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BKS Bank AG

Quarterly Report Aug 24, 2018

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Quarterly Report

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HALBJAHRESFINANZBERICHT 2018

INHALTS-VERZEICHNIS

BKS BANK KONZERN IM ÜBERBLICK 3
Highlights im ersten Halbjahr 2018 4
Vorwort der Vorstandsvorsitzenden 6
KONZERNLAGEBERICHT 9
Wirtschaftliches Umfeld 10
Konsolidierte Unternehmen 12
Vermögens- und Finanzlage 14
Ergebnisentwicklung 17
Segmentbericht 20
Konsolidierte Eigenmittel 23
Risikobericht 24
Vorschau auf das Gesamtjahr 32
KONZERNABSCHLUSS ZUM 30. JUNI 2018. 35
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2018 38
Konzernbilanz zum 30. Juni 2018 41
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 42
Konzerngeldflussrechnung 43
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 44
ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER DER BKS BANK. 69
Unternehmenskalender 2018 69

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018 enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 22. August 2018 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

DISCLAIMER

–2–

Die vorliegende deutsche Version ist die authentische und für alle rechtlichen Aspekte relevante Fassung. Zwischenberichte in englischer Sprache sind Übersetzungen.

Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.

BKS BANK KONZERN IM ÜBERBLICK

ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR 1. Halbjahr 2017 1. Halbjahr 2018 ± in %
Zinsüberschuss 59,9 65,7 9,6
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -14,2 -9,1 -36,1
Provisionsüberschuss 25,9 27,4 5,5
Verwaltungsaufwand -52,6 -58,0 10,1
Periodenüberschuss vor Steuern 36,7 36,6 -0,2
Periodenüberschuss nach Steuern 33,1 32,6 -1,5
BILANZZAHLEN
in Mio. EUR
31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Bilanzsumme 7.579,5 8.074,2 6,5
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 5.313,2 5.686,3 7,0
Primäreinlagen 5.669,1 5.968,2 5,3
– hiervon Spareinlagen 1.475,1 1.442,7 -2,2
– hiervon verbriefte Verbindlichkeiten
inkl. Nachrangkapital 712,6 781,1 9,6
Eigenkapital 1.046,5 1.168,1 11,6
Betreute Kundengelder 14.150,7 14.715,6 4,0
– hiervon Depotvolumen 8.481,6 8.747,4 3,1
EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in % (Pkt.)
Total risk exposure amount 5.016,7 5.235,8 4,4
Eigenmittel 701,6 789,2 12,5
– hiervon hartes Kernkapital (CET1) 614,5 594,9 -3,2
– hiervon gesamtes Kernkapital (CET1 und AT1) 627,8 648,8 3,3
Harte Kernkapitalquote (in %) 12,3 11,4 -0,9
Gesamtkapitalquote (in %) 14,0 15,1 1,1
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN 31.12.2017 30.06.2018 ± in % (Pkt.)
Return on Equity nach Steuern 6,8 6,0 -0,8
Return on Assets nach Steuern 0,9 0,8 -0,1
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 51,9 53,6 1,7
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 16,7 10,7 -6,0
NPL-Quote 3,5 2,9 -0,6
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 145,2 157,7 12,5
Leverage Ratio 8,0 7,8 -0,2
RESSOURCEN 31.12.2017 1. Halbjahr 2018
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 928 926
Anzahl der Geschäftsstellen 63 61
DIE BKS BANK-AKTIE 31.12.2017 30.06.2018
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) 37.839.600 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 18,5/17,8 19,8/18,2
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/15,4 17,5/16,9
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,8/17,7 17,8/17,2
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 705,3 763,3

HIGHLIGHTS IM ERSTEN HALBJAHR 2018

KAPITALERHÖHUNG

– 4– Im ersten Quartal führten wir erfolgreich eine Kapitalerhöhung durch. Der Emissionserlös betrug 55,0 Mio. EUR.

TESTSIEGER

Die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien und das Magazin trend zeichneten die BKS Bank für die österreichweit beste Beratung bei der Immobilienfinanzierung aus.

KUNDENZUFRIEDENHEIT

Unsere Kunden stellten uns ein gutes Zeugnis aus und bewerteten uns mit 1,6 auf einer 5-stelligen Skala.

FILIALERÖFFNUNG

In Split feierte die BKS Bank eine schwungvolle Eröffnung. Unsere dritte Filiale in Kroatien.

ÜBERNAHME

Mit der Übernahme von 9.000 Kunden der GBD sind wir nun in Slowenien der zweitwichtigste Wertpapieranbieter.

STRAHLENDE GEWINNER

Sto, Kärntnermilch und Goerner Formpack freuten sich über den TRIGOS Kärnten. Der Sonderpreis "CSR-Newcomer" ging an den Marktplatz Mittelkärnten.

PRIME

Die internationale Nachhaltigkeitsrating-Agentur ISS-oekom verlieh unseren CSR-Aktivitäten erneut den Prime-Status. Damit gehören wir weltweit zu den besten Banken in Sachen Nachhaltigkeit.

BKS BANK-PUBLIKUMSPREIS

Raphaela Edelbauer gewann bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur den mit 7.000 EUR dotierten BKS Bank-Publikumspreis.

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

"Lerne vom Gestern, lebe heute, vertraue auf morgen. Wichtig ist, dass man nicht aufhört, zu fragen", stellte Albert Einstein einst fest. In unserer schnelllebigen Zeit, die durch den technologischen Fortschritt viele Branchen vor große Herausforderungen stellt, ist dieses Zitat aktueller denn je. Nur Unternehmen, die ihren Kunden, Mitarbeitern und Investoren ihren Purpose vermitteln können, werden langfristig am Markt bestehen. Die BKS Bank ist seit 1922 im Bankgeschäft tätig und steht seit mehr als 90 Jahren der regionalen Wirtschaft und ihren Kunden zur Seite. Im Sommer feierten wir das 90-jährige Bestandsjubiläum unserer Filialen Spittal und Wolfsberg und im Oktober wird jenes unserer Filiale in Villach folgen.

Hohe Kundenzufriedenheit und Testsieger bei der Immobilienfinanzberatung

Stetig zu lernen und sich weiterzuentwickeln ist eine der Devisen, die unser Haus seit langem so erfolgreich machen und unsere exzellente Beratungsqualität sicherstellen. Es freut mich, dass unsere Bemühungen auch von Ihnen so wahrgenommen werden. Rund 1.500 Kunden haben kürzlich an einer Kundenzufriedenheitsanalyse teilgenommen und uns mit einer Note von 1,6 ein sehr gutes Zeugnis für unsere Leistungen ausgestellt. Ich danke allen, die an der Umfrage teilgenommen haben, herzlich.

Im Juni haben die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) und das Magazin trend die BKS Bank österreichweit zur Filialbank mit der besten Immobilienfinanzierungsberatung gekürt. Ebenso stolz bin ich darauf, dass die BKS Bank-Stammaktie Ende Juni bereits zum dritten Mal in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX an der Wiener Börse aufgenommen wurde. Damit zählen wir in Sachen Nachhaltigkeit zu den Klassenbesten in Österreich.

–7–

Bilanzsumme erstmals über 8 Milliarden Euro

Erfreulicherweise spiegelt sich die hohe Kundenzufriedenheit auch in den Geschäftszahlen wider: Die BKS Bank hat per 30. Juni 2018 mit einer Bilanzsumme von 8,07 Mrd. EUR erstmals die 8-Milliarden-Euro-Grenze übertroffen. Unser Primäreinlagenvolumen von 5,97 Mrd. EUR (+5,3 %) erreichte einen historischen Höchststand. Die an Kunden vergebenen Finanzierungen konnten wir im ersten Halbjahr deutlich auf 5,81 Mrd. EUR ausbauen. Der Periodenüberschuss erreichte mit 32,6 Mio. EUR das Vorjahresniveau. Sehr zufrieden sind wir mit der Entwicklung des Zinsüberschusses (+9,6 %), der Risikovorsorge (-36,1 %) sowie der Steigerung des Provisionsüberschusses (+5,5 %). Allerdings mussten wir beim Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang hinnehmen. Auch die hohe Steigerung der Personalkosten durch den fast doppelt so hohen KV-Abschluss trübte das Ergebnis etwas.

Neue Filialen in Slowenien und Wien

Im letzten Zwischenbericht durfte ich Sie über die geplante Übernahme von rund 9.000 Vermögensverwaltungs- und Brokerage-Kunden der GBD (Gorenjska borznoposredniška družba d.d.) in Slowenien informieren. Die Übernahme wurde mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Auch die Vorbereitungen zur Eröffnung einer Filiale in Kranj sind nahezu beendet. Die Stelle wird in wenigen Wochen ihren Betrieb aufnehmen. Anfang Oktober wird eine weitere Filiale in der Hernalser Hauptstraße in Wien ihren ersten Öffnungstag haben.

BKS-Wohnpark: Grundstein gelegt

Der Baufortschritt beim BKS-Wohnpark, dem seit langem größten Projekt unserer Tochtergesellschaft BKS Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., verläuft planmäßig. Im Mai erfolgte die Grundsteinlegung für die 50 Mietwohnungen, von denen 23 in Kooperation mit dem Hilfswerk Kärnten als betreubares Wohnen konzipiert sind. Bei der Planung wurden viele ökologische Nachhaltigkeitsaspekte, wie z. B. eine Photovoltaikanlage oder eine umweltfreundliche Wärmeerzeugung mit einer Grundwasserpumpe, berücksichtigt. Geplanter Bezugstermin ist September 2019.

Im Herbst: neuer Social Bond

Abschließend erlauben Sie mir noch einen kleinen Ausblick auf den Herbst. Wir planen im Herbst wieder einen Social Bond zu begeben. Damit tragen wir der regen Nachfrage nach nachhaltigen Geldanlagemöglichkeiten Rechnung.

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

KONZERNLAGEBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld Konsolidierte Unternehmen Vermögens- und Finanzlage Ergebnisentwicklung Segmentbericht Konsolidierte Eigenmittel Risikobericht Vorschau auf das Gesamtjahr

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Weltwirtschaft trotzte der zunehmenden Unsicherheit

Die Weltwirtschaft hat sich in den vergangenen sechs Monaten – trotz politischer Querelen – äußerst robust gezeigt. Die Verhängung von Schutzzöllen durch die USA und die damit einhergehenden Vergeltungsmaßnahmen der betroffenen Länder haben bisher noch wenig Einfluss auf die globale Wirtschaft genommen. Generell erwarten Wirtschaftsforscher für die nächsten Monate eine leichte Verlangsamung des weltweiten Konjunkturwachstums. Die anhaltende Bedrohung durch einen möglichen Handelskrieg mit den USA, der nach wie vor ungeregelte Brexit sowie die Zunahme geopolitischer Spannungen könnten die erwartete Abkühlung der Weltkonjunktur jedoch beschleunigen.

In China steuert der Handelskonflikt mit den USA auf eine weitere Verschärfung zu. Dies hat bisher noch keine großen Auswirkungen auf die Unternehmensstimmung gezeigt. Die moderate konjunkturelle Abkühlung, die sich in den vergangenen Monaten abgezeichnet hat, dürfte daher nicht in einen scharfen Abschwung übergehen.

Die US-Konjunktur befindet sich weiterhin auf einem guten Wachstumspfad. Die jüngsten Konjunkturdaten deuten für das zweite Quartal einen ungewöhnlich kräftigen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts an. Im Gegensatz zur Eurozone liegt das weniger an den Unternehmensinvestitionen, sondern vor allem am stärkeren Außenhandel. So waren zuletzt die Importe auffallend schwach, während gleichzeitig die Exporte in den ersten beiden Quartalsmonaten kräftig zulegten. Zudem deuten die monatlichen Lagerdaten stärkere Lagerinvestitionen an.

In Europa trübten sich zuletzt einige Stimmungsindikatoren ein. Dies ist allerdings aufgrund der im Vorjahr erreichten hohen Niveaus verständlich und wenig überraschend. Der private und der staatliche Konsum sowie die Bruttoanlageinvestitionen sind weiterhin stark und haben sich ähnlich entwickelt wie im vierten Quartal 2017. Was im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorquartal jedoch fehlte, waren die starken Impulse vom Außenhandel. Für das zweite Quartal weist vieles darauf hin, dass die Eurozone vermutlich etwas stärker wachsen wird als im ersten Quartal. Die außergewöhnliche Konjunkturdynamik aus dem vergangenen Jahr wird 2018 wohl nicht mehr erreicht werden können. So gut die wirtschaftliche Stimmung in Europa aber immer noch ist, so trübte sich zuletzt das politische Klima zunehmend ein. Dies betrifft sowohl das Verhältnis der europäischen Staaten untereinander als auch die politische Lage innerhalb einzelner Länder. Noch ist zwar keine Umwälzung auf die wirtschaftliche Lage in Sicht, jedoch wird dies auf mittlere Sicht wohl nicht folgenlos für die Konjunktur und Finanzmärkte bleiben können. Die wirtschaftliche Erholung setzte sich auch in unseren Wachstumsmärkten Slowenien, Kroatien und der Slowakei fort. Für das heurige Jahr wird in diesen Ländern ein BIP-Zuwachs von 2,8 % (Slowakei), 3,8 % (Kroatien) bzw. 4,3 % (Slowenien) erwartet.

Österreich befindet sich derzeit in einer Hochkonjunkturphase. Das Wirtschaftswachstum soll laut Institut für höhere Studien (IHS) heuer bei 2,9 % liegen. Somit liegt es – wie schon in den letzten Quartalen – über dem Wachstum der Eurozone. Gestützt wird das Wachstum weiterhin von der Exportnachfrage und dem privaten Konsum. Die Abwärtsrisiken haben jedoch – ähnlich wie in ganz Europa – im Vergleich zur vorjährigen Mittelfristprognose merklich zugenommen. Der heimische Arbeitsmarkt profitiert weiterhin vom Konjunkturaufschwung. Die starke Nachfrage nach Arbeitnehmern wirkte sich erneut positiv auf die Arbeitslosenquote aus. Ende Juni 2018 betrug diese nach nationaler Berechnung 6,8 %.

Geldpolitik in der Eurozone befindet sich im Wandel

In der letzten Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde ein zaghafter Kurswechsel verkündet: Zum Jahresende soll das geldpolitisch stützende Anleihekaufprogramm auslaufen. Die Leitzinsen verharren bis auf weiteres auf Nullniveau und mit einer Zinsanhebung sei nicht vor September 2019 zu rechnen. Über den genauen Zeitpunkt der Zinsanhebung sei laut EZB-Präsident Draghi nicht diskutiert worden. In den USA hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) im Juni 2018 den Leitzins – dank der guten Lage der Konjunktur und des Arbeitsmarktes – weiter angehoben. Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen, ist um 0,25 % auf eine Spanne von 1,75 % bis 2,00 % gestiegen. Eine weitere Zinsanhebung im September und im Dezember 2018 wurde in Aussicht gestellt.

