AGM Information • May 23, 2013
AGM Information
Open in ViewerOpens in native device viewer
____________________________________________________________
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde und Partner der BLG, meine sehr geehrten Damen und Herren,
heute lege ich zum letzten Mal vor Ihnen Rechenschaft für die BLG LOGISTICS GROUP ab. Dies ist heute mein letzter aktiver Tag im Amt des Vorsitzenden des Vorstands der BLG.
Mit mir zusammen scheiden am 31. Mai 2013 der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Manfred Kuhr, der Finanzvorstand Hillert Onnen und der für die Kontraktlogistik verantwortliche Vorstand Dr. Bernd Lieberoth-Leden aus der BLG aus.
Frank Dreeke, der das Amt des Vorsitzenden des Vorstands am 1. Juni 2013 übernimmt, kann so neben den die Kontinuität sichernden Vorstandskollegen Hartmut Mekelburg, Arbeitsdirektor, und Emanuel Schiffer, EUROGATE, zusammen mit den neuen Vorstandmitgliedern Jens Bieniek, Finanzen, Andreas Wellbrock, Kontraktlogistik und Michael Blach, Automobillogistik, sofort als Team gemeinschaftlich beginnen.
Ich spreche auch im Namen von Manfred Kuhr, Hillert Onnen und Dr. Bernd Lieberoth-Leden, wenn ich für uns feststelle, dass es spannende Jahre in der BLG waren und wir mit Genugtuung auf das zurückblicken, was wir erreicht haben.
Ich habe als Vorstandsvorsitzender 14 Jahre Verantwortung getragen und bin stolz darauf, dass es uns im Team gelungen ist, unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zu motivieren, gemeinsam den Umbau vom lokalen Umschlagsunternehmen zum internationalen seehafenorientierten Logistikanbieter zu erreichen.
Wir haben uns in den letzten 14 Jahren sehr gut entwickelt. 1998 war die BLG nach der Restrukturierung mit 3.000 Arbeitsplätzen an den Neustart gegangen. Heute haben wir weltweit einschließlich unserer Beteiligungen schon rund 16.000 Arbeitsplätze an 100 Standorten.
Das Ziel, die BLG vom lokalen Hafenunternehmen zu einem internationalen Logistikkonzern zu entwickeln, haben wir erreicht – und dieser Weg wird konsequent fortgesetzt.
Sie, die Aktionärinnen und Aktionäre, haben uns dabei unterstützt und konstruktiv kritisch begleitet. Dafür sei auch Ihnen ein herzliches Dankeschön gesagt. Und nun zu den Fakten des Geschäftsjahres 2012:
Wie Sie wissen, hat die börsennotierte Bremer Lagerhaus-Gesellschaft, Aktiengesellschaft von 1877, als persönlich haftende Gesellschafterin die Geschäftsführung der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG übernommen.
In dieser Funktion hat die BLG AG neben dem Jahresabschluss auch den Konzernabschluss aufzustellen. In diesen Konzernabschluss ist die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG einbezogen, die sich als Holding auf die strategische Ausrichtung und Entwicklung des BLG-Konzerns mit den drei Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTAINER und CONTRACT konzentriert.
Die Geschäftsbereiche sind in 14 Geschäftsfelder gegliedert. Die operative Führung der Geschäftsfelder einschließlich der Ergebnisverantwortung obliegt den jeweiligen Geschäftsfeldleitungen der Geschäftsbereiche.
Die BLG AG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG. Am Gesellschaftskapital dieser Gesellschaft ist die BLG AG nicht beteiligt und ihr steht auch kein Ergebnisbezugsrecht an dieser Gesellschaft zu.
Für die übernommene Haftung erhält die BLG AG eine ergebnisunabhängige Haftungsvergütung in Höhe von fünf Prozent ihres im Jahresabschluss des jeweiligen Vorjahres ausgewiesenen Eigenkapitals. Im Geschäftsjahr 2012 waren das 855.000 Euro.
Daneben erhält die BLG AG für Ihre Geschäftsführungstätigkeit eine Vergütung in Höhe von fünf Prozent des Jahresüberschusses der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Diese sogenannte Arbeitsvergütung beträgt mindestens 0,3 Millionen Euro und höchstens 2,5 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2012 betrug diese Vergütung 2.350.000 Euro.
Darüber hinaus werden der Gesellschaft unmittelbar aus der geschäftsführenden Tätigkeit bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG entstehende Aufwendungen, zum Beispiel für den Vorstand und Aufsichtsrat, von dieser erstattet.
