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BRAIN Biotech AG Annual Report 2015

Jan 25, 2016

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Annual Report

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Publication

B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG

Zwingenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/2015

der B ·R·A·I·N Biotechnologie Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Seit ihrer Gründung in 1993 hat sich die B·R·A·I·N AG zu einem Schrittmacher auf dem Gebiet der industriellen, sogenannten Weißen Biotechnologie entwickelt - laut der EU-Kommission eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.[1] Heute gehört die B·R·A·I·N AG in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf diesem Gebiet.

Das Geschäftsmodell der B·R·A·I·N AG steht auf zwei Säulen: der strategischen Kooperation und der Entwicklung eigener Produkte. Zusammen mit strategischen Partnern aus den Zielindustrien identifiziert die B·R·A·I·N AG bislang unerschlossene, leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder Naturstoffe aus komplexen biologischen Systemen, um diese industriell nutzbar zu machen.

Die finanziellen Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT). Als nicht-finanzielle Steuerungsgrößen behandelt die Gesellschaft die aus Kundenverträgen erfüllten Meilensteine und durchgeführten Optionsziehungen. Die der Planung und Steuerung zugrunde liegenden Steuerungsgrößen werden auf der Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt.

Ziele und Strategien

Die inhaltlichen Ziele der Kooperationen und der eigenen Entwicklung sind die Ablösung klassischer chemisch-industrieller Prozesse durch neuartige, ressourcenschonende Verfahren, sowie die Etablierung neuer Prozesse und Produkte.

Die B·R·A·I·N AG verfolgt dabei die Strategie der Erweiterung des B·R·A·I·N -Geschäftsmodells vom Technologie-Entwickler hin zu einem voll integrierten Industrieunternehmen mit produzierenden Tochterunternehmen mit jeweils eigenem Marktzugang. Dies wurde in ausgesuchten Bereichen bereits umgesetzt, um das wirtschaftliche Potential des Wandels wertorientiert zu nutzen. Die Unternehmen agieren dabei als eigenständige Einheiten in den jeweiligen Märkten.

Ein wichtiger Baustein der Strategie sind Akquisitionen in ausgesuchten Industrien.

Im Rahmen der vorgenannten Strategie wird eine weitere Internationalisierung, insbesondere auch im strategischen Kooperationsgeschäft angestrebt.

Forschung und Entwicklung

Als eines der ersten Biotech-Unternehmen hat die B·R·A·I·N AG schon 1999 proprietäre Metagenom-Technologien zur Entwicklung von Produktionsorganismen, Enzymprodukten und genetischen Bibliotheken angewandt.

Das Portfolio der B·R·A·I·N AG umfasst mittlerweile verschiedene patentierte Spezialtechnologien, Ressourcen und innovative Problemlösungen. Das im Eigentum der B•R•A•I•N AG stehende Bioarchiv enthält etwa 30.000 umfassend charakterisierte Mikroorganismen, unzählige isolierte Naturstoffe, diverse Chassis-Stämme zur Entwicklung von Produktionsorganismen sowie umfassende genetische Bibliotheken mit einer Vielzahl von neuen Enzymen und Stoffwechselwegen. Diese Sammlung wird permanent erweitert und ermöglicht die Identifizierung bislang nicht charakterisierter Enzyme und Naturstoffe und einen neuen Zugang zu bislang nicht kultivierbarer Biodiversität.

Durch die Kombination proprietärer Technologien im Paket mit dem umfangreichen BioArchiv identifiziert und entwickelt die B·R·A·I·N AG bioaktive Naturstoffe für Produktentwicklungen in der Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Chemieindustrie. Ein molekularer Werkzeugkasten ermöglicht die Entwicklung spezifischer Testverfahren und hierdurch die Identifikation neuer bioaktiver Inhaltsstoffe für diverse Produkte und Märkte. Hier ist u.a. die von der B·R·A·I·N AG entwickelte "Human Taste Cell-Technologie (HTC)" zu nennen, die auf isolierten menschlichen Geschmackszellen basiert, und mit deren Hilfe natürliche Stoffe zur Geschmacksmodulation oder als Geschmacksmoleküle entwickelt werden können. Die „Human Taste Cell-Technologie“ ermöglicht die Identifikation neuartiger Lebensmittelinhaltsstoffe, die z.B. als neue Süss-Enhancer oder Salzersatzstoffe den Gehalt an Zucker oder Salz in Lebensmitteln reduzieren können.

Weitere Programme zielen auf die Entwicklung spezifischer Produktionsstämme zur Herstellung biobasierter High-Value Chemicals und zur Produktion von Proteinen und Naturstoffen ab. Das Design und die Verfeinerung mehrstufiger Konversionsrouten zur Biosynthese von z.B. Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen oder industriellen Abfallströmen erfolgt hierbei ebenfalls durch die Anwendung spezialisierter Technologien auf Grundlage des BioArchivs, um organische Verbindungen in stofflich nutzbare Produkte umzuwandeln.

Die B·R·A·I·N AG entwickelt des Weiteren maßgeschneiderte Designer-Mikroorganismen als funktionale Biomasse für optimierte industrielle Produktionsprozesse.

Nicht zuletzt ermöglicht der Zugriff auf das BioArchiv die Entwicklung maßgeschneiderter Enzyme für technische Anwendungen in der chemischen, Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie.

Der integrierte Ansatz der B·R·A·I·N AG zur Entwicklung neuer oder optimierter Enzyme und Biokatalysatoren, die komplexe Prozess- und Anwendungsanforderungen erfüllen, kombiniert die Suche nach idealen Enzymeigenschaften mit der Entwicklung und dem Aufbau von innovativen, technischen Produktionsprozessen.

Im Rahmen der strategischen Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften und der eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten arbeitet die B·R·A·I·N AG innerhalb eines weit verzweigten Netzwerkes von akademischen Kooperationspartnern in ganz Europa.

Die Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgt auch durch Forschungs- und Entwicklungsförderungen, überwiegend durch Projektträger im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Im Rahmen der Aktivitäten der B·R·A·I·N AG, entwickelt das Unternehmen aus der biologischen Vielfalt - dem „Werkzeugkasten der Natur“ - innovative Lösungen und Produkte für erfolgreiche Anwendungen in der Chemie sowie in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie. Zu diesem Zwecke werden auch Leistungen von Universitäten, Hochschulen und anderen Technologieunternehmen in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 waren 68 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Die Investitionen der B·R·A·I·N AG in Höhe von 27.276 € für immaterielle Vermögenswerte und in Höhe von 226.772 € für Sachanlagen betreffen vorrangig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seiner Prognose vom Oktober 2015 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr 2015 von 3,1% und für das Jahr 2016 von 3,6%.

Im Vergleich zum Vorjahr wird für die Industrieländer eine leichte konjunkturelle Belebung und für die Schwellenländer ein Wachstumsrückgang prognostiziert.

Für die Eurozone wird ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,5% für 2015 und von 1,6% in 2016 prognostiziert, für Deutschland ein Wachstum von 1,5% in 2015 und von 1,6% in 2016.[2]

Die industrielle Biotechnologie wächst seit Jahren überproportional. Vor dem Hintergrund des erwarteten steigenden Anteils biotechnologischer Verfahren in Industrieprozessen wird von einem Anhalten dieser Dynamik ausgegangen. So wird z. B. für den globalen Enzymmarkt ein Anstieg von 4,4 Mrd. US$ in 2013 auf 7,652 Mrd. US$ in 2020 prognostiziert.[3]

Der Markt für Schönheitspflegemittel in Deutschland wuchs in 2014 um 1,6%[4], der Bereich Haut- und Gesichtspflege um 0,9%[5]. Für das Jahr 2015 wird ein Wachstum des Marktes von 1% bis 2%[6] prognostiziert.