Aktienmärkte präsentierten sich schwankungsintensiv

An den Aktienmärkten kam es nach anfänglichen Kursgewinnen ab Februar zu deutlichen Kursverlusten. Bis Mai erholten sich die Aktienmärkte, nur um im Juni wieder nach unten zu korrigieren. Hauptverantwortlich für die letzte Korrektur ist der Einfluss des schwelenden Handelskonfliktes. Obwohl die veröffentlichten Unternehmenszahlen solide und die Konjunkturindikatoren besser als erwartet waren, beendeten viele – aber nicht alle – Aktienindizes den Juni im Minus. Der globale Aktienmarkt in Euro lag per Ende Juni mit 2,2 % leicht im Plus. Gut entwickelten sich auch US-Aktien. Speziell der S&P 500 Index stieg in Euro um 4,7 % und der NASDAQ Comp. Index in Euro sogar um 12 %. Europäische Indizes wie beispielsweise der deutsche Aktienindex oder der österreichische Aktienmarkt schlossen hingegen mit -4,7 % bzw. -3,1 % im Minus.

Euro verlor gegenüber den wichtigsten handelsüblichen Währungen

Gegenüber dem US-Dollar wertete der Euro im ersten Halbjahr von 1,201 auf 1,1684 EUR je USD ab, ein Minus von 2,7 %. Im Vergleich zum Schweizer Franken verlor der Euro 1,1 % (von 1,170 auf 1,157) und gegenüber dem britischen Pfund wertete der Euro von 0,888 auf 0,885 (-0,3 %) ab. Verluste von 4,3 % gab es auch gegenüber dem japanischen Yen (von 135,28 Yen auf 129,36 Yen pro Euro). Im Verhältnis zum chinesischen Renminbi verlor der Euro ebenfalls an Terrain und wertete um 1,0 %, von 7,802 auf 7,725 EUR je CNY ab. Die für unser Haus wichtige Kroatische Kuna wertete zum Euro um 0,6 % auf und notierte per Ende Juni mit 7,386 HRK je EUR nach 7,433 HRK je EUR zum Jahresende.

Rohstoffpreise entwickelten sich unterschiedlich

Energierohstoffe legten im ersten Halbjahr für Euro-Investoren um 23,2 % zu. Andere Rohstoffarten wie etwa Agrarrohstoffe (-0,4 %), Edelmetalle (-1,9 %) oder Industriemetalle (-2,9 %) mussten hingegen Kursverluste hinnehmen. Im Gegensatz dazu ist der Ölpreis (Brent) in den ersten sechs Monaten um 18,8 % in US-Dollar gestiegen und lag Ende Juni bei 79,44 USD pro Barrel. Was den weiteren Verlauf der Rohstoffpreise betrifft, dürfte die zunehmende Besorgnis der Marktteilnehmer im Hinblick auf die Entwicklung der Konjunktur die Rohstoffmärkte weiterhin in Atem halten. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Rohstoffpreise zwar weiter steigen – dies jedoch unter hohen Schwankungen.

KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält Ende Juni 19 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht zeigt, in welcher Form Unternehmen gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.

Verbundene Unternehmen sind in den Konzernabschluss auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter einbezogen. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.

GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

BKS Bank AG,
Klagenfurt
BKS-Leasing Gesellschaft
m.b.H., Klagenfurt
BKS-leasing d.o.o.,
Ljubljana
BKS-leasing Croatia d.o.o.,
Zagreb
BKS-Leasing s.r.o.,
Bratislava
Drei Banken Versicherungs
agentur GmbH,
Linz
Oberbank AG,
Linz
Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft,
Innsbruck
ALPENLÄNDISCHE
GARANTIE - GESELLSCHAFT
m.b.H., Linz
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs u.
Vermietungsgesellschaft
m.b.H., Klagenfurt
Immobilien Errichtungs- u.
Vermietungsgesellschaft
m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt
IEV Immobilien GmbH,
Klagenfurt
VBG-CH Verwaltungs und
Beteiligungs GmbH,
Klagenfurt
LVM Beteiligungs
Gesellschaft m.b.H., Wien
BKS Service GmbH,
Klagenfurt
BKS Immobilien-Service
Gesellschaft m.b.H.,
Klagenfurt
BKS Hybrid alpha GmbH,
Klagenfurt
BKS Hybrid beta GmbH,
Klagenfurt
BKS 2000 – Beteiligungs
verwaltungsgesellschaft
mbH, Klagenfurt
Vollkonsolidierung
at Equity-Einbezug
quotale Konsolidierung

Kredit- und Finanzinstitute

Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 14 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernperiodenabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.

Bei den drei gemäß IAS 28 at Equity bilanzierten Unternehmen werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Neben den Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft ist auch die Drei Banken Versicherungsagentur GmbH at Equity einbezogen. Die BKS Bank hielt zum 30. Juni 2018 an diesen Kreditinstituten mit 15,21 % bzw. 14,78 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns übertraf erstmals die 8-Milliarden-Euro-Schwelle und betrug am Ende des ersten Halbjahres 8,07 Mrd. EUR. Der kräftige Anstieg resultierte primär aus der deutlich gestiegenen Kreditnachfrage. Auch bei den Primäreinlagen haben wir im ersten Halbjahr wieder kräftig zugelegt und nur knapp die 6-Milliarden-Euro-Schwelle unterschritten.

Aktiva

IFRS 9 VERÄNDERT DAS BILANZBILD

Der BKS Bank Konzern wendet seit 01. Jänner 2018 den neuen IFRS 9-Standard an. Die geänderten Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 wirken sich auf die Bilanz und Erfolgsrechnung, auf die Rechnungslegungs- und Risikomanagementprozesse, die internen Kontrollen und auf die Berichterstattung aus. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2017 wurden – wie von den Übergangsbestimmungen des IFRS 9 ermöglicht – nicht angepasst und entsprechen daher den Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätzen des IAS 39, wie sie bis zum 31. Dezember 2017 angewendet wurden. Nachfolgend kommentieren wir die Entwicklung der Aktiva vom 01. Jänner bis 30. Juni 2018.

VERÄNDERUNG DER BILANZPOSITIONEN NACH IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018

in Mio. EUR 31.12.2017 01.01.2018 30.06.2018 ± in %
Forderungen an Kreditinstitute 97,7 97,7 214,7 >100
Forderungen an Kunden 5.450,2 5.506,1 5.810,6 5,5
– Risikovorsorge zu Forderungen und Schuldverschreibungen -137,0 -123,2 -124,4 1,0
Handelsaktiva 9,8 9,8 9,7 -1,3
Finanzielle Vermögenswerte (FV) 1.043,1 n/a n/a -
– FV at Fair Value through Profit or Loss 78,3 n/a n/a -
– FV Available-for-Sale 182,1 n/a n/a -
– FV Held-to-Maturity 782,8 n/a n/a -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere n/a 862,1 907,2 5,2
Aktien und Anteilsrechte n/a 125,3 134,8 7,6

KREDITNACHFRAGE VERZEICHNETE KRÄFTIGEN ANSTIEG

Die Kreditnachfrage hat insbesondere im zweiten Quartal 2018 spürbar angezogen. Von Jänner bis Juni 2018 haben wir 850,2 Mio. EUR an Neuvolumen vergeben. Vor allem in unseren Wachstumsregionen konnten wir viele Unternehmen und Privatkunden von unserem Finanzierungs-Know-how überzeugen. Gut ein Viertel des Neugeschäftsvolumens entfiel auf die Direktion Wien-Niederösterreich-Burgenland, die Direktion Slowenien steuerte rund 100 Mio. EUR an neuen Krediteinräumungen bei. Insgesamt beliefen sich die Ausleihungen zum 30. Juni 2018 auf 5,81 Mrd. EUR, ein Kreditwachstum von erfreulichen 5,5 %. In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumen der Konzernmutter BKS Bank AG und die Ausleihungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.

Die Risikovorsorgen zu Kundenforderungen entwickelten sich im bisherigen Jahresverlauf sehr zufriedenstellend und beliefen sich zum 30. Juni 2018 auf 124,4 Mio. EUR. Wir setzen laufend Maßnahmen zur weiteren Verbesserung unserer Portfolio-Struktur. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich in der deutlich verbesserten Quote der Nonperforming Loans (NPL-Quote), die von 3,5 % auf 2,9 % erneut gesunken ist.

Das Volumen und die Anzahl an Fremdwährungskrediten bewegten sich ebenfalls in die richtige Richtung: Per 30. Juni 2018 sank die FX-Quote auf nur mehr 2,9 %.

LEASINGGESCHÄFTE IM AUFWIND

Leasing erfreut sich bei unseren Kunden sowohl in Österreich als auch in unseren Nachbarländern großer Beliebtheit. Unsere in- und ausländischen Leasinggesellschaften konnten dank der exzellenten Beratungsleistung von diesem Trend profitieren und verzeichneten im ersten Halbjahr 2018 markante Zuwächse. Das Leasingvolumen der österreichischen Leasinggesellschaft erhöhte sich von 175,4 Mio. EUR auf 193,3 Mio. EUR, eine Steigerung von 10,2 %. Die slowenische Leasinggesellschaft setzte ihre Erfolgsstory unbeirrt fort und finanzierte in den ersten sechs Monaten Autos, Maschinen und Immobilien im Wert von 37,4 Mio. EUR. Insgesamt betrug das Leasingvolumen der BKSleasing d.o.o. 124,5 Mio. EUR, ein Zuwachs von beachtlichen 19,1 % im Vergleich zum Jahresultimo 2017. In Kroatien entwickelte sich das Leasinggeschäft ebenfalls sehr zufriedenstellend und legte um 12,8 % auf 48,5 Mio. EUR zu. In der Slowakei zeigen unsere Aktivitäten zur Verbesserung des Geschäftsverlaufes bereits Wirkung. Das erste Halbjahr 2018 verlief demnach sehr vielversprechend, das Leasingvolumen konnte um 38,7 % auf 35,5 Mio. EUR ausgebaut werden.

HOHER LIQUIDITÄTSPUFFER VORHANDEN

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 fällt die Bilanzposition der finanziellen Vermögenswerte weg. Die Vermögensbestände wurden in die zwei neuen Bilanzpositionen "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" und "Aktien und Anteilsrechte" umgegliedert.

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren legte um 5,2 % auf 907,2 Mio. EUR zu. Im ersten Halbjahr haben wir Investitionen im Ausmaß von 72,8 Mio. EUR getätigt, diesen standen Tilgungen in Höhe von nur 26,5 Mio. EUR gegenüber. In dieser Position halten wir erstklassige liquide Aktiva, sogenannte High Quality Liquid Assets, zur Erfüllung der regulatorischen Liquiditätsbestimmungen.

Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen erhöhten sich im ersten Halbjahr auf 565,3 Mio. EUR (+8,6 %). Die Zuführung der Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sind in dieser Position abgebildet.

Aufgrund des nach wie vor negativen Zinssatzes für die Einlagenfazilität versuchen wir die Barreserve auf einem vertretbaren Niveau zu halten. Das ist uns im zweiten Halbjahr durch die starke Kreditnachfrage gut gelungen. Der Stand der Barreserve verringerte sich von 476,6 Mio. EUR auf 413,6 Mio. EUR, nachdem zwischenzeitig auch deutlich höhere Werte zu verzeichnen waren.

Passiva

PRIMÄREINLAGEN NEUERLICH AUF REKORDNIVEAU

Der Primäreinlagenstand erreichte mit 5,97 Mrd. EUR erneut einen Höchststand, ein Zuwachs von 5,3 %. Die Primäreinlagen stellen für uns eine wichtige Refinanzierungsquelle dar. Der neuerliche Anstieg freut uns sehr, da dieser von dem großen Vertrauen unserer Kunden in die BKS Bank zeugt.

Entscheidend bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren einmal mehr die Sicht- und Termineinlagen, die mit 3,74 Mrd. EUR um kräftige 7,6 % zulegten. Der Großteil davon stammt von Firmenkunden, die über ungebrochen hohe Liquiditätsstände verfügen. Aber auch immer mehr Privatkunden entscheiden sich für eine Veranlagung in Sicht- und Termingelder. Der Wunsch unserer Kunden, bequem und flexibel, und zwar auch online, über das Gesparte zu verfügen, macht das Mein Geld-Konto zu einer beliebten Sparform. Dementsprechend erhöhte sich im ersten Halbjahr 2018 das Volumen um 4,1 % auf 301,8 Mio. EUR.

Bei den Spareinlagen haben wir in den ersten sechs Monaten Abflüsse in Höhe von 2,2 % verzeichnet. Das Volumen auf klassischen Sparbüchern betrug insgesamt 1,44 Mrd. EUR.

Das Emissionsgeschäft verlief im ersten Halbjahr sehr zufriedenstellend. Vor allem institutionelle Anleger konnten wir von unserem Angebot überzeugen. Bis zum 30. Juni 2018 haben wir 75,0 Mio. EUR an Privatplatzierungen, darunter 13,0 Mio. EUR als Nachrangkapital, begeben. Die verbrieften Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum um 7,4 % auf 595,2 Mio. EUR, während das Nachrangkapital auf 185,9 Mio. EUR zulegte.

Die Position Konzerneigenkapital vergrößerte sich im ersten Halbjahr auf 1,17 Mrd. EUR. Der Zuwachs beruhte zum einen auf der Zuführung des Emissionserlöses aus der im ersten Quartal durchgeführten Kapitalerhöhung und andererseits auf der Zuschreibung des Periodenergebnisses. Das gezeichnete Kapital betrug 85,9 Mio. EUR, eine Erhöhung um 8,3 %.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Die BKS Bank erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2018 ein solides Ergebnis. Sowohl das Zinsergebnis als auch das Provisionsergebnis entwickelten sich in den ersten sechs Monaten sehr positiv. Die florierende Konjunktur wirkte sich zudem günstig auf die Kreditrisikovorsorgen aus. Getrübt wurde das Ergebnis durch höhere Personalkosten und durch das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten.

Solides Periodenergebnis erzielt

Der Konzernperiodenüberschuss nach Steuern betrug zum 30. Juni 2018 32,6 Mio. EUR und lag damit in etwa auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten und der gestiegene Verwaltungsaufwand – bedingt durch den deutlich höheren KV-Abschluss – wirkten sich dämpfend auf das Periodenergebnis aus. Im Gegensatz dazu entwickelte sich jedoch das Zinsgeschäft deutlich über unseren Erwartungen. Der Zinsüberschuss belief sich zum Juniultimo auf 65,7 Mio. EUR, ein Plus von 9,6 %. Die gestiegene Kreditanfrage spiegelt sich in diesem guten Ergebnis wider.

Provisionsgeschäft entwickelte sich positiv

Das Provisionsergebnis ist im ersten Halbjahr ebenfalls kräftig gewachsen und betrug 27,4 Mio. EUR, ein Plus von 5,5 %. Erneut verlief das Geschäft mit Zahlungsverkehrsprodukten und -dienstleistungen sehr vielversprechend. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erzielten wir ein Ergebnis von 10,3 Mio. EUR, eine Steigerung von 4,1 %. Das Wertpapiergeschäft verlief hingegen unter unseren Erwartungen. Die Aktienmärkte zeigten sich in den ersten sechs Monaten schwankungsintensiver als noch im Jahr davor. Anleger sind angesichts der höheren Volatilität zurückhaltender in ihren Anlageentscheidungen. Diese defensive Haltung schlug sich in niedrigeren Erträgen nieder. Darüber hinaus wirkten sich die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen im Wertpapiergeschäft hemmend auf die Geschäftsentwicklung aus. Per 30. Juni 2018 erreichten wir einen Provisionsüberschuss in dieser Sparte von 6,3 Mio. EUR, ein Rückgang von 9,0 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017.

