Interim / Quarterly Report • May 30, 2022
Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 30746251

Die BRAIN Biotech AG ("BRAIN") ist ein in Europa führender Spezialist der industriellen Biotechnologie. Als Technologieanbieter und Entwickler biobasierter Produkte und Lösungen für Ernährung, Gesundheit und Umwelt unterstützt das Unternehmen die Biologisierung der Industrie und trägt zu einer nachhaltigeren Wirtschaft bei. BRAIN ist die Muttergesellschaft der BRAIN-Gruppe. Das Geschäft der BRAIN-Gruppe basiert auf zwei Säulen: Das Segment BioScience beinhaltet die Auftragsforschung für renommierte industrielle Partner sowie einen Inkubator zur Entwicklung eigener hochinnovativer Produkte. Im BioIndustrial-Segment konzentriert sich das Unternehmen auf das Spezialitätengeschäft in der Produktion und Veredelung von Enzymen, Mikroorganismen und bioaktiven Naturstoffen sowie auf den Handel mit ihnen.
Die BRAIN-Gruppe verfügt über eine eigene vielfältige Sammlung natürlicher Ressourcen: Das BRAIN Bioarchiv umfasst Mikroorganismen, genetisches Material sowie Naturstoffe. Auf Basis dieser Sammlung und mit einem umfangreichen Technologie-Portfolio geht BRAIN technologische Herausforderungen an und entwickelt biobasierte Produkte und Lösungen, die bereits erfolgreich in der Industrie eingesetzt werden. Eigene Fermentations-bzw. Produktionsstätten in Kontinentaleuropa, Großbritannien und in den USA sowie das zugehörige biotechnologische Produktions-Know-how vervollständigen die Wertschöpfung innerhalb der BRAIN-Gruppe.
Seit ihrem Börsengang im Jahr 2016 ist die BRAIN Biotech AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (ISIN DE0005203947 / WKN 520394).
Am 1. Februar 2022 hat die BRAIN Biotech AG eine Vereinbarung zum Erwerb von zunächst 62 % der Anteile an der Breatec B.V. (nachstehend 'Breatec') inklusive der Comix-Aktivitäten durch die Weriol Groep B.V., Nieuwkuijk, Niederlande, von den derzeitigen Eigentümern geschlossen. Darüber hinaus ermöglicht eine bereits vereinbarte Put/Call-Struktur BRAIN den Erwerb des gesamten Unternehmens bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2027. Die Mehrheit der noch ausstehenden Aktien befindet sich im Besitz des derzeitigen Managements, welches das Geschäft weiterführen und auch die Integration in das BioIndustrial-Segment der BRAIN-Gruppe leiten wird. Breatec wurde 2006 gegründet und hat seinen Sitz in der südlichen Zentralregion der Niederlande nahe der belgischen und deutschen Grenze, umgeben von vielen führenden internationalen Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Im Kalenderjahr 2021 erwirtschafteten Breatec und Comix einen Umsatz von rund 7 Millionen Euro und einen positiven EBITDA-Beitrag. Die Akquisition wird ab dem 1. Februar 2022 von BRAIN vollständig konsolidiert.
Die BRAIN Biotech AG hat einen internationalen Recherchebericht und eine schriftliche Stellungnahme des Europäischen Patentamts (EPA) als internationale Recherchebehörde (ISA) erhalten. In der positiven schriftlichen Stellungnahme heißt es, dass die BRAIN-Engineered-Cas (BEC)-Nuk-leasen, für die Patentschutz nach der Patent Corporation Treaty (PCT) beantragt wird, in Bezug auf die BEC-Nuklease-Sequenzen eine erfinderische Tätigkeit darstellen sowie industriell verwertbar sind und auch nicht durch sonstige Umstände vom Patentschutz ausgeschlossen sind. Die jeweiligen Sequenzen der BEC-Nukleasen werden daher vom EPA als patentierbar angesehen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein im regulären Patentanmeldeprozess und bestätigt die Ansicht des Managements sowie des wissenschaftlichen Teams von BRAIN, dass die proprietäre BEC-Technologie ein neuartiges und klar differenziertes Genom-Editing-Tool ist.
Unser Gruppen-Unternehmen AnalytiCon Discovery hat die Erweiterung seiner Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit Pharvaris bekannt gegeben. Pharvaris ist ein Unternehmen, das sich darauf konzentriert, Patienten orale Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonisten in Form von "small molecules" zugänglich zu machen. Erste Kandidaten befinden sich in der klinischen Entwicklung. Pharvaris hat mit Phase-2-Studien für einen Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonisten begonnen, der sowohl zur akuten als auch zur prophylaktischen Behandlung des hereditären Angioödems (HAE) eingesetzt werden soll. Mit der Fortsetzung dieser Zusammenarbeit um weitere 18 Monate werden AnalytiCon Discovery und Pharvaris weiterhin gemeinsam an der Erforschung und Entwicklung neuer Brady-kinin-B2-Rezeptor-Antagonisten zur Behandlung von HAE und anderen Erkrankungen arbeiten.