Geschäftsverlauf

Die B·R·A·I·N AG hat auch im Geschäftsjahr 2014/15 wiederum wichtige Meilensteine in der Unternehmensentwicklung erreichen können.

Das strategische Kooperationsgeschäft konnte im Geschäftsjahr weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig wurden die eigenen Forschungs- und Entwicklungsziele konsequent weiterverfolgt. Mit der Übernahme der Mehrheit der Anteile an der im Enzymgeschäft tätigen WeissBioTech GmbH (vormals WeissBioTech Beteiligungs GmbH), Ascheberg, im November 2014 wurde der Zugang zum internationalen Enzymmarkt geschaffen.

Der Geschäftsverlauf der B·R·A·I·N AG und der Tochtergesellschaften wird aus Sicht des Vorstandes insgesamt positiv beurteilt.

Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/14 prognostizierte die B·R·A·I·N AG mindestens eine gleiche Anzahl an erreichten Meilensteinen und Optionsziehungen, leicht steigende Umsatzerlöse und planmäßig weiter erhöhte Aufwendungen für Technologie- und Produktentwicklungen, die in einem leicht fallenden EBIT resultieren.

Im Geschäftsjahr 2014/15 hat die B·R·A·I·N AG ein Wachstum der Umsatzerlöse von 19% erzielt und lag damit über der Prognose. Die Anzahl der erreichten Meilensteine lag um 25% unter dem Vorjahr (dort vier Meilensteine), die Anzahl der Optionsziehungen lag um 300% über dem Vorjahr (dort eine Option). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlicher als prognostiziert von -4.143.960 € um 32% auf -5.478.919 €.

Das EBIT nach IFRS beläuft sich auf -4,1 Mio. € nach -3,9 Mio. € im Vorjahr und liegt damit im Rahmen der Prognose, die ein leicht fallendes EBIT vorsah. Wesentliche Abweichungen des EBIT nach HGB resultieren aus unterschiedlichen Bewertungsvorschriften für Pensionsverpflichtungen (-0,7 Mio. €), Kosten der Kapitalbeschaffung (-0,5 Mio. €) und Umsatzrealisation (-0,3 Mio. €).

Die Abweichung des Ergebnisses zum Vorjahr resultiert vorrangig aus überproportional gestiegenem Personalaufwand und aus höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Anstieg des Personalaufwandes beinhaltet Einmalaufwendungen zur Aufstockung der betrieblichen Altersversorgung eines ehemaligen Mitgliedes des Vorstandes in Höhe von 642 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen vorrangig aufgrund höherer Rechts- und Beratungskosten. Die Rechts- und Beratungskosten stiegen von 399.593 € im Geschäftsjahr 2013/14 auf 1.220.689 € im Geschäftsjahr 2014/15.

Die Umsatzerlöse der B·R·A·I·N AG stiegen im Berichtszeitraum um 19%. Der Anstieg resultiert im Ist sowie in der Prognose im Wesentlichen aus erhöhten Leistungen der B·R·A·I·N AG im Rahmen strategischer Forschungs- und Entwicklungsförderungskooperationen mit Kooperationspartnern im Ausland. Der Anstieg reflektiert sowohl die hohe Nachfrage nach biotechnologischen Produkten und Verfahren als auch die technologische Position der B·R·A·I·N AG.

Das Produktgeschäft der Tochtergesellschaften entwickelte sich ebenfalls positiv. Im Kosmetikgeschäft konnten weitere Umsatz- und Ertragszuwächse erzielt werden. Mit der Akquisition der WeissBioTech GmbH im November 2014 enthalten die Umsätze der Tochtergesellschaften erstmalig auch Produktgeschäfte im lukrativen weltweiten Enzymmarkt.

Der Schwerpunkt der Umsatzerlöse der B·R·A·I·N AG lag wiederum im Inland. Bei den Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2014/15 erstmalig höhere Auslandsumsätze erzielt als Inlandsumsätze. Insbesondere die Tochtergesellschaft WeissBioTech GmbH erzielt einen hohen Anteil an Auslandsumsätzen.

Ertragslage

Die Ertragslage der B·R·A·I·N AG im Geschäftsjahr 2014/15 ist geprägt von hohen Forschungs- und Entwicklungskosten im Rahmen des strategischen Ausbaus des eigenen Produktportfolios und von Einmalaufwand aus der Aufstockung der Altersversorgung eines ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes. Darüber hinaus fielen erhöhte Rechts- und Beratungskosten an.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spiegeln sich insbesondere im erhöhten Materialaufwand einschließlich des Aufwandes für bezogene Leistungen und im Personalaufwand wider.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich insbesondere aufgrund des Anstieges der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 25.078 € im Geschäftsjahr 2013/14 auf 285.781 € im Geschäftsjahr 2014/15 und aufgrund des Anstieges der periodenfremden Erträge von 28.774 € auf 60.209 €.

Der Materialaufwand erhöhte sich von 2.638.866 € um 16% auf 3.061.310 €. Innerhalb des Materialaufwandes stiegen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe überproportional von 674.056 € um 29% auf 871.965 €. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich von 1.964.800 € um 11% auf 2.189.346 €. Der Anstieg resultiert aus einem höheren Umsatzvolumen und aus einem steigenden projektspezifischen Bedarf sowohl für Material als auch für Fremdleistungen. Die Fremdleistungen wurden im Wesentlichen von Universitäten, Hochschulen und anderen Technologieunternehmen bezogen.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 5.202.197 € um 23% auf 6.373.939 €. Der Anstieg der Löhne und Gehälter von 4.174.332 € um 11% auf 4.624.017 € ist auf die erhöhte Anzahl an Mitarbeitern und auf Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Der Anstieg der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung stieg von 1.027.865 € um 70% auf 1.749.922 €. Neben der gestiegenen Anzahl an Mitarbeitern und Lohn- und Gehaltssteigerungen resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus Einmalaufwendungen zur Aufstockung der betrieblichen Altersversorgung eines ehemaligen Mitglieds des Vorstandes in Höhe von 642 T€.

Die Abschreibungen verringerten sich vorrangig aufgrund niedriger Investitionen in geringwertige Wirtschaftsgüter von 535.706 € um 4% auf 516.421 €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 1.442.785 € um 73% auf 2.503.185 €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die von 399.593 € im Geschäftsjahr 2013/14 auf 1.220.688 € im Geschäftsjahr 2014/15 gestiegenen Rechts- und Beratungskosten zurückzuführen.

Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Sondereffekte um 32% vermindert. Aufgrund der im Geschäftsverlauf dargestellten abweichenden Rechnungslegungsgrundsätze nach IFRS ist das dortige EBIT der Prognose sogar übererfüllt.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen verringerten sich von 652.322 € auf 283.640 €. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen Beteiligungen in einer Höhe von 158.643 €. Die übrigen Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen verbundene Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhten sich von 104.714 € um 94% auf 203.115 €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem im Geschäftsjahr aufgenommenen Aktionärsdarlehen. Die aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinne erhöhten sich von 154.395 € um 48% auf 228.310 €, nachdem im Vorjahr eine neue Stille Beteiligung eingegangen wurde, die im Geschäftsjahr 2014/15 erstmalig über einen Zeitraum von einem vollen Geschäftsjahr verzinst wurde.

