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BKS Bank AG

Quarterly Report Nov 27, 2015

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Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 30. September 2015

Inhaltsverzeichnis

BKS Bank Konzern im Überblick ____________ 3
Vorwort des Vorstandes ____________ 4
Konzernlagebericht zum 30. September 2015 _______ 5
Wirtschaftliches Umfeld des Bankgeschäftes ________ 5
Erläuterungen zum Konsolidierungskreis ___________ 7
Vermögens- und Finanzlage __________ 8
Entwicklung der konsolidierten Eigenmittel _________ 9
Ergebnisentwicklung _________ 10
Segmentbericht _____________ 12
Wesentliche Unternehmenskennzahlen ______ 13
Risikobericht _________ 14
Vorschau auf das Gesamtjahr ________ 18
3 Banken Gruppe im Überblick __________ 20
Konzernabschluss zum 30. September 2015 ________ 21
Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 01.01. bis 30.9.2015 ___ 22
Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. September 2015 _____ 24
Eigenkapitalveränderungsrechnung _________ 25
Geldflussrechnung ___________ 26
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank ________ 27
Erklärungen der gesetzlichen Vertreter der BKS Bank ______ 43
Unternehmenskalender 2016_________ 43

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht zum 30. September 2015 enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 25. November 2015 zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

Disclaimer

Dieser Zwischenbericht ist nicht prüfungspflichtig und wurde daher keiner vollständigen Prüfung bzw. Durchsicht eines Abschlussprüfers unterzogen. Die vorliegende deutsche Version ist die authentische, für alle rechtlichen Aspekte relevante Fassung. Zwischenberichte in englischer Sprache sind Übersetzungen.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit nehmen wir keine geschlechtsspezifischen Differenzierungen vor. Personenbezogenen Begriffe wie z.B. "Mitarbeiter" gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

BKS Bank Konzern im Überblick

Erfolgszahlen (in EUR Mio.) 1. 1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Zinsüberschuss 119,2 119,5 0,2
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -40,2 -25,2 -37,3
Provisionsüberschuss 35,0 39,2 12,1
Verwaltungsaufwand -76,9 -79,2 3,0
Sonstiger betrieblicher Erfolg/Aufwand -4,1 -9,2 >100
Periodenüberschuss vor Steuern 37,8 50,2 32,7
Periodenüberschuss nach Steuern 32,7 44,0 34,5
Bilanzzahlen (in EUR Mio.) 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Bilanzsumme 6.854,6 6.995,7 2,1
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 4.815,8 4.913,8 2,0
Primäreinlagen 5.013,0 4.991,5 -0,4
– hievon Spareinlagen 1.705,5 1.654,1 -3,0
– hievon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital 789,1 779,4 -1,2
Eigenkapital 795,8 836,6 5,1
Betreute Kundengelder 12.972,0 12.924,3 -0,4
– hievon Depotvolumen 7.959,0 7.932,8 -0,3
Eigenmittel nach BWG (in EUR Mio.) 31.12.2014 30.9.2015 ± in % (%-Pkte)
Eigenmittelbemessungsgrundlage 4.846,6 4.945,9 2,0
Eigenmittel 580,9 534,3 -8,0
- hievon hartes Kernkapital (CET1) 543,7 510,6 -6,1
- hievon Kernkapital 543,7 510,6 -6,1
Harte Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,3 (-0,9)
Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,3 (-0,9)
Eigenmittelquote (in %) 12,0 10,8 (-1,2)
Unternehmenskennzahlen (in %) 31.12.2014 30.9.2015 ± in %-Pkte
Return on Equity vor Steuern 7,2 9,0 1,8
Return on Equity nach Steuern 6,5 7,9 1,4
Cost-Income-Ratio 51,9 52,3 0,4
Risk-Earnings-Ratio 31,5 21,1 -10,4
Ressourcen 2014 30.9.2015 ±
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 915 922 7
Anzahl der Geschäftsstellen 57 59 2
Die BKS Bank Aktie 2014 1.1.-30.9.2015 ±
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) 34.236.000 34.236.000 -
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000 -
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,8/15,6 17,5/15,7 -
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,9/14,9 16,8/14,8 -
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 17,3/15,3 17,0/15,2 -
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 619,8 609,4 -10,4

Die Werte für den Zeitraum 1.1.-30.9.2014 bzw. für das Gesamtjahr 2014 wurden gemäß IAS 8 in allen betroffenen Tabellen des Lageberichtes angepasst. Nähere Erläuterungen siehe S 23.

Vorwort des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionäre,

geschätzte Kunden und Geschäftspartner,

wir legen Ihnen den Zwischenbericht zum 30. September 2015 vor und berichten ferner über ereignisreiche neun Monate dieses Geschäftsjahres, die wiederum von den massiven Umbrüchen in der Bankenbranche geprägt waren. Nach einem sehr guten Start in das laufende Geschäftsjahr konnten wir in einem schwierigen Marktumfeld die positive Ergebnisentwicklung auch im dritten Quartal fortsetzen. Wie dem vorliegenden Periodenabschluss zu entnehmen ist, ist es uns gelungen, das Konzernergebnis im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel auf EUR 44,0 Mio. zu steigern. Vor dem Hintergrund belastender Effekte der Niedrigzinspolitik der EZB und anderer großer Notenbanken und weiter steigender regulatorischer Anforderungen erhöhte sich die Bilanzsumme unseres Hauses seit Jahresbeginn konzernweit um 2,1% auf knapp EUR 7,0 Mrd. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge konnte im Vergleich mit der Vorjahresperiode um rund ein Fünftel auf EUR 94,3 Mio. ausgeweitet sowie der Verwaltungsaufwand mit EUR 79,2 Mio. in engen Grenzen gehalten werden.

Es freut uns, Ihnen auch von einer komfortablen Kapitalausstattung unseres Institutes berichten zu können. Die BKS Bank verfügte zum Ende des dritten Quartals 2015 über eine gute Eigenmittelbasis. Die Kernkapitalquote lag zuletzt bei 10,3% und damit deutlich über den Anforderungen auf europäischer Bankenebene. Die Eigenmittelquote erreichte 10,8%. Mit einem Eigenmittelüberschuss von EUR 138,6 Mio. ist die BKS Bank im Hinblick auf eine weitere Expansion im Wettbewerb um Kunden und Erträge gut gewappnet. Unserer nachhaltigen Strategie entsprechend setzten wir angesichts immer strengerer Eigenmittelvorschriften mit der Begebung einer Additional Tier 1-Anleihe einen weiteren vorausschauenden Schritt zur Kapitalstärkung. Die Zeichnungsfrist endete am 30. Oktober, daher sind die Auswirkungen auf die Kapitalquote zum 30. September erst zum Teil sichtbar.

Wir werden auch in den restlichen Wochen des laufenden Geschäftsjahres effizient und kundenorientiert agieren, auch wenn etwaige marktbedingte Belastungen für unser Haus nicht auszuschließen sind. Für die erste Jahreshälfte 2016 erwarten wir ein weiterhin eingetrübtes Marktumfeld, dem wir mit verantwortungsbewusster Kosten- und Risikodisziplin und Fokussierung auf nachhaltig profitable Kerngeschäftsfelder begegnen wollen.

Ihre BKS Bank ist "Prime" und zählt aufgrund dieses Prädikats weltweit zu den Klassenbesten in der Kategorie Nachhaltigkeit. Zu diesem Schluß kam vor Kurzem die renommierte Ratingagentur oekom research AG. Bereits Anfang des Jahres wurde unserem Haus von Quality Austria der Status eines "Exzellenten Unternehmen Österreichs" zuerkannt. Diese Auszeichnungen würdigen das hohe Engagement der BKS Bank und ihrer Mitarbeiter und erfüllen uns mit Freude und Stolz.

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

Konzernlagebericht zum 30. September 2015

Wirtschaftliches Umfeld des Bankgeschäftes

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2015 dürfte in der Retrospektive zu jenen Jahren zählen, in denen eine herausfordernde gesamtwirtschaftliche Entwicklung von der Dichte schockierender Schlagzeilen überlagert wird. Wir erinnern insbesondere an das verheerende Erdbeben in Nepal, an die mörderischen Attentate in Paris, Tunesien und Ankara, an den weiter glosenden Krieg in der Ukraine und an die Eskalation des Terrors in den islamischen Regionen des Nahen Ostens und Nordafrikas. Betroffen macht vor allem das unermessliche Elend der dadurch angefachten größten Flüchtlingskrise seit Ende des Zweiten Weltkriegs, die für Europa zu einer Zerreißprobe geworden ist.

Die von der Verunsicherung über die Entwicklung in China und in anderen Schwellenländern sowie vom rapiden Rückgang der Energie- und Rohstoffpreise beeinträchtigte Weltwirtschaft expandierte in diesem Szenario nur verhalten und uneinheitlich. Die sogenannten fortgeschrittenen Volkswirtschaften, allen voran die USA, registrierten einen leichten konjunkturellen Aufwind aufgrund niedriger Rohölpreise und niedriger Finanzierungskosten. Japans Wirtschaft scheint sich nach Einschätzung der Bank of Japan trotz rekordhoher Arbeitslosigkeit und erheblicher Exporteinbußen mit einer Jahresrate von 0,7% weiter moderat zu erholen. Hingegen trübten sich die ökonomischen Perspektiven in den großen Emerging Markets aufgrund hoher struktureller Ungleichgewichte deutlich ein. Der BRICS-Staat Russland tauchte in eine tiefe Rezession ab. Brasilien und Südafrika befinden sich seit geraumer Zeit ebenfalls im Konjunkturschatten. China dürfte heuer die prognostizierte BIP-Wachstumsschwelle von real 7% aufgrund ernüchtender Wirtschaftsdaten und massiver Verwerfungen an den Aktienmärkten verfehlen. Die Leitzinssenkungen der People's Bank of China, fiskalische Stimulierungsmaßnahmen der Zentralregierung und Bemühungen, die Kapitalbestimmungen für Banken zu lockern, dämpften die Baisse nur oberflächlich. In den Ländern Zentral-, Ost- und Südosteuropas bewegte sich das konjunkturelle Wachstum innerhalb einer Bandbreite von real 2,5% bis 3,5%. Diese Staaten profitieren von der wachsende Kaufkraft und einer moderat wachsenden Kreditvergabe sowie von der Erholung auf den Arbeitsmärkten.

In den USA wurde das BIP-Wachstum, das heuer real etwa 2,6% betragen dürfte, vornehmlich von einem Anstieg der privaten Konsumausgaben beflügelt. Auch die günstigen Refinanzierungsbedingungen, die Belebung am Arbeits-und Wohnimmobilienmarkt sowie der abnehmende Effekt progressiver Besteuerung (Fiscal Drag) schlugen bisher positiv zu Buche. Allerdings beeinträchtigte der seit Jahresmitte zu registrierende Anstieg des effektiven Wechselkurses des US-Dollar gegenüber den Handelspartnerwährungen das Exportwachstum. Überdies dürfte sich auch der empfindliche Rückgang der Rohölnotierungen negativ auf die Investitionen im Energiesektor auswirken. Der Beschäftigungsaufbau blieb hingegen weiterhin robust und drückte die Arbeitslosenrate im September auf 5,1%.

Im Euro-Währungsgebiet setzte sich die wirtschaftliche Erholung kontinuierlich fort. Die EZB erwartet für heuer einen BIP-Anstieg um real 1,5%. Historisch gesehen bleibt die Erholung somit gedämpft. Der niedrige Ölpreis wirkte sich bis dato positiv auf die real verfügbaren Einkommen und damit auch auf die privaten Konsumausgaben bzw. die Ertragskraft der Unternehmen aus. Der geldpolitische Kurs der EZB lockerte die Finanzierungsbedingungen und somit den Zugang zu Investitionskrediten. In Deutschland schwenkte die Konjunktur vor dem Hintergrund einer hohen binnenwirtschaftlichen Dynamik und des expansiven monetären Umfelds auf einen Wachstumspfad von etwa 2% ein. Inwieweit der enorme Flüchtlingsstrom der letzten Wochen und Monate einen spürbaren Beitrag zur Stärkung des Produktionspotenzials leisten kann, wird davon abhängen, wie rasch die Integration gelingt und den erwerbswilligen Flüchtlingen Beschäftigungsperspektiven geboten werden können. Die Krisenländer an der EU-Peripherie mit Ausnahme Griechenlands setzten ihre robuste Erholung fort, allen voran Irland, Spanien und Portugal. Auch das italienische BIP-Wachstum lag zuletzt im positiven Bereich. Hartnäckige Strukturprobleme bescherten Frankreich und den Niederlanden nur ein marginales Wachstum. Die Arbeitslosenquote fiel im Euroraum seit Jahresbeginn von 11,4% bis auf 10,8% zurück. Die Bandbreite reichte von 4,5% für Deutschland über 21,8% für Spanien bis zu Griechenland, wo weiterhin jede vierte erwerbsfähige Person unbeschäftigt ist.

Die österreichische Wirtschaft entwickelte sich nach einem BIP-Plus von 0,2% im ersten bzw. 0,3% im zweiten Quartal weiterhin träge und schlechter als der Durchschnitt des Euroraums. Die Investitionen blieben trotz leichter Ausweitung der Ausrüstungsinvestionen noch verhalten. Vom öffentlichen und privaten Konsum gingen nur schwache Konjunktursignale aus. Die Auftragseingänge und der gesunkene Außenwert des Euro lassen jedoch eine Beschleunigung des Exportwachstums erwarten. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärfte sich mit dem Zustrom ausländischer Arbeitskräfte, der höheren Frauenerwerbsbeteiligung und dem geringeren Zulauf zur Frühpension. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag Ende September bei 8,3%, jene nach der Eurostat-Berechnungsmethode bei 5,7%. Die Teuerungsrate lag im Berichtszeitraum weiterhin deutlich über dem Euroraumdurchschnitt von 0,2%. Das WIFO erwartet für Österreich für das Gesamtjahr 2015 eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,1%.

Wechselkursentwicklung

Der Euro verlor gegenüber den Währungen der meisten Haupthandelspartner des Euro-Währungsgebiets aufgrund der expansiven Geldpolitik der EZB und der mäßigen europäischen Konjunkturperspektiven an Terrain. In Relation zum US-Dollar wertete er in den ersten drei Quartalen per Saldo um 7,7% auf 1,1203 USD je EUR ab. Auch gegenüber dem Pfund Sterling (-5,2% auf 0,7385 GBP je EUR), dem Schweizer Franken (-9,2% auf 1,0915 CHF je EUR), dem Yen (-7,3% auf 134,69 JPY je EUR) und dem chinesischen Renminbi (-5,5% auf 7,1206 CNY je EUR) verlor die Gemeinschaftswährung an Gewicht. Angesichts drastisch gesunkener Ölpreise und der schwachen russischen Konjunktur geriet der Rubel unter Abwärtsdruck, was zu einer Verschlechterung der Währungsrelation um 1,3% auf 73,2416 RUB je EUR führte. Die für unser Haus wichtige kroatische Kuna notierte Ende September mit 7,6445 EUR/HRK nach 7,6580 EUR/HRK zu Jahresbeginn.

Geld- und Kapitalmärkte

Was die Entwicklung der Leitzinsen betrifft, so fokussiert sich die Geldpolitik der EZB auch 2015 auf die Gewährleistung der Preisstabilität auf mittlere Sicht. Auf Basis eines unverändert tiefen Hauptrefinanzierungszinssatzes von 0,05%, eines Zinssatzes von minus 0,2% für die Einlagefazilität und eines Spitzenrefinanzierungssatz von 0,3% setzte sie ihre längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte und das erweiterte Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Public Sector Purchase Programme) zur Verbesserung der Geldmengen- und Kreditindikatoren wie geplant fort. Die EZB wird aus heutiger Sicht ihre Wertpapierkäufe im Umfang von monatlich EUR 60 Mrd. bis Ende September 2016 oder erforderlichenfalls darüber hinaus vollständig umsetzen. Mittelfristig soll somit eine Inflationsrate nahe 2% erreicht werden. Die Refinanzierungskosten der Banken flachten mittlerweile auf ein historisch niedriges Niveau ab und trugen zur allmählichen Erholung des Kreditwachstums bei. In den USA verdichteten sich zuletzt die Indizien für eine lange schon avisierte moderate Leitzinserhöhung noch in diesem Jahr. Hingegen dürften die Leitzinsen in Japan, den Mechanismen der "Abenomics˝-Politik zufolge, in den kommenden beiden Jahren niedrig bleiben. China, Indien und mehrere andere Schwellenländern begegneten disinflationären Tendenzen mit einer Lockerung der Geldpolitik im Wege von Leitzinsrücknahmen. Ungeachtet der unveränderten EZB-Leitzinssätze flachten die Zinssätze am Geldmarkt in den ersten neun Monaten 2015 weiter ab. Der 3-Monats-Euribor – ein wichtiger Referenzzinssatz für neu vergebene Kredite – tauchte in der zweiten Aprilhälfte erstmals in den negativen Bereich ab und betrug am 30. September -0,040 %. Die monatsdurchschnittlichen Renditen langfristiger deutscher AAA-Staatsanleihen erreichten im März eine historische Talsohle nahe null, erholten sich bis Ende September aber wieder auf 0,59%. US-Pendants rentierten gegen Ende des dritten Quartals mit 2,04%.

Aktien- und Rohstoffmärkte

Die internationalen Aktienbörsen entwickelten sich in den ersten neun Monaten vor dem Hintergrund eines drohenden Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone, eskalierender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und aufkeimender Besorgnis vor einem Konjunktureinbruch in China hochvolatil, schlossen aber in etwa auf dem Niveau zu Jahresbeginn. Die Unsicherheit der Kapitalmarktteilnehmer in Reaktion auf die Entwicklung in Griechenland erreichte Ende Juni und Anfang Juli ihren Höhepunkt, war aber vorübergehender Natur. Gemessen am Euro STOXX 50 brachen die Aktienkurse zwischen dem 26. Juni und dem 7. Juli um mehr als 9% ein. Die Abwertung des chinesischen Renminbi (CNY) am 11. August mündete in erheblichen Kurseinbrüchen an den chinesischen Börsen und in einer sprunghaft erhöhten globalen Verunsicherung. Im Konnex mit den ebenfalls rasch nachgebenden Rohölnotierungen wurde diese Entwicklung weltweit als Indiz für eine nachhaltige Eintrübung der globalen Wachstumsperspektiven gewertet. Vom 11. bis zum 24. August sackten auch die Aktienkurse im Euroraum, gemessen am Euro STOXX 50, um rund 15% auf 3.073,39 ab. Der MSCI-Welt-Aktienindex auf Euro-Basis erhöhte sich bis Ende des dritten Quartals 2015 nur marginal auf 144,7 Indexpunkte. Demgegenüber erzielte der ATX im Berichtszeitraum eine Performance von 3,2% und schloss die ersten drei Quartale mit 2.229,49 Indexpunkten. Die im Standard Market Auction-Segment der Wiener Börse gelisteten BKS Bank Stamm-Stückaktien notierten zum 30. September mit EUR 17,0, der Kurs der BKS Bank Vorzugs-Stückaktien erreichte EUR 15,2. Die Marktkapitalisierung der BKS Bank Aktien betrug zum Ende des dritten Quartals EUR 609,4 Mio. und blieb damit um 1,7% hinter dem Vorjahresultimoniveau zurück.

Der Rohölpreis der europäischen Referenzsorte Brent zog nach 57,56 USD/bbl zu Jahresbeginn im zweiten Quartal auf über 62 USD/bbl an, sackte aber bis Ende September um mehr als ein Fünftel auf 48,56 USD/bbl ab. Der Ölmarkt ist nach wie vor von einem massiven Überangebot seitens der OPEC geprägt. Auch die Schieferölproduktion in den USA erwies sich sehr flexibel und robuster als erwartet. Darüber hinaus scheinen die Rohölmärkte in den Notierungen bereits größere Ölangebote aus dem Iran einzupreisen. Derzeit fördert das Land mit den viertgrößten Rohölreserven täglich etwa 2,8 Millionen Barrel. Nach Maßgabe der langfristigen Terminkurve erwarten die Marktteilnehmer nur einen allmählichen Anstieg der Ölpreise. Ähnliche Konstellationen zeigen die Notierungen sonstiger Industrierohstoffe und Edelmetalle. Was die Krisenwährung Gold betrifft, setzten ihr nach 1.183,40 USD/Oz zu Jahresanfang vor allem Spekulationen professioneller Großinvestoren und die abflauende Konjunktur in Fernost zu. Der Kassamarktpreis für eine Feinunze betrug Ende September 1.115,00 USD.

Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

Der für die Konzernanalyse maßgebende Konsolidierungskreis der BKS Bank enthält derzeit 20 Kredit- und Finanzinstitute sowie Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, darunter die in- und ausländischen Leasinggesellschaften sowie die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft.

Die nachstehende Übersicht visualisiert jene Unternehmen, die gemäß den internationalen Rechnungslegungsrichtlinien dem BKS Bank Konzern zuzuordnen sind. Die Einbeziehung von verbundenen Unternehmen erfolgt auf Basis konzerneinheitlicher Wesentlichkeitsbestimmungen sowie quantitativer und qualitativer Parameter. Wesentlichkeitskriterien bilden vor allem die Bilanzsumme von Tochterunternehmen, das anteilige Eigenkapital bei assoziierten Unternehmen sowie die Mitarbeiteranzahl der jeweiligen Gesellschaft.

Der Vollkonsolidierungskreis des BKS Bank Konzerns enthält neben der BKS Bank AG 15 Kredit- und Finanzinstitute und Unternehmen mit banknahen Hilfsdiensten, die von der BKS Bank AG beherrscht werden. Grundlage des vorliegenden Periodenabschlusses sind konzerneinheitlich aufgestellte Einzelabschlüsse aller vollkonsolidierten Unternehmen.

GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
Kredit- und Finanzinstitute
Vollkonsolidierung
at equity-Konsolidierung
quotale Konsolidierung
BKS Bank AG,
Klagenfurt
BKS-Leasing Gesellschaft mbH,
Klagenfurt
BKS-leasing d.o.o.,
Ljubljana
BKS-leasing Croatia d.o.o.,
Zagreb
BKS Bank d.d.,
Rijeka
BKS-Leasing s.r.o.,
Bratislava
Oberbank AG,
Linz
Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft, Innsbruck
Drei-Banken Versicherungs
Aktiengesellschaft, Linz
Alpenländische Garantie
Gesellschaft mbH, Linz
Sonstige konsolidierte Unternehmen
BKS Zentrale-Errichtungs- u.
Vermietungsgesellschaft mbH,
Klagenfurt
Immobilien Errichtungs- u.
Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
KG, Klagenfurt
IEV Immobilien GmbH,
Klagenfurt
VBG-CH Verwaltungs- und
Beteiligungs GmbH, Klagenfurt
LVM Beteiligungs Gesellschaft
mbH, Wien
BKS-Service Gmbh,
Klagenfurt
BKS Immobilien-Service GmbH,
Klagenfurt
BKS Hybrid alpha GmbH,
Klagenfurt
BKS Hybrid beta GmbH, Klagenfurt BKS 2000 Beteiligungsverwaltungs
gesellschaft mbh, Klagenfurt

Bei den drei gemäß IAS 28 "at equity"-einbezogenen Unternehmen werden deren Beteiligungsbuchwerte dem sich ändernden Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft sind auch die Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft at equity einbezogen. Die BKS Bank hielt zum 30. September 2015 an diesen Kreditinstituten mit 17,97% bzw. 15,10% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile, die Ausübung der Stimmrechte wird aber durch Syndikatsverträge bestimmt. Diese eröffnen die Möglichkeit, finanz- und geschäftspolitische Entscheidungen dieser Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzubestimmen, ohne jedoch beherrschenden Einfluss auszuüben. Die Alpenländische Garantie-GmbH wird quotenkonsolidiert. Diese Beteiligung ist gemäß IFRS 11 als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen. Die sonstigen, vorwiegend dem Immobilienbereich zugeordneten vollkonsolidierten Gesellschaften leisten bankbezogene Hilfsdienste. Alle übrigen Unternehmensanteile werden im "Available-for-Sale"-Bestand geführt.

Vermögens- und Finanzlage

Aktiva

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns lag zum 30. September 2015 bei EUR 6,99 Mrd. und damit um 2,1% über dem Niveau zum Jahresultimo 2014. Der Volumensanstieg resultierte aus gestiegenen Forderungen an Kunden (+2,2% auf EUR 5,12 Mrd.) und höheren Forderungen an Kreditinstitute, die um 9,9% auf EUR 296,3 Mio. zulegten. Die Barreserve erhöhte sich um EUR 10,4 Mio. oder 4,8% auf EUR 225,7 Mio. Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen belief sich auf EUR 205,5 Mio. (+5,8%) nach EUR 194,2 Mio. zum Vorjahresultimo.

In den ersten neun Monaten dieses Geschäftsjahres konnten wir im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern wieder ein Wachstum im Kreditgeschäft verzeichnen. Die Forderungen aus dem Kundenkreditgeschäft stiegen in den ersten drei Quartalen insgesamt um EUR 109,3 Mio. oder 2,2% auf EUR 5,12 Mrd. Diese Aufwärtstrend ist umso bemerkenswerter, als wir teilweise sehr hohe Kreditrückführungen aufgrund der erheblichen Cash-Bestände vieler Unternehmen zu verzeichnen hatten. Wir konnten dieser Entwicklung aber durch ein sehr gutes Neugeschäftsvolumen im Firmen- und Privatkundenbereich entgegentreten. Die Neuausrichtung unserer Vertriebsstruktur zeigte somit erste Erfolge.

Auch das Leasinggeschäft in Österreich entwickelte sich im Berichtszeitraum zufrieden stellend. Leasingprodukte haben deutlich an Attraktivität gewonnen, ein Trend, den unser Haus auf Basis attraktiver Finanzierungsvarianten nutzen konnte. Der Zuwachs an neuen Leasingverträgen für PKW, LKW und sonstige Investitionsgüter übertraf das Vorjahr deutlich. Die BKS Leasing GmbH erreichte im Berichtszeitraum ein Barwertvolumen von EUR 167,1 Mio. Auch unsere ausländischen Leasinggesellschaften in Slowenien, der Slowakei und in Kroatien konnten mit einem Barwertvolumen von EUR 144,4 Mio. an den Vorjahreswert anknüpfen. Vor allem unsere slowenische Leasingtochter entwickelte sich in den ersten neun Monaten günstig und konnte beachtliche Erfolge im Neugeschäft erzielen.

Erfreulich verlief die Entwicklung der BKS Bank d.d. mit Sitz in Rijeka, die Ende September über 4.600 Kunden betreute und die Bilanzsumme auf EUR 185,0 Mio. ausweiten konnte. Der Anstieg erfolgte insbesondere im Bereich Forderungen gegenüber Kunden, wobei Volumenszuwächse strategiekonform vor allem auch im Retailkundengeschäft erzielt wurden.

Das in Fremdwährung vergebene Kreditvolumen nahm im Berichtszeitraum ab. Der Kreditbestand in Schweizer Franken verringerte sich um 189,7 Mio. CHF auf 332,3 Mio. CHF, obwohl anzumerken ist, dass die Bereitschaft mancher Kunden, nach der Mitte Jänner 2015 erfolgten Abkehr der Schweizer Nationalbank von der Euro-Mindestkursbindung, in den Euro zu konvertieren, eher bescheiden blieb. Die Fremdwährungsquote (FX-Quote) verringerte sich dennoch markant und lag Ende September nur mehr bei 6,6% nach noch 9,4% zum Jahresultimo 2014.

Die finanziellen Vermögenswerte stiegen um 0,5% auf EUR 1,41 Mrd. an. Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere sind ein wichtiger Steuerungsfaktor zur Einhaltung der gesetzlichen Liquiditätsbestimmungen. Die Ausweitung des "Held-to-Maturity"-Bestandes (HtM) um 3,5% auf EUR 702,3 Mio. ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Der "At Fair Value through Profit or Loss"-Bestand (FV) verringerte sich um ein Fünftel auf EUR 118,2 Mio.; auch der "Available-for-Sale"-Bestand (AfS) ging um 9,2% auf EUR 166,4 Mio. zurück. Insgesamt verharrte das Zinsniveau auf unverändert tiefem Niveau und bot nur bescheidene Investitionsanreize. Die Renditen der 10 jährigen deutschen Bundesanleihen bewegten sich zum 30. September auf einem Niveau von lediglich 0,59%.

Die Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen erhöhten sich um 8,0% auf EUR 427,4 Mio. Die Veränderung in dieser Position basierte auf der Zuführung des Periodenergebnisses der at equity-einbezogenen Unternehmen, vornehmlich der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft.

Passiva

Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 9,8% auf EUR 944,8 Mio. Der Volumensanstieg entfiel vorwiegend auf Kreditinstitute im Ausland. Die unterjährige Entwicklung des Primäreinlagenstandes, der mit EUR 4,99 Mrd. an das solide Vorjahresultimoniveau von EUR 5,01 Mrd. anknüpfen konnte, war von mehreren Tendenzen geprägt. Die dominierenden Positionen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren einmal mehr die Sicht- und Termineinlagen in Höhe von EUR 2,56 Mrd. (31.12.2014: EUR 2,52 Mrd.). Insbesondere am slowenischen Markt genießt unser Haus großes Anlegervertrauen, dokumentiert durch einen Einlagenstand von rund EUR 0,6 Mrd. zum 30. September 2015. Demgegenüber waren bei den Spareinlagen per Saldo marktbedingte Abflüsse im Ausmaß von EUR 51,4 Mio. auf EUR 1,65 Mrd. hinzunehmen. Das unverändert tiefe Zinsniveau führte dazu, dass auch unsere Kunden zunehmend alternative Veranlagungsformen abseits des Bankenumfeldes suchen. Dieser Trend schlug sich auch in der OeNB-Statistik nieder. Der inländische Spareinlagenstand verminderte sich im ersten Halbjahr 2015 um 0,9%, seit 2012 sogar um 5,6%.

Die verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit EUR 591,3 Mio. in etwa auf dem Niveau zu Jahresbeginn. In der extremen Niedrigzinsphase war und bleibt es schwierig, attraktive eigene Emissionen zu begeben. Im bisherigen Jahresverlauf konnten dennoch Neuemissionen im Volumen von EUR 61,4 Mio. platziert werden.

Das im Umlauf befindliche Nachrangkapital fiel tilgungsbedingt leicht um 3,7% auf EUR 188,1 Mio. Bis dato wurde noch keine entsprechende Anleihe begeben. Im vierten Quartal 2015 wird jedoch eine Ergänzungskapitalemission in Gestalt der "4% BKS Bank Nachrangige Obligation 2015-2025"1) zur Zeichnung aufgelegt, um eine für Dezember vorgesehene Tilgung in Höhe von EUR 15,0 Mio. volumensmäßig zu kompensieren.

Die Position Eigenkapital erhöhte sich im Berichtszeitraum um EUR 40,8 Mio. oder 5,1% auf EUR 836,6 Mio. Der Anstieg beruht vornehmlich auf der Zuschreibung des Periodenergebnisses und der Emission zusätzlicher Eigenkapitalinstrumente. Das gezeichnete Kapital blieb mit EUR 72,1 Mio. unverändert.

Entwicklung der konsolidierten Eigenmittel

Die Ermittlung der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage folgt in der BKS Bank dem von Basel III vorgegebenen Eigenmittelregime, das mit der CRR in europäisches Recht umgesetzt wurde. Das Eigenmittelerfordernis wird auf Basis der Vorgaben des Standardansatzes ermittelt. Die Bemessungsgrundlage erhöhte sich durch die Belebung des Kreditwachstums gegenüber dem Jahresende 2014 um EUR 99,3 Mio. auf EUR 4,95 Mrd.

Die Eigenmittelsituation der BKS Bank bleibt aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Geschäftsstrategie weiterhin solide. Die gesamten Eigenmittel erhöhten sich im dritten Quartal leicht. Das für die Bankensteuerung wichtige harte Kernkapital konnte mit EUR 510,6 Mio. nach EUR 509,4 Mio. zum Halbjahr auf einem

1) Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die Angaben in dieser Information dienen lediglich der unverbindlichen Information der Kunden und ersetzen keinesfalls die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren. Es handelt sich weder um ein Anbot noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der hier erwähnten Veranlagung, ebenso wenig handelt es sich um eine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung. Das Angebot des beschriebenen Produkts erfolgte auf Grundlage des Informationsmemorandums der BKS Bank AG vom 28. August 2015 und den darin enthaltenen endgültigen Bedingungen.

in EUR Mio. 31.12.2014 31.3.2015 30.6.2015 30.9.2015
Grundkapital 71,4 71,0 71,0 71,0
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 714,5 714,4 706,9 703,3
Abzugsposten -242,2 -250,9 -268,5 -263,7
Hartes Kernkapital (CET1) 543,7 534,5 509,4 510,6
Harte Kernkapitalquote 11,2% 10,7% 10,4% 10,3%
Hybridkapital 32,0 28,0 28,0 28,0
Additional Tier 1-Kapital 0 0 0 8,8
Abzugsposten -32,0 -28,0 -28,0 -36,8
Zusätzliches Kernkapital 0 0 0 0
Kernkapital (CET1 + AT1) 543,7 534,5 509,4 510,6
Kernkapitalquote 11,2% 10,7% 10,4% 10,3%
Posten und Instrumente des Ergänzungskapitals 117,8 112,2 106,3 112,3
Abzugsposten -80,6 -82,1 -87,3 -88,6
Ergänzungskapital 37,2 30,1 19,0 23,7
Eigenmittel insgesamt 580,9 564,6 528,4 534,3
Eigenmittelquote 12,0% 11,3% 10,7% 10,8%
Bemessungsgrundlage 4.846,6 4.982,7 4.919,3 4.945,9
Eigenmittelüberschuss 193,2 166,0 134,9 138,6

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: ENTWICKLUNG DER EIGENMITTEL NACH BASEL III

hohen Niveau gehalten werden. Demgemäß erreichte die harte Kernkapitalquote zum 30. September 2015 einen Wert von 10,3%. Von der ab 1. September zur Zeichnung aufgelegten "BKS Bank Additional Tier 1-Anleihe 2015" ─ sie stellt zusätzliches Kernkapital nach Art. 51 ff der CRR1 dar ─ wurde ein Volumen von insgesamt EUR 23,4 Mio. begeben. Hievon entfielen auf den Berichtszeitraum EUR 8,8 Mio.. Anzumerken ist auch, dass dieser Zwischenbericht keiner Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen wurde und der Periodenüberschuss aus dem Berichtsjahr nicht angerechnet werden kann. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von EUR 23,7 Mio. wies unser Institut zum Berichtstermin einen Eigenmittelbestand von EUR 534,3 Mio. auf. Die Eigenmittelquote erreichte 10,8%, der Eigenmittelüberschuss belief sich auf EUR 138,6 Mio.

Die mit der Umsetzung der CRR einhergehende neue aufsichtsrechtliche Kennzahl, die sogenannte Verschuldungsquote (Leverage-Ratio), lag zum Ende des dritten Quartals 2015 mit 7,5% deutlich über der regulatorischen Benchmark von 3%. Diese Kennzahl misst das Verhältnis des harten Kernkapitals zur nicht risikogewichteten Aktiva inklusive außerbilanzieller Geschäfte.

Ergebnisentwicklung

Die BKS Bank bewegt sich auch im laufenden Jahr 2015 in einem von anhaltend schwierigen Marktbedingungen geprägten Geschäftsumfeld, das nach wie vor durch ein niedriges Zinsniveau und hohe Wettbewerbsintensität determiniert ist. Auch ist der Bankensektor in immer kürzeren Abständen mit neuen aufsichtsrechtlichen Vorgaben konfrontiert, deren Umsetzungen herausfordernd, ressourcenintensiv und ergebnisbelastend sind. Insgesamt sind wir aber mit dem ausgewiesenen Konzernergebnis von EUR 44,0 Mio. nach EUR 32,7 Mio. in der Vergleichsperiode 2014 zufrieden. Es spiegelt die positive Entwicklung der Kreditrisikovorsorge und die erfreuliche Performance des Dienstleistungsgeschäftes wider.

Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge bewegte sich mit EUR 119,5 Mio. mit einem Plus von 0,2% knapp über dem Niveau zum 30. September 2014. Im bisherigen Jahresverlauf konnten geringere Zinserträge durch rückläufige Zinsaufwendungen nahezu kompensiert werden. Der Druck auf die Margen hält jedoch besonders in Österreich und Slowenien unvermindert an. Dennoch konnten die Finanzierungsmargen mit 1,97% auf dem Level vom 30. September 2014 gehalten werden. Die durch das Marktzinsniveau belasteten Einlagenmargen schwächten sich im Periodenvergleich um 0,1%-Punkte auf 0,0% ab.

Unsere konservative Risikopolitik und die Bereitschaft, Risiken konsequent entgegenzutreten, haben sich im Berichtszeitraum 2015 einmal mehr bewährt. Die Vorsorge der Kreditrisiken konnte mit EUR 25,2 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 40,2 Mio. gehalten werden, obwohl das Vorsorgeerfordernis im dritten Quartal 2015 mit EUR 12,9 Mio. jenes der beiden Vorquartale überstieg. Entlastend wirkten die Auflösungen von Risikovorsorgen durch Abdeckungen sowie der Länderrisikovorsorge nach einem Upgrade des Länderratings für Slowenien von 2a auf 1b.

Der Provisionsüberschuss stieg in der Berichtsperiode gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um EUR 4,2 Mio. oder 12,1% auf EUR 39,2 Mio. Dies war im Wesentlichen auf höhere Zahlungsverkehrsprovisionen (+4% auf EUR 14,7 Mio.), das dynamische Wertpapiergeschäft (+14,2% auf EUR 10,5 Mio.) sowie auf steigende Provisionserträge aus dem Kredit- und Devisengeschäft (+10,8% auf EUR 10,3 Mio. bzw. +77,9% auf EUR 2,8 Mio.) zurückzuführen. Die Kurswerte der bei der BKS Bank geführten Wertpapierdepots lagen Ende September 2015 bei EUR 7,93 Mrd. Angemerkt sei auch, dass wir die Gebührenlandschaft im Privatkundengeschäft entrümpelt haben und unseren Kunden seit April 2015 zeitgemäßere und attraktivere Kontomodelle unter den Bezeichnungen Klassikkonto Privat, Premiumkonto Privat und New Bankingkonto Privat anbieten. Die flächendeckende und von hoher positiver Kundenresonanz begleitete Umsetzung erfolgte nahezu friktionsfrei.

Das Periodenergebnis aus Finanziellen Vermögenswerte belief sich auf EUR 3,1 Mio. nach EUR 3,4 Mio. zum Septemberultimo 2014. Ein positives Ergebnis aus der Derivatbewertung bei den Finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss sowie Veräußerungs- und Tilgungsgewinne beim Available-for-Sale-Bestand waren die Hauptfaktoren dieser erfreulichen Ergebnisentwicklung. Das Ergebnis aus at equity-einbezogenen Unternehmen konnte im Vorjahresvergleich um EUR 3,6 Mio. oder 17,2 % auf EUR 24,7 Mio. gesteigert werden, da die einbezogenen Unternehmen vor allem im zweiten Quartal 2015 eine solide Geschäftsentwicklung aufwiesen.

Der Verwaltungsaufwand wies zum Septemberultimo mit EUR 79,2 Mio. eine mit 3,0% gegenüber dem Vorjahr nur leicht steigende Tendenz auf. Wir freuen uns, dass es unserem Haus gelungen ist, ungeachtet der hohen aufsichtsrechtlichen Anforderungen den Mitarbeiterstand durch strukturelle Maßnahmen auf vertretbarem Niveau zu halten. Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich seit Jahresbeginn lediglich um sieben auf 922 Personaljahre. Erhöhungen des Personalstandes fanden vornehmlich im Vertriebsbereich statt, da die Anzahl der Filialen um zwei weitere Stellen gestiegen ist. Die kollektivvertragliche Erhöhung der Gehälter für 2015 lag durchschnittlich bei 1,78% und wurde ab 1. April 2015 wirksam. Während die Löhne und Gehälter um 3,4% auf EUR 38,1 Mio. sanken, gab es mit EUR 6,0 Mio. einen erheblichen Mehraufwand für die betriebliche Altersvorsorge zu verzeichnen. Mit einem mäßigen Rückgang des Sachaufwands und der Wertberichtigungen auf Anlagegüter um 0,2% auf EUR 26,1 Mio. trugen wir dem Credo unternehmensweit streng gelebter Kostendisziplin ─ insbesondere bei den Ermessensausgaben ─ Rechnung.

Der negative Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erhöhte sich im Periodenvergleich um EUR 5,1 Mio. auf EUR 9,2 Mio. Verursacht wurde dieser Verlust durch die an den Fiskus abzuführende Bankensteuer in Höhe von EUR 3,1 Mio. und weitere unvermeidliche Aufwendungen im Aufsichtsbereich. Die vor-

läufigen Aufwendungen für den nationalen Abwicklungsfonds für Banken belaufen sich auf EUR 1,6 Mio. Für den Einlagensicherungsfonds sehen wir für 2015 einem Aufwand in Höhe von EUR 0,8 Mio. entgegen. Weitere EUR 0,5 Mio. waren als Rückstellungen für Prozessrisiken im Konnex mit etwaigen MPC-Schadensfällen zu bilden. Beschwerdefälle aus Stop-Loss-Konvertierungen von Frankenkrediten schlugen in Form einer Rückstellung in Höhe von EUR 0,3 Mio. zu Buche. Überdies wurde in dieser Position auch eine Rückstellung für etwaige zusätzliche Steuerleistungen aus einer Steuerprüfung in Höhe von EUR 3,5 Mio. gebildet.

Entwicklung der Segmente

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrunde liegenden Organisationsstruktur des Konzerns. Die BKS Bank hat sich im Vorjahr und auch noch im ersten Halbjahr 2015 intensiv mit der Optimierung ihrer Vertriebsstruktur bzw. ihre Vertriebsorganisation befasst und eine geringfügige Veränderung in den Segmentstrukturen durchgeführt. Das Retailkundensegment inkludierte bis zum 30. Juni 2015 auch Retailfirmenkunden, das waren Unternehmen mit einem Ausleihungsvolumen von zuhöchst EUR 1,0 Mio. Diese Kunden wurden bis auf jene, die den Heilberufen zugeordnet werden können, in Hinblick auf eine bestmögliche Betreuung mit Stichtag 1. Juli 2015 in das Firmenkundensegment integriert. Demzufolge änderte sich die Segmentberichterstattung geringfügig. Die ziffernmäßige Darstellung der Vergleichsperiode wurde rückwirkend gemäß IFRS 8.29 angepasst.

Der Erfolg jedes dieser Segmente wird anhand des Ergebnisses vor Steuern, der Eigenkapitalrendite (ROE), der Cost-Income-Ratio (CIR) und der Risk-Earnings-Ratio (RER) ermittelt.

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden zum Septemberultimo 2015 rund 17.800 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank hat dieser Geschäftsbereich die längste Tradition und stellt nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Institutionelle Kunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der kroatischen BKS Bank d.d. sowie der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Im Firmenkundensegment führte das im Berichtszeitraum deutlich gesunkene Kreditrisiko zu einem markanten Anstieg des Periodenüberschusses auf EUR 28,2 Mio. nach EUR 12,0 Mio. in den ersten drei Quartalen 2014. Diese erfreuliche Entwicklung lässt uns hoffen, ergebnismäßig wieder an die erfolgreichen Vorkrisenjahre anknüpfen zu können. Im Detail erhöhte sich der Zinsüberschuss im Periodenvergleich um 2,5% auf EUR 62,9 Mio. Die Vorsorgen für das Kreditrisiko konnten um EUR 14,5 Mio. oder mehr als ein Drittel auf EUR 23,6 Mio. zurück-

genommen werden. Die Risk-Earnings-Ratio gab demnach deutlich von 62,0% auf 37,5% nach. Der Verwaltungsaufwand lag mit EUR 32,8 Mio. nur marginal über der Vergleichsperiode 2014. Höhere Provisionen aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft trugen ferner zu einem Zuwachs des Provisionsüberschusses um 4,2% auf EUR 20,9 Mio. bei. Bei den Steuerungskennzahlen Return on Equity und Cost-Income-Ratio wurden im Firmenkundensegment sehr gute Quoten von 14,9% (Q1-Q3/2014: 6,2%) bzw. 38,8% (Q1-Q3/2014: 39,0%) erreicht.

Privatkundensegment

Ende September 2015 waren rund 132.000 Kunden der BKS Bank AG, der BKS Bank d.d. sowie der Leasinggesellschaften des Konzerns dem Privatkundensegment zugeordnet. Die hohe Abhängigkeit vom Filialbetrieb macht dieses Segment sehr ressourcen- und kostenintensiv. Dennoch ist es für eine stabile und nachhaltige Entwicklung unserers Hauses unverzichtbar, da es auch in Zeiten historisch tiefer Marktzinsen als stabile Refinanzierungsquelle für die BKS Bank fungiert. Etwa 87% der Spareinlagen und etwa 28% der Sicht- und Termineinlagen oder insgesamt mehr als die Hälfte der mit EUR 4,21 Mrd. ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden im Privatkundensegment generiert. Im Gegenzug werden nur etwa 22% der Kredite an Privatkunden unseres Hauses vergeben.

Nach einem leichten Vorjahresplus von EUR 0,4 Mio. drehte das Periodenergebnis vor Steuern nach drei Quartalen leicht ins Minus. Der spürbare Rückgang des Zinsüberschusses um EUR 3,6 Mio. auf EUR 20,9 Mio. war für uns zutiefst unbefriedigend, aber eine unmittelbare Folge der neuerlich gesunkenen Margen im Einlagengeschäft. Diese verringerten sich im Betrachtungszeitraum von 0,15% auf nur mehr 0,04%. Zufriedenstellend verliefen im bisherigen Jahresverlauf hingegen unsere intensiven Bemühungen um Neukunden. Deren Anzahl erhöhte sich im Vergleich zum Septemberultimo 2014 um 2.485, ein Erfolg vor allem am umkämpften Wiener Markt und in der Auslandsfiliale in Slowenien. Diese Entwicklung kommt für uns nicht ganz unerwartet, ist die BKS Bank doch in einer von der ÖGVS-Gesellschaft für Verbraucherstudien durchgeführten unabhängigen Untersuchung u.a. in der Kreditberatung in Wien als Testsiegerin hervorgegangen.

Das Risikovorsorgeerfordernis blieb auch im dritten Quartal bescheiden. Nach EUR 1,7 Mio. in der Vergleichsperiode 2014 verringerte sich der zu bildende Aufwand auf lediglich EUR 1,3 Mio., ein Effekt, der sich auch in einer tiefen Risk-Earnings-Ratio von 6,1% niederschlug. Dem empfindlichen Rückgang im Zinsüberschuss stand ein sehr robustes Dienstleistungsgeschäft gegenüber. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich im Periodenvergleich markant um EUR 3,2 Mio. auf EUR 17,4 Mio. Insbesondere das Wertpapiergeschäft bildet im Jahr 2015 eine der tragenden Säulen im Dienstleistungsgeschäft. Der Verwaltungsaufwand konnte mit EUR 38,1 Mio. nahezu konstant gehalten werden. Die Cost-Income-Ratio blieb allerdings mit 98,2% weiterhin unbefriedigend, was sich mittelfristig auch kaum ändern wird.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement. Die Verantwortung und Steuerung des im Segment Financial Markets erwirtschafteten Strukturbeitrags obliegt dem Aktiv-Passiv-Management (APM) der BKS Bank. Vor dem Hintergrund der einzigartig tiefen Referenzzinsen im Kreditgeschäft stand dieser weiterhin unter beträchtlichem Druck.

Das Segment Financial Markets erzielte in den ersten neun Monaten einen Periodenüberschuss vor Steuern in Höhe von EUR 34,9 Mio. nach EUR 32,2 Mio. im Vorjahr. Höhere at equity-Ergebnisse trugen zur insgesamt guten Performance dieses Segments bei. Der Zinsüberschuss weitete sich im Periodenvergleich um 6,9% auf EUR 34,6 Mio. aus. Das Ergebnis aus Finanziellen Vermögenswerten fiel mit EUR 3,1 Mio. nach EUR 3,4 Mio. in den ersten drei Quartalen 2014 nur unwesentlich schwächer aus. Der ohnehin bereits bescheidene Verwaltungsaufwand konnte mit EUR 4,8 Mio. weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten werden. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 13,0%, die Risk-Earnings-Ratio flachte auf nur mehr 0,9% ab. Der Return on Equity gab nach 10,3 % im Vorjahr auf 9,0% nach, da sich das dem Financial Markets-Segment durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital um EUR 101,2 Mio. auf EUR 515,7 Mio. erhöhte.

Wesentliche Unternehmenskennzahlen

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
Ist 2013 Ist 2014 Ist 30.9.2015
ROE (vor Steuern) 6,4% 7,2% 9,0%
ROA (vor Steuern) 0,7% 0,8% 1,1%
Cost-Income-Ratio 54,1% 51,9% 52,3%
Risk-Earnings-Ratio 30,4% 31,5% 21,1%
harte Kernkapitalquote - 11,2% 10,3%
Eigenmittelquote - 12,0% 10,8%

Für die ersten neun Monate 2015 legten die wesentlichen operativen Kennzahlen des BKS Bank Konzerns ─ insbesondere bedingt durch den respektablen Anstieg des Periodenergebnisses um 34,5% ─ deutlich zu. Sowohl der Return on Equity vor Steuern (ROE) als auch der Return on Assets vor Steuern (ROA) übertrafen das zufrieden stellende Niveau der Vorperioden deutlich und entsprachen mit 9,0% bzw. 1,1% den ambitionierten Erwartungen. Ebenfalls signifikant verbesserte

sich die Risk-Earnings-Ratio und blieb mit 21,1% erfreulicherweise klar unter dem Vorjahreswert von 31,5% und unter der bankintern angepeilten Benchmark von 25%. Gegenüber dem ersten Halbjahr stieg die Quote jedoch an, da das Dotationserfordernis im Risikobereich im dritten Quartal gegenüber den Vorquartalen höher ausfiel. Die Ertrags/Aufwandsquote gab nur marginal von 51,9% im Vorjahr auf 52,3% nach und blieb somit weiterhin klar unter unserer hausinternen Benchmark von 55%. Wir werten dies einerseits als Indiz für die Effizienz unseres konsequenten Kostenmanagements, andererseits als Hinweis auf das völlig unbefriedigende Marktzinsniveau.

Risikobericht

Unser geschäftspolitisches Ziel ist die Sicherung der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der BKS Bank durch Ergebnissteigerungen im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Die gezielte Übernahme von Risiken ist ein wesentliches Merkmal unserer Geschäftstätigkeit. Unsere Risikopolitik ist darauf abgestimmt, alle relevanten Risiken, die sich aus dem Bankgeschäft und dem Bankbetrieb ergeben, frühzeitig zu erkennen und durch eine wirksame Risikosteuerung aktiv zu managen und zu begrenzen. Alle Einzelrisiken sollen dabei permanent und vollständig erfasst werden. Das verfügbare Kapital wird unter Berücksichtigung mittel- und langfristiger strategischer Ziele möglichst effizient eingesetzt und die Risiko/Ertragsrelation ständig optimiert. Als genereller Grundsatz ist das Prinzip, nur solche Risiken einzugehen, die von der BKS Bank aus eigener Kraft getragen werden können, in der Risikostrategie verankert.

Die Risiken der BKS Bank werden durch ein umfassendes System von Risikoprinzipien, Risikomess- und Überwachungsverfahren gesteuert sowie durch entsprechenden Organisationsstrukturen kontrolliert. Gemäß den Bestimmungen des § 39a BWG haben Banken über wirksame Pläne und Verfahren zu verfügen, um die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des Kapitals, welches zur quantitativen Absicherung aller wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken zur Verfügung steht, zu ermitteln. Diese Verfahren werden im ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) zusammengefasst und in der BKS Bank im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung dargestellt.

Die Beurteilung der Angemessenheit der internen Kapitalausstattung erfolgt quartalsweise auf Basis der nach internen Modellen ermittelten Risiken. Ziel ist es sicherzustellen, dass die BKS Bank jederzeit über ausreichende Risikodeckungsmassen verfügt, um eingegangene Risiken auch im unerwarteten Fall tragen zu können. Daher werden alle identifizierten und quantifizierten unerwarteten Risiken zu einem Gesamtbankrisiko aggregiert. Dieses Gesamtbankrisiko entspricht dem ökonomischen Kapitalbedarf, also dem zur Deckung unerwarteter Verluste notwendigen Mindestkapital. Die "vorhersehbaren Kosten" aus dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko fließen als Risikoprämien (Standardrisikokosten, Liquiditätsaufschläge) in die Preisgestaltung und somit in die Kundenkonditionen ein. Dem aggregierten Gesamtverlustpotenzial werden die zur Deckung dieser potenziellen Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassen gegenübergestellt, um festzustellen, ob die Bank in der Lage ist, unerwartete Verluste ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit zu verkraften. Die einzelnen Positionen der Risikodeckungsmasse werden nach ihrer Verwertbarkeit gereiht, wobei vor allem die Liquidierbarkeit und Publizitätswirkung mitberücksichtigt werden.

Im Absicherungsziel "Going Concern" müssen das Risikopotenzial und die Risikotragfähigkeit so aufeinander abgestimmt sein, dass die Bank in der Lage ist, einen negativen Belastungsfall zu verkraften und die geordnete Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Das Absicherungsziel des Liquidationsansatzes spiegelt die aufsichtsrechtliche Sichtweise wider und dient dem Schutz der Gläubiger. In der BKS Bank werden die unerwarteten Verluste im Liquidationsansatz für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr mit einer Aussagesicherheit von 99,9% ermittelt. Der ökonomische Kapitalbedarf für das Kreditrisiko verursachte – wie auch im Vorjahr – die größte Risikokapitalbindung innerhalb der Kreditinstitutsgruppe. Kreditrisiken sind für etwa 79,7% (31.12.2014: 82,8%) des gesamten Verlustpotenzials verantwortlich. Das Marktrisiko nimmt einen Anteil von 10,5% (31.12.2014: 8,7%) ein. Auf Basis des Liquidationsansatzes wurde zum 30. September 2015 ein ökonomischer Kapitalbedarf von EUR 478,0 Mio. nach EUR 475,0 Mio. zum Vorjahresultimo ermittelt. Die Risikodeckungsmasse belief sich auf EUR 802 Mio. nach EUR 809,1 Mio. zum Jahresende 2014.

Kreditrisiko

Wir verstehen unter Kreditrisiko die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bei Kreditgeschäften. Das kann in der Bonität des Geschäftspartners oder mittelbar über den Sitz des Geschäftspartners im Länderrisiko begründet sein. Das Kreditrisiko stellt bei weitem die wichtigste Risikokategorie für die BKS Bank dar. Die Überwachung und Analyse erfolgt auf Basis von Produkten, Einzelkunden, Gruppen verbundener Kunden und auf Portfoliobasis. Die Steuerung des Kreditrisikos basiert auf dem Grundsatz, dass die Kreditvergabe ausschließlich nach dem Know-your-Customer-Prinzip erfolgt, d.h., Kredite werden erst nach eingehender Personen- und Bonitätsprüfung und nach dem Vier-Augen-Prinzip (Markt und Marktfolge) vergeben.

RATINGSTUFEN
BKS Bank-Rating Bezeichnung
AA Erstklassige beste Bonität
A1 Erstklassige hervorragende Bonität
1a Erstklassige Bonität
1b Sehr gute Bonität
2a Gute Bonität
2b Noch gute Bonität
3a Akzeptable Bonität
3b Noch akzeptable Bonität
4a Mangelhafte Bonität
4b Schlechte Bonität
5a Ausfall mit Fortbetrieb
5b Ausfall – Notleidend
5c Ausfall – Uneinbringlich

Das Erfordernis von Sicherheiten ergibt sich nach Ratingstufe und nach Produkt. Die materiellen Wertansätze für Sicherheiten orientieren sich an in der Vergangenheit erzielten durchschnittlichen Verwertungserlösen. Für das Kreditgeschäft gelten in Märkten außerhalb Österreichs auf die jeweiligen Besonderheiten des Landes abgestimmte Richtlinien, die insbesondere dem wirtschaftlichen Umfeld und dem höheren Verwertungsrisiko von Sicherheiten angepasst sind. Die BKS Bank verwendet eine 13-stufige Ratingskala. Zum Stichtag 30. September 2015 wiesen etwa 44% aller Ausleihungen von Firmenkunden bzw. rund 67% von Retailkunden eine sehr gute Bonität von AA-2b auf. Der Fokus im Neugeschäft liegt auf Kunden in diesen Bonitätsstufen.

RISIKOVORSORGE
in Mio. EUR 30.9.2014 30.9.2015 ± in %
Direktabschreibungen 0,4 0,4 2,2
Neubildung von Risikovorsorgen 44,0 32,4 -26,4
Auflösung von Risikovorsorgen - 3,9 -6,9 78,6
Nachträgliche Eingänge - 0,4 -0,7 87,8
Risikovorsorge 40,2 25,2 -37,3

Der Risikovorsorge wurde im Berichtszeitraum 2015 per Saldo ein erfreulich tiefer Wert von EUR 25,2 Mio. nach EUR 40,2 Mio. in der Vergleichsperiode 2014 zugeführt. Der Rückgang betrug mit 37,3% mehr als ein Drittel. Dabei reduzierte sich die Neubildung um ein Viertel von EUR 44,0 Mio. auf EUR 32,4 Mio. In diesem Wert sind die Zuführungen für Einzelwertberichtigungen, die pauschalen Vorsorgen gemäß IAS 39 und für Länderrisiken enthalten. Unterstützt wurde die positive Entwicklung auch durch die teilweise Auflösung der Länderrisikovorsorge in Höhe von EUR 0,8 Mio. durch das Ratingupgrade von Slowenien. Dieses verbesserte sich auf Basis unseres internen Ratings von 2a auf 1b. Betrachtet man das Kreditrisiko auf Ebene der Nonperforming Loans, so fiel die NPL-Quote im Vergleich zum Jahresende 2014 leicht auf 7,2% zurück. In den ausländischen Tochtergesellschaften sank der Vorsorgebedarf und erreichte einen Wert von lediglich EUR 0,2 Mio. Er entfiel fast zur Gänze auf die BKS-leasing d.o.o., Ljubljana.

ANGABEN ZU WERTGEMINDERTEN UND IN VERZUG BEFINDLICHEN FINANZINSTRUMENTEN

Buchwert / max. Ausfallrisiko je Klasse Finanzinstrumente, die weder in Verzug,
noch wertgemindert sind
In Verzug befindliche Finanzinstrumente
in EUR Mio. 31.12.2014 30.9.2015 31.12.2014 30.9.2015
Kundenforderungen 5.085 5.129 556 562
Eventualverbindlichkeiten 183 203 5 3
Bankenforderungen 306 323 0 0
Wertpapiere und Fonds 755 734 0 0
Beteiligungen 378 383 0 0
Summe 6.707 6.772 561 565
Buchwert / max. Ausfallrisiko je Klasse wertgeminderte Finanzinstrumente überfällige, aber noch nicht wertgeminderte
Finanzinstrumente
in EUR Mio. 31.12.2014 nach IFRS 30.9.2015 nach IFRS 31.12.2014 nach IFRS 30.9.2015 nach IFRS
Kundenforderungen 445 462 173 118
Eventualverbindlichkeiten 0 0 0 0
Bankenforderungen 0 1 0 0
Wertpapiere und Fonds 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Summe 445 463 173 118

Marktrisiko

Die BKS Bank definiert Marktrisiko als den potenziell möglichen Verlust durch die Veränderung von Marktpreisen (z.B. Aktien- und Anleihenkurse, Devisenkurse, Zinssätze) und preisbeeinflussende Parameter (z.B. Volatilitäten und Credit Spreads). Dem Marktrisiko sind sämtliche zins- und kursrelevanten Positionen im Bank- und Handelsbuch der BKS Bank sowie in den einzelnen Instituten der Kreditinstitutsgruppe ausgesetzt. Die BKS Bank unterteilt das Marktrisiko in die Kategorien Zinsänderungsrisiko (inklusive Credit Spread-Risiko), Aktienkursrisiko und Risiko aus Fremdwährungspositionen. Um Marktrisiken valide zu steuern und Limite zu setzen, kombinieren wir verschiedene bewährte Risikomaße (Value-at-Risk, Modified Duration, Volumensgrößen und Stresstests).

VALUE-AT-RISK-WERTE
in EUR Mio. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Zinsänderungsrisiko1) 7,2 15,2 >100
Fremdwährungsrisiko (FX-Risiko) 0,6 1,1 >100
Aktienkursrisiko 1,1 1,3 18,2
Gesamt (inklusive Diversifikationseffekten) 7,7 15,8 >100
1) inklusive Credit Spread-Risiko

Als Zinsänderungsrisiko bezeichnet man die Gefahr von negativen Wertveränderungen zinssensitiver Positionen durch eine Änderung des Zinsniveaus. Unterschiedliche Laufzeiten und Zinsanpassungsperioden können aktivund passivseitig zu Zinsänderungsrisiken führen, die aber grundsätzlich mittels bilanzieller und außerbilanzieller Geschäfte oder einer Kombination aus diesen abgesichert werden können. Die BKS Bank folgt einer streng konservativen Zinsrisikostrategie und geht keine großvolumigen spekulativen Derivativgeschäfte ein. Derivative Geschäfte werden weitestgehend zur Absicherung von Marktrisiken abgeschlossen, wobei ausschließlich Instrumente verwendet werden, deren Merkmale und damit verbundene Risiken bekannt sind und für die Erfahrungswerte vorliegen. Der an die OeNB zu meldende Quotient aus Zinsänderungsrisiko und anrechenbaren Eigenmitteln auf Basis eines Zinsshifts um 200 Basispunkte fiel nach 4,4% zum Jahresultimo 2014 im Verlauf der ersten drei Quartale auf 2,6% und blieb einmal mehr signifikant unter der kritischen 20%-Schwelle.

Währungsrisiken werden in der BKS Bank traditionell gering gehalten, da die Erwirtschaftung von Erträgen aus offenen Devisenpositionen nicht im Fokus unserer Geschäftspolitik steht. Offene Devisenpositionen werden daher nur in geringem Ausmaß und kurzfristig gehalten. Fremdwährungskredite und Einlagen in Fremdwährungen werden grundsätzlich in derselben Währung refinanziert bzw. angelegt. Zum Schließen von Währungspositionen werden in der BKS Bank zum Teil derivative Geschäfte wie Cross Currency Swaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps eingesetzt. Die offene Devisenposition betrug Ende September EUR 4,2 Mio. und lag somit um EUR 1,0 Mio. unter dem Jahresultimowert 2014. Der Value-at-Risk für das Wechselkursrisiko stieg in den ersten drei Quartalen von EUR 0,6 Mio. leicht auf EUR 1,1 Mio.

Das Volumen an Aktienpositionen, welche keine Beteiligungspositionen darstellen, erreichte in den ersten drei Quartalen EUR 29,7 Mio. und lag somit nur knapp unter dem Wert zum 31.12.2014. Der Value-at-Risik aus dem Aktienkursrisiko betrug Ende September EUR 1,3 Mio. und schloss somit an den Vorjahresultimowert an. Der Value-at-Risik aus dem Aktienkursrisiko belief sich Ende September auf EUR 1,3 Mio. nach EUR 1,1 Mio. zum 31.12.2014.

Liquiditätsrisiko

Mit dem Liquiditätsrisiko wird die Gefahr, aktuellen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen möglicherweise nicht vollständig oder nicht zeitgerecht nachkommen zu können, assoziiert. Dazu zählen auch das Risiko, dass Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen generiert (Refinanzierungsrisiko) und dass Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktsätzen liquidiert werden können (Marktliquidationsrisiko). Hierzu ist vorweg anzumerken, dass die BKS Bank auch im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt hatte. Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren daher jederzeit gegeben.

Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos bestehen klar definierte Grundsätze, welche in der Risikostrategie bzw. in Handbüchern zum Liquiditätsmanagement verankert sind. Ein essentieller Bestandteil des Liquiditätsmanagements ist die Diversifikation des Refinanzierungsprofils nach Anlegerkategorien, Produkten und Laufzeiten. Die Liquiditätssteuerung zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft erfolgt in der BKS Bank mittels einer täglich nach Hauptwährungen erstellten Liquiditätsablaufbilanz. Zur Begrenzung des Liquiditätsrisikos wurden in den kurzfristigen Laufzeitbändern Limits eingezogen. Als Liquiditätspuffer dienen vorrangig hochliquide EZB-refinanzierungsfähige Wertpapiere und Kundenforderungen. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung werden vom tourlich tagenden Aktiv-Passiv-Management-Gremium unseres Hauses getroffen. Die BKS Bank verfügte zum 30. September über sehr solide Liquiditätsreserven. Der Liquiditätspuffer (Counterbalancing Capacity) lag mit EUR 0,96 Mrd. in etwa auf dem Niveau des Vorjahresultimos.

Die Einlagenkonzentration dient der Einschätzung des passivischen Abrufrisikos durch Einlagenabzüge und zeigt damit vor allem die Abhängigkeit von Großeinlagen auf. Diese für uns wichtige Kennzahl lag im dritten Quartal 2015 bei 0,29. Die Loan-Deposit-Ratio misst das Verhältnis von Ausleihungen zu Prämieneinlagen. Mit 96,7% erreicht diese im betrachteten Zeitraum eine erfreuliche Relation. Das bedeutet, dass allen Krediten in etwa gleich viele Kundeneinlagen gegenüberstehen. Mit der Liquidity Coverage-Ratio (LCR) wird überprüft, ob eine Bank in der Lage ist, die Zahlungsfähigkeit für die nächsten 30 Tage auch im Fall eines gleichzeitigen markt- und bankspezifischen Stresses sicher zu stellen. Hochliquide Aktiva werden dem erwarteten Netto-Cash-Abfluss unter Stressbedingungen der nächsten 30 Tage gegenübergestellt. Diese aufsichtsrechtliche Liquiditätsquote erreichte zum 30. September2015 ein Niveau von 130,9%. Die ab Oktober 2015 stufenweise bis 2018 zu erreichende Quote von 100% wird somit mehr als deutlich erreicht.

Operationales Risiko

Mit dem Begriff operationales Risiko beschreiben wir in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) die Gefahr von Verlusten, die vorrangig den Betriebsbereich der BKS Bank betreffen und durch unangemessene oder nicht funktionale interne Verfahren, durch Personen- und Systemfehler oder durch externe Einflussfaktoren hervorgerufen werden können. Operationale Risiken werden in der BKS Bank AG und in allen in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch ein angemessenes und laufend weiterentwickeltes internes Kontrollsystem begrenzt. Dieses umfasst eine Vielzahl von organisatorischen Maßnahmen, welche von einer zweckentsprechenden Funktionstrennung in Abwicklungsprozessen (Trennung Markt und Marktfolge, Vier-Augen-Prinzip) über umfangreiche interne Regelwerke und regelmäßige Kontrollen bis hin zu Notfallplänen und Self-Auditing-Systemen reichen. In den ersten drei Quartalen 2015 wurden 245 Schadensfälle (exklusive Schadensfälle aus dem Kreditgeschäft) eingemeldet. Die dabei verursachte Schadenssumme betrug nach Abzug hierfür erhaltener Entschädigungen EUR 2,0 Mio. Die 14 gemäß § 19 WAG erfassten Schadensfälle blieben mit einer Schadenshöhe von insgesamt EUR 0,8 Mio. unter der intern festgelegten Risikotoleranzschwelle von EUR 1,0 Mio.

Vorschau auf das Gesamtjahr

Kaum eines der vergangenen Jahre wurde so intensiv von politischen und ökonomischen Verwerfungen determiniert wie 2015. Während die offenen militärischen Krisenherde im Nahen Osten und in Nordafrika noch nicht eingedämmt werden konnten und somit auch keine Aussicht auf eine nachhaltige Deeskalation der Flüchtlingstragödie besteht, hellte sich zumindest der konjunkturelle Horizont sukzessive auf. Folgt man den Analysen der Europäischen Kommission, bewegt sich die Weltwirtschaft trotz der Wachstumsschwäche der BRICS-Staaten und anderer Emerging Markets auf einem Konjunkturpfad von etwa 3,1%. Die USA, Japan und der Euroraum sehen einem Anstieg des BIP um jeweils 2,6%, 0,7% bzw. 1,6% entgegen. Wir gehen davon aus, dass die EZB ihre geldpolitischen Quantitative Easing-Sondermaßnahmen zum Ankauf von Vermögenswerten vollständig umsetzen wird und bis Ende September 2016 oder erforderlichenfalls darüber hinaus weitere konjunkturbelebende Impulse beisteuert. Während der EZB-Rat auf seiner Sitzung am 22. Oktober 2015 auf der Grundlage seiner regelmäßigen wirtschaftlichen und monetären Analyse die Leitzinsen der EZB unverändert beließ, rückt die mehrmals avisierte Leitzinswende des Federal Reserve Systems näher. Der differenzierte geldpolitische Kurs in den USA und im Euroraum spricht dafür, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter an Terrain verlieren wird. Auch dürfte sich die Konjunktur im Euroraum in den kommenden Quartalen nicht nennenswert verbessern, da eine Abwertung des Euro und niedrigere Rohölpreise vor dem Hintergrund struktureller Probleme in vielen bisherigen Wachstumsregionen nur temporär für Wachstum sorgen sollten.

Der Bankensektor durchläuft ungebrochen einen längerfristigen Strukturwandel. Die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft hellten sich im Sog der bereits überspitzt als "Regulierungstsunami" titulierten Anforderungen seitens der EU und des österreichischen Gesetzgebers nur partiell auf. Die Bewältigung dieser Anforderungen ist sehr kostenintensiv und bindet hohe finanzielle und personelle Kapazitäten. Vielen Kreditinstituten ist es trotz nur mäßiger Profitabilität gelungen, zusätzliche Eigenkapitalpolster aufzubauen und die strengen Aufsichtsnormen zu erfüllen. Zur gestärkten Kapitalausstattung kommen nun auch strikte Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen hinzu, so dass die impliziten Staatsgarantien sukzessive abnehmen. Die geschäftliche Entwicklung des Sektors ist durch das nach wie vor extrem niedrige Zinsniveau belastet. Für die kommenden Quartale ist keine Trendwende in Sicht. Daher werden sich die Margen im Kundengeschäft nicht verbessern. Auch die zu registrierenden Entlastungen in den Bankbüchern aufgrund rückläufiger Kreditrisikovorsorgen erscheinen fragil. Die angesichts des niedrigen Zinsniveaus hohe Preissensibilität der Kunden, die zunehmende Konkurrenz von Onlinebanken und technologiegetriebenen Anbietern von Bankdienstleistungen erschweren zudem die Schaffung neuer Ertragspotenziale.

Daher sind wir gefordert, die internen Prozesse, Strukturen und technischen Plattformen ständig zu evaluieren und zu optimieren. Mit individueller Beratung, einem attraktiven Produkt- und Serviceangebot wollen wir den Status der BKS Bank als kompetente Universalbank, die sich strikt an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientiert, weiter festigen. Für das Gesamtjahr 2015 sind wir aufgrund der bislang recht zufrieden stellenden Quartalsziffern vorsichtig optimistisch und legen unverändert das Hauptaugenmerk darauf, weiter profitabel zu wachsen und unsere Marktanteile auszubauen. Wenn es im vierten Quartal zu keinen überraschenden negativen Entwicklungen und zu einer Abschwächung der Ertragslage kommt, planen wir wie in den Vorjahren auch für das Geschäftsjahr 2015 die Ausschüttung einer ergebnisadäquaten Dividende.

Klagenfurt, am 25. November 2015

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

3 Banken Gruppe im Überblick

BKS Bank Konzern Oberbank Konzern BTV Konzern
Erfolgszahlen (in EUR Mio.) 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015
Zinsüberschuss 119,2 119,5 262,6 283,5 139,5 129,3
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -40,2 -25,2 -53,5 -33,7 -18,5 -9,5
Provisionsüberschuss 35,0 39,2 87,7 99,7 31,9 37,9
Verwaltungsaufwand -76,9 -79,2 -175,0 -181,8 -106,3 -108,0
Sonstiger betrieblicher Erfolg/Aufwand -4,1 -9,2 1,4 -30,5 31,3 29,5
Periodenüberschuss vor Steuern 37,8 50,2 126,3 146,6 78,3 160,0
Periodenüberschuss nach Steuern 32,7 44,0 107,4 125,9 62,4 141,0
Bilanzzahlen (in EUR Mio.) 31.12.2014 30.9.2015 31.12.2014 30.9.2015 31.12.2014 30.9.2015
Bilanzsumme 6.854,6 6.995,7 17.774,9 18.272,7 9.597,7 9.271,3
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge 4.815,8 4.913,8 11.801,8 12.250,6 6.187,2 6.269,2
Primäreinlagen 5.013,0 4.991,5 12.288,6 12.296,0 6.918,6 6.604,5
– hievon Spareinlagen 1.705,5 1.654,1 3.098,5 2.963,0 1.176,3 1.199,5
– hievon verbriefte Verbindlichkeiten 789,1 779,4 2.295,0 2.185,8 1.391,5 1.418,6
Eigenkapital 795,8 836,6 1.534,1 1.799,8 1.004,4 1.095,0
Betreute Kundengelder 12.972,0 12.924,3 23.441,9 24.621,9 12.155,5 12.175,0
– hievon Depotvolumen von Kunden 7.959,0 7.932,8 11.153,3 12.325,9 5.236,8 5.570,5
Eigenmittel nach CRR (in EUR Mio.) 31.12.2014 30.9.2015 31.12.2014 30.9.2015 31.12.2014 30.9.2015
Eigenmittelbemessungsgrundlage 4.846,6 4.945,9 11.935,2 12.019,0 6.212,8 6.297,9
Eigenmittel 580,9 534,3 1.874,4 1.972,9 930,1 885,5
- hievon hartes Kernkapital (CET1) 543,7 510,6 1.306,9 1.463,1 796,1 817,8
- hievon gesamtes Kernkapital (CET1 und AT1) 543,7 510,6 1.385,2 1.536,8 796,1 817,8
Harte Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,3 11,0 12,2 12,8 13,0
Kernkapitalquote (in %) 11,2 10,3 11,6 12,8 12,8 13,0
Eigenmittelquote (in %) 12,0 10,8 15,7 16,4 15,0 14,1
Unternehmenskennzahlen (in %) 2014 30.9.2015 2014 30.9.2015 2014 30.9.2015
Return on Equity vor Steuern 7,2 9,0 10,7 11,8 11,0 20,4
Return on Equity nach Steuern 6,5 7,9 9,3 10,1 8,7 18,0
Cost-Income-Ratio 51,9 52,3 50,1 50,2 52,4 54,1
Risk-Earnings-Ratio 31,5 21,1 20,9 11,9 13,3 7,3
Ressourcen 2014 30.9.2015 2014 30.9.2015 2014 30.9.2015
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 915 922 2.004 2.025 1.232 1.237
Anzahl der Geschäftsstellen 57 59 156 154 38 36

Als freiwillige Kooperation der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der BKS Bank generiert die 3 Banken Gruppe seit über 20 Jahren die Kraft einer Großbank. Die Erfolge der BKS Bank sowie ihrer Schwesterbanken resultieren aus einer jeweils eigenständigen Strategie und Geschäftspolitik und aus dem Selbstverständnis als unabhängige und leistungsfähige Universalbanken für Privatkunden und den regionalen, exportorientierten Mittelstand. Alle drei Banken setzten im Zeitraum Jänner bis September 2015 ihren geschäftspolitischen Kurs fort mit dem Ziel, profitabel zu wachsen. Der gemeinsame Periodenüberschuss vor Steuern wuchs um EUR 114,4 Mio. oder 47,2% auf EUR 356,8 Mio. Die gemeinsame Bilanzsumme festigte sich auf einem Niveau von EUR 34,5 Mrd., das gemeinsame Kreditvolumen nach Risikovorsorgen erreichte ein Volumen von EUR 23,4 Mrd. Ferner verwalteten die drei Banken Ende September 2015 Geldmittel in Höhe von EUR 23,9 Mrd. in Form von Spar-, Sicht- und Termineinlagen, verbrieften und nachrangigen Verbindlichkeiten. Die drei Institute beschäftigten gegen Ende des Berichtszeitraumes 4.184 Mitarbeiter. Das auch den Schwesterbanken zur Verfügung stehende Filialnetz umfasst 249 Geschäftsstellen für Firmen- und Privatkunden.

Konzernabschluss zum 30. September 2015 Seite

Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. September 2015 ___ 22
Gewinn- und Verlustrechnung _____________ 22
Other Comprehensive Income (OCI) ______________ 22
Quartalsübersicht ___________ 23
Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. September 2015____________ 24
Aktiva, Passiva, Gewinn und Dividende pro Aktie __________ 24
Eigenkapitalveränderungsrechnung ______________ 25
Geldflussrechnung ________________ 26
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank ________ 27
Details zur Gewinn- und Verlustrechnung ___________ 33
(1) Zinsüberschuss ___________ 33
(2) Risikovorsorge ____________ 33
(3) Provisionsüberschuss ____________ 33
(4) Handelsergebnis ________________ 33
(5) Verwaltungsaufwand ____________ 34
(6) Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen ____________ 34
(7) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss _______ 34
(8) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale _________ 34
(9) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity _________ 34
(10) Steuern ________________ 34
Details zur Bilanz_____________ 35
(11) Barreserve ______________ 35
(12) Forderungen an Kreditinstitute _________ 35
(13) Forderungen an Kunden _______________ 35
(14) Risikovorsorge zu Forderungen__________ 35
(15) Handelsaktiva ___________ 35
(16) Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss _______ 36
(17) Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale ________ 36
(18) Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity _________ 36
(19) Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen ________ 36
(20) Immaterielle Vermögenswerte _________ 36
(21) Sachanlagen ____________ 36
(22) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien _________ 36
(23) Latente Steuerforderungen_____________ 36
(24) Sonstige Aktiva ________________ 36
(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten __________ 36
(26) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden___________ 37
(27) Verbriefte Verbindlichkeiten ____________ 37
(28) Handelspassiva ________________ 37
(29) Rückstellungen ________________ 37
(30) Latente Steuerschulden _______________ 37
(31) Sonstige Passiva _______________ 37
(32) Nachrangkapital _______________ 37
(33) Segmentberichterstattung _____________ 38
(34) Konzernkapital ________________ 39
(35) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken ___________ 39
(36) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _________ 39
(37) Ereignisse nach dem Stichtag des Zwischenberichtes __________ 40
(38) Fair Values ______________ 40
(39) Derivatives Geschäftsvolumen __________ 42

Gesamtergebnisrechnung des BKS Bank Konzerns für den Zeitraum 1. Jänner bis 30. September 2015

GEWINN- UND VERLUSTRECHUNG

in EUR Tsd. Anhang/Notes 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Zinserträge 146.300 130.054 -11,1
Zinsaufwendungen -48.219 -35.318 -26,8
Ergebnis aus at equity-bewerteten Unternehmen 21.094 24.730 17,2
Zinsüberschuss (1) 119.175 119.466 0,2
Risikovorsorge (2) -40.174 -25.194 -37,3
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 79.001 94.272 19,3
Provisionserträge 37.244 41.675 11,9
Provisionsaufwendungen -2.261 -2.468 9,2
Provisionsüberschuss (3) 34.983 39.207 12,1
Handelsergebnis (4) 1.522 2.017 32,5
Verwaltungsaufwand (5) -76.954 -79.233 3,0
Sonstige betriebliche Erträge (6) 2.562 3.541 38,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -6.651 -12.731 91,4
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV) 3.376 3.130 -7,3
– Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss (7) 706 1.293 83,1
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale (8) 2.670 1.550 -41,9
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity (9) 0 287 -
Periodenüberschuss vor Steuern 37.839 50.203 32,7
Steuern vom Einkommen (10) -5.145 -6.229 21,1
Periodenüberschuss 32.694 43.974 34,5
Fremdanteile am Periodenüberschuss -2 -2 0,0
Konzernperiodenüberschuss 32.692 43.972 34,5

OTHER COMPREHENSIVE INCOME (OCI)

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Periodenüberschuss 32.694 43.974 34,5
Posten ohne Reklassifizierung in den Konzernjahresüberschuss -1.415 -5.147 >100
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 -2.000 0 -100,0
± Latente Steuern gemäß IAS 19 500 0 -100,0
± Gewinn/Verluste aus der Anwendung der Equity-Methode gemäß IAS 19 85 -5.147 >-100
Posten mit Reklassifizierung in den Konzernjahresüberschuss 6.955 -2.240 >-100
± Währungsumrechnungsdifferenzen -61 52 >-100
± Available-for-Sale-Rücklage 764 -404 >-100
± Latente Steuern auf Posten AFS-Rücklage -364 33 >-100
± Gewinn/Verluste aus der Anwendung der Equity-Methode 6.616 -1.921 >-100
Summe direkt im Kapital erfasster Erträge und Aufwendungen 5.540 -7.387 >-100
Gesamtergebnis 38.234 36.587 -4,3
hievon Fremdanteile -2 -2 0,0
Gesamtergebnis nach Fremdanteilen 38.232 36.585 -4,3

ÄNDERUNG DER VERGLEICHSPERIODE ZUM STICHTAG 30.9.2015 AUFGRUND DES RESTATEMENTS ZUM 30.6.2015

Wie im Halbjahresfinanzbericht zum 30.6.2015 erläutert, hat die Prüfung der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung zu zwei Feststellungen geführt, welche auf den Seiten 22 und 23 des Halbjahresfinanzberichts (abrufbar u.a. auf der BKS Bank Homepage) im Detail erläutert wurden. Hinsichtlich der Anpassung der Bilanzpositionen zum 31.12.2014 verweisen wir auf diesen Halbjahresfinanzbericht.

In der Gesamtergebnisrechung ergeben sich in der Vergleichsperiode (30.9.2014) aufgrund des Restatements im Zusammenhang mit der Abgrenzung der Kreditbearbeitungsgebühren nachstehende Anpassungen:

in EUR Tsd. Im Aktionärsbrief 30.9.2014
ausgewiesener Betrag
Restatement Betrag nach
Restatement
in %
Provisionserträge 38.028 -784 37.244 -2,1
Periodenüberschuss vor Steuern 38.624 -784 37.839 -2,0
Steuern von Einkommen -5.341 196 -5.145 -3,7
Periodenüberschuss nach Steuern 33.282 -588 32.694 -1,8
Gewinn je Aktie annualisiert 1,38 -0,03 1,35 -2,2

Was das Restatements der Alpenländische Garantie-GmbH ALGAR betrifft, die in der Vergleichsperiode nicht quotal sondern mittels at-equity-Bewertung in den Konzernabschluss einbezogen wurde, ergeben sich nur minimale Verschiebungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnungen, welche hier mangels Wesentlichkeit und Ergebniswirkung nicht weiter erläutert werden.

Die Werte für den Zeitraum 1.1.-30.9.2014 bzw. für das Gesamtjahr 2014 wurden gemäß IAS 8 in allen betroffenen Tabellen des Konzernabschlusses angepasst.

QUARTALSÜBERSICHT

in EUR Tsd. Q3/2014 Q4/2014 Q1/2015 Q2/2015 Q3/2015
Zinserträge 48.262 45.874 43.099 45.985 40.970
Zinsaufwendungen -16.114 -15.174 -13.376 -11.303 -10.639
Ergebnis aus at equity-bewerteten Unternehmen 8.712 7.468 6.371 8.735 9.624
Zinsüberschuss 40.860 38.168 36.094 43.417 39.955
Risikovorsorge -12.279 -9.346 -6.161 -6.126 -12.907
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 28.581 28.822 29.933 37.291 27.048
Provisionserträge 12.820 13.417 14.439 14.103 13.133
Provisionsaufwendungen -879 -823 -769 -843 -856
Provisionsüberschuss 11.942 11.809 13.670 13.260 12.277
Handelsergebnis 458 -149 -67 998 1.086
Verwaltungsaufwand -24.960 -28.855 -26.173 -26.875 -26.185
sonstige betriebliche Erträge -411 3.411 1.433 899 1.209
sonstige betriebliche Aufwendungen -2.751 -1.834 -1.751 -4.170 -6.810
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten (FV) 933 2.247 1.768 1.004 358
– Ergebnis aus FV at Fair Value through Profit or Loss -112 -2.787 1.256 -528 565
– Ergebnis aus FV Available-for-Sale 1.045 347 225 1.532 -207
– Ergebnis aus FV Held-to-Maturity 0 4.687 287 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 13.791 16.236 18.813 22.407 8.983
Steuern vom Einkommen -1.770 -188 -6.534 -3.032 3.337
Periodenüberschuss 12.022 16.049 12.279 19.375 12.320
Fremdanteile am Periodenüberschuss -1 -1 -1 -1 0
Periodenüberschuss nach Fremdanteilen 12.020 16.048 12.278 19.374 12.320

Bilanz des BKS Bank Konzerns zum 30. September 2015

AKTIVA

Anhang /
in EUR Tsd. Notes 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Barreserve (11) 215.269 225.653 4,8
Forderungen an Kreditinstitute (12) 269.482 296.252 9,9
Forderungen an Kunden (13) 5.009.929 5.119.274 2,2
– Risikovorsorge zu Forderungen (14) -194.161 -205.462 5,8
Handelsaktiva (15) 46 61 32,6
Finanzielle Vermögenswerte 1.407.362 1.414.294 0,5
– Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss (16) 149.399 118.155 -20,9
– Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale (17) 183.310 166.385 -9,2
– Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity (18) 678.757 702.316 3,5
– Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen (19) 395.896 427.438 8,0
Immaterielle Vermögenswerte (20) 1.993 1.850 -7,2
Sachanlagen (21) 59.040 59.144 0,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (22) 28.985 31.443 8,5
Latente Steuerforderungen (23) 24.958 26.149 4,8
Sonstige Aktiva (24) 31.738 27.028 -14,8
Summe der Aktiva 6.854.641 6.995.686 2,1

PASSIVA

in EUR Tsd. Anhang /
Notes
31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (25) 860.517 944.795 9,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (26) 4.223.966 4.212.140 -0,3
– hievon Spareinlagen 1.705.479 1.654.140 -3,0
– hievon sonstige Verbindlichkeiten 2.518.487 2.558.000 1,6
Verbriefte Verbindlichkeiten (27) 593.614 591.252 -0,4
Handelspassiva (28) 45 54 20,0
Rückstellungen (29) 128.519 137.646 7,1
Latente Steuerschulden (30) 10.505 11.751 11,9
Sonstige Passiva (31) 46.173 73.292 58,7
Nachrangkapital (32) 195.453 188.138 -3,7
Eigenkapital 795.849 836.618 5,1
– Konzerneigenkapital 795.837 836.604 5,1
– Anteile im Fremdbesitz 12 14 16,7
Summe der Passiva 6.854.641 6.995.686 2,1

GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE

30.9.2014 30.9.2015
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf 32.172.435 35.430.369
Dividende je Aktie in Euro 0,25 0,23
Gewinn je Aktie annualisiert 1,35 1,65
Gewinn je Aktie für Periode in Euro 1,02 1,24

In der Kennziffer "Gewinn je Aktie" wird der Konzernperiodenüberschuss der durchschnittlichen Anzahl der in Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Anpassung
assoziierte
Zusätzliche
in EUR Tsd. Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Unter
nehmen
Eigenkapital
instrumente
Jahres
überschuss
Eigen
kapital
Stand 1.1.2015 72.072 143.056 -1.107 2.560 519.297 11.219 0 48.740 795.837
Ausschüttung -8.148 -8.148
Dotierung Gewinnrücklagen 40.592 -40.592 0
Periodenüberschuss 43.974 43.974
Direkt im Kapital erfasste Erträge
und Aufwendungen 52 -371 -7.068 -7.387
Kapitalerhöhung 0
Veränderung aus at equity-Bewertung 4.336 4.336
Veränderung eigener Aktien -1-737 -1-737
Emission zusätzliche Eigenkapital
instrumente (AT1)1) 8.800 8.800
Übrige Veränderungen 943 943
Stand 30.9.2015 72.072 143.056 -1.055 2.189 559.095 8.487 8.800 43.974 836.618
Stand der Available-for-Sale
Rücklage 2.909
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -720

1) Die emittierte Additional Tier 1-Anleihe wird gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

in EUR Tsd. Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Anpassung
assoziierte
Unternehmen
Jahres
überschuss
Eigen
kapital
Stand 1.1.2014 65.520 97.929 -987 2.498 493.127 4.276 39.799 702.162
Ausschüttung -8.044 -8.044
Dotierung Gewinnrücklagen 31.755 -31.755 0
Periodenüberschuss restatet 32.694 32.694
Direkt im Kapital erfasste Erträge
und Aufwendungen
-61 400 -1.500 6.701 5.540
Kapitalerhöhung 0
Veränderung aus at equity-Bewertung -2.105 -2.105
Veränderung eigener Aktien -775 -775
Übrige Veränderungen -584 -584
Stand 30.9.2014 65.520 97.929 -1.048 2.898 522.023 8.872 32.694 728.888
Stand der Available-for-Sale-Rücklage 5.364
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -1.332

Geldflussrechnung

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 104.815 215.269
Jahresüberschuss nach Steuern vor Fremdanteilen 32.694 43.974
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten 13.613 14.034
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus
operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungs
unwirksame Posten -45.937 -51.703
Cashflow aus operativer Tätigkeit 370 6.305
Mittelzufluss durch Veräußerungen 130.427 130.876
Mittelabfluss durch Investitionen -93.347 -118.632
Cashflow aus Investitionstätigkeit 37.080 12.244
Sonstige Einzahlungen - 8.800
Dividendenzahlungen -8.044 -8.148
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit -29.161 -9.052
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -36.429 -8.400
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand 210 235
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode 106.046 225.653

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank – Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

I. Allgemeine Angaben

Der Periodenabschluss des BKS Bank Konzerns zum 30. September 2015 wurde nach den Regeln der am Abschlussstichtag anzuwendenden IFRS-Standards des IASB (International Accounting Standards Board) in der von der EU übernommenen Fassung erstellt. Die entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls berücksichtigt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der BKS Bank AG 19 Unternehmen einbezogen (15 Vollkonsolidierungen, drei auf Basis der at equity-Bewertung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung). Der Konsolidierungskreis blieb im Vergleich zum Stichtag 31.12.2014 unverändert.

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt in %
Kapitalanteil
indirekt in %
Datum des
Abschlusses
BKS Bank d.d. Rijeka 100,00 - 30.9.2015
BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H Klagenfurt 99,75 0,25 30.9.2015
BKS-leasing d.o.o. Ljubljana 100,00 - 30.9.2015
BKS-leasing Croatia d.o.o. Zagreb 100,00 - 30.9.2015
BKS-Leasing s.r.o. Bratislava 100,00 - 30.9.2015
IEV Immobilien GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
Immobilien Errichtungs- und Vermietungs GmbH & Co. KG Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
BKS Zentrale-Errichtungs- und Vermietungs GmbH Klagenfurt - 100,00 30.9.2015
BKS Hybrid alpha Gmbh Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
BKS Hybrid beta GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
VBG-CH Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
LVM Beteiligungs Gesellschaft mbH Klagenfurt - 100,00 30.9.2015
BKS Immobilien-Service GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
BKS Service GmbH Klagenfurt 100,00 - 30.9.2015
BKS 2000 Beteiligungsverwaltungs GmbH Klagenfurt 100,00 30.9.2015

AT EQUITY-EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt in %
Kapitalanteil
indirekt in %
Datum des
Abschlusses
Oberbank AG Linz 16,56 - 30.6.2015
Bank für Tirol und Vorarlberg AG Innsbruck 13,59 - 30.6.2015
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft Linz 20,00 - 30.9.2015

Zur Oberbank AG und zur Bank für Tirol und Vorarlberg AG sei angemerkt, dass die BKS Bank an diesen Kreditinstituten zum 30.9.2015 mit 17,97% bzw. 15,10% zwar jeweils weniger als 20% der Stimmrechtsanteile bzw. mit 16,56% bzw. 13,59% jeweils weniger als 20% der Kapitalanteile hielt, die Ausübung der Stimmrechte aber durch Syndikatsverträge geregelt wird. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben.

Quotal konsolidierte Gesellschaften

Durch die Anwendung des IFRS 11 seit dem Geschäftsjahr 2014 ist die Beteiligung an der Alpenländische Garantie-GmbH als gemeinschaftliche Tätigkeit einzustufen und daher quotal in den Konsolidierungskreis einzubeziehen.

QUOTAL KONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN

Gesellschaft Firmensitz Kapitalanteil
direkt
Datum des
Abschlusses
Alpenländische Garantie-GmbH Linz 25,00% 30.9.2015

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. SEPTEMBER 2015

in EUR Tsd. Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiteranzahl
(in Personaljahren)
Periodenergebnis
vor Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 9.024 10.886 99,3 1.572
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 877 1.063 20,0 -66
Tochtergesellschaften
BKS leasing d.o.o., Ljubljana 1.724 2.159 10,6 873
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.220 1.299 9,8 855
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 768 1.138 12,0 67
BKS Bank d.d., Rijeka 3.990 4.403 55,2 1.142

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. SEPTEMBER 2014

in EUR Tsd. Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiteranzahl
(in Personaljahren)
Periodenergebnis
vor Steuern
Auslandsfilialen
Filiale Slowenien (Bankfiliale) 8.360 10.028 87,3 -3.433
Filiale Slowakei (Bankfiliale) 905 991 19,0 -275
Tochtergesellschaften
BKS leasing d.o.o., Ljubljana 1.336 1.610 10,6 845
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.492 1.648 10,0 362
BKS-Leasing s.r.o.,Bratislava 799 1.172 14,0 122
BKS Bank d.d., Rijeka 3.380 3.882 61,0 413

Währungsumrechnung

Die auf Fremdwährung lautenden Aktiva und Passiva werden grundsätzlich zu den jeweiligen Marktkursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Umrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, erfolgen nach der Stichtagskursmethode. Innerhalb des Konzern gibt es lediglich zwei kroatische Gesellschaften, die den Abschluss nicht in Euro, sondern in Kroatischer Kuna (HRK) erstellen. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet, Aufwände und Erträge mit dem Durchschnittskurs des betreffenden Zeitraumes. Die daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals angesetzt.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Barreserve

Dieser Posten besteht aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Vertragspartner zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen Vertragspartner eine finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital begründet. Die Erstbewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value, welcher in der Regel die Anschaffungskosten darstellt. Die Folgebewertung erfolgt anhand der Regelungen des IAS 39 und der Zuordnung in folgende Kategorien:

  • Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten sind, unterteilt nach
  • Handelsaktiva bzw. Handelspassiva, das sind Finanzinstrumente, die zum Handel bestimmt sind, inklusive aller Derivate mit Ausnahme jener, die als Sicherungsinstrument designiert wurden (Held for trading)

  • Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss, das sind Finanzinstrumente, die zum Fair Value designiert wurden (Fair Value-Option)

  • Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale, das sind zur Veräußerung bestimmte Finanzinstrumente (AfS)
  • Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity, das sind bis zur Endfälligkeit zu haltende Vermögenswerte (HtM)
  • Forderungen und Kredite (LAR)
  • Finanzielle Verbindlichkeiten (other liabilities)

Die finanziellen Vermögenswerte werden zu jedem Stichtag daraufhin untersucht, ob es objektive Hinweise gibt, die auf eine Wertminderung hindeuten. Solche objektive Hinweise sind beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten der Schuldner, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, Zugeständnisse der BKS Bank AG oder der einbezogenen Tochterunternehmen an die Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers, die ansonsten nicht gewährt werden würden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost) bewertet. Die Einteilung und Bewertung der Finanzinstrumente gemäß IAS 39 und IFRS 7 wird in der BKS Bank wie folgt vorgenommen:

EINTEILUNG UND BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE

AKTIVA At Fair Value At amortised
cost
Sonstige /
Anmerkung
Kategorie gemäß IAS 39
Barreserve Nominale nicht zuordenbar
Forderungen an Kreditinstitute ü - loans and receivables
Forderungen an Kunden ü - loans and receivables
Handelsaktiva ü - Held for trading
Finanzielle Vermögenswerte at FV through Profit or Loss ü - Fair Value-Option
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale ü ü - Available-for-Sale
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity ü - Held-to-Maturity
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen at equity nicht zuordenbar
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ü - nicht zuordenbar
Sonstige Aktiva
– hievon Derivate ü - Held for trading
– hievon sonstige Aktiva Nominale nicht zuordenbar
PASSIVA At Fair Value At amortised
cost
Sonstige /
Anmerkung
Kategorie gemäß IAS 39
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ü - Other liabilities
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ü - Other liabilities
Verbriefte Verbindlichkeiten
– hievon at Fair Value through Profit or Loss ü - Fair Value-Option
– hievon sonstige Verbriefte Verbindlichkeiten ü - Other liabilities
Handelspassiva ü - Held for trading
Sonstige Passiva
– hievon Derivate ü - Held for trading
– hievon sonstige Passiva Nominale nicht zuordenbar
Nachrangkapital ü - Other liabilities

Im Berichtszeitraum wurden – wie auch im Vorjahr – keine Umgliederungen gemäß IFRS 7.12 vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten at Fair Value through Profit or Loss

Ausgewählte Positionen werden unter Nutzung der Fair Value-Option in der Position at Fair Value through Profit or Loss (FV) zusammengefasst. Die Zuordnung erfolgt durch Festlegung im Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM). Diese Positionen werden erfolgswirksam mit dem Marktwert bewertet (Vermögensgegenstand bzw. Verbindlichkeit und zugehöriges Derivat). Das Bewertungsergebnis findet in der Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss in der Gewinn- und Verlustrechnung seinen Niederschlag.

Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale

Zur Veräußerung bestimmte Wertpapiere (Available-for-Sale = AfS) bilden eine abgegrenzte Kategorie von Finanzinstrumenten. Sie bilden die Residualgröße, wenn finanzielle Vermögenswerte nicht nach Held-to-Maturity oder nach Fair Value through Profit or Loss bilanziert werden. Für die Bewertung wird grundsätzlich der Börsekurs herangezogen. Ist ein solcher nicht verfügbar, wird bei Zinsprodukten die Barwertmethode angewendet. Die aus der Bewertung resultierenden Wertänderungen werden erfolgsneutral in der AfS-Rücklage ausgewiesen. Kommt es zu einer Veräußerung der betreffenden Wertpapiere, wird der entsprechende Teil der AfS-Rücklage erfolgswirksam erfasst.

Bei Vorliegen von Wertminderungsgründen (z.B. in Form von erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners oder im Falle einer messbaren Verringerung der erwarteten Cash Flows) wird eine erfolgswirksame Abschreibung vorgenommen. Bei Wegfall des Grundes erfolgt eine Zuschreibung und zwar bei Eigenkapitalinstrumenten über die AfS-Rücklage im Eigenkapital und bei Schuldinstrumenten über die Gewinn- und Verlustrechnung. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Beteiligungen werden, sofern kein Marktwert vorhanden ist, nach dem Anschaffungswertprinzip bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity

In dieser Position weisen wir Finanzinvestitionen aus, die bis zur Endfälligkeit (Held-to-Maturity= HtM) zu halten sind. Ein Agio bzw. Disagio wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt. Wertminderungen im Sinne eines Impairments werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen

Unternehmen, an denen die BKS Bank mehr als 20% der Anteile hält, werden at equity in den Konzernabschluss eingezogen. Weiters werden noch die Oberbank AG und die Bank für Tirol und Vorarlberg AG at equity in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl das Beteiligungsausmaß an der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft unter 20% liegt. Es liegen jedoch Syndikatsverträge vor. Diese eröffnen die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Institute im Rahmen der 3 Banken Gruppe mitzuwirken, ohne beherrschenden Einfluss auszuüben. Wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung bei einem at equity-bewerteten Beteiligungsansatz vorliegen, wird auf Basis geschätzter künftiger Zahlungsströme, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, ein Nutzungswert ermittelt. Der Barwert wird auf Grundlage eines Discounted Cash Flow Modells ermittelt. Das angewandte Rechenmodell ist als 2-Phasen-Modell aufgebaut. Im Berichtszeitraum gab es keinen Wertberichtigungsbedarf.

Forderungen und Verbindlichkeiten (loans and receivables, other liabilities)

Die Kategorie loans and receivables umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Kategorie entspricht bei der BKS Bank den Positionen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Wertminderungen werden als Risikovorsorge erfasst. Sofern Agien oder Disagien bestehen, werden diese über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam erfasst. Mit other liabilities werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden bezeichnet. Diese Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Risikovorsorge

Den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, die für wesentliche Engagements auf Basis der Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet werden, durch Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Kriterien sowie durch Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.64 Rechnung getragen. Letztere erfassen Verluste, die zwar schon eingetreten, aber noch nicht identifiziert werden konnten. Für Risiken aus Eventualverbindlichkeiten werden Rückstellungen gemäß IAS 37 gebildet. Eine Portfoliowertberichtigung für Länderrisiken wird am Abschlussstichtag für aushaftende Obligos je Land nach Risikostufen differenziert gebildet. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz (Wertberichtigungskonto) ausgewiesen.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

In dieser Position werden zur Drittvermietung bestimmte Immobilien ausgewiesen, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Cost-Method). Für die Immobilien, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, wird in den Notes der im Wesentlichen durch Schätzungen (beeidete Gutachten) ermittelte Marktwert offengelegt. Die Abschreibungssätze bewegen sich in einer Bandbreite von 1,5% bis 3,0%. Die Abschreibung erfolgt direkt linear.

Handelsaktiva/Handelspassiva

In den Handelsaktiva werden originäre Finanzinstrumente mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Value) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten werden in der Bilanzposition Handelspassiva ausgewiesen. Die Bewertungsergebnisse aus dieser Position werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Handelsergebnis gezeigt. Der Zinsaufwand für die Refinanzierung der Handelsaktiva wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Kassageschäfte werden zum Kassatag erfasst bzw. ausgebucht.

Derivate

Derivative Finanzinstrumente werden mit ihrem Marktwert dargestellt. Wertänderungen werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen hauptsächlich aus Grundstücken, Gebäuden und sonstigen Sachanlagen, die hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt und bewegen sich im folgenden Rahmen:

  • Unbewegliche Anlagegüter 1,5% bis 3,0% (d.h. 66,7 bis 33,3 Jahre)
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% bis 20% (d.h. 10 bis 5 Jahre)

Außerordentliche Wertminderungen werden durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt, welche in der G.u.V.-Rechnung unter der Position Verwaltungsaufwand erfasst wird. Bei Wegfall erfolgt eine Zuschreibung auf den fortgeschriebenen Wert. Im Berichtszeitraum gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen Geschäfts- und Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte sind allesamt erworben, haben eine begrenzte Nutzungsdauer und bestehen zum größten Teil aus Software. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt. Der Abschreibungssatz beträgt bei Software 25% (d.h. vier Jahre).

Erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden zum Erwerbsdatum mit den Anschaffungskosten angesetzt. Es erfolgt keine Abschreibung, sondern ein Impairmenttest, der zumindest jährlich durchgeführt wird. Bei der Überprüfung auf Wertminderung des Bilanzansatzes wird der Buchwert mit dem Barwert aller zukünftigen zahlungswirksamen Zahlungsströme, die der Gesellschaft zuzurechenen sind, verglichen (Nutzwert). Der Barwert wird auf Grundlage eines Discounted-Cash-Flow-Models ermittelt. Das angewandte Rechenmodell ist zweistufig aufgebaut:

Phase 1: In der Phase 1 werden die Cash Flows der folgenden fünf Jahre aufgrund von Planungsrechnungen ermittelt und diskontiert.

Phase 2: In der Phase 2 wird auf Basis des Cash Flows des letzten Planjahres eine ewige Rente errechnet.

Zum 30. September 2015 waren keine Geschäfts-oder Firmenwerte bilanziert.

Leasing

Das im Konzern befindliche Leasingvermögen ist dem Finanzierungsleasing (Chancen und Risken liegen beim Leasingnehmer, IAS 17) zuzurechnen. Die Leasinggegenstände werden unter den Forderungen in Höhe der Barwerte der vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung von vorhandenen Restwerten ausgewiesen.

Sonstige Aktiva bzw. sonstige Passiva

In den sonstigen Aktiva bzw. Passiva werden neben Rechnungsabgrenzungsposten sonstige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten sowie Marktwerte aus derivativen Geschäften ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum Fair Value.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Als verbriefte Verbindlichkeiten werden im Umlauf befindliche Schuldverschreibungen, Obligationen und andere verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen (eigene Emissionen). In der Regel werden verbriefte Verbindlichkeiten zu den fortgeführten Anschaffungskosten (amortised costs) bewertet. In Ausnahmefällen (Entscheidung Aktiv-Passiv-Management-Komitee) werden verbriefte Verbindlichkeiten mit dem Fair Value (Fair Value-Option) bewertet.

Nachrangkapital

Nachrangiges Kapital oder nachrangige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, die vertragsgemäß im Falle der Liquidation oder des Konkurses der BKS Bank erst nach den Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird das Nachrangkapital zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt mit jenen Steuersätzen, die nach geltenden Gesetzen in dem Besteuerungszeitraum angewendet werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Die latenten Steuern berechnen sich aus dem Unterschied von Wertansätzen eines Vermögenswertes oder einer Verpflichtung, wobei dem steuerlichen Wertansatz der IFRS-Buchwert gegenübergestellt wird. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtlich Steuerbelastungs- oder Steuerentlastungseffekte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 dann ausgewiesen, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich schätzbar ist. Rückstellungen werden bei der BKS Bank hauptsächlich für Pensionen und ähnliche personalbezogene Verpflichtungen, für Steuern sowie für Zinsen von Stufenzinsprodukten gebildet. Die Rückstellung für Sterbegelder wurde ebenfalls nach den IFRS-Grundsätzen des IAS 19 berechnet. Zum 31.12.2000 wurden die Pensionsanwartschaften aller aktiven Mitarbeiter an die VBV-Pensionskasse AG als Rechtsnachfolgerin der BVP-Pensionskasse AG übertragen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten und aus dem erwirtschafteten Kapital (Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Bewertungsrücklage, Fremdwährungsveränderung, Periodenergebnis). Die BKS Bank ist bestrebt, ihr Kapital durch Thesaurierung von erwirtschafteten Gewinnen nachhaltig zu stärken. In der Berichtsperiode wurde eine Additional Tier 1-Anleihe begeben. Sie ist gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss werden die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft, aus Wertpapieren im Eigenbestand, aus Beteiligungen in Form von Dividendenzahlungen, aus Leasingforderungen sowie aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfasst und durch Zinsaufwendungen für Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, für verbriefte Verbindlichkeiten und für als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vermindert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Erträge aus at equity-bewerteten Unternehmen werden im Zinsüberschuss unter Abzug der Refinanzierungsaufwendungen offengelegt.

Risikovorsorgen

In dieser Position werden Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten erfasst. Nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen werden ebenfalls dieser Position zugerechnet.

Provisionsüberschuss

Hier werden die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft und diesem zugeordnete Aufwendungen gegenüber Dritten ausgewiesen.Hierbei werden Provisionen im Zusammenhang mit der Neueinräumung von Krediten bei Ursprungslaufzeiten von mehr als einem Jahr zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden Personalaufwendungen, Sachaufwendungen sowie Abschreibungen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Handelsergebnis

In dieser Position werden Erträge und Aufwendungen aus dem Eigenhandel ausgewiesen. Positionen des Handelsbuches wurden mark to market bewertet. Bewertungsgewinne und -verluste sind ebenfalls im Handelsergebnis erfasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge

In diesem Posten werden Gebühren, Abgaben, Schadensfälle, Schadensvergütungen, Erlöse aus Realitätenverkäufen und ähnliche Positionen erfasst und periodengerecht abgegrenzt.

Sonstige Erläuterungen

Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen in Form von Zinskurven und Fremdwährungskursen wurden im notwendigen Ausmaß durchgeführt und der Abschluss auf Basis der am Abschlussstichtag vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Die in den Periodenabschluss einfließenden Annahmen und Schätzungen wurden auf Basis der am Abschlussstichtag 30. September 2015 vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

Details zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) ZINSÜBERSCHUSS

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Zinserträge 146.300 130.054 -11,1
- hievon aus Kreditgeschäften 110.610 97.324 -12,0
- hievon aus festverzinslichen Wertpapieren 20.939 17.825 -14,9
- hievon aus Leasingforderungen 7.102 6.461 -9,0
- hievon aus Aktien, Beteiligungen an sonstigen Unternehmen 5.832 6.008 3,0
- hievon aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.817 2.436 34,1
Zinsaufwendungen 48.219 35.318 -26,8
- hievon aus Einlagen von Kreditinstituten und Kunden1) 27.194 16.121 -40,7
- hievon aus verbrieften Verbindlichkeiten 20.583 18.559 -9,8
- hievon aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 442 638 44,3
Ergebnis aus at equity-bewerteten Unternehmen 21.094 24.730 17,2
- hievon aus Erträgen aus at equity-bewerteten Unternehmen 21.283 24.730 16,2
- abzüglich Refinanzierungsaufwand für at equity-bewertete Unternehmen2) -189 0 -
Zinsüberschuss 119.175 119.466 0,2

1) abzüglich Refinanzierungsaufwand von at equity-bewerteten Unternehmen

2) auf Basis des durchschnittlichen 3-Monats-Euribor

In den Zinserträgen sind Erträge aus dem Unwinding, d.h. aus den Barwertänderungen von Zahlungsströmen aus wertberichtigten Forderungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. (30.9.2014: EUR 1,7 Mio.) enthalten.

(2) RISIKOVORSORGE

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Zuweisung zur Risikovorsorge 44.017 32.409 -26,4
Auflösung von Risikovorsorgen -3.890 -6.947 78,6
Direktabschreibungen 416 425 2,2
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -369 -693 87,8
Risikovorsorge 40.174 25.194 -37,3

(3) PROVISIONSÜBERSCHUSS

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Provisionserträge 37.244 41.675 11,9
- hievon aus dem Zahlungsverkehr 15.374 16.129 4,9
- hievon aus dem Wertpapiergeschäft 9.831 11.099 12,9
- hievon aus dem Kreditgeschäft 9.568 10.618 11,0
- hievon aus dem Geld- und Devisengeschäft 1.581 2.798 77,0
- hievon aus sonstigen Dienstleistungen 890 1.031 15,8
Provisionsaufwendungen 2.261 2.468 9,2
- hievon aus dem Zahlungsverkehr 1.262 1.458 15,5
- hievon aus dem Wertpapiergeschäft 643 609 -5,3
- hievon aus dem Kreditgeschäft 233 279 19,7
- hievon aus dem Geld- und Devisengeschäft 18 18 0,0
- hievon aus sonstigen Dienstleistungen 105 104 -1,0
Provisionsüberschuss 34.983 39.207 12,1

(4) HANDELSERGEBNIS

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Kursbezogene Geschäfte 38 -7 ->100
Zins- und währungsbezogene Geschäfte 1.484 2.024 36,4
Handelsergebnis 1.522 2.017 32,5

(5) VERWALTUNGSAUFWAND

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Personalaufwand 50.768 53.105 4,6
– hievon Löhne und Gehälter 39.418 38.075 -3,4
– hievon Sozialabgaben 8.930 8.985 0,6
– hievon Aufwendungen für Altersversorgung 2.420 6.045 >100
Sachaufwand 21.225 21.041 -0,9
Abschreibungen 4.961 5.087 2,5
Verwaltungsaufwand 76.954 79.233 3,0

(6) SALDO SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Sonstiger betrieblicher Ertrag 2.562 3.541 38,2
Sonstiger betrieblicher Aufwand -6.651 -12.731 91,4
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -4.089 -9.190 >100

(7) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten 1.405 1.218 -13,3
Ergebnis aus der Fair Value-Option -699 75 >-100
Ergebnis aus finanz. Vermögenswerten at Fair Value through Profit or Loss 706 1.293 83,1

(8) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN AVAILABLE-FOR-SALE

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Ergebnis aus Bewertungen -46 -38 -17,4
Ergebnis aus Veräußerungen 2.716 1.588 -41,5
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Available-for-Sale 2.670 1.550 -41,9

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN HELD-TO-MATURITY

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Ergebnis aus Bewertung 0 0 -
Ergebnis aus Veräußerung 0 287 -
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten Held-to-Maturity 0 287 -

(10) STEUERN

in EUR Tsd. 1.1.-30.9.2014 1.1.-30.9.2015 ± in %
Laufende Steuern -4.187 -6.627 58,3
Latente Steuern -958 398 >-100
Steuern -5.145 -6.229 21,1

Details zur Bilanz

(11) BARRESERVE

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Kassenbestand 34.693 31.739 -8,5
Guthaben bei Zentralnotenbanken 180.576 193.914 7,4
Barreserve 215.269 225.653 4,8

(12) FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 167.323 173.695 3,8
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 102.159 122.557 20,0
Forderungen an Kreditinstitute 269.482 296.252 9,9

(13) FORDERUNGEN AN KUNDEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Firmenkunden1) 3.827.652 3.981.990 4,0
Privatkunden1) 1.182.277 1.137.284 -3,8
Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 5.009.929 5.119.274 2,2

1) Durch die Neuausrichtung der Vertriebsorgansation kam es zu Anpassungen in den Segmenten. Auch die Vergleichsperiode wurde entspre chend angepasst. Nähere Erläuterungen siehe Note 33.

(14) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Stand am Beginn der Berichtsperiode 176.109 194.161 10,3
Änderung der Konsolidierungsmethode2) 28.285 0 -100,0
+ Zuführung 55.566 33.404 -39,9
- Auflösung -13.147 -8.140 -38,1
- Verwendung -52.607 -13.940 -73,5
+ Veränderung aus Währungsumrechnung -45 -23 -48,9
Stand am Ende der Berichtsperiode 194.161 205.462 5,8

2) Bedingt durch die Quotenkonsolidierung der Alpenländische Garantie-GmbH (ALGAR) wurden die gewidmeten Rückstellungen sowie Rückstellungen für Werthaltigkeitserklärungen der ALGAR als spezifische Risikovorsorgen berücksichtigt.

(15) HANDELSAKTIVA

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 0 -
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0 -
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten
– hievon aus währungsbezogenen Geschäften 0 6 -
– hievon aus zinsbezogenen Geschäften 46 55 19,6
Handelsaktiva 46 61 32,6

(16) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AT FAIR VALUE THROUGH PROFIT OR LOSS

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 62.339 41.980 -32,7
Kredite 87.060 76.175 -12,5
Finanzielle Vermögenswerte at Fair Value through Profit or Loss 149.399 118.155 -20,9

(17) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AVAILABLE-FOR-SALE

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 82.636 64.989 -21,4
Aktien und nicht verzinsliche Wertpapiere 42.281 41.272 -2,4
Beteiligungen an anderen verbundenen Unternehmen 4.393 4.457 1,5
Sonstige Beteiligungen 54.000 55.667 3,1
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale 183.310 166.385 -9,2

(18) FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE HELD-TO-MATURITY

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 678.757 702.316 3,5
Finanzielle Vermögenswerte Held-to-Maturity 678.757 702.316 3,5

(19) ANTEILE AN AT EQUITY-BEWERTETEN UNTERNEHMEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Oberbank AG 259.001 282.205 9,0
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 132.631 140.970 6,3
Drei-Banken Versicherungs-AG 4.264 4.263 0,0
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen 395.896 427.438 8,0

(20) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Geschäfts- und Firmenwert 0 0 -
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.993 1.850 -7,2
Immaterielle Vermögenswerte 1.993 1.850 -7,2

(21) SACHANLAGEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Grund 7.856 7.869 0,2
Gebäude 41.232 39.723 -3,7
sonstige Sachanlagen 9.952 11.552 16,1
Sachanlagen 59.040 59.144 0,2

(22) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Grund 11.842 8.941 -24,5
Gebäude 17.143 22.502 31,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.985 31.443 8,5

(23) LATENTE STEUERFORDERUNGEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Latente Steuerforderungen 24.958 26.149 4,8

(24) SONSTIGE AKTIVA

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 15.821 10.807 -31,7
Sonstige Vermögenswerte 13.566 13.367 -1,5
Rechnungsabgrenzungsposten 2.351 2.854 21,4
Sonstige Aktiva 31.738 27.028 -14,8

(25) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 593.228 752.775 26,9
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 267.289 192.020 -28,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 860.517 944.795 9,8

(26) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Spareinlagen 1.705.479 1.654.140 -3,0
- hievon Firmenkunden3) 195.651 218.766 11,8
- hievon Privatkunden3) 1.509.828 1.435.374 -4,9
Sonstige Verbindlichkeiten 2.518.487 2.558.000 1,6
- hievon Firmenkunden3) 1.741.031 1.835.620 5,4
- hievon Privatkunden3) 777.456 722.380 -7,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.223.966 4.212.140 -0,3

3) Durch die Neuausrichtung der Vertriebsorgansation kam es zu Anpassungen in den Segmenten. Auch die Vergleichsperiode wurde entspre chend angepasst. Nähere Erläuterungen siehe Note 33.

(27) VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Begebene Schuldverschreibungen 500.655 482.688 -3,6
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 92.959 108.564 16,8
Verbriefte Verbindlichkeiten 593.614 591.252 -0,4

(28) HANDELSPASSIVA

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Zinsbezogene Geschäfte 45 54 20,0
Währungsbezogene Geschäfte 0 0 -
Handelspassiva 45 54 20,0

(29) RÜCKSTELLUNGEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 78.917 81.136 2,8
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 117 4.766 > 100
Sonstige Rückstellungen 49.485 51.744 4,6
Rückstellungen 128.519 137.646 7,1

(30) LATENTE STEUERSCHULDEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Latente Steuerschulden 10.505 11.751 11,9

(31) SONSTIGE PASSIVA

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Negative Marktwerte aus derivativen Geschäften 26.257 37.947 44,5
Sonstige Passiva 13.928 30.962 > 100
Rechnungsabgrenzungsposten 5.988 4.383 -26,8
Sonstige Passiva 46.173 73.292 58,7

(32) NACHRANGKAPITAL

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Ergänzungskapital 155.453 148.138 -4,7
Hybridkapital 40.000 40.000 0,0
Nachrangkapital 195.453 188.138 -3,7

(33) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns. Die BKS Bank hat sich im Vorjahr und auch noch im ersten Halbjahr 2015 intensiv mit der Optimierung ihrer Vertriebsstruktur bzw. ihre Vertriebsorganisation befasst und eine klare Ausrichtung auf die Segmente Privatkunden (bisherige Bezeichnung: Retailkunden), Firmenkunden und Financial Markets vorgenommen. Im Detail wurden im Zuge der Umstrukturierung die Retailfirmenkunden, das sind kleine Gewerbeunternehmen und Freiberufler aus dem Retailkundensegment in das Firmenkundensegment umgegliedert. Die sogenannten Heilberufe blieben im Retailkundensegment, welches nun als Privatkundensegment bezeichnet wird. Demzufolge änderte sich die Segmentberichterstattung geringfügig. Die ziffernmäßige Darstellung der Vergleichsperiode wurde rückwirkend gemäß IFRS 8.29 angepasst.

Privatkunden Firmenkunden Financial Markets
in EUR Tsd. 30.9.2014 30.9.2015 30.9.2014 30.9.2015 30.9.2014 30.9.2015
Zinsüberschuss 24.512 20.948 61.381 62.904 32.390 34.638
– hievon at equity-Ergebnis - - - - 21.094 24.730
Risikovorsorge -1.691 -1.270 -38.072 -23.598 -411 -326
Provisionsüberschuss 14.236 17.408 20.102 20.944 146 186
Handelsergebnis 0 0 0 0 1.522 2.017
Verwaltungsaufwand -36.979 -38.115 -31.969 -32.773 -4.819 -4.777
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen 324 447 520 717 -30 -18
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 3.376 3.130
Periodenüberschuss vor Steuern 402 -582 11.962 28.194 32.174 34.850
Ø risikogewichtete Aktiva 529.295 500.491 3.217.720 3.144.633 670.057 835.520
Ø zugeordnetes Eigenkapital 42.344 40.039 257.418 251.571 414.598 515.748
ROE auf Basis Periodenüberschuss 1,3% -1,9% 6,2% 14,9% 10,3% 9,0%
Cost-Income-Ratio 94,6% 98,2% 39,0% 38,8% 14,2% 13,0%
Risk-Earnings-Ratio 6,9% 6,1% 62,0% 37,5% 1,3% 0,9%
Sonstige Summe
in EUR Tsd. 30.9.2014 30.9.2015 30.9.2014 30.9.2015
Zinsüberschuss 892 976 119.175 119.466
– hievon at equity-Ergebnis - - 21.094 24.730
Risikovorsorge 0 0 -40.174 -25.194
Provisionsüberschuss 499 669 34.983 39.207
Handelsergebnis 0 0 1.522 2.017
Verwaltungsaufwand -3.187 -3.568 -76.954 -79.233
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge
bzw. Aufwendungen -4.903 -10.336 -4.089 -9.190
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten 0 0 3.376 3.130
Periodenüberschuss vor Steuern -6.699 -12.259 37.839 50.203
Ø risikogewichtete Aktiva 44.314 49.220 4.461.386 4.529.864
Ø zugeordnetes Eigenkapital 7.166 8.868 721526 816.226
ROE auf Basis Periodenüberschuss - - 6,8 9,0%
Cost-Income-Ratio - - 50,8 52,3%
Risk-Earnings-Ratio - - 33,7 21,1%

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen. Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand. Die Berichte für die interne Steuerung gliedern sich wie folgt:

  • Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene
  • Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten
  • Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Geschäftssegmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Ertrags- und Aufwandspositionen sowie jene Ergebnisbeiträge abgebildet, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten. Die Segmentergebnisse für das erste Halbjahr 2014 wurden gemäß IAS 8 angepasst.

(34) KONZERNKAPITAL

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Gezeichnetes Kapital 72.072 72.072 0,0
– hievon Aktienkapital 72.072 72.072 0,0
Kapitalrücklagen 143.056 143.056 0,0
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen, laufendes Ergebnis 580.721 612.690 5,5
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente 0 8.800 > 100
Eigenkapital vor Fremdanteilen 795.849 836.618 5,1
Fremdanteile -12 -14 16,7
Konzernkapital 795.837 836.604 5,1

Das Aktienkapital setzt sich aus 34.236.000 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt EUR 2,0. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen die in der Berichtsperiode emittierte Additional Tier 1-Anleihe, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren ist.

(35) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Bürgschaften und Garantien 392.244 388.225 -1,0
Akkreditive 2.948 1.786 -39,4
Eventualverbindlichkeiten 395.192 390.011 -1,3
Sonstige Kreditrisiken 868.499 987.660 13,7
Kreditrisiken 868.499 987.660 13,7

(36) ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Höhe der ausstehenden Salden erhaltene Garantien gewährte Garantien
in EUR Tsd. per 31.12.2014 per 30.9.2015 per 31.12.2014 per 30.9.2015 per 31.12.2014 per 30.9.2015
nicht konsolidierte
Tochterunternehmen 0 0 0 0
Forderungen 5.597 5.469
Verbindlichkeiten 1.165 1.318
Assoziierte Unternehmen und
gemeinsame Vereinbarungen
0 0 0 0
Forderungen 59.585 73.734
Verbindlichkeiten 145.108 223.645
Mitglieder des Managements 0 0 0 0
Forderungen 440 424
Verbindlichkeiten 479 1.123
sonstige nahestehende Personen 0 0 109 109
Forderungen 16 18
Verbindlichkeiten 592 493

GEWÄHRTE VORSCHÜSSE UND KREDITE

in EUR Tsd. 31.12.2014 30.9.2015 ± in %
Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Vorstand 165 149 -9,7
Gewährte Vorschüsse und Kredite an den Aufsichtsrat 275 275 0,0
Gewährte Vorschüsse und Kredite 440 424 -3,6

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Berichtszeitraum gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

(37) EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG DES ZWISCHENBERICHTES

Es gab nach dem Stichtag des Zwischenberichtes (30. September 2015) keine in ihrer Form oder Sache nach ungewöhnlichen Aktivitäten oder Ereignisse in der BKS Bank, die das im vorliegenden Bericht vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussten.

(38) FAIR VALUES

Die beiden nachstehenden Tabellen auf Seite 41 zeigen die Fair Values der angeführten Bilanzpositionen, also jene Preise, die in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würden.

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z.B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z.B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" auf Seite 41 werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Beteiligungen im AfS-Bestand sowie Anteile an at equity bewerteten Unternehmen der Kategorie Level 3 werden, wenn sich kein verlässlicher Fair Value ermitteln lässt, mit ihren Buchwerten angesetzt. Die Bewertung der Kundenforderungen sowie verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z.B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungenen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z.B. Börsegang). In der Berichtsperiode kam es zu keiner Veränderung in der Kategorisierung

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Verbindlichkeiten

Die Auswirkung aus der Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten beträgt im Berichtszeitraum EUR 0,4 Mio. (31.12.2014: EUR 0,6 Mio.).

FAIR VALUES

30.9.2015

LEVEL 3
LEVEL1 LEVEL2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value Buchwert Diff. Fair
Value zu
in EUR Tsd. "Marktwert" basierend" methode" total 30.9.2015 Buchwert
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 0 296.372 0 296.372 296.252 120
Forderungen an Kunden 0 5.183.765 0 5.183.765 5.119.274 64.491
Handelsaktiva 0 61 0 61 61 0
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 41.980 0 76.175 118.155 118.155 0
FV Available-for-Sale 140.775 0 25.610 166.385 166.385 0
FV Held-to-Maturity 772.056 0 0 772.056 702.315 69.741
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen 321.875 0 4.264 326.139 427.438 -101.299
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 47.369 47.369 31.443 15.926
Sonstige Aktiva (Derivate) 0 10.807 0 10.807 10.807 0
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 947.849 0 947.849 944.795 3.054
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 4.226.181 0 4.226.181 4.212.140 14.041
Verbriefte Verbindlichkeiten 411.246 95.251 103.798 610.295 591.252 19.043
– hievon at Fair Value through Profit or Loss 0 0 103.798 103.798 103.798 0
Nachrangkapital 188.335 2.353 0 190.688 188.138 2.550
Handelspassiva 0 54 0 54 54 0
Sonstige Passiva (Derivate) 0 37.947 0 37.947 37.947 0
1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

31.12.2014

LEVEL 3
LEVEL1 LEVEL2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value Buchwert Diff. Fair
Value zu
in EUR Tsd. "Marktwert" basierend" methode" total 31.12.2014 Buchwert
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute 0 269.535 0 269.535 269.482 53
Forderungen an Kunden 0 5.096.551 0 5.096.551 5.009.929 86.622
Handelsaktiva 0 46 0 46 46 0
FV1) at Fair Value through Profit or Loss 62.338 0 87.061 149.399 149.399 0
FV Available-for-Sale 158.345 0 24.965 183.310 183.310 0
FV Held-to-Maturity 758.106 0 0 758.106 678.757 79.349
Anteile an at equity-bewerteten Unternehmen 316.811 0 4.264 321.075 395.896 -74.821
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 44.520 44.520 28.985 15.534
Sonstige Aktiva (Derivate) 0 15.821 0 15.821 15.821 0
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 863.933 0 863.933 860.517 3.416
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 4.242.935 0 4.242.935 4.223.966 18.969
Verbriefte Verbindlichkeiten 431.111 78.488 106.316 615.915 593.614 22.301
– hievon at Fair Value through Profit or Loss 0 0 106.316 106.316 106.316 0
Nachrangkapital 197.585 2.354 0 199.939 195.453 4.486
Handelspassiva 0 45 0 45 45 0
Sonstige Passiva (Derivate) 0 26.257 0 26.257 26.257 0

1) FV = Finanzielle Vermögenswerte

LEVEL 3: BEWEGUNGEN 1.1. BIS 30.9.2015

in EUR Tsd. FV- Available-for-Sale Anteile an at equity
beteiligten Unternehmen
FV-at Fair Value through
Profit or Loss
verbriefte Verbindlichkeiten
hievon at Fair Value
through Profit or Loss
Stand zum 1.1.2015 24.965 4.264 87.061 106.316
Umgliederung 0 0 0 0
GuV-Rechnung1) -67 0 -987 -2.518
Sonstiges Ergebnis 47 0 0 0
Käufe 665 0 0 0
Verkäufe/Tilgungen 0 0 -9.899 0
Stand zum 30.9.2015 25.610 4.264 76.175 103.798

1) über die GuV-Rechnung geführte Bewertungsänderungen

(39) DERIVATIVES GESCHÄFTSVOLUMEN

Aus dem Derivativgeschäft (Bank- und Handelsbuch) ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte:

30.9.2015 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
in EUR Tsd. < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 1.470.435 347.880 0 1.818.315 2.873 28.844
– hievon Handelsbuch 1.000 - - 1.000 7 -
Zinssatzverträge 128.006 102.332 272.870 503.208 6.876 7.854
– hievon Handelsbuch 4.006 9.832 11.060 24.898 55 54
Wertpapierbezogene Geschäfte 920 - - 920 - 9
– hievon Handelsbuch - - - - - -
Gesamt 1.599.361 450.212 272.870 2.322.443 9.749 36.707
– hievon Handelsbuch 5.006 9.832 11.060 25.898 62 54
31.12.2014 Nominalbetrag nach Restlaufzeiten Marktwerte
in EUR Tsd. < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe positiv negativ
Wechselkursverträge 1.365.225 630.789 - 1.996.014 6.743 13.094
– hievon Handelsbuch - - - - - -
Zinssatzverträge 211.928 172.574 280.896 665.398 8.320 11.603
– hievon Handelsbuch 2.928 9.324 14.986 27.238 46 46
Wertpapierbezogene Geschäfte - - - - - -
– hievon Handelsbuch - - - - - -
Gesamt 1.577.153 803.363 280.896 2.661.412 15.063 24.697
– hievon Handelsbuch 2.928 9.324 14.986 27.238 46 46

Erklärungen der gesetzlichen Vertreter der BKS Bank

"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für den Zeitraum 1. Jänner bis 30. September 2015 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."

Klagenfurt am Wörthersee, am 25. November 2015

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Vorstandsvorsitzende mit Verantwortung für die Bereiche Corporates, Rechnungswesen und Vertriebscontrolling, Human Resources, Treasury/Eigengeschäft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Investor Relations, Bauangelegenheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen; im Ausland zuständig für Slowenien, Kroatien, Ungarn und Slowakische Republik

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Risikomanagement, Risikocontrolling, Marktfolge Kredit und Servicegesellschaften der BKS Bank, Betriebsorganisation, IT und Technischer Dienst, sowie DREI BANKEN EDV Gesellschaft: im Ausland zuständig für die Marktfolge, das Risikomanagement und die IT

Mag. Wolfgang Mandl Mitglied des Vorstandes

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Geschäftsfelder Retailprivat- und Retailfirmenkunden Inland, Private Banking und Wertpapiergeschäft, KAG und Depotbankengeschäft, Online-Vertrieb und Social Media, Vertriebspartner. Im Ausland zuständig für die Region Italien

Unternehmenskalender 2016

2. April 2016: Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2015 im Internet
und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung
19. Mai 2016: 77. ordentliche Hauptversammlung
23. Mai 2016: Dividenden-Ex-Tag
25. Mai 2016: Dividenden-Zahltag

Zwischenberichte der BKS Bank

20. Mai 2016: Zwischenbericht zum 31. März 2016
26. August 2016: Halbjahresfinanzbericht 2016
25. November 2016: Zwischenbericht zum 30. September 2016

Impressum:

Medieninhaber (Verleger) BKS Bank AG, St.Veiter Ring 43, A-9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel: 0463-5858-0 Internet: http://www.bks.at, http://www.twitter.com/bksbank, E-Mail: [email protected] bzw. [email protected] Redaktion: BKS Bank AG, Abteilung Vorstandsbüro; Redaktionsschluss: 25. November 2015

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