BRAIN und die Formo Bio GmbH starten eine strategische Zusammenarbeit, um die fermentative Herstellung tierfreier Milchproteine weiter voranzubringen. Formo will die Skalierung seiner Produktion bioidentischen Milchproteins mit einer Genom-Editing-Technologie beschleunigen und setzt dazu auf die Expertise und die proprietäre BEC-Plattform von BRAIN Biotech. Die strategische Kooperation zielt auf die Optimierung von Mikroorganismen ab, um die neuartige und nachhaltige Proteinproduktion durch Präzisionsfermentation für die kommerzielle Nutzung auszubauen.
Die Erläuterungen zu den Grundlagen und Rahmenbedingungen des Konzerns innerhalb des Konzernabschlusses zum 30. September 2021 gelten unverändert.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/2022 erzielte die BRAIN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 23,3 Mio. € gegenüber 18,0 Mio. € in der Vorjahresperiode, was einen Anstieg von 29,3 % darstellt. Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2021/22 betrugen 13,1 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem zweiten Quartal im Vorjahr von 31,9 %. Organisch, also ohne Berücksichtigung der Breatec, erhöhten sich die Umsätze im zweiten Quartal um 20,4 % auf 11,9 Mio. €.
Die sonstigen Erträge gingen um 0,8 Mio. € auf 0,5 Mio. € zurück. Der Vorjahreswert war durch einen Bewertungseffekt durch eine günstige Akquisition (Gain on Bargain Purchase) der Biosun Biochemicals Inc. in Höhe von 0,9 Mio. € determiniert. Insgesamt erhöhte sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Forschungs- und Entwicklungsförderungen, Bestandsveränderungen und Sonstige Erträge) in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres gegenüber der Vorjahresperiode um 4,4 Mio. € (22,3 %) von 19,8 Mio. € auf 24,2 Mio. €.
Das Segment BioScience erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 5,8 Mio. € entsprechend einer Steigerung von 23,4 % gegenüber der Vorjahresperiode. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine höhere Anzahl an Vertragsabschlüssen von Tailor-Made-Solutions-Projekten zurückzuführen. Ein signifikanter Anteil der Neuprojekte und Verträge basiert auf der Nutzung von BRAINs proprietären Genom-Editing-Tools. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 2,7 Mio. € auf 3,0 Mio. €. Im Vergleich zum ersten Quartal im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte eine Steigerung des Umsatzes um 0,2 Mio. € von 2,8 Mio. € auf 3,0 Mio. € erreicht werden. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von -3,4 Mio. € auf -2,4 Mio. €.
Das verbesserte bereinigte EBITDA ist auf das oben beschriebene Umsatzwachstum sowie eine verbesserte Materialaufwandsquote im Segment BioScience zurückzuführen. Im Segment-EBITDA enthalten sind Investitionen in die CRISPR-Plattform-Technologie in Höhe von 1,0 Mio. €.
Der Umsatz des Segments BioIndustrial ist im Berichtszeitraum mit 30,7 % von 13,4 Mio. € auf 17,5 Mio. € gestiegen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres betrug der Umsatz 10,1 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,8 Mio. € bzw. 39,0 %. Organisch konnten die Umsatzerlöse im zweiten Quartal um 1,7 Mio. € (23,2 %) gesteigert werden. Das bereinigte EBITDA hat sich von 1,4 Mio. € auf 2,6 Mio. € verbessert. Innerhalb des Segments zeigt die Biocatalysts Ltd. eine starke Entwicklung auf Ebene des Umsatzes sowie des bereinigten EBITDAs. Damit leistete das strategisch wichtige Segment BioIndustrial einen signifikanten positiven Beitrag zum verbesserten bereinigten Konzern-EBITDA.
Das bereinigte Konzern-EBITDA verbesserte sich deutlich um 2,2 Mio. € von -2,0 Mio. € im Vorjahr auf 0,2 Mio. € in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22. Das bereinigte EBITDA im zweiten Quartal ist im Vergleich zum Vorjahresquartal von -0,6 Mio. € auf 0,5 Mio. € gestiegen.
Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis pro Aktie in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres betrug -0,18 € nach -0,06 € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich aufgrund des schlechteren Finanzergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Zum einen fiel das at-equity Ergebnis niedriger aus. Dies resultiert aus der Entwicklung der SolasCure Ltd. und den höheren Kosten in der zweiten klinischen Phase. Darüber hinaus gab es im Vorjahr einen einmaligen positiven Effekt aus der Neubewertung der Finanzverbindlichkeiten bedingt durch teilweise ausgeübte Put-Optionsrechte von Minderheitengesellschaftern der Biocatalysts Ltd.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des unbereinigten EBITDA zum bereinigten EBITDA.
