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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Annual Report May 4, 2010

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2009

CHANCENBEWUSST

CHANCENBEWUSST

Die BLG LOGISTICS GROUP ist mit ihren Töchtern und Beteiligungen ein international engagierter Logistikdienstleister. Ein vergleichbares Netzwerk mit Terminals an der See und im Binnenland sowie vielen weiteren Standorten für spezialisierte Logistikleistungen kann kein anderer Logistiker in Europa bieten. Mit unseren Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTAINER sind wir europäischer Marktführer und unser Geschäftsbereich CONTRACT gehört zu den führenden deutschen Anbietern.

Logistische Dienstleistungen sind unmittelbar konjunkturabhängig. Die globale Krise macht sich vor allem in den Seehäfen deutlich bemerkbar. Damit sind unsere Leistungsbereiche, die am stärksten von der Globalisierung und dem steigenden Welthandelsvolumen profitiert haben, in der Krise besonders betroffen. Da die seehafenorientierte Logistik unser größter Leistungsbereich ist, war 2009 ein schwieriges Geschäftsjahr. Geschäftsfelder wie die Handelslogistik oder die Automobiltransporte, die sich hauptsächlich auf die Binnennachfrage stützen, zeigten sich dagegen stabil und verzeichneten teils sogar Wachstum.

Wesentlich für die künftige Entwicklung unserer Unternehmensgruppe ist: Die Weltwirtschaft befindet sich nicht in einer Konjunkturkrise, die auch strukturelle Änderungen nach sich zieht. Darauf reagieren wir mit unserer mittel- und langfristige angelegten Wachstumsstrategie.

Dabei verfolgen wir gegenwärtig eine Doppelstrategie aus striktem Kostenmanagement einerseits, andererseits Marktoffensive und Investitionen in die Zukunft. Wir sparen, wo es ökonomisch vertretbar ist, verbessern unsere Kostenstrukturen in allen Unternehmensbereichen und führen gleichzeitig die strategischen Investitionen konsequent fort. Die BLG LOGISTICS GROUP agiert auch in der Krise weiterhin wachstumsorientiert und lotet konsequent und bewusst Chancen aus. Deshalb trägt unser Geschäftsbericht 2009 diesen Titel.

Der Vorstand

Kennzahlen BLG-Konzern 2009 2008 Veränderung
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse EUR Mio. 818,5 962,6 -15,0 %
Umsatzrendite1 % 4,3 10,1 -57,4 %
EBITDA EUR Mio. 104,3 156,6 -33,4 %
EBIT EUR Mio. 35,2 96,9 -63,7 %
EBT EUR Mio. 16,5 83,6 -80,3 %
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme EUR Mio. 977,0 982,3 -0,5 %
Investitionen in langfristige
immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen EUR Mio. 77,8 170,7 -54,4%
Anlagenintensität1 % 72,1 70,1 2,9 %
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 % 90,0 89,3 0,8 %
Working Capital Ratio1 % 70,8 70,9 -0,2 %
Eigenkapital EUR Mio. 311,8 353,8 -11,9 %
Eigenkapitalquote1 % 31,9 36,0 -11,4 %
Eigenkapitalquote
(bereinigt um Hybridkapital)
% 23,9 28,1 -14,9 %
Eigenkapitalrendite1 % 5,0 24,8 -79,8 %
Nettoverschuldung1 EUR Mio. 401,5 366,1 9,7 %
Gesamtkapitalrendite1 % 3,6 10,7 -66,4 %
Cashflows2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR Mio. 83,4 122,1 -31,7 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. -100,5 -163,6 38,6 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. 35,2 24,1 46,1 %
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– EUR 0,25 0,40 -37,5 %
Dividende % 10 15
Personal
Mitarbeiter3 Jahresdurchschnitt 5.929 6.053 -2,0 %
Personalkostenquote % 46,3 46,7 -0,8 %

1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 79 im Konzernlagebericht.

2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 104 dargestellt.

3 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB

Interview Inhalt

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Mit Doppelstrategie die Krise meistern 7
Interview mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem BLG-Vorstand 7
Firmenportrait 18
Von der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft zur BLG LOGISTICS GROUP 18
An unsere Aktionäre 27
Vorstand und Aufsichtsrat 29
Bericht des Aufsichtsrats 32
Beirat 36
Corporate Governance-Bericht 37
BLG am Kapitalmarkt 47
Jahresabschluss und Lagebericht 49
Konzernlagebericht 65
Publicly owned – privately managed 66
Wirtschaftlicher Hintergrund 67
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 67
Gewinnverwendung 80
Mitarbeiter 80
Corporate Governance des BLG-Konzerns 82
Forschung und Entwicklung 82
Nachtragsbericht 82
Nachhaltigkeitsbericht 82
Chancen- und Risikobericht 84
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns 93
Konzernabschluss 95
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 96
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 97
Konzernbilanz 98
Segmentberichterstattung 100
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 102
Konzern-Kapitalflussrechnung 104
Konzernanhang 105
Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter 175
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers 176
Weitere Informationen 177
Beteiligungen 178
Glossar 182
Mehrjahresübersicht 186
Kontakte und Termine 188

Mit Doppelstrategie die Krise meisternInterview

Die Deutsche Verkehrs- und Logistikzeitung (DVZ) sprach mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand der BLG LOGISTICS GROUP über die Entwicklungen des Unternehmens im Geschäftsjahr 2009 und die Aussichten für 2010. Das Gespräch führte DVZ-Chefredakteur Björn Helmke.

Von links: Emanuel Schiffer, Hillert Onnen, Detthold Aden, Björn Helmke (DVZ), Josef Hattig und Hartmut Mekelburg

men Logistik. Das sind zwei Bereiche, die besonders hart von der weltweiten Wirtschaftskrise getroffen wurden. Ist das Unternehmen zu wenig diversifiziert? Aden:

Die BLG Logistics Group hat ihre besonderen Stärken im Automotive-Segment und natürlich in der mariti-

Wir sind von den hafenorientierten Logistikprovidern wahrscheinlich der einzige in Europa, der im Moment gut aufgestellt ist. Denn wir verbinden Hafen mit intelligenter Logistik aus einer Hand. Das machen unsere Wettbewerber so nicht. Sie sind entweder reine Häfen oder reine Logistiker. Die Teilung in Automobil-, Container- und Kontraktlogistik zeigt, dass unser Geschäft sinnvoll diversifiziert ist. In der Kontraktlogistik haben wir eine sehr gute Position. Bei Containern, Autos und konventioneller Ladung sind wir allerdings erheblich von den Mengenrückgängen betroffen.

Aden: "... wir verbinden Hafen und intelligente

Es sagt sich so lapidar: In der Krise die Chance nutzen. Sind Sie vor lauter Krisenbewältigung im vergangenen Jahr überhaupt dazu gekommen, nach Chancen zu suchen?

Onnen:

Wir haben Chancen gesucht und gefunden. Das Resultat ist unsere Doppelstrategie. Wir haben uns auf der Kostenseite neu organisiert und eine Marktoffensive gestartet. Gleichzeitig investieren wir in zukunftsfähige Märkte.

Was heißt das ganz konkret?

Onnen:

Wir haben nicht den Fehler gemacht, uns vor unseren Kunden zu verstecken, sondern den Vertrieb intensiviert und in diesem Bereich sogar Mitarbeiter aufgebaut. Auf der Kostenseite haben wir die administrativen Prozesse verschlankt und uns in den operativen Geschäftsbereichen neu organisiert. Natürlich haben wir auch bei den Personalkosten angesetzt – mit Erfolg.

Aden:

Die BLG hat in der Krise ihren Marktfokus geändert. Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis. Wenn wir in der Vergangenheit mit unseren Kapazitäten kaum hinterherkamen, den Ansturm im Container- und Automobilumschlag zu bewältigen, so konzentrieren wir uns jetzt auf den Ausbau unserer Kontraktlogistik: Handels-, Automotive- und Industrielogistik. Dort gibt es auch die größten Wachstumspotenziale. Diese Märkte gehen wir jetzt noch stringenter an als zuvor.

Wie war das, als Ihnen deutlich wurde, dass die Krise nicht nur ein vorübergehendes Wellental ist, sondern auch stärkere Folgen zeitigt?

Onnen: "Wir haben Chancen gesucht und gefunden."

Hattig:

In der ersten Phase ging ich immer noch davon aus, dass wir es mit einem "V" zu tun haben: deutlicher Abschwung, gefolgt von einem schnellen Aufschwung. Herr Schiffer mit seiner Containererfahrung schüttete demgegenüber schon länger Wasser in den Wein, was sich dann auch in der ganzen Brutalität so bewahrheitet hat. Die Anfang 2009 dramatisch eintretenden Rückgänge in den Häfen haben uns in dieser Heftigkeit schon überrascht. Krisen sind immer eine Aufforderung, darüber nachzudenken, was die Ursachen sind. Man muss deutlich unterscheiden zwischen einer konjunkturbedingten Krise, die sich irgendwann von selbst wieder auflöst, und einer Krise, die auch strukturelle Aspekte hat. Liegen strukturelle Gründe vor, wäre es falsch, nur mit Kostensenkungen und kurzfristigen Maßnahmen zu reagieren und langfristige Anpassungen zu vernachlässigen.

Interview

Schiffer: "Die Krise hatte ... Einfluss auf das Verhalten unserer Kunden."

Wie haben Sie als BLG-Management diese Krise eingestuft? Konjunkturbedingt oder auch strukturell?

Aden:

Zunächst konjunkturbedingt. Dann haben wir aber erkennen müssen, dass es auch strukturelle Veränderungen gibt, und diese Prozesse sind auch noch nicht abgeschlossen.

Schiffer:

Zunächst einmal ist sicher, dass die Globalisierung weitergeht. Die Krise hatte jedoch Einfluss auf das Verhalten unserer Kunden. Unsere Hauptkunden im Containergeschäft sind die großen Reedereien. Schaut man auf die Bilanzen der Top 10-Reedereien, so haben die in einem Jahr 20 Milliarden Euro verloren. Da kann man sich natürlich vorstellen, dass die Reeder alles getan haben, um ihre Situation zu verbessern. Beispielsweise beobachten wir, dass heute 8.000 TEU-Schiffe über die Ostsee nach Danzig fahren. Es geht dabei darum, Transshipmentkosten zu sparen, denn Schiffe sind derzeit oft billiger als zusätzliches Transshipment. Das liegt an dem Überangebot an Schiffen. Ob diese Veränderungen anhalten, wenn der Schiffsraum wieder

knapper wird, ist noch nicht abzusehen. Aber es wird Veränderungen auf der Kundenseite geben, an die wir uns anzupassen haben.

Aden:

Wir haben deshalb entschieden, dass wir jetzt nicht einfach nur Cost-Cutting machen, Leute entlassen, uns einigeln, den Sturm über uns weggehen lassen und hoffen, dass hinterher wieder alles schön wird. Stattdessen haben wir eine klare Marktstrategie entwickelt. Wir müssen jetzt die Kostenführerschaft erreichen und wir wollen Marktanteile gewinnen. Die Situation bietet die Chance dazu. Natürlich müssen wir die Kosten beeinflussen. Die Abschreibungen und Zinsen auf die Termi-

nals und Kajen laufen, die kann man nicht einfach abschneiden. Winterschlaf für die Terminals war mit der Bundesregierung nicht zu machen. Also blieb uns nichts anderes übrig, als unser Unternehmen anzupassen.

Mekelburg:

Bei dieser Anpassung haben wir besonders darauf geachtet, dass die Stammarbeitsplätze gesichert sind.

Das wurde in der Presse anders dargestellt.

Mekelburg:

Was in der Presse zu lesen war, betraf nicht das BLG-Stammpersonal, sondern den Arbeitnehmer-Pool des Gesamthafenbetriebsvereins Bremen und Bremerhaven.

Mekelburg: "In der Perspektive werden wir wachsen, und dann brauchen wir unser hoch qualifiziertes Personal."

Hattig: "Man darf über Personalkosten nicht immer nur in kurzfristigen Kostenbelastungen nachdenken."

Hattig:

Da gibt es ein Grundproblem. Personalkosten werden immer sofort als Kosten betrachtet, die man kurzfristig verändern kann. Sicher muss man unter Kostenaspekten wettbewerbsfähig sein. Aber wir haben uns angewöhnt, Investitionen und Abschreibungen als selbstverständlich hinzunehmen – und sind gute Mitarbeiter nicht auch Investitionen? Man darf über Personalkosten nicht immer nur in kurzfristigen Kostenbelastungen nachdenken.

Kann man sich in der Krise das Festhalten am Stammpersonal leisten? Personalkosten lassen sich schneller anpassen als Investitionen in Sachanlagen, sobald diese einmal getätigt sind.

Hattig:

Ich sehe das zunächst einmal ganz nüchtern und betriebswirtschaftlich. Aber natürlich hat ein Unternehmer auch soziale Verpflichtungen, diese sind Teil des Ganzen.

Mekelburg:

In der Perspektive werden wir wachsen, und dann brauchen wir unser hoch qualifiziertes Personal. Darum haben wir alles daran gesetzt, diese Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und sie während der Unterbeschäftigungszeiten für künftige Anforderungen zu qualifizieren. Wir haben die Kurzarbeit aktiv genutzt, um die Mitarbeiter an Bord zu halten. Wenn der Wachstumsmotor anspringt, können wir mit dem vorhandenen qualifizierten Personal sofort durchstarten.

Sie verfügen allesamt über langjährige Berufserfahrung. Gibt es irgendetwas, das Sie in dieser Krise dazugelernt haben?

Hattig:

Dass man Erfolgsgeschichten nicht immer nur persönlich begründen sollte und Misserfolg mit Konjunktur erklärt, das ist ja eine der Erkenntnisse eines langjährigen Führungslebens. Eine ganz wichtige Lehre ist: Man darf auf eine solche Krise nicht rein defensiv reagieren, sondern muss die strategischen Chancen und Herausforderungen im Auge behalten.

Kuhr:

Die Krise in diesem Ausmaß war nicht vorherzusehen und die Maßnahmen, die wir bereits in guten Zeiten durch die Flexibilität unserer Mitarbeiter eingeführt haben, waren bei Weitem nicht ausreichend. Man muss also auch bei hohem Wachstum an die nächste Krise denken und im eigenen Unternehmen, aber auch mit den Kunden entsprechende Vereinbarungen schließen, die ein Überleben sichern. Dies haben wir getan. Aber wenn man sich das ganze Feld kritisch ansieht, hätte man dort noch wesentlich intensiver, insbesondere über Kostenstrukturen verhandeln können.

Krisen verändern Beziehungen. Wie haben sich die Beziehungen zu Ihren Mitarbeitern verändert?

Mekelburg:

Die wirtschaftliche Situation der einzelnen Mitarbeiter wurde negativ beeinflusst, und das hat natürlich die Mitarbeiter belastet. Sicherlich führt das zu einer unterschiedlichen Betrachtungsweise zwischen Mitarbeitern und Management. Trotz allem sind die gesamten Maßnahmen schließlich gemeinsam getragen worden. Die BLG wird nach wie vor als guter Arbeitgeber gesehen. Es gibt keine gegenseitigen Vorwürfe, denn diese Krise ist weder durch die Managementleistung verursacht worden noch durch nicht leistungsfähige Mitarbeiter. Deshalb ist das Verhältnis auch nicht nachhaltig gestört.

Aden:

Die Mitarbeiter mussten verstehen, dass es wichtig ist, auch in dieser Phase Gewinne zu machen. Es ging darum, unser umfangreiches Finanzierungsportfolio abzusichern – die Voraussetzung für unsere Weiterentwicklung. Wir müssen Ergebnisse in einer vernünftigen Größenordnung vorweisen, um am Kapitalmarkt attraktiv zu sein. Dafür brauchen wir

ein Vorsteuerergebnis von 40 Millionen Euro und das werden wir bald wieder erreichen.

beigetragen.

Ihre Kunden kämpfen teilweise ums Überleben. Welchen Einfluss hatte das auf die Kundenbeziehungen der BLG?

Kuhr:

Die Beziehungen zu unseren Kunden sind in der Krise enger geworden. Die Probleme, die bei den Kunden insbesondere in der Automobilindustrie herrschen, haben uns dichter zusammengeführt. Man konnte gut erkennen, dass wir im gleichen Boot sitzen und nur so, nämlich gemeinsam, die Krise bewältigen können.

Schiffer:

Unterm Strich muss man sagen, dass wir über viele Jahre ein langfristiges, gutes und freundschaftliches Verhältnis zu unseren Kunden entwickelt haben. Natürlich wurden die Gespräche schwieriger. Denken wir an die Reeder. Die hat es natürlich deutlich härter getroffen als uns, und sie erwarten einen erheblichen Beitrag. Je länger die Freundschaft, desto höher ist auch die Erwartung, dass man auf der Preisseite etwas macht. Das ist natürlich ein schwieriger Spagat: Die Freundschaft bewahren und unser Unternehmen auf Kurs zu halten.

Sie haben im Automobilbereich traditionell gute Verbindungen nach Fernost. Wie hat sich die Krise darauf ausgewirkt?

Kuhr:

Zurzeit laufen wenig Importe aus Fernost über die Häfen und davon ist Bremerhaven betroffen. Im letzten Jahr hatten wir aufgrund der Umweltprämie beim Import gute Mengen. Dieser Markt ist zurzeit in Westeuropa gesättigt. Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr der Import wieder anziehen wird und damit auch unser Technikbereich wieder eine bessere Auslastung findet. Die chinesischen Autobauer machen sich auf den Weg nach Europa und haben speziell Osteuropa im Auge. Darauf haben wir unsere Investitionen bereits ausgerichtet.

Ist Osteuropa als Investitionsschwerpunkt im Geschäftsbereich Automobile besonders aussichtsreich? Dort hat sich die Krise doch am stärksten bemerkbar gemacht und ein Ende ist nicht abzusehen.

Kuhr: "Osteuropa ist ein Zukunftsmarkt vor unserer Haustür."

Kuhr:

Osteuropa ist ein Zukunftsmarkt vor unserer Haustür. Klar ist aber auch, dass dieser Markt stärker weggebrochen ist als in Westeuropa, aber er wird in kurzer Zeit wieder anspringen und Wachstum im zweistelligen Bereich ist zu erwarten. Daher investieren wir heute in diesen Markt, insbesondere im Automobilbereich, um beim Anziehen der Konjunktur als einer der großen Logistiker dabei zu sein.

Herr Onnen, nicht nur Kleinunternehmen droht eine Kreditklemme. Sieht sich die BLG jetzt in ihren Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt?

Onnen:

Das sehe ich gegenwärtig nicht. Ich habe 2009 noch einmal neu mit den Banken verhandelt. Wir sind so ausgestattet, dass wir unsere Verpflichtungen gegenüber den Kapitalgebern voll erfüllen können. Auch unsere geplanten Investitionen sind finanziell abgesichert.

Herr Senator Hattig hat es vorhin auf den Punkt gebracht: Sie unterliegen dem Zwang, einerseits Kosten zu sparen und andererseits das Unternehmen gleichzeitig auf die nächste Wachstumsphase vorzubereiten. Wie bekommen Sie das unter einen Hut, Herr Aden?

Aden:

Das bekommt man in einem gut ausgerichteten Unternehmen sogar aus eigener Hand unter einen Hut. Wir haben das Programm BLG 2010 mit dem Kostensenkungspotenzial von 30 Millionen Euro aus eigener Kraft geschafft und nicht mit Unternehmensberatern. Darauf sind wir stolz.

Gleichzeitig muss man seine Verkäufer motivieren, verstärkt in den Markt zu gehen. Dafür mussten wir natürlich die Voraussetzungen schaffen. Wir haben bewusst in vertriebsorientierte Personalkapazität investiert und das ist der richtige Weg.

Wie haben Sie als Vorstände denn zu den Einsparungen beigetragen?

Aden:

Das war eine konzertierte Aktion. Die Führungskräfte haben, als wir Kurzarbeit in einzelnen Bereichen einführen mussten, auf fünf Prozent ihres festen Monatsgehalts verzichtet, ebenso die Vorstände. Das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ergebnis des Jahres 2009 führt über die variablen Bestandteile zu einem zwischen 30 bis 50 Prozent niedrigeren Einkommen.

Hattig:

Man kann sich als Führungskraft nicht hinsetzen und sagen, mich trifft das nicht. Das geht nicht.

Aden: "Wir haben das Programm BLG 2010 mit dem Kostensenkungspotenzial von 30 Millionen Euro aus eigener Kraft geschafft ... "

Schiffer:

Wir haben darüber hinaus einiges an unseren Strukturen getan. Um schneller zu entscheiden und um präsenter am Markt zu sein, haben wir die Entscheidungswege im Unternehmen erheblich verkürzt.

Aden:

Auch ein wichtiger Punkt. Wir waren vorher auf starkes Wachstum ausgelegt und waren auf dem Weg der Dezentralisierung der Geschäftsfelder. Jetzt sind wir am Markt voll dezentralisiert, aber nach innen, dort wo der Kunde es nicht spürt, haben wir uns sehr stark verschlankt und damit auch erhebliche Effekte erzielt.

Die BLG steht mehrheitlich im öffentlichen Eigentum. Mussten Sie aufgrund dessen anders handeln als Manager eines Unternehmens im Privatbesitz?

Hattig:

Der Eigentümer ist eine politische Instanz, aber er denkt nicht daran, die Substanz der Unternehmensführung politisch zu beeinflussen. Er weiß, die BLG muss sich im Markt beweisen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, auch für den Eigentümer.

Aden:

Obwohl die BLG im Staatsbesitz ist, wird sie unternehmerisch geführt, und sie ist marktorientiert. Publicly owned, privately managed, das ist das Gefüge, mit dem wir weltweit auf Interesse stoßen. Wir sind inzwischen ein Beispiel für viele öffentliche Unternehmen, die in eine Teilprivatisierung gehen.

Schauen wir auf das Positive. Gibt es Geschäftsfelder, die von der Krise nicht beeinflusst wurden oder sogar noch gewachsen sind?

Aden:

Ja, die Kontraktlogistik für Handelsund Industriekunden hat sich gut entwickelt. Hier konnten wir Neukunden gewinnen oder das Geschäft mit Bestandskunden ausweiten.

Kuhr: "Es entstehen ... neue Potenziale."

Warum hat sich gerade auch die Handelslogistik so gut behauptet?

Kuhr:

Der Handel konnte sich im Jahr 2009 noch sehr gut behaupten, hat aber frühzeitig begonnen, die Kostenstrukturen zu hinterfragen, und dabei erkannt, dass effektivere Logistik in Zukunft überlebenswichtig sein wird. In dieser Situation denken viele Handelsunternehmen über das Outsourcing ihrer Logistik nach und wir beraten sie dabei. Es entstehen also neue Potenziale.

Vielleicht können Sie ein paar Beispiele nennen?

Aden:

Wir verhandeln verstärkt mit vorhandenen Kunden über weitere Dienstleistungen. Da sind wir beispielsweise mit Tchibo auf einem sehr guten Weg. Wir haben Griesson – de Beukelaer als einen weiteren Handelskunden gewonnen. Und wir sind gerade in den Endstufen von einer Vielzahl von Ausschreibungen in der Automotive- und Handelslogistik, aber auch in der Industrielogistik, von denen wir wirkliche Sprünge erwarten.

Welchen Umsatzanteil hat die Handelslogistik im Moment?

Onnen:

Wir haben gut ein Drittel im Containergeschäft, bezogen auf unseren Anteil von 50 Prozent am Joint Venture Eurogate. Wir haben ebenfalls gut ein Drittel im Geschäftsbereich Automobile und ein knappes Drittel in der Kontraktlogistik. Davon entfällt etwa ein Drittel auf den Handel.

Aden:

Wir werden unser Geschäftsvolumen in der Handelslogistik in den nächsten drei Jahren verdoppeln. Das ist ein klares unternehmerisches Ziel.

Lassen Sie mich ein paar Fragen zu den Seehäfen stellen. Die globale Krise hat die Seehäfen zweifelsohne besonders hart erwischt. Wann hat dieser Effekt eingesetzt? Wann haben Sie gemerkt, dass hier etwas absolut aus dem Ruder läuft?

Schiffer:

Das ist unterschiedlich, je nach Fahrtgebiet. Es gab schon vor der Krise in der Nordatlantikfahrt Schwierigkeiten. Der Export und Import mit den USA ging zurück. Auch aus Richtung Asien konnte man sehen, dass die Auslastung der Schiffe geringer wurde. Als nach der Lehman-Pleite aus der Finanz- eine Wirtschaftskrise wurde, ist es dann sehr schnell gegangen. Warnhinweise gab es aber schon vorher.

Schiffer: "Es gab schon vor der Krise in der Nordatlantikfahrt Schwierigkeiten."

Was hat das Jahr 2009 ganz konkret für die Terminalaktivitäten der BLG-Gruppe bedeutet?

Schiffer:

Man darf das Jahr 2009 nicht isoliert sehen. 2008 haben wir in Bremerhaven einen Zuwachs von 12 Prozent gehabt. Dann haben wir 2009 einen Verlust von 20 Prozent gehabt, und wir sind jetzt wieder auf dem aufsteigenden Ast. Das war zwar ein drastischer Rückgang, der aber schon wieder auf dem Weg der Heilung ist. In Hamburg ist es ein bisschen anders verlaufen, weil wir dort mehr von Fernost abhängig sind. Dadurch hat der Rückgang etwas später eingesetzt. In Hamburg hatten wir im Jahr

2008 ein gerade ausgeglichenes Ergebnis gehabt, im Jahr 2009 dann 20 Prozent Reduzierung, und im Jahr 2010 werden wir wieder auf einem positiven Wege sein.

Befürchten Sie, dass die Hafenstandorte in Hamburg und Bremerhaven dauerhaft geschädigt werden, nämlich dadurch, dass die Reedereien in der Krise ihre Hafenstrategie geändert haben?

Schiffer:

Man muss differenzieren. In Hamburg ist die Situation noch dadurch deutlich schwieriger, dass wir das Problem der noch nicht umgesetzten Elbvertiefung haben. Wir haben Kunden, die Hamburg mit großen Schiffen anlaufen, aber Feedercontainer über andere Häfen ziehen, weil sie aufgrund des Tiefgangs Hamburg nicht voll beladen anlaufen können. Wenn die Elbvertiefung da ist, verbessern sich die Chancen, in Hamburg wieder mehr zu machen. In Bremerhaven sieht es anders aus, weil dort das Tidenfenster wesentlich größer ist.

Herr Kuhr, welche Konsequenzen gibt es speziell für den Automobilbereich?

Kuhr:

Wir gehen davon aus, dass die Lagerbestände nicht mehr so hoch sein werden wie in der Vergangenheit. Wir müssen aber auch andere Ablaufprozesse implementieren, um mit weniger Menge auf bessere Leistungen und damit auf bessere Ergebnisse zu kommen. Wir haben in der Kostenstruktur im Automobilbereich und im Autoteilebereich bereits reagiert und wir sehen insbesondere im Autoteilebereich – der asiatische Markt zieht stark an – schon einen Erfolg. Auf jeden Fall werden wir im Volumen und mit der neuen Kostenstruktur ein akzeptables Ergebnis erzielen können.

Herr Mekelburg, es gibt die Zusage an die Belegschaft, die Stammarbeitsplätze auch 2010 zu erhalten. Ist das angesichts der vielen Unwägbarkeiten nicht etwas gewagt?

Mekelburg:

Nein. Wir haben gegenwärtig kein Beschäftigungsproblem für unsere Stammbelegschaften. Falls wir dies bekommen, haben wir die Möglichkeit, Alternativen in anderen Unternehmensteilen oder auch an anderen Standorten anzu-bieten. Wir halten an den Beschäftigungsgarantien fest.

Müssen Sie bei Ausbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter sparen?

Mekelburg:

Nein, das tun wir nicht, wir brauchen die Qualität, um unsere Ziele zu erreichen. Verbesserung geht nur mit qualifiziertem und geschultem Personal. Es wäre völlig falsch, hier zu sparen. Die Ausbildungskapazitäten haben wir immer auf dem sehr hohen Niveau der letzten Jahre gehalten und das wird so bleiben. Unsere feste Absicht ist auch, den Ausgelernten dann auch eine Perspektive im Unternehmen zu geben, sie zu integrieren und zu halten.

Wie sieht Ihr Ausblick für 2010 aus?

Schiffer:

Im Containergeschäft geht es seit dem letzten Quartal 2009 wieder aufwärts, und in den ersten Monaten 2010 hat sich dieser Trend fortgesetzt. Unsere Einschätzung wurde sogar übertroffen – bisher jedenfalls. Wie es in einem halben Jahr sein wird, das wissen wir allerdings nicht. Es gibt dazu sehr unterschiedliche Aussagen. Einige der großen Reeder reden von zwei bis vier Prozent Wachstum für 2010, andere von zehn bis zwölf Prozent.

Aden:

Im Moment haben wir schon wieder zweistellige Wachstumsraten im Automobilexport. Aber wir wissen noch nicht, ob das nachhaltig ist. Das Problem ist, dass Automobilexporte eine geringe Wertschöpfung haben. Die Autos fahren ganz schnell auf die Schiffe, lagern nicht und werden auch nicht technisch bearbeitet. Die Importe, die eine höhere Wertschöpfung haben, liegen völlig am Boden. Das ist ein Ergebnis der Abwrackprämie aus dem vergangenen Jahr. Im gesamten Geschäftsbereich Automobile werden wir in diesem Jahr wohl nicht wachsen.

Onnen:

Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik werden wir gegenüber 2009 um rund zehn Prozent wachsen.

Auch wenn der bisher stabile Konsum einbricht und damit Ihre Handelslogistik trifft?

Aden:

In einer Krise wächst man nicht nur durch normales Wachstum, sondern über Marktanteilsgewinne. Deshalb brauchen wir optimale Kosten, sonst sind wir nicht attraktiv.

Sie wollen auch Marktanteile über den Preis gewinnen?

Aden:

Wir stellen uns dem härteren Wettbewerb, aber nur zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen.

Wie lautet die Prognose für das laufende Geschäftsjahr insgesamt?

Aden:

Wir betrachten 2010 auch aufgrund der Nachwirkungen nach wie vor als Restrukturierungsjahr, in dem uns unsere Doppelstrategie auf den Wachstumspfad zurückführt. Wir werden schwarze Zahlen schreiben und alles daransetzen, 2010 auf jeden Fall bessere Ergebnisse zu erzielen als im vergangenen Jahr.

Bremer Überseehafen, 1920

Von der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft zur BLG LOGISTICS GROUP

Das Leistungsportfolio der BLG LOGISTICS GROUP ist aus der Historie erwachsen und im Zuge der weltwirtschaftlichen Entwicklung immer wieder erweitert und ergänzt worden. Damit wurde das einst auf Bremen und Bremerhaven beschränkte Hafengeschäft erheblich ausgebaut. Seit 1998 entwickeln wir die Unternehmensgruppe zu einem internationalen Logistikdienstleister. Wir sind inzwischen in Europa, in Nord- und Südamerika, in Asien und Afrika präsent.

Im Februar 1877 gründen 65 Kaufleute die "Bremer Lagerhaus-Gesellschaft – Actiengesellschaft von 1877" (BLG). Sie wollten ihre weit über die Stadt verteilten Lager bündeln und am Wasser konzentrieren. Das geschieht zunächst im Sicherheitshafen, dem späteren Hohentorshafen.

Mit dieser ersten Leistungsbündelung in der deutschen Seehafengeschichte erlebt Bremen als Hafen- und Handelsstadt einen Aufschwung. Schnell werden neue Hafenkapazitäten benötigt. Schon 1888 ist der Freihafen I (Europahafen) fertig, damals das größte Hafenbecken der Welt. Der BLG wird komplett der Betrieb übertragen. Bald kommen der Freihafen II (Überseehafen) und die Getreideanlage hinzu. 1953 übernimmt die BLG auch die Freihäfen in Bremerhaven und in den 1960er Jahren den Neustädter Hafen in Bremen.

Mitte der 1960er Jahre kommen die ersten Container über den Atlantik nach Europa. Im Mai 1966 wird Bremen der erste deutsche Containerhafen. Der Container braucht Spezialgeräte und weiträumige Freiflächen. Des-halb wird ab 1968 der Containerterminal Bremerhaven gebaut. Bis heute ist das Terminal über mehrere Ausbaustufen auf knapp fünf Kilometer Länge gewachsen. Gemäß Guinnessbuch der Rekorde hat Bremerhaven die längste Stromkaje der Welt.

Getreideanlage, Bremen 1959

Beginn der Bauarbeiten am Containerterminal Bremerhaven,1968

Automobilverladung, Bremen 1959

Anfang der 1970er Jahre wird bei der BLG die elektronische Datenverarbeitung als Produktionsfaktor gesehen. So entsteht 1973 die Datenbank Bremische Häfen und das erste Hafeninformationssystem der Welt. Umschlagsunternehmen, Spediteure, Schiffsmakler, Ladungskontrolleure und Behörden schließen sich an. Die Grundlagen für die IT-Vernetzung sind gelegt.

Als Ende der 1970er Jahre die japanische Autoindustrie ihre Exportoffensive startet, ist die BLG von Anfang an dabei und beginnt mit dem Bau des Autoterminals Bremerhaven. Heute ist Bremerhaven mit über zwei Millionen Fahrzeugen in den bisherigen Spitzenjahren eine der größten Autodrehscheiben der Welt.

Mit ihrer Gründung und in den folgenden über 100 Jahren Unternehmensgeschichte beweist die BLG immer wieder, dass sie in allen wesentlichen Entwicklungen die Rolle des Vorreiters übernimmt. Diese innovative Kraft zeigt sich auch, als sich in den 1980er Jahren abzeichnet, dass Hafenumschlag und Lagerung allein wirtschaftlich nicht mehr ausreichen. Zur Stärkung der Wertschöpfung erweitert die BLG ihre Dienstleistungstiefe. In Bremen und Bremerhaven entstehen die ersten Logistikzentren für seehafenorientierte Leistungen.

In den 1990er Jahren kollabieren die Ostmärkte. Klassische Güterströme brechen zusammen, andere suchen sich neue Wege. Beides trifft das Kerngeschäft der BLG. Doch die BLG gewinnt nach ihrer Restrukturierung im Jahr 1997 mit einer globalen Strategie neue Stärke. Sie entwickelt sich zu einem internationalen, seehafenorientierten Logistikdienstleister.

