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Bremer Lagerhaus Gesellschaft AG von 1877

Annual Report May 5, 2009

4572_10-k_2009-05-05_051fd395-4b5d-4e42-95f2-ecd8081d6540.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2008

Seehafenorientierte Logistik

Die BLG LOGISTICS GROUP ist mit ihren Töchtern und Beteiligungen ein seehafenorientierter Logistikdienstleister. Damit hat die Unternehmensgruppe in Europa ein klares Alleinstellungsmerkmal.

Kein anderes Unternehmen kann den direkten Verbund aus Terminalbetrieb an vielen Standorten und spezialisierter Logistikkompetenz in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER in vergleichbarer Weise anbieten. Deshalb haben wir unserem Geschäftsbericht 2008 das Rahmenthema "seehafenorientiert" gegeben.

Das heutige Leistungsportfolio ist aus der Historie hervorgegangen und im Zuge der weltwirtschaftlichen Entwicklung mehrfach erweitert und ergänzt worden. Damit wurden das auf Bremen und Bremerhaven beschränkte Hafengeschäft überwunden und sowohl die Dienstleistungstiefe als auch die geografische Reichweite erheblich ausgebaut.

Diese strategische Entwicklung wird seit 1998 forciert betrieben. In den letzten 10 Jahren haben wir die BLG LOGISTICS GROUP zu einem internationalen seehafenorientierten Logistikdienstleister entwickelt. Sie ist heute in Europa, in Nord- und Südamerika, in Asien und Afrika präsent. Trotz der gegenwärtigen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise verfolgen wir unsere strategischen Zielsetzungen unverändert weiter.

Die historischen Hintergründe, die folgenden Entwicklungen und das heutige Leistungsspektrum der BLG LOGISTICS GROUP mit ihren drei Geschäftsbereichen haben wir auf den Folgeseiten dargestellt.

Der Vorstand

UNSERE STANDORTE

Anchieta | Atlanta | Belem | Berlin | Böblingen | Bremen | Bremerhaven | Cagliari | Curitiba | Cuxhaven | Danzig | Dabrowa Gornicza | Dodendorf | Doncaster | Duisburg | Durach | Durban | East London | Emmerich | Erfurt | Eisenach | Fortaleza | Frankfurt | Fuzhou | Gioia Tauro | Hamburg | Horni Pocernice | Joao de Pessoa | Juiz de Fora | Kahla | Kapstadt | Kelheim | Kempen | Kiew | Koblenz | Kölleda | Koper | Krefeld | Kula Lumpur | La Spezia | Livorno | Lissabon | Ludwigsfelde | Mailand | Manaus | Marcianise | Melle | Moskau | Mumbai | Neuss | Nosovice | Offenburg | Paderborn | Paranagua | Pekan | Peking | Polch | Port Elizabeth | Port Klang | Pretoria | Ranjangaon | Ravenna | Ravensburg | Recife | Resende | Rio de Janeiro | Salerno | Salvador | Sao Paulo | Schöps | St. Petersburg | Tanger | Taubate | Tuscaloosa | Ust-Luga | Vitoria | Wallenhorst | Walldorf | Wurzen | Wörth | Ziar nad Hronom | Zilina | Zwickau

Anchieta | Atlanta | Belem | Berlin | Böblingen | Bremen | Bremerhaven | Cagliari | Curitiba | Cuxhaven | Danzig | Dabrowa Gornicza | Dodendorf | Doncaster | Duisburg | Durach | Durban | East London | Emmerich | Erfurt | Eisenach | Fortaleza | Frankfurt | Fuzhou | Gioia Tauro | Hamburg | Horni Pocernice | Joao de Pessoa | Juiz de Fora | Kahla | Kapstadt | Kelheim | Kempen | Kiew | Koblenz | Kölleda | Koper | Krefeld | Kula Lumpur | La Spezia | Livorno | Lissabon | Ludwigsfelde | Mailand | Manaus | Marcianise | Melle | Moskau | Mumbai | Neuss | Nosovice | Offenburg | Paderborn | Paranagua | Pekan | Peking | Polch | Port Elizabeth | Port Klang | Pretoria | Ranjangaon | Ravenna | Ravensburg | Recife | Resende | Rio de Janeiro | Salerno | Salvador | Sao Paulo | Schöps | St. Petersburg | Tanger |

Kennzahlen BLG-Konzern 2008 2007 Veränderung
Umsatzerlöse EUR Mio. 962,6 889,3 8,2 %
Umsatzrendite % 10,1 10,2 -1,0 %
EBITDA EUR Mio. 156,5 145,8 7,3 %
Abschreibungen EUR Mio. 59,6 55,0 8,4 %
EBIT EUR Mio. 96,9 90,8 6,7 %
EBT EUR Mio. 83,6 78,3 6,8 %
Bilanzsumme EUR Mio. 982,3 837,9 17,2 %
Anlagenintensität % 70,1 69,9 0,3 %
Investitionen in langfristige
immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen EUR Mio. 170,7 122,0 39,9 %
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit EUR Mio. 122,1 152,0 -19,7 %
Nettoverschuldung EUR Mio. 366,1 281,3 30,1 %
Eigenkapital EUR Mio. 353,8 320,2 10,5 %
Eigenkapitalquote % 36,0 38,2 -5,8 %
Eigenkapitalquote
(bereinigt um Hybridkapital)
% 28,1 29,0 -3,1 %
Gesamtkapitalrendite % 10,7 11,5 -7,0 %
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877– EUR 0,40 0,40 0,0 %
Dividende % 15 15 0,0 %
Mitarbeiter Jahresdurchschnitt 6.053 5.402 12,1 %

Inhalt

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Seehafenorientiert 6
An unsere Aktionäre 17
Brief an die Aktionäre 19
Vorstand und Aufsichtsrat 23
Bericht des Aufsichtsrats 29
Beirat 33
Corporate Governance-Bericht 34
BLG am Kapitalmarkt 39
Jahresabschluss und Lagebericht 41
Konzernlagebericht 55
Publicly owned – privately managed 56
Wirtschaftlicher Hintergrund 57
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 57
Gewinnverwendung 66
Mitarbeiter 67
Risikobericht 68
Nachtragsbericht 73
Prognosebericht 73
Konzernabschluss 77
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 79
Konzernbilanz 80
Segmentberichterstattung 82
Konzern-Eigenkapitalspiegel 84
Konzern-Kapitalflussrechnung 86
Konzernanhang 87
Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter 157
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers 158
Weitere Informationen 159
Beteiligungen 160
Mandate des Vorstands 164
Mandate des Aufsichtsrats 164
Glossar 166
Mehrjahresübersicht 170
Kontakte und Termine 172

Bremer Freihafen I,1894

Von der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft zur BLG LOGISTICS GROUP

Im Februar 1877 gründen 65 Kaufleute die "Bremer Lagerhaus-Gesellschaft – Actiengesellschaft von 1877" (BLG). Sie wollten ihre weit über die Stadt verteilten Lager bündeln und am Wasser konzentrieren. Das geschieht zunächst im Sicherheitshafen, dem späteren Hohentorshafen.

Mit dieser ersten Leistungsbündelung in der deutschen Seehafengeschichte erlebt Bremen als Hafen- und Handelsstadt einen Aufschwung. Sehr schnell werden neue Hafenkapazitäten benötigt. Schon 1888 ist der Freihafen I (Europahafen) fertig, das größte Hafenbecken der Welt. Der BLG wird komplett der Betrieb übertragen. Bald kommen der Freihafen II (Überseehafen) und die Getreideanlage hinzu. 1953 übernimmt die BLG auch die Freihäfen in Bremerhaven und in den 1960er Jahren den Neustädter Hafen in Bremen.

Der Wechsel von der Sackkarre zum Hubstapler verändert in den 1950er Jahren die Hafenarbeit. RoRo-Schiffe für den Überseeverkehr werden gebaut. Trailer werden im Hafen gestaut und mit Zugmaschinen über bordeigene Rampen auf die Schiffe gerollt. Bald rollt alles, was Räder hat, auf eigener Achse an Bord.

Mitte der 1960er Jahre kommen die ersten Container über den Atlantik nach Europa. Im Mai 1966 wird Bremen der erste deutsche Containerhafen. Der Container braucht Spezialgeräte und weiträumige Freiflächen. Deshalb wird ab 1968 das Containerterminal Bremerhaven gebaut. An der Wesermündung gibt es genug freie Flächen. Bis heute ist das Terminal über mehrere Ausbaustufen auf knapp fünf Kilometer Länge gewachsen. Gemäß Guinness Buch der Rekorde hat Bremerhaven die längste Stromkaje der Welt.

Das erste Containerschiff in Bremen: die FAIRLAND macht im Überseehafen fest, 1966

Anfang der 1970er Jahre wird bei der BLG die elektronische Datenverarbeitung als Produktionsfaktor gesehen. So entsteht 1973 die Datenbank Bremische Häfen und das erste Hafeninformationssystem der Welt. Umschlagsunternehmen, Spediteure, Schiffsmakler, Ladungskontrolleure und Behörden schließen sich an. Die Grundlagen für die IT-Vernetzung sind gelegt.

Als Ende der 1970er Jahre die japanische Autoindustrie ihre Exportoffensive startet, ist die BLG von Anfang an dabei und beginnt mit dem Bau des Autoterminals Bremerhaven. Heute ist Bremerhaven mit über zwei Millionen Fahrzeugen pro Jahr eine der größten Autodrehscheiben der Welt.

Automobil-Import via Bremerhaven, 1981

Mit ihrer Gründung und in den folgenden über 100 Jahren Unternehmensgeschichte beweist die BLG immer wieder, dass sie in allen wesentlichen Entwicklungen die Rolle des Vorreiters übernimmt. Diese innovative Kraft zeigte sich auch, als sich in den 1980er Jahren abzeichnet, dass Hafenumschlag und Lagerung allein wirtschaftlich nicht mehr ausreichen. Zur Stärkung der Wertschöpfung erweitert die BLG ihre Diensleistungstiefe. In Bremen und Bremerhaven entstehen die ersten Logistikzentren für seehafenorientierte Leistungen.

In den 1990er Jahren brechen die Ostmärkte zusammen. Klassische Güterströme brechen zusammen, andere suchen sich neue Wege. Beides trifft das Kerngeschäft der BLG. Doch die BLG gewinnt nach ihrer Restrukturierung im Jahr 1997 mit einer globalen Strategie neue Stärke. Sie entwickelt sich zu einem internationalen, seehafenorientierten Logistikdienstleister.

Containerterminal I und Nordhafen Bremerhaven, 1971

Mit der Konzernbildung erfolgt auch die Umbenennung in BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. In dieser Kommanditgesellschaft ist die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft, –Aktiengesellschaft von 1877–, Komplementär und Geschäftsführer. Kommanditist ist die Stadtgemeinde Bremen.

Die BLG LOGISTICS GROUP arbeitet heute in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, mit der Ausweitung der Dienstleistungstiefe und der geografischen Reichweite ist aus dem einst lokalen Hafenunternehmen eine international agierende Logistikgruppe mit komplexen Netzwerken geworden.

In den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTAINER ist die BLG mit ihren Netzwerken Marktführer in Europa. Im Geschäftsbereich CONTRACT gehört sie zu den führenden deutschen Anbietern. Weltweit bietet die Unternehmensgruppe inzwischen rund 15.800 Arbeitsplätze, davon gut die Hälfte im Bundesland Bremen.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE entwickelt die Logistik für Fertigfahrzeuge – im Wesentlichen die weltweite Distribution von den Herstellern bis zu den Händlern in den Bestimmungsländern. Mit einem Volumen von 5,7 Millionen Fahrzeugen im gesamten Netzwerk hat dieser Geschäftsbereich 2008 seine Position als führender Automobillogistiker Europas weiter ausgebaut.

Im Oktober 2008 rollte der erste Zug der BLG AutoRail von Bratislava nach Bremerhaven

Die Standbeine sind Terminals an der See, an großen Flüssen und im Hinterland. Das Terminalnetzwerk wird ergänzt durch Transporte per Straße, Schiene und Wasser sowie durch hohe technische Kompetenz in eigenen Technikzentren.

Aktuell wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Bahntransporte wurden zuvor bei externen Anbietern eingekauft. Nun ergänzen die eigenen Ganzzüge das Transportangebot auf der Schiene. Für den Betrieb der eigenen Waggons wurde das Joint Venture BLG AutoRail GmbH gegründet. Insgesamt ist der Kauf von 1.275 Spezialwaggons in den kommenden Jahren vorgesehen, so dass schließlich 75 Ganzzüge verfügbar sind.

Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Dort sind insgesamt sieben Binnenschiffe für den Autotransport im Einsatz – fünf auf dem Rhein und zwei auf der Donau.

Der Transport auf der Donau ist Teil der Oststrategie der BLG, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern auch die Länder in Westeuropa.

Autoterminal Bremerhaven

Dabei spielt das Autoterminal Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den westeuropäischen Ländern.

Auch im Osten ist die BLG mit ihren logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei und in Tschechien. Zudem werden Autoterminals in Polen und in der Ukraine betrieben. In Vorbereitung sind Terminals bei Moskau und in Zwickau. Zudem ist ein Autoterminal am Schwarzen Meer geplant.

Mit gut zwei Millionen Fahrzeugen im Jahr ist Bremerhaven einer der größten Autoterminals der Welt – eine Drehscheibe für weite Teile Europas mit Exporten, Importen, Transshipment, Lagerung, Technik und Distribution. In den Technikzentren des Autoterminals wurden 2008 rund 500.000 Pkw und Nutzfahrzeuge von 20 verschiedenen Herstellern entkonserviert, gewaschen und kontrolliert.

Die PDI (Pre-Delivery-Inspection) wird ergänzt durch weitere Leistungen. Dazu gehört der Einbau von Sonderausstattungen wie DVD-Anlagen, Handys, Navigationssystemen und Glasdächern. Aber auch Sonderlackierungen oder die Umrüstung von Sonderserien bietet Europas größte Autowerkstatt mit ihren 500 Mitarbeitern. Für den Lückenschluss zwischen Seehafen und mehr als 7.000 Händlern sorgen eine moderne Lkw-Flotte und eigene Autozüge.

Autotransport auf der Donau

Zu den Investitionen im Jahr 2008 gehörte das neue Automobile Service Center (ASC) für Exportfahrzeuge in Bremerhaven sowie der Ausbau des Standortes Kelheim. Im ASC Bremerhaven erhalten die Fahrzeuge vor der Verschiffung ihre erste Inspektion. Auch der Einbau von Sonderausstattungen ist möglich. Zur technischen Ausstattung gehören zwei Waschstraßen und ein Prüfstand, auf dem sich Fahrzyklen simulieren lassen. Dazu gibt es eine Teststrecke zur Erprobung von Fahreigenschaften. Auch die Ausrüstung für TÜV-Abnahme und Abgasuntersuchung sowie ein Bremsenprüfstand sind im ASC vorhanden.

Finishing bei BLG AutoTec

Der Geschäftsbereich CONTRACT

Der Geschäftsbereich realisiert komplexe individuelle Logistiklösungen für Kunden aus Industrie und Handel. Die Leistungsschwerpunkte sind Automotive (Autoteilelogistik), Industrie- und Produktionslogistik, Handelsund Distributionslogistik sowie die Seehafenlogistik für konventionelle Güter.

Handelslogistik für Gebrauchsgüter

In der Kontraktlogistik lassen sich nicht alle Dienstleistungen in einem festen Standortnetzwerk konzentrieren. Deshalb investiert der Geschäftsbereich CONTRACT im Interesse seiner Kunden dort, wo der jeweilige Kunde seine individuelle Leistung benötigt. So arbeiten inzwischen Logistikzentren und Spezialanlagen an über 30 Standorten in Europa und in Übersee für renommierte Kunden wie Mercedes, VW, Bosch, Tchibo, Siemens, Konica Minolta, Ikea, Griesson – de Beukelaer und andere mehr. Im Bereich der Seehafenlogistik kommen noch zahlreiche Reedereien hinzu.

Beispiel Automotive: Beschaffung, Produktion und Absatz in weltweiten Kategorien sind in der globalisierten Automobilindustrie längst Realität. Automotive-Logistik integriert die Teilefertigung der Hersteller und zahlreicher Zulieferer in Systemdienstleistungen, um die Montagelinien der Hersteller im In- und Ausland zuverlässig zu versorgen. Die Hersteller verlagern auch Produktionsschritte auf ihre Logistiker. Dazu gehören im Geschäftsbereich CONTRACT die Aushärtung geklebter Karosserieteile, die Konservierung von Rohbauteilen und die Vormontage von Systemkomponenten. Automotive-Logistik agiert damit als "verlängerte Werkbank" der Automobilindustrie.

Autoteilelogistik für Kfz-Hersteller

Verlängerte Werkbank für die Industrie

Beispiel Industrie- und Produktionslogistik: Dabei geht es insbesondere um die Optimierung der Produktionsabläufe und Materialflüsse in den Werken der Kunden. Dazu gehört auch die Übernahme von Personal, Anlagen und Geräten. Diese Formen der Werkslogistik leistet der Geschäftsbereich CONTRACT für Kunden aus Automobilindustrie und Telekommunikation sowie beim Bau von Eisenbahnen.

Beispiel Handels- und Distributionslogistik: Zentral über Emmerich werden der gesamte europäische Markt und Teile Afrikas mit Bürogeräten von Konica Minolta versorgt. Die Basisgeräte werden im European Distribution Center der BLG nach individuellen Kundenbestellungen konfiguriert, länderspezifisch mit Zubehör sowie Gebrauchsanweisungen bestückt und direkt auf den Weg zum Kunden gebracht.

Autoteile im Logistics Center Bremen

Unter dem Motto "Jede Woche eine neue Welt" lässt Tchibo über 50.000 Verkaufsstellen in Deutschland und Europa mit Bedarfsartikeln versorgen – zentral über das Hochregallager der BLG in Bremen. Und auch Ikea nutzt die Kompetenz der BLG zur Bestückung seiner Verkaufsstellen in Deutschland und England.

Ein weiteres Beispiel für die Handels- und Distributionslogistik ist der Neukunde Griesson – de Beukelaer, einer der führenden europäischen Gebäckhersteller. Der Start erfolgte im Oktober mit der Übernahme des Distributionszentrums Koblenz und des Werkslagers. Mit Jahresbeginn 2009 erfolgte die Übernahme der gesamten operativen Logistik an den Standorten Polch, Kahla, Ravensburg und Wurzen.

Die Seehafenlogistik für konventionelles Stückgut hat ihren Schwerpunkt an den Terminals im Neustädter Hafen in Bremen. Dabei geht es um individuelle Logistik für Projektladungen, Verkehrssysteme, Stahlprodukte, Maschinen und Anlagen und die gesamte Gruppe der Forstprodukte. Am Containerterminal Bremerhaven bietet die BLG zudem komplette Logistiklösungen für Kühl- und Tiefkühlgüter.

Der Geschäftsbereich CONTAINER

Im Geschäftsbereich CONTAINER ist das Joint Venture EUROGATE Marktführer in Europa. Die Marktposition basiert auf dem gesamteuropäischen Terminalkonzept und dessen Erweiterung durch alle mit dem Containerverkehr verbundenen Dienstleistungen. Zum Netzwerk gehören Transporte per Schiene, Straße und Wasser sowie Logistikleistungen für containerisierte Güter.

Das EUROGATE-Terminalnetzwerk umfasst die Standorte Bremerhaven, Hamburg, Lissabon, Gioia Tauro, La Spezia, Ravenna, Salerno, Livorno, Cagliari und Tanger. 2011 kommen der JadeWeserPort in Wilhelmshaven und eine Betreiberpartnerschaft am neuen Terminal im russischen Ust-Luga hinzu. Die Netzwerkstrategie wird durch das überproportionale Wachstum der Terminals bestätigt. 2008 wurden 14,2 Mio. TEU umgeschlagen.

Die stärksten Standorte im Terminalnetzwerk sind Bremerhaven, Hamburg und Gioia Tauro. Zur Anpassung an das weitere Wachstum sind erhebliche Kapazitätserweiterungen erforderlich. In Bremerhaven wurde im September 2008 die Erweiterung CT 4 eingeweiht. Diese Ausbaustufe verlängerte das Terminal um knapp 1.700 Meter auf fast fünf Kilometer. In Hamburg werden die Großschiffsliegeplätze 1 bis 3 modernisiert und erweitert. Neue Liegeplätze und Arbeitsflächen entstehen mittelfristig durch die Westerweiterung.

Um die Leistungspotenziale der EUROGATE-Terminals in Bremerhaven und Hamburg für die Reeder optimal zu erschließen, ist die Anpassung der Fahrwasser in Außenweser und Elbe beantragt. Unabhängig von der Diskussion um die künftige Entwicklung der Schiffsgrößen müssen beide Häfen von allen heute in Fahrt befindlichen Contai-

Containerterminal Hamburg

Containerterminal Bremerhaven

Der JadeWeserPort ist deshalb eine ideale Ergänzung der großen deutschen Containerhäfen Bremerhaven und Hamburg. Dies gilt nicht allein hinsichtlich der erforderlichen Wassertiefe, sondern auch als großräumige Ergänzung für den Kapazitätsbedarf der Zukunft. Im April 2006 wurde EUROGATE die Betreiberlizenz für den JadeWeserPort zugesprochen.

Ankunft neuer Containerbrücken in Gioia Tauro

nerschiffen unabhängig von den Tidebewegungen jederzeit erreichbar sein. Dafür ist eine Fahrwassertiefe von über 15 Metern unter Seekarten-Null (SKN) erforderlich.

Fahrwasserbeschränkungen sind bei dem geplanten Bau eines neuen Containerterminals in Wilhelmshaven (JadeWeser-Port) nicht gegeben. Die vorhandene Tiefe von 18 Metern unter SKN bietet auch den größten Containerschiffen komfortable Bedingungen. Selbst für die Container-Giganten mit über 10.000 TEU Stellkapazität sind die Bedingungen im Jadefahrwasser optimal.

JadeWeserPort Wilhelmshaven

AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER im Leistungsverbund

Die drei BLG-Geschäftsbereiche agieren zwar in jeweils spezifischen Märkten, sie ergänzen sich aber auch bei verschiedenen Geschäften oder realisieren als Verbundleistung vollstufige Logistikketten. Dafür ist ein Sportcoupé von Mercedes exemplarisch.

Die Beziehung zwischen der BLG und Daimler besteht seit vielen Jahren. Das betrifft die Logistik für Fertigfahrzeuge ebenso wie für Autoteile, mit denen die überseeischen Montagelinien versorgt werden. Für das CLC Sportcoupé wurde gemeinsam eine bislang einzigartige Komplettlösung entwickelt.

Die in Brasilien montierten Fahrzeuge sind für den europäischen Markt bestimmt. Die Bauteile kommen überwiegend aus Europa und werden durch Elemente in Brasilien ansässiger Zulieferer ergänzt.

Montage in Juiz de Fora

Im Logistikzentrum Bremen fließen alle Autoteile für die ausländische Produktion zusammen. 2.500 unterschiedliche Teile von Daimler und 250 Zulieferern werden kontrolliert, konsolidiert, sortiert und inventarisiert. Um Rohbauteile vor Korrosion zu schützen, erfolgt die Konservierung in einer industriellen Großanlage. Dann werden die Fahrzeugteile in Mehrweg-Ladungsträger verpackt und containerisiert. Zum Leistungsprofil gehören auch Verpackungsentwicklung, Stauoptimierung und Leergut-Management.

links: Fertigungsphase in Juiz de Fora Verschiffung in Rio de Janeiro

Autoteile für den Export im Logistics Center Bremen

AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER im Leistungsverbund

Die beladenen Container werden am Containerterminal Bremerhaven auf Containerschiffe verladen. Zielhafen ist Rio de Janeiro. Dort sorgt das Gemeinschaftsunternehmen BMS Logistica für den Transport zum Montagewerk. In Juiz de Fora übernimmt BMS den Wareneingang, Vormontagen von Baukomponenten und die Werkslogistik. Alle erforderlichen Teile müssen der Montagelinie rechtzeitig, im richtigen Zustand und der richtigen Menge an allen Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Dokumentation, Personaldisposition, Bestandsabgleich mit Daimler, Transportkoordination und Leergutrückführung.

Am Ende der Produktion sorgt BMS für die Abnahme der Fertigfahrzeuge und den Rücklauf der leeren Mehrweg-Behälter. Dabei geht das Leergut per Container über das Logistics Center Bremen an Daimler und alle Zulieferer zurück, wo der Kreislauf erneut beginnt.

Die fertigen Fahrzeuge werden nach Rio transportiert und auf Autoschiffe verladen. So gelangen sie zum Autoterminal Bremerhaven. Eine besondere Stärke ist das Technikzentrum – mit der Bearbeitung von rund 500.000 Fahrzeugen im Jahr die größte Autowerkstatt Europas. Das Leistungsspektrum reicht von der Reinigung und Kontrolle über die Pre-Delivery-Inspection bis hin zu technischen Umrüstungen und kundenindividuellen Ausstattungen.

Am Ende steht die Schlussabnahme durch die Qualitätssicherung. Dann kommt das letzte Glied der Logistikkette für die Fahrzeuge aus Brasilien – die Auslieferung an die Autohändler in Europa.

Ankunft der fertigen Fahrzeuge in Bremerhaven

An unsere Aktionäre

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Brief an die Aktionäre 19
Vorstand und Aufsichtsrat 23
Bericht des Aufsichtsrats 29
Beirat 33
Corporate Governance-Bericht 34
BLG am Kapitalmarkt 39
Jahresabschluss und Lagebericht 41

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

mit diesem Brief möchten wir Sie über das zurückliegende Geschäftsjahr 2008 informieren, einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen geben und einen kurzen Blick in die überschaubare Zukunft werfen.

Das Geschäftsjahr 2008 war für den BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) mit einem Umsatzvolumen von 962,6 Millionen Euro (+8,2 Prozent) und einem Vorsteuerergebnis von 83,6 Millionen Euro (+6,8 Prozent) wiederum ein Rekordjahr. Durch den strategischen Ausbau unserer Terminal- und Servicenetzwerke stiegen unsere Investitionen auf 170,7 Millionen Euro (+39,3 Prozent). Die Bilanzsumme nahm auf 982,3 Millionen Euro (+17,2 Prozent) zu. Das Eigenkapital stieg auf 353,8 Millionen Euro (+10,5 Prozent).

Bezogen auf Ihr Unternehmen, die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877– (BLG), schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 4. Juni 2009 vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende in Höhe von 0,40 Euro je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer kontinuierlichen Dividende von 15 Prozent auch für das Geschäftsjahr 2008 und einer attraktiven Dividendenrendite von vier Prozent bezogen auf den Börsenkurs zum Jahresende.

BLG-Konzern 2008 noch auf Wachstumskurs

Im Geschäftsbereich AUTOMOBILE haben wir insgesamt 5,7 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert und technisch bearbeitet. Das waren 10 Prozent mehr als 2007. Im Geschäftsbereich CONTRACT konnten wir im Umsatz ebenfalls noch einmal deutlich zulegen – bedingt durch Wachstum in vorhandenen Geschäften und durch Neugeschäfte. Im Geschäftsbereich CONTAINER sind wir in der Summe um gut zwei Prozent auf 14,2 Millionen TEU gewachsen.

Nun ist die Zeit, in der wir immer wieder neue Rekordzahlen berichten konnten, vorerst beendet. Dabei zeigt die Entwicklung im ersten Quartal ein erheblich schlechteres Bild, als wir noch zum Ende des Geschäftsjahres 2008 erwarten konnten. Zumindest in diesem Jahr werden wir im Konzern sehr deutlich unter den Ergebnissen von 2008 bleiben.

Seriöse Prognosen zum laufenden Geschäftsjahr sind gegenwärtig nicht möglich. Die meisten unserer Kunden sagen, sie "fahren auf Sicht" und hoffen, dass sich das Blatt möglichst bald wieder wendet. Als Logistikdienstleister sind wir unmittelbar von der Geschäftsentwicklung unserer Kunden abhängig.

Auch die Wirtschaftsforscher sind uneins, da alle ökonomischen Parameter, die den gewöhnlichen Prognosen zugrunde liegen, durch die besondere Ursache und die Art der gegenwärtigen Krise außer Kraft gesetzt sind. Das gilt ebenso für alle Aussagen zur möglichen Dauer der Krise.

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

Die Auftragseingänge für unsere exportstarken Industriebranchen sind schon seit dem vierten Quartal 2008 rückläufig. Das spüren die Seehäfen zurzeit sehr stark. Der Exportweltmeister Deutschland ist von der weltweit rückläufigen Nachfrage besonders betroffen. Wir merken die rückläufige Konjunktur insbesondere am Autoterminal Bremerhaven. Aber auch die Containerterminals in Bremerhaven und Hamburg sind betroffen.

Der Autoumschlag in Bremerhaven hat sich im ersten Quartal, verglichen mit dem ersten Quartal 2008, halbiert. Durch Produktionspausen und Kurzarbeit bei für uns wichtigen Herstellern sowie durch die schon geplanten langen Produktionsferien im Sommer können wir frühestens zum Jahresende auf eine allmähliche Normalisierung der internationalen Automärkte hoffen.

Die "Abwrackprämie" zeigt auch bei uns, dass gezielte politische Maßnahmen durchaus schnelle Wirkung haben können. Wir merken dies in unseren Technikzentren, in denen wir Kleinwagen aufbereiten und teils auch auf unseren Binnenterminals sowie bei den Automobiltransporten. Unser wichtigstes Einzelgeschäft, der Autoumschlag in Bremerhaven, profitiert davon aber nicht. Die Exporte sind drastisch zurückgegangen und die Importe laufen sehr schleppend.

Von der Krise sind gerade unsere volumenstärksten Geschäfte – die Containerterminals in Bremerhaven und Hamburg sowie das Autoterminal in Bremerhaven – betroffen. Etwas differenzierter ist das Bild im Geschäftsbereich CONTRACT. Während die Autoteilelogistik an der weltweiten Schwäche der Automobilindustrie leidet, zeigen sich andere Geschäftsfelder relativ stabil. Es gibt also auch positive Aspekte in unserer gegenwärtigen Entwicklung. Sie alle reichen aber nicht aus, um die negativen Auswirkungen der Krise zu kompensieren.

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren vom fortschreitenden Globalisierungsprozess erheblich profitiert, allen voran die deutsche Exportwirtschaft sowie insbesondere die Transport- und Logistikbranche. Dann wurde ein nationaler Immobilien-Crash in den USA zum internationalen Finanz- und Wirtschaftsproblem. Auch das ist Globalisierung. Der weltweite Abschwung hinterlässt überall in den deutschen Seehäfen, den Paradepferden der Wachstums- und Beschäftigungsentwicklung der letzten Jahre, heftige Spuren.

Chancen durch langfristig orientierte Strategie

Das heißt aber nicht, dass die Entwicklung der Seehäfen und des BLG-Konzerns dauerhaft beeinträchtigt wird, denn die grundlegenden Bedingungen ändern sich langfristig nicht. Die Globalisierung ist nicht mit voller Kraft gegen die Wand gefahren und wird nun verschrottet. Der Globalisierungsprozess wird sich weiter fortsetzen und weiterhin laufen 98 Prozent des interkontinentalen Handels über die Seewege. Davon leben nicht nur die Seehäfen, sondern große Teile der gesamten Transport- und Logistikbranche.

Die gegenwärtige Atempause muss genutzt werden, um die Verkehrswege bedarfsgerecht anzupassen. Deutschland ist die Logistikdrehscheibe Europas und die deutschen Logistikunternehmen sind im weltweiten Vergleich spitze. Wenn wir diese Position halten wollen, brauchen wir leistungsfähige Straßen, Schienen- und Wasserwege. Investitionen in Verkehrsinfrastrukturen sind gut angelegtes Geld. Sie gehören zu den wirkungsvollen Maßnahmen im Rahmen der beschlossenen Konjunkturpakete.

Darüber hinaus ist jetzt aber jedes Unternehmen gefordert, sich in seinen Organisationsund Kostenstrukturen anzupassen. Schlanke und effiziente Unternehmen werden gestärkt aus der Krise hervorgehen. Das hat die Vergangenheit mehrfach bewiesen – gerade auch bei der BLG. Diese Stärke ist auch jetzt wieder gefordert. Dabei handeln wir konsequent und schnell. Wir optimieren unsere Organisations- und Kostenstrukturen sowie unsere Leistungsprozesse und deren Qualität. An unserer langfristig angelegten und seit 1998 erfolgreichen Wachstumsstrategie halten wir dabei unverändert fest.

Wir setzen auf unsere Belegschaft

Wir wissen, dass wir dabei auf das hohe Engagement und die Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertrauen können. Der BLG-Konzern verfügt über eine Belegschaft, die sich mit ihrer Erfahrung, Motivation und Qualität gerade auch in der schnellen, erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre als außerordentlich flexibel und leistungsstark erwiesen hat. Sie bildet das Rückgrat unserer personalintensiven Logistikdienstleistungen.

Jede Krise trägt immer schon den Keim des nächsten Aufschwungs in sich. Gegenwärtig kann allerdings noch niemand sagen, wann genau sich die weltwirtschaftliche Lage wieder normalisiert. Dabei liegt die Weltwirtschaft ja nicht völlig danieder. Sie läuft weiter, allerdings auf reduziertem Niveau. Dabei kommen auch immer wieder neue Geschäfte in den Markt. Davon konnten wir in der letzten Zeit durchaus profitieren.

Wir sind jedoch sicher, dass der BLG-Konzern die gegenwärtige Situation meistern wird und – nicht zuletzt dank unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – neu gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Dabei danken wir Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für das Vertrauen in Ihr Unternehmen, die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft –Aktiengesellschaft von 1877–.

Yours. Globally

Detthold Aden Manfred Kuhr Hartmut Mekelburg

Hillert Onnen Emanuel Schiffer

Vorstand und Aufsichtsrat

An unsere Aktionäre

Die duale Unternehmensverfassung in Deutschland sieht bei Aktiengesellschaften zwei Führungsorgane mit klar getrennten Funktionen vor: Der Vorstand leitet eigenverantwortlich das Unternehmen, während dem Aufsichtsrat die Überwachung und Beratung des Vorstands obliegen.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die personelle Besetzung der beiden Organe bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, über die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie über die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse.

Vorstand

Hartmut Mekelburg

geboren 1952 bestellt bis 2010

Arbeitssicherheit/ Umweltschutz Personal Revision

Hillert Onnen

geboren 1948 bestellt bis 2011

Finanzen Controlling Bilanzen/Steuern Investor Relations IT Einkauf Recht

Detthold Aden

geboren 1948 bestellt bis 2013

Vorsitzender

Führungskräfte Kommunikation Koordination Verkehrspolitik

An unsere Aktionäre

Emanuel Schiffer

geboren 1951 bestellt bis 2014

Geschäftsbereich CONTAINER

Manfred Kuhr

geboren 1949 bestellt bis 2011

Stellv. Vorsitzender

Geschäftsbereiche AUTOMOBILE CONTRACT

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht nach der Satzung aus sechzehn Mitgliedern, und zwar aus acht Aufsichtsratsmitgliedern, deren Wahl nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt, und aus acht Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer, die nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes vom 4. Mai 1976 (MitBestG) gewählt werden.