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| In Tsd. € | 6M 2021/22 | 6M 2020/21 |
|---|---|---|
| EBITDA | -725 | -1.566 |
| Sonstiger Ertrag aus günstiger Akquisition (Gain on Bargain Purchase) | 0 | 858 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | -528 | -302 |
| Akquisitions- und Integrationskosten bei der Erweiterung der BRAIN-Gruppe | -417 | -108 |
| Bereinigtes EBITDA | 220 | -2.014 |
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2021 von 38,6 Mio. € auf 46,6 Mio. € per 31. März 2022, was zum einen auf den Erwerb von Breatec und den damit im Rahmen der akqusitionsbedingten vorläufigen Kaufpreisallokation ermittelten immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen ist. Zum anderen erhöhten sich die Sachanlagen aufgrund der Investitionen in Fermentationskapazitäten am Standort Cardiff. Darüber hinaus wurde im Rahmen einer weiteren Kapitalisierungsrunde bei der SolasCure Ltd., die nach der Equity-Methode bilanziert wird, eine Stammkapitaleinlage in Höhe von 1,2 Mio. € in bar geleistet. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 39,1 Mio. € auf 35,0 Mio. €. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Rückgang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zurückzuführen.
Das Eigenkapital reduzierte sich von 41,8 Mio. € per 30. September 2021 auf 35,2 Mio. € zum 31. März 2022. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Kapitalrücklage im Zusammenhang mit der Abbildung einer potentiellen Verpflichtung (Verbindlichkeit) aus Put-Optionen auf nicht beherrschender Anteilseigner von Breatec (vgl. hierzu auch die Anhangsangaben dieses Zwischenberichtes) sowie auf das negative Periodenergebnis zurückzuführen. Demgegenüber stand ein positiver Effekt auf den Anteil nicht beherrschender Anteilseigner aus der Akquisition der Breatec. Im Berichtszeitraum wurden auf Ebene des Konzerns keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich von 24,6 Mio. € auf 32,9 Mio. €, was auf eine Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch die bereits angesprochenen Put-Optionsverbindlichkeiten für den Erwerb von Minderheitsanteilen an Breatec zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich aufgrund eines Anstiegs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegener abgegrenzter Erträge von 11,3 Mio.€ auf 13,5 Mio.€.
Der Brutto-Cashflow des Konzerns in der Berichtsperiode beläuft sich auf -2,2 Mio. € gegenüber -3,1 Mio. € im Vorjahr.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit verbesserte sich deutlich gegenüber der Vorjahresperiode von -4,2 Mio. € auf -1,1 Mio. €. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf das verbesserte Betriebsergebnis EBITDA sowie eine Verbesserung des operativen Working Capitals (Betriebskapital) zurückzuführen. Insbesondere die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zugänge aus abgegrenzten Erträgen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beträgt -6,6 Mio. € im Vergleich zu -1,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist determiniert durch die Akquisition von Breatec (3,1 Mio. €), einer Teilnahme an einer Kapitalerhöhung der SolasCure Ltd. (1,2 Mio. €) sowie Investitionen in Sachanlagen bzw. die Investitionen in die erweiterten Produktionskapazitäten am Standort Cardiff, Großbritannien (1,8 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit reflektiert im Berichtszeitraum im Wesentlichen die Auszahlung für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und belief sich auf -0,5 Mio. € gegenüber -1,5 Mio. € im Vorjahr.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich im Vergleich zum 30. September 2021 von 24,5 Mio. € auf 16,4 Mio. €, was auf die oben beschriebenen Effekte zurückzuführen ist.
Für eine Darstellung des Risikomanagement-Systems sowie möglicher Chancen und Risiken wird an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2020/21 der BRAIN Biotech AG auf den Seiten 98ff. verwiesen. Wie sich die Ausbreitung des Coronavirus auf die globale Wirtschaftsentwicklung auswirken wird, lässt sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Halbjahresberichts nicht abschließend vorhersagen. Daher verbleiben potentielle Unsicherheiten aus Risiken im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie. Dennoch erwartet die BRAIN Biotech AG aus heutiger Sicht und mit Ausnahme der im Nachtragsbericht beschriebenen Chance durch das entwickelte Genom-Editing-System keine wesentlichen Änderungen gegenüber den im Geschäftsbericht 2020/21 dargestellten Chancen und Risiken.
Risiken gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz, die den Fortbestand des BRAIN-Konzerns gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.