Mit der Konzernbildung erfolgt auch die Namensgebung BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. In dieser Kommanditgesellschaft ist die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877– Komplementär und Geschäftsführer. Kommanditist ist die Stadtgemeinde Bremen.

Die BLG LOGISTICS GROUP arbeitet heute in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, mit der Ausweitung der Dienstleistungstiefe und der geografischen Reichweite ist aus dem einst lokalen Hafenunternehmen eine international agierende Logistikgruppe mit komplexen Netzwerken geworden.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Die BLG-Geschäftsbereiche AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER agieren zwar in jeweils spezifischen Märkten, ergänzen sich aber auch in etlichen Geschäftsfeldern oder realisieren als Verbundleistung vollstufige Logistikketten.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE entwickelt die Logistik für Fertigfahrzeuge – im Wesentlichen die weltweite Distribution von den Herstellern bis zu den Händlern in den Bestimmungsländern. Mit einem Volumen

Autotransporter am Autoterminal Bremerhaven

Technikzentrum BLG AutoTec, Bremerhaven

von 4,7 Millionen Fahrzeugen (2008: 5,7 Mio.) hat dieser Geschäftsbereich 2009 seine Position als führender Automobillogistiker Europas behauptet.

Die Standbeine sind Terminals an der See, an großen Flüssen und im Hinterland. Das Terminalnetzwerk wird ergänzt durch Transporte per Straße, Schiene und Wasser sowie durch hohe technische Kompetenz in eigenen Technikzentren. Dort wird die PDI (Pre-Delivery-Inspection) durch den Einbau von Sonderausstattungen wie DVD-Anlagen, Handys, Navigationssystemen und Glasdächern ergänzt. Aber auch Sonderlackierungen oder die Umrüstung von Sonderserien gehören zum Leistungsprofil. Für den Lückenschluss zwischen Seehafen und über 7.000 Händlern sorgt eine moderne Lkw-Flotte mit 530 Autotransportern.

Autoterminal Bremerhaven

Aktuell wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Insgesamt ist der Kauf von 1.275 Spezialwaggons in den kommenden Jahren vorgesehen, sodass 75 Ganzzüge verfügbar sind. Die BLG AutoRail entwickelt sich seit ihrem Markteintritt im Herbst 2008 erfolgreich. In diesem Jahr soll sich das Transportvolumen auf etwa 200.000 Fahrzeuge verdoppeln.

Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Sieben Binnenschiffe sind dort für den Autotransport im Einsatz.

Autotransporte auf Rhein und Donau

Die Donauverbindung ist Teil der Osteuropastrategie der BLG, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern auch die Länder in Westeuropa. Dabei spielt das Autoterminal Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den west-europäischen Ländern.

Erfolgreich auf der Schiene – BLG AutoRail

Auch im Osten ist die BLG mit ihren logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei, in Tschechien und Slowenien. Zudem werden Autoterminals in Polen, in der Ukraine und in Russland betrieben. Ein Autoterminal am Schwarzen Meer ist geplant.

2009 wurden auf den Seeterminals insgesamt 2,1 Millionen Fahrzeuge (2008: 3,2 Mio.) umgeschlagen oder technisch bearbeitet. Im Geschäftsfeld Forwarding ging das Volumen um 9,9 Prozent auf 0,5 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Inlandterminals wuchsen 2009 dagegen um 12,6 Prozent auf 0,6 Millionen Fahrzeuge. Das gilt auch für die Fahrzeugtransporte, die 2009 um 10,3 Prozent auf 1,2 Millionen Einheiten zunahmen. Einen deutlichen Zuwachs um 25,2 Prozent verzeichnete das Geschäftsfeld Outbound Logistics mit 0,3 Millionen Fahrzeugen.

Der Geschäftsbereich CONTRACT

Der Geschäftsbereich realisiert komplexe individuelle Logistiklösungen für Kunden aus Industrie und Handel. Die Leistungsschwerpunkte sind die Königsdisziplin Automotive (Autoteilelogistik) sowie Industrie- und Produktionslogistik, Handels- und Distributionslogistik, die Seehafenlogistik für konventionelle Güter in Bremen sowie der BLG Coldstore am Containerterminal Bremerhaven. Als neues Geschäftsfeld werden gegenwärtig durchgängige Logistikprozesse für die Offshore-Windenergie entwickelt.

Logistik für die Offshore-Windenergie-Industrie

Autoteilelogistik für Kfz-Hersteller

In der Kontraktlogistik lassen sich nicht alle Dienstleistungen in einem festen Standortnetzwerk konzentrieren. Deshalb investiert der Geschäftsbereich CONTRACT dort, wo die Kunden die Leistungen benötigen. So arbeiten inzwischen Logistikzentren und Spezialanlagen an über 30 Standorten in Europa und in Übersee für renommierte Kunden wie Mercedes, MAN, VW, Siemens, Konica Minolta, Ikea oder Griesson – de Beukelaer.

Beispiel Automotive: Beschaffung, Produktion und Absatz in weltweiten Kategorien sind in der globalisierten Automobilindustrie heute Realität. Automotive-Logistik integriert die Teilefertigung der Hersteller und zahlreicher Zulieferer in Systemdienstleistungen, um die Montagelinien der Hersteller im In- und Ausland zuverlässig zu versorgen. Die Hersteller verlagern auch Produktionsschritte auf ihre Logistiker.

Dazu gehören die Aushärtung geklebter Karosserieteile, die Konservierung von Rohbauteilen und die Vormontage von Systemkomponenten. Automotive-Logistik agiert damit als "verlängerte Werkbank" der Automobilindustrie.

Beispiel Industrie- und Produktionslogistik: Dabei geht es insbesondere um die Optimierung der Produktionsabläufe und Materialflüsse in den Werken der Kunden. Dazu gehört auch die Übernahme von Personal, Anlagen und Geräten. Diese Formen der Werkslogistik leistet der Geschäftsbereich für Kunden aus Automobilindustrie und Telekommunikation sowie beim Bau von Eisenbahnen.

Beispiel Handels- und Distributionslogistik: Zentral über Emmerich werden der gesamte europäische Markt und Teile Afrikas mit Bürogeräten von Konica Minolta versorgt. Die Basisgeräte werden im European Distribution Center der BLG nach individuellen Kundenbestellungen konfiguriert, länderspezifisch mit Zubehör sowie Gebrauchsanweisungen bestückt und direkt auf den Weg zum Kunden gebracht.

Unter dem Motto "Jede Woche eine neue Welt" lässt Tchibo über 50.000 Verkaufsstellen in Deutschland und Europa mit Bedarfsartikeln versorgen – zentral über das Hochregallager der BLG in Bremen. Und auch Ikea nutzt die Kompetenz der BLG zur Bestückung seiner Verkaufsstellen in Deutschland und England.

Handelslogistik für Tchibo im Hochregalllager Bremen

Ein weiteres Beispiel für die Handels- und Distributionslogistik ist Griesson – de Beukelaer, einer der führenden europäischen Gebäckhersteller. Der Start erfolgte im Oktober 2008 mit der Übernahme des Distributionszentrums Koblenz und des Werkslagers. Anfang 2009 folgte die Übernahme der gesamten operativen Logistik an den Standorten Polch, Kahla, Ravensburg und Wurzen.

Distributionslogistik für Griesson – de Beukelaer

Die Seehafenlogistik für konventionelles Stückgut hat ihren Schwerpunkt in Bremen. Dabei geht es um individuelle Logistik für Projektladungen, Verkehrssysteme, Stahlprodukte, Maschinen und Anlagen sowie für Forstprodukte. Am Containerterminal Bremerhaven bietet der BLG COLDSTORE komplette Logistiklösungen für Kühl- und Tiefkühlgüter an.

Der Geschäftsbereich CONTAINER

Im BLG-Geschäftsbereich CONTAINER ist das Joint Venture EUROGATE Marktführer in Europa. Die Position basiert auf dem gesamteuropäischen Terminalkonzept und dessen Ergänzung um verbundene Dienstleistungen rund um den Containerverkehr. Zum Netzwerk gehören Transporte per Schiene, Straße und Wasser sowie Logistikleistungen für containerisierte Güter.

Das Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Lissabon, Gioia Tauro, La Spezia, Ravenna, Salerno, Livorno, Cagliari und Tanger. Demnächst kommen der Jade-WeserPort in Wilhelmshaven und eine Betreiberpartnerschaft am neuen Terminal im russi-

Van Carrier-Inspektion in Bremerhaven

schen Ust-Luga hinzu. 2009 wurden 12,5 Millionen TEU (2008: 14,2 Mio.) im Terminalnetzwerk umgeschlagen. Die stärksten Standorte sind Bremerhaven, Hamburg und Gioia Tauro.

Containerterminal Hamburg

Ausleger einer Containerbrücke

Containerterminal Bremerhaven

Um die Leistungspotenziale der Terminals in Bremerhaven und Hamburg für die Reeder optimal zu erschließen, ist die Anpassung des Fahrwassers in Weser und Elbe beantragt. Die großen Seehäfen müssen von allen heute in Fahrt befindlichen Containerschiffen unabhängig von der Tide erreichbar sein. Fahrwasserbeschränkungen sind beim JadeWeserPort in Wilhelmshaven nicht gegeben. Die vorhandene Tiefe von 18 Metern unter SKN (Seekartennull) bietet auch den größten Containerschiffen optimale Voraussetzungen.

JadeWeserPort Wilhelmshaven in Bau

An unsere Aktionäre

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Vorstand und Aufsichtsrat 29
Bericht des Aufsichtsrats 32
Beirat 36
Corporate Governance-Bericht 37
BLG am Kapitalmarkt 47
Jahresabschluss und Lagebericht 49
. .
.
1.11111111111111111111111111111111111
.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die duale Unternehmensverfassung in Deutschland sieht bei Aktiengesellschaften zwei Führungsorgane mit klar getrennten Funktionen vor: Der Vorstand leitet eigenverantwortlich das Unternehmen, während dem Aufsichtsrat die Überwachung und Beratung des Vorstands obliegen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die personelle Besetzung der beiden Organe bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, über die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie über die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse.

Vorstand
Name
Name
Ort Funktion / Ressorts Mandate*
Detthold Aden
geboren 1948
bestellt bis 2013
Bremen Vorsitzender
Führungskräfte
Kommunikation
EUROGATE Geschäftsführungs
GmbH & Co. KGaA, Bremen,
Vorsitzender
Verkehrspolitik
Konzernstrategie
Gesellschafter
OAS Aktiengesellschaft, Bremen,
Vorsitzender
belange MAI Mosolf Automotive
International AG, Heilbronn
HOCHTIEF Concessions AG, Essen
(seit 13. Oktober 2009)
Manfred Kuhr
geboren 1949
bestellt bis 2011
Beverstedt Stellvertr. Vorsitzender
Geschäftsbereiche
AUTOMOBILE,
CONTRACT
keine Mitgliedschaft
in anderen Gremien
Hartmut Mekelburg
geboren 1952
bestellt bis 2015
Bremen Arbeitssicherheit /
Umweltschutz
Personal
Revision
keine Mitgliedschaft
in anderen Gremien
Hillert Onnen
geboren 1948
bestellt bis 2011
Langen-Imsum Finanzen
Controlling
Bilanzen / Steuern
Investor Relations
IT
Einkauf
Recht
dbh Logistics IT AG, Bremen
EUROGATE Geschäftsführungs
GmbH & Co. KGaA, Bremen
Emanuel Schiffer
geboren 1951
bestellt bis 2014
Bremerhaven Geschäftsbereich
CONTAINER
EUROGATE Container
Terminal Bremerhaven GmbH,
Bremerhaven
EUROGATE Container Terminal
Hamburg GmbH, Hamburg

* Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht nach der Satzung aus sechzehn Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach

Name Ort Funktion / Beruf
Josef Hattig Bremen Vorsitzender
Senator a. D., Rechtsanwalt
Erhard Ott
(seit 02. März 2009)
Berlin Stellvertretender Vorsitzender (seit 17. März 2009)
Mitglied des Bundesvorstandes
ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Uwe Beckmeyer Bremerhaven Senator a. D.
Mitglied des Deutschen Bundestages
Harald Bethge Bremen Fachbereichsleitung ver.di Vereinte Dienstleistungs
gewerkschaft, Landesbezirk Bremen-Niedersachsen
Karl-Heinz Dammann
(seit 01. Juli 2009)
Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG (seit 05. Juni 2009)
Hans Driemel
(bis 30. Juni 2009)
Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG (bis 04. Juni 2009)
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers Hatten Vorsitzender des Vorstandes
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –
Wolfgang Lemke Langen Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Karoline Linnert Bremen Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen
Freie Hansestadt Bremen
Ralf Nagel
(bis 30. April 2010)
Hamburg Senator a. D.
Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR)
Jürgen Oltmann Bremen ehemals Vorsitzender des Vorstandes Finanzholding der
Sparkasse in Bremen sowie von Die Sparkasse in Bremen AG
(bis 31. Januar 2009)
Jürgen Rolappe Bremen Mitglied des Betriebsrates Bremen
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG (bis 16. März 2010)
Frank Schäfer Hamburg Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG
Gerrit Schützenmeister Bremerhaven Mitglied des Betriebsrates BLG AutoTec GmbH & Co. KG
Jörg Schulz Bremerhaven Oberbürgermeister Stadt Bremerhaven
Dieter Schumacher Bremen Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Dr. Patrick Wendisch Bremen Geschäftsführender Gesellschafter Lampe & Schwartze KG

*Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

An unsere Aktionäre An unsere Aktionäre

den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes vom 4. Mai 1976 (MitbestG) gewählt werden.

Ausschüsse
Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
Ausschuss
nach § 27 (3)
MitbestG
Mandate*

Vorsitzender

Vorsitzender
BAUKING AG, Hannover, Stellvertretender Vorsitzender
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
E.ON AG, Düsseldorf
E.ON Energie AG, München
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
(seit 13. Oktober 2009)
EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH.
Bremerhaven

bis 30.06.2009

bis 30.06.2009
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
(bis 30. Juni 2009)
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt/Main
Norddeutsche Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –,
Bremen
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) swb AG, Bremen
OAS Aktiengesellschaft, Bremen
NRS Norddeutsche Retail-Services AG, Bremen und Hamburg
(bis 02. April 2009)
Bremer Tageszeitungen AG, Bremen (bis 03. Dezember 2009)
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

ab 17.09.2009

ab 17.09.2009
EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien
keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Vorsitzender
Inbev Germany Holding GmbH, Bremen
OAS Aktiengesellschaft, Bremen

*Die Angaben beziehen sich auf die Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie die Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. So war der Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt.

Wenn für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichts- -rats – unter anderem vorbereitet durch seine Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzun-

Josef Hattig, Vorsitzender des Aufsichtsrats

gen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für den Konzern war der Aufsichtsrat frühzeitig und intensiv eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage und die Entwicklungsperspektiven des Konzerns, der einzelnen Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung.

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2009 zu fünf Sitzungen zusammen. Die Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtsjahr durchschnittlich bei 93 Prozent. Ein Aufsichtsratsmitglied hat gesundheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Präsenz bei den Ausschusssitzungen lag 2009 durchschnittlich bei 89 Prozent. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Besonderes Augenmerk galt vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise der aktuellen Ertragslage einschließlich des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung, ferner der Weiterentwicklung der drei Geschäftsbereiche, der Umsetzung des Vorhabens JadeWeserPort und der Osteuropastrategie der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah und intensiv gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 17. Dezember 2009 wurden die Unternehmensplanung sowie die kurzfristige Ergebnis- und Finanzplanung besprochen. Des Weiteren wurde die vom Vorstand verfolgte Doppelstrategie, weiteres Marktwachstum bei gleichzeitiger Kostenreduzierung (Projekt "BLG 2010"), eingehend erörtert.

Im Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gab es seit dem 01. Januar 2009 folgende Veränderungen: Durch gerichtlichen Beschluss wurde Herr Erhard Ott am 2. März 2009 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Der Aufsichtsrat hat Herrn Ott in seiner Sitzung am 17. März 2009 zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Herr Hans Driemel hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 30. Juni 2009 niedergelegt. Herr Karl-Heinz Dammann ist daraufhin nachgerückt. Herr Ralf Nagel hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 30. April 2010 niedergelegt. An seine Stelle soll Herr Martin Günthner treten. Das entsprechende Verfahren ist eingeleitet. Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre engagierte, konstruktive Mitarbeit und für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet. Als Ergebnis seiner jährlichen Effizienzprüfung hat der Aufsichtsrat sich in seiner Sitzung am 19. März 2010 neu organisiert und sich mit Wirkung zum 1. April 2010 eine neue Geschäftsordnung gegeben. In diesem Zusammenhang wurde der Prüfungsausschuss etabliert, der unter anderem die Aufgaben des bisherigen Bilanzausschusses übernommen hat. Für den Prüfungsausschuss wurde ebenfalls zum 1. April 2010 eine Geschäftsordnung geschaffen. Die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse enthält die Aufstellung auf Seite 30 f. Zur Beschreibung der Zuständigkeit der Ausschüsse, die ebenfalls Teil des Berichts des Aufsichtsrats ist, siehe Corporate Governance-Bericht auf Seite 40 f. des Geschäftsberichtes.

Arbeit der Ausschüsse

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste zu keiner Sitzung zusammentreten.

Der Personalausschuss trat am 17. März 2009 und 17. Dezember 2009 zusammen. Behandelt wurden im Wesentlichen Fragen der Vorstandsvergütung. In der Sitzung am 17. Dezember 2009 hatte der Personalausschuss über die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Hartmut Mekelburg ab dem 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2015 zu befinden und unterbreitete dem Plenum entsprechende Beschlussempfehlungen.

Der Prüfungsausschuss trat im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen, am 17. April 2009 und am 11. Dezember 2009, zusammen. Er hat sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns befasst. Dazu zählen auch die neuesten Änderungen der IFRS

beziehungsweise des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und deren Auswirkungen auf den Konzern beziehungsweise auf die Gesellschaft. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit war die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Aspekte der Compliance. Besonderes Augenmerk galt der Unternehmensplanung, der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung unter Berücksichtigung der Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Konzern.

Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Aus den Sitzungen der Ausschüsse wurde im Plenum berichtet.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich ebenfalls mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 berücksichtigt. Am 17. Dezember 2009 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat hierzu die 8. Entsprechenserklärung gem. § 161 Aktiengesetz abgegeben, die durch Wiedergabe auf der Homepage unter www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden ist.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Prüfungsausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, geprüft und grundsätzlich mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde im Hinblick auf den Eigenkapitalausweis nach dem 2008 neu gefassten Standard IAS 32 mit einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des neuen IAS 32 zu vermeiden, welche die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals insbesondere von Minderheitenanteilen als Eigenkapital nicht deckungsgleich abbildet, wurde der IAS 32 in der bisher geltenden Fassung angewendet. Weitere Details ergeben sich aus dem Bestätigungsvermerk auf Seite 176 und insbesondere aus den Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang auf den Seiten 142 ff.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des BLG-Konzerns ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorständen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BLG-Konzerns Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die in einem schwierigen Umfeld geleistete Arbeit aus.

Beirat

Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.

Name
Name
Beruf / Funktion
Josef Hattig Vorsitzender
Senator a. D.
Rechtsanwalt
Dr. Norbert Bensel Gründungsrektor der Hochschule für
Internationale Wirtschaft und Logistik (HIWL) Bremen
Jens Böhrnsen Bürgermeister und Präsident des Senats
der Freien Hansestadt Bremen
Dr. Dieter Flechsenberger Geschäftsführender Gesellschafter
DVV Media Group GmbH
Dr. Ottmar Gast Sprecher der Geschäftsführung Hamburg Südamerikanische
Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG
Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführer AutoValue GmbH
Dr. Hans-Jörg Grundmann
(seit 01.03.2010)
Chief Executive Officer Mobility Division der Siemens AG
Hans-Jörg Hager Präsident des Unternehmer-Colloquiums Spedition (UCS)
Dr. Heinrich Hiesinger
(bis 12.03.2010)
Mitglied des Vorstandes Siemens AG
Michael Kubenz Geschäftsführender Gesellschafter
Kube & Kubenz Unternehmensgruppe
Vizepräsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbands
(DSLV)
Volker Lange Senator a. D.
Präsident des Verbandes der Internationalen
Kraftfahrzeughersteller e.V.
Dr. Bernd Malmström Rechtsanwalt
Dr. Karl-Friedrich Rausch Vorstand für Transport und Logistik DB Mobility Logistics AG
Jürgen Roggemann Geschäftsführender Gesellschafter
Enno Roggemann GmbH & Co. KG
Dr. Karl Sommer Bereichsleiter Logistik, Gestaltung und Betrieb,
Versorgungsnetzwerk (ML) der BMW AG
Prof. Dr. Frank Straube Technische Universität Berlin,
Geschäftsführender Direktor Bereich Logistik
Dr. h.c. Klaus Wedemeier Bürgermeister a. D.
Vorsitzender des Vorstands Wirtschaftsverband Weser e.V.
Hans-Heinrich Weingarten Ehemals Executive Vice President
Mercedes Car Group – Produktion der Daimler AG
Prof. Dr. Joachim Zentes Universität des Saarlandes,
Institut für Handel und Internationales Marketing
Thomas Zernechel Leiter Konzernlogistik Volkswagen AG

Corporate Governance-Bericht

An unsere Aktionäre

Corporate Governance des BLG-Konzerns

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Unternehmens einschließlich der Organisation des Unternehmens, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontrollund Überwachungsmechanismen. Corporate Governance strukturiert eine verantwortliche, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Führung des Unternehmens.

Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungsund Kapitalmarktrecht, sowie der Satzung der Gesellschaft und dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 17. Dezember 2009 die 8. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären im Internet unter www.blg.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.

Wortlaut der Entsprechenserklärung

"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen und wird den Empfehlungen mit nachfolgenden Ausnahmen während des Erklärungszeitraums entsprechen:

1. Ziffer 2.3.4

"Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z. B. Internet) ermöglichen."

Weit über 85 Prozent unserer Aktionäre besuchen die jährliche Hauptversammlung. Der zu erwartende Nutzen bzw. die Annahme dieser Medien durch die Aktionäre stehen in keinem angemessenen Verhältnis zu den Kosten. Derzeit wird von der Nutzung weiterer Kommunikationsmedien Abstand genommen.

2. Ziffer 5.3.2, Satz 1

"Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst."

Die Befugnisse eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) hat der Aufsichtsrat dem Bilanzausschuss des Aufsichtsrates übertragen.

3. Ziffer 5.3.3

"Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt."

Die Befugnisse des Nominierungsausschusses hat der Aufsichtsrat dem Personalausschuss übertragen.

  1. Ziffer 7.1.2, Satz 2

"Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein."

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– kann momentan nicht alle empfohlenen Fristen einhalten. Mittelfristig ist die vollständige Verfolgung dieser Empfehlung jedoch geplant. Der Konzernabschluss wird innerhalb von vier Monaten nach Geschäftsjahresende veröffentlicht."

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beabsichtigen am 20. April 2010 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abzugeben.

Code of Ethics

Nachhaltige Wertschöpfung und verantwortliche Unternehmensführung sind wesentliche Elemente der Unternehmenspolitik der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Die Grundlage hierfür bildet der vertrauensvolle Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären. Dazu zählt neben der Einhaltung von Gesetzen auch die Einhaltung des konzerneinheitlichen Verhaltenskodex (Code of Ethics).

Der Kodex zielt darauf ab, Fehlverhalten zu vermeiden und ethisches Verhalten sowie vorbildliches und verantwortliches Handeln zu fördern. Er richtet sich an Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen und soll als Orientierung für regelkonformes und einheitliches Verhalten dienen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist durch das deutsche Gesellschaftsrecht ein duales Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat gesetzlich vorgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Er besteht aus fünf Mitgliedern und ist im Unternehmensinteresse sowie im Sinne des Stakeholder-Ansatzes dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind auf Seite 29 f. aufgeführt.

Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Beschluss grundsätzlich mit Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften monatlich, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements und stimmt mit dem Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens ab. Für bestimmte, in der Satzung der BLG festgelegte Geschäfte muss der Vorstand vor deren Abschluss die Zustimmung des Aufsichtsrates einholen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen sowie die Emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten.

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 AktG. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 AktG sowie § 15 der Satzung maßgeblich.

Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus 16 Mitgliedern und ist nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes und der Satzung gebildet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern gewählten Vertretern. Nach dem Ausscheiden von Hans Driemel als Aufsichtsratsmitglied am 30. Juni 2009 ist Karl-Heinz Dammann in den Aufsichtsrat nachgerückt. Zum 30. April 2010 wird Herr Ralf Nagel sein Mandat niederlegen. Ehemalige Vorstandsmitglieder der BREMER LAGERHAUSGESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2013.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz zwingend zu bildenden Ausschuss hat der Aufsichtsrat einen Bilanzausschuss sowie einen Personalausschuss gebildet. Die Mitglieder der vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse sind auf Seite 30 f. aufgeführt.

Als Ergebnis seiner jährlichen Effizienzprüfung hat der Aufsichtsrat sich in seiner Sitzung am 19. März 2010 neu organisiert und sich mit Wirkung zum 01. April 2010 eine neue Geschäftsordnung gegeben. In diesem Zusammenhang wird zum 01. April 2010 der Prüfungsausschuss etabliert, der unter anderem die Aufgaben des bisherigen Bilanzausschusses übernimmt. Für den Prüfungsausschuss wurde ebenfalls eine Geschäftsordnung geschaffen.

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Der im Berichtsjahr amtierende Vorsitzende des Bilanzausschusses erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zwei Mal im Jahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Prüfung des Rechnungslegungsprozesses sowie Fragen der Rechnungslegung des Unternehmens sowie die Prüfung des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, Lage- und Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts der Gesellschaft erarbeitet der Prüfungsausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Ausschuss bereitet die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung gewählten

Abschlussprüfer vor, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest. Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählt des Weiteren die Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Planung für das folgende Geschäftsjahr einschließlich der Ergebnis-, Bilanz-, Finanz- und Investitionsplanung.

Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem des Unternehmens sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Prüfungsausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.

Der Personalausschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und sieben weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsratsplenums vor, das über Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern entscheidet. Der Personalausschuss beschließt anstelle des Plenums über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands. Zudem berät er über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand.

An unsere Aktionäre

Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsausschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.

Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz bildet der Aufsichtsrat einen Ausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichstratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählte Mitglieder angehören.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. Jede Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gewährt eine Stimme. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderstimmrechte bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien, deren Übertragung der Zustimmung der Gesellschaft bedarf. Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital 3 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, und die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen; Einzelheiten dazu finden sich im auf der Folgeseite.

Jeder im Aktienregister eingetragene Aktionär ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort das Wort zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten zu ergreifen und Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu verlangen, soweit dies zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstandes der Tagesordnung erforderlich ist. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Verwendung des Bilanzgewinns, Kapitalmaßnahmen, die Ermächtigung zu Aktienrückkäufen sowie Änderungen der Satzung.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, sind dem Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nicht bekannt. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat keine Mitarbeiteraktienprogramme aufgelegt. Soweit Mitarbeiter Aktien der Gesellschaft halten, unterliegen sie keiner Stimmrechtskontrolle. Es handelt sich hierbei um unwesentliche Anteile am Kapital der Gesellschaft.

An unsere Aktionäre

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Wir verweisen hierzu auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 37 ff.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Der Vorstand ist derzeit durch die Hauptversammlung weder zur Aktienausgabe noch zum Aktienrückkauf ermächtigt.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots wurden nicht vereinbart.

Die Gesellschaft hat für die Vorstandsmitglieder und die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Derzeit sieht diese Versicherung einen angemessenen Selbstbehalt nicht vor.

In der Aufsichtsratssitzung vom 19. März 2010 wurde beschlossen, den für den Vorstand durch § 93 Abs. 3 AktG gesetzlich vorgeschriebenen beziehungsweise den für den Aufsichtsrat vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Selbstbehalt ab 1. Juli 2010 einzuführen.

Directors' Dealings

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen. Dies gilt dann, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahe stehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von EUR 5.000,00 erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen.

Im Rahmen ihrer Meldepflichten haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie den Organen nahe stehende Personen im Geschäftsjahr 2009 keinen Erwerb von Aktien sowie keine Veräußerung von Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mitgeteilt.

Der Aktienbesitz der Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder insgesamt beträgt weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

FIDES zum Abschlussprüfer gewählt

Die Rechnungslegung des Jahresabschlusses der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Rechnungslegung des Konzernabschlusses der Gesellschaft erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, wurde von der Hauptversammlung zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer der BLG für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Der Aufsichtsrat hat sich

vor der Beauftragung vergewissert, dass die bestehenden Beziehungen zwischen Prüfer und Gesellschaft oder ihren Organen keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Prüfers begründen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts bzw. Konzernlageberichts.

Vergütung des Vorstands

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder legt der Aufsichtsrat bzw. sein Personalausschuss fest, der vom Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet wird. Der Aufsichtsrat berät und beschließt auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und der globalen Ausrichtung des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens. Im laufenden Jahr wird das System der Vorstandsvergütung dem im August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) angepasst und die Vorstandsverträge, unabhängig von den bestehenden Vertragslaufzeiten, einvernehmlich und einheitlich für alle Vorstandsmitglieder mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 auf dieses System umgestellt.

Es ist beabsichtigt, das neue System gemäß § 120 Abs. 4 AktG im Juni 2011 der Hauptversammlung zur Billigung vorzulegen.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die bis 31. Dezember 2009 geltende Vergütungssystematik:

Neben dem jährlichen Festgehalt sehen die Verträge eine vom Ergebnis des Konzerns vor Steuern abhängige variable Vergütung vor, die auf maximal 3,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern (EBT) begrenzt ist. Daraus erhalten die Vorstandsmitglieder Tantiemen des Vier- bis Siebenfachen eines Monatsgehalts. Der Aufsichtsrat kann den Vorstandsmitgliedern im Bereich des oben genannten Gesamtrahmens einen weiteren individuellen Bonus gewähren. Darüber hinaus sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung

eines Dienstwagens oder Zuschüsse zur Rentenversicherung vor. Zusätzlich erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften Vergütungen. Diese Vergütungen sind im Grundgehalt enthalten.

Die Mitglieder des Vorstands erhielten folgende Vergütung:

Vergütung des Vorstands
(in TEUR)
2009 2008
Grund
gehalt
erfolgsab
hängig 1)
Gesamt Grund
gehalt
erfolgsab
hängig 1)
Gesamt
Detthold Aden 418 223 641 408 667 1.075
Manfred Kuhr 357 106 463 350 404 754
Hartmut Mekelburg 253 82 335 254 410 664
Hillert Onnen 283 82 365 274 410 684
Emanuel Schiffer 388 220 608 376 450 826
1.699 713 2.412 1.662 2.341 4.003

1) Die ausgewiesenen erfolgsabhängigen Bezüge basieren auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen den BLG-Konzern bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Für die Pensionsverpflichtungen des BLG-Konzerns wurden Rückstellungen von TEUR 1.977 (Vorjahr: TEUR 1.621) gebildet.

Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern liegen bei der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –.

Zum 31. Dezember 2009 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält EUR 5.000,00, der Vorsitzende das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Bilanzausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte des Betrages. Mitglieder des Bilanzausschusses und des Personalausschusses erhalten zusätzlich EUR 1.000,00 pro Jahr.

Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den Unternehmenserfolg bezogene variable Vergütung. Diese errechnet sich in Abhängigkeit vom Konzernergebnis (EBT) wie folgt: übersteigt das Konzernergebnis den Betrag von EUR 20 Mio., erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 0,2 Prozent des Konzernergebnisses. Von diesem Betrag erhält das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats 1/20. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 3/20, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Bilanzausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, 2/20 dieses Betrags.

Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung, gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet.

Vergütung des Aufsichtsrats 2009
(in TEUR) Aus
Fixe Variable schuss Sitzungs Sons
Bezüge Bezüge1) tätigkeit geld tiges2) Gesamt
Josef Hattig 15 0 1 4 10 30
Erhard Ott 8 0 1 3 0 12
Uwe Beckmeyer 5 0 0 2 0 7
Harald Bethge 5 0 1 3 3 12
Karl-Heinz Dammann 3 0 0 1 0 4
Hans Driemel 2 0 1 1 5 9
Dr. Stephan-Andreas Kaulvers 5 0 1 4 0 10
Wolfgang Lemke 5 0 1 4 0 10
Karoline Linnert 5 0 1 4 9 19
Ralf Nagel 5 0 1 4 0 10
Jürgen Oltmann 5 0 1 3 0 9
Jürgen Rolappe 5 0 2 2 0 9
Frank Schäfer 5 0 1 4 10 20
Gerrit Schützenmeister 5 0 0 2 0 7
Jörg Schulz 5 0 1 4 0 10
Dieter Schumacher 5 0 0 2 0 7
Dr. Patrick Wendisch 10 0 1 4 0 15
98 0 14 51 37 200

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr wie folgt vergütet:

1) Die ausgewiesenen erfolgsabhängigen Bezüge basieren auf dem Geschäftserfolg des jeweiligen Berichtsjahres.

2) konzerninterne Aufsichtsratsmandate

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 384, die mit TEUR 100 auf fixe und mit TEUR 167 auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 60, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 43 zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2009 sind Mitgliedern des Aufsichtsrates wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

BLG am Kapitalmarkt An unsere Aktionäre

Volatiles Börsenjahr 2009

Das Jahr 2009 war unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise von starken Kursschwankungen geprägt. Während der DAX bis Anfang März rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr verlor und mit 3.666 Punkten den Jahrestiefststand erreichte, setzte in den Folgemonaten eine deutliche Gegenbewegung ein. Am Jahresende erreichte der DAX einen Stand von 5.957 Punkten und konnte damit gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von insgesamt rund 24 Prozent verzeichnen. Eine bessere Performance konnte der DAX in den vergangenen fünf Jahren nur im Jahr 2005 mit ca. 27 Prozent erzielen.