Die Kreditprovisionen erhöhten sich dank des guten Verlaufs des Finanzierungsgeschäftes von 6,5 Mio. EUR auf 8,3 Mio. EUR, während die Provisionen im Devisengeschäft mit 1,8 Mio. EUR konstant auf dem Niveau des Vorjahres blieben.

IFRS 9 ändert die Zusammensetzung der finanziellen Vermögenswerte

Mit der Einführung von IFRS 9 kam es zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Position "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten". Die beiden Positionen "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale" und "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity" entfielen. Dafür wurden drei neue Positionen geschaffen, die sich im ersten Halbjahr wie folgt entwickelten:

KOMPONENTEN DER ERFOLGSRECHNUNG

Die Position "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)" verzeichnete einen negativen Bewertungssaldo von -1,3 Mio. EUR. Das "Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten" belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf -94,4 Tsd. EUR. Die neu eingeführte Position "Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten" zeigte zum 30. Juni 2018 einen Wert von -0,1 Mio. EUR. Die Position "Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten" drehte im Vergleich zur Vorjahresperiode ins Negative und betrug -3,1 Mio. EUR. In dieser Position sind auch die Aufwendungen für Bonitätsrisiken von Kundenforderungen, die dieser Kategorie gewidmet sind, auszuweisen. Daraus resultierte primär das negative Bewertungsergebnis aus der Fair Value-Option. Insgesamt betrug das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten im ersten Halbjahr -4,6 Mio. EUR.

Verwaltungsaufwand deutlich gestiegen

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 10,1 % auf 58,0 Mio. EUR. Der größte Anteil im Verwaltungsaufwand entfällt auf den Personalaufwand, der mit 38,2 Mio. EUR im Vergleich zum Juniultimo 2017 deutlich zunahm. Der Anstieg ist primär der Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 2,76 % geschuldet. Am Ende des ersten Halbjahres haben wir – in Personaljahren gerechnet – konzernweit 926 Personen beschäftigt, ein leichtes Minus verglichen mit dem 31. Dezember 2017. Die Sachaufwendungen verzeichneten aufgrund höherer Investitionen in die Digitalisierung einen Anstieg um 7,5 % auf 16,4 Mio. EUR. Die Abschreibungen nahmen ebenfalls zu und betrugen 3,4 Mio. EUR.

Sonstiges Ergebnis verbesserte sich

Im sonstigen betrieblichen Ergebnis schlägt sich vor allem die Belastung aus regulatorischen Kosten nieder. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis zwar um ein Viertel verbessert, dennoch blieb das Ergebnis mit -3,5 Mio. EUR unerfreulich. Im sonstigen Ergebnis sind die Aufwendungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,8 Mio. EUR bzw. 2,0 Mio. EUR sowie für die Stabilitätsabgabe von 0,5 Mio. EUR enthalten.

Unternehmenskennzahlen gut auf Kurs

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen zeigten zum 30. Juni 2018 folgendes Bild: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern veränderte sich im Vergleich zu 2017 von 6,8 % auf 6,0 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern nahm von 0,9 % auf 0,8 % ab.

Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich zwar aufgrund des gestiegenen Verwaltungsaufwands von 51,9 % auf 53,6 %, blieb aber unter der internen Benchmark von 55,0 % und deutlich unter dem Wert des ersten Quartals. Die Risk-Earnings-Ratio entwickelte sich angesichts der sehr guten Risikosituation ausgezeichnet und betrug zum 30. Juni 2018 erfreuliche 10,7 %. Das ist im Vergleich zum Jahresende 2017 ein Rückgang von 6,0 %-Punkten.

Im ersten Halbjahr haben wir das Non-performing Loan-Portfolio weiter abgebaut. Die konsequenten Bemühungen zum Abbau von Risikofällen zeigten sich in der verbesserten NPL-Quote von 2,9 %, eine Reduktion um 0,6 %-Punkte.

Ende Juni betrug die Leverage Ratio 7,8 %, die Liquidity Coverage Ratio erhöhte sich auf 157,7 %. Beide Werte übertrafen klar die gesetzlich geforderten Quoten in Höhe von 3,0 % bzw. 100,0 %.

Die BKS Bank verfügt über eine solide Eigenmittelausstattung. Sowohl die harte Kernkapitalquote in Höhe von 11,4 % als auch die Gesamtkapitalquote mit 15,1 % weisen gute Werte auf und liegen über den gesetzlichen Anforderungen.

in % 31.12.2017 30.06.2018 ± in %-Pkte.
ROE nach Steuern 6,8 6,0 -0,8
ROA nach Steuern 0,9 0,8 -0,1
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 51,9 53,6 1,7
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 16,7 10,7 -6,0
NPL-Quote 3,5 2,9 -0,6
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 145,2 157,7 12,5
Leverage Ratio 8,0 7,8 -0,2
Harte Kernkapitalquote 12,3 11,4 -0,9
Gesamtkapitalquote 14,0 15,1 1,1

WICHTIGE UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

SEGMENTBERICHT

Das Firmenkundensegment ist das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld im BKS Bank Konzern. Den Großteil des Konzernperiodenüberschusses erwirtschaften wir in diesem Segment. Auch das Segment Financial Markets steuert – trotz herausfordernden Marktbedingungen – gute Ergebnisbeiträge bei. Im Privatkundengeschäft ist es dank der sehr guten konjunkturellen Lage gelungen, wieder in die Gewinnzone zu gelangen.

Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden betreuten wir zum 30. Juni 2018 rund 20.700 Firmenkunden, ein Zuwachs von 6,6 % im Vergleich zum Jahresultimo 2017. Vor allem in unseren Wachstumsmärkten Wien, Slowenien und Kroatien ist es uns gelungen, neue Firmenkunden zu gewinnen.

Zu unseren Kunden zählen Betriebe der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte, Wohnbauträger sowie Gemeinden und die öffentliche Hand.

Das Firmenkundengeschäft hat in unserem Haus die längste Tradition. Bereits bei der Gründung im Jahr 1922 lag unser Geschäftszweck primär auf der Betreuung von Firmenkunden. Auch heute noch sind wir ein verlässlicher Partner der regionalen Wirtschaft, das Firmenkundengeschäft bildet die wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil unserer Kredite wird von Firmenkunden in Anspruch genommen.

HERVORRAGENDES SEGMENTERGEBNIS

Im Firmenkundengeschäft verzeichneten wir im ersten Halbjahr 2018 eine beachtliche Ergebnissteigerung um 44,8 % auf 33,1 Mio. EUR. Vor allem das gute Zinsergebnis (49,9 Mio. EUR; +16,3 %) als Ausdruck der merklich gestiegenen Kreditnachfrage war für das erfreuliche Segmentergebnis verantwortlich. Aber auch das Provisionsgeschäft steuerte mit 14,9 Mio. EUR einen wichtigen Ergebnisbeitrag bei, wobei sich vor allem die Kredit- und Zahlungsverkehrsprovisionen positiv entwickelten.

Das gute Ergebnis bei den Kreditprovisionen in Höhe von 6,5 Mio. EUR ergab sich zum einen durch das gute Neukreditgeschäft und zum anderen durch unsere konsequente Konditionenpolitik. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr (5,4 Mio. EUR) ist vor allem auf die strategische Positionierung und die sehr gute Beratungs- und Akquisitionsleistung unserer Kundenberater zurückzuführen. Die deutlich gesunkene Kreditvorsorge in Höhe von nur 8,5 Mio. EUR (-27,5 %) wirkte sich darüber hinaus positiv auf das Segmentergebnis aus.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 2,9 % auf 23,6 Mio. EUR. Der Grund dafür lag zum einen in höheren IT-Aufwendungen und zum anderen in den gestiegenen Rückstellungen für Jubiläumsgelder bzw. Sterbequartale bedingt durch den höheren KV-Abschluss.

Das deutlich höhere Segmentergebnis spiegelt sich in den segmentspezifischen Steuerungskennzahlen wider: Der Return on Equity betrug 17,7 %, während die Cost-Income-Ratio sich von 40,0 % auf 36,1 % reduzierte. Die Risk-Earnings-Ratio erreichte mit 16,9 % ein gutes Niveau und verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden betreuen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Ende Juni 2018 betreuten wir rund 142.000 Kunden in diesem Segment. Der Zuwachs von 6,6 % resultierte vorwiegend aus der Übernahme von rund 9.000 Vermögensverwaltungs- und Brokerage-Kunden der GBD in Slowenien.

Im Privatkundengeschäft haben wir die Trendwende eingeläutet. Nach Jahren der rückläufigen Ergebnisse verzeichneten wir im ersten Halbjahr 2018 erstmals wieder einen signifikanten Ergebniszuwachs. Zwar bleibt die Ertragssituation angesichts des weiterhin niedrigen Zinsniveaus und der voranschreitenden Digitalisierung herausfordernd, wir sind jedoch zuversichtlich, dass die Ertragseinbußen der letzten Jahre den Boden erreicht haben. Wir haben durch eine Vielzahl an Maßnahmen, darunter der Ausbau des digitalen Produkt- und Serviceangebotes, die Verschlankung der Prozesse, das konsequente Kostenmanagement, die Marktbearbeitung auf den Auslandsmärkten, intensiv daran gearbeitet, das Privatkundengeschäft wieder profitabel zu machen. Dass uns das bereits heuer geglückt ist, hängt auch stark mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zusammen. Die Kreditnachfrage der privaten Haushalte wurde durch die gute Konjunktur beflügelt und auch der Bedarf an Kreditrisikovorsorgen konnte deutlich zurückgenommen werden.

SIGNIFIKANTE ERGEBNISVERBESSERUNG

Wir freuen uns, dass wir im Privatkundengeschäft mit einem Segmentergebnis von 0,7 Mio. EUR zurück in der Gewinnzone sind. Getragen wurde die gute Ergebnisentwicklung zum einen durch den gestiegenen Zinsüberschuss (13,8 Mio. EUR; +11,7 %) und zum anderen durch den kräftigen Zuwachs im Provisionsgeschäft (11,8 Mio. EUR; +6,4 %). Aber auch die deutlich gesunkene Kreditvorsorge, die zum 30. Juni 2018 nur mehr 0,4 Mio. EUR (-72,4 %) betrug, war für die markante Ergebnisverbesserung bedeutend. Der Verwaltungsaufwand betrug 25,7 Mio. EUR und blieb auf dem Niveau des Vorjahres.

Die steuerungsrelevanten Kennzahlen haben sich durch das verbesserte Segmentergebnis deutlich in die richtige Richtung bewegt: Der Return on Equity belief sich zum 30. Juni 2018 auf 2,2 %, die Cost-Income-Ratio erreichte 96,3 % und die Risk-Earnings-Ratio verringerte sich auf 3,0 %.

Financial Markets

Im Segment Financial Markets sind die Ergebnisse aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.

Im Segment Financial Markets erzielten wir per 30. Juni 2018 einen Periodenüberschuss vor Steuern in Höhe von 11,4 Mio. EUR nach 21,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rückgang ist auf Bewertungsverluste der finanziellen Vermögenswerte zurückzuführen. Der Zinsüberschuss verminderte sich um 2,5 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR, da Tilgungen im Eigenportfolio nur durch niedrig verzinste Anleihen ersetzt werden können. Die erforderliche Dotation für den erwarteten Kreditverlust für Bankenforderungen und Wertpapiere betrug -0,2 Mio. EUR. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich leicht auf 3,6 Mio. EUR.

Die größte Veränderung gab es bei dem "Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/ Verbindlichkeiten". Nach einem positiven Ergebnis von 2,6 Mio. EUR im Vorjahr schlossen wir zum 30. Juni 2018 mit -4,5 Mio. EUR. Durch die gemäß IFRS 9 in der GuV zu führende Fair Value-Bewertung der eigenen Fondsveranlagungen kam es als Folge der volatilen Marktentwicklung zu einem negativen Bewertungsergebnis von 1,3 Mio. EUR. Die Absicherung von Fixzinskrediten durch die Fair Value-Option führte in der Bewertung zu einem negativen Ergebnis von 3,3 Mio. EUR, zumal der lifetime expected credit loss für diese Kredite nunmehr auch in dieser Position zu erfassen ist. Darüber hinaus werden nach IFRS 9 Bewertungsergebnisse für sogenannte Own Credit Risks nicht mehr in den finanziellen Vermögenswerten, sondern direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Diese betrugen 0,2 Mio. EUR. Daraus ergab sich ein Saldo von -3,1 Mio. EUR in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten.

Die segmentspezifischen Kennzahlen entwickelten sich wie folgt: Der Return on Equity veränderte sich auf 3,5 %, die Cost-Income-Ratio betrug 18,5 % und die Risk-Earnings-Ratio 1,1 %.

ENTWICKLUNG DES PERIODENÜBERSCHUSSES VOR STEUERN NACH SEGMENTEN

In den Notes auf Seite 63 werden die Segmente detailliert dargestellt.

KONSOLIDIERTE EIGENMITTEL

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen in der BKS Bank nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko errechnen wir anhand der Vorgaben des Standardansatzes.

Die BKS Bank hat zum 30. Juni 2018 als Ergebnis des im Vorjahr durchgeführten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Mindestkapitalquote für das harte Kernkapital (CET1) von 5,66 % und für die Eigenmittelquote gesamt von 10,1 % zu erfüllen.

Der konsolidierte Zwischengewinn wurde gemäß Artikel 26 CRR einem Review durch den Abschlussprüfer unterzogen. Damit konnte das Periodenergebnis den Eigenmitteln zugerechnet werden. Das harte Kernkapital reduzierte sich unter anderem wegen höherer Abzugsposten, die sich aus dem Auslaufen der Übergangsbestimmungen ergaben, auf 594,9 Mio. EUR. Demzufolge fiel auch die harte Kernkapitalquote von 12,3 % auf 11,4 %. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 140,4 Mio. EUR betrug der Eigenmittelbestand 789,2 Mio. EUR, ein Plus von 12,5 %. Die Eigenmittelquote erhöhte sich zum 30. Juni 2018 auf 15,1 %.

Die Leverage Ratio betrug 7,8 % und übertraf damit sowohl die regulatorische Vorgabe von 3 % als auch die interne Zielquote von >5 %.

in Mio. EUR 31.12.2017 30.06.2018 Grundkapital 77,5 83,7 Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 909,3 1.028,5 Abzugsposten -372,3 -517,3 Hartes Kernkapital (CET1) 614,5 594,9 Harte Kernkapitalquote 12,3 % 11,4 % Hybridkapital 20,0 16,0 AT 1-Anleihe 36,2 37,9 Abzugsposten -42,9 - Zusätzliches Kernkapital 13,3 53,9 Kernkapital (CET1 + AT1) 627,8 648,8 Kernkapitalquote 12,5 % 12,4 % Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals 116,5 140,4 Abzugsposten -42,7 - Ergänzungskapital 73,8 140,4 Eigenmittel insgesamt 701,6 789,2 Eigenmittelquote 14,0 % 15,1 % Total risk exposure amount 5.016,7 5.235,8

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: EIGENMITTEL GEMÄSS CRR

RISIKOBERICHT

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken werden dazu erfasst, bewertet und analysiert. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.