Hinsichtlich der Geschäftsprognose sind im Vergleich zum Prognosebericht im Jahresbericht 2020/21 auf Seite 97 keine wesentlichen Änderungen erkennbar, die nicht im Zusammenhang mit der Entwicklung des neuen Genom-Editing-Systems der BRAIN Biotech AG steht. Die Prognose bleibt demnach unter Eliminierung von Investitionen in dieses Projekt unverändert. Trotz der Coronapandemie sowie einer angespannten Lieferkettensituation ist die BRAIN Biotech AG zuversichtlich, dass weitere Fortschritte in die prognostizierte Richtung gehen werden.
[UNGEPRÜFT]
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| In Tsd. € | 6M 2021/22 | 6M 2020/21 | Q2 2021/22 | Q2 2020/21 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 23.267 | 18.001 | 13.090 | 9.923 |
| Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsförderungen | 359 | 365 | 145 | 168 |
| Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen |
107 | 146 | 324 | 70 |
| Sonstige Erträge 1 | 480 | 1.287 | 219 | 1.150 |
| 24.213 | 19.799 | 13.778 | 11.311 | |
| Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -9.428 | -7.603 | -5.601 | -3.893 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -684 | -802 | -350 | -543 |
| -10.112 | -8.404 | -5.952 | -4.437 | |
| Personalaufwand | ||||
| Löhne und Gehälter | -8.253 | -7.774 | -4.325 | -4.110 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | -528 | -302 | -267 | -142 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -1.578 | -1.492 | -788 | -767 |
| -10.359 | -9.568 | -5.380 | -5.020 | |
| Sonstige Aufwendungen | -4.467 | -3.392 | -2.524 | -1.833 |
| EBITDA | -725 | -1.566 | -79 | 21 |
| Abschreibungen | -2.058 | -1.886 | -1.081 | -981 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -2.783 | -3.452 | -1.160 | -960 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | -1.218 | -360 | -517 | 199 |
| Finanzerträge | 654 | 3.092 | 383 | 3.074 |
| Finanzaufwendungen | -290 | -290 | -75 | -66 |
| -854 | 2.442 | -209 | 3.207 | |
| Ergebnis der Periode vor Steuern | -3.636 | -1.010 | -1.369 | 2.247 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||
| a) Laufender Steueraufwand(-)/-Ertrag(+) | -269 | -166 | -132 | -86 |
| b) Latenter Steueraufwand(-)/-Ertrag(+) | 157 | 136 | 84 | 68 |
| -112 | -29 | -48 | -18 | |
| Ergebnis der Periode | -3.748 | -1.040 | -1.418 | 2.229 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| nicht beherrschende Anteilseigner | 207 | 246 | 179 | 159 |
| die Aktionäre der BRAIN Biotech AG | -3.955 | -1.286 | -1.597 | 2.070 |
| Ergebnis pro Aktie unverwässert | -0,18 | -0,06 | -0,07 | 0,10 |
| Anzahl der zugrunde gelegten Aktien | 21.847.495 | 19.861.360 | 21.847.495 | 19.861.360 |
| Ergebnis pro Aktie verwässert | -0,18 | -0,06 | -0,07 | 0,10 |
| Anzahl der zugrunde gelegten Aktien | 21.847.495 | 19.861.360 | 21.847.495 | 19.861.360 |
1 Die sonstigen Erträge in 6M 2020/21 und Q2 2020/21 beinhalten 858 Tsd. € Erträge aus günstiger Akquisition (Gain on Bargain Purchase).
[UNGEPRÜFT]
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| In Tsd. € | 6M 2021/22 | 6M 2020/21 | Q2 2021/22 | Q2 2020/21 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der Periode | -3.748 | -1.040 | -1.418 | 2.229 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| nicht beherrschende Anteilseigner | 207 | 246 | 179 | 159 |
| die Aktionäre der BRAIN Biotech AG | -3.955 | -1.286 | -1.597 | 2.070 |
| Sonstiges Ergebnis: | ||||
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung von Fremdwährungsfinanzinstrumenten | -95 | -734 | 16 | -555 |
| Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 465 | 1.447 | -66 | 1.104 |
| Sonstiges Ergebnis, netto | 370 | 713 | -50 | 549 |
| Konzerngesamtergebnis | -3.378 | -327 | -1.468 | 2.778 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| nicht beherrschende Anteilseigner | 273 | 519 | 226 | 376 |
| die Aktionäre der BRAIN Biotech AG | -3.652 | -846 | -1.695 | 2.403 |
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| In Tsd. € | 31. 03. 2022 | 30. 09. 2021 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 18.349 | 13.531 |
| Sachanlagen | 26.536 | 24.291 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen | 1.470 | 550 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 265 | 251 |
| 46.620 | 38.623 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 8.916 | 7.015 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.503 | 6.722 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 898 | 617 |
| Ertragsteueransprüche | 39 | 9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 215 | 207 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 16.440 | 24.545 |
| 35.011 | 39.114 | |
| AKTIVA | 81.631 | 77.737 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 21.847 | 21.847 |
| Kapitalrücklage | 91.041 | 95.890 |
| Gewinnrücklagen | -83.464 | -79.509 |
| Sonstige Rücklagen | 858 | 555 |
| 30.282 | 38.783 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 4.938 | 3.044 |
| Eigenkapital Gesamt | 35.221 | 41.828 |
| Langfristige Schulden | ||
| Latente Steuern | 3.596 | 2.790 |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 2.271 | 2.271 |
| Finanzverbindlichkeiten | 24.717 | 17.669 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.398 | 736 |
| Abgegrenzte Erträge | 963 | 1.109 |
| 32.945 | 24.575 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 405 | 404 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 245 | 116 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.948 | 2.649 |
| Erhaltene Anzahlungen | 269 | 79 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.629 | 3.831 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.670 | 2.684 |
| Abgegrenzte Erträge | 2.299 | 1.572 |
| 13.465 | 11.335 | |
| PASSIVA | 81.631 | 77.737 |
