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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Annual Report May 10, 2011

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2010

MARKENBEWUSST

MARKENBEWUSST

Die BLG LOGISTICS GROUP ist mit ihren Töchtern und Beteiligungen ein international engagierter Logistikdienstleister. Ein vergleichbares Netzwerk mit Terminals an der See und im Binnenland sowie vielen weiteren Standorten für spezialisierte Logistikleistungen kann kein anderer Logistiker in Europa bieten. Mit unseren Geschäftsbereichen AutomobilE und Container sind wir Marktführer in Europa. Unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.

Nach dem Krisenjahr 2009 war 2010 wieder ein Wachstumsjahr mit einer gesamtwirtschaftlich unerwartet hohen Dynamik. Davon konnten alle Geschäftsbereiche der BLG profitieren.

Die Weltwirtschaft befindet sich auf dem Weg aus einer tiefen Konjunkturkrise, die aber auch strukturelle Änderungen nach sich zieht. Darauf reagieren wir mit unserer mittel- und langfristig angelegten Doppelstrategie aus Marktwachstum und Kostensenkungen. Die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2010 bestätigen uns in dieser Vorgehensweise.

Wir erbringen die Vielfalt unserer logistischen Dienstleistungen seit vielen Jahren für renommierte Marken wie BMW, Mercedes, VW, MAN, Bosch, Konica Minolta, Siemens, IKEA, Tchibo oder adidas/Reebok, hansgrohe, Griesson – de Beukelaer und andere mehr. Diese Marken stehen für Werte, Qualität und Zuverlässigkeit. Ebenso wie diese Marken steht dafür auch die BLG LOGISTICS GROUP mit ihrem Leistungsportfolio. Deshalb haben wir unserem Geschäftsbericht 2010 den Rahmentitel MARKENBEWUSST gegeben.

Der Vorstand

UNSERE STANDORTE

Alhandra | Anchieta | Atlanta | Belem | Berlin | Böblingen | Bremen | Bremerhaven | Cagliari | Chennai | Curitiba | Cuxhaven | Dabrowa Gornicza | Danzig | Dodendorf | Doncaster | Duisburg | Durban | East London | Eisenach | Emmerich | Erfurt | Fortaleza | Frankfurt | Fuzhou | Gioia Tauro | Hamburg | Illychevsk | João de Pessoa | Johannesburg | Kahla | Kapstadt | Kelheim | Kempen | Kiew | Koblenz | Kölleda | Koper | Krefeld | Kuala Lumpur | Kulim | La Spezia | Lissabon | Livorno | Ludwigsfelde | Mailand | Mainz | Manaus | Marcianise | Melle | Moskau | Mumbai | Neuss | Nosovice | Offenburg | Paderborn | Paranagua | Pekan | Peking | Polch | Port Elizabeth | Port Klang | Porto Velho | Prag | Pretoria | Pune | Ranjangaon | Ravenna | Ravensburg | Recife | Resende | Salerno | Salvador | Santos | São Paulo | Schöps | St. Petersburg | Tanger | Taubate | Tuscaloosa | Uitenhage | Ust-Luga | Vitoria | Wallenhorst | Walldorf | Wilhelmshaven | Wörth | Wurzen | Zilina

Alhandra | Anchieta | Atlanta | Belem | Berlin | Böblingen | Bremen | Bremerhaven | Cagliari | Chennai | Curitiba | Cuxhaven | Dabrowa Gornicza | Danzig | Dodendorf | Doncaster | Duisburg | Durban | East London | Eisenach | Emmerich | Erfurt | Fortaleza | Frankfurt | Fuzhou | Gioia Tauro | Hamburg | Illychevsk | João de Pessoa | Johannesburg | Kahla | Kapstadt | Kelheim | Kempen | Kiew | Koblenz | Kölleda | Koper | Krefeld | Kuala Lumpur | Kulim | La Spezia | Lissabon | Livorno | Ludwigsfelde | Mailand | Mainz | Manaus | Marcianise | Melle | Moskau | Mumbai | Neuss | Nosovice | Offenburg | Paderborn | Paranagua | Pekan | Peking | Polch | Port Elizabeth | Port Klang | Porto Velho | Prag | Pretoria | Pune | Ranjangaon | Ravenna | Ravensburg | Recife | Resende | Salerno | Salvador | Santos | São Paulo | Schöps | St. Petersburg | Tanger | Taubate | Tuscaloosa | Uitenhage | Ust-Luga | Vitoria | Wallenhorst | Walldorf | Wilhelmshaven | Wörth | Wurzen | Zilina

Kennzahlen BLG-Konzern 2010 2009 Veränderung
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse EUR Mio. 897,4 818,5 9,6 %
Umsatzrendite1 % 5,6 4,3 30,2 %
EBITDA EUR Mio. 111,5 104,3 6,9 %
EBIT EUR Mio. 49,9 35,2 41,8 %
EBT EUR Mio. 34,1 16,5 106,7 %
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme EUR Mio. 976,3 977,0 -0,1 %
Investitionen in langfristige
immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen EUR Mio. 33,6 77,8 -56,8 %
Anlagenintensität1 % 69,0 72,1 -4,4 %
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 % 93,1 90,0 3,4 %
Working Capital Ratio1 % 77,0 70,8 8,7 %
Eigenkapital EUR Mio. 330,4 311,8 6,0 %
Eigenkapitalquote1 % 33,8 31,9 6,0 %
Eigenkapitalquote
(bereinigt um Hybridkapital)1
% 25,8 23,9 7,9 %
Eigenkapitalrendite1 % 10,6 5,0 112,0 %
Nettoverschuldung1 EUR Mio. 349,1 401,5 -13,1 %
Gesamtkapitalrendite1 % 5,1 3,6 41,7 %
Cashflows2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
EUR Mio. 110,8 83,4 32,9 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. -22,4 -100,5 77,7 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. -81,9 35,2 -332,7 %
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– EUR 0,30 0,25 20,0 %
Dividende % 12 10
Personal
Mitarbeiter3 Jahresdurchschnitt 5.949 5.929 0,3 %
Personalkostenquote1 % 45,3 46,3 -2,1 %

1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 82 im Konzernlagebericht.

2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 114 dargestellt.

3 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB (konsolidierte Anzahl).

Inhalt

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
Firmenporträt 6
Von der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft zur BLG LOGISTICS GROUP
Logistik für starke Marken 14
Europäisches Distributionszentrum für Konica Minolta 15
Das größte Hochregallager des Kontinents 16
Handelslogistik für Griesson – de Beukelaer 17
Zentralläger für IKEA in Deutschland und England 18
Online-Logistik für addidas und Reebok 19
An unsere Aktionäre 21
Vorstand und Aufsichtsrat 23
Bericht des Vorstands 24
Bericht des Aufsichtsrats 30
Beirat 34
Corporate Governance-Bericht 35
BLG am Kapitalmarkt 47
Jahresabschluss und Lagebericht 49
Konzernlagebericht 65
Publicly owned – privately managed 66
Wirtschaftlicher Hintergrund 67
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 67
Gewinnverwendung 82
Mitarbeiter 83
Corporate Governance-Bericht 88
Nachtragsbericht 89
Nachhaltigkeitsbericht 89
Chancen- und Risikobericht 94
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 97
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns 103
Konzernabschluss 105
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 106
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 107
Konzernbilanz 108
Segmentberichterstattung 110
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 112
Konzern-Kapitalflussrechnung 114
Konzernanhang 115
Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter 185
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers 186
Weitere Informationen 187
Beteiligungen 188
Glossar 192
Mehrjahresübersicht 196
Kontakte und Termine 198

Von der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft zur BLG LOGISTICS GROUP

Das Leistungsportfolio der BLG LOGISTICS GROUP ist aus der Historie erwachsen und im Zuge der weltwirtschaftlichen Entwicklung immer wieder erweitert und ergänzt worden. Damit wurde das einst auf Bremen und Bremerhaven beschränkte Hafengeschäft erheblich ausgebaut. Seit 1998 entwickeln wir die Unternehmensgruppe zu einem internationalen Logistikdienstleister. Wir sind inzwischen in Europa, Nord- und Südamerika , Asien sowie Afrika präsent.

Im Februar 1877 gründen 65 Kaufleute die "Bremer Lagerhaus-Gesellschaft – Actiengesellschaft von 1877" (BLG). Sie wollten ihre weit über die Stadt verteilten Lager bündeln und am Wasser konzentrieren. Das geschieht zunächst im Sicherheitshafen, dem späteren Hohentorshafen.

Mit dieser ersten Leistungsbündelung in der deutschen Seehafengeschichte erlebt Bremen als Hafen- und Handelsstadt einen Aufschwung. Schnell werden neue Hafenkapazitäten benötigt. Schon 1888 ist der Freihafen I (Europahafen) fertig, damals das größte Hafenbecken der Welt. Der BLG wird komplett der Betrieb übertragen. Bald kommen der Freihafen II (Überseehafen) und die Getreideanlage hinzu. 1953 übernimmt die BLG auch die Freihäfen in Bremerhaven und in den 1960er-Jahren den Neustädter Hafen in Bremen.

Mitte der 1960er-Jahre kommen die ersten Container über den Atlantik nach Europa. Im Mai 1966 wird Bremen der erste deutsche Containerhafen. Der Container braucht Spezialgeräte und weiträumige Freiflächen. Deshalb wird ab 1968 der Containerterminal Bremerhaven gebaut. Bis heute ist das Terminal über mehrere Ausbaustufen auf knapp fünf Kilometer Länge gewachsen. Gemäß Guinness Buch der Rekorde hat Bremerhaven die längste Stromkaje der Welt.

Automobilexport, Bremen 1959

Getreideanlage, Bremen 1920

Anfang der 1970er-Jahre wird bei der BLG die elektronische Datenverarbeitung als Produktionsfaktor gesehen. So entsteht 1973 die Datenbank Bremische Häfen und das erste Hafeninformationssystem der Welt. Umschlagsunternehmen, Spediteure, Schiffsmakler, Ladungskontrolleure und Behörden schließen sich an. Die Grundlagen für die IT-Vernetzung sind gelegt.

Als Ende der 1970er-Jahre die japanische Autoindustrie ihre Exportoffensive startet, ist die BLG von Anfang an dabei und beginnt mit dem Bau des Autoterminals Bremerhaven. Heute ist Bremerhaven mit über zwei Millionen Fahrzeugen in den bisherigen Spitzenjahren eine der größten Autodrehscheiben der Welt.

Seit ihrer Gründung und in den folgenden über 100 Jahren Unternehmensgeschichte beweist die BLG immer wieder, dass sie in allen wesentlichen Entwicklungen die Rolle des Vorreiters übernimmt. Diese innovative Kraft zeigt sich auch, als sich in den 1980er-Jahren abzeichnet, dass Hafenumschlag und Lagerung allein wirtschaftlich nicht mehr ausreichen. Zur Stärkung der Wertschöpfung erweitert die BLG ihre Dienstleistungstiefe. In Bremen und Bremerhaven entstehen die ersten Logistikzentren für seehafenorientierte Leistungen.

In den 1990er-Jahren kollabieren die Ostmärkte. Klassische Güterströme brechen zusammen, andere suchen sich neue Wege. Beides trifft das Kerngeschäft der BLG. Doch die BLG gewinnt nach ihrer Restrukturierung ab dem Jahr 1998 mit einer globalen Strategie neue Stärke. Sie entwickelt sich zu einem internationalen, seehafen-orientierten Logistikdienstleister.

Überseehafen, Bremen 1980

Mit der Konzernbildung erfolgt auch die Namensgebung BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. In dieser Kommanditgesellschaft ist die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT, –Aktiengesellschaft von 1877–, Komplementär und Geschäftsführer. Kommanditist ist die Stadtgemeinde Bremen.

Die BLG LOGISTICS GROUP arbeitet heute in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Ausweitung fer Dienstleistungstiefe und der geografischen Reichweite ist aus dem einst lokalen Hafenunternehmen eine international agierende Logistikgruppe mit komplexen Netzwerken geworden. Die enge Partnerschaft mit der Stadt Bremen als Kommanditist und Mehrheitsaktionär ist dafür eine solide Basis. Das BLG-Modell "publicly owned – privately managed" stößt bei der Teilprivatisierung öffentlichen Eigentums in etlichen Ländern der Welt auf großes Interesse.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Die drei BLG-Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER agieren zwar in jeweils spezifischen Märkten, ergänzen sich aber auch in etlichen Geschäftsfeldern oder realisieren als Verbundleistung vollstufige Logistikketten.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE entwickelt die Logistik für Fertigfahrzeuge – im Wesentlichen die weltweite Distribution von den Herstellern bis zu den Händlern in den Bestimmungsländern. Mit einem Volumen von

Autotransporter am Autoterminal Bremerhaven

Lackierarbeiten bei BLG AutoTec in Bremerhaven

5,4 Millionen Fahrzeugen hat dieser Geschäftsbereich 2010 seine Position als führender Automobillogistiker Europas behauptet.

Die Standbeine sind Terminals an der See, an großen Flüssen und im Hinterland. Das Terminalnetzwerk wird ergänzt durch Transporte per Straße, Schiene und Wasser sowie durch hohe technische Kompetenz in eigenen Technikzentren. Dort wird die PDI (Pre-Delivery-Inspection) durch den Einbau von Sonderausstattungen wie DVD-Anlagen, Handys, Navigationssystemen und Glasdächern ergänzt. Aber auch Sonderlackierungen oder die Umrüstung von Sonderserien gehören zum Leistungsprofil. Für den Lückenschluss zwischen Seehafen und über 7.000 Händlern sorgt eine moderne Lkw-Flotte mit über 500 Autotransportern.

Autoterminal Bremerhaven

Aktuell wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Insgesamt ist der Kauf von 1.275 Spezialwaggons in den kommenden Jahren vorgesehen, sodass 75 Ganzzüge verfügbar sind. Die BLG AutoRail entwickelt sich seit ihrem Markteintritt im Herbst 2008 erfolgreich. 2010 wurden bereits rund 220.000 Fahrzeuge umweltfreundlich per Schiene befördert.

Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und

Erfolgreich auf der Schiene – BLG AutoRail

an der Donau. Sieben Binnenschiffe sind dort für den ebenso ökonomischen wie ökologischen Autotransport im Einsatz.

Die Donauverbindung ist Teil der Oststrategie der BLG, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern

Autotransport auf Rhein und Donau

auch die Länder in Westeuropa. Dabei spielt das Autoterminal Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den westeuropäischen Ländern.

Auch im Osten ist die BLG mit ihren logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei, in Tschechien und Slowenien. Zudem werden Autoterminals in Polen, in der Ukraine und in Russland betrieben.

2010 wurden auf den Autoterminals insgesamt 2,9 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen und weitere 740.000 Fahrzeuge technisch bearbeitet. Im Geschäftsfeld Forwarding belief sich das Volumen auf 630.000 Einheiten. Bei den Transporten per Straße, Schiene und Wasser wurden insgesamt 1,1 Millionen Fahrzeuge gezählt.

Der Geschäftsbereich CONTRACT

Der Geschäftsbereich realisiert komplexe individuelle Logistiklösungen für Kunden aus Industrie und Handel. Die Leistungsschwerpunkte sind die Königsdisziplin Automotive (Autoteilelogistik) sowie Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik, die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen sowie der BLG Coldstore am Containerterminal Bremerhaven. Als neues Geschäftsfeld werden Logistikprozesse für die Offshore-Windenergie entwickelt.

Autoteilelogistik für Kfz-Hersteller

Verladung von Offshore-Turmsegmenten

In der Kontraktlogistik lassen sich nicht alle Dienstleistungen in einem festen Standortnetzwerk konzentrieren. Deshalb investiert der Geschäftsbereich CONTRACT dort, wo die Kunden die Leistungen benötigen. So arbeiten inzwischen Logistikzentren und Spezialanlagen an über 30 Standorten in Europa und in Übersee für renommierte Kunden wie Mercedes, MAN, VW, Siemens, Konica Minolta, IKEA, Griesson – de Beukelaer oder hansgrohe.

Beispiel Autoteilelogistik: Beschaffung, Produktion und Absatz weltweit sind in der global agierenden Automobilindustrie längst Realität. Die Logistik integriert die Teilefertigung der Hersteller und aller Zulieferer in Systemdienstleistungen, um die Montagelinien der Hersteller im In- und Ausland zuverlässig zu versorgen.

Handelslogisitik für Tchibo im Hochregallager Bremen

Die Hersteller verlagern auch Produktionsschritte auf ihre Logistiker. Dazu gehören die Aushärtung geklebter Karosserieteile, die Konservierung von Rohbauteilen und die Vormontage von Systemkomponenten. Die Logistik agiert damit als "verlängerte Werkbank" der Hersteller.

Beispiel Industrie- und Produktionslogistik: Dabei geht es insbesondere um die Optimierung der Produktionsabläufe und Materialflüsse in den Werken der Kunden. Dazu gehört auch die Übernahme von Personal, Anlagen und Geräten. Diese Form der Werkslogistik leistet der Geschäftsbereich für Kunden aus Automobilindustrie und Telekommunikation sowie beim Bau von Eisenbahnen.

Beispiel Handels- und Distributionslogistik: Zentral über Emmerich werden der gesamte europäische Markt und Teile Afrikas mit Bürogeräten von Konica Minolta versorgt. Die Basisgeräte werden im European Distribution Center der BLG nach individuellen Kundenbestellungen konfiguriert, länderspezifisch mit Zubehör sowie Gebrauchsanweisungen bestückt und direkt auf den Weg zum Kunden gebracht.

Unter dem Moto "Jede Woche eine neue Welt" lässt Tchibo über 50.000 Verkaufsstellen in Deutschland und Europa mit Bedarfsartikeln versorgen – zentral über das Hochregallager der BLG in Bremen. Und auch IKEA nutzt die Kompetenz der BLG zur Bestückung seiner Verkaufsstellen in Deutschland und England.

Ein weiteres Beispiel für die Handels- und Distributionslogistik ist Griesson – de Beukelaer, einer der führenden europäischen Gebäckwarenhersteller. Der Start erfolgte im Oktober 2008 mit der Übernahme des Distributionszentrums Koblenz und des Werkslagers. Anfang 2009 folgte die Übernahme der gesamten operativen Logistik an den Standorten Polch, Kahla, Ravensburg und Wurzen.

Seehafenlogistik in Bremen

Die Seehafenlogistik für konventionelles Stückgut hat ihren Schwerpunkt in Bremen. Dabei geht es um individuelle Logistik für Projektladungen, Verkehrssysteme, Stahlprodukte, Maschinen und Anlagen sowie für Forstprodukte. Am Containerterminal Bremerhaven bietet der BLG Coldstore komplette Logistiklösungen für Kühl- und Tiefkühlgüter.

Der Geschäftsbereich CONTAINER

Im BLG-Geschäftsbereich CONTAINER ist das Joint Venture EUROGATE der führende Terminalbetreiber in Europa. Die Position basiert auf dem kontinentalen Terminalkonzept und dessen Ergänzung mit Dienstleistungen rund um den Containerverkehr. Zum Netzwerk gehören Transporte per Schiene, Straße und Wasser sowie Logistikleistungen für containerisierte Güter.

Das Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Lissabon, Gioia Tauro, La Spezia, Ravenna, Salerno, Cagliari und Tanger. 2012 kommen der EUROGATE

Die Stromkaje des Containerterminals Bremerhaven – mit 4.920 Metern die längste Stromkaje der Welt

Container Terminal Wilhelmshaven und eine Betreiberpartnerschaft am neuen Terminal im

russischen Ust-Luga hinzu. 2010 wurden 12,6 Millionen Standardcontainer (TEU) im Terminalnetzwerk umgeschlagen. Die stärksten Standorte sind Bremerhaven, Hamburg und Gioia Tauro.

Ankunft des weltweit größten Containerschiffes MSC DANIELA in Bremerhaven

Containerterminal Bremerhaven

Die nächste Generation: Triple E Containerschiff mit 18.000 TEU

Um die Leistungspotenziale der Terminals in Bremerhaven und Hamburg für die Reeder optimal zu erschließen, ist die Anpassung des Fahrwassers in Weser und Elbe beantragt. Die großen Seehäfen müssen von allen heute in Fahrt befindlichen Containerschiffen unabhängig von der Tide erreichbar sein. Fahrwasserbeschränkungen sind in Wilhelmshaven nicht gegeben. Die vorhandene Tiefe von 18 Metern bietet auch den größten Containerschiffen optimale Voraussetzungen.

Containerverladung in Hamburg

Logistik für starke Marken

Die BLG LOGISTICS GROUP ist mit ihren Töchtern und Beteiligungen ein international engagierter Logistikdienstleister. Mit unseren Geschäftsbereichen AutomobilE und CONTAINER sind wir Marktführer in Europa. Unser Geschäftsbereich Kontraktlogistik gehört zu den führenden deutschen Anbietern. Wir erbringen die Vielfalt unserer Dienstleistungen für renommierte Marken wie BMW, Mercedes, VW, MAN, Bosch, Konica Minolta, Siemens, Ikea, Tchibo oder adidas/Reebok, Griesson – de Beukelaer, hansgrohe und andere mehr.

Die Handelslogistik ist derzeit ein besonders wachstumsorientiertes Geschäftsfeld. Deshalb haben wir Bereiche aus unserer Handelslogistik hier als Beispiele gewählt. An 14 Standorten sind bereits mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.

Die Handelslogistik agiert im Auftrag großer oder mittelständischer Hersteller und Handelsunternehmen. Kunden-individuell gestaltete und effiziente Prozesse kennzeichnen die Logistik für starke Marken auf der Basis zeitloser Werte: fortschrittlich, zuverlässig, analytisch, messbar und kreativ. Das sind Eigenschaften, die renommierte Kunden fordern, etwa bei der Versorgung des stationären Handels, der flexiblen Entwicklung von E-Commerce-Konzepten oder im Rahmen vielfältiger weiterer Leistungen bei vorwärts- und rückwärtsgewandten Logistikprozessen.

Im Gegensatz zu den offen sichtbaren Abläufen an den Hafenterminals arbeitet die Handelslogistik in Logistik-entren und Spezialanlagen praktisch hinter den Kulissen. Während die meisten Menschen die BLG in erster Linie mit Hafen, Autos und Containern assoziieren, ist die eigentliche Logistik weitgehend unsichtbar und als die wirklich elementare Geschäftstätigkeit kaum bekannt.

Die folgenden Beispiele sollen ein paar Einblicke in die Welt der Handelslogistik bei der BLG vermitteln. Sie bilden aber keineswegs das gesamte Leistungsspektrum in diesem Geschäftsfeld ab.

Europäisches Distributionszentrum für Konica Minolta

Kerngeschäft der Konica Minolta Group ist der weltweite Vertrieb von Bürotechnik, insbesondere Multifunktions-Peripheriegeräte, Laserdrucker, digitale Drucksysteme und dazugehörendes Verbrauchsmaterial. Dabei ist Konica Minolta Marktführer in Europa und Nordamerika.

Aufgabe der BLG ist es, die Container aus Asien fachmännisch auszupacken, einzulagern und termingerecht an die Kunden in der gewünschten Ausführung und Menge zu versenden.

Dafür wurde ein ganzheitliches Logistikkonzept entwickelt. Wegen der stark steigenden Volumina wurde das Konzept mehrfach angepasst, erweitert und schließlich in dem neuen, 80.000 Quadratmeter großen European Distribution Center (EDC) in Emmerich am Niederrhein konzentriert.

Gefragt war ein logistisches Konzept, das von Planung und Projektierung bis zum Betrieb einer optimalen Anlage reichte. Es galt, alle technischen, informativen und operativen Strukturen zu modellieren und zu etablieren. Im EDC werden Kopierer und Drucker aller Größen und Leistungsklassen, Zusatz- und Anbaugeräte sowie Verbrauchsmaterialien und Zubehör wie Bedienungsanleitungen, Handbücher und Kabel gelagert, konsolidiert, kommissioniert, bei Bedarf wertsteigernd aufbereitet, verzollt und ausgeliefert. Aus dem EDC bedient werden alle europäischen und mehrere afrikanische Länder.

Der Standort Emmerich ist durch seine trimodale Verkehrsanbindung optimal. Am dortigen Containerterminal setzt das logistische Konzept der BLG an. Container gelangen per Binnenschiff rheinaufwärts nach Emmerich und werden dem EDC mit eigenen Lkw zugeführt. Die Steuerung des gesamten Wareneingangs sowie des Kommissionier- und Verladeprozesses erfolgt per Mobile Data Terminal. Das individuell gestaltete Lagerverwaltungssystem steuert die Warenströme entsprechend den Kundenanforderungen, um die Ware termingerecht bereitzustellen. Konica Minoltas Versprechen an die Kunden ist, Wünsche zu erfüllen und keine Pauschallösungen anzubieten. Dieses Versprechen gilt natürlich auch für die BLG. Das individuelle Produkt steht im Vordergrund.

Das größte Hochregallager des Kontinents

Mit dem Slogan "Jede Woche eine neue Welt" verkauft Tchibo bekanntlich die unterschiedlichsten Bedarfsartikel. Das ständig wachsende Geschäft verlangte schließlich ein durchgängiges Logistikkonzept. Im Rahmen einer großen Ausschreibung konnte sich die BLG mit ihrem Konzept durchsetzen. Basis der Logistikleistungen ist das vollautomatische BLG-Hochregallager am Neustädter Hafen in Bremen. Das größte Hochregallager des Kontinents entstand 2003 und wurde 2006 von 130.000 auf 200.000 Paletten-Stellplätze erweitert. Dort werden ständig rund 5.000 unterschiedliche Artikel gelagert. Pro Jahr durchlaufen etwa zwei Millionen Paletten das Lager. Mit den Waren werden mehr als 50.000 Verkaufsstellen beliefert.

Der moderne Logistikkomplex besteht aus drei Hochregallagerblöcken mit je 146 Metern Länge, 70 Metern Breite und 42 Metern Höhe. Dazwischen liegen integrierte Multifunktionshallen mit zwei Arbeitsebenen. Die Warenanlieferung erfolgt größtenteils per Container, die hauptsächlich aus Asien über die Containerterminals in Bremerhaven und Hamburg nach Bremen kommen. Der Warenausgang erfolgt per Lkw direkt an die Tchibo-Verkaufsstellen in Norddeutschland sowie an regionale Distributionszentren im Süden.

Lose Kartonware wird im Wareneingang elektronisch erfasst, automatisch palettiert, mit Klarsichtfolie ummantelt und per Elektrohängebahn den Hochregallägern zugeführt. Bereits palettierte Ware gelangt nach der Erfassung direkt in die Hochregale. Dort übernehmen automatische Regalbediengeräte die Paletten und befördern sie auf freie Stellplätze. Die IT-Steuerung aller Warenflüsse erfolgt über ein spezielles Lagerverwaltungssystem. Geht ein Auftrag zur Auslagerung in das Warenwirtschaftssystem ein, entnimmt ein Regalbediengerät die gewünschte Palette und übergibt sie an die Elektrohängebahn, die sie zum Warenausgang befördert.

Die Kommissionierung erfolgt im Distributionscenter Nord (DC Nord) in den Varianten Push und Pull. Pull umfasst die Versorgung aller Tchibo-Verkaufsstellen mit den jeweils für die neue Woche bestimmten Waren. Mit Push wird die Nachversorgung der Verkaufsstellen bezeichnet. Die Kommissionierung erfolgt mit Pick-Mobilen. Das Display zeigt an, welche Picks durchzuführen sind. Die vollen Kartons gelangen über die Fördertechnik zum

Versand und werden automatisch mit Deckeln versehen und etikettiert. Anschließend erfolgt die Übergabe an den Warenausgang.

Kürzlich konnte die BLG im Zuge einer neuen Ausschreibung auch die Online-Logistik von Tchibo für sich gewinnen. Ab 2014 werden dann zusätzlich noch rund 70.000 Sendungen pro Tag ausgeliefert. Für die erhebliche Ausweitung des Geschäfts sind weitere Investitionen in zweistelliger Millionen Euro Höhe in den Logistikkomplex am Neustädter Hafen erforderlich. Gegenwärtig sind durchschnittlich rund 800 Mitarbeiter täglich im Einsatz. 2014 werden es dann voraussichtlich etwa 1.000 sein.

Handelslogistik für Griesson – de Beukelaer

Griesson – de Beukelaer gehört zu den führenden Gebäckwarenherstellern in Europa und zu den Top-100-Lieferanten im deutschen Lebensmittelhandel. Das Sortiment umfasst Marken wie Prinzen Rolle, LEICHT&CROSS, Tekrum, Café Musica und TUC. Die Produktion erfolgt an fünf deutschen Standorten mit einem jeweils angeschlossenen Logistikzentrum.

Die BLG übernahm 2008 die operativen Logistikprozesse und konsolidierte die IT-Strukturen in den fünf Produktionslagern und im europäischen Zentrallager. Ziel war eine standortübergreifende Neugestaltung der IT-Plattform mit kompetenter Supply-Chain-Ausrichtung. Es wurden Bestände optimiert, Kapazitäten in Lager und Transport effizienter und flexibler eingesetzt und Lkw-Kilometer eingespart. Alle Abläufe werden durch einen zentralen Leitstand geplant und koordiniert.

Mit der Übernahme der Leistungen waren personelle Betriebsübergänge gemäß § 613a BGB verbunden. Die maßgeschneiderte IT-Lösung wurde während des laufenden Betriebs an allen sechs Standorten eingeführt. Das System steuert die Warenflüsse und plant die Liefertouren. Eine Partner-Spedition ist als Frachtführer an den zentralen Leitstand angebunden. Alle Prozesse erfolgen temperaturgeführt und sind nach dem International Food Standard (IFS) zertifiziert. Zum Leistungsumfang gehören Lagerung, Kommissionierung, Distribution, Verzollung und Value Added Services wie die Herstellung und Bestückung von Erlebnispräsentationen. Pro Jahr produziert die BLG für diesen Kunden über zwei Millionen Verkaufsständer.

Zentralläger für IKEA in Deutschland und England

IKEA betreibt Einrichtungshäuser in 26 Ländern. Das Sortiment umfasst 9.500 Artikel.

Für den Betrieb des seinerzeit neuen Distributionszentrums in Erfurt konnte sich die BLG profilieren. Logistische Prozesse wurden modelliert, Personal generiert, geschult und entsprechendes Equipment bereitgestellt. Später wurde das vorhandene Warenwirtschaftssystem bei laufendem Betrieb durch ein neues ersetzt. Im englischen Doncaster wurde 2008 dagegen ein bereits bestehendes Distributionszentrum übernommen. Das erforderte Betriebsübergänge nach britischem Recht und die Neuausrichtung der

Logistikprozesse. Seit 1997 ist Erfurt der größte deutsche Logistikstandort von IKEA. Von den Distributionszentren aus werden täglich 45 deutsche und 20 englische Einrichtungshäuser beliefert. An den beiden Standorten sind über 450 Mitarbeiter für IKEA im Einsatz.

In Erfurt werden auf über 350.000 Paletten-Stellplätzen rund 4.000 verschiedene IKEA-Artikel gelagert. Bei der Hälfte der Artikel handelt es sich um zu kommissionierende Waren. Dem Kunden werden dabei Lead Times von 24 beziehungsweise 48 Stunden garantiert. In Wareneingang und Warenausgang werden in Erfurt pro Jahr rund 2,4 Millionen Kubikmeter Waren bewegt. Anund Auslieferungen erfolgen per Bahn, Lkw oder Container. Zum Leistungsumfang zählen auch Import-Zollabwicklung, Warenprüfung, Leergut-Management, Schadensabwicklung und Distribution. Zudem ist die BLG ein gefragter Partner für Pilotprojekte, die IKEA im Rahmen seiner Supply-Chain-Optimierung gestaltet. So wurde zum Beispiel in Erfurt erstmalig ein Stapler-Leitsystem eingeführt.

Bei der Übernahme des Standorts Doncaster wurden die bestehenden Prozesse optimiert. So konnten beispielsweise die seitens der Filialen gemeldeten Schäden bei einer gleichzeitigen Verdopplung der Produktivität um fast 90 Prozent gesenkt werden. Ferner wurden in einem durch IKEA durchgeführten Audit sieben Best Practices identifiziert, die IKEA in allen Distributionszentren weltweit implementiert.

Beide Standorte erhalten in den IKEA-internen Dienstleister-Rankings regelmäßig hohe Platzierungen für die Qualität der BLG-Dienstleistungen. Mit einem integrierten, standortübergreifenden Prozessmanagement stellt die BLG ferner sicher, dass Synergiepotenziale zwischen beiden Standorten optimal genutzt werden.

Online-Logistik für adidas und Reebok

Der Sportartikelhersteller mit den Marken adidas und Reebok ist ein weltweit führendes Unternehmen der Branche und bietet ein breites Produktsortiment mit Sportschuhen, Bekleidung und Zubehör für viele Sportarten. Handelsumsätze werden zunehmend online generiert. Deshalb weitet adidas seine Internet-Verkaufsplattform aus.

Der E-Commerce registriert stattliche Wachstumsraten, stellt aber auch hohe Anforderungen an die Logistik. Gefragt war ein ganzheitliches Konzept mit optimaler Technik, Modellieren der Abläufe, Abbilden aller operativen Tätigkeiten, Auswahl und Inbetriebnahme eines angepassten Warenwirtschaftssystems.

Aus dem European Distribution Center (EDC) der BLG in Emmerich werden rund 20.000 unterschiedliche Artikel in etliche Länder versandt. Für den Logistiker ist dies hinsichtlich Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit eine besondere Herausforderung, denn die Ware wird immer schon am Tag der Bestellung auf den Weg gebracht. Jeder Auftrag ist individuell und es gilt, kürzeste Durchlaufzeiten zu gewährleisten.

Durch das Widerrufsrecht kann der Kunde bestellte Artikel anprobieren und gegebenenfalls zurückschicken. Jede Retoure wird auf Qualität und Zustand überprüft. Bemerkungen und Kundenwünsche werden aufgenommen und zur weiteren Bearbeitung adidas übermittelt. Die retournierten Artikel werden verpackt und wieder dem Bestand zugeführt.

Auch wenn der Kunde via Internet bestellt, soll er die "shopping experience" bei einem renommierten Markenhersteller erleben. Dafür hat die BLG Designvorschläge zur optimalen Gestaltung der Versandkartons entwickelt. So kann ein Logistiker auch durchaus mal zum Designer werden.

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88 BB ::::::
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An unsere Aktionäre

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Vorstand und Aufsichtsrat 23
Bericht des Vorstands 24
Bericht des Aufsichtsrats 30
Beirat 34
Corporate Governance-Bericht 35
BLG am Kapitalmarkt 47
Jahresabschluss und Lagebericht 49
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100000000000000000000000000000000000000 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 1991 - 19
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Ø.
I

Vorstand und Aufsichtsrat

Die duale Unternehmensverfassung in Deutschland sieht bei Aktiengesellschaften zwei Führungsorgane mit klar getrennten Funktionen vor: Der Vorstand leitet eigenverantwortlich das Unternehmen, während dem Aufsichtsrat die Überwachung und Beratung des Vorstands obliegen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die personelle Besetzung der beiden Organe bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, über die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie über die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse.

Vorstand

Name
Name
Ort Funktion / Ressorts Mandate1)
Detthold Aden
geboren 1948
bestellt bis 2013
Bremen Vorsitzender
Führungskräfte
Koordination
Unternehmens
strategie
Kommunikation
Verkehrspolitik
EUROGATE Geschäftsführungs
GmbH & Co. KGaA, Bremen
Vorsitzender
OAS Aktiengesellschaft, Bremen
Vorsitzender
MAI Mosolf Automotive
Industries AG, Heilbronn
Stellvertr. Vorsitzender
Manfred Kuhr
geboren 1949
bestellt bis 2013
Beverstedt Stellvertr. Vorsitzender
Geschäftsbereich
AUTOMOBILE
keine Mitgliedschaft
in anderen Gremien
Dr.-Ing.
Bernd Lieberoth-Leden
geboren 1955
bestellt seit 01.01.2011
bis 2013
Bremen Geschäftsbereich
CONTRACT
keine Mitgliedschaft
in anderen Gremien
Hartmut Mekelburg
geboren 1952
bestellt bis 2015
Bremen Personal2)
Interne Revision
Arbeitssicherheit
Umweltschutz
keine Mitgliedschaft
in anderen Gremien
Hillert Onnen
geboren 1948
bestellt bis 2013
Langen-Imsum Finanzen
Controlling
Rechnungswesen
Steuern/Zoll
Investor Relations
IT, Einkauf
Recht
dbh Logistics IT AG, Bremen
Stellvertr. Vorsitzender
EUROGATE Geschäftsführungs
GmbH & Co. KGaA, Bremen
Emanuel Schiffer
geboren 1951
bestellt bis 2014
Bremerhaven Geschäftsbereich
CONTAINER
EUROGATE Container
Terminal Bremerhaven GmbH,
Bremerhaven
Vorsitzender
EUROGATE Container Terminal
Hamburg GmbH, Hamburg
Vorsitzender

1) Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft

in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

2) Arbeitsdirektor

Bericht des Vorstands

Verglichen mit den erheblichen Einbrüchen im Krisenjahr 2009 stand das Geschäftsjahr 2010 insgesamt im Zeichen einer unerwartet positiven Entwicklung. Davon konnten alle operativen Geschäftsbereiche des Konzerns profitieren. Vor diesem Hintergrund wollen wir unseren Aktionären eine attraktive Dividendenrendite bieten. Wir streben weiterhin an, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Die globale Krise ist überwunden. In der Summe können wir feststellen, wir liegen wieder klar auf Wachstumskurs. Die zur Überwindung der Krise entwickelte Doppelstrategie zeigt zunehmend ihre Wirkung. Unser Vorsteuerergebnis hat sich gegenüber 2009 auf 34,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Unsere Umsatzerlöse beliefen sich 2010 auf rund 900 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von etwa zehn Prozent. Am Umsatz sind die drei operativen Geschäftsbereiche jeweils mit rund einem Drittel beteiligt.