Auch die BLG-Aktie war von der Marktentwicklung an den Börsen betroffen und erreichte Mitte April den Jahrestiefststand von durchschnittlich EUR 6,19 pro Aktie an den notierten Börsen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Kursverlust von 33,4 Prozent. Nach der anschließend einsetzenden Trendwende schloss das Jahr mit einem Kurs von durchschnittlich EUR 7,58 pro

Aktie an den notierten Börsen, was einem Kursverlust von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Ergebnis je Aktie von 0,24 EUR

Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zuzurechnenden Konzernjahresüberschuss durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahrs im Umlauf befindlichen Aktien dividiert. Im Geschäftsjahr waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss 2009 sank auf rund EUR 0,9 Mio. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Wirtschaftskrise, die sich auch auf das Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ausgewirkt hat, sodass die Arbeitsvergütung im Geschäftsjahr den Mindestbetrag von TEUR 256 umfasste. Dadurch hat sich das Ergebnis je Aktie gegenüber dem Vorjahr um rund 69 Prozent verringert.

Dividendenvorschlag von 0,25 EUR pro Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 3. Juni 2010 vorschlagen, eine Dividende von 0,25 EUR je Aktie auszuschütten. Damit steht die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu ihrer Dividendenpolitik und zahlt insgesamt TEUR 960 an ihre Aktionäre aus. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 104 Prozent.

Dividendenentwicklung

Der Dividendenvorschlag ist damit abgekoppelt von dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Ergebnis. Bezogen auf den Jahresschlusskurs ergibt sich im Geschäftsjahr 2009 eine Dividendenrendite von 3,3 Prozent.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht in ihrer derzeitigen Verteilung seit 2002 und kann damit als äußerst konstant be-

wertet werden. Den größten Anteilseigner stellt die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar, welche mit 50,42 Prozent die Aktienmehrheit hält. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank und die Sparkasse Bremen. Der Free Float oder Streubesitz beträgt 24,36 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 936.000 entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa 9 Prozent; die übrigen 15 Prozent werden von Privatanlegern gehalten.

2009 2008 2007 2006 2005
Ergebnis je Aktie EUR 0,24 0,77 0,67 0,37 0,37
Dividende je Aktie EUR 0,25 0,40 0,40 0,30 0,25
Dividende % 10 15 15 12 10
Dividendenrendite % 3,3 4,3 3,8 2,8 2,6
Börsenkurs zum Jahresende 1) EUR 7,58 9,30 10,60 10,70 9,67
Höchstkurs 1) EUR 9,61 10,85 12,95 14,10 16,28
Tiefstkurs 1) EUR 6,19 8,22 9,82 9,10 6,90
Ausschüttungssumme TEUR 960 1.536 1.536 1.152 960
Ausschüttungsquote % 104 52 62 78 67
Kurs-Gewinn-Verhältnis 31,6 12,1 15,8 28,9 26,1
Marktkapitalisierung Mio. EUR 29,1 35,7 40,7 41,1 37,1

Kennzahlen zur BLG-Aktie

1) Durchschnitt an den notierten Börsen

Jahresabschluss und Lagebericht

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Bilanz 50
Gewinn- und Verlustrechnung 52
Anhang 53
Lagebericht 58
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 62
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 63

Bilanz zum 31. Dezember 2009

A k t i v a 31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen
gegen verbundene Unternehmen
16.150 16.435
2. Sonstige Vermögensgegenstände 0 295
16.150 16.730
II. Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten
21 254
16.171 16.984

Jahresabschluss | Lagebericht

31.12.2009 P a s s i v a
TEUR
A. Eigenkapital
9.984 I. Gezeichnetes Kapital
II. Gewinnrücklagen
999 1. Gesetzliche Rücklage
3.761 2. Andere Gewinnrücklagen
960 III. Bilanzgewinn
15.704
B. Rückstellungen
2 1. Steuerrückstellungen
408 2. Sonstige Rückstellungen
410
C. Verbindlichkeiten
9 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber
9 verbundenen Unternehmen
39 3. Sonstige Verbindlichkeiten
57
16.171

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009 2008
TEUR TEUR
1. Vergütungen der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
1.072 3.245
2. Sonstige betriebliche Erträge 287 443
1.359 3.688
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -878 -955
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 627 820
5. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
1.108 3.553
6. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
-188 -591
7. Jahresüberschuss 920 2.962
8. Entnahmen
aus anderen Gewinnrücklagen
40 0
9. Einstellungen
in andere Gewinnrücklagen
0 -1.426
10. Bilanzgewinn 960 1.536

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Regelungen der Satzung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– wendet die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) insoweit an, wie sie ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend für den Jahresabschluss und Lagebericht einzuhalten sind.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung ab. Dem strengen Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.

Angaben zur Bilanz

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es handelt sich mit TEUR 5.227 (Vorjahr: TEUR 15.950) um kurzfristige Darlehen an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Auf Forderungen aus Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallen TEUR 10.208 (Vorjahr: TEUR 0). Weitere TEUR 715 (Vorjahr: TEUR 485) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen wurden zum 31. Dezember 2008 Forderungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Vorsteuern mit Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer verrechnet.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert.

Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden im Berichtsjahr TEUR 40 entnommen (Vorjahr: Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen TEUR 1.426).

Rückstellungen

Mit der Bildung sonstiger Rückstellungen wurde im Wesentlichen (TEUR 294; Vorjahr: TEUR 297) Vorsorge für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung sowie der Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses getroffen. Weitere TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 281 fixe und variable Vergütungen) sind für fixe Aufsichtsratsvergütungen zurückgestellt worden.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Weiterberechnung verauslagter Aufsichtsrats-Nebenkosten durch die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin bei der Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz, der der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB über ihre Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zuzurechnen ist, wird nach § 287 HGB in einer gesonderten Aufstellung angegeben, die im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Unter diesen beiden Posten werden hauptsächlich durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 169; Vorjahr: TEUR 351) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus Administrationskosten enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 40) enthalten, die die Auflösung von Rückstellungen betreffen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen stammen TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 818) aus verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag korrespondieren mit dem niedrigeren Ergebnis vor Steuern. Es wird ein Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 591) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen zum 31.12.2009 nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2009 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 118). Dieser Betrag betrifft wie im Vorjahr die Abschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung. Aufwendungen für Beratungs- oder Bestätigungsleistungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, nicht in den Konzernabschluss einbezogene bzw. nicht mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehende Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen (Vorstand, Aufsichtsrat) und deren nahe Familienangehörige dar.

Die gesellschaftsrechtliche Verflechtung des BLG-Konzerns mit der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Komplementärin ohne Einlage und der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – als alleinige Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ist im Lagebericht im Abschnitt Organisatorische Eingliederung erläutert.

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen werden auf den Seiten 29 ff. und 39 ff. aufgeführt, vgl. auch Abschnitt Vorstand und Aufsichtsrat.

Transaktionen mit Gesellschaftern

Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent und hat aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns eine Dividende erhalten.

Transaktionen mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt.

Nahe stehende
Unternehmen
2009
(in TEUR)
31.12.2009
(in TEUR)
Erträge Aufwen
dungen
Forde
rungen
Verbindlich
keiten
Verbundene Unternehmen 1.924 318 16.149 9
Assoziierte Unternehmen 0,5 -- 0,2 --

Die Transaktionen mit verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Die Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist in den Angaben zur Bilanz erläutert.

Von den Erträgen aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 816 auf die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und TEUR 256 auf die Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Weitere TEUR 169 betreffen durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen. Darüber hinaus sind in den Erträgen TEUR 626 aus Zinsen enthalten. Die Aufwendungen aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 300 Administrationskosten.

Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Mit Gemeinschaftsunternehmen wurden im Berichtsjahr keine Transaktionen vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG siehe Seite 29 ff. zu Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats siehe Seite 44 ff. Die Aufwendungen für die Vergütungen des Vorstands werden vollständig von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG getragen.

Directors' Dealings

Die Angaben zu den Directors' Dealings sind im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 43 f. dargestellt.

Gesellschafter

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2010 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vor: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je Stückaktie (das entspricht rund 10 Prozent je Stückaktie) für das Geschäftsjahr 2009, entsprechend dem Bilanzgewinn von EUR 960.000.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2009 einen Konzernabschluss nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.

Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 17. Dezember 2009 die 8. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Lagebericht

Organisatorische Eingliederung

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Sie unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven. Die vielfältigen Logistikdienstleistungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER über die operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen erbracht.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat entsprechend dem Gesellschaftsvertrag keine Kapitaleinlage in die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geleistet und ist an deren Gewinn nicht beteiligt. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten und werden in unserem Konzernabschluss als "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen.

Neben dem üblichen Kostenersatz erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG eine Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. HGB. Die Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zu zahlen. Daneben erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine Arbeitsvergütung in Höhe von fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG vor Abzug dieser Arbeitsvergütung. Die Arbeitsvergütung beträgt mindestens TEUR 256 und höchstens TEUR 2.500.

Zusätzlich werden alle unserer Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet.

Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang.

Für das Geschäftsjahr 2009 wurde vom Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands lautet:

"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend ihrer Konzernfunktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Abwicklung erfolgt im Wesentlichen über das zentrale Cash Management der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, in das die Gesellschaft seit dem 22. Dezember 2009 einbezogen ist. Die bisher bestehenden Darlehen wurden mit einer Ausnahme in das Cash Management überführt. Die Verzinsung der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt zu unveränderten, marktüblichen Konditionen. Die Finanzierung ist risikoarm.

Für die Übernahme der Komplementärfunktion in der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sowie der Leitungsfunktion des BLG-Konzerns hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– für 2009 eine Haftungsvergütung von TEUR 816 und eine Arbeitsvergütung von TEUR 256 erhalten. Zusätzlich wurden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehende Aufwendungen von dieser erstattet.

Der Jahresüberschuss sank im Jahr 2009 auf EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Wirtschaftskrise, die sich auch auf das Ergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG ausgewirkt hat, sodass die Arbeitsvergütung im Geschäftsjahr den Mindestbetrag von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 2.500) umfasste.

Dividende von EUR 0,25 je Aktie

Maßgebend für die Gewinnausschüttung an die Aktionäre ist der jeweilige Jahresabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer angemessenen Dividendenpolitik schlägt der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 960.000,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,40 je Stückaktie), entsprechend einer Rendite von rund 10 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00, zu verwenden. Der Dividendenvorschlag ist damit abgekoppelt von dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Ergebnis.

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie gemeinsam mit der ungeprüften Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu S. 37 ff.

Übernahmerelevante Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 41 ff. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 44 ff. enthalten.

Nachtragsbericht

Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Risikobericht

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Kernelement solider Unternehmensführung. Zugleich gilt es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Unsere Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Die Verantwortung für die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos trägt der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Die frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung.

Unsere Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützten wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche des Konzerns bieten nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomangementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 289 Abs. 5 HGB wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Verdoppelungen verweisen wir auf die entsprechenden Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB im Konzernlagebericht auf den Seiten 85 ff.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar. Ein Risiko, aber auch eine Chance besteht in der Ergebnisentwicklung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, von der die Höhe der Arbeitsvergütung der Gesellschaft abhängt. Ein Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Darlehen und dem Cash Management gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Wie im Vorjahr prognostiziert, wurde in 2009 aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein deutlich geringerer Jahresüberschuss in Höhe von rund EUR 0,9 Mio. erzielt. Unter Berücksichtigung von Einsparungen und positiven Impulsen aus intensivierten Vertriebsaktivitäten der BLG-Konzerngesellschaften erwarten wir für die Gesellschaft in den Jahren 2010 und 2011 höhere Jahresüberschüsse. Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2010 ist die Fortsetzung der soliden Dividendenpolitik, zumindest aber eine Dividende von EUR 0,25 je Aktie.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bremen, den 31. März 2010

DER VORSTAND

Aden Kuhr Mekelburg

Onnen Schiffer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Jahresabschluss | Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 6. April 2010

FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bitter de Witt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Publicly owned – privately managed 66
Wirtschaftlicher Hintergrund 67
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 67
Gewinnverwendung 80
Mitarbeiter 80
Corporate Governance 82
Forschung und Entwicklung 82
Nachhaltigkeitsberich 82
Nachtragsbericht 82
Chancen- und Risikobericht 84
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens 93

Publicly owned – privately managed

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat für den BLG-Konzern als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen. In dieser Funktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– den Konzernabschluss aufgestellt.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist am Gesellschaftskapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten.

Containerterminal Bremerhaven

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG konzentriert sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Die Geschäftsbereiche wiederum sind in neun Geschäftsfelder gegliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, für den Geschäftsbereich CONTAINER. Zentralabteilungen der Holding erbringen konzernweit Serviceleistungen.

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) tritt nach außen unter BLG LOGISTICS auf. BLG LOGISTICS ist ein seehafenorientierter Logistikdienstleister mit internationalen Netzwerken in den operativen Geschäftsbereichen mit über 100 Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.

Wirtschaftlicher Hintergrund

Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des BLG-Konzerns ist die Globalisierung, die hinsichtlich Beschaffung, Produktion und Absatz von Waren und Gütern weiterhin eine zunehmende internationale Arbeitsteilung bewirkt. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass die jährlichen Zuwachsraten des weltweiten Logistikmarkts deutlich über denen des Weltwirtschaftswachstums liegen. Studien belegen, dass Deutschland im zusammenwachsenden Europa die höchste logistische Kompetenz vorzuweisen hat. Diese Kompetenz sowie das daraus resultierende Zukunftspotenzial sind in Wirtschaft und auch Politik anerkannt.

Vor allem aus dem Globalisierungseffekt resultieren zunehmend komplexer werdende Anforderungen an logistische Dienstleistungen. Der BLG-Konzern sieht sich mit seinem klaren Leistungsprofil, einer straffen Konzernorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, hierfür gut positioniert.

Exportfahrzeuge am Autoterminal Bremerhaven

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Die globale Rezession hat die Geschäftsentwicklung des BLG-Konzerns stark belastet, Auftragseingang und Umsatz gaben 2009 erheblich nach. Nach einem Rekordgewinn im Vorjahr verschlechterte sich das Konzernergebnis vor Steuern auf 16,5 Mio. EUR. Den entscheidenden Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten die gesunkenen Mengen sowie der fast ausnahmslos über den Preis geführte nochmals verschärfte Wettbewerb bei einem robusten kapital- und personalintensiven Geschäftsmodell des Konzerns. Zudem belasteten verschiedene Sondereffekte wie Restrukturierungsaufwand und Impairment-Abschreibungen in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe das Ergebnis.

Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2009 geprägt von der stärksten Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In nahezu allen Regionen ging das reale Bruttoinlandsprodukt infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zurück – besonders stark in den Industriestaaten. Exportabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland und Japan waren überproportional betroffen.

Mithilfe konzertierter Aktionen seitens nationaler Notenbanken und Regierungen konnten die globalen Finanzmärkte zunächst stabilisiert werden. Verstärkte fiskalpolitische Maßnahmen in Form von Konjunkturprogrammen einschließlich besonderer Ausgestaltungen des Instruments Kurzarbeit, vor allem in Deutschland, halfen, den Wirtschaftsabschwung im Verlauf des Jahres zu mildern. Nach übereinstimmender Einschätzung wurde im zweiten Halbjahr 2009 die Talsohle der Rezession erreicht. Trotz erkennbarer Wachstumsimpulse in unterschiedlicher Ausprägung in einigen Regionen ist die Weltwirtschaft weiterhin in einer labilen Verfassung.

Autoterminal Bremerhaven

Die Logistikbranche konnte sich von diesen Entwicklungen nicht abkoppeln. Im Gegenteil, der internationale Austausch von Waren im Gefolge der globalen Rezession brach um mehr als 10 Prozent ein. Befürchtungen, dass es zu einer deutlichen Ausweitung protektionistischer Maßnahmen kommen könnte, haben sich bisher nicht bewahrheitet. Experten der Deutschen Bundesbank gehen davon aus, dass sich die Ende 2009 begonnene Erholung des Welthandels nachhaltig und kräftiger werdend entwickeln wird.

Vor diesem Hintergrund wird der BLG-Konzern die im Vorjahr beschrittene Doppelstrategie aus Kostensenkung und Marktwachstum in 2010 forcieren. Wir erwarten, damit die notwendigen Erfolge in der Zukunft zu erreichen.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet alle Dienstleistungen in der Fertigfahrzeuglogistik an, zum Beispiel Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditionsund Transportlogistik per Schiene,

Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden komplett. Mit diesem Netzwerk konnte die Position des führenden Automobillogistikers in Europa im Geschäftsjahr 2009 gefestigt werden. Dazu passend wurden weitere 44 Prozent der Geschäftsanteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics hinzuerworben, sodass nun 94 Prozent der Geschäftsanteile gehalten werden.

Der Markt für neue Fertigfahrzeuge war weltweit besonders stark durch die Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. In Deutschland konnte der negative Konjunktureffekt teilweise durch die Umweltprämie kompensiert werden. Davon hatte im Netzwerk des Geschäftsbereichs das Geschäftsfeld intermodale Transporte profitiert. Insgesamt hat sich jedoch das Gesamtvolumen bearbeiteter Fahrzeuge des Geschäftsbereiches in 2009 auf 4,7 Mio. Fahrzeuge (Vorjahr: 5,7 Mio. Fahrzeuge) re-duziert. Wesentlicher Grund für den Rückgang war das geringere Umschlagvolumen in den Seehäfen.

BLG AutoRail

Der weitere Ausbau des Netzwerks durch den Aufbau eigener Bahnaktivitäten mit der Gesellschaft BLG AutoRail GmbH und die weitere Umsetzung der strategischen Zielrichtung der Expansion in Osteuropa bilden die Grundlagen zur Behauptung der führenden Marktposition als Automobillogistiker in Europa.

Seit dem Jahr 2008 wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Bahntransporte wurden zuvor extern nach Bedarf eingekauft, allerdings fehlte dadurch eine gesicherte Grundlage zur Akquisition von Bahnverkehren. Im Bereich der intermodalen Transporte ergänzen die eigenen Waggons nun das Leistungsportfolio und sind die Basis zum Ausbau der Transportleistungen und Stärkung des Netzwerks durch Einbeziehung der Inlandterminals als Zielbahnhöfe.

BLG-Autotransporter

Autotransporte auf Rhein und Donau

Der Betrieb der eigenen Waggons erfolgt durch das Unternehmen BLG AutoRail GmbH.

Bis Ende des Jahres 2014 ist die Beschaffung von insgesamt 1.275 neuen Spezialwaggons vorgesehen. Dadurch werden dann 75 Ganzzüge verfügbar sein. Zum 31. Dezember 2009 waren 266 Spezialwaggons in Betrieb genommen worden.

Im Rahmen unserer Osteuropastrategie haben wir unsere Geschäftsaktivitäten in der Ukraine durch den Erwerb von Geschäftsanteilen an der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, ausgebaut.

Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Dort sind insgesamt sieben Binnenschiffe für den Autotransport im Einsatz – fünf auf dem Rhein und zwei auf der Donau.

Der Transport auf der Donau ist Teil der Osteuropastrategie des Geschäftsbereiches, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern auch die Länder in Westeuropa. Dabei spielt das Autoterminal in Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den westeuropäischen Ländern.

Auch im Osten ist der Geschäftsbereich mit seinen logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei und in Tschechien. Zudem wird ein Autoterminal zur Regionalverteilung in der Ukraine betrieben. Die weitere Ausprägung unserer Vorhaben in Osteuropa bleibt Bestandteil unserer Wachstumsstrategie im Geschäftsbereich AUTOMOBILE.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE erzielte 2009 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 298,4 Mio. (Vorjahr: EUR 335,6 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 22,7 Mio.). Der Rückgang der Umsatzerlöse wäre ohne Effekte aus der Umweltprämie deutlich höher ausgefallen. Der Ergebnisrückgang betrifft vor allem die Seehafenterminals.

Autoterminal Gioia Tauro, Italien

Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Automotive, Industrie- und Handelslogistik sowie die Seehafenlogistik. Der Bereich der Kontraktlogistik ist in seiner Struktur und Komplexität ein sehr heterogener Markt mit entsprechend unterschiedlichen Wachstums- und Ergebnisperspektiven. Während sich die Wirtschaftskrise auf die Handelslogistik bisher nur geringfügig ausgewirkt hat, ist das Geschäftsfeld Automotive aufgrund der starken Abhängigkeit vom Konjunkturverlauf der Automobilindustrie gepaart mit der Abhängigkeit von einem Großkunden von der Wirtschaftskrise in hohem Maße betroffen. Im Geschäftsfeld Seehafenlogistik herrscht ein hoher Verdrängungswettbewerb, der auf Überkapazitäten im konventionellen Stückgutverkehr zurückzuführen ist. Zusätzlich ist der konventionelle Stückgutverkehr, insbesondere bezogen auf den Stahl- und Röhrenbereich, von der weltweiten Wirtschaftskrise in hohem Maße betroffen. Im Geschäftsfeld Industrielogistik konnte die Gesellschaft BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l. (FIAT-Geschäft in Atessa, Italien), die in den vergangenen Jahren unbefriedigende Ergebnisse aufwies, zum 28. Februar 2009 an den FIAT-Konzern verkauft werden.

Autoteile im LC Bremen

Neustädter Hafen Bremen

Der Geschäftsbereich CONTRACT erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von EUR 231,2 Mio. (Vorjahr: EUR 276,2 Mio.). Das erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 8,8 Mio.) ist nicht zufriedenstellend. Dies betrifft die Geschäftsfelder Automotive, Industrielogistik und Seehafenlogistik gleichermaßen. Im Geschäftsfeld Handelslogistik wird für das Jahr 2010 vor dem Hintergrund der in den vergangenen beiden Jahren dazugewonnenen Geschäfte sowie der erwarteten Geschäftsausweitung mit Bestandskunden sowohl von einer Umsatz- als auch von einer Ergebnissteigerung ausgegangen. Im Geschäftsfeld Automotive sollen durch den Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu weiteren Automobilherstellern bestehende Abhängigkeiten verringert werden. Weitere Impulse werden aus gesteigerten Vertriebsaktivitäten und Qualitätsoptimierungen erwartet.

Der Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem bedeutenden Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit seinen Beteiligungen repräsentiert. Diese betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg sowie Gioia Tauro, La Spezia, Livorno, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien) und in Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an Terminalprojekten in Wilhelmshaven und Ust-Luga (Russland) beteiligt. Ferner ist die EUROGATE-Gruppe an mehreren Binnenterminals sowie Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ergänzt um technische Service- und IT-Dienstleistungen angeboten.

Der Markt des Containerumschlags ist trotz des andauernden Einbruchs infolge der globalen Krise ein Zukunftsmarkt, der einerseits noch von der Umstrukturierung des konventionellen Umschlags zum containerisierten Umschlag profitiert und bei dem andererseits die weiterhin steigenden internationalen Warenströme einen positiven Einfluss auf die transportierten und damit umzuschlagenden Mengen haben werden.

CT 4 am Containerterminal Bremerhaven

Die stärksten Impulse sind diesbezüglich aus der immer stärkeren weltwirtschaftlichen Integration der Schwellenländer in Asien sowie Mittel- und Osteuropa und den hiermit verbundenen Warenströmen zwischen Asien und Europa zu erwarten.

Der Neubau des Containerterminals 4 (CT 4) in Bremerhaven wurde im Jahre 2009 endgültig abgeschlossen. Alle Restflächen sind dem Betrieb übergeben worden. Diese Anlage wird komplett von einer Beteiligung der EUROGATE-Gruppe betrieben.

Die Anlage für den kombinierten Verkehr (Bahnterminal) im Osten des CT 4 konnte 2009 ebenfalls komplett ausgerüstet dem Betrieb übergeben werden.

Betreiber ist die Firma Rail Terminal Bremerhaven GmbH, ein Joint Venture der EUROGATE-Gruppe mit der APM Terminals Deutschland GmbH, Bremerhaven. Die KV-Anlage ist im Rahmen der "Förderrichtlinie Kombinierter Verkehr" vom Eisenbahn-Bundesamt gefördert worden.

Ende August 2009 hat das Planfeststellungsverfahren zur Westerweiterung des EUROGATE Containerterminals Hamburg begonnen. Neben der vollständigen Zuschüttung des Petroleumhafens ist die unmittelbare Verlängerung des Predöhlkais um ca. 650 m sowie die Herstellung von weiteren 400 m Liegeplätzen am Bubendey-Ufer vorgesehen. Der damit verbundene Flächenzuwachs beträgt ca. 400.000 m2. Darüber hinaus ist die Vergrößerung des Wendebeckens im Waltershofer Hafen auf einen 600 m-Drehkreis vorgesehen.

Aus heutiger Sicht wird die Maßnahme voraussichtlich nicht vor 2016 vollständig fertiggestellt sein. Mit der Westerweiterung wird eine Erweiterung der Umschlagskapazität des EUROGATE Container Terminals Hamburg von derzeit 4,1 Mio. TEU um 1,9 Mio. TEU auf knapp 6,0 Mio. TEU umgesetzt.

Nachdem bereits Ende 2008 der erste Rammschlag für den Kaimauerbau des Liegeplatzes 3 erfolgt ist, wurde im Geschäftsjahr 2009 der Auftrag für die Erstellung der dazugehörigen Containerstell- und Umschlagflächen vergeben. Die betriebliche Nutzung erster Teilflächen wird Anfang des zweiten Quartals 2010 möglich sein.

Containerterminal Hamburg

Die Arbeiten an der Modernisierung der Kaimauern der EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH haben bereits Anfang 2004 begonnen. Das Gesamtprojekt beinhaltet die Sanierung von insgesamt 900 m Kaimauer, mit dem Ziel, die Anlage für die Abfertigung der neuen Klasse der Großcontainerschiffe zu rüsten. In 2005 wurde zunächst Liegeplatz 1, in 2007 dann Liegeplatz 2 in Betrieb genommen. Mit der Modernisierung des dritten Liegeplatzes endet das Projekt. Die Fertigstellung ist für 2010 vorgesehen. Der insgesamt 700 m lange Kaimauerabschnitt ist bereits mit zehn leistungsfähigen Containerbrücken ausgestattet, die allesamt 23 Containerreihen an Deck eines Schiffes überspannen können. Die Kaimauer wurde um 35 m vorgezogen und das Hafenbecken auf eine Soll-Tiefe von 16,7 m ausgebaggert.

Im Geschäftsjahr 2009 hat sich die EUROGATE-Gruppe mit 34 Prozent an der FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH (FLZ) beteiligt. Ziel der FLZ ist es, die Abfertigung von Feederschiffen in Hamburg zu optimieren, zu beschleunigen und damit die Kosten für die Reedereien zu senken. Gemeinsam mit der Hamburger Hafen und Logistik AG, die die übrigen Anteile an der FLZ hält, soll dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens gestärkt werden.

Im Oktober 2009 hat sich die APMT Wilhelmshaven GmbH, Bremerhaven, mit 30 Prozent an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, der Betreibergesellschaft des JadeWeserPort Container Terminals, beteiligt. Die APMT Wilhelmshaven GmbH ist eine mittelbare 100-prozentige Tochtergesellschaft der A.P. Møller Maersk A/S, Kopenhagen, die mit MAERSK-Line die größte Containerreederei der Welt betreibt. Die EUROGATE-Gruppe und die A.P. Møller Maersk-Gruppe halten trotz der tiefgreifenden Schifffahrtskrise an dem Bau des Containerterminals JadeWeserPort fest und bekräftigen damit ihr Engagement in Wilhelmshaven. Beide Partner halten den Bau des Containerterminals JadeWeserPort für ein absolut notwendiges Projekt.

Die aktuelle Lage in der Schifffahrt hat die Partner jedoch veranlasst, die Beauftragung einiger Investitionen zeitlich zu strecken. Dennoch erfolgt die Umsetzung des Projektes weiterhin im Rahmen der im Betreibervertrag festgelegten Modalitäten. Die einzelnen Projektabschnitte werden eng mit der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft koordiniert.

Ende Oktober 2009 hat die EUROGATE-Gruppe im Rahmen der bestehenden Verträge von ihrem Recht zur Streckung des Projekts um drei Monate Gebrauch gemacht. Gemäß dem entsprechend angepassten Terminplan ist die Inbetriebnahme derzeit für den 5. Februar 2012 vorgesehen.

Die Baumaßnahmen der OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, an der die EUROGATE International GmbH mit 20 Prozent beteiligt ist, wurden aufgrund des Einbruchs der Umschlagsmengen im russischen Markt vorübergehend ausgesetzt. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts mit einer Umschlagskapazität von ca. 500.000 TEU ist nunmehr frühestens für Ende 2010 vorgesehen.

Die Containerterminals der EUROGATE-Gruppe schlugen in Deutschland, Italien, Marokko und Portugal insgesamt 12,5 Mio. TEU (Vorjahr: 14,2 Mio. TEU) um, was einem Rückgang von 12,3 Prozent entspricht. Dabei ging der Containerumschlag in Deutschland um 18,5 Prozent zurück, während der Rückgang der italienischen Terminals mit 9,9 Prozent aufgrund eines starken Mengenanstiegs am Terminal in Cagliari moderater ausfiel. Die Umschlagsmengen in Marokko haben sich im ersten vollen Betriebsjahr unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfreulich entwickelt und beliefen sich in 2009 auf 435.575 TEU (Vorjahr: 64.178 TEU).

2009 gingen die Umsatzerlöse um 17,3 Prozent auf EUR 591,4 Mio. (Vorjahr: EUR 715,0 Mio.) zurück. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Anzahl der umgeschlagenen Container. Damit wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 48,0 Mio. (Vorjahr: EUR 128,4 Mio.) erzielt. Davon stellen quotal 50 Prozent den Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns dar. Das im Vergleich zum Umsatzrückgang überproportional gesunkene Ergebnis vor Steuern ist vor allem auf außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie höhere Abschreibungen infolge der hohen Investitionstätigkeit der Geschäftsjahre 2007 und 2008 bei einer gleichzeitigen deutlichen Erhöhung der Finanzierungsaufwendungen zurückzuführen.Der unterproportional gesunkene Personalaufwand resultiert aus der Beibehaltung des Stammpersonals bei gleichzeitiger Reduzierung des Fremdpersonals.

Ertragslage 2009
Mio. EUR
% 2008
Mio. EUR
% Verän
derung %
Umsatzerlöse 818,5 100,0 962,6 100,0 -15,0
Materialaufwand -309,5 -37,8 -380,3 -39,5 -18,6
Personalaufwand -319,8 -39,1 -349,0 -36,3 -8,4
Abschreibungen auf langfristige immateri-
elle Vermögenswerte und Sachanlagen
-69,1 -8,4 -59,6 -6,2 15,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen
und Erträge
-84,9 -10,4 -76,8 -8,0 10,4 %
Operatives Ergebnis (EBIT) 35,2 4,3 96,9 10,1 -63,7
Finanzergebnis -18,7 -2,3 -13,3 -1,4 40,6
Ergebnis vor Steuern (EBT) 16,5 2,0 83,6 8,7 -80,3
Ertragsteuern -8,5 -1,0 -9,1 -0,9 -6,6
Konzernjahresüberschuss 8,0 1,0 74,5 7,7 -89,3

Der Konzernumsatz von EUR 818,5 Mio. ging im Vergleich zum Vorjahr um 15,0 Prozent zurück. Dies ist auf die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zurückzuführen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Mengenreduzierungen. Der Rückgang betrifft die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE (-11,1 Prozent), CONTRACT (-16,3 Prozent) und CONTAINER (-17,3 Prozent) dabei unterschiedlich stark. Bezieht man die in Punkt 7 des Konzernanhangs dargestellte Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen in die Betrachtung ein, wird deutlich, dass die Umsatzerlöse im Bereich der Speditions- und Transportleistungen gegenläufig zur Entwicklung der übrigen Umsatzerlöse um 9,2 Prozent gestiegen sind. Dieser Effekt resultiert überwiegend aus der Umweltprämie und betrifft vor allem den Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Der Rückgang im Bereich der Umschlagserlöse um 21,6 Prozent betrifft insbesondere die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER.

Vor dem Hintergrund der negativen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Das EBIT sank um EUR 61,7 Mio. auf EUR 35,2 Mio. Korrespondierend hierzu sank die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT auf 4,3 Prozent (Vorjahr: 10,1 Prozent). Diese Kennzahl wird in der Segmentberichterstattung azf Seite 100 f. je Geschäftsbereich dargestellt. Hieraus ergibt sich für den Geschäftsbereich CONTAINER eine Umsatzrendite von 11,5 Prozent, während die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT Umsatzrenditen von 3,5 Prozent bzw. 2,3 Prozent aufweisen.

Der im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportionale Rückgang des Materialaufwands resultiert zu einem wesentlichen Teil aus dem Rückgang der Aufwendungen für Fremdpersonal.

Hiermit korrespondierend ist der unterproportionale Rückgang des Personalaufwands, der sich unter dem Aspekt der Beschäftigungssicherung im Wesentlichen aus dem Einsatz von Kurzarbeit, der Reduzierung von Resturlaubsansprüchen und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie Gehaltsverzichten der leitenden Angestellten ergibt. Darüber hinaus wurde die Belegschaft durch den Verkauf der BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l. zum 1. März 2009 reduziert.

Der Anstieg der Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist überwiegend auf die Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von EUR 77,8 Mio., von denen EUR 48,4 Mio. auf den Geschäftsbereich CONTAINER entfallen, sowie die hohen Investitionsvolumina der Vorjahre zurückzuführen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind in Höhe von EUR 5,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist ein periodenfremdes Ergebnis von EUR 15,5 Mio. sowie ein neutrales Ergebnis von EUR -4,9 Mio. enthalten. Weitere Erläuterungen zum periodenfremden und neutralen Ergebnis können dem Konzernanhang unter den Punkten 8 und 12 entnommen werden.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtsjahr um EUR 5,4 Mio. auf EUR -18,7 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf ein um EUR 4,1 Mio. schlechteres Zinsergebnis als auch auf ein um EUR 1,2 Mio. niedrigeres Beteiligungsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen zurückzuführen. Die Verschlechterung des Zinsergebnisses trotz des günstigen Zinsniveaus steht dabei in direktem Zusammenhang mit der Finanzierung der Investitionen des Jahres 2009 sowie der Nachfinanzierung von Investitionen der Vorjahre durch Neukreditaufnahmen. Weitere Angaben zur Zusammensetzung des Zinsergebnisses finden sich im Konzernanhang unter Punkt 13.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich somit um 80,3 Prozent auf EUR 16,5 Mio.