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| 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 | Anteil der Aktionäre der BRAIN Biotech AG | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | Total | Nicht beherrschende Anteile |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| In Tsd. € | Währungsumrechnung | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30. September 2020 | 19.861 | 78.386 | -77.497 | 35 | 20.785 | 5.358 |
| Gesamtergebnis 01.10.2020-31.03.2021 | -1.286 | 440 | -846 | 519 | ||
| Einstellungen aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms |
194 | 194 | ||||
| Stand am 31. März 2021 | 19.861 | 78.580 | -78.784 | 475 | 20.132 | 5.877 |
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| 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 | |
|---|---|
| Gesamt | |
| --- | --- |
| In Tsd. € | |
| --- | --- |
| Stand am 30. September 2020 | 26.143 |
| Gesamtergebnis 01.10.2020-31.03.2021 | -327 |
| Einstellungen aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms |
194 |
| Stand am 31. März 2021 | 26.010 |
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| 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 | Anteil der Aktionäre der BRAIN Biotech AG | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen | Total | Nicht beherrschende Anteile |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| In Tsd. € | Währungsumrechnung | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30. September 2021 | 21.847 | 95.890 | -79.509 | 555 | 38.783 | 3.044 |
| Gesamtergebnis 01.10.2021 - 31.03.2022 | -3.955 | 303 | -3.652 | 273 | ||
| Zugang nicht beherrschender Anteile im Zuge des Erwerbs vollkonsolidierter Konzernunternehmen |
1.621 | |||||
| Zugang Verbindlichkeit aus Put/ Call-Vereinbarung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen |
-5.199 | -5.199 | 0 | |||
| Einstellungen aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms |
350 | 350 | ||||
| Stand am 31. März 2022 | 21.847 | 91.041 | -83.464 | 858 | 30.282 | 4.938 |
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| 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022 | |
|---|---|
| Gesamt | |
| --- | --- |
| In Tsd. € | |
| --- | --- |
| Stand am 30. September 2021 | 41.828 |
| Gesamtergebnis 01.10.2021 - 31.03.2022 | -3.378 |
| Zugang nicht beherrschender Anteile im Zuge des Erwerbs vollkonsolidierter Konzernunternehmen |
1.621 |
| Zugang Verbindlichkeit aus Put/ Call-Vereinbarung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen |
-5.199 |
| Einstellungen aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms | 350 |
| Stand am 31. März 2022 | 35.221 |
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| In Tsd. € | 6M 2021/22 | 6M 2020/21 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis nach Ertragsteuern | -3.748 | -1.040 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 2.058 | 1.886 |
| Latenter Steueraufwand / -ertrag | -157 | -136 |
| Vereinnahmung abgegrenzte Erträge | -1.137 | -539 |
| Ertrag aus Erwerb vollkonsolidierter Unternehmen (Badwill) | 0 | -858 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -186 | -149 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 1.218 | 360 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge | -221 | -2.651 |
| Verluste aus Abgängen von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -27 | -10 |
| Brutto-Cashflow | -2.201 | -3.137 |
| Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -294 | 392 |
| Veränderungen der Vorräte | -959 | -29 |
| Veränderungen der Ertragsteueransprüche und -verbindlichkeiten | 96 | 58 |
| Veränderungen der Sonstigen Vermögenswerte und finanziellen Vermögenswerte | -291 | -192 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.072 | -33 |
| Veränderungen der erhaltenen Anzahlungen | 186 | 73 |
| Veränderungen der Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten | -27 | -1.603 |
| Zugänge aus abgegrenzten Erträgen | 1.355 | 314 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | -1.062 | -4.156 |
| Netto-Zahlungen aus Unternehmenserwerben (abzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) |
-3.096 | -355 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -188 | 0 |
| Investitionen in Sachanlagen | -2.211 | -549 |
| Ein-(Aus-)zahlungen aus sonstigen langfristigen Vermögenswerten | 7 | -1 |
| Investitionen in at equity bewertete Beteiligungen | -1.173 | -564 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 39 | 44 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.623 | -1.425 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 328 | 1 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -840 | -1.535 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -512 | -1.535 |
| Zahlungsmittelwirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -8.197 | -7.117 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 24.545 | 18.943 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel | 93 | 126 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 16.441 | 11.952 |
| Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind enthalten: | ||
| Gezahlte Zinsen | 259 | 231 |
| Erhaltene Zinsen | 5 | 13 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 73 | 376 |
| Erhaltene Ertragsteuern | 0 | 44 |
Der Konzernzwischenbericht der BRAIN Biotech AG zum 31. März 2022 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend §317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Am 1. Februar 2022 hat die BRAIN Biotech AG 62 % der Anteile an der Weriol Groep B.V. mit Sitz in Nieuwkuijk, Niederlande, erworben. Teil des Erwerbs waren darüber hinaus die Breatec B.V. und Panei B.V. (inklusive Comix-Aktivitäten) beide auch mit Sitz in Nieuwkuijk, Niederlande, als hundertprozentige Tochtergesellschaften der Weriol Groep B.V. (im Folgenden zusammen als "Breatec" bezeichnet).