An unsere Aktionäre

von links: Hartmut Mekelburg, Hillert Onnen, Detthold Aden, Emanuel Schiffer, Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden, Manfred Kuhr

In den Geschäftsbereichen Container und Contract verlief das Jahr 2010 besser als erwartet. Im Geschäftsbereich Automobile spüren wir noch die Folgen der Krise als auch die strukturellen Veränderungen. Durch die Abwrackprämie in Deutschland und anderen Ländern sind weite Teile des westeuropäischen Marktes gesättigt und nehmen zurzeit deutlich weniger Importfahrzeuge aus Asien auf. Das wirkt sich negativ auf die Technikzentren und auch auf die Automobiltransporte aus.

Insgesamt haben wir 2010 in unserem Automobilnetzwerk 5,4 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, technisch bearbeitet und transportiert. 2009 waren es nur 4,6 Millionen. Allerdings gibt es neben den konjunkturellen Wirkungen auch strukturelle Faktoren. Asiatische Hersteller produzieren immer mehr Fahrzeuge in Osteuropa und beliefern damit auch die westeuropäischen Märkte. Wir haben in den letzten Jahren die Automobillogistik in Osteuropa stark ausgebaut, so dass wir dort von den Strukturveränderungen profitieren. Aber die Fahrzeuge kommen eben nicht mehr über Bremerhaven. Sehr erfolgreich entwickelt sich die BLG AutoRail. 2009 haben wir rund 100.000 Fahrzeuge auf der Schiene befördert. Im vergangenen Jahr waren es schon etwa 220.000 und in diesem Jahr sollen es rund 300.000 werden.

Im Geschäftsbereich Contract haben wir – mit Ausnahme der Autoteilelogistik – die Krise nicht bemerkt. Die meisten Geschäfte werden hauptsächlich von der Binnennachfrage getragen – durch die großen Bestandskunden IKEA, Tchibo, Konica Minolta und Griesson – de Beukelaer.

Zudem entwickeln wir ein neues Geschäftsfeld, die Logistik für Offshore-Windanlagen. In den kommenden Jahren steht ein anhaltender Bau-Boom bevor. 29 Windparks in der deutschen Nordsee sind bereits genehmigt. 40 weitere sind in der Planung. Die Kosten für die Offshore-Windenergie müssen aber erheblich reduziert werden, um im Wettbewerb bestehen zu können. Das geht nur mit industrieller Serienproduktion der Anlagen und durchgängigen Logistikprozessen. Dafür haben wir entsprechende Leistungen entwickelt. Es gibt bereits konkrete Geschäfte. Weitere werden folgen, insbesondere wenn der eigentliche Bau-Boom einsetzt.

Im Geschäftsbereich Container ist EUROGATE im Terminalnetzwerk um 5,2 Prozent auf 12,6 Millionen TEU gewachsen. Bezogen auf die absoluten Umschlagszahlen war Bremerhaven mit einem Zuwachs um 7,4 Prozent auf 4,9 Millionen TEU der wesentliche Wachstumsträger. Prozentual verzeichnet der Terminal in Marokko mit 56 Prozent das stärkste Wachstum. Dort wuchs das Volumen auf 0,7 Mio. TEU.

An unsere Aktionäre

Der Betriebsbeginn des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven wurde auf August 2012 verschoben. Das ist aus heutiger Sicht ein optimaler Zeitpunkt. Wir werden 2012 auf den Containerterminals voraussichtlich wieder das Niveau von 2008 erreichen. In Bremerhaven ist die Nutzung vorhandener Terminalteile für Lagerung und Umschlag von Offshore-Bauelementen zeitlich begrenzt, aber notwendig, solange es noch keine Alternative gibt. Schwerpunkte aber bleiben der Automobil- und Containerumschlag. Die geplante Offshore-Plattform in Bremerhaven soll 2014 betriebsbereit sein. Sie wird Bremerhavens Position im Bereich Offshore-Windanlagen weiter stärken.

Insgesamt erwarten wir auch in diesem Geschäftsjahr wieder weiteres Wachstum. Das gilt für unsere Umsatzerlöse und für unser Vorsteuerergebnis. Geplant ist ein Vorsteuerergebnis von mehr als 40 Millionen Euro.

DER VORSTAND

Mekelburg Onnen Schiffer

Aden Kuhr Dr.-Ing. Lieberoth-Leden

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht nach der Satzung aus sechzehn Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach

Name Ort Funktion / Beruf
Josef Hattig
bestellt seit 21.10.1999
Bremen Vorsitzender
Senator a. D., Rechtsanwalt
Erhard Ott
bestellt seit 02.03.2009
Berlin Stellvertretender Vorsitzender
Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Uwe Beckmeyer
bestellt seit 05.06.2008
Bremerhaven Senator a. D.
Mitglied des Deutschen Bundestages
Karl-Heinz Dammann
bestellt seit 01.07.2009
Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
Vorsitzender des Betriebrats Container Terminal Bremerhaven
Melf Grantz
bestellt seit 01.03.2011
Bremerhaven Oberbürgermeister Stadt Bremerhaven
Martin Günthner
bestellt seit 01.05.2010
Bremerhaven Senator für Wirtschaft und Häfen sowie
Senator für Justiz und Verfassung Freie Hansestadt Bremen
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers
bestellt seit 21.06.2006
Hatten Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –
Wolfgang Lemke
bestellt seit 30.06.2003
Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Karoline Linnert
bestellt seit 11.09.2007
Bremen Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen
Freie Hansestadt Bremen
Dr. Tim Nesemann
bestellt seit 01.04.2011
Bremen Vorsitzender des Vorstandes Die Sparkasse Bremen AG
Dirk Reimers
bestellt seit 01.02.2011
Lehrte Fachbereichsleitung ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirk Bremen-Niedersachsen
Frank Schäfer
bestellt seit 05.06.2008
Hamburg Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
Gerrit Schützenmeister
bestellt seit 05.06.2008
Bremerhaven Mitglied des Betriebsrates BLG AutoTec GmbH & Co. KG
Dieter Schumacher
bestellt seit 28.03.2007
Bremen Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Dieter Strerath
bestellt seit 01.03.2011
Bremen Vorsitzender des Betriebsrates Bremen
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Dr. Patrick Wendisch
bestellt seit 05.06.2008
Bremen Geschäftsführender Gesellschafter Lampe & Schwartze KG
Harald Bethge
bestellt bis 31.01.2011
Bremen Fachbereichsleitung ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirk Bremen-Niedersachsen
Jörg Schulz
bestellt bis 31.12.2010
Bremerhaven Oberbürgermeister a. D. Stadt Bremerhaven
Ralf Nagel
bestellt bis 30.04.2010
Bremerhaven Senator a. D.
Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR)
Jürgen Oltmann
bestellt bis 31.03.2011
Bremen Ehemals Vorsitzender des Vorstandes Finanzholding der
Sparkasse in Bremen sowie von Die Sparkasse in Bremen AG
Jürgen Rolappe
bestellt bis 28.02.2011
Bremen Mitarbeiter der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

1) Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre

den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes vom 4. Mai 1976 (MitbestG) gewählt werden.

Ausschüsse Ausschuss
Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
nach § 27 (3)
MitbestG
Mandate1)

Vorsitzender

Vorsitzender
BAUKING AG, Hannover, Stellvertretender Vorsitzender
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
E.ON AG, Düsseldorf
E.ON Energie AG, München (bis 31.12.2010)
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH,
Bremerhaven

ab 22.03.2011

ab 22.03.2011
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

ab 17.09.2010

ab 17.09.2010
swb AG, Bremen
EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt/Main
Norddeutsche Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg

ab 22.03.2011
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –,
Bremen
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
KfW Bankengruppe, Frankfurt/Main

ab 01.04.2011
Freie Internationale Sparkasse S.A., Luxemburg, Vorsitzender
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
NRS Norddeutsche Retail-Services AG, Bremen und Hamburg

ab 22.03.2011
METRO Cash & Carry Deutschland GmbH, Düsseldorf
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

ab 22.03.2011

ab 22.03.2011
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Vorsitzender
Inbev Germany Holding GmbH, Bremen
OAS Aktiengesellschaft, Bremen

bis 31.01.2011
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen

bis 31.12.2010

bis 31.12.2010
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

bis 30.04.2010

bis 30.04.2010
swb AG, Bremen

bis 31.03.2011
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

bis 28.02.2011

bis 28.02.2011

bis 28.02.2011
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

1) Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Bericht des Aufsichtsrats

Josef Hattig, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. So war der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt.

Wenn für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für den Konzern war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage und die Entwicklungs-

perspektiven des Konzerns, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2010 zu vier Sitzungen zusammen. Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 84 Prozent. Zwei Aufsichtsratsmitglieder haben gesundheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2010 durchschnittlich bei 86 Prozent. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Besonderes Augenmerk galt vor dem Hintergrund der Folgewirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise der aktuellen Ertragslage einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung, ferner der Weiterentwicklung der drei Geschäftsbereiche, der Inbetriebnahme des Container Terminals Wilhelmshaven und der Überprüfung der Osteuropastrategie der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER. Darüber hinaus bildeten die Beratungen über den Ausbau der Geschäfte im Geschäftsbereich CONTRACT einen Schwerpunkt. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 16. Dezember 2010 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung besprochen. Des Weiteren wurde die vom Vorstand verfolgte Doppelstrategie, weiteres Marktwachstum bei gleichzeitiger Kostenreduzierung (Projekt "BLG 2010"), eingehend erörtert.

In seiner Sitzung am 17. September 2010 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses dem an das im August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepassten Vergütungssystem für Vorstände der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einstimmig zugestimmt. Neue und bestehende Vorstandsverträge wurden unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf dieses System umgestellt.

Ebenfalls in seiner Sitzung am 17. September 2010 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses Herrn Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren. Der Aufsichtsrat hat mit der Bestellung von Herrn Dr.-Ing. Lieberoth-Leden den Generationswechsel im Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eingeleitet.

In der Sitzung am 16. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Personalausschusses beschlossen, die Verträge der Herren Manfred Kuhr und Hillert Onnen für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013 beziehungsweise 31. Mai 2013 zu verlängern und sie erneut zu Vorstandsmitgliedern zu bestellen.

Im Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gab es seit dem 1. Januar 2010 folgende Veränderungen: Nach dem Ausscheiden von Herrn Ralf Nagel als Aufsichtsratsmitglied am 30. April 2010 ist Herr Martin Günthner im Wege der gerichtlichen Bestellung am 1. Mai 2010 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Zum 31. Januar 2011 hat Herr Harald Bethge sein Mandat niedergelegt. An seine Stelle ist zum 1. Februar 2011 ebenfalls im Wege der gerichtlichen Bestellung Herr Dirk Reimers getreten. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 legte Herr Jörg Schulz sein Mandat nieder. Als sein Nachfolger wurde zum 1. März 2011 Herr Melf Grantz gerichtlich bestellt. Ein weiterer Wechsel im Aufsichtsrat resultiert aus der Mandatsniederlegung von Herrn Jürgen Oltmann zum 31. März 2011. Als sein Nachfolger ist mit Wirkung zum 1. April 2011 Herr Dr. Tim Nesemann im Wege der gerichtlichen Bestellung bestellt worden. Darüber hinaus ist nach dem Ausscheiden von Herrn Jürgen Rolappe als Aufsichtsratsmitglied am 28. Februar 2011 Herr Dieter Strerath zum 1. März 2011 in den Aufsichtsrat nachgerückt. Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre engagierte, konstruktive Mitarbeit und für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet. Als Ergebnis seiner jährlichen Effizienzprüfung hat der Aufsichtsrat sich in seiner Sitzung am 19. März 2010 neu organisiert und sich mit Wirkung zum 1. April 2010 eine neue Geschäftsordnung gegeben. In diesem Zusammenhang wurde der Prüfungsausschuss etabliert, der unter anderem die Aufgaben des bisherigen Bilanzausschusses übernommen hat. Für den Prüfungsausschuss wurde ebenfalls zum 1. April 2010 eine Geschäftsordnung geschaffen. Die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse enthält die Aufstellung auf Seite 28 f. Zur Beschreibung der Zuständigkeit der Ausschüsse, die ebenfalls Teil des Berichts des Aufsichtsrats ist, siehe Corporate Governance-Bericht auf Seite 35 des Geschäftsberichts.

Arbeit der Ausschüsse

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste zu keiner Sitzung zusammentreten.

Der Personalausschuss trat am 19. März 2010, 30. August 2010, 16. September 2010 und 16. Dezember 2010 zusammen. Behandelt wurden im Wesentlichen Fragen der Vorstandsvergütung und des Generationswechsels im Vorstand.

Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen, am 16. April 2010 und am 9. Dezember 2010, zusammen. Er hat sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns befasst. Dazu zählen auch die neuesten Änderungen der IFRS beziehungsweise des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und deren Auswirkungen auf den Konzern beziehungsweise auf die Gesellschaft. Weiterere Schwerpunkte der Tätigkeit waren die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Aspekte der Compliance. Besonderes Augenmerk galt der Unternehmensplanung und der mittelfristigen Ergebnisund Finanzplanung unter Berücksichtigung der Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konzern.

Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Aus den Sitzungen der Ausschüsse wurde im Plenum berichtet.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich ebenfalls mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26. Mai 2010 berücksichtigt. Am 16. Dezember 2010 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat hierzu die 9. Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abgegeben, die durch Wiedergabe auf der Homepage unter www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden ist.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, geprüft und grundsätzlich mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde im Hinblick auf den Eigenkapitalausweis nach dem 2008 neu gefassten Standard IAS 32 mit einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des neuen IAS 32 zu vermeiden, welcher die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals insbesondere von Minderheitenanteilen als Eigenkapital nicht deckungsgleich abbildet, wurde der IAS 32 in der bisher geltenden Fassung angewendet. Weitere Details ergeben sich aus dem Bestätigungsvermerk auf Seite 186 und insbesondere aus den Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang auf den Seiten 152 ff.

An unsere Aktionäre

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des BLG-Konzerns ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorständen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BLG-Konzerns Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.

Bremen, im April 2011

Für den Aufsichtsrat

Josef Hattig

Vorsitzender

Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.

Name
Name
Funktion /Beruf
Josef Hattig Vorsitzender
Senator a. D.
Rechtsanwalt
Vorsitzender des Aufsichtsrats der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
Dr. Norbert Bensel Gründungsrektor der Hochschule für
Internationale Wirtschaft und Logistik (HIWL) Bremen
Jens Böhrnsen Bürgermeister und Präsident des Senats der Freie Hansestadt Bremen
Dr. Dieter Flechsenberger Geschäftsführender Gesellschafter DVV Media Group GmbH
Dr. Ottmar Gast Sprecher der Geschäftsführung Hamburg Südamerikanische
Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG
Rainer Genes Vice President, Produktionsplanung Fahrzeuge Mercedes-Benz Cars,
Daimler AG
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführer AutoValue GmbH
Dr. Hans-Jörg Grundmann Chief Executive Officer Mobility Division der Siemens AG
Hans-Jörg Hager Präsident des Unternehmer-Colloquiums Spedition (UCS)
Dr. Heinrich Hiesinger
(bis 12.03.2010)
Mitglied des Vorstandes Siemens AG
ab 01.10.2010 stellvertretender Vorstandsvorsitzender ThyssenKrupp AG
Dr. h.c. Michael Kubenz Geschäftsführender Gesellschafter Kube & Kubenz Unternehmensgruppe
Vizepräsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV)
Volker Lange Senator a. D.
Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.
Dr. Bernd Malmström Rechtsanwalt
Dr. Karl-Friedrich Rausch Vorstand für Transport und Logistik DB Mobility Logistics AG
Jürgen Roggemann Geschäftsführender Gesellschafter Enno Roggemann GmbH & Co. KG
Ingar Skaug Member of the Board of DFDS ASA
Dr. Karl Sommer Leiter Wertstromoptimierung und Komplexitätsmanagement BMW Group
Prof. Dr. Frank Straube Technische Universität Berlin,
Geschäftsführender Direktor Bereich Logistik
Dr. h.c. Klaus Wedemeier Bürgermeister a. D.
Vorsitzender des Vorstands Wirtschaftsverband Weser e.V.
Hans-Heinrich Weingarten
(bis 31.12.2010)
Ehemals Executive Vice President
Mercedes Car Group – Produktion der Daimler AG
Prof. Dr. Joachim Zentes Universität des Saarlandes,
Institut für Handel und Internationales Marketing
Thomas Zernechel Leiter Konzernlogistik der Volkswagen AG

Corporate Governance-Bericht

An unsere Aktionäre

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontrollund Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Führung des Unternehmens.

Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungsund Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 16. Dezember 2010 die 9. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.blg.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Wortlaut der Entsprechenserklärung

"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen mit nachfolgenden Ausnahmen während des Erklärungszeitraums entsprechen:

Ziffer 2.3.1, Satz 2

"Die Einberufung sowie die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts und der Formulare für eine Briefwahl sind auf der Internetseite der Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnung zu veröffentlichen."

Ziffer 2.3.3, Sätze 1 und 2

"Die Gesellschaft soll den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte erleichtern. Auch bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung soll die Gesellschaft die Aktionäre unterstützen."

Die Gesellschaft beachtet die Vorgaben der Ziffer 2.3.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex und die Vorgaben des § 124a Satz 1 Nr. 1 – 4 AktG. Da weit über 85 Prozent unserer Aktionäre die jährlichen Hauptversammlungen besuchen, stünde der zu erwartende Nutzen für eine Briefwahl in keinem Verhältnis zu den Kosten. Derzeit wird daher von der Nutzung der Briefwahl Abstand genommen, sodass auch eine Unterstützung bei der Durchführung der Briefwahl entfällt. Die Satzung der Gesellschaft ist dahingehend geändert, dass der Vorstand ermächtigt ist, eine Briefwahl vorzusehen.

Ziffer 2.3.4

"Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z. B. Internet) ermöglichen."

Weit über 85 Prozent unserer Aktionäre besuchen die jährliche Hauptversammlung. Der zu erwartende Nutzen bzw. die Annahme dieser Medien durch die Aktionäre stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den Kosten. Derzeit wird von der Nutzung weiterer Kommunikationsmedien Abstand genommen.

Ziffer 4.2.3, 4. Absatz Satz 1

"Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten."

Der Kodex empfiehlt, in den Verträgen der Vorstandsmitglieder eine Obergrenze für Abfindungen zu vereinbaren. Die vor Inkrafttreten dieser Empfehlung abgeschlossenen Verträge der Mitglieder des Vorstands der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– enthalten keine derartige Regelung. Für Neuabschlüsse ebenso wie für die Verlängerung bestehender Verträge ist eine solche Obergrenze für Abfindungen vorgesehen.

Ziffer 5.3.3
"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der aus
schließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Auf
sichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete
Kandidaten vorschlägt."
Die Befugnisse des Nominierungsausschusses hat der Aufsichtsrat dem
Personalausschuss übertragen. Der Personalausschuss ist mit Vertretern der
Anteilseigner und Vertretern der Arbeitnehmerseite besetzt.
Ziffer 5.4.1, 2. Absatz, 3. Absatz Satz 1
"Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benen
nen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die in
ternationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte,
eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt
(Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere
eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.
Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen
diese Ziele berücksichtigen."

An unsere Aktionäre

Der Aufsichtsrat hat für seine Mitglieder in der Geschäftsordnung eine Altersgrenze definiert. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bei Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien die von ihm festgelegte Altersgrenze und das tatsächliche Alter des Kandidaten.

Eine statische Auswahl der Kandidaten allein nach ihrem Alter und der festgelegten Altersgrenzen findet nicht statt. Das tatsächliche Alter wird in das Verhältnis u. a. zu der fachlichen und persönlichen Eignung des Kandidaten und weiteren Anforderungen aus den Kriterien der Diversity gesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat achten bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Diversity und streben eine angemessene Beteiligung von Frauen an.

Ziffer 7.1.2, letzter Satz

"Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein."

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– kann momentan nicht alle empfohlenen Fristen einhalten. Mittelfristig ist die vollständige Verfolgung dieser Empfehlung jedoch geplant. Der Konzernabschluss wird innerhalb von vier Monaten nach Geschäftsjahresende veröffentlicht."

Code of Ethics

Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des konzerneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Ethics).

Der Verhaltenskodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist durch das deutsche Gesellschaftsrecht ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist im Unternehmensinteresse sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind auf Seite 23 aufgeführt.

Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Beschluss grundsätzlich mit Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften monatlich, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements und stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab. Für bestimmte, in der Satzung der BLG festgelegte Geschäfte muss der Vorstand vor deren Abschluss die Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen sowie die Emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten.

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 AktG. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 AktG sowie § 15 der Satzung maßgeblich.

Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden.

Im Zuge der Nachfolgeplanung hat der Aufsichtsrat am 17. September 2010 Herrn Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden als weiteres Mitglied des Vorstands berufen. Herr Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden ist seit dem 1. Januar 2011 für den Geschäftsbereich CONTRACT verantwortlich.

Im Zusammenhang mit der Berufung von Herrn Dr.-Ing. Bernd Lieberoth-Leden hat sich der Vorstand zum 1. Januar 2011 eine neue Geschäftsordnung gegeben.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes 1976 gewählten Vertretern.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Ralf Nagel als Aufsichtsratsmitglied am 30. April 2010 ist Herr Martin Günthner im Wege der gerichtlichen Bestellung am 1. Mai 2010 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrates bestellt worden. Zum 31. Januar 2011 hat Herr Harald Bethge sein Mandat niedergelegt. An seine Stelle ist zum 1. Februar 2011 ebenfalls im Wege der gerichtlichen Bestellung Herr Dirk Reimers getreten. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 legte Herr Jörg Schulz sein Mandat nieder. Als sein Nachfolger wurde zum 1. März 2011 Herr Melf Grantz gerichtlich bestellt. Ein weiterer Wechsel im Aufsichtsrat resultiert aus der Mandatsniederlegung von Herrn Jürgen Oltmann zum 31. März 2011. Als sein Nachfolger ist mit Wirkung zum 1. April 2011 Herr Dr. Tim Nesemann im Wege der gerichtlichen Bestellung bestellt worden. Darüber hinaus ist nach dem Ausscheiden von Herrn Jürgen Rolappe als Aufsichtsratsmitglied am 28. Februar 2011 Herr Dieter Strerath zum 1. März 2011 in den Aufsichtsrat nachgerückt.

An unsere Aktionäre

Ehemalige Vorstandsmitglieder der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2013.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz zwingend zu bildenden Ausschuss hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss sowie einen Personalausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind auf Seite 28 aufgeführt.

Als Ergebnis seiner jährlichen Effizienzprüfung hat der Aufsichtsrat sich in seiner Sitzung am 19. März 2010 neu organisiert und sich mit Wirkung zum 1. April 2010 eine neue Geschäftsordnung gegeben. In diesem Zusammenhang wurde zum 1. April 2010 der Prüfungsausschuss etabliert, der unter anderem die Aufgaben des bisherigen Bilanzausschusses übernimmt. Für den Prüfungsausschuss wurde ebenfalls eine Geschäftsordnung geschaffen.

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Prüfungsausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung, die bei einem Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses vorliegen müssen. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zwei Mal im Jahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Prüfung des Rechnungslegungsprozesses, Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens sowie die Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, Lage- und Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts der Gesellschaft erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss ist auch für die Beziehungen der Gesellschaft zum Abschlussprüfer zuständig. Der Ausschuss bereitet die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung zu wählenden Abschlussprüfer vor, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest. Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählt des Weiteren die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung.

Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem des Unternehmens sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Prüfungsausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.

Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie sechs weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen vor. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung Vorschläge zur Vergütung des Vorstands, zum Vergütungssystem und zu dessen regelmäßiger Überprüfung sowie für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Des Weiteren schlägt der Personalausschuss dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Besetzung von Vorstandsposten vor.

Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Ausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.

Directors' Dealings

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) grundsätzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen.

Der Aktienbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder beträgt ca. 0,06 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Angabepflichtige Käufe und Verkäufe haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.

An unsere Aktionäre

Übernahmerelevante Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.

Jede Aktie gewährt eine Stimme. Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nicht bekannt. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderrechte, insbesondere solche, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.

Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. § 19 der Satzung bestimmt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als Aktionär an der Hauptversammlung teilzunehmen und sein Stimmrecht auszuüben. Gegenüber der Gesellschaft gilt als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist.

Jeder im Aktienregister eingetragene Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstandes der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.

Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten

Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital zehn Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, die Bremer Landesbank Kredit-anstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen; Einzelheiten dazu finden sich im Anhang im Abschnitt Gesellschafter.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeiter Aktien der Gesellschaft halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Wir verweisen hierzu auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 35.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

FIDES zum Abschlussprüfer gewählt

Die Rechnungslegung des Jahresabschlusses der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Rechnungslegung des Konzernabschlusses der Gesellschaft erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (vormals: FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft), Bremen, wurde von der Hauptversammlung zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer der BLG für das Geschäftsjahr 2010 gewählt. Der Aufsichtsrat hat sich vor der Beauftragung vergewissert, dass die bestehenden Beziehungen zwischen Prüfer und Gesellschaft oder ihren Organen keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Prüfers begründen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts bzw. Konzernlageberichts.

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind die Aufgaben und die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die wirtschaftliche und finanzielle Lage, die Größe und die globale Ausrichtung des Unternehmens sowie die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens.

In seiner Sitzung am 17. September 2010 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses dem an das im August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepassten Vergütungssystem für Vorstände der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einstimmig zugestimmt. Neue und bestehende Vorstandsverträge wurden unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf dieses System umgestellt.

Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung 2011 das neue System gemäß § 120 Abs. 4 AktG zur Billigung vorzulegen.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die ab dem 1. Januar 2011 geltende Vergütungssystematik:

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus dem Jahresgrundgehalt, der variablen Jahrestantieme und der variablen nachhaltigen Tantieme.

Das Grundgehalt wird als erfolgsunabhängige Vergütung monatlich anteilig gezahlt. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche sonstige Vergütungen wie die Stellung eines Dienstwagens oder Kostenerstattung einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung vor. Die sonstigen Vergütungen beinhalten auch die Übernahme der Prämien für eine angemessene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung. Seit dem 1. Juli 2010 besteht für die Mitglieder des Vorstands eine eigenständige Selbstbehaltsversicherung in der gem. § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorgeschriebenen Höhe, die den Bedingungen des D & O Hauptversicherungsvertrages folgt. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratstätigkeiten bei Konzerngesellschaften Bezüge, die ebenfalls als sonstige Vergütungen ausgewiesen werden.

Neben dem jährlichen Festgehalt sehen die Verträge eine vom Ergebnis des Konzerns vor Steuern abhängige variable Vergütung vor, die für den Gesamtvorstand auf maximal 3,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern (EBT) begrenzt ist. Aus dem verfügbaren Tantiemebudget erhalten die Vorstände eine Jahrestantieme, die durch Höchstbeträge begrenzt ist, über die der Personalausschuss entscheidet und dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung empfiehlt.

Sofern das Tantiemebudget nach Gewährung der variablen Jahrestantieme noch nicht ausgeschöpft ist, steht der verbleibende Restbetrag für die variable nachhaltige Tantieme zur Verfügung. Diese wird in Abhängigkeit von der Erreichung des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) in den drei Folgejahren auf Basis der im Aufsichtsrat verabschiedeten Planung gewährt. Weiteres Kriterium ist das Erreichen des Return on Capital Employed (ROCE) auf Basis der mit dem Aufsichtsrat vereinbarten Dreijahresplanung. Damit stimmen die Kriterien für die Gewährung der Tantieme

als Leistungsanreiz mit den im Konzern verwendeten Steuerungskennzahlen überein.

Die Auszahlung der variablen nachhaltigen Vergütung erfolgt jeweils im dritten Folgejahr, sofern die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt sind. Die nachhaltige Tantieme wird aus dem verfügbaren Tantiemebudget gewährt und ist durch Höchstbeträge begrenzt, über die der Personalausschuss entscheidet und dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung empfiehlt. Bei Nichterreichung der Kriterien kann die variable nachhaltige Vergütung entsprechend prozentual gekürzt werden.

Sämtliche Vorstandsverträge sehen mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindungszahlung von zwei Jahresvergütungen vor. Sofern die Restlaufzeit des Vertrages weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen; die Abfindung beträgt in diesem Fall jedoch mindestens eine Jahresvergütung. Die Höhe der Abfindung bestimmt sich grundsätzlich nach der Summe aus Grundgehalt und variabler Jahrestantieme ohne Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen für das letzte volle Geschäftsjahr vor dem Ende des Anstellungsvertrages. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Die laufenden Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands stellen sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt dar:

Bezüge des Vorstands
(in TEUR)1)
2010
Sonstige
Feste
Vergü
Variable Sonstige
Feste
Vergü
2009
Variable
Bezüge tungen Bezüge Gesamt Bezüge tungen Bezüge Gesamt
Detthold Aden 363 39 453 855 372 46 223 641
Manfred Kuhr 302 51 261 614 310 47 106 463
Hartmut Mekelburg 233 14 237 484 239 14 82 335
Hillert Onnen 235 37 237 509 241 42 82 365
Emanuel Schiffer 356 27 240 623 366 22 220 608
1.489 168 1.428 3.085 1.528 171 713 2.412

1) Die ausgewiesenen variablen Bezüge basieren auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen Gesellschaften des BLG-Konzerns (BLG) bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen Dritte, die hier aus Zwecken der Vergleichbarkeit ausgewiesen werden. Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemalige Vorstandsmitglieder richten sich ebenfalls gegen Dritte. Die derzeit tätigen Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus dem BLG-Konzern Pensionsleistungen zu beziehen, jedoch nicht vor Erreichen des 63. Lebensjahres. Leistungsorientierte Versorgungszusagen aus der Zeit vor dem 01.01.1998 bestehen gegen Dritte.

Versorgungszusagen Barwert Marktwert
der Pensions
verpflichtung1)
Zuführung
der Rückdeckungs-
insgesamt1)
versicherung
Zuführung
insgesamt2)
31.12.10 01.01.102) 20103) 31.12.10 31.12.09 2010
Detthold Aden 2.000 1.781 219 1.808 1.526 282
davon BLG 2.000 1.781 219 1.808 1.526 282
davon Dritte 0 0 0 0 0 0
Manfred Kuhr 1.408 1.229 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 1.408 1.229 0 0 0 0
Hartmut Mekelburg 1.041 934 44 312 248 64
davon BLG 534 490 44 312 248 64
davon Dritte 507 444 0 0 0 0
Hillert Onnen 1.516 1.386 0 0 0 0
davon BLG 0 0 0 0 0 0
davon Dritte 1.516 1.386 0 0 0 0
Emanuel Schiffer 2.041 1.818 0 0 0 0
davon BLG4) 458 378 80 0 0 0
davon Dritte 1.583 1.440 0 0 0 0
8.006 7.148 343 2.120 1.774 346

1) Die Angaben beziehen sich auf die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Verpflichtungen.

2) Zur besseren Vergleichbarkeit wurden als Vergleichswerte die nach BilMoG angepassten Werte zugrunde gelegt.

3) Die angegebenen Beträge beziehen sich ausschließlich auf die Zuführungen zu den vom BLG-Konzern zu bilanzierenden

Verpflichtungen und stellen deren Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung dar.

4) Zusage durch quotenkonsolidiert einbezogenes Unternehmen; Ausweis bezieht sich auf 100 Prozent.

An unsere Aktionäre

Der jährliche Pensionsanspruch von leistungsorientierten Versorgungszusagen beträgt zwischen 40 und 60 Prozent vom ruhegeldfähigen Jahreseinkommen, das deutlich unterhalb des jeweiligen Jahresgrundgehaltes (feste Vergütung eines Vorstands) liegt. Die ruhegeldfähigen Jahreseinkommen der Vorstände werden analog zu den Tariferhöhungen des ZDS Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe angepasst.

Für Herrn Mekelburg besteht ergänzend eine ähnlich bemessene leistungsorientierte Versorgungszusage der BLG. Für Herrn Aden bestehen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungszusagen der BLG, die vergleichbar strukturiert sind. Für Herrn Dr.-Ing. Lieberoth-Leden besteht keine Versorgungszusage.

Zum 31. Dezember 2010 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält EUR 5.000,00, der Vorsitzende das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte des Betrages. Mitglieder des Prüfungsausschusses und des Personalausschusses erhalten zusätzlich EUR 1.000,00 pro Jahr.

Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den Unternehmenserfolg bezogene variable Vergütung. Diese errechnet sich in Abhängigkeit vom Konzernergebnis (EBT) wie folgt: übersteigt das Konzernergebnis den Betrag von EUR 20 Mio., erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 0,2 Prozent des Konzernergebnisses. Von diesem Betrag erhält das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats 1/20. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 3/20, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, 2/20 dieses Betrags.

Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung, gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.

45

Vergütung des Aufsichtsrats 2010
(in TEUR) Aus
Fixe
Bezüge
Variable
Bezüge2)
schuss
tätigkeit
Sitzungs
geld
Sons
tiges3)
Gesamt
Josef Hattig 15 10 1 4 8 38
Erhard Ott 10 6 1 4 0 21
Uwe Beckmeyer 5 3 0 1 0 9
Harald Bethge 5 3 1 3 8 20
Karl-Heinz Dammann 5 3 0 2 0 10
Martin Günthner 1) 3 2 0 2 0 7
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers 5 3 1 4 0 13
Wolfgang Lemke 5 3 1 4 0 13
Karoline Linnert 1) 5 3 1 3 8 20
Ralf Nagel 2 1 0 1 0 4
Jürgen Oltmann 5 3 1 3 0 12
Jürgen Rolappe 5 3 2 0 0 10
Frank Schäfer 5 3 2 5 8 23
Gerrit Schützenmeister 5 3 0 2 0 10
Jörg Schulz 5 3 1 4 0 13
Dieter Schumacher 5 3 0 2 0 10
Dr. Patrick Wendisch 10 6 1 3 0 20
100 61 13 47 32 253

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr wie folgt vergütet:

1) Gemäß § 5a des Senatsgesetzes der Bremischen Bürgerschaft besteht eine Ablieferungspflicht für Vergütungen aus der Aufsichtsratstätigkeit. 2) Die Darstellung der erfolgsabhängigen Bezüge basiert auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahrs.

3) konzerninterne Aufsichtsratsmandate

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 200, die mit TEUR 98 auf fixe und mit TEUR 0 auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 51, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 37 zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2010 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

BLG am Kapitalmarkt

Erfolgreiches Börsenjahr 2010

Aufgrund der Konjunkturerholung konnte der DAX seinen Aufwärtstrend im Jahr 2010 weiter fortsetzen. Während die Entwicklung im ersten Halbjahr vor dem Hintergrund der europäischen Staatsschuldenkrise durch eine Seitwärtsbewegung und hohe Volatilität gekennzeichnet war, stabilisierte sich der DAX im dritten Quartal und verzeichnete im letzten Quartal eine deutliche Steigerung. Am Jahresende erreichte der DAX einen Stand von 6.914 Punkten und konnte damit gegenüber dem Vorjahr rund 16 Prozent zulegen.

