Im Geschäftsbereich CONTRACT betreffen sie den Aufbau neuer Standorte und die Ausweitung von Bestandsgeschäften in den Geschäftsfeldern Industrie-, Handelsund Seehafenlogistik. Darüber hinaus sind in allen Geschäftsbereichen in 2016 notwendige Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Prozessoptimierungen in der Größenordnung von insgesamt etwa EUR 45 Mio. geplant.
Die Investitionen werden überwiegend fremdfinanziert.
Anfang 2016 setzte sich die Entwicklung des zweiten Halbjahres 2015 fort: Die schleppende konjunkturelle Erholung, eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China, die Auswirkungen der Flüchtlingsproblematik sowie Strukturanpassungen im Euroraum schränken das Wachstumspotenzial weiterhin ein. Geopolitische Unruhen wirken sich zudem dämpfend auf die Weltwirtschaft aus. Die konjunkturelle Entwicklung ist daher schwer einzuschätzen.
Für das Jahr 2016 erwarten wir ein Wachstum vor allem in den Geschäftsfeldern Industrie- und Handelslogistik des Geschäftsbereichs CONTRACT, weitere nachhaltige Innovationen unserer intermodalen Geschäftsaktivitäten sowie anhaltend hohe Fahrzeugexportvolumen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Der Geschäftsbereich CONTAINER wird nach unseren Erwartungen zum einen von dem starken Wettbewerb, zum anderen aber auch von der noch nicht erreichten Vollauslastung des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven geprägt sein.
Unser Ziel ist klar definiert: profitables Wachstum verbunden mit stringentem Kostenmanagement.
Wir gehen davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsbereich CONTRACT zwischen 10 bis 15 Prozent, im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zwischen 5 bis 10 Prozent sowie im Geschäftsbereich CONTAINER zwischen 2 bis 5 Prozent steigen wird. Diese Umsatzsteigerungen sollten sich in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT mit Steigerungen in vergleichbarer Höhe des EBT auswirken. Die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Geschäftsbereichen wirken sich auf das Ergebnis aus. Angesichts der zuvor beschriebenen Perspektiven für den Geschäftsbereich CONTAINER und der planmäßig noch zu erwartenden Anlaufverluste bei stabilen Umschlagsmengen des EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven ist für das Jahr 2016 von einem leichten Rückgang des EBT für diesen Geschäftsbereich auszugehen. Wir erwarten einen weiteren Anstieg des Gruppenumsatzes auf etwa EUR 1,1 Mrd. und ein EBT in der Bandbreite von EUR 30,0 Mio. bis EUR 32,0 Mio.
Vor diesem Hintergrund wollen wir unseren Aktionären eine attraktive Dividendenrendite bieten. Wir streben weiterhin an, die Dividende marktkonform zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.
Dieser Jahresbericht wurde auf Basis des Deutschen Rechnungslegungsstandards 20 (DRS 20) in der derzeit gültigen Fassung erstellt. Er enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BLG-Gruppe, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen", "erwarten" oder ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.
EUR 1,1 Mrd. Umsatzerlöse
EUR 30 - 32 Mio. Gruppen-EBT
| TEUR | Konzernanhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7 | 938.605 | 882.760 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 46.679 | 40.055 |
| Materialaufwand | 9 | -461.775 | -440.994 |
| Personalaufwand | 10 | -316.595 | -277.948 |
| Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 11 | -32.801 | -32.117 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 12 | -170.324 | -164.905 |
| Erträge aus langfristigen Finanzforderungen | 13 | 167 | 264 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13 | 1.176 | 1.074 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 13 | -7.066 | -8.643 |
| Erträge aus at Equity einbezogenen Unternehmen | 14 | 31.557 | 31.101 |
| Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen | 14 | 103 | 26 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen | 15 | 0 | -545 |
| Ergebnis vor Steuern | 29.726 | 30.128 | |
| Ertragsteuern | 16 | -2.752 | -7.673 |
| Gruppenjahresüberschuss | 26.974 | 22.455 | |
| Vom Gruppenjahresüberschuss entfallen auf: | |||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT | |||
| –Aktiengesellschaft von 1877– | 1.702 | 1.673 | |
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | 23.291 | 19.438 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 1.981 | 1.344 | |
| 26.974 | 22.455 | ||
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) | 17 | EUR 0,44 | EUR 0,44 |
| davon aus fortgeführten Aktivitäten | EUR 0,44 | EUR 0,44 | |
| Dividende der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– |
18 | EUR 0,40 | EUR 0,40 |
| TEUR | Konzernanhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Gruppenjahresüberschuss Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern |
26.974 | 22.455 | |
| Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden | 19 | ||
| Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen | 5.856 | -18.397 | |
| Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert wer den |
-928 | 2.860 | |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden |
4.578 | -15.534 | |
| 9.506 | -31.071 | ||
| Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können | 19 | ||
| Währungsumrechnung | -2.036 | -2.041 | |
| Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten | 718 | -944 | |
| Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können |
-112 | 157 | |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können |
-656 | -5.714 | |
| -2.086 | -8.542 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 7.420 | -39.613 | |
| Gruppengesamtergebnis | 34.394 | -17.158 | |
| Vom Gruppengesamtergebnis entfallen auf: | |||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT | |||
| –Aktiengesellschaft von 1877– | 1.702 | 1.673 | |
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | 30.730 | -20.147 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 1.962 | 1.316 | |
| 34.394 | -17.158 | ||
| TEUR | Konzernanhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 20 | ||
| Firmenwerte | 16.879 | 5.973 | |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 33.422 | 9.526 | |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 4.174 | 5.915 | |
| 54.475 | 21.414 | ||
| Sachanlagen | 21 | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
195.411 | 181.686 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 71.960 | 70.611 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.240 | 17.205 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 734 | 6.321 | |
| 286.345 | 275.823 | ||
| Finanzanlagen | 22 | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 343 | 343 | |
| Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden | 123.693 | 119.431 | |
| Sonstige Finanzanlagen | 143 | 3.718 | |
| 124.179 | 123.492 | ||
| Langfristige Finanzforderungen | 23 | 6.325 | 6.265 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 25 | 20 | 5 |
| Latente Steuern | 16 | 1.236 | 2.446 |
| 472.580 | 429.445 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 24 | 7.351 | 4.904 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 25 | 181.959 | 170.909 |
| Sonstige Vermögenswerte | 23,25 | 50.352 | 55.624 |
| Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 26 | 1.904 | 2.712 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 27 | 15.935 | 11.724 |
| 257.501 | 245.873 | ||
| 730.081 | 675.318 |
| TEUR | Konzernanhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 28 | ||
| Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– |
|||
| Gezeichnetes Kapital | 9.984 | 9.984 | |
| Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 998 | 998 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 6.749 | 6.583 | |
| Bilanzgewinn | 1.521 | 1.521 | |
| 19.252 | 19.086 | ||
| Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | |||
| Kommanditkapital | 51.000 | 51.000 | |
| Kapitalrücklage | 50.182 | 50.182 | |
| Gewinnrücklagen | 192.562 | 184.651 | |
| Sonstige Rücklagen | -40.134 | -49.640 | |
| Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten | -3.308 | -3.847 | |
| Fremdwährungsausgleichsposten | -10.383 | -7.932 | |
| Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften | -63.024 | -67.951 | |
| Bilanzgewinn | 10.687 | 20.421 | |
| 187.582 | 176.884 | ||
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 7.198 | 6.621 | |
| 214.032 | 202.591 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) | 29 | 191.651 | 150.120 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 30 | 29.730 | 14.029 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 31 | 2.453 | 809 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 34 | 249 | 42 |
| Langfristige Rückstellungen | 32 | 50.643 | 54.545 |
| Latente Steuern | 16 | 7.731 | 1.940 |
| 282.457 | 221.485 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33 | 77.118 | 78.981 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 30 | 100.177 | 114.477 |
| Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand | 31 | 85 | 16 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 34 | 35.043 | 32.961 |
| Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern | 35 | 8.857 | 8.999 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 36 | 12.312 | 15.808 |
| 233.592 | 251.242 | ||
| 730.081 | 675.318 | ||
| AUTOMOBILE | CONTRACT | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten |
461.616 | 448.359 | 478.842 | 436.861 |
| Intersegmenterlöse | 737 | 1.632 | 1.116 | 828 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | 18 | -950 | -324 | 3.676 |
| EBITDA | 33.088 | 29.906 | 18.921 | 23.713 |
| Abschreibungen | -14.585 | -14.571 | -17.235 | -16.494 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 18.503 | 15.335 | 1.686 | 7.219 |
| in % vom Umsatz | 4,0 % | 3,4 % | 0,4 % | 1,7 % |
| Zinserträge | 145 | 66 | 1.153 | 1.117 |
| Zinsaufwand | -5.537 | -5.689 | -6.940 | -5.662 |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | 7 | 6 | 0 | 9 |
| Segmentergebnis (EBT) | 13.118 | 9.718 | -4.101 | 2.683 |
| Andere Informationen | ||||
| Andere nicht zahlungsunwirksame Vorgänge | -691 | -406 | 98 | -925 |
| Wertminderungen | -888 | -1.908 | -12 | -886 |
| Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden | 4.300 | 6.989 | 1.774 | 4.091 |
| Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte | 5.084 | 5.972 | 11.795 | 0 |
| Segmentvermögen | 285.783 | 253.078 | 290.243 | 247.898 |
| Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
30.324 | 14.076 | 6.530 | 11.619 |
| Segmentschulden | 144.950 | 147.110 | 139.088 | 138.017 |
| Eigenkapital | 54.033 | 42.412 | 26.737 | 34.381 |
| Mitarbeiter | 2.638 | 2.431 | 4.280 | 3.771 |
1 Die Mitarbeiterzahl betrifft die entsprechend der Beteiligungsquote (50 %) einbezogenen Mitarbeiter.
| CONTAINER | Summe der berichtspflichtigen Segmente |
Überleitung | Gruppe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | |
| 295.661 | 283.009 | 1.236.119 | 1.168.229 | -297.514 | -285.469 | 938.605 | 882.760 | |
| 2.904 | 3.333 | 4.757 | 5.793 | -4.757 | -5.793 | 0 | 0 | |
| -2.112 | 120 | -2.418 | 2.846 | 33.975 | 27.710 | 31.557 | 30.556 | |
| 71.949 | 67.051 | 123.958 | 120.670 | -55.811 | -51.146 | 68.147 | 69.524 | |
| -28.525 | -28.677 | -60.345 | -59.742 | 27.544 | 27.625 | -32.801 | -32.117 | |
| 43.424 | 38.374 | 63.613 | 60.928 | -28.267 | -23.521 | 35.346 | 37.407 | |
| 14,7 % | 13,6 % | 5,1 % | 5,2 % | k.A. | k.A. | 3,8 % | 4,2 % | |
| 2.650 | 3.184 | 3.948 | 4.367 | -2.605 | -3.029 | 1.343 | 1.338 | |
| -6.726 | -7.493 | -19.203 | -18.844 | 12.137 | 10.201 | -7.066 | -8.643 | |
| 707 | 717 | 714 | 732 | -611 | -706 | 103 | 26 | |
| 40.055 | 34.782 | 49.072 | 47.183 | -19.346 | -17.055 | 29.726 | 30.128 | |
| -4.267 | -1.007 | -4.860 | -2.338 | 4.639 | 1.016 | -221 | -1.322 | |
| -480 | -985 | -1.380 | -3.779 | 480 | 985 | -900 | -2.794 | |
| 75.763 | 83.091 | 81.837 | 94.171 | 41.856 | 25.260 | 123.693 | 119.431 | |
| 512 | 512 | 17.391 | 6.484 | -512 | -512 | 16.879 | 5.972 | |
| 400.376 | 406.395 | 976.402 | 907.371 | -373.155 | -356.644 | 603.247 | 550.727 | |
| 8.813 | 19.197 | 45.667 | 44.892 | -8.382 | -18.674 | 37.285 | 26.218 | |
| 179.983 | 188.856 | 464.021 | 473.983 | -197.421 | -187.443 | 266.600 | 286.540 | |
| 194.682 | 185.306 | 275.452 | 262.099 | -61.420 | -59.508 | 214.032 | 202.591 | |
| 1.5711 | 1.602 1 | 8.489 | 7.804 | -1.322 | -1.379 | 7.167 | 6.425 | |
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– |
||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | ||||
| Gezeichnetes | Gewinn | |||
| Kapital | rücklagen | Bilanzgewinn | Summe | |
| Stand zum 1. Januar 2014 | 9.984 | 7.444 | 1.521 | 18.949 |
| Veränderungen im Geschäftsjahr | ||||
| Gruppenjahresüberschuss | 0 | 137 | 1.536 | 1.673 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gruppengesamtergebnis | 0 | 137 | 1.536 | 1.673 |
| Dividenden/Entnahmen | 0 | 0 | - 1.536 | - 1.536 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2014 | 9.984 | 7.581 | 1.521 | 19.086 |
| Veränderungen im Geschäftsjahr | ||||
| Gruppenjahresüberschuss | 0 | 166 | 1.536 | 1.702 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gruppengesamtergebnis | 0 | 166 | 1.536 | 1.702 |
| Dividenden/Entnahmen | 0 | 0 | - 1.536 | - 1.536 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2015 | 9.984 | 7.747 | 1.521 | 19.252 |
I. Einbezogenes Kapital der
III.
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
II. Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Summe 5.893 241.628 |
Summe 216.786 |
Bilanzgewinn 19.591 |
Bilanz ergebnis einbezogener Gesell schaften - 62.074 |
Fremd währungs ausgleichs posten - 1.167 |
Rücklage aus der Zeit wertbe wertung von Finanz instrumenten - 2.053 |
Sonstige Rücklagen - 18.600 |
Gewinn rücklagen 179.907 |
Kapital rücklage 50.182 |
Kommandit kapital 51.000 |
| 1.344 22.455 |
19.438 | 20.421 | - 3.713 | 0 | 0 | 0 | 2.730 | 0 | 0 |
| - 28 - 39.613 |
- 39.585 | 0 | 0 | - 6.751 | - 1.794 | - 31.040 | 0 | 0 | 0 |
| 1.316 - 17.158 |
- 20.147 | 20.421 | - 3.713 | - 6.751 | - 1.794 | - 31.040 | 2.730 | 0 | 0 |
| - 752 - 21.879 |
- 19.591 | - 19.591 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 164 | - 164 | 0 | - 2.164 | -14 | 0 | 0 | 2.014 | 0 | 0 |
| 6.621 202.591 |
176.884 | 20.421 | - 67.951 | - 7.932 | - 3.847 | - 49.640 | 184.651 | 50.182 | 51.000 |
| 1.981 26.974 |
23.291 | 10.687 | 5.570 | 0 | 0 | 0 | 7.034 | 0 | 0 |
| - 19 | 7.439 | 0 | 0 | - 2.606 | 539 | 9.506 | 0 | 0 | 0 |
| 1.962 34.394 |
30.730 | 10.687 | 5.570 | - 2.606 | 539 | 9.506 | 7.034 | 0 | 0 |
| - 1.385 - 23.342 |
- 20.421 | - 20.421 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 389 | 0 | -643 | 155 | 0 | 0 | 877 | 0 | 0 |
| 7.198 214.032 |
187.582 | 10.687 | - 63.024 | - 10.383 | - 3.308 | - 40.134 | 192.562 | 50.182 | 51.000 |
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 29.726 | 30.128 |
| Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen |
32.801 | 32.660 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1.151 | -1.258 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | -31.557 | -31.101 |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | -103 | -26 |
| Zinsergebnis | 5.723 | 7.305 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -221 | -1.322 |
| 35.218 | 36.386 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -3.243 | -19.410 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | 856 | 14.489 |
| Veränderung der Vorräte | -1.856 | -540 |
| Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1.713 | 567 |
| Veränderung der Rückstellungen | -9.134 | 9.571 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -4.811 | 7.550 |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | -1.410 | -1.376 |
| -17.885 | 10.851 | |
| Einzahlungen für Zinsen | 1.343 | 1.298 |
| Auszahlungen für Zinsen | -5.101 | -6.658 |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | -2.841 | -7.354 |
| -6.599 | -12.714 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 10.734 | 34.523 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögenswerte | 2.356 | 2.320 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte | -37.285 | -26.218 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | 3.599 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -12.578 | -4.336 |
| Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | -64 | 0 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 1.794 | -677 |
| Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel | -9.625 | 0 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden | 45.172 | 38.976 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.631 | 10.065 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner | 482 | 463 |
| Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner | -1.256 | -888 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | -23.342 | -21.879 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Schuldscheindarlehen | 0 | -31.000 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 70.400 | 40.031 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -30.036 | -18.016 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen | 0 | -20.000 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen | 175 | 163 |
| Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten | 1.126 | 0 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -322 | -232 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 17.227 | -51.358 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 21.330 | -6.770 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen | -938 | -512 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres | -36.707 | -29.425 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | -16.315 | -36.707 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | ||
| Liquide Mittel | 15.935 | 11.724 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -32.250 | -48.431 |
| -16.315 | -36.707 | |
An der Spitze der BLG-Gruppe (BLG LOGISTICS) stehen mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG AG) und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, (BLG KG) zwei Unternehmen, die aufgrund der Organidentität und der besonderen Eigentümerstruktur rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbunden sind. Da die BLG AG eine Beherrschung der BLG KG i. S. d. IFRS 10 als nicht gegeben ansieht, erstellt sie gemeinsam mit der BLG KG einen freiwilligen Gruppenabschluss (kombinierter Abschluss) unter der Bezeichnung BLG LOGISTICS mit der BLG AG und der BLG KG als einheitliches Mutterunternehmen.
Der Gruppenabschluss der BLG LOGISTICS für das Geschäftsjahr 2015 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2015 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie unter Erläuterung Nummer 6 dargestellt, sind für alle im Gruppenabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Gruppengesellschaften angewendet worden.
Die Geschäftsjahre der BLG AG und der BLG KG sowie deren einbezogener Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Gruppenabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag der aufstellenden Gesellschaften.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragenen Gesellschaften BLG AG und BLG KG haben ihren Sitz in Bremen/Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.
Der Gruppenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.
Der Gruppenabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorie "Available for Sale", sofern für solche Finanzinstrumente die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden können.
Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Gruppenabschluss ausgewiesenen Werte haben können.
Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Gruppenabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Erläuterungen enthalten:
Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, betreffen insbesondere folgende Erläuterungen:
Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.
Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente der Gruppe werden basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren in verschiedene Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, die wie folgt definiert sind:
Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in Erläuterung Nummer 39 Finanzinstrumente enthalten.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat die Gruppe die folgenden neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2015 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:
| Standards/ Interpretationen |
Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Standards | |||||
| 1. Januar 2015 | |||||
| Interpretationen IFRIC 21 Abgaben� |
17. Juni 2014 |
Die neuen/überarbeiteten und für die BLG LOGISTICS relevanten Standards und Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist insoweit nicht erfolgt.
Soweit Vorjahresbeträge nicht vergleichbar mit den Beträgen des Berichtsjahres sind oder gemäß IAS 8.42 korrigiert wurden, sind die Angaben hierzu in den jeweiligen Erläuterungen enthalten.
Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden:
| Standards | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab1 |
Übernahme durch EU-Kommission |
|---|---|---|
| IFRS 9 'Finanzinstrumente' | 1. Januar 2018 | Nein |
| Änderungen zu IFRS 10 'Konzernabschlüsse', IFRS 12 'Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen' und IAS 28 'Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen' (Anwendung der Ausnahme vorschrift zur Konsolidierung) |
1. Januar 2016 | Nein |
| Änderungen zu IFRS 10 'Konzernabschlüsse' und IAS 28 'Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemein schaftsunternehmen' (Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture) |
offen | Nein |
| Änderungen zu IFRS 11 'Gemeinsame Vereinbarungen' (Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaft lichen Tätigkeiten) |
1. Januar 2016 | Ja |
| IFRS 15 'Umsatzrealisierung bei Verträgen mit Kunden' | 1. Januar 2018 | Nein |
| IFRS 16 'Leasingverhältnisse' | 1. Januar 2019 | Nein |
| Änderungen zu IAS 1 'Darstellung des Abschlusses' im Rahmen der Initiative zur Verbesserung von Angabe pflichten (Disclosure Initiative) |
1. Januar 2016 | Ja |
| Änderungen zu IAS 7 'Kapitalflussrechnung' im Rahmen der Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten (Disclosure Initiative) |
1. Januar 2017 | Nein |
| Änderungen zu IAS 12 'Ertragsteuern' (Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten) |
1. Januar 2017 | Nein |
| Änderungen zu IAS 16 'Sachanlagen' und IAS 38 'Immaterielle Vermögenswerte' (Klarstellung zu zulässigen Abschreibungsmethoden) |
1. Januar 2016 | Ja |
| Änderungen zu IAS 16 'Sachanlagen' und IAS 41 'Landwirtschaft' (Fruchttragende Gewächse) |
1. Januar 2016 | Ja |
| Änderungen zu IAS 19 'Leistungen an Arbeitnehmer' (Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge) |
1. Februar 2015 | Ja |
| Änderungen zu IAS 27 'Einzelabschlüsse' (Equity-Methode in Einzelabschlüssen) |
1. Januar 2016 | Ja |
| diverse Standards: Annual Improvements Project 2010-12 |
1. Februar 20152 | Ja |
| diverse Standards: Annual Improvements Project 2012-14 |
1. Januar 2016 | Ja |
1 Erstanwendungszeitpunkt laut EU-Recht, soweit bereits in EU-Recht übernommen.
2 Unabhängig vom Erstanwendungszeitpunkt sind die Änderungen an IFRS 2 und IFRS 3 auf Transaktionen anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 stattgefunden haben.