Breatec ist ein etablierter Distributor, Formulierer und Blender von funktionellen Lebensmittelzutaten für die Back- und Mühlenindustrie. Durch diese Akquisition werden der Wachstumskurs des BRAIN-Geschäftsbereichs BioIndustrial weiter beschleunigt und das Enzym-Portfolio auf angrenzende Marktsegmente erweitert.
Der Kaufpreis des erworbenen Anteils in Höhe von 62 % an der Breatec betrug 4.170 Tsd. €. Der Kaufpreis umfasst einen Kaufpreisanteil mit sofortigem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 3.494 Tsd. €, eine Earn-out Vereinbarung in Höhe von 476 Tsd. €, die an Erfolgsbedingungen für das Kalenderjahr 2022 geknüpft ist, und darüber hinaus eine in 12 Monaten fällige, an keine weiteren Bedingungen geknüpfte Zahlung in Höhe von 200 Tsd. €.
Aus dem Erwerb resultierte im Erwerbszeitpunkt ein auf die Anteilseigner der BRAIN Biotech AG entfallender beteiligungsproportionaler Goodwill ("partial Goodwill") in Höhe von 1.532 Tsd. €. Bei den aufgedeckten stillen Reserven in der Position der sonstigen immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- und Firmenwert) handelt es sich im Wesentlichen um aufgedeckte Kundenbeziehungen sowie Markennamen.
Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden von Breatec zum Zeitpunkt der Akquisition stellen sich wie folgt dar:
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| In Tsd. € | Beizulegender Zeitwert bei Erwerb |
|---|---|
| Vermögenswerte | |
| Immaterielle Vermögenswerte (Kundenbeziehungen und Markennamen) | 3.502 |
| Sachanlagen | 175 |
| Nutzungsrechte | 946 |
| Vorräte | 904 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.396 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 64 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 398 |
| Summe Vermögenswerte | 7.385 |
| Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -664 |
| Langfristige Verbindlichkeiten (verzinslich) | -1.202 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten (verzinslich) | -352 |
| Passive latente Steuern | -902 |
| Summe Verbindlichkeiten | -3.120 |
| Netto-Vermögen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) | 4.265 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht beherrschende Anteile (38 %) | -1.621 |
| Geschäfts- und Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 1.526 |
| Kaufpreis | 4.170 |
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| Cash-Flow aus der Akquisition | |
|---|---|
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 398 |
| Kaufpreis gezahlt | -3.494 |
| Netto-Cashflow aus der Akquisition | -3.096 |
Zum Erwerbszeitpunkt entspricht der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen den Bruttobeträgen der vertraglichen Forderungen.
Die erworbenen Leasingverbindlichkeiten wurden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen zum Zeitpunkt des Erwerbs bewertet. Die Nutzungsrechte wurden mit demselben Betrag wie die Leasingverbindlichkeiten bewertet.
Die latenten Steuerschulden umfassen die Auswirkungen aus temporären Differenzen zwischen den im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten beizulegenden Zeitwerten der identifizierten Vermögenswerte und Schulden und deren Buchwerten in der Steuerbilanz.
Der Geschäfts- und Firmenwert resultiert vorrangig aus den Synergien, die auf Ebene des Konzerns entstehen. Die BRAIN-Gruppe verfügt über umfangreiche Produktkompetenz und Marktzugang im Bereich Enzyme. Es wird erwartet, durch die Übernahme der Breatec-Aktivitäten sowohl erweiterte Kosten- als auch Umsatzsynergien innerhalb des Konzern realisieren zu können. Breatec wurde dem Segment "BioIndustrial" zugeordnet.