Auch die BLG-Aktie profitierte von der Marktentwicklung an den Börsen und schloss das Jahr nach einem kurz zuvor erreichten Jahreshoch von EUR 9,61 mit einem Kurs von durchschnittlich EUR 9,48 pro Aktie an den notierten Börsen ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Kursanstieg von 25,1 Prozent.

Ergebnis je Aktie von 0,34 EUR

Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zuzurechnenden Konzernjahresüberschuss durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahrs im Umlauf befindlichen Aktien dividiert. Im Geschäftsjahr waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss 2010 stieg auf rund EUR 1,3 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die mit TEUR 830 mehr als verdreifachte Arbeitsvergütung zurückzuführen, die aus dem im Zuge der Konjunkturbelebung gestiegenen Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG resultiert. In diesem Zusammenhang hat sich das Ergebnis je Aktie gegenüber dem Vorjahr um rund 42 Prozent verbessert.

Dividendenvorschlag von 0,30 EUR pro Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 9. Juni 2011 vorschlagen, eine Dividende von 0,30 EUR je Aktie auszuschütten. Damit setzt die BREMER LAGERHAUS-GESELL-

SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ihre solide Dividendenpolitik der Vorjahre fort und zahlt insgesamt TEUR 1.152 an ihre Aktionäre aus. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 89 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs ergibt sich im Geschäftsjahr 2010 eine Dividendenrendite von 3,2 Prozent.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht in ihrer derzeitigen Verteilung seit 2002 und kann damit als äußerst konstant bewertet werden. Den größten Anteilseigner stellt die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Aktionärsstruktur

dar, welche mit 50,42 Prozent die Aktienmehrheit hält. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen. Der Free Float oder Streubesitz beträgt 24,36 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 936.000 entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa zehn Prozent; die übrigen 14 Prozent werden von Privataktionären gehalten.

2010 2009 2008 2007 2006
Ergebnis je Aktie EUR 0,34 0,24 0,77 0,67 0,37
Dividende je Aktie EUR 0,30 0,25 0,40 0,40 0,30
Dividende % 12 10 15 15 12
Dividendenrendite % 3,2 3,3 4,3 3,8 2,8
Börsenkurs zum Jahresende1) EUR 9,48 7,58 9,30 10,60 10,70
Höchstkurs1) EUR 9,61 9,61 10,85 12,95 14,10
Tiefstkurs1) EUR 8,20 6,19 8,22 9,82 9,10
Ausschüttungssumme TEUR 1.152 960 1.536 1.536 1.152
Ausschüttungsquote % 89 104 52 62 78
Kurs-Gewinn-Verhältnis 28,0 31,6 12,1 15,8 28,9
Marktkapitalisierung Mio. EUR 36,4 29,1 35,7 40,7 41,1

Kennzahlen zur BLG-Aktie

1) Durchschnitt an den notierten Börsen

Jahresabschluss und Lagebericht

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Bilanz 50
Gewinn- und Verlustrechnung 52
Anhang 53
Lagebericht 58
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 62
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 63

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Jahresabschluss | Lagebericht

P a s s i v a 31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 999 999
2. Andere Gewinnrücklagen 3.909 3.761
III. Bilanzgewinn 1.152 960
16.044 15.704
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 80 2
2. Sonstige Rückstellungen 471 408
551 410
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 10 9
2. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
13 9
3. Sonstige Verbindlichkeiten 55 39
78 57
16.673 16.171

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

1.1. -
31.12.2010
1.1. -
31.12.2009
TEUR TEUR
1. Vergütungen der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
1.615 1.072
2. Sonstige betriebliche Erträge 363 287
1.978 1.359
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -949 -878
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 539 627
5. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
1.568 1.108
6. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
-268 -188
7. Jahresüberschuss 1.300 920
8. Entnahmen
aus anderen Gewinnrücklagen
0 40
9. Einstellungen
in andere Gewinnrücklagen
-148 0
10. Bilanzgewinn 1.152 960

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Regelungen der Satzung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– wendet die ab dem 1. Januar 2010 verpflichtend zu berücksichtigenden Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vollumfänglich an.

Die Vorjahreszahlen wurden nicht an die durch das BilMoG geänderten Rechnungslegungsvorschriften angepasst.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften abzudecken. Dem strengen Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als Latente Steuern angesetzt. Dabei werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Ausschlaggebend für die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben.

Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Für die Bewertung wurde von der Gesellschaft ein 5-Jahres-Zeitraum betrachtet, dessen Grundlage die extrapolierte 3-Jahres-Mittelfristplanung der Gesellschaft ist.

Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst.

Angaben zur Bilanz

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 5.227) um kurzfristige Darlehen an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Auf Forderungen aus Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallen TEUR 10.098 (Vorjahr: TEUR 10.208). Weitere TEUR 1.327 (Vorjahr: TEUR 715) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.

In die anderen Gewinnrücklagen wurden aus dem Jahresüberschuss 2010 TEUR 148 eingestellt (Vorjahr: Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen TEUR 40).

Rückstellungen

Mit der Bildung sonstiger Rückstellungen wurde in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 294) Vorsorge für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Prüfungskosten getroffen. Weitere TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 114 fixe Vergütungen) sind für fixe und variable Aufsichtsratsvergütungen zurückgestellt worden.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Weiterberechnung verauslagter Aufsichtsrats-Nebenkosten durch die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 18) Steuern.

Latente Steuern

Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 15,40 Prozent bewertet.

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Sie werden aufgrund von erwarteten gewerbesteuerlichen Verlusten als nicht werthaltig angesehen.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin bei der Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Eigenkapitalausstattung und der für die Folgejahre erwarteten positiven Ergebnisse der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht erkennbar.

Anteilsbesitz

Die Zusammenstellung des Anteilsbesitzes, welcher der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB über ihre Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zuzurechnen ist, ist Bestandteil des testierten Jahresabschlusses, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Eine komprimierte Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen ist im Abschnitt Weitere Informationen auf Seite 188 ff. enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Unter diesen beiden Posten werden durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 164) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus Administrationskosten enthalten. Des Weiteren betrifft der Ausweis mit TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 0) periodenfremde Aufwendungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 60) enthalten, die die Auflösung von Rückstellungen betreffen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen stammen TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 626) aus verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag korrespondieren mit dem verbesserten Ergebnis vor Steuern. Es wird ein Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 268 (Vorjahr: TEUR 188) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31.12.2010 nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2010 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 115). Dieser Betrag betrifft wie im Vorjahr die Abschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung. Darüber hinaus sind TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) für steuerliche Beratungsleistungen enthalten. Weitere Aufwendungen für Beratungs- oder Bestätigungsleistungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, nicht in den Konzernabschluss einbezogene bzw. nicht mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehende Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen wie Vorstand, Aufsichtsrat und Führungskräfte der Ebene 1 sowie deren nahe Familienangehörige dar.

Die gesellschaftsrechtliche Verflechtung des BLG-Konzerns mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Komplementärin ohne Einlage und der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – als alleinige Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ist im Lagebericht im Abschnitt Organisatorische Eingliederung erläutert.

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen werden auf den Seiten 23, 28 f. und 37 ff. ausgeführt, vgl. auch Abschnitt Vorstand und Aufsichtsrat.

Transaktionen mit Gesellschaftern

Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent und hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns eine Dividende erhalten.

Transaktionen mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt.

Nahe stehende
Unternehmen
2010
(in TEUR)
31.12.2010
(in TEUR)
Erträge Aufwen
dungen
Forde
rungen
Verbindlich
keiten
Verbundene Unternehmen 0 -- -- --
Assoziierte Unternehmen 0 -- -- --

Die Transaktionen mit verbundenen Unternehmen und mit assoziierten Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Mit Gemeinschaftsunternehmen wurden im Berichtsjahr keine Transaktionen vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG siehe Seite 23 und 28 f. Die Angaben zur individualisierten Vergütung entsprechend § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme sind im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und des Konzernlageberichts ist, auf den Seiten 35 ff. zusammengefasst. Die Aufwendungen für die Vergütungen des Vorstands werden vollständig von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG getragen.

Directors' Dealings

Die Angaben zu den Directors' Dealings sind im Corporate Governance-Bericht auf Seite 40 dargestellt.

Gesellschafter

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen _–Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juni 2011 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vor: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je Stückaktie (das entspricht rd. 12 Prozent je Stückaktie) für das Geschäftsjahr 2010, entsprechend dem Bilanzgewinn von EUR 1.152.000.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2010 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.

Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 16. Dezember 2010 die 9. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Lagebericht

Organisatorische Eingliederung

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Sie unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven. Die vielfältigen Logistikdienstleistungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER über die operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen erbracht.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat entsprechend dem Gesellschaftsvertrag keine Kapitaleinlage in die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geleistet und ist an deren Gewinn nicht beteiligt. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten und werden in unserem Konzernabschluss als "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen.

Neben dem üblichen Kostenersatz erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG eine Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. HGB. Die Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zu zahlen. Daneben erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine Arbeitsvergütung in Höhe von fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG vor Abzug dieser Arbeitsvergütung. Die Arbeitsvergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500.

Zusätzlich werden alle unserer Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet.

Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang.

Für das Geschäftsjahr 2010 wurde vom Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands lautet:

"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend ihrer Konzernfunktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, in das die Gesellschaft seit dem Vorjahr einbezogen ist. Die bisher bestehenden Darlehen wurden mit einer Ausnahme in das Cash Management überführt. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten, marktüblichen Konditionen. Die Finanzierung ist risikoarm.

Für die Übernahme der Komplementärfunktion in der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sowie der Leitungsfunktion des BLG-Konzerns hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– für 2010 eine Haftungsvergütung (TEUR 785) und eine Arbeitsvergütung (TEUR 830) erhalten. Zusätzlich wurden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehende Aufwendungen von dieser erstattet.

Der Jahresüberschuss stieg im Jahr 2010 auf EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.).

Das entspricht einem Plus von 41 Prozent. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die mit TEUR 830 (Vorjahr: TEUR 256) mehr als verdreifachte Arbeitsvergütung zurückzuführen, die aus dem im Zuge der Konjunkturbelebung gestiegenen Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG resultiert.

Dividendenerhöhung auf EUR 0,30 je Aktie

Maßgebend für die Gewinnausschüttung an die Aktionäre ist der jeweilige Jahresabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer angemessenen Dividendenpolitik schlägt der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.152.000,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,25 je Stückaktie), entsprechend einer Rendite von rund 12 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00, zu verwenden. Der Dividendenvorschlag spiegelt somit das im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Ergebnis wider.

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie gemeinsam mit der ungeprüften Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu Seite 35 ff.

Übernahmerelevante Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 41 f. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 42 ff. enthalten.

Nachtragsbericht

Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Risikobericht

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung.

Unsere Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützt der BLG-Konzern seine Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche des Konzerns bietet nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Abs. 5 HGB wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Verdoppelungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Konzernlagebericht auf den Seiten 95 ff.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, von der die Höhe der Arbeitsvergütung der Gesellschaft abhängt. Ein Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Darlehen und dem Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Wie im Vorjahr prognostiziert, wurde in 2010 aufgrund der konjunkturellen Erholung in Verbindung mit Einsparungen sowie positiven Impulsen aus intensivierten Vertriebsaktivitäten der BLG-Konzerngesellschaften ein deutlich höherer Jahresüberschuss in Höhe von rund EUR 1,3 Mio. erzielt. Für die Jahre 2011 und 2012 gehen wir auf Basis fundierter Planungen und vor dem Hintergrund erwarteter Mengensteigerungen von wiederum steigenden Jahresüberschüssen aus. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2011 ist die Fortsetzung der soliden Dividendenpolitik, zumindest aber eine Dividende von EUR 0,30 je Aktie.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bremen, den 31. März 2011 DER VORSTAND

Mekelburg Onnen Schiffer

Aden Kuhr Dr.-Ing. Lieberoth-Leden

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Jahresabschluss | Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS‑ GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 31. März 2011

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bitter Kersten

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

mm

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Publicly owned – privately managed 66
Wirtschaftlicher Hintergrund 67
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 67
Gewinnverwendung 82
Mitarbeiter 83
Corporate Governance-Bericht 88
Nachtragsbericht 89
Nachhaltigkeitsbericht 89
Chancen- und Risikobericht 94
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 97
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns 103

Publicly owned – privately managed

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat für den BLG-Konzern als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen. In dieser Funktion hat die BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– den Konzernabschluss aufgestellt.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist am Gesellschaftskapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten.

Containerterminal Bremerhaven

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG konzentriert sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Die Geschäftsbereiche wiederum sind in Geschäftsfelder gegliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG für den Geschäftsbereich CONTAINER. Zentral- und Stabsbereiche der Holding erbringen konzernweit Serviceleistungen.

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) tritt nach außen unter BLG LOGISTICS auf. BLG LOGISTICS ist ein seehafenorientierter Logistikdienstleister mit internationalen Netzwerken in den operativen Geschäftsbereichen mit über 100 Gesellschaften bzw. Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.

Wirtschaftlicher Hintergrund

Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des BLG-Konzerns ist die Globalisierung, die hinsichtlich Beschaffung, Produktion und Absatz von Waren und Gütern weiterhin eine zunehmende internationale Arbeitsteilung bewirkt. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass die jährlichen Zuwachsraten des weltweiten Logistikmarkts deutlich über denen des Weltwirtschaftswachstums liegen. Studien belegen, dass Deutschland im zusammenwachsenden Europa die höchste logistische Kompetenz vorzuweisen hat. Diese Kompetenz sowie das daraus resultierende Zukunftspotenzial sind inzwischen in Wirtschaft und auch Politik anerkannt.

Vor allem aus dem Globalisierungseffekt resultieren zunehmend komplexer werdende Anforderungen an logistische Dienstleistungen. Der BLG-Konzern sieht sich mit seinem klaren Leistungsprofil, einer straffen Konzernorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, hierfür gut positioniert.

Handelslogistik für Tchibo im DC Nord, Bremen

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Nach dem starken Einbruch im vergangenen Jahr stand das Geschäftsjahr 2010 insbesondere im ersten Halbjahr im Zeichen einer in dieser Deutlichkeit nicht zu erwartenden wirtschaftlichen Erholung. Vor diesem Hintergrund hat sich das Konzernergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr mit EUR 34,1 Mio. mehr als verdoppelt. Den entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten die gestiegenen Mengen bei gleichzeitiger Realisierung von Kostensenkungspotenzialen.

Maßgeblich für die Entwicklung der Weltwirtschaft waren insbesondere die global ergriffenen fiskalpolitischen Maßnahmen sowie das deutliche Anziehen des Welthandels. Dabei verlief die Entwicklung insgesamt uneinheitlich. Positive Impulse ergaben sich insbesondere aus den asiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländern.

Im zweiten Halbjahr schwächte sich das Wachstum aufgrund auslaufender Konjunkturprogramme und der erforderlichen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte einiger Länder etwas ab. Nach übereinstimmender Einschätzung wird sich der positive Trend jedoch auch im Jahr 2011 grundsätzlich fortsetzen.

Die Logistik-Branche profitierte von der positiven Konjunkturentwicklung. Bereits im Jahr 2011 soll der Branchenumsatz nach Schätzungen der Bundesvereinigung Logistik (BVL) wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Experten der Deutsche Bank Research gehen davon aus, dass die Logistik-Branche in Deutschland zu den Wirtschaftszweigen mit dauerhaft guten langfristigen Wachstumsaussichten zählt. Allerdings steht die Branche unter anderem im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und

damit einhergehend mit der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Arbeitskräfte, notwendigen Infrastrukturinvestitionen sowie einer zu erwartenden stärkeren Umweltregulierung auch vor Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund wird der BLG-Konzern die im Vorjahr beschrittene Doppelstrategie aus Kostensenkung und Marktwachstum in 2011 weiter forcieren. Wir erwarten, damit die notwendigen Erfolge in der Zukunft zu erreichen.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet in den Geschäftsfeldern Seehafenterminals, Inlandterminals, Intermodal und Osteuropa alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an, zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden komplett.

Mit diesem Netzwerk konnte die Position des führenden Automobillogistikers in Europa im Geschäftsjahr 2010 gefestigt werden.

In diesem Zusammenhang konnten mit Wirkung zum 1. Januar 2011 weitere 6 Prozent der Geschäftsanteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics hinzuerworben werden, so dass nun 100 Prozent der Geschäftsanteile gehalten werden.

Die Pkw-Inlandsfertigung der deutschen Hersteller hat sich im Gesamtjahr 2010 mit einer Steigerung um 12 Prozent auf 5,5 Mio. Neuwagen erholt. Die Beschäftigung der Seehafenterminals konnte davon insbesondere im Bereich Export stark profitieren. In Deutschland ist jedoch mit Auslaufen der Abwrackprämie Ende 2009 die Nachfrage nach Importfahrzeugen drastisch eingebrochen. Dies hat sich im Berichtsjahr vor allem bei den Produktionsabläufen der Seehafenterminals hinsichtlich der Relation Import zu Export sowie den wertschöpfenden Technikdienstleistungen nachteilig ausgewirkt.

Autoterminal St. Petersburg

Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Inlandterminals am Rhein und an der Donau. Die Entwicklung der Inlandterminals ist stark von der Entwicklung der nationalen deutschen Automobilkonjunktur abhängig. Wurden im Vorjahr noch 3,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen, sank die Anzahl der Neuzulassungen laut Statistik des Kraftfahrtbundesamtes auf 2,9 Mio. Fahrzeuge, was einem Minus von 23,4 Prozent entspricht. Hauptursache für den Abschwung war die zu Beginn des Jahres weggefallene Abwrackprämie. Von dieser Entwicklung sowie aufgrund sinkender Preise waren ebenfalls die Pkw-Transporte auf der Straße betroffen.

Importfahrzeuge in Bremerhaven

BLG AutoRail

Die BLG LOGISTICS GROUP strebt neben einer weiteren Expansion in Osteuropa auch einen umweltfreundlichen Automobiltransport an. In diesem Zusammenhang werden Neufahrzeuge erfolgreich per Binnenschiff transportiert. Insgesamt sind sieben Binnenschiffe für den Autotransport im Einsatz – fünf auf dem Rhein und zwei auf der Donau. Dazu dienen die Inlandterminals als Stützpunkte für die Pkw-Verladung. Ein Teil der Entsorgung der neuen Montage-werke der Hersteller in Südosteuropa erfolgt somit über die Donau. Dabei spielt das Autoterminal in Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den westeuropäischen Ländern.

Wie auch im Vorjahr entwickelte sich der Aufbau eigener Bahnaktivitäten mit der Gesellschaft BLG AutoRail GmbH sehr positiv. Mit dem Ausbau des Waggonbestands wird eine weitere Grundlage zur Behauptung der führenden Marktposition als Automobillogistiker in Europa geschaffen.

Seit dem Jahr 2008 wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Bahntransporte wurden zuvor ausschließlich extern nach Bedarf eingekauft, sodass nun eine gesicherte Grundlage zur Akquisition von Bahnverkehren geschaffen wurde. Im Bereich der intermodalen Transporte ergänzen die eigenen Waggons das Leistungsportfolio und sind die Basis zum Ausbau der Transportleistungen und zur Stärkung des Netzwerks durch Einbeziehung der Inlandterminals als Zielbahnhöfe.

Bis Ende des Jahres 2014 ist die Beschaffung von insgesamt 1.275 neuen Spezialwaggons vorgesehen. Dadurch werden dann 75 Ganzzüge verfügbar sein. Zum 31. Dezember 2010 waren 494 Spezialwaggons in Betrieb genommen worden, die wiederum überwiegend durch akquirierte Regelverkehre vollständig ausgelastet werden konnten.

Autotransport auf Rhein und Donau

Unsere Geschäftsaktivitäten in Osteuropa haben wir auf der Grundlage des Vorjahresportfolios weiter ausgebaut. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Pkw-Neuzulassungen in Russland sowie der Ukraine stark eingebrochen. Nach dem Einbruch der Neuzulassungen in der Ukraine von rd. 550.000 im Jahr 2008 auf rd. 157.000 im Jahr 2009 erholt sich der Markt. Im Jahr 2010 wurden mit ca. 195.000 Fahrzeugen bereits 25 Prozent mehr Pkw als im Jahr 2009 neu zugelassen. Wir erwarten, dass sich die osteuropäischen Märkte im Vergleich zu den zentraleuropäischen Ländern mit einer zweijährigen Verzögerung deutlich erholen werden. Gleiches gilt für den Automobilmarkt der Mittelmeeranrainerstaaten, der für das Seehafenterminal in Gioia Tauro von Bedeutung ist.

Insgesamt hat sich jedoch das Gesamtvolumen bearbeiteter Fahrzeuge des Geschäftsbereichs in 2010 auf 5,4 Mio. Fahrzeuge (Vorjahr: 4,7 Mio. Fahrzeuge) erhöht. Wesentlicher Grund für den Anstieg war das hohe exportgetriebene Umschlagvolumen in den Seehäfen. Vor diesem Hintergrund erzielte der Geschäftsbereich AUTOMOBILE in 2010 ein Umsatzwachstum von

Exportfahrzeuge in Bremerhaven

Stahlverladung im Neustädter Hafen, Bremen

7,7 Prozent auf EUR 321,3 Mio. (Vorjahr: EUR 298,4 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hingegen entwickelte sich unbefriedigend und beträgt EUR 3,9 Mio.

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Automotive, Industrie- und Handelslogistik sowie Seehafenlogistik. Der Markt der Kontraktlogistik ist in seiner Struktur und Komplexität sehr heterogen mit entsprechend unterschiedlichen Wachstums- und Ergebnisperspektiven. Die Handelslogistik hat sich entsprechend den Erwartungen positiv entwickelt. Durch eine Vertragsverlängerung mit einem Großkunden konnten die erheblichen Investitionen in diesem Bereich mittelfristig abgesichert werden.

Die Entwicklung des Geschäftsfelds Automotive wurde aufgrund der starken Abhängigkeit von den Entwicklungen der Automobilindustrie und der Abhängigkeit von wenigen Großkunden und zunehmendem Wettbewerb besonders geprägt. Starke Beschäftigungsschwankungen sowie noch nicht optimale Kostenstrukturen führten bei steigenden Umsätzen zu noch nicht zufriedenstellenden Ergebnissen. Im Geschäftsfeld Seehafenlogistik herrscht weiterhin ein hoher Verdrängungswettbewerb, der auf Überkapazitäten im konventionellen Stückgutverkehr zurückzuführen ist. Diesen Trends konnte im Geschäftsjahr 2010 durch Kosteneinsparungen begegnet werden. Das Geschäftsfeld Industrielogistik war durch den Verlust eines Großkunden betroffen, durch den bereits begonnenen Aufbau in der Windenergielogistik bestehen jedoch neue aussichtsreiche Chancen für dieses Geschäftsfeld.

Der Geschäftsbereich CONTRACT erzielte 2010 ein Umsatzwachstum von 22,1 Prozent auf EUR 282,3 Mio. (Vorjahr: EUR 231,2 Mio.). Das erreichte Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 8,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) ist zufriedenstellend. Dies betrifft die einzelnen Geschäftsfelder in unterschiedlichem Maße. Im Geschäftsfeld Handelslogistik wurde das Jahr 2010 vor dem Hintergrund der in den vergangenen beiden Jahren dazugewonnenen Geschäfte sowie der erwarteten Geschäftsausweitung mit Bestandskunden sowohl mit einer Umsatz- als auch mit einer Ergebnissteigerung abgeschlossen. Im Geschäftsfeld Automotive konnten durch den Ausbau der

Geschäftsbeziehungen zu weiteren Automobilherstellern bestehende Abhängigkeiten verringert werden.

Weitere Impulse werden aus gesteigerten Vertriebsaktivitäten und Qualitätsoptimierungen erwartet.

Das Geschäftsfeld Seehafenlogistik schloss mit Umsatz- wie auch Ergebnissteigerungen ab.

Der Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem bedeutenden Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit seinen Beteiligungen repräsentiert. Diese betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg sowie Gioia Tauro, La Spezia, Salerno, Cagliari, Ravenna (alle Italien) und in Lissabon (Portugal) sowie Tanger (Marokko). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an Terminalprojekten in Wilhelmshaven und Ust-Luga (Russland) beteiligt. Ferner ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ergänzt um technische Service- und IT-Dienstleistungen angeboten.

Der Markt des Containerumschlags ist ein Zukunftsmarkt, der einerseits noch von der Umstrukturierung des konventionellen Umschlags zum containerisierten Umschlag profitiert und bei dem andererseits die weiterhin steigenden internationalen Warenströme einen positiven Einfluss auf die transportierten und damit umzuschlagenden Mengen haben werden. Die stärksten Impulse sind diesbezüglich aus der immer stärkeren weltwirtschaftlichen Integration der Schwellenländer in Asien sowie Mittel- und Osteuropa und den hiermit verbundenen Warenströmen zwischen Asien und Europa zu erwarten.

Im März 2010 wurde von der EUROGATE Intermodal GmbH mit der HHLA Intermodal GmbH, Hamburg, als Gemeinschaftsunternehmen die IPN Inland Port Network GmbH & Co. KG, Hamburg, gegründet. Dieses Joint Venture soll Terminalkonzepte und Standorte für den gemeinsamen Aufbau von Hinterlandterminals und Depots prüfen und entwickeln. Ziel ist es dabei, die Transport- und Logistikketten im Hinterland zu verbessern.

Im Mai 2010 hat sich EUROGATE nach intensiven Verhandlungen mit der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft mbH & Co. KG auf die Verschiebung des Inbetriebnahmezeitpunkts des EUROGATE Container Terminals Wilhelmshaven um neun Monate auf den 5. August 2012 geeinigt.

Bereits Ende August 2009 hat das Planfeststellungsverfahren zur Westerweiterung des EUROGATE Container Terminals Hamburg begonnen. Neben der vollständigen Zuschüttung des Petroleumhafens ist die unmittelbare Verlängerung des Predöhlkais um ca. 650 m sowie die Herstellung von weiteren 400 m Liegeplätzen am Bubendey-Ufer vorgesehen. Der damit verbundene Flächenzuwachs beträgt ca. 400.000 qm. Darüber hinaus ist die Vergrößerung des Wendebeckens im Waltershofer Hafen auf einen 600-m-Drehkreis vorgesehen. Erste Teilflächen sollten zwar ab 2014 zur Verfügung stehen, aus heutiger Sicht wird die Maßnahme jedoch voraussichtlich nicht vor 2017/2018 vollständig fertiggestellt werden können. Mit der Westerweiterung wird die derzeitige Umschlagskapazität des EUROGATE Container Terminals Hamburg von derzeit 4,1 Mio. TEU um 1,9 Mio. TEU auf knapp 6,0 Mio. TEU erweitert werden.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Baumaßnahmen zum Ausbau des Liegeplatzes 3 abgeschlossen. Die betriebliche Nutzung erster Teilflächen war ab dem zweiten Quartal 2010 möglich und die Gesamtmaßnahme wurde im August 2010 abgeschlossen.

Mit dem Abschluss der Modernisierungsarbeiten der Liegeplätze 1 bis 3 sind die Potenziale des EUROGATE Container Terminals Hamburg bis auf Weiteres ausgeschöpft. Insofern wird nunmehr die weitere konkrete Umsetzung der Westerweiterung in Richtung Petroleumhafen erforderlich.

Die zwischenzeitlich ausgesetzten Baumaßnahmen der OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, an der die EUROGATE International GmbH mit 20 Prozent beteiligt ist, sind im Geschäftsjahr 2010 fortgesetzt worden. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts mit einer Umschlagskapazität von ca. 500.000 TEU/Jahr ist jetzt für das erste Quartal 2012 vorgesehen.

Die Containerterminals der EUROGATE-Gruppe schlugen in Deutschland, Italien, Marokko und Portugal insgesamt 12,6 Mio. TEU (Vorjahr: 12,0 Mio. TEU) um, was einem Anstieg von 5,2 Prozent entspricht. Dabei stieg der Containerumschlag in Deutschland um 4,7 Prozent, während der Anstieg der italienischen Terminals mit 0,8 Prozent

moderater ausfiel. Die Umschlagsmengen in Marokko haben sich im zweiten vollen Betriebsjahr besonders erfreulich entwickelt und beliefen sich in 2010 auf 680.795 TEU (Vorjahr: 435.575 TEU). Die Angaben sind um die Werte des im September 2010 verkauften Terminals in Livorno bereinigt.

2010 stiegen die Umsatzerlöse um 1,4 Prozent auf EUR 599,6 Mio. (Vorjahr: EUR 591,4 Mio.) an. Das Umsatzwachstum reflektiert Absatzerhöhungen bei knapp behaupteten Preisen. Damit wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 67,2 Mio. (Vorjahr: EUR 48,0 Mio.) erzielt. Davon stellen quotal 50 Prozent den Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns dar. Das gestiegene Ergebnis vor Steuern ist neben der positiven Mengenentwicklung auch auf umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung zurückzuführen.

Ertragslage 2010
Mio. EUR
% 2009
Mio. EUR
% Verän
derung %
Umsatzerlöse 897,4 100,0 818,5 100,0 9,6
Materialaufwand -401,6 -44,8 -326,7 -39,9 22,9
Personalaufwand -299,4 -33,4 -302,6 -37,0 -1,1
Abschreibungen auf langfristige immateri-
elle Vermögenswerte und Sachanlagen
-61,6 -6,9 -69,1 -8,4 -10,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen
und Erträge
-84,9 -9,5 -84,9 -10,4 0,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 49,9 5,6 35,2 4,3 41,8
Finanzergebnis -15,8 -1,8 -18,7 -2,3 -15,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 34,1 3,8 16,5 2,0 106,7
Ertragsteuern -1,2 -0,1 -8,5 -1,0 -85,9
Konzernjahresüberschuss 32,9 3,7 8,0 1,0 311,3

Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Erholung konnte ein Konzernumsatz von EUR 897,4 Mio. und damit gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 9,6 Prozent erzielt werden. Der überwiegende Anteil der Erhöhung entfällt hierbei auf den Geschäftsbereich CONTRACT, dessen Segmentumsatz nach einem Zuwachs um 22,1 Prozent wieder das Niveau des Rekordjahres 2008 erreicht hat. In den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE (+7,7 Prozent) und CONTAINER (+1,4 Prozent) waren im Berichtszeitraum gleichermaßen Zunahmen der Umsatzerlöse zu verzeichnen. Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist in allen Geschäftsbereichen im Wesentlichen mengenbedingt.

Wie in Punkt 7 des Konzernanhangs näher erläutert wirken sich, in Umkehrung der Umsatzrückgänge des Vorjahres, die Veränderungen der Umsatzerlöse aus den Geschäftsbereichen AUTO-MOBILE und CONTAINER überwiegend im Bereich der Umschlagserlöse und die Veränderungen des Geschäftsbereichs CONTRACT in den Bereichen der Speditions- und Transportleistungen sowie der technischen Dienstleistungen aus.

Der im Vergleich zum Konzernumsatz mit 22,9 Prozent überproportionale Anstieg des Materialaufwands auf EUR 401,6 Mio. erklärt sich maßgeblich durch den Umfang des Speditionsgeschäftes im Geschäftsbereich CONTRACT und den damit verbundenen Zukauf externer Transportleistungen sowie die gestiegene Beschäftigung von Fremdpersonal. In Relation zum Anstieg der Umsatzerlöse ergaben sich Steigerungen des Materialaufwands sowohl im Geschäftsbereich AUTOMOBILE (+15,6 Prozent) als auch im Geschäftsbereich CONTRACT (+46,7 Prozent) in doppelter Höhe, die in beiden Geschäftsbereichen größtenteils aus dem erhöhten Aufwand für Fremdpersonal resultieren.

Trotz einer geringfügig gestiegenen durchschnittlichen Anzahl an Beschäftigten ergibt sich eine Reduzierung des Personalaufwands um 1,1 Prozent auf EUR 299,4 Mio. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen im Vorjahr zulasten des Personalaufwands gebildete Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Rückstellungen für Restrukturierung sowie Kosteneinsparungen durch Flexibilisierungsmaßnahmen, die trotz gegenläufiger Entwicklungen bei den Resturlaubsansprüchen und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie sonstigen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern zu einem insgesamt positiven Effekt geführt haben. Bei nahezu gleichbleibenden Personalaufwendungen in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT konnte der Geschäftsbereich CONTAINER deutliche Einsparungen realisieren.

Aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich herabgesetzten Investitionstätigkeit und vor allem geringerer außerplanmäßiger Abschreibungen sanken die Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um EUR 7,5 Mio. bzw. 10,9 Prozent auf

EUR 61,6 Mio. In diesem Zusammenhang wurden die im Geschäftsbereich AUTOMOBILE vor allem durch zusätzliche Investitionen in Terminalsoftware um 1,8 Prozent gestiegenen Abschreibungen durch die Minderungen in den Geschäftsbereichen CONTRACT (-24,7 Prozent) und CONTAINER (-9,3 Prozent) kompensiert. Der Rückgang im Geschäftsbereich CONTRACT resultiert im Wesentlichen aus dem Auslaufen der Nutzungsdauer von im Kundenauftrag erstellten technischen Anlagen und im Geschäftsbereich CONTAINER aus der Veränderung der außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge belaufen sich erneut auf EUR 84,9 Mio. und befinden sich auf Vorjahresniveau.

Nach dem ausgeprägten Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vorjahr hat der Konzern im Berichtsjahr ein um EUR 14,7 Mio. deutlich besseres EBIT von EUR 49,9 Mio. erwirtschaftet. Während die Geschäftsbereiche CONTAINER (EUR +8,0 Mio.) und CONTRACT (EUR +5,5 Mio.) sowie die Zen-tralbereiche (EUR +2,4 Mio.) positiv zur Entwicklung beitrugen, musste der Geschäftsbereich AUTOMOBILE nicht zuletzt wegen des Auslaufens der sogenannten Umweltprämie Ende 2009 mit EUR -1,2 Mio. einen Rückgang zum Vorjahr verzeichnen.

Für das Geschäftsjahr 2010 errechnet sich eine auf das EBIT bezogene Umsatzrendite von 5,6 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). Aus der Darstellung dieser Kennzahl in der Segmentberichterstattung auf Seite 110 f. ergibt sich für den Geschäftsbereich CONTAINER eine Umsatzrendite von 14,0 Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent), während die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT Umsatzrenditen von 2,9 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent) bzw. 3,9 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent) aufweisen.

Das Finanzergebnis konnte im laufenden Jahr um EUR +2,9 Mio. auf EUR -15,8 Mio. verbessert werden. Hiervon entfielen EUR +3,2 Mio. auf das Beteiligungsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf Finanzanlagen und EUR -0,3 Mio. auf das Zinsergebnis.

Analog zur günstigen wirtschaftlichen Entwicklung der voll- oder quotenkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns haben sich auch die Ergebnisse der at equity einbezogenen Gesellschaften überwiegend positiv entwickelt und in Summe mit einem Betrag von EUR 3,0 Mio. zu einer Verbesserung des Beteiligungsergebnisses beigetragen. Des Weiteren konnte im Vergleich zum Vorjahr ein zusätzliches Ergebnis von EUR 0,2 Mio. aus den übrigen Beteiligungen verwirklicht werden. Vom Beteiligungsergebnis entfallen auf den Geschäftsbereich CONTAINER EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.), auf den Geschäftsbereich AUTOMOBILE EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR -0,2 Mio.) und auf den Geschäftsbereich CONTRACT EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.).

Trotz des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus und der im Geschäftsjahr um EUR 52,4 Mio. zurückgeführten Nettoverschuldung hat sich das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr geringfügig verschlechtert. Ursächlich für die negative Veränderung ist neben den Effekten aus der erfolgswirksamen Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten (EUR -1,1 Mio.) auch das Ergebnis aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie der Amortisation sonstiger Aktiva (EUR -0,7 Mio.). Aus der übrigen Finanzierungstätigkeit ergaben sich im Berichtsjahr Einsparungen von EUR 1,5 Mio.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 106,7 Prozent auf EUR 34,1 Mio.

Die Ertragsteuern des Jahres 2010 betrugen EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 8,5 Mio.). In Bezug auf das EBT ergibt sich damit eine Konzernsteuerquote von 3,3 Prozent (Vorjahr: 51,4 Prozent). Korrespondierend mit dem Vorjahr wurde auch der Steueraufwand des Berichtsjahres im Wesentlichen durch die Bewertung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen beeinflusst. Weitere Erläuterungen zu den Ertragsteuern können dem Konzernanhang unter Punkt 16 entnommen werden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konzernjahresüberschuss von EUR 8,0 Mio. auf EUR 32,9 Mio. mehr als vervierfacht.