BLG LOGISTICS plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Gruppenabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit der Gruppe relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen der Gruppe haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden oder die Darstellung der Ertragslage im Gruppenabschluss werden sich hieraus jedoch mit folgenden Ausnahmen nicht ergeben:
IFRS 15 'Umsatzrealisierung bei Verträgen mit Kunden': IFRS 15 ersetzt die bisher bestehenden Standards und Interpretationen zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 'Umsatzerlöse' und IAS 11 'Fertigungsaufträge', und setzt einheitliche Grundprinzipien fest, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Dies betrifft insbesondere die Bestimmung der Höhe und des Zeitpunkts bzw. Zeitraums der Realisierung von Umsatzerlösen, die künftig in fünf Schritten erfolgen sollen. Neben dem Fünf-Stufen-Modell enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen wie z. B. der Abbildung von Vertragskosten und Vertragsänderungen. Die BLG-Gruppe erbringt Logistikdienstleistungen. Die Erbringung der Dienstleistungen erfolgt nach vorläufiger Einschätzung zeitraumbezogen, da die Kunden den Nutzen gleichzeitig mit der Leistungserbringung erhalten und verbrauchen, d.h., ein anderes Unternehmen muss die Leistungen nicht erneut erbringen, wenn es die Leistungsverpflichtung übernimmt. Die BLG-Gruppe geht deshalb davon aus, dass sich aus der Erstanwendung des IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen ergeben werden.
IFRS 16 'Leasingverhältnisse': Der Standard ersetzt die heute geltenden Bestimmungen von IAS 17 'Leasingverhältnisse' und die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4 'Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält', SIC 15 'Operating-Leasingverhältnisse – Anreize' und SIC 27 'Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen'. Wesentliche Zielsetzung des neuen Standards ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz auszuweisen.
Leasingnehmer müssen dementsprechend zukünftig für alle Leasingverhältnisse zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der Verpflichtung zur Leistung von Leasingzahlungen in ihrer Bilanz erfassen. Gleichzeitig ist ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert zu aktivieren, das beim erstmaligen Ansatz der Höhe der Leasingverbindlichkeit, angepasst um geleistete Leasingvorauszahlungen, erhaltene Leasinganreize und direkt zurechenbare Kosten sowie Schätzwerte für Kosten der Wiederherstellung, Beseitigung und Demontage, entspricht. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungs-Leasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird. Hierdurch ergeben sich grundsätzlich höhere Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert bestehen Bilanzierungswahlrechte.
Die Regelungen des neuen Standards für Leasinggeber entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die BLG-Gruppe befindet sich derzeit noch in einem sehr frühen Stadium der Einführung von IFRS 16. Die Anwendung des neuen Standards wird voraussichtlich zu einer deutlichen Bilanzverlängerung führen. Der exakte Umfang der Auswirkungen des Standards auf den Gruppenabschluss ist noch zu ermitteln.
Der Vorstand der BLG AG hat den Gruppenabschluss am 22. März 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Gruppenabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Gruppenabschluss billigt.
Die BLG-Gruppe ist als internationaler Seehafen- und Logistikdienstleister mit den operativen Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER für ihre Kunden aus Industrie und Handel in über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nordund Südamerika, Afrika und Asien vertreten.
Das Leistungsspektrum reicht von Seehafenterminals in Europa bis hin zum komplexen internationalen Supply Chain Management mit Value Added Services.
Die Leistung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE umfasst Hafenumschlag, Lagerung, technische Bearbeitung, Transporte per Straße, Schiene und Binnenschiff, Supply Chain Management und speditionelle Services sowie die gesamte administrative Fahrzeugabwicklung inklusive Dokumentation und Zollabfertigung. Hinzu kommt der Umschlag von schweren oder sperrigen Gütern wie landwirtschaftlichen Maschinen, Bussen und Lkw, Transformatoren oder Lokomotiven und Waggons.
Das europäische Netzwerk umfasst Autoterminals an Nord- und Ostsee, am Mittelmeer, an Rhein und Donau sowie im Binnenland. Die BLG ist bereits mit mehreren See- und Binnenterminals in Polen, Russland und in der Ukraine vertreten. Aufgrund von Insourcing durch die Kunden mussten die Aktivitäten in Tschechien und in der Slowakei im Laufe des Jahres 2015 eingestellt werden.
Die Autoterminals an der See und an den Flüssen verfügen über Lkw-, Eisenbahn- und Wasseranschluss. Die Terminals im Binnenland bieten kurze Wege zum europäischen Autobahnnetz, haben eigene Bahnanschlüsse und überwiegend eine direkte Anbindung an die Wasserstraßen. Mit dem Netzwerk werden zuverlässige Logistikketten gestaltet – von den Automobilherstellern in allen Teilen der Welt bis zu den Autohändlern in den jeweiligen Bestimmungsländern. Ergänzend dazu werden in den Terminals Technikzentren für die Pre-Delivery-Inspection (PDI) und weitere technische Dienstleistungen, wie z. B. Sondereinbauten und Umrüstungen, betrieben. Das gesamte Leistungsspektrum ist zertifiziert.
Der Geschäftsbereich CONTRACT entwickelt kundenindividuelle Logistiklösungen. Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik, Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik sowie die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen. In diesem Geschäftsbereich sind auch die logistischen Aktivitäten für die Offshore-Windindustrie gebündelt. Im Geschäftsjahr 2015 wurde zudem durch den Erwerb von 51 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, (vormals MOTEX Mode-Textil-Service Logistik und Management GmbH, Hörsel) der Grundstein für den Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik gelegt.
Das Geschäftsfeld Industrielogistik bildet alle logistischen Aktivitäten in den Bereichen B2B (business to business) und B2C (business to customer) ab. Im Segment der Automobilproduzenten umfasst dieses neben der Beschaffungslogistik von den Zulieferern und der Versorgung der Produktionslinien auch Verpackung und Versand. Komplexe Systemdienstleistungen sichern die zuverlässige Versorgung der Montagelinien im In- und Ausland. Die BLG stellt dabei das Bindeglied zwischen Hersteller und Zulieferer dar. Consolidation Center und Lieferanten-Logistikzentren sind die Drehscheiben der weltweiten Dienstleistungen. Mit Vormontagen von Fahrzeugkomponenten und produktionsnahen Arbeitsprozessen agiert die BLG als verlängerte Werkbank der Automobilhersteller.
In Industrieunternehmen anderer Branchen gestaltet und optimiert die BLG komplexe Warenflüsse rund um die Produktion. Das Leistungsangebot umfasst zudem die Ver- und Entsorgung von Fertigungslinien, On-Site-Logistik zur optimalen Gestaltung der innerbetrieblichen Warenströme, Leergut-Management und komplexe Montagen.
Im Geschäftsfeld Handelslogistik werden Konzeption, Implementierung, Management und Durchführung komplexer logistischer Prozesse für Handelsunternehmen realisiert. Dabei steht die BLG für transparente und zuverlässige Abläufe sowie die Optimierung von Waren- und Informationsflüssen. Individuelle innovative Lösungen für renommierte Kunden sichern umfassende Informationen und Warenbewegungen durch eigene IT-Kompetenz. Am Standort Frankfurt hat die BLG als erstes Unternehmen in Europa ein robotergestütztes
Logistikkonzept eingesetzt und dafür, gemeinsam mit dem Kunden, den Deutschen Logistik-Preis 2015 erhalten. Darüber hinaus umfasst das Geschäftsfeld Handelslogistik den Umschlag und die Lagerung von Kühl- und Tiefkühlgütern am Containerterminal Bremerhaven sowie alle dazugehörigen Dienstleistungen.
Das Geschäftsfeld Hafenlogistik betreibt multifunktionale Terminals in Bremen, in denen maßgeschneiderte Logistiklösungen für Güter mit besonderen Anforderungen angeboten werden. Hierzu zählen insbesondere der Umschlag, die Lagerung und die sachgerechte Behandlung von Stahl- und Forstprodukten, Röhren, Blechen und Projektladungen. In dieses Geschäftsfeld ist die Logistik für die Offshore-Windenergie integriert. Hier werden kundenindividuelle, ganzheitliche Logistiksysteme entwickelt, um die Supply Chain von Windenergieanlagen und deren Komponenten von der Produktion bis zur Installation auf See über sämtliche Wertschöpfungsstufen zu koordinieren und zu steuern.
Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, entwickelt, an dem die BLG 50 Prozent der Geschäftsanteile hält. EUROGATE hat eigene Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden nach der Equity-Methode in den Gruppenabschluss einbezogen.
Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. EUROGATE betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, an den italienischen Standorten La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno, in Lissabon, Portugal, in São Paulo, Brasilien, sowie in Tanger, Marokko, und Ust-Luga, Russland. Ferner ist EUROGATE an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.
Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.
Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der Beherrschung, der gemeinsamen Führung oder des wesentlichen Einflusses.
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die von der BLG LOGISTICS beherrscht werden.
Die BLG LOGISTICS beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement gegeben ist und die Verfügungsgewalt über die Beteiligung zur Beeinflussung der Höhe der Rendite eingesetzt werden kann.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen sind in den Gruppenabschluss einbezogen.
Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IFRS 10 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften der BLG LOGISTICS aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert (siehe Erläuterung Nummer 4).
Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Gruppenanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert beziehungsweise passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben beziehungsweise aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nummer 6).
Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.
Die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen umfassen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen liegen bei Vereinbarungen vor, bei denen die BLG LOGISTICS die gemeinschaftliche Führung mit mindestens einem Partnerunternehmen ausübt, wobei der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten der Vereinbarung Rechte an deren Nettovermögen zustehen. Dies betrifft insbesondere den Geschäftsbereich CONTAINER, der über die Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, at Equity einbezogen wird.
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen BLG LOGISTICS einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat, aber keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung ausübt.
Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf die BLG-Gruppe entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochterunternehmen.
Nicht beherrschende Anteile an erworbenen Unternehmen werden anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern der BLG-Gruppe behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten gemäß IAS 39 oder, sofern die Marktwerte nicht zuverlässig ermittelbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.
Wenn die BLG-Gruppe entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.
Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne beziehungsweise Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Die Auswirkungen gruppeninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlageund Vorratsvermögen werden eliminiert. Gruppeninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.
Der Gruppenabschluss umfasst neben der BLG AG und der BLG KG die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen.
Vier Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at Equity in den Gruppenabschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung sind. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist die Bilanzsumme. Die kumulierte Bilanzsumme der vier at Equity einbezogenen Gesellschaften betrug in 2015 TEUR 1.168.
| Konsolidierungskreis | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen | |||
| Inländisch | 19 | 17 | 2 |
| Ausländisch | 12 | 11 | 1 |
| Anzahl der at Equity bilanzierten Unternehmen | |||
| Inländisch | 37 | 36 | 1 |
| Ausländisch | 16 | 18 | -2 |
Insgesamt werden 15 Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht voll konsolidiert. Es handelt sich hierbei um Komplementärgesellschaften mit nur geringer Geschäftstätigkeit, eine Zwischenholding ohne Geschäftstätigkeit sowie eine Gesellschaft in Liquidation. Diese Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den Gruppenabschluss einbezogen. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist das Jahresergebnis. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Tochterunternehmen beträgt TEUR 241.
Das folgende Schaubild gibt einen Überblick über die Gruppenstruktur mit den direkten Beteiligungen der BLG KG in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und dem at Equity einbezogenen Geschäftsbereich CONTAINER.
Eine vollständige Aufstellung der Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Gruppenanhang auf S. 165 f. beigefügt.
Im Folgenden werden die Änderungen im Konsolidierungskreis sowie die Annahmen zur Beherrschung bei Gesellschaften dargestellt, bei denen die Beteiligungsquote 50 Prozent nicht überschreitet.
Die Anteile an der BLG AutoRail GmbH werden von der BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG gehalten. Durch gesellschaftsvertragliche Stimmrechtsbindungen übt die BLG LOGISTICS die Kontrolle über diese Gesellschaft aus. Die Gesellschaft wird daher durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.
Die BLG RailTec GmbH wurde als 100-prozentige Tochter der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegründet. Der mittelbare Anteilsbesitz beträgt 50 Prozent. Es ist Beherrschung an der BLG AutoRail GmbH, Bremen, gegeben, sodass mittelbar ebenfalls Beherrschung an der 100-prozentigen Tochter BLG RailTec GmbH gegeben ist. Da die unternehmerische Führung dieser Gesellschaft aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags übernommen wurde, erfolgt die Berücksichtigung im Wege der Vollkonsolidierung.
Im Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTO-MOBILE folgender Unternehmenszusammenschluss statt:
Die BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien, hat ihre Anteile an der bisher nach der EquityMethode einbezogenen Gesellschaft BLG AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A., Gioia Tauro, Italien (vormals ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien), zum 23. Oktober 2015 von 50 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. Die Gesellschaft wird daher seit dem 23. Oktober 2015 nach der Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Der Erwerb der zusätzlichen Anteile erfolgte mit Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 800.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation ergab sich ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 684, der ergebniswirksam als neutraler Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Kaufpreis unter Liquidationsgesichtspunkten ermittelt wurde.
Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen im Wesentlichen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen und stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| TEUR | 23.10.2015 (Erwerbszeitpunkt) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert vor Erwerb |
Anpassung | Zeitwert | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 405 | 0 | 405 | |||
| Sachanlagen | 1.543 | 0 | 1.543 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.948 | 0 | 1.948 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.791 | 0 | 1.791 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 428 | 0 | 428 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.986 | -70 | 3.916 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.205 | -70 | 6.135 | |||
| Langfristige Rückstellungen | 732 | 0 | 732 | |||
| Langfristige Schulden | 732 | 0 | 732 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 737 | 0 | 737 | |||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.456 | 0 | 1.456 | |||
| Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern | 12 | 0 | 12 | |||
| Kurzfristige Rückstellungen | 71 | 1.107 | 1.178 | |||
| Kurzfristige Schulden | 2.276 | 1.107 | 3.383 | |||
| Summe identifizierbare Vermögenswerte | 5.145 | -1.177 | 3.968 |
Das Ergebnis aus der Neubewertung der bereits bestehenden Anteile zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von TEUR -88 wurde in den Erträgen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erfasst. Der beizulegende Zeitwert der bereits bestehenden Beteiligung auf diesen Stichtag belief sich auf TEUR 2.484.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Ergebnisbeitrag der BLG AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A. im Erwerbsjahr.
| Ergebnisbeitrag im Erwerbsjahr TEUR |
Erwerbszeit punkt bis 31.12.2015 |
01.01.2015 bis 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Umsatz | 102 | 2.465 |
| EBIT | -502 | -787 |
| Finanzergebnis | 28 | 45 |
| EBT | -474 | -742 |
| Ertragsteuern | 0 | 0 |
| Gruppenjahresüberschuss | -474 | -742 |
Im Rahmen einer gruppeninternen Umstrukturierung schied die BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen, durch Verschmelzung auf die BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen, aus dem inländischen Konsolidierungskreis aus.
Die BLG Logistics Consulting (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China, wurde im Berichtsjahr in BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China, umfirmiert.
Im Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich CONTRACT folgender Unternehmenszusammenschluss statt:
Mit notariellem Vertrag vom 20. Juli 2015 wurden 51 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, (vormals MOTEX Mode-Textil-Service Logistik und Management GmbH, Hörsel) erworben. Der notarielle Vertrag umfasst darüber hinaus einen Terminkauf über die verbleibenden 49 Prozent der Geschäftsanteile. Die dingliche Übertragung erfolgte aufschiebend bedingt am 3. September 2015.
Mit dem Erwerb wurde der Grundstein für den Aufbau des neuen Geschäftsfelds Fashionlogistik gelegt. Durch die Bündelung von Kompetenzen können den Kunden nun Lösungen aus einer Hand angeboten werden. Das betrifft unter anderem das Handling liegender und hängender Ware, den Bereich E-Commerce, das Cross-Channel-Retailing, die Bereiche Aufbereitung, Value Added Services, Retouren und IT-Prozesse sowie das Projekt- und Prozessmanagement. Die Gesellschaft wird durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstand ein Geschäftsoder Firmenwert in Höhe von TEUR 11.795, der nicht separat ansetzbare immaterielle Vermögenswerte repräsentiert. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Wachstumspotenziale durch Neukundenakquisitionen.
Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH beinhalten die Beteiligung an der im Jahr 2014 gegründeten BLG Sports & Fashion Logistikzentrum Erfurt GmbH, Erfurt (vormals MOTEX Logistikzentrum Erfurt GmbH, Erfurt). Als zusätzliche immaterielle Vermögenswerte wurden Kundenbeziehungen und Schutzrechte identifiziert, deren beizulegender Zeitwert sich nach Abzug latenter Steuern auf insgesamt TEUR 16.012 beläuft. Diese immateriellen Vermögenswerte werden in den Folge-
perioden mit TEUR 3.051 p.a. abgeschrieben. Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen im Wesentlichen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen. Die beizulegenden Zeitwerte stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
Der Gesamtkaufpreis setzt sich aus vorläufigen Beträgen von TEUR 16.100 für 51 Prozent der Anteile und TEUR 12.500 für die übrigen 49 Prozent der Anteile sowie bis zu fünf Zusatzkaufpreisen und Anpassungsmechanismen zusammen.
| Buchwert vor Erwerb |
Anpassung | Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.463 | 22.839 | 24.302 | ||
| Sachanlagen | 1.805 | 484 | 2.289 | ||
| Aktive latente Steuern | 0 | 138 | 138 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 3.268 | 23.461 | 26.729 | ||
| Vorräte | 590 | 0 | 590 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.623 | 0 | 5.623 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 472 | 0 | 472 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.211 | 0 | 1.211 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 7.896 | 0 | 7.896 |
| 03.09.2015 (Erwerbszeitpunkt) | ||
|---|---|---|
| Buchwert vor Erwerb |
Anpassung | Zeitwert |
| 55 | 0 | 55 |
| 0 | 463 | 463 |
| 7 | 0 | 7 |
| 113 | 0 | 113 |
| 0 | 6.956 | 6.956 |
| 175 | 7.419 | 7.594 |
| 1.968 | 0 | 1.968 |
| 513 | 0 | 513 |
| 1.834 | 0 | 1.834 |
| 410 | 0 | 410 |
| 2.101 | 0 | 2.101 |
| 6.826 | 0 | 6.826 |
| 4.163 | 16.042 | 20.205 |
| 11.795 | ||
| 32.000 | ||
| TEUR | 03.09.2015 |
|---|---|
| Kaufpreis für 51 Prozent der Anteile | 16.100 |
| Kaufpreisanpassung | -2.148 |
| angepasster Kaufpreis (Nettozahlung) | 13.952 |
| Barwert vorläufiger Kaufpreis für 49 Prozent der Anteile |
9.559 |
| Barwert bedingte Gegenleistung | 8.489 |
| Finanzverbindlichkeit | 18.048 |
| Gesamtkaufpreis | 32.000 |
Die bedingte Gegenleistung setzt sich zusammen aus dem Barwert von künftigen Dividendenzahlungen in Höhe von TEUR 7.422 und weiteren bedingten Gegenleistungen, die an die Erreichung vereinbarter operativer Ziele gekoppelt sind. Die erwartete Bandbreite möglicher Zahlungen liegt nominal zwischen TEUR 0 und TEUR 4.500. Basis für die Ermittlung ist die Mittelfristplanung der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH. Ein Teil der bedingten Gegenleistung ist betraglich nicht begrenzt.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Ergebnisbeitrag der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH im Erwerbsjahr.
| Ergebnisbeitrag im Erwerbsjahr TEUR |
Erwerbszeit punkt - |
01.01.2015 - |
|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2015 | |
| Umsatz | 11.031 | 32.139 |
| Abschreibungen auf lang fristige immaterielle Vermö genswerte und Sachanlagen |
-1.431 | -2.096 |
| EBIT | 1.465 | 4.198 |
| Finanzergebnis | -29 | 0 |
| EBT | 1.436 | 4.198 |
| Ertragsteuern | -255 | -1.120 |
| Gruppenjahresüberschuss | 1.181 | 3.078 |
Im November 2015 wurde durch die BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremen, die BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen, gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an anderen Unternehmen mit Sitz in Osteuropa und Mitteleuropa. Die Gesellschaft wird durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurde der von der BLG Cargo GmbH, Bremen, gehaltene Anteil an der ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen, von 33,33 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Die Gesellschaft wechselte damit aus dem Kreis der assoziierten Unternehmen in den Kreis der Gemeinschaftsunternehmen. Die Einbeziehung erfolgt unverändert nach der Equity-Methode.
