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BKS Bank AG

Quarterly Report Aug 25, 2017

773_ir_2017-08-25_d03b100f-214d-47ce-b202-57d07d844db4.pdf

Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2017

inhaltsverzeichnis

BKS Bank
im Überbli
ck.
3
Vorwort der Vorstandsvorsitzenden 4
Konzer
nlageberi
cht
.
Wirtschaftliches Umfeld
7
8
Konsolidierte Unternehmen 10
Vermögens- und Finanzlage 12
Ergebnisentwicklung 15
Segmentbericht 18
Konsolidierte Eigenmittel 21
Risikobericht 22
Vorschau auf das Gesamtjahr 30
Konzer
nabs
chluss
zum
30. Juni 2017.
33
Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2017. 36
Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2017. 38
Eigenkapitalveränderungsrechnung 39
Geldflussrechnung 40
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank 41
Erkl
äru
nge
n der
gesetzli
che
n Vertreter
der
BKS Bank.
60
Unternehmenskalender 2017. 60

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 18. August 2017 zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

Disclaimer

Die vorliegende deutsche Version ist die authentische und für alle rechtlichen Aspekte relevante Fassung. Zwischenberichte in englischer Sprache sind Übersetzungen.

Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.

BKS Bank konzern im überblick

ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Zinsüberschuss 77,3 78,6 1,7
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -12,4 -14,2 14,5
Provisionsüberschuss 25,4 25,9 2,2
Verwaltungsaufwand -54,3 -52,6 -3,1
Periodenüberschuss vor Steuern 30,5 36,7 20,3
Periodenüberschuss nach Steuern 24,7 33,1 34,1
BILANZZAHLEN
in Mio. EUR
31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Bilanzsumme 7.581,1 7.431,9 -2,0
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 5.175,3 5.159,8 -0,3
Primäreinlagen 5.568,0 5.509,5 -1,1
– hiervon Spareinlagen 1.529,0 1.516,0 -0,8

hiervon verbriefte Verbindlichkeiten
inkl. Nachrangkapital 743,2 698,7 -6,0
Eigenkapital 958,8 1.004,9 4,8
Betreute Kundengelder 13.723,2 13.957,3 1,7
– hiervon Depotvolumen 8.155,1 8.447,8 3,6
EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in % (Pkt.)
Risikogewichtete Aktiva 4.974,1 4.986,4 0,3
Eigenmittel 670,0 684,0 2,1
– hiervon hartes Kernkapital (CET1) 625,9 597,4 -4,6

hiervon gesamtes Kernkapital (CET1 und AT1)
625,9 604,6 -3,4
Eigenmittelüberschuss 241,0 222,8 -7,6
Harte Kernkapitalquote (in %) 12,6 12,0 -0,6
Gesamtkapitalquote (in %) 13,5 13,7 0,2
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN 31.12.2016 30.06.2017 ± in % (Pkt.)
Return on Equity nach Steuern 5,1 6,0 0,9
Return on Asset nach Steuern 0,6 0,8 0,2
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 56,2 52,5 -4,0
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 20,1 18,1 -2,0
NPL-Quote 4,8 4,2 -0,6
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 155,6 147,1 -8,5
Leverage Ratio 8,5 7,8 -0,7
RESSOURCEN 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ±
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 926 925 -1
Anzahl der Geschäftsstellen 60 62 2
DIE BKS BANK-AKTIE 31.12.2016 30.06.2017
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) 37.839.600 37.839.600
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,3/15,4 18,5/16,8
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 15,8/13,9 16,8/15,4
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/15,4 18,0/16,6
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 662,7 711,0

sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2017 zurück. Wir haben unseren nachhaltigen Wachstumskurs mutig fortgesetzt und wichtige Weichen für das Voranschreiten der Digitalisierung unserer Prozesse und Produkte gestellt. Unser vielfältiges Engagement wurde durch eine Reihe von Auszeichnungen gewürdigt. Besonders freue ich mich, dass sich diese Erfolge auch in unseren Geschäftszahlen widerspiegeln.

PERIODENÜBERSCHUSS STARK GESTIEGEN

Der BKS Bank Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 einen Periodenüberschuss nach Steuern von 33,1 Mio. EUR. Die wichtigen Ertragssäulen – Zinsüberschuss und Provisionsergebnis – entwickelten sich zufriedenstellend. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 1,7 % auf 78,6 Mio. EUR und das Provisonsergebnis legte um 2,2 % auf 25,9 Mio. EUR zu. Die gute Stimmung an den Börsen bescherte uns vor allem im Wertpapiergeschäft Ergebnissteigerungen. Durch unser striktes Kostenmanagement haben wir die Aufwände gut im Griff: Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich um 1,7 Mio. EUR oder 3,1 % auf 52,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert.

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns erreichte am Ende des ersten Halbjahres 7,43 Mrd. EUR. Die Forderungen an Kunden in Höhe von 5,31 Mrd. EUR blieben im Vergleich zum Jahresultimo 2016 konstant. Der abermals sehr hohe Stand der Primäreinlagen mit 5,51 Mrd. EUR zeugt von dem großen Vertrauen, das unserem Haus entgegengebracht wird.

MIT NEUEN PRODUKTEN ERFOLGREICH

Im ersten Halbjahr haben wir mit mehreren Produktinnovationen auf uns aufmerksam gemacht. Als erste österreichische Bank haben wir einen Social-Bond begeben und konnten ihn vollständig am Markt platzieren. Mit dem Emissionserlös finanzieren wir in Zusammenarbeit mit der AHA-Gruppe den MaVida-Park in Velden, ein Pflegezentrum für Menschen mit Demenzerkrankung. Im Produktangebot für Privatkunden sind wir ebenfalls ganz neue Wege gegangen: Mit "BKS Bank-Komplett" bieten wir unseren Privatkunden alle Leistungen, die eine herkömmliche Bankbeziehung ausmachen, zu einem attraktiven Pauschalpreis an. Auch in unseren Digitalisierungsprojekten kommen wir gut voran: Seit einigen Wochen können unsere Kunden Sparprodukte wie beispielsweise Bausparen und das Mein Geld-Onlinekonto direkt im BKS Bank-Online abschließen sowie die BKS MasterCard online beantragen.

Jubiläen und Auszeichnungen gebührend gefeiert

Während die BKS Bank in Österreich seit 95 Jahren besteht, feierte sie in Kroatien ihren 10. Geburtstag. Seit dem Kauf der kroatischen Kvarner banka d.d. hat sich das Ergebnis vervierfacht. Letztes Jahr erfolgte die grenzüberschreitende Fusion in die BKS Bank AG und im kommenden Herbst eröffnen wir unsere dritte kroatische Filiale in Split. Die Gründung der BKS Bank-leasing Croatia d.o.o. liegt bereits schon 15 Jahre zurück. Beide Jubiläen wurden in Zagreb gebührend gefeiert.

Beim Bewerb um den Staatspreis Unternehmensqualität holte sich die BKS Bank den Sieg in der Kategorie Großunternehmen. Vom Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) wurden wir mit den "Recommender Award" für sehr gute Kundenorientierung ausgezeichnet. Darüber hinaus sind wir wieder Mitglied im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse geworden und zählen damit in Sachen Nachhaltigkeit zu den Besten in Österreich. Mein Dank gilt unseren Führungskräften und Mitarbeitern, die diese Erfolge ermöglichen.

Mit diesem starken ersten Halbjahr blicken wir optimistisch auf das verbleibende Geschäftsjahr. Wir wissen, dass die Herausforderungen für Banken enorm bleiben. Getreu unserer Vision "Regional verwurzelt. Offen im Denken. Exzellent im Tun" sind wir bestens gerüstet, den Wachstumskurs engagiert weiterzugehen.

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Konzernlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld Konsolidierte Unternehmen Vermögens- und Finanzlage Ergebnisentwicklung Segmentbericht Konsolidierte Eigenmittel Risikobericht Vorschau auf das Gesamtjahr

Wirtschaftliches Umfeld

Globaler Aufschwung setzte sich weiter fort

Die Weltwirtschaft setzte ihren im Vorjahr begonnenen globalen Aufschwung weiter fort. Die Stimmungsindikatoren in den entwickelten Volkswirtschaften zeigen ein positives Bild und auch in den Schwellenländern hat die Konjunktur angezogen. Die chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker gewachsen als erwartet, was Folge des gesteigerten privaten Konsums war. Russlands Wirtschaft gewann ebenfalls an Fahrt. Der solide Ölpreis, die steigenden Importe und der stabile Rubel sorgen dafür, dass sich die russische Wirtschaft nach zwei Jahren Rezession langsam erholt.

Die amerikanische Wirtschaft entwickelte sich hingegen in den ersten Monaten der neuen Präsidentschaft schwächer als von Trump im Wahlkampf versprochen. Der Konsum, traditionell eine wichtige Stütze der US-Wirtschaft, fiel schwächer als erwartet aus und dämpfte damit das Wachstum. Ungebrochen stark zeigte sich der US-Arbeitsmarkt: Im Mai 2017 lag die Arbeitslosigkeit bei 4,3 %, dem niedrigsten Wert seit 2001. Der Blick auf die Leitzinsen zeigt, dass die Zeit des billigen Geldes vorbei ist. Die US-Notenbank FED hat im März und im Juni um je 25 Basispunkte die Zinsen erhöht. Experten erwarten für Herbst den nächsten Zinsschritt.

Die europäische Wirtschaft verzeichnete in den ersten sechs Monaten ein kräftiges Wachstum. In den vier größten Länder der Eurozone – Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien – hat die Konjunktur deutlich an Schwung gewonnen. Die jüngsten Wirtschaftsdaten zeigen, dass sich der Aufwärtstrend im Euroraum im zweiten Quartal weiter gefestigt hat. Insgesamt ist die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,6 % gewachsen. Auch die politischen Risiken in der Eurozone haben nach den Wahlen in den Niederlanden und vor allem mit dem Sieg von Emmanuel Macron in Frankreich deutlich abgenommen. Die konjunkturelle Erholung könnte durch den bevorstehenden EU-Austritt der Briten noch gebremst werden. Da die wirtschaftlichen und politischen Folgen nach wie vor nicht abschätzbar sind, bleibt der Brexit der bestimmende Unsicherheitsfaktor.

Nachdem die Wachstumsraten in Österreich 2012 bis 2015 unter 1 % lagen, wuchs die österreichische Wirtschaft seit Jahresbeginn so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Angetrieben wurde die heimische Konjunktur vor allem von der exportorientierten Sachgütererzeugung. Auch die Dynamik der Investitionstätigkeiten bleibt dank der positiven Konjunkturaussichten, weiter günstigen Finanzierungskonditionen und steuerlichen Maßnahmen hoch. Eine nachhaltige Entspannung zeichnet sich auch am österreichischen Arbeitsmarkt ab. Die Arbeitslosenquote betrug Ende Juni nach einer Schätzung des Arbeitsmarktservice 7,6 % bzw. 5,2 % gemäß Eurostat.

EZB hält am Geldpolitischen Kurs fest

In der Eurozone liegt der Leitzins nach wie vor bei 0,0 %. Vor Ende 2018 werden aus heutiger Sicht von der Europäischen Zentralbank (EZB) keine Leitzinserhöhungen erwartet. Allerdings rechnen Ökonomen damit, dass die EZB im Herbst ihre Rhetorik hinsichtlich ihrer expansiven Geldpolitik ändern könnte. Darüber hinaus wird erwartet, dass das Zudrehen des Geldhahnes langsam vonstattengehen wird. Abhängig wird dies vor allem von der Inflationsentwicklung sein. Nachdem die Inflationsraten in der Eurozone zu Beginn des Jahres deutlich in Richtung des EZB-Ziels von 2 % gestiegen sind, gaben sie im weiteren Jahresverlauf wieder nach. Sollten sich die Rohstoffpreise weiter abschwächen, könnte sich der Ausstieg aus dem "billigen Geld" weiter verzögern.

Aktienmärkte mit deutlichen Kursgewinnen

Das erste Halbjahr lief besonders für europäische und asiatische Aktien sehr gut. Bis Ende Juni legte der EuroStoxx 300 um 6,5 % zu, der Stoxx Europe 600 verteuerte sich um 5,0 %. Der DAX wies eine positive Entwicklung von 7,4 % aus. Sehr positiv entwickelten sich österreichische Aktien, der ATX stieg um 18,7 %. Der Blick auf den US-Aktienmarkt zeigt, dass sich auch dort die Aktien gut entwickelten: Der S&P 500 nahm um 8,2 % zu, während US-Technologie-Aktien noch stärker zulegen konnten. Der NASDAQ-Index legte in USD 14,1 % zu. Für Euro-Investoren blieb jedoch aufgrund der starken Währungsdifferenzen von den amerikanischen Kursgewinnen wenig über. Der japanische Aktienindex Nikkei 225 stieg gemessen in Yen um 4,8 %.

Euro im ersten Halbjahr besonders stark

Der Euro konnte sich im laufenden Geschäftsjahr dank nachlassender politischer Risiken sowie höherer Inflationsraten gegenüber den wichtigsten Handelspartnern durchsetzen. Am stärksten wertete der Euro gegenüber dem US-Dollar auf und stieg von 1,052 auf 1,143 EUR je USD, ein Plus von 8,7 %. Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro um 2,2 %, gegenüber dem japanischen Yen um 4,4 % und gegenüber dem chinesischen Renminbi um 5,4 % zu. Im Vergleich zum britischen Pfund wertete der Euro um 2,7 % auf. Die für unser Haus wichtige kroatische Kuna wertete zum Euro ab und notierte per Ende Juni mit 7,415 HRK je EUR nach 7,557 HRK je EUR zu Jahresbeginn (-1,9 %).

Unterschiedliche Entwicklung der Rohstoffpreise

Die Rohstoffmärkte entwickelten sich im ersten Halbjahr bisher uneinheitlich. Rohstoffe wie Edelmetalle (+6,9 %), Industriemetalle (+8,1 %) sowie Viehpreise (+12,5 %) legten deutlich zu. Preisrückgänge gab es hingegen bei Energie- (-8,8 %) und Agrarrohstoffen (-2,2 %). Gold startete trotz zwischenzeitlicher Korrekturen mit deutlichen Preiszuwächsen ins Jahr, verlor dann ab Anfang Juni jedoch wieder an Glanz.

Konsolidierte Unternehmen

Der maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält Ende Juni 2017 19 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften. Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind.

Die Einbeziehung von verbundenen Unternehmen in den Konzernabschluss erfolgt auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.

Kredit- und Finanzinstitute
BKS Bank AG,
Klagenfurt
BKS-Leasing Gesellschaft
m.b.H., Klagenfurt
BKS-leasing d.o.o.,
Ljubljana
BKS-leasing Croatia d.o.o.,
Zagreb
BKS-Leasing s.r.o.,
Bratislava
Drei Banken Versicherungs
agentur GmbH, Linz
Oberbank AG,
Linz
Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft,
Innsbruck
ALPENLÄNDISCHE
GARANTIE - GESELLSCHAFT
m.b.H. Linz
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs u.
Vermietungsgesellschaft
m.b.H., Klagenfurt
Immobilien Errichtungs- u.
Vermietungsgesellschaft
m.b.H. & Co. KG, Klagenfurt
IEV Immobilien GmbH,
Klagenfurt
VBG-CH Verwaltungs und
Beteiligungs GmbH,
Klagenfurt
LVM Beteiligungs
Gesellschaft m.b.H., Wien
BKS Service GmbH,
Klagenfurt
BKS Immobilien-Service
Gesellschaft m.b.H.,
Klagenfurt
BKS Hybrid alpha GmbH,
Klagenfurt
BKS Hybrid beta GmbH,
Klagenfurt
BKS 2000 – Beteiligungs
verwaltungsgesellschaft
mbH, Klagenfurt
Vollkonsolidierung
at Equity-Einbezug
quotale Konsolidierung

gesellschaften des konsolidierungskreises

–10–

Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 14 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Konzernabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.

Bei den drei gemäß IAS 28 at Equity einbezogenen Unternehmen werden die Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Neben der Drei Banken Versicherungsagentur GmbH sind auch die Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft at Equity einbezogen. Die BKS Bank hielt per 30. Juni 2017 an diesen Kreditinstituten mit 15,21 % bzw. 14,78 % zwar jeweils weniger als 20 % der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben.

Anfang Mai 2017 hat die BTV eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Wir haben uns an dieser Kapitalerhöhung beteiligt und alle uns zustehenden Bezugsrechte ausgeübt. Da die BKS Bank keine Vorzugsaktien an der BTV hält, hat sich die Stimmrechtsquote von 14,95 % auf 14,78 % geringfügig verringert.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen.

Die sonstigen, überwiegend dem Immobilienbereich zugeordneten vollkonsolidierten Gesellschaften leisten vorwiegend bankbezogene Hilfsdienste. Alle übrigen Unternehmensanteile werden im "Available-for-Sale"-Bestand geführt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns belief sich zum 30. Juni 2017 auf 7,43 Mrd. EUR. Der leichte Rückgang (-2,0 %) ist auf den geringeren Stand der Barreserve (-25,2 %) und die gesunkenen Forderungen an Kreditinstitute (-35,3 %) zurückzuführen. Der Blick auf die Passivseite zeigt, dass wir den ausgezeichneten Stand der Primäreinlagen in Höhe von 5,51 Mrd. EUR im ersten Halbjahr 2017 halten konnten.

Aktiva

Kreditnachfrage im Steigen

Das Kreditgeschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr zufriedenstellend. Der konjunkturelle Aufschwung hat voll eingesetzt und erfreulicherweise haben die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und die Konsumlaune der Privatkunden spürbar angezogen. Das Neugeschäftsvolumen betrug in den ersten beiden Quartalen beachtliche 645 Mio. EUR. Parallel dazu nutzten Unternehmen die gute Liquiditätslage für vorzeitige Kreditrückführungen. Unterm Strich blieben daher die Kreditforderungen mit 5,31 Mrd. EUR auf dem Niveau zum Jahresultimo 2016. In der Position Kundenforderungen sind das Kreditvolumen der Konzernmutter BKS Bank AG und die Ausleihungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten. 25,3 % der Kundenforderungen wurden auf unseren Auslandsmärkten vergeben.

Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen verringerte sich um 6,2 Mio. EUR auf 148,9 Mio. EUR und nahm durch die deutliche Verbesserung der Portfoliostruktur um 4,0 % ab. Auch die Quote der Non-performing Loans hat sich mit 4,2 % weiter verbessert.

Dank unseres Engagements, den Anteil der Fremdwährungsfinanzierungen zu senken, erreichte die Fremdwährungsquote (FX-Quote) einen sehr guten Wert. Mit 3,9 % liegen wir deutlich unter dem Wert (4,5 %) zum Jahresultimo 2016.

Leasinggeschäfte auf Kurs

Mit dem Geschäftsverlauf unserer in- und ausländischen Leasinggesellschaften sind wir im ersten Halbjahr 2017 insgesamt zufrieden. Vor allem freut uns, dass die Neuausrichtung der österreichischen Leasinggesellschaft geglückt ist: In den ersten sechs Monaten erzielte die BKS-Leasing GmbH ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 39,6 Mio. EUR. Das gesamte Volumen der österreichischen Leasinggesellschaft erreichte einen Stand von 166,1 Mio. EUR, ein Plus von 4,0 %. Für unsere slowenische Leasinggesellschaft verlief das erste Halbjahr 2017 ebenfalls sehr erfolgreich. Das Leasingvolumen nahm um 8,3 % auf 98,6 Mio. EUR zu. Die BKS-leasing d.o.o. wurde erstmals mit dem Siegel AAA für ihre Kreditwürdigkeit ausgezeichnet. Verliehen wurde diese Auszeichnung von Bisnode, der größte strategische Partner der Firma Dun & Bradstreet, einem weltweiten Anbieter von Geschäftsinformationen. Das in Kroatien vergebene Leasingvolumen verzeichnete auch ein leichtes Plus und betrug per 30. Juni 2017 42,3 Mio. EUR. Im Gegensatz dazu blieb das Leasingneugeschäft in der Slowakei im ersten Halbjahr unter unseren Erwartungen.

Finanzielle Vermögenswerte tragen zur nachhaltigen Liquiditätssicherung bei

Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere sind ein wichtiger Steuerungsfaktor zur Einhaltung der gesetzlichen Liquiditätsbestimmungen. In Zeiten historisch tiefer Zinsen ist und bleibt es eine Herausforderung, geeignete Investitionen zu tätigen. Ende Juni 2017 betrugen die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen 0,47 %.

Die finanziellen Vermögenswerte erreichten dennoch mit 1,56 Mrd. EUR ein höheres Niveau als zum Jahresende 2016. Alle Positionen hatten bis 30. Juni 2017 Zuwächse zu verzeichnen: Der at Fair-Value-through-Profit-or-Loss-bewertete Bestand an finanziellen Vermögenswerten nahm um 11,9 Mio. EUR auf 87,5 Mio. EUR zu, ein Plus von 15,7 %. Der Zuwachs resultierte aus neu vergebenen Fixzinskrediten, welche mit fristenkonformen Zinsswaps abgesichert wurden. Der Available-for-Sale-Bestand erhöhte sich um 5,4 % auf 199,5 Mio. EUR, während der Heldto-Maturity-Bestand um 2,8 % auf 768,5 Mio. EUR wuchs. In dieser Position halten wir vor allem erstklassige liquide Aktiva, sogenannte High Quality Liquid Assets.

Die Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen stiegen um 7,6 % auf 506,7 Mio. EUR. Die Zuführung der Periodenergebnisse unserer Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft war für den Anstieg verantwortlich.

Die Barreserve, die sich aus dem Kassenbestand und dem Guthaben bei Zentralbanken zusammensetzt, nahm – bedingt durch Veranlagungen in finanzielle Vermögenswerte und geringere Mittelaufnahme am Geldmarkt – ab. Per Ende Juni 2017 betrug der Stand 406,4 Mio. EUR, ein Minus von 25,2 %.

PASSIVA

Primäreinlagen erneut auf hohem Niveau

Der Stand der Primäreinlagen blieb im Vergleich zum Jahresende 2016 auf dem hohen Niveau von 5,51 Mrd. EUR. Entscheidend bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren erneut die Sicht- und Termineinlagen, die mit 3,30 Mrd. EUR nahezu unverändert auf dem Niveau zum Dezember 2016 verharrten. Erfreulich war, dass wir bei den Spareinlagen im ersten Halbjahr kaum Abflüsse verzeichnet haben. Das hohe Spareinlagenvolumen von 1,52 Mrd. EUR zeugt von dem großen Vertrauen, das uns entgegengebracht wird.

Die extrem niedrigen Zinsen erschweren die Platzierung eigener Emissionen. Die verbrieften Verbindlichkeiten verringerten sich im bisherigen Jahresverlauf um 3,9 % auf 523,6 Mio. EUR. Das Nachrangkapital reduzierte sich durch Tilgungen um 11,8 % auf 175,1 Mio. EUR.

Obwohl es uns nicht gelungen ist, sämtliche Tilgungen durch Neuemissionen zu kompensieren, haben wir unsere Stellung als solider und verlässlicher Emittent im ersten Halbjahr 2017 ausbauen können. Als erstes Kreditinstitut in Österreich haben wir Anfang des Jahres einen Social-Bond aufgelegt und das gesamte Volumen in Höhe von 5,0 Mio. EUR am Markt platziert. Dieser Erfolg freut uns ganz besonders, da wir erneut beweisen konnten, dass unser nachhaltiges Engagement unsere Innovationskraft stärkt. Mit dem Emissionserlös finanzieren wir ein Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenzerkrankungen in Kärnten.

Zur weiteren Stärkung unserer Kapitalausstattung liegt seit Ende Mai eine Additional Tier 1-Anleihe zur Zeichnung auf. Bis Ende Juni 2017 haben wir 5,6 Mio. EUR platziert. Dadurch und durch die Zuschreibung des Periodenergebnisses verzeichnete die Position Konzerneigenkapital einen Anstieg um 4,8 % auf 1,00 Mrd. EUR und übertraf erstmals die 1-Milliarde-Euro-Grenze. Das gezeichnete Aktienkapital blieb mit 79,3 Mio. EUR unverändert.

Ergebnisentwicklung

Die BKS Bank erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 ein hervorragendes Ergebnis. Sowohl das Zinsergebnis als auch das Provisionsgeschäft entwickelten sich in den ersten sechs Monaten sehr positiv. Das Ergebnis der finanziellen Vermögenswerte steuerte ebenfalls zur guten Geschäftsentwicklung bei.

HERVORRAGENDES ERGEBNIS TROTZ NULLZINSUMFELD

Der Konzernperiodenüberschuss nach Steuern betrug per 30. Juni 2017 erfreuliche 33,1 Mio. EUR und lag damit um 34,1 % höher als im Vergleichszeitraum 2016. Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge verbesserte sich um 1,7 % auf 78,6 Mio. EUR. Das höhere Ergebnis war getragen von Beiträge der at Equity bewerteten Unternehmen, die einen Zuwachs um 16,9 % auf 18,6 Mio. EUR verzeichneten. In dieser Position spiegelt sich die Geschäftsentwicklung unserer Schwesterbanken wider. Die Zinserträge gaben um 6,1 % auf 77,5 Mio. EUR nach, während die Zinsaufwendungen mit 17,6 Mio. EUR um 17,2 % geringer ausfielen als noch im Vergleichszeitraum. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge blieb mit 64,4 Mio. EUR auf der Vorjahreslinie.

PROVISIONSGESCHÄFT IM AUFWIND

Im ersten Halbjahr erzielten wir einen Provisionsüberschuss in Höhe von 25,9 Mio. EUR, ein Zuwachs von 2,2 %. Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich dank der stärkeren Dynamik an den Aktienmärkten sehr erfreulich. Sowohl die Wertpapierumsätze als auch die höheren Kurswerte verbesserten das Provisionsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um 6,3 % auf 6,9 Mio. EUR. Die Provisionen aus dem Zahlungsverkehr blieben mit 9,9 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres, während die Kreditprovisionen mit 6,5 Mio. EUR nicht an den ausgezeichneten Wert des Vorjahres anschließen konnte.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE MIT GUTER PERFORMANCE

Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerte erreichte per Ende Juni 2017 einen ausgezeichneten Wert von 2,6 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von -0,2 Mio. EUR. Der Grund für die Zunahme lag unter anderem in der günstigen Entwicklung der Börsen, die wir für einzelne Gewinnmitnahmen genutzt haben. Auch positive Bewertungseffekte aus der Fair-Value-Option trugen zum Ergebnis bei.

KOMPONENTEN DER ERFOLGSRECHNUNG

VERWALTUNGSAUFWAND RÜCKLÄUFIG

Wir üben strikte Kostendisziplin und verfolgen eine umsichtige Investitionspolitik. Dieser strategische Ansatz spiegelt sich in dem Verwaltungsaufwand wider, der im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. EUR auf 52,6 Mio. EUR gesunken ist. Der Personalaufwand, der den größten Anteil im Verwaltungs-aufwand einnimmt, verringerte sich durch Zinssatzanpassungen in den Aufwendungen für die Altersversorgung um -4,8 % auf 34,3 Mio. EUR. Ende Juni 2017 beschäftigen wir – gerechnet in Personaljahren – konzernweit 925 Mitarbeiter. Die Sachaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 1,7 % auf 15,2 Mio. EUR. Der Anstieg resultierte unter anderem aus höheren EDV-, Büro- und Betriebsaufwendungen. Die Abschreibungen reduzierten sich um 5,7 % auf 3,1 Mio. EUR.

Sonstiges Ergebnis durch aufsichtsrechtliche kosten belastet

Das sonstige betriebliche Ergebnis fiel aufgrund der Kostenbelastung aus der Einrichtung des Einlagensicherungs- und Abwicklungsfonds erneut negativ aus. Mit -4,6 Mio. EUR ist es aber dennoch besser als noch vor einem Jahr, da sich die niedrigeren Beiträge für die neu geregelte Stabilitätsabgabe positiv auswirken. Auf den Abwicklungsfonds entfielen im ersten Halbjahr 2,3 Mio. EUR, auf den Einlagensicherungsfonds 1,6 Mio. EUR und auf die neue Stabilitätsabgabe 0,5 Mio. EUR.

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN gut auf kurs

Das gute Konzernperiodenergebnis spiegelt sich in den wichtigsten Steuerungskennzahlen wider. Der Return on Equity (ROE) nach Steuern verbesserte sich von 5,1 % auf 6,0 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern von 0,6 % auf 0,8 %.

Die Cost-Income-Ratio reduzierte sich dank der rückläufigen Kosten um erfreuliche 4,0 %-Punkte auf 52,2 %. Ebenso erfreulich entwickelte sich die Risk-Earnings-Ratio, die Ende Juni 2017 nur mehr 18,1 % betrug. Die NPL-Quote verbesserte sich um weitere 0,6 %-Punkte auf 4,2 %.

Die Leverage Ratio mit 7,8 % übertraf klar die regulatorische Vorgabe von 3 %. Das gleiche gilt auch für die Liquidity Coverage Ratio: Per 30. Juni 2017 belief sich diese auf 147,1 % und erfüllt die bis 2018 zu erfüllende Quote von 100 % deutlich.

Unser Institut verfügt über eine solide Eigenmittelausstattung. Sowohl die harte Kernkapitalquote in Höhe von 12,0 % als auch die Eigenmittelquote mit 13,7 % weisen gute Werte auf und liegen über den gesetzlichen Anforderungen.

in % 31.12.2016 30.06.2017 ± in %-Pkte.
ROE nach Steuern 5,1 6,0 0,9
ROA nach Steuern 0,6 0,8 0,2
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 56,2 52,2 -4,0
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 20,1 18,1 -2,0
NPL-Quote 4,8 4,2 -0,6
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 155,6 147,1 -8,5
Leverage Ratio 8,5 7,8 -0,7
Harte Kernkapitalquote 12,6 12,0 -0,6
Eigenmittelquote 13,5 13,7 0,2

WICHTIGE Unternehmenskennzahlen

Segmentbericht

Unser erfolgreichstes Geschäftsfeld ist das Firmenkundengeschäft, wo wir den Großteil des Periodenüberschusses erwirtschaften. Im Segment Financial Markets erzielen wir trotz des volatilen Marktumfelds stabile Ergebnisse. Dagegen bleibt die Lage im Privatkundengeschäft weiterhin angespannt.

Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden betreuten wir zum 30. Juni 2017 rund 19.000 Firmenkunden. Zu unseren Kunden zählen Betriebe der Industrie, des Gewerbes und des Handels, Freiberufler, Land- und Forstwirte sowie Gemeinden und die öffentliche Hand.

Das Firmenkundengeschäft hat in unserem Haus die längste Tradition. Bereits bei der Gründung im Jahr 1922 lag unser Geschäftszweck primär auf der Betreuung von Firmenkunden. Auch heute noch bildet dieser Bereich die wichtigste operative Geschäftseinheit. Der Großteil unserer Kredite wird von Firmenkunden in Anspruch genommen.

Sehr gutes Segmentergebnis

Das erste Halbjahr 2017 verlief für das Firmenkundengeschäft wieder sehr positiv. Das Periodenergebnis vor Steuern in Höhe von 22,8 Mio. EUR entsprach in etwa dem guten Vorjahreswert. Getragen wird das Ergebnis zum einen durch den gestiegenen Zinsüberschuss (43,0 Mio. EUR; +3,6 %) und zum anderen durch das höhere Provisionsergebniss (13,9 Mio. EUR; +2,4 %).

Entwicklung des Periodenüberschusses vor Steuern nach Segmenten

In den Notes auf Seite 54 werden die Segmente detailliert dargestellt.

Für uns eine Bestätigung, dass wir mit unserer konsequenten Konditionenpolitik und der Konzentration auf den Ausbau der eigenmittelschonenden Geschäftsfelder auf dem richtigen Weg sind. Der Blick auf die Risikovorsorgen zeigt mit 11,7 Mio. EUR ein zum Vorjahr fast unverändertes Niveau. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 22,0 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR.

Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen zeigen folgendes Bild: Der Return on Equity gab von 18,3 % auf 16,9 % nach. Die Cost-Income-Ratio entwickelte sich zufriedenstellend und belief sich per Ende Juni 2017 auf 40,0 %, während die Risk-Earnings-Ratio mit 27,1 % marginal über dem Vorjahr lag.

PRIVATKUNDEN

Im Segment Privatkunden betreuen wir Privatpersonen und Zugehörige zur Berufsgruppe der Heilberufe. Ende Juni 2017 betreuten wir rund 133.700 Kunden in diesem Segment.

Seit längerer Zeit erweist sich das Privatkundengeschäft als wenig ertragreich. Verantwortlich dafür sind nicht nur die sehr niedrigen Zinsen, sondern auch die hohen Kosten des Filialbetriebes. Auch der technologische Wandel beeinflusst das Verhalten der Kunden massiv und bringt neue Herausforderungen mit sich. Dennoch ist das Privatkundengeschäft für uns unentbehrlich. Die Filiale bleibt für uns der geeignete Ort zur persönlichen, kompetenten Beratung.

Selbstverständlich arbeiten wir intensiv daran, unser digitales Angebot zu erweitern. So haben wir kürzlich einen Online-Shop im Kundenportal gelauncht. Sparprodukte wie beispielsweise Bausparen oder das Mein Geld-Onlinekonto können nun durchgängig digital abgeschlossen werden. Auch die BKS MasterCard kann im BKS Bank-Online beantragt werden. Immer mehr Privatkunden vertrauen auf unser modernes Kundenportal: Im ersten Halbjahr haben wir rund 1.500 neue Portalnutzer gewonnen, ein Zuwachs von 4,3 %.

Ergebnis weiter unter Druck

Das Segmentergebnis vor Steuern betrug Ende Juni -3,4 Mio. EUR. Das Zinsergebnis gab um 7,5 % auf 12,4 Mio. EUR nach, obwohl wir beim Kreditvolumen einen leichten Anstieg verzeichneten. Da wir im Privatkundengeschäft bereits im ersten Quartal strengere Maßstäbe in der Berechnung der Wertberichtigungen vorgenommen haben, fiel die Risikovorsorge mit 1,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr höher aus, ein Effekt der sich im zweiten Quartal verflachte und weiter verflachen wird. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich in den ersten sechs Monaten ebenfalls rückläufig und betrug 11,1 Mio. EUR (-3,9 %). Der Verwaltungsaufwand mit 26,0 Mio. EUR blieb im Vergleich zum Vorjahreswert unverändert.

Durch das negative Segmentergebnis zeigen auch die steuerungsrelevanten Kennzahlen ein unbefriedigendes Bild: Der Return on Equity verschlechterte sich auf -16,0 %, die Cost-Income-Ratio erhöhte sich auf 108,0 % und die Risk-Earnings-Ratio verzeichnete einen Anstieg von 2,1 %-Punkte auf 12,0 %.

FINANCIAL MARKETS

Im Segment Financial Markets sind die Ergebnisse aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity einbezogenen Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.

Der Periodenüberschuss vor Steuern betrug 21,0 Mio. EUR. Die Ergebnisbeiträge aus den at Equity bewerteten Unternehmen erwiesen sich erneut als stabile Ertragsbringer: Mit einem Plus von 16,9 % fiel das Ergebnis mit 18,6 Mio. EUR sehr positiv aus. Der Zinsüberschuss blieb mit 21,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die Risikovorsorgen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 0,05 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR gestiegen. Der Grund für die Zunahme liegt in einer höheren Dotation der pauschalen Länderrisikovorsorge und der incurred-but-not-reportet-Wertberichtung für Bankenforderungen und Wertpapiere. Das Handelsergebnis blieb mit 1,0 Mio. EUR auf Vorjahreslinie, während sich der Verwaltungsaufwand um 7,5 % auf 3,5 Mio. EUR erhöhte.

Im Segment Financial Markets wird auch das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten erfasst. Dank der guten Performance der Aktienmärkte und des Bewertungsergebnisses aus der Fair-Value-Option haben wir bei den finanziellen Vermögenswerten einen ausgezeichneten Wert erzielt: Mit 2,6 Mio. EUR liegt das Ergebnis aus den finanziellen Vermögenswerten deutlich über dem Vorjahr (-0,2 Mio. EUR).

Die segmentspezifischen Kennzahlen entwickelten sich wie folgt: Der Return on Equity gab durch den markanten Anstieg des zugeordneten Eigenkapitals um 0,4 %-Punkte auf 6,4 % nach und die Cost-Income-Ratio stieg leicht auf 15,3 %. Die Risk-Earnings-Ratio nahm durch höhere Portfoliowertberichtigungen von 0,2 % auf 4,9 % zu.

Konsolidierte Eigenmittel

Die Ermittlung der Eigenmittelquoten und der Bemessungsgrundlage erfolgen in der BKS Bank nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko errechnen wir anhand der Vorgaben des Standardansatzes.

Das harte Kernkapital betrug zum Juniultimo 597,4 Mio. EUR. Der konsolidierte Zwischengewinn wurde gemäß Artikel 26 CRR einem Review durch den Abschlussprüfer unterzogen. Damit konnte das Periodenergebnis den Eigenmitteln zugerechnet werden. Die harte Kernkapitalquote erreichte demnach 12,0 %.

Mit Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 79,4 Mio. EUR und des zusätzlichen Kernkapitals von 7,2 Mio. EUR belief sich der Eigenmittelbestand zum 30. Juni 2017 auf 684,0 Mio. EUR. Im zweiten Quartal haben wir eine AT-1-Anleihe zur Zeichnung aufgelegt. Bis Ende Juni 2017 wurden 5,6 Mio. EUR platziert und den Eigenmitteln zugerechet. Die Eigenmittelquote betrug 13,7 % nach 13,5 % zum Jahresende 2016. Die Kapitalquoten lagen damit deutlich über den gesetzlichen Anforderungen von 5,75 % bzw. 9,25 %.

Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) betrug per Ende Juni 7,8 % und lag ebenfalls deutlich über der regulatorischen Vorgabe von 3 % und der internen Zielquote von >5 %. Die Leverage Ratio misst das Verhältnis des Kernkapitals zum ungewichteten Exposure der BKS Bank inklusive außerbilanzieller Risikopositionen.

BKS Bank Kreditinstitutsgruppe: Eigenmittel gemäSS CRR

in Mio. EUR 31.12.2016 30.06.2017
Grundkapital 77,8 77,5
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 831,4 882,8
Abzugsposten -283,3 -362,9
Hartes Kernkapital (CET 1)1) 625,9 597,4
Harte Kernkapitalquote 12,6 % 12,0 %
Hybridkapital 24,0 20,0
AT1-Anleihen 23,4 29,0
Abzugsposten -47,4 -41,8
Zusätzliches Kernkapital - 7,2
Kernkapital (CET1 + AT1) 625,9 604,6
Kernkapitalquote 12,6 % 12,1 %
Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals 120,6 120,9
Abzugsposten -76,5 -41,6
Ergänzungskapital 44,1 79,4
Eigenmittel insgesamt 670,0 684,0
Eigenmittelquote 13,5 % 13,7 %
Bemessungsgrundlage 4.974,1 4.986,4
Eigenmittelüberschuss 241,0 222,8

Risikobericht

Unser geschäftspolitisches Credo ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der BKS Bank durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit ist die gezielte Übernahme von Risiken mit der Direktive, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung proaktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken sollen dabei permanent und vollständig erfasst werden. Das verfügbare Kapital wird möglichst effizient unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele eingesetzt und die Risiko-/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist in der Risikostrategie verankert, nur solche Risiken einzugehen, die aus eigener Kraft getragen werden können, um die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Institutes nicht zu gefährden. Die Risikostrategie der BKS Bank wird jährlich aktualisiert, mit dem Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt.

Die BKS Bank setzt alles daran, den neuen Anforderungen im Bereich des Risikomanagements proaktiv zu begegnen. Der Fokus liegt dabei auf

  • der Datenermittlung und Kalibrierung für das Risikoreporting,
  • der Umsetzung des Richtlinienentwurfes der Europäischen Zentralbank zur "Guidance to banks on Non-performing Loans",
  • den Änderungen aus der internationalen Rechnungslegung, vor allem aus IFRS 9,
  • dem aufsichtsrechtlichen Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) sowie
  • dem Review zu CRR/CRD IV, bekannt als Basel 3.5.

Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen und qualitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.

Der ILAAP ist das von der BKS Bank gemäß § 39 Abs. 3 BWG einzurichtende Verfahren zur Ermittlung, Messung, Steuerung und Überwachung der Liquidität. Er umfasst eine Beschreibung der Systeme und Methoden zur Messung und Steuerung von Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken. Die BKS Bank misst und überwacht die Einhaltung ihrer Liquiditätsziele im Rahmen zeitnaher und umfassender Risikoberichte.

Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risiken. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert.

Das Gesamtbankrisiko entspricht dem ökonomischen Kapitalbedarf, also dem zur Deckung unerwarteter Verluste notwendigen Kapital. Die "vorhersehbaren Kosten" aus dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko fließen als Risikoprämien (Standardrisikokosten, Liquiditätsaufschläge) in die den Kunden in Rechnung gestellten Preise ein. Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassen gegenübergestellt, um abzuwägen, ob die Bank in der Lage ist, auch unerwartete Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit zu tragen.

Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" werden das Risikopotenzial, die Risikotragfähigkeit und die daraus abgeleiteten Limite so aufeinander abgestimmt, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen.

Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger. Die Mess- und Analysemethoden zur Ermittlung der wesentlichen Risiken werden stetig weiterentwickelt und verfeinert.

Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken waren Ende Juni 2017 für etwa 70,4 % (31. Dezember 2016: 76,8 %) des gesamten Verlustpotenzials verantwortlich. Das Markt- und Zinsänderungsrisiko nimmt einen Anteil von 15,3 % (31. Dezember 2016: 10,3 %) ein. Auf Basis des Liquidationsansatzes wurde zum 30. Juni 2017 ein ökonomischer Kapitalbedarf von insgesamt 427,0 Mio. EUR nach 521,5 Mio. EUR zum Dezemberultimo 2016 ermittelt. Die Risikodeckungsmasse belief sich auf 1.090,5 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 992,3 Mio. EUR).

RISIKOTRAGFÄHIGKEIT NACH dem Liquidationsansatz

Kreditrisiko

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt mit Abstand die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Ebene von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis.

Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt. Kredite werden demnach erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und – soferne risikorelevant – immer nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft in Märkten außerhalb Österreichs gelten spezielle Richtlinien, die auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes, insbesondere das wirtschaftliche Umfeld und das höhere Verwertungsrisiko von Sicherheiten, abgestimmt sind.

Die BKS Bank verwendet eine 13-stufige Ratingskala. Zum Stichtag 30. Juni 2017 wiesen etwa 49,1 % aller Ausleihungen von Firmenkunden bzw. rund 85,2 % von Privatkunden eine sehr gute Bonität von AA-2b auf. Unser Fokus im Neugeschäft liegt auf Kunden in Bonitätsstufen bis 3a.

risikovorsorge

in Mio. EUR 30.06.2016 30.06.2017 ± in %
Zuweisung zur Risikovorsorgen 19,5 26,0 33,2
Auflösung von Risikovorsorgen -7,3 -11,7 60,0
Direktabschreibungen 0,6 0,4 -33,0
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -0,4 -0,4 0,0
Risikovorsorge 12,4 14,2 14,5

Der Risikovorsorge wurde per Ende Juni 2017 per Saldo ein Betrag von 14,2 Mio. EUR nach 12,4 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2016 zugeführt. Neubildungen im Ausmaß von 26,0 Mio. EUR standen Auflösungen in Höhe von 11,7 Mio. EUR gegenüber, wobei Zuführungen für Einzelwertberichtigungen, pauschale Vorsorgen gemäß IAS 39 und Vorsorgen für Länderrisiken berücksichtigt wurden. Betrachtet man das Kreditrisiko auf Ebene der Non-performing Loans, reduzierte sich die NPL-Quote1) seit Jahresbeginn 2017 um 60 Basispunkte auf 4,2 %. In den ausländischen Tochtergesellschaften wurden per Saldo Vorsorgen in Höhe von 0,2 Mio. EUR aufgelöst.

angaben zu wertgeminderten und in Verzug befindlichen

Finanzinstrume
nte
n
Finanzinstrumente, die weder in
Verzug noch wertgemindert sind
in Verzug befindliche
Finanzinstrumente
Buchwert/max. Ausfallrisiko je Klasse in Mio. EUR 31.12.2016 30.06.2017 31.12.2016 30.06.2017
Kundenforderungen 5.490 5.567 385 327
– hiervon at Fair Value 52 64 - -
Eventualverbindlichkeiten 233 229 3 1
Bankenforderungen 262 178 1 1
Wertpapiere und Fonds 815 836 - -
– hiervon at Fair Value 23 23 - -
Beteiligungen 521 567 - -
Summe 7.321 7.377 389 329

angaben zu wertgeminderten und in Verzug befindlichen Finanzinstrumenten

wertgeminderte
Finanzinstrumente
überfällige, aber noch nicht wert
geminderte Finanzinstrumente
Buchwert/max. Ausfallrisiko je Klasse in Mio. EUR 31.12.2016 30.06.2017 31.12.2016 30.06.2017
Kundenforderungen 318 270 105 61
– hiervon at Fair Value - - - -
Eventualverbindlichkeiten - - 3 1
Bankenforderungen 1 1 - -
Wertpapiere und Fonds - - - -
– hiervon at Fair Value - - - -
Beteiligungen 8 8 - -
Summe 327 279 108 62

Die BKS Bank setzt keine Kreditderivate zur Absicherung von Ausfallsrisken ein.

1) Grundlage für die Berechnung der NPL-Quote bilden die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen), die den Bruttoforderungen im Kundenkreditgeschäft, Eventualverbindlichkeiten, Bankenforderungen und festverzinslichen Wertpapieren gegenübergestellt werden.

Marktrisiko inklusive Zinsänderungsrisiko im Bankbuch

Die BKS Bank definiert Marktrisiko als den potenziell möglichen Verlust durch die Veränderung von Marktpreisen (z. B. Aktien- und Anleihenkurse, Devisenkurse, Zinssätze) und preisbeeinflussenden Parametern (z. B. Volatilitäten und Credit Spreads). Dem Marktrisiko ausgesetzt sind sämtliche zins- und kursrelevanten Positionen im Bank- und Handelsbuch der BKS Bank sowie in den einzelnen Instituten der Kreditinstitutsgruppe. Die BKS Bank Gruppe inkludiert für die interne Steuerung das Risiko aus möglichen Zinsänderungen für Positionen im Bankbuch in das Marktrisiko. Die BKS Bank unterteilt das Marktrisiko in folgende Kategorien:

  • Zinsänderungsrisiko (inklusive Credit Spread-Risiko)
  • Aktienkursrisiko
  • Risiko aus Fremdwährungspositionen

Die Steuerung der Marktrisiken und die entsprechende Limitsetzung basieren auf einer Kombination von Kennzahlen und Methoden wie Value-at-Risk (VAR), Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests zum ökonomischen Kapital.

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen oder des Zinsergebnisses. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden aktiv- und passivseitig können zu Zinsänderungsrisiken führen, die grundsätzlich durch eine Kombination bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte abgesichert werden können.

Die BKS Bank verfolgt eine konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken eingegangen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen.

Der an die OeNB zu meldende Quotient aus Zinsänderungsrisiko und anrechenbaren Eigenmitteln auf Basis eines Zinsshifts von 200 Basispunkten belief sich Ende Juni 2017 auf 2,59 % nach 2,36 % zum Juniultimo 2016. Anzumerken ist, dass die Bankenaufsicht ab einer Quote von 20 % ein Kreditinstitut als "Outlier Bank" qualifiziert. Dieser Wert wird von unserem Haus nicht annähernd erreicht.

Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell nur in geringem Ausmaß eingegangen, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten.

Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt. Zum Ausgleich von Währungsrisiken werden in der BKS Bank zum Teil derivative Geschäfte wie Cross Currency Swaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps abgeschlossen.

Die offene Devisenposition betrug Ende Juni 16,5 Mio. EUR unter Berücksichtigung von Fremdwährungsanteilen in Fonds, die im Eigenportfolio gehalten werden. Der Value-at-Risk für das Wechselkursrisiko reduzierte sich auf 0,7 Mio. EUR.

Das Volumen an Aktienpositionen und alternativen Investments, welche keine Beteiligungspositionen darstellen, erreichte im ersten Halbjahr 29,7 Mio. EUR. Der Valueat-Risik aus dem Aktienkursrisiko belief sich auf 1,1 Mio. EUR nach 1,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016.

Value-at-risk-werte

in Mio. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Zinsänderungsrisiko1) 6,7 6,8 1,5
Fremdwährungsrisiko (FX-Risiko) 0,9 0,7 -22,2
Aktienkursrisiko 1,2 1,1 -8,3
Gesamt (inklusive Diversifikationseffekten) 7,1 7,0 -1,4

1) inklusive Credit Spread-Risiken

Liquiditätsrisiko

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählen auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen generiert (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko).

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen in der BKS Bank klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie und dem ILAAP-Rahmenwerk verankert sind. Einen wesentlichen Bestandteil der langfristigen Liquiditätsplanung stellt der Fundingplan der BKS Bank dar.

Essentiell für das Liquiditätsmanagement ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Steuerung der Konditionenpolitik im Kreditgeschäft erfolgt auf Basis der Risikomanagementverordnung und der ihr zugrundeliegenden EBA-Guidelines. Im Rahmen eines sophistizierten Funds Transfer Pricing werden jene Kosten ermittelt, die bei der Refinanzierung von Finanzprodukten entstehen. Diese werden in der Produktkalkulation und der Profit-Center-Rechnung alloziert.

Intraday erfolgt das Liquiditätsmanagement durch die Steuerung der täglichen Ein- und Auszahlungen. Basis hierfür sind Informationen über liquiditätswirksame Transaktionen. Dazu zählen die Dispositionen des Zahlungsverkehrs sowie Vorabinformationen aus dem Vertrieb über anstehende Kundengeschäfte, aus dem Wertpapier-Backoffice über Zahlungsflüsse aus eigenen Emissionen und aus dem Treasury im Zusammenhang mit Wertpapier- und Geldmarkttransaktionen.

Eventuelle Liquiditätsspitzen werden über Geldaufnahmen oder -veranlagungen bei der OeNB oder im Interbankenmarkt ausgeglichen. Das Intraday-Liquiditätsmanagement erfolgt im Rahmen vorgegebener Limite, deren Ausnutzung täglich an das Risikocontrolling und dem Risikovorstand berichtet wird.

Die in nachstehender Grafik skizzierte Einlagenkonzentration, die zum Ende des ersten Halbjahres einen Wert von 0,36 erreichte, dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen. Sämtliche Kundeneinlagen werden nach Größenklassen gegliedert und ihr Anteil mit Gewichtungsfaktoren zwischen 0 und 1 bewertet.

Die Loan-Deposit-Ratio, ein weiterer wichtiger Indikator für die Liquiditätssteuerung, zeigt die Relation der Ausleihungen zu den Primäreinlagen. Mit 92,2 % bewegen wir uns deutlich unter unserer internen Benchmark von 100 % und somit auf einem ausgezeichneten Niveau.

Mit der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicherzustellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss (Cash-Abfluss abzüglich Cash-Zufluss) der nächsten 30 Tage gegenübergestellt. Diese aufsichtsrechtliche Liquiditätsquote erreichte zum 30. Juni 2017 einen Wert von 147,1 % und erfüllt somit die ab Anfang Oktober 2015 stufenweise bis 2018 zu erreichende Quote von 100 % mehr als deutlich. Im ILAAP-Bericht der BKS Bank überwachen wir auch die NSFR, die Ende Juni 2017 gute 104,3 % betrug.

0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,0 in % 2013 2014 2015 2016 30.06.2017 0,30 0,29 0,30 0,30 0,36 120 70 80 90 100 110 60 104 98 95 in % 2013 2014 2015 2016 30.06.2017 92 92 180 30 60 90 120 150 0 in % 2015 2016 Q1/17 Q2/17 131 156 148 147

LCR

Loan-deposit-ratio

einlagenkonzentration

Operationales Risiko

Mit dem Begriff operationales Risiko bezeichnen wir – in Anlehnung an die CRR – die Gefahr von Verlusten, die infolge unangemessener oder nicht funktionaler interner Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können.

Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen.

Im Berichtszeitraum wurden 98 Schadensfälle (exklusive Schadensfälle aus dem Kreditgeschäft) eingemeldet. Die dabei verursachte Schadenssumme betrug nach Abzug hierfür erhaltener Entschädigungen 896 Tsd. EUR. Die gemäß § 19 WAG erfassten Schadensfälle blieben mit einer Schadenshöhe von insgesamt 0,8 Mio. EUR unter der intern festgelegten Risikotoleranzschwelle von 1,0 Mio. EUR.

Vorschau auf das gesamtjahr

WeltWirtschaft bleibt im Schwung

Die globale Wirtschaft steht vor einer großen Aufschwungphase. Die aktuelle Prognose des Internationale Währungsfonds (IWF) kündigt ein beschleunigtes Wachstum an, bei dem Europa eine tragende Rolle spielen wird. Der IWF rechnet mit einem Zuwachs von 3,5 % für 2017 und 3,6 % für 2018 und behält damit seine Prognose von April dieses Jahres bei. Für die Eurozone wird für heuer ein Wachstum von 1,9 % und für das nächstes Jahr von 1,7 % erwartet. Die Prognose für Deutschland wurde um 0,2 %-Punkte angehoben, auch Italien, Frankreich und Spanien entwickeln sich erfreulich.

Der Brexit, die unklare Finanzpolitik der USA sowie geopolitische Spannungen trüben allerdings die Aussichten für die USA und Großbritannien, die deutlich schwächer angelegt sind. Aufgrund von Trumps unsicherer Wirtschaftspolitik wurde die USA-Prognose von 2,3 % auf 2,1 % nach unten korrigiert. Großbritannien wird wegen des bevorstehenden Austritts aus der EU mit 1,7 % statt 2 % schlechter bewertet als noch im April. Die Aussichten für China fallen zuversichtlicher aus: Die chinesische Wirtschaftsleistung steuert heuer bzw. im kommenden Jahr ein Wachstum von 6,7 % bzw. 6,4 % an. Das Wachstum in China hat aber auch Schattenseiten: Die hohe Verschuldung und der wachsende Protektionismus könnten die Aussichten noch trüben.

Die Prognosen für die österreichische Wirtschaft bleiben ebenfalls vielversprechend. Für das laufende Jahr prognostiziert das Österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) ein BIP-Wachstum von 2,4 %, das höchste seit sechs Jahren. Für 2018 erwarten die Wifo-Analysten eine BIP-Steigerung in Höhe von 2,0 %. Damit liegen die prognostizierten Zuwachsraten für Österreich höher als für die Eurozone. Der Aufschwung wird durch einen anhaltend starken Konsum, steigende Exporte und höheren Investitionen gestützt. Der Arbeitsmarkt wird heuer besonders stark vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Ökonomen erwarten einen Rückgang der Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung auf 8,6 % im Jahresdurchschnitt.

AKTIENMÄRKTE BLEIBEN ATTRAKTIV

Wir gehen von einer weiterhin positiven Entwicklung der Aktienmärkte aus. Die guten globalen Konjunkturaussichten und die positiven Stimmungsindikatoren ermöglichen ein freundliches Umfeld. Die Stimmung in den Unternehmen ist zudem unverändert positiv. Regional gesehen ist Europa im Hinblick auf das Gewinnwachstum und das Renditepotenzial derzeit die attraktivste Aktienmarktregion. Im Rentenbereich sind wir im Hinblick auf die Entwicklung der Staatsanleihen noch immer skeptisch. Die Renditen im europäischen Staatsanleihen-Segment sind seit gut einem Jahr um rund 80 Basispunkte gestiegen, was zu Kursverlusten bei den Anleihen führte. So verloren etwa europäische Staatsanleihen im heurigen Jahr rund 0,7%. Sollte die EZB im Herbst ankündigen, ihre Wertpapierkäufe im kommenden Jahr auslaufen zu lassen, könnte dies zu weiteren Kursverlusten führen. Auch im Segment der Unternehmensanleihen sind die Zinsen zuletzt gestiegen. Gute Wirtschaftsindikatoren sowie die ausgesprochen positiven Stimmungsindikatoren sorgen weiterhin für gute Rahmenbedingungen für Unternehmensanleihen.

OPtimistischer Blick auf das Geschäftsjahr 2017

Die gute Entwicklung unseres Hauses im ersten Halbjahr zeigt, dass wir mit unseren geschäftspolitischen Entscheidungen bisher gut gelegen sind. Die Anforderungen für das Bankgeschäft bleiben wegen der Niedrigzinspolitik, des technologischen Wandels, des Kostendrucks und der Wettbewerbsintensität dennoch hoch. Bis zum Jahresende haben wir uns daher noch viel vorgenommen, um unsere Profitabilität weiter zu stärken:

Vor allem in unseren Digitalisierungsprojekten wollen wir zügig vorankommen. Für unsere Firmenkunden entwickeln wir ein eigenes Kundenportal, mit dem wir voraussichtlich Anfang 2018 in Betrieb gehen. Im Privatkundenbereich konzentrieren wir uns darauf, weitere digitale Angebote zu schaffen. Mit der Einführung von eService-Funktionen für die Maestro-Karte und dem neuen Online-Shop haben wir bereits einiges realisiert. Nun arbeiten wir daran, Finanzierungen und Kontoeröffnungen durch Automatisierung zu beschleunigen und zu verbessern. Auch im Wertpapiergeschäft möchten wir smarte Lösungen finden und bis Ende 2018 verbesserte und neue Wertpapier-Dienstleistungen in den Kundenportalen anbieten. Parallel zu den Maßnahmen zur Stärkung unserer Ertragskraft verfolgen wir ein striktes Kostenmanagement. Unser Ziel ist es, die Cost-Income-Ratio unter der internen Benchmark von 55,0 % zu halten. Das wollen wir u. a. damit erreichen, dass wir kostenintensive Prozesse vereinfachen und die Digitalisierung weiter vorantreiben.

Im Herbst haben wir zudem noch einige weitere Projekte am Radar: In Split werden wir unseren dritten kroatischen Standort eröffnen. Im Zentrum von Klagenfurt wird unsere österreichische Immobilientochter ein Wohnprojekt realiseren, in dem knapp die Hälfte der neuen Wohnungen für betreubares Wohnen vorgesehen sind. Und wir wollen bis Jahresende unser nachhaltiges Produktangebot um einen Green-Bond erweitern.

Wenngleich wir also noch ein gutes Stück Arbeit vor uns haben, sehen wir optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Der gute Geschäftsverlauf in den ersten sechs Monaten stimmt uns zuversichtlich, dass wir unseren auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wachstumskurs fortsetzen können. Wir planen daher für das Geschäfsjahr 2017 unsere Dividendenpolitik unverändert fortzusetzen.

Klagenfurt am Wörthersee, am 18. August 2017

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

Konzernabschluss nach IFRS

Inhaltsverzeichnis Notes

Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2017

Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2017

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geldflussrechnung

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank Erklärungen der gesetzlichen Vertreter

Inhaltsverzeichnis Notes

Details zur
Gewi
nn- und Verlustre
chnung.
49
(1) Zinsüberschuss . 49
(2) Risikovorsorge . 49
(3) Provisionsüberschuss . 49
(4) Handelsergebnis . 50
(5) Verwaltungsaufwand . 50
(6) Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen . 50
(7) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss (FV) 50
(8) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale (AfS) . 50
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity (HtM) . 50
(10) Steuern . 50
Details
zur
Bila
nz.
51
(11) Barreserve . 51
(12) Forderungen an Kreditinstitute . 51
(13) Forderungen an Kunden . 51
(14) Risikovorsorge zu Forderungen 51
(15) Handelsaktiva . 51
(16) Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss . 51
(17) Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale . 51
(18) Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 52
(19) Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen . 52
(20) Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte . 52
(21) Sachanlagen . 52
(22) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien . 52
(23) Latente Steuerforderungen . 52
(24) Sonstige Aktiva . 52
(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52
(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden . 53
(27) Verbriefte Verbindlichkeiten . 53
(28) Handelspassiva . 53
(29) Rückstellungen . 53
(30) Latente Steuerschulden. . 53
(31) Sonstige Passiva . 53
(32) Nachrangkapital . 54
(33) Segmentberichterstattung . 54
(34) Konzernkapital . 55
(35) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken . 56
(36) Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen . 56
(37) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag . 56
(38) Fair Values . 57
(39) Derivates Geschäftsvolumen. . 59

Gesamtergebnisrechnung des BKS BAnk konzerns für den Zeitraum 01. jänner bis 30. Juni 2017

Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. EUR Anhang/Notes 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Zinserträge 82.619 77.545 -6,1
Zinsaufwendungen -21.261 -17.597 -17,2
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 15.937 18.631 16,9
Zinsüberschuss (1) 77.295 78.579 1,7
Risikovorsorge (2) -12.401 -14.204 14,5
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 64.894 64.375 -0,8
Provisionserträge 27.165 27.785 2,3
Provisionsaufwendungen -1.802 -1.859 3,2
Provisionsüberschuss (3) 25.363 25.926 2,2
Handelsergebnis (4) 978 974 -0,5
Verwaltungsaufwand (5) -54.298 -52.623 -3,1
Sonstige betriebliche Erträge (6) 2.192 2.234 1,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -8.463 -6.832 -19,3
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV) -181 2.615 >100
– Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss (7) -609 1.297 >100
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale (8) 428 1.322 >100
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity (9) - -4 >-100
Periodenüberschuss vor Steuern 30.485 36.669 20,3
Steuern vom Einkommen (10) -5.776 -3.542 -38,7
Periodenüberschuss 24.709 33.127 34,1
Fremdanteile am Periodenüberschuss -2 -1 -23,2
Periodenüberschuss nach Fremdanteilen 24.707 33.125 34,1

Direkt im Kapital erfasste Erträge und Aufwendungen

in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Periodenüberschuss 24.709 33.127 34,1
Posten ohne Reklassifizierung in den Periodenüberschuss 2.947 2.582 -12,4
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 -926 1.244 >100
± Latente Steuern gem. IAS 19 231 -311 >-100
± Gewinn/Verlust aus der Anwendung der Equity-Methode gemäß IAS 19 3.641 1.649 -54,7
Posten mit Reklassifizierung in den Periodenüberschuss -6.681 9.170 >100
± Währungsumrechnungsdifferenzen 459 71 -84,5
± Available-for-Sale-Rücklage -3.318 6.133 >100
± Latente Steuern auf Posten Available-for-Sale-Rücklage 826 -1.533 >-100
± Gewinn/Verlust aus der Anwendung der Equity-Methode -4.648 4.499 >100
Summe direkt im Kapital erfasster Erträge und Aufwendungen -3.735 11.752 >100
Gesamtergebnis 20.975 44.879 >100
hiervon Fremdanteile -2 -1 -50,0
Gesamtergebnis nach Fremdanteilen 20.973 44.878 >100

Quartalsübersicht

in Tsd. EUR Q2/2016 Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
Zinserträge 40.300 40.108 38.240 37.780 39.766
Zinsaufwendungen -10.617 -9.969 -9.246 -8.887 -8.711
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen 10.211 9.728 8.031 8.132 10.499
Zinsüberschuss 39.894 39.867 37.025 37.025 41.554
Risikovorsorge -3.608 -13.361 -5.245 -8.345 -5.859
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 36.286 26.506 31.780 28.680 35.695
Provisionserträge 13.301 12.176 13.245 13.930 13.640
Provisionsaufwendungen -828 -908 -1.046 -674 -970
Provisionsüberschuss 12.473 11.268 12.199 13.256 12.670
Handelsergebnis 779 -61 800 383 591
Verwaltungsaufwand -27.400 -26.100 -26.030 -26.594 -26.029
sonstige betriebliche Erträge 953 1.583 2.816 1.952 282
sonstige betriebliche Aufwendungen -3.424 -1.512 -12.037 -5.837 -995
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV) -120 -1.297 -598 1.600 1.015
– Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss -414 -1.553 299 1.143 154
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale 294 103 -897 460 861
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity - 153 - -4 -
Periodenüberschuss vor Steuern 19.547 10.387 8.929 13.440 23.229
Steuern vom Einkommen -3.362 1.778 381 -2.183 -1.358
Periodenüberschuss 16.185 12.165 9.310 11.256 21.870
Fremdanteile am Periodenüberschuss -1 - -2 -1 -
Periodenüberschuss nach Fremdanteilen 16.184 12.165 9.308 11.256 21.870

Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2017

Aktiva

Anhang / ± in %
-25,2
-35,3
-0,4
-4,0
7,5
5,3
15,7
(17) 189.335 199.510 5,4
(18) 747.773 768.460 2,8
(19) 470.907 506.706 7,6
(20) 1.735 1.465 -15,5
(21) 56.274 55.261 -1,8
(22) 30.720 31.229 1,7
(23) 17.288 17.745 2,6
(24) 30.298 41.019 35,4
7.581.056 7.431.904 -2,0
Notes
(11)
(12)
(13)
(14)
(15)
(16)
31.12.2016
543.542
242.347
5.330.395
-155.136
10
1.483.583
75.568
30.06.2017
406.394
156.909
5.308.670
-148.932
11
1.562.132
87.457

Passiva

Anhang / ± in %
-17,0
-0,3
1.528.994 1.516.038 -0,8
3.295.766 3.294.723 0,0
(27) 544.656 523.625 -3,9
(28) 10 11 9,7
(29) 126.902 121.046 -4,6
(30) 261 2.721 >100
(31) 59.602 73.782 23,8
(32) 198.585 175.149 -11,8
958.786 1.004.939 4,8
958.767 1.004.919 4,8
19 20 6,6
7.581.056 7.431.904 -2,0
Notes
(25)
(26)
31.12.2016
867.494
4.824.760
30.06.2017
719.869
4.810.761

Gewinn und Dividende je Aktie

30.06.2016 30.06.2017
35.322.088 38.992.364
0,68 0,85
1,36 1,70

In der Kennziffer "Ergebnis je Aktie" wird der Konzernperiodenüberschuss der durchschnittlichen Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Entwicklung des Konzerneigenkapitals Anpassung

zusätzliche
Kapital Kapital
rücklagen
verände
rung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unter
nehmen1)
Perioden
überschuss
kapitalin
strumente2)
Eigen
kapital
-59 5.707 958.767
-8.965 -8.965
Dotierung Gewinnrücklagen 37.224 -37.244 -
33.125 33.125
71 4.600 933 6.148 11.752
Emission zusätzlicher Eigen
5.600 5.600
6.165 6.165
Veränderung eigener Aktien -1.497 -1.497
-29 -29
12 11.855
10.253
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -2.564
Gezeichnetes
79.279 193.032
79.279 193.032
Stand der Available-for-Sale-Rücklage
Währungs 3.090 608.138
7.690 650.925
assoziierte Eigen
46.180 23.400
33.125 29.000 1.004.919

1) In dieser Spalte wird das kumulierte anteilige OCI der at Equity bewerteten Unternehmen ausgewiesen.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals Anpassung

zusätzliche
in Tsd. EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
verände
rung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
assoziierte
Unter
nehmen1)
Perioden
überschuss
Eigen
kapitalin
strumente2)
Eigen
kapital
Stand 01.01.2016 72.072 143.056 -1.030 2.388 562.416 4.312 53.613 23.400 860.227
Ausschüttung -8.124 -8.124
Dotierung Gewinnrücklagen 45.489 -45.489 0
Periodenüberschuss 24.707 24.707
Direkt im Kapital erfasste
Erträge und Aufwendungen 459 -2.492 -694 -1.007 -3.735
Kapitalerhöhung 0
Veränderung aus at Equity
Bewertung 5.226 5.226
Veränderung eigener Aktien -568 -568
Übrige Veränderungen -610 -610
Stand 30.06.2016 72.072 143.056 -571 -104 611.258 3.305 24.707 23.400 877.123
Stand der Available-for-Sale-Rücklage -137
Stand der Steuerlatenz-Rücklage 33

1) In dieser Spalte wird das kumulierte anteilige OCI der at Equity bewerteten Unternehmen ausgewiesen.

Geldflussrechnung

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in Tsd. EUR
1. Halbjahr 2016
1. Halbjahr 2017
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
190.310
543.542
Periodenüberschuss nach Steuern vor Fremdanteilen
24.709
33.127
Im Periodenüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten
2.939
-1.826
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus
operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Posten
-23.613
-105.438
Cashflow aus operativer Tätigkeit
4.035
-74.137
Mittelzufluss durch Veräußerungen
57.953
78.102
Mittelabfluss durch Investitionen
-55.455
-112.840
Cashflow aus Investitionstätigkeit
2.498
-34.738
Sonstige Einzahlungen
-
5.600
Dividendenzahlungen
-8.124
-8.956
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit
9.950
-24.933
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
1.826
-28.289
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand
220
16
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode
198.889
406.394

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank

Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

I. Allgemeine Angaben

Der Periodenabschluss des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2017 wurde nach den Regeln der am Abschlussstichtag anzuwendenden IFRS-Standards des IASB (International Accounting Standards Board) in der von der EU übernommenen Fassung erstellt. Die entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt.

II. Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Auswirkungen neuer Standards

Per 01.01.2017 wären die Amendments zu IAS 7 Kapitalflussrechnung sowie IAS 12 Ertragssteuern anwendbar. Das Endorsement durch die EU ist für beide Neuerungen noch ausständig, daher ist eine Berücksichtigung im Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2017 nicht zulässig.

Per 01.01.2018 treten diverse Neuerungen in Kraft. Von großer Bedeutung ist hierbei der IFRS 9, welcher im Anschluss näher erläutert wird. Von allen anderen Neuerungen erwartet sich der BKS Bank Konzern keine großen Auswirkungen.

IFRS 9: Am 24. Juli 2014 veröffentlichte der IASB die finale Version des IFRS 9, welche den IAS 39: Ansatz und Bewertung ersetzt. Das EU-Endorsement erfolgte am 22. November 2016. IFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 01. Jänner 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist. Der BKS Bank Konzern beabsichtigt IFRS 9 erstmalig zum 01. Jänner 2018 anzuwenden. Der neue Standard erfordert vom Konzern die Anpassung seiner Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Der Standard lässt sich in drei Hauptbereiche, nämlich Klassifizierung und Bewertung, Impairment und Hedge Accounting, gliedern. Im BKS Bank Konzern wird derzeit kein Hedge Accounting praktiziert, daher liegt der Fokus in der Projektumsetzung auf den beiden Bereichen Klassifizierung und Bewertung sowie Impairment.

Klassifizierung und Bewertung

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cash Flows widerspiegelt. Die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten sehen zwei gänzlich neue Gliederungskriterien vor, nämlich die Einteilung in Geschäftsmodelle sowie die Gliederung nach dem SPPI -Kriterium, wonach mit dem Instrument ausschließlich Zahlungsströme verbunden sein dürfen, die den Charakter von Zins- und Tilgungszahlungen aufweisen. Nach den aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnissen sind Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die finanziellen Vermögenswerte, die derzeit gemäß IAS 39 als "held-to-maturity" eingestuft werden, dem Geschäftsmodell "halten und vereinnahmen" zuzuordnen. Die Wertpapiere und Fonds, die sich unter IAS 39 im "Available-for-sale"-Bestand befinden, sind großteils dem Geschäftsmodell "halten und verkaufen" zuzurechnen. Derivate werden dem Geschäftsmodell "verkaufen" zugerechnet.

Im Hinblick auf das SPPI -Kriterium gehen wir davon aus, dass ein Großteil der Kredite an Kunden und Kreditinstitute das SPPI -Kriterium erfüllt, wodurch gewährleistet ist, dass ein Großteil des Bestandes der Positionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden unter IFRS 9 auch weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden kann. Dies gilt auch für den derzeitigen Bestand an finanziellen Vermögenswerten, die als "held-to-maturity" klassifiziert sind. Die derzeit im Bestand befindlichen Available-forsale-Wertpapiere erfüllen ebenfalls zum Großteil das SPPI -Kriterium und werden somit unter IFRS 9 zum Fair Value Through Other Comprehensive Income (FVOCI) zu bewerten sein. Fonds und Aktien sind unter IFRS 9 zum Fair Value Through Profit or Loss (FVPL ) zu bewerten. Eine Designation von Eigenkapitalinstrumenten zum Fair Value Through Other Comprehensive Income (FVOCI) ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.

Unter IAS 39 werden Beteiligungen, die als Available-for-Sale zu klassifizieren sind, mit einem Buchwert von rund 20 Millionen EUR at cost bewertet.

Unter IFRS 9 kommt auch hier eine verpflichtende Marktwertbewertung zum Einsatz. Zur Kategorisierung finanzieller Verbindlichkeiten ergeben sich grundsätzlich keine Veränderungen im Vergleich zu IAS 39. Bei einer Bewertung zum Fair Value sind lediglich die Fair Value-Änderungen, die auf das eigene Kreditrisiko zurückzuführen sind, in Zukunft im Eigenkapital darzustellen.

Impairment

IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle". Durch IFRS 9 müssen auch für Kunden der Ratingstufen im Lebendbereich (AA -4b) Risikovorsorgen gebildet werden. Die derzeit anzuwendenden Bestimmungen für die Ermittlung von Risikovorsorgen im Ausfallsbereich bleiben im Wesentlichen bestehen. Für Kunden der Ratingstufen im Lebendbereich sind zwei Stufen für die Ermittlung der Risikovorsorge vorgesehen. Hat sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht wesentlich verschlechtert, so ist ein 12-Monats-Expected-Loss (Stage 1) zu ermitteln und zu bilanzieren. Ist es hingegen zu einer wesentlichen Verschlechterung im Kreditrisiko gekommen, dann muss ein Lifetime-Expected-Loss (Stage 2) bilanziert werden. Der Standard gibt hingegen nicht vor, wie der Expected Loss zu ermitteln ist. Der BKS Bank Konzern wird bei der Ermittlung der Risikovorsorgen auf die Formel "Ausfallswahrscheinlichkeit (PD ) x Verlustquote (LGD) x Erwartes Obligo bei Ausfall" zurückgreifen. Für die Ermittlung der Mehrjahresparameter für den Lifetime-Expected-Loss werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Markov-Ketten verwendet werden. In der Berechnung des Expected Loss müssen laut IFRS 9 auch zukunftsorientierte Informationen einfließen, wobei wir auf die Schätzungen anerkannter Institutionen zurückgreifen werden.

Stand der Umsetzung

Die Umsetzung von IFRS 9 bedeutet einen hohen technischen Aufwand. Mit der eigens für IFRS 9 angeschafften Software werden bereits erste ECL Berechnungen gemacht, die sich derzeit noch in Analyse befinden. Zum jetzigen Projektstand ist davon auszugehen, dass sich aus der Umsetzung von IFRS 9 keine erheblichen Auswirkungen auf die Risikovorsorgen ergeben werden. Derzeit liegt der Projektfokus auf der technischen Konfiguration von Benchmarktests und Vertragsänderungen. Beide Arbeitspakete sollten zeitgerecht abgeschlossen werden können.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der BKS Bank AG 18 Unternehmen einbezogen: 14 Vollkonsolidierungen, drei auf Basis der at Equity-Bewertung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung. Der Konsolidierungskreis blieb im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2016 unverändert.

Vollkonsolidierte Gesellschaften des Konsolidierungskreises

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Kapitalanteil
indirekt
Datum des
Abschlusses
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H. Klagenfurt 99,75% 0,25% 30.06.2017
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana 100,00% - 30.06.2017
BKS-leasing Croatia d.o.o. Zagreb 100,00% - 30.06.2017
BKS-Leasing s.r.o. Bratislava 100,00% - 30.06.2017
IEV Immobilien GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017
Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co KG Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017
BKS 2000-Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH Klagenfurt 100,00% 30.06.2017
BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH Klagenfurt - 100,00% 30.06.2017
BKS Hybrid alpha Gmbh Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017
BKS Hybrid beta GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H. Klagenfurt - 100,00% 30.06.2017
BKS Immobilien-Service GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017
BKS Service GmbH Klagenfurt 100,00% - 30.06.2017

At Equity einbezogene Gesellschaften des Konsolidierungskreises

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt in %
Datum des
Abschlusses
Oberbank AG Linz 14,21 31.03.2017
BTV AG Innsbruck 13,59 31.03.2017
Drei Banken Versicherungsagentur GmbH Linz 20,00 30.06.2017

Zur Oberbank AG und zur BTV AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten zum 30. Juni 2017 mit 15,21% bzw. 14,78% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 14,21% bzw. 13,59% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile hielt, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

Gemäß der Bestimmungen des IFRS 11 ist die Beteiligung an der Alpenländische Garantie - GESELLSCHAFT m.b.H. (ALGAR) als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

quotal konsolidierte Gesellschaften

Firmensitz Kapitalanteil Datum des
Abschlusses
Linz 25,0% 30.06.2017

Ausländische Tochtergesellschaften und filialen zum 30. Juni 2017

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Periodenüberschuss
vor Steuern
Auslandsfilialen
Direktion Slowenien 5.383 6.777 100,0 1.533
Direktion Kroatien1) 3.539 4.475 58,8 1.349
Direktion Slowakei 709 803 23,0 -1.651
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 1.177 1.302 14,9 790
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.010 1.132 11,0 786
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 374 595 8,8 13

Ausländische Tochtergesellschaften und filialen zum 30. Juni 2016

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Periodenüberschuss
vor Steuern
Auslandsfilialen
Direktion Slowenien 5.296 6.504 97,9 1.757
Direktion Slowakei 681 799 23,5 -50
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 1.115 1.280 12,4 798
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 994 1.094 11,2 707
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 429 652 10,3 61
BKS Bank d.d., Rijeka 1) 3.311 3.714 53,8 1.675

1)Die BKS Bank d.d. wurde per 30. September 2016 rückwirkend zum 01. Jänner 2016 in die BKS Bank AG fusioniert. Die Bankgeschäfte an den Standorten Rijeka und Zagreb werden seit 01. Oktober 2016 über eine EU-Zweigniederlassung abgewickelt.

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzern gibt es lediglich eine kroatische

Gesellschaft, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in Kroatischer Kuna (HRK) erstellt.

Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner einen finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Die Erstbewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Die Folgebewertung erfolgt anhand der Regelungen des IAS 39 und der Zuordnung in folgende Kategorien:

  • Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten sind, unterteilt nach - Handelsaktiva bzw. Handelspassiva, das sind Finanzinstrumente, die zum Handel bestimmt sind (Held-for-Trading), inklusive aller Derivate mit Ausnahme jener, die als Sicherungsinstrument designiert wurden
  • Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss, das sind Finanzinstrumente, die zum Fair Value designiert wurden (Fair Value-Option)
  • Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale, das sind zur Veräußerung bestimmte Finanzinstrumente
  • Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity, das sind bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte
  • Forderungen und Kredite
  • Finanzielle Verbindlichkeiten (Other liabilities)

Die finanziellen Vermögenswerte werden zu jedem Stichtag daraufhin untersucht, ob es objektive Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Solche objektive Hinweise sind beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten der Schuldner, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, Zugeständnisse der BKS Bank AG oder der einbezogenen Tochterunternehmen an die Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers, die ansonsten nicht gewährt werden würden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Einteilung und Bewertung der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 und IFRS 7 wird in der BKS Bank wie folgt vorgenommen:

Einteilung und bewertung der finanziellen vermögenswerte1)

AKTIVA Fair Value (fortgeführte)
Anschaffungs
kosten
Sonstige /
Anmerkung
Kategorie gemäß IAS 39
Barreserve Nominale nicht zuordenbar
Forderungen an Kreditinstitute - Forderungen und Kredite
Forderungen an Kunden - Forderungen und Kredite
Handelsaktiva - Held-for-Trading
Finanzielle Vermögenswerte at FV through Profit or Loss - Fair Value-Option
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale - Available-for-Sale
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity - Held-to-Maturity
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen at Equity nicht zuordenbar
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - nicht zuordenbar
Sonstige Aktiva
– hiervon Derivate - Held-for-Trading
– hiervon sonstige Aktiva Nominale nicht zuordenbar

1) Im Berichtszeitraum wurden – wie auch im Vorjahr – keine Umgliederungen gemäß IFRS 7.12 vorgenommen.

PASSIVA Fair Value (fortgeführte)
Anschaffungs- kosten
Sonstige /
Anmerkung
Kategorie gemäß IAS 39
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - Other liabilities
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - Other liabilities
Verbriefte Verbindlichkeiten
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss - Fair Value-Option
– hiervon sonstige Verbriefte Verbindlichkeiten - Other liabilities
Handelspassiva - Held-for-Trading
Sonstige Passiva
– hiervon Derivate - Held-for-Trading
– hiervon sonstige Passiva Nominale nicht zuordenbar
Nachrangkapital - Other liabilities

Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss

Ausgewählte Positionen werden unter Nutzung der Fair Value-Option in der Position at Fair Value through Profit or Loss (FV) in der Aktiva zusammengefasst. Die Zuordnung erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale

Zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available-for-Sale) bilden eine abgegrenzte Kategorie von Finanzinstrumenten. Sie bilden die Residualgröße, wenn finanzielle Vermögenswerte nicht nach Held-to-Maturity, nach Fair Value through Profit or Loss oder als Forderungen und Kredite bilanziert werden. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsenkurs herangezogen. Ist ein solcher nicht verfügbar, wird bei Zinsprodukten die Barwertmethode angewendet. Die aus der Bewertung resultierenden Marktwertschwankungen werden erfolgsneutral in der AfS-Rücklage ausgewiesen. Kommt es zu einer Veräußerung der betreffenden Wertpapiere, wird der entsprechende Teil der AfS-Rücklage erfolgswirksam erfasst.

Bei Vorliegen von Wertminderungsgründen, z. B. in Form von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners oder im Falle einer messbaren Verringerung der erwarteten Cash Flows, wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Bei Wegfall des Wertminderungsgrundes erfolgt eine Zuschreibung, und zwar bei Eigenkapitalinstrumenten über die AfS-Rücklage im Eigenkapital und bei Schuldinstrumenten über die Gewinnund Verlustrechnung. Anteile an Unternehmen, auf die die Bestimmungen des IFRS 10, IFRS 11 und IAS 28 nicht anwendbar sind, gehören zum AfS-Bestand. Beteiligungen werden, sofern kein Marktwert vorhanden ist, mit den Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity

In dieser Position weisen wir Finanzinvestitionen aus, die bis zur Endfälligkeit (Held-to-Maturity) zu halten sind. Ein Agio bzw. Disagio wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt. Wertminderungen im Sinne eines Impairments werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, die aber nicht beherrscht werden, werden at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Weiters werden noch die Oberbank AG und die BTV AG at Equity in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der BTV AG unter 20% liegt. Es liegen Syndikatsverträge vor, die die Möglichkeit eröffnen, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise ("triggering events") für eine Wertminderung bei einem at Equity bewerteten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Cash Flows, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert (Value in use) wird auf Grundlage eines Equity Method/Dividend-Discount-Modells ermittelt. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf in dieser Kategorie.

Forderungen und Verbindlichkeiten

Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie entspricht bei der BKS Bank den Positionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen werden als Risikovorsorge erfasst. Sofern Agien oder Disagien bestehen, werden diese über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst. Mit Other liabilities werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden bezeichnet. Diese Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Risikovorsorge

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, die für wesentliche Engagements auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet werden, durch Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.64 Rechnung getragen. Letztere erfassen Verluste, die zwar schon eingetreten sind, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Die Berechnung dieser Verluste erfolgt mittels der Formel Ausfallswahrscheinlichkeit (PD) x Verlustquote (LGD) x Obligo (EAD) x Identifikationsperiode (LIP). Für Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden Rückstellungen gemäß IAS 37 gebildet. Eine Portfoliowertberichtigung für Länderrisiken wird am Abschlussstichtag für aushaftende Obligos je Land und nach Risikostufen differenziert gebildet. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto) ausgewiesen. Kriterien für die Ausbuchung bzw. Abschreibung von als uneinbringlich geltenden Forderungsbeträgen sind deren vollständige Uneinbringlichkeit sowie die endgültige Verwertung aller mit den Forderungen einhergehenden Sicherheiten.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost-Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen (beeidete Gutachter) ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 2,5%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Handelsaktiva/Handelspassiva

In den Handelsaktiva werden originäre Finanzinstrumente mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten werden in der Bilanzposition Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus dieser Position werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert bilanziert. Wertänderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV-Rechnung) erfasst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus Grundstücken, Gebäuden und sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebsund Geschäftsausstattung beinhalten. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche

Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

– Unbewegliche Anlagegüter 1,5% bis 2,5% (d. h. 66,7 bis 40 Jahre)

– Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% bis 20% (d. h. 10 bis 5 Jahre)

Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der GuV-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben, haben eine begrenzte Nutzungsdauer und bestehen zum größten Teil aus Software. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25% (d. h. vier Jahre).

Leasing

Das im Konzern befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risiken liegen beim Leasingnehmer, IAS 17) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden neben Rechnungsabgrenzungsposten sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten sowie Marktwerte aus derivativen Geschäften ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum Fair Value.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In Ausnahmefällen und auf Basis von Entscheidungen des Aktiv-Passiv-Management-Komitees wird bei verbrieften Verbindlichkeiten die Fair Value-Option ausgeübt.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden bei der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen (IAS 19), für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Zum 31. Dezember 2000 wurden die Pensionsanwartschaften aller aktiven Mitarbeiter an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskassen AG übertragen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Bewertungsrücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Kapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. Der Emissionserlös aus Additional Tier 1-Anleihen wird gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert. Die dafür gezahlten Zinsen werden direkt im Eigenkapital verrechnet.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen werden im Zinsüberschuss unter Abzug der Refinanzierungsaufwendungen offengelegt. Durch das historisch tiefe Zinsniveau kam es zu negativen Zinserträgen, die gemäß IFRIC Interpretations Committee (IC) nicht als Erträge gemäß IAS 18, sondern in einem "angemessenen Aufwandsposten" auszuweisen sind. Demnach werden negative Zinserträge als Zinsaufwand ausgewiesen. Dies gilt analog für positive Zinsaufwendungen, diese werden als Zinserträge erfasst.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen erfasst. Nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen werden ebenfalls dieser Position zugerechnet. Details siehe auch unter Note (2).

Provisionsüberschuss

Als Provisionsüberschuss werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen. Hierbei werden Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden market to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Sonstige Erläuterungen

Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen in Form von Zinskurven und Fremdwährungskursen wurden im notwendigen Ausmaß durchgeführt und der Abschluss auf Basis der am Abschlussstichtag vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Die in den Periodenabschluss einfließenden Annahmen und Schätzungen wurden auf Basis der am Abschlussstichtag 30. Juni 2017 vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Details zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Zinsüberschuss

in Tsd. EUR
1. Halbjahr 2016
1. Halbjahr 2017 ± in %
Zinserträge aus:
Kreditgeschäften
60.859
56.706 -6,8
Festverzinslichen Wertpapieren
10.706
8.976 -16,2
Leasingforderungen
4.374
4.424 1,1
Aktien, Beteiligungen an sonstigen Unternehmen
2.558
2.549 -0,3
Positiven Zinsaufwendungen1)
2.673
3.169 18,6
Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
1.449
1.721 18,8
Zinserträge gesamt
82.619
77.545 -6,1
Zinsaufwendungen für:
Einlagen von Kreditinstituten und Kunden
7.401
3.885 -47,5
Verbriefte Verbindlichkeiten
11.614
10.639 -8,4
Negative Zinserträge1)
1.881
2.750 46,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
365
322 -11,7
Zinsaufwendungen gesamt
21.261
17.598 -17,2
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen
15.937
18.631 16,9
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen
15.937
18.631 16,9
Zinsüberschuss
77.295
78.579 1,7

1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/Erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ sind.

In den Zinserträgen sind Erträge aus dem Unwinding, d. h. aus den Barwertänderungen von Zahlungsströmen aus wertberichtigten Forderungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (30. Juni 2016: 1,3 Mio. EUR) enthalten.

(2) RISIKOVORSORGE

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
19.488 25.953 33,2
-7.343 -11.749 60,0
628 421 -33,0
-372 -421 13,2
12.401 14.204 14,5

(3) Provisionsüberschuss

1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
10.966 10.857 -1,0
6.946 7.418 6,8
1.111 1.947 75,2
7.310 6.721 -8,1
832 843 1,3
27.165 27.785 2,3
1.043 973 -6,7
431 493 14,4
22 115 >100
240 242 0,9
66 36 -46,2
1.802 1.859 3,2
25.363 25.926 2,2

(4) Handelsergebnis

in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Kursbezogene Geschäfte -5 -7 39,7
Zins- und währungsbezogene Geschäfte 983 981 -0,3
Handelsergebnis 978 974 -0,5

(5) Verwaltungsaufwand

Verwaltungsaufwand 54.298 52.623 -3,1
Abschreibungen 3.289 3.103 -5,7
Sachaufwand 14.964 15.220 1,7
– Aufwendungen für Altersversorgung 2.354 1.690 -28,2
– Sozialabgaben 6.464 6.939 7,3
– Löhne und Gehälter 27.227 25.671 -5,7
Personalaufwand 36.045 34.300 -4,8
in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %

(6) Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen

in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Sonstiger betrieblicher Ertrag 2.192 2.234 1,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand -8.4631) -6.8321) -19,3
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -6.271 -4.598 -26,7

1) Darin enthalten sind vor allem die Aufwendungen für den Abwicklungsfonds und die Einlagensicherung.

(7) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Ergebnis aus der Fair Value-Option -609 1.297 >100
Ergebnis aus fin. Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss -609 1.297 >100

(8) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN Available-for-Sale

in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Ergebnis aus Bewertungen 66 10 -84,6
Ergebnis aus Veräußerungen 362 1.311 >100
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale 428 1.322 >100

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN Held-to-maturity

in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %
Ergebnis aus Veräußerung - -4 >100
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity - -4 >100

(10) Steuern

Steuern -5.776 -3.542 -38,7
Latente Steuern -234 -123 -47,5
Laufende Steuern -5.542 -3.419 -38,3
in Tsd. EUR 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2017 ± in %

Details zur Bilanz

(11) Barreserve

Barreserve 543.542 406.394 -25,2
Guthaben bei Zentralnotenbanken 507.815 323.769 -36,2
Kassenbestand 35.727 82.625 >100
in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %

(12) Forderungen an Kreditinstitute

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 93.766 78.587 -16,2
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 148.581 78.322 -47,3
Forderungen an Kreditinstitute 242.347 156.909 -35,3

(13) Forderungen an Kunden

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Firmenkunden 4.148.430 4.115.219 -0,8
Privatkunden 1.181.965 1.193.451 1,0
Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 5.330.395 5.308.670 -0,4

(14) Risikovorsorge zu Forderungen

148.932 -4,0
57 30 -47,4
-65.208 -19.333 -70,4
-16.574 -12.852 -22,5
43.113 25.951 -39,8
193.748 155.136 -19,9
31.12.2016 30.06.2017 ± in %
155.136

(15) Handelsaktiva

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten 10 11 10,0
– hiervon zinsbezogene Geschäfte 10 11 10,0
Handelsaktiva 10 11 10,0

(16) FinanzIELLE VERMÖGENSWERTE AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 22.893 22.773 -0,5
Kredite 52.675 64.683 22,8
Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss 75.568 87.457 15,7

(17) FinanzIELLE VERMÖGENSWERTE Available-for-Sale

31.12.2016 30.06.2017 ± in %
83.093 84.653 1,9
47.882 48.567 1,4
58.360 66.290 13,6
189.335 199.510 5,4

(18) FinanzIELLE VERMÖGENSWERTE HELD-TO-MATURITY

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 747.773 768.460 2,8
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 747.773 768.460 2,8

(19) ANTEILE AN At equity BEWERTETEN UNTERNEHMEN

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Oberbank AG 308.778 329.263 6,6
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 159.514 175.727 10,2
Drei-Banken Versicherungs-AG 2.615 1.715 -34,4
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 470.907 506.706 7,6

(20) IMMATERIELLE Vermögenswerte

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.735 1.465 -15,5
Immaterielle Vermögenswerte 1.735 1.465 -15,5

(21) Sachanlagen

Sachanlagen 56.274 55.261 -1,8
Sonstige Sachanlagen 7.964 8.091 1,6
Gebäude 40.238 39.110 -2,8
Grund 8.072 8.061 -0,1
in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %

(22) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 30.720 31.229 1,7
Gebäude 22.077 22.541 2,1
Grund 8.643 8.688 0,5
in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %

(23) Latente Steuerforderungen

Latente Steuerforderungen
17.288
17.745 2,6
in Tsd. EUR
31.12.2016
30.06.2017 ± in %

(24) Sonstige Aktiva

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 12.950 11.130 -14,1
Sonstige Vermögenswerte 14.801 27.586 86,4
Rechnungsabgrenzungsposten 2.547 2.303 -9,6
Sonstige Aktiva 30.298 41.019 35,4

(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 733.479 569.531 -22,4
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 134.015 150.338 12,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 867.494 719.869 -17,0

(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Spareinlagen 1.528.994 1.516.038 -0,8
- Firmenkunden 199.001 204.607 2,8
- Privatkunden 1.329.993 1.311.431 -1,4
Sonstige Verbindlichkeiten 3.295.766 3.294.723 0,0
- Firmenkunden 2.414.114 2.349.382 -2,7
- Privatkunden 881.652 945.341 7,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.824.760 4.810.761 -0,3

(27) Verbriefte Verbindlichkeiten

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Begebene Schuldverschreibungen 475.842 460.925 -3,1
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 68.814 62.699 -8,9
Verbriefte Verbindlichkeiten 544.656 523.625 -3,9

(28) Handelspassiva

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Zinsbezogene Geschäfte 10 11 10,0
Handelspassiva 10 11 10,0

(29) Rückstellungen

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 72.480 69.945 -3,5
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 2.238 4.720 >100
Sonstige Rückstellungen 52.184 46.381 -11,1
Rückstellungen 126.902 121.046 -4,6

versicherungsmathematische annahmen

in % 31.12.2016 30.06.2017 ± in %-Pkt.
Finanzielle Annahmen
Zinssatz 1,77 2,00 0,23
Gehaltstrend 1,24 1,28 0,04
Karrieredynamik 0,25 0,25 0,00
Demographische Annahmen
Anhebung des Pensionsantrittsalters von Männer und Frauen auf 65 Jahre 65 Jahre -
Sterbetafel AVÖ 2008 AVÖ 2008 -

Der Zinssatz wurde gemäß IAS 19.83 auf Basis von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt. Wie auch im Vorjahr wurde auf die von Mercer (Austria) GmbH veröffentlichte Tabelle zugegriffen.

(30) Latente SteuerSCHULDEN

Latente Steuerschulden 261 2.721 >100
in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %

(31) Sonstige Passiva

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften 30.821 28.627 -7,1
Sonstige Passiva 23.566 40.949 73,8
Rechnungsabgrenzungsposten 5.215 4.206 -19,3
Sonstige Passiva 59.602 73.782 23,8

(32) NACHRANGKAPITAL

31.12.2016 30.06.2017 ± in %
158.585 135.149 -14,8
40.000 40.000 0,0
198.585 175.149 -11,8

Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 173,0 Mio. EUR nach 195,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016.

(33) Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.

SegmentERGEBNIS

Privatkunden Firmenkunden Financial Markets
in Tsd. EUR 30.06.2016 30.06.2017 30.06.2016 30.06.2017 30.06.2016 30.06.2017
Zinsüberschuss 13.366 12.367 41.462 42.951 21.915 21.849
– hiervon at Equity-Ergebnis - - - - 15.937 18.631
Risikovorsorge -1.326 -1.487 -11.028 -11.655 -47 -1.063
Provisionsüberschuss 11.580 11.125 13.597 13.925 28 172
Handelsergebnis - - - - 978 974
Verwaltungsaufwand -26.225 -25.968 -22.033 -22.950 -3.272 -3.518
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen 784 554 630 562 -21 -48
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten - - - - -181 2.615
Periodenüberschuss vor Steuern -1.821 -3.409 22.628 22.833 19.400 20.981
Ø risikogewichtete Aktiva 523.438 494.277 3.089.118 3.138.432 889.923 936.419
Ø zugeordnetes Eigenkapital 41.875 42.691 247.129 270.584 569.081 656.478
ROE auf Basis Periodenüberschuss
vor Steuern -8,7% -16,0% 18,3% 16,9% 6,8% 6,4%
Cost-Income-Ratio 101,9% 108,0% 39,6% 40,0% 14,3% 15,3%
Risk-Earnings-Ratio 9,9% 12,0% 26,6% 27,1% 0,2% 4,9%
Sonstige Summe
in Tsd. EUR 30.06.2016 30.06.2017 30.06.2016 30.06.2017
Zinsüberschuss 552 1.413 77.295 78.579
– hiervon at Equity-Ergebnis - - 15.937 18.631
Risikovorsorge - - -12.401 -14.204
Provisionsüberschuss 158 704 25.363 25.926
Handelsergebnis - - 978 974
Verwaltungsaufwand -2.768 -186 -54.298 52.623
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen -7.664 -5.667 -6.271 -4.598
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten - - -181 2.615
Periodenüberschuss vor Steuern -9.722 -3.736 30.485 36.669
Ø risikogewichtete Aktiva 55.640 57.019 4.558.119 4.626.146
Ø zugeordnetes Eigenkapital 10.605 12.109 868.690 981.863
ROE auf Basis Periodenüberschuss vor Steuern - - 6,1% 6,9%
Cost-Income-Ratio - - 55,8% 52,2%
Risk-Earnings-Ratio - - 16,0% 18,1%

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten.

Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.

Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:

  • Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene
  • Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten
  • Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden zum Juniultimo 19.042 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden und unselbständig Erwerbstätigen gebündelt. Ende Juni 2017 waren diesem Segment rund 133.647 Kunden zugeordnet.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.

Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Geschäftssegmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Ertrags- und Aufwandspositionen sowie jene Ergebnisbeiträge abgebildet, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten.

(34) KonzernKapital

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Gezeichnetes Kapital 79.279 79.279 0,0
– Aktienkapital 79.279 79.279 0,0
Kapitalrücklagen 193.032 193.032 0,0
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen 663.075 703.628 6,1
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT1-Anleihe) 23.400 29.000 23,9
Eigenkapital vor Fremdanteilen 958.786 1.004.939 4,8
Fremdanteile -19 -20 6,6
Konzernkapital 958.767 1.004.919 4,8

Das Aktienkapital setzt sich aus 37.839.600 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren ist.

(35) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken

in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %
Bürgschaften und Garantien 387.962 420.819 8,5
Akkreditive 2.583 1.352 -47,7
Eventualverbindlichkeiten 390.545 422.171 8,1
Sonstige Kreditrisiken 1.243.552 1.296.531 4,3
Kreditrisiken 1.243.552 1.296.531 4,3

(36) angaben über beziehungen zu nahestehenden unternehmen und Personen

Höhe der ausstehenden Salden erhaltene Garantien gewährte Garantien
in Tsd. EUR per 31.12.2016 per 30.06.2017 per 31.12.2016 per 30.06.2017 per 31.12.2016 per 30.06.2017
nicht konsolidierte
Tochterunternehmen - - - -
Forderungen 3.213 3.230
Verbindlichkeiten 1.379 1.748
Assoziierte Unternehmen und
gemeinsame Vereinbarungen - - - -
Forderungen 17.799 5.796
Verbindlichkeiten 67.767 4.247
Mitglieder des Managements - - - -
Forderungen 458 412
Verbindlichkeiten 859 1.237
sonstige nahestehende
Personen - - - -
Forderungen 124 195
Verbindlichkeiten 753 866

GewäHrte Vorschüsse und Kredite

Gewährte Vorschüsse und Kredite 458 412 -10,0
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates 386 348 -9,8
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes 72 64 -11,1
in Tsd. EUR 31.12.2016 30.06.2017 ± in %

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Berichtszeitraum gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

(37) Ereignisse nach dem Stichtag des zwischenberichtes

In Kroatien wurde Mitte Juli ein Gesetz beschlossen, wonach bestimmte Kreditverträge mit Privatkunden und Kleinunternehmen für nichtig erklärt werden könnten. Drohende Risiken haben wir noch nicht beziffert, da die Rechtmäßigkeit des Gesetzes noch angezweifelt wird. Wir verfolgen die weitere Entwicklung sehr genau und erwarten, dass es hier noch zu Änderungen kommen wird.

(38) Fair Values

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden

LEVEL 3
30.06.2017 Level
1
Level
2
"Interne
"Markt "Marktwert Bewertungs Fair Value
in Tsd. EUR wert" basierend" methode" total
Aktiva
Handelsaktiva - 11 - 11
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 22.773 0 64.684 87.457
FV Available-for-Sale 179.389 0 20.1212) 199.510
Sonstige Aktiva (Derivate) - 11.130 - 11.130
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - - 83.849 83.849
Handelspassiva - 11 - 11
Sonstige Passiva (Derivate) - 28.627 - 28.627

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

2) Hierbei handelt es sich um Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da sich kein verlässlicher Fair Value ermitteln lässt. Die Darstellung in Level 3 erfolgt zu Vollständigkeitszwecken.

LEVEL 3
31.12.2016 Level
1
Level
2
"Interne
"Markt "Marktwert Bewertungs Fair Value
in Tsd. EUR wert" basierend" methode" total
Aktiva
Handelsaktiva - 10 - 10
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 22.893 - 52.675 75.568
FV Available-for-Sale 169.215 - 20.1202) 189.335
Sonstige Aktiva (Derivate) - 12.950 - 12.950
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - - 85.130 85.130
Handelspassiva - 10 - 10
Sonstige Passiva (Derivate) - 30.821 - 30.821

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

2) Hierbei handelt es sich um Beteiligungen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da sich kein verlässlicher Fair Value ermitteln lässt. Die Darstellung in Level 3 erfolgt zu Vollständigkeitszwecken.

Level 3: Bewegungen der zum Fair Value bewerteten finanziellen vermögenswerte und Schulden

Stand zum 30.06.2017 64.684 83.849
Verkäufe/Tilgungen -4.087 -
Zugänge 16.700 -
Sonstiges Ergebnis - -
GuV-Rechnung1) -604 -1.281
Umgliederung - -
Stand zum 01.01.2017 52.675 85.130
in Tsd. EUR FV at Fair Value through
Profit or Loss
verbriefte Verbindlichkeiten
hiervon at Fair Value
through Profit or Loss

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss

Level 3: Bewegungen 01.01. bis 31.12.2016

in Tsd. EUR FV at Fair Value through
Profit or Loss
verbriefte Verbindlichkeiten
hiervon at Fair Value
through Profit or Loss
Stand zum 01.01.2016 73.627 103.512
Umgliederung - -
GuV-Rechnung1) -1.047 1.618
Sonstiges Ergebnis - -
Käufe - -
Verkäufe/Tilgungen -19.905 -20.000
Stand zum 31.12.2016 52.675 85.130

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Beteiligungen im AfS-Bestand werden, wenn sich kein verlässlicher Fair Value ermitteln lässt, mit ihren Buchwerten angesetzt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im ersten Halbjahr 2017 auf den Marktwert mit 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im ersten Halbjahr 2017 auf den Marktwert mit 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) aus.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 BP im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) führen.

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum Fair Value bilanziert werden

LEVEL 3
30.06.2017 Level
2
"Interne
Level
1
"Marktwert Bewertungs Fair Value Buchwert
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total 30.06.2017
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute - - 157.741 157.741 156.909
Forderungen an Kunden - - 5.379.290 5.379.290 5.308.670
FV1) Held-to-Maturity 823.462 - - 823.462 768.460
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 721.371 721.371 719.869
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 4.819.402 4.819.402 4.810.761
Verbriefte Verbindlichkeiten 385.514 71.051 - 456.565 439.776
Nachrangkapital 179.333 2.360 - 181.693 175.149

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

LEVEL 3
31.12.2016 Level
2
"Interne
in Tsd. EUR Level
1
"Marktwert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Buchwert
31.12.2016
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 242.392 242.392 242.347
Forderungen an Kunden 5.397.186 5.397.186 5.330.395
FV1) Held-to-Maturity 816.054 816.054 747.773
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 870.217 870.217 867.494
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.835.759 4.835.759 4.824.760
Verbriefte Verbindlichkeiten 448.488 79.353 527.841 459.526
Nachrangkapital 200.510 2.355 202.865 198.585
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

(39) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN

Aus dem Derivativgeschäft (Bank- und Handelsbuch) ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte:

30.06.2017 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 1.034.124 347.629 - 1.381.753 3.897 22.428
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Zinssatzverträge 9.374 77.038 239.092 325.504 6.541 5.574
– hiervon Handelsbuch 624 14.038 1.206 15.868 11 11
Wertpapierbezogene
Geschäfte 1.554 - - 1.554 - 13
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Gesamt 1.045.052 424.667 239.092 1.708.811 10.438 28.015
– hiervon Handelsbuch 624 14.038 1.206 15.868 11 11
31.12.2016 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
in Tsd. EUR < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 1.321.594 350.883 - 1.672.477 4.494 23.629
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Zinssatzverträge 15.120 78.542 208.164 301.826 7.880 6.831
– hiervon Handelsbuch 870 15.542 1.272 17.684 10 10
Wertpapierbezogene
Geschäfte - - - - - -
– hiervon Handelsbuch - - - - - -
Gesamt 1.336.714 429.425 208.164 1.974.303 12.374 30.460
– hiervon Handelsbuch 870 15.542 1.272 17.684 10 10

erklärungen der gesetzlichen vertreter

"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2017 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."

Klagenfurt am Wörthersee, am 18. August 2017

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit, Backoffice Treasury, Betriebsorganisation, IT und Technischer Dienst sowie drei-Banken-EDV Gesellschaft m.b.H.; im Ausland zuständig für die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für das Firmenkundengeschäft, für das Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Treasury und Eigengeschäft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Social Media und Investor Relations, Immobilienangelegenheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen; im Ausland zuständig für Slowenien, Kroatien, Ungarn und die Slowakische Republik

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für das Privatkundengeschäft, das Private Banking und Wertpapiergeschäft, das Depotbankengeschäft sowie für die Kooperation mit Vertriebspartnern; im Ausland zuständig für die Region Italien

Unternehmenskalender 2017

Datum Inhalt der Mitteilung
05. April 2017 Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2016
im Internet und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung
09. Mai 2017 78. ordentliche Hauptversammlung
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