Die Ertragsteuern beliefen sich im Jahr 2009 auf EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 9,1Mio.). Der im Verhältnis zum geringeren EBT hohe Steueraufwand ergibt

sich im Wesentlichen aus der Wertberichtigung von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen.

Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Konzernjahresüberschuss um 89,3 Prozent auf EUR 8,0 Mio.

Vermögens
und Kapitalstruktur
31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % %
Langfristiges Vermögen 761,1 77,9 746,0 75,9 2,0%
Kurzfristiges Vermögen 215,9 22,1 236,3 24,1 -8,6%
Vermögen 977,0 100,0 982,3 100,0 -0,5%
Eigenkapital 311,8 31,9 353,8 36,0 -11,9%
Langfristige Schulden 360,3 36,9 295,4 30,1 22,0%
Kurzfristige Schulden 304,9 31,2 333,1 33,9 -8,5%
Eigenkapital und Schulden 977,0 100,0 982,3 100,0 -0,5%

Die Bilanzsumme verringerte sich um EUR 5,3 Mio. auf EUR 977,0 Mio. Diese Verringerung ergibt sich überwiegend aus dem Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte und ist hier im Wesentlichen auf das im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise reduzierte Geschäftsvolumen und die in diesem Zusammenhang gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 6,2 Mio., höhere liquide Mittel von EUR 6,5 Mio. sowie geringere sonstige Vermögenswerte von EUR 20,0 Mio. zurückzuführen. Der Verringerung im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte stehen rund EUR 15 Mio. Netto-Investitionen in langfristige Vermögenswerte gegenüber. Die Netto-Investitionen setzen sich im Wesentlichen aus EUR 8,4 Mio. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und EUR 3,1 Mio. Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie Änderungen im Konsolidierungskreis im Bereich der Sachanlagen in Höhe von EUR 9,9 Mio. zusammen. Gegenläufig haben sich EUR 2,8 Mio. Desinvestitionen im Sachanlagevermögen und EUR 1,1 Mio. Desinvestitionen bei den langfristigen Finanzforderungen sowie eine Verringerung der aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 4,0 Mio. ausgewirkt. Die übrigen Veränderungen betreffen mit EUR 0,5 Mio. einen Anstieg der sonstigen langfristigen Vermögenswerte und im Übrigen Umbuchungen und Währungsumrechnungsdifferenzen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der Investitionen und den Änderungen im Konsolidierungskreis können dem Konzernanhang unter den Ziffern 21 bis 23 sowie 6 q entnommen werden. Das langfristige Vermögen war zum Abschlussstichtag durch langfristiges Kapital zu 88,3 Prozent (Vorjahr: 87,0 Prozent) finanziert.

Das Eigenkapital verringerte sich um EUR 42,0 Mio. auf EUR 311,8 Mio. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus eigenkapitalmindernden Ausschüttungen von EUR 34,8 Mio. bei einem gleichzeitigen Rückgang des Konzernjahresüberschusses des Berichtsjahrs auf EUR 8,0 Mio. Darüber hinaus haben der Anteilserwerb von einem nicht beherrschenden Gesellschafter und die in diesem Zusammenhang übernommenen Verluste aus Vorjahren zur Reduzierung des Eigenkapitals beigetragen. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist detailliert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Weiterführende Erläuterungen hierzu sind im Konzernanhang angegeben. Im Vergleich zum Vorjahr gab die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2009 auf 31,9 Prozent (Vorjahr: 36,0 Prozent) nach.

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden.

Mio. EUR Buchwert
31.12.2009
Zeitwert
31.12.2009
Buchwert
31.12.2008
Zeitwert
31.12.2008
Langfristige Darlehen 241,5 245,0 211,0 214,7
Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing
72,3 74,7 51,8 53,8
Gesamt 313,8 319,7 262,8 268,5

Eine detaillierte Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist im Konzernanhang unter Punkt 41 enthalten.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und nicht bilanziertes Vermögen

Der BLG-Konzern setzt über die geschäftsüblichen Operating Lease-Verhältnisse einschließlich der dem Konzern gewährten Erbbau- und Kajenutzungsrechte hinaus keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente ein, die sich gegenwärtig oder zukünftig wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken werden. Insbesondere bestehen keine nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Nähere Angaben zu den Operating Lease-Verhältnissen sowie den Erbbau- und Kajenutzungsrechten sind in den Punkten 42 und 46 im Konzernanhang aufgeführt.

Nettoverschuldung 31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Langfristige Darlehen 180,9 170,4
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 96,0 57,5
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 169,5 177,8
Finanzverschuldung 446,4 405,7
Langfristige Finanzforderungen -9,0 -10,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -35,9 -29,5
Nettoverschuldung 401,5 366,1

Die deutliche Zunahme der Nettoverschuldung um EUR 35,4 Mio. auf EUR 401,5 Mio. im Geschäftsjahr 2009 ist vor allem auf die Finanzierung der Investitionen des Jahres 2009 sowie die Nachfinanzierung von Investitionen der Vorjahre durch Neukreditaufnahmen in Höhe von EUR 74,2 Mio. und mit EUR 27,5 Mio. im Wege des Leasings zurückzuführen, denen Darlehenstilgungen in Höhe von EUR 43,7 Mio. und Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 7,1 Mio. sowie ein Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um EUR 6,5 Mio. gegenüberstehen.

Darüber hinaus verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2009 über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 73 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 57 Mio.).

Liquiditätsengpässe sind somit weder aktuell gegeben noch in absehbarer Zukunft zu erwarten.

2009
%
2008
%
Umsatzrendite (%) Operatives Ergebnis (EBIT)
Umsatzerlöse
= 4,3 10,1
Anlagenintensität (%) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Vermögen
= 72,1 70,1
Anlagendeckung (%)
(Goldene Bilanzregel)
Eigenkapital und langfristige Schulden
Anlagevermögen
= 90,0 89,3
Working Capital Ratio (%) Kurzfristiges Vermögen
Kurzfristige Schulden
= 70,8 70,9
Eigenkapitalquote (%) Eigenkapital
Bilanzsumme
= 31,9 36,0
Eigenkapitalrendite (%) Ergebnis vor Steuern (EBT)
Ø Eigenkapital
= 5,0 24,8
Gesamtkapitalrendite (%) Operatives Ergebnis (EBIT)
Ø Vermögen
= 3,6 10,7
Personalkostenquote 1) (%) Personalaufwand und Aufwendungen
für Fremdpersonal
Umsatzerlöse
= 46,3 46,7

Bilanz- und Finanzkennzahlen

1) In die Personalkostenquote wurden abweichend zur Ermittlung im Vorjahr neben den Aufwendungen für eigenes Personal auch die Aufwendungen für Fremdpersonal einbezogen, um die Personalintensität der Dienstleistungen stärker zu verdeut lichen.

Mitarbeiterin bei BLG Logistics Inc., USA

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Gewinnverwendung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Nach deutschem Recht ist die Grundlage für die Dividendenausschüttung der Bilanzgewinn. Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weist in ihrem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 (HGB) einen Bilanzgewinn von EUR 960.000,00 (Vorjahr: EUR 1.536.000,00) aus. Der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, schlägt der Hauptversammlung am 3. Juni 2010 vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,25 EUR/Aktie (Vorjahr: 0,40 EUR/Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück Namensaktien auszuschütten. Die solide Dividendenpolitik der Vorjahre wird damit fortgesetzt. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 7,58 errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,3 Prozent.

Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter sind wichtig für unseren Erfolg. Mit ihrer Qualifikation, Leistungsbereitschaft und Motivation bestimmen sie die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des BLG-Konzerns. Deshalb wollen wir die besten Mitarbeiter gewinnen, fördern und halten. Dies tun wir beispielsweise mit leistungsorientierter Vergütung, gezielten Weiterbildungsmöglichkeiten und Angeboten zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Zahl der im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – ermittelt gemäß § 267 Nr. 5 HGB (Jahresdurchschnitt):

2009 2008 Veränderung %
AUTOMOBILE 2.077 2.023 +2,7
CONTRACT 1.787 2.046 -12,7
CONTAINER 1.939 1.862 +4,1
Services 126 122 +3,3
Summe 5.929 6.053 -2,0

Die Zahl der im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – stellt sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:

31.12.2009 31.12.2008 Veränderung %
AUTOMOBILE 2.062 2.080 -0,9
CONTRACT 1.667 2.181 -23,6
CONTAINER 2.005 2.033 -1,4
Services 124 124 0,0
Summe 5.858 6.418 -8,7

Die Zahl der im Konzern Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 560 Beschäftigte (-8,7 Prozent) gesunken. Diese Änderung resultiert im Wesentlichen (344 Beschäftigte) aus dem Verkauf der italienischen Tochtergesellschaft BLG Logistics Solutions Adriatica s.r.l. im Geschäftsbereich CONTRACT in 2009. Hierum bereinigt, errechnet sich ein Beschäftigungsrückgang um 3,4 Prozent.

Auszubildender bei BLG AutoTec, Bremerhaven

Vor dem Hintergrund der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der Mitarbeiter im BLG-Konzern moderat gesunken. Das Ziel einer weitgehenden Beschäftigungssicherung konnte durch verschiedene personalpolitische Instrumente erreicht werden. Wichtigstes personalpolitisches Instrument ist die Kurzarbeit gewesen, ergänzt um die Reduzierung von Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie von Resturlaubsansprüchen. Zudem wurde der Einsatz von Fremdarbeitnehmern deutlich eingeschränkt. Darüber hinaus haben die leitenden Angestellten auf 5 Prozent ihrer fixen Bezüge und zusätzlich auf 30 bis 50 Prozent ihrer variablen Bezüge verzichtet.

Die Ausbildung von Jugendlichen konnte weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden. Jungen Menschen eine Chance zur Berufsausbildung zu geben, hat im BLG-Konzern traditionell einen hohen Stellenwert. Mit 344 Auszubildenden im Berichtsjahr konnte wiederum eine hohe Ausbildungsquote von rund 6 Prozent erreicht werden.

Der Geschäftsbereich CONTAINER hat sich weiter an der im Jahr 2007 gemeinsam vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesministerium für Verkehr etablierten "Qualifizierungsoffensive für Langzeitarbeitslose in der Hafenlogistik" beteiligt. Ziel der Qualifizierungsoffensive ist es, den Fachkräftebedarf der Zukunft sicherzustellen. Um dies zu erreichen, erfolgt eine weitere Professionalisierung der Hafenberufe durch eine qualitativ vereinheitlichte und längere Ausbildungszeit (mit Abschlussprüfung). In diesem Zusammenhang greift die Gesellschaft auf die Dienste des norddeutschen Bildungsträgers "ma-co" (maritimes competenzcentrum) mit Standorten in Hamburg, Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven zurück.

Auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld haben wir unser Weiterbildungsangebot auf hohem Niveau gehalten. In Mitarbeitergesprächen definieren wir jährlich den Entwicklungs- und Weiterbildungsbedarf von Mitarbeitern. Neben Seminaren und Workshops bieten wir ein umfangreiches Angebot für eigenverantwortliches Lernen. Die Nachfrage unserer Mitarbeiter hieran bestärkt uns in unserem nachhaltigen Vorgehen.

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie gemeinsam mit der ungeprüften Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu S. 37 ff.

Übernahmerelevante Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Die übernahmerelevanten Angaben werden innerhalb des Corporate Governance-Berichts auf den Seiten 41 ff. dargestellt.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 44 ff. enthalten.

Forschung und Entwicklung

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft erfordert keine Forschung und Entwicklung.

Nachtragsbericht

Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Nachhaltigkeitsbericht

Auch in der Logistik geht es seit einiger Zeit darum, die Umwelt zu schonen und nachhaltig zu handeln. Diese Thematik nennt sich "Green Logistics" und bedeutet für den Transportsektor, beispielsweise die Luftverschmutzung oder die Lärmbelastung zu verringern oder energieeffizient zu produzieren. Nachhaltiges Wirtschaften ist Kernbestandteil unserer Unternehmenspolitik. Wir arbeiten laufend daran, das Bewusstsein für das erfolgreiche Zusammenspiel von Ökonomie und Ökologie zu schaffen und zu stärken. Zur Verdeutlichung unseres nachhaltigen Handelns können folgende Beispiele dienen:

Ungefähr ein Drittel der Fertigfahrzeuge in Europa werden derzeit mit der Bahn befördert. So können umweltschonend und gleichzeitig – wegen des hohen Volumens pro Einheit – sehr wirtschaftlich Autotransporte abgewickelt werden. Neben der Senkung von CO2-Emissionen und dem nachhaltigen Handeln im Umgang mit Ressourcen betrachtet man auch den Schutz der menschlichen Gesundheit als Aspekt der "Green Logistics". Unsere BLG AutoRail-Waggons können in dieser Hinsicht mehrfach punkten.

Diese Waggons sind mit spezifischen Verbundstoffbremssohlen ausgestattet. So kann eine Reduzierung der Lärmemission am Wagen von vier bis fünf Dezibel erreicht werden. Zwischenzeitliche Weiterentwick-

Transportsicherung bei BLG AutoRail

lungen an den Waggons haben diese noch einmal um zwei Dezibel leiser gemacht. Der offizielle Wert liegt nachhaltig unter dem Grenzwert von 82 Dezibel. In den nächsten Monaten wird mit dem Projekt "Whisper Train" daran gearbeitet, die Wagen noch leiser zu machen.

Außerdem sind alle BLG AutoRail-Waggons mit speziellen Radvorlegerschienen versehen. Diese sind im Vergleich zu den übrigen im Markt befindlichen Radvorlegertypen sehr rückenschonend und wurden von den Verladern sehr begrüßt. Sie sind seitlich ohne großen Kraftaufwand verschiebbar und können leicht mit dem Fuß über einen Kippmechanismus festgestellt werden.

Im Geschäftsbereich CONTAINER wird seit 1987 auf dem Terminal in Bremerhaven ein Blockheizkraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 90,6 Prozent betrieben. Mit dieser Eigenerzeugung spart das Unternehmen dort gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung mehr als 50 Prozent der eingesetzten Primärenergie ein. Um Büros und Werkstätten zu heizen, wird an den Standorten Bremerhaven und Hamburg außerdem je ein Holzhackschnitzelheizwerk betrieben, das teilweise auch zerkleinerte Stauholz-Reste in Wärme umwandelt. Damit wird nicht nur ein Abfallprodukt zur Energiegewinnung, sondern gleichzeitig ein regenerativer Rohstoff verwendet.

Sonnenuntergang am Containerterminal Bremerhaven

Ankunft neuer Containerbrücken in Bremerhaven

Die größten Stromverbraucher im Terminal-Geschäft sind die Containerbrücken, welche mittels einer intelligenten Technologie die Energie sehr effizient nutzen. Beim Senken bzw. Abbremsen des Hubwerks entsteht ein Überschuss an Bewegungsenergie. Normalerweise wird diese "überschüssige" Energie als Abwärme in die Umwelt abgegeben. Die in den Containerbrücken realisierte Rückspeisetechnologie erzeugt aus dieser Bewegungsenergie Strom und gibt diesen zurück ins Netz, wo dieser dann erneut anderen Verbrauchern zur Verfügung steht. Insgesamt gibt die Brücke so 20 – 25 Prozent des aufgenommenen Stroms wieder zurück ins Energienetz, was eine CO2-Ersparnis von jährlich 4.000 t ausmacht.

Oldtimerverschiffung über Bremerhaven

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Chancen und Risiken ist für den BLG-Konzern Kernelement solider Unternehmensführung. Unsere Chancen- und Risikopolitik folgt dem Bestreben, den Unternehmenswert zu steigern, ohne unangemessen hohe Risiken einzugehen.

Zur Erreichung unserer Zielsetzungen wie zum Beispiel Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) oder Return on capital employed (ROCE) erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Chancen sowie Gefährdungspotenzialen. Zentrale Bestandteile des Chancen- und Risikomanagementsystems sind deshalb der Planungs- und Controllingprozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Dabei unterliegen Chancen und Risiken aus strategischen Entscheidungen, den Märkten, dem operativen Geschäft sowie aus der Finanzierung und Liquidität unserer besonderen Beachtung.

Die Grundsätze des Risikomanagements des BLG-Konzerns sind in einer Richtlinie dokumentiert. In den Geschäftsbereichen und Einheiten der Holding wurden Risikoverantwortliche auf Leitungsebene und Risikomanagementkoordinatoren benannt, um ein effizientes Risikomanagementsystem zu gewährleisten. Das Konzerncontrolling ist verantwortlich für die Koordination der konzernweiten Erfassung und Dokumentation von Risikofeldern und für die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems.

Die Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Das Risikomanagementsystem unterliegt einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomangementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Begriffsbestimmung und Elemente des Internen Kontroll- und des Risikomangementsystems

Das Interne Kontrollsystem des BLG-Konzerns umfasst in Bezug auf die Rechnungslegung alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der bilanziell richtigen und gesetzesmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Abbildung von unternehmerischen Sachverhalten in der Rechnungslegung. Ziel ist die Vermeidung einer wesentlichen Falschaussage in der Buchführung und in der externen Berichterstattung.

Da das Interne Kontrollsystem einen integralen Bestandteil des Risikomanagements darstellt, erfolgt eine zusammengefasste Darstellung.

Elemente des Internen Kontrollsystems bilden das interne Steuerungs- und das interne Überwachungssystem. Als Verantwortliche für das interne Steuerungssystem hat der Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– insbesondere die Bereiche Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beauftragt.

Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl in den Rechnungslegungsprozess integrierte als auch prozessunabhängige Kontrollen. Zu den prozessintegrierten Kontrollen zählen insbesondere das Vier-Augen-Prinzip und IT-gestützte Kontrollen, aber auch die Einbeziehung von internen Fachbereichen wie Recht oder Steuern sowie externer Experten.

Prozessunabhängige Kontrollen werden durch die Interne Revision, das Qualitätsmanagement sowie den Aufsichtsrat, und hier vor allem durch den Prüfungsausschuss, durchgeführt. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns, einschließlich der Berichterstattung. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses sind die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Dies schließt auch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems mit ein.

Darüber hinaus werden prozessunabhängige Prüfungstätigkeiten auch von externen Prüfungsorganen wie dem Abschlussprüfer oder dem steuerlichen Betriebsprüfer vorgenommen. Bezogen auf den Prozess der Rechnungslegung bildet die Prüfung des Jahresund Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer den Hauptbestandteil der prozessunabhängigen Überprüfung.

Pre-Delivery-Inspection in Bremerhaven

Autoterminal St. Petersburg

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Rechnungslegungsbezogene Risiken können sich beispielsweise aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte sowie der Verarbeitung von Nicht-Routine-Transaktionen ergeben.

Latente Risiken resultieren auch aus Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden oder aus dem Einfluss von Schätzungen auf den Jahresabschluss, beispielsweise bei Rückstellungen oder Eventualverbindlichkeiten.

Prozess der Rechnungslegung und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit

Die buchhalterische Erfassung der Geschäftsvorfälle in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erfolgt im Wesentlichen über die Standardsoftware SAP R/3. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses wird das SAP-Konsolidierungsmodul EC-CS eingesetzt. Dabei werden die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften, zusammengefasst. Die Einbindung ausländischer Tochtergesellschaften erfolgt über standardisierte, Excel-basierte Reporting Packages, die mittels flexiblem Upload in das Konsolidierungssystem EC-CS überführt werden. Es handelt sich hierbei um eine Standardschnittstelle in SAP.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat zur Gewährleistung einer konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungsrichtlinien zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) herausgegeben, in denen neben allgemeinen Grundlagen insbesondere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und -methoden sowie Regelungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, Konsolidierungsgrundsätze und Sonderthemen behandelt werden. Zur Umsetzung einer einheitlichen, standardisierten und effizienten Buchhaltung und Bilanzierung wurden zudem Richtlinien zur konzerneinheitlichen Kontierung aufgestellt. Ergänzend dazu liegt ein Leitfaden zum Anhang und Lagebericht vor, der eine durchgängige Abstimmbarkeit der Rechenwerke ermöglichen soll.

Die Durchführung von Impairment-Tests für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns erfolgt zentral. Auf diese Weise wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Gleiches gilt für die Festlegung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen gutachtenbezogenen Rückstellungen anzuwendenden Parameter.

Zur Vorbereitung der Schuldenkonsolidierung werden regelmäßig interne Saldenabstimmungen vorgenommen, um eventuelle Differenzen frühzeitig klären und beheben zu können. Auf Konzernebene werden neben einer systemseitigen Validierung der Meldedaten aus den Einzelabschlüssen insbesondere die Reporting Packages auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Angaben für die Notes werden im Wesentlichen aus dem Konsolidierungssystem EC-CS entwickelt und durch weitere Informationen der Tochtergesellschaften ergänzt.

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Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem dient der Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Durch Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen oder dolose Handlungen kann die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems jedoch eingeschränkt werden, sodass auch die eingerichteten Systeme keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten können.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Chancen

BLG als internationaler Konzern ist mit seinen drei Geschäftsbereichen verschiedensten Entwicklungen auf den unterschiedlichen nationalen und internationalen Märkten unterworfen. Auf der Grundlage der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung sowie der Unternehmenslage ergeben sich innerhalb der vorliegenden Rahmenbedingungen verschiedene Chancenpotenziale. Von übergeordneter Bedeutung sind hier die Effekte aus einer nachhaltig positiven Entwicklung der Konjunktur.

In den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern wollen wir auch in Zukunft die sich uns eröffnenden Chancen optimal nutzen:

Basis dafür ist unser einzigartiges Netzwerk sowie das innovative intermodale Angebot im Geschäftsbereich AUTOMOBILE. Von der zielgerichteten Verbreiterung unserer Markt- und Vertriebsaktivitäten in Osteuropa erwarten wir darüber hinaus eher langfristig Geschäftserfolge.

Das etablierte Geschäftsmodell im Geschäftsfeld Handelslogistik eröffnet uns im Geschäftsbereich CONTRACT weitestgehend konjunkturunabhängige Vertriebs- und Akquisitionschancen. Mit unserer logistischen Expertise als auch dem Standortvorteil durch seeschifftiefe Kajenanlagen in der Nordwestrange entwickeln wir zusammen mit Partnern das wachstumsorientierte Geschäftsfeld Offshore-Windenergie.

Die wesentlichen Chancen des Geschäftsbereiches CONTAINER erwarten wir von der Weiterentwicklung des Terminalnetzwerkes aus Seehafen- und Binnenterminals in Verbindung mit intermodalen Geschäftsaktivitäten.

Die Evaluierung weiterer Chancenpotenziale erfolgt kontinuierlich in allen Geschäftsbereichen. Sie ist elementarer Bestandteil unserer aktuellen Doppelstrategie aus Kostensenkung einerseits und Marktwachstum andererseits. Das in diesem Zusammenhang aufgelegte Projekt BLG 2010 befindet sich in der Umsetzung. Die hierfür benötigten finanziellen Ressourcen sind vorhanden.

Risiken

Allen Risiken, die im Folgenden dargestellt sind, stehen im Falle einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüber.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerrechtlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützt der BLG-Konzern seine Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen gebildet und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen überprüft.

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Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.

Die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der deutschen Häfen in der Nordrange ist dringend erforderlich. Sollte die eine oder die andere – oder beide – Maßnahmen scheitern oder sich gravierend verzögern, kann dies erheblich negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung des Geschäftsbereichs CONTAINER haben.

Darüber hinaus ist der Vollausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) (durchgehende Vertiefung um einen Meter einschließlich Anpassungen an Weichen, Kurven und Schleusen) von hoher Bedeutung. Aufgrund der geografischen Nähe des Hamburger Hafens zum Ostseeraum wird ein hoher Anteil der Containerströme der Ostsee-Anrainerstaaten als Transshipmentverkehr über Hamburg abgewickelt. Diese Verkehre laufen in der Regel aufgrund von Zeit-, Kosten- und Entfernungsvorteilen durch den NOK. Jedoch stößt der NOK wegen des Größenwachstums der Feederschiffe im Ostseeverkehr zunehmend an seine Leistungsgrenze. Können Feederdienste jedoch nicht mehr durch den NOK geführt werden, muss die deutlich längere Strecke via Skagen gewählt werden. Das führt zu einem Verlust der natürlichen Wettbewerbsvorteile der deutschen Häfen gegenüber den Westhäfen. Somit besteht ein erhebliches

Risiko von Mengenverlusten an unseren Containerterminals. Insofern ist eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit des NOK dringend erforderlich, damit der NOK auch in Zukunft die Verkehrsströme zwischen Nord- und Ostsee effizient abwickeln kann. Nach derzeitiger Ausbauplanung ist eine Verkehrsfreigabe bis Anfang 2018 erreichbar.

Ein verstärkender Faktor bei den Marktrisiken ist die Tatsache, dass in den nächsten drei bis vier Jahren weitere neue Hafenkapazitäten in der Nordrange zur Verfügung stehen werden (JadeWeserPort Wilhelmshaven, Maasvlakte II Rotterdam). Diese Erweiterungen bei den Terminalkapazitäten können zu Veränderungen in den Ladungsströmen und der Kundenstruktur führen und damit auch die Ratenstruktur und -höhe negativ beeinflussen. Dies gilt insbesondere für den Feederverkehr.

Zu erwarten ist auch, dass die Konsolidierung in der Containerschifffahrtsbranche, vor allem wegen der Verluste der Reedereien, weiter voranschreitet. Die Auswirkungen der Marktkonzentration auf die Konsortien-, Dienste- und Mengenstruktur sind gegenwärtig noch nicht im Detail

prognostizierbar. Grundsätzlich steigt durch eine Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/ Reedereien und somit der Erlösdruck. Andererseits wird bei einer zunehmenden Größe der Konsortien/Reedereien ein Wechsel des Containerterminals erschwert.

Die in Verbindung mit rückläufigen Ladungsvolumina und anhaltenden Kapazitätszuwächsen bei den Containerschiffen stark gesunkenen Seefrachtraten haben bei einem großen Teil der Containerlinien/Reedereien wirtschaftliche Probleme ausgelöst. Dies wird von uns kritisch beobachtet.

Besonderes Augenmerk im Geschäftsbereich AUTOMOBILE gilt weiterhin dem Wettbewerb mit den Automobilterminal-Betreibern in den Westhäfen. Mit der Übernahme der leistungsstarken Terminals Vrasene Dock in Antwerpen und Bastenaken Kai/Northern Inlet in Zeebrügge durch den weltweit größten RoRo-Reeder NYK aus Japan im Geschäftsjahr 2006 ist in diesem Zusammenhang eine Situation entstanden, die weiterhin mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Dies gilt insbesondere für die Verlagerung von Importvolumina aus Fernost als auch für das Preisgefüge an unserem Seehafenterminal Bremerhaven. Auf der Grundlage unserer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem RoRo-Reeder NYK sowie durch unsere bisherige Kooperation in Europa und Südafrika sehen wir diesbezüglich auch Chancen.

Begegnung in der Wesermündung

Die vertraglich vereinbarten Preise gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsdruck für diesen Standort erfordern nachhaltig umfassende Produktivitätsverbesserungen und Kostenreduzierungen.

Durch die zunehmende Beteiligung von Reedern an Seehafenterminals an der Ostsee in Skandinavien kann es durch interne Optimierungen der Reeder zu Verlagerungen von Transshipmentvolumina zu Lasten des Seehafenterminals Bremerhaven kommen.

Ein Ausfall der Nordschleuse im Seehafen Bremerhaven kann den Standort gefährden. Insoweit kommt dem spezifischen Ausbau der Kaiserschleuse als weitere Schleuse für Car Carrier, der in 2010 abgeschlossen werden soll, größte Bedeutung zu. Allerdings garantiert der Betreiber der Nordschleuse, die bremenports GmbH & Co. KG, für den worst case kurzfristige Ausfallzeiten.

Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel führen zumindest zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.

Die Entwicklung des Geschäftsbereichs AUTOMOBILE wird auch 2010 von verschiedensten Marktaspekten abhängen. Marktrisiken resultieren zum Beispiel aus der gesamtwirtschaftlichen Situation, der anhaltenden Strukturkrise in der europäischen Automobilindustrie, stark sinkenden Automobil-Neuzulassungen nach dem Wegfall der Umweltprämie in Deutschland und dem massiven Geschäftseinbruch in Osteuropa.

Ausbau der Kaiserschleuse Bremerhaven

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Im Übrigen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Mautgebühren und fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.

Verschiedenen Geschäftsfeldern der Sparte CONTRACT ist aufgrund der engen Kundenbindung, insbesondere zu einigen Großkunden, üblichen, aber kurzen Vertragslaufzeiten, sehr anspruchsvollen Vertragskonditionen, möglichen Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- bzw. Produktlebenszyklen sowie den Konzentrationsprozessen der Märkte stets ein besonderes Augenmerk zu widmen.

Um die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur, der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren, wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.

Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHB-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) und sonstigen Leiharbeitnehmeranteil erreicht. Dadurch wird im gewissen Rahmen eine Reaktion zur Anpassung des Personalbedarfs an die Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität des BLG-Konzerns als Arbeitgeber und streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven im BLG-Konzern durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch die Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch geeignete Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein, unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen, ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis

zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich nur geringe Auswirkungen für einzelne Geschäftsfelder.

Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten.

GHB-Mitarbeiter im LC Bremen

Finanzrisiken

Die Angaben zum Management von Finanzrisiken wurden vom Konzernabschlussprüfer geprüft. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie im Konzernanhang unter Punkt 41 dargestellt.

Im BLG-Konzern bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Finanzrisiken.

Sonstige Risiken

Als Dienstleistungsunternehmen betreiben wir keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, sodass in diesem Bereich über keine maßgeblichen Risiken zu berichten ist.

Sonstige Risiken, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor.

Die wesentlichen Risiken des Konzerns resultieren aus der zum Teil noch anhaltenden weltweiten Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft.

Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft.

Autoterminal Bremerhaven

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns – Beurteilung aus Sicht der Geschäftsleitung –

Die Konjunkturaussichten für das Geschäftsjahr 2010 sind aufgrund der nicht beendeten Finanz-, Wirtschafts- und Schifffahrtskrise weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet. Insofern lassen sich Prognosen in Bezug auf den weiteren Konjunkturverlauf und dessen Auswirkungen auf unseren Konzern nur schwer stellen.

Nach der schweren Rezession hat sich die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2009 stabilisiert. Für das Jahr 2010 rechnen wir mit einer langsamen Erholung der Konjunktur für alle Geschäftsbereiche.

Vor dem Hintergrund der prognostizierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir davon aus, dass sich unser Umsatz im Jahr 2010 trotz einer verbesserten Auslastung in etwa auf Vorjahresniveau bewegen wird. Aufgrund der Konjunkturaussichten und erwarteter niedrigerer Margen setzen wir unsere Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme konsequent fort und passen unsere Investitionsvorhaben weiterhin den aktuellen Marktgegebenheiten an.

Im Rahmen unserer Doppelstrategie forcieren wir unsere Akquisitionstätigkeiten, um neue Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen.

Wir erwarten, dass das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in 2010 leicht über dem Vorjahresergebnis liegt. Ab dem Jahr 2011 gehen wir aufgrund der anzunehmenden Erholung der Weltwirtschaft sowie der dann voll greifenden Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Steuern für alle Geschäftsbereiche aus.

Auch in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten wollen wir unseren Aktionären eine attraktive Dividendenrendite bieten. Wir streben weiterhin an, die Dividende jährlich zu steigern, sie zumindest aber auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.

Dieser Jahresbericht enthält, abgesehen von historischen Finanzinformationen, zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung des BLG-Konzerns, die auf Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen und mit Formulierungen wie "annehmen" oder "erwarten" und ähnlichen Begriffen gekennzeichnet sind. Diese Aussagen können naturgemäß von tatsächlichen zukünftigen Ereignissen oder Entwicklungen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen zu aktualisieren.

Konzernabschluss

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 96
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 97
Konzernbilanz 98
Segmentberichterstattung 100
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 102
Konzern-Kapitalflussrechnung 104
Konzernanhang 105
Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter 175
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers 176

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
-- -- -- -- ------------------------------------- -- --
2008
2009
TEUR
2008
2008
TEUR
Konzernanhang TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 7 818.460 962.633
2. Sonstige betriebliche Erträge 8 67.570 75.812
3. Materialaufwand 9 -309.498 -380.258
4. Personalaufwand 10 -319.813 -349.029
5. Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
11 -69.127 -59.580
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -152.390 -152.599
7. Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 13 441 567
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 1.802 2.960
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -22.737 -19.909
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14 763 2.194
11. Erträge aus übrigen Beteiligungen
und verbundenen Unternehmen
14 1.052 1.077
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
langfristige Finanzforderungen
15 0 -250
13. Ergebnis vor Steuern 16.523 83.618
14. Ertragsteuern 16 -8.489 -9.075
15. Konzernjahresüberschuss 8.034 74.543
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 920 2.962
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 1.739 63.277
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 5.375 8.304
8.034 74.543
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 17 EUR 0,24 EUR 0,77
Dividende der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 18 EUR 0,25 EUR 0,40

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Konzernabschluss

2008
2009
2008
2008
Konzernanhang TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
1. Konzernjahresüberschuss 8.034 74.543
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
2. Währungsumrechnung 863 -784
3. Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten -179 -5.480
4. Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
-70 - 68
5. Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
20
24 856
6. Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge
und Aufwendungen
19
638 -5.476
7. Gesamtergebnis 8.672 69.067
Vom sonstigen Einkommen des Jahres entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– 920 2.962
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 2.201 57.801
Übrige nicht beherrschende Gesellschafter 5.551 8.304
8.672 69.067

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009

A k t i v a 31.12.2009 31.12.2008
Konzernanhang TEUR TEUR
A. Langfristiges Vermögen
I.
Immaterielle Vermögenswerte
21
1.
Firmenwerte
12.720 4.800
2.
Andere immaterielle Vermögenswerte
9.234 10.048
3.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle
Vermögenswerte 13.381 11.820
35.335 26.668
II.
Sachanlagen
22
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 357.070 330.641
2.
Technische Anlagen und Maschinen
266.313 250.327
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
22.245 22.229
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
23.835 58.927
669.463 662.124
III.
Finanzanlagen
23
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
492 406
2.
Anteile an assoziierten Unternehmen,
die at equity bilanziert werden 39.388 35.753
3.
Sonstige Finanzanlagen
1.924 2.037
41.804 38.196
IV.
Langfristige Finanzforderungen
24 8.978 10.053
V.
Sonstige langfristige Vermögenswerte
576 31
VI.
Latente Steuern
16 4.963 8.940
761.119 746.012
B.
Kurzfristiges Vermögen
I.
Vorräte
25 11.015 10.374
II.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
26 129.421 135.636
III.
Sonstige Vermögenswerte
26 39.287 59.254
IV.
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern
27 266 1.551
V.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
28 35.933 29.457
215.922 236.272
977.041 982.284

Konzernabschluss

31.12.2008
P a s s i v a
31.12.2009 31.12.2008
Konzernanhang
TEUR
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
29
I.
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
4.800
–Aktiengesellschaft von 1877–
10.048
1.
Gezeichnetes Kapital
9.984 9.984
2.
Gewinnrücklagen
11.820
a.
Gesetzliche Rücklage
998 998
26.668
b.
Andere Gewinnrücklagen
3.777 3.817
3.
Bilanzgewinn
945 1.521
15.704 16.320
II.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
1.
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
250.327
a.
Kommanditkapital
51.000 51.000
22.229
b.
Kapitalrücklage
50.182 50.182
58.927
c.
Gewinnrücklagen
138.455 95.390
d.
Bilanzgewinn
11.828 57.542
e.
Fremdwährungsausgleichsposten
-55 -569
f.
Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten
-2.917 -2.692
406
g.
Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften
-35.447 19.158
213.046 270.011
2.
Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter
2.037
a.
Hybrid-Eigenkapital
78.010 78.010
b.
Sonstige Minderheiten
5.001 -10.571
296.057 337.450
10.053
31
311.761 353.770
8.940
B.
Langfristige Schulden
746.012
I.
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil)
30
180.890 170.361
II.
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
31
96.013 57.531
III.
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
32
20.215 14.111
IV.
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
35
9.487 4.018
10.374
V.
Langfristige Rückstellungen
33
48.968 47.086
135.636
VI.
Latente Steuern
16
4.782 2.298
59.254
1.551
360.355 295.405
C.
Kurzfristige Schulden
I.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
34
58.467 86.500
II.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
31
169.462 177.767
III.
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand
32
1.379
IV.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
35
49.727 46.124
V.
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern
36
10.531 12.025
VI.
Kurzfristige Rückstellungen
37
15.359 9.711
304.925 333.109
982.284 977.041 982.284

Segmentberichterstattung

(in TEUR) AUTOMOBILE
31.12.
2009
31.12.
2008
Umsatzerlöse
mit externen Dritten 298.402 335.616
Intersegmenterlöse 120 111
EBITDA 21.909 38.930
Abschreibungen -11.374 -10.298
EBIT 10.535 28.632
in % vom Umsatz 3,5 % 8,5 %
Zinserträge 233 866
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsaufwand - 6.437 -7.592
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen -204 690
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 52 54
Segmentergebnis (EBT) 4.179 22.650
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Posten - 251 -74
Im Segmentergebnis enthalten
Periodenfremde Erträge 9.147 6.253
Periodenfremde Aufwendungen - 4.011 -775
Wertminderungen -263 0
Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen 9.386 9.615
Segmentvermögen 245.990 223.296
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 21.032 43.716
Segmentschulden 152.199 141.257
Eigenkapital 57.680 53.092
Mitarbeiter 2.077 2.023

1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50 Prozent-Quote)

2) Im Segment CONTRACT und in der Überleitung zum Konzern wurden gemäß IAS 8.42 Änderungen der Vorjahreszahlen vorgenommen.

Konzernabschluss

KONZERN Überleitung 2) CONTAINER CONTRACT 2)
31.12.
2008
31.12.
2009
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2008
31.12.
2009
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2008
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2009
31.12.
2008
31.12.
2009
962.633 818.460 -6.721 -6.841 357.491 295.699 276.247 231.200
156.560 0 -6.721 -6.841 6.010 5.737 600 984
104.329 -13.966 -13.959 101.329 74.824 30.267 21.555
-59.580 -69.127 -778 - 798 -31.861 -40.794 -16.643 -16.161
35.202 -14.744 -14.757 69.468 34.030 13.624 5.394
4,3 % k.A. k.A. 19,4 % 11,5 % 4,9 % 2,3 %
2.243 -71 330 1.458 668 1.273 1.012
0 0 0 0 0 -250 0
-22.737 2.637 507 -7.415 -10.742 -7.539 -6.065
763 137 251 -289 -863 1.656 1.579
1.052 0 52 981 911 42 37
16.523 -12.041 -13.617 64.203 24.004 8.806 1.957
-275 0 205 0 -103 389
22.407
-6.867
2.942
-320
3.722
- 855
1.784
-571
1.273
- 541
8.739
-2.101
8.265
-1.460
-5.728 0 0 -1.787 -4.018 -1.211 -1.447
39.388 2.818 2.807 21.651 23.944 1.668 3.251
932.424 38.329 18.748 469.681 478.561 204.735 189.125
77.825 515 3.669 119.019 48.402 7.475 4.722
316.133 -61.878 -64.384 167.294 128.224 106.864 100.094
311.761 92.110 32.748 190.859 207.549 17.709 13.784
5.929 122 126 1)
1.862
1)
1.939
2.046 1.787

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Summe Stand zum 31. Dezember 2007 9.984 3.389 1.521 14.894 51.000 50.182 85.936 29.495 215 2.000 22.746 241.574 77.981 - 14.293 320.156 Veränderungen im Geschäftsjahr Konzernjahresüberschuss 0 1.426 1.536 2.962 0 0 9.575 57.542 0 0 - 3.840 63.277 5.063 3.241 74.543 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 - 784 - 4.692 0 - 5.476 0 0 - 5.476 Gesamtergebnis 0 1.426 1.536 2.962 0 0 9.575 57.542 - 784 - 4.692 - 3.840 57.801 5.063 3.241 69.067 Dividenden / Entnahmen 0 0 - 1.536 - 1.536 0 0 0 - 29.495 0 0 0 - 29.495 - 5.034 - 963 - 37.028 Einlagen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1.976 1.976 Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 0 - 121 0 0 0 252 131 0 - 532 - 401 Stand zum 31. Dezember 2008 9.984 4.815 1.521 16.320 51.000 50.182 95.390 57.542 - 569 - 2.692 19.158 270.011 78.010 - 10.571 353.770 Veränderungen im Geschäftsjahr Konzernjahresüberschuss 0 0 920 920 0 0 34.773 0 0 0 - 33.034 1.739 5.063 312 8.034 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 0 0 687 - 225 0 462 0 176 638 Gesamtergebnis 0 0 920 920 0 0 34.773 0 687 - 225 - 33.034 2.201 5.063 488 8.672 Dividenden / Entnahmen 0 0 - 1.536 - 1.536 0 0 0 - 28.196 0 0 0 - 28.196 - 5.063 - 55 - 34.850 Einlagen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 97 97 0 0 97 Beherrschungswahrende Anteilserwerbe 0 0 0 0 0 0 5.224 0 - 173 0 - 36.119 - 31.068 0 11.133 - 19.935 Übrige Veränderungen 0 - 40 40 0 0 0 3.068 - 17.518 0 0 14.451 1 0 4.006 4.007 Stand zum 31. Dezember 2009 9.984 4.775 945 15.704 51.000 50.182 138.455 11.828 - 55 - 2.917 - 35.447 213.046 78.010 5.001 311.761 (in TEUR)

Konzernabschluss

I. Einbezogenes Kapital der
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
II. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
Eigenkapital der
übrigen nicht
beherrschenden
Gesellschafter
Kom
Bilanz
mandit
gewinn
Summe
kapital
Kapital
rück
lage Gewinn
rück
lagen
Bilanz
gewinn
Fremd
wäh
rungs
aus
gleichs
posten
Rücklage
aus der
Zeitwert
bewer
tung von
Finanz
instru
menten
Bilanz
ergebnis
einbezo
gener
Gesell
schaften
Summe Hybrid
Eigen
kapital
Sonstige
Minder
heiten
Summe
14.894
51.000
50.182 85.936 29.495 215 2.000 22.746 241.574 77.981 - 14.293 320.156
2.962 0 0 9.575 57.542 0 0 - 3.840 63.277 5.063 3.241 74.543
0 0 0 0 0 - 784 - 4.692 0 - 5.476 0 0 - 5.476
2.962 0 0 9.575 57.542 - 784 - 4.692 - 3.840 57.801 5.063 3.241 69.067
- 1.536 0 0 0 - 29.495 0 0 0 - 29.495 - 5.034 - 963 - 37.028
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1.976 1.976
0 0 - 121 0 0 0 252 131 0 - 532 - 401
16.320
51.000
50.182 95.390 57.542 - 569 - 2.692 19.158 270.011 78.010 - 10.571 353.770
0 0 34.773 0 0 0 - 33.034 1.739 5.063 312 8.034
0 0 0 0 0 687 - 225 0 462 0 176 638
920 0 0 34.773 0 687 - 225 - 33.034 2.201 5.063 488 8.672
0 0 0 - 28.196 0 0 0 - 28.196 - 5.063 - 55 - 34.850
0 0 0 0 0 0 0 97 97 0 0 97
0 0 5.224 0 - 173 0 - 36.119 - 31.068 0 11.133 - 19.935
0 0 0 3.068 - 17.518 0 0 14.451 1 0 4.006 4.007
51.000 50.182 138.455 11.828 - 55 - 2.917 - 35.447 213.046 78.010 5.001 311.761

Konzern-Kapitalflussrechnung

(in TEUR) 2009 2008
Ergebnis vor Steuern 16.523 83.618
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen 69.127 59.831
Zuschreibungen zu langfristigen Finanzforderungen -342 -1.110
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
-1.380
-763
-1.156
-2.194
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen -1.052 -1.077
Zinsergebnis 20.494 16.382
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -279 315
102.328 154.609
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.431 -7.404
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte 20.533 -19.432
Veränderung der Vorräte
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand
-640
6.501
-1.827
9.076
Veränderung der Rückstellungen 2.119 -4.502
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -26.597 3.140
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten -3.104 10.588
2.243 -10.361
Einzahlungen für Zinsen 1.719 2.772
Auszahlungen für Zinsen -18.270 -15.903
Auszahlungen für Ertragsteuern -4.641 -9.011
-21.192 -22.142
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 83.379 122.106
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
und immaterieller Vermögenswerte 4.455 9.603
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
-75.914
88
-169.435
0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -3.218 -6.475
Veränderungen im Konsolidierungskreis 3.278 5.720
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -125 -2.765
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 735 2.761
Einzahlungen aus Unternehmensverkäufen, abzügl. veräußerter liquider Mittel 207 0
Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel
Auszahlungen für beherrschungswahrende Anteilserwerbe
-11.908
-19.935
-6.380
0
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 1.814 3.362
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -100.523 -163.609
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner 312 523
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner -378 -312
Auszahlungen an Inhaber Hybridkapital -5.063 -5.035
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Minderheitsgesellschaftern 4.006 1.976
Auszahlungen an Unternehmenseigner -29.690 -31.994
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
74.176
-43.745
64.111
-37.736
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen von Beteiligungsunternehmen 17.800 18.900
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen von Beteiligungsunternehmen -18.990 -19.204
Veränderung Verrechnungskonto Joint-Venture-Partner 16.395 -531
Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten 27.500 39.121
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -7.074 -5.734
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 35.249 24.085
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 18.105 -17.418
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres
97
-20.045
-487
-2.140
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -1.843 -20.045
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel
35.933 29.457
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -37.776 -49.502
-1.843 -20.045

Konzernanhang

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Grundlagen und Methoden 106
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 121
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung 129
Erläuterungen zur Konzernbilanz 130
Erläuterungen
zur
Kapitalflussrechnung
153
Segmentberichterstattung 154
Sonstige Erläuterungen 158

Konzernanhang

Grundlagen und Methoden

1 Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG) für das Geschäftsjahr 2009 wurde mit Ausnahme der Regelungen des IAS 32 zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital (zu Einzelheiten vgl. Erläuterung Nr. 29) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2009 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Mit der Aufstellung ihres Konzernabschlusses nach IFRS kommt die BLG ihrer Verpflichtung gemäß § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der jeweils geltenden Fassung nach.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie unter Erläuterung Nr. 6 dargestellt, sind für alle im Konzernabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Konzerngesellschaften angewendet worden.

Das Geschäftsjahr der BLG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Bremen eingetragene BLG hat ihren Sitz in Bremen/ Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorie "Available for Sale", sofern für solche Finanzinstrumente die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden können.

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Werte haben können. Dies betrifft insbesondere die Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (siehe hierzu Erläuterung Nr. 6 l) sowie für langfristige Rückstellungen (Erläuterung Nr. 33). Die vorgenommenen Schätzungen wurden auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2009 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

Konzernabschluss

  • IAS 1 'Darstellung des Abschlusses': Der überarbeitete Standard IAS 1 wurde im September 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 begonnen haben. Die Neufassung des Standards beinhaltet wesentliche Änderungen in Darstellung und Ausweis von Finanzinformationen im Abschluss. Die Neuerungen beinhalten insbesondere die Einführung einer Gesamtergebnisrechnung, die sowohl das in einer Periode erwirtschaftete Ergebnis als auch die noch nicht realisierten Gewinne und Verluste umfasst, die bislang innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wurden, und die Gewinn- und Verlustrechnung in ihrer bisherigen Form ersetzt.
  • IAS 23 'Fremdkapitalkosten': Der überarbeitete Standard IAS 23 wurde im März 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 begonnen haben. Der Standard fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die einem qualifizierten Vermögenswert zugerechnet werden können. Da die Anwendung des Standards zu einer Änderung der bisherigen Rechnungslegungsmethode führt und somit gemäß Übergangsvorschrift prospektiv anzuwenden ist, haben sich im Geschäftsjahr 2009 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.
  • Die Änderungen zu IAS 32 'Finanzinstrumente: Darstellung' und IAS 1 'Darstellung des Abschlusses' zur Bilanzierung von kündbaren Finanzinstrumenten wurden im Februar 2008 veröffentlicht und sind erstmals verpflichtend für das Geschäftsjahr 2009 anzuwenden. Diese Änderungen, die durch die Kriterien eingeführt wurden, nach denen kündbare Finanzinstrumente als Eigenkapital auszuweisen sind, haben keine Änderungen zur bisherigen Bilanzierung ergeben.
  • Die Änderungen zu IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' und IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben' wurden im November 2008 veröffentlicht und am 9. September 2009 in EU-Recht umgesetzt. Die Änderungen dienen lediglich der Klarstellung des Anwendungszeitpunktes der Umgliederung finanzieller Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Finanzkrise und sind rückwirkend ab dem 1. Juli 2008 anzuwenden.
  • Änderungen zu IFRS 1 'Erstmalige Anwendung der IFRS' und IAS 27 'Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS': Die Änderungen wurden im Mai 2008 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Sie betreffen die Bestimmung von Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen. Die Änderungen beziehen sich ausschließlich auf Einzelabschlüsse nach IFRS und hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
  • Die Änderungen zu IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben' betreffen im Wesentlichen die Angaben zum beizulegenden Zeitwert sowie die Angaben zum Liquiditätsrisiko. Sie wurden am 5. März 2009 veröffentlicht und sind erstmals verpflichtend im Geschäftsjahr 2009 anzuwenden.
  • IFRS 8 'Geschäftssegmente': IFRS 8 wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRS 8 ersetzt IAS 14 und verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente eines Unternehmens und ersetzt die Verpflichtung des bisherigen IAS 14, primäre (Geschäftssegmente) und sekundäre (geografische Segmente) Segmentberichtsformate für ein Unternehmen zu bestimmen. IFRS 8 folgt dem sog. Management-Ansatz, wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden.
  • IFRIC 9 'Neubeurteilung eingebetteter Derivate' und IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung': Diese Interpretation wurde im März 2009 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
  • IFRIC 13 'Kundenbindungsprogramme': Diese Interpretation wurde im Juni 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen.

'Verbesserungen von IFRS': Im Mai 2008 wurde ein Standard zu 'Verbesserungen von IFRS' veröffentlicht. Die hierin enthaltenen Änderungen betreffen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt 21 Standards, die aus dem "Annual Improvements Project 2006-08" des IASB resultieren. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 begonnen haben.

Die neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge.

Vorzeitige Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die folgenden, bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten oder neu erlassenen Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standard / Interpretation
Standards/Interpretationen
Anwendungspflicht
für Geschäftsjahre
Übernahme
durch
beginnend ab EU-Kommission
Standards:
Änderungen zu IFRS 1 'Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige
Anwender'
1. Januar 2010 Nein
Änderungen zu IFRS 2 'Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen
mit Barausgleich im Konzern'
1. Januar 2010 Nein
IFRS 3 'Unternehmenszusammenschlüsse' und IAS 27
'Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS'
1. Juli 2009 Ja
IFRS 9 'Finanzinstrumente: Klassifizierung und Wertminderung
von finanziellen Vermögenswerten'
1. Januar 2013 Nein
IAS 24 'Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden
Unternehmen und Personen' (überarbeitet)
1. Januar 2011 Nein
Änderung zu IAS 32 'Einstufung von Bezugsrechten' 1. Februar 2010 Ja
IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' (zulässige
Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen)
1. Juli 2009 Ja
diverse Standards: im Wesentlichen
Annual Improvements Project 2007-09 1. Januar 2010 Nein
Interpretationen:
IFRIC 12 'Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen' 1. April 2009 Ja
Änderungen zu IFRIC 14 'Vorauszahlungen auf Mindest-
dotierungsverpflichtungen'
1. Januar 2011 Nein
IFRIC 15 'Vereinbarungen über die Herstellung von Gebäuden' 1. Januar 2010 Ja
IFRIC 16 'Absicherung von Nettoinvestitionen in einen
ausländischen Geschäftsbetrieb'
1. Juli 2009 Ja
IFRIC 17 'Sachdividenden an Eigentümer' 1. November 2009 Ja
IFRIC 18 'Übertragung von Vermögenswerten durch
einen Kunden'
1. November 2009 Ja
IFRIC 19 'Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapital-
instrumenten'
1. Januar 2011 Nein

Der Konzern plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen des Konzerns haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss werden sich hieraus jedoch nicht ergeben.

Der Vorstand der BLG hat den Konzernabschluss am 6. April 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2 Geschäftstätigkeit des BLG-Konzerns

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) erbringt seehafenorientierte Logistik im weltweiten Maßstab in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Das Spektrum der Logistikleistungen reicht von standardisierten bis hin zu komplexen individuellen Lösungen für Industrie und Handel.

AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE betreibt ein europaweites Netzwerk. Die Basis sind Autoterminals an strategisch wichtigen Verkehrsknoten an Nordsee, Ostsee und dem Mittelmeer sowie an großen Flüssen und im Binnenland.

Alle Terminals sind miteinander vernetzt und über Lkw, Bahn oder Schiff zu erreichen. Damit sind durchgängige Logistikketten zu den Kunden gewährleistet, also vom Automobilproduzenten bis hin zum Autohändler. Zur Erweiterung der Dienstleistungstiefe bieten darüber hinaus alle Terminals eine Vielzahl technischer Dienstleistungen sowie Vermittlungs- und administrative Leistungen an.

Der größte Standort im Netzwerk ist Bremerhaven, der zu den größten Autohäfen der Welt zählt. Zunehmend ausgebaut wird insbesondere dort der Stückgutumschlag ("High & Heavy"), der von der allgemeinen Tendenz zur Verschiffung von RoRo-Ladungen profitiert. Mit mehr als fünf Millionen Fahrzeugen pro Jahr ist dieser Geschäftsbereich Marktführer der europäischen Automobillogistiker.

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT betreibt Logistik- und Distributionszentren und führt weltweite Logistikdienstleistungen – insbesondere für die Automobilindustrie – durch. Zum einen führt der Geschäftsbereich Werkslogistikleistungen sowie Logistikleistungen zwischen den weltweit angesiedelten Betriebsstätten und Unternehmen großer Konzerne durch. Das umfasst beispielsweise die Beschaffungslogistik vom Lieferanten bis hin zur Fertigungsversorgung, innerbetriebliche Transporte, Fertigungsentsorgung sowie die Verpackung und den Versand. Weiterhin übernimmt der BLG-Konzern auch einzelne produktionsnahe Dienstleistungen wie zum Beispiel die Härtung geklebter Karosseriekomponenten, die Konservierung von Rohbauteilen und Vormontagen von Systemkomponenten.

Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Handelslogistik. Handelslogistik heißt Konzeptionierung, Implementierung, Ausführung und Management von komplexen logistischen Geschäftsprozessen. So werden innovative und maßgeschneiderte Logistiklösungen geboten, die den Herausforderungen unserer Kunden gerecht werden: effektive und transparente Prozessabläufe, kontinuierliche Optimierung von Waren- und Informationsflüssen, komplexes Management aus einer Hand. Geschäftsprozesse werden mit einer Technik- und IT-Expertise durch den Einsatz moderner Soft- und Hardware abgebildet. Individuelle Lösungen für den Kunden sichern umfassende Informationsketten und automatisierte Warenbewegungen durch eigene IT- und Engineering-Kompetenz.

Eine weitere Aktivität des Geschäftsbereichs CONTRACT ist die Lagerung und der Umschlag von Kühlgütern in einem Kühlhaus am Containerterminal in Bremerhaven sowie die Durchführung der anfallenden Nebengeschäfte und Serviceleistungen.

Das Geschäftsfeld Cargo betreibt das größte konventionelle Inlandsterminal Europas im Neustädter Hafen und an der Kap-Horn-Anlage in Bremen. Schwerpunkt der Tätigkeit sind Verkehrs- und Logistikleistungen für Stahl, Rohre, Maschinen und Anlagen im Exportbereich und der Umschlag und die Lagerung von Holzprodukten (Holz, Papier und Zellulose) für den Importbereich. Daneben ist eine Gesellschaft des Geschäftsbereichs autorisiertes Lagerhaus der London Metal Exchange, London/ Großbritannien.

CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER besteht aus dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, an dem eine Gesellschaft des BLG-Konzerns 50 Prozent der Geschäftsanteile hält, sowie dessen Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Die EUROGATE-Gruppe betreibt – teilweise mit Partnern – Seeterminals in Bremerhaven, Hamburg (beide Deutschland), La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Livorno, Ravenna, Salerno (alle Italien) sowie Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Daneben ist die EUROGATE-Gruppe an im Aufbau befindlichen Terminals in Wilhelmshaven (Deutschland) und Ust-Luga (Russland) sowie an mehreren Binnenterminals und Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen und Depothaltung von Containern sowie technische Serviceleistungen angeboten.

3 Konsolidierungskreis

Die BLG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, die – direkt oder indirekt – die Anteile an den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen hält. Die BLG beherrscht die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, an deren Vermögen sie nicht beteiligt ist, aufgrund ihrer Gesellschafterstellung. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der BLG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 20 inländische und 6 ausländische Tochtergesellschaften (im Vorjahr 22 inländische und 6 ausländische Gesellschaften), die per Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG weitere 44 Prozent der Anteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics erworben. Somit hält der BLG-Konzern seit diesem Zeitpunkt 94 Prozent der Geschäftsanteile an dieser wesentlichen Gesellschaft der ehemaligen Harms-Unternehmensgruppe, die dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugeordnet ist. Diese Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wurden aufgrund der Beherrschung wegen Stimmrechtsmehrheit bereits in den Vorjahren voll konsolidiert. Der Anteilserwerb führte somit zu keinem Kontrollwechsel.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen der Osteuropastrategie zusammen mit der ukrainischen ViDi-Gruppe jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, übernommen. Da der BLG-Konzern die faktische Beherrschung dieser Gesellschaft innehat, erfolgt die Berücksichtigung im Rahmen der Vollkonsolidierung.

Seit dem Jahr 2008 gehört die 50 %ige Beteiligung an der BLG AutoRail GmbH der BLG-Gruppe an. Da die BLG aufgrund von gesellschaftsvertraglichen Regelungen die Stimmrechtsmehrheit hat, erfolgt die Berücksichtigung dieser Gesellschaft im Rahmen der Vollkonsolidierung.

Im Zuge der Umstrukturierung des Geschäftsbereichs CONTRACT wurden die BLG Kontraktlogistik GmbH und die DIALOG Distribution and Automobile Logistics GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2009 auf die BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG verschmolzen und die BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l., Mailand, Italien, mit Wirkung zum 28. Februar 2009 entkonsolidiert. Daraus ergaben sich Erträge aus der Entkonsolidierung von TEUR 86.

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis der EUROGATE-Gruppe betreffen im Wesentlichen den 30-prozentigen Anteilsverkauf an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG sowie an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH an APM Terminals Wilhelmshaven GmbH zum 27. Oktober 2009. Der Kaufpreis wurde in Zahlungsmitteln geleistet. Im Rahmen des Verkaufes wurde zwischen den Vertragsparteien ein "Partners Agreement" geschlossen, welches die Bildung eines Advisory Boards vorsieht. Weiterhin wurde vereinbart, dass wesentliche Entscheidungen gemeinsam durch die Vertragsparteien getroffen werden müssen, wodurch ein

Joint Venture begründet wird.

Die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG sowie die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH wurden daher entkonsolidiert, indem 30 Prozent der Vermögenswerte (Anteil BLG-Konzern: TEUR 138) und 30 Prozent der Schulden (Anteil BLG-Konzern: TEUR 15) zu Buchwerten als Abgang erfasst wurden. Die verbleibenden 70 Prozent der Vermögenswerte und Schulden werden ab dem 27. Oktober 2009 im Rahmen der Quotenkonsolidierung in den EUROGATE-Teilkonzern einbezogen. Daraus ergaben sich anteilig für den BLG-Konzern Erträge aus der Entkonsolidierung von TEUR 566.

Drei Gesellschaften werden wegen Unwesentlichkeit trotz Stimmrechtsmehrheit at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Insgesamt werden 26 Gesellschaften, an denen eine Anteils- und Stimmrechtsmehrheit besteht, wegen Unwesentlichkeit nicht voll konsolidiert. Neun Gesellschaften, an denen der BLG-Konzern maßgeblich beteiligt ist, werden wegen Unwesentlichkeit nicht at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Eine Aufstellung der wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Konzernanhang als Anlage 1 beigefügt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 Absatz 2 HGB wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

4 Konsolidierungsgrundsätze

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der BLG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IAS 27 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften des Konzerns aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert. Das kumulierte Jahresergebnis der nicht einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 374.

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Konzernanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert bzw. passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nr. 6).

Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrages erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Der Geschäftsbereich Container mit der Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG wird durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen.

Weitere Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern der Konzern eine gemeinsame Führung mit einem weiteren Partnerunternehmen innehat bzw. einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann.

Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den BLG-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht bzw. vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten nach IAS 39 oder, sofern die Marktwerte nicht zuverlässig ermittelbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, der gemeinsamen Führung oder des wesentlichen Einflusses.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

5 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften des BLG-Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zum 31. Dezember 2009 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR -55 (im Vorjahr: TEUR -569) im Eigenkapital ausgewiesen (vgl. hierzu auch die Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Einheit/Währung in EUR Stichtagskurs Durchschnitts Stichtagskurs Durchschnitts
31.12.2009 kurs 2009 31.12.2008 kurs 2008
1 britisches Pfund 1,1113 1,1230 1,0272 1,2597
1 brasilianischer Real 0,4023 0,3635 0,3030 0,3775
1 südafrikanischer Rand 0,0944 0,0862 0,0752 0,0836
1 polnischer Zloty 0,2421 0,2322 0,2407 0,2864
1 amerikanischer Dollar 0,6977 0,7192 0,7095 0,6834
10 slowakische Kronen - - 0,3307 0,3211
1 tschechische Krone 0,0379 0,0379 0,0377 0,0402
1 ukrainischer Griwna 0,0881 0,0906 0,0895 0,1343
10 marokkanische Dirham 0,8910 0,8951 0,8919 0,8878
1 russischer Rubel 0,0231 0,0228 0,0243 0,0275

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.

6 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden gemäß IAS 18 dann erfasst, wenn die Leistung erbracht ist, hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen bzw. Ereignissen werden gemäß dem "matching principle" in der gleichen Periode angesetzt.

Bei Dienstleistungsaufträgen werden die Umsätze nach der Stage of Completion-Methode (SoC-Methode) gemäß IAS 18 i. V. m. IAS 11 dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der Leistungsfortschritt wird anhand der geleisteten Stunden in Relation zu dem voraussichtlichen Gesamtstundenvolumen eines Auftrags ermittelt.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst.

Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.

b) Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert, soweit sie qualifizierten Vermögenswerten zugerechnet werden können.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen üblicherweise nicht berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte wird unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

c) Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in den Herstellungskosten erfasst, soweit sie auf qualifizierte Vermögenswerte entfallen. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt.

Immobilien werden darauf untersucht, ob es sich um investment properties i. S. des IAS 40 handelt. Der Umfang der investment properties ist von untergeordneter Bedeutung, IAS 40 findet aus diesem Grund bei der BLG Logistics Group keine Anwendung.

Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 und IFRIC 1 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswertes linear aufgelöst.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

d) Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasingverhältnisse:

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG Logistics Group zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.

Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.

Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.

Operating Leasingverhältnisse:

Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating Leasingverhältnisse dar. Die Mietund Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.

e) Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

Finanzielle Vermögenswerte sind grundsätzlich ab dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem der BLG-Konzern Vertragspartner wird und zur Leistung berechtigt bzw. zur Gegenleistung verpflichtet ist. Sofern zeitliche Differenzen zwischen dem Tag der Order und dem Tag der Abwicklung (Erfüllungstag) bestehen, wird ein finanzieller Vermögenswert erst ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (mit Ausnahme der EUROGATE-Gruppe, die quotal konsolidiert wird) werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG entfallen.

Zu den Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen zählen des Weiteren Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen und sonstige Beteiligungen.

Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale), solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden (Held to Maturity), sowie übrige originäre oder erworbene Forderungen.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (Impairment). Zu außerplanmäßigen Abschreibungen siehe ergänzend Erläuterung Nr. 6 l.

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, sofern weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held to Maturity" werden zum Bilanzstichtag mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Loans and Receivables", zu denen vor allem die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige unter- bzw. nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und der BLG-Konzern keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.

f) Vorräte

Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Bei der Bilanzierung von Dienstleistungen wird die Stage of Completion-Methode zugrunde gelegt.

Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs-/ Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie ggf. noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endproduktes zugrunde gelegt.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach IAS 39 der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l). Neben den ggf. erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden bei aufgrund von Erfahrungswerten erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die ergebniswirksam erfasst werden. Wertberichtigte Forderungen werden ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.

Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten, die für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifiziert.

h) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nr. 6 i), kurzfristige Finanzforderungen und ggf. kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale) oder zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading), und ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (siehe Erläuterung Nr. 6 l).

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held for Trading" werden grundsätzlich mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Konzernabschluss

Sonstige kurzfristige Finanzforderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Erläuterung Nr. 6 l).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die ihm zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

i) Derivative Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt und in der Regel mit einem Wert angesetzt, der unter Verwendung notierter Preise ähnlicher Finanzinstrumente aus aktiven Märkten oder durch Modelle, deren wesentliche Parameter auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, ermittelt wurde. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts.

Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

j) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte betreffen insbesondere Finanzforderungen, Anzahlungen und Abgrenzungen. Sie werden zu Nominalwerten angesetzt.

k) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.

l) Außerplanmäßige Wertberichtigungen (Wertminderungen – Impairments)

Überblick

Sämtliche Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 oder IAS 39 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (recoverable amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.

Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertiggestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Beträge geschätzt.

Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswertes oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.

Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Ermittlung des erzielbaren Betrags

Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Als Grundlage dienten die Drei-Jahresplanungen (Geschäftsbereiche CONTRACT und AUTOMOBILE) bzw. die Fünf-Jahresplanung (Geschäftsbereich CONTAINER). Als Diskontsatz wird ein aktueller Marktzinssatz unter Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes und der Risikospezifika des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugrunde gelegt. Wie im Vorjahr kam dabei grundsätzlich ein gewichteter Kapitalkostensatz von 10,00 Prozent für die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT sowie 8,20 Prozent (Vorjahr: 7,60 Prozent) für den Geschäftsbereich CONTAINER zur Anwendung. In diesen sind ein risikoloser Basiszins von 4,25 Prozent (Vorjahr: 5,00 Prozent) und eine Marktrisikoprämie von 5,75 Prozent (Vorjahr: 5,00 Prozent) eingeflossen.

Wertaufholungen

Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen, die sich ohne die außerplanmäßigen Abschreibungen ergeben hätten, verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.

Wertaufholungen auf abgeschriebene Firmenwerte sind nicht zulässig.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Held to Maturity" und "Loans and Receivables" sowie Fremdkapitalinstrumente der Kategorie "Available for Sale" ist erfolgswirksam zurückzunehmen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Available for Sale" erfolgt die Wertaufholung erfolgsneutral über die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten.

m) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.

n) Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen sind post employment benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt. Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um other long-term benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.

Abbruchverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung mit dem Barwert der Verpflichtung als Anschaffungsnebenkosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in entsprechender Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswerts und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt.

o) Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald der BLG-Konzern Vertragspartei geworden ist. Bei den übrigen Verbindlichkeiten richtet sich der Ansatzzeitpunkt nach den allgemeinen Regelungen des IFRS-Frameworks.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des erhaltenen Entgelts bzw. der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.

Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.

Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.

p) Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (temporary differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet. Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.

Die Ermittlung der latenten Steuern beruht gemäß IAS 12 auf der Anwendung der zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze. Da es sich bei den wesentlichen Konzernunternehmen um Personenhandelsgesellschaften handelt, umfasst der maßgebliche Konzernsteuersatz von 15,4 Prozent nur die Gewerbesteuer. Für deutsche Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,2 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlages sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die ausländischen Konzerngesellschaften verwenden bei der Berechnung der latenten Steuerposten ihren individuellen Ertragsteuersatz. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 19,0 Prozent bis 31,4 Prozent.

q) Unternehmenszusammenschlüsse

In Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTOMOBILE folgender Unternehmenszusammenschluss statt:

BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew/Ukraine

Zum 1. Oktober 2009 wurde mit der ViDi-Gruppe, Ukraine, mit Anteilen von je 50 Prozent am Stammkapital die ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, gegründet. Dafür wurden Zahlungsmittel von TEUR 11.926 aufgewendet. Die ViDi-Gruppe hat ihr operatives Automobillogistikgeschäft in diese Gesellschaft eingebracht. Durch eine vertraglich vorgesehene Stimmrechtsmehrheit im Revisionsrat kann der BLG-Konzern über die Verabschiedung von Budgets und die Feststellung von Jahresabschlüssen bestimmen und übt somit eine faktische Kontrolle über die Gesellschaft aus. Die ViDi-Gruppe war über ihr Tochterunternehmen Avtor ZAT, Kiew, Ukraine, bereits vor Übernahme der Anteile der ukrainische Partner der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics beim Gemeinschaftsunternehmen E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW. Durch die neue Gesellschaft wird der Ausbau der Aktivitäten in den osteuropäischen Wachstumsmärkten weiter vorangetrieben. Die Gesellschaft wird durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstand ein Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 7.920.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen, mit Ausnahme eines Grundstücks, das auf Basis eines Sachverständigengutachtens mit dem Verkehrswert angesetzt wurde. Die beizulegenden Zeitwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt für 100 Prozent (in TEUR) 1.10.2009
Immaterielle Vermögenswerte 1
Sachanlagen 10.437
Vorräte 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76
Sonstige Vermögenswerte 8
10.541
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 36
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42
Sonstige Verbindlichkeiten 13
Latente Steuerverbindlichkeiten 2.437
2.528
Summe identifizierbare Vermögenswerte 8.013

Der BLG-Konzern hat mit der BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, anteilig Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 18 netto erworben. Die BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine, hat im Geschäftsjahr 2009 bezogen auf die neu erworbenen Anteile mit TEUR 406 zum Konzernumsatz und TEUR -73 zum Konzernergebnis beigetragen. Wäre der Unternehmenserwerb zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt, wären die Umsatzerlöse um TEUR 926 höher und der Konzernjahresüberschuss ohne Berücksichtigung von Finanzierungskosten um TEUR 43 niedriger ausgefallen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7 Umsatzerlöse

(in TEUR) 2009 2008
Umschlagserlöse 327.325 417.448
Speditions- und Transportleistungen 253.515 232.091
Logistikdienstleistungen 61.906 83.825
Technische Dienstleistungen und Beratung 53.254 64.038
Miet-/Lagererlöse 47.419 47.211
Schiffserlöse 15.211 23.745
Materialverkäufe 11.262 19.363
Containerpacking 8.332 12.314
Personal- und Gerätegestellung 5.026 9.727
Übrige 35.210 52.871
Gesamt 818.460 962.633

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise um insgesamt TEUR 144.173 bzw. 14,97 Prozent gemindert. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in den Bereichen Containerumschlag, Seehafenlogistik, Beschaffungs-, Produktionsund Distributionslogistik sowie dem Automobiltransport und technischer Fahrzeugbetreuung erzielt.

Hinsichtlich der Aufgliederung nach Segmenten siehe Erläuterung Nr. 39 bzw. 40.

8 Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2009 2008
Erträge aus der Auflösung von Schulden 16.450 13.147
Erbbauzinsen und Mieterträge 10.485 9.655
Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen 7.512 9.431
Personalgestellung 6.910 9.329
Versicherungsentschädigungen und andere Erstattungen 6.494 13.220
Sonstige periodenfremde Erträge 3.630 4.413
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des
Sachanlagevermögens 2.326 2.156
IT-Dienstleistungen und sonstige Beratung 301 482
Übrige 13.462 13.979
Gesamt 67.570 75.812

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen neutrale Erträge in Höhe von TEUR 5.817 (Vorjahr: TEUR 820) enthalten, die in Höhe von TEUR 3.377 auf erhaltene Vertragsstrafen aus dem Geschäftsbereich CONTAINER, in Höhe von TEUR 652 auf Erträge aus Entkonsolidierungen, in Höhe von TEUR 993 auf Kostenerstattungen und in Höhe von TEUR 410 auf Erträge aus wertberichtigten Forderungen entfallen.

9 Materialaufwand

(in TEUR) 2009 2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 74.676 95.896
Aufwendungen für Fremdpersonal 59.351 100.424
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 175.307 183.947
Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen
164 -9
Gesamt 309.498 380.258

Der Rückgang der Aufwendungen für Fremdpersonal um TEUR 41.073 resultiert im Wesentlichen aus dem verringerten Einsatz von Arbeitskräften der Gesamthafenbetriebe in Bremen und Hamburg.

Die Reduzierung des Materialaufwands um 18,6 Prozent ist auf den Rückgang der Geschäftstätigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise zurückzuführen.

10 Personalaufwand

(in TEUR) 2009 2008
Löhne und Gehälter 268.807 294.375
Gesetzliche soziale Aufwendungen 47.342 48.893
Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung
und Jubiläen
3.917 6.012
Übrige 186 79
320.252 349.359
Aktivierte Eigenleistungen für selbst erstellte
immaterielle Vermögenswerte
-439 -330
Gesamt 319.813 349.029

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 29.216 bzw. 8,4 Prozent vermindert. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.

In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 22.344 (Vorjahr: TEUR 22.651) für Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung enthalten. Die Vorjahreszahl wurde korrigiert.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Konzernlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 39) angegeben.

(in TEUR) 2009 2008
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.371 2.829
Abschreibungen auf Sachanlagen 61.028 53.753
63.399 56.582
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 5.728 2.998
Gesamt 69.127 59.580

11 Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Eine Aufteilung der Abschreibungen und Wertminderungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nr. 21 und 22 entnommen werden.

12 Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2009 2008
Erbbauzinsen und Mieten 73.294 67.085
Sonstige neutrale Aufwendungen 10.687 5.504
Aufwendungen für Versicherungsprämien 10.667 9.569
Aufwendungen aus Schadensfällen 7.337 12.998
Vertriebskosten 6.832 8.915
IT-Aufwendungen 6.218 7.270
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 5.921 2.767
Bewachungskosten und sonstige Grundstücksaufwendungen 5.475 6.379
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 5.016 6.901
Sonstige personalbezogene Aufwendungen 3.649 4.890
Verwaltungsaufwendungen und Beiträge 3.179 2.598
Post- und Fernsprechkosten 1.920 2.279
Sonstige Steuern 963 961
Buchverluste aus Anlagenabgängen 946 1.000
Aufwendungen für Weiterbildung 802 893
Aufwendungen aus Beschaffungsgeschäften für Dritte 148 247
Übrige 9.336 12.343
Gesamt 152.390 152.599

Die sonstigen neutralen Aufwendungen resultieren in Höhe von TEUR 7.000 aus Aufwendungen für Verpflichtungen im Rahmen von Altersteilzeitverträgen und Leistungsverzichten sowie in Höhe von TEUR 1.700 aus Zuführungen zur kurzfristigen Rückstellung für Risiken aus möglichen Garantieverpflichtungen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 3.827 Aufwendungen, die an Kunden weiterbelastet wurden.

13 Zinsergebnis

(in TEUR)
(in TEUR)
2009 2008
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 441 567
Zinserträge aus Bankguthaben 248 573
Zinserträge aus Amortisation sonstiger Aktiva 524 755
Übrige Zinserträge 1.030 1.632
1.802 2.960
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen und sonstigen
Finanzverbindlichkeiten
-13.524 -11.515
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing -62 -131
Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten -4.466 -4.006
Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten -422 -1.175
Übrige Zinsaufwendungen -4.263 -3.082
-22.737 -19.909
Gesamt -20.494 -16.382

In den übrigen Zinsaufwendungen sind in 2009 TEUR 1.142 (Vorjahr: TEUR 0) Aufwendungen aus Zinsswaps enthalten, die den Geschäftsbereich CONTAINER betreffen.

14 Beteiligungsergebnis

(in TEUR) 2009 2008
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 958 1.658
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 794 590
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 493 699
dbh Logistics IT AG, Bremen 251 137
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen 226 323
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 75 382
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 68 328
OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland -716 -1.078
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko -1.105 -870
Übrige -281 25
763 2.194
Ergebnis aus verbundenen Unternehmen
Übrige 105 0
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 634 329
Übrige 313 748
947 1.077
Gesamt 1.815 3.271

15 Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

(in TEUR) 2009 2008
Abschreibungen auf langfristige Forderungen
Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 250
Gesamt 0 250

16 Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2009 2008
Laufende Steuern
Steueraufwand der Periode 4.802 10.177
Steueraufwand für Vorperioden 515 5
Erträge aus Steuererstattungen -755 -915
Summe laufende Steuern 4.562 9.267
Latente Steuern
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 1.511 -16
Latente Steuern auf Verlustvorträge 2.416 -176
Summe latente Steuern 3.927 -192
Gesamt 8.489 9.075

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns der BLG hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand des Konzerns.

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind.

Latente Ertragsteuern

Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern betreffen die folgenden Sachverhalte:

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Immaterielle Vermögenswerte –
Nutzungsdauern / Impairment 206 -138 0 -202
Sachanlagevermögen – Nutzungsdauern / Impairment 311 -6.503 865 -3.911
Firmenwerte – Ansatz nur in der Steuerbilanz 622 0 705 0
Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen 0 -11.103 0 -8.039
Aktivierung von Abbruchkosten 0 -945 0 -800
Sonstige Bewertungsdifferenzen immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
2.247 -1.619 449 -1.737
Pensionsrückstellungen 1.243 -33 1.018 -25
Soziales Zukunftskonzept 637 0 571 0
Fiktive Hafenrente (mittelbare Pensionsverpflichtungen) 3.355 0 3.356 0
Jubiläumsrückstellungen 179 -8 136 0
Rückstellungen für Altersteilzeit 1.310 0 608 0
Abbruchverpflichtungen 1.049 0 775 0
Übrige Rückstellungen – Ansatz und Bewertung 1.876 -3 1.381 -118
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen 11.603 0 8.285 0
Bewertung von langfristigen Finanzforderungen 46 0 46 0
Abzinsung von langfristigen unverzinslichen Darlehen 210 0 5 0
Derivative Finanzinstrumente 598 0 607 0
Forderungsbewertung 0 -30 0 -67
Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil 0 -187 0 -240
Absatzmarktorientierte Vorratsbewertung 0 -1 7 0
PoC/SoC-Forderungen 19 0 24 0
Rechnungsabgrenzungen 1.032 0 1.217 0
Berücksichtigung latenter Steuern auf Hybridkapitalkosten 47 0 53 0
Sonstige 331 -15 220 -148
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 26.921 -20.585 20.328 -15.287
Zwischenergebniseliminierung 0 -275 0 -195
Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen 354 0 2.770 0
Brutto latente Steuern 27.275 -20.860 23.098 -15.482
Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen -6.234 0 -974 0
Saldierung -16.078 16.078 -13.184 13.184
Bilanzierte latente Steuern 4.963 -4.782 8.940 -2.298
(in TEUR) Bilanz in der in der Bilanz
1.1.
2009
GuV
erfasst
Bilanz
erfasst
31.12.
2009
Immaterielle Vermögenswerte –
Nutzungsdauern / Impairment
-202 270 0 68
Sachanlagevermögen –
Nutzungsdauern / Impairment -3.046 -588 -2.558 -6.192
Firmenwerte – Ansatz nur in der Steuerbilanz 705 -83 0 622
Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen -8.039 -3.064 0 -11.103
Aktivierung von Abbruchkosten -800 -145 0 -945
Sonstige Bewertungsdifferenzen
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Pensionsrückstellungen -1.288
993
1.916
217
0
0
628
1.210
Soziales Zukunftskonzept 571 66 0 637
Fiktive Hafenrente (mittelbare Pensionsverpflichtungen) 3.356 -1 0 3.355
Jubiläumsrückstellungen 136 35 0 171
Rückstellungen für Altersteilzeit 608 702 0 1.310
Abbruchverpflichtungen 775 274 0 1.049
Übrige Rückstellungen – Ansatz und Bewertung 1.263 610 0 1.873
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen 8.285 3.318 0 11.603
Bewertung von langfristigen Finanzforderungen 46 0 0 46
Abzinsung von langfristigen unverzinslichen Darlehen 5 205 0 210
Derivative Finanzinstrumente 607 -33 24 598
Forderungsbewertung -67 37 0 -30
Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil -240 53 0 -187
Absatzmarktorientierte Vorratsbewertung 7 -8 0 -1
PoC/SoC-Forderungen 24 -5 0 19
Rechnungsabgrenzungen 1.217 -185 0 1.032
Berücksichtigung latenter Steuern auf Hybridkapitalkosten 53 -6 0 47
Sonstige 72 244 0 316
Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen -974 -5.260 0 -6.234
Zwischenergebniseliminierung -195 -80 0 -275
Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen 2.770 -2.416 0 354
Gesamt 6.642 -3.927 -2.534 181

Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres:

Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Abziehbare temporäre Differenzen 6.234 974
Verlustvorträge 30.624 30.095
Gesamt 36.858 31.069

Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Konzernunternehmen.

Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2009 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 200.868 (Vorjahr: TEUR 212.377). Zum 31. Dezember 2009 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 198.569 (Vorjahr: TEUR 194.389) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften bzw. in absehbarer Zeit keine steuerlichen Gewinne erzielen werden.

Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.

Überleitungsrechnung (in TEUR) 2009 2008
Jahresüberschuss vor Steuern 16.523 83.618
Ertragsteuern bei Anwendung des Konzernsteuersatzes 15,4 % 2.544 15,4 % 12.877
Überleitungspositionen
Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben -5.863 -8.250
Ergebniswirksame Steuern auf Derivate 11 -214
Steuerfreie Erträge und sonstige Kürzungen -1.608 -1.806
Steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen und sonstige
Hinzurechnungen
1.567 5.240
Abweichende Steuersätze aus Konzernunternehmen 1.062 527
Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge 0 -1.055
Effekt aus der Änderung von Steuersätzen 442 -2
Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre
Differenzen
11.366 5.207
Umkehrung eines vorherigen Nichtansatzes von latenten
Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen
-508 -2.465
Latenter periodenfremder Steueraufwand/-ertrag -230 216
Laufender periodenfremder Steueraufwand/-ertrag -243 -910
Sonstiges -51 -290
Summe der Überleitungspositionen 36,0 % 5.945 -4,5 % -3.802
Im Konzern ausgewiesener Ertragsteueraufwand 51,4 % 8.489 10,9 % 9.075

Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:

Der angewendete Steuersatz von 15,4 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt. Die im Vergleich zum Vorjahr hohe Konzernsteuerquote ergibt sich im Wesentlichen aus der Wertberichtigung von aktivierten latenten Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge.

17 Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der Muttergesellschaft zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2009 bei EUR 0,24 (Vorjahr: EUR 0,77). Dieser Berechnung liegen der auf die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– entfallende Teil des Konzernjahresüberschusses von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 2.962) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

18 Dividende je Aktie

Für das Geschäftsjahr 2009 wird eine Ausschüttung von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 1.536) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von EUR 0,25 (Vorjahr: EUR 0,40).

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

19 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

(in TEUR) 2009 2008
Währungsumrechnung 863 -784
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten (Cash flow hedges) -179 -5.480
davon in die GuV umgebucht 0 0
-179 -5.480
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten assoziierter Unternehmen -70 -68
davon in der GuV realisiert 0 0
-70 -68
Ertragsteuern auf das other comprehensive income 24 856
Gesamt 638 -5.476

20 Ertragsteuern auf die direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge

2009
(in TEUR)
Brutto
wert
2009
Steuer
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Brutto
wert
2008
Steuer
aufwand/
-ertrag
Netto
wert
Währungsumrechnung 863 0 863 -784 0 -784
Zeitwertänderung von derivativen
Finanzinstrumenten (Cash flow hedges)
Zeitwertänderung von derivativen Finanz-
-179 21 -158 -5.480 844 -4.636
instrumenten assoziierter Unternehmen -70 3 -67 -68 12 -56
Gesamt 614 24 638 -6.332 856 -5.476

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(in TEUR)
21 Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
(in TEUR)
Geschäftsjahr 2009
Firmen
werte
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Geleistete
Anzah
lungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2009 4.800 32.447 11.820 49.067
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -34 0 -34
Zugänge 7.920 1.495 3.017 12.432
Abgänge 0 -6.510 -1.431 -7.941
Umbuchungen 0 263 0 263
Währungsdifferenzen 0 1 0 1
Stand 31. Dezember 2009 12.720 27.662 13.406 53.788
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 0 22.399 0 22.399
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -20 0 -20
Zugänge 0 2.526 1.450 3.976
Abgänge 0 -6.477 -1.425 -7.902
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2009 0 18.428 25 18.453
Buchwerte 31.12.2009 12.720 9.234 13.381 35.335
Buchwerte 31.12.2008 4.800 10.048 11.820 26.668
(in TEUR) Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
Geleistete
Geschäftsjahr 2008 Firmen
werte
sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Anzah
lungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2008 177 31.367 6.813 38.357
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 10 0 10
Zugänge 4.623 6.664 5.777 17.064
Abgänge 0 -5.839 -413 -6.252
Umbuchungen 0 251 -357 -106
Währungsdifferenzen 0 -6 0 -6
Stand 31. Dezember 2008 4.800 32.447 11.820 49.067
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 0 25.382 0 25.382
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 1 0 1
Zugänge 0 2.829 0 2.829
Abgänge 0 -5.822 0 -5.822
Umbuchungen 0 16 0 16
Währungsdifferenzen 0 -7 0 -7
Stand 31. Dezember 2008 0 22.399 0 22.399
Buchwerte 31.12.2008 4.800 10.048 11.820 26.668
Buchwerte 31.12.2007 177 5.985 6.813 12.975

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Dabei wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauern immaterielle Vermögenswerte 2009 2008
Softwarelizenzen 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre
selbst erstellte Software 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre
Versorgungs- und Sielnutzungsrechte 20 Jahre 20 Jahre

Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 1.605 (Vorjahr: TEUR 0) an. Sie betrafen im Wesentlichen mit TEUR 1.225 Software, die nicht mehr zur Anwendung kommt.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung eines ausländischen Tochterunternehmens entstand im Geschäftsjahr 2009 ein Firmenwert in Höhe von TEUR 7.920.

Für qualifizierte Vermögenswerte wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.

In den oben aufgeführten immateriellen Vermögenswerten sind gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15) enthalten.

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 185) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 31.

Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber.

22 Sachanlagen

(in TEUR)
(in TEUR)
Geschäftsjahr 2009
Grund
stücke, grund
stücksgleiche
Rechte und
Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2009 509.288 400.849 58.802 58.927 1.027.866
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
10.216 -520 -261 60 9.495
Zugänge 16.167 29.881 4.909 14.436 65.393
Abgänge -5.027 -6.142 -1.608 -231 -13.008
Umbuchungen 22.671 23.668 2.750 -49.352 -263
Währungsdifferenzen 511 -16 2 -6 491
Stand 31. Dezember 2009 553.826 447.720 64.594 23.834 1.089.974
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 178.647 150.522 36.573 0 365.742
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
-1 -211 -194 0 -406
Zugänge 22.828 35.056 7.267 0 65.151
Abgänge -4.718 -3.958 -1.296 0 -9.972
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 -2 -1 -1 -4
Stand 31. Dezember 2009 196.756 181.407 42.349 -1 420.511
Buchwerte 31.12.2009 357.070 266.313 22.245 23.835 669.463
Buchwerte 31.12.2008 330.641 250.327 22.229 58.927 662.124
(in TEUR)
(in TEUR)
Geschäftsjahr 2008
Grund
stücke, grund
stücksgleiche
Rechte und
Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und
Geschäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzahlun
gen und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2008 447.897 334.890 54.554 61.679 899.020
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 318 57 0 375
Zugänge 35.208 64.329 8.355 45.770 153.662
Abgänge -3.614 -15.801 -4.789 -1.037 -25.241
Umbuchungen 29.797 17.154 633 -47.485 99
Währungsdifferenzen 0 -41 -8 0 -49
Stand 31. Dezember 2008 509.288 400.849 58.802 58.927 1.027.866
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 158.842 132.688 34.752 0 326.282
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
0 0 24 0 24
Zugänge 20.667 29.884 6.200 0 56.751
Abgänge -1.026 -11.829 -4.368 0 -17.223
Umbuchungen 162 -148 -38 0 -24
Währungsdifferenzen 2 -73 3 0 -68
Stand 31. Dezember 2008 178.647 150.522 36.573 0 365.742
Buchwerte 31.12.2008 330.641 250.327 22.229 58.927 662.124
Buchwerte 31.12.2007 289.055 202.202 19.802 61.679 572.738

Im Zusammenhang mit der Kaufpreisverteilung im Rahmen des Anteilskaufs der BLG ViDi Logistics TOW, Ukraine, zum 1. Oktober 2009 wurde eine Neubewertung eines Grundstücks vorgenommen. Basis für die Neubewertung war das Gutachten eines Sachverständigen, das sich am beizulegenden Zeitwert des Grundstücks unter Bezugnahme auf den an einem aktiven Markt beobachteten Preis orientiert. Zum 1. Oktober 2009 betrug der Buchwert des Grundstücks TEUR 464, nach Vornahme der Neubewertung erhöhte sich der Buchwert auf TEUR 10.213.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Die Abgänge bei den Anlagen im Bau betreffen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 368) im Berichtsjahr getätigte sale-and-lease-back-Geschäfte sowie Anschaffungspreisminderungen von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 669).

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen stellen sich wie folgt dar:

Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens 2009 2008
Gebäude Leichtbau 10 Jahre 10 Jahre
Gebäude Massivbau 20-40 Jahre 20-40 Jahre
Freiflächen 10-20 Jahre 10-20 Jahre
Schwimmkrane 40 Jahre 40 Jahre
Übrige Umschlagsgeräte 4-34 Jahre 4-34 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-20 Jahre 5-20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-20 Jahre 4-20 Jahre
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1 Jahr 1 Jahr

Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 4.123 (Vorjahr: TEUR 2.998) an. Sie betrafen mit TEUR 1.206 Flächen in Hamburg, die im Geschäftsjahr 2000 zur Schaffung von Lagerfläche hergerichtet und mit deren Abriss im Geschäftsjahr 2008 begonnen wurde.

Auf Basis eines Sachverständigengutachtens für ein Logistikzentrum am Standort Eisenach ergab sich ein Wertberichtigungsbedarf von TEUR 1.447. Die erforderlichen Abschreibungen erfolgten im Wesentlichen auf technische Anlagen.

Ferner wurden Wertminderungen von TEUR 1.207 auf Betriebsanlagen und Flächen, die nicht mehr benötigt werden, vorgenommen.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Die "Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau" betreffen mit TEUR 23.835 (Vorjahr: TEUR 58.927) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.

Im Berichtsjahr wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.

In den Sachanlagen sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.

Finanzierungsleasing (Buchwerte in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Gebäude 480 582
Technische Anlagen und Maschinen 68.586 49.288*
Betriebs- und Geschäftsausstattung 362 433
Gesamt 69.428 50.303

* Anpassung der Vorjahreszahl nach IAS 8.42

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 72.269 (Vorjahr: TEUR 51.658) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 31.

Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber. Hinsichtlich der sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind, wird auf die Erläuterung Nr. 30 verwiesen.

23 Finanzanlagen

(in TEUR)
(in TEUR)
Anteile an
verbundenen
Finanz
anlagen
Sonstige
Beteili
Wert
Geschäftsjahr 2009 Unternehmen at equity gungen papiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2009 872 35.753 2.029 628 39.282
Zugänge 86 4.135 1 0 4.222
Abgänge 0 -1.003 -87 0 -1.090
Umbuchungen 0 27 -27 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 476 0 0 476
Stand 31. Dezember 2009 958 39.388 1.916 628 42.890
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 466 0 620 0 1.086
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2009 466 0 620 0 1.086
Buchwert 31. Dezember 2009 492 39.388 1.296 628 41.804
Buchwert 31. Dezember 2008 406 35.753 1.409 628 38.196
(in TEUR)
(in TEUR)
Anteile an
verbundenen
Finanz
anlagen
Sonstige
Beteili
Wert
Geschäftsjahr 2008 Unternehmen at equity gungen papiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2008 841 30.730 1.730 628 33.929
Zugänge 37 6.838 293 0 7.168
Abgänge 0 -784 0 0 -784
Umbuchungen -6 0 6 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -1.031 0 0 -1.031
Stand 31. Dezember 2008 872 35.753 2.029 628 39.282
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 466 0 620 0 1.086
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2008 466 0 620 0 1.086
Buchwert 31. Dezember 2008 406 35.753 1.409 628 38.196
Buchwert 31. Dezember 2007 375 30.730 1.110 628 32.843

Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 406) sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.

Gemeinschaftsunternehmen

Das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, an dem die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 50 Prozent der Kapitalanteile besitzt, ist einschließlich dessen Tochtergesellschaften in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften" verzeichnet.

Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Umsatzerlösen und Aufwendungen dieses Gemeinschaftsunternehmens wird in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 39) durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet. Weitere Informationen finden sich unter Erläuterung Nr. 48.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity konsolidiert werden, betreffen die folgenden Unternehmen:

31.12.2009 31.12.2008
Beteili Buch Beteili Buch
gungs
quote
wert
in TEUR
gungs
quote
wert
in TEUR
dbh Logistics IT AG, Bremen 26,8 % 775 26,8 % 631
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,3 % 2.032 33,3 % 2.187
BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika 89,8 % 675 89,8 % 371
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,0 % 2.327 50,0 % 1.084
DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 % 0 50,0 % 0
Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,0 % 94 50,0 % 45
BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,0 % 74 50,0 % 77
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 % 50 50,0 % 50
ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,3 % 30 33,3 % 42
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 50,0 % 2.966 60,0 % 2.898
Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,0 % 271 50,0 % 209
AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH S.r.o., Nošovice,
Tschechische Republik 1)
50,0 % 32 50,0 % --
E.H. Harms Car Shipping Autotransport Koper d.o.o.,
Koper, Slowenien
94,0 % 210 50,0 % 86
Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 2) 47,0 % -- 25,0 % 34
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 47,0 % 3.382 25,0 % 3.899
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o.o., Dabrowka Gornicza, Polen 47,0 % 1.492 25,0 % 1.259
B.V. Interrijn E.H.Harms Automobil-Transporte RoRo,
Rotterdam, Niederlande
47,0 % 262 25,0 % 169
E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 47,0 % 772 25,0 % 1.062
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,7 % 17.406 16,7 % 14.978
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,7 % 3.000 26,7 % 2.435
OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,0 % 1.850 10,0 % 2.554
ACOS Holding AG, Bremen 25,0 % 1.684 25,0 % 1.683
FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg 17,0 % 4 -- --
Gesamt 39.388 35.753

1) in 2009 erstmalig at equity konsolidiert 2) seit 2009 at cost bewertet

Die Contship Italia S.p.A., Genua, Italien, die TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko, die OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland, die ACOS Holding AG, Bremen, sowie die FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg, sind über die EUROGATE-Gruppe quotal berücksichtigt. Der Anteil der EUROGATE-Gruppe an den Gesellschaften beläuft sich auf 33,4 Prozent (CONTSHIP Italia S.p.A.), 53,4 Prozent (TangerMedGate Management S.a.r.l.), 20,0 Prozent (OJSC Ust-Luga Container Terminal), 49,9 Prozent (ACOS Holding AG) sowie 34,0 Prozent (FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH).

Im Geschäftsjahr 2009 waren anteilige Gewinne assoziierter Unternehmen – wegen vorangegangener Verluste – in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 391) nicht im Konzernergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Konzernergebnis erfassten kumulierten Verlustanteile ins-gesamt TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 651).

Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2009 2008
Vermögenswerte 107.708 109.274
Verbindlichkeiten -67.173 -71.437
Netto-Vermögenswerte 40.535 37.837
Erträge 129.809 117.177
Aufwendungen -128.371 -112.196
Netto-Ergebnis 1.438 4.981

Zur Erhöhung der Aussagefähigkeit wurde die Darstellung der zurechenbaren Anteile gegenüber dem Vorjahr geändert.

Sonstige Beteiligungen

(in TEUR) 2009 2008
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 795 795
Übrige 501 614
Gesamt 1.296 1.409

Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, bei denen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss gezeigt.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen vorgenommen.

24 Finanzforderungen

31.12.2009
Geschäftsjahr 2009 (in TEUR) < 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 281 647 0 928
Übrige Forderungen an verbundene
Unternehmen
750 0 0 750
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 50 2.588 5.468 8.106
Übrige Forderungen an Beteiligungen 377 0 0 377
Ausleihungen an Gesellschafter 385 159 0 544
Übrige Forderungen an Gesellschafter 378 0 0 378
Überhang Aktivwerte Direktversicherung
über Pensionsverpflichtung
0 0 101 101
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei Gemeinschaftsunternehmen
10.557 0 0 10.557
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei assoziierten Unternehmen
1.087 0 0 1.087
Sonstige übrige Finanzforderungen 2.887 6 9 2.902
Gesamt 16.752 3.400 5.578 25.730
31.12.2008
Geschäftsjahr 2008 (in TEUR) < 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 953 0 953
Übrige Forderungen an verbundene
Unternehmen
0 0 0 0
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 65 0 0 65
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 4.600 3.685 8.285
Übrige Forderungen an Beteiligungen 386 0 0 386
Ausleihungen an Gesellschafter 363 544 0 907
Übrige Forderungen an Gesellschafter 312 0 0 312
Überhang Aktivwerte Direktversicherung
über Pensionsverpflichtung
0 0 94 94
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei Gemeinschaftsunternehmen
26.952 0 0 26.952
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei assoziierten Unternehmen
1.391 0 0 1.391
Sonstige übrige Finanzforderungen 1.825 177 0 2.002
Gesamt 31.294 6.274 3.779 41.347

Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nr. 26) ausgewiesen.

Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das aber unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für den BLG-Konzern nicht wesentlich ist.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Von dem Gesamtbetrag waren TEUR 25.457 (Vorjahr: TEUR 39.944) weder überfällig noch wertgemindert. Die wertgeminderten Finanzforderungen und die darauf gebildeten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertgeminderte Finanzforderungen (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Nominalbeträge 4.575 2.845
Wertberichtigungen -4.302 -1.442
Buchwerte 273 1.403
Wertberichtigungen auf Finanzforderungen (in TEUR) 2009 2008
Stand am Geschäftsjahresanfang 1.442 2.012
Wertminderungen des Geschäftsjahres
- Zuführungen 3.202 250
- Auflösungen -342 -820
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen 0 0
Stand am Geschäftsjahresende 4.302 1.442

Erträge und Aufwendungen aus den vorstehend dargestellten Wertminderungen des Geschäftsjahres werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

25 Vorräte

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.785 8.808
Unfertige Erzeugnisse / Unfertige Leistungen 325 898
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 905 668
Gesamt 11.015 10.374

Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2009 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 224) gebildet.

26 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen – Dritte 123.864 127.762
Forderungen – Dritte aus SoC 305 574
Forderungen – verbundene Unternehmen 755 997
Forderungen – Beteiligungsunternehmen 4.497 6.303
Gesamt 129.421 135.636

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen 98.631 85.097
Überfällige, aber nicht wertgeminderte Forderungen 30.168 49.852
Wertgeminderte Forderungen 622 687
Gesamt 129.421 135.636

Die überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:

Aufriss der an den Abschlussstichtagen überfälligen, aber
nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen nach Zeitbändern der Überfälligkeit (in TEUR)
31.12.2009 31.12.2008
Weniger als 30 Tage 23.775 31.143
Zwischen 30 und 60 Tagen 3.622 11.939
Zwischen 61 und 90 Tagen 1.067 4.825
Zwischen 91 und 180 Tagen 1.053 1.572
Zwischen 181 und 360 Tagen 159 224
Mehr als 360 Tage 492 149
Gesamt 30.168 49.852

Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.

Wertgeminderte Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR)
31.12.2009 31.12.2008
Nominalbeträge 3.131 3.761
Wertberichtigungen -2.509 -3.074
Buchwerte 622 687

Konzernabschluss

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (in TEUR)
2009 2008
Stand am Geschäftsjahresanfang 3.074 2.575
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 7
Wertminderungen des Geschäftsjahres
- Zuführungen 1.624 2.272
- Auflösungen -1.904 -1.250
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen -285 -530
Stand am Geschäftsjahresende 2.509 3.074

Im Berichtsjahr wurden ferner Direktausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 483 (Vorjahr: TEUR 169) vorgenommen, die unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Eingänge auf in Vorjahren ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 35) enthalten.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte in TEUR (ohne langfristige) 31.12.2009 31.12.2008
Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nr. 24) 16.752 31.294
Forderungen gegen die Freie Hansestadt Bremen 4 11
Forderungen gegen Mitarbeiter 154 145
Erstattungsansprüche Versicherungen 2.804 2.667
Forderungen Arbeitsamt 1.097 498
Forderungen Finanzamt 2.067 2.965
Abgrenzungen 2.368 2.148
Übrige Vermögenswerte 14.041 19.526
Gesamt 39.287 59.254

Die übrigen Vermögenswerte entfallen mit TEUR 4.970 (Vorjahr: TEUR 5.703) auf Anzahlungen auf Waggons und mit TEUR 7.724 (Vorjahr: TEUR 10.710) auf Ansprüche auf Zuwendungen der öffentlichen Hand. Letztere resultieren aus Forderungen auf die nicht rückzahlbaren Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes für die Erweiterung des KLV-Terminals Hamburg-Waltershof sowie für den Neubau des KLV-Terminals Bremerhaven.

Die Sonstigen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

27 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steueransprüche betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 1.476) sowie Erstattungsansprüche für Vorjahre in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 75).

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.

28 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Kontokorrentguthaben 10.957 21.157
Tages- und kurzfristige Termingelder 24.813 8.148
Kasse 163 152
Gesamt 35.933 29.457

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

29 Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009 in der Eigenkapitalveränderungsrechnung gesondert dargestellt.

a) Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2009 voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 3.777 (Vorjahr: TEUR 3.817). Im Geschäftsjahr wurde aus den anderen Gewinnrücklagen ein Betrag von TEUR 40 entnommen und in den Bilanzgewinn eingestellt. Im Vorjahr wurden aus dem Konzernjahresüberschuss TEUR 1.426 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

b) Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.

Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Konzernabschlusses auf IFRS.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Konzernjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS. Der Bilanzgewinn von TEUR 11.828 entspricht dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeiten erfasst, in der der Ausschüttungsbeschluss getroffen wurde.

Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.

Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel bei Abwicklung des Grundgeschäfts aufgelöst. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IAS 39 aufzulösen.

Entwicklung der Hedge-Rücklage (in TEUR) 2009 2008
Stand 1. Januar -2.692 2.000
Veränderung der Rücklage -225 -4.692
Stand 31. Dezember -2.917 -2.692

Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -3.329 (Vorjahr: TEUR -3.151), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 498) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -106 (Vorjahr: TEUR -39) zusammen.

Das Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften in Höhe von TEUR -35.447 (Vorjahr: TEUR 19.158) betrifft Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG und besteht im Wesentlichen aus Fehlbeträgen des Berichtsjahres sowie dem Kaufpreis für von einem nicht beherrschenden Gesellschafter übernommene Anteile sowie von diesem übernommene Verluste aus Vorjahren.

Das Bilanzergebnis des Vorjahres bestand im Wesentlichen aus nicht ausgeschütteten Gewinnen des Berichtsjahres und der Vorjahre.

c) Eigenkapital der übrigen nicht beherrschenden Gesellschafter

Unter diesem Posten werden mit TEUR 5.001 (Vorjahr: TEUR -10.571) die Fremdanteile am Eigenkapital an den anderen, neben der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Der Ausweis von Hybrid-Eigenkapital in Höhe von TEUR 78.010 (Vorjahr: TEUR 78.010) betrifft eine quotal berücksichtigte von der EUROGATE-Gruppe begebene Anleihe, einschließlich der auf Hybridkapitalinhaber als Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 2009 zeitanteilig berücksichtigten Zinsen.

Die nachrangige, unbefristete Anleihe im Nennwert von TEUR 150.000 wurde mit einem Kupon von zunächst 6,75 Prozent p.a. von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, der Holding-Gesellschaft der EUROGATE-Gruppe ("EUROGATE KG"), mit Wirkung zum 30. Mai 2007 begeben.

Nach zehn Jahren Laufzeit besteht erstmalig die Möglichkeit zur Rückzahlung der Anleihe durch die Emittentin. Soweit die Anleihe fortgesetzt wird, ist ein variabler Zinssatz mit einer dann höheren Zinsmarge vertraglich festgelegt. Ein vertragliches, ordentliches Kündigungsrecht der Inhaber der Hybridanleihe besteht nicht.

Diese Anleihe wird zum 31. Dezember 2009 als Hybrid-Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, da es sich um ein Instrument handelt, bei dem zum einen die Inhaber der Anleihe aufgrund der vertraglichen Regelungen eine Rückzahlung nicht verlangen können und bei dem zum anderen die EUROGATE KG aufgrund der vertraglich festgelegten Voraussetzungen nicht zur Zahlung einer Vergütung an die Inhaber dieses Instruments verpflichtet werden kann. Es bestehen somit keine Verpflichtungen zur Abgabe von flüssigen Mitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten, die der EUROGATE KG aufgrund von vertraglichen Regelungen von Inhabern des Hybridkapitals vorgeschrieben werden können. Die Anleihe ist daher für sich genommen als Eigenkapital im Sinne des IAS 32 zu klassifizieren. Da die Anleihe von einer Beteiligungsgesellschaft der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und damit aus Sicht des Konzerns von einer Ausübung des Kündigungsrechts der Kommanditistin betroffen wäre, ist sie in die nachfolgende Betrachtung zu IAS 32 einzubeziehen.

Die den Inhabern des Hybridkapitals als Vergütung zu zahlenden Kupons werden als Teil der Ergebnisverwendung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden als Gewinnanteil der Hybridkapitalinhaber im Eigenkapital zeitanteilige Kuponzahlungen von TEUR 5.063 berücksichtigt.

Anwendung von IAS 32

Sowohl bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter als "Sonstige Minderheiten" im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, handelt es sich mit Ausnahme einer Gesellschaft um Kommanditgesellschaften.

In der für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2009 anzuwendenden Fassung des IAS 32 sind die Kündigungsmöglichkeiten der Kommanditisten ein entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von Eigenkapital und Fremdkapital. Finanzinstrumente, die dem Inhaber (hier: dem Kommanditisten) das Recht zur Kündigung gewähren und damit die Gesellschaft im Kündigungsfall verpflichten, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zu übertragen, können, sofern die Bedingungen der IAS 32.16A bis IAS 32.16D erfüllt sind, Eigenkapital darstellen. Diese Regelungen sind gemäß IAS 32AG.29A jedoch nicht für "nicht beherrschende Anteile" (Minderheitsanteile) anwendbar. Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, wäre das mit dem Gesamtbetrag der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter laut Bilanz korrespondierende "Nettovermögen der Kommanditisten" im Fremdkapital zu erfassen. Korrespondierend wären die auf die Kommanditisten entfallenden Ergebnisanteile als Finanzierungsaufwand zu erfassen.

Das gilt vorliegend auch für das Hybrid-Eigenkapital, da es über die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und deshalb von deren Kommanditistenkündigungsrecht betroffen wäre. Es ist vor diesem Hintergrund als Bestandteil des "Nettovermögens der Kommanditisten" zu sehen.

Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des IAS 32 zu vermeiden, die die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals als Eigenkapital konterkarieren, wird in dem vorliegenden Konzernabschluss bezüglich der Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung des Kommanditkapitals weiterhin der IAS 32 (überarbeitet 2000) angewendet, der keinen Ausweis des "Nettovermögens der Kommanditisten" unter den Verbindlichkeiten und keine Erfassung der Ergebnisanteile der Kommanditisten im Finanzierungsaufwand fordert. Daher werden das "Nettovermögen der Kommanditisten" als Eigenkapital und die darauf entfallende Vergütung als Teil des Konzernjahresüberschusses ausgewiesen.

Die Bewertung dieses Postens erfolgt zum nach den IFRS ermittelten Buchwert des "Nettovermögens der Kommanditisten".

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf die separate Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

30 Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen setzten sich nach Restlaufzeitbändern wie folgt zusammen:

31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 60.495 103.531 76.538 240.564
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts 92 326 495 913
Gesamt 60.587 103.857 77.033 241.477
31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 40.593 101.828 67.687 210.108
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts 92 325 521 938
Gesamt 40.685 102.153 68.208 211.046

Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 129.530 (Vorjahr: TEUR 100.805) festverzinslich, TEUR 111.034 (Vorjahr: TEUR 109.303) waren variabel verzinslich.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 44.512 (Vorjahr: TEUR 49.041) durch Grundschulden sowie in Höhe von TEUR 690 (Vorjahr: TEUR 2.071) durch eine Bürgschaft besichert. Für Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 150.457 (Vorjahr: TEUR 74.464) wurden kreditgewährenden Banken übliche Covenants auf Basis der Eigenkapitalquote sowie der Nettoverschuldung zugesichert.

Zur Besicherung von Verbindlichkeiten von Gemeinschaftsunternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von anteilig TEUR 39.713 (Vorjahr: TEUR 46.230) wurden Gebäude, Betriebsvorrichtungen und mobile Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet.

31 Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 60.587 - 40.685 -
Finanzierungsleasing 6.874 65.395 4.102 47.740
Kontokorrentkredite 25.776 - 22.301 -
Termin- und Tagesgelder 12.000 - 27.200 -
Verrechnungskonto EUROKAI KGaA 10.557 0 26.952 0
Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH 33.391 0 34.581 0
Derivate mit negativem Marktwert 4.099 0 3.836 0
Passive Rechnungsabgrenzungen 1.200 5.500 1.200 6.700
Übrige 14.978 25.118 16.910 3.091
Gesamt 169.462 96.013 177.767 57.531

Die übrigen sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten mit TEUR 6.723 (Vorjahr: TEUR 6.601) Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen. In den übrigen sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anteilen an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics in Höhe von TEUR 15.838 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Die Buchwerte entsprechen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing den Marktwerten der Verbindlichkeiten.

Die durchschnittlichen Effektivzinssätze zum Bilanzstichtag der wesentlichen Gruppen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittliche Effektivzinssätze 31.12.2009 31.12.2008
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,13 % 3,09 %
Aufgenommene Tages- und Termingelder 1,10 % 4,00 %

Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Mindest
leasingraten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
Mindest
leasingraten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
bis ein Jahr 10.411 6.874 3.537 6.716 4.102 2.614
1-5 Jahre 38.947 28.287 10.660 20.314 11.430 8.884
mehr als 5 Jahre 47.158 37.108 10.050 48.158 36.310 11.848
Gesamt 96.516 72.269 24.247 75.188 51.842 23.346

32 Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Containerterminal Bremerhaven 674 11.641 277 4.832
Containerterminal Hamburg 705 8.574 705 9.279
Gesamt 1.379 20.215 982 14.111

Es handelt sich um Abgrenzungen für investive Zuschüsse, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2009 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 982 (Vorjahr: TEUR 366) vereinnahmt worden.

Die Zuschüsse Containerterminal Bremerhaven und Hamburg betreffen die EUROGATE-Gruppe und stellen die sich aus der Quotenkonsolidierung ergebenden Beträge dar. Sie wurden im Wesentlichen vom Eisenbahn-Bundesamt für die Erweiterung bzw. den Neubau der KLV-Terminals Hamburg-Waltershof und Bremerhaven gewährt.

33 Langfristige Rückstellungen

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Personalbezogene Rückstellungen
Direktzusagen 9.372 9.420
Hafenrente 20.041 20.199
Lebensarbeitszeitkonten 322 520
Soziales Zukunftskonzept 4.210 4.079
Jubiläumsrückstellungen 5.135 4.420
39.080 38.638
Sonstige Rückstellungen
Rückstellung für Abbruchverpflichtungen 9.083 7.482
Übrige sonstige langfristige Rückstellungen 805 966
9.888 8.448
Gesamt 48.968 47.086
Langfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
(in TEUR)
Stand Inan
spruch
Auf Zufüh Ände
rung im
Konsoli
dierungs
Stand
1.1.2009 nahme lösung rung kreis 31.12.2009
Direktzusagen 9.420 254 6 926 -714 9.372
Hafenrente 20.199 25 133 0 0 20.041
Lebensarbeitszeitkonten 520 198 0 0 0 322
Soziales Zukunftskonzept 4.079 0 81 212 0 4.210
Pensionsrückstellungen 34.218 477 220 1.138 -714 33.945
Jubiläumsrückstellungen 4.420 0 54 769 0 5.135
Gesamt 38.638 477 274 1.907 -714 39.080
Kurzfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
(in TEUR)
Stand
1.1.2009
Inan
spruch
nahme
Auf
lösung
Zufüh
rung
Ände
rung im
Konsoli
dierungs
kreis
Stand
31.12.2009
Direktzusagen 289 289 0 303 0 303
Hafenrente 1.281 1.281 0 1.333 0 1.333
Pensionsrückstellungen 1.570 1.570 0 1.636 0 1.636
Jubiläumsrückstellungen 231 220 0 438 0 449
Gesamt 1.801 1.790 0 2.074 0 2.085

Rückstellungen für Pensionen

Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Konzerngesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, übernommen. Rechtliche Grundlage für die Bemessung der Höhe der Beiträge ist der Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH, Durach, sowie für Mitarbeiter, die zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG, Berlin, auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen, übergegangen sind.

Schließlich bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept).

Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet. Bei sämtlichen Plänen des BLG-Konzerns handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden gemäß IAS 19.92 nur insoweit erfasst, wie sie 10 Prozent des Maximums vom Barwert der Verpflichtungen vor Abzug eines Planvermögens oder des aktuellen Marktwerts des Planvermögens übersteigen (Korridormethode). Der übersteigende Betrag wird linear über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Arbeitnehmer erfolgswirksam erfasst.

Die Überleitung der Barwerte der Verpflichtungen zu den bilanziell erfassten Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Konzernabschluss

Entwicklung des DBO der Pensionsverpflichtungen (in TEUR)
Entwicklung des DBO der Pensionsverpflichtungen
2009 2008
Stand zu Beginn des Berichtsjahrs 63.575 64.399
+ laufender Dienstzeitaufwand 3.030 3.240
+ Aufwand aus Entgeltumwandlung 5.155 4.132
+ Zinsaufwand 3.918 3.519
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste -225 -89
+/- versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.583 -9.386
- Inanspruchnahmen -3.021 -2.351
+ nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 133 117
+/- Übertragungen -16 -6
+/- Veränderungen im Konsolidierungskreis -714 0
Stand am Ende des Berichtsjahres 73.418 63.575
Entwicklung
Entwicklung des Planvermögens
Planvermögens (in TEUR)
2009 2008
Stand zu Beginn des Berichtsjahrs 38.703 31.815
+ erwartete Erträge 1.769 1.339
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 474 166
+ Zuführungen der in den Plan einbezogenen Mitarbeiter (z. B. Entgeltumwandlungen) 4.817 3.612
+ Beiträge des Arbeitgebers 2.809 2.759
- Inanspruchnahmen -1.389 -982
+/- Übertragungen -16 -6
Stand am Ende des Berichtsjahres 47.167 38.703
Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen
Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen auf die bilanziell
auf die bilanziell erfasste Nettoverpflichtung (in TEUR)
erfasste Nettoverpflichtung
2009 2008
Barwert der nicht fondsgedeckten Verpflichtungen 27.191 26.462
+ Barwert der Verpflichtungen aus ganz oder teilweise gedeckten Pensions
verpflichtungen
46.227 37.113
Barwert der Verpflichtungen gesamt 73.418 63.575
Barwert des Planvermögens -47.167 -38.703
+ als Vermögenswerte aktivierte Erstattungsansprüche 102 94
Barwert des Planvermögens -47.065 -38.609
+/- nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Vorjahre (netto) 10.824 1.435
+/- nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
lfd. Jahr (netto) -1.513 9.386
+/- sonstige bilanziell berücksichtigte Beträge -83 1
Nettoverpflichtung 35.581 35.788
Pensionsaufwands (in TEUR)
Komponenten des Pensionsaufwands
2009 2008
Laufender Dienstzeitaufwand 3.030 3.240
+ Zinsaufwand 3.918 3.519
- erwartete Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen -1.769 -1.339
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -699 -255
+ im Geschäftsjahr amortisierter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 133 117
Summe Pensionsaufwand 4.613 5.282

Das Planvermögen beinhaltet insbesondere abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen für das Soziale Zukunftskonzept sowie Einzelzusagen. Als Marktwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.

Der Dienstzeitaufwand, die amortisierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste und der amortisierte noch zu verrechnende Dienstzeitaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen mindern den Zinsaufwand.

Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen Pensionspläne erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter
Versicherungsmathematische Parameter
31.12.2009 31.12.2008
Diskontsatz 6,10 - 6,45 % 6,30 - 6,45 %
erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung 2,00 % 2,00 - 2,50 %
erwartete Rentenerhöhungen 2,00 % 2,00 %
erwartete Fluktuationsrate 0,00 - 3,00 % 0,00 - 3,00 %
erwartete Rendite aus Planvermögen 4,00 - 4,75 % 4,00 - 4,95 %

Im Berichtsjahr werden zur Berechnung der Lebenserwartung wie im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Beiträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen stellen sich wie folgt dar:

Jeweils zum 31.12. (in TEUR) 2009 2008 2007 2006 2005
Pensionsverpflichtungen (DBO) 73.418 63.575 64.399 61.850 58.430
Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) -47.167 -38.703 -31.815 -24.420 -18.939
Das Vermögen übersteigende Leistungs
verpflichtungen (Funded Status)
26.251 24.872 32.584 37.430 39.491
Anpassungen in Prozent
Anpassungen in Prozent
2009 2008 2007 2006
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/
Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtungen
0,5 0,8 0,6 0,3
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/
Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte
0,0 0,0 0,0 0,0

Jubiläumsrückstellungen

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern des Konzerns vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 5,5 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 1.207 ist die Aufzinsung mit TEUR 379 enthalten.

Sonstige langfristige Rückstellungen

(in TEUR) Stand
1.1.
2009
Inan
spruch
nahme
Auf
lösung
Zu
führung
Umglie
derung
Amorti
sation
Stand
31.12.
2009
Sonstige
Rückstellungen
Abbruchverpflichtungen 7.482 225 0 1.911 -90 5 9.083
Drohende Verluste
aus schwebenden
Geschäften 605 0 300 0 -305 0 0
Übrige 361 0 0 444 0 0 805
Gesamt 8.448 225 300 2.355 -395 5 9.888

Die Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen betreffen den Geschäftsbereich Container und wurden für die Wiederherstellung des Pachtgeländes in Hamburg zum Zeitpunkt des Auslaufens der Pachtverträge in den Jahren 2031 bis 2036 gebildet. Die Konzernunternehmen sind verpflichtet, mit Auslaufen der Pachtverträge sämtliche Bauten und Anlagen vom Pachtgelände zu entfernen. Die geschätzten Abbruchverpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 5,80 Prozent (Vorjahr: 6,45 Prozent) diskontiert.

Aus den Rückstellungen für drohende Verluste wurden TEUR 305 in die kurzfristigen Rückstellungen umgegliedert.

Die übrigen sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 800 im Wesentlichen Lärmschutzmaßnahmen im Geschäftsbereich CONTAINER.

34 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten – Dritte 34.091 60.070
Verbindlichkeiten – verbundene Unternehmen 130 106
Verbindlichkeiten – Beteiligungsunternehmen 4.259 8.090
Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen 19.987 18.234
Gesamt 58.467 86.500

Als Logistikunternehmen erhält der BLG-Konzern keine Lieferungen und Leistungen von einzelnen unternehmensexternen Dritten in nennenswertem Umfang.

35 Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Altersteilzeitverpflichtungen 9.466 4.016
Übrige 21 2
Gesamt 9.487 4.018

Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen passiviert. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verpflichtungen wurden mit 3,25 Prozent (Vorjahr: 5,50 Prozent) abgezinst.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub 9.809 10.308
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Restrukturierung 9.407 0
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 7.682 5.262
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Lohn und Gehalt 6.569 12.639
Altersteilzeitverpflichtungen 2.860 3.186
Rechnungsabgrenzungen 2.364 2.016
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 2.084 1.801
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung 585 1.535
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 211 186
Übrige 8.156 9.191
Gesamt 49.727 46.124

Die übrigen Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 1.591 (Vorjahr: TEUR 2.135) sonstige Steuern. Des Weiteren ist eine Verbindlichkeit aus einer Option zum Erwerb der Anteile an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, und an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven, in Höhe von TEUR 3.709 (Vorjahr: TEUR 2.547) enthalten.

36 Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern

(in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres 3.600 6.650
Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre 6.931 5.375
Verpflichtungen aus laufenden Steuern gesamt 10.531 12.025

Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.

37 Kurzfristige Rückstellungen

Sonstige
Rückstellungen (in TEUR)
Stand
1.1.
Inan
spruch
Auf Umglie Zufüh Stand
31.12.
2009 nahme lösung derung rung 2009
Versicherungsumlagen 345 107 158 0 4.439 4.519
Drohverluste 1.961 705 1.041 305 3.504 4.024
Garantieverpflichtungen 2.000 0 0 0 1.700 3.700
Schadensfälle 650 285 0 0 0 365
Restrukturierung 1.191 884 595 595 0 307
Latente Altersteilzeit 801 206 0 -595 0 0
Übrige Sonstige Rückstellungen 2.763 253 1.126 0 1.060 2.444
Gesamt 9.711 2.440 2.920 305 10.703 15.359

Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Leistungen des Haftpflichtschadensausgleichs der deutschen Großstädte.

In der Rückstellung für Drohverluste sind Risiken des Geschäftsbereichs CONTAINER aus einem nicht kündbaren Mietvertrag in Höhe von TEUR 754 enthalten.

Konzernabschluss

Die Rückstellung für Restrukturierung betrifft Personalmaßnahmen in dem Geschäftsbereich CON-TRACT, die im Wesentlichen in Vorjahren begonnen wurden und bis 2010 abgeschlossen sein sollen.

Die Rückstellungen sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2010 in ausgewiesener Höhe fällig.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

38 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Der Cashflow stammt aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird. Der Ausweis des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfolgt ebenfalls nach der direkten Methode. Diesem Cashflow werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Unternehmenseignern, Minderheitsgesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren.

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Bilanz 35.933 29.457
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) -37.776 -49.502
Gesamt -1.843 -20.045

1) Ausweis in der Bilanz in dem Posten "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (vgl. auch Erläuterung Nr. 31)

Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogene Unternehmen ein Bestand in Höhe von TEUR 26.893 (Vorjahr: TEUR 19.120).

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 38.727 auf insgesamt TEUR 83.379 vermindert. Dabei steht dem Mittelzufluss aus dem um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigten Ergebnis von TEUR 102.328 im Wesentlichen ein Mittelabfluss von TEUR 16.551 aus gezahlten und erhaltenen Zinsen gegenüber.

Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 63.086 geringerer Mittelabfluss von insgesamt TEUR 100.523. Hiervon wurden im Geschäftsjahr Netto-Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen von TEUR 71.459 (Vorjahr: TEUR 159.832) vorgenommen. Der Restbetrag von TEUR 29.064 entfällt auf Investitionen in Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen.

Aus der Finanzierungstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von TEUR 35.249 erzielt. Dieser Betrag lag damit um TEUR 11.164 über dem Mittelzufluss des Vorjahres. Wesentliche Mittelzuflüsse entstanden mit TEUR 30.341 (Vorjahr: TEUR 26.375) aus der Veränderung von Finanzkrediten, mit TEUR 20.426 (Vorjahr: TEUR 33.387) aus der Veränderung von Leasingverbindlichkeiten und mit TEUR 16.395 (Vorjahr: TEUR -531) aus der Veränderung des Verrechnungskontos eines Joint-Venture-Partners. An Unternehmenseigner und Inhaber des Hybrid-Eigenkapitals wurden insgesamt TEUR 34.753 (Vorjahr: TEUR 37.030) ausgezahlt.

Segmentberichterstattung

39 Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung (in TEUR) AUTOMOBILE
31.12.
2009
31.12.
2008
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
298.402 335.616
Intersegmenterlöse 120 111
EBITDA 21.909 38.930
Abschreibungen -11.374 -10.298
EBIT 10.535 28.632
in % vom Umsatz 3,5 % 8,5 %
Zinserträge 233 866
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsaufwand - 6.437 -7.592
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen -204 690
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 52 54
Segmentergebnis (EBT) 4.179 22.650
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Posten - 251 -74
Im Segmentergebnis enthalten
Periodenfremde Erträge 9.147 6.253
Periodenfremde Aufwendungen - 4.011 -775
Wertminderungen -263 0
Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen 9.386 9.615
Segmentvermögen 245.990 223.296
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 21.032 43.716
Segmentschulden 152.199 141.257
Eigenkapital 57.680 53.092
Mitarbeiter 2.077 2.023

1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50 Prozent-Quote)

2) Im Segment CONTRACT und in der Überleitung zum Konzern wurden gemäß IAS 8.42 Änderungen der Vorjahreszahlen vorgenommen.

Konzernabschluss

KONZERN Überleitung 2) CONTAINER CONTRACT 2)
31.12.
2008
31.12.
2009
31.12.
2008
31.12.
2009
31.12.
2008
31.12.
2009
31.12.
2008
31.12.
2009
962.633 818.460 -6.721 -6.841 357.491 295.699 276.247 231.200
0 -6.721 -6.841 6.010 5.737 600 984
156.560 104.329 -13.966 -13.959 101.329 74.824 30.267 21.555
-59.580 -69.127 -778 - 798 -31.861 -40.794 -16.643 -16.161
96.980 35.202 -14.744 -14.757 69.468 34.030 13.624 5.394
10,1 % 4,3 % k.A. k.A. 19,4 % 11,5 % 4,9 % 2,3 %
3.526 2.243 -71 330 1.458 668 1.273 1.012
0 0 0 0 0 -250 0
-19.909 -22.737 2.637 507 -7.415 -10.742 -7.539 -6.065
763 137 251 -289 -863 1.656 1.579
1.052 0 52 981 911 42 37
83.618 16.523 -12.041 -13.617 64.203 24.004 8.806 1.957
-275 0 205 0 -103 389 -126
22.407 2.942 3.722 1.784 1.273 8.739 8.265
19.718 -6.867 -320 - 855 -571 - 541 -2.101 -1.460
-5.728 0 0 -1.787 -4.018 -1.211 -1.447
39.388 2.818 2.807 21.651 23.944 1.668 3.251
932.424 38.329 18.748 469.681 478.561 204.735 189.125
77.825 515 3.669 119.019 48.402 7.475 4.722
316.133 -61.878 -64.384 167.294 128.224 106.864 100.094
936.041
170.725
353.537
353.770
311.761 92.110 32.748 190.859 207.549 17.709 13.784

40 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 wird für die Segmentierung auf die interne Steuerung und Berichtsstruktur abgestellt. Bezogen auf den BLG-Konzern bedeutet dies, dass die Segmentberichterstattung entsprechend der Konzernstruktur nach Geschäftsbereichen erfolgt. Den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT, CONTAINER sind dabei jeweils ganze Unternehmen zugeordnet. Diese Unternehmen stellen jeweils operative Segmente dar, die für die Berichterstattung entsprechend den Geschäftsbereichen zusammengefasst werden, da sie sich in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld bewegen und große Ähnlichkeiten in ihren Dienstleistungen, Prozessen und Kundengruppen aufweisen. Für den Erfolg der Geschäftsbereiche sind die jeweiligen Geschäftsbereichsleitungen verantwortlich, die an den Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– berichten. Aus der Anwendung des seit dem 1. Januar 2009 anwendbaren IFRS 8 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen zum Konzernabschluss des Vorjahres.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTec GmbH & Co. KG, BLG AutoTransport GmbH & Co. KG sowie die BLG Automobile Logistics Italia S.r.l.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereiches CONTRACT sind BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, BLG Logistics Solutions GmbH, BLG in.add.out. Logistics GmbH & Co. KG, BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG sowie die BLG Coldstore Logistics GmbH.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung werden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Geschäftstätigkeit der Geschäftsbereiche ist in der Erläuterung Nr. 2 umfassend beschrieben.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Management- und Finanzholding des BLG-Konzerns bilden kein operatives Segment im Sinne von IFRS 8. Diese Zentralbereiche sind mit ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Ergebnis in der Überleitungsspalte enthalten.

Der BLG-Konzern ist ganz überwiegend in Deutschland tätig. Vom Konzernumsatz entfallen TEUR 798.909 (Vorjahr: TEUR 921.946) auf das Inland und TEUR 19.551 (Vorjahr: TEUR 40.687) auf das Ausland. Grundlage für die Zuordnung ist der Ort der Leistungserbringung durch den Konzern. Von den langfristigen immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen des Konzerns sind TEUR 692.754 (Vorjahr: TEUR 687.859) im Inland und TEUR 12.044 (Vorjahr: TEUR 933) im Ausland belegen.

Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden Umsätze von TEUR 86.316 (Vorjahr: TEUR 98.296) und damit mindestens 10 Prozent der gesamten Konzernumsatzerlöse erzielt. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTRACT.

Die Steuerung des BLG-Konzerns erfolgt auf der Grundlage der nach IFRS ermittelten Daten der operativen Segmente; die unter Erläuterung Nr. 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten für die Segmente in gleicher Weise wie für den gesamten Konzern. Zentrale Messgröße für den Erfolg der Segmente ist das Ergebnis vor Steuern (EBT).

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen, getätigt.

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern.

Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten.

Die Überleitung der Summe der berichtspflichtigen Segmente auf die Konzerndaten stellt sich für die wesentlichen Posten der Segmentberichterstattung wie folgt dar:

Summe der berichtspflichtigen Segmente
825.301
969.354
Zentralbereiche / Übrige Umsatzerlöse
0
0
Konsolidierung
-6.841
-6.721
Umsatzerlöse des Konzerns
818.460
962.633
EBIT
31.12.2009
31.12.2008
Summe der berichtspflichtigen Segmente
49.959
111.724
Zentralbereiche / Übriges EBIT
-37.333
-14.726
Konsolidierung
22.576
-18
EBIT des Konzerns
35.202
96.980
Segmentergebnis / Ergebnis vor Steuern (EBT)
31.12.2009
31.12.2008
Summe der berichtspflichtigen Segmente
30.140
95.659
Zentralbereiche / Übriges EBT
-15.108
60.920
Konsolidierung
1.491
-72.961
Segmentergebnis (EBT) des Konzerns
16.523
83.618
Vermögen
31.12.2009
31.12.2008
Summe der berichtspflichtigen Segmente
913.676
897.711
Zentralbereiche / Übriges Vermögen
469.823
483.935
Anteile an assoziierten und anderen at equity
einbezogenen Unternehmen
39.388
35.753
Aktive latente Steuern
4.963
8.940
Erstattungsanspruch Ertragsteuern
266
1.551
Konsolidierung
-451.075
-445.606
Vermögen des Konzerns (Aktiva)
977.041
982.284
Schulden
31.12.2009
31.12.2008
Summe der berichtspflichtigen Segmente
380.517
415.415
Zentralbereiche / Übrige Schulden
105.773
114.553
Eigenkapital
311.761
353.770
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil)
180.890
170.361
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
96.013
57.531
Passive latente Steuern
4.782
2.298
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen
60.587
40.685
Kurzfristiger Anteil Finanzierungsleasing
6.874
4.102
Konsolidierung
-170.156
-176.431
Schulden des Konzerns (Passiva)
977.041
982.284

Sonstige Erläuterungen

41 Finanzinstrumente

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen langfristige Darlehen, Finanzierungsleasingverhältnisse, einschließlich Mietkaufverträge, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns für Derivate werden in Erläuterung Nr. 6 dargestellt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig abgeschlossen, d. h., es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem gewissen Umfang Zinssicherung für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps betrieben.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps

Konzernabschluss

nahezu vollständig aus, sodass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hegde-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die folgenden Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt.

Angenommenes Marktzinsniveau im Vergleich
zum tatsächlichen um 100 Basispunkte (in TEUR)
31.12.2009 31.12.2008
höher niedriger höher niedriger
Ergebniseffekte -1.504 1.626 -1.122 1.108
Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) 3.224 -3.369 3.427 -3.575

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Konzerngesellschaften in der Euro-Zone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, z. B. durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland, ein Währungsrisiko entstehen.

Zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 bestanden im Konzern keine nennenswerten Währungsrisiken.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.

Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist der Konzern auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 2.368 (Vorjahr: TEUR 18.553).

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die EUROGATE-Gruppe verfügt über ein unabhängiges Cash Management. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrolle und zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten zusammengestellt.

31.12.2009 (in TEUR) Cashflows
Langfristige Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
Cashflows
2010
Zins fix 5.956 0 3.537
Zins variabel 2.367 0 0
Tilgung 60.495 92 6.874
Zins fix 5.210 0 3.195
Cashflows
2011
Zins variabel 1.959 0 0
Tilgung 31.300 87 6.940
Zins fix 8.904 0 7.465
Cashflows
2012 - 2014
Zins variabel 4.672 0 0
Tilgung 72.147 238 21.347
Zins fix 5.074 0 6.973
Cashflows
2015 - 2019
Zins variabel 2.525 0 0
Tilgung 66.281 327 18.908
Zins fix 963 0 3.077
Cashflows
2020 ff.
Zins variabel 204 0 0
Tilgung 10.341 169 18.200
Gesamt 278.398 913 96.516
Buchwerte 240.564 913 72.269

Konzernabschluss

31.12.2008 (in TEUR) Cashflows
Langfristige Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
Zins fix 4.812 0 2.613
Cashflows
2009
Zins variabel 4.195 0 0
Tilgung 40.593 92 4.102
Zins fix 3.968 0 2.442
Cashflows
2010
Zins variabel 3.233 0 0
Tilgung 29.285 87 2.913
Zins fix 8.079 0 6.441
Cashflows
2011 - 2013
Zins variabel 6.363 0 0
Tilgung 72.543 238 8.517
Zins fix 5.565 0 7.697
Cashflows
2014 - 2018
Zins variabel 4.011 0 0
Tilgung 54.613 327 15.170
Zins fix 1.524 0 4.153
Cashflows
2019 ff.
Zins variabel 363 0 0
Tilgung 13.074 194 21.140
Gesamt 252.221 938 75.188
Buchwerte 210.108 938 51.842

Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.

Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Soweit die Zinsbindung der Darlehen vor deren Endfälligkeit ausläuft, wurde für die Restlaufzeit der fristenkongruente Marktzins am Bilanzstichtag zugrunde gelegt.

Kreditlinien

Zum 31. Dezember 2009 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 73 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 57 Mio.).

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente – nach Klassen, Bilanzposten und Bewertungskategorien des IAS 39

Die Finanzinstrumente sind auf den folgenden Seiten nach den vorstehenden Kriterien zusammengestellt.