Zusammenfassend führten die vorstehend erläuterten finanziellen Leistungsfaktoren des operativen Ergebnisses und des Finanzergebnisses zu einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -4.849.024 € auf -5.908.647 €.

Nach Abzug der Gewinne aus Teilgewinnabführungsverträgen und nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag von -6.143.485 € (Vorjahr: -5.009.798 €).

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Grundkapital der B·R·A·I·N AG beträgt zum Bilanzstichtag 12.725.818 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 12.725.818 Stückaktien, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 € entfällt. Die Anteile sind voll einbezahlt und lauten auf den Namen.

Am 8. Juli 2015 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates, in der Zeit bis zum 7. Juli 2020 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 6.362.909 € durch die Ausgabe von bis zu 6.362.909 neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlage zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2015 um bis zu 5.090.328 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/I) bzw. um 1.272.581 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/II).

Das genehmigte Kapital wurde am 1. Oktober 2015 in das Handelsregister eingetragen. Am Abschlussstichtag 30. September 2015 bestand ein genehmigtes Kapital in Höhe von 6.362.909 €.

Die Kapitalrücklage enthält in Höhe von 16.420.627 € Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und in Höhe von 858.950 € Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres betrug 35% (Vorjahr: 65%).

Die per 30.09.2015 valutierenden Stillen Beteiligungen in Höhe von 2.340.000 € haben die folgenden Fälligkeiten: 840.000 € im Geschäftsjahr 2015/16, 300.000 € im Geschäftsjahr 2021/22, 300.000 € im Geschäftsjahr 2022/23 und 900.000 € im Geschäftsjahr 2023/24.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich aufgrund planmäßiger Tilgungen von 2.333.333 € auf 1.833.333 €. Die Rückstellungen (sonstige Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen) erhöhten sich vorrangig aufgrund höherer Rückstellungen für die Altersversorgung der Mitglieder des Vorstandes und ehemaliger Mitglieder des Vorstandes sowie gestiegener Rückstellungen für ausstehende Rechts- und Beratungsrechnungen.

Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten von 5.383.201 € auf 9.970.691 €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Aufnahme eines Aktionärsdarlehens in Höhe von 5.500.000 € im Rahmen eines Aktionärskreditrahmens in Höhe von 10 Mio. € zurückzuführen. Die Finanzierung ist unter Einschränkungen zum 31. Dezember 2017 endfällig (siehe Liquiditäts- und Finanzrisiken im Risikobericht). Es besteht eine feste Verzinsung von 5,0 %.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich von 19.936.406 € per 30. September 2014 auf 19.646.346 € per 30. September 2015.

Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionen im Geschäftsjahr lag auf dem Ausbau und der weiteren Stärkung der Technologiekompetenz des Konzerns.

Mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer umfangreichen technologischen Infrastruktur einschließlich einer eigenen Pilotanlage am Forschungs- und Entwicklungsstandort Zwingenberg nimmt die B·R·A·I·N AG eine führende Stellung innerhalb der Technologieunternehmen der Branche ein.

Die über einen Zeitraum von annähernd 20 Jahren aufgebauten technologischen Ressourcen ermöglichen es der Gesellschaft, in kurzen Zeiträumen biologische Lösungen auf der Basis neuer maßgeschneiderter Enzyme und Organismen für eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

Die B·R·A·I·N AG hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in den weiteren Ausbau ihrer Mikroorganismen-, Enzym- und Naturstoffbanken investiert. Mit diesem Bioarchiv aus Tausenden von Mikroorganismen und korrespondierenden Gen-Bibliotheken bedient die B·R·A·I·N AG eine Bandbreite an Industrien.

Die bilanzwirksamen Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 27.276 € umfassen im Wesentlichen Software und Rechte.

Die Aufwendungen für eigene Entwicklungen und Schutzrechte wurden wie auch in den Vorjahren nicht aktiviert, da eine Umsetzung der Forschungsergebnisse in kommerzialisierbare Produkte nicht bzw. nicht in einer absehbaren Zeitspanne verlässlich prognostizierbar ist.

Der Schwerpunkt der bilanzwirksamen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 246.316 € im Geschäftsjahr 2014/15 lag auf der Ausstattung des Forschungs- und Entwicklungslabors.

Die Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 2.860.117 € betreffen im Wesentlichen die Übernahme der Mehrheit der Anteile an der WeissBioTech GmbH im Wege der Kapitalerhöhung im November 2014 und die Übernahme weiterer Anteile an der Monteil Cosmetics International GmbH, ebenfalls im Wege der Kapitalerhöhung.

Liquidität

Die flüssigen Mittel verringerten sich im Geschäftsjahr 2014/15 vorrangig aufgrund der geplanten auszahlungswirksamen Aufwendungen mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung, der Akquisition der WeissBioTech GmbH und der Aufstockung der Beteiligung an der Monteil Cosmetics International GmbH.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der B·R·A·I·N AG in Höhe von -4,2 Mio. € reflektiert im Wesentlichen die auszahlungswirksamen Aufwendungen für die eigene Forschung und Entwicklung.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -2,4 Mio. € umfasst im Wesentlichen die Auszahlungen für Investitionen in Verbundene Unternehmen sowie die Auszahlungen für Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Unter Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4,7 Mio. € ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von -1,9 Mio. €.

Den flüssigen Mitteln der B·R·A·I·N AG zum Bilanzstichtag 30. September 2015 in Höhe von 1.664.539 € standen Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Gesellschaftern in Höhe von 2.340.000 €, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.833.333 € und Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären in Höhe von 5.500.000 € gegenüber.

Von den flüssigen Mitteln unterliegen Mietkautionen in Höhe von 2.794 € (Vorjahr: 3.599 €) einer beschränkten Verfügung.

Vermögenslage

Der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte einschließlich Anzahlungen auf Immaterielle Vermögenswerte verringerte sich abschreibungsbedingt von 651.870 € auf 611.736 €.

Die Finanzanlagen erhöhten sich aufgrund des Erwerbs der Mehrheit der Anteile an der WeissBioTech GmbH, Ascheberg, und aufgrund der Aufstockung der Beteiligung an der Monteil Cosmetics International GmbH durch eine Barkapitalerhöhung und die Umwandlung von Ausleihungen von 50,5% auf 68,3%. Dementsprechend verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.240.217 € auf 565.686 €. Dem standen Wertberichtigungen auf Beteiligungen in Höhe von 283.640 € gegenüber.

Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.072.645 € auf 946.872 €.

Vor dem Hintergrund der weiter entwickelten eigenen Technologien und der Verbreiterung der Kommerzialisierungsbasis durch die Akquisition der WeissBioTech GmbH im Geschäftsjahr 2014/15 betrachtet die B·R·A·I·N AG die Vermögens- und Finanzlage positiv.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als ein führendes Technologie-Unternehmen mit hoher Wachstumsorientierung misst die B·R·A·I·N AG der Gewinnung und Entwicklung hochqualifizierter Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Bereits frühzeitig unterstützt daher die B·R·A·I·N AG Studierende ausgewählter Universitäten und Hochschulen in den Bereichen Biotechnologie/Life Sciences mit Stipendien und anderen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vor Beginn eines Studiums oder einer betrieblichen Ausbildung ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Unternehmen zu absolvieren.

Den Mitarbeitern werden - unter anderem auch in überbetrieblichen Kooperationen - umfangreiche Möglichkeiten zur nationalen und internationalen akademischen Weiterbildung z. B. durch ein berufsbegleitendes Studium (Bachelor oder Master) und zur Teilnahme an sonstigen innerbetrieblichen und externen fachspezifischen und fachübergreifenden Bildungsmaßnahmen geboten.

Der Schwerpunkt des personellen Ausbaus liegt in den Forschungs- und Entwicklungsfunktionen, wobei neben Naturwissenschaftlern insbesondere auch ein hoher Anteil an Mitarbeitern aus den Ingenieurwissenschaften und mit betrieblicher Laborausbildung angestrebt wird.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg von 107 im Geschäftsjahr 2013/14 auf 118 im Geschäftsjahr 2014/15.

Die Mitarbeiter der B·R·A·I·N AG entwickeln innovative und umweltfreundliche Produkte und Prozesse. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden in den strategischen Industriekooperationen drei Meilensteine erreicht und vier Exklusivitätsoptionen gezogen. Die prognostizierten Ziele bei diesen Indikationen wurden wie im Geschäftsverlauf dargestellt nicht oder übererfüllt.

Nachtragsbericht

Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 20. Oktober 2015 wurde die Erhöhung des Grundkapitals um 188.530 € auf 12.914.348 € beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 6. November 2015 in das Handelsregister eingetragen.

Mit Vereinbarung vom 13. November 2015 wurde ein Teilbetrag des Aktionärsdarlehens in Höhe von 1.811.470 € in das Eigenkapital der B·R·A·I·N AG eingebracht. Die Kapitalrücklage erhöhte sich von 17.279.577 auf 19.091.045 €.

Mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 13. Oktober 2015 wurde Herr Dr. Eric Marks mit Wirkung zum 1. November 2015 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Weitere wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sind seit dem Bilanzstichtag, dem 30. September 2015, nicht eingetreten.

Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat

Das Vergütungssystem für den Vorstand beinhaltet eine fixe Gehaltskomponente, eine variable Komponente in Form einer Prämie sowie Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung. Die Vergütung für den Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus einer Grundvergütung und Sitzungsgeldern.

Risikobericht

Die Gesellschaft ist Geschäftsrisiken, Liquiditäts- und Finanzrisiken sowie Marktrisiken ausgesetzt, die sich auf das Vermögen der Gesellschaft auswirken können. Die Risiken in drei Risikokategorien sind im Folgenden näher erläutert.

1. Geschäftsrisiken:

Die Geschäftsrisiken umfassen unter anderem unternehmensstrategische Risiken, Technologierisiken sowie Personalrisiken.

Die strategischen Risiken beinhalten Risiken, die aus der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft resultieren können. Eine Ausweitung der Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe ist zunächst mit finanziellen Vorleistungen verbunden, denen erwartete Erträge für spätere Perioden gegenüberstehen.

Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von ihrer technologischen Kompetenz, ihren technologischen Ressourcen und ihrer Fähigkeit zur Kommerzialisierung dieser Ressourcen ab. Mit dem bestehenden Bioarchiv und der technischen Infrastruktur hat die Gesellschaft hierfür wesentliche Voraussetzungen geschaffen.

Die Umsetzung dieser Ressourcen im Rahmen der strategischen Kooperationen, der eigenen Produktentwicklung und Erweiterung der Wertschöpfungskette setzt hoch qualifiziertes Management und Mitarbeiter voraus. Das Personalrisiko umfasst das Risiko, dass es nicht gelingt, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem zur Risikoerkennung und Risikovermeidung implementiert. Dieses System basiert u. a. auf einer stringenten Kontrolle der Geschäftsvorgänge, einem intensiven Informationsaustausch mit den jeweils verantwortlichen Mitarbeitern über Risiken und Chancen der entsprechenden Geschäftsbereiche und auf regelmäßigen, überwiegend auf monatlicher Basis durchgeführten Analysen wesentlicher Geschäftskennzahlen.

Das Risikomanagementsystem wurde implementiert, um negative Entwicklungen frühzeitig erkennen und zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.

2. Liquiditäts- und Finanzrisiken:

Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist zentrales Element im Rahmen des Managements der Finanzrisiken der Gesellschaft. Der vorgesehene Forschungs- und Entwicklungsaufwand und die erheblichen Investitionen im Hinblick auf die Buy-and-Build Strategie der B·R·A·I·N AG sieht weitere Finanzierungsrunden vor, worüber sich Aktionäre, Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft entsprechend der Strategie laufend abstimmen. Im Vorjahr wurde eine Stille Beteiligung in Höhe von 1,5 Mio. € aufgenommen. Im Berichtsjahr wurde zur Finanzierung ein Rahmenkredit in Höhe von 10 Mio. € zur Verfügung gestellt.

Zur Vorbereitung weiterer Finanzierungsrunden zur Deckung des Finanzierungsbedarfes wurde anlässlich der Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Juli 2015 ein genehmigtes Kapital in Höhe von 6.362.909 € geschaffen.

Um die mittelfristige Unternehmensfinanzierung und -fortführung sicherzustellen, hat die Aktionärin MP Beteiligungs-GmbH, Kaiserslautern, am 11. November 2015 zugesichert, die B R A I N AG mit finanziellen Mitteln bis zu einem Maximalbetrag von 8 Mio. € durch Barkapitalerhöhungen auszustatten, soweit die Liquidität im Rahmen des Geschäftsgangs bis zum 31. Dezember 2017 benötigt wird. Diese Zusage kann frühestens ab dem 1. Juli 2016 in Anspruch genommen werden. Weiterhin wurde am 13. November zugesichert, dass eine Rückzahlung des Aktionärsdarlehens von 10 Mio. € (siehe Finanzlage) bis zum 31. Dezember 2017 nur insoweit verlangt werden kann, als der B R A I N AG durch einen Börsengang oder auf andere Weise von anderen Aktionären, sonstigen Investoren, von Banken oder sonstigen Dritten über 8 Mio. € hinaus liquide Mittel zufließen.

Die B·R·A·I·N AG verfolgt die Strategie, Finanzinstrumente grundsätzlich ausschließlich zur Finanzierung der Gesellschaft und zur Absicherung von Grundgeschäften einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2014/15 und in den Vorjahren wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt. Im Rahmen von Akquisitionen und bestehenden Beteiligungen wurden Vereinbarungen über den potentiellen Erwerb von Anteilen abgeschlossen, die der Definition eines Finanzinstrumentes entsprechen. Diese können sowohl das Recht als auch die Verpflichtung zum Erwerb von Anteilen umfassen.

Die Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen mit Festzinsvereinbarung ausgestattet. Die liquiden Mittel liegen als Kontokorrentguthaben auf Konten bei inländischen Kreditinstituten, die einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Die Gesellschaft betreibt eine Labor- und Technikums-Infrastruktur, die dem Gentechnikrecht unterliegt. Die Anlagen sind Gegenstand behördlicher Genehmigungen und behördlicher Aufsicht. Durch umfangreiche betriebliche Maßnahmen wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet.

Die Gesellschaft hat durch Abschluss entsprechender Versicherungen, etwa Betriebshaft-pflicht-, Gebäude-, Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen für eine Absicherung fundamentaler Risiken Sorge getragen.

Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten der Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Das für die Gesellschaft maßgebliche Ausfallrisiko besteht im operativen Bereich darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen werden die Vertragspartner einer Bonitätsprüfung unterzogen. Dabei werden die finanzielle Situation, Erfahrungen der Vergangenheit sowie weitere Faktoren berücksichtigt. Die entsprechenden Finanztransaktionen werden überwiegend nur mit Kontrahenten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Anlage liquider Mittel erfolgt ausschließlich in Termingeldern in Euro bis zu zwölf Monaten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

3. Marktrisiken:

So können Konjunkturzyklen die Investitionsbereitschaft in Technologien, Produkte und Prozesse beeinflussen. Andererseits können aus Marktentwicklungen, wie zum Beispiel aus dem Anstieg der Rohstoffpreise in den letzten Jahren, neue Geschäftspotentiale erwachsen.

Die Tochterunternehmen und die Unternehmensbeteiligungen der B·R·A·I·N AG unterliegen anderen Markt- und Geschäftsrisiken als die B·R·A·I·N AG. In enger Kooperation mit der B·R·A·I·N AG adressieren diese Gesellschaften sowohl B2B (Unternehmen) als auch B2C (Endkunden) Märkte.

In der Gesamtbeurteilung geht die B·R·A·I·N AG davon aus, dass keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennbar sind, die den Bestand der Gesellschaft gefährden.

Chancenbericht

Die B·R·A·I·N AG ist in attraktiven Märkten mit überdurchschnittlichen langfristigen Wachstumsperspektiven und hohem Innovationspotential tätig. Als ein führendes Technologieunternehmen der industriellen Biotechnologie sieht sich die B·R·A·I·N AG gut positioniert, die sich hieraus ergebenden Chancen nutzen zu können.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten umfassen unterschiedliche Industrien und Anwendungsfelder. Beispielsweise umfassen die Aktivitäten auch die Optimierung im Prozess der Biogas-Produktion aus Abfallströmen. Den Wissenschaftlern der B·R·A·I·N AG ist es in diesem Bereich gelungen, den Prozess der Biogas-Bildung zu optimieren und die Energieausbeute gegenüber etablierten Prozessen deutlich zu erhöhen.

Akquisitionen und Beteiligungen sind integrale Bestandteile der Kommerzialisierungsstrategie der B·R·A·I·N AG. Die Gesellschaft geht dabei davon aus, dass ihre technologischen Ressourcen einen hohen Wertsteigerungsbeitrag zur Unternehmensentwicklung möglicher Akquisitionen oder strategischer Beteiligungen in den relevanten Märkten beitragen können.

Mit dem Erwerb der Mehrheit der Anteile an den Kosmetikunternehmen L.A. Schmitt GmbH im Geschäftsjahr 2009/10 und der Monteil Cosmetics International GmbH im Geschäftsjahr 2011/12 hat die B·R·A·I·N AG auf der eigenen Forschungs- und Entwicklungskompetenz im Bereich kosmetischer Wirkstoffe aufgebaut. Hieraus ergibt sich die Chance der Vermarktung von Kosmetikprodukten, in die die Forschungs- und Entwicklungskompetenz der B·R·A·I·N AG eingebracht werden kann.

Durch den Erwerb der Mehrheit der Anteile am Naturstoffchemieunternehmen AnalytiCon Discovery GmbH in Potsdam im Geschäftsjahr 2013/14 konnte zusammen mit den bestehenden Kompetenzen der B·R·A·I·N AG ein international führender Verbund von Naturstoff-, Mikroorganismen- und Genbibliotheken und damit verbundener Technologien zur Identifizierung und Produktion von Naturstoffen geschaffen werden. Hieraus ergibt sich die Chance der noch intensiveren Bündelung der jeweiligen technologischen Kompetenzen der Gesellschaften zu einem umfassenden Angebot an potentielle industrielle Partner für Forschungs- und Entwicklungskooperationen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 erwarb die B·R·A·I·N AG die Mehrheit der Anteile an der WeissBioTech GmbH. Der mit dieser Akquisition geschaffene Zugang zum internationalen Enzymmarkt bietet ein hohes Geschäfts- und Wertsteigerungspotential.

Prognosebericht

Die B·R·A·I·N AG erwartet für das Geschäftsjahr 2015/16 wiederum mindestens eine gleiche Anzahl an erreichten Meilensteinen und Optionsziehungen, stark steigende Umsatzerlöse und ein leicht verbessertes EBIT (nach IFRS). Der Prognose liegt vorrangig die Annahme zugrunde, dass die strategischen industriellen Kooperationen zu höheren Erlösen führen werden.

Zwingenberg, November 2015

Dr. Jürgen Eck, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Henricus Cornelius Maria (Eric) Marks, Vorstand

[1] Vgl. European Commission Communication - Europe 2020 A strategy for smart, sustainable and inclusive growth (March 2010)

[2] Vgl. IWF Report, Oktober 2015

[3] Vgl. Grand View Research: Enzymes Market Analysis by Product, Published April 2014

[4] Vgl. IKW e.V.: Jahresbericht 2013.2014

[5] Vgl. IKW e.V.: Jahresbericht 2013.2014

[6] Vgl. IKW e.V.: Hochrechnung vom 25.11.2014

Bilanz zum 30. September 2015

der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

Aktiva

30.09.2015

30.09.2014

A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 611.736,00 651.870,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.050.329,61 4.193.073,61
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.195.717,54 1.269.473,04
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.543,69 6.580,00
5.265.590,84 5.469.126,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.494.137,70 6.763.588,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 261.750,00 300.000,00
3. Beteiligungen 2,00 158.643,45
4. Anzahlungen auf Finanzanlagen 29.940,50 25.373,44
9.785.830,20 7.247.605,15
15.663.157,04 13.368.601,80
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 418.629,95 366.473,63
2. fertige Erzeugnisse und Waren 7.001,74 6.307,77
3. geleistete Anzahlungen 18.542,01 33,67
444.173,70 372.815,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 946.872,39 1.072.644,90
2. Forderungen gegen verbundende Unternehmen 565.685,97 1.240.217,17
3. Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 142.495,00 83.462,42
4. sonstige Vermögensgegenstände 79.643,89 87.677,33
1.734.697,25 2.484.001,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.664.538,78 3.543.314,42
3.843.409,73 6.400.131,31
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 139.779,50 167.673,32
19.646.346,27 19.936.406,43
Passiva
30.09.2015

30.09.2014

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 12.725.818,00 12.725.818,00
II. Kapitalrücklage 17.279.576,73 17.279.576,73
III. Bilanzverlust -23.175.983,83 -17.032.498,61
6.829.410,90 12.972.896,12
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 682.000,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.818.133,53 1.357.017,62
2.500.133,53 1.357.017,62
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten Stille Gesellschafter 2.340.000,00 2.620.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.833.333,28 2.333.333,32
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 179.132,06 269.279,70
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.156,76 9.270,62
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.500.000,00 0,00
6. sonstige Verbindlichkeiten
(davon aus Steuern 72.870,50 €, Vorjahr 110 T€)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 €, Vorjahr 0,2 T€) 76.069,05 150.317,56
9.970.691,15 5.382.201,20
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 346.110,69 224.291,49
19.646.346,27 19.936.406,43

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit von 01. Oktober 2014 bis 30. September 2015

der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

2014 / 15

2013 / 14

1. Rohertrag 3.914.625,86 3.037.727,59
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.624.017,07 -4.174.331,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.749.921,60 -1.027.865,43
(davon für Altersversorgung 884.838,00 €; Vorjahr 197 T€) -6.373.938,67 -5.202.197,21
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -516.421,01 -535.705,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.503.185,48 -1.442.785,39
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 16.863,75 12.150,00
(davon aus verbundenen Unternehmen 16.863,75 €; Vorjahr 12 T€)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.163,64 38.823,07
(davon aus verbundenen Unternehmen 32.997,50 €; Vorjahr 25 T€)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen -283.640,45 -652.322,35
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -203.114,80 -104.714,27
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.908.647,16 -4.849.024,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,11
11. sonstige Steuern -6.528,06 -6.378,88
12. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -228.310,00 -154.395,00
13. Jahresfehlbetrag -6.143.485,22 -5.009.797,97
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -17.032.498,61 -12.022.700,64
15. Bilanzverlust -23.175.983,83 -17.032.498,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2014/2015

der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg, (B·R·A·I·N AG) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Angaben statt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang zu zeigen, wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen qualifiziert die B·R·A·I·N AG als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die B·R·A·I·N AG hat zudem als oberste Muttergesellschaft zum 30. September 2015 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf freiwilliger Basis gemäß § 315a Abs. 3 HGB aufgestellt, da der Befreiungstatbestand des § 293 HGB vorliegt.

B. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB vorgenommen. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich in Anlehnung an die steuerrechtlichen Regelungen des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG verfahren. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wurde bis zum 30. September 2010 ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wurde über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Seit dem 1. Oktober 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden, im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern zugrunde:

Abschreibungsmethode Nutzungsdauer in Jahren
Software und Schutzrechte linear 2 - 15
Patente linear 20
Gebäude und Außenanlagen linear 10 - 50
Fuhrpark linear 3 - 6
Laboreinrichtung sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 - 15

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten sowie Anschaffungsnebenkosten an-gesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen und entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bedingte Kaufpreiszahlungen, die an die Erreichung vertraglicher Zielvereinbarungen geknüpft sind, werden als Anschaffungskosten aktiviert, sofern sie hinreichend konkretisiert sind. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung erfolgt zu den nach der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungskosten. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,425 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wird das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat September 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Es wurden für die Ermittlung insgesamt folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz: 4,07%
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 1,00%
Fluktuationswahrscheinlichkeit: 10,00%
Zugrunde gelegte Sterbetafel: Heubeck Richttafeln von 2005 G

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens werden zum Nennwert bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang „Anlagenspiegel“ dargestellt.

Die kumulierten Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten den Regelungen des § 7 i EStG entsprechende Abschreibungen in Höhe von 673.170 € aus den Geschäftsjahren 1995/96 bis einschließlich 2004/05.

Zum 30. September 2015 hält das Unternehmen folgenden Anteilsbesitz:

Unternehmen Sitz Anteil amKapital Geschäftsjahr Eigenkapital Ende Geschäftsjahr Ergebnis im Geschäftsjahr
AnalytiCon Discovery GmbH D-Potsdam 57,7% 01.01.15 - 30.09.15* 1.955 T€ -301 T€
AnalytiCon Discovery LLC** US-Rockville 57,7% 01.01.15 - 30.09.15* 48 T€ 4 T€
L.A. Schmitt GmbH D-Ludwigsstadt 100% 01.10.14 - 30.09.15 938 T€ 425 T€
Mekon Science Networks GmbH D-Eschborn 100% 01.10.14 - 30.09.15 92 T€ -114 T€
B.R.A.I.N. Capital GmbH D-Zwingenberg 100% 05.02.15 - 30.09.15* 23 T€ -2 T€
Monteil Cosmetics Int. GmbH D-Düsseldorf 68,3% 01.01.15 - 30.09.15* 961 T€ -579 T€
Enzymicals AG D-Greifswald 24,1% 01.01.14 - 31.12.14 -137 T€ -168 T€
WeissBioTech GmbH D-Ascheberg 50,6% 01.01.14 - 31.12.14 1.415 T€ 16 T€
WeissBioTech France SARL** F-Chanteloup-en-Brie 50,6% 01.01.14 - 31.12.14 -369 T€ -48 T€

* Rumpfgeschäftsjahr

** mittelbare Beteiligung

2. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Hierbei handelt es sich um laufende Bankguthaben, Tages- und Festgelder in Euro mit einer Anfangslaufzeit von bis zu 12 Monaten sowie den Kassenbestand.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 450.325 € (Vorjahr 1.124 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 115.361 € (Vorjahr 116 T€). Die Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten ausschließlich Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 142.495 € (Vorjahr 83 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen u. a. Forderungen aus Steuern in Höhe von 38.639 € (Vorjahr 71 T€).

Mit Ausnahme von Forderungen in Höhe von 150.000 € (Vorjahr 0 €) haben die Forderungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 17.036 € (Vorjahr 17 T€) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2014/15 oder Vorjahren geleisteten Zahlungen, im Wesentlichen für Versicherungen, Beiträge und Mitgliedschaften, abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr / die Folgejahre entfallen.

5. Latente Steuern

Da zum 30. September 2015 sowie zum Bilanzstichtag des Vorjahres ausschließlich aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen vorliegen und von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wurde, werden kein aktive latente Steuern ausgewiesen.

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der B·R·A·I·N AG beträgt zum Bilanzstichtag 12.725.818 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 12.725.818 Stückaktien, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 € entfällt. Die Anteile sind voll einbezahlt und lauten auf den Namen.

Am 13. März 2014 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates, in der Zeit bis zum 12. März 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 6.362.909 € durch die Ausgabe von bis zu 6.362.909 neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlage zu einem Gesamtbezugspreis in Höhe von mindestens 7,858 € je neuer Stückaktie zu erhöhen. Dieser Beschluss ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2015 aufgehoben.

Am 8. Juli 2015 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates, in der Zeit bis zum 7. Juli 2020 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 6.362.909 € durch die Ausgabe von bis zu 6.362.909 neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlage zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2015 um bis zu 5.090.328 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/I) bzw. um 1.272.581 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015/II).

Das genehmigte Kapital wurde am 1. Oktober 2015 in das Handelsregister eingetragen. Am Abschlussstichtag 30. September 2015 bestand ein genehmigtes Kapital in Höhe von 6.362.909 €.

Die Kapitalrücklage enthält in Höhe von 16.420.627 € Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und in Höhe von 858.950 € Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Hauptversammlung vom 20.10.2015 hat die Erhöhung des Grundkapitals um 188.530 € sowie die Änderung des § 5 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) der Satzung beschlossen. Die Kapitalerhöhung ist durchgeführt. Das neue Grundkapital beträgt 12.914.348 €.

7. Bilanzverlust

Zum 30. September 2015 wird ein Bilanzverlust in Höhe von 23.175.984 € ausgewiesen. In den Bilanzverlust wurde ein Verlustvortrag in Höhe von 17.032.499 € einbezogen. In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag

Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2014/15 -6.143.485
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr -17.032.499
\= Bilanzverlust per 30.09.2015 -23.175.984

8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen umfassen zwei Verpflichtungen aus Versorgungszusagen in Höhe von 682.000 € (Vorjahr 0 €). Der Aufwand aus dem erstmaligen Ansatz dieser Rückstellung wurde ohne Berücksichtigung eines Zinseffektes als Personalaufwand erfasst.

9. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für ausstehenden Urlaub in Höhe von 430.267 € (Vorjahr 354 T€), für Fremdarbeiten in Höhe von 500.806 € (Vorjahr: 589 T€), für Mitarbeitervergütungen in Höhe von 105.500 € (Vorjahr 138 T€), für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen 436.595 € (Vorjahr 0 €) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten, sonstige ausstehende Rechnungen, Aufsichtsratsvergütung, die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungsvorschriften und in Folgejahren erhobene Beiträge und Abgaben wie z. B. für die Berufsgenossenschaft.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

≤ 1 Jahr

> 1 – 5 Jahre

> 5 Jahre

Verbindlichkeiten Stille Gesellschafter 840.000 0 1.500.000
Vorjahr (280.000) (840.000) (1.500.000)
Gegenüber Kreditinstituten 500.000 1.333.333 0
Vorjahr (500.000) (1.833.333) (0)
Aus Lieferungen und Leistungen 179.132 0 0
Vorjahr (269.280) (0) (0)
Gegenüber verbundenen Unternehmen 42.157 0 0
Vorjahr (9.270) (0) (0)
Gegenüber Unternehmen mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 5.500.000 0
Vorjahr (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 73.270 0 2.799
Vorjahr (149.518) (0) (800)
Summe 1.634.559 6.833.333 1.502.799
Vorjahr (1.208.068) (2.673.333) (1.500.800)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 42.156 € (Vorjahr 9.270 €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen Verbindlichkeiten aus einem Darlehen zur Finanzierung des operativen Geschäfts. Der von dem nahestehenden Unternehmen MP Beteiligungs-GmbH, Kaiserslautern, eingeräumte Aktionärskreditrahmen in Höhe von 10 Mio. € ist unbesichert und unter Einschränkungen zum 31. Dezember 2017 endfällig. Es besteht eine feste Verzinsung von 5,0 %.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 72.870 € (Vorjahr 110.124 €).

Es bestehen Grundschulden auf Grundstücke und Gebäude der Gesellschaft in Höhe von nominal 3.500.000 €. Die Grundschulden dienen der Sicherung von Bankverbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.833.333 € valutieren. Die Grundschulden bestehen im zweiten Rang nach einer nicht abgetretenen Eigentümergrundschuld in Höhe von 500.000 €.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind, bis auf übliche Eigentumsvorbehalte, nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. mitarbeiterbezogene Sachbezüge in Höhe von 46.467 €, Mieterträge in Höhe von 41.360 € und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.251 € (Vorjahr 35 €). Sie beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 345.989 €, davon aus der Auflösung von Rückstellungen 285.781 €.

12. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind in Höhe von 884.838 € Aufwendungen für Altersversorgung, Hinterbliebenen- und Invaliditätsvorsorge enthalten, davon als Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 682.000 €.

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4.147 € sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.232 € (Vorjahr 1.677 €).

14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2.540 € (Vorjahr 20 €).

15. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne

Der Posten beinhaltet das Entgelt für die stillen Beteiligungen von 228.310 € und setzt sich aus einem festen Zins (210.460 €) und einer Garantieprovision (17.850 €) zusammen. Da die Gesellschaft im Berichtsjahr keinen Gewinn erwirtschaftet hat, ist eine Gewinnbeteiligung der stillen Beteiligungen nicht erfolgt. Die stillen Beteiligungen nehmen am Verlust nicht teil. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

D. Sonstige Angaben

1. Angaben zum Vorstand und zum Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr gehörten dem Vorstand der Gesellschaft folgende Mitglieder an:

01.10.2014 bis 30.06.2015

Dr. Holger Zinke, Heppenheim (Vorsitzender)

Diplom-Biologe

CEO

Dr. Jürgen Eck, Bensheim (stellvertretender Vorsitzender)

Diplom-Biologe

CTO

Der Vorstand war gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.

Seit 01.07.2015

Dr. Jürgen Eck, Bensheim

Diplom-Biologe

CEO

Der Vorstand ist gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder einem Prokuristen

zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.

Änderungen im Vorstand nach Ende des Geschäftsjahres:

Seit 01.11.2015

Dr. Jürgen Eck, Bensheim (Vorsitzender)

Diplom-Biologe

CEO

Drs. Henricus Cornelis Maria (Eric) Marks, Oud-Zuilen, Niederlande

Business Economist

COO

Nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben über die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB. Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen von 627.000 € gebildet.

Im Geschäftsjahr gehörten dem Aufsichtsrat der Gesellschaft folgende Mitglieder an:

Dr. Ludger Müller, Kaiserslautern (Vorsitzender)

Geschäftsführer MP Beteiligungs-GmbH

Michael Motschmann, München (stellvertretender Vorsitzender) bis 08.07.2015

Vorstand MIG Verwaltungs AG

Dr. Holger Zinke, Heppenheim (stellvertretender Vorsitzender) seit 08.07.2015

Geschäftsführer GI Management GmbH

Siegfried L. Drueker, Bad Homburg

Geschäftsführer der Drueker GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Klaus-Peter Koller, Bad Soden am Taunus

Unternehmensberater

Dr. Matthias Kromayer, München

Vorstand MIG Verwaltungs AG

Dr. Georg Kellinghusen, München seit 17.03.2015

Geschäftsführer der MP Beteiligungs-GmbH

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtszeitraum 64.625 €. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:

2014/15

2013/14

Fixum 36.625 19.500
Sitzungsentgelt 28.000 18.000
64.625 37.500

2. Satzungsänderung

Die Hauptversammlung vom 08.07.2015 hat die Neufassung der Satzung, insbesondere die Änderung in den §§ 2 (Gegenstand des Unternehmens) und jetzt 5 (Grundkapital) (vgl. obiger Punkt C.6) beschlossen. Neuer Gegenstand ist die Identifizierung, Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung biologischer, biochemischer und biotechnologischer Verfahren und Produkte, insbesondere von Biokatalysatoren und anderen bioaktiven Naturstoffen für industrielle Anwendungen in Chemieunternehmen, für die Herstellung von Nahrungsmitteln, Kosmetika und Medizinprodukten, für die Abfall- und Schadstoffbeseitigung sowie für die Energie- und Rohstoffgewinnung, einschließlich der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung solcher Verfahren und Produkte, die bioaktive Bestandteile enthalten, auf biotechnischen Mechanismen basieren, bioaktive Wirkungen entfalten oder biotechnische Anwendungen ermöglichen.

3. Angaben von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt worden sind

Die MP Beteiligungs-GmbH, Kaiserslautern, hält zum 30.09.2015 mehr als 25%, aber weniger als 50% der Anteile.

4. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014/15 waren durchschnittlich 118 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 107), davon 9 Aushilfskräfte (Vorjahr: 9) und 11 Stipendiaten (Vorjahr: 6).

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen und ausgelösten Bestellungen für Entwicklungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Mindestmietzahlungen und Bestellobligo 30.09.2015

30.09.2014

Restlaufzeit bis 1 Jahr 135.117 42.929
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 863 1.313
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
135.980 44.242

Zum 30. September 2015 bestehen wie auch im Vorjahr keine finanziellen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben.

Es bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen für Immaterielle Wirtschaftsgüter, die von der Erreichung spezifischer, unter Einsatz dieser immateriellen Wirtschaftsgüter erzielter zukünftiger Umsatzerlöse abhängig sind bis zu einer maximalen Höhe von 160 T€.

Im Rahmen eines geschlossenen Darlehensvertrags mit einer Tochtergesellschaft besteht noch die Verpflichtung zur Auszahlung eines langfristigen Gesellschafterdarlehens in Höhe von 55 T€.

Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen im Rahmen eines Unternehmenserwerbs aus verbindlichen Angeboten im Rahmen von Put-Call-Optionen in einem erwarteten Umfang von 4.826 T€, deren Annahmen jeweils bis spätestens zum 22. Januar 2020 erklärt werden müssen, mit dem beizulegenden Wert in Höhe von 2.112 T€. Der beizulegende Wert wurde unter Berücksichtigung von Erwartungen zur Geschäftsentwicklung bzw. sonstiger relevanter Variablen und einer Abzinsung entsprechend der prognostizierten Zahlungsfälligkeit mittels Discounted Cashflow-Methode mit einem Rechnungszins von 3,0% ermittelt.

Nicht-limitierte Verpflichtungen resultieren zudem aus Put-Call-Optionen in Verbindung mit einer Earn-Out-Regelung mit Anknüpfung am EBIT des Tochterunternehmens sowie durch Vereinbarung bedingter Kaufpreiszahlungen, die bei Erreichung bestimmter Unternehmensziele greifen. Der Nominalbetrag der erwarteten finanziellen Verpflichtung beträgt 2.348 T€. Der Betrag dieser bedingten finanziellen Verpflichtung wird auf insgesamt 2.127 T€ in Höhe des beizulegenden Wertes geschätzt. Hierbei wurden Erwartungen zur Geschäftsentwicklung und der Höhe der Finanzschulden zugrunde gelegt und eine Abzinsung entsprechend der wahrscheinlichen Fälligkeit mittels Discounted Cashflow-Methode mit einem Rechnungszins von 3,0% vorgenommen.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt 4.590 T€.

Für die unter den Anzahlungen auf Finanzanlagen bilanzierten Put-Call-Optionen mit Anschaffungskosten in Höhe von 30 T€ kann kein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden, da keine Markt- oder Börsendaten für dieses Finanzinstrument vorhanden sind. Ein beizulegender Zeitwert kann auch nicht auf andere Art und Weise verlässlich bestimmt werden.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2014/15 auf neue Rechnung vorzutragen.

Zwingenberg, 26. November 2015

Dr. Jürgen Eck, Vorsitzender des Vorstands

Drs. Henricus Cornelis Maria (Eric) Marks, Mitglied des Vorstands

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit von 01. Oktober 2014 bis 30. September 2015

der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

Anschaffungskosten
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01.10.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2015
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 839.310,95 27.275,92 0,00 0,00 866.586,87
839.310,95 27.275,92 0,00 0,00 866.586,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.832.322,75 0,00 0,00 0,00 5.832.322,75
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.153.696,25 226.772,09 130.367,32 6.580,00 4.256.681,02
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.580,00 19.543,69 0,00 -6.580,00 19.543,69
9.992.599,00 246.315,78 130.367,32 0,00 10.108.547,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.179.489,50 2.830.175,00 0,00 25.373,44 10.035.037,94
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 300.000,00 0,00 38.250,00 0,00 261.750,00
3. Beteiligungen 833.473,30 1,00 531.640,80 0,00 301.833,50
4. Anzahlungen auf Finanzanlagen 25.373,44 29.940,50 0,00 -25.373,44 29.940,50
8.338.336,24 2.860.116,50 569.890,80 0,00 10.628.561,94
Summe 19.170.246,19 3.133.708,20 700.258,12 0,00 21.603.696,27
Kumulierte Abschreibungen
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01.10.2014 Zuführungen Abgänge Umbuchungen 30.09.2015
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 187.440,95 67.409,92 0,00 0,00 254.850,87
187.440,95 67.409,92 0,00 0,00 254.850,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.639.249,14 142.744,00 0,00 0,00 1.781.993,14
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.884.223,21 306.267,09 129.526,82 0,00 3.060.963,48
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.523.472,35 449.011,09 129.526,82 0,00 4.842.956,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 415.901,24 124.999,00 0,00 0 540.900,24
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 674.829,85 158.641,45 531.639,80 0 301.831,50
4. Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0 0,00
1.090.731,09 283.640,45 531.639,80 0,00 842.731,74
Summe 5.801.644,39 800.061,46 661.166,62 0,00 5.940.539,23
Nettobuchwerte
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30.09.2015 30.09.2014
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 611.736,00 651.870,00
611.736,00 651.870,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.050.329,61 4.193.073,61
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.195.717,54 1.269.473,04
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.543,69 6.580,00
5.265.590,84 5.469.126,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.494.137,70 6.763.588,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 261.750,00 300.000,00
3. Beteiligungen 2,00 158.643,45
4. Anzahlungen auf Finanzanlagen 29.940,50 25.373,44
9.785.830,20 7.247.605,15
Summe 15.663.157,04 13.368.601,80

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

(Hinweis: Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Aufgrund der Inanspruchnahme handelsrechtlicher Offenlegungserleichterungen wird der Jahresabschluss jedoch nur teilweise offengelegt.)

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Frankfurt am Main, den 27. November 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christopher Schlig, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015

Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/15

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2014/15 in fünf Sitzungen die Unternehmensentwicklung der B·R·A·I·N AG beratend und beaufsichtigend begleitet. In den Sitzungen des Aufsichtsrates standen insbesondere die Umsetzung der Unternehmensstrategie, der Stand der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, die aktuelle Geschäftsentwicklung, die finanzielle Lage sowie das Risikomanagement des Konzerns im Mittelpunkt der ausführlichen Beratungen.

Ein Schwerpunkt lag auf der Beratung über die Chancen und Risiken aus möglichen Akquisitionen. Mit dem mit Wirkung im November 2014 erfolgten Erwerb der Mehrheit der Anteile an der WeissBioTech, einem Anbieter von Enzymen und Starterkulturen mit einem weltweiten Distributionsnetz, konnte die Umsetzung der Buy-and-Build Strategie der Gesellschaft einen wichtigen Schritt vorangebracht werden.

Intensive Diskussionen führte der Aufsichtsrat auch über einen möglichen Börsengang (IPO) der BRAIN AG. Zur weiteren Stärkung der Aufsichtsratsarbeit wurde eine neue Geschäftsordnung erarbeitet und in der Sitzung am 15. September 2015 verabschiedet. Nach den Regelungen dieser neuen Geschäftsordnung wurden drei Ausschüsse der Aufsichtsrats gebildet: Prüfungsausschuss, Personalausschuss und Nominierungsausschuss.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Neubesetzung des Vorstandes nach dem Ausscheiden des Gründers und langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Holger Zinke.

Auch außerhalb der Sitzungen standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende in regelmäßigem vertrauensvollem Austausch über die wichtigen Entwicklungen im Konzern. Der Aufsichtsrat war in alle für den Konzern wichtigen Entscheidungen eingebunden und fasste die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse.

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wurden dabei vollständig wahrgenommen.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurde von der Hauptversammlung am 17. März 2015 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Entsprechend ihrer Beauftragung hat sie den nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss und Lagebericht der B·R·A·I·N AG und den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss nach § 315a Abs. 3 HGB zum 30.09.2015 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat auf der Aufsichtsratssitzung am 1./5. Dezember 2015 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Erläuterungen sowie für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und keine Einwendungen erhoben.

Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den IFRS Konzernabschluss zum 30.09.2015 gebilligt; der Abschluss der B·R·A·I·N AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B·R·A·I·N Konzerngesellschaften für die mit hohem persönlichen Engagement geleisteten Beiträge zum Erfolg des Unternehmens.

Kaiserslautern, den 05. Dezember 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Ludger Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrats