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BKS Bank AG

Interim / Quarterly Report Aug 30, 2019

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Interim / Quarterly Report

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HALBJAHRESFINANZBERICHT 2019

INHALTS-VERZEICHNIS

BKS BANK KONZERN IM ÜBERBLICK . 3
Highlights im ersten Halbjahr 2019.
Vorwort der Vorstandsvorsitzenden
4
6
KONZERNLAGEBERICHT .
Wirtschaftliches Umfeld .
9
10
Vermögens- und Finanzlage . 11
Ergebnisentwicklung . 13
Segmentbericht . 15
Konsolidierte Eigenmittel . 17
Risikomanagement . 18
Vorschau auf das Gesamtjahr . 19
KONZERNABSCHLUSS ZUM 30. JUNI 2019. . 21
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2019 . 22
Konzernbilanz zum 30. Juni 2019 . 25
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung . 26
Konzerngeldflussrechnung . 27
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank . 28
ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER DER BKS BANK. . 46
Unternehmenskalender 2019 . 47

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019 enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des BKS Bank Konzerns beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 28. August 2019 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der BKS Bank AG verbunden.

DISCLAIMER

Die vorliegende deutsche Version ist die authentische und für alle rechtlichen Aspekte relevante Fassung. Zwischenberichte in englischer Sprache sind Übersetzungen.

Minimal abweichende Werte in Tabellen und Grafiken sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Zur leichteren Lesbarkeit wurde die männliche Form gewählt. Frauen und Männer werden in den Texten gleichermaßen angesprochen.

BKS BANK KONZERN IM ÜBERBLICK

ERFOLGSZAHLEN in Mio. EUR 01. Halbjahr 2018 01. Halbjahr 2019 ± in %
Zinsüberschuss 65,7 70,5 7,2
Risikovorsorgen 9,1 13,2 45,4
Provisionsüberschuss 27,4 29,2 6,8
Verwaltungsaufwand -58,0 -61,4 5,9
Periodenüberschuss vor Steuern 36,6 46,6 27,3
Periodenüberschuss nach Steuern 32,6 42,1 29,1
BILANZZAHLEN
in Mio. EUR
31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Bilanzsumme 8.434,9 8.700,4 3,1
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 5.918,0 6.058,6 2,4
Primäreinlagen 6.218,2 6.542,1 5,2
– hiervon Spareinlagen 1.429,4 1.432,1 0,2
– hiervon verbriefte Verbindlichkeiten
inkl. Nachrangkapital 750,7 775,0 3,2
Eigenkapital 1.210,7 1.255,3 3,7
Betreute Kundengelder 14.518,4 18.656,1 28,5
– hiervon Depotvolumen 8.300,2 12.114,0 45,9
EIGENMITTEL NACH CRR in Mio. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in % (Pkt.)
Total risk exposure amount 5.283,1 5.360,8 1,5
Eigenmittel 779,2 811,9 4,2
– hiervon hartes Kernkapital (CET1) 593,7 610,1 2,8
– hiervon Kernkapital (CET1 und AT1) 645,2 670,8 4,0
Kernkapitalquote (in %) 12,2 12,5 0,3
Gesamtkapitalquote (in %) 14,8 15,1 0,3
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Return on Equity nach Steuern 6,8 6,3 -0,5
Return on Assets nach Steuern 1,0 0,9 -0,1
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 50,3 52,3 2,0
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) 10,5 14,5 4,0
Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote)1) 3,3 2,7 -0,6
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 110,2 107,8 -2,4
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 137,7 135,6 -2,1
Leverage Ratio 8,0 7,6 -0,4
RESSOURCEN 31.12.2018 30.06.2019
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand 932 961
Anzahl der Geschäftsstellen 63 63
DIE BKS BANK-AKTIE 31.12.2018 30.06.2019
Anzahl Stamm-Stückaktien (ISIN AT0000624705) 41.142.900 41.142.900
Anzahl Vorzugs-Stückaktien (ISIN AT0000624739) 1.800.000 1.800.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 19,8/18,2 17,2/17,0
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,5/16,9 16,1/14,0
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in EUR 16,8/17,0 16,4/14,0
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 721,8 699,9

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode des Risk Dashboards der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

HIGHLIGHTS IM ERSTEN HALBJAHR 2019

STAATSPREIS UNTERNEHMENSQUALITÄT

Als erste Universalbank gewann die BKS Bank den Staatspreis für Unternehmensqualität.

BESTER SERVICE

Die Österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien und das Magazin trend zeichneten die BKS Bank mit dem ÖGVS-Service-Award aus. Bewertet wurden 216 Unternehmen.

GRÖSSTER WERTPAPIERDIENSTLEISTER

Durch die erfolgreich abgeschlossene Übernahme von rund 25.000 Kunden der ALTA Invest, investicijske storitve, d.d., wurde die BKS Bank zum größten Wertpapierdienstleister in Slowenien.

AUSGEZEICHNETER PERIODENÜBERSCHUSS

Im ersten Halbjahr 2019 stieg der Periodenüberschuss nach Steuern um 29,1 % auf 42,1 Mio. EUR.

STRAHLENDE GEWINNER

Breitenfeld Edelstahl, die Weizer Schafbauern, Saubermacher und dahir GmbH freuten sich über den TRIGOS Steiermark. Der Sonderpreis "CSR-Newcomer" ging an die art & event Theaterservice Graz und an Cooltours.

NACHHALTIG IM VÖNIX

Bereits zum vierten Mal in Folge wurde die BKS Bank-Stammaktie in den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse aufgenommen.

GESUNDE MITARBEITER

Foto: Hannes Kainz Die BKS Bank wurde erneut mit dem "Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung" geehrt und darf dieses nun bis 2021 tragen.

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

ich freue mich, mit Ihnen auf ein ereignisreiches erstes Halbjahr 2019 zurückblicken zu können, das ein besonderes Highlight unserer Unternehmensgeschichte mit sich brachte: Die BKS Bank wurde im Juni als erste Universalbank mit dem Staatspreis Unternehmensqualität 2019 ausgezeichnet. Die Jury begründete die Verleihung mit den Worten: "Die Führungskräfte der BKS Bank inklusive Vorstand befassen sich intensiv, systematisch und persönlich mit allen Interessengruppen. Die im Leitbild und der Strategie festgelegten Ziele, Vorgehensweisen und Haltungen werden von Führungskräften und Mitarbeitern engagiert gelebt. Hervorzuheben ist auch die mehrfach ausgezeichnete Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens." Wir sind auf diese Auszeichnung sehr stolz, da sie eine öffentliche Anerkennung für unsere jahrelangen Bemühungen um exzellente Arbeit in allen Unternehmensbereichen ist.

Darüber hinaus freuen wir uns, dass die BKS Bank-Stammaktie erneut im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX der Wiener Börse gelistet wird. Damit zählen wir zu den nachhaltigsten börsennotierten Unternehmen in Österreich.

GREEN BOND AUFGELEGT

Um unsere Position als Branchenleaderin in Sachen Nachhaltigkeit halten zu können, arbeiten wir bereits intensiv an den neuen Anforderungen, die aus dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums abgeleitet werden können. Zu den wichtigsten Zielen des EU-Aktionsplans zählen unter anderem mehr Transparenz bei ökologischer Nachhaltigkeit und die Forcierung der Finanzierung von Investitionen, die aktiv dem Klimawandel entgegenwirken.

Ebenfalls im Fokus stehen nachhaltige Veranlagungsprodukte wie Green Bonds. Hier leistet die BKS Bank nach wie vor Pionierarbeit an der Wiener Börse. Vor kurzem haben wir unseren dritten Green Bond mit einem Emissionsvolumen von 5 Mio. EUR zur Zeichnung aufgelegt.

AUSGEZEICHNETES PERIODENERGEBNIS ERZIELT

Lassen Sie mich nun einen kurzen Blick auf die ökonomische Entwicklung unseres Hauses werfen, die auch im ersten Halbjahr 2019 wieder sehr erfolgreich verlief. Wir konnten die Bilanzsumme weiter steigern, und zwar auf 8,7 Mrd. EUR. Der Periodenüberschuss in Höhe von 42,1 Mio. EUR lag um erfreuliche 29,1 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese gute Entwicklung zeigt, dass wir mit exzellenter Beratungsleistung und einem modernen digitalen Angebot die Bedürfnisse unserer Kunden sehr gut abdecken. In Kürze werden wir mit dem Launch des digitalen Wohnkredites einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Digitalisierungsstrategie setzen. Machen Sie sich dann auf www.bks.at gleich selbst ein Bild über diese nutzerfreundliche Plattform, auf der Kunde und Betreuer gemeinsam tätig sind. Im Firmenkundengeschäft ist mit dem Modul "Digitales Garantiegeschäft" ein weiterer Meilenstein in der Digitalisierungsstrategie umgesetzt worden.

HALTLOSE KLAGEN

In der letzten Hauptversammlung wurden alle von Vorstand und Aufsichtsrat vorgelegten Beschlussvorschläge einstimmig bzw. mit großer Mehrheit genehmigt. Gegen einige Beschlüsse der Hauptversammlung haben UniCredit Bank Austria und CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. Anfechtungsklage eingebracht. Darüber hinaus wurde von UniCredit Bank Austria und CABO ein gerichtlicher Antrag auf Sonderprüfung der im Jahr 2018 durchgeführten Kapitalerhöhung gestellt.

Ich möchte noch einmal darauf verweisen, dass alle geäußerten Vorwürfe haltlos sind. Dies wird durch zahlreiche Gutachten bestätigt. Die Vorgehensweise der beiden Aktionärinnen ist für uns ebenso unverständlich wie offenbar für die meisten von Ihnen. Der Zuspruch, den wir von vielen von Ihnen persönlich, durch Briefe, E-Mails und natürlich auch durch Ihr Abstimmungsverhalten in der Hauptversammlung erhalten haben, ist für uns in diesen Zeiten ein wichtiger Ansporn, für den ich mich herzlich bedanke. Die Unabhängigkeit der BKS Bank war und bleibt ein Garant für unsere erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung und die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Österreich und auf unseren Kernmärkten.

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

–8–

KONZERNLAGEBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld –10– Vermögens- und Finanzlage –11– Ergebnisentwicklung –13– Segmentbericht –15– Konsolidierte Eigenmittel –17– Risikomanagement –18– Vorschau auf das Gesamtjahr –19–

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

KONJUNKTURELLES WACHSTUM VERLANGSAMTE SICH IM ERSTEN HALBJAHR

Das Wachstum in der Eurozone hat im zweiten Quartal an Fahrt verloren. Nach 0,4 % im ersten Quartal ist die Wirtschaft im Euroraum im zweiten Quartal laut dem Statistikamt Eurostat nur mehr um 0,2 % gewachsen. Vor allem Volkswirtschaften wie Deutschland oder Österreich leiden an den Problemen im globalen Handel. In Frankreich hat sich die Stimmung nach den tiefen Verwerfungen im Winter 2018 durch die Gelbwesten-Proteste wieder gefangen. Die Verlangsamung der Konjunktur wirkt sich noch nicht auf den europäischen Arbeitsmarkt aus. Im Juni 2019 erreichte die Arbeitslosenrate in der Eurozone mit 7,5 % das niedrigste Niveau seit Juni 2008.

In den USA ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal nach vorläufigen Angaben um 2,1 % – auf das Gesamtjahr gerechnet – gestiegen. Sowohl der private als auch der staatliche Konsum entwickelten sich positiv, nur die Investitionsdynamik der Unternehmen blieb unterdurchschnittlich. Eine Prognose für die nahe Zukunft fällt schwer, da noch nicht abschätzbar ist, inwieweit die im Handelsstreit mit China beschlossenen Maßnahmen die US-Wirtschaft beeinflussen werden.

NOTENBANKEN SAGEN ZINSWENDE AB

Aggressive Zinserhöhungen der Notenbanken waren in der Vergangenheit oftmals dafür verantwortlich, dass ein Aufschwung sein Ende fand. Dieser Reflex der Notenbanker, auf stabilitätsgefährdend hohe Inflationsraten zu reagieren, spielt derzeit aber keine Rolle, da die Entwicklung der Inflationsraten in den Industrieländern moderat verläuft. Somit verspüren weder die europäische noch die US-amerikanische Notenbank den Druck, die Geldpolitik unnötig zu straffen.

