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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Annual Report May 7, 2014

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2013

Kurzprofil

BLG LOGISTICS erbringt seehafenorientierte Logistikdienstleistungen mit einem internationalen Netzwerk. Uns stärkt die Erfahrung einer 137-jährigen Unternehmensgeschichte. Heute sind wir mit unseren über 100 Standorten und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent. Wir bieten unseren Kunden aus Industrie und Handel vollstufige logistische Systemdienstleistungen an. Unsere Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER sind Marktführer in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern. Rund 7.800 BLG-Mitarbeiter übernehmen täglich die Verantwortung für die reibungslose Logistik hochwertiger Produkte. Damit sind wir eine wichtige Schnittstelle für die Leistungsfähigkeit unserer Kunden. Einschließlich aller Beteiligungen bietet die BLG gegenwärtig rund 16.000 Arbeitsplätze.

Konzernkennzahlen

Veränderung
2013 2012
(angepasst)
absolut prozentual
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.179,9 1.144,4 35,5 3,1
Umsatzrendite1, 4 % 4,3 5,6 -1,3 -23,2
EBITDA Mio. EUR 129,1 128,6 0,5 0,4
EBIT4 Mio. EUR 50,3 64,4 -14,1 -21,9
EBT Mio. EUR 20,2 48,6 -28,4 -58,4
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme Mio. EUR 1.091,8 1.142,6 -50,8 -4,4
Investitionen in langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen Mio. EUR 46,8 125,6 -78,8 -62,7
Anlagenintensität1 % 62,0 63,3 -1,3 -2,1
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 % 106,1 104,2 1,9 1,8
Working Capital Ratio1 % 98,9 91,3 7,6 8,3
Eigenkapital Mio. EUR 319,9 352,7 -32,8 -9,3
Eigenkapitalquote1 % 29,3 30,9 -1,6 -5,2
Eigenkapitalrendite1 % 6,0 13,8 -7,8 -56,5
Nettoverschuldung Mio. EUR 398,3 392,7 5,6 1,4
Gesamtkapitalrendite1, 4 % 4,5 5,9 -1,4 -23,7
Cashflow2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. EUR 62,7 115,2 -52,5 -45,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit Mio. EUR -43,9 -135,7 91,8 67,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Mio. EUR -14,5 -31,1 16,6 53,4
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende der
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von1877– EUR 0,40 0,40 0,00 0,00
Dividende % 15 15 0 0
Personal
Mitarbeiter3 Jahresdurchschnitt 7.786 7.172 614,0 8,6
Personalkostenquote % 48,4 45,6 2,8 6,1
Arbeitsplätze weltweit 16.000 16.000 0,0 0,0

1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf Seite 68 ff. im Konzernlagebericht.

2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 112 dargestellt.

3 Ermittlung gemäß § 267 Absatz 5 Handelsgesetzbuch.

4 In 2013 bereinigt um die Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaften BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine.

Geschäftsbereiche im Überblick

1. Automobile

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst die komplette weltweite Logistik für Fertigfahrzeuge vom Hersteller bis zum Händler. Dazu gehören Umschlag, Lagerung, technische Bearbeitungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße und Binnenschiff.

Veränd.
2013 2012 in %
Umsatzerlöse Mio. EUR 434,7 419,1 3,7
Umsatzrendite1 % 2,2 5,2 -57,7
EBIT2 Mio. EUR 9,8 21,9 -55,3
Mitarbeiter Anzahl 2.262 2.213 2,2

1 Bezogen auf das bereinigte EBIT.

2 In 2013 bereinigt um die Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaften BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine und E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine.

2013 2012

2. Contract

Im Geschäftsbereich CONTRACT sind die Autoteile-, Industrie-, Handels- und Seehafenlogistik sowie die Logistik für die Offshore-Windindustrie zusammengefasst. Wir verfügen über eine hohe Software-Kompetenz und bieten unseren Kunden individuelle Leistungspakete mit globaler Reichweite für die unterschiedlichsten Güter an.

Umsatzerlöse Mio. EUR 422,0 405,3 4,1
Umsatzrendite % 3,7 4,4 -15,9
EBIT Mio. EUR 15,7 17,6 -11,2
Mitarbeiter Anzahl 3.348 2.819 18,8

3. Container

EUROGATE, an der die BLG zu 50 Prozent beteiligt ist, verfügt über ein europäisches Netzwerk mit derzeit elf Containerterminals sowie intermodalen Transporten und cargomodalen Dienstleistungen. Der Schwerpunkt dieses Geschäftsbereichs liegt auf dem Containerumschlaggeschäft.

Veränd.
2013 2012 in %
Umsatzerlöse Mio. EUR 328,6 327,1 0,5
Umsatzrendite % 11,7 12,1 -3,5
EBIT Mio. EUR 38,5 39,7 -2,9
Mitarbeiter Anzahl 1.960 1.937 1,2

Inhalt

01 | Schnittstelle Leistung

23 | An unsere Aktionäre

  • 24 | Brief des Vorstands
  • 26 | Der Vorstand
  • 28 | Der Vorstand im Gespräch
  • 31 | Bericht des Aufsichtsrats
  • 36 | Corporate Governance–Bericht
  • 46 | Die BLG-Aktie
  • 49 | Jahresabschluss und Lagebericht Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877–
  • 59 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 60 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

61 | Konzernlagebericht

  • 62 | Grundlagen des Konzerns
  • 65 | Wirtschaftsbericht
  • 75 | Nachtragsbericht
  • 76 | Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
  • 80 | Risikobericht
  • 96 | Prognosebericht

103 | Konzernabschluss

  • 104 | Konzerngewinn- und verlustrechnung
  • 105 | Konzerngesamtergebnisrechnung
  • 106 | Konzernbilanz
  • 108 | Segmentberichterstattung
  • 110 | Konzerneigenkapitalentwicklung
  • 112 | Konzernkapitalflussrechnung
  • 113 | Konzernanhang

181 | Weitere Informationen

  • 183 | Der Vorstand und seine Mandate
  • 184 | Der Aufsichtsrat und seine Mandate
  • 186 | Der Beirat
  • 187 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 188 | Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers
  • 189 | Beteiligungsübersicht
  • 193 | Zehnjahresübersicht
  • 195 | Glossar
  • 199 | Impressum
  • 200 | Finanzkalender 2014

Bericht

Unsere logistischen Prozessketten sind darauf zugeschnitten, Industrie und Handel erfolgreich mit ihren Märkten zu verbinden.

Aus der starken Dynamik der heutigen Märkte entwickeln wir neue Chancen: durch einen hohen Individualisierungsgrad unserer Konzepte, kreative und lösungsorientierte Ansätze sowie eine intensive Vernetzung auf struktureller, persönlicher und technischer Ebene.

Für jede Anforderung eine kluge und zugleich pragmatische Lösung zu entwickeln: Das nennen wir modulare Leistungsvielfalt. Über das reine Transportieren und Lagern gehen wir dabei weit hinaus. BLG LOGISTICS überzeugt mit frischen Ideen, die alle Schnittstellen systematisch zusammenfügen und Mehrwert schaffen. Deshalb setzen renommierte Marken aus Industrie und Handel auf unser spezialisiertes Know-how und schenken uns ihr Vertrauen.

Ort Wilhelmshaven Contrac
t
Geschäftsbereich
Aufgabe Montage und Transport von
Rotorsternen für den Windpark
Position 53° 51.667'N 8° 13.333'E Kunde
Areva
Global Tech I

Bericht Alle benötigten Einzelkomponenten liegen auf dem Terminal bereit --- 56,6 Meter lange Rotorblätter und Naben komplett zusammengebaut --- 115 Tonnen schwere Rotorsterne präzise auf das Schiff verladen --- Installation im Windpark erfolgreich ausgeführt

Ort Bremen Contrac
t
Geschäftsbereich
Aufgabe Montage und Lieferung
von Autoteilen von Bremen
Position 53° 08.333'N 8° 80.000'E Kunde Mercedes-Benz nach Übersee

Baukomponenten vom Automobilzulieferer vormontiert --- Gesamte Abwicklung online verfolgt --- Lkw verlässt um 8.24 Uhr das Gelände --- Versand der Fahrzeugteile für überseeische Montagelinie erfolgt just in time

Start Bratislava Geschäftsbereich AUTOMOBILE Aufgabe SUV-Transport von
Bratislava nach Bremerhaven
Ziel Bremerhaven Kunde
VW

Bericht

228 SUVs um 22.30 Uhr in Bratislava auf BLG AutoRail verladen --- 8.17 Uhr – Via Falkenberg nach Bremerhaven --- Ankunft nach 25 Stunden reiner Fahrzeit --- Entladung und Bereitstellung für den Export

Start Ungarn Geschäftsbereich Automobil
e
Aufgabe Lieferung von 260 Autos von
Ungarn nach Kelheim und weiter
Ziel Kelheim Kunde
Suzuki
zum Endkunden

Bericht Alle 260 Fahrzeuge sicher an Bord des Binnenschiffs --- Fahrt auf der Donau --- Pünktliche Ankunft in Kelheim --- Fahrzeuge nach Kundenwunsch individuell aufbereitet --- An der Waschstraße entsteht brillanter Hochglanz --- Auslieferung an die Händler planmäßig

Ort Bremerhaven Geschäftsbereich Contain
er
Aufgabe Löschen und Laden von
2.950 Containern, die nach
Position 53° 55.000'N 8° 58.333'E Kunde Maersk Asien gehen

Austausch letzter Informationen per Funk --- Windstärke 7 ist noch nicht erreicht --- Alle 2.950 Container können ohne Verzögerungen gelöscht und geladen werden --- über 14 Mio. Container jährlich garantieren erstklassiges Handling --- Weitertransport per Bahn

Bericht

Ort Bremerhaven Geschäftsbereich Automobile
Aufgabe
Transport von 3.050 fabrikneuen
Fahrzeugen von Bremerhaven
Position 53° 55.000'N 8° 58.333'E Kunde Mercedes-Benz nach China

Bericht Car Carrier trifft pünktlich in Bremerhaven ein --- Im Nordhafen läuft die Beladung des Autotransporters wie ein Uhrwerk --- High & Heavy-Güter rollen an Bord --- Schon bald verlässt der Carrier wieder den Hafen --- Für die Ankunft in China alle Vorbereitungen getroffen

Ort Hamburg Geschäftsbereich Container Aufgabe Umschlagen von
4.305 Containern für die USA
Position 53° 55.000'N 10° 00.000'E Kunde
Maersk

Bericht Auch kurz vor Mitternacht verläuft die Bearbeitung eines Containerschiffs präzise --- 4.305 Container innerhalb kürzester Zeit gelöscht und geladen --- Hafenlotse verlässt das Containerschiff --- Kollegen am Zielhafen haben den Weitertransport schon vorbereitet

Wir bewegen Waren sicher rund um den Globus. Ohne reibungslose Logistik funktioniert nichts. Genau das ist unsere Welt. 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

Markt und Dynamik

Der BLG-Konzern hat sich zu einem global agierenden Logistiker entwickelt, mit starker lokaler Basis. Zu unseren Kunden zählen die führenden deutschen Automobilhersteller ebenso wie starke Marken aus dem Handel. Unser Geschäft wird durch eine steigende Komplexität von Produkten, Märkten und Kundenwünschen immer anspruchsvoller. Dem begegnen wir mit einem flexiblen, leistungsstarken System. Für die Entwicklung der Prozessketten ist eine hohe IT-Kompetenz gefragt; diese bieten wir mit einzigartigen Systemen. Zudem investiert die BLG große Summen in Hafen- und Logistikanlagen sowie in die Transportsysteme. Mit dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven stellen wir uns der Entwicklung hin zu immer größeren Schiffen.

Kundenorientierung und Intelligenz

Mit unseren Logistiklösungen sind wir eine wichtige Schnittstelle für den Erfolg unserer Kunden. Ganz gleich, wie komplex die Aufgabe ist – die Kunden suchen nach einer einfachen Lösung. Diese bieten wir ihnen, denn durch die modulare Leistungsvielfalt der drei BLG-Geschäftsbereiche können wir für jede Anforderung das passende Logistik-Paket schnüren. Dies kann so unterschiedliche Aufgaben umfassen wie die Verschiffung von Autoteilen oder den Import fertiger Fahrzeuge. Wir verbinden Schiff, Bahn und Lkw effizient zu logistischen Ketten. Unsere Kunden profitieren dabei von hohem Tempo und absoluter Zuverlässigkeit.

Mitarbeiter und Kompetenz

Weltweit bieten wir heute rund 16.000 Arbeitsplätze, mehr als die Hälfte davon in Bremen und Bremerhaven. Daraus ergibt sich eine hohe Verantwortung für die Region. Wir sind ein wachsendes Unternehmen, das mit sich permanent verändernden und vielfältigen Kundenanforderungen zu tun hat. Deshalb ist die Kompetenz unserer Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dies gilt vor allem für unsere IT- und Logistik-Experten, die komplexe globale Prozessketten entwickeln. Wir engagieren uns stark in der Aus- und Weiterbildung und haben ein eigenes Führungskräftenachwuchsprogramm aufgesetzt.

Unsere IT- und Logistik-Experten erarbeiten gemeinsam mit den Kunden individuelle Lösungen.

Unsere Kunden profitieren von der modularen Leistungsvielfalt unserer drei Geschäftsbereiche.

Automobile

Wachstumsperspektiven

Der Export wird im Bereich AUTOMOBILE entscheidend für das Volumen in den Seehäfen bleiben. Der Verband der Deutschen Automobilindustrie rechnet für 2014 mit einem Zuwachs der Pkw-Inlandsproduktion auf 5,55 Mio. Einheiten und einem Anstieg der Exporte auf 4,28 Mio. Fahrzeuge. Davon wird auch unser Umschlagvolumen profitieren.

Wesentliche Projekte

Die Wachstumschancen im Bereich Automobile wollen wir nutzen, um das Umschlagvolumen zu erhöhen.

Wir weiten unsere Markt- und Vertriebsaktivitäten global aus. Dafür planen wir u.a. ein gemeinsames Joint Venture mit einem türkischen Unternehmen aus dem Bereich der Automobil-Spedition. Um den Logistikbedarf in China, insbesondere in der Automobillogistik, abzudecken, haben wir dort eine Service- und Vertriebsgesellschaft gegründet.

Contract

Wachstumsperspektiven

Die Wachstumsperspektiven im Bereich CONTRACT sind sehr unterschiedlich. So wird das Geschäftsfeld Automotive (Europa) von Steigerungsraten in der Teilelogistik profitieren können, die Industrielogistik von dem Outsourcing-Trend im Maschinen- und Anlagenbau. Das Geschäft in der Handelslogistik soll ebenfalls wachsen und in der Seehafenlogistik gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus.

Hauptschifffahrtsrouten. Das größte Ladungsvolumen wird zwischen Europa und Asien sowie den USA und innerhalb Europas bewegt.

Wesentliche Projekte

Für die Automobilindustrie übernimmt die BLG zusätzliche Produktionsschritte, da Hersteller ihre eigene Fertigungstiefe stark reduzieren. Dazu zählen etwa die Vormontagen von Systembauteilen. In der Handelslogistik betreiben wir diverse Logistikzentren. Allen voran der Hochregallagerkomplex in Bremen. Das Online-Geschäft hat dabei großes Wachstumspotenzial. Die BLG WindEnergy Logistics vernetzt zudem die Aktivitäten der Windenergie-Branche und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau deutscher Offshore-Windparks.

Container

Wachstumsperspektiven

Die steigende Anzahl der in Fahrt gehenden Großcontainerschiffe mit mehr als 10.000 TEU gewinnt weiter an Bedeutung. Der Welthandel wird langfristig weiter zunehmen und davon wird insbesondere der Containerverkehr profitieren.

Der chinesische Markt birgt Potenziale für unsere Geschäftsbereiche Automobile und Container.

Wesentliche Projekte

Um die Potenziale der EUROGATE-Terminals in Bremerhaven und Hamburg optimal zu erschließen, ist die Anpassung des Fahrwassers in Außenweser und Elbe erforderlich. Nur so sind beide Häfen von allen Containerschiffen jederzeit zu erreichen. Der neue JadeWeserPort in Wilhelmshaven sichert den Kapazitätsbedarf für den Containerumschlag an der deutschen Nordseeküste langfristig ab.

Weltweit Präsent

Globalisierung ist einer der wesentlichen Trends unserer Zeit. Die BLG-Kunden aus Industrie und Handel sind auf zuverlässig gesteuerte Material- und Warenflüsse angewiesen – und das weltweit.

Die BLG verknüpft ihre traditionellen Hafenleistungen mit den Leistungsprofilen der modernen Logistik. In den vergangenen Jahren, insbesondere seit 1999, haben wir mit unseren Tochtergesellschaften und Beteiligungen ein unvergleichliches globales Netzwerk aufgebaut. Dieses umfasst Terminals an der See und im Binnenland sowie viele weitere Standorte für spezialisierte Logistikleistungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien. Mit über 100 Standorten sind wir heute auf allen Wachstumsmärkten der Welt, insbesondere den Knotenpunkten der Automobilindustrie, präsent. Nur so können wir unseren Kunden eine umfassende Logistikpalette vom Ort der Herstellung bis hin zum Ort der Verwendung bieten – überall auf der Welt.

Mit über 100 Standorten bieten wir unseren Kunden ein globales und umfassendes Logistik-Netzwerk.

An unsere Aktionäre

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

  • 24 | Brief des Vorstands
  • 26 | Der Vorstand
  • 28 | Der Vorstand im Gespräch
  • 31 | Bericht des Aufsichtsrats
  • 36 | Corporate Governance–Bericht
  • 46 | Die BLG-Aktie
  • 49 | Jahresabschluss und Lagebericht Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877–
  • 59 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 60 | Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

den Geschäftsbericht des Jahres 2012 hatten wir mit "Wandel gestalten" überschrieben. Heute können wir Ihnen sagen: Wir haben ihn vollzogen. Die gute Mischung aus zwei verbliebenen Kollegen aus dem bisherigen Vorstand, mit zwei neuen Vorständen aus den Reihen der BLG Logistics mit langjähriger Erfahrung im Unternehmen und zwei weiteren Vorständen, die mit der Erfahrung jahrzehntelanger Tätigkeit in der Transport- und Logistikbranche hinzugekommen sind, ergibt ein gutes und dynamisches Team.

Vor einem Jahr hatten wir angenommen, dass sich die Konjunktur im Jahre 2013 abschwächen werde. Dies ist tatsächlich so eingetreten. Weltweit war es ein schwieriges Jahr mit besonderen Ausprägungen für einzelne Branchen und in einzelnen Regionen der Erde.

Der Absatz der Automobilindustrie in Europa war stagnierend bis rückläufig. Die Schwergutnachfrage ist welt-weit stark zurückgegangen. Wir haben dies bei den High & Heavy-Volumen in Bremerhaven und beim Umschlag im Neustädter Hafen zu spüren bekommen. Die Zeiten für die Offshore-Windenergie sind in Deutschland unsicher geworden.

Die Produktionsfirmen an Deutschlands stärkstem Windenergie-Standort, in Bremerhaven, haben ausgedünnte Auftragsbücher und mussten Kurzarbeit anmelden. Das wirkt sich natürlich auch auf die nachgelagerten Logistikdienstleistungen aus. Der ausgebliebene starke Aufschwung im Welthandel hat auch dazu geführt, dass wir in den Containerterminals in Wilhelmshaven deutlich und in Bremerhaven leicht unter unseren Erwartungen für 2013 geblieben sind.

Dennoch haben wir beim Umsatz konzernweit einen Zuwachs verzeichnen können. Für 2013 weisen wir rund 1,2 Mrd. EUR aus, das entspricht einer leichten Steigerung von 3,1 Prozent. Zu verdanken ist dies vor allem dem Wachsen mit unseren langjährigen Kunden und dem Gewinn von Neugeschäften insbesondere in der Kontraktlogistik.

Die schwierige Konjunkturlage hat allerdings zu verschärftem Wettbewerb und erheblichem Preisdruck geführt. So ist zu erklären, dass wir bei leicht erhöhtem Konzernumsatz ein niedrigeres Ergebnis vor Steuern ausweisen müssen. Operativ beläuft sich dies auf 37 Mio. EUR – dieser Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch den Rückgang der High & Heavy-Mengen in Bremerhaven und die veränderten strukturellen Bedingungen auf dem Autoterminal. Dort verzeichnen wir geringere Wertschöpfung durch zurückgegangenes Importvolumen. Und wir müssen uns darauf einstellen, dass sich diese Entwicklung nicht mehr umkehren wird. Darüber hinaus haben wir uns entschieden, unser Beteiligungsengagement in der Ukraine neu zu ordnen und zu entkonsolidieren. Das mündet in einer Wertberichtigung von 16,6 Mio. EUR und führt zu einem Ergebnis vor Steuern von 20,2 Mio. EUR für den BLG-Konzern.

Brief des Vorstands

Das Versprechen einer attraktiven Dividendenrendite für die Aktionäre der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877– können wir dennoch einhalten. Wir schlagen der Hauptversammlung am 30. Mai 2014 vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,40 EUR je Stückaktie zu zahlen. Dieser Betrag ist auf demselben Niveau wie im Vorjahr und entspricht bei einer Ausschüttungsquote von 68 Prozent einer Dividendenrendite von 4,2 Prozent.

Die Konjunkturaussichten für 2014 lassen uns ein schwieriges Geschäftsjahr erwarten. Die wirtschaftliche Erholung in Europa wird, wenn überhaupt, nur in langsamen Schritten vorangehen. Politische Krisen werden einen spürbaren Einfluss auf den weltweiten Warenhandel haben. Wir werden alles daransetzen, unsere Geschäfte profitabel zu gestalten und die eingeleiteten Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme konsequent umzusetzen.

Wirtschaftlich betrachtet erwarten wir für den BLG-Konzern für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz und ein Ergebnis vor Ertragsteuern auf Vorjahresniveau (Vorjahr bereinigt um Sondereffekte). Ziel wird es sein, unseren Aktionären auch im kommenden Jahr eine attraktive Dividendenrendite bieten zu können.

Ein solch andauernder wirtschaftlicher Erfolg ist davon abhängig, wie gut es uns gelingt, Kompetenz und Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Mitarbeiters für die gemeinsame Sache zu gewinnen, Kunden, Geschäftspartner und Anteilseigner von unserem unternehmerischen Weg überzeugen zu können.

Wir freuen uns, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, mit Ihnen diesen Weg zu gehen, und bedanken uns dafür, dass Sie der BLG ihr Vertrauen schenken.

DER VORSTAND

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Hartmut Mekelburg Emanuel Schiffer Andreas Wellbrock

Der Vorstand

Frank Dreeke

Vorstandsvorsitzender

Frank Dreeke (geb. 1959) verfügt über mehr als drei Jahrzehnte weltweiter Führungserfahrung in der Hafen- und Logistikbranche. Er wurde vom Aufsichtsrat mit Jahresbeginn 2013 in den Vorstand bestellt und hat am 1. Juni den Vorsitz übernommen. Darüber hinaus gehören die Bereiche Unternehmensstrategie, Unternehmenskommunikation und Verkehrspolitik zu seinem Verantwortungsbereich.

Jens Bieniek

Finanzvorstand

Jens Bieniek (geb. 1964) ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und seit 1999 im Unternehmen. Seit 2002 leitete er als Prokurist neben dem Beteiligungsmanagement auch die Bereiche Finanzen und Controlling. Seit dem 1. Juni 2013 ist Jens Bieniek als CFO Mitglied des Vorstands.

Michael Blach

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Michael Blach (geb. 1964) ist ein international erfahrener Hafen- und Schifffahrtsmanager, zuletzt als Vice President Key Client Management der A.P. MØller-Maersk Group. Er ist seit dem 1. Juni 2013 Vorstandsmitglied und verantwortet den Geschäftsbereich Automobile.

Hartmut Mekelburg

Arbeitsdirektor

Hartmut Mekelburg (geb. 1952) ist seit 2006 Arbeitsdirektor der BLG. 1990 wurde er zum Vorsitzenden des Betriebsrats gewählt und übernahm nach der Restrukturierung der BLG ab 1998 die Aufgaben des Konzernbetriebsratsvorsitzenden.

Emanuel Schiffer

Geschäftsbereich CONTAINER

Emanuel Schiffer (geb. 1951), Ingenieur und Betriebswirt, übernahm schon früh leitende Positionen in Bremerhaven. 1995 wurde er in den BLG-Vorstand berufen. Seit 1999 ist er zugleich Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung von EUROGATE.

Andreas Wellbrock

Geschäftsbereich CONTRACT

Andreas Wellbrock (geb. 1964), Diplom-Wirtschaftsingenieur, nimmt seit 1999 Führungsaufgaben im Unternehmen wahr. Er baute auch das neue Geschäftsfeld Logistik für die Offshore-Windenergie auf. Seit dem 1. Juni 2013 ist er Mitglied des Vorstands und verantwortet den Geschäftsbereich Kontraktlogistik.

Der Vorstand

v.l.n.r.: Andreas Wellbrock, Michael Blach, Frank Dreeke, Emanuel Schiffer, Hartmut Mekelburg und Jens Bieniek.

Der Vorstand im Gespräch

Deutschland ist Logistikweltmeister. Das geht aus dem Logistics Performance Index 2014 (LPI) hervor, für den die Weltbank 6.000 Logistikunternehmen rund um den Globus befragt hat. Experten meinen, um diese Position halten zu können, müssten deutsche Unternehmen ihre Anstrengungen erhöhen. Das hat die BLG LOGISTICS bereits erkannt. Der Vorstand über alte und neue Herausforderungen, Optimierungspotenziale und die besondere Bedeutung von Kunden und Mitarbeitern.

Eine schwächelnde Weltkonjunktur, geringere Wachstumsraten, unvorhergesehene politische und wirtschaftliche Entwicklungen. Herr Dreeke, wie wollen Sie und Ihre Vorstandskollegen die BLG LOGISTICS zukünftig aufstellen, um das Unternehmen souverän auch durch stürmische Zeiten zu steuern?

» Frank Dreeke: Wir haben uns in der Vergangenheit darauf konzentriert, bestehende Prozesse zuverlässig zu managen. Das reicht heute nicht mehr. Es ist an der Zeit, weiter über den Tellerrand hinauszuschauen. Viele unserer Stärken spielen uns dabei in die Hände: Wir können individuelle Logistik-Pakete für unsere Kunden schnüren. Wir haben eine hohe IT-Kompetenz. Wir beherrschen die Königsdisziplin – die Autoteilelogistik – und wir sind in der Lage, unsere Wertschöpfungskette zu stärken, indem wir zusätzliche Dienstleistungen anbieten. Ich wünsche mir ein partnerschaftliches Verhältnis mit unseren Kunden, bei dem wir als logistische Schnittstelle wirken, die Prozesse unserer Kunden verbessern und diese Leistung angemessen honoriert wird.

» Michael Blach: In Zeiten immer volatilerer Geschäfte müssen wir uns so aufstellen und unsere Prozesse so einrichten, dass wir erfolgreich agieren auch in Phasen, in denen keine oder nur wenig Kontinuität gegeben ist. Ein tiefes Verständnis, wie die Abläufe im Detail funktionieren, ist dabei unerlässlich. Wir werden zukünftig noch stärker auf klare, eindeutige, schriftliche Prozessbeschreibungen setzen, um das gesamte Netzwerk zu verbessern, zu vereinfachen und zu standardisieren. Echtzeit-Statusmeldungen werden die Transparenz und Effizienz weiter verbessern.

Herr Blach, Sie stehen mit den wichtigsten Kunden der BLG ständig in Kontakt. Warum ist das aus Ihrer Sicht von so großer Bedeutung?

» Michael Blach: Ein fundiertes und nachhaltiges Verständnis von dem, was unsere Kunden wollen und wie der Markt funktioniert, ist für uns essenziell. So können wir sicherstellen, dass wir Veränderungen schnell erfassen und verarbeiten. Und nur so können wir sicher sein, welche unsere Stärken sind, und uns auf diese konzentrieren. Uns ist an dauerhaften Geschäftsbeziehungen gelegen. Denn je länger die Geschäftsbeziehung besteht, desto mehr gegenseitige Zeit und Energie können wir für die Prozess- und Geschäftsoptimierung investieren. Unseren Kunden kontinuierlich hochwertige und wettbewerbsfähige Dienstleistungen anzubieten – das ist unser höchstes Ziel. Im Bereich AUTOMOBILE arbeiten wir dafür zum Beispiel ständig an einer noch intensiveren Verzahnung der strategischen Drehkreuze mit unseren eigenen Lkw-, Bahn- und Binnenschiffsanbindungen.

Der Vorstand im Gespräch

» Andreas Wellbrock: Netzwerke stärken – das hat sich auch unser Geschäftsbereich CONTRACT mit seinem heterogenen Portfolio auf die Fahne geschrieben. Hier muss uns der Spagat zwischen Konsolidierung und Kostendisziplin auf der einen Seite bei einem gleichzeitigen profitablen Wachstum auf der anderen Seite gelingen. Auch unsere internationalen Standorte werden wir viel stärker miteinander verknüpfen, um im Rahmen von interkontinentalen Warenströmen Dienstleistungen zu erbringen. Eine Vernetzung findet aber auch nach innen statt: Wir sind im Begriff, Kompetenzen im Geschäftsbereich zu bündeln, um diese gezielt auf andere Branchen zu übertragen. Ich denke da an Industriekunden und auch die Belieferung im Endkundengeschäft. Komplementär werden wir auch verstärkt Speditionsdienstleistungen anbieten.

Die Containermengen, die im Jahre 2013 in den europäischen Nordseehäfen umgeschlagen wurden, lasten die vorhandenen Terminalkapazitäten bei Weitem nicht aus. Das erhöht den Wettbewerbsdruck erheblich. Was setzen Sie dieser Entwicklung entgegen, Herr Schiffer?

» Emanuel Schiffer: Das Jahr 2014 wird entscheidend durch die Konzentration der Reeder auf drei wesentliche Mega-Allianzen geprägt werden. Allen voran das operative Bündnis "P 3" der drei weltweit größten Carrier. Das wird für uns ganz neue Anforderungen mit sich bringen, wird auch Risiken bergen, aber eben auch Chancen und die müssen wir identifizieren und sie schneller und besser nutzen als die Wettbewerber. Zusätzlich müssen wir Abläufe, Anlagen und Equipment für die weitere Entwicklung der ultragroßen Containerschiffe fit machen. Denn dass die Entwicklung zu immer größeren Schiffen noch nicht am Ende ist, das ist klar.

Darüber hinaus werden wir Sekundärgeschäfte wie die Montage von Rotorsternen für die Offshore-Industrie insbesondere in Wilhelmshaven ausbauen. Und dann sind wir nach wie vor ehrgeizig, was die Reduzierung der Energiekosten angeht. Auf unserem Hamburger Containerterminal betreiben wir seit Sommer 2013 eine eigene Windenergieanlage und decken daraus einen erheblichen Teil des Eigenbedarfs. Und das wird nicht die einzige bleiben. Die Etappenziele auf dem Weg, bis 2020 den Energieverbrauch um 20 Prozent und die CO2-Emissionen um 25 Prozent pro Container zu reduzieren, sind erreicht.

Herr Bieniek, die BLG investiert seit Jahren konsequent in neue Projekte und erhält sich so ihre Wachstumsfähigkeit. Wie gestalten Sie als Chief Financial Officer diesen permanenten Wandel?

» Jens Bieniek: Wir haben bisher vor allem auf das Ergebnis, also die reine Zahl, des BLG-Konzerns geschaut. Zukünftig werden wir den Konzern noch stärker in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung steuern und dazu unser Augenmerk auf konkret festgelegte bilanzielle Kennzahlen richten – nicht nur Mengen und EBT, sondern auch Margen, Cashflow und ROCE müssen erreicht werden. Um eine angemessene Rendite erreichen zu können, müssen wir auch prüfen, ob das eingesetzte Kapital in einem gesunden Verhältnis zum Ergebnis steht. Liquiditätsorientierte Unternehmenssteuerung nennen wir das! Eine Herausforderung bleibt jedoch das Spannungsfeld aus sehr heterogenen Stakeholdern, in dem wir uns bewegen: Gesellschafter und Aktionäre erwarten von uns Ausschüttungsfähigkeit, Kapitalgeber eine risikoadäquate Verzinsung, Kunden bezahlen uns für Leistung und nicht zuletzt wollen und müssen wir ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Apropos Arbeitgeber, Herr Mekelburg, die BLG betont immer wieder ihre besondere Verantwortung für die Region Bremen und Bremerhaven, die sich daraus ergibt, dass das Unternehmen hier über die Hälfte der 16.000 Arbeitsplätze bietet. Wie tragen Sie dieser Verantwortung im Bereich Human Ressources Rechnung?

» Hartmut Mekelburg: Die Qualität und Effizienz unserer Dienstleistungen bestimmen sich zentral durch die Kompetenz der Menschen in der BLG LOGISTICS. Das ist in unserem Unternehmensleitbild festgeschrieben und wird von unseren Führungsgrundsätzen konsequent weiterentwickelt. Sichere Arbeitsplätze, Mitarbeiterförderung, Wertschätzung, Kommunikation und Information in alle Richtungen – das sind für uns keine leeren Worthülsen. Wir prüfen regelmäßig, in welchem Umfang diese Prämissen mit Leben gefüllt werden: zum ersten Mal institutionalisiert 2012 im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung in Zusammenarbeit mit dem externen Institut "Great Place to Work". Kontinuierlich arbeiten wir an der Umsetzung der daraus entstandenen konstruktiven Ideen und Vorschläge. Wir wollen für etwas stehen – darum haben wir 2013 mit einem BLG-Kodex für Arbeitsbeziehungen nachgelegt.

Zum modernen Personalmanagement gehören heute eine Vielzahl weiterer Themen, oder?

» Hartmut Mekelburg: Modernes Personalmanagement heißt, nicht nur als Personalbeschaffer in einer Dienstleistungsfunktion für den Konzern und für unsere operativen Einheiten tätig zu sein, sondern eine eigene und besondere Wertschöpfung für deren Erfolg zu erbringen. Darum widmen wir uns selbstverständlich auch Themen wie dem demografischen Wandel, der Talentförderung, der Integration oder dem Employer Branding. Als Marke "BLG LOGISTICS" wollen wir eben auch am Arbeitsmarkt attraktiv sein.

» Frank Dreeke: Die BLG ist gut aufgestellt! Wir können damit punkten, dass wir dynamisch und kundenorientiert sind. In Verbindung mit unseren sehr gut ausgebildeten, engagierten und hoch motivierten Mitarbeitern ist das eine komfortable Ausgangsposition. Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen und gleichzeitig offen gegenüber neuen Herausforderungen bleiben, blicke ich mit Zuversicht in die Zukunft und bin mir sicher, dass die BLG weiterhin erfolgreich im Sinne ihrer Kunden und Aktionäre agieren kann.

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Der Vorstand im Gespräch Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. So war der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt.

Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informatio-

nen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für den Konzern war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikolage und die Entwicklungsperspektiven des Konzerns, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2013 zu fünf Sitzungen zusammen. Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 96 Prozent. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2013 durchschnittlich bei 98 Prozent. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrats standen Fragen der Strategie, der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und Konzernabschluss, der aktuellen Ertragslage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung, der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2013 sowie mit Fragen der Vorstandsvergütung. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 18. Dezember 2013 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung eingehend diskutiert. Zudem wurde die Bildung eines Investitionsausschusses mit Wirkung zum 1. Januar 2014 beschlossen.

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 endete die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder. Mit einer Ausnahme wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Frau Christine Behle, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft. Ausgeschieden ist Herr Erhard Ott, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, der nicht mehr zur Wahl gestanden hatte. Ehemalige Vorstandsmitglieder der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Im Rahmen der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung wurde Herr Dr. Stephan-Andreas Kaulvers zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Zu seiner Vertreterin wurde Frau Christine Behle bestimmt.

Mit Wirkung zum 14. Oktober 2013 hat Herr Frank Schäfer sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Als Ersatzmitglied ist Herr Reiner Thau am 15. Oktober 2013 in den Aufsichtsrat nachgerückt. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 hat Herr Uwe Beckmeyer sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Die Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds zur Ergänzung der Anteilseignervertreter ist Gegenstand der Hauptversammlung am 30. Mai 2014 der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Im Zuge der Nachfolgeplanung des Vorstands hatte der Aufsichtsrat im Jahr 2012 die Weichen gestellt. In seiner Sitzung am 29. Juni 2012 war Herr Frank Dreeke zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen worden. Im Hinblick darauf ist Herr Dreeke seit dem 1. Januar 2013 zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt.

Des Weiteren hatte der Aufsichtsrat am 8. November 2012 Herrn Jens Bieniek zum neuen Finanzvorstand und am 20. Dezember 2012 die Herren Michael Blach sowie Andreas Wellbrock zu neuen Vorständen mit Verantwortung für den Geschäftsbereich AUTOMOBILE beziehungsweise den Geschäftsbereich CONTRACT berufen.

Zum 1. Juni 2013 haben Herr Frank Dreeke die Nachfolge des altersbedingt ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Herrn Detthold Aden und Herr Jens Bieniek die Nachfolge des altersbedingt ausscheidenden Finanzvorstands Herrn Hillert Onnen angetreten.

Die Herren Michael Blach und Andreas Wellbrock haben ebenfalls zum 1. Juni 2013 ihre Tätigkeit im Vorstand aufgenommen. Sie folgen den Herren Manfred Kuhr und Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden in ihren Funktionen, die im Interesse des erfolgreichen Generationswechsels im Vorstand vor Ablauf ihrer Verträge zum Jahresende 2013 bereits zum 31. Mai 2013 aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Herr Emanuel Schiffer wurde erneut zum Vorstandsmitglied mit Verantwortung für den Geschäftsbereich CONTAINER für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016 bestellt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zusätzlich vier Ausschüsse eingerichtet, für die jeweils separate Geschäftsordnungen gelten. Als Ausschüsse des Aufsichtsrats bestehen ein Prüfungsausschuss, ein Personalausschuss, ein Investitionsausschuss sowie ein Vermittlungsausschuss.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Ausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zwei Mal im Jahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Prüfung des Rechnungslegungsprozesses sowie Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens, die Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, Lage- und Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts der Gesellschaft erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss ist auch für die Beziehungen der Gesellschaft zum Abschlussprüfer zuständig. Der Ausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers, organisiert die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest. Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählt des Weiteren die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für die folgenden Geschäftsjahre einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung. Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem des Unternehmens sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Prüfungsausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.

Personalausschuss

Auch der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung des Vorstands, zum Vergütungssystem und zu dessen regelmäßiger Überprüfung sowie für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Des Weiteren schlägt der Personalausschuss dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Besetzung von Vorstandsmandaten vor.

Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.

Investitionsausschuss

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einen Investitionsausschuss gebildet. Diesem gehören sechs Mitglieder an, die mit je drei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer des Aufsichtsrats besetzt sind. Den Vorsitz im Ausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Mindestens ein Mitglied des Investitionsausschusses muss Finanzexperte sein. Der Investitionsausschuss beschließt über bestimmte, besonders eilbedürftige ungeplante Sachinvestitionen.

Vermittlungsausschuss

Der Aufsichtsrat bildet zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz einen Ausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der jeweils abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.

Arbeit der Ausschüsse

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz ist im Berichtsjahr zu keiner Sitzung zusammengetreten.

Der Personalausschuss trat am 15. März 2013, am 11. April 2013, am 20. September 2013 und am 18. Dezember 2013 zusammen. Behandelt wurden im Wesentlichen Fragen der erneuten Bestellung von Herrn Emanuel Schiffer zum Vorstand vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016 sowie der Vorstandsvergütung.

In seiner Funktion als Nominierungsausschuss hat sich der Personalausschuss intensiv mit der Vorbereitung der Ergänzungswahl eines Vertreters der Anteilseigner zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung 2014 befasst und dem Aufsichtsrat einen geeigneten Kandidaten vorgeschlagen.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2013 zu zwei Sitzungen, am 9. April 2013 und am 12. Dezember 2013, zusammen. Er hatte sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns befasst. Dazu zählten auch die neuesten Änderungen der IFRS beziehungsweise der Bilanzierungsrichtlinie und deren Auswirkungen auf den Konzern beziehungsweise auf die Gesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit bildeten die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Aspekte der Compliance. Des Weiteren unterbreitete er dem Aufsichtsrat eine Beschlussempfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung. Besonderes Augenmerk galt der Unternehmensplanung als auch der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung.

Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Aus den Sitzungen der Ausschüsse wurde im Plenum berichtet.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich – vorbereitet durch den Prüfungsausschuss – ebenfalls mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen auf der Grundlage des Deutschen Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 beschäftigt. Der Vorstand hat am 19. November 2013 und der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat am 18. Dezember 2013 die 12. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.ir.blg.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, geprüft und grundsätzlich mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde im Hinblick auf den Eigenkapitalausweis nach dem 2008 neu gefassten Standard IAS 32 mit einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des neuen IAS 32 zu vermeiden, welche die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals insbesondere von Minderheitenanteilen als Eigenkapital nicht deckungsgleich abbildet, wurde der IAS 32 in der bisher geltenden Fassung angewendet. Weitere Details ergeben sich aus dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Konzernabschluss auf Seite 187 und insbesondere aus den Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang auf den Seiten 149 ff.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgerecht vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des BLG-Konzerns ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihr nachhaltiges Bestreben, unser Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass der Konzern auf einem guten Wege ist, seine Ertragskraft langfristig zu sichern.

Bremen, im April 2014

Für den Aufsichtsrat

Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Vorsitzender

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens.

Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance-Kodex.

Der Vorstand hat am 19. November 2013 und der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat am 18. Dezember 2013 die 12. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.ir.blg.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Code of Ethics

Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des konzerneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Ethics).

Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist durch das deutsche Gesellschaftsrecht ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist im Interesse des Unternehmens sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind folgend aufgeführt.

Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Beschluss grundsätzlich mit Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften monatlich, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements und stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab. Für bestimmte, in der Satzung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– festgelegte Geschäfte muss der Vorstand vor deren Abschluss die Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen sowie die Emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten.

http://www.ir.blg.de im Bereich Corporate Governance unter

Entsprechenserklärung

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 Aktiengesetz. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 Aktiengesetz sowie § 15 der Satzung maßgeblich.

Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERH AUS -GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden.

Im Zuge der Nachfolgeplanung des Vorstands hat der Aufsichtsrat im Jahr 2012 die Weichen gestellt. In seiner Sitzung am 29. Juni 2012 wurde Herr Frank Dreeke zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Im Hinblick darauf ist Herr Dreeke seit dem 1. Januar 2013 zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat am 8. November 2012 Herrn Jens Bieniek zum neuen Finanzvorstand und am 20. Dezember 2012 die Herren Michael Blach sowie Andreas Wellbrock zu neuen Vorständen mit Verantwortung für den Geschäftsbereich AUTOMOBILE beziehungsweise den Geschäftsbereich CONTRACT berufen.

Zum 1. Juni 2013 haben Herr Frank Dreeke die Nachfolge des altersbedingt ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Herrn Detthold Aden und Herr Jens Bieniek die Nachfolge des altersbedingt ausscheidenden Finanzvorstands Herrn Hillert Onnen angetreten.

Die Herren Michael Blach und Andreas Wellbrock haben ebenfalls zum 1. Juni 2013 ihre Tätigkeit im Vorstand aufgenommen. Sie folgen den Herren Manfred Kuhr und Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden in ihren Funktionen, die im Interesse des erfolgreichen Generationswechsels im Vorstand vor Ablauf ihrer Verträge zum Jahresende 2013 bereits zum 31. Mai 2013 aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.

Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– setzt sich seit dem 1. Juni 2013 aus Herrn Frank Dreeke (Vorsitzender), Herrn Jens Bieniek (Finanzen), Herrn Michael Blach (Geschäftsbereich AUTO-MOBILE), Herrn Andreas Wellbrock (Geschäftsbereich CONTRACT) sowie den beiden weiterhin im Amt befindlichen Vorständen Herrn Hartmut Mekelburg (Personal) und Herrn Emanuel Schiffer (Geschäftsbereich CONTAINER) zusammen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählten Vertretern.

Mit Beendigung der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 endete die Amtszeit sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder. Mit einer Ausnahme wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Frau Christine Behle, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft. Ausgeschieden ist Herr Erhard Ott, Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, der nicht mehr zur Wahl gestanden hatte. Ehemalige Vorstandsmitglieder der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nicht im Aufsichtsrat vertreten.

Im Rahmen der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung wurde Herr Dr. Stephan-Andreas Kaulvers zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Seine Vertreterin ist Frau Christine Behle. Mit Wirkung zum 14. Oktober 2013 hat Herr Frank Schäfer sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Als Ersatzmitglied ist Herr Reiner Thau am 15. Oktober 2013 in den Aufsichtsrat nachgerückt. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 hat Herr Uwe Beckmeyer sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Die Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds zur Ergänzung der Anteilseignervertreter ist Gegenstand der Hauptversammlung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– am 30. Mai 2014.

http://www.ir.blg.de/ im Bereich IR-Kalender und Veranstaltungen unter Hauptversammlung

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Neben dem gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz zwingend zu bildenden Ausschuss hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss sowie einen Investitionsausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind im Anhang aufgeführt.

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zwei Mal im Jahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Prüfung des Rechnungslegungsprozesses sowie Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens, und die Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, Lage- und Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts der Gesellschaft erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss ist auch für die Beziehungen der Gesellschaft zum Abschlussprüfer zuständig. Der Ausschuss bereitet die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer vor, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest.

Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählt des Weiteren die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung.

Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem des Unternehmens sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Prüfungsausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.

Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen vor. Das Aufsichtsratsplenum beschließt über Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern. Der Personalausschuss entscheidet anstelle des Plenums über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands. Zudem berät er über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand.

Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Ausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat einen Investitionsausschuss gebildet. Dem Investitionsausschuss gehören sechs Mitglieder an, die mit je drei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer des Aufsichtsrats besetzt sind. Den Vorsitz im Ausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Dieser Ausschuss tagt nach Bedarf. Der Investitionsausschuss befasst sich mit der vorbereitenden Entscheidung und Beschlussfassung besonders definierter, eilbedürftiger Investitionsvorhaben.

Director's Dealings

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.

Der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder insgesamt beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315 Absatz 4 Handelsgesetzbuchs

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Das gezeichnete Kapital beträgt 9.984.000,00 EUR und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.

Jede Aktie gewährt eine Stimme. Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nicht bekannt. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.

Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär an der Hauptversammlung teilzunehmen und sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Jeder im Aktienregister eingetragene Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital 10 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde), die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen; Einzelheiten dazu finden sich im Anhang im Abschnitt Stimmrechtsmitteilungen. Für weitere Angaben zur Aktionärsstruktur verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeiter Aktien der Gesellschaft halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Wir verweisen hierzu auf die Erklärung zur Unternehmensführung.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind die Aufgaben und die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Größe und die globale Ausrichtung des Unternehmens sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens.

In seiner Sitzung am 17. September 2010 hatte der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses dem an das im August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepassten Vergütungssystem für Vorstände der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einstimmig zugestimmt. Neue und bestehende Vorstandsverträge wurden unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf dieses System umgestellt. Das neue System wurde gemäß § 120 Absatz 4 Aktiengesetz durch die Hauptversammlung 2011 gebilligt.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die seit dem 1. Januar 2011 geltende Vergütungssystematik:

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus dem Jahresgrundgehalt, der variablen Jahrestantieme und der variablen nachhaltigen Tantieme.

Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Vergütung monatlich anteilig gezahlt. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung eines Dienstwagens oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung vor. Die Nebenleistungen beinhalten auch die Übernahme der Prämien für eine angemessene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Darüber hinaus besteht für die Mitglieder des Vorstands eine eigenständige Selbstbehaltsversicherung in der gemäß § 93 Absatz 2 Satz 3 Aktiengesetz vorgeschriebenen Höhe, die den Bedingungen des D&O Hauptversicherungsvertrags folgt. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratstätigkeiten bei Konzerngesellschaften Vergütungen.

Neben dem jährlichen Festgehalt sehen die Verträge eine vom Ergebnis des Konzerns vor Steuern abhängige variable Vergütung vor, die für den Gesamtvorstand auf maximal 3,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern (EBT) begrenzt ist. Aus dem verfügbaren Tantiemebudget erhalten die Vorstände eine Jahrestantieme, die durch Höchstbeträge begrenzt ist, über die der Personalausschuss entscheidet und dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung empfiehlt.

Sofern das Tantiemebudget nach Gewährung der variablen Jahrestantieme noch nicht ausgeschöpft ist, steht der verbleibende Restbetrag für die variable nachhaltige Tantieme zur Verfügung. Diese wird in Abhängigkeit von der Erreichung des EBT in den drei Folgejahren auf Basis der im Aufsichtsrat verabschiedeten Planung gewährt. Weiteres Kriterium ist das Erreichen des Return on Capital Employed (ROCE) auf Basis der mit dem Aufsichtsrat vereinbarten Dreijahresplanung. Damit stimmen die Kriterien für die Gewährung der Tantieme als Leistungsanreiz mit den im Konzern verwendeten Steuerungskennzahlen überein.

Die Auszahlung der variablen nachhaltigen Vergütung erfolgt jeweils im dritten Folgejahr, sofern die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt sind. Die nachhaltige Tantieme wird aus dem verfügbaren Tantiemebudget gewährt und ist durch Höchstbeträge begrenzt, über die der Personalausschuss entscheidet und dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung empfiehlt. Bei Nichterreichung der Kriterien kann die variable nachhaltige Vergütung entsprechend prozentual gekürzt werden.

Vorstandsverträge, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 abgeschlossen worden sind, sehen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindungszahlung von zwei Jahresvergütungen vor. Sofern die Restlaufzeit des Vertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen; die Abfindung beträgt in diesem Fall jedoch mindestens eine Jahresvergütung. Die Höhe der Abfindung bestimmt sich grundsätzlich nach der Summe aus Grundgehalt und variabler Jahrestantieme ohne Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ende des Anstellungsvertrags. Generelle Entschädigungsvereinbarungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit bestehen nicht. Die Vorstandsmitglieder Manfred Kuhr und Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden haben als Abfindung für die Restlaufzeit ihrer Anstellungsverträge die vereinbarte Festvergütung sowie eine anteilige Jahrestantieme für das Geschäftsjahr 2013 erhalten. Dafür wurde im Vorjahr entsprechend Vorsorge getroffen.

Die laufenden Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands stellen sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt dar:

Bezüge des Vorstands
TEUR
2013 2012
Feste
Bezüge
Sonstige
Vergü
tungen
Variable
Bezü
ge1, 2
Gesamt Feste
Bezüge
Sonstige
Vergü
tungen
Variable
Bezü
ge1, 2
Gesamt
Detthold Aden 252 18 188 458 605 42 450 1.097
Jens Bieniek 193 15 102 310 0 0 0 0
Michael Blach 193 14 102 309 0 0 0 0
Frank Dreeke 490 38 225 753 0 0 0 0
Manfred Kuhr3 424 16 287 727 424 40 300 764
Dr.-Ing. Bernd Lieberoth
Leden4
330 8 175 513 330 13 300 643
Hartmut Mekelburg 330 22 175 527 330 22 300 652
Hillert Onnen 138 15 116 269 330 34 300 664
Emanuel Schiffer5 458 36 282 776 458 60 300 818
Andreas Wellbrock 193 9 102 304 0 0 0 0
3.001 191 1.754 4.946 2.477 211 1.950 4.638

1 Die ausgewiesenen variablen Bezüge basieren auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.

2 Die Darstellung der erfolgsabhängigen Bezüge basiert auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.

3 Für die vorzeitige Beendigung der Tätigkeit sind feste und variable Bezüge in Höhe von 410 TEUR zugesagt worden. 4 Für die vorzeitige Beendigung der Tätigkeit sind feste und variable Bezüge in Höhe von 243 TEUR zugesagt worden. 5 Die Erstattung der Beträge erfolgt in voller Höhe durch EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften des BLG-Konzerns (BLG) bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen Dritte. Für Zwecke der Vergleichbarkeit werden diese Ansprüche hier ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern richten sich ebenfalls gegen Dritte. Pensionsansprüche von Herrn Aden richten sich ausschließlich gegen die BLG.

Die derzeit tätigen Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus dem BLG-Konzern Pensionsleistungen zu beziehen, jedoch nicht vor Erreichen des 63. Lebensjahres. Leistungsorientierte Versorgungszusagen aus der Zeit vor dem 1. Januar 1998 bestehen gegen Dritte. Der jährliche Pensionsanspruch aus leistungsorientierten Versorgungszusagen beträgt zwischen 40 und 60 Prozent vom ruhegeldfähigen Jahreseinkommen, das deutlich unterhalb des jeweiligen Jahresgrundgehalts (feste Vergütung eines Vorstands) liegt. Die ruhegeldfähigen Jahreseinkommen der Vorstände werden analog zu den Tariferhöhungen des ZDS Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe angepasst.

Corporate Governance-Bericht

Für Herrn Mekelburg besteht ergänzend eine ähnlich bemessene leistungsorientierte Versorgungszusage der BLG. Für die Herren Michael Blach, Frank Dreeke und Dr.-Ing. Lieberoth-Leden bestehen keine Versorgungszusagen.

Barwert der
Pensionsverpflichtung
Zuführung
insgesamt
Marktwert der
Rückdeckungsversicherung
Zuführung
insgesamt
Versorgungszusagen1
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
2013 31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
2013
Detthold Aden2 1.727 2.548 135 2.034 2.825 130
davon BLG 1.727 2.548 135 2.034 2.825 130
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
Jens Bieniek 106 94 12 61 53 8
davon BLG 106 94 12 61 53 8
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
Michael Blach 0 0 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
Frank Dreeke 0 0 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
Manfred Kuhr 1.820 1.721 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 1.820 1.721 0 0 0 0
Dr.-Ing.
Bernd Lieberoth-Leden
0 0 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
Hartmut Mekelburg 1.382 1.263 52 557 471 86
davon BLG 699 647 52 557 471 86
davon Dritte 683 616 0 0 0 0
Hillert Onnen 1.827 1.751 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 1.827 1.751 0 0 0 0
Emanuel Schiffer 3.189 2.850 0 0 0 0
davon EUROGATE 1.007 896 0 0 0 0
davon Dritte 2.182 1.954 0 0 0 0
Andreas Wellbrock 91 81 10 41 49 8
davon BLG 91 81 10 41 49 8
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
10.142 10.308 209 2.693 3.398 232

1 Die Angaben beziehen sich auf die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Bar- und Marktwerte.

2 Zum 31. Dezember 2013 wird abweichend zum Vorjahr eine Versorgungszusage in Höhe von 929 TEUR unter den sonstigen Finanz verbindlichkeiten ausgewiesen.

Darüber hinaus ist es Vorstandsmitgliedern möglich, leistungsorientierte Versorgungszusagen durch Entgeltumwandlungen zu erwerben.

Zum 31. Dezember 2013 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält 5.000,00 EUR, der Vorsitzende das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte des Betrags. Mitglieder des Prüfungsausschusses und des Personalausschusses erhalten zusätzlich 1.000,00 EUR pro Jahr.

Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den Unternehmenserfolg bezogene variable Vergütung. Diese errechnet sich in Abhängigkeit vom Konzernergebnis (EBT) wie folgt: Übersteigt das Konzernergebnis den Betrag von 20 Mio. EUR, erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 0,2 Prozent des Konzernergebnisses. Von diesem Betrag erhält das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats 1/20. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 3/20, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, 2/20 dieses Betrags.

Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 500,00 EUR pro Sitzung, gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.

Corporate Governance-Bericht

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2013 wie folgt vergütet:

Bezüge des Aufsichtsrats
TEUR
2013
Fixe
Bezüge
Variable
Bezüge2
Ausschuss
tätigkeit
Sitzungs
geld
Sonstiges3 Gesamt
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers 15 6 1 5 10 37
Christine Behle 6 2 1 3 0 12
Erhard Ott 4 2 0 2 0 8
Uwe Beckmeyer 5 2 0 2 0 9
Karl-Heinz Dammann 5 2 1 4 9 21
Melf Grantz 5 2 1 5 0 13
Martin Günthner1 5 2 1 5 0 13
Wolfgang Lemke 5 2 2 5 0 14
Karoline Linnert1 5 2 1 3 9 20
Dr. Klaus Meier 5 2 1 4 0 12
Dr. Tim Nesemann 5 2 1 3 0 11
Dirk Reimers 5 2 1 3 0 11
Frank Schäfer 4 2 1 2 8 17
Dieter Schumacher 5 2 0 3 0 10
Gerrit Schützenmeister 5 2 0 3 0 10
Dieter Strerath 5 2 1 5 0 13
Reiner Thau 1 1 0 0 3 5
Dr. Patrick Wendisch 10 4 1 3 0 18
100 41 14 60 39 254

1 Gemäß § 5a des Senatsgesetzes der Bremischen Bürgerschaft besteht eine Ablieferungspflicht für Vergütungen

aus der Aufsichtsratstätigkeit.

2 Die Darstellung der erfolgsabhängigen Bezüge basiert auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.

3 konzerninterne Aufsichtsratsmandate

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt 326 TEUR, die mit 100 TEUR auf fixe und mit 97 TEUR auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit 81 TEUR, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit 14 TEUR und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit 34 TEUR zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2013 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

Die BLG-Aktie

  • BLG-Aktie legt über 7 Prozent zu
  • Dividendenkontinuität wird gewahrt
  • Aktionärsstruktur seit mehr als zehn Jahren konstant
  • Ergebnis je Aktie beträgt 0,59 EUR

Allgemeine Entwicklung des Kapitalmarkts

Im Börsenjahr 2013 präsentierten sich die Aktienmärkte trotz weltweiter Krisenherde und einer nur leicht zunehmenden Dynamik der weltwirtschaftlichen Entwicklung in guter Verfassung. Vor dem Hintergrund der generell attraktiven Bewertung vieler Aktien bei gleichzeitig relativ niedrigem Zinsniveau für festverzinsliche Anlagealternativen stiegen die Kurse auf breiter Front an. Die weltweit wichtigsten Indizes in Europa, den USA und Asien konnten somit 2013 eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen.

In diesem generell positiven Umfeld legte auch der Deutsche Aktienindex (DAX) im Verlauf des Geschäftsjahres 2013 zu und schloss am letzten Handelstag bei 9.552 Punkten und einem deutlichen Kursplus von insgesamt 22,8 Prozent.

Wertentwicklung der BLG-Aktie 1

Auch die BLG-Aktie entwickelte sich im Verlauf des Berichtsjahres positiv. Am ersten Handelstag des neuen Geschäftsjahres, am 2. Januar 2013, eröffnete die Aktie mit einem Kurs von 8,78 EUR. Nach einem zunächst durchweg positiven Kursverlauf markierte der börsentägliche Eröffnungskurs am 9. April mit 8,33 EUR das absolute Jahrestief. Die dann ab Mai einsetzende starke Aufwärtsbewegung führte kurz vor Ende des Geschäftsjahres 2013 zur Erreichung des unterjährigen Höchststandes von 9,70 EUR. Dabei profitierte die Aktie ebenso wie die wichtigsten deutschen Indizes DAX, MDAX und TecDAX auch von der allgemein soliden wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Die Aktie schloss das Berichtsjahr am letzten Handelstag, am 30. Dezember 2013, mit einem Preis von 9,48 EUR und konnte so im Gesamtjahr einen Wertzuwachs von über 7 Prozent verzeichnen.

Kursverlauf der BLG-Aktie in EUR (im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013)

Die BLG-Aktie

Relative Entwicklung der BLG-Aktie gegenüber DAX, MDAX und SDAX

Kennzahlen der Aktie 2013 2012 2011 2010 2009
Ergebnis je Aktie EUR 0,59 0,69 0,58 0,34 0,24
Dividende je Aktie EUR 0,40 0,40 0,40 0,30 0,25
Dividende % 15 15 15 12 10
Dividendenrendite % 4,2 4,5 5,0 3,2 3,3
Börsenkurs zum Jahresende1 EUR 9,48 8,93 8,06 9,48 7,58
Höchstkurs1 EUR 9,70 9,25 9,83 9,61 9,61
Tiefstkurs1 EUR 8,33 7,89 7,52 8,20 6,19
Ausschüttungssumme Mio. EUR 1,5 1,5 1,5 1,2 1,0
Ausschüttungsquote % 68,3 57,6 69,3 88,6 104,3
Kurs-Gewinn-Verhältnis 16,1 12,9 13,9 27,9 31,6
Marktkapitalisierung Mio. EUR 36,4 34,3 31,0 36,4 29,1

Kennzahlen der BLG-Aktie

Dividendenkontinuität

Auch in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen verfolgen wir das Ziel einer ergebnisorientierten und kontinuierlichen Dividendenpolitik. Für die Zukunft wollen wir an dieser Strategie festhalten und unsere Anteilseigner weiterhin in angemessener Höhe am Unternehmenserfolg beteiligen.

Im Rahmen ihres Leitungsermessens haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einen Teilbetrag von 712.505,88 EUR des Jahresüberschusses in Höhe von 2.248.505,88 EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit weist der Jahresabschluss der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– für das Geschäftsjahr 2013 einen Bilanzgewinn von 1.536.000,00 EUR (Vorjahr: 1.536.000,00 EUR) aus. Dieser ist nach deutschem Recht die Grundlage für die Dividendenausschüttung.

Ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Dividendenpolitik schlägt der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 30. Mai 2014 vor, eine Dividende von 0,40 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,40 EUR je Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 9.984.000,00 EUR entsprechend 3.840.000 Stück (Namensaktien) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 68 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von 9,48 EUR ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividendenrendite von 4,2 Prozent.

Aktionärsstruktur

Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2013

  • 50,4% Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)
  • 12,6% Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –
  • 12,6% Finanzholding der Sparkasse in Bremen
  • 24,4% Streubesitz

Das Grundkapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beträgt 9.984.000,00 EUR und ist in 3.840.000 stimmberechtige auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist mit 50,4 Prozent Hauptaktionär unseres Unternehmens. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen. Der Streubesitz beträgt 24,4 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 936.000 Stück entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa 2 Prozent; die übrigen 22 Prozent werden von Privatanlegern gehalten.

Investor Relations

Im Mittelpunkt unserer Investor Relations-Arbeit stand auch im Geschäftsjahr 2013 das Ziel, umfassende Informationen über die Unternehmensentwicklung und unsere Investor Relations-Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Hierfür haben wir uns ganz besonders auf den Dialog mit institutionellen Investoren, Analysten und privaten Anteilseignern ausgerichtet. Wir bieten aber auch jedem anderen Interessierten Informationen über unser Unternehmen und möchten gleichzeitig allen ein Höchstmaß an Transparenz gewähren. Auf unserer Website sind unter www.ir.blg.de unser IR-Kalender sowie die Finanzberichte und alle Informationen rund um unsere Aktie einzusehen. Die BLG-Aktie

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Gewinn- und Verlustrechnung

TEUR 01.01. – 31.12.2013 01.01. – 31.12.2012
1. Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 2.790 3.225
2. Sonstige betriebliche Erträge 342 441
3.132 3.666
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.020 -1.021
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 574 553
5. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.686 3.198
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -437 -532
7. Jahresüberschuss 2.249 2.666
8. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -713 -1.130
9. Bilanzgewinn 1.536 1.536

Bilanz

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Aktiva
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen
gegen verbundene Unternehmen
20.123 19.227
2. Sonstige
Vermögensgegenstände
4 1
20.127 19.228
II. Guthaben bei Kreditinstituten 26 24
20.153 19.252

Jahresabschluss BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

31.12.2013 31.12.2012
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 999 999
2. Andere Gewinnrücklagen 6.430 5.718
III. Bilanzgewinn 1.536 1.536
18.949 18.237
B. Steuerrückstellungen
1. Gezeichnetes Kapital 260 436
2. Sonstige Rückstellungen 495 504
755 940
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
26 8
2. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 423 67
449 75
20.153 19.252

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Regelungen der Satzung aufgestellt.

Die Gewinn- und verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 Handelsgesetzbuch) aufgestellt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Dem strengen Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Angaben zur Bilanz

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe gegenüber der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Es handelt sich mit 5.227 TEUR (Vorjahr: 5.227 TEUR) um kurzfristige Darlehen. Auf Forderungen aus Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallen 12.402 TEUR (Vorjahr: 11.072 TEUR). Weitere 2.495 TEUR (Vorjahr: 2.929 TEUR) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt 9.984.000,00 EUR und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft deren Zustimmung.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von 998.400,00 EUR vollständig dotiert.

In die anderen Gewinnrücklagen wurde aus dem Jahresüberschuss 2013 der Betrag in Höhe von 713 TEUR eingestellt (Vorjahr: 1.130 TEUR).

Anhang des Jahresabschlusses BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Rückstellungen

Mit der Bildung sonstiger Rückstellungen wurde in Höhe von 341 TEUR (Vorjahr: 293 TEUR) Vorsorge für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Prüfungskosten getroffen. Weitere 155 TEUR (Vorjahr: 211 TEUR) sind für fixe und variable Aufsichtsratsvergütungen zurückgestellt worden.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen 397 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) Steuern.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der für die Folgejahre erwarteten positiven Ergebnisse der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht erkennbar.

Anteilsbesitz

Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes, welcher der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nummer 11 Handelsgesetzbuch über ihre Tochtergesellschaft BLG LOGIST ICS GROUP AG & Co. KG zuzurechnen ist, ist Bestandteil des testierten Jahresabschlusses, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Eine komprimierte Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen ist im Abschnitt Weitere Informationen auf Seite 188 ff. enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Unter diesen beiden Posten werden unter anderem durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 215 TEUR (Vorjahr: 299 TEUR) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus vor allem Administrationskosten enthalten. Des Weiteren betrifft der Ausweis mit 0 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) periodenfremde Aufwendungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 35 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR) enthalten, die die Auflösung von Rückstellungen betreffen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen stammen 572 TEUR (Vorjahr: 553 TEUR) aus verbundenen Unternehmen und 2 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Steuererstattungen für Vorjahre.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag korrespondieren mit dem verringerten Ergebnis vor Steuern. Es wird ein Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 437 TEUR (Vorjahr: TEUR 532) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31. Dezember 2013 nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2013 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt 115 TEUR (Vorjahr: 117 TEUR). Davon betreffen 94 TEUR die Abschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung des Vorjahres sowie 21 TEUR die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2013 nach §§ 37w, 37y des Wertpapierhandelsgesetzes.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, nicht in den Konzernabschluss einbezogene beziehungsweise nicht mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehende Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen wie Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte der Ebene 1 sowie deren nahe Familienangehörige dar.

Die gesellschaftsrechtliche Verflechtung des BLG-Konzerns mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Komplementärin ohne Einlage und der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) als alleinige Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ist im Lagebericht im Abschnitt "Grundlagen der Gesellschaft" erläutert.

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen werden in den Abschnitten Aufsichtsrat und Vorstand aufgeführt.

Transaktionen mit Gesellschaftern

Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent und hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns eine Dividende erhalten.

Transaktionen mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Im Berichtsjahr wurden mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen keine Transaktionen vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz siehe Seite 183 ff. Die Angaben zur individualisierten Vergütung entsprechend § 285 Satz 1 Nummer 9 Handelsgesetzbuch sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme sind im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und des Konzernlageberichts ist, auf Seite 40 ff. zusammengefasst. Die Aufwendungen für die Vergütungen des Vorstands werden vollständig von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG getragen.

Anhang des Jahresabschlusses BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Director's Dealings

Die Angaben zu den Directors' Dealings sind im Corporate Governance-Bericht auf der Seite 39 dargestellt.

Stimmrechtsmitteilungen

Gemäß § 160 Absatz 1 Nummer 8 Aktiengesetz sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die dem Unternehmen nach § 21 Absatz 1 oder Absatz 1a Wertpapierhandelsgesetz mitgeteilt worden sind.

Eine Mitteilungspflicht nach Wertpapierhandelsgesetz besteht, wenn durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschritten oder unterschritten werden; die Mitteilung ist sowohl an die Gesellschaft als auch an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu richten. Der niedrigste Schwellenwert für die Mitteilungspflicht beträgt 3 Prozent der Stimmrechte.

Der nachfolgenden Tabelle können alle Mitteilungen von Anteilseignern entnommen werden, die uns nach § 41 Absatz 2 Satz 1 Wertpapierhandelsgesetz die Höhe ihres Stimmrechtsanteils mitgeteilt haben:

Mitteilung nach Stimmrechte in %
Aktionär § 41 Abs. 2 S. 1 WpHG
zum
direkt indirekt
1. Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg
– Girozentrale –, Bremen
02.04.2002 12,61
2. Norddeutsche Landesbank
Girozentrale, Hannover
02.04.2002 über 1.
3. Finanzholding
der Sparkasse in Bremen, Bremen
08.04.2002 12,61
4. Freie Hansestadt Bremen
(Stadtgemeinde)
09.04.2002 50,42

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Mai 2014 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vor: Ausschüttung einer Dividende von 0,40 EUR für jede auf den Namen lautende Stückaktie für das Geschäftsjahr 2013, entsprechend dem Bilanzgewinn von 1.536.000,00 EUR.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2013 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315a Absatz 1 Handelsgesetzbuch ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.

Corporate Governance-Kodex

Der Vorstand hat am 19. November 2013 und der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat am 18. Dezember 2013 die 12. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.ir.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Lagebericht BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Grundlagen der Gesellschaft

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. In dieser Funktion hat die Gesellschaft die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist am Gesellschaftskapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Die Geschäfte der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden durch den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.

Für die übernommene Haftung erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. des Handelsgesetzbuchs. Diese Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zu zahlen. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine Vergütung in Höhe von 5 Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG vor Abzug dieser Vergütung. Die Vergütung beträgt mindestens 256 TEUR und höchstens 2.500 TEUR.

Zusätzlich werden der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– alle unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet. Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang. Für das Geschäftsjahr 2013 wurde vom Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 Absatz 3 Satz 3 Aktiengesetz lautet:

"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne des § 312 Aktiengesetz. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven.

Wirtschaftsbericht

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend ihrer Konzernfunktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, in das die Gesellschaft einbezogen ist. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt unverändert zu marktüblichen Konditionen. Die Geldanlage ist risikoarm.

62 Grafik zur Konzernstruktur

Lagebericht des Jahresabschlusses BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Für die Übernahme der Komplementärfunktion in der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sowie der Leitungsfunktion des BLG-Konzerns hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– für 2013 eine Haftungsvergütung (0,9 Mio. EUR) und eine Geschäftsführungsvergütung (1,9 Mio. EUR) erhalten. Zusätzlich wurden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehende Aufwendungen von dieser erstattet.

Ergebnis je Aktie von 0,59 EUR

Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den Jahresüberschuss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert. Im Geschäftsjahr waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss sank in 2013 auf 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Die Verringerung ist im Wesentlichen auf die mit 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) gesunkene Geschäftsführungsvergütung zurückzuführen. Ursächlich hierfür waren verschiedene Effekte, die sich in Summe entsprechend auf das Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ausgewirkt haben.

Die Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Für detaillierte Informationen zur Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– verweisen wir zur Vermeidung von Dopplungen auf die entsprechenden Angaben im Geschäftsbericht auf den Seiten 46 ff.

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 Handelsgesetzbuch sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu Seite 36 ff.

Übernahmerelevante Angaben nach § 289 Absatz 4 Handelsgesetzbuch

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 39 f. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289 Absatz 2 Nummer 5 Handelsgesetzbuch ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 40 ff. enthalten.

Nachtragsbericht

Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

46 ff. Die BLG-Aktie

36 ff. Corporate Governance-Bericht

Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BREMER LAGERHAUS GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche des Konzerns bietet nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 5 Handelsgesetzbuch

Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Absatz 5 Handelsgesetzbuch wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Dopplungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben nach § 315 Absatz 2 Nummer 5 Handelsgesetzbuch im Konzernlagebericht auf den Seiten 83 ff.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, von der die Höhe der Geschäftsführungsvergütung der Gesellschaft abhängt. Ein Ausfallrisiko resultiert aus den Forderungen aus Darlehen und Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Das Risiko eines Ausfalls ist nicht erkennbar.

Prognosebericht

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Wie im Vorjahr prognostiziert, wurde in 2013 ein verminderter Jahresüberschuss in Höhe von rund 2,2 Mio. EUR erzielt. Für das Jahr 2014 gehen wir auf Basis fundierter Planungen von einem vergleichbaren Jahresüberschuss aus. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2014 ist vor diesem Hintergrund die Fortsetzung der nachhaltigen Dividendenpolitik, mit einer Dividende von 0,40 EUR je Aktie.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten"und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Lagebericht des Jahresabschlusses BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bremen, 18. März 2014

DER VORSTAND

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Hartmut Mekelburg Emanuel Schiffer Andreas Wellbrock

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, 10. April 2014

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig Hantke

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Grundlagen des Konzerns Grundlagen

  • Geschäftsbereich AUTOMOBILE: Führender Automobillogistiker Europas
  • Geschäftsbereich CONTRACT: Bei Industrie- und Handelslogistik erfolgreich für unsere Kunden in Deutschland
  • Geschäftsbereich CONTAINER: Führender Terminalbetreiber Europas

Rechtliche Konzernstruktur

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat für den BLG-Konzern als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen. In dieser Funktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– den Konzernabschluss aufgestellt.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist am Gesellschaftskapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) gehalten. Die Geschäfte der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden durch den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Organ der Komplementärin geführt. Der Vorstand führt die Geschäfte entsprechend § 76 Absatz 1 Aktiengesetz in eigener Verantwortung und ist Weisungen der Gesellschafter nicht unterworfen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG konzentriert sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Die Geschäftsbereiche wiederum sind in 14 Geschäftsfelder gegliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMO BILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung des Teilkonzerns EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER. Zentral- und Stabsbereiche der Holding erbringen konzernweit Service- und Beratungsleistungen.

Rechtliche Konzernstruktur

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Organisationsstruktur

Der BLG-Konzern (BLG) tritt nach außen unter der Marke BLG LOGISTICS auf. Die BLG ist ein seehafenorientierter Logistikdienstleister mit über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.

Die Berichterstattung des BLG-Konzerns gliedert sich in drei Geschäftsbereiche, die strategisch und wirtschaftlich miteinander verknüpft sind.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE befasst sich mit der Logistik von Fertigfahrzeugen, dies beinhaltet im Wesentlichen die weltweite Distribution vom Hersteller bis zum Händler in den Bestimmungsländern. Mit einem Volumen von 7,5 Mio. Fahrzeugen hat dieser Geschäftsbereich 2013 seine Position als führender Automobillogistiker Europas gesichert.

Das europäische Netzwerk umfasst Terminals an der See, an großen Flüssen und im Hinterland, ergänzt durch Transporte per Straße, Schiene und Wasser sowie durch eigene Technikzentren. Die Lücke zwischen Seehafen und über 7.000 Händlern schließt eine moderne Lkw-Flotte mit über 500 Autotransportern. Zudem wurden 2013 mehr als 1.200 Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen eingesetzt.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Sieben Binnenschiffe sind dort für den Autotransport im Einsatz. Darüber hinaus sind wir mit unseren logistischen Dienstleistungen in Polen, Russland, der Slowakei, Slowenien, Tschechien sowie in der Ukraine präsent.

Geschäftsbereich CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT realisiert umfassende individuelle Logistiklösungen für Kunden aus Industrie und Handel. Die Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik sowie Industrie- und Produktionslogistik, Handelsund Distributionslogistik, die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen sowie die Logistik für die Offshore-Windenergie in Bremerhaven.

In der Kontraktlogistik ist die BLG in Logistikzentren und Spezialanlagen an über 30 Standorten in Europa und in Übersee für starke Marken wie adidas, Automotive Lighting, BMW, Bosch, Engelbert Strauss, Griesson – de Beukelaer, Hansgrohe, Ikea, Konica Minolta, MAN, Mercedes, Siemens oder Tchibo tätig.

Geschäftsbereich CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Joint Venture EUROGATE, führender Terminalbetreiber Europas, entwickelt. Die Position basiert auf dem kontinentalen Terminalkonzept und der Ergänzung mit Dienstleistungen rund um den Containerverkehr. Zum Netzwerk gehören Transporte per Schiene, Straße und Wasser sowie Logistikleistungen für containerisierte Güter.

Das Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, Lissabon, Gioia Tauro, La Spezia, Ravenna, Salerno, Cagliari, Tanger und Ust-Luga.

Änderungen im Konsolidierungskreis der Geschäftsbereiche

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE hat die BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG auch die restlichen 50 Prozent an der BLG Automobile Logistics Russia LTD übernommen. Die Gesellschaft wird jetzt vollkonsolidiert.

Die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 entkonsolidiert.

Im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der BLG ViDi LOGISTICS TOW wurde auch die at equity einbezogene E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine, entkonsolidiert.

Darüber hinaus wurde im Zuge des Formwechsels der BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG zur BLG Cargo Logistics GmbH die BLG Cargo Logistics Beteiligungs-GmbH auf die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschmolzen.

Des Weiteren schieden im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung die EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse GmbH und die PEUTE Speditions GmbH durch Verschmelzung auf die EUROGATE City Terminal GmbH aus dem inländischen Konsolidierungskreis aus. Gleiches gilt für die EUROGATE Port Systems Beteiligungs GmbH durch Verschmelzung auf die EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH und die daraus resultierende Anwachsung der EUROGATE Port Systems GmbH & Co. KG auf die EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH.

Leitung und Kontrolle

Erklärung zur Unternehmensführung

36 ff. Corporate Governance-Bericht

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315 Handelsgesetzbuch sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Dopplungen werden sie gemeinsam mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch auf den Seiten 36 ff. dieses Geschäftsberichts ausgewiesen.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315 Absatz 4 Handelsgesetzbuch

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 39 f. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 315 Absatz 2 Nummer 2 Handelsgesetzbuch ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 40 ff. enthalten.

Forschung und Entwicklung

Das Geschäftsmodell des BLG-Konzerns erfordert keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. Gleichwohl haben technische Innovationen und vor allem Prozessinnovationen für uns einen hohen Stellenwert. Mit diesen unterstützen wir unsere Kunden darin, noch erfolgreicher zu sein.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Der BLG-Konzern muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten. Neben den öffentlich-rechtlichen Regelungen sind für uns insbesondere das Kapitalmarktrecht, das Arbeitsrecht einschließlich Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrecht, das Transport- und Zollrecht sowie das Wettbewerbsrecht relevant. Zu den für den BLG-Konzern wesentlichen wirtschaftlichen Einflussfaktoren zählen insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland, da ein Großteil der Belegschaft in Deutschland tätig ist und der Personalaufwand für eigenes sowie Fremdpersonal die wesentliche Kostenposition darstellt. Da unser Geschäftsmodell in allen Geschäftsbereichen zudem kapitalintensiv ist, kommt den Kapitalkosten ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.

Konzernsteuerung

Der BLG-Konzern wurde bis Ende 2013 durchgängig für alle rechtlichen Einheiten auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) nach dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und dem Return on Capital Employed (ROCE) gesteuert. Zusammen mit einem Unternehmensberater wurde ein Kennzahlensystem zur Konzernsteuerung entwickelt, das beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014 konzernweit angewendet wird. Danach werden die Kennzahlen zur Konzernsteuerung EBT und ROCE um das EBIT (operatives Ergebnis), die EBIT-Marge sowie den Free-Cash-Flow (FCF) ergänzt.

Grundlagen des Konzerns Wirtschaftsbericht

Wirtschaftsbericht

  • Konzernumsatz erneut gestiegen: 1,2 Mrd. EUR
  • EBIT1: 50,3 Mio. EUR
  • Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Rahmenbedingungen2

Die Weltwirtschaft expandierte 2013 nur sehr verhalten. Die schwache Konjunktur in einigen Ländern des Euroraums, das geringe Wachstumstempo in Nordamerika und die relativ zurückhaltende Wachstumsdynamik der Schwellenländer ließen lediglich einen Zuwachs des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,9 Prozent zu. Vor allem dank besserer Perspektiven in einigen Ländern der Eurozone und in Nordamerika erwarten Experten für das laufende Jahr 2014 einen Anstieg des BIP um 3,6 Prozent3.

Zu den wesentlichen Faktoren, die die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen, zählen nach wie vor die hohe Staatsverschuldung in wichtigen Volkswirtschaften, Währungsschwankungen, die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern sowie politische Unruhen in Teilen der arabischen Welt. Als wichtigster Treiber für die weltweite Konjunkturentwicklung in den kommenden Jahren gilt unverändert das strukturelle Wachstum in aufstrebenden Volkswirtschaften. Darüber hinaus dürften die globalen Megatrends Energie, Umwelt, Verkehr und Gesundheit langfristig für starke Wachstumsimpulse sorgen.

Deutsches Bruttoinlandsprodukt wächst 2013 um 0,4 Prozent

Das deutsche Wirtschaftswachstum ist trotz zunehmender Belastungen und Risiken aus dem In- und Ausland robust. Aufgrund des schwachen Winterhalbjahres ist die durchschnittliche Wachstumsrate für das Jahr 2013 jedoch erheblich vorbelastet und beträgt 0,4 Prozent.

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist jedoch weiterhin hoch. Die deutsche Wirtschaft wächst damit, wie schon in den vergangenen Jahren, spürbar kräftiger als der Durchschnitt der Eurozone. Die konjunkturelle Dynamik wird vor allem durch die Binnennachfrage getragen. Angesichts der laufenden Entwicklungen der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und einer moderaten Preisniveauentwicklung spielen die privaten Konsumausgaben und die privaten Wohnungsbauinvestitionen eine tragende Rolle.4

1 In 2013 bereinigt um Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaften BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine.

2 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (Hrsg.): Herbst 2013 "Konjunktur zieht an – Haushaltsüberschüsse sinnvoll nutzen", Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2013, 15. Oktober 2013, Kiel

3 World Economic Outlook Database, Februar 2014 des Internationalen Währungsfonds, Merkmale NGDPD und NGDP_RPCH

4 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Hrsg.): Jahreswirtschaftsbericht 2013 – "Wettbewerbsfähigkeit – Schlüssel für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland und Europa", Januar 2013, Berlin

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Logistik-Branche ist als wichtige Verbindung zwischen Produzenten, Handel und Konsumenten stark konjunkturabhängig. Infolge der starken Vernetzung logistischer Prozesse können lokale Störungen zu globalen Auswirkungen führen.

Die Branche profitiert dabei von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch die andauernde Globalisierung der Wirtschaft und den boomenden Handel über das Internet sowie die hohe Retourenquote im Business-to-Customer-Geschäft zusätzlich begünstigt wird. Insoweit ist die Logistik-Branche, wie auch das Geschäftsmodell des BLG-Konzerns, stark konjunkturabhängig.

Herausforderungen der Logistik-Branche bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung, vor allem in Deutschland, und damit einhergehend mit der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Arbeitskräfte, notwendigen Infrastrukturinvestitionen, neuen Technologien, der Dynamik der Weltwirtschaft und Globalisierung, der Dienstleistungserweiterung sowie den Auswirkungen der energiepolitischen Wende. Zusätzlich werden von den Logistik-Unternehmen im Rahmen von Logistikauslagerungen hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt dabei in Umschlag-, Distributions- und Kommissionierungszentren in verkehrsgünstigen Lagen. Da Verträge mit Kunden in der Regel nur Laufzeiten von wenigen Jahren aufweisen, werden die Flächen und Umschlaggeräte häufig gemietet oder geleast. Hierbei werden langfristige Kapitalbindungen vermieden und die Flexibilität des Logistikdienstleisters stark erhöht. Aufgrund der steigenden Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken, für einen durchgängigen Informationsfluss entlang der Prozessketten, in der Logistik-Branche deutlich ausgeweitet.

Im Jahr 2013 hat die Transport- und Logistik-Branche vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein moderates Wachstum verzeichnet, bei anhaltendem Preisdruck seitens der verladenden Wirtschaft. Wesentliche Belastungen ergeben sich hier weiterhin durch hohe Energiepreise, die sich nur langsam abschwächende europäische Staatsschuldenkrise, steigende hoheitliche Abgaben sowie sich nur schleppend entwickelnde Infrastrukturvorhaben.

Die Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung sind gemäß BVL/IfW Logistik-Indikator gestützt durch eine gute Kapazitätsauslastung und eine angemessene Nachfrage im In- und Ausland. Auch das SCI Logistik-Barometer Dezember 20135 berichtet über eine starke Kapazitätsauslastung in den letzten Monaten des Berichtsjahres, geht jedoch für das erste Quartal 2014 von einer leicht gedämpften Stimmung aufgrund saisonaler Schwankungen aus.

Der Umsatz der Logistik-Branche in Deutschland übertraf im Jahr 2013 mit rund 230 Mrd. EUR das bisherige Rekordjahr 2011, in dem der Umsatz bei 220 Mrd. EUR gelegen hatte. Damit ist der deutsche Logistikmarkt mit Abstand der größte Teilmarkt in Europa. Neben der wirtschaftlichen Stärke und der hohen Bevölkerungszahl ist die Bedeutung des deutschen Marktes unter anderem darauf zurückzuführen, dass ein großer Anteil der Wirtschaftsleistung auf Industrie und Handel entfällt. Weitere Ursachen sind der traditionell hohe Exportanteil, die zentrale Lage in Europa und die daraus abgeleitete Drehscheibenfunktion. Auch die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und die signifikante logistische Kompetenz tragen zur Attraktivität des Logistikstandorts Deutschland bei.6

6 Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V.: www.bvl.de, 27. Februar 2014

5 SCI Verkehr GmbH (Hrsg.): SCI/LOGISTIKBAROMETER September 2013 "Geschäftsklima der Logistik erholt sich weiter", 15. September 2013, Köln

Wirtschaftsbericht

Dies geht auch aus dem von der Weltbank alle zwei Jahre berechneten Logistics Performance Index (LPI) hervor, der Deutschland in 2014 wiederholt als den führenden Logistikstandort ausweist. Zur Berechnung des Gesamtwerts werden sechs Kategorien auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet. In den Kategorien Infrastruktur (Infrastructure), Nachverfolgung (Tracking and Tracing), Logistikqualität und -kompetenz (Logistics Quality and Competence) sowie Zoll (Customs) befindet sich Deutschland unter den Top 3 und erreichte einen Gesamtwert von 4,12.

Top 10 Logistics Performance Index, 2014

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Trotz gestiegener Umsatzerlöse in allen Geschäftsbereichen in einem unverändert volatilen Marktumfeld und angesichts einer verhaltenen konjunkturellen Dynamik ist die Ergebnissituation nur bedingt zufriedenstellend.

Das Geschäftsjahr 2013 wurde maßgeblich von der Neuordnung unseres Beteiligungsportfolios in der Ukraine belastet. Darüber hinaus hat das bereinigte operative Ergebnis vor dem Hintergrund eines anhaltenden Preisdrucks in allen Geschäftsbereichen bei gleichzeitigen Kostensteigerungen und Anfangsbelastungen neuer Geschäfte unter dem Vorjahresniveau gelegen. Aufgrund der mengenbedingten Zuwächse und konsequenter Prozessoptimierungen sowie durch das gezielte Ausschöpfen von Einsparpotenzialen sehen wir die wirtschaftliche Lage und Entwicklung unseres Konzerns als herausfordernd, aber stabil an.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Umsatzerlöse nach Segmenten Veränderung
TEUR 2013 2012 absolut prozentual
AUTOMOBILE 434.683 419.069 15.614 3,7
CONTRACT 421.986 405.322 16.664 4,1
CONTAINER 328.606 327.067 1.539 0,5
Überleitung -5.406 -7.066 1.660 23,5
Konzern gesamt 1.179.869 1.144.392 35.477 3,1

3,1% Anstieg der Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2013 konnte der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 35,5 Mio. EUR auf nunmehr 1.179,9 Mio. EUR erneut gesteigert werden. Dies ist im Wesentlichen auf Zuwächse in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT zurückzuführen.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um 15,6 Mio. EUR auf 434,7 Mio. EUR im Geschäftsbereich AUTOMOBILE resultiert insbesondere aus gestiegenen Pkw-Umschlagvolumen, welche weiterhin deutlich durch den Export bestimmt werden. Die Steigerung der Umsätze im Geschäftsbereich CONTRACT um 16,7 Mio. EUR auf 422,0 Mio. EUR ist vor allem auf Geschäftsausweitungen mit Bestandskunden zurückzuführen.

Veränderung
Kennzahlen zur Ertragslage 2013 2012 absolut prozentual
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.179,9 1.144,4 35,5 3,1
Umsatzrendite1 % 4,3 5,6 -1,3 -23,2
EBIT2 Mio. EUR 50,3 64,4 -14,1 -21,9
EBT Mio. EUR 20,2 48,6 -28,4 -58,4
Konzernperiodenergebnis Mio. EUR 2,0 41,2 -39,2 -95,1
Ergebnis je Aktie EUR 0,59 0,69 -0,1 -14,5
EBIT nach Segmenten Veränderung
TEUR 2013 2012 absolut prozentual
AUTOMOBILE2 9.780 21.917 -12.137 55,3
CONTRACT 15.672 17.643 -1.971 -11,2
CONTAINER 38.548 39.716 -1.168 -2,9
Überleitung2 -13.704 -14.882 1.178 -7,9
Konzern gesamt2 50.296 64.394 -14.098 -21,9

1 bezogen auf das bereinigte EBIT

2 In 2013 bereinigt um Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaften BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns ist gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 14,1 Mio. EUR auf 50,3 Mio. EUR gesunken. Für das Geschäftsjahr 2013 errechnet sich damit eine auf das EBIT bezogene Umsatzrendite von 4,3 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent).

Die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation in der Ukraine war der Anlass, die Neuordnung unserer Aktivitäten in der Ukraine vorzubereiten. Die zum 31. Dezember 2013 insgesamt fehlenden Perspektiven sowie die negativen Ertragsaussichten führten zur vollständigen Wertberichtigung der Vermögenswerte der ukrainischen Gesellschaften von insgesamt 16,6 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde eine Drohverlustrückstellung von 2,1 Mio. EUR für die Risiken aus der Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft gebildet. Vor dem Hintergrund des Verlusts der faktischen Beherrschung wurden die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und die E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine, zum 31. Dezember 2013 entkonsolidiert.

7.786 Mitarbeiter

Wirtschaftsbericht

Im Vergleich zu den Umsatzerlösen ist der Materialaufwand mit 5,0 Mio. EUR auf 551,4 Mio. EUR nur leicht gestiegen.

Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 399,9 Mio. EUR (Vorjahr: 370,6 Mio. EUR). Ursächlich für den Anstieg ist der Personalaufbau um 614 auf 7.786 Mitarbeiter. Darüber hinaus wurde auch im Geschäftsjahr 2013 zur Deckung des Personalbedarfs verstärkt auf den Einsatz von Fremdpersonal zurückgegriffen. Der Aufwand für Fremdpersonal hat sich daher von 151,3 Mio. EUR auf 171,4 Mio. EUR erhöht.

Die planmäßigen Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2013, bedingt durch höhere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, ebenfalls gestiegen.

Der um Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements in der Ukraine bereinigte Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen wuchs um 11,1 Mio. EUR auf 110,0 Mio. EUR. Der Anstieg steht insbesondere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE und mit Neugeschäften im Geschäftsbereich CONTRACT.

Der Rückgang des bereinigten EBIT um 14,1 Mio. EUR resultiert mit 12,1 Mio. EUR überwiegend aus der Verminderung des bereinigten EBIT im Geschäftsbereich AUTOMOBILE.

Das Finanzergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 4,3 Mio. EUR auf -11,4 Mio. EUR verbessert. Hiervon entfielen 2,8 Mio. EUR auf das Zinsergebnis und 1,5 Mio. EUR auf das Beteiligungsergebnis.

In der aktuellen Niedrigzinsphase hat der Konzern im Berichtsjahr seinen kurzfristigen Finanzierungsbedarf fristenkongruent durch kurzfristige, niedrigverzinsliche Kontokorrentkredite gedeckt. Im langfristigen Finanzierungsbereich wurden im Berichtszeitraum hochverzinsliche Altdarlehen durch Tilgungen und eine vorzeitige Ablösung deutlich reduziert. Neu aufgenommene langfristige Finanzkredite konnten durch geringere Kreditmargen und attraktive Zinsabsicherungen auf niedrigem Niveau fixiert werden. Damit wurden die gezahlten Zinsen gegenüber dem Vorjahr nochmals gesenkt. Die Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Finanzkredite erfolgten zu großen Teilen Mitte des Geschäftsjahres 2012. Die entsprechenden Zinsbelastungen haben hingegen das Zinsergebnis in 2013 beeinflusst.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verminderte sich deutlich um 28,4 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR und wurde maßgeblich mit 18,7 Mio. EUR durch die Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements in der Ukraine beeinflusst.

Die Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf 18,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR). Im Steueraufwand sind Risiken aus der steuerlichen Betriebsprüfung in Höhe von 6,5 Mio. EUR enthalten. Diese Risiken ergeben sich aus unterschiedlichen Rechtsauffassungen im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Aufwendungen für die Übertragung von Anteilen eines Teilkonzerns in 2004. Der Steueraufwand des Berichtsjahres wurde daneben im Wesentlichen durch die Bewertung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen beeinflusst. Die Abwertung von aktiven latenten Steuern wurde im Wesentlichen durch steuerliche Optimierungen und vereinzelt verminderte Ertragsaussichten beeinflusst. Weitere Erläuterungen zu den Ertragsteuern können dem Konzernanhang unter Punkt 16 auf Seite 135 entnommen werden.

Der Konzernjahresüberschuss 2013 ist im Vergleich zum Vorjahr unter anderem aufgrund des deutlich erhöhten Steueraufwands um 39,2 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR gesunken. Das Ergebnis je Aktie hat sich dementsprechend im Berichtsjahr um 0,10 EUR auf 0,59 EUR reduziert.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Veränderung
Wesentliche Kennzahlen 2013 2012 absolut prozentual
Umsatzerlöse Mio. EUR 434,7 419,1 15,6 3,7
Umsatzrendite1 % 2,2 5,2 -3,0 -57,7
EBIT2 Mio. EUR 9,8 21,9 -12,1 -55,3
EBT Mio. EUR -12,4 17,7 -30,1 -170,1

1 bezogen auf das bereinigte EBIT

2 In 2013 bereinigt um Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaften BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, Intermodal und Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an. Dazu zählen zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden zum großen Teil abgedeckt.

Mit einem Handling von 7,5 Mio. Fahrzeugen konnte im Geschäftsjahr 2013 das Volumen gegenüber dem Vorjahr (7,4 Mio. Fahrzeuge) gesteigert und die Position des führenden Automobillogistikers in Europa gefestigt werden.

Die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation in der Ukraine waren der Anlass, die Neuordnung unserer Aktivitäten in der Ukraine vorzubereiten. Die zum 31. Dezember 2013 insgesamt fehlenden Perspektiven sowie die negativen Ertragsaussichten führten zur vollständigen Wertberichtigung der Vermögenswerte der ukrainischen Gesellschaften von insgesamt 16,6 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund des Verlusts der faktischen Beherrschung wurde die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und die E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine, zum 31. Dezember 2013 entkonsolidiert.

Im Geschäftsfeld Seehafenlogistik bewegt sich das Pkw-Umschlagvolumen auf konstant hohem Niveau und wird im Wesentlichen durch den Export bestimmt. Durch regelmäßig hohe Fahrzeugbestände war die Steuerung der operativen Abläufe immer wieder durch kurzfristig verfügbare Stellplätze und nicht durch definierte Standardprozesse bestimmt. Dies führte zu erhöhten Stundenverbräuchen in allen Teilbereichen des Pkw-Umschlags. Weiterhin bewirkt die Rückführung von Fahrzeugen aus weiter entfernten Lagerflächen in die Operationsflächen nicht geplante erhöhte Stundenverbräuche in Teilbereichen des Pkw-Umschlags. Das Programm zur Effizienzsteigerung in Bremerhaven wird kontinuierlich mit externer Unterstützung und höchster Priorität umgesetzt. Sich hieraus ergebende notwendige Maßnahmen werden zurzeit mit den Arbeitnehmervertretern und ver.di verhandelt. Von Kundenseite aus, sowohl durch Reeder als auch durch Automobilproduzenten, herrscht ein konstanter Preisdruck. Durch den steigenden Wettbewerb mit den Westhäfen konnten Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich der Personalkosten, nicht im notwendigen Umfang durch entsprechende Preiserhöhungen aufgefangen werden. Das Umschlagvolumen im Segment High & Heavy war gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Ursache hierfür ist ein temporärer weltweiter Rückgang der Nachfrage nach diesen Gütern. Bei technischen Dienstleistungen sind sowohl die Volumen als auch die technischen Wertschöpfungen an Import- und Exportfahrzeugen rückläufig. Teilweise entfielen Volumen für Fahrzeugwäsche und Entwachsung.

Im Geschäftsfeld Inlandterminals zeigt sich im AutoTerminal Duisburg der erwartete Mengenrückgang aus dem Verlust des Volumens eines Großkunden. Im AutoTerminal Kelheim werden durch hohe Lagerbestände und eine signifikante Wertschöpfungstiefe aus technischen Dienstleistungen höhere Erträge erzielt.

Im Geschäftsfeld Intermodal konnten rückläufige Lkw-Transportvolumen im Wesentlichen über einen reduzierten Einsatz von Sub- und Fremdunternehmern aufgefangen werden. Die Verkehre im Netzwerk haben sich weitestgehend flächendeckend paarig gestaltet. Die zur Verfügung stehenden bis Ende 2013 stetig steigenden Waggonkapazitäten konnten nicht wie geplant ausgelastet werden. Hauptursache hierfür waren im Wesentlichen geringere Transportvolumen aus den osteuropäischen Werken von Großkunden.

Wirtschaftsbericht

Im Geschäftsfeld Spedition entwickelt sich das Volumen weiterhin positiv. Preisminderungen beim Hauptkunden konnten durch erhöhte Volumen überkompensiert werden.

Das EBIT im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ist auch bereinigt um Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements in der Ukraine deutlich um 12,1 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR gesunken. Ursächlich hierfür sind die anhaltenden strukturellen Herausforderungen am Standort Bremerhaven im Geschäftsfeld Seehafenterminals. Die nachhaltig deutlichen Verschiebungen zwischen Im- und Exportvolumen und der damit einhergehende Wegfall von margenstarken Technikdienstleistungen an Importfahrzeugen zeigen noch einmal deutlich die Notwendigkeit des eingeleiteten Restrukturierungsprojekts auf. Die Erarbeitung umfangreicher Maßnahmenpläne wurde im Berichtsjahr abgeschlossen; mit ihrer Umsetzung wurde bereits begonnen. Die erforderliche intensive Auseinandersetzung mit diesen konjunkturellen Veränderungen hat das EBIT im Geschäftsjahr 2013 zusätzlich belastet. Die Umsetzungen zeigen in Teilbereichen aber bereits erste positive Effekte in der Produktivität.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um 15,6 Mio. EUR wurde durch den Anstieg des Materialaufwands um 14,3 Mio. EUR und des Personalaufwands um 7,2 Mio. EUR vollständig aufgezehrt. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen hat sich ebenfalls deutlich negativ entwickelt (-5,6 Mio. EUR).

Geschäftsbereich CONTRACT

Veränderung
Wesentliche Kennzahlen 2013 2012 absolut prozentual
Umsatzerlöse Mio. EUR 422,0 405,3 16,7 4,1
Umsatzrendite % 3,7 4,4 -0,7 -15,9
EBIT Mio. EUR 15,7 17,6 -1,9 -11,2
EBT Mio. EUR 13,0 14,7 -1,7 -11,6

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Automotive, Industrielogistik, Offshore-Windenergie sowie Handels- und Seehafenlogistik.

Im Geschäftsfeld Automotive (Europa) sind die eingeleiteten Maßnahmen zur Prozess- und Qualitätsverbesserung in allen Standorten abgesichert und führen in Verbindung mit einem höheren Volumen zu nachhaltig positiven Ergebnissen.

Im Geschäftsfeld Automotive (Übersee) werden in den USA die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität und Qualität in den Neugeschäften Teilekonsolidierung und SKD/CKD umgesetzt. Im Zeitablauf konnten bereits deutliche Verbesserungen in der Kostenstruktur realisiert werden. In Brasilien ist ein nachhaltig schwaches Volumen im Transport der Motorräder zu verzeichnen, dennoch war die Entwicklung hier insgesamt zufriedenstellend. Die Geschäftsentwicklung in Südafrika war in allen Bereichen sehr gut.

Im Geschäftsfeld Industrielogistik entwickelten sich die Bestandsgeschäfte an allen Standorten wie geplant und erwirtschafteten insgesamt ein positives Ergebnis. Bei einem Neugeschäft konnte die geplante Produktivität noch nicht erreicht werden.

Im Bereich Windenergie wird die zweite Phase des Transports und des Umschlags der Tripoden aus dem Projekt Global Tech I umgesetzt. Die Mehrzahl der Tripoden wurde im ersten Halbjahr 2013 umgeschlagen. Im zweiten Halbjahr 2013 reduzierte sich das Umschlagvolumen merklich. Zusätzliche technische Dienstleistungen an den Tripoden, die im ersten Halbjahr noch durch die BLG erbracht wurden, sind im zweiten Halbjahr 2013 ersatzlos entfallen. Eine weitere wesentliche Aktivität ist die Nearshore-Logistik7 des Projekts Global Tech I. Die Rotorsternblattmontage für das gleiche Projekt auf dem Container Terminal Wilhelmshaven ist angelaufen.

www.blg-handelslogistik.de

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Handelslogistik verläuft im Bereich der Bestandsgeschäfte wie geplant. Die Ergebnisse am Standort Bremen sind durch den Anlauf eines Großprojekts gekennzeichnet. In diesem Zusammenhang haben sich unerwartet erhebliche Schwierigkeiten ergeben, die sich wesentlich auf die Ertragslage ausgewirkt haben.

Im Geschäftsfeld Hafenlogistik war ab dem zweiten Halbjahr 2013 ein deutlicher Rückgang des Umschlagvolumens zu verzeichnen. Begründet durch fehlende Projekte der Hersteller, konnten weniger Großrohre umgeschlagen werden.

Im Geschäftsbereich CONTR ACT ist der Materialaufwand übereinstimmend mit dem Anstieg der Umsatzerlöse um 6,8 Mio. EUR ebenso wie der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen um 4,3 Mio. EUR gestiegen.

Der Personalaufwand erhöhte sich dagegen deutlich überproportional um 20,0 Mio. EUR. Die Anlaufphasen von diversen Neugeschäften, insbesondere in den Geschäftsfeldern Automotive und Handelslogistik, sind für diese Entwicklung verantwortlich.

Wesentliche Kennzahlen 2013 2012 absolut Veränderung
prozentual
Umsatzerlöse Mio. EUR 328,6 327,1 1,5 0,5
Umsatzrendite % 11,7 12,1 -0,4 -3,5
EBIT Mio. EUR 38,5 39,7 -1,2 -2,9
EBT Mio. EUR 33,5 30,3 3,2 10,6

Geschäftsbereich CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG repräsentiert. Diese betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg sowie Gioia Tauro, La Spezia, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien), Lissabon (Portugal) sowie in Tanger (Marokko) und Ust-Luga (Russland). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an der Betreibergesellschaft des deutschen Tiefwasser-Containerterminals in Wilhelmshaven sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ebenso wie technische Serviceleistungen angeboten.

Die EUROGATE-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 657,2 Mio. EUR (Vorjahr: 654,1 Mio. EUR) erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 77,1 Mio. EUR (Vorjahr: 79,8 Mio. EUR) war gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Dabei standen geplante Anlaufverluste im Zusammenhang mit dem ersten vollen Betriebsjahr des Container Terminals Wilhelmshaven und ein umschlagbedingter Ergebnisrückgang der Containerterminals in Bremerhaven einem umschlagsbedingten Ergebnisanstieg des Containerterminals Hamburg gegenüber. Der Teilkonzernjahresüberschuss ist jedoch insgesamt aufgrund eines deutlich verbesserten Zinsergebnisses sowie eines deutlich höheren Beteiligungsergebnisses von Auslandsbeteiligungen im Geschäftsjahr 2013 auf 61,9 Mio. EUR (Vorjahr: 54,6 Mio. EUR) gestiegen. Davon stellen quotal 50 Prozent den Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns dar.

Wirtschaftsbericht

Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2013

Unser prognostiziertes Ziel, im Geschäftsjahr 2013 für den BLG-Konzern einen Umsatz von 1,2 Mrd. EUR zu erreichen, haben wir erreicht. Allerdings haben wir das geplante Ergebnis vor Steuern (EBT) von erneut über 40 Mio. EUR nicht realisieren können. Ursächlich hierfür ist vor allem die unerwartete wirtschaftliche und politische Entwicklung in der Ukraine, die uns veranlasst hat, unser dortiges Engagement vollständig zu bereinigen. Diese Bereinigung hat das EBT im Geschäftsbereich AUTOMOBILE mit 16,6 Mio. EUR und das EBT im Bereich SERVICES mit 2,1 Mio. EUR deutlich abweichend zu unseren Planungen negativ beeinflusst. Nach Bereinigung um diese Sondereffekte hätten wir ein EBT von 38,9 Mio. EUR erzielt und damit unser prognostiziertes Ziel um knapp 3 Prozent unterschritten.

1,2 Mrd. EUR Umsatzerlöse 40 Mio. EUR Konzern-EBT

Ziele für 2013:

Von diesen Sondereffekten abgesehen, lagen unseren Prognosen zudem Annahmen zugrunde, die teilweise von den eingetretenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2013 abwichen.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich AUTOMOBILE sind geringer angestiegen als erwartet. Im Hafenumschlag von High & Heavy-Gütern konnte das geplante Volumen, aufgrund der weltweit rückläufigen Produktion und Nachfrage in diesem Segment, nicht erreicht werden. Die erwarteten höheren Lagervolumen, hervorgerufen durch steigende Exportvolumen bei gleichbleibenden Schiffskapazitäten, haben Produktivitätsverluste in Bremerhaven verursacht. Die optimierte Ausnutzung unserer Lkw-Kapazitäten hat das Ergebnis wie erwartet erneut verbessert. Unsere planmäßig gestiegenen Waggonkapazitäten konnten nicht sofort vollständig durch Spotverkehre ausgelastet werden.

Auch die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich CONTRACT haben sich deutlich verhaltener entwickelt als im Vorjahr angenommen. Das Geschäftsfeld Automotive (Europa) hat sich erwartungsgemäß erneut sehr positiv entwickelt; dies hängt mit den hohen Steigerungsraten für die Teilelogistik der Automobilproduzenten zusammen. Die akquirierten Neugeschäfte erwirtschaften die geplanten positiven Ergebnisbeiträge. Die erwarteten Unsicherheiten hinsichtlich der Entwicklung der Offshore-Branche haben sich entgegen unserer Einschätzung in 2013 negativ auf das Volumen und die Ergebnisbeiträge ausgewirkt. Die Projektkosten und Produktivitätsverluste wegen Baumaßnahmen für ein Neukundengeschäft im Geschäftsfeld Handelslogistik konnten nur teilweise durch Zusatzgeschäfte bei Bestandskunden kompensiert werden.

Im Geschäftsbereich CONTAINER bewegten sich die Umsatzerlöse trotz des erwartungsgemäß vorherrschenden Wettbewerbsdrucks für die Containerterminals auf Vorjahresniveau.

Vermögenslage

Veränderung
Kennzahlen zur Vermögenslage 31.12.2013 31.12.2012 absolut prozentual
Bilanzsumme Mio. EUR 1.091,8 1.142,6 -50,8 -4,4
Anlagenintensität % 62,0 63,3 -1,3 -2,1
Working Capital Ratio % 98,9 91,3 7,6 8,3
Eigenkapital Mio. EUR 319,9 352,7 -32,8 -9,3
Eigenkapitalquote % 29,3 30,9 -1,6 -5,2
Nettoverschuldung Mio. EUR 398,3 392,7 5,6 1,4

Die Bilanzsumme in Höhe von 1.091,8 Mio. EUR lag wie im Vorjahr erneut über der Milliarden-Euro-Grenze. Der Rückgang entfiel mit 60,3 Mio. EUR auf die langfristigen Vermögenswerte. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Mio. EUR leicht erhöht.

Der moderate Rückgang des langfristigen Vermögens beruht im Wesentlichen auf der Minderung der Sachanlagen (-47,4 Mio. EUR).

In langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2013 46,8 Mio. EUR investiert, Desinvestitionen in Höhe von 3,2 Mio. EUR getätigt und Abschreibungen in Höhe von 78,8 Mio. EUR vorgenommen. Von den Abschreibungen entfielen 11,8 Mio. EUR auf außerplanmäßige Abschreibungen. Darüber hinaus wurden von den Buchwerten aus der Fremdwährungsumrechnung 0,2 Mio. EUR abgeschrieben.

Im Berichtsjahr sind geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von insgesamt 37,4 Mio. EUR in Betrieb genommen worden. Hierzu zählen unter anderem der Bau der Suprastruktur des Containerterminals in Wilhelmshaven und die Ertüchtigung von Freiflächen zur Erbringung von Dienstleistungen im Windkraftgeschäft im Automobil-Terminal Bremerhaven.

Die Anlagenintensität hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 1,3 Prozentpunkte auf 62,0 Prozent erneut leicht verringert.

Mio. EUR Buchwert
31.12.2013
Zeitwert
31.12.2013
Buchwert
31.12.2012
Zeitwert
31.12.2012
Langfristige Darlehen 278,5 281,6 276,6 283,1
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 57,4 60,3 63,0 67,7
Gesamt 335,9 341,9 339,6 350,8

Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist im Anhang unter Erläuterung Nr. 39 zu finden.

Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2013 nur leicht auf 398,3 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 392,7 Mio. EUR).

31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Nettoverschuldung Mio. EUR Mio. EUR absolut prozentual
Langfristige Darlehen 250,5 243,8 6,7 2,7
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 79,5 89,3 -9,8 -11,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 168,2 181,5 -13,3 -7,3
Finanzverschuldung 498,2 514,6 -16,4 -3,2
Langfristige Finanzforderungen 38,0 46,8 -8,8 -18,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 61,9 75,1 -13,2 -17,6
Nettoverschuldung 398,3 392,7 5,6 1,4

Wirtschaftsbericht Nachtragsbericht

Finanzlage

2013 2012 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR absolut prozentual
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 62,7 115,2 -52,5 -45,6
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -43,9 -135,7 91,8 67,6
Free Cashflow 18,8 -20,5 39,3 191,7
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -14,5 -31,1 16,6 53,4
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds 4,3 -51,6 55,9 108,3
Wechselkursbedingte Veränderung
des Finanzmittelfonds -0,3 0,2 -0,5 -250,0
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 21,1 72,5 -51,4 -70,9
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 25,1 21,1 4,0 19,0
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 61,9 75,1 -13,2 -17,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten -36,8 -54,0 17,2 31,9
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 25,1 21,1 4,0 19,0

Auf Grundlage des im Jahr 2013 erzielten Ergebnisses vor Steuern von 20,2 Mio. EUR haben wir einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 62,7 Mio. EUR (Vorjahr: 115,2 Mio. EUR) erwirtschaftet.

Der Free-Cash-Flow hat sich trotz des deutlich gesunkenen Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit aufgrund des stark verminderten Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit um 39,3 Mio. EUR positiv entwickelt.

Die Finanzierung ausstehender Investitionen erfolgt unter Berücksichtigung der operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet wurden, sowie abhängig von der Kapitalmarktsituation aus Eigenmitteln, aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing. Neben Bankenfinanzierungen wurden auch Schuldscheindarlehen in Anspruch genommen.

Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) werden selektiv zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus von Investitionsfinanzierungen eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 52,3 Mio. EUR.

Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Konzernabschluss auf Seite 112. Für die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verweisen wir auf Punkt 37 des Konzernanhangs.

Nachtragsbericht

Die seit Ende 2012 andauernden Rechtsstreitigkeiten zwischen der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG und der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG konnten Mitte Januar 2014 im Wege der Mediation beigelegt werden. Die Einigung wurde in allen anhängigen Verfahren erzielt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2013 nicht ereignet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

  • Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter steigt 2013 auf 7.786
  • Weiter im Fokus: CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent8 senken
  • Nettowertschöpfung beträgt 448,4 Mio. EUR
  • National & international gesellschaftlich engagiert

Mitarbeiter

Die BLG LOGISTICS als international engagierter Logistikdienstleister benötigt leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter, um am Markt nachhaltig erfolgreich zu sein und den Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels zu begegnen. Um die besten Mitarbeiter gewinnen, fördern und halten zu können, verfolgt der BLG-Konzern das Ziel, dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Zu den Bestandteilen unserer Personalpolitik zählen daher neben einer leistungsorientierten Vergütung und gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Modell der betrieblichen Altersvorsorge.

Die Zahl der gemäß § 267 Nummer 5 Handelsgesetzbuch (Jahresdurchschnitt) im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – und ihre Aufteilung auf die Geschäftsbereiche stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsbereich 2013 2012 Veränderung in %
AUTOMOBILE 2.262 2.213 2,2
davon gewerbliche Mitarbeiter 1.816 1.798
davon Angestellte 446 415
CONTRACT 3.348 2.819 18,8
davon gewerbliche Mitarbeiter 2.377 1.966
davon Angestellte 971 853
CONTAINER 1.960 1.937 1,2
davon gewerbliche Mitarbeiter 1.456 1.431
davon Angestellte 504 506
Services 216 203 6,4
davon gewerbliche Mitarbeiter 5 8
davon Angestellte 211 195
Summe 7.786 7.172 8,6
davon gewerbliche Mitarbeiter 5.654 5.203
davon Angestellte 2.132 1.969

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Berichtsjahr mit 7.786 Personen gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent angestiegen. Diese Steigerung ist vor allem auf Neueinstellungen im Zuge der Geschäftsausweitung im Geschäftsfeld Automotive des Geschäftsbereichs CONTRACT zurückzuführen. Dies betrifft insbesondere die neuangelaufenen Geschäfte in Brotterode, Wackersdorf und in Tuscaloosa (USA).

Mitarbeiterzahlen 2013

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge

Für den BLG-Konzern bleiben die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz neben dem wirtschaftlichen Erfolg ein wesentliches Unternehmensziel. Eine präventive betriebliche Gesundheitspolitik sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz und der Arbeitsbedingungen sind daher maßgebliche Bestandteile unserer Unternehmenspolitik.

Arbeitssicherheit wird von der BLG als gemeinsame Aufgabe zwischen allen Beteiligten im Unternehmen betrachtet. Nur durch Planung, Koordinierung und Rücksicht bei der Durchführung der einzelnen Arbeitsaufgaben können Arbeitsunfälle verhindert und Fehlzeiten minimiert werden.

Dies trifft in besonderem Maße für Dienstleistungsunternehmen wie die BLG zu, in denen der Mensch bei der Durchführung der Arbeiten gegenüber den eingesetzten Maschinen einen erheblich größeren Anteil hat. Daher ist es für die BLG von größter Bedeutung, die Arbeitsplätze so sicher wie möglich zu gestalten.

Im Betriebsablauf zeigt sich manchmal sehr offen durch Unfälle oder verdeckt durch sogenannte Beinahunfälle, wo Defizite bestehen. Erst durch das Zusammenwirken der Betriebsleitung mit den Betriebsräten und den Fachkräften für Arbeitssicherheit kann das Ziel, unfallfrei zu arbeiten, erreicht werden.

Aus der Untersuchung der Arbeitsunfälle können sich dabei wertvolle Erkenntnisse zur Unfallprävention ergeben. Die Analyse und Interpretation jeder Unfallmeldung ergibt ein realistisches Bild des Unfallhergangs und der Umstände, die zu einem Arbeitsunfall geführt haben. Fachwissen, Erfahrung und Menschenkenntnis erleichtern die Beurteilung, ob ein Arbeitsunfall eher ein Bagatellunfall ist, den man unter "allgemeines Lebensrisiko" verbuchen kann, oder ob sich ein Unfallhergang oder die Verletzungsschwere jederzeit wiederholen könnten. Letzteres würde eine schnelle Korrektur der Prozesse erfordern oder dass auf eine entsprechende Verhaltensänderung hingewirkt werden muss.

Die von der Abteilung Sicherheit und Umweltschutz geführten Mitarbeitergespräche sollen die Betroffenen, aber auch deren Kollegen und Vorgesetzte, ermutigen, partnerschaftlich, offen und selbstkritisch über den Unfallhergang und die tatsächlichen oder gefühlten Hintergründe, die zu einem Arbeitsunfall oder einem Beinahunfall führten, zu sprechen. Primäres Ziel ist, den Gedanken der Prävention nachhaltig im Unternehmen zu verankern. Die Förderung persönlicher Verhaltenskompetenz und kontinuierlicher Verbesserungsimpulse durch Mitarbeiter ist ein unverzichtbarer Baustein dafür, dass Menschen in den Betrieben sicherer arbeiten und die betrieblichen Kosten durch Sachbeschädigung und Ausfallzeiten reduziert werden können. Das bestehende Sicherheitsniveau ständig zu verbessern bedeutet, dass das Streben nach unfallfreiem Arbeiten auch eine betriebswirtschaftliche Aufgabe ist, die täglich neu erfüllt werden muss.

Unfall- und Gesundheitsschutz ist von der wirtschaftlichen Organisation der Prozesse nicht zu trennen. Es ist eine Führungsaufgabe, die Mitarbeiter immer wieder neu zu motivieren, sicher zu arbeiten und aktiv an der Verbesserung der Prozesse mitzuwirken.

Die soziale Verantwortung der BLG für ihre Mitarbeiter zum Unfall- und Gesundheitsschutz wird aktiv gelebt. Dies wird auch durch die rege Beteiligung der Mitarbeiter am kontinuierlichen Verbesserungsprozess deutlich. Notwendige Korrekturen im Arbeitsprozess werden dadurch gemeinsam schnell durchgeführt. Technische Neuerungen an Maschinen sowie ergonomische Verbesserungen sind ebenso die Folge derartiger Aktivitäten und machen die Arbeit im BLG-Konzern sicherer.

Nachhaltigkeit

Unternehmerische Verantwortung

Die hohe Mobilität der globalisierten Welt trägt dazu bei, dass sich der weltweite CO2-Ausstoß ständig weiter erhöht. Als Folge daraus verändert sich das Klima und die Erde erwärmt sich. Die Logistik-Branche profitiert in hohem Maße von der Globalisierung, trägt aber andererseits gleichzeitig mit 5,5 Prozent zur weltweiten CO2 -Emission bei. Deshalb steht sie auch in der Verantwortung, ihrerseits der Erderwärmung entgegenzuwirken und den Verbrauch knapper werdender Ressourcen zu reduzieren.

Uns ist bewusst, dass die Ressourcen dieser Erde begrenzt sind. Nachhaltiges Handeln bedeutet für den BLG-Konzern, ökonomischen Erfolg mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Wir sind überzeugt, dass nachhaltiger Unternehmenserfolg für alle Beteiligten (Stakeholder) nur in einer möglichst guten Balance von Ökologie und Ökonomie erreicht werden kann. Deshalb ist Nachhaltigkeit für uns die Matrix für sämtliche Prozesse unseres operativen Geschäfts.

Nachhaltigkeit ist auch die Grundlage für den Umgang mit unserer wichtigsten Ressource, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und damit zentrale Richtschnur für unsere Personalpolitik.

Um die Zukunft des BLG-Konzerns langfristig zu sichern, investieren wir in Innovation und expandieren in neue Märkte. Die Basis dafür bildet eine vorausschauende und risikobewusste Finanzpolitik, um für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, unsere Eigentümer sowie die Gesellschaft insgesamt ein verlässlicher und nützlicher Partner zu sein.

Ökologische Nachhaltigkeit

Die BLG hat sich 2012 das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent8 zu senken. Inzwischen werden mit zunehmender Detaillierung die relevanten Energieverbräuche erfasst und ausgewertet. Die Berichtsfähigkeit gegenüber Kunden ist hergestellt. Die systematische Schulung der Mitarbeiter zu Nachhaltigkeitsthemen ist angelaufen. Eine Bewertung der wesentlichen Lieferanten und Dienstleister nach Umweltkriterien ist Teil der durch die DIN/ISO 14001 definierten Aktivitäten und wird von allen zertifizierten Standorten bei der BLG erfüllt. Darüber hinaus wird die Einführung einer systematischen Bewertung aller wesentlichen Lieferanten nach Nachhaltigkeitsgesichtspunkten geprüft.

Um die schon bestehenden Aktivitäten des BLG-Konzerns für eine nachhaltige Unternehmenspolitik stärker sichtbar zu machen und neue Impulse setzen zu können, haben wir uns bewusst für die Zusammenfassung der Themen Nachhaltigkeit und neue Technologien entschieden. Der Einsatz von neuen Technologien spielt eine wichtige Rolle bei der Erfassung des konkreten Energieverbrauchs und ist zudem entscheidend für eine effizientere Nutzung von Ressourcen und die Vermeidung von Energieverschwendung.

Unser Ziel ist es, alle Prozesse auf den Prüfstand zu stellen und Schwerpunkte für Energieeinsparungen zu ermitteln. Zudem sind wir heute in der Lage, unseren Kunden einen konkreten CO2-Fußabdruck unseres gesamten Dienstleistungssortiments zu übermitteln. Diese Anforderung wird zunehmend an Logistikdienstleister gestellt.

Wichtige Initiativen zur Senkung des Ressourcenverbrauchs kommen auch von unseren Mitarbeitern in den Logistikzentren. Technische Verbesserungen fangen bei intelligenter Steuerung von Heizungsanlagen und vollautomatischen Hochregallägern an und gehen bis zur drastischen Senkung des Frischwasserverbrauchs in Waschstraßen für Pkw oder Kleinladungsträger.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Die BLG konzentriert sich bisher bei der Einführung und Kontrolle von Nachhaltigkeitskriterien auf die eigenen, sehr vielfältig ausgeprägten Aktivitäten und Prozesse. In den letzten Jahren konnten wir solide Finanzkennzahlen vorweisen. Planung, Bau und Inbetriebnahme von Photovoltaik- und Windenergieanlagen zur Selbstversorgung, die Einführung von Energiemanagement und eine Vielzahl von Einzelbeispielen wie der frühzeitige Umstieg auf lösungsmittelfreie Lacke bei der Fahrzeugbearbeitung zeigen, welche Bedeutung wir dem Klimaschutz beimessen.

Wesentliche Elemente der ökonomischen Nachhaltigkeit sind für uns zufriedene Kunden, Mitarbeiter und Gesellschafter im Kontext ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Sinnvoller Maßstab hierfür ist die Nettowertschöpfung. Diese dient als Indikator für den "volkswirtschaftlichen Mehrwert" der Geschäftstätigkeit. Sie errechnet sich aus dem Produktionswert abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen. Die Nettowertschöpfung im Geschäftsjahr 2013 betrug 448,4 Mio. EUR.

Die Wertschöpfung verteilt sich auf Mitarbeiter, Gesellschafter, öffentliche Hand (Steuern) sowie Darlehensgeber. Der größte Teil entfiel mit 399,9 Mio. EUR und einem Anteil von 89 Prozent auf Mitarbeiter.

Gesellschaftliches Engagement

Die Personalintensität unseres Konzerns verpflichtet uns zu einer besonderen Verantwortung hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens sowie der Gesundheit, Qualifikation und sozialen Absicherung unserer Beschäftigten. 2013 haben wir unsere umfangreichen Programme zur Personalplanung und -entwicklung fortgesetzt. Nachwuchsgewinnung und Talentförderung bilden weiterhin einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Schon 2006 hat die BLG in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule in Bremen das Projekt "Maritime Wirtschaft und Logistik" initiiert. Im Rahmen dieses Projekts konzipiert das Institut für Ökonomische Bildung in Oldenburg Printund Online-Unterrichtsmaterialien für den Wirtschaftsunterricht. Die Thematik wird gegenwärtig bereits an über 400 Schulen regelmäßig bearbeitet. Darüber hinaus pflegt die BLG Schulpartnerschaften, nimmt an der Schülerfirmenmesse teil und sponsert Kulturveranstaltungen.

Als international tätiger Konzern engagiert sich die BLG auch außerhalb Deutschlands – beispielsweise mit von unserem Führungsnachwuchs organisierten Hilfslieferungen nach Lettland oder mit der unentgeltlichen Bereitstellung von Logistik-Expertise für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.

Das World Food Programme (WFP) ist die weltweit größte Hilfsorganisation. Von über 14.000 Beschäftigten arbeiten allein 3.000 Mitarbeiter in der Logistik. Sie sorgen für die Qualität und Zuverlässigkeit der Nachschubwege und bewegen so pro Jahr fast 5 Mio. Tonnen an Hilfsgütern.

Die BLG kann durch die Analyse der Logistikkapazitäten von Seehäfen dazu beitragen, im Notfall mögliche Transportkorridore in Krisengebieten ausfindig zu machen. Erst die Einschätzung eines erfahrenen Hafenmanagers zu technischer Ausrüstung und Organisationsgrad ermöglicht belastbare Prognosen hinsichtlich Umschlag- und Lagerkapazitäten eines Seehafens im Katastrophenfall.

Auch im Jahr 2014 werden weitere "Port Assessments" von BLG-Mitarbeitern durchgeführt und die Kooperation zwischen der BLG und den Vereinten Nationen fortgeführt.

Entstehung der Wertschöpfung

Produktionswert 1.264,2 Mio. EUR = 100%

  • 44% Materialaufwand
  • 35% Wertschöpfung
  • 15% Sonstige Aufwendungen
  • 6% Abschreibungen

Verwendung der Wertschöpfung

Nettowertschöpfung 448,4 Mio. EUR = 100%

  • 89% Mitarbeiter
  • 1% Gesellschafter
  • 7% Öffentliche Hand
  • 3% Darlehensgeber

Risikobericht

  • Risikostruktur verändert gegenüber Vorjahr
  • Keine bestandsgefährdenden Risiken

Grundlagen des Chancen- und Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für den BLG-Konzern Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Dabei verstehen wir Risiken als die Möglichkeit einer für die Erreichung der kurzfristigen und strategischen Konzernziele ungünstigen, gefährlichen oder sogar existenzbedrohenden zukünftigen Entwicklung. Dementsprechend stellen Chancen vermögensmehrende unsichere Ereignisse dar, die aus einer im Vergleich zur Planung günstigeren Entwicklung resultieren können.

Das Risikomanagement des BLG-Konzerns leitet sich im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der einzelnen Geschäftsfelder ab. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abwenden und eine Bestandsgefährdung ausschließen zu können.

Die strategische Ausrichtung des national und international tätigen BLG-Konzerns zeichnet sich zudem durch einen hohen Diversifikationsgrad aus. So führen die drei Geschäftsbereiche mit einer Vielzahl an darunter angebundenen Geschäftsfeldern zu einer gewissen Unabhängigkeit sowohl von konjunkturellen Einflüssen als auch von einzelnen Branchen oder Großkunden. Bedeutende Investitionen werden durch langfristige Kundenverträge begründet und abgesichert.

Chancen- und Risikomanagementsystem

Verantwortlich für das Chancen- und Risikomanagementsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen das System auf Angemessenheit und Wirksamkeit. Die Verantwortung für das Erkennen und Managen wesentlicher Chancen und Risiken ist innerhalb des BLG-Konzerns auf verschiedene Ebenen und Organisationseinheiten verteilt.

Das Verhältnis zwischen Kompetenz und Häufigkeit von Entscheidungen ergibt sich aus folgender Darstellung:

Kommunikationsweg und Verantwortlichkeiten innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems im BLG-Konzern

Risikobericht

Damit wir unsere Zielsetzungen, beispielsweise gemessen am Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) oder Return on Capital Employed (ROCE), erreichen, erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen sowie Gefährdungspotenzialen. Im Geschäftsjahr 2013 sind weitere Steuerungskennzahlen ("Free-Cash-Flow" und "EBIT-Marge") ermittelt worden, über die ab 2014 monatlich berichtet wird. Auf diese Weise sollen eine nachhaltige Wertschöpfung sichergestellt und eine Bestandsgefährdung verhindert werden. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Controllingprozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Dabei unterliegen Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, den Märkten, dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität unserer besonderen Beachtung.

Die Grundsätze des Risikomanagements des BLG-Konzerns sind in einer Richtlinie dokumentiert. In den Geschäftsbereichen und Zentral- beziehungsweise Stabsbereichen der Holding wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Somit wird sichergestellt, dass Risiken sowie risikomindernde Maßnahmen (Risikoversicherung beziehungsweise -überwälzung), aber auch Chancen dort identifiziert und beurteilt werden, wo sie tatsächlich auftreten. Das Konzerncontrolling ist verantwortlich für die Koordination der konzernweiten Erfassung und Dokumentation von Chancen und Risiken.

Es werden die Risiken erfasst und bewertet, die aus heutiger Sicht unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wesentlich negativ beeinflussen können. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen der BLG-Konzern ausgesetzt ist. Weitere Einflüsse, die uns derzeit noch nicht bekannt sind oder die wir noch nicht als wesentlich einschätzen, können unsere Geschäftstätigkeiten ebenfalls beeinträchtigen, sind aber im Risikobericht nicht enthalten.

Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Als international tätiges Unternehmen mit heterogenem Dienstleistungsspektrum ist der BLG-Konzern einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese werden durch laufende Beobachtung sowohl des gesamtwirtschaftlichen Umfelds als auch speziell der Entwicklung in der globalen Logistik analysiert und bei unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt.

Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten geografischen, arbeits-, kartell-, kapitalmarkt-, steuer-, vertrags-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen Regelungen und Gesetzen im In- und Ausland entstehen können, zu begegnen, stützt der BLG-Konzern seine Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen langfristige Darlehen, Finanzierungsleasingverhältnisse, einschließlich Mietkaufverträgen, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten.

Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt und dienen ausschließlich der Optimierung von Kreditkonditionen und der Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien. Derivate werden grundsätzlich nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist es, die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns (Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken) zu begrenzen. Die Unternehmensleitung erarbeitet Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Abschnitt finanzwirtschaftliche Risiken ab Seite 93 näher erläutert werden, und überprüft deren Einhaltung. Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet.

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist es, die Unternehmensfortführung sicherzustellen, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist es, eine optimale Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten, um so die Kapitalkosten zu reduzieren.

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Diese beiden Kennzahlen sind Bestandteil der mit den finanzierenden Kreditinstituten ausgehandelten Kriterien für die Covenants des BLG-Konzerns. Die Ermittlung dieser Kennzahlen erfordert üblicherweise Angaben, die nicht Gegenstand des Konzernabschlusses sind.

Die Strategie des Konzerns bestand auch im Jahr 2013 darin, sich weiterhin den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten unter Einhaltung der mit den Kreditinstituten vereinbarten Covenants zu sichern.

Risikobericht

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollund des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 315 Absatz 2 Nummer 5 Handelsgesetzbuch

Begriffsbestimmung und Elemente des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das Interne Kontrollsystem des BLG-Konzerns umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist es, wesentliche Falschaussagen in der Buchführung und in der externen Berichterstattung zu vermeiden.

Da das Interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.

Elemente des Internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– insbesondere die Bereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt.

Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, die Funktionstrennung von abhängigen Bereichen (insbesondere Kreditorenmanagement und Treasurymanagement) und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.

Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision (z.B. Einhaltung der Kompetenz- und Unterschriftenrichtline, Einkaufsrichtline), das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems mit ein.

Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie dem Abschlussprüfer oder dem steuerlichen Außenprüfer vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.

Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.

Prozess der Rechnungslegung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit

Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst.

Die Einbindung der Einzelabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage von durch Wirtschaftprüfungsgesellschaften geprüfte, standardisierter Excel-basierte Reporting Packages, die mittels flexiblen Uploads in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur konzerneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden zum Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Bestimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll. Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien, insbesondere der zugrunde liegenden Zinsfaktoren, sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.

Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Konzernebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Angaben für die Notes werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.

Für das Tax Accounting wird eine spezielle Software verwendet, die von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entwickelt wurde. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene des Konzerns in der Bilanz sowie in der Gewinn- und verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.

Einschränkende Hinweise

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.

Risikobericht

Chancen

Unser Geschäftsmodell

Der BLG-Konzern als internationaler Konzern ist mit seinen drei Geschäftsbereichen verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Potenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur.

In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die Chancen, die sich uns eröffnen, optimal nutzen. Basis dafür ist unser einzigartiges Netzwerk, die Nutzung der RFID-Technologie für unsere Geschäftsaktivitäten sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Von der zielgerichteten Verbreiterung unserer Markt- und Vertriebsaktivitäten in Osteuropa erwarten wir darüber hinaus langfristig Geschäftserfolge.

Die etablierten Geschäftsmodelle in den Geschäftsfeldern Handelslogistik und Automotive eröffnen uns im Geschäftsbereich CONTRACT weitestgehend konjunkturunabhängige Vertriebs- und Akquisitionsmöglichkeiten in Deutschland beziehungsweise Europa. Mit unserer logistischen Expertise sowie dem Standortvorteil durch seeschifftiefe Kajeanlagen entwickeln wir zusammen mit Partnern das wachstumsorientierte Geschäftsfeld Offshore-Windenergie weiter.

Im Geschäftsbereich CONTAINER erwarten wir von der Neuausrichtung des europäischen Terminalnetzwerks aus Seehafen- und Binnenterminals in Verbindung mit intermodalen Geschäftsaktivitäten zusätzliche Chancen, insbesondere durch die Entwicklung des Container Terminals Wilhelmshaven.

Die Konsolidierung in der Containerschifffahrt durch neue Kooperationen und die Bildung neuer Konsortien dürfte auch in Zukunft fortschreiten. Da die Containerterminals zumindest mittelfristig freie Kapazitäten haben, steigt im Zuge der Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien beziehungsweise Reedereien und damit verbunden der Druck sowie die Notwendigkeit der Umsetzung nachhaltiger Kostenreduzierungen bei den Containerterminals.

Wir sehen hierin mehr Chancen als Risiken, zumal die drei weltgrößten Reederei-Gruppen Maersk Line, MSC und CMA CGM ("P3") in unterschiedlichen Konstellationen an einigen unserer strategisch wichtigsten Terminals – insbesondere den Standorten Bremerhaven und Wilhelmshaven – beteiligt sind.

Strategische Chancen

Logistikdienstleistungen für Produkte von und nach China

China gehört insbesondere bei Containern und Automobilen zu den bedeutendsten Partnern der bremischen Häfen. So ist China zurzeit der stärkste Markt für deutsche Fahrzeuge, die über unseren Autoterminal in Bremerhaven exportiert werden.

Wir gehen davon aus, dass mit der steigenden Qualität der chinesischen Fahrzeuge die Bedeutung Chinas für die weltweiten Automobilmärkte weiter zunehmen wird und die chinesischen Fahrzeughersteller bald auch in die anspruchsvollen westeuropäischen Märkte exportieren werden.

Mit unserem Logistik-Netzwerk in Europa bilden wir eine ideale Ausgangsbasis für die chinesischen Exporte in den europäischen Markt. Dies betrifft insbesondere den Transport von Fertigfahrzeugen per Schiff von China nach Westeuropa und die anschließende Verteilung der Fahrzeuge über das Netzwerk des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE aus den Seehäfen zu den Händlernetzen in den einzelnen Ländern. Dies umfasst auch umfangreiche technische Arbeiten an den importierten Fahrzeugen in den Technikzentren.

Weitere Potenziale können sich im Zusammenhang mit der Teilelogistik in den Produktionswerken der Automobilhersteller in China ergeben. In diesem Bereich kann die BLG ihr umfangreiches Know-how aus Deutschland in China einsetzen.

Entscheidend für eine effiziente und kostengünstige Logistik sind neben einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur auch intelligente Steuerungs- und Ablaufprozesse.

In 2012 wurde mit der BLG Logistics Consulting (Beijing) Co., Ltd. in Peking eine Service- und Vertriebsgesellschaft gegründet, die der Bündelung aller logistischen Dienstleistungen und dem weiteren Ausbau des Leistungspotenzials in China dienen soll.

Geschäftsbereich CONTRACT: Ausbau der Dienstleistungen für e-commerce im Geschäftsfeld Handelslogistik Der Internethandel verzeichnet hohe Zuwachsraten. Als logistische Kompetenz sind dabei insbesondere eine kurzfristige Versandbereitschaft und das flexible Einstellen auf starke Schwankungen im Volumen notwendig. Voraussetzung dafür sind wiederum ein hohes Know-how für die Prozessabläufe sowie den Aufbau und die Organisation der Fördertechnik.

Die BLG hat über Jahre entsprechende Erfahrungen und Know-how gesammelt und dieses Wissen kontinuierlich auf eine steigende Anzahl an Kunden und Standorten ausgeweitet beziehungsweise übertragen und angewendet. In 2013 wurde so beispielsweise das Online-Versandgeschäft für einen Geschäftspartner in Bremen aufgebaut und in Betrieb genommen. Basierend auf dieser Entwicklung sehen wir gute Chancen für die Zukunft und sind bestrebt, logistische Aktivitäten im Bereich e-commerce weiter auszubauen mit dem Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette in diesem Bereich weiterzuentwickeln.

Aufbauend auf unserer kleinen Einheit Freight Forwarding, sollen den Bestands- und Neukunden zukünftig verstärkt auch speditionelle Tätigkeiten als komplementäre Dienstleistung angeboten werden. Der Ausbau dieser Aktivitäten soll sich dabei insbesondere auf das Seehafenspeditionsgeschäft beziehen, ohne dass dafür Investitionen in eigene Fuhrparks usw. erforderlich sind.

Geschäftsbereich AUTOMOBILE: Weiterentwicklung des Geschäftsfelds Bahntransporte durch den Ausbau des Standorts Falkenberg zum Waggonservice- und Logistikzentrum

Durch den Ausbau des Bahnhofs Falkenberg in Brandenburg zu einem Waggonservice- und Logistikzentrum erweitert der BLG-Konzern sein Leistungsspektrum im Bereich der Bahntransporte für Fertigfahrzeuge.

Bereits heute werden in Falkenberg Zugbildungsmaßnahmen durchgeführt. Dies bedeutet, dass aus den Produktionswerken der Automobilhersteller in Osteuropa Ganzzüge nach Falkenberg fahren; dort werden dann die einzelnen Waggons wieder zu Ganzzügen mit Bestimmung für den jeweiligen Seehafen (z.B. Bremerhaven, Emden, Cuxhaven, Hamburg ) zusammengestellt. Dieses Konzept führt zu erheblichen Vorteilen in den Produktionswerken. Diese müssen nicht mehr Ganzzüge für eine Destination darstellen, sondern können Züge beladen und die Konsolidierung auf die Bestimmungshäfen wird dann in Falkenberg vorgenommen. Dadurch werden in den Produktionswerken Lager- und Gleiskapazitäten eingespart. Mit diesem Konzept erreicht die BLG eine hohe Kundenbindung an die Bahnverkehre. Dieses Konzept wird seit der Inbetriebnahme des Bahnhofs in 2012 durchgeführt und durch die permanente Erweiterung der Gleiskapazitäten in Falkenberg ausgebaut.

Risikobericht

Durch den Bau einer Waggonservice-Werkstatt in Falkenberg werden dann die gesetzlich vorgeschriebenen Revisionen an den Bahnwaggons in der eigenen Werkstatt vorgenommen. Da über Falkenberg mehr als 80 Prozent der Regelverkehre der Bahntransporte der BLG laufen, entstehen hier Chancen für die Verminderung von Zu- und Ablaufkosten im Zusammenhang mit Werkstattfahrten. Wartungs- und Reparaturintervalle werden dann aktiv durch die BLG gesteuert. Dadurch werden Wartezeiten, verbunden mit langen Stillstandszeiten der Waggons, vermieden.

Der Bahnhof Falkenberg liegt direkt an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte für Bahnverbindungen auf der Ost/West-Route. Hieraus ergeben sich zusätzliche Potenziale, Waggonreparaturen und andere Serviceleistungen auch für Dritte in Falkenberg durchzuführen.

Die vollständige Inbetriebnahme von Falkenberg ist für das erste Halbjahr 2015 vorgesehen. Die BLG wird ihr Dienstleistungsspektrum im Geschäftsfeld Bahntransporte dadurch deutlich in Richtung wertschöpfender Tätigkeiten ausbauen können.

Sonstige Chancen

Im Geschäftsjahr 2012 hat die BLG erstmalig verbindliche Klimaschutzziele formuliert und beschlossen. So soll der CO2 -Fußabdruck bis zum Jahr 2020 gegenüber 2011 um 20 Prozent gesenkt werden. Basis für die geplante Reduktion ist die Auflistung der momentanen Verbräuche. Aus einer automatisierten Aufnahme CO2-relevanter Verbräuche (Strom, Gas, Treibstoffe etc.) in den Terminals und Niederlassungen sollen zukünftig Schwerpunkte für Energieeinsparungen identifiziert werden. Zudem ist die BLG heute in der Lage, dem Kunden einen konkreten CO2 -Fußabdruck des gesamten Dienstleistungssortiments zu übermitteln. Diese Angabe wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Bereits heute verlangen manche Unternehmen in ihren Ausschreibungen Nachweise für umwelteffiziente Logistik.

Parallel zur Aufnahme der Verbräuche haben wir damit begonnen, gemeinsam mit den Technikverantwortlichen aller drei Geschäftsbereiche praxistaugliche Maßnahmen zur CO2-Reduktion zusammenzustellen und Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energien zu untersuchen.

Risiken

Risikokategorien und Einzelrisiken

Aus den für den BLG-Konzern festgelegten Risikofeldern werden in den folgenden Abschnitten die wesentlichen Risiken des BLG-Konzerns nach Risikokategorien dargestellt. Bei der Auswahl der Wesentlichkeit werden solche Risiken berücksichtigt, die nach Einschätzung des Unternehmens keine Bestandsgefährdung des BLG-Konzerns zur Folge haben, sich aber bei Eintritt spürbar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken würden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich anhand von Szenarien unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Einflussgrößen aus Chancen und Risiken. Aus Bandbreiten von bester und schlechtester Erwartung werden sodann die notwendigen Maßnahmen beziehungsweise Vorsorgen abgeleitet. Für dieses Verfahren ist ein Standardisierungsprozess in Vorbereitung. Dabei erfolgt eine Unterteilung nach strategischen Risiken, Marktrisiken, politischen, rechtlichen und sozialen Risiken, Leistungs- und Infrastrukturrisiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken. Sofern nicht offensichtlich, wird bei den dargestellten Risiken der Bezug zu dem betroffenen Segment dargestellt. Soweit sich im Zeitverlauf neue Risiken oder eine veränderte Risikobeurteilung ergeben, werden diese in unserer Zwischenberichterstattung kommuniziert.

Allen dargestellten Risiken stehen im Falle einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber.

Strategische Risiken

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen

Der BLG-Konzern ist im letzten Jahrzehnt durch verschiedene in- und ausländische Akquisitionen gewachsen. Im Rahmen des Prozess- und Qualitätsmanagements wurde zu diesem Zweck eine einheitliche Richtlinie (M&A-Richtlinie) über das Vorgehen verfasst, die bei sämtlichen Anteilskäufen einzuhalten ist. Hierbei kommen sowohl konzerninterne als auch externe Berater zum Einsatz. Somit wird gewährleistet, dass alle mit einer Akquisition oder Beteiligung verbundenen Risiken berücksichtigt und bewertet werden.

Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass sich gerade bei Anteilserwerben im EU-Ausland besonders politische, rechtliche oder konjunkturelle Risiken ergeben. Das soziale Umfeld bei der Beschaffung von Mitarbeiterkapazitäten und die Integration der jeweiligen fremden Unternehmenskulturen in die Strukturen und Prozesse des BLG-Konzerns stellen dabei weitere besondere Herausforderungen dar.

Mit der strategischen Ausrichtung und Erweiterung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE nach Osteuropa beziehungsweise bis nach China sind besonders Risiken im Bereich der wirtschaftlichen Kapitalerhaltung und der Sicherung von Dienstleistungs-Know-how gegeben. Diesem Umstand wird durch ein eigenes Geschäftsfeld "Osteuropa" mit der Bündelung von Fach-, Sprach- und Beratungskompetenz Rechnung getragen.

In der Vergangenheit getätigte Investitionen können, unter Fortführung der mit den Investitionen getroffenen strategischen Entscheidungen und Aussagen, die Notwendigkeit von Folgeentscheidungen erfordern. Die mit diesen Entscheidungen verbundenen notwendigen Folgeinvestitionen sind aufgrund von zum Teil geänderten Markt- und Rahmenbedingungen insgesamt unter neuen Prämissen zu betrachten und zu bewerten. Sind diese geänderten Bedingungen nachhaltig, könnten sich hieraus zukünftig Abwertungsbedürfnisse auf die Gesamtinvestition für den BLG-Konzern ergeben.

Risiken aus Kooperationen und strategischen Allianzen

Strategische Allianzen und Kooperationen ist der BLG-Konzern aktuell nicht eingegangen.

Marktrisiken

Bedrohung von Marktposition und Wettbewerbsvorteilen

Besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin den Wettbewerbern mit den Automobil-Terminal-Betreibern in den Westhäfen. Mit der Übernahme der leistungsstarken Terminals Vrasene Dock in Antwerpen und Bastenaken Kai/Northern Inlet in Zeebrügge durch den weltweit größten RoRo-Reeder NYK aus Japan im Geschäftsjahr 2006 ist in diesem Zusammenhang eine Situation entstanden, die weiterhin mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Dies gilt insbesondere für die Verlagerung von Importvolumen aus Fernost als auch das Preisgefüge an unserem Seehafenterminal Bremerhaven.

Die vertraglich vereinbarten Preise im Seehafenumschlag gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck als auch die massiv veränderte Relation von Export- zu Importgeschäft mit entsprechenden Folgewirkungen für die Beschäftigung an diesem Standort erfordern nachhaltig umfassende Produktivitätsverbesserungen.

Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals an der Ostsee in Skandinavien kann es durch interne Optimierung der Reeder zu Verlagerungen von Transhipmentvolumen zulasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.

Risikobericht

Im Geschäftsbereich CONTRACT liegen die hauptsächlichen Risiken in der schnellen Austausch- und Ersetzbarkeit als Dienstleister im Geschäftsfeld Industrielogistik. Die durchgeführten Logistikleistungen sind dort in der Regel personalintensiv. Für den Kunden besteht hier die relativ einfache Möglichkeit eines Dienstleisterwechsels. Dieser begegnen wir durch umfangreiche kundenindividuelle Optimierungen.

Für die Seehafenlogistik im Stückgutgeschäft und in der Projektlogistik liegen die Risiken wesentlich in den Überkapazitäten in den Nordseehäfen und dem damit verbundenen hohen Wettbewerb und Preisdruck.

Im Geschäftsfeld Automotive ist die Entwicklung der Fertigteile- und Teilelogistik für die und aus der chinesischen Automobilproduktion von besonderer Bedeutung.

Der Geschäftsbereich CONTAINER hält die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der "Nordrange" unverändert für dringend erforderlich, damit die größer werdenden Containerschiffe Bremerhaven und Hamburg problemlos anlaufen können. Im Geschäftsjahr 2013 haben sich die nautischen Probleme der nachhaltig steigenden Anzahl immer größer dimensionierter Containerschiffe insbesondere am Standort Hamburg weiter verstärkt. Sollte die eine oder die andere – oder beide – Maßnahmen scheitern oder sich weiter verzögern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagentwicklung haben.

Darüber hinaus sind die Sanierung der bestehenden Schleusen, der Bau einer fünften Schleuse und der Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) – mit einer durchgehenden Vertiefung um einen Meter sowie Anpassungen an Weichen, Kurven und Schleusen – von hoher Bedeutung.

Aufgrund der geografischen Nähe des Hamburger Hafens zum Ostseeraum wird ein hoher Anteil der Containerströme der Ostsee-Anrainerstaaten als Transhipmentverkehr über Hamburg abgewickelt. Diese Verkehre laufen in der Regel aufgrund von Zeit-, Kosten- und Entfernungsvorteilen durch den NOK. Jedoch stößt der NOK wegen des Größenwachstums der Feederschiffe im Ostseeverkehr zunehmend an seine Leistungsgrenze. Können Feeder-Dienste jedoch nicht mehr durch den NOK geführt werden, muss die deutlich längere Strecke via Skagen gewählt werden.

Das führt zu einem Verlust der natürlichen Wettbewerbsvorteile der deutschen Häfen gegenüber den Westhäfen. Somit besteht ein Risiko von Mengenverlusten. Insofern ist eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des NOK dringend erforderlich, damit der NOK auch in Zukunft die Verkehrsströme zwischen Nord- und Ostsee effizient abwickeln kann.

Nach derzeitigem Stand erweisen sich die Sanierungsarbeiten der Schleusen des NOK schwieriger als geplant. Die Finanzierung der Schleusenreparatur und des Schleusenneubaus ist zwar gesichert, allerdings wird die Gesamtmaßnahme wohl nicht vor 2018 abgeschlossen sein.

Die Gesamtmaßnahmen des NOK (Vertiefung und Verbreiterung), um damit den größeren Feederschiffen künftig Rechnung zu tragen, sind weder finanziert noch geplant. Hamburg könnte allerdings seine besondere Stellung als Ostsee-Hub für Transhipment-Ladung verlieren und so könnten Großschiffkunden diese Aktivitäten zunehmend nach Bremerhaven und Wilhelmshaven verlagern.

Neben den gesamtwirtschaftlichen Trends wirken sich in Bezug auf die künftige Umschlag- und Transportnachfrage und damit verbunden auch die Umschlagmengen unserer Containerterminals unverändert noch weitere Einflüsse beziehungsweise Risiken aus. Hierzu zählen unter anderem

  • die Fertigstellung und Inbetriebnahme zusätzlicher (Terminal-)Umschlagkapazitäten in der Nordrange, was zu weiteren Überkapazitäten, anhaltend hohem Wettbewerb und entsprechendem Druck auf die Umschlagraten führen kann,
  • die Inbetriebnahme zusätzlicher Großcontainerschiffe und deren Einsatz, insbesondere in den Fernost-Europa-Diensten sowie
  • mögliche weitere Veränderungen in den Strukturen der Konsortien sowie bei den Liniendiensten der Containerreedereien (unter anderem Direktanläufe in die Ostsee) und den damit möglicherweise verbundenen Veränderungen von Preisstrukturen.

Auf Kundenseite könnten auch mögliche Insolvenzen Auswirkungen auf die Reedereikonsortien sowie die Diensteund Mengenstrukturen haben.

Konjunkturabhängigkeit – Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als global ausgerichteter und agierender Logistikdienstleister ist der BLG-Konzern wesentlich von der Produktion und den damit verbundenen Warenströmen in der Weltwirtschaft abhängig. Die Abhängigkeit sowohl von der produzierenden Industrie als auch vom Konsumentenverhalten kann als größtes Risiko angesehen werden. Hier beeinflussen zusätzlich die hohen Energie- und Rohstoffpreise, zunehmende internationale Handelsbeschränkungen, andauernde außenwirtschaftliche Ungleichgewichte sowie die Ausweitung von politischen Konflikten unser Geschäft.

Die momentanen Schuldenprobleme vieler Industrieländer haben zu einer gestiegenen Instabilität der Finanz- und Devisenmärkte und des internationalen Bankensystems geführt. Dies kann zusammen mit der bestehenden Unsicherheit der Marktteilnehmer und der schwierigen Situation an den Refinanzierungsmärkten die Risikolage für den BLG-Konzern beeinflussen. Gegenwärtig schätzen wir die Gefahr einer erneuten globalen Rezession als relativ gering ein; aus den oben genannten Entwicklungen könnte für die Weltwirtschaft jedoch eine längere Phase unterdurchschnittlichen Wachstums resultieren.

Änderungen in der Gesetzgebung sowie bei Steuern oder Zöllen in einzelnen Ländern können den internationalen Handel ebenfalls stark beeinträchtigen und erhebliche Risiken für den BLG-Konzern mit sich bringen, wobei aufgrund der eingangs zum Risikomanagement erwähnten und dargestellten Diversifikation keine grundsätzliche Bestandsgefährdung gegeben ist.

Risikobericht

Branchenrisiken

Die Wachstumsmärkte in Asien, Afrika, Südamerika, den USA sowie Zentral- und Osteuropa sind mit Blick auf die weltweite Entwicklung der Fertigfahrzeuglogistik von besonderer Bedeutung. Diese Märkte haben das größte Potenzial, allerdings erschweren die Rahmenbedingungen in einigen Ländern dieser Regionen eine Ausweitung der dortigen Logistikgeschäfte.

Auch das Risiko der Verlagerung insbesondere von Gütertransporten vom Nutzfahrzeug auf andere Verkehrsmittel kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Westeuropa ist der Hauptmarkt für den BLG-Konzern. Durch die Öffnung Westeuropas, zum Osten hin, gelangen weiterhin vermehrt osteuropäische Transportkapazitäten in unseren Hauptmarkt. Dies führt zu einem harten Wettbewerb und Preisverfall.

Darüber hinaus besteht eine Abhängigkeit vom Exportvolumen der Automobilindustrie in Europa nach Übersee. Hier haben vor allem die Märkte China, USA und Russland eine besondere Bedeutung.

Die Beschäftigung im Bereich der Autoteilelogistik (Geschäftsfeld Automotive) ist abhängig von der Produktion der ausländischen Werke der deutschen OEMs (Original Equipment Manufacturer), welche über unsere Logistikzentren weltweit mit Teilen versorgt werden.

Für den Aufbau des Geschäftsfelds Windenergie wurden umfangreiche Investitionen getätigt. Der Geschäftsverlauf ist direkt abhängig von der Entwicklung der Offshore-Windenergie-Branche.

Politische, rechtliche und soziale Risiken

Rechtliches und politisches Umfeld

Ein Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals ist von der Bereitstellung notwendiger Finanzmittel des Bundes abhängig. Sollte dieser Ausbau nicht erfolgen, besteht das Risiko, dass Feedervolumen insbesondere am Standort Hamburg verloren geht. Aus heutiger Sicht ist noch völlig offen, wann diese Mittel bereitgestellt werden können. Derzeit erfolgt weder im Bundesverkehrswegeplan noch in der mittelfristigen Finanzplanung des Bundes eine Berücksichtigung.

Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch einen Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Maut, andere verkehrslenkende Abgaben sowie fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.

Inwieweit die politischen Unruhen in der Ukraine möglicherweise Auswirkungen auf weitere Aktivitäten des BLG-Konzerns im osteuropäischen Raum haben, kann noch nicht abschließend beurteilt und somit bewertet werden. Das verantwortlich zuständige Geschäftsfeld Osteuropa innerhalb des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE legt hierauf einen besonderen Betrachtungsschwerpunkt.

Im Geschäftsfeld Windenergie hat sich durch die aktuelle politische und ökologische Diskussion, verbunden mit der Aussetzung weiterer Förderprojekte durch die Politik, die Auftragslage erheblich verschlechtert. Der BLG-Konzern geht derzeit davon aus, dass es sich hierbei um eine Verschiebung für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren handelt. Sollte diese positive Einschätzung nicht eintreffen, drohen möglicherweise Wertkorrekturen auf die im Wesentlichen in den Jahren 2011 und 2012 vorgenommenen Investitionen.

Vertragsrisiken

Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel können zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern führen. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.

Für Risiken aus belastenden Verträgen wurden Risikovorsorgen getroffen. Die Höhe der Risiken kann infolge einer geänderten Sachlage im Zeitverlauf deutlich ansteigen. Ein solches Risiko ist nach der derzeitigen Einschätzung als gering anzusehen.

Leistungs- und Infrastrukturrisiken

Risiken aus Geschäftsbeziehungen

In allen operativen Geschäftsbereichen ist aufgrund der engen Kundenbindung, insbesondere zu einigen Großkunden, den üblichen, aber kurzen Vertragslaufzeiten, sehr anspruchsvollen Vertragskonditionen, möglichen Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- beziehungsweise Produktlebenszyklen sowie den Konzentrationsprozessen der Märkte stets ein besonderes Augenmerk zu widmen. Dies betrifft gegenwärtig vor allem die Geschäftsfelder Seehafenterminals und Automotive (Übersee).

Infrastrukturkapazität und -sicherheit

Aufgrund hoher Volumenschwankungen bei unseren Kunden kann es zu temporären Kapazitätsengpässen bei den Flächen und Hallen kommen. Durch proaktive Marktsondierungen sind zusätzliche Flächen- und Hallenkapazitäten bei externen Dritten bekannt; diese werden bei Bedarf angemietet, was jedoch zu höheren Kostenbelastungen führt.

Im Gegensatz dazu kann bei Minderauslastung der eigenen Kapazitäten in der Regel keine anderweitige Verwendung generiert werden. Dies führt zu einer Ergebnisbelastung aus nicht gedeckten Fixkosten.

Die Flächen, Hallen, Transport- und Umschlaggeräte werden regelmäßig innerhalb fest definierter Intervalle gewartet und instand gesetzt. Dadurch ist eine dauerhafte Leistungssicherheit gegeben.

Personalrisiken

Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.

Um die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur sowie der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren, wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.

Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHB-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) und sonstigen Leiharbeitnehmeranteil erreicht. Dadurch kann der Personalbedarf im gewissen Rahmen flexibel an die Geschäftsentwicklung angepasst werden. Die demografischen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen grundsätzlich auch den Personalbestand und somit die Flexibilität und Verfügbarkeit beim GHB.

Risikobericht

Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität des BLG-Konzerns als Arbeitgeber und streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven im BLG-Konzern durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch die Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch geeignete Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Risiken der Informationstechnologie

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein; unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen; ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich nur geringe Auswirkungen auf einzelne Geschäftsfelder.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Konzerngesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder den Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die EUROGATE-Gruppe verfügt über ein unabhängiges Cash Management. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Banken wurden zwei bankenübliche Finanzkennzahlen, sogenannte Covenants, auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. Die Finanzkennzahlen werden zumindest jährlich, zum Ende jedes Geschäftsjahres auf der Grundlage des jeweiligen Jahresabschlusses überprüft. Die Ausgestaltung der Finanzkennzahlen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 auf Basis der Vereinbarungen aus dem Schuldscheindarlehen vereinheitlicht.

Bei Überschreiten bestimmter Grenzen des Nettoverschuldungsquotienten ist der Kreditgeber zunächst berechtigt, mit Beginn der nächsten Zinsperiode einen Margenaufschlag zu verlangen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten nicht eingehalten. In der Konsequenz ist ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und das Schuldscheindarlehen für den nächsten Zinszeitraum möglich. Für das Geschäftsjahr 2014 kann dies eine Erhöhung von 0,5 Prozent auf die Ursprungsmarge, mit einer Auswirkung in der Bandbreite von 0,1 bis 2,0 Mio. EUR für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 bedeuten. Bei Einhaltung der Kennzahlen zum nächsten Berichtszeitpunkt kann der Wegfall der Margenerhöhung wieder erwirkt werden.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen beziehungsweise es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem gewissen Umfang Zinssicherung für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps betrieben.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, -erträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht.

Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Risikobericht

Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken gestaltet sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Im BLG-Konzern wird aus heutiger Sicht die Eintrittswahrscheinlichkeit der beschriebenen Finanzrisiken als gering eingeschätzt.

Weitere Angaben zum Management von Finanzrisiken finden sich im Anhang unter Ziffer 39.

Sonstige Risiken

Als Dienstleistungsunternehmen betreiben wir keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, sodass in diesem Bereich über keine maßgeblichen Risiken zu berichten ist.

Sonstige Risiken, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor. Die wesentlichen Risiken des Konzerns resultieren aus den noch anhaltenden Staatsschuldenkrisen in den US A und Europa mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

Beurteilung der Gesamtrisikosituation

Die Risikostruktur des BLG-Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Auf Grundlage unseres Risikomanagementsystems und übereinstimmender Einschätzungen des Vorstands waren im Berichtszeitraum keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch auf Basis der Mittelfristplanung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten. Die Beurteilung des Gesamtrisikos ist ohne die Berücksichtigung kompensierender zukünftiger Chancen erfolgt.

Prognosebericht

  • Ziel: In allen Geschäftsbereichen wachsen und profitabel sein
  • Akquisitionstätigkeiten und Kooperationsbildung fortführen
  • Bestehende Märkte ausbauen, neue Märkte erschließen und weitere Kunden gewinnen
  • Produktivität durch konsequentes Kostenmanagement verbessern

Ausrichtung des Konzerns in der Zukunft

Beibehaltung des Geschäftsmodells

Eine grundlegende Änderung unseres Geschäftsmodells ist in den kommenden Jahren nicht vorgesehen. Doch wird es unter anderem eine Erweiterung der Tätigkeitsfelder im Geschäftsbereich CONTRACT geben. Unser Ziel ist es, profitabel in allen Geschäftsfeldern zu sein und zu wachsen. Durch die Fortsetzung unserer Akquisitionstätigkeiten, die gezielte Bildung von Kooperationen sowie den Aufbau strategischer Partnerschaften wollen wir bestehende Märkte ausbauen, neue Märkte erschließen und weitere Kunden gewinnen. Zusätzlich werden wir unsere Wertschöpfungsketten in den Geschäftsfeldern erweitern. Gleichzeitig wollen wir unsere gute Marktposition in den bestehenden Geschäftsfeldern ausbauen. Außerdem gilt es, die Produktivität in allen Bereichen zu verbessern; durch konsequentes Prozessmanagement und stringentes Kostenmanagement.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick9

Das im ersten Halbjahr 2013 etwas erhöhte Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion dürfte laut der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose auch im Jahr 2014 gehalten werden. Dieser Prognose liegt die Verbesserung der Indikatoren für die Erwartungen von Unternehmen und privaten Haushalten zugrunde, die auch fundamentale Ursachen hat: Manches, was seit der Finanzkrise die wirtschaftliche Aktivität belastet hat, verliert langsam an Bedeutung. Für das Jahr 2014 rechnen die Experten mit einem Anstieg des globalen BIP um 3,6 Prozent.10 Der Welthandel wird nach vorliegender Prognose im Jahr 2014 um 4,2 Prozent expandieren. Er dürfte damit, wie schon seit etwa zwei Jahren, nur wenig schneller als die Weltproduktion zulegen.

Die Konjunktur im Euroraum wird 2014 weiterhin von der Unsicherheit über die Gestaltung der Finanzpolitik belastet sein. Darüber hinaus sind, anders als in den USA, die in der großen Rezession offengelegten Strukturprobleme noch erheblich. Alles in allem ist für den Euroraum im Prognosezeitraum, anders als für Deutschland, eine Erholung, aber kein Aufschwung in Sicht.

Für die deutsche Konjunktur wird 2014 weiterhin eine leichte Zunahme der wirtschaftlichen Dynamik erwartet. Hierzu tragen die zu erwartende steigende Kapazitätsauslastung, das recht hohe Expansionstempo der Produktion, die sich weiter verbessernde Situation am Arbeitsmarkt und die relativ entspannte Lage der öffentlichen Finanzen bei.11 Experten rechnen für 2014 daher mit einem Zuwachs des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 1,9 Prozent.

  • 9 Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (Hrsg.): Herbst 2013 "Konjunktur zieht an Haushaltsüberschüsse sinnvoll nutzen", Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2013, 15. Oktober 2013, Kiel
  • 10 World Economic Outlook Database, Internationaler Währungsfonds, www.imf.org; Februar 2014
  • 11 Für 2013 wird mit einem Überschuss von etwa 3 Mrd. EUR für den öffentlichen Gesamthaushalt gerechnet. Dies würde 0,1 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt entsprechen. Für 2014 wird dank besserer Konjunktur ein Überschuss von knapp 8 Mrd. EUR oder 0,3 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt erwartet. Diese Prognose beruht auf den derzeit aktuellen Haushalts- und Finanzplanungen des Bundes. (Quelle: siehe Fußnote 9)

Prognosebericht

Branchenentwicklung12

In Deutschland hat der Wirtschaftsbereich Logistik das Jahr 2013 mit einer guten Performance abgeschlossen und ist nach Meinung von Logistikexperten mit viel Elan in das Jahr 2014 gestartet.

Nach einem umsatzstarken Jahr 2013 (ca. 230 Mrd. EUR) wird für das laufende Jahr wiederholt von einer Zunahme der Umsätze zwischen 1 und 3 Prozent ausgegangen. Bundesweit melden Dienstleister bei guter Kapazitätsauslastung einen deutlich steigenden Auftragseingang. Sie erwarten für 2014 einen Ausbau der Kapazitäten und weiteren Personalaufbau. Nicht in allen Bereichen der Branche ist diese Zuversicht jedoch so deutlich spürbar. Die Logistiker in Industrie und Handel erwarten im Inland einen deutlichen Schub, beim grenzüberschreitenden Bedarf hingegen eher gedämpfte Impulse.

So werden Komplexität und Kostendruck auch im kommenden Jahr die Wirtschaft begleiten und beeinflussen. Dem müssen die Logistiker aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft mit intensiverer Zusammenarbeit begegnen.

Geschäftsklima Logistikdienstleister

Hinsichtlich der Preisentwicklung im Güterverkehr ist in den kommenden Monaten nach aktuellen Experteneinschätzungen des TransportmarktBarometers der ProgTrans AG, Basel (Schweiz), und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) in Deutschland mit einem überwiegend leichten Anstieg zu rechnen. Gleichzeitig zeichnet sich für die meisten Verkehrsträger beim Transportaufkommen eine minimal erhöhte Nachfrage ab. Insgesamt wird von Logistikexperten für das laufende Jahr 2014 ein ausgeglichenes Verhältnis von Preis- und Mengenanstieg erwartet.

Die Perspektiven des Straßengüterverkehrs werden hierbei vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Dies gilt insbesondere für den Osteuropaverkehr. Hier wird von einem deutlichen Wachstumsschub im Transportaufkommen ausgegangen, gleichzeitig jedoch mit einer eher schleppenden Preisentwicklung gerechnet. Vor dem Hintergrund hoher Dieselpreise und steigender Fahrerlöhne rechnen Branchenexperten daher nur mit einer moderat positiven Entwicklung dieses Segments.

Für den Schienengüterverkehr gehen die meisten Experten sowohl bei der Mengenerwartung als auch bei der Preisentwicklung in den kommenden Monaten von stabilen Verhältnissen aus.

Das Transportaufkommen in der Binnenschifffahrt wird allgemein als stabil angesehen. Gleiches gilt auch für die Frachtraten. Bei den Binnenverkehren, die im gesamten Markt der deutschen Binnenschifffahrt nur eine vergleichsweise kleine Rolle spielen, wird hingegen mit einem leichten Preisanstieg gerechnet.

Für die Seefrachtmengen im Europaverkehr geht die Mehrzahl der Experten von einer stabilen Entwicklung aus. Auf den beiden Interkontinentalrouten wird von einem schwachen Anstieg ausgegangen. Während dies auf der Nordamerika-Route eine Verbesserung der Stimmung bedeutet, entspricht es auf der Asien-/Pazifik-Route eher einer Abkühlung. Insgesamt wird im Transportsegment der Seeschifffahrt in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Preisanstieg zwischen 1 und 3 Prozent gerechnet.

Die Entwicklung der Logistik-Branche wird auch in Zukunft durch wesentliche Faktoren beeinflusst werden: Dazu zählen steigende Leistungs- und Qualitätsanforderungen der Kunden, die Sicherstellung von Nachhaltigkeitszielen, das sich infolge von innovativen Kommunikationstechnologien ändernde Konsumentenverhalten sowie ein anhaltender Kosten- und Margendruck. Dies macht weitere Prozessoptimierungen und Kostenreduzierungen notwendig. Der BLG-Konzern sieht sich hierfür mit seinem klaren Leistungsprofil sowie einer straffen Konzernorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, gut positioniert.

Entwicklung des Konzerns in den folgenden zwei Jahren Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wird der Export bestimmend für das Volumen in den Seehäfen bleiben. In Bremerhaven erwarten wir auch im Jahr 2014 ein Umschlagvolumen von 2,2 Mio. Fahrzeugen. Dabei gehen wir von einem nachhaltig hohen Exportvolumen der deutschen Premiumhersteller in die Märkte China und USA aus. Ein latentes Risiko wird in der Entwicklung des Exportvolumens, insbesondere für den chinesischen Markt, gesehen. Die Planungen der deutschen OEMs (Original Equipment Manufacturer) gehen für die Folgejahre bis 2016 von einem steigenden Exportvolumen aus. Da gleichzeitig die Schiffskapazitäten nicht entsprechend steigen, wird sich das Lagervolumen in den Seehafenterminals erhöhen.

Hinsichtlich der Entwicklung der Importe gehen wir von einem leichten Zuwachs aus. Dieser wird im Wesentlichen von Importen der Mercedes A-Klasse aus Finnland und einem neu akquirierten Auftrag – Importe von Mitsubishi aus Fernost für den deutschen Markt – getragen werden. Das Volumen für die technische Bearbeitung von Importmengen wird sich in den Folgejahren nicht erhöhen und die technische Wertschöpfung wird eher rückläufig sein. Wesentlicher Grund dafür ist, dass die Hersteller schon in den Produktionsländern marktgerecht produzieren und somit technische Dienstleistungen durch uns am Standort Bremerhaven zukünftig weiter rückläufig sein werden. Demgegenüber steht eine höhere Nachfrage nach technischen Dienstleistungen an den Exportfahrzeugen der deutschen Premiumhersteller im Exporthafen. Die BLG hat schon in 2008 entsprechende Technikkapazitäten in Bremerhaven aufgebaut und kann auf die Anfragen der Kunden mit flexiblen Angeboten reagieren. In diesem Segment der technischen Bearbeitung erwarten wir in den nächsten zwei Jahren eine Steigerung der Beschäftigung, die die Reduzierungen im Bereich der technischen Dienstleistungen an Importfahrzeugen teilweise kompensieren kann.

Um die Zukunftsfähigkeit des Standorts Bremerhaven zu gewährleisten, haben wir die Prozesse am AutoTerminal Bremerhaven untersucht und sind nun dabei, durch organisatorische Veränderungen auf die beschriebenen Entwicklungen zu reagieren.

Prognosebericht

Generell ist die Geschäftsentwicklung in den Inlandterminals von der Entwicklung der Neuzulassungen von Pkws in Deutschland abhängig. Hier erwarten wir für 2014 einen leichten Umsatzanstieg verbunden mit einem insgesamt steigenden Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) im Vergleich zum Berichtsjahr.

Im Geschäftsfeld Automobiltransporte wird durch die leichte Markterholung bei Neuzulassungen in Westeuropa und zusätzliches Transportvolumen aus den Produktionswerken in die deutschen Seehäfen ein um etwa 2 Prozent höheres Transportvolumen per Lkw in 2014 gegenüber 2013 erwartet. Diese Tendenz wird sich auch in 2015 fortsetzen. Zusätzliche Ergebnisverbesserungen werden aus der IT-gestützten Organisation sowie der Einführung eines Telematiksystems erwartet.

Im Geschäftsfeld der Bahntransporte werden wir im ersten Halbjahr 2014 den Zielbestand von 1.275 Waggons erreichen. Das Transportvolumen wird über die Entwicklung des Exportvolumens in den Seehäfen bestimmt. Die Waggonkapazitäten der BLG AutoRail GmbH werden einerseits in hohem Maße für bestehende Kundenverträge genutzt und stehen andererseits für die anhaltend hohe Nachfrage nach Spotverkehren zur Verfügung. Wir erwarten eine gute Auslastung der Waggonkapazitäten. Zusätzliche Potenziale werden sich aus der Inbetriebnahme des Bahnhofs Falkenberg in Brandenburg als Waggonservice- und Logistikzentrum in 2015 ergeben. Vor diesem Hintergrund rechnen wir in 2014 mit einem moderaten Umsatz- und Ergebniswachstum des Geschäftsfelds Bahntransporte.

Geschäftsbereich CONTRACT

Der wirtschaftliche Verlauf des Geschäftsfelds Automotive (Europa) wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der Fahrzeugmärkte in China, Südafrika, Brasilien und den USA geprägt. Analog zu der Entwicklung des Exportvolumens im Bereich der Fertigfahrzeuge planen die Automobilproduzenten auch mit hohen Steigerungsraten für die Teilelogistik in den Folgejahren. Mit unserem Geschäftsmodell werden wir an diesem Wachstum partizipieren und durch laufende Produktivitätsverbesserungen nachhaltig steigende Ergebnisse erzielen.

In den USA sind die Herausforderungen für ein solides Wachstum unverändert groß. In Brasilien planen wir für 2014, basierend auf einem niedrigen Ausgangsniveau, leicht steigende Umsätze und Ergebnisse. In Südafrika gehen wir von einer anhaltend positiven Geschäftsentwicklung aus.

Das Geschäftsfeld Windenergie wird in 2014 erheblich durch die Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung im Offshore-Bereich geprägt sein. Wir sehen in diesem Geschäftsfeld nachhaltig großes Potenzial, erwarten für 2014 im Hinblick auf Umsatz und Ergebnis aber keine großen Erfolge.

Im Geschäftsfeld Handelslogistik arbeiten wir am Ausbau der Wertschöpfungstiefe unserer Geschäfte, um alle Standorte nachhaltig erfolgreich aufzustellen. Für das Geschäftsfeld Hafenlogistik bestehen gute Aussichten für das Großrohrgeschäft, eines unserer Spezialgebiete.

In diesem Zusammenhang erwarten wir für 2014 für alle Standorte dieses Geschäftsfelds leicht steigende Umsätze und Ergebnisse. Insbesondere am Standort Frankfurt ergeben sich weitere Potenziale für den Bereich e-commerce. Für dieses Segment erwarten wir eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit ab 2015. Für das Kühlhaus in Bremerhaven wird von einer hohen Lagerauslastung ausgegangen. Ergebnismindernd wirken sich hier gestiegene Energiepreise aus.

Geschäftsbereich CONTAINER

Für die Containerreedereien besteht weiterhin hoher Wettbewerbsdruck, da das weltwirtschaftliche Wachstum nicht ausreichen wird, um die strukturellen Probleme der Containerschifffahrt zu lösen. Was das für unsere Containerterminals bedeutet, kann nicht sicher beurteilt werden.

Insbesondere kann sich hier der von den drei größten Containerreedereien Maersk Line, MSC und CMA CGM verkündete und in Vorbereitung befindliche Zusammenschluss zum Konsortium "P3" auswirken. Ein zusätzlicher Preisdruck auf die Terminals kann dabei nicht ausgeschlossen werden.

Die anhaltende Globalisierung und der weiter wachsende Welthandel bieten mittel- und langfristig gute Perspektiven für Logistikunternehmen und Containerterminal-Betreiber. Durch eine stärkere weltwirtschaftliche Integration der Schwellenländer in Asien sowie in Europa rechnen wir damit, mittelfristig wieder überdurchschnittlich von einem Aufschwung zu profitieren.

Für die EUROGATE-Gruppe steht auch im Geschäftsjahr 2014 die erfolgreiche Vermarktung des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven im Vordergrund.

Geplante Investitionen

Wir passen unsere Investitionsvorhaben stets den aktuellen Marktgegebenheiten an. Erweiterungsinvestitionen im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sind in 2014 im Geschäftsbereich AUTOMOBILE für den Ausbau des Waggonbestands und des Waggonservice- und Logistikzentrums in Falkenberg sowie im Geschäftsbereich CONTRACT für den Aufbau neuer Logistikzentren in Krefeld und Berlin geplant. Darüber hinaus sind in allen Geschäftsbereichen in 2014 die notwendigen Ersatzinvestitionen sowie Investitionen in Prozessoptimierungen in der Größenordnung von etwa 50 Mio. EUR vorgesehen.

Die Investitionen werden überwiegend fremdfinanziert.

Prognosebericht

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Wirtschaftlich betrachtet erwarten wir in 2014 für den BLG-Konzern einen Umsatz und ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) auf Vorjahresniveau. Im Hinblick auf das Vorjahr ist das EBT bereinigt, um einmalige Sondereffekte zu verstehen.

Durch Änderung der Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird das Ergebnis vor Ertragsteuern ab 2014 um rund 5 Mio. EUR geringer ausgewiesen werden. Dies resultiert aus der Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, die ab dem Geschäftsjahr 2014 erstmalig verpflichtend nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu den Auswirkungen von IFRS 11 im Konzernanhang auf Seite 117.

Die veränderte Bilanzierung des Geschäftsbereichs CONTAINER, der unverändert durch 50 Prozent des EUROGATE-Konzerns repräsentiert wird, hat zur Folge, dass nicht mehr die anteiligen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen des EUROGATE-Konzerns im BLG-Konzern ausgewiesen werden, sondern lediglich die nach der Equity-Methode fortgeschriebene Beteiligung an der EUROGATE-Konzern-Muttergesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG sowie das sich hieraus ergebende Beteiligungsergebnis. Folglich wirken sich die auf Minderheitengesellschafter entfallenden Ergebnisanteile aus dem EUROGATE-Konzern nicht mehr auf das Konzernergebnis der BLG aus. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) im BLG-Konzern vermindert sich deshalb um rund 5 Mio. EUR. Für den durch die neuen Rechnungslegungsvorschriften veränderten BLG-Konzern erwarten wir vor diesem Hintergrund einen Rückgang der Umsatzerlöse unter die Milliardengrenze. Das EBT wird ungeachtet der vorgenannten Effekte aufgrund der einmaligen Sondereffekte in 2013 im Geschäftsjahr 2014 deutlich ansteigen.

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2014 für die unveränderten Segmente AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER jeweils kein nennenswertes Umsatzwachstum und für die Segmente CONTR ACT und CONTAINER jeweils ein Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) auf Vorjahresniveau. Für das Segment AUTOMOBILE prognostizieren wir für 2014 ein deutlih erhöhtes EBT im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Jahr 2015 erwarten wir ein positives Umfeld, Wachstum vor allem in den Geschäftsfeldern Automotive, Handels- und Windenergielogistik des Geschäftsbereichs CONTRACT, weitere nachhaltige Innovationen unserer intermodalen Geschäftsaktivitäten sowie anhaltend hohe Fahrzeugexportvolumen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Der Geschäftsbereich CONTAINER wird nach unseren Erwartungen zum einen von steigenden Containerumschlägen, zum anderen aber auch von der noch nicht erreichten Vollauslastung des Container Terminals Wilhelmshaven geprägt sein. Die in den Vorjahren eingeleiteten Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen wirken sich voll auf das Ergebnis aus. Wir rechnen mit einem moderaten Anstieg der Konzernumsatzerlöse sowie des Konzern-EBT im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014.

Vor diesem Hintergrund wollen wir unseren Aktionären eine attraktive Dividendenrendite bieten. Wir streben weiterhin an, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Dieser Jahresbericht wurde auf Basis des Deutschen Rechnungslegungsstandards 20 (DRS 20) in der derzeit gültigen Fassung erstellt. Er enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung des BLG-Konzerns, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen", "erwarten" oder ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Konzernabschluss

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

  • 104 | Konzerngewinn- und verlustrechnung
  • 105 | Konzerngesamtergebnisrechnung
  • 106 | Konzernbilanz
  • 108 | Segmentberichterstattung
  • 110 | Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
  • 112 | Konzernkapitalflussrechnung
  • 113 | Konzernanhang

Konzerngewinnund verlustrechnung

Konzern 2012
TEUR anhang 2013 (angepasst)
Umsatzerlöse 7 1.179.869 1.144.392
Sonstige betriebliche Erträge 8 76.674 73.273
Materialaufwand 9 -551.397 -546.368
Personalaufwand 10 -399.929 -370.577
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 11 -78.818 -64.160
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -194.802 -172.166
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 13 2.274 2.092
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 2.129 1.500
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -18.393 -20.369
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14 2.621 342
Erträge aus übrigen Beteiligungen und
verbundenen Unternehmen
14 730 679
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
langfristige Finanzforderungen 15 -777 0
Ergebnis vor Steuern 20.181 48.638
Ertragsteuern 16 -18.149 -7.433
Konzernjahresüberschuss 2.032 41.205
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– 2.248 2.666
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG -1.021 30.846
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 805 7.693
2.032 41.205
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 17 EUR 0,59 EUR 0,69
davon aus fortgeführten Aktivitäten EUR 0,59 EUR 0,69
Dividende der
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
18 EUR 0,40 EUR 0,40

Konzerngewinn- und verlustrechnung Konzerngesamtergebnisrechnung

Konzerngesamtergebnisrechnung

TEUR Konzern
anhang
2013 2012
(angepasst)
Konzernjahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV umgegliedert werden
19 2.032 41.205
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -6.204 -12.952
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
2.504 2.089
-3.700 -10.863
Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert werden können 19
Währungsumrechnung -1.545 -461
Anteil an der Währungsumrechnung assoziierter Unternehmen -677 -238
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten 2.608 -737
Anteil an der Bewertungsänderung von
derivativen Finanzinstrumenten assoziierter Unternehmen
11 9
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend in die GuV umgegliedert
werden können
-392 121
5 -1.306
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern -3.695 -12.169
Gesamtergebnis -1.663 29.036
Vom Gesamtergebnis entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
2.248 2.666
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG -5.018 18.949
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 1.107 7.421
-1.663 29.036

Konzernbilanz

Konzern
TEUR
anhang
31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
01.01.2012
(angepasst)
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 20
Firmenwerte 8.393 7.077 7.167
Andere immaterielle Vermögenswerte 37.003 36.429 19.244
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 4.655 5.547 6.375
50.051 49.053 32.786
Sachanlagen 21
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
347.246 360.116 327.021
Technische Anlagen und Maschinen 244.339 253.225 235.834
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.961 21.041 19.331
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.689 40.246 49.282
627.235 674.628 631.468
Finanzanlagen 22
Anteile an verbundenen Unternehmen 343 373 399
Anteile an assoziierten Unternehmen,
die at Equity bilanziert werden
38.447 40.504 47.653
Sonstige Finanzanlagen 4.465 1.688 1.695
43.255 42.565 49.747
Langfristige Finanzforderungen 23 37.984 46.830 13.458
Sonstige langfristige Vermögenswerte 88 84 375
Latente Steuern 16 9.376 15.119 12.366
767.989 828.279 740.200
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 24 10.791 13.051 11.064
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 196.444 179.977 151.205
Sonstige Vermögenswerte 25 52.649 45.302 45.538
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 26 2.038 843 406
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 61.872 75.136 82.744
323.794 314.309 290.957

Konzernbilanz

TEUR Konzern
anhang
31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
01.01.2012
(angepasst)
Pass
iva
Eigenkapital 28
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984 9.984
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 998 998 998
Andere Gewinnrücklagen 6.446 5.734 4.604
Bilanzgewinn 1.521 1.521 1.521
18.949 18.237 17.107
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Kommanditkapital 51.000 51.000 51.000
Kapitalrücklage 50.182 50.182 50.182
Gewinnrücklagen 202.989 188.084 161.302
Sonstige Rücklagen -18.600 -13.544 -2.453
Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten -2.059 -4.286 -3.679
Fremdwährungsausgleichsposten -1.167 532 801
Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften -85.165 -50.519 -33.083
Bilanzgewinn 19.591 23.054 19.497
216.771 244.503 243.567
Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter
Hybrid-Eigenkapital 78.010 78.010 78.010
Sonstige nicht beherrschende Gesellschafter 6.166 11.967 11.909
300.947 334.480 333.486
319.896 352.717 350.593
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 29 250.485 243.823 221.039
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 30 79.507 89.297 75.685
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 31 29.622 31.860 32.906
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34 976 3.706 8.733
Langfristige Rückstellungen 32 81.407 72.015 52.618
Latente Steuern 16 2.360 5.004 5.678
444.357 445.705 396.659
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33 88.492 87.449 72.173
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 30 168.162 181.550 140.063
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand 31 2.108 2.334 1.889
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34 45.727 48.936 46.497
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 35 11.142 9.325 7.278
Kurzfristige Rückstellungen 36 11.899 14.572 16.005
327.530 344.166 283.905
1.091.783 1.142.588 1.031.157

Segmentberichterstattung

AUTOMOBILE CONTRACT
2012 2012
TEUR 2013 (angepasst) 2013 (angepasst)
Umsatzerlöse
mit externen Dritten 434.683 419.069 421.986 405.322
Intersegmenterlöse 1.583 2.578 776 545
EBITDA 33.245 34.025 30.782 31.585
Abschreibungen -23.465 -12.108 -15.110 -13.942
Segmentergebnis bereinigt (EBIT)1, 2 9.780 21.917 15.672 17.643
in % vom Umsatz 2,2% 5,2% 3,7% 4,4%
Effekte aus der Bereinigung2 -16.649 0 0 0
Segmentergebnis (EBIT)1 -6.869 21.917 15.672 17.643
Zinserträge 197 233 974 646
Zinsaufwand -5.770 -5.858 -4.701 -4.315
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -6 1.407 1.018 727
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 8 10 69 37
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0 0 0
Ergebnis vor Steuern (EBT) -12.440 17.709 13.032 14.738
Andere Informationen
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 8.695 -1.734 -144 -1.841
Wertminderungen -10.620 0 -322 -298
Anteile an assoziierten und anderen at Equity einbezogenen
Unternehmen 8.632 10.964 2.600 4.907
Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte 7.881 6.565 0 0
Segmentvermögen 242.371 255.762 257.940 260.617
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen 11.724 11.338 14.612 33.957
Segmentschulden 129.001 113.844 125.508 110.254
Eigenkapital 42.407 69.680 47.390 50.646
Mitarbeiter 2.262 2.213 3.348 2.819

Segmentberichterstattung

CONTAINER Überleitung
KONZERN
2013 2012
(angepasst)
2013 2012
(angepasst)
2013 2012
(angepasst)
328.606 327.067 -5.406 -7.066 1.179.869 1.144.392
3.047 3.943 -5.406 -7.066 0 0
77.707 76.959 -12.620 -14.015 129.114 128.554
-39.159 -37.243 -1.084 - 867 -78.818 -64.160
38.548 39.716 -13.704 -14.882 50.296 64.394
11,7% 12,1% k.A. k.A. 4,3% 5,6 %
0 0 -2.050 0 -18.699 0
38.548 39.716 -15.754 -14.882 31.597 64.394
3.120 2.541 112 172 4.403 3.592
-10.149 -10.528 2.227 332 -18.393 -20.369
1.330 -2.035 279 243 2.621 342
646 619 7 13 730 679
-27 0 -750 0 -777 0
33.468 30.313 -13.879 -14.122 20.181 48.638
-5.149 -4.855 -1.382 -2.695 2.020 -11.125
-881 -929 0 0 -11.823 -1.227
24.412 21.818 2.803 2.815 38.447 40.504
512 512 0 0 8.393 7.077
525.007 556.904 16.604 12.839 1.041.922 1.086.122
18.952 79.330 1.541 978 46.829 125.603
174.346 183.929 -27.392 759 401.463 408.786
208.951 209.868 21.148 20.737 319.896 350.931
1.9603 1.9373 216 203 7.786 7.172

Konzerneigenkapitalentwicklung

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Gezeich
netes Gewinn Bilanz
Kapital rücklagen gewinn Summe
Stand zum 1. Januar 2012 vor IAS 19-Anpassungen 9.984 5.602 1.521 17.107
Anpassungen für IAS 191 0 0 0 0
Stand zum 1. Januar 2012 nach IAS 19-Anpassungen 9.984 5.602 1.521 17.107
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 1.130 1.536 2.666
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 1.130 1.536 2.666
Dividenden/Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2012 9.984 6.732 1.521 18.237
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 712 1.536 2.248
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 712 1.536 2.248
Dividenden/Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Veränderungen im Konsolidierungskreis und übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2013 9.984 7.444 1.521 18.949

1 Bezüglich der Anpassungen nach IAS 19 verweisen wir auf Erläuterung Nummer 1 im Konzernanhang auf Seite 113.

TEUR

Konzerneigenkapitalentwicklung

II.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Einbezogenes Kapital
der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Eigenkapital
der übrigen nicht
beherrschenden
Gesellschafter
Komman
ditkapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Rücklage
aus der
Zeitwert
bewertung
von Finanz
instru
menten
Fremd
währungs
ausgleichs
posten
Bilanz
ergebnis
einbe
zo-gener
Gesell
schaften
Bilanz
gewinn
Summe Hybrid
Eigen
kapital
Sonstige
Minder
heiten
Summe
51.000 50.182 161.302 0 -3.679 801 -33.083 19.497 246.020 78.010 11.909 353.046
0 0 0 -2.453 0 0 0 0 -2.453 0 0 -2.453
51.000 50.182 161.302 -2.453 -3.679 801 -33.083 19.497 243.567 78.010 11.909 350.593
0 0 22.748 0 0 0 -14.956 23.054 30.846 5.063 2.630 41.205
0 0 114 -11.091 -607 -313 0 0 -11.897 0 -272 -12.169
0 0 22.862 -11.091 -607 -313 -14.956 23.054 18.949 5.063 2.358 29.036
0 0 0 0 0 0 0 -19.497 -19.497 -5.063 -2.300 -28.396
0 0 3.920 0 0 44 -2.480 0 1.484 0 0 1.484
51.000 50.182 188.084 -13.544 -4.286 532 -50.519 23.054 244.503 78.010 11.967 352.717
0 0 10.500 0 0 0 -30.217 18.696 -1.021 5.063 -4.258 2.032
0 0 0 -4.334 2.227 -1.890 0 0 -3.997 0 302 -3.695
0 0 10.500 -4.334 2.227 -1.890 -30.217 18.696 -5.018 5.063 -3.956 -1.663
0 0 0 0 0 0 0 -22.159 -22.159 -5.063 -617 -29.375
0 0 4.405 -722 0 191 -4.429 0 -555 0 -1.228 -1.783
51.000 50.182 202.989 -18.600 -2.059 -1.167 -85.165 19.591 216.771 78.010 6.166 319.896

Konzernkapitalflussrechnung

2012
TEUR 2013 (angepasst)
Ergebnis vor Steuern 20.181 48.638
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen 79.595 64.160
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.453 625
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -2.621 -342
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen -729 -679
Zinsergebnis 13.990 16.777
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 2.020 -11.125
109.983 118.054
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -15.904 -28.772
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte -2.749 1.585
Veränderung der Vorräte 2.328 -1.987
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand -2.465 -601
Veränderung der Rückstellungen 6.020 18.395
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 897 15.276
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten -10.539 14.198
-22.412 18.094
Einzahlungen für Zinsen 4.403 3.592
Auszahlungen für Zinsen -15.329 -17.255
Auszahlungen für Ertragsteuern -13.905 -7.268
-24.831 -20.931
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 62.740 115.217
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
und immaterieller Vermögenswerte 5.684 768
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte -48.382 -129.154
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 30 58
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -5.371 -18
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -4.389 -14.330
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 1.456 21
Einzahlungen aus Unternehmensverkäufen, abzüglich veräußerter liquider Mittel 6.100 0
Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel -3.458 0
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 4.478 6.909
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -43.852 -135.746
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner 1.013 674
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner -463 -1.013
Auszahlungen an Inhaber Hybridkapital -5.063 -5.063
Auszahlungen an Unternehmenseigner -22.312 -23.333
Einzahlungen aus der Ausgabe von Schuldscheindarlehen 0 10.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 45.528 20.122
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -38.207 -40.277
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen 10.000 8.830
Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzierungsmitteln von Beteiligungsunternehmen 0 -4.330
Auszahlungen aus Gewährung von sonstigen Ausleihungen 0 -8
Auszahlungen an Leasingnehmer 0 -1.130
Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen 428 90
Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten 5.209 12.930
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -10.657 -8.550
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.524 -31.058
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 4.364 -51.587
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen -335 181
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 21.079 72.485
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 25.108 21.079
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel 61.872 75.136
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -36.764 -54.057
25.108 21.079

Konzernkapitalflussrechnung Konzernanhang

Konzernanhang

Grundlagen und Methoden

1. Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG) für das Geschäftsjahr 2013 wurde mit Ausnahme der Regelungen des IAS 32 zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital (zu Einzelheiten vergleiche Erläuterung Nummer 28) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2013 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Mit der Aufstellung ihres Konzernabschlusses nach IFRS kommt die BLG ihrer Verpflichtung gemäß § 315a Absatz 1 Handelsgesetzbuch in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der jeweils geltenden Fassung nach.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie unter Erläuterung Nummer 6 dargestellt, sind für alle im Konzernabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Konzerngesellschaften angewendet worden.

Das Geschäftsjahr der BLG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragene BLG hat ihren Sitz in Bremen/Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorie "Available for Sale", sofern für solche Finanzinstrumente die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden können.

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Werte haben können. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, betreffen insbesondere die Bewertung des Goodwill (Erläuterungen Nummer 6 b und Nummer 20), die Bilanzierung aktiver latenter Steuern (Erläuterungen Nummer 6 q und Nummer 16), die Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (Erläuterung Nummer 6 m) und für langfristige Rückstellungen (Erläuterung Nummer 32) sowie Ermessensspielräume bei der Bemessung von Rückstellungen (Erläuterung Nummer 36) und ungewissen Verbindlichkeiten (Erläuterung Nummer 30). Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2013 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

Änderungen zu IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben' (Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten):

Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen. Die Angaben beinhalten insbesondere quantitative Informationen zu erfassten Finanzinstrumenten, die in der Bilanz gegeneinander aufgerechnet wurden, sowie zu Finanzinstrumenten, die Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Pflicht zur Offenlegung gilt ungeachtet dessen, ob eine Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden geführt hat. Daneben ist eine qualitative Beschreibung der Aufrechnungsansprüche vorzunehmen.

Aus der Anwendung der Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

IFRS 13 'Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert'

IFRS 13 befasst sich mit der Zeitwertermittlung und den zugehörigen Anhangangaben. Der Standard bietet Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS vorgeschrieben ist. Insbesondere erfolgt eine standardübergreifende Vereinheitlichung des Fair Value-Begriffs und der bei der Fair-Value-Ermittlung anzuwendenden Methoden. Darüber hinaus werden durch den Standard die mit der Fair-Value-Bewertung verbundenen Anhangangaben in anderen IFRS ersetzt beziehungsweise ergänzt.

Die aus IFRS 13 resultierenden Angaben zu den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten sind in Erläuterung Nummer 39 dargestellt.

Änderungen zu IAS 1 'Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses'

Gemäß der Änderung ist das sonstige Ergebnis (Other Comprehensive Income, OCI) danach aufzuspalten, ob die darin erfassten Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden oder nicht. Fortbestehen bleibt das Wahlrecht, die Posten des OCI vor oder nach Steuern darzustellen; bei einer Vorsteuer-Darstellung müssen die Steuern jedoch danach getrennt werden, ob sie sich auf Posten beziehen, die umgegliedert werden können, oder auf Posten, die nicht umgegliedert werden können.

Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung einschließlich der Vergleichsinformationen sowie die Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung wurden entsprechend angepasst.

Änderungen zu IAS 19 'Leistungen an Arbeitnehmer':

Die Änderungen durch den überarbeiteten IAS 19 betreffen im Wesentlichen die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens. Diese werden seit dem Berichtsjahr unmittelbar im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Das zuvor bestehende Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung in der GuV oder im OCI und der bisher vom BLG-Konzern angewandten zeitverzögerten Erfassung nach der Korridormethode wurde abgeschafft. Darüber hinaus erfolgt die Verzinsung des Planvermögens nicht mehr entsprechend der Verzinsungserwartung, sondern in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen. Außerdem fordert IAS 19 nun umfangreichere Anhangangaben.

Weitere Änderungen betreffen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge, die aufgrund einer geänderten Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses jetzt andere fällige Leistungen an Arbeitnehmer darstellen.

Die Auswirkungen, die sich aus der erstmaligen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 ergeben haben, sowie die erweiterten Angabepflichten sind insbesondere in der Erläuterung Nummer 32 "Langfristige Rückstellungen" dargestellt. Darüber hinaus werden die Auswirkungen im Abschnitt 'Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden' auf Seite 115 mit Verweisen auf die betroffenen Erläuterungen detailliert aufgeführt.

'Verbesserungen von IFRS'

Im Mai 2012 wurde ein Standard zu 'Verbesserungen von IFRS' veröffentlicht. Die hierin enthaltenen Änderungen betreffen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt fünf Standards. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 begonnen haben.

Konzernanhang

Auswirkungen der Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 auf den Konzernabschluss dargestellt. Durch die rückwirkende Anwendung zum 1. Januar 2012 wurde die Konzernbilanz um die Werte zum Beginn der frühesten Vergleichsperiode ergänzt.

Konzern
TEUR
anhang
Bisheriger Stand
01.01. – 31.12.2012
IAS 19 Angepasste Zahlen
01.01. – 31.12.2012
Konzerngewinn- und verlustrechnung
Personalaufwand
10
-370.143 -434 -370.577
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
13
2.709 -1.209 1.500
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
13
-21.578 1.209 -20.369
Ertragsteuern
16
-7.162 -271 -7.433
Konzernjahresüberschuss 41.910 -705 41.205
Konzerngesamtergebnisrechnung (OCI)
Konzernjahresüberschuss 41.910 -705 41.205
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen
19
0 -12.952 -12.952
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend
nicht in die GuV umgegliedert werden
19
228 1.861 2.089
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
19
-1.078 -11.091 -12.169
Gesamtergebnis 40.832 -11.796 29.036
Konzern
TEUR
anhang
Bisheriger Stand
31.12.2012
IAS 19 Angepasste Zahlen
31.12.2012
Konzernbilanz (Aktiva)
Langfristige Finanzforderungen
23
46.931 -101 46.830
Latente Steuern
16
13.456 1.663 15.119
Bilanzsumme 1.141.026 1.562 1.142.588
Konzernbilanz (Passiva)
Sonstige Rücklagen
28
0 -13.544 -13.544
Eigenkapital gesamt
28
367.129 -14.412 352.717
Eigenkapitalquote 32,2% -1,3% 30,9%
Langfristige Rückstellungen
32
55.918 16.097 72.015
Latente Steuern
16
5.127 -123 5.004
Bilanzsumme 1.141.026 1.562 1.142.588

Im Jahr 2013 hat sich die Anwendung von IAS 19 wie folgt ausgewirkt:

Konzern
TEUR
anhang
Stand
31.12.2013
ohne überarbeiteten
IAS 19
IAS 19 31.12.2013
Konzernbilanz (Aktiva)
Latente Steuern
16
8.655 721 9.376
Bilanzsumme 1.091.062 721 1.091.783
Konzernbilanz (Passiva)
Sonstige Rücklagen
28
-13.601 -4.999 -18.600
Eigenkapital gesamt
28
325.351 -5.455 319.896
Eigenkapitalquote 29,8% -0,5% 29,3%
Langfristige Rückstellungen
32
75.203 6.204 81.407
Latente Steuern
16
2.388 -28 2.360
Bilanzsumme 1.091.062 721 1.091.783
TEUR Konzern
anhang
Stand
01.01. - 31.12.2013
ohne überarbeiteten
IAS 19
IAS 19 01.01. - 31.12.2013
Konzerngewinn- und verlustrechnung
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 3.410 -1.281 2.129
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -19.674 1.281 -18.393
Ertragsteuern 16 -17.693 -456 -18.149
Konzernjahresüberschuss 2.488 -456 2.032
Konzerngesamtergebnisrechnung (OCI)
Konzernjahresüberschuss 2.488 -456 2.032
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen 19 0 -6.204 -6.204
Ertragsteuern auf Posten, die nachfolgend nicht
in die GuV umgegliedert werden 19 1.299 1.205 2.504
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 19 1.304 -4.999 -3.695
Gesamtergebnis 3.792 -5.455 -1.663

Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie haben sich nicht ergeben.

Die weiteren neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge. Eine Anpassung der Vorjahresbeträge ist insoweit nicht erfolgt.

Soweit Vorjahresbeträge nicht vergleichbar mit den Beträgen des Berichtsjahres sind oder gemäß IAS 8.42 korrigiert wurden, sind die Angaben hierzu in den jeweiligen Erläuterungen enthalten. Dies betrifft die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Erläuterung Nummer 27).

Konzernanhang

Nicht verpflichtende Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standards/Interpretationen Anwendungspflicht
für Geschäftsjahre
beginnend ab
Übernahme
durch
EU-Kommission
Standards
IFRS 9 'Finanzinstrumente' offen Nein
IFRS 9 'Hedge Accounting und Änderungen zu IFRS 9 'IFRS 7 und IAS 39' offen Nein
Änderungen zu IFRS 9 'Finanzinstrumente' und IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben'
(Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang)
offen Nein
IFRS 10 'Konzernabschlüsse' 1. Januar 2014 1 Ja
IFRS 11 'Gemeinschaftliche Vereinbarungen' 1. Januar 2014 1 Ja
IFRS 12 'Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen' 1. Januar 2014 1 Ja
Änderungen der Übergangsbestimmungen der IFRS 10 'Konzernabschlüsse'
IFRS 11 'Gemeinschaftliche Vereinbarungen' und IFRS 12 'Anteile an anderen Unternehmen'
1. Januar 2014 1 Ja
Änderungen an IFRS 10 'Konzernabschlüsse' IFRS 12 'Anteile an anderen Unternehmen' und
IAS 27 'Einzelabschlüsse' (Investmentgesellschaften)
1. Januar 2014 Ja
Änderungen zu IAS 19 'Leistungen an Arbeitnehmer' (Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge) 1. Juli 2014 Nein
IAS 27 'Einzelabschlüsse' (überarbeitet) 1. Januar 2014 1 Ja
IAS 28 'Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen' (überarbeitet) 1. Januar 2014 1 Ja
Änderungen zu IAS 32 'Finanzinstrumente: Darstellung'
(Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten)
1. Januar 2014 Ja
Änderungen zu IAS 36 'Wertminderung von Vermögenswerten'
(Angaben zum erzielbaren Betrag bei nichtfinanziellen Vermögenswerten)
1. Januar 2014 Ja
Änderungen zu IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung'
(Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften)
1. Januar 2014 Ja
diverse Standards: Annual Improvements Project 2010-12 1. Juli 2014 Nein
diverse Standards: Annual Improvements Project 2011-13 1. Juli 2014 Nein
Interpretationen
IFRIC 21 'Abgaben' 1. Januar 2014 Nein

1 Standards gemäß Fassung des IASB spätestens anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen;

gemäß VO (EU) Nummer 1254/2012 und VO (EU) Nummer 313/2013 der Europäischen Kommission vom 11. Dezember 2012 und vom 4. April 2013 spätestens mit Beginn des ersten am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden.

Der Konzern plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen des Konzerns haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss werden sich hieraus jedoch mit folgender Ausnahme nicht ergeben:

IFRS 11 'Gemeinschaftliche Vereinbarungen':

Der Standard ersetzt IAS 31 'Anteile an Gemeinschaftsunternehmen' und SIC-13 'Gemeinschaftlich geführte Unternehmen – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen' und beinhaltet Vorschriften zur Identifikation, Klassifikation und Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements). Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, die künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind.

Dies betrifft in vollem Umfang den Geschäftsbereich Container, der bisher über die Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen wird. Bei Anwendung von IFRS 11 im Folgejahr erfolgt die Einbeziehung rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 nach der Equity-Methode. In diesem Zusammenhang werden 25 inländische und eine ausländische Gesellschaft von der Quotenkonsolidierung auf die Equity-Methode umgestellt.

Die Auswirkungen, die sich aus einer vorzeitigen Anwendung des Standards im Berichtsjahr ergeben hätten, sind nachfolgend aufgeführt:

Konzern
TEUR
anhang
Bisheriger Stand
01.01. - 31.12.2013
Angepasste Zahlen
01.01. - 31.12.2013
Veränderung
Konzerngewinn- und verlustrechnung
Umsatzerlöse
7
1.179.869 854.460 -325.409
EBIT 31.597 -6.951 -38.548
Umsatzrendite 2,7% -0,8% -3,5%
Beteiligungsergebnis
14
2.574 26.588 24.014
EBT 20.181 12.676 -7.505
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2.032 -2.968 -5.000
Konzern
anhang
TEUR
Bisheriger Stand
31.12.2013
Angepasste Zahlen
31.12.2013
Veränderung
Konzernbilanz (Aktiva)
Finanzanlagen
22
43.255 148.758 105.503
Übriges langfristiges Vermögen 724.734 316.822 -407.912
Kurzfristiges Vermögen 323.794 231.070 -92.724
Bilanzsumme 1.091.783 696.650 -395.133
Konzernbilanz (Passiva)
Eigenkapital
28
319.896 241.613 -78.283
Eigenkapitalquote 29,3% 34,7% 5,4%
Langfristige Schulden 444.357 215.998 -228.359
Kurzfristige Schulden 327.530 239.039 -88.491
Bilanzsumme 1.091.783 696.650 -395.133

Der Vorstand der BLG hat den Konzernabschluss am 18. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2. Geschäftstätigkeit des BLG-Konzerns

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS) ist als seehafenorientierter Logistikdienstleister mit den operativen Geschäftsbereichen AUTO-MOBILE, CONTRACT und CONTAINER für seine Kunden aus Industrie und Handel in über 100 Gesellschaften und Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien vertreten.

Das Leistungsspektrum reicht von Seehafenterminals in Europa bis hin zum komplexen internationalen Supply Chain Management mit Value-added Services.

AUTOMOBILE

Die Leistung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE umfasst Hafenumschlag, Lagerung, technische Bearbeitung, Transporte per Straße, Schiene und Wasser, Supply Chain Management und speditionelle Services sowie die gesamte administrative Fahrzeugabwicklung inklusive Dokumentation und Zollabfertigung. Hinzu kommt der Umschlag von schweren oder sperrigen Gütern wie landwirtschaftlichen Maschinen, Bussen und Lkw, Transformatoren oder Lokomotiven und Waggons.

Im Jahr 2013 wurden insgesamt rund 7,5 Mio. Fahrzeuge (Vorjahr: 7,4 Mio. Fahrzeuge) umgeschlagen, transportiert beziehungsweise technisch bearbeitet. Damit ist der Geschäftsbereich AUTOMOBILE Marktführer in Europa.

Das europäische Netzwerk umfasst Autoterminals an Nord- und Ostsee, am Mittelmeer, an Rhein und Donau sowie im Binnenland. Gegenwärtig ist Osteuropa ein Investitionsschwerpunkt. Die BLG ist bereits mit mehreren See- und Binnenterminals in Polen, Russland, in der Ukraine, in Tschechien, der Slowakei und in Slowenien präsent.

Die Autoterminals an der See und an den Flüssen verfügen über Lkw-, Eisenbahn- und Wasseranschluss. Die Terminals im Binnenland bieten kurze Wege zum europäischen Autobahnnetz und eigene Bahnanschlüsse. Die BLG verfügt über mehr als 500 Lkw sowie über 1.200 Bahnwaggons für den Autotransport. Mit dem Netzwerk werden zuverlässige Logistikketten gestaltet – von den Automobilherstellern in allen Teilen der Welt bis zu den Autohändlern in den jeweiligen Bestimmungsländern. Ergänzend sorgen Technikzentren für Pre-Delivery-Inspections (PDI) und individuelle Sonderausstattungen nach Wunsch der Endkunden. Das gesamte Leistungsspektrum ist zertifiziert.

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT entwickelt kundenindividuelle Logistiklösungen. Leistungsschwerpunkte sind die Autoteilelogistik, die Handels- und Distributionslogistik, die Industrie- und Produktionslogistik sowie die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen.

Das Geschäftsfeld Automotive umfasst neben der Beschaffungslogistik von den Zulieferern und der Versorgung der Produktionslinien auch Verpackung und Versand. Komplexe Systemdienstleistungen sichern die zuverlässige Versorgung der Montagelinien im In- und Ausland. Die BLG stellt dabei das Bindeglied zwischen Hersteller und Zulieferer dar. Consolidation Center und Lieferanten-Logistikzentren sind die Drehscheiben der weltweiten Dienstleistungen. Mit Vormontagen von Fahrzeugkomponenten und produktionsnahen Arbeitsprozessen agiert die BLG als verlängerte Werkbank der Automobilhersteller.

Im Geschäftsfeld Handelslogistik werden Konzeption, Implementierung, Management und Durchführung komplexer logistischer Prozesse für Handelsunternehmen realisiert. Dabei steht die BLG für transparente und zuverlässige Abläufe, die Optimierung von Waren- und Informationsflüssen. Individuelle Lösungen für renommierte Kunden sichern umfassende Informationen und Warenbewegungen durch eigene IT-Kompetenz. Darüber hinaus umfasst das Geschäftsfeld Handelslogistik den Umschlag und die Lagerung von Kühl- und Tiefkühlgütern am Containerterminal Bremerhaven sowie alle dazugehörigen Dienstleistungen.

Ein weiteres Geschäftsfeld des Geschäftsbereichs CONTRACT ist die Industrie- und Produktionslogistik, zu deren Aufgaben die Gestaltung und Optimierung komplexer Warenflüsse rund um die Produktion gehört. Das Leistungsangebot umfasst zudem die Ver- und Entsorgung von Fertigungslinien, On-Site-Logistik zur optimalen Gestaltung der innerbetrieblichen Warenströme, Leergut-Management und komplexe Montagen.

Das Geschäftsfeld Hafenlogistik betreibt multifunktionale Terminals in Bremen, in denen maßgeschneiderte Logistiklösungen für Güter mit besonderen Anforderungen angeboten werden. Hierzu zählen insbesondere der Umschlag, die Lagerung und die sachgerechte Behandlung von Stahl- und Forstprodukten, Röhren, Blechen und Projektladungen.

Als neustes Geschäftsfeld ist die Logistik für die Offshore-Windenergie bereits etabliert. Hier werden kundenindividuelle, ganzheitliche Logistiksysteme entwickelt, um die Supply Chain von Windenergieanlagen und deren Komponenten von der Produktion bis zur Installation auf See über sämtliche Wertschöpfungsstufen zu koordinieren und zu steuern.

CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER wird durch das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, entwickelt, an dem die BLG 50 Prozent der Geschäftsanteile hält. EUROGATE hat eigene Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. EUROGATE betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg, Wilhelmshaven, La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Ravenna und Salerno in Italien, in Lissabon, Portugal, sowie in Tanger, Marokko, und Ust-Luga, Russland. Ferner ist EUROGATE an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Als Sekundärdienstleistungen werden intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern, cargomodale Dienste sowie technische Serviceleistungen angeboten.

3. Konsolidierungskreis

Die BLG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, die – direkt oder indirekt – die Anteile an den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen hält. Die BLG beherrscht die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, an deren Vermögen sie nicht beteiligt ist, aufgrund ihrer Gesellschafterstellung. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der BLG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:

Konsolidierungskreis 31.12.2013 31.12.2012
Anzahl der vollkonsolidierten
Unternehmen
Inländisch 17 17
Ausländisch 11 9
Anzahl der quotal einbezogenen
Gemeinschaftsunternehmen
Inländisch 25 29
Ausländisch 1 1
Anzahl der at Equity bilanzierten
Unternehmen
Inländisch 12 12
Ausländisch 16 17

Eine Aufstellung der Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist im Abschnitt "Weitere Informationen" auf den Seiten 188 - 191 enthalten.

Vollkonsolidierte Unternehmen (Tochterunternehmen)

Im Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTOMOBILE folgender Unternehmenszusammenschluss statt:

BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern

Im Jahr 2011 wurde die BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern (vormals: FESCO BLG Automobile Logistics Russia LTD), gegründet. Partner des Joint Ventures waren die BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG und die russische FESCO-Gruppe mit einem Anteil von jeweils 50 Prozent. Die Gesellschaft entwickelt Logistiklösungen für die russische Automotive-Industrie und umfasst auch den Fertigfahrzeugumschlag in St. Petersburg. Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Anteile an einen russischen Interessenten durch die FESCO-Gruppe hat die BLG am 14. Oktober 2013 mit Wirkung zum selben Tag die von dieser gehaltenen 50 Prozent der Anteile an der BLG Automobile Logistics Russia LTD zu einem Kaufpreis von TEUR 4.400 gemäß der "Change-of-control"-Abrede im Gesellschaftsvertrag übernommen. Durch die Anteilsübernahme wurden auch weitere 50 Prozent der Anteile an der BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland, und an der Car Logistic JSC, Moskau, Russland, erworben, an denen die BLG Automobile Logistics Russia LTD jeweils zu 100 Prozent beteiligt ist. Die Gesellschaften werden durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstand ein Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 2.954. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses ein Firmenwert von TEUR 639 erworben.

Die identifizierbaren Vermögenswerte der BLG Automobile Logistics Russia LTD beschränken sich fast ausschließlich auf die Beteiligungen an der BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd. und an der Car Logistic JSC, denen Eigenkapital in entsprechender Höhe gegenübersteht. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen. Die beizulegenden Zeitwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Werte zum Erwerbszeitpunkt 14.10.2013 (Erwerbszeitpunkt)
für 100 Prozent
TEUR
Buchwert
vor Erwerb
Anpassung Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 639 0 639
Sachanlagen 1.220 0 1.220
Finanzanlagen -1.446 0 -1.446
Langfristige Finanzforderungen 567 0 567
Aktive latente Steuern 10 0 10
Langfristige Vermögenswerte 990 0 990
Vorräte 92 0 92
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
1.249 0 1.249
Sonstige Vermögenswerte 260 0 260
Erstattungsansprüche aus
Ertragsteuern
69 0 69
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
942 0 942
Kurzfristige Vermögenswerte 2.612 0 2.612
Langfristige Darlehen 779 0 779
Langfristige Schulden 779 0 779
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
866 0 866
Kurzfristige Finanzverbindlich
keiten
201 0 201
Sonstige kurzfristige Verbind
lichkeiten
223 0 223
Zahlungsverpflichtungen aus
Ertragsteuern
35 0 35
Sonstige Verbindlichkeiten 52 0 52
Kurzfristige Schulden 1.377 0 1.377
Summe identifizierbare
Vermögenswerte
1.446 0 1.446
Geschäfts- oder Firmenwert 2.954
Kaufpreis 4.400
Ergebnisbeitrag im Erwerbsjahr
TEUR
Erwerbszeit
punkt bis
31.12.2013
01.01.2013

31.12.2013
Umsatz 3.015 12.062
EBIT 95 429
Finanzergebnis -7 -30
EBT 88 399
Ertragsteuern 15 -92
Konzernjahresüberschuss 103 307

Die Neubewertung der bestehenden Anteile zum Erwerbszeitpunkt hat zu keinem erfolgswirksam zu erfassenden Ergebnis geführt. Der beizulegende Zeitwert der bereits bestehenden Beteiligung auf diesen Stichtag entspricht deren Buchwert und beläuft sich auf TEUR 1.446.

Die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation in der Ukraine waren der Anlass, die Neuordnung unserer Aktivitäten in der Ukraine vorzubereiten. Vor dem Hintergrund des Verlusts der faktischen Beherrschung sowie der insgesamt fehlenden Perspektive und der negativen Ertragsaussichten wurde die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 entkonsolidiert. Daraus ergaben sich Aufwendungen aus der Entkonsolidierung in Höhe von TEUR 4.606, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im neutralen Ergebnis ausgewiesen werden.

Darüber hinaus wurde im Zuge des Formwechsels der BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG zur BLG Cargo Logistics GmbH die BLG Cargo Logistics Beteiligungs-GmbH auf die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschmolzen.

Insgesamt werden 15 Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert. Es handelt sich hierbei um Komplementärgesellschaften mit nur geringer Geschäftstätigkeit, eine Zwischenholding ohne Geschäftstätigkeit sowie eine Gesellschaft in Liquidation. Diese Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung und werden daher nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist das Jahresergebnis. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Tochterunternehmen beträgt TEUR 243.

Quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen

Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung schieden die EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse GmbH und die PEUTE Speditions GmbH durch Verschmelzung auf die EUROGATE City Terminal GmbH aus dem inländischen Konsolidierungskreis aus. Gleiches gilt für die EUROGATE Port Systems Beteiligungs GmbH durch Verschmelzung auf die EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH und die daraus resultierende Anwachsung der EUROGATE Port Systems GmbH & Co. KG auf die EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH.

Im Mai 2013 wurde der von der EUROGATE Intermodal GmbH gehaltene Anteil an der FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn, von anteilig 25,5 Prozent auf 32 Prozent erhöht.

Mit Gründungsvertrag vom 30. Mai 2013 hat die EUROGATE KV-Anlage Wilhelmshaven GmbH zusammen mit der APM Terminals Deutschland Holding GmbH das Joint Venture Rail Terminal Wilhelmshaven GmbH gegründet. Gegenstand des Unternehmens sind die Errichtung und der Betrieb von öffentlichen Umschlaganlagen des kombinierten Verkehrs.

Mit Kaufvertrag vom 2. Dezember 2013 wurden von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 anteilig 50 Prozent der Anteile an der OCEANGATE Distribution GmbH, Hamburg, an fremde Dritte veräußert. In diesem Zusammenhang hat die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG anteilig Sachanlagevermögen von TEUR 7.771, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 528, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von TEUR 75, sonstige Aktiva von TEUR 17, Rückstellungen von TEUR 872, Verbindlichkeiten von TEUR 3.899 sowie sonstige Passiva von TEUR 7, das heißt ein Nettovermögen von anteilig TEUR 3.613 in liquide Mittel von anteilig TEUR 6.100, umgewandelt.

At Equity einbezogene Unternehmen

Im Rahmen des oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlusses sind drei bisher at Equity einbezogene Unternehmen in den Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen gewechselt. Es handelt sich hierbei um die BLG Automobile Logistics Russia LTD, die BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd. und die Car Logistic JSC.

Im Geschäftsbereich CONTAINER wurde die Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia, im Berichtsjahr erstmalig at Equity einbezogen.

Im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der BLG ViDi LOGISTICS TOW wurde auch die at Equity einbezogene E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine, entkonsolidiert, da die Ausübung eines maßgeblichen Einflusses vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation nicht mehr gegeben ist. Aus der Entkonsolidierung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.423, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im neutralen Ergebnis ausgewiesen werden.

Drei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung und werden daher nur at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Wesentlichkeit ist die Bilanzsumme. Die kumulierte Bilanzsumme der drei at Equity einbezogenen Gesellschaften betrug im Berichtsjahr TEUR 1.175.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der BLG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IAS 27 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften des Konzerns aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert (siehe Erläuterung Nummer 3).

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Konzernanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert beziehungsweise passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben beziehungsweise aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nummer 6).

Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen werden anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst.

Der Geschäftsbereich Container mit der Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG wird durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen.

Weitere Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern der Konzern eine gemeinsame Führung mit einem weiteren Partnerunternehmen innehat beziehungsweise einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann.

Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den BLG-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne beziehungsweise Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten nach IAS 39 oder, sofern die Marktwerte nicht zuverlässig ermittelbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, der gemeinsamen Führung oder des wesentlichen Einflusses.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

5. Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften des BLG-Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zum 31. Dezember 2013 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 1.167 (Vorjahr: TEUR 532) im Eigenkapital ausgewiesen (vergleiche hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

Einheit/Währung
in EUR
Stichtagskurs
31.12.2013
Durchschnittskurs
2013
Stichtagskurs
31.12.2012
Durchschnittskurs
2012
1 amerikanischer Dollar 0,7264 0,7532 0,7566 0,7782
1 brasilianischer Real 0,3084 0,3507 0,3695 0,3996
1 britisches Pfund 1,1978 1,1780 1,2227 1,2331
1 chinesischer Renminbi Yuan 0,1189 0,1216 0,1200 0,1233
1 indische Rupie 0,0117 0,0129 0,0138 0,0145
1 malaysischer Ringgit 0,2206 0,2394 0,2481 0,2520
1 marokkanischer Dirham 0,0890 0,0896 0,0898 0,0901
1 polnischer Zloty 0,2411 0,2384 0,2454 0,2392
1 russischer Rubel 0,0222 0,0237 0,0248 0,0251
1 südafrikanischer Rand 0,0692 0,0784 0,0892 0,0949
1 tschechische Krone 0,0365 0,0385 0,0398 0,0398
1 ukrainischer Griwna 0,0876 0,0924 0,0941 0,0963

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden gemäß IAS 18 dann erfasst, wenn die Leistung erbracht ist, hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen beziehungsweise Ereignissen werden gemäß dem "matching principle" in der gleichen Periode angesetzt.

Bei Dienstleistungsaufträgen werden die Umsätze nach der Stage of Completion-Methode (SoC-Methode) gemäß IAS 18 in Verbindung mit IAS 11 dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der Leistungsfortschritt wird anhand der geleisteten Stunden in Relation zu dem voraussichtlichen Gesamtstundenvolumen eines Auftrags ermittelt.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst.

Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.

b) Immaterielle Vermögenswerte

Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen üblicherweise nicht berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte wird unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).

c) Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt. Die Neubewertungsmethode wird im BLG-Konzern nicht angewendet.

Immobilien werden darauf untersucht, ob es sich um Investment Properties im Sinne des IAS 40 handelt. Der Umfang der Investment Properties ist von untergeordneter Bedeutung, IAS 40 findet aus diesem Grund bei der BLG Logistics keine Anwendung.

Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 und IFRIC 1 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Konzernanhang

Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).

d) Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasingverhältnisse:

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG Logistics G zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.

Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.

Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.

Operating Leasingverhältnisse:

Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating Leasingverhältnisse dar. Die Miet- und Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.

e) Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

Finanzielle Vermögenswerte sind grundsätzlich ab dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem der BLG-Konzern Vertragspartner wird und zur Leistung berechtigt beziehungsweise zur Gegenleistung verpflichtet ist. Sofern zeitliche Differenzen zwischen dem Tag der Order und dem Tag der Abwicklung (Erfüllungstag) bestehen, wird ein finanzieller Vermögenswert erst ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht beziehungsweise vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG entfallen.

Zu den Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen zählen des Weiteren Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen und sonstige Beteiligungen.

Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale), solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden (Held to Maturity), sowie übrige originäre oder erworbene Forderungen.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (Impairment). Zu außerplanmäßigen Abschreibungen siehe ergänzend Erläuterung Nummer 6 m.

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held to Maturity" werden zum Bilanzstichtag mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Loans and Receivables", zu denen vor allem die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige unter- beziehungsweise nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und der BLG-Konzern keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.

f) Vorräte

Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten und werden auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Bei der Bilanzierung von Dienstleistungen wird die Stage-of-Completion-Methode zugrunde gelegt.

Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie gegebenenfalls noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endprodukts zugrunde gelegt.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach IAS 39 der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nummer 6 m). Neben den gegebenenfalls erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden bei aufgrund von Erfahrungswerten erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die ergebniswirksam erfasst werden. Wertberichtigte Forderungen werden ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.

Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten, die für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifiziert.

h) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nummer 6 i), kurzfristige Finanzforderungen und gegebenenfalls kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale) oder zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading), und ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (siehe Erläuterung Nummer 6 m).

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held for Trading" werden grundsätzlich mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Sonstige kurzfristige Finanzforderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Erläuterung Nummer 6 m).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die ihm zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

i) Derivative Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt. Die Bewertung bei Zugang erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls mit dem jeweils am Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts. Im Berichtsjahr und im Vorjahr bestanden ausschließlich Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen das Zinsrisiko aus variablen Zinszahlungen von Darlehen (Cashflow-Hedges). Der Bonitätsaufschlag (Credit Spread) ist nicht Gegenstand der Sicherungsbeziehung. Derivative Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge Accounting nicht erfüllen, werden gemäß IAS 39 als zu Handelszwecken (Held for Trading) gehalten klassifiziert.

Zur Erfüllung der Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften werden zu Beginn der Absicherung die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsinstrument sowie Ziel und Strategie des Risikomanagements dokumentiert. Dies beinhaltet auch eine Beschreibung, wie die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung bestimmt wird. Die fortlaufende Überprüfung, ob die eingesetzten Derivate die abgesicherten Risiken aus den Grundgeschäften kompensieren, erfolgt mittels Effektivitätstests, die zu Beginn der Sicherungsbeziehung und zu jedem Bilanzstichtag durchgeführt werden.

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgswirksam in der GuV erfasst.

Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode erfolgswirksam in die GuV umgebucht, in der das abgesicherte Grundgeschäft abgewickelt wird.

Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

j) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte betreffen insbesondere Finanzforderungen, Anzahlungen und Abgrenzungen. Sie werden zu Nominalwerten angesetzt.

k) Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

l) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.

m) Außerplanmäßige Wertberichtigungen (Wertminderungen – Impairments)

Überblick

Sämtliche Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 oder IAS 39 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (Recoverable Amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.

Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.

Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswerts oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.

Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Ermittlung des erzielbaren Betrags

Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (Value in Use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Die Berechnungen werden in Euro vorgenommen. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgt über Forward Rates. Als Grundlage dienen die Drei-Jahresplanungen, in denen die Länderrisiken quantifiziert und auf Basis der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet werden. Als Diskontsatz wird der Kapitalkostensatz des Konzerns von 7,1 Prozent zugrunde gelegt, der länderspezifisch um den Steuersatz angepasst wird. Die Höhe des Kapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital) wird bestimmt durch die Fremd- und Eigenkapitalanteile, den risikofreien Basiszins (2,0 Prozent), die Marktrisikoprämie (5,0 Prozent), die Inflation, das branchenspezifische Risiko, den länderspezifischen Steuersatz und die Fremdkapitalkosten. Für den Geschäftsbereich CONTAINER wurde ein gewichteter Kapitalkostensatz von 5,2 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) kalkuliert. Die Cashflows dieses Geschäftsbereichs wurden über den Planungshorizont von drei Jahren hinaus unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.

Wertaufholungen

Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen, die sich ohne die außerplanmäßigen Abschreibungen ergeben hätten, verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.

Wertaufholungen auf abgeschriebene Firmenwerte sind nicht zulässig.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Held to Maturity" und "Loans and Receivables" sowie Fremdkapitalinstrumente der Kategorie "Available for Sale" ist erfolgswirksam zurückzunehmen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Available for Sale" erfolgt die Wertaufholung erfolgsneutral über die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten.

n) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.

o) Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen sind Post Employment Benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden bei der Bewertung neben den am Bilanzstichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen auch die künftige Entgeltentwicklung, zu erwartende Rentenerhöhungen sowie die voraussichtliche Fluktuation berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode, in der sie entstanden sind, im sonstigen Ergebnis erfasst (siehe auch Erläuterung Nummer 32). Die sogenannte Nettozinskomponente, die den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Bruttopensionsverpflichtungen abzüglich der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen enthält, wird im Finanzergebnis gezeigt. Die Verzinsung des Planvermögens erfolgt mit dem angewandten Diskontierungszinssatz, der der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zugrunde liegt.

Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um Other Long-term Benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Der Rückstellungsbetrag umfasst dabei auch die erwarteten Kostensteigerungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.

Abbruchverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung unter Berücksichtigung zukünftiger Kostensteigerungen mit dem Barwert der Verpflichtung als Anschaffungsnebenkosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in entsprechender Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswerts und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt.

p) Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald der BLG-Konzern Vertragspartei geworden ist. Bei den übrigen Verbindlichkeiten richtet sich der Ansatzzeitpunkt nach den allgemeinen Regelungen des IFRS-Frameworks.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des erhaltenen Entgelts beziehungsweise der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.

Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.

Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.

Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.

q) Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (Temporary Differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet.

Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.

Die Ermittlung der latenten Steuern beruht gemäß IAS 12 auf der Anwendung der zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze. Die Bewertung erfolgt dabei anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze der Konzernunternehmen. Für inländische Personengesellschaften umfassen diese nur die Gewerbesteuer und variieren aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,9 Prozent und 17,2 Prozent. Für inländische Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,9 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die Ertragsteuersätze für ausländische Konzerngesellschaften liegen zwischen 15,0 Prozent und 38,0 Prozent.

r) Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3 liegen vor, wenn ein Unternehmen durch den Erwerb von Anteilen oder andere Ereignisse die Beherrschung über einen oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Geschäftsbetriebe im Sinne des IFRS 3 sind integrierte Gruppen von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden, Erträge, Kostenreduzierungen oder anderen wirtschaftlichen Nutzen für die Anteilseigner oder anderen Eigentümer, Gesellschafter oder Teilhaber zu erzielen. Die Gründung von Gemeinschaftsunternehmen und der Zusammenschluss von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung stellen keinen Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 dar.

Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Im Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTOMOBILE ein Unternehmenszusammenschluss statt, der in Erläuterung Nummer 3 "Konsolidierungskreis" detailliert beschrieben wird.

Zusammenfassung ausgewählter Bewertungsmethoden

Bilanzposten Bewertungsmethode
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte
Firmenwerte niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und erzielbarem Betrag
Andere immaterielle Vermögenswerte (fortgeführte) Anschaffungskosten
Sachanlagen (fortgeführte) Anschaffungskosten
Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen Equity-Methode
Finanzforderungen (fortgeführte) Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige Vermögenswerte
Derivate beizulegender Zeitwert
Übrige sonstige Vermögenswerte (fortgeführte) Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Nennwert
Passiva
Rückstellungen für Pensionen Anwartschaftsbarwertverfahren
Sonstige Rückstellungen Erfüllungsbetrag
Finanzverbindlichkeiten
Derivate beizulegender Zeitwert
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (fortgeführte) Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (fortgeführte) Anschaffungskosten
Sonstige Verbindlichkeiten
Altersteilzeitverpflichtungen Anwartschaftsbarwertverfahren
Übrige sonstige Verbindlichkeiten (fortgeführte) Anschaffungskosten

Erläuterungen zur Konzerngewinnund verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

TEUR 2013 2012
Speditions- und Transportleistungen 426.027 422.231
Umschlagerlöse 416.476 394.363
Logistikdienstleistungen 91.008 87.923
Technische Dienstleistungen
und Beratung
79.374 74.970
Miet- und Lagererlöse 59.635 53.305
Personal- und Gerätegestellung 19.064 21.859
Schiffserlöse 11.311 26.163
Materialverkäufe 9.133 11.463
Containerpacking 4.980 4.832
Übrige 62.861 47.283
Gesamt 1.179.869 1.144.392

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 35.477 beziehungsweise 3,1 Prozent erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Neugeschäften. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in den Bereichen Containerumschlag, Seehafenlogistik, Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik sowie dem Automobiltransport und technischer Fahrzeugbetreuung erzielt.

Hinsichtlich der Aufgliederung nach Segmenten siehe die Segmentberichterstattung und die Erläuterungen hierzu in Erläuterung Nummer 38.

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die neutralen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenerstattungen in Höhe von TEUR 4.517, Erträge aus Schadensersatz und Vertragsstrafen in Höhe von TEUR 3.089, Zuschüsse der Agentur für Arbeit in Höhe von TEUR 1.317, Fördermittel in Höhe von TEUR 737, Erträge aus Recycling in Höhe von TEUR 586 sowie Erträge für Skonti und Rabatte in Höhe von TEUR 566.

TEUR 2013 2012
Erbbauzinsen und Mieterträge 16.866 14.221
Erträge aus der Auflösung von
Schulden
11.414 11.066
Neutrale Erträge 11.261 10.439
Personalgestellung 10.815 11.202
Versicherungsentschädigungen und
andere Erstattungen
8.602 6.864
Erträge aus Weiterbelastungen von
Aufwendungen
6.379 6.879
Periodenfremde Erträge 5.498 8.150
Erträge aus dem Abgang von Gegen
ständen des Sachanlagevermögens
2.854 769
IT-Dienstleistungen und
sonstige Beratung
347 446
Übrige 2.638 3.237
Gesamt 76.674 73.273

9. Materialaufwand

TEUR 2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe
110.823 128.776
Aufwendungen für Fremdpersonal 171.408 151.303
Aufwendungen für sonstige bezogene
Leistungen
269.142 266.289
Veränderung des Bestands an un
fertigen Erzeugnissen und Leistungen
sowie fertigen Erzeugnissen
24 0
Gesamt 551.397 546.368

Der Materialaufwand hat sich aufgrund von Neugeschäften gegenüber dem Vorjahr leicht um insgesamt TEUR 5.029 beziehungsweise 0,9 Prozent erhöht.

Die Veränderung der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert im Wesentlichen aus einer Rückübernahme eines Lagers eines Großkunden. Dadurch sind im Geschäftsfeld Automotive die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gesunken. Korrespondierend sind auch die Umsatzerlöse zurückgegangen.

Zur Deckung des Personalbedarfs wurde auch im Jahr 2013 verstärkt auf den Einsatz von externem Personal zurückgegriffen. Die wesentlichen Einsatzbereiche waren der Automobilumschlag in Bremerhaven sowie die Autoteile- und Handelslogistik in Bremen.

Die Veränderung der Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert im Wesentlichen aus einer erneut höheren Inanspruchnahme von Traktionsleistungen im Transport per Waggon sowie dem zusätzlichen Einsatz von Subunternehmern beim Automobilumschlag und einem gleichzeitig verringerten Einsatz von Subunternehmern bei Transportleistungen per Lkw und im Bereich der Logistik von Off- und Onshore-Windenergieanlagen.

10. Personalaufwand

TEUR 2013 2012
(angepasst)
Löhne und Gehälter 332.845 308.868
Gesetzliche soziale Aufwendungen 61.493 56.360
Aufwendungen für Altersversorgung,
Unterstützung und Jubiläen
6.375 6.650
Übrige 57 82
400.770 371.960
Aktivierte Eigenleistungen für
selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen -841 -1.383
Gesamt 399.929 370.577

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 29.352 beziehungsweise 7,9 Prozent erhöht. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.

In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 26.820 (Vorjahr: TEUR 22.550) für Beitragszahlungen an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten. Davon entfallen auf Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 207).

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern belief sich im Jahresdurchschnitt 2013 auf 7.786 (Vorjahr: 7.172) Personen. Davon waren 5.654 (Vorjahr: 5.203) gewerblich und 2.132 (Vorjahr: 1.969) in den kaufmännischen Bereichen tätig. Weitere Informationen sind im Konzernlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung enthalten.

11. Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

TEUR 2013 2012
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
4.468 3.810
Abschreibungen auf Sachanlagen 62.527 59.123
66.995 62.933
Außerplanmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte 1.930 0
Abschreibungen auf Sachanlagen 9.893 1.227
11.823 1.227
Gesamt 78.818 64.160

Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nummer 20 und 21 entnommen werden.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 2013 2012
Erbbauzinsen und Mieten 97.285 87.198
Aufwendungen aus Schadensfällen 10.779 9.181
Bewachungskosten und sonstige
Grundstücksaufwendungen
9.949 8.389
Sonstige neutrale Aufwendungen 9.752 1.266
IT-Aufwendungen 9.064 8.813
Vertriebskosten 8.727 9.334
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 7.701 8.067
Aufwendungen für Versicherungs
prämien
7.502 7.722
Sonstige personalbezogene
Aufwendungen
5.905 5.545
Sonstige periodenfremde
Aufwendungen
4.786 4.538
Verwaltungsaufwendungen und
Beiträge
3.858 4.137
Sonstige Steuern 3.238 2.901
Aufwendungen für Weiterbildung 2.227 1.711
Post- und Fernsprechkosten 2.172 2.098
Weiterbelastete Aufwendungen 2.044 1.785
Buchverluste aus Anlagenabgängen 401 1.394
Aufwendungen aus
Beschaffungsgeschäften für Dritte
225 93
Übrige 9.187 7.994
Gesamt 194.802 172.166

In den Vertriebskosten sind TEUR 5.074 (Vorjahr: TEUR 5.217) Reisekosten und TEUR 3.653 (Vorjahr: TEUR 4.117) Marketingaufwendungen enthalten.

Die Verwaltungsaufwendungen enthalten als wesentliche Einzelposten Gebühren und Beiträge sowie Aufwendungen für Bürobedarf.

In den sonstigen neutralen Aufwendungen sind TEUR 6.029 aus der Entkonsolidierung einer ukrainischen Tochtergesellschaft und eines ukrainischen assoziierten Unternehmens sowie TEUR 2.050 aufgrund einer Rückstellung für belastende Verträge enthalten.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Garantieverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.022 (Vorjahr: TEUR 1.207) enthalten und es wurden aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 214) verrechnet.

13. Zinsergebnis

TEUR 2013 2012
(angepasst)
Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge
Erträge aus langfristigen Finanzforde
rungen
2.274 2.092
Zinserträge aus Bankguthaben 765 601
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 170 173
Übrige Zinserträge 1.194 726
2.129 1.500
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen
und sonstigen Finanzverbindlichkeiten
-8.671 -10.215
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing -2.761 -2.859
Aufzinsung von Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
-3.786 -4.169
Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbind
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-425 -390
Übrige Zinsaufwendungen -3.471 -3.790
Aktivierte Fremdkapitalkosten 721 1.054
-18.393 -20.369
Gesamt -13.990 -16.777

In den übrigen Zinserträgen sind Erträge aus Zinsswaps in Höhe von TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 346) enthalten, denen in den übrigen Zinsaufwendungen mit TEUR -2.505 (Vorjahr: TEUR -2.607) die zugehörigen Aufwendungen aus Zinsswaps gegenüberstehen.

Per saldo entfallen von den Erträgen und Aufwendungen aus Zinsswaps auf den Geschäftsbereich CONTAINER TEUR -903 (Vorjahr: TEUR -1.145), auf den Geschäftsbereich CONTRACT TEUR -674 (Vorjahr: TEUR -619) und auf die Zentralbereiche TEUR -558 (Vorjahr: TEUR -497).

14. Beteiligungsergebnis

TEUR 2013 2012
Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 1 3.598 0
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 2.561 1.067
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 644 425
NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 327 296
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 316 19
dbh Logistics IT AG, Bremen 279 243
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 249 -881
AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 201 308
Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 160 302
OLB Offshore Logistics Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 98 90
BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern 91 479
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 84 140
AutoLogistics International GmbH, Bremen 30 -172
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 1 -104
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen -63 -156
E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 2 -82 102
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss -85 221
DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen -129 100
BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China -306 0
BLG Logistics Consulting (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China -369 0
ACOS Holding AG, Bremen -1.633 21
OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland -3.445 -2.243
Übrige 94 85
2.621 342
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen
LISCONT Operadores de Contentores S.A., Lissabon, Portugal 401 428
DHU Gesellschaft Datenverarbeitung Hamburger Umschlagbetriebe mbH, Hamburg 125 94
Übrige 204 157
730 679
Gesamt 3.351 1.021

1 in 2013 erstmalig at Equity konsolidiert

2 in 2013 entkonsolidiert

15. Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

TEUR 2013 2012
Abschreibungen auf langfristige
Finanzforderungen
Abschreibungen auf sonstige
Ausleihungen 750 0
750 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Abschreibungen auf Anteile an
assoziierten Unternehmen und
sonstige Beteiligungen 27 0
27 0
Gesamt 777 0

16. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2013 2012
(angepasst)
Laufende Steuern
Steueraufwand der Periode 7.172 8.160
Steueraufwand für Vorperioden 6.620 768
Erträge aus Steuererstattungen -1.938 -333
Summe laufende Steuern 11.854 8.595
davon Steueraufwand Inland 13.310 8.488
Steuerertrag Inland -1.811 -193
Steueraufwand Ausland 482 440
Steuerertrag Ausland -127 -140
11.854 8.595
Latente Steuern
Latente Steuern auf temporäre
Differenzen 2.741 1.349
Latente Steuern auf Verlustvorträge 3.554 -2.511
Summe latente Steuern 6.295 -1.162
davon latente Steuern Inland 7.004 -444
latente Steuern Ausland -709 -718
6.295 -1.162
Gesamt 18.149 7.433

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand des Konzerns.

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, aus dem Untergang von Verlustvorträgen und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind.

Latente Ertragsteuern

Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern sowie die Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres betreffen die folgenden Sachverhalte:

Veränderung
Aktive latente Steuern
TEUR
Bisheriger
Stand
2012
Anpassung
IAS 19
2012
(ange
passt)
In
der GuV
erfasst
Im
Eigen
kapital
erfasst
2013
Ansatz von Firmenwerten in der Steuerbilanz 889 0 889 -152 0 737
Ansatz und Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände 1.459 0 1.459 -496 0 963
Bewertung von Sachanlagevermögen 4.452 0 4.452 -2.559 2.386 4.279
Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva 29 0 29 119 0 148
Ansatz von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen 9.133 0 9.133 -825 0 8.308
Bewertung personalbezogener Rückstellungen 7.603 1.663 9.266 -778 1.205 9.693
Bewertung von Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen 1.720 0 1.720 17 0 1.737
Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen 1.053 0 1.053 149 0 1.202
Ansatz derivativer Finanzinstrumente 1.044 0 1.044 -50 -395 599
Ansatz passiver Rechnungsabgrenzungsposten 451 0 451 -171 0 280
Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva 404 0 404 -9 0 395
Abwertung latenter Steuern aus temporären Differenzen -1.615 0 -1.615 -2.333 0 -3.948
Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge 7.432 0 7.432 -3.554 0 3.878
Brutto latente Steuern 34.054 1.663 35.717 -10.642 3.196 28.271
Saldierung -20.598 -20.598 -18.895
Bilanzierte latente Steuern 13.456 15.119 9.376

Von den Veränderungen im Eigenkapital wurden TEUR 3.151 als Steueränderungen und TEUR 45 als Währungsdifferenzen erfasst.

Veränderung
Passive latente Steuern
TEUR
Bisheriger
Stand
2012
Anpassung
IAS 19
2012
(ange
passt)
In
der GuV
erfasst
Im
Eigen
kapital
erfasst
2013
Ansatz und Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände -2.900 0 -2.900 62 0 -2.838
Bewertung von Sachanlagevermögen -12.489 0 -12.489 2.535 0 -9.954
Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen -8.208 0 -8.208 73 0 -8.135
Ansatz eines Sonderpostens mit Rücklageanteil in der Steuerbilanz -104 0 -104 23 0 -81
Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva -201 0 -201 117 0 -84
Bewertung personalbezogener Rückstellungen -1.646 123 -1.523 1.502 0 -21
Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen -62 0 -62 37 0 -25
Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva -87 0 -87 58 0 -29
Zwischenergebniseliminierung -28 0 -28 -60 0 -88
Brutto latente Steuern -25.725 123 -25.602 4.347 0 -21.255
Saldierung 20.598 20.598 18.895
Bilanzierte latente Steuern -5.127 -5.004 -2.360

Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
Abziehbare temporäre Differenzen 4.018 1.615
Verlustvorträge 30.077 33.046
Gesamt 34.095 34.661

Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Konzernunternehmen.

Für Tochterunternehmen, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erlitten haben, wurden aufgrund der verbesserten Ergebnisaussichten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.930 (Vorjahr: TEUR 5.152) ausgewiesen.

Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2013 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 212.806 (Vorjahr: TEUR 264.749). Zum 31. Dezember 2013 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 192.480 (Vorjahr: TEUR 218.172) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften beziehungsweise in absehbarer Zeit keine ausreichenden steuerlichen Gewinne erzielen werden.

Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.

Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:

2013 2012
(angepasst)
20.181 48.638
15,4% 15,4%
3.108 7.490
-53 6
-1.732 -640
5.034 4.873
-6.216 -4.942
4.683 435
-123 -681
1.115 974
10.103 1.877
658 -3.001
-1.117 267
2.467 367
222 408
74,5% 15.041 -0,1% -57
89,9% 18.149 15,3% 7.433

Der zur Ermittlung des erwarteten Ertragsteueraufwands angewendete Konzernsteuersatz von 15,4 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des für die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da diese als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt.

17. Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der Muttergesellschaft zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2013 bei EUR 0,59 (Vorjahr: EUR 0,69). Dieser Berechnung liegen der auf die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– entfallende Teil des Konzernjahresüberschusses von TEUR 2.248 (Vorjahr: TEUR 2.666) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie resultiert wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie in voller Höhe aus fortgeführten Aktivitäten.

18. Dividende je Aktie

Für das Geschäftsjahr 2013 wird eine Ausschüttung von TEUR 1.536 (Vorjahr: TEUR 1.536) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von EUR 0,40 (Vorjahr: EUR 0,40).

Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung

19. Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge

2013 2012
Steuer
Steuer aufwand/
TEUR Brutto
wert
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Brutto
wert
-ertrag
(angepasst)
Netto
wert
Posten, die nachfolgend nicht in die GuV
umgegliedert werden
Neubewertung von Netto-Pensionsverpflichtungen -6.204 1.205 -4.999 -12.952 1.861 -11.091
Steuersatzänderungen 0 1.299 1.299 0 228 228
-6.204 2.504 -3.700 -12.952 2.089 -10.863
Posten, die nachfolgend in die GuV
umgegliedert werden können
Währungsumrechnung -1.545 0 -1.545 -461 0 -461
Anteil an der Währungsumrechnung assoziierter Unter
nehmen
-677 0 -677 -238 0 -238
Zeitwertänderung von derivativen Finanzinstrumenten
(Cashflow-Hedges)
2.608 -392 2.216 -737 121 -616
Zeitwertänderung von derivativen Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
11 0 11 9 0 9
397 -392 5 -1.427 121 -1.306
Gesamt -5.807 2.112 -3.695 14.379 2.210 -12.169

Konzernanhang

Erläuterungen zur Konzernbilanz

20. Immaterielle Vermögenswerte

Geschäftsjahr 2013
TEUR
Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Geleistete
Anzahlungen auf
immaterielle
Vermögenswerte
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2013 13.942 63.052 5.547 82.541
Veränderungen im Konsolidierungskreis 3.593 -302 0 3.291
Zugänge 0 2.576 1.570 4.146
Abgänge 0 -59 0 -59
Umbuchungen 0 2.521 -2.462 59
Währungsdifferenzen -357 -34 0 -391
Stand 31. Dezember 2013 17.178 67.754 4.655 89.587
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 6.865 26.623 0 33.488
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -294 0 -294
Zugänge 1.920 4.478 0 6.398
Abgänge 0 -40 0 -40
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -16 0 -16
Stand 31. Dezember 2013 8.785 30.751 0 39.536
Buchwerte 31. Dezember 2013 8.393 37.003 4.655 50.051
Geschäftsjahr 2012
TEUR
Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Geleistete
Anzahlungen auf
immaterielle
Vermögenswerte
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2012 14.032 42.089 6.375 62.496
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 18.655 1.351 20.006
Abgänge 0 -30 -67 -97
Umbuchungen 0 2.347 -2.112 235
Währungsdifferenzen -90 -9 0 -99
Stand 31. Dezember 2012 13.942 63.052 5.547 82.541
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 6.865 22.845 0 29.710
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 3.810 0 3.810
Abgänge 0 -27 0 -27
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -5 0 -5
Stand 31. Dezember 2012 6.865 26.623 0 33.488
Buchwerte 31. Dezember 2012 7.077 36.429 5.547 49.053

Der Konzern untersucht jährlich, in Einklang mit den unter Erläuterungen Nummer 6 b) und 6 m) dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Die wesentlichen untersuchten Geschäfts- oder Firmenwerte und die den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Impairment-Test
Bezeichnung der CGU BLG ViDi LOGISTICS
TOW Kiew, Ukraine
BLG AutoRail GmbH,
Bremen
Geschäftsbereich AUTOMOBILE AUTOMOBILE
Buchwert Geschäfts
oder Firmenwert
TUAH 24.197 TEUR 4.288
Erzielbarer Betrag TUAH 0 TEUR 115.136
Außerplanmäßige
Abschreibungen
TUAH 24.197
Umsatzwachstum p.a.
(Planungszeitraum)
6,9% – 54,9% 1,7% – 3,7%
Weitere Parameter
für die Unternehmens
planung
Neuzulassungszahlen,
Marktanteil,
Wertschöpfungstiefe,
Preis pro Fahrzeug
Auslastung,
Preis pro Fahrzeug
Dauer des
Planungszeitraums
3 Jahre 3 Jahre
Umsatzwachstum p.a.
nach Ende des
Planungszeitraums
0,00% 0,00%
Diskontierungszinssatz 6,71% 6,52%

Im Rahmen der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb von 50 Prozent der Anteile an der BLG ViDi LOGISTICS TOW entstand im Geschäftsjahr 2009 ein Firmenwert in Höhe von UAH 94,4 Mio., der im Geschäftsjahr 2011 durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von UAH 70,2 Mio. auf einen Buchwert von UAH 24,2 Mio. und im Berichtsjahr durch weitere außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von UAH 24,2 Mio. auf einen Buchwert von UAH 0 wertberichtigt wurde. Umgerechnet in Euro entspricht dies einer ergebniswirksamen außerplanmäßigen Abschreibung von EUR 1,9 Mio. Gleichzeitig ergaben sich aus der Umrechnung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Währungsdifferenzen in Höhe von EUR -0,4 Mio.

Die BLG ViDi LOGISTICS TOW wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 entkonsolidiert.

Für die BLG AutoRail GmbH, Bremen, liegt der erzielbare Betrag ausgehend von den in der obigen Tabelle dargestellten Annahmen deutlich über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Planungen berücksichtigen eine Auslastung der Waggons in Anlehnung an die Erfahrungswerte der Vorjahre. Im Jahr 2014 wird ein weiterer Ausbau der Waggon-Flotte um zusätzliche 75 Waggons eingeplant. Auch bei einer erheblichen Reduzierung der Annahmen zum Umsatzwachstum und den weiteren Parametern oder einer Erhöhung des Diskontierungszinssatzes ergäbe sich ein über dem Buchwert liegender erzielbarer Betrag. Die den Planungen im Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugrundegelegten Umsatzerwartungen wurden aus Marktprognosen zu Pkw-Neuzulassungen, bisherigen Marktanteilen und Kundenbefragungen abgeleitet.

Die übrigen bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 512 betreffen das Geschäftsfeld Containerreparatur aus dem Geschäftsbereich CONTAINER. Die unter Zugrundelegung der auf Basis einer Drei-Jahres-Planung ermittelten erwarteten künftigen Cashflows vorgenommenen Wertminderungstests ergaben keine Hinweise auf Wertminderungsbedarf. Über den Planungszeitraum hinaus wurden die Cashflows unverändert unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Konzerngewinn- und verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Dabei wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauern immaterielle
Vermögenswerte
2013 2012
Softwarelizenzen 2 -10 Jahre 2 -10 Jahre
Selbst erstellte Software 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre
Versorgungs- und Sielnutzungsrechte 20 Jahre 20 Jahre
Rechte zum Betrieb von
Containerterminals 40 Jahre 40 Jahre

Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 0) an.

Aufgrund der beabsichtigten Neuordnung unseres Engagements der dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugehörigen BLG ViDi LOGISTICS TOW wurde für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit in Übereinstimmung mit den unter den Erläuterungen Nummer 6 b und 6 m dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ein Wertminderungstest durchgeführt.

Für den erzielbaren Betrag wurden die erwarteten zukünftigen Cashflows mit einem Zinssatz von 6,71 Prozent diskontiert. Als Grundlage für den auf diese Weise ermittelten Nutzungsbetrag diente ein Planungszeitraum von drei Jahren. Aus der gleichmäßigen Verteilung des Wertberichtigungsbedarfs auf die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ergaben sich Wertminderungen auf Software in Höhe von TEUR 10.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Für qualifizierte Vermögenswerte waren keine Finanzierungskosten zu aktivieren.

Konzernanhang

21. Sachanlagen

Geschäftsjahr 2013
TEUR
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich der
Bauten auf
fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2013 607.545 493.891 67.464 40.246 1.209.146
Veränderungen im Konsolidierungskreis -28.540 455 -1.069 -222 -29.376
Zugänge 9.298 18.120 8.405 6.860 42.683
Abgänge -1.477 -8.329 -2.877 0 -12.683
Umbuchungen 24.721 7.750 2.331 -34.861 -59
Währungsdifferenzen -802 -90 -144 -334 -1.370
Stand 31. Dezember 2013 610.745 511.797 74.110 11.689 1.208.341
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 247.429 240.666 46.423 0 534.518
Veränderungen im Konsolidierungskreis -14.677 -423 -1.043 -70 -16.213
Zugänge 31.925 33.126 7.299 70 72.420
Abgänge -1.175 -5.879 -2.418 0 -9.472
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen -3 -32 -112 0 -147
Stand 31. Dezember 2013 263.499 267.458 50.149 0 581.106
Buchwerte 31. Dezember 2013 347.246 244.339 23.961 11.689 627.235
Geschäftsjahr 2012
TEUR
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich der
Bauten auf
fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2012 553.156 454.680 61.852 49.282 1.118.970
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 30.780 35.513 7.876 31.428 105.597
Abgänge -89 -11.885 -2.704 0 -14.678
Umbuchungen 24.146 15.438 468 -40.287 -235
Währungsdifferenzen -448 145 -28 -177 -508
Stand 31. Dezember 2012 607.545 493.891 67.464 40.246 1.209.146
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 226.135 218.846 42.521 0 487.502
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 21.365 31.698 7.287 0 60.350
Abgänge -68 -9.772 -3.515 0 -13.355
Umbuchungen -3 -155 158 0 0
Währungsdifferenzen 0 49 -28 0 21
Stand 31. Dezember 2012 247.429 240.666 46.423 0 534.518
Buchwerte 31. Dezember 2012

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Konzerngewinn- und verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen stellen sich wie folgt dar:

Nutzungsdauern des
Sachanlagevermögens
2013 2012
Gebäude Leichtbau 10 Jahre 10 Jahre
Gebäude Massivbau 20 - 40 Jahre 20 - 40 Jahre
Freiflächen 10 - 25 Jahre 10 - 25 Jahre
Schwimmkrane 40 Jahre 40 Jahre
Übrige Umschlaggeräte 4 - 34 Jahre 4 - 34 Jahre
Technische Anlagen
und Maschinen
5 - 20 Jahre 5 - 20 Jahre
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
3 - 20 Jahre 3 - 20 Jahre
Geringwertige
Wirtschaftsgüter
1 Jahr 1 Jahr

Es wurden im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungen in Höhe von TEUR 9.893 (Vorjahr: TEUR 1.227) vorgenommen. Hiervon entfielen TEUR 8.690 auf den Geschäftsbereich AUTOMOBILE, TEUR 322 auf den Geschäftsbereich CONTRACT und TEUR 881 auf den Geschäftsbereich CONTAINER.

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wurde aufgrund der beabsichtigten Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaft BLG ViDi LOGISTICS TOW für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit in Übereinstimmung mit den unter den Erläuterungen Nummer 6 b und 6 m dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ein Wertminderungstest durchgeführt.

Für den erzielbaren Betrag wurden die erwarteten zukünftigen Cashflows mit einem Zinssatz von 6,71 Prozent diskontiert. Als Grundlage für den auf diese Weise ermittelten Nutzungsbetrag diente ein Planungszeitraum von drei Jahren. Aus der gleichmäßigen Verteilung des Wertberichtigungsbedarfs auf die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ergaben sich Wertminderungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.690. Die Wertminderungen entfielen mit TEUR 8.485 auf Grundstücke und Bauten, mit TEUR 103 auf technische Anlagen und Maschinen, mit TEUR 32 auf andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit TEUR 70 auf Anlagen im Bau.

Im Geschäftsbereich CONTRACT wurden nach der Kündigung eines Kundenvertrages die Nutzungsdauern von Regalanlagen wegen fehlender anderweitiger Nutzungsmöglichkeiten an die Restlaufzeit des Vertrages angepasst und die Restbuchwerte der Anlagen in Höhe von TEUR 71 im Wert gemindert.

Ebenfalls im Geschäftsbereich CONTRACT wurden nach der Kündigung eines Kundenvertrages die Nutzungsdauern von diversen Anlagen wegen fehlender anderweitiger Nutzungsmöglichkeiten an die Restlaufzeit des Vertrages angepasst und die Restbuchwerte der Anlagen in Höhe von insgesamt TEUR 251 im Wert gemindert. Die Wertminderungen entfielen mit TEUR 96 auf Bauten auf fremden Grundstücken, mit TEUR 130 auf technische Anlagen und Maschinen und mit TEUR 25 auf andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Geschäftsbereich CONTAINER resultieren die Wertminderungen im Wesentlichen aus der vorzeitigen Rückgabe von Flächen an die Stadt Hamburg zum Bau einer Lokservicestelle.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 11.689 (Vorjahr: TEUR 40.246) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.

Für qualifizierte Vermögenswerte wurden Finanzierungskosten in Höhe von TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 1.054) aktiviert. Der Durchschnittszinssatz betrug hierbei 3,21 Prozent.

In den Sachanlagen sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.

Finanzierungsleasing
(Buchwerte in TEUR)
31.12.2013 31.12.2012
Gebäude 373 415
Technische Anlagen und Maschinen 51.534 57.838
Betriebs- und Geschäftsausstattung 92 173
Gesamt 51.999 58.426

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 57.372 (Vorjahr: TEUR 63.038) gegenüber; siehe Erläuterung Nummer 30. Die Laufzeiten der Leasingverpflichtungen betragen bis zu zwölf Jahre.

Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber. Hinsichtlich der sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind, wird auf die Erläuterung Nummer 29 verwiesen.

Konzernanhang

22. Finanzanlagen

Geschäftsjahr 2013
TEUR
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Finanzanlagen
at Equity
Sonstige
Beteiligungen
Wert
papiere
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2013 383 40.643 1.313 628 42.967
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -2.392 0 0 -2.392
Zugänge 0 4.305 3.599 0 7.904
Abgänge -40 -3.659 0 0 -3.699
Umbuchungen 0 795 -795 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -1.106 0 0 -1.106
Stand 31. Dezember 2013 343 38.586 4.117 628 43.674
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 10 139 253 0 402
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 27 0 27
Abgänge -10 0 0 0 -10
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 0 139 280 0 419
Buchwert 31. Dezember 2013 343 38.447 3.837 628 43.255
Geschäftsjahr 2012
TEUR
Anteile an ver
bundenen
Unternehmen
Finanzanlagen
at Equity
Sonstige
Beteiligungen
Wert
papiere
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2012 422 47.792 1.320 628 50.162
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 25 3.780 0 0 3.805
Abgänge -64 -10.646 -7 0 -10.717
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -283 0 0 -283
Stand 31. Dezember 2012 383 40.643 1.313 628 42.967
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 23 139 253 0 415
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge -13 0 0 0 -13
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 10 139 253 0 402
Buchwert 31. Dezember 2012 373 40.504 1.060 628 42.565

Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 373) sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at Equity konsolidiert werden, betreffen die in der folgenden Tabelle dargestellten Unternehmen. Eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist im Abschnitt "Weitere Informationen" auf den Seiten 188 - 191 enthalten.

31.12.2013 31.12.2012
Anteile an assoziierten Unternehmen Beteiligungs
quote
Buchwert
in TEUR
Beteiligungs
quote
Buchwert
in TEUR
Geschäftsbereich AUTOMOBILE
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 50,0% 3.607 50,0% 3.692
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 49,5% 3.182 49,5% 2.866
BLG Logistics Consulting (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China 100,0% 640 100,0% 0
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen 50,0% 469 50,0% 540
AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 50,0% 228 50,0% 347
Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,0% 199 50,0% 339
BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 50,0% 165 50,0% 165
BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 100,0% 142 100,0% 139
E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 2 50,0% 0 50,0% 1.135
BLG Automobile Logistics Russia LTD, Nicosia, Zypern 3 100,0% 0 50,0% 1.421
BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China 50,0% 0 50,0% 320
8.632 10.964
Geschäftsbereich CONTRACT
AutoLogistics International GmbH, Bremen 1 50,0% 1.154 50,0% 1.396
NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 44,0% 936 44,0% 835
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,0% 545 50,0% 400
OLB Offshore Logistics Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 42,5% 442 42,5% 402
Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,0% 97 100,0% 96
BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,0% 87 50,0% 176
BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,0% 77 50,0% 68
ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,3% 29 33,3% 23
DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,0% 0 50,0% 157
BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 60,0% 0 60,0% 0
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,0% -767 50,0% 1.354
2.600 4.907
Geschäftsbereich CONTAINER
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,7% 20.434 16,7% 18.875
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 1 16,7% 2.433 16,7% 0
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,7% 1.540 26,7% 1.306
ACOS Holding AG, Bremen 25,0% 0 25,0% 1.633
FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg 17,0% 4 17,0% 4
OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,0% 0 10,0% 0
24.411 21.818
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,3% 1.658 33,3% 1.733
dbh Logistics IT AG, Bremen 26,8% 1.146 26,8% 1.082
2.804 2.815
Gesamt 38.447 40.504

1 in 2013 erstmalig at Equity konsolidiert 2 in 2013 entkonsolidiert 3 in 2013 vollkonsolidiert

Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unterneh- Sonstige Beteiligungen men ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen durch anteilige Jahresergebnisse (TEUR 2.621) und Kapitalerhöhungen (TEUR 1.030) sowie Minderungen durch Ausschüttungen (TEUR -6.291), Veränderungen im Konsolidierungskreis (TEUR -2.392) und Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR -1.106).

Die Contship Italia S.p.A., Genua, Italien, die TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko, die OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, die ACOS Holding AG, Bremen, die FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg, sowie die Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia, sind über die EUROGATE-Gruppe quotal berücksichtigt. Der Anteil der EUROGATE-Gruppe an den Gesellschaften beläuft sich auf 33,4 Prozent (CONTSHIP Italia S.p.A.), 53,4 Prozent (TangerMedGate Management S.a.r.l.), 20,0 Prozent (OJSC Ust-Luga Container Terminal), 49,9 Prozent (ACOS Holding AG), 34,0 Prozent (FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH) sowie 33,4 Prozent (Medgate FeederXpress Ltd.).

Der im Zusammenhang mit dem Erwerb der ACOS Holding AG, Bremen, zum 23. Dezember 2008 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.368 wurde im Berichtsjahr um TEUR 1.368 auf TEUR 0 wertberichtigt.

Im Geschäftsjahr 2013 waren anteilige Gewinne assoziierter Unternehmen – wegen vorangegangener Verluste – in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 40) nicht im Konzernergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Konzernergebnis erfassten kumulierten Verlustanteile insgesamt TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 170).

Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2013 2012
Vermögenswerte 137.547 147.698
Verbindlichkeiten -94.720 -100.270
Netto-Vermögenswerte 42.827 47.428
Erträge 136.162 122.398
Aufwendungen -131.372 -118.699
Netto-Ergebnis 4.790 3.699
TEUR 2013 2012
Lloyd Investitions- und Verwaltungs
GmbH, Bremerhaven
2.599 0
Lloyd Werft Bremerhaven AG,
Bremerhaven
1.000 0
boxXpress.de GmbH, Hamburg 48 48
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia,
Liberia 1
0 795
Übrige 190 217
Gesamt 3.837 1.060

1 in 2013 erstmalig at Equity konsolidiert

Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, bei denen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss gezeigt.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf sonstige Beteiligungen vorgenommen.

23. Finanzforderungen

Geschäftsjahr 2013 31.12.2013
TEUR < 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 0 0 12.915 12.915
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 1.026 17.566 3.292 21.884
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Übrige Forderungen an Gesellschafter 0 0 0 0
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei Gemeinschaftsunternehmen 18.357 0 0 18.357
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei assoziierten Unternehmen 779 0 0 779
Forderungen an Leasinggesellschaften 16.481 0 0 16.481
Finanzforderungen aus Finance Lease 414 992 2.886 4.292
Übrige sonstige Finanzforderungen 552 276 57 885
Gesamt 37.609 18.834 19.150 75.593
31.12.2012 (angepasst)
Geschäftsjahr 2012
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100 0 0 100
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 0 0 18.375 18.375
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 562 18.831 2.448 21.841
Sonstige Ausleihungen 169 2.246 500 2.915
Übrige Forderungen an Gesellschafter 1.013 0 0 1.013
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei Gemeinschaftsunternehmen 17.142 0 0 17.142
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei assoziierten Unternehmen 934 0 0 934
Forderungen an Leasinggesellschaften 7.081 0 0 7.081
Finanzforderungen aus Finance Lease 428 1.267 3.025 4.720
Übrige sonstige Finanzforderungen 925 19 119 1.063
Gesamt 28.354 22.363 24.467 75.184

Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nummer 25) ausgewiesen.

Die Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen entfallen in voller Höhe auf die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, sind in 2022 fällig und werden mit 6 Prozent verzinst.

Die langfristigen Ausleihungen an assoziierte Unternehmen sind mit Zinssätzen von 3 bis 12 Prozent zu verzinsen.

Aufgrund der überwiegend festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das aber unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für den BLG-Konzern nicht wesentlich ist.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Im Hinblick auf die fristgerechte Erfüllung durch die Kontrahenten und das Ausfallrisiko stellen sich die Finanzforderungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt dar:

Finanzforderungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Weder überfällige noch
wertgeminderte Forderungen
75.117 74.944
Überfällige, aber
nicht wertgeminderte Forderungen
476 341
Wertgeminderte Forderungen 0 0
Buchwerte 75.593 75.285

Die wertgeminderten Finanzforderungen und die darauf gebildeten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertgeminderte Finanzforderungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Nominalbeträge 750 0
Wertberichtigungen -750 0
Buchwerte 0 0
Wertberichtigungen auf
Finanzforderungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Stand am Geschäftsjahresanfang 0 0
Wertminderungen des Geschäftsjahres
– Zuführungen
750 0
Stand am Geschäftsjahresende 750 0

Erträge und Aufwendungen aus den vorstehend dargestellten Wertminderungen werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

24. Vorräte

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.204 11.722
Unfertige Erzeugnisse/
Unfertige Leistungen
300 934
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 287 395
Gesamt 10.791 13.051

Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2013 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 477) gebildet.

25. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Forderungen – Dritte 189.962 174.174
Forderungen – Dritte aus SoC 661 701
Forderungen –
verbundene Unternehmen
2 19
Forderungen –
Beteiligungsunternehmen
5.819 5.083
Gesamt 196.444 179.977

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das durchschnittliche Zahlungsziel beträgt 60 Tage (Vorjahr: 57 Tage). Das maximale Ausfallsrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:

Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Weder überfällige noch
wertgeminderte Forderungen
151.897 142.292
Überfällige, aber nicht
wertgeminderte Forderungen
43.597 36.975
Wertgeminderte Forderungen 950 710
Gesamt 196.444 179.977

Die überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:

Aufriss der an den Abschlussstich
tagen überfälligen, aber nicht
wertgeminderten Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen
nach Zeitbändern der Überfälligkeit
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Weniger als 30 Tage 29.456 26.121
Zwischen 30 und 60 Tagen 6.207 5.638
Zwischen 61 und 90 Tagen 2.280 3.160
Zwischen 91 und 180 Tagen 5.343 1.846
Zwischen 181 und 360 Tagen 158 113
Mehr als 360 Tage 153 97
Gesamt 43.597 36.975

Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.

Wertgeminderte Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Nominalbeträge 2.648 2.602
Wertberichtigungen -1.698 -1.892
Buchwerte 950 710

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen auf Forderun
gen aus Lieferungen und Leistungen
TEUR
2013 2012
Stand am Geschäftsjahresanfang 1.892 1.660
Wertminderungen des Geschäftsjahrs
– Zuführungen 1.004 1.376
– Auflösungen -765 -521
– Wechselkursänderungen -1 -2
Verbräuche/Ausbuchungen gegen
Forderungen -432 -621
Stand am Geschäftsjahresende 1.698 1.892

Im Berichtsjahr wurden ferner Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 137) vorgenommen, die unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Sonstige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte entfallen mit TEUR 3.749 auf Forderungen aus Garantieansprüchen. Hiervon betreffen TEUR 2.250 den Geschäftsbereich CONTRACT, TEUR 799 den Geschäftsbereich CONTAI-NER und TEUR 700 den Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Darüber hinaus ist ein Anspruch auf Erstattung der Kosten eines Rechtsstreits in Höhe von TEUR 229 enthalten.

31.12.2013 31.12.2012
Sonstige Vermögenswerte
TEUR
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nummer 23) 37.609 -- 28.354 --
Forderungen Finanzamt 5.479 -- 6.780 --
Abgrenzungen 2.402 -- 2.282 --
Erstattungsansprüche Versicherungen 1.251 -- 4.731 --
Derivate mit positivem Marktwert 407 -- 0 --
Forderungen gegen Mitarbeiter 336 -- 330 --
Forderungen Arbeitsamt 274 -- 77 --
Forderungen Gesellschafter 223 -- 0 --
Ansprüche auf Zuwendungen der öffentlichen Hand 47 -- 47 --
Übrige Vermögenswerte 4.621 88 2.701 84
Gesamt 52.649 88 45.302 84

In den Erstattungsansprüchen an Versicherungen des Vorjahres waren TEUR 4.160 für die vom Haftpflichtschadenausgleich der deutschen Großstädte in den Jahren 2004 bis 2010 auf Basis einer geänderten Bemessungsgrundlage zu viel belasteten Versicherungssteuern enthalten, die aufgrund eines BFH-Urteils rückvergütet wurden.

Die Sonstigen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

26. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahr: TEUR 537) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 908 (Vorjahr: TEUR 306).

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 16 verwiesen.

27. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

TEUR 31.12.2013 31.12.2012*
Kontokorrentguthaben 33.762 33.862
Tages- und kurzfristige Termingelder 27.998 41.125
Kasse 112 149
Gesamt 61.872 75.136

* Gemäß IAS 8.42 wurde eine Änderung der Vorjahreszahlen vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

28. Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013 in der Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.

a) Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2013 voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 Aktiengesetz in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 6.446 (Vorjahr: TEUR 5.734). Im Geschäftsjahr 2013 wurden aus dem Konzernjahresüberschuss TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 1.130) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

b) Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.

Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Konzernabschlusses auf IFRS.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Konzernjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS.

Der Bilanzgewinn von TEUR 19.591 entspricht dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeiten erfasst, in der der Ausschüttungsbeschluss getroffen wurde.

Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.

Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IAS 39 aufzulösen.

Entwicklung der Hedge-Rücklage
TEUR
2013 2012
Stand 1. Januar -4.286 -3.679
Veränderung der Rücklage 2.227 -607
Stand 31. Dezember -2.059 -4.286

Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -2.437 (Vorjahr: TEUR -5.046), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 777) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -7 (Vorjahr: TEUR -17) zusammen.

Das Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften in Höhe von TEUR -85.165 (Vorjahr: TEUR -50.519) betrifft Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

c) Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter

Unter diesem Posten werden mit TEUR 6.166 (Vorjahr: TEUR 11.967) die Fremdanteile am Eigenkapital an den anderen, neben der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Der Ausweis von Hybrid-Eigenkapital in Höhe von TEUR 78.010 (Vorjahr: TEUR 78.010) betrifft eine quotal berücksichtigte von der EURO-GATE-Gruppe begebene Anleihe, einschließlich der auf Hybridkapitalinhaber als Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 2013 zeitanteilig berücksichtigten Zinsen.

Die nachrangige, unbefristete Anleihe im Nennwert von TEUR 150.000 wurde mit einem Kupon von zunächst 6,75 Prozent p.a. von der EURO-GATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, der Holding-Gesellschaft der EUROGATE-Gruppe ("EUROGATE KG"), mit Wirkung zum 30. Mai 2007 begeben.

Nach zehn Jahren Laufzeit besteht erstmalig die Möglichkeit zur Rückzahlung der Anleihe durch die Emittentin. Soweit die Anleihe fortgesetzt wird, ist ein variabler Zinssatz mit einer dann höheren Zinsmarge vertraglich festgelegt. Ein vertragliches, ordentliches Kündigungsrecht der Inhaber der Hybridanleihe besteht nicht.

Diese Anleihe wird zum 31. Dezember 2013 als Hybrid-Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, da es sich um ein Instrument handelt, bei dem zum einen die Inhaber der Anleihe aufgrund der vertraglichen Regelungen eine Rückzahlung nicht verlangen können und bei dem zum anderen die EUROGATE KG aufgrund der vertraglich festgelegten Voraussetzungen nicht zur Zahlung einer Vergütung an die Inhaber dieses Instruments verpflichtet werden kann. Es bestehen somit keine Verpflichtungen zur Abgabe von flüssigen Mitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten, die der EUROGATE KG aufgrund von vertraglichen Regelungen von Inhabern des Hybridkapitals vorgeschrieben werden können.

Die den Inhabern des Hybridkapitals als Vergütung zu zahlenden Kupons werden als Teil der Ergebnisverwendung in der Konzerngewinn- und verlustrechnung und in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals gezeigt.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden als Gewinnanteil der Hybridkapitalinhaber im Konzerneigenkapital zeitanteilige Kuponzahlungen von TEUR 5.063 berücksichtigt.

Anwendung von IAS 32

Bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft.

In der für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009 anzuwendenden Fassung des IAS 32 sind die Kündigungsmöglichkeiten des Inhabers eines Finanzinstruments ein entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von Eigenkapital und Fremdkapital. Finanzinstrumente, die dem Inhaber (hier: der Kommanditist) das Recht zur Kündigung gewähren und damit die Gesellschaft im Kündigungsfall verpflichten, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zu übertragen, stellen, sofern die Bedingungen der IAS 32.16A bis IAS 32.16D erfüllt sind, Eigenkapital dar. Diese Regelungen sind gemäß IAS 32AG.29A jedoch nicht für "nicht beherrschende Anteile" (Minderheitsanteile) anwendbar. Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG wäre das anteilige "Nettovermögen der Kommanditistin" im Fremdkapital zu erfassen. Korrespondierend wären die auf die Kommanditistin entfallenden Ergebnisanteile als Finanzierungsaufwand zu erfassen.

Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des IAS 32 zu vermeiden, die die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals als Eigenkapital konterkarieren, wird in dem vorliegenden Konzernabschluss bezüglich der Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung des Kommanditkapitals weiterhin der IAS 32 (überarbeitet 2000) angewendet, der keinen Ausweis des "Nettovermögens der Kommanditisten" unter den Verbindlichkeiten und keine Erfassung der Ergebnisanteile der Kommanditisten im Finanzierungsaufwand fordert. Daher werden das "Nettovermögen der Kommanditisten" als Eigenkapital und die darauf entfallende Vergütung als Teil des Konzernjahresüberschusses ausgewiesen.

Die Bewertung dieses Postens erfolgt zum nach den IFRS ermittelten Buchwert des "Nettovermögens der Kommanditisten".

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 110 f. verwiesen.

29. Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen setzten sich nach Restlaufzeitbändern und Zinsbändern wie folgt zusammen:

Zinssatz
31.12.2013
Restlaufzeiten
TEUR < 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten
0,939 - 0,999% 828 1.187 1.483 3.498
1,000 - 1,999% 17.214 79.868 47.261 144.344
2,000 - 2,999% 1.471 36.026 4.593 42.089
3,000 - 3,999% 2.054 7.340 7.073 16.466
4,000 - 4,999% 4.351 32.244 1.923 38.518
5,000 - 5,999% 0 0 0 0
6,000 - 6,293% 2.000 8.000 10.000 20.000
27.917 164.665 72.333 264.915
Darlehen von APM Terminals Wilhelmshaven GmbH
5,09% 0 0 12.915 12.915
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts
zinslos 92 318 255 665
Gesamt 28.009 164.983 85.503 278.495
Zinssatz Restlaufzeiten
31.12.2012
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten
0,870 - 0,999% 775 532 0 1.307
1,000 - 1,999% 13.694 60.197 40.320 114.211
2,000 - 2,999% 1.968 8.375 35.188 45.531
3,000 - 3,999% 3.692 13.143 8.252 25.087
4,000 - 4,999% 8.104 14.575 24.234 46.913
5,000 - 5,999% 2.485 0 0 2.485
6,000 - 6,293% 2.000 8.000 12.000 22.000
32.718 104.822 119.994 257.534
Darlehen von APM Terminals Wilhelmshaven GmbH
6,17% 0 0 18.375 18.375
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts
zinslos 92 317 315 724
Gesamt 32.810 105.139 138.684 276.633

In der vorherigen Darstellung sind nicht nachrangige, unbesicherte Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 60,0 Mio. (Vorjahr: EUR 60,0 Mio.) enthalten, von denen EUR 50,0 Mio. im Dezember 2018 endfällig sind. Das verbleibende Schuldscheindarlehen über EUR 10,0 Mio. ist halbjährlich in fünf Raten ab April 2017 rückzahlbar. Die Schuldscheindarlehen sind in Höhe von EUR 19,0 Mio. festverzinslich und in Höhe von EUR 41,0 Mio. variabel verzinslich.

Der Konzern hat im Berichtsjahr vier variabel verzinsliche Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 40,0 Mio. neu aufgenommen. Die Konditionen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 22,1 Mio. (Vorjahr: EUR 25,8 Mio.) durch Grundschulden besichert. Für Darlehensverbindlichkeiten von EUR 205,9 Mio. (Vorjahr: EUR 194,6 Mio.) wurden kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. In dem Betrag sind EUR 60,0 Mio. aus den Schuldscheindarlehen sowie EUR 40,0 Mio. aus den neu aufgenommenen Darlehen enthalten.

Konditionen neu aufgenommene Darlehen

Darlehen 1 Darlehen 2 Darlehen 3 Darlehen 4
Darlehensbetrag EUR 10,0 Mio. EUR 10,0 Mio. EUR 10,0 Mio. EUR 10,0 Mio.
Laufzeitbeginn 05/2013 06/2013 07/2013 12/2013
Verzinsung variabel variabel variabel variabel
Zinssatz 6M-EURIBOR 6M-EURIBOR 3M-EURIBOR 3M-EURIBOR
+ 1,35% + 1,18% + 1,20% + 0,90%
Zinsperiode halbjährlich halbjährlich vierteljährlich vierteljährlich
Laufzeit 9 Jahre und 4 Monate 10 Jahre 10 Jahre 6 Jahre und10 Monate
Rückzahlung halbjährlich
TEUR 1.000
ab 03/2018
halbjährlich
TEUR 500
ab 12/2013
vierteljährlich
TEUR 250
ab 09/2013
vierteljährlich
TEUR 300
ab 10/2014
Laufzeitende 09/2022 05/2023 06/2023 10/2020

Zusätzlich wurde die Rahmenkreditlinie bei einem Kreditinstitut um EUR 5,0 Mio. erhöht.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsbereich CONTAINER zwei Bankdarlehen in Höhe von anteilig EUR 5,2 Mio. aufgenommen. Diese Darlehen sind im Wesentlichen besichert, haben eine Restlaufzeit bis 2023 beziehungsweise 2024 und sind festverzinslich.

Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt EUR 88,4 Mio. (Vorjahr: EUR 104,7 Mio.) festverzinslich, EUR 176,5 (Vorjahr: EUR 152,8 Mio.) waren variabel verzinslich.

Das zinslose Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts wurde mit einem Zinssatz von 5,0 Prozent abgezinst.

Zur Besicherung von Verbindlichkeiten von Gemeinschaftsunternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von anteilig EUR 55,8 Mio. (Vorjahr: EUR 66,7 Mio.) wurden Gebäude, Betriebsvorrichtungen und mobile Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet.

Für den Fall der Nichteinhaltung der vereinbarten Covenants sehen die Bedingungen Zinserhöhungen in zwei Stufen von jeweils 0,5 Prozent vor; danach besteht ein Kündigungsrecht.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten nicht eingehalten. In der Konsequenz könnte ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und das Schuldscheindarlehen für den nächsten Zinszeitraum erfolgen. Für das Geschäftsjahr 2014 bedeutet dies eine Erhöhung von 0,5 Prozent auf die Ursprungsmarge, mit einer Auswirkung in der Bandbreite von TEUR 250 bis TEUR 2.000 für die Geschäftsjahre 2014 und 2015. Bei Einhaltung der Kennzahlen zum nächsten testierten Abschluss kann der Wegfall der Margenerhöhung bereits größtenteils wieder erwirkt werden.

Konzernanhang

30. Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013 31.12.2012
TEUR kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 28.009 -- 32.810 --
Finanzierungsleasing 10.065 47.307 10.150 52.888
Kontokorrentkredite 36.764 -- 44.057 --
Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH 25.600 0 25.600 0
Verrechnungskonto EUROKAI KGaA 18.357 0 17.139 0
Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen 18.160 542 17.361 668
Darlehen von Gemeinschaftsunternehmen 10.000 -- 0 --
Termin- und Tagesgelder 0 -- 10.000 --
Derivate mit negativem Marktwert 4.272 -- 6.826 --
Passive Rechnungsabgrenzungen 1.895 2.062 1.895 3.957
Übrige 15.040 29.596 15.712 31.784
Gesamt 168.162 79.507 181.550 89.297

Die übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten mit TEUR 4.754 (Vorjahr: TEUR 8.765) Cash-Managementverrechnungskonten gegenüber Beteiligungen.

In den übrigen sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 10.687 (Vorjahr: TEUR 12.109) enthalten. Des Weiteren betreffen TEUR 15.238 (Vorjahr: TEUR 15.205) Verbindlichkeiten bezüglich Zahlungsverpflichtungen aus dem Betrieb von Containerterminals.

Die durchschnittlichen Effektivzinssätze der wesentlichen Gruppen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Durchschnittliche Effektivzinssätze 31.12.2013 31.12.2012
Kontokorrentverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1,24% 0,99%
Aufgenommene Tages- und
Termingelder
0,95% 1,07%

Die Buchwerte entsprechen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing den Marktwerten der Verbindlichkeiten.

Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:

31.12.2013 31.12.2012
TEUR Mindest
leasingraten
davon Tilgung davon Zinsen Mindest
leasingraten
davon Tilgung davon Zinsen
bis ein Jahr 12.546 10.065 2.482 12.907 10.150 2.757
1 - 5 Jahre 31.674 25.192 6.482 34.918 27.675 7.243
mehr als 5 Jahre 26.287 22.115 4.171 30.611 25.213 5.398
Gesamt 70.507 57.372 13.135 78.436 63.038 15.398

31. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

31.12.2013 31.12.2012
TEUR kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Containerterminal Bremerhaven 654 9.056 663 9.830
Containerterminal Hamburg 887 10.042 921 11.558
Containerterminal Wilhelmshaven 561 9.682 554 10.251
Übrige 6 842 196 221
Gesamt 2.108 29.622 2.334 31.860

Es handelt sich bis auf eine Ausnahme um Abgrenzungen für Zuschüsse, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2013 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 2.115 (Vorjahr: TEUR 1.838) vereinnahmt worden. Für die übrigen Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden weitere Erträge in Höhe von TEUR 386 unterjährig ertragswirksam erfasst, die auf Fördermittel der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms für den europäischen Güterverkehr "Marco Polo" entfallen und mit TEUR 196 aus erhaltenen Zuschüssen resultieren.

Die Zuschüsse Containerterminal Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven betreffen die EUROGATE-Gruppe und stellen die sich aus der Quotenkonsolidierung ergebenden Beträge dar. Sie wurden im Wesentlichen vom Eisenbahn-Bundesamt für die Erweiterung beziehungsweise den Neubau der KV-Terminals Hamburg-Waltershof, Bremerhaven und Wilhelmshaven gewährt.

Das Eisenbahn-Bundesamt gewährt diese Zuwendungen für den Bau, die Erweiterung und den Ausbau von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs, soweit sie zur Erreichung des Förderzwecks unbedingt erforderlich und die Anlagen öffentlich zugänglich sind, sofern eine Finanzierung durch privates Kapital nicht zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen führt und der Wettbewerb durch die Förderung nicht verzerrt wird. Die geförderte Anlage ist über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren zu betreiben. Die Bewilligung, Auszahlung, Abrechnung sowie die Prüfung des Verwendungsnachweises obliegen dabei dem Zuwendungsgeber.

32. Langfristige Rückstellungen

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
Personalbezogene Rückstellungen
Direktzusagen 15.043 13.350
Hafenrente 25.166 23.477
Soziales Zukunftskonzept 18.898 14.945
Jubiläumsrückstellungen 7.367 7.157
66.474 58.929
Sonstige Rückstellungen
Rückstellung für Abbruch
verpflichtungen
13.659 12.097
Übrige sonstige langfristige
Rückstellungen
1.274 989
14.933 13.086
Gesamt 81.407 72.015
Langfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
TEUR
Stand
01.01.2013
(angepasst)
Inanspruch
nahme
Auflösung Zuführung Übertragung Stand
31.12.2013
Direktzusagen 13.350 1 118 1.882 -70 15.043
Hafenrente 23.477 0 0 1.689 0 25.166
Soziales Zukunftskonzept 14.945 0 0 4.212 -259 18.898
Pensionsrückstellungen 51.772 1 118 7.783 -329 59.107
Jubiläumsrückstellungen 7.157 0 0 213 -3 7.367
Gesamt 58.929 1 118 7.996 -332 66.474

Konzernanhang

Kurzfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
TEUR
Stand
01.01.2013
Inanspruch
nahme
Auflösung Zuführung Über
tragung
Stand
31.12.2013
Direktzusagen 297 278 0 309 0 328
Hafenrente 1.302 1.302 0 1.322 0 1.322
Pensionsrückstellungen 1.599 1.580 0 1.631 0 1.650
Jubiläumsrückstellungen 452 420 0 953 61 1.046
Gesamt 2.051 2.000 0 2.584 61 2.696

Rückstellungen für Pensionen

Bei sämtlichen Plänen des BLG-Konzerns handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Mindestdotierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Konzerngesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) übernommen. Rechtliche Grundlage für die Bemessung der Höhe der Beiträge ist der Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH, Durach, sowie für Mitarbeiter, die zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG, Berlin, auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen, übergegangen sind.

Darüber hinaus haben die Mitarbeiter im Geschäftsbereich CONTAI-NER die Möglichkeit, Entgeltbestandteile durch den Konzern indirekt über einen Treuhänder in Investmentfonds sowie in Zerobonds einzahlen zu lassen und das angesparte Wertguthaben im Rahmen einer bezahlten Freistellung vor Eintritt in den Ruhestand abzubauen. Die Investmentfondsanteile und Zerobonds werden als Planvermögen klassifiziert und mit den entsprechenden Rückstellungen saldiert. Der beizulegende Zeitwert der Investmentfondsanteile und Zerobonds entspricht den Börsenkursen und den Fonds zum Bilanzstichtag.

Schließlich bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept). Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.

Für Teile der Einzelzusagen sowie für die Verpflichtungen im Rahmen des Sozialen Zukunftskonzepts besteht Planvermögen in Form von qualifizierten Versicherungsverträgen im Sinne von IAS 19.8. Das Planvermögen wird extern von Versicherungsunternehmen verwaltet und beinhaltet insbesondere Rückdeckungsversicherungen. Als beizulegende Zeitwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.

Zusammensetzung des
Planvermögens
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Rückdeckungsversicherungen 65.559 61.645
Investmentfonds und Zerobonds 7.084 6.538
Beizulegender Zeitwert
des Planvermögens
72.643 68.183

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung von qualifizierten Versicherungsmathematikern nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist der Konzern verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen Risiken aus einer Veränderung der demografischen Annahmen handelt es sich hierbei insbesondere um das Zinsänderungsrisiko und das Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko. Risikokonzentrationen bestehen nicht.

Finanzierungsstatus der
Pensionspläne
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Barwert der leistungsorientierten
Verpflichtung
133.400 121.554
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
-72.643 -68.183
Unterdeckung (Nettoschuld) 60.757 53.371

Barwert der Pensionsverpflichtungen

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung des Barwerts der
Pensionsverpflichtungen
TEUR
2013 2012
Stand zu Beginn des Berichtsjahres 121.554 99.091
+
laufender Dienstzeitaufwand
4.529 3.308
+
nachzuverrechnender Dienst
zeitaufwand
0 -78
+
Aufwand aus Entgeltumwandlung
3.175 4.392
+
Zinsaufwand
4.565 5.128
+/- Neubewertungen
erfahrungsbedingte Anpassungen 1.267 0
versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aus Änderungen
der finanziellen Annahmen
4.742 13.544
-
Inanspruchnahmen
(gezahlte Versorgungsleistungen)
-4.607 -3.864
+/- Auflösungen -162 0
+/- Übertragungen -876 33
+/- Veränderungen im
Konsolidierungskreis
-787 0
Stand am Ende des Berichtsjahres 133.400 121.554

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

Duration 31.12.2013 31.12.2012
Direktzusagen und
Lebensarbeitszeitkonten 21 Jahre 20 Jahre
Hafenrente 14 Jahre 15 Jahre
Soziales Zukunftskonzept 13 Jahre 13 Jahre

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung des Planvermögens
TEUR
2013 2012
Stand zu Beginn des Berichtsjahres 68.183 59.403
+
Zinserträge
2.282 2.618
+
Aufwendungen/Erträge aus dem
Planvermögen (ohne Zinserträge)
-165 542
+
Zuführungen der in den Plan
einbezogenen Mitarbeiter
(z. B. Entgeltumwandlungen)
3.175 4.392
+
Beiträge des Arbeitgebers
3.569 3.146
-
Inanspruchnahmen
(gezahlte Versorgungsleistungen)
-3.026 -1.984
+/- Auflösungen -44 0
+/- Übertragungen -771 66
+/- Veränderungen im
Konsolidierungskreis
-560 0
Stand am Ende des Berichtsjahres 72.643 68.183

Nettopensionsaufwand

Der im Gewinn oder Verlust der Periode erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:

Nettopensionsaufwand
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
Laufender Dienstzeitaufwand 4.529 3.308
Zinsaufwendungen 2.283 2.510
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
(-ertrag)
0 -78
Gesamt 6.812 5.740

Der Dienstzeitaufwand wird in der Konzerngewinn- und verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen mindern den Zinsaufwand.

Der zum 31. Dezember 2013 zu verzeichnende tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beläuft sich auf TEUR 2.117 (Vorjahr: TEUR 3.160).

Versicherungsmathematische Parameter

Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis der folgenden Parameter (Angabe in Form von gewichteten Durchschnittsfaktoren):

31.12.2013
Prozent
Direkt
zusagen und
Lebens
arbeits
zeitkonten
Hafenrente Soziales
Zukunfts
konzept
Diskontsatz 3,80 3,50 3,50
Gehaltssteigerungsrate 2,10 0,00 0,00
Rentensteigerungsrate 1,80 0,00 0,00
31.12.2012
Prozent
Direkt
zusagen und
Lebens
arbeits
zeitkonten
Hafenrente Soziales
Zukunfts
konzept
Diskontsatz 4,20 3,80 3,80
Gehaltssteigerungsrate 2,00 0,00 0,00
Rentensteigerungsrate 1,80 1,00 0,00

Die der Berechnung des Barwerts der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zugrunde liegende Sterberate basiert wie im Vorjahr auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Sensitivitätsanalysen

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (beziehungsweise -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Diskontsatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Diskontsatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.

Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen in Höhe der erwarteten zukünftigen Entwicklung hätte auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen folgende Auswirkungen:

Angenommene Entwicklung 31.12.2013 31.12.2012
der Pensionsverpflichtungen
im Vergleich zur tatsächlichen
TEUR
höher nied
riger
höher nied
riger
Diskontsatz (50 Basispunkte) -8.139 9.043 -- --
Gehaltssteigerungsrate
(50 Basispunkte)
95 -73 -- --
Rentensteigerungsrate
(50 Basispunkte)
2.473 -2.186 -- --

Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2013 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die möglichen Auswirkungen auf den berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen beziehungsweise Tendenzaussagen.

Finanzierung der Pensionsverpflichtungen

Die Finanzierung der für den Vorstand und leitende Angestellte abgeschlossenen Pensionsverträge sowie die Vereinbarungen für das Soziale Zukunftskonzept sind vollständig über Rückdeckungsversicherungen abgesichert, die zugunsten der Versorgungsberechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverträge sind ausschließlich arbeitgeberfinanziert; das Soziale Zukunftskonzept wird durch Eigenbeiträge der Arbeitnehmer und durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen des Arbeitgebers finanziert. Eine Verpflichtung zur Teilnahme am Sozialen Zukunftskonzept besteht nicht. Die fiktive Hafenrente enthält kein Planvermögen.

Für das Jahr 2014 erwartet die Gesellschaft Zahlungen an die leistungsorientierten Pläne in Höhe von TEUR 4.029.

Jubiläumsrückstellungen

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern des Konzerns vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 3,1 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 1.166 ist die Aufzinsung mit TEUR 236 enthalten.

Sonstige langfristige Rückstellungen

TEUR Stand
01.01.2013
Inanspruch
nahme
Auflösung Zuführung Umgliederung Stand
31.12.2013
Sonstige Rückstellungen
Abbruchverpflichtungen 12.097 139 0 2.275 -574 13.659
Übrige 989 0 0 347 -62 1.274
Gesamt 13.086 139 0 2.622 -636 14.933

Die Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 13.565 den Geschäftsbereich Container und wurden für die Wiederherstellung des Pachtgeländes in Hamburg zum Zeitpunkt des Auslaufens der Pachtverträge gebildet. Die Konzernunternehmen sind verpflichtet, mit Auslaufen der Pachtverträge sämtliche Bauten und Anlagen vom Pachtgelände zu entfernen. Die geschätzten Abbruchverpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 3,7 bis 3,8 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent) diskontiert. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 2.275 ist die Aufzinsung mit TEUR 466 enthalten. Die Umgliederung betrifft mit TEUR 485 eine Änderung im Konsolidierungskreis.

Die übrigen sonstigen langfristigen Rückstellungen entfallen in voller Höhe auf den Geschäftsbereich CONTAINER und betreffen mit TEUR 776 Drohverluste aus einem nicht kündbaren Mietverhältnis und aus Stromeinkauf sowie mit TEUR 453 Lärmschutzmaßnahmen.

33. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten – Dritte 66.744 63.821
Verpflichtungen aus ausstehenden
Rechnungen
17.820 18.829
Verbindlichkeiten –
Beteiligungsunternehmen
3.870 4.654
Verbindlichkeiten –
verbundene Unternehmen
58 145
Gesamt 88.492 87.449

Als Logistikunternehmen erhält der BLG-Konzern keine Lieferungen und Leistungen von einzelnen unternehmensexternen Dritten in nennenswertem Umfang.

34. Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Altersteilzeitverpflichtungen 973 3.702
Übrige 3 4
Gesamt 976 3.706

Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen passiviert. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verpflichtungen wurden mit 0,80 Prozent (Vorjahr: 0,75 Prozent) abgezinst.

Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Verpflichtungen aus
ausstehendem Urlaub
14.002 13.844
Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern aus Lohn und Gehalt
10.151 10.820
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 6.461 9.228
Rechnungsabgrenzungen 4.319 4.154
Altersteilzeitverpflichtungen 2.842 4.730
Kurzfristige Leistungen an
Arbeitnehmer
2.696 2.051
Sonstige Steuern 2.285 1.761
Verbindlichkeiten aus
Sozialversicherung
712 643
Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
350 171
Verauslagte Zölle 272 28
Verpflichtungen gegenüber
Mitarbeitern aus Restrukturierung
233 158
Übrige 1.404 1.348
Gesamt 45.727 48.936

Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Restrukturierungen betreffen Abfindungen und einen Sozialplan, wie diese in Deutschland üblich sind.

35. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Körperschaft- und Gewerbesteuer
des Berichtsjahres
1.800 3.168
Körperschaft- und Gewerbesteuer
für Vorjahre
9.342 6.157
Verpflichtungen aus laufenden
Ertragsteuern gesamt
11.142 9.325

Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nummer 16 verwiesen.

Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Leistungen des Haftpflichtschadenausgleichs der deutschen Großstädte.

Die Rückstellung für belastende Verträge entfällt mit TEUR 2.050 auf die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, mit TEUR 990 auf den Geschäftsbereich CONTRACT, mit TEUR 692 auf den Geschäftsbereich CONTAINER und mit TEUR 200 auf den Geschäftsbereich AUTOMO-BILE. Die Rückstellung im Geschäftsbereich Services betrifft die drohende Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft für Bankverbindlichkeiten einer Beteiligung. Die Rückstellungen entsprechen den geschätzten Kosten für bestehende Verträge, die durch vereinbarte Erlöse voraussichtlich nicht gedeckt werden.

Für Gewährleistungsrisiken aus möglichen Einstandspflichten und Kulanzverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.268 aus den Vorjahren beibehalten und TEUR 427 neu gebildet. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen sind insgesamt weite Ermessensspielräume vorhanden, da keine vergleichbaren Sachverhalte oder andere Erfahrungswerte vorliegen.

Die Umgliederungen in den Schadensfällen betreffen eine Änderung im Konsolidierungskreis.

Die Rückstellung für Restrukturierung betrifft Personalmaßnahmen in dem Geschäftsbereich CONTRACT, die im Wesentlichen in Vorjahren begonnen wurden und bis 2014 abgeschlossen sein sollen. Die Einschätzung basiert auf historischen Erfahrungswerten.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind sonstige betriebliche Steuern (TEUR 1.254), die Abgeltung einer Rückbauverpflichtung (TEUR 700), Archivierungskosten (TEUR 666) und vertragliche Erhaltungsmaßnahmen (TEUR 609) enthalten. Die Zuführung des Berichtsjahres enthält in Höhe von TEUR 2 Aufzinsungen.

Die Rückstellungen sind voraussichtlich im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2014 in ausgewiesener Höhe fällig.

36. Kurzfristige Rückstellungen

Rückstellungen
TEUR
Stand
01.01.2013
Inanspruch
nahme
Auflösung Umgliederung Zuführung Stand
31.12.2013
Versicherungsumlagen 1.261 4.013 49 2.803 61 63
Belastende Verträge 2.022 61 1.823 62 3.732 3.932
Gewährleistungsrisiken 5.045 1.678 2.099 0 427 1.695
Schadensfälle 316 74 209 -10 238 261
Restrukturierung 989 211 188 0 81 671
Übrige sonstige Rückstellungen 4.939 1.766 865 6 2.963 5.277
Gesamt 14.572 7.803 5.233 2.861 7.502 11.899

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

37. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Durch die Offenlegung der Zahlungsströme sollen Herkunft und Verwendung der flüssigen Mittel verdeutlicht werden.

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.

Zusammensetzung
des Finanzmittelfonds
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente laut Bilanz
61.872 75.136
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1
-36.764 -54.057
Gesamt 25.108 21.079

Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogene Unternehmen ein Bestand in Höhe von TEUR 54.680 (Vorjahr: TEUR 64.189). Die Entwicklung des Finanzmittelfonds quotal einbezogener Unternehmen ist auf die folgenden Cashflows zurückzuführen:

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Finanzmittelfonds am Anfang des
Geschäftsjahres
64.189 64.425
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 54.507 71.116
Cashflow aus Investitionstätigkeit -13.627 -63.217
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -50.389 -8.135
Zahlungswirksame Veränderungen
des Finanzmittelfonds
-9.509 -236
Finanzmittelfonds am Ende
des Geschäftsjahres
54.680 64.189

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Cashflow wird dabei ermittelt, indem zunächst das Ergebnis vor Steuern um das Finanzergebnis sowie zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge bereinigt wird. Darüber hinaus werden die Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Vorräte, der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Rückstellungen und der Zuwendungen der öffentlichen Hand berücksichtigt. Nach der Ergänzung der Zins- und Steuerzahlungen ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 59.154 auf insgesamt TEUR 56.063 vermindert. Wesentliche Bestandteile der Veränderung resultieren aus den erhöhten Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen (TEUR 16.008) und höheren Mittelzuflüssen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 12.868) sowie den höheren Mittelabflüssen aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -22.947), den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -14.252) und den Rückstellungen (TEUR -12.569).

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Der Cashflow stammt aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird, und umfasst neben dem Mittelabfluss aus den Investitionen in langfristige Vermögenswerte und dem Mittelzufluss aus den Abgängen langfristiger Vermögenswerte auch die Mittelzuund -abflüsse der Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen sowie die erhaltenen Dividenden.

Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 91.894 gesunkener Mittelabfluss von insgesamt TEUR 43.852. Hiervon wurden im Geschäftsjahr 2013 Netto-Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen von TEUR 42.698 (Vorjahr: TEUR 128.386) vorgenommen. Die Mittelabflüsse aus der Gewährung von Darlehen an Beteiligungsunternehmen haben sich um TEUR 9.941 auf insgesamt TEUR 4.389 reduziert.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Ausweis des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Diesem Cashflow werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Unternehmenseignern, Minderheitsgesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von TEUR 14.524. Aus der Neuaufnahme von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 45.528 und der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 38.207 entstand ein Netto-Zufluss von TEUR 7.321 (Vorjahr: Netto-Abfluss inklusive Schuldscheindarlehen von TEUR 10.155).

Die Veränderung von Leasingforderungen und -verbindlichkeiten führte zu Mittelabflüssen von TEUR 5.020 (Vorjahr: Mittelzufluss TEUR 3.340).

An Unternehmenseigner und Inhaber des Hybrid-Eigenkapitals wurden insgesamt TEUR 27.375 (Vorjahr: TEUR 28.396) ausgezahlt.

Erläuterung zur Segmentberichterstattung

38. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf den BLG-Konzern bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Konzernstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt. Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT, CONTAINER sind dabei jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen. Für den Erfolg der Geschäftsbereiche sind die jeweiligen Vorstände verantwortlich, die an den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– berichten.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, BLG CarShipping GmbH & Co. KG sowie die BLG AutoRail GmbH.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereichs CONTRACT sind die BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, die BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG und die BLG Cargo Logistics GmbH.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung werden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nummer 2 umfassend beschrieben.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Management- und Finanzholding des BLG-Konzerns bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten. In Bezug auf Angaben zu Mitarbeitern werden die Zentralbereiche 'Services' genannt.

Der BLG-Konzern ist überwiegend in Deutschland tätig. Vom Konzernumsatz entfallen TEUR 1.123.604 (Vorjahr: TEUR 1.094.277) auf das Inland und TEUR 55.065 (Vorjahr: TEUR 50.115) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch den Konzern. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen des Konzerns sind TEUR 672.725 (Vorjahr: TEUR 705.083) im Inland und TEUR 4.561 (Vorjahr: TEUR 18.598) im Ausland belegen.

Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden Umsätze von TEUR 139.590 (Vorjahr: TEUR 142.688) und damit mindestens 11 Prozent der gesamten Konzernumsatzerlöse erzielt. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT.

Die Steuerung des BLG-Konzerns erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die unter Erläuterung Nummer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für den gesamten Konzern. Zentrale Messgröße für den Erfolg der Segmente ist das Ergebnis vor Steuern (EBT).

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at Equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern.

Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Konzerndaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:

Umsatzerlöse mit externen Dritten
TEUR
2013 2012
Summe der berichtspflichtigen Segmente 1.185.275 1.151.458
Zentralbereiche/Übrige Umsatzerlöse 0 0
Konsolidierung -5.406 -7.066
Umsatzerlöse des Konzerns 1.179.869 1.144.392
Bereinigtes EBIT
TEUR
2013 2012
(angepasst)
Summe der berichtspflichtigen Segmente 64.000 79.276
Zentralbereiche/Übriges EBIT -12.726 -13.071
Konsolidierung -978 -1.811
Bereinigtes EBIT des Konzerns 50.296 64.394

Der Bereinigungseffekt ergibt sich aus der Neuordnung unseres Engagements in der Ukraine. Hiervon entfallen TEUR 1.920 auf die Wertberichtigung des Firmenwerts (Erläuterung Nummer 20), TEUR 8.690 auf außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (Erläuterung Nummer 21) sowie TEUR 4.606 auf Aufwendungen aus der Entkonsolidierung der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine (Erläuterung Nummer 3). Weitere TEUR 2.050 betreffen die Bildung einer Drohverlustrückstellung für die Risiken aus der Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft (Erläuterung Nummer 36). Darüber hinaus sind Aufwendungen aus der Entkonsolidierung der at Equity einbezogenen E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine in Höhe von TEUR 1.423 enthalten. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht.

EBIT
TEUR
2013 2012
(angepasst)
Summe der berichtspflichtigen Segmente 47.351 79.276
Zentralbereiche/Übriges EBIT -14.776 -13.071
Konsolidierung -978 -1.811
EBIT des Konzerns 31.597 64.394
Segmentergebnis/
Ergebnis vor Steuern (EBT)
TEUR
2013 2012
(angepasst)
Summe der berichtspflichtigen Segmente 34.060 62.760
Zentralbereiche/Übriges EBT 36.595 47.094
Konsolidierung -50.474 -61.216
Segmentergebnis (EBT) des Konzerns 20.181 48.638
Vermögen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
Summe der berichtspflichtigen Segmente 1.025.318 1.073.283
Zentralbereiche/Übriges Vermögen 611.288 584.909
Anteile an assoziierten und anderen
at Equity einbezogenen Unternehmen
38.447 40.504
Aktive latente Steuern 9.376 15.119
Erstattungsanspruch Ertragsteuern 2.038 843
Konsolidierung -594.684 -572.070
Vermögen des Konzerns (Aktiva) 1.091.783 1.142.588
Schulden
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
(angepasst)
Summe der berichtspflichtigen Segmente 428.855 408.027
Zentralbereiche/Übrige Schulden 122.195 135.224
Eigenkapital 319.896 352.717
Langfristige Darlehen
(ohne kurzfristigen Anteil)
250.485 243.823
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
79.507 89.297
Passive latente Steuern 2.360 5.004
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 28.009 32.811
Kurzfristiger Anteil Finanzierungsleasing 10.063 10.150
Konsolidierung -149.587 -134.465
Schulden des Konzerns (Passiva) 1.091.783 1.142.588

Sonstige Erläuterungen

39. Finanzinstrumente

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen langfristige Darlehen, Finanzierungsleasingverhältnisse, einschließlich Mietkaufverträge, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel einschließlich kurzfristiger Einlagen bei Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt und dienen ausschließlich der Optimierung von Kreditkonditionen und der Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien. Derivate werden grundsätzlich nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Ausfallrisiken, Fremdwährungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden, und überprüft deren Einhaltung.

Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns für Derivate werden in Erläuterung Nummer 6 i dargestellt.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Eine Aufteilung der Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos ist in Erläuterung Nummer 25 enthalten.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.

Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist der Konzern auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 4.190 (Vorjahr: TEUR 11.950).

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

Mit einem Kreditinstitut wurde zur kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation eine Vereinbarung über den Abschluss unechter Pensionsgeschäfte gemäß § 340b Absatz 1, 3 und 5 Handelsgesetzbuch über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.837 (Vorjahr: TEUR 9.289) geschlossen. Der Rahmenvertrag räumt dem Pensionsnehmer das Recht ein, die angekauften Forderungen weiterzuveräußern oder sie zugunsten Dritter zu verpfänden. Die BLG hat damit die Verfügungsmacht über die Forderungen aufgegeben.

Das Geschäft wird im Konzernabschluss in Höhe der offenen Forderungen als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da das Risiko eines Forderungsausfalls bei der BLG verbleibt und die unechten Pensionsgeschäfte somit nicht für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifizieren, ergeben sich auf den Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Auswirkungen.

Zum Bilanzstichtag bestanden aus den unechten Pensionsgeschäften offene Forderungen und Verbindlichkeiten in folgender Höhe:

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
7.713 9.064
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
7.713 9.064
Gesamt 0 0

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen den Buchwerten. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses waren die Forderungen bis auf TEUR 15 beglichen, sodass aus dem Geschäft für den Konzern kein Risiko resultiert.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente – nach Klassen, Bilanzposten und Bewertungskategorien des IAS 39 In den auf den folgenden Seiten dargestellten Tabellen werden die Finanzinstrumente nach den vorstehenden Kriterien einschließlich der Angabe ihrer Stufe in der Fair-Value-Hierarchie zusammengestellt. Die Bewertungskategorien sind in den Erläuterungen Nummer 6 e, 6 g, 6 h, 6 i und 6 p beschrieben.

Die Einordnung in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie erfolgt basierend auf den verwendeten Bewertungsverfahren. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind wie folgt definiert:

Stufe 1: notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Die Tabellen enthalten keine Zeitwerte für nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, bei denen aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit keine wesentlichen Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren und der Buchwert somit einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Konzernanhang

Buchwerte Zeitwerte
Buchwerte der Finanzinstrumente
unterteilt nach Bilanzposition,
Klassen und Kategorien
31.12.2013
TEUR
Konzern
anhang
Kredite
und
Forde
rungen
Finan
zielle
Verbind
lichkei
ten zu
Anschaf
fungs
kosten
Zur
Veräu
ßerung
verfüg
bar
Zu
Handels
zwecken
gehalten
Fair
Value

Hedging
Summe
Buch
wert
Fair
Value
Stufe
Beizule
gender
Zeit
wert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 25 -- -- -- -- 407 407 2 407
Derivate ohne Hedge-Beziehung 25 -- -- -- 0 -- 0 2 0
0 0 0 0 407 407
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen und
sonstige Beteiligungen
22 -- -- 4.180 -- -- 4.180 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 22 -- -- 628 -- -- 628 n.v.b.
Übrige langfristige Finanzforderungen 23 37.984 -- -- -- -- 37.984 2 37.984
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 25 88 -- -- -- -- 88 2 88
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 196.444 -- -- -- -- 196.444 k.A.
Kurzfristige Finanzforderungen 23 37.609 -- -- -- -- 37.609 k.A.
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 25 6.752 -- -- -- -- 6.752 k.A.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 61.872 -- -- -- -- 61.872 k.A.
340.749 0 4.808 0 0 345.557
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 30 -- -- -- -- 2.923 2.923 2 2.923
Derivate ohne Hedge-Beziehung 30 -- -- -- 1.349 -- 1.349 2 1.349
0 0 0 1.349 2.923 4.272
Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Langfristige Darlehen -- 250.485 -- -- -- 250.485 2 253.427
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30 -- 47.307 -- -- -- 47.307 2 49.654
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 30 -- 32.200 -- -- -- 32.200 2 32.200
Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34 -- 3 -- -- -- 3 2 3
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
33 -- 88.619 -- -- -- 88.619 k.A.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
30 -- 64.773 -- -- -- 64.773 2 64.935
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30 -- 10.065 -- -- -- 10.065 2 10.607
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 30 -- 89.052 -- -- -- 89.052 k.A.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34 -- 11.788 -- -- -- 11.788 k.A.
0 594.292 0 0 0 594.292

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar k.A. = keine Angabe

Buchwerte Zeitwerte
Buchwerte der Finanzinstrumente
unterteilt nach Bilanzposition,
Klassen und Kategorien
31.12.2012
TEUR
Konzern
anhang
Kredite
und
Forde
rungen
Finan
zielle
Verbind
lichkei
ten zu
Anschaf
fungs
kosten
Zur
Veräu
ßerung
verfüg
bar
Zu
Handels
zwecken
gehalten
Fair
Value

Hedging
Summe
Buch
wert
Fair
Value
Stufe
Beizule
gender
Zeit
wert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 23 -- -- -- -- 0 0 2 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung 23 -- -- -- 0 -- 0 2 0
0 0 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen und
sonstige Beteiligungen
22 -- -- 1.432 -- -- 1.432 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 22 -- -- 628 -- -- 628 n.v.b.
Übrige langfristige Finanzforderungen 23 46.830 -- -- -- -- 46.830 2 46.830
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 25 84 -- -- -- -- 84 2 84
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 179.977 -- -- -- -- 179.977 k.A.
Kurzfristige Finanzforderungen 23 28.354 -- -- -- -- 28.354 k.A.
Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 25 7.886 -- -- -- -- 7.886 k.A.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 75.136 -- -- -- -- 75.136 k.A.
338.267 0 2.060 0 0 340.327
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
kurzfristig
Derivate mit Hedge-Beziehung 30 -- -- -- -- 5.134 5.134 2 5.134
Derivate ohne Hedge-Beziehung 30 -- -- -- 1.692 -- 1.692 2 1.692
0 0 0 1.692 5.134 6.826
Finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden
langfristig
Langfristige Darlehen -- 243.823 -- -- -- 243.823 2 249.822
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30 -- 52.888 -- -- -- 52.888 2 56.650
Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 30 -- 36.409 -- -- -- 36.409 2 36.409
Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34 -- 4 -- -- -- 4 2 4
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
33 -- 87.449 -- -- -- 87.449 k.A.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
30 -- 86.867 -- -- -- 86.867 2 87.331
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30 -- 10.150 -- -- -- 10.150 2 11.000
Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 30 -- 77.707 -- -- -- 77.707 k.A.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34 -- 12.326 -- -- -- 12.326 k.A.
0 607.623 0 0 0 607.623

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar k.A. = keine Angabe

Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.835 (Vorjahr: TEUR 2.060) ausgewiesen, die Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften betreffen, für die kein aktiver Markt existiert. Da die künftigen Cashflows nicht verlässlich bestimmbar sind, können auch die Zeitwerte nicht mittels eines Bewertungsmodells berechnet werden. Der Ausweis der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Im Berichtsjahr wurde die BLG Cargo Logistics Beteiligungs-GmbH im Zuge des Formwechsels der BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG zur BLG Cargo Logistics GmbH auf die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschmolzen. Darüber hinaus wurden keine Anteile an diesen Personen- und Kapitalgesellschaften ausgebucht oder veräußert. Es ist auch nicht geplant, Teile der angesetzten Beteiligungen in naher Zukunft auszubuchen oder zu veräußern.

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.

Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt.

Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen Zinssätzen für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt, die entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.

Die Zeitwerte der Stufe 2 für derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) basieren auf den Zeitwertmitteilungen von Kreditinstituten. Diese Zeitwerte werden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von Marktzinssätzen für vergleichbare Instrumente auf Plausibilität überprüft. Für die Ermittlung der variablen Cashflows werden die Forwardsätze der verwendeten Referenzzinssätze der Sicherungsinstrumente herangezogen. Der Bonitätsaufschlag ist nicht Bestandteil der Sicherungsbeziehung.

Verschiebungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie werden am Ende der Berichtsperiode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Im Berichtsjahr sind keine Verschiebungen erfolgt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Auf die einzelnen Bewertungskategorien der Finanzinstrumente entfallen folgende Nettoergebnisse:

2013 Folgebewertung
TEUR aus Zinsen Fair Value Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Kredite und Forderungen 3.832 0 -1.034 -286 2.512
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
0 0 -27 0 -27
Zu Handelszwecken gehaltene
Finanzinstrumente
399 75 0 0 474
Sicherungsinstrumente (hedging) -2.333 0 0 0 -2.333
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten
-15.888 0 0 0 -15.888
Gesamt -13.990 75 -1.061 -286 -15.262
2012 Folgebewertung
TEUR aus Zinsen Fair Value Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
Kredite und Forderungen 4.455 0 -855 -424 3.176
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
0 0 0 0 0
Zu Handelszwecken gehaltene
Finanzinstrumente
-336 12 0 0 -324
Sicherungsinstrumente (hedging) -2.054 0 0 0 -2.054
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten
-18.842 0 0 0 -18.842
Gesamt -16.777 12 -855 -424 -18.044

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Konzerngesellschaften in der Euro-Zone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, zum Beispiel durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.

Zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 bestanden im Konzern keine nennenswerten Währungsrisiken.

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.

Der Konzern überwacht sein Kapital im Geschäftsbereich CONTAINER auf Basis der Eigenkapitalquote und in den Geschäftsbereichen AUTO-MOBILE und CONTRACT sowohl auf Basis der Eigenkapitalquote als auch auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Die Nettoverschuldung bemisst sich nach individuell mit den finanzierenden Kreditinstituten ausgehandelten Covenants.

Die Strategie des Konzerns bestand im Jahr 2013 darin, sich weiterhin den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten durch Einhaltung der mit den Kreditinstituten vereinbarten Covenants zu sichern.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können sich aus Zahlungsengpässen und daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten ergeben. Die Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die EUROGATE-Gruppe verfügt über ein unabhängiges Cash Management. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrollen und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/ Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Der Liquiditätsbedarf des Konzerns ist durch liquide Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Zum 31. Dezember 2013 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrentkreditlinien von rund EUR 77 Mio. (Vorjahr: rund EUR 67 Mio.).

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente (Zinsswaps) zusammengestellt.

Cashflows
31.12.2013
TEUR
Langfristige
Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige
langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungs
leasing
Zinsswaps
Cashflows 2014 Zins fix 3.552 646 2.482 2.494
Zins variabel 2.929 0 0 -365
Tilgung 27.917 92 10.065 0
Cashflows 2015 Zins fix 3.148 646 1.996 1.984
Zins variabel 2.570 0 0 -327
Tilgung 31.040 86 10.342 0
Cashflows 2016 - 2018 Zins fix 6.702 1.937 4.486 3.229
Zins variabel 6.268 0 0 -596
Tilgung 133.625 232 14.850 0
Cashflows 2019 - 2023 Zins fix 2.545 2.583 3.734 1.766
Zins variabel 1.759 0 0 -294
Tilgung 72.333 13.170 16.520 0
Cashflows 2024 ff. Zins fix 0 0 437 0
Zins variabel 0 0 0 0
Tilgung 0 0 5.595 0
Gesamt 294.388 19.392 70.507 7.891
Buchwerte (Derivate saldiert) 264.915 13.580 57.372 -3.865

Konzernanhang

Cashflows
31.12.2012
TEUR
Langfristige
Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige
langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungs
leasing
Zinsswaps
Cashflows 2013 Zins fix 4.305 1.102 2.757 2.692
Zins variabel 2.557 0 0 -404
Tilgung 32.718 92 10.150 0
Cashflows 2014 Zins fix 3.646 1.102 2.336 2.229
Zins variabel 2.318 0 0 -384
Tilgung 26.094 85 9.446 0
Cashflows 2015 - 2017 Zins fix 8.107 3.308 4.907 3.662
Zins variabel 5.625 0 0 -628
Tilgung 78.728 232 18.229 0
Cashflows 2018 - 2022 Zins fix 2.560 5.513 4.568 2.200
Zins variabel 2.459 0 0 -302
Tilgung 113.646 18.690 16.392 0
Cashflows 2023 ff. Zins fix 116 0 831 28
Zins variabel 39 0 0 -7
Tilgung 6.348 0 8.821 0
Gesamt 289.266 30.124 78.437 9.086
Buchwerte (Derivate saldiert) 257.534 19.099 63.038 -6.826

Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.

Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Soweit die Zinsbindung der Darlehen vor deren Endfälligkeit ausläuft, wurde für die Restlaufzeit der fristenkongruente Marktzins am Bilanzstichtag zugrunde gelegt.

Für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Banken wurden zwei bankenübliche Finanzkennzahlen, sogenannte Covenants, auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert. Die Finanzkennzahlen werden jährlich zum Ende jeden Geschäftsjahres auf der Grundlage des jeweiligen Jahresabschlusses überprüft. Die Ausgestaltung der Finanzkennzahlen wurde im vergangenen Geschäftsjahr auf Basis der Vereinbarungen aus dem Schuldscheindarlehen vereinheitlicht.

Bei Überschreiten bestimmter Grenzen des Nettoverschuldungsquotienten ist der Kreditgeber zunächst berechtigt, mit Beginn der nächsten Zinsperiode einen Margenaufschlag zu verlangen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Grenze der vereinbarten Relationen des Nettoverschuldungsquotienten nicht eingehalten. In der Konsequenz könnte ein Zinsaufschlag von 0,5 Prozent auf den Anteil langfristiger Finanzkredite und die Schuldscheindarlehen für den nächsten Zinszeitraum erfolgen. Für das Geschäftsjahr 2014 bedeutet dies eine Erhöhung von 0,5 Prozent auf die Ursprungsmarge, mit einer Auswirkung in der Bandbreite von TEUR 250 bis TEUR 2.000 für die Geschäftsjahre 2014 und 2015. Bei Einhaltung der Kennzahlen zum nächsten testierten Abschluss kann der Wegfall der Margenerhöhung bereits größtenteils wieder erwirkt werden.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen, beziehungsweise es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem gewissen Umfang Zinssicherung für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps betrieben.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hegde-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die folgenden Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt:

Angenommenes Markt
zinsniveau im Vergleich
31.12.2013 31.12.2012
zum tatsächlichen
um100 Basispunkte
TEUR
höher niedriger höher niedriger
Ergebniseffekte -1.175 1.244 -1.288 1.581
Eigenkapitaleffekte
(ohne Ergebniseffekte)
3.457 -3.597 1.708 -1.648

Konzernanhang

Festverzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.

Restlaufzeiten
31.12.2013
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 9.890 53.416 25.136 88.442
Sonstige langfristige Darlehen von Dritten 0 0 12.915 12.915
Zinsswaps 20.439 45.570 39.030 105.039
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.065 25.192 22.115 57.372
Gesamt 40.394 124.178 99.196 263.768
Restlaufzeiten
31.12.2012
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 17.082 38.980 48.674 104.736
Sonstige langfristige Darlehen von Dritten 0 0 18.375 18.375
Zinsswaps 16.143 50.987 35.803 102.933
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.150 27.675 25.213 63.038
Gesamt 43.375 117.642 128.065 289.082

Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am Bilanzstichtag mit TEUR 55.990 (Vorjahr: TEUR 79.506) valutierten, läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar:

Restvaluta bei Ablauf der Zinsbindung
31.12.2013
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 1.667 19.615 5.379 26.661
Gesamt 1.667 19.615 5.379 26.661
Restvaluta bei Ablauf der Zinsbindung
31.12.2012
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 1.396 8.500 18.160 28.056
Gesamt 1.396 8.500 18.160 28.056
Restlaufzeiten
31.12.2013
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 18.027 111.249 47.197 176.473
Zinsswaps -19.106 -40.237 -25.697 -85.040
Gesamt -1.079 71.012 21.500 91.433
Restlaufzeiten
31.12.2012
TEUR
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 15.636 65.842 71.320 152.798
Zinsswaps -14.810 -45.653 -21.136 -81.599

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Für die obigen Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Dabei werden die korrespondierenden Zinsswaps mit negativem Vorzeichen dargestellt, da das Zinsänderungsrisiko hieraus dem Zinsänderungsrisiko aus aufgenommenen Darlehen gegenläufig ist.

Ferner bestehen laufende Zinsswaps über Nominalbeträge von insgesamt TEUR 10.750 (Vorjahr: TEUR 17.833), die aufgrund einer fehlenden Zuordnung nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen, und ein Zinsswap über einen Nominalbetrag von TEUR 10.000 für eine Tagesgeldlinie.

Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender oder geplanter Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 105.039 (Vorjahr: TEUR 102.932), die auf dem relativ niedrigen Zinsniveau, das zum Abschluss der Swaps herrschte, eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen.

Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Der Konzern ist Zahler der festen Zinsen und Empfänger der variablen Zinsen. Die Swaps wurden entsprechend der Risikomanagementstrategie ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Konzernanhang

Die wesentlichen Konditionen der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:

Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2013
TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2013
TEUR
84.289 Darlehen 3/6M EURIBOR 1,28 - 4,60% 2023 -1.564
10.000 geplante Darlehen 6M EURIBOR 3,70% 2021 -921
10.000 Tagesgeldlinien EONIA 3,085% 2021 -1.266
104.289 -3.751
750 ohne Zuordnung 1M EURIBOR 3,74% 2019 -114
105.039 -3.865
Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2012
TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2012
TEUR
75.099 Darlehen 3/6M EURIBOR 1,28 - 4,60% 2023 -3.593
11.333 geplante Darlehen 6M EURIBOR 3,70% 2021 -1.339
10.000 Tagesgeldlinien EONIA 3,085% 2021 -1.729
96.432 -6.661
6.500 ohne Zuordnung 1/3M EURIBOR 3,26 - 3,74% 2019 -165
102.932 -6.826

Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Zinsswaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Zinsswaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und Grundgeschäften wird prospektiv nach der Critical Terms Match-Methode nach IAS 39.AG108 durchgeführt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der Hypothetischen Derivate-Methode überprüft.

Von den zum 31. Dezember 2013 bestehenden Swaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 94.289 (Vorjahr: TEUR 85.099) die Kriterien für Cashflow-Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR 2.227, Vorjahr: TEUR -607).

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern aufwandswirksam erfasst (TEUR 300, Vorjahr: TEUR -225).

Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten (TEUR 407, Vorjahr: TEUR 0) und unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (TEUR 4.272, Vorjahr: TEUR 6.826) ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:

Nominalbeträge Zinsswaps
31.12.2013
Restlaufzeiten
TEUR < 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
für laufende Darlehen 19.106 40.237 24.947 84.290
für geplante Darlehen 1.333 5.333 3.333 9.999
für Tagesgeldlinien 0 0 10.000 10.000
ohne Zuordnung 0 0 750 750
Gesamt 20.439 45.570 39.030 105.039
Nominalbeträge Zinsswaps
31.12.2012
TEUR
Restlaufzeiten
< 1 Jahr
> 1 bis 5 Jahre
> 5 Jahre
Gesamt
für laufende Darlehen 9.810 45.653 19.636 75.099
für geplante Darlehen 1.333 5.333 4.667 11.333
für Tagesgeldlinien 0 0 10.000 10.000
ohne Zuordnung 5.000 0 1.500 6.500
Gesamt 16.143 50.986 35.803 102.932

40. Eventualverbindlichkeiten

Im BLG-Konzern bestehen Haftungsverhältnisse zugunsten von Beteiligungsunternehmen, die sich wie folgt zusammensetzen:

Eventualverbindlichkeiten
TEUR
2013 2012
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 3.485 12.268
Verbindlichkeiten aus
Gewährleistungsverträgen
808 2.085
Übrige 134 125
Summe 4.427 14.478

Die Eventualverbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen bewertet. Höchstbetragsbürgschaften werden mit ihrem Maximalbetrag angesetzt. Nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag beläuft sich der tatsächliche Bestand der Eventualverbindlichkeiten auf Basis der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten auf insgesamt TEUR 4.190 (Vorjahr: TEUR 11.950).

Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften wurden in Höhe von TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.350) zur anteiligen Sicherung einer Kontokorrentkreditlinie eines Beteiligungsunternehmens gegenüber einem Kreditinstitut übernommen. Am Bilanzstichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber dem Kreditinstitut auf netto TEUR 6.865. Ein Rückgriff aus den Bürgschaften ist unwahrscheinlich, da die Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit zurückgeführt werden können.

Die übrigen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betreffen quotal aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe einbezogene Haftungsverhältnisse über TEUR 2.135 (Vorjahr: TEUR 2.135) zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten.

Von den Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen entfallen TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 1.937) auf gesamtschuldnerische Haftung und TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 148) auf eine Patronatserklärung.

Die Verpflichtungen aus gesamtschuldnerischer Mithaftung bestehen in Höhe von TEUR 400 gegenüber einem Kreditinstitut für die Besicherung von Verbindlichkeiten eines Beteiligungsunternehmens. Am Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der entsprechenden Kreditlinie TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 1.000). Gegenüber einem weiteren Kreditinstitut bestehen ebenfalls Verpflichtungen aus der Besicherung von Kreditlinien eines weiteren Beteiligungsunternehmens in Höhe von TEUR 285, die am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 171 in Anspruch genommen waren. Eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung ist nicht zu erwarten, da die Kredite und Kreditlinien aus der operativen Geschäftstätigkeit zurückgeführt werden können.

In einer Patronatserklärung, ein Beteiligungsunternehmen betreffend, hat sich eine Konzerngesellschaft im Zusammenhang mit einer Kontokorrentkreditlinie über TEUR 123 gegenüber einem Kreditinstitut verpflichtet, für die Erfüllung daraus bestehender Verbindlichkeiten Sorge zu tragen. Zum Bilanzstichtag wurde die Kontokorrentkreditlinie nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat sich eine Konzerngesellschaft in einer weiteren Patronatserklärung verpflichtet, ein Beteiligungsunternehmen aufgrund von Anlaufverlusten mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, um die Fortführung des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten.

Darüber hinaus bestehen aus der Sicherungsübereignung von Bauten auf fremdem Grund quotal aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe einbezogene Eventualverbindlichkeiten aus Grunderwerbsteuer in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 125).

Es ist nicht zu erwarten, dass aus diesen Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten entstehen werden, für die noch keine Verbindlichkeit angesetzt oder eine Rückstellung gebildet wurde.

41. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Bestellobligo 35.694 48.657
Anteil am Bestellobligo von
Gemeinschaftsunternehmen
10.162 16.009
Mindestleasingzahlungen aus
Operating Leases
134.625 127.635
Mindestzahlungsverpflichtungen aus
Mietverträgen für Flächen, Gebäude
und Kaimauern
1.098.272 1.049.275
Sonstige Mindestzahlungsverpflichtungen
aus Leasing- und Mietverträgen 271 4.183
Gesamt 1.279.024 1.245.759

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten bewertet.

Das Bestellobligo resultiert aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen.

Der Anteil am Bestellobligo von Gemeinschaftsunternehmen entfällt in voller Höhe auf die EUROGATE-Gruppe und betrifft ebenfalls den Erwerb von Sachanlagevermögen. Das Bestellobligo der EUROGATE-Gruppe beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 20.323 (Vorjahr: TEUR 32.018).

Die Nettoverpflichtungen aus den Bestellobligos sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Eisenbahnwaggons und haben im Wesentlichen Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren. Die Verpflichtungen aus Operating Leases setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

Mindestleasingzahlungen aus
Operating Leases
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach
Bilanzstichtag
28.149 29.024
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 72.948 64.921
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 33.528 33.690
Gesamt 134.625 127.635

Durch die im Vergleich zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzere Laufzeit der Verträge besteht sowohl in Bezug auf die Entwicklung des Auftragsvolumens als auch im Hinblick auf eine raschere Anpassung an den technischen Fortschritt eine höhere Flexibilität gegenüber einem Erwerb. Die Leasingverträge dienen zudem der Verringerung der Kapitalbindung sowie einer mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation.

Die Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude und Kaimauern stellen ebenfalls Operating Leases nach IAS 17 dar, werden jedoch aufgrund der großen Bedeutung für den Konzern separat dargestellt. Sie betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Laufzeiten von bis zu 35 Jahren. Der Konzern sichert sich damit langfristige Nutzungsrechte an den betriebsnotwendigen Grundstücken. Die Verpflichtungen setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

Mindestzahlungsverpflichtungen aus
Mietverträgen für Flächen, Gebäude
und Kaimauermieten
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach
Bilanzstichtag
46.136 41.393
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 160.325 143.471
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 891.811 864.411
Gesamt 1.098.272 1.049.275

Ansprüche aus Operating Lease-Verhältnissen – Konzern als Leasinggeber

Den Verpflichtungen aus Operating Leases stehen folgende Zahlungsansprüche aus Untermietverhältnissen gegenüber:

Mindestzahlungsansprüche aus
Mietverträgen für Flächen, Gebäude,
Kaimauermieten und Betriebs
vorrichtungen
TEUR
31.12.2013 31.12.2012
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach
Bilanzstichtag
8.304 8.304
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 33.907 33.356
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 163.096 171.424
Gesamt 205.307 213.084

Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse.

Im Berichtsjahr wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 97.906 (Vorjahr: TEUR 91.758) aus Leasingverhältnissen und Untermietverträgen erfolgswirksam erfasst.

42. Stimmrechtsmitteilungen

Gemäß § 160 Absatz 1 Nummer 8 Aktiengesetz sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die dem Unternehmen nach § 21 Absatz 1 oder Absatz 1a Wertpapierhandelsgesetz mitgeteilt worden sind.

Eine Mitteilungspflicht nach Wertpapierhandelsgesetz besteht, wenn durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschritten oder unterschritten werden; die Mitteilung ist sowohl an die Gesellschaft als auch an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu richten. Der niedrigste Schwellenwert für die Mitteilungspflicht beträgt 3 Prozent der Stimmrechte.

Der nachfolgenden Tabelle können alle Mitteilungen von Anteilseignern entnommen werden, die uns nach § 41 Absatz 2 Satz 1 Wertpapierhandelsgesetz die Höhe ihres Stimmrechtsanteils mitgeteilt haben:

Gesellschafter Mitteilung
nach
§ 41 Abs. 2
Satz 1
WpHG zum
Stimmrechte in %
direkt
indirekt
1. Bremer Landesbank
Kreditanstalt Oldenburg
– Girozentrale –, Bremen
02.04.2002 12,61
2. Norddeutsche
Landesbank
Girozentrale, Hannover
02.04.2002 über 1.
3. Finanzholding der
Sparkasse in Bremen,
Bremen
08.04.2002 12,61
4. Freie Hansestadt Bremen
(Stadtgemeinde)
09.04.2002 50,42

43. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Identifikation nahe stehender Personen

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den Konzern der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beherrschen oder von ihm beherrscht werden oder auf die der BLG-Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, angegeben werden.

Nahe stehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einbezogen werden, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sowie Führungskräfte der Ebene 1 nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar; hierzu zählen auch Familienangehörige des vorgenannten Personenkreises. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nummer 44 aufgeführt. Berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Führungskräften der Ebene 1, deren Familienangehörigen und dem BLG-Konzern lagen im Geschäftsjahr 2013 nicht vor.

Wesentliche Transaktionen mit Gesellschaftern: Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde)

Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) ist Mehrheitsgesellschafter in der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent. Der Bremer Senat ist gemäß Artikel 148 der Verfassung der Freie Hansestadt Bremen zugleich Landesregierung und gesetzliches Organ der Stadtgemeinde Bremen. Aufgrund der Identität der Organe der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und der Freie Hansestadt Bremen (Land) sind diese demzufolge als nahe stehende Person beziehungsweise oberstes beherrschendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) hat der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Erbbaurechte mit einer Restlaufzeit von bis zu 35 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von dem BLG-Konzern wurden für das Jahr 2013 insgesamt EUR 13,5 Mio. (Vorjahr: EUR 13,5 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.

Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) und (Land)

Einzelne Unternehmen des BLG-Konzerns unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) verbundenen Unternehmen.

Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2013 TEUR 25.600. Im Berichtsjahr wurden weder Darlehensverbindlichkeiten getilgt noch neu aufgenommen. Zusätzlich ist die BLG Unterstützungskasse GmbH seit dem 1. September 2012 in das zentrale Cash Management der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG einbezogen. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten, marktüblichen Konditionen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten aus Cash Management TEUR 856.

Beziehungen zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Saldo zum 31. Dezember 2013
Jahr Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten
2013 19 31 3 224
2012 19 31 3 255
2013 4.345 156 18.385 10.149
2012 5.111 116 17.220 11
2013 10.179 16.509 2.466 2.342
2012 8.323 18.910 2.629 4.622

Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Forderungen gegen assoziierte Unternehmen wurden wie im Vorjahr weder wertberichtigt noch ausgebucht.

44. Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Die Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Konzernabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften des Vorstands und der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 Aktiengesetz siehe Seite 183 und Seite 184 f.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als börsennotierte Aktiengesellschaft werden im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit die Angaben zur individualisierten Vergütung sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und Konzernlageberichts ist, auf Seite 40 ff. zusammengefasst.

45. Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)

Gemeinschaftsunternehmen

Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und EUROKAI KGaA, Hamburg. Der Anteil der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG an dem Joint Venture beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent).

Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird quotal zu 50 Prozent konsolidiert. Als Berichtsformat wurde die line-by-line-Methode gewählt.

Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften ist dementsprechend in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften" verzeichnet.

Die quotal berücksichtigten Anteile der BLG Logistics Group an den Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen der EUROGATE-Gruppe stellen sich – nach quotaler Konsolidierung – wie folgt dar:

TEUR 2013 2012
Langfristige Vermögenswerte 349.497 384.683
Kurzfristige Vermögenswerte 111.289 113.749
Langfristige Verbindlichkeiten -228.359 -234.833
Kurzfristige Verbindlichkeiten -117.533 -130.923
Netto-Vermögenswerte 114.894 132.676
Erträge 369.091 357.884
Aufwendungen -333.436 -326.877
Ergebnis vor Steuern 35.655 31.007

In der Segmentberichterstattung wird der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Umsatzerlösen und Aufwendungen dieses Gemeinschaftsunternehmens durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet.

46. Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 Handelsgesetzbuch und die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts nach § 264 Absatz 3 Handelsgesetzbuch beziehungsweise § 264b Handelsgesetzbuch in Anspruch:

  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
  • BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoRail GmbH, Bremen
  • BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven
  • BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg
  • BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg
  • BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau
  • BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Cargo Logistics GmbH, Bremen
  • BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven
  • BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG RailTec GmbH, Falkenberg/Elster
  • E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen

Konzernanhang

47. Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Die seit 2012 andauernden Rechtsstreitigkeiten zwischen der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG und der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG konnten Mitte Januar 2014 im Wege der Mediation beigelegt werden. Die Einigung konnte in allen anhängigen Verfahren erzielt werden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtsjahres haben sich nicht ergeben.

48. Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Absatz 1 Nummer 9 Handelsgesetzbuch für das Geschäftsjahr 2013 beträgt insgesamt TEUR 712. Dieses gliedert sich wie folgt auf:

TEUR 31.12.2013
Abschlussprüfungen 526
Steuerberatung 105
Sonstige Leistungen 81
Gesamt 712

49. Corporate Governance-Kodex

Der Vorstand hat am 19. November 2013 und der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat am 18. Dezember 2013 die 12. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.ir.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Bremen, 18. März 2014

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

DER VORSTAND

Weitere Informationen

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

  • 183 | Der Vorstand und seine Mandate
  • 184 | Der Aufsichtsrat und seine Mandate
  • 186 | Der Beirat
  • 187 | Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 188 | Bestätigungsvermerk
  • 189 | Beteiligungsübersicht
  • 193 | Zehnjahresübersicht
  • 195 | Glossar
  • 199 | Impressum

Der Vorstand und seine Mandate

Name Ort Funktion / Ressorts Mandate 1
Detthold Aden Bremen Vorsitzender EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
geboren 1948 Führungskräfte Vorsitzender (bis 31.05.2013)
bestellt bis 31.05.2013 Unternehmensstrategie OAS Aktiengesellschaft, Bremen
Unternehmenskommunikation Vorsitzender
Verkehrspolitik MAI Mosolf Automotive Industries AG, Heilbronn
Vorsitzender
Frank Dreeke Ganderkesee Vorsitzender EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
geboren 1959 Führungskräfte Vorsitzender (seit 01.06.2013)
bestellt bis 31.12.2017 Koordination Vorstand
Unternehmensstrategie
Unternehmenskommunikation
Verkehrspolitik
Nachhaltigkeit/Neue Technologien
Jens Bieniek Delmenhorst Treasury EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
geboren 1964 Controlling/Risk Management (seit 01.06.2013)
bestellt bis 31.05.2016 Rechnungswesen/Steuern/Zoll
Investor Relations
IT
Einkauf
Recht
International Corporate Finance/M&A
Versicherungen
Michael Blach Bremen Geschäftsbereich AUTOMOBILE keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1964
bestellt bis 31.05.2016
Manfred Kuhr Beverstedt Stellvertretender Vorsitzender keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1949 Geschäftsbereich AUTOMOBILE
bestellt bis 31.05.2013
Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden Bremen Geschäftsbereich CONTRACT keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1955 Nachhaltigkeit und neue Technologien
bestellt bis 31.05.2013
Hartmut Mekelburg Bremen Personal 2 keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1952 Arbeitssicherheit
bestellt bis 31.12.2015 Revision
Umweltschutz
Hillert Onnen Langen-Imsum Finanzen dbh Logistics IT AG, Bremen
geboren 1948
bestellt bis 31.05.2013
Controlling
Rechnungswesen/Steuern/Zoll
Stellvertretender Vorsitzender
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
Investor Relations (bis 31.05.2013)
IT MAI Mosolf Automotive Industries AG, Heilbronn
Einkauf
Recht
Emanuel Schiffer Bremerhaven Geschäftsbereich CONTAINER EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH,
geboren 1951 Bremerhaven, Vorsitzender
bestellt bis 31.12.2016 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
Vorsitzender
Andreas Wellbrock Bremen Geschäftsbereich CONTRACT keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
geboren 1964
bestellt bis 31.05.2016

1 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Ausichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

2 Arbeitsdirektor

Der Aufsichtsrat und seine Mandate

Name Ort Funktion / Beruf
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Bremen Vorsitzender
bestellt seit 21.06.2006 Vorsitzender des Vorstands
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –
Erhard Ott Berlin Stellvertretender Vorsitzender (bis 23.05.2013)
bestellt seit 02.03.2009 Mitglied des Bundesvorstands
bis 23.05.2013 ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Christine Behle Berlin Stellvertretende Vorsitzende (seit 23.05.2013)
bestellt seit 23.05.2013 Mitglied des Bundesvorstanes
ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Uwe Beckmeyer Bremerhaven Senator a.D.
bestellt seit 05.06.2008 Mitglied des Deutschen Bundestags
bis 31.12.2013
Karl-Heinz Dammann Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
bestellt seit 01.07.2009 Vorsitzender des Betriebsrates EUROGATE Container Terminal Bremerhaven
Melf Grantz Bremerhaven Oberbürgermeister Stadt Bremerhaven
bestellt seit 01.03.2011
Martin Günthner Bremerhaven Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Freie Hansestadt Bremen
bestellt seit 01.05.2010 Senator für Justiz und Verfassung Freie Hansestadt Bremen
Wolfgang Lemke Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
bestellt seit 30.06.2003
Karoline Linnert Bremen Bürgermeisterin
bestellt seit 11.09.2007 Senatorin für Finanzen Freie Hansestadt Bremen
Dr. Klaus Meier Bremen Geschäftsführender Gesellschafter wpd windmanager GmbH & Co. KG
bestellt seit 31.05.2012 Rechtsanwalt
Dr. Tim Nesemann Bremen Vorsitzender des Vorstands Finanzholding der Sparkasse in Bremen
bestellt seit 01.04.2011 Vorsitzender des Vorstands Die Sparkasse Bremen AG
Dirk Reimers Lehrte Landesfachbereichsleiter ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
bestellt seit 01.02.2011 Landesbezirk Niedersachsen-Bremen
Frank Schäfer Hamburg Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
bestellt seit 05.06.2008 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
bis 14.10.2013
Gerrit Schützenmeister Bremerhaven Mitglied des Betriebsrates BLG AutoTec GmbH & Co. KG
bestellt seit 05.06.2008
Dieter Schumacher Bremen Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
bestellt seit 28.03.2007
Dieter Strerath Bremen Vorsitzender des Betriebsrates Bremen BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
bestellt seit 01.03.2011
Reiner Thau Schenefeld Vorsitzender des Betriebsrates
bestellt seit 15.10.2013 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
Dr. Patrick Wendisch Bremen Geschäftsführender Gesellschafter Lampe & Schwartze KG
bestellt seit 05.06.2008

1 Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einen Investitionsausschuss gebildet.

Der Aufsichsrat und seine Mandate

Ausschüsse
Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
Investitions
ausschuss1
Ausschuss nach
§ 27 (3) MitbestG
Mandate2
 Vorsitzender  Vorsitzender  Vorsitzender EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
 stellv.  stellv. E.ON SE, Düsseldorf
Vorsitzender Vorsitzender
bis 23.05.2013 bis 23.05.2013
 stellv.  stellv. Deutsche Lufthansa AG, stellv. AR-Vorsitzende
Vorsitzende Vorsitzende Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahn AG
seit 23.05.2013 seit 23.05.2013
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
 seit  seit  seit EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven
23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH, Bremerhaven
swb AG, Bremen
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
Deutsche Windtechnik AG, Bremen, AR-Vorsitzender
wpd AG, Bremen, AR-Vorsitzender
Freie Internationale Sparkasse S.A., Luxemburg, AR-Vorsitzender
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
NRS Norddeutsche Retail-Services AG, Bremen und Hamburg
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
 bis  bis  bis EUROGATE Geschäftsführungs GmbH & Co. KGaA, Bremen
23.05.2013 23.05.2013 23.05.2013 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
EUROGATE Geschäftsführungs GmbH & Co. KGaA, Bremen
EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg
 Vorsitzender OAS Aktiengesellschaft, Bremen

2 Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Ausichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Der Beirat

Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.

Name Funktion/Organisation
Prof. Dr.-Ing. Frank Straube Vorsitzender
Geschäftsführender Direktor/Leiter Bereich Logistik
Technische Universität Berlin
Jens Böhrnsen Bürgermeister und Präsident des Senats
Freie Hansestadt Bremen
Dr. Dieter Flechsenberger Geschäftsführender Gesellschafter
DVV Media Group GmbH
Dr. Ottmar Gast Sprecher der Geschäftsführung
Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG
Rainer Genes Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz PKW
bis 31.03.2013 Daimler AG
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführer
AutoValue GmbH
Dr. Hans-Jörg Grundmann Chief Compliance Officer
Siemens AG
Hans-Jörg Hager Präsident des Unternehmer-Colloquiums Spedition
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Vorsitzender des Aufsichtsrats BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
Vorsitzender des Vorstands Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg –Girozentrale–
Dr. h.c. Michael Kubenz Geschäftsführender Gesellschafter Kube & Kubenz Unternehmensgruppe
Vizepräsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbands e.V.
Volker Lange Senator a.D.
Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.
Dr. Karl A. May Leiter Fahrzeugdistribution und VDCs
BMW AG
Dr. Karl-Friedrich Rausch Vorstand für Transport und Logistik
DB Mobility Logistics AG
Markus Schäfer Leitung PP
ab 01.01.2014 Produktion Planning Mercedes-Benz Passengers Cars Worldwide
Daimler AG
Michael Westhagemann CEO Region Nord
Siemens AG
Prof. Dr.-Ing. Katja Windt Konrektorin der Universität und Inhaberin des Lehrstuhls für Global Production Logistics
Jacobs University Bremen
Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Zentes Direktor des Instituts für Handel und Internationales Marketing
Universität des Saarlandes
Thomas Zerneches Leiter Konzernlogistik
Volkswagen AG

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bremen, 18. März 2014

DER VORSTAND

Hartmut Mekelburg Emanuel Schiffer Andreas Wellbrock

Frank Dreeke Jens Bieniek Michael Blach

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877, Bremen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Gesellschaft hat die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von 216,8 Mio. EUR, bei denen es sich um Anteile von Kommanditisten handelt, als Eigenkapital ausgewiesen und bewertet, obwohl diese Posten nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind. Korrespondierend wurde die auf diese Finanzinstrumente entfallende Vergütung von -1,0 Mio. EUR als Anteil der Kommanditisten am Konzernjahresüberschuss ausgewiesen und nicht im Finanzergebnis erfasst.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, 10. April 2014

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ludwig Hantke

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Beteiligungen

Komprimierte Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zum 31.12.2013

Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten über
lfd. Nr.
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
1 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen 0,00
2 BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven 100,00 1
3 BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
4 BLG Logistics (UK) Ltd., Felixstowe, Großbritannien 100,00 3
5 BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
6 BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00 5
7 BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,00 5
8 BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 89,82 5
9 BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien 100,00 5
10 BLG Logistics Solutions GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
11 BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien 100,00 10
12 BLG Cargo Logistics GmbH
(vormals BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG), Bremen
100,00 1
13 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
14 BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,00 13
15 BLG RailTec GmbH, Falkenberg / Elster 50,00 14
16 BLG Automobile Logistics Russia LTD
(vormals FESCO BLG Automobile Logistics Russia LTD), Nicosia, Zypern
100,00 13
17 BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 100,00 16
18 Car Logistic JSC, Moskau, Russland 100,00 16
19 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 1
20 BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 19
21 BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien 98,77 19
22 E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen 100,00 1
23 BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 22
24 BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau 100,00 22
25 BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg 100,00 27
26 BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,00 22
27 BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 22
28 BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 22
29 BLG AutoTerminal Gdansk Sp. z o.o., Gdansk, Polen 100,00 27
Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten über
lfd. Nr.
Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
30 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,00 1
31 EUROGATE City Terminal GmbH, Hamburg 50,00 30
32 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 30
33 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg 50,00 30
34 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH,
Wilhelmshaven
35,00 30
35 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven 35,00 30
36 EUROGATE KV-Anlage Wilhelmshaven GmbH, Wilhelmshaven 50,00 30
37 EUROGATE Intermodal GmbH, Hamburg 50,00 30
38 EUROGATE International GmbH, Hamburg 50,00 42
39 EUROGATE Landterminal GmbH, Hamburg 50,00 30
40 EUROGATE Technical Services GmbH, Bremerhaven 50,00 30
41 EUROGATE Terminal Services GmbH, Bremen 50,00 30
42 PCO Stauereibetrieb PAETZ & Co. Nfl. GmbH, Hamburg 50,00 30
43 REMAIN GmbH Container-Depot and Repair, Hamburg 50,00 30
44 SCL Service-Centrum Logistik Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 30
45 SWOP Seaworthy Packing GmbH, Hamburg 50,00 33
46 EUROKOMBI Terminal GmbH, Hamburg 25,00 33
47 North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., Bremerhaven 25,00 30
48 North Sea Terminal Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25,00 30
49 MSC Gate Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25,00 30
50 MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 25,00 30
51 FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn 32,00 37
52 Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 25,00 32
53 IPN Inland Port Network GmbH & Co. KG, Hamburg 25,00 37
54 IPN Inland Port Network Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 25,00 37
55 Rail Terminal Wilhelmshaven GmbH, Wilhelmshaven 25,00 36

Beteiligungen

Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten über
lfd. Nr.
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften
56 dbh Logistics IT AG, Bremen 26,75 92
57 ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,33 1
58 NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 44,01 8
59 BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,00 6
60 DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 12
61 Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,00 12
62 BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,00 12
63 Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 12
64 ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,33 12
65 OLB Offshore Logistics Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 42,50 10
66 AutoLogistics International GmbH, Bremen 50,00 5
67 BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 60,00 * 5
68 BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,00 5
69 ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 49,49 21
70 Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,00 19
71 AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 50,00 19
72 BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 100,00 28
73 ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 50,00 22
74 Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen 50,00 22
75 BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 50,00 27
76 BLG-Cinko Auto Logistics (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin, Volksrepublik China 50,00 13
77 BLG Logistics Consulting (Beijing) Co., Ltd., Peking, Volksrepublik China 100,00 13
78 Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 16,70 37
79 CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,70 38
80 TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,68 38/79
81 ACOS Holding AG, Bremen 24,95 37
82 OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,00 38
83 FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg 17,00 33

* Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40 Prozent, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten über
lfd. Nr.
Nicht einbezogene Gesellschaften
84 BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine 50,00 22
85 E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 50,00 22
86 Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven 13,16 1
87 Lloyd Investitions- und Verwaltungs GmbH, Bremerhaven 13,16 1
88 BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen 100,00 1
89 BLG Logistics Solutions Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
90 ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen 33,33 1
91 DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen 50,00 12
92 Interessengemeinschaft Datenbank Umschlagbetriebe GbR, Bremen 94,00 1
93 Ausbildungsverbund Bremerhaven gemeinnützige Gesellschaft mbH, Bremerhaven 33,40 1
94 EUROGATE Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen 50,00 1
95 EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,00 1
96 BLG Automotive Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
97 Paul Günther S.r.l. Italia i. L., Genua, Italien 90,00 10
98 Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 12
99 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
100 BLG AutoTerminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,00 1
101 BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,00 19
102 BLG AutoTerminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Saal an der Donau 100,00 22
103 BLG AutoTerminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg 100,00 22
104 BLG AutoTerminal Hamburg Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 22
105 BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven 100,00 27
106 BLG CarShipping Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 22
107 BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 22
108 E.H. Harms Automobile-Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
109 ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 50,00 73
110 Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven 50,00 27
111 Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 50,00 27

Beteiligungen Zehnjahresübersicht

Zehnjahresübersicht

2013 2012 2011
Umsatz und Ergebnis (angepasst)
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.179,9 1.144,4 1.008,5
Umsatzrendite1, 4 % 4,3 5,6 6,3
EBITDA Mio. EUR 129,1 128,6 131,2
EBIT4 Mio. EUR 50,3 64,4 63,4
EBT Mio. EUR 20,1 48,6 48,5
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme Mio. EUR 1.091,8 1.142,6 1.031,0
Investitionen in langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
Mio. EUR 46,8 125,6 66,4
Anlagenintensität1 % 62,0 63,3 64,4
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 % 106,1 104,2 104,6
Working Capital Ratio1 % 98,9 91,3 102,5
Eigenkapital Mio. EUR 319,9 352,7 353,2
Eigenkapitalquote1 % 29,3 30,9 34,3
Eigenkapitalrendite1 % 6,0 13,8 14,2
Nettoverschuldung Mio. EUR 398,3 392,7 340,6
Gesamtkapitalrendite1, 4 % 4,5 5,9 6,3
Cashflows2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. EUR 62,7 115,2 84,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit Mio. EUR -43,9 -135,7 -57,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Mio. EUR -14,5 -31,1 40,4
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende der
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– EUR 0,40 0,40 0,40
Dividende % 15 15 15
Personal
Mitarbeiter3 Jahresdurchschnitt 7.786 7.172 6.261
Personalkostenquote % 48,4 45,6 44,9
Arbeitsplätze weltweit 16.000 16.000 15.500

1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf Seite 68 ff. im Konzernlagebericht.

2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 112 dargestellt.

3 Ermittlung gemäß § 267 Absatz 5 Handelsgesetzbuch.

4 In 2013 bereinigt um die Sondereffekte aus der Neuordnung unseres Engagements der Gesellschaften BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, und E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine.

2010 2009 2008 2007 2006 2005 2004
897,5 818,5 962,6 889,3 759,8 701,7 636,2
5,6 4,3 10,1 10,2 9,1 8,9 7,2
111,5 104,3 156,6 145,8 114,3 106,3 86,6
49,9 35,2 96,9 90,8 69,3 62,5 45,6
34,1 16,5 83,6 78,3 55,0 49,7 30,5
976,3 977,0 982,3 837,9 741,2 690,2 634,2
33,6 77,8 170,7 122,0 96,3 97,6 90,2
69,0 72,1 70,1 69,9 71,0 70,5 70,6
93,1 90,0 89,3 87,2 80,7 86,5 90,3
77,0 70,8 70,9 66,3 57,9 67,8 63,1
330,4 311,8 353,8 320,2 199,3 173,7 133,3
33,8 31,9 36,0 38,2 26,9 25,2 21,0
10,6 5,0 24,8 30,1 29,5 32,4 24,8
349,1 401,5 366,1 281,3 346,9 313,2 314,2
5,1 3,6 10,7 11,5 9,7 9,4 7,5
110,8 83,4 122,1 152,0 76,3 75,6 81,8
-22,4 -100,5 -163,6 -109,3 -80,8 -60,2 -80,7
-81,9 35,2 24,1 -11,9 -13,6 -18,3 -1,6
0,30 0,25 0,40 0,40 0,30 0,25 0,25
12 10 15 15 12 10 10
5.949 5.929 6.053 5.402 5.298 4.773 4.653
45,3 46,3 46,7 46,9 46,8 45,4 45,8
14.700 13.800 15.000 13.650 12.350 11.100 10.300

Glossar

Kaufmännisches Glossar

Amortisation

Rückfluss des investierten Kapitals durch Verkaufserlöse.

at Equity/Equity-Methode

Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht bzw. vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.

Available for Sale

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zur Veräußerung vorgesehen.

Cashflow

Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.

Compliance

Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.

Corporate Governance

Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Covenant

Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.

DBO

Defined Benefit Obligation = Leistungsorientierte Pensionsverpflichtung der am Stichtag erdienten und bewerteten Pensionsansprüche inkl. wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z.B. Aktie oder Anleihe) ableitet.

Discounted-Cashflow-Methode

Bewertungsverfahren: zukünftige Zahlungsüber- bzw. -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = Operatives Ergebnis.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

EBT

Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.

Erbbaurecht

Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgeltes (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.

Finanzierungsleasing

Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet.

Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.

Forward-Zinsswap

Der Forward-Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.

Funktionale Währung

Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.

Hedging

Eine Strategie zur Absicherung von Zins,- Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).

Held for Trading

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zu Handelszwecken gehalten.

Held to Maturity

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: bis zur Endfälligkeit gehalten.

Hybridanleihe

Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.

Hypothetische Derivate-Methode

Methode der Effektivitätsmessung derivativer Finanzinstrumente durch Vergleich der Marktwertveränderung des Derivats mit der eines hypothetischen Derivats, welches das zu sichernde Risiko perfekt absichert.

IAS

International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").

IASB

International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.

IFRIC

International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.

IFRS

International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.

Impairment-Test

Werthaltigkeitstest nach IFRS.

Investment Properties

Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.

Joint Venture

Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.

Kontokorrentkonto

Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.

Kontokorrentkredit

Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.

Liability-Methode

Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.

Line-by-Line-Methode

IFRS: Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures gemäß Quotenkonsolidierung.

Matching principle

IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.

Operate Leasing

Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.

Other Comprehensive Income

Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z.B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Other Long-Term Benefits

Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Percentage of Completion-Methode (PoC)

IFRS: Zuordnung der entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten zu den Auftragserlösen.

Post Employment Benefits

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Pro rata temporis

Zeitanteilig.

Projected-Unit-Credit-Methode

Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.

Quotenkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures, die mit ihren Aktiva und Passiva quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Recoverable Amount

Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstandes voraussichtlich erzielbarer Wert.

ROCE

Return on Capital Employed = Rendite auf das eingesetzte Kapital; betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Messung der Effektivität und Profitabilität des Kapitaleinsatzes eines Unternehmens, berechnet als Quotient aus EBIT und dem Gesamtkapital abzüglich kurzfristiger, nicht zinstragender Verbindlichkeiten und liquider Mittel.

Sale-and-lease-back

Sonderform des Leasing, bei der immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurückgeleast werden.

Schuldscheindarlehen

Wertpapierähnlicher langfristiger Großkredit.

Stage of Completion-Methode (SoC)

IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.

Thesaurieren

Einbehalten von Gewinnen.

Vollkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Working Capital

Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit (Cash Generating Unit)

Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Zinsswap

Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.

Logistisches Glossar

Barge

Antriebsloser, schwimmender Ladungsbehälter, der von einem Motorschiff geschoben wird.

Car Carrier

Schiffe, die speziell für den Überseetransport von Autos geeignet sind.

Cargomodale Dienste

Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply Chain Management.

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.

GHBV

Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V. / Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg: besonderer Personaldienstleister für Transport- und Lagerwirtschaft, insbesondere die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in eine Garantielohnkasse ein.

Hubport

Seehafen mit regionaler Verteilungsfunktion.

Intermodale Verkehrskette

Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.

Kommissionieren

Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.

Konfektionieren

Bildung von verkaufsfähigen Einheiten.

Outsourcing

Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.

RFID-Transponder

Funk-Kommunikationsgerät, das die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen ermöglicht (Radio Frequency Identification) und damit die Datenerfassung erleichtert.

RoRo

Roll-on / Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffen, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.

TEU

Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).

Glossar

Impressum

Impressum

Impressum

Herausgeber

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

www.ir.blg.de

Konzeption und Koordination Investor Relations Dietmar Krull Lisa Boose

Communications

Andreas Hoetzel François Lange-Stern

Gestaltung HGB Hamburger Geschäftsberichte

Produktion ZERTANI, Bremen

Ansprechpartner

Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung:

Investor Relations

Dietmar Krull Telefon: +49 (0) 421 398 3382 Fax: +49 (0) 421 398 3233

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E-Mail: [email protected]

Communications

Andreas Hoetzel Telefon: +49 (0) 421 398 3475 Fax: +49 (0) 421 398 3404

Hartmut Schwerdtfeger Telefon: +49 (0) 421 398 3391 Fax: +49 (0) 421 398 3404

E-Mail: [email protected]

Hausanschrift

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

www.blg.de

Bestellung des Geschäftsberichts:

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Internet: www.ir.blg.de
Fax: +49 (0) 421 398 3233

Finanzkalender 2014

Finanzkalender 2014
Zwischenbericht
Januar bis März 2014 07. Mai 2014
Konzernzwischenmitteilung
Januar bis März 2014 07. Mai 2014
Ordentliche
Hauptversammlung 2014 30. Mai 2014
Zwischenbericht
Januar bis Juni 2014 29. August 2014
Konzernzwischenbericht
Januar bis Juni 2014 29. August 2014
Zwischenbericht
Januar bis September 2014 07. November 2014
Konzernzwischenmitteilung
Januar bis September 2014 07. November 2014

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder beabsichtigt, noch übernimmt die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

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Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

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