Annual Report • May 4, 2010
Annual Report
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Die BLG LOGISTICS GROUP ist mit ihren Töchtern und Beteiligungen ein international engagierter Logistikdienstleister. Ein vergleichbares Netzwerk mit Terminals an der See und im Binnenland sowie vielen weiteren Standorten für spezialisierte Logistikleistungen kann kein anderer Logistiker in Europa bieten. Mit unseren Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTAINER sind wir europäischer Marktführer und unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.
Logistische Dienstleistungen sind unmittelbar konjunkturabhängig. Die globale Krise macht sich vor allem in den Seehäfen deutlich bemerkbar. Damit sind unsere Leistungsbereiche, die am stärksten von der Globalisierung und dem steigenden Welthandelsvolumen profitiert haben, in der Krise besonders betroffen. Da die seehafenorientierte Logistik unser größter Leistungsbereich ist, war 2009 ein schwieriges Geschäftsjahr. Geschäftsfelder wie die Handelslogistik oder die Automobiltransporte, die sich hauptsächlich auf die Binnennachfrage stützen, zeigten sich dagegen stabil und verzeichneten teils sogar Wachstum.
Wesentlich für die künftige Entwicklung unserer Unternehmensgruppe ist: Die Weltwirtschaft befindet sich nicht in einer Konjunkturkrise, die auch strukturelle Änderungen nach sich zieht. Darauf reagieren wir mit unserer mittel- und langfristige angelegten Wachstumsstrategie.
Dabei verfolgen wir gegenwärtig eine Doppelstrategie aus striktem Kostenmanagement einerseits, andererseits Marktoffensive und Investitionen in die Zukunft. Wir sparen, wo es ökonomisch vertretbar ist, verbessern unsere Kostenstrukturen in allen Unternehmensbereichen und führen gleichzeitig die strategischen Investitionen konsequent fort. Die BLG LOGISTICS GROUP agiert auch in der Krise weiterhin wachstumsorientiert und lotet konsequent und bewusst Chancen aus. Deshalb trägt unser Geschäftsbericht 2009 diesen Titel.
| Kennzahlen BLG-Konzern | 2009 | 2008 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | ||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 818,5 | 962,6 | -15,0 % |
| Umsatzrendite1 | % | 4,3 | 10,1 | -57,4 % |
| EBITDA | EUR Mio. | 104,3 | 156,6 | -33,4 % |
| EBIT | EUR Mio. | 35,2 | 96,9 | -63,7 % |
| EBT | EUR Mio. | 16,5 | 83,6 | -80,3 % |
| Vermögens- und Kapitalstruktur | ||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 977,0 | 982,3 | -0,5 % |
| Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte |
||||
| und Sachanlagen | EUR Mio. | 77,8 | 170,7 | -54,4% |
| Anlagenintensität1 | % | 72,1 | 70,1 | 2,9 % |
| Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 | % | 90,0 | 89,3 | 0,8 % |
| Working Capital Ratio1 | % | 70,8 | 70,9 | -0,2 % |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 311,8 | 353,8 | -11,9 % |
| Eigenkapitalquote1 | % | 31,9 | 36,0 | -11,4 % |
| Eigenkapitalquote (bereinigt um Hybridkapital) |
% | 23,9 | 28,1 | -14,9 % |
| Eigenkapitalrendite1 | % | 5,0 | 24,8 | -79,8 % |
| Nettoverschuldung1 | EUR Mio. | 401,5 | 366,1 | 9,7 % |
| Gesamtkapitalrendite1 | % | 3,6 | 10,7 | -66,4 % |
| Cashflows2 | ||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | EUR Mio. | 83,4 | 122,1 | -31,7 % |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | EUR Mio. | -100,5 | -163,6 | 38,6 % |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | EUR Mio. | 35,2 | 24,1 | 46,1 % |
| Kapitalmarktorientierte Kennzahlen Dividende |
||||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT | ||||
| –Aktiengesellschaft von 1877– | EUR | 0,25 | 0,40 | -37,5 % |
| Dividende | % | 10 | 15 | |
| Personal | ||||
| Mitarbeiter3 | Jahresdurchschnitt | 5.929 | 6.053 | -2,0 % |
| Personalkostenquote | % | 46,3 | 46,7 | -0,8 % |
1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 79 im Konzernlagebericht.
2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 104 dargestellt.
3 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB
| Mit Doppelstrategie die Krise meistern | 7 |
|---|---|
| Interview mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem BLG-Vorstand | 7 |
| Firmenportrait | 18 |
| Von der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft zur BLG LOGISTICS GROUP | 18 |
| An unsere Aktionäre | 27 |
| Vorstand und Aufsichtsrat | 29 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 32 |
| Beirat | 36 |
| Corporate Governance-Bericht | 37 |
| BLG am Kapitalmarkt | 47 |
| Jahresabschluss und Lagebericht | 49 |
| Konzernlagebericht | 65 |
| Publicly owned – privately managed | 66 |
| Wirtschaftlicher Hintergrund | 67 |
| Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns | 67 |
| Gewinnverwendung | 80 |
| Mitarbeiter | 80 |
| Corporate Governance des BLG-Konzerns | 82 |
| Forschung und Entwicklung | 82 |
| Nachtragsbericht | 82 |
| Nachhaltigkeitsbericht | 82 |
| Chancen- und Risikobericht | 84 |
| Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns | 93 |
| Konzernabschluss | 95 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 96 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 97 |
| Konzernbilanz | 98 |
| Segmentberichterstattung | 100 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 102 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 104 |
| Konzernanhang | 105 |
| Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 175 |
| Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers | 176 |
| Weitere Informationen | 177 |
| Beteiligungen | 178 |
| Glossar | 182 |
| Mehrjahresübersicht | 186 |
| Kontakte und Termine | 188 |
Die Deutsche Verkehrs- und Logistikzeitung (DVZ) sprach mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand der BLG LOGISTICS GROUP über die Entwicklungen des Unternehmens im Geschäftsjahr 2009 und die Aussichten für 2010. Das Gespräch führte DVZ-Chefredakteur Björn Helmke.
Von links: Emanuel Schiffer, Hillert Onnen, Detthold Aden, Björn Helmke (DVZ), Josef Hattig und Hartmut Mekelburg
men Logistik. Das sind zwei Bereiche, die besonders hart von der weltweiten Wirtschaftskrise getroffen wurden. Ist das Unternehmen zu wenig diversifiziert? Aden:
Die BLG Logistics Group hat ihre besonderen Stärken im Automotive-Segment und natürlich in der mariti-
Wir sind von den hafenorientierten Logistikprovidern wahrscheinlich der einzige in Europa, der im Moment gut aufgestellt ist. Denn wir verbinden Hafen mit intelligenter Logistik aus einer Hand. Das machen unsere Wettbewerber so nicht. Sie sind entweder reine Häfen oder reine Logistiker. Die Teilung in Automobil-, Container- und Kontraktlogistik zeigt, dass unser Geschäft sinnvoll diversifiziert ist. In der Kontraktlogistik haben wir eine sehr gute Position. Bei Containern, Autos und konventioneller Ladung sind wir allerdings erheblich von den Mengenrückgängen betroffen.
Aden: "... wir verbinden Hafen und intelligente
Es sagt sich so lapidar: In der Krise die Chance nutzen. Sind Sie vor lauter Krisenbewältigung im vergangenen Jahr überhaupt dazu gekommen, nach Chancen zu suchen?
Wir haben Chancen gesucht und gefunden. Das Resultat ist unsere Doppelstrategie. Wir haben uns auf der Kostenseite neu organisiert und eine Marktoffensive gestartet. Gleichzeitig investieren wir in zukunftsfähige Märkte.
Wir haben nicht den Fehler gemacht, uns vor unseren Kunden zu verstecken, sondern den Vertrieb intensiviert und in diesem Bereich sogar Mitarbeiter aufgebaut. Auf der Kostenseite haben wir die administrativen Prozesse verschlankt und uns in den operativen Geschäftsbereichen neu organisiert. Natürlich haben wir auch bei den Personalkosten angesetzt – mit Erfolg.
Die BLG hat in der Krise ihren Marktfokus geändert. Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Wenn wir in der Vergangenheit mit unseren Kapazitäten kaum hinterherkamen, den Ansturm im Container- und Automobilumschlag zu bewältigen, so konzentrieren wir uns jetzt auf den Ausbau unserer Kontraktlogistik: Handels-, Automotive- und Industrielogistik. Dort gibt es auch die größten Wachstumspotenziale. Diese Märkte gehen wir jetzt noch stringenter an als zuvor.
Onnen: "Wir haben Chancen gesucht und gefunden."
In der ersten Phase ging ich immer noch davon aus, dass wir es mit einem "V" zu tun haben: deutlicher Abschwung, gefolgt von einem schnellen Aufschwung. Herr Schiffer mit seiner Containererfahrung schüttete demgegenüber schon länger Wasser in den Wein, was sich dann auch in der ganzen Brutalität so bewahrheitet hat. Die Anfang 2009 dramatisch eintretenden Rückgänge in den Häfen haben uns in dieser Heftigkeit schon überrascht. Krisen sind immer eine Aufforderung, darüber nachzudenken, was die Ursachen sind. Man muss deutlich unterscheiden zwischen einer konjunkturbedingten Krise, die sich irgendwann von selbst wieder auflöst, und einer Krise, die auch strukturelle Aspekte hat. Liegen strukturelle Gründe vor, wäre es falsch, nur mit Kostensenkungen und kurzfristigen Maßnahmen zu reagieren und langfristige Anpassungen zu vernachlässigen.
Schiffer: "Die Krise hatte ... Einfluss auf das Verhalten unserer Kunden."
Zunächst konjunkturbedingt. Dann haben wir aber erkennen müssen, dass es auch strukturelle Veränderungen gibt, und diese Prozesse sind auch noch nicht abgeschlossen.
Zunächst einmal ist sicher, dass die Globalisierung weitergeht. Die Krise hatte jedoch Einfluss auf das Verhalten unserer Kunden. Unsere Hauptkunden im Containergeschäft sind die großen Reedereien. Schaut man auf die Bilanzen der Top 10-Reedereien, so haben die in einem Jahr 20 Milliarden Euro verloren. Da kann man sich natürlich vorstellen, dass die Reeder alles getan haben, um ihre Situation zu verbessern. Beispielsweise beobachten wir, dass heute 8.000 TEU-Schiffe über die Ostsee nach Danzig fahren. Es geht dabei darum, Transshipmentkosten zu sparen, denn Schiffe sind derzeit oft billiger als zusätzliches Transshipment. Das liegt an dem Überangebot an Schiffen. Ob diese Veränderungen anhalten, wenn der Schiffsraum wieder
knapper wird, ist noch nicht abzusehen. Aber es wird Veränderungen auf der Kundenseite geben, an die wir uns anzupassen haben.
Wir haben deshalb entschieden, dass wir jetzt nicht einfach nur Cost-Cutting machen, Leute entlassen, uns einigeln, den Sturm über uns weggehen lassen und hoffen, dass hinterher wieder alles schön wird. Stattdessen haben wir eine klare Marktstrategie entwickelt. Wir müssen jetzt die Kostenführerschaft erreichen und wir wollen Marktanteile gewinnen. Die Situation bietet die Chance dazu. Natürlich müssen wir die Kosten beeinflussen. Die Abschreibungen und Zinsen auf die Termi-
nals und Kajen laufen, die kann man nicht einfach abschneiden. Winterschlaf für die Terminals war mit der Bundesregierung nicht zu machen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als unser Unternehmen anzupassen.
Bei dieser Anpassung haben wir besonders darauf geachtet, dass die Stammarbeitsplätze gesichert sind.
Was in der Presse zu lesen war, betraf nicht das BLG-Stammpersonal, sondern den Arbeitnehmer-Pool des Gesamthafenbetriebsvereins Bremen und Bremerhaven.
Mekelburg: "In der Perspektive werden wir wachsen, und dann brauchen wir unser hoch qualifiziertes Personal."
Hattig: "Man darf über Personalkosten nicht immer nur in kurzfristigen Kostenbelastungen nachdenken."
Da gibt es ein Grundproblem. Personalkosten werden immer sofort als Kosten betrachtet, die man kurzfristig verändern kann. Sicher muss man unter Kostenaspekten wettbewerbsfähig sein. Aber wir haben uns angewöhnt, Investitionen und Abschreibungen als selbstverständlich hinzunehmen – und sind gute Mitarbeiter nicht auch Investitionen? Man darf über Personalkosten nicht immer nur in kurzfristigen Kostenbelastungen nachdenken.
Kann man sich in der Krise das Festhalten am Stammpersonal leisten? Personalkosten lassen sich schneller anpassen als Investitionen in Sachanlagen, sobald diese einmal getätigt sind.
Ich sehe das zunächst einmal ganz nüchtern und betriebswirtschaftlich. Aber natürlich hat ein Unternehmer auch soziale Verpflichtungen, diese sind Teil des Ganzen.
In der Perspektive werden wir wachsen, und dann brauchen wir unser hoch qualifiziertes Personal. Darum haben wir alles daran gesetzt, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und sie während der Unterbeschäftigungszeiten für künftige Anforderungen zu qualifizieren. Wir haben die Kurzarbeit aktiv genutzt, um die Mitarbeiter an Bord zu halten. Wenn der Wachstumsmotor anspringt, können wir mit dem vorhandenen qualifizierten Personal sofort durchstarten.
Sie verfügen allesamt über langjährige Berufserfahrung. Gibt es irgendetwas, das Sie in dieser Krise dazugelernt haben?
Dass man Erfolgsgeschichten nicht immer nur persönlich begründen sollte und Misserfolg mit Konjunktur erklärt, das ist ja eine der Erkenntnisse eines langjährigen Führungslebens. Eine ganz wichtige Lehre ist: Man darf auf eine solche Krise nicht rein defensiv reagieren, sondern muss die strategischen Chancen und Herausforderungen im Auge behalten.
Die Krise in diesem Ausmaß war nicht vorherzusehen und die Maßnahmen, die wir bereits in guten Zeiten durch die Flexibilität unserer Mitarbeiter eingeführt haben, waren bei Weitem nicht ausreichend. Man muss also auch bei hohem Wachstum an die nächste Krise denken und im eigenen Unternehmen, aber auch mit den Kunden entsprechende Vereinbarungen schließen, die ein Überleben sichern. Dies haben wir getan. Aber wenn man sich das ganze Feld kritisch ansieht, hätte man dort noch wesentlich intensiver, insbesondere über Kostenstrukturen verhandeln können.
Die wirtschaftliche Situation der einzelnen Mitarbeiter wurde negativ beeinflusst, und das hat natürlich die Mitarbeiter belastet. Sicherlich führt das zu einer unterschiedlichen Betrachtungsweise zwischen Mitarbeitern und Management. Trotz allem sind die gesamten Maßnahmen schließlich gemeinsam getragen worden. Die BLG wird nach wie vor als guter Arbeitgeber gesehen. Es gibt keine gegenseitigen Vorwürfe, denn diese Krise ist weder durch die Managementleistung verursacht worden noch durch nicht leistungsfähige Mitarbeiter. Deshalb ist das Verhältnis auch nicht nachhaltig gestört.
Die Mitarbeiter mussten verstehen, dass es wichtig ist, auch in dieser Phase Gewinne zu machen. Es ging darum, unser umfangreiches Finanzierungsportfolio abzusichern – die Voraussetzung für unsere Weiterentwicklung. Wir müssen Ergebnisse in einer vernünftigen Größenordnung vorweisen, um am Kapitalmarkt attraktiv zu sein. Dafür brauchen wir
ein Vorsteuerergebnis von 40 Millionen Euro und das werden wir bald wieder erreichen.
beigetragen.
Die Beziehungen zu unseren Kunden sind in der Krise enger geworden. Die Probleme, die bei den Kunden insbesondere in der Automobilindustrie herrschen, haben uns dichter zusammengeführt. Man konnte gut erkennen, dass wir im gleichen Boot sitzen und nur so, nämlich gemeinsam, die Krise bewältigen können.
Unterm Strich muss man sagen, dass wir über viele Jahre ein langfristiges, gutes und freundschaftliches Verhältnis zu unseren Kunden entwickelt haben. Natürlich wurden die Gespräche schwieriger. Denken wir an die Reeder. Die hat es natürlich deutlich härter getroffen als uns, und sie erwarten einen erheblichen Beitrag. Je länger die Freundschaft, desto höher ist auch die Erwartung, dass man auf der Preisseite etwas macht. Das ist natürlich ein schwieriger Spagat: Die Freundschaft bewahren und unser Unternehmen auf Kurs zu halten.
Zurzeit laufen wenig Importe aus Fernost über die Häfen und davon ist Bremerhaven betroffen. Im letzten Jahr hatten wir aufgrund der Umweltprämie beim Import gute Mengen. Dieser Markt ist zurzeit in Westeuropa gesättigt. Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr der Import wieder anziehen wird und damit auch unser Technikbereich wieder eine bessere Auslastung findet. Die chinesischen Autobauer machen sich auf den Weg nach Europa und haben speziell Osteuropa im Auge. Darauf haben wir unsere Investitionen bereits ausgerichtet.
Kuhr: "Osteuropa ist ein Zukunftsmarkt vor unserer Haustür."
Osteuropa ist ein Zukunftsmarkt vor unserer Haustür. Klar ist aber auch, dass dieser Markt stärker weggebrochen ist als in Westeuropa, aber er wird in kurzer Zeit wieder anspringen und Wachstum im zweistelligen Bereich ist zu erwarten. Daher investieren wir heute in diesen Markt, insbesondere im Automobilbereich, um beim Anziehen der Konjunktur als einer der großen Logistiker dabei zu sein.
Das sehe ich gegenwärtig nicht. Ich habe 2009 noch einmal neu mit den Banken verhandelt. Wir sind so ausgestattet, dass wir unsere Verpflichtungen gegenüber den Kapitalgebern voll erfüllen können. Auch unsere geplanten Investitionen sind finanziell abgesichert.
Herr Senator Hattig hat es vorhin auf den Punkt gebracht: Sie unterliegen dem Zwang, einerseits Kosten zu sparen und andererseits das Unternehmen gleichzeitig auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten. Wie bekommen Sie das unter einen Hut, Herr Aden?
Das bekommt man in einem gut ausgerichteten Unternehmen sogar aus eigener Hand unter einen Hut. Wir haben das Programm BLG 2010 mit dem Kostensenkungspotenzial von 30 Millionen Euro aus eigener Kraft geschafft und nicht mit Unternehmensberatern. Darauf sind wir stolz.
Gleichzeitig muss man seine Verkäufer motivieren, verstärkt in den Markt zu gehen. Dafür mussten wir natürlich die Voraussetzungen schaffen. Wir haben bewusst in vertriebsorientierte Personalkapazität investiert und das ist der richtige Weg.
Das war eine konzertierte Aktion. Die Führungskräfte haben, als wir Kurzarbeit in einzelnen Bereichen einführen mussten, auf fünf Prozent ihres festen Monatsgehalts verzichtet, ebenso die Vorstände. Das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ergebnis des Jahres 2009 führt über die variablen Bestandteile zu einem zwischen 30 bis 50 Prozent niedrigeren Einkommen.
Man kann sich als Führungskraft nicht hinsetzen und sagen, mich trifft das nicht. Das geht nicht.
Aden: "Wir haben das Programm BLG 2010 mit dem Kostensenkungspotenzial von 30 Millionen Euro aus eigener Kraft geschafft ... "
Wir haben darüber hinaus einiges an unseren Strukturen getan. Um schneller zu entscheiden und um präsenter am Markt zu sein, haben wir die Entscheidungswege im Unternehmen erheblich verkürzt.
Auch ein wichtiger Punkt. Wir waren vorher auf starkes Wachstum ausgelegt und waren auf dem Weg der Dezentralisierung der Geschäftsfelder. Jetzt sind wir am Markt voll dezentralisiert, aber nach innen, dort wo der Kunde es nicht spürt, haben wir uns sehr stark verschlankt und damit auch erhebliche Effekte erzielt.
Die BLG steht mehrheitlich im öffentlichen Eigentum. Mussten Sie aufgrund dessen anders handeln als Manager eines Unternehmens im Privatbesitz?
Der Eigentümer ist eine politische Instanz, aber er denkt nicht daran, die Substanz der Unternehmensführung politisch zu beeinflussen. Er weiß, die BLG muss sich im Markt beweisen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, auch für den Eigentümer.
Obwohl die BLG im Staatsbesitz ist, wird sie unternehmerisch geführt, und sie ist marktorientiert. Publicly owned, privately managed, das ist das Gefüge, mit dem wir weltweit auf Interesse stoßen. Wir sind inzwischen ein Beispiel für viele öffentliche Unternehmen, die in eine Teilprivatisierung gehen.
Schauen wir auf das Positive. Gibt es Geschäftsfelder, die von der Krise nicht beeinflusst wurden oder sogar noch gewachsen sind?
Ja, die Kontraktlogistik für Handelsund Industriekunden hat sich gut entwickelt. Hier konnten wir Neukunden gewinnen oder das Geschäft mit Bestandskunden ausweiten.
Kuhr: "Es entstehen ... neue Potenziale."
Der Handel konnte sich im Jahr 2009 noch sehr gut behaupten, hat aber frühzeitig begonnen, die Kostenstrukturen zu hinterfragen, und dabei erkannt, dass effektivere Logistik in Zukunft überlebenswichtig sein wird. In dieser Situation denken viele Handelsunternehmen über das Outsourcing ihrer Logistik nach und wir beraten sie dabei. Es entstehen also neue Potenziale.
Wir verhandeln verstärkt mit vorhandenen Kunden über weitere Dienstleistungen. Da sind wir beispielsweise mit Tchibo auf einem sehr guten Weg. Wir haben Griesson – de Beukelaer als einen weiteren Handelskunden gewonnen. Und wir sind gerade in den Endstufen von einer Vielzahl von Ausschreibungen in der Automotive- und Handelslogistik, aber auch in der Industrielogistik, von denen wir wirkliche Sprünge erwarten.
Wir haben gut ein Drittel im Containergeschäft, bezogen auf unseren Anteil von 50 Prozent am Joint Venture Eurogate. Wir haben ebenfalls gut ein Drittel im Geschäftsbereich Automobile und ein knappes Drittel in der Kontraktlogistik. Davon entfällt etwa ein Drittel auf den Handel.
Wir werden unser Geschäftsvolumen in der Handelslogistik in den nächsten drei Jahren verdoppeln. Das ist ein klares unternehmerisches Ziel.
Lassen Sie mich ein paar Fragen zu den Seehäfen stellen. Die globale Krise hat die Seehäfen zweifelsohne besonders hart erwischt. Wann hat dieser Effekt eingesetzt? Wann haben Sie gemerkt, dass hier etwas absolut aus dem Ruder läuft?
Das ist unterschiedlich, je nach Fahrtgebiet. Es gab schon vor der Krise in der Nordatlantikfahrt Schwierigkeiten. Der Export und Import mit den USA ging zurück. Auch aus Richtung Asien konnte man sehen, dass die Auslastung der Schiffe geringer wurde. Als nach der Lehman-Pleite aus der Finanz- eine Wirtschaftskrise wurde, ist es dann sehr schnell gegangen. Warnhinweise gab es aber schon vorher.
Schiffer: "Es gab schon vor der Krise in der Nordatlantikfahrt Schwierigkeiten."
Was hat das Jahr 2009 ganz konkret für die Terminalaktivitäten der BLG-Gruppe bedeutet?
Man darf das Jahr 2009 nicht isoliert sehen. 2008 haben wir in Bremerhaven einen Zuwachs von 12 Prozent gehabt. Dann haben wir 2009 einen Verlust von 20 Prozent gehabt, und wir sind jetzt wieder auf dem aufsteigenden Ast. Das war zwar ein drastischer Rückgang, der aber schon wieder auf dem Weg der Heilung ist. In Hamburg ist es ein bisschen anders verlaufen, weil wir dort mehr von Fernost abhängig sind. Dadurch hat der Rückgang etwas später eingesetzt. In Hamburg hatten wir im Jahr
2008 ein gerade ausgeglichenes Ergebnis gehabt, im Jahr 2009 dann 20 Prozent Reduzierung, und im Jahr 2010 werden wir wieder auf einem positiven Wege sein.
Man muss differenzieren. In Hamburg ist die Situation noch dadurch deutlich schwieriger, dass wir das Problem der noch nicht umgesetzten Elbvertiefung haben. Wir haben Kunden, die Hamburg mit großen Schiffen anlaufen, aber Feedercontainer über andere Häfen ziehen, weil sie aufgrund des Tiefgangs Hamburg nicht voll beladen anlaufen können. Wenn die Elbvertiefung da ist, verbessern sich die Chancen, in Hamburg wieder mehr zu machen. In Bremerhaven sieht es anders aus, weil dort das Tidenfenster wesentlich größer ist.
Wir gehen davon aus, dass die Lagerbestände nicht mehr so hoch sein werden wie in der Vergangenheit. Wir müssen aber auch andere Ablaufprozesse implementieren, um mit weniger Menge auf bessere Leistungen und damit auf bessere Ergebnisse zu kommen. Wir haben in der Kostenstruktur im Automobilbereich und im Autoteilebereich bereits reagiert und wir sehen insbesondere im Autoteilebereich – der asiatische Markt zieht stark an – schon einen Erfolg. Auf jeden Fall werden wir im Volumen und mit der neuen Kostenstruktur ein akzeptables Ergebnis erzielen können.
Nein. Wir haben gegenwärtig kein Beschäftigungsproblem für unsere Stammbelegschaften. Falls wir dies bekommen, haben wir die Möglichkeit, Alternativen in anderen Unternehmensteilen oder auch an anderen Standorten anzu-bieten. Wir halten an den Beschäftigungsgarantien fest.
Nein, das tun wir nicht, wir brauchen die Qualität, um unsere Ziele zu erreichen. Verbesserung geht nur mit qualifiziertem und geschultem Personal. Es wäre völlig falsch, hier zu sparen. Die Ausbildungskapazitäten haben wir immer auf dem sehr hohen Niveau der letzten Jahre gehalten und das wird so bleiben. Unsere feste Absicht ist auch, den Ausgelernten dann auch eine Perspektive im Unternehmen zu geben, sie zu integrieren und zu halten.
Im Containergeschäft geht es seit dem letzten Quartal 2009 wieder aufwärts, und in den ersten Monaten 2010 hat sich dieser Trend fortgesetzt. Unsere Einschätzung wurde sogar übertroffen – bisher jedenfalls. Wie es in einem halben Jahr sein wird, das wissen wir allerdings nicht. Es gibt dazu sehr unterschiedliche Aussagen. Einige der großen Reeder reden von zwei bis vier Prozent Wachstum für 2010, andere von zehn bis zwölf Prozent.
Im Moment haben wir schon wieder zweistellige Wachstumsraten im Automobilexport. Aber wir wissen noch nicht, ob das nachhaltig ist. Das Problem ist, dass Automobilexporte eine geringe Wertschöpfung haben. Die Autos fahren ganz schnell auf die Schiffe, lagern nicht und werden auch nicht technisch bearbeitet. Die Importe, die eine höhere Wertschöpfung haben, liegen völlig am Boden. Das ist ein Ergebnis der Abwrackprämie aus dem vergangenen Jahr. Im gesamten Geschäftsbereich Automobile werden wir in diesem Jahr wohl nicht wachsen.
Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik werden wir gegenüber 2009 um rund zehn Prozent wachsen.
In einer Krise wächst man nicht nur durch normales Wachstum, sondern über Marktanteilsgewinne. Deshalb brauchen wir optimale Kosten, sonst sind wir nicht attraktiv.
Wir stellen uns dem härteren Wettbewerb, aber nur zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen.
Wir betrachten 2010 auch aufgrund der Nachwirkungen nach wie vor als Restrukturierungsjahr, in dem uns unsere Doppelstrategie auf den Wachstumspfad zurückführt. Wir werden schwarze Zahlen schreiben und alles daransetzen, 2010 auf jeden Fall bessere Ergebnisse zu erzielen als im vergangenen Jahr.
Bremer Überseehafen, 1920
Das Leistungsportfolio der BLG LOGISTICS GROUP ist aus der Historie erwachsen und im Zuge der weltwirtschaftlichen Entwicklung immer wieder erweitert und ergänzt worden. Damit wurde das einst auf Bremen und Bremerhaven beschränkte Hafengeschäft erheblich ausgebaut. Seit 1998 entwickeln wir die Unternehmensgruppe zu einem internationalen Logistikdienstleister. Wir sind inzwischen in Europa, in Nord- und Südamerika, in Asien und Afrika präsent.
Im Februar 1877 gründen 65 Kaufleute die "Bremer Lagerhaus-Gesellschaft – Actiengesellschaft von 1877" (BLG). Sie wollten ihre weit über die Stadt verteilten Lager bündeln und am Wasser konzentrieren. Das geschieht zunächst im Sicherheitshafen, dem späteren Hohentorshafen.
Mit dieser ersten Leistungsbündelung in der deutschen Seehafengeschichte erlebt Bremen als Hafen- und Handelsstadt einen Aufschwung. Schnell werden neue Hafenkapazitäten benötigt. Schon 1888 ist der Freihafen I (Europahafen) fertig, damals das größte Hafenbecken der Welt. Der BLG wird komplett der Betrieb übertragen. Bald kommen der Freihafen II (Überseehafen) und die Getreideanlage hinzu. 1953 übernimmt die BLG auch die Freihäfen in Bremerhaven und in den 1960er Jahren den Neustädter Hafen in Bremen.
Mitte der 1960er Jahre kommen die ersten Container über den Atlantik nach Europa. Im Mai 1966 wird Bremen der erste deutsche Containerhafen. Der Container braucht Spezialgeräte und weiträumige Freiflächen. Des-halb wird ab 1968 der Containerterminal Bremerhaven gebaut. Bis heute ist das Terminal über mehrere Ausbaustufen auf knapp fünf Kilometer Länge gewachsen. Gemäß Guinnessbuch der Rekorde hat Bremerhaven die längste Stromkaje der Welt.
Getreideanlage, Bremen 1959
Beginn der Bauarbeiten am Containerterminal Bremerhaven,1968
Automobilverladung, Bremen 1959
Anfang der 1970er Jahre wird bei der BLG die elektronische Datenverarbeitung als Produktionsfaktor gesehen. So entsteht 1973 die Datenbank Bremische Häfen und das erste Hafeninformationssystem der Welt. Umschlagsunternehmen, Spediteure, Schiffsmakler, Ladungskontrolleure und Behörden schließen sich an. Die Grundlagen für die IT-Vernetzung sind gelegt.
Als Ende der 1970er Jahre die japanische Autoindustrie ihre Exportoffensive startet, ist die BLG von Anfang an dabei und beginnt mit dem Bau des Autoterminals Bremerhaven. Heute ist Bremerhaven mit über zwei Millionen Fahrzeugen in den bisherigen Spitzenjahren eine der größten Autodrehscheiben der Welt.
Mit ihrer Gründung und in den folgenden über 100 Jahren Unternehmensgeschichte beweist die BLG immer wieder, dass sie in allen wesentlichen Entwicklungen die Rolle des Vorreiters übernimmt. Diese innovative Kraft zeigt sich auch, als sich in den 1980er Jahren abzeichnet, dass Hafenumschlag und Lagerung allein wirtschaftlich nicht mehr ausreichen. Zur Stärkung der Wertschöpfung erweitert die BLG ihre Dienstleistungstiefe. In Bremen und Bremerhaven entstehen die ersten Logistikzentren für seehafenorientierte Leistungen.
In den 1990er Jahren kollabieren die Ostmärkte. Klassische Güterströme brechen zusammen, andere suchen sich neue Wege. Beides trifft das Kerngeschäft der BLG. Doch die BLG gewinnt nach ihrer Restrukturierung im Jahr 1997 mit einer globalen Strategie neue Stärke. Sie entwickelt sich zu einem internationalen, seehafenorientierten Logistikdienstleister.
Mit der Konzernbildung erfolgt auch die Namensgebung BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. In dieser Kommanditgesellschaft ist die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877– Komplementär und Geschäftsführer. Kommanditist ist die Stadtgemeinde Bremen.
Die BLG LOGISTICS GROUP arbeitet heute in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, mit der Ausweitung der Dienstleistungstiefe und der geografischen Reichweite ist aus dem einst lokalen Hafenunternehmen eine international agierende Logistikgruppe mit komplexen Netzwerken geworden.
Die BLG-Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER agieren zwar in jeweils spezifischen Märkten, ergänzen sich aber auch in etlichen Geschäftsfeldern oder realisieren als Verbundleistung vollstufige Logistikketten.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE entwickelt die Logistik für Fertigfahrzeuge – im Wesentlichen die weltweite Distribution von den Herstellern bis zu den Händlern in den Bestimmungsländern. Mit einem Volumen
Autotransporter am Autoterminal Bremerhaven
Technikzentrum BLG AutoTec, Bremerhaven
von 4,7 Millionen Fahrzeugen (2008: 5,7 Mio.) hat dieser Geschäftsbereich 2009 seine Position als führender Automobillogistiker Europas behauptet.
Die Standbeine sind Terminals an der See, an großen Flüssen und im Hinterland. Das Terminalnetzwerk wird ergänzt durch Transporte per Straße, Schiene und Wasser sowie durch hohe technische Kompetenz in eigenen Technikzentren. Dort wird die PDI (Pre-Delivery-Inspection) durch den Einbau von Sonderausstattungen wie DVD-Anlagen, Handys, Navigationssystemen und Glasdächern ergänzt. Aber auch Sonderlackierungen oder die Umrüstung von Sonderserien gehören zum Leistungsprofil. Für den Lückenschluss zwischen Seehafen und über 7.000 Händlern sorgt eine moderne Lkw-Flotte mit 530 Autotransportern.
Autoterminal Bremerhaven
Aktuell wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Insgesamt ist der Kauf von 1.275 Spezialwaggons in den kommenden Jahren vorgesehen, sodass 75 Ganzzüge verfügbar sind. Die BLG AutoRail entwickelt sich seit ihrem Markteintritt im Herbst 2008 erfolgreich. In diesem Jahr soll sich das Transportvolumen auf etwa 200.000 Fahrzeuge verdoppeln.
Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Sieben Binnenschiffe sind dort für den Autotransport im Einsatz.
Autotransporte auf Rhein und Donau
Die Donauverbindung ist Teil der Osteuropastrategie der BLG, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern auch die Länder in Westeuropa. Dabei spielt das Autoterminal Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den west-europäischen Ländern.
Erfolgreich auf der Schiene – BLG AutoRail
Auch im Osten ist die BLG mit ihren logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei, in Tschechien und Slowenien. Zudem werden Autoterminals in Polen, in der Ukraine und in Russland betrieben. Ein Autoterminal am Schwarzen Meer ist geplant.
2009 wurden auf den Seeterminals insgesamt 2,1 Millionen Fahrzeuge (2008: 3,2 Mio.) umgeschlagen oder technisch bearbeitet. Im Geschäftsfeld Forwarding ging das Volumen um 9,9 Prozent auf 0,5 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Inlandterminals wuchsen 2009 dagegen um 12,6 Prozent auf 0,6 Millionen Fahrzeuge. Das gilt auch für die Fahrzeugtransporte, die 2009 um 10,3 Prozent auf 1,2 Millionen Einheiten zunahmen. Einen deutlichen Zuwachs um 25,2 Prozent verzeichnete das Geschäftsfeld Outbound Logistics mit 0,3 Millionen Fahrzeugen.
Der Geschäftsbereich realisiert komplexe individuelle Logistiklösungen für Kunden aus Industrie und Handel. Die Leistungsschwerpunkte sind die Königsdisziplin Automotive (Autoteilelogistik) sowie Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik, die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen sowie der BLG Coldstore am Containerterminal Bremerhaven. Als neues Geschäftsfeld werden gegenwärtig durchgängige Logistikprozesse für die Offshore-Windenergie entwickelt.
Logistik für die Offshore-Windenergie-Industrie
Autoteilelogistik für Kfz-Hersteller
In der Kontraktlogistik lassen sich nicht alle Dienstleistungen in einem festen Standortnetzwerk konzentrieren. Deshalb investiert der Geschäftsbereich CONTRACT dort, wo die Kunden die Leistungen benötigen. So arbeiten inzwischen Logistikzentren und Spezialanlagen an über 30 Standorten in Europa und in Übersee für renommierte Kunden wie Mercedes, MAN, VW, Siemens, Konica Minolta, Ikea oder Griesson – de Beukelaer.
Beispiel Automotive: Beschaffung, Produktion und Absatz in weltweiten Kategorien sind in der globalisierten Automobilindustrie heute Realität. Automotive-Logistik integriert die Teilefertigung der Hersteller und zahlreicher Zulieferer in Systemdienstleistungen, um die Montagelinien der Hersteller im In- und Ausland zuverlässig zu versorgen. Die Hersteller verlagern auch Produktionsschritte auf ihre Logistiker.
Dazu gehören die Aushärtung geklebter Karosserieteile, die Konservierung von Rohbauteilen und die Vormontage von Systemkomponenten. Automotive-Logistik agiert damit als "verlängerte Werkbank" der Automobilindustrie.
Beispiel Industrie- und Produktionslogistik: Dabei geht es insbesondere um die Optimierung der Produktionsabläufe und Materialflüsse in den Werken der Kunden. Dazu gehört auch die Übernahme von Personal, Anlagen und Geräten. Diese Formen der Werkslogistik leistet der Geschäftsbereich für Kunden aus Automobilindustrie und Telekommunikation sowie beim Bau von Eisenbahnen.
Beispiel Handels- und Distributionslogistik: Zentral über Emmerich werden der gesamte europäische Markt und Teile Afrikas mit Bürogeräten von Konica Minolta versorgt. Die Basisgeräte werden im European Distribution Center der BLG nach individuellen Kundenbestellungen konfiguriert, länderspezifisch mit Zubehör sowie Gebrauchsanweisungen bestückt und direkt auf den Weg zum Kunden gebracht.
Unter dem Motto "Jede Woche eine neue Welt" lässt Tchibo über 50.000 Verkaufsstellen in Deutschland und Europa mit Bedarfsartikeln versorgen – zentral über das Hochregallager der BLG in Bremen. Und auch Ikea nutzt die Kompetenz der BLG zur Bestückung seiner Verkaufsstellen in Deutschland und England.
Handelslogistik für Tchibo im Hochregalllager Bremen
Ein weiteres Beispiel für die Handels- und Distributionslogistik ist Griesson – de Beukelaer, einer der führenden europäischen Gebäckhersteller. Der Start erfolgte im Oktober 2008 mit der Übernahme des Distributionszentrums Koblenz und des Werkslagers. Anfang 2009 folgte die Übernahme der gesamten operativen Logistik an den Standorten Polch, Kahla, Ravensburg und Wurzen.
Distributionslogistik für Griesson – de Beukelaer
Die Seehafenlogistik für konventionelles Stückgut hat ihren Schwerpunkt in Bremen. Dabei geht es um individuelle Logistik für Projektladungen, Verkehrssysteme, Stahlprodukte, Maschinen und Anlagen sowie für Forstprodukte. Am Containerterminal Bremerhaven bietet der BLG COLDSTORE komplette Logistiklösungen für Kühl- und Tiefkühlgüter an.
Im BLG-Geschäftsbereich CONTAINER ist das Joint Venture EUROGATE Marktführer in Europa. Die Position basiert auf dem gesamteuropäischen Terminalkonzept und dessen Ergänzung um verbundene Dienstleistungen rund um den Containerverkehr. Zum Netzwerk gehören Transporte per Schiene, Straße und Wasser sowie Logistikleistungen für containerisierte Güter.
Das Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Lissabon, Gioia Tauro, La Spezia, Ravenna, Salerno, Livorno, Cagliari und Tanger. Demnächst kommen der Jade-WeserPort in Wilhelmshaven und eine Betreiberpartnerschaft am neuen Terminal im russi-
Van Carrier-Inspektion in Bremerhaven
schen Ust-Luga hinzu. 2009 wurden 12,5 Millionen TEU (2008: 14,2 Mio.) im Terminalnetzwerk umgeschlagen. Die stärksten Standorte sind Bremerhaven, Hamburg und Gioia Tauro.
Containerterminal Hamburg
Ausleger einer Containerbrücke
Containerterminal Bremerhaven
Um die Leistungspotenziale der Terminals in Bremerhaven und Hamburg für die Reeder optimal zu erschließen, ist die Anpassung des Fahrwassers in Weser und Elbe beantragt. Die großen Seehäfen müssen von allen heute in Fahrt befindlichen Containerschiffen unabhängig von der Tide erreichbar sein. Fahrwasserbeschränkungen sind beim JadeWeserPort in Wilhelmshaven nicht gegeben. Die vorhandene Tiefe von 18 Metern unter SKN (Seekartennull) bietet auch den größten Containerschiffen optimale Voraussetzungen.
JadeWeserPort Wilhelmshaven in Bau
der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
| Vorstand und Aufsichtsrat | 29 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats | 32 |
| Beirat | 36 |
| Corporate Governance-Bericht | 37 |
| BLG am Kapitalmarkt | 47 |
| Jahresabschluss und Lagebericht | 49 |
| . | . . |
1.11111111111111111111111111111111111 . |
|
|---|---|---|---|
Die duale Unternehmensverfassung in Deutschland sieht bei Aktiengesellschaften zwei Führungsorgane mit klar getrennten Funktionen vor: Der Vorstand leitet eigenverantwortlich das Unternehmen, während dem Aufsichtsrat die Überwachung und Beratung des Vorstands obliegen.
Im Folgenden erfahren Sie mehr über die personelle Besetzung der beiden Organe bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, über die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie über die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse.
| Vorstand | ||
|---|---|---|
| Name Name |
Ort | Funktion / Ressorts | Mandate* |
|---|---|---|---|
| Detthold Aden geboren 1948 bestellt bis 2013 |
Bremen | Vorsitzender Führungskräfte Kommunikation |
EUROGATE Geschäftsführungs GmbH & Co. KGaA, Bremen, Vorsitzender |
| Verkehrspolitik Konzernstrategie Gesellschafter |
OAS Aktiengesellschaft, Bremen, Vorsitzender |
||
| belange | MAI Mosolf Automotive International AG, Heilbronn |
||
| HOCHTIEF Concessions AG, Essen (seit 13. Oktober 2009) |
|||
| Manfred Kuhr geboren 1949 bestellt bis 2011 |
Beverstedt | Stellvertr. Vorsitzender Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT |
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| Hartmut Mekelburg geboren 1952 bestellt bis 2015 |
Bremen | Arbeitssicherheit / Umweltschutz Personal Revision |
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien |
| Hillert Onnen geboren 1948 bestellt bis 2011 |
Langen-Imsum | Finanzen Controlling Bilanzen / Steuern Investor Relations IT Einkauf Recht |
dbh Logistics IT AG, Bremen EUROGATE Geschäftsführungs GmbH & Co. KGaA, Bremen |
| Emanuel Schiffer geboren 1951 bestellt bis 2014 |
Bremerhaven | Geschäftsbereich CONTAINER |
EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven |
| EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg |
* Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten.
Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht nach der Satzung aus sechzehn Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach
| Name | Ort | Funktion / Beruf |
|---|---|---|
| Josef Hattig | Bremen | Vorsitzender Senator a. D., Rechtsanwalt |
| Erhard Ott (seit 02. März 2009) |
Berlin | Stellvertretender Vorsitzender (seit 17. März 2009) Mitglied des Bundesvorstandes ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft |
| Uwe Beckmeyer | Bremerhaven | Senator a. D. Mitglied des Deutschen Bundestages |
| Harald Bethge | Bremen | Fachbereichsleitung ver.di Vereinte Dienstleistungs gewerkschaft, Landesbezirk Bremen-Niedersachsen |
| Karl-Heinz Dammann (seit 01. Juli 2009) |
Langen | Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG (seit 05. Juni 2009) |
| Hans Driemel (bis 30. Juni 2009) |
Langen | Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG (bis 04. Juni 2009) |
| Dr. Stephan-Andreas Kaulvers | Hatten | Vorsitzender des Vorstandes Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – |
| Wolfgang Lemke | Langen | Vorsitzender des Konzernbetriebsrates BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
| Karoline Linnert | Bremen | Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen Freie Hansestadt Bremen |
| Ralf Nagel (bis 30. April 2010) |
Hamburg | Senator a. D. Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) |
| Jürgen Oltmann | Bremen | ehemals Vorsitzender des Vorstandes Finanzholding der Sparkasse in Bremen sowie von Die Sparkasse in Bremen AG (bis 31. Januar 2009) |
| Jürgen Rolappe | Bremen | Mitglied des Betriebsrates Bremen BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG (bis 16. März 2010) |
| Frank Schäfer | Hamburg | Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG |
| Gerrit Schützenmeister | Bremerhaven | Mitglied des Betriebsrates BLG AutoTec GmbH & Co. KG |
| Jörg Schulz | Bremerhaven | Oberbürgermeister Stadt Bremerhaven |
| Dieter Schumacher | Bremen | Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
| Dr. Patrick Wendisch | Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter Lampe & Schwartze KG |
*Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes vom 4. Mai 1976 (MitbestG) gewählt werden.
| Ausschüsse | ||||
|---|---|---|---|---|
| Prüfungs ausschuss |
Personal ausschuss |
Ausschuss nach § 27 (3) MitbestG |
Mandate* | |
| Vorsitzender |
Vorsitzender |
BAUKING AG, Hannover, Stellvertretender Vorsitzender EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
||
| | | E.ON AG, Düsseldorf E.ON Energie AG, München |
||
| keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||||
| | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (seit 13. Oktober 2009) |
|||
| EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH. Bremerhaven |
||||
| bis 30.06.2009 |
bis 30.06.2009 |
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (bis 30. Juni 2009) |
||
| Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – | | | EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt/Main Norddeutsche Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg |
|
| | | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||
| | Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen |
|||
| Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) | | | swb AG, Bremen | |
| | OAS Aktiengesellschaft, Bremen NRS Norddeutsche Retail-Services AG, Bremen und Hamburg (bis 02. April 2009) Bremer Tageszeitungen AG, Bremen (bis 03. Dezember 2009) |
|||
| | | | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | |
| | ab 17.09.2009 |
ab 17.09.2009 |
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | |
| keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||||
| | | keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||
| keine Mitgliedschaft in anderen Gremien | ||||
| Vorsitzender |
Inbev Germany Holding GmbH, Bremen OAS Aktiengesellschaft, Bremen |
*Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. So war der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt.
Wenn für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichts- -rats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzun-
Josef Hattig, Vorsitzender des Aufsichtsrats
gen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für den Konzern war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage und die Entwicklungsperspektiven des Konzerns, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.
Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2009 zu fünf Sitzungen zusammen. Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 93 Prozent. Ein Aufsichtsratsmitglied hat gesundheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2009 durchschnittlich bei 89 Prozent. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Besonderes Augenmerk galt vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise der aktuellen Ertragslage einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung, ferner der Weiterentwicklung der drei Geschäftsbereiche, der Umsetzung des Vorhabens JadeWeserPort und der Osteuropastrategie der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 17. Dezember 2009 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung besprochen. Des Weiteren wurde die vom Vorstand verfolgte Doppelstrategie, weiteres Marktwachstum bei gleichzeitiger Kostenreduzierung (Projekt "BLG 2010"), eingehend erörtert.
Im Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gab es seit dem 01. Januar 2009 folgende Veränderungen: Durch gerichtlichen Beschluss wurde Herr Erhard Ott am 2. März 2009 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Der Aufsichtsrat hat Herrn Ott in seiner Sitzung am 17. März 2009 zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Herr Hans Driemel hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 30. Juni 2009 niedergelegt. Herr Karl-Heinz Dammann ist daraufhin nachgerückt. Herr Ralf Nagel hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 30. April 2010 niedergelegt. An seine Stelle soll Herr Martin Günthner treten. Das entsprechende Verfahren ist eingeleitet. Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre engagierte, konstruktive Mitarbeit und für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet. Als Ergebnis seiner jährlichen Effizienzprüfung hat der Aufsichtsrat sich in seiner Sitzung am 19. März 2010 neu organisiert und sich mit Wirkung zum 1. April 2010 eine neue Geschäftsordnung gegeben. In diesem Zusammenhang wurde der Prüfungsausschuss etabliert, der unter anderem die Aufgaben des bisherigen Bilanzausschusses übernommen hat. Für den Prüfungsausschuss wurde ebenfalls zum 1. April 2010 eine Geschäftsordnung geschaffen. Die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse enthält die Aufstellung auf Seite 30 f. Zur Beschreibung der Zuständigkeit der Ausschüsse, die ebenfalls Teil des Berichts des Aufsichtsrats ist, siehe Corporate Governance-Bericht auf Seite 40 f. des Geschäftsberichtes.
Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste zu keiner Sitzung zusammentreten.
Der Personalausschuss trat am 17. März 2009 und 17. Dezember 2009 zusammen. Behandelt wurden im Wesentlichen Fragen der Vorstandsvergütung. In der Sitzung am 17. Dezember 2009 hatte der Personalausschuss über die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Hartmut Mekelburg ab dem 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2015 zu befinden und unterbreitete dem Plenum entsprechende Beschlussempfehlungen.
Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen, am 17. April 2009 und am 11. Dezember 2009, zusammen. Er hat sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns befasst. Dazu zählen auch die neuesten Änderungen der IFRS
beziehungsweise des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und deren Auswirkungen auf den Konzern beziehungsweise auf die Gesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit war die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Aspekte der Compliance. Besonderes Augenmerk galt der Unternehmensplanung, der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung unter Berücksichtigung der Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konzern.
Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Aus den Sitzungen der Ausschüsse wurde im Plenum berichtet.
Der Aufsichtsrat hat sich ebenfalls mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 berücksichtigt. Am 17. Dezember 2009 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat hierzu die 8. Entsprechenserklärung gem. § 161 Aktiengesetz abgegeben, die durch Wiedergabe auf der Homepage unter www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden ist.
Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, geprüft und grundsätzlich mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde im Hinblick auf den Eigenkapitalausweis nach dem 2008 neu gefassten Standard IAS 32 mit einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des neuen IAS 32 zu vermeiden, welche die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals insbesondere von Minderheitenanteilen als Eigenkapital nicht deckungsgleich abbildet, wurde der IAS 32 in der bisher geltenden Fassung angewendet. Weitere Details ergeben sich aus dem Bestätigungsvermerk auf Seite 176 und insbesondere aus den Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang auf den Seiten 142 ff.
Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.
Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des BLG-Konzerns ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.
Der Aufsichtsrat spricht den Vorständen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BLG-Konzerns Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.
Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.
| Name Name |
Beruf / Funktion |
|---|---|
| Josef Hattig | Vorsitzender Senator a. D. Rechtsanwalt |
| Dr. Norbert Bensel | Gründungsrektor der Hochschule für Internationale Wirtschaft und Logistik (HIWL) Bremen |
| Jens Böhrnsen | Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen |
| Dr. Dieter Flechsenberger | Geschäftsführender Gesellschafter DVV Media Group GmbH |
| Dr. Ottmar Gast | Sprecher der Geschäftsführung Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG |
| Prof. Dr. Bernd Gottschalk | Geschäftsführer AutoValue GmbH |
| Dr. Hans-Jörg Grundmann (seit 01.03.2010) |
Chief Executive Officer Mobility Division der Siemens AG |
| Hans-Jörg Hager | Präsident des Unternehmer-Colloquiums Spedition (UCS) |
| Dr. Heinrich Hiesinger (bis 12.03.2010) |
Mitglied des Vorstandes Siemens AG |
| Michael Kubenz | Geschäftsführender Gesellschafter Kube & Kubenz Unternehmensgruppe Vizepräsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) |
| Volker Lange | Senator a. D. Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. |
| Dr. Bernd Malmström | Rechtsanwalt |
| Dr. Karl-Friedrich Rausch | Vorstand für Transport und Logistik DB Mobility Logistics AG |
| Jürgen Roggemann | Geschäftsführender Gesellschafter Enno Roggemann GmbH & Co. KG |
| Dr. Karl Sommer | Bereichsleiter Logistik, Gestaltung und Betrieb, Versorgungsnetzwerk (ML) der BMW AG |
| Prof. Dr. Frank Straube | Technische Universität Berlin, Geschäftsführender Direktor Bereich Logistik |
| Dr. h.c. Klaus Wedemeier | Bürgermeister a. D. Vorsitzender des Vorstands Wirtschaftsverband Weser e.V. |
| Hans-Heinrich Weingarten | Ehemals Executive Vice President Mercedes Car Group – Produktion der Daimler AG |
| Prof. Dr. Joachim Zentes | Universität des Saarlandes, Institut für Handel und Internationales Marketing |
| Thomas Zernechel | Leiter Konzernlogistik Volkswagen AG |
Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontrollund Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Führung des Unternehmens.
Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungsund Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 17. Dezember 2009 die 8. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.blg.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.
"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen mit nachfolgenden Ausnahmen während des Erklärungszeitraums entsprechen:
"Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z. B. Internet) ermöglichen."
Weit über 85 Prozent unserer Aktionäre besuchen die jährliche Hauptversammlung. Der zu erwartende Nutzen bzw. die Annahme dieser Medien durch die Aktionäre stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den Kosten. Derzeit wird von der Nutzung weiterer Kommunikationsmedien Abstand genommen.
"Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst."
Die Befugnisse eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) hat der Aufsichtsrat dem Bilanzausschuss des Aufsichtsrates übertragen.
"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt."
Die Befugnisse des Nominierungsausschusses hat der Aufsichtsrat dem Personalausschuss übertragen.
"Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein."
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– kann momentan nicht alle empfohlenen Fristen einhalten. Mittelfristig ist die vollständige Verfolgung dieser Empfehlung jedoch geplant. Der Konzernabschluss wird innerhalb von vier Monaten nach Geschäftsjahresende veröffentlicht."
Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beabsichtigen am 20. April 2010 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abzugeben.
Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des konzerneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Ethics).
Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.
Der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist durch das deutsche Gesellschaftsrecht ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Er besteht aus fünf Mitgliedern und ist im Unternehmensinteresse sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind auf Seite 29 f. aufgeführt.
Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Beschluss grundsätzlich mit Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften monatlich, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements und stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab. Für bestimmte, in der Satzung der BLG festgelegte Geschäfte muss der Vorstand vor deren Abschluss die Zustimmung des Aufsichtsrates einholen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen sowie die Emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten.
Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 AktG. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 AktG sowie § 15 der Satzung maßgeblich.
Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden.
Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern und ist nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes und der Satzung gebildet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern gewählten Vertretern. Nach dem Ausscheiden von Hans Driemel als Aufsichtsratsmitglied am 30. Juni 2009 ist Karl-Heinz Dammann in den Aufsichtsrat nachgerückt. Zum 30. April 2010 wird Herr Ralf Nagel sein Mandat niederlegen. Ehemalige Vorstandsmitglieder der BREMER LAGERHAUSGESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2013.
Neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz zwingend zu bildenden Ausschuss hat der Aufsichtsrat einen Bilanzausschuss sowie einen Personalausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind auf Seite 30 f. aufgeführt.
Als Ergebnis seiner jährlichen Effizienzprüfung hat der Aufsichtsrat sich in seiner Sitzung am 19. März 2010 neu organisiert und sich mit Wirkung zum 01. April 2010 eine neue Geschäftsordnung gegeben. In diesem Zusammenhang wird zum 01. April 2010 der Prüfungsausschuss etabliert, der unter anderem die Aufgaben des bisherigen Bilanzausschusses übernimmt. Für den Prüfungsausschuss wurde ebenfalls eine Geschäftsordnung geschaffen.
Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Bilanzausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zwei Mal im Jahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Prüfung des Rechnungslegungsprozesses sowie Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens sowie die Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, Lage- und Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts der Gesellschaft erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Ausschuss bereitet die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung gewählten
Abschlussprüfer vor, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest. Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers.
Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählt des Weiteren die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung.
Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem des Unternehmens sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Prüfungsausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.
Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und sieben weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsratsplenums vor, das über Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern entscheidet. Der Personalausschuss beschließt anstelle des Plenums über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands. Zudem berät er über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand.
Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.
Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Ausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichstratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.
Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. Jede Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gewährt eine Stimme. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderstimmrechte bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien, deren Übertragung der Zustimmung der Gesellschaft bedarf. Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital 3 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen; Einzelheiten dazu finden sich im auf der Folgeseite.
Jeder im Aktienregister eingetragene Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstandes der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.
Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien.
Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nicht bekannt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.
Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeiter Aktien der Gesellschaft halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.
Wir verweisen hierzu auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 37 ff.
Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots wurden nicht vereinbart.
Die Gesellschaft hat für die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Derzeit sieht diese Versicherung einen angemessenen Selbstbehalt nicht vor.
In der Aufsichtsratssitzung vom 19. März 2010 wurde beschlossen, den für den Vorstand durch § 93 Abs. 3 AktG gesetzlich vorgeschriebenen beziehungsweise den für den Aufsichtsrat vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Selbstbehalt ab 1. Juli 2010 einzuführen.
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen. Dies gilt dann, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahe stehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von EUR 5.000,00 erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen.
Im Rahmen ihrer Meldepflichten haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie den Organen nahe stehende Personen im Geschäftsjahr 2009 keinen Erwerb von Aktien sowie keine Veräußerung von Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mitgeteilt.
Der Aktienbesitz der Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder insgesamt beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Die Rechnungslegung des Jahresabschlusses der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Rechnungslegung des Konzernabschlusses der Gesellschaft erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, wurde von der Hauptversammlung zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer der BLG für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Der Aufsichtsrat hat sich
vor der Beauftragung vergewissert, dass die bestehenden Beziehungen zwischen Prüfer und Gesellschaft oder ihren Organen keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Prüfers begründen.
Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts bzw. Konzernlageberichts.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder legt der Aufsichtsrat bzw. sein Personalausschuss fest, der vom Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet wird. Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und der globalen Ausrichtung des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens. Im laufenden Jahr wird das System der Vorstandsvergütung dem im August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepasst und die Vorstandsverträge, unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten, einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf dieses System umgestellt.
Es ist beabsichtigt, das neue System gemäß § 120 Abs. 4 AktG im Juni 2011 der Hauptversammlung zur Billigung vorzulegen.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die bis 31. Dezember 2009 geltende Vergütungssystematik:
Neben dem jährlichen Festgehalt sehen die Verträge eine vom Ergebnis des Konzerns vor Steuern abhängige variable Vergütung vor, die auf maximal 3,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern (EBT) begrenzt ist. Daraus erhalten die Vorstandsmitglieder Tantiemen des Vier- bis Siebenfachen eines Monatsgehalts. Der Aufsichtsrat kann den Vorstandsmitgliedern im Bereich des oben genannten Gesamtrahmens einen weiteren individuellen Bonus gewähren. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung
eines Dienstwagens oder Zuschüsse zur Rentenversicherung vor. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften Vergütungen. Diese Vergütungen sind im Grundgehalt enthalten.
Die Mitglieder des Vorstands erhielten folgende Vergütung:
| Vergütung des Vorstands (in TEUR) |
2009 | 2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grund gehalt |
erfolgsab hängig 1) |
Gesamt | Grund gehalt |
erfolgsab hängig 1) |
Gesamt | |
| Detthold Aden | 418 | 223 | 641 | 408 | 667 | 1.075 |
| Manfred Kuhr | 357 | 106 | 463 | 350 | 404 | 754 |
| Hartmut Mekelburg | 253 | 82 | 335 | 254 | 410 | 664 |
| Hillert Onnen | 283 | 82 | 365 | 274 | 410 | 684 |
| Emanuel Schiffer | 388 | 220 | 608 | 376 | 450 | 826 |
| 1.699 | 713 | 2.412 | 1.662 | 2.341 | 4.003 |
1) Die ausgewiesenen erfolgsabhängigen Bezüge basieren auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.
Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen den BLG-Konzern bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Für die Pensionsverpflichtungen des BLG-Konzerns wurden Rückstellungen von TEUR 1.977 (Vorjahr: TEUR 1.621) gebildet.
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern liegen bei der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –.
Zum 31. Dezember 2009 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält EUR 5.000,00, der Vorsitzende das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Bilanzausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte des Betrages. Mitglieder des Bilanzausschusses und des Personalausschusses erhalten zusätzlich EUR 1.000,00 pro Jahr.
Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den Unternehmenserfolg bezogene variable Vergütung. Diese errechnet sich in Abhängigkeit vom Konzernergebnis (EBT) wie folgt: übersteigt das Konzernergebnis den Betrag von EUR 20 Mio., erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 0,2 Prozent des Konzernergebnisses. Von diesem Betrag erhält das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats 1/20. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 3/20, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Bilanzausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, 2/20 dieses Betrags.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung, gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.
| Vergütung des Aufsichtsrats | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Aus | |||||
| Fixe | Variable | schuss | Sitzungs | Sons | ||
| Bezüge | Bezüge1) | tätigkeit | geld | tiges2) | Gesamt | |
| Josef Hattig | 15 | 0 | 1 | 4 | 10 | 30 |
| Erhard Ott | 8 | 0 | 1 | 3 | 0 | 12 |
| Uwe Beckmeyer | 5 | 0 | 0 | 2 | 0 | 7 |
| Harald Bethge | 5 | 0 | 1 | 3 | 3 | 12 |
| Karl-Heinz Dammann | 3 | 0 | 0 | 1 | 0 | 4 |
| Hans Driemel | 2 | 0 | 1 | 1 | 5 | 9 |
| Dr. Stephan-Andreas Kaulvers | 5 | 0 | 1 | 4 | 0 | 10 |
| Wolfgang Lemke | 5 | 0 | 1 | 4 | 0 | 10 |
| Karoline Linnert | 5 | 0 | 1 | 4 | 9 | 19 |
| Ralf Nagel | 5 | 0 | 1 | 4 | 0 | 10 |
| Jürgen Oltmann | 5 | 0 | 1 | 3 | 0 | 9 |
| Jürgen Rolappe | 5 | 0 | 2 | 2 | 0 | 9 |
| Frank Schäfer | 5 | 0 | 1 | 4 | 10 | 20 |
| Gerrit Schützenmeister | 5 | 0 | 0 | 2 | 0 | 7 |
| Jörg Schulz | 5 | 0 | 1 | 4 | 0 | 10 |
| Dieter Schumacher | 5 | 0 | 0 | 2 | 0 | 7 |
| Dr. Patrick Wendisch | 10 | 0 | 1 | 4 | 0 | 15 |
| 98 | 0 | 14 | 51 | 37 | 200 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr wie folgt vergütet:
1) Die ausgewiesenen erfolgsabhängigen Bezüge basieren auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.
2) konzerninterne Aufsichtsratsmandate
Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 384, die mit TEUR 100 auf fixe und mit TEUR 167 auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 60, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 43 zur Gesamtsumme bei.
Zum 31. Dezember 2009 sind Mitgliedern des Aufsichtsrates wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.
Das Jahr 2009 war unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise von starken Kursschwankungen geprägt. Während der DAX bis Anfang März rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr verlor und mit 3.666 Punkten den Jahrestiefststand erreichte, setzte in den Folgemonaten eine deutliche Gegenbewegung ein. Am Jahresende erreichte der DAX einen Stand von 5.957 Punkten und konnte damit gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von insgesamt rund 24 Prozent verzeichnen. Eine bessere Performance konnte der DAX in den vergangenen fünf Jahren nur im Jahr 2005 mit ca. 27 Prozent erzielen.
Auch die BLG-Aktie war von der Marktentwicklung an den Börsen betroffen und erreichte Mitte April den Jahrestiefststand von durchschnittlich EUR 6,19 pro Aktie an den notierten Börsen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Kursverlust von 33,4 Prozent. Nach der anschließend einsetzenden Trendwende schloss das Jahr mit einem Kurs von durchschnittlich EUR 7,58 pro
Aktie an den notierten Börsen, was einem Kursverlust von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zuzurechnenden Konzernjahresüberschuss durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahrs im Umlauf befindlichen Aktien dividiert. Im Geschäftsjahr waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss 2009 sank auf rund EUR 0,9 Mio. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Wirtschaftskrise, die sich auch auf das Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ausgewirkt hat, sodass die Arbeitsvergütung im Geschäftsjahr den Mindestbetrag von TEUR 256 umfasste. Dadurch hat sich das Ergebnis je Aktie gegenüber dem Vorjahr um rund 69 Prozent verringert.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 3. Juni 2010 vorschlagen, eine Dividende von 0,25 EUR je Aktie auszuschütten. Damit steht die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu ihrer Dividendenpolitik und zahlt insgesamt TEUR 960 an ihre Aktionäre aus. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 104 Prozent.
Der Dividendenvorschlag ist damit abgekoppelt von dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Ergebnis. Bezogen auf den Jahresschlusskurs ergibt sich im Geschäftsjahr 2009 eine Dividendenrendite von 3,3 Prozent.
Die Aktionärsstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht in ihrer derzeitigen Verteilung seit 2002 und kann damit als äußerst konstant be-
wertet werden. Den größten Anteilseigner stellt die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar, welche mit 50,42 Prozent die Aktienmehrheit hält. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank und die Sparkasse Bremen. Der Free Float oder Streubesitz beträgt 24,36 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 936.000 entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa 9 Prozent; die übrigen 15 Prozent werden von Privatanlegern gehalten.
| 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,24 | 0,77 | 0,67 | 0,37 | 0,37 |
| Dividende je Aktie | EUR | 0,25 | 0,40 | 0,40 | 0,30 | 0,25 |
| Dividende | % | 10 | 15 | 15 | 12 | 10 |
| Dividendenrendite | % | 3,3 | 4,3 | 3,8 | 2,8 | 2,6 |
| Börsenkurs zum Jahresende 1) | EUR | 7,58 | 9,30 | 10,60 | 10,70 | 9,67 |
| Höchstkurs 1) | EUR | 9,61 | 10,85 | 12,95 | 14,10 | 16,28 |
| Tiefstkurs 1) | EUR | 6,19 | 8,22 | 9,82 | 9,10 | 6,90 |
| Ausschüttungssumme | TEUR | 960 | 1.536 | 1.536 | 1.152 | 960 |
| Ausschüttungsquote | % | 104 | 52 | 62 | 78 | 67 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 31,6 | 12,1 | 15,8 | 28,9 | 26,1 | |
| Marktkapitalisierung | Mio. EUR | 29,1 | 35,7 | 40,7 | 41,1 | 37,1 |
1) Durchschnitt an den notierten Börsen
| Bilanz | 50 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | 52 |
| Anhang | 53 |
| Lagebericht | 58 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 62 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 63 |
| A k t i v a | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| A. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
16.150 | 16.435 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 0 | 295 |
| 16.150 | 16.730 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
21 | 254 |
| 16.171 | 16.984 |
| 31.12.2009 | P a s s i v a |
|---|---|
| TEUR | |
| A. Eigenkapital | |
| 9.984 | I. Gezeichnetes Kapital |
| II. Gewinnrücklagen | |
| 999 | 1. Gesetzliche Rücklage |
| 3.761 | 2. Andere Gewinnrücklagen |
| 960 | III. Bilanzgewinn |
| 15.704 | |
| B. Rückstellungen | |
| 2 | 1. Steuerrückstellungen |
| 408 | 2. Sonstige Rückstellungen |
| 410 | |
| C. Verbindlichkeiten | |
| 9 | 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber | |
| 9 | verbundenen Unternehmen |
| 39 | 3. Sonstige Verbindlichkeiten |
| 57 | |
| 16.171 |
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| 1. Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
1.072 | 3.245 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 287 | 443 |
| 1.359 | 3.688 | |
| 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -878 | -955 |
| 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 627 | 820 |
| 5. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
1.108 | 3.553 |
| 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-188 | -591 |
| 7. Jahresüberschuss | 920 | 2.962 |
| 8. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen |
40 | 0 |
| 9. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen |
0 | -1.426 |
| 10. Bilanzgewinn | 960 | 1.536 |
Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Regelungen der Satzung aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– wendet die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) insoweit an, wie sie ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend für den Jahresabschluss und Lagebericht einzuhalten sind.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert.