Zusätzlich erwirtschaftet die BLG AG durch die Ausleihung von Finanzmitteln an die BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG Zinserträge. Die Verzinsung
der zur Verfügung gestellten Mittel erfolgt unverändert zu marktüblichen Konditionen. Diese Finanzgeschäfte sind risikoarm.
Die daraus erwirtschafteten Zinserträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 553.000 Euro. Weitere Ertragsquellen hat die BLG AG nicht.
Wie im Vorjahr prognostiziert, konnte das Ergebnis 2012 nochmals gesteigert werden. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von rund 2,7 Millionen Euro erzielt. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die gestiegene Arbeitsvergütung, die wiederum ihre Ursache in den erfolgreichen operativen Geschäften hatte.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ausgehend von der Ergebnisentwicklung und im Sinne einer nachhaltigen Dividendenpolitik schlagen Ihnen Vorstand und Aufsichtsrat vor, den zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn in Höhe von 1.536.000 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 40 Cent je Stückaktie, entsprechend einer Rendite von rund 15 Prozent auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 9.984.000 Euro, zu verwenden.
Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 58 Prozent. Damit sind wir sehr gut positioniert hinsichtlich der Ausschüttungsquoten börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Zusätzlich konnten die anderen Gewinnrücklagen um 1,1 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro erhöht werden.
Bezogen auf den Jahresschlusskurs ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividendenrendite von rund 4,5 Prozent.
Soweit, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, mein Bericht zum Jahresabschluss und der Lage der BLG AG. Lassen Sie mich nun fortfahren den Informationen zum Konzernabschluss sowie der Lage der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG.
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 mit einem Vorsteuerergebnis von 49,1 Millionen Euro besser als erwartet abgeschlossen und ein leicht über Vorjahr liegendes Ergebnis erreicht.
Ergebnisrückgänge bei EUROGATE, dem weiterhin stärksten Ergebnisträger im Konzern, die aus den Anlaufkosten der Container Terminals Wilhelmshaven, Ust-Luga und Tanger resultierten, konnten durch Ergebnissteigerungen in den Geschäftsbereichen Automobil- und Kontraktlogistik überkompensiert werden.
Damit hat sich gezeigt, dass unsere Strategie, vom Geschäftsbereich CONTAINER und seinen Schwankungen unabhängiger zu werden, aufgegangen ist.
Im Geschäftsbereich Automobillogistik haben wir 2012 insgesamt 6,75 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert und technisch bearbeitet. Im Jahr zuvor waren es 6,5 Millionen Fahrzeuge.
Der Geschäftsbereich Kontraktlogistik wuchs mit seinen Bestandsgeschäften und durch mehrere Neugeschäfte in der Handelslogistik sowie in der Autoteile und Industrielogistik um 33 Prozent und lag damit weit über dem Branchendurchschnitt. Dabei verzeichnete auch unser neues Geschäftsfeld Logistik für Offshore-Windanlagen wachsende Beschäftigung.
In den Geschäftsbereichen Automobil- und Containerlogistik haben wir unsere Position als Marktführer in Europa behauptet. Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik gehört die BLG zu den führenden deutschen Anbietern.
Wir haben in den zurückliegenden Jahren, insbesondere seit 1999, mit unseren Töchtern und Beteiligungen ein unvergleichliches Netzwerk mit Terminals an der See und im Binnenland sowie vielen weiteren Standorten für spezialisierte Logistikleistungen in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien aufgebaut. Mit unseren 100 Standorten sind wir auf allen Wachstumsmärkten der Welt präsent.
Die Umsatzerlöse in der Unternehmensgruppe sind 2012 um 13,5 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro gestiegen.
Positive Mengenentwicklungen haben das Geschäftsjahr geprägt – mit wachsenden Volumina in den Geschäftsbereichen Automobil- und Kontraktlogistik. Im Geschäftsbereich Containerlogistik lagen die Umschlagsmengen im Terminal-Netzwerk mit 13,3 Millionen TEU auf dem Niveau des Vorjahres.
Stärkster Geschäftsbereich mit 419 Millionen Euro Umsatz war die Automobillogistik, gefolgt von der Kontraktlogistik mit 405 Millionen Euro und der Containerlogistik mit 327 Millionen Euro, entsprechend unserem Anteil von 50 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE.
Aufgrund der Ergebnisrückgänge im Geschäftsbereich CONTAINER ist unsere Umsatzrendite auf 5,7 Prozent zurückgegangen.
In langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen haben wir 2012 insgesamt 125,6 Millionen Euro investiert. Das war gegenüber 2011 eine Steigerung um gut 89 Prozent. Der Großteil der Investitionen betraf den EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven.
Durch die hohen Investitionen stieg die Nettoverschuldung auf 392 Millionen Euro. Damit beträgt die Gesamtkapitalrendite sechs Prozent.
Das Eigenkapital des BLG-Konzerns hat sich Im Geschäftsjahr 2012 auf 367,1 Millionen Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,2 Prozent.
Alle genannten Zahlen repräsentieren in unserer Branche vergleichsweise solide Werte.
Mit unserem Geschäftsbereich AUTOMOBILE sind wir Marktführer in Europa. Keiner unserer Wettbewerber verfügt über ein vergleichbares Leistungsportfolio in der Fertigfahrzeuglogistik mit Umschlag, Lagerung und technischen Dienstleistungen an Seehafen- und Binnenterminals, mit Speditions- und Transportlogistik auf Straßen, Schienen und Binnenwasserstraßen.
Unsere Seehafenterminals profitierten von den anhaltenden Exporterfolgen der deutschen Premium-Hersteller. Dabei erreichte Bremerhaven mit insgesamt fast 2,15 Millionen Fahrzeugen wieder einmal eine neue Bestleistung.
Aufgrund des Aufbaus neuer Produktionskapazitäten asiatischer Hersteller in Osteuropa sind die Importe über Bremerhaven allerdings zurückgegangen. Im vergangenen Jahr entfielen rund 75 Prozent des Umschlags auf den Export und nur noch 25 Prozent auf den Import. Damit hat sich auch die
wertschöpfungsintensive Arbeit in unserem Bremerhavener Technikzentrum reduziert. Darauf haben wir uns eingestellt.
Wir haben uns im Rahmen unserer Osteuropastrategie in den letzten Jahren dort mit Terminals und Transportdienstleistungen etabliert. Wir transportieren zum Beispiel Fahrzeuge der Marken KIA und Hyundai aus Tschechien und der Slowakei und verteilen sie über unseren Autoterminal in Kelheim an die deutschen Händler. So profitieren wir zwar auch von den neuen Werken im Osten, aber die Autos kommen eben nicht mehr über Bremerhaven.
Außerordentlich erfolgreich entwickeln sich unsere Transporte auf der Schiene mit der BLG AutoRail. Ende 2012 hatten wir bereits 1.100 Waggons in unserem Bestand. In diesem Jahr werden wir unsere Zielgröße von 1.300 erreichen. Das sind 75 Ganzzüge pro Tag. Ein Ganzzug erspart der Straße 29 Lkw-Transporte.
Auf dem Rhein und auf der Donau sind wir mit sieben Binnenschiffen unterwegs. Die großen Rheinschiffe können bis zu 650 Pkw laden. Das entspricht der Ladungsmenge von 80 Lkw.
Unser Geschäftsbereich CONTRACT umfasst die Geschäftsfelder Autoteilelogistik, Industrielogistik, Handelslogistik sowie Logistik für Seehafen und die Offshore-Windenergie.
In der Autoteilelogistik haben wir 2012 insbesondere durch den Neukunden BMW am Standort Wackersdorf, die Akquisition des Scheinwerferherstellers Automotive Lighting in Thüringen, die Übernahme des Teile-Logistikcenters für Mercedes in Tuscaloosa und durch Mehrgeschäft bei Mercedes hier in Deutschland starkes Wachstum verzeichnet.
Auch im Geschäftsfeld Handelslogistik wachsen wir durch den Ausbau des Geschäfts mit unseren Bestandskunden. So verdoppeln wir das Logistikvolumen durch die Übernahme des Online Geschäftes ab Mitte dieses Jahres für den Großkunden Tchibo im Hochregallager Bremen.
Dafür investieren wir gegenwärtig über 50 Millionen Euro in den Ausbau der Anlage. Mit dem Online-Geschäft sind 200 zusätzliche Arbeitsplätze verbunden.
Anfang dieses Jahres ist mit der früheren Neckermann Logistikimmobilie in Frankfurt am Main ein neuer Standort unserer Handelslogistik hinzugekommen. Dort erbringen wir auf 42.000 Quadratmetern Logistikdienstleistungen für zwei Unternehmen der Bekleidungsbranche.
Im Geschäftsfeld Industrielogistik konnten wir Bosch Thermotechnik am Standort Butzbach bei Frankfurt als neuen Kunden gewinnen. Dort haben wir auf 30.000 Quadratmetern Hallenfläche die Arbeit im Spätsommer letzten Jahres aufgenommen.
Im Geschäftsfeld Seehafenlogistik verzeichneten wir 2012 im Neustädter Hafen in Bremen gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Mengenzuwachs. Besonders positiv hat sich der Export von Großröhren entwickelt.
Seit Februar vergangenen Jahres sind wir mit logistischen Leistungen und Transporten für die Offshore-Windenergiebranche voll aktiv. Wir hatten 2011 über 20 Millionen Euro in den entsprechenden Ausbau der ABC-Halbinsel des Autoterminals in Bremerhaven, den Bau eines Offshore-Pontons und in spezielle Schwerstlast-Gerätschaften investiert.
Mit dem Ende der Schutzzeit für Schweinswale in der Nordsee sind im September 2012 die Bauarbeiten an sechs Windparks in der Nordsee angelaufen. Seither werden laufend zunächst die bis zu 900 Tonnen schweren und 60 Meter hohen Gründungsstrukturen auf dem Meeresboden verankert.
Zum Geschäftsbereich CONTRACT gehört auch der Bereich Nachhaltigkeit und neue Technologien. Die ökologische Nachhaltigkeit haben wir 2011 mit der Gründung eines eigenen Stabsbereichs gestärkt, um die schon bestehenden Aktivitäten in der Unternehmensgruppe zu bündeln, zu stärken und neue Impulse zu geben.
In unserer Branche nennt man das green logistics. Wir leisten unseren Beitrag, um Ressourcen zu schonen. Wir schonen die Umwelt durch weniger Energie und Wasserverbrauch, durch Verkehrsverlagerungen von der Straße auf Schienen und Binnenwasserstraßen.
Wir setzen auch auf E-Mobilität und vieles anderes mehr, um die CO2- Emissionen deutlich zu reduzieren. Unser realistisches Ziel ist die Reduzierung um 20 Prozent bis zum Jahr 2020.
Gemeinschaftsunternehmen EUROGATE entwickelt, an dem wir mit 50 Prozent beteiligt sind. Das Vorsteuerergebnis lag mit 60,8 Millionen Euro um rund ein Viertel unter dem von 2011. Hauptursache dafür waren, wie gesagt, die Anlaufkosten der neuen Terminals in Wilhelmshaven, Ust-Luga und Tanger.
An den deutschen Terminals haben wir 2012 insgesamt gut 7,9 Millionen TEU umgeschlagen. Das entsprach etwa dem Vorjahresvolumen.
An den Terminals in Bremerhaven erhöhte sich der Umschlag um drei Prozent auf 6,1 Millionen TEU. Hamburg musste dagegen einen Rückgang um 12
Prozent auf 1,8 Millionen TEU hinnehmen. Diese Veränderungen finden durch derzeit wechselnde Kooperation von Reedereien statt.
In Wilhelmshaven ist der Anlauf schleppend, so dass wir dort noch nicht die geplanten Mengen erreichen. Unser Ziel ist, zum Ende dieses Jahres einen zweiten Reeder für den Standort zu akquirieren.
Das Terminal an der Jade bietet optimale nautische Bedingungen und perfekte Hinterlandanbindungen. Durch maßgeschneiderte Transportlösungen ist jede beliebige Destination in Deutschland und Europa erreichbar.
Insgesamt haben wir 2012 im EUROGATE-Terminalnetzwerk einschließlich unserer Beteiligungen 13,3 Millionen TEU umgeschlagen. Das entsprach dem Vorjahresniveau.
Der weltweite Containerverkehr durchläuft gegenwärtig eine Schwächephase. Die Euro-Krise und geringere Nachfrage in einigen Teilen der Welt sind die Hauptgründe.
In den Häfen drängen neue Containerkapazitäten, die einen zunehmenden Wettbewerb zwischen den Terminals bewirken.
Aufgrund der fortschreitenden Globalisierung wird der Containerverkehr langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben. Das Wachstumstempo hat sich allerdings vorübergehend verlangsamt.
Was die Gesamtentwicklung des Logistikstandorts Deutschland ausbremsen kann, das sind die Verzögerungen bei der Umsetzung wichtiger Verkehrs-Infrastrukturprojekte. Die immer noch ausstehende Fahrrinnenanpassung in Elbe und Weser, die maroden Schleusen am Nordostsee-Kanal, die Y-Trasse und die
Küstenautobahn A20 sind dabei für Norddeutschland und die Seehäfen von größter Bedeutung.