Die US-Notenbank hat Ende Juli die Leitzinsen nach zehn Jahren erstmals um 0,25 %-Punkte auf die Spanne 2,0 bis 2,25 % gesenkt. Volkswirte erwarten auch seitens der europäischen Zentralbank eine geldpolitische Lockerung im laufenden Jahr. Vermutet wird eine Senkung des Einlagensatzes oder die Änderung des geldpolitischen Ausblickes. Alles deutet im Moment darauf hin, dass die Niedrigzinsphase vorerst weiter bestehen bleibt.

FINANZMÄRKTE SETZEN IHRE ERHOLUNGSPHASE FORT

Die zu Jahresbeginn eingesetzte Erholungsphase der globalen Märkte hält – trotz einer kurzen Korrekturphase im Mai – noch weiter an. Die anhaltende Erholung der Kapitalmärkte lässt sich vor allem auf die vorsichtigere Zinspolitik der Notenbanken zurückführen.

Der Blick auf die Entwicklung der wichtigsten Aktienindices zeigt eine starke Performance im zweiten Quartal: Globale Aktien in Euro legten um rund 1,9 % zu, während sich deutsche Aktien sogar um rund 7,6 % verteuerten. Österreichische Aktien blieben hingegen unverändert. US-Aktien (S&P 500) stiegen in Euro um rund 3,0 %. Auch die Anleihenmärkte konnten sich weiter erholen. Die Renditen von Euro-Staatsanleihen mit Top-Bonität verringerten sich und erreichten neue Tiefststände. Dies führte zu steigenden Anleihenkursen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme des BKS Bank Konzerns erreichte zum 30. Juni 2019 8,7 Mrd. EUR und lag damit deutlich über dem Niveau zum Jahresende 2018. Sowohl bei den Kundenforderungen als auch bei den Primäreinlagen verzeichneten wir erfreuliche Zuwächse.

AKTIVA

Die Nachfrage nach Krediten war zu Jahresbeginn zurückhaltend, hat aber im zweiten Quartal deutlich an Dynamik zugenommen. Sowohl in Österreich als auch auf unseren Auslandsmärkten verzeichneten wir bei Privat- und Unternehmensfinanzierungen erfreuliche Zuwächse. Insgesamt beliefen sich die Ausleihungen vor Risikovorsorgen zum 30. Juni 2019 auf 6,2 Mrd. EUR. Das ergab im Vergleich zum Jahresende 2018 ein Kreditwachstum in Höhe von 2,2 % in beiden Kundensegmenten. In der Position Kundenforderungen sind die Kreditvolumina der Konzernmutter BKS Bank AG und die Forderungen der in- und ausländischen Leasinggesellschaften enthalten.

Der Stand der Kreditrisikovorsorgen reduzierte sich von 107,9 Mio. EUR auf 101,3 Mio. EUR. Der Rückgang resultierte aus dem konsequenten Abbau von Risikofällen, was sich ebenfalls in einer verbesserten Quote der Non-performing Loans (NPL-Quote) niederschlägt. Diese verringerte sich gegenüber dem Jahresultimo 2018 auf 2,7 %1).

Das Volumen der Schweizer-Franken-Kredite ging auch in den ersten sechs Monaten weiter zurück. Nach 132,7 Mio. EUR zum Jahresende betrug dieses zur Jahresmitte nur mehr 123,1 Mio. EUR, das sind 2,3 % der gesamten Kundenforderungen.

LEASING-NACHFRAGE STARK IM TREND

Die Geschäfte unserer in- und ausländischen Leasinggesellschaften verliefen im bisherigen Geschäftsjahr sehr positiv. Das Leasingvolumen der BKS-Leasing GmbH erhöhte sich zum 30. Juni 2019 auf 216,9 Mio. EUR, ein Zuwachs von 3,6 % gegenüber dem Jahresende 2018. Die slowenische Leasinggesellschaft verzeichnete auch im ersten Halbjahr wieder deutliche Zugewinne (+12,5 %) und erzielte ein Leasingvolumen von 153,8 Mio. EUR. Auch mit der Geschäftsentwicklung der kroatischen Leasingtochter sind wir sehr zufrieden. Im Vergleich zum Jahresende 2018 konnte das Leasinggeschäft um ein Fünftel auf 60,0 Mio. EUR zulegen. In der Slowakei betrug das Leasingvolumen 47,4 Mio. EUR, eine Zunahme um 10,5 %.

HOHER LIQUIDITÄTSPUFFER VORHANDEN

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ging durch Tilgungen um 3,4 % auf 873,3 Mio. EUR zurück. In dieser Position halten wir erstklassige liquide Aktiva, sogenannte High Quality Liquid Assets, als Liquiditätsreserve zur Erfüllung der regulatorischen Liquiditätsbestimmungen.

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode des Risk Dashboards der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

Die Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen nahmen im ersten Halbjahr auf 613,9 Mio. EUR (+2,4 %) zu. Die Zuführungen der anteiligen Periodenergebnisse der Schwesterbanken Oberbank AG und Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft sind in dieser Position abgebildet.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 wurde der neue Leasingstandard IFRS 16 erstmalig angewendet. Gemäß den Anforderungen des neuen Standards hat die BKS Bank anstelle des Mietaufwandes die Nutzungsrechte als Vermögenswerte sowie die dazugehörigen Zahlungsverpflichtungen als Leasingverbindlichkeiten jeweils mit ihren Barwerten in der Bilanz auszuweisen. Die aktivierten Nutzungsrechte werden unter den Sachanlagen erfasst und über die Laufzeit abgeschrieben. Mit einem Buchwert von 24,5 Mio. EUR erhöhte sich diese Position um 48,3 %.

PASSIVA

NEUERLICHER REKORDWERT BEI DEN PRIMÄREINLAGEN

Die Primäreinlagen eilen von einem Rekordwert zum anderen. So wurde zur Jahresmitte der vorjährige Rekordwert bei den Primäreinlagen erneut um 5,2 % übertroffen und insgesamt 6,5 Mrd. EUR an Kundeneinlagen generiert. Der neue Höchststand zeugt primär vom hohen Vertrauen, das unsere in- und ausländischen Kunden der BKS Bank entgegenbringen, aber auch von der Überliquidität, die sich wegen der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Markt befindet.

Die dominierende Position innerhalb der Primäreinlagen sind seit längerer Zeit die Sichteinlagen, die um 11,7 % auf 3,5 Mrd. EUR kräftig gewachsen sind. Besonders erfreulich ist, dass wir am slowenischen Markt über einen ausgezeichneten Ruf als verlässlicher und stabiler Bankpartner verfügen. Rund 1,1 Mrd. EUR der gesamten Sicht- und Termineinlagen stammen von slowenischen Privat- und Firmenkunden.

Das Volumen auf klassischen Sparbüchern entwickelt sich seit vielen Jahren rückläufig. Diesem Trend konnten auch wir uns nicht entziehen, wenngleich wir im ersten Halbjahr einen im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Stand an Spareinlagen in Höhe von 1,4 Mrd. EUR verzeichneten und damit vorerst den Abwärtstrend gestoppt haben. Anders stellt sich die Entwicklung beim täglich fälligen Mein Geld-Konto dar. Immer mehr Privatkunden wollen bequem, flexibel und auch online über ihr Gespartes verfügen. Dementsprechend hat sich das Volumen auf dem Mein Geld-Konto von 326,8 Mio. EUR auf 369,4 Mio. EUR erhöht, ein Anstieg von rund 13,0 % im Vergleich zum Jahresende 2018.

Das Emissionsgeschäft verlief im ersten Halbjahr zufriedenstellend. Die eigenen Emissionen inkl. Nachrangkapital verzeichneten einen Anstieg um 3,2 % auf 775,0 Mio. EUR. Zur Stärkung unserer Kapitalausstattung haben wir gegen Jahresende 2018 eine AT 1-Anleihe zur Zeichnung aufgelegt. Im ersten Halbjahr 2019 haben wir davon weitere 11,2 Mio. EUR platzieren können.

In den sonstigen Passiva sind Leasingverbindlichkeiten aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16-Standards in Höhe von 24,6 Mio. EUR ausgewiesen, daher der markante Anstieg zum Vorjahr.

Das Konzerneigenkapital wurde durch die Zuführung des Periodenergebnisses und die Ausgabe einer AT 1- Anleihe gestärkt und belief sich auf 1,3 Mrd. EUR. Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 85,9 Mio. EUR.

ERGEBNIS-ENTWICKLUNG

Die BKS Bank setzte im ersten Halbjahr 2019 ihren Erfolgskurs fort und erwirtschaftete erneut ein exzellentes Ergebnis. Die markante Ergebnissteigerung ist vor allem auf die gute operative Geschäftsentwicklung zurückzuführen, aber auch auf die Performance der Kapitalmärkte.

ERNEUT SIGNIFIKANTE ERGEBNISSTEIGERUNG

Der Konzernperiodenüberschuss nach Steuern betrug zum 30. Juni 2019 erfreuliche 42,1 Mio. EUR, ein Zuwachs um 29,1 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge erhöhte sich auf 70,5 Mio. EUR (+7,2 %). Die positive Entwicklung im Zinsgeschäft wurde durch höhere Kreditrisikovorsorgen (13,2 Mio. EUR) gedämpft. Höhere Risikokosten ergaben sich aus der Anwendung des Expected-Credit-Loss-Modells, welches unter anderem vorsieht, dass makroökonomische Einflussfaktoren im Berechnungsmodell abzubilden sind. Da sich die konjunkturelle Situation in unserem Marktgebiet weiter eintrübte, wurden entsprechende Parameteränderungen vorgenommen, die zu einem höheren Expected Credit Loss (ECL) führten. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge belief sich auf 57,3 Mio. EUR, ein Plus von 1,1 %.

Die Abhängigkeit vom zinstragenden Geschäft wollen wir durch den gezielten Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes verringern. Auch im ersten Halbjahr haben wir konsequent an der Umsetzung dieser strategischen Ausrichtung gearbeitet und mit 29,2 Mio. EUR einen deutlich höheren Provisionsüberschuss (+6,8 %) erzielt. Insbesondere im dynamischen Geschäftsfeld Zahlungsverkehr haben wir mit unserem Know-how und unserer exzellenten Beratungsqualität erneut Spitzenleistungen erbracht. Das Ergebnis aus den Zahlungsverkehrsprovisionen ist erneut gewachsen, und zwar um 4,4 % auf 10,7 Mio. EUR.

Auch das Wertpapiergeschäft hat in den letzten sechs Monaten deutlich an Dynamik gewonnen. Die erfolgreiche Übernahme von rund 25.000 Kunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. und die anhaltende Erholung der internationalen Finanzmärkte führten zu einem deutlich verbesserten Wertpapierergebnis in Höhe von 7,7 Mio. EUR, ein Anstieg um erfreuliche 21,8 %. Die Provisionen aus dem Kreditgeschäft entwickelten sich ebenfalls sehr positiv und beliefen sich auf 8,4 Mio. EUR, ein Plus von 1,5 %. Im ersten Halbjahr 2019 haben wir auch bei den Provisionen im Versicherungsgeschäft deutlich zulegen können. Gegenüber dem Vergleichswert 2018 verzeichneten wir einen Anstieg um 16,6 % auf 0,9 Mio. EUR.

Unsere Schwesterbanken, Oberbank und Bank für Tirol und Vorarlberg, verzeichneten ebenfalls eine gute Geschäftsentwicklung. Das Ergebnis der at Equity bilanzierten Unternehmen nahm um 9,3 % auf 20,6 Mio. EUR zu.

AUSGEZEICHNETES ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN/VERBINDLICHKEITEN

Dank der guten Performance der internationalen Börsen entwickelte sich das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten sehr positiv und erreichte mit 3,7 Mio. EUR zum 30. Juni 2019 eine signifikante Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (-4,6 Mio. EUR).