Der Geschäfts- und Firmenwert ist in voller Höhe steuerlich nicht abzugsfähig.
Der verkürzte Zwischenabschluss enthält die Ergebnisse von Breatec für den Zweimonatszeitraum ab dem Erwerbszeitpunkt. Seit dem Erwerbszeitpunkt hat Breatec mit 1,1 Mio. € zu den Umsatzerlösen und - 0,1 Mio. € zum Periodenergebnis des BRAIN-Konzerns beigetragen. Hätte die Akquisition zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden, hätten die Konzern-Umsatzerlöse 26,0 Mio. € und das Periodenergebnis -3.8 Mio. € betragen.
Die Transaktionskosten in Höhe von 0,4 Mio. € wurden als Aufwand erfasst und sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen Aufwendungen enthalten und in der Kapitalflussrechnung Teil des operativen Cashflows.
Die Anteile der nicht beherrschenden Anteilseigner stellen sich im Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
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| In Tsd. € | Anteil in % | Anteil am Buchkapital | Anteil am neubewerteten Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Minderheitsanteil | 38,00 | 635 | 1.621 |
Zwischen der verbleibenden Minderheitsanteilseigner und der BRAIN Biotech AG wurden darüber hinaus Put/Call-Optionsvereinbarungen getroffen, die es der BRAIN Biotech AG ermöglichen, zu einem vertraglich vereinbarten EBITDA-Multiple in drei Ausübungsperioden zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. März 2027 die verbleibenden Minderheitenanteile zu erwerben. Den Minderheitsanteilseignern gibt die Put-Option das Recht, die Anteile der BRAIN Gruppe gegen einen vertraglich vereinbarten EBITDA-Multiple in drei Ausübungsperioden zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. März 2027 anzudienen.
Die finanzielle Verbindlichkeit wird so abgebildet, dass die höchste wahrscheinliche Verbindlichkeit angesetzt wird, da die tatsächlichen Ausübungszeitpunkte ungewiss sind. Der Barwert der daraus resultierenden potentiellen Abnahmeverpflichtung belief sich zum 1. Februar 2022 auf 5.199 Tsd. €. Die Kapitalrücklage wurde entsprechend um 5.199 Tsd. € reduziert. Die Verbindlichkeit wird in den Folgeperioden erfolgswirksam folgebewertet.
In der Segmentierung wurde die Gesellschaft Breatec BV. in das Segment BioIndustrial einbezogen. Darüber hinaus haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 30.09.2021 keine Veränderungen ergeben. Die Segmentergebnisse 2 sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
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| BioScience | BioIndustrial | Überleitung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In Tsd. € | 6M 21/22 | 6M 20/21 | 6M 21/22 | 6M 20/21 | 6M 21/22 | 6M 20/21 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe Umsatzerlöse | 5.769 | 4.674 | 17.525 | 13.408 | -27 | -80 |
| Davon: Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0 | 37 | 27 | 43 | -27 | -80 |
| Davon: Umsatzerlöse mit externen Kunden | 5.769 | 4.636 | 17.498 | 13.365 | 0 | 0 |
| Erlöse FuE 3 [Extern] | 313 | 329 | 46 | 36 | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen 4 | 43 | 116 | 64 | 30 | 0 | 0 |
| Sonstige Erträge 5 | 372 | 318 | 118 | 973 | -10 | -4 |
| Gesamtleistung | 6.497 | 5.437 | 17.753 | 14.447 | -37 | -84 |
| EBITDA | -3.155 | -3.738 | 2.388 | 2.164 | 43 | 8 |
| bereinigtes EBITDA | -2.388 | -3.437 | 2.566 | 1.414 | 43 | 8 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -3.815 | -4.392 | 990 | 932 | 43 | 8 |
| Finanzerträge | ||||||
| Ergebnis At-Equity Bet. | ||||||
| Finanzaufwendungen | ||||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern |
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| Konzern | ||
|---|---|---|
| In Tsd. € | 6M 21/22 | 6M 20/21 |
| --- | --- | --- |
| Summe Umsatzerlöse | 23.267 | 18.001 |
| Davon: Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0 | 0 |
| Davon: Umsatzerlöse mit externen Kunden | 23.267 | 18.001 |
| Erlöse FuE 3 [Extern] | 359 | 365 |
| Bestandsveränderungen 4 | 107 | 146 |
| Sonstige Erträge 5 | 480 | 1.287 |
| Gesamtleistung | 24.213 | 19.799 |
| EBITDA | -725 | -1.566 |
| bereinigtes EBITDA | 220 | -2.014 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -2.783 | -3.452 |
| Finanzerträge | 654 | 3.092 |
| Ergebnis At-Equity Bet. | -1.218 | -360 |
| Finanzaufwendungen | -290 | -290 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -3.636 | -1.010 |
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| Im Durchschnitt des Berichtszeitraumes | 6M 2021/22 | Geschäftsjahr 2020/21 |
|---|---|---|
| Mitarbeitende gesamt, davon | 303 | 288 |
| Angestellte | 278 | 264 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 25 | 25 |
Des Weiteren beschäftigt der BRAIN-Konzern Stipendiaten (1, Geschäftsjahr 20/21: 3), Aushilfen (12, Geschäftsjahr 20/21: 12) und Auszubildende (6, Geschäftsjahr 20/21: 8).