Meine Damen und Herren, die erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe spiegelt sich auch in der wachsenden Belegschaft wieder. Die bilanzielle Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr um 14,6 Prozent auf 7.172 angestiegen. Das ist vor allem auf die positive Entwicklung im Geschäftsfeld Autoteilelogistik zurückzuführen.
Das ist aber lediglich die konsolidierte Größenordnung, die auch im Geschäftsbericht auf Seite 64 ausgewiesen ist. Einschließlich unserer Beteiligungen und den Leiharbeitnehmern an allen Standorten bietet die BLG heute weltweit rund 16.000 Arbeitsplätze.
Als Logistikdienstleister sind wir auf leistungsbereite, motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, um den steigenden Anforderungen des Marktes entgegenzukommen und auch, um den demografischen Wandel zu bewältigen.
Der Begriff Nachhaltigkeit hat deshalb bei uns auch eine starke soziale Komponente. Das umfasst zum Einen den Bereich der Aus- und Weiterbildung. Wir bilden in 13 kaufmännischen und gewerblichen Berufen aus. Dabei bieten wir die Möglichkeiten des dualen Studiengangs mit dem Abschluss Bachelor.
Mit unserem Stipendienprogramm für Auszubildende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Kinder fördern wir besonders talentierte Bewerber. Sie erhalten finanzielle Unterstützung und haben die Möglichkeit, in unseren Unternehmen Praktika zu absolvieren oder auch ihre Abschlussarbeiten zu schreiben.
Mit einem eigenen Führungskräftenachwuchsprogramm bereiten wir erfolgreiche Hochschulabsolventen in einem 18monatigen Trainee-Programm auf spätere Führungsfunktionen vor.
Seit 2011 bildet unser Personalentwicklungsplan 2020 den Schwerpunkt der gezielten Weiterbildungsmaßnahmen in unserer Unternehmensgruppe. Bis Ende dieses Jahres werden bereits 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines oder mehrere der zahlreichen Angebote genutzt haben.
Ferner ist eine familienbewusste Personalpolitik ein wichtiger Baustein unserer Personalstrategie. Dabei geht es vor allem um die bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben.
Der Schwerpunkt unseres Gesundheitsmanagements liegt in der präventiven Gesundheitsvorsorge. Dabei steht uns ein kompetentes Ärzte-Team zur Seite. Zu unserem Gesundheitsmanagement gehört auch der Bereich Arbeitsschutz.
Nicht zuletzt haben wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon vor vielen Jahren das soziale Zukunftskonzept entwickelt. Das mitarbeiterfinanzierte Modell zur finanziellen Sicherung im Alter wird durch ergebnisabhängige Bonuszahlungen des Unternehmens unterstützt.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die heutige Hauptversammlung ist mein letzter offizieller Auftritt für die BLG. Sie können sicher sein, dass der neue Vorstand die erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe mit der langfristig angelegten Wachstumsstrategie fortsetzen wird.
Mit meinem Nachfolger Frank Dreeke tritt ein kompetenter Vorsitzender an die Spitze des Gremiums, der seit Jahresbeginn 2013 Mitglied des BLG-Vorstands ist.
Seine beruflichen Erfahrungen hat er zunächst in der Container-Branche gesammelt, unter anderem als General Manager Central Europe der Reederei Sea-Land und als Deutschland Chef der MAERSK LINE. Von 2004 bis 2012 war er Geschäftsführender Gesellschafter des Bremer Unternehmens EKB Container Logistik.
Mit der Bremischen Wirtschaft und mit der internationalen Hafen- und Logistikwelt ist er bestens vertraut und kennt sich mittlerweile auch in der Welt der BLG sehr gut aus.
Die BLG-Unternehmensgruppe steht insgesamt auf soliden Beinen. Sie arbeitet in einer weltweiten Wachstumsbranche, deren Entwicklungschancen auch weiterhin sehr gut sind.
Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre, viele von Ihnen haben die erfolgreiche Entwicklung der BLG vom lokalen Hafenunternehmen in Bremen und Bremerhaven zu einem international aufgestellten Logistikkonzern in den letzten 14 Jahren aufmerksam verfolgt.
Durch unsere breite Aufstellung in allen Wachstumsmärkten der Welt sind wir heute insgesamt weniger konjunkturanfällig als das früher der Fall war. Ich bin fest davon überzeugt, dass die BLG auf dieser Basis ihren Erfolgskurs fortsetzen wird.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.