Josef Hattig, Bremen, (Vorsitzender)

Senator a. D., Rechtsanwalt

Erhard Ott, Berlin, (stellvertretender Vorsitzender) Mitglied des Bundesvorstands ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – seit 2. März 2009 –

Andreas Bergemann, Reinfeld, (stellvertretender Vorsitzender)

Leiter Bundesfachgruppe Häfen ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – vom 5. Juni 2008 bis 31. Dezember 2008 –

Rainer Müller, Bremen, (stellvertretender Vorsitzender) Fachbereichsleitung ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Landesbezirk Bremen-Niedersachsen – bis 5. Juni 2008 –

Uwe Beckmeyer, Bremerhaven,

Senator a. D., Mitglied des Deutschen Bundestages – seit 5. Juni 2008 –

Harald Bethge, Bremen,

Fachbereichsleitung ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Bremen-Niedersachsen – seit 5. Juni 2008 –

Hans Driemel, Langen,

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG

Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Bremen,

Vorsitzender des Vorstands Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –

Ernst-Otto Krüger, Bremerhaven,

– bis 5. Juni 2008 –

Wolfgang Lemke, Langen,

Vorsitzender des Betriebsrates Bremerhaven BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Karoline Linnert, Bremen,

Bürgermeisterin und Senatorin für Finanzen Freie Hansestadt Bremen

Ralf Nagel, Bremerhaven,

Senator für Wirtschaft und Häfen sowie Senator für Justiz und Verfassung Freie Hansestadt Bremen

Dr. Ulrich Nußbaum, Bremerhaven,

Senator a. D., Geschäftsführender Gesellschafter SLH Sea Life Harvesting GmbH & Co. KG – bis 5. Juni 2008 –

Jürgen Oltmann, Bremen,

Vorsitzender des Vorstands Die Sparkasse Bremen AG (bis 31. Januar2009)

Jürgen Ortmann, Bremerhaven,

Mitarbeiter BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG – bis 5. Juni 2008 –

Jürgen Roggemann, Bremen,

Geschäftsführender Gesellschafter Enno Roggemann GmbH & Co. KG – bis 5. Juni 2008 –

Jürgen Rolappe, Bremen,

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Frank Schäfer, Hamburg,

Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG – seit 5. Juni 2008 –

Gerrit Schützenmeister, Bremerhaven,

Mitglied des Betriebsrates BLG AutoTec GmbH & Co. KG – seit 5. Juni 2008 –

Jörg Schulz, Bremerhaven,

Oberbürgermeister Stadt Bremerhaven

Dieter Schumacher, Bremen,

Leiter Personal BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Dieter Strerath, Bremen,

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates Bremen BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG – bis 5. Juni 2008 –

Dr. Patrick Wendisch, Bremen,

Geschäftsführender Gesellschafter Lampe & Schwartze KG – seit 5. Juni 2008 –

Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– endet mit Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2013.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Bilanzausschuss Dr. Patrick Wendisch (Vorsitzender)
Harald Bethge
Karoline Linnert
Jürgen Oltmann
Jürgen Rolappe
Frank Schäfer
Personalausschuss Josef Hattig (Vorsitzender)
Hans Driemel
Dr. Stefan-Andreas Kaulvers
Wolfgang Lemke
Ralf Nagel
Erhard Ott
Jürgen Rolappe
Jörg Schulz
Vermittlungs-
ausschuss gemäß H
§ 27 Abs. 3
Mitbestimmungs-
gesetz
Josef Hattig (Vorsitzender)
ans Driemel
Dr. Stefan-Andreas Kaulvers
Wolfgang Lemke
Ralf Nagel
Erhard Ott
Jürgen Rolappe
Jörg Schulz

Bericht des Aufsichtsrats

An unsere Aktionäre

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2008 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. So war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt.

Wenn für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats – unter anderem vorbereitet durch seine

Josef Hattig

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ausschüsse – die Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft oder aufgrund von schriftlichen Informationen verabschiedet. An den Sitzungen haben die Mitglieder des Vorstands stets teilgenommen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für den Konzern war der Aufsichtsrat eingebunden. Die in den Berichten des Vorstands geschilderte wirtschaftliche Lage und die Entwicklungsperspektiven des Konzerns, der einzelnen Geschäftsbereiche und der wichtigen Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland waren Gegenstand sorgfältiger Erörterung. Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2008 zu fünf Sitzungen zusammen. Kein Mitglied des Aufsichtsrats nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Die von den Aktionären und die von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen zum Teil in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Besonderes Augenmerk galt der Weiterentwicklung der drei Geschäftsbereiche, der Umsetzung des Vorhabens JadeWeserPort, der Osteuropastrategie der Geschäftsbereiche AUTOMOBILE und CONTAINER, des Risikomanagementsystems und der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Abweichungsanalysen zur Unternehmensplanung wurden zeitnah gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. In der Sitzung am 12. März 2008 hat der Aufsichtsrat dem Erwerb von 50 Prozent der Geschäftsanteile an der BLG AutoRail GmbH, Bremen (ehemals CTL Car Transport Logistics GmbH, Mainz) zugestimmt. In der Sitzung im Dezember 2008 wurden intensiv die operative Planung sowie die Finanz- und Bilanzplanung seitens des Vorstands für die Jahre 2009 bis 2011 sowie der Erwerb weiterer Geschäftsanteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics besprochen.

Auf Empfehlung des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. April 2008 die Vertragsverlängerung von Herrn Detthold Aden zum Vorstandsvorsitzenden bis 2013 und am 19. Dezember 2008 die Vertragsverlängerung von Herrn Emanuel Schiffer zum Vorstand bis 2014 beschlossen.

Der Aufsichtsrat hatte in seiner Sitzung am 20. Dezember 2007 auf Empfehlung des Personalausschusses der Hauptversammlung am 05. Juni 2008 Karoline Linnert, Uwe Beckmeyer, Josef Hattig, Dr. Stefan-Andreas Kaulvers, Ralf Nagel, Jürgen Oltmann, Jörg Schulz sowie Dr. Patrick Wendisch als Kandidaten zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vorgeschlagen. Die Hauptversammlung am 5. Juni 2008 ist diesen Vorschlägen gefolgt.

Im Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gab es im Jahr 2008 darüber hinaus folgende Veränderungen: Andreas Bergemann, stellvertretender Vorsitzender, hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 31. Dezember 2008 niedergelegt. Im Wege der gerichtlichen Bestellung ist Herr Erhard Ott am 2. März 2009 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Ott in seiner Sitzung am 17. März 2009 zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat dankt allen in 2008 ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre engagierte, konstruktive Mitarbeit und für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet. Die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse enthält die Aufstellung auf Seite 28. Zur Beschreibung der Zuständigkeit der Ausschüsse, die ebenfalls Teil des Berichts des Aufsichtsrats ist, siehe Corporate Governance-Bericht auf Seite 34 ff. des Geschäftsberichtes.

Arbeit der Ausschüsse

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nach seiner Konstituierung am 5. Juni 2008 zu keiner weiteren Sitzung zusammentreten.

Der Personalausschuss trat am 12. März 2008, 22. April 2008, 5. Juni 2008, 12. September 2008 sowie am 19. Dezember 2008 zusammen. Behandelt wurden im Wesentlichen Fragen der Vorstandsvergütung. In der Sitzung am 22. April 2008 hatte der Personalausschuss über die erneute Berufung von Herrn Detthold Aden zum Vorstandsvorsitzenden und am 19. Dezember 2008 über die erneute Berufung von Herrn Emanuel Schiffer zum Vorstand sowie die Neuabschlüsse der entsprechenden Vorstandsverträge zu befinden.

Der Bilanzausschuss trat im Berichtsjahr am 16. April 2008, 5. Juni 2008 und 12. Dezember 2008 zusammen. Er hat sich insbesondere mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns befasst. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit war die Risikolage, die Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie Fragen der Compliance. Besonderes Augenmerk galt der Unternehmensplanung, der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung sowie der Auswirkung der Finanz- und Wirtschaftskrise im Konzern.

Die Sitzungen und Entscheidungen der Ausschüsse wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. Mitglieder des Vorstands nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil. Aus den Sitzungen der Ausschüsse wurde im Plenum berichtet.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich ebenfalls mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 6. Juni 2008 berücksichtigt. Am 19. Dezember 2008 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat hierzu die 7. Entsprechenserklärung abgegeben, die durch Wiedergabe auf der Homepage unter www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden ist.

Die im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 darzustellenden Angaben nach den §§ 289 Abs. 4 HGB bzw. 315 Abs. 4 HGB über bestimmte gesellschaftsrechtliche Grundlagen und Rechtsverhältnisse der Gesellschaft finden Sie auf den Seiten 34 ff. Der Aufsichtsrat hebt hierzu hervor, dass bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder dem Vorstand oder Aufsichtsrat bekannte Stimmbindungsvereinbarungen noch Vereinbarungen bestehen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und der vorbereitenden Sitzung des Bilanzausschusses waren die Vertreter des ordnungsgemäß gewählten Abschlussprüfers FIDES Treuhandgesellschaft KG, Bremen, anwesend und haben die Ergebnisse ihrer Prüfung eingehend dargestellt.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind nach den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vom Vorstand aufgestellt, von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der FIDES Treuhandgesellschaft KG, Bremen, geprüft und grundsätzlich mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde im Hinblick auf den Eigenkapitalausweis nach dem 2008 überarbeiteten Standard IAS 32 mit einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des neuen IAS 32 zu vermeiden, welche die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals insbesondere von Minderheitenanteilen als Eigenkapital nicht deckungsgleich abbildet, wurde der IAS 32 in der bis 2000 geltenden Fassung angewendet. Weitere Details ergeben sich aus dem Bestätigungsvermerk auf Seite 158 und insbesondere aus den Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang auf den Seiten 124 ff.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2008 erstatteten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesent lich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Gesellschaft haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses einschließlich der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des BLG-Konzerns ist er einverstanden. Dies gilt auch für die Dividendenpolitik und die Entscheidungen zu den Rücklagen in der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorständen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BLG-Konzerns Dank und Anerkennung aus. Gemeinsam haben sie im abgelaufenden Geschäftsjahr mit großem Einsatz erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielt.

Bremen, im April 2009

Für den Aufsichtsrat

Josef Hattig

Vorsitzender

Ein Gremium renommierter externer Fachleute berät die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG bei ihrer strategischen internationalen Entwicklung.

Josef Hattig (Vorsitzender) Senator a.D., Rechtsanwalt

Dr. Norbert Bensel Vorstand Transport und Logistik DB Mobility Logistics AG

Jens Böhrnsen Bürgermeister und Präsident des Senats Freie Hansestadt Bremen

Dr. Dieter Flechsenberger Geschäftsführender Gesellschafter DVV Media Group

Dr. Ottmar Gast Sprecher der Geschäftsführung Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG

Prof. Dr. Bernd Gottschalk Geschäftsführer AutoValue GmbH

Hans-Jörg Hager Präsident des Unternehmer-Coloquiums Spedition (UCS)

Dr. Heinrich Hiesinger Mitglied des Vorstands Siemens AG

Dr. Peter Kruse Ehemals Sonderbeauftragter des Vorstands Deutsche Post AG

Michael Kubenz Geschäftsführender Gesellschafter Kube & Kubenz Unternehmensgruppe,

Präsident des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV)

Volker Lange Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V., Senator a.D.

Dr. Bernd Malmström Rechtsanwalt

Jürgen Roggemann Geschäftsführender Gesellschafter Enno Roggemann GmbH & Co. KG

Dr. Karl Sommer

Bereichsleiter Logistik, Gestaltung und Betrieb, Versorgungsnetzwerk (ML) BMW AG

Prof. Dr.-Ing. Frank Straube Technische Universität Berlin, Geschäftsführender Direktor Bereich Logistik

Dr. h.c. Klaus Wedemeier Vorsitzender des Vorstands Wirtschaftsverband Weser e.V., Bürgermeister a.D.

Hans-Heinrich Weingarten Ehemals Executive Vice President Mercedes Car Group – Produktion

Prof. Dr. Joachim Zentes

Universität des Saarlandes, Institut für Handel und Internationales Marketing

Corporate Governance-Bericht

Corporate Governance

Corporate Governance umfasst das gesamte System der Leitung und Überwachung eines Konzerns einschließlich der Organisation des Konzerns, seiner geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie des Systems der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen. Gute und transparente Corporate Governance gewährleistet eine verantwortliche, auf Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Konzerns. Sie fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, des Kapitalmarktes, der Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Gesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GE-SELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance der BLG ergibt sich aus dem deutschen Recht, insbesondere dem Aktien-, Mitbestimmungs- und Kapitalmarktrecht sowie der Satzung der Gesellschaft und orientiert sich ergänzend an dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist durch das deutsche Gesellschaftsrecht ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben. Danach leitet der Vorstand das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Der Vorstand ist dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand ist personell strikt vom Aufsichtsrat getrennt. Kein Mitglied des Vorstands kann zugleich Mitglied des Aufsichtsrats sein. Der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden. Für bestimmte in der Satzung der BLG festgelegte Geschäfte der Gesellschaft muss der Vorstand vor deren Abschluss die Zustimmung des Aufsichtsrats einholen. Dazu gehören unter anderem der Erwerb und die Veräußerung von Unternehmen und Unternehmensteilen sowie die Emission von Anleihen und vergleichbaren Finanzinstrumenten.

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften für die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind die §§ 84, 85 AktG. Für die Änderung der Satzung sind die §§ 133, 179 AktG sowie § 15 der Satzung maßgeblich.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, dass nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder dem Aufsichtsrat angehören. Im amtierenden Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sind keine ehemaligen Vorstandsmitglieder vertreten. Damit ist eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleistet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden zur einen Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt. Zur anderen Hälfte besteht der Aufsichtsrat aus von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes 1976 gewählten Vertretern.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet.

Bilanzausschuss: Der Bilanzausschuss nimmt zugleich die Aufgaben des Prüfungsausschusses war. Der Bilanzausschuss besteht aus drei Vertretern der Anteilseigner und drei Arbeitnehmervertretern. Dieser Ausschuss tagt regelmäßig zwei Mal im Jahr. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Prüfung der Rechnungslegung des Unternehmens sowie des vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschlusses, Lageund Konzernlageberichts und des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT – Aktiengesellschaft von 1877. Auf der Grundlage der Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes der Gesellschaft

erarbeitet der Bilanzausschuss Vorschläge für die Billigung der Abschlüsse durch den Aufsichtsrat. Der Bilanzausschuss ist auch für die Beziehungen der Gesellschaft zum Abschlussprüfer zuständig. Der Ausschuss bereitet die Erteilung des Prüfungsauftrags an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer vor, regt Prüfungsschwerpunkte an und legt die Vergütung des Abschlussprüfers fest. Ferner überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers.

Darüber hinaus befasst sich der Bilanzausschuss mit dem internen Kontrollsystem des Unternehmens sowie mit den Verfahren zur Risikoerfassung, zur Risikokontrolle und zum Risikomanagement. Weiterhin ist der Bilanzausschuss auch für Fragen der Compliance zuständig und behandelt bei jeder seiner Sitzungen neue Entwicklungen in diesem Bereich.

Personalausschuss: Auch der Personalschuss ist paritätisch besetzt und besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und sieben weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsratsplenums vor, das über Bestellung und Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern entscheidet. Der Personalausschuss beschließt anstelle des Plenums über die Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstands. Zudem berät er über die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand.

Der Personalausschuss nimmt auch die Aufgaben des Nominierungsauschusses wahr. Dieser wird vorbereitend bei Wahlen der Vertreter der Anteilseigner zum Aufsichtsrat tätig. Er schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner vor.

Vermittlungsausschuss (gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz): Der Aufsichtsrat bildet zur Wahrnehmung seiner Aufgaben gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz einen Ausschuss, dem der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter sowie je drei von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtratsmitgliedern der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewähltes Mitglied angehört.

Die Aktionäre nehmen ihre Mitverwaltungsund Kontrollrechte in der Hauptversammlung wahr. Jede Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– gewährt eine Stimme. Eine Höchstgrenze für Stimmrechte eines Aktionärs oder Sonderstimmrechte bestehen nicht. Damit ist das Prinzip "one share, one vote" vollständig umgesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien, deren Übertragung der Zustimmung der Gesellschaft bedarf. Aktionäre, deren Anteil am Grundkapital 10 Prozent überschreitet, sind die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, und Die Sparkasse Bremen AG, Bremen; Einzelheiten zur Aktionärsstruktur finden sich auf Seite 40.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 19. Dezember 2008 die 7. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 06. Juni 2008 abgegeben. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht worden. Einzelheiten hierzu sind im Internet unter www.blg.de abrufbar.

Risiken frühzeitig erkennen

MIt unserem Risikomanagementsystem lassen sich Risiken frühzeitig erkennen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und neuen Entwicklungen angepasst. Einzelheiten dazu finden Sie im Risikobericht ab Seite 68.

FIDES zum Abschlussprüfer gewählt

Die Rechnungslegung des Jahresabschlusses der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– efolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Rechnungslegung des Konzernabschlusses der Gesellschaft erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Bremen, wurde von der Hauptversammlung zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer der BLG für das Geschäftsjahr 2008 gewählt. Der Aufsichtsrat hat sich vor der Beauftragung vergewissert,

dass die bestehenden Beziehungen zwischen Prüfer und Gesellschaft oder ihren Organen keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Prüfers begründen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts bzw. Konzernlageberichts.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 17 der Satzung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– geregelt und wird durch die Haupt-

Bezüge des Aufsichtsrats 2008
(in TEUR) Aus
Fixe Variable schuss Sitzungs Sons
Bezüge Bezüge tätigkeit geld tiges* Gesamt
Josef Hattig 15 23 1 5 8 52
Erhard Ott 0 0 0 0 0 0
Andreas Bergemann 0 0 0 3 2 5
Uwe Beckmeyer 0 0 0 2 0 2
Harald Bethge 0 0 0 2 0 2
Hans Driemel 5 8 1 5 8 27
Heiner Heseler 3 5 0 0 0 8
Jörg Kastendiek 3 5 1 0 0 9
Stephan-Andreas Kaulvers 5 8 1 5 0 19
Ernst-Otto Krüger 5 8 0 1 8 22
Wolfgang Lemke 5 8 1 4 0 18
Karoline Linnert 2 2 0 3 2 9
Rainer Müller 0 16 0 3 0 19
Ralf Nagel 2 2 0 5 0 9
Ulrich Nußbaum 5 8 1 1 6 21
Jürgen Oltmann 5 8 1 2 0 16
Jürgen Ortmann 5 8 1 2 0 16
Jürgen Roggemann 10 16 1 2 0 29
Jürgen Rolappe 5 8 2 6 0 21
Frank Schäfer 0 0 0 2 8 10
Jörg Schulz 5 8 1 5 0 19
Dieter Schumacher 4 6 0 2 0 12
Gerrit Schützenmeister 0 0 0 2 0 2
Dieter Strerath 5 8 0 1 0 14
Patrick Wendisch 0 0 0 2 0 2
89 155 12 65 42 363

Bezüge des Aufsichtsrats

* konzerninterne Aufsichtsratsmandate

versammlung bestimmt. Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Die derzeitige Vergütungsregelung wurde in der Hauptversammlung am 9. Juni 2004 beschlossen. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält EUR 5.000,00, der Vorsitzende das Dreifache, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Bilanzausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das Doppelte des Betrages. Mitglieder des Bilanzausschusses und des Personalausschusses erhalten zusätzlich EUR 1.000,00 pro Jahr.

Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den Unternehmenserfolg bezogene variable Vergütung. Diese errechnet sich in Abhängigkeit vom Konzernergebnis (EBT) wie folgt: übersteigt das Konzernergebnis den Betrag von EUR 20 Mio., erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats 0,2 Prozent des Konzernergebnisses. Von diesem Betrag erhält das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats 1/20. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 3/20, sein Stellvertreter sowie der Vorsitzende des Bilanzausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses, sofern er nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, 2/20 dieses Betrages.

Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 500,00 pro Sitzung, gegebenenfalls darüber hinausgehende Aufwendungen werden in der nachgewiesenen Höhe erstattet. Die BLG trägt die Prämien für eine angemessene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D & O Versicherung) der Mitglieder des Aufsichtsrats. Schließlich erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften ebenfalls Vergütungen.

Zum 31. Dezember 2008 sind Aufsichtsratsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Vergütung des Vorstands

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder legt der Aufsichtsrat bzw. sein Personalausschuss fest, der vom Aufsichtsratsvorsitzenden geleitet wird. Der Aufsichtsrat berät und beschliesst auf Vorschlag des Personalausschusses über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft es regelmäßig. Die Vorstandsvergütung orientiert sich an der Größe und der gobalen Ausrichtung des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie im internationalen und nationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit einen Anreiz für engagierte und erfolgreiche Arbeit bietet. Der Personalausschuss überprüft regelmäßig, ob die Vorstandsvergütung angemessen ist, und berücksichtigt dabei Ergebnis, Branche und Zukunftsaussichten des Unternehmens.

Neben dem jährlichen Festgehalt sehen die Verträge eine vom Ergebnis des Konzerns vor Steuern abhängige variable Vergütung vor, die auf das vier- bis siebenfache eines Monatsgehalts begrenzt ist. Darüber hinaus gewährt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern in einem bestimmten Rahmen, der ebenfalls an das Ergebnis vor Steuern geknüpft ist, einen individuellen Bonus. Zusätzlich sieht die Vergütungsregelung der Vorstandsmitglieder übliche Nebenleistungen wie die Stellung eines Dienstwagens und Zuschüsse zur Rentenversicherung vor. Darüber hinaus erhalten Mitglieder des Vorstands für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften Vergütungen.

Bezüge des Vorstands
(in TEUR)
2008 2007
Grund
gehalt
erfolgs
abhängig*
Gesamt Grund
gehalt
erfolgs
abhängig*
Gesamt
Detthold Aden 408 662 1.070 397 512 909
Manfred Kuhr 355 401 756 343 301 644
Hartmut Mekelburg 254 378 632 246 278 524
Hillert Onnen 281 378 659 278 278 556
Emanuel Schiffer 377 450 827 364 300 664
Holger Wohlleben** 0 0 0 0 119 119
1.675 2.269 3.944 1.628 1.788 3.416

Die Mitglieder des Vorstands erhielten folgende Vergütung:

* Die erfolgsabhängigen Bezüge, die in 2008 gezahlt wurden, basieren auf dem Geschäftserfolg des Jahres 2007.

** Herr Holger Wohlleben ist zum 30. Juni 2006 aus dem Vorstand ausgeschieden. Die in 2007 angegebene Vergütung betrifft den anteiligen Bonus für 2006.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen den BLG-Konzern bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Für die Pensionsverpflichtungen des BLG-Konzerns wurden Rückstellungen von TEUR 1.621 (Vorjahr: TEUR 1.264) gebildet.

Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern liegen bei der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Die BLG trägt darüber hinaus die Prämien für eine angemessene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung der Vorstandsmitglieder.

Zum 31. Dezember 2008 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen weder mit Vorstandsmitgliedern noch Arbeitnehmern.

Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, eigene Geschäfte mit Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen zu legen. Dies gilt dann, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von EUR 5.000,00 erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen.

Im Rahmen ihrer Meldepflichten haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie den Organen nahestehende Personen im Geschäftsjahr 2008 keinen Erwerb von Aktien sowie keine Veräußerung von Aktien der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mitgeteilt.

Der Aktienbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder beträgt wie im Vorjahr ca. 0,06 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

BLG am Kapitalmarkt

An unsere Aktionäre

Schwaches Börsenjahr 2008

Das Jahr 2008, geprägt durch die weltweite Finanzkrise, war das zweitschwächste Jahr in der Geschichte des DAX seit dessen Einführung 1988. Mit einem Stand von 4.810 Punkten hatte der DAX gegenüber dem Vorjahr rund 40 Prozent verloren. Lediglich das Börsenjahr 2002 wies mit minus 44 Prozent einen noch höheren Verlust auf.

Auch die BLG-Aktie konnte sich 2008 diesem Abwärtstrend der Börsen nicht entziehen und schloss das Jahr mit einem Kurs von durchschnittlich 9,30 € pro Aktie an den notierten Börsen. Dies bedeutet einen Kursverlust von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieses Kursverlustes steht die BLG-Aktie somit noch wesentlich besser dar, als die DAX 30-Werte.

Ergebnis je Aktie von 0,77 EUR

Das Ergebnis je Aktie wird errechnet, indem man den der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zuzurechnenden Konzernjahresüberschuss durch den Durchschnitt der während des Geschäftsjahrs im Umlauf befindlichen Aktien dividiert. Im Geschäftsjahr waren unverändert 3.840.000 Namensaktien im Umlauf. Der Jahresüberschuss 2008 stieg auf rund EUR 3,0 Mio. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen das gestiegene Finanzergebnis sowie die im Zuge der Unternehmenssteuerreform 2008 deutlich gesunkene Ertragsteuerquote. Dadurch konnte das Ergebnis je Aktie gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent erhöht werden.

Dividendenvorschlag von 0,40 EUR pro Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 4. Juni 2009 vorschlagen, wie im Vorjahr eine Dividende von 0,40 EUR je Aktie auszuschütten. Damit steht die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu ihrer Dividendenpolitik und zahlt insgesamt 1.536 TEUR an ihre

Aktionäre aus. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 52 Prozent. Bezogen auf den Jahresschlusskurs ergibt sich im Geschäftsjahr 2008 eine Dividendenrendite von 4,0 Prozent.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– besteht in ihrer derzeitigen Verteilung seit 2002 und kann damit als äußerst konstant bewertet werden. Den größten Anteilseigner stellt die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar, welche mit 50,4 Prozent die Aktienmehrheit hält. Weitere große institutionelle Investoren sind die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen und Die Sparkasse Bremen AG, Bremen. Der Free Float oder Streubesitz

Aktionärsstruktur

beträgt 24,4 Prozent, was einer Aktienanzahl von rund 937.000 entspricht. Der Anteil institutioneller Anleger hieran beträgt circa 3 Prozent; die übrigen 21 Prozent werden von Privataktionären gehalten. Durch eine Erhöhung der Aktionärszahl im Vergleich zum Vorjahr ist der Streubesitz noch breiter verteilt.

Kennzahlen zur BLG-Aktie

2008 2007 2006 2005 2004
Ergebnis je Aktie EUR 0,77 0,67 0,37 0,37 0,32
Dividende je Aktie EUR 0,40 0,40 0,30 0,25 0,25
Dividende % 15 15 12 10 10
Dividendenrendite % 4,0 3,8 2,8 2,5 3,1
Nominalkurs EUR 2,56 2,56 2,56 2,56 2,56
Börsenkurs zum Jahresende EUR 10,00 10,60 10,70 10,09 8,10
Höchstkurs EUR 11,30 13,00 14,10 16,10 8,70
Tiefstkurs EUR 8,00 9,89 9,10 7,00 5,59
Ausschüttungssumme TEUR 1.536 1.536 1.152 960 960
Ausschüttungsquote % 52 62 78 67 74
Kurs-Gewinn-Verhältnis 13,0 15,8 28,9 27,3 25,3
Marktkapitalisierung Mio. EUR 38,4 40,7 41,1 38,7 31,1

Jahresabschluss | Lagebericht

Jahresabschluss und Lagebericht

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Bilanz 42
Gewinn- und Verlustrechnung 44
Anhang 45
Lagebericht 49
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 52
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 53

Bilanz zum 31. Dezember 2008

A k t i v a 31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen
gegen verbundene Unternehmen
16.435 15.953
2. Sonstige Vermögensgegenstände 295 0
16.730 15.953
II. Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten
254 71
16.984 16.024

Jahresabschluss | Lagebericht

P a s s i v a 31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.984 9.984
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 999 999
2. Andere Gewinnrücklagen 3.801 2.375
III. Bilanzgewinn 1.536 1.536
16.320 14.894
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0 360
2. Sonstige Rückstellungen 578 551
578 911
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
56 7
2. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
11 17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 19 195
86 219
16.984 16.024

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

2008 2007
TEUR TEUR
1. Vergütungen der
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
3.245 3.179
2. Sonstige betriebliche Erträge 443 871
3.688 4.050
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -955 -1.327
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 820 686
5. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
3.553 3.409
6. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
-591 -938
7. Jahresüberschuss 2.962 2.471
8. Einstellungen in andere Rücklagen -1.426 -935
9. Bilanzgewinn 1.536 1.536

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Regelungen der Satzung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert aktiviert.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung ab.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.

Angaben zur Bilanz

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Es handelt sich mit TEUR 15.950 (Vorjahr: TEUR 14.500) um kurzfristige Darlehen an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 1.452) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag enthalten.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte auf den Namen lautende Stückaktien. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage ist mit einem Betrag von EUR 998.400,00 vollständig dotiert. In die anderen Gewinnrücklagen wurden aus dem Jahresüberschuss 2008 TEUR 1.426 (Vorjahr: TEUR 935) eingestellt.

Rückstellungen

Mit der Bildung sonstiger Rückstellungen wurde im Wesentlichen (TEUR 297; Vorjahr: TEUR 299) Vorsorge für Kosten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung, der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Prüfungskosten getroffen. Weitere TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 252) sind für fixe und variable Aufsichtsratsvergütungen zurückgestellt worden.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Weiterberechnung verauslagter Aufsichtsratsnebenkosten durch die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen. Eine Kapitaleinlage ist nicht zu leisten. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist nicht erkennbar.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz, der der Gesellschaft gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB über ihre Tochtergesellschaft BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zuzurechnen ist, wird nach § 287 HGB in einer gesonderten Aufstellung angegeben, die im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Der Ausweis beinhaltet die gesellschaftsvertraglich geregelte Haftungsvergütung und Arbeitsvergütung für die Tätigkeit als Komplementärin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Unter diesen beiden Posten werden hauptsächlich durchgeleitete Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 351; Vorjahr: TEUR 308) sowie im Vorjahr Leasingraten in Höhe von TEUR 412 ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus Administrationskosten enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 89) enthalten, die im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen betreffen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen stammen TEUR 818 (Vorjahr: TEUR 677) aus verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind trotz verbesserten Vor-Steuer-Ergebnis gesunken. Es wird ein Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 938) ausgewiesen. Dies resultiert aus gesunkenen Ertragsteuersätzen ab 2008.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2008 bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Abschlussprüferhonorar

Die Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 133). Dieser Betrag betrifft wie im Vorjahr die Abschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung. Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen sind im Berichtsjahr nicht (Vorjahr: TEUR 0) angefallen.

Aufsichtsrat und Vorstand

Die Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats siehe Seite 23 ff.; zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG siehe Seite 164 f.; zu Bezügen der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats siehe Seite 36.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands werden vollständig von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG getragen.

Gesellschafter

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel, hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns Die Sparkasse Bremen AG, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde Bremen – gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 4. Juni 2009 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag vor: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2008, entsprechend dem Bilanzgewinn von EUR 1.536.000. EUR 1.426.177,03 sollen gemäß § 24 der Satzung in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft hat als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2008 einen Konzernabschluss nach § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaft in Bremen erhältlich.

Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 19. Dezember 2008 die 7. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 06. Juni 2008 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Lagebericht

Organisatorische Eingliederung

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist ausschließlich persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Sie unterhält eine Zweigniederlassung in Bremerhaven. Die vielfältigen Logistikdienstleistungen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER über die operativen Tochtergesellschaften und Beteiligungen erbracht.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat entsprechend dem Gesellschaftsvertrag keine Kapitaleinlage in die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geleistet und ist an deren Gewinn nicht beteiligt. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten und werden in unserem Konzernabschluss als "Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.

Neben dem üblichen Kostenersatz erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– von der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG eine Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals. Die Haftungsvergütung ist unabhängig vom Jahresergebnis der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zu zahlen. Daneben erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine Arbeitsvergütung in Höhe fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG vor Abzug dieser Arbeitsvergütung. Die Arbeitsvergütung beträgt mindestens TEUR 257 und höchstens TEUR 2.500. Aufgrund der guten und stabilen Ertragslage der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– in den vergangenen beiden Jahren jeweils den Maximalbetrag der Arbeitsvergütung erhalten.

Zusätzlich werden alle unserer Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet.

Weitere Angaben zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen finden sich im Anhang.

Für das Geschäftsjahr 2008 wurde vom Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Die Schlusserklärung des Vorstands lautet:

"Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen Maßnahmen nicht

benachteiligt. Unterlassen wurden keine Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entsprechend ihrer Konzernfunktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Finanzmittel an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG zur anteiligen Finanzierung des zur Leistungserfüllung notwendigen Working Capital ausgeliehen. Die Darlehensgewährung erfolgt zu marktüblichen Konditionen und ist risikolos.

Für die Übernahme der Haftungsfunktion in der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sowie der Leitungsfunktion des BLG-Konzerns erhält die BREMER LAGERHAUS-GESELL-SCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine ergebnisunabhängige Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals im Sinne der §§ 266 ff. HGB sowie eine am Jahresüberschuss der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG bemessene Arbeitsvergütung, höchstens jedoch ein Entgelt in Höhe von EUR 2,5 Mio. Für 2008 ergaben die Haftungsvergütung EUR 0,7 Mio. und die Arbeitsvergütung EUR 2,5 Mio. Zusätzlich werden alle unserer Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehenden Aufwendungen von dieser erstattet.

Der Jahresüberschuss 2008 stieg auf rund EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Das entspricht einem Plus von 20 Prozent. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen das um 20 Prozent gestiegene Finanzergebnis und die im Zuge der Unternehmenssteuerreform 2008 deutlich gesunkene Ertragsteuerquote.

Dividende von EUR 0,40 je Aktie

Maßgebend für die Gewinnausschüttung an die Aktionäre ist der jeweilige Jahresabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Im Sinne einer durch Solidität gekennzeichneten Dividendenpolitik schlägt der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.536.000,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,40 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,40 je Stückaktie), entsprechend einer Rendite von rund 15 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00, zu verwenden.

Corporate Governance

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 289 HGB sind vom Abschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu Seite 34 ff.

Risikobericht

Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken ist für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– als Muttergesellschaft des BLG-Konzerns elementarer Bestandteil des unternehmerischen Handelns und essenzielle Grundlage aller strategischen Entscheidungen.

Zur Erreichung unserer Zielsetzungen erfordert das vielfältige Spektrum der logistischen Leistungs-prozesse im BLG-Konzern eine frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen. Diese erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risiko-

Jahresabschluss | Lagebericht

managements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung.

Die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos obliegt dem Vorstand der BREMER LAGERHAUS GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Unsere Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützen wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch unsere eigenen Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, bilden wir die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen und prüfen deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen.

Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ableiten. Unsere Finanzbasis in Verbindung mit der Erweiterung der Leistungsspektren aller strategischen Geschäftsbereiche des Konzerns bieten nach wie vor gute Chancen einer stabilen Unternehmensentwicklung für die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–.

Nachtragsbericht

Es sind bisher keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Wie im Vorjahr prognostiziert wurde für 2008 nochmals ein höherer Jahresüberschuss in Höhe von knapp EUR 3,0 Mio. erzielt. Wir erwarten unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlich sehr schwierigen Phase für die Gesellschaft in den Jahren 2009 und 2010 niedrigere Jahresüberschüsse. Unser Ziel für diese Jahre ist eine stabile Dividende.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bremen, den 31. März 2009

DER VORSTAND

Aden Kuhr Mekelburg

Onnen Schiffer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Jahresabschluss | Lagebericht Jahresabschluss | Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 31. März 2009

FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bitter de Witt

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Publicly owned – privately managed 56
Wirtschaftlicher Hintergrund 57
Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 57
Gewinnverwendung 66
Mitarbeiter 67
Risikobericht 68
Nachtragsbericht 73
Prognosebericht 73

Publicly owned – privately managed

Die börsennotierte BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– hat für den BLG-Konzern als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen. In dieser Funktion hat die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– den Konzernabschluss aufgestellt.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– ist am Gesellschaftskapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an der Gesellschaft zu. Für die übernommene Haftung und für ihre Tätigkeit erhält sie jeweils eine Vergütung. Sämtliche Kommanditanteile der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG werden von der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – gehalten.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG konzentriert sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Die operative Führung der Geschäftsbereiche einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsbereichsleitungen AUTOMOBILE und CONTRACT sowie der Gruppengeschäftsführung der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, für den Geschäftsbereich CONTAINER.

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) tritt nach außen unter BLG LOGISTICS auf. BLG LOGISTICS ist ein seehafenorientierter Logistikdienstleister mit internationalen Netzwerken in den operativen Geschäftsbereichen mit über 100 Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.

