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BKS Bank AG

Quarterly Report Aug 21, 2015

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Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2015

Inhaltsverzeichnis

BKS Bank Konzern im Überblick _______ 3
Vorwort des Vorstandes ____________ 4
Konzernlagebericht zum 30. Juni 2015 _______ 5
Wirtschaftliches Umfeld des Bankgeschäftes ________ 5
Erläuterungen zum Konsolidierungskreis ___________ 7
Vermögens- und Finanzlage __________ 8
Eigenmittelentwicklung _____________ 9
Ergebnisentwicklung _________ 10
Segmentbericht _____________ 12
Wesentliche Unternehmenskennzahlen ______ 13
Risikobericht _________ 14
Vorschau auf das Gesamtjahr ________ 18
3 Banken Gruppe im Überblick __________ 20
Konzernabschluss zum 30. Juni 2015 ________ 21
Restatement gemäß IAS 8 ___________ 22
Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.2015 __ 24
Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2015 _____ 26
Eigenkapitalveränderungsrechnung _________ 27
Geldflussrechnung ___________ 27
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank ________ 28
Erklärungen der gesetzlichen Vertreter der BKS Bank________ 44
Unternehmenskalender 2015_________ 44

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht zum 30. Juni 2015 enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 17. August 2015 zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

Disclaimer

Dieser Zwischenbericht ist nicht prüfungspflichtig und wurde daher keiner vollständigen Prüfung bzw. Durchsicht eines Abschlussprüfers unterzogen. Die vorliegende deutsche Version ist die authentische, für alle rechtlichen Aspekte relevante Fassung. Zwischenberichte in englischer Sprache sind Übersetzungen.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit nehmen wir keine geschlechtsspezifischen Differenzierungen vor. Personenbezogenen Begriffe wie z.B. "Mitarbeiter" gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

BKS Bank Konzern im Überblick

Erfolgszahlen (in Mio Euro) 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015
Zinsüberschuss 78,3 79,5
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -27,9 -12,3
Provisionsüberschuss 23,0 26,9
Verwaltungsaufwand -52,0 -53,0
Konzernperiodenüberschuss vor Steuern 24,0 41,2
Konzernperiodenüberschuss nach Steuern 20,7 31,7
Bilanzzahlen (in Mio Euro) 31.12.2014 30.6.2015
Bilanzsumme 6.854,6 6.930,8
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 4.815,8 4.921,2
Primäreinlagen 5.013,0 5.090,6
– hievon Spareinlagen 1.705,5 1.690,8
– hievon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital 789,1 784,9
Eigenkapital 795,8 820,1
Betreute Kundengelder 12.972,0 13.357,7
– hievon Depotvolumen 7.959,0 8.267,1
Eigenmittel nach BWG (in Mio Euro) 31.12.2014 30.6.2015
Risikogewichtete Aktiva 4.846,6 4.919,3
Eigenmittel 580,9 528,4
– hievon hartes Kernkapital gemäß Basel III 543,7 509,4
Eigenmittelüberschuss nach Basel III 193,2 134,9
Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,4
Eigenmittelquote gemäß Basel III 12,0 10,7
Unternehmenskennzahlen (in %) 31.12.2014 30.6.2015
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 7,2 7,5
Return on Assets vor Steuern 0,8 0,9
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 51,9 51,1
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 31,5 15,5
Ressourcen 2014 30.6.2015
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 915 924
Anzahl der Geschäftsstellen 57 59
Die BKS Bank Aktie
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705)
2014
34.236.000
1. Halbjahr 2015
34.236.000
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in Euro 17,8/15,6 17,5/15,6
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in Euro 16,9/14,9 16,8/14,8
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in Euro 17,3/15,3 16,9/14,9
Marktkapitalisierung in Mio Euro 619,8 605,4

Die Werte für das 1. Halbjahr 2014 bzw. für das Gesamtjahr 2014 wurden gemäß IAS 8 in allen betroffenen Tabellen des Lageberichtes angepasst (siehe Notes Seite 22 f).

Sehr geehrte Aktionäre, geschätzte Kunden und Geschäftspartner der BKS Bank!

Wir begrüßen Sie im zweiten Aktionärsbrief für 2015 in Form des Halbjahresfinanzberichtes zum 30. Juni sehr herzlich und laden Sie zur Online-Lektüre ein.

Wie Sie dem vorliegenden Periodenabschluss entnehmen können, erwirtschaftete die BKS Bank nach einem sehr guten Start in das laufende Geschäftsjahr auch nach sechs Monaten ein respektables Ergebnis. Auf einer soliden Eigenmittelbasis aufbauend, haben wir in allen Geschäftsfeldern den Fokus weiterhin auf nachhaltiges Wachstum und Effizienzsteigerung gerichtet. Die wichtigsten Komponenten unserer Ertragsrechnung – der Zinsüberschuss nach Risikovorsorgen und das Dienstleistungsergebnis – verbesserten sich im Periodenvergleich (1. Halbjahr 2014) um ein Drittel bzw. um 16,9%. Den Risikopositionen trugen wir durch entsprechende Vorsorgen weiterhin konsequent Rechnung, registrierten aber erstmals seit langem deutliche Entspannungssignale, die zu einem markanten Rückgang der Risikovorsorge um 15,6 Mio € auf nur mehr 12,3 Mio € führten. Der Konzernperiodenüberschuss erhöhte sich demzufolge, ungeachtet des anhaltend tiefen Zinsniveaus und Ergebnisbelastungen im Konnex mit der ressourcenintensiven Umsetzung regulatorischer Anforderungen, um mehr als die Hälfte auf 31,7 Mio €.

Der seit Jahresbeginn erzielte leichte Anstieg des bilanziellen Geschäftsvolumens um 1,1% auf rund 6,93 Mrd € war bei den Aktiva von einem vergleichsweise beachtlichen Zuwachs der Forderungen an Kunden um 2,1% auf 5,12 Mrd €, bei den Passiva von einem soliden Zufluss von Primäreinlagen um 1,5% auf rund 5,09 Mrd € geprägt. Unser Geschäftsstellennetz ist auch im ersten Halbjahr 2015 gewachsen. Mit je einer weiteren Stelle in Wien und in der Slowakischen Republik verfügen wir nunmehr über 59 Geschäftsstellen. Besonders erfreulich entwickelten sich in den ersten sechs Monaten unsere ausländischen Niederlassungen, die alle deutliche Ergebniszuwächse erzielen konnten.

Konzernlagebericht zum 30. Juni 2015

Wirtschaftliches Umfeld des Bankgeschäftes

Die Weltwirtschaft expandiert zur Jahresmitte 2015 entgegen den Erwartungen nur mäßig; die Erholung verlief bis dato überdies regional heterogen. Der seit Mitte 2014 zu beobachtende starke Rückgang der Energieund Rohstoffpreise sowie die nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen wirkten zwar konjunkturbelebend, als negative Begleiterscheinung flachte die weltweite Inflation aber auf historische Tiefwerte ab. Weit offene Geldschleußen der US-Notenbank, der EZB und der Bank of Japan tragen aber erfolgreich dazu bei, deflationäre Tendenzen und somit eine prekäre Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen, Konsum- und Investitionseinbußen einzudämmen.

In den USA zeichnet sich ungeachtet der konjunkturellen Abkühlung des ersten Quartals für das Gesamtjahr 2015 ein BIP-Wachstum von real etwa 3,1% ab. Es basiert vorwiegend auf gestiegenen Ausgaben der privaten Haushalte, auf vorteilhaften Finanzierungsbedingungen und auf einer Belebung des Wohnimmobilienmarktes. Auch die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt hellte sich weiter auf. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni lediglich 5,3%. Die japanische Wirtschaft scheint sich nach dem konjunkturellen Einbruch infolge der Mehrwertsteueranhebung vom April 2014 etwas erholt zu haben. Ölpreisbedingte Anstiege der Realeinkommen und das von der Yen-Abwertung beflügelte Exportgeschäft lassen für heuer eine Rückkehr auf einen noch fragilen BIP-Wachstumspfad von etwa 1,1% erwarten. Hingegen dürfte das Expansionstempo in einigen großen Schwellenländern abflauen. In China führten das ausgeuferte Kreditwachstum und der hohe private Verschuldungsgrad zu einem markanten Abschwung am Wohnimmobilienmarkt, zu rückläufigen Investitionen im Bausektor und zu Produktionseinbrüchen in vielen Bereichen der Industrie. Mit massiven staatlichen Eingriffen wurde versucht, den heftigen Turbulenzen an den Aktien- und Rohstoffmärkten entgegenzuwirken. Die russische Wirtschaft wird heuer im Sog drastisch gesunkener Rohölpreise, zweistelliger Inflationsraten und gravierender struktureller Probleme für längere Zeit in den Konjunkturschatten treten.

Die europäische Konjunktur gewann heuer hingegen wieder an Fahrt und erreichte in den beiden ersten Quartalen Zuwachsraten von jeweils etwa 0,4%. Die Eurozone sieht 2015 einem BIP-Zuwachs von real 1,5% entgegen. Neben Deutschland (erwartete realer BIP-Zuwachs: 1,8%) und Spanien weisen auch Frankreich und Italien seit Jahresbeginn bessere Wirtschaftsdaten auf. Was die hartnäckige Griechenland-Krise betrifft, scheint nach der Einigung auf ein weiteres Hilfsprogramm der Geldgeber ein möglicher Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone ("Grexit") vorerst gebannt zu sein. Die allmähliche Erholung der Wirtschaftstätigkeit und der Arbeitsmärkte im Eurogebiet wird vor allem vom Einbruch der Rohölpreise gestützt. Auch die lockere Geldpolitik der EZB zeigt offenbar Wirkung und erleichterte sowohl größeren Unternehmen als auch KMUs den Kreditzugang. Neben dem privaten Konsum beschleunigte sich das Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen. Auch der öffentliche Konsum trug positiv zum Wachstum bei, während der schwächere Euro den Exporten zugute kam. Der Arbeitsmarkt in Europa belebte sich leicht. Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone betrug zuletzt 11,1%. EU-weit belief sich die Arbeitslosenquote Ende Juni auf 9,6%. Insbesondere in den Peripherieländern ist die Arbeitslosigkeit weiter rückläufig.

Die österreichische Wirtschaft erholt sich im Vergleich zur Eurozone nur zögerlich und wird heuer bereits das vierte Jahr in Folge um weniger als 1% zulegen. Die Wirtschaftsforscher rechnen mit einem BIP-Zuwachs von lediglich 0,5% (WIFO) und sehen erst für 2016 einen kräftigeren Wachstumsschub in Richtung 1,3%. Erfreulich ist die Entwicklung der Auftragslage der österreichischen Unternehmen, die durch den schwächeren Euro und niedrigere Energiepreise begünstigt wird. Österreichs Exporte hingegen kommen noch nicht auf Touren, da Österreich am konsumgetriebenen Aufschwung Deutschlands bisher nur unterdurchschnittlich partizipieren konnte. Die anhaltende Unsicherheit über die künftige Ertragslage dämpft die Ausrüstungsinvestitionen, deren Zuwachsrate sich gegenüber 2014 um 1,2%-Punkte auf 0,5% abschwächen dürfte. Auch hat die niedrige Inflationsrate von zuletzt 1,0% das Konsumverhalten der privaten Haushalte noch nicht, wie erwartet, beflügelt. Zwar melden die österreichischen Einzelhändler seit Jahresbeginn höhere Umsatzzahlen, allerdings dürfte sich der private Konsum erst mit Inkrafttreten der Steuerreform im Jahr 2016 nachhaltig verbessern. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt weiter angespannt. Die leichte Konjunkturbelebung reicht nicht aus, um die steigende Arbeitslosigkeit einzudämmen. Die Zahl der Arbeitssuchenden nimmt durch die Zunahme der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer, die höhere Frauenerwerbsquote sowie den Zustrom ausländischer Arbeitskräfte weiterhin stark zu. Die heimische Arbeitslosenquote wird laut Eurostat im Jahr 2015 auf 5,7% steigen.

Der Euro fiel seit Jahresbeginn bis Mitte April vor dem Hintergrund der akkommodierende Geldpolitik der EZB gegenüber anderen wichtigen Währungen zurück. In den letzten Wochen des Berichtszeitraumes blieb der effektive Wechselkurs der Gemeinschaftswährung jedoch weitgehend stabil. Die Gründe für die temporäre Euro-Schwäche lagen einerseits in der zurückhaltenden Erwartungshaltung der Marktteilnehmer hinsichtlich der geldpolitischen Maßnahmen der EZB und andererseits in der anhaltenden Diskussion über einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone. Gegenüber dem Schweizer Franken führte die Mitte Jänner vollzogene Abkehr der Schweizer Nationalbank (SNB) von der Mindestbindung an den Euro zu einem markanten Kursverfall. In weiterer Folge verringerten bzw. stabilisierten sich die Renditeabstände zwischen langfristigen Anleihen in den USA und im Euroraum; somit konnte der Euro gegenüber dem US-Dollar wieder an Terrain gewinnen. Was die bilateralen Wechselkurse im Detail anbelangt, so wertete der Euro bis zum 30. Juni in Relation zum US-Dollar um 7,8% auf 1,1189 USD je Euro ab. Auch gegenüber dem Schweizer Franken (-13,4% auf 1,0413 CHF je €), dem Yen (-5,8% auf 137,01 JPY je €) und dem chinesischen Renminbi (-8,0% auf 6,9366 CNY je €) verzeichnete er per Saldo Kursverluste. Die für unser Haus wichtige Kroatische Kuna lag am Ende des zweiten Quartals bei 7,5948 HRK je € nach 7,6580 HRK je € zu Jahresbeginn.

Die Entwicklung an den internationalen Geldmärkten im ersten Halbjahr 2015 spiegelte die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich einer leichten Straffung der US-Geldpolitik wider. Die Bank von Japan sowie die Nationalbanken Chinas, Indiens und mehrerer anderer Schwellenländern legten sich unterdessen auf eine Prolongation der geldpolitischen Lockerung fest. Auch der EZB-Rat behielt seinen stabilen geldpolitischen Kurs mit dem Ziel, mittelfristig Kerninflationsraten von unter, aber nahe 2% zu erreichen, im ersten Halbjahr 2015 bei und reagierte angesichts des extrem tiefen Leitzinsniveaus auf diese Herausforderung mit einem neuen Ankaufprogramm. Diese bis Ende September 2016 laufende Maßnahme zur Eindämmung des Deflationsrisikos mit Auswirkungen auf das Geldmengen- und Kreditwachstum konnte ab März plangemäß im Umfang von monatlich 60 Mrd € realisiert werden. Gekauft wurden und werden Staatsanleihen, gedeckte Schuldverschreibungen und forderungsunterlegte Wertpapiere. Die monatsdurchschnittlichen Renditen langfristiger deutscher AAA-Staatsanleihen erreichten im April eine historische Talsohle nahe null, erholten sich bis zum Halbjahresultimo aber wieder auf 0,79%. Die Bandbreite der Renditen europäischer 10-jähriger Staatsanleihen reichte von 0,65% (Luxemburg) bis Griechenland (11,43%). US-Pendants rentierten Ende Juni mit 2,33%. Die Euribor-Zinssätze für Einmonats-, Dreimonats-, Sechsmonats- und Zwölfmonatsgeld gaben seit Jahresbeginn 2015 weiter nach und lagen Ende Juni bei -0,064%, -0,014%, 0,050% bzw. 0,164%.

Die internationalen Kapitalmärkte entwickelten sich in den ersten sechs Monaten per Saldo robust, wobei der marktbreite Euro-STOXX bis Ende Juni ein Plus von rund 9% auf 3.424,30 Indexpunkte verbuchte. Nach stabilen Kurszuwächsen im ersten Quartal waren vor allem an den europäischen Börsenmärkten Phasen hoher Volatilität im Zusammenhang mit dem drohenden Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone und erheblichen Verwerfungen an Chinas Börseplätzen zu beobachten. Der MSCI-Welt-Aktienindex auf Euro-Basis, der Ende 2014 144,3 Indexpunkte aufwies, stieg bis zum Juniultimo auf 159,1 Indexpunkte. Obwohl der DAX nach einem Aprilhoch von 12.338,73 Mitte Juni kurzfristig unter die 10.000-Punkte-Schwelle abtauchte, blieb die Performance des ersten Halbjahres mit 11% positiv. Ende Juni notierte der DAX mit 10.944,97 Indexpunkten. Ähnlich erfolgreich verlief die ATX-Entwicklung: Nach einem beträchtlichen Kursanstieg in den ersten fünf Monaten und einer bis Ende Juni währenden Konsolidierungsphase bewegte sich der heimische Börseindex mit 2.411,77 Indexpunkten auf einem um 12% höheren Niveau als zu Jahresbeginn.

Die BKS Bank Aktien notierten zwischen Jänner und Juni 2015 innerhalb einer Bandbreite von 16,8 € bis 17,5 €. Die Stamm-Stückaktie wies Ende Juni einen Kurs von 16,9 € auf, der Marktwert der BKS Bank Vorzugs-Stückaktien erreichte 14,9 €. Die Marktkapitalisierung sämtlicher BKS Bank Aktien belief sich zum Halbjahresultimo auf 605,4 Mio €.

Die Stimmungslage an den internationalen Rohstoffmärkten wurde im bisherigen Jahresverlauf einmal mehr von der Entwicklung der Rohöl- und Edelmetallnotierungen beherrscht. Ein Barrel Rohöl der Marke Brent kostete Ende Juni 63,5 USD nach 112,4 USD zum Juniultimo des Vorjahres und 57,6 USD zu Jahresbeginn 2015. Die US-Referenzsorte WTI-Cushing sackte heuer bereits mehrmals unter die 50-USD-Schwelle ab. Die gedämpfte Konjunkturlage in Asien, die unverändert hohen Fördermengen der ölexportierenden Länder (OPEC) sowie das absehbare Ende des Handelsembargos gegenüber dem Iran werden den Ölpreis weiter unter Druck setzen. Die Griechenlandkrise führte zu einem temporären Anstieg des Goldpreises, da die Unsicherheit über deren Ausgang viele Investoren veranlasste, verstärkt spekulativ in Gold zu investieren. Im Jänner näherten sich die Notizen für eine Feinunze dieses Krisenindikators zwar erstmals seit August 2014 wieder der 1.300 USD-Marke, flachten bis Ende Juni aber wieder auf 1.190,50 USD ab. Viele professionelle Großinvestoren setzen offensichtlich weiterhin auf fallende Kurse, ein Trend, der sich vor dem Hintergrund der absehbaren Zinswende der Fed und der Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten noch verstärken dürfte.

Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

Der für die Konzernanalyse maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält derzeit 20 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften sowie die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft.

Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind. Bei der Bestimmung der Einbeziehung von verbundenen Unternehmen wurde die Wesentlichkeitsbestimmung nach konzerneinheitlichen Kriterien auf Basis qualitativer und quantitativer Parameter angewandt. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme bei Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.

GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES Vollkonsolidierung
at equity-Konsolidierung
Kredit- und Finanzinstitute quotale Konsolidierung
BKS Bank AG,
Klagenfurt
BKS-Leasing Gesellschaft mbH,
Klagenfurt
BKS-leasing d.o.o.,
Ljubljana
BKS-leasing Croatia d.o.o.,
Zagreb
BKS Bank d.d.,
Rijeka
BKS-Leasing s.r.o.,
Bratislava
Oberbank AG,
Linz
Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft, Innsbruck
Drei-Banken Versicherungs
Aktiengesellschaft, Linz
Alpenländische Garantie
Gesellschaft mbH, Linz
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs- u.
Vermietungsgesellschaft mbH,
Klagenfurt
Immobilien Errichtungs- u.
Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
KG, Klagenfurt
IEV Immobilien GmbH,
Klagenfurt
VBG-CH Verwaltungs- und
Beteiligungs GmbH, Klagenfurt
LVM Beteiligungs Gesellschaft
mbH, Wien
BKS-Service Gmbh,
Klagenfurt
BKS Immobilien-Service GmbH,
Klagenfurt
BKS Hybrid alpha GmbH,
Klagenfurt
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt BKS 2000 Beteiligungsverwaltungs
gesellschaft mbh, Klagenfurt

In den Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns werden neben der BKS Bank 15 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten einbezogen, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteilig bewerteten Eigenkapital. Grundlage des vorliegenden Periodenabschlusses sind daher die konzerneinheitlich aufgestellten Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.

Bei den drei gemäß IAS 28 "at equity"-einbezogenen Unternehmen werden deren Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, an der die BKS Bank einen Anteil von 20% hält, sind auch die Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft at equity einbezogen. Die BKS Bank hält an diesen Kreditinstituten zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge geregelt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben. Die Alpenländische Garantie-GmbH wird quotenkonsolidiert, da diese Beteiligung gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen ist. Die sonstigen, vorwiegend dem Immobilienbereich zugeordneten vollkonsolidierten Gesellschaften leisten bankbezogene Hilfsdienste. Alle übrigen Unternehmensanteile werden im "Available-for-Sale"-Bestand geführt.

Vermögens- und Finanzlage

Aktiva

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns belief sich zum Juniultimo 2015 auf 6,93 Mrd €. Der leichte Anstieg (+1,1%) resultierte einerseits aus der gestiegenen Nachfrage nach Krediten und andererseits aus einer Ausweitung der Finanziellen Vermögenswerte im Ausmaß von 33,0 Mio € (+2,3%) auf rund 1,44 Mrd €. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich um 7,6 Mio € (+2,8%) auf 277,1 Mio €. Die Barreserve verringerte sich hingegen um 77,1 Mio € (-35,8 %) auf 138,2 Mio €. Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen, die zum Ultimo 2014 einen Stand von 194,2 Mio € aufwies, erhöhte sich marginal auf 196,2 Mio €.

Die Forderungen an Kunden verzeichneten einen erfreulichen Zuwachs von 107,4 Mio € (+2,1%) auf 5,12 Mrd €. Neuen Finanzierungen im Firmen- und Retailkundengeschäft im Ausmaß von 587,8 Mio € standen deutliche Kreditabdeckungen gegenüber, da viele Unternehmen hohe Liquiditätsüberschüsse aufwiesen. Die BKS Bank AG steuerte unter Ausblendung von Konzernforderungen 4,67 Mrd € zum Konzernausleihungsvolumen bei, wobei wir gegenüber dem Jahresultimo 2014 einen erfreulichen Anstieg um 97,2 Mio € trotz weiterhin noch verhangener Konjunktur in Österreich und Slowenien registrierten. Allerdings verzeichneten wir in den slowenischen Filialen einen erheblichen Zustrom von Privatkunden, wenn er auch primär von neuen Einlagenkunden geprägt war.

Das Leasinggeschäft in Österreich entwickelte sich ebenfalls positiv. Auch unsere ausländischen Leasinggesellschaften in Slowenien, der Slowakei und in Kroatien (BKS-leasing d.o.o., Ljubljana; BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb und die BKS-Leasing s.r.o, Bratislava) konnten mit einem Barwertvolumen von 140,6 Mio € an den Vorjahreswert von 144,3 Mio € anknüpfen. Vor allem das Neugeschäftsvolumen der BKS-leasing d.o.o. mit Sitz in Ljubljana entwickelte sich höchst zufriedenstellend.

Die BKS Bank d.d. setzte ihren Wachstumskurs auch im Berichtszeitraum fort. Unsere kroatische Bankentochter betreute 4.559 Kunden und erhöhte die Kundenforderungen um 9,1 Mio € auf 138,0 Mio €. Die Bilanzsumme wuchs um 4,4 Mio € auf 172,9 Mio €. Das Neugeschäftsvolumen betrug im ersten Halbjahr 2015 36,7 Mio €. Unser strategischer Schwerpunkt am kroatischen Markt liegt weiterhin im Ausbau des Retailkundengeschäftes.

Bei den Fremdwährungskrediten, deren Entwicklung von der Abkehr der Schweizer Nationalbank von der seit September 2011 praktizierten Euro-Mindestkursbindung geprägt war, flachte das Ausleihungsvolumen weiter ab. Unsere verstärkten Bemühungen, die Fremdwährungskredite nachhaltig abzubauen, führten im ersten Halbjahr zu einer weiteren Senkung der FX-Quote auf 7,7% nach 9,4% zum Jahresultimo 2014. Der Kreditbestand in Schweizer Franken verringerte sich um 150,3 Mio CHF auf 371,5 Mio CHF, obwohl anzumerken ist, dass die Bereitschaft der Kunden, in den Euro zu konvertieren, weiterhin gedämpft ist.

Bei den Finanziellen Vermögenswerten führten vor allem Zukäufe im Held-to-Maturity-Bestand zu einer Steigerung auf 698,3 Mio € (+2,9%) nach 678,8 Mio € zum Jahresultimo 2014. Der kurzfristige Anstieg der 10-Jahresrendite für österreichische Bundesanleihen auf zuhöchst 1,285% bot die Möglichkeit, vereinzelte Zukäufe zu tätigen und Tilgungen abzufedern. Per Saldo verharrte das Zinsniveau aber auf einem historisch tiefen Niveau.

Die Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen erhöhten sich um 6,7% auf 422,2 Mio €. Die Veränderung in dieser Position basierte auf der Zuführung der Periodenergebnisse der at equity-einbezogenen Unternehmen – vornehmlich der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft. Die Kapitalerhöhung der Oberbank AG führte überdies zu einem Zugang von 9,8 Mio €.

Passiva

Unsere Firmen- und Retailkunden stellten uns im Halbjahresvergleich Primäreinlagen in Höhe von 5,09 Mrd € nach 5,01 Mrd € zum Jahreultimo 2014 zur Verfügung. Der erfreuliche Anstieg erfolgte vor allem bei den Sonstigen Verbindlichkeiten in Form von Sicht- und Termineinlagen, die Ende Juni einen Stand von 2,61 Mrd € nach 2,52 Mrd € zum 31.12.2014 aufwiesen. Bei den Spareinlagen registrierten wir hingegen leichte Abflüsse vor allem im zweiten Quartal. Der Grund des Rückgangs dieser Position um 0,9% oder 14,7 Mio € auf 1,69 Mrd € lag u.a. im Abreifen von Kapitalsparbüchern. Das tiefe Zinsniveau bewog unsere Kunden, ihre Liquidität nicht wieder in Spareinlagen, sondern verstärkt in Form von Sichteinlagen zu parken. Die Loan-Deposit-Ratio erreichte wieder ein ausgezeichnetes Niveau von 95,3%.

Was die verbrieften Verbindlichkeiten betrifft, lag deren Volumen Ende Juni mit 596,2 Mio € knapp über dem Niveau zum 31.12.2014. Die extreme Niedrigzinsphase macht es schwierig, planmäßige Tilgungen durch Neuemissionen zu kompensieren. Da im bisherigen Jahresverlauf aufgrund der mit der Nullzinspolitik der EZB einhergehenden unbefriedigenden Marktsituation noch keine Nachrangkapitalanleihen emittiert wurden, fiel deren Stand um 3,4% auf 188,7 Mio € zurück. Zur Stärkung der bankbetrieblichen Eigenmittel fassen wir die Begebung einer Additional Tier-1-Anleihe, die wir derzeit gegenüber einer Ergänzungskapitalemission präferieren, im Herbst ins Auge.

Entwicklung der konsolidierten Eigenmittel

Die Ermittlung der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage folgt in der BKS Bank dem von Basel III vorgegebenen Eigenmittelregime. Das Eigenmittelerfordernis wird auf Basis der Vorgaben des Standardansatzes ermittelt. Die Bemessungsgrundlage erhöhte sich, bedingt durch die leichte Belebung des Kreditwachstums, gegenüber dem Jahresende 2014 um 72,7 Mio € auf 4,92 Mrd €.

Die gesamten Eigenmittel verringerten sich im ersten Halbjahr infolge des Rückgangs der ergänzenden Eigenmittel und aufgrund höherer Abzugsposten im Zusammenhang mit den at equity-Beteiligungsansätzen um 52,5 Mio € auf 528,4 Mio €. Das für die Bankensteuerung so wichtige harte Kernkapital konnte mit 509,4 Mio € dennoch auf einem hohen Niveau gehalten werden. Demgemäß erreichte die Kernkapitalquote zum 30. Juni 2015 einen Wert von 10,4% nach 11,2% zum Jahresultimo 2014. Die Eigenmittelquote fiel auf 10,7% nach 12,0% zum 31. Dezember 2014 zurück. Der Eigenmittelüberschuss betrug zum Berichtstermin 134,9 Mio €.

in MIO Euro 31.12.2014 31.03.2015 30.06.2015
Grundkapital 71,4 71,0 71,0
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 714,5 714,5 706,9
Abzugsposten -242,2 -250,9 -268,5
Hartes Kernkapital (CET1) 543,7 534,5 509,4
Harte Kernkapitalquote 11,2% 10,7% 10,4%
Hybridkapital 32,0 28,0 28,0
Abzugsposten -32,0 -28,0 -28,0
Zusätzliches Kernkapital 0 0 0
Kernkapital (CET1 + AT1) 543,7 534,5 509,4
Kernkapitalquote (unter Einrechnung des zusätzlichen Kernkapitals) 11,2% 10,7% 10,4%
Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals 117,8 112,2 106,3
Abzugsposten -80,6 -82,1 -87,3
Ergänzungskapital 37,2 30,1 19,0
Eigenmittel insgesamt 580,9 564,6 528,4
Eigenmittelquote 12,0% 11,3% 10,7%
Bemessungsgrundlage 4.846,6 4.982,7 4.919,3
Eigenmittelüberschuss 193,2 166,0 134,9

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: ENTWICKLUNG DER EIGENMITTEL NACH BASEL III

Um den Verschuldungsgrad von Instituten zu begrenzen und die absolute Verschuldung im Finanzsystem transparent zu machen, wurde mit der CRR eine neue aufsichtsrechtliche Kennzahl, die sogenannte Verschuldungsquote (Leverage-Ratio), eingeführt. Die Leverage-Ratio wird aus dem Verhältnis des harten Kernkapitals zur nicht-risikogewichteten-Aktiva inklusive außerbilanzieller Geschäfte ermittelt und lag zum Juniultimo 2015 mit 7,5% deutlich über der regulatorischen Benchmark von 3%.

Ergebnisentwicklung

Die BKS Bank erzielte mit einem Periodenüberschuss nach Steuern in Höhe von 31,7 Mio € im ersten Halbjahr 2015 nach 20,7 Mio € in der Vergleichsperiode des Vorjahres ein erfreuliches Ergebnis, das in erster Linie die positive Entwicklung der Kreditrisikovorsorge widerspiegelte.

Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge erhöhte sich in dem unverändert schwierigen Marktumfeld auf 79,5 Mio € (+1,5%) nach 78,3 Mio € zum 30. Juni 2014, wobei wir die um 9,1% auf 89,1 Mio € rückläufigen Zinserträge durch einen markanten Rückgang der Zinsaufwendungen (-23,1% auf 24,7 Mio €) erfolgreich kompensieren konnten. Der anhaltende Konkurrenzdruck auf die Margen im Finanzierungsbereich konnte durch gezielte Maßnahmen im Einlagenbereich teilweise abgefedert werden. So fiel die durchschnittliche Verzinsung der Kundeneinlagen bis Ende Juni 2015 auf 0,49% zurück, im Vorjahr lag dieser Prozentsatz noch bei 0,66%. Auch die Einlagemargen flachten im Sog der Marktentwicklung im ersten Halbjahr auf ein Rekordtief von nahe null ab.

Im Kreditgeschäft konnten demgegenüber die Margen mit durchschnittlich 1,90% annähernd gehalten werden. Das Ergebnis aus at equity-einbezogenen Unternehmen fiel gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio € höher aus.

Unsere Bereitschaft, Risiken konsequent entgegenzutreten, trug im ersten Halbjahr 2015 Früchte. Die Vorsorge für Kreditrisiken konnte nach 27,9 Mio € im Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 12,3 Mio € reduziert werden, da

die BKS Bank im ersten Halbjahr einerseits von wirtschaftlichen Hiobsbotschaften seitens ihrer Kunden weitgehend verschont blieb, andererseits auch das laufende Projekt zur nachhaltigen Reduktion der Kreditrisiken zu einer entsprechenden Sensibilisierung beitrug. Weiters erlaubte das verbesserte Länderrating insbesondere für Slowenien die Auflösung der Länderrisikovorsorge in Höhe von 782,7 Tsd €.

Im ersten Halbjahr wurde ein Provisionsüberschuss von 26,9 Mio € nach 23,0 Mio € im Periodenvergleich mit 2014 erzielt. Als unverändert wichtigste Ertragsquelle steuerte der Zahlungsverkehr 9,7 Mio € bei. Weiters konnten die transaktionsabhängigen und bestandsorientierten Erträge im Wertpapiergeschäft aufgrund höherer Umsätze und der aufgehellten Anlegerstimmung im Sog der dynamischeren Entwicklung der Aktienmärkte um 1,2 Mio € auf 7,1 Mio € angehoben werden. Die Depotkurswerte erreichten zur Jahresmitte 2015 eine Größenordnung von 8,27 Mrd € nach 7,96 Mrd € zum Juniultimo 2014. Mit einem Anstieg auf 7,3 Mio € nach 6,0 Mio € im ersten Halbjahr 2014 trugen auch die Kreditprovisionen erheblich zum guten Provisionsergebnis bei.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich lediglich um 2,0% auf 53,0 Mio €. Bedingt durch die kollektivvertragliche Erhöhung der Gehälter um durchschnittlich +1,78% ab 1. April 2015 sowie durch einen höheren Personalstand aufgrund zwei neuer Filialen erhöhte sich der Personalaufwand um 1,9% auf 35,4 Mio €. Die unternehmensweit gelebte Kostendisziplin, die sparsame Gestionierung laufender Büro- und Betriebsaufwendungen sowie das moderate Investitionsprogramm trugen auch heuer wieder dazu bei, dass der Sachaufwand trotz stetig steigender Aufwendungen im EDV-Bereich lediglich um 2,1% auf 14,3 Mio € zunahm.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um mehr als die Hälfte auf 5,9 Mio €. Die Gründe hierfür liegen einmal mehr in den strengen aufsichts- und steuerrechtlichen Vorgaben. Die Bankensteuer betrug per Ende Juni 2,1 Mio €. Zusätzlich hat die BKS Bank 2015 für den Abwicklungsfonds geschätzte 2 Mio € und für den Einlagensicherungsfonds weitere 1,4 Mio € beizusteuern. Im Halbjahresergebnis sind diese Kosten anteilig berücksichtigt. Für potenzielle Schadensfälle aus dem Wertpapierund Kreditgeschäft wurden Rückstellungen in Höhe von 760 Tsd € gebildet. Im Bereich Unternehmenssteuern erhöhte sich der Aufwand gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Mio € auf 9,6 Mio €, da ein deutlich besseres Ergebnis erwirtschaftet wurde und darüber hinaus für eine über zwei Jahre laufende und noch immer nicht finalisierte Steuerprüfung eine Rückstellung von 3,5 Mio € zu bilden war.

Entwicklung der Segmente

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Organisationsstruktur des Konzerns. Die BKS Bank fokussiert ihre Tätigkeit demzufolge auf die drei großen Geschäftsbereiche Firmenkundengeschäft, Retailkundengeschäft und Financial Markets. Der Erfolg jedes dieser Segmente wird anhand des Ergebnisses vor Steuern, der Eigenkapitalrendite (ROE), der Cost-Income-Ratio (CIR) und der Risk-Earnings-Ratio (RER) ermittelt.

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden zur Jahresmitte 2015 rund 14.600 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als reine Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank hat dieser Geschäftsbereich die längste Tradition und stellt nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Institutionelle Kunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenüberschuss bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der kroatischen BKS Bank d.d. sowie der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Im Firmenkundensegment führte das deutlich gesunkene Kreditrisiko zu einem markanten Anstieg des Periodenüberschusses auf 24,6 Mio € nach 7,6 Mio € im ersten Halbjahr 2014. Dieses Ergebnis weckt Hoffnungen, wieder an die erfolgreichen Vorkrisenjahre anknüpfen zu können. Nach Vorsorgen für das Kreditrisiko in Höhe von 26,3 Mio € im ersten Halbjahr 2014 reduzierten sich diese im Berichtszeitraum um über 50% auf lediglich 12,0 Mio €. Die Risk-Earnings-Ratio fiel demgemäß deutlich von 65,2% auf nur mehr 28,7% ab. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 3,4% auf 41,8 Mio €. Im Gegenzug konnte der Segmentverwaltungsaufwand mit 19,5 Mio € auf dem tiefen Niveau des ersten Halbjahres 2014 gehalten werden. Höhere Provisionen aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft führten ferner zu einem Anstieg des Provisionsüberschusses um 13,5% auf 13,6 Mio €. Bei den Steuerungskennzahlen Return on Equity und Cost-Income-Ratio wurden im Firmenkundensegment erfreuliche Quoten von 19,8% (1. Halbjahr 2014: 5,9%) bzw. 34,8% (1. Halbjahr 2014: 36,1%) erreicht.

Retailkundensegment

Zum Juniultimo 2015 waren rund 135.100 Kunden der BKS Bank AG, der BKS Bank d.d. sowie der Leasinggesellschaften des Konzerns dem Retailkundensegment zugeordnet. Die hohe Abhängigkeit vom Filialbetrieb macht dieses Segment zum ressourcen- und kostenintensivsten. Gleichzeitig ist es aber unverzichtbar, da es auch in Zeiten historisch tiefer Zinsen eine stabile Refinanzierungsquelle für unser Institut bildet. Rund 89% der Spareinlagen und etwa 31% der Sicht- und Termineinlagen, insgesamt daher 54% oder 2,32 Mrd € der Ver-

Eine detaillierte Darstellung der Segmente findet sich auf Seite 39.

bindlichkeiten gegenüber Kunden stammen von Privatkunden. Im Gegenzug wurden etwa 23% aller Kredite ─ das entspricht einem Volumen von 1,16 Mrd € ─ an Retailkunden unseres Hauses vergeben.

Nach einem leichten Vorjahresminus von -0,5 Mio € drehte das Periodenergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr 2015 ins Plus, wenn auch mit 0,3 Mio € nur mäßig. Der leichte Rückgang des Zinsüberschusses um 1,4 Mio € auf 15,9 Mio € ist eine unmittelbare Folge der neuerlich gesunkenen Margen im Einlagengeschäft. Diese verringerten sich im Betrachtungszeitraum von 0,16% auf nahe null (0,06%), ein prekärer Trend, dem wir aber mit einer wachsenden Anzahl an Privatkunden am Wiener Markt und in den Auslandsfilialen in Slowenien entgegensteuerten. Insbesondere die dynamische Entwicklungen im Wertpapier- bzw. etwas abgeschwächt im Kreditgeschäft ließen den Provisionsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode 2014 um 2,4 Mio € oder 22,8% wachsen. Wir sehen dies als ein weiteres Indiz für eine nachhaltige Stabilisierung des Retailsegmentergebnisses. Auch die risikobewusste Gestionierung der Risikovorsorge verlief erfreulich. Nach 1,2 Mio € im Vorjahr verringerte sich der Aufwand für die Risikovorsorge um 11,2% auf 1,1 Mio €. Im Gleichklang flachte auch die Risk-Earnings-Ratio von 7,1% im Vorjahr auf 6,9% ab. Der Verwaltungsaufwand konnte mit 27,9 Mio € nahezu konstant gehalten werden; die Cost-Income-Ratio blieb allerdings trotz der aufgehellten Ertrags- und Kostenentwicklung mit 95,1% weiterhin unbefriedigend.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement. Die Verantwortung und vorausschauende Steuerung des im Segment Financial Markets erwirtschafteten Strukturbeitrags oblag dem Aktiv-Passiv-Management (APM) der BKS Bank. Vor dem Hintergrund der einzigartig tiefen Referenzzinsen im Kreditgeschäft stand dieser weiterhin unter erheblichem Druck.

Das Segment Financial Markets erzielte in den ersten sechs Monaten einen Periodenüberschuss vor Steuern in Höhe von 22,6 Mio € nach 20,3 Mio € im Vorjahr. Beteiligungserträge und Ergebniseffekte aus dem Strukturbeitrag der BKS Bank AG sowie die bereits erwähnte Auflösung der Länderrisikovorsorge für Slowenien trugen zur Ergebnisverbesserung bei. Der Zinsüberschuss weitete sich im Periodenvergleich um 4,2% auf 21,2 Mio € aus; der ohnehin bereits bescheidene Verwaltungsaufwand konnte um 3,0% auf 3,2 Mio € gesenkt werden. Demgemäß fiel auch die Cost-Income-Ratio um 100 Basispunkte auf 14,3% zurück. Der Return on Equity gab nach 10,2 % im Vorjahr auf 8,9% nach, da sich das dem Financial Markets-Segment durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital um 111,7 Mio € auf 510,4 Mio € erhöhte.

Wesentliche Unternehmenskennzahlen

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
Ist 2014 Ist 30.06.2015
ROE (vor Steuern) 7,2% 7,5%
ROA (vor Steuern) 0,8% 0,9%
Cost-Income-Ratio 51,9% 51,1%
Risk-Earnings-Ratio 31,5% 15,5%
Kernkapitalquote 11,2% 10,4%
Eigenmittelquote 12,0% 10,7%

Die wesentlichen operativen Kennzahlen des BKS Bank Konzerns entwickelten sich im ersten Halbjahr 2015 – bedingt durch das beschriebene erfreuliche Ertragsplus – insgesamt zufrieden stellend. Sowohl der Return on Equity vor Steuern (ROE) als auch der Return on Assets vor Steuern (ROA) konnten auf Basis der bisherigen Geschäftsentwicklung an das zufrieden stellende Niveau der Vorperioden anknüpfen und entsprachen mit 7,5% bzw. 0,9% den ambitionierten Erwartungen. Die Ertrags/Aufwandsquote verbesser-

te sich von 51,9% im Vorjahr auf 51,1%, ein Indiz für die Effizienz unseres konsequenten Kostenmanagements. Sie blieb somit deutlich unter unserer hausinternen Benchmark von 55%. Wir werden weiterhin alles daran setzen, die Schere zwischen Kostenentwicklung und rückläufigem Zinsüberschuss zu schließen. Die RiskEarnings-Ratio blieb mit 15,5% erfreulicherweise klar unter dem Vorjahreswert von 31,5%. Somit konnte erstmals seit langem die bankintern angepeilte Benchmark von 25% unterschritten werden.

Risikobericht

Unser geschäftspolitisches Ziel ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der BKS Bank durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Die gezielte Übernahme von Risiken ist daher ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit. Unsere Risikopolitik ist darauf abgestimmt, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken sollen dabei permanent und vollständig erfasst werden. Das verfügbare Kapital wird unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele möglichst effizient eingesetzt und die Risiko/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist das Prinzip, nur solche Risiken einzugehen, die von der BKS Bank aus eigener Kraft getragen werden können, in der Risikostrategie verankert.

Die Risiken der BKS Bank werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren gesteuert sowie durch entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert. Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Darauf aufbauend haben sie Kapital in erforderlichem Ausmaß zu halten. Diese Verfahren werden im ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt. Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risiken. Ziel ist es sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert. Dieses Gesamtbankrisiko entspricht dem ökonomischen Kapitalbedarf, also dem zur Deckung unerwarteter Verluste notwendigen Mindestkapital. Die "vorhersehbaren Kosten" aus dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko fließen als Risikoprämien (Standardrisikokosten, Liquiditätsaufschläge) in die Preisgestaltung und somit in die Kundenkonditionen ein. Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassen gegenübergestellt, um festzustellen, ob die Bank in der Lage ist, unerwartete Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit zu verkraften. Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung

mitberücksichtigt werden. Im Absicherungsziel "Going Concern" müssen das Risikopotenzial und die Risikotragfähigkeit so aufeinander abgestimmt sein, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger. Es wird stets an der Weiterentwicklung und Verfeinerung der Mess- und Analysemethoden der für die Bank wesentlichen Risiken gearbeitet. In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste im Liquidationsansatz für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9% ermittelt. Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für etwa 81,5% (31.12.2014: 82,8%) des gesamten Verlustpotenzials verantwortlich. Das Marktrisiko nimmt einen Anteil von 10,0% (31.12.2014: 8,7%) ein. Auf Basis des Liquidationsansatzes wurde zum 30. Juni 2015 ein ökonomischer Kapitalbedarf von 455,8 Mio € nach 475,0 Mio € zum Vorjahresultimo ermittelt. Die korrespondierende Deckungsmasse belief sich auf 783,8 Mio € nach 809,1 Mio € zum Jahresende 2014.

Kreditrisiko

Wir verstehen als Kreditrisiko das Risiko, das in der Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften besteht. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt bei weitem die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Basis von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis. Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt, d.h., Kredite werden erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben. Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft gelten in Märkten außerhalb Österreichs auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes abgestimmte Richtlinien, die insbesonde-

RATINGSTUFEN

BKS Bank-Rating Bezeichnung
AA Erstklassige beste Bonität
A1 Erstklassige hervorragende Bonität
1a Erstklassige Bonität
1b Sehr gute Bonität
2a Gute Bonität
2b Noch gute Bonität
3a Akzeptable Bonität
3b Noch akzeptable Bonität
4a Mangelhafte Bonität
4b Schlechte Bonität
5a Ausfall im Lebendgeschäft
5b Ausfall – Notleidend
5c Ausfall – Uneinbringlich

re dem wirtschaftlichen Umfeld und dem höheren Verwertungsrisiko von Sicherheiten angepasst sind. Die BKS Bank verwendet eine 13-stufige Ratingskala. Zum Stichtag 30. Juni 2015 wiesen etwa 44% aller Ausleihungen von Firmenkunden bzw. rund 65% von Retailkunden eine sehr gute Bonität von AA-2b auf. Der Fokus im Neugeschäft liegt auf Kunden in diesen Bonitätsstufen, deren Anteile am Portfolio im Vergleich zum ersten Quartal 2014 auch entsprechend gestiegen sind.

Der Risikovorsorge wurde im Berichtszeitraum 2015 per Saldo ein erfreulich tiefer Wert von 12,3 Mio € nach 27,9 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres zugeführt. Der Rückgang betrug 15,6 Mio € oder

RISIKOVORSORGE
in Mio € 30.06.2014 30.06.2015 ± in %
Direktabschreibungen 0,3 0,3 -
Neubildung von Risikovorsorgen 30,2 17,8 -41,1
Auflösung von Risikovorsorgen - 2,4 -5,5 >100
Nachträgliche Eingänge - 0,2 -0,3 8,4
Risikovorsorge 27,9 12,3 -56,0

ANGABEN ZU WERTGEMINDERTEN UND IN VERZUG BEFINDLICHEN FINANZINSTRUMENTEN

Buchwert / max. Ausfallrisiko je Klasse
in MIO Euro
31.12.2014 Finanzinstrumente, die weder in Verzug,
noch wertgemindert sind
30.06.2015
31.12.2014 In Verzug befindliche Finanzinstrumente
30.06.2015
Kundenforderungen 5.085 5.173 556 560
Eventualverbindlichkeiten 183 190 5 6
Bankenforderungen 306 310 0 1
Wertpapiere und Fonds 755 790 0 0
Beteiligungen 378 378 0 0
Summe 6.707 6.841 561 567
Buchwert / max. Ausfallrisiko je Klasse wertgeminderte Finanzinstrumente überfällige, aber noch nicht wertgeminderte
Finanzinstrumente
in MIO Euro 31.12.2014 nach IFRS 30.06.2015 nach IFRS 31.12.2014 nach IFRS 30.06.2015 nach IFRS
Kundenforderungen 445 443 173 130
Eventualverbindlichkeiten 0 0 0 0
Bankenforderungen 0 1 0 0
Wertpapiere und Fonds 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Summe 445 444 173 130

56,0%. Dabei reduzierte sich die Neubildung von 30,2 Mio € auf 17,8 Mio €. In diesem Wert sind die Zuführungen für Einzelwertberichtigungen, die pauschalen Vorsorgen gemäß IAS 39 und für Länderrisiken enthalten. Unterstützt wurde die positive Entwicklung auch durch die Auflösung der Länderrisikovorsorge in Höhe von 782,7 Tsd € durch das Ratingupgrade von Slowenien im Berichtshalbjahr. Dieses verbesserte sich von 2a auf 1b. Betrachtet man das Kreditrisiko auf Ebene der Non-performing Loans, so blieb die NPL-Quote mit 7,35% im Vergleich zum Jahresende 2014 unverändert. In den ausländischen Tochtergesellschaften sank der Vorsorgebedarf und erreichte einen Wert von lediglich 0,2 Mio €. Er entfiel fast zur Gänze auf die BKS-leasing d.o.o., Ljubljana.

Marktrisiko

Die BKS Bank definiert Marktrisiko als den potenziell möglichen Verlust durch die Veränderung von Marktpreisen (z.B. Aktien- und Anleihenkurse, Devisenkurse, Zinssätze) und preisbeeinflussende Parameter (z.B. Volatilitäten und Credit Spreads). Dem Marktrisiko sind sämtliche zins- und kursrelevanten Positionen im Bank- und Handelsbuch der BKS Bank sowie in den einzelnen Instituten der Kreditinstitutsgruppe ausgesetzt. Die BKS Bank unterteilt das Marktrisiko in die Kategorien Zinsänderungsrisiko (inklusive Credit Spread-Risiko), Aktienkursrisiko und Risiko aus Fremdwährungspositionen. Um Marktrisiken valide zu steuern und Limite zu setzen, kombinieren wir verschiedene bewährte Risikomaße (Value-at-Risk, Modified-Duration, Volumensgrößen und Stresstests).

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen von zinssensitiven Positionen durch eine Änderung des Zinsniveaus. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden können aktiv- und passivseitig zu Zinsänderungsrisiken führen, die aber grundsätzlich duirch bilanzielle und außerbilanzielle Geschäfte oder eine Kombination aus diesen abgesichert werden können. Die BKS Bank verfolgt eine

VALUE-AT-RISK-WERTE
in MIO Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Zinsänderungsrisiko1) 7,2 10,9 51,4
Fremdwährungsrisiko (FX-Risiko) 0,6 1,0 66,7
Aktienkursrisiko 1,1 1,9 72,7
Gesamt (inklusive Diversifikationseffekten) 7,7 11,5 49,4
1) inklusive Credit Spread-Risiko

konservative Zinsrisikostrategie und geht grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Diese wiederum erfolgen in der BKS Bank weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Der an die OeNB zu meldende Quotient aus Zinsänderungsrisiko und anrechenbaren Eigenmitteln auf Basis eines Zinsshifts um 200 Basispunkte fiel nach 4,39% zum Jahresultimo 2014 im Verlauf des ersten Halbjahres auf 3,88% der Eigenmittel und blieb einmal mehr signifikant unter der kritischen 20%-Schwelle. Der Rückgang beruht auf einer Reduzierung des Passivüberhanges aufgrund von Neuinvestitionen in das Wertpapiereigenportefeuille.

Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell gering gehalten, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt. Zum Ausgleich von Währungsrisiken werden in der BKS Bank zum Teil derivative Geschäfte wie Cross Currency Swaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps abgeschlossen. Die offene Devisenposition betrug Ende Juni 3,5 Mio € und lag somit um 1,7 Mio € unter dem Jahresultimowert 2014. Der Value-at-Risk für das Wechselkursrisiko stieg im Halbjahresverlauf von 0,6 Mio € leicht auf 1,0 Mio €.

Das Aktienkursrisiko umfasst das Risiko von Kursänderungen, die sich aus dem Zusammenwirken von Angebot und Nachfrage ergeben. Aktienveranlagungen im Eigenportfolio erfolgen vornehmlich in deutschen und österreichischen Börsentiteln mit hoher Liquidität. Das Volumen an Aktienpositionen erreicht im ersten Halbjahr 31,1 Mio € und lag somit nur knapp unter dem Wert zum 31.12.2014. Der Value-at-Risik aus dem Aktienkursrisiko betrug Ende Juni 1,9 Mio € nach 1,1 Mio € zum Vorjahresultimo.

Liquiditätsrisiko

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählen auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen generiert (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktsätzen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko). Hierzu ist vorweg anzumerken, dass die BKS Bank auch im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt hatte. Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren daher jederzeit gegeben.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie bzw. in Handbüchern zum Liquiditätsmanagement verankert sind. Ein essentieller Bestandteil des Liquiditätsmanagements ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Liquiditätssteuerung zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft erfolgt in der BKS Bank mittels einer täglich nach Hauptwährungen erstellten Liquiditätsablaufbilanz. Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos wurden in den kurzfristigen Laufzeitbändern Limits eingezogen. Als Liquiditätspuffer dienen vorrangig hochliquide EZB-refinanzierungsfähige Wertpapiere und Kundenforderungen. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung werden vom tourlich tagenden Aktiv-Passiv-Management-Komitee unseres Hauses getroffen. Die BKS Bank verfügte zum 30. Juni über einen soliden Liquiditätspuffer (Liquiditätspuffer 1) von 879,0 Mio € nach 898,5 Mio € zum Jahresende 2014. Der erweiterte Liquiditätspuffer 2 (Counterbalancing Capacity) beinhaltet noch zusätzliche Aktien und Fonds und blieb mit 1,03 Mrd € in etwa auf dem Niveau des Vorjahresultimos.

Die Einlagenkonzentration dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Gefahr der Abhängigkeit von Großeinlagen. Diese für uns wichtige Kennzahl lag im zweiten Quartal 2015 bei 0,29. Die Loan-Deposit-Ratio zeigt das Verhältnis von Ausleihungen zu Prämieneinlagen. Mit 95,3% liegt diese im betrachteten Zeitraum auf einem strategisch erfreulichen Wert. Mit der Liquidity Coverage-Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Liquidität für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen

markt- und bankspezifischen Stresses sicher zu stellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto Cash Abfluss (Cash-Abfluss abzüglich Cash-Zufluss) der nächsten 30 Tage gegenübergestellt. Diese aufsichtsrechtliche Liquiditätsquote erreichte zum 30.06.2015 ein Niveau von 130,7% und erfüllt somit die ab Oktober 2015 stufenweise bis 2018 zu erreichende Quote von 100% mehr als deutlich.

Operationales Risiko

Mit dem Begriff operationales Risiko beschreiben wir in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) des Basel III-Regelwerkes die Gefahr von Verlusten, die vorrangig den Betriebsbereich der BKS Bank betreffen und durch unangemessene oder nicht funktionale interne Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen. Im ersten Halbjahr 2015 wurden 172 Schadensfälle (exklusive Kreditrisiko) eingemeldet. Die dabei verursachte Schadenssumme betrug nach Abzug hierfür erhaltener Entschädigungen 1,3 Mio €. Die 11 gemäß § 19 WAG (Risikomanagement) erfassten Schadensfälle blieben mit einer Schadenshöhe von insgesamt 0,8 Mio € unter der Risikotoleranzschwelle von 1,0 Mio €.

Vorschau auf das Gesamtjahr

Die Weltwirtschaft bewegte sich in den ersten Wochen des zweiten Halbjahres 2015 auf einem Konjunkturpfad von etwa 2,8% und dürfte somit heuer entgegen den Prognosen nicht viel stärker wachsen als 2014. Erhebliche Risiken gehen von den Emerging Markets, etwa von den sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) aus, deren wirtschaftliche Gangart sich verlangsamt. So sieht z.B. das von erheblichen Turbulenzen an den Finanzmärkten betroffene China heuer nur noch einem BIP-Zuwachs von 6,5% und somit der niedrigsten Wachstumsrate seit 1990 entgegen. Die Wirtschaft der USA dürfte dagegen nach einem leichten Rückgang im ersten Quartal und einer nur mäßigen Erholung im zweiten Quartal im weiteren Jahresverlauf wieder auf einen Wachstumspfad von etwa 3% zurückkehren. Die avisierte Leitzinswende des Federal Reserve Systems wurde mittlerweile in die nahe Zukunft verschoben. Im Euroraum wird sich das Expansionstempo der Wirtschaft nach 0,9% im Vorjahr trotz der niedrigen Rohölpreise und der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar wohl nur marginal erhöhen. Wir gehen davon aus, dass die EZB ungeachtet der spürbaren Erholung der Konjunktur und einer wieder über null liegenden Teuerungsrate ihr Anleihenkaufprogramm vollständig umsetzen und somit zumindest bis 2016 weitere konjunkturbelebende Impulse im Umfeld tiefer Realzinsen geben wird. Die deutsche Wirtschaft, die im ersten Halbjahr noch die gedämpfte Nachfrage aus den Schwellenländern verspürte, sollte im zweiten Halbjahr wieder einen moderaten, konsumgetriebenen Wachstumskurs von knapp unter 2% einschlagen. Zudem beflügelt die Konjunkturbelebung der Länder an der EU-Peripherie (vor allem Irland, Portugal und Spanien) das durchschnittliche Wachstum des Euro-Raumes, dessen Entwicklung mittlerweile jene Österreichs übertrifft. Was die heimische Konjunktur betrifft, konnte die Sachgüterproduktion die seit dem zweiten Halbjahr 2014 zu registrierende Schwächephase überwinden; die Binnennachfrage, die Investitionsbereitschaft und die Exporte blieben aber bis zuletzt schwach, lediglich der private Konsum belebte sich leicht. Der Ausblick auf eine Steuerentlastung ab 2016 löste bislang aber noch keine vorgezogenen Kaufentscheidungen aus. Die Arbeitslosenquote laut Eurostat wird heuer aufgrund der schwachen Konjunkturdynamik und des anhaltenden Anstiegs des Arbeitsangebots weiter auf 5,7% zunehmen.

Die Entwicklung unseres Hauses im ersten Halbjahr bestätigt, dass wir mit unseren geschäftspolitischen Entscheidungen bislang gut gelegen sind. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft nur partiell aufgehellt. Neben dem herausfordernden Niedrigzinsumfeld sehen wir uns mit stetig steigenden regulatorischen Anforderungen seitens der EU und des österreichischen Gesetzgebers konfrontiert, die sehr kostenintensiv sind und hohe personelle Kapazitäten binden. Als österreichische Bank ist die BKS Bank gleich mehreren Sonderbelastungen ohne speziellen Kundennutzen ausgesetzt, u.a. der im europäischen Vergleich exorbitant hohen Bankensteuer. Die Dotationen für den EU-Abwicklungsfonds für Banken bzw. die Aufwendungen für den heimischen Einlagensicherungsfonds bringen in den nächsten Jahren ebenfalls hohe zusätzliche Kostenbelastungen. Die gewinnunabhängige Bankensteuer schwächt zudem systematisch auch die Substanz jener Institute, die die Finanzkrise aus eigener Kraft und ohne Staatshilfen bewältigen konnten. Sie hemmt somit den nachhaltigen Aufbau von Eigenmitteln zur Kreditvergabe und von gebotenen Investitionen in zukunftsorientierte Geschäftsmodelle.

Daher sind wir gefordert, unsere internen Prozesse, Strukturen und technische Plattformen ständig zu evaulieren und zu optimieren. Im Sinne unserer Kunden und einer nachhaltig positiven Entwicklung der BKS Bank stellen wir uns diesen Herausforderungen und arbeiten intensiv an einer Reihe zukunftsorientierter Projekte, unter anderem zur Vertriebsoptimierung im In- und Ausland, Maßnahmen zur Marktfolgeoptimierung und zur Verbesserung des Kreditportfoliomanagements, zur Umsetzung des Bundesgesetzes über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG), zur Einlagensicherung neu, zum Qualitätsmanagement, zum Onlinebanking und zur Umsetzung der Meldung an das neue Kontoregister, um nur die ressourcenintensivsten zu nennen.

Wir halten konsequent an der Umsetzung unserer kundenfokussierten Strategie fest, die durch Risikodisziplin, Kapitaleffizienz, Ertragsdiversifikation, rigorose Kostendisziplin und nicht zuletzt durch eine ausgezeichnete Liquiditätsausstattung geprägt ist. Für das Gesamtjahr 2015 sind wir aufgrund der insgesamt zufrieden stellenden Halbjahresziffern vorsichtig optimistisch und legen unverändert das Hauptaugenmerk darauf, weiter profitabel zu wachsen und unsere Marktanteile auszubauen. Wie in den Vorjahren planen wir auch für das Geschäftsjahr 2015 die Ausschüttung einer ergebnisadäquaten Dividende.

Wir empfehlen uns mit freundlichen Grüßen

Vorsitzende des Vorstandes Mag. Dr. Herta Stockbauer

Mitglied des Vorstandes Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA

Mitglied des Vorstandes Mag. Wolfgang Mandl

3 Banken Gruppe im Überblick

BKS Bank Konzern Oberbank Konzern BTV Konzern
Erfolgszahlen (in MIO Euro) 1.Hj/2014 1.Hj/2015 1.Hj/2014 1.Hj/2015 1.Hj/2014 1.Hj/2015
Zinsüberschuss 78,3 79,5 172,5 178,8 91,5 87,7
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -27,9 -12,3 -35,8 -27,3 -17,3 -4,4
Provisionsüberschuss 23,0 26,9 59,5 68,0 21,7 25,9
Verwaltungsaufwand -52,0 -53,0 -116,4 -120,5 -76,0 -77,6
Sonstiger betrieblicher Erfolg/Aufwand -0,9 -3,6 5,5 -9,1 31,3 30,3
Periodenüberschuss vor Steuern 24,0 41,2 87,2 96,0 51,4 67,2
Periodenüberschuss nach Steuern 20,7 31,7 73,6 83,7 42,3 55,3
Bilanzzahlen (in MIO Euro) 31.12.2014 30.6.2015 31.12.2014 30.6.2015 31.12.2014 30.6.2015
Bilanzsumme 6.854,6 6.930,8 17.774,9 17.991,0 9.597,7 9.811,4
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge 4.815,8 4.921,2 11.801,8 12.237,2 6.187,2 6.506,0
Primäreinlagen 5.013,0 5.090,6 12.288,6 12.296,5 6.918,6 6.942,4
– hievon Spareinlagen 1.705,5 1.690,8 3.098,5 3.009,8 1.176,3 1.195,1
– hievon verbriefte Verbindlichkeiten 789,1 784,9 2.295,0 2.196,8 1.391,5 1.425,7
Eigenkapital 795,8 820,1 1.534,1 1.758,6 1.004,4 1.038,2
Betreute Kundengelder 12.972,0 13.357,7 23.441,9 24.838,9 12.155,5 12.618,5
– hievon Depotvolumen von Kunden 7.959,0 8.267,1 11.153,3 12.542,4 5.236,8 5.676,1
Eigenmittel nach CRR (in MIO Euro) 31.12.2014 30.6.2015 31.12.2014 30.6.2015 31.12.2014 30.6.2015
Eigenmittelbemessungsgrundlage 4.846,6 4.919,3 11.935,2 12.016,9 6.212,8 6.343,5
Eigenmittel 580,9 528,4 1.874,4 1.980,5 930,1 895,1
- hievon hartes Kernkapital (CET1) 543,7 509,4 1.306,9 1.450,0 796,1 822,6
- hievon gesamtes Kernkapital (CET1 und AT1) 543,7 509,4 1.385,2 1.530,8 796,1 822,6
Harte Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,4 11,0 12,1 12,8 13,0
Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,4 11,6 12,7 12,8 13,0
Eigenmittelquote (in %) 12,0 10,7 15,7 16,5 15,0 14,1
Unternehmenskennzahlen (in %) 2014 30.6.2015 2014 30.6.2015 2014 30.6.2015
Return on Equity vor Steuern 7,2 7,5 10,7 11,9 9,3 13,3
Return on Equity nach Steuern 6,5 6,2 9,3 10,4 7,9 10,9
Cost-Income-Ratio 51,9 51,1 50,1 49,4 54,4 52,6
Risk-Earnings-Ratio 31,5 15,5 20,9 15,3 15,9 5,0
Ressourcen 2014 30.6.2015 2014 30.6.2015 2014 30.6.2015
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 915 924 2.004 2.026 1.195 1.328
Anzahl der Geschäftsstellen 57 59 156 153 38 36

Die seit über 20 Jahren bestehende freiwillige Kooperation der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank im Verbund der 3 Banken Gruppe generiert die Kraft einer Großbank. Die Erfolge der BKS Bank sowie ihrer Schwesterbanken resultieren aus einer jeweils eigenständigen Strategie und Geschäftspolitik und aus dem Selbstverständnis als unabhängige und leistungsfähige Universalbanken für den regionalen, exportorientierten Mittelstand. Alle drei Banken setzten im Zeitraum Jänner bis Juni 2015 ihren nachhaltigen geschäftspolitischen Kurs fort. Der gemeinsame Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um 42,4 Mio € oder 26,1% auf 205,0 Mio € an. Die gemeinsame Bilanzsumme festigte sich auf einem Niveau von 34,7 Mrd €, das gemeinsame Kreditvolumen nach Risikovorsorgen erreichte ein Volumen von 23,7 Mrd €, ferner walteten die drei Banken Ende Juni 2015 über Geldmittel in Höhe von 24,3 Mrd € in Form von Spar-, Sicht- und Termineinlagen, verbrieften und nachrangigen Verbindlichkeiten. Insgesamt beschäftigten die drei Institute gegen Ende des Berichtszeitraumes 4.278 Mitarbeiter. Das auch den Schwesterbanken zur Verfügung stehende Filialnetz umfasst 248 Geschäftsstellen für Firmen- und Privatkunden.

Konzernabschluss zum 30. Juni 2015 Seite

Restatement gemäß IAS 8 ___________ 22
Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2015 ___ 24
Gewinn- und Verlustrechnung _____________ 24
Other Comprehensive Income (OCI) ______________ 24
Quartalsübersicht ___________ 25
Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2015 ___________ 26
Aktiva, Passiva, Gewinn und Dividende pro Aktie __________ 26
Eigenkapitalveränderungsrechnung ______________ 27
Geldflussrechnung ________________ 27
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank _______ 28
Details zur Gewinn- und Verlustrechnung ___________ 34
(1) Zinsüberschuss ________________ 34
(2) Risikovorsorge ___________ 34
(3) Provisionsüberschuss ___________ 34
(4) Handelsergebnis _______________ 34
(5) Verwaltungsaufwand ___________ 35
(6) Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen ___________ 35
(7) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss (FV) ________ 35
(8) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale (AfS) __________ 35
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity (HtM) _________ 35
(10) Steuern _______________ 35
Details zur Bilanz_____________ 36
(11) Barreserve _____________ 36
(12) Forderungen an Kreditinstitute ______________ 36
(13) Forderungen an Kunden ______________ 36
(14) Risikovorsorge zu Forderungen_________ 36
(15) Handelsaktiva ________________ 36
(16) Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss ______ 36
(17) Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale _______ 36
(18) Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity _________ 37
(19) Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen ________ 37
(20) Immaterielle Vermögenswerte _________ 37
(21) Sachanlagen ____________ 37
(22) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien _________ 37
(23) Latente Steuerforderungen_____________ 37
(24) Sonstige Aktiva ________________ 37
(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten __________ 37
(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden__________ 38
(27) Verbriefte Verbindlichkeiten ___________ 38
(28) Handelspassiva _______________ 38
(29) Rückstellungen _______________ 38
(30) Latente Steuerschulden ______________ 38
(31) Sonstige Passiva ______________ 38
(32) Nachrangkapital ______________ 38
(33) Segmentberichterstattung _____________ 39
(34) Konzernkapital ________________ 40
(35) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken ___________ 40
(36) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _________ 41
(37) Ereignisse nach dem Stichtag des Zwischenberichtes _________ 41
(38) Fair Values _____________ 41
(39) Derivatives Geschäftsvolumen _________ 43

Restatement gemäß IAS 8

IAS 8 (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler) wird bei der Auswahl und Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Bilanzierung von Änderungen von Schätzungen und der Darstellung der Korrekturen von Fehlern aus früheren Perioden angewandt. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die Korrektur von Fehlern werden im Allgemeinen rückwirkend abgewickelt. Die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung hat zwischen November 2014 und Juli 2015 den Konzernabschluss per 31. Dezember 2013 sowie die Halbjahresfinanzberichte zum 30. Juni 2013 und 30. Juni 2014 einer Prüfung nach § 2 Abs. 1 Z 2 RL-KG (Prüfung ohne besonderen Anlass) unterzogen. Die Prüfung war eine Off-Site-Prüfung ohne besonderen Anlass. Die Prüfung des Konzernabschlusses 2013, des Halbjahresabschlusses zum 30.06.2014 sowie des Konzernabschlusses 2014 führten zu zwei Festellungen: Im Konzernabschluss 2013 und in den Halbjahresabschlüssen 2013 und 2014 wurden die Kreditbearbeitungsgebühren und Transaktionskosten nicht wie in IAS 39.9 iVm IAS 39.AG6 sowie IAS 18.IE14 (a)(i) und (ii) vorgesehen, abgegrenzt, sondern jeweils jährlich voll vereinnahmt. Zum 31.12.2013 wurde somit das Jahresergebnis vor Steuern (45,5 Mio €) um 1,1 Mio € und das Eigenkapital (714,2 Mio €) um insgesamt 12,0 Mio € zu hoch ausgewiesen. Des Weiteren wurde festgestellt, dass die ALGAR gemäß IFRS 11 bereits zum 1. Jänner 2014 als gemeinschaftliche Tätigkeit zu klassifizieren war und somit quotal in den Halbjahresbericht zum 30. Juni 2014 einzubeziehen war. Im Halbjahresbericht erfolgte noch eine Bilanzierung gemäß IAS 28.10 (at equity-Bewertung) und nicht nach IFRS 11.20 (quotale Konsolidierung). Zum 31. Dezember 2014 wurde die ALGAR ordnungsgemäß, jedoch nicht rückwirkend, in den Konzernabschluss einbezogen und im Geschäftsbericht 2014 unter Notes Nr. 37 die Überleitung dargestellt. Die folgenden Tabellen zeigen die betragsmäßigen Auswirkungen des Restatements gemäß IAS 8.49 auf Einzelpositionsebene:

AUSWIRKUNGEN DES RESTATEMENTS AUF BILANZSUMME, EIGENKAPITAL UND JAHRESÜBERSCHUSS
in TSD Euro 01.01.2014 30.06.2014 31.12.2014
Auswirkung auf die Bilanzsumme
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 6.743.760 6.900.003 6.864.504
Restatement -9.048 -9.043 -9.863
Betrag nach Restatement 6.734.712 6.890.960 6.854.641
Veränderung in % -0,13 -0,13 -0,14
Auswirkung auf das Eigenkapital
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 714.164 732.808 805.712
Restatement -11.992 -12.384 -9.863
Betrag nach Restatement 702.172 720.424 795.849
Veränderung in % -1,68 -1,69 -1,22
in TSD Euro 01.01.2013 bis
31.12.2013
01.01.2014 bis
30.06.2014
01.01.2014 bis
31.12.2014
Auswirkung auf das Periodenergebnis (Jahresüberschuss) nach Steuern
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 40.596 21.064 46.614
Restatement -797 -392 2.129
Betrag nach Restatement 39.799 20.672 48.743
Veränderung in % -1,96 -1,86 4,57
Auswirkung auf den Gewinn je Aktie (annualisiert)
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 1,26 1,31 1,42
Restatement 1,23 1,28 1,49
Veränderung in € -0,03 -0,03 0,07
AUSWIRKUNGEN DES RESTATEMENTS AUF DIE AKTIVA
in TSD Euro 01.01.2014 30.06.2014 31.12.2014
Forderungen an Kreditinstitute
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 116.917 209.392 269.482
Restatement 43.249 43.646 -
Betrag nach Restatement 160.166 253.038 269.482
Veränderung in % 36,99 20,84 0,00
Forderungen an Kunden
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 5.050.314 5.061.591 5.023.080
Restatement -15.989 -16.512 -13.151
Betrag nach Restatement 5.034.325 5.045.079 5.009.929
Veränderung in % -0,32 -0,33 -0,26

AUSWIRKUNGEN DES RESTATEMENTS AUF DIE AKTIVA (FORTSETZUNG)

in TSD Euro 01.01.2014 30.06.2014 31.12.2014
Risikovorsorge zu Forderungen
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag -176.109 -188.563 -194.161
Restatement -39.331 -39.331 -
Betrag nach Restatement -215.440 -227.894 -194.161
Veränderung in % 22,33 20,86 0,00
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 361.126 378.676 395.896
Restatement -974 -974 -
Betrag nach Restatement 360.152 377.702 395.896
Veränderung in % -0,27 -0,26 0,00
Latente Steuerforderungen
im jeweiligen Geschäftsbericht bzw. Aktionärsbrief ausgewiesener Betrag 17.109 17.526 21.670
Restatement 3.997 4.128 3.288
Betrag nach Restatement 21.106 21.654 24.958
Veränderung in % 23,36 23,55 15,17

AUSWIRKUNGEN DES RESTATEMENTS AUF DIE PASSIVA

01.01.2014 30.06.2014 31.12.2014
1.302.332 1.076.715 860.517
-31.364 -32.979 -
1.270.968 1.043.736 860.517
-2,41 -3,06 0,00
83.992 84.986 128.519
34.308 36.320 -
118.300 121.306 128.519
40,85 42,74 0,00

AUSWIRKUNGEN DES RESTATEMENTS AUF DIE GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

01.01.2013 bis 01.01.2014 bis 01.01.2014 bis
31.12.2014
-42.710 -27.001 -49.520
-1.700 -894 -
-44.410 -27.895 -49.520
3,98 3,31 0,00
48.329 24.946 47.823
-1.063 -523 2.838
47.266 24.423 50.661
-2,20 -2,10 5,93
3.567 2.124 5.973
1.597 849 -
5.164 2.973 5.973
44,77 39,97 0,00
-4.933 -3.506 -4.623
266 131 -710
-4.667 -3.375 -5.333
-5,39 -3,74 15,36
31.12.2013 30.06.2014

Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2015

GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG

in TSD Euro Anhang/Notes 1.Halbjahr 20141) 1.Halbjahr 2015 ± in %
Zinserträge 98.038 89.084 -9,1
Zinsaufwendungen -32.105 -24.679 -23,1
Ergebnis aus at equity-bewerteten Unternehmen 12.382 15.106 22,0
Zinsüberschuss (1) 78.315 79.511 1,5
Risikovorsorge (2) -27.895 -12.287 -56,0
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 50.420 67.224 33,3
Provisionserträge 24.423 28.542 16,9
Provisionsaufwendungen -1.382 -1.612 16,6
Provisionsüberschuss (3) 23.041 26.930 16,9
Handelsergebnis (4) 1.064 931 -12,5
Verwaltungsaufwand (5) -51.993 -53.048 2,0
Sonstige betriebliche Erträge (6) 2.973 2.332 -21,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -3.900 -5.921 51,8
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 2.443 2.772 13,5
- Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV (7) 818 728 -11,0
- Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS (8) 1.625 1.757 8,1
- Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM (9) 0 287 -
Periodenüberschuss vor Steuern 24.048 41.220 71,4
Steuern vom Einkommen (10) -3.376 -9.566 >100
Periodenüberschuss 20.672 31.654 53,1
Fremdanteile am Periodenüberschuss -1 -2 100,0
Konzernperiodenüberschuss 20.671 31.652 53,1

OTHER COMPREHENSIVE INCOME (OCI)

in TSD Euro 1.Halbjahr 20141) 1.Halbjahr 2015 ± in %
Periodenüberschuss 20.672 31.654 53,1
Posten ohne Reklassifizierung in den Konzernjahresüberschuss 85 -5.247 >-100
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 0 0 -
± Latente Steuern gemäß IAS 19 0 0 -
± Gewinn/Verluste aus der Anwendung der Equity-Methode gemäß IAS 19 85 -5.247 >-100
Posten mit Reklassifizierung in den Konzernjahresüberschuss 5.982 1.331 -77,7
± Währungsumrechnungsdifferenzen -151 244 >100
± Available-for-Sale-Rücklage 2.301 1.754 -23,8
± Latente Steuern auf Posten AFS-Rücklage -767 -508 -33,8
± Gewinn/Verluste aus der Anwendung der Equity-Methode 4.599 -159 >-100
Summe direkt im Kapital erfasster Erträge und Aufwendungen 6.067 -3.916 >-100
Gesamtergebnis 26.739 27.738 3,7
hievon Fremdanteile -1 -1 -
Gesamtergebnis nach Fremdanteilen 26.738 27.737 3,7

1) Die Vergleichswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst

QUARTALSÜBERSICHT

Q2/20141) Q3/20141) Q4/20141) Q1/20151) Q2/2015
47.961 48.262 45.874 43.099 45.985
-16.216 -16.114 -15.174 -13.376 -11.303
7.493 8.712 7.468 6.371 8.735
39.238 40.860 38.168 36.094 43.417
-13.982 -12.279 -9.346 -6.161 -6.126
25.256 28.581 28.822 29.933 37.291
12.283 13.605 12.632 14.439 14.103
-666 -879 -823 -769 -843
11.617 12.726 11.809 13.670 13.260
743 458 -149 -67 998
-26.062 -24.960 -28.855 -26.173 -26.875
2.104 -411 3.411 1.433 899
-3.019 -2.751 -1.834 -1.751 -4.170
2.443 933 2.247 1.768 1.004
145 -112 -2.787 1.256 -528
1.207 1.045 347 225 1.532
0 0 4.687 287 0
11.990 14.575 15.452 18.813 22.407
-1.643 -1.966 9 -6.534 -3.032
10.347 12.609 15.461 12.279 19.375
0 -1 -1 -1 -1
10.347 12.608 15.460 12.278 19.374

1) Die Vergleichswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst

Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2015

AKTIVA

Anhang / ± in %
in TSD Euro Notes 01.01.20141) 31.12.20141) 30.06.2015
Barreserve (11) 104.815 215.269 138.201 -35,8
Forderungen an Kreditinstitute (12) 160.166 269.482 277.060 2,8
Forderungen an Kunden (13) 5.034.325 5.009.929 5.117.353 2,1
– Risikovorsorge zu Forderungen (14) -215.440 -194.161 -196.173 1,0
Handelsaktiva (15) 352 46 88 91,3
Finanzielle Vermögenswerte 1.515.809 1.407.362 1.440.374 2,3
– Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss (16) 188.626 149.399 145.143 -2,8
– Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale (17) 251.483 183.310 174.708 -4,7
– Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity (18) 715.548 678.757 698.275 2,9
– Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen (19) 360.152 395.896 422.248 6,7
Immaterielle Vermögenswerte (20) 1.907 1.993 1.940 -2,7
Sachanlagen (21) 63.251 59.040 59.638 1,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (22) 22.814 28.985 31.177 7,6
Latente Steuerforderungen (23) 21.106 24.958 26.007 4,2
Sonstige Aktiva (24) 25.607 31.738 35.114 10,6
Summe der Aktiva 6.734.712 6.854.641 6.930.779 1,1

PASSIVA

in TSD Euro Anhang /
Notes
01.01.20141) 31.12.20141) 30.06.2015 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (25) 1.270.968 860.517 775.215 -9,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (26) 3.783.595 4.223.966 4.305.614 1,9
– hievon Spareinlagen 1.741.201 1.705.481 1.690.784 -0,9
– hievon sonstige Verbindlichkeiten 2.042.394 2.518.485 2.614.830 3,8
Verbriefte Verbindlichkeiten (27) 591.083 593.614 596.246 0,4
Handelspassiva (28) 404 45 88 95,6
Rückstellungen (29) 118.300 128.519 140.980 9,7
Latente Steuerschulden (30) 5.593 10.505 11.342 8,0
Sonstige Passiva (31) 39.788 46.173 92.432 >100
Nachrangkapital (32) 222.809 195.453 188.721 -3,4
Eigenkapital 702.172 795.849 820.141 3,1
– Konzerneigenkapital 702.162 795.837 820.127 3,1
– Anteile im Fremdbesitz 10 12 14 16,7
Summe der Passiva 6.734.712 6.854.641 6.930.779 1,1

1) Die Vergleichswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst

GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE

30.06.20141) 30.06.2015
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf 32.184.566 35.445.278
Dividende je Aktie in Euro 0,25 0,23
Gewinn je Aktie annualisiert 1,28 1,79
Gewinn je Aktie für Periode in Euro 0,64 0,89

1) Die Vergleichswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst

In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernperiodenüberschuss der durchschnittlichen Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Gezeichnetes Kapital Währungs Bewertungs Gewinn Anpassung
assoziierte
Jahres Eigen
in TSD Euro Kapital rücklagen veränderung rücklage rücklagen Unternehmen überschuss kapital
Stand 01.01.2015 72.072 143.056 -1.107 2.560 519.297 11.219 48.740 795.837
Ausschüttung -8.148 -8.148
Dotierung Gewinnrücklagen restatet 40.592 -40.592 0
Periodenüberschuss restatet 31.654 31.654
Direkt im Kapital erfasste Erträge
und Aufwendungen 244 1.246 0 -5.406 -3.916
Kapitalerhöhung 0
Veränderung aus at equity-Bewertung 6.898 6.898
Veränderung eigener Aktien -1.175 -1.175
Übrige Veränderungen -1.023 -1.023
Stand 30.06.2015 72.072 143.056 -863 3.806 557.691 12.711 31.654 820.127
Stand der Available-for-Sale-Rücklage 5.067
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -1.262

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

n TSD Euro Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Anpassung
assoziierte
Unternehmen
Jahres
überschuss
Eigen
kapital
Stand 01.01.2014 65.520 97.929 -987 2.498 504.322 4.276 40.596 714.154
Restatement -11.195 -797 -11.992
Stand 01.01.2014 nach Restatement 65.520 97.929 -987 2.498 493.127 4.276 39.799 702.162
Ausschüttung -8.044 -8.044
Dotierung Gewinnrücklagen restatet 31.755 -31.755 0
Periodenüberschuss restatet 20.672 20.672
Direkt im Kapital erfasste Erträge
und Aufwendungen -151 1.534 4.684 6.067
Kapitalerhöhung 0
Veränderung aus at equity-Bewertung 174 174
Veränderung eigener Aktien -379 -379
Übrige Veränderungen -239 -239
Stand 30.06.2014 65.520 97.929 -1.138 4.032 524.264 9.134 20.672 720.413
Stand der Available-for-Sale-Rücklage 5.364
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -1.332

Geldflussrechnung

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in Tsd Euro 1. Halbjahr 20141) 1.Halbjahr 2015
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 104.815 215.269
Cash-Flow aus operativer Tätigkeit 59.994 -41.404
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 2.234 -19.859
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -13.970 -16.047
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand -133 242
Zahlungsmittelstand zum Ende der Berichtsperiode 152.940 138.201

1) Die Vergleichswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank – Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

I. Allgemeine Angaben

Der Periodenabschluss des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2015 wurde nach den Regeln der am Abschlussstichtag anzuwendenden IFRS-Standards des IASB (International Accounting Standards Board) in der von der EU übernommenen Fassung erstellt. Die entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls berücksichtigt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der BKS Bank AG 19 Unternehmen einbezogen (15 Vollkonsolidierungen, drei auf Basis der at equity-Bewertung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Der Konsolidierungskreis blieb im Vergleich zum Stichtag 31.12.2014 unverändert.

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt in %
Kapitalanteil
indirekt in %
Datum des
Abschlusses
BKS Bank d.d. Rijeka 100,00 - 30.06.2015
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H Klagenfurt 99,75 0,25 30.06.2015
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana 100,00 - 30.06.2015
BKS-leasing Croatia d.o.o. Zagreb 100,00 - 30.06.2015
BKS-Leasing s.r.o. Bratislava 100,00 - 30.06.2015
IEV Immobilien GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co. KG Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH Klagenfurt - 100,00 30.06.2015
BKS Hybrid alpha Gmbh Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
BKS Hybrid beta GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
LVM Beteiligungs Gesellschaft mbH Klagenfurt - 100,00 30.06.2015
BKS Immobilien-Service GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
BKS Service GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.06.2015
BKS 2000 Beteiligungsverwaltungs GmbH Klagenfurt 100,00 30.06.2015

AT EQUITY-EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt in %
Kapitalanteil
indirekt in %
Datum des
Abschlusses
Oberbank AG Linz 16,56 - 31.03.2015
Bank für Tirol und Vorarlberg AG Innsbruck 13,59 - 31.03.2015
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft Linz 20,00 - 30.06.2015

Zur Oberbank AG und zur Bank für Tirol und Vorarlberg AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten mit 17,97% bzw. 15,10% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 16,56% bzw. 13,59% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile hält, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

Durch die Anwendung des IFRS 11 seit dem Geschäftsjahr 2014 ist die Beteiligung an der Alpenländische Garantie-GmbH als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

QUOTAL KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Datum des
Abschlusses
Alpenländische Garantie-GmbH Linz 25,00% 30.6.2015

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. JUNI 2015

in Tsd Euro Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiteranzahl
(in Personaljahren)
Periodenergebnis
vor Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 5.986,7 7.218,8 93,3 667,2
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 577,0 625,0 20,0 -95,8
Tochtergesellschaften
BKS leasing d.o.o., Ljubljana 1.166,2 1.577,8 10,6 855,2
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 894,6 936,1 9,8 663,2
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 531,3 738,7 14,0 41,4
BKS Bank d.d., Rijeka 2.699,8 2.972,3 56,2 895,2

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30.JUNI 2014

in Tsd Euro Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiteranzahl
(in Personaljahren)
Periodenergebnis
vor Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 5.408,9 6.458,5 86,4 -3.032,4
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 595,1 651,4 19,0 -183,3
Tochtergesellschaften
BKS leasing d.o.o., Ljubljana 877,7 1.095,5 10,6 378,7
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.167,6 1.279,2 10,0 623,6
BKS-Leasing s.r.o.,Bratislava 521,4 720,9 14,0 25,7
BKS Bank d.d., Rijeka 2.237,4 2.605,5 62,0 261,3

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgen nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzern gibt es lediglich zwei kroatische Gesellschaften, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in Kroatischer Kuna (HRK) erstellen. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Die Erstbewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Die Folgebewertung erfolgt anhand der Regelungen des IAS 39 und der Zuordnung in folgende Kategorien:

  • Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten sind, unterteilt nach
  • Handelsaktiva bzw. Handelspassiva, das sind Finanzinstrumente, die zum Handel bestimmt sind, inklusive aller Derivate mit Ausnahme jener, die als Sicherungsinstrument designiert wurden (Held for trading)

  • Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss, das sind Finanzinstrumente, die zum Fair Value designiert wurden (Fair Value-Option)

  • Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale, das sind zur Veräußerung bestimmte Finanzinstrumente (AfS)
  • Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity, das sind bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte (HtM)
  • Forderungen und Kredite (LAR)
  • Finanzielle Verbindlichkeiten (other liabilities)

Die finanziellen Vermögenswerte werden zu jedem Stichtag daraufhin untersucht, ob es objektive Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Solche objektive Hinweise sind beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten der Schuldner, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, Zugeständnisse der BKS Bank AG oder der einbezogenen Tochterunternehmen an die Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers, die ansonsten nicht gewährt werden würden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost) bewertet. Die Einteilung und Bewertung der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 und IFRS 7 wird in der BKS Bank wie folgt vorgenommen:

EINTEILUNG UND BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE

AKTIVA At Fair Value At amortised
cost
Sonstige /
Anmerkung
Kategorie gemäß IAS 39
Barreserve Nominale nicht zuordenbar
Forderungen an Kreditinstitute ü - loans and receivables
Forderungen an Kunden ü - loans and receivables
Handelsaktiva ü - Held for trading
Finanzielle Vermögenswerte at FV through Profit or Loss ü - Fair Value-Option
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale ü ü - Available-for-Sale
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity ü - Held-to-Maturity
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen at equity nicht zuordenbar
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ü - nicht zuordenbar
Sonstige Aktiva
– hievon Derivate ü - Held for trading
– hievon sonstige Aktiva Nominale nicht zuordenbar
PASSIVA At Fair Value At amortised
cost
Sonstige /
Anmerkung
Kategorie gemäß IAS 39
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ü - Other liabilities
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ü - Other liabilities
Verbriefte Verbindlichkeiten
– hievon at Fair Value through Profit or Loss ü - Fair Value-Option
– hievon sonstige Verbriefte Verbindlichkeiten ü - Other liabilities
Handelspassiva ü - Held for trading
Sonstige Passiva
– hievon Derivate ü - Held for trading
– hievon sonstige Passiva Nominale nicht zuordenbar
Nachrangkapital ü - Other liabilities

Im Berichtszeitraum wurden – wie auch im Vorjahr – keine Umgliederungen gemäß IFRS 7.12 vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss

Ausgewählte Positionen werden unter Nutzung der Fair Value-Option in der Position at Fair Value through Profit or Loss (FV) zusammengefasst. Die Zuordnung erfolgt durch Festlegung im Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögensgegenstand bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale

Zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available-for-Sale = AfS) bilden eine abgegrenzte Kategorie von Finanzinstrumenten. Sie bilden die Residualgröße, wenn finanzielle Vermögenswerte nicht nach Held-to-Maturity oder nach Fair Value through Profit or Loss bilanziert werden. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsekurs herangezogen. Ist ein solcher nicht verfügbar, wird bei Zinsprodukten die Barwertmethode angewendet. Die aus der Bewertung resultierenden Wertänderungen werden erfolgsneutral in der AfS-Rücklage ausgewiesen. Kommt es zu einer Veräußerung der betreffenden Wertpapiere, wird der entsprechende Teil der AfS-Rücklage erfolgswirksam erfasst.

Bei Vorliegen von Wertminderungsgründen (z.B. in Form von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners oder im Falle einer messbaren Verringerung der erwarteten Cash Flows) wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Bei Wegfall des Grundes erfolgt eine Zuschreibung und zwar bei Eigenkapitalinstrumenten über die AfS-Rücklage im Eigenkapital und bei Schuldinstrumenten über die Gewinn- und Verlustrechnung. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Beteiligungen werden, sofern kein Marktwert vorhanden ist, nach dem Anschaffungswertprinzip bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity

In dieser Position weisen wir Finanzinvestitionen aus, die bis zur Endfälligkeit (Held-to-Maturity = HtM) zu halten sind. Ein Agio bzw. Disagio wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt. Wertminderungen im Sinne eines Impairments werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, werden at equity in den Konzernabschluss eingezogen. Weiters werden noch die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg AG at equity in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft unter 20% liegt. Es liegen jedoch Syndikatsverträge vor. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung bei einem at equity-bewerteten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Zahlungsströme, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert wird auf Grundlage eines Discounted Cash Flow Modells ermittelt. Das angewandte Rechenmodell ist als 2-Phasen-Modell aufgebaut. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf.

Forderungen und Verbindlichkeiten (loans and receivables, other liabilities)

Die Kategorie loans and receivables umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie entspricht bei der BKS Bank den Positionen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen werden als Risikovorsorge erfasst. Sofern Agien oder Disagien bestehen, werden diese über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst. Mit other liabilities werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden bezeichnet. Diese Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Risikovorsorge

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, die für wesentliche Engagements auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet werden, durch Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.64 Rechnung getragen. Letztere erfassen Verluste, die zwar schon eingetreten, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Für Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden Rückstellungen gemäß IAS 37 gebildet. Eine Portfoliowertberichtigung für Länderrisiken wird am Abschlussstichtag für aushaftende Obligos je Land nach Risikostufen differenziert gebildet. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto) ausgewiesen.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost-Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen (beeidete Gutachten) ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 3,0%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Handelsaktiva/Handelspassiva

In den Handelsaktiva werden originäre Finanzinstrumente mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten werden in der Bilanzposition Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus dieser Position werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Wertänderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen hauptsächlich aus Grundstücken, Gebäuden und sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

  • Unbewegliche Anlagegüter 1,5% bis 3,0% (d.h. 66,7 bis 33,3 Jahre)
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% bis 20% (d.h. 10 bis 5 Jahre)

Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der G.u.V.-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Geschäfts- und Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben, haben eine begrenzte Nutzungsdauer und bestehen zum größten Teil aus Software. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25% (d.h. vier Jahre).

Erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden zum Erwerbsdatum mit den Anschaffungskosten angesetzt. Es erfolgt keine Abschreibung, sondern ein Impairmenttest, der zumindest jährlich durchgeführt wird. Bei der Überprüfung auf Wertminderung des Bilanzansatzes wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen zahlungswirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechenen sind, verglichen (Nutzwert). Der Barwert wird auf Grundlage eines Discounted-Cash-Flow-Models ermittelt. Das angewandte Rechenmodell ist zweistufig aufgebaut:

Phase 1: In der Phase 1 werden die Cash Flows der folgenden fünf Jahre aufgrund von Planungsrechnungen ermittelt und diskontiert.

Phase 2: In der Phase 2 wird auf Basis des Cash Flows des letzten Planjahres eine ewige Rente errechnet.

Zum 30. Juni 2015 waren keine Geschäfts-oder Firmenwerte bilanziert.

Leasing

Das im Konzern befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risken liegen beim Leasingnehmer, IAS 17) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden neben Rechnungsabgrenzungsposten sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten sowie Marktwerte aus derivativen Geschäften ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum Fair Value.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu den fortgeführten Anschaffungskosten (amortised costs) bewertet. In Ausnahmefällen (Entscheidung Aktiv-Passiv-Management-Komitee) werden verbriefte Verbindlichkeiten mit dem Fair Value (Fair Value-Option) bewertet.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden bei der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen, für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Zum 31.12.2000 wurden die Pensionsanwartschaften aller aktiven Mitarbeiter an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskasse AG übertragen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Bewertungsrücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Kapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vermindert. Zinserträge und –aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Erträge aus at equity bewerteten Unternehmen werden im Zinsüberschuss unter Abzug der Refinanzierungsaufwendungen offengelegt.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten erfasst. Nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen werden ebenfalls dieser Position zugerechnet.

Provisionsüberschuss

Hier werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen.Hierbei werden Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden mark to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Sonstige Erläuterungen

Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen in Form von Zinskurven und Fremdwährungskursen wurden im notwendigen Ausmaß durchgeführt und der Abschluss auf Basis der am Abschlussstichtag vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Die in den Periodenabschluss einfließenden Annahmen und Schätzungen wurden auf Basis der am Abschlussstichtag 30. Juni 2015 vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Details zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) ZINSÜBERSCHUSS

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Zinserträge 98.038 89.084 -9,1
- hievon aus Kreditgeschäften 73.644 65.219 -11,4
- hievon aus festverzinslichen Wertpapieren 14.128 12.037 -14,8
- hievon aus Leasingforderungen 4.617 4.437 -3,9
- hievon aus Aktien, Beteiligungen an sonstigen Unternehmen 4.392 5.750 30,9
- hievon aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.257 1.641 30,5
Zinsaufwendungen 32.105 24.679 -23,1
- hievon aus Einlagen von Kreditinstituten und Kunden1) 18.187 11.719 -35,6
- hievon aus verbrieften Verbindlichkeiten 13.578 12.500 -7,9
- hievon aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 340 460 35,3
Ergebnis aus at equity-bewerteten Unternehmen 12.382 15.106 22,0
- hievon aus Erträgen aus at equity-bewerteten Unternehmen 12.692 15.139 19,3
- abzüglich Refinanzierungsaufwand für at equity-bewertete Unternehmen2) -310 -33 -89,4
Zinsüberschuss 78.315 79.511 1,5

1) abzüglich Refinanzierungsaufwand von at equity-bewerteten Unternehmen

2) auf Basis des durchschnittlichen 3-Monats-Euribor

(2) RISIKOVORSORGE

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Zuweisung zur Risikovorsorge 30.228 17.813 -41,1
Auflösung von Risikovorsorgen -2.364 -5.528 >100
Direktabschreibungen 268 259 -3,4
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -237 -257 8,4
Risikovorsorge 27.895 12.287 -56,0

(3) PROVISIONSÜBERSCHUSS

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Provisionserträge 24.423 28.542 16,9
- hievon aus dem Zahlungsverkehr 10.115 10.571 4,5
- hievon aus dem Wertpapiergeschäft 6.421 7.526 17,2
- hievon aus dem Kreditgeschäft 6.176 7.503 21,5
- hievon aus dem Geld- und Devisengeschäft 980 2.130 >100
- hievon aus sonstigen Dienstleistungen 731 812 11,1
Provisionsaufwendungen 1.382 1.612 16,6
- hievon aus dem Zahlungsverkehr 707 910 28,7
- hievon aus dem Wertpapiergeschäft 467 420 -10,1
- hievon aus dem Kreditgeschäft 128 169 32,0
- hievon aus dem Geld- und Devisengeschäft 8 44 >100
- hievon aus sonstigen Dienstleistungen 72 69 -4,2
Provisionsüberschuss 23.041 26.930 16,9

(4) HANDELSERGEBNIS

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Kursbezogene Geschäfte 20 -5 >-100
Zins- und währungsbezogene Geschäfte 1.044 936 -10,3
Handelsergebnis 1.064 931 -12,5

(5) VERWALTUNGSAUFWAND

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Personalaufwand 34.761 35.427 1,9
– hievon Löhne und Gehälter 25.460 25.080 -1,5
– hievon Sozialabgaben 6.260 6.246 -0,2
– hievon Aufwendungen für Altersversorgung 3.041 4.101 34,9
Sachaufwand 13.990 14.284 2,1
Abschreibungen 3.242 3.337 2,9
Verwaltungsaufwand 51.993 53.048 2,0

(6) SALDO SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Sonstiger betrieblicher Ertrag 2.973 2.332 -21,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand -3.900 -5.921 51,8
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -927 -3.589 >100

(7) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten 959 802 -16,4
Ergebnis aus der Fair Value-Option -141 -74 -47,5
Ergebnis aus finanz. Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss 818 728 -11,0

(8) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN AVAILABLE-FOR-SALE

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Ergebnis aus Bewertungen 13 -60 >-100
Ergebnis aus Veräußerungen 1.612 1.817 12,7
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale 1.625 1.757 8,1

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN HELD-TO-MATURITY

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Ergebnis aus Bewertung und Veräußerung 0 0 0
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity 0 287 -

(10) STEUERN

in TSD Euro 1. Halbjahr 2014 1. Halbjahr 2015 ± in %
Laufende Steuern -2.962 -10.203 >100
Latente Steuern -414 637 >-100
Steuern -3.376 -9.566 >100

Details zur Bilanz

(11) BARRESERVE

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Kassenbestand 34.693 35.306 1,8
Guthaben bei Zentralnotenbanken 180.576 102.895 -43,0
Barreserve 215.269 138.201 -35,8

(12) FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 167.323 77.714 -53,6
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 102.159 199.346 95,1
Forderungen an Kreditinstitute 269.482 277.060 2,8

(13) FORDERUNGEN AN KUNDEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Firmenkunden 3.883.416 3.958.856 1,9
Retailkunden 1.126.513 1.158.497 2,8
Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 5.009.929 5.117.353 2,1

(14) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Stand am Beginn der Berichtsperiode 176.109 194.161 10,3
Änderung der Konsolidierungsmethode1) 28.285 0 -100,0
+ Zuführung 55.566 19.498 -64,9
- Auflösung -13.147 -5.969 -54,6
- Verwendung -52.607 -11.625 -77,9
+ Veränderung aus Währungsumrechnung -45 108 >-100
Stand am Ende der Berichtsperiode 194.161 196.173 1,0

1) Bedingt durch die Quotenkonsolidierung der Alpenländische Garantie-GmbH (ALGAR) wurden die gewidmeten Rückstellungen sowie Rückstellungen für Werthaltigkeitserklärungen der ALGAR als spezifische Risikovorsorgen berücksichtigt.

(15) HANDELSAKTIVA

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 0 -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0 -
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten
– hievon aus währungsbezogenen Geschäften 0 0 -
– hievon aus zinsbezogenen Geschäften 46 88 91,3
Handelsaktiva 46 88 91,3

(16) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 62.339 62.383 0,1
Kredite 87.060 82.760 -4,9
Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss 149.399 145.143 -2,8

(17) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AVAILABLE-FOR-SALE

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 82.636 69.815 -15,5
Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere 42.281 44.831 6,0
Beteiligungen an anderen verbundenen Unternehmen 4.393 4.393 0,0
Sonstige Beteiligungen 54.000 55.669 3,1
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale 183.310 174.708 -4,7

(18) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE HELD-TO-MATURITY

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 678.757 698.275 2,9
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 678.757 698.275 2,9

(19) ANTEILE AN AT EQUITY-BEWERTETEN UNTERNEHMEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Oberbank AG 259.001 278.874 7,7
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 132.631 139.110 4,9
Drei-Banken Versicherungs-AG 4.264 4.264 0,0
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen 395.896 422.248 6,7

(20) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Geschäfts- und Firmenwert 0 0 -
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.993 1.940 -2,7
Immaterielle Vermögenswerte 1.993 1.940 -2,7

(21) SACHANLAGEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Grund 7.856 7.864 0,1
Gebäude 41.232 40.371 -2,1
sonstige Sachanlagen 9.952 11.403 14,6
Sachanlagen 59.040 59.638 1,0

(22) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Grund 11.842 8.941 -24,5
Gebäude 17.143 22.236 29,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.985 31.177 7,6

(23) LATENTE STEUERFORDERUNGEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.20155 ± in %
Latente Steuerforderungen 24.958 26.007 4,2

(24) SONSTIGE AKTIVA

in TSD Euro 31.12.2014 30.60.2015 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 15.821 19.622 24,0
Sonstige Vermögenswerte 13.566 12.763 -5,9
Rechnungsabgrenzungsposten 2.351 2.729 16,1
Sonstige Aktiva 31.738 35.114 10,6

(25) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 593.228 606.070 2,2
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 267.289 169.145 -36,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 860.517 775.215 -9,9

(26) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Spareinlagen 1.705.481 1.690.784 -0,9
- hievon Firmenkunden 195.651 182.714 -6,6
- hievon Retailkunden 1.509.830 1.508.070 -0,1
Sonstige Verbindlichkeiten 2.518.485 2.614.830 3,8
- hievon Firmenkunden 1.742.938 1.799.445 3,2
- hievon Retailkunden 775.547 815.385 5,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.223.966 4.305.614 1,9

(27) VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Begebene Schuldverschreibungen 500.655 486.686 -2,8
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 92.959 109.560 17,9
Verbriefte Verbindlichkeiten 593.614 596.246 0,4

(28) HANDELSPASSIVA

Zinsbezogene Geschäfte 45 88 95,6
Währungsbezogene Geschäfte 0 0
Handelspassiva 45 88 95,6

(29) RÜCKSTELLUNGEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 78.917 80.711 2,3
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 117 10.047 >100
Sonstige Rückstellungen 49.485 50.222 1,5
Rückstellungen 128.519 140.980 9,7

(30) LATENTE STEUERSCHULDEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Latente Steuerschulden 10.505 11.342 8,0

(31) SONSTIGE PASSIVA

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften 26.257 63.017 >100
Sonstige Passiva 13.928 24.864 78,5
Rechnungsabgrenzungsposten 5.988 4.551 -24,0
Sonstige Passiva 46.173 92.432 >100

(32) NACHRANGKAPITAL

in TSD Euro 31.12.2014 30.60.2015 ± in %
Ergänzungskapital 155.453 148.721 -4,3
Hybridkapital 40.000 40.000 0,0
Nachrangkapital 195.453 188.721 -3,4

(33) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand.

Die Berichtsstruktur für die interne Steuerung gliedert sich in folgende Teilbereiche:

  • Monatliche Ergebnisanalyse auf Profit-Center-Ebene
  • Zumindest quartalsweises Risikoberichtswesen für alle relevanten Risikoarten
  • Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Geschäftssegmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Ertrags- und Aufwandspositionen sowie jene Ergebnisbeiträge abgebildet, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten. Die Segmentergebnisse für das erste Halbjahr 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst.

SEGMENTERGEBNIS

Retailkunden Firmenkunden Financial Markets
in TSD Euro 30.06.2014 30.06.2015 30.06.2014 30.06.2015 30.06.2014 30.06.2015
Zinsüberschuss 17.301 15.920 40.426 41.803 20.323 21.179
– hievon at equity-Ergebnis - - - - 12.382 15.106
Risikovorsorge -1.228 -1.091 -26.343 -11.979 -324 783
Provisionsüberschuss 10.695 13.135 11.962 13.581 97 150
Handelsergebnis 0 0 0 0 1.064 931
Verwaltungsaufwand -27.620 -27.945 -19.179 -19.518 -3.281 -3.182
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen 316 330 776 717 -8 -7
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 2.443 2.772
Periodenüberschuss vor Steuern -536 349 7.642 24.604 20.314 22.626
Ø risikogewichtete Aktiva 558.737 499.449 3.261.275 3.111.101 615.012 848.489
Ø zugeordnetes Eigenkapital 44.699 39.956 260.902 248.888 398.678 510.397
ROE auf Basis Periodenüberschuss -2,4% 1,7% 5,9% 19,8% 10,2% 8,9%
Cost-Income-Ratio 97,6% 95,1% 36,1% 34,8% 15,3% 14,3%
Risk-Earnings-Ratio 7,1% 6,9% 65,2% 28,7% 1,6% -
Sonstige Summe
in TSD Euro 30.06.2014 30.06.2015 30.06.2014 30.06.2015
Zinsüberschuss 265 608 78.315 79.510
– hievon at equity-Ergebnis - - 12.382 15.106
Risikovorsorge 0 0 -27.895 -12.287
Provisionsüberschuss 287 64 23.041 26.930
Handelsergebnis 0 0 1.064 931
Verwaltungsaufwand -1.913 -2.403 -51.993 -53.048
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen -2.011 -4.629 -927 -3.589
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 0 0 2.443 2.772
Periodenüberschuss vor Steuern -3.372 -6.360 24.048 41.219
Ø risikogewichtete Aktiva 44.206 48.832 4.479.231 4.507.872
Ø zugeordnetes Eigenkapital 7.019 8.754 711.297 807.995
ROE auf Basis Periodenüberschuss - - 6,8% 7,5%
Cost-Income-Ratio - - 51,2% 51,1%
Risk-Earnings-Ratio - - 35,6% 15,5%

(34) KONZERNKAPITAL

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Gezeichnetes Kapital 72.072 72.072 0,0
– hievon Aktienkapital 72.072 72.072 0,0
Kapitalrücklagen 143.056 143.056 0,0
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen, laufendes Ergebnis 580.721 605.013 4,2
Eigenkapital vor Fremdanteilen 795.849 820.141 3,1
Fremdanteile -12 -14 16,7
Konzernkapital 795.837 820.127 3,1

Das Aktienkapital setzt sich aus 34.236.000 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 €. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne.

(35) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Bürgschaften und Garantien 392.244 400.905 2,2
Akkreditive 2.948 583 -80,2
Eventualverbindlichkeiten 395.192 401.488 1,6
Sonstige Kreditrisiken 868.499 923.373 6,3
Kreditrisiken 868.499 923.373 6,3

(36) ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Höhe der ausstehenden Salden erhaltene Garantien gewährte Garantien
in TSD Euro per 31.12.2014 per 30.06.2015 per 31.12.2014 per 30.06.2015 per 31.12.2014 per 30.06.2015
nicht konsolidierte
Tochterunternehmen 0 0 0 0
Forderungen 5.597 5.466
Verbindlichkeiten 1.165 1.625
Assoziierte Unternehmen und
gemeinsame Vereinbarungen 0 0 0 0
Forderungen 59.585 3.398
Verbindlichkeiten 145.108 145.256
Mitglieder des Managements 0 0 0 0
Forderungen 440 427
Verbindlichkeiten 479 908
sonstige nahestehende Personen 0 0 109 109
Forderungen 16 19
Verbindlichkeiten 592 537

GEWÄHRTE VORSCHÜSSE UND KREDITE

in TSD Euro 31.12.2014 30.06.2015 ± in %
Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Vorstand 165 153 -7,3
Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Aufsichtsrat 275 274 -0,4
Gewährte Vorschüsse und Kredite 440 427 -3,0

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Berichtszeitraum gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

(37) EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG DES ZWISCHENBERICHTES

Es gab nach dem Stichtag des Zwischenberichtes (30. Juni 2015) keine in ihrer Form oder Sache nach ungewöhnlichen Aktivitäten oder Ereignisse in der BKS Bank, die das im vorliegenden Bericht vermittelte Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage beeinflussten.

(38) FAIR VALUES

Die beiden nachstehenden Tabellen auf Seite 42 zeigen die Fair Values der angeführten Bilanzpositionen, also jene Preise, die in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würden.

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z.B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z.B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" auf Seite 43 werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Beteiligungen im AfS-Bestand sowie Anteile an at equity bewerteten Unternehmen der Kategorie Level 3 werden, wenn sich kein verlässlicher Fair Value ermitteln lässt, mit ihren Buchwerten angesetzt. Die Bewertung der Kundenforderungen sowie verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z.B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungenen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z.B. Börsegang). In der Berichtsperiode kam es zu keiner Veränderung in der Kategorisierung

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Verbindlichkeiten

Die Auswirkung aus der Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten beträgt im Berichtszeitraum 0,3 Mio € (31.12.2014: 0,6 Mio €).

FAIR VALUES

30.06.2015

LEVEL 3
LEVEL2 "Interne Diff. Fair
in TSD Euro LEVEL1
"Marktwert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Buchwert
30.06.2015
Value zu
Buchwert
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 0 277.130 0 277.130 277.060 70
Forderungen an Kunden 0 5.194.549 0 5.194.549 5.128.994 65.555
Handelsaktiva 0 88 0 88 88 0
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 62.383 0 82.760 145.143 145.143 0
FV Available-for-Sale 149.163 0 25.545 174.708 174.708 0
FV Held-to-Maturity 762.848 0 0 762.848 698.275 64.573
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen 323.455 0 4.264 327.719 422.248 -94.529
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 47.095 47.095 31.177 15.918
Sonstige Aktiva (Derivate) 0 19.622 0 19.622 19.622 0
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 778.242 0 778.242 775.216 3.026
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 4.320.886 0 4.320.886 4.305.614 15.272
Verbriefte Verbindlichkeiten 416.410 94.107 103.924 614.441 596.246 18.195
– hievon at Fair Value through Profit or Loss 0 0 103.924 103.924 103.924 0
Nachrangkapital 190.228 2.350 0 192.578 188.721 3.857
Handelspassiva 0 88 0 88 88 0
Sonstige Passiva (Derivate) 0 63.017 0 63.017 63.017 0
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

31.12.2014

LEVEL 3
LEVEL1 LEVEL2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value Buchwert Diff. Fair
Value zu
in TSD Euro "Marktwert" basierend" methode" total 31.12.2014 Buchwert
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 0 269.535 0 269.535 269.482 53
Forderungen an Kunden 0 5.096.551 0 5.096.551 5.023.080 73.471
Handelsaktiva 0 46 0 46 46 0
FV1)-at Fair Value through Profit or Loss 62.338 0 87.061 149.399 149.399 0
FV-Available-for-Sale 158.345 0 24.965 183.310 183.310 0
FV-Held-to-Maturity 758.106 0 0 758.106 678.757 79.349
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen 316.811 0 4.264 321.075 395.896 -74.821
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 44.520 44.520 28.986 15.534
Sonstige Aktiva (Derivate) 0 15.821 0 15.821 15.821 0
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 863.933 0 863.933 860.517 3.416
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 4.242.935 0 4.242.935 4.223.966 18.969
Verbriefte Verbindlichkeiten 431.111 78.488 106.316 615.915 593.614 22.301
– hievon at Fair Value through Profit or Loss 0 0 106.316 106.316 106.316 0
Nachrangkapital 197.585 2.354 0 199.939 195.453 4.486
Handelspassiva 0 45 0 45 45 0
Sonstige Passiva (Derivate) 0 26.257 0 26.257 26.257 0

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

LEVEL 3: BEWEGUNGEN 1.1. BIS 30.06.2015

in TSD Euro FV- Available for Sale Anteile an at equity
beteiligten Unternehmen
FV-at fair value through
profit or loss
verbriefte Verbindlichkeiten
hievon at fair value
through profit or loss
Stand zum 01.01.2015 24.965 4.264 87.061 106.316
Umgliederung 0 0 0 0
GuV-Rechnung1) -67 0 -529 -2.392
Sonstiges Ergebnis 47 0 0 0
Käufe 600 0 0 0
Verkäufe/Tilgungen 0 0 -3.772 0
Stand zum 30.06.2015 25.545 4.264 82.760 103.924

1) über die GuV-Rechnung geführte Bewertungsänderungen

(39) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN

Aus dem Derivativgeschäft (Bank- und Handelsbuch) ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte:

30.06.2015 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
in TSD Euro < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 2.108.748 356.714 0 2.465.462 12.225 52.377
– hievon Handelsbuch - - - - - -
Zinssatzverträge 233.148 128.352 274.930 636.430 6.059 7.985
– hievon Handelsbuch 4.148 10.602 11.060 25.810 89 88
Wertpapierbezogene Geschäfte 920 - - 920 - 31
– hievon Handelsbuch - - - - - -
Gesamt 2.342.816 485.066 274.930 3.102.812 18.284 60.393
– hievon Handelsbuch 4.148 10.602 11.060 25.810 89 88
Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
1.365.225 630.789 - 1.996.014 6.743 13.094
- - - - - -
211.928 172.574 280.896 665.398 8.320 11.603
2.928 9.324 14.986 27.238 46 46
- - - - - -
- - - - - -
1.577.153 803.363 280.896 2.661.412 15.063 24.697
2.928 9.324 14.986 27.238 46 46

Erklärungen der gesetzlichen Vertreter der BKS Bank

"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für den Zeitraum 1. Jänner bis 30. Juni 2015 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."

Klagenfurt am Wörthersee, am 17. August 2015

Der Vorstand

Vorsitzende des Vorstandes Mag. Dr. Herta Stockbauer

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Bereiche Corporates, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Treasury/Eigengeschäft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Investor Relations, Bauangelegenheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen; im Ausland zuständig für Slowenien, Kroatien, Ungarn und Slowakische Republik

Mitglied des Vorstandes Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit und Servicegesellschaften der BKS Bank, Betriebsorganisation, IT und Technischer Dienst, sowie DREI BANKEN EDV Gesellschaft: im Ausland zuständig für die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT

Mitglied des Vorstandes Mag. Wolfgang Mandl

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Geschäftsfelder Retailprivat-und Retailfirmenkunden Inland, Private Banking und Wertpapiergeschäft, KAG und Depotbankengeschäft, Online-Vertrieb und Social Media, Vertriebspartner. Im Ausland zuständig für die Region Italien

Unternehmenskalender 2015

31. März 2015: Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2014 im Internet
und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung
20. Mai 2015: 76. ordentliche Hauptversammlung
22. Mai 2015: Dividenden-Ex-Tag
26. Mai 2015: Dividenden-Zahltag

Zwischenberichte der BKS Bank

22. Mai 2015: Zwischenbericht zum 31. März 2015
21. August 2015: Halbjahresfinanzbericht 2015
27. November 2015: Zwischenbericht zum 30. September 2015

Impressum:

Medieninhaber (Verleger) BKS Bank AG, St.Veiter Ring 43, A-9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel: 0463-5858-0 Internet: http://www.bks.at, http://www.twitter.com/bksbank, E-Mail: [email protected] bzw. [email protected] Redaktion: BKS Bank AG, Abteilung Vorstandsbüro; Redaktionsschluss: 17. August 2015

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