Die BKS Bank setzt alles daran, den sich ständig ändernden Anforderungen im Bereich des Risikomanagements proaktiv zu begegnen. Der Fokus lag in der Berichtsperiode dabei auf

  • der Umsetzung der EBA-Leitlinie zu Risiken aus Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und des FMA-Leitfadens zur IKT-Sicherheit,
  • der Implementierung der Richtlinie über Zahlungsdienste, der sogenannten Payment Services Directive (PSD 2),
  • den Änderungen aus der internationalen Rechnungslegung, vor allem aus IFRS 9,
  • dem aufsichtsrechtlichen Supervisory Review and Evaluation Process (SREP),
  • der Sanierungs- und Abwicklungsplanung und
  • der Berechnung und Steuerung der MREL-Quote.

Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.

Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst eine Beschreibung der Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risiken. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.

Das Gesamtbankrisiko entspricht dem ökonomischen Kapitalbedarf, also dem zur Deckung unerwarteter Verluste notwendigen Kapital. Die "vorhersehbaren Kosten" aus dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko fließen als Risikoprämien (Standardrisikokosten, Liquiditätskostenaufschläge) in die den Kunden in Rechnung gestellten Preise ein. Dem aggregierten Gesamtverlustpotential werden die zur Deckung dieser potentiellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassen gegenübergestellt, um abzuwägen, ob die Bank in der Lage ist, auch unerwartete Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit zu tragen.

Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken waren nach dem Liquidationsansatz per Ende Juni 2018 für etwa 64,8 % (31. Dezember 2017: 61,8 %) des gesamten Verlustpotentials verantwortlich. Marktpreisinduzierte Risiken nahmen einen Anteil von 23,3 % (31. Dezember 2017: 25,0 %) ein.

Auf Basis des Liquidationsansatzes wurde zum 30. Juni 2018 für die Gesamtheit der Risikoarten ein ökonomischer Kapitalbedarf von insgesamt 505,0 Mio. EUR nach 487,8 Mio. EUR zum Dezemberultimo 2017 ermittelt. Die Risikodeckungsmasse belief sich auf 1.239,6 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 1.117,7 Mio. EUR). Die freie, nicht zur Bedeckung von Risiken benötigte Deckungsmasse ist gegenüber dem Vorjahresultimo um 104,7 Mio. EUR auf erfreuliche 734,6 Mio. EUR gestiegen. Die Auslastung der Deckungsmasse betrug zum ersten Halbjahr 40,6 % nach 43,6 % zum 31. Dezember 2017.

RISIKOTRAGFÄHIGKEITSRECHNUNG NACH DEM LIQUIDATIONSANSATZ

Kreditrisiko

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.

Die BKS Bank verwendet eine 13-stufige Ratingskala. Zum Stichtag 30. Juni 2018 wiesen etwa 50,9 % aller Ausleihungen von Firmenkunden bzw. rund 85,8 % der Forderungen an Privatkunden eine sehr gute Bonität von AA-2b auf. Unser Fokus im Neugeschäft liegt auf Kunden in Bonitätsstufen bis 3a.

RISIKOVORSORGE

in Mio. EUR 30.06.2017 30.06.2018 ± in %
Zuweisung zur Risikovorsorge 26,0 25,7 -1,1
Auflösung von Risikovorsorgen -11,7 -16,6 41,3
Direktabschreibungen 0,4 n/a -
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -0,4 n/a -
Risikovorsorge 14,2 9,1 -36,1

Der Risikovorsorge der zu Anschaffungskosten bilanzierten Kundenforderungen wurde per Ende Juni 2018 per Saldo ein Betrag von 9,1 Mio. EUR nach 14,2 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2017 zugeführt. Neubildungen im Ausmaß von 25,7 Mio. EUR standen Auflösungen in Höhe von 16,6 Mio. EUR gegenüber. In den ausländischen Tochtergesellschaften wurden per Saldo Vorsorgen in Höhe von 0,4 Mio. EUR gebildet. Die NPL-Quote1) reduzierte sich erneut auf 2,9 %.

ANGABEN ZU WERTGEMINDERTEN UND IN VERZUG BEFINDLICHEN

Finanzinstrumente, die weder in
Verzug noch wertgemindert sind
in Verzug befindliche
Finanzinstrumente
31.12.2017 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2018
250
-
163 163 4 3
110 231 - -
817 865 - -
107 127 - -
600 645 - -
- 80 - -
7.392 7.954 292 253
5.702
56
6.050
53
288
-

ANGABEN ZU WERTGEMINDERTEN UND IN VERZUG BEFINDLICHEN FINANZINSTRUMENTEN

wertgeminderte
Finanzinstrumente
überfällige, aber noch nicht wert
geminderte Finanzinstrumente
Buchwert/max. Ausfallrisiko je Klasse in Mio. EUR 31.12.2017 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2018
Kundenforderungen 238 219 50 31
– hiervon at Fair Value - - - -
Eventualverbindlichkeiten - - 4 3
Bankenforderungen - - - -
Wertpapiere und Fonds - - - -
– hiervon at Fair Value - - - -
Beteiligungen 10 10 - -
– hiervon at Fair Value - - - -
Summe 248 229 54 34

Die BKS Bank setzt keine Kreditderivate zur Absicherung von Ausfallsrisiken ein.

Der Anstieg von at Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten zum 30. Juni 2018 ist im Wesentlichen auf die Umstellung der Bewertung auf IFRS 9 zurückzuführen.

1) Grundlage für die Berechnung der NPL-Quote bilden die Non-performing Loans in den Kategorien 5a – 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, Eventualverbindlichkeiten, Bankenforderungen und festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt werden.

Zinsänderungsrisiko

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können.

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen.

Der an die OeNB zu meldende Quotient aus Zinsänderungsrisiko und anrechenbaren Eigenmitteln auf Basis eines Zinsshifts von 200 Basispunkten belief sich Ende Juni 2018 auf 2,6 % nach 4,4 % zum 31. Dezember 2017. Anzumerken ist, dass die Bankenaufsicht ab einer Quote von 20 % ein Kreditinstitut als "Outlier Bank" qualifiziert. Dieser Wert wird von unserem Haus nicht annähernd erreicht.

Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests zum ökonomischen Kapital. Das Limit für das Zinsänderungsrisiko wird im ICAAP einmal jährlich im Rahmen der Überarbeitung der Risikostrategie vom Vorstand unter Einbindung des Risikocontrollings festgelegt. Das Risikocontrolling ermittelt monatlich den VAR für das Zinsrisiko. Unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten wird der gesamte VAR dem festgelegten Limit gegenübergestellt und darüber dem APM-Gremium berichtet.

VALUE-AT-RISK-WERTE

in Mio. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Zinsänderungsrisiko1) 28,0 22,9 -18,2

1) inklusive Credit Spread-Risiken

Risiko aus Fremdwährungspositionen

Risiken aus Fremdpositionen resultieren aus dem Eingehen von aktiv- oder passivseitigen Fremdwährungspositionen, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft geschlossen werden. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt. Zum Ausgleich von Währungsrisiken werden in der BKS Bank zum Teil derivative Geschäfte wie Cross Currency Swaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps abgeschlossen.

Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten.

Die offene Devisenposition betrug Ende Juni 20,9 Mio. EUR unter Berücksichtigung von Fremdwährungsanteilen in Fonds, die im Eigenportfolio gehalten werden. Der Value-at-Risk für das Wechselkursrisiko erreichte einen Wert von 0,7 Mio. EUR.

VALUE-AT-RISK-WERTE

in Mio. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Fremdwährungsrisiko (FX-Risiko) 0,6 0,7 16,7

Aktienkursrisiko

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsetiteln mit hoher Liquidität. Alle internen Limite für Aktien und Aktienfonds wurden im ersten Halbjahr eingehalten. Das Volumen an Aktienpositionen und alternativen Investments, welche keine Beteiligungspositionen darstellen, erreichte im ersten Halbjahr 33,9 Mio. EUR. Der Value-at-Risk aus dem Aktienkursrisiko belief sich auf 1,4 Mio. EUR nach 1,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017.

Die Steuerung des Aktienkursrisikos im Bankbuch erfolgt durch das APM-Gremium. Der Eigenhandel mit Aktien war im Berichtsjahr ausgesetzt. Langfristige Investments in Aktienund Substanzwerte tätigen wir grundsätzlich auf Fondsbasis, in Einzeltitel wird nur in untergeordnetem Umfang investiert. Das Aktienkursrisiko ist hinsichtlich Volumen und Value-at-Risk limitiert und wird durch das Risikocontrolling überwacht.

VALUE-AT-RISK-WERTE

in Mio. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Aktienkursrisiko 1,2 1,4 16,7

Liquiditätsrisiko

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählen auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen generiert (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen Liquiditätsplanung stellt der Fundingplan der BKS Bank dar.

Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kreditgeschäft erfolgt auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds Transfer Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.

Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury im Zusammenhang mit Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen.

Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt im Rahmen vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich an das Risikocontrolling und dem Risikovorstand berichtet wird.

Die Einlagenkonzentration, die zum Ende des ersten Halbjahrs einen Wert von 0,37 erreichte, dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen. Sämtliche Kundeneinlagen werden nach Größenklassen gegliedert und ihr Anteil mit Gewichtungsfaktoren zwischen 0 und 1 bewertet.

EINLAGENKONZENTRATION

Die Loan-Deposit-Ratio, ein weiterer wichtiger Indikator für die strukturelle Liquiditätssteuerung, zeigt die Relation der Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Mit 91,4 % bewegen wir uns deutlich unter unserer internen Benchmark von 100 % und somit auf einem ausgezeichneten Niveau.

LOAN-DEPOSIT-RATIO

Mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicherzustellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss der nächsten 30 Tage gegenübergestellt. Diese aufsichtsrechtliche Liquiditätsquote erreichte zum 30. Juni 2018 einen Wert von 157,7 % und erfüllt somit die gesetzlich geforderte Quote von 100 % mehr als deutlich.

Im ILAAP-Bericht der BKS Bank überwachen wir auch die NSFR, die Ende Juni 2018 gute 109,0 % betrug.

Operationales Risiko

Mit dem Begriff operationales Risiko assoziieren wir in Anlehnung an die CRR die Gefahr von Verlusten, die vorrangig den Betriebsbereich der BKS Bank betreffen und infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Weitere Risikoarten, die eng mit dem operationalen Risiko zusammenhängen, sind Reputationsrisiken, Verhaltensrisiken, Modellrisiken sowie Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiken (IKT).

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Im Berichtszeitraum wurden 103 Schadensfälle (exklusive Schadensfälle aus dem Kreditgeschäft) eingemeldet. Die dabei verursachte Schadenssumme betrug nach Abzug hierfür erhaltener Entschädigungen rund 0,6 Mio. EUR. Die Wertpapierschadensfälle blieben mit einer Schadenshöhe von insgesamt 13,0 Tsd. EUR unter der intern festgelegten Risikotoleranzschwelle von 1,0 Mio. EUR. Im Bereich des IKT-Risikos ereigneten sich 4 Schadensfälle mit einer Summe von 2,1 Tsd. EUR.

Ein wesentlicher Baustein zur Steuerung des Reputationsrisikos ist das Beschwerdemanagement. Im Berichtszeitraum hat die BKS Ombudsstelle 489 Kundenbeschwerden bearbeitet.

VORSCHAU AUF DAS GESAMTJAHR

Für 2018 wird noch kein Einbruch der globalen Wirtschaft erwartet

Die Europäische Kommission hat ihre Wachstumsprognose für Europa aufgrund des Handelsstreits mit den USA gesenkt. Durch die wachsenden Spannungen wird für heuer für die Eurozone mit einem Wachstum von 2,1 % gerechnet. Im Vorjahr wuchs die Eurozone noch mit 2,3 % und somit so stark wie seit Jahren nicht mehr. Die gegenüber dem Frühjahr geringfügige Abwärtskorrektur spiegelt somit die Auswirkungen der gespannten Handelsbeziehungen, der politischen Unsicherheit auf das Vertrauen sowie die steigenden Energiepreise wider. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für einige Länder Europas gesenkt. Für Deutschland hat der IWF kürzlich seine Schätzung für 2018 fühlbar auf 2,2 % zurückgenommen. Abwärtskorrekturen gab es zudem für Frankreich, Italien und das vor dem Austritt aus der Europäischen Union stehende Großbritannien.

Auf die globale Wirtschaft dürfte sich das wenig auswirken. Der IWF beließ trotz der leichten Eintrübung in der Eurozone seine Wachstumseinschätzung für die Weltwirtschaft bei jeweils 3,9 % in diesem und im nächsten Jahr. Auch die Erwartungen an die beiden größten Wirtschaftsmächte USA und China blieben unverändert. Skeptischer ist der IWF allerdings bei anderen wichtigen Ländern wie beispielsweise Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und Indien. "Das Risiko, dass die aktuellen Spannungen im Handel weiter eskalieren, ist die größte kurzfristige Bedrohung für das globale Wachstum", warnte etwa IWF-Chefvolkswirt Maury Obstfeld. Im schlimmsten Fall – wenn die Zölle auch das Vertrauen der Investoren mindern – könnte dieser Effekt laut IWF der weltweiten Wirtschaftsleistung ungefähr 0,5 % kosten. Der IWF ist zudem der Meinung, dass gerade die US-Wirtschaft besonders stark von diesen negativen Effekten betroffen wäre. Im Moment erwartet der IWF für die USA allerdings weiterhin eine Wachstumsrate von 2,9 % in diesem Jahr.

Aktien weiterhin begünstigt

Am Aktienmarkt mangelt es zurzeit nicht an stimmungsbelastenden Faktoren. Neben politischen Themen wie der Angst vor einer neuen Eurokrise, dem noch ungelösten Brexit sowie politischen Streitereien in Deutschland sorgt vor allem auch der Handelskrieg der USA mit dem Rest der Welt für Verunsicherung. Dies belastete vor allem auch die Aktienmärkte in Asien. Dass sich der Aktienmarkt angesichts dieser Stimmungslage dennoch relativ stabil verhält, ist auf die anhaltend gute konjunkturelle Lage zurückzuführen. Fundamental sind die Rahmenbedingungen weiterhin intakt. Der Gewinnausblick der Unternehmen ist trotz der Handelsstreitigkeiten und vereinzelter Gewinnwarnungen stabil. Die hohe politische Unsicherheit dürfte allerdings auch in den kommenden Monaten für weitere Kursschwankungen sorgen.

Optimistischer Blick auf das Geschäftsjahr 2018

Die Anforderungen an das Bankgeschäft bleiben unbestritten hoch. Dennoch sind wir aufgrund der bisherigen soliden Geschäftsentwicklung zuversichtlich, die Ertragskraft der BKS Bank weiter steigern zu können. Die kompromisslose Ausrichtung auf Ertrag, Kunden und Wachstum wird uns dabei unterstützen. Darüber hinaus wollen wir bis zum Jahresende 2018 noch einige wichtige Projekte erfolgreich zum Abschluss bringen.