Infolge des Eintritts in die Liquidation im Juli 2015 wurde die AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o. i. L., Nošovice, Tschechische Republik, zum Ende des Berichtsjahres entkonsolidiert. Der erwartete Liquidationserlös in Höhe von TEUR 100 wird unter den Sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Die BLG KG hält 100 Prozent der Anteile an der BLG Unterstützungskasse GmbH. Gegenstand des Unternehmens sind die Gewährung laufender Unterstützungen an ehemalige Mitarbeiter und ehemalige Vorstandsmitglieder der BLG sowie an Hinterbliebene dieser Personen. Die dazu notwendigen Mittel werden der Gesellschaft von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) zur Verfügung gestellt, da diese die Verpflichtungen aus den Pensionsansprüchen übernommen hat. Eine Risikobelastung durch oder ein Anspruch auf schwankende Renditen aus dem Beteiligungsengagement ist damit ebenso wie eine Einflussnahme auf die Tätigkeit der BLG Unterstützungskasse GmbH vertraglich ausgeschlossen. Demnach ist eine Beherrschung trotz des Stimmrechtsanteils von 100 Prozent nicht gegeben, sodass keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis erfolgt.
Der Buchwert der Anteile beträgt TEUR 30. Der Ausweis erfolgt innerhalb der Finanzanlagen unter den sonstigen Beteiligungen. Das maximale Verlustrisiko entspricht dem Buchwert der Anteile.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften der BLG-Gruppe ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Zum 31. Dezember 2015 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 10.383 (Vorjahr: TEUR 7.932) im Eigenkapital ausgewiesen (vergleiche hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung).
Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.
Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden gemäß IAS 18 dann erfasst, wenn die Leistung erbracht ist, hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen beziehungsweise Ereignissen werden gemäß dem "matching principle" in der gleichen Periode angesetzt.
Bei Dienstleistungsaufträgen werden die Umsätze nach der Stage of Completion-Methode (SoC-Methode) gemäß IAS 18 in Verbindung mit IAS 11 dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der Leistungsfortschritt wird anhand der geleisteten Stunden in Relation zu dem voraussichtlichen Gesamtstundenvolumen eines Auftrags ermittelt.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst.
Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.
| Einheit/Währung EUR |
Stichtagskurs 31.12.15 |
Durchschnitts kurs 2015 |
Stichtagskurs 31.12.14 |
Durchschnitts kurs 2014 |
|---|---|---|---|---|
| 1 amerikanischer Dollar | 0,9169 | 0,9013 | 0,8227 | 0,7536 |
| 1 brasilianischer Real | 0,2315 | 0,2745 | 0,3065 | 0,3208 |
| 1 britisches Pfund | 1,3572 | 1,3775 | 1,2779 | 1,2406 |
| 1 chinesischer Renminbi Yuan | 0,1412 | 0,1448 | 0,1339 | 0,1226 |
| 1 indische Rupie | 0,0139 | 0,0141 | 0,0129 | 0,0124 |
| 1 kroatischer Kuna | 0,1309 | 0,1314 | 0,1306 | 0,1310 |
| 1 malaysischer Ringgit | 0,2131 | 0,2320 | 0,2350 | 0,2303 |
| 1 polnischer Zloty | 0,2346 | 0,2391 | 0,2325 | 0,2390 |
| 1 russischer Rubel | 0,0125 | 0,0149 | 0,0145 | 0,0199 |
| 1 südafrikanischer Rand | 0,0590 | 0,0710 | 0,0709 | 0,0695 |
| 1 tschechische Krone | 0,0370 | 0,0367 | 0,0361 | 0,0363 |
Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile der Gruppe am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen der Gruppe wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen üblicherweise nicht berücksichtigt.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte wird unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).
Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die Neubewertungsmethode wird in der BLG-Gruppe nicht angewendet.
Immobilien werden darauf untersucht, ob es sich um investment properties im Sinne des IAS 40 handelt. Der Umfang der investment properties ist von untergeordneter Bedeutung, IAS 40 findet aus diesem Grund bei der BLG LOGISTICS keine Anwendung.
Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 und IFRIC 1 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.
Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG LOGISTICS zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.
Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.
Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.
Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating Leasingverhältnisse dar. Die Miet- und Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte sind grundsätzlich ab dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem die BLG-Gruppe Vertragspartner wird und zur Leistung berechtigt beziehungsweise zur Gegenleistung verpflichtet ist. Sofern zeitliche Differenzen zwischen dem Tag der Order und dem Tag der Abwicklung (Erfüllungstag) bestehen, wird ein finanzieller Vermögenswert erst ab dem Erfüllungstag aktiviert.
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht beziehungsweise vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG LOGISTICS entfallen.
Zu den Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen zählen des Weiteren Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen und sonstige Beteiligungen.
Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale), solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden (Held to Maturity), sowie übrige originäre oder erworbene Forderungen.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (Impairment). Zu außerplanmäßigen Abschreibungen siehe ergänzend Erläuterung Nummer 6 m.
Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held to Maturity" werden zum Bilanzstichtag mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Loans and Receivables", zu denen vor allem die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige unter- beziehungsweise nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).
Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und die BLG-Gruppe keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.
Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten und werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Bei der Bilanzierung von Dienstleistungen wird die Stage-of-Completion-Methode zugrunde gelegt.
Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie gegebenenfalls noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endproduktes zugrunde gelegt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach IAS 39 der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m). Neben den gegebenenfalls erforderlichen Einzelwertberichtigungen
werden bei aufgrund von Erfahrungswerten erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die ergebniswirksam erfasst werden. Wertberichtigte Forderungen werden ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.
Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten, die für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifiziert.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nummer 6 i), kurzfristige Finanzforderungen und gegebenenfalls kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale) oder zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading), und ab dem Erfüllungstag aktiviert.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (siehe Erläuterung Nummer 6 m).
Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held for Trading" werden grundsätzlich mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.
Sonstige kurzfristige Finanzforderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Erläuterung Nummer 6 m).
Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die ihr zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.
Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt. Die Bewertung bei Zugang erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls mit dem jeweils am Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts. Im Berichtsjahr und im Vorjahr bestanden Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen das Zinsrisiko aus variablen Zinszahlungen von Darlehen (Cashflow Hedges). Der Bonitätsaufschlag (Credit Spread) ist nicht Gegenstand der Sicherungsbeziehung. Des Weiteren werden in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Preisschwankungen im Dieseleinkauf eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge Accounting nicht erfüllen, werden gemäß IAS 39 als zu Handelszwecken (Held for Trading) gehalten klassifiziert.
Zur Erfüllung der Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden zu Beginn der Absicherung die Sicherungsbeziehung zwischen Grundund Sicherungsinstrument sowie Ziel und Strategie des Risikomanagements dokumentiert. Dies beinhaltet auch eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bestimmt wird. Die fortlaufende Überprüfung, ob die eingesetzten Derivate die abgesicherten Risiken aus den Grundgeschäften kompensieren, erfolgt mittels Effektivitätstests, die zu Beginn der Sicherungsbeziehung und zu jedem Bilanzstichtag durchgeführt werden.
Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgswirksam in der GuV erfasst.
Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die BLG-Gruppe die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode erfolgswirksam in die GuV umgebucht, in der das abgesicherte Grundgeschäft abgewickelt wird.
Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate zur Absicherung von Rohstoffpreisen werden ausschließlich zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte betreffen insbesondere Finanzforderungen, Anzahlungen und Abgrenzungen. Sie werden zu Nominalwerten angesetzt.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.
Sämtliche Vermögenswerte der Gruppe mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 oder IAS 39 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (Recoverable Amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.
Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertig gestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.
Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswerts oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.
Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.
Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Die Berechnungen werden in Euro auf Grundlage von Drei-Jahres-Planungen vorgenommen. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgt über Forward Rates. Als Diskontsatz wird der Kapitalkostensatz der Gruppe von 7,7 Prozent zugrunde gelegt, der länderspezifisch um den Steuersatz und Risikoprämien angepasst wird. Die Höhe des Kapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital) wird bestimmt durch die Fremd- und Eigenkapitalanteile, den risikofreien Basiszins unter Berücksichtigung der Inflation (2,69 Prozent), die Marktrisikoprämie (6,25 Prozent), das branchen- und länderspezifische Risiko, den länderspezifischen Steuersatz und die Fremdkapitalkosten.
Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die sich ohne die außerplanmäßigen Abschreibungen ergeben hätten.
Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.
Wertaufholungen auf abgeschriebene Firmenwerte sind nicht zulässig.
Eine außerplanmäßige Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Held to Maturity" und "Loans and Receivables" sowie Fremdkapitalinstrumente der Kategorie "Available for Sale" ist erfolgswirksam zurückzunehmen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Available for Sale" erfolgt die Wertaufholung erfolgsneutral über die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten.
Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.
Pensionsverpflichtungen sind post employment benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden bei der Bewertung neben den am Bilanzstichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen auch die künftige Entgeltentwicklung, zu erwartende Rentenerhöhungen sowie die voraussichtliche Fluktuation berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode, in der sie entstanden sind, im sonstigen Ergebnis erfasst (siehe auch Erläuterung Nummer 32). Die sogenannte Nettozinskomponente, die den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Bruttopensionsverpflichtungen abzüglich der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen enthält, wird im Finanzergebnis gezeigt. Die Verzinsung des Planvermögens erfolgt mit dem angewandten Diskontierungszinssatz, der der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zugrunde liegt.
Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um "other long-term benefits" im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Der Rückstellungsbetrag umfasst dabei auch die erwarteten Kostensteigerungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.
Abbruchverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen mit dem Barwert der Verpflichtung als Anschaffungsnebenkosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in entsprechender Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswerts und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald die BLG-Gruppe Vertragspartei geworden ist. Bei den übrigen Verbindlichkeiten richtet sich der Ansatzzeitpunkt nach den allgemeinen Regelungen des IFRS-Frameworks.
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des erhaltenen Entgelts beziehungsweise der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.
Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.
Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.
Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungsund Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (temporary differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet.
Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.
Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 liegen vor, wenn ein Unternehmen durch den Erwerb von Anteilen oder andere Ereignisse die Beherrschung über einen oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Geschäftsbetriebe im Sinne des IFRS 3 sind integrierte Gruppen von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden, Erträge, Kostenreduzierungen oder anderen wirtschaftlichen Nutzen für die Anteilseigner oder anderen Eigentümer, Gesellschafter oder Teilhaber zu erzielen. Die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen und der Zusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung stellen keinen Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 dar.
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinnund Verlustrechnung zu erfassen.
Im Berichtsjahr fanden in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT Unternehmenszusammenschlüsse statt, die in Erläuterung Nummer 4 detailliert beschrieben werden.
| Bilanzposten | Bewertungsmethode |
|---|---|
| Aktiva | |
| Immaterielle Vermögenswerte | |
| Firmenwerte | niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und erzielbarem Betrag |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sachanlagen | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Finanzanlagen | |
| Anteile an Unternehmen, die at Equity bilanziert werden | Equity-Methode |
| Finanzforderungen | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sonstige Vermögenswerte | |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Nennwert |
| Passiva | |
| Rückstellungen für Pensionen | Anwartschaftsbarwertverfahren |
| Sonstige Rückstellungen | Erfüllungsbetrag |
| Finanzverbindlichkeiten | |
| Derivate | beizulegender Zeitwert |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sonstige Verbindlichkeiten | |
| Altersteilzeitverpflichtungen | Anwartschaftsbarwertverfahren |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | (fortgeführte) Anschaffungskosten |
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Speditions- und Transportleistungen |
447.784 | 411.550 |
| Umschlagserlöse | 206.890 | 195.677 |
| Technische Dienstleistungen und Beratung |
64.851 | 65.302 |
| Miet- und Lagererlöse | 55.498 | 55.327 |
| Logistikdienstleistungen | 50.731 | 39.734 |
| Materialverkäufe | 18.404 | 15.041 |
| Personal- und Geräte gestellung |
12.238 | 18.362 |
| Containerpacking | 5.560 | 6.083 |
| Schiffserlöse | 3.376 | 8.581 |
| Übrige | 73.273 | 67.103 |
| Gesamt | 938.605 | 882.760 |
Hinsichtlich der Aufgliederung nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die Erläuterungen hierzu in Erläuterung Nummer 38.
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Schulden |
9.516 | 5.518 |
| Erbbauzinsen und Mieterträge |
8.664 | 7.867 |
| Versicherungsentschädigun gen und andere Erstattungen |
8.413 | 6.638 |
| Erträge aus der Weiterbe lastung von Aufwendungen |
7.254 | 6.648 |
| Periodenfremde Erträge | 3.429 | 3.773 |
| Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
1.883 | 1.676 |
| Erträge aus Personal gestellung |
1.614 | 1.506 |
| Erträge aus Kursgewinnen | 1.559 | 856 |
| Negativer Unterschieds betrag aus Unternehmens erwerb |
684 | 0 |
| Erträge für Skonti und Rabatte |
566 | 387 |
| Erträge aus Recycling | 557 | 520 |
| Zuschüsse Agentur für Arbeit | 282 | 696 |
| Erträge aus Fördermitteln | 131 | 1.233 |
| Übrige | 2.127 | 2.737 |
| Gesamt | 46.679 | 40.055 |
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen |
235.084 | 220.874 |
| Aufwendungen für Fremdpersonal |
159.616 | 158.210 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
67.077 | 61.909 |
| Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen |
-2 | 1 |
| Gesamt | 461.775 | 440.994 |
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 261.948 | 230.239 |
| Gesetzliche soziale Aufwendungen |
49.901 | 43.726 |
| Aufwendungen für Alters versorgung, Unterstützung und Jubiläen |
5.338 | 4.891 |
| Übrige | 204 | 48 |
| 317.391 | 278.904 | |
| Aktivierte Eigenleistungen für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte und Sach anlagen |
-796 | -956 |
| Gesamt | 316.595 | 277.948 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.
In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 19.620 (Vorjahr: TEUR 18.464) für Beitragszahlungen an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten. Davon entfallen auf Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 219).
Die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe belief sich im Jahresdurchschnitt 2015 auf 7.167 (Vorjahr: 6.425) Personen. Davon waren 5.272 (Vorjahr: 4.699) gewerblich und 1.895 (Vorjahr: 1.726) in den kaufmännischen Bereichen tätig. Weitere Informationen sind im Gruppenlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung enthalten.
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen |
31.901 | 29.322 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen |
900 | 2.795 |
| Gesamt | 32.801 | 32.117 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nummer 20 und 21 entnommen werden.
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erbbauzinsen und Mieten | 93.295 | 89.374 |
| Bewachungskosten und sonstige Grundstücks aufwendungen |
10.867 | 9.829 |
| Aufwendungen aus Schadensfällen |
8.781 | 6.556 |
| IT-Aufwendungen | 7.539 | 8.139 |
| Aufwendungen für Versicherungsprämien |
6.235 | 6.016 |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten |
5.798 | 4.835 |
| Sonstige personalbezogene Aufwendungen |
5.166 | 4.183 |
| Aufwendungen für Reise kosten |
4.367 | 4.341 |
| Sonstige neutrale Aufwendungen |
3.388 | 3.555 |
| Sonstige Steuern | 2.902 | 2.544 |
| Aufwendungen für Marketingaufwendungen |
2.818 | 2.649 |
| Weiterbelastete Aufwen dungen |
2.430 | 2.498 |
| Verwaltungsaufwendungen und Beiträge |
2.315 | 2.158 |
| Sonstige periodenfremde Aufwendungen |
2.304 | 4.193 |
| Aufwendungen für Weiter bildung |
2.188 | 1.736 |
| Aufwendungen für Gewährleistungsrisiken |
1.750 | 4.985 |
| Post- und Fernsprechkosten | 1.662 | 1.611 |
| Aufwendungen für Büro bedarf |
1.319 | 1.117 |
| Buchverluste aus Anlagen abgängen |
732 | 418 |
| Übrige | 4.468 | 4.168 |
| Gesamt | 170.324 | 164.905 |
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus langfristigen Finanzforderungen |
167 | 264 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
||
| Zinserträge aus Bankguthaben |
804 | 548 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing |
217 | 254 |
| Zinserträge aus Zinsswaps | 23 | 123 |
| Zinserträge aus Amortisation sonstiger Aktiva |
0 | 40 |
| Übrige Zinserträge | 132 | 109 |
| 1.176 | 1.074 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
||
| Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindlichkeiten |
-3.566 | -4.106 |
| Aufzinsung von Rückstellun gen und Verbindlichkeiten |
-1.965 | -1.985 |
| Zinsaufwand aus Zinsswaps | -863 | -1.250 |
| Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
-238 | -177 |
| Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing |
-128 | -129 |
| Übrige Zinsaufwendungen | -843 | -996 |
| Aktivierte Fremdkapitalkosten | 537 | 0 |
| -7.066 | -8.643 | |
| Gesamt | -5.723 | -7.305 |
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Metho de einbezogen werden |
||
| Gemeinschaftsunternehmen | 30.893 | 28.881 |
| Assoziierte Unternehmen | 664 | 2.220 |
| 31.557 | 31.101 | |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen und ver bundenen Unternehmen |
103 | 26 |
| Gesamt | 31.660 | 31.127 |
Die Beteiligungsergebnisse des Geschäftsbereichs CONTAINER sind mit TEUR 31.667 (Vorjahr: TEUR 27.650) im Beteiligungsergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen enthalten.
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Finanz anlagen |
||
| Abschreibungen auf Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen |
0 | 545 |
| Gesamt | 0 | 545 |
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Steueraufwand der Periode | 3.357 | 3.085 |
| Steueraufwand für Vorperioden |
741 | 111 |
| Erträge aus Steuer erstattungen |
-411 | -112 |
| Summe laufende Steuern | 3.687 | 3.084 |
| davon | ||
| Steueraufwand Inland | 3.752 | 2.534 |
| Steuerertrag Inland | -411 | -113 |
| Steueraufwand Ausland | 346 | 663 |
| Steuerertrag Ausland | 0 | 0 |
| 3.687 | 3.084 | |
| Latente Steuern | ||
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen |
-1.005 | 2.887 |
| Latente Steuern auf Verlustvorträge |
70 | 1.702 |
| Summe latente Steuern | -935 | 4.589 |
| davon | ||
| latente Steuern Inland | -744 | 3.578 |
| latente Steuern Ausland | -191 | 1.011 |
| -935 | 4.589 | |
| Gesamt | 2.752 | 7.673 |
Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaftund Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.
Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand der Gruppe.
Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Gruppenbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, aus dem Untergang von Verlustvorträgen und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.
Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind. Die Bewertung erfolgt dabei anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze der Gruppenunternehmen. Für inländische Personengesellschaften umfassen diese nur die Gewerbesteuer und variieren aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,9 Prozent und 17,8 Prozent.
Für inländische Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,9 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die Ertragsteuersätze für ausländische Gruppengesellschaften liegen zwischen 19,0 Prozent und 38,0 Prozent.
Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern sowie die Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres betreffen die folgenden Sachverhalte:
Von den Veränderungen im Eigenkapital wurden TEUR -928 als Neubewertungsrücklage, TEUR -76 als Währungsdifferenzen und TEUR -113 als Sonstiges erfasst.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1. Januar 2015 |
Änderungen im Konsolidie rungskreis |
In der GuV erfasst |
Im Eigen kapital erfasst |
31. Dezem ber 2015 |
| 531 | -93 | 438 | ||
| 299 | 1.299 | 1.598 | ||
| 3.594 | 2.761 | -76 | 6.279 | |
| 59 | 1.041 | 1.100 | ||
| 120 | 9 | 129 | ||
| 8.572 | 166 | -928 | 7.810 | |
| 1.159 | -195 | 964 | ||
| 521 | -8 | -113 | 400 | |
| 117 | 23 | 140 | ||
| 363 | 138 | 806 | 1.307 | |
| -6.735 | -1.419 | -8.154 | ||
| 2.176 | -70 | 2.106 | ||
| 10.776 | 138 | 4.320 | -1.117 | 14.117 |
| -8.330 | -12.881 | |||
| 2.446 | 1.236 | |||
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Passive latente Steuern TEUR |
1. Januar 2015 |
Änderungen im Konsolidie rungskreis |
In der GuV erfasst |
Im Eigen kapital erfasst |
31. Dezem ber 2015 |
| Ansatz und Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände |
-2.069 | -6.812 | 476 | -8.405 | |
| Bewertung von Sachanlagevermögen | -7.912 | -145 | -3.498 | -11.555 | |
| Aktivierung von Finanzierungsleasing verhältnissen |
-24 | -32 | -56 | ||
| Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva | -149 | -76 | -225 | ||
| Bewertung personalbezogener Rückstellungen | -28 | -7 | -35 | ||
| Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen |
-51 | -222 | -273 | ||
| Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva | -37 | -26 | -63 | ||
| Brutto latente Steuern | -10.270 | -6.957 | -3.385 | 0 | -20.612 |
| Saldierung | 8.330 | 12.881 | |||
| Bilanzierte latente Steuern | -1.940 | -7.731 |
Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abziehbare temporäre Differenzen |
8.154 | 6.735 |
| Verlustvorträge | 36.248 | 34.253 |
| Gesamt | 44.402 | 40.988 |
Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Gruppenunternehmen.
Für Tochterunternehmen, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erlitten haben, wurden aufgrund der verbesserten Ergebnisaussichten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 890 (Vorjahr: TEUR 2.132) ausgewiesen.
Die Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2015 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 225.963 (Vorjahr: TEUR 215.667). Zum 31. Dezember 2015 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 213.092 (Vorjahr: TEUR 202.401) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Gruppenunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften beziehungsweise in absehbarer Zeit keine ausreichenden steuerlichen Gewinne erzielen werden.
Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.
Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:
| Überleitungsrechnung TEUR |
2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS | 29.726 | 30.128 | ||
| Gruppensteuersatz in Prozent | 16,10 % | 16,10 % | ||
| Erwarteter Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr | 4.786 | 4.851 | ||
| Überleitungspositionen | ||||
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | 4 | 6 | ||
| Steuerfreie Erträge/gewerbesteuerliche Kürzungen | -6.958 | -5.579 | ||
| Nichtabziehbare Betriebsausgaben/gewerbesteuerliche Hinzurechnungen / Effekte aus der Zinsschranke |
1.785 | 2.727 | ||
| Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben | -2.616 | -2.982 | ||
| Laufender periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag | 344 | 1 | ||
| Latenter periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag | -2.038 | -51 | ||
| Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze | 1.218 | -978 | ||
| Auswirkungen nicht angesetzter Verlustvorträge des Berichtsjahres |
4.363 | 6.992 | ||
| Aperiodische Effekte aus dem Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge |
126 | 79 | ||
| Ansatzkorrekturen aktiver latente Steuern auf temporäre Differenzen |
1.419 | 2.707 | ||
| Sonstige Auswirkungen | 319 | -100 | ||
| Summe der Überleitungspositionen | -6,8 % | -2.034 | 9,4 % | 2.822 |
| Im Gruppenabschluss ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 9,3 % | 2.752 | 25,5 % | 7.673 |
Der zur Ermittlung des erwarteten Ertragsteueraufwands angewendete Gruppensteuersatz von 16,1 Prozent (Vorjahr: 16,1 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des für die BLG KG relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da diese als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der BLG AG zuzurechnenden Gruppenjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2015 bei EUR 0,44 (Vorjahr: EUR 0,44). Dieser Berechnung liegen der auf die BLG AG entfallende Teil des Gruppenjahresüberschusses von TEUR 1.702 (Vorjahr: TEUR 1.673) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.
Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.
Die Hauptversammlung der BLG AG hat am 27. Mai 2015 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, den zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.536 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 je Aktie zu verwenden. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 92 Prozent. Die Dividende wurde am 28. Mai 2015 an die Aktionäre ausgezahlt.
Für das Geschäftsjahr 2015 wird eine Ausschüttung von TEUR 1.536 (Vorjahr: TEUR 1.536) vorgeschlagen. Dies entspricht einer zum Vorjahr unveränderten Dividende je Aktie von EUR 0,40.
| TEUR | 2015 | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuer | Steuer | |||||
| Brutto | aufwand/ | Netto | Brutto | aufwand/ | Netto | |
| wert | -ertrag | wert | wert | -ertrag | wert | |
| Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden |
||||||
| Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen |
5.856 | -928 | 4.928 | -18.397 | 2.922 | -15.475 |
| Steuersatzänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -62 | -62 |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden |
4.578 | 0 | 4.578 | -15.534 | 0 | -15.534 |
| 10.434 | -928 | 9.506 | -33.931 | 2.860 | -31.071 | |
| Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können |
||||||
| Währungsumrechnung | -2.036 | 0 | -2.036 | -2.041 | 0 | -2.041 |
| Zeitwertänderung von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedges) |
718 | -112 | 606 | -944 | 157 | -787 |
| Anteil at Equity einbezogener Unternehmen an Posten, die nachfolgend in die GuV umge |
||||||
| gliedert werden | -656 | 0 | -656 | -5.714 | 0 | -5.714 |
| -1.974 | -112 | -2.086 | -8.699 | 157 | -8.542 | |
| Gesamt | 8.460 | -1.040 | 7.420 | -42.630 | 3.017 | -39.613 |
| Geschäftsjahr 2015 TEUR |
Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögens werte |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2015 | 7.881 | 29.639 | 5.915 | 43.435 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 11.794 | 27.399 | 0 | 39.193 |
| Zugänge | 0 | 1.279 | 1.246 | 2.525 |
| Abgänge | 0 | -312 | -261 | -573 |
| Umbuchungen | 0 | 2.726 | -2.726 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 106 | 0 | 106 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 19.675 | 60.837 | 4.174 | 84.686 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2015 | 1.908 | 20.113 | 0 | 22.021 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 2.692 | 0 | 2.692 |
| Zugänge | 888 | 4.852 | 0 | 5.740 |
| Abgänge | 0 | -312 | 0 | -312 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 70 | 0 | 70 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 2.796 | 27.415 | 0 | 30.211 |
| Buchwerte 31. Dezember 2015 | 16.879 | 33.422 | 4.174 | 54.475 |
| Geschäftsjahr 2014 TEUR Anschaffungskosten |
||||
| Stand 1. Januar 2014 | 7.881 | 30.406 | 4.519 | 42.806 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.213 | 1.396 | 2.609 |
| Abgänge | 0 | -2.090 | 0 | -2.090 |
| Umbuchungen | 0 | 5 | 0 | 5 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 105 | 0 | 105 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 7.881 | 29.639 | 5.915 | 43.435 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2014* | 0 | 19.161 | 0 | 19.161 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1.908 | 2.961 | 0 | 4.869 |
| Abgänge | 0 | -2.074 | 0 | -2.074 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 65 | 0 | 65 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 1.908 | 20.113 | 0 | 22.021 |
| Buchwerte 31. Dezember 2014 | 5.973 | 9.526 | 5.915 | 21.414 |
*Gemäß IAS 8.42 wurde eine Änderung der Vorjahreszahlen (Firmenwerte) vorgenommen.
Die Gruppe untersucht jährlich, in Einklang mit den unter Erläuterungen Nummer 6 b) und 6 m) dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Die untersuchten Geschäfts- oder Firmenwerte und die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb von 50 Prozent der Anteile an der BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern, entstand im Jahr 2013 ein Firmenwert in Höhe von TEUR 2.954. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses ein Firmenwert von TEUR 639 erworben, der die Car Logistic JSC, Moskau, Russland, betrifft. Da sich die Vermögenswerte der BLG Automobile Logistics Russia LTD fast ausschließlich auf die Beteiligungen an der BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd.,
| Bezeichnung der CGU | BLG AutoRail GmbH, Bremen |
BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern |
BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel |
|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich | AUTOMOBILE | AUTOMOBILE | CONTRACT |
| Buchwert Geschäfts- oder Firmenwert | TEUR 4.288 | TEUR 1.685 | TEUR 11.795 |
| Erzielbarer Betrag | -- | TEUR 797 | -- |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -- | TEUR 888 | -- |
| Umsatzwachstum p.a. (Planungszeitraum) | 2,0 % - 3,8 % | 20,9 % - 38,0 % | 13,3 % - 20,9 % |
| Weitere Parameter für die Unternehmensplanung |
Auslastung, Preis pro Fahrzeug |
Auslastung, Produktivität, Preis pro Fahrzeug |
Auslastung, Produktivität, Neukunden |
| Dauer des Planungszeitraums | 3 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre |
| Umsatzwachstum p.a. nach Ende des Planungszeitraums |
0,00 % | 0,00 % | 0,00 % |
| Diskontierungszinssatz | 6,34 % | 8,97 % | 6,34 % |
Für die BLG AutoRail GmbH, Bremen, liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen deutlich über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Planungen berücksichtigen eine Auslastung der Waggons in Anlehnung an die Erfahrungswerte der Vorjahre. Im Jahr 2015 erfolgte kein weiterer Ausbau der Waggon-Flotte. Auch bei einer erheblichen Reduzierung der Annahmen zum Umsatzwachstum und den weiteren Parametern oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag. Die den Planungen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugrunde gelegten Umsatzerwartungen wurden aus Marktprognosen zu Pkw-Neuzulassungen, bisherigen Marktanteilen und Kundenbefragungen abgeleitet.
St. Petersburg, Russland, und an der Car Logistic JSC beschränken und zudem die Dienstleistungen der Car Logistic JSC im Wesentlichen gegenüber der BLG Automobile Logistics St. Petersburg Co. Ltd. erbracht werden, wird zur Ermittlung des Nutzungswerts der Firmenwerte aus diesen drei Gesellschaften eine gemeinsame zahlungsmittelgenerierende Einheit gebildet (BLG Automobile Logistics Russia), die dem Geschäftsfeld Osteuropa zugeordnet ist.
Der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit BLG Automobile Logistics Russia wurde im Vorjahr durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.908 auf einen Buchwert von TEUR 1.685 und im Berichtsjahr durch weitere außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 888 auf einen Buchwert von TEUR 797 wertberichtigt. Bei einem Rückgang des EBIT um 10 Prozent würde sich ein weiterer Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 369 ergeben, während ein Anstieg des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt zu einem weiteren Abschreibungsbedarf von TEUR 287 führen würde.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Anteile an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel, entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 11.795. Für diese Gesellschaft liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen deutlich über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Planungen berücksichtigen neben einem anhaltend hohen Bestandsgeschäft mit entsprechenden Ergebnisbeiträgen auch Wachstumspotenziale durch Neukundenakquisitionen und entsprechen den Erfahrungswerten aus den Vorjahren. Dieses führt zu einer annähernd vollständigen Auslastung der logistischen Anlagen der Gesellschaft. Auch bei einer erheblichen Reduzierung der Annahmen zur Umsatzentwicklung und den weiteren Parametern oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinnund Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Dabei wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
5 - 8 Jahre | --- |
| Softwarelizenzen | 2 - 5 Jahre | 2 - 5 Jahre |
| Verlustvorträge | 3 - 5 Jahre | 3 - 5 Jahre |
Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) an. Sie betrafen in voller Höhe Software, deren Restnutzungsdauer aufgrund einer vorzeitigen Vertragsbeendigung verkürzt wurde.
Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.
Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.
In den Immateriellen Vermögenswerten sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.
| 2015 | 2014 |
|---|---|
| 15 | 0 |
| 15 | 0 |
Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber; siehe Erläuterung Nummer 30. Die Laufzeiten der Leasingverpflichtungen betragen bis zu 5 Jahre.
Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber.
| Geschäftsjahr 2015 TEUR |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand 1. Januar 2015 | 357.599 | 174.679 | 54.306 | 6.321 | 592.905 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
3.245 | 12.570 | 7.891 | 61 | 23.767 |
| Zugänge | 19.949 | 8.786 | 5.509 | 516 | 34.760 |
| Abgänge | -289 | -2.469 | -2.149 | -73 | -4.980 |
| Umbuchungen | 3.753 | 2.054 | 214 | -6.021 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 40 | -242 | 33 | -70 | -239 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 384.297 | 195.378 | 65.804 | 734 | 646.213 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 175.913 | 104.068 | 37.101 | 0 | 317.082 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
1.848 | 11.011 | 7.076 | 0 | 19.935 |
| Zugänge | 11.348 | 10.275 | 5.438 | 0 | 27.061 |
| Abgänge | -233 | -1.768 | -2.036 | 0 | -4.037 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 10 | -168 | -15 | 0 | -173 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 188.886 | 123.418 | 47.564 | 0 | 359.868 |
| Buchwerte 31. Dezember 2015 |
195.411 | 71.960 | 18.240 | 734 | 286.345 |
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gruppengewinn- und -verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.
Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen stellen sich wie folgt dar:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Gebäude Leichtbau | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Gebäude Massivbau | 20-40 Jahre | 20-40 Jahre |
| Freiflächen | 10-20 Jahre | 10-20 Jahre |
| Übrige Umschlagsgeräte | 4-34 Jahre | 4-34 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen |
5-20 Jahre | 5-20 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4-20 Jahre | 4-20 Jahre |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter |
1 Jahr | 1 Jahr |
| Geschäftsjahr 2014 TEUR |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand 1. Januar 2014 | 352.419 | 170.563 | 50.788 | 2.870 | 576.640 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 4.146 | 9.193 | 5.246 | 5.024 | 23.609 |
| Abgänge | -103 | -4.404 | -1.910 | -6 | -6.423 |
| Umbuchungen | 1.121 | 338 | 103 | -1.567 | -5 |
| Währungsdifferenzen | 16 | -1.011 | 79 | 0 | -916 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 357.599 | 174.679 | 54.306 | 6.321 | 592.905 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2014 | 164.630 | 97.270 | 33.653 | 0 | 295.553 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 11.302 | 10.784 | 5.162 | 0 | 27.248 |
| Abgänge | -26 | -3.637 | -1.763 | 0 | -5.426 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 7 | -349 | 49 | 0 | -293 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 175.913 | 104.068 | 37.101 | 0 | 317.082 |
| Buchwerte 31. Dezember 2014 |
181.686 | 70.611 | 17.205 | 6.321 | 275.823 |
Es wurden im Geschäftsjahr 2015 keine Wertminderungen (Vorjahr: TEUR 887) vorgenommen.
Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 6.321) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.
Für qualifizierte Vermögenswerte wurden Finanzierungskosten in Höhe von TEUR 537 zu einem Durchschnittszinssatz von 4,6 Prozent aktiviert.
In den Sachanlagen sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.
| Buchwerte TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gebäude | 124 | 147 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
1.778 | 722 |
| Betriebs und Geschäftsausstattung |
122 | 0 |
| Gesamt | 2.024 | 869 |
Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.526 (Vorjahr: TEUR 1.272) gegenüber; siehe Erläuterung Nummer 30. Die Laufzeiten der Leasingverpflichtungen betragen bis zu 6 Jahre.
Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber. Es gibt keine sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen |
120.347 | 115.616 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen |
3.347 | 3.815 |
| Gesamt | 123.694 | 119.431 |
| Geschäftsjahr 2015 TEUR |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Finanz anlagen at Equity |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 343 | 120.116 | 3.715 | 3 | 138.903 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | -2.494 | 27 | 0 | -2.467 |
| Zugänge | 0 | 9.921 | 4 | 0 | 9.925 |
| Abgänge | 0 | -2.238 | -3.599 | 0 | -5.837 |
| Umbuchungen | 0 | 7 | -7 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -934 | 0 | 0 | -934 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 343 | 124.378 | 140 | 3 | 139.590 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2015 | 0 | 685 | 0 | 0 | 15.411 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 0 | 685 | 0 | 0 | 15.411 |
| Buchwerte 31. Dezember 2015 | 343 | 123.693 | 140 | 3 | 124.179 |
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 343) sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.
Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 30.892), Kapitalerhöhungen (TEUR 12.694) und Veränderungen der Neubewertungsrücklage (TEUR 4.577) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -40.367) und Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR -761).
| Geschäftsjahr 2014 TEUR |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Finanz anlagen at Equity |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2014 | 343 | 144.859 | 3.708 | 3 | 163.639 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 1.044 | 7 | 0 | 1.051 |
| Abgänge | 0 | -21.099 | 0 | 0 | -21.099 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -4.688 | 0 | 0 | -4.688 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 343 | 120.116 | 3.715 | 3 | 138.903 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2014 | 0 | 140 | 0 | 0 | 14.866 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 545 | 0 | 0 | 545 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 0 | 685 | 0 | 0 | 15.411 |
| Buchwerte 31. Dezember 2014 | 343 | 119.431 | 3.715 | 3 | 123.492 |
Im Folgenden werden Informationen über das wesentliche Gemeinschaftsunternehmen dargestellt. In der BLG-Gruppe betrifft dies nur die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen.
Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG KG und der EUROKAI KGaA, Hamburg, das als eigenständige Einheit strukturiert ist. Der Anteil der BLG KG an dem Joint Venture mit seinen Beteiligungen beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent) und repräsentiert den Geschäftsbereich CONTAINER. Dabei stehen der Gruppe anstelle von Rechten an den Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den Verbindlichkeiten des Gemeinschaftsunternehmens Rechte an dessen Nettovermögen zu.
Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird at Equity konsolidiert. Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ist dementsprechend in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften" verzeichnet. Für die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG ist kein notierter Marktpreis verfügbar.
Die Dienstleistungen des Geschäftsbereichs CONTAINER sind in Erläuterung Nummer 2 beschrieben.
Die BLG KG hat der EUROGATE-Gruppe für betriebsnotwendige Grundstücke die Rechte und Pflichten aus von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) bestellten Erbbaurechten im Rahmen von Nutzungsüberlassungsverträgen übertragen.
In den Nutzungsüberlassungsverträgen verpflichtet sich die BLG KG, bei Beendigung der Nutzungsüberlassung durch Zeitablauf oder außerordentliche Kündigung eine Entschädigung an die EUROGATE-Gruppe für die von ihr auf den genutzten Grundstücken errichteten Bauwerke zu zahlen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verkehrswert der Bauwerke. Außerdem tritt die BLG KG unwiderruflich ihre Ansprüche auf Entschädigung bei Ausübung des Heimfallrechtes gemäß Erbbaurechtsvertrag durch die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) an die EUROGATE-Gruppe ab.
Die EUROGATE-Gruppe erbringt für die BLG-Gruppe technische Dienstleistungen und übernimmt die Abwicklung des Strombezugs. Grundlage ist die zum 1. Januar 2008 erfolgte Übernahme des Elektrizitätsversorgungsnetzes im stadtbremischen Überseehafen in Bremerhaven vom Sondervermögen Hafen.
In der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nummer 38) wird dieses Gemeinschaftsunternehmen durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet.
Die nachfolgende Tabelle fasst die Finanzinformationen des IFRS-Teilkonzernabschlusses der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG zusammen und leitet diese Informationen auf den in den Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen enthaltenen Buchwert der Beteiligung über.
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögens werte |
716.267 | 772.324 |
| Kurzfristige Vermögens werte |
252.874 | 224.178 |
| Langfristige Verbindlich keiten |
-366.411 | -397.804 |
| Kurzfristige Verbindlich keiten |
-213.366 | -228.086 |
| Netto-Vermögenswerte | 389.364 | 370.612 |
| Beteiligungsquote | 50 % | 50 % |
| anteilige Netto Vermögenswerte |
194.682 | 185.306 |
| auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes Hybrid-Eigenkapital |
-78.010 | -78.010 |
| auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallendes übriges Eigenkapital |
-112 | -56 |
| Gruppenanteil am Nettovermögen (= Equity-Buchwert) |
116.560 | 107.240 |
In den kurzfristigen Vermögenswerten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 144.596 (Vorjahr: TEUR 121.698) enthalten.
Von den langfristigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 190.390 (Vorjahr: TEUR 204.333) und von den kurzfristigen TEUR 170.031 (Vorjahr: TEUR 184.560) auf finanzielle Verbindlichkeiten (jeweils ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen).
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 591.321 | 566.018 |
| Planmäßige Abschreibungen | -56.090 | -55.384 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
5.300 | 6.368 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-13.452 | -14.985 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag |
-6.580 | -4.698 |
| Jahresergebnis | 73.530 | 64.866 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern |
9.259 | -42.375 |
| Gesamtergebnis | 82.789 | 22.491 |
Auf die BLG-Gruppe entfallen vom Jahresergebnis TEUR 31.667 (Vorjahr: TEUR 27.650) und vom sonstigen Ergebnis nach Ertragsteuern TEUR 4.611 (Vorjahr: TEUR -21.252).
Die von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG erhaltenen Dividenden belaufen sich auf TEUR 39.224 (Vorjahr: TEUR 40.894). Die Auszahlung erfolgt jeweils im Folgejahr.
| Cashflows TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
119.876 | 110.523 |
| Cashflow aus Investitions tätigkeit |
-2.433 | -17.114 |
| Cashflow aus Finanzierungs tätigkeit |
-94.636 | -63.500 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds |
22.807 | 29.909 |
| Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres |
121.280 | 91.371 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres |
144.087 | 121.280 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds |
||
| Liquide Mittel | 144.596 | 121.698 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
-509 | -418 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres |
144.087 | 121.280 |
Die übrigen von der Gruppe gehaltenen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte, der Anteil am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Buchwert der Anteile an übrigen Gemeinschafts unternehmen |
3.787 | 8.376 |
| Anteil am | ||
| Jahresergebnis | -774 | 1.231 |
| Sonstigen Ergebnis | -487 | -4 |
| Anteiliges Gesamtergebnis |
-1.261 | 1.227 |
Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.
Im Geschäftsjahr 2015 waren negative Anteile am Gesamtergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 226) nicht im Gruppenergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Gruppenergebnis erfassten kumulierten negativen Anteile am Gesamtergebnis bei Gemeinschaftsunternehmen insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 241).
Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 664) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -1.341) und Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR -156).
Die von der Gruppe gehaltenen Anteile an assoziierten Unternehmen sind einzeln für sich betrachtet unwesentlich.
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der auf die BLG-Gruppe entfallenden Anteile am Jahresergebnis und der Anteil am sonstigen Ergebnis dieser Beteiligungen in zusammengefasster Form dargestellt:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen |
3.347 | 3.815 |
| Anteil am | ||
| Jahresergebnis | 637 | 2.183 |
| Sonstigen Ergebnis | -156 | -244 |
| Anteiliges Gesamtergebnis |
481 | 1.939 |
Das anteilige Jahresergebnis resultiert in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.
Im Geschäftsjahr 2015 waren negative Anteile am Gesamtergebnis assoziierter Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 46) und positive Anteile am Gesamtergebnis assoziierter Unternehmen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 0) nicht im Gruppenergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Gruppenergebnis erfassten kumulierten negativen Anteile am Gesamtergebnis bei assoziierten Unternehmen insgesamt TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 244).
Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, bei denen der BLG AG oder der BLG KG mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert im Gruppenabschluss gezeigt.
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf sonstige Beteiligungen vorgenommen.
| TEUR | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | |
| Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen | 681 | 1.501 | 900 | 3.082 |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 1.256 | 0 | 0 | 1.256 |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen |
39.825 | 0 | 0 | 39.825 |
| Forderungen an Leasinggesellschaften | 200 | 0 | 0 | 200 |
| Finanzforderungen aus Finance Lease | 188 | 1.201 | 2.575 | 3.964 |
| Übrige sonstige Finanzforderungen | 1.155 | 143 | 5 | 1.303 |
| Gesamt | 43.305 | 2.845 | 3.480 | 49.630 |
| TEUR | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | ||
| Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen | 1.537 | 1.088 | 928 | 3.553 | |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | 1.201 | 0 | 0 | 1.201 | |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 482 | 0 | 0 | 482 | |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei at Equity einbezogenen Unternehmen |
43.904 | 0 | 0 | 43.904 | |
| Forderungen an Leasinggesellschaften | 667 | 0 | 0 | 667 | |
| Finanzforderungen aus Finance Lease | 175 | 1.228 | 2.736 | 4.139 | |
| Übrige sonstige Finanzforderungen | 496 | 180 | 105 | 781 | |
| Gesamt | 48.462 | 2.496 | 3.769 | 54.727 |
Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nummer 25) ausgewiesen.
Die Ausleihungen an at Equity einbezogene Unternehmen sind mit Zinssätzen von 3 bis 8 Prozent zu verzinsen.
Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das aber unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für die BLG-Gruppe nicht wesentlich ist.
Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.
Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Finanzforderungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Weder überfällige noch wertgeminderte Finanz forderungen |
49.042 | 54.116 |
| Überfällige, aber nicht wertgeminderte Finanz forderungen |
530 | 611 |
| Wertgeminderte Finanz forderungen |
58 | 0 |
| Buchwerte | 49.630 | 54.727 |
Die wertgeminderten Finanzforderungen und die darauf gebildeten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
| 24. Vorräte | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.178 | 4.699 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren |
173 | 205 |
| Gesamt | 7.351 | 4.904 |
Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2015 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 128) gebildet.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen Dritte | 178.665 | 167.521 |
| Forderungen gegen Dritte (Stage of Completion Methode) |
1.174 | 444 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
32 | 311 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen |
2.088 | 2.633 |
| Gesamt | 181.959 | 170.909 |
| Buchwerte | 58 | 0 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen | -1.082 | -750 |
| Nominalbeträge | 1.140 | 750 |
| Wertgeminderte Finanzforderungen TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
| 382 -50 1.082 |
0 0 750 |
|---|---|
| 750 | 750 |
| 31.12.2015 | 31.12.2014 |
Die Aufwendungen aus der vorstehend dargestellten Wertminderung werden als Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ausgewiesen, da es sich um die Berücksichtigung eines negativen Equity-Ansatzes handelt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das durchschnittliche Zahlungsziel beträgt 70 Tage (Vorjahr: 70 Tage). Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.
Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Weder überfällige noch wert geminderte Forderungen |
139.417 | 129.536 |
| Überfällige, aber nicht wert geminderte Forderungen |
35.274 | 38.677 |
| Wertgeminderte Forderun gen |
7.268 | 2.696 |
| Gesamt | 181.959 | 170.909 |
Die überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Weniger als 30 Tage | 15.016 | 19.361 |
| Zwischen 30 und 60 Tagen | 3.247 | 3.894 |
| Zwischen 61 und 90 Tagen | 1.879 | 2.596 |
| Zwischen 91 und 180 Tagen | 3.445 | 3.991 |
| Zwischen 181 und 360 Tagen | 3.058 | 5.163 |
| Mehr als 360 Tage | 8.629 | 3.672 |
| Gesamt | 35.274 | 38.677 |
Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Nominalbeträge | 12.088 | 5.837 |
| Wertberichtigungen | -4.820 | -3.141 |
| Buchwerte | 7.268 | 2.696 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Stand am Geschäftsjahres anfang |
3.141 | 1.435 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
68 | 0 |
| Wertberichtigungen des Geschäftsjahres |
||
| - Zuführungen | 2.613 | 2.262 |
| - Auflösungen | -462 | -179 |
| - Wechselkursänderungen | 52 | 45 |
| - Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen |
-592 | -422 |
| Stand am Geschäftsjahres ende |
4.820 | 3.141 |
Im Berichtsjahr wurden ferner Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 403) vorgenommen, die unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.
| Geschäftsjahr 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | ||
| Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nummer 23) |
43.305 | -- | 48.462 | -- | |
| Forderungen Finanzamt und Zoll | 4.278 | -- | 3.255 | -- | |
| Abgrenzungen | 986 | -- | 666 | -- | |
| Forderungen gegen Mitarbeiter | 528 | -- | 171 | -- | |
| Ansprüche auf Zuwendungen der öffentlichen Hand | 161 | -- | 1.327 | -- | |
| Übrige Vermögenswerte | 1.094 | 20 | 1.743 | 5 | |
| Gesamt | 50.352 | 20 | 55.624 | 5 |
Die Sonstigen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.
Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 841 (Vorjahr: TEUR 1.663) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 1.063 (Vorjahr: TEUR 1.049).
Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 16 verwiesen.
| 27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | -------------------------------------------------- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
| Gesamt | 15.935 | 11.724 |
|---|---|---|
| Kasse | 135 | 151 |
| Tages- und kurzfristige Termingelder |
5.334 | 5.500 |
| Kontokorrentguthaben | 10.466 | 6.073 |
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf der Gruppe zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 ist als eigenständiger Bestandteil des Gruppenabschlusses zum 31. Dezember 2015 in der Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.
Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2015 voll eingezahlt.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 Aktiengesetz in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 6.749 (Vorjahr: TEUR 6.583). Im Geschäftsjahr 2015 wurden aus dem Gruppenjahresüberschuss TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 137) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.
Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Gruppenabschlusses auf IFRS.
Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Gruppenjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS.
In den Sonstigen Rücklagen werden die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtungen nach IAS 19 sowie die Differenz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Rendite des Planvermögens ausgewiesen.
Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IAS 39 aufzulösen.
| Stand 31. Dezember 2015 | -3.308 | -3.847 |
|---|---|---|
| Veränderung der Rücklage | 539 | -1.794 |
| Stand 1. Januar 2015 | -3.847 | -2.053 |
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage im Wesentlichen aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -2.296 (Vorjahr: TEUR -3.212), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 515) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -1.216 (Vorjahr: TEUR -1.150) zusammen.
Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.
Das Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften in Höhe von TEUR -63.024 (Vorjahr: TEUR -67.951) betrifft Tochtergesellschaften der BLG KG.
Der Bilanzgewinn von TEUR 10.687 entspricht dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der BLG KG. Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeiten erfasst, in der der Ausschüttungsbeschluss getroffen wurde.
Unter diesem Posten werden mit TEUR 7.198 (Vorjahr: TEUR 6.621) die Fremdanteile am Eigenkapital an den durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.
Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Gruppeneigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Die langfristigen Darlehen von Kreditinstituten setzen sich nach Restlaufzeitbändern und Zinsbändern wie folgt zusammen:
31.12.2015
| TEUR | Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zinssatz | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | |
| 0,833 - 0,999 % | 1.600 | 6.400 | 0 | 8.000 | |
| 1,000 - 1,999 % | 14.671 | 85.128 | 74.329 | 174.128 | |
| 2,000 - 2,999 % | 339 | 685 | 0 | 1.024 | |
| 3,000 - 3,999 % | 879 | 894 | 0 | 1.773 | |
| 4,000 - 4,360 % | 1.650 | 23.830 | 385 | 25.865 | |
| Gesamt | 19.139 | 116.937 | 74.714 | 210.790 | |
31.12.2014
| TEUR Restlaufzeiten |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zinssatz | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | |
| 0,988 - 0,999 % | 1.600 | 6.400 | 1.600 | 9.600 | |
| 1,000 - 1,999 % | 15.387 | 72.736 | 40.725 | 128.848 | |
| 2,000 - 2,999 % | 340 | 1.025 | 0 | 1.365 | |
| 3,000 - 3,999 % | 875 | 1.778 | 0 | 2.653 | |
| 4,000 - 4,650 % | 1.644 | 24.702 | 1.154 | 27.500 | |
| Gesamt | 19.846 | 106.641 | 43.479 | 169.966 |
In der obigen Darstellung sind nicht nachrangige, unbesicherte Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 29,0 Mio. (Vorjahr: EUR 29,0 Mio.) enthalten. Im Berichtsjahr wurden keine Schuldscheindarlehen vorzeitig zurückgeführt. Die verbleibenden Schuldscheindarlehen sind in Höhe von EUR 19,0 Mio. im Dezember 2018 endfällig und in Höhe von EUR 10,0 Mio. halbjährlich in fünf Raten ab April 2017 zurückzuzahlen. Die Schuldscheindarlehen sind in Höhe von EUR 19,0 Mio. festverzinslich und in Höhe von EUR 10,0 Mio. variabel verzinslich.
Im Berichtsjahr wurden Rahmenkreditlinien insgesamt um EUR 5,0 Mio. erhöht.
Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt EUR 112,1 Mio. (Vorjahr: EUR 67,7 Mio.) festverzinslich und EUR 98,7 Mio. (Vorjahr: EUR 102,2 Mio.) waren variabel verzinslich.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 18,4 Mio.) durch Grundschulden besichert. Für Darlehensverbindlichkeiten von EUR 205,5 Mio. (Vorjahr: EUR 151,5 Mio.) wurden kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert.
Für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sehen die Bedingungen Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten nicht eingehalten. In der Konsequenz könnte ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und die Schuldscheindarlehen für den nächsten Zinszeitraum erfolgen. Für das Geschäftsjahr 2016 kann dies eine Erhöhung von 0,5 Prozent auf die Ursprungsmarge, mit einer Auswirkung in der Bandbreite von TEUR 60 bis TEUR 400, bedeuten. Für das Geschäftsjahr 2017 wird mit einer Auswirkung in der Bandbreite von EUR 0,0 bis EUR 2,0 Mio. gerechnet. Bei
Einhaltung der Kennzahlen zum nächsten testierten Abschluss kann der Wegfall der Margenerhöhung bereits teilweise wieder erwirkt werden
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | ||
| Kontokorrentkredite | 32.250 | -- | 48.431 | -- | |
| Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH | 25.600 | -- | 25.600 | -- | |
| Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen | 19.139 | -- | 19.846 | -- | |
| Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen | 7.262 | 278 | 6.884 | 412 | |
| Cash Management ggü. Beteiligungen | 4.300 | -- | 3.446 | -- | |
| Derivate mit negativem Marktwert | 2.522 | -- | 3.292 | -- | |
| Ausstehende Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb |
1.779 | 17.096 | 0 | 0 | |
| Finanzierungsleasing | 1.199 | 1.327 | 252 | 1.020 | |
| Soziales Zukunftskonzept | 1.001 | 2.478 | 869 | 2.466 | |
| Passive Rechnungsabgrenzungen | 238 | 1.001 | 1.341 | 962 | |
| Übrige | 4.887 | 7.550 | 4.516 | 9.169 | |
| Gesamt | 100.177 | 29.730 | 114.477 | 14.029 |
Hinsichtlich der ausstehenden Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb verweisen wir auf die Angaben in Erläuterung Nummer 4.
In den übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 9.577 (Vorjahr: TEUR 11.156) enthalten. Davon entfallen TEUR 7.550 auf den langfristigen und TEUR 2.027 auf den kurzfristigen Bereich.
Die Buchwerte entsprechen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing den Marktwerten der Verbindlichkeiten.
Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der wesentlichen Gruppen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kontokorrentverbindlich keiten gegenüber Kredit instituten |
0,69 % | 0,88 % |
Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:
| Gesamt | 2.795 | 2.527 | 268 | 1.553 | 1.272 | 281 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| mehr als 5 Jahre | 5 | 5 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1 bis 5 Jahre | 1.485 | 1.322 | 163 | 1.219 | 1.020 | 199 |
| bis 1 Jahr | 1.305 | 1.200 | 105 | 334 | 252 | 82 |
| Mindest leasing raten |
davon Tilgung |
davon Zinsen |
Mindest leasing raten |
davon Tilgung |
davon Zinsen |
|
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
Hand
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| Geschäftsbereich AUTOMOBILE | 68 | 2.297 | 11 | 614 |
| Geschäftsbereich CONTRACT | 17 | 156 | 5 | 195 |
| Gesamt | 85 | 2.453 | 16 | 809 |
Bei den in der obigen Tabelle dargestellten Sachverhalten handelt es sich um Abgrenzungen für vermögenswertbezogene Zuwendungen, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. In den Zuwendungen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE sind TEUR 1.570 für Zuwendungen des Eisenbahn-Bundesamtes für Ersatzerneuerungen in die Schieneninfrastruktur enthalten. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2015 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 29) vereinnahmt worden.
Darüber hinaus wurden unterjährig weitere Erträge in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 1.233) erfasst, die in voller Höhe (Vorjahr: TEUR 1.231) erfolgswirksame Zuwendungen betreffen.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|
| 6.823 | 6.132 |
| 18.212 | 20.082 |
| 19.998 | 22.206 |
| 5.596 | 6.125 |
| 50.629 | 54.545 |
| 14 | 0 |
| 14 | 0 |
| 50.643 | 54.545 |
| Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer | Inan | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Stand | spruch | Auf | Zu | Über | Stand |
| 01.01.2015 | nahme | lösung | führung | tragung | 31.12.2015 | |
| Direktzusagen | 6.132 | 27 | 1.350 | 1.944 | 124 | 6.823 |
| Hafenrente | 20.082 | 13 | 1.857 | 0 | 0 | 18.212 |
| Soziales Zukunftskonzept | 22.206 | 172 | 2.845 | 808 | 1 | 19.998 |
| Pensionsrückstellungen | 48.420 | 212 | 6.052 | 2.752 | 125 | 45.033 |
| Jubiläumsrückstellungen | 6.125 | 1 | 228 | 162 | -462 | 5.596 |
| Gesamt | 54.545 | 213 | 6.280 | 2.914 | -337 | 50.629 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | Inan | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Stand | spruch | Auf | Zu | Über | Stand |
| 01.01.2015 | nahme | lösung | führung | tragung | 31.12.2015 | |
| Direktzusagen | 34 | 34 | 0 | 57 | 0 | 57 |
| Hafenrente | 855 | 855 | 0 | 846 | 0 | 846 |
| Pensionsrückstellungen | 889 | 889 | 0 | 903 | 0 | 903 |
| Jubiläumsrückstellungen | 354 | 307 | 47 | 513 | 462 | 975 |
| Gesamt | 1.243 | 1.196 | 47 | 1.416 | 462 | 1.878 |
Bei sämtlichen Plänen der BLG-Gruppe handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Mindestdotierungsverpflichtungen bestehen nicht.
Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Gruppengesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.
Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BLG AG bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) übernommen. Rechtliche Grundlage für die Bemessung der Höhe der Beiträge ist der Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.
Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH, Durach, sowie für Mitarbeiter, die zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG, Berlin, auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen, übergegangen sind.
Für Mitarbeiter, die zum 1. April 2015 von der Schenker AG, Essen, auf die Gesellschaft BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen, übergegangen sind, bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Betriebsvereinbarung der Schenker AG "Vorsorgeplan 2000" vom 28. Februar 2003 sowie auf der Gesamtbetriebsvereinbarung "Versorgungsbaustein Mitarbeiterbeteiligung" der Schenker AG vom 9. Juni 2011.
Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept). Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.
Für Teile der Einzelzusagen sowie für die Verpflichtungen im Rahmen des Sozialen Zukunftskonzepts besteht Planvermögen in Form von qualifizierten Versicherungsverträgen im Sinne von IAS 19.8. Das Planvermögen wird extern von Versicherungsunternehmen verwaltet und beinhaltet insbesondere Rückdeckungsversicherungen. Als beizulegende Zeitwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens |
44.640 | 40.634 |
|---|---|---|
| Rückdeckungs versicherungen |
44.640 | 40.634 |
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung von qualifizierten Versicherungsmathematikern nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet.
Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist die Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen Risiken aus einer Veränderung der demografischen Annahmen handelt es sich hierbei insbesondere um das Zinsänderungsrisiko und das Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko. Risikokonzentrationen bestehen nicht.
| Finanzierungsstatus der Pensionspläne TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorien tierten Verpflichtung |
90.576 | 89.943 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens |
-44.640 | -40.634 |
| Unterdeckung (Nettoschuld) |
45.936 | 49.309 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | ||
|---|---|---|
| -- | -- | ------------------------------------------ |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Berichtsjahres |
89.943 | 67.893 |
| + laufender Dienstzeitaufwand |
3.814 | 3.051 |
| + Aufwand aus Entgelt- umwandlung |
3.003 | 1.142 |
| + Zinsaufwand | 1.680 | 2.452 |
| +/- Neubewertungen | ||
| erfahrungsbedingte Anpassungen |
347 | -156 |
| versicherungsmathema- tische Gewinne/Verluste aus Änderungen der finanziellen Annahmen |
-6.211 | 18.536 |
| - Inanspruchnahmen (gezahlte Versorgungs- leistungen) |
-2.646 | -2.666 |
| +/- Auflösungen | -6 | -295 |
| +/- Übertragungen | 128 | -14 |
| +/- Veränderungen im Konsolidierungskreis |
524 | 0 |
| Stand am Ende des Berichtsjahres |
90.576 | 89.943 |
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Berichtsjahres |
40.634 | 38.086 |
| + Zinserträge | 705 | 1.267 |
| + Aufwendungen / Erträge aus dem Planvermögen (ohne Zinserträge) |
446 | -363 |
| + Zuführungen der in den Plan einbezogenen Mitarbeiter (z. B. Ent- geltumwandlungen) |
2.975 | 2.061 |
| + Beiträge des Arbeitgebers | 1.448 | 1.280 |
| - Inanspruchnahmen (gezahlte Versorgungs- leistungen) |
-1.545 | -1.494 |
| +/- Auflösungen | -26 | -205 |
| +/- Übertragungen | 3 | 2 |
| +/- Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 |
| Stand am Ende des Berichtsjahres |
44.640 | 40.634 |
Der im Gewinn oder Verlust der Periode erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:
TEUR 31.12.2015 31.12.2014 Laufender Dienstzeitaufwand 3.814 3.051 Zinsaufwendungen 976 1.185 Gesamt 4.790 4.236
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
| Duration | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Direktzusagen und Lebensarbeitszeitkonten |
24 Jahre | 23 Jahre |
| Hafenrente | 15 Jahre | 16 Jahre |
| Soziales Zukunftskonzept | 14 Jahre | 14 Jahre |
Der Dienstzeitaufwand wird in der Gruppengewinnund -verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen mindern den Zinsaufwand.
Der zum 31. Dezember 2015 zu verzeichnende tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beläuft sich auf TEUR 1.151 (Vorjahr: TEUR 904).
Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis der folgenden Parameter (Angabe in Form von gewichteten Durchschnittsfaktoren):
| in % | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| Direkt zusagen |
Hafen rente |
Soziales Zukunfts konzept |
||
| Diskontsatz | 2,50 | 2,30 | 2,30 | |
| Gehaltssteigerungsrate | 1,20 | 0,00 | 0,00 | |
| Rentensteigerungsrate | 1,60 | 1,00 | 0,00 | |
| in % | 31.12.2014 | |||
| Direkt zusagen |
Hafen rente |
Soziales Zukunfts konzept |
||
| Diskontsatz | 2,00 | 1,80 | 1,80 | |
| Gehaltssteigerungsrate | 1,20 | 0,00 | 0,00 | |
| Rentensteigerungsrate | 1,60 | 1,00 | 0,00 |
Die der Berechnung des Barwerts der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zugrunde liegende Sterberate basiert wie im Vorjahr auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (beziehungsweise -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontsatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.
Die Gruppe ermittelt den angemessenen Diskontsatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt die Gruppe den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.
Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen in Höhe der erwarteten zukünftigen Entwicklung hätte im Vergleich zu den tatsächlich angewendeten Parametern auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen folgende Auswirkungen. (siehe untere Tabelle)
Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2015 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die möglichen Auswirkungen auf den berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen.
Die Finanzierung der für den Vorstand und leitende Angestellte abgeschlossenen Pensionsverträge sowie die Vereinbarungen für das soziale Zukunftskonzept sind vollständig über Rückdeckungsversicherungen abgesichert, die zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverträge sind aus-
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| höher | niedriger | höher | niedriger | |
| Diskontsatz (50 Basispunkte) | -5.835 | 6.487 | -6.178 | 6.901 |
| Gehaltssteigerungsrate (50 Basispunkte) | 66 | -62 | 28 | -23 |
| Rentensteigerungsrate (50 Basispunkte) | 1.569 | -1.440 | 1.729 | -1.580 |
schließlich arbeitgeberfinanziert; das soziale Zukunftskonzept wird durch Eigenbeiträge der Arbeitnehmer und durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen des Arbeitgebers finanziert. Eine Verpflichtung zur Teilnahme am sozialen Zukunftskonzept besteht nicht. Die Hafenrente enthält kein Planvermögen.
Für das Jahr 2015 erwartet die Gesellschaft Zahlungen an die leistungsorientierten Pläne in Höhe von TEUR 1.893 (Vorjahr: TEUR 1.317).
Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern der Gruppe vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 1,92 Prozent (Vorjahr: 1,40 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 675 ist die Aufzinsung mit TEUR 88 enthalten:
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Altersteilzeitverpflichtungen | 107 | 30 |
| Übrige | 142 | 12 |
| Gesamt | 249 | 42 |
Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen passiviert. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verpflichtungen wurden im Berichtsjahr wie im Vorjahr aufgrund der gewichteten durchschnittlichen Laufzeit von rund einem Jahr nicht abgezinst.
| Sonstige langfristige Rückstellungen TEUR |
Stand 01.01.2015 |
Inan spruch nahme |
Auf lösung |
Zu führung |
Um gliederung |
Stand 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Übrige | 0 | 0 | 0 | 14 | 0 | 14 |
| Gesamt | 0 | 0 | 0 | 14 | 0 | 14 |
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten |
58.040 | 59.643 |
| Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen |
15.944 | 15.477 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen |
2.971 | 3.729 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
163 | 132 |
| Gesamt | 77.118 | 78.981 |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten TEUR 31.12.2015 31.12.2014 Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub 8.488 8.195 Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 8.332 7.991 Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Lohn und Gehalt 8.089 7.784 Rechnungsabgrenzungen 3.357 2.973 Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.878 1.243 Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Restrukturierung 1.013 402 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 385 459 Verauslagte Zölle 217 1.696 Altersteilzeitverpflichtungen 110 903 Übrige 3.174 1.315 Gesamt 35.043 32.961
Als Logistikunternehmen erhält die BLG-Gruppe keine Lieferungen und Leistungen von einzelnen unternehmensexternen Dritten in nennenswertem Umfang.
| 8.999 | 8.857 | Verpflichtungen aus laufen den Ertragsteuern gesamt |
|---|---|---|
| 8.013 | 7.621 | Körperschaft- und Gewerbe steuer für Vorjahre |
| 986 | 1.236 | Körperschaft- und Gewerbe steuer des Berichtsjahres |
| 31.12.2014 | 31.12.2015 | TEUR |
Für Gewährleistungsrisiken aus möglichen Einstandspflichten und Kulanzverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.101 aus den Vorjahren beibehalten und TEUR 1.600 neu gebildet. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen sind insgesamt weite Ermessensspielräume vorhanden, da keine vergleichbaren Sachverhalte oder andere Erfahrungswerte vorliegen.
In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind sonstige betriebliche Steuern in Höhe von TEUR 1.247 (Vorjahr: TEUR 1.031) enthalten.
Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 16 verwiesen.
36. Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2016 in ausgewiesener Höhe fällig.
| TEUR | Stand 01.01.2015 |
Inan spruch nahme |
Auf lösung |
Umglie derung |
Zu führung |
Änderun gen im Konsoli dierungs kreis |
Stand 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Versicherungsumlagen | 1.022 | 712 | 427 | 117 | 547 | 0 | 547 |
| Belastende Verträge | 4.183 | 1.046 | 916 | 0 | 229 | 0 | 2.450 |
| Gewährleistungsrisiken | 5.921 | 3.285 | 535 | 0 | 1.600 | 0 | 3.701 |
| Restrukturierung | 573 | 488 | 0 | 0 | 0 | 0 | 85 |
| Übrige sonstige Rückstellungen |
4.109 | 318 | 2.730 | 0 | 1.144 | 3.324 | 5.529 |
| Gesamt | 15.808 | 5.849 | 4.608 | 117 | 3.520 | 3.324 | 12.312 |
Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Leistungen des Haftpflichtschadenausgleichs der deutschen Großstädte.
Die Rückstellung für belastende Verträge entfällt mit TEUR 2.200 auf die BLG KG, mit TEUR 200 auf den Geschäftsbereich AUTOMOBILE und mit TEUR 50 auf den Geschäftsbereich CONTRACT. Die Rückstellung bei der BLG KG betrifft die drohende Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft für Bankverbindlichkeiten einer Beteiligung. Die übrigen Rückstellungen entsprechen den geschätzten Kosten für bestehende Verpflichtungen, die durch vereinbarte Erlöse voraussichtlich nicht gedeckt werden.
Die Gruppenkapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Durch die Offenlegung der Zahlungsströme sollen Herkunft und Verwendung der flüssigen Mittel verdeutlicht werden.
Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds TEUR |
31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquivalente lt. Bilanz |
15.935 | 11.724 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 |
-32.250 | -48.431 |
| Gesamt | -16.315 | -36.707 |
1 Ausweis in der Bilanz in dem Posten "Kurzfristige Finanzverbindlich keiten" (vgl. auch Erläuterung Nr. 30)
Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf die BLG-Gruppe bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Gruppenstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt, das heißt, der Geschäftsbereich CONTAINER wird in der Segmentberichterstattung unverändert als eigenes Segment ausgewiesen und in der Spalte Überleitung wieder eliminiert. Parallel dazu wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen, das im Wesentlichen das Ergebnis des Geschäftsbereichs CONTAINER umfasst, entsprechend der internen Steuerung als Teil des EBIT ausgewiesen. Dies gilt auch für die übrigen Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden.
Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sind dabei jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen. Für den Erfolg der Geschäftsbereiche sind die jeweiligen Vorstände verantwortlich, die im Gesamtvorstand der BLG AG berichten.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.
Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereiches CONTRACT sind die BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, die BLG Sports & Fashion Logistics GmbH und die BLG Cargo Logistics GmbH.
Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung wurden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe bis zum Jahr 2012 quotal in den Gruppenabschluss einbezogen. Durch die Einführung von IFRS 11 erfolgt die Einbeziehung rückwirkend seit dem 1. Januar 2013 nach der Equity-Methode. Um eine transparente Darstellung zu gewährleisten, wird der Geschäftsbereich CONTAINER in der Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Daten der BLG-Gruppe separat dargestellt.
Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nummer 2 umfassend beschrieben.
Die BLG AG und die BLG KG als Management- und Finanzholding der BLG-Gruppe bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten. In Bezug auf Angaben zu Mitarbeitern werden die Zentralbereiche 'Services' genannt. Die entsprechenden Angaben sind dem Gruppenlagebericht auf Seite 48 zu entnehmen.
Die BLG-Gruppe ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Gruppenumsatz entfallen TEUR 862.334 (Vorjahr: TEUR 819.279) auf das Inland und TEUR 76.271 (Vorjahr: TEUR 63.481) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch die Gruppe. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen der Gruppe sind TEUR 335.067 (Vorjahr: TEUR 293.088) im Inland und TEUR 5.753 (Vorjahr: TEUR 4.149) im Ausland belegen.
Mit dem größten Kunden der Gruppe wurden mindestens 23 Prozent der gesamten Gruppenumsatzerlöse erzielt. Davon entfielen TEUR 179.388 (Vorjahr: TEUR 134.534) auf das Inland und TEUR 45.326 (Vorjahr: TEUR 25.630) auf das Ausland.
Die Steuerung der BLG-Gruppe erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die unter Erläuterung Nummer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für die gesamte Gruppe. Zentrale Messgrößen für den Erfolg der Segmente sind das Ergebnis vor Steuern (EBT), der Return on Capital Employed (ROCE), das EBIT (operatives Ergebnis), die EBIT-Marge sowie der Free Cash-Flow (FCF). Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.
Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an Unternehmen, die at Equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern. Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.
Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.
Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.
Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Gruppendaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:
| Umsatzerlöse mit externen Dritten TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
1.236.119 | 1.168.229 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-295.661 | -283.009 |
| Konsolidierung | -1.853 | -2.460 |
| Umsatzerlöse der Gruppe | 938.605 | 882.760 |
| EBIT TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
63.613 | 60.928 |
| Zentralbereiche / Übriges EBIT |
-15.872 | -23.909 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-43.424 | -38.374 |
| Konsolidierung | 31.029 | 38.762 |
| EBIT der Gruppe | 35.346 | 37.407 |
| Segmentergebnis / Ergebnis vor Steuern (EBT) TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
49.072 | 47.183 |
| Zentralbereiche / Übriges EBT |
30.266 | 29.267 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-40.055 | -34.782 |
| Konsolidierung | -9.557 | -11.540 |
| Segmentergebnis (EBT) der Gruppe |
29.726 | 30.128 |
| Vermögen TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
976.402 | 907.371 |
| Zentralbereiche / Übriges Vermögen |
677.937 | 615.740 |
| Anteile an at Equity einbe zogenen Unternehmen |
123.693 | 119.431 |
| Aktive latente Steuern | 1.236 | 2.446 |
| Erstattungsanspruch Ertragsteuern |
1.904 | 2.712 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-400.375 | -406.395 |
| Konsolidierung | -650.716 | -565.987 |
| Vermögen der Gruppe (Aktiva) |
730.081 | 675.318 |
| Schulden TEUR |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Summe der berichts pflichtigen Segmente |
464.021 | 473.983 |
| Zentralbereiche / Übrige Schulden |
132.451 | 133.837 |
| Eigenkapital | 214.032 | 202.591 |
| Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) |
191.651 | 150.120 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten |
29.730 | 14.029 |
| Passive latente Steuern | 7.731 | 1.940 |
| Kurzfristiger Anteil lang fristiger Darlehen |
19.139 | 19.845 |
| Kurzfristiger Anteil Finanzierungsleasing |
1.199 | 252 |
| Geschäftsbereich CONTAINER |
-179.983 | -188.856 |
| Konsolidierung | -149.890 | -132.423 |
| Schulden der Gruppe (Passiva) |
730.081 | 675.318 |
Die wesentlichen zur Finanzierung der Gruppe verwendeten Finanzinstrumente - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen langfristige Darlehen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der BLG-Gruppe. Die BLG-Gruppe verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit entstehen.
Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt und dienen ausschließlich der Optimierung von Kreditkonditionen und der Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien. Derivate zur Absicherung von Rohstoffpreisen werden ausschließlich zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken eingesetzt. Derivate werden grundsätzlich nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der Gruppe bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung.
Auf Gruppenebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gruppe für Derivate werden in Erläuterung Nummer 6 i) dargestellt.
Das Ausfallrisiko der Gruppe resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Gruppenbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist die BLG-Gruppe zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Eine Aufteilung der Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos ist in Erläuterung Nummer 25 enthalten.
Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.
Das maximale Ausfallrisiko der Gruppe wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist die Gruppe auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 2.173 (Vorjahr: TEUR 1.861).
In der Gruppe bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.
In den auf den folgenden Seiten dargestellten Tabellen werden die Finanzinstrumente nach den vorstehenden Kriterien einschließlich der Angabe ihrer Stufe in der Fair-Value-Hierarchie zusammengestellt. Die Bewertungskategorien sind in den Erläuterungen Nummer 6e, 6g, 6h und 6i beschrieben.
Die Einordnung in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren und ist in Erläuterung Nummer 1 im Abschnitt 'Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte' beschrieben.
Die Tabellen enthalten keine Zeitwerte für nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, bei denen aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit keine wesentlichen Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren und der Buchwert somit einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 4.061) ausgewiesen, die Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften betreffen, für die kein aktiver Markt existiert. Da die künftigen Cashflows nicht verlässlich bestimmbar
sind, können auch die Zeitwerte nicht mittels eines Bewertungsmodells berechnet werden. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten.
Im Berichtsjahr wurden die Anteile an der Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven, und an der Lloyd Investitions- und Verwaltungs GmbH, Bremerhaven, veräußert. Der Buchwert der Anteile betrug zum Zeitpunkt der Veräußerung TEUR 3.599. Aus der Veräußerung wurde per saldo ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 401 realisiert. Darüber hinaus wurden keine Anteile an diesen Personen- und Kapitalgesellschaften ausgebucht oder veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft auszubuchen oder zu veräußern.
Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt:
Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen Zinssätze für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt, die entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.
Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.
Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente basieren auf den Zeitwertmitteilungen von Kreditinstituten. Die Zeitwerte der Zinsswaps werden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von Marktzinssätzen für vergleichbare Instrumente auf Plausibilität überprüft. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.
| Buchwerte der Finanz | Buchwerte | Zeitwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| instrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien TEUR 31.12.2015 |
Kredite und Forderun gen |
Finanzielle Verbind lichkeiten zu Anschaf fungs kosten |
Zur Veräuße rung verfügbar |
Eingestuft als Fair Value - erfolgs wirksam |
Zu Handels zwecken gehalten |
Fair Value – Hedging |
Summe Buchwert |
Fair Value Stufe |
Beizu legender Zeitwert |
| AKTIVA | |||||||||
| Finanzielle Vermögens werte, die zum beizule genden Zeitwert bewertet werden |
|||||||||
| kurzfristig | |||||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | 2 | -- |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | 2 | -- |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |||
| Finanzielle Vermögens werte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||||
| langfristig | |||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen |
-- | -- | 483 | -- | -- | -- | 483 | n.v.b. | |
| Sonstige Finanzanlagen | -- | -- | 3 | -- | -- | -- | 3 | n.v.b. | |
| Übrige langfristige Finanzforderungen |
6.325 | -- | -- | -- | -- | -- | 6.325 | 2 | 6.325 |
| Übrige sonstige langfris tige Vermögenswerte |
20 | -- | -- | -- | -- | -- | 20 | 2 | 20 |
| kurzfristig | |||||||||
| Forderungen aus Lieferun gen und Leistungen |
181.959 | -- | -- | -- | -- | -- | 181.959 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanz forderungen |
43.305 | -- | -- | -- | -- | -- | 43.305 | k.A. | |
| Übrige sonstige kurz fristige Vermögenswerte |
1.783 | -- | -- | -- | -- | -- | 1.783 | k.A. | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
15.935 | -- | -- | -- | -- | -- | 15.935 | k.A. | |
| 249.327 | 0 | 486 | 0 | 0 | 0 | 249.813 |
| Buchwerte der Finanz | Buchwerte | Zeitwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| instrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien TEUR |
Kredite und Forderun |
Finanzielle Verbind lichkeiten zu Anschaf fungs |
Zur Veräuße rung |
Eingestuft als Fair Value - erfolgs |
Zu Handels zwecken |
Fair Value – | Summe | Fair Value | Beizu legender |
| 31.12.2015 | gen | kosten | verfügbar | wirksam | gehalten | Hedging | Buchwert | Stufe | Zeitwert |
| PASSIVA Finanzielle Verbindlich keiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||||
| langfristig | |||||||||
| Bedingte Gegenleistungen | -- | -- | -- | 7.286 | -- | -- | 7.286 | 3 | 7.286 |
| kurzfristig | |||||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | 2.522 | 2.522 | 2 | 2.522 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | 2 | -- |
| Bedingte Gegenleistungen | 1.779 | 1.779 | 3 | 1.779 | |||||
| 0 | 0 | 0 | 9.065 | 0 | 2.522 | 11.587 | |||
| Finanzielle Verbindlich keiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||||
| langfristig | |||||||||
| Langfristige Darlehen | -- | 191.651 | -- | -- | -- | -- | 191.651 | 2 | 193.932 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
-- | 1.327 | -- | -- | -- | -- | 1.327 | 2 | 1.418 |
| Übrige langfristige Finanz verbindlichkeiten |
-- | 21.117 | -- | -- | -- | -- | 21.117 | 2 | 21.117 |
| Übrige sonstige langfris tige Verbindlichkeiten |
-- | 142 | -- | -- | -- | -- | 142 | 2 | 142 |
| kurzfristig | |||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-- | 77.118 | -- | -- | -- | -- | 77.118 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanz verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten |
-- | 51.389 | -- | -- | -- | -- | 51.389 | 2 | 51.466 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
-- | 1.199 | -- | -- | -- | -- | 1.199 | 2 | 1.239 |
| Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten |
-- | 43.288 | -- | -- | -- | -- | 43.288 | k.A. | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
-- | 11.645 | -- | -- | -- | -- | 11.645 | k.A. | |
| 0 | 398.876 | 0 | 0 | 0 | 0 | 398.876 |
| Buchwerte der Finanz | Buchwerte | Zeitwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| instrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien TEUR 31.12.2014 |
Kredite und Forderun gen |
Finanzielle Verbind lichkeiten zu Anschaf fungs kosten |
Zur Veräuße rung verfügbar |
Eingestuft als Fair Value erfolgs wirksam |
Zu Handels zwecken gehalten |
Fair Value – Hedging |
Summe Buchwert |
Fair Value Stufe |
Beizu legender Zeitwert |
| Derivate mit Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | 2 | -- |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | 2 | -- |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |||
| Finanzielle Vermögens werte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
|||||||||
| langfristig | |||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen |
-- | -- | 4.058 | -- | -- | -- | 4.058 | n.v.b. | |
| Sonstige Finanzanlagen | -- | -- | 3 | -- | -- | -- | 3 | n.v.b. | |
| Übrige langfristige Finanzforderungen |
6.265 | -- | -- | -- | -- | -- | 6.265 | 2 | 6.265 |
| Übrige sonstige langfris tige Vermögenswerte |
5 | -- | -- | -- | -- | -- | 5 | 2 | 5 |
| kurzfristig | |||||||||
| Forderungen aus Lieferun gen und Leistungen |
170.909 | -- | -- | -- | -- | -- | 170.909 | k.A. | |
| Kurzfristige Finanz forderungen |
48.462 | -- | -- | -- | -- | -- | 48.462 | k.A. | |
| Übrige sonstige kurz fristige Vermögenswerte |
3.241 | -- | -- | -- | -- | -- | 3.241 | k.A. | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
11.724 | -- | -- | -- | -- | -- | 11.724 | k.A. | |
| 240.606 | 0 | 4.061 | 0 | 0 | 0 | 244.667 |
| Buchwerte der Finanz | Buchwerte | Zeitwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| instrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien |
Finanzielle Verbind |
Eingestuft | ||||||||
| TEUR | Kredite und Forderun |
lichkeiten zu Anschaf fungs |
Zur Veräuße rung |
als Fair Value erfolgs |
Zu Handels zwecken |
Fair Value – | Summe | Fair Value | Beizu legender |
|
| 31.12.2014 | gen | kosten | verfügbar | wirksam | gehalten | Hedging | Buchwert | Stufe | Zeitwert | |
| PASSIVA | ||||||||||
| Finanzielle Verbindlich keiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
||||||||||
| kurzfristig | ||||||||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | -- | 3.240 | 3.240 | 2 | 3.240 | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung |
-- | -- | -- | -- | 52 | -- | -- | 2 | 52 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 52 | 3.240 | 3.240 | ||||
| Finanzielle Verbindlich keiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
||||||||||
| langfristig | ||||||||||
| Langfristige Darlehen | -- | 150.120 | -- | -- | -- | -- | 150.120 | 2 | 153.508 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
-- | 1.020 | -- | -- | -- | -- | 1.020 | 2 | 1.000 | |
| Übrige langfristige Finanz verbindlichkeiten |
-- | 13.009 | -- | -- | -- | -- | 13.009 | 2 | 13.009 | |
| Übrige sonstige langfris tige Verbindlichkeiten |
-- | 12 | -- | -- | -- | -- | 12 | 2 | 12 | |
| kurzfristig | ||||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-- | 78.981 | -- | -- | -- | -- | 78.981 | k.A. | ||
| Kurzfristige Finanz verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten |
-- | 68.277 | -- | -- | -- | -- | 68.277 | 2 | 68.277 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
-- | 252 | -- | -- | -- | -- | 252 | 2 | 263 | |
| Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten |
-- | 42.656 | -- | -- | -- | -- | 42.656 | k.A. | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
-- | 9.006 | -- | -- | -- | -- | 9.006 | k.A. | ||
| 0 | 363.333 | 0 | 0 | 0 | 0 | 363.333 |
Die Zeitwerte der Stufe 3 für bedingte Gegenleistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH werden unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Wesentliche Inputfaktoren bei der Bewertung, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren, sind die auf den Veräußerer entfallenden anteiligen Jahresergebnisse des Berichtsjahres und der Folgejahre sowie die - teilweise gewichteten erwarteten Ergebnisse vor Steuern aus dem Bestandsgeschäft und dem Neugeschäft der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH. Für einzelne Bestandteile der bedingten Gegenleistungen wurden zur Berücksichtigung von Nichterfüllungsrisiken Sicherheitsabschläge angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung von fristenkongruenten Abzinsungssätzen von 6,09 bis 6,25 Prozent.
Ein wesentlicher Anstieg (Rückgang) der Jahresergebnisse oder der Ergebnisse vor Steuern aus dem Bestandsgeschäft und dem Neugeschäft der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH würde zu einem höheren (niedrigeren) beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen führen, während ein wesentlicher Anstieg (Rückgang) der Abzinsungssätze zu einem niedrigeren (höheren) beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten führen würde.
In der nachfolgenden Tabelle ist die Überleitungsrechnung der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen zum beizulegenden Zeitwert dargestellt.
| TEUR | 2015 |
|---|---|
| Stand 1. Januar | -- |
| Bedingte Gegenleistungen aus Unterneh menszusammenschluss |
8.489 |
| Nicht realisierte, erfolgswirksam im Zinser gebnis erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts |
171 |
| Nicht realisierte, erfolgswirksam in den sonstigen neutralen Aufwendungen erfasste Änderungen des beizulegenden Zeitwerts |
405 |
| Stand 31. Dezember | 9.065 |
Die Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der Verbindlichkeiten aus bedingten Gegenleistungen resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber der Planung gestiegenen Jahresergebnis der BLG Sports & Fashion Logistics GmbH.
Für den beizulegenden Zeitwert der bedingten Gegenleistungen hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen Inputfaktoren, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern gehabt.
| TEUR | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| höher | niedriger | ||
| Jahresergebnisse 2015 - 2019 (10 % Veränderung) |
882 | -882 | |
| Summe Plan-EBT Bestands geschäft im Betrachtungszeit raum (10 % Veränderung) |
82 | -1.095 | |
| Summe Plan-EBT Neuge schäft im Betrachtungszeit raum (10 % Veränderung) |
0 | 0 | |
| Fristenkongruente Abzin sungssätze (1 % Verände rung) |
-183 | 190 |
Für weitere Angaben zu den bedingten Gegenleistungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Erläuterung Nummer 4.
Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im Berichtsjahr sind keine Verschiebungen erfolgt.
Auf die einzelnen Bewertungskategorien der Finanzinstrumente entfallen folgende Nettoergebnisse:
| 2015 | Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | aus Zinsen |
Fair Value |
Wert berichtigung |
aus Abgang |
Netto ergebnis |
|
| Loans and receivables (lar) | 1.320 | 0 | -2.151 | -229 | -1.060 | |
| Available-for-sale financial assets (afs) | 0 | 0 | 0 | 401 | 401 | |
| Financial instruments held for trading (hft) | -29 | 52 | 0 | 0 | 23 | |
| Sicherungsinstrumente (hedging) | -811 | 0 | 0 | 0 | -811 | |
| Financial liabilities at amortised cost (flac) | -6.032 | 0 | 0 | 0 | -6.203 | |
| Financial liabilities at fair value through profit and loss (flpl) |
-171 | -405 | 0 | 0 | -576 | |
| Gesamt | -5.723 | -353 | -2.151 | 172 | -7.650 |
| 2014 | Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | aus Zinsen |
Fair Value |
Wert berichtigung |
aus Abgang |
Netto ergebnis |
|
| Loans and receivables (lar) | 1.216 | 0 | -2.083 | -1.142 | -2.009 | |
| Available-for-sale financial assets (afs) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Financial instruments held for trading (hft) | -58 | 61 | 0 | 0 | 3 | |
| Sicherungsinstrumente (hedging) | -1.071 | 0 | 0 | 0 | -1.071 | |
| Financial liabilities at amortised cost (flac) | -7.392 | 0 | 0 | 0 | -7.392 | |
| Financial liabilities at fair value through profit and loss (flpl) |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamt | -7.305 | 61 | -2.083 | -1.142 | -10.469 |
Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Gruppengesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.
Zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 bestanden in der Gruppe keine nennenswerten Währungsrisiken.
Wesentliches Ziel der BLG-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.
Die BLG-Gruppe überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Diese beiden Kennzahlen sind Bestandteil der mit den finanzierenden Kreditinstituten ausgehandelten Kriterien für die Covenants der BLG-Gruppe. Die Ermittlung dieser Kennzahlen erfordert üblicherweise Angaben, die nicht Gegenstand des Gruppenabschlusses sind.
Die Strategie der Gruppe bestand im Jahr 2015 weiterhin darin, sich den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten durch Einhaltung der mit den Kreditinstituten vereinbarten Covenants zu sichern.
Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität der Gruppe wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen / Leasing / Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.
Der Liquiditätsbedarf der Gruppe ist durch liquide Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Zum 31. Dezember 2015 verfügte die Gruppe über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rund EUR 61 Mio. (Vorjahr: rund EUR 37 Mio.).
In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) zusammengestellt.
| 31.12. 2015 | Cashflows | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Langfristige Darlehen Kreditinstitute |
Verbindlichkeiten Finanzierungs leasing |
Zinsswaps | |
| Cashflows 2016 | Zins fix | 2.493 | 106 | 521 |
| Zins variabel | 1.221 | 0 | -33 | |
| Tilgung | 19.139 | 1.199 | 0 | |
| Cashflows 2017 | Zins fix | 2.036 | 69 | 491 |
| Zins variabel | 1.128 | 0 | -31 | |
| Tilgung | 25.953 | 498 | 0 | |
| Cashflows 2018 - 2020 | Zins fix | 3.963 | 94 | 1.303 |
| Zins variabel | 2.069 | 0 | -84 | |
| Tilgung | 90.984 | 825 | 0 | |
| Cashflows 2021 - 2025 | Zins fix | 1.682 | 0 | 232 |
| Zins variabel | 598 | 0 | -15 | |
| Tilgung | 74.714 | 4 | 0 | |
| Cashflows 2026 ff. | Zins fix | 0 | 0 | 0 |
| Zins variabel | 0 | 0 | 0 | |
| Tilgung | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamt | 225.980 | 2.795 | 2.384 | |
| Buchwerte (Derivate saldiert) | 210.790 | 2.526 | -2.522 |
| 31.12. 2014 | Cashflows | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Langfristige Darlehen Kreditinstitute |
Verbindlichkeiten Finanzierungs leasing |
Zinsswaps | ||
| Cashflows 2015 | Zins fix | 1.848 | 83 | 837 | |
| Zins variabel | 1.325 | 0 | -57 | ||
| Tilgung | 19.846 | 252 | 0 | ||
| Cashflows 2016 | Zins fix | 1.594 | 64 | 521 | |
| Zins variabel | 1.225 | 0 | -16 | ||
| Tilgung | 19.115 | 264 | 0 | ||
| Cashflows 2017 - 2019 | Zins fix | 2.971 | 134 | 1.388 | |
| Zins variabel | 2.427 | 0 | -31 | ||
| Tilgung | 87.526 | 756 | 0 | ||
| Cashflows 2020 - 2024 | Zins fix | 784 | 0 | 639 | |
| Zins variabel | 676 | 0 | -13 | ||
| Tilgung | 43.479 | 0 | 0 | ||
| Cashflows 2025 ff. | Zins fix | 0 | 0 | 0 | |
| Zins variabel | 0 | 0 | 0 | ||
| Tilgung | 0 | 0 | 0 | ||
| Gesamt | 182.816 | 1.553 | 3.268 | ||
| Buchwerte (Derivate saldiert) | 169.966 | 1.272 | -3.292 |
Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.
Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Soweit die Zinsbindung der Darlehen vor deren Endfälligkeit ausläuft, wurde für die Restlaufzeit der fristenkongruente Marktzins am Bilanzstichtag zugrunde gelegt.
Für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Banken wurden zwei bankenübliche Finanzkennzahlen, sogenannte Covenants, auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. Die Finanzkennzahlen werden halbjährlich zum Ende des Berichtszeitraums auf der Grundlage des jeweiligen Gruppenabschlusses bzw. Gruppenzwischenberichtes überprüft.
Für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sehen die Bedingungen Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten nicht eingehalten. In der Konsequenz könnte ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und die Schuldscheindarlehen für den nächsten Zinszeitraum erfolgen. Für das Geschäftsjahr 2016 kann dies eine Erhöhung von 0,5 Prozent auf die Ursprungsmarge, mit einer Auswirkung in der Bandbreite von TEUR 60 bis TEUR 400, bedeuten. Für das Geschäftsjahr 2017 wird mit einer Auswirkung in der Bandbreite von EUR 0,0 bis EUR 2,0 Mio. gerechnet. Bei Einhaltung der Kennzahlen zum nächsten testierten Abschluss kann der Wegfall der Margenerhöhung bereits teilweise wieder erwirkt werden. Für weitere Angaben zu den Covenants verweisen wir auf unsere Ausführungen in Erläuterung Nummer 29.
Das Zinsänderungsrisiko, dem die BLG-Gruppe ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen, beziehungsweise es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.
Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten der BLG-Gruppe einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hegde-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.
Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| höher | niedriger | höher | niedriger | |
| Ergebniseffekte | -2.512 | 2.512 | -2.850 | 2.850 |
| Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) | 1.114 | -1.129 | 1.364 | -1.401 |
Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird die Gruppe einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.
| 31.12.2015 | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 8.153 | 63.025 | 40.914 | 112.092 |
| Zinsswaps | 2.000 | 8.000 | 15.000 | 25.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.199 | 1.323 | 4 | 2.526 |
| Gesamt | 11.352 | 72.348 | 55.918 | 139.618 |
| 31.12.2014 | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 5.526 | 44.629 | 17.529 | 67.684 |
| Zinsswaps | 15.441 | 8.000 | 17.000 | 40.441 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 252 | 1.020 | 0 | 1.272 |
| Gesamt | 21.219 | 53.649 | 34.529 | 109.397 |
Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am Bilanzstichtag mit TEUR 4.231 (Vorjahr: TEUR 5.000) valutierten, läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar:
| 31.12.2015 | Restvaluta bei Ablauf der Zinsbindung | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 385 | 3.076 | 385 | 3.846 |
| Gesamt | 385 | 3.076 | 385 | 3.846 |
| 31.12.2014 | Restvaluta bei Ablauf der Zinsbindung | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 0 | 2.692 | 1.154 | 3.846 |
| Gesamt | 0 | 2.692 | 1.154 | 3.846 |
Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird die Gruppe einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Dabei werden die korrespondierenden Zinsswaps mit negativem Vorzeichen dargestellt, da das Zinsänderungsrisiko hieraus dem Zinsänderungsrisiko aus aufgenommenen Darlehen gegenläufig ist.
Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 40.441), die auf dem relativ niedrigen Zinsniveau, das zum Abschluss der Swaps herrschte, eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen.
| 31.12.2015 | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 10.986 | 53.912 | 33.800 | 98.698 |
| Zinsswaps | -2.000 | -8.000 | -5.000 | -15.000 |
| Gesamt | 8.986 | 45.912 | 28.800 | 83.698 |
| 31.12.2014 | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 14.320 | 62.012 | 25.950 | 102.282 |
| Zinsswaps | -15.441 | -8.000 | -7.000 | -30.441 |
| Gesamt | -1.121 | 54.012 | 18.950 | 71.841 |
Ferner besteht ein Zinsswap über einen Nominalbetrag von TEUR 10.000 für eine Tagesgeldlinie.
Die anderen Finanzinstrumente der Gruppe, die nicht in den unteren Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.
Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Die Gruppe ist Zahler der festen Beträge und Empfänger der variablen Beträge. Die Swaps wurden entsprechend der Risikomanagementstrategie ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.
Die wesentlichen Konditionen der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:
| Nominalbetrag (Bezugsgröße) 31.12.2015 TEUR |
besichertes Grund geschäft |
variabler Zinssatz |
Festzins | Laufzeit bis |
Marktwert 31.12.2015 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 15.000 | Darlehen | 3/6M EURIBOR | 1,32 - 1,55 % | 2023 | -674 |
| 10.000 | Tagesgeldlinien | EONIA | 3,085 % | 2021 | -1.651 |
| 25.000 | -2.325 |
| Nominalbetrag (Bezugsgröße) 31.12.2014 TEUR |
besichertes Grund geschäft |
variabler Zinssatz |
Festzins | Laufzeit bis |
Marktwert 31.12.2014 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.441 | Darlehen | 3/6M EURIBOR | 1,32 - 4,27 % | 2023 | -1.362 |
| 10.000 | Tagesgeldlinien | EONIA | 3,085 % | 2021 | -1.930 |
| 40.441 | -3.292 |
Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.
Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Swaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Swaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.
Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr zur Absicherung zukünftiger Dieseleinkäufe gegen steigende Dieselpreise Rohwarenswaps auf Dieselöl abgeschlossen. Diese haben eine Laufzeit bis Juli 2016. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Zeitwert der Sicherungsgeschäfte TEUR -197. Die Rohwarenswaps erfüllen die Kriterien für Cashflow Hedges.
Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und Grundgeschäften wird prospektiv nach der Critical-Terms-Match-Methode nach IAS 39.AG108 durchgeführt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der Hypothetischen Derivate-Methode überprüft.
Von den zum 31. Dezember 2015 bestehenden Zinsswaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 40.441) die Kriterien für Cashflow Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR 539, Vorjahr: TEUR -1.794).
Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern ertragswirksam erfasst (TEUR +52, Vorjahr: TEUR +61).
Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zins- und Rohwarenswaps werden unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (TEUR 2.522, Vorjahr: TEUR 3.292) ausgewiesen.
Die Restlaufzeiten der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2015 Nominalbeträge |
Restlaufzeiten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | ||
| für laufende Darlehen | 2.000 | 8.000 | 5.000 | 15.000 | ||
| für Tagesgeldlinien | 0 | 0 | 10.000 | 10.000 | ||
| Gesamt | 2.000 | 8.000 | 15.000 | 25.000 | ||
| 31.12.2014 Nominalbeträge |
Restlaufzeiten | |||||
| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | ||
| für laufende Darlehen | 15.441 | 8.000 | 7.000 | 30.441 | ||
| für Tagesgeldlinien | 0 | 0 | 10.000 | 10.000 | ||
| Gesamt | 15.441 | 8.000 | 17.000 | 40.441 | ||
Im Folgenden werden die in der BLG-Gruppe zugunsten von Beteiligungsunternehmen bestehenden Haftungsverhältnisse dargestellt.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gesamtanteil an den Eventualverbindlichkeiten |
||
| von Gemeinschafts unternehmen |
515 | 448 |
| von assoziierten Unternehmen* |
2.000 | 2.000 |
| von nicht einbezogenen Unternehmen |
0 | 400 |
| Gesamt | 2.515 | 2.848 |
Die Eventualverbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen bewertet. Höchstbetragsbürgschaften werden mit ihrem Maximalbetrag angesetzt. Nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag beläuft sich der tatsächliche Bestand der Eventualverbindlichkeiten auf Basis der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten auf insgesamt TEUR 2.173 (Vorjahr*: TEUR 2.460).
Die o.g. Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Besicherung von Kreditlinien. Darüber hinaus haben sich zwei Gruppengesellschaften in jeweils einer Patronatserklärung verpflichtet, jeweils ein assoziiertes Beteiligungsunternehmen mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, um die Fortführung des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten.
Unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonne Erkenntnisse kann gegenwärtig davon ausgegangen werden, dass alle den Eventualverbindlichkeiten zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist als gering anzusehen.
* Gemäß IAS 8.42 wurde eine Änderung der Vorjahreszahlen vorgenommen.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bestellobligo | 14.068 | 30.094 |
| Mindestleasingzahlungen aus Operating Leases |
174.654 | 185.432 |
| Mindestzahlungsverpflich tungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude und Kaimauern |
637.764 | 640.294 |
| Gesamt | 826.486 | 855.820 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten bewertet.
Das Bestellobligo resultiert aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen. Die Nettoverpflichtungen aus dem Bestellobligo sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.
Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Eisenbahnwaggons und haben im Wesentlichen Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren. Die Verpflichtungen aus Operating Leases setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag |
32.648 | 30.597 |
| Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren |
93.649 | 94.581 |
| Fälligkeit von mehr als 5 Jahren |
48.357 | 60.254 |
| Gesamt | 174.654 | 185.432 |
Durch die im Vergleich zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzere Laufzeit der Verträge besteht sowohl in Bezug auf die Entwicklung des Auftragsvolumens als auch im Hinblick auf eine raschere Anpassung an den technischen Fortschritt eine höhere Flexibilität gegenüber einem Erwerb. Die Leasingverträge dienen zudem der Verringerung der Kapitalbindung sowie einer mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation.
Die Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude und Kaimauern stellen ebenfalls Operating Leases nach IAS 17 dar, werden jedoch aufgrund der großen Bedeutung für die Gruppe separat dargestellt. Sie betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Laufzeiten von bis zu 33 Jahren. Die Gruppe sichert sich damit langfristige Nutzungsrechte an den betriebsnotwendigen Grundstücken. Die Verpflichtungen setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
| Gesamt | 637.764 | 640.294 |
|---|---|---|
| Fälligkeit von mehr als 5 Jahren |
469.069 | 484.024 |
| Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren |
125.450 | 115.675 |
| Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag |
43.245 | 40.595 |
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
Den Verpflichtungen aus Operating Leases stehen folgende Zahlungsansprüche aus Untermietverhältnissen aus Mietverhältnissen für Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvorrichtungen gegenüber:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag |
7.753 | 7.615 |
| Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren |
31.281 | 30.462 |
| Fälligkeit von mehr als 5 Jahren |
247.975 | 251.993 |
| Gesamt | 287.009 | 290.070 |
Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse.
Im Berichtsjahr wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 91.208 (Vorjahr: TEUR 89.073) aus Leasingverhältnissen und TEUR 8.773 (Vorjahr: TEUR 7.045) aus Untermietverträgen erfolgswirksam erfasst.
Gemäß § 160 Absatz 1 Nummer 8 Aktiengesetz sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die dem Unternehmen nach § 21 Absatz 1 oder Absatz 1a Wertpapierhandelsgesetz mitgeteilt worden sind.
Eine Mitteilungspflicht nach Wertpapierhandelsgesetz besteht, wenn durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschritten oder unterschritten werden; die Mitteilung ist sowohl an die Gesellschaft als auch an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu richten. Der niedrigste Schwellenwert für die Mitteilungspflicht beträgt drei Prozent der Stimmrechte.
Der nachfolgenden Tabelle können alle Mitteilungen von Anteilseignern entnommen werden, die uns nach § 41 Absatz 2 Wertpapierhandelsgesetz die Höhe ihres Stimmrechtsanteils mitgeteilt haben:
| Gesellschafter | Mitteilung nach § 41 Abs. 2 S. 1 |
||
|---|---|---|---|
| WpHG zum | Stimmrechte in % | ||
| direkt | indirekt | ||
| 1. Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg - Girozentrale -, Bremen |
02.04.2002 | 12,61 | |
| 2. Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover | 02.04.2002 | über 1. | |
| 3. Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen | 08.04.2002 | 12,61 | |
| 4. Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) | 09.04.2002 | 50,42 | |
| 5. Waldemar Koch Stiftung, Bremen | 19.10.2015 | 3,99 | |
Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die die BLG-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden oder auf die die BLG-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, angegeben werden.
Nahestehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Gruppenabschluss einbezogen werden, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.
Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BLG AG sowie Führungskräfte der Ebene 1 nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 dar; hierzu zählen auch Familienangehörige des vorgenannten Personenkreises. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nummer 44 aufgeführt. Berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Führungskräften der Ebene 1, deren Familienangehörigen und der BLG-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2015 nicht vor.
Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist Mehrheitsgesellschafterin der BLG AG mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent. Der Bremer Senat ist gemäß Artikel 148 der Verfassung der Freie Hansestadt Bremen zugleich Landesregierung und gesetzliches Organ der Stadtgemeinde Bremen. Aufgrund der Identität der Organe der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und der Freie Hansestadt Bremen (Land) sind diese demzufolge als nahestehende Person beziehungsweise oberstes beherrschendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat der BLG KG Erbbaurechte mit einer Restlaufzeit von bis zu 33 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von der BLG-Gruppe wurden für das Jahr 2015 insgesamt EUR 14,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,6 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.
Einzelne Unternehmen der BLG-Gruppe unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) verbundenen Unternehmen.
Die BLG hat bei der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg-Girozentrale verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2015 TEUR 48.579. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17.357 getilgt und zwei Darlehen in Höhe von TEUR 20.400 neu aufgenommen. Für den laufenden Verkehr werden Kontokorrentkonten unterhalten. Zum Stichtag beliefen sich die Kontokorrentverbindlichkeiten auf TEUR 12.351. Darüber hinaus wurden drei Zinsswaps zur Absicherung des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten abgeschlossen, von denen ein Zinsswap im Berichtsjahr ausgelaufen ist. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2015 TEUR 25.600. Im Berichtsjahr wurden weder Darlehensverbindlichkeiten getilgt noch neu aufgenommen. Zusätzlich ist die BLG Unterstützungskasse GmbH seit dem 1. September 2012 in das zentrale Cash Management der BLG AG & Co. einbezogen. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten, marktüblichen Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten aus Cash Management TEUR 931.
Die Transaktionen der Gruppenunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in den unteren Übersichten dargestellt.
Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen, gegen Gemeinschaftsunternehmen und gegen assoziierte Unternehmen wurden wie im Vorjahr weder wertberichtigt noch ausgebucht.
| Saldo zum 31. Dezember 2015 | |
|---|---|
| TEUR | Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | 14 | 26 | 0 | 302 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 58.069 | 18.825 | 45.459 | 923 |
| Assoziierte Unternehmen | 1.169 | 2.121 | 966 | 415 |
| Saldo zum 31. Dezember 2014 TEUR |
Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | 13 | 26 | 0 | 302 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 59.518 | 21.309 | 47.361 | 229 |
| Assoziierte Unternehmen | 3.514 | 3.881 | 3.730 | 434 |
Die Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat sind vom Gruppenabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften des Vorstands und der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz siehe Seite 160 und Seite 158 f.
Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.
Für die BLG AG als börsennotierte Aktiengesellschaft werden im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit die Angaben zur individualisierten Vergütung sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und Gruppenlageberichts ist, auf Seite 12 ff. zusammengefasst.
Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Gruppenabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 Handelsgesetzbuch und die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts nach § 264 Absatz 3 Handelsgesetzbuch beziehungsweise § 264b Handelsgesetzbuch in Anspruch:
Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtsjahres ergeben.
Das Honorar des Gruppenabschlussprüfers nach § 314 Absatz 1 Nummer 9 Handelsgesetzbuch für das Geschäftsjahr 2015 gliedert sich wie folgt auf:
| TEUR | 2015 |
|---|---|
| Abschlussprüfungen | 407 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 40 |
| Sonstige Leistungen | 84 |
| Gesamt | 531 |
Der Vorstand hat am 17. November 2015 und der Aufsichtsrat der BLG AG hat am 17. Dezember 2015 die 14. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg-logistics.com/ir dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.
Bremen, 22. März 2016
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877-
DER VORSTAND
EIN HÖCHSTMASS AN TRANSPARENZ IST UNSER ANSPRUCH. MIT UNSEREN STAKEHOLDERN STEHEN WIR KONTINUIERLICH IM DIALOG.
Bestätigungsvermerk des Gruppenabschlussprüfers
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt
| Name | Ort | Funktion / Beruf |
|---|---|---|
| Dr. Stephan-Andreas Kaulvers | Bremen | Vorsitzender |
| bestellt seit 21.06.2006 | Vorsitzender des Vorstands | |
| Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – , Bremen | ||
| Christine Behle | Berlin | Stellvertretende Vorsitzende |
| bestellt seit 23.05.2013 | Mitglied des Bundesvorstandes | |
| ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Berlin | ||
| Karl-Heinz Dammann | Langen | Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen |
| bestellt seit 01.07.2009 | Vorsitzender des Betriebsrates EUROGATE Container Terminal | |
| Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | ||
| Melf Grantz | Bremerhaven | Oberbürgermeister Stadt Bremerhaven, Bremerhaven |
| bestellt seit 01.03.2011 | ||
| Martin Günthner | Bremerhaven | Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Freie Hansestadt Bremen, Bremen |
| bestellt seit 01.05.2010 | Senator für Justiz und Verfassung Freie Hansestadt Bremen, Bremen | |
| Birgit Holtmann | Schwanewede Leiterin Personal / Recht | |
| bestellt seit 01.01.2016 | EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen | |
| Wolfgang Lemke | Geestland | Vorsitzender des Konzernbetriebsrates |
| bestellt seit 30.06.2003 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | |
| Karoline Linnert | Bremen | Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen der |
| bestellt seit 11.09.2007 | Freie Hansestadt Bremen, Bremen | |
| Dr. Klaus Meier | Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter wpd windmanager GmbH & Co. KG, Bremen |
| bestellt seit 31.05.2012 | Rechtsanwalt | |
| Dr. Tim Nesemann | Bremen | Vorsitzender des Vorstands Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen |
| bestellt seit 01.04.2011 | Vorsitzender des Vorstands Die Sparkasse Bremen AG, Bremen | |
| Dirk Reimers | Lehrte | Landesfachbereichsleiter ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft |
| bestellt seit 01.02.2011 | Landesbezirk Niedersachsen-Bremen, Bremen | |
| Gerrit Schützenmeister | Bremerhaven | Mitglied des Betriebsrates |
| bestellt seit 05.06.2008 | BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven | |
| Dieter Schumacher | Bremen | ehemals Leiter Personal |
| bestellt seit 28.03.2007 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | |
| bis 31.12.2015 | ||
| Dieter Strerath | Bremen | Vorsitzender des Betriebsrates Bremen |
| bestellt seit 01.03.2011 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | |
| Reiner Thau | Schenefeld | Vorsitzender des Betriebsrates |
| bestellt seit 15.10.2013 | EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | |
| Dr. h. c. Klaus Wedemeier | Bremen | Bürgermeister a.D. der Freien Hansestadt Bremen, Bremen |
| bestellt seit 30.05.2014 | ||
| Dr. Patrick Wendisch | Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter Lampe & Schwartze KG, Bremen |
| bestellt seit 05.06.2008 |
¹ Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
| Ausschüsse | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prüfungs ausschuss |
Personal ausschuss |
Investitions ausschuss |
Ausschuss nach § 27 (3) MitbestG |
Mandate¹ | ||
| Vorsitzender | Vorsitzender | Vorsitzender | EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg | |||
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | ||||||
| stellv. | | stellv. | Deutsche Lufthansa AG, stellv. AR-Vorsitzende | |||
| Vorsitzende | Vorsitzende | Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahn AG, Bochum | ||||
| | | | EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | |||
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | ||||||
| | | Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH, Bremerhaven | ||||
| | | | Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg - Girozentrale -, Bremen (bis 06.10.2015) | |||
| swb AG, Bremen | ||||||
| Weser-Elbe-Sparkasse, Bremerhaven | ||||||
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | ||||||
| | | | | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||
| | | Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen | ||||
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | ||||||
| | | Deutsche Windtechnik AG, Bremen, Vorsitzender | ||||
| wpd AG, Bremen, Vorsitzender | ||||||
| | Freie Internationale Sparkasse S.A., Luxemburg, Vorsitzender | |||||
| GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen | ||||||
| NRS Norddeutsche Retail-Services AG, Bremen und Hamburg (bis 22.10.2015) | ||||||
| | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | |||||
| keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||||||
| keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||||||
| | | | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | |||
| EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | ||||||
| EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | ||||||
| keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||||||
| Vorsitzender | OAS Aktiengesellschaft, Bremen | |||||
| Name | Ort | Funktion / Ressorts | Mandate¹ |
|---|---|---|---|
| Frank Dreeke | Ganderkesee | Vorsitzender | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
| geboren 1959 | Führungskräfte | 2. stellv. Vorsitzender | |
| bestellt bis 31.12.2017 | Koordination Vorstand | ||
| Unternehmensstrategie | |||
| Unternehmenskommunikation | |||
| Compliance | |||
| Verkehrspolitik | |||
| Nachhaltigkeit/Neue Technologien | |||
| Geschäftsbereich CONTRACT (Kommissarisch vom 01.01.2016 bis 30.06.2016) |
|||
| Jens Bieniek | Delmenhorst | Treasury | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
| geboren 1964 | Controlling / Risk Management | ||
| bestellt bis 31.05.2021 | Corporate Services | ||
| IT | |||
| Einkauf | |||
| Recht | |||
| International Corporate Finance / M&A | |||
| Michael Blach | Bremen | Geschäftsbereich AUTOMOBILE | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1964 | Geschäftsfeld Seehafenlogistik² | ||
| bestellt bis 31.05.2021 | |||
| Hartmut Mekelburg | Bremen | Personal3 | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1952 | Arbeitssicherheit | ||
| bestellt bis 31.12.2015 | Revision | ||
| Umweltschutz | |||
| Emanuel Schiffer | Bremerhaven | Geschäftsbereich CONTAINER | EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, |
| geboren 1951 | Bremerhaven, Vorsitzender | ||
| bestellt bis 31.12.2018 | EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | ||
| Vorsitzender | |||
| Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven (bis zum 23.11.2015) |
|||
| Dieter Schumacher | Bremen | Personal³ | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1955 | Arbeitssicherheit | ||
| bestellt bis 31.12.2018 | Revision | ||
| Umweltschutz | |||
| Andreas Wellbrock | Bremen | Geschäftsbereich CONTRACT | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| geboren 1964 | |||
| bestellt bis 31.12.2015 |
¹ Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
² Das Geschäftsfeld Seehafenlogistik war bis zum 15.11.2015 dem Vorstandsmitglied für den Geschäftsbereich CONTRACT zugeordnet.
³ Arbeitsdirektor.
Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.
| Name | Funktion / Organisation | |
|---|---|---|
| Prof. Dr.-Ing. Frank Straube | Vorsitzender | |
| Geschäftsführender Direktor / Leiter Bereich Logistik Technische Universität Berlin, Berlin | ||
| Jens Böhrnsen | Bürgermeister a.D. | |
| (bis 13.11.2015) | Freie Hansestadt Bremen, Bremen | |
| Dr. Ottmar Gast | Sprecher der Geschäftsführung | |
| Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG, Hamburg | ||
| Prof. Dr. Bernd Gottschalk | Geschäftsführer | |
| AutoValue GmbH, Frankfurt | ||
| Hans-Jörg Hager | Präsident | |
| Unternehmer-Colloquium Spedition (UCS), Stuttgart | ||
| Ewald Kaiser | Mitglied des Vorstands | |
| Schenker AG, Essen | ||
| Dr. Stephan-Andreas Kaulvers | Vorsitzender des Vorstands | |
| Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen | ||
| Vorsitzender des Aufsichtsrates | ||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT -Aktiengesellschaft von 1877- | ||
| Andreas Kellermann | Leiter des weltweiten Produktionsnetzwerks für die heckbetriebenen Fahrzeuge (S-, E-, C-Klasse) | |
| (seit 13.11.2015) | Daimler AG, Bremen | |
| Volker Lange | Senator a.D. | |
| Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V., Bad Homburg | ||
| Dr. Karl May | Leiter Programm Flexibilitätsmanagement, Neuausrichtung Planungs- und Orderingprozess | |
| BMW AG, München | ||
| Dr. Karl-Friedrich Rausch | Ehemals Vorstand für Transport und Logistik | |
| (bis 13.11.2015) | DB Mobility Logistics AG, München | |
| Markus Schäfer | Bereichsvorstand Produktion und Einkauf Mercedes-Benz Cars | |
| (bis 01.05.2015) | Daimler AG, Sindelfingen | |
| Dr. Florian Schupp | Leiter Einkauf Automotive und Aftermarket | |
| Schaeffler Gruppe, Herzogenaurach | ||
| Carsten Sieling | Bürgermeister und Präsident des Senats | |
| (seit 15.02.2016) | Freie Hansestadt Bremen, Bremen | |
| Martin Weber | Geschäftsführer | |
| DVV Media Group GmbH, Hamburg | ||
| Michael Westhagemann | CEO Region Nord | |
| Siemens AG, Hamburg | ||
| Prof. Dr.-Ing. Katja Windt | Präsidentin | |
| Jacobs University Bremen gGmbH, Bremen | ||
| Prof. Dr. Dr. h. c. Joachim Zentes | Direktor des Instituts für Handel und Internationales Marketing | |
| (bis 13.11.2015) | Universität des Saarlandes, Saarbrücken | |
| Thomas Zernechel | Leiter Konzernlogistik | |
| Volkswagen AG, Wolfsburg |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Gruppenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BLG-Gruppe vermittelt und im Gruppenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gruppe so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gruppe beschrieben sind.
Bremen, 22. März 2016
DER VORSTAND
Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach
Emanuel Schiffer Dieter Schumacher
Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, aufgestellten Gruppenabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Gruppenlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 HGB i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaften. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Gruppenabschluss und den Gruppenlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Gruppenabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Gruppenlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gruppe sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Gruppenabschluss und Gruppenlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Gruppenabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Gruppenabschlusses und des Gruppenlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Gruppenabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 HGB i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe. Der Gruppenlagebericht steht in Einklang mit dem Gruppenabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gruppe und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, 24. März 2016
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ludwig Hantke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Gruppenrechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Gruppenrechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
| Lfd. Nr. |
Name, Sitz |
Beteiligungs quote in % |
gehalten über lfd. Nr. |
|---|---|---|---|
| 1 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | 0,00 | |
| Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften | |||
| 2 | BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven | 100,00 | 1 |
| 3 | BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 4 | BLG Logistics (UK) Ltd., Felixstowe, Großbritannien | 100,00 | 3 |
| 5 | BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien | 100,00 | 3 |
| 6 | BLG Sports & Fashion Logistics GmbH, Hörsel | 51,00 | 3 |
| 7 | BLG Sports & Fashion Logistikzentrum Erfurt GmbH, Erfurt | 51,00 | 6 |
| 8 | BLG Industrielogistik GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 9 | BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien | 100,00 | 8 |
| 10 | BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA | 100,00 | 8 |
| 11 | BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika | 89,82 | 8 |
| 12 | BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien | 100,00 | 8 |
| 13 | BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 14 | BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 15 | BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 16 | BLG AutoRail GmbH, Bremen | 50,00 | 15 |
| 17 | BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück | 50,00 | 16 |
| 18 | BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern | 100,00 | 15 |
| 19 | BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland | 100,00 | 18 |
| 20 | Car Logistic JSC, Moskau, Russland | 100,00 | 18 |
| 21 | BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 100,00 | 1 |
| 22 | BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien | 98,97 | 21 |
| 23 | BLG AutoTerminal Gioia Tauro S.p.A., Gioia Tauro, Italien (vormals ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien) |
98,97 | 22 |
| 24 | BLG Automobile Logistics Süd-/Osteuropa GmbH, Bremen | 100,00 | 21 |
| 25 | BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 100,00 | 21 |
| 26 | E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen | 100,00 | 1 |
| 27 | BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | 26 |
| 28 | BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg | 100,00 | 26 |
| 29 | BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau | 100,00 | 26 |
| 30 | BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 26 |
| 31 | BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg | 100,00 | 30 |
| 32 | BLG AutoTerminal Gdansk Sp. z o.o., Gdansk, Polen | 100,00 | 30 |
| Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften | |||
| 33 | EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen | 50,00 | 1 |
| 34 | ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen | 33,33 | 1 |
| 35 | dbh Logistics IT AG, Bremen | 26,75 | 56 |
| 36 | AutoLogistics International GmbH, Bremen | 50,00 | 8 |
| 37 | BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia | 60,00¹ | 8 |
| 38 | BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien | 50,00 | 8 |
| 39 | BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien | 50,00 | 9 |
| 40 | NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika | 44,01 | 11 |
¹ Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40 Prozent, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.
| Lfd. Nr. |
Name, Sitz |
Beteiligungs quote in % |
gehalten über lfd. Nr. |
|---|---|---|---|
| 41 | OLB Offshore Logistics Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | 42,50 | 13 |
| 42 | BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen | 50,00 | 14 |
| 43 | DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen | 50,00 | 14 |
| 44 | Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen | 100,00 | 14 |
| 45 | ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen | 50,00 | 14 |
| 46 | Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen | 50,00 | 14 |
| 47 | BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | 50,00 | 15 |
| 48 | BLG Logistics (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China | 100,00 | 15 |
| 49 | Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei | 50,00 | 21 |
| 50 | ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss | 50,00 | 26 |
| 51 | Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen | 50,00 | 26 |
| 52 | BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien | 100,00 | 30 |
| 53 | BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande | 50,00 | 30 |
| 54 | BLG LOGISTIKA ADRIATIC d.o.o., Ploče, Kroatien | 100,00 | 30 |
| Nicht einbezogene Gesellschaften | |||
| 55 | ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen | 33,33 | 1 |
| 56 | Interessengemeinschaft Datenbank Umschlagbetriebe GbR, Bremen | 94,00 | 1 |
| 57 | Ausbildungsverbund Bremerhaven gemeinnützige Gesellschaft mbH, Bremerhaven | 33,40 | 1 |
| 58 | Alexander von Humboldt II GmbH & Co. KG, Düsseldorf | 7,20 | 1 |
| 59 | Alexander von Humboldt II Verwaltung GmbH, Düsseldorf | 7,20 | 1 |
| 60 | EUROGATE Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen | 50,00 | 1 |
| 61 | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | 50,00 | 1 |
| 62 | BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 63 | BLG Industrielogistik Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 64 | BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 65 | Paul Günther S.r.l. Italia i. L., Genua, Italien | 90,00 | 13 |
| 66 | DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen | 50,00 | 43 |
| 67 | Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen | 50,00 | 14 |
| 68 | BLG AUTOMOBILE LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 69 | BLG AutoTerminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven | 100,00 | 1 |
| 70 | AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o. i. L., Nošovice, Tschechische Republik | 50,00 | 21 |
| 71 | BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven | 100,00 | 21 |
| 72 | E.H. Harms Automobile-Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 73 | BLG AutoTerminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg | 100,00 | 26 |
| 74 | BLG AutoTerminal Hamburg Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 26 |
| 75 | BLG AutoTerminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Saal an der Donau | 100,00 | 26 |
| 76 | BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 26 |
| 77 | BLG CarShipping Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 26 |
| 78 | BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine | 50,00 | 26 |
| 79 | E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine | 50,00 | 26 |
| 80 | ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss | 50,00 | 50 |
| 81 | BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 30 |
| 82 | Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven | 50,00 | 30 |
| 83 | Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 50,00 | 30 |
Rückfluss des investierten Kapitals durch Verkaufserlöse.
Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Gruppenabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht bzw. vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.
Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zur Veräußerung vorgesehen.
Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.
Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.
Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.
Defined Benefit Obligation = Leistungsorientierte Pensionsverpflichtung der am Stichtag erdienten und bewerteten Pensionsansprüche inkl. wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern.
Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z. B. Aktie oder Anleihe) ableitet.
Bewertungsverfahren: zukünftige Zahlungsüber- bzw. -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.
Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = Operatives Ergebnis.
Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.
Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.
Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgeltes (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.
Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet. Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.
Der Forward-Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.
Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.
Eine Strategie zur Absicherung von Zins-, Währungsund Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).
Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zu Handelszwecken gehalten.
Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: bis zur Endfälligkeit gehalten.
Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung, und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.
Methode der Effektivitätsmessung derivativer Finanzinstrumente durch Vergleich der Marktwertveränderung des Derivats mit der eines hypothetischen Derivats, welches das zu sichernde Risiko perfekt absichert.
International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").
International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.
International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.
International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.
Werthaltigkeitstest nach IFRS.
Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.
Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.
Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.
Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.
Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.
IFRS: Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures gemäß Quotenkonsolidierung.
IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.
Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.
Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z. B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.
Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.
IFRS: Zuordnung der entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten zu den Auftragserlösen.
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Zeitanteilig.
Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.
Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstandes voraussichtlich erzielbarer Wert.
Return on Capital Employed = Rendite auf das eingesetzte Kapital; betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Messung der Effektivität und Profitabilität des Kapitaleinsatzes eines Unternehmens, berechnet als Quotient aus EBIT und dem Gesamtkapital abzüglich kurzfristiger, nicht zinstragender Verbindlichkeiten und liquider Mittel.
Sonderform des Leasing, bei der immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurückgeleast werden.
Wertpapierähnlicher langfristiger Großkredit.
IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.
Einbehalten von Gewinnen.
Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.
Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.
Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.
Antriebsloser, schwimmender Ladungsbehälter, der von einem Motorschiff geschoben wird.
Schiffe, die speziell für den Überseetransport von Autos geeignet sind.
Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply Chain Management.
Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.
Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V. / Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg: besonderer Personaldienstleister für Transport- und Lagerwirtschaft, insbesondere die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in eine Garantielohnkasse ein.
Seehafen mit regionaler Verteilungsfunktion.
Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.
Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.
Bildung von verkaufsfähigen Einheiten.
Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.
Funk-Kommunikationsgerät, das die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen ermöglicht (Radio Frequency Identification) und damit die Datenerfassung erleichtert.
Roll-on / Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffen, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.
Spezialfahrzeuge für den Transport von sehr großer und sperriger Ladung bzw. von Projektladung zu Land.
Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).
| Ordentliche Hauptversammlung 2016 |
24. Mai 2016 |
|---|---|
| Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 |
25. Mai 2016 |
| Zwischenbericht Januar bis Juni 2016 |
30. September 2016 |
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BLG AG bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BLG AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die BLG AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
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Diana Storm
HGB Hamburger Geschäftsberichte
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