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.
Die Rückstellungen decken alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung ab. Dem strengen Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.
Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 15.950) um kurzfristige Darlehen an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Auf Forderungen aus Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallen TEUR 10.208 (Vorjahr: TEUR 0). Weitere TEUR 715 (Vorjahr: TEUR 485) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
In den sonstigen Vermögensgegenständen wurden zum 31. Dezember 2008 Forderungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Vorsteuern mit Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer verrechnet.
Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.
Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.
Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden im Berichtsjahr TEUR 40 entnommen (Vorjahr: Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen TEUR 1.426).
Mit der Bildung sonstiger Rückstellungen wurde im Wesentlichen (TEUR 294; Vorjahr: TEUR 297) Vorsorge für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung sowie der Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses getroffen. Weitere TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 281 fixe und variable Vergütungen) sind für fixe Aufsichtsratsvergütungen zurückgestellt worden.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Weiterberechnung verauslagter Aufsichtsrats-Nebenkosten durch die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin bei der Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar.
Der Anteilsbesitz, der der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB über ihre Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zuzurechnen ist, wird nach § 287 HGB in einer gesonderten Aufstellung angegeben, die im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.
Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Unter diesen beiden Posten werden hauptsächlich durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 169; Vorjahr: TEUR 351) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus Administrationskosten enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 40) enthalten, die die Auflösung von Rückstellungen betreffen.
Von den Zinserträgen stammen TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 818) aus verbundenen Unternehmen.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag korrespondieren mit dem niedrigeren Ergebnis vor Steuern. Es wird ein Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 591) ausgewiesen.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31.12.2009 nicht vor.
Zum 31.12.2009 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 118). Dieser Betrag betrifft wie im Vorjahr die Abschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung. Aufwendungen für Beratungs- oder Bestätigungsleistungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.
Nahe stehende Unternehmen und Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, nicht in den Konzernabschluss einbezogene bzw. nicht mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehende Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen (Vorstand, Aufsichtsrat) und deren nahe Familienangehörige dar.
Die gesellschaftsrechtliche Verflechtung des BLG-Konzerns mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Komplementärin ohne Einlage und der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – als alleinige Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ist im Lagebericht im Abschnitt Organisatorische Eingliederung erläutert.
Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen werden auf den Seiten 29 ff. und 39 ff. aufgeführt, vgl. auch Abschnitt Vorstand und Aufsichtsrat.
Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent und hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns eine Dividende erhalten.
Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt.
| Nahe stehende Unternehmen |
2009 (in TEUR) |
31.12.2009 (in TEUR) |
||
|---|---|---|---|---|
| Erträge | Aufwen dungen |
Forde rungen |
Verbindlich keiten |
|
| Verbundene Unternehmen | 1.924 | 318 | 16.149 | 9 |
| Assoziierte Unternehmen | 0,5 | -- | 0,2 | -- |
Die Transaktionen mit verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist in den Angaben zur Bilanz erläutert.
Von den Erträgen aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 816 auf die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und TEUR 256 auf die Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Weitere TEUR 169 betreffen durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen. Darüber hinaus sind in den Erträgen TEUR 626 aus Zinsen enthalten. Die Aufwendungen aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 300 Administrationskosten.
Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Mit Gemeinschaftsunternehmen wurden im Berichtsjahr keine Transaktionen vorgenommen.
Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG siehe Seite 29 ff. zu Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats siehe Seite 44 ff. Die Aufwendungen für die Vergütungen des Vorstands werden vollständig von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG getragen.
Die Angaben zu den Directors' Dealings sind im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 43 f. dargestellt.
Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.
Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2010 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vor: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je Stückaktie (das entspricht rund 10 Prozent je Stückaktie) für das Geschäftsjahr 2009, entsprechend dem Bilanzgewinn von EUR 960.000.
Die Gesellschaft hat als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2009 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.
Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 17. Dezember 2009 die 8. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Sie unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven. Die vielfältigen Logistikdienstleistungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER über die operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen erbracht.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat entsprechend dem Gesellschaftsvertrag keine Kapitaleinlage in die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geleistet und ist an deren Gewinn nicht beteiligt. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten und werden in unserem Konzernabschluss als "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen.
Neben dem üblichen Kostenersatz erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG eine Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. HGB. Die Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zu zahlen. Daneben erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine Arbeitsvergütung in Höhe von fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG vor Abzug dieser Arbeitsvergütung. Die Arbeitsvergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500.
Zusätzlich werden alle unserer Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet.
Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang.
Für das Geschäftsjahr 2009 wurde vom Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands lautet:
"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."
Entsprechend ihrer Konzernfunktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, in das die Gesellschaft seit dem 22. Dezember 2009 einbezogen ist. Die bisher bestehenden Darlehen wurden mit einer Ausnahme in das Cash Management überführt. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten, marktüblichen Konditionen. Die Finanzierung ist risikoarm.
Für die Übernahme der Komplementärfunktion in der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sowie der Leitungsfunktion des BLG-Konzerns hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– für 2009 eine Haftungsvergütung von TEUR 816 und eine Arbeitsvergütung von TEUR 256 erhalten. Zusätzlich wurden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehende Aufwendungen von dieser erstattet.
Der Jahresüberschuss sank im Jahr 2009 auf EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Wirtschaftskrise, die sich auch auf das Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ausgewirkt hat, sodass die Arbeitsvergütung im Geschäftsjahr den Mindestbetrag von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 2.500) umfasste.
Maßgebend für die Gewinnausschüttung an die Aktionäre ist der jeweilige Jahresabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.
Ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer angemessenen Dividendenpolitik schlägt der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 960.000,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,40 je Stückaktie), entsprechend einer Rendite von rund 10 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00, zu verwenden. Der Dividendenvorschlag ist damit abgekoppelt von dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Ergebnis.
Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie gemeinsam mit der ungeprüften Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu S. 37 ff.
Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 41 ff. dargestellt.
Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 44 ff. enthalten.
Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.
Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.
Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung.
Unsere Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.
Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an den Vorstand und den Aufsichtsrat.
Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützten wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.
Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche des Konzerns bieten nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.
Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Abs. 5 HGB wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Verdoppelungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Konzernlagebericht auf den Seiten 85 ff.
Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, von der die Höhe der Arbeitsvergütung der Gesellschaft abhängt. Ein Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Darlehen und dem Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Wie im Vorjahr prognostiziert, wurde in 2009 aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein deutlich geringerer Jahresüberschuss in Höhe von rund EUR 0,9 Mio. erzielt. Unter Berücksichtigung von Einsparungen und positiven Impulsen aus intensivierten Vertriebsaktivitäten der BLG-Konzerngesellschaften erwarten wir für die Gesellschaft in den Jahren 2010 und 2011 höhere Jahresüberschüsse. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2010 ist die Fortsetzung der soliden Dividendenpolitik, zumindest aber eine Dividende von EUR 0,25 je Aktie.
Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bremen, den 31. März 2010
DER VORSTAND
Aden Kuhr Mekelburg
Onnen Schiffer
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, den 6. April 2010
FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Bitter de Witt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
| Publicly owned – privately managed | 66 |
|---|---|
| Wirtschaftlicher Hintergrund | 67 |
| Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns | 67 |
| Gewinnverwendung | 80 |
| Mitarbeiter | 80 |
| Corporate Governance | 82 |
| Forschung und Entwicklung | 82 |
| Nachhaltigkeitsberich | 82 |
| Nachtragsbericht | 82 |
| Chancen- und Risikobericht | 84 |
| Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens | 93 |
Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat für den BLG-Konzern als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen. In dieser Funktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– den Konzernabschluss aufgestellt.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist am Gesellschaftskapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten.
Containerterminal Bremerhaven
Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG konzentriert sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Die Geschäftsbereiche wiederum sind in neun Geschäftsfelder gegliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, für den Geschäftsbereich CONTAINER. Zentralabteilungen der Holding erbringen konzernweit Serviceleistungen.
Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) tritt nach außen unter BLG LOGISTICS auf. BLG LOGISTICS ist ein seehafenorientierter Logistikdienstleister mit internationalen Netzwerken in den operativen Geschäftsbereichen mit über 100 Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.
Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des BLG-Konzerns ist die Globalisierung, die hinsichtlich Beschaffung, Produktion und Absatz von Waren und Gütern weiterhin eine zunehmende internationale Arbeitsteilung bewirkt. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass die jährlichen Zuwachsraten des weltweiten Logistikmarkts deutlich über denen des Weltwirtschaftswachstums liegen. Studien belegen, dass Deutschland im zusammenwachsenden Europa die höchste logistische Kompetenz vorzuweisen hat. Diese Kompetenz sowie das daraus resultierende Zukunftspotenzial sind in Wirtschaft und auch Politik anerkannt.
Vor allem aus dem Globalisierungseffekt resultieren zunehmend komplexer werdende Anforderungen an logistische Dienstleistungen. Der BLG-Konzern sieht sich mit seinem klaren Leistungsprofil, einer straffen Konzernorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, hierfür gut positioniert.
Exportfahrzeuge am Autoterminal Bremerhaven
Die globale Rezession hat die Geschäftsentwicklung des BLG-Konzerns stark belastet, Auftragseingang und Umsatz gaben 2009 erheblich nach. Nach einem Rekordgewinn im Vorjahr verschlechterte sich das Konzernergebnis vor Steuern auf 16,5 Mio. EUR. Den entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten die gesunkenen Mengen sowie der fast ausnahmslos über den Preis geführte nochmals verschärfte Wettbewerb bei einem robusten kapital- und personalintensiven Geschäftsmodell des Konzerns. Zudem belasteten verschiedene Sondereffekte wie Restrukturierungsaufwand und Impairment-Abschreibungen in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe das Ergebnis.
Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2009 geprägt von der stärksten Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In nahezu allen Regionen ging das reale Bruttoinlandsprodukt infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zurück – besonders stark in den Industriestaaten. Exportabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland und Japan waren überproportional betroffen.
Mithilfe konzertierter Aktionen seitens nationaler Notenbanken und Regierungen konnten die globalen Finanzmärkte zunächst stabilisiert werden. Verstärkte fiskalpolitische Maßnahmen in Form von Konjunkturprogrammen einschließlich besonderer Ausgestaltungen des Instruments Kurzarbeit, vor allem in Deutschland, halfen, den Wirtschaftsabschwung im Verlauf des Jahres zu mildern. Nach übereinstimmender Einschätzung wurde im zweiten Halbjahr 2009 die Talsohle der Rezession erreicht. Trotz erkennbarer Wachstumsimpulse in unterschiedlicher Ausprägung in einigen Regionen ist die Weltwirtschaft weiterhin in einer labilen Verfassung.
Autoterminal Bremerhaven
Die Logistikbranche konnte sich von diesen Entwicklungen nicht abkoppeln. Im Gegenteil, der internationale Austausch von Waren im Gefolge der globalen Rezession brach um mehr als 10 Prozent ein. Befürchtungen, dass es zu einer deutlichen Ausweitung protektionistischer Maßnahmen kommen könnte, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Experten der Deutschen Bundesbank gehen davon aus, dass sich die Ende 2009 begonnene Erholung des Welthandels nachhaltig und kräftiger werdend entwickeln wird.
Vor diesem Hintergrund wird der BLG-Konzern die im Vorjahr beschrittene Doppelstrategie aus Kostensenkung und Marktwachstum in 2010 forcieren. Wir erwarten, damit die notwendigen Erfolge in der Zukunft zu erreichen.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an, zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditionsund Transportlogistik per Schiene,
Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden komplett. Mit diesem Netzwerk konnte die Position des führenden Automobillogistikers in Europa im Geschäftsjahr 2009 gefestigt werden. Dazu passend wurden weitere 44 Prozent der Geschäftsanteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics hinzuerworben, sodass nun 94 Prozent der Geschäftsanteile gehalten werden.
Der Markt für neue Fertigfahrzeuge war weltweit besonders stark durch die Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. In Deutschland konnte der negative Konjunktureffekt teilweise durch die Umweltprämie kompensiert werden. Davon hatte im Netzwerk des Geschäftsbereichs das Geschäftsfeld intermodale Transporte profitiert. Insgesamt hat sich jedoch das Gesamtvolumen bearbeiteter Fahrzeuge des Geschäftsbereiches in 2009 auf 4,7 Mio. Fahrzeuge (Vorjahr: 5,7 Mio. Fahrzeuge) re-duziert. Wesentlicher Grund für den Rückgang war das geringere Umschlagvolumen in den Seehäfen.
BLG AutoRail
Der weitere Ausbau des Netzwerks durch den Aufbau eigener Bahnaktivitäten mit der Gesellschaft BLG AutoRail GmbH und die weitere Umsetzung der strategischen Zielrichtung der Expansion in Osteuropa bilden die Grundlagen zur Behauptung der führenden Marktposition als Automobillogistiker in Europa.
Seit dem Jahr 2008 wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Bahntransporte wurden zuvor extern nach Bedarf eingekauft, allerdings fehlte dadurch eine gesicherte Grundlage zur Akquisition von Bahnverkehren. Im Bereich der intermodalen Transporte ergänzen die eigenen Waggons nun das Leistungsportfolio und sind die Basis zum Ausbau der Transportleistungen und Stärkung des Netzwerks durch Einbeziehung der Inlandterminals als Zielbahnhöfe.
BLG-Autotransporter
Autotransporte auf Rhein und Donau
Der Betrieb der eigenen Waggons erfolgt durch das Unternehmen BLG AutoRail GmbH.
Bis Ende des Jahres 2014 ist die Beschaffung von insgesamt 1.275 neuen Spezialwaggons vorgesehen. Dadurch werden dann 75 Ganzzüge verfügbar sein. Zum 31. Dezember 2009 waren 266 Spezialwaggons in Betrieb genommen worden.
Im Rahmen unserer Osteuropastrategie haben wir unsere Geschäftsaktivitäten in der Ukraine durch den Erwerb von Geschäftsanteilen an der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, ausgebaut.
Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Dort sind insgesamt sieben Binnenschiffe für den Autotransport im Einsatz – fünf auf dem Rhein und zwei auf der Donau.
Der Transport auf der Donau ist Teil der Osteuropastrategie des Geschäftsbereiches, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern auch die Länder in Westeuropa. Dabei spielt das Autoterminal in Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den westeuropäischen Ländern.
Auch im Osten ist der Geschäftsbereich mit seinen logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei und in Tschechien. Zudem wird ein Autoterminal zur Regionalverteilung in der Ukraine betrieben. Die weitere Ausprägung unserer Vorhaben in Osteuropa bleibt Bestandteil unserer Wachstumsstrategie im Geschäftsbereich AUTOMOBILE.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE erzielte 2009 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 298,4 Mio. (Vorjahr: EUR 335,6 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 22,7 Mio.). Der Rückgang der Umsatzerlöse wäre ohne Effekte aus der Umweltprämie deutlich höher ausgefallen. Der Ergebnisrückgang betrifft vor allem die Seehafenterminals.
Autoterminal Gioia Tauro, Italien
Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Automotive, Industrie- und Handelslogistik sowie die Seehafenlogistik. Der Bereich der Kontraktlogistik ist in seiner Struktur und Komplexität ein sehr heterogener Markt mit entsprechend unterschiedlichen Wachstums- und Ergebnisperspektiven. Während sich die Wirtschaftskrise auf die Handelslogistik bisher nur geringfügig ausgewirkt hat, ist das Geschäftsfeld Automotive aufgrund der starken Abhängigkeit vom Konjunkturverlauf der Automobilindustrie gepaart mit der Abhängigkeit von einem Großkunden von der Wirtschaftskrise in hohem Maße betroffen. Im Geschäftsfeld Seehafenlogistik herrscht ein hoher Verdrängungswettbewerb, der auf Überkapazitäten im konventionellen Stückgutverkehr zurückzuführen ist. Zusätzlich ist der konventionelle Stückgutverkehr, insbesondere bezogen auf den Stahl- und Röhrenbereich, von der weltweiten Wirtschaftskrise in hohem Maße betroffen. Im Geschäftsfeld Industrielogistik konnte die Gesellschaft BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l. (FIAT-Geschäft in Atessa, Italien), die in den vergangenen Jahren unbefriedigende Ergebnisse aufwies, zum 28. Februar 2009 an den FIAT-Konzern verkauft werden.
Autoteile im LC Bremen
Neustädter Hafen Bremen
Der Geschäftsbereich CONTRACT erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von EUR 231,2 Mio. (Vorjahr: EUR 276,2 Mio.). Das erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 8,8 Mio.) ist nicht zufriedenstellend. Dies betrifft die Geschäftsfelder Automotive, Industrielogistik und Seehafenlogistik gleichermaßen. Im Geschäftsfeld Handelslogistik wird für das Jahr 2010 vor dem Hintergrund der in den vergangenen beiden Jahren dazugewonnenen Geschäfte sowie der erwarteten Geschäftsausweitung mit Bestandskunden sowohl von einer Umsatz- als auch von einer Ergebnissteigerung ausgegangen. Im Geschäftsfeld Automotive sollen durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu weiteren Automobilherstellern bestehende Abhängigkeiten verringert werden. Weitere Impulse werden aus gesteigerten Vertriebsaktivitäten und Qualitätsoptimierungen erwartet.
Der Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem bedeutenden Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit seinen Beteiligungen repräsentiert. Diese betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg sowie Gioia Tauro, La Spezia, Livorno, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien) und in Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an Terminalprojekten in Wilhelmshaven und Ust-Luga (Russland) beteiligt. Ferner ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.
Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ergänzt um technische Service- und IT-Dienstleistungen angeboten.
Der Markt des Containerumschlags ist trotz des andauernden Einbruchs infolge der globalen Krise ein Zukunftsmarkt, der einerseits noch von der Umstrukturierung des konventionellen Umschlags zum containerisierten Umschlag profitiert und bei dem andererseits die weiterhin steigenden internationalen Warenströme einen positiven Einfluss auf die transportierten und damit umzuschlagenden Mengen haben werden.
CT 4 am Containerterminal Bremerhaven
Die stärksten Impulse sind diesbezüglich aus der immer stärkeren weltwirtschaftlichen Integration der Schwellenländer in Asien sowie Mittel- und Osteuropa und den hiermit verbundenen Warenströmen zwischen Asien und Europa zu erwarten.
Der Neubau des Containerterminals 4 (CT 4) in Bremerhaven wurde im Jahre 2009 endgültig abgeschlossen. Alle Restflächen sind dem Betrieb übergeben worden. Diese Anlage wird komplett von einer Beteiligung der EUROGATE-Gruppe betrieben.
Die Anlage für den kombinierten Verkehr (Bahnterminal) im Osten des CT 4 konnte 2009 ebenfalls komplett ausgerüstet dem Betrieb übergeben werden.
Betreiber ist die Firma Rail Terminal Bremerhaven GmbH, ein Joint Venture der EUROGATE-Gruppe mit der APM Terminals Deutschland GmbH, Bremerhaven. Die KV-Anlage ist im Rahmen der "Förderrichtlinie Kombinierter Verkehr" vom Eisenbahn-Bundesamt gefördert worden.
Ende August 2009 hat das Planfeststellungsverfahren zur Westerweiterung des EUROGATE Containerterminals Hamburg begonnen. Neben der vollständigen Zuschüttung des Petroleumhafens ist die unmittelbare Verlängerung des Predöhlkais um ca. 650 m sowie die Herstellung von weiteren 400 m Liegeplätzen am Bubendey-Ufer vorgesehen. Der damit verbundene Flächenzuwachs beträgt ca. 400.000 m2. Darüber hinaus ist die Vergrößerung des Wendebeckens im Waltershofer Hafen auf einen 600 m-Drehkreis vorgesehen.
Aus heutiger Sicht wird die Maßnahme voraussichtlich nicht vor 2016 vollständig fertiggestellt sein. Mit der Westerweiterung wird eine Erweiterung der Umschlagskapazität des EUROGATE Container Terminals Hamburg von derzeit 4,1 Mio. TEU um 1,9 Mio. TEU auf knapp 6,0 Mio. TEU umgesetzt.
Nachdem bereits Ende 2008 der erste Rammschlag für den Kaimauerbau des Liegeplatzes 3 erfolgt ist, wurde im Geschäftsjahr 2009 der Auftrag für die Erstellung der dazugehörigen Containerstell- und Umschlagflächen vergeben. Die betriebliche Nutzung erster Teilflächen wird Anfang des zweiten Quartals 2010 möglich sein.
Containerterminal Hamburg
Die Arbeiten an der Modernisierung der Kaimauern der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH haben bereits Anfang 2004 begonnen. Das Gesamtprojekt beinhaltet die Sanierung von insgesamt 900 m Kaimauer, mit dem Ziel, die Anlage für die Abfertigung der neuen Klasse der Großcontainerschiffe zu rüsten. In 2005 wurde zunächst Liegeplatz 1, in 2007 dann Liegeplatz 2 in Betrieb genommen. Mit der Modernisierung des dritten Liegeplatzes endet das Projekt. Die Fertigstellung ist für 2010 vorgesehen. Der insgesamt 700 m lange Kaimauerabschnitt ist bereits mit zehn leistungsfähigen Containerbrücken ausgestattet, die allesamt 23 Containerreihen an Deck eines Schiffes überspannen können. Die Kaimauer wurde um 35 m vorgezogen und das Hafenbecken auf eine Soll-Tiefe von 16,7 m ausgebaggert.
Im Geschäftsjahr 2009 hat sich die EUROGATE-Gruppe mit 34 Prozent an der FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH (FLZ) beteiligt. Ziel der FLZ ist es, die Abfertigung von Feederschiffen in Hamburg zu optimieren, zu beschleunigen und damit die Kosten für die Reedereien zu senken. Gemeinsam mit der Hamburger Hafen und Logistik AG, die die übrigen Anteile an der FLZ hält, soll dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens gestärkt werden.
Im Oktober 2009 hat sich die APMT Wilhelmshaven GmbH, Bremerhaven, mit 30 Prozent an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, der Betreibergesellschaft des JadeWeserPort Container Terminals, beteiligt. Die APMT Wilhelmshaven GmbH ist eine mittelbare 100-prozentige Tochtergesellschaft der A.P. Møller Maersk A/S, Kopenhagen, die mit MAERSK-Line die größte Containerreederei der Welt betreibt. Die EUROGATE-Gruppe und die A.P. Møller Maersk-Gruppe halten trotz der tiefgreifenden Schifffahrtskrise an dem Bau des Containerterminals JadeWeserPort fest und bekräftigen damit ihr Engagement in Wilhelmshaven. Beide Partner halten den Bau des Containerterminals JadeWeserPort für ein absolut notwendiges Projekt.
Die aktuelle Lage in der Schifffahrt hat die Partner jedoch veranlasst, die Beauftragung einiger Investitionen zeitlich zu strecken. Dennoch erfolgt die Umsetzung des Projektes weiterhin im Rahmen der im Betreibervertrag festgelegten Modalitäten. Die einzelnen Projektabschnitte werden eng mit der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft koordiniert.
Ende Oktober 2009 hat die EUROGATE-Gruppe im Rahmen der bestehenden Verträge von ihrem Recht zur Streckung des Projekts um drei Monate Gebrauch gemacht. Gemäß dem entsprechend angepassten Terminplan ist die Inbetriebnahme derzeit für den 5. Februar 2012 vorgesehen.
Die Baumaßnahmen der OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, an der die EUROGATE International GmbH mit 20 Prozent beteiligt ist, wurden aufgrund des Einbruchs der Umschlagsmengen im russischen Markt vorübergehend ausgesetzt. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts mit einer Umschlagskapazität von ca. 500.000 TEU ist nunmehr frühestens für Ende 2010 vorgesehen.
Die Containerterminals der EUROGATE-Gruppe schlugen in Deutschland, Italien, Marokko und Portugal insgesamt 12,5 Mio. TEU (Vorjahr: 14,2 Mio. TEU) um, was einem Rückgang von 12,3 Prozent entspricht. Dabei ging der Containerumschlag in Deutschland um 18,5 Prozent zurück, während der Rückgang der italienischen Terminals mit 9,9 Prozent aufgrund eines starken Mengenanstiegs am Terminal in Cagliari moderater ausfiel. Die Umschlagsmengen in Marokko haben sich im ersten vollen Betriebsjahr unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfreulich entwickelt und beliefen sich in 2009 auf 435.575 TEU (Vorjahr: 64.178 TEU).
2009 gingen die Umsatzerlöse um 17,3 Prozent auf EUR 591,4 Mio. (Vorjahr: EUR 715,0 Mio.) zurück. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Anzahl der umgeschlagenen Container. Damit wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 48,0 Mio. (Vorjahr: EUR 128,4 Mio.) erzielt. Davon stellen quotal 50 Prozent den Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns dar. Das im Vergleich zum Umsatzrückgang überproportional gesunkene Ergebnis vor Steuern ist vor allem auf außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie höhere Abschreibungen infolge der hohen Investitionstätigkeit der Geschäftsjahre 2007 und 2008 bei einer gleichzeitigen deutlichen Erhöhung der Finanzierungsaufwendungen zurückzuführen.Der unterproportional gesunkene Personalaufwand resultiert aus der Beibehaltung des Stammpersonals bei gleichzeitiger Reduzierung des Fremdpersonals.
| Ertragslage | 2009 Mio. EUR |
% | 2008 Mio. EUR |
% | Verän derung % |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 818,5 | 100,0 | 962,6 | 100,0 | -15,0 |
| Materialaufwand | -309,5 | -37,8 | -380,3 | -39,5 | -18,6 |
| Personalaufwand | -319,8 | -39,1 | -349,0 | -36,3 | -8,4 |
| Abschreibungen auf langfristige immateri- elle Vermögenswerte und Sachanlagen |
-69,1 | -8,4 | -59,6 | -6,2 | 15,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge |
-84,9 | -10,4 | -76,8 | -8,0 | 10,4 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 35,2 | 4,3 | 96,9 | 10,1 | -63,7 |
| Finanzergebnis | -18,7 | -2,3 | -13,3 | -1,4 | 40,6 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 16,5 | 2,0 | 83,6 | 8,7 | -80,3 |
| Ertragsteuern | -8,5 | -1,0 | -9,1 | -0,9 | -6,6 |
| Konzernjahresüberschuss | 8,0 | 1,0 | 74,5 | 7,7 | -89,3 |
Der Konzernumsatz von EUR 818,5 Mio. ging im Vergleich zum Vorjahr um 15,0 Prozent zurück. Dies ist auf die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zurückzuführen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Mengenreduzierungen. Der Rückgang betrifft die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE (-11,1 Prozent), CONTRACT (-16,3 Prozent) und CONTAINER (-17,3 Prozent) dabei unterschiedlich stark. Bezieht man die in Punkt 7 des Konzernanhangs dargestellte Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen in die Betrachtung ein, wird deutlich, dass die Umsatzerlöse im Bereich der Speditions- und Transportleistungen gegenläufig zur Entwicklung der übrigen Umsatzerlöse um 9,2 Prozent gestiegen sind. Dieser Effekt resultiert überwiegend aus der Umweltprämie und betrifft vor allem den Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Der Rückgang im Bereich der Umschlagserlöse um 21,6 Prozent betrifft insbesondere die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER.
Vor dem Hintergrund der negativen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Das EBIT sank um EUR 61,7 Mio. auf EUR 35,2 Mio. Korrespondierend hierzu sank die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT auf 4,3 Prozent (Vorjahr: 10,1 Prozent). Diese Kennzahl wird in der Segmentberichterstattung azf Seite 100 f. je Geschäftsbereich dargestellt. Hieraus ergibt sich für den Geschäftsbereich CONTAINER eine Umsatzrendite von 11,5 Prozent, während die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT Umsatzrenditen von 3,5 Prozent bzw. 2,3 Prozent aufweisen.
Der im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportionale Rückgang des Materialaufwands resultiert zu einem wesentlichen Teil aus dem Rückgang der Aufwendungen für Fremdpersonal.
Hiermit korrespondierend ist der unterproportionale Rückgang des Personalaufwands, der sich unter dem Aspekt der Beschäftigungssicherung im Wesentlichen aus dem Einsatz von Kurzarbeit, der Reduzierung von Resturlaubsansprüchen und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Gehaltsverzichten der leitenden Angestellten ergibt. Darüber hinaus wurde die Belegschaft durch den Verkauf der BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l. zum 1. März 2009 reduziert.
Der Anstieg der Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist überwiegend auf die Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von EUR 77,8 Mio., von denen EUR 48,4 Mio. auf den Geschäftsbereich CONTAINER entfallen, sowie die hohen Investitionsvolumina der Vorjahre zurückzuführen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind in Höhe von EUR 5,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist ein periodenfremdes Ergebnis von EUR 15,5 Mio. sowie ein neutrales Ergebnis von EUR -4,9 Mio. enthalten. Weitere Erläuterungen zum periodenfremden und neutralen Ergebnis können dem Konzernanhang unter den Punkten 8 und 12 entnommen werden.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtsjahr um EUR 5,4 Mio. auf EUR -18,7 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf ein um EUR 4,1 Mio. schlechteres Zinsergebnis als auch auf ein um EUR 1,2 Mio. niedrigeres Beteiligungsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen zurückzuführen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses trotz des günstigen Zinsniveaus steht dabei in direktem Zusammenhang mit der Finanzierung der Investitionen des Jahres 2009 sowie der Nachfinanzierung von Investitionen der Vorjahre durch Neukreditaufnahmen. Weitere Angaben zur Zusammensetzung des Zinsergebnisses finden sich im Konzernanhang unter Punkt 13.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich somit um 80,3 Prozent auf EUR 16,5 Mio.
Die Ertragsteuern beliefen sich im Jahr 2009 auf EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 9,1Mio.). Der im Verhältnis zum geringeren EBT hohe Steueraufwand ergibt
sich im Wesentlichen aus der Wertberichtigung von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen.
Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Konzernjahresüberschuss um 89,3 Prozent auf EUR 8,0 Mio.
| Vermögens und Kapitalstruktur |
31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | % | |
| Langfristiges Vermögen | 761,1 | 77,9 | 746,0 | 75,9 | 2,0% |
| Kurzfristiges Vermögen | 215,9 | 22,1 | 236,3 | 24,1 | -8,6% |
| Vermögen | 977,0 | 100,0 | 982,3 | 100,0 | -0,5% |
| Eigenkapital | 311,8 | 31,9 | 353,8 | 36,0 | -11,9% |
| Langfristige Schulden | 360,3 | 36,9 | 295,4 | 30,1 | 22,0% |
| Kurzfristige Schulden | 304,9 | 31,2 | 333,1 | 33,9 | -8,5% |
| Eigenkapital und Schulden | 977,0 | 100,0 | 982,3 | 100,0 | -0,5% |
Die Bilanzsumme verringerte sich um EUR 5,3 Mio. auf EUR 977,0 Mio. Diese Verringerung ergibt sich überwiegend aus dem Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte und ist hier im Wesentlichen auf das im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise reduzierte Geschäftsvolumen und die in diesem Zusammenhang gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 6,2 Mio., höhere liquide Mittel von EUR 6,5 Mio. sowie geringere sonstige Vermögenswerte von EUR 20,0 Mio. zurückzuführen. Der Verringerung im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte stehen rund EUR 15 Mio. Netto-Investitionen in langfristige Vermögenswerte gegenüber. Die Netto-Investitionen setzen sich im Wesentlichen aus EUR 8,4 Mio. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und EUR 3,1 Mio. Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie Änderungen im Konsolidierungskreis im Bereich der Sachanlagen in Höhe von EUR 9,9 Mio. zusammen. Gegenläufig haben sich EUR 2,8 Mio. Desinvestitionen im Sachanlagevermögen und EUR 1,1 Mio. Desinvestitionen bei den langfristigen Finanzforderungen sowie eine Verringerung der aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 4,0 Mio. ausgewirkt. Die übrigen Veränderungen betreffen mit EUR 0,5 Mio. einen Anstieg der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und im Übrigen Umbuchungen und Währungsumrechnungsdifferenzen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der Investitionen und den Änderungen im Konsolidierungskreis können dem Konzernanhang unter den Ziffern 21 bis 23 sowie 6 q entnommen werden. Das langfristige Vermögen war zum Abschlussstichtag durch langfristiges Kapital zu 88,3 Prozent (Vorjahr: 87,0 Prozent) finanziert.
Das Eigenkapital verringerte sich um EUR 42,0 Mio. auf EUR 311,8 Mio. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus eigenkapitalmindernden Ausschüttungen von EUR 34,8 Mio. bei einem gleichzeitigen Rückgang des Konzernjahresüberschusses des Berichtsjahrs auf EUR 8,0 Mio. Darüber hinaus haben der Anteilserwerb von einem nicht beherrschenden Gesellschafter und die in diesem Zusammenhang übernommenen Verluste aus Vorjahren zur Reduzierung des Eigenkapitals beigetragen. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist detailliert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Weiterführende Erläuterungen hierzu sind im Konzernanhang angegeben. Im Vergleich zum Vorjahr gab die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2009 auf 31,9 Prozent (Vorjahr: 36,0 Prozent) nach.
Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden.
| Mio. EUR | Buchwert 31.12.2009 |
Zeitwert 31.12.2009 |
Buchwert 31.12.2008 |
Zeitwert 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Darlehen | 241,5 | 245,0 | 211,0 | 214,7 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
72,3 | 74,7 | 51,8 | 53,8 |
| Gesamt | 313,8 | 319,7 | 262,8 | 268,5 |
Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist im Konzernanhang unter Punkt 41 enthalten.
Der BLG-Konzern setzt über die geschäftsüblichen Operating Lease-Verhältnisse einschließlich der dem Konzern gewährten Erbbau- und Kajenutzungsrechte hinaus keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente ein, die sich gegenwärtig oder zukünftig wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken werden. Insbesondere bestehen keine nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Nähere Angaben zu den Operating Lease-Verhältnissen sowie den Erbbau- und Kajenutzungsrechten sind in den Punkten 42 und 46 im Konzernanhang aufgeführt.
| Nettoverschuldung | 31.12.2009 Mio. EUR |
31.12.2008 Mio. EUR |
|---|---|---|
| Langfristige Darlehen | 180,9 | 170,4 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 96,0 | 57,5 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 169,5 | 177,8 |
| Finanzverschuldung | 446,4 | 405,7 |
| Langfristige Finanzforderungen | -9,0 | -10,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -35,9 | -29,5 |
| Nettoverschuldung | 401,5 | 366,1 |
Die deutliche Zunahme der Nettoverschuldung um EUR 35,4 Mio. auf EUR 401,5 Mio. im Geschäftsjahr 2009 ist vor allem auf die Finanzierung der Investitionen des Jahres 2009 sowie die Nachfinanzierung von Investitionen der Vorjahre durch Neukreditaufnahmen in Höhe von EUR 74,2 Mio. und mit EUR 27,5 Mio. im Wege des Leasings zurückzuführen, denen Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 43,7 Mio. und Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 7,1 Mio. sowie ein Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um EUR 6,5 Mio. gegenüberstehen.
Darüber hinaus verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2009 über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 73 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 57 Mio.).
Liquiditätsengpässe sind somit weder aktuell gegeben noch in absehbarer Zukunft zu erwarten.
| 2009 % |
2008 % |
|||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzrendite (%) | Operatives Ergebnis (EBIT) Umsatzerlöse |
= | 4,3 | 10,1 |
| Anlagenintensität (%) | Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Vermögen |
= | 72,1 | 70,1 |
| Anlagendeckung (%) (Goldene Bilanzregel) |
Eigenkapital und langfristige Schulden Anlagevermögen |
= | 90,0 | 89,3 |
| Working Capital Ratio (%) | Kurzfristiges Vermögen Kurzfristige Schulden |
= | 70,8 | 70,9 |
| Eigenkapitalquote (%) | Eigenkapital Bilanzsumme |
= | 31,9 | 36,0 |
| Eigenkapitalrendite (%) | Ergebnis vor Steuern (EBT) Ø Eigenkapital |
= | 5,0 | 24,8 |
| Gesamtkapitalrendite (%) | Operatives Ergebnis (EBIT) Ø Vermögen |
= | 3,6 | 10,7 |
| Personalkostenquote 1) (%) | Personalaufwand und Aufwendungen für Fremdpersonal Umsatzerlöse |
= | 46,3 | 46,7 |
1) In die Personalkostenquote wurden abweichend zur Ermittlung im Vorjahr neben den Aufwendungen für eigenes Personal auch die Aufwendungen für Fremdpersonal einbezogen, um die Personalintensität der Dienstleistungen stärker zu verdeut lichen.
Mitarbeiterin bei BLG Logistics Inc., USA
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Nach deutschem Recht ist die Grundlage für die Dividendenausschüttung der Bilanzgewinn. Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weist in ihrem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 (HGB) einen Bilanzgewinn von EUR 960.000,00 (Vorjahr: EUR 1.536.000,00) aus. Der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, schlägt der Hauptversammlung am 3. Juni 2010 vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,25 EUR/Aktie (Vorjahr: 0,40 EUR/Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück Namensaktien auszuschütten. Die solide Dividendenpolitik der Vorjahre wird damit fortgesetzt. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 7,58 errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,3 Prozent.
Unsere Mitarbeiter sind wichtig für unseren Erfolg. Mit ihrer Qualifikation, Leistungsbereitschaft und Motivation bestimmen sie die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des BLG-Konzerns. Deshalb wollen wir die besten Mitarbeiter gewinnen, fördern und halten. Dies tun wir beispielsweise mit leistungsorientierter Vergütung, gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten und Angeboten zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die Zahl der im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – ermittelt gemäß § 267 Nr. 5 HGB (Jahresdurchschnitt):
| 2009 | 2008 | Veränderung % | |
|---|---|---|---|
| AUTOMOBILE | 2.077 | 2.023 | +2,7 |
| CONTRACT | 1.787 | 2.046 | -12,7 |
| CONTAINER | 1.939 | 1.862 | +4,1 |
| Services | 126 | 122 | +3,3 |
| Summe | 5.929 | 6.053 | -2,0 |
Die Zahl der im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | Veränderung % | |
|---|---|---|---|
| AUTOMOBILE | 2.062 | 2.080 | -0,9 |
| CONTRACT | 1.667 | 2.181 | -23,6 |
| CONTAINER | 2.005 | 2.033 | -1,4 |
| Services | 124 | 124 | 0,0 |
| Summe | 5.858 | 6.418 | -8,7 |
Die Zahl der im Konzern Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 560 Beschäftigte (-8,7 Prozent) gesunken. Diese Änderung resultiert im Wesentlichen (344 Beschäftigte) aus dem Verkauf der italienischen Tochtergesellschaft BLG Logistics Solutions Adriatica s.r.l. im Geschäftsbereich CONTRACT in 2009. Hierum bereinigt, errechnet sich ein Beschäftigungsrückgang um 3,4 Prozent.
Auszubildender bei BLG AutoTec, Bremerhaven
Vor dem Hintergrund der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der Mitarbeiter im BLG-Konzern moderat gesunken. Das Ziel einer weitgehenden Beschäftigungssicherung konnte durch verschiedene personalpolitische Instrumente erreicht werden. Wichtigstes personalpolitisches Instrument ist die Kurzarbeit gewesen, ergänzt um die Reduzierung von Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie von Resturlaubsansprüchen. Zudem wurde der Einsatz von Fremdarbeitnehmern deutlich eingeschränkt. Darüber hinaus haben die leitenden Angestellten auf 5 Prozent ihrer fixen Bezüge und zusätzlich auf 30 bis 50 Prozent ihrer variablen Bezüge verzichtet.
Die Ausbildung von Jugendlichen konnte weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden. Jungen Menschen eine Chance zur Berufsausbildung zu geben, hat im BLG-Konzern traditionell einen hohen Stellenwert. Mit 344 Auszubildenden im Berichtsjahr konnte wiederum eine hohe Ausbildungsquote von rund 6 Prozent erreicht werden.
Der Geschäftsbereich CONTAINER hat sich weiter an der im Jahr 2007 gemeinsam vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesministerium für Verkehr etablierten "Qualifizierungsoffensive für Langzeitarbeitslose in der Hafenlogistik" beteiligt. Ziel der Qualifizierungsoffensive ist es, den Fachkräftebedarf der Zukunft sicherzustellen. Um dies zu erreichen, erfolgt eine weitere Professionalisierung der Hafenberufe durch eine qualitativ vereinheitlichte und längere Ausbildungszeit (mit Abschlussprüfung). In diesem Zusammenhang greift die Gesellschaft auf die Dienste des norddeutschen Bildungsträgers "ma-co" (maritimes competenzcentrum) mit Standorten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven zurück.
Auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld haben wir unser Weiterbildungsangebot auf hohem Niveau gehalten. In Mitarbeitergesprächen definieren wir jährlich den Entwicklungs- und Weiterbildungsbedarf von Mitarbeitern. Neben Seminaren und Workshops bieten wir ein umfangreiches Angebot für eigenverantwortliches Lernen. Die Nachfrage unserer Mitarbeiter hieran bestärkt uns in unserem nachhaltigen Vorgehen.
Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie gemeinsam mit der ungeprüften Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu S. 37 ff.
Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 41 ff. dargestellt.
Der Vergütungsbericht im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 44 ff. enthalten.
Das Geschäftsmodell der Gesellschaft erfordert keine Forschung und Entwicklung.
Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Auch in der Logistik geht es seit einiger Zeit darum, die Umwelt zu schonen und nachhaltig zu handeln. Diese Thematik nennt sich "Green Logistics" und bedeutet für den Transportsektor, beispielsweise die Luftverschmutzung oder die Lärmbelastung zu verringern oder energieeffizient zu produzieren. Nachhaltiges Wirtschaften ist Kernbestandteil unserer Unternehmenspolitik. Wir arbeiten laufend daran, das Bewusstsein für das erfolgreiche Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie zu schaffen und zu stärken. Zur Verdeutlichung unseres nachhaltigen Handelns können folgende Beispiele dienen:
Ungefähr ein Drittel der Fertigfahrzeuge in Europa werden derzeit mit der Bahn befördert. So können umweltschonend und gleichzeitig – wegen des hohen Volumens pro Einheit – sehr wirtschaftlich Autotransporte abgewickelt werden. Neben der Senkung von CO2-Emissionen und dem nachhaltigen Handeln im Umgang mit Ressourcen betrachtet man auch den Schutz der menschlichen Gesundheit als Aspekt der "Green Logistics". Unsere BLG AutoRail-Waggons können in dieser Hinsicht mehrfach punkten.
Diese Waggons sind mit spezifischen Verbundstoffbremssohlen ausgestattet. So kann eine Reduzierung der Lärmemission am Wagen von vier bis fünf Dezibel erreicht werden. Zwischenzeitliche Weiterentwick-
Transportsicherung bei BLG AutoRail
lungen an den Waggons haben diese noch einmal um zwei Dezibel leiser gemacht. Der offizielle Wert liegt nachhaltig unter dem Grenzwert von 82 Dezibel. In den nächsten Monaten wird mit dem Projekt "Whisper Train" daran gearbeitet, die Wagen noch leiser zu machen.
Außerdem sind alle BLG AutoRail-Waggons mit speziellen Radvorlegerschienen versehen. Diese sind im Vergleich zu den übrigen im Markt befindlichen Radvorlegertypen sehr rückenschonend und wurden von den Verladern sehr begrüßt. Sie sind seitlich ohne großen Kraftaufwand verschiebbar und können leicht mit dem Fuß über einen Kippmechanismus festgestellt werden.
Im Geschäftsbereich CONTAINER wird seit 1987 auf dem Terminal in Bremerhaven ein Blockheizkraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 90,6 Prozent betrieben. Mit dieser Eigenerzeugung spart das Unternehmen dort gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung mehr als 50 Prozent der eingesetzten Primärenergie ein. Um Büros und Werkstätten zu heizen, wird an den Standorten Bremerhaven und Hamburg außerdem je ein Holzhackschnitzelheizwerk betrieben, das teilweise auch zerkleinerte Stauholz-Reste in Wärme umwandelt. Damit wird nicht nur ein Abfallprodukt zur Energiegewinnung, sondern gleichzeitig ein regenerativer Rohstoff verwendet.
Ankunft neuer Containerbrücken in Bremerhaven
Die größten Stromverbraucher im Terminal-Geschäft sind die Containerbrücken, welche mittels einer intelligenten Technologie die Energie sehr effizient nutzen. Beim Senken bzw. Abbremsen des Hubwerks entsteht ein Überschuss an Bewegungsenergie. Normalerweise wird diese "überschüssige" Energie als Abwärme in die Umwelt abgegeben. Die in den Containerbrücken realisierte Rückspeisetechnologie erzeugt aus dieser Bewegungsenergie Strom und gibt diesen zurück ins Netz, wo dieser dann erneut anderen Verbrauchern zur Verfügung steht. Insgesamt gibt die Brücke so 20 – 25 Prozent des aufgenommenen Stroms wieder zurück ins Energienetz, was eine CO2-Ersparnis von jährlich 4.000 t ausmacht.
Oldtimerverschiffung über Bremerhaven
Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für den BLG-Konzern Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.
Zur Erreichung unserer Zielsetzungen wie zum Beispiel Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) oder Return on capital employed (ROCE) erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen sowie Gefährdungspotenzialen. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Controllingprozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Dabei unterliegen Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, den Märkten, dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität unserer besonderen Beachtung.
Die Grundsätze des Risikomanagements des BLG-Konzerns sind in einer Richtlinie dokumentiert. In den Geschäftsbereichen und Einheiten der Holding wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Das Konzerncontrolling ist verantwortlich für die Koordination der konzernweiten Erfassung und Dokumentation von Risikofeldern und für die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems.
Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.
Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Das Risikomanagementsystem unterliegt einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Das Interne Kontrollsystem des BLG-Konzerns umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.
Da das Interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.
Elemente des Internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– insbesondere die Bereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt.
Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.
Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision, das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems mit ein.
Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie dem Abschlussprüfer oder dem steuerlichen Betriebsprüfer vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahresund Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.
Pre-Delivery-Inspection in Bremerhaven
Autoterminal St. Petersburg
Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.
Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.
Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst. Die Einbindung ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt über standardisierte, Excel-basierte Reporting Packages, die mittels flexiblem Upload in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur konzerneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden zum Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Abstimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll.
Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.
Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Konzernebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Angaben für die Notes werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.
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Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.
BLG als internationaler Konzern ist mit seinen drei Geschäftsbereichen verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Chancenpotenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur.
In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die sich uns eröffnenden Chancen optimal nutzen:
Basis dafür ist unser einzigartiges Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Von der zielgerichteten Verbreiterung unserer Markt- und Vertriebsaktivitäten in Osteuropa erwarten wir darüber hinaus eher langfristig Geschäftserfolge.
Das etablierte Geschäftsmodell im Geschäftsfeld Handelslogistik eröffnet uns im Geschäftsbereich CONTRACT weitestgehend konjunkturunabhängige Vertriebs- und Akquisitionschancen. Mit unserer logistischen Expertise als auch dem Standortvorteil durch seeschifftiefe Kajenanlagen in der Nordwestrange entwickeln wir zusammen mit Partnern das wachstumsorientierte Geschäftsfeld Offshore-Windenergie.
Die wesentlichen Chancen des Geschäftsbereiches CONTAINER erwarten wir von der Weiterentwicklung des Terminalnetzwerkes aus Seehafen- und Binnenterminals in Verbindung mit intermodalen Geschäftsaktivitäten.
Die Evaluierung weiterer Chancenpotenziale erfolgt kontinuierlich in allen Geschäftsbereichen. Sie ist elementarer Bestandteil unserer aktuellen Doppelstrategie aus Kostensenkung einerseits und Marktwachstum andererseits. Das in diesem Zusammenhang aufgelegte Projekt BLG 2010 befindet sich in der Umsetzung. Die hierfür benötigten finanziellen Ressourcen sind vorhanden.
Allen Risiken, die im Folgenden dargestellt sind, stehen im Falle einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber.
Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerrechtlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützt der BLG-Konzern seine Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.
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Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.
Die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der Nordrange ist dringend erforderlich. Sollte die eine oder die andere – oder beide – Maßnahmen scheitern oder sich gravierend verzögern, kann dies erheblich negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung des Geschäftsbereichs CONTAINER haben.
Darüber hinaus ist der Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) (durchgehende Vertiefung um einen Meter einschließlich Anpassungen an Weichen, Kurven und Schleusen) von hoher Bedeutung. Aufgrund der geografischen Nähe des Hamburger Hafens zum Ostseeraum wird ein hoher Anteil der Containerströme der Ostsee-Anrainerstaaten als Transshipmentverkehr über Hamburg abgewickelt. Diese Verkehre laufen in der Regel aufgrund von Zeit-, Kosten- und Entfernungsvorteilen durch den NOK. Jedoch stößt der NOK wegen des Größenwachstums der Feederschiffe im Ostseeverkehr zunehmend an seine Leistungsgrenze. Können Feederdienste jedoch nicht mehr durch den NOK geführt werden, muss die deutlich längere Strecke via Skagen gewählt werden. Das führt zu einem Verlust der natürlichen Wettbewerbsvorteile der deutschen Häfen gegenüber den Westhäfen. Somit besteht ein erhebliches
Risiko von Mengenverlusten an unseren Containerterminals. Insofern ist eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des NOK dringend erforderlich, damit der NOK auch in Zukunft die Verkehrsströme zwischen Nord- und Ostsee effizient abwickeln kann. Nach derzeitiger Ausbauplanung ist eine Verkehrsfreigabe bis Anfang 2018 erreichbar.
Ein verstärkender Faktor bei den Marktrisiken ist die Tatsache, dass in den nächsten drei bis vier Jahren weitere neue Hafenkapazitäten in der Nordrange zur Verfügung stehen werden (JadeWeserPort Wilhelmshaven, Maasvlakte II Rotterdam). Diese Erweiterungen bei den Terminalkapazitäten können zu Veränderungen in den Ladungsströmen und der Kundenstruktur führen und damit auch die Ratenstruktur und -höhe negativ beeinflussen. Dies gilt insbesondere für den Feederverkehr.
Zu erwarten ist auch, dass die Konsolidierung in der Containerschifffahrtsbranche, vor allem wegen der Verluste der Reedereien, weiter voranschreitet. Die Auswirkungen der Marktkonzentration auf die Konsortien-, Dienste- und Mengenstruktur sind gegenwärtig noch nicht im Detail
prognostizierbar. Grundsätzlich steigt durch eine Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/ Reedereien und somit der Erlösdruck. Andererseits wird bei einer zunehmenden Größe der Konsortien/Reedereien ein Wechsel des Containerterminals erschwert.
Die in Verbindung mit rückläufigen Ladungsvolumina und anhaltenden Kapazitätszuwächsen bei den Containerschiffen stark gesunkenen Seefrachtraten haben bei einem großen Teil der Containerlinien/Reedereien wirtschaftliche Probleme ausgelöst. Dies wird von uns kritisch beobachtet.
Besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin dem Wettbewerb mit den Automobilterminal-Betreibern in den Westhäfen. Mit der Übernahme der leistungsstarken Terminals Vrasene Dock in Antwerpen und Bastenaken Kai/Northern Inlet in Zeebrügge durch den weltweit größten RoRo-Reeder NYK aus Japan im Geschäftsjahr 2006 ist in diesem Zusammenhang eine Situation entstanden, die weiterhin mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Dies gilt insbesondere für die Verlagerung von Importvolumina aus Fernost als auch für das Preisgefüge an unserem Seehafenterminal Bremerhaven. Auf der Grundlage unserer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem RoRo-Reeder NYK sowie durch unsere bisherige Kooperation in Europa und Südafrika sehen wir diesbezüglich auch Chancen.
Begegnung in der Wesermündung
Die vertraglich vereinbarten Preise gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck für diesen Standort erfordern nachhaltig umfassende Produktivitätsverbesserungen und Kostenreduzierungen.
Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals an der Ostsee in Skandinavien kann es durch interne Optimierungen der Reeder zu Verlagerungen von Transshipmentvolumina zu Lasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.
Ein Ausfall der Nordschleuse im Seehafen Bremerhaven kann den Standort gefährden. Insoweit kommt dem spezifischen Ausbau der Kaiserschleuse als weitere Schleuse für Car Carrier, der in 2010 abgeschlossen werden soll, größte Bedeutung zu. Allerdings garantiert der Betreiber der Nordschleuse, die bremenports GmbH & Co. KG, für den worst case kurzfristige Ausfallzeiten.
Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel führen zumindest zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.
Die Entwicklung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE wird auch 2010 von verschiedensten Marktaspekten abhängen. Marktrisiken resultieren zum Beispiel aus der gesamtwirtschaftlichen Situation, der anhaltenden Strukturkrise in der europäischen Automobilindustrie, stark sinkenden Automobil-Neuzulassungen nach dem Wegfall der Umweltprämie in Deutschland und dem massiven Geschäftseinbruch in Osteuropa.
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Im Übrigen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Mautgebühren und fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.
Verschiedenen Geschäftsfeldern der Sparte CONTRACT ist aufgrund der engen Kundenbindung, insbesondere zu einigen Großkunden, üblichen, aber kurzen Vertragslaufzeiten, sehr anspruchsvollen Vertragskonditionen, möglichen Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- bzw. Produktlebenszyklen sowie den Konzentrationsprozessen der Märkte stets ein besonderes Augenmerk zu widmen.
Um die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur, der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren, wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.
Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHB-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) und sonstigen Leiharbeitnehmeranteil erreicht. Dadurch wird im gewissen Rahmen eine Reaktion zur Anpassung des Personalbedarfs an die Geschäftsentwicklung ermöglicht.
Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität des BLG-Konzerns als Arbeitgeber und streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven im BLG-Konzern durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch die Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch geeignete Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein, unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen, ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis
zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich nur geringe Auswirkungen für einzelne Geschäftsfelder.
Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten.
GHB-Mitarbeiter im LC Bremen
Die Angaben zum Management von Finanzrisiken wurden vom Konzernabschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie im Konzernanhang unter Punkt 41 dargestellt.
Im BLG-Konzern bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Finanzrisiken.
Als Dienstleistungsunternehmen betreiben wir keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, sodass in diesem Bereich über keine maßgeblichen Risiken zu berichten ist.
Sonstige Risiken, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor.
Die wesentlichen Risiken des Konzerns resultieren aus der zum Teil noch anhaltenden weltweiten Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft.
Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft.
Die Konjunkturaussichten für das Geschäftsjahr 2010 sind aufgrund der nicht beendeten Finanz-, Wirtschafts- und Schifffahrtskrise weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet. Insofern lassen sich Prognosen in Bezug auf den weiteren Konjunkturverlauf und dessen Auswirkungen auf unseren Konzern nur schwer stellen.
Nach der schweren Rezession hat sich die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2009 stabilisiert. Für das Jahr 2010 rechnen wir mit einer langsamen Erholung der Konjunktur für alle Geschäftsbereiche.
Vor dem Hintergrund der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass sich unser Umsatz im Jahr 2010 trotz einer verbesserten Auslastung in etwa auf Vorjahresniveau bewegen wird. Aufgrund der Konjunkturaussichten und erwarteter niedrigerer Margen setzen wir unsere Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme konsequent fort und passen unsere Investitionsvorhaben weiterhin den aktuellen Marktgegebenheiten an.
Im Rahmen unserer Doppelstrategie forcieren wir unsere Akquisitionstätigkeiten, um neue Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen.
Wir erwarten, dass das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in 2010 leicht über dem Vorjahresergebnis liegt. Ab dem Jahr 2011 gehen wir aufgrund der anzunehmenden Erholung der Weltwirtschaft sowie der dann voll greifenden Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern für alle Geschäftsbereiche aus.
Auch in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten wollen wir unseren Aktionären eine attraktive Dividendenrendite bieten. Wir streben weiterhin an, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.
Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung des BLG-Konzerns, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 96 |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 97 |
| Konzernbilanz | 98 |
| Segmentberichterstattung | 100 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 102 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 104 |
| Konzernanhang | 105 |
| Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 175 |
| Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers | 176 |
| vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| 2008 2009 TEUR |
2008 2008 TEUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| Konzernanhang | TEUR | TEUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 7 | 818.460 | 962.633 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 67.570 | 75.812 |
| 3. | Materialaufwand | 9 | -309.498 | -380.258 |
| 4. | Personalaufwand | 10 | -319.813 | -349.029 |
| 5. | Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
11 | -69.127 | -59.580 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 12 | -152.390 | -152.599 |
| 7. | Erträge aus langfristigen Finanzforderungen | 13 | 441 | 567 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 13 | 1.802 | 2.960 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 13 | -22.737 | -19.909 |
| 10. | Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 14 | 763 | 2.194 |
| 11. | Erträge aus übrigen Beteiligungen und verbundenen Unternehmen |
14 | 1.052 | 1.077 |
| 12. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen |
15 | 0 | -250 |
| 13. | Ergebnis vor Steuern | 16.523 | 83.618 | |
| 14. | Ertragsteuern | 16 | -8.489 | -9.075 |
| 15. | Konzernjahresüberschuss | 8.034 | 74.543 | |
| Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf: | ||||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– | 920 | 2.962 | ||
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | 1.739 | 63.277 | ||
| Übrige nicht beherrschende Gesellschafter | 5.375 | 8.304 | ||
| 8.034 | 74.543 | |||
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) | 17 | EUR 0,24 | EUR 0,77 | |
| Dividende | der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– | 18 | EUR 0,25 | EUR 0,40 |
| 2008 2009 |
2008 2008 |
||
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | TEUR TEUR |
TEUR TEUR |
|
| 1. | Konzernjahresüberschuss | 8.034 | 74.543 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | |||
| 2. | Währungsumrechnung | 863 | -784 |
| 3. | Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten | -179 | -5.480 |
| 4. | Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten assoziierter Unternehmen |
-70 | - 68 |
| 5. | Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 20 |
24 | 856 |
| 6. | Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 19 |
638 | -5.476 |
| 7. | Gesamtergebnis | 8.672 | 69.067 |
| Vom sonstigen Einkommen des Jahres entfallen auf: | |||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT | |||
| –Aktiengesellschaft von 1877– | 920 | 2.962 | |
| BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG | 2.201 | 57.801 | |
| Übrige nicht beherrschende Gesellschafter | 5.551 | 8.304 | |
| 8.672 | 69.067 |
| A k t i v a | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | TEUR | TEUR | |
| A. Langfristiges Vermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
21 | ||
| 1. Firmenwerte |
12.720 | 4.800 | |
| 2. Andere immaterielle Vermögenswerte |
9.234 | 10.048 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle |
|||
| Vermögenswerte | 13.381 | 11.820 | |
| 35.335 | 26.668 | ||
| II. Sachanlagen |
22 | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
|||
| einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 357.070 | 330.641 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
266.313 | 250.327 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
22.245 | 22.229 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
23.835 | 58.927 | |
| 669.463 | 662.124 | ||
| III. Finanzanlagen |
23 | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
492 | 406 | |
| 2. Anteile an assoziierten Unternehmen, |
|||
| die at equity bilanziert werden | 39.388 | 35.753 | |
| 3. Sonstige Finanzanlagen |
1.924 | 2.037 | |
| 41.804 | 38.196 | ||
| IV. Langfristige Finanzforderungen |
24 | 8.978 | 10.053 |
| V. Sonstige langfristige Vermögenswerte |
576 | 31 | |
| VI. Latente Steuern |
16 | 4.963 | 8.940 |
| 761.119 | 746.012 | ||
| B. Kurzfristiges Vermögen |
|||
| I. Vorräte |
25 | 11.015 | 10.374 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
26 | 129.421 | 135.636 |
| III. Sonstige Vermögenswerte |
26 | 39.287 | 59.254 |
| IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern |
27 | 266 | 1.551 |
| V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
28 | 35.933 | 29.457 |
| 215.922 | 236.272 | ||
| 977.041 | 982.284 |
| 31.12.2008 P a s s i v a |
31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Konzernanhang TEUR |
TEUR | TEUR |
| A. Eigenkapital 29 |
||
| I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT |
||
| 4.800 –Aktiengesellschaft von 1877– |
||
| 10.048 1. Gezeichnetes Kapital |
9.984 | 9.984 |
| 2. Gewinnrücklagen |
||
| 11.820 a. Gesetzliche Rücklage |
998 | 998 |
| 26.668 b. Andere Gewinnrücklagen |
3.777 | 3.817 |
| 3. Bilanzgewinn |
945 | 1.521 |
| 15.704 | 16.320 | |
| II. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
||
| 1. Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
||
| 250.327 a. Kommanditkapital |
51.000 | 51.000 |
| 22.229 b. Kapitalrücklage |
50.182 | 50.182 |
| 58.927 c. Gewinnrücklagen |
138.455 | 95.390 |
| d. Bilanzgewinn |
11.828 | 57.542 |
| e. Fremdwährungsausgleichsposten |
-55 | -569 |
| f. Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten |
-2.917 | -2.692 |
| 406 g. Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften |
-35.447 | 19.158 |
| 213.046 | 270.011 | |
| 2. Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter |
||
| 2.037 a. Hybrid-Eigenkapital |
78.010 | 78.010 |
| b. Sonstige Minderheiten |
5.001 | -10.571 |
| 296.057 | 337.450 | |
| 10.053 31 |
311.761 | 353.770 |
| 8.940 B. Langfristige Schulden |
||
| 746.012 I. Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 30 |
180.890 | 170.361 |
| II. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 31 |
96.013 | 57.531 |
| III. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 32 |
20.215 | 14.111 |
| IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 35 |
9.487 | 4.018 |
| 10.374 V. Langfristige Rückstellungen 33 |
48.968 | 47.086 |
| 135.636 VI. Latente Steuern 16 |
4.782 | 2.298 |
| 59.254 1.551 |
360.355 | 295.405 |
| C. Kurzfristige Schulden |
||
| I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34 |
58.467 | 86.500 |
| II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 31 |
169.462 | 177.767 |
| III. Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand 32 |
1.379 | |
| IV. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 35 |
49.727 | 46.124 |
| V. Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern 36 |
10.531 | 12.025 |
| VI. Kurzfristige Rückstellungen 37 |
15.359 | 9.711 |
| 304.925 | 333.109 | |
| 982.284 | 977.041 | 982.284 |
| (in TEUR) | AUTOMOBILE | ||
|---|---|---|---|
| 31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
||
| Umsatzerlöse | |||
| mit externen Dritten | 298.402 | 335.616 | |
| Intersegmenterlöse | 120 | 111 | |
| EBITDA | 21.909 | 38.930 | |
| Abschreibungen | -11.374 | -10.298 | |
| EBIT | 10.535 | 28.632 | |
| in % vom Umsatz | 3,5 % | 8,5 % | |
| Zinserträge | 233 | 866 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | |
| Zinsaufwand | - 6.437 | -7.592 | |
| Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen | -204 | 690 | |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | 52 | 54 | |
| Segmentergebnis (EBT) | 4.179 | 22.650 | |
| Andere Informationen | |||
| Andere nicht zahlungswirksame Posten | - 251 | -74 | |
| Im Segmentergebnis enthalten | |||
| Periodenfremde Erträge | 9.147 | 6.253 | |
| Periodenfremde Aufwendungen | - 4.011 | -775 | |
| Wertminderungen | -263 | 0 | |
| Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen | 9.386 | 9.615 | |
| Segmentvermögen | 245.990 | 223.296 | |
| Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 21.032 | 43.716 | |
| Segmentschulden | 152.199 | 141.257 | |
| Eigenkapital | 57.680 | 53.092 | |
| Mitarbeiter | 2.077 | 2.023 |
1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50 Prozent-Quote)
2) Im Segment CONTRACT und in der Überleitung zum Konzern wurden gemäß IAS 8.42 Änderungen der Vorjahreszahlen vorgenommen.
| KONZERN | Überleitung 2) | CONTAINER | CONTRACT 2) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
| 962.633 | 818.460 | -6.721 | -6.841 | 357.491 | 295.699 | 276.247 | 231.200 |
| 156.560 | 0 | -6.721 | -6.841 | 6.010 | 5.737 | 600 | 984 |
| 104.329 | -13.966 | -13.959 | 101.329 | 74.824 | 30.267 | 21.555 | |
| -59.580 | -69.127 | -778 | - 798 | -31.861 | -40.794 | -16.643 | -16.161 |
| 35.202 | -14.744 | -14.757 | 69.468 | 34.030 | 13.624 | 5.394 | |
| 4,3 % | k.A. | k.A. | 19,4 % | 11,5 % | 4,9 % | 2,3 % | |
| 2.243 | -71 | 330 | 1.458 | 668 | 1.273 | 1.012 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -250 | 0 | |
| -22.737 | 2.637 | 507 | -7.415 | -10.742 | -7.539 | -6.065 | |
| 763 | 137 | 251 | -289 | -863 | 1.656 | 1.579 | |
| 1.052 | 0 | 52 | 981 | 911 | 42 | 37 | |
| 16.523 | -12.041 | -13.617 | 64.203 | 24.004 | 8.806 | 1.957 | |
| -275 | 0 | 205 | 0 | -103 | 389 | ||
| 22.407 -6.867 |
2.942 -320 |
3.722 - 855 |
1.784 -571 |
1.273 - 541 |
8.739 -2.101 |
8.265 -1.460 |
|
| -5.728 | 0 | 0 | -1.787 | -4.018 | -1.211 | -1.447 | |
| 39.388 | 2.818 | 2.807 | 21.651 | 23.944 | 1.668 | 3.251 | |
| 932.424 | 38.329 | 18.748 | 469.681 | 478.561 | 204.735 | 189.125 | |
| 77.825 | 515 | 3.669 | 119.019 | 48.402 | 7.475 | 4.722 | |
| 316.133 | -61.878 | -64.384 | 167.294 | 128.224 | 106.864 | 100.094 | |
| 311.761 | 92.110 | 32.748 | 190.859 | 207.549 | 17.709 | 13.784 | |
| 5.929 | 122 | 126 | 1) 1.862 |
1) 1.939 |
2.046 | 1.787 |
| I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– |
II. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG |
Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kom Bilanz mandit gewinn Summe kapital |
Kapital rück |
lage | Gewinn rück lagen |
Bilanz gewinn |
Fremd wäh rungs aus gleichs posten |
Rücklage aus der Zeitwert bewer tung von Finanz instru menten |
Bilanz ergebnis einbezo gener Gesell schaften |
Summe | Hybrid Eigen kapital |
Sonstige Minder heiten |
Summe |
| 14.894 51.000 |
50.182 | 85.936 | 29.495 | 215 | 2.000 | 22.746 | 241.574 | 77.981 | - 14.293 | 320.156 | |
| 2.962 | 0 | 0 | 9.575 | 57.542 | 0 | 0 | - 3.840 | 63.277 | 5.063 | 3.241 | 74.543 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - 784 | - 4.692 | 0 | - 5.476 | 0 | 0 | - 5.476 |
| 2.962 | 0 | 0 | 9.575 | 57.542 | - 784 | - 4.692 | - 3.840 | 57.801 | 5.063 | 3.241 | 69.067 |
| - 1.536 | 0 | 0 | 0 | - 29.495 | 0 | 0 | 0 | - 29.495 | - 5.034 | - 963 | - 37.028 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.976 | 1.976 |
| 0 | 0 | - 121 | 0 | 0 | 0 | 252 | 131 | 0 | - 532 | - 401 | |
| 16.320 51.000 |
50.182 | 95.390 | 57.542 | - 569 | - 2.692 | 19.158 | 270.011 | 78.010 | - 10.571 | 353.770 | |
| 0 | 0 | 34.773 | 0 | 0 | 0 | - 33.034 | 1.739 | 5.063 | 312 | 8.034 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 687 | - 225 | 0 | 462 | 0 | 176 | 638 |
| 920 | 0 | 0 | 34.773 | 0 | 687 | - 225 | - 33.034 | 2.201 | 5.063 | 488 | 8.672 |
| 0 | 0 | 0 | - 28.196 | 0 | 0 | 0 | - 28.196 | - 5.063 | - 55 | - 34.850 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 97 | 97 | 0 | 0 | 97 |
| 0 | 0 | 5.224 | 0 | - 173 | 0 | - 36.119 | - 31.068 | 0 | 11.133 | - 19.935 | |
| 0 | 0 | 0 | 3.068 | - 17.518 | 0 | 0 | 14.451 | 1 | 0 | 4.006 | 4.007 |
| 51.000 | 50.182 138.455 | 11.828 | - 55 | - 2.917 | - 35.447 | 213.046 | 78.010 | 5.001 | 311.761 |
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 16.523 | 83.618 |
| Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, | ||
| Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen | 69.127 | 59.831 |
| Zuschreibungen zu langfristigen Finanzforderungen | -342 | -1.110 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Ergebnis aus assoziierten Unternehmen |
-1.380 -763 |
-1.156 -2.194 |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | -1.052 | -1.077 |
| Zinsergebnis | 20.494 | 16.382 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -279 | 315 |
| 102.328 | 154.609 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.431 | -7.404 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | 20.533 | -19.432 |
| Veränderung der Vorräte Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand |
-640 6.501 |
-1.827 9.076 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.119 | -4.502 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -26.597 | 3.140 |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | -3.104 | 10.588 |
| 2.243 | -10.361 | |
| Einzahlungen für Zinsen | 1.719 | 2.772 |
| Auszahlungen für Zinsen | -18.270 | -15.903 |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | -4.641 | -9.011 |
| -21.192 | -22.142 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 83.379 | 122.106 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | ||
| und immaterieller Vermögenswerte | 4.455 | 9.603 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen |
-75.914 88 |
-169.435 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -3.218 | -6.475 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 3.278 | 5.720 |
| Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | -125 | -2.765 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen | 735 | 2.761 |
| Einzahlungen aus Unternehmensverkäufen, abzügl. veräußerter liquider Mittel | 207 | 0 |
| Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel Auszahlungen für beherrschungswahrende Anteilserwerbe |
-11.908 -19.935 |
-6.380 0 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden | 1.814 | 3.362 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -100.523 | -163.609 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner | 312 | 523 |
| Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner | -378 | -312 |
| Auszahlungen an Inhaber Hybridkapital | -5.063 | -5.035 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Minderheitsgesellschaftern | 4.006 | 1.976 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | -29.690 | -31.994 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten |
74.176 -43.745 |
64.111 -37.736 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen von Beteiligungsunternehmen | 17.800 | 18.900 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen von Beteiligungsunternehmen | -18.990 | -19.204 |
| Veränderung Verrechnungskonto Joint-Venture-Partner | 16.395 | -531 |
| Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten | 27.500 | 39.121 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -7.074 | -5.734 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 35.249 | 24.085 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 18.105 | -17.418 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres |
97 -20.045 |
-487 -2.140 |
| Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | -1.843 | -20.045 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres Liquide Mittel |
35.933 | 29.457 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -37.776 | -49.502 |
| -1.843 | -20.045 |
der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–
| Grundlagen und Methoden | 106 |
|---|---|
| Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 121 |
| Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 129 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 130 |
| Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung |
153 |
| Segmentberichterstattung | 154 |
| Sonstige Erläuterungen | 158 |
Der Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG) für das Geschäftsjahr 2009 wurde mit Ausnahme der Regelungen des IAS 32 zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital (zu Einzelheiten vgl. Erläuterung Nr. 29) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2009 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.