Wirtschaftlicher Hintergrund

Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des BLG-Konzerns ist die Globalisierung, die hinsichtlich Beschaffung, Produktion und Absatz von Waren und Gütern weiterhin eine zunehmende internationale Arbeitsteilung bewirkt. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass die jährlichen Zuwachsraten des weltweiten Wachstumsmarktes Logistik deutlich über denen des Weltwirtschaftswachstums liegen. Studien belegen, dass Deutschland im zusammenwachsenden Europa die höchste logistische Kompetenz vorzuweisen hat. Diese Kompetenz sowie das daraus resultierende Zukunftspotenzial sind inzwischen in Wirtschaft und auch Politik anerkannt.

Aus dem Globalisierungseffekt resultieren zunehmend komplexer werdende Anforderungen an logistische Dienstleistungen. Der BLG-Konzern sieht sich mit seinem klaren Leistungsprofil, einer straffen Konzernorganisation und Führungsstruktur, die schnelle und kundenorientierte Entscheidungen ermöglicht, hierfür gut positioniert.

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

2008 war wiederum ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit Bestmarken bei Umsatzwachstum und Ergebnis vor Ertragsteuern im Konzern. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent auf rund EUR 960 Mio. und das Ergebnis vor Steuern um 6,8 Prozent auf rund EUR 84 Mio.

Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahresverlauf in zunehmend schwächerer Verfassung. Hierzu haben der deutliche Anstieg der Rohstoffpreise in der 1. Jahreshälfte 2008 sowie die schwerwiegende Immobilienkrise in den USA wesentlich beigetragen. Die Marktpreise für Energie- und Rohstoffe erreichten im Sommer 2008 einen historischen Höhepunkt und verzeichneten in der 2. Jahreshälfte eine deutliche Trendwende.

Mitarbeiter von Motoliner in Manaus, Brasilien Die globale Finanzkrise weitete sich im Jahresverlauf mehr und mehr aus und beschleunigte den globalen wirtschaftlichen Abwärtstrend. Im 1. Halbjahr 2008 entwickelte sich die US-Wirtschaft noch einigermaßen robust, da die Geldpolitik in den USA mit massiven Zinssenkungen gegensteuerte. In den Folgemonaten schwächte sich die US-Wirtschaft jedoch deutlich ab. Auch in den europäischen Ländern ließ die Konjunktur im Jahresverlauf immer mehr nach. In vielen Schwellenländern hingegen, insbesondere in den sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China), setzte sich das Wachstum dank der robusten Binnennachfrage zunächst fast unbeschadet fort. Gegen Jahresende verringerte sich jedoch auch dort das Wirtschaftswachstum zunehmend.

Die Logistik-Branche konnte sich von diesen Entwicklungen nicht abkoppeln, wobei sich die negativen Tendenzen auf unser Geschäftsmodell mit den drei Geschäftsbereichen erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2008 ausgewirkt haben.

Nun ist die Zeit, in der wir immer wieder neue Rekordzahlen berichten konnten, vorerst vorbei. Dabei zeigt die Entwicklung im ersten Quartal 2009 ein erheblich schlechteres Bild, als wir noch zum Ende des Geschäftsjahres 2008 erwarten konnten. Zumindest in 2009 wird der BLG-Konzern sehr deutlich unter dem Umsatz und Ergebnis von 2008 bleiben.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bietet alle Dienstleistungen in der Fahrzeuglogistik an, z. B. Umschlag, Lagerung, technische Dienstleistungen sowie Speditions- und Transportlogistik per Schiene, Straße, Binnen- und Küstenschifffahrt. Damit ist die logistische Leistungspalette von den Fahrzeugherstellern bis zum Endkunden komplett. Mit diesem Netzwerk konnte die Position des führenden Automobillogistikers in Europa im Geschäftsjahr 2008 weiter ausgebaut werden. Obwohl der Markt für neue Fertigfahrzeuge in Westeuropa nur sehr schwache Wachstumsraten aufgezeigt hat, konnte das Gesamtvolumen logistisch bearbeiteter Einheiten der Sparte in 2008 auf mehr als 5,7 Mio. Einheiten (Vorjahr: 5,1 Mio.) gesteigert werden. Voraussetzung für die Stärkung des Marktanteils in Westeuropa ist vor allem die konsequente Umsetzung des Hubportkonzeptes in den Seehäfen Bremerhaven und Gioia Tauro sowie die vollständige Einbindung der ehemaligen Harms-Gruppe in das Netzwerk des Geschäftsbereiches gewesen.

Autoterminal Bremerhaven

Aktuell wird in die Beschaffung eigener Spezialwaggons für den Bahntransport von Fahrzeugen investiert. Bahntransporte wurden zuvor bei externen Anbietern eingekauft. Nun ergänzen die eigenen Ganzzüge das Transportangebot auf der Schiene. Für den Betrieb der eigenen Waggons wurde das Gemeinschaftsunternehmen BLG AutoRail GmbH unter der unternehmerischen Führung der BLG gegründet. Insgesamt ist der Kauf von 1.275 Spezialwaggons in den kommenden Jahren vorgesehen, so dass schließlich 75 Ganzzüge verfügbar sind.

BLG AutoRail

Der Geschäftsbereich betreibt neben den Seeterminals in Bremerhaven, Gioia Tauro, Cuxhaven, Hamburg, Danzig und St. Petersburg auch mehrere Terminals am Rhein und an der Donau. Dort sind insgesamt sieben Binnenschiffe für den Autotransport im Einsatz – fünf auf dem Rhein und zwei auf der Donau.

Der Transport auf der Donau ist Teil der Oststrategie des Geschäftsbereiches, denn die neuen Montagewerke der Hersteller in Südosteuropa beliefern auch die Länder in Westeuropa. Dabei spielt das Autoterminal in Kelheim eine zentrale Rolle für die Weiterverteilung an die Händler in den westeuropäischen Ländern.

Auch im Osten ist der Geschäftsbereich mit seinen logistischen Dienstleistungen präsent – so zum Beispiel in der Slowakei und in Tschechien. Zudem wird ein Autoterminal zur Regionalverteilung in der Ukraine betrieben. In Vorbereitung sind Terminals in Moskau und Zwickau. Zudem ist ein Autoterminal am Schwarzen Meer geplant.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE erzielte 2008 ein Umsatzwachstum von 9,0 Prozent auf EUR 335,6 Mio. (Vorjahr: EUR 307,9 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf EUR 22,7 Mio. (Vorjahr: EUR 16,9 Mio.). Diese Ergebnisverbesserung ist auf das Mengenwachstum und vor allem auf Produktivitätssteigerungen in den Seehafen- und Inlandterminals zurückzuführen. Diese positiven Tendenzen haben erneut negative Entwicklungen bei der Transportlogistik per Straße kompensiert. Um die wirtschaftliche Lage der Transportlogistik per Straße zu verbessern, sind weiterführende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet worden.

bei BLG AutoTec, Bremerhaven

Mitarbeiter im Logistics Center Bremen Der Geschäftsbereich CONTRACT umfasst verschiedene logistische Dienstleistungen mit den Geschäftsfeldern Automotive, Industrie- und Handelslogistik sowie die Seehafenlogistik. Der Bereich der Kontraktlogistik ist in seiner Struktur und Komplexität ein sehr heterogener Markt mit entsprechend unterschiedlichen Wachstums- und Ergebnisperspektiven. Der Geschäftsbereich CONTRACT zählt sich im Rahmen seines Leistungsprofils zu den führenden Akteuren in Deutschland.

Dieser Geschäftsbereich erwirtschaftete 2008 ein Umsatzwachstum von 8,6 Prozent auf EUR 276,2 Mio. (Vorjahr: EUR 254,4 Mio.). Das erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 10,2 Mio. (Vorjahr: EUR 10,7 Mio.) ist nicht zufriedenstellend. Dies betrifft insbesondere das Geschäftsfeld Automotive und die Industrielogistik in Italien.

Der Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns wird durch die Hälfte der Gesellschaftsanteile an dem bedeutenden Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG mit seinen Beteiligungen repräsentiert. Diese betreiben – teilweise mit Partnern – Containerterminals in Bremerhaven, Hamburg (beide Deutschland), Gioia Tauro, La Spezia, Livorno, Salerno, Cagliari und Ravenna (alle Italien) sowie in Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Darüber hinaus ist die EUROGATE-Gruppe an Terminalprojekten in Wilhelmshaven (Deutschland) und Ust-Luga (Russland) beteiligt.

Ralf Nagel, Senator für Wirtschaft und Häfen sowie Senator für Justiz und Verfassung Freie Hansestadt Bremen eröffnet am 6. März 2008 das neue Vehicle Distribution Center in Port Klang, Malaysia

Dieser Geschäftsbereich ist vor allem im Containerumschlaggeschäft aktiv. Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste wie Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals sowie Reparaturen, Depothaltung und Handel von Containern ergänzt um technische Serviceund IT-Dienstleistungen angeboten.

Der Markt des Containerumschlags ist trotz des gegenwärtigen Einbruchs infolge der globalen Krise ein Zukunftsmarkt, der einerseits noch von der Umstrukturierung des konventionellen Umschlags zum containerisierten Umschlag profitiert und bei dem andererseits die weiterhin steigenden internationalen Warenströme einen positiven Einfluss auf die transportierten und damit umzuschlagenden Mengen haben werden. Die stärksten Impulse kommen diesbezüglich auch zukünftig aus den Warenströmen zwischen Asien und Europa, wobei insbesondere der China-Verkehr dominieren wird.

Das Containerterminal 4 (CT 4) in Bremerhaven ist zum Jahresende 2008 dem Betrieb übergeben worden. Bereits Mitte 2008 sind beim EUROGATE Containerterminal Bremerhaven weitere fünf Super-Post-Panmax-Containerbrücken angeliefert und in Betrieb genommen worden.

Containerterminal Bremerhaven

Die bereits im Mai 2007 mit der Hamburg Port Authority (HPA) manifestierten Maßnahmen zur Umsetzung der Westerweiterung des EUROGATE Containerterminal Hamburg in Richtung Petroleumhafen wurden weiter konkretisiert.

Neben der vollständigen Zuschüttung des Petroleumhafens ist die unmittelbare Verlängerung des Predöhlkais um ca. 650 m sowie die Herstellung von weiteren 400 m Liegeplätzen am Bubendey-Ufer vorgesehen. Der damit verbundene Flächenzuwachs beträgt ca. 400.000 qm. Darüber hinaus ist die Vergrößerung des Wendebeckens im Waltershofer Hafen auf einen 600 m-Drehkreis vorgesehen.

Containerterminal Hamburg

Emanuel Schiffer, Axel Gedaschko, Senator für Wirtschaft und Arbeit, Freie Hansestadt Hamburg und Jens Meier, Geschäftsführer Hamburg Port Authority, starten den ersten Rammschlag für den Liegeplatz 3 in Hamburg

Im Projektvertrag zur Westerweiterung vom 6. Juli 2005 war der Abschluss der Maßnahmen zur Westerweiterung ursprünglich für 2012 bis 2014 vorgesehen. Die Durchführung der Maßnahmen verzögerte sich aufgrund einer veränderten Bauausführung in Verbindung mit einer damit einhergehenden Kapazitätserweiterung unter anderem auch durch weitergehende Anforderungen des Planfeststellungsverfahrens. Erste Teilflächen sollen zwar ab 2014 zur Verfügung stehen, aber aus heutiger Sicht wird die Maßnahme voraussichtlich nicht vor 2016 vollständig fertig gestellt werden können.

Im September 2008 wurde am EUROGATE Tanger Containerterminal in Tanger, Marokko, an dem die EUROGATE-Gruppe und die Contship Italia-Gruppe mittelbar mit jeweils 20 Prozent beteiligt sind, auf dem planmäßig fertig gestellten 1. Bauabschnitt von 450 m Kai das erste Hauptschiff abgefertigt.

Ebenfalls im September 2008 hat die EUROGATE Intermodal GmbH mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Eisenbahnverkehrsunternehmen FLOYD Zrt. mit Sitz in Budapest, Ungarn, übernommen. Durch die Übernahme der Mehrheit an FLOYD Zrt. bietet die EUROGATE Intermodal GmbH ihren Kunden den Container-Service durchgängig aus einer Hand an und setzt dabei auf einen einheitlichen Qualitätsstandard entlang der gesamten Transportkette.

Im Oktober 2008 hat die LISCONT Operadores de Contentores S.A., Lissabon, Portugal, an der die EUROGATE-Gruppe mit 16,34 Prozent beteiligt ist, mit der zuständigen Hafenbehörde in Lissabon eine Vereinbarung zur Verlängerung der Terminalkonzession um 25 Jahre (bis Ende 2042) abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Konzessionsverlängerung wird auch die Erweiterung der Umschlagskapazitäten des LISCONT Terminals auf 900.000 TEU p.a. ermöglicht.

Ankunft der EUROGATE-Containerbrücken in Tanger

Im November 2008 ist der 1. Rammschlag für den Kaimauerbau des Liegeplatzes 3 in Hamburg erfolgt. Der dritte, 205 Meter lange Liegeplatz am Predöhlkai verschafft die Möglichkeit, zwei weitere Containerbrücken aufzubauen und die Abfertigung der Containerschiffe flexibler zu gestalten. Die Fertigstellung ist für 2010 vorgesehen.

Im Zuge der Sanierung der Kaimauer werden Betriebsgebäude verlagert und Flächen neu befestigt, um notwendige, neue Stellplätze für den reibungslosen Containerumschlag zu schaffen. Mit dem Abschluss der Modernisierungsarbeiten der Liegeplätze 1 bis 3 im Jahre 2010 sind die Grenzen zur Erhöhung der Umschlagspotenziale des EUROGATE Container Terminals in Hamburg nahezu erreicht. Für eine weitere Ausweitung wird dringend die Westerweiterung in Richtung Petroleumhafen benötigt.

Konzernlagebericht

Im Dezember 2008 hat sich die EUROGATE-Gruppe über die EUROGATE Intermodal GmbH mit 49,9 Prozent an der ACOS Holding AG, Bremen, beteiligt. Die ACOS-Gruppe bietet als trimodaler Dienstleister Containertransporte per Bahn, Lkw und Binnenschiff an.

Die Containerterminals der EUROGATE-Gruppe schlugen in Deutschland, Italien, Marokko und Portugal insgesamt 14,2 Mio. TEU (Vorjahr: 13,9 Mio. TEU) um, was einem Zuwachs von 2,3 Prozent entspricht. Dabei konnte der Containerumschlag in Deutschland mit 4,9 Prozent gesteigert werden.

NTB-Mitarbeiter auf dem Containerterminal Bremerhaven

2008 stiegen die Umsatzerlöse um 8,4 Prozent auf EUR 715,0 Mio. (Vorjahr: EUR 659,5 Mio.). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist sowohl mengen- als auch preisbedingt. Damit wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 128,4 Mio. (Vorjahr: EUR 126,9 Mio.) erzielt. Davon stellen quotal 50 Prozent den Geschäftsbereich CONTAINER des BLG-Konzerns dar. Das im Vergleich zum Umsatzwachstum unterproportional gestiegene Ergebnis vor Steuern ist vor allem auf höheren Personaleinsatz des GHB sowie auf hohe Tarifabschlüsse und Personalaufstockungsmaßnahmen, höhere Abschreibungen infolge der hohen Investitionstätigkeit sowie deutlich gestiegene Finanzierungsaufwendungen zurückzuführen.

Ertragslage 2008
Mio. EUR
2007
Mio. EUR
Verände
rung %
Umsatzerlöse 962,6 889,3 +8,2
Materialaufwand -380,3 -349,6 +8,8
Personalaufwand -349,0 -323,1 +8,0
Abschreibungen auf langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
-59,6 -55,0 +8,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge -76,8 -70,8 +8,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 96,9 90,8 +6,7
Finanzergebnis -13,3 -12,5 -6,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 83,6 78,3 +6,8
Ertragsteuern -9,1 -10,2 -10,8
Konzernjahresüberschuss 74,5 68,1 +9,4

Mit einem Konzernumsatz von EUR 962,6 Mio. konnten wir das Vorjahr um 8,2 Prozent übertreffen. Damit haben wir den im Vorjahr prognostizierten Umsatz nicht ganz erreicht. Bei dem Wachstum handelt es sich im Wesentlichen um mengeninduziertes Wachstum. Zu diesem Anstieg trugen die Geschäftsbereiche AUTOMOBILE (+9,0 Prozent), CONTAINER (+8,4 Prozent) und CONTRACT (+8,6 Prozent) isoliert betrachtet gleichermaßen bei.

Die positive Entwicklung unseres Geschäftes im Gesamtjahr 2008 hat zu einer weiteren Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) geführt. Das EBIT stieg um EUR 6,1 Mio. auf EUR 96,9 Mio. Hierzu trug im Wesentlichen der Geschäftsbereich AUTOMOBILE bei. Im Geschäftsjahr konnte wiederum eine Umsatzrendite bezogen auf das EBIT von rund 10 Prozent erwirtschaftet werden (Vorjahr: 10,2 Prozent).

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Als Folge der umfassenden Wachstumsfinanzierung bei gleichzeitig günstiger Zinslandschaft im Berichtsjahr verschlechterte sich das Finanzergebnis um EUR 0,8 Mio. auf EUR -13,3 Mio. Dies ist sowohl auf ein um EUR 1,1 Mio. höheres Beteiligungsergebnis aus assoziierten und sonstigen Beteiligungsunternehmen als auch ein um EUR -1,9 Mio. schlechteres Zinsergebnis zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern konnte somit um 6,8 Prozent auf EUR 83,6 Mio. gesteigert werden.

Die Ertragsteuern beliefen sich im Jahr 2008 auf EUR 9,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,2 Mio.). Die Steuerquote ist um 2,1 Prozentpunkte auf 10,9 Prozentpunkte zurückgegangen. Hauptgrund ist die Absenkung der deutschen Ertragsteuersätze im Zuge der Unternehmenssteuerreform 2008.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Konzernjahresüberschuss um 9,4 Prozent auf EUR 74,5 Mio.

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2008
Mio. EUR
31.12.2007
Mio. EUR
Verände
rung %
Langfristiges Vermögen 746,0 638,5 +16,8
Kurzfristiges Vermögen 236,3 199,4 +18,5
Vermögen 982,3 837,9 +17,2
Eigenkapital 353,8 320,2 +10,5
Langfristige Schulden 295,4 219,1 +34,8
Kurzfristige Schulden 333,1 298,6 +11,6
Eigenkapital und Schulden 982,3 837,9 +17,2

Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 144,4 Mio. auf EUR 982,3 Mio. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen mit rund EUR 108 Mio. auf Netto-Investitionen in langfristige Vermögenswerte, im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte auf im Zuge der Geschäftsausweitung gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von ca. EUR 8 Mio., höhere liquide Mittel von ca. EUR 5 Mio. sowie höhere sonstige Vermögenswerte von ca. EUR 20 Mio. zurückzuführen. Das langfristige Vermögen war zum Abschlussstichtag durch langfristiges Kapital zu 87,0 Prozent (Vorjahr: 84,5 Prozent) finanziert.

Das Eigenkapital erhöhte sich um EUR 33,6 Mio. auf EUR 353,8 Mio. Die Erhöhung resultiert aus dem Konzernjahresüberschuss von EUR 74,5 Mio. Dem standen eigenkapitalmindernd vor allem Ausschüttungen von EUR 37,0 Mio. gegenüber. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist detailliert im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Weiterführende Erläuterungen hierzu sind im Konzernanhang angegeben. Im Vergleich zum Vorjahr gab die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2008 auf 36,0 Prozent (Vorjahr: 38,2 Prozent) nach.

Die deutliche Zunahme der Nettoverschuldung um EUR 84,8 Mio. auf EUR 366,1 Mio. im Geschäftsjahr 2008 ist vor allem auf das hohe Investitionsvolumen gepaart mit der Wachstumsfinanzierung zurückzuführen.

Nettoverschuldung 31.12.2008
Mio. EUR
31.12.2007
Mio. EUR
Langfristige Darlehen 170,4 136,1
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 57,5 22,4
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 177,8 155,2
Finanzverschuldung 405,7 313,7
Langfristige Finanzforderungen -10,1 -8,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -29,5 -24,1
Nettoverschuldung 366,1 281,3

Bilanz- und Finanzkennzahlen

2008
%
2007
%
Operatives Ergebnis (EBIT)
Umsatzrendite (%) Umsatzerlöse = 10,1 10,2
Personalaufwand
Personalkostenquote (%) Umsatzerlöse = 36,3 36,3
Anlagenintensität (%) Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte = 70,1 69,9
Vermögen
Gesamtkapitalrendite (%) Operatives Ergebnis (EBIT) = 10,7 11,5
Ø Vermögen
Eigenkapitalrendite (%) Nachhaltiges Ergebnis vor Steuern = 24,8 30,1
Ø Eigenkapital
Eigenkapitalquote (%) Eigenkapital = 36,0 38,2
Bilanzsumme

Gewinnverwendung der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Nach deutschem Recht ist die Grundlage für die Dividendenausschüttung der Bilanzgewinn. Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weist in ihrem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008 (HGB) wie im Vorjahr einen Bilanzgewinn von EUR 1.536.000,00 aus. Der Vorstand, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, schlägt der Hauptversammlung am 4. Juni 2009 vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 0,40/Aktie (Vorjahr: EUR 0,40/Aktie) auf das dividendenberechtigte Grundkapital von EUR 9.984.000,00 entsprechend 3.840.000 Stück Namensaktien auszuschütten. Diese Dividende unterstreicht die Solidität unserer Aktie. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von EUR 10,00 errechnet sich eine Dividendenrendite von 4,0 Prozent.

Mitarbeiter

Die Qualifikation und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmen die Kompetenz, Effizienz und Qualität der Dienstleistungen des BLG-Konzerns.

Die durchschnittliche Zahl der im Konzern Beschäftigten – ohne Mitglieder des Vorstands – stellt sich wie folgt dar:

2008 2007 Verände
rung %
AUTOMOBILE 2.023 1.928 +4,9
CONTRACT 2.046 1.674 +22,2
CONTAINER 1.862 1.684 +10,6
Services 122 116 +5,2
Summe 6.053 5.402 + 12,1

In dieser Aufstellung ist die Belegschaft des Geschäftsbereiches CONTAINER zu 50 Prozent enthalten. Die Belegschaft der EUROGATE-Beteiligung Contship Italia S.p.A. ist hierin allerdings nicht enthalten. Die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden von 390 (Vorjahr: 285) bleiben in dieser Darstellung unberücksichtigt. Durchschnittlich wurden im Jahr 2008 pro Tag zusätzlich 3.612 Arbeitskräfte des GHB-Pools eingesetzt (Vorjahr: 2.559 GHB-Arbeitskräfte pro Tag). Der Anstieg des Einsatzes der GHB-Arbeitskräfte im Vergleich zum Vorjahr verteilt sich gleichmäßig auf alle Geschäftsbereiche. Einschließlich aller quotenkonsolidierter wie assoziierter Unternehmen sowie der nicht konsolidierten Beteiligungen, der Auszubildenden, Subunternehmer, Beschäftigten aus Arbeitnehmerüberlassung und der Arbeitskräfte des GHB beschäftigte die BLG LOGISTICS GROUP mehr als 15.800 Personen.

Corporate Governance

Die Angaben zur Corporate Governance im Sinne des § 315 HGB sind vom Kozernabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen; siehe hierzu Seite 34 ff.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Unternehmerisches Handeln ist mit Chancen und Risiken verbunden. Der verantwortungsbewusste Umgang mit möglichen Risiken aus den operativen Tätigkeiten unserer Tochtergesellschaften ist für den BLG-Konzern elementarer Bestandteil des unternehmerischen Handelns und essenzielle Grundlage aller strategischen Entscheidungen.

Zur Erreichung unserer Zielsetzungen wie zum Beispiel Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) oder Return on capital employed (ROCE) erfordert das vielfältige Spektrum unserer logistischen Leistungsprozesse eine frühzeitige Identifikation von Gefährdungspotenzialen. Diese erfolgt im Rahmen eines kontinuierlichen Risikocontrollings und eines auf die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur abgestimmten Risikomanagements und -reportings. Dabei unterliegen Risiken aus strategischen Entscheidungen, Marktrisiken sowie operative Risiken und Finanzrisiken hinsichtlich einer möglichen Bestandsgefährdung unserer besonderen Beachtung.

Um möglichen Risiken, die vor allem aus den vielfältigsten steuerlichen, wettbewerbs-, kartell-, kapitalmarkt- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, zu begegnen, stützen wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung sowohl durch unsere eigenen Experten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Sofern sich rechtliche Risiken auf vergange-

ne Sachverhalte beziehen, bilden wir die dafür erforderlichen bilanziellen Rückstellungen und prüfen deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen.

Die Formulierung risikopolitischer Grundsätze und die ergebnisorientierte Steuerung des Gesamtrisikos obliegen dem Vorstand der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig über risikorelevante Entscheidungen und Entwicklungen zu dessen pflichtgemäßer Wahrnehmung gesellschaftsrechtlicher Verantwortung.

Unsere Interne Revision ist als eine prozessunabhängige Überwachungsinstanz in die Risikokommunikation innerhalb des BLG-Konzerns integriert.

Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und berichtet regelmäßig über das Ergebnis seiner Prüfung an den Konzernvorstand und den Aufsichtsrat.

Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst.

Operative Risiken

Die wirtschaftliche Lage der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG wird im Wesentlichen durch die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften geprägt. Aus der von uns übernommenen Holdingfunktion können daher aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Haftungsverhältnisse Belastungen für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Durch die hohe Personal- und Kapitalintensität unserer Logistikleistungen bestehen grundsätzlich Risiken hinsichtlich einer hohen Fixkostenbelastung aufgrund mangelnder Anlagen- und Personalauslastung.

Der Geschäftsbereich CONTAINER hält die Anpassung des Fahrwassers von Außenweser und Elbe zur Sicherung und Positionierung der Deutschen Häfen in der Nordrange unverändert für erforderlich. Sollte die eine oder andere – oder beide – Maßnahmen scheitern oder sich gravierend verzögern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf die zukünftige Umschlagsentwicklung haben.

Bereits im Jahr 2006 sind zusätzliche Kapazitäten durch die Inbetriebnahme der P&O Ports- und Hesse-Noord-Natie-Terminals in Antwerpen und zusätzliche Kapazitäten von Maersk Line in Zeebrügge geschaffen worden. Der Euromax Terminal in Rotterdam wurde im September 2008 mit einer Anfangskapazität von ca. 2,3 Mio. TEU p.a. in Betrieb genommen. Darüber hinaus schreitet die Planung für den weiteren Ausbau des Hafens in Rotterdam (Maasvlakte II) zügig

voran. Diese Entwicklungen bei den Terminalkapazitäten in der Nordrange können zu Veränderungen in der Kundenstruktur führen und damit auch die Ratenstruktur und -höhe negativ beeinflussen. Dies gilt insbesondere für den Feederverkehr.

Zu erwarten ist auch, dass die Konsolidierung in der Containerschifffahrtsbranche weiter voran schreitet. Die Auswirkungen der Marktkonzentration auf die Konsortien-, Dienste- und Mengenstruktur sind gegenwärtig noch nicht im Detail prognostizierbar. Grundsätzlich steigt durch eine Konsolidierung die Marktmacht der verbleibenden Konsortien/Reedereien. Andererseits wird bei einer zunehmenden Größe der Konsortien/Reedereien ein Wechsel des Containerterminals erschwert.

Die in Verbindung mit rückläufigen Ladungsvolumen und Kapazitätszuwächsen bei den Containerschiffen stark gesunkenen Seefrachtraten können bei den Containerlinien/ Reedereien wirtschaftliche Probleme auslösen. Dies wird von uns kritisch beobachtet.

Mitarbeiter im Logistics Center Bremen

Die Umschlaganlagen der EUROGATE Containerterminals erfüllen die Sicherheitsstandards des am 1. Juli 2004 in Kraft getretenen International Ship and Port Facility Security Code (ISPS-Code), um ein Höchstmaß an Schutz für Schiffe und Hafenanlagen vor potenziellen terroristischen Anschlägen zu gewährleisten. Auf europäischer Ebene wird eine weitere Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien angestrebt. Die Hafenwirtschaft begegnet diesen Bestrebungen hinsichtlich des Kosten-/Nutzenverhältnisses mit äußerster Skepsis.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE hat im Wesentlichen folgende Risiken zu berücksichtigen: Im Automobilumschlag wird weiterhin auf dem Importsektor eine Kompetenzverlagerung von bislang nationalen Zuständigkeiten auf die Europa-Zentralen asiatischer Automobilproduzenten spürbar. Als Folge davon kann zu Lasten des Standortes Bremerhaven die weitere Konzentration von Importmengen auf andere europäische Westhäfen nicht ausgeschlossen werden. Mit der Übernahme des leistungsstarken Terminals Vrasene Dock in Antwerpen und Bastenakken Kai/Northern Inlet in Zeebrügge durch den weltweit größten RoRo-Reeder NYK aus Japan im Geschäftsjahr 2006 ist in diesem Zusammenhang eine neue Situation entstanden, die mit erheblichen Risiken verbunden sein kann. Auf der Grundlage unserer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem RoRo-Reeder NYK sowie durch unsere bisherige Kooperation in Europa und Südafrika sehen wir diesbezüglich auch Chancen. Im Übrigen treten wir diesen Entwicklungen bereits heute mit komplexen Leistungspaketen in der Fertigfahrzeuglogistik entgegen.

Zur Sicherung des Standortes Bremerhaven und seiner Beschäftigungslage konnten weitere kapazitiv langfristige Verträge mit Herstellern und Reedern abgeschlossen werden. Die vertraglich vereinbarten Preise gepaart mit dem unverändert starken Wettbewerbsklima erfordern nachhaltig Produktivitätsverbesserungen und Kostenreduzierungen.

Ein Ausfall der Nordschleuse im Seehafen Bremerhaven kann den Standort gefährden. Insoweit kommt dem spezifischen Ausbau der Kaiserschleuse als weiterer Schleuse für Car Carrier, der in 2010 abgeschlossen werden soll, größte Bedeutung zu.

Hafentypische Immissionen wie Farbnebel und Rußpartikel führen zumindest zu massiven Regressforderungen von Herstellern und Transportversicherern. Wir werden auch zukünftig alles unternehmen, um derartigen – von externer Seite verursachten – Verschmutzungen präventiv zu begegnen, ohne dieses Risiko vollständig ausschließen zu können.

Im Übrigen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zusatzkosten im Transportbereich durch Preisanstieg auf den internationalen Rohölmärkten, die Mautgebühren und fiskalische Mehrbelastungen nicht unmittelbar an unsere Auftraggeber erfolgsneutral weiterbelastet werden können.

Verschiedenen Geschäftsfeldern der Sparte CONTRACT ist aufgrund der engen Kundenbindung, insbesondere zu einigen Großkunden, üblichen, aber kurzen Vertragslaufzeiten, möglichen Veränderungen in den konjunkturellen Entwicklungen und den Nachfrage- bzw. Produktlebenszyklen

Ausbau der Kaiserschleuse Bremerhaven

sowie den Konzentrationsprozessen der Märkte stets ein besonderes Augenmerk zu widmen. Zu weiteren, unternehmensspezifischen Risiken verweisen wir auf die Berichterstattung zur Geschäftsentwicklung der einzelnen Gesellschaften.

Um die personellen Risiken hinsichtlich des demografischen Wandels der Gesellschaft, der Altersstruktur, der Qualifikation und Fluktuation der Belegschaft zu minimieren, wird die Beschaffung qualifizierten Personals zum Beispiel in enger Abstimmung mit den Aus- und Weiterbildungsträgern und eine durchgängige Personalentwicklungspolitik von der Ausbildung für Berufsanfänger über die Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen abgestimmt und umgesetzt.

Diese notwendigerweise längerfristig angelegte Personalentwicklung birgt gewisse Personalkostenrisiken für den Fall, dass die mittelfristige Geschäftsentwicklung nicht wie geplant eintritt. Flexibilität wird allerdings durch den bei den gewerblichen Mitarbeitern bestehenden GHB-Anteil (Gesamt-Hafen-Betriebe in Bremen und Hamburg) erreicht. Dadurch wird im gewissen Rahmen eine Reaktion zur Anpassung des Personalbedarfs an die Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Der Wettbewerb der Unternehmen um qualifiziertes Personal wird immer intensiver. Um hier unsere Position zu sichern und zu stärken, betonen wir mit unseren Personalmanagementaktivitäten die Attraktivität von BLG LOGISTICS als Arbeitgeber und streben an, Fach- und Führungskräfte langfristig an den Konzern zu binden. Neben leistungsorientierter Vergütung und fortschrittlichen Sozialleistungen setzen wir dabei insbesondere auf die breit gefächerten Perspektiven im BLG-Konzern: durch Traineeprogramme, interdisziplinäre Karrierewege, Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Konzerngesellschaften sowie attraktive Fort- und Weiterbildungsangebote. Risiken durch die Mitarbeiterfluktuation begrenzen wir durch geeignete Stellvertreterregelungen und frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Logistik- und Serviceprozesse ist die Informationstechnologie. Die Systeme müssen jederzeit erreichbar und einsatzfähig sein, unberechtigter Datenzugriff und Datenmanipulation sind auszuschließen, ebenso gilt es zu vermeiden, dass neue Software mit Mängeln oder nicht rechtzeitig geliefert wird. Unsere Dienstleistungen erfordern den Einsatz ständig aktualisierter oder sogar neu entwickelter Software. Bei der Erstellung und der Inbetriebnahme von neuen, komplexen Anwendungen lassen sich jedoch Verzögerungen und mangelnde Funktionalität nie ganz ausschließen. Ein effizientes Projektmanagement – von der Konzeption bis zur Einführung – verringert dieses Risiko. Wir erwarten diesbezüglich

nur geringe Auswirkungen für einzelne Geschäftsfelder.

Im Rahmen einer Gesamtbeurteilung lassen sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden strategischen sowie operativen Risiken für die künftige Entwicklung unseres Konzerns ableiten.

Finanzrisiken

Über Angaben zum Management von Finanzrisiken berichten wir im Konzernanhang unter Ziffer 39 ab Seite 140.

Im BLG-Konzern bestehen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Finanzrisiken.

Sonstige Risiken

Als Dienstleistungsunternehmen betreiben wir keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne, so dass in diesem Bereich über keine maßgeblichen Risiken zu berichten ist.

Sonstige Risiken, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor.

Die wesentlichen Risiken des Konzerns resultieren aus der weltweiten Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf die Realwirtschaft gepaart mit der Strukturkrise der Automobilindustrie.

Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Risiken absehbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Diese drohen auch nicht in absehbarer Zukunft.

Nachtragsbericht

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG weitere 44 Prozent der Anteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics erworben. Somit hält der BLG-Konzern seit diesem Zeitpunkt 94 Prozent der gesamten Geschäftsanteile an dieser wesentlichen Gesellschaft der ehemaligen Harms-Unternehmensgruppe, die dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugeordnet ist.

Per Ende Februar 2009 wurde die Produktbzw. Servicelinie am Standort Atessa – als Teil unserer italienischen Industrielogistik im Geschäftsbereich CONTRACT – eingestellt. Damit soll die Produktivität des Geschäftsfeldes Industrielogistik vor allem in Italien gesteigert werden.

Prognosebericht

Die Aussichten für die globale Wirtschaftsentwicklung 2009 sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Die Stimmungsindikatoren sind inzwischen weltweit gesunken und haben teilweise historische Tiefstwerte erreicht. So rechnen wir angesichts der vielen Belastungsfaktoren mit einer anhaltenden Schwächephase der Weltwirtschaft. Die deutliche Konjunkturabkühlung in den USA und in Europa wird voraussichtlich beträchtliche Spuren hinterlassen. Die Wirtschaft in den Schwellenländern dürfte hingegen weiterhin wachsen, wenngleich deutlich schwächer als in den Vorjahren. Derzeit ist noch nicht vorhersehbar, wie sich die

Containerterminal Bremerhaven

massiven staatlichen Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Stützung der Konjunktur auf die globale Wirtschaft auswirken. Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2009 deutlich abschwächen wird.

Für das Jahr 2010 rechnen wir mit einer moderaten Erholung. Allerdings ist derzeit jede Vorhersage mit größten Unsicherheiten behaftet.

Der Abschwung im Euroraum wird sich 2009 wohl fortsetzen. Im Jahresverlauf sollten die kräftigen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und die staatlichen Konjunkturmaßnahmen zwar allmählich Wirkung zeigen. Gleichwohl wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erstmals seit Bestehen der Währungsunion sinkt.

Auch die deutsche Wirtschaft wird 2009 aller Voraussicht nach kräftig schrumpfen. Davon sind vor allem Exporte und Unter-

Festmacher im Containerterminal Bremerhaven

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nehmensinvestitionen betroffen und in ihrer Folge Arbeitsplätze und der private Konsum. Die Ansichten darüber, ob und wie stark das BIP sinken könnte, liegen weit auseinander ebenso wie Aussagen zur möglichen Dauer der Krise.

Die Lage am Ölmarkt wird vom globalen Rezessionsszenario bestimmt. Wir rechnen damit, dass sich der Ölpreis 2009 im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr massiv verbilligt.

Die Kombination aus schwacher Konjunktur und rückläufiger Inflation in Europa hat der EZB Spielraum für weitere Leitzinssenkungen verschafft. Gleichwohl rechnen wir mit moderat steigenden Kapitalmarktzinsen.

Weltweit besonders schwer von der Krise getroffen ist die Automobilindustrie, die sich zusätzlich in einer Strukturkrise befindet. Experten erwarten für diese Branche frühestens im Jahre 2010 eine Erholung.

Als Logistikdienstleister sind wir unmittelbar von der Geschäftsentwicklung unserer Kunden abhängig. Deshalb können auch wir nur "auf Sicht fahren".

Vor diesem Hintergrund rechnen wir mit einem signifikanten Umsatz- und Ergebnisrückgang für das Geschäftsjahr 2009 in allen Geschäftsbereichen vor allem aber in den Bereichen AUTOMOBILE und CONTAINER. Für das Geschäftsjahr 2010 erwarten wir auf Basis sich stabilisierender Umschlagsmengen insgesamt wieder steigende Umsätze und Ergebnisse.

Alle Geschäftsbereiche werden das Tempo des weiteren Kapazitätsausbaus auf die tatsächliche Geschäftsentwicklung anpassen und auch hinsichtlich der Personalausstattung entsprechend reagieren.

So ist das Spektrum gegenwärtiger Personalmaßnahmen vielschichtig und reicht von Abbau der Leiharbeitnehmerbeschäftigung, über Auslaufen befristeter Verträge, negativen Arbeitszeitkonten, Pflichturlaub, Lohnund Gehaltsverzicht bis hin zur Kurzarbeit und vieles mehr.

Wir focussieren unsere Stärken wie zum Beispiel Zuverlässigkeit, Qualität und Flexibilität. Und wir wollen mehr Ertrag generieren durch gezieltes Heben von Synergien.

Ein Kosteneinspar- und Effizienzsteigerungsprogramm wurde gestartet. Investitionen werden an die Gegebenheiten angepasst. Zur Finanzierung der Investitionen verfügt der BLG-Konzern über ausreichend Mittel. Dies schließt auch die konsequente Nutzung sich bietender Geschäftschancen ein.

Die Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Sanierung des Liegeplatzes 3 des Containerterminals Hamburg, die sich nunmehr räumlich in Richtung der Mitte des Betriebsgeländes bewegen, bringen auch weiterhin einen massiven Eingriff in die Betriebsabläufe

mit sich, was zu erheblichen Behinderungen und Störungen führen kann. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird jedoch eine deutliche Verbesserung der operativen Abläufe eintreten.

Nachdem bereits im April 2008 die Investitionssicherheit für das Tiefwasserhafenprojekt in Wilhelmshaven (JadeWeserPort) gegeben war, haben die Baumaßnahmen für die von der JadeWeser-Port Realisierungs GmbH & Co. KG durchzuführenden Infrastrukturmaßnahmen begonnen. Die EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, die Betreibergesellschaft für den JadeWeserPort, wird neben den bisher bereits laufenden Planungsleistungen voraussichtlich Ende 2009 erste Bauaufträge betreffend die Investitionen in terminalbezogene Suprastruktur erteilen. Nach dem aktuellen Zeitplan wird davon ausgegangen, dass das erste Containerschiff dort Ende 2011 abgefertigt werden kann.

Autoterminal Bremerhaven

Spülarbeiten am JadeWeserPort Wilhelmshaven, November 2008

Die Baumaßnahmen für den EUROGATE Tanger Containerterminal in Tanger, Marokko, an dem die EUROGATE-Gruppe und die Contship Italia-Gruppe mittelbar mit jeweils 20 Prozent beteiligt sind, sind weitestgehend abgeschlossen. Die Inbetriebnahme eines zweiten Bauabschnitts des Containerterminals und die Inbetriebnahme von drei weiteren Containerbrücken sind für das Frühjahr 2009 vorgesehen.

Das OJSC Baltic Containerterminal, an welchem der Geschäftsbereich CONTAINER mit 20 Prozent beteiligt ist, hat im April 2007 mit den Baumaßnahmen zur Errichtung eines Containerterminals in Ust-Luga mit einer Umschlagskapazität von bis zu ca. 3 Mio. TEU p.a. begonnen. Die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts mit einer Umschlagskapazität von 500.000 TEU p.a. wurde aufgrund der aktuellen Lage auf Mitte 2010 verschoben.

Das bedeutet aber nicht, dass die Entwicklung unserer Seehäfen dauerhaft beeinträchtigt wird, denn die grundlegenden Bedingungen haben sich nicht geändert. Der Globalisierungsprozess wird sich weiter fortsetzen. Und weiterhin werden weit über 90 Prozent des interkontinentalen Handels über die Seewege laufen. Vor diesem Hintergrund verstehen wir diese Krise als Chance um gestärkt aus ihr hervorzugehen.

Konzernabschluss

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 79
Konzernbilanz 80
Segmentberichterstattung 82
Konzern-Eigenkapitalspiegel 84
Konzern-Kapitalflussrechnung 86
Konzernanhang 87
Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter 157
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers 158

79

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

Konzernabschluss

2008
2008
2007
2007
Konzernanhang TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
1. Umsatzerlöse 7 962.633 889.300
2. Sonstige betriebliche Erträge 8 75.812 64.565
3. Materialaufwand 9 -380.258 -349.605
4. Personalaufwand 10 -349.029 -323.078
5. Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
11 -59.580 -54.982
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 -152.599 -135.387
7. Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 13 567 547
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 2.960 3.778
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13 -19.909 -18.760
10. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14 2.194 2.727
11. Erträge aus übrigen Beteiligungen 14 1.077 560
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
langfristige Finanzforderungen
15 -250 -1.380
13. Ergebnis vor Steuern 83.618 78.285
14. Ertragsteuern 16 -9.075 -10.162
15. Konzernjahresüberschuss 74.543 68.123
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 2.962 2.573
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 63.277 61.262
Übrige Minderheiten 8.304 4.288
74.543 68.123
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) 17 EUR 0,77 EUR 0,67
Dividende
der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– 18 EUR 0,40 EUR 0,40

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008

A k t i v a 31.12.2008 31.12.2007
Konzernanhang TEUR TEUR
A. Langfristiges Vermögen
I.
Immaterielle Vermögenswerte
19
1.
Firmenwerte
4.800 177
2.
Andere immaterielle Vermögenswerte
10.048 5.985
3.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle
Vermögenswerte 11.820 6.813
26.668 12.975
II.
Sachanlagen
20
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 330.641 289.055
2.
Technische Anlagen und Maschinen
250.327 202.202
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
22.229 19.802
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
58.927 61.679
662.124 572.738
III.
Finanzanlagen
21
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
406 375
2.
Anteile an assoziierten Unternehmen,
die at equity bilanziert werden 35.753 30.730
3.
Sonstige Finanzanlagen
2.037 1.738
38.196 32.843
IV.
Langfristige Finanzforderungen
V.
Sonstige langfristige Vermögenswerte
22 10.053
31
8.321
2.758
VI.
Latente Steuern
16 8.940 8.838
746.012 638.473
B.
Kurzfristiges Vermögen
I.
Vorräte
23 10.374 8.547
II.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
24 135.636 127.159
III.
Sonstige Vermögenswerte
24 59.254 39.411
IV.
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern
25 1.551 245
V.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
26 29.457 24.064
236.272 199.426

982.284 837.899 982.284 837.899

Konzernabschluss

31.12.2007
P a s s i v a
31.12.2008 31.12.2007
Konzernanhang
TEUR
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
27
I.
Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
177
–Aktiengesellschaft von 1877–
5.985
1.
Gezeichnetes Kapital
9.984 9.984
2.
Gewinnrücklagen
6.813
a.
Gesetzliche Rücklage
998 998
12.975
b.
Andere Gewinnrücklagen
3.817 2.391
3.
Bilanzgewinn
1.521 1.521
16.320 14.894
II.
Minderheitenanteile
1.
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
a.
Kommanditkapital
51.000 51.000
b.
Kapitalrücklage
50.182 50.182
19.802
61.679
c.
Gewinnrücklagen
95.390 85.936
d.
Bilanzgewinn
57.542 29.495
572.738
e.
Fremdwährungsausgleichsposten
-569 215
f.
Rücklage aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten
-2.692 2.000
375
g.
Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften
19.158 22.746
270.011 241.574
2.
Eigenkapital der übrigen Minderheiten
a.
Hybrid-Eigenkapital
78.010 77.981
1.738
32.843
b.
Sonstige Minderheiten
-10.571 -14.293
337.450 305.262
2.758
8.838
B.
Langfristige Schulden
353.770 320.156
638.473
I.
Langfristige Darlehen (ohne kurzfristigen Anteil)
28
170.361 136.073
II.
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
29
57.531 22.350
III.
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
30
14.111 4.671
IV.
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
33
4.018 5.525
8.547
V.
Langfristige Rückstellungen
31
47.086 48.653
127.159
VI.
Latente Steuern
16
2.298 1.874
39.411 295.405 219.146
245
C.
Kurzfristige Schulden
24.064
I.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
32
86.500 83.220
199.426
II.
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
29
177.767 155.221
III.
Kurzfristiger Anteil für Zuwendungen der öffentlichen Hand
30
982 1.346
IV.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
33
46.124 39.569
V.
Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern
34
12.025 11.891
VI.
Kurzfristige Rückstellungen
35
9.711 7.350
333.109 298.597
982.284 837.899
837.899

Segmentberichterstattung

(in TEUR) AUTOMOBILE
31.12.
2008
31.12.
2007
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
Intersegmenterlöse
335.616
111
307.921
133
EBITDA 38.930 29.914
Abschreibungen -10.298 -9.542
Segmentergebnis (EBIT) 28.632 20.372
in % vom Umsatz
Continuing Operations
8,5 %
28.632
6,6 %
20.372
Discontinued Operations 0 0
Zinserträge 866 228
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsaufwand -7.592 -4.019
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen 690 239
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 54 50
Ergebnis vor Steuern (EBT) 22.650 16.870
Ertragsteuern -371 153
Jahresüberschuss 22.279 17.023
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Posten -74 -14
Im Segmentergebnis enthalten
Periodenfremde Erträge 6.253 4.196
Periodenfremde Aufwendungen -775 -451
Wertminderungen 0 0
Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen 9.615 8.528
Segmentvermögen 223.296 172.534
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 43.716 19.062
Segmentschulden 141.257 104.462
Eigenkapital 53.092 46.775
Mitarbeiter 2.023 1.928

1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50%-Quote)

Konzernabschluss

KONZERN Services/Überleitung CONTAINER CONTRACT
31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12. 31.12.
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
889.300
962.633 -2.784 -6.721 329.760 357.491 254.403 276.247
145.795 0 -3.784 -6.721 2.014 6.010 1.637 600
156.560 -11.599 -15.333 93.624 101.329 33.856 31.634
-59.580 -1.217 -778 -27.620 -31.861 -16.603 -16.643
96.980 -12.816 -16.111 66.004 69.468 17.253 14.991
10,1 % k.A. k.A. 20,0 % 19,4 % 6,8 % 5,4 %
96.980 -12.816 -16.111 66.004 69.468 17.253 14.991
0 0 0 0 0 0 0
3.526 651 -71 2.353 1.458 1.093 1.273
-250 0 0 0 0 -1.380 -250
-19.909 -1.106 2.637 -6.209 -7.415 -7.426 -7.539
2.194 506 137 809 -289 1.173 1.656
1.077 36 0 474 981 0 42
83.618 -12.729 -13.408 63.431 64.203 10.713 10.173
-9.075 -1.446 -1.038 -7.180 -5.965 -1.689 -1.701
74.543 -14.175 -14.446 56.251 58.238 9.024 8.472
315 0 0 283 0 100 389
19.718 1.754 2.942 1.358 1.784 13.850 8.739
-3.767 -249 -320 -533 -571 -369 -2.101
-2.998 0 0 -2.988 -1.787 -1.075 -1.211
35.752 2.673 2.818 18.028 21.651 1.501 1.668
936.041 30.967 36.962 374.093 469.681 220.472 206.102
170.725 977 515 87.516 119.019 14.459 7.475
353.537 -37.354 -61.878 143.237 167.294 102.011 106.864
353.770 77.173 90.743 177.310 190.859 18.898 19.076
6.053 116 122 1)
1.684
1)
1.862
1.674 2.046

Konzern-Eigenkapitalspiegel

(in TEUR) I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Gezeich Gewinn
netes rück Bilanz
Kapital lagen gewinn Summe
Stand zum 31. Dezember 2006 9.984 2.454 1.035 13.473
Veränderungen
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten 0 0 0 0
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
0 0 0 0
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 935 1.638 2.573
Gesamtes Periodenergebnis 0 935 1.638 2.573
Dividenden / Entnahmen 0 0 -1.152 -1.152
Einlagen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2007 9.984 3.389 1.521 14.894
Veränderungen
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten 0 0 0 0
Bewertungsänderung von derivativen Finanzinstrumenten
assoziierter Unternehmen
0 0 0 0
Summe des direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisses 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 1.426 1.536 2.962
Gesamtes Periodenergebnis 0 1.426 1.536 2.962
Dividenden / Entnahmen 0 0 -1.536 -1.536
Einlagen 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2008 9.984 4.815 1.521 16.320

Konzernabschluss

I. Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS
II. Minderheitenanteile
Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Eigenkapital
der übrigen
Minderheiten
Kom
mandit
kapital
Kapital
rück
lage
Gewinn
rück
lagen
Bilanz
gewinn
Fremd
wäh
rungs
aus
gleichs
posten
Rücklage
aus der
Zeitwert
bewer
tung von
Finanz
instru
menten
Bilanz
ergebnis
einbezo
gener
Gesell
schaften
Summe Hybrid
Eigen
kapital
Sonstige
Minder
heiten
Summe
51.000 50.182 56.325 19.885 212 924 21.723 200.251 0 -14.445 199.279
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1.077
-1
0
0
1.077
-1
0
0
0
0
1.077
-1
0 0 0 0 0 1.076 0 1.076 0 0 1.076
0
0
0
0
29.523
29.523
29.495
29.495
0
0
0
1.076
2.244
2.244
61.262
62.338
2.981
2.981
1.307
1.307
68.123
69.199
0 0 0 -19.885 0 0 -1.025 -20.910 0 -1.325 -23.387
0
0
0
0
0
0
0
0
0
3
0
0
0
0
0
3
75.000
0
1
0
75.001
3
0 0 88 0 0 0 -196 -108 0 169 61
51.000 50.182 85.936 29.495 215 2.000 22.746 241.574 77.981 -14.293 320.156
0 0 0 0 0 -4.612 0 -4.612 0 0 -4.612
0 0 0 0 0 -80 0 -80 0 0 -80
0
0
0
0
0
9.575
0
57.542
0
0
-4.692
0
0
-3.840
-4.692
63.277
0
5.063
0
3.241
-4.692
74.543
0 0 9.575 57.542 0 -4.692 -3.840 58.585 5.063 3.241 69.851
0 0 0 -29.495 0 0 0 -29.495 -5.034 -963 -37.028
0 0 0 0 0 0 0 0 0 1.976 1.976
0 0 0 0 -784 0 0 -784 0 0 -784
0 0 -121 0 0 0 252 131 0 -532 -401
51.000 50.182 95.390 57.542 -569 -2.692 19.158 270.011 78.010 -10.571 353.770

Konzern-Kapitalflussrechnung

(in TEUR) 2008 2007
Ergebnis vor Steuern 83.618 78.285
Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen 59.831 56.362
Zuschreibungen zu langfristigen Finanzforderungen -1.110 -197
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
-1.156
-2.194
-7.150
-2.727
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen -1.077 -560
Zinsergebnis 16.382 14.435
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 315 369
154.609 138.817
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -7.404 -7.535
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte
Veränderung der Vorräte
-19.432
-1.827
-4.522
-411
Veränderung der Zuwendungen der öffentlichen Hand 9.076 -947
Veränderung der Rückstellungen -4.502 -9.522
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.140 17.509
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten 10.588
-10.361
36.104
30.676
Einzahlungen aus Zinsen 2.772 3.799
Auszahlungen für Zinsen -15.903 -15.542
Auszahlungen für Ertragsteuern -9.011 -5.695
-22.142 -17.438
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 122.106 152.055
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
und immaterieller Vermögenswerte 9.603 14.927
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
-169.435
0
-119.087
374
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.475 -5.747
Veränderungen im Konsolidierungskreis 5.720 361
Auszahlungen aus Gewährung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen -2.765 -4.374
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen
Auszahlungen für Unternehmenskäufe, abzüglich erworbener liquider Mittel
2.761
-6.380
2.104
0
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 3.362 2.186
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -163.609 -109.256
Einzahlungen aus der Tilgung von Darlehen an Unternehmenseigner 523 322
Auszahlungen aus Gewährung von Darlehen an Unternehmenseigner -312 -523
Einzahlungen aus Kapitalzuführungen von Inhabern Hybridkapital
Auszahlungen an Inhaber Hybridkapital
0
-5.035
75.000
0
Auszahlung für Kosten aus der Begebung des Hybridkapitals 0 -1.235
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Minderheitsgesellschaftern 1.976 1
Auszahlungen an Unternehmenseigner -31.994 -22.366
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
64.111
-37.736
26.534
-74.091
Einzahlungen aus der Aufnahmen von Darlehen von Beteiligungsunternehmen 18.900 19.500
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen von Beteiligungsunternehmen -19.204 -11.315
Veränderung Verrechungskonto Joint-Venture-Partner -531 -7.874
Aufnahme von Leasingverbindlichkeiten 39.121 178
Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -5.734 -16.025
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 24.085 -11.894
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen
-17.418
-487
30.905
-86
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres -2.140 -32.959
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres -20.045 -2.140
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Liquide Mittel 29.457 24.064
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -49.502 -26.204
-20.045 -2.140

Konzernanhang

der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Grundlagen und Methoden 88
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 104
Erläuterungen zur Konzernbilanz 112
Segmentberichterstattung 138
Sonstige Erläuterungen 140

Konzernanhang

Grundlagen und Methoden

1 Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Der Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–, Bremen, (BLG) für das Geschäftsjahr 2008 wurde mit Ausnahme der Regelungen des IAS 32 zur Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital (zu Einzelheiten vgl. Erläuterung Nr. 27) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, zum 31. Dezember 2008 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Es wurden bis auf die oben genannte Ausnahme alle IFRS und IFRIC beachtet, die veröffentlicht und im Rahmen des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind.

Mit der Aufstellung ihres Konzernabschlusses nach IFRS kommt die BLG ihrer Verpflichtung gemäß § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der jeweils geltenden Fassung nach.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie unter Erläuterung Nr. 6 dargestellt, sind für alle im Konzernabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen Konzerngesellschaften angewendet worden.

Das Geschäftsjahr der BLG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragene BLG hat ihren Sitz in Bremen/Deutschland, Präsident-Kennedy-Platz 1.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungskosten aufgestellt; Ausnahmen ergeben sich lediglich bei derivativen Finanzinstrumenten und Finanzinstrumenten der Kategorie "Available for Sale", sofern für solche Finanzinstrumente die Marktwerte zuverlässig bestimmt werden können.

Die Abschlusserstellung in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Einschätzungen und die Ausübung von Ermessen hinsichtlich einzelner Sachverhalte durch das Management, die Auswirkungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Werte haben können. Dies betrifft insbesondere die Einschätzung der Parameter für Wertminderungen (siehe hierzu Erläuterung Nr. 6 l) sowie für langfristige Rückstellungen (Erläuterung Nr. 31). Die vorgenommenen Schätzungen wurden auf Basis von Erfahrungswerten und weiteren relevanten Faktoren unter Berücksichtigung der Fortführungsprämisse vorgenommen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die folgenden neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, welche im Geschäftsjahr 2008 erstmalig verbindlich anzuwenden waren:

  • Änderungen in IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' und IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben', die unter bestimmten Umständen die Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten in andere IAS 39 Kategorien ermöglichen, wurden im Oktober 2008 veröffentlicht und waren ab dem 1. Juli 2008 anzuwenden. Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zur Folge.
  • IFRIC 14 'IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung'. Diese neue und erstmals im Geschäftsjahr 2008 verpflichtend anzuwendende Interpretation hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zur Folge.

Die neuen/überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen hatten mit Ausnahme von zusätzlichen Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge.

Vorzeitige Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen

Die folgenden für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen, die bis zum 31. Dezember 2008 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag noch nicht verpflichtend anwendbar waren, wurden nicht vorzeitig angewendet.

  • Die Änderungen zu IAS 32 'Finanzinstrumente: Darstellung' und IAS 1 'Darstellung des Abschlusses' zur Bilanzierung von kündbaren Finanzinstrumenten wurden im Februar 2008 veröffentlicht und sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Diese Änderungen, die Kriterien einführen, nach denen kündbare Finanzinstrumente als Eigenkapital auszuweisen sind, werden keine Änderungen zur bisherigen Bilanzierung ergeben.
  • IAS 1 'Darstellung des Abschlusses': Der überarbeitete Standard IAS 1 wurde im September 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Neufassung des Standards beinhaltet wesentliche Änderungen in Darstellung und Ausweis von Finanzinformationen im Abschluss. Die Neuerungen beinhalten insbesondere die Einführung einer Gesamtrechnung, die sowohl das in einer Periode erwirtschaftete Ergebnis als auch die noch nicht realisierten Gewinne und Verluste, die bislang innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wurden, umfasst und die Gewinn- und Verlustrechnung in ihrer bisherigen Form ersetzt.
  • IAS 23 'Fremdkapitalkosten': Der überarbeitete Standard IAS 23 wurde im März 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der Standard fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die einem qualifizierten Vermögenswert zugerechnet werden können.
  • IFRS 8 'Geschäftssegmente': IFRS 8 wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRS 8 ersetzt IAS 14 und verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente eines Unternehmens und ersetzt die Verpflichtung des bisherigen IAS 14, primäre (Geschäftssegmente) und sekundäre (geographische Segmente) Segmentberichtsformate für ein Unternehmen zu bestim-

men. IFRS 8 folgt dem sog. Management-Ansatz, wonach sich die Segmentberichterstattung allein nach Finanzinformationen richtet, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden.

  • IFRS 3 'Unternehmenszusammenschlüsse' und IAS 27 'Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS': Die überarbeiteten Standards wurden im Januar 2008 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderungen betreffen insbesondere die Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes, die Behandlung bedingter Gegenleistungen und die Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben.
  • IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' (Qualifizierende gesicherte Grundgeschäfte): Der überarbeitete Standard IAS 39 wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderungen enthalten klarstellende Regelungen dazu, welche Risiken von Grundgeschäften bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften berücksichtigt werden können.
  • 'Verbesserungen von IFRS': Im Mai 2008 wurde ein Standard zu 'Verbesserungen von IFRS' veröffentlicht. Die hierin enthaltenen Änderungen betreffen nicht dringende, aber notwendige kleinere Änderungen von insgesamt 21 Standards, die aus dem "Annual Improvement Project 2006-08" des IASB resultieren. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Darüber hinaus waren zum 31. Dezember 2008 die folgenden Interpretationen veröffentlicht, die keine Relevanz für die Geschäftstätigkeit des Konzerns haben:

  • IFRS 1 'Erstmalige Anwendung der IFRS' und IAS 27 'Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS': Die Änderung wurde im Mai 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
  • IFRS 2 'Aktienbasierte Vergütung': Die Änderung wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
  • IFRIC 12 'Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen': Diese Interpretation wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen.
  • IFRIC 13 'Kundenbindungsprogramme': Diese Interpretation wurde im Juni 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen.
  • IFRIC 15 'Vereinbarungen über die Herstellung von Gebäuden': Diese Interpretation wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
  • IFRIC 16 'Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb': Diese Interpretation wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen.
  • IFRIC 17 'Sachdividenden an Eigentümer': Diese Interpretation wurde im November 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
  • IFRIC 18 'Übertragung eines Vermögenswertes durch einen Kunden': Diese Interpretation wurde im Januar 2009 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

Von den neuen Standards und Interpretationen sind bis zum Abschluss der Erstellung des Konzernabschlusses von der EU übernommen worden:

  • IAS 1 'Darstellung des Abschlusses'
  • IAS 23 'Fremdkapitalkosten'
  • IFRS 8 'Geschäftssegmente'
  • IFRS 2 'Aktienbasierte Vergütung'
  • IAS 32 'Finanzinstrumente: Darstellung' und IAS 1 'Darstellung des Abschlusses'
  • IAS 39 'Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung' und IFRS 7 'Finanzinstrumente: Angaben'
  • IFRIC 14 'IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung'
  • IFRIC 13 'Kundenbindungsprogramme'
  • IFRS 1 'Erstmalige Anwendung der IFRS' und IAS 27 'Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS'
  • 'Verbesserungen von IFRS'

Der Konzern plant, die neuen Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss zu berücksichtigen. Die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten neuen Standards und Interpretationen werden Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung von Finanzinformationen des Konzerns haben; wesentliche Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss werden sich hieraus jedoch nicht ergeben.

Der Vorstand der BLG hat den Konzernabschluss am 7. April 2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

2 Geschäftstätigkeit des BLG-Konzerns

Der BLG-Konzern (BLG LOGISTICS GROUP) erbringt seehafenorientierte Logistik im weltweiten Maßstab in den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Das Spektrum der Logistikleistungen reicht von standardisierten bis hin zu komplexen individuellen Lösungen für Industrie und Handel.

AUTOMOBILE

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE betreibt ein europaweites Netzwerk. Die Basis sind Autoterminals an strategisch wichtigen Verkehrsknoten an Nordsee, Ostsee und dem Mittelmeer sowie an großen Flüssen und im Binnenland.

Alle Terminals sind miteinander vernetzt und über LKW, Bahn oder Schiff zu erreichen. Damit sind durchgängige Logistikketten zu den Kunden gewährleistet, also vom Automobilproduzenten bis hin zum Autohändler. Zur Erweiterung der Dienstleistungstiefe bieten darüber hinaus alle Terminals eine Vielzahl technischer Dienstleistungen sowie Vermittlungs- und administrative Leistungen an.

Der größte Standort im Netzwerk ist Bremerhaven, der zu den größten Autohäfen der Welt zählt. Zunehmend ausgebaut wird insbesondere dort der Stückgutumschlag ("High & Heavy"), der von der allgemeinen Tendenz zur Verschiffung von RoRo-Ladungen profitiert. Mit mehr als fünf Millionen umgeschlagenen, transportierten und technisch bearbeiteten Fahrzeugen pro Jahr ist dieser Geschäftsbereich Marktführer der europäischen Automobillogistiker.

CONTRACT

Der Geschäftsbereich CONTRACT betreibt Logistik- und Distributionszentren und führt weltweite Logistikdienstleistungen - insbesondere für die Automobilindustrie – durch. Zum einen führt der Geschäftsbereich Werkslogistikleistungen sowie Logistikleistungen zwischen den weltweit angesiedelten Betriebsstätten und Unternehmen großer Konzerne durch. Das umfasst beispielsweise die Beschaffungslogistik vom Lieferanten bis hin zur Fertigungsversorgung, innerbetriebliche Transporte, Fertigungsentsorgung sowie die Verpackung und den Versand. Weiterhin übernimmt der BLG-Konzern auch einzelne produktionsnahe Dienstleistungen wie zum Beispiel die Härtung geklebter Karosseriekomponenten, die Konservierung von Rohbauteilen und Vormontagen von Systemkomponenten.

Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Handelslogistik. Handelslogistik heißt Konzeptionierung, Implementierung, Ausführung und Management von komplexen logistischen Geschäftsprozessen. So werden innovative und maßgeschneiderte Logistiklösungen geboten, die den Herausforderungen unserer Kunden gerecht werden: effektive und transparente Prozessabläufe, kontinuierliche Optimierung von Waren- und Informationsflüssen, komplexes Management aus einer Hand. Geschäftsprozesse werden mit einer Technik- und IT-Expertise durch den Einsatz moderner Soft- und Hardware abgebildet. Individuelle Lösungen für den Kunden sichern umfassende Informationsketten und automatisierte Warenbewegungen durch eigene IT- und Engineering-Kompetenz.

Eine weitere Aktivität des Geschäftsbereichs CONTRACT ist die Lagerung und der Umschlag von Kühlgütern in einem Kühlhaus am Containerterminal in Bremerhaven sowie die Durchführung der anfallenden Nebengeschäfte und Serviceleistungen.

Das Geschäftsfeld Cargo betreibt das größte konventionelle Inlandsterminal Europas im Neustädter Hafen und an der Kap-Horn-Anlage in Bremen. Schwerpunkt der Tätigkeit sind Verkehrs- und Logistikleistungen für Stahl, Rohre, Maschinen und Anlagen im Exportbereich und der Umschlag und die Lagerung von Holzprodukten (Holz, Papier und Zellulose) für den Importbereich. Daneben ist eine Gesellschaft des Geschäftsbereichs autorisiertes Lagerhaus der London Metal Exchange, London, Großbritannien.

CONTAINER

Der Geschäftsbereich CONTAINER besteht aus dem Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, an dem eine Gesellschaft des BLG-Konzerns 50 Prozent der Geschäftsanteile hält, sowie dessen Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe werden durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten der EUROGATE-Gruppe umfasst den Containerumschlag auf dem europäischen Kontinent. Die EUROGATE-Gruppe betreibt – teilweise mit Partnern – Seeterminals in Bremerhaven, Hamburg (beide Deutschland), La Spezia, Gioia Tauro, Cagliari, Livorno, Ravenna, Salerno (alle Italien) sowie Lissabon (Portugal) und Tanger (Marokko). Daneben ist die EUROGATE-Gruppe an im Aufbau befindlichen Terminals in Wilhelmshaven (Deutschland) und Ust-Luga (Russland) sowie an mehreren Binnenterminals und Eisenbahnverkehrsunternehmen beteiligt.

Als Sekundärdienstleistungen werden cargomodale Dienste wie Distribution und Lagerung von Gütern, intermodale Dienste – Transporte von Seecontainern von und zu den Terminals –, Reparaturen und Depothaltung von Containern sowie technische Serviceleistungen angeboten.

3 Konsolidierungskreis

Die BLG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, die – direkt oder indirekt – die Anteile an den anderen in den Konzern einbezogenen Unternehmen hält. Die BLG beherrscht die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, an deren Vermögen sie nicht beteiligt ist, aufgrund ihrer Gesellschafterstellung. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der BLG und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 22 inländische und 6 ausländische Tochtergesellschaften (im Vorjahr 20 inländische und 6 ausländische Gesellschaften), die per Vollkonsolidierung einbezogen werden. Im Geschäftsjahr 2008 wurde die BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG gegründet und erstmalig vollkonsolidiert. Neu im inländischen Konsolidierungskreis ist außerdem die BLG AutoRail GmbH, hier wurden 50 Prozent der Anteile erworben. Da die unternehmerische Führung dieser Gesellschaft übernommen wurde, erfolgt die Berücksichtigung im Rahmen der Vollkonsolidierung.

Eine Aufstellung der wesentlichen Tochterunternehmen, Joint Ventures, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist diesem Konzernanhang als Anlage beigefügt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

4 Konsolidierungsgrundsätze

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der BLG stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Tochterunternehmen werden grundsätzlich gemäß IAS 27 vollkonsolidiert. Abweichend davon werden bestimmte Gesellschaften des Konzerns aus Wesentlichkeitsaspekten nicht konsolidiert.

Bei erstmaliger Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen dem Konzernanteil am gemäß IFRS 3 neu bewerteten Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualschulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten aktiviert bzw. passiviert. Im Rahmen der Folgekonsolidierungen werden die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein Überschuss der Anschaffungskosten der Beteiligung über die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden (positiver Unterschiedsbetrag), der sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ergibt, wird als Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen (siehe Erläuterung Nr. 6).

Bei Verbleib eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Überprüfung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der Ableitung des Kaufpreises. Verbleibt nach dieser Überprüfung weiterhin ein negativer Geschäftswert, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Der Geschäftsbereich Container mit der Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG wird durch Quotenkonsolidierung entsprechend der Anteilsquote von 50 Prozent einbezogen.

Weitere Joint Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern der Konzern eine gemeinsame Führung mit einem weiteren Partnerunternehmen innehat bzw. einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann.

Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den BLG-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des Joint Ventures oder assoziierten Unternehmens erhöht bzw. vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.

Übrige Beteiligungen werden zu Marktwerten nach IAS 39 oder, sofern die Marktwerte nicht zuverlässig ermittelbar sind, zu Anschaffungskosten angesetzt.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt wird auf den Tag abgestellt, an dem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise erstmals die Voraussetzungen gemäß IFRS für das Vorliegen eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder eines Joint Ventures gegeben sind. Ebenso bestimmt sich der Entkonsolidierungszeitpunkt nach dem Wegfall der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, der gemeinsamen Führung oder des wesentlichen Einflusses.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert:

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

5 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften des BLG-Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zum 31. Dezember 2008 werden Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR -569 (im Vorjahr TEUR 215) im Eigenkapital ausgewiesen (vgl. hierzu auch den Eigenkapitalspiegel).

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

Einheit/Währung in EUR Stichtagskurs Durchschnitts Stichtagskurs Durchschnitts
31.12.2008 kurs 2008 31.12.2007 kurs 2007
1 britisches Pfund 1,0272 1,2597 1,3571 1,4621
1 brasilianischer Real 0,3030 0,3775 0,3841 0,3765
1 südafrikanischer Rand 0,0752 0,0836 0,0998 0,1038
1 polnischer Zloty 0,2407 0,2864 0,2796 0,2653
100 slowenische Tolar 0,4173 0,4173 0,4173 0,4173
1 amerikanischer Dollar 0,7095 0,6834 0,6794 0,7308
10 slowakische Kronen 0,3307 0,3211 0,2984 0,2969
1 ukrainischer Griwna 0,0895 0,1343 0,1372 0,1496
10 marokkanische Dirham 0,8919 0,8878 0,8895 0,8984
1 russischer Rubel 0,0243 0,0275 0,0277 0,0286

Konzernabschluss

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Nicht-monetäre Vermögenswerte, die auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet werden, werden zum Umrechnungskurs am Tag der Transaktion bewertet.

6 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden gemäß IAS 18 dann erfasst, wenn die Leistung erbracht ist, hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt. Erträge und Aufwendungen aus gleichen Transaktionen bzw. Ereignissen werden gemäß dem "matching principle" in der gleichen Periode angesetzt.

Bei Dienstleistungsaufträgen werden die Umsätze nach der Stage of Completion-Methode (SoC-Methode) gemäß IAS 18 i. V. m. IAS 11 dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der Leistungsfortschritt wird anhand der outputorientierten Methode bezogen auf abgeschlossene Leistungseinheiten in Relation zu dem voraussichtlichen Gesamtvolumen ermittelt.

Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst.

Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst.

b) Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen üblicherweise nicht berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer einschließlich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwerte wird unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

c) Sachanlagen

Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen, nutzungsbedingten Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Anteile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten finden keine Berücksichtigung in den Herstellungskosten. Sie werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Abbruchverpflichtungen werden nach Maßgabe des IAS 16 in Höhe des Barwerts als Anschaffungsnebenkosten berücksichtigt.

Immobilien werden darauf untersucht, ob es sich um investment properties im Sinne des IAS 40 handelt. Der Umfang der investment properties ist von untergeordneter Bedeutung, IAS 40 findet aus diesem Grund bei der BLG Logistics Group keine Anwendung.

Sofern die Voraussetzungen nach IAS 16 und IFRIC 1 für die Anwendung des Komponentenansatzes vorliegen, werden die Anlagegüter in ihre Bestandteile zerlegt und diese einzeln aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensbezogene Zuschüsse der öffentlichen Hand werden passiviert und über die Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögenswerts linear aufgelöst.

Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Dabei werden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zu erwartende Restwerte werden bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Impairment) vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

d) Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasingverhältnisse:

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird gemäß IAS 17 dann dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt. Sofern das wirtschaftliche Eigentum der BLG Logistics Group zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser den Zeitwert unterschreitet.

Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.

Der Ausweis erfolgt unter Berücksichtigung der Anlagenklassen zusammengefasst mit den erworbenen Vermögenswerten.

Operating Leasingverhältnisse:

Alle übrigen Leasingverhältnisse, bei denen das wirtschaftliche Eigentum nicht dem Leasingnehmer, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen ist, stellen Operating Leasingverhältnisse dar. Die Miet- und Leasingaufwendungen aus solchen Vereinbarungen werden über die Vertragslaufzeit verteilt erfolgswirksam erfasst.

e) Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

Finanzielle Vermögenswerte sind grundsätzlich ab dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem der BLG-Konzern Vertragspartner wird und zur Leistung berechtigt bzw. zur Gegenleistung verpflichtet ist. Sofern zeitliche Differenzen zwischen dem Tag der Order und dem Tag der Abwicklung (Erfüllungstag) bestehen, wird ein finanzieller Vermögenswert erst ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (mit Ausnahme der EUROGATE-Gruppe, die quotal konsolidiert wird) werden nach der Equity-Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile, wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaften erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der BLG entfallen.

Zu den Finanzanlagen und langfristigen Finanzforderungen zählen des Weiteren Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen und sonstige Beteiligungen.

Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale), solche, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden (Held to Maturity), sowie übrige originäre oder erworbene Forderungen.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (Impairment). Zu außerplanmäßigen Abschreibungen siehe ergänzend Erläuterung Nr. 6 l.

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held to Maturity" werden zum Bilanzstichtag mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Loans and Receivables", zu denen vor allem die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Langfristige unter- bzw. nichtverzinsliche Ausleihungen und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert. Eine Übertragung an einen Dritten qualifiziert für eine Ausbuchung, wenn die vertraglichen Rechte an den Zahlungsströmen aus Vermögenswerten aufgegeben werden, keine Vereinbarungen zur Rückbehaltung einzelner Zahlungsströme existieren, sämtliche Risiken und Chancen an den Dritten übertragen werden und der BLG-Konzern keine Verfügungsmacht über den Vermögenswert mehr besitzt.

f) Vorräte

Der Posten Vorräte umfasst Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Handelswaren. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, die auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt werden, oder zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Bei der Bilanzierung von Dienstleistungen wird die Stage-of-Completion-Methode zugrunde gelegt.

Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten einerseits und realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten sowie ggfs. noch anfallender Fertigstellungskosten andererseits. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis des Endproduktes zugrunde gelegt.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach IAS 39 der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame außerplanmäßige Wertberichtigungen vorgenommen (siehe dazu ergänzend Erläuterung Nr. 6 l). Neben den ggfs. erforderlichen Einzelwertberichtigungen werden bei aufgrund von Erfahrungswerten erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die ergebniswirksam erfasst werden. Wertberichtigte Forderungen werden ausgebucht, sofern der Zufluss von Cashflows unwahrscheinlich ist.

Die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Realisierung (Erlöschen) oder bei Übertragung der Forderungen an einen Dritten, die für eine Ausbuchung nach IAS 39 qualifiziert.

h) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte betreffen derivative Finanzinstrumente (siehe Erläuterung Nr. 6 i), kurzfristige Finanzforderungen und ggfs. kurzfristig gehaltene Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden gemäß IAS 39 unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale) oder zu Handelszwecken gehalten werden (Held for Trading) und ab dem Erfüllungstag aktiviert.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten (siehe Erläuterung Nr. 6 l).

Sofern der Marktwert nicht zuverlässig bestimmbar ist, da weder eine öffentliche Notierung vorliegt noch der Marktwert anhand von Bewertungsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Held for Trading" werden grundsätzlich mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Konzernabschluss

Sonstige kurzfristige Finanzforderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zuzurechnen und ab dem Erfüllungstag zu bilanzieren. Entsprechend werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Sinkt der erzielbare Betrag unter den Buchwert, werden erfolgswirksame Wertberichtigungen vorgenommen (siehe Erläuterung Nr.6 l).

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die ihm zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

i) Derivative Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement

Derivative Finanzinstrumente werden ab Vertragsabschluss bilanziell berücksichtigt und zum Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Sofern derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 vorliegen, ist deren Bilanzierung abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung und des gesicherten Grundgeschäfts.

Derivate werden wie andere finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn der BLG-Konzern die Verfügungsmacht über die zugrunde liegenden Rechte ganz oder teilweise durch Realisierung, Auslauf oder Übertragung an einen Dritten, die für eine Ausbuchung qualifiziert, verliert.

Voraussetzung für den Einsatz von Derivaten ist das Bestehen eines abzusichernden Risikos. Offene Derivate-Positionen können sich allenfalls im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften ergeben, bei denen das dazugehörige Grundgeschäft entfällt oder entgegen der Planung nicht zustande kommt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

j) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte betreffen insbesondere Forderungen gegen das Finanzamt und Abgrenzungen. Sie werden zu Nominalwerten angesetzt.

k) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.

l) Außerplanmäßige Wertberichtigungen (Wertminderungen - Impairment)

Überblick

Sämtliche Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen werden zum Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte untersucht, die auf mögliche Wertminderungen im Sinne von IAS 36 oder IAS 39 hinweisen. Sofern solche Anhaltspunkte identifiziert werden, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag (recoverable amount) geschätzt und dem Buchwert gegenübergestellt.

Darüber hinaus werden für Geschäfts- oder Firmenwerte, Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und noch nicht fertig gestellte immaterielle Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung die erzielbaren Erträge geschätzt.

Eine Wertminderung ist nach IAS 36 erfolgswirksam zu berücksichtigen, sofern der Buchwert eines Vermögenswertes oder der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) den erzielbaren Betrag übersteigt.

Sofern für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ein Wertberichtigungsbedarf ermittelt wird, werden zunächst Firmenwerte der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit reduziert. Sofern ein weiterer Wertberichtigungsbedarf verbleibt, wird dieser gleichmäßig auf die Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt.

Ermittlung des erzielbaren Betrags

Der voraussichtlich erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (value in use). Der Nutzungswert ist der Barwert der künftig aus dem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erwartenden Zahlungsströme. Als Diskontsatz wird ein aktueller Marktzinssatz unter Berücksichtigung des Zeitwertes des Geldes und der Risikospezifika des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugrunde gelegt. Wie im Vorjahr kam dabei grundsätzlich ein gewichteter Kapitalkostensatz von 10,00 Prozent für den Geschäftsbereich CONTRACT zur Anwendung. In diesem sind ein risikoloser Basiszins von 5,00 Prozent (Vorjahr: 4,75 Prozent) und eine Marktrisikoprämie von 5,00 Prozent (Vorjahr: 5,00 Prozent) eingeflossen.

Wertaufholungen

Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht ein Wertaufholungsgebot. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die um die planmäßig fortgeführten Abschreibungen, die sich ohne die außerplanmäßigen Abschreibungen ergeben hätten, verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Sofern die außerplanmäßigen Abschreibungen gleichmäßig auf Vermögenswerte einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt wurden, wird bei den Zuschreibungen in gleicher Weise verfahren.

Wertaufholungen auf abgeschriebene Firmenwerte sind nicht zulässig.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorien "Held to Maturity" und "Loans and Receivables" sowie Fremdkapitalinstrumente der Kategorie "Available for Sale" ist erfolgswirksam zurückzunehmen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "Available for Sale" erfolgt die Wertaufholung erfolgsneutral über die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten.

m) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden bilanziell berücksichtigt, sofern eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuschüsse werden nach der Bruttomethode unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt zeitanteilig nach Maßgabe der Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte.

n) Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen sind post employment benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

Bei Jubiläumsrückstellungen handelt es sich um other long-term benefits im Sinne von IAS 19. Die Bewertung erfolgt ebenfalls nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der in den Jubiläumsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst.

Abbruchverpflichtungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung mit dem Barwert der Verpflichtung als Anschaffungsnebenkosten des betreffenden Vermögenswerts aktiviert und gleichzeitig in entsprechender Höhe zurückgestellt. Über die Abschreibungen des aktivierten Vermögenswerts und die Aufzinsung der Rückstellung wird der Aufwand auf die Perioden der Nutzung verteilt.

o) Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind zu passivieren, sobald der BLG-Konzern Vertragspartei geworden ist. Bei den übrigen Verbindlichkeiten richtet sich der Ansatzzeitpunkt nach den allgemeinen Regelungen des IFRS-Frameworks.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des erhaltenen Entgelts bzw. der erhaltenen Gegenleistung angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit verteilt getilgt. Zur Ermittlung des Tilgungsanteils der Leasingraten erfolgt eine Aufteilung der Raten in der Form, dass ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Verbindlichkeit angewandt wird.

Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitvereinbarungen als Verpflichtungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet.

Verbindlichkeiten sind nach Abgeltung, Erlass oder Auslauf auszubuchen.

p) Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 nach der Liability-Methode ermittelt. Nach dieser Methode werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sie sich im Zeitablauf ausgleichen (temporary differences). Sind Aktivposten nach IFRS höher bewertet als in der Steuerbilanz und handelt es sich um temporäre Differenzen, so wird ein Passivposten für latente Steuern gebildet. Aktive Steuerlatenzen aus bilanziellen Unterschieden sowie Vorteile aus der zukünftigen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden.

Die Ermittlung der latenten Steuern beruht gemäß IAS 12 auf der Anwendung der zum Realisationszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze. Da es sich bei den wesentlichen Konzernunternehmen um Personenhandelsgesellschaften handelt, umfasst der maßgebliche Konzernsteuersatz von 15,4 Prozent nur die Gewerbesteuer. Für deutsche Kapitalgesellschaften kommt ein Steuersatz von 31,2 Prozent zur Anwendung, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz zuzüglich des Solidaritätszuschlags sowie dem für die wesentlichen einbezogenen Unternehmen geltenden Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die ausländischen Konzerngesellschaften verwenden bei der Berechnung der latenten Steuerposten ihren individuellen Ertragsteuersatz. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 19,0 Prozent bis 31,4 Prozent.

q) Unternehmenszusammenschlüsse

In Berichtszeitraum fand im Geschäftsbereich AUTOMOBILE folgender Unternehmenszusammenschluss statt:

BLG AutoRail GmbH

Zum 1. April 2008 wurden 50 Prozent der Anteile an dem Eisenbahnverkehrsunternehmen CTL Car Transport Logistics GmbH, Mainz, mit Zahlungsmitteln von TEUR 6.073 erworben. Durch gesellschaftsvertragliche Stimmrechtsbindungen übt der BLG-Konzern die Kontrolle über diese Gesellschaft aus. Durch den Erwerb der später in BLG AutoRail GmbH umfirmierten Gesellschaft wird das Angebot des intermodalen Autotransports um den Transport von Fertigfahrzeugen per Bahn erweitert. Die Gesellschaft wird durch die Vollkonsolidierungsmethode erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstand ein Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 4.288.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vemögenswerte und Schulden entsprachen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen, mit Ausnahme eines günstigen Einkaufskontrakts, der als immaterieller Vermögenswert mit dem Barwert der Einkaufsvorteile angesetzt wurde. Das darüber hinaus erworbene Know-how sowie die erworbenen Geschäftsaussichten wurden nicht angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt anteilig wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt für 100 Prozent (in TEUR) 1.4.2008
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.406
Sachanlagen 33
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 96
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 927
Sonstige Vermögenswerte 385
5.847
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 45
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 766
Sonstige Verbindlichkeiten 94
Latente Steuerverbindlichkeiten 1.372
2.277
Summe identifizierbare Vermögenswerte 3.570

Der BLG-Konzern hat mit der BLG AutoRail GmbH anteilig Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 96 netto erworben. Die BLG AutoRail GmbH hat im Geschäftsjahr 2008 bezogen auf die neu erworbenen Anteile mit TEUR 5.412 zum Konzernumsatz und TEUR -296 zum Konzernergebnis beigetragen. Wäre der Unternehmenserwerb zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt, wären die Umsatzerlöse um TEUR 1.872 höher und der Konzernjahresüberschuss um TEUR 244 höher ausgefallen.

Im Berichtszeitraum fanden im Geschäftsbereich CONTAINER zwei Unternehmenszusammenschlüsse statt. Diese werden quotal im Konzernabschluss der BLG berücksichtigt:

FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn

Zum 16. September 2008 hat der Geschäftsbereich CONTAINER 51 Prozent (Anteil BLG-Konzern 25,5 Prozent) der Anteile an dem Eisenbahnverkehrsunternehmen FLOYD Szolgáltató Zártkörüen müködö Részvénytársaság, Budapest, Ungarn, aus Zahlungsmitteln für TEUR 533 bezogen auf den quotalen Anteil des BLG-Konzerns erworben. Die FLOYD Zrt. war bereits vor Übernahme der Anteile der ungarische Partner der EUROGATE Intermodal GmbH beim Betrieb der Kombiverkehrsverbindung zwischen Hamburg/Bremerhaven und Budapest. Durch die Übernahme der Mehrheit an FLOYD Zrt. bietet die EUROGATE Intermodal GmbH ihren Kunden den Container-Service durchgängig aus einer Hand an und setzt dabei auf einen einheitlichen Qualitätsstandard entlang der gesamten Transportkette. Die Gesellschaft wird in der EUROGATE-Gruppe vollkonsolidiert. Im Rahmen der Kaufpreisallokation entstand ein Geschäfts- und Firmenwert von anteilig TEUR 335.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden entsprachen im Wesentlichen den Buchwerten bei dem erworbenen Unternehmen und stellen sich zum Erwerbszeitpunkt anteilig wie folgt dar:

Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
für den quotalen Anteil des BLG-Konzerns (in TEUR)
16.9.2008
Immaterielle Vermögensgegenstände 1
Sachanlagen 318
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 134
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 146
Sonstige Vermögenswerte 37
Latente Steuerforderungen 19
655
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 140
Sonstige Verbindlichkeiten 116
Latente Steuerverbindlichkeiten 10
266
Summe identifizierbare Vermögenswerte 389

Der BLG-Konzern hat mit der FLOYD Zrt. anteilig Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 134 netto erworben. Die FLOYD Zrt. hat im Geschäftsjahr 2008 bezogen auf die neu erworbenen Anteile anteilig mit TEUR 792 zum Konzernumsatz und TEUR 117 zum Konzernergebnis beigetragen. Wäre der Unternehmenserwerb zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt, wären die Umsatzerlöse um TEUR 2.474 höher und der Konzernjahresüberschuss um TEUR 253 höher ausgefallen.

Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven

Am 27. November 2008 wurde von der EUROGATE-Gruppe zusammen mit der APM Terminals Deutschland Holding GmbH, Bremerhaven, die Gesellschaft Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven, als Joint Venture gegründet. Die Konsolidierung erfolgt im Geschäftsbereich CONTAINER nach der Quotenkonsolidierungsmethode. Die Anschaffungskosten betrugen anteilig TEUR 10.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7 Umsatzerlöse

(in TEUR) 2008 2007
Umschlagserlöse 417.448 384.205
Speditions- und Transportleistungen 232.091 156.812
Logistikdienstleistungen 83.825 105.781
Technische Dienstleistungen und Beratung 64.038 58.959
Schiffserlöse 23.745 42.015
Miet- und Lagererlöse 47.211 41.476
Materialverkäufe 19.363 16.054
Containerpacking 12.314 11.381
Personal- und Gerätegestellung 9.727 7.949
Übrige 52.871 64.668
Gesamt 962.633 889.300

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 73.333 bzw. 8,2 Prozent erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in den Bereichen Containerumschlag, Seehafenlogistik, Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik sowie dem Automobiltransport und technischer Fahrzeugbetreuung erzielt.

Hinsichtlich der Aufgliederung nach Segmenten siehe Erläuterung Nr. 37 bzw. 38.

8 Sonstige betriebliche Erträge

(in TEUR) 2008 2007
Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen 9.431 11.209
Erbbauzinsen und Mieterträge 9.655 9.708
Erträge aus der Auflösung von Schulden 13.147 9.067
Versicherungsentschädigungen und andere Erstattungen 13.220 8.988
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des
Sachanlagevermögens 2.156 7.554
Personalgestellung 9.329 6.497
Sonstige periodenfremde Erträge 4.413 4.684
IT-Dienstleistungen und sonstige Beratung 482 1.379
Übrige 13.979 5.479
Gesamt 75.812 64.565

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind neutrale Erträge in Höhe von TEUR 820 enthalten, die auf Wertaufholungen auf in Vorjahren abgeschriebene Vermögenswerte entfallen.

9 Materialaufwand

(in TEUR) 2008 2007
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 95.896 82.996
Aufwendungen für Fremdpersonal 100.424 94.399
Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 183.947 172.192
Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen
-9 18
Gesamt 380.258 349.605

Der Anstieg der Materialaufwendungen um 8,8 Prozent resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit.

10 Personalaufwand

(in TEUR) 2008 2007
Löhne und Gehälter 294.375 270.305
Gesetzliche soziale Aufwendungen 48.893 46.810
Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung
und Jubiläen
6.012 5.928
Übrige 79 35
349.359 323.078
Aktivierte Eigenleistungen für selbsterstellte
immaterielle Vermögenswerte
-330 0
Gesamt 349.029 323.078

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt TEUR 25.951 bzw. 8,0 Prozent erhöht. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind als Bestandteil des Zinsergebnisses ausgewiesen.

In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind TEUR 20.840 (Vorjahr: TEUR 18.672) für Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung enthalten.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter ist im Konzernlagebericht sowie in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 37) angegeben.

11 Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

(in TEUR) 2008 2007
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.829 3.376
Abschreibungen auf Sachanlagen 53.753 47.543
56.582 50.919
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 2.998 4.063
Gesamt 59.580 54.982

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrafen mit TEUR 1.730 im Wesentlichen Wertminderungen von Flächen in Hamburg, die im Geschäftsjahr 2000 zur Schaffung von Lagerfläche hergestellt wurden und die im Geschäftsjahr 2008 abgerissen wurden, bzw. im Geschäftsjahr 2009 abgerissen werden. Sie betrafen mit TEUR 1.000 ferner technische Anlagen im Standort Eisenach, die voraussichtlich nicht mehr rentabel genutzt werden können.

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf die einzelnen Anlagenklassen kann den Erläuterungen Nr. 19 und 20 entnommen werden.

12 Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in TEUR) 2008 2007
Erbbauzinsen und Mieten 67.085 59.509
Aufwendungen aus Schadensfällen 12.998 9.088
Aufwendungen für Versicherungsprämien 9.569 9.438
Vertriebskosten 8.915 8.304
IT-Aufwendungen 7.270 5.567
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 6.901 5.816
Bewachungskosten und sonstige Grundstücksaufwendungen 6.379 5.204
Sonstige neutrale Aufwendungen 5.504 1.544
Sonstige personalbezogene Aufwendungen 4.890 3.505
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 2.767 1.198
Verwaltungsaufwendungen und Beiträge 2.598 3.082
Post- und Fernsprechkosten 2.279 2.345
Buchverluste aus Anlagenabgängen 1.000 403
Sonstige Steuern 961 1.258
Aufwendungen für Weiterbildung 893 1.191
Aufwendungen aus Beschaffungsgeschäften für Dritte 247 6.219
Übrige 12.343 11.716
Gesamt 152.599 135.387

13 Zinsergebnis

(in TEUR) 2008 2007
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Erträge aus langfristigen Finanzforderungen 567 547
Zinserträge aus Bankguthaben 573 649
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 0 48
Zinserträge aus Amortisation sonstiger Aktiva 755 526
Übrige Zinserträge 1.632 2.555
2.960 3.778
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen und sonstigen
Finanzverbindlichkeiten
-11.515 -11.258
Zinsaufwand aus Finanzierungsleasing -131 -361
Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten -4.006 -3.218
Zinsaufwand aus kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten -1.175 -1.322
Übrige Zinsaufwendungen -3.082 -2.601
-19.909 -18.760
Gesamt -16.382 -14.435

In den übrigen Zinserträgen sind in 2008 TEUR 0 (Vorjahr: 1.760) aus der Veräußerung von Sicherungsinstrumenten enthalten.

14 Beteiligungsergebnis

(in TEUR) 2008 2007
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 1.658 1.061
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 699 641
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 590 373
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 382 286
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 328 8
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Darbrowka Gornicza, Polen 323 64
dbh Logistics IT AG, Bremen 137 221
TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marocco -870 -179
OJSC Baltic Container Terminal, Ust-Luga, Russland -1.078 -74
Übrige 25 326
2.194 2.727
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 329 426
Übrige 748 134
1.077 560
Gesamt 3.271 3.287

15 Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen

(in TEUR) 2008 2007
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0 466
Abschreibungen auf Beteiligungen 0 140
0 606
Abschreibungen auf langfristige Finanzforderungen
Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen 250 552
Abschreibungen auf Ausleihungen an assoziierten Unternehmen
und sonstige Beteiligungen 0 222
250 774
Gesamt 250 1.380

16 Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 2008 2007
Laufende Steuern
Steueraufwand der Periode 10.177 10.069
Steueraufwand für Vorperioden 5 170
Erträge aus Steuererstattungen -915 -302
Summe laufende Steuern 9.267 9.937
Latente Steuern
Latente Steuern auf temporäre Differenzen -16 57
Latente Steuern auf Verlustvorträge -176 168
Summe latente Steuern -192 225
Gesamt 9.075 10.162

Die Steueraufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuer der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Die Besteuerung erfolgt unabhängig davon, ob Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert werden. Die Durchführung der vorgeschlagenen Ausschüttung des Bilanzgewinns der BLG hat keine Auswirkungen auf den Steueraufwand des Konzerns.

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Gesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode sowie aus der Rücknahme von Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge, aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die latente Steuern aktiviert worden waren, und aus dem erstmaligen Ansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind.

Latente Ertragsteuern

Die zu den verschiedenen Bilanzstichtagen ausgewiesenen Posten für latente Steuern betreffen die folgenden Sachverhalte:

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Immaterielle Vermögenswerte –
Nutzungsdauern / Impairment 0 -202 71 -153
Sachanlagevermögen - Nutzungsdauern / Impairment 865 -3.911 1.127 -3.891
Firmenwerte – Ansatz nur in der Steuerbilanz 705 0 1.713 0
Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen 0 -8.039 0 -2.619
Finanzforderungen (Leasinggeber) 0 0 0 -1
Aktivierung von Abbruchkosten 0 -800 0 -1.208
Sonstige Bewertungsdifferenzen immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
449 -1.737 190 -18
Pensionsrückstellungen 1.018 -25 941 -9
Soziales Zukunftskonzept 571 0 547 -39
Fiktive Hafenrente (mittelbare Pensionsverpflichtungen) 3.356 0 3.349 0
Jubiläumsrückstellungen 136 0 186 0
Rückstellungen für Altersteilzeit 608 0 563 0
Abbruchverpflichtungen 775 0 889 0
Übrige Rückstellungen – Ansatz und Bewertung 1.381 -118 2.869 -351
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen 8.285 0 2.934 0
Bewertung von langfristigen Finanzforderungen 46 0 106 0
Abzinsung von langfristigen unverzinslichen Darlehen 5 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente 607 0 0 -444
Forderungsbewertung 0 -67 33 -50
Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil 0 -240 0 -1.181
Absatzmarktorientierte Vorratsbewertung 7 0 7 0
PoC/SoC-Forderungen 24 0 25 -50
Rechnungsabgrenzungen 1.217 0 0 0
Berücksichtigung latenter Steuern auf Hybridkapitalkosten 53 0 60 0
Sonstige 220 -148 585 -93
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 20.328 -15.287 16.195 -10.107
Zwischenergebniseliminierung 0 -195 0 -290
Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen 2.770 0 2.594 0
Brutto latente Steuern 23.098 -15.482 18.789 -10.397
Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen -974 0 -1.428 0
Saldierung -13.184 13.184 -8.523 8.523
Bilanzierte latente Steuern 8.940 -2.298 8.838 -1.874

Bewegungen der Steuerlatenzen innerhalb des Berichtsjahres:

(in TEUR) Bilanz in der in der Bilanz
1.1.
2008
GuV
erfasst
Bilanz
erfasst
31.12.
2008
Immaterielle Vermögenswerte –
Nutzungsdauern / Impairment -82 -120 0 -202
Sachanlagevermögen –
Nutzungsdauern / Impairment
-2.764 -282 0 -3.046
Firmenwerte – Ansatz nur in der Steuerbilanz 1.713 -1.008 0 705
Aktivierung von Finanzierungsleasingverhältnissen -2.619 -5.420 0 -8.039
Finanzforderungen (Leasinggeber) -1 1 0 0
Aktivierung von Abbruchkosten -1.208 408 0 -800
Sonstige Bewertungsdifferenzen
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
172 -88 -1.372 -1.288
Pensionsrückstellungen 932 61 0 993
Soziales Zukunftskonzept 508 63 0 571
Fiktive Hafenrente (mittelbare Pensionsverpflichtungen) 3.349 7 0 3.356
Jubiläumsrückstellungen 186 -50 0 136
Rückstellungen für Altersteilzeit 563 45 0 608
Abbruchverpflichtungen 889 -114 0 775
Übrige Rückstellungen – Ansatz und Bewertung 2.518 -1.255 0 1.263
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen 2.934 5.351 0 8.285
Bewertung von langfristigen Finanzforderungen 106 -60 0 46
Abzinsung von langfristigen unverzinslichen Darlehen 0 5 0 5
Derivative Finanzinstrumente -444 183 868 607
Forderungsbewertung -17 -50 0 -67
Entfall des steuerlichen Sonderpostens mit Rücklageanteil -1.181 941 0 -240
Absatzmarktorientierte Vorratsbewertung 7 0 0 7
PoC/SoC-Forderungen -25 49 0 24
Rechnungsabgrenzungen 0 1.217 0 1.217
Berücksichtigung latenter Steuern auf Hybridkapitalkosten 60 -7 0 53
Sonstige 492 -410 -10 72
Wertberichtigungen auf temporäre Differenzen -1.428 454 0 -974
Zwischenergebniseliminierung -290 95 0 -195
Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen 2.594 176 0 2.770
Gesamt 6.964 192 -514 6.642

Die folgenden latenten Steuerguthaben wurden nicht aktiviert:

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Abziehbare temporäre Differenzen 974 1.428
Verlustvorträge 30.095 28.156
Gesamt 31.069 29.584

Ausschlaggebend für die Bewertung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Grundlage der Bewertung ist die Drei-Jahre-Mittelfristplanung der jeweiligen Konzernunternehmen.

Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2008 über steuerliche Verlustvorträge von TEUR 212.377 (Vorjahr: TEUR 198.526). Zum 31. Dezember 2008 wurden für steuerliche Verlustvorträge von TEUR 194.389 (Vorjahr: TEUR 181.876) von verschiedenen Tochterunternehmen keine latenten Steuerforderungen aktiviert. Für diese Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und in Tochterunternehmen entstanden sind, die bereits seit längerer Zeit steuerliche Verluste erwirtschaften bzw. in absehbarer Zeit keine steuerlichen Gewinne erzielen werden.

Die abzugsfähigen Differenzen, für die zum 31. Dezember 2008 und zum 31. Dezember 2007 keine latenten Steuern aktiviert wurden, betreffen Tochterunternehmen, deren zu erwartende steuerliche Einkommenssituation voraussichtlich keine Nutzung aktiver latenter Steuern ermöglicht.

Überleitungsrechnung (in TEUR) 2008 2007
Jahresüberschuss vor Steuern 83.618 78.285
Ertragsteuern bei Anwendung des Konzernsteuersatzes 15,4 % 12.877 18 % 14.091
Überleitungspositionen
Nutzung zusätzlicher steuerlicher Sonderbetriebsausgaben -8.250 -8.378
Ergebniswirksame Steuern auf Derivate -214 0
Steuerfreie Erträge und sonstige Kürzungen -1.806 -4.998
Steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen und sonstige
Hinzurechnungen 5.240 7.399
Abweichende Steuersätze aus Konzernunternehmen 527 1.092
Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge -1.055 -1.834
Effekt aus der Änderung von Steuersätzen -2 654
Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre
Differenzen
5.207 2.485
Umkehrung eines vorherigen Nichtansatzes von latenten
Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen
-2.465 -447
Latenter periodenfremder Steueraufwand/-ertrag 216 43
Laufender periodenfremder Steueraufwand/-ertrag -910 5
Sonstiges -290 50
Summe der Überleitungspositionen -4,5 % -3.802 -5,0 % -3.929
Im Konzern ausgewiesener Ertragsteueraufwand 10,9 % 9.075 13,0 % 10.162

Überleitung des effektiven Steuersatzes und des effektiven Ertragsteueraufwands:

Der angewendete Steuersatz von 15,4 Prozent (Vorjahr: 18,0 Prozent) beinhaltet wie im Vorjahr nur die Gewerbesteuer in Deutschland auf Basis des relevanten Gewerbesteuerhebesatzes, da die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Personengesellschaft nicht als eigenständiges Steuersubjekt der Körperschaftssteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegt.

17 Ergebnis je Aktie der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des der Muttergesellschaft zuzurechnenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2008 bei EUR 0,77 (Vorjahr: EUR 0,67). Dieser Berechnung liegen der auf die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– entfallende Teil des Konzernjahresüberschusses von TEUR 2.962 (Vorjahr: TEUR 2.573) und die mit 3.840.000 unveränderte Zahl an Stammaktien zugrunde.

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Im Berichtsjahr ergab sich wie im Vorjahr keine betragsmäßige Abweichung zum unverwässerten Ergebnis.

18 Dividende je Aktie

Für das Geschäftsjahr 2008 wird eine Ausschüttung von TEUR 1.536 (Vorjahr: TEUR 1.536) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von EUR 0,40 (Vorjahr: EUR 0,40).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

19 Immaterielle Vermögenswerte

(in TEUR)
(in TEUR)
Konzessionen,
gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Geleistete
Geschäftsjahr 2008 Firmen
werte
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Anzah
lungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2008 177 31.367 6.813 38.357
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 10 0 10
Zugänge 4.623 6.664 5.777 17.064
Abgänge 0 -5.839 -413 -6.252
Umbuchungen 0 251 -357 -106
Währungsdifferenzen 0 -6 0 -6
Stand 31. Dezember 2008 4.800 32.447 11.820 49.067
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 0 25.382 0 25.382
Veränderungen Konsoliderungskreis 0 1 0 1
Zugänge 0 2.829 0 2.829
Abgänge 0 -5.822 0 -5.822
Umbuchungen 0 16 0 16
Währungsdifferenzen 0 -7 0 -7
Stand 31. Dezember 2008 0 22.399 0 22.399
Buchwerte 31.12.2008 4.800 10.048 11.820 26.668
Buchwerte 31.12.2007 177 5.985 6.813 12.975

Konzernabschluss

(in TEUR)
(in TEUR)
Konzessionen,
gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Geleistete
Geschäftsjahr 2007 Firmen
werte
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
Anzah
lungen
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2007 177 29.669 5.128 34.974
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 1.283 3.086 4.369
Abgänge 0 -949 -38 -987
Umbuchungen 0 1.363 -1.363 0
Währungsdifferenzen 0 1 0 1
Stand 31. Dezember 2007 177 31.367 6.813 38.357
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2007 0 22.890 0 22.890
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 3.377 0 3.377
Abgänge 0 -888 0 -888
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 0 3 0 3
Stand 31. Dezember 2007 0 25.382 0 25.382
Buchwerte 31.12.2007
Buchwerte 31.12.2006
177
177
5.985
6.779
6.813
5.128
12.975
12.084

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Dabei wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauern immaterielle Vermögenswerte 2008 2007
Softwarelizenzen 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre
selbsterstellte Software 3 - 5 Jahre 3 - 5 Jahre
Versorgungs- und Sielnutzungsrechte 20 Jahre 20 Jahre

Im Rahmen der Erstkonsolidierung eines inländischen Tochterunternehmens entstand im Geschäftsjahr 2008 ein Firmenwert in Höhe von TEUR 4.288. Aus dem Erwerb von Anteilen an einer Gesellschaft in der EUROGATE-Gruppe resultiert ein weiterer Firmenwert in Höhe von TEUR 335.

In den oben aufgeführten immateriellen Vermögenswerten sind gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 380) enthalten.

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 1.658) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 29.

Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber.

20 Sachanlagen

(in TEUR)
(in TEUR)
Geschäftsjahr 2008
Grund
stücke, grund
stücksgleiche
Rechte und
Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und Ge
schäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzah
lungen
und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2008 447.897 334.890 54.554 61.679 899.020
Veränderungen
Konsolidierungskreis
0 318 57 0 375
Zugänge 35.208 64.329 8.355 45.770 153.662
Abgänge -3.614 -15.801 -4.789 -1.037 -25.241
Umbuchungen 29.797 17.154 633 -47.485 99
Währungsdifferenzen 0 -41 -8 0 -49
Stand 31. Dezember 2008 509.288 400.849 58.802 58.927 1.027.866
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 158.842 132.688 34.752 0 326.282
Veränderungen
Konsolidierungskreis
0 0 24 0 24
Zugänge 20.667 29.884 6.200 0 56.751
Abgänge -1.026 -11.829 -4.368 0 -17.223
Umbuchungen 162 -148 -38 0 -24
Währungsdifferenzen 2 -73 3 0 -68
Stand 31. Dezember 2008 178.647 150.522 36.573 0 365.742
Buchwerte 31.12.2008 330.641 250.327 22.229 58.927 662.124
Buchwerte 31.12.2007 289.055 202.202 19.802 61.679 572.738
(in TEUR)
(in TEUR)
Geschäftsjahr 2007
Grund
stücke, grund
stücksgleiche
Rechte und
Bauten
einschließlich
der Bauten
auf fremden
Grundstücken
Technische
Anlagen
und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs
und Ge
schäfts
ausstat
tung
Geleistete
Anzah
lungen
und
Anlagen
im Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2007 435.408 287.610 52.257 36.667 811.942
Veränderungen
Konsolidierungskreis
0 0 0 0 0
Zugänge 19.242 37.562 6.399 54.442 117.645
Abgänge -19.064 -6.266 -4.665 -590 -30.585
Umbuchungen 12.311 15.965 564 -28.840 0
Währungsdifferenzen 0 19 -1 0 18
Stand 31. Dezember 2007 447.897 334.890 54.554 61.679 899.020
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2007 152.660 111.612 33.240 0 297.512
Veränderungen
Konsolidierungskreis
0 0 0 0 0
Zugänge 19.648 26.362 5.595 0 51.605
Abgänge -13.466 -5.286 -4.158 0 -22.910
Umbuchungen 0 -3 72 0 69
Währungsdifferenzen 0 3 3 0 6
Stand 31. Dezember 2007 158.842 132.688 34.752 0 326.282
Buchwerte 31.12.2007 289.055 202.202 19.802 61.679 572.738
Buchwerte 31.12.2006 282.748 175.998 19.017 36.667 514.430

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear pro rata temporis und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Die Abgänge bei den Anlagen im Bau betreffen in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 312) im Berichtsjahr getätigte sale-and-lease-back-Geschäfte sowie Anschaffungspreisminderungen von TEUR 669 (Vorjahr: TEUR 0).

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen stellen sich wie folgt dar:

Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens 2008 2007
Gebäude Leichtbau 10 Jahre 10 Jahre
Gebäude Massivbau 20 - 40 Jahre 20 - 40 Jahre
Freiflächen 10 - 20 Jahre 10 - 20 Jahre
Schwimmkrane 40 Jahre 40 Jahre
Übrige Umschlagsgeräte 4 - 34 Jahre 4 - 34 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 20 Jahre 5 - 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 20 Jahre 4 - 20 Jahre
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1 Jahr 1 Jahr

Wertminderungen fielen in Höhe von TEUR 2.998 (Vorjahr: TEUR 4.063) an. Sie betrafen im Wesentlichen mit TEUR 1.730 Flächen in Hamburg, die im Geschäftsjahr 2000 zur Schaffung von Lagerfläche hergerichtet wurden und im Geschäftsjahr 2008 abgerissen wurden.

Die Wertminderungsprüfung für ein Logistikzentrum am Standort Eisenach ergab einen Wertberichtigungsbedarf von TEUR 1.000. Die erforderlichen Abschreibungen erfolgten auf technische Anlagen.

Die Wertminderungen sind in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erfasst.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 58.927 (Vorjahr: TEUR 61.679) ausschließlich im Bau befindliche Anlagen.

In den Sachanlagen sind auch gemietete oder geleaste Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe der nachstehend aufgeführten Buchwerte enthalten.

Finanzierungsleasing (Buchwerte in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Gebäude 582 684
Technische Anlagen und Maschinen 800 14.562
Betriebs- und Geschäftsausstattung 433 503
Gesamt 1.815 15.749

Den gemieteten oder geleasten Vermögenswerten stehen Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 51.658 (Vorjahr: TEUR 16.799) gegenüber; siehe Erläuterung Nr. 29.

Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen aktivierten Vermögenswerte befinden sich im rechtlichen Eigentum der jeweiligen Leasinggeber. Hinsichtlich der sonstigen unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte, die zur Besicherung von langfristigen Darlehen sicherungsübereignet sind, wird auf die Erläuterung Nr. 28 verwiesen.

21 Finanzanlagen

(in TEUR)
(in TEUR)
Anteile an
verbundenen
Finanz
anlagen
Sonstige
Beteili
Wert
Geschäftsjahr 2008 Unternehmen at equity gungen papiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2008 841 30.730 1.730 628 33.929
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 37 6.838 293 0 7.168
Abgänge 0 -784 0 0 -784
Umbuchungen -6 0 6 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 -1.031 0 0 -1.031
Stand 31. Dezember 2008 872 35.753 2.029 628 39.282
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 466 0 620 0 1.086
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2008 466 0 620 0 1.086
Buchwert 31. Dezember 2008 406 35.753 1.409 628 38.196
Buchwert 31. Dezember 2007 375 30.730 1.110 628 32.843
(in TEUR)
(in TEUR)
Anteile an
verbundenen
Finanz
anlagen
Sonstige
Beteili
Wert
Geschäftsjahr 2008 Unternehmen at equity gungen papiere Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2007 1.314 24.245 1.618 637 27.814
Veränderungen Konsolidierungskreis -360 0 0 0 -360
Zugänge 33 6.649 203 1 6.886
Abgänge -146 -229 -65 -10 -450
Umbuchungen 0 26 -26 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 39 0 0 39
Stand 31. Dezember 2007 841 30.730 1.730 628 33.929
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2007 51 0 480 0 531
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 466 0 140 0 606
Abgänge -51 0 0 0 -51
Stand 31. Dezember 2007 466 0 620 0 1.086
Buchwert 31. Dezember 2007 375 30.730 1.110 628 32.843
Buchwert 31. Dezember 2006 1.263 24.245 1.138 637 27.283

Anteile an verbundenen Unternehmen

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 375) sind im Wesentlichen die nicht konsolidierten Komplementärgesellschaften der vollkonsolidierten operativ tätigen Kommanditgesellschaften enthalten.

Gemeinschaftsunternehmen

Das Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, an dem die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG 50 Prozent der Kapitalanteile besitzt, ist einschließlich dessen Tochtergesellschaften in der Aufstellung zum Anteilsbesitz unter dem Posten "Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften" verzeichnet.

Der dem Konzern zurechenbare Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Umsatzerlösen und Aufwendungen dieses Gemeinschaftsunternehmens wird in der Segmentberichterstattung (Erläuterung Nr. 37) durch den Geschäftsbereich CONTAINER abgebildet. Weitere Informationen finden sich unter Erläuterung Nr. 46.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity konsolidiert werden, betreffen die folgenden Unternehmen:

31.12.2008 31.12.2007
Beteili Buch Beteili Buch
gungs wert gungs wert
quote in TEUR quote in TEUR
dbh Logistics IT AG, Bremen 26,8 % 631 26,8 % 550
ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,3 % 2.187 33,3 % 2.124
BLG Leads Logistics (BLL) of S. A. Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 89,8 % 371 89,8 % 513
BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,0 % 1.084 50,0 % 772
DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 % 0 50,0 % 0
Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 50,0 % 45 50,0 % 44
BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,0 % 77 50,0 % 87
Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,0 % 50 50,0 % 50
ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,3 % 42 33,3 % 35
ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 60,0 % 2.898 60,0 % 2.446
Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,0 % 209 50,0 % 81
E.H.Harms Car Shipping Autotransport Koper d.o.o.,
Koper, Slowenien 50,0 % 86 50,0 % 10
Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 25,0 % 34 25,0 % 31
ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 25,0 % 3.899 25,0 % 4.126
Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Darbrowka Gornicza, Polen 25,0 % 1.259 25,0 % 1.150
B.V. Interrijn E.H.Harms Automobil-Transporte-RoRo,
Rotterdam, Niederlande 25,0 % 169 25,0 % 442
E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 25,0 % 1.062 25,0 % 241
CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,7 % 14.978 16,7 % 14.347
TangerMedGate Management S.a.r.l, Tanger, Marokko 26,7 % 2.435 26,7 % 2.025
OJSC Baltic Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,0 % 2.554 10,0 % 1.656
ACOS Holding AG, Bremen 25,0 % 1.683
Gesamt 35.753 30.730

Die Contship Italia S.p.A., Genua, Italien, die TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko, die OJSC Baltic Container Terminal, Ust-Luga, Russland, sowie die ACOS Holding AG, Bremen, sind über die EUROGATE-Gruppe quotal berücksichtigt. Der Anteil der EUROGATE-Gruppe an der Gesellschaft beläuft sich auf 33,4 Prozent (CONTSHIP Italia S.p.A.), 53,4 Prozent (TangerMedGate Management S.a.r.l.), 20,0 Prozent (OJSC Baltic Container Terminal) sowie 49,9 Prozent (ACOS Holding AG).

Im Geschäftsjahr 2008 waren anteilige Gewinne assoziierter Unternehmen – wegen vorangegangener Verluste – in Höhe von TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 312) nicht im Konzernergebnis zu erfassen. Zum Abschlussstichtag betragen die nicht im Konzernergebnis erfassten kumulierten Verlustanteile insgesamt TEUR 651 (Vorjahr: TEUR 652).

Die zusammengefassten finanziellen Eckdaten der assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Eckdaten der assoziierten Unternehmen (in TEUR) 2008 2007
Vermögenswerte 562.999 235.528
Verbindlichkeiten -397.355 -156.878
Netto-Vermögenswerte 165.644 78.650
Erträge 509.198 196.133
Aufwendungen -496.381 -190.277
Netto-Ergebnis 12.817 5.856

Sonstige Beteiligungen

(in TEUR) 2008 2007
Medgate FeederXpress Ltd., Monrovia, Liberia 795 795
Übrige 614 315
Gesamt 1.409 1.110

Unternehmen mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, bei denen der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mittelbar oder unmittelbar mindestens 20 Prozent der Stimmrechte zustehen und die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BLG-Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss gezeigt.

Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen vorgenommen. Im Vorjahr berücksichtigte Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 140 betrafen eine Auslandsgesellschaft und wurden unter dem Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen und langfristige Finanzforderungen" ausgewiesen.

22 Finanzforderungen

Geschäftsjahr 2008 (in TEUR) 31.12.2008
< 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 953 0 953
Ausleihungen an Beteiligungen 65 4.600 3.685 8.350
Übrige Forderungen an Beteiligungen 386 0 0 386
Ausleihungen an Gesellschafter 363 544 0 907
Übrige Forderungen an Gesellschafter 312 0 0 312
Überhang Aktivwerte Direktversicherung
über Pensionsverpflichtung
0 0 94 94
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei Gemeinschaftsunternehmen
26.952 0 0 26.952
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei assoziierten Unternehmen
1.391 0 0 1.391
Sonstige übrige Finanzforderungen 1.825 177 0 2.002
Gesamt 31.294 6.274 3.779 41.347
Geschäftsjahr 2007 (in TEUR) 31.12.2007
< 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 798 0 0 798
Ausleihungen an Beteiligungen 2.030 425 5.419 7.874
Ausleihungen an Gesellschafter 342 1.151 0 1.493
Übrige Forderungen an Gesellschafter 522 0 0 522
Überhang Aktivwerte Direktversicherung
über Pensionsverpflichtung
0 0 119 119
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei Gemeinschaftsunternehmen
26.421 0 0 26.421
Finanzforderungen aus Gesellschafterkonten
bei assoziierten Unternehmen
1.293 0 0 1.293
Sonstige übrige Finanzforderungen 1.502 1.207 0 2.709
Gesamt 32.908 2.783 5.538 41.229

Die kurzfristigen Finanzforderungen werden unter den Sonstigen Vermögenswerten (Erläuterung Nr. 24) ausgewiesen.

Aufgrund der festen Verzinsung unterliegen die Ausleihungen einem zinsbedingten Marktpreisrisiko, das aber unter Berücksichtigung von Höhe und Laufzeit der Forderungen für den BLG-Konzern nicht wesentlich ist.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Konzernabschluss

Von dem Gesamtbetrag waren TEUR 39.944 (Vorjahr: TEUR 40.187) weder überfällig noch wertgemindert. Die wertgeminderten Finanzforderungen und die darauf gebildeten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertgeminderte Finanzforderungen (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Nominalbeträge 2.845 3.054
Wertberichtigungen -1.442 -2.012
Buchwerte 1.403 1.042
Wertberichtigungen auf Finanzforderungen (in TEUR) 2008 2007
Stand am Geschäftsjahresanfang 2.012 1.437
Wertminderungen des Geschäftsjahres
- Zuführungen 250 774
- Auflösungen -820 -197
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen 0 -2
Stand am Geschäftsjahresende 1.442 2.012

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Nominalbeträge sowie Wertberichtigungen um jeweils TEUR 850 erhöht, da Zuordnungen nicht korrekt vorgenommen worden waren.

23 Vorräte

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.808 7.324
Unfertige Erzeugnisse / Unfertige Leistungen 898 638
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 668 585
Gesamt 10.374 8.547

Die Vorräte sind nicht als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Auf den Vorratsbestand wurden zum 31. Dezember 2008 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 355) gebildet.

24 Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

Wertberichtigungen auf Finanzforderungen (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Forderungen – Dritte 127.762 117.381
Forderungen – Dritte aus SoC-Methode 574 2.299
Forderungen – verbundene Unternehmen 997 406
Forderungen – Beteiligungsunternehmen 6.303 7.073
Gesamt 135.636 127.159

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das maximale Ausfallsrisiko entspricht den Buchwerten; Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos liegen nicht vor.

Unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten und des Ausfallrisikos lassen sich die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Abschlussstichtagen wie folgt aufteilen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen 85.097 66.236
Überfällige aber nicht wertgeminderte Forderungen 49.852 53.932
Wertgeminderte Forderungen 687 6.991
Gesamt 135.636 127.159

Die überfälligen aber nicht wertgeminderten Forderungen setzen sich nach Zeitbändern wie folgt zusammen:

Aufriss der an den Abschlussstichtagen überfälligen aber
nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen nach Zeitbändern der Überfälligkeit (in TEUR)
31.12.2008 31.12.2007
Weniger als 30 Tage 31.143 28.062
Zwischen 30 und 60 Tagen 11.939 17.259
Zwischen 61 und 90 Tagen 4.825 2.101
Zwischen 91 und 180 Tagen 1.572 2.065
Zwischen 181 und 360 Tagen 224 2.456
Mehr als 360 Tage 149 1.989
Gesamt 49.852 53.932

Auf wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Abhängigkeit des jeweiligen Ausfallrisikos gebildet.

Wertgeminderte Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR)
31.12.2008 31.12.2007
Nominalbeträge 3.761 9.566
Wertberichtigungen -3.074 -2.575
Buchwerte 687 6.991

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (in TEUR)
2008 2007
Stand am Geschäftsjahresanfang 2.575 2.035
Veränderungen im Konsolidierungskreis 7 0
Wertminderungen des Geschäftsjahres
- Zuführungen 2.272 1.282
- Auflösungen -1.250 -590
Verbräuche/Ausbuchungen gegen Forderungen -530 -152
Stand am Geschäftsjahresende 3.074 2.575

Erträge und Aufwendungen aus den vorstehend dargestellten Wertminderungen des Geschäftsjahres werden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden ferner Direktausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 214) vorgenommen, die unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Eingänge auf in Vorjahren ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte in TEUR (ohne langfristige) 31.12.2008 31.12.2007
Kurzfristige Finanzforderungen (Erläuterung Nr. 22) 31.294 32.908
Forderungen gegen die Freie Hansestadt Bremen 11 28
Forderungen gegen Mitarbeiter 145 69
Erstattungsansprüche Versicherungen 2.667 2
Forderungen Arbeitsamt 498 0
Forderungen Finanzamt 2.965 2.413
Abgrenzungen 2.148 1.196
Übrige Vermögenswerte 19.526 2.795
Gesamt 59.254 39.411

Die übrigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ansprüche auf Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 10.710. Diese resultieren aus Forderungen auf die nicht rückzahlbaren Baukostenzuschüsse des Eisenbahn-Bundesamtes für die Erweiterung des KLV-Terminals Hamburg-Waltershof sowie für den Neubau des KLV-Terminals Bremerhaven.

Die Sonstigen Vermögenswerte ohne kurzfristige Finanzforderungen sind unverzinst, innerhalb eines Jahres zu begleichen und dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten.

25 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Von den laufenden Steueransprüchen betreffen Erstattungsansprüche für das Berichtsjahr TEUR 1.476 (Vorjahr: TEUR 245).

Hinsichtlich der Ansprüche aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.

26 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Kontokorrentguthaben 21.157 12.234
Tages- und kurzfristige Termingelder 8.148 11.681
Kasse 152 149
Gesamt 29.457 24.064

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und einem Monat betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

27 Eigenkapital

Die Aufgliederung und Entwicklung des Eigenkapitals in den Geschäftsjahren 2008 und 2007 ist als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 im Eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt.

a) Einbezogenes Kapital der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt EUR 9.984.000,00 und ist eingeteilt in 3.840.000 stimmberechtigte Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Übertragung der Aktien bedarf gemäß § 5 der Satzung der Zustimmung der Gesellschaft. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2008 voll eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG in Höhe von TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 998), die vollständig dotiert ist, sowie andere Gewinnrücklagen von TEUR 3.817 (Vorjahr: TEUR 2.391). In die anderen Gewinnrücklagen wurden TEUR 1.426 (Vorjahr: TEUR 935) aus dem Jahresüberschuss 2008 eingestellt.

Im Bilanzgewinn werden kumulierte IFRS-Bewertungsunterschiede von TEUR -15 ausgewiesen.

b) Einbezogenes Kapital der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Ausgewiesen wird das auf die Kommanditistin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entfallende Kapital. Das Kommanditkapital und die Kapitalrücklage wurden fast ausschließlich durch Sacheinlagen erbracht.

Die Kapitalrücklage beinhaltet Verrechnungen aktivischer Unterschiedsbeträge aus der Zeit vor Umstellung des Konzernabschlusses auf IFRS.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben thesaurierten Gewinnen der Vorjahre Dividendenzahlungen und andere Entnahmen, frühere erfolgsneutrale Änderungen des Konsolidierungskreises sowie übrige Veränderungen und Anteile am Konzernjahresüberschuss. Darüber hinaus enthalten die Gewinnrücklagen die zum 1. Januar 2004 (Übergangszeitpunkt) bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS.

Der Bilanzgewinn von TEUR 57.542 entspricht dem Ausweis im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.

Dividendenausschüttungen werden in der Periode als Verbindlichkeiten erfasst, in der der Ausschüttungsbeschluss getroffen wurde.

Der Fremdwährungsausgleichsposten beinhaltet Umrechnungseffekte aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Gesellschaften in anderen Währungen als Euro.

Die Rücklage aus der Zeitbewertung von Finanzinstrumenten (Hedge-Rücklage) beinhaltet erfolgsneutral erfasste Nettogewinne oder -verluste aus der Veränderung des Marktwerts des effektiven Teils von Cashflow-Hedges. Die Rücklagen werden in der Regel aufgelöst bei Abwicklung des Grundgeschäfts. Des Weiteren sind die Rücklagen bei Auslauf, Veräußerung, Beendigung oder Ausübung des Sicherungsinstruments, bei Widerruf der Designation der Sicherungsbeziehung oder bei Nichterfüllung der Voraussetzungen für ein Hedging nach IAS 39 aufzulösen.

Entwicklung der Hedge-Rücklage (in TEUR) 2008 2007
Stand 1. Januar 2.000 924
Veränderung der Rücklage -4.692 1.076
Stand 31. Dezember -2.692 2.000

Zum Bilanzstichtag setzt sich die Rücklage aus den Zeitwerten der als Hedging qualifizierten Zinsswaps von TEUR -3.151 (Vorjahr: TEUR 2.329), den darauf erfolgsneutral abgegrenzten latenten Steuern von TEUR 498 (Vorjahr: TEUR -370) sowie aus den erfolgsneutral erfassten beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten bei assoziierten Unternehmen von TEUR -39 (Vorjahr: TEUR 41) zusammen.

Das Bilanzergebnis einbezogener Gesellschaften in Höhe von TEUR 19.158 (Vorjahr: TEUR 22.746) betrifft Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG und besteht im Wesentlichen aus nicht ausgeschütteten Gewinnen des Berichtsjahres und der Vorjahre.

c) Eigenkapital der übrigen Minderheiten

Unter diesem Posten werden mit TEUR -10.571 (Vorjahr: TEUR -14.293) die Fremdanteile am Eigenkapital an den anderen, neben der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, durch Vollkonsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Der weitere Ausweis von Hybrid-Eigenkapital in Höhe von TEUR 78.010 (Vorjahr: TEUR 77.981) betrifft eine quotal berücksichtigte von der EUROGATE-Gruppe begebene Anleihe, einschließlich der auf Hybridkapitalinhaber als Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 2008 zeitanteilig berücksichtigten Zinsen.

Die nachrangige, unbefristete Anleihe im Nennwert von TEUR 150.000 wurde mit einem Kupon von zunächst 6,75 Prozent p.a. von der EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen, der Holding-Gesellschaft der EUROGATE-Gruppe ("EUROGATE KG"), mit Wirkung zum 30. Mai 2007 begeben.

Nach zehn Jahren Laufzeit besteht erstmalig die Möglichkeit zur Rückzahlung der Anleihe durch die Emittentin. Soweit die Anleihe fortgesetzt wird, ist ein variabler Zinssatz mit einer dann höheren Zinsmarge vertraglich festgelegt. Ein vertragliches, ordentliches Kündigungsrecht der Inhaber der Hybridanleihe besteht nicht.

Diese Anleihe wird zum 31. Dezember 2008 als Hybrid-Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, da es sich um ein Instrument handelt, bei dem zum einen die Inhaber der Anleihe aufgrund der vertraglichen Regelungen eine Rückzahlung nicht verlangen können und bei dem zum anderen die EUROGATE KG aufgrund der vertraglich festgelegten Voraussetzungen nicht zur Zahlung einer Vergütung an die Inhaber dieses Instruments verpflichtet werden kann. Es bestehen somit keine Verpflichtungen zur Abgabe von flüssigen Mitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten, die der EUROGATE KG aufgrund von vertraglichen Regelungen von Inhabern des Hybridkapitals vorgeschrieben werden können. Die Anleihe ist daher für sich genommen als Eigenkapital im Sinne des IAS 32 zu klassifizieren. Da die Anleihe von einer Beteiligungsgesellschaft der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und damit aus Sicht des Konzerns von einer Ausübung des Kündigungsrechts der Kommanditistin betroffen wäre, ist sie in die nachfolgende Betrachtung zu IAS 32 einzubeziehen.

Die den Inhabern des Hybridkapitals als Vergütung zu zahlenden Kupons werden als Teil der Ergebnisverwendung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden als Gewinnanteil der Hybridkapitalinhaber im Eigenkapital zeitanteilige Kuponzahlungen von TEUR 5.063 berücksichtigt.

Anwendung von IAS 32

Sowohl bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Minderheitenanteile als "Sonstige Minderheiten" im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, handelt es sich um Kommanditgesellschaften.

Nach IAS 32, der in der im Rahmen des "Amendments Project" in 2003 überarbeiteten Fassung für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2005 begonnen haben, anzuwenden ist, sind die Kündigungsmöglichkeiten der Kommanditisten ein entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung von Eigenkapital und Fremdkapital. Finanzinstrumente, die dem Inhaber (hier: dem Kommanditisten) das Recht zur Kündigung gewähren und damit die Gesellschaft im Kündigungsfall verpflichten, flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zu übertragen, stellen eine finanzielle Verbindlichkeit dar. Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als auch bei den sonstigen Tochtergesellschaften, deren Minderheitenanteile im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden, wäre das mit dem Gesamtbetrag der Minderheitenanteile laut Bilanz korrespondierende "Nettovermögen der Kommanditisten" im Fremdkapital zu erfassen. Korrespondierend wären die auf die Kommanditisten entfallenden Ergebnisanteile als Finanzierungsaufwand zu erfassen.

Das gilt vorliegend auch für das Hybrid-Eigenkapital, da es über die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG gehalten wird und deshalb von deren Kommanditistenkündigungsrecht betroffen wäre. Es ist vor diesem Hintergrund als Bestandteil des "Nettovermögens der Kommanditisten" zu sehen.

Um die widersprüchlichen Bilanzierungsfolgen des IAS 32 zu vermeiden, die die wirtschaftliche Substanz des Kommanditkapitals als Eigenkapital konterkarieren, wird in dem vorliegenden Konzernabschluss bezüglich der Eigenkapital- und Fremdkapitalabgrenzung des Kommanditkapitals weiterhin der IAS 32 (überarbeitet 2000) angewendet, der keinen Ausweis des "Nettovermögens der Kommanditisten" unter den Verbindlichkeiten und keine Erfassung der Ergebnisanteile der Kommanditisten im Finanzierungsaufwand fordert. Daher werden das "Nettovermögen der Kommanditisten" als Eigenkapital und die darauf entfallende Vergütung als Teil des Konzernjahresüberschusses ausgewiesen.

Die Bewertung dieses Postens erfolgt zum nach den IFRS ermittelten Buchwert des "Nettovermögens der Kommanditisten".

Zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten wird auf den separaten Eigenkapitalspiegel verwiesen.

28 Langfristige Darlehen

Die langfristigen Darlehen setzten sich nach Restlaufzeitbändern wie folgt zusammen:

31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 40.593 101.828 67.687 210.108
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts 92 325 521 938
Gesamt 40.685 102.153 68.208 211.046
31.12.2007 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 48.460 83.551 51.659 183.670
Darlehen des Eisenbahn-Bundesamts 92 320 543 955
Gesamt 48.552 83.871 52.202 184.625

Von den bei Kreditinstituten aufgenommenen Darlehen waren insgesamt TEUR 100.805 (Vorjahr: TEUR 127.947) festverzinslich, TEUR 109.303 (Vorjahr: TEUR 55.723) waren variabel verzinslich.

Zur Besicherung von Verbindlichkeiten von Gemeinschaftsunternehmen gegenüber Kreditinstituten wurden Gebäude, Betriebsvorrichtungen und mobile Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet. Außerdem dient als Sicherheit für einen Teil dieser Darlehen die Berechtigung des Kreditinstituts zum Eintritt in die von der EUROGATE-Gruppe abgeschlossenen langfristigen Mietverträge für Flächen und Kaimauern.

Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 49.041 (Vorjahr: TEUR 52.357) durch Grundschulden sowie in Höhe von TEUR 2.071 (Vorjahr: TEUR 3.451) durch eine Bürgschaft besichert. Für Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 74.464 (Vorjahr: TEUR 69.015) wurden mit den kreditgewährenden Banken übliche Covenants vereinbart.

29 Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Kurzfristiger Anteil langfristiger Darlehen 40.685 - 48.552 -
Finanzierungsleasing 4.102 47.740 4.438 14.018
Kontokorrentkredite 22.301 0 12.504 0
Termin- und Tagesgelder 27.200 0 13.700 0
Verrechnungskonto EUROKAI KGaA 26.952 0 26.660 0
Darlehen BLG Unterstützungskasse GmbH 34.581 0 34.885 0
Derivate mit negativem Marktwert 3.836 0 0 0
Passive Rechnungsabgrenzungen 1.200 6.700 1.200 7.900
Übrige 16.910 3.091 13.282 432
Gesamt 177.767 57.531 155.221 22.350

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten mit TEUR 6.601 (Vorjahr: TEUR 4.672) Verpflichtungen aus Erlösschmälerungen.

Die Buchwerte entsprechen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing den Marktwerten der Verbindlichkeiten.

Die durchschnittlichen Effektivzinssätze der wesentlichen Gruppen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittliche Effektivzinssätze 31.12.2008 31.12.2007
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,09 % 4,51 %
Aufgenommene Tages- und Termingelder 4,00 % 4,91 %

Die abgezinsten künftigen Zahlungsströme aus Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stellen sich wie folgt dar:

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Mindest
leasingraten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
Mindest
leasingraten
davon
Tilgung
davon
Zinsen
bis ein Jahr 6.716 4.102 2.614 5.177 4.439 738
1-5 Jahre 20.314 11.430 8.884 7.280 5.321 1.959
mehr als 5 Jahre 48.158 36.310 11.848 10.701 8.697 2.004
Gesamt 75.188 51.842 23.346 23.158 18.457 4.701

30 Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Containerterminal Hamburg 982 14.111 366 4.671
Autoterminal in Gioia Tauro 0 0 980 0
Gesamt 982 14.111 1.346 4.671

Es handelt sich um Abgrenzungen für investive Zuschüsse, die nach der Bruttomethode gesondert ausgewiesen werden. Die Abgrenzungsposten werden analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögenswerte aufgelöst. Für das Jahr 2008 sind insgesamt Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungsposten von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 947) vereinnahmt worden.

Der Zuschuss Containerterminal Hamburg wurde aus dem Abschluss der EUROGATE-Gruppe mit dem sich aus der Quotenkonsolidierung ergebenden Betrag übernommen. Er wurde im Wesentlichen vom Eisenbahn-Bundesamt für den Neubau des KLV-Terminals Hamburg-Waltershof und Bremerhaven gewährt.

31 Langfristige Rückstellungen

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Personalbezogene Rückstellungen
Direktzusagen 9.420 8.974
Hafenrente 20.199 20.156
Soziales Zukunftskonzept 4.079 3.641
Jubiläumsrückstellungen 4.420 4.340
Lebensarbeitszeitkonten 520 0
38.638 37.111
Sonstige Rückstellungen
Rückstellung für Abbruchverpflichtungen 7.482 8.076
Übrige sonstige langfristige Rückstellungen 966 3.466
8.448 11.542
Gesamt 47.086 48.653
Langfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
(in TEUR)
Stand
1.1.2008
Inanspruch
nahme
Auf
lösung
Zuführung Stand
31.12.2008
Direktzusagen 8.974 -116 63 393 9.420
Hafenrente 20.156 0 0 43 20.199
Lebensarbeitszeitkonten 0 0 0 520 520
Soziales Zukunftskonzept 3.641 0 0 438 4.079
Pensionsrückstellungen 32.771 -116 63 1.394 34.218
Jubiläumsrückstellungen 4.340 63 201 344 4.420
Gesamt 37.111 -53 264 1.738 38.638
Kurzfristige Leistungen
Kurzfristige Leistungen
an Arbeitnehmer
an
(in TEUR)
Stand
1.1.2008
Inanspruch
nahme
Auf
lösung
Zuführung Stand
31.12.2008
Direktzusagen 220 220 0 289 289
Hafenrente 1.279 1.279 0 1.281 1.281
Pensionsrückstellungen 1.499 1.499 0 1.570 1.570
Jubiläumsrückstellungen 150 150 0 231 231
Gesamt 1.649 1.649 0 1.801 1.801

Rückstellungen für Pensionen

Im laufenden Jahr erfolgte eine Umstellung auf eine Darstellung nach Laufzeiten. Hierzu wurden die Vorjahreszahlen der Bilanzwerte und der Entwicklung der Defined Benefit Obligation ("DBO") der Pensionsverpflichtungen angepasst. Der kurzfristige Anteil wird unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Rechtsgrundlagen für die Gewährung von Versorgungsleistungen sind zum einen Einzelzusagen der Konzerngesellschaften. Zum anderen ergeben sich Verpflichtungen zur Zahlung einer Invaliden- und einer Altersrente aus dem Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Zum 1. Januar 1998 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt bei der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bestehenden Versorgungsverpflichtungen von der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, übernommen. Rechtliche Grundlage für die Bemessung der Höhe der Beiträge ist der Rahmentarifvertrag für die Hafenmitarbeiter der deutschen Seehafenbetriebe einschließlich der Sonderbestimmungen für die Häfen im Land Bremen vom 12. Mai 1992.

Des Weiteren bestehen Versorgungsverpflichtungen nach Maßgabe der Richtlinien der Siemens-Altersfürsorge für Mitarbeiter, die zum 1. Oktober 2001 von der SRI Radio Systems GmbH, Durach, sowie für Mitarbeiter, die zum 1. Mai 2003 von der Siemens AG, Berlin, auf die Gesellschaft BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen, übergegangen sind.

Schließlich bestehen Verpflichtungen zur Gewährung und Zahlung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenbezügen aufgrund einer Konzernbetriebsvereinbarung zur Sozialen Zukunftssicherung vom 15. März 2005 (Soziales Zukunftskonzept). Wesentliche Teile dieses Vorsorgeplans werden durch jährlich neu zu vereinbarende Entgeltverzichte der am Vorsorgeplan teilnehmenden Mitarbeiter aufgebracht, während sich die Teile aus dem Bonusplan jährlich aus einer nach Ende des Geschäftsjahres festgestellten Mitarbeitergewinnbeteiligung ergeben.

Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der jeweils zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung nach der Projected-Unit-Credit-Methode gemäß IAS 19 berechnet. Bei sämtlichen Plänen des BLG-Konzerns handelt es sich um leistungsorientierte Pläne im Sinne von IAS 19. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden gemäß IAS 19.92 nur insoweit erfasst, wie sie 10 Prozent des Maximums vom Barwert der Verpflichtungen vor Abzug eines Planvermögens oder des aktuellen Marktwerts des Planvermögens übersteigen (Korridormethode). Der übersteigende Betrag wird linear über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Arbeitnehmer erfolgswirksam erfasst.

Die Überleitung der Barwerte der Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) zu den bilanziell erfassten Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Konzernabschluss

Entwicklung des
der Pensionsverpflichtungen(in TEUR)
Entwicklung des DBO der Pensionsverpflichtungen
2008 2007
Stand zu Beginn des Berichtsjahrs 64.399 61.850
+ laufender Dienstzeitaufwand 3.240 3.822
+ Aufwand aus Entgeltumwandlung 4.132 4.714
+ Zinsaufwand 3.519 2.986
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste -89 -25
+/- versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -9.386 -6.425
- Inanspruchnahmen -2.351 -2.444
+ nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 117 118
+/- Übertragungen -6 -197
+/- Veränderungen aus Plankürzungen und -abgeltungen 0 0
Stand am Ende des Berichtsjahres 63.575 64.399
Entwicklung des Planvermögens (in TEUR)
Entwicklung des Planvermögens
2008 2007
Stand zu Beginn des Berichtsjahrs 31.815 24.420
+ erwartete Erträge 1.339 1.075
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 166 -371
+ Zuführungen der in den Plan einbezogenen Mitarbeiter (z. B. Entgeltumwandlungen) 3.612 4.714
+ Beiträge des Arbeitgebers 2.759 2.670
- Inanspruchnahmen -982 -679
+/- Übertragungen -6 -14
Stand am Ende des Berichtsjahres 38.703 31.815
Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen
Überleitung der Barwerte aus DBO und Planvermögen auf die bilanziell
auf die bilanziell erfasste Nettoverpflichtung (in TEUR)
erfasste Nettoverpflichtung
2008 2007
Barwert der nicht fondsgedeckten Verpflichtungen 26.462 28.750
+ Barwert der Verpflichtungen aus ganz oder teilweise gedeckten Pensions
verpflichtungen
37.113 35.649
Barwert der Verpflichtungen gesamt 63.575 64.399
Barwert des Planvermögens -38.703 -31.815
+ als Vermögenswerte aktivierte Erstattungsansprüche 94 119
Barwert des Planvermögens -38.609 -31.696
+/- nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Vorjahre (netto)
1.435 -4.859
+/- nicht bilanziell erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
lfd. Jahr (netto)
9.386 6.414
+/- sonstige bilanziell berücksichtigte Beträge 1 12
Nettoverpflichtung 35.788 34.270
Komponenten des Pensionsaufwands (in TEUR)
Komponenten des Pensionsaufwands
2008 2007
Laufender Dienstzeitaufwand 3.240 3.822
+ Zinsaufwand 3.519 2.986
- erwartete Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen -1.339 -1.075
+/- im Geschäftsjahr amortisierte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -255 346
+ im Geschäftsjahr amortisierter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 117 118
Summe Pensionsaufwand 5.282 6.197

Das Planvermögen beinhaltet insbesondere abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen für das Soziale Zukunftskonzept sowie Einzelzusagen. Als Marktwerte werden die von den Versicherungen ermittelten Aktivwerte angesetzt.

Der Dienstzeitaufwand, die amortisierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste und der amortisierte noch zu verrechnende Dienstzeitaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand, die Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen als Zinsaufwand ausgewiesen. Die Erträge aus Planvermögen und Erstattungsansprüchen mindern den Zinsaufwand.

Die versicherungsmathematische Bewertung der wesentlichen Pensionspläne erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter
Versicherungsmathematische Parameter
31.12.2008 31.12.2007
Diskontsatz 6,30 - 6,45 % 5,25 - 5,5 %
erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung 2,0 - 2,5 % 2,0 %
erwartete Rentenerhöhungen 2,0 % 1,0 - 2,0 %
erwartete Fluktuationsrate 0,0 - 3,0 % 0,0 - 3,0 %
erwartete Rendite aus Planvermögen 4,0 - 4,95 % 4,0 %

Im Berichtsjahr werden zur Berechnung der Lebenserwartung wie im Vorjahr die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Beiträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen stellen sich wie folgt dar:

Jeweils zum 31.12. (in TEUR) 2008 2007 2006 2005 2004
Pensionsverpflichtungen (DBO) 63.575 64.399 61.850 58.430 48.155
Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) -38.703 -31.815 -24.420 -18.939 -14.556
Das Vermögen übersteigende Leistungs
verpflichtungen (Funded Status)
24.872 32.584 37.430 39.491 33.599
Anpassungen in Prozent
in Prozent
2008 2007 2006 2005
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/
Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtungen
0,8 0,6 0,3 1,1
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/
Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte
0,0 0,0 0,0 0,0

Jubiläumsrückstellungen

Die Rückstellungen für Jubiläen berücksichtigen die den Mitarbeitern des Konzerns vertraglich zugesicherten Ansprüche auf den Erhalt von Jubiläumszuwendungen. Der Bilanzierung liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, in denen mit einem Diskontsatz von 6,0 Prozent (Vorjahr: 5,25 Prozent) gerechnet wurde. In der Zuführung des Berichtsjahres von TEUR 574 ist die Aufzinsung mit TEUR 320 enthalten.

(in TEUR) Stand
1.1.
Inan
spruch
Auf Zu Umglie Amorti Stand
31.12.
2008 nahme lösung führung derung sation 2008
Sonstige
Rückstellungen
Abbruchverpflichtungen 8.076 1.890 0 1.291 0 5 7.482
Drohende Verluste
aus schwebenden
Geschäften 3.116 0 2.384 305 -432 0 605
Übrige 350 0 0 11 0 0 361
Gesamt 11.542 1.890 2.384 1.607 -432 5 8.448

Sonstige langfristige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen betreffen überwiegend das Segment Container und wurden für die Wiederherstellung des Pachtgeländes in Hamburg zum Zeitpunkt des Auslaufens der Pachtverträge in den Jahren 2031 bis 2036 gebildet. Die Konzernunternehmen sind verpflichtet, mit Auslaufen der Pachtverträge sämtliche Bauten und Anlagen vom Pachtgelände zu entfernen. Die geschätzten Abbruchverpflichtungen wurden mit einem Zinssatz von 6,45 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) diskontiert.

Zur Optimierung der Aussagefähigkeit erfolgte bei der Drohverlustrückstellung eine Umstellung auf eine Darstellung nach Laufzeiten. Hierzu wurden die Vorjahreszahlen der Bilanzwerte angepasst.

Die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften betrifft mit TEUR 300 die Risiken aus einem langfristigen Mietvertrag in Verbindung mit einer zu erwartenden unbefriedigenden Ergebnissituation für eine Betriebsstätte des Segmentes CONTRACT. Der Mittelabfluss wird voraussichtlich im Jahr 2010 erfolgen. Aus dem Vortrag der Rückstellung wurden TEUR 9.100 in die lang- sowie kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert. Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft den Kaufpreisanteil aus einem Sale-and-Lease-Back-Geschäft des Vorjahres, der über dem beizulegenden Zeitwert der veräußerten Immobilie lag. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird linear über die restliche Laufzeit des Leasingvertrags von sieben Jahren aufgelöst. Die Höhe der aus dem Mietverhältnis drohenden Verluste wurde aufgrund geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen neu eingeschätzt.

32 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Verbindlichkeiten - Dritte 60.070 61.491
Verbindlichkeiten - verbundene Unternehmen 106 67
Verbindlichkeiten - Beteiligungsunternehmen 8.090 4.613
Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen 18.234 17.049
Gesamt 86.500 83.220

33 Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Altersteilzeitverpflichtungen 4.016 5.504
Übrige 2 21
Gesamt 4.018 5.525

Zur Optimierung der Aussagefähigkeit erfolgte eine Umstellung auf eine Darstellung nach Laufzeiten. Hierzu wurden die Vorjahreszahlen der Bilanzwerte angepasst.

Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage tarif- und einzelvertraglicher Vereinbarungen passiviert. Dem Ausweis, der die Leistungsrückstände aus laufenden Altersteilzeitverhältnissen und die Aufstockungsbeträge enthält, liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Verpflichtungen wurden mit 5,50 Prozent (Vorjahr: 4,50 Prozent) abgezinst.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Lohn und Gehalt 12.639 12.633
Verpflichtungen aus ausstehendem Urlaub 10.308 10.419
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung 1.535 877
Altersteilzeitverpflichtungen 3.186 2.891
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 5.262 3.211
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 186 134
Rechnungsabgrenzungen 2.016 1.014
Übrige 10.992 8.390
Gesamt 46.124 39.569

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 2.135 (Vorjahr: TEUR 5.267) sonstige Steuern. Des Weiteren ist eine Verbindlichkeit aus einer Option zum Erwerb der Anteile an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven und an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven in Höhe von TEUR 2.547 enthalten.

34 Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern

(in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres 6.650 7.668
Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre 5.375 4.223
Verpflichtungen aus laufenden Steuern gesamt 12.025 11.891

Hinsichtlich der Verpflichtungen aus latenten Steuern wird auf die Erläuterung Nr. 16 verwiesen.

35 Kurzfristige Rückstellungen

Sonstige
Rückstellungen (in TEUR)
Stand
1.1.
Inan
spruch
Auf Umglie Zufüh Stand
31.12.
2008 nahme lösung derung rung 2008
Garantieverpflichtungen 0 0 0 0 2.000 2.000
Drohverluste 914 124 622 432 1.361 1.961
Restrukturierung 873 92 726 0 1.136 1.191
Latente Altersteilzeit 977 0 515 339 0 801
Schadensfälle 823 143 614 0 584 650
Versicherungsumlagen 2.274 175 99 -1.834 179 345
Prozessrisiken 100 100 0 0 0 0
Übrige sonstige Rückstellungen 1.389 46 74 0 1.494 2.763
Gesamt 7.350 680 2.650 -1.063 6.754 9.711

Im Wesentlichen setzen sich die sonstigen Rückstellungen aus Rückstellungen für Drohverluste, Garantieverpflichtungen, Restrukturierung, Schadensfälle und ausstehenden Versicherungsprämien zusammen. Die übrigen Rückstellungen sind im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2009 in ausgewiesener Höhe fällig.

Die Rückstellung für Restrukturierung betrifft Personalmaßnahmen in dem Geschäftsbereich CONTRACT, die im Wesentlichen in Vorjahren begonnen wurden und bis 2009 abgeschlossen sein sollen.

Die Rückstellung für latente Altersteilzeitverpflichtungen betrifft mit TEUR 801 den Geschäftsbereich AUTOMOBILE.

Die Rückstellung für Schadensfälle betreffen Risiken der Geschäftsbereiche CONTAINER und CONTRACT.

Die Versicherungsumlagen resultieren insbesondere aus Leistungen des Haftpflichtschadensausgleichs der Deutschen Großstädte.

Aus den kurzfristigen Rückstellungen zum 01.01.2008 wurden TEUR 1.200 in die kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert. Der Saldovortrag wurde entsprechend angepasst (vgl. auch Erläuterung Nr. 31).

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

36 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit erfolgt nach der direkten Methode. Der Cashflow stammt aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird. Der Ausweis des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfolgt ebenfalls nach der direkten Methode. Diesem Cashflow werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Unternehmenseignern, Minderheitsgesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren.

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln, täglich fälligen Sichteinlagen sowie kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzmitteln, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Die Veränderung der Zahlungsmittel aufgrund von Umrechnungseinflüssen wird entsprechend IAS 7.28 separat dargestellt. Zur Verbesserung der Aussagefähigkeit werden die entsprechenden Vorjahreswerte abweichend von der Darstellung im Vorjahr getrennt von den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen in dieser Position gezeigt.

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Bilanz 29.457 24.064
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) -49.502 -26.204
Gesamt -20.045 -2.140

1) Ausweis in der Bilanz in dem Posten "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (vgl. auch Erläuterung Nr. 29)

Von dem Finanzmittelfonds entfällt auf quotal einbezogene Unternehmen ein Bestand in Höhe von TEUR 19.120 (Vorjahr: TEUR 14.371).

37 Segmentberichterstattung

Zur Darstellung im Einzelnen vgl. Seite 138 f.

38 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß IAS 14 grundsätzlich nach Geschäftsbereichen sowie nach geografischen Gesichtspunkten. Bei dem BLG-Konzern wurden die Geschäftsbereiche als primäres Berichtsformat nach IAS 14 gewählt. Entsprechend der Konzernstruktur ist die Geschäftstätigkeit des Konzerns den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER sowie Services/ Überleitung zugeordnet. Dabei werden jeweils ganze Unternehmen diesen Geschäftsbereichen zugerechnet. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung.

In den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTRACT werden alle operativen Unternehmen zusammengefasst, die jeweils in den Geschäftsfeldern bzw. Sparten Umschlag, Lagerung, Distribution und weiterführende Dienstleistungen tätig sind.

Der Geschäftsbereich AUTOMOBILE umfasst im Wesentlichen die Gesellschaften BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, BLG AutoTec GmbH & Co. KG, BLG Automobile Logistics Italia S.r.l. sowie die Gesellschaften der ehemaligen Harms-Gruppe.

Die wesentlichen Unternehmen des Geschäftsbereiches CONTRACT sind BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, BLG Logistics Solutions GmbH, BLG in.add.out. Logistics GmbH & Co. KG, BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG sowie die BLG Coldstore Logistics GmbH.

Der Geschäftsbereich CONTAINER umfasst die 50-prozentige Beteiligung an der operativen Führungsgesellschaft EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, der EUROGATE-Gruppe. Über diese Beteiligung werden die Gesellschaften der EUROGATE-Gruppe quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– und die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG als Holding des BLG-Konzerns werden mit den Konsolidierungen von Beziehungen zwischen den Segmenten zusammengefasst und gesondert als Services/Überleitung dargestellt.

Der BLG-Konzern ist überwiegend in Deutschland tätig. In geringem Umfang werden aber auch Auslandstransaktionen getätigt. Aufgrund des geringen Umfangs der Auslandsaktivitäten wird keine geografische Segmentierung vorgenommen.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen, getätigt.

Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Das Segmentvermögen enthält nicht die Anteile an assoziierten Unternehmen, die at equity einbezogen werden, sowie die latenten und laufenden Steuern.

Nicht betriebsnotwendiges Segmentvermögen besteht nicht.

Die Segmentschulden umfassen die zur Finanzierung erforderlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen ohne zinstragende Darlehen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen sowie langfristigen immateriellen Vermögenswerten. Die verzinslichen Vermögenswerte und Finanzmittel werden ebenso wie die verzinslichen und unverzinslichen Schulden zur Erzielung des Finanzergebnisses und zur Finanzierung der Geschäfts- und Investitionstätigkeit eingesetzt.

AUTOMOBILE
Segmentberichterstattung (in TEUR) 31.12.
2008
31.12.
2007
Umsatzerlöse
mit externen Dritten
Intersegmenterlöse
335.616
111
307.921
133
EBITDA 38.930 29.914
Abschreibungen -10.298 -9.542
Segmentergebnis (EBIT) 28.632 20.372
in % vom Umsatz 8,5 % 6,6 %
Continuing Operations
Discontinued Operations
28.632
0
20.372
0
Zinserträge 866 228
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsaufwand -7.592 -4.019
Ergebnis aus at equity einbezogenen Unternehmen 690 239
Ergebnis aus übrigen Beteiligungen 54 50
Ergebnis vor Steuern (EBT) 22.650 16.870
Ertragsteuern -371 153
Jahresüberschuss 22.279 17.023
Andere Informationen
Andere nicht zahlungswirksame Posten -74 -14
Im Segmentergebnis enthalten
Periodenfremde Erträge 6.253 4.196
Periodenfremde Aufwendungen -775 -451
Wertminderungen 0 0
Anteile an assoziierten und anderen at equity einbezogenen Unternehmen 9.615 8.528
Segmentvermögen 223.296 172.534
Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 43.716 19.062
Segmentschulden 141.257 104.462
Eigenkapital 53.092 46.775
Mitarbeiter 2.023 1.928

1) Die Mitarbeiterzahl betrifft quotal einbezogene Unternehmen (50%-Quote)

Konzernabschluss

KONZERN Services/Überleitung CONTAINER CONTRACT
31.12.
2008
31.12.
2007
31.12.
2008
31.12.
2007
31.12.
2008
31.12.
2007
31.12.
2008
889.300 962.633 -2.784 -6.721 329.760 357.491 254.403 276.247
0 -3.784 -6.721 2.014 6.010 1.637 600
145.795 156.560 -11.599 -15.333 93.624 101.329 33.856 31.634
-59.580 -1.217 -778 -27.620 -31.861 -16.603 -16.643
96.980 -12.816 -16.111 66.004 69.468 17.253 14.991
10,1 % k.A. k.A. 20,0 % 19,4 % 6,8 % 5,4 %
96.980 -12.816 -16.111 66.004 69.468 17.253 14.991
0 0 0 0 0 0 0
3.526 651 -71 2.353 1.458 1.093 1.273
-250 0 0 0 0 -1.380 -250
-19.909 -1.106 2.637 -6.209 -7.415 -7.426 -7.539
2.194 506 137 809 -289 1.173 1.656
1.077 36 0 474 981 0 42
83.618 -12.729 -13.408 63.431 64.203 10.713 10.173
-9.075 -1.446 -1.038 -7.180 -5.965 -1.689 -1.701
74.543 -14.175 -14.446 56.251 58.238 9.024 8.472
315 0 0 283 0 100 389
19.718
-3.767
1.754
-249
2.942
-320
1.358
-533
1.784
-571
13.850
-369
8.739
-2.101
-2.998 0 0 -2.988 -1.787 -1.075 -1.211
35.752 2.673 2.818 18.028 21.651 1.501 1.668
936.041 30.967 36.962 374.093 469.681 220.472 206.102
170.725 977 515 87.516 119.019 14.459 7.475
353.537 -37.354 -61.878 143.237 167.294 102.011 106.864
353.770 77.173 90.743 177.310 190.859 18.898 19.076
320.156
6.053 116 122 1)
1.684
1)
1.862
1.674 2.046

Sonstige Erläuterungen

39 Finanzinstrumente

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen langfristige Darlehen, Finanzierungsleasingverhältnisse, einschließlich Mietkaufverträge, kurzfristige Kreditaufnahmen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Derivate zur Zinssicherung werden nur zum Zwecke der Sicherung offener Risiken eingesetzt. Zinsderivate werden ausschließlich zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von fristenkongruenten Finanzierungsstrategien eingesetzt. Derivate werden nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken genutzt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden. Auf Konzernebene wird zudem das bestehende Marktpreisrisiko für alle Finanzinstrumente beobachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns für Derivate werden in Erläuterung Nr. 6 dargestellt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen Darlehen und den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Steuerung der Zinsrisiken des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Der weit überwiegende Teil der Bankverbindlichkeiten ist langfristig umschlossen, d.h. es bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zum Ende der Finanzierungslaufzeit, entweder originär im Rahmen der Darlehensverträge oder über Zinsswaps, die im Rahmen von Micro-Hedges für einzelne variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem gewissen Umfang Zinssicherung für zukünftig aufzunehmende Darlehen durch Vereinbarung von Forward-Zinsswaps betrieben.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebniskomponenten sowie auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde.

Bezüglich originärer Finanzinstrumente mit fester Verzinsung wirken sich Marktzinsänderungen nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7; dies gilt für alle festverzinslichen Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns einschließlich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken in Form von Cashflow-Hedges designierten Zinsswaps gleichen sich die durch Änderungen der Marktzinssätze induzierten Veränderungen der Zahlungsströme und der Ergebnisbeiträge der besicherten originären Finanzinstrumente und der Zinsswaps nahezu vollständig aus, so dass insoweit kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die – erfolgsneutrale – Bewertung der Sicherungsinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert hat Auswirkungen auf die Hegde-Rücklage im Eigenkapital und wird daher bei der eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Marktzinsänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Dasselbe gilt für Zinszahlungen aus Zinsswaps, die ausnahmsweise nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind. Bei diesen Zinsswaps wirken sich Marktzinsänderungen auch auf den beizulegenden Zeitwert aus, haben somit Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnung berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau am jeweiligen Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte das die folgenden Auswirkungen auf die Ergebnisse vor Steuern und das Eigenkapital (vor latenten Steuern) gehabt.

Angenommenes Marktzinsniveau im Vergleich
zum tatsächlichen um 100 Basispunkte (in TEUR)
31.12.2008 31.12.2007
höher niedriger höher niedriger
Ergebniseffekte -1.122 1.108 -458 458
Eigenkapitaleffekte (ohne Ergebniseffekte) 3.427 -3.575 3.413 -3.553

Fremdwährungsrisiko

Mit geringfügigen Ausnahmen operieren die Konzerngesellschaften in der Euro-Zone und fakturieren ausschließlich in Euro. Insofern kann lediglich in Einzelfällen, z. B. durch ausländische Dividendeneinkünfte oder Einkauf von Lieferungen und Leistungen im Ausland ein Währungsrisiko entstehen.

Zum 31. Dezember 2008 und zum 31. Dezember 2007 bestanden im Konzern keine nennenswerten Währungsrisiken.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt.

Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen eine hohe Bonität bescheinigt haben.

Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das Ausfallrisiko

mindernden Vereinbarungen oder Besicherungen vor. Zum anderen ist der Konzern auch durch die Übernahme finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt; zum Bilanzstichtag beläuft sich dieses auf maximal TEUR 18.553 (Vorjahr: TEUR 19.474).

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des Konzerns wird durch das zentrale Cash Management auf Ebene der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG sichergestellt. In das Cash Management sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die EUROGATE-Gruppe verfügt über ein unabhängiges Cash Management. Durch ebenfalls zentrale Investitionskontrolle und zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln (Darlehen/Leasing/Miete) zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten zusammengestellt.

31.12.2008 (in TEUR) Cashflows
Langfristige Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
Zins fix 4.812 0 2.613
Cashflows
2009
Zins variabel 4.195 0 0
Tilgung 40.593 92 4.102
Zins fix 3.968 0 2.442
Cashflows
2010
Zins variabel 3.233 0 0
Tilgung 29.285 87 2.913
Zins fix 8.079 0 6.441
Cashflows
2011 - 2013
Zins variabel 6.363 0 0
Tilgung 72.543 238 8.517
Zins fix 5.565 0 7.697
Cashflows
2014 - 2018
Zins variabel 4.011 0 0
Tilgung 54.613 327 15.170
Zins fix 1.524 0 4.153
Cashflows
2019 ff.
Zins variabel 363 0 0
Tilgung 13.074 194 21.140
Gesamt 252.221 938 75.188
Buchwerte 210.108 938 51.842

Konzernabschluss

31.12.2007 (in TEUR) Cashflows
Langfristige Darlehen
Kreditinstitute
Sonstige langfristige
Darlehen
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
Cashflows Zins fix 4.739 0 738
2008 Zins variabel 2.705 0 0
Tilgung 48.460 92 4.438
Cashflows Zins fix 2.786 2 584
2009 Zins variabel 2.800 0 0
Tilgung 27.622 86 2.427
Cashflows Zins fix 4.770 0 1.375
2010 - 2012 Zins variabel 6.363 0 0
Tilgung 55.833 234 2.895
Cashflows Zins fix 1.153 0 1.624
2013 - 2017 Zins variabel 4.700 0 0
Tilgung 46.292 316 4.761
Cashflows Zins fix 0 0 380
2018 ff. Zins variabel 306 0 0
Tilgung 5.463 227 3.935
Gesamt 213.992 957 23.157
Buchwerte 183.670 955 18.456

Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen, kurzfristige Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten zu entnehmen.

Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Soweit die Zinsbindung der Darlehen vor deren Endfälligkeit ausläuft, wurde für die Restlaufzeit der fristenkongruente Marktzins am Bilanzstichtag zugrunde gelegt.

Kreditlinien

Zum 31. Dezember 2008 verfügte der Konzern über ungenutzte Kontokorrent-Kreditlinien von rd. EUR 57 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 64 Mio.).

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente – nach Klassen, Bilanzposten und Bewertungskategorien des IAS 39

Die Finanzinstrumente sind auf den folgenden Seiten nach den vorstehenden Kriterien zusammengestellt.

unterteilt nach Bilanzposition,
Klassen und Kategorien (in TEUR)
31.12.2008
Buchwert Kate
gorie
nach
Fortgeführte
Anschaf
Anschaf
fungs
Fair Value
erfolgs
Fair Value
erfolgs-
beizule
gender
AKTIVA 31.12.2008 IAS 39 * fungskosten kosten neutral wirksam Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte
langfristig
Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen
und sonstige Beteiligungen
1.815 afs 0 1.815 0 0 n.v.b
Sonstige Finanzanlagen 628 afs 0 628 0 0 n.v.b
Langfristige Finanzforderungen
Übrige langfristige Finanzforderungen 9.959 lar 9.959 0 0 0 9.959
Sonstige langfristige Vermögens
werte
Derivate mit Hedge-Beziehung
(effektiv)
hedging 0 0 0 0 0
Derivate ohne Hedge-Beziehung
oder ineffektiv
hft 0 0 0 0 0
Übrige 31 lar 31 0 0 0 31
kurzfristig 0
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
135.636 lar 135.636 0 0 0 135.636
Sonstige Vermögenswerte
Kurzfristige Finanzforderungen 31.294 lar 31.294 0 0 0 31.294
Übrige sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
22.847 lar 22.847 0 0 0 22.847
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
29.457 29.457 0 0 0 29.457
Summe finanzielle Vermögenswerte 231.667 229.224 2.443 0 0
PASSIVA
Finanzielle Verbindlichkeiten
langfristig
Langfristige Darlehen
Sonstige langfristige
Finanzverbindlichkeiten
170.361 flac 170.361 0 0 0 173.615
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
leasing (Leasingnehmer) 47.740 flac 47.740 0 0 0 49.700
Übrige langfristige Finanz
verbindlichkeiten
9.791 flac 9.791 0 0 0 9.791
Sonstige langfristige

beizulegender

Buchwerte der Finanzinstrumente

Verbindlichkeiten

kurzfristig

Übrige sonstige langfristige

Übrige kurzfristige Finanz-

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Summe finanzielle Verbindlichkeiten 525.329 521.493 0 3.396 440 * afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar) | flac = financial liability at cost | hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten) lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen) | n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

Altersteilzeitverpflichtungen 4.016 flac 4.016 0 0 0 4.016

Verbindlichkeiten 2 flac 2 0 0 0 2

Leistungen 86.500 flac 86.500 0 0 0 86.500

gegenüber Kreditinstituten 90.186 flac 90.186 0 0 0 90.545 Derivate mit Hedge-Beziehung 3.396 hedging 0 0 3.396 0 3.396 Derivate ohne Hedge-Beziehung 440 hedging 0 0 0 440 440

verbindlichkeiten 82.545 flac 82.545 0 0 0 82.545 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 30.352 flac 30.352 0 0 0 30.352

Konzernabschluss

Buchwerte der Finanzinstrumente unterteilt nach Bilanzposition, Klassen und Kategorien (in TEUR) 31.12.2007 31.12.2007 Kategorie nach Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgs wirksam beizulegender IAS 39 * Zeitwert AKTIVA Finanzielle Vermögenswerte langfristig Finanzanlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 1.485 afs 0 1.485 0 0 n.v.b Sonstige Finanzanlagen 628 afs 0 628 0 0 n.v.b Langfristige Finanzforderungen Übrige langfristige Finanzforderungen 8.202 lar 8.202 0 0 0 8.202 Sonstige langfristige Vermögenswerte Derivate mit Hedge-Beziehung (effektiv) 2.329 hedging 0 0 2.329 0 2.329 Derivate ohne Hedge-Beziehung oder ineffektiv 393 hft 0 0 0 393 393 Übrige 36 lar 36 0 0 0 36 kurzfristig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 127.159 lar 127.159 0 0 0 127.159 Sonstige Vermögenswerte Kurzfristige Finanzforderungen 32.908 lar 32.908 0 0 0 32.908 Übrige sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.894 lar 2.894 0 0 0 2.894 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24.064 24.064 0 0 0 24.064 Summe finanzielle Vermögenswerte 200.098 195.263 2.113 2.329 393 PASSIVA Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig Langfristige Darlehen 136.073 flac 136.073 0 0 0 135.639 Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Leasingnehmer) 14.018 flac 14.018 0 0 0 13.844 Übrige langfristige Finanzverbindlichkeiten 432 flac 432 0 0 0 432 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten Altersteilzeitverpflichtungen 5.504 flac 5.504 0 0 0 5.504 Übrige sonstige langfristige Verbindlichkeiten 21 flac 21 0 0 0 21 kurzfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.220 flac 83.220 0 0 0 83.220 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 74.756 flac 74.756 0 0 0 74.756 Übrige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 79.265 flac 79.265 0 0 0 79.265 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 19.790 flac 19.790 0 0 0 19.790 Summe finanzielle Verbindlichkeiten 413.079 413.079 0 0 0 Buchwert

* afs = available for sale (zur Veräußerung verfügbar) | flac = financial liability at cost | hft = held for trading (zu Handelszwecken gehalten) lar = loans and receivables (Kredite und Forderungen) | n.v.b. = nicht verlässlich bestimmbar

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen von Kreditinstituten, sonstigen langfristigen Darlehen Dritter und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bestehen keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente.

Bei der Ermittlung der Marktwerte wurden die folgenden wesentlichen Methoden und Annahmen zugrunde gelegt.

Die Marktwerte werden nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme und aktuellen marktgerechten Zinssätzen für vergleichbare Darlehensvereinbarungen ermittelt.

Als Marktzinssatz wird die Zinskurve von risikofreien deutschen Staatsanleihen zuzüglich eines unternehmensindividuellen, laufzeitadäquaten Risikozuschlags verwendet. Bei Ratenzahlungsvereinbarungen wird der Risikozuschlag entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit berücksichtigt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

aus Folgebewertung aus Netto
2008 (in TEUR) Zinsen Fair
Value
Wertberich
tigung
Abgang ergebnis
Loans and receivables (lar) 2.371 0 -452 -4.234 -2.315
Available-for-sale financial assets (afs) 124 0 0 0 124
Sicherungsinstrumente (hedging) 512 -833 0 0 -321
Financial liabilities at amortised cost (flac) -19.389 0 0 0 -19.389
Gesamt -16.382 -833 -452 -4.234 -21.901
aus Folgebewertung aus Netto
2007 (in TEUR) Zinsen Fair Wertberich Abgang ergebnis
Value tigung
Loans and receivables (lar) 2.018 0 -1.269 -214 535
Available-for-sale financial assets (afs) 169 0 -606 0 -437
Sicherungsinstrumente (hedging) 1.804 106 0 1.760 3.670
Financial liabilities at amortised cost (flac) -18.426 0 0 0 -18.426
Gesamt -14.435 106 -1.875 1.546 -14.658

Zinsänderungsrisiko

Festverzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Darlehen und sonstigen Finanzinstrumente zu Buchwerten wurden feste Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko für den beizulegenden Zeitwert ausgesetzt.

31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 19.673 49.407 31.725 100.805
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4.102 11.430 36.310 51.842
Gesamt 23.775 60.837 68.035 152.647
31.12.2007 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 23.505 63.831 40.611 127.947
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4.438 5.322 8.696 18.456
Gesamt 27.943 69.153 49.307 146.403

Die Zinsbindung bei festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die am Bilanzstichtag mit TEUR 42.875 (Vorjahr: TEUR 105.569) valutierten, läuft vor Ablauf der Endfälligkeit ab. Die Restvaluta dieser Darlehen bei Ablauf der Zinsbindung stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 2.655 5.554 15.723 23.932
Gesamt 2.655 5.554 15.723 23.932
31.12.2007 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 38.473 8.799 9.660 56.932
Gesamt 38.473 8.799 9.660 56.932

Variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Für die folgenden Finanzinstrumente wurden variable Zinssätze vereinbart. Damit wird der Konzern einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt. Dabei werden die korrespondierenden Zinsswaps mit negativem Vorzeichen dargestellt, da das Zinsänderungsrisiko hieraus dem Zinsänderungsrisiko aus aufgenommenen Darlehen gegenläufig ist.

Ferner bestehen laufende Zinsswaps über Nominalbeträge von insgesamt TEUR 24.917 (Vorjahr: 8.250), die aufgrund einer fehlenden Zuordnung zu variabel verzinslichen Darlehen nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen.

31.12.2008 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 20.920 52.421 35.962 109.303
Gesamt 20.920 52.421 35.962 109.303
31.12.2007 (in TEUR) Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
Langfristige Darlehen von Kreditinstituten 24.955 19.719 11.049 55.723
Gesamt 24.955 19.719 11.049 55.723

Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, unterliegen keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos bestehender oder geplanter Bankverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag Zinsswaps mit einem Bezugsbetrag von insgesamt TEUR 81.432 (Vorjahr: TEUR 82.987), die auf dem relativ niedrigen Zinsniveau, das zum Abschluss der Swaps herrschte, eine längerfristige Absicherung der Zinshöhe ermöglichen.

Durch die Zinsswaps werden variable Zinszahlungen gegen feste Zinszahlungen ausgetauscht. Der Konzern ist Zahler der festen Zinsen und Empfänger der variablen Zinsen. Die Swaps wurden entsprechend der Risikomanagementstrategie ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Die wesentlichen Konditionen der Zinsswaps stellen sich wie folgt dar:

Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2008
in TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2008
in TEUR
56.515 Darlehen 3/6M EURIBOR 2,94 - 4,60 % 2018 596
56.515 596
24.917 ohne Zuordnung 3/6M EURIBOR 3,26 - 3,70 % 2021 -145
81.432 451
Nominalbetrag
(Bezugsgröße)
31.12.2007
in TEUR
besichertes
Grundgeschäft
variabler
Zinssatz
Festzins Laufzeit
bis
Marktwert
31.12.2007
in TEUR
50.987 Darlehen 3/6M EURIBOR 2,94 - 4,27 % 2015 1.093
23.750 geplante Darlehen 6M EURIBOR 3,70 - 3,79 % 2021 1.236
74.737 2.329
8.250 ohne Zuordnung 3/6M EURIBOR 3,26 - 3,29 % 2013 393
82.987 2.722

Die Nominalbeträge stellen das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Referenzgröße für die Ermittlung gegenseitig vereinbarter Zahlungen, nicht jedoch um bilanzierungsfähige Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Die bilanzielle Bewertung erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines Zinsswaps werden die erwarteten Zahlungsströme auf beiden Seiten des Swaps nach Maßgabe der aktuellen Zinsstrukturkurve diskontiert. Die Differenz der beiden ermittelten Beträge ergibt den Nettomarktwert des Zinsswaps. Diese Marktbewertung der Finanzderivate bildet den Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus den bestehenden Verträgen von der Gegenpartei übernehmen würde. Die Marktwerte wurden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen ermittelt.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und Grundgeschäften wird prospektiv nach der Critical Terms Match Methode nach IAS 39.AG108 durchgeführt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der Change in Variable Cashflows Methode überprüft.

Von den zum 31. Dezember 2008 bestehenden Swaps erfüllen Zinsswaps im Nominalvolumen von TEUR 56.515 (Vorjahr: TEUR 74.737) die Kriterien für Cashflow-Hedges. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der effektiven Teile der Cashflow-Hedges wurden unter Berücksichtigung von latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (TEUR -4.612, Vorjahr: TEUR 1.077).

Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der ineffektiven Teile der Cashflow Hedges und der Zinsswaps, die nicht die Kriterien für Cashflow-Hedges erfüllen, wurden aufwandswirksam erfasst (TEUR -833, Vorjahr: TEUR 106).

Da die Bezugsbeträge sich mit der Tilgung der zugrunde liegenden Darlehen parallel zur Darlehensvaluta reduzieren, findet keine Realisierung von Gewinnen oder Verlusten statt, solange die Finanzinstrumente nicht veräußert werden. Eine Veräußerung ist nicht geplant.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps werden unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (TEUR 3.836). Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen langfristigen Finanzforderungen. Der Vorjahresausweis wurde insoweit angepasst.

40 Angaben zu Operating Lease-Vereinbarungen

Leasingvereinbarungen, die nach IAS 17 Operating Lease darstellen, sind nach folgenden Fälligkeiten strukturiert:

Mindestleasingzahlungen aus Operating Leases (in TEUR) 31.12.2008 31.12.2007
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 14.448 17.305
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 33.893 46.342
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 7.719 11.431
Gesamt 56.060 75.078

Die Operating Leases betreffen insbesondere Flurförderzeuge, Fördertechnikanlagen, Lastkraftwagen und Zugmaschinen und haben Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren.

Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen
für Flächen, Gebäude und Kaimauern (in TEUR)
31.12.2008 31.12.2007
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 43.300 29.305
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 155.219 115.300
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 844.471 788.664
Gesamt 1.042.990 933.269

Die Mietverträge betreffen insbesondere Erbbaurechte in den Häfen von Bremen und Bremerhaven und haben Laufzeiten von bis zu 40 Jahren.

Ansprüche aus Operating Lease-Verhältnissen – Konzern als Leasinggeber

Mindestzahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für
Flächen, Gebäude und Kaimauermieten und Betriebs
vorrichtungen (in TEUR)
31.12.2008 31.12.2007
Fälligkeit bis zu einem Jahr nach Bilanzstichtag 7.391 6.463
Fälligkeit mehr als ein Jahr bis zu 5 Jahren 31.737 29.523
Fälligkeit von mehr als 5 Jahren 211.549 195.865
Gesamt 250.677 231.851

Die Laufzeiten dieser Untermietverhältnisse korrespondieren im Wesentlichen mit denen der Hauptmietverhältnisse.

41 Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen aus der EUROGATE-Gruppe quotal einbezogene Haftungsverhältnisse aus der Gewährung von Bürgschaften über TEUR 1.325 (Vorjahr: TEUR 646) zur Besicherung fremder Verbindlichkeiten.

Aus der Sicherungsübereignung von Bauten auf fremdem Grund bestehen zum 31. Dezember 2008 quotal aus der EUROGATE-Gruppe Eventualverbindlichkeiten aus Grunderwerbsteuer von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 228).

Weitere Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverpflichtungen bestehen am 31. Dezember 2008 in Höhe von EUR 17,0 Mio. (Vorjahr: EUR 18,6 Mio.).

42 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus eingegangenen Verträgen zum Erwerb von Sachanlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 112.701 (Vorjahr: TEUR 66.795).

Der Anteil der BLG LOGISTICS GROUP an dem Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagevermögen der EUROGATE-Gruppe beläuft sich auf TEUR 47.344 (Vorjahr: TEUR 52.100). Das Bestellobligo der EUROGATE-Gruppe beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 94.687 (Vorjahr: TEUR 104.200).

43 Gesellschafter

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das zwischenzeitlich in der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgegangene Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel, hat uns die Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 2. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, als Muttergesellschaft der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale –, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen. Davon sind der Norddeutschen Landesbank Girozentrale 12,61 Prozent nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mit Schreiben vom 8. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns Die Sparkasse Bremen AG, Bremen, gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 12,61 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Mit Schreiben vom 9. April 2002 an uns als auch an das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat uns die Freie Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde Bremen) gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr zum 1. April 2002 50,42 Prozent der Stimmrechte an der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– zustehen.

Die Gesellschaft hat die vorstehenden Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 3 WpHG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1, 2 WpHG veröffentlicht und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Frankfurt/Main, vorschriftsgemäß darüber informiert.

44 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen

Identifikation nahestehender Personen:

Nach IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die den Konzern der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden. Nahestehende Personen stellen insbesondere Mehrheitsgesellschafter, Tochterunternehmen, sofern sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– einbezogen werden, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder zwischengeschaltete Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen auch Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 dar. Eine Aufstellung der Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Informationen zu diesen Personengruppen sind in Erläuterung Nr. 45 aufgeführt.

Transaktionen mit Gesellschaftern: Beziehungen mit der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ist Mehrheitsgesellschafter der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– mit einem Anteil am gezeichneten Kapital von 50,4 Prozent und demzufolge als eine nahestehende Person im Sinne des IAS 24 zu beurteilen. Die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde– hat der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Erbbaurechte mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 37 Jahren an den von der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften genutzten Grundstücken bestellt. Von dem BLG-Konzern wurden für das Jahr 2008 insgesamt EUR 11,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,7 Mio.) Erbbauzinsen entrichtet.

In den stadtbremischen Hafenbereichen Bremen und Bremerhaven hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, ab 1. Januar 2007 den Tochtergesellschaften der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Kajennutzungsrechte gewährt, deren Laufzeiten an die Erbbaurechtsverträge der angrenzenden Grundstücke gebunden sind. Von dem BLG-Konzern wurden im Jahr 2008 insgesamt EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,9 Mio.) Kajennutzungsentgelte entrichtet.

Gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG am 31. Dezember 2008 Forderungen in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 523) aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

Des Weiteren hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – Autoumschlagsflächen in Bremerhaven auf zwei Unternehmen übertragen. Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat für die rechtliche Eigentümerin dieser Umschlagsflächen, der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –, Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und vorfinanziert. Die Vorfinanzierung erfolgte durch eine Darlehensvereinbarung in 1996. Dieses Darlehen stellt eine Forderung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – dar und valutiert zum 31. Dezember 2008 in Höhe von TEUR 907. Die Tilgung des Darlehens erfolgt durch die der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – zustehenden Erbbauzinsen, Mieterträge und Nutzungsentgelte für die Überlassung der Autoumschlagsflächen an zwei Unternehmen in Bremerhaven.

Aus einer weiteren Darlehensgewährung an die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – resultieren langfristige Forderungen von TEUR 246.

Um die öffentliche Straße an einem Betriebsgelände eines Konzernunternehmens zu entlasten bzw. die erforderliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten, hat die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – ein Brückenbauwerk errichtet. Zur Unterstützung der Baumaßnahme hat sich die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG in Vorjahren im Interesse der eigenen Geschäftstätigkeit verpflichtet, einmalig einen verlorenen Zuschuss zu leisten.

Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –

Einzelne Unternehmen des BLG-Konzerns unterhalten laufende Geschäftsverbindungen zu der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde – verbundenen Unternehmen zu jeweils marktüblichen Konditionen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG hat bei der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – und bei der Bremer Aufbau Bank GmbH verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2008 TEUR 30.438. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.550 getilgt. Für den laufenden Verkehr werden Kontokorrentkonten unterhalten. Darüber hinaus bestehen Festgeld- und Termingeldkonten. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Die BLG in.add.out LOGISTICS GmbH & Co. KG hat bei der Bremer Aufbau Bank GmbH, Bremen, und der Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg – Girozentrale – verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2008 TEUR 29.236. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.310 getilgt. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde für diese Darlehen zum Ablauf der Zinsbindung in 2008 in 2006 ein Zinsswapgeschäft durch die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG geschlossen.

Bei der BLG Unterstützungskasse GmbH, Bremen, hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG verschiedene Darlehen aufgenommen. Die Darlehensverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2008 TEUR 34.581. Im Berichtsjahr wurden Darlehensverbindlichkeiten von TEUR 19.204 getilgt und Darlehen von TEUR 18.900 neu aufgenommen.

Die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG erbringt für die BLG Unterstützungskasse GmbH auf der Grundlage eines Geschäftsbesorgungsvertrages Dienstleistungen für Administration, Rechnungswesen, Personalverwaltung und -abrechnung sowie IT-Dienstleistungen. Die Vergütung für 2008 hierfür beträgt TEUR 215.

Beziehungen zu nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen

Die Transaktionen der Konzernunternehmen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaften zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Nahestehende Unternehmen Saldo zum 31.12.2008 (in TEUR)
Jahr Erträge Aufwendungen Forderungen Verbindlichkeiten
Verbundene Unternehmen 2008 910 601 603 52
2007 1.377 361 405 66
Gemeinschaftsunternehmen 2008 5.013 489 27.311 108
(quotal) 2007 3.670 369 26.680 55
Assoziierte Unternehmen 2008 7.874 12.212 3.516 3.487
2007 5.097 18.234 2.293 1.634

Auf Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen wurden im Geschäftsjahr TEUR 250 Wertberichtigungen (Vorjahr: TEUR 553) gebildet, Forderungen gegen assoziierte Unter-nehmen wurden in 2008 mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 222) wertberichtigt.

Für Risiken aus der Haftung für assoziierte Unternehmen bestehen Rückstellungen von TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 768).

45 Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Die Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand sind vom Konzernabschlussprüfer geprüft worden. Zur Vermeidung von Verdoppelungen werden sie an anderer Stelle im Geschäftsbericht ausgewiesen: Zur Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats siehe Seite 23 ff; zu Mitgliedschaften der Aufsichtsräte und Vorstände in anderen Gremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG siehe Seite 164 f.

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Die Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat beschränkten sich auf die im Rahmen der Organstellung und der arbeitsvertraglichen Regelungen erbrachten Leistungen und die dafür geleistete Vergütung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr Bezüge von TEUR 363, die mit TEUR 155 variabel und mit TEUR 89 auf fixe Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 65, die Bezüge der Ausschusstätigkeiten mit TEUR 12 und die Bezüge für konzerninterne Aufsichtsratsmandate mit TEUR 42 der Gesamtsumme bei.

Im Vorjahr erhielt der Aufsichtsrat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 278, die mit je TEUR 110 auf variable und auf fixe Bestandteile entfielen. Die Sitzungsgelder trugen mit TEUR 42 und die Bezüge für Ausschusstätigkeiten mit TEUR 16 zur Gesamtsumme bei.

Zum 31. Dezember 2008 sind Mitgliedern des Aufsichtsrats wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Aufsichtsmitgliedern eingegangen.

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von TEUR 3.944, davon ein Grundgehalt von TEUR 1.675 und erfolgsabhängige Bezüge von TEUR 2.269.

Die erfolgsabhängigen Bezüge, die in 2008 gezahlt wurden, basieren auf dem Geschäftserfolg des Jahres 2007.

Weitere Angaben zur individualisierten Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats finden sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite 34 ff., dessen Verügtungsbericht gleichzeitig Bestandteil des Lageberichts und Konzernlageberichts ist.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden Pensionsansprüche eingeräumt, die zum Teil gegen den BLG-Konzern bestehen. Im Übrigen richten sich die Ansprüche gegen die Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –. Für die Pensionsverpflichtungen des BLG-Konzerns wurden Rückstellungen von TEUR 1.621 (Vorjahr: TEUR 1.264) gebildet.

Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern liegen bei der Freie Hansestadt Bremen – Stadtgemeinde –.

Zum 31. Dezember 2008 sind Vorstandsmitgliedern wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse gewährt worden. Ebenso wurden wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstandsmitgliedern eingegangen.

Die Vergütungssysteme von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernlagebericht auf Seite 36 ff. dargestellt.

46 Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures)

Der Teilkonzern EUROGATE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, und EUROKAI KGaA, Hamburg. Der Anteil der BLG Logistics Group an dem Joint Venture beläuft sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 50 Prozent).

Der IFRS-Teilkonzernabschluss der EUROGATE-Gruppe wird quotal zu 50 Prozent konsolidiert. Als Berichtsformat wurde die line-by-line-Methode gewählt.

Die quotal berücksichtigten Anteile der BLG Logistics Group an den Vermögenswerten und Schulden, Erträgen und Aufwendungen der EUROGATE-Gruppe stellen sich – nach quotaler Konsolidierung – wie folgt dar:

(in TEUR) 2008 2007
Langfristige Vermögenswerte 335.582 331.916
Kurzfristige Vermögenswerte 73.879 60.958
Langfristige Verbindlichkeiten -154.681 -87.680
Kurzfristige Verbindlichkeiten -121.134 -102.866
Netto-Vermögenswerte 133.646 202.328
Erträge 378.043 350.649
Aufwendungen -314.863 -284.165
Ergebnis vor Steuern 63.180 66.484

47 Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach § 325 HGB und zum Teil auch weitere Befreiungen nach § 264b HGB in Anspruch:

  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen
  • BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG (ehemals BLG International Logistics GmbH & Co. KG), Bremen
  • BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG (ehemals BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG), Bremerhaven
  • BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG (ehemals BLG LOGISTICS AUTOMOBILE GmbH & Co. KG), Bremen
  • BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
  • BLG AutoTec GmbH & Co. KG (ehemals E.H.H. AUTOTEC GmbH & Co. KG), Bremerhaven
  • E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen
  • BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG (ehemals E.H. Harms Auto-Terminal-Hamburg GmbH & Co. KG), Hamburg
  • BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG (ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Kelheim GmbH & Co. Kommanditgesellschaft), Kelheim

  • BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG (ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Duisburg GmbH & Co. Kommanditgesellschaft), Duisburg

  • BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG (ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Wörth GmbH & Co. Kommanditgesellschaft), Wörth
  • BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co KG (ehemals E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobil-Umschlag Cuxhaven), Cuxhaven
  • BLG AutoTransport GmbH & Co. KG (ehemals E.H. Harms GmbH & Co. Automobil-Transporte), Bremen
  • E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven
  • BLG CarShipping GmbH & Co. KG (ehemals E.H. Harms GmbH & Co. Car Shipping), Bremen
  • BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen

48 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2009 hat die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG weitere 44 Prozent der Anteile an der E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics erworben. Somit hält der BLG-Konzern seit diesem Zeitpunkt 94 Prozent der gesamten Geschäftsanteile an dieser wesentlichen Gesellschaft der ehemaligen Harms-Unternehmensgruppe, die dem Geschäftsbereich AUTOMOBILE zugeordnet ist.

Per Ende Februar 2009 wurde die Produkt- bzw. Servicelinie am Standort Atessa – als Teil unserer italienischen Industrielogistik im Geschäftsbereich CONTRACT – eingestellt. Damit soll die Produktivität des Geschäftsfeldes Industrielogistik vor allem in Italien gesteigert werden.

49 Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für das Geschäftsjahr 2008 beträgt insgesamt TEUR 751. Davon entfallen TEUR 495 auf Abschlussprüfungen, TEUR 7 auf sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen, TEUR 230 auf Steuerberatung sowie TEUR 19 auf sonstige Leistungen.

50 Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– haben zum 19. Dezember 2008 die 7. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 abgegeben. Die Erklärung ist durch Wiedergabe auf unserer Homepage www.blg.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht worden.

Konzern-Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Konzernabschluss

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bremen, den 7. April 2009 DER VORSTAND

Aden Kuhr Mekelburg

Onnen Schiffer

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877 –, Bremen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Gesellschaft hat die Minderheitenanteile von EUR 337,5 Mio. (Vorjahr: EUR 305,3 Mio.), bei denen es sich um Anteile von Kommanditisten handelt, als Eigenkapital ausgewiesen und bewertet, obwohl diese Posten nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind. Korrespondierend wurde die auf diese Finanzinstrumente entfallende Vergütung von EUR 71,6 Mio. (Vorjahr: EUR 65,6 Mio.) als Teil des Konzernjahresüberschusses und nicht als Finanzierungsaufwand ausgewiesen.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Bremen, den 7. April 2009

FIDES Treuhandgesellschaft KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Bitter de Witt

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Beteiligungen 160
Mandate des Vorstands 164
Mandate des Aufsichtsrats 164
Glossar 166
Mehrjahresübersicht 170
Kontakte und Termine 172

Auf den nächsten Seiten haben wir ausgewählte weiterführende Informationen für Sie zusammengestellt. Diese Zahlen und Fakten tragen dazu bei, Ihr Bild über den BLG-Konzen abzurunden.

Wenn Sie noch Fragen haben, sprechen Sie unsere Mitarbeiter aus dem Public Relations- oder Investor Relations-Team an. Auch ein Besuch im Internet unter www.blg.de ist lohnenswert.

Beteiligungen

Komprimierte Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877–

Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten
über
lfd. Nr.
Durch Vollkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
1 BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen 0,00
2 BLG Coldstore Logistics GmbH, Bremerhaven 100,00 1
3 BLG CONTRACT LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
4 BLG in.add.out. LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
5 BLG Automotive Logistics GmbH & Co. KG, Bremen
(ehemals BLG International Logistics GmbH & Co. KG, Bremen)
100,00 1
6 BLG Kontraktlogistik GmbH, Bremen 100,00 5
7 BLG Automotive Logistics of South America Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00 5
8 DIALOG Distribution and Automobile Logistics GmbH, Bremen 100,00 5
9 BLG Logistics Solutions GmbH, Bremen 100,00 3
10 BLG Logistics (UK) Ltd., Felixstowe, Großbritannien 100,00 9
11 BLG Logistics Solutions Italia S.r.l., Mailand, Italien 100,00 9
12 BLG Logistics Solutions Adriatica S.r.l., Mailand, Italien 100,00 11
13 BLG Cargo Logistics GmbH & Co. KG, Bremen 100,00 1
14 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS GmbH & Co. KG, Bremen
(ehemals BLG LOGISTICS AUTOMOBILE GmbH & Co. KG, Bremen)
100,00 1
15 BLG AutoRail GmbH, Bremen 50,00 14
16 BLG AutoTerminal Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
(ehemals BLG Automobile Logistics GmbH & Co. KG, Bremerhaven)
100,00 1
17 BLG AutoTec GmbH & Co. KG, Bremerhaven
(ehemals E.H.H. AUTOTEC GmbH & Co. KG, Bremerhaven)
75,00 16/26
18 BLG Automobile Logistics Italia S.r.l., Gioia Tauro, Italien 98,77 16
19 E.H. Harms GmbH & Co. KG Automobile-Logistics, Bremen 50,00 1
20 BLG AutoTerminal Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg
(ehemals E. H. Harms Auto-Terminal-Hamburg GmbH & Co., Hamburg)
50,00 19
21 BLG AutoTerminal Kelheim GmbH & Co. KG, Kelheim
(ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Kelheim GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft, Kelheim)
50,00 19
22 BLG AutoTerminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg
(ehemals E. H. Harms Auto-Terminal Duisburg GmbH & Co. KG, Duisburg)
50,00 19
23 BLG AutoTerminal Wörth GmbH & Co. KG, Wörth
(ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Wörth GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft, Wörth)
50,00 25
24 BLG AutoTerminal Cuxhaven GmbH & Co. KG, Cuxhaven
(ehemals E. H. Harms GmbH & Co. KG Automobil-Umschlag Cuxhaven, Cuxhaven)
50,00 19

Weitere Informationen

Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten
über
lfd. Nr.
25 BLG AutoTransport GmbH & Co. KG, Bremen
(ehemals E.H. Harms GmbH & Co. Automobil-Transporte, Bremen)
50,00 19
26 E.H. Harms GmbH & Co. Auto-Terminal Bremerhaven, Bremerhaven 50,00 19
27 BLG CarShipping GmbH & Co. KG, Bremen
(ehemals E.H. Harms GmbH & Co. Car Shipping, Bremen)
50,00 19
28 E.H. Harms Auto-Terminal Poland Sp. z o. o., Gdansk, Polen 50,00 25
29 Automotive Services Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 50,00 19
Durch Quotenkonsolidierung einbezogene Gesellschaften
30 EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG, Bremen 50,00 1
31 EUROCARGO Container Freight Station and Warehouse GmbH, Hamburg 50,00 32
32 EUROGATE City Terminal GmbH, Hamburg 50,00 30
33 EUROGATE Container Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 30
34 EUROGATE Container Terminal Hamburg GmbH, Hamburg 50,00 30
35 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven Beteiligungs
gesellschaft mbH, Wilhelmshaven
50,00 30
36 EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven
50,00 30
37 EUROGATE Intermodal GmbH, Hamburg 50,00 30
38 EUROGATE International GmbH, Hamburg 50,00 46
39 EUROGATE IT Services GmbH, Bremen 50,00 30
40 EUROGATE Landterminal GmbH, Hamburg 50,00 30
41 EUROGATE Port Systems GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00 33/34
42 EUROGATE Port Systems Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,00 33/34
43 EUROGATE Technical Services GmbH, Bremerhaven 50,00 30
44 EUROGATE Terminal Services GmbH, Bremen 50,00 30
45 OCEANGATE Distribution GmbH, Hamburg 50,00 30
46 PCO Stauereibetrieb PAETZ & Co. Nfl. GmbH, Hamburg 50,00 30
47 PEUTE Speditions GmbH, Hamburg 50,00 32
48 REMAIN GmbH Container-Depot and Repair, Hamburg 50,00 30
49 SCL Service-Centrum Logistik Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 50,00 30
50 SWOP Seaworthy Packing GmbH, Hamburg 50,00 34
51 EUROKOMBI Terminal GmbH, Hamburg 25,00 34
52 North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co., Bremerhaven 25,00 30
53 North Sea Terminal Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH,
Bremerhaven
25,00 30
54 MSC Gate Bremerhaven Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 25,00 30
55 MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven 25,00 30
56 FLOYD Zrt., Budapest, Ungarn 25,50 37
57 Rail Terminal Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 25,00 33
Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten
über
lfd. Nr.
Durch Equity-Methode einbezogene Gesellschaften
58 dbh Logistics IT AG, Bremen 26,75 85
59 ZLB Zentrallager Bremen GmbH & Co. KG, Bremen 33,33 1
60 BLG Leads Logistics (BLL) of S.A. Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 89,82 5
61 BLL Ikhwezi Logistics Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 53,89 60
62 NYK Logistics & BLL (NLB) of South Africa Pty. Ltd., Port Elizabeth, Südafrika 44,01 60
63 BMS Logistica Ltda., São Paulo, Brasilien 50,00 7
64 DCP Dettmer Container Packing GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 5
65 Hansa Marine Logistics GmbH, Bremen 50,00 13
66 BLG-ESF Warehouse GmbH, Bremen 50,00 13
67 Schultze Stevedoring GmbH & Co. KG, Bremen 50,00 13
68 ICC Independent Cargo Control GmbH, Bremen 33,30 13
69 ICO BLG Automobile Logistics Italia S.p.A., Gioia Tauro, Italien 60,00 18
70 Automobile Logistics Slovakia s.r.o., Bratislava, Slowakei 50,00 16
71 E.H.Harms Car Shipping Autotransport Koper d.o.o., Koper, Slowenien 50,00 27
72 E.H. Harms Automobile Logistics Ukraine TOW, Kiew, Ukraine 25,00 19
73 Cuxcargo Hafenbetrieb GmbH & Co. KG, Cuxhaven 25,00 25
74 ATN Autoterminal Neuss GmbH & Co. KG, Neuss 25,00 29
75 Autoterminal Slask Logistic Sp. z o. o., Darbrowka Gornicza, Polen 25,00 25
76 B.V. Interrijn E.H.Harms Automobil-Transporte RoRo, Rotterdam,
Niederlande
25,00 25
77 CONTSHIP Italia S.p.A., Genua, Italien 16,70 38
78 TangerMedGate Management S.a.r.l., Tanger, Marokko 26,68 38
79 ACOS Holding AG, Bremen 24,95 37
80 OJSC Baltic Container Terminal, Ust-Luga, Russland 10,00 38
Nicht einbezogene Gesellschaften
81 BLG CONTRACT LOGISTICS Beteiligungs-GmbH 100,00 1
82 BLG in.add.out. LOGISTICS Beteiligungs GmbH, Bremen 100,00 1
83 ZLB Zentrallager Bremen GmbH, Bremen 33,30 1
84 DCP Dettmer Container Packing GmbH, Bremen 50,00 5
85 Interessengemeinschaft Datenbank Umschlagbetriebe GbR, Bremen 94,00 1
86 Ausbildungsverbund Bremerhaven gemeinnützige Gesellschaft mbH,
Bremerhaven
33,40 1
87 EUROGATE Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen 50,00 1
88 EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen 50,00 1
89 BLG Automotive Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen
(ehemals BLG International Logistics Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen)
100,00 1

Weitere Informationen

Lfd.
Nr.
Name,
Sitz
Beteiligungs
quote in %
gehalten
über
lfd. Nr.
90 BLG Logistics, Inc., Atlanta, USA 100,00 5
91 BLG Parekh Logistics Pvt. Ltd., Mumbai, Indien 50,00 5
92 BLG Soluciones Logisticas Integradas España S.L.U., Vitoria, Spanien 100,00 5
93 Paul Günther S.r.l. Italia i. L., Genua, Italien 90,00 9
94 BLG InTime s.r.o., Žiar nad Hronom, Slowakei 100,00 9
95 BLG Logistics CZ s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00 9
96 BLG Cargo Logistics Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen 100,00 1
97 Schultze Stevedoring Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 13
98 BLG MILS Logistics Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 60,00* 5
99 BLG AUTOMOBILE LOGISTICS Beteiligungs-GmbH, Bremen
(ehemals BLG LOGISTICS AUTOMOBILE Beteiligungs-GmbH, Bremen)
100,00 1
100 BLG AutoTerminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven (ehemals
BLG Automobile Logistics Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremerhaven)
100,00 1
101 Automobile Port Services (APS) S.r.l., i.L., Gioia Tauro, Italien 50,95 18
102 BLG Logistics Automobile St. Petersburg Co. Ltd., St. Petersburg, Russland 50,00 16
103 AUTOMOBILE LOGISTICS CZECH S.r.o., Nošovice, Tschechische Republik 50,00 16
104 BLG AutoTec Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven
(ehemals E.H.H. AUTOTEC Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven)
75,00 16/26
105 E.H. Harms Auto-Terminal Bremerhaven Beteiligungs-GmbH, Bremerhaven 50,00 19
106 BLG AutoTerminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Kelheim
(ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Kelheim Beteiligungs-GmbH, Kelheim)
50,00 19
107 BLG AutoTerminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg
(ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Duisburg Beteiligungs-GmbH, Duisburg)
50,00 19
108 BLG AutoTerminal Wörth Beteiligungs-GmbH, Wörth
(ehemals E.H. Harms Auto-Terminal Wörth Beteiligungs-GmbH, Wörth)
50,00 25
109 BLG AutoTerminal Hamburg Beteiligungs-GmbH, Bremen (ehemals
E.H. Harms Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Bremen)
50,00 19
110 BLG AutoTerminal Cuxhaven Beteiligungs-GmbH, Cuxhaven
(ehemals E.H. Harms Beteiligungs-GmbH Cuxhaven, Cuxhaven)
50,00 25
111 BLG Car Shipping Beteiligungs-GmbH, Bremen
(ehemals E.H. Harms Car Shipping Beteiligungs-GmbH, Bremen)
50,00 19
112 BLG AutoTransport Beteiligungs-GmbH, Bremen
(ehemals Egon-Herbert Harms GmbH, Bremen)
50,00 19
113 E.H. Harms Automobile-Logistics Beteiligungs-GmbH, Bremen 50,00 1
114 ATN Autoterminal Neuss Verwaltungs-GmbH, Neuss 25,00 74
115 Cuxcargo Hafenbetrieb Verwaltungs-GmbH, Cuxhaven 25,00 25

* = Der Anteil der Stimmrechte beträgt 40 Prozent, zusätzlich werden stimmrechtslose Vorzugsaktien gehalten

Mandate des Vorstands

Mitgliedschaften des Vorstands

in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 3 AktG:

Detthold Aden

  • EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen
  • OAS Aktiengesellschaft, Bremen, Vorsitzender
  • MAI Mosolf Automotive International AG, Heilbronn

Hillert Onnen

  • dbh Logistics IT AG, Bremen
  • EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen

Mandate des Aufsichtsrats

Mitgliedschaften der Aufsichtsräte

in anderen Gremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 3 AktG:

Josef Hattig

  • BAUKING AG, Hannover, stellvertretener Vorsitzender
  • EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen

Erhard Ott

  • E.ON AG, Düsseldorf
  • E.ON Energie AG, München

Andreas Bergemann

• EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (vom 29. August bis 31. Dezember 2008)

Harald Bethge

  • Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG, Hannover
  • INTALLIANCE AG, Hannover (bis 29. August 2008)

Hans Driemel

• EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen

Weitere Informationen

Dr. Stephan-Andreas Kaulvers

  • EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
  • GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen
  • DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt/Main
  • AS DnB Nord Banka, Litauen (bis 31. Dezember 2008)
  • Norddeutsche Landesbank Luxembourg S.A., Luxembourg

Ernst-Otto Krüger

• EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen

Karoline Linnert

  • EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (seit 29. August 2008)
  • Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg Girozentrale, Bremen

Ralf Nagel

• swb AG, Bremen

Dr. Ulrich Nußbaum

• EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen (bis 21. Mai 2008)

Jürgen Oltmann

  • neue leben Holding AG, Hamburg (bis 22. Juni 2008)
  • neue leben Pensionsverwaltung AG, Hamburg (bis 22. Juni 2008)
  • neue leben Pensionskasse AG, Hamburg (bis 22. Juni 2008)
  • Freie Internationale Sparkasse S.A., Luxemburg, Vorsitzender Verwaltungsrat (bis 31. Oktober 2008)
  • OAS Aktiengesellschaft, Bremen
  • NRS Norddeutsche Retail-Services AG, Bremen und Hamburg

Frank Schäfer

• EUROGATE Geschäftsführungs-GmbH & Co. KGaA, Bremen

Dr. Patrick Wendisch

  • Inbev Germany Holding GmbH, Bremen
  • OAS Aktiengesellschaft, Bremen

Kaufmännisches Glossar

Amortisation

Rückfluss des investierten Kapitals durch Verkaufserlöse.

at equity / Equity-Methode

Verfahren zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligung erhöht bzw. vermindert. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Muttergesellschaft ein.

Available for Sale

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: Zur Veräußerung vorgesehen.

Cashflow

Kennzahl, die die Veränderung an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten innerhalb des Geschäftsjahres beschreibt.

Corporate Governance

Rechte und Pflichten der verschiedenen Beteiligten im Unternehmen, insbesondere der Aktionäre, des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Covenant

Spezielle, bindende Verpflichtung des Kreditnehmers gegenüber dem Kreditgeber.

DBO

Defined Benefit Obligation = Leistungsorientierte Pensionsverpflichtung der am Stichtag erdienten und bewerteten Pensionsansprüche inkl. wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern.

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente, die klassischerweise zur Absicherung bestehender Investments oder Verpflichtungen eingesetzt werden und deren Wert sich von einem Referenzinvestment (z.B. Aktie oder Anleihe) ableitet.

Discounted-Cashflow-Methode

Bewertungsverfahren: Zukünftige Zahlungsüber- bzw. -unterschüsse werden mithilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Dabei werden zu zahlende Steuern mit in die Bewertung einbezogen. Der so ermittelte Barwert ist der diskontierte Cashflow.

Erbbaurecht

Recht des Erbbauberechtigten gegen Zahlung eines Entgeltes (des sog. Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu haben.

Funktionale Währung

Die Währung, in der ein Unternehmen den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit abwickelt und seine Finanzergebnisse an die Muttergesellschaft berichtet.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes = Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis

= Operatives Ergebnis.

EBITDA

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Operatives Ergebnis vor Abschreibungen.

EBT

Earnings before Taxes = Ergebnis vor Steuern.

Finanzierungsleasing

Methode zur Finanzierung von Investitionen in immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagevermögen, die eine Serie von Zahlungen über die gesamte erwartete Nutzungsdauer beinhaltet.

Der Vermögenswert erscheint auf der Aktivseite, die Leasingverbindlichkeit auf der Passivseite der Bilanz des Leasingnehmers.

Weitere Informationen

Forward-Zinsswap

Der Forward-Zinsswap ist eine Vereinbarung über einen in der Zukunft liegenden Swap, dessen Bedingungen ab sofort festgelegt werden.

Hedging

Eine Strategie zur Absicherung von Zins,- Währungs- und Preisrisiken durch derivative Finanzinstrumente (Optionen, Swaps, Termingeschäfte etc.).

Held for Trading

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: Zu Handelszwecken gehalten.

Held to Maturity

Kategorie von Finanzinstrumenten nach IFRS: Bis zur Endfälligkeit gehalten.

Hybridanleihe

Anleihe, die dem Eigenkapital zugeordnet wird, mit überdurchschnittlichem Zinsaufschlag, ohne Laufzeitbegrenzung und im Insolvenzfall von allen Verbindlichkeiten zuletzt bedient wird.

IAS

International Accounting Standards (siehe auch "IFRS").

IASB

International Accounting Standards Board: Gremium, das internationale Rechnungslegungsvorschriften entwickelt und veröffentlicht.

IFRIC

International Financial Reporting Interpretations Committee: Gremium, das Auslegungen und Interpretationen zu den Rechnungslegungsstandards IFRS veröffentlicht. Nach Genehmigung vom IASB sind die Auslegungen und Interpretationen für alle IFRS-Anwender verbindlich.

IFRS

International Financial Reporting Standards (bis 2001 "IAS"): Internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von einer internationalen unabhängigen Fachorganisation (IASB) mit dem Ziel herausgegeben werden, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung zu schaffen, die von Unternehmen und Organisationen in der ganzen Welt angewandt werden kann.

Impairment-Test

Werthaltigkeitstest nach IFRS.

Investment Properties

Grundstücke, Gebäude, Teile von Gebäuden, die gehalten werden zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung.

Joint Venture

Rechtlich und organisatorisch selbstständiges Unternehmen, das von mindestens zwei unabhängigen Partnern gemeinsam gegründet oder erworben wird.

Kontokorrentkonto

Bezeichnung für ein in laufender Rechnung geführtes Konto, auf dem sich alle Geschäfte zweier Geschäftspartner niederschlagen, wobei die gegenseitigen Forderungen in regelmäßigen Abständen gegeneinander aufgerechnet (saldiert) werden.

Kontokorrentkredit

Vom Kreditinstitut dem Kunden vertraglich zugesagter Höchstbetrag (Kreditlimit), bis zu dem er über sein Guthaben hinaus verfügen darf.

Liability-Methode

Methode zur Bewertung von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Eine Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung des Steuersatzes, der im Zeitpunkt zu erwarten ist, in dem die zukünftige Steuerbelastung oder -entlastung entsteht.

Line-by-Line-Methode

IFRS: Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures gemäß Quotenkonsolidierung.

Matching principle

IFRS: Ansatz von Erträgen und Aufwendungen gleicher Ereignisse in der gleichen Periode.

Operate Leasing

Methode, immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen über einen bestimmten Zeitraum zu mieten, der kürzer ist als die erwartete Lebensdauer der Anlage. Bei operativem Leasing erscheint weder die Anlage noch eine Verbindlichkeit in der Bilanz des Leasingnehmers.

Other Long-Term Benefits

Weitere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer, die unter den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen werden.

Percentage of Completion Methode (PoC)

IFRS: Zuordnung der entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten zu den Auftragserlösen.

Post Employment Benefits

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Pro rata temporis

Zeitanteilig.

Projected-Unit-Credit-Methode

Spezielle Methode zur Bewertung von Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen nach IFRS.

Quotenkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Joint Ventures die mit ihren Aktiva und Passiva quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Recoverable Amount

Durch die Nutzung oder Verkauf eines Vermögensgegenstandes voraussichtlich erzielbarer Wert.

Sale-and-lease-back

Sonderform des Leasing, bei der immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen an eine Leasinggesellschaft verkauft und zur weiteren Nutzung gleichzeitig wieder zurück geleast werden.

Stage of Completion-Methode (SoC)

IFRS: Erfassung von Dienstleistungsaufträgen nach ihrem Leistungsfortschritt.

Thesaurieren

Einbehalten von Gewinnen.

Vollkonsolidierung

Verfahren zur Berücksichtigung von Tochtergesellschaften, die mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Working Capital

Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dient der Beurteilung der Liquidität des Unternehmens.

Zahlungsmittel generierende Einheit (Cash Generating Unit)

Kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.

Zinsswap

Ein Zinsswap beschreibt die vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungsströmen in derselben Währung, wobei die Zahlungsströme auf einen definierten Kapitalbetrag bezogen werden.

Weitere Informationen

Logistisches Glossar

Car Carrier

Schiffe, die speziell für den Überseetransport von Autos geeignet sind.

Cargomodale Dienste

Dienstleistungen wie Lagerung, Zollabwicklung, Distributionslogistik und Supply-Chain-Management.

Distribution

Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen.

GHB

Gesamthafenbetriebsverein im Lande Bremen e.V. / Gesamthafenbetriebs GmbH Hamburg. Besonderer Personaldienstleister für Transport- und Lagerwirtschaft, insbesondere für die Hafenbetriebe. Unternehmen, welche GHB-Mitarbeiter bei sich beschäftigen, zahlen Beiträge in die Garantielohnkasse des GHB ein.

Hubport

Seehafen mit regionaler Verteilungsfunktion.

Intermodale Verkehrskette

Nutzung unterschiedlicher Transportmittel (Luft, Wasser, Schiene, Straße) für eine Lieferung.

Kommissionieren

Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder eines Rüstauftrages nachgefragten Artikel.

Konfektionieren

Bildung von verkaufsfähigen Einheiten.

Outsourcing

Übertragung logistischer Funktionen auf externe Dienstleister.

RoRo

Roll-on / Roll-off = Transport von Fahrzeugen (mit oder ohne Beladung) auf Schiffen, wobei die Fahrzeuge aus eigener Kraft auf das Schiff fahren und es wieder verlassen.

TEU

Twenty Food Container Equivalent Unit. Standardisierte Containereinheit mit 20 Fuß Länge (1 Fuß = 30 cm).

Mehrjahresübersicht

Kennzahlen BLG-Konzern 2008 2007 2006 2005 2004
Umsatzerlöse EUR Mio. 962,6 889,3 759,8 701,7 636,2
Umsatzrendite % 10,1 10,2 9,1 8,9 7,2
EBITDA EUR Mio. 156,5 145,8 114,3 106,3 86,6
Abschreibungen EUR Mio. 59,6 55,0 45,0 43,8 41,0
EBIT EUR Mio. 96,9 90,8 69,3 62,5 45,6
EBT EUR Mio. 83,6 78,3 55,0 49,7 30,5
Bilanzsumme EUR Mio. 982,3 837,9 741,2 690,2 634,2
Anlagenintensität % 70,1 69,9 71,0 70,5 70,6
Investitionen in langfristige
immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen EUR Mio. 170,7 122,0 96,3 97,6 90,2
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
EUR Mio. 122,1 152,0 76,3 75,6 81,8
Nettoverschuldung EUR Mio. 366,1 281,3 346,9 313,2 314,2
Eigenkapital EUR Mio. 353,8 320,2 199,3 173,7 133,3
Eigenkapitalquote % 36,0 38,2 26,9 25,2 21,0
Eigenkapitalquote
(bereinigt um Hybridkapital)
% 28,1 29,0 26,9 32,4 24,8
Gesamtkapitalrendite % 10,7 11,5 9,7 9,4 7,5
Dividende
BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT
–Aktiengesellschaft von 1877–
EUR 0,40 0,40 0,30 0,25 0,25
Dividende % 15 15 12 10 10
Mitarbeiter Jahresdurchschnitt 6.053 5.402 5.298 4.773 4.653

Die Rechnungslegung des BLG-Konzerns erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2005 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Angaben für das Jahr 2004 wurden entsprechend angepasst.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– weder beabsichtigt, noch übernimmt die BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Geschäftsbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Geschäftsberichts der englischen Übersetzung vor.

Der Geschäftsbericht steht in beiden Sprachen im Internet unter www.blg.de zum Download bereit.

Kontakte und Termine

Finanzkalender

Berichterstattung Gesamtjahr 2008
Bilanzpressekonferenz
05. Mai 2009
Berichterstattung
I. Quartal 2009
15. Mai 2009
Ordentliche
Hauptversammlung 2009
04. Juni 2009
Zahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2008
05. Juni 2009
Berichterstattung
I. Halbjahr 2009
14. August 2009
Berichterstattung
III. Quartal 2009
13. November 2009
Berichterstattung Gesamtjahr 2009
Bilanzpressekonferenz
März 2010
Ordentliche
Hauptversammlung 2010
03. Juni 2010

Kontakte

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Public Relations

Andreas Hoetzel Telefon: +49 (0) 421 398 3475 Telefax: +49 (0) 421 398 3404 Email: [email protected]

Investor Relations

Dietmar Krull Telefon: +49 (0) 421 398 3382 Telefax: +49 (0) 421 398 3233 Email: [email protected]

Hausanschrift

BREMER LAGERHAUS-GESELLSCHAFT –Aktiengesellschaft von 1877– Präsident-Kennedy-Platz 1 28203 Bremen, Deutschland

Internet: www.blg.de

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