Buchwerte der Finanzinstrumente
unterteilt nach Bilanzposition,
Klassen und Kategorien (in TEUR)
31.12.2009
Buchwert Kate
gorie
nach
Fortgeführte
Anschaf
Anschaf
fungs
Fair Value
erfolgs
Fair Value
erfolgs-
beizule
gender
31.12.2009 IAS 39 * fungskosten kosten neutral wirksam Zeitwert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
langfristig
Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
1.788 afs 0 1.788 0 0 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 628 afs 0 628 0 0 n.v.b.
Langfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzforderungen
Sonstige langfristige Vermögens
werte
8.877 lar 8.877 0 0 0 8.877
Übrige 576 lar 576 0 0 0 576
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
129.421 lar 129.421 0 0 0 129.421
Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen 16.752 lar 16.752 0 0 0 16.752
Übrige sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
18.100 lar 18.100 0 0 0 18.100
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
35.933 35.933 0 0 0 35.933
Summe finanzielle Vermögenswerte 212.075 209.659 2.416 0 0
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten
langfristig
Langfristige Darlehen 180.890 flac 180.890 0 0 0 184.177
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
leasing (Leasingnehmer)
65.395 flac 65.395 0 0 0 67.847
Übrige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
30.618 flac 30.618 0 0 0 30.618
Sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
Altersteilzeitverpflichtungen 9.466 flac 9.466 0 0 0 9.466
Übrige sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
21 flac 21 0 0 0 21
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
58.467 flac 58.467 0 0 0 58.467
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 98.363 flac 98.363 0 0 0 98.563
Derivate mit Hedge-Beziehung 3.325 hedging 0 0 3.325 0 3.325

Derivate ohne Hedge-Beziehung 774 hft 0 0 0 774 774

verbindlichkeiten 65.800 flac 65.800 0 0 0 65.800 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 17.585 flac 17.585 0 0 0 17.585

Summe finanzielle Verbindlichkeiten 530.704 526.605 0 3.325 774

beizulegender

* afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar)

flac = financial liability at cost (finanzielle Verbindlichkeit zu Anschaffungskosten)

hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten)

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

Übrige kurzfristige Finanz-

lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen)

Buchwerte der Finanzinstrumente
unterteilt nach Bilanzposition,
Klassen und Kategorien (in TEUR)
31.12.2008
Buchwert Kate
gorie
nach
Fortgeführte Anschaf Fair Value Fair Value beizule
31.12.2008 IAS 39 * Anschaf
fungskosten
fungs
kosten
erfolgs
neutral
erfolgs-
wirksam
gender
Zeitwert
AKTIVA
Finanzielle Vermögenswerte
langfristig
Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
1.815 afs 0 1.815 0 0 n.v.b.
Sonstige Finanzanlagen 628 afs 0 628 0 0 n.v.b.
Langfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzforderungen 9.959 lar 9.959 0 0 0 9.959
Sonstige langfristige Vermögens
werte
Übrige 31 lar 31 0 0 0 31
kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
135.636 lar 135.636 0 0 0 135.636
Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen 31.294 lar 31.294 0 0 0 31.294
Übrige sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
22.847 lar 22.847 0 0 0 22.847
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
29.457 29.457 0 0 0 29.457
Summe finanzielle Vermögenswerte 231.667 229.224 2.443 0 0
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten
langfristig
Langfristige Darlehen 170.361 flac 170.361 0 0 0 173.615
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
leasing (Leasingnehmer) 47.740 flac 47.740 0 0 0 49.700
Übrige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
9.791 flac 9.791 0 0 0 9.791
Sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
Altersteilzeitverpflichtungen 4.016 flac 4.016 0 0 0 4.016
Übrige sonstige langfristige
Verbindlichkeiten 2 flac 2 0 0 0 2
kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 86.500 flac 86.500 0 0 0 86.500
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
90.186 flac 90.186 0 0 0 90.545
Derivate mit Hedge-Beziehung 3.396 hedging 0 0 3.396 0 3.396
Derivate ohne Hedge-Beziehung 440 hft 0 0 0 440 440
Übrige kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
82.545
25.016
flac
flac
82.545
25.016
0
0
0
0
0
0
82.545
25.016
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 519.993 516.157 0 3.396 440

* afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar)

flac = financial liability at cost (finanzielle Verbindlichkeit zu Anschaffungskosten)

hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten)

lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen)

n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.

Bei der Ermittlung der Marktwerte wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt.

Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen marktgerechten Zinssätzen für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt.

Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

aus Folgebewertung aus Netto
2009 (in TEUR) Zinsen Fair Wertberich Abgang ergebnis
Value tigung
Loans and receivables (lar) 1.380 0 -2.580 -485 -1.685
Available-for-sale financial assets (afs) 0 0 0 0 0
Financial instruments held for trading (hft) 0 -629 0 0 -629
Sicherungsinstrumente (hedging) -1.140 0 0 0 -1.140
Financial liabilities at amortised cost (flac) -20.105 0 0 0 -20.105
Gesamt -19.865 -629 -2.580 -485 -23.559
aus Folgebewertung aus Netto
2008 (in TEUR) Zinsen Fair Wertberich Abgang1) ergebnis
Value tigung1)
Loans and receivables (lar) 2.371 0 -1.181 -169 1.021
Available-for-sale financial assets (afs) 124 0 0 0 124
Financial instruments held for trading (hft) 0 -833 0 0 -833
Sicherungsinstrumente (hedging) 512 0 0 0 512
Financial liabilities at amortised cost (flac) -19.389 0 0 0 -19.389
Gesamt -16.382 -833 -1.181 -169 -18.565

1) Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8.42 korrigiert.

Zinsänderungsrisiko

Festverzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.

31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 20.680 65.690 43.160 129.530
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.874 28.287 37.108 72.269
Gesamt 27.554 93.977 80.268 201.799
31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 19.673 49.407 31.725 100.805
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4.102 11.430 36.310 51.842
Gesamt 23.775 60.837 68.035 152.647

Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am Bilanzstichtag mit TEUR 92.962 (Vorjahr: TEUR 42.875) valutierten, läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 1.278 15.341 19.070 35.689
Gesamt 1.278 15.341 19.070 35.689
31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 2.655 5.554 15.723 23.932
Gesamt 2.655 5.554 15.723 23.932

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Hierzu gegenläufig wirkt sich das Zinsänderungsrisiko aus den korrespondierenden Zinsswaps aus.

31.12.2009 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 39.815 37.841 33.378 111.034
Gesamt 39.815 37.841 33.378 111.034
31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 20.920 52.421 35.962 109.303
Gesamt 20.920 52.421 35.962 109.303

Ferner bestehen laufende Zinsswaps über Nominalbeträge von insgesamt TEUR 23.584 (Vorjahr: TEUR 24.917), die aufgrund einer fehlenden Zuordnung nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen.

Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender oder geplanter Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 88.589 (Vorjahr: TEUR 81.432), die auf dem relativ niedrigen Zinsniveau, das zum Abschluss der Swaps herrschte, eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen.

Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Der Konzern ist Zahler der festen Zinsen und Empfänger der variablen Zinsen. Die Swaps wurden entsprechend der Risikomanagementstrategie ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Die wesentlichen Konditionen der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:

Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2009
in TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2009
in TEUR
65.006 Darlehen 3/6M EURIBOR 2,75 - 4,60 % 2018 -3.325
geplante
15.333 Darlehen 6M EURIBOR 3,70 % 2021 -498
80.339 -3.823
8.250 ohne Zuordnung 3M EURIBOR 3,26 - 3,29 % -276
88.589 -4.099
Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2008
in TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2008
in TEUR
56.515 Darlehen 3/6M EURIBOR 2,94 - 4,60 % 2018 -1.551
geplante
16.667 Darlehen 6M EURIBOR 3,70 % 2021 -59
73.182 -1.610
8.250 ohne Zuordnung 3M EURIBOR 3,26 - 3,29 % 2013 -86
81.432 -1.696

Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Zur Begrenzung der Risiken aus Preisschwankungen beim Dieseleinkauf im Geschäftsbereich CONTAINER wurde im Geschäftsjahr 2008 ein Collar mit einer Laufzeit vom 1. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2009 abgeschlossen. Der innere Wert dieses Collars wurde im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen als Sicherungsinstrument für den in diesem Zeitraum erwarteten hälftigen Dieseleinkauf der Terminals designiert (Cashflow Hedging von als hoch wahrscheinlich eingeschätzten künftigen Transaktionen). Die Veränderung des effektiven Anteils des inneren Wertes des Collar wurde zum 31. Dezember 2008 unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR -1.257), während der ineffektive Anteil unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam erfasst wurde (TEUR -152). Die Zeitwertkomponente des Collars wurde unter Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgswirksam erfasst (TEUR -281). Der im Eigenkapital erfasste Anteil wurde in 2009 unter Berücksichtigung latenter Steuern bei Eintritt der Transaktion ergebniswirksam aufgelöst. Der Collar wurde zum 31. Dezember 2008 mit einem negativen beizulegenden Zeitwert von TEUR 2.011 innerhalb der Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Zinsswaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Zinsswaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.

Von den zum 31. Dezember 2009 bestehenden Swaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 65.006 (Vorjahr: TEUR 56.515) die Kriterien für Cashflow-Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR -225, Vorjahr: TEUR -4.612).

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow-Hedges und der Zinsswaps, die nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen, wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern aufwandswirksam erfasst (TEUR -629, Vorjahr: TEUR -833).

Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (TEUR 4.099, Vorjahr: TEUR 3.836).

42 Angaben zu Operating Lease-Vereinbarungen

Leasingvereinbarungen, die nach IAS 17 Operating Lease darstellen, sind nach folgenden Fälligkeiten strukturiert:

Mindestleasingzahlungen aus Operating Leases (in TEUR) 31.12.2009 31.12.2008
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 17.103 14.448
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 37.541 33.893
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 12.703 7.719
Gesamt 67.347 56.060

Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen, Zugmaschinen und Eisenbahnwaggons und haben Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren.

Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen
für Flächen, Gebäude und Kaimauern (in TEUR)
31.12.2009 31.12.2008
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 43.013 43.300
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 148.464 155.219
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 774.035 844.471
Gesamt 965.512 1.042.990

Die Mietverträge betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Laufzeiten von bis zu 39 Jahren.

Ansprüche aus Operating Lease-Verhältnissen – Konzern als Leasinggeber

Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für
Flächen, Gebäude, Kaimauermieten und Betriebsvor
richtungen (in TEUR)
31.12.2009 31.12.2008
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 7.966 7.391
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 32.353 31.737
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 200.479 211.549
Gesamt 240.798 250.677

Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse.

43 Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe quotal einbezogene Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften über TEUR 1.325 (Vorjahr: TEUR 1.325) zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten.

Aus der Sicherungsübereignung von Bauten auf fremdem Grund bestehen zum 31. Dezember 2009 quotal aus der EUROGATE-Unternehmensgruppe Eventualverbindlichkeiten aus Grunderwerbsteuer von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 228).

Weitere Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverpflichtungen bestehen am 31. Dezember 2009 nicht mehr (Vorjahr: EUR 17,0 Mio.).

Für Verbindlichkeiten eines Beteiligungsunternehmens besteht gegenüber einem Kreditinstitut eine selbstschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung. Am Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der entsprechenden Kreditlinie TEUR 815.

44 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 41.969 (Vorjahr: TEUR 112.701).

Darüber hinaus hat die BLG LOGISTICS GROUP einen Anteil an dem Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagevermögen der EUROGATE-Gruppe von TEUR 7.966 (Vorjahr: TEUR 47.344). Das Bestellobligo der EUROGATE-Gruppe beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 15.932 (Vorjahr: TEUR 94.687).

Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Nominalwerte. Die Nettoverpflichtungen sind überwiegend innerhalb der nächsten zwei Jahre fällig.

45 Gesellschafter

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGER-HAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Finanzholding der Sparkasse in Bremen, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

46 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Identifikation nahe stehender Personen:

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen, die den Konzern der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden.

Nahe stehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einbezogen werden, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nr. 47 aufgeführt.

Transaktionen mit Gesellschaftern: Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,42 Prozent und demzufolge als eine nahe stehende Person im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Erbbaurechte mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 39 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von dem BLG-Konzern wurden für das Jahr 2009 insgesamt EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 11,3 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.

In den stadtbremischen Hafenbereichen Bremen und Bremerhaven hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ab 1. Januar 2007 den Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Kajenutzungsrechte gewährt, deren Laufzeiten an die Erbbaurechtsverträge der angrenzenden Grundstücke gebunden sind. Von dem BLG-Konzern wurden im Jahr 2009 insgesamt EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) Kajenutzungsentgelte entrichtet.

Gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG am 31. Dezember 2009 Forderungen in Höhe von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 312) aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

Des Weiteren hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG im Auftrag der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – Autoumschlagsflächen in Bremerhaven auf zwei Unternehmen übertragen. Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat für die rechtliche Eigentümerin dieser Umschlagsflächen, die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und vorfinanziert. Die Vorfinanzierung erfolgte durch eine Darlehensvereinbarung in 1996. Dieses Darlehen stellt eine Forderung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar und valutiert zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 544. Die Tilgung des Darlehens erfolgt durch die der Freien Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – zustehenden Erbbauzinsen, Mieterträge und Nutzungsentgelte für die Überlassung der Autoumschlagsflächen an zwei Unternehmen in Bremerhaven.

Aus einer weiteren Darlehensgewährung an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – resultierten im Vorjahr langfristige Forderungen von TEUR 246.

Um die öffentliche Straße an einem Betriebsgelände eines Konzernunternehmens zu entlasten bzw. die erforderliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten, hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ein Brückenbauwerk errichtet. Zur Unterstützung der Baumaßnahme hat sich dieses Konzernunternehmen in Vorjahren im Interesse der eigenen Geschäftstätigkeit verpflichtet, einmalig einen verlorenen Zuschuss an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – bzw. die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH als Vertragspartner zu leisten. Im Berichtsjahr wurde im Zusammenhang mit dieser Kostenübernahme eine erste Zahlung in Höhe von TEUR 537 geleistet.

Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Einzelne Unternehmen des BLG-Konzerns unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – verbundenen Unternehmen zu jeweils marktüblichen Konditionen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat bei der Bremer Aufbau-Bank GmbH verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2009 TEUR 3.611 (Vorjahr: TEUR 5.627). Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.016 getilgt.

Die BLG in.add.out LOGISTICS GmbH & Co. KG hat bei der Bremer Aufbau-Bank GmbH, Bremen, ein Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2009 TEUR 3.062. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 340 getilgt.

Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2009 TEUR 33.391. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 18.990 getilgt und Darlehen von TEUR 17.800 neu aufgenommen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG erbringt für die BLG Unterstützungskasse GmbH auf der Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages Dienstleistungen für Administration, Rechnungswesen, Personalverwaltung und -abrechnung sowie IT-Dienstleistungen. Die Vergütung für 2009 hierfür beträgt TEUR 216.

Beziehungen zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Nahe stehende Unternehmen Saldo zum 31.12. (in TEUR)
Jahr Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten
Verbundene Unternehmen 2009 849 211 1.223 516
2008 910 601 603 52
Gemeinschaftsunternehmen 2009 5.632 414 10.689 35
(quotal) 2008 5.013 489 27.311 108
Assoziierte Unternehmen 2009 6.514 10.594 2.441 2.522
2008 7.874 12.212 3.516 3.487

Auf Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr TEUR 0 Wertberichtigungen (Vorjahr: TEUR 250) gebildet, Forderungen gegen assoziierte Unternehmen wurden wie im Vorjahr nicht wertberichtigt.

Für Risiken aus der Haftung für assoziierte Unternehmen bestehen Rückstellungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 700).

47 Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Die Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Konzernabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats sowie zu Mitgliedschaften des Vorstands und der Aufsichtsräte in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG siehe Seite 29 ff.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr Bezüge von TEUR 200, die mit TEUR 98 auf fixe Bestandteile entfielen. Variable Bestandteile waren im Geschäftsjahr nicht enthalten. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 51, die Bezüge der Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 37 zur Gesamtsumme bei.

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 384, die mit TEUR 100 auf fixe und mit TEUR 167 auf variable Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 60, die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 14 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 43 zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2009 sind Mitgliedern des Aufsichtsrates wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsratsmitgliedern eingegangen. Reisekosten wurden im üblichen Maße erstattet.

Die aktiven Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von TEUR 2.412, davon erfolgsunabhängige Bezüge von TEUR 1.699 und erfolgsabhängige Bezüge von TEUR 713.

Weitere Angaben zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite 45 f., dessen Vergütungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und Konzernlageberichts ist.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen den BLG-Konzern bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Für die Pensionsverpflichtungen des BLG-Konzerns wurden Rückstellungen von TEUR 1.977 (Vorjahr: TEUR 1.621) gebildet, denen Aktivwerte in Höhe von TEUR 1.774 gegenüberstehen.

Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern liegen bei der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –.

Zum 31. Dezember 2009 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Vergütungsbericht auf Seite 44 ff. dargestellt.

48 Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)

Der Teilkonzern EUROGATE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und EUROKAI KGaA, Hamburg. Der Anteil der BLG Logistics Group an dem Joint Venture beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent).

Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird quotal zu 50 Prozent konsolidiert. Als Berichtsformat wurde die Line-by-Line-Methode gewählt.

Die quotal berücksichtigten Anteile der BLG Logistics Group an den Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen der EUROGATE-Gruppe stellen sich – nach quotaler Konsolidierung – wie folgt dar:

(in TEUR) 2009 2008
Langfristige Vermögenswerte 344.776 335.582
Kurzfristige Vermögenswerte 76.986 73.879
Langfristige Verbindlichkeiten -181.538 -154.681
Kurzfristige Verbindlichkeiten -106.022 -121.134
Netto-Vermögenswerte 134.202 133.646
Erträge 316.827 378.043
Aufwendungen -293.289 -314.863
Ergebnis vor Steuern 23.538 63.180

49 Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 HGB und zum Teil auch die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts nach § 264b HGB in Anspruch:

  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
  • BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven
  • E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen
  • BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg
  • BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau
  • BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg
  • BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG, Wörth
  • BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven
  • BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen
  • E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven
  • BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen

50 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Es hat bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtsjahres gegeben.

51 Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für das Geschäftsjahr 2009 beträgt insgesamt TEUR 718 (davon TEUR 90 periodenfremd). Davon entfallen TEUR 589 auf Abschlussprüfungen, TEUR 5 auf sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen, TEUR 123 auf Steuerberatung sowie TEUR 1 auf sonstige Leistungen.

52 Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 17. Dezember 2009 die 8. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Konzernabschluss

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bremen, den 6. April 2010

DER VORSTAND

Aden Kuhr Mekelburg

Onnen Schiffer

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877 –, Bremen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Gesellschaft hat die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von EUR 296,1 Mio. (Vorjahr: EUR 337,5 Mio.), bei denen es sich um Anteile von Kommanditisten handelt, als Eigenkapital ausgewiesen und bewertet, obwohl diese Posten nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind. Korrespondierend wurde die auf diese Finanzinstrumente entfallende Vergütung von EUR 7,1 Mio. (Vorjahr: EUR 71,6 Mio.) als Teil des Konzernjahresüberschusses und nicht als Finanzierungsaufwand ausgewiesen.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 6. April 2010

FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bitter de Witt

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Beteiligungen 178
Glossar 182
Mehrjahresübersicht 186
Kontakte und Termine 188

Auf den nächsten Seiten haben wir ausgewählte weiterführende Informationen für Sie zusammengestellt. Diese Zahlen und Fakten tragen dazu bei, Ihr Bild über den BLG-Konzern abzurunden.

Wenn Sie noch Fragen haben, sprechen Sie unsere Mitarbeiter aus dem Public Relations- oder Investor Relations-Team an. Auch ein Besuch im Internet unter www.blg.de ist lohnenswert.

Beteiligungen

Komprimierte Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Lfd. Name, Beteili gehalten
Nr. Sitz gungs über
quote in % lfd. Nr.
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
1 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen 0,00
2 BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven 100,00 1
3 BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
4 BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
5 BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
6 BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00 5
7 BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen 100,00 3
8 BLG Logistics (UK) Ltd., Felixstowe, Großbritannien 100,00 7
9 BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien 100,00 7
10 BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
11 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
12 BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,00 11
13 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 100,00 1
14 BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven 97,00 13/23
15 BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien 98,77 13
16 E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen 94,00 1
17 BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 94,00 16
18 BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Saal an der Donau 94,00 16
19 BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg 94,00 22
20 BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG, Wörth 94,00 22
21 BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven 94,00 16
22 BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen 94,00 16
23 E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven 94,00 16
24 BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen 94,00 16
25 BLG Auto-Terminal Gdansk Sp. z o. o., Gdansk, Polen 94,00 22
26 Automotive Services Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 94,00 16
27 BLG ViDi LOGISTICS TOW, Kiew, Ukraine 47,00 16

Weitere Informationen

Lfd. Name, Beteili gehalten
Nr. Sitz gungs über
quote in % lfd. Nr.
Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
28 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,00 1
29 EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse GmbH, Hamburg 50,00 30
30 EUROGATE City Terminal GmbH, Hamburg 50,00 28
31 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 28
32 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg 50,00 28
33 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH,
Wilhelmshaven
35,00 28
34 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven 35,00 28
35 EUROGATE Intermodal GmbH, Hamburg 50,00 28
36 EUROGATE International GmbH, Hamburg 50,00 44
37 EUROGATE IT Services GmbH, Bremen 50,00 28
38 EUROGATE Landterminal GmbH, Hamburg 50,00 28
39 EUROGATE Port Systems GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00 31/32
40 EUROGATE Port Systems Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,00 31/32
41 EUROGATE Technical Services GmbH, Bremerhaven 50,00 28
42 EUROGATE Terminal Services GmbH, Bremen 50,00 28
43 OCEANGATE Distribution GmbH, Hamburg 50,00 28
44 PCO Stauereibetrieb PAETZ & Co. Nfl. GmbH, Hamburg 50,00 28
45 PEUTE Speditions GmbH, Hamburg 50,00 30
46 REMAIN GmbH Container-Depot and Repair, Hamburg 50,00 28
47 SCL Service-Centrum Logistik Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 28
48 SWOP Seaworthy Packing GmbH, Hamburg 50,00 32
49 EUROKOMBI Terminal GmbH, Hamburg 25,00 32
50 North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., Bremerhaven 25,00 28
51 North Sea Terminal Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH,
Bremerhaven 25,00 28
52 MSC Gate Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25,00 28
53 MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 25,00 28
54 FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn 25,50 35
55 Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 25,00 31
Lfd. Name, Beteili gehalten
Nr. Sitz gungs über
quote in % lfd. Nr.
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften
56 dbh Logistics IT AG, Bremen 26,75 84
57 ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,33 1
58 BLG Logistics of South Africa (Pty) Ltd, Port Elizabeth, Südafrika 89,82 5
59 BLL Ikhwezi Logistics Pty. Ltd. i.L., Port Elizabeth, Südafrika 53,89 58
60 NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth,
Südafrika 44,01 58
61 BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,00 6
62 DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 5
63 Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 100,00 10
64 BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,00 10
65 Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 10
66 ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,33 10
67 ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 50,00 15
68 Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,00 13
69 AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH S.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 50,00 13
70 E.H.Harms Car Shipping Autotransport Koper d.o.o., Koper, Slowenien 94,00 24
71 E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 47,00 16
72 ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 47,00 26
73 Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Dabrowka Gornicza, Polen 47,00 16
74 B.V. Interrijn E.H.Harms Automobil-Transporte RoRo, Rotterdam,
Niederlande 47,00 22
75 CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,70 36
76 TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,68 36/75
77 ACOS Holding AG, Bremen 24,95 35
78 OJSC Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,00 36
79 FLZ Hamburger Feeder Logistik Zentrale GmbH, Hamburg 17,00 32

Weitere Informationen

Lfd. Name, Beteili gehalten
Nr. Sitz gungs über
quote in % lfd. Nr.
Nicht einbezogene Gesellschaften
80 BLG CONTRACT LOGISTICS Beteiligungs-GmbH 100,00 1
81 BLG in.add.out. LOGISTICS Beteiligungs GmbH, Bremen 100,00 1
82 ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen 33,33 1
83 DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen 50,00 5
84 Interessengemeinschaft Datenbank Umschlagbetriebe GbR, Bremen 94,00 1
85 Ausbildungsverbund Bremerhaven gemeinnützige Gesellschaft mbH,
Bremerhaven 33,40 1
86 EUROGATE Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen 50,00 1
87 EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,00 1
88 BLG Automotive Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
89 BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,00 5
90 BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,00 5
91 BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien 100,00 5
92 Paul Günther S.r.l. Italia i. L., Genua, Italien 90,00 7
93 BLG InTime s.r.o. i.L., Žiar nad Hronom, Slowakei 100,00 5/7
94 BLG Logistics CZ s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00 5/7
95 BLG Cargo Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
96 Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 10
97 BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia *
60,00
5
98 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen 100,00 1
99 BLG AutoTerminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 100,00 1
100 Automobile Port Services (APS) S.r.l., i.L., Gioia Tauro, Italien 50,95 15
101 BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 50,00 13
102 BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 97,00 13/23
103 E.H. Harms Auto-Terminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 94,00 16
104 BLG AutoTerminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Saal an der Donau 94,00 16
105 BLG AutoTerminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg 94,00 16
106 BLG AutoTerminal Wörth Beteiligungs-GmbH, Wörth 94,00 22
107 BLG AutoTerminal Hamburg Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 16
108 BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven 94,00 22
109 BLG Auto-Terminal Zwickau GmbH & Co. KG, Bremen 94,00 16
110 BLG AutoTerminal Zwickau Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 16
111 BLG CarShipping Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 16
112 BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 16
113 E.H. Harms Automobile-Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 94,00 1
114 ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 47,00 72
115 Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven 47,00 22
116 Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 47,00 22
* = Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40 Prozent,

zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten.

Kaufmännisches Glossar

Amortisation

Rückfluss des investierten Kapitals durch Verkaufserlöse.

at equity / Equity-Methode

Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht bzw. vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.

Available for Sale

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zur Veräußerung vorgesehen.

Cashflow

Kennzahl, die den Zugang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.

Compliance

Gesamtheit der Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung sämtlicher für ein Unternehmen relevanter gesetzlicher Pflichten, Vorschriften und Richtlinien sowie der Corporate Governance. Durch Compliance soll außerdem eine Übereinstimmung von unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichen Wertvorstellungen erreicht werden.

Corporate Governance

Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Covenant

Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.

DBO

Defined Benefit Obligation = Leistungsorientierte Pensionsverpflichtung der am Stichtag erdienten und bewerteten Pensionsansprüche inkl. wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z.B. Aktie oder Anleihe) ableitet.

Discounted-Cashflow-Methode

Bewertungsverfahren: zukünftige Zahlungsüber- bzw. -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis = Operatives Ergebnis.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

EBT

Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.

Erbbaurecht

Recht des Erbbauberechtigten, gegen Zahlung eines Entgeltes (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.

Finanzierungsleasing

Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet.

Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.

Forward-Zinsswap

Der Forward Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.

Funktionale Währung

Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.

Hedging

Eine Strategie zur Absicherung von Zins,- Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).

Held for Trading

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: zu Handelszwecken gehalten.

Held to Maturity

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: bis zur Endfälligkeit gehalten.

Hybridanleihe

Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.

IAS

International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").

IASB

International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.

IFRIC

International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.

IFRS

International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.

Impairment-Test

Werthaltigkeitstest nach IFRS.

Investment Properties

Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.

Joint Venture

Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.

Kontokorrentkonto

Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.

Kontokorrentkredit

Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.

Liability-Methode

Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.

Line-by-Line-Methode

IFRS: Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures gemäß Quotenkonsolidierung.

Matching principle

IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.

Operate Leasing

Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.

Other Comprehensive Income

Gesamtheit aller Erträge und Aufwendungen, die nicht im Jahresergebnis enthalten sind. Hierzu gehören z.B. Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, die gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Other Long-Term Benefits

Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Percentage of Completion-Methode (PoC)

IFRS: Zuordnung der entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten zu den Auftragserlösen.

Post Employment Benefits

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Pro rata temporis

Zeitanteilig.

Projected-Unit-Credit-Methode

Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.

Quotenkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures, die mit ihren Aktiva und Passiva quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Recoverable Amount

Durch die Nutzung oder den Verkauf eines Vermögensgegenstandes voraussichtlich erzielbarer Wert.

Sale-and-lease-back

Sonderform des Leasing, bei der immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurück geleast werden.

Stage of Completion-Methode (SoC)

IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.

Weitere Informationen

Thesaurieren

Einbehalten von Gewinnen.

Vollkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Working Capital

Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.

Zahlungsmittel generierende Einheit (Cash Generating Unit)

Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Zinsswap

Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.

Logistisches Glossar

Car Carrier

Schiffe, die speziell für den Überseetransport von Autos geeignet sind.

Cargomodale Dienste

Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply-Chain-Management.

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.

GHBV

Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V. / Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg: besonderer Personaldienstleister für Transportund Lagerwirtschaft, insbesondere die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in eine Garantielohnkasse ein.

Hubport

Seehafen mit regionaler Verteilungsfunktion.

Intermodale Verkehrskette

Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.

Kommissionieren

Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder einem Rüstauftrag nachgefragten Artikel.

Konfektionieren

Bildung von verkaufsfähigen Einheiten.

Outsourcing

Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.

RoRo

Roll-on / Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffe, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.

TEU

Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).

Mehrjahresübersicht

Kennzahlen BLG-Konzern 2009 2008 2007 2006 2005
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse EUR Mio. 818,5 962,6 889,3 759,8 701,7
Umsatzrendite1 % 4,3 10,1 10,2 9,1 8,9
EBITDA EUR Mio. 104,3 156,6 145,8 114,3 106,3
EBIT EUR Mio. 35,2 96,9 90,8 69,3 62,5
EBT EUR Mio. 16,5 83,6 78,3 55,0 49,7
Vermögens- und Kapitalstruktur
Bilanzsumme EUR Mio. 977,0 982,3 837,9 741,2 690,2
Investitionen in langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen EUR Mio. 77,8 170,7 122,0 96,3 97,6
Anlagenintensität1 % 72,1 70,1 69,9 71,0 70,5
Anlagendeckung (Goldene Bilanzregel)1 % 90,0 89,3 87,2 80,7 90,0
Working Capital Ratio1 % 70,8 70,9 66,8 57,9 67,8
Eigenkapital EUR Mio. 311,8 353,8 320,2 199,3 173,7
Eigenkapitalquote1 % 31,9 36,0 38,2 26,9 25,2
Eigenkapitalquote (bereinigt um Hybridkapital) % 23,9 28,1 29,0 26,9 32,4
Eigenkapitalrendite1 % 5,0 24,8 30,1 29,5 32,4
Nettoverschuldung1 EUR Mio. 401,5 366,1 281,3 346,9 313,2
Gesamtkapitalrendite1 % 3,6 10,7 11,5 9,7 9,4
Cashflows2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit EUR Mio. 83,4 122,1 152,0 76,3 75,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. -100,5 -163,6 -109,3 -80,8 -60,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. 35,2 24,1 -11,9 -13,6 -18,3
Kapitalmarktorientierte Kennzahlen
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
EUR 0,25 0,40 0,40 0,30 0,25
Dividende % 10 15 15 12 10
Personal
Mitarbeiter3 Jahresdurchschnitt 5.929 6.053 5.402 5.298 4.773
Personalkostenquote % 46,3 46,7 46,9 46,8 45,4

1 Für die Berechnung der Kennzahlen verweisen wir auf S. 79 im Konzernlagebericht.

2 Die Zusammensetzung der Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung auf S. 104 dargestellt.

3 Ermittlung gem. § 267 Abs. 5 HGB.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder beabsichtigt, noch übernimmt die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Geschäftsberichts der englischen Übersetzung vor.

Der Geschäftsbericht steht in beiden Sprachen im Internet unter www.blg.de zum Download bereit.

Kontakte und Termine

Finanzkalender

Berichterstattung
Gesamtjahr 2009
Bilanzpressekonferenz
04. Mai 2010
Berichterstattung
I. Quartal 2010
07. Mai 2010
Ordentliche
Hauptversammlung 2010
03. Juni 2010
Zahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2009
04. Juni 2010
Berichterstattung
I. Halbjahr 2010
13. August 2010
Berichterstattung
III. Quartal 2010
12. November 2010
Berichterstattung
Gesamtjahr 2010
Bilanzpressekonferenz
03. Mai 2011
Ordentliche
Hauptversammlung 2011
07. Juni 2011

Kontakte

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Public Relations

Andreas Hoetzel Telefon: +49 (0) 421 398 3475 Telefax: +49 (0) 421 398 3404 E-Mail: [email protected]

Investor Relations

Dietmar Krull Telefon: +49 (0) 421 398 3382 Telefax: +49 (0) 421 398 3233 E-Mail: [email protected]

Hausanschrift

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

Internet: www.blg.de

Geschäftsbericht und Film der BLG ausgezeichnet

Die Gesellschaft Deutsche Standards Editionen analysiert regelmäßig die Geschäftsberichte deutscher Unternehmen. Die besten werden alljährlich in dem Standardwerk BEISPIELHAFTE GESCHÄFTSBERICHTE präsentiert. 2009 wurde auch der BLG-Geschäftsbericht für das Jahr 2008 in das Werk aufgenommen.

In der vierseitigen Darstellung werden Aufmachung, Gestaltung und Inhalt positiv bewertet. Unter anderem heißt es darin: "Mit dem Geschäftsbericht 2008 hat die BLG Logistics Group eine überzeugende Publikation vorgelegt, die unaufgeregt den Informationsauftrag erfüllt und zudem einen spannenden Einblick in Geschichte und Gegenwart eines international agierenden Seehafenlogistikers gewährt."

Der aktuelle Imageclip der BLG hat auf zwei Filmfestivals Anerkennung gefunden. Das Bremer Unternehmen Bock Film, das den Clip produziert hat, erhielt dafür zwei Preise: den "Award of Master" und die Sonderauszeichnung "Member of the European Masterclass" für den besten Schnitt aller eingereichten Produktionen. Zudem wurde er bei den European Communication Excellence Awards in der Kategorie Corporate TV & Video unter die besten fünf nominiert.

Damit Sie sich einen persönlichen Eindruck davon verschaffen können, haben wir unserem Geschäftsbericht diese DVD beigelegt.

Der Vorstand

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.
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$\cdots$ $\sim$
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.
. .
. .
. - --- . 1.11 ٠ $\cdots$
--- $\rightarrow$ $-100$ $\label{eq:1} \begin{array}{lllllllllllllllll} \hline \end{array}$ $\label{eq:1} \begin{array}{llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll$ ------------- ٠ ٠
. $\sim$ $-7.77$ 1.14 ---
.
----------------------------------
.
.
$\sim$ . . . . . ------------ ------
.
-----------------------------------
.
.
.
. ٠ ٠ $\mathcal{L}$ 1.11 1.11 $10 - 10$ . . 1.11
. . ٠ ٠ ٠ .
--- $-1.11$ $\label{eq:1} \begin{array}{lllllllllllllllll} \hline \end{array}$ $\frac{1}{2} \left( \frac{1}{2} \right) \left( \frac{1}{2} \right) = \frac{1}{2} \left( \frac{1}{2} \right)$ ٠ . -------- . 1.11 STATE 1.1
. .
٠ ٠ ٠ ٠
--- ----- --------------------------
.
-----------------------------------
. ٠ $-11$ . . 1.1 -------- 1.1 $\cdots$ ٠ ٠
-----------------------------------
-----------------------------------
.
. . .
. . ٠ $\cdots$ . . 11.11 . . . . .
11.1 ٠ ٠ . . ٠ ٠ ٠ ٠ ٠ .
$-1$ ٠ IS ٠ 1.11 $\mathcal{L}$ $10 - 10$ . . 10.14 .
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