Mit der Aufstellung ihres Konzernabschlusses nach IFRS kommt die BLG ihrer Verpflichtung gemäß § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der jeweils geltenden Fassung nach.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie unter Erläuterung Nr. 6 dargestellt, sind für alle im Konzernabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Konzerngesellschaften angewendet worden.
Das Geschäftsjahr der BLG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Bremen eingetragene BLG hat ihren Sitz in Bremen/ Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.
Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorie "Available for Sale", sofern für solche Finanzinstrumente die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden können.
Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Werte haben können. Dies betrifft insbesondere die Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (siehe hierzu Erläuterung Nr. 6 l) sowie für langfristige Rückstellungen (Erläuterung Nr. 33). Die vorgenommenen Schätzungen wurden auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2009 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:
'Verbesserungen von IFRS': Im Mai 2008 wurde ein Standard zu 'Verbesserungen von IFRS' veröffentlicht. Die hierin enthaltenen Änderungen betreffen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt 21 Standards, die aus dem "Annual Improvements Project 2006-08" des IASB resultieren. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 begonnen haben.
Die neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge.
Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden:
| Standard / Interpretation Standards/Interpretationen |
Anwendungspflicht für Geschäftsjahre |
Übernahme durch |
|---|---|---|
| beginnend ab | EU-Kommission | |
| Standards: | ||
| Änderungen zu IFRS 1 'Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender' |
1. Januar 2010 | Nein |
| Änderungen zu IFRS 2 'Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern' |
1. Januar 2010 | Nein |
| IFRS 3 'Unternehmenszusammenschlüsse' und IAS 27 'Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS' |
1. Juli 2009 | Ja |
| IFRS 9 'Finanzinstrumente: Klassifizierung und Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten' |
1. Januar 2013 | Nein |
| IAS 24 'Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen' (überarbeitet) |
1. Januar 2011 | Nein |
| Änderung zu IAS 32 'Einstufung von Bezugsrechten' | 1. Februar 2010 | Ja |
| IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' (zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen) |
1. Juli 2009 | Ja |
| diverse Standards: | im Wesentlichen | |
| Annual Improvements Project 2007-09 | 1. Januar 2010 | Nein |
| Interpretationen: | ||
| IFRIC 12 'Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen' | 1. April 2009 | Ja |
| Änderungen zu IFRIC 14 'Vorauszahlungen auf Mindest- dotierungsverpflichtungen' |
1. Januar 2011 | Nein |
| IFRIC 15 'Vereinbarungen über die Herstellung von Gebäuden' | 1. Januar 2010 | Ja |
| IFRIC 16 'Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb' |
1. Juli 2009 | Ja |
| IFRIC 17 'Sachdividenden an Eigentümer' | 1. November 2009 | Ja |
| IFRIC 18 'Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden' |
1. November 2009 | Ja |
| IFRIC 19 'Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapital- instrumenten' |
1. Januar 2011 | Nein |
Der Konzern plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen des Konzerns haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss werden sich hieraus jedoch nicht ergeben.
Der Vorstand der BLG hat den Konzernabschluss am 6. April 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) erbringt seehafenorientierte Logistik im weltweiten Maßstab in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Das Spektrum der Logistikleistungen reicht von standardisierten bis hin zu komplexen individuellen Lösungen für Industrie und Handel.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE betreibt ein europaweites Netzwerk. Die Basis sind Autoterminals an strategisch wichtigen Verkehrsknoten an Nordsee, Ostsee und dem Mittelmeer sowie an großen Flüssen und im Binnenland.
Alle Terminals sind miteinander vernetzt und über Lkw, Bahn oder Schiff zu erreichen. Damit sind durchgängige Logistikketten zu den Kunden gewährleistet, also vom Automobilproduzenten bis hin zum Autohändler. Zur Erweiterung der Dienstleistungstiefe bieten darüber hinaus alle Terminals eine Vielzahl technischer Dienstleistungen sowie Vermittlungs- und administrative Leistungen an.
Der größte Standort im Netzwerk ist Bremerhaven, der zu den größten Autohäfen der Welt zählt. Zunehmend ausgebaut wird insbesondere dort der Stückgutumschlag ("High & Heavy"), der von der allgemeinen Tendenz zur Verschiffung von RoRo-Ladungen profitiert. Mit mehr als fünf Millionen Fahrzeugen pro Jahr ist dieser Geschäftsbereich Marktführer der europäischen Automobillogistiker.
Der Geschäftsbereich CONTRACT betreibt Logistik- und Distributionszentren und führt weltweite Logistikdienstleistungen – insbesondere für die Automobilindustrie – durch. Zum einen führt der Geschäftsbereich Werkslogistikleistungen sowie Logistikleistungen zwischen den weltweit angesiedelten Betriebsstätten und Unternehmen großer Konzerne durch. Das umfasst beispielsweise die Beschaffungslogistik vom Lieferanten bis hin zur Fertigungsversorgung, innerbetriebliche Transporte, Fertigungsentsorgung sowie die Verpackung und den Versand. Weiterhin übernimmt der BLG-Konzern auch einzelne produktionsnahe Dienstleistungen wie zum Beispiel die Härtung geklebter Karosseriekomponenten, die Konservierung von Rohbauteilen und Vormontagen von Systemkomponenten.
Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Handelslogistik. Handelslogistik heißt Konzeptionierung, Implementierung, Ausführung und Management von komplexen logistischen Geschäftsprozessen. So werden innovative und maßgeschneiderte Logistiklösungen geboten, die den Herausforderungen unserer Kunden gerecht werden: effektive und transparente Prozessabläufe, kontinuierliche Optimierung von Waren- und Informationsflüssen, komplexes Management aus einer Hand. Geschäftsprozesse werden mit einer Technik- und IT-Expertise durch den Einsatz moderner Soft- und Hardware abgebildet. Individuelle Lösungen für den Kunden sichern umfassende Informationsketten und automatisierte Warenbewegungen durch eigene IT- und Engineering-Kompetenz.
Eine weitere Aktivität des Geschäftsbereichs CONTRACT ist die Lagerung und der Umschlag von Kühlgütern in einem Kühlhaus am Containerterminal in Bremerhaven sowie die Durchführung der anfallenden Nebengeschäfte und Serviceleistungen.
Das Geschäftsfeld Cargo betreibt das größte konventionelle Inlandsterminal Europas im Neustädter Hafen und an der Kap-Horn-Anlage in Bremen. Schwerpunkt der Tätigkeit sind Verkehrs- und Logistikleistungen für Stahl, Rohre, Maschinen und Anlagen im Exportbereich und der Umschlag und die Lagerung von Holzprodukten (Holz, Papier und Zellulose) für den Importbereich. Daneben ist eine Gesellschaft des Geschäftsbereichs autorisiertes Lagerhaus der London Metal Exchange, London/ Großbritannien.
Der Geschäftsbereich CONTAINER besteht aus dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, an dem eine Gesellschaft des BLG-Konzerns 50 Prozent der Geschäftsanteile hält, sowie dessen Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Die EUROGATE-Gruppe betreibt – teilweise mit Partnern – Seeterminals in Bremerhaven, Hamburg (beide Deutschland), La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Livorno, Ravenna, Salerno (alle Italien) sowie Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Daneben ist die EUROGATE-Gruppe an im Aufbau befindlichen Terminals in Wilhelmshaven (Deutschland) und Ust-Luga (Russland) sowie an mehreren Binnenterminals und Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.
Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen und Depothaltung von Containern sowie technische Serviceleistungen angeboten.
Die BLG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, die – direkt oder indirekt – die Anteile an den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen hält. Die BLG beherrscht die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, an deren Vermögen sie nicht beteiligt ist, aufgrund ihrer Gesellschafterstellung. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der BLG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 20 inländische und 6 ausländische Tochtergesellschaften (im Vorjahr 22 inländische und 6 ausländische Gesellschaften), die per Vollkonsolidierung einbezogen werden.
Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG weitere 44 Prozent der Anteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics erworben. Somit hält der BLG-Konzern seit diesem Zeitpunkt 94 Prozent der Geschäftsanteile an dieser wesentlichen Gesellschaft der ehemaligen Harms-Unternehmensgruppe, die dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugeordnet ist. Diese Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wurden aufgrund der Beherrschung wegen Stimmrechtsmehrheit bereits in den Vorjahren voll konsolidiert. Der Anteilserwerb führte somit zu keinem Kontrollwechsel.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen der Osteuropastrategie zusammen mit der ukrainischen ViDi-Gruppe jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, übernommen. Da der BLG-Konzern die faktische Beherrschung dieser Gesellschaft innehat, erfolgt die Berücksichtigung im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Seit dem Jahr 2008 gehört die 50 %ige Beteiligung an der BLG AutoRail GmbH der BLG-Gruppe an. Da die BLG aufgrund von gesellschaftsvertraglichen Regelungen die Stimmrechtsmehrheit hat, erfolgt die Berücksichtigung dieser Gesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Im Zuge der Umstrukturierung des Geschäftsbereichs CONTRACT wurden die BLG Kontraktlogistik GmbH und die DIALOG Distribution and Automobile Logistics GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2009 auf die BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG verschmolzen und die BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l., Mailand, Italien, mit Wirkung zum 28. Februar 2009 entkonsolidiert. Daraus ergaben sich Erträge aus der Entkonsolidierung von TEUR 86.
Die Veränderungen im Konsolidierungskreis der EUROGATE-Gruppe betreffen im Wesentlichen den 30-prozentigen Anteilsverkauf an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG sowie an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH an APM Terminals Wilhelmshaven GmbH zum 27. Oktober 2009. Der Kaufpreis wurde in Zahlungsmitteln geleistet. Im Rahmen des Verkaufes wurde zwischen den Vertragsparteien ein "Partners Agreement" geschlossen, welches die Bildung eines Advisory Boards vorsieht. Weiterhin wurde vereinbart, dass wesentliche Entscheidungen gemeinsam durch die Vertragsparteien getroffen werden müssen, wodurch ein
Joint Venture begründet wird.
Die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG sowie die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH wurden daher entkonsolidiert, indem 30 Prozent der Vermögenswerte (Anteil BLG-Konzern: TEUR 138) und 30 Prozent der Schulden (Anteil BLG-Konzern: TEUR 15) zu Buchwerten als Abgang erfasst wurden. Die verbleibenden 70 Prozent der Vermögenswerte und Schulden werden ab dem 27. Oktober 2009 im Rahmen der Quotenkonsolidierung in den EUROGATE-Teilkonzern einbezogen. Daraus ergaben sich anteilig für den BLG-Konzern Erträge aus der Entkonsolidierung von TEUR 566.
Drei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Insgesamt werden 26 Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht voll konsolidiert. Neun Gesellschaften, an denen der BLG-Konzern maßgeblich beteiligt ist, werden wegen Unwesentlichkeit nicht at equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Aufstellung der wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Konzernanhang als Anlage 1 beigefügt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 Absatz 2 HGB wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der BLG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.
Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IAS 27 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften des Konzerns aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 374.
Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Konzernanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert bzw. passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nr. 6).
Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrages erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.
Der Geschäftsbereich Container mit der Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG wird durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen.
Weitere Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern der Konzern eine gemeinsame Führung mit einem weiteren Partnerunternehmen innehat bzw. einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann.
Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den BLG-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht bzw. vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.
Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten nach IAS 39 oder, sofern die Marktwerte nicht zuverlässig ermittelbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.
Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, der gemeinsamen Führung oder des wesentlichen Einflusses.
Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften des BLG-Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Zum 31. Dezember 2009 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR -55 (im Vorjahr: TEUR -569) im Eigenkapital ausgewiesen (vgl. hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung).
| Einheit/Währung in EUR | Stichtagskurs | Durchschnitts | Stichtagskurs | Durchschnitts |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | kurs 2009 | 31.12.2008 | kurs 2008 | |
| 1 britisches Pfund | 1,1113 | 1,1230 | 1,0272 | 1,2597 |
| 1 brasilianischer Real | 0,4023 | 0,3635 | 0,3030 | 0,3775 |
| 1 südafrikanischer Rand | 0,0944 | 0,0862 | 0,0752 | 0,0836 |
| 1 polnischer Zloty | 0,2421 | 0,2322 | 0,2407 | 0,2864 |
| 1 amerikanischer Dollar | 0,6977 | 0,7192 | 0,7095 | 0,6834 |
| 10 slowakische Kronen | - | - | 0,3307 | 0,3211 |
| 1 tschechische Krone | 0,0379 | 0,0379 | 0,0377 | 0,0402 |
| 1 ukrainischer Griwna | 0,0881 | 0,0906 | 0,0895 | 0,1343 |
| 10 marokkanische Dirham | 0,8910 | 0,8951 | 0,8919 | 0,8878 |
| 1 russischer Rubel | 0,0231 | 0,0228 | 0,0243 | 0,0275 |
Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.
Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden gemäß IAS 18 dann erfasst, wenn die Leistung erbracht ist, hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen bzw. Ereignissen werden gemäß dem "matching principle" in der gleichen Periode angesetzt.
Bei Dienstleistungsaufträgen werden die Umsätze nach der Stage of Completion-Methode (SoC-Methode) gemäß IAS 18 i. V. m. IAS 11 dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der Leistungsfortschritt wird anhand der geleisteten Stunden in Relation zu dem voraussichtlichen Gesamtstundenvolumen eines Auftrags ermittelt.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst.
Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen üblicherweise nicht berücksichtigt.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte wird unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).
Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt.
Immobilien werden darauf untersucht, ob es sich um investment properties i. S. des IAS 40 handelt. Der Umfang der investment properties ist von untergeordneter Bedeutung, IAS 40 findet aus diesem Grund bei der BLG Logistics Group keine Anwendung.
Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 und IFRIC 1 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.
Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswertes linear aufgelöst.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG Logistics Group zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.
Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.
Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.
Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating Leasingverhältnisse dar. Die Mietund Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte sind grundsätzlich ab dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem der BLG-Konzern Vertragspartner wird und zur Leistung berechtigt bzw. zur Gegenleistung verpflichtet ist. Sofern zeitliche Differenzen zwischen dem Tag der Order und dem Tag der Abwicklung (Erfüllungstag) bestehen, wird ein finanzieller Vermögenswert erst ab dem Erfüllungstag aktiviert.
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (mit Ausnahme der EUROGATE-Gruppe, die quotal konsolidiert wird) werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG entfallen.
Zu den Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen zählen des Weiteren Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen und sonstige Beteiligungen.
Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale), solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden (Held to Maturity), sowie übrige originäre oder erworbene Forderungen.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (Impairment). Zu außerplanmäßigen Abschreibungen siehe ergänzend Erläuterung Nr. 6 l.
Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, sofern weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held to Maturity" werden zum Bilanzstichtag mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Loans and Receivables", zu denen vor allem die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige unter- bzw. nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).
Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und der BLG-Konzern keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.
Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Bei der Bilanzierung von Dienstleistungen wird die Stage of Completion-Methode zugrunde gelegt.
Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/ Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie ggf. noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endproduktes zugrunde gelegt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach IAS 39 der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l). Neben den ggf. erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden bei aufgrund von Erfahrungswerten erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die ergebniswirksam erfasst werden. Wertberichtigte Forderungen werden ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.
Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten, die für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifiziert.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nr. 6 i), kurzfristige Finanzforderungen und ggf. kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale) oder zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading), und ab dem Erfüllungstag aktiviert.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (siehe Erläuterung Nr. 6 l).
Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held for Trading" werden grundsätzlich mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.
Sonstige kurzfristige Finanzforderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Erläuterung Nr. 6 l).
Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die ihm zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.
Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt und in der Regel mit einem Wert angesetzt, der unter Verwendung notierter Preise ähnlicher Finanzinstrumente aus aktiven Märkten oder durch Modelle, deren wesentliche Parameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, ermittelt wurde. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts.
Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.
Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte betreffen insbesondere Finanzforderungen, Anzahlungen und Abgrenzungen. Sie werden zu Nominalwerten angesetzt.
Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.
Sämtliche Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 oder IAS 39 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (recoverable amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.
Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.
Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswertes oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.
Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.
Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Als Grundlage dienten die Drei-Jahresplanungen (Geschäftsbereiche CONTRACT und AUTOMOBILE) bzw. die Fünf-Jahresplanung (Geschäftsbereich CONTAINER). Als Diskontsatz wird ein aktueller Marktzinssatz unter Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes und der Risikospezifika des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugrunde gelegt. Wie im Vorjahr kam dabei grundsätzlich ein gewichteter Kapitalkostensatz von 10,00 Prozent für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie 8,20 Prozent (Vorjahr: 7,60 Prozent) für den Geschäftsbereich CONTAINER zur Anwendung. In diesen sind ein risikoloser Basiszins von 4,25 Prozent (Vorjahr: 5,00 Prozent) und eine Marktrisikoprämie von 5,75 Prozent (Vorjahr: 5,00 Prozent) eingeflossen.
Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen, die sich ohne die außerplanmäßigen Abschreibungen ergeben hätten, verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.
Wertaufholungen auf abgeschriebene Firmenwerte sind nicht zulässig.
Eine außerplanmäßige Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Held to Maturity" und "Loans and Receivables" sowie Fremdkapitalinstrumente der Kategorie "Available for Sale" ist erfolgswirksam zurückzunehmen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Available for Sale" erfolgt die Wertaufholung erfolgsneutral über die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten.
Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.
Pensionsverpflichtungen sind post employment benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt. Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um other long-term benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.
Abbruchverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung mit dem Barwert der Verpflichtung als Anschaffungsnebenkosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in entsprechender Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswerts und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald der BLG-Konzern Vertragspartei geworden ist. Bei den übrigen Verbindlichkeiten richtet sich der Ansatzzeitpunkt nach den allgemeinen Regelungen des IFRS-Frameworks.
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des erhaltenen Entgelts bzw. der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.
Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.
Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (temporary differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet. Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.
Die Ermittlung der latenten Steuern beruht gemäß IAS 12 auf der Anwendung der zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze. Da es sich bei den wesentlichen Konzernunternehmen um Personenhandelsgesellschaften handelt, umfasst der maßgebliche Konzernsteuersatz von 15,4 Prozent nur die Gewerbesteuer. Für deutsche Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,2 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlages sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die ausländischen Konzerngesellschaften verwenden bei der Berechnung der latenten Steuerposten ihren individuellen Ertragsteuersatz. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 19,0 Prozent bis 31,4 Prozent.
In Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTOMOBILE folgender Unternehmenszusammenschluss statt:
Zum 1. Oktober 2009 wurde mit der ViDi-Gruppe, Ukraine, mit Anteilen von je 50 Prozent am Stammkapital die ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, gegründet. Dafür wurden Zahlungsmittel von TEUR 11.926 aufgewendet. Die ViDi-Gruppe hat ihr operatives Automobillogistikgeschäft in diese Gesellschaft eingebracht. Durch eine vertraglich vorgesehene Stimmrechtsmehrheit im Revisionsrat kann der BLG-Konzern über die Verabschiedung von Budgets und die Feststellung von Jahresabschlüssen bestimmen und übt somit eine faktische Kontrolle über die Gesellschaft aus. Die ViDi-Gruppe war über ihr Tochterunternehmen Avtor ZAT, Kiew, Ukraine, bereits vor Übernahme der Anteile der ukrainische Partner der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics beim Gemeinschaftsunternehmen E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW. Durch die neue Gesellschaft wird der Ausbau der Aktivitäten in den osteuropäischen Wachstumsmärkten weiter vorangetrieben. Die Gesellschaft wird durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstand ein Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 7.920.
Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen, mit Ausnahme eines Grundstücks, das auf Basis eines Sachverständigengutachtens mit dem Verkehrswert angesetzt wurde. Die beizulegenden Zeitwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt für 100 Prozent (in TEUR) | 1.10.2009 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 |
| Sachanlagen | 10.437 |
| Vorräte | 1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 18 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 76 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8 |
| 10.541 | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 36 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 42 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 13 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 2.437 |
| 2.528 | |
| Summe identifizierbare Vermögenswerte | 8.013 |
Der BLG-Konzern hat mit der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, anteilig Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 18 netto erworben. Die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, hat im Geschäftsjahr 2009 bezogen auf die neu erworbenen Anteile mit TEUR 406 zum Konzernumsatz und TEUR -73 zum Konzernergebnis beigetragen. Wäre der Unternehmenserwerb zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt, wären die Umsatzerlöse um TEUR 926 höher und der Konzernjahresüberschuss ohne Berücksichtigung von Finanzierungskosten um TEUR 43 niedriger ausgefallen.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Umschlagserlöse | 327.325 | 417.448 |
| Speditions- und Transportleistungen | 253.515 | 232.091 |
| Logistikdienstleistungen | 61.906 | 83.825 |
| Technische Dienstleistungen und Beratung | 53.254 | 64.038 |
| Miet-/Lagererlöse | 47.419 | 47.211 |
| Schiffserlöse | 15.211 | 23.745 |
| Materialverkäufe | 11.262 | 19.363 |
| Containerpacking | 8.332 | 12.314 |
| Personal- und Gerätegestellung | 5.026 | 9.727 |
| Übrige | 35.210 | 52.871 |
| Gesamt | 818.460 | 962.633 |
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise um insgesamt TEUR 144.173 bzw. 14,97 Prozent gemindert. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in den Bereichen Containerumschlag, Seehafenlogistik, Beschaffungs-, Produktionsund Distributionslogistik sowie dem Automobiltransport und technischer Fahrzeugbetreuung erzielt.
Hinsichtlich der Aufgliederung nach Segmenten siehe Erläuterung Nr. 39 bzw. 40.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Schulden | 16.450 | 13.147 |
| Erbbauzinsen und Mieterträge | 10.485 | 9.655 |
| Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen | 7.512 | 9.431 |
| Personalgestellung | 6.910 | 9.329 |
| Versicherungsentschädigungen und andere Erstattungen | 6.494 | 13.220 |
| Sonstige periodenfremde Erträge | 3.630 | 4.413 |
| Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des | ||
| Sachanlagevermögens | 2.326 | 2.156 |
| IT-Dienstleistungen und sonstige Beratung | 301 | 482 |
| Übrige | 13.462 | 13.979 |
| Gesamt | 67.570 | 75.812 |
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen neutrale Erträge in Höhe von TEUR 5.817 (Vorjahr: TEUR 820) enthalten, die in Höhe von TEUR 3.377 auf erhaltene Vertragsstrafen aus dem Geschäftsbereich CONTAINER, in Höhe von TEUR 652 auf Erträge aus Entkonsolidierungen, in Höhe von TEUR 993 auf Kostenerstattungen und in Höhe von TEUR 410 auf Erträge aus wertberichtigten Forderungen entfallen.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 74.676 | 95.896 |
| Aufwendungen für Fremdpersonal | 59.351 | 100.424 |
| Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen | 175.307 | 183.947 |
| Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen |
164 | -9 |
| Gesamt | 309.498 | 380.258 |
Der Rückgang der Aufwendungen für Fremdpersonal um TEUR 41.073 resultiert im Wesentlichen aus dem verringerten Einsatz von Arbeitskräften der Gesamthafenbetriebe in Bremen und Hamburg.
Die Reduzierung des Materialaufwands um 18,6 Prozent ist auf den Rückgang der Geschäftstätigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise zurückzuführen.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 268.807 | 294.375 |
| Gesetzliche soziale Aufwendungen | 47.342 | 48.893 |
| Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung und Jubiläen |
3.917 | 6.012 |
| Übrige | 186 | 79 |
| 320.252 | 349.359 | |
| Aktivierte Eigenleistungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
-439 | -330 |
| Gesamt | 319.813 | 349.029 |
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 29.216 bzw. 8,4 Prozent vermindert. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.
In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 22.344 (Vorjahr: TEUR 22.651) für Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung enthalten. Die Vorjahreszahl wurde korrigiert.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Konzernlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 39) angegeben.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 2.371 | 2.829 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 61.028 | 53.753 |
| 63.399 | 56.582 | |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 5.728 | 2.998 |
| Gesamt | 69.127 | 59.580 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nr. 21 und 22 entnommen werden.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erbbauzinsen und Mieten | 73.294 | 67.085 |
| Sonstige neutrale Aufwendungen | 10.687 | 5.504 |
| Aufwendungen für Versicherungsprämien | 10.667 | 9.569 |
| Aufwendungen aus Schadensfällen | 7.337 | 12.998 |
| Vertriebskosten | 6.832 | 8.915 |
| IT-Aufwendungen | 6.218 | 7.270 |
| Sonstige periodenfremde Aufwendungen | 5.921 | 2.767 |
| Bewachungskosten und sonstige Grundstücksaufwendungen | 5.475 | 6.379 |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten | 5.016 | 6.901 |
| Sonstige personalbezogene Aufwendungen | 3.649 | 4.890 |
| Verwaltungsaufwendungen und Beiträge | 3.179 | 2.598 |
| Post- und Fernsprechkosten | 1.920 | 2.279 |
| Sonstige Steuern | 963 | 961 |
| Buchverluste aus Anlagenabgängen | 946 | 1.000 |
| Aufwendungen für Weiterbildung | 802 | 893 |
| Aufwendungen aus Beschaffungsgeschäften für Dritte | 148 | 247 |
| Übrige | 9.336 | 12.343 |
| Gesamt | 152.390 | 152.599 |
Die sonstigen neutralen Aufwendungen resultieren in Höhe von TEUR 7.000 aus Aufwendungen für Verpflichtungen im Rahmen von Altersteilzeitverträgen und Leistungsverzichten sowie in Höhe von TEUR 1.700 aus Zuführungen zur kurzfristigen Rückstellung für Risiken aus möglichen Garantieverpflichtungen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 3.827 Aufwendungen, die an Kunden weiterbelastet wurden.
| (in TEUR) (in TEUR) |
2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Erträge aus langfristigen Finanzforderungen | 441 | 567 |
| Zinserträge aus Bankguthaben | 248 | 573 |
| Zinserträge aus Amortisation sonstiger Aktiva | 524 | 755 |
| Übrige Zinserträge | 1.030 | 1.632 |
| 1.802 | 2.960 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen und sonstigen Finanzverbindlichkeiten |
-13.524 | -11.515 |
| Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing | -62 | -131 |
| Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -4.466 | -4.006 |
| Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | -422 | -1.175 |
| Übrige Zinsaufwendungen | -4.263 | -3.082 |
| -22.737 | -19.909 | |
| Gesamt | -20.494 | -16.382 |
In den übrigen Zinsaufwendungen sind in 2009 TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 0) Aufwendungen aus Zinsswaps enthalten, die den Geschäftsbereich CONTAINER betreffen.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | ||
| CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien | 958 | 1.658 |
| BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien | 794 | 590 |
| Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen | 493 | 699 |
| dbh Logistics IT AG, Bremen | 251 | 137 |
| Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen | 226 | 323 |
| ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen | 75 | 382 |
| ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien | 68 | 328 |
| OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland | -716 | -1.078 |
| TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko | -1.105 | -870 |
| Übrige | -281 | 25 |
| 763 | 2.194 | |
| Ergebnis aus verbundenen Unternehmen | ||
| Übrige | 105 | 0 |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | ||
| Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia | 634 | 329 |
| Übrige | 313 | 748 |
| 947 | 1.077 | |
| Gesamt | 1.815 | 3.271 |
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf langfristige Forderungen | ||
| Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 250 |
| Gesamt | 0 | 250 |
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Steueraufwand der Periode | 4.802 | 10.177 |
| Steueraufwand für Vorperioden | 515 | 5 |
| Erträge aus Steuererstattungen | -755 | -915 |
| Summe laufende Steuern | 4.562 | 9.267 |
| Latente Steuern | ||
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen | 1.511 | -16 |
| Latente Steuern auf Verlustvorträge | 2.416 | -176 |
| Summe latente Steuern | 3.927 | -192 |
| Gesamt | 8.489 | 9.075 |
Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.
Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns der BLG hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand des Konzerns.
Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.
Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind.
Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern betreffen die folgenden Sachverhalte:
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | |
| Immaterielle Vermögenswerte – | ||||
| Nutzungsdauern / Impairment | 206 | -138 | 0 | -202 |
| Sachanlagevermögen – Nutzungsdauern / Impairment | 311 | -6.503 | 865 | -3.911 |
| Firmenwerte – Ansatz nur in der Steuerbilanz | 622 | 0 | 705 | 0 |
| Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen | 0 | -11.103 | 0 | -8.039 |
| Aktivierung von Abbruchkosten | 0 | -945 | 0 | -800 |
| Sonstige Bewertungsdifferenzen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
2.247 | -1.619 | 449 | -1.737 |
| Pensionsrückstellungen | 1.243 | -33 | 1.018 | -25 |
| Soziales Zukunftskonzept | 637 | 0 | 571 | 0 |
| Fiktive Hafenrente (mittelbare Pensionsverpflichtungen) | 3.355 | 0 | 3.356 | 0 |
| Jubiläumsrückstellungen | 179 | -8 | 136 | 0 |
| Rückstellungen für Altersteilzeit | 1.310 | 0 | 608 | 0 |
| Abbruchverpflichtungen | 1.049 | 0 | 775 | 0 |
| Übrige Rückstellungen – Ansatz und Bewertung | 1.876 | -3 | 1.381 | -118 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen | 11.603 | 0 | 8.285 | 0 |
| Bewertung von langfristigen Finanzforderungen | 46 | 0 | 46 | 0 |
| Abzinsung von langfristigen unverzinslichen Darlehen | 210 | 0 | 5 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 598 | 0 | 607 | 0 |
| Forderungsbewertung | 0 | -30 | 0 | -67 |
| Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil | 0 | -187 | 0 | -240 |
| Absatzmarktorientierte Vorratsbewertung | 0 | -1 | 7 | 0 |
| PoC/SoC-Forderungen | 19 | 0 | 24 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungen | 1.032 | 0 | 1.217 | 0 |
| Berücksichtigung latenter Steuern auf Hybridkapitalkosten | 47 | 0 | 53 | 0 |
| Sonstige | 331 | -15 | 220 | -148 |
| Latente Steuern auf temporäre Differenzen | 26.921 | -20.585 | 20.328 | -15.287 |
| Zwischenergebniseliminierung | 0 | -275 | 0 | -195 |
| Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen | 354 | 0 | 2.770 | 0 |
| Brutto latente Steuern | 27.275 | -20.860 | 23.098 | -15.482 |
| Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen | -6.234 | 0 | -974 | 0 |
| Saldierung | -16.078 | 16.078 | -13.184 | 13.184 |
| Bilanzierte latente Steuern | 4.963 | -4.782 | 8.940 | -2.298 |
| (in TEUR) | Bilanz | in der | in der | Bilanz |
|---|---|---|---|---|
| 1.1. 2009 |
GuV erfasst |
Bilanz erfasst |
31.12. 2009 |
|
| Immaterielle Vermögenswerte – Nutzungsdauern / Impairment |
-202 | 270 | 0 | 68 |
| Sachanlagevermögen – | ||||
| Nutzungsdauern / Impairment | -3.046 | -588 | -2.558 | -6.192 |
| Firmenwerte – Ansatz nur in der Steuerbilanz | 705 | -83 | 0 | 622 |
| Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen | -8.039 | -3.064 | 0 | -11.103 |
| Aktivierung von Abbruchkosten | -800 | -145 | 0 | -945 |
| Sonstige Bewertungsdifferenzen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
||||
| Pensionsrückstellungen | -1.288 993 |
1.916 217 |
0 0 |
628 1.210 |
| Soziales Zukunftskonzept | 571 | 66 | 0 | 637 |
| Fiktive Hafenrente (mittelbare Pensionsverpflichtungen) | 3.356 | -1 | 0 | 3.355 |
| Jubiläumsrückstellungen | 136 | 35 | 0 | 171 |
| Rückstellungen für Altersteilzeit | 608 | 702 | 0 | 1.310 |
| Abbruchverpflichtungen | 775 | 274 | 0 | 1.049 |
| Übrige Rückstellungen – Ansatz und Bewertung | 1.263 | 610 | 0 | 1.873 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen | 8.285 | 3.318 | 0 | 11.603 |
| Bewertung von langfristigen Finanzforderungen | 46 | 0 | 0 | 46 |
| Abzinsung von langfristigen unverzinslichen Darlehen | 5 | 205 | 0 | 210 |
| Derivative Finanzinstrumente | 607 | -33 | 24 | 598 |
| Forderungsbewertung | -67 | 37 | 0 | -30 |
| Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil | -240 | 53 | 0 | -187 |
| Absatzmarktorientierte Vorratsbewertung | 7 | -8 | 0 | -1 |
| PoC/SoC-Forderungen | 24 | -5 | 0 | 19 |
| Rechnungsabgrenzungen | 1.217 | -185 | 0 | 1.032 |
| Berücksichtigung latenter Steuern auf Hybridkapitalkosten | 53 | -6 | 0 | 47 |
| Sonstige | 72 | 244 | 0 | 316 |
| Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen | -974 | -5.260 | 0 | -6.234 |
| Zwischenergebniseliminierung | -195 | -80 | 0 | -275 |
| Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen | 2.770 | -2.416 | 0 | 354 |
| Gesamt | 6.642 | -3.927 | -2.534 | 181 |
Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres:
Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Abziehbare temporäre Differenzen | 6.234 | 974 |
| Verlustvorträge | 30.624 | 30.095 |
| Gesamt | 36.858 | 31.069 |
Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Konzernunternehmen.
Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2009 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 200.868 (Vorjahr: TEUR 212.377). Zum 31. Dezember 2009 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 198.569 (Vorjahr: TEUR 194.389) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften bzw. in absehbarer Zeit keine steuerlichen Gewinne erzielen werden.
Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.
| Überleitungsrechnung (in TEUR) | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss vor Steuern | 16.523 | 83.618 | ||
| Ertragsteuern bei Anwendung des Konzernsteuersatzes | 15,4 % | 2.544 | 15,4 % | 12.877 |
| Überleitungspositionen | ||||
| Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben | -5.863 | -8.250 | ||
| Ergebniswirksame Steuern auf Derivate | 11 | -214 | ||
| Steuerfreie Erträge und sonstige Kürzungen | -1.608 | -1.806 | ||
| Steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen und sonstige Hinzurechnungen |
1.567 | 5.240 | ||
| Abweichende Steuersätze aus Konzernunternehmen | 1.062 | 527 | ||
| Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge | 0 | -1.055 | ||
| Effekt aus der Änderung von Steuersätzen | 442 | -2 | ||
| Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen |
11.366 | 5.207 | ||
| Umkehrung eines vorherigen Nichtansatzes von latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen |
-508 | -2.465 | ||
| Latenter periodenfremder Steueraufwand/-ertrag | -230 | 216 | ||
| Laufender periodenfremder Steueraufwand/-ertrag | -243 | -910 | ||
| Sonstiges | -51 | -290 | ||
| Summe der Überleitungspositionen | 36,0 % | 5.945 | -4,5 % | -3.802 |
| Im Konzern ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 51,4 % | 8.489 | 10,9 % | 9.075 |
Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:
Der angewendete Steuersatz von 15,4 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt. Die im Vergleich zum Vorjahr hohe Konzernsteuerquote ergibt sich im Wesentlichen aus der Wertberichtigung von aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der Muttergesellschaft zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2009 bei EUR 0,24 (Vorjahr: EUR 0,77). Dieser Berechnung liegen der auf die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– entfallende Teil des Konzernjahresüberschusses von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 2.962) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.
Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.
Für das Geschäftsjahr 2009 wird eine Ausschüttung von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 1.536) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von EUR 0,25 (Vorjahr: EUR 0,40).
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Währungsumrechnung | 863 | -784 |
| Zeitwertänderung von derivativen | ||
| Finanzinstrumenten (Cash flow hedges) | -179 | -5.480 |
| davon in die GuV umgebucht | 0 | 0 |
| -179 | -5.480 | |
| Zeitwertänderung von derivativen | ||
| Finanzinstrumenten assoziierter Unternehmen | -70 | -68 |
| davon in der GuV realisiert | 0 | 0 |
| -70 | -68 | |
| Ertragsteuern auf das other comprehensive income | 24 | 856 |
| Gesamt | 638 | -5.476 |
| 2009 (in TEUR) |
Brutto wert |
2009 Steuer aufwand/ -ertrag |
Netto wert |
Brutto wert |
2008 Steuer aufwand/ -ertrag |
Netto wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Währungsumrechnung | 863 | 0 | 863 | -784 | 0 | -784 |
| Zeitwertänderung von derivativen Finanzinstrumenten (Cash flow hedges) Zeitwertänderung von derivativen Finanz- |
-179 | 21 | -158 | -5.480 | 844 | -4.636 |
| instrumenten assoziierter Unternehmen | -70 | 3 | -67 | -68 | 12 | -56 |
| Gesamt | 614 | 24 | 638 | -6.332 | 856 | -5.476 |
| (in TEUR) 21 Immaterielle Vermögenswerte |
Konzessionen, gewerb liche Schutzrechte und |
|||
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) Geschäftsjahr 2009 |
Firmen werte |
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
Geleistete Anzah lungen |
Gesamt |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2009 | 4.800 | 32.447 | 11.820 | 49.067 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | -34 | 0 | -34 |
| Zugänge | 7.920 | 1.495 | 3.017 | 12.432 |
| Abgänge | 0 | -6.510 | -1.431 | -7.941 |
| Umbuchungen | 0 | 263 | 0 | 263 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 12.720 | 27.662 | 13.406 | 53.788 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2009 | 0 | 22.399 | 0 | 22.399 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | -20 | 0 | -20 |
| Zugänge | 0 | 2.526 | 1.450 | 3.976 |
| Abgänge | 0 | -6.477 | -1.425 | -7.902 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 0 | 18.428 | 25 | 18.453 |
| Buchwerte 31.12.2009 | 12.720 | 9.234 | 13.381 | 35.335 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 4.800 | 10.048 | 11.820 | 26.668 |
| (in TEUR) | Konzessionen, gewerb liche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
Geleistete | ||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2008 | Firmen werte |
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
Anzah lungen |
Gesamt |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2008 | 177 | 31.367 | 6.813 | 38.357 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 10 | 0 | 10 |
| Zugänge | 4.623 | 6.664 | 5.777 | 17.064 |
| Abgänge | 0 | -5.839 | -413 | -6.252 |
| Umbuchungen | 0 | 251 | -357 | -106 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -6 | 0 | -6 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 4.800 | 32.447 | 11.820 | 49.067 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2008 | 0 | 25.382 | 0 | 25.382 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Zugänge | 0 | 2.829 | 0 | 2.829 |
| Abgänge | 0 | -5.822 | 0 | -5.822 |
| Umbuchungen | 0 | 16 | 0 | 16 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -7 | 0 | -7 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 0 | 22.399 | 0 | 22.399 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 4.800 | 10.048 | 11.820 | 26.668 |
| Buchwerte 31.12.2007 | 177 | 5.985 | 6.813 | 12.975 |
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.
Dabei wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Nutzungsdauern immaterielle Vermögenswerte | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Softwarelizenzen | 3 - 5 Jahre | 3 - 5 Jahre |
| selbst erstellte Software | 3 - 5 Jahre | 3 - 5 Jahre |
| Versorgungs- und Sielnutzungsrechte | 20 Jahre | 20 Jahre |
Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 1.605 (Vorjahr: TEUR 0) an. Sie betrafen im Wesentlichen mit TEUR 1.225 Software, die nicht mehr zur Anwendung kommt.
Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.
Im Rahmen der Erstkonsolidierung eines ausländischen Tochterunternehmens entstand im Geschäftsjahr 2009 ein Firmenwert in Höhe von TEUR 7.920.
Für qualifizierte Vermögenswerte wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.
In den oben aufgeführten immateriellen Vermögenswerten sind gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15) enthalten.
Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 185) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 31.
Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber.
| (in TEUR) (in TEUR) Geschäftsjahr 2009 |
Grund stücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäfts ausstat tung |
Geleistete Anzahlun gen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand 1. Januar 2009 | 509.288 | 400.849 | 58.802 | 58.927 | 1.027.866 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
10.216 | -520 | -261 | 60 | 9.495 |
| Zugänge | 16.167 | 29.881 | 4.909 | 14.436 | 65.393 |
| Abgänge | -5.027 | -6.142 | -1.608 | -231 | -13.008 |
| Umbuchungen | 22.671 | 23.668 | 2.750 | -49.352 | -263 |
| Währungsdifferenzen | 511 | -16 | 2 | -6 | 491 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 553.826 | 447.720 | 64.594 | 23.834 | 1.089.974 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 178.647 | 150.522 | 36.573 | 0 | 365.742 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
-1 | -211 | -194 | 0 | -406 |
| Zugänge | 22.828 | 35.056 | 7.267 | 0 | 65.151 |
| Abgänge | -4.718 | -3.958 | -1.296 | 0 | -9.972 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -2 | -1 | -1 | -4 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 196.756 | 181.407 | 42.349 | -1 | 420.511 |
| Buchwerte 31.12.2009 | 357.070 | 266.313 | 22.245 | 23.835 | 669.463 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 330.641 | 250.327 | 22.229 | 58.927 | 662.124 |
| (in TEUR) (in TEUR) Geschäftsjahr 2008 |
Grund stücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäfts ausstat tung |
Geleistete Anzahlun gen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
| Stand 1. Januar 2008 | 447.897 | 334.890 | 54.554 | 61.679 | 899.020 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 318 | 57 | 0 | 375 |
| Zugänge | 35.208 | 64.329 | 8.355 | 45.770 | 153.662 |
| Abgänge | -3.614 | -15.801 | -4.789 | -1.037 | -25.241 |
| Umbuchungen | 29.797 | 17.154 | 633 | -47.485 | 99 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -41 | -8 | 0 | -49 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 509.288 | 400.849 | 58.802 | 58.927 | 1.027.866 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2008 | 158.842 | 132.688 | 34.752 | 0 | 326.282 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 24 | 0 | 24 |
| Zugänge | 20.667 | 29.884 | 6.200 | 0 | 56.751 |
| Abgänge | -1.026 | -11.829 | -4.368 | 0 | -17.223 |
| Umbuchungen | 162 | -148 | -38 | 0 | -24 |
| Währungsdifferenzen | 2 | -73 | 3 | 0 | -68 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 178.647 | 150.522 | 36.573 | 0 | 365.742 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 330.641 | 250.327 | 22.229 | 58.927 | 662.124 |
| Buchwerte 31.12.2007 | 289.055 | 202.202 | 19.802 | 61.679 | 572.738 |
Im Zusammenhang mit der Kaufpreisverteilung im Rahmen des Anteilskaufs der BLG ViDi Logistics TOW, Ukraine, zum 1. Oktober 2009 wurde eine Neubewertung eines Grundstücks vorgenommen. Basis für die Neubewertung war das Gutachten eines Sachverständigen, das sich am beizulegenden Zeitwert des Grundstücks unter Bezugnahme auf den an einem aktiven Markt beobachteten Preis orientiert. Zum 1. Oktober 2009 betrug der Buchwert des Grundstücks TEUR 464, nach Vornahme der Neubewertung erhöhte sich der Buchwert auf TEUR 10.213.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.
Die Abgänge bei den Anlagen im Bau betreffen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 368) im Berichtsjahr getätigte sale-and-lease-back-Geschäfte sowie Anschaffungspreisminderungen von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 669).
Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen stellen sich wie folgt dar:
| Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gebäude Leichtbau | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Gebäude Massivbau | 20-40 Jahre | 20-40 Jahre |
| Freiflächen | 10-20 Jahre | 10-20 Jahre |
| Schwimmkrane | 40 Jahre | 40 Jahre |
| Übrige Umschlagsgeräte | 4-34 Jahre | 4-34 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5-20 Jahre | 5-20 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4-20 Jahre | 4-20 Jahre |
| Geringwertige Wirtschaftsgüter | 1 Jahr | 1 Jahr |
Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 4.123 (Vorjahr: TEUR 2.998) an. Sie betrafen mit TEUR 1.206 Flächen in Hamburg, die im Geschäftsjahr 2000 zur Schaffung von Lagerfläche hergerichtet und mit deren Abriss im Geschäftsjahr 2008 begonnen wurde.
Auf Basis eines Sachverständigengutachtens für ein Logistikzentrum am Standort Eisenach ergab sich ein Wertberichtigungsbedarf von TEUR 1.447. Die erforderlichen Abschreibungen erfolgten im Wesentlichen auf technische Anlagen.
Ferner wurden Wertminderungen von TEUR 1.207 auf Betriebsanlagen und Flächen, die nicht mehr benötigt werden, vorgenommen.
Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.
Die "Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau" betreffen mit TEUR 23.835 (Vorjahr: TEUR 58.927) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.
Im Berichtsjahr wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.
In den Sachanlagen sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.
| Finanzierungsleasing (Buchwerte in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Gebäude | 480 | 582 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 68.586 | 49.288* |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 362 | 433 |
| Gesamt | 69.428 | 50.303 |
* Anpassung der Vorjahreszahl nach IAS 8.42
Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 72.269 (Vorjahr: TEUR 51.658) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 31.
Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber. Hinsichtlich der sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind, wird auf die Erläuterung Nr. 30 verwiesen.
| (in TEUR) (in TEUR) |
Anteile an verbundenen |
Finanz anlagen |
Sonstige Beteili |
Wert | |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2009 | Unternehmen | at equity | gungen | papiere | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 872 | 35.753 | 2.029 | 628 | 39.282 |
| Zugänge | 86 | 4.135 | 1 | 0 | 4.222 |
| Abgänge | 0 | -1.003 | -87 | 0 | -1.090 |
| Umbuchungen | 0 | 27 | -27 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 476 | 0 | 0 | 476 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 958 | 39.388 | 1.916 | 628 | 42.890 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2009 | 466 | 0 | 620 | 0 | 1.086 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 466 | 0 | 620 | 0 | 1.086 |
| Buchwert 31. Dezember 2009 | 492 | 39.388 | 1.296 | 628 | 41.804 |
| Buchwert 31. Dezember 2008 | 406 | 35.753 | 1.409 | 628 | 38.196 |
| (in TEUR) (in TEUR) |
Anteile an verbundenen |
Finanz anlagen |
Sonstige Beteili |
Wert | |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2008 | Unternehmen | at equity | gungen | papiere | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2008 | 841 | 30.730 | 1.730 | 628 | 33.929 |
| Zugänge | 37 | 6.838 | 293 | 0 | 7.168 |
| Abgänge | 0 | -784 | 0 | 0 | -784 |
| Umbuchungen | -6 | 0 | 6 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | -1.031 | 0 | 0 | -1.031 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 872 | 35.753 | 2.029 | 628 | 39.282 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2008 | 466 | 0 | 620 | 0 | 1.086 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2008 | 466 | 0 | 620 | 0 | 1.086 |
| Buchwert 31. Dezember 2008 | 406 | 35.753 | 1.409 | 628 | 38.196 |
| Buchwert 31. Dezember 2007 | 375 | 30.730 | 1.110 | 628 | 32.843 |
In den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 406) sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.
Das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, an dem die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 50 Prozent der Kapitalanteile besitzt, ist einschließlich dessen Tochtergesellschaften in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften" verzeichnet.
Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Umsatzerlösen und Aufwendungen dieses Gemeinschaftsunternehmens wird in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 39) durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet. Weitere Informationen finden sich unter Erläuterung Nr. 48.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity konsolidiert werden, betreffen die folgenden Unternehmen:
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Beteili | Buch | Beteili | Buch | ||
| gungs quote |
wert in TEUR |
gungs quote |
wert in TEUR |
||
| dbh Logistics IT AG, Bremen | 26,8 % | 775 | 26,8 % | 631 | |
| ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen | 33,3 % | 2.032 | 33,3 % | 2.187 | |
| BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika | 89,8 % | 675 | 89,8 % | 371 | |
| BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien | 50,0 % | 2.327 | 50,0 % | 1.084 | |
| DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen | 50,0 % | 0 | 50,0 % | 0 | |
| Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen | 100,0 % | 94 | 50,0 % | 45 | |
| BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen | 50,0 % | 74 | 50,0 % | 77 | |
| Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen | 50,0 % | 50 | 50,0 % | 50 | |
| ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen | 33,3 % | 30 | 33,3 % | 42 | |
| ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien | 50,0 % | 2.966 | 60,0 % | 2.898 | |
| Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei | 50,0 % | 271 | 50,0 % | 209 | |
| AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH S.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 1) |
50,0 % | 32 | 50,0 % | -- | |
| E.H. Harms Car Shipping Autotransport Koper d.o.o., Koper, Slowenien |
94,0 % | 210 | 50,0 % | 86 | |
| Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 2) | 47,0 % | -- | 25,0 % | 34 | |
| ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss | 47,0 % | 3.382 | 25,0 % | 3.899 | |
| Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen | 47,0 % | 1.492 | 25,0 % | 1.259 | |
| B.V. Interrijn E.H.Harms Automobil-Transporte RoRo, Rotterdam, Niederlande |
47,0 % | 262 | 25,0 % | 169 | |
| E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine | 47,0 % | 772 | 25,0 % | 1.062 | |
| CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien | 16,7 % | 17.406 | 16,7 % | 14.978 | |
| TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko | 26,7 % | 3.000 | 26,7 % | 2.435 | |
| OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland | 10,0 % | 1.850 | 10,0 % | 2.554 | |
| ACOS Holding AG, Bremen | 25,0 % | 1.684 | 25,0 % | 1.683 | |
| FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg | 17,0 % | 4 | -- | -- | |
| Gesamt | 39.388 | 35.753 |
1) in 2009 erstmalig at equity konsolidiert 2) seit 2009 at cost bewertet
Die Contship Italia S.p.A., Genua, Italien, die TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko, die OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, die ACOS Holding AG, Bremen, sowie die FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg, sind über die EUROGATE-Gruppe quotal berücksichtigt. Der Anteil der EUROGATE-Gruppe an den Gesellschaften beläuft sich auf 33,4 Prozent (CONTSHIP Italia S.p.A.), 53,4 Prozent (TangerMedGate Management S.a.r.l.), 20,0 Prozent (OJSC Ust-Luga Container Terminal), 49,9 Prozent (ACOS Holding AG) sowie 34,0 Prozent (FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH).
Im Geschäftsjahr 2009 waren anteilige Gewinne assoziierter Unternehmen – wegen vorangegangener Verluste – in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 391) nicht im Konzernergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Konzernergebnis erfassten kumulierten Verlustanteile ins-gesamt TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 651).
Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 107.708 | 109.274 |
| Verbindlichkeiten | -67.173 | -71.437 |
| Netto-Vermögenswerte | 40.535 | 37.837 |
| Erträge | 129.809 | 117.177 |
| Aufwendungen | -128.371 | -112.196 |
| Netto-Ergebnis | 1.438 | 4.981 |
Zur Erhöhung der Aussagefähigkeit wurde die Darstellung der zurechenbaren Anteile gegenüber dem Vorjahr geändert.
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia | 795 | 795 |
| Übrige | 501 | 614 |
| Gesamt | 1.296 | 1.409 |
Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, bei denen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss gezeigt.
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.
| 31.12.2009 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2009 (in TEUR) | < 1 Jahr | > 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 281 | 647 | 0 | 928 |
| Übrige Forderungen an verbundene Unternehmen |
750 | 0 | 0 | 750 |
| Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 50 | 2.588 | 5.468 | 8.106 |
| Übrige Forderungen an Beteiligungen | 377 | 0 | 0 | 377 |
| Ausleihungen an Gesellschafter | 385 | 159 | 0 | 544 |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 378 | 0 | 0 | 378 |
| Überhang Aktivwerte Direktversicherung über Pensionsverpflichtung |
0 | 0 | 101 | 101 |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei Gemeinschaftsunternehmen |
10.557 | 0 | 0 | 10.557 |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei assoziierten Unternehmen |
1.087 | 0 | 0 | 1.087 |
| Sonstige übrige Finanzforderungen | 2.887 | 6 | 9 | 2.902 |
| Gesamt | 16.752 | 3.400 | 5.578 | 25.730 |
| 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2008 (in TEUR) | < 1 Jahr | > 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 953 | 0 | 953 |
| Übrige Forderungen an verbundene Unternehmen |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen | 65 | 0 | 0 | 65 |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 0 | 4.600 | 3.685 | 8.285 |
| Übrige Forderungen an Beteiligungen | 386 | 0 | 0 | 386 |
| Ausleihungen an Gesellschafter | 363 | 544 | 0 | 907 |
| Übrige Forderungen an Gesellschafter | 312 | 0 | 0 | 312 |
| Überhang Aktivwerte Direktversicherung über Pensionsverpflichtung |
0 | 0 | 94 | 94 |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei Gemeinschaftsunternehmen |
26.952 | 0 | 0 | 26.952 |
| Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten bei assoziierten Unternehmen |
1.391 | 0 | 0 | 1.391 |
| Sonstige übrige Finanzforderungen | 1.825 | 177 | 0 | 2.002 |
| Gesamt | 31.294 | 6.274 | 3.779 | 41.347 |
Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nr. 26) ausgewiesen.
Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das aber unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für den BLG-Konzern nicht wesentlich ist.
Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.
Von dem Gesamtbetrag waren TEUR 25.457 (Vorjahr: TEUR 39.944) weder überfällig noch wertgemindert. Die wertgeminderten Finanzforderungen und die darauf gebildeten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Wertgeminderte Finanzforderungen (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Nominalbeträge | 4.575 | 2.845 |
| Wertberichtigungen | -4.302 | -1.442 |
| Buchwerte | 273 | 1.403 |
| Wertberichtigungen auf Finanzforderungen (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Stand am Geschäftsjahresanfang | 1.442 | 2.012 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | ||
| - Zuführungen | 3.202 | 250 |
| - Auflösungen | -342 | -820 |
| Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen | 0 | 0 |
| Stand am Geschäftsjahresende | 4.302 | 1.442 |
Erträge und Aufwendungen aus den vorstehend dargestellten Wertminderungen des Geschäftsjahres werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.785 | 8.808 |
| Unfertige Erzeugnisse / Unfertige Leistungen | 325 | 898 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 905 | 668 |
| Gesamt | 11.015 | 10.374 |
Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2009 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 224) gebildet.
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Forderungen – Dritte | 123.864 | 127.762 |
| Forderungen – Dritte aus SoC | 305 | 574 |
| Forderungen – verbundene Unternehmen | 755 | 997 |
| Forderungen – Beteiligungsunternehmen | 4.497 | 6.303 |
| Gesamt | 129.421 | 135.636 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.
Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen | 98.631 | 85.097 |
| Überfällige, aber nicht wertgeminderte Forderungen | 30.168 | 49.852 |
| Wertgeminderte Forderungen | 622 | 687 |
| Gesamt | 129.421 | 135.636 |
Die überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:
| Aufriss der an den Abschlussstichtagen überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Zeitbändern der Überfälligkeit (in TEUR) |
31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Weniger als 30 Tage | 23.775 | 31.143 |
| Zwischen 30 und 60 Tagen | 3.622 | 11.939 |
| Zwischen 61 und 90 Tagen | 1.067 | 4.825 |
| Zwischen 91 und 180 Tagen | 1.053 | 1.572 |
| Zwischen 181 und 360 Tagen | 159 | 224 |
| Mehr als 360 Tage | 492 | 149 |
| Gesamt | 30.168 | 49.852 |
Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.
| Wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) |
31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Nominalbeträge | 3.131 | 3.761 |
| Wertberichtigungen | -2.509 | -3.074 |
| Buchwerte | 622 | 687 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) |
2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Stand am Geschäftsjahresanfang | 3.074 | 2.575 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 7 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | ||
| - Zuführungen | 1.624 | 2.272 |
| - Auflösungen | -1.904 | -1.250 |
| Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen | -285 | -530 |
| Stand am Geschäftsjahresende | 2.509 | 3.074 |
Im Berichtsjahr wurden ferner Direktausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 483 (Vorjahr: TEUR 169) vorgenommen, die unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Eingänge auf in Vorjahren ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 35) enthalten.
| Sonstige Vermögenswerte in TEUR (ohne langfristige) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nr. 24) | 16.752 | 31.294 |
| Forderungen gegen die Freie Hansestadt Bremen | 4 | 11 |
| Forderungen gegen Mitarbeiter | 154 | 145 |
| Erstattungsansprüche Versicherungen | 2.804 | 2.667 |
| Forderungen Arbeitsamt | 1.097 | 498 |
| Forderungen Finanzamt | 2.067 | 2.965 |
| Abgrenzungen | 2.368 | 2.148 |
| Übrige Vermögenswerte | 14.041 | 19.526 |
| Gesamt | 39.287 | 59.254 |
Die übrigen Vermögenswerte entfallen mit TEUR 4.970 (Vorjahr: TEUR 5.703) auf Anzahlungen auf Waggons und mit TEUR 7.724 (Vorjahr: TEUR 10.710) auf Ansprüche auf Zuwendungen der öffentlichen Hand. Letztere resultieren aus Forderungen auf die nicht rückzahlbaren Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes für die Erweiterung des KLV-Terminals Hamburg-Waltershof sowie für den Neubau des KLV-Terminals Bremerhaven.
Die Sonstigen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.
Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 1.476) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 75).
Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kontokorrentguthaben | 10.957 | 21.157 |
| Tages- und kurzfristige Termingelder | 24.813 | 8.148 |
| Kasse | 163 | 152 |
| Gesamt | 35.933 | 29.457 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009 in der Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.
Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2009 voll eingezahlt.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 3.777 (Vorjahr: TEUR 3.817). Im Geschäftsjahr wurde aus den anderen Gewinnrücklagen ein Betrag von TEUR 40 entnommen und in den Bilanzgewinn eingestellt. Im Vorjahr wurden aus dem Konzernjahresüberschuss TEUR 1.426 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.
Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Konzernabschlusses auf IFRS.
Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Konzernjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS. Der Bilanzgewinn von TEUR 11.828 entspricht dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeiten erfasst, in der der Ausschüttungsbeschluss getroffen wurde.
Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.
Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IAS 39 aufzulösen.
| Entwicklung der Hedge-Rücklage (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar | -2.692 | 2.000 |
| Veränderung der Rücklage | -225 | -4.692 |
| Stand 31. Dezember | -2.917 | -2.692 |
Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -3.329 (Vorjahr: TEUR -3.151), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 498) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -106 (Vorjahr: TEUR -39) zusammen.
Das Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften in Höhe von TEUR -35.447 (Vorjahr: TEUR 19.158) betrifft Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG und besteht im Wesentlichen aus Fehlbeträgen des Berichtsjahres sowie dem Kaufpreis für von einem nicht beherrschenden Gesellschafter übernommene Anteile sowie von diesem übernommene Verluste aus Vorjahren.
Das Bilanzergebnis des Vorjahres bestand im Wesentlichen aus nicht ausgeschütteten Gewinnen des Berichtsjahres und der Vorjahre.
Unter diesem Posten werden mit TEUR 5.001 (Vorjahr: TEUR -10.571) die Fremdanteile am Eigenkapital an den anderen, neben der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.
Der Ausweis von Hybrid-Eigenkapital in Höhe von TEUR 78.010 (Vorjahr: TEUR 78.010) betrifft eine quotal berücksichtigte von der EUROGATE-Gruppe begebene Anleihe, einschließlich der auf Hybridkapitalinhaber als Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 2009 zeitanteilig berücksichtigten Zinsen.
Die nachrangige, unbefristete Anleihe im Nennwert von TEUR 150.000 wurde mit einem Kupon von zunächst 6,75 Prozent p.a. von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, der Holding-Gesellschaft der EUROGATE-Gruppe ("EUROGATE KG"), mit Wirkung zum 30. Mai 2007 begeben.
Nach zehn Jahren Laufzeit besteht erstmalig die Möglichkeit zur Rückzahlung der Anleihe durch die Emittentin. Soweit die Anleihe fortgesetzt wird, ist ein variabler Zinssatz mit einer dann höheren Zinsmarge vertraglich festgelegt. Ein vertragliches, ordentliches Kündigungsrecht der Inhaber der Hybridanleihe besteht nicht.
Diese Anleihe wird zum 31. Dezember 2009 als Hybrid-Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, da es sich um ein Instrument handelt, bei dem zum einen die Inhaber der Anleihe aufgrund der vertraglichen Regelungen eine Rückzahlung nicht verlangen können und bei dem zum anderen die EUROGATE KG aufgrund der vertraglich festgelegten Voraussetzungen nicht zur Zahlung einer Vergütung an die Inhaber dieses Instruments verpflichtet werden kann. Es bestehen somit keine Verpflichtungen zur Abgabe von flüssigen Mitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten, die der EUROGATE KG aufgrund von vertraglichen Regelungen von Inhabern des Hybridkapitals vorgeschrieben werden können. Die Anleihe ist daher für sich genommen als Eigenkapital im Sinne des IAS 32 zu klassifizieren. Da die Anleihe von einer Beteiligungsgesellschaft der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und damit aus Sicht des Konzerns von einer Ausübung des Kündigungsrechts der Kommanditistin betroffen wäre, ist sie in die nachfolgende Betrachtung zu IAS 32 einzubeziehen.
Die den Inhabern des Hybridkapitals als Vergütung zu zahlenden Kupons werden als Teil der Ergebnisverwendung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden als Gewinnanteil der Hybridkapitalinhaber im Eigenkapital zeitanteilige Kuponzahlungen von TEUR 5.063 berücksichtigt.
Sowohl bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter als "Sonstige Minderheiten" im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, handelt es sich mit Ausnahme einer Gesellschaft um Kommanditgesellschaften.
In der für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009 anzuwendenden Fassung des IAS 32 sind die Kündigungsmöglichkeiten der Kommanditisten ein entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von Eigenkapital und Fremdkapital. Finanzinstrumente, die dem Inhaber (hier: dem Kommanditisten) das Recht zur Kündigung gewähren und damit die Gesellschaft im Kündigungsfall verpflichten, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zu übertragen, können, sofern die Bedingungen der IAS 32.16A bis IAS 32.16D erfüllt sind, Eigenkapital darstellen. Diese Regelungen sind gemäß IAS 32AG.29A jedoch nicht für "nicht beherrschende Anteile" (Minderheitsanteile) anwendbar. Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, wäre das mit dem Gesamtbetrag der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter laut Bilanz korrespondierende "Nettovermögen der Kommanditisten" im Fremdkapital zu erfassen. Korrespondierend wären die auf die Kommanditisten entfallenden Ergebnisanteile als Finanzierungsaufwand zu erfassen.
Das gilt vorliegend auch für das Hybrid-Eigenkapital, da es über die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und deshalb von deren Kommanditistenkündigungsrecht betroffen wäre. Es ist vor diesem Hintergrund als Bestandteil des "Nettovermögens der Kommanditisten" zu sehen.
Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des IAS 32 zu vermeiden, die die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals als Eigenkapital konterkarieren, wird in dem vorliegenden Konzernabschluss bezüglich der Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung des Kommanditkapitals weiterhin der IAS 32 (überarbeitet 2000) angewendet, der keinen Ausweis des "Nettovermögens der Kommanditisten" unter den Verbindlichkeiten und keine Erfassung der Ergebnisanteile der Kommanditisten im Finanzierungsaufwand fordert. Daher werden das "Nettovermögen der Kommanditisten" als Eigenkapital und die darauf entfallende Vergütung als Teil des Konzernjahresüberschusses ausgewiesen.
Die Bewertung dieses Postens erfolgt zum nach den IFRS ermittelten Buchwert des "Nettovermögens der Kommanditisten".
Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Die langfristigen Darlehen setzten sich nach Restlaufzeitbändern wie folgt zusammen:
| 31.12.2009 (in TEUR) | Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | ||
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 60.495 | 103.531 | 76.538 | 240.564 | |
| Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts | 92 | 326 | 495 | 913 | |
| Gesamt | 60.587 | 103.857 | 77.033 | 241.477 |
| 31.12.2008 (in TEUR) | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 40.593 | 101.828 | 67.687 | 210.108 |
| Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts | 92 | 325 | 521 | 938 |
| Gesamt | 40.685 | 102.153 | 68.208 | 211.046 |
Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 129.530 (Vorjahr: TEUR 100.805) festverzinslich, TEUR 111.034 (Vorjahr: TEUR 109.303) waren variabel verzinslich.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 44.512 (Vorjahr: TEUR 49.041) durch Grundschulden sowie in Höhe von TEUR 690 (Vorjahr: TEUR 2.071) durch eine Bürgschaft besichert. Für Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 150.457 (Vorjahr: TEUR 74.464) wurden kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert.
Zur Besicherung von Verbindlichkeiten von Gemeinschaftsunternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von anteilig TEUR 39.713 (Vorjahr: TEUR 46.230) wurden Gebäude, Betriebsvorrichtungen und mobile Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet.
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen | 60.587 | - | 40.685 | - |
| Finanzierungsleasing | 6.874 | 65.395 | 4.102 | 47.740 |
| Kontokorrentkredite | 25.776 | - | 22.301 | - |
| Termin- und Tagesgelder | 12.000 | - | 27.200 | - |
| Verrechnungskonto EUROKAI KGaA | 10.557 | 0 | 26.952 | 0 |
| Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH | 33.391 | 0 | 34.581 | 0 |
| Derivate mit negativem Marktwert | 4.099 | 0 | 3.836 | 0 |
| Passive Rechnungsabgrenzungen | 1.200 | 5.500 | 1.200 | 6.700 |
| Übrige | 14.978 | 25.118 | 16.910 | 3.091 |
| Gesamt | 169.462 | 96.013 | 177.767 | 57.531 |
Die übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten mit TEUR 6.723 (Vorjahr: TEUR 6.601) Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen. In den übrigen sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 15.838 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Die Buchwerte entsprechen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing den Marktwerten der Verbindlichkeiten.
Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der wesentlichen Gruppen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| Durchschnittliche Effektivzinssätze | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1,13 % | 3,09 % |
| Aufgenommene Tages- und Termingelder | 1,10 % | 4,00 % |
Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mindest leasingraten |
davon Tilgung |
davon Zinsen |
Mindest leasingraten |
davon Tilgung |
davon Zinsen |
|
| bis ein Jahr | 10.411 | 6.874 | 3.537 | 6.716 | 4.102 | 2.614 |
| 1-5 Jahre | 38.947 | 28.287 | 10.660 | 20.314 | 11.430 | 8.884 |
| mehr als 5 Jahre | 47.158 | 37.108 | 10.050 | 48.158 | 36.310 | 11.848 |
| Gesamt | 96.516 | 72.269 | 24.247 | 75.188 | 51.842 | 23.346 |
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| Containerterminal Bremerhaven | 674 | 11.641 | 277 | 4.832 |
| Containerterminal Hamburg | 705 | 8.574 | 705 | 9.279 |
| Gesamt | 1.379 | 20.215 | 982 | 14.111 |
Es handelt sich um Abgrenzungen für investive Zuschüsse, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2009 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 982 (Vorjahr: TEUR 366) vereinnahmt worden.
Die Zuschüsse Containerterminal Bremerhaven und Hamburg betreffen die EUROGATE-Gruppe und stellen die sich aus der Quotenkonsolidierung ergebenden Beträge dar. Sie wurden im Wesentlichen vom Eisenbahn-Bundesamt für die Erweiterung bzw. den Neubau der KLV-Terminals Hamburg-Waltershof und Bremerhaven gewährt.
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Personalbezogene Rückstellungen | ||
| Direktzusagen | 9.372 | 9.420 |
| Hafenrente | 20.041 | 20.199 |
| Lebensarbeitszeitkonten | 322 | 520 |
| Soziales Zukunftskonzept | 4.210 | 4.079 |
| Jubiläumsrückstellungen | 5.135 | 4.420 |
| 39.080 | 38.638 | |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Rückstellung für Abbruchverpflichtungen | 9.083 | 7.482 |
| Übrige sonstige langfristige Rückstellungen | 805 | 966 |
| 9.888 | 8.448 | |
| Gesamt | 48.968 | 47.086 |
| Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer (in TEUR) |
Stand | Inan spruch |
Auf | Zufüh | Ände rung im Konsoli dierungs |
Stand |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 | nahme | lösung | rung | kreis | 31.12.2009 | |
| Direktzusagen | 9.420 | 254 | 6 | 926 | -714 | 9.372 |
| Hafenrente | 20.199 | 25 | 133 | 0 | 0 | 20.041 |
| Lebensarbeitszeitkonten | 520 | 198 | 0 | 0 | 0 | 322 |
| Soziales Zukunftskonzept | 4.079 | 0 | 81 | 212 | 0 | 4.210 |
| Pensionsrückstellungen | 34.218 | 477 | 220 | 1.138 | -714 | 33.945 |
| Jubiläumsrückstellungen | 4.420 | 0 | 54 | 769 | 0 | 5.135 |
| Gesamt | 38.638 | 477 | 274 | 1.907 | -714 | 39.080 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer (in TEUR) |
Stand 1.1.2009 |
Inan spruch nahme |
Auf lösung |
Zufüh rung |
Ände rung im Konsoli dierungs kreis |
Stand 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Direktzusagen | 289 | 289 | 0 | 303 | 0 | 303 |
| Hafenrente | 1.281 | 1.281 | 0 | 1.333 | 0 | 1.333 |
| Pensionsrückstellungen | 1.570 | 1.570 | 0 | 1.636 | 0 | 1.636 |
| Jubiläumsrückstellungen | 231 | 220 | 0 | 438 | 0 | 449 |
| Gesamt | 1.801 | 1.790 | 0 | 2.074 | 0 | 2.085 |
Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Konzerngesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.
Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, übernommen. Rechtliche Grundlage für die Bemessung der Höhe der Beiträge ist der Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.
Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH, Durach, sowie für Mitarbeiter, die zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG, Berlin, auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen, übergegangen sind.
Schließlich bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept).
Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.
Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet. Bei sämtlichen Plänen des BLG-Konzerns handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden gemäß IAS 19.92 nur insoweit erfasst, wie sie 10 Prozent des Maximums vom Barwert der Verpflichtungen vor Abzug eines Planvermögens oder des aktuellen Marktwerts des Planvermögens übersteigen (Korridormethode). Der übersteigende Betrag wird linear über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Arbeitnehmer erfolgswirksam erfasst.
Die Überleitung der Barwerte der Verpflichtungen zu den bilanziell erfassten Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| Entwicklung des DBO der Pensionsverpflichtungen (in TEUR) Entwicklung des DBO der Pensionsverpflichtungen |
2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Berichtsjahrs | 63.575 | 64.399 | |
| + | laufender Dienstzeitaufwand | 3.030 | 3.240 |
| + | Aufwand aus Entgeltumwandlung | 5.155 | 4.132 |
| + | Zinsaufwand | 3.918 | 3.519 |
| +/- | im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste | -225 | -89 |
| +/- | versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 1.583 | -9.386 |
| - | Inanspruchnahmen | -3.021 | -2.351 |
| + | nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 133 | 117 |
| +/- | Übertragungen | -16 | -6 |
| +/- | Veränderungen im Konsolidierungskreis | -714 | 0 |
| Stand am Ende des Berichtsjahres | 73.418 | 63.575 | |
| Entwicklung Entwicklung des Planvermögens Planvermögens (in TEUR) |
2009 | 2008 | |
| Stand zu Beginn des Berichtsjahrs | 38.703 | 31.815 | |
| + | erwartete Erträge | 1.769 | 1.339 |
| +/- | im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 474 | 166 |
| + | Zuführungen der in den Plan einbezogenen Mitarbeiter (z. B. Entgeltumwandlungen) | 4.817 | 3.612 |
| + | Beiträge des Arbeitgebers | 2.809 | 2.759 |
| - | Inanspruchnahmen | -1.389 | -982 |
| +/- | Übertragungen | -16 | -6 |
| Stand am Ende des Berichtsjahres | 47.167 | 38.703 | |
| Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen auf die bilanziell |
|||
| auf die bilanziell erfasste Nettoverpflichtung (in TEUR) erfasste Nettoverpflichtung |
2009 | 2008 | |
| Barwert der nicht fondsgedeckten Verpflichtungen | 27.191 | 26.462 | |
| + | Barwert der Verpflichtungen aus ganz oder teilweise gedeckten Pensions verpflichtungen |
46.227 | 37.113 |
| Barwert der Verpflichtungen gesamt | 73.418 | 63.575 | |
| Barwert des Planvermögens | -47.167 | -38.703 | |
| + | als Vermögenswerte aktivierte Erstattungsansprüche | 102 | 94 |
| Barwert des Planvermögens | -47.065 | -38.609 | |
| +/- | nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | ||
| Vorjahre (netto) | 10.824 | 1.435 | |
| +/- | nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | ||
| lfd. Jahr (netto) | -1.513 | 9.386 | |
| +/- | sonstige bilanziell berücksichtigte Beträge | -83 | 1 |
| Nettoverpflichtung | 35.581 | 35.788 | |
| Pensionsaufwands (in TEUR) Komponenten des Pensionsaufwands |
2009 | 2008 | |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.030 | 3.240 | |
| + | Zinsaufwand | 3.918 | 3.519 |
| - | erwartete Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen | -1.769 | -1.339 |
| +/- | im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -699 | -255 |
| + | im Geschäftsjahr amortisierter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 133 | 117 |
| Summe Pensionsaufwand | 4.613 | 5.282 |
Das Planvermögen beinhaltet insbesondere abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen für das Soziale Zukunftskonzept sowie Einzelzusagen. Als Marktwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.
Der Dienstzeitaufwand, die amortisierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste und der amortisierte noch zu verrechnende Dienstzeitaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen mindern den Zinsaufwand.
Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen Pensionspläne erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:
| Versicherungsmathematische Parameter Versicherungsmathematische Parameter |
31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Diskontsatz | 6,10 - 6,45 % | 6,30 - 6,45 % |
| erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung | 2,00 % | 2,00 - 2,50 % |
| erwartete Rentenerhöhungen | 2,00 % | 2,00 % |
| erwartete Fluktuationsrate | 0,00 - 3,00 % | 0,00 - 3,00 % |
| erwartete Rendite aus Planvermögen | 4,00 - 4,75 % | 4,00 - 4,95 % |
Im Berichtsjahr werden zur Berechnung der Lebenserwartung wie im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.
Beiträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen stellen sich wie folgt dar:
| Jeweils zum 31.12. (in TEUR) | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen (DBO) | 73.418 | 63.575 | 64.399 | 61.850 | 58.430 |
| Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) | -47.167 | -38.703 | -31.815 | -24.420 | -18.939 |
| Das Vermögen übersteigende Leistungs verpflichtungen (Funded Status) |
26.251 | 24.872 | 32.584 | 37.430 | 39.491 |
| Anpassungen in Prozent Anpassungen in Prozent |
2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/ Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtungen |
0,5 | 0,8 | 0,6 | 0,3 |
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/ Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern des Konzerns vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 5,5 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 1.207 ist die Aufzinsung mit TEUR 379 enthalten.
| (in TEUR) | Stand 1.1. 2009 |
Inan spruch nahme |
Auf lösung |
Zu führung |
Umglie derung |
Amorti sation |
Stand 31.12. 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen |
|||||||
| Abbruchverpflichtungen | 7.482 | 225 | 0 | 1.911 | -90 | 5 | 9.083 |
| Drohende Verluste aus schwebenden |
|||||||
| Geschäften | 605 | 0 | 300 | 0 | -305 | 0 | 0 |
| Übrige | 361 | 0 | 0 | 444 | 0 | 0 | 805 |
| Gesamt | 8.448 | 225 | 300 | 2.355 | -395 | 5 | 9.888 |
Die Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen betreffen den Geschäftsbereich Container und wurden für die Wiederherstellung des Pachtgeländes in Hamburg zum Zeitpunkt des Auslaufens der Pachtverträge in den Jahren 2031 bis 2036 gebildet. Die Konzernunternehmen sind verpflichtet, mit Auslaufen der Pachtverträge sämtliche Bauten und Anlagen vom Pachtgelände zu entfernen. Die geschätzten Abbruchverpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 5,80 Prozent (Vorjahr: 6,45 Prozent) diskontiert.
Aus den Rückstellungen für drohende Verluste wurden TEUR 305 in die kurzfristigen Rückstellungen umgegliedert.
Die übrigen sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 800 im Wesentlichen Lärmschutzmaßnahmen im Geschäftsbereich CONTAINER.
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten – Dritte | 34.091 | 60.070 |
| Verbindlichkeiten – verbundene Unternehmen | 130 | 106 |
| Verbindlichkeiten – Beteiligungsunternehmen | 4.259 | 8.090 |
| Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen | 19.987 | 18.234 |
| Gesamt | 58.467 | 86.500 |
Als Logistikunternehmen erhält der BLG-Konzern keine Lieferungen und Leistungen von einzelnen unternehmensexternen Dritten in nennenswertem Umfang.
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Altersteilzeitverpflichtungen | 9.466 | 4.016 |
| Übrige | 21 | 2 |
| Gesamt | 9.487 | 4.018 |
Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen passiviert. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verpflichtungen wurden mit 3,25 Prozent (Vorjahr: 5,50 Prozent) abgezinst.
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub | 9.809 | 10.308 |
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Restrukturierung | 9.407 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer | 7.682 | 5.262 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Lohn und Gehalt | 6.569 | 12.639 |
| Altersteilzeitverpflichtungen | 2.860 | 3.186 |
| Rechnungsabgrenzungen | 2.364 | 2.016 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 2.084 | 1.801 |
| Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung | 585 | 1.535 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 211 | 186 |
| Übrige | 8.156 | 9.191 |
| Gesamt | 49.727 | 46.124 |
Die übrigen Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 1.591 (Vorjahr: TEUR 2.135) sonstige Steuern. Des Weiteren ist eine Verbindlichkeit aus einer Option zum Erwerb der Anteile an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, und an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven, in Höhe von TEUR 3.709 (Vorjahr: TEUR 2.547) enthalten.
| (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres | 3.600 | 6.650 |
| Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre | 6.931 | 5.375 |
| Verpflichtungen aus laufenden Steuern gesamt | 10.531 | 12.025 |
Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.
| Sonstige Rückstellungen (in TEUR) |
Stand 1.1. |
Inan spruch |
Auf | Umglie | Zufüh | Stand 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | nahme | lösung | derung | rung | 2009 | |
| Versicherungsumlagen | 345 | 107 | 158 | 0 | 4.439 | 4.519 |
| Drohverluste | 1.961 | 705 | 1.041 | 305 | 3.504 | 4.024 |
| Garantieverpflichtungen | 2.000 | 0 | 0 | 0 | 1.700 | 3.700 |
| Schadensfälle | 650 | 285 | 0 | 0 | 0 | 365 |
| Restrukturierung | 1.191 | 884 | 595 | 595 | 0 | 307 |
| Latente Altersteilzeit | 801 | 206 | 0 | -595 | 0 | 0 |
| Übrige Sonstige Rückstellungen | 2.763 | 253 | 1.126 | 0 | 1.060 | 2.444 |
| Gesamt | 9.711 | 2.440 | 2.920 | 305 | 10.703 | 15.359 |
Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Leistungen des Haftpflichtschadensausgleichs der deutschen Großstädte.
In der Rückstellung für Drohverluste sind Risiken des Geschäftsbereichs CONTAINER aus einem nicht kündbaren Mietvertrag in Höhe von TEUR 754 enthalten.
Die Rückstellung für Restrukturierung betrifft Personalmaßnahmen in dem Geschäftsbereich CON-TRACT, die im Wesentlichen in Vorjahren begonnen wurden und bis 2010 abgeschlossen sein sollen.
Die Rückstellungen sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2010 in ausgewiesener Höhe fällig.
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Der Cashflow stammt aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird. Der Ausweis des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfolgt ebenfalls nach der direkten Methode. Diesem Cashflow werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Unternehmenseignern, Minderheitsgesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren.
Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Bilanz | 35.933 | 29.457 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) | -37.776 | -49.502 |
| Gesamt | -1.843 | -20.045 |
1) Ausweis in der Bilanz in dem Posten "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (vgl. auch Erläuterung Nr. 31)
Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogene Unternehmen ein Bestand in Höhe von TEUR 26.893 (Vorjahr: TEUR 19.120).
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 38.727 auf insgesamt TEUR 83.379 vermindert. Dabei steht dem Mittelzufluss aus dem um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigten Ergebnis von TEUR 102.328 im Wesentlichen ein Mittelabfluss von TEUR 16.551 aus gezahlten und erhaltenen Zinsen gegenüber.
Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 63.086 geringerer Mittelabfluss von insgesamt TEUR 100.523. Hiervon wurden im Geschäftsjahr Netto-Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen von TEUR 71.459 (Vorjahr: TEUR 159.832) vorgenommen. Der Restbetrag von TEUR 29.064 entfällt auf Investitionen in Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen.
Aus der Finanzierungstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von TEUR 35.249 erzielt. Dieser Betrag lag damit um TEUR 11.164 über dem Mittelzufluss des Vorjahres. Wesentliche Mittelzuflüsse entstanden mit TEUR 30.341 (Vorjahr: TEUR 26.375) aus der Veränderung von Finanzkrediten, mit TEUR 20.426 (Vorjahr: TEUR 33.387) aus der Veränderung von Leasingverbindlichkeiten und mit TEUR 16.395 (Vorjahr: TEUR -531) aus der Veränderung des Verrechnungskontos eines Joint-Venture-Partners. An Unternehmenseigner und Inhaber des Hybrid-Eigenkapitals wurden insgesamt TEUR 34.753 (Vorjahr: TEUR 37.030) ausgezahlt.
| Segmentberichterstattung (in TEUR) | AUTOMOBILE | ||
|---|---|---|---|
| 31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten |
298.402 | 335.616 | |
| Intersegmenterlöse | 120 | 111 | |
| EBITDA | 21.909 | 38.930 | |
| Abschreibungen | -11.374 | -10.298 | |
| EBIT | 10.535 | 28.632 | |
| in % vom Umsatz | 3,5 % | 8,5 % | |
| Zinserträge | 233 | 866 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | |
| Zinsaufwand | - 6.437 | -7.592 | |
| Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen | -204 | 690 | |
| Ergebnis aus übrigen Beteiligungen | 52 | 54 | |
| Segmentergebnis (EBT) | 4.179 | 22.650 | |
| Andere Informationen | |||
| Andere nicht zahlungswirksame Posten | - 251 | -74 | |
| Im Segmentergebnis enthalten | |||
| Periodenfremde Erträge | 9.147 | 6.253 | |
| Periodenfremde Aufwendungen | - 4.011 | -775 | |
| Wertminderungen | -263 | 0 | |
| Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen | 9.386 | 9.615 | |
| Segmentvermögen | 245.990 | 223.296 | |
| Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 21.032 | 43.716 | |
| Segmentschulden | 152.199 | 141.257 | |
| Eigenkapital | 57.680 | 53.092 | |
| Mitarbeiter | 2.077 | 2.023 |
1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50 Prozent-Quote)
2) Im Segment CONTRACT und in der Überleitung zum Konzern wurden gemäß IAS 8.42 Änderungen der Vorjahreszahlen vorgenommen.
| KONZERN | Überleitung 2) | CONTAINER | CONTRACT 2) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
31.12. 2008 |
31.12. 2009 |
| 962.633 | 818.460 | -6.721 | -6.841 | 357.491 | 295.699 | 276.247 | 231.200 |
| 0 | -6.721 | -6.841 | 6.010 | 5.737 | 600 | 984 | |
| 156.560 | 104.329 | -13.966 | -13.959 | 101.329 | 74.824 | 30.267 | 21.555 |
| -59.580 | -69.127 | -778 | - 798 | -31.861 | -40.794 | -16.643 | -16.161 |
| 96.980 | 35.202 | -14.744 | -14.757 | 69.468 | 34.030 | 13.624 | 5.394 |
| 10,1 % | 4,3 % | k.A. | k.A. | 19,4 % | 11,5 % | 4,9 % | 2,3 % |
| 3.526 | 2.243 | -71 | 330 | 1.458 | 668 | 1.273 | 1.012 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -250 | 0 | |
| -19.909 | -22.737 | 2.637 | 507 | -7.415 | -10.742 | -7.539 | -6.065 |
| 763 | 137 | 251 | -289 | -863 | 1.656 | 1.579 | |
| 1.052 | 0 | 52 | 981 | 911 | 42 | 37 | |
| 83.618 | 16.523 | -12.041 | -13.617 | 64.203 | 24.004 | 8.806 | 1.957 |
| -275 | 0 | 205 | 0 | -103 | 389 | -126 | |
| 22.407 | 2.942 | 3.722 | 1.784 | 1.273 | 8.739 | 8.265 | |
| 19.718 | -6.867 | -320 | - 855 | -571 | - 541 | -2.101 | -1.460 |
| -5.728 | 0 | 0 | -1.787 | -4.018 | -1.211 | -1.447 | |
| 39.388 | 2.818 | 2.807 | 21.651 | 23.944 | 1.668 | 3.251 | |
| 932.424 | 38.329 | 18.748 | 469.681 | 478.561 | 204.735 | 189.125 | |
| 77.825 | 515 | 3.669 | 119.019 | 48.402 | 7.475 | 4.722 | |
| 316.133 | -61.878 | -64.384 | 167.294 | 128.224 | 106.864 | 100.094 | |
| 936.041 170.725 353.537 353.770 |
311.761 | 92.110 | 32.748 | 190.859 | 207.549 | 17.709 | 13.784 |
Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf den BLG-Konzern bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Konzernstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt. Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT, CONTAINER sind dabei jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen. Für den Erfolg der Geschäftsbereiche sind die jeweiligen Geschäftsbereichsleitungen verantwortlich, die an den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– berichten. Aus der Anwendung des seit dem 1. Januar 2009 anwendbaren IFRS 8 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen zum Konzernabschluss des Vorjahres.
Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTec GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG Automobile Logistics Italia S.r.l.
Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereiches CONTRACT sind BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, BLG Logistics Solutions GmbH, BLG in.add.out. Logistics GmbH & Co. KG, BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG sowie die BLG Coldstore Logistics GmbH.
Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung werden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nr. 2 umfassend beschrieben.
Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Management- und Finanzholding des BLG-Konzerns bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten.
Der BLG-Konzern ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Konzernumsatz entfallen TEUR 798.909 (Vorjahr: TEUR 921.946) auf das Inland und TEUR 19.551 (Vorjahr: TEUR 40.687) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch den Konzern. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen des Konzerns sind TEUR 692.754 (Vorjahr: TEUR 687.859) im Inland und TEUR 12.044 (Vorjahr: TEUR 933) im Ausland belegen.
Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden Umsätze von TEUR 86.316 (Vorjahr: TEUR 98.296) und damit mindestens 10 Prozent der gesamten Konzernumsatzerlöse erzielt. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT.
Die Steuerung des BLG-Konzerns erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die unter Erläuterung Nr. 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für den gesamten Konzern. Zentrale Messgröße für den Erfolg der Segmente ist das Ergebnis vor Steuern (EBT).
Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen, getätigt.
Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.
Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern.
Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.
Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.
Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.
Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Konzerndaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:
| Summe der berichtspflichtigen Segmente 825.301 969.354 Zentralbereiche / Übrige Umsatzerlöse 0 0 Konsolidierung -6.841 -6.721 Umsatzerlöse des Konzerns 818.460 962.633 EBIT 31.12.2009 31.12.2008 Summe der berichtspflichtigen Segmente 49.959 111.724 Zentralbereiche / Übriges EBIT -37.333 -14.726 Konsolidierung 22.576 -18 EBIT des Konzerns 35.202 96.980 |
|---|
| Segmentergebnis / Ergebnis vor Steuern (EBT) 31.12.2009 31.12.2008 |
| Summe der berichtspflichtigen Segmente 30.140 95.659 |
| Zentralbereiche / Übriges EBT -15.108 60.920 |
| Konsolidierung 1.491 -72.961 |
| Segmentergebnis (EBT) des Konzerns 16.523 83.618 |
| Vermögen 31.12.2009 31.12.2008 |
| Summe der berichtspflichtigen Segmente 913.676 897.711 |
| Zentralbereiche / Übriges Vermögen 469.823 483.935 |
| Anteile an assoziierten und anderen at equity |
| einbezogenen Unternehmen 39.388 35.753 |
| Aktive latente Steuern 4.963 8.940 |
| Erstattungsanspruch Ertragsteuern 266 1.551 |
| Konsolidierung -451.075 -445.606 |
| Vermögen des Konzerns (Aktiva) 977.041 982.284 |
| Schulden 31.12.2009 31.12.2008 |
| Summe der berichtspflichtigen Segmente 380.517 415.415 |
| Zentralbereiche / Übrige Schulden 105.773 114.553 |
| Eigenkapital 311.761 353.770 |
| Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil) 180.890 170.361 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 96.013 57.531 |
| Passive latente Steuern 4.782 2.298 |
| Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 60.587 40.685 Kurzfristiger Anteil Finanzierungsleasing 6.874 4.102 |
| Konsolidierung -170.156 -176.431 |
| Schulden des Konzerns (Passiva) 977.041 982.284 |
Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen langfristige Darlehen, Finanzierungsleasingverhältnisse, einschließlich Mietkaufverträge, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.
Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.
Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns für Derivate werden in Erläuterung Nr. 6 dargestellt.
Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen, d. h., es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem gewissen Umfang Zinssicherung für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps betrieben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.
Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps
nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hegde-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.
Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die folgenden Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt.
| Angenommenes Marktzinsniveau im Vergleich zum tatsächlichen um 100 Basispunkte (in TEUR) |
31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| höher | niedriger | höher | niedriger | |
| Ergebniseffekte | -1.504 | 1.626 | -1.122 | 1.108 |
| Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) | 3.224 | -3.369 | 3.427 | -3.575 |
Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Konzerngesellschaften in der Euro-Zone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, z. B. durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.
Zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 bestanden im Konzern keine nennenswerten Währungsrisiken.
Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.
Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.
Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist der Konzern auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 2.368 (Vorjahr: TEUR 18.553).
Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.
Die Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die EUROGATE-Gruppe verfügt über ein unabhängiges Cash Management. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrolle und zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.
In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten zusammengestellt.
| 31.12.2009 (in TEUR) | Cashflows | |||
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Darlehen Kreditinstitute |
Sonstige langfristige Darlehen |
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing |
||
| Cashflows 2010 |
Zins fix | 5.956 | 0 | 3.537 |
| Zins variabel | 2.367 | 0 | 0 | |
| Tilgung | 60.495 | 92 | 6.874 | |
| Zins fix | 5.210 | 0 | 3.195 | |
| Cashflows 2011 |
Zins variabel | 1.959 | 0 | 0 |
| Tilgung | 31.300 | 87 | 6.940 | |
| Zins fix | 8.904 | 0 | 7.465 | |
| Cashflows 2012 - 2014 |
Zins variabel | 4.672 | 0 | 0 |
| Tilgung | 72.147 | 238 | 21.347 | |
| Zins fix | 5.074 | 0 | 6.973 | |
| Cashflows 2015 - 2019 |
Zins variabel | 2.525 | 0 | 0 |
| Tilgung | 66.281 | 327 | 18.908 | |
| Zins fix | 963 | 0 | 3.077 | |
| Cashflows 2020 ff. |
Zins variabel | 204 | 0 | 0 |
| Tilgung | 10.341 | 169 | 18.200 | |
| Gesamt | 278.398 | 913 | 96.516 | |
| Buchwerte | 240.564 | 913 | 72.269 |
| 31.12.2008 (in TEUR) | Cashflows | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Darlehen Kreditinstitute |
Sonstige langfristige Darlehen |
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing |
|||||
| Zins fix | 4.812 | 0 | 2.613 | ||||
| Cashflows 2009 |
Zins variabel | 4.195 | 0 | 0 | |||
| Tilgung | 40.593 | 92 | 4.102 | ||||
| Zins fix | 3.968 | 0 | 2.442 | ||||
| Cashflows 2010 |
Zins variabel | 3.233 | 0 | 0 | |||
| Tilgung | 29.285 | 87 | 2.913 | ||||
| Zins fix | 8.079 | 0 | 6.441 | ||||
| Cashflows 2011 - 2013 |
Zins variabel | 6.363 | 0 | 0 | |||
| Tilgung | 72.543 | 238 | 8.517 | ||||
| Zins fix | 5.565 | 0 | 7.697 | ||||
| Cashflows 2014 - 2018 |
Zins variabel | 4.011 | 0 | 0 | |||
| Tilgung | 54.613 | 327 | 15.170 | ||||
| Zins fix | 1.524 | 0 | 4.153 | ||||
| Cashflows 2019 ff. |
Zins variabel | 363 | 0 | 0 | |||
| Tilgung | 13.074 | 194 | 21.140 | ||||
| Gesamt | 252.221 | 938 | 75.188 | ||||
| Buchwerte | 210.108 | 938 | 51.842 |
Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.
Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Soweit die Zinsbindung der Darlehen vor deren Endfälligkeit ausläuft, wurde für die Restlaufzeit der fristenkongruente Marktzins am Bilanzstichtag zugrunde gelegt.
Zum 31. Dezember 2009 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 73 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 57 Mio.).
Die Finanzinstrumente sind auf den folgenden Seiten nach den vorstehenden Kriterien zusammengestellt.
| Buchwerte der Finanzinstrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien (in TEUR) |
31.12.2009 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Kate gorie nach |
Fortgeführte Anschaf |
Anschaf fungs |
Fair Value erfolgs |
Fair Value erfolgs- |
beizule gender |
|
| 31.12.2009 | IAS 39 * | fungskosten | kosten | neutral | wirksam | Zeitwert | |
| AKTIVA | |||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||||
| langfristig | |||||||
| Finanzanlagevermögen | |||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen |
1.788 | afs | 0 | 1.788 | 0 | 0 | n.v.b. |
| Sonstige Finanzanlagen | 628 | afs | 0 | 628 | 0 | 0 | n.v.b. |
| Langfristige Finanzforderungen | |||||||
| Übrige langfristige Finanzforderungen Sonstige langfristige Vermögens werte |
8.877 | lar | 8.877 | 0 | 0 | 0 | 8.877 |
| Übrige | 576 | lar | 576 | 0 | 0 | 0 | 576 |
| kurzfristig | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
129.421 | lar | 129.421 | 0 | 0 | 0 | 129.421 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||||||
| Kurzfristige Finanzforderungen | 16.752 | lar | 16.752 | 0 | 0 | 0 | 16.752 |
| Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
18.100 | lar | 18.100 | 0 | 0 | 0 | 18.100 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalente |
35.933 | 35.933 | 0 | 0 | 0 | 35.933 | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 212.075 | 209.659 | 2.416 | 0 | 0 | ||
| PASSIVA | |||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| langfristig | |||||||
| Langfristige Darlehen | 180.890 | flac | 180.890 | 0 | 0 | 0 | 184.177 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs leasing (Leasingnehmer) |
65.395 | flac | 65.395 | 0 | 0 | 0 | 67.847 |
| Übrige langfristige Finanz verbindlichkeiten |
30.618 | flac | 30.618 | 0 | 0 | 0 | 30.618 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
|||||||
| Altersteilzeitverpflichtungen | 9.466 | flac | 9.466 | 0 | 0 | 0 | 9.466 |
| Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
21 | flac | 21 | 0 | 0 | 0 | 21 |
| kurzfristig | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||||||
| und Leistungen Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten |
58.467 | flac | 58.467 | 0 | 0 | 0 | 58.467 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | |||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 98.363 | flac | 98.363 | 0 | 0 | 0 | 98.563 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.325 | hedging | 0 | 0 | 3.325 | 0 | 3.325 |
Derivate ohne Hedge-Beziehung 774 hft 0 0 0 774 774
verbindlichkeiten 65.800 flac 65.800 0 0 0 65.800 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 17.585 flac 17.585 0 0 0 17.585
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 530.704 526.605 0 3.325 774
beizulegender
* afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar)
flac = financial liability at cost (finanzielle Verbindlichkeit zu Anschaffungskosten)
hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten)
n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar
Übrige kurzfristige Finanz-
lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen)
| Buchwerte der Finanzinstrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien (in TEUR) |
31.12.2008 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Kate gorie nach |
Fortgeführte | Anschaf | Fair Value | Fair Value | beizule | |
| 31.12.2008 | IAS 39 * | Anschaf fungskosten |
fungs kosten |
erfolgs neutral |
erfolgs- wirksam |
gender Zeitwert |
|
| AKTIVA | |||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||||
| langfristig | |||||||
| Finanzanlagevermögen | |||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen |
1.815 | afs | 0 | 1.815 | 0 | 0 | n.v.b. |
| Sonstige Finanzanlagen | 628 | afs | 0 | 628 | 0 | 0 | n.v.b. |
| Langfristige Finanzforderungen | |||||||
| Übrige langfristige Finanzforderungen | 9.959 | lar | 9.959 | 0 | 0 | 0 | 9.959 |
| Sonstige langfristige Vermögens werte |
|||||||
| Übrige | 31 | lar | 31 | 0 | 0 | 0 | 31 |
| kurzfristig | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
135.636 | lar | 135.636 | 0 | 0 | 0 | 135.636 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||||||
| Kurzfristige Finanzforderungen | 31.294 | lar | 31.294 | 0 | 0 | 0 | 31.294 |
| Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
22.847 | lar | 22.847 | 0 | 0 | 0 | 22.847 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalente |
29.457 | 29.457 | 0 | 0 | 0 | 29.457 | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 231.667 | 229.224 | 2.443 | 0 | 0 | ||
| PASSIVA | |||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| langfristig | |||||||
| Langfristige Darlehen | 170.361 | flac | 170.361 | 0 | 0 | 0 | 173.615 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs | |||||||
| leasing (Leasingnehmer) | 47.740 | flac | 47.740 | 0 | 0 | 0 | 49.700 |
| Übrige langfristige Finanz verbindlichkeiten |
9.791 | flac | 9.791 | 0 | 0 | 0 | 9.791 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
|||||||
| Altersteilzeitverpflichtungen | 4.016 | flac | 4.016 | 0 | 0 | 0 | 4.016 |
| Übrige sonstige langfristige | |||||||
| Verbindlichkeiten | 2 | flac | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| kurzfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
|||||||
| und Leistungen | 86.500 | flac | 86.500 | 0 | 0 | 0 | 86.500 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | |||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
90.186 | flac | 90.186 | 0 | 0 | 0 | 90.545 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.396 | hedging | 0 | 0 | 3.396 | 0 | 3.396 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 440 | hft | 0 | 0 | 0 | 440 | 440 |
| Übrige kurzfristige Finanz | |||||||
| verbindlichkeiten Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
82.545 25.016 |
flac flac |
82.545 25.016 |
0 0 |
0 0 |
0 0 |
82.545 25.016 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 519.993 | 516.157 | 0 | 3.396 | 440 |
* afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar)
flac = financial liability at cost (finanzielle Verbindlichkeit zu Anschaffungskosten)
hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten)
lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen)
n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar
Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.
Bei der Ermittlung der Marktwerte wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt.
Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen marktgerechten Zinssätzen für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt.
Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.
| aus | Folgebewertung | aus | Netto | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 (in TEUR) | Zinsen | Fair | Wertberich | Abgang | ergebnis |
| Value | tigung | ||||
| Loans and receivables (lar) | 1.380 | 0 | -2.580 | -485 | -1.685 |
| Available-for-sale financial assets (afs) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Financial instruments held for trading (hft) | 0 | -629 | 0 | 0 | -629 |
| Sicherungsinstrumente (hedging) | -1.140 | 0 | 0 | 0 | -1.140 |
| Financial liabilities at amortised cost (flac) | -20.105 | 0 | 0 | 0 | -20.105 |
| Gesamt | -19.865 | -629 | -2.580 | -485 | -23.559 |
| aus | Folgebewertung | aus | Netto | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2008 (in TEUR) | Zinsen | Fair | Wertberich | Abgang1) | ergebnis |
| Value | tigung1) | ||||
| Loans and receivables (lar) | 2.371 | 0 | -1.181 | -169 | 1.021 |
| Available-for-sale financial assets (afs) | 124 | 0 | 0 | 0 | 124 |
| Financial instruments held for trading (hft) | 0 | -833 | 0 | 0 | -833 |
| Sicherungsinstrumente (hedging) | 512 | 0 | 0 | 0 | 512 |
| Financial liabilities at amortised cost (flac) | -19.389 | 0 | 0 | 0 | -19.389 |
| Gesamt | -16.382 | -833 | -1.181 | -169 | -18.565 |
1) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8.42 korrigiert.
Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.
| 31.12.2009 (in TEUR) | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 20.680 | 65.690 | 43.160 | 129.530 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.874 | 28.287 | 37.108 | 72.269 |
| Gesamt | 27.554 | 93.977 | 80.268 | 201.799 |
| 31.12.2008 (in TEUR) | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 19.673 | 49.407 | 31.725 | 100.805 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 4.102 | 11.430 | 36.310 | 51.842 |
| Gesamt | 23.775 | 60.837 | 68.035 | 152.647 |
Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am Bilanzstichtag mit TEUR 92.962 (Vorjahr: TEUR 42.875) valutierten, läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar:
| 31.12.2009 (in TEUR) | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 1.278 | 15.341 | 19.070 | 35.689 |
| Gesamt | 1.278 | 15.341 | 19.070 | 35.689 |
| 31.12.2008 (in TEUR) | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 2.655 | 5.554 | 15.723 | 23.932 |
| Gesamt | 2.655 | 5.554 | 15.723 | 23.932 |
Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Hierzu gegenläufig wirkt sich das Zinsänderungsrisiko aus den korrespondierenden Zinsswaps aus.
| 31.12.2009 (in TEUR) | Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | ||
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 39.815 | 37.841 | 33.378 | 111.034 | |
| Gesamt | 39.815 | 37.841 | 33.378 | 111.034 |
| 31.12.2008 (in TEUR) | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 bis 5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | |
| Langfristige Darlehen von Kreditinstituten | 20.920 | 52.421 | 35.962 | 109.303 |
| Gesamt | 20.920 | 52.421 | 35.962 | 109.303 |
Ferner bestehen laufende Zinsswaps über Nominalbeträge von insgesamt TEUR 23.584 (Vorjahr: TEUR 24.917), die aufgrund einer fehlenden Zuordnung nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen.
Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.
Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender oder geplanter Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 88.589 (Vorjahr: TEUR 81.432), die auf dem relativ niedrigen Zinsniveau, das zum Abschluss der Swaps herrschte, eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen.
Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Der Konzern ist Zahler der festen Zinsen und Empfänger der variablen Zinsen. Die Swaps wurden entsprechend der Risikomanagementstrategie ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.
Die wesentlichen Konditionen der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:
| Nominalbetrag (Bezugsgröße) 31.12.2009 in TEUR |
besichertes Grundgeschäft |
variabler Zinssatz |
Festzins | Laufzeit bis |
Marktwert 31.12.2009 in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 65.006 | Darlehen | 3/6M EURIBOR | 2,75 - 4,60 % | 2018 | -3.325 |
| geplante | |||||
| 15.333 | Darlehen | 6M EURIBOR | 3,70 % | 2021 | -498 |
| 80.339 | -3.823 | ||||
| 8.250 | ohne Zuordnung | 3M EURIBOR | 3,26 - 3,29 % | -276 | |
| 88.589 | -4.099 |
| Nominalbetrag (Bezugsgröße) 31.12.2008 in TEUR |
besichertes Grundgeschäft |
variabler Zinssatz |
Festzins | Laufzeit bis |
Marktwert 31.12.2008 in TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 56.515 | Darlehen | 3/6M EURIBOR | 2,94 - 4,60 % | 2018 | -1.551 |
| geplante | |||||
| 16.667 | Darlehen | 6M EURIBOR | 3,70 % | 2021 | -59 |
| 73.182 | -1.610 | ||||
| 8.250 | ohne Zuordnung | 3M EURIBOR | 3,26 - 3,29 % | 2013 | -86 |
| 81.432 | -1.696 |
Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.
Zur Begrenzung der Risiken aus Preisschwankungen beim Dieseleinkauf im Geschäftsbereich CONTAINER wurde im Geschäftsjahr 2008 ein Collar mit einer Laufzeit vom 1. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009 abgeschlossen. Der innere Wert dieses Collars wurde im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen als Sicherungsinstrument für den in diesem Zeitraum erwarteten hälftigen Dieseleinkauf der Terminals designiert (Cashflow Hedging von als hoch wahrscheinlich eingeschätzten künftigen Transaktionen). Die Veränderung des effektiven Anteils des inneren Wertes des Collar wurde zum 31. Dezember 2008 unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR -1.257), während der ineffektive Anteil unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam erfasst wurde (TEUR -152). Die Zeitwertkomponente des Collars wurde unter Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgswirksam erfasst (TEUR -281). Der im Eigenkapital erfasste Anteil wurde in 2009 unter Berücksichtigung latenter Steuern bei Eintritt der Transaktion ergebniswirksam aufgelöst. Der Collar wurde zum 31. Dezember 2008 mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von TEUR 2.011 innerhalb der Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Zinsswaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Zinsswaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.
Von den zum 31. Dezember 2009 bestehenden Swaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 65.006 (Vorjahr: TEUR 56.515) die Kriterien für Cashflow-Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR -225, Vorjahr: TEUR -4.612).
Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen, wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern aufwandswirksam erfasst (TEUR -629, Vorjahr: TEUR -833).
Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (TEUR 4.099, Vorjahr: TEUR 3.836).
Leasingvereinbarungen, die nach IAS 17 Operating Lease darstellen, sind nach folgenden Fälligkeiten strukturiert:
| Mindestleasingzahlungen aus Operating Leases (in TEUR) | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag | 17.103 | 14.448 |
| Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren | 37.541 | 33.893 |
| Fälligkeit von mehr als 5 Jahren | 12.703 | 7.719 |
| Gesamt | 67.347 | 56.060 |
Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Eisenbahnwaggons und haben Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren.
| Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude und Kaimauern (in TEUR) |
31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag | 43.013 | 43.300 |
| Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren | 148.464 | 155.219 |
| Fälligkeit von mehr als 5 Jahren | 774.035 | 844.471 |
| Gesamt | 965.512 | 1.042.990 |
Die Mietverträge betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Laufzeiten von bis zu 39 Jahren.
| Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvor richtungen (in TEUR) |
31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag | 7.966 | 7.391 |
| Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren | 32.353 | 31.737 |
| Fälligkeit von mehr als 5 Jahren | 200.479 | 211.549 |
| Gesamt | 240.798 | 250.677 |
Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse.
Zum Bilanzstichtag bestehen aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe quotal einbezogene Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften über TEUR 1.325 (Vorjahr: TEUR 1.325) zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten.
Aus der Sicherungsübereignung von Bauten auf fremdem Grund bestehen zum 31. Dezember 2009 quotal aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe Eventualverbindlichkeiten aus Grunderwerbsteuer von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 228).
Weitere Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverpflichtungen bestehen am 31. Dezember 2009 nicht mehr (Vorjahr: EUR 17,0 Mio.).
Für Verbindlichkeiten eines Beteiligungsunternehmens besteht gegenüber einem Kreditinstitut eine selbstschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung. Am Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der entsprechenden Kreditlinie TEUR 815.
Das Bestellobligo aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 41.969 (Vorjahr: TEUR 112.701).
Darüber hinaus hat die BLG LOGISTICS GROUP einen Anteil an dem Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagevermögen der EUROGATE-Gruppe von TEUR 7.966 (Vorjahr: TEUR 47.344). Das Bestellobligo der EUROGATE-Gruppe beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 15.932 (Vorjahr: TEUR 94.687).
Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Nominalwerte. Die Nettoverpflichtungen sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.
Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.
Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.
Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den Konzern der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden.
Nahe stehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einbezogen werden, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.
Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nr. 47 aufgeführt.
Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent und demzufolge als eine nahe stehende Person im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Erbbaurechte mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 39 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von dem BLG-Konzern wurden für das Jahr 2009 insgesamt EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 11,3 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.
In den stadtbremischen Hafenbereichen Bremen und Bremerhaven hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ab 1. Januar 2007 den Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Kajenutzungsrechte gewährt, deren Laufzeiten an die Erbbaurechtsverträge der angrenzenden Grundstücke gebunden sind. Von dem BLG-Konzern wurden im Jahr 2009 insgesamt EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) Kajenutzungsentgelte entrichtet.
Gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG am 31. Dezember 2009 Forderungen in Höhe von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 312) aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.
Des Weiteren hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG im Auftrag der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – Autoumschlagsflächen in Bremerhaven auf zwei Unternehmen übertragen. Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat für die rechtliche Eigentümerin dieser Umschlagsflächen, die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und vorfinanziert. Die Vorfinanzierung erfolgte durch eine Darlehensvereinbarung in 1996. Dieses Darlehen stellt eine Forderung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar und valutiert zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 544. Die Tilgung des Darlehens erfolgt durch die der Freien Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – zustehenden Erbbauzinsen, Mieterträge und Nutzungsentgelte für die Überlassung der Autoumschlagsflächen an zwei Unternehmen in Bremerhaven.
Aus einer weiteren Darlehensgewährung an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – resultierten im Vorjahr langfristige Forderungen von TEUR 246.
Um die öffentliche Straße an einem Betriebsgelände eines Konzernunternehmens zu entlasten bzw. die erforderliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten, hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ein Brückenbauwerk errichtet. Zur Unterstützung der Baumaßnahme hat sich dieses Konzernunternehmen in Vorjahren im Interesse der eigenen Geschäftstätigkeit verpflichtet, einmalig einen verlorenen Zuschuss an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – bzw. die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH als Vertragspartner zu leisten. Im Berichtsjahr wurde im Zusammenhang mit dieser Kostenübernahme eine erste Zahlung in Höhe von TEUR 537 geleistet.
Einzelne Unternehmen des BLG-Konzerns unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – verbundenen Unternehmen zu jeweils marktüblichen Konditionen.
Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat bei der Bremer Aufbau-Bank GmbH verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2009 TEUR 3.611 (Vorjahr: TEUR 5.627). Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.016 getilgt.
Die BLG in.add.out LOGISTICS GmbH & Co. KG hat bei der Bremer Aufbau-Bank GmbH, Bremen, ein Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2009 TEUR 3.062. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 340 getilgt.
Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2009 TEUR 33.391. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 18.990 getilgt und Darlehen von TEUR 17.800 neu aufgenommen.
Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG erbringt für die BLG Unterstützungskasse GmbH auf der Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages Dienstleistungen für Administration, Rechnungswesen, Personalverwaltung und -abrechnung sowie IT-Dienstleistungen. Die Vergütung für 2009 hierfür beträgt TEUR 216.
Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
| Nahe stehende Unternehmen | Saldo zum 31.12. (in TEUR) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten | |
| Verbundene Unternehmen | 2009 | 849 | 211 | 1.223 | 516 |
| 2008 | 910 | 601 | 603 | 52 | |
| Gemeinschaftsunternehmen | 2009 | 5.632 | 414 | 10.689 | 35 |
| (quotal) | 2008 | 5.013 | 489 | 27.311 | 108 |
| Assoziierte Unternehmen | 2009 | 6.514 | 10.594 | 2.441 | 2.522 |
| 2008 | 7.874 | 12.212 | 3.516 | 3.487 |
Auf Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr TEUR 0 Wertberichtigungen (Vorjahr: TEUR 250) gebildet, Forderungen gegen assoziierte Unternehmen wurden wie im Vorjahr nicht wertberichtigt.
Für Risiken aus der Haftung für assoziierte Unternehmen bestehen Rückstellungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 700).
Die Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Konzernabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften des Vorstands und der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG siehe Seite 29 ff.
Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr Bezüge von TEUR 200, die mit TEUR 98 auf fixe Bestandteile entfielen. Variable Bestandteile waren im Geschäftsjahr nicht enthalten. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 51, die Bezüge der Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 37 zur Gesamtsumme bei.
Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 384, die mit TEUR 100 auf fixe und mit TEUR 167 auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 60, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 43 zur Gesamtsumme bei.
Zum 31. Dezember 2009 sind Mitgliedern des Aufsichtsrates wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.
Die aktiven Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von TEUR 2.412, davon erfolgsunabhängige Bezüge von TEUR 1.699 und erfolgsabhängige Bezüge von TEUR 713.
Weitere Angaben zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite 45 f., dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und Konzernlageberichts ist.
Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen den BLG-Konzern bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Für die Pensionsverpflichtungen des BLG-Konzerns wurden Rückstellungen von TEUR 1.977 (Vorjahr: TEUR 1.621) gebildet, denen Aktivwerte in Höhe von TEUR 1.774 gegenüberstehen.
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern liegen bei der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –.
Zum 31. Dezember 2009 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.
Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Vergütungsbericht auf Seite 44 ff. dargestellt.
Der Teilkonzern EUROGATE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und EUROKAI KGaA, Hamburg. Der Anteil der BLG Logistics Group an dem Joint Venture beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent).
Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird quotal zu 50 Prozent konsolidiert. Als Berichtsformat wurde die Line-by-Line-Methode gewählt.
Die quotal berücksichtigten Anteile der BLG Logistics Group an den Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen der EUROGATE-Gruppe stellen sich – nach quotaler Konsolidierung – wie folgt dar:
| (in TEUR) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 344.776 | 335.582 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 76.986 | 73.879 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -181.538 | -154.681 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -106.022 | -121.134 |
| Netto-Vermögenswerte | 134.202 | 133.646 |
| Erträge | 316.827 | 378.043 |
| Aufwendungen | -293.289 | -314.863 |
| Ergebnis vor Steuern | 23.538 | 63.180 |
Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 HGB und zum Teil auch die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts nach § 264b HGB in Anspruch:
Es hat bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtsjahres gegeben.
Das Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für das Geschäftsjahr 2009 beträgt insgesamt TEUR 718 (davon TEUR 90 periodenfremd). Davon entfallen TEUR 589 auf Abschlussprüfungen, TEUR 5 auf sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen, TEUR 123 auf Steuerberatung sowie TEUR 1 auf sonstige Leistungen.
Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 17. Dezember 2009 die 8. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bremen, den 6. April 2010
DER VORSTAND
Aden Kuhr Mekelburg
Onnen Schiffer
Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877 –, Bremen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:
Die Gesellschaft hat die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von EUR 296,1 Mio. (Vorjahr: EUR 337,5 Mio.), bei denen es sich um Anteile von Kommanditisten handelt, als Eigenkapital ausgewiesen und bewertet, obwohl diese Posten nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind. Korrespondierend wurde die auf diese Finanzinstrumente entfallende Vergütung von EUR 7,1 Mio. (Vorjahr: EUR 71,6 Mio.) als Teil des Konzernjahresüberschusses und nicht als Finanzierungsaufwand ausgewiesen.
Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, den 6. April 2010
FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Bitter de Witt
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Beteiligungen | 178 |
|---|---|
| Glossar | 182 |
| Mehrjahresübersicht | 186 |
| Kontakte und Termine | 188 |
Auf den nächsten Seiten haben wir ausgewählte weiterführende Informationen für Sie zusammengestellt. Diese Zahlen und Fakten tragen dazu bei, Ihr Bild über den BLG-Konzern abzurunden.
Wenn Sie noch Fragen haben, sprechen Sie unsere Mitarbeiter aus dem Public Relations- oder Investor Relations-Team an. Auch ein Besuch im Internet unter www.blg.de ist lohnenswert.
| Lfd. | Name, | Beteili | gehalten |
|---|---|---|---|
| Nr. | Sitz | gungs | über |
| quote in % | lfd. Nr. | ||
| Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften | |||
| 1 | BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen | 0,00 | |
| 2 | BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven | 100,00 | 1 |
| 3 | BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 4 | BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 5 | BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 6 | BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien | 100,00 | 5 |
| 7 | BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen | 100,00 | 3 |
| 8 | BLG Logistics (UK) Ltd., Felixstowe, Großbritannien | 100,00 | 7 |
| 9 | BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien | 100,00 | 7 |
| 10 | BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 11 | BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen | 100,00 | 1 |
| 12 | BLG AutoRail GmbH, Bremen | 50,00 | 11 |
| 13 | BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 100,00 | 1 |
| 14 | BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 97,00 | 13/23 |
| 15 | BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien | 98,77 | 13 |
| 16 | E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen | 94,00 | 1 |
| 17 | BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg | 94,00 | 16 |
| 18 | BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau | 94,00 | 16 |
| 19 | BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg | 94,00 | 22 |
| 20 | BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG, Wörth | 94,00 | 22 |
| 21 | BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 94,00 | 16 |
| 22 | BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen | 94,00 | 16 |
| 23 | E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven | 94,00 | 16 |
| 24 | BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen | 94,00 | 16 |
| 25 | BLG Auto-Terminal Gdansk Sp. z o. o., Gdansk, Polen | 94,00 | 22 |
| 26 | Automotive Services Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremerhaven | 94,00 | 16 |
| 27 | BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine | 47,00 | 16 |
| Lfd. | Name, | Beteili | gehalten |
|---|---|---|---|
| Nr. | Sitz | gungs | über |
| quote in % | lfd. Nr. | ||
| Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften | |||
| 28 | EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen | 50,00 | 1 |
| 29 | EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse GmbH, Hamburg | 50,00 | 30 |
| 30 | EUROGATE City Terminal GmbH, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 31 | EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | 50,00 | 28 |
| 32 | EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 33 | EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven |
35,00 | 28 |
| 34 | EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, | ||
| Wilhelmshaven | 35,00 | 28 | |
| 35 | EUROGATE Intermodal GmbH, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 36 | EUROGATE International GmbH, Hamburg | 50,00 | 44 |
| 37 | EUROGATE IT Services GmbH, Bremen | 50,00 | 28 |
| 38 | EUROGATE Landterminal GmbH, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 39 | EUROGATE Port Systems GmbH & Co. KG, Hamburg | 50,00 | 31/32 |
| 40 | EUROGATE Port Systems Beteiligungs GmbH, Hamburg | 50,00 | 31/32 |
| 41 | EUROGATE Technical Services GmbH, Bremerhaven | 50,00 | 28 |
| 42 | EUROGATE Terminal Services GmbH, Bremen | 50,00 | 28 |
| 43 | OCEANGATE Distribution GmbH, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 44 | PCO Stauereibetrieb PAETZ & Co. Nfl. GmbH, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 45 | PEUTE Speditions GmbH, Hamburg | 50,00 | 30 |
| 46 | REMAIN GmbH Container-Depot and Repair, Hamburg | 50,00 | 28 |
| 47 | SCL Service-Centrum Logistik Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | 50,00 | 28 |
| 48 | SWOP Seaworthy Packing GmbH, Hamburg | 50,00 | 32 |
| 49 | EUROKOMBI Terminal GmbH, Hamburg | 25,00 | 32 |
| 50 | North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., Bremerhaven | 25,00 | 28 |
| 51 | North Sea Terminal Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, | ||
| Bremerhaven | 25,00 | 28 | |
| 52 | MSC Gate Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven | 25,00 | 28 |
| 53 | MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven | 25,00 | 28 |
| 54 | FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn | 25,50 | 35 |
| 55 | Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven | 25,00 | 31 |
| Lfd. | Name, | Beteili | gehalten |
|---|---|---|---|
| Nr. | Sitz | gungs | über |
| quote in % | lfd. Nr. | ||
| Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften | |||
| 56 | dbh Logistics IT AG, Bremen | 26,75 | 84 |
| 57 | ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen | 33,33 | 1 |
| 58 | BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika | 89,82 | 5 |
| 59 | BLL Ikhwezi Logistics Pty. Ltd. i.L., Port Elizabeth, Südafrika | 53,89 | 58 |
| 60 | NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, | ||
| Südafrika | 44,01 | 58 | |
| 61 | BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien | 50,00 | 6 |
| 62 | DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen | 50,00 | 5 |
| 63 | Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen | 100,00 | 10 |
| 64 | BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen | 50,00 | 10 |
| 65 | Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen | 50,00 | 10 |
| 66 | ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen | 33,33 | 10 |
| 67 | ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien | 50,00 | 15 |
| 68 | Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei | 50,00 | 13 |
| 69 | AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH S.r.o., Nošovice, Tschechische Republik | 50,00 | 13 |
| 70 | E.H.Harms Car Shipping Autotransport Koper d.o.o., Koper, Slowenien | 94,00 | 24 |
| 71 | E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine | 47,00 | 16 |
| 72 | ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss | 47,00 | 26 |
| 73 | Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen | 47,00 | 16 |
| 74 | B.V. Interrijn E.H.Harms Automobil-Transporte RoRo, Rotterdam, | ||
| Niederlande | 47,00 | 22 | |
| 75 | CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien | 16,70 | 36 |
| 76 | TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko | 26,68 | 36/75 |
| 77 | ACOS Holding AG, Bremen | 24,95 | 35 |
| 78 | OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland | 10,00 | 36 |
| 79 | FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg | 17,00 | 32 |
| Lfd. | Name, | Beteili | gehalten |
|---|---|---|---|
| Nr. | Sitz | gungs | über |
| quote in % | lfd. Nr. | ||
| Nicht einbezogene Gesellschaften | |||
| 80 | BLG CONTRACT LOGISTICS Beteiligungs-GmbH | 100,00 | 1 |
| 81 | BLG in.add.out. LOGISTICS Beteiligungs GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 82 | ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen | 33,33 | 1 |
| 83 | DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen | 50,00 | 5 |
| 84 | Interessengemeinschaft Datenbank Umschlagbetriebe GbR, Bremen | 94,00 | 1 |
| 85 | Ausbildungsverbund Bremerhaven gemeinnützige Gesellschaft mbH, | ||
| Bremerhaven | 33,40 | 1 | |
| 86 | EUROGATE Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen | 50,00 | 1 |
| 87 | EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen | 50,00 | 1 |
| 88 | BLG Automotive Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 89 | BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA | 100,00 | 5 |
| 90 | BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien | 50,00 | 5 |
| 91 | BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien | 100,00 | 5 |
| 92 | Paul Günther S.r.l. Italia i. L., Genua, Italien | 90,00 | 7 |
| 93 | BLG InTime s.r.o. i.L., Žiar nad Hronom, Slowakei | 100,00 | 5/7 |
| 94 | BLG Logistics CZ s.r.o., Prag, Tschechische Republik | 100,00 | 5/7 |
| 95 | BLG Cargo Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 96 | Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen | 50,00 | 10 |
| 97 | BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia | * 60,00 |
5 |
| 98 | BLG AUTOMOBILE LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen | 100,00 | 1 |
| 99 | BLG AutoTerminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven | 100,00 | 1 |
| 100 | Automobile Port Services (APS) S.r.l., i.L., Gioia Tauro, Italien | 50,95 | 15 |
| 101 | BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland | 50,00 | 13 |
| 102 | BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven | 97,00 | 13/23 |
| 103 | E.H. Harms Auto-Terminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven | 94,00 | 16 |
| 104 | BLG AutoTerminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Saal an der Donau | 94,00 | 16 |
| 105 | BLG AutoTerminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg | 94,00 | 16 |
| 106 | BLG AutoTerminal Wörth Beteiligungs-GmbH, Wörth | 94,00 | 22 |
| 107 | BLG AutoTerminal Hamburg Beteiligungs-GmbH, Bremen | 94,00 | 16 |
| 108 | BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven | 94,00 | 22 |
| 109 | BLG Auto-Terminal Zwickau GmbH & Co. KG, Bremen | 94,00 | 16 |
| 110 | BLG AutoTerminal Zwickau Beteiligungs-GmbH, Bremen | 94,00 | 16 |
| 111 | BLG CarShipping Beteiligungs-GmbH, Bremen | 94,00 | 16 |
| 112 | BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen | 94,00 | 16 |
| 113 | E.H. Harms Automobile-Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen | 94,00 | 1 |
| 114 | ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss | 47,00 | 72 |
| 115 | Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven | 47,00 | 22 |
| 116 | Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 47,00 | 22 |
| * = Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40 Prozent, |
zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.
Rückfluss des investierten Kapitals durch Verkaufserlöse.
Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht bzw. vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.
Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zur Veräußerung vorgesehen.
Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.
Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.
Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.
Defined Benefit Obligation = Leistungsorientierte Pensionsverpflichtung der am Stichtag erdienten und bewerteten Pensionsansprüche inkl. wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern.
Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z.B. Aktie oder Anleihe) ableitet.
Bewertungsverfahren: zukünftige Zahlungsüber- bzw. -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.
Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = Operatives Ergebnis.
Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.
Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.
Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgeltes (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.
Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet.
Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.
Der Forward Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.
Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.
Eine Strategie zur Absicherung von Zins,- Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).
Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zu Handelszwecken gehalten.
Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: bis zur Endfälligkeit gehalten.
Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.
International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").
International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.
International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.
International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.
Werthaltigkeitstest nach IFRS.
Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.
Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.
Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.
Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.
Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.
IFRS: Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures gemäß Quotenkonsolidierung.
IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.
Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.
Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z.B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.
Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.
IFRS: Zuordnung der entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten zu den Auftragserlösen.
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Zeitanteilig.
Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.
Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures, die mit ihren Aktiva und Passiva quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstandes voraussichtlich erzielbarer Wert.
Sonderform des Leasing, bei der immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurück geleast werden.
IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.
Einbehalten von Gewinnen.
Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.
Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.
Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.
Schiffe, die speziell für den Überseetransport von Autos geeignet sind.
Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply-Chain-Management.
Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.
Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V. / Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg: besonderer Personaldienstleister für Transportund Lagerwirtschaft, insbesondere die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in eine Garantielohnkasse ein.
Seehafen mit regionaler Verteilungsfunktion.
Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.
Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.
Bildung von verkaufsfähigen Einheiten.
Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.
Roll-on / Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffe, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.
Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).
| Kennzahlen BLG-Konzern | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | ||||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 818,5 | 962,6 | 889,3 | 759,8 | 701,7 |
| Umsatzrendite1 | % | 4,3 | 10,1 | 10,2 | 9,1 | 8,9 |
| EBITDA | EUR Mio. | 104,3 | 156,6 | 145,8 | 114,3 | 106,3 |
| EBIT | EUR Mio. | 35,2 | 96,9 | 90,8 | 69,3 | 62,5 |
| EBT | EUR Mio. | 16,5 | 83,6 | 78,3 | 55,0 | 49,7 |
| Vermögens- und Kapitalstruktur | ||||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 977,0 | 982,3 | 837,9 | 741,2 | 690,2 |
| Investitionen in langfristige immaterielle | ||||||
| Vermögenswerte und Sachanlagen | EUR Mio. | 77,8 | 170,7 | 122,0 | 96,3 | 97,6 |
| Anlagenintensität1 | % | 72,1 | 70,1 | 69,9 | 71,0 | 70,5 |
| Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 | % | 90,0 | 89,3 | 87,2 | 80,7 | 90,0 |
| Working Capital Ratio1 | % | 70,8 | 70,9 | 66,8 | 57,9 | 67,8 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 311,8 | 353,8 | 320,2 | 199,3 | 173,7 |
| Eigenkapitalquote1 | % | 31,9 | 36,0 | 38,2 | 26,9 | 25,2 |
| Eigenkapitalquote (bereinigt um Hybridkapital) | % | 23,9 | 28,1 | 29,0 | 26,9 | 32,4 |
| Eigenkapitalrendite1 | % | 5,0 | 24,8 | 30,1 | 29,5 | 32,4 |
| Nettoverschuldung1 | EUR Mio. | 401,5 | 366,1 | 281,3 | 346,9 | 313,2 |
| Gesamtkapitalrendite1 | % | 3,6 | 10,7 | 11,5 | 9,7 | 9,4 |
| Cashflows2 | ||||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | EUR Mio. | 83,4 | 122,1 | 152,0 | 76,3 | 75,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | EUR Mio. | -100,5 | -163,6 | -109,3 | -80,8 | -60,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | EUR Mio. | 35,2 | 24,1 | -11,9 | -13,6 | -18,3 |
| Kapitalmarktorientierte Kennzahlen | ||||||
| Dividende | ||||||
| BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– |
EUR | 0,25 | 0,40 | 0,40 | 0,30 | 0,25 |
| Dividende | % | 10 | 15 | 15 | 12 | 10 |
| Personal | ||||||
| Mitarbeiter3 | Jahresdurchschnitt | 5.929 | 6.053 | 5.402 | 5.298 | 4.773 |
| Personalkostenquote | % | 46,3 | 46,7 | 46,9 | 46,8 | 45,4 |
1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 79 im Konzernlagebericht.
2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 104 dargestellt.
3 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB.
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder beabsichtigt, noch übernimmt die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.
Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Geschäftsberichts der englischen Übersetzung vor.
Der Geschäftsbericht steht in beiden Sprachen im Internet unter www.blg.de zum Download bereit.
| Berichterstattung Gesamtjahr 2009 Bilanzpressekonferenz |
04. Mai 2010 |
|---|---|
| Berichterstattung I. Quartal 2010 |
07. Mai 2010 |
| Ordentliche Hauptversammlung 2010 |
03. Juni 2010 |
| Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2009 |
04. Juni 2010 |
| Berichterstattung I. Halbjahr 2010 |
13. August 2010 |
| Berichterstattung III. Quartal 2010 |
12. November 2010 |
| Berichterstattung Gesamtjahr 2010 Bilanzpressekonferenz |
03. Mai 2011 |
| Ordentliche Hauptversammlung 2011 |
07. Juni 2011 |
Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
Andreas Hoetzel Telefon: +49 (0) 421 398 3475 Telefax: +49 (0) 421 398 3404 E-Mail: [email protected]
Dietmar Krull Telefon: +49 (0) 421 398 3382 Telefax: +49 (0) 421 398 3233 E-Mail: [email protected]
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland
Internet: www.blg.de
Die Gesellschaft Deutsche Standards Editionen analysiert regelmäßig die Geschäftsberichte deutscher Unternehmen. Die besten werden alljährlich in dem Standardwerk BEISPIELHAFTE GESCHÄFTSBERICHTE präsentiert. 2009 wurde auch der BLG-Geschäftsbericht für das Jahr 2008 in das Werk aufgenommen.
In der vierseitigen Darstellung werden Aufmachung, Gestaltung und Inhalt positiv bewertet. Unter anderem heißt es darin: "Mit dem Geschäftsbericht 2008 hat die BLG Logistics Group eine überzeugende Publikation vorgelegt, die unaufgeregt den Informationsauftrag erfüllt und zudem einen spannenden Einblick in Geschichte und Gegenwart eines international agierenden Seehafenlogistikers gewährt."
Der aktuelle Imageclip der BLG hat auf zwei Filmfestivals Anerkennung gefunden. Das Bremer Unternehmen Bock Film, das den Clip produziert hat, erhielt dafür zwei Preise: den "Award of Master" und die Sonderauszeichnung "Member of the European Masterclass" für den besten Schnitt aller eingereichten Produktionen. Zudem wurde er bei den European Communication Excellence Awards in der Kategorie Corporate TV & Video unter die besten fünf nominiert.
Damit Sie sich einen persönlichen Eindruck davon verschaffen können, haben wir unserem Geschäftsbericht diese DVD beigelegt.
| ---------------------------------- | ||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| $\cdots$ | $\sim$ | |||||||||||||||||||||||||
| ---------------------------------- | ||||||||||||||||||||||||||
| ------------------------------------ | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | . | |||||||||||||||||||||||||
| . | . | |||||||||||||||||||||||||
| . | - | --- | . | 1.11 | ٠ | $\cdots$ | ||||||||||||||||||||
| --- | $\rightarrow$ | $-100$ | $\label{eq:1} \begin{array}{lllllllllllllllll} \hline \end{array}$ | $\label{eq:1} \begin{array}{llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll$ | ------------- | ٠ | ٠ | |||||||||||||||||||
| . | $\sim$ | $-7.77$ | 1.14 | --- | ||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| ---------------------------------- | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| $\sim$ | . | . . | . . | ------------ | ------ | |||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| ----------------------------------- . |
||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ٠ | ٠ | $\mathcal{L}$ | 1.11 | 1.11 | $10 - 10$ | . | . | 1.11 | |||||||||||||||||
| . . | ٠ | ٠ | ٠ | . | ||||||||||||||||||||||
| --- | $-1.11$ | $\label{eq:1} \begin{array}{lllllllllllllllll} \hline \end{array}$ | $\frac{1}{2} \left( \frac{1}{2} \right) \left( \frac{1}{2} \right) = \frac{1}{2} \left( \frac{1}{2} \right)$ | ٠ | . | -------- | . | 1.11 | STATE | 1.1 . . |
٠ | ٠ | ٠ | ٠ | ||||||||||||
| --- | ----- | -------------------------- | ||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| ----------------------------------- | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ٠ | $-11$ | . . | 1.1 | -------- | 1.1 | $\cdots$ | ٠ | ٠ | |||||||||||||||||
| ----------------------------------- | ||||||||||||||||||||||||||
| ----------------------------------- | ||||||||||||||||||||||||||
| . | ||||||||||||||||||||||||||
| . | . | . | ||||||||||||||||||||||||
| . . | ٠ | $\cdots$ | . . | 11.11 | . | . | . . | . | ||||||||||||||||||
| 11.1 | ٠ | ٠ | . . | ٠ | ٠ | ٠ | ٠ | ٠ | . | |||||||||||||||||
| $-1$ | ٠ | IS | ٠ | 1.11 | $\mathcal{L}$ | $10 - 10$ | . | . | 10.14 | . | ||||||||||||||||
| --------------------------------------- |
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