HÖHERE PERSONALAUFWENDUNGEN

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 5,9 % auf 61,4 Mio. EUR. Die größte Position im Verwaltungsaufwand nimmt der Personalaufwand ein, der um 6,0 % auf 40,5 Mio. EUR gestiegen ist. Der Anstieg ist zum einen auf die Anhebung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um durchschnittlich 3,1 % zurückzuführen und zum anderen erforderte die Übernahme von Wertpapierkunden in Slowenien auch eine Ausweitung der Personalressourcen. Die Anzahl der Beschäftigten – in Personaljahren gerechnet – erhöhte sich konzernweit auf 961 Personen. Ferner führte die Zinsentwicklung zu einem höheren Dotationsbedarf für die Jubiliäumsgeldrückstellung und für die Sterbequartale.

Die Abschreibungen legten aufgrund des neu eingeführten IFRS 16-Standards auf 4,9 Mio. EUR zu, da Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen nunmehr aktiviert und über die Restlaufzeit abgeschrieben werden. Auch der Ankauf von Wertpapierkunden in Slowenien erhöhte die Abschreibungen entsprechend.

REGULATORISCHE KOSTEN UNVERÄNDERT HOCH

Im sonstigen betrieblichen Ergebnis schlägt sich vor allem die Belastung aus regulatorischen Kosten nieder. Das Ergebnis der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen erreichte zum Juniultimo 2019 einen Wert von -3,5 Mio. EUR und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Darin enthalten sind die Aufwendungen für den Abwicklungs- und Einlagensicherungsfonds in Höhe von 2,7 Mio. EUR bzw. 2,2 Mio. EUR sowie 0,6 Mio. EUR für die Stabilitätsabgabe.

GUTE PERFORMANCE DER UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

Die wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2019 wie folgt: Der Return on Equity (ROE) nach Steuern erreichte 6,3 %, der Return on Assets (ROA) nach Steuern wurde mit 0,9 % berechnet.

Die Cost-Income-Ratio mit 52,3 % liegt weiter deutlich besser als im Branchendurchschnitt. Einen Anstieg verzeichnete die Risk-Earnings-Ratio, die zum Ende des ersten Halbjahres 14,5 % betrug und die Effekte aus dem ECL-Modell widerspiegelt. Die Berechnung der Non-performing Loan-Quote (NPL-Quote) wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode des Risk Dashboards der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Die NPL-Quote nach EBA betrug 2,7 %.

Die Leverage Ratio belief sich zum Juniultimo auf 7,6 % und lag damit deutlich über der gesetzlich geforderten Quote von 3,0 %. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) erreichte 135,6 % und erfüllt ebenfalls die aufsichtsrechtliche Vorgabe von 100 %.

Die BKS Bank verfügt über eine solide Eigenmittelausstattung. Sowohl die Kernkapitalquote in Höhe von 12,5 % als auch die Gesamtkapitalquote von 15,1 % wiesen zum 30. Juni 2019 gute Werte auf. Die gesetzlichen Mindestanforderungen übertrafen wir auch in diesem Bereich deutlich.

SEGMENTBERICHT

Der Segmentbericht gliedert sich in die drei Segmente Firmenkunden, Privatkunden und Financial Markets. Innerhalb des BKS Bank Konzerns ist das Firmenkundensegment das mit Abstand erfolgreichste Geschäftsfeld. Das Segment Financial Markets entwickelte sich trotz volatiler Marktbedingungen zu einem verlässlichen Ergebnisbringer, während das Privatkundengeschäft nach wie vor mit der Profitabilität ringt.

FIRMENKUNDEN

HÖHERE KREDITVORSORGEN DÄMPFEN SEGMENTERGEBNIS

Die Geschäftsentwicklung im Firmenkundengeschäft verlief in den vergangenen sechs Monaten sehr erfolgreich. Sowohl im Zinsgeschäft (52,8 Mio. EUR; +5,7 %) als auch im Provisionsgeschäft (16,1 Mio. EUR; +7,6 %) sind wir kräftig gewachsen. Der Periodenüberschuss vor Steuern verringerte sich dennoch auf 30,8 Mio. EUR (-6,9 %), da wir den Kreditrisikovorsorgen durch die Änderung der makroökonomischen Faktoren mit 13,1 Mio. EUR deutlich mehr zugeführt haben als im Vorjahr (+54,5 %). Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich durch höhere Personalaufwendungen aufgrund leichter Änderungen in der Kostensegmentierung von 23,6 Mio. EUR auf 25,5 Mio. EUR.

Im ersten Halbjahr 2019 verzeichneten wir einen markanten Anstieg bei der Anzahl der Firmenkunden, ein Zuwachs von 6,7 %. Die erfolgreiche Übernahme der ALTA-Kunden fand auch hier ihren Niederschlag. Aber auch die exzellente Beratungsleistung und Handschlagqualität unserer in- und ausländischen Kundenbetreuer hat viele neue Kunden begeistern können. Konzernweit betreuten wir Ende Juni rund 22.800 Firmenkunden.

Die segmentspezifischen Steuerungskennzahlen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2019 wie folgt: Der Return on Equity reduzierte sich auf 15,1 %. Die Cost-Income-Ratio blieb mit 36,8 % nahezu unverändert. Die Risk-Earnings-Ratio erhöhte sich durch die gestiegenen Risikokosten auf 24,7 % nach 16,9 % im Vorjahr.

PRIVATKUNDEN

SEGMENTERGEBNIS WEITER UNTER DRUCK

Im Privatkundengeschäft haben wir im ersten Halbjahr 2019 einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie erreicht. Die Übernahme von rund 23.700 Privatkunden des slowenischen Wertpapierdienstleisters ALTA Invest, investicijske storitve, d.d. wurde Mitte März erfolgreich abgeschlossen. Die Anzahl der Privatkunden erhöhte sich konzernweit auf 167.100, ein Zuwachs von 17,0 %.

Im Privatkundengeschäft kämpfen wir nach wie vor mit der Profitabilität. Das anhaltend niedrige Zinsniveau und die hohen Investitionen im Bereich Digitalisierung belasten die Ertragssituation. Im ersten Halbjahr 2019 haben wir ein leicht negatives Segmentergebnis in Höhe von -0,2 Mio. EUR erzielt. Das Zinsergebnis gab um 3,9 % auf 13,3 Mio. EUR nach. Besser lief es im Dienstleistungsgeschäft. Durch die Zukäufe in Slowenien haben wir im Wertpapiergeschäft deutliche Ertragszuwächse erzielt (+13,2 %).

Auch im Zahlungsverkehr konnten wir die Erträge um 9,6 % steigern. Insgesamt lukrierten wir einen Provisionsüberschuss in Höhe von 12,4 Mio. EUR, ein Plus von 4,6 %. Bei Privatfinanzierungen ist die Risikosituation insgesamt recht entspannt. Gegenüber dem Halbjahr 2018 haben wir die Kreditrisikovorsorgen zum 30. Juni 2019 auf 0,2 Mio. EUR halbiert. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich auf 26,7 Mio. EUR.

Die segmentspezifischen Kennzahlen veränderten sich zum 30. Juni 2019 wie folgt: Der Return on Equity betrug -0,6 %, die Cost-Income-Ratio 100,0 % und die Risk-Earnings-Ratio reduzierte sich von 3,0 % auf 1,7 %.

FINANCIAL MARKETS

Im Segment Financial Markets sind die Ergebnisse aus dem Zinsstrukturmanagement, die Erträge aus dem Wertpapiereigenportfolio und die Beiträge der at Equity bilanzierten Gesellschaften wesentliche Ergebnissäulen. Der Eigenhandel steht nicht im Fokus unserer Geschäftstätigkeit.

Im Segment Financial Markets erwirtschafteten wir zum 30. Juni 2019 einen Periodenüberschuss vor Steuern in Höhe von 22,7 Mio. EUR, was eine Verdoppelung des Vorjahresergebnisses bedeutet. Der markante Ergebnissprung resultierte aus dem stärkeren Zinsergebnis, das 23,3 Mio. EUR betrug und das von etwas höheren Beteiligungserträgen beeinflusst ist. In dem Segmentergebnis spiegelt sich darüber hinaus das deutlich verbesserte Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten mit 2,7 Mio. EUR wider. Und auch das höhere Ergebnis der at Equity bilanzierten Unternehmen (20,6 Mio. EUR; +9,3 %) steuerte zum Ergebniszuwachs bei.

Unsere Geschäftspartner im Bankenbereich weisen alle erstklassige Ratingstufen auf. Dementsprechend gering fallen auch die Dotierungen für die Risikovorsorge aus. Im ersten Halbjahr haben wir 0,1 Mio. EUR aufgelöst. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich von 3,6 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR.

Die steuerungsrelevanten Kennzahlen entwickelten sich im Segment Financial Markets folgendermaßen: Der Return on Equity verbesserte sich von 3,5 % auf 6,3 % und die Cost-Income-Ratio reduzierte sich auf 16,9 %.

KONSOLIDIERTE EIGENMITTEL

Die Ermittlungen der Eigenmittelquote und der Bemessungsgrundlage erfolgen nach den Eigenmittelvorgaben der Capital Requirements Regulation (CRR) und der Capital Requirements Directive (CRD). Für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, für das Marktrisiko und für das operationale Risiko kommt der Standardansatz zur Anwendung.

Die BKS Bank hat zum 30. Juni 2019 als Ergebnis des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durch die Finanzmarktaufsicht (FMA) eine Mindestkapitalquote für das harte Kernkapital von 5,5 % und für die Eigenmittelquote gesamt von 9,7 % zu erfüllen. Die Kapitalquoten per Ende Juni 2019 lagen deutlich über diesen Anforderungen.

Der konsolidierte Zwischengewinn wurde gemäß Artikel 26 CRR einem Review durch den Abschlussprüfer unterzogen. Damit konnte das Periodenergebnis den Eigenmitteln zugerechnet werden.

Das harte Kernkapital erhöhte sich durch die Zurechnung des Konzernperiodenüberschusses auf 610,1 Mio. EUR. Gegenüber dem Vergleichswert 2018 nahm die harte Kernkapitalquote um 0,2 %-Punkte auf 11,4 % zu. Unter Einrechnung des Ergänzungskapitals in Höhe von 141,1 Mio. EUR betrugen die gesamten Eigenmittel 811,9 Mio. EUR, ein Zuwachs um 4,2 %. Die Gesamtkapitalquote verbesserte sich zum 30. Juni 2019 auf erfreuliche 15,1 %.

in Mio. EUR 31.12.2018 30.06.2019
Grundkapital 83,7 83,4
Rücklagen abzüglich immaterielle Vermögensgegenstände 1.061,8 1.094,3
Abzugsposten -551,8 -567,6
Hartes Kernkapital (CET1) 593,7 610,1
Harte Kernkapitalquote 11,2 % 11,4 %
Hybridkapital 8,0 6,0
AT1-Anleihe 43,5 54,7
Zusätzliches Kernkapital 51,5 60,7
Kernkapital (CET1 + AT1) 645,2 670,8
Kernkapitalquote 12,2 % 12,5 %
Ergänzungskapital 134,0 141,1
Eigenmittel insgesamt 779,2 811,9
Gesamtkapitalquote 14,8 % 15,1 %
Total risk exposure amount 5.283,1 5.360,8

BKS BANK KREDITINSTITUTSGRUPPE: EIGENMITTEL GEMÄSS CRR

Die MREL-Quote steht für Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities. Sie wurde als zusätzliche Größe zu den Eigenmittelanforderungen im zweiten Quartal neu eingeführt und wird künftig ein fester Bestandteil des regulatorischen Rahmenwerkes sein.