2 Nach Teileliminierung innerhalb des Segmentes
3 Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsförderungen
4 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/ Leistungen
5 Die sonstigen Erträge in 6M 2020/21 beinhalten 858 Tsd. € Erträge aus günstiger Akquisition (Gain on Bargain Purchase).
6 Ohne Vorstände der Muttergesellschaft und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 wurden keine neuen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen, die nicht schon im Abschluss zum 30.09.2021 dargestellt wurden und die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BRAIN-Konzerns hatten.
BRAIN hat einen wichtigen Meilenstein erreicht, indem es das Genom-Editing in Säugetierzelllinien mit seinen proprietären CRISPR-Cas-Genom-Editing-Nukleasen BRAIN-Metagenome-Cas (BMC) und BRAIN-Engineered-Cas (BEC) erfolgreich durchgeführt hat. Es wird erwartet, dass dies den Weg für den potenziellen Einsatz der Genom-Editing-Technologie von BRAIN in sehr großen adressierbaren Märkten wie Nutztierzucht, Zelllinien, Pharmakologie und therapeutischen Anwendungen ebnen wird. Das Unternehmen wird diese Technologie gemeinsam mit Partnern für eine Vielzahl von Endmärkten und Anwendungen weiterentwickeln.
Diese von BRAIN entwickelten Genom-Editing-Nukleasen werden bereits heute erfolgreich in Kundenprojekten im Geschäftsbereich BioScience eingesetzt und dienen der Optimierung hocheffizienter mikrobieller Produzentenstämme, die die biologische Produktion in sogenannten mikrobiellen Zellfabriken antreiben. Gemeinsam mit Partnern werden diese proprietären Genom-Editing-Nukleasen derzeit für Anwendungen in der Landwirtschaft, für pharmazeutische Zelllinien, marine Anwendungen und industrielle Produzentenstämme weiterentwickelt.
BRAIN hat eine Beeinträchtigung durch die Corona-Pandemie weitestgehend eindämmen können. Reiserestriktionen und die Wahrung physischer Distanz können jedoch weiterhin Kundenbesuche zur Akquise neuer Projekte erschweren. Dies kann zu Verzögerungen bei der Kundengewinnung und bei Vertragsneuabschlüssen führen. Die Unternehmensbeteiligung SolasCure Ltd. war insoweit von der Pandemie betroffen, als dass es durch Klinikschließungen zu Verzögerungen im Ablauf klinischer Studien kam. Zusätzliche Risiken, die durch die momentan angespannte Lieferkettensituation sowie die hohen Inflationsraten entstehen, können für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres nicht ausgeschlossen werden. Hinsichtlich der Geschäftsprognose sind im Vergleich zum Prognosebericht im Geschäftsbericht 2020/21 (Seite 97) keine wesentlichen Änderungen erkennbar. Trotz der Coronavirus-Pandemie und der Lieferkettensituation ist BRAIN zuversichtlich, die für dieses Jahr ausgegebenen Ziele erreichen zu können.
Nach unserem besten Wissen und in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Grundsätzen für die Zwischenberichterstattung vermittelt der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernzwischenlagebericht vermittelt ein zutreffendes Bild der Entwicklung und des Verlaufs des Geschäftsbetriebs sowie der Lage des Konzerns und stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres zutreffend dar.
Zwingenberg, den 30. Mai 2022
Der Vorstand
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| Adriaan Moelker | Lukas Linnig |
Für Fragen steht Ihnen der folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
Head of Investor Relations & Sustainability
Michael Schneiders
Telefon: +49-(0)6251-9331-86
E-Mail: [email protected]
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| 29.08.2022 | Veröffentlichung Quartalsmitteilung Zum 30.06.2022 (9M) |
| 16.01.2023 | Veröffentlichung Geschäftsbericht Zum 30.09.2022 (12M) |
| 27.02.2023 | Veröffentlichung Quartalsmitteilung Zum 31.12.2022 (3M) |
| 08.03.2023 | Hauptversammlung |
Dieser Zwischenbericht enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des BRAIN-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die BRAIN Biotech AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Der Zwischenbericht kann Angaben enthalten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind.
Diese Angaben sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor.
Veröffentlichungsdatum: 30. Mai 2022
B•R•A•I•N
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