Vor Kurzem wurde der neue Internetauftritt der BKS Bank gelauncht, der für unsere Kunden ein einheitliches Servicegefühl schaffen wird. Bei der Neugestaltung stand nicht nur das Design, sondern auch eine moderne Technik im Fokus.

Auch unser neu entwickeltes Firmenkundenportal punktet mit smarter Technik und neuen Funktionen. Im kommenden Oktober werden wir BizzNet und die damit verbundenen Möglichkeiten unseren Firmenkunden präsentieren.

Ebenfalls im Oktober werden wir eine neue Filiale in Wien/Hernals eröffnen. Diese Stelle wird bereits nach dem neuen Filialkonzept – modernes Design, leichte Orientierung und verständliche Abläufe – ausgerichtet sein. In Slowenien erfolgt in wenigen Wochen die Eröffnung unserer achten Filiale, die in erster Linie für die neu hinzugekommenen Kunden aus dem GBD-Deal zur Verfügung stehen wird.

Im Privatkundenbereich arbeiten wir zudem an der Einführung einer weiteren App, die vor allem jüngere Kunden ansprechen soll, und an einer innovativen digitalen Lösung für die Wohnbaufinanzierung, die Kundenannahme und die Kontoeröffnung.

Mit diesen und einer Reihe von weiteren Projekten werden wir die BKS Bank weiterhin auf Erfolgskurs halten. Wir planen daher auch für das Geschäftsjahr 2018 die Ausschüttung einer ergebnis- und eigenmitteladäquaten Dividende.

Klagenfurt am Wörthersee, am 22. August 2018

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS

Inhaltsverzeichnis Notes Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2018 Konzernbilanz zum 30. Juni 2018 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzerngeldflussrechnung Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank Erklärungen der gesetzlichen Vertreter

INHALTSVERZEICHNIS NOTES

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG . 56
(1) Zinsüberschuss . 56
(2) Risikovorsorge . 56
(3) Provisionsüberschuss . 57
(4) Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen . 57
(5) Handelsergebnis . 57
(6) Verwaltungsaufwand . 57
(7) Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen . 57
(8) Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten . 57
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale (AfS) . 58
(10) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity (HtM) . 58
(11) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend) . 58
(12) Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten
finanziellen Vermögenswerten . 58
(13) Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten . 58
(14) Steuern vom Einkommen. . 58
DETAILS ZUR BILANZ . 59
(15) Barreserve . 59
(16) Forderungen an Kreditinstitute . 59
(17) Forderungen an Kunden . 59
(18) Risikovorsorge zu Forderungen und Schuldverschreibungen . 59
(19) Handelsaktiva . 60
(20) Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss . 60
(21) Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale . 60
(22) Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 60
(23) Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. . 60
(24) Aktien und Anteilsrechte . 60
(25) Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen . 60
(26) Immaterielle Vermögenswerte . 61
(27) Sachanlagen . 61
(28) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien . 61
(29) Latente Steuerforderungen . 61
(30) Sonstige Aktiva . 61
(31) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 61
(32) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden . 61
(33) Verbriefte Verbindlichkeiten . 61
(34) Handelspassiva . 62
(35) Rückstellungen . 62
(36) Latente Steuerschulden. . 62
(37) Sonstige Passiva . 62
(38) Nachrangkapital . 62
(39) Eigenkapital . 62
(40) Segmentberichterstattung . 63
(41) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken . 64
(42) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen . 65
(43) Ereignisse nach dem Stichtag des Zwischenberichtes . 65
(44) Fair Values . 66
(45) Derivatives Geschäftsvolumen. . 68

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 01. JÄNNER BIS 30. JUNI 2018

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. EUR Anhang / Notes 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode 72.636 75.531 4,0
Sonstige Zinserträge 4.909 6.070 23,6
Zinsaufwendungen -17.597 -15.888 -9,7
Zinsüberschuss (1) 59.948 65.713 9,6
Risikovorsorge (2) -14.204 -9.075 -36,1
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 45.744 56.638 23,8
Provisionserträge 27.785 29.505 6,2
Provisionsaufwendungen -1.859 -2.155 15,9
Provisionsüberschuss (3) 25.926 27.351 5,5
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen (4) 18.631 18.817 1,0
Handelsergebnis (5) 974 -205 >-100
Verwaltungsaufwand (6) -52.623 -57.960 10,1
Sonstige betriebliche Erträge (7) 2.234 3.115 39,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -6.832 -6.579 -3,7
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten 2.615 -4.572 >-100
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten (8) 1.297 -3.112 >-100
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale (9) 1.322 n/a -
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity (10) -4 n/a -
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend) (11) n/a -1.259 -
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten FV
(12) n/a -94 -
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (13) n/a -107 -
Periodenüberschuss vor Steuern 36.669 36.604 -0,2
Steuern vom Einkommen (14) -3.542 -3.980 12,4
Periodenüberschuss 33.127 32.624 -1,5
Nicht beherrschende Anteile -1 -2 61,2
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 33.125 32.622 -1,5

SONSTIGES ERGEBNIS

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Periodenüberschuss 33.127 32.624 -1,5
Sonstiges Ergebnis 11.752 -405 >-100
Posten ohne Reklassifizierung in den Periodenüberschuss 2.582 -1.709 >-100
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 1.244 -4.209 >-100
± Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 -311 1.052 >100
± Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
n/a 6.621 -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
n/a -1.550 -
± Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten
zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden (designiert)
n/a -148 -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko
finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert)
n/a 37 -
± Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
1.649 -3.513 >-100
Posten mit Reklassifizierung in den Periodenüberschuss 9.170 1.304 -85,8
± Währungsumrechnungsdifferenzen 71 33 -54,1
± Available-for-Sale-Rücklage 6.133 n/a -
± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes 6.668 n/a -
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust -535 n/a -
± Latente Steuern auf Posten Available-for-Sale-Rücklage -1.533 n/a -
± Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
n/a 107 -
± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts n/a 3 -
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust aus Ausbuchungen n/a - -
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust aus Risikovorsorgen n/a 104 -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden n/a -27 -
± Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
4.499 1.191 -73,5
Gesamtergebnis 44.879 32.219 -28,2
Nicht beherrschende Anteile -1 -2 >100
Gesamtergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 44.878 32.217 -28,2

GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE

30.06.2017 30.06.2018
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf (Stamm- und Vorzugsaktien) 38.992.364 40.842.197
Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktien in EUR (periodisiert) 0,85 0,80
Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktien in EUR (annualisiert) 1,70 1,60

In der Kennziffer "Ergebnis je Aktie" wird der Konzernperiodenüberschuss der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.

QUARTALSÜBERSICHT

in Tsd. EUR Q2/2017 Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018 Q2/2018
Zinserträge 39.766 38.145 38.582 39.041 42.560
Zinsaufwendungen -8.711 -8.619 -7.370 -8.466 -7.422
Zinsüberschuss 31.055 29.526 31.213 30.575 35.137
Risikovorsorge -5.859 -2.885 -9.634 -2.867 -6.208
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 25.196 26.640 21.579 27.708 28.929
Provisionserträge 13.640 13.216 12.934 13.506 15.999
Provisionsaufwendungen -970 -1.163 -1.018 -1.042 -1.113
Provisionsüberschuss 12.670 12.054 11.916 12.464 14.886
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 10.499 10.407 10.029 7.488 11.329
Handelsergebnis 591 10 561 -13 -192
Verwaltungsaufwand -26.029 -26.670 -28.461 -27.607 -30.353
Sonstige betriebliche Erträge 282 934 1.457 1.271 1.844
Sonstige betriebliche Aufwendungen -995 -2.539 995 -5.075 -1.504
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten 1.015 97 1.499 -932 -3.641
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten
Finanzinstrumenten 154 15 -12 -203 -2.909
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale 861 82 1.511 n/a n/a
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity - - - n/a n/a
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu
bewerten sind (verpflichtend)
n/a n/a n/a -1.819 561
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten FV
n/a n/a n/a -143 49
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten
n/a n/a n/a 1.233 -1.341
Periodenüberschuss vor Steuern 23.229 20.933 19.574 15.305 21.299
Steuern vom Einkommen -1.358 -2.425 -3.170 -1.889 -2.091
Periodenüberschuss 21.870 18.507 16.404 13.416 19.209
Nicht beherrschende Anteile - -1 -1 -1 -1
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden
Anteilen 21.870 18.506 16.403 13.414 19.208

–41

KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2018

AKTIVA

in Tsd. EUR Anhang /
Notes
31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Barreserve (15) 476.589 413.629 -13,2
Forderungen an Kreditinstitute (16) 97.711 214.675 >100
Forderungen an Kunden (17) 5.450.150 5.810.646 6,6
– Risikovorsorge zu Forderungen und Schuldverschreibungen (18) -136.992 -124.380 -9,2
Handelsaktiva (19) 9.837 9.708 -1,3
Finanzielle Vermögenswerte (FV) 1.043.134 n/a -
– FV at Fair Value through Profit or Loss (20) 78.300 n/a -
– FV Available-for-Sale (21) 182.069 n/a -
– FV Held-to-Maturity (22) 782.765 n/a -
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (23) n/a 907.240 -
Aktien und Anteilsrechte (24) n/a 134.844 -
Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen (25) 520.354 565.290 8,6
Immaterielle Vermögenswerte (26) 1.638 3.548 >100
Sachanlagen (27) 55.174 54.323 -1,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (28) 30.868 33.327 8,0
Latente Steuerforderungen (29) 7.873 5.386 -31,6
Sonstige Aktiva (30) 23.161 45.977 98,5
Summe der Aktiva 7.579.497 8.074.213 6,5

PASSIVA

in Tsd. EUR Anhang /
Notes
31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (31) 694.986 734.599 5,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (32) 4.956.489 5.187.093 4,7
– hiervon Spareinlagen 1.475.137 1.442.740 -2,2
– hiervon sonstige Verbindlichkeiten 3.481.352 3.744.352 7,6
Verbriefte Verbindlichkeiten (33) 553.952 595.193 7,4
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss 84.688 84.600 -0,1
Handelspassiva (34) 14.608 17.547 20,1
Rückstellungen (35) 123.631 137.412 11,1
Latente Steuerschulden (36) 127 373 >100
Sonstige Passiva (37) 30.542 47.956 57,0
Nachrangkapital (38) 158.622 185.899 17,2
Eigenkapital 1.046.540 1.168.142 11,6
– Konzerneigenkapital (39) 1.046.518 1.168.118 11,6
– Nicht beherrschende Anteile 22 24 9,5
Summe der Passiva 7.579.497 8.074.213 6,5

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

zusätzliche
Währungs Eigen
in Tsd. EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
verände
rung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Perioden
überschuss
kapitalin
strumente1)
Eigen
kapital
Stand 01.01.2018 79.279 193.032 -168 31.956 638.184 68.035 36.200 1.046.518
Auswirkung aus
Erstanwendung IFRS 9 -589 10.186 9.596
Stand 01.01.2018 nach
Erstanwendung IFRS 9 79.279 193.032 -168 31.367 648.370 68.035 36.200 1.056.114
Ausschüttung -8.935 -8.935
Kuponzahlungen auf zusätzliche
Eigenkapitalinstrumente -870 -870
Dotierung Gewinnrücklagen 59.100 -59.100 -
Periodenüberschuss 32.622 32.622
Sonstiges Ergebnis 529 2.447 -3.380 -405
Kapitalerhöhung 6.607 48.384 54.991
Veränderung aus at Equity
Bilanzierung 34.217 34.217
Veränderung eigener Aktien -1.060 -1.060
Emission zusätzlicher Eigenkapital
instrumente 1.700 1.700
Übrige Veränderungen -256 -256
Stand 30.06.2018 85.886 241.416 361 33.813 736.121 32.622 37.900 1.168.118
nach der Equity-Methode bilanziert werden)
28.274
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -7.069

1) Die in 2015, 2017 und 2018 emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Währungs zusätzliche
Eigen
in Tsd. EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
verände
rung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Perioden
überschuss
kapitalin
strumente2)
Eigen
kapital
Stand 01.01.2017 79.279 193.032 -361 17.017 600.220 46.180 23.400 958.767
Ausschüttung -8.965 -8.965
Kuponzahlungen auf zusätzliche
Eigenkapitalinstrumente -
Dotierung Gewinnrücklagen 37.215 -37.215 -
Periodenüberschuss 33.125 33.125
Sonstiges Ergebnis 151 9.019 2.582 11.752
Veränderung aus at Equity
Bilanzierung 6.165 6.165
Veränderung eigener Aktien -1.497 -1.497
Emission zusätzlicher Eigenkapital
instrumente 5.600 5.600
Übrige Veränderungen -29 -29
Stand 30.06.2017 79.279 193.032 -210 26.036 644.656 33.125 29.000 1.004.919

Stand der Available-for-Sale-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 10.253 Stand der Steuerlatenz-Rücklage -2.564

2) Die 2015 und 2017 emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

Durch die im ersten Quartal 2018 durchgeführte Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der BKS Bank AG von bisher 79.279.200,- EUR auf 85.885.800,- EUR erhöht. Auf Basis des Ausgabepreises in Höhe von 16,70 EUR pro junger Aktie beträgt der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung 55,0 Mio. EUR. Die Transaktionskosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurden vom Eigenkapital abgezogen. Die jungen Aktien verfügen über eine volle Dividendenberechtigung für das laufende Geschäftsjahr 2018.

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 543.542 476.589
Periodenüberschuss nach Steuern vor nicht beherrschenden Anteilen 33.127 32.624
Im Periodenüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten -55.417 -41.821
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus
operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Posten -51.847 -70.291
Cash Flow aus operativer Tätigkeit -74.137 -79.487
Mittelzufluss durch Veräußerungen 78.102 34.631
Mittelabfluss durch Investitionen -112.840 -91.255
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -34.738 -56.624
Kapitalerhöhung - 54.991
Sonstige Einzahlungen 5.600 1.700
Dividendenzahlungen -8.956 -8.935
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit -24.933 25.347
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -28.289 73.102
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand 16 49
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode 406.394 413.629

ERLÄUTERUNGEN (NOTES) ZUM KONZERNABSCHLUSS DER BKS BANK

WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Periodenabschluss des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2018 wurde nach den Regeln der am Abschlussstichtag anzuwendenden IFRS-Standards des IASB (International Accounting Standards Board) in der von der EU übernommenen Fassung erstellt. Die entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt.

II. AUSWIRKUNGEN NEUER UND GEÄNDERTER STANDARDS

Am 24. Juli 2014 veröffentlichte der IASB die finale Version des IFRS 9, welcher IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzt und erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 01. Jänner 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden ist. Der BKS Bank Konzern wendete die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen des IFRS 9 erstmalig zum 01. Jänner 2018 an.

Die geänderten Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 wirkten sich auf die Bilanz und Erfolgsrechnung, auf die Rechnungslegungs- und Risikomanagementprozesse, die internen Kontrollen und auf die Berichterstattung aus. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2017 wurden – wie von IFRS 9 ermöglicht – nicht angepasst und entsprechen daher den bis zum 31. Dezember 2017 gültigen Klassifizierungs- und Bewertungsgrundsätzen des IAS 39.

Die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des IFRS 9 sind im Abschnitt "Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten" beschrieben.

Sämtliche sonstigen Standards bzw. Amendments von Standards, die mit 01. Jänner 2018 in Kraft getreten sind, haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der BKS Bank AG 18 Unternehmen einbezogen: 14 Vollkonsolidierungen, drei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen, das quotal einbezogen wird. Der Konsolidierungskreis blieb im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2017 unverändert.

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Kapitalanteil
indirekt
Datum des
Abschlusses
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. Klagenfurt 99,75% 0,25% 30.06.2018
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana 100,00% - 30.06.2018
BKS-leasing Croatia d.o.o. Zagreb 100,00% - 30.06.2018
BKS-Leasing s.r.o. Bratislava 100,00% - 30.06.2018
IEV Immobilien GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018
Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018
BKS 2000-Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH Klagenfurt 100,00% 30.06.2018
BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH Klagenfurt - 100,00% 30.06.2018
BKS Hybrid alpha GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018
BKS Hybrid beta GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. Klagenfurt - 100,00% 30.06.2018
BKS Immobilien-Service GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018
BKS Service GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2018

AT EQUITY EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt in %
Datum des
Abschlusses
Oberbank AG Linz 14,21 31.03.2018
BTV AG Innsbruck 13,59 31.03.2018
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH Linz 20,00 30.06.2018

Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten zum 30. Juni 2018 mit 15,21% bzw. 14,78% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,21% bzw. 13,59% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile hielt, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.

Quotal einbezogene Gesellschaften

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE – GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

QUOTAL EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN

Kapitalanteil Datum des
Abschlusses
25,0% 30.06.2018
Firmensitz
Linz

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. JUNI 2018

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Periodenüberschuss
vor Steuern
Auslandsfilialen
Direktion Slowenien 5.500 7.111 106,5 1.035
Direktion Kroatien 4.158 5.061 56,5 3.266
Direktion Slowakei 807 889 26,3 -411
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 1.804 2.034 19,9 1.392
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.168 1.259 12,3 661
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 546 690 9,5 200

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. JUNI 2017

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Periodenüberschuss
vor Steuern
Auslandsfilialen
Direktion Slowenien 5.383 6.777 100,0 1.533
Direktion Kroatien 3.539 4.475 58,8 1.349
Direktion Slowakei 709 803 23,0 -1.651
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 1.177 1.302 14,9 790
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.010 1.132 11,0 786
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 374 595 8,8 13

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzerns gibt es lediglich eine kroatische Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in Kroatischer Kuna (HRK) erstellt. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN BILANZPOSTEN

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Im Zugangszeitpunkt sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu klassifizieren. Die Erstbewertung erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Aus der Klassifizierung leitet sich sowohl für die Aktiv- als auch Passivseite die Folgebewertung ab.

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

  • zu fortgeführten Anschaffungskosten
  • erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)
  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte erfolgt einerseits anhand des Geschäftsmodells, in welchem die finanziellen Vermögenswerte verwaltet werden, und andererseits anhand der Charakteristika der mit den finanziellen Vermögenswerten einhergehenden vertraglichen Zahlungsströme (Zahlungsstrombedingung – SPPI-Kriterium).

Fortgeführte Anschaffungskosten

Eine Klassifizierung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert in einem Geschäftsmodell gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, die finanziellen Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen. Des Weiteren verlangt das SPPI-Kriterium, dass die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten kommt für Fremdkapitalinstrumente zur Anwendung. In der BKS Bank werden in dieser Bewertungsklasse Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden sowie Schuldverschreibungen ausgewiesen. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 als Risikovorsorge erfasst. Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI)

Ein finanzieller Vermögenswert wird als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI) klassifiziert, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind: Der finanzielle Vermögenswert wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Cash Flows zu vereinnahmen oder den finanziellen Vermögenswert zu veräußern. Das SPPI-Kriterium verlangt auch hier, dass bei finanziellen Vermögenswerten der Bewertungsklasse FV OCI (verpflichtend) die vertraglichen Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen. Eine erfolgsneutrale Folgebewertung im sonstigen Ergebnis (OCI) kommt demnach für Fremdkapitalinstrumente in Betracht. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsekurs herangezogen. Ist ein solcher nicht vorhanden, wird die Barwertmethode angewendet. Fair Value-Änderungen dieser Instrumente werden GuV-neutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts wird der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust ergebniswirksam umgebucht (FV OCI mit Recycling). In der BKS Bank werden in dieser Kategorie Schuldverschreibungen ausgewiesen.

Eigenkapitalinstrumente sind in der Regel gemäß IFRS 9 zum Fair Value through Profit or Loss (FV PL) zu bewerten, da diese das SPPI-Kriterium nicht erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz kann ein Unternehmen jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht ausüben, um Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet werden, im sonstigen Ergebnis auszuweisen ("Fair Value-OCI-Option"). In der BKS Bank wird von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien und Anteilsrechten) zum Fair Value through Other Comprehensive Income ohne Recycling (FV OCI ohne Recycling) durchgeführt. Ist ein Börsekurs nicht vorhanden, werden verschiedene Methoden zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet (Discounted-Cash-Flow-Methode, Multiplikatormethode, Net-Asset-Value-Methode).

Für Eigenkapitalinstrumente, die aufgrund der Ausübung der Fair Value-OCI-Option der Bewertungsklasse FV OCI (designiert) zugeordnet wurden, sind die sich über die Laufzeit ergebenden Fair Value-Änderungen im sonstigen Ergebnis (OCI) zu erfassen. Bei einer Veräußerung des Eigenkapitalinstruments darf der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust nicht in die GuV umgebucht werden (kein Recycling). Eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem der oben genannten Geschäftsmodelle zuzuordnen sind oder das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Da Derivate das SPPI-Kriterium grundsätzlich nicht erfüllen, erfolgt ein verpflichtender Ausweis dieser Instrumente in der Bewertungsklasse erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL verpflichtend). Neben Derivaten werden in der BKS Bank auch Kredite und Schuldverschreibungen, die das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, sowie Eigenkapitalinstrumente, bei denen die Fair Value-OCI-Option nicht ausgeübt wird, in dieser Bewertungsklasse ausgewiesen.

Ungeachtet dessen besteht nach IFRS 9 das Wahlrecht, einen finanziellen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren (Fair Value-Option). Eine solche Designation setzt jedoch voraus, dass hierdurch Bewertungs- und Ansatzinkongruenzen beseitigt oder signifikant verringert werden. In der BKS Bank kommt im Bereich der Kredite und Schuldverschreibungen die Fair Value-Option vereinzelt zum Einsatz. Die designierten Instrumente werden in der Bewertungsklasse FV PL designiert ausgewiesen. Die Auswahl der Positionen erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten in der Unterposition Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Die Darstellung von Bilanzposition, Bewertungsmaßstab und Kategorie gemäß IFRS 9 für die Aktivseite lässt sich für die BKS Bank wie folgt zusammenfassen:

fortgeführte
AKTIVA Fair Value Anschaffungs- kosten Sonstige Kategorie
Barreserve Nominale nicht zuordenbar
Forderungen an Kreditinstitute - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Forderungen an Kunden - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
- FV PL verpflichtend
Handelsaktiva - FV PL verpflichtend
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV OCI verpflichtend (mit Recycling)
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
FV PL verpflichtend
Aktien und Anteilsrechte - FV OCI designiert (ohne Recycling)
- FV PL verpflichtend
Sonstige Aktiva Nominale nicht zuordenbar

Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Verbindlichkeiten nach dem erstmaligen Ansatz wie folgt zu bewerten:

– zu fortgeführten Anschaffungskosten

– erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL)

Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt bei finanziellen Verbindlichkeiten des Handelsbestands (Held-for-Trading). In der Bilanzposition Handelspassiva werden in der BKS Bank Derivate ausgewiesen. Des Weiteren gehören dieser Bewertung finanzielle Verbindlichkeiten an, die beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden (Fair Value-Option). Die Angaben zur Fair Value-Option auf der Aktivseite gelten analog für die Passivseite. Die Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten wird im sonstigen Ergebnis (OCI) gezeigt.

PASSIVA Fair Value fortgeführte
Anschaffungs- kosten
Sonstige Kategorie
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbriefte Verbindlichkeiten - zu fortgeführten Anschaffungskosten
- FV PL designiert (Fair Value-Option)
Handelspassiva - Held-for-Trading
Nachrangkapital - zu fortgeführten Anschaffungskosten

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Weiters werden die Beteiligungen an Oberbank AG und die BTV AG at Equity bilanziert, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise ("triggering events") für eine Wertminderung bei einem at Equity bilanzierten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.

Risikovorsorge

Risikovorsorgen werden in der BKS Bank für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert (FV OCI verpflichtend) bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und Finanzgarantien gebildet. Das gemäß IFRS 9 zum Einsatz kommende Wertberichtigungsmodell ist ein Expected-Loss-Modell, welches auch für erwartete zukünftige Verluste Risikovorsorgen vorsieht.

Die Höhe der zu bildenden Risikovorsorge ist dabei von der Veränderung des Ausfallsrisikos eines Finanzinstruments nach dessen Zugang abhängig. IFRS 9 unterscheidet auf Basis dieses Verfahrens drei unterschiedliche Stufen, wobei sich in Abhängigkeit von der Zuordnung des Finanzinstrumentes in eine dieser Stufen die Höhe der Risikovorsorgen ergibt.

  • Stufe 1: Für Finanzinstrumente der Stufe 1 erfolgt die Bildung einer Risikovorsorge in Höhe des 12-months expected credit loss (ECL). Der 12-months expected credit loss entspricht den erwarteten Kreditverlusten, die bei einem Finanzinstrument innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen könnten. Jedes Finanzinstrument ist bei Zugang der Stufe 1 zuzuordnen, wobei zu jedem Abschlussstichtag diese Zuordnung zu überprüfen ist.
  • Stufe 2: Für Finanzinstrumente der Stufe 2 erfolgt die Bildung eines lifetime expected credit loss (ECL), welcher den erwarteten Verlusten bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments entspricht.
  • Stufe 3: Für Finanzinstrumente der Stufe 3 erfolgt ebenfalls die Bildung eines lifetime expected credit loss (ECL) in Höhe der erwarteten Verluste bezogen auf die Restlaufzeit des Finanzinstruments.

Eine Änderung der Zuordnung von Stufe 1 in Stufe 2 erfolgt, sobald eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos vorliegt. Für die Entscheidung über eine Zuordnung zu Stufe 2 können verschiedenste Faktoren verwendet werden. Diese können strategischer, operativer, geographischer oder auch makroökonomischer Natur sein. Der BKS Bank Konzern verwendet sowohl quantitative Kriterien (Ratingverschlechterung) als auch qualitative Kriterien (30-Tage-Überfälligkeit, Warnhinweise) für die Entscheidung über einen Stufentransfer.

Die Erfassung der Risikovorsorgen erfolgt ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Ausweis der gebildeten Risikovorsorgen erfolgt – mit Ausnahme der Risikovorsorgen für ergebnisneutral zum beizulegenden

Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (FV OCI verpflichtend) – offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto). Für FV OCI-bewertete finanzielle Vermögenswerte erfolgt der Ausweis der Risikovorsorge im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital.

Eine Zuordnung zu Stufe 3 erfolgt, wenn das Finanzinstrument eine beeinträchtigte Bonität aufweist (credit impaired). Wird zum Bilanzstichtag bei einem Finanzinstrument ein objektiver Hinweis auf Wertminderung festgestellt, wird es der Stufe 3 zugeordnet.

Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von als uneinbringlich geltenden Forderungsbeträgen sind deren vollständige Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung aller mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten. Für Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden Rückstellungen gemäß IAS 37 gebildet.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost-Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen (beeidete Gutachter) ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 2,5%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Handelsaktiva/Handelspassiva

In den Handelsaktiva werden originäre Finanzinstrumente mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten werden in der Bilanzposition Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus der Bilanzposition Handelsaktiva/Handelspassiva werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert bilanziert. Wertänderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV-Rechnung) erfasst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden und sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebsund Geschäftsausstattung beinhalten. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

– Unbewegliche Anlagegüter 1,5% bis 2,5% (d. h. 66,7 bis 40 Jahre)

– Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% bis 20% (d. h. 10 bis 5 Jahre)

Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben, haben eine begrenzte Nutzungsdauer und bestehen unter anderem aus Software. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25% (d. h. vier Jahre).

Leasing

Das im Konzern befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IAS 17) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten jedoch auch die Fair Value-Option ausgeübt.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden in der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Zum 31. Dezember 2000 wurden die Pensionsanwartschaften aller aktiven Mitarbeiter an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG übertragen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Bewertungsrücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Eigenkapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In den Jahren 2015, 2017 und 2018 wurde je eine Additional Tier 1-Anleihe begeben. Sie sind gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) in einem "angemessenen Aufwandsposten" auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen erfasst. Details siehe auch unter Note (2).

Provisionsüberschuss

Als Provisionsüberschuss werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen. Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel sowie aus dem Derivativgeschäft ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden marked to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten

In dieser Position werden Gewinne und Verluste aus dem Abgang von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen werden ebenfalls dieser Position zugerechnet.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen in Form von Zinskurven und Fremdwährungskursen wurden im notwendigen Ausmaß durchgeführt und der Abschluss auf Basis der am Abschlussstichtag vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Die in den Periodenabschluss einfließenden Annahmen und Schätzungen wurden auf Basis der am Abschlussstichtag 30. Juni 2018 vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR ERSTANWENDUNG IFRS 9

In der folgenden Tabelle erfolgt eine Gegenüberstellung der Bewertungskategorien und Buchwerte gemäß IAS 39 mit den gemäß IFRS 9 ermittelten Bewertungskategorien und Buchwerten zum 01. Jänner 2018.

GEGENÜBERSTELLUNG DER BEWERTUNGSKATEGORIEN UND BUCHWERTE GEMÄSS IAS 39 UND IFRS 9 PER 01. JÄNNER 2018

Aktiva IAS 39 IFRS 9
in Tsd. EUR
Barreserve
Bewertungskategorie
Nominale
Buchwert Bewertungskategorie
Nominale
Buchwert
Forderungen an Fortgeführte 476.589 Fortgeführte 476.589
Kreditinstitute Anschaffungskosten Anschaffungskosten
(Forderungen und Kredite) 97.711 97.711
Forderungen an Kunden Fortgeführte Fortgeführte
Anschaffungskosten Anschaffungskosten
(Forderungen und Kredite) 5.450.150 5.402.199
Erfolgswirksam zum beizu
- legenden Zeitwert (FV PL) 48.138
FV through Profit or Loss FV through Profit or Loss
designated designated
(Fair Value-Option) 55.805 (Fair Value-Option) 55.805
Handelsaktiva Held-for-Trading Erfolgswirksam zum beizu
7 legenden Zeitwert (FV PL) 7
Schuldverschreibungen und Fortgeführte Anschaffungs Fortgeführte
sonstige verzinsliche kosten (Held-to-Maturity) Anschaffungskosten
Wertpapiere 782.765 782.765
FV through Profit or Loss FV through Profit or Loss
designated designated
(Fair Value-Option) 22.495 (Fair Value-Option) 22.415
Erfolgswirksam zum beizu
- legenden Zeitwert (FV PL) 80
Available-for-Sale Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis
56.799 (FV OCI) 56.799
Aktien und Anteilsrechte Available-for-Sale Erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert
im sonstigen Ergebnis
125.270 (FV OCI) 83.068
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert (FV PL) 42.203

ÜBERLEITUNG DER BUCHWERTE GEMÄSS IAS 39 AUF IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018

Aktiva Buchwert
gemäß IAS 39
Buchwert
gemäß IFRS 9
in Tsd. EUR zum 31.12.2017 Umgliederungen Umwertungen zum 01.01.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Barreserve
Eröffnungswert gemäß IAS 39 476.589
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 476.589
Forderungen an Kreditinstitute
Eröffnungswert gemäß IAS 39 97.711
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 97.711
Forderungen an Kunden
Eröffnungswert gemäß IAS 39 5.450.150
– Umgliederung: zu Fair Value through P&L (FV PL) -47.952
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 5.402.199
Schuldverschreibungen: zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von Held-to-Maturity 782.765
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 782.765
Schuldverschreibungen: Held-to-Maturity
Eröffnungswert gemäß IAS 39 782.765
– Umgliederung: zu fortgeführten Anschaffungskosten -782.765
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -
Risikovorsorge zur Forderungen
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -136.992
– Forderungen KI: Umwertung ECL-Risikovorsorge -153
– Forderungen KU: Umwertung ECL-Risikovorsorge -22.459
– Forderungen KU: Umwertung ECL-Risikovorsorge -453
(aus HtM-Umgliederung)
– Forderungen: Auflösung IBNR1) 36.869
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -123.188
Summe finanzieller Vermögenswerte bewertet
zu fortgeführten Anschaffungskosten 6.670.223 -47.952 13.804 6.636.075

1) Die Auflösung der IBNR beinhaltet in der Spalte "Umwertungen" auch die Auflösung der IBNR für Kundenforderungen, die in die Bewertungskategorie at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) umgegliedert wurden.

Aktiva Buchwert
gemäß IAS 39
Buchwert
in Tsd. EUR zum 31.12.2017 Umgliederungen Umwertungen gemäß IFRS 9
zum 01.01.2018
Fair Value through Profit or Loss (FV PL)
Handelsaktiva
Eröffnungswert gemäß IAS 39 7
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 7
Schuldverschreibungen: Fair Value through Profit or Loss
(designiert)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 22.495
– Umgliederung: zu Fair Value through Profit or Loss
(verpflichtend)
-80
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 22.415
Schuldverschreibungen: Fair Value through Profit or
Loss (verpflichtend)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von Fair Value through Profit or Loss
(designiert)
80
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 80
Kredite: Fair Value through Profit or Loss (designiert)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 55.805
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 55.805
Kredite: Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von fortgeführten Anschaffungskosten 47.952
– Umwertung: von fortgeführten Anschaffungskosten zu FV 186
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 48.138
Aktien und Anteilsrechte: Fair Value through Profit or
Loss (verpflichtend)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von FV - Available-for-Sale 42.203
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 42.203
Summe finanzieller Vermögenswerte erfolgs
wirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 78.307 90.155 186 168.648
Fair Value through Other Comprehensive Income (FV OCI)
Schuldverschreibungen - FV OCI (mit Recycling)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von FV - Available-for-Sale 56.799
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 56.799
Aktien und Anteilsrechte - FV OCI (ohne Recycling)
Eröffnungswert gemäß IAS 39 -
– Umgliederung: von FV - Available-for-Sale 83.068
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 83.068
Schuldverschreibungen - Available-for-Sale
Eröffnungswert gemäß IAS 39 56.799
– Umgliederung: zu FV OCI -56.799
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -
Aktien und Anteilsrechte - Available-for-Sale
Eröffnungswert gemäß IAS 39 125.270
– Umgliederung: zu FV OCI -83.068
– Umgliederung: zu FV PL -42.203
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 -
Summe finanzieller Vermögenswerte erfolgsneutral
zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis
bewertet 182.069 -42.203 - 139.866

Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 am 01.01.2018 hatte folgende Auswirkungen auf die finanziellen Vermögenswerte in der BKS Bank: Kredite in Höhe von 47,9 Mio. EUR, die gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, wurden aufgrund der Anwendung von IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL) kategorisiert. Diese finanziellen Vermögenswerte erfüllen das von IFRS 9 geforderte SPPI-Kriterium für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nicht. Der Fair Value zum Erstanwendungszeitpunkt beträgt 48,1 Mio. EUR, der Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurde erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen als Anpassung des Eigenkapital-Eröffnungswertes ausgewiesen.

Der gesamte Bestand an finanziellen Vermögenswerten, die nach IAS 39 als "Held-to-Maturity" klassifiziert waren, wurde dem Geschäftsmodell "halten und vereinnahmen" zugeordnet. Da diese finanziellen Vermögenswerte das SPPI-Kriterium erfüllen, werden diese auch unter IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Für den überwiegenden Teil der gemäß IAS 39 als Available-for-Sale ausgewiesenen Finanzinstrumente erfolgt im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FV OCI), da – mit Ausnahme des Investmentfondsvermögens – für Eigenkapitalinstrumente die Fair Value-OCI-Option ausgeübt wird. Das Investmentfondsvermögen wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL) bewertet.

Eine Schuldverschreibung mit einem Buchwert von 80 Tsd. EUR, für welche im Anwendungsbereich von IAS 39 die Fair Value-Option ausgeübt wurde, wurde aufgrund der Anwendung von IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FV PL) kategorisiert, da das von IFRS 9 geforderte SPPI-Kriterium für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nicht erfüllt ist.

Die Überleitung vom Endbetrag der Risikovorsorgen zum 31. Dezember 2017 gemäß IAS 39 auf die Eröffnungswerte zum 01. Jänner 2018 gemäß IFRS 9 wird in folgender Tabelle dargestellt:

Aktiva
in Tsd. EUR
Risikovorsorge
gemäß IAS 39/
Rückstellung
gemäß IAS 37
zum 31.12.2017
Umgliederungen Umwertungen Risikovorsorge
gemäß IFRS 9
zum 01.01.2018
Kredite und Forderungen (IAS 39)/zu fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Forderungen an Kreditinstitute -
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 153
Forderungen an Kunden 136.992
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 22.459
– Auflösung IBNR -36.869
Gesamt 136.992 - -14.257 122.735
Held-to-Maturity (IAS 39)/zu fortgeführten Anschaffungskosten (IFRS 9)
Schuldverschreibungen -
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 453
Gesamt - - 453 453
Available-for-Sale (IAS 39)/FV OCI (IFRS 9)
Schuldverschreibungen -
– Umwertung ECL-Risikovorsorge 44
Gesamt - - 44 44
Kreditzusagen und Finanzgarantien - 1.265 1.265
Gesamt 136.992 - -12.495 124.497

ÜBERLEITUNG DER RISIKOVORSORGEN GEMÄSS IAS 39 AUF DIE ERFÖFFNUNGSWERTE NACH IFRS 9 ZUM 01. JÄNNER 2018

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ZINSÜBERSCHUSS

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode:
Kreditgeschäfte 56.706 56.639 -0,1
Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu
fortgeführten Anschaffungskosten n/a 7.482 -
Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI n/a 356 -
Festverzinsliche Wertpapiere Held-to-Maturity 8.337 n/a -
Leasingforderungen 4.424 4.651 5,1
Positive Zinsaufwendungen1) 3.169 6.402 >100
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt 72.636 75.531 5,2
Sonstige Zinserträge:
Kreditgeschäfte n/a 866 -
Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss 223 223 -
Festverzinsliche Wertpapiere Available-for-Sale 416 n/a -
Aktien und Anteilsrechte 2.549 3.372 32,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.721 1.609 -6,5
Sonstige Zinserträge gesamt 4.909 6.070 23,6
Zinserträge gesamt 77.545 81.601 5,2
Zinsaufwendungen:
Einlagen von Kreditinstituten und Kunden 3.885 2.683 -30,9
Verbriefte Verbindlichkeiten 10.639 9.483 -10,9
Negative Zinserträge1) 2.750 3.341 21,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 322 381 18,2
Zinsaufwendungen gesamt 17.598 15.888 -9,7
Zinsüberschuss 59.948 65.713 9,6

1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/Erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus

In den Zinserträgen sind Erträge aus dem Unwinding, d. h. aus den Barwertänderungen von Zahlungsströmen aus wertberichtigten Forderungen, in Höhe von 1,8 Mio. EUR (30. Juni 2018: 1,1 Mio. EUR) enthalten.

(2) RISIKOVORSORGE

positiv/negativ sind.

Risikovorsorge 14.204 9.075 -36,1
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -421 n/a -
Direktabschreibungen 421 n/a -
Auflösung von Risikovorsorgen -11.749 -16.602 41,3
Zuweisung zur Risikovorsorge 25.953 25.677 -1,1
in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %

(3) PROVISIONSÜBERSCHUSS

15,9
-40,2
-26,2
40,3
38,4
5,5
6,2
-9,5
-5,7
28,2
-5,9
4,2
± in %

(4) ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

in Tsd. EUR
01. Halbjahr 2017
01. Halbjahr 2018 ± in %
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 18.631
18.817
1,0
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 18.631
18.817
1,0

(5) HANDELSERGEBNIS

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Kursbezogene Geschäfte -7 9 >100
Zins- und währungsbezogene Geschäfte 981 -213 >-100
Handelsergebnis 974 -205 >-100

(6) VERWALTUNGSAUFWAND

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Personalaufwand 34.300 38.167 11,3
– Löhne und Gehälter 25.671 28.345 10,4
– Sozialabgaben 6.939 7.031 1,3
– Aufwendungen für Altersversorgung 1.690 2.791 65,2
Sachaufwand 15.220 16.364 7,5
Abschreibungen 3.103 3.429 10,5
Verwaltungsaufwand 52.623 57.960 10,1

(7) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Sonstiger betrieblicher Ertrag 2.234 3.115 39,4
Sonstiger betrieblicher Aufwand -6.8321) -6.5791) -3,7
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -4.598 -3.464 -24,7

1) Darin enthalten sind vor allem die Aufwendungen für den Abwicklungsfonds und die Einlagensicherung.

(8) ERGEBNIS AUS ZUM FAIR VALUE DESIGNIERTEN FINANZINSTRUMENTEN

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Ergebnis aus der Bewertung und Veräußerung von Derivaten - - -
Ergebnis aus der Fair Value-Option 1.297 -3.112 >-100
Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten 1.297 -3.112 >-100

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV) AVAILABLE-FOR-SALE

01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
10 n/a -
1.311 n/a -
1.322 n/a -

(10) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV) HELD-TO-MATURITY

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Ergebnis aus Bewertung 0 n/a -
Ergebnis aus Veräußerung -4 n/a -
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity -4 n/a -

(11) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV), DIE ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE ZU BEWERTEN SIND (VERPFLICHTEND)

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Ergebnis aus Bewertung n/a -1.273 -
Ergebnis aus Veräußerung n/a 14 -
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum
Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) n/a -1.259 -

(12) ERGEBNIS AUS DER AUSBUCHUNG VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV)

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Forderungen Kreditinstitute n/a 22 -
– davon Gewinn n/a 22 -
– davon Verlust n/a - -
Forderungen Kunden n/a -116 -
– davon Gewinn n/a 454 -
– davon Verlust n/a -570 -
Schuldverschreibungen n/a - -
– davon Gewinn n/a - -
– davon Verlust n/a - -
Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten n/a -94 -

(13) SONSTIGES ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN/VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Änderungsgewinne/-verluste n/a -107 -
– aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV n/a -107 -
– aus FV at Fair Value through OCI n/a - -
– aus zu fortgeführten AK bewerteten finanziellen Verpflichtungen n/a - -
Ergebnis aus der Ausbuchung n/a - -
– von FV at Fair Value through OCI n/a - -
– von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen
Verbindlichkeiten n/a - -
Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten n/a -107 -

(14) STEUERN VOM EINKOMMEN

in Tsd. EUR 01. Halbjahr 2017 01. Halbjahr 2018 ± in %
Laufende Steuern -3.419 -4.901 43,4
Latente Steuern -123 921 >100
Steuern vom Einkommen -3.542 -3.980 12,4

DETAILS ZUR BILANZ

(15) BARRESERVE

Barreserve 476.589 413.629 -13,2
Guthaben bei Zentralnotenbanken 391.494 333.776 -14,7
Kassenbestand 85.095 79.853 -6,2
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(16) FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 75.741 119.794 58,2
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 21.970 94.881 >100
Forderungen an Kreditinstitute 97.711 214.675 >100

(17) FORDERUNGEN AN KUNDEN

17.1 FORDERUNGEN AN KUNDEN – KUNDENGRUPPE

Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 5.450.151 5.810.646 6,6
Privatkunden 1.209.047 1.251.516 3,5
Firmenkunden 4.241.104 4.559.130 7,5
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

17.2 FORDERUNGEN AN KUNDEN – BEWERTUNGSKATEGORIE

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.450.151 5.671.107 4,1
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) n/a 86.439 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) n/a 53.100 -
Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien 5.450.151 5.810.646 6,6

(18) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 30.06.2018
Stand am Beginn der Berichtsperiode 8.749 14.315 100.123 123.187
Erhöhung des Ausfallrisikos 1.770 6.291 14.755 22.816
Verringerung des Ausfallrisikos -2.802 -4.495 -6.475 -13.772
Rückgang aufgrund von Rückzahlung -911 -1.919 - -2.830
Änderungen aufgrund von Modifikationen ohne Ausbuchung - - - -
Neu erworbene oder originierte finanzielle Vermögenswerte 2.128 - - 2.128
Ausbuchung/Verwendung - - -7.149 -7.149
Änderungen aufgrund Aktualisierung der Methodik für
Schätzungen - - - -
Wechselkurseffekte und Sonstiges - - - -
Stand am Ende der Berichtsperiode 8.934 14.192 101.254 124.380

RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN ZUM 31. DEZEMBER 2017

Stand am Ende der Berichtsperiode 100.123 36.869 136.992
Verbrauch -38.461 - -38.461
Wechselkurseffekte 16 - 16
Auflösungen -16.450 -2.862 -19.312
Zuführungen 38.272 1.341 39.613
Stand am Beginn der Berichtsperiode 116.746 38.390 155.136
in Tsd. EUR Einzelwert
berichtigung
Portfolio
wertberichtigung
gem. IAS 39
31.12.2017

(19) HANDELSAKTIVA

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten 9.837 9.708 -1,3
– Währungsbezogene Geschäfte 2.539 2.903 14,3
– Zinsbezogene Geschäfte 7 4 -38,6
– Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option 7.292 6.801 -6,7
Handelsaktiva 9.837 9.708 -1,3

(20) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (FV) AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 22.495 n/a -
Kredite 55.805 n/a -
Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss 78.300 n/a -

(21) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (FV) AVAILABLE-FOR-SALE

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 56.799 n/a -
Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere 45.268 n/a -
Sonstige Beteiligungen 80.003 n/a -
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale 182.069 n/a -

(22) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (FV) HELD-TO-MATURITY

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 782.765 n/a -
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 782.765 n/a -

(23) SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

Schuldverschreibungen und sonstige verzinsliche Wertpapiere n/a 907.240 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) n/a 54 -
FV at Fair Value OCI n/a 69.474 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) n/a 22.372 -
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten n/a 815.339 -
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(24) AKTIEN UND ANTEILSRECHTE

Aktien und Anteilsrechte n/a 134.844 -
FV at Fair Value OCI n/a 92.831 -
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) n/a 42.013 -
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

In den Aktien und Anteilsrechten bewertet at Fair Value OCI sind sonstige Beteiligungen in Höhe von 87,5 Mio. EUR enthalten.