KONZERNLAGEBERICHT

Die MREL-Quote soll sicherstellen, dass Banken bei Bedarf geordnet abgewickelt werden können. Die Mindestanforderung an die MREL-Quote setzt sich aus dem Verlustabsorptionsbetrag (LAA) und dem Rekapitalisierungsbetrag (RCA) zusammen und wird um den Aufschlag zur Aufrechterhaltung des Marktvertrauens (MCC) ergänzt.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat der BKS Bank einen Mindestbetrag an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,69 % der Gesamtverbindlichkeiten und Eigenmittel (Total Liabilities and Own Funds, TLOF) auf konsolidierter Ebene vorgeschrieben. Die MREL-Quote wird von der BKS Bank zum Stichtag 30. Juni 2019 erfüllt, sodass keine Übergangsregelung zur Anwendung kommt.

RISIKO-MANAGEMENT

Quantitative Angaben zum Risikomanagement werden in den Notes ab Seite 38 dargestellt und basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.

VORSCHAU AUF DAS GESAMTJAHR

KONZERNLAGEBERICHT

LEICHT EINGETRÜBTE KONJUNKTURAUSSICHTEN

Der immer noch nicht gelöste Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Probleme der europäischen Autoindustrie werfen ihre Schatten voraus. Auch die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Brexits ist gestiegen. Es ist daher wenig überraschend, dass sich die Stimmungsindikatoren und die globalen Wachstumserwartungen weiter eintrüben.

Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission ihre Prognosen neuerlich gesenkt. Für die Euro-Zone wird nunmehr ein Wirtschaftswachstum von 1,2 % für das Gesamtjahr 2019 erwartet. In Deutschland, das aufgrund seiner hohen Exportquote vom Welthandel besonders abhängig ist, rechnen viele Analysten bereits mit einer Rezession. Auch die österreichische Volkswirtschaft befindet sich in einer Phase mäßigen Wachstums. Die hohe Dynamik der Vorjahre hat sich abgeschwächt. Das Wachstum wird – ähnlich wie in Deutschland – vor allem vom Außenhandel gebremst. Unterstützend wirkt weiterhin die gute Binnenwirtschaft. Das prognostizierte BIP für 2019 liegt demnach bei 1,5 %. Besser läuft die Wirtschaft in südost- bzw. mittelosteuropäischen Ländern wie beispielsweise in unseren Auslandsmärkten. In der Slowakei, Slowenien und Kroatien rechnet man mit BIP-Zuwachsraten in Höhe von 3,5 %, 3,2 % bzw. 2,5 %.

KAPITALMÄRKTE BLEIBEN WEITERHIN ATTRAKTIV

Angetrieben von der Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik entwickelt sich der Aktienmarkt weiter positiv. Kurzfristig ist aber immer wieder mit stürmischen und damit schwankungsintensiven Phasen zu rechnen. Unattraktiv bleibt hingegen das Umfeld für Anleihen-Investoren. Die Renditen von Staatsanleihen sind weiter gefallen. Ähnlich sieht es im Segment der Unternehmensanleihen aus. Dort befinden sich die Renditen nunmehr in der Nähe eines 2-Jahres-Tiefststandes.

POSITIVER GESCHÄFTSVERLAUF ERWARTET

Für das zweite Halbjahr 2019 erwarten wir – trotz herausforderndem Marktumfeld – weiterhin eine solide Geschäftsentwicklung. Im Finanzierungsgeschäft rechnen wir aufgrund der Konjunkturabkühlung aber mit einer gedämpfteren Kreditnachfrage. Dafür sehen wir im Wertpapiergeschäft, insbesondere durch die gestärkte Marktposition in Slowenien, höhere Ertragschancen. Auch im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr gehen wir davon aus, dass wir unser prognostiziertes Wachstumsziel erreichen werden.

Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, haben wir eine Reihe von Projekten am Laufen, von denen wir einige im zweiten Halbjahr erfolgreich zum Abschluss bringen werden. Vor allem in der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie geht es in den kommenden Wochen Schlag auf Schlag.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, haben wir für unsere Firmenkunden kürzlich ein neues Modul für das Garantiegeschäft gelauncht. Für Privatkunden werden wir demnächst einen digitalen Wohnkredit bieten, der das Kundenerlebnis im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit und digitale Beratung auf eine neue Stufe hebt. Auch die Eröffnung von Gehaltskonten wird in wenigen Wochen direkt über die Website möglich sein. Die Weiterentwicklung der BKS App geht ebenfalls zügig voran. Seit Mitte August können unsere Kunden den Kreditrahmen am Konto individuell und selbständig ändern – vorausgesetzt, die Bonitätskriterien sind erfüllt. Die neue BKS Security App löst das bisherige Autorisierungsverfahren im Online Banking ab. Viele Kunden sind bereits von der hohen Sicherheit und dem Komfort der neuen Security App begeistert. Über den Sommer werden wir die Umstellung abschließen.

Parallel zum Ausbau der digitalen Produkte und Services arbeiten wir auch intensiv daran, unsere Marktpräsenz in unseren Wachstumsmärkten zu erhöhen. In Kroatien planen wir die Eröffnung einer weiteren Filiale, während wir in Slowenien ein neues Kundenservice-Center einführen. Beide Vorhaben dienen unserem Anspruch, nahe am Kunden zu sein, um exzellente Beratung auf allen Kanälen zu leisten.

Der positive Geschäftsverlauf in den vergangenen sechs Monaten und das gute Vorankommen in der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik im Geschäftsjahr 2019 fortschreiben können.

Klagenfurt am Wörthersee, 28. August 2019

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorsitzende des Vorstandes

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS

KONZERNLAGEBERICHT

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2019 –22– Konzernbilanz zum 30. Juni 2019 –25– Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung –26– Konzerngeldflussrechnung –27– Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss der BKS Bank –28– Erklärungen der gesetzlichen Vertreter –46–

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 01. JÄNNER BIS 30. JUNI 2019

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. EUR Anhang / Notes 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode 70.149 70.232 0,1
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 11.452 15.185 32,6
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -15.888 -14.955 -5,9
Zinsüberschuss (1) 65.713 70.463 7,2
Risikovorsorge (2) -9.075 -13.191 45,4
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 56.638 57.271 1,1
Provisionserträge 29.505 31.475 6,7
Provisionsaufwendungen -2.155 -2.260 4,9
Provisionsüberschuss (3) 27.351 29.215 6,8
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen (4) 18.817 20.573 9,3
Handelsergebnis (5) -205 715 >100
Verwaltungsaufwand (6) -57.960 -61.404 5,9
Sonstige betriebliche Erträge (7) 3.115 3.321 6,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -6.579 -6.827 3,8
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten 3.747 >100
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten (8) -3.112 -1.306 58,0
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value
zu bewerten sind (verpflichtend)
(9) -1.259 4.147 >100
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten FV
(10) -94 818 >100
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/Verbindlichkeiten (11) -107 88 >100
Periodenüberschuss vor Steuern 36.604 46.610 27,3
Steuern vom Einkommen (12) -3.980 -4.496 13,0
Periodenüberschuss 32.624 42.114 29,1
Nicht beherrschende Anteile -2 -3 23,7
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 32.622 42.112 29,1

SONSTIGES ERGEBNIS

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Periodenüberschuss 32.624 42.114 29,1
Sonstiges Ergebnis -405 2.842 >100
Posten ohne Reklassifizierung in den Periodenüberschuss -1.709 660 >100
± Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 -4.209 -2.315 45,0
± Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste gem. IAS 19 1.052 579 -45,0
± Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden 6.621 2.147 -67,6
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
-1.550 -536 65,4
± Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko finanzieller Verbindlichkeiten
zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden (designiert)
-148 79 >100
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen, die auf das Ausfallrisiko
finanzieller Verbindlichkeiten zurückzuführen sind, welche erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (designiert)
37 -20 >-100
± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
-3.513 725 >100
Posten mit Reklassifizierung in den Periodenüberschuss 1.304 2.182 67,4
± Währungsumrechnungsdifferenzen 33 12 -64,0
± Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
107 2.368 >100
± Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes 107 2.368 >100
± Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust - - -
± Latente Steuern auf Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden -27 -589 >-100
± Anteil der im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen von
assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 1.191 392 -67,1
Gesamtergebnis 32.219 44.956 39,5
Nicht beherrschende Anteile -2 -3 23,7
Gesamtergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 32.217 44.954 39,5

GEWINN UND DIVIDENDE JE AKTIE

30.06.2018 30.06.2019
Durchschnittliche Anzahl der Aktien im Umlauf (Stamm- und Vorzugsaktien) 40.842.197 42.074.277
Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktien in EUR (periodisiert) 0,80 0,99
Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktien in EUR (annualisiert) 1,60 1,97

In der Kennziffer "Ergebnis je Aktie" wird der Konzernperiodenüberschuss der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stückaktien gegenübergestellt. Im Berichtszeitraum sind Gewinn je Aktie und verwässerter Gewinn je Aktie gleich hoch, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Aktien in Umlauf waren.

QUARTALSÜBERSICHT

in Tsd. EUR Q2/2018 Q3/2018 Q4/2018 Q1/2019 Q2/2019
Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge 42.560 38.606 39.940 43.383 42.034
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen -7.422 -7.599 -6.968 -7.554 -7.401
Zinsüberschuss 35.137 31.007 32.973 35.829 34.634
Risikovorsorge -6.208 -5.098 -4.119 -8.194 -4.997
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 28.929 25.909 28.853 27.635 29.636
Provisionserträge 15.999 13.906 16.494 15.225 16.250
Provisionsaufwendungen -1.113 -1.130 -1.155 -1.029 -1.230
Provisionsüberschuss 14.886 12.776 15.339 14.196 15.020
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 11.329 12.826 13.205 8.773 11.800
Handelsergebnis -192 913 -429 229 486
Verwaltungsaufwand -30.353 -27.044 -29.573 -29.324 -32.080
Sonstige betriebliche Erträge 1.844 1.126 2.226 1.471 1.850
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.504 -1.383 -1.030 -6.108 -720
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten -3.641 1.725 -5.004 2.985 761
– Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten -2.909 315 -44 -206 -1.100
– Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten
sind (verpflichtend) 561 826 -4.693 3.238 909
– Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten FV 49 501 -228 -38 856
– Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten -1.341 82 -39 -9 97
Periodenüberschuss vor Steuern 21.299 26.849 23.588 19.857 26.753
Steuern vom Einkommen -2.091 -3.663 -1.979 -2.544 -1.951
Periodenüberschuss 19.209 23.186 21.609 17.312 24.802
Nicht beherrschende Anteile -1 -1 - -2 -1
Periodenüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 19.208 23.185 21.609 17.311 24.801

KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2019

AKTIVA

Anhang /
Notes
31.12.2018 30.06.2019 ± in %
(13) 571.963 697.967 22,0
(14) 177.248 154.898 -12,6
(15) -322 -205 -36,3
(16) 6.025.858 6.159.925 2,2
(17) -107.879 -101.354 -6,0
(18) 8.045 8.910 10,7
(19) 904.421 873.276 -3,4
(20) -258 -294 13,8
(21) 135.609 137.742 1,6
(22) 599.668 613.875 2,4
(23) 3.859 10.649 >100
(24) 53.336 79.115 48,3
(25) 34.530 35.482 2,8
(26) 6.363 6.410 0,7
(27) 22.497 23.959 6,5
8.434.938 8.700.354 3,1

PASSIVA

in Tsd. EUR Anhang /
Notes
31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (28) 836.489 691.708 -17,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (29) 5.467.463 5.767.063 5,5
– hiervon Spareinlagen 1.429.395 1.432.142 0,2
– hiervon sonstige Verbindlichkeiten 4.038.068 4.334.921 7,4
Verbriefte Verbindlichkeiten (30) 571.052 602.147 5,4
– hiervon at Fair Value through Profit or Loss 84.744 85.896 1,4
Handelspassiva (31) 8.362 9.937 18,8
Rückstellungen (32) 134.485 140.145 4,2
Sonstige Passiva (33) 26.699 61.197 >100
Nachrangkapital (34) 179.667 172.880 -3,8
Eigenkapital 1.210.721 1.255.276 3,7
– Konzerneigenkapital (35) 1.210.696 1.255.249 3,7
– Nicht beherrschende Anteile 25 27 10,3
Summe der Passiva 8.434.938 8.700.354 3,1

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

zusätzliche
in Tsd. EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Perioden
überschuss
Eigenkapital
instrumente1)
Eigenkapital
Stand 01.01.2019 85.886 241.416 -335 21.338 741.475 77.417 43.500 1.210.696
Ausschüttung -9.677 -9.677
Kuponzahlungen auf zusätz
liche Eigenkapitalinstrumente
-870 -870
Dotierung Gewinnrücklagen 67.739 -67.739 -
Periodenüberschuss 42.112 42.112
Sonstiges Ergebnis 178 4.978 -2.314 2.842
Kapitalerhöhung -
Veränderung aus at Equity
Bilanzierung
-577 -577
Veränderung eigener Aktien -477 -477
Emission zusätzlicher Eigen
kapitalinstrumente
11.200 11.200
Übrige Veränderungen - -
Stand 30.06.2019 85.886 241.416 -157 26.315 804.977 42.112 54.700 1.255.249
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 16.554
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -4.198

1) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

zusätzliche
in Tsd. EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Währungs
veränderung
Bewertungs
rücklage
Gewinn
rücklagen
Perioden
überschuss
Eigenkapital
instrumente1)
Eigenkapital
Stand 01.01.2018 79.279 193.032 -168 31.956 638.184 68.035 36.200 1.046.518
Auswirkung aus Erstan
wendung IFRS 9 -589 10.186 9.596
Stand 01.01.2018 nach
Erstanwendung IFRS 9 79.279 193.032 -168 31.367 648.370 68.035 36.200 1.056.114
Ausschüttung -8.935 -8.935
Kuponzahlungen auf zusätz
liche Eigenkapitalinstrumente -870 -870
Dotierung Gewinnrücklagen 59.100 -59.100 -
Periodenüberschuss 32.622 32.622
Sonstiges Ergebnis 529 2.447 -3.380 -405
Kapitalerhöhung 6.607 48.384 54.991
Veränderung aus at Equity
Bilanzierung 34.217 34.217
Veränderung eigener Aktien -1.060 -1.060
Emission zusätzlicher Eigen
kapitalinstrumente 1.700 1.700
Übrige Veränderungen -256 -256
Stand 30.06.2018 85.886 241.416 361 33.813 736.121 32.622 37.900 1.168.118
Stand der Fair Value-OCI-Rücklage (ohne Rücklage von assoziierten
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden) 28.274
Stand der Steuerlatenz-Rücklage -7.069

1) Sämtliche emittierten Additional Tier 1-Anleihen werden gemäß IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert.

Durch die im Vorjahr durchgeführte Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital auf 85.885.800,- EUR erhöht. Auf Basis des Ausgabepreises in Höhe von 16,70 EUR pro junger Aktie betrug der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung 55,2 Mio. EUR. Die Transaktionskosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR wurden vom Eigenkapital abgezogen.

KONZERN-GELDFLUSSRECHNUNG

ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSSTRÖME

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 476.589 571.963
Periodenüberschuss nach Steuern vor nicht beherrschenden Anteilen 32.624 42.114
Im Periodenüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
sonstige Anpassungen -49.585 -70.858
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus
operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Posten -111.532 100.282
Cash Flow aus operativer Tätigkeit -128.493 71.538
Mittelzufluss durch Veräußerungen und Tilgungen 34.631 53.199
Mittelabfluss durch Investitionen -91.255 -29.026
Dividenden von at Equity bilanzierten Unternehmen 5.777 6.909
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -50.847 31.082
Kapitalerhöhung 54.991 -
Sonstige Einzahlungen 1.700 11.200
Dividendenzahlungen -8.935 -9.677
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit 68.575 21.697
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 116.331 23.220
Wechselkurseinflüsse auf den Finanzmittelbestand 49 164
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode 413.629 697.967

ERLÄUTERUNGEN (NOTES) ZUM KONZERNABSCHLUSS DER BKS BANK

WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Periodenabschluss des BKS Bank Konzerns zum 30. Juni 2019 wurde nach den Regeln der am Abschlussstichtag anzuwendenden IFRS-Standards des IASB (International Accounting Standards Board) in der von der EU übernommenen Fassung erstellt. Die entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt.

II. AUSWIRKUNGEN NEUER UND GEÄNDERTER STANDARDS

Die im Geschäftsjahr 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden mit Ausnahme des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse", dessen Anwendung ab 01.01.2019 verpflichtend war, auch im 01. Halbjahr 2019 beibehalten.

Der BKS Bank Konzern wendete IFRS 16 erstmalig am 01. Jänner 2019 an. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung sowie Anhangsangaben von Leasinggeschäften bei Leasinggeber und Leasingnehmer. Aus der Einführung von IFRS 16 ergeben sich insbesondere für den Leasingnehmer umfangreiche Neuerungen. Für die Bilanzierung eines Leasingverhältnisses beim Leasinggeber bleiben die bisher in IAS 17 enthaltenen Regelungen bestehen und finden sich nunmehr in IFRS 16.

Die gemäß IAS 17 bestehende Unterscheidung zwischen Finance Lease und Operating Lease entfällt beim Leasingnehmer, es gibt mit IFRS 16 nur mehr das "Right-of-Use"-Modell. Dementsprechend hat der Leasingnehmer am Bereitstellungsdatum einen Vermögenswert mit dem gewährten Nutzungsrecht sowie die dazugehörige Leasingverbindlichkeit mit ihrem Barwert zu erfassen.

Als Erleichterung beinhaltet IFRS 16 jedoch das Wahlrecht, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen (Laufzeit < 1 Jahr) sowie bei Leasingverhältnissen über Vermögenswerte von geringem Wert (< 5.000,- EUR) von dieser Ansatzpflicht abzusehen. Die BKS Bank nimmt beide Ansatzwahlrechte in Anspruch.

IFRS 16 beinhaltet des Weiteren mehrere Wahlrechte, die nur im Übergangszeitpunkt angewandt werden können. Hinsichtlich des von IFRS 16 gewährten Wahlrechts bezüglich der Definition von Leasingverhältnissen wurde im BKS Bank Konzern vom sogenannten Grandfathering für Altverträge Gebrauch gemacht. Dies bedeutet, dass die in der Vergangenheit vorgenommene Einschätzung für Altverträge nach IAS 17 im Übergangszeitpunkt beibehalten wurde. Im BKS Bank Konzern handelt es sich bei den aktivierten Nutzungsrechten überwiegend um Nutzungsrechte aus Mietverträgen für Immobilien. Für Mobilien ist die Anzahl der aktivierten Nutzungsrechte äußerst gering. Die Anwendung der neuen Leasingdefinition gemäß IFRS 16 erfolgt somit nur auf Neuverträge, die nach dem Erstanwendungszeitpunkt abgeschlossen werden.

Im Übergangszeitpunkt besteht für den Leasingnehmer auch ein Wahlrecht, welche Methode für den Übergang auf IFRS 16 gewählt wird. IFRS 16 unterscheidet zwischen der retrospektiven Methode und der modifizierten retrospektiven Methode. Während bei der ersten Methode eine volle rückwirkende Anwendung auf alle in Übereinstimmung mit IAS 8 dargestellten früheren Berichtsperioden gefordert ist, verlangt die zweite Methode eine rückwirkende Anwendung zum Erstanwendungszeitpunkt mit Erfassung der Umstellungseffekte im Eigenkapital-Eröffnungswert. Eine Anpassung der Vergleichswerte erfolgt somit nicht. Im BKS Bank Konzern kommt als Übergangsmethode die modifizierte retrospektive Methode zum Einsatz.

Im Zusammenhang mit dieser Methode besteht auch ein Wahlrecht hinsichtlich der Bewertung des anzusetzenden Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. Entweder erfolgt der Ansatz zum Buchwert, d. h., so als ob IFRS 16 seit Beginn des Leasingverhältnisses angewandt worden wäre, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung oder der Ansatz erfolgt in Höhe der Leasingverbindlichkeit korrigiert um vorausbezahlte oder abgegrenzte Leasingraten. Die BKS Bank hat sich entschieden, zum Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 die Nutzungsrechte in gleicher Höhe zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Somit ergeben sich keine Umstellungseffekte im Eigenkapital zum Erstanwendungszeitpunkt.

Ferner gewährt IFRS 16 das Wahlrecht, einen einheitlichen Zinssatz für ähnliche Leasingportfolien zu verwenden, sowie die Möglichkeit, eine Klassifikation als kurzfristiger Leasingvertrag anhand der Restlaufzeit im Übergangszeitpunkt vorzunehmen. Von beiden Wahlrechten macht die BKS Bank Gebrauch. Die sonstigen von IFRS 16 gewährten Wahlrechte im Übergangszeitpunkt sind für den BKS Bank Konzern nicht von Bedeutung.

Der Ausweis der Nutzungsrechte erfolgt unter den Sachanlagen, die Leasingverbindlichkeiten werden unter den Sonstigen Passiva ausgewiesen.

Sämtliche sonstigen IFRIC-Interpretationen bzw. Improvements sowie Amendments von Standards, die mit 01. Jänner 2019 in Kraft getreten sind, haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den BKS Bank Konzern.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der BKS Bank AG 14 Unternehmen einbezogen: 11 Vollkonsolidierungen, zwei auf Basis der at Equity-Bilanzierung und ein Unternehmen gemäß Quotenkonsolidierung. Der Konsolidierungskreis blieb im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2018 unverändert.

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. JUNI 2019

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Periodenüberschuss
vor Steuern
Auslandsfilialen
Direktion Slowenien 5.665 9.118 127,5 3.955
Direktion Kroatien 5.209 5.789 59,5 3.196
Direktion Slowakei 1.149 1.436 29,3 319
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 2.440 2.551 18,9 1.211
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.095 1.176 13,3 448
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 769 846 11,9 -264

AUSLÄNDISCHE TOCHTERGESELLSCHAFTEN UND FILIALEN ZUM 30. JUNI 2018

in Tsd. EUR Nettozins
ertrag
Betriebs
ertrag
Mitarbeiter
anzahl (in PJ)
Periodenüberschuss
vor Steuern
Auslandsfilialen
Direktion Slowenien 5.500 7.111 106,5 1.035
Direktion Kroatien 4.158 5.061 56,5 3.266
Direktion Slowakei 807 889 26,3 -411
Tochtergesellschaften
BKS-leasing d.o.o., Ljubljana 1.804 2.034 19,9 1.392
BKS-leasing Croatia d.o.o., Zagreb 1.168 1.259 12,3 661
BKS-Leasing s.r.o., Bratislava 546 690 9,5 200

IV. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen in Form von Zinskurven und Fremdwährungskursen wurden im notwendigen Ausmaß durchgeführt und der Abschluss auf Basis der am Abschlussstichtag vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt. Die in den Periodenabschluss einfließenden Annahmen und Schätzungen wurden auf Basis der am Abschlussstichtag 30. Juni 2019 vorliegenden Kenntnisse und Informationen erstellt.

DETAILS ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ZINSÜBERSCHUSS

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode:
Kreditgeschäfte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 55.908 58.941 5,4
Festverzinsliche Wertpapiere bewertet zu
fortgeführten Anschaffungskosten 7.482 6.769 -9,5
Festverzinsliche Wertpapiere FV OCI 356 284 -20,3
Positive Zinsaufwendungen1) 6.402 4.239 -33,8
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt 70.149 70.232 0,1
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge:
Kreditgeschäfte bewertet zum Fair Value 1.597 1.687 5,7
Festverzinsliche Wertpapiere at Fair Value through Profit or Loss 223 223 -
Leasingforderungen 4.651 5.400 16,1
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 3.372 6.261 85,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.609 1.614 0,3
Sonstige Zinserträge und sonstige ähnliche Erträge gesamt 11.452 15.185 32,6
Zinserträge gesamt 81.601 85.417 4,7
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen für:
Einlagen von Kreditinstituten und Kunden 2.683 3.118 16,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 9.483 8.751 -7,7
Negative Zinserträge1) 3.341 2.598 -22,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 381 365 -4,3
Leasingverbindlichkeiten n/a 124 -
Zinsaufwendungen und sonstige ähnliche Aufwendungen gesamt 15.888 14.955 -5,9
Zinsüberschuss 65.713 70.463 7,2

1) Hierbei handelt es sich um Zinsaufwendungen/-erträge, die aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus positiv/negativ sind.

(2) RISIKOVORSORGE

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Finanzinstrumente bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) 9.777 13.594 39,0
Finanzinstrumente bewertet at Fair Value OCI
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Risikovorsorgen (netto) 104 11 -89,6
Kreditzusagen und Finanzgarantien
– Zuweisung (+)/Auflösung (-) von Rückstellungen (netto) -806 -414 48,7
Risikovorsorge 9.075 13.191 45,4

(3) PROVISIONSÜBERSCHUSS

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Provisionserträge:
Zahlungsverkehr 11.312 11.844 4,7
Wertpapiergeschäft 6.980 8.513 22,0
Kreditgeschäft 8.614 8.573 -0,5
Devisengeschäft 1.837 1.763 -4,0
Sonstige Dienstleistungen 762 783 2,7
Provisionserträge gesamt 29.505 31.475 6,7
Provisionsaufwendungen:
Zahlungsverkehr 1.026 1.106 7,8
Wertpapiergeschäft 682 844 23,7
Kreditgeschäft 340 179 -47,4
Devisengeschäft 85 95 11,4
Sonstige Dienstleistungen 21 36 68,6
Provisionsaufwendungen gesamt 2.155 2.260 4,9
Provisionsüberschuss 27.351 29.215 6,8

(4) ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
18.817 20.573 9,3
18.817 20.573 9,3

(5) HANDELSERGEBNIS

Handelsergebnis -205 715 >100
Zins- und währungsbezogene Geschäfte -213 726 >100
Kursbezogene Geschäfte 9 -11 >-100
in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %

(6) VERWALTUNGSAUFWAND

Verwaltungsaufwand 57.960 61.404 5,9
Abschreibungen 3.429 4.917 43,4
Sachaufwand 16.364 16.016 -2,1
– Sonstiger Sozialaufwand 665 1.355 >100
– Aufwendungen für Altersversorgung 2.791 3.542 26,9
– Sozialabgaben 6.366 6.464 1,5
– Löhne und Gehälter 28.345 29.110 2,7
Personalaufwand 38.167 40.471 6,0
in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %

Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16-Standards erhöhte sich die Abschreibung um 1,4 Mio. EUR, der Sachaufwand ging dementsprechend zurück.

(7) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -3.464 -3.507 1,2
Sonstiger betrieblicher Aufwand1) -6.579 -6.827 3,8
Sonstiger betrieblicher Ertrag 3.115 3.321 6,6
in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %

1) Darin enthalten sind vor allem die Aufwendungen für den Abwicklungsfonds und die Einlagensicherung.

(8) ERGEBNIS AUS ZUM FAIR VALUE DESIGNIERTEN FINANZINSTRUMENTEN

Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten -3.112 -1.306 58,0
Ergebnis aus der Fair Value-Option -3.112 -1.306 58,0
in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %

(9) ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV), DIE ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE ZU BEWERTEN SIND (VERPFLICHTEND)

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Ergebnis aus Bewertung -1.273 4.012 >100
Ergebnis aus Veräußerung 14 134 >100
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum
Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend) -1.259 4.147 >100

(10) ERGEBNIS AUS DER AUSBUCHUNG VON ZU FORTGEFÜHRTEN

ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN (FV)

Ergebnis aus der Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten
-94 818 >100
– davon Verlust - - -
– davon Gewinn - - -
Schuldverschreibungen - - -
– davon Verlust -570 -810 42,2
– davon Gewinn 454 1.628 >100
Forderungen Kunden -116 818 >100
– davon Verlust - - -
– davon Gewinn 22 - -
Forderungen Kreditinstitute 22 - -
in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %

(11) SONSTIGES ERGEBNIS AUS FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN/VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Änderungsgewinne/-verluste -107 88 >100
– aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FV -107 88 >100
– aus FV at Fair Value through OCI - - -
– aus zu fortgeführten AK bewerteten finanziellen Verpflichtungen - - -
Ergebnis aus der Ausbuchung - - -
– von FV at Fair Value through OCI - - -
– von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen
Verbindlichkeiten
- - -
Sonstiges Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten
-107 88 >100

(12) STEUERN VOM EINKOMMEN

in Tsd. EUR 01. HJ/2018 01. HJ/2019 ± in %
Laufende Steuern -4.901 -5.106 4,2
Latente Steuern 921 610 -33,7
Steuern vom Einkommen -3.980 -4.496 13,0

DETAILS ZUR BILANZ

(13) BARRESERVE

Barreserve 571.963 697.967 22,0
Guthaben bei Zentralnotenbanken 486.387 613.888 26,2
Kassenbestand 85.576 84.079 -1,7
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(14) FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Forderungen an inländische Kreditinstitute 123.532 74.537 -39,7
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 53.716 80.361 49,6
Forderungen an Kreditinstitute 177.248 154.898 -12,6

(15) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 30.06.2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 318 4 - 322
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 1 - - 1
Veränderung innerhalb der Stufe:
– Zuweisung/Auflösung 30 13 - 43
– Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -161 - - -161
Stand am Ende der Berichtsperiode 188 17 - 205

(16) FORDERUNGEN AN KUNDEN

(16.1) FORDERUNGEN AN KUNDEN – KUNDENGRUPPE

Forderungen an Kunden nach Kundengruppen 6.025.858 6.159.925 2,2
Privatkunden 1.298.161 1.326.402 2,2
Firmenkunden 4.727.697 4.833.523 2,2
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(16.2) FORDERUNGEN AN KUNDEN – BEWERTUNGSKATEGORIE

Forderungen an Kunden nach Bewertungskategorien 6.025.858 6.159.925 2,2
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 54.750 56.372 3,0
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 85.287 84.502 -0,9
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.885.821 6.019.052 2,3
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(17) RISIKOVORSORGE ZU FORDERUNGEN AN KUNDEN

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 30.06.2019
8.670 13.763 85.445 107.879
2.325 501 - 2.826
2.653 -75 1.726 4.304
- - -17.967 -17.967
524 -2.895 -2.371
136 - -281 -145
- 66 -521 -455
-293 2.584 2.291
-31 2.228 2.197
-403 5.204 4.801
-568 -897 -540 -2.005
13.416 12.644 75.294 101.355
- - -
-

(18) HANDELSAKTIVA

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Positive Marktwerte aus derivativen Produkten 8.045 8.910 10,7
– Währungsbezogene Geschäfte 1.464 694 -52,6
– Zinsbezogene Geschäfte 2 - -
– Absicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit Fair Value-Option 6.580 8.215 24,9
Handelsaktiva 8.045 8.910 10,7

(19) SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 904.421 873.276 -3,4
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45 60 34,1
FV at Fair Value OCI 68.977 71.391 3,5
FV at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 21.978 22.198 1,0
FV bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 813.421 779.627 -4,2
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(20) RISIKOVORSORGE ZU SCHULDVERSCHREIBUNGEN

in Tsd. EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 30.06.2019
Stand am Beginn der Berichtsperiode 258 - - 258
Zugänge aufgrund von Neugeschäft 32 - - 32
Veränderung innerhalb der Stufe
– Zuweisung/Auflösung 5 - - 5
– Abgang aufgrund von Verwendung - - - -
Stufentransfer:
– Verringerung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 1 - - - -
- Transfer von Stufe 3 in Stufe 2 - - - -
– Erhöhung aufgrund von Ausfallrisiko
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 2 - - - -
- Transfer von Stufe 1 in Stufe 3 - - - -
- Transfer von Stufe 2 in Stufe 3 - - - -
Abgang aufgrund von Rückzahlung -1 - - -1
Stand am Ende der Berichtsperiode 294 - - 294

(21) ANTEILSRECHTE UND ANDERE NICHT VERZINSLICHE WERTPAPIERE

Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 135.609 137.742 1,6
FV at Fair Value OCI 89.829 93.928 4,6
FV at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45.780 43.814 -4,3
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(22) ANTEILE AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN

Anteile an at Equity bilanzierten Unternehmen 599.668 613.875 2,4
Bank für Tirol und Vorarlberg AG 214.391 220.741 3,0
Oberbank AG 385.277 393.134 2,0
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(23) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte 3.859 10.649 >100
Immaterielle Vermögenswerte 3.859 10.649 >100
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(24) SACHANLAGEN

in Tsd. EUR
31.12.2018
30.06.2019
Grund
8.024
8.353
Gebäude
37.647
37.675
Sonstige Sachanlagen
7.665
8.539
Nutzungsrechte für gemietete Immobilien
n/a
24.548
Sachanlagen
53.336
79.115
48,3
-
11,4
0,1
4,1
± in %

(25) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 34.530 35.482 2,8
Gebäude 26.108 27.076 3,7
Grund 8.422 8.405 -0,2
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(26) LATENTE STEUERFORDERUNGEN

Latente Steuerforderungen 6.363 6.410 0,7
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(27) SONSTIGE AKTIVA

Sonstige Aktiva 22.497 23.959 6,5
Rechnungsabgrenzungsposten 3.459 2.932 -15,2
Sonstige Vermögenswerte 19.037 21.027 10,4
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(28) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten 732.544 631.407 -13,8
Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Kreditinstituten 103.945 60.302 -42,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 836.489 691.708 -17,3

(29) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Spareinlagen 1.429.395 1.432.142 0,2
– Firmenkunden 178.506 176.530 -1,1
– Privatkunden 1.250.889 1.255.612 0,4
Sonstige Verbindlichkeiten 4.038.068 4.334.921 7,4
– Firmenkunden 2.940.119 3.125.177 6,3
– Privatkunden 1.097.949 1.209.744 10,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.467.463 5.767.063 5,5

(30) VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Begebene Schuldverschreibungen 499.690 530.098 6,1
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 71.362 72.050 1,0
Verbriefte Verbindlichkeiten 571.052 602.147 5,4

(31) HANDELSPASSIVA

18,8
-57,6
-
49,1
18,8

(32) RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen 134.485 140.145 4,2
Sonstige Rückstellungen 55.166 57.825 4,8
Rückstellung für Garantien und Rahmen 1.384 1.732 25,1
Steuerrückstellungen (Laufende Steuern) 5.233 4.030 -23,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 72.702 76.558 5,3
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN

in %
31.12.2018
30.06.2019
Finanzielle Annahmen
Zinssatz
2,01%
1,32%
Gehaltstrend aktive Mitarbeiter
2,76%
2,99%
Pensionsdynamik
2,10%
2,00%
Karrieredynamik
0,25%
0,25%
Demographische Annahmen
Pensionsantrittsalter
65 Jahre
65 Jahre
Sterbetafel
AVÖ 2018
AVÖ 2018

(33) SONSTIGE PASSIVA

Sonstige Passiva 26.699 61.197 >100
Leasingverbindlichkeiten n/a 24.600 -
Rechnungsabgrenzungsposten 4.739 3.582 -24,4
Sonstige Passiva 21.960 33.015 50,3
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

(34) NACHRANGKAPITAL

Nachrangkapital 179.667 172.880 -3,8
Hybridkapital 20.000 20.000 -
Ergänzungskapital 159.667 152.880 -4,3
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

Das Nachrangkapital wird inklusive der angelaufenen Stückzinsen ausgewiesen. Der Nominalwert beträgt 170,6 Mio. EUR nach 176,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018.

(35) KONZERNEIGENKAPITAL

Konzerneigenkapital 1.210.696 1.255.249 3,7
Nicht beherrschende Anteile -25 -27 10,3
Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen 1.210.721 1.255.276 3,7
Zusätzliche Eigenkapitalinstrumente (AT 1-Anleihe) 43.500 54.700 25,7
Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen 839.919 873.275 4,0
Kapitalrücklagen 241.416 241.416 -
– Aktienkapital 85.886 85.886 -
Gezeichnetes Kapital 85.886 85.886 -
in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %

Das Aktienkapital setzt sich aus 41.142.900 stimmberechtigten Stamm-Stückaktien und 1.800.000 stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien zusammen. Der Nennwert je Aktie beträgt 2,0 EUR. Die Kapitalrücklagen enthalten Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklagen und Sonstige Rücklagen beinhalten im Wesentlichen thesaurierte Gewinne. Die zusätzlichen Eigenkapitalinstrumente betreffen Additional Tier 1-Anleihen, die gemäß IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren sind.

RISIKOBERICHT

Die im gegenständlichen Bericht enthaltenen quantitativen Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 basieren auf dem internen Berichtswesen zur Gesamtbankrisikosteuerung.

Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR
AA-A1 1a-1b 2a-2b 3a-3b 4a-4b 5a-5c ohne Rating Gesamt
Kundenforderungen 53.037 1.633.712 2.261.040 2.100.945 343.497 187.981 1.617 6.581.829
Zugesagte Kreditrahmen 6.300 54.126 62.069 37.361 4.201 1.622 9 165.688
Bankenforderungen 72.709 62.050 22.219 12.217 - - - 169.195
Wertpapiere und Fonds 725.253 110.915 12.015 3.164 60 - - 851.407
Beteiligungen 674.582 13.905 9.659 281 - - 3.063 701.490
Gesamt 1.531.881 1.874.708 2.367.002 2.153.968 347.758 189.603 4.689 8.469.609

(36) KREDITQUALITÄT NACH FORDERUNGSKLASSEN ZUM 30. JUNI 2019

KREDITQUALITÄT NACH FORDERUNGSKLASSEN ZUM 31. DEZEMBER 2018

Risikopositionen nach Rating
in Tsd. EUR
AA-A1 1a-1b 2a-2b 3a-3b 4a-4b 5a-5c ohne Rating Gesamt
Kundenforderungen 51.945 1.692.770 2.031.945 2.082.867 372.246 221.890 850 6.454.514
Zugesagte Kreditrahmen 7.058 54.424 59.944 30.569 4.751 2.068 9 158.822
Bankenforderungen 99.264 60.997 22.318 7.457 1 - - 190.037
Wertpapiere und Fonds 762.805 103.579 16.525 - - - 4.904 887.814
Beteiligungen 663.800 11.373 6.804 281 45 - 3.005 685.307
Gesamt 1.584.873 1.923.142 2.137.536 2.121.174 377.042 223.959 8.768 8.376.493

Die Ausfallsdefinition der BKS Bank deckt sich mit jener des Artikels 178 CRR. Demgemäß gelten Forderungen als ausgefallen, wenn sie seit mehr als 90 Tagen in Verzug sind, sofern der überfällige Forderungswert 2,5% des vereinbarten Rahmens und mindestens 250,- Euro beträgt. Ein Ausfall liegt auch vor, wenn davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird.

Die Quote der Non-performing Loans1) betrug zum Juniultimo 2,7% (31.12.2018: 3,3%). Grundlage für die Berechnung bildeten die Non-performing Loans in den Kategorien 5a - 5c des BKS Bank-Ratingsystems (Ausfallsklassen). Die NPL-Quote berechnen wir nach dem Schema des Risk Dashboards der EBA. Die Bezugsgrößen stellen dabei die bilanziellen Forderungen gegenüber dem Staatssektor, Zentralbanken, Kreditinstituten und Kunden dar.

Die Bedeckung des Verlustpotentials notleidender Kredite wird mit der Coverage Ratio abgebildet. Die Coverage Ratio I ist die Relation von gebildeten Risikovorsorgen zur gesamten Risikoposition. Sie betrug 40,1% zum 30. Juni 2019 (31.12.2018: 38,3%). Zusätzlich verwenden wir als interne Steuerungsgröße die Coverage Ratio III, bei der auch interne Sicherheiten in die Berechnung einbezogen werden. Diese belief sich zum 30. Juni auf 88,2% (31.12.2018: 85,5%).

(37) AUFSICHTSRECHTLICHES ZINSÄNDERUNGSRISIKO IN % DER EIGENMITTEL

Währung
31.12.2018
30.06.2019
EUR
3,43%
3,80%
CHF
0,02%
0,00%
USD
0,00%
0,03%
JPY
0,00%
0,00%
Sonstige
0,03%
0,05%
Gesamt
3,48%
3,88%

1) Die Berechnung der NPL-Quote wurde per 30. Juni 2019 auf die Berechnungsmethode des Risk Dashboards der European Banking Authority (EBA) umgestellt. Der Wert zum 31. Dezember 2018 wurde angepasst.

(37.1) VALUE-AT-RISK-WERTE ZINSÄNDERUNGSRISIKO1)

31.12.2018 30.06.2019
24.944 25.034

Der Value-at-Risk aus dem Zinsänderungsrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95% berechnet.

(38) VALUE-AT-RISK-WERTE AKTIENKURSRISIKO

in Tsd. EUR
31.12.2018
30.06.2019
Value-at-Risk-Werte Aktienkursrisiko
1.366
3.077

Der Value-at-Risk aus dem Aktienkursrisiko wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95% berechnet.

(39) VALUE-AT-RISK-WERTE AUS FREMDWÄHRUNGSPOSITIONEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019
Value-at-Risk-Werte Fremdwährungspositionen 673 535

Der Value-at-Risk aus Fremdwährungspositionen wird anhand der historischen Simulation auf Basis der in den letzten 1.000 Tagen beobachteten Marktpreisveränderungen mit einer Haltedauer von 90 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95% berechnet.

(40) KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DES LIQUIDITÄTSRISIKOS

Einlagenkonzentration
0,38
0,38
Loan-Deposit-Ratio (LDR)
91,7%
89,9%
Liquidity Coverage Ratio (LCR)
137,8%
135,6%
Net Stable Funding Ratio (NSFR)
110,2%
107,8%

(41) OPERATIONALES RISIKO UND IKT-RISIKEN NACH EREIGNISKATEGORIEN1)

30.06.2019
51
7
582
20
7
210

1) exkl. Kreditrisiko, nach Rückvergütungen

ERGÄNZENDE ANGABEN

(42) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der dem internen Managementberichtssystem zugrundeliegenden Struktur des Konzerns.

SEGMENTERGEBNIS 01. HALBJAHR 2019

in Tsd. EUR Privatkunden Firmen
kunden
Financial
Markets
Sonstige Summe
Zinsüberschuss 13.277 52.789 23.340 1.629 91.035
– hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - - 20.573 - 20.573
Risikovorsorge -225 -13.061 95 - -13.191
Provisionsüberschuss 12.371 16.088 -48 804 29.215
Handelsergebnis - - 715 - 715
Verwaltungsaufwand -26.712 -25.527 -4.066 -5.099 -61.404
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen 1.068 483 -12 -5.046 -3.507
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten - - 2.659 1.088 3.747
Periodenüberschuss vor Steuern -221 30.772 22.683 -6.624 46.610
Ø risikogewichtete Aktiva 639.103 3.375.672 841.837 109.100 4.965.711
Ø zugeordnetes Eigenkapital 77.346 408.123 720.337 27.192 1.232.998
ROE auf Basis Periodenüberschuss vor Steuern -0,6% 15,1% 6,3% - 7,2%
Cost-Income-Ratio 100,0% 36,8% 16,9% - 52,3%
Risk-Earnings-Ratio 1,7% 24,7% -0,4% - 14,5%

SEGMENTERGEBNIS 01. HALBJAHR 2018

in Tsd. EUR Privatkunden Firmen
kunden
Financial
Markets
Sonstige Summe
Zinsüberschuss 13.812 49.933 19.373 1.413 84.530
– hiervon Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - - 18.817 - 18.817
Risikovorsorge -410 -8.453 -212 - -9.075
Provisionsüberschuss 11.833 14.947 515 55 27.351
Handelsergebnis - - -205 - -205
Verwaltungsaufwand -25.717 -23.617 -3.635 -4.991 -57.960
Saldo sonstiger betrieblicher Erträge bzw. Aufwendungen 1.069 453 -28 -4.959 -3.464
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten/
Verbindlichkeiten 95 -211 -4.456 - -4.572
Periodenüberschuss vor Steuern 682 33.052 11.352 -8.482 36.604
Ø risikogewichtete Aktiva 527.529 3.204.917 945.779 59.082 4.737.307
Ø zugeordnetes Eigenkapital 61.597 374.357 657.534 13.853 1.107.341
ROE auf Basis Periodenüberschuss vor Steuern 2,2% 17,7% 3,5% - 6,7%
Cost-Income-Ratio 96,3% 36,1% 18,5% - 53,6%
Risk-Earnings-Ratio 3,0% 16,9% 1,1% - 10,7%

Methode: Die Aufspaltung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Die angefallenen Kosten werden verursachungsgerecht den einzelnen Unternehmensbereichen zugerechnet. Der Strukturbeitrag wird dem Segment Financial Markets zugeordnet. Die Kapitalallokation erfolgt nach aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten. Das durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital wird mit einem Zinssatz von 5% verzinst und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsüberschuss ausgewiesen. Der Erfolg des jeweiligen Unternehmensbereiches wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Ergebnis vor Steuern gemessen.

Die Eigenkapitalrentabilität ist neben der Cost-Income-Ratio eine der wesentlichsten Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche. Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Steuerung. Für die Unternehmensführung verantwortlich zeichnet der Gesamtvorstand. Die Berichte für die interne Steuerung umfassen im Einzelnen:

  • Monatliche Ergebnisberichte auf Profit-Center-Ebene
  • Quartalsweise Berichte für alle relevanten Risikoarten
  • Ad-hoc-Berichte auf Basis außerordentlicher Ereignisse

Firmenkundensegment

Im Segment Firmenkunden wurden zum Juniultimo 2019 rund 22.800 Firmenkunden betreut. In der ursprünglich als Firmenkundenbank konzipierten BKS Bank stellt dieser Geschäftsbereich nach wie vor die wichtigste Unternehmenssäule dar. Firmenkunden nehmen auch heute noch den Großteil der Ausleihungen in Anspruch und tragen wesentlich zum Periodenergebnis bei. Neben sämtlichen Ertrags- und Aufwandskomponenten der BKS Bank AG aus dem Firmenkundengeschäft werden diesem Segment auch die Erträge und Aufwendungen der Leasinggesellschaften, soweit sie im Geschäft mit Unternehmen erzielt werden, zugeordnet.

Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden sämtliche Ertrags- und Aufwandskomponenten des Geschäftes der BKS Bank AG, der BKS-Leasing Gesellschaft m.b.H., der BKS-leasing d.o.o., der BKS-leasing Croatia d.o.o. sowie der BKS-Leasing s.r.o. mit Privatkunden, unselbständig Erwerbstätigen und Zugehörigen der Berufsgruppe Heilberufe gebündelt. Ende Juni 2019 waren diesem Segment rund 167.100 Kunden zugeordnet.

Financial Markets

Das Segment Financial Markets bündelt die Ergebnisse aus dem Eigenhandel der BKS Bank AG, aus den im Eigenbestand gehaltenen Wertpapieren, aus den Beteiligungen, aus Derivaten des Bankbuches und aus dem Interbankengeschäft bzw. umfasst auch das Ergebnis aus dem Zinsstrukturmanagement.

Im Segment Sonstige sind Ertrags- und Aufwandspositionen und Ergebnisbeiträge, die nicht den anderen Segmenten bzw. nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden konnten, abgebildet.

Höhe der ausstehenden Salden erhaltene Garantien gewährte Garantien
in Tsd. EUR per 31.12.2018 per 30.06.2019 per 31.12.2018 per 30.06.2019 per 31.12.2018 per 30.06.2019
Nicht konsolidierte
Tochterunternehmen - - - -
Forderungen 2.927 24.562
Verbindlichkeiten 2.287 4.913
Assoziierte Unternehmen - - - -
Forderungen 2.451 1.603
Verbindlichkeiten 669 6.716
Mitglieder des Managements - - - -
Forderungen 235 223
Verbindlichkeiten 1.417 1.469
Sonstige nahestehende Personen - - - -
Forderungen 117 116
Verbindlichkeiten 827 743

(43) ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

GEWÄHRTE VORSCHÜSSE UND KREDITE

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes 25 22 -11,3
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates 210 201 -4,3
Gewährte Vorschüsse und Kredite 235 223 -5,1

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Im Berichtszeitraum gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

(44) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND KREDITRISIKEN

in Tsd. EUR 31.12.2018 30.06.2019 ± in %
Bürgschaften und Garantien 426.642 446.934 4,8
Akkreditive 1.381 656 -52,5
Eventualverbindlichkeiten 428.023 447.590 4,6
Sonstige Kreditrisiken 1.337.235 1.355.011 1,3
Kreditrisiken 1.337.235 1.355.011 1,3

(45) EREIGNISSE NACH DEM STICHTAG DES ZWISCHENBERICHTES

Es gab nach dem Stichtag des Zwischenberichtes zum 30. Juni 2019 keine in ihrer Form oder Sache nach ungewöhnlichen Aktivitäten oder Ereignisse in der BKS Bank, die das im vorliegenden Bericht vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussten.

(46) FAIR VALUES

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value bewertet werden

30.06.2019 LEVEL 2 LEVEL 3
"Interne
LEVEL 1 "Marktwert Bewertungs Fair Value
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total
Aktiva
Forderungen an Kunden
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) - - 56.372 56.372
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) - - 84.502 84.502
Handelsaktiva (Derivate) - 8.910 - 8.910
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - - - -
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 60 - - 60
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 22.198 - - 22.198
– at Fair Value OCI 70.384 - 1.007 71.391
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere - - - -
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 43.814 - - 43.814
– at Fair Value OCI 6.314 3.593 84.021 93.928
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss
(designiert) - - 85.896 85.896
Handelspassiva - 9.937 - 9.937
31.12.2018 LEVEL 3
LEVEL 2 "Interne
in Tsd. EUR LEVEL 1
"Marktwert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Aktiva
Forderungen an Kunden
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) - - 54.750 54.750
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) - - 85.287 85.287
Handelsaktiva (Derivate) - 8.045 - 8.045
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45 - - 45
– at Fair Value through Profit or Loss (designiert) 21.978 - - 21.978
– at Fair Value OCI 68.977 - - 68.977
Anteilsrechte und andere nicht verzinsliche Wertpapiere
– at Fair Value through Profit or Loss (verpflichtend) 45.780 - - 45.780
– at Fair Value OCI 4.191 3.665 81.973 89.829
Passiva
Verbriefte Verbindlichkeiten - at Fair Value through Profit or Loss
(designiert) - - 84.744 84.744
Handelspassiva - 8.362 - 8.362

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

in Tsd. EUR Forderungen an Kunden
at Fair Value through Profit
or Loss (designiert)
Forderungen an Kunden
at Fair Value through Profit
or Loss (verpflichtend)
Anteilsrechte und andere
nicht verzinsliche Wert
papiere at Fair Value OCI
Verbriefte Verbindlichkeiten
at Fair Value through
Profit or Loss
Stand zum 01.01.2019 85.287 54.750 81.973 84.744
GuV-Rechnung1) 1.287 65 - 1.152
Umgliederungen - - - -
Sonstiges Ergebnis - - 2.048 -
Käufe/Zugänge - 5.295 - -
Verkäufe/Tilgungen -2.072 -3.738 - -
Stand zum 30.06.2019 84.502 56.372 84.021 85.896

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

LEVEL 3: BEWEGUNGEN DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

in Tsd. EUR Forderungen an Kunden
at Fair Value through Profit
or Loss (designiert)
Forderungen an Kunden
at Fair Value through Profit
or Loss (verpflichtend)
Anteilsrechte und andere
nicht verzinsliche Wert
papiere at Fair Value OCI
Verbriefte Verbindlichkeiten
at Fair Value through
Profit or Loss
Stand zum 01.01.2018 55.805 48.138 29.662 84.688
GuV-Rechnung1) -1.515 181 - 56
Umgliederungen - - 50.309 -
Sonstiges Ergebnis - - -1.788 -
Käufe/Zugänge 35.391 15.821 4.115 -
Verkäufe/Tilgungen -4.394 -9.390 -325 -
Stand zum 31.12.2018 85.287 54.750 81.973 84.744

1) über die GuV geführte Bewertungsänderungen; Ausweis in der Position Ergebnis aus zum Fair Value designierten Finanzinstrumenten und in der Position Ergebnis aus FV, die erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind (verpflichtend)

Bewertungsgrundsätze und Kategorisierung

Die unter der Kategorie Level 1 "Marktwerte" dargestellten Fair Values wurden anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten (Börse) bewertet.

Liegen keine Marktwerte vor, wird der Fair Value über marktübliche Bewertungsmodelle basierend auf beobachtbaren Inputfaktoren bzw. Marktdaten ermittelt und unter der Kategorie Level 2 "Marktdaten basierend" ausgewiesen (z. B. Diskontierung der zukünftigen Cash Flows von Finanzinstrumenten). Die unter dieser Kategorie ausgewiesenen Fair Values wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 2 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

In der Kategorie Level 3 "interne Bewertungsmethode" werden Wertansätze für einzelne Finanzinstrumente auf Basis eigener allgemein gültiger Bewertungsverfahren festgelegt. Die verbrieften Verbindlichkeiten in der Kategorie Level 3 wurden grundsätzlich über Marktdaten bewertet, die für die Verbindlichkeit beobachtbar (z. B. Zinskurve, Wechselkurse) sind. Nicht am Markt beobachtbare Einflussfaktoren bei der Bewertung der Positionen in der Kategorie Level 3 sind auf internen Ratingverfahren basierende Bonitätsanpassungen von Kunden bzw. der BKS Bank selbst für verbriefte Verbindlichkeiten und die daraus abgeleiteten Credit Spreads. Für die Bewertung der Positionen der Kategorie Level 3 kam grundsätzlich die Barwertmethode zur Anwendung.

Veränderungen in der Kategorisierung

Umgliederungen in den einzelnen Kategorien werden vorgenommen, wenn die Marktwerte (Level 1) oder verlässliche Inputfaktoren (Level 2) nicht mehr zur Verfügung stehen oder Marktwerte (Level 1) für einzelne Finanzinstrumente neu zur Verfügung stehen (z. B. Börsengang).

Bonitätsveränderung bei zum Fair Value bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Veränderung der Marktwerte aus dem Ausfallsrisiko von Wertpapieren und Krediten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt anhand der internen Bonitätseinstufung des Finanzinstrumentes sowie der Restlaufzeit. Bei Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird die Veränderung des Ausfallsrisikos in der Berichtsperiode über die BKS Bank spezifische Fundingkurve und die Restlaufzeit des Finanzinstruments ermittelt. Die Bonitätsveränderung der zum Fair Value bilanzierten Forderungen an Kunden wirkte sich im Berichtszeitraum 01. Halbjahr 2019 auf den Marktwert mit -0,1 Mio. EUR (31.12.2018: -1,1 Mio. EUR) aus. Die Bonitätsveränderung der BKS Bank auf die zum Fair Value bilanzierten verbrieften Verbindlichkeiten wirkte sich im Berichtszeitraum 01. Halbjahr 2019 auf den Marktwert mit -0,1 Mio. EUR (31.12.2018: 0,1 Mio. EUR) aus.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse der Kundenforderungen, die zum Fair Value bewertet werden, ergibt bei einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung von 10 Basispunkten im Credit Spread ein kumuliertes Bewertungsergebnis von 0,4 Mio. EUR (31.12.2018: 0,5 Mio. EUR). Die Analyse einer angenommenen Bonitätsverbesserung bzw. -verschlechterung der BKS Bank um 10 Basispunkte im Credit Spread würde zu einem kumulierten Bewertungsergebnis der zum Fair Value designierten verbrieften Verbindlichkeiten von 0,4 Mio. EUR (31.12.2018: 0,4 Mio. EUR) führen.

Von den Level 3 Anteilsrechten (Beteiligungen) in Höhe von 20,4 Mio. EUR ist der Zinssatz der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Eine Erhöhung des Zinssatzes um 50 Basispunkte reduziert den Fair Value um 1,3 Mio. EUR. Eine Senkung des Zinssatzes von 50 Basispunkten führt zu einer Erhöhung des Fair Values von 1,5 Mio. EUR. Für Level 3 Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 52,9 Mio. EUR sind Kurswerte die wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter. Eine Veränderung der Kurswerte um 10% verändert den Fair Value um 4,3 Mio. EUR, eine Veränderung der Kurswerte um -10% reduziert den Fair Value um 3,8 Mio. EUR. Für Level 3 Anteilsrechte (Beteiligungen) in Höhe von 9,2 Mio. EUR ist das buchhalterische Eigenkapital der wesentliche nicht beobachtbare Parameter. Der Rest spiegelt unwesentliche Minderheitsbeteiligungen wider, für die keine Fair Value-Bewertung durchgeführt wurde.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN, DIE NICHT ZUM FAIR VALUE BILANZIERT WERDEN

30.06.2019 LEVEL 2 LEVEL 3
"Interne
in Tsd. EUR LEVEL 1
"Marktwert"
"Marktwert
basierend"
Bewertungs
methode"
Fair Value
total
Buchwert
30.06.2019
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute1) - - 154.835 154.835 154.676
Forderungen an Kunden1) - - 5.969.758 5.969.758 5.917.715
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 846.094 - - 846.094 779.627
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 689.979 689.979 691.708
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 5.769.183 5.769.183 5.767.063
Verbriefte Verbindlichkeiten 170.960 280.718 82.714 534.392 516.251
Nachrangkapital 152.545 - 26.365 178.910 172.880
1) vermindert um EWB/ECL

Im ersten Halbjahr 2019 kam es beim Nachrangkapital mit einem Buchwert von 14,6 Mio. EUR zu einer Umgliederung von Level 2 auf Level 3, da die Notierung nicht auf einem geregelten Markt erfolgt.

31.12.2018 LEVEL 3
LEVEL 1 LEVEL 2
"Marktwert
"Interne
Bewertungs
Fair Value Buchwert
in Tsd. EUR "Marktwert" basierend" methode" total 31.12.2018
Aktiva
Forderungen an Kreditinstitute1) - - 177.116 177.116 176.926
Forderungen an Kunden1) - - 5.850.304 5.850.304 5.777.942
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere 861.721 - - 861.721 813.421
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 833.011 833.011 836.489
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - - 5.467.571 5.467.571 5.467.463
Verbriefte Verbindlichkeiten 169.344 251.349 79.874 500.566 486.308
Nachrangkapital 167.178 13.354 2.340 182.872 179.667
1) vermindert um EWB/ECL

ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für den Zeitraum 01. Jänner bis 30. Juni 2019 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BKS Bank Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt."

Klagenfurt am Wörthersee, am 28. August 2019

Der Vorstand

Mag. Dr. Herta Stockbauer Vorstandsvorsitzende

Mag. Alexander Novak Mitglied des Vorstandes

Mag. Dieter Kraßnitzer, CIA Mitglied des Vorstandes

Datum Inhalt der Mitteilung
02. April 2019 Veröffentlichung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2018
im Internet und im Amtsblatt zur Wiener Zeitung
08. Mai 2019 80. ordentliche Hauptversammlung
14. Mai 2019 Dividenden-Ex-Tag
15. Mai 2019 Record Date
16. Mai 2019 Dividenden-Zahl-Tag
24. Mai 2019 Zwischenbericht zum 31. März 2019
30. August 2019 Halbjahresfinanzbericht 2019
29. November 2019 Zwischenbericht zum 30. September 2019

UNTERNEHMENSKALENDER 2019

INVESTOR RELATIONS-ANSPRECHPARTNER

Mag. Herbert Titze, MBA, Leiter Investor Relations, E-Mail: [email protected]

Impressum:

ERKLÄRUNGEN DER GESETZLICHEN VERTRETER

Medieninhaber (Verleger): BKS Bank AG, St.Veiter Ring 43, A-9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel: 0463-5858-0 Internet: http://www.bks.at, http://www.twitter.com/bksbank, E-Mail: [email protected] bzw. [email protected] Redaktion: BKS Bank AG, Abteilung Vorstandsbüro; Redaktionsschluss: 28. August 2019

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