Vermögens
und Kapitalstruktur
31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % %
Langfristiges Vermögen 739,0 75,7 761,1 77,9 -2,9
Kurzfristiges Vermögen 237,3 24,3 215,9 22,1 9,9
Vermögen 976,3 100,0 977,0 100,0 -0,1
Eigenkapital 330,4 33,8 311,8 31,9 6,0
Langfristige Schulden 337,6 34,6 360,3 36,9 -6,3
Kurzfristige Schulden 308,3 31,6 304,9 31,2 1,1
Eigenkapital und Schulden 976,3 100,0 977,0 100,0 -0,1

Die Bilanzsumme liegt mit EUR 976,3 Mio. auf Vorjahresniveau. Es haben sich jedoch Verschiebungen zwischen langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten ergeben. So verringerte sich das langfristige Vermögen gegenüber dem Vorjahr um EUR 22,1 Mio., während sich das kurzfristige Vermögen um EUR 21,4 Mio. erhöhte.

Der Rückgang des langfristigen Vermögens ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung des Sachanlagevermögens um EUR 32,8 Mio. zurückzuführen, die im Zusammenhang mit einer Verringerung der Investitionstätigkeit steht. Insgesamt gingen die Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von EUR 77,8 Mio. auf EUR 33,6 Mio. zurück. Hiervon entfielen EUR 13,3 Mio. (Vorjahr: EUR 21,0 Mio.) auf den Geschäftsbereich AUTOMOBILE, EUR 7,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.) auf den Geschäftsbereich CONTRACT und EUR 12,1 Mio. (Vorjahr: EUR 48,4 Mio.) auf den Geschäftsbereich CONTAINER. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Geschäftsbereich CONTAINER im Rahmen der Errichtung der Suprastruktur für den EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven bereits verschiedene Aufträge, u. a. zur Lieferung von acht Super-Post-Panamax-Containerbrücken, im Gesamtbetrag von anteilig über EUR 50 Mio. erteilt hat.

Der Verringerung des Sachanlagevermögens stehen insbesondere eine Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um EUR 1,4 Mio., eine Zunahme der Anteile an assoziierten Unternehmen um EUR 2,4 Mio., ein Anstieg der langfristigen Finanzforderungen um EUR 3,3 Mio. sowie um EUR 3,2 Mio. höhere latente Steuern gegenüber.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen Investitionen des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE in Terminalsoftware und Investitionen des Geschäftsbereichs CONTRACT in Lagerverwaltungssoftware. Im Geschäftsbereich CONTAINER werden die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte dagegen durch die Abschreibungen des Berichtsjahres überkompensiert.

Die Zunahme der Anteile an assoziierten Unternehmen resultiert mit EUR 3,7 Mio. aus den anteiligen Jahresergebnissen dieser Unternehmen, denen Verminderungen der Anteile aus erhaltenen Dividenden in Höhe von EUR 1,3 Mio. gegenüberstehen. Weitere Effekte aus der Währungsumrechnung und aus der Verminderung des Zeitwerts einer Option im Geschäftsbereich CONTAINER gleichen sich nahezu aus.

Der Anstieg der langfristigen Finanzforderungen ist mit EUR 3,3 Mio. überwiegend auf eine Forderung aus Finance Lease aus einem 2010 abgeschlossenen Vertrag zurückzuführen.

Die Erhöhung der latenten Steuern betrifft in Höhe von EUR 2,2 Mio. die Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge von Tochterunternehmen aufgrund verbesserter Ergebnisaussichten.

Das langfristige Vermögen war zum Abschlussstichtag durch langfristiges Kapital zu 90,4 Prozent (Vorjahr: 88,3 Prozent) finanziert.

Im kurzfristigen Vermögen ergaben sich signifikante Veränderungen nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +17,1 Mio.), den sonstigen Vermögenswerten (EUR -5,6 Mio.) sowie den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (EUR +10,7 Mio.).

Parallel zu den Umsatzerlösen wuchsen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bereinigt um die in der Zunahme enthaltene Umsatzsteuer, um ca. 10 Prozent. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 8,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) entfallen auf vollkonsolidierte ausländische Gesellschaften.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ergaben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr.

Die Zunahme der liquiden Mittel spiegelt die positive Liquiditätssituation des Konzerns wider.

Das Eigenkapital nahm im Berichtsjahr um EUR 18,6 Mio. auf EUR 330,4 Mio. zu. Hierbei standen den Kapitalmehrungen aus Konzerngesamtergebnis (EUR 34,7 Mio.), direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen (EUR 1,8 Mio.), Kapitaleinlagen (EUR 2,1 Mio.) und sonstigen Veränderungen (EUR 0,1 Mio.) die kapitalmindernden Ausschüttungen (EUR 18,2 Mio.) gegenüber. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist detailliert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und darüber hinaus sind weiterführende Erläuterungen hierzu im Konzernanhang angegeben.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2010 auf 33,8 Prozent (Vorjahr: 31,9 Prozent).

Die langfristigen Schulden haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 22,7 Mio. verringert, während die kurzfristigen Schulden im Berichtsjahr um EUR 3,4 Mio. angestiegen sind.

Innerhalb der Schulden haben sich die langfristigen Darlehen einschließlich des kurzfristigen Anteils um insgesamt EUR 50,0 Mio. und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing um EUR 6,4 Mio. reduziert; Einzelheiten hierzu werden im Abschnitt Nettoverschuldung auf Seite 81 f. beschrieben. Bei den Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern war ebenfalls ein Rückgang um EUR 3,1 Mio. zu verzeichnen.

Gegenläufig haben sich insbesondere eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 12,3 Mio., eine Zunahme der langfristigen Rückstellungen um EUR 3,5 Mio. und der kurzfristigen Rückstellungen um EUR 1,4 Mio. sowie ein Anstieg der abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand um EUR 3,5 Mio. ausgewirkt.

Die Reduzierung der Zahlungsverpflichtungen betrifft mit EUR 2,0 Mio. Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer für Vorjahre.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen korrespondiert mit dem Anstieg des Materialaufwands.

Für Informationen zur Entwicklung der langfristigen und kurzfristigen Rückstellungen verweisen wir auf die Rückstellungsspiegel im Anhang unter den Punkten 33 und 37.

Die abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand entfallen in voller Höhe auf den Geschäftsbereich CONTAINER. Zu weiteren Angaben über Zuwendungen der öffentlichen Hand vgl. Punkt 32 im Anhang.

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.

Mio. EUR Buchwert
31.12.2010
Zeitwert
31.12.2010
Buchwert
31.12.2009
Zeitwert
31.12.2009
Langfristige Darlehen 191,5 196,9 241,5 245,0
Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing
65,9 68,6 72,3 74,7
Gesamt 257,4 265,5 313,8 319,7

Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist im Anhang unter Punkt 41 enthalten.

Finanzierungsinstrumente

Mit einem Kreditinstitut wurde eine Vereinbarung über den Abschluss unechter Pensionsgeschäfte gemäß § 340b Abs. 1, 3 und 5 HGB über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 8,8 Mio. geschlossen, von denen zum Bilanzstichtag EUR 8,4 Mio. noch offen waren. Dieses Geschäft wird im Konzernabschluss in Höhe der offenen Forderungen als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Auswirkungen auf den Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergaben sich nicht. Das unechte Pensionsgeschäft diente der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses waren die Forderungen in voller Höhe beglichen, sodass danach aus dem Geschäft für den Konzern kein Risiko resultiert.

Mit Ausnahme dieser Vereinbarung sowie geschäftsüblicher Operating Lease-Verhältnisse einschließlich der dem Konzern gewährten Erbbau- und Kajenutzungsrechte setzt der BLG-Konzern keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente ein, die sich gegenwärtig oder zukünftig wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken werden. Insbesondere bestehen keine nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften.

Nähere Angaben zu den Operating Lease-Verhältnissen sowie den Erbbau- und Kajenutzungsrechten sind in den Punkten 42 und 46 im Anhang aufgeführt.

Finanzlage

In den Jahren 2009 und 2010 wurden folgende Cashflows erzielt:

2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 110,8 83,4
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -22,4 -100,5
Mittelzu-/abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -81,9 35,2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6,5 18,1
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,3 0,1
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -1,8 -20,0
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 5,0 -1,8
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 46,6 35,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -41,6 -37,7
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 5,0 -1,8

Auf der Grundlage des im Jahr 2010 erzielten Ergebnisses vor Steuern von EUR 34,1 Mio. ist ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 110,8 Mio. (Vorjahr: EUR 83,4 Mio.) erwirtschaftet worden.

Die Finanzierung ausstehender Investitionen erfolgt unter Berücksichtigung des Liquiditätsbedarfs der Einzelgesellschaften sowie in Abhängigkeit von der Kapitalmarktsituation aus Eigenmitteln, aus langfristigem Fremdkapital (Darlehen) sowie mittels Leasing.

Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) werden selektiv zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus von Investitionsfinanzierungen eingesetzt.

Eine ausführliche Kapitalflussrechnung findet sich im Konzernabschluss auf Seite 114.

Nettoverschuldung 2010
Mio. EUR
2009
Mio. EUR
Langfristige Darlehen 157,1 180,9
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 89,0 96,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 161,9 169,5
Finanzverschuldung 408,0 446,4
Langfristige Finanzforderungen -12,3 -9,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -46,6 -35,9
Nettoverschuldung 349,1 401,5

Im Jahr 2010 konnte die Nettoverschuldung des Konzerns um EUR 52,4 Mio. auf EUR 349,1 Mio. reduziert werden. Die hierfür erforderlichen Finanzmittel wurden im Wesentlichen aus dem gestiegenen Konzernjahresüberschuss sowie der deutlich reduzierten Investitionstätigkeit generiert.

Die Finanzkredite wurden im Berichtsjahr durch planmäßige Tilgungen in Höhe von EUR 32,1 Mio. sowie weiteren vorzeitigen Tilgungen aus Liquiditätsüberschüssen in Höhe von EUR 28,0 Mio., bei einer Aufnahme von EUR 10,1 Mio., um insgesamt EUR 50,0 Mio. zurückgeführt. Im Rahmen der Leasingfinanzierung waren neben den Mittelabflüssen aus der Aufnahme und Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten von netto EUR 7,0 Mio. zusätzliche Mittelabflüsse von netto EUR 3,3 Mio. aus der Auszahlung von Leasingforderungen und deren unterjähriger Tilgung zu verzeichnen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um EUR 10,7 Mio. auf EUR 46,6 Mio.

Zum 31. Dezember 2010 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 84 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 73 Mio.).

Liquiditätsengpässe sind somit weder aktuell gegeben noch in absehbarer Zukunft zu erwarten.

Bilanz- und Finanzkennzahlen 2010
%
2009
%
Umsatzrendite (%) Operatives Ergebnis (EBIT)
Umsatzerlöse
= 5,6 4,3
Anlagenintensität (%) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Vermögen
= 69,0 72,1
Anlagendeckung (%)
(Goldene Bilanzregel)
Eigenkapital und langfristige Schulden
Anlagevermögen
= 93,1 90,0
Working Capital Ratio (%) Kurzfristiges Vermögen
Kurzfristige Schulden
= 77,0 70,8
Eigenkapitalquote (%) Eigenkapital
Bilanzsumme
= 33,8 31,9
Eigenkapitalquote (%)
(bereinigt um Hybridkapital)
Eigenkapital - Hybridkapital
Bilanzsumme
= 25,8 23,9
Eigenkapitalrendite (%) Ergebnis vor Steuern (EBT)
Ø Eigenkapital
= 10,6 5,0
Gesamtkapitalrendite (%) Operatives Ergebnis (EBIT)
Ø Vermögen
= 5,1 3,6
Personalkostenquote (%) Personalaufwand und Aufwendungen
für Fremdpersonal
Umsatzerlöse
= 45,3 46,3

Bilanz- und Finanzkennzahlen 2010

Gewinnverwendung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Nach deutschem Recht ist die Grundlage für die Dividendenausschüttung der Bilanzgewinn. Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weist in ihrem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 (HGB) einen Bilanzgewinn von EUR 1.152.000,00 (Vorjahr: EUR 960.000,00) aus. Der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, schlägt der Hauptversammlung am 9. Juni 2011 vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,30 EUR/Aktie (Vorjahr: 0,25 EUR/Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00

entsprechend 3.840.000 Stück Namensaktien auszuschütten. Die solide Dividendenpolitik der Vorjahre wird damit fortgesetzt. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 9,50 errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,2 Prozent.

Mitarbeiter

Die BLG LOGISTICS GROUP als international engagierter Logistikdienstleister braucht nicht nur leistungsbereite und motivierte, sondern auch qualifizierte Mitarbeiter, um am Markt nachhaltig erfolgreich zu sein und den Herausforderungen der Globalisierung und des demografischen Wandels zu begegnen. Um die besten Mitarbeiter gewinnen, fördern und halten zu können, verfolgt der BLG-Konzern das Ziel, dauerhaft als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Zu den Bestandteilen unserer Personalpolitik zählen daher neben einer leistungsorientierten Vergütung und gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Modell der betrieblichen Altersvorsorge.

Die Zahl der gemäß § 267 Nr. 5 HGB (Jahresdurchschnitt) im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – und ihre Aufteilung auf die Geschäftsbereiche stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsbereich 2010 2009 Verände
rung in %
AUTOMOBILE 1.995 2.077 -3,9
davon gewerbliche Mitarbeiter 1.572 1.634
davon Angestellte 423 443
CONTRACT 1) 1.932 1.787 +8,1
davon gewerbliche Mitarbeiter 1.270 1.214
davon Angestellte 662 573
CONTAINER 1.883 1.939 -2,9
davon gewerbliche Mitarbeiter 1.383 1.427
davon Angestellte 500 512
Services 2) 139 126 +10,3
davon gewerbliche Mitarbeiter 2 2
davon Angestellte 137 124
Summe 5.949 5.929 +0,3
davon gewerbliche Mitarbeiter 4.227 4.277
davon Angestellte 1.722 1.652

1) Im Bestand 2010 sind 257 Mitarbeiter (107 Angestellte, 150 gewerbliche Mitarbeiter) enthalten, die auf Änderungen des Konsolidierungskreises zurückzuführen sind.

2) Im Bestand 2010 sind 18 Angestellte enthalten, die im Zuge der Auflösung der dezentralen Shared Service Center-Organisation in die Holding übernommen wurden.

Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen

Mitarbeiterstruktur

Mitarbeiter nach Altersgruppen

Die Frauenquote im BLG-Konzern liegt bei 15 Prozent. Diese im Vergleich zu anderen Unternehmen zunächst niedrig erscheinende Quote ist auf eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Arbeitsplätzen mit überwiegend körperlich schwerer Arbeit zurückzuführen. Dennoch ist eine unserer Zielsetzungen, die Frauenquote zu erhöhen; hierbei ist das Pilotprojekt "Frauen in Teilzeitbeschäftigung" ein erster Schritt in diese Richtung. Ungeachtet dessen konnten für ehemals männerdominierende Tätigkeiten, wie z.B. das Führen von Hafenumschlagskränen, bereits Frauen gewonnen werden.

Nachwuchsgewinnung und Talentförderung

Ausbildungsberufe

In der Ausbildung liegt das Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft. Im Geschäftsjahr 2010 lag daher die Zahl der Auszubildenden in unserem Konzern mit 351 (Vorjahr: 360) Personen in kaufmännischen und gewerblichen Berufen auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr.

Die Leistungen des BLG-Konzerns im Bereich Ausbildung wurden im Geschäftsjahr 2010 von der Industrie- und Handelskammer durch die Auszeichnung als Unternehmen, welches "Qualität durch Ausbildung" sichert, besonders anerkannt.

Dualer Studiengang

Die interne Talentförderung findet auch im Rahmen des dualen Studiums statt. Neben der kaufmännischen Ausbildung zur/m Kauffrau/mann für Spedition- und Logistikdienstleistung besteht die Möglichkeit, einen Bachelor-Abschluss an der Berufsakademie zu erlangen, welche den Studierenden ein praxisorientiertes Umfeld bietet. Unser Ziel ist es, Berufsanfänger zu fördern und ihre weitere Laufbahn gemeinsam zu gestalten. Im Geschäftsjahr 2010 wurde 26 Studierenden der Zugang zum dualen Studium ermöglicht.

Kooperationen mit Hochschulen

Neben der internen Talentförderung bestehen Kooperationen mit Hochschulen, im Rahmen derer besonders gute Studenten mit Stipendien unterstützt werden. Darüber hinaus wird den Studenten die Möglichkeit gegeben, in einer unserer Konzerngesellschaften das Praxissemester zu absolvieren oder ihre Diplom-/Bachelorarbeit zu schreiben. Oftmals bietet dies die Basis für einen Berufseinstieg innerhalb des BLG-Konzerns.

Mary Navaratnaraja, Auszubildende zur Bürokauffrau

Traineeprogramm von 24 Monaten Dauer

Um gezielt Fach- und Führungskräfte auszubilden, bietet der BLG-Konzern Hochschulabsolventen ein Traineeprogramm mit einer Dauer von 24 Monaten an. Neben Projektarbeit finden Seminare zu Themen wie Führungsstile oder Softskills statt. Ziel dieses Programms ist es, für jeden Anwärter eine Position im Konzern zu finden, um die Karriere zu planen und zu gestalten. In diesem Programm werden interne, aber auch externe Bewerber gefördert. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 18 Anwärter aufgenommen und haben das Programm im Frühjahr 2010 begonnen.

Weiterbildung

In Mitarbeitergesprächen definieren wir jährlich den Entwicklungs- und Weiterbildungsbedarf von Mitarbeitern. Neben gezielten Seminaren und Workshops, wie beispielsweise über den Umgang mit IT-Applikationen sowie Trainingsmaßnahmen zur Persönlichkeitsentwicklung, existieren verschiedene andere Weiterbildungsangebote.

So wurde im Geschäftsbereich CONTRACT das "Lerninsel-Konzept" als Instrument der operativen Basisqualifizierung mit dem Ziel etabliert, kundenbezogene Qualitätsstandards besser erfüllen zu können.

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE lag der Schwerpunkt der Weiterbildungsaktivitäten beim Autoterminal Bremerhaven. Hier wurden neben der berufsbegleitenden Ausbildung zum Hafenfacharbeiter umfangreiche Schulungsmaßnahmen für Neueinstellungen, teilweise auch in Form von Kompetenzpässen, sowie Weiterbildungen für den Bereich High & Heavy durchgeführt. Diese waren insbesondere aufgrund der verbesserten Beschäftigungslage zwingend erforderlich.

Der Geschäftsbereich CONTAINER hat sich weiter an der im Jahr 2007 gemeinsam vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesministerium für Verkehr etablierten "Qualifizierungsoffensive für Langzeitarbeitslose in der Hafenlogistik" beteiligt, die eine weitere Professionalisierung der Hafenberufe durch eine vereinheitlichte längere Ausbildung (24 Monate mit Abschlussprüfung) zum Gegenstand hat, um damit den Fachkräftebedarf der Zukunft sicherzustellen. In diesem Zusammenhang greift der Geschäftsbereich auf die Dienste des norddeutschen Bildungsträgers "ma-co" (maritimes competenzcentrum) mit Standorten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven zurück.

Eröffnung des Eltern-Kind-Zimmers im BLG-Firmensitz am Präsident-Kennedy-Platz.

Beruf und Familie

Der Umgang mit dem demografischen Wandel steht im Fokus der Personalpolitik des BLG-Konzerns. Die familienbewusste Personalpolitik ist in diesem Kontext ein zentraler Baustein. Sie soll einen wichtigen Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität und damit zum nachhaltigen Erfolg des BLG-Konzerns leisten. Vor allem das Bewusstsein und die Sensibilität für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben sollen auf allen Ebenen weiter ausgebaut und verankert werden. So sollen auch weiterhin Beschäftigte an das Unternehmen gebunden und qualifizierte neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden.

Die bereits etablierte unternehmensinterne Sozialberatung hat ihre Beratungsangebote hinsichtlich der Thematik "Familienfreundlichkeit" weiter ausgebaut. Fragen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wie Elternzeit und -geld, aktive Vaterschaft, Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige sowie das Beantragen von Leistungen. stehen im Mittelpunkt der Beratung.

Elternzeit

Darüber hinaus unterstützt und fördert der BLG-Konzern mit der Elternzeit die Entwicklung einer familienfreundlichen Arbeits- und Unternehmenskultur und erleichtert jungen Müttern und Vätern die Rückkehr in ihren Beruf. Durch die Partnermonate nehmen sich nach der Geburt eines Kindes nicht nur Frauen, sondern vermehrt auch Männer Zeit für die Verantwortung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch im BLG-Konzern immer mehr Männer die Möglichkeit der Elternzeit nutzen.

Mit dem Eltern-Kind-Zimmer wurde ein weiterer Baustein zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen. Hierbei handelt es sich um ein voll ausgestattetes Büro mit integriertem Kinderzimmer, in dem Eltern die Möglichkeit haben, mit dem Kind an ihrer Seite zu arbeiten.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde dem BLG-Konzern erneut das Zertifikat "audit berufundfamilie®" der Hertie Stiftung überreicht. Inhalte dieser Prüfung waren der Bestand an Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Definition weitergehender Ziele hinsichtlich familienbewusster Personalpolitk.

Elternzeit

Gesundheitsmanagement

Im weit gefächerten Themengebiet Gesundheitsmanagement hat sich der BLG-Konzern die Aufgabe gestellt, die Mitarbeiter vor Krankheiten und arbeitsbedingten Gefahren zu schützen. Um diese Aufgabe erfolgreich umzusetzen, wurden im Geschäftsjahr 2010 folgende Maßnahmen ergriffen:

Der Schwerpunkt des Gesundheitsmanagements liegt in der präventiven Gesundheitsvorsorge. In diesem Zusammenhang steht dem BLG-Konzern ein kompetentes Ärzteteam zur Verfügung, welches beratend tätig ist und die Mitarbeiter arbeitsmedizinisch betreut. Gemeinsam mit den Medizinern wurde ein innovatives Ideenkonzept entwickelt, mit dem nachhaltige Präventivmaßnahmen umgesetzt werden sollen. Beispielsweise wurde begonnen, die Büros mit höhenverstellbaren Tischen auszustatten, sodass die Möglichkeit zum Arbeiten im Stehen gegeben ist, was zu einer Entlastung des Rückens beiträgt.

Mika Müller gefällt es im Eltern-Kind-Zimmer

Im Rahmen des Projektes "Fit & Fun" kooperiert der BLG-Konzern mit zahlreichen Sporteinrichtungen, sodass die Möglichkeit besteht, kostengünstig in regionalen Sporteinrichtungen in unmittelbarer Nähe zum Wohn- und Arbeitsplatz zu trainieren. Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der AOK Bremen/ Bremerhaven zeigen eine deutliche Senkung der Arbeitsunfähigkeitstage bei Fit & Fun-Teilnehmern aufgrund von Krankheiten des Muskel- und Skelettsystems sowie des Herz-Kreislauf-Systems.

Betriebliche Altersvorsorge

Im Rentenalter sollen die Mitarbeiter der BLG einen angemessenen Versorgungsgrad erreichen, um ihren Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Das im Ruhestand monatlich verfügbare Einkommen wird nach wie vor im Wesentlichen durch die gesetzliche Rentenversicherung getragen.

In den letzten Jahren wurde infolge mehrerer Eingriffe das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung massiv beeinflusst. Zur Abdeckung von Lücken in der Altersversorgung bietet die BLG mit der sozialen Zukunftssicherung ein mitarbeiterfinanziertes System an (Vorsorgeplan) und unterstützt dieses durch ergebnisabhängige Bonuszahlungen und weitere Zulagen (Bonusplan).

Am Vorsorgeplan beteiligten sich 2010 in den Geschäftsbereichen CONTRACT und AUTOMOBILE insgesamt 1.782 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.716). Das entspricht einer Teilnahmequote von 52,9 Prozent (Vorjahr: 51,0 Prozent). Der Geschäftsbereich CONTAINER verzeichnete hier 2.428 Teilnehmer (Vorjahr: 2.551). Die Teilnahmequote beträgt 70,3 Prozent (Vorjahr: 73,9 Prozent).

Das Volumen der mitarbeiterfinanzierten Beiträge im Konzern ist mit ca. EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.) nahezu konstant geblieben. Der Bonusplan wurde in 2010, wie bereits im Vorjahr, mit ca. EUR 1,7 Mio. dotiert. Somit entfallen auf den freiwilligen Beitrag ca. EUR 4,7 Mio.

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie gemeinsam mit der ungeprüften Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu S. 35 ff.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 41 f. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 42 ff. enthalten.

Forschung und Entwicklung

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft erfordert keine Forschung und Entwicklung.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG weitere 6 Prozent der Anteile an E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics erworben. Somit hält der BLG-Konzern seit diesem Zeitpunkt 100 Prozent der gesamten Geschäftsanteile an dieser wesentlichen Gesellschaft der ehemaligen Harms-Unternehmensgruppe, die dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugeordnet ist.

Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltiges Handeln bedeutet für uns, ökonomischen Erfolg mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden. Wir sind überzeugt, dass ein nachhaltiger Unternehmenserfolg für alle Stakeholder nur im Einklang von Ökologie und Ökonomie erreicht werden kann.

Nachhaltigkeit eröffnet neue Chancen und minimiert zukünftige Risiken; so profitiert z. B. jeder Einzelne von der Erhaltung der Umwelt, dem effizienten Einsatz von Ressourcen, einem angemessenen Arbeitsumfeld sowie der Übernahme sozialer Verantwortung. Zentrale Bestandteile der Nachhaltigkeitsstrategie des BLG-Konzerns in diesem Kontext sind das Umweltmanagement ("Green Logistics"), der Umgang mit unseren Mitarbeitern, der seinen Ausdruck z. B. in einer verantwortungs-

bewussten Personalpolitik sowie Maßnahmen zum Arbeitsschutz und der Gesundheitsvorsorge findet, sowie unser gesellschaftliches Engagement.

Green Logistics

Als seehafenorientierter Logistikdienstleister profitiert der BLG-Konzern von der Globalisierung. Das gilt nicht nur für die Häfen, sondern für alle operativen Geschäftsfelder. Mit dem Wachstum ist zwangsläufig steigendes Transportvolumen verbunden. Verantwortungsbewusste Logistik setzt in diesem Zusammenhang auf die Schonung der Umwelt und nachhaltiges Handeln. Dafür steht der Begriff Green Logistics. Für den Transportsektor bedeutet dies beispielsweise, die Luftverschmutzung oder die Lärmbelastung zu verringern oder energieeffizient zu produzieren. Doch auch bei vielen anderen logistischen Dienstleistungen sind Verbesserungen möglich. Wir arbeiten laufend daran, das Bewusstsein für das erfolgreiche Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie zu schaffen und zu stärken. Zur Verdeutlichung unseres nachhaltigen Handelns können folgende Beispiele dienen:

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE werden seit März 2010 energieund kraftstoffsparende Trainings (sog. ECO-Fahrtraining) durchgeführt, durch die das Fahrverhalten

hinsichtlich des Energieverbrauchs und des schonenden Umgangs mit dem Lkw optimiert werden soll. Neben dem praktischen Fahrtraining, durch welches in Abhängigkeit vom Fahrer zwischen 7 und 15 Prozent Kraftstoff eingespart werden können, gibt es zusätzlich eine theoretische Schulung, in der alle wissenswerten Informationen rund um Technik, Umwelt und Kraftstoff vermittelt werden.

So geht es beim ECO-Fahrtraining nicht nur um den Kraftstoffverbrauch, sondern auch um vorausschauendes Fahren, sodass beispielsweise auch der Verschleiß an Reifen oder Bremsbelägen reduziert wird. Darüber hinaus umfasst die Schulung auch eine optimierte Routenplanung, durch die unnötige Leerfahrten vermieden werden sollen. Gleichzeitig soll der Leerkilometeranteil durch eine optimierte Auslastung der Lkw um 2 bis 3 Prozent gesenkt werden, indem die Beladung der Transporter um ein Fahrzeug aufgestockt wird.

Im Geschäftsbereich CONTRACT fahren die von starken Dieselmotoren angetriebenen Gabelstapler bereits seit Jahren mit Rußpartikelfiltern. Durch die zum Einsatz kommenden Filter werden die Partikel schon während des Betriebs durch die Wärme des Motors verbrannt. So wird der Emissionsausstoß auf ein Minimum reduziert.

Außerdem wurde bei ersten Reach Stackern (multifunktionale Transportfahrzeuge, die bis zu 45 Tonnen bewegen können) und Gabelstaplern eine Umrüstung der Hydrauliksysteme durch den Ersatz des herkömmlichen Hydrauliköls mit pflanzlichem Panolinöl vorgenommen. Die aus Raps gewonnene Hydraulikflüssigkeit weist die Wassergefährdungsklasse Null auf und ist biologisch abbaubar. Die Gefahr einer Grundwasserverschmutzung im Falle einer Beschädigung der Hydrauliksysteme besteht somit nicht.

Umweltfreundliche Arbeitsgeräte

Von Bedeutung ist dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass im Hydraulik-Kreislauf eines Reach Stackers bis zu 1.600 Liter und in dem der Stapler bis zu 600 Liter Öl fließen.

Im Geschäftsbereich CONTAINER zählen die Van Carrier (große Portalhubstapler), die vier Lagen Container übereinander stapeln können, zu den wesentlichen Energieverbrauchern. Um den Verbrauch zu reduzieren, werden seit dem Jahr 2009 Doppelschicht-Kondensatoren eingesetzt, die die Aufnahme und Abgabe von Energie in sehr kurzer Zeit ermöglichen. So kann die Energie, die beim Absetzen des Containers und beim Bremsen frei wird, in den Kondensatoren zwischengespeichert werden und wird beim Wiederanfahren und Heben wieder zurück ins System gegeben. Damit kann der Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent vermindert werden.

Eine weitere Maßnahme zur Reduzierung des Verbrauchs wird durch eine effizientere Wegeplanung erreicht. Durch eine veränderte Fahrweise in einer optimierten Streckenführung kann der Kraftstoffverbrauch um etwa acht Prozent gesenkt werden, indem die Anzahl der Kurven und damit auch die Bremsmanöver und Beschleunigungen reduziert werden.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge

Für die BLG LOGISTICS GROUP ist die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz neben dem wirtschaftlichen Erfolg ein gleichrangiges Unternehmensziel. Eine präventive, neu gestaltete betriebliche Gesundheitspolitik, Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz sowie der Arbeitsbedingungen sind daher maßgebliche Bestandteile unserer Unternehmenspolitik. Die besondere Bedeutung der Arbeitssicherheit im BLG-Konzern zeigt auch der Aufbau einer Abteilung, die sich hauptsächlich mit diesem Thema befasst. Sie ist als Stabsstelle in das Unternehmen integriert, zertifiziert und hat eine anerkannte, hohe fachliche Kompetenz im Konzern.

Arbeitssicherheit ist immer eine gemeinsame Aufgabe zwischen allen Beteiligten im Unternehmen. Nur durch Planung, Koordinierung und Rücksicht bei der Durchführung der einzelnen Arbeitsaufgaben können Arbeitsunfälle verhindert werden. Dies trifft im besonderen Maße bei Dienstleistungsunternehmen wie der BLG zu, in denen der Mensch bei der Durchführung der Arbeiten gegenüber den eingesetzten Maschinen einen erheblich größeren Anteil hat. Daher ist es für die BLG von größter Bedeutung, die Arbeitsplätze so sicher wie möglich zu gestalten und damit die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Gleichzeitig werden hierdurch die Fehlzeiten minimiert.

Für die Mitarbeiter im Konzern wird durch vielfältige präventive Maßnahmen versucht, Arbeitsunfälle zu verhindern. Neben der Bestellung von Sicherheitsingenieuren oder Fachkräften für Arbeitssicherheit und den vor Ort tätigen Sicherheitsbeauftragten, die den Betrieb beraten, wird durch gezielte Aktionen gemeinsam mit den Mitarbeitern die Sensibilität für das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge geschärft.

Jedem Mitarbeiter wird das Wissen über Gefährdungen und Unfallgefahren für Tätigkeiten zum jeweiligen Arbeitsplatz durch Ausbildung, Unterweisung oder Schulungen vermittelt. Praxis wie auch Theorie werden durch erfahrene Lehrkräfte aus dem eigenen Unternehmen erklärt. Mehrfache Schulungen und Unterweisungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz begleiten die Mitarbeiter des BLG-Konzerns ihr gesamtes Berufsleben.

Mitarbeiter in Sicherheitskleidung bei der Pkw-Hohlraumversiegelung

Die soziale Verantwortung der BLG für ihre Mitarbeiter zum Unfall- und Gesundheitsschutz wird aktiv gelebt. Dies wird auch durch die rege Beteiligung der Mitarbeiter am kontinuierlichen Verbesserungsprozess deutlich. Notwendige Korrekturen im Arbeitsprozess werden dadurch gemeinsam schnell durchgeführt. Technische Neuerungen an Maschinen sowie ergonomische Verbesserungen sind ebenso die Folge derartiger Aktivitäten und machen die Arbeit in der BLG LOGISTICS GROUP sicherer.

Gesellschaftliches Engagement

Die BLG LOGISTICS GROUP versteht sich als Teil der Gesellschaft und übernimmt vor diesem Hintergrund vor allem im Umfeld unserer Standorte mit verschiedenen Projekten gesellschaftliche Verantwortung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich Bildung und Nachwuchsförderung. Die folgenden Beispiele sollen hierzu einen Einblick geben:

So bestehen unter anderem Kooperationen mit Partnerschulen in Bremen und Bremerhaven. Im Rahmen dieser Kooperationen wurde beispielsweise im Geschäftsjahr 2010 mit der neunten Jahrgangsstufe der Johann-Gutenberg-Schule in Bremerhaven ein eintägiges Bewerbungstraining durchgeführt. Dabei wurde in Einzelgesprächen mit den Schülern an ihren Bewerbungsunterlagen gearbeitet und es wurden nützliche Hilfestellungen für Bewerbungsverfahren gegeben. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Oberschule Roter Sand (ehemals Butjadinger Straße) hat die BLG die Beschaffung dringend benötigter Lernmaterialien unterstützt und so die Lernbedingungen für die Schüler weiter verbessert.

An der Bremer Wilhelm-Olbers-Schule gehören Hafen und Logistik zum Unterricht.

Das Bildungsprojekt "Maritime Wirtschaft und Logistik" ist eine Initiative der BLG LOGISTICS GROUP und bremenports, die in Zusammenarbeit mit dem Bremer Landesinstitut für Schule (LIS) und dem Institut für Ökonomische Bildung (IÖB) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg durchgeführt wird. Zielsetzung ist, Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 17 Jahren mit der wachsenden Bedeutung von Seehäfen und Logistik für die Küstenregion und den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland vertraut zu machen.

Dazu wurden Schülerarbeitshefte für die Sekundarstufen I und II sowie die dazugehörigen Lehrerhandreichungen erarbeitet. Zudem entstand das Online-Portal www.arwilo.de. Sämtliche Materialien werden permanent überarbeitet und stehen den Schulen in Klassensätzen gegen eine geringe Schutzgebühr zur Verfügung. Sie vermitteln ökonomische Grundlagen am Beispiel maritimer Wirtschaft und Logistik sowie vertiefte Kenntnisse der Wirtschaftsstrukturen der in der Branche tätigen Unternehmen und informieren über die Vielfalt der Arbeits-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

Die Initiative von BLG und bremenports fand schnell weitere Unterstützung aus der Metropolregion Bremen-Oldenburg. Seit 2010 gehört auch der Verband Deutscher Reeder (VDR) zu den aktiven Förderern. Voraussichtlich wird sich künftig auch die Hamburger Hafenwirtschaft finanziell an dem in der gesamten Logistikbranche bislang einmaligen Projekt beteiligen. Auch seitens Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gibt es reges Interesse.

Mittlerweile wurden rund 350 Klassensätze des Materials von Schulen abgefordert. Das heißt, fast 14.000 Schülerinnen und Schüler haben sich im Rahmen des Unterrichts bereits mit dem Material befasst. Der Schwerpunkt lag in der Nordwestregion. Aber auch Schulen in anderen Bundesländern integrieren die Logistik zunehmend in ihre Unterrichtseinheiten.

Da die Thematik bei Lehrerinnen und Lehrern auf breites Interesse stößt, wird seitens des IÖB derzeit Material für eine entsprechende Lehrerfortbildung aufbereitet. Zudem erscheinen die Schülermaterialien und die Lehrerhandreichungen zum neuen Schuljahr 2011 in einer abermals aktualisierten und ergänzten Auflage.

Auch die "BLG-Neugierologen" ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Universum® Bremen und in Kooperation mit der Senatorin für Bildung und Wissenschaft durchgeführt wird. Naturwissenschaftlich begeisterten

Neugierologen im Universum® Bremen

Schülerinnen und Schülern wird so ein kostenloser Besuch im Science Center ermöglicht. Dieses Angebot wurde bisher von über 250 Schulklassen wahrgenommen, wobei für die Mehrheit der Schüler ein Besuch des Universum® zuvor aus finanziellen Gründen nicht in Betracht kam.

Darüber hinaus werden im Rahmen des Führungskräftenachwuchs-Programmes unterschiedliche regionale Institutionen unterstützt. Jeder Jahrgang hat das soziale Engagement als festen Baustein in diesem Programm verankert, da soziale Kompetenzen essenzelles Know-how für die angehenden Führungskräfte sind.

Ein weiteres Projekt ist das Persönlichkeitstraining "SeitenWechsel®", an dem zahlreiche Führungskräfte teilnehmen. Hierbei wird der Arbeitsalltag für eine Woche unterbrochen, um in einer sozialen Institution zu unterstützen. Diese praktische und lebensnahe Auseinandersetzung soll helfen, die sozialen und kulturellen Führungskompetenzen weiterzuentwickeln.

Weitere Entwicklung

Aufgrund des Wettstreits um die immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen und die daraus resultierenden Konsequenzen sowie mit Blick auf die nachhaltige soziale Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und der Gesellschaft werden die strategisch wichtigen Themen Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit zukünftig noch weiter vorangetieben. Die BLG LOGISTICS GROUP wird eine Organisationseinheit aufbauen, die Entwicklungsprojekte für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT im Dialog mit den operativen Einheiten und den Kunden der BLG LOGISTICS GROUP identifizieren soll. Auch die Leitung und Auswertung von unternehmensübergreifend durchgeführten Projekten sowie der Dialog mit der Logistikforschung werden zukünftig von dieser Organisationseinheit übernommen. Somit werden wir in Zukunft noch besser für die anstehenden Herausforderungen gerüstet sein.

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für den BLG-Konzern Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Zur Erreichung unserer Zielsetzungen wie zum Beispiel Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) oder Return on Capital Employed (ROCE) erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse, eine frühzeitige Identifikation von Chancen sowie Gefährdungspotenzialen. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Controllingprozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Dabei unterliegen Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, den Märkten, dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität unserer besonderen Beachtung.

Die Grundsätze des Risikomanagements des BLG-Konzerns sind in einer Richtlinie dokumentiert. In den Geschäftsbereichen und Einheiten der Holding wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Das Konzerncontrolling ist verantwortlich für die Koordination der konzernweiten Erfassung und Dokumentation von Risikofeldern und für die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems.

Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Handelslogistik für Griesson – de Beukelaer

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Begriffsbestimmung und Elemente des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems

Das Interne Kontrollsystem des BLG-Konzerns umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.

Da das Interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.

Elemente des Internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– insbesondere die Bereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt.

Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.

Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision, das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems mit ein.

Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie dem Abschlussprüfer oder dem steuerlichen Betriebsprüfer vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.

Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.

Prozess der Rechnungslegung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit

Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst. Die Einbindung ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt über standardisierte, Excel-basierte Reporting Packages, die mittels flexiblem Upload in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur konzern-

einheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden zum Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Abstimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll.

Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns erfolgt für die Geschäftsbereiche zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.

Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Konzernebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Angaben für die Notes werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.

Für das Tax Accounting wird eine spezielle Software verwendet. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden die laufenden und die latenten Steuern berechnet und die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern geprüft. Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten werden daraus die auf Ebene des Konzerns in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzusetzenden laufenden und latenten Steuern ermittelt.

Einschränkende Hinweise

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen

BLG als internationaler Konzern ist mit seinen drei Geschäftsbereichen verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Potenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur.

In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die sich uns eröffnenden Chancen optimal nutzen.

Basis dafür ist unser einzigartiges Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Von der zielgerichteten Verbreiterung unserer Markt- und Vertriebsaktivitäten in Osteuropa erwarten wir darüber hinaus langfristig Geschäftserfolge.

Das etablierte Geschäftsmodell im Geschäftsfeld Handelslogistik, gepaart mit der Profilierung als Marke, eröffnet uns im Geschäftsbereich CONTRACT weitestgehend konjunkturunabhängige Vertriebs- und Akquisitionsmög-

Handelslogistik für adidas

lichkeiten in Deutschland bzw. Europa. Mit unserer logistischen Expertise sowie dem Standortvorteil durch seeschifftiefe Kajeanlagen entwickeln wir zusammen mit Partnern das wachstumsorientierte Geschäftsfeld Offshore-Windenergie.

Im Geschäftsbereich CONTAINER erwarten wir von der Weiterentwicklung des europäischen Terminalnetzwerkes aus Seehafen- und Binnenterminals in Verbindung mit intermodalen Geschäftsaktivitäten zusätzliche Chancen.

Die Evaluierung weiterer Potenziale erfolgt kontinuierlich in allen Geschäftsbereichen. Sie ist elementarer Bestandteil unserer Doppelstrategie aus Kostensenkung einerseits und zielgerichtetem Marktwachstum andererseits. In diesem Zusammenhang aufgelegte Projekte und Maßnahmen befinden sich laufend in der Umsetzung.

Risiken

Allen Risiken, die im Folgenden dargestellt sind, stehen im Falle einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber.

Als international tätiges Unternehmen mit heterogenem Dienstleistungsspektrum ist der BLG-Konzern einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden – soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar – Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerrechtlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützt der BLG-Konzern seine Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.

Um die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur, der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren, wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern durch eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.

Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHB-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) und sonstigen Leiharbeitnehmeranteil erreicht. Dadurch wird im gewissen Rahmen eine Reaktion zur Anpassung des Personalbedarfs an die Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität des BLG-Konzerns als Arbeitgeber und streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven im BLG-Konzern durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch die Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch geeignete Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein, unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen, ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein

effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich nur geringe Auswirkungen für einzelne Geschäftsfelder.

Die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der Nordrange ist dringend erforderlich. Sollte die eine oder die andere – oder beide – Maßnahmen scheitern oder sich gravierend verzögern, kann dies erheblich negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung des Geschäftsbereichs CONTAINER haben.

Darüber hinaus ist der Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) (durchgehende Vertiefung um einen Meter einschließlich Anpassungen an Weichen, Kurven und Schleusen) von hoher Bedeutung. Aufgrund der geografischen Nähe des Bremerhavener und des Hamburger Hafens zum Ostseeraum wird ein hoher Anteil der Containerströme der Ostsee-Anrainerstaaten als Transshipmentverkehr über Bremerhaven/Hamburg abgewickelt. Diese Verkehre laufen in der Regel aufgrund von Zeit-, Kosten- und Entfernungsvorteilen durch den NOK. Jedoch stößt der NOK wegen des Größenwachstums der Feederschiffe im Ostseeverkehr zunehmend an seine

Der Bau am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven geht zügig voran.

Leistungsgrenze. Können Feederdienste jedoch nicht mehr durch den NOK geführt werden, muss die deutlich längere Strecke via Skagen gewählt werden. Das führt zu einem Verlust der natürlichen Wettbewerbsvorteile der deutschen Häfen gegenüber den Westhäfen. Somit besteht ein erhebliches Risiko von Mengenverlusten an unseren Containerterminals. Insofern ist eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des NOK dringend erforderlich, damit der NOK auch in Zukunft die Verkehrsströme zwischen Nord- und Ostsee effizient abwickeln kann. Nach derzeitiger Ausbauplanung ist eine Verkehrsfreigabe bis Anfang 2018 erreichbar.

Aufgrund der in der Finanz- und Wirtschaftskrise rückläufigen Umschlagsmengen haben sich bei den Containerterminals in der Nordrange Überkapazitäten ergeben. Dies hat in Verbindung mit den nautischen Problemen der immer größer werdenden Containerschiffe bereits in 2009 zu Veränderungen bei den Ladungsströmen und der Kundenstruktur geführt.

Ein verstärkender Faktor bei den Marktrisiken ist die Tatsache, dass in den nächsten Jahren weitere neue Hafenkapazitäten in der Nordrange zur Verfügung stehen werden (JadeWeserPort Wilhelmshaven, Maasvlakte II Rotterdam, Port 2000 Le Havre). Diese und andere Erweiterungen bei den Terminalkapazitäten können zu Veränderungen in den Ladungsströmen und der Kundenstruktur führen und damit auch die Ratenstruktur und -höhe negativ beeinflussen. Dies gilt ins-besondere für den Feederverkehr.

Die Konsolidierung in der Containerschifffahrt kann auch in Zukunft fortschreiten. Da die Containerterminals bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise zumindest mittelfristig freie Kapazitäten haben, wird im Zuge möglicher Konsolidierungen die Marktmacht verbleibender Konsortien/Reedereien und damit der Druck auf die Erlöse sowie die Notwendigkeit nachhaltiger Kostenreduzierungen bei den Containerterminals anhalten.

Besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin dem Wettbewerb mit den Automobilterminal-Betreibern in den Westhäfen. Mit der Übernahme der leistungsstarken Terminals Vrasene Dock in Antwerpen und Bastenakken Kai/ Northern Inlet in Zeebrügge durch den weltweit größten RoRo-Reeder NYK aus Japan im Geschäftsjahr 2006 ist in diesem Zusammenhang eine Situation entstanden, die weiterhin mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Dies gilt insbesondere für die Verlagerung von Importvolumina aus Fernost sowie das Preisgefüge an unserem Seehafenterminal Bremerhaven. Auf der Grundlage unserer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem RoRo-Reeder NYK sowie durch unsere bisherige Kooperation in Europa und Südafrika sehen wir diesbezüglich aber auch Chancen.

Die vertraglich vereinbarten Preise im Seehafenumschlag gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck sowie die massiv veränderte

Relation von Export- zu Importgeschäft mit entsprechenden Folgewirkungen für die Beschäftigung an diesem Standort erfordern nachhaltig umfassende Produktivitätsverbesserungen und Kostenreduzierungen.

Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals an der Ostsee in Skandinavien kann es durch interne Optimierungen der Reeder zu Verlagerungen von Transshipmentvolumina zulasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.

Ein Ausfall der Nordschleuse im Seehafen Bremerhaven kann den Standort gefährden. Insoweit kommt dem spezifischen Ausbau der Kaiserschleuse als weiterer Schleuse für Car Carrier, die im April 2011 in Betrieb genommen werden soll, größte Bedeutung zu.

Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel führen zumindest zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.

Die Entwicklung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE wird auch 2011 von verschiedensten Marktaspekten abhängen. Marktrisiken resultieren zum Beispiel aus der gesamtwirtschaftlichen Situation, der anhaltenden Strukturkrise in der europäischen Automobilindustrie und der auf niedrigem Niveau verharrenden Automobilneuzulassungen nach dem Wegfall der Umweltprämie in Deutschland und den Anrainerstaaten. Die Marktentwicklung in Osteuropa erfordert einen hohen Kapitaleinsatz. Die Absicherung dieses Kapitaleinsatzes über langfristige Verträge mit der Automobilindustrie wird angestrebt, kann jedoch nicht garantiert werden.

Im Übrigen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Maut und andere verkehrslenkende Abgaben sowie fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.

Folgewirkungen aus der Naturkatastrophe in Japan im März 2011 für den Geschäftsbereich AUTOMOBILE können momentan noch nicht abgeschätzt werden.

Verschiedenen Geschäftsfeldern der Sparte CONTRACT ist aufgrund der engen Kundenbindung, insbesondere zu einigen Großkunden, üblichen, aber kurzen Vertragslaufzeiten, sehr anspruchsvollen Vertragskonditionen, möglichen Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- bzw. Produktlebenszyklen sowie den Konzentrationsprozessen der Märkte stets ein besonderes Augenmerk zu widmen.

Die Risikostruktur des BLG-Konzerns hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr geändert. Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten.

Finanzrisiken

Die Angaben zum Management von Finanzrisiken wurden vom Konzernabschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie im Konzernanhang unter Punkt 41 dargestellt.

Im BLG-Konzern bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Finanzrisiken.

Sonstige Risiken

Als Dienstleistungsunternehmen betreiben wir keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, sodass in diesem Bereich über keine maßgeblichen Risiken zu berichten ist.

Sonstige Risiken, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor.

Die wesentlichen Risiken des Konzerns resultieren aus der zum Teil noch anhaltenden weltweiten Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft sowie aus den Folgewirkungen der Naturkatastrophe in Japan auf Teile der Realwirtschaft.

Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft. Anpicken von Stahlröhren im Neustädter Hafen, Bremen

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns – Beurteilung aus Sicht der Geschäftsleitung –

Die Konjunkturaussichten für das Geschäftsjahr 2011 sind positiv. Wir erwarten anhaltend hohe Automobilexporte aufgrund einer nochmals steigenden Automobilproduktion in Deutschland von 5,8 Mio. Fahrzeugen sowie steigende Neuzulassungen in Deutschland und Osteuropa. Für den Geschäftsbereich CONTAINER rechnen wir mit einem Mengenanstieg von ca. 10 Prozent. Aufgrund der Folgewirkungen der Finanz-, Wirtschafts- und Schifffahrtskrise sowie der aktuellen Entwicklungen in Japan und den arabischen Staaten bestehen jedoch weiterhin Unsicherheiten. Auswirkungen dieser Unsicherheiten auf den BLG-Konzern sind im Einzelnen wie auch im Ganzen zurzeit nicht seriös abschätzbar.

Der BLG-Konzern blickt positiv in das Jahr 2011. Im Rahmen unserer Doppelstrategie forcieren wir weiterhin unsere Akquisitionstätigkeiten, um neue Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen und werden gleichzeitig aufgrund erwarteter niedrigerer Margen unsere Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme konsequent fortsetzen. Vor dem Hintergrund der skizzierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass unsere Umsätze 2011 in allen Geschäftsbereichen zwischen 5 und 10 Prozent wachsen werden. Das Wachstum erwarten wir aus steigenden Absatzzahlen insbesondere in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTAINER sowie aus Geschäftsausweitungen im Geschäftsbereich CONTRACT.

Wir passen unsere Investitionsvorhaben stets den aktuellen Marktgegebenheiten an. Größere Investitionen sind im Geschäftsbereich AUTOMOBILE für den Ausbau des Waggonbestandes, im Geschäftsbereich CONTRACT für den Aufbau der Windenergielogistik sowie im Geschäftsbereich CONTAINER für das im Bau befindliche Containerterminal in Wilhelmshaven geplant. Die Investitionen werden überwiegend fremdfinanziert. Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2011 für den BLG-Konzern einen Umsatz von knapp EUR 1 Mrd. sowie ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von mehr als EUR 40 Mio.

Für das Jahr 2012 erwarten wir ein positives wirtschaftliches Umfeld, starkes Wachstum vor allem in den Geschäftsfeldern Handels- und Windenergielogistik des Geschäftsbereichs CONTRACT sowie weitere nachhaltige Innovationen unserer intermodalen Geschäftsaktivitäten im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Ergänzt um die positive Entwicklung der Automobilmärkte in Osteuropa, die Inbetriebnahme der Containerterminals in Wilhelmshaven und Ust-Luga sowie die dann voll greifenden Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen gehen wir von einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern für alle Geschäftsbereiche aus.

Vor diesem Hintergrund wollen wir unseren Aktionären eine attraktive Dividendenrendite bieten. Wir streben weiterhin an, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung des BLG-Konzerns, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

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Konzernabschluss

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 106
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 107
Konzernbilanz 108
Segmentberichterstattung 110
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 112
Konzern-Kapitalflussrechnung 114
Konzernanhang 115
Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter 185
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers 186

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

2008
2010
2008
2009
Konzernanhang TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
1. Umsatzerlöse 7 897.409 818.460
2. Sonstige betriebliche Erträge 8 61.308 67.570
3. Materialaufwand 9 -401.575 -326.718
4.
5.
Personalaufwand
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
10
11
-299.357
-61.560
-302.593
-69.127
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -146.309 -152.390
7. Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 13 417 441
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 1.894 1.802
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -23.116 -22.737
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14 3.711 763
11. Erträge aus übrigen Beteiligungen
und verbundenen Unternehmen
14 1.271 1.052
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen
und langfristige Finanzforderungen
15 -5 0
13. Ergebnis vor Steuern 34.088 16.523
14. Ertragsteuern 16 -1.139 -8.489
15. Konzernjahresüberschuss 32.949 8.034
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 1.300 920
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 25.155 1.739
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 6.494 5.375
32.949 8.034
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 17 EUR 0,34 EUR 0,24
Dividende der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 18 EUR 0,30 EUR 0,25

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Konzernabschluss

2008
2010
2008
2009
Konzernanhang TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
1. Konzernjahresüberschuss 32.949 8.034
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
2. Währungsumrechnung 1.611 863
3. Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten 155 -179
4. Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
61 -70
5. Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
20
-42 24
6. Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge
und Aufwendungen
19
1.785 638
7. Gesamtergebnis 34.734 8.672
Vom sonstigen Einkommen des Jahres entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 1.300 920
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 26.472 2.201
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 6.962 5.551
34.734 8.672

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

A k t i v a 31.12.2010 31.12.2009
Konzernanhang TEUR TEUR
A. Langfristiges Vermögen
I.
Immaterielle Vermögenswerte
21
1.
Firmenwerte
12.720 12.720
2.
Andere immaterielle Vermögenswerte
16.857 9.234
3.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle
Vermögenswerte 7.166 13.381
36.743 35.335
II.
Sachanlagen
22
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 347.070 357.070
2.
Technische Anlagen und Maschinen
258.396 266.313
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
20.299 22.245
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
10.932 23.835
636.697 669.463
III.
Finanzanlagen
23
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
642 492
2.
Anteile an assoziierten Unternehmen,
die at equity bilanziert werden 41.762 39.388
3.
Sonstige Finanzanlagen
1.701 1.924
44.105 41.804
IV.
Langfristige Finanzforderungen
24 12.312 8.978
V.
Sonstige langfristige Vermögenswerte
964 576
VI.
Latente Steuern
16 8.161 4.963
738.982 761.119
B.
Kurzfristiges Vermögen
I.
Vorräte
25 10.248 11.015
II.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
26 146.541 129.421
III.
Sonstige Vermögenswerte
26 33.544 39.287
IV.
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern
27 392 266
V.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
28 46.617 35.933
237.342 215.922
977.041
976.324

Konzernabschluss

31.12.2009
P a s s i v a
31.12.2010 31.12.2009
Konzernanhang
TEUR
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
29
I.
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
12.720
–Aktiengesellschaft von 1877–
9.234
1.
Gezeichnetes Kapital
9.984 9.984
2.
Gewinnrücklagen
a.
Gesetzliche Rücklage
998 998
b.
Andere Gewinnrücklagen
3.925 3.777
3.
Bilanzgewinn
1.137 945
16.044 15.704
II.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
1.
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
a.
Kommanditkapital
51.000 51.000
b.
Kapitalrücklage
50.182 50.182
c.
Gewinnrücklagen
142.430 138.455
d.
Bilanzgewinn
13.077 11.828
e.
Fremdwährungsausgleichsposten
1.157 -55
f.
Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten
-2.743 -2.917
g.
Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften
-27.414 -35.447
227.689 213.046
2.
Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter
a.
Hybrid-Eigenkapital
78.010 78.010
b.
Sonstige Minderheiten
8.703 5.001
314.402 296.057
330.446 311.761
4.963
B.
Langfristige Schulden
761.119
I.
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil)
30
157.057 180.890
II.
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
31
89.024 96.013
III.
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
32
23.486 20.215
IV.
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
35
9.840 9.487
11.015
V.
Langfristige Rückstellungen
33
52.506 48.968
129.421
VI.
Latente Steuern
16
5.704 4.782
39.287 337.617 360.355
C.
Kurzfristige Schulden
I.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
34
70.739 58.467
II.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
31
161.909 169.462
III.
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand
32
1.628 1.379
IV.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
35
49.790 49.727
V.
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern
36
7.439 10.531
VI.
Kurzfristige Rückstellungen
37
16.756 15.359
308.261 304.925
977.041 976.324 977.041

Segmentberichterstattung

(in TEUR) AUTOMOBILE
31.12.
2010
31.12.
2009
Umsatzerlöse
mit externen Dritten 321.269 298.402
Intersegmenterlöse 135 120
EBITDA 20.893 21.909
Abschreibungen -11.638 -11.374
Segmentergebnis (EBIT) 9.255 10.535
in % vom Umsatz 2,9 % 3,5 %
Zinserträge 485 233
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsaufwand -6.252 -6.437
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen 417 -204
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 5 52
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.910 4.179
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Vorgänge 92 -251
Im Segmentergebnis enthaltene
Periodenfremde Erträge 8.469 9.147
Periodenfremde Aufwendungen -1.198 -4.011
Wertminderungen 0 -263
Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen 9.690 9.386
Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte 12.208 12.208
Segmentvermögen 258.500 245.990
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 13.333 21.032
Segmentschulden 154.453 152.199
Eigenkapital 65.335 57.680
Mitarbeiter 1.995 2.077

1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50 Prozent-Quote)

Konzernabschluss

31.12.
31.12.
31.12.
31.12.
31.12.
31.12.
31.12.
2010
2009
2010
2009
2010
2009
2010
282.307
231.200
299.776
295.699
-5.943
-6.841
897.409
818.460
874
984
4.934
5.737
-5.943
-6.841
0
23.080
21.555
79.073
74.824
-11.570
-13.959
111.476
104.329
-12.184
-16.161
-36.990
-40.794
-748
-798
-61.560
-69.127
10.896
5.394
42.083
34.030
-12.318
-14.757
49.916
35.202
3,9 %
2,3 %
14,0 %
11,5 %
k.A.
k.A.
5,6 %
851
1.012
677
668
298
330
2.311
-5
0
0
0
0
0
-5
-5.401
-6.065
-11.407
-10.742
-56
507
-23.116
-22.737
3.711
1.383
1.579
1.633
- 863
278
251
1.271
628
37
627
911
11
52
8.352
1.957
33.613
24.004
-11.787
-13.617
34.088
16.523
-212
-262
-126
2
-103
-44
205
19.209
22.407
6.589
8.265
2.723
1.273
1.428
3.722
-2.275
-1.460
-967
-541
-494
-855
-4.934
-300
0
-1.447
-300
-4.018
0
0
41.762
39.388
4.086
3.251
25.178
23.944
2.808
2.807
0
0
512
512
0
0
12.720
12.720
197.355
189.125
448.686
478.561
21.469
18.748
926.010
932.424
7.830
4.722
12.147
48.402
311
3.669
33.621
77.825
108.859
100.094
139.973
128.224
-50.889
-64.384
352.396
316.133
19.539
13.784
210.746
207.549
34.826
32.748
330.446
311.761
1)
1)
KONZERN Überleitung CONTAINER CONTRACT
31.12.
2009
5.949 126 139 1.939 1.883 1.787 1.932

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Gezeich
netes
Kapital
Gewinn
rück
lagen
Bilanz
gewinn
Summe
Stand zum 31. Dezember 2008 9.984 4.815 1.521 16.320
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 0 920 920
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 920 920
Dividenden / Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Einlagen 0 0 0 0
Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 -40 40 0
Stand zum 31. Dezember 2009 9.984 4.775 945 15.704
Veränderungen im Geschäftsjahr
Konzernjahresüberschuss 0 148 1.152 1.300
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 148 1.152 1.300
Dividenden / Entnahmen 0 0 -960 -960
Einlagen 0 0 0 0
Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2010 9.984 4.923 1.137 16.044

(in TEUR)

Konzernabschluss

II. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter übrigen nicht Eigenkapital der
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG beherrschenden
Gesellschafter
Kom
mandit
kapital
Kapital
rück
lage
Gewinn
rück
lagen
Bilanz
gewinn
Fremd
wäh
rungs
aus
gleichs
posten
Rücklage
aus der
Zeitwert
bewer
tung von
Finanz
instru
menten
Bilanz
ergebnis
einbezo
gener
Gesell
schaften
Summe Hybrid
Eigen
kapital
Sonstige
Minder
heiten
Summe
51.000 50.182 95.390 57.542 -569 -2.692 19.158 270.011 78.010 -10.571 353.770
0 0 34.773 0 0 0 -33.034 1.739 5.063 312 8.034
0 0 0 0 687 -225 0 462 0 176 638
0 0 34.773 0 687 -225 -33.034 2.201 5.063 488 8.672
0 0 0 -28.196 0 0 0 - 8.196 - 5.063 -55 -34.850
0 0 0 0 0 0 97 97 0 0
0 0 5.224 0 -173 0 -36.119 -31.068 0 11.133 -19.935
0 0 3.068 -17.518 0 0 14.451 1 0 4.006 4.007
51.000 50.182 138.455 11.828 -55 -2.917 -35.447 213.046 78.010 5.001 311.761
0 0 -23 13.077 0 0 12.101 25.155 5.063 1.431 32.949
0 0 0 0 1.143 174 0 1.317 0 468 1.785
0 0 -23 13.077 1.143 174 12.101 26.472 5.063 1.899 34.734
0 0 0 - 11.828 0 0 0 -11.828 -5.063 -374 -18.225
0 0 0 0 0 0 0 0 0 2.100
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 3.998 0 69 0 -4.068 1 0 77

Konzern-Kapitalflussrechnung

(in TEUR) 2010 2009
Ergebnis vor Steuern 34.088 16.523
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzanlagen und
langfristige Finanzforderungen 61.565 69.127
Zuschreibungen zu langfristigen Finanzforderungen -434 -342
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 632 -1.380
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -3.711 -763
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen
Zinsergebnis
-1.271
20.805
-1.052
20.494
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -212 -279
111.462 102.328
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -15.374 3.431
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte 7.100 20.533
Veränderung der Vorräte 1.168 -640
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand 3.520 6.501
Veränderung der Rückstellungen -2.602 2.119
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten
8.983
19.473
-26.597
-3.104
22.268 2.243
Einzahlungen für Zinsen 1.350 1.719
Auszahlungen für Zinsen -17.541 -18.270
Auszahlungen für Ertragsteuern -6.699 -4.641
-22.890 -21.192
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 110.840 83.379
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immaterieller Vermögenswerte 4.880 4.455
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterieller Vermögenswerte -31.737 -75.914
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 92 88
Einzahlungen Finanzanlagevermögen
Auszahlungen Finanzanlagevermögen
707
0
0
-3.218
Veränderungen im Konsolidierungskreis 2.069 3.278
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -660 -125
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 280 735
Einzahlungen aus Unternehmensverkäufen, abzüglich veräußerter liquider Mittel 0 207
Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel 0 -11.908
Auszahlungen für kontrollwahrende Anteilserwerbe
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden
0
1.939
-19.935
1.814
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -22.430 -100.523
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner
378
-291
312
-378
Auszahlungen an Inhaber Hybridkapital -5.063 -5.063
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von übrigen nicht beherrschenden Gesellschaftern 2.100 4.006
Auszahlungen an Unternehmenseigner -13.162 -29.690
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 10.099 74.176
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -60.067 -43.745
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen von Beteiligungsunternehmen
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen von Beteiligungsunternehmen
11.400
-13.112
17.800
-18.990
Veränderung Verrechnungskonto Joint-Venture-Partner -3.831 16.395
Auszahlungen an Leasingnehmer -3.349 0
Einzahlungen aus der Tilgung von Leasingforderungen 42 0
Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten 304 27.500
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -7.325 -7.074
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -81.877 35.249
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.533 18.105
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen 261 97
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -1.843 -20.045
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 4.951 -1.843
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel
46.617 35.933

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -41.666 -37.776

4.951 -1.843

Konzernanhang

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Grundlagen und Methoden 116
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 131
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung 139
Erläuterungen zur Konzernbilanz 140
Erläuterungen
zur
Kapitalflussrechnung
163
Segmentberichterstattung 164
Sonstige Erläuterungen 168

Konzernanhang

Grundlagen und Methoden

1 Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG), für das Geschäftsjahr 2010 wurde mit Ausnahme der Regelungen des IAS 32 zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital (zu Einzelheiten vgl. Erläuterung Nr. 29) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2010 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Mit der Aufstellung ihres Konzernabschlusses nach IFRS kommt die BLG ihrer Verpflichtung gemäß § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der jeweils geltenden Fassung nach.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie unter Erläuterung Nr. 6 dargestellt, sind für alle im Konzernabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Konzerngesellschaften angewendet worden.

Das Geschäftsjahr der BLG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragene BLG hat ihren Sitz in Bremen/ Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorie "Available for Sale", sofern für solche Finanzinstrumente die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden können.

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Werte haben können. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, betreffen insbesondere die Bewertung des Goodwill (Erläuterungen Nr. 6 b und Nr. 21), die Bilanzierung aktiver latenter Steuern (Erläuterungen Nr. 6 q und Nr. 16), die Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (Erläuterung Nr. 6 m) und für langfristige Rückstellungen (Erläuterung Nr. 33) sowie Ermessensspielräume bei der Bemessung von Rückstellungen (Erläuterung Nr. 37) und ungewissen Verbindlichkeiten (Erläuterung Nr. 31). Die vorgenommenen Schätzungen wurden weitgehend auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten

Konzernabschluss

und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2010 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

  • IFRS 3 'Unternehmenszusammenschlüsse' (überarbeitet) und Änderungen zu IAS 27 'Konzernund separate Einzelabschlüsse nach IFRS': Der überarbeitete Standard IFRS 3 und die Änderungen zu IAS 27 wurden im Januar 2008 veröffentlicht und sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 begonnen haben. Die Änderungen des IFRS 3 umfassen im Wesentlichen Bestimmungen zu Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten, sukzessiven Unternehmenserwerben, Geschäfts- oder Firmenwerten, Minderheitsanteilen und der Neubewertung von übernommenen Verträgen. Die Änderungen des IAS 27 betreffen die erfolgswirksame Behandlung von mit einem Kontrollwechsel verbundenen Käufen und Verkäufen von Beteiligungen und die erfolgsneutrale Abbildung von Transaktionen ohne Kontrollwechsel.
  • Änderungen zu IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' (zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen): Die Änderungen wurden im Juli 2008 veröffentlicht und sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 begonnen haben. Sie betreffen die Behandlung des Inflationsanteils von Finanzinstrumenten und von als Sicherungsinstrument genutzten Optionskontrakten bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.
  • 'Verbesserungen von IFRS': Im April 2009 wurde ein Standard zu 'Verbesserungen von IFRS' veröffentlicht. Die Änderungen betrafen unter anderem die Klassifizierung von Leasingverhältnissen in Bezug auf Grundstücke und Gebäude. Die bisherigen Regelungen des IAS 17.14 f. sahen vor, dass Leasingverhältnisse von Grundstücken normalerweise als Operating Leases klassifiziert wurden, sofern nicht am Ende der Vertragslaufzeit das rechtliche Eigentum an dem Vermögenswert auf den Leasingnehmer übertragen wurde. Im Rahmen des Improvements Project ist das IASB zu der Auffassung gelangt, dass diese Regelungen mit den allgemeinen Kriterien für die Klassifizierung von Leasingverhältnissen gem. IAS 17.7 bis 17.13 inkonsistent sind und hat aus diesem Grund entschieden, die besonderen Kriterien für die Klassifizierung von Leasingverhältnissen bei Grundstücken und Gebäuden gem. IAS 17.14 f. aufzuheben. Aus der Vertragsüberprüfung haben sich keine Neuklassifizierungen und somit keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Insgesamt resultieren aus dem "Annual Improvements Project 2007-09" des IASB nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen an zehn Standards und zwei Interpretationen. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 begonnen haben.
  • IFRIC 16 'Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb': Die Interpretation wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. IFRIC 16 stellt klar, dass eine Risikoposition nur aus der Umrechnung der funktionalen Währung des Tochterunternehmens in die funktionale Währung des Mutterunternehmens und nicht aus der Umrechnung in die Darstellungswährung des Mutterunternehmens entstehen kann. Darüber hinaus regelt die Interpretation, dass das Sicherungsinstrument von jedem Unternehmen innerhalb des Konzerns gehalten werden kann und wie die Beträge bestimmt werden müssen, die im Falle des Verkaufs des Tochterunternehmens in die GuV umzugliedern sind.

Die neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge.

Vorzeitige Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standard / Interpretation
Standards/Interpretationen
Anwendungspflicht
für Geschäftsjahre
Übernahme
durch
beginnend ab EU-Kommission
Standards:
Änderungen zu IFRS 1 'Begrenzte Befreiung erst-
maliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7'
und an IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben'
1. Juli 2011 Ja
Änderung zu IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben'
(Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten)
1. Juli 2011 Nein
IFRS 9 'Finanzinstrumente: Klassifizierung und Wert-
minderung von finanziellen Vermögenswerten'
1. Januar 2013 Nein
IAS 24 'Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden
Unternehmen und Personen' (überarbeitet)1) und
Änderung an IFRS 8 'Geschäftssegmente' 1. Januar 2011 Ja
diverse Standards: im Wesentlichen
Annual Improvements Project 2008-10 1. Januar 2011 Ja
Änderung zu IAS 32 'Einstufung von Bezugsrechten' 1. Februar 2010 Ja
Interpretationen:
Änderungen zu IFRIC 14 'Vorauszahlungen auf
Mindestdotierungsverpflichtungen'
1. Januar 2011 Ja
IFRIC 19 'Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit
Eigenkapitalinstrumenten' und Änderung an IFRS 1
'Erstmalige Anwendung der IFRS' 1. Juli 2010 Ja

1) Die Paragrafen 25 bis 27 des überarbeiteten IAS 24 werden vorzeitig bereits für das Geschäftsjahr 2010 angewendet. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden Abschlusses haben sich nicht ergeben.

Der Konzern plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen des Konzerns haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss werden sich hieraus jedoch nicht ergeben.

Der Vorstand der BLG hat den Konzernabschluss am 5. April 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2 Geschäftstätigkeit des BLG-Konzerns

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) ist als seehafenorientierter Logistikdienstleister mit den operativen Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER für seine Kunden aus Industrie und Handel an rund 90 Standorten in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien vertreten.

Das Leistungsspektrum reicht von Seegüterumschlag und Lagerung bis hin zum kompletten Supply Chain Management mit integrierten Value Added Services.

AUTOMOBILE

Das Leistungsangebot des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE umfasst Hafenumschlag, Lagerung, technische Bearbeitung, Transporte, Supply Chain Management, Werkslogistik, Schifffahrt und Spedition, Individualverschiffungen sowie die gesamte administrative Fahrzeugabwicklung inklusive Dokumentation und Zollabfertigung. Daneben zählt auch der Umschlag von schweren oder sperrigen Gütern wie landwirtschaftlichen Maschinen, Bussen und Lkw, Generatoren und Transformatoren, Lokomotiven und Waggons zu den angebotenen Dienstleistungen.

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 5,4 Mio. (Vorjahr: 4,7 Mio.) Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert und technisch bearbeitet. Damit ist der Geschäftsbereich AUTOMOBILE Marktführer in Europa.

Das europäische Netzwerk umfasst Autoterminals an Nord- und Ostsee, am Mittelmeer, an Rhein und Donau sowie im Binnenland. Gegenwärtig ist Osteuropa ein Investitionsschwerpunkt. Die BLG ist bereits mit mehreren See- und Binnenterminals in Polen, Russland, in der Ukraine, in Tschechien, der Slowakei und in Slowenien präsent. Weitere Standorte sind geplant.

Die Autoterminals an der See und an den Flüssen sind trimodal, verfügen also über Lkw-, Eisenbahnund Schiffsverbindungen. Die Terminals im Binnenland bieten kurze Wege zum europäischen Autobahnnetz und eigene Bahnanschlüsse. Die BLG verfügt über mehr als 500 eigene Lkw sowie über 494 geleaste Bahnwaggons für den Autotransport. Mit dem Netzwerk werden zuverlässige Logistikketten gestaltet – von den Automobilherstellern in allen Teilen der Welt bis zu den Autohändlern in den jeweiligen Bestimmungsländern. Ergänzend sorgen Technikzentren auf den Autoterminals für die Pre-Delivery-Inspection (PDI) sowie für individuelle Sonderausstattungen nach Wunsch der Endkunden. Das gesamte Leistungsspektrum ist zertifiziert.

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT entwickelt kundenindividuelle Logistiklösungen.

Leistungsschwerpunkte des Geschäftsfelds Automotive sind Autoteile- und Werkslogistik für die Automobilindustrie. Dies umfasst neben der Beschaffungslogistik von den Zulieferern und der Versorgung der Produktionslinien auch Verpackung und Versand. Komplexe Systemdienstleistungen sichern die zuverlässige Versorgung der Montagelinien im In- und Ausland. Die BLG stellt dabei das Bindeglied zwischen Hersteller und Zulieferer dar. Consolidation Center und Lieferanten-Logistikzentren sind die Drehscheiben der weltweiten Dienstleistungen. Mit Vormontagen von Fahrzeugkomponenten und produktionsnahen Arbeitsprozessen agiert die BLG als verlängerte Werkbank der Automobilhersteller.

Im Geschäftsfeld Handelslogistik werden Konzeption, Implementierung, Management und Durchführung komplexer logistischer Prozesse für Handelsunternehmen realisiert. Dabei steht die BLG für transparente und zuverlässige Abläufe, die Optimierung von Waren- und Informationsflüssen. Individuelle Lösungen für renommierte Kunden sichern umfassende Informationen und Warenbewegungen durch eigene IT-Kompetenz. Darüber hinaus umfasst das Geschäftsfeld Handelslogistik den Umschlag und die Lagerung von Kühl- und Tiefkühlgütern am Containerterminal Bremerhaven sowie alle dazugehörigen Dienstleistungen.

Ein weiteres Geschäftsfeld des Geschäftsbereichs CONTRACT ist die Industrie- und Produktionslogistik, zu deren Aufgaben die Gestaltung und Optimierung komplexer Warenflüsse rund um die Produktion gehört. Das Leistungsangebot umfasst zudem die Ver- und Entsorgung von Fertigungslinien, On-Site Logistik zur optimalen Gestaltung der innerbetrieblichen Warenströme, Leergut-Management und komplexe Montagen. Ein relativ neuer Teilbereich des Geschäftsfelds Industrie- und Produktionslogistik ist die Logistik für Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen. Hier werden kundenindividuelle, ganzheitliche Logistiksysteme entwickelt, um die Supply Chain von Windenergieanlagen und deren Komponenten von der Produktion bis zur Installation auf See über sämtliche Wertschöpfungsstufen zu koordinieren und zu steuern.

Das Geschäftsfeld Cargo betreibt multifunktionale Terminals in Bremen, in denen maßgeschneiderte Logistiklösungen für Güter mit besonderen Anforderungen angeboten werden. Hierzu zählen insbesondere der Umschlag, die Lagerung und die sachgerechte Behandlung von Stahl-, Forst- und Papierprodukten, Röhren, Blechen und Projektladungen.

CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER besteht aus dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, an dem eine Gesellschaft des BLG-Konzerns 50 Prozent der Geschäftsanteile hält, sowie dessen Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Die EUROGATE-Gruppe betreibt – teilweise mit Partnern – Containerterminals an der Nordsee, im Mittelmeer und am Atlantik und ist Marktführer in Europa. Standorte sind Bremer-haven, Hamburg (beide Deutschland), La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Livorno, Ravenna, Salerno (alle Italien) sowie Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Daneben ist die EUROGATE-Gruppe an im Aufbau befindlichen Terminals in Wilhelmshaven (Deutschland) und Ust-Luga (Russland) sowie an mehreren Binnenterminals und Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste - Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals-, Reparaturen und Depothaltung von Containern sowie technische Serviceleistungen angeboten.

3 Konsolidierungskreis

Die BLG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, die – direkt oder indirekt – die Anteile an den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen hält. Die BLG beherrscht die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, an deren Vermögen sie nicht beteiligt ist, aufgrund ihrer Gesellschafterstellung. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der BLG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 20 inländische und 9 ausländische Tochtergesellschaften (im Vorjahr 20 inländische und 6 ausländische Gesellschaften), die per Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Infolge der Ausweitung der Geschäftstätigkeit wurden im Berichtsjahr die in 2008 gegründete BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien, die in 2004 gegründete BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA, und die im Jahr 2000 gegründete BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika, erstmals im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei Letzterer wurde zuvor wegen Unwesentlichkeit die Equity-Methode angewendet.

Im Zusammenhang mit der Asienstrategie, deren Schwerpunkt in Südostasien und Indien liegt, wurde im Jahr 2008 gemeinsam mit der Parekh Group das Joint Venture BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien, gegründet. Bereits im Jahr 2007 wurde in Malaysia mit dem Partner MISC Integrated Logistics das Joint Venture BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia, gegründet. Der Anteil der Stimmrechte beträgt hier 40 Prozent; zusätzlich werden 20 Prozent stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten. Beide Gesellschaften wurden bislang wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss at equity einbezogen. Vor dem Hintergrund der Geschäftsausweitung werden diese in 2010 erstmalig at equity konsolidiert.

Konzernabschluss

Die bisher nach der Equity-Methode einbezogene BLL Ikhwezi Logistics Pty. Ltd. i.L., Port Elizabeth, Südafrika, schied nach Abschluss der Liquidation aus dem Konsolidierungskreis aus.

In den Kreis der quotenkonsolidierten Unternehmen wurden vier Unternehmen neu aufgenommen. Es handelt sich hierbei um die in 2010 gegründeten Gesellschaften EUROGATE KV-Anlage Wilhelmshaven GmbH, Wilhelmshaven, und EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Administration GmbH, Wilhelmshaven, sowie die von der EUROGATE Intermodal GmbH, Hamburg, mit der HHLA Intermodal GmbH, Hamburg, gegründeten Joint Venture-Gesellschaften IPN Inland Port Network GmbH & Co. KG, Hamburg, und IPN Inland Port Network Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg.

Zwei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Insgesamt werden 22 Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert. Neun Gesellschaften, an denen der BLG-Konzern maßgeblich beteiligt ist, werden wegen Unwesentlichkeit nicht at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Eine Aufstellung der Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen im Sinne des § 313 HGB ist dem Kapitel Beteiligungen auf den Seiten 188 ff. zu entnehmen.

4 Konsolidierungsgrundsätze

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der BLG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IAS 27 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften des Konzerns aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 338.

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Konzernanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert bzw. passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nr. 6).

Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrages erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen werden anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst.

Der Geschäftsbereich Container mit der Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG wird durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen.

Weitere Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern der Konzern eine gemeinsame Führung mit einem weiteren Partnerunternehmen innehat bzw. einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann.

Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den BLG-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht bzw. vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne bzw. Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten nach IAS 39 oder, sofern die Marktwerte nicht zuverlässig ermittelbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, der gemeinsamen Führung oder des wesentlichen Einflusses.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

5 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften des BLG-Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zum 31. Dezember 2010 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 1.157 (im Vorjahr: TEUR -55) im Eigenkapital ausgewiesen (vgl. hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Einheit/Währung in EUR Stichtagskurs
31.12.2010
Durchschnitts
kurs 2010
Stichtagskurs
31.12.2009
Durchschnitts
kurs 2009
1 amerikanischer Dollar 0,7546 0,7549 0,6977 0,7192
1 brasilianischer Real 0,4530 0,4307 0,4023 0,3635
1 britisches Pfund 1,1675 1,1661 1,1113 1,1230
1 indische Rupie 0,0167 0,0165 -- --
1 malaysischer Ringgit 0,2451 0,2354 -- --
1 marokkanischer Dirham 0,0904 0,0904 0,0891 0,0895
1 polnischer Zloty 0,2523 0,2510 0,2421 0,2322
1 russischer Rubel 0,0247 0,0249 0,0231 0,0228
1 südafrikanischer Rand 0,1138 0,1034 0,0944 0,0862
1 tschechische Krone 0,0396 0,0396 0,0379 0,0379
1 ukrainischer Griwna 0,0960 0,0962 0,0881 0,0906

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.

6 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden gemäß IAS 18 dann erfasst, wenn die Leistung erbracht ist, hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen bzw. Ereignissen werden gemäß dem "matching principle" in der gleichen Periode angesetzt.

Bei Dienstleistungsaufträgen werden die Umsätze nach der Stage of Completion-Methode (SoC-Methode) gemäß IAS 18 i. V. m. IAS 11 dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der Leistungsfortschritt wird anhand der geleisteten Stunden in Relation zu dem voraussichtlichen Gesamtstundenvolumen eines Auftrags ermittelt.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst.

Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.

b) Immaterielle Vermögenswerte

Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen üblicherweise nicht berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte wird unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 m).

c) Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt.

Immobilien werden darauf untersucht, ob es sich um investment properties i. S. des IAS 40 handelt. Der Umfang der investment properties ist von untergeordneter Bedeutung, IAS 40 findet aus diesem Grund bei der BLG Logistics Group keine Anwendung.

Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 und IFRIC 1 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (recoverable amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 m).

d) Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasingverhältnisse:

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG Logistics Group zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.

Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.

Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.

Operating Leasingverhältnisse:

Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating Leasingverhältnisse dar. Die Miet- und Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.

e) Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

Finanzielle Vermögenswerte sind grundsätzlich ab dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem der BLG-Konzern Vertragspartner wird und zur Leistung berechtigt bzw. zur Gegenleistung verpflichtet ist. Sofern zeitliche Differenzen zwischen dem Tag der

Order und dem Tag der Abwicklung (Erfüllungstag) bestehen, wird ein finanzieller Vermögenswert erst ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (mit Ausnahme der EUROGATE-Gruppe, die quotal konsolidiert wird) werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG entfallen.

Zu den Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen zählen des Weiteren Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen und sonstige Beteiligungen.

Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale), solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden (Held to Maturity), sowie übrige originäre oder erworbene Forderungen.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei

nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (Impairment). Zu außerplanmäßigen Abschreibungen siehe ergänzend Erläuterung Nr. 6 m).

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, sofern weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held to Maturity" werden zum Bilanzstichtag mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 m).

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Loans and Receivables", zu denen vor allem die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige unter- bzw. nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 m).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und der BLG-Konzern keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.

f) Vorräte

Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Bei der Bilanzierung von Dienstleistungen wird die Stage of Completion-Methode zugrunde gelegt.

Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie ggf. noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endproduktes zugrunde gelegt.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach IAS 39 der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 m). Neben den ggf. erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden bei aufgrund von Erfahrungswerten erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die ergebniswirksam erfasst werden. Wertberichtigte Forderungen werden ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.

Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten, die für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifiziert.

h) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nr. 6 i), kurzfristige Finanzforderungen und ggf. kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale) oder zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading) und ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (siehe Erläuterung Nr. 6 m).

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held for Trading" werden grundsätzlich mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Sonstige kurzfristige Finanzforderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Erläuterung Nr. 6 m).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die ihm zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

i) Derivative Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt und in der Regel mit einem Wert angesetzt, der unter Verwendung notierter Preise ähnlicher Finanzinstrumente aus aktiven Märkten oder durch Modelle, deren wesentliche Parameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, ermittelt wurde. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts.

Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

j) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte betreffen insbesondere Finanzforderungen, Anzahlungen und Abgrenzungen. Sie werden zu Nominalwerten angesetzt.

k) Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

l) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.

m) Außerplanmäßige Wertberichtigungen (Wertminderungen – Impairments)

Überblick

Sämtliche Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 oder IAS 39 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (recoverable amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.

Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.

Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswertes oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.

Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Ermittlung des erzielbaren Betrags

Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Als Grundlage dienten die Drei-Jahres-Planungen. Als Diskontsatz wird ein aktueller Marktzinssatz unter Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes und der Risikospezifika des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugrunde gelegt. Die risikoäquivalenten Zinssätze betrugen für den Geschäftsbereich CONTRACT 9,5 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) und für die Gesellschaften des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE grundsätzlich 7,5 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent). Für einen Wertminderungstest einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE in der Ukraine wurde ein Zinssatz von 12 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) ermittelt. Für den Geschäftsbereich CONTAINER wurde ein gewichteter Kapitalkostensatz von 7 Prozent (Vorjahr: 8,2 Prozent) kalkuliert. Die Cashflows dieses Geschäftsbereichs wurden über den Planungshorizont von drei Jahren hinaus unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.

Wertaufholungen

Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen, die sich ohne die außerplanmäßigen Abschreibungen ergeben hätten, verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.

Wertaufholungen auf abgeschriebene Firmenwerte sind nicht zulässig.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Held to Maturity" und "Loans and Receivables" sowie Fremdkapitalinstrumente der Kategorie "Available for Sale" ist erfolgswirksam zurückzunehmen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Available for Sale" erfolgt die Wertaufholung erfolgsneutral über die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten.

n) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.

o) Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen sind post employment benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um other long-term benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.

Abbruchverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung mit dem Barwert der Verpflichtung als Anschaffungsnebenkosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in entsprechender Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswerts und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt.

p) Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald der BLG-Konzern Vertragspartei geworden ist. Bei den übrigen Verbindlichkeiten richtet sich der Ansatzzeitpunkt nach den allgemeinen Regelungen des IFRS-Frameworks.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des erhaltenen Entgelts bzw. der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.

Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.

Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.

Die Ansprüche der Anteilseigner auf Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeit erfasst, in der die entsprechende Beschlussfassung erfolgt ist.

q) Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (temporary differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet.

Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.

Die Ermittlung der latenten Steuern beruht gemäß IAS 12 auf der Anwendung der zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze. Die Bewertung erfolgte dabei abweichend zum Vorjahr anhand der unternehmensindividuellen Steuersätze der Konzernunternehmen. Für inländische Personengesellschaften umfassen diese nur die Gewerbesteuer und variieren aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 10,8 Prozent und 17,1 Prozent (im Vorjahr einheitlich 15,4 Prozent). Die Anwendung von unternehmensindividuellen Steuersätzen hat zu keinen wesentlichen Auswirkungen geführt. Insofern wurden die Vorjahreswerte nicht angepasst. Für inländische Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,2 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die Ertragsteuersätze für ausländische Konzerngesellschaften liegen zwischen 15,0 Prozent und 40,0 Prozent.

r) Unternehmenszusammenschlüsse

Im Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTOMOBILE folgender Unternehmenszusammenschluss statt:

BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2008 gemeinsam mit der OOO RoL Trans SPB (RoL), Russland, gegründet. Beide Gesellschaften waren mit je 50 Prozent am Stammkapital beteiligt. Am 22. Juni 2010 hat der russische Partner seinen Geschäftsanteil gegen Verzicht auf die Rückzahlung eines Darlehens an die BLG übertragen. Auf eine Vollkonsolidierung der Gesellschaft wurde wegen Unwesentlichkeit verzichtet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7 Umsatzerlöse

(in TEUR) 2010 2009
Umschlagerlöse 354.714 327.325
Speditions- und Transportleistungen 290.977 253.515
Technische Dienstleistungen und Beratung 65.544 53.254
Logistikdienstleistungen 64.684 61.906
Miet-/Lagererlöse 40.636 47.419
Schiffserlöse 19.362 15.211
Materialverkäufe 9.532 11.262
Personal- und Gerätegestellung 7.393 5.026
Containerpacking 6.159 8.332
Übrige 38.408 35.210
Gesamt 897.409 818.460

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Erholung von den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise um insgesamt TEUR 78.949 bzw. 9,6 Prozent erhöht. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in den Bereichen Containerumschlag, Seehafenlogistik, Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik sowie dem Automobiltransport und technischer Fahrzeugbetreuung erzielt.

Hinsichtlich der Aufgliederung nach Segmenten siehe Erläuterung Nr. 39 bzw. 40.

8 Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2010 2009
Erträge aus der Auflösung von Schulden 14.253 16.450
Erbbauzinsen und Mieterträge 10.864 10.485
Personalgestellung 9.192 6.910
Versicherungsentschädigungen und andere Erstattungen 6.520 6.494
Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen 6.306 7.512
Periodenfremde Erträge 4.583 3.630
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des
Sachanlagevermögens 373 2.326
IT-Dienstleistungen und sonstige Beratung 294 301
Übrige 8.923 13.462
Gesamt 61.308 67.570

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen neutrale Erträge in Höhe von TEUR 4.780 (Vorjahr: TEUR 5.817) enthalten, die in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.377) auf erhaltene Vertragsstrafen aus dem Geschäftsbereich CONTAINER, in Höhe von TEUR 1.971 auf Kostenerstattungen, in Höhe von TEUR 1.373 auf Erträge für Skonti und Rabatte, in Höhe von TEUR 563 auf Zuschüsse der Agentur für Arbeit und mit TEUR 496 auf Kursgewinne entfallen.

9 Materialaufwand

(in TEUR) 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 91.958 74.676
Aufwendungen für Fremdpersonal 107.585 76.571
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 201.974 175.307
Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen
58 164
Gesamt 401.575 326.718

Der Materialaufwand hat sich aufgrund der deutlich ausgeweiteten Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 74.857 bzw. 22,9 Prozent erhöht.

Zur Deckung des Personalbedarfs wurde im Jahr 2010 verstärkt auf den Einsatz von externem Personal zurückgegriffen und somit haben sich, in Relation zum Materialaufwand insgesamt, die Aufwendungen für Fremdpersonal überproportional um 40,5 Prozent erhöht.

Die Aufwendungen für unständig beschäftigte Mitarbeiter des Geschäftsbereichs CONTAINER waren im Vorjahr in Höhe von TEUR 17.220 im Personalaufwand enthalten. Diese Aufwendungen werden im Geschäftsjahr in den Aufwendungen für Fremdpersonal ausgewiesen und die Vorjahreszahl wurde entsprechend angepasst.

(in TEUR) 2010 2009
Löhne und Gehälter 248.689 251.587
Gesetzliche soziale Aufwendungen 45.597 47.342
Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung
und Jubiläen
5.556 3.917
Übrige 48 186
299.890 303.032
Aktivierte Eigenleistungen für selbsterstellte
immaterielle Vermögenswerte
-533 -439
Gesamt 299.357 302.593

10 Personalaufwand

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 3.236 bzw. 1,1 Prozent vermindert. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.

Im Vorjahr waren in den Löhnen und Gehältern Aufwendungen in Höhe von TEUR 17.220 für unständig beschäftigte Mitarbeiter des Geschäftsbereichs CONTAINER enthalten. Diese werden im laufenden Geschäftsjahr in den Aufwendungen für Fremdpersonal (Erläuterung Nr. 9) ausgewiesen und die Vorjahreszahl wurde entsprechend angepasst.

In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 21.523 (Vorjahr: TEUR 22.344) für Beitragszahlungen an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Konzernlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 39) angegeben.

(in TEUR) 2010 2009
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.935 2.371
Abschreibungen auf Sachanlagen 58.325 61.028
61.260 63.399
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 300 5.728
Gesamt 61.560 69.127

11 Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nr. 21 und 22 entnommen werden.

12 Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2010 2009
Erbbauzinsen und Mieten 69.911 73.294
Aufwendungen für Versicherungsprämien 10.012 10.667
IT-Aufwendungen 7.408 6.218
Aufwendungen aus Schadensfällen 7.268 7.337
Bewachungskosten und sonstige Grundstücksaufwendungen 6.691 5.475
Vertriebskosten 6.455 6.832
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 5.475 5.016
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 3.929 5.921
Sonstige personalbezogene Aufwendungen 3.915 3.649
Verwaltungsaufwendungen und Beiträge 3.412 3.179
Sonstige Steuern 2.763 963
Post- und Fernsprechkosten 1.823 1.920
Sonstige neutrale Aufwendungen 1.157 10.687
Buchverluste aus Anlagenabgängen 1.005 946
Aufwendungen für Weiterbildung 880 802
Aufwendungen aus Beschaffungsgeschäften für Dritte 658 148
Übrige 13.547 9.336
Gesamt 146.309 152.390

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 6.586 (Vorjahr: TEUR 3.827) Aufwendungen, die an Kunden weiterbelastet wurden.

Die sonstigen neutralen Aufwendungen des Vorjahres enthielten in Höhe von TEUR 7.000 Aufwendungen für Verpflichtungen im Rahmen von Altersteilzeitverträgen und Leistungsverzichten sowie in Höhe von TEUR 1.700 Zuführungen zur kurzfristigen Rückstellung für Risiken aus möglichen Garantieverpflichtungen.

13 Zinsergebnis

(in TEUR)
(in TEUR)
2010 2009
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 417 441
Zinserträge aus Bankguthaben 261 248
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 90 0
Zinserträge aus Amortisation sonstiger Aktiva 961 524
Übrige Zinserträge 582 1.030
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.894 1.802
Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen und sonstigen
Finanzverbindlichkeiten -12.249 -13.524
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing -36 -62
Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten -5.575 -4.466
Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten -341 -422
Übrige Zinsaufwendungen -4.915 -4.263
-23.116 -22.737
Gesamt -20.805 -20.494

In den übrigen Zinserträgen sind Erträge aus Zinsswaps in Höhe von TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 863) enthalten, denen in den übrigen Zinsaufwendungen mit TEUR -3.244 (Vorjahr: TEUR -2.631) die zugehörigen Aufwendungen aus Zinsswaps gegenüberstehen.

Per saldo entfallen von den Erträgen und Aufwendungen aus Zinsswaps auf den Geschäftsbereich CONTRACT TEUR -1.081 (Vorjahr: TEUR -791) und auf den Geschäftsbereich CONTAINER TEUR -1.793 (Vorjahr: TEUR -977).

14 Beteiligungsergebnis

(in TEUR) 2010 2009
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 2.579 958
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 638 794
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 377 493
dbh Logistics IT AG, Bremen 278 251
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen 236 226
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 175 -516
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 167 75
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 84 -1.105
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien -145 68
OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland -955 -716
Übrige 277 235
3.711 763
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen
und verbundenen Unternehmen
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 421 634
BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 329 0
BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien 262 0
Übrige 259 418
1.271 1.052
Gesamt 4.982 1.815

Konzernabschluss

Das Ergebnis aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen enthält in Höhe von TEUR 591 Einmaleffekte aus der Erstkonsolidierung der BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA, und der BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien.

15 Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

(in TEUR) 2010 2009
Abschreibungen auf langfristige Finanzforderungen
Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5 0
Gesamt 5 0

16 Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2010 2009
Laufende Steuern
Steueraufwand der Periode 4.374 4.802
Steueraufwand für Vorperioden 1.140 515
Erträge aus Steuererstattungen -1.842 -755
Summe laufende Steuern 3.672 4.562
Latente Steuern
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 216 1.511
Latente Steuern auf Verlustvorträge -2.749 2.416
Summe latente Steuern -2.533 3.927
Gesamt 1.139 8.489

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns der BLG hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand des Konzerns.

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind.

Latente Ertragsteuern

Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern sowie die Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres betreffen die folgenden Sachverhalte:

20091) Veränderung 2010
Aktive latente Steuern (in TEUR) in der
GuV
erfasst
im Eigen
kapital
erfasst
Ansatz von Firmenwerten in der Steuerbilanz 622 -83 0 539
Ansatz und Bewertung immaterieller
Vermögensgegenstände 2.538 -599 0 1.939
Bewertung von Sachanlagevermögen 6.978 -1.141 0 5.837
Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva 81 -67 14 28
Ansatz von Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 11.603 -1.093 0 10.510
Bewertung personalbezogener Rückstellungen 6.723 -369 0 6.354
Bewertung von Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen 1.049 216 0 1.265
Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen 1.324 -92 0 1.232
Ansatz derivativer Finanzinstrumente 598 95 -43 650
Ansatz passiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.032 -244 0 788
Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva 1.131 -511 0 620
Abwertung latenter Steuern aus temporären Differenzen -6.234 2.766 0 -3.468
Berücksichtigung steuerlicher Verlust- und Zinsvorträge 354 2.749 0 3.103
Brutto latente Steuern 27.799 1.627 -29 29.397
Saldierung -22.836 -21.236
Bilanzierte latente Steuern 4.963 8.161

1) Durch den Einsatz einer neuen Software zur Ermittlung der latenten Steuern wurde die Darstellung der Vorjahresangaben angepasst.

20091) Veränderung 2010
Passive latente Steuern (in TEUR) in der
GuV
erfasst
im Eigen
kapital
erfasst
Ansatz und Bewertung immaterieller
Vermögensgegenstände
-1.892 -348 0 -2.240
Bewertung von Sachanlagevermögen -14.065 105 -228 -14.188
Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen -11.103 1.145 0 -9.958
Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil -187 28 0 -159
Ansatz und Bewertung sonstiger Aktiva -55 -113 0 -168
Bewertung personalbezogener Rückstellungen -39 3 0 -36
Ansatz und Bewertung übriger sonstiger Rückstellungen -2 -14 0 -16
Ansatz und Bewertung sonstiger Passiva 0 -9 0 -9
Zwischenergebniseliminierung -275 109 0 -166
Brutto latente Steuern -27.618 906 -228 -26.940
Saldierung 22.836 21.236
Bilanzierte latente Steuern -4.782 -5.704

1) Durch den Einsatz einer neuen Software zur Ermittlung der latenten Steuern wurde die Darstellung der Vorjahresangaben angepasst.

Konzernabschluss

Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Abziehbare temporäre Differenzen 3.468 6.234
Verlust- und Zinsvorträge 36.231 30.624
Gesamt 39.699 36.858

Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Konzernunternehmen.

Für Tochterunternehmen, die im Berichtsjahr oder im Vorjahr Verluste erlitten haben, wurden aufgrund der verbesserten Ergebnisaussichten aktive latente Steuern gebildet in Höhe von TEUR 2.189.

Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2010 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 256.038 (Vorjahr: TEUR 200.868). Zum 31. Dezember 2010 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 235.229 (Vorjahr: TEUR 198.569) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften bzw. in absehbarer Zeit keine ausreichenden steuerlichen Gewinne erzielen werden.

Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2009 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.

Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:

Überleitungsrechnung (in TEUR) 2010 20091)
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 34.088 16.523
Konzernsteuersatz % 15,40 % 15,40 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 5.249 2.544
Überleitungspositionen
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 263 442
Steuerfreie Erträge/gewerbesteuerliche Kürzungen -1.129 -799
Nichtabziehbare Betriebsausgaben/gewerbesteuerliche
Hinzurechnungen/Effekte aus der Zinsschranke
3.310 949
Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben -6.087 -5.863
Laufender periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag -702 -243
Latenter periodenfremder Steueraufwand/Steuerertrag 232 -230
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze 1.168 1.062
Auswirkungen nicht angesetzter Verlustvorträge/
Zinsvorträge des Berichtsjahres
4.616 4.280
Auswirkungen der Korrektur in Vorjahren nicht angesetzter
Verlustvorträge/Zinsaufwendungen
810 -1.102
Auswirkungen der Berichtigungen steuerlicher Verlustvorträge
im Berichtsjahr
-3.616 2.056
Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern auf temporäre
Differenzen
-2.766 5.624
Sonstige Auswirkungen -209 -231
Summe der Überleitungspositionen -12,1 %
-4.110
36,0 %
5.945
Im Konzern ausgewiesener Ertragsteueraufwand 3,3 %
1.139
51,4 %
8.489

1) Durch den Einsatz einer neuen Software zur Ermittlung der latenten Steuern wurde die Darstellung der Vorjahresangaben angepasst.

Der zur Ermittlung des erwarteten Ertragsteueraufwands angewendete Konzernsteuersatz von 15,4 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des für die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da diese als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt. Die im Vergleich zum Vorjahr geringe Konzernsteuerquote ergibt sich im Wesentlichen aus der aktualisierten Bewertung von im Vorjahr vorgenommenen Wertberichtigungen von aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge.

17 Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der Muttergesellschaft zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2010 bei EUR 0,34 (Vorjahr: EUR 0,24). Dieser Berechnung liegen der auf die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– entfallende Teil des Konzernjahresüberschusses von TEUR 1.300 (Vorjahr: TEUR 920) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

18 Dividende je Aktie

Für das Geschäftsjahr 2010 wird eine Ausschüttung von TEUR 1.152 (Vorjahr: TEUR 960) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von EUR 0,30 (Vorjahr: EUR 0,25).

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

19 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

(in TEUR) 2010 2009
Währungsumrechnung 1.611 863
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedges) 155 -179
davon in die GuV umgebucht 0 0
155 -179
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten assoziierter Unternehmen 61 -70
davon in der GuV realisiert 0 0
61 -70
Ertragsteuern auf das other comprehensive income -42 24
Gesamt 1.785 638

20 Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge

2009
(in TEUR)
Brutto
wert
2010
Steuer
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Brutto
wert
2009
Steuer
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Währungsumrechnung 1.611 0 1.611 863 0 863
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten (Cashflow-Hedges)
155 -39 116 -179 21 -158
Zeitwertänderung von derivativen Finanz-
instrumenten assoziierter Unternehmen
61 -3 58 -70 3 -67
Gesamt 1.827 -42 1.785 614 24 638

Erläuterungen zur Konzernbilanz

21 Immaterielle Vermögenswerte

(in TEUR)
(in TEUR)
Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
Geleistete
Geschäftsjahr 2010 Firmen
werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Anzah
lungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2010 12.720 27.662 13.406 53.788
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 44 0 44
Zugänge 0 1.449 3.197 4.646
Abgänge 0 -252 0 -252
Umbuchungen 0 9.282 -9.437 -155
Währungsdifferenzen 0 5 0 5
Stand 31. Dezember 2010 12.720 38.190 7.166 58.076
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2010 0 18.428 25 18.453
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 35 0 35
Zugänge 0 2.982 0 2.982
Abgänge 0 -142 0 -142
Umbuchungen 0 27 -25 2
Währungsdifferenzen 0 3 0 3
Stand 31. Dezember 2010 0 21.333 0 21.333
Buchwerte 31.12.2010 12.720 16.857 7.166 36.743
Buchwerte 31.12.2009 12.720 9.234 13.381 35.335

Konzernabschluss

(in TEUR)
(in TEUR)
Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
Geleistete
Geschäftsjahr 2009 Firmen
werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Anzah
lungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2009 4.800 32.447 11.820 49.067
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -34 0 -34
Zugänge 7.920 1.495 3.017 12.432
Abgänge 0 -6.510 -1.431 -7.941
Umbuchungen 0 263 0 263
Währungsdifferenzen 0 1 0 1
Stand 31. Dezember 2009 12.720 27.662 13.406 53.788
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 0 22.399 0 22.399
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -20 0 -20
Zugänge 0 2.526 1.450 3.976
Abgänge 0 -6.477 -1.425 -7.902
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2009 0 18.428 25 18.453
Buchwerte 31.12.2009 12.720 9.234 13.381 35.335
Buchwerte 31.12.2008 4.800 10.048 11.820 26.668

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Dabei wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauern immaterielle Vermögenswerte 2010 2009
Softwarelizenzen 2 - 10 Jahre 3 - 5 Jahre
Selbst erstellte Software 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre
Versorgungs- und Sielnutzungsrechte 20 Jahre 20 Jahre

Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 1.605) an. Sie betrafen in voller Höhe Software, die nicht mehr zur Anwendung kommt.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Für qualifizierte Vermögenswerte wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.

Der Konzern untersucht jährlich, in Einklang mit der unter Erläuterung 6 b) dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Diesen Berechnungen müssen Annahmen zugrunde gelegt werden (Erläuterung 6 m). Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE wird ein Firmenwert aufgrund des Erwerbs von 50 Prozent der Anteile an der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew/Ukraine, ausgewiesen. Ein Wertminderungsbedarf auf den Firmenwert von EUR 8,0 Mio. ergab sich im Verlauf des Jahres 2010 nicht. Sofern die für die Ermittlung des Nutzungswerts budgetierten Umsatzerlöse in der Ukraine um 20 Prozent geringer gewesen wären, hätte der Konzern einen Wertminderungsbedarf auf Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 1,0 Mio. zu berücksichtigen.

Sofern der vom Management geschätzte, für die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew/Ukraine, berücksichtigte Abzinsungsfaktor vor Steuern um 3 Prozent höher gewesen wäre (z. B. 15,0 Prozent anstatt 12,0 Prozent), hätte der Konzern einen Wertminderungsbedarf für Geschäfts- oder Firmenwerte von EUR 1,1 Mio.

(in TEUR)
(in TEUR)
Geschäftsjahr 2010
Grund
stücke, grund
stücksgleiche
Rechte und
Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2010 553.826 447.720 64.594 23.834 1.089.974
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 13 1.228 27 1.268
Zugänge 7.626 11.082 3.819 6.448 28.975
Abgänge -7.892 -21.875 -8.203 -1.267 -39.237
Umbuchungen 3.099 14.840 348 -18.132 155
Währungsdifferenzen 965 27 224 22 1.238
Stand 31. Dezember 2010 557.624 451.807 62.010 10.932 1.082.373
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2010 196.756 181.407 42.349 -1 420.511
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 1 349 0 350
Zugänge 20.449 32.225 5.904 0 58.578
Abgänge -6.652 -20.135 -7.048 0 -33.835
Umbuchungen 0 -93 91 0 -2
Währungsdifferenzen 1 6 66 1 74
Stand 31. Dezember 2010 210.554 193.411 41.711 0 445.676
Buchwerte 31.12.2010 347.070 258.396 20.299 10.932 636.697
Buchwerte 31.12.2009 357.070 266.313 22.245 23.835 669.463

22 Sachanlagen

Konzernabschluss

(in TEUR)
(in TEUR)
Grund
stücke, grund
stücksgleiche
Rechte und
Bauten
einschließlich
der Bauten
Technische
Anlagen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
Geleistete
Anzahlun
gen und
Geschäftsjahr 2009 auf fremden
Grundstücken
und
Maschinen
ausstat
tung
Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2009 509.288 400.849 58.802 58.927 1.027.866
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
10.216 -520 -261 60 9.495
Zugänge 16.167 29.881 4.909 14.436 65.393
Abgänge -5.027 -6.142 -1.608 -231 -13.008
Umbuchungen 22.671 23.668 2.750 -49.352 -263
Währungsdifferenzen 511 -16 2 -6 491
Stand 31. Dezember 2009 553.826 447.720 64.594 23.834 1.089.974
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 178.647 150.522 36.573 0 365.742
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
-1 -211 -194 0 -406
Zugänge 22.828 35.056 7.267 0 65.151
Abgänge -4.718 -3.958 -1.296 0 -9.972
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -2 -1 -1 -4
Stand 31. Dezember 2009 196.756 181.407 42.349 -1 420.511
Stand 31. Dezember 2009 357.070 266.313 22.245 23.835 669.463
Buchwerte 31.12.2008 330.641 250.327 22.229 58.927 662.124

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen stellen sich wie folgt dar:

Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens 2010 2009
Gebäude Leichtbau 10 Jahre 10 Jahre
Gebäude Massivbau 20 - 40 Jahre 20 - 40 Jahre
Freiflächen 10 20 Jahre 10 - 20 Jahre
Schwimmkrane 40 Jahre 40 Jahre
Übrige Umschlagsgeräte 4 - 34 Jahre 4 - 34 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 20 Jahre 5 - 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 20 Jahre 4 - 20 Jahre
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1 Jahr 1 Jahr

Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 4.123) an. Hiervon entfielen TEUR 207 auf die Wertminderung von zwei Containerbrücken, deren planmäßige Nutzungsdauer nach unten korrigiert wurde.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 10.932 (Vorjahr: TEUR 23.835) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.

Für qualifizierte Vermögenswerte wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.

In den Sachanlagen sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.

Finanzierungsleasing (Buchwerte in TEUR)
Finanzierungsleasing (Buchwerte in TEUR)
31.12.2010 31.12.2009
Gebäude 667 480
Technische Anlagen und Maschinen 65.363 68.586
Betriebs- und Geschäftsausstattung 292 362
Gesamt 66.322 69.428

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 65.867 (Vorjahr: TEUR 72.269) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 31. Die Laufzeiten der Leasingverpflichtungen betragen bis zu 15 Jahren.

Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber. Hinsichtlich der sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind, wird auf die Erläuterung Nr. 30 verwiesen.

23 Finanzanlagen

(in TEUR)
(in TEUR)
Anteile an
verbundenen
Finanz
anlagen
Sonstige
Beteili
Wert
Geschäftsjahr 2010 Unternehmen at equity gungen papiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2010 958 39.388 1.916 628 42.890
Veränderungen im Konsolidierungskreis -5 -163 -263 0 -431
Zugänge 67 2.754 86 0 2.907
Abgänge -7 -571 -300 0 -878
Umbuchungen 100 0 -100 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 493 0 0 493
Stand 31. Dezember 2010 1.113 41.901 1.339 628 44.981
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2010 466 0 620 0 1.086
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 139 -139 0 0
Zugänge 5 0 0 0 5
Abgänge 0 0 -215 0 -215
Stand 31. Dezember 2010 471 139 266 0 876
Buchwert 31. Dezember 2010 642 41.762 1.073 628 44.105
Buchwert 31. Dezember 2009 492 39.388 1.296 628 41.804
(in TEUR)
(in TEUR)
Anteile an
verbundenen
Finanz
anlagen
Sonstige
Beteili
Wert
Geschäftsjahr 2009 Unternehmen at equity gungen papiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2009 872 35.753 2.029 628 39.282
Zugänge 86 4.135 1 0 4.222
Abgänge 0 -1.003 -87 0 -1.090
Umbuchungen 0 27 -27 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 476 0 0 476
Stand 31. Dezember 2009 958 39.388 1.916 628 42.890
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 466 0 620 0 1.086
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2009 466 0 620 0 1.086
Buchwert 31. Dezember 2009 492 39.388 1.296 628 41.804
Buchwert 31. Dezember 2008 406 35.753 1.409 628 38.196

Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 642 (Vorjahr: TEUR 492) sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.

Gemeinschaftsunternehmen

Das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, an dem die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 50 Prozent der Kapitalanteile besitzt, ist einschließlich dessen Tochtergesellschaften in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften" verzeichnet.

Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Umsatzerlösen und Aufwendungen dieses Gemeinschaftsunternehmens wird in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 39) durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet. Weitere Informationen finden sich unter Erläuterung Nr. 48.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity konsolidiert werden, betreffen die folgenden Unternehmen:

31.12.2010 31.12.2009
Beteili
gungs
quote
Buch
wert
in TEUR
Beteili
gungs
quote
Buch
wert
in TEUR
dbh Logistics IT AG, Bremen 26,8 % 910 26,8 % 775
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,3 % 1.898 33,3 % 2.032
BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika1) 89,8 % -- 89,8 % 675
NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd.
Port Elizabeth, Südafrika2)
44,0 % 320 44,0 % --
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,0 % 3.292 50,0 % 2.327
DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 % 0 50,0 % 0
Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,0 % 95 100,0 % 94
BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,0 % 61 50,0 % 74
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 % 50 50,0 % 50
ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,3 % 23 33,3 % 30
BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia3) 60,0 % 0 60,0 % --
BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien3) 50,0 % 245 50,0 % --
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 50,0 % 2.822 50,0 % 2.966
Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,0 % 312 50,0 % 271
AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o., Nošovice,
Tschechische Republik
50,0 % 157 50,0 % 32
BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 94,0 % 57 94,0 % 210
E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 47,0 % 792 47,0 % 772
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 47,0 % 3.557 47,0 % 3.382
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen 47,0 % 1.803 47,0 % 1.492
BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 47,0 % 191 47,0 % 262
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,7 % 19.789 16,7 % 17.406
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,7 % 1.864 26,7 % 3.000
ACOS Holding AG, Bremen 25,0 % 1.609 25,0 % 1.684
OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,0 % 1.911 10,0 % 1.850
FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg 17,0 % 4 17,0 % 4
Gesamt 41.762 39.388

1) in 2010 erstmalig vollkonsolidiert 2) in 2009 im Buchwert der Anteile an der Muttergesellschaft BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika, enthalten 3) in 2010 erstmalig at equity konsolidiert

Die Contship Italia S.p.A., Genua, Italien, die TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko, die OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, die ACOS Holding AG, Bremen, sowie die FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg, sind über die EUROGATE-Gruppe quotal berücksichtigt. Der Anteil der EUROGATE-Gruppe an den Gesellschaften beläuft sich auf 33,4 Prozent (CONTSHIP Italia S.p.A.), 53,4 Prozent (TangerMedGate Management S.a.r.l.), 20,0 Prozent (OJSC Ust-Luga Container Terminal), 49,9 Prozent (ACOS Holding AG) sowie 34,0 Prozent (FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH).

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der ACOS Holding AG, Bremen, zum 23. Dezember 2008 entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.368, welcher im Buchwert der Anteile enthalten ist.

Im Geschäftsjahr 2010 waren anteilige Gewinne assoziierter Unternehmen – wegen vorangegangener Verluste – in Höhe von TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 83) nicht im Konzernergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Konzernergebnis erfassten kumulierten Verlustanteile insgesamt TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 568).

Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2010 2009
Vermögenswerte 112.269 107.708
Verbindlichkeiten -69.263 -67.173
Netto-Vermögenswerte 43.006 40.535
Erträge 116.115 129.809
Aufwendungen -109.898 -128.371
Netto-Ergebnis 6.217 1.438

Sonstige Beteiligungen

(in TEUR) 2010 2009
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 795 795
Übrige 278 501
Gesamt 1.073 1.296

Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, bei denen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss gezeigt.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.

24 Finanzforderungen

31.12.2010
Geschäftsjahr 2010 (in TEUR) < 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
Übrige Forderungen an verbundene
Unternehmen
0 0 0 0
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 3.258 5.662 8.920
Übrige Forderungen an Beteiligungen 377 0 0 377
Ausleihungen an Gesellschafter 159 0 0 159
Übrige Forderungen an Gesellschafter 291 0 0 291
Überhang Aktivwerte Direktversicherung
über Pensionsverpflichtung
0 0 39 39
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei Gemeinschaftsunternehmen
14.388 0 0 14.388
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei assoziierten Unternehmen
1.041 0 0 1.041
Finanzforderungen aus Finance Lease 50 267 2.990 3.307
Sonstige übrige Finanzforderungen 824 33 63 920
Gesamt 17.130 3.558 8.754 29.442
31.12.2009
Geschäftsjahr 2009 (in TEUR) < 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 281 647 0 928
Übrige Forderungen an verbundene
Unternehmen
750 0 0 750
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 50 2.588 5.468 8.106
Übrige Forderungen an Beteiligungen 377 0 0 377
Ausleihungen an Gesellschafter 385 159 0 544
Übrige Forderungen an Gesellschafter 378 0 0 378
Überhang Aktivwerte Direktversicherung
über Pensionsverpflichtung
0 0 101 101
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei Gemeinschaftsunternehmen
10.557 0 0 10.557
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei assoziierten Unternehmen
1.087 0 0 1.087
Sonstige übrige Finanzforderungen 2.887 6 9 2.902
Gesamt 16.752 3.400 5.578 25.730

Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nr. 26) ausgewiesen.

Die langfristigen Ausleihungen an assoziierte Unternehmen sind zum Teil zinslos oder mit Zinssätzen von 3,46 Prozent bis 12 Prozent zu verzinsen.

Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das aber unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für den BLG-Konzern nicht wesentlich ist.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Von dem Gesamtbetrag waren TEUR 29.442 (Vorjahr: TEUR 25.457) weder überfällig noch wertgemindert. Die wertgeminderten Finanzforderungen und die darauf gebildeten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertgeminderte Finanzforderungen (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Nominalbeträge 87 4.575
Wertberichtigungen -87 -4.302
Buchwerte 0 273
Wertberichtigungen auf Finanzforderungen (in TEUR) 2010 2009
Stand am Geschäftsjahresanfang 4.302 1.442
Wertminderungen des Geschäftsjahres
- Zuführungen 0 3.202
- Auflösungen 0 -342
- Wechselkursänderungen -48 0
- Veränderungen im Konsolidierungskreis -252 0
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen -3.915 0
Stand am Geschäftsjahresende 87 4.302

Erträge und Aufwendungen aus den vorstehend dargestellten Wertminderungen werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

25 Vorräte

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.468 9.785
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 564 905
Unfertige Erzeugnisse/Unfertige Leistungen 211 325
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 5 0
Gesamt 10.248 11.015

Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2010 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 311 (Vorjahr: TEUR 84) gebildet.

26 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen – Dritte 140.821 123.864
Forderungen – Dritte aus SoC 631 305
Forderungen – verbundene Unternehmen 670 755
Forderungen – Beteiligungsunternehmen 4.419 4.497
Gesamt 146.541 129.421

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen 112.499 98.631
Überfällige, aber nicht wertgeminderte Forderungen 33.732 30.168
Wertgeminderte Forderungen 310 622
Gesamt 146.541 129.421

Die überfälligen aber nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:

Aufriss der an den Abschlussstichtagen überfälligen, aber
nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen nach Zeitbändern der Überfälligkeit (in TEUR)
31.12.2010 31.12.2009
Weniger als 30 Tage 26.271 23.775
Zwischen 30 und 60 Tagen 4.393 3.622
Zwischen 61 und 90 Tagen 829 1.067
Zwischen 91 und 180 Tagen 1.384 1.053
Zwischen 181 und 360 Tagen 497 159
Mehr als 360 Tage 358 492
Gesamt 33.732 30.168

Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.

Wertgeminderte Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR)
31.12.2010 31.12.2009
Nominalbeträge 1.577 3.131
Wertberichtigungen -1.267 -2.509
Buchwerte 310 622

Konzernabschluss

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (in TEUR)
2010 2009
Stand am Geschäftsjahresanfang 2.509 3.074
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0
Wertminderungen des Geschäftsjahres
- Zuführungen 351 1.624
- Auflösungen -827 -1.904
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen -766 -285
Stand am Geschäftsjahresende 1.267 2.509

Im Berichtsjahr wurden ferner Direktausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 394 (Vorjahr: TEUR 483) vorgenommen, die unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte in TEUR (ohne langfristige) 31.12.2010 31.12.2009
Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nr. 24) 17.130 16.752
Erstattungsansprüche Versicherungen 2.297 2.804
Forderungen Finanzamt 2.259 2.067
Abgrenzungen 1.303 2.368
Forderungen Arbeitsamt 361 1.097
Forderungen gegen Mitarbeiter 147 154
Übrige Vermögenswerte 10.047 14.045
Gesamt 33.544 39.287

Die Übrigen Vermögenswerte entfallen mit TEUR 1.240 (Vorjahr: TEUR 4.970) auf Anzahlungen auf Waggons und mit TEUR 5.930 (Vorjahr: TEUR 7.724) auf Ansprüche auf Zuwendungen der öffentlichen Hand. Letztere resultieren aus Forderungen auf die nicht rückzahlbaren Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamts für die Erweiterung des KLV-Terminals Hamburg-Waltershof sowie für den Neubau des KLV-Terminals Bremerhaven. Darüber hinaus sind in den Übrigen Vermögenswerten TEUR 1.214 Kostenerstattungen der Freien und Hansestadt Hamburg/Hamburg Port Authority enthalten.

Die Sonstigen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

27 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 190) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 321 (Vorjahr_ TEUR 76).

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.

28 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Kontokorrentguthaben 7.004 10.957
Tages- und kurzfristige Termingelder 39.515 24.813
Kasse 98 163
Gesamt 46.617 35.933

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

29 Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 in der Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.

a) Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2010 voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 3.925 (Vorjahr: TEUR 3.777). Im Geschäftsjahr wurden aus dem Konzernjahresüberschuss TEUR 148 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Vorjahr wurde aus den anderen Gewinnrücklagen ein Betrag von TEUR 40 entnommen und in den Bilanzgewinn eingestellt.

b) Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.

Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Konzernabschlusses auf IFRS.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Konzernjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS. Der Bilanzgewinn von TEUR 13.077 entspricht dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeiten erfasst, in der der Ausschüttungsbeschluss getroffen wurde.

Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.

Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IAS 39 aufzulösen.

Entwicklung der Hedge-Rücklage (in TEUR) 2010 2009
Stand 1. Januar -2.917 -2.692
Veränderung der Rücklage 174 -225
Stand 31. Dezember -2.743 -2.917

Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -3.174 (Vorjahr: TEUR -3.329), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 479 (Vorjahr: TEUR 518) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -48 (Vorjahr: TEUR -106) zusammen.

Das Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften in Höhe von TEUR -27.414 (Vorjahr: TEUR -35.447) betrifft Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Das Bilanzergebnis des Vorjahres bestand im Wesentlichen aus Fehlbeträgen des Berichtsjahres und dem Kaufpreis für von einem nicht beherrschenden Gesellschafter übernommene Anteile sowie von diesem übernommene Verluste aus Vorjahren.

c) Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter

Unter diesem Posten werden mit TEUR 8.703 (Vorjahr: TEUR 5.001) die Fremdanteile am Eigenkapital an den anderen, neben der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Der Ausweis von Hybrid-Eigenkapital in Höhe von TEUR 78.010 (Vorjahr: TEUR 78.010) betrifft eine quotal berücksichtigte von der EUROGATE-Gruppe begebene Anleihe, einschließlich der auf Hybridkapitalinhaber als Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 2010 zeitanteilig berücksichtigten Zinsen.

Die nachrangige, unbefristete Anleihe im Nennwert von TEUR 150.000 wurde mit einem Kupon von zunächst 6,75 Prozent p.a. von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, der Holding-Gesellschaft der EUROGATE-Gruppe ("EUROGATE KG"), mit Wirkung zum 30. Mai 2007 begeben.

Nach zehn Jahren Laufzeit besteht erstmalig die Möglichkeit zur Rückzahlung der Anleihe durch die Emittentin. Soweit die Anleihe fortgesetzt wird, ist ein variabler Zinssatz mit einer dann höheren Zinsmarge vertraglich festgelegt. Ein vertragliches, ordentliches Kündigungsrecht der Inhaber der Hybridanleihe besteht nicht.

Diese Anleihe wird zum 31. Dezember 2010 als Hybrid-Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, da es sich um ein Instrument handelt, bei dem zum einen die Inhaber der Anleihe aufgrund der vertraglichen Regelungen eine Rückzahlung nicht verlangen können und bei dem zum anderen die EUROGATE KG aufgrund der vertraglich festgelegten Voraussetzungen nicht zur Zahlung einer Vergütung an die Inhaber dieses Instruments verpflichtet werden kann. Es bestehen somit keine Verpflichtungen zur Abgabe von flüssigen Mitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten, die der EUROGATE KG aufgrund von vertraglichen Regelungen von Inhabern des Hybridkapitals vorgeschrieben werden können. Die Anleihe ist daher für sich genommen als Eigenkapital im Sinne des IAS 32 zu klassifizieren. Da die Anleihe von einer Beteiligungsgesellschaft der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und damit aus Sicht des Konzerns von einer Ausübung des Kündigungsrechts der Kommanditistin betroffen wäre, ist sie in die nachfolgende Betrachtung zu IAS 32 einzubeziehen.

Die den Inhabern des Hybridkapitals als Vergütung zu zahlenden Kupons werden als Teil der Ergebnisverwendung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden als Gewinnanteil der Hybridkapitalinhaber im Eigenkapital zeitanteilige Kuponzahlungen von TEUR 5.063 berücksichtigt.

Anwendung von IAS 32

Sowohl bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter als "Sonstige Minderheiten" im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, handelt es sich mit Ausnahme dreier Gesellschaften um Kommanditgesellschaften.

In der für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009 anzuwendenden Fassung des IAS 32 sind die Kündigungsmöglichkeiten der Kommanditisten ein entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von Eigenkapital und Fremdkapital. Finanzinstrumente, die dem Inhaber (hier: dem Kommanditisten) das Recht zur Kündigung gewähren und damit die Gesellschaft im Kündigungsfall verpflichten, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zu übertragen, können, sofern die Bedingungen der IAS 32.16A bis IAS 32.16D erfüllt sind, Eigenkapital darstellen. Diese Regelungen sind gemäß IAS 32AG.29A jedoch nicht für "nicht beherrschende Anteile" (Minderheitsanteile) anwendbar. Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, wäre das mit dem Gesamtbetrag der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter laut Bilanz korrespondierende "Nettovermögen der Kommanditisten" im Fremdkapital zu erfassen. Korrespondierend wären die auf die Kommanditisten entfallenden Ergebnisanteile als Finanzierungsaufwand zu erfassen.

Das gilt vorliegend auch für das Hybrid-Eigenkapital, da es über die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und deshalb von deren Kommanditistenkündigungsrecht betroffen wäre. Es ist vor diesem Hintergrund als Bestandteil des "Nettovermögens der Kommanditisten" zu sehen.

Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des IAS 32 zu vermeiden, die die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals als Eigenkapital konterkarieren, wird in dem vorliegenden Konzernabschluss bezüglich der Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung des Kommanditkapitals weiterhin der IAS 32 (überarbeitet 2000) angewendet, der keinen Ausweis des "Nettovermögens der Kommanditisten" unter den Verbindlichkeiten und keine Erfassung der Ergebnisanteile der Kommanditisten im Finanzierungsaufwand fordert. Daher werden das "Nettovermögen der Kommanditisten" als Eigenkapital und die darauf entfallende Vergütung als Teil des Konzernjahresüberschusses ausgewiesen.

Die Bewertung dieses Postens erfolgt zum nach den IFRS ermittelten Buchwert des "Nettovermögens der Kommanditisten".

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) verwiesen.

30 Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen setzten sich nach Restlaufzeitbändern wie folgt zusammen:

31.12.2010 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 34.360 100.231 56.082 190.673
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts 92 317 427 836
Gesamt 34.452 100.548 56.509 191.509
31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 60.495 103.531 76.538 240.564
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts 92 326 495 913
Gesamt 60.587 103.857 77.033 241.477

Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 110.422 (Vorjahr: TEUR 129.530) festverzinslich, TEUR 80.251 (Vorjahr: TEUR 111.034) waren variabel verzinslich.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 39.871 (Vorjahr: TEUR 44.512) durch Grundschulden sowie in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 690) durch eine Bürgschaft besichert. Für Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 120.900 (Vorjahr: TEUR 150.457) wurden kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert.

Die finanzierenden Banken wurden im Dezember 2010 darüber informiert, dass die ausgehandelten Covenants für Darlehen der Geschäftsbereiche CONTRACT und AUTOMOBILE nicht eingehalten werden. Negative Reaktionen folgten daraus bislang nicht.

Zur Besicherung von Verbindlichkeiten von Gemeinschaftsunternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von anteilig TEUR 28.186 (TEUR 39.713) wurden Gebäude, Betriebsvorrichtungen und mobile Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet.

31 Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 34.452 -- 60.587 --
Finanzierungsleasing 7.022 58.845 6.874 65.395
Kontokorrentkredite 36.666 -- 25.776 --
Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH 31.679 0 33.391 0
Verrechnungskonto EUROKAI KGaA 14.393 0 10.557 0
Termin- und Tagesgelder 5.000 -- 12.000 --
Derivate mit negativem Marktwert 4.331 -- 4.099 --
Passive Rechnungsabgrenzungen 1.681 7.477 1.200 5.500
Übrige 26.685 22.702 14.978 25.118
Gesamt 161.909 89.024 169.462 96.013

Die übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten mit TEUR 13.205 (Vorjahr: TEUR 6.723) Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen und mit TEUR 6.065 Verbindlichkeiten aus Cash-Managementverrechnungskonten gegenüber Beteiligungen.

In den übrigen sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 14.727 (Vorjahr: TEUR 15.838) enthalten.

In den vorstehend dargestellten Verbindlichkeiten sind EUR 4,3 Mio. für ungewisse Verpflichtungen enthalten, für deren Bemessung aufgrund des erstmaligen Auftretens eines derartigen Sachverhalts keine Erfahrungswerte vorlagen, sodass bezüglich der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme hohe Ermessenspielräume bestehen. Bei der Bemessung der Verpflichtungen wurde von einem hohen Risiko ausgegangen.

Die Buchwerte entsprechen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing den Marktwerten der Verbindlichkeiten.

Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der wesentlichen Gruppen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittliche Effektivzinssätze 31.12.2010 31.12.2009
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,42 % 1,13 %
Aufgenommene Tages- und Termingelder 1,15 % 1,10 %

Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31.12.2010
31.12.2009
Mindest
leasingraten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
Mindest
leasingraten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
bis ein Jahr 10.240 7.022 3.218 10.411 6.874 3.537
1 - 5 Jahre 37.673 28.430 9.243 38.947 28.287 10.660
mehr als 5 Jahre 38.726 30.415 8.311 47.158 37.108 10.050
Gesamt 86.639 65.867 20.772 96.516 72.269 24.247

32 Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Containerterminal Bremerhaven 684 11.255 674 11.641
Containerterminal Hamburg 944 12.231 705 8.574
Gesamt 1.628 23.486 1.379 20.215

Es handelt sich um Abgrenzungen für investive Zuschüsse, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2010 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 1.587 (Vorjahr: TEUR 982) vereinnahmt worden.

Die Zuschüsse Containerterminal Bremerhaven und Hamburg betreffen die EUROGATE-Gruppe und stellen die sich aus der Quotenkonsolidierung ergebenden Beträge dar. Sie wurden im Wesentlichen vom Eisenbahn-Bundesamt für die Erweiterung bzw. den Neubau der KLV-Terminals Hamburg-Waltershof und Bremerhaven gewährt.

33 Langfristige Rückstellungen

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Personalbezogene Rückstellungen
Direktzusagen 9.732 9.372
Hafenrente 20.064 20.041
Lebensarbeitszeitkonten 70 322
Soziales Zukunftskonzept 5.481 4.210
Jubiläumsrückstellungen 5.517 5.135
40.864 39.080
Sonstige Rückstellungen
Rückstellung für Abbruchverpflichtungen 10.924 9.083
Übrige sonstige langfristige Rückstellungen 718 805
11.642 9.888
Gesamt 52.506 48.968
Langfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
(in TEUR)
Stand Inan
spruch
Auf Zufüh Übertra Stand
1.1.2010 nahme lösung rung gung 31.12.2010
Direktzusagen 9.372 65 0 425 0 9.732
Hafenrente 20.041 0 0 23 0 20.064
Lebensarbeitszeitkonten 322 252 0 0 0 70
Soziales Zukunftskonzept 4.210 0 0 1.276 -5 5.481
Pensionsrückstellungen 33.945 317 0 1.724 -5 35.347
Jubiläumsrückstellungen 5.135 129 110 648 -27 5.517
Gesamt 39.080 446 110 2.372 -32 40.864
Kurzfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
(in TEUR)
Stand
1.1.2010
Inan
spruch
nahme
Auf
lösung
Zufüh
rung
Übertra
gung
Stand
31.12.2010
Direktzusagen 303 284 0 278 0 297
Hafenrente 1.333 1.321 0 1.309 0 1.321
Pensionsrückstellungen 1.636 1.605 0 1.587 0 1.618
Jubiläumsrückstellungen 449 449 0 369 0 369
Gesamt 2.085 2.054 0 1.956 0 1.987

Rückstellungen für Pensionen

Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Konzerngesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invalidenund einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – übernommen. Rechtliche Grundlage für die Bemessung der Höhe der Beiträge ist der Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH, Durach, sowie für Mitarbeiter, die zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG, Berlin, auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen, übergegangen sind.

Schließlich bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept).

Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet. Bei sämtlichen Plänen des BLG-Konzerns handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden gemäß IAS 19.92 nur insoweit erfasst, wie sie zehn Prozent des Maximums vom Barwert der Verpflichtungen vor Abzug eines Plan-vermögens oder des aktuellen Marktwerts des Planvermögens übersteigen (Korridormethode). Der übersteigende Betrag wird linear über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Arbeitnehmer erfolgswirksam erfasst.

Die Überleitung der Barwerte der Verpflichtungen zu den bilanziell erfassten Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der DBO der Pensionsverpflichtungen (in TEUR)
Entwicklung des DBO der Pensionsverpflichtungen
2010 2009
Stand zu Beginn des Berichtsjahres 73.418 63.575
+ laufender Dienstzeitaufwand 2.764 3.030
+ Aufwand aus Entgeltumwandlung 3.354 5.155
+ Zinsaufwand 4.417 3.918
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische
Gewinne oder Verluste -128 -225
+/- versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 6.580 1.583
- Inanspruchnahmen -3.573 -3.021
+ nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 87 133
+/- Übertragungen -275 -16
+/- Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -714
Stand am Ende des Berichtsjahres 86.644 73.418

Konzernabschluss

Entwicklung
Planvermögens (in TEUR)
Entwicklung des Planvermögens
2010 2009
Stand zu Beginn des Berichtsjahres 47.167 38.703
+ erwartete Erträge 1.973 1.769
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -367 474
+ Zuführungen der in den Plan einbezogenen Mitarbeiter (z. B. Entgeltumwandlungen) 3.096 4.817
+ Beiträge des Arbeitgebers 2.694 2.809
- Inanspruchnahmen -1.913 -1.389
+/- Übertragungen -280 -16
Stand am Ende des Berichtsjahres 52.370 47.167
Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen
Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen auf die bilanziell
2010 2009
auf die bilanziell erfasste Nettoverpflichtung (in TEUR)
erfasste Nettoverpflichtung
Barwert der nicht fondsgedeckten Verpflichtungen 30.055 27.191
+ Barwert der Verpflichtungen aus ganz oder teilweise gedeckten Pensions-
verpflichtungen
56.589 46.227
Barwert der Verpflichtungen gesamt 86.644 73.418
Barwert des Planvermögens -52.370 -47.167
+ als Vermögenswerte aktivierte Erstattungsansprüche 39 102
Barwert des Planvermögens -52.331 -47.065
+/- nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Vorjahre (netto)
9.311 10.824
+/- nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
lfd. Jahr (netto)
-6.565 -1.513
+/- sonstige bilanziell berücksichtigte Beträge -94 -83
Nettoverpflichtung 36.965 35.581
Komponenten des Pensionsaufwands (in TEUR)
Komponenten des Pensionsaufwands
2010 2009
Laufender Dienstzeitaufwand 2.764 3.030
+ Zinsaufwand 4.417 3.918
- erwartete Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen -1.973 -1.769
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 239 -699
+ im Geschäftsjahr amortisierter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 87 133
Summe Pensionsaufwand 5.534 4.613

Das Planvermögen beinhaltet insbesondere abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen für das Soziale Zukunftskonzept sowie Einzelzusagen. Als Marktwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.

Der Dienstzeitaufwand, die amortisierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste und der amortisierte noch zu verrechnende Dienstzeitaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen mindern den Zinsaufwand.

Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen Pensionspläne erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter
Versicherungsmathematische Parameter
31.12.2010 31.12.2009
Diskontsatz 5,30 - 5,50 % 6,10 - 6,45 %
erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung 2,00 - 2,50 % 2,00 %
erwartete Rentenerhöhungen 1,00 - 2,00 % 2,00 %
erwartete Fluktuationsrate 0,00 - 3,00 % 0,00 - 3,00 %
erwartete Rendite aus Planvermögen 4,00 - 4,10 % 4,00 - 4,75 %

Im Berichtsjahr werden zur Berechnung der Lebenserwartung wie im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (bzw. -erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtung entsprechen.

Weitere wesentliche Annahmen bei Pensionsverpflichtungen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten. Wenn den Annahmen ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt würde, der von den Schätzungen des Managements um 0,5 Prozentpunkte nach oben oder unten abweicht, wäre der Buchwert der Pensionsverpflichtung um ca. EUR 4,8 Mio. niedriger oder ca. EUR 5,0 Mio. höher.

Beiträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen stellen sich wie folgt dar:

Jeweils zum 31.12. (in TEUR)
Jeweils zum 31.12. (in TEUR)
2010 2009 2008 2007 2006
Pensionsverpflichtungen (DBO) 86.644 73.418 63.575 64.399 61.850
Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) -52.370 -47.167 -38.703 -31.815 -24.420
Das Vermögen übersteigende Leistungs
verpflichtungen (Funded Status) 34.274 26.251 24.872 32.584 37.430
Anpassungen in Prozent
Anpassungen in Prozent
2010 2009 2008 2007
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/
Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtungen
0,5 0,5 0,8 0,6
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/
Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte 0,0 0,0 0,0 0,0

Jubiläumsrückstellungen

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern des Konzerns vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 1.017 ist die Aufzinsung mit TEUR 282 enthalten.

Sonstige langfristige Rückstellungen

(in TEUR) Stand
1.1.
Inan
spruch
Auf Zu Amorti Stand
31.12.
2010 nahme lösung führung sation 2010
Sonstige
Rückstellungen
Abbruchverpflichtungen 9.083 447 0 1.911 377 10.924
Übrige 805 321 18 252 0 718
Gesamt 9.888 768 18 2.163 377 11.642

Die Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen betreffen den Geschäftsbereich Container und wurden für die Wiederherstellung des Pachtgeländes in Hamburg zum Zeitpunkt des Auslaufens der Pachtverträge in den Jahren 2031 bis 2036 gebildet. Die Konzernunternehmen sind verpflichtet, mit Auslaufen der Pachtverträge sämtliche Bauten und Anlagen vom Pachtgelände zu entfernen. Die geschätzten Abbruchverpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 5,0 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent) diskontiert.

Die übrigen sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 431 im Wesentlichen Lärmschutzmaßnahmen im Geschäftsbereich CONTAINER.

34 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten – Dritte 50.447 34.091
Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen 15.638 19.987
Verbindlichkeiten – Beteiligungsunternehmen 4.585 4.259
Verbindlichkeiten – verbundene Unternehmen 69 130
Gesamt 70.739 58.467

Als Logistikunternehmen erhält der BLG-Konzern keine Lieferungen und Leistungen von einzelnen unternehmensexternen Dritten in nennenswertem Umfang.

35 Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Altersteilzeitverpflichtungen 9.830 9.466
Übrige 10 21
Gesamt 9.840 9.487

Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen passiviert. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verpflichtungen wurden mit 3,1 Prozent (Vorjahr: 3,25 Prozent) abgezinst.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub 11.298 9.809
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Lohn und Gehalt 9.191 6.569
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 6.959 7.682
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Restrukturierung 6.694 9.407
Altersteilzeitverpflichtungen 3.056 2.860
Rechnungsabgrenzungen 2.082 2.364
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.987 2.084
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung 627 585
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 118 211
Übrige 7.778 8.156
Gesamt 49.790 49.727

Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Restrukturierung betreffen Abfindungen und einen Sozialplan, wie diese in Deutschland üblich sind.

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 1.714 (Vorjahr: TEUR 1.591) sonstige Steuern. Des Weiteren ist eine Verbindlichkeit aus einer Option zum Erwerb der Anteile an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, und an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven, in Höhe von TEUR 3.528 (Vorjahr: TEUR 3.709) enthalten. Weitere TEUR 867 (Vorjahr: TEUR 71) entfallen auf verauslagte Zölle.

36 Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern

(in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres 2.518 3.600
Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre 4.921 6.931
Verpflichtungen aus laufenden Steuern gesamt 7.439 10.531

Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.

37 Kurzfristige Rückstellungen

Sonstige
Rückstellungen (in TEUR)
Stand
1.1.
Inan
spruch
Auf Umglie Zufüh Stand
31.12.
2010 nahme lösung derung rung 2010
Versicherungsumlagen 4.519 1.544 928 -45 1.673 3.675
Drohverluste 4.024 1.193 2.530 0 1.200 1.501
Garantieverpflichtungen 3.700 0 0 807 500 5.007
Schadensfälle 365 69 189 0 230 337
Restrukturierung 307 0 0 0 0 307
Übrige sonstige Rückstellungen 2.444 317 200 -7 4.009 5.929
Gesamt 15.359 3.123 3.847 755 7.612 16.756

Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Leistungen des Haftpflichtschadenausgleichs der deutschen Großstädte.

Konzernabschluss

In der Rückstellung für Drohverluste sind Risiken aus nicht kündbaren Mietverträgen enthalten, die mit TEUR 700 den Geschäftsbereich AUTOMOBILE und mit TEUR 302 den Geschäftsbereich CONTAINER betreffen.

Für Gewährleistungsrisiken aufgrund eines Rechtsstreits sowie mögliche Einstandspflichten wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.700 aus den Vorjahren beibehalten. Bei der Bemessung von Rückstellungen sind insgesamt weite Ermessensspielräume vorhanden, da keine vergleichbaren Sachverhalte oder andere Erfahrungswerte vorliegen.

Die Rückstellung für Restrukturierung betrifft Personalmaßnahmen in dem Geschäftsbereich CONTRACT, die im Wesentlichen in Vorjahren begonnen wurden und bis 2011 abgeschlossen sein sollen.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind Zinsen für Gewerbesteuer (TEUR 868), sonstige betriebliche Steuern (TEUR 834), eine Pönale zugunsten einer ausländischen Hafenbehörde (TEUR 750), Archivierungskosten (TEUR 582) und Lärmschutzmaßnahmen (TEUR 550) enthalten.

Die Rückstellungen sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2011 in ausgewiesener Höhe fällig.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

38 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Der Cashflow stammt aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird. Der Ausweis des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfolgt ebenfalls nach der direkten Methode. Diesem Cashflow werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Unternehmenseignern, Minderheitsgesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren.

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Bilanz 46.617 35.933
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) -41.666 -37.776
Gesamt 4.951 -1.843

1) Ausweis in der Bilanz in dem Posten "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (vgl. auch Erläuterung Nr. 31)

Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogene Unternehmen ein Bestand in Höhe von TEUR 41.083 (Vorjahr: TEUR 26.893).

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 27.461 auf insgesamt TEUR 110.840 erhöht. Dabei steht dem Mittelzufluss aus dem um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigten Ergebnis von TEUR 111.462 im Wesentlichen ein Mittelabfluss von TEUR 16.191 aus gezahlten und erhaltenen Zinsen gegenüber.

Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 78.093 geringerer Mittelabfluss von insgesamt TEUR 22.430. Hiervon wurden im Geschäftsjahr Netto-Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen von TEUR 26.857 (Vorjahr: TEUR 71.459) vorgenommen. Aus den Veränderungen im Konsolidierungskreis und Veränderungen der Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen ist ein Mittelzufluss von TEUR 4.427 zu verzeichnen.

Aus der Finanzierungstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von TEUR 81.877. Wesentliche Mittelabflüsse entstanden mit TEUR 49.968 (Vorjahr: Zufluss TEUR 30.341) aus der Veränderung von Finanzkrediten, mit TEUR 10.328 (Vorjahr: Zufluss TEUR 20.426) aus der Veränderung von Leasing-

Segmentberichterstattung (in TEUR) AUTOMOBILE
31.12. 31.12.
2010 2009
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
321.269 298.402
Intersegmenterlöse 135 120
EBITDA 20.893 21.909
Abschreibungen -11.638 -11.374
Segmentergebnis (EBIT) 9.255 10.535
in % vom Umsatz 2,9 % 3,5 %
Zinserträge 485 233
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsaufwand -6.252 -6.437
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen 417 -204
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 5 52
Ergebnis vor Steuern (EBT) 3.910 4.179
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Vorgänge 92 -251
Im Segmentergebnis enthaltene
Periodenfremde Erträge
Periodenfremde Aufwendungen
8.469
-1.198
9.147
-4.011
Wertminderungen 0 -263
Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen 9.690 9.386
Im Segmentvermögen enthaltene Firmenwerte 12.208 12.208
Segmentvermögen 258.500 245.990
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 13.333 21.032
Segmentschulden 154.453 152.199
Eigenkapital 65.335 57.680
Mitarbeiter 1.995 2.077

1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50-Prozent-Quote)

forderungen und -verbindlichkeiten und mit TEUR 3.831 (Vorjahr: Zufluss TEUR 16.395) aus der Veränderung des Verrechnungskontos eines Joint Venture-Partners. An Unternehmenseigner und Inhaber des Hybrid-Eigenkapitals wurden insgesamt TEUR 18.225 (Vorjahr: TEUR 34.753) ausgezahlt.

Segmentberichterstattung

39 Segmentberichterstattung

KONZERN Überleitung CONTAINER CONTRACT
31.12.
2009
31.12.
2010
31.12.
2009
31.12.
2010
31.12.
2009
31.12.
2010
31.12.
2009
31.12.
2010
818.460 897.409 -6.841 -5.943 295.699 299.776 231.200 282.307
0 -6.841 -5.943 5.737 4.934 984 874
104.329 111.476 -13.959 -11.570 74.824 79.073 21.555 23.080
-69.127 -61.560 -798 -748 -40.794 -36.990 -16.161 -12.184
35.202 49.916 - 14.757 - 12.318 34.030 42.083 5.394 10.896
5,6 % k.A. k.A. 11,5 % 14,0 % 2,3 % 3,9 %
2.311 330 298 668 677 1.012 851
-5 0 0 0 0 0 -5
-22.737 -23.116 507 -56 -10.742 -11.407 -6.065 -5.401
3.711 251 278 -863 1.633 1.579 1.383
1.271 52 11 911 627 37 628
34.088 -13.617 -11.787 24.004 33.613 1.957 8.352
-212 205 -44 - 103 2 -126 -262
19.209
-4.934
3.722
-855
1.428
-494
1.273
-541
2.723
-967
8.265
-1.460
6.589
-2.275
-300 0 0 -4.018 -300 -1.447 0
41.762 2.807 2.808 23.944 25.178 3.251 4.086
12.720 0 0 512 512 0 0
926.010 18.748 21.469 478.561 448.686 189.125 197.355
33.621 3.669 311 48.402 12.147 4.722 7.830
352.396 -64.384 -50.889 128.224 139.973 100.094 108.859
316.133
311.761
330.446 32.748 34.826 207.549 210.746 13.784 19.539

40 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf den BLG-Konzern bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Konzernstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt. Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sind dabei jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen. Für den Erfolg der Geschäftsbereiche sind die jeweiligen Geschäftsbereichsleitungen verantwortlich, die an den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– berichten.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG CarShipping GmbH & Co. KG.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereichs CONTRACT sind die BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG und die BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung werden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nr. 2 umfassend beschrieben.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Management- und Finanzholding des BLG-Konzerns bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten.

Der BLG-Konzern ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Konzernumsatz entfallen TEUR 866.827 (Vorjahr: TEUR 798.909) auf das Inland und TEUR 30.582 (Vorjahr: TEUR 19.551) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch den Konzern. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen des Konzerns sind TEUR 655.510 (Vorjahr: TEUR 692.754) im Inland und TEUR 17.930 (Vorjahr: TEUR 12.044) im Ausland belegen.

Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden Umsätze von TEUR 119.866 (Vorjahr: TEUR 86.316) und damit mindestens 10 Prozent der gesamten Konzernumsatzerlöse erzielt. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT.

Die Steuerung des BLG-Konzerns erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die unter Erläuterung Nr. 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für den gesamten Konzern. Zentrale Messgröße für den Erfolg der Segmente ist das Ergebnis vor Steuern (EBT).

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen, getätigt.

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern.

Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Konzerndaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:

Umsatzerlöse mit externen Dritten 31.12.2010 31.12.2009
Summe der berichtspflichtigen Segmente 903.352 825.301
Zentralbereiche/Übrige Umsatzerlöse 0 0
Konsolidierung -5.943 -6.841
Umsatzerlöse des Konzerns 897.409 818.460
EBIT 31.12.2010 31.12.2009
Summe der berichtspflichtigen Segmente 62.234 49.959
Zentralbereiche/Übriges EBIT -11.222 -37.333
Konsolidierung -1.096 22.576
EBIT des Konzerns 49.916 35.202
Segmentergebnis/Ergebnis vor Steuern (EBT) 31.12.2010 31.12.2009
Summe der berichtspflichtigen Segmente 45.875 30.140
Zentralbereiche/Übriges EBT 18.381 -15.108
Konsolidierung -30.168 1.491
Segmentergebnis (EBT) des Konzerns 34.088 16.523
Vermögen 31.12.2010 31.12.2009
Summe der berichtspflichtigen Segmente 904.541 913.676
Zentralbereiche/Übriges Vermögen 484.415 469.823
Anteile an assoziierten und anderen at equity
einbezogenen Unternehmen
41.762 39.388
Aktive latente Steuern 8.161 4.963
Erstattungsanspruch Ertragsteuern 392 266
Konsolidierung -462.947 -451.075
Vermögen des Konzerns (Aktiva) 976.324 977.041
Schulden 31.12.2010 31.12.2009
Summe der berichtspflichtigen Segmente 403.508 380.517
Zentralbereiche/Übrige Schulden 120.615 105.773
Eigenkapital 330.446 311.761
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 157.057 180.890
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 89.024 96.013
Passive latente Steuern 5.704 4.782
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 34.452 60.587
Kurzfristiger Anteil Finanzierungsleasing 7.022 6.874
Konsolidierung -171.504 -170.156
Schulden des Konzerns (Passiva) 976.324 977.041

Sonstige Erläuterungen

41 Finanzinstrumente

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen langfristige Darlehen, Finanzierungsleasingverhältnisse, einschließlich Mietkaufverträge, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien erworben. Derivate werden grundsätzlich nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns für Derivate werden in Erläuterung Nr. 6 dargestellt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen bzw. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem gewissen Umfang Zinssicherung für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps betrieben.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Konzernabschluss

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die -– erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hedge-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die folgenden Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt.

Angenommenes Marktzinsniveau im Vergleich
zum tatsächlichen um 100 Basispunkte (in TEUR)
31.12.2010 31.12.2009
höher niedriger höher niedriger
Ergebniseffekte -1.131 1.164 -993 1.108
Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) 1.772 -1.865 2.199 -2.270

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Konzerngesellschaften in der Eurozone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, z. B. durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.

Zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2009 bestanden im Konzern keine nennenswerten Währungsrisiken.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Ratingagenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.

Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist der Konzern auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 2.394 (Vorjahr: TEUR 2.368).

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die EUROGATE-Gruppe verfügt über ein unabhängiges Cash Management. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrolle und zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten zusammengestellt.

Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.

Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Soweit die Zinsbindung der Darlehen vor deren Endfälligkeit ausläuft, wurde für die Restlaufzeit der fristenkongruente Marktzins am Bilanzstichtag zugrunde gelegt.

31.12.2010 (in TEUR) Cashflows
Langfristige Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
Cashflows
2011
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
5.034
1.642
34.360
0
0
92
3.217
0
7.022
Cashflows
2012
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
3.894
1.614
30.147
0
0
85
2.875
0
7.333
Cashflows
2013 - 2015
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
7.386
3.267
70.084
0
0
232
6.368
0
21.097
Cashflows
2016 - 2020
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
3.128
1.403
55.697
0
0
319
6.144
0
15.419
Cashflows
2021 ff.
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
0
8
385
0
0
108
2.167
0
14.996
Gesamt 218.049 836 86.638
Buchwerte 190.673 836 65.867

Konzernabschluss

31.12.2009 (in TEUR) Cashflows
Langfristige Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
Cashflows
2010
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
5.956
2.367
60.495
0
0
92
3.537
0
6.874
Cashflows
2011
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
5.210
1.959
31.300
0
0
87
3.195
0
6.940
Cashflows
2012 - 2014
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
8.904
4.672
72.147
0
0
238
7.465
0
21.347
Cashflows
2015 - 2019
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
5.074
2.525
66.281
0
0
327
6.973
0
18.908
Cashflows
2020 ff.
Zins fix
Zins variabel
Tilgung
963
204
10.341
0
0
169
3.077
0
18.200
Gesamt 278.398 913 96.516
Buchwerte 240.564 913 72.269

Kapitalrisikomanagement

Wesentliches Ziel des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.

Der Konzern überwacht sein Kapital im Geschäftsbereich CONTAINER auf Basis der Eigenkapitalquote und in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT sowohl auf Basis der Eigenkapitalquote als auch auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA. Die Nettoverschuldung bemisst sich nach individuell mit den finanzierenden Kreditinstituten ausgehandelten Covenants.

Die Strategie des Konzerns bestand im Jahr 2010 darin, sich weiterhin den Zugang zu Fremdmitteln zu vertretbaren Kosten durch Einhaltung der mit den Kreditinstituten vereinbarten Covenants zu sichern.

Kreditlinien

Zum 31. Dezember 2010 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 84 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 73 Mio.).

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente – nach Klassen, Bilanzposten und Bewertungskategorien des IAS 39

Kategorie
Fortgeführte
Anschaf
Fair Value
Fair Value
beizule
Buchwert
nach
Anschaf
fungs
erfolgs
erfolgs-
gender
31.12.2010
IAS 391)
fungskosten
kosten
neutral
wirksam
Zeitwert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
langfristig
Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
1.715
afs
0
1.715
0
0
n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen
628
afs
0
628
0
0
n.v.b.
Langfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzforderungen
12.272
lar
12.272
0
0
0
12.272
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Übrige
964
lar
964
0
0
0
964
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
146.541
lar
146.541
0
0
0
146.541
Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen
17.130
lar
17.130
0
0
0
17.130
Übrige sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
12.852
lar
12.852
0
0
0
12.852
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
46.617
46.617
0
0
0
46.617
Summe finanzielle Vermögenswerte
238.719
236.376
2.343
0
0
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten
langfristig
Langfristige Darlehen
157.057
flac
157.057
0
0
0
161.936
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
leasing (Leasingnehmer)
58.845
flac
58.845
0
0
0
61.623
Übrige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
30.179
flac
30.179
0
0
0
30.179
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Altersteilzeitverpflichtungen
9.830
flac
9.830
0
0
0
9.830
Übrige sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
10
flac
10
0
0
0
10
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
70.739
flac
70.739
0
0
0
70.739
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
76.118
flac
76.118
0
0
0
76.632
Derivate mit Hedge-Beziehung
3.235
hedging
0
0
3.235
0
3.235
Derivate ohne Hedge-Beziehung
1.096
hft
0
0
0
1.096
1.096
Übrige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten
79.779
flac
79.779
0
0
0
79.779
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
26.719
flac
26.719
0
0
0
26.719
Summe finanzielle Verbindlichkeiten
513.607
509.276
0
3.235
1.096
(in TEUR)
(in TEUR)
31.12.2010

1) afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar) flac = financial liability at cost (finanzielle Verbindlichkeit zu Anschaffungskosten)

hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten) lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen) n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

(in TEUR)
(in TEUR)
31.12.2009
Buchwert
31.12.2009
Kategorie
nach
IAS 391)
Fortgeführte
Anschaf
fungskosten
Anschaf
fungs
kosten
Fair Value
erfolgs
neutral
Fair Value
erfolgs-
wirksam
beizule
gender
Zeitwert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
langfristig
Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
1.788 afs 0 1.788 0 0 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 628 afs 0 628 0 0 n.v.b.
Langfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzforderungen 8.877 lar 8.877 0 0 0 8.877
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Übrige 576 lar 576 0 0 0 576
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
129.421 lar 129.421 0 0 0 129.421
Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen
Übrige sonstige kurzfristige
16.752 lar 16.752 0 0 0 16.752
Vermögenswerte 18.100 lar 18.100 0 0 0 18.100
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
35.933 35.933 0 0 0 35.933
Summe finanzielle Vermögenswerte 212.075 209.659 2.416 0 0
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten
langfristig
Langfristige Darlehen 180.890 flac 180.890 0 0 0 184.177
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
leasing (Leasingnehmer)
65.395 flac 65.395 0 0 0 67.847
Übrige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
30.618 flac 30.618 0 0 0 30.618
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Altersteilzeitverpflichtungen 9.466 flac 9.466 0 0 0 9.466
Übrige sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
kurzfristig
21 flac 21 0 0 0 21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
58.467 flac 58.467 0 0 0 58.467
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
98.363 flac 98.363 0 0 0 98.563
Derivate mit Hedge-Beziehung 3.325 hedging 0 0 3.325 0 3.325
Derivate ohne Hedge-Beziehung 774 hft 0 0 0 774 774
Übrige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten
65.800 flac 65.800 0 0 0 65.800
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 26.992 flac 26.992 0 0 0 26.992
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 540.111 536.012 0 3.325 774

hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten) lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen)

1) afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar) flac = financial liability at cost (finanzielle Verbindlichkeit zu Anschaffungskosten)

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.

Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt.

Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen Zinssätzen für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt, die entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

aus Folgebewertung aus Netto
2010 (in TEUR) Zinsen Fair
Wertberich
Abgang ergebnis
Value tigung
Loans and receivables (lar) 1.941 0 406 -324 2.023
Available-for-sale financial assets (afs) 0 0 -5 0 -5
Financial instruments held for trading (hft) -104 -218 0 0 -322
Sicherungsinstrumente (hedging) -2.771 0 0 0 -2.771
Financial liabilities at amortised cost (flac) -19.871 0 0 0 -19.871
Gesamt -20.805 -218 401 -324 -20.946
aus Folgebewertung aus Netto
2009 (in TEUR) Zinsen Fair Wertberich Abgang ergebnis
Value tigung
Loans and receivables (lar) 1.380 0 -2.580 -485 -1.685
Available-for-sale financial assets (afs) 0 0 0 0 0
Financial instruments held for trading (hft) 0 -629 0 0 -629
Sicherungsinstrumente (hedging) -1.140 0 0 0 -1.140
Financial liabilities at amortised cost (flac) -20.105 0 0 0 -20.105
Gesamt -19.865 -629 -2.580 -485 -23.559

Zinsänderungsrisiko

Festverzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.

31.12.2010 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 20.189 56.186 34.047 110.422
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.022 28.430 30.415 65.867
Gesamt 27.211 84.616 64.462 176.289
31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 20.680 65.690 43.160 129.530
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.874 28.287 37.108 72.269
Gesamt 27.554 93.977 80.268 201.799

Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am Bilanzstichtag mit TEUR 85.511 (Vorjahr: TEUR 92.962) valutierten, läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2010 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 0 12.902 21.509 34.411
Gesamt 0 12.902 21.509 34.411
31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 1.278 15.341 19.070 35.689
Gesamt 1.278 15.341 19.070 35.689

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Hierzu gegenläufig wirkt sich das Zinsänderungsrisiko aus den korrespondierenden Zinsswaps aus.

31.12.2010 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 14.171 44.045 22.035 80.251
Gesamt 14.171 44.045 22.035 80.251
31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 39.815 37.841 33.378 111.034
Gesamt 39.815 37.841 33.378 111.034

Ferner bestehen laufende Zinsswaps über Nominalbeträge von insgesamt TEUR 22.250 (Vorjahr: TEUR 23.584), die aufgrund einer fehlenden Zuordnung nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen.

Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender oder geplanter Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 79.822 (Vorjahr: TEUR 88.589), die auf dem relativ niedrigen Zinsniveau, das zum Abschluss der Swaps herrschte, eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen.

Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Der Konzern ist Zahler der festen Zinsen und Empfänger der variablen Zinsen. Die Swaps wurden entsprechend der Risikomanagementstrategie ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Die wesentlichen Konditionen der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:

Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2010
in TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2010
in TEUR
57.572 Darlehen 3/6M EURIBOR 2,75 - 4,60 % 2018 -3.453
geplante
14.000 Darlehen 6M EURIBOR 3,70 % 2021 -621
71.572 -4.074
8.250 ohne Zuordnung 3M EURIBOR 3,26 - 3,29 % 2013 -257
79.822 -4.331
Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2009
in TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2009
in TEUR
65.006 Darlehen 3/6M EURIBOR 2,75 - 4,60 % 2018 -3.325
geplante
15.333 Darlehen 6M EURIBOR 3,70 % 2021 -498
80.339 -3.823
8.250 ohne Zuordnung 3M EURIBOR 3,26 - 3,29 % 2013 -276
88.589 -4.099

Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Zinsswaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Zinsswaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und Grundgeschäften wird prospektiv nach der Critical-Terms-Match-Methode nach IAS 39.AG108 durchgeführt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der Hypothetischen Derivate-Methode überprüft.

Von den zum 31. Dezember 2010 bestehenden Swaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 57.572 (Vorjahr: TEUR 65.006) die Kriterien für Cashflow-Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR 174, Vorjahr: TEUR -225).

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Sicherungsbeziehungen designiert sind, wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern aufwandswirksam erfasst (TEUR -305, Vorjahr: TEUR -629).

Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (TEUR 4.331, Vorjahr: TEUR 4.099).

42 Angaben zu Operating Lease-Vereinbarungen

Leasingvereinbarungen, die nach IAS 17 Operating Lease darstellen, sind nach folgenden Fälligkeiten strukturiert:

Mindestleasingzahlungen aus Operating Leases (in TEUR) 31.12.2010 31.12.2009
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 22.686 17.103
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 51.898 37.541
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 22.205 12.703
Gesamt 96.789 67.347

Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Eisenbahnwaggons und haben Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren.

Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen
für Flächen, Gebäude und Kaimauern (in TEUR)
31.12.2010 31.12.2009
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 42.165 43.013
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 151.546 148.464
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 811.586 774.035
Gesamt 1.005.297 965.512

Die Mietverträge betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Laufzeiten von bis zu 38 Jahren.

Ansprüche aus Operating Lease-Verhältnissen – Konzern als Leasinggeber

Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für
Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvor
richtungen (in TEUR)
31.12.2010 31.12.2009
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 8.143 7.966
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 32.793 32.353
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 194.998 200.479
Gesamt 235.934 240.798

Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse.

Im Berichtsjahr wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 76.627 (Vorjahr: TEUR 74.061) aus Leasingverhältnissen und Untermietverträgen erfolgswirksam erfasst.

43 Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe quotal einbezogene Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften über TEUR 1.325 (Vorjahr: TEUR 1.325) zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten.

Aus der Sicherungsübereignung von Bauten auf fremdem Grund bestehen zum 31. Dezember 2010 quotal aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe Eventualverbindlichkeiten aus Grunderwerbsteuer von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 228).

Für Verbindlichkeiten eines Beteiligungsunternehmens besteht gegenüber einem Kreditinstitut eine selbstschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung. Am Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der entsprechenden Kreditlinie TEUR 945 (Vorjahr: TEUR 815).

In einer Patronatserklärung, ein Beteiligungsunternehmen betreffend, hat sich eine Konzerngesellschaft im Zusammenhang mit einer Kontokorrentkreditlinie über TBRL 400 gegenüber einem Kreditinstitut verpflichtet, für die Erfüllung daraus bestehender Verbindlichkeiten Sorge zu tragen. Zum 31. Dezember 2010 bestehen bei dem Kreditinstitut Kontokorrentguthaben und Geldmarktanlagen in Höhe von insgesamt TBRL 787. Ein Risiko der Inanspruchnahme aus den Gewährleistungsverpflichtungen ist daher zurzeit nicht gegeben.

Es ist nicht zu erwarten, dass aus diesen Eventualverbindlichkeiten wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten entstehen werden, für die noch keine Rückstellung gebildet wurde.

44 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 34.438 (Vorjahr: TEUR 41.969).

Darüber hinaus hat die BLG LOGISTICS GROUP einen Anteil an dem Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagevermögen der EUROGATE-Gruppe von TEUR 51.475 (Vorjahr: TEUR 7.966). Das Bestellobligo der EUROGATE-Gruppe beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 102.949 (Vorjahr: TEUR 15.932). Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Nominalwerte. Die Nettoverpflichtungen sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

45 Gesellschafter

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

46 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Identifikation nahe stehender Personen:

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den Konzern der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden.

Nahe stehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einbezogen werden, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sowie Führungskräfte der Ebene 1 nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar; hierzu zählen auch Familienangehörige des vorgenannten Personenkreises. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nr. 47 aufgeführt. Berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zwischen Vorstand, Aufsichtsrat, Führungskräften der Ebene 1, deren Familienangehörigen und dem BLG-Konzern lagen im Geschäftsjahr 2010 nicht vor.

Wesentliche Transaktionen mit Gesellschaftern: Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen –Stadtgemeinde –

Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent und demzufolge als eine nahe stehende Person beziehungsweise oberstes beherrschendes Unternehmen im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Erbbaurechte mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 38 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von dem BLG-Konzern wurden für das Jahr 2010 insgesamt EUR 12,1 Mio. (Vorjahr: EUR 11,6 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.

In den stadtbremischen Hafenbereichen Bremen und Bremerhaven hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ab 1. Januar 2007 den Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Kajenutzungsrechte gewährt, deren Laufzeiten an die Erbbaurechtsverträge der angrenzenden Grundstücke gebunden sind. Von dem BLG-Konzern wurden im Jahr 2010 insgesamt EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) Kajenutzungsentgelte entrichtet.

Gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG am 31. Dezember 2010 Forderungen in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 378) aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

Des Weiteren hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG im Auftrag der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – Autoumschlagsflächen in Bremerhaven auf zwei Unternehmen übertragen. Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat für die rechtliche Eigentümerin dieser Umschlagsflächen, die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und vorfinanziert. Die Vorfinanzierung erfolgte durch eine Darlehensvereinbarung in 1996. Dieses Darlehen stellt eine Forderung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar und valutiert zum 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 159. Die Tilgung des Darlehens erfolgt durch die der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – zustehenden Erbbauzinsen, Mieterträge und Nutzungsentgelte für die Überlassung der Autoumschlagsflächen an zwei Unternehmen in Bremerhaven.

Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Einzelne Unternehmen des BLG-Konzerns unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – verbundenen Unternehmen zu jeweils marktüblichen Konditionen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat bei der Bremer Aufbau Bank GmbH verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2010 TEUR 2.470 (Vorjahr: TEUR 3.611). Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.141 getilgt.

Die BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG (ehemals BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG) hat bei der Bremer Aufbau Bank GmbH, Bremen, ein Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2010 TEUR 2.723. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 340 getilgt.

Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2010 TEUR 31.679. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 13.112 getilgt und Darlehen von TEUR 11.400 neu aufgenommen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG erbringt für die BLG Unterstützungskasse GmbH auf der Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages Dienstleistungen für Administration, Rechnungswesen, Personalverwaltung und -abrechnung sowie IT-Dienstleistungen. Die Vergütung für 2010 hierfür beträgt TEUR 225.

Beziehungen zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Nahe stehende Unternehmen Saldo zum 31.12. (in TEUR)
Jahr Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten
Verbundene Unternehmen 2010 706 51 609 432
2009 849 211 1.223 516
Gemeinschaftsunternehmen 2010 5.460 431 14.439 95
(quotal) 2009 5.632 414 10.689 35
Assoziierte Unternehmen 2010 6.351 13.256 2.041 3.010
2009 6.514 10.594 2.441 2.522

Auf Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen gebildet, Forderungen gegen assoziierte Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 0) ausgebucht.

Für Pönalerisiken eines nicht konsolidierten verbundenen Unternehmens besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 0).

47 Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Die Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Konzernabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften des Vorstands und der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG siehe Seite 23 und 28 f.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als börsennotierte Aktiengesellschaft werden im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit die Angaben zur individualisierten Vergütung sowie die Beschreibung der Grundzüge der Vergütungssysteme im Corporate Governance-Bericht, dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und Konzernlageberichts ist, auf Seite 35 ff. zusammengefasst.

48 Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)

Der Teilkonzern EUROGATE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und der EUROKAI KGaA, Hamburg. Der Anteil der BLG Logistics Group an dem Joint Venture beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent).

Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird quotal zu 50 Prozent konsolidiert. Als Berichtsformat wurde die Line-by-Line-Methode gewählt.

Die quotal berücksichtigten Anteile der BLG Logistics Group an den Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen der EUROGATE-Gruppe stellen sich – nach quotaler Konsolidierung – wie folgt dar:

(in TEUR) 2010 2009
Langfristige Vermögenswerte 319.208 344.776
Kurzfristige Vermögenswerte 73.308 76.986
Langfristige Verbindlichkeiten -169.180 -181.538
Kurzfristige Verbindlichkeiten -96.816 -106.022
Netto-Vermögenswerte 126.520 134.202
Erträge 321.684 316.827
Aufwendungen -287.742 -293.289
Ergebnis vor Steuern 33.942 23.538

49 Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 HGB und die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:

  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
  • BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven
  • BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg
  • BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg
  • BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau
  • BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG, Wörth
  • BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoRail GmbH, Bremen
  • BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven
  • BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen
  • E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen
  • E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven

50 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG weitere 6 Prozent der Anteile an E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics erworben. Somit hält der BLG-Konzern seit diesem Zeitpunkt 100 Prozent der gesamten Geschäftsanteile an dieser wesentlichen Gesellschaft der ehemaligen Harms-Unternehmensgruppe, die dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugeordnet ist.

51 Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für das Geschäftsjahr 2010 beträgt insgesamt TEUR 597. Davon entfallen TEUR 495 auf Abschlussprüfungen, TEUR 94 auf Steuerberatung (davon TEUR 26 periodenfremd) sowie TEUR 8 auf sonstige Leistungen.

52 Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 16. Dezember 2010 die 9. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Konzernabschluss

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bremen, den 5. April 2011 DER VORSTAND

Mekelburg Onnen Schiffer

Aden Kuhr Dr.-Ing. Lieberoth-Leden

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877 –, Bremen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Gesellschaft hat die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von EUR 314,4 Mio. (Vorjahr: EUR 296,1 Mio.), bei denen es sich um Anteile von Kommanditisten handelt, als Eigenkapital ausgewiesen und bewertet, obwohl diese Posten nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind. Korrespondierend wurde die auf diese Finanzinstrumente entfallende Vergütung von EUR 31,6 Mio. (Vorjahr: EUR 7,1 Mio.) als Teil des Konzernjahresüberschusses und nicht als Finanzierungsaufwand ausgewiesen.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 5. April 2011

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bitter Kersten

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Beteiligungen 188
Glossar 192
Mehrjahresübersicht 196
Kontakte und Termine 198

Auf den nächsten Seiten haben wir ausgewählte weiterführende Informationen für Sie zusammengestellt. Diese Zahlen und Fakten tragen dazu bei, Ihr Bild über den BLG-Konzern abzurunden.

Wenn Sie noch Fragen haben, sprechen Sie unsere Mitarbeiter aus dem Public Relations- oder Investor Relations-Team an. Auch ein Besuch im Internet unter www.blg.de ist lohnenswert.

Beteiligungen

Komprimierte Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Beteili gehalten
Lfd. Name, gungs über
Nr. Sitz quote in % lfd. Nr.
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
1 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen 0,00
2 BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven 100,00 1
3 BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
4 BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG, Bremen
(ehemals BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen) 100,00 1
5 BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
6 BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00 5
7 BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen 100,00 3
8 BLG Logistics (UK) Ltd., Felixstowe, Großbritannien 100,00 7
9 BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien 100,00 7
10 BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
11 BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,00 5
12 BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika 89,82 5
13 BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien 100,00 5
14 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
15 BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,00 14
16 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 1
17 BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven 97,00 16/26
18 BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien 98,77 16
19 E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen 94,00 1
20 BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 94,00 19
21 BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau 94,00 19
22 BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg 94,00 25
23 BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG, Wörth 94,00 25
24 BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven 94,00 19
25 BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen 94,00 19
26 E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven 94,00 19
27 BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen 94,00 19
28 BLG Auto-Terminal Gdansk Sp. z o. o., Gdansk, Polen 94,00 25
29 Automotive Services Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 94,00 19
30 BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine 47,00 19

Weitere Informationen

Beteili gehalten
Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
gungs
quote in %
über
lfd. Nr.
Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
31 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,00 1
32 EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse GmbH, Hamburg 50,00 33
33 EUROGATE City Terminal GmbH, Hamburg 50,00 31
34 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 31
35 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg 50,00 31
36 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH,
Wilhelmshaven
35,00 31
37 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven 35,00 31
38 EUROGATE KV-Anlage Wilhelmshaven GmbH, Wilhelmshaven 50,00 31
39 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Administration GmbH,
Wilhelmshaven 50,00 31
40 EUROGATE Intermodal GmbH, Hamburg 50,00 31
41 EUROGATE International GmbH, Hamburg 50,00 49
42 EUROGATE IT Services GmbH, Bremen 50,00 31
43 EUROGATE Landterminal GmbH, Hamburg 50,00 31
44 EUROGATE Port Systems GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00 34/35
45 EUROGATE Port Systems Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,00 34/35
46 EUROGATE Technical Services GmbH, Bremerhaven 50,00 31
47 EUROGATE Terminal Services GmbH, Bremen 50,00 31
48 OCEANGATE Distribution GmbH, Hamburg 50,00 31
49 PCO Stauereibetrieb PAETZ & Co. Nfl. GmbH, Hamburg 50,00 31
50 PEUTE Speditions GmbH, Hamburg 50,00 33
51 REMAIN GmbH Container-Depot and Repair, Hamburg 50,00 31
52 SCL Service-Centrum Logistik Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 31
53 SWOP Seaworthy Packing GmbH, Hamburg 50,00 35
54 EUROKOMBI Terminal GmbH, Hamburg 25,00 35
55 North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., Bremerhaven 25,00 31
56 North Sea Terminal Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25,00 31
57 MSC Gate Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25,00 31
58 MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 25,00 31
59 FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn 25,50 40
60 Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 25,00 34
61 IPN Inland Port Network GmbH & Co. KG, Hamburg 25,00 40
62 IPN Inland Port Network Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 25,00 40
Beteili gehalten
Lfd. Name, gungs über
Nr. Sitz quote in % lfd. Nr.
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften
63 dbh Logistics IT AG, Bremen 26,75 91
64 ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,33 1
65 NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 44,01 12
66 BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,00 6
67 DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 10
68 Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,00 10
69 BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,00 10
70 Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 10
71 ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,33 10
72 BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia *
60,00
5
73 BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,00 5
74 ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 50,00 18
75 Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,00 16
76 AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH s.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 50,00 16
77 BLG CarShipping Koper d.o.o., Koper, Slowenien 94,00 27
78 E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 47,00 19
79 ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 47,00 29
80 Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen 47,00 19
81 BLG Interrijn Auto Transport RoRo B.V., Rotterdam, Niederlande 47,00 25
82 CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,70 41
83 TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,68 41/82
84 ACOS Holding AG, Bremen 24,95 40
85 OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,00 41
86 FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg 17,00 35

* Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40 Prozent, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

Weitere Informationen

Beteili gehalten
Lfd. Name, gungs über
Nr. Sitz quote in % lfd. Nr.
Nicht einbezogene Gesellschaften
87 BLG CONTRACT LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
88 BLG Handelslogistik Beteiligungs GmbH, Bremen
(ehemals BLG in.add.out. LOGISTICS Beteiligungs GmbH, Bremen) 100,00 1
89 ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen 33,33 1
90 DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen 50,00 10
91 Interessengemeinschaft Datenbank Umschlagbetriebe GbR, Bremen 94,00 1
92 Ausbildungsverbund Bremerhaven gemeinnützige Gesellschaft mbH,
Bremerhaven 33,40 1
93 EUROGATE Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen 50,00 1
94 EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,00 1
95 BLG Automotive Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
96 Paul Günther S.r.l. Italia i. L., Genua, Italien 90,00 7
97 BLG InTime s.r.o. i.L., Žiar nad Hronom, Slowakei 100,00 5/7
98 BLG Cargo Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
99 Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 10
100 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
101 BLG AutoTerminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,00 1
102 BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 100,00 16/14
103 BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 97,00 16/26
104 E.H. Harms Auto-Terminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 94,00 19
105 BLG AutoTerminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Saal an der Donau 94,00 19
106 BLG AutoTerminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg 94,00 19
107 BLG AutoTerminal Wörth Beteiligungs-GmbH, Wörth 94,00 25
108 BLG AutoTerminal Hamburg Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 19
109 BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven 94,00 25
110 BLG CarShipping Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 19
111 BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 19
112 E.H. Harms Automobile-Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 1
113 ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 47,00 79
114 Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven 47,00 25
115 Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 47,00 25

Kaufmännisches Glossar

Amortisation

Rückfluss des investierten Kapitals durch Verkaufserlöse.

at equity/Equity-Methode

Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht bzw. vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.

Available for Sale

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zur Veräußerung vorgesehen.

Cashflow

Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.

Compliance

Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.

Corporate Governance

Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Covenant

Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.

DBO

Defined Benefit Obligation = Leistungsorientierte Pensionsverpflichtung der am Stichtag erdienten und bewerteten Pensionsansprüche inkl. wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z. B. Aktie oder Anleihe) ableitet.

Discounted-Cashflow-Methode

Bewertungsverfahren: zukünftige Zahlungsüber- bzw. -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = Operatives Ergebnis.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

EBT

Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.

Erbbaurecht

Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgeltes (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.

Finanzierungsleasing

Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet.

Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.

Forwardzinsswap

Der Forwardzinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.

Funktionale Währung

Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.

Hedging

Eine Strategie zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).

Held for Trading

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zu Handelszwecken gehalten.

Held to Maturity

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: bis zur Endfälligkeit gehalten.

Hybridanleihe

Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung, und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.

Hypothetische Derivate-Methode

Methode der Effektivitätsmessung derivativer Finanzinstrumente durch Vergleich der Marktwertveränderung des Derivats mit der eines hypothetischen Derivats, welches das zu sichernde Risiko perfekt absichert.

IAS

International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").

IASB

International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.

IFRIC

International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.

IFRS

International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.

Impairment-Test

Werthaltigkeitstest nach IFRS.

Investment Properties

Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.

Joint Venture

Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.

Kontokorrentkonto

Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.

Kontokorrentkredit

Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.

Liability-Methode

Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.

Line-by-Line-Methode

IFRS: Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures gemäß Quotenkonsolidierung.

Matching principle

IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.

Operate Leasing

Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.

Other Comprehensive Income

Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z.B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Other Long-Term Benefits

Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Percentage of Completion-Methode (PoC)

IFRS: Zuordnung der entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten zu den Auftragserlösen.

Post Employment Benefits

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Pro rata temporis

Zeitanteilig.

Projected-Unit-Credit-Methode

Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.

Quotenkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures, die mit ihren Aktiva und Passiva quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Recoverable Amount

Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstandes voraussichtlich erzielbarer Wert.

Sale-and-lease-back

Sonderform des Leasing, bei der immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurück geleast werden.

Stage of Completion-Methode (SoC)

IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.

Thesaurieren

Einbehalten von Gewinnen.

Vollkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Working Capital

Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit (Cash Generating Unit)

Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Zinsswap

Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.

Logistisches Glossar

Car Carrier

Schiffe, die speziell für den Überseetransport von Autos geeignet sind.

Cargomodale Dienste

Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply Chain Management.

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.

GHBV

Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V./Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg: besonderer Personaldienstleister für Transportund Lagerwirtschaft, insbesondere die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in eine Garantielohnkasse ein.

Hubport

Seehafen mit regionaler Verteilungsfunktion.

Intermodale Verkehrskette

Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.

Kommissionieren

Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.

Konfektionieren

Bildung von verkaufsfähigen Einheiten.

Outsourcing

Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.

RoRo

Roll-on/Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffe, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.

TEU

Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).

Mehrjahresübersicht

Kennzahlen BLG-Konzern 2010 2009 2008 2007 2006
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse EUR Mio. 897,4 818,5 962,6 889,3 759,8
Umsatzrendite1 % 5,6 4,3 10,1 10,2 9,1
EBITDA EUR Mio. 111,5 104,3 156,6 145,8 114,3
EBIT EUR Mio. 49,9 35,2 96,9 90,8 69,3
EBT EUR Mio. 34,1 16,5 83,6 78,3 55,0
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme EUR Mio. 976,3 977,0 982,3 837,9 741,2
Investitionen in langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen EUR Mio. 33,6 77,8 170,7 122,0 96,3
Anlagenintensität1 % 69,0 72,1 70,1 69,9 71,0
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 % 93,1 90,0 89,3 87,2 80,7
Working Capital Ratio1 % 77,0 70,8 70,9 66,8 57,9
Eigenkapital EUR Mio. 330,4 311,8 353,8 320,2 199,3
Eigenkapitalquote1 % 33,8 31,9 36,0 38,2 26,9
Eigenkapitalquote (bereinigt um Hybridkapital)1 % 25,8 23,9 28,1 29,0 26,9
Eigenkapitalrendite1 % 10,6 5,0 24,8 30,1 29,5
Nettoverschuldung1 EUR Mio. 349,1 401,5 366,1 281,3 346,9
Gesamtkapitalrendite1 % 5,1 3,6 10,7 11,5 9,7
Cashflows2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR Mio. 110,8 83,4 122,1 152,0 76,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. -22,4 -100,5 -163,6 -109,3 -80,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. -81,9 35,2 24,1 -11,9 -13,6
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
EUR 0,30 0,25 0,40 0,40 0,30
Dividende % 12 10 15 15 12
Personal
Mitarbeiter3 Jahresdurchschnitt 5.949 5.929 6.053 5.402 5.298
Personalkostenquote1 % 45,3 46,3 46,7 46,9 46,8

1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 82 im Konzernlagebericht.

2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 114 dargestellt.

3 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB (konsolidierte Anzahl).

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder beabsichtigt noch übernimmt die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z. B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Geschäftsberichts der englischen Übersetzung vor.

Der Geschäftsbericht steht in beiden Sprachen im Internet unter www.blg.de zum Download bereit.

Kontakte und Termine

Finanzkalender

Berichterstattung
Gesamtjahr 2010
Bilanzpressekonferenz
03. Mai 2011
Berichterstattung
I. Quartal 2011
06. Mai 2011
Ordentliche
Hauptversammlung 2011
09. Juni 2011
Zahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2010
10. Juni 2011
Berichterstattung
I. Halbjahr 2011
12. August 2011
Berichterstattung
III. Quartal 2011
11. November 2011
Ordentliche
Hauptversammlung 2012
31. Mai 2012

Kontakte

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Public Relations

Andreas Hoetzel Telefon: +49 (0) 421 398 3475 Telefax: +49 (0) 421 398 3404 E-Mail: [email protected]

Investor Relations

Dietmar Krull Telefon: +49 (0) 421 398 3382 Telefax: +49 (0) 421 398 3233 E-Mail: [email protected]

Hausanschrift

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

Internet: www.blg.de

Geschäftsbericht abermals ausgezeichnet

Die Gesellschaft Deutsche Standards Editionen analysiert regelmäßig die Geschäftsberichte deutscher Unternehmen. Die besten werden alljährlich in dem Standardwerk BEISPIELHAFTE GESCHÄFTSBERICHTE präsentiert. 2009 wurde auch der BLG-Geschäftsbericht für das Jahr 2008 erstmals in das Werk aufgenommen. 2010 wurde der Geschäftsbericht wiederum ausgezeichnet. In der vierseitigen Darstellung werden Aufmachung, Gestaltung und Inhalt positiv bewertet.

Der Vorstand

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