(25) ANTEILE AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen 520.354 565.290 8,6
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH 1.721 1.721 -
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 180.492 193.132 7,0
Oberbank AG 338.141 370.437 9,6
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(26) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.638 3.548 >100
Immaterielle Vermögenswerte 1.638 3.548 >100

(27) SACHANLAGEN

Sachanlagen 55.174 54.323 -1,5
Sonstige Sachanlagen 7.894 8.314 5,3
Gebäude 38.912 37.659 -3,2
Grund 8.368 8.350 -0,2
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(28) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Sachanlagen 30.868 33.327 8,0
Gebäude 22.461 24.921 10,9
Grund 8.407 8.407 0,0
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(29) LATENTE STEUERFORDERUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Latente Steuerforderungen 7.873 5.386 -31,6

(30) SONSTIGE AKTIVA

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Sonstige Vermögenswerte 20.826 43.215 >100
Rechnungsabgrenzungsposten 2.334 2.761 18,3
Sonstige Aktiva 23.161 45.977 98,5

(31) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

in Tsd. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten
31.12.2017
571.672
30.06.2018
649.950
± in %
13,7
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 123.314 84.650 -31,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.986 734.599 5,7

(32) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Spareinlagen 1.475.137 1.442.740 -2,2
– Firmenkunden 189.578 176.471 -6,9
– Privatkunden 1.285.559 1.266.268 -1,5
Sonstige Verbindlichkeiten 3.481.352 3.744.352 7,6
– Firmenkunden 2.594.792 2.697.222 3,9
– Privatkunden 886.560 1.047.131 18,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.956.489 5.187.092 4,7

(33) VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN

Andere verbriefte Verbindlichkeiten
Verbriefte Verbindlichkeiten
76.053
553.952
72.400
595.193
-4,8
7,4
Begebene Schuldverschreibungen 477.899 522.792 9,4
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(34) HANDELSPASSIVA

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Negative Marktwerte aus derivativen Produkten 14.608 17.547 20,1
– Währungsbezogene Geschäfte 9.272 11.299 21,9
– Zinsbezogene Geschäfte 7 4 -40,0
– Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option 5.329 6.244 17,2
Handelspassiva 14.608 17.547 20,1

(35) RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 69.693 74.827 7,4
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 4.475 6.261 39,9
Rückstellung für Garantien und Rahmen - 1.104 -
Sonstige Rückstellungen 49.463 55.219 11,6
Rückstellungen 123.631 137.412 11,1

(36) LATENTE STEUERSCHULDEN

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Latente Steuerschulden 127 373 >100

(37) SONSTIGE PASSIVA

Sonstige Passiva 30.542 47.956 57,0
Rechnungsabgrenzungsposten 4.743 1.609 -66,1
Sonstige Passiva 25.799 46.347 79,6
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(38) NACHRANGKAPITAL

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Ergänzungskapital 118.622 145.899 23,0
Hybridkapital 40.000 40.000 -
Nachrangkapital 158.622 185.899 17,2

Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 184,0 Mio. EUR nach 156,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017.

(39) EIGENKAPITAL

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Gezeichnetes Kapital 79.279 85.886 8,3
– Aktienkapital 79.279 85.886 8,3
Kapitalrücklagen 193.032 241.416 25,1
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen 738.029 802.940 8,8
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) 36.200 37.900 4,7
Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen 1.046.540 1.168.142 11,6
Nicht beherrschende Anteile -22 -24 9,5
Konzerneigenkapital 1.046.518 1.168.118 11,6

Das Aktienkapital setzt sich aus 41.142.900 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind.

(40) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.

SEGMENTERGEBNIS

Privatkunden Firmenkunden Financial Markets
in Tsd. EUR 1. HJ/2017 1. HJ/2018 1. HJ/2017 1. HJ/2018 1. HJ/2017 1. HJ/2018
Zinsüberschuss 12.367 13.812 42.951 49.933 21.849 19.373
– hiervon Ergebnis aus at Equity
bilanzierten Unternehmen - - - - 18.631 18.817
Risikovorsorge -1.487 -410 -11.655 -8.453 -1.063 -212
Provisionsüberschuss 11.125 11.833 13.925 14.947 172 515
Handelsergebnis - - - - 974 -205
Verwaltungsaufwand -25.968 -25.717 -22.950 -23.617 -3.518 -3.635
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen 554 1.069 562 453 -48 -28
Ergebnis aus finanziellen Vermögens
werten/Verbindlichkeiten - 95 - -211 2.615 -4.456
Periodenüberschuss vor Steuern -3.409 682 22.833 33.052 20.981 11.352
Ø risikogewichtete Aktiva 494.277 527.529 3.138.432 3.204.917 936.419 945.779
Ø zugeordnetes Eigenkapital 42.691 61.597 270.584 374.357 656.478 657.534
ROE auf Basis Periodenüberschuss -16,0% 2,2% 16,9% 17,7% 6,4% 3,5%
Cost-Income-Ratio 108,0% 96,3% 40,0% 36,1% 15,3% 18,5%
Risk-Earnings-Ratio 12,0% 3,0% 27,1% 16,9% 4,9% 1,1%
Sonstige Summe
in Tsd. EUR 1. HJ/2017 1. HJ/2018 1. HJ/2017 1. HJ/2018
Zinsüberschuss 1.413 1.413 78.579 84.530
– Ergebnis aus at Equity
bilanzierten Unternehmen - - 18.631 18.817
Risikovorsorge - - -14.204 -9.075
Provisionsüberschuss 704 55 25.926 27.351
Handelsergebnis - - 974 -205
Verwaltungsaufwand -186 -4.991 52.623 -57.960
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen -5.667 -4.959 -4.598 -3.464
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten - - 2.615 -4.572
Periodenüberschuss vor Steuern -3.736 -8.482 36.669 36.604
Ø risikogewichtete Aktiva 57.019 59.082 4.626.146 4.737.307
Ø zugeordnetes Eigenkapital 12.109 13.853 981.863 1.107.341
ROE auf Basis Periodenüberschuss - - 6,9% 6,7%
Cost-Income-Ratio - - 52,2% 53,6%
Risk-Earnings-Ratio - - 18,1% 10,7%

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten.

Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.

Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:

  • Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene
  • Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten
  • Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden Ende Juni 2018 rund 20.700 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden und unselbständig Erwerbstätigen gebündelt. Ende Juni 2018 waren diesem Segment rund 142.000 Kunden zugeordnet.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.

Sonstige

Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Geschäftssegmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Ertrags- und Aufwandspositionen sowie jene Ergebnisbeiträge abgebildet, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten.

(41) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN

Kreditrisiken 1.377.699 1.345.084 -2,4
Sonstige Kreditrisiken 1.377.699 1.345.084 -2,4
Eventualverbindlichkeiten 387.344 407.604 5,2
Akkreditive 4.032 1.505 -62,7
Bürgschaften und Garantien 383.312 406.099 5,9
in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %

(42) ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Höhe der ausstehenden Salden erhaltene Garantien gewährte Garantien
in Tsd. EUR per 31.12.2017 per 30.06.2018 per 31.12.2017 per 30.06.2018 per 31.12.2017 per 30.06.2018
Nicht konsolidierte
Tochterunternehmen - - - -
Forderungen 2.914 2.914
Verbindlichkeiten 1.234 1.631
Assoziierte Unternehmen und
gemeinsame Vereinbarungen - - - -
Forderungen 2.494 13.015
Verbindlichkeiten 65.464 45.686
Mitglieder des Managements - - - -
Forderungen 424 251
Verbindlichkeiten 1.151 1.284
Sonstige nahestehende
Personen - - - -
Forderungen 166 154
Verbindlichkeiten 726 385

GEWÄHRTE VORSCHÜSSE UND KREDITE

in Tsd. EUR 31.12.2017 30.06.2018 ± in %
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes 57 5 -91,2
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates 367 246 -33,0
Gewährte Vorschüsse und Kredite 424 251 -40,8

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Berichtszeitraum gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

(43) EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG DES ZWISCHENBERICHTES

Es gab nach dem Stichtag des Halbjahresfinanzberichtes (30. Juni 2018) keine in ihrer Form oder Sache nach ungewöhnlichen Aktivitäten oder Ereignisse in der BKS Bank, die das im vorliegenden Bericht vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussten.

(44) FAIR VALUES

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden

LEVEL 3
30.06.2018 LEVEL 1 LEVEL 2 "Interne
in Tsd. EUR "Markt
wert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Aktiva
Forderungen an Kunden
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) - - 53.100 53.100
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) - - 86.439 86.439
Handelsaktiva (Derivate) - 9.708 - 9.708
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
– at Fair Value through Profit or Loss (verplichtend) 54 - - 54
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 22.372 - - 22.372
– at Fair Value OCI 69.474 - - 69.474
Aktien und Anteilsrechte
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 42.013 - - 42.013
– at Fair Value OCI 58.316 3.579 30.936 92.831
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss - - 84.600 84.600
Handelspassiva - 17.547 - 17.547
31.12.2017
in Tsd. EUR
LEVEL 1
"Markt
wert"
LEVEL 2
"Marktwert
basierend"
LEVEL 3
"Interne
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Aktiva
Handelsaktiva - 9.837 - 9.837
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 22.495 - 55.805 78.300
FV1) Available-for-Sale 148.930 3.477 29.662 182.069
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - - 84.688 84.688
Handelspassiva - 14.608 - 14.608

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

in Tsd. EUR Forderungen an Kunden at
Fair Value through Profit or
Loss (designiert)
Forderungen an Kunden at
Fair Value through Profit or
Loss (verpflichtend)
Aktien und Anteilsrechte
at Fair Value OCI
Verbriefte
Verbindlichkeiten
at Fair Value through
Profit or Loss
Stand zum 01.01.2018 55.805 48.138 29.662 84.688
Umgliederungen - - - -
GuV-Rechnung1) -2.306 -60 - -88
Sonstiges Ergebnis - - 1.274 -
Zugänge 35.176 10.119 - -
Verkäufe/Tilgungen -2.236 -5.097 - -
Stand zum 30.06.2018 86.439 53.100 30.936 84.600

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) und in der Position aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

FV at Fair Value through verbriefte Verbindlichkeiten
hiervon at Fair Value
in Tsd. EUR Profit or Loss through Profit or Loss FV Available-for-Sale2)
Stand zum 01.01.2017 52.675 85.130 12.992
GuV-Rechnung1) -1.439 -442 -
Sonstiges Ergebnis - - 12.518
Umgliederung in Level 2 - - -3.477
Käufe/Zugänge 16.700 - -
Verkäufe/Tilgungen -12.131 - -
Stand zum 31.12.2017 55.805 84.688 22.033

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss

2) Zum 01.01. des Berichtsjahres waren alle Beteiligungen noch mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 01. Halbjahr 2018 auf den Marktwert mit 0,0 Mio. EUR (31.12.2017: 0,0 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 01. Halbjahr 2018 auf den Marktwert mit 0,1 Mio. EUR (31.12.2017: 0,3 Mio. EUR) aus.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,2 Mio. EUR (31.12.2017: 0,2 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 BP im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,4 Mio. EUR (31.12.2017: 0,8 Mio. EUR) führen.

FAIR VALUE VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND SCHULDEN, DIE NICHT ZUM FAIR VALUE BILANZIERT WERDEN

LEVEL 3
30.06.2018 LEVEL 1 LEVEL 2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value Buchwert
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total 30.06.2018
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute - - 214.753 214.753 214.675
Forderungen an Kunden - - 5.750.620 5.750.620 5.671.107
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 868.149 - - 868.149 815.339
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 735.680 735.680 734.599
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 5.194.890 5.194.890 5.187.093
Verbriefte Verbindlichkeiten 300.869 229.958 78.051 608.878 595.193
Nachrangkapital 174.483 13.129 2.332 189.945 185.899
31.12.2017 LEVEL 3
in Tsd. EUR LEVEL 1
"Marktwert"
LEVEL 2
"Marktwert
basierend"
"Interne
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Buchwert
31.12.2017
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute - - 117.300 117.300 117.227
Forderungen an Kunden - - 5.515.865 5.515.865 5.451.120
FV1) Held-to-Maturity 837.465 - - 837.465 782.765
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 695.447 695.447 694.986
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 4.983.585 4.983.585 4.975.840
Verbriefte Verbindlichkeiten 226.207 178.019 82.342 486.568 469.264
Nachrangkapital 161.333 - 2.355 163.688 158.622
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

(45) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN

Aus dem Derivativgeschäft (Bank- und Handelsbuch) ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte:

30.06.2018 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 1.408.168 - - 1.408.168 2.907 11.286
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Zinssatzverträge - 146.370 223.512 369.882 6.083 5.638
– hiervon Handelsbuch - 12.858 1.072 13.930 4 4
Wertpapierbezogene
– hiervon Handelsbuch - 12.858 1.072 13.930 4 4
Geschäfte
– hiervon Handelsbuch
Gesamt
996
-
1.409.164
-
-
146.370
-
-
223.512
996
-
1.779.046
-
-
8.990
14
-
16.938

31.12.2017 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte

Marktwerte
in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 1.277.527 - - 1.277.527 2.542 9.274
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Zinssatzverträge 332 147.236 157.138 304.706 6.693 4.997
– hiervon Handelsbuch 332 13.448 1.138 14.918 6 6
Wertpapierbezogene
Geschäfte - - - - - -
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Gesamt 1.277.859 147.236 157.138 1.582.233 9.235 14.271
– hiervon Handelsbuch 332 13.448 1.138 14.918 6 6

ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2018 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."

Klagenfurt am Wörthersee, am 22. August 2018

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für das Firmenkundengeschäft, für das Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Treasury und Eigengeschäft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media und Investor Relations, Immobilienangelegenheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen; im Ausland zuständig für Slowenien, Kroatien, Ungarn und die Slowakische Republik

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

–69

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für das Privatkundengeschäft, das Private Banking und Wertpapiergeschäft, das Depotbankengeschäft sowie für die Kooperation mit Vertriebspartnern; im Ausland zuständig für die Region Italien

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Backoffice Treasury, Betriebsorganisation, IT und Technischer Dienst sowie 3 Banken IT GmbH; im Ausland zuständig für die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT

UNTERNEHMENSKALENDER 2018

Datum Inhalt der Mitteilung
04. April 2018 Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzern
abschlusses 2017 im Internet und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung
09. Mai 2018 79. ordentliche Hauptversammlung
14. Mai 2018 Dividenden-Ex-Tag
15. Mai 2018 Record Date
16. Mai 2018 Dividenden-Zahl-Tag
25. Mai 2018 Zwischenbericht zum 31. März 2018
24. August 2018 Halbjahresfinanzbericht 2018
30. November 2018 Zwischenbericht zum 30. September